# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8552287a-0dc6-4783-8e75-79b52d0e8c8e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y., geboren am 27. Mai 1957, und X., geboren am 16 September 1960, heirateten am 27. Mai 1992. Aus der Ehe gingen die Tochter A., geboren am 3. März 1994, und der Sohn B., geboren am 1. Januar 1998, hervor.
B. Mit Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 2. November 2005, mitgeteilt am 4. November 2005, wurde die Ehe geschieden und die Konvention über die Scheidungsfolgen vom 22. Juli 2005 genehmigt. X. wurde die elterliche Sorge und Obhut über die beiden Kinder zugeteilt und Y. zur Leistung von indexierten Kindesunterhaltsbeiträgen in der Höhe von je Fr. 1‘750.-- pro Kind zuzüglich gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen verpflichtet. Ausserdem hat sich Y. an ausserordentlichen Auslagen nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen zur Hälfte zu beteiligen, soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese Kosten aufkommen und sofern er vorgängig seine schriftliche Zustimmung gegeben hat. Das Urteil erwuchs am 19. November 2005 in Rechtskraft.
C. Am 11./12. Februar 2010 machte X. beim Kreispräsidenten Surses als Vermittler eine Klage betreffend Forderung und Abänderung des Scheidungsurteils gegen Y. anhängig. Nach erfolglos verlaufender Sühneverhandlung vom 5. März 2010 bezog X. am 26. April 2010 den Leitschein.
D. Mit Prozesseingabe vom 3. Mai 2010 unterbreitete X. die Streitsache dem Bezirksgericht Albula. Ihre Rechtsbegehren lauteten:
„1. Y. sei zu verpflichten, X. Fr. 3‘795.-- zu bezahlen, zuzüglich 5% Verzugszins seit 5. März 2010.
2. Y. sei in Abänderung von Ziffer B. 4.1 des gemeinsamen Scheidungsbegehrens im Urteil vom 2. November 2005 des Bezirksgerichts Uster rückwirkend per 11. Februar 2010 zu verpflichten, X. an den Unterhalt der Kinder B., geb. 1. Januar 1998, und A., geb. 3. März 1994, je Fr. 2‘400.-- zuzüglich allfälliger vertraglicher und / oder gesetzlicher Kinderzulagen zu bezahlen. Die Zahlung sei jeweils im Voraus auf den Ersten jedes Monats zu leisten.
3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten.“
E. Y. beantragte in seiner Prozessantwort vom 24. Juni 2010 die vollumfängliche Abweisung der Klage unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.
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F. Sowohl X. als auch Y. hielten in der Replik bzw. Duplik an ihren Rechtsbegehren fest.
G. Mit Beweisverfügung des Bezirksgerichts Albula vom 11. November 2010, mitgeteilt am 12. November 2010, wurden die eingereichten Urkunden für relevant erklärt und die Edition diverser weiterer Urkunden angeordnet. Gegen die Beweisverfügung reichte Y. am 6. Dezember 2010 beim  Albula Beschwerde ein. Mit Beiurteil vom 14. April 2011, mitgeteilt am 9. Juni 2011, hiess der Bezirksgerichtsausschuss die Beschwerde grösstenteils gut. Gegen die Ziffer 3 des Dispositivs (Kostenpunkt) erhob Y. am 20. Juni 2011 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden, auf welche mit Urteil des Kantonsgerichts vom 16. August 2011, mitgeteilt am 23. August 2011 (ZK1 11 42), nicht eingetreten wurde.
H. Mit Urteil vom 18. August 2011, mitgeteilt am 3. November 2011, erkannte das Bezirksgericht Albula wie folgt:
„1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Kreisamtes Surselva von Fr. 230.-- sowie die Entscheidgebühren des Bezirksgerichts Albula von Fr. 6‘000.-- gehen zulasten von X.. Die Entscheidgebühren werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Der von Y. geleistete Kostenvorschuss von Fr. 6‘000.-- wird ihm gegen Zustellung eines Einzahlungsscheins erstattet.
3. X. hat Y. zudem aussergerichtlich mit Fr. 25‘000.-- (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu entschädigen.

## Considerations