# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f5f58db2-a14a-59cf-b603-a0dcf18e4bb8
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Parzelle Nr. ... in X. ist Teil des landwirtschaftlichen Anwesens H., das bis vor
einigen Jahren von K. B. bewirtschaftet wurde. Die Parzelle wird im Süden auf einer
Länge von ca. 150 m durch die G.-strasse, im Westen auf einer Länge von ca. 100 m
von der B.-strasse und im Osten von der L.-strasse begrenzt und gehört gemäss
Ergänzungsplan zur Landwirtschaftszone der Politischen Gemeinde X. vom 5.
September 1990 zur Landwirtschaftszone. Zugleich ist sie als Fruchtfolgefläche
ausgeschieden.
Am 22. Mai 2003 beschloss der Gemeinderat X. den neuen Zonenplan 1:5'000 und
legte ihn vom 6. Juni bis 7. Juli 2003 öffentlich auf. Aufgrund des neuen Zonenplans
soll eine Teilfläche der Parzelle Nr. ... von einer Bautiefe entlang der G.- und B.-strasse
(total ca. 0.7 ha) von der Landwirtschaftszone in die Wohnzone W1a umgezont werden.
Zudem soll die Parzelle bis auf die Höhe der nördlichen Begrenzung der
Wohnüberbauung L.-strasse (total ca. 2 ha) von der Landwirtschaftszone dem Übrigen
Gemeindegebiet zugewiesen werden. Die restliche Parzellenfläche soll in der
Landwirtschaftszone belassen werden.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/21
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St.Galler Gerichte
Gegen den neuen Zonenplan erhoben am 3. Juli 2003 mehrere Anwohner der G.-, B.-,
La.- und L.-strasse gemeinsam durch ihren Rechtsvertreter Einsprache beim
Gemeinderat mit dem Antrag, die Parzelle Nr. ... sei vollständig in der
Landwirtschaftszone zu belassen. Mit Beschluss vom 11. Mai 2004 wies der
Gemeinderat die Einsprache ab. Er begründete seinen Entscheid im wesentlichen
damit, dass eine Umfrage bei den Bewohnern X. ergeben habe, dass die Gemeinde
weiterhin massvoll wachsen solle. Die bestehenden Baulandreserven würden hierzu
nicht ausreichen, zudem grenze die betreffende Parzelle bereits an drei Seiten an
überbautes Gebiet und liege nahe am Dorfzentrum, weshalb sie sich für eine
Überbauung eigne.
B./ Weder gegen den Zonenplan noch gegen das Baureglement wurde während der
Frist vom 2. Juni bis 1. Juli 2004 das Referendum ergriffen, weshalb einige der
Anwohner, die bereits Einsprache erhoben hatten, gegen diesen stillschweigenden
Entscheid der Bürgerschaft vom 6. Juli 2004 Rekurs bei der Regierung erhoben. Sie
beantragten, die Entscheide des Gemeinderates vom 11. Mai 2004 bzw. der
Bürgerschaft vom 6. Juli 2004 seien aufzuheben resp. die Parzelle Nr. ... in der
Landwirtschaftszone zu belassen. Eventualiter sei der Gemeinderat X. anzuweisen, den
revidierten Zonenplan zu ändern und das Grundstück Nr. ... in der Landwirtschaftszone
zu belassen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Sie begründeten den Rekurs im
wesentlichen damit, dass die Parzelle Nr. ... als Fruchtfolgefläche grundsätzlich der
Landwirtschaftszone zuzuweisen sei und sich aufgrund einer qualifizierten
Interessenabwägung auch keine anderweitige Verwendung aufdränge.
Mit Entscheid vom 3. Mai 2005 wies die Regierung den Rekurs ab. Sie erwog im
wesentlichen, dass das öffentliche Interesse an einem weiteren Wachsen der
Gemeinde X. die gesetzliche Verpflichtung an der Zuweisung von Fruchtfolgeflächen
zur Landwirtschaftszone überwiege.
C./ Mit Eingabe vom 26. Mai 2005 und Ergänzung vom 14. Juni 2005 erhoben F. E., A.
Z., C. S., H. G., E. und W. B., J. und I. W., C. P., C. und R. X., Ph. und J. G., G. V., W.
und E. H., A. O., V. B. und S. F., alle X., gegen den Entscheid der Regierung vom 3. Mai
2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragen, der angefochtene
Rekursentscheid vom 3. Mai 2005 sei aufzuheben, die Streitsache zur Neubeurteilung
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an die Vorinstanz bzw. an den Gemeinderat X. zurückzuweisen sowie die Vorinstanz
bzw. der Gemeinderat X. sei anzuweisen, den revidierten Zonenplan zu ändern und das
Grundstück Nr. ... in der Landwirtschaftszone zu belassen; unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. In der Beschwerdebegründung vom 14. Juni 2005 zog der
Rechtsvertreter die Beschwerde für C. und R. X., W. und E. H. sowie A. O. zurück. In
materieller Hinsicht wird zur Begründung der gestellten Begehren im wesentlichen
vorgebracht, dass die geltende Zonenordnung genügend Baulandreserven für die
geplante Bevölkerungsentwicklung umfasse und deshalb keine wichtigen öffentlichen
Interessen an einer Umzonung bestehen würden.
Mit Vernehmlassung vom 1. Juli 2005 beantragt das kantonale Baudepartement, die
Beschwerde sei abzuweisen. Mit Schreiben vom 8. Juli 2005 beantragen die Politische
Gemeinde X. und K. B. ebenfalls die Abweisung der Beschwerde.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Wie
eingangs ausgeführt wurde, haben C. und R. X., W. und E. H. sowie A. O. ihre
Beschwerde zurückgezogen; dementsprechend ist ihr Rechtsmittel als gegenstandslos
abzuschreiben (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 VRP). Auf die Erhebung
von amtlichen Kosten wird verzichtet (Art. 97 VRP). Die übrigen Beschwerdeführer sind
zur Beschwerde legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP).
Der Entscheid des Regierungsrates datiert vom 3. Mai 2005. Eröffnet wurde er am 11.