# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 77525665-84bd-48fc-814c-2873ec6c0880
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Die D._ AG beabsichtigt gemäss Baugesuch vom E._.
Februar 2021 (Nr. F._) in der W3 auf Parzelle G._ der
C._ AG an der H._ in B._ den Neubau eines
Mehrfamilienhauses mit unterirdischer Einstellhalle, Aussenparkplätzen
sowie einer Fotovoltaikanlage auf dem Flachdach.
2. Die C._ AG beabsichtigt gemäss Baugesuch vom I._.
Februar 2021 (Nr. J._) in der W3 auf z.T. ihren Parzellen
G._, K._, L._, M._, N._ und
O._ an der P._ den Neubau eines Mehrfamilienhauses
mit unterirdischer Einstellhalle, Tankstelle und Tankstellenshop,
Garagenerweiterung, Parkplätzen im Freien sowie Ein- und Ausfahrt mit
Trottoir entlang der Q._.
3. Gegen beide Baugesuche erhoben die in der Liegenschaft R._
wohnhaften A._ jeweils am 18. März 2021 Einsprache beim
Stadtrat von B._ mit den Begehren um Abweisung der
Baugesuche und um Verweigerung der Baubewilligung; unter Kostenfolge
zu Lasten der jeweiligen Baugesuchstellerin.
4. Mit Entscheiden vom 22. Juni, mitgeteilt am 30. Juni 2021, wies der Stadtrat
von B._ die beiden Einsprachen vom 18. März 2021 ab, soweit er
darauf eintrat. Er erteilte die Baubewilligungen für die zwei Bauprojekte
unter Bedingungen und Auflagen. Unter anderem wurde unter Ziff. 5.1.1.
der Auflagen verfügt, dass vor Baubeginn detaillierte Umgebungspläne
betreffend die Parzellen G._, L._ und O._
eingereicht werden müssten.
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5. Gegen diese Entscheide erhoben A._ (nachfolgend
Beschwerdeführer) am 1. September 2021 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgenden Begehren: 1. Der Baubescheid J._ sei aufzuheben und die Baubewilligung zu verweigern.
2. Der Baubescheid F._ sei aufzuheben und die Baubewilligung zu verweigern.
3. Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz
zurückzuweisen, unter der Anweisung, ein unabhängiges Gutachten zum
denkmalschützerischen Stellenwert der Bauten auf den Parzellen S._
(Q._ T._, GVG-Nr. U._ und V._, GVG-Nr.
W._), Parzelle X._ (Y._, GVG-Nr. Z._ und
AA._) sowie Parzelle G._ (V._, GVG-Nr. AB._)
einzuholen und für die vorgenannten Bauten eine vorsorgliche Schutzverfügung im
Sinne von Art. 8 BG B._ zu erlassen und diese damit vorsorglich unter Schutz
zu stellen.
4. Vorsorglicher Verfahrensantrag: Der Beschwerde sei im Sinne einer vorsorglichen
Massnahme die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerinnen, zzgl.
7.7 % MWST.
6. Am 16. September 2021 beantragte B._ (hiernach
Beschwerdegegnerin 1) der Beschwerde sei keine aufschiebende Wirkung
zu erteilen; unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.
7. Am 27. September 2021 beantragte die C._ AG (hiernach
Beschwerdegegnerin 2) u.a. unter Ziff. 3 ihrer Begehren: Der vorsorgliche Verfahrensantrag, die eingereichte Beschwerde mit aufschiebender
Wirkung zu versehen, sei in dem Fall abzuweisen.
8. Ebenfalls am 27. September 2021 beantragte die D._ AG
(hiernach Beschwerdegegnerin 3) was folgt: Der Antrag um Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde von A._
gegen die Beschwerdegegnerinnen 1 und 3 (Proz.-Nr. R 21 78) sei abzuweisen.
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9. Mit prozessleitender Verfügung vom 6. Oktober 2021 (R 21 78 a) erkannte
der zuständige Instruktionsrichter im Hauptverfahren (R 21 78) der
Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu und verfügte damit faktisch
einen Baustopp.
10. Nachdem die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 mit gemeinsamer Eingabe
vom 13. Oktober 2021 um Entzug der aufschiebenden Wirkung ersuchten
und zur Unterlegung ihres Gesuchs am 16. Oktober 2021 eine
unterzeichnete Revers-Erklärung einreichten, aberkannte bzw. entzog der
Vorderrichter mit prozessleitender Verfügung vom 19. Oktober 2021 (R 21
78 b) der Beschwerde im Verfahren (R 21 78) die aufschiebende Wirkung
wiederum. Er begründete seinen Entscheid im Wesentlichen damit, dass
sich mit der Unterzeichnung der Revers-Erklärung die Aufrechterhaltung
der aufschiebenden Wirkung bzw. der Baustopp nicht weiter rechtfertige,
da die Bauherrschaft mit dem Revers verpflichtet werde, auf erstes
Verlangen des Bausekretariats allenfalls als rechtswidrig qualifizierten
Bauten und Anlagen zurückzubauen.
11. Gegen diese prozessleitende Verfügung vom 19. Oktober 2021 richtet sich
die vorliegende Prozessbeschwerde (R 21 101). Diese reichten die beiden
Beschwerdeführer am 28. Oktober 2021 ein und beantragten die
vollumfängliche Aufhebung der angefochtenen Verfügung und
Zuerkennung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde im Verfahren
R 21 78; eventualiter sei die angefochtene Verfügung teilweise aufzuheben
und es sei der Beschwerde im Verfahren R 21 78 in Bezug auf die
mutmasslich geschützten Bauten auf Parz. Nr. S._ und
G._ aufschiebende Wirkung zu erkennen, indem der
Bauherrschaft verboten werde, jegliche Bauarbeiten jeweils in einem
Radius von 5 m um die Gebäude auf Parz. Nr. S._ (Geb. Nr.
U._ u. W._) und Parz. Nr. G._ (Geb. Nr.
AB._) fortzuführen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten
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die Beschwerdeführer, das der Prozessbeschwerde superprovisorisch die
aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und der Vorderrichter in den
Ausstand zu versetzen sei. Sie begründen ihre Anträge im Wesentlichen
damit, dass der Vorderrichter eine unvollständige Interessenabwägung
vorgenommen habe. Insbesondere erlaube der angefochtene Entscheid,
dass die Bauherrschaft Eingriffe in die eventuell zu erhaltende Substanz
der mutmasslich schützenswerten Bauten vornehme, was zu irreversiblen
Schäden führe, weshalb auch die beigebrachte Reverserklärung kein
ausreichender Schutz sei. Seit Aufhebung der aufschiebenden Wirkung
habe die Bauherrschaft bereits grobe Eingriffe in die erwähnten
Gebäudehüllen vorgenommen, weshalb rasches Handeln notwendig sei.
12. Mit Verfügung vom 29. Oktober 2021 (R 21 101 a) wies der
Instruktionsrichter im Prozessbeschwerdeverfahren das beantragte
Superprovisorium ab. Er befand u.a., dass sich aus den Plänen der
Bauvorhaben keine Anzeichen ergäben für einen massiven
Substanzeingriff in die angeblich schützenswerten Gebäude auf den Parz.
Nr. G._ und S._ im Grundbuch der Beschwerdegegnerin
1, sondern nur an drei Stellen Durchbrüche für rund 2 m breite Durch- bzw.
Zugänge von der neuen Überbauung her in das Gebäude, dass die in der
Prozessbeschwerde fotografisch dokumentierten Substanzeingriffe nicht
über die in den Plänen verzeichneten oder daraus zu erwartenden Eingriffe
hinausgehen und dass die bislang tatsächlich vorgenommenen und
gemäss Planunterlagen noch zu erwartenden Substanzeingriffe nicht als
gravierend erscheinen. Mit der Revers-Erklärung sei ausserdem
ausreichend Sicherheit geboten, auch die bereits vorgenommenen und
gemäss Planvorgaben noch vorzunehmenden Substanzeingriffe
rückgängig zu machen, zumal kein Abriss dieser Gebäude geplant sei.
Somit würden die aufgeworfenen Befürchtungen der Beschwerdeführer die
auf der Hand liegenden organisatorischen und finanziellen Nachteile, die
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ein erneuter Baustopp nach sich ziehen würde, in keiner Weise
überwiegen.
13. Mit Schreiben vom 11. November 2021 verzichtete die
Beschwerdegegnerin 1 auf eine Stellungnahme. Die
Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 beantragten die Abweisung der
Prozessbeschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der
Prozessbeschwerdeführer. Sie begründeten ihre Anträge im Wesentlichen
damit, dass die angefochtene prozessleitende Verfügung wie auch das
Superprovisorium in diesem Verfahren völlig zu Recht ergangen sei, zumal
mit dem Vorliegen der Revers-Erklärung kein sachlicher Grund mehr
vorliege, an der aufschiebenden Wirkung festzuhalten. Zudem gebe es in
Bezug auf die Legitimation der Beschwerdeführer erhebliche Zweifel,
weshalb allenfalls auf die Beschwerde gar nicht eingetreten werden könne.
14. In ihrer Replik vom 10. Januar 2022 hielten die Beschwerdeführer
unverändert an ihren Rechtsbegehren fest. Der beigebrachte Revers möge
gewährleisten, dass widerrechtlich Erstelltes zurückgebaut werde, er
vermöge aber gerade nicht widerrechtliche Eingriffe in die Bausubstanz
mutmasslich schützenswerter Bauten zu verhindern. Die
Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 würden unbehelligt weiterbauen und die
mutmasslich schützenswerten Bauten weiterhin gefährden und
beeinträchtigen. Die zu klärende Schutzwürdigkeit der erwähnten Bauten
sei von grundlegender Bedeutung für die Beurteilung der Richtigkeit der
vorinstanzlichen Erteilung der Baubewilligung und leide mit zunehmendem
Baufortschritt, weshalb weitere Arbeiten an und um das geschützte
Waschhäuschen und die mutmasslich schützenswerten weiteren Gebäude
zu verbieten seien, bis Klarheit über deren Schutzwürdigkeit bestehe.
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15. Die Beschwerdegegnerin 1 verzichtete mit Schreiben vom 18. Januar 2022
auf eine Duplik. Eine solche reichten hingegen die
Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 am 8. Februar 2022 ein, in der sie an
ihren Rechtsbegehren festhielten. Dabei versicherten sie, sich bei der
Ausführung der Bauarbeiten exakt an die Baubewilligungen zu halten; im
Übrigen seien die Aushub- und Sicherungsarbeiten inzwischen
abgeschlossen. Der beigebrachte Revers umfasse entgegen den
Ausführungen der Beschwerdeführer nicht nur die Wiederherstellung von
widerrechtlich Erstelltem, sondern den Rückbau von widerrechtlich
erfolgten Bauarbeiten, mithin also auch widerrechtliche Veränderungen an
den angeblich schützenswerten Bauten. Am Waschhäuschen seien keine
baulichen Veränderungen vorgenommen; die Stabilisierung von dessen
Fundament diene dagegen einem langfristigen und dauerhaften Erhalt des
Gebäudes.
16. Die Honorarnote des Anwalts (RA Davatz) der Beschwerdeführer datiert
vom 25. Januar 2022. Sie wurde sodann vom Gericht an die Gegenparteien
zur Kenntnis weitergeleitet.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Anfechtungsobjekt ist vorliegend die prozessleitende Verfügung vom 19.
Oktober 2021 (R 21 78 b), worin der Vorderrichter der Beschwerde im
Hauptverfahren (R 21 78) die aufschiebende Wirkung wiederum entzog.
Nach Art. 42 und Art. 52 Abs. 2 i.V.m. Art. 50 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) können die Parteien solche
prozessleitenden Verfügungen innert zehn Tagen beim
Verwaltungsgericht anfechten, sofern sie durch den angefochtenen
Entscheid berührt sind und ein schutzwürdiges Interesse an seiner
Aufhebung oder Änderung haben.
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1.2. Im konkreten Fall bezweifeln die Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 die
Legitimation der Beschwerdeführer zur Erhebung einer
Prozessbeschwerde. Diese seien nur Mieter in der benachbarten
Liegenschaft (Parzelle AC._) und könnten somit nicht auf die
Schutzwürdigkeit der Gebäude (Wäschehäuschen auf Parzelle
G._ und Bauten/Anlagen auf Parzelle S._) berufen, auf
welche sie ihre Argumentation bauten.
1.3. Nach Auffassung des Gerichts ist die Legitimation der Beschwerdeführer
für die Erhebung der Prozessbeschwerde allein schon aufgrund der
Tatsache gegeben, dass mit dem angefochtenen Entscheid die von ihnen
(zunächst) erfolgreich beantragte aufschiebende Wirkung (vgl. R 21 78 a)
wiederum entzogen worden ist und damit der verhängte Baustopp hinfällig
geworden ist. Wurde die Legitimation für die Gewährung der
aufschiebenden Wirkung bejaht, muss sie selbstredend auch für deren
Entzug vorhanden sein. Die Befugnis zur Prozessbeschwerde ist somit
ganz unabhängig davon gegeben, ob diese im Hauptverfahren (R 21 78)
vorliegt oder nicht. Die Frage, ob die Beschwerdeführer tatsächlich auch
zur Sache legitimiert sind, wird somit erst im Hauptverfahren
abschliessend zu klären sein.
1.4. Die Voraussetzungen des Eintretens auf die Prozessbeschwerde geben
somit zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass, weshalb auf die form- und
fristgerecht eingereichte Prozessbeschwerde (R 21 101) einzutreten ist.
2. Strittig und zu klären ist, ob der Vorderrichter der Beschwerde R 21 78 die
zu Recht gewährte aufschiebende Wirkung (R 21 78 a) mit Verfügung vom
19. Oktober 2021 (R 21 78 b) auch zu Recht wiederum entzogen hat.
2.1. Für das streitberufene Gericht haben sich im Laufe des Schriftenwechsels
keine neuen Erkenntnisse ergeben, welche für eine andere Sichtweise als
im Superprovisorium (vgl. Erwägungen in R 21 101 a) sprechen. Vielmehr
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ist mit dem Schriftenwechsel klarer geworden, dass die Revers-Erklärung
vom 13./16. Oktober 2021 nicht nur die Entfernung von später als
widerrechtlich befundenen Bauten umfasst, sondern eben das Entfernen,
Versetzen und Abändern sämtlicher bewilligter baulichen Massnahmen
auf erstes Verlangen hin durch das Bausekretariat der
Beschwerdegegnerin 1, sofern ein Gericht rechtskräftig deren materielle
Rechtswidrigkeit feststellt. Damit wären auch allfällig rechtswidrige
Substanzeingriffe an den Gebäuden auf Parzelle Nr. S._ (Geb.
Nr. U._ und W._) und Parzelle G._ (Geb. Nr.
AB._) von der Revers-Erklärung umfasst, auch wenn das Wort
'wiederherstellen' nicht explizit aufgeführt ist.
2.2. Die fortgeschrittenen, laut Angaben der Beschwerdegegnerinnen 2 und 3
inzwischen sogar abgeschlossenen Arbeiten betreffend Aushub und
Baugrubensicherung zeigen gleichzeitig, dass es den beiden genannten
Beschwerdegegnerinnen niemals darum ging, das Waschhäuschen und
die möglicherweise schützenswerten anderen Gebäude abzureissen.
Wäre das tatsächlich ihre (verdeckte) Absicht gewesen, hätten sie dies in
der Zwischenzeit längst tun können. Vielmehr haben die
Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 die bereits geplanten baulichen
Veränderungen, namentlich die Stabilisierung der Fundamente und den
Durchbruch zum Gebäude der C._ bereits vorgenommen.
2.3. Was die Sicherung der Fundamente der erwähnten Gebäude betrifft, ist
darauf hinzuweisen, dass diese Vorkehr notwendig erscheint zur
Sicherung angesichts der Dimensionen und unmittelbaren Nähe der
Baugrube. Wenn das Terrain – wie in den bewilligten Plänen vorgesehen
– wieder über die Fundamente hinaus aufgeschüttet wird, dürften zudem
die Vorkehren an der Fundamentsicherung nicht mehr einsehbar sein,
sodass auch die bisherige Erscheinung der Gebäude für die nächsten
Jahrzehnte gesichert und gewahrt bleibt.
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2.4. Somit führen die im Übrigen bereits ausgeführten Arbeiten zu keinen
wahrnehmbaren Beeinträchtigungen am geschützten und den
mutmasslich geschützten Gebäuden. Eine Grundlage für die
Wiedereinführung der aufschiebenden Wirkung ist vor diesem Hintergrund
für das Gericht nicht ersichtlich. Die Prozessbeschwerde ist folgerichtig
abzuweisen.
3.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die entstandenen Gerichtskosten
für die Behandlung der Prozessbeschwerde den Beschwerdeführern – je
zur Hälfte und solidarisch haftend für das Ganze – aufzuerlegen. Das
Gericht erachtet dabei eine Staatsgebühr von total CHF 2'000.--
(zusammengesetzt aus: Superprovisorischer Verfügung [R 21 101 a] und
Prozessbeschwerde [R 21 101]) als angemessen und gerechtfertigt.
3.2. Aussergerichtlich haben die Beschwerdeführer den
Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 die durch den Rechtsstreit verursachten
notwendigen Kosten zu ersetzen (Art. 78 Abs. 1 VRG). Mangels
Einreichung einer Honorarnote des gemeinsamen Anwalts der genannten
Beschwerdegegnerinnen setzt das Gericht ermessensweise die
Parteientschädigung pauschal auf insgesamt CHF 2'500.-- fest. Da die
Beschwerdegegnerinnen 2 und 3 beide vorsteuerabzugsberichtigt sind, ist
keine Mehrwertsteuer geschuldet.
3.3. Der Beschwerdegegnerin 1 steht keine aussergerichtliche Entschädigung
zu, da sie lediglich in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegt hat (Art. 78
Abs. 2 VRG).