# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3a4beadc-2209-4d4a-8bcc-d287b3d278cc
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1977 geborene
X._
arbeitete seit dem
1.
Januar 2009 als
Aktivie
rungstherapeutin
bei der Politischen Gemeinde
Y._
und war dadurch bei der SWICA Versicherungen AG (SWICA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als si
e
sich am
7.
August 2013 beim Greifen nach etwas drehte, da
bei
jedoch
mit dem Fuss hängen blieb und zu Fall kam (Unfallmeldung
vom 1
6.
August 2013,
Urk.
8/1).
Am 2
2.
August 2013 wurde im Zentrum für medizinische Radiologie,
Institut Z._
, ein MRI des linken Knies von
X._
erstellt
(Bericht vom 2
3.
August 2013,
Urk.
8/
12).
Am 1
3.
September 2013 teilte die Arbeitgeberin von
X._
der SWICA mit, dass sie ab dem 2
1.
August 2013 zu 50
%
und seit dem 2
6.
August 2013 zu 100
%
arbeitsunfähig sei (
Urk.
8/2).
Am 16.
September 2013 wandte sich
X._
an die SWICA und teil
t
e mit, dass sie am 2
0.
September 2013 in der
Klinik
A._
operiert werde
. Gleichentags erklärte sie, dass sie etwa eine
Woche nach dem Ereignis vom 7.
August 2013 das Knie an der Badewanne angeschlagen habe, erst danach habe sie ihren Hausarzt aufgesucht (Telefonnotiz
en
vom 1
6.
September 2013,
Urk.
8
/3
und
Urk.
8/
4
).
Die SWICA informierte
X._
a
m 1
8.
September 2013
,
dass sie die
Leistungs
pflicht
für die Operation vom 2
0.
September 2013 ablehne (
Urk.
8/9). Am 1
9.
September 2013 setzte sie
X._
in Kenntnis,
dass sie ihre Leis
tungen per 2
2.
August 2013 einstelle
(
Urk.
8/15)
, woran sie, nachdem
X._
am 2
4.
September 2013
mitgeteilt hatte
, dass sie diesbezüglich eine anfechtbare Verfügung verlange (Urk. 8/18), mit Verfügung vom 2
5.
September 2013 festhielt (Urk. 8/19). Die von
X._
am 2
3.
Oktober 2013 erho
bene Einsprache (
Urk.
8/25)
wies die SWICA mit Einspracheentscheid vom
2.
Dezember 2013 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 1
4.
Januar 2014 Beschwerde und bean
tragte (
Urk.
1), es seien ihr ab 2
3.
August 2013 weiterhin die gesetzl
i
chen Leis
tungen gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung
(UVG)
zu erbrin
gen und es sei ein Gerichtsgutachten im Sinne von
Art.
61 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
einzuholen
. Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
Februar 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was der Beschwerdeführerin am 1
8.
Februar 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1
.1
Die Beschwerdegegnerin bringt zur Begründung der Einstellung ihrer Leistun
gen per 2
2.
August 2013 vor, für die Beurteilung ihrer Leistungspflicht könne auf das Gutachten von
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Orthopädi
sche Chirurgie,
vom 1
8.
September 2013 sowie seine Stellungnahme vom
4.
November 2013 abgestellt werden.
Dr.
B._
halte fest, dass der Unfall bloss mögliche Mitursache der Gesundheitsstörung sei. Auch ihr beratender Arzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Chirurgie,
bestätige
, dass der Unfall nicht für die Knorpelverlet
zung verantwortlich sein könne
(
Urk.
2 und
Urk.
7).
1
.2
Die Beschwerdeführerin lässt zur Begründung ihrer Beschwerde
im Wesentli
chen
vorbringen
, entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin könne für die Beurteilung
ihrer
Leistungspflicht nicht allein auf die beiden gutachtli
chen Berichte von Dr.
B._
abgestellt werden.
Diese Berichte beruhten
nicht auf
von
Dr.
B._
selber erhobenen Befunden
.
Dr.
B._
stehe zudem
in einem Abhängigkeitsverhältnis zur Beschwerdegegnerin. Die beiden Unfälle seien mindestens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ursächlich für ihre
Gesund
heitsstörung
. Ein V
orzustand habe nicht bestanden
(
Urk.
1).
2.
2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt
unter anderem
voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursa
chen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402
E.
4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die
Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 1
1.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
status
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
status
quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf
Art.
36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach
Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.2).
2.3
Die Rechtsprechung geht in Bezug auf die Würdigung von ärztlichen Berichten, welche ein Unfallversicherer im Administrativverfahren einholt, seit je davon aus, dass die Versicherung, solange sie in einem konkreten Fall noch nicht Pro
zesspartei ist, als Verwaltungsorgan dem Gesetzesvollzug dient. Wenn die von der Unfallversicherung beauftragten Ärzte und Ärztinnen zu schlüssigen Ergeb
nissen gelangen, darf das Gericht in seiner Beweiswürdigung auch solchen Berichten folgen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 104 V 209 E. c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312).
3.
3.1
PD
Dr.
med.
C._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
welcher die Beschwerdeführerin behandelte,
diagnostizierte mit Bericht vom 1
3.
September 2013 zuhanden der Beschwerdegegnerin einen traumatischen Knorpelschaden
retropatellär
lateral bei
patellofemoraler
Dysplasie. PD
Dr.
C._
hielt dabei fest, dass die Beschwerdeführerin seit einem strecknahen Verdrehen vier Wochen zuvor eine Schmerzwahrnehmung
im linken Knie
und eine eingeschränkte Beweglichkeit
habe. Sie sei aktuell arbeitsunfähig. Nach der in Aussicht genommen
en
Opera
tion w
e
rde
voraussichtlich
mindestens eine 8-wöchige Arbeitsunfähigkeit beste
hen (
Urk.
8/5).
3.2
Dr.
B._
hielt mit Bericht zuhanden
der Beschwerdegegnerin vom 18.
September 2013 fest, MR-tomographisch zeige sich ein ausgedehnter prak
tisch
transmuraler
Knorpelschaden in der lateralen Facette bei einer deutlich
patellofemoralen
Dysplasie mit
medialisiertem
Trochleasulcus
und korrespon
dierend breiter lateraler
Patellafacette
. Es könne nicht sein, dass durch die bei
den relativen Bagatelltraumen ein derartig massiver Knorpelschaden in der Patella auftrete. Dies müsse als Vorzustand gewertet werden. Der Unfall sei nicht die einzige Ursache der festgestellten gesundheitlichen Störung. Der Unfall sei
eine
bloss mögliche Mitursache der Gesundheitsstörung. Aufgrund des
Dis
torsions
-/Kontusionstraumas des Kniegelenks könne mit einer gewissen
Schmerzexazerbation
für vier Wochen gerechnet werden, so dass der Status quo ante entweder
per
MRI-
U
ntersuch
ung
(
am 2
2.
August 2013
,
Urk.
8/12
)
oder
per
Konsultation bei
PD
Dr.
C._
am
1
3.
September 2013 festgelegt werde
(
Urk.
8/13)
.
3.3
Dr.
med.
D._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Medizin, berichtete der
damaligen
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin am 2
2.
Oktober 2013, die Beschwerdeführerin habe am
7.
August 2013 einen Unfall erlitten. Wegen Schmerzen und Schwellung habe die Beschwerdeführerin am 1
5.
August 2013
Dr.
med.
E._
aufgesucht. Am 1
7.
August 2013 sei es
,
auch wegen der unfall
bedingten schmerzbedingten Ungelenkigkeit
,
zu einem
Ret
raum
a
gekommen. Die Beschwerdeführerin sei mit dem betroffenen Knie stark gegen
die Badewannenkacheln gestossen. Wegen Schmerzzunahme sei sie schliesslich am 2
1.
August 2013 zu ihr gekommen, da
Dr.
E._
nicht mehr gut erreichbar gewesen sei. Die Knieschmerzen seien erstmalig nach dem
ersten
Trauma am 7.
August 2013 aufgetreten und hätten sich nach dem
Re
t
rauma
vom 17.
August 2013 verschlimmert. Insofern beurteile si
e
die
Traumaursache
als kausal für die ganze
Knieoproblematik
(
Urk.
8/22)
.
3.4
PD
Dr.
C._
teilte der
damaligen
Vertreterin der Beschwerdeführerin auf
deren Frage
n hin (
Urk.
8/23)
am 1
8.
Oktober 2013
mit, dass der Unfall vom
7.
August 2013 nicht die einzige Ursache der festgestellten gesundheitlichen Störung sei, er sei eine Mitursache. Medizinisch theoretisch gehe er bei vorlie
gender Konstellation
mit
einer durch den Unfall mindestens überwiegend wahrscheinlich mitverursach
t
e
n
Gesundheitsstörung davon aus, dass ohne den Unfall die Gesundheitsstörung in heutigem Ausmass nicht aufgetreten wäre (
Urk.
8/24).
3.5
Dr.
B._
hielt mit Stellungnahme
vom
4.
November 2013
zu
r
Einschätzung von PD
Dr.
F._
fest, es beste
he
eine massive Diskrepanz zwischen den beiden eher kleineren Unfällen und de
m
ausgedehnten
transmuralen
Kno
rpel
schaden in der lateralen
P
a
tellafacette
bei deutlicher Dysplas
ie
. Es sei nicht möglich, dass ein derartig grosser Knorpelschaden in einer derartig kurzen Zeit nach dem Unfall aufgetreten sei.
Die Kausalität in diesem Fall sei nie und nimmer gege
ben. Leider bleibe nur die Durchführung einer gutac
hterlichen Untersuchung
(
Urk.
8/29).
3.6
Gemäss
Besprechungsnotiz
teil
t
e
Dr.
B._
der Beschwerdegegnerin am 7.
November 2013 nach
Einsicht in den Bericht
betreffend
MRI
v
om 2
2.
August 2012 (
Urk.
8/12) telefonisch
mit, ein derartiger Unfall wie von der Beschwerde
führerin beschrieben
,
könne nicht für die Knorpelverletzungen verantwortlich sein. Viel typischer wären Verletzungen wie beispielsweise ein Kreuzband- oder Meniskusriss. Beide
s
habe jedoch ausgeschlossen werden könne
n
. Der
Knorpel
schaden
sei sicher vorbestehen
d
, er sei allenfalls durch die zwei
Bagatelltrau
men
symptomatisch geworden (
Urk.
8/30).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützt
ihre Auffassung
,
wonach
die nach dem 22.
August 2013 von der
Beschwerdeführerin
geklagten Beschwerden
nicht mehr unfallkausal
seien
,
im Wesentlichen auf die Einschätzung
en
von Dr.
B._
vom 1
8.
September (E. 3.2) und vom
4.
November 2013 (E
. 3.5; vgl.
Urk.
2 und
Urk.
7).
Dr.
B._
hielt in seiner Einschätzung vom 1
8.
September 2013 auf entspre
chende Frage der Beschwerdegegnerin fest, dass nicht ein Unfall die einzige Ursache des Knorpelschaden
s
sei. Der Unfall sei eine bloss mögliche Mitursache der Gesundheitsstörung
(E. 3.2
;
Urk.
8/13
).
Der behandelnde Arzt der Beschwer
deführerin,
PD
Dr.
C._
,
bestä
tigte mit Stellungnahme vom 18.
Oktob
er 2013, dass der Unfall vom 7.
August 2013 nicht die einzige Ursache der festge
stellten Gesundheitsstörung sei (E. 3.4). Betreffend die Auswirkungen der beiden Unfälle von Anfang August
2013
auf den vorbestehenden Gesundheitszustand divergieren hingegen die Einschätzungen von
Dr.
B._
und
von
PD
Dr.
C._
. Während
PD
Dr.
C._
davon ausg
ing
, dass mit
ü
berwiegender Wahrscheinlichkeit
ohne
einen
Unfall die Gesundheitsstörung
zum damaligen Zeitpunkt
nicht
in dem Ausmasse
aufgetreten wäre (E. 3.4)
, h
iel
t
Dr.
B._
– wie ausgeführt – eine Ursächlichkeit der Unfälle lediglich für möglich
.
Als Begründung führte
Dr.
B._
im Bericht vom 1
8.
September 2013
im Wesent
lichen an, es
könne nicht sein
, dass durch die beiden relativen Bagatelltraumen ein derartig massiver Knorpelschaden an der Patella entstehe.
Aufgrund des Distorsions-/Kontusionstraumas des Kniegelenks habe mit einer gewissen
Schmerzexazerbation
für vier Wochen gerechnet werden können.
Dr.
B._
erklärt nicht
,
ob bzw.
gestützt auf welche Befunde
und
Überlegungen er zum Schluss
kam
, dass die nach Ablauf von vier Wochen weiterbestehende
Schmerz
exazerbation
auch ohne die Unfälle von August 2013
vorhanden gewesen
wäre. Nachdem
Dr.
B._
– soweit ersichtlich – nicht in Frage
stellt
e
, dass die Beschwerdeführerin auch nach Ablauf von vier Wochen nach den Unfällen weiter an Schmerzen im linken Knie gelitten hatte und dass der Vorzustand vor den geltend gemachten Unfallereignissen klinisch stumm war
, wären Ausfüh
rungen hierzu
für die Nachvollziehbarkeit
seines Berichts vom 18.
September 2013 jedoch
erforderlich
gewesen. Da keine solche vorliegen, bildet der
Bericht vom 1
8.
September 2013, bei welchem es sich im Übrigen um eine blosse Aktenbeurteilung handelt,
keine hinreichende Beurteilungsgrundlage.
In seiner Stellungnahme vom
4.
November 2013 erklärte
Dr.
B._
, dass die Kausalität nie und nimmer gegeben sei (E. 3.
5
). Diese Aussage ist nicht nach
vollziehbar, erklärte
Dr.
B._
in seiner Einschätzung vom 1
8.
September 2013 doch selber, dass
ein
Unfall eine mögliche Mitursache sei.
Dr.
B._
setzt sich
im Bericht vom
4.
November 2013
auch nicht konkret mit der Einschätzung von
PD
Dr.
C._
auseinander, beschränkt er sich doch im Wesentlichen darauf, festzuhalten, dass sich
dieser
bei seiner Einschätzung von
versiche
rungstechnischen
Fragen habe leiten lassen und
ihm
aufgrund seines Alters die fachliche Qualifikation fehle. Der Bericht von
Dr.
B._
vom
4.
November 2013
,
welcher im Übrigen in der gleichen Klinik wie PD Dr.
C._
tätig ist,
kann
nach dem G
e
sagten
nichts zu
r
Erhellung des Sachverhaltes beitragen.
4.2
PD
Dr.
C._
h
ie
lt in seiner Stellungnahme vom 1
8.
Oktober 2013
(E. 3.4)
– wie ausgeführt – fest, das
s er medizinisch-
theoretisch von einer mindestens überwiegend wahrscheinlich durch den Unfall mitverursachten
Gesundheits
störung
sowie davon
ausgehe
,
dass ohne den Unfall die Gesundheitsstörun
g
im heutigen Ausmass nicht aufgetreten wäre. Eine
Begründung dieser Einschätzung
lieferte
PD
Dr.
C._
nicht.
In Anbetracht, dass in Bezug auf Berichte von behandelnden
Ärzten
der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zwei
felsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc), bildet der Bericht von PD
Dr.
C._
vom 1
8.
Oktober 2013
ebenfalls
keine hinreichende Beurteilungsgrundlage.
Im Bericht vom 1
3.
September 2013 äusserte sich
PD Dr.
C._
nicht zur Ursächlichkeit des Gesundheitsschadens der Beschwerdeführerin
, hielt er doch lediglich eine zeitliche
Konnexität
fest (E. 3.1). Der Bericht vom 1
3.
September 2013 kann daher nichts zur Klärung des Sachverhaltes beitragen
.
4.3
Dr.
D._
hielt mit Bericht vom 2
2.
Oktober 2013 fest
(E. 3.3)
, dass sie die Unfälle als kausal für den Gesundheitsschaden der Beschwerdeführerin erachte.
Als Begründung führt
e
sie
einzig an
: „Diese Knieschmerzen traten erstmalig nach dem
1.
Trauma vom 7.8.2013 auf und verschlimmerten sich nach dem
Retrauma
vom 17.8.201
3, insofern beurteile ich die
Traumaursache
als kausal für die ganze Knieproblematik.“ Ihre Begründung
erschöpfte sich somit in de
r Beweisfigur „
post
hoc ergo
propter
hoc“. Diese
genügt den Beweis
anforderungen rechtsprechungsgemäss nicht (
vgl. BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
).
4.4
Die Einschätzung von
Dr.
B._
vom
7.
November 2013 (E. 3.6)
wurde lediglich in Form einer Telefonnotiz durch eine Sachbearbeiterin der
Beschwer
degegnerin
wiedergegeben.
Aus dieser Notiz geht hervor, dass Dr.
B._
in Übereinstimmung mit
Dr.
B._
und PD
Dr.
C._
davon ausg
ing
, dass der Knorpelschaden nicht alleine durch die Unfälle von August 2013 verursacht
wurde
.
Gleichzeitig erklärte er jedoch
, dass dieser allenfalls durch die zwei Bagatelltraumen symptomatisch geworden sei
. Ob
nach Einschätzung von
Dr.
B._
hierbei
eine überwiegend wahrscheinliche oder lediglich eine mögliche Mitursächlichkeit vorliegt, geht aus der Notiz nicht hervor. Die
N
otiz vom
7.
November 20
13
kann daher ebenfalls nichts zur Klärung des relevanten Sachverhalts beitragen.
4.5
Nach dem Gesagten kann gestützt auf die von der Beschwerdegegnerin vorge
nommenen Abklärungen nicht festgestellt werden, ob
bzw. in welchem Umfang
der Gesundheitsschaden der Beschwerdeführerin
durch die geltend gemachten Unfallereignisse im
August 2013 mitverursacht wurde.
Nachdem auch die von der Beschwerdeführerin im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten
Berichte von PD
Dr.
C._
(
Urk.
3/3-8)
nichts zur Klärung des
Sachver
haltes beitragen können, ist die Sache
an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen, damit diese zur Beurteilung der Unfallkausalität der Unfallereignisse von August 2013 ein Gutachten einhol
e
und hernach über den
Leistungsan
spruch
neu entscheide
.
5.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
D
ie Prozessentschädigung, welche ohne Rück
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen ist (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht), ist auf
Fr.
1
’
5
00.-- festzusetzen.