# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 45805026-5a67-51d4-8947-d6aa86d91763
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren im Jahr 1997, ledig, wohnhaft in B._, erlitt am 22. Mai 2014 einen Unfall, welcher zu einer sensomotorisch kompletten Paraplegie führte.
Im Rahmen der bei der C._ Versicherung (nachfolgend: Versicherung) abgeschlossenen Police Nr. ddd, welche unter anderem eine Versicherung bei Tod oder Invalidität durch Unfall beinhaltet, überwies die Versicherung dem Verunfallten am 13. März 2015 eine Kapitalleistung von CHF 700‘000.-. Auf dieser erhob die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) mit Veranlagungsanzeige vom 16. März 2017 Kantonssteuern von CHF 18‘800.- sowie direkte Bundessteuern von CHF 15‘912.30.
Gegen diese Veranlagungsanzeige erhob der Steuerpflichtige am 13. April 2017 Einsprache, in welcher er geltend machte, die ausbezahlte Kapitalleistung sei steuerfrei, da sie die gleichen Eigenschaften wie die Integritätsentschädigung gemäss Art. 24 des Bundesgesetzes vom 20. März 1981 über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) habe, welche ihrerseits ebenfalls steuerfrei sei.
Mit Einspracheentscheid vom 2. Juni 2017 wies die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache ab. In ihrer Begründung wies sie darauf hin, dass aus dem Schreiben der Versicherung vom 24. Februar 2015 nicht hervorgehe, für welche Schäden die Summe ausbezahlt worden sei. Auf der Homepage der Versicherung stehe aber Folgendes geschrieben: „Bei Invalidität deckt das versicherte Kapital Ihren Erwerbsausfall. Sie können das Geld je nach Bedarf für eine berufliche Umschulung, für Geräte zur Erleichterung der Hausarbeit oder für Massnahmen zur Verbesserung der Mobilität einsetzen.“ Das von der Versicherung ausbezahlte Kapital sei somit zu Recht  worden.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Steuerpflichtige, vertreten durch  Agnès von Beust, am 10. Juli 2017 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Er stellt den Antrag, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die von der C._ Versicherung erhaltene Kapitalleistung von den Bundes- und Kantonssteuern zu befreien. Im Wesentlichen wird argumentiert, dass die streitige Kapitalleistung – analog zur Integritätsentschädigung – aufgrund einer medizinisch-theoretischen Invalidität ohne Einfluss von Personen bezogenen Faktoren (wie Alter und Einkommen) ausbezahlt worden sei. Zur Erfüllung des Leistungsanspruchs aus der Versicherung bei Tod oder Invalidität durch Unfall bedürfe es nämlich – im Gegensatz zu der von der Versicherung ebenfalls angebotenen privaten Einzeltaggeldversicherung – keiner Erwerbseinbusse. Entschädigt werde einzig die dauernde körperliche und/oder geistige Schädigung (sog. seelische Unbill) der versicherten Person. Es handle sich um ein nicht zweckgebundenes Invaliditätskapital, welches der versicherten Person grundsätzlich zur freien Verfügung stehe.
Am 18. Juli 2017 leistete der Versicherte den mit Verfügung vom 12. Juli 2017 auf CHF 1‘700.- angesetzten Kostenvorschuss.
In ihren Bemerkungen vom 27. September 2017 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 9
Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

## Considerations

Erwägungen
1. Prozessuales