# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 99f822c4-1dda-47eb-86ca-d8bc22a12ca6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1972 geborene und
gelernte Koch
X._
meldete sich am 2
2.
Juli 2013 (Eingangsdatum
bei der IV-Stelle
,
Urk.
9/5
)
unter Hinweis auf eine Überlastung der Psyche
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an
(Urk. 9/2
)
.
Im Rahmen d
er
Frühintervention erhielt
X._
Unterstützung bei der Wie
deraufnah
me einer beruflichen Tätigkeit
, was
per 1
9.
Mai 2014
zu
eine
r
befriste
te
n
Anstellung
als Metzger
führte (Urk. 9/37-38)
, welche per 1.
August 2014 in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis umgewandelt wurde
(Urk.
9/39
)
.
Nachdem
die IV-Stelle
den Abschluss der beruflichen Massnahmen angezeigt hatte (Mitteilung vom 2. Oktober 2014, Urk. 9/40), verneinte sie
mit Verfügung vom
11. November
2014
einen Rentenanspruch von
X._
(
Urk.
9/44)
.
1.2
Am 2
8.
Juli 2015 (Eingangsdatum
bei der IV-Stelle
, Urk. 9/50
)
beantragte
X._
unter Hinweis a
uf eine chronische Darmerkrankung
erneut
Leistungen
der IV-Stelle
(Urk.
9/
47/5
).
Am
2
6.
Januar 2016
erfolgte eine
Kostengutsprache der IV-Stelle für
eine Grundausbildung für Lagermitarbeitende inkl. Berufspraktikum
vom 8. Februar bis 8. April 2016
(
Urk.
9/62/1).
Sodann gewährte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein
Arbeitstraining bis am 31. Juli 2017 (
Mitteilung vom 22. März 2016,
Urk.
9/92/1).
M
it
Mitteilung
vom 27.
Juli 2016
schloss
die
IV-Stelle
die berufliche
Eingliederung ab, da
X._
rentenausschliessend ein
gegliedert
sei
(Urk.
9/90
)
.
1.3
X._
meldet
e
sich am 1
1.
Mai 2017 (Eingangsdatum
bei der IV-Stelle
)
unter Hinwei
s auf ein
seit 1972 bestehendes
ADHS
erneut zum Bezug von Leis
tungen der
Invalidenversicherung
an
(
Urk.
9/97)
. Die IV-Stelle wies
X._
mit Schreiben vom 2
2.
Mai 2017 darauf hin, dass er glaubhaft machen müsse, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verf
ügung wesent
lich verändert hätten
, damit die IV-Stelle auf seinen Antrag eintreten könne
(Urk.
9/100).
In der Folge wurden mehrere Arzt
berichte ins Recht gelegt (Urk.
9/1
02 ff.). Mit Mitteilung vom 20.
Dezember 2017
nannte
die IV-Stelle meh
rere Voraussetzungen
, welche
für eine erneute Prüfung von Eingliederungsmass
nahmen
zu erfüllen seien
(
Urk.
9/113).
Im Rahmen der Überprüfung eines Ren
tenanspruchs
tätigte
die IV-Stelle
weitere medizinische Abk
l
ärungen und wies
das Begehren
nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
9/123) mit Ver
fügung vom 2
7.
Juli 2018
ab, da aus medizinischer Sich
t
eine volle
Arbeitsfähig
keit bestehe (
Urk.
2 [=
Urk.
9/136
]
).
2.
2.1
Hiergegen liess
X._
am 1
4.
September 2018 Beschwerde erheben und beantragen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine angemessene Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlich vorgeschriebenen notwendigen medizinischen Abk
l
ä
rungen
über den Gesundheitszustand beziehungsweis
e
über die Arbeitsfähigkeit vorzunehmen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege, wobei Rechtsanwältin Magdalena
Schaer
zur unentgeltlichen Rechtsvertreterin zu ernennen sei (
Urk.
1).
Mit Ver
nehmlassung vom 2
3.
Oktober 2018 beantragte die IV-Stelle die Abweisung
der Beschwerde (
Urk.
8), was dem
Beschwerde
führer
mit Verfügung vom
9.
Novem
ber 2018 angezeigt wurde (
Urk.
13). Zugleich wurde
das Gesuch um unentgeltli
che Rechtspflege bewilligt,
Rechtsanwältin Magdalena
Schaer
als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfahren bestellt
und
ein zweiter Schrif
tenwechsel angeordnet.
2.2
Mit Replik vom 1
7.
Dezember 2
018 liess der Beschwerdeführer
eine Sistierung des Verfahrens für die Dauer von 12 Monaten beantragen (
Urk.
15). Die Beschwerdegegnerin verzichtete ausdrücklich auf die Erstattung einer Duplik (
Urk.
17). Mit Verfügung vom
4.
Februar 2019
wurde das Sistierungsg
esuch
ab
gewiesen
(
Urk.
18
)
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die
Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG) sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6
ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
143
V
409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
1.3.1
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art.
87
Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die
Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten.
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades
auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie be
i einem Revi
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE
117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der
Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle
Prüfungspflicht auc
h dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E.
2b
).
1.3.2
Ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person (BGE 133 V 454 E. 7.1). Dazu gehört namentlich der Gesundheitszustand. Dabei ist nicht die Diagnose
massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose oder einer unter
schiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_602/2016 vom 1
4.
Dezember 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
Das Hinzutreten einer neuen Diagnose stellt nicht per se einen Revisionsgrund dar, weil damit das quantitative Element der (erheblichen) Gesundheitsver
schlechterung nicht zwingend ausgewiesen ist (BGE 141 V 9 E. 5.2 mit Hinwei
sen). Massgebend ist einzig, ob bzw. in welchem Ausmass – unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie – den medizinischen Akten eine Verschlechterung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit im relevanten Zeitraum entnommen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_664/2017 vom 25. Januar 2018 E. 9 und 9C_799/2016 vom 2
1.
März 2017 E. 5.2.1 mit weiteren Hinweisen).
Eine Rentenrevision
im Sinne
von
Art.
17
Abs.
1 ATSG setzt eine Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen voraus, die sich auf den Anspruch als solchen oder den Umfang auswirken kann und Anlass gibt, den Invaliditätsgrad neu zu ermitteln. Für eine Rentenanpassung genügt daher nicht «irgendeine» Änderung im Sach
verhalt. Mit Blick auf die erwerblichen Auswirkungen eines an sich gleich geblie
benen Gesundheitsschadens mangelt es an einem Revisionsgrund, wenn die
Sach
verhaltsänderung lediglich in einer Reduktion oder Erhöhung des erwerb
lichen Pensums liegt und dieser Umstand für sich allein nicht anspruchsrelevant ist (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 5.2 mit Hinweis; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2016 vom
2.
März 2017 E. 6.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen be
ruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid vom 2
7.
Juli 2018 (
Urk.
2), bereits
mit Schreiben vom 2
0.
Dezember 2017
sei dem Beschwerdeführer
mitgeteilt
worden
, dass er
ausreichend unterstützt worden sei und keine weiteren beruflichen Massnahmen aufgenommen werd
en würden. Weiter hätten die medizinischen Abklärungen ergeben, dass
keine dauerhafte Erwerbsunfähigkeit bestehe.
2.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdef
ührer
im Wesentlichen vor
(Urk. 1)
, dass seit Austritt aus der stationären Behandlung und auch heute noch eine Arbeits
unfähig
keit von 50
%
vorliege. Hinzu kämen noch weitere gesundheitliche Beeinträchtigung
en
,
wie
etwa der Morbus Crohn
. Mit der Frage der
Komorbidität
habe sich die Beschwerdegegnerin nicht auseinandergesetzt
.
Bereits mit Einwand vom 1
8.
Juni 2018 habe er vorgebracht,
dass er seiner Schadenminderungspflicht nachgekommen sei und
er das
verlangte Beschäftigu
ngsprogramm faktisch erfüllt habe
,
da er
innerhalb von sechs Monaten ein
em
Arbeits
pensum von 50 - 60
% nachgegangen sei (
Urk.
9/128)
. Auf
dieses Vorbringen
sei die Beschwerdegegne
rin in keiner Weise eingegangen.
In der Replik vom 17. Dezember 2018 (
Urk.
15) bringt der Beschwerdeführer sodann vor, dass er aufgrund des finanziellen Drucks nicht mehr in der Lage gewesen sei, die von der Beschwerdegegnerin auferlegten Bedingungen umzusetzen. Diese Auflagen würden seine gesundheitsbedingten Einschränkungen nicht
mit
berücksichtigen.
2.3
Vorab ist darauf hinzuweisen, dass der Anspruch auf rechtliches Gehör verlangt, dass Entscheide sachgerecht angefochten werden können. Hierfür muss dem Betroffenen bekannt sein, von welchen Überlegungen sich die Behörde hat leiten lassen und worauf sie ihren Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich die Verfügung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und
jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Soweit eine Verfügung sach
gerecht angefochten werden kann, liegt somit keine Verletzung der Begründungs
pflicht vor (BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen).
Insoweit der Beschwerdeführer geltend macht, auf seine Argumente im
Einwand
verfahren
sei die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung in keiner Weise eingegangen beziehungsweise sie habe sich nicht ausreichend mit dem Gesamtbild der Beschwerden auseinandergesetzt (
Urk.
1 S. 4-5), kann mit Blick auf das Vorgenannte keine Verletzung des rechtlichen Gehörs erblickt werden. Die Begründung der Beschwerdegegnerin, wonach mangels dauerhafter Erwerbs
unfähigkeit kein Rentenanspruch bestehe, ist zwar
knapp gehalten
. Dennoch war es für den Beschwerdeführer ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin gestützt auf die medizinische Aktenlage auf eine vollständige Arbeitsfähigkeit schloss. Mithin war ihm eine sachgerechte Anfechtung möglich. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer seine Anliegen mit der Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
7.
Juli 2018 vor einer Beschwerdeinstanz, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüft, vortragen konnte, womit eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt zu betrachten wäre (vgl. BGE 127 V 431 E. 3d/
aa
).
3
.
3.1
Vorliegend ist die Frage zu klären
, ob sich der massgebliche Sachverhalt, welcher
der Mitteilung
vo
m 27. Juli 2016
, wonach der Beschwerdeführer rentenaus
schliessend eingegliedert
sei
(
Urk.
9/90)
,
zugrunde lag
, bis zur
angefochtenen Verfügung vom 27.
Juli 2018 (
Urk.
2) in einer für den Leistungsanspruch erheb
lichen Weise verändert hat.
3.2
Dr.
Y._
, Facharzt Allgemeine Medizin
,
s
tellte gemäss dem Bericht vom 22
. Dezember 2015 (
Urk.
9/58) die Diagnose Morbus Crohn
und hielt weiter fest, dass die chronische Diarrhoe keine Einschränkung am Arbeitsplatz darstelle und ein Einsatz in lebensmittelverarbeitenden Betrieben zumutbar sei, falls die Diarrhoe gestoppt werden könne (
Urk.
9/58/7).
Was den Sachverhalt in psychiatrischer Hinsicht anbelangt,
wurde
auf das psy
chiatrische Gutachten vom 13. Mai 2014 ab
gestellt
(
Urk.
9/33). Danach wurde beim
Beschwerdeführer ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit anamnestisch
eine
Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung
(
ADHS
)
diagnostiziert
(
Urk.
9/33/9)
.
Im Gutachten wurde sodann festgehalten, der Beschwerdeführer
habe
seine Kindheit aufgrund der Erkrankung an
ADHS als anstrengend bezeich
net
. Der Beschwerdeführer habe davon berichtet, dass er von Anfang an eine
Sonderschule
habe besuchen müssen
und
während einiger Jahre
in einem Heim unter
gebracht
gewesen sei. D
ie Diagnose ADHS sei erst im Alter von 41 Jahren
gestellt worden
(Urk. 9/33/5).
Der Gutachter hielt
weiter
fest, dass keine klinisch relevante respektive die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende psych
ische Störung
habe
festgestellt werden
können
. Das
diagnostizierte ADHS sei mit einem spezi
fi
schen Medikament gut behandelt
.
Diese Behandlu
ng sei
fortzuführen. Ab sofort bestehe
in
psychiatrischer
Hinsicht
wieder eine Arbeitsfäh
igkeit von 100
%
(
Urk.
9/33/9).
3.3
3.3.1
Im Rahmen des akt
u
e
llen Neuanmeldeverfahrens
wurden mehrere Arztberichte der
Klinik
Z._
zu den Akten genommen (
Urk.
9/102,
9/
104
,
9/
109
,
9/
121
).
Im
Bericht
vom
13.
Oktober 2017
wurde
n
folgende psychiatrische Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf
geführt
(
Urk.
9/109)
:
-
Emotional instabile Persönlichkeitsstörung mit impulsiven Anteilen
(ICD-10: F60.30)
-
Einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10: F90.0)
-
Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten (ICD-10: F81.8)
-
Leichte bis
mittelschwere kognitive Störung –
multifaktorieller
Ätiopa
thogenese
(ICD-10: F81.8, F90.0, F32.1, F60.30)
In somatischer Hinsicht wurden
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
Morbus Basedow (ICD-10: E03.8) und Morbus Crohn (ICD-10: K50.9) aufgeführt.
Diagno
sen, welche sich nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirke
n
, wurden
keine
genannt.
3.3.2
Im Bericht wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer ein ADHS seit der frü
hen Kindhei
t beschrieben habe und damals
ein psychoorganisches S
yndrom diagnostiziert worden sei
, das sich mit oppositionellem und störende
m Verhalten manifestiert habe. Deshalb, so
sei
der Beschwerdeführer
der Ansicht
, sei er in ein Heim für schwererziehbare Kinder gekommen.
Weiter
habe der Beschwerdeführer erzählt, dass er eine Lehre als Koch absolviert habe und danach für elf
Jahre als Fleischverkäufer und -
verarbeiter
gearbeitet habe.
Der Beschwerdeführer habe zudem davon berichtet, dass er n
ach
der Umschulung zum Lagerist im
Frühling 2016
in diesem Beruf nicht
habe
Fuss fassen können
und
seit
August 2016 bei
nah
e
du
rchgängig arbeitslos gewesen
sei
.
Sodann habe er erklärt,
er
habe
sich gerade von seiner Partnerin getrennt und
verbleibe
ohne festen Wohnsitz.
Im Bericht wurde weiter festgehalten, dass der Beschwerdeführer
über
Schlafprob
leme in Form von Durchschlafstörungen und Tagesmüdigkeit
geklagt habe
(Urk. 9/109/2).
Gemäss dem Bericht v
om 13. Oktober 2017
sei
die
stationäre Therapie
a
ufgrund einer
Belastungssituation und erhöhten Vulnerabilität
des Beschwerdeführers
, die mit emotio
naler Instabilität einhergehe
, erfolgt
. Diese langjährig bestehende emo
tionale Instabilität sei bisher nie nachhaltig therapiert worden.
Der Beschwerde
führer werde neu m
it
Methylphanidat
behandelt. Es habe bereits
eine Verbesse
rung der Impulskontrolle festgestellt werden können.
Auf der Station sei es zu keinerlei Aggressionsereignissen gekommen und der Beschwerdeführer habe sich sehr engagiert, motiviert und freundlich zugewandt gezeigt. Der psychopatholo
gische Befund habe sich, bis auf eine affektive Niedergestimmtheit und Antriebs
losig
keit, als unauffällig erwiesen
(
Urk.
9/109/2)
.
Weiter wurde festgehalten, dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der neu
ropsychologischen Untersuchung
mit verminderter Ausdauer, Ungeduld, motori
scher Unruhe in Form eines Zappelns mit den Füssen und schwankender
Kon
zentrationsfähigkeit präsentiert
habe
.
Die Untersuchungen hätten Einschränkun
gen fast aller ge
prüften kognitiven Domänen gezeigt
. Unter Berücksichtigung der anamnestischen Angaben dürfte eine Entwicklungsstörung schulischer Fertigkei
ten vorliegen (
Urk.
9/109/3). Hierfür spreche insbesondere der schulische Werde
gang des Beschwerdeführers (Besuch Sonderschule und Sekundarabschluss des Niveaus C). In den weiteren Tests betreffen
d
selektive Aufmerksam
keit/Impulskontrolle, verbales Langzeitgedächtnis, basa
le Planungskompetenz
, habe der Beschwerdeführer normgerechte Resultate erzielt (
Urk.
9/109/4).
Aus dem neuropsychologischen Bericht vom
6.
September 201
7
, welcher dem Bericht vom 13. Oktober 2017 angefügt ist,
geht zudem hervor, dass sich a
uch im Rah
men der Überprüfung der Fahreignung normgerechte Leistungen gezeigt
hätten
(
Urk.
9/109/12).
3.3.3
Hinsi
chtlich der Arbeitsfähigkeit wurde
im Bericht vom 1
3.
Oktober 2017 festge
halten, dass im Zusammenhang mit einer leichten bis mittelschweren kognitiven Störung die Funktionsfähigkeit im Alltag und unter den meisten beruflichen Anforderungen leich
t
eingeschränkt sei. Bei sch
wierigen Aufgaben, wie dies für den
Beschwerdeführ
e
r Aufgaben mit Anspruch an die Lese-, Rechtschreib- und Rech
enfähigkeiten darstellten, könnten sich
auch deutlichere Einsc
hränkungen
zeigen. Schliesslich wurde
ausgeführt, dass eine Konzentrationsschwä
che bei vor
handenem ADHS mit einhergehender
Impulsivität
vorliege
und damit von einer 50%igen Restarbeitsfäh
ig
k
eit
auszugehen sei (
Urk.
9/109/4).
4.
4.1
Aus den Akten erhellt
, dass sich die gesundheitliche Situation des Beschwerde
führers seit
der Mitteilung der rentenausschliessenden Eingliederung vom
2
7.
Juli 2016 nicht relevant verändert hat.
Wie
bereits
in der Erwägung
E. 3.3.2
festgehalten wurde
,
berichtete der Beschwer
deführer gegenüber seinen behandelnden Ärzten von einem ADHS
,
welches bereits seit seiner
Kindheit bestehe
.
Gemäss
der
Ansicht
des Beschwerdeführers
musste er
aufgrund dieser Erkrankung, welche
in seiner Kindheit
als psychoorga
nisches S
yndrom diagnostiziert wurde
,
eine Sonderschule
besuchen
und wurde in einem Heim
für schwererziehbare Kinder
untergebracht
, was sowohl dem Gut
achten vom 1
3.
Mai 2014
(
Urk.
9/33/5
) als auch dem Bericht vom 13. Oktober 2017 (
Urk. 9/109/2
)
entnommen werden kann
.
Im Gutachten vom 13. Mai 2014 wurde festgehalten,
dass die Diagnose ADHS im Alter von 41 Jahren erfolgt sei (
Urk. 9/33/5
)
. Es ist festzustellen, dass die Ärzte
im Zusammenhang mit der Diagnose ADHS
einen bereits seit Längerem bestehenden gesundheitlichen Zustand
beschreiben
. Diese Umstände
waren zum Zeitpunkt
der
Mitteilung der Beschwerdegegnerin
vom
27. Juli 2016
bereits bekannt
.
Im Vergleich zum Gutachten vom 13. Mai 2014 wurde im Bericht vom 13. Okto
ber 2017 neu eine emotional instabile Persönlichkeitsstörung mit impulsiven Anteilen diagnostiziert
.
A
llerdings
wurde
auch festgehalten, dass die
se
emotio
nale Instabilität langjährig bestehe und bisher nie nachhaltig therapiert worden sei (
E. 3.3.1
)
.
Mithin handelt es sich auch hier um vorbestehende und damit bereits bekann
te Umstände.
Weiter ist dem Bericht vom 13. Oktober 2017 zu entnehmen, dass
der schulische Werdegang
des Beschwerdeführers, der Besuch einer Sonder
schule und der Sekundarschule mit Niveau C, für das Vorliegen von Entwick
lungsstörungen schulischer Fertigkeiten spreche
(Urk. 9/109/3 f.)
.
B
ereits
im
Be
-
richt
der
Klinik
Z._
vom
19. September 2013
ist
von solchen Ein
schränkungen die Rede
(Urk. 9/104/7).
Welche Schulen der mittlerweile
47-jäh
rige Beschwerdeführer besuchte, ist
zum einen
seit Langem bekannt.
Zum andern vermag es nicht zu überzeugen - ist vorliegend aber nicht weiter von Bedeutung -, dass diesbezüglich eine relevante Einschränkung in der
Leistungs
-
fähigkeit
des Beschwerdeführers bestehen soll, war er doch in der Lage,
eine Lehre als K
och erfolgreich
abzuschliessen, wie der Beschwerdeführer erzählte (Urk. 9/109/2)
.
Entscheidend ist
jedenfalls
, dass auch diese Störungen
von den Ärzten
bereits
früher beschrieben wurden
.
Es ist zudem
darauf hinzuweisen,
dass eine neu
e Diagnose nicht per se einen Re
vi
s
ionsgrund
darstellt. Relevant ist, ob eine erheb
liche Gesundheitsvers
chlechterung auszumachen ist (
E. 1.3.2).
Der Beschwerde
führer selbst gab
in seiner IV-Anmeldung vom 1
1.
Mai 2017
als
Grund
die Diag
nose ADHS an, welche bereits seit 1972 vorliege (
Urk.
9/97).
Der
Beschwerdefü
h
rer
ist
bereits
seit
2013 bei der
Klinik
Z._
in Behandlung
(
Urk.
9/33/2). E
in Verlaufsbericht mit konkreter und substantiierter Darlegung
ein
er Ver
schlechterung der gesundheitlichen Verfassung des Beschwerdeführers liegt nicht vor.
Der Sachverhalt erweist sich nach dem Gesagten als unverändert.
Im Jahr 2014
mass
der Gutachter der Erkrankung ADHS
keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
zu
(Urk.
9/33/9).
Die Schlussfolgerung der
Klinik
Z._
im Bericht vom 13. Oktober 2017, dass aufgrund des ADHS eine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit
vorliege
(Urk. 9/109/4)
, ste
l
lt
somit
eine andere Einschätzung desselben
Sachverhalts dar.
Aus einer
solche
n
andere
n
Einschätzung bei unver
änderter Diagnose
allein kann
nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenänderung
geschlossen werden (E. 1.3.2),
und
ist vorliegend
nicht zu berücksichtigen. Nach dem Gesagten ist
daher
nach wie vor
von einer uneinge
schränkten Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen.
4.2
Schliesslich wurde in der Beschwerde vorgebracht, der Beschwerdeführer habe eigenen Angaben zufolge kürzlich die Schilddrüse entfernen lassen müssen und leide immer wieder unter teilweise notfallmässig
behandlungsbedürftigen
Abs
zessen, was regelmässige Absenzen über mehrere Tage zur Folge habe (
Urk.
1
S.
3 f.
Ziff.
9 und 17). Diesbezüglich ist auf den im
Vorbescheidverfahren
aufgeleg
ten Bericht der Ärzte des Stadtspital
s
A._
vom 2
9.
März 2018
(Urk. 9/131/2-4) zu verweisen, wonach gleichentags eine operative Entfernung der Schilddrüse (
T
hyreoidektomie
) erfolgt und eine lebenslange Einnahme des Schilddrüsenhor
mons
Eltroxin
notwendig sei.
Dass der Beschwerdeführer aus
endokrinologischen
Gründen längerdauernd in seiner Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eingeschränkt wäre, geht indes aus dem fraglichen Bericht nicht hervor. Andere Berichte, welche einen solchen Schluss zuliessen, sind nicht aktenkundig und wurden insbesondere auch im Beschwerdeverfahren nicht ins Recht gelegt. Inso
fern ist auch mit den geklagten Beschwerden im Zusammenhang mit der Schild
drüse keine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes im Sinne eines Revisionsgrundes gemäss
Art.
17
Abs.
1 ATSG (vgl. E. 1.3.2) dargetan.
4.
3
Die Ausführungen des Beschwerdeführers
im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
, dass er
lediglich
im Umfang von 50 – 60
%
arbeite und
er
nicht in der Lage sei
,
ein
grösseres Arbeitspensum zu bewältigen (
Einwandschreiben
vom 1
8.
Juni 2018,
Urk.
9/128/1
), vermögen hieran nichts zu ändern
.
Es kommt hinzu, dass
der Beschwerdeführer fest
hielt
,
er sei
seit Oktober 2017 arbeitsfähig und
habe
eine Anstellung im Umfang von 100 % angenommen
(Urk. 9/128/1)
. In den Akten finden sich entsprechende
Einsatzverträge mit einem Pensum von 80 % per 7. Juni 2018 (Urk. 9/134/6), 80 % per 22. Mai 2018 (Urk. 9/134/3) oder auch
100 % per 16. Oktober 2017 (Urk. 9/134/5)
. Diese Umstände
sprechen vielmehr gegen eine anspruchsrelevante gesundheitliche Verschlechterung (E. 1.3.2).
Ein seit
dem 2
7.
Juli 2016
unveränderter Sachverhalt ist damit evident.
4.
4
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die Verfügung vom 27. Juli 2018 (Urk. 2), mit welcher
ein
Rentenanspruch
des Beschwerdeführers
verneint wurde
. Die Ausführungen des
Beschwerdeführer
s
zu den
Auflagen der IV-Stell
e gemäss der Mitteilung vom 20.
Dezember 2017 (
Urk.
9/113)
betreffen somit einen anderen Anfechtungsgegenstand, weshalb in diesem Punkt auf die Be
schwerde nicht einzutreten ist
(v
gl
. BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a
).
Es ist daher auch nicht zu beanstanden, wenn sich die Beschwerdegegnerin
in der hier angefochtenen Verfügung
nicht mit
solchen
Ausführungen des Beschwerde
führers
auseinandergesetzt haben soll
(vgl. auch E. 2.3). Bereits an dieser Stelle ist jedoch darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer angesichts einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 100
%
mittels Arbeitspensums von 50
%
der Schadenminderungspflicht nicht genügen kann.
4.
5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass eine Verä
nderung des Gesundheitszu
stand
s mit Relevanz au
f die Arbeitsfähigkeit seit der Mitteilung
der
renten
-
aus
schliessenden Eingliederung
vom
2
7.
Juli 2016 nicht ausgewiesen ist,
son
-
dern
- unverändert - eine Arbeitsfähigkeit von 100 % besteht.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde
, soweit darauf einzutreten ist
.
5
.
5
.1
Das Gesuch
des Beschwerdeführers
um
Gewährung der
unentgeltliche
n
Rechts
pflege wurde mit Verfügung vom
9. November 2018
gutgeheissen
(
Urk.
13
) und für das
vorliegende Verfahren wurde dem Beschwerdeführer
Rechtsanwältin Magdalena
Schaer
als unentgeltliche Rechtsvertreterin zur Seite gestellt.
5
.2
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Pro
zessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5
.3
Rechtsanwältin Magdalena
Schaer
machte mit Honorarnote vom 2
6.
Februar 2019 einen Gesamtaufwand von 15 Stunden und 16 Minuten
sowie Spesen von
Fr.
20.--
geltend (
Urk.
20).
Nach
§
34
Abs.
3
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss
§
8 in Verbindung mit
§
7
Abs.
1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird – auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung – namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
Der von Rechtsanwältin
Schaer
g
eltend gemachte Aufwand von 15
.27
Stunden ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen.
Insgesamt ist ein Gesamtarbeitsaufwand von maximal acht Stunden für Besprechungen mit dem Klienten, dem Ausarbeiten der Rechtsschriften sowie weitere Arbeiten im Zusammenhang mit dem Beschwerdeverfahren anzurechnen, was unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr.
220.--
sowie einem Anteil für Barauslagen und Mehrwertsteuer eine En
tschädigung von rund Fr. 1'900.--
ergibt. In dieser Höhe ist Rechtsanwältin
Schaer
aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
5
.4
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichtskosten sowie der Entschädigung an Rechtsanwältin
Schaer
verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.