# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5b588bbe-9a76-464b-9234-e50c9fdd248c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Im Jahre 2001 erbrachte die X. AG für Z. im Zusammenhang mit dem Umbau der Chesa A. in J. Architekturleistungen. Am 22. Oktober 2001 stellte die X. AG Z. dafür Rechnung in Höhe von CHF 85'055.--. Separat dazu wurden am 23. Oktober 2001 für die Nebenkosten CHF 292.90 gefordert. Am 25. Oktober 2001 stellte die X. AG Z. schliesslich die Rechnungen der  Planer zu.
2. Da diese Rechnungen nicht beglichen wurden, reichte die X. AG am 10. April 2002 beim Vermittleramt des Kreises Oberengadin Klage gegen Z. ein, wobei die Klägerin folgende Anträge stellte:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 109'048.80 nebst Zins zu 5 % seit 01.11.2001 zu bezahlen.
2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher - und Entschädigungsfolge, nebst 7,6 % Mehrwertsteuer zu Lasten des Beklagten.
3. Der auf den 19. September 2002 angesetzten Sühneverhandlung blieb die Beklagte unentschuldigt fern.
B.1. Am 5. Dezember 2002 reichte die Klägerin die Prozesseingabe  den Leitschein vom 15. November 2002 beim Bezirksgericht Maloja ein.
Zur Begründung der Klage brachte die X. AG im Wesentlichen vor, ihr Geschäftsführer sei am 2. Mai 2001 mit der Beklagten zusammengetroffen. Er habe für sie die Gebäulichkeiten auf den Parzellen Nr. 164 und Nr. 2378 in J. besichtigt und Skizzen für einen Um- und Anbau erstellt. Am 3. Mai 2001 habe die Beklagte die Liegenschaft noch als zu teuer erachtet. Am 5. Mai 2001 habe sie der Klägerin gegenüber jedoch erklärt, die Liegenschaften für CHF 1'250'000.-- gekauft zu haben. Die Klägerin habe die Um- und Ausbaukosten auf CHF 1'000'000.-- und das Architekturhonorar auf CHF 160'000.-- bis CHF 170'000.-- geschätzt. Am 7. Mai 2001 habe die Beklagte der Klägerin einen schriftlichen Architekturauftrag nach SIA 102 bis zur Baueingabe erteilt. Die Klägerin habe der Beklagten daraufhin Ideenentwürfe gefaxt. Letztere habe sich am 12. Juni 2001 für eine Variante entschieden und Instruktionen für die Weiterbearbeitung erteilt. Am 27. Juni 2001 habe die Gemeinde J. zum Gesuch um einen Vorentscheid Stellung genommen. Die Klägerin habe die Beklagte darüber informiert. Z. habe ihr daraufhin den Auftrag zur Einreichung eines Baugesuches erteilt. Am 16. Juli 2001 habe die Klägerin der Beklagten die Baueingabepläne gefaxt. Die Beklagte habe ihr sodann telefonisch den Auftrag
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zur Fortsetzung der Planung erteilt und eine genaue Kostenschätzung gewünscht. Die Klägerin ihrerseits habe darauf hingewiesen, dass nunmehr weitere Planer beizuziehen seien, und die Kosten auf CHF 1'500'000.-- geschätzt. Die Beklagte habe daraufhin erklärt, die Kosten dürften höchstens CHF 1'200'000.-- betragen. Sie habe zudem verlangt, dass die Baute bis Weihnachten unter Dach sei. Am 18. Juli 2001 habe die Beklagte die Umbaukosten von CHF 1'200'000.-- bestätigt und die Klägerin aufgefordert, mit den Ausschreibungen zu beginnen. Am 23. Juli 2001 habe Letztere das Baugesuch bei der Gemeinde eingereicht. Tags darauf habe eine Aussprache mit den anderen Planern über das Bauvorhaben, die Abbrüche und Termine stattgefunden. Am 4. August 2001 habe die Klägerin der Beklagten Offerten und Werkverträge sowie den eigenen Architekturvertrag vorgelegt. Die Fachplaner seien mit der Vorbereitung der Submissionsunterlagen und den Ausschreibungen beauftragt worden. Die Beklagte habe inzwischen eine Wohnung in Pontresina gemietet, damit ihr Sohn in J. hätte zur Schule gehen können. Am 12. September 2001 habe die Beklagte die Klägerin telefonisch angewiesen, alle Arbeiten einzustellen, da der Umbau zu teuer werde. Der klägerische Geschäftsführer habe in der Folge die Baugesuchsunterlagen noch bereinigt und am 4. Oktober 2001 der Gemeinde eingereicht. Am 21. November 2001 habe die Gemeinde die Bewilligung erteilt. Am 22. Oktober 2001 habe die Klägerin ihre Abrechnung erstellt. Sie sei von honorarberechtigten Baukosten von CHF 1'239'000.-- ausgegangen. Bei einem Gesamthonorar von CHF 241'000.-- und einem erbrachten Leistungsanteil von 32,8 % belaufe sich ihr Honoraranspruch auf CHF 79'048.-- zuzüglich Mehrwertsteuer und Spesen von CHF 892.90. Die übrigen Planungsarbeiten hätten insgesamt CHF 23'136.90 gekostet. Die Planer hätten ihre Ansprüche an die Klägerin abgetreten, so dass ihr zusammen mit ihrem eigenen Honorar nunmehr eine Forderung von CHF 109'084.80 zustehen würde.
2. In ihrer Prozessantwort vom 29. April 2003 beantragte Z. sinngemäss die Abweisung der Klage. Dabei machte sie im Wesentlichen geltend, sie habe im Mai 2001 verschiedene Häuser im Engadin besichtigt, da ihr Sohn die Schule in J. habe besuchen wollen. Den klägerischen Architekten habe sie am 3. Mai 2001 erstmals getroffen. Dabei habe sie mitnichten erklärt, sie habe die Chesa A. gekauft. Am 7. Mai 2001 habe der Architekt von ihr für die Fortsetzung weiterer Verhandlungen eine Zusicherung verlangt. Sie habe die ihr diktierte technische Klausel „Architekturauftrag gemäss SIA 102" nicht gekannt und in gutem Glauben unterzeichnet. In der Folge sei sie mit Skizzen über-
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schwemmt worden. Ihr Auftrag habe sich auf ein typisches Engadinerhaus bezogen. Die Pläne hätten diesem Auftrag nicht entsprochen. Sie sei sich deshalb verschaukelt vorgekommen. Sie sei meist unterwegs gewesen und habe daher keine Mitteilungen der Klägerin erhalten noch dieser Instruktionen erteilt. Das Bauvorhaben sei von den Nachbarn angefochten worden. Auf Drängen des Immobilienhändlers habe sie den Rechtsweg beschritten. Bereits zu jenem Zeitpunkt habe sie sich entschlossen, wieder aus dem Engadin wegzuziehen. Es sei allein die Entscheidung der Klägerin gewesen, das Baugesuch nach dem Auftragswiderruf noch den Baubehörden einzureichen. Der Architekt habe sie bis zur ersten Rechnungsstellung nie über die Kosten . Sie habe die Klägerin nie zum Beizug weiterer Unternehmen ermächtigt, noch sei ihr der Beizug weiterer Planer mitgeteilt worden. Ihre Wohnung habe sie für drei Jahre mieten müssen. Der Umbau der Chesa A. habe somit nicht geeilt. Die von der Klägerin vorgesehenen Kosten seien übersetzt und die Kosten für das Kaufobjekt ohne einen Innenausbau nicht annehmbar gewesen. Sie hätten beinahe CHF 3'000'000.-- ausgemacht und wären wahrscheinlich weiter gestiegen. Das Projekt wäre an dieser Lage nicht verkaufbar gewesen. Anfang September 2001 habe sich ihr Sohn entschieden, die Schulen in London und nicht in J. zu besuchen. Der Schulbesuch in J. sei aber die Voraussetzung für den Hauskauf gewesen. Sie habe den Immobilienhändler, den Grundeigentümer und den Architekten davon in Kenntnis gesetzt. Der Hauseigentümer habe die Anzahlung von CHF 245'000.-- nicht zurückerstatten wollen. Schliesslich habe sie CHF 150'000.-- zurückerhalten und CHF 95'000.-- verloren. Sie habe angenommen, dieser Betrag würde der Forderung der Klägerin entsprechen und eine einvernehmliche Lösung lasse sich finden. Der Grundeigentümer könne seine Liegenschaft verkaufen und den zurückbehaltenen Betrag direkt an die Klägerin weiterleiten.
C. Mit Urteil vom 18. November 2003, mitgeteilt am 1. Dezember 2003, erkannte das Bezirksgericht Maloja:
1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte wird , der Klägerin CHF 62'593.60, zuzüglich 5 % Zins seit 14. November 2001, zu bezahlen.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 7'000.--, einen Streitwertzuschlag von CHF 1'000.-- und Schreibgebühren von CHF 500.--, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 220.-- werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
3. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations