# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7e61a346-3be9-45c4-a9bc-138446e83538
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A., geboren am _, und B., geboren am _, heirateten am 13. Oktober 1990 vor dem Zivilstandsamt Z.. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne C., geboren am _, und D., geboren am _, hervor. Seit Juli 2011 leben die Parteien getrennt, wobei die Ehefrau mit den beiden Kindern in der bisherigen ehelichen Wohnung verblieb, während der Ehemann seinerseits eine neue Wohnung bezogen hat.
B. Am 30. November 2011 stellte A. ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen mit folgendem Rechtsbegehren:
„1. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchsstellerin im Rahmen des Eheschutzverfahrens einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von CHF 4'000.00 rückwirkend ab August 2011 monatlich im Voraus zu bezahlen, wovon CHF 2'200.00 auf die Gesuchsstellerin und CHF 1'800.00 auf den gemeinsamen Sohn D. (geb. 09.11.94 [recte 05.11.94]) entfallen.
2. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchsstellerin die Ausbildungszulagen für den Sohn D. für die Monate August und September 2011 in der Höhe von Total CHF 540.00 zu bezahlen.
3. Der Gesuchsgegner sei superprovisorisch ohne dessen Anhörung zu verpflichten, der Gesuchsstellerin sofort CHF 3'500.00 unter dem Titel „Unterhalt für Ehefrau und Kind (als Anzahlung)“ zu bezahlen.
4. Der Gesuchsgegner sei ferner zu verurteilen, der Rechtsvertretung der Gesuchsstellerin für die Aufwendungen im Ehescheidungsverfahren einen Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 4'000.00 zu bezahlen.
5. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsgegners.“
C. Mit Stellungnahme vom 12. Dezember 2011 stellte B. folgende Anträge:
„1. Das Gesuch sei abzuweisen.
2. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit 28. Juli 2011 berechtigt sind, getrennt zu leben.
3. Das gemeinsame Kind, D., geboren am _, sei dem Vater zur Pflege und Erziehung zuzuweisen und unter seine elterliche Obhut zu stellen.
Eventualiter: Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt von D. CHF 500 zu leisten.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchstellerin.“
D. Anlässlich der am 14. Dezember 2011 vor Bezirksgericht Plessur durchgeführten getrennten und gemeinsamen Anhörung bekräftigten beide Parteien ihren Scheidungswillen. Ferner waren sie sich darüber einig, das Eheschutzverfahren sogleich abzuschreiben, das Ehescheidungsverfahren
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rechtshängig zu machen und das Gesuch vom 30. November 2011 und die Stellungnahme vom 12. Dezember 2011 im Rahmen von vorsorglichen Massnahmen im Scheidungsverfahren beurteilen zu lassen.
E. Mit Entscheid vom 4. Januar 2012, mitgeteilt am 6. Januar 2012, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur wie folgt:
„1. A. und B. sind berechtigt getrennt zu leben.
2. Das Eheschutzverfahren wird abgeschrieben und die Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens festgestellt.
3. Die elterliche Obhut über den gemeinsamen Sohn D., geboren am _, wird für die Dauer des Scheidungsverfahrens auf A. übertragen.
4. a) B. wird verpflichtet, an den Unterhalt von D. für die Dauer des Scheidungsverfahrens rückwirkend ab August 2011 im Voraus monatlich CHF 1'698.00 zu bezahlen.
b) Der von B. insgesamt seit August 2011 an D. bereits geleistete Beitrag in der Höhe von CHF 1'600.00 wird ihm angerechnet.
5. B. wird verpflichtet, an den Unterhalt von A. für die Dauer des Scheidungsverfahrens rückwirkend ab August 2011 im Voraus monatlich CHF 2'200.00 zu bezahlen.
6. B. wird verpflichtet, A. die für die Monate August und September 2011 erhaltenen Ausbildungszulagen in der Höhe von CHF 540.00 zu überweisen.
7. a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 1'500.00 gehen zu 2/3 (CHF 1'000.00) zu Lasten von B. und zu 1/3 (CHF 500.00) zu Lasten von A.. Sie sind dem Gericht innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
b) B. hat A. aussergerichtlich mit CHF 1'000.00 zu entschädigen.

## Considerations