# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 69d0dcf2-582c-40b3-8857-ad5e837b648d
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Nichtbefolgen einer Polizeilichen Anordnung etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Uster, Einzelgericht, vom 28. Oktober 2021 (GC210006)
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Strafbefehl:
Der Strafbefehl der Stadtrichterin der Stadt Uster vom 7. Mai 2021 ist diesem Ur-
teil beigeheftet (Urk. 7).
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 33 S. 17 f.)
"Es wird erkannt:
1. Der Beschuldigte ist schuldig der Nichtbefolgung einer polizeilichen Anordnung im
Sinne von Art. 3 PVO Stadt Uster i.V.m. Art. 34 PVO Stadt Uster und des Betretens
eines fremden, eingezäunten Grundstücks ohne die Einwilligung der Berechtigten
im Sinne von Art. 17 Abs. 3 PVO Stadt Uster i.V.m. Art. 34 PVO Stadt Uster.
2. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Busse von Fr. 150.–.
3. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine
Ersatzfreiheitsstrafe von 2 Tagen.
4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 600.–.
5. Die Entscheidgebühr wird dem Beschuldigten auferlegt. Über diese Kosten stellt die
Gerichtskasse Rechnung.
6. Die Kosten des Stadtrichteramtes Uster im Betrag von Fr. 550.– (Fr. 150.– Kosten
gemäss Strafbefehl Nr. 38155 vom 7. Mai 2021 sowie Fr. 400.– nachträgliche
Untersuchungskosten) werden dem Beschuldigten auferlegt. Diese Kosten sowie
die Busse von Fr. 150.– werden durch das Stadtrichteramt Uster eingefordert.
7. (Mitteilungen)
8. (Rechtsmittel)"
Berufungsanträge:
Des Beschuldigten (Urk. 34 und 41 sinngemäss):
Der Beschuldigte sei von Schuld und Strafe freizusprechen.
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## Considerations

Erwägungen:
I. Prozessgeschichte
1. Der Prozessverlauf bis zum erstinstanzlichen Urteil ergibt sich aus dem
angefochtenen Entscheid (Urk. 33 S. 3 f.).
2. Mit Urteil des Bezirksgerichts Uster, Einzelgericht in Strafsachen, vom
28. Oktober 2021 wurde der Beschuldigte der Nichtbefolgung einer polizeilichen
Anordnung im Sinne von Art. 3 PVO Stadt Uster i.V.m. Art. 34 PVO Stadt Uster
und des Betretens eines fremden, eingezäunten Grundstücks ohne die Einwilli-
gung der Berechtigten im Sinne von Art. 17 Abs. 3 PVO Stadt Uster i.V.m. Art. 34
PVO Stadt Uster schuldig gesprochen und mit einer Busse von Fr. 150.– bestraft.
Die Gerichtskosten mit einer Entscheidgebühr von Fr. 600.– sowie die Kosten des
Stadtrichteramts Uster in der Höhe von Fr. 550.– wurden dem Beschuldigten auf-
erlegt (Urk. 33 S. 17).
3. Gegen dieses Urteil meldete der Beschuldigte am 4. November 2021 innert
Frist mündlich Berufung an (Urk. 26). Nach Erhalt des begründeten vorinstanzli-
chen Urteils reichte der Beschuldigte am 25. Februar 2022 fristgerecht die Beru-
fungserklärung ein (Urk. 30, Urk. 34).
4. Mit Präsidialverfügung vom 16. März 2022 wurde der Stadt Uster, Stadtrichterin
(nachfolgend: die Stadtrichterin), eine Kopie der Berufungserklärung zugestellt
und Frist angesetzt, um schriftlich im Doppel zu erklären, ob Anschlussberufung
erhoben wird, oder um begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantra-
gen (Urk. 37). Die Stadtrichterin liess sich nicht vernehmen. Mit Beschluss vom
20. April 2022 wurde die schriftliche Durchführung des vorliegenden Verfahrens
angeordnet (Urk. 39). Gleichzeitig wurde dem Beschuldigten Frist angesetzt, die
Berufungsanträge zu stellen und zu begründen (ebd.). Die Berufungsbegründung
des Beschuldigten ging am 26. April 2022 fristgerecht ein (Urk. 40, Urk. 41). Mit
Präsidialverfügung vom 9. Mai 2022 wurde der Stadtrichterin und der Vorinstanz
eine Kopie der Berufungsbegründung zugestellt (Urk. 43). Gleichzeitig wurde der
Stadtrichterin Frist zur Einreichung der Berufungsantwort angesetzt sowie der
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Vorinstanz innert derselben Frist Gelegenheit zur freigestellten Vernehmlassung
gegeben (Urk. 43). Während die Vorinstanz mit Eingabe vom 12. Mai 2022 auf
Vernehmlassung verzichtete (Urk. 45), liess sich die Stadtrichterin nicht ver-
nehmen, womit androhungsgemäss aufgrund der Akten zu entscheiden ist. Das
Verfahren ist spruchreif.
II. Prozessuales
1. Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erstin-
stanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlossen
worden ist. Die Berufungsinstanz überprüft den vorinstanzlichen Entscheid bezüg-
lich sämtlicher Tat-, Rechts- und Ermessensfragen üblicherweise frei (Art. 398
Abs. 2 und 3 StPO). Bildeten jedoch ausschliesslich Übertretungen Gegenstand
des erstinstanzlichen Hauptverfahrens, so schränkt Art. 398 Abs. 4 StPO die
Kognition der Berufungsinstanz ein. In diesen Fällen wird das angefochtene Urteil
lediglich dahingehend überprüft, ob es rechtsfehlerhaft ist oder ob eine offensicht-
lich unrichtige Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz gegeben ist.
Relevant sind dabei klare Versehen bei der Sachverhaltsermittlung wie nament-
lich Irrtümer oder offensichtliche Diskrepanzen zur Akten- und Beweislage. Weiter
in Betracht kommen insbesondere Fälle, in denen die Sachverhaltsfeststellung
auf einer Verletzung von Bundesrecht, in erster Linie von Verfahrensvorschriften
der StPO selbst, beruht. Gesamthaft gesehen dürften regelmässig Konstellatio-
nen relevant sein, die als willkürliche Sachverhaltserstellung zu qualifizieren sind
(vgl. SCHMID/JOSITSCH, StPO Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 398 N 12f.;
BSK StPO-EUGSTER, 2. Aufl. 2014, Art. 398 N 3a). Willkür bei der Beweiswürdi-
gung liegt vor, wenn der angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder
mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht. Dass eine andere Lö-
sung oder Würdigung ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt
für die Annahme von Willkür nicht (BGE 138 I 305 E. 4.3 mit Hinweisen). Eine ver-
tretbare Beweiswürdigung ist daher auch dann noch nicht willkürlich, wenn die
Berufungsinstanz anstelle des Vorderrichters allenfalls anders entschieden hätte.
Es ist somit zu überprüfen, ob das vorinstanzliche Urteil im Bereich der zulässigen
Kognition Fehler aufweist.
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2. Die urteilende Instanz muss sich nicht mit allen Parteistandpunkten einlässlich
auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen.
Vielmehr kann sich das Gericht auf die seiner Auffassung nach wesentlichen und
massgeblichen Vorbringen der Parteien beschränken (BGE 141 IV 249 E. 1.3.1
mit weiteren Hinweisen).
3. Soweit für die tatsächliche und die rechtliche Würdigung des angeklagten
Sachverhalts auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen wird, so erfolgt dies
in Anwendung von Art. 82 Abs. 4 StPO, auch ohne dass dies jeweils explizit Er-
wähnung findet.
4. Der Beschuldigte ficht das vorinstanzliche Urteil vollumfänglich an (Urk. 34 und
41 sinngemäss). Damit bildet das ganze vorinstanzliche Urteil Berufungsgegen-
stand und ist mithin in keinem Punkt in Rechtskraft erwachsen.
III. Sachverhalt
1. Die Stadtrichterin macht in ihrem Strafbefehl vom 7. Mai 2021 geltend, der
Beschuldigte habe am 1. April 2021 ein fremdes, umzäuntes Grundstück betreten,
wo er durch die Polizei einer Personenkontrolle unterzogen und aufgefordert
worden sei, das Grundstück zu verlassen, was er jedoch nicht getan und sich der
Kontrolle entzogen habe, indem er in den See gesprungen und davon ge-
schwommen sei (Urk. 7).
2.1. Der Beschuldigte bestreitet, sich der Personenkontrolle durch die Polizei
entzogen zu haben, gibt jedoch zu, der Aufforderung der Polizei, das Grundstück
zu verlassen, keine Folge geleistet zu haben. Die wesentlichen Ausführungen des
Beschuldigten im bisherigen Verfahren werden im vorinstanzlichen Entscheid
zutreffend wiedergegeben (Urk. 33 S. 6 f.), worauf verwiesen werden kann.
2.2. In seiner Berufungsbegründung bringt der Beschuldigte im Wesentlichen vor,
er habe damals den Polizisten sehr wohl Namen, Geburtsdatum und Wohnadres-
se bekanntgegeben. Die Polizeibeamten hätten ihn aufgefordert, das Badi-
Gelände zu verlassen, weil die Badi geschlossen gewesen sei. Er habe hierzu
aber keine Lust gehabt und sich wieder auf seine Matte gelegt. Wie in seinen
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früheren Aussagen macht er geltend, sich schon seit Jahren immer wieder dort
aufzuhalten, was von früheren Bademeistern toleriert worden sei und wovon auch
die Seepolizei Kenntnis habe. Seit der Zugang durch die Badi-B._ mit einem
temporären Zaun versperrt sei, gelange er dem Ufer entlang durchs Wasser auf
das Badi-Gelände. Am besagten Tag sei er nach einigem Argumentieren mit den
Polizisten und um ein allfälliges Gerangel zu vermeiden mit seinem Handy zum
Sprungturm geschwommen. Er habe dann die Polizisten dabei gefilmt, wie diese
seine Sachen aufgesammelt und ihm zugerufen hätten, er solle seine Sachen ho-
len und gehen. Aus Angst vor einer Verhaftung habe er entgegnet: "Nein, ich ge-
he wenn es mir passt." Die Polizeibeamten hätten ihm zunächst gedroht, er müs-
se somit seine Sachen auf dem Polizeiposten entgegennehmen. Nach 5-10 Minu-
ten hätten sie seine Sachen wieder auf den Steg gebracht, wo er diese später in
Besitz genommen habe (Urk. 41).
3. In Bezug auf die Personenkontrolle wird im Polizeirapport festgehalten, dass
sich diese von Beginn an "als schwierig" erwiesen habe. Der Beschuldigte habe
sich der Personenkontrolle entzogen, indem er in den See gesprungen und davon
geschwommen sei (Urk. 6 S. 2). Verwertbare Zeugenaussagen der Polizeibeam-
ten liegen nicht vor. Zumal der Beschuldigte behauptet, gewisse Angaben zu sei-
ner Person gemacht zu haben und die Polizeibeamten schliesslich auch wussten,
um wen es sich beim Beschuldigten handelte, kann dieser Sachverhaltsteil nicht
als erstellt erachtet werden. Die Frage, ob resp. inwiefern sich der Beschuldigte
der Personenkontrolle entzogen hat, kann jedoch offen gelassen werden, geht es
doch hauptsächlich darum, dass der Beschuldigte der Aufforderung der Polizei,
das Areal zu verlassen, nicht nachgekommen und zum Sprungturm geschwom-
men sein soll. Dies wurde vom Beschuldigten anerkannt, weshalb der Sachverhalt
insofern als erstellt zu erachten ist. Auch ergibt sich bereits aus den Aussagen
des Beschuldigten bei der Stadtrichterin, dass ihm seitens der Polizeibeamten
mitgeteilt wurde, die für das C._ zuständige Person (D._) wolle nicht,
dass er sich dort aufhalte (Urk. 11 S. 2, vgl. auch Urk. 23 S. 7). Dass er in diesem
Wissen die ...-Anlage dennoch nicht verliess, ist demzufolge ebenfalls erstellt.
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IV. Rechtliche Würdigung
1.1. Den Tatbestand der Nichtbefolgung einer polizeilichen Anordnung im Sinne
von Art. 3 PVO Stadt Uster i.V.m. Art. 34 PVO Stadt Uster erfüllt, wer vorsätzlich
oder fahrlässig den Anordnungen der Polizeiorgane keine Folge leistet.
1.2. Der Beschuldigte wurde von Beamten der Stadtpolizei Uster aufgefordert,
das Areal des geschlossenen C._ zu verlassen. Indem er zum Sprungturm
der ...-anlage schwamm und seine Kleider etc. am Strand liegen liess, kam er
dieser Aufforderung nicht nach. Der Beschuldigte missachtete die Anweisungen
der Polizeibeamten zugegebenermassen wissentlich und willentlich, womit der
objektive wie auch der subjektive Tatbestand gemäss Art. 3 PVO Stadt Uster
i.V.m. Art. 34 PVO Stadt Uster erfüllt ist.
2.1. Den Tatbestand des Betretens eines fremden, eingezäunten Grundstücks
ohne die Einwilligung der Berechtigten im Sinne von Art. 17 Abs. 3 PVO Stadt Us-
ter i.V.m. Art. 34 PVO Stadt Uster erfüllt, wer vorsätzlich oder fahrlässig ohne die
Einwilligung der Berechtigten fremde Gärten, Pünten, Rebland, Baustellen und
eingezäunte Grundstücke sowie Kulturland zur Vegetationszeit betritt.
2.2. Das C._ war im Tatzeitpunkt geschlossen und, wie der Beschuldigte
selber erklärte, mit einem Zaun abgesperrt. Dem Beschuldigten wurde zudem von
den Polizeibeamten mitgeteilt, dass die Berechtigte, D._, nicht wolle, dass er
sich in der ...-anlage aufhalte. Indem der Beschuldigte um die fehlende Einwilli-
gung der Berechtigten wusste und dennoch auf dem Gelände verblieb, erfüllte er
den Tatbestand gemäss Art. 17 Abs. 3 PVO Stadt Uster i.V.m. Art. 34 PVO Stadt
Uster.
3.1. Zu den Voraussetzungen für die Annahme von Rechtfertigungs- und Schuld-
ausschlussgründen kann auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz
verwiesen werden (Urk. 33 S. 10 f.).
3.2. Der Beschuldigte macht in seiner Berufungsbegründung wie bereits früher
geltend, er halte sich jedes Jahr seit 2007 an derselben Stelle der Badi auf, was
von früheren Bademeistern toleriert worden sei und wovon auch die Seepolizei
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Kenntnis gehabt habe (Urk. 41 S. 2 f.). Mit der Vorinstanz ist hierzu festzuhalten,
dass unerheblich ist, ob der Aufenthalt zuvor toleriert worden ist, sondern vor al-
lem entscheidend ist, dass die für das C._ zuständige D._ seinen
Aufenthalt im C._ explizit nicht wollte (Urk. 33 S. 11). Davon abgesehen wird
der Beschuldigte nicht wegen Hausfriedensbruchs verurteilt, sondern wegen
Missachtung einer polizeilichen Anordnung und Betreten eines Grundstücks ohne
Einwilligung. Einen Rechtfertigungsgrund vermag der Beschuldigte demzufolge
nicht darzulegen.
3.3. Auch Schuldausschlussgründe sind in Übereinstimmung mit der Vorinstanz
nicht ersichtlich (Urk. 33 S. 12), insbesondere auch kein Rechtsirrtum, zumal der
Beschuldigte unbestrittenermassen von den Polizeibeamten vor Ort über die
Rechtslage informiert wurde.
4. Der Beschuldigte ist demzufolge in Bestätigung der Vorinstanz der Nichtbe-
folgung einer polizeilichen Anordnung im Sinne von Art. 3 PVO Stadt Uster i.V.m.
Art. 34 PVO Stadt Uster und des Betretens eines fremden, eingezäunten Grund-
stücks ohne die Einwilligung der Berechtigten im Sinne von Art. 17 Abs. 3 PVO
Stadt Uster i.V.m. Art. 34 PVO Stadt Uster schuldig zu sprechen.
V. Sanktion
1. Gemäss Art. 34 Abs. 1 PVO Stadt Uster ist bei Verletzung der Polizeiverord-
nung der Stadt Uster oder Missachtung von darauf gestützten Anordnungen eine
Busse auszusprechen. Der Höchstbetrag der Busse ist vorliegend Fr. 10'000.–
(Art. 106 Abs. 1 StGB). Die vorliegende Deliktsmehrheit stellt ein Strafschär-
fungsgrund dar. Strafmilderungsgründe sind nicht ersichtlich. Gründe für ein Ver-
lassen des ordentlichen Strafrahmens liegen keine vor, weshalb die Deliktsmehr-
heit lediglich straferhöhend zu berücksichtigen ist.
2. In Bezug auf die Grundsätze und Regeln der Strafzumessung kann auf die
zutreffenden Erwägungen im angefochtenen Urteil verwiesen werden (Urk. 33
S. 13 f.).
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3.1. Betreffend die Nichtbefolgung einer polizeilichen Anordnung als die vorlie-
gend schwerere Tat qualifizierte die Vorinstanz die objektive Tatschwere als
leicht. Dem kann angesichts des Umstands, dass der Beschuldigte zunächst zum
Sprungturm hinausschwamm und – nachdem sich die Polizisten von der Lokalität
entfernten – die ...-anlage wohl ebenfalls verliess, gefolgt werden. In Bezug auf
die subjektive Tatschwere wies die Vorinstanz zutreffend darauf hin, dass der Be-
schuldigte die Anordnung der Stadtpolizei Uster bewusst missachtete resp. mit di-
rektem Vorsatz handelte. Nachdem die Beweggründe des Beschuldigten jedoch
nicht von einer besonderen kriminellen Energie zeugen, ist die subjektive Tat-
schwere in Übereinstimmung mit der Vorinstanz als noch leicht einzustufen (vgl.
Urk. 33 S. 14). Eine Einsatzbusse in der Höhe von Fr. 100.– erscheint - auch an-
gesichts der Ordnungsbussenliste der Stadt Uster, gemäss welcher für das Nicht-
befolgen behördlicher Anordnungen eine Busse in derselben Höhe vermerkt ist -
als angemessen.
3.2. Bezüglich des Betretens eines fremden, eingezäunten Grundstücks ohne
Einwilligung der Berechtigten kann auf die zutreffenden Erwägungen der Vo-
rinstanz zur objektiven und subjektiven Tatschwere verwiesen und von einem
leichten Tatverschulden ausgegangen werden (Urk. 33 S. 15). Mit Blick auf die
Ordnungsbussenliste der Stadt Uster, gemäss welcher für die vorliegende Über-
tretung eine Busse von Fr. 60.– vorgesehen ist, erscheint die hierfür von der Vo-
rinstanz festgelegte Busse in der Höhe von Fr. 50.– angemessen.
4. In Anwendung des Asperationsprinzips - welches gemäss Art. 104 StGB auch
auf Übertretungsbussen anwendbar ist - ist die (tatbezogene) Einsatzbusse von
Fr. 100.– angemessen zu erhöhen (Art. 49 Abs. 1 StGB). Wenn die Vorinstanz die
beiden Einsatzbussen schlicht addierte, hat sie dem Asperationsprinzip keine
Rechnung getragen. Das vorinstanzliche Urteil weist damit im Bereich der zuläs-
sigen Kognition einen Fehler auf, der von der Berufungsinstanz zu korrigieren ist.
Vorliegend rechtfertigt sich, für die isoliert errechnete Busse betreffend das unbe-
rechtigte Betreten des C._ Fr. 30.– zur Einsatzbusse hinzuzuschlagen. Dabei
resultiert eine Busse von Fr. 130.–.
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5. Hinsichtlich der Täterkomponente kann zunächst auf die Ausführungen der
Vorinstanz betreffend die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten verwiesen
werden (Urk. 33 S. 15). Diese haben vorliegend keine Auswirkungen auf die
Strafzumessung. Ebenfalls neutral zu behandeln ist der Umstand, dass der
Beschuldigte nicht vorbestraft ist (Urk. 18 und 46). Weiter ist mit der Vorinstanz
darauf hinzuweisen, dass der Beschuldigte nicht einsichtig ist, sondern noch an
der Hauptverhandlung angab, er sei jederzeit gewillt, das Areal ausserhalb der
Öffnungszeiten wieder zu betreten (Urk. 23 S. 7). Somit ging die Vorinstanz zu-
recht nicht von einem strafmindernd zu berücksichtigenden Nachtatverhalten aus
(Urk. 33 S. 16). Anderweitige Strafmilderungs- oder Straferhöhungsgründe sind
ebenfalls nicht ersichtlich.
6. In Würdigung aller aufgeführten Strafzumessungsgründe erweist sich demnach
eine Busse von Fr. 130.– als dem Verschulden und den persönlichen Verhältnis-
sen des Beschuldigten angemessen.
7. Wie im vorinstanzlichen Entscheid festgehalten ist die Busse zu
vollziehen, respektive zu bezahlen. Der Beschuldigte wird vorliegend nicht mehr
mit Fr. 150.–, sondern mit Fr. 130.– Busse bestraft. Angesichts des gängigen Um-
rechnungsschlüssels, wonach einer Busse von Fr. 100.– ein Tag Ersatzfreiheits-
strafe entspricht, erscheint bei der vorliegend auszusprechenden Busse von Fr.
130.– eine zweitägige Ersatzfreiheitsstrafe nicht mehr gerechtfertigt. Aufgrund
dessen ist die Ersatzfreiheitsstrafe in Abänderung des vorinstanzlichen Ent-
scheids auf einen Tag festzulegen.
VI. Kostenfolgen
1. Aufgrund des Ausgangs des Verfahrens sind dem Beschuldigten die Kosten für
das Verfahren beim Stadtrichteramt Uster und jene für das erstinstanzliche Ver-
fahren aufzuerlegen. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Ziff. 4 und Ziff. 6,
ausgenommen Höhe der Busse) ist folglich zu bestätigen.
2. Im Berufungsverfahren tragen die Parteien die Kosten nach Massgabe ihres
Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Mit dem heutigen Urteil
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unterliegt der Beschuldigte mit seiner Berufung grösstenteils. Einzig die Höhe der
Busse und die Ersatzfreiheitsstrafe werden minimal reduziert. Es rechtfertigt sich
daher, dem Beschuldigten die Kosten des Berufungsverfahrens mit einer Ge-
richtsgebühr von Fr. 1'000.– zu 9/10 aufzuerlegen und zu 1/10 auf die Gerichts-
kasse zu nehmen.