# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 00cc0c2a-a661-4d92-ace4-7f5143859bac
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft Frauenfeld gegen A. wegen Beschimpfung etc. ein
Strafverfahren führte; die Taten mittels Versand mehrerer E-Mails begangen
worden sein sollen (act. 5.1);
- die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten mit Übernahmeverfügung vom
12. März 2019 das von der Staatsanwaltschaft Frauenfeld geführte Strafver-
fahren gegen A. übernahm; sie zur Begründung unter Verweisung auf Art. 31
Abs. 1 StPO ausführte, der Tatort liege in ihrem Zuständigkeitsbereich
(act. 1.1);
- diesbezüglich A. mit Eingabe vom 21. März 2019 (Poststempel; die Eingabe
ist mit 19. März 2019 datiert) an die Beschwerdekammer des Bundesstraf-
gerichts gelangte (act. 1); aus der Eingabe nicht hinreichend deutlich hervor-
ging, dass und weshalb A. mit der Verfahrensübernahme durch die Staats-
anwaltschaft Muri-Bremgarten nicht einverstanden war, weshalb er gebeten
wurde mitzuteilen, ob sich die Eingabe gegen die Verfahrensübernahme
durch die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten richte, und bejahendenfalls
eine begründete und handschriftlich unterzeichnete Beschwerde einzu-
reichen (act. 2);
- A. mit Eingabe vom 4. April 2019 (Poststempel; die Eingabe ist mit 3. März
2019 datiert) mitteilt, dass sich seine Eingabe gegen die Verfahrensüber-
nahme durch die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten richte, und beantragt,
diese sei für nichtig zu erklären (act. 3);
- die Staatsanwaltschaft Frauenfeld am 12. April 2019 und die Staatsanwalt-
schaft Muri-Bremgarten am 16. April 2019 ihre Verfahrensakten einreichten
(act. 5, 6).

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- eine Partei, die die Zuständigkeit der mit dem Strafverfahren befassten Be-
hörde anfechten will, dieser unverzüglich die Überweisung des Falles an die
zuständige Strafbehörde zu beantragen hat (Art. 41 Abs. 1 StPO); die mit
dem Antrag befasste Behörde – so dies nicht bereits geschehen ist – einen
Meinungsaustausch im Sinne von Art. 39 Abs. 2 StPO einzuleiten oder direkt
durch Verfügung ihre eigene Zuständigkeit zu bestätigen hat; wenn eine
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Staatsanwaltschaft verfügt, dass sie zuständig sei, diejenige Partei sich in-
nert zehn Tagen bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts be-
schweren kann (Art. 41 Abs. 2 Satz 1 StPO i.V.m. Art. 40 Abs. 2 StPO und
Art. 37 Abs. 1 StBOG), die vorbringt, ihr ordentlicher Gerichtsstand (Art. 31–
37 StPO i.V.m. Art. 38 Abs. 1 und Art. 41 Abs. 1 StPO) werde missachtet
(Art. 41 Abs. 2 Satz 2 StPO; vgl. zuletzt u.a. Beschluss des Bundesstrafge-
richts BG.2019.7 vom 19. Februar 2019 E. 1.1 m.w.H.);
- vorliegend die Frage, ob ein Überweisungsverfahren durchzuführen gewe-
sen wäre, offenbleiben kann, wenn sich die Beschwerde ohnehin als unbe-
gründet erweist;
- der Beschwerdeführer seine Beschwerde im Wesentlich damit begründet,
ein Tatort der angeblichen Beschimpfung im Zuständigkeitsbereich der
Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten sei weder bewiesen noch bekannt;
- der Beschwerdeführer verkennt, dass bei der Beurteilung der Gerichts-
standsfrage von der aktuellen Verdachtslage ausgegangen werden muss
und nicht massgeblich ist, was schliesslich nachgewiesen werden kann (vgl.
zuletzt u.a. Beschluss des Bundesstrafgerichts BG.2018.18 vom 13. Sep-
tember 2018 E. 2 m.w.H.);
- sich die Strafverfolgungsbehörden vorliegend zulässigerweise und wie von
Art. 31 Abs. 1 StPO vorgesehen auf den Ort einigten, an dem die Tathand-
lung (Versand E-Mails) mutmasslich vorgenommen worden ist, und dieser
auch dem gesetzlichen Gerichtsstand entspricht;
- sich die Beschwerde nach dem Gesagten als offensichtlich unbegründet er-
weist; diese demnach ohne Schriftenwechsel (vgl. Art. 390 Abs. 2 StPO im
Umkehrschluss) abzuweisen ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem unterliegenden
Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (vgl. Art. 428 Abs. 1 StPO); die Ge-
richtsgebühr auf Fr. 200.– festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG i.V.m. Art. 5
und Art. 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August
2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafver-
fahren [BStKR; SR 173.713.162]);
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