# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5e681063-06d1-444f-bfd9-0d0948335245
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 16. März 2010 verstarb A._. Sie hinterliess als Erben ihre beiden Söhne X._ und Y._.
B. Am 25. Oktober 2010 meldete X._ beim Kreisamt Trins eine Erbteilungsklage gegen Y._ betreffend Teilung des Nachlasses von A._ sel. an, welche er nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung sowie Ausstellung des Leitscheins mit Eingabe vom 21. Januar 2011 fristgerecht an das Bezirksgericht Imboden prosequierte. Das betreffende Verfahren (Proz.-Nr. -6) ist nach wie vor beim Bezirksgericht Imboden anhängig.
Gleichentags ersuchte X._ beim Bezirksgerichtspräsidenten Imboden um Einsetzung eines gesetzlichen Erbenvertreters gemäss Art. 602 Abs. 3 ZGB. Da sich Y._ in seiner Vernehmlassung mit der Einsetzung des von der Gegenpartei vorgeschlagenen Erbenvertreters einverstanden erklärte, schrieb der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden das Verfahren zufolge weggefallenen Rechtsschutzinteresses mit Entscheid vom 17. Februar 2011 ab. Gleichzeitig wurde davon Vormerk genommen, dass sich die Parteien darüber einig seien, B._ im Nachlass ihrer verstorbenen Mutter als gewillkürten Erbenvertreter einzusetzen mit der Aufgabe, die sich im Nachlass befindende Liegenschaft Nr. _ in O.1_ auf dem Wege der internen oder externen Versteigerung freihändig zu veräussern, sowie mit der Befugnis, von ihm als dringlich und notwendig erachtete Massnahmen baulicher Natur zur Abwendung von drohendem Schaden am Gebäude zu treffen (Proz.-Nr. 135-2011-35).
Mit Schreiben vom 17. Februar 2011 entsprach der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden zudem einem gemeinsamen Gesuch der Parteien und sistierte den Erbteilungsprozess (Proz.-Nr. 115-2011-6) solange, bis der Erbenvertreter sein Mandat abgeschlossen oder niedergelegt hat respektive eine der Parteien die Aufhebung der Sistierung verlangt.
C. Am 25. März 2011 stellte der Erbenvertreter B._ beim Bezirksgericht Imboden ein Gesuch um Durchführung einer vorsorglichen Beweisaufnahme der gesamten Liegenschaft Nr. _ inklusive darauf stehender Gebäudeteile. Mit prozessleitender Verfügung vom 11. April 2011 setzte der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden C._, Ing. HTL, als Sachverständigen ein und beauftragte diesen mit der Erstellung eines Gutachtens betreffend Aufnahme des Zustands (bezüglich Stand der Bauarbeiten) der
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gesamten Liegenschaft und der Umgebung mit allen darauf befindlichen Gebäudeteilen sowie allfälliger vorhandener Werkmängel an der Liegenschaft mit allen darauf befindlichen Gebäudeteilen (Proz.-Nr. 135-2011-97).
D. Mit Eingabe vom 15. April 2011 wurde X._ mit einem erneuten Gesuch beim Bezirksgericht Imboden vorstellig und verlangte die gerichtliche Durchsetzung des Anspruchs auf Herausgabe sämtlicher im Besitz von Y._ beziehungsweise im Besitz der Erbengemeinschaft in Zusammenhang mit der Liegenschaft Nr. _ respektive mit dem darauf in Bau befindlichen Gebäude stehenden Gegenstände und Unterlagen unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB. Nachdem sich Y._ schliesslich ausdrücklich bereit erklärt hatte, dem Bezirksgericht Imboden die sich in seinem Besitz befindenden einschlägigen Bauakten betreffend die Liegenschaft Nr. _ auszuhändigen, wurde das betreffende Verfahren vom Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden mit Entscheid vom 28. April 2011, mitgeteilt am 2. Mai 2011, zufolge Vergleichs als erledigt abgeschrieben (Proz.-Nr. 135-2011-115).
Am 20. Mai 2011 erstattete der Experte C._ dem Gericht das von ihm erstellte Gutachten.
E. Am 9. August 2011 ersuchte X._ den Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden um Ermächtigung des Erbenvertreters, für die Erben und auf deren Rechnung als Solidarschuldner einen Bankkredit aufzunehmen und die entsprechenden Verträge zu unterzeichnen sowie zur Sicherstellung des vorgenannten Hypothekarkredits zulasten der Liegenschaft Nr. _ in O.1_ ein Grundpfandrecht zu errichten und im Grundbuch einzutragen. Dieses Gesuch wurde vom Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden mit Entscheid vom 5. September 2011 abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte. Gleichzeitig wurde davon Vormerk genommen, dass ein Erbenvertreter gemäss schweizerischem Recht von Gesetzes wegen befugt sei, über Erbschaftswerte zu verfügen und für die Erben Verpflichtungen einzugehen (Proz.-Nr. 115-2011-235).
F. Mit Entscheid vom 23. November 2011 hiess der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden ein weiteres Gesuch von X._ vom 23. August 2011 um Erlass vorsorglicher Massnahmen, soweit darauf eingetreten werden konnte, teilweise gut. Er verpflichtete Y._ unter Hinweis auf die Straffolgen gemäss Art. 292 StGB, dem Erbenvertreter B._ im Zusammenhang mit der Liegenschaft Nr. _ sämtliche sich in seinem Besitz befindenden Schlüssel, sämtliche Mietverträge über die vermieteten Parkplätze sowie sämtliche Belege
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betreffend Mietzinszahlungen der vermieteten Parkplätze samt entsprechender Rechenschaftsablage auszuhändigen (Proz.-Nr. 135-2011-251).
G. Auf Wiedererwägungsgesuch respektive Gesuch um Erlass/Abänderung einer vorsorglichen Massnahme seitens X._ vom 21. September 2011 setzte der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden mit Entscheid vom 16. November 2011 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme den gewillkürten Erbenvertreter B._ rückwirkend ab 22. Februar 2011 als gesetzlichen Erbenvertreter ein. Gleichzeitig ermächtigte er ihn, eine interne oder externe Versteigerung der sich im Nachlass befindenden Liegenschaft Nr. _ in O.1_ durchzuführen sowie von ihm als dringlich und notwendig erachtete Massnahmen baulicher Art zur Abwendung von drohendem Schaden am Gebäude zu treffen.
H. Eine von Y._ am 28. November 2011 dagegen eingereichte Berufung hiess das Kantonsgericht von Graubünden mit Urteil vom 17. Januar 2012 (ZK1 11 84) gut und wies die Sache im Sinne der Erwägungen zur Bestimmung eines neuen gesetzlichen Erbenvertreters an die Vorinstanz zurück.
I. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden setzte in der Folge am 11. April 2012 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme den Leiter des Betreibungs- und Konkursamtes Imboden, L._, als gesetzlichen Erbenvertreter ein und ermächtigte ihn insbesondere, eine interne oder externe Versteigerung der Liegenschaft Nr. _ in O.1_ durchzuführen oder diese unter gewissen Auflagen freihändig zu veräussern.
J. Dagegen liess Y._ am 21. April 2012 wiederum Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden einreichen, welche mit Verfügung des Kantonsgerichtspräsidenten vom 1. Juni 2012 abgewiesen wurde.
K. Anlässlich der freiwilligen öffentlichen Versteigerung vom 20. November 2012 hat Y._ die Liegenschaft Nr. _, Plan_, Mehrfamilienhaus im Rohzustand, _, O.1_, zum Preis von Fr. 1'480'000.00 erworben.
Da sich die beiden Erben in der Folge nicht über die Freigabe sämtlicher offenen Rechnungen zur Bezahlung einigen konnten und der Erbenvertreter Schadenersatzforderungen befürchtete, legte L._ sein Mandat am 21. Januar 2013 nieder und erstattete dem Bezirksgericht Imboden mit der Bitte um Entlastung seinen Schlussbericht samt Abrechnung.
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L. Mit Gesuch vom 4. März 2013 gelangte X._ in der Folge erneut an das Bezirksgericht Imboden und stellte das Begehren um Einsetzung von D._, E._AG, O.2_, als neuen Erbenvertreter.
Seitens der Gegenpartei ging innert der mit Verfügung vom 8. März 2013 angesetzten Frist keine Vernehmlassung ein. Erst am 21. März 2013 und damit verspätet reichte Y._ eine Stellungnahme ein, worin er die Einsetzung seiner Person als Erbenvertreter beantragt.
M. Mit Entscheid vom 19. November 2013, gleichentags mitgeteilt, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden:
"1. Das Gesuch von X._ um Einsetzung eines Erbenvertreters sowie der Antrag von Y._ um Einsetzung seiner Person als Erbenvertreter werden abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'500.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten der Parteien und werden mit dem von X._ geleisteten Kostenvorschuss in Höhe von CHF 1'500.00 verrechnet.
Y._ wird verpflichtet, X._ den von ihm geleisteten Vorschuss im Umfang von CHF 750.00 zu ersetzen.
Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations