# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 841c512f-b7d1-42f2-a07c-401739fc9d26
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X., geboren am 1. Oktober 1960, und B., geboren am 17. August 1945, heirateten am 18. April 1986 in E. Sie sind Eltern der Söhne A., geboren am 14. August 1986, und B., geboren am 23. Mai 1988.
B. Am 6. Juli 2000 reichte X. beim Bezirksgerichtspräsidenten Oberlandquart ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen ein. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Oberlandquart vom 11. September 2000 wurden die beiden Kinder A. und B. unter die Obhut der Mutter gestellt und dem Vater ein Besuchsrecht eingeräumt. Die eheliche Wohnung an der C.-Strasse wurde der Mutter zugeteilt. B. wurde sodann verpflichtet, an den Unterhalt seiner beiden Kinder ab 1. Juli 2000 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von je Fr. 750.-- zuzüglich Kinderzulagen und an den Unterhalt von X. einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 800.-- zu bezahlen.
C. Am 3. November 2000 schlossen die Ehegatten eine Ehetrennungsvereinbarung ab. Sie kamen im Wesentlichen überein, bis zum 31. Dezember 2001 eine Ehetrennung durchzuführen und die hängige Ehescheidungsklage vor dem Vermittler Davos abzuschreiben. Die Trennung verlängere sich automatisch um ein weiteres Jahr, sofern die Parteien das Zusammenleben nicht wieder aufnehmen oder ein Ehepartner die Scheidung verlangen würde.
D. Mit Vermittlungsbegehren vom 6. Januar 2006 gelangte X. an den Kreispräsidenten Davos. Anlässlich der Sühneverhandlung vom 8. Februar 2006 erklärte sich B. mit der Scheidung einverstanden. In der Folge wurde die Angelegenheit an das nunmehr zuständige Bezirksgerichtspräsidium Prättigau/Davos überwiesen. Am 1. März 2006 fand eine getrennte Anhörung beider Ehegatten statt. Mit Eingabe vom 30. März 2006 liess X. folgende Anträge stellen:
„1. Es sei der gemeinsame Sohn B., geb. 23. Mai 1988, sofern dies bei der Urteilsfindung noch nötig ist, unter die alleinige elterliche Gewalt der Mutter zu stellen, und es sei dem Beklagten ein angemessenes Besuchsrecht einzuräumen. Zudem sei der Beklagte zu verpflichten, an den Unterhalt seines Sohnes B. einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 750.-- zuzüglich der gesetzlichen und/oder vertraglichen Kinderzulagen, zahlbar im Voraus, an die Mutter zu leisten.
2. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Ehefrau einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 800.-- pro Monat und im Voraus zu bezahlen.
3. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz, wobei der Beklagte die ehelichen Steuerschulden per 31. Dezember 2005 vollumfänglich alleine zu übernehmen und der Klägerin die von ihm bezogenen Pensionskassenbeiträge anteilsmässig auszugleichen hat.
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4. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6 % Mehrwertsteuer zulasten des Beklagten.“
Mit Schreiben vom 30. März 2006 teilte B. dem Bezirksgerichtspräsidenten Prättigau/Davos mit, er wolle ein Gespräch mit seiner Ehefrau und den beiden Söhnen führen. Wenn dieses Gespräch nicht zustande käme, könne er einer Scheidung nicht einwilligen. Am 5. April 2006 teilte X. mit, sie sei zu einem Gespräch bereit. Mit Stellungnahme vom 25. April 2006 führte B. sodann aus, seine Ehefrau erhalte von ihm jeden Monat Fr. 1'500.-- (Kinder), Fr. 800.-- (Unterhalt Ehefrau), Fr. 500.--(Hausabwartschaft, die sie gemeinsam geführt hätten) sowie Fr. 200.-- (Büro, Wäsche). Was die Steuerschulden betreffe, müssten diese geteilt werden, respektive darüber müsse vorerst diskutiert werden. Es sei zu berücksichtigen, dass seine Ehefrau monatlich Fr. 3'000.-- von ihm erhalte. Zusätzlich habe sie ein monatliches Erwerbseinkommen von Fr. 2'000.--. Die bezogenen Pensionskassengelder habe er in die Firma investiert. Ausserdem habe er Fr. 5'000.-- auf ein Konto seiner Ehefrau überwiesen. Mit Schreiben vom 16. Mai 2006 verzichtete X. auf eine Stellungnahme zu den Einwänden des Ehemannes.
E. Mit Urteil vom 24. August 2006, mitgeteilt am 7. September 2006, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos:
„1. Die zwischen B. und X. am 18. April 1986 vor dem Zivilstandsamt E. geschlossene Ehe wird geschieden.
2. B. wird verpflichtet, an den Unterhalt von X. im Voraus und auf den Ersten eines jeden Monats (bestimmter Verfalltag im Sinne von Art. 102 Abs. 2 OR) gestützt auf Art. 125 ZGB Fr. 800.-- zu bezahlen.
Die Leistungspflicht des B. beginnt mit Rechtskraft dieses Scheidungsurteils und dauert bis zu seinem Eintritt ins ordentliche .
Von einer Indexierung der Frauenunterhaltsrente wird abgesehen. Eine Unterschreitung der Rente von Fr. 800.-- ist jedoch ausgeschlossen.
3. Die Steuerschulden bei Bund, Kanton und Gemeinde bis und mit 2004 trägt B.. Jede Partei ist Alleineigentümer jener Güter, die sie besitzt, und Gläubigerin/Schuldnerin jener Forderung/Schulden die auf sie lauten.
Damit sind die Parteien güterrechtlich und freizügigkeitsrechtlich wechselseitig und per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt.
4. Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, bestehend aus:
- einer Gerichtgebühr von Fr. 1'300.00 - Schreibgebühren von Fr. 500.00 total somit von Fr. 1'800.00
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gehen je hälftig (= je Fr. 900.00) zu Lasten des B. und der X.. Sie werden mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet.
5. Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen.

## Considerations