# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f8c0e2d9-242b-40ba-980b-fbebb3cdae0c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1964,
hat keine Berufsausbildung abgeschlossen (vgl.
Urk.
10/31 S. 1) und
war
zuletzt
seit dem
8.
August 2011 als Garagenmitarbeiter bei der
Y._
AG,
in Z._
, tätig (
Urk.
10
/22
Ziff.
2.1
und
Ziff.
2.7)
.
Am
1
9.
Februar 2016
meldete sich der Versicherte
bei der
Invaliden
ver
sicherung zum Leistungsbezug an
(
Urk.
10/10
).
Die Arbeitgeberin kündigte das Arbeitsverhältnis per
3
0.
Juni 2016
(
Urk.
10/
24
). Nachdem der Beschwerdeführer per
1.
Februar 2017 eine neue Anstellung als
Hilfsgalvaniker
angetreten hatte (
Urk.
10/39)
, verneinte
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle,
mit Verfügung
vom
5.
Mai 2017 einen Anspruch auf eine Invaliden
rente
(Urk.
10
/
43
).
1.2
Am
2
1.
August 2018
meldete sich der Versicherte
unter Hinweis auf einen seit November 2017 bestehenden Verdacht auf eine
seronegative
Spond
yl
arthritis (Knie, Handgelenke, Finger und Schultern), eine seit 2018 beginnende Hüft
gelenkarthrose rechts, eine seit 2016 bestehende
Makuladegeneration
sowie ein in Abklärung stehendes Lungenemphysem
erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
10/46
Ziff.
6.1
). Die IV-Stelle
klärte die medizi
nische und die beruflich-erwerbliche Situation ab
und
veranlasste bei
m
Begutachtungsinstitut A._
,
in B._
, ein interdisziplinäres Gutachten, welches am
5.
Januar 2021 erstattet wurde (
Urk.
10/132).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
10/136;
Urk.
10/141)
sprach sie dem Versicherten mit Verfügung
vom
9.
Juni 2021 ab März 2019 eine halbe Rente zu (
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am
1.
Juli 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom
9.
Juni 2021 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei
dahingehend abzuändern, als ihm mit Wirkung ab
1.
März 2019 eine ganze, eventualiter eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen sei. In prozessualer Hinsicht beantragte er, es sei ihm die unent
geltliche Rechtspflege zu gewähren und ihm in der Person der Unterzeichnenden eine unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen (
Urk.
1 S. 2).
Sodann reichte er am 2
2.
Juli 2021 die Verfügung
der IV-Stelle
vom
8.
Juli 2021 (
Urk.
7) ein mit dem Hinweis darauf, dass dies
e
als mitangefochten gelte (
Urk.
6).
Mit Beschwer
deantwort vom 1
6.
August 2021 (
Urk.
9) beantragte die IV-Stelle die Beschwerde sei abzuweisen, was dem Beschwerdeführer am 1
8.
August 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
11).
Am
7.
Februar 2022 wurde die
Bâloise
-Sammelstiftung für die obligatorische berufliche Vorsorge
zum Prozess beigeladen (
Urk.
12), welche am 1
7.
Februar 2022 auf eine Stellungnahme verzichtete (
Urk.
14).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1
.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe
tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali
ditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.
5
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.
6
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich
gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den
Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen). Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusam
menhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass
dem Beschwerdeführer
im
rentenrelevanten Zeitraum ab März 2019 laut
der medizi
nischen Beurteilung seine bi
sherige Tätigkeit als Werkstatt
mitarbeiter
nicht mehr zumutbar
sei
.
In
eine
r
angepasste
n
Tätigkeit bestehe seit Juni 2018 eine Arbeits
fähigkeit von 50
%
. Eine ideal angepasste Tätigkeit sollte körperlich leichte Tätigkeiten ohne feinmotorische Tätigkeiten mit beiden Händen mit der Möglich
keit zur Wechselbelastung beinhalten, idealerweise mit durchschnittlichen Anfor
derungen an die Sehfähigkeit. Da auch in einer angepassten Tätigkeit nur durch
schnittliche Anforderungen an die Sehfähigkeit gestellt werden könnten, sei ein leidensbedingter Abzug von 10
%
zu gewähren, wodurch ein Invaliditätsgrad von
50
%
resultiere.
Der ausgeglichene Arbeitsmarkt biete auch mit dem beste
henden Belastungsprofil ge
nügend Betätigungsmöglichkeiten
. Ein leidensbeding
ter Abzug von 25
%
sei aufgrund der Umstände nicht gerechtfertigt. Selbst bei Berück
sichtigung des
beim letzten Arbeitgeber erzielten Einkommens als
Vali
den
einkommen
resultierte ein Invaliditätsgrad von 53
%
und damit weiterhin ein Anspruch auf eine halbe Rente (
Begründung
S. 1 ff.).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, dass
das
Valideneinkommen
anhand des zuletzt
bei der
C._
AG erzielten Einkommen
s zu berechnen sei
(S. 5
Ziff.
1)
. Angesichts der im
A._
-Gutachten aufgeführten umfangreichen gesundheitlichen Einschränkungen sei es offenkundig, dass er eine Arbeitsstelle, die d
en formulierten Einschränkungen
gerecht werde, nicht finden könne und werde.
Er habe 40 Jahre lang ausschliess
lich mit Körpereinsatz gearbeitet und stehe bereits im 5
7.
Altersjahr. Er weise nur einen beschei
denen schulischen Rucksack auf
(S. 7 oben). Auf dem freien Arbeitsmarkt existiere keine Verweistätigkeit,
welche
die im Gutachten formu
lierten Anforderungen erfülle.
Selbst
wenn es eine solche Tätigkeit noch gäbe, sei er aufgrund seines Alters, seiner Schulbildung und seines Gesundheitszustandes nicht in der Lage, sich in dieses neue Tätigkeitsgebiet einzuarbeiten. Damit habe er Anspruch auf eine ganze Invalidenrente (S. 7 Mitte). Zumindest wäre ihm ein maximaler leidensbedingter Abzug von 25
%
zu gewähren, wodurch ein Anspruch auf eine
Dreiviertels
rente
resultier
e (S. 7 unten f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist die Höhe des Rentenanspruches des Beschwerdeführers.
3.
3.1
Unbestritten ist, dass seit dem Erlass der Verfügung vom
5.
Mai
201
7
(Urk. 10/
43
) eine anspruchsrelevante Veränderung
des Gesundheitszustandes des Beschwerde
führers
eingetreten ist
(vgl. vorstehend E. 1.5-6).
Während im Rahmen der anspruchsverneinenden Verfügung vom
5.
Mai 2017 gestützt auf die Stellung
nahme des Regionalen Ärztlichen Diens
tes vom Februar 2017 (
Urk.
10/41
/3-4) nach Aktenvorlage noch davon ausgegangen wurde, dass bei einem
persistieren
den
radikuläre
n
Schmerz- und sensible
n Ausfallsyndrom L1 links bei Diskus
hernie (DH)
L1/2 links sowie ventrale
n
Spondylosen der mittleren und obe
ren
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
und
Osteochondrose
L1/2 zumindest in einer dem Leiden angepassten
, leichten bis mittelschweren
Tätigkeit seit dem 1
9.
Februar 2016 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, zeigte sich nun im nach Neuan
meldung des Beschwerdeführers zum Leistungsbezug am 2
1.
August 2018 (
Urk.
10/46) eingeholten Gutachten des
A._
vom
5.
Januar 2021
eine wesentliche Verschlechterung
seines
Gesundheitszustandes mit lediglich noch
bestehender
Restarbeitsfähigkeit von 50
%
in einer sehr leichten respektive leichten Tätigkeit (
Urk.
10/132, nachfolgend E. 3.2
).
Sowohl die Diagnostik als auch die Einschät
zung der Restarbeitsfähigkeit durch die
A._
-Gutachter blieben unbestritten
(vor
stehend E. 2.1-2)
. Da sich keinerlei Anhaltspunkte dafür ergeben, dass dem umfassenden Gutachten der Beweiswert
(vorstehend E. 1.7)
abzusprechen wäre, ist darauf abzustellen.
3.2
Die Gutachter
des
A._
nannten in ihrem Gutachten vom
5.
Januar 2021
zusam
menfassend
folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 10
f.
Ziff.
4.2
lit
. a):
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
schwere degenerative Veränderungen Th12-L5 (MRI September 2019 und aktuelles Röntgen)
-
rechtsbetonte Gonarthrose
-
Knick-Senkfuss mit Überlastung der medialen Sehnen im Knöchelbereich links
-
femoroacetabuläres
Impingement
beidseits mit beginnender
Koxarthrose
links mehr als rechts
-
Arthropathie
Metakarpophalangealgelenk
(
MCP
)
II/III links mehr als rechts sowie
Rhizarthrose
und geringere
scapho-trapezio-trapezoidales
Gelenk
(
STT
)
-Arthrose beidseits
-
Differenzialdiagnose (
DD
)
: im Rahmen einer
Kristallar
t
hropathie
-
Hyperurikämie und Arthritis
urica
anamnestisch und aktenmässig
-
Makulopathie
(linkes Auge) bei Verdacht auf Zustand nach ch
ronischer
Retinopathia
centralis
serosa
-
subjektive Sehstörungen (
Metamorphosien
) rechtes Auge
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter eine arterielle Hypertonie, ein Lu
ngenemphysem gemäss Unterlagen b
ei fortgesetztem Nikotinabusus, eine Hepatopathie unklarer Ätiologie, ein
Carpaltunnelsyndrom (
CTS
)
rechts, operiert mit Restbeschwerden, eine Fehlsichtigkeit (Astigmatismus), eine Alterssichtigkeit, eine
Cataracta
incipiens
, eine Benetzungsstörung, eine trockene
Makulaveränderung
des rechten Auges und eine
Blepharochalase
(S. 11
lit
. b).
Die Gutachter führten aus, dass in der bisherigen Tätigkeit seit Juni 2018 keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben sei (S. 12
Ziff.
4.6). In körperlich nur sehr leichten bis leichten Tä
tigkeiten ohne feinmotorische Tätigkeiten mit den Händen, mit der Möglichkeit zu Wechselpositionen, ohne langes Stehen, Gehen oder Sitzen, ohne monoton-repetitive Haltungen oder Bewegungen und mit durchschnittlichen oder geringen Anforderungen an die Sehfähigkeit bestehe eine 50%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Die maximale Präsenzzeit li
ege bei fünf bis sechs Stunden t
äglich.
Es seien vermehrte Ruhe- und Erholungspausen nötig, auch bei redu
zierter Stundenzahl
. Die aktuelle Arbeitsfähigkeit könne über die Zeit gemittelt seit Juni 2018 angenommen werden (S. 12
Ziff.
4.7).
Die Gutachter hielten fest, dass die Gesamt-Arbeitsunfähigkeit in erster Linie durch die rheumatologischen Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit begründet sei. Die ophthalmologischen Diagnosen schränkten die Arbeitsfähig
keit in erster Linie qualitativ ein. Die Leistungseinbussen der beiden Fachrichtun
gen ergänzten sich und würden sich nicht addieren, da die gleichen Zeitabschnitte für Pausen und Erholung genutzt werden könnten (S.
12
Ziff.
4.8).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen sind die erwerblichen Auswirkungen der
im
A._
-Gutachten vom
5.
Januar 2021 (vorstehend E. 3.2) festgestellten
eingeschränkten Arbeits
fähigkeit
des Beschwerdeführers, wobei er
diesbezüglich
vorbringt
,
dass
aufgrund des eingeschränkten Belastungsprofils
seine
Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht mehr verwertbar
sei (vorstehend E. 2.
2
)
.
4.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen ist
bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln
(Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis).
Der ausgeglichene Arbeits
markt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1). Dabei ist
nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten
auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss
keine übermässigen Anforderungen
zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 30. März 2012 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1). Der ausgeglichene Arbeits
markt umfasst auch
sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeits
angebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können.
Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vieler: Urteile des Bundes
gerichts 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen).
Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
132 zu Art. 28a).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leis
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalles ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesund
heitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungs
aufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhan
dene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweisen). Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeits
fähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
4.3
Das Alter de
s
Beschwerdeführer
s
spricht
vorliegend
nicht gegen eine Verwertbar
keit der Restarbeitsfähigkeit. Mit
57
Jahren ist
er
noch erheblich vom Alter ent
fernt, in welchem die Rechtsprechung eine altersbed
ingte Unverwertbarkeit annimmt
(vgl. BGE 143 V 431 E. 4.5.2 mit Hinweis; vgl. Urteil
e
des Bundes
gerichts 8C_28/2017 vom 19. Juni 2017
E. 5.2 mit Hinweis
,
8C_330/2021 vom 8. Juni 2021 E. 5.3.3 mit Hinweisen).
Die Einschränkungen des Beschwerdeführers
im zumutbaren Pensum von 50 % sind
jedoch
mehrschichtig. Das Erfordernis einer körperlich
bis leichten
, wechselbelastenden Tätigkeit mit freier Wählbarkeit der Körperposition erscheint nicht als aussergewöhnlich.
Obwohl der Beschwerdeführer zusätzlich durch eine
Pausenmöglichkeit
eingeschränkt ist, ist durchaus mit einer gewissen Rücksicht
nahme seitens des Arbeitgebers zu rechnen, weshalb aus diesem Grund nicht von einer Unverwertbarkeit auszugehen ist.
Auch in Bezug auf seine eingeschränkte Sehfähigkeit und den Umstand, dass er keine feinmotorische
n
Tätigkeiten mehr ausüben kann, ist darauf hinzuweisen, dass d
er ausgeglichene Arbeitsmarkt auch Nischenarbeitsplätze
umfasst
, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seitens d
es Arbeitsgebers rechnen können
(vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2
.1, je mit weiteren Hin
weisen).
4.4
Nach dem Gesagten ist die Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus noch als möglich und zumutbar zu erachten.
5
.
5
.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient
hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1)
.
5
.
2
Für den Einkommensvergleich ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeit
punkt des (hypothetischen) Rentenbeginns
–
hier das Jahr
2019
–
abzustellen (BGE 128 V 174, BGE 129 V 222).
Die Beschwerdegegnerin folgte dem Beschwerdeführer in ihrer Verfügung
(
Urk.
2)
dahingehend, als dass zur Berechnung des
Valideneinkommens
auf das zuletzt
von ihm
bei der
C._
AG erzielte Eink
ommen abgestellt werden könne.
Dem Arbeitgeberbericht der
C._
AG
vom 2
2.
November 2018 lässt sich entnehmen, dass dem Beschwerdeführer ab Mai 2017 ein Gehalt von
Fr.
4'700.-- monatlich sowie eine Gratifikation ausbezahlt worden ist (vgl.
Urk.
10/58
Ziff.
5.3). Laut Angaben des Beschwerdeführers in seiner Einsprache vom 1
1.
März 2021 sei anstelle eines 1
3.
Monatslohnes eine Gratifikation in der
Höhe eines Monatslohnes vereinbart gewesen (
Urk.
10/141 S. 2
Ziff.
1.1)
, welche Aussage sich mit Blick auf die Angaben im Arbeitgeberbericht (
Urk.
10/58
Ziff.
5.3)
als plausibel erweist und sich so auch aus der im eingereichten Vorsorge
ausweis angegebenen Jahreslohnhöhe ergibt (
Urk.
3/4).
Bei
einer Berück
sichtigung d
er männerspezifischen Nominallohnentwicklung von 0.
9
% im Jahr 201
9
(vgl. Nominallohnindex 201
6
-201
9
, Tabelle T1.1.1
5
Lit
.
G-S
)
resul
tiert
ein
Valideneinkommen
von
rund
Fr.
61'
650
.--
(13 x
Fr.
4'700.-- x 1.
009
).
5
.
3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5
.
4
D
er
Beschwerdeführer
kann seine bisher ausgeübten körperlich schweren bis mittelschweren Hilfsarbeitertätigkeiten nicht mehr
ausüben. Eine
sehr leichte bis leichte
wec
hselbelastende Tätigkeit ohne feinmotorische Tätigkeiten und mit nur durchschnittlichen bis geringen Anforderungen an die Sehfähigkeit ist ihm
jedoch
gemäss dem Belastungsprofil im
A._
-Gutachten vom
5.
Januar 2021
noch in einem Pensum von 50
%
zumutbar
(vorstehend E.
3.2
).
Entsprechend stellte die Beschwerdegegnerin auf das von
Männer
für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art durchschnittlich erzielte Ein
kommen
im Sektor Dienstleistungen
ab (
vgl.
Urk.
2
).
Der durchschnittliche
Lohn für
Männer
in einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art für das
Jahr 2018
beträgt
im Dienstleistungssektor
Fr.
5'063.--
(LSE 2018, TA1_triage_skill_level,
Ziff.
45-46
Männer
, Kompetenzniveau 1).
U
mgerechnet auf die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,
7
Stunden (Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total; vgl. www.bfs.admin.ch, Statistiken, Arbeit und Erwerb
,
Ziff.
45-96
) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 0.
9
% im Jahr 201
9
(vgl. Nominallohnindex,
Männer
201
6
-201
9
, Tabelle T1.
1
.1
5
,
lit
. G-S
) resultiert bei dem noch möglichen 50
%-Pensum ein Invalideneinkommen
von
Fr.
31’
954
.--
im Jahr 2019
(Fr.
5’063
.--
x
12
:
40 x 41,
7
x
1.00
9
x 0.5).
5.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allen
falls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (BGE 146 V 16 E. 4.1 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Ver
waltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerde
instanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
5.6
Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer aufgrund dessen, dass auch in einer angepassten Tätigkeit nur durchschnittliche Anforderungen an die Sehfähigkeit gestellt werden könnten, einen leidensbedingten Abzug von 10
%
(vorstehend E. 2.1)
.
Die beim Beschwerdeführer auch in einem Pensum von 50
%
in sehr leichter beziehungsweise leichter Tätigkeit
bestehenden Einschränkungen erweisen sich jedoch
, wie bereits ausgeführt (vorstehend E. 4.3),
als mehrschich
tig. So ist er abgesehen von seiner eingeschränkten Sehfähigkeit auch nicht in der Lage, feinmotorische T
ätigkeiten auszuüben. Zudem
benötigt er auch
bei reduzierter Stundenanzahl
zusätzliche Pausen (vgl. vorstehend E. 3.2). Damit rechtfertigt sich vorliegend die Gewährung eines maximal
möglichen leidens
bedingten Abzuges von 25
%
.
5.7
Aufgrund des Gesagten
resultiert unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 25
%
ein Invalideneinkommen von
Fr.
23'965.--
(
Fr. 31’954.--
x 0.75). Damit ergibt sich bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
61'
650
.--
eine Ein
kommenseinbusse von
Fr.
37'
685
.--, was einem Invali
ditätsgrad von 61
%
und einem Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
entspricht.
6
.
Nach dem Gesagten hat d
er
Beschwerdeführer
ab 1.
März 2019
Anspruc
h auf eine
Dreiviertelsrente
und die Beschwerde ist dementsprechend gutzuheissen.
7
.
7.
1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausg
ang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.
2
Dem
obsiegenden Beschwerdeführer steht eine Prozessentschädigung zu, d
ie beim
praxisgemässen Ansatz von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ermes
sens
weise auf Fr.
2’300
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzu
setzen ist.
Sein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (
Urk.
1 S.
2
) erweist sich damit als gegenstandslos.