# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d33f25fd-8eba-566f-971f-5a984c298394
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Y._ ist unter anderem Eigentümer der an die A._-Strasse angrenzenden
Grundstücke Nrn. 0001, 0002 und 0003 in der Politischen Gemeinde X._. Die A._-
Strasse verläuft ab der B._-Strasse nach Osten zunächst durch eine Wohnzone und
anschliessend über Landwirtschaftsgebiet bis zum Weiler C._ an der Bauzonengrenze
(Gemeindestrasse dritter Klasse). Von dort führt sie weiter entlang der Siedlungsgrenze
bis zur D._-Strasse (Gemeindestrasse zweiter Klasse). Die Politische Gemeinde X._
erliess am 9. Dezember 2008 für den als Gemeindestrasse dritter Klasse eingeteilten
Abschnitt der A._-Strasse (B._-Strasse bis Weiler C._) einen neuen Beitragsplan,
welcher unangefochten in Rechtskraft erwuchs. Darin wurde der Beitrag der Politischen
Gemeinde X._ auf 20 % festgesetzt.
B. Am 8. März 2016 stellte das zur Sicherstellung des Strassenunterhalts gegründete
Perimeterunternehmen "Strassenunternehmen A._-Strasse" bei der Politischen
Gemeinde X._ ein Gesuch um Anpassung des Beitragsplans A._-Strasse, nachdem
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für die zwischenzeitlich bewohnte Liegenschaft auf dem Grundstück Nr. 0004 über die
A._-Strasse eine Zufahrtsstrasse erstellt worden war. Mit Beschluss vom 7. März 2017
hiess die Politische Gemeinde X._ das Gesuch gut und passte den Beitragsplan
betreffend A._-Strasse, Abschnitt Gemeindestrasse dritter Klasse, an, indem der
Unterhaltsanteil des Grundstücks Nr. 0004 erhöht und das Grundstück neu in den
Winterdienstverteiler aufgenommen wurde. Entsprechend reduzierten sich die Anteile
der übrigen beitragspflichtigen Grundstücke anteilsmässig. Der Beitrag der Politischen
Gemeinde X._ blieb unverändert bei 20 %. Mit Schreiben vom 15. März 2017 wurden
die Beitragspflichtigen mit persönlicher Anzeige vom angepassten Beitragsplan in
Kenntnis gesetzt. Am 20. April 2017 erhob Y._ Einsprache gegen den Beitragsplan
A._-Strasse und beantragte, der entsprechende Beitragsplan sei aufzuheben und der
Beitrag der Politischen Gemeinde X._ an Unterhalt und Winterdienst auf 50 %
festzulegen, unter entsprechender Reduktion der Beiträge der privaten
Grundeigentümer. Mit Entscheid vom 5. Dezember 2017 wies die Politische Gemeinde
X._ die Einsprache ab. Dagegen erhob Y._ Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission, welche mit Entscheid vom 5. Dezember 2018 das
Rechtsmittel teilweise guthiess, den Einspracheentscheid aufhob und die
Angelegenheit zur Änderung des Beitragsplans im Sinn der Erwägungen an die
Politische Gemeinde X._ zurückwies. Die Verwaltungsrekurskommission kam
insbesondere zum Schluss, dass der Beitrag der Politischen Gemeinde X._ an den
Unterhalt und Winterdienst der A._-Strasse auf 40 % zu erhöhen sei.
C. Die Politische Gemeinde X._ (Beschwerdeführerin) erhob gegen den am
7. Dezember 2018 zugestellten Entscheid der Verwaltungsrekurskommission
(Vorinstanz) mit Eingabe vom 18. Dezember 2018 und Ergänzung vom 22. Januar 2019
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und der
erstinstanzliche Entscheid zu bestätigen; allenfalls sei die Sache an die Vorinstanz zur
Vornahme einer sachgerechten Festlegung der Höhe des städtischen Anteils
zurückzuweisen. Unter Verweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides
beantragte die Vorinstanz am 29. Januar 2019 die Abweisung der Beschwerde. Y._
(Beschwerdegegner) trug mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 12. März 2019
ebenfalls Abweisung der Beschwerde an. Mit Eingabe vom 2. April 2019 äusserte sich
die Beschwerdeführerin zu den Vernehmlassungen der Vorinstanz und des
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Beschwerdegegners; dazu nahm Letzterer mit Eingabe vom 30. April 2019 Stellung,
welche den Verfahrensbeteiligten zur Kenntnis gebracht wurde.
Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten, den angefochtenen Entscheid und die
Akten ist – soweit notwendig – in den nachstehenden Erwägungen einzugehen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 81 Abs. 3 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Art. 64 in Verbindung mit Art. 45
Abs. 2 VRP räumt der zuständigen Behörde einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft
oder einer selbständigen öffentlich-rechtlichen Anstalt das Recht zur Beschwerde ein,
wenn diese im umstrittenen Bereich öffentliche Interessen zu wahren hat.
Praxisgemäss setzt die Legitimation eines Gemeinwesens voraus, dass dieses den
streitigen Entscheid durch Setzen eines Rechtsaktes im eigenen Aufgabenbereich
erlassen und damit bestimmte öffentliche Interessen vertreten hat (GVP 1992 Nr. 43).
Das ist nur der Fall, wenn es im Bereich einer ihm obliegenden Aufgabe tätig wurde
und dabei lokale Interessen wahrgenommen hat. Unerheblich ist, ob es sich dabei um
autonome Belange oder übertragene Befugnisse handelt. Der Aufgabenkreis der
öffentlich-rechtlichen Körperschaften oder Anstalten ergibt sich aus der
Zuständigkeitsordnung des kantonalen Rechts. Massgebend ist letztlich, ob der
betreffenden Körperschaft oder Anstalt eigene Verfügungskompetenz zukommt
(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den
Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, Rz. 453 f.). Nach Art. 79 Abs. 1
und Abs. 2 lit. d StrG erstellt die zuständige Gemeindebehörde den Beitragsplan,
welcher unter anderem den Anteil der politischen Gemeinde enthält. Aufgrund dieser
Zuständigkeitsordnung stehen der politischen Gemeinde im Bereich des
Strassenunterhalts selbständige Aufgaben und Befugnisse zu. Demzufolge ist die
Beschwerdeführerin zur Beschwerde legitimiert. Die Eingabe vom 18. Dezember 2018
entspricht zusammen mit der Ergänzung vom 22. Januar 2019 in zeitlicher, formaler
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und inhaltlicher Hinsicht den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit
Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Der Beitragsplan A._-Strasse wurde von der Beschwerdeführerin mit Beschluss
vom 9. Dezember 2008 erlassen und mit Beschluss vom 7. März 2017 angepasst
(Art. 79 Abs. 1 StrG). Zur Anpassung des Beitragplans kam es, nachdem für die
zwischenzeitlich bewohnte Liegenschaft auf dem Grundstück Nr. 0004 über die A._-
Strasse eine Zufahrtsstrasse erstellt worden war. Der Unterhaltsanteil des Grundstücks
Nr. 0004 wurde erhöht und das Grundstück neu in den Winterdienstverteiler
aufgenommen. Entsprechend reduzierten sich die Anteile der übrigen
beitragspflichtigen Grundstücke anteilsmässig. Der Beitrag der Beschwerdeführerin
blieb unverändert bei 20 % (vgl. act. 3/1). Wird bei der Änderung wie vorliegend nur der
Interessenfaktor eines Grundstücks erhöht, so sind die betroffenen Grundeigentümer –
unter Hinweis auf die Rechtsmittelmöglichkeit – hiervon in Kenntnis zu setzen. Die
Überprüfung im Rechtsmittelverfahren beschränkt sich dabei auf die Änderung (vgl.
GVP 1999 Nr. 22). Der Beschwerdegegner zielte mit der Einsprache jedoch darauf ab,
die Beteiligung der Beschwerdeführerin von 20 % auf 50 % zu erhöhen. Die Vorinstanz
hat daher zu Recht in Frage gestellt, ob die Beschwerdeführerin auf die Einsprache
hätte eintreten müssen. Da unter den Voraussetzungen von Art. 56 Abs. 1 StrG ein
Rechtsanspruch auf Änderung des Perimeters besteht (vgl. VerwGE B 2011/130 vom
20. März 2012 E. 2.2, www.gerichte.sg.ch) und die Beschwerdeführerin sowohl ein
entsprechendes Gesuch des Beschwerdegegners als auch eine allfällige Einsprache zu
behandeln gehabt hätte, ist die materielle Behandlung der Einsprache gegen den
Beschluss vom 7. März 2017 aus prozessökonomischen Gründen nicht zu
beanstanden.
3. Umstritten ist, ob die Vorinstanz den Rekurs des Beschwerdegegners zu Recht
teilweise gutgeheissen und die Beschwerdeführerin angewiesen hat, den Beitrag der
politischen Gemeinde an den Unterhalt und Winterdienst der A._-Strasse von 20 %
auf 40 % zu erhöhen.
3.1. Gemäss Art. 55 Abs. 1 StrG unterhalten die anstossenden Grundeigentümer die
Gemeindestrassen dritter Klasse, wenn diese nicht von der politischen Gemeinde, einer
anderen öffentlich-rechtlichen Körperschaft oder Dritten unterhalten werden. Die
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Kosten für Bau und Unterhalt von Gemeindestrassen dritter Klasse tragen
grundsätzlich ebenfalls die Grundeigentümer (Art. 73 Abs. 1 StrG). Daneben hält Abs. 2
Satz 1 derselben Bestimmung fest, dass die politische Gemeinde Beiträge an die
Unterhaltskosten von Gemeindestrassen dritter Klasse leistet. Diese Beiträge
bemessen sich nach der Bedeutung der Strasse, nach der Belastung der
Unterhaltspflichtigen und nach den öffentlichen Interessen. Die Bemessungskriterien
müssen nicht kumulativ erfüllt sein (Art. 73 Abs. 2 StrG; A. Weder, in: G. Germann
[Hrsg.], Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988,
St. Gallen 1989, N 2 zu Art. 73). Die politische Gemeinde leistet ausserdem Beiträge an
Bau und Unterhalt der Gemeindestrassen, soweit den Grundeigentümern durch den
Gemeingebrauch verursachte Kosten entstehen (Art. 74 StrG).
Art. 56 Abs. 1 StrG sieht die Möglichkeit der Errichtung oder Änderung eines
Perimeters für den Unterhalt von Gemeindestrassen dritter Klasse vor, wenn der
zweckmässige Unterhalt es erfordert (lit. a) oder die Belastung einzelner
Grundeigentümer in einem Missverhältnis zu ihren Sondervorteilen steht (lit. b).
Während sich Art. 56 Abs. 1 lit. a StrG primär an die politische Gemeinde richtet,
können einzelne Grundeigentümer gemäss Art. 56 Abs. 1 lit. b StrG von der
Gemeindebehörde die Errichtung oder Änderung eines Perimeters beantragen, wenn
besondere Umstände dies rechtfertigen. Vorausgesetzt ist aber, dass die Belastung
einzelner Grundeigentümer in einem Missverhältnis zu ihren Sondervorteilen steht. Dies
ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein neuer Grundeigentümer mit geänderter
Benutzung dazu stösst oder wenn bedeutende Bauwerke (Gaststätten, Hotels) errichtet
werden. Nach der Rechtsprechung rechtfertigt sich sodann eine Änderung des
Unterhaltsperimeters, wenn sich die Umgrenzung geändert hat oder wenn sich die
tatsächlichen Nutzungsverhältnisse gegenüber der bisher berücksichtigten Nutzung
und Erschliessungssituation erheblich geändert haben (VerwGE B 2011/130 vom
20. März 2012 E. 2.2, www.gerichte.sg.ch; M. Möhr, in: Germann, a.a.O., N 3 f. zu
Art. 56).
3.2. Welches Gewicht im konkreten Fall dem öffentlichen Interesse zuzumessen ist,
steht im Ermessen der politischen Gemeinde, wobei ihr nach dem Gesetz ein grosser
Spielraum zusteht (vgl. B. Lengwiler, Allgemeine Perimetergrundsätze, in: Praxis des
Strassenperimeters, Veröffentlichungen des Schweizerischen Instituts für
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Verwaltungskurse an der Hochschule St. Gallen, Bd. 17, St. Gallen 1981, S. 43). Liegt
ein Entscheid noch innerhalb des Ermessensspielraums bzw. wurden die
Verfassungsprinzipien sowie der Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung beachtet,
ist selbst dann noch keine Rechtsverletzung gegeben, wenn das Ermessen
unzweckmässig gehandhabt wurde. Anders verhält es sich bei einem qualifizierten
Ermessensfehler, d.h. wenn die Verwaltungsbehörde das Ermessen missbraucht bzw.
über- oder unterschritten hat, indem sie Ermessen ausgeübt hat, wo der Rechtssatz
keines einräumt (Ermessensüberschreitung), sie auf eine Ermessensausübung
verzichtet hat, obschon ihr eine solche Betätigung gestattet ist
(Ermessensunterschreitung) oder sie sich zwar formell an den Entscheidungsspielraum,
den ihr der Rechtssatz einräumt, gehalten hat, der Entscheid aber nicht bloss
unzweckmässig oder unangemessen, sondern schlicht unhaltbar ist und im
Widerspruch zu Verfassungsprinzipien oder zum Sinn und Zweck des Gesetzes steht
(Ermessensmissbrauch). Solche Entscheide sind rechtsfehlerhaft und müssen vom
Verwaltungsgericht aufgehoben werden (vgl. z.B. VerwGE B 2013/166 vom
4. Dezember 2014 E. 3.1, www.gerichte.sg.ch; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 740 mit
Hinweisen).
Die Vorinstanz hat die Angelegenheit als Fachgericht – bei den beiden nebenamtlichen
Mitgliedern handelt es sich um Personen mit besonderen Fachkenntnissen (vgl. Art. 16
Abs. 1 Satz 2 des Gerichtsgesetzes, sGS 941.1, GerG; Art. 18 lit. b der Verordnung
über die Organisation der Verwaltungsrekurskommission, sGS 941.113, Staatskalender
2018/19 S. 172) – mit entsprechend weitem technischen Ermessen beurteilt und zudem
einen Augenschein durchgeführt. Das Verwaltungsgericht beschränkt sich deshalb auf
die Prüfung, ob die Fachinstanz die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte
geprüft und die erforderlichen Abklärungen sorgfältig und umfassend durchgeführt hat
(vgl. VerwGE B 2017/1 vom 22. September 2018 E. 3.1, www.gerichte.sg.ch, mit
Hinweisen auf BGE 130 II 351 E. 5.3.2 mit weiteren Hinweisen, BGE 132 II 257 E. 3.2,
BGer 2A.430/2006 vom 6. Februar 2007 E. 1.4 sowie BGer 2C_783/2013 vom
27. Februar 2014 E. 2.2.1).
3.3. Die Vorinstanz setzte sich im Rekursverfahren ausführlich mit den Einwendungen
des Rekurrenten – im vorliegenden Verfahren Beschwerdegegner – auseinander und
kam zunächst zum Schluss, dass sich eine Erhöhung des Anteils der Gemeinde am
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Unterhalt der A._-Strasse aufgrund des Gemeingebrauchs nicht rechtfertige (E. 3b/aa
des angefochtenen Entscheids). Weiter seien die beiden landwirtschaftlichen Betriebe,
welche durch die A._-Strasse erschlossen werden, weder abgelegen noch deren
Grundeigentümer aufgrund ihrer Unterhaltspflicht gemäss dem Perimeter unzumutbar
belastet. Eine Erhöhung des Anteils der Gemeinde am Unterhalt ergebe sich somit aus
diesem Grund nicht (E. 3b/bb des angefochtenen Entscheids). Am Augenschein vom
8. Oktober 2018 sei ausserdem festgestellt worden, dass die A._-Strasse für das
Grundstück Nr. 0003 lediglich als Notzufahrt diene. Diese Tatsache habe allerdings
keinen Einfluss auf die Höhe des Anteils der Gemeinde am Unterhalt der Strasse (E. 3b/
cc des angefochtenen Entscheids). Schliesslich müsse bei einer Sanierung der A._-
Strasse vorab die Frage geklärt werden, ob es sich um Bau- oder Unterhaltskosten
handle. Bei Baukosten müsste ein neuer Baukostenperimeter erlassen werden, der
wiederum angefochten werden könnte. Ansonsten würden einmalige hohe
Unterhaltskosten eine Anpassung des Beitrags der Gemeinde nicht rechtfertigen, da
das öffentliche Interesse der Gemeinde dadurch nicht grösser werde (E. 3b/dd des
angefochtenen Entscheids). Anstelle von Wiederholungen kann auf die zutreffenden
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden. Sie hat in diesen Punkten die für den
Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte geprüft und die erforderlichen Abklärungen
sorgfältig und umfassend durchgeführt.
3.4. Die Erhöhung des Betrags der Beschwerdeführerin auf 40 % begründete die
Vorinstanz im Wesentlichen damit, die A._-Strasse könnte an sich auf ihrer ganzen
Länge als Gemeindestrasse zweiter Klasse eingestuft werden, was zur Folge hätte,
dass die Kosten für den Unterhalt vollumfänglich zu Lasten der Beschwerdeführerin
gehen würden. Demgegenüber befürchte der Beschwerdegegner bei einer
Aufklassierung der A._-Strasse deren Ausbau sowie mehr Durchgangsverkehr, weil sie
damit dem allgemeinen Verkehr offenstehen würde. Beide Verfahrensbeteiligten hätten
daher ein Interesse daran, den als Gemeindestrasse dritter Klasse bezeichneten
Abschnitt nicht aufzuklassieren. Die Belastung der Anwohner aufgrund der sie derzeit
treffenden Unterhaltspflicht sei gross, da die A._-Strasse im Verhältnis zu den damit
erschlossenen Wohneinheiten eher lang sei. Gleichzeitig sei das öffentliche Interesse
an der A._-Strasse als hoch zu gewichten, zumal 13 Wohneinheiten erschlossen
würden. Das öffentliche Interesse an dem Strassenabschnitt sei damit ähnlich hoch wie
bei einer Gemeindestrasse zweiter Klasse zu werten. Daher sei der Betrag der
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Beschwerdeführerin an den Unterhalt und Winterdienst der A._-Strasse auf 40 % zu
erhöhen (E. 3b/ee des angefochtenen Entscheids, act. 2).
3.5. Im Zusammenhang mit dem Erlass des neuen Strassenplans der
Beschwerdeführerin verfügte sie mit Beschluss vom 30. Oktober 1990 die Einteilung
der gesamten A._-Strasse als Gemeindestrasse dritter Klasse. Im Rahmen des
Genehmigungsverfahrens wies das Baudepartement des Kantons St. Gallen die
Beschwerdeführerin an, den östlichen Abschnitt der A._-Strasse zwischen der
Westgrenze der Parzelle A._-Strasse 00 (C._) und der D._-Strasse von einer
Gemeindestrasse dritter Klasse in eine Gemeindestrasse zweiter Klasse umzuteilen. Mit
Beschluss vom 23. November 1999 wurde die fragliche Umklassierung vorgenommen
und anschliessend das Planverfahren durchgeführt. Nicht betroffen von der
Umklassierung war das Teilstück von der B._-Strasse bis zum Weiler C._ (vgl.
act. 9/8/18).
Gemäss Art. 14 Abs. 1 StrG wird die Einteilung von Strassen geändert, wenn
Bedeutung oder Zweckbestimmung es erfordert. Keine Rolle spielt dabei, ob die
politische Gemeinde aus finanziellen Gründen ein Interesse daran hat, die betroffenen
Strasse als Gemeindestrasse dritter Klasse zu belassen. Sind die Voraussetzungen
erfüllt, ist die Klassierung zwingend zu ändern (vgl. G. Germann, in: Germann, a.a.O.,
N 1 zu Art. 14). Eine allenfalls fehlerhafte Klassierung einer Gemeindestrasse darf aber
nicht im Verfahren betreffend Beitragsplan mittels Erhöhung des Gemeindeanteils
korrigiert werden. Sollte es sich beim fraglichen Abschnitt der A._-Strasse um eine
Gemeindestrasse zweiter Klasse handeln, wäre deren Klassierung zwingend zu ändern,
und zwar mit den entsprechenden Konsequenzen sowohl für die Beschwerdeführerin
(volle Übernahme der Unterhaltskosten) als auch die Anwohner (allfälliger Ausbau und
mehr Durchgangsverkehr). Ob indes die Voraussetzungen des (überwiegend
ausserhalb der Bauzonen gelegenen) Strassenabschnitts für eine Umklassierung in
eine Gemeindestrasse zweiter Klasse wirklich gegeben sind, braucht im vorliegenden
Verfahren nicht weiter geprüft zu werden. Es sei lediglich darauf hingewiesen, dass die
von der Vorinstanz zitierte verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung sich auf Strassen
innerhalb des Baugebiets bezieht, die mehr als zehn ständig bewohnte Häuser
erschliessen (vgl. VerwGE B 2011/9 vom 7. Dezember 2011 E. 4.3.3,
www.gerichte.sg.ch; GVP Nr. 2001 Nr. 98 E. 2f.). Abgesehen davon, dass sich aus den
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Akten nicht ergibt, ob die angegebenen 13 Wohneinheiten ständig bewohnt sind, liegen
sie jedenfalls grossmehrheitlich in der Landwirtschaftszone, und damit ausserhalb der
Bauzonen (vgl. act. 9/15/12). Im Übrigen erschloss die A._-Strasse bereits beim Erlass
des Beitragsplans vom 9. Dezember 2008 die nämlichen Grundstücke wie bei der
Änderung vom 15. Dezember 2016, wobei damals wie heute bei lediglich zwei
Grundstücken (Nrn. 0002 und F2134) die Haupterschliessung über die B._-Strasse
stattfindet. Neu ist lediglich, dass das Grundstück Nr. 0004 nunmehr ebenfalls über die
A._-Strasse erschlossen ist (vgl. Unterhaltsverteiler A._-Strasse vom 19. November
2008/15. Dezember 2016, act. 3/1). Die tatsächlichen Nutzungsverhältnisse haben sich
damit gegenüber der bisher berücksichtigten Nutzung und Erschliessungssituation
denn auch nicht erheblich geändert (VerwGE B 2011/130 vom 20. März 2012 E. 2.2 mit
Hinweis auf GVP 1999 Nr. 22, www.gerichte.sg.ch; M. Möhr, in: Germann, a.a.O., N 3 f.
zu Art. 56). Die Beschwerdeführerin weist denn auch zu Recht darauf hin, dass die
Ausführungen des Beschwerdegegners zu Art. 73 StrG auf die Beurteilung der in
vorliegenden Rechtsmittelverfahren zu prüfenden Fragen keinen Einfluss haben und
daraus kein Anspruch auf einen höheren städtischen Anteil abgeleitet werden kann.
3.6. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die Angelegenheit zu Unrecht
zur Änderung des Beitragsplans im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdeführerin
zurückgewiesen hat. Die Beschwerde erweist sich daher als begründet, weshalb sie
gutzuheissen ist. Der Entscheid der Vorinstanz vom 5. Dezember 2018 ist
entsprechend aufzuheben und der Einspracheentscheid der Beschwerdeführerin vom
5. Dezember 2017 betreffend Anpassung des Beitragsplans (A._-Strasse, Teilstrasse
B._-Strasse bis Weiler C._) zu bestätigen.
4.
4.1. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdegegner aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP).
Eine Entscheidgebühr von CHF 3'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der von der Beschwerdeführerin im
vorliegenden Verfahren geleistete Kostenvorschuss von CHF 3'500 wird
zurückerstattet.
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Neu zu verlegen sind sodann die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von
CHF 2'400, wobei die Kostenverlegung derjenigen des Rechtsmittelentscheids folgt
(vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen 2004, S. 103). Dementsprechend sind die
amtlichen Kosten des Rekursverfahrens ebenfalls dem Beschwerdegegner unter
Anrechnung des damals geleisteten Kostenvorschusses von CHF 1'200 aufzuerlegen.
4.2. Die Beschwerdeführerin war weder berufsmässig vertreten noch belegt und
begründet sie zu entschädigende Auslagen. Bereits daher kann ihr weder eine
Parteientschädigung noch eine Umtriebsentschädigung zugesprochen werden (vgl.
98 VRP in Verbindung mit Art. 95 Abs. 3 des Schweizerischen Zivilprozessordnung,
Zivilprozessordnung; SR 272, sowie vgl. VerwGE B 2017/59 vom 23. März 2018 E. 7
mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Nicht näher geprüft werden braucht damit auch
die Fage, ob der Beschwerdeführerin überhaupt ein Anspruch auf Entschädigung
ausseramtlicher Kosten zustehen würde.