# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 09b261c4-cbf2-422f-817d-adaa153b37df
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Eheschutz
Berufung gegen ein Urteil und eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 11. August 2017 (EE170021-G)
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Rechtsbegehren:
Der Gesuchstellerin (Urk. 10 und Prot. I, sinngemäss): 1. Es sei zur Kenntnis zu nehmen, dass die Gesuchstellerin und der
Gesuchsgegner seit dem 12. Februar 2017 getrennt leben. 2. Superprovisorisch sei eine Verlängerung des Kontakt- und Ra-
yonverbots vom 21. Februar 2017 (Gesch-Nr. GS170002) des Gesuchsgegners über den 26. Mai 2017 hinaus anzuordnen und es sei anzuordnen, dass der Gesuchsgegner sich der Wohnung C._-Strasse ..., D._ ZH nicht auf mehr als 500m zu  habe. Dem Gesuchsgegner sei weiter zu verbieten, mit der Gesuchstellerin in irgendeiner Form (persönlich, per Post, , SMS, E-Mail etc, auch über Drittpersonen) Kontakt , beide Verbote unter Androhung der Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 StGB.
3. Ebenfalls sei der Gesuchsgegner superprovisorisch zu  Unterhaltszahlungen im Voraus von CHF 8'314.– zu , zum ersten mal ab dem 1. Mai 2017.
4. Das Kind E._, geboren am tt.mm.2010, sei unter die alleinige Obhut der Gesuchstellerin zu stellen. Die elterliche Sorge für das Kind sei dem Gesuchsgegner zu entziehen und ihr allein .
5. Zur Überwachung des persönlichen Verkehrs des  mit dem Kind sei eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB zu errichten. Das Besuchsrecht des Gesuchsgegners sei als begleitetes Besuchsrecht anzuordnen, jeden zweiten Samstag für jeweils zwei Stunden, auf Kosten des . Das Besuchsrecht sei auf die Schweiz zu beschränken.
6. Die eheliche Wohnung C._-Strasse ..., D._ ZH, sei der Gesuchstellerin samt Hausrat und Mobiliar zur alleinigen  zuzuweisen.
7. Das Familienfahrzeug Skoda Octavia, Kontrollschild ZH ..., sei der Gesuchstellerin zur alleinigen Benutzung zuzuweisen.
8. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, sämtliche Schlüssel von Haus und Fahrzeug der Gesuchstellerin abzugeben.
9. Dem Gesuchsgegner sei zu verbieten, die eheliche Wohnung C._-Strasse ... [recte: ...], D._ ZH, zu betreten. Ihm sei weiter zu verbieten, mit der Gesuchstellerin in irgendeiner Form Kontakt aufzunehmen, sei es durch Direktkontakte, Anrufe, SMS, E-Mail oder über Drittpersonen. Ihm sei weiter zu verbieten, das Gebiet 500m um die eheliche Wohnung C._-Strasse ... in D._ zu betreten.
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10. Der Gesuchsgegner sei per 1. August 2017 zu verpflichten, der Gesuchstellerin angemessene monatliche, jeweils im Voraus auf den 28. des Vormonats zahlbare Unterhaltsbeiträge an den  des Kindes sowie an die Gesuchstellerin persönlich zu , in noch zu beziffernder Höhe, jedoch mindestens CHF 8'314.–.
11. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen angemessenen Prozesskostenvorschuss in Höhe von CHF 5'500.– zu bezahlen. Subsidiär sei der Gesuchstellerin die unentgeltliche Rechtspflege für die Gerichts- und Anwaltskosten zu gewähren unter Beiordnung von Dr. Y._ als  Rechtsbeistand.
Von der Anforderung der Gerichtsgebühren sei zunächst .
12. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des , zuzüglich Mehrwertsteuer.
13. Es sei die Gütertrennung zwischen den Parteien ab 7. August 2017 anzuordnen.
Des Gesuchsgegners (Urk. 33): 1. Dem Gesuchsgegner sei das Getrenntleben zu bewilligen und es
sei vorzumerken, dass die Parteien seit dem 12. Februar 2017 getrennt leben.
2. Das Kind E._, geb. tt.mm.2010, sei unter die Obhut der  zu stellen.
3. Auf Rechtsbegehren 4, 2. Teil der Gesuchstellerin sei nicht , eventualiter sei es abzuweisen und es sei die gemeinsame elterliche Sorge über das Kind E._ beizubehalten.
4. Dem Gesuchsgegner sei ein persönlicher Verkehr im Sinne eines gerichtsüblichen Besuchsrechts (jede zweite Woche von , 09.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr, sowie ein Besuchsrecht [recte: Ferienbesuchsrecht] von drei Wochen pro Jahr) .
Für den Fall, dass der Gesuchsgegner in Australien lebt, sei ein jährliches Besuchsrecht von 5 Wochen, in Tranchen von  zwei Wochen am Stück, festzulegen.
5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, jeweils auf den Ersten  Monats folgende Unterhaltszahlungen zu leisten:
- CHF 2'192.40 Barunterhalt für das Kind (abzgl. allfällige )
- CHF 3'000.00 Betreuungsunterhalt für das Kind - CHF 2'142.55 Ehegattenunterhalt
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Ab 1. Februar 2018: - CHF 2'992.40 Barunterhalt für das Kind (abzgl. allfällige Kin-
derzulagen) - CHF 255.70 Betreuungsunterhalt für das Kind - CHF 2'486.85 Ehegattenunterhalt Wenn der Gesuchsgegner wieder in Australien lebt: - CHF 1'513.00 Barunterhalt für das Kind (abzgl. allfällige Kin-
derzulagen) - CHF 0.00 Betreuungsunterhalt für das Kind - CHF 0.00 Ehegattenunterhalt 6. Die eheliche Wohnung an der C._-Strasse ..., D._, sei
der Gesuchstellerin für die Dauer des Getrennlebens zur  Nutzung zuzuweisen.
Folgende Gegenstände aus der ehelichen Wohnung seien dem Gesuchsgegner zuzuweisen:
a) Kleidung des Gesuchsgegners (Anzüge, Hemden, Hosen, , Unterwäsche, Jacken, Pullovers, Schuhen, Mützen,  etc.)
b) Bücher des Gesuchsgegners c) Dokumente des Gesuchsgegners (inkl. Steuerunterlagen, Quit-
tungen, Arbeitsverträge, Versicherungs-Dokumente) d) Fahrrad des Gesuchsgegners (inkl. Helm und Zubehör) e) Reiseutensilien des Gesuchsgegners (Adapter, Reise-
Kopfkissen etc.) f) Persönliche Gegenstände des Gesuchsgegners (vom Nacht-
tisch, von der Garderobe, Truhe und Schubladen): a. Portable hard drives und USB keys b. Digitale Kamera, Ladegerät und Kabel c. Natels, Ladegerät und Kabel d. Keys and key rings e. Schiedsrichter-Ausrüstung g) Yoga-Matte h) Werkzeug (inkl. Werkzeugkiste, Schraubenzieher, elektrische
Bohrmaschine mit Bohrer) i) Schlafsack j) Tauch-Ausrüstung k) F._ Laptop-Tasche
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I) Rasierpinsel mit Ständer sowie die Toilettenartikel des 
m) Haarschneidemaschine n) Bild von E._ (Elefant) o) Neopren für Schuheinlagen und Leim p) Die DVDs des Gesuchsgegners (u.a. Big Blue) q) Kochbrett r) Im Keller gelagerte Kunstgegenstände Der restliche Hausrat/Mobiliar sowie das Auto Skoda Octavia
seien der Gesuchstellerin zuzuweisen. Die in Australien eingelagerten Gegenstände (Hausrat und Mobi-
liar) seien dem Gesuchsgegner zuzuweisen. 7. Rechtsbegehren 8 und 9 der Gesuchstellerin seien abzuweisen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich ) zulasten des Klägers [recte: Gesuchsgegners].
Urteil und Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 11. August 2017: (Urk. 38 = Urk. 43 S. 30 ff.)
1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien zum Getrenntleben
berechtigt sind und bereits seit 12. Februar 2017 getrennt leben.
2. Der Sohn der Parteien E._, geboren tt.mm. 2010, wird für die Dauer
des Getrenntlebens unter die Obhut der Gesuchstellerin gestellt.
3. Der Antrag der Gesuchstellerin auf alleinige Zuteilung der elterlichen Sorge
wird abgewiesen.
4. Der Gesuchsgegner wird für berechtigt erklärt, den Sohn E._, geboren
am tt.mm.2010, jeden zweiten Sonntag in einem von der Beiständin festge-
legten Besuchstreff während zweier Stunden zu treffen. Während Ferienab-
wesenheit oder Krankheit von E._ respektive dessen Mutter entfallen
die Besuche ersatzlos.
5. Für E._, geboren am tt.mm.2010, wird eine Beistandschaft nach
Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet. Im Rahmen der besonderen Befugnisse wird
dem Beistand folgender Auftrag erteilt:
a) das rechtsgültig angeordnete Besuchsrecht zwischen E._ sowie
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dessen Vater wie unter Ziffer 4 vorstehend festgehalten zu organisieren und
zu überwachen und für die Organisation eines geeigneten Besuchstreffs
verantwortlich zu sein, und
b) zwischen den Eltern bei Problemen bei der Umsetzung des Besuchs-
rechts zu vermitteln.
6. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirkes Meilen wird ein-
geladen – sofern überhaupt nötig – den Beistand zu ernennen.
7. Die eheliche Wohnung an der C._-Str. ... in D._ wird der Gesuch-
stellerin samt Hausrat und Mobiliar – soweit nicht unter Dispositiv 10 ausge-
nommen – zur alleinigen Benutzung zugeteilt.
8. Das Fahrzeug Skoda Octavia, Kontrollschild ZH ..., wird der Gesuchstellerin
zur alleinigen Benutzung zugeteilt.
9. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin innert 10 Tagen
ab Rechtskraft dieses Entscheids auf erstes Verlangen sämtliche Schlüssel
für die eheliche Wohnung und das Fahrzeug Skoda Octavia, Kontrollschild
ZH ..., herauszugeben.
10. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner innert 10 Tagen
ab Rechtskraft dieses Entscheids auf erstes Verlangen folgende Gegen-
stände herauszugeben:
a) Kleidung des Gesuchsgegners (Anzüge, Hemden, Hosen, Socken, Un-
terwäsche, Jacken, Pullovers, Schuhen, Mützen, Krawatten etc.
b) Bücher des Gesuchsgegners
c) Dokumente des Gesuchsgegners (inkl. Steuerunterlagen, Quittungen, Ar-
beitsverträge, Versicherungs-Dokumente) mit Ausnahme gemeinsamer Un-
terlagen
d) Fahrrad des Gesuchsgegners (inkl. Helm und Zubehör)
e) Reiseutensilien des Gesuchsgegners (Adapter, Reise-Kopfkissen etc.)
f) Persönliche Gegenstände des Gesuchsgegners (vom Nachttisch, von der
Garderobe, Truhe und Schubladen:
a. Portable hard drives und USB keys
b. Digitale Kamera, Ladegerät und Kabel
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c. Natels, Ladegerät und Kabel
d. Keys and key rings (mit Ausnahme der unter Dispositiv Ziffer 9 erwähnten
Schlüssel)
e. Schiedsrichter-Ausrüstung
g) Yoga-Matte
h) Werkzeug (inkl. Werkzeugkiste, Schraubenzieher, elektrische Bohrma-
schine mit Bohrer)
i) Schlafsack
j) Tauch-Ausrüstung
I) Rasierpinsel mit Ständer sowie die Toilettenartikel des Gesuchsgegners
m) Haarschneidemaschine
o) Neopren für Schuheinlagen und Leim
p) Die DVDs des Gesuchsgegners (u.a. Big Blue)
r) Im Keller gelagerte Kunstgegenstände
11. Die in Australien eingelagerten Gegenstände (Hausrat und Mobiliar) werden
dem Gesuchsgegner zur alleinigen Benutzung zugeteilt.
12. Dem Gesuchsgegner wird verboten, die vormals eheliche Wohnung an der
C._-Strasse ..., D._, zu betreten und sich der Wohnung mehr als
500 m zu nähern sowie mit der Gesuchstellerin persönlich/mündlich in Kon-
takt zu treten.
Bei Nichtbeachtung dieser Verfügung hat der Gesuchsgegner mit einer Be-
strafung wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung nach Art. 292
StGB (Bestrafung mit Busse) zu rechnen.
Im Mehrumfang (schriftliche Kontakte aller Art) wird das mit Verfügung vom
9. Mai 2017 angeordnete Verbot aufgehoben.
13. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des
Getrenntlebens für den gemeinsamen Sohn E._, geboren am
tt.mm.2010, Kinderunterhaltsbeiträge von monatlich CHF 6'672.-- (davon
CHF 4'332.-- Betreuungsunterhalt), zahlbar monatlich im Voraus, je auf den
Monatsersten, ersmals rückwirkend ab 1. August 2017, zu bezahlen.
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14. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des
Getrenntlebens für sich persönlich Unterhaltsbeiträge von monatlich
CHF 1'190.-- zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Monats-
ersten, erstmals rückwirkend ab 1. August 2017.
15. Das Gesuch der Gesuchstellerin um Anordnung der Gütertrennung wird ab-
gewiesen.
16. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
CHF 5'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:
CHF 412.50 Dolmetscherkosten
CHF 5'412.50 Kosten total
17. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
18. Die gegenseitigen Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.
19. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin einen Prozesskos-
tenbeitrag von CHF 5'500.-- zu bezahlen.
20. [Schriftliche Mitteilung.]
21. [Rechtsmittel: Berufung, Frist 10 Tage.]
Berufungsanträge:
des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 42 S. 2 f.): 1. Dispositiv-Ziffer 4 des angefochtenen Entscheides sei aufzuhe-
ben und durch folgende Fassung zu ersetzen: Der Berufungskläger wird berechtigt erklärt, den gemeinsamen
Sohn E._, geboren am tt.mm.2010, jedes zweite  von Samstag, 09.00 Uhr, bis Sonntag, 17.00 Uhr, zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
Zusätzlich wird der Berufungskläger für berechtigt erklärt, den gemeinsamen Sohn E._ während jährlich drei Wochen und in der Zeit nach der Rückkehr des Berufungsklägers nach  für jährlich fünf Wochen (in Tranchen von mindestens zwei Wochen am Stück) mit sich oder zu sich in die Ferien zu nehmen.
Zudem wird der Berufungskläger für die Zeit nach seiner  nach Australien berechtig erklärt, mit dem gemeinsamen Sohn E._, geboren am tt.mm.2010, zweimal wöchentlich wie
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folgt über Skype/Face Time zu kommunizieren: jeweils jeden Mittwoch zwischen 07.30 Uhr und 08.00 Uhr sowie einmal am Wochenende zwischen 07.30 Uhr und 08.00 Uhr, jeweils  Zeit.
2. Dispositiv-Ziffer 12 des angefochtenen Entscheides sei wie folgt abzuändern:
Dem Berufungskläger wird verboten, die vormals eheliche  an der C._-Strasse ..., D._, zu betreten und sich der Wohnung mehr als 500 m zu nähern. Ausgenommen sind die Übergaben des Kindes E._ im Rahmen des Besuchsrechts (abholen, zurückbringen). Zudem wird dem Berufungskläger , mit der Berufungsbeklagten persönlich/mündlich in Kontakt zu treten.
Bei Nichtbeachtung dieser Verfügung hat der Berufungskläger mit einer Bestrafung wegen Ungehorsams gegen eine amtliche  nach Art. 292 StGB (Bestrafung mit Busse) zu rechnen.
3. Dispositiv-Ziffer 13 des angefochtenen Entscheides sei wie folgt zu ergänzen bzw. abzuändern:
... Für die Zeit nach der Rückkehr des Berufungsklägers nach Aust-
ralien (ab 9. September 2017) wird der Berufungskläger , für den gemeinsamen Sohn E._ Kinderunterhaltsbeiträge von monatlich CHF 2'159.40 (Barunterhalt), abzgl. allfällige Kinderzulagen, zu bezahlen. Ein  wird mangels Leistungsfähigkeit nicht festgesetzt.
4. Dispositiv-Ziffer 14 des angefochtenen Entscheids sei wie folgt zu ergänzen bzw. abzuändern:
... Für die Zeit nach der Rückkehr des Berufungsklägers nach Aust-
ralien (9. September 2017) wird mangels Leistungsfähigkeit kein Unterhalt für die Berufungsbeklagte persönlich festgelegt.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer  der Berufungsbeklagten.
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der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 55 S. 2): 1. Die Berufung des Berufungsklägers sei vollumfänglich abzuwei-
sen. 2. Das Besuchsrecht des Berufungsklägers sei auf die Schweiz zu
begrenzen. 3. Der Berufungskläger sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten
einen angemessenen Prozesskostenvorschuss in der Höhe von CHF 4'000.– zu bezahlen. Subsidiär sei der Berufungsbeklagten die unentgeltliche Rechtspflege für die Gerichts- und  zu gewähren unter Beiordnung von Dr. Y._ als  Rechtsbeistand.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.)  des Berufungsklägers.

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien sind seit 2009 verheiratet und Eltern des Sohnes E._,
geboren am tt.mm.2010 (Urk. 10 S. 4; Urk. 11/2). Sie lebten bis im Herbst 2014
gemeinsam in Australien. Per September 2014 wurde der Gesuchsgegner und
Berufungskläger (fortan: Gesuchsgegner) von seiner Arbeitgeberin F._ ...
Pty Ltd in die Schweiz entsandt (Urk. 34/3). In der Folge war der Gesuchsgegner
von September 2014 bis September 2017 für F._ in der Schweiz tätig
(Urk. 34/3-5). Mit Eingabe vom 20. März 2017 reichte die Gesuchstellerin und Be-
rufungsbeklagte (fortan: Gesuchstellerin) beim Einzelgericht am Bezirksgericht
Meilen (fortan: Vorinstanz) ein Eheschutzgesuch ein (Urk. 1). Betreffend den erst-
instanzlichen Prozessverlauf kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen
werden (Urk. 43 S. 5 f.). Am 11. August 2017 erliess die Vorinstanz den eingangs
zitierten Entscheid (Urk. 43).
2. Dagegen erhob der Gesuchsgegner am 23. August 2017 rechtzeitig Beru-
fung und stellte die eingangs genannten Berufungsanträge (Urk. 42). Am
1. September 2017 reichte er eine Noveneingabe zur Ergänzung seiner Berufung
ein (Urk. 49). Mit Verfügung vom 5. September 2017 wurde ihm Frist zur Leistung
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eines Kostenvorschusses von Fr. 3'000.– angesetzt (Urk. 51), welchen er fristge-
recht leistete (Urk. 52). Daraufhin wurde der Gesuchstellerin mit Verfügung vom
14. September 2017 Frist zur Beantwortung der Berufung angesetzt (Urk. 53). Die
Berufungsantwort datiert vom 28. September 2017 (Urk. 55; dem Gesuchsgegner
am 5. Oktober 2017 zur Kenntnisnahme zugestellt, Urk. 58). Aufgrund eines Tele-
fonats mit der Einwohnerkontrolle D._ am 12. Oktober 2017 ergab sich, dass
der Gesuchsgegner sich zwischenzeitlich per 13. September 2017 nach Australi-
en abgemeldet hatte (Urk. 59). In der Folge wurde er mit Verfügung vom
25. Oktober 2017 aufgefordert, der beschliessenden Kammer seine aktuelle
Wohnadresse in Australien mitzuteilen (Urk. 63). Mit Eingabe vom 8. November
2017 teilte der Gesuchsgegner mit, dass er neu an der ... [Adresse], in Australien
wohne (Urk. 64; der Gesuchstellerin am 28. November 2017 zur Kenntnisnahme
zugestellt, Urk. 67). Am 21. Dezember 2017 wurde dem Gesuchsgegner sodann
Frist angesetzt, um sich zum Gesuch der Gesuchstellerin um Zusprechung eines
Prozesskostenbeitrags zu äussern (Urk. 68). Die Stellungnahme erging nach
einmaliger Fristerstreckung am 12. Januar 2018 (Urk. 70 ff.). Daraufhin wurde mit
Verfügung vom 15. Januar 2018 die Gesuchstellerin zur Stellungnahme zu den
Noven aufgefordert (Urk. 74), welche Stellungnahme hierorts am 2. Februar 2018
rechtzeitig einging (Urk. 76 ff.). Da – wie zu zeigen sein wird – das Gesuch der
Gesuchstellerin um Zusprechung eines Prozesskostenbeitrags abzuweisen ist, er-
folgt die Zustellung der letzten Stellungnahme der Gesuchstellerin vom 2. Februar
2018 an den Gesuchsgegner mit dem vorliegenden Endentscheid. Soweit der
Gesuchsgegner im Übrigen darüber hinaus während des laufenden Berufungsver-
fahrens weitere unaufgeforderte Noveneingaben ins Recht gereicht hat, welche in
der vorstehenden Prozessgeschichte keine Erwähnung finden, wird darauf nach-
folgend einzugehen sein, sofern sie für die Entscheidfindung von Belang sind.
II.
1. Die Berufung hemmt die Rechtskraft des angefochtenen Entscheides im
Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Die Dispositiv-Ziffern 1 bis 3, 5 bis 11,
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15 und 19 blieben unangefochten und sind damit in Rechtskraft erwachsen, was
vorzumerken ist.
2. Die Berufungsinstanz wendet das Recht von Amtes wegen an (Art. 57
ZPO). Sie ist weder an die Begründung der Berufungsanträge noch an die Erwä-
gungen der Vorinstanz gebunden. Ihre Kognitionsbefugnis ist in tatsächlicher und
rechtlicher Hinsicht umfassend. Aufgrund der allgemeinen Begründungspflicht der
Berufung (Art. 311 ZPO) prüft das Berufungsgericht aber grundsätzlich nur die
ihm vorgetragenen Beanstandungen. Es ist nicht verpflichtet, den erstinstanzli-
chen Entscheid von sich aus auf alle denkbaren Mängel zu untersuchen, wenn
diese von keiner Partei gerügt werden, es sei denn, der Sachverhalt sei geradezu
willkürlich festgestellt oder das Recht offensichtlich verletzt worden und die Feh-
lerhaftigkeit trete klar zu Tage (ZK ZPO - Reetz/Theiler, Art. 311 N 36). Mit ande-
ren Worten bedeutet dies, dass die Berufung führende Partei sich im Einzelnen
sachbezogen mit den Entscheidgründen der Vorinstanz auseinanderzusetzen und
konkret aufzuzeigen hat, was am angefochtenen Urteil oder am Verfahren der
Vorinstanz falsch war. Dieser Anforderung genügt eine Berufungspartei nicht,
wenn sie lediglich auf die vor erster Instanz vorgetragenen Vorbringen verweist,
sich mit Hinweisen auf frühere Prozesshandlungen zufriedengibt oder den ange-
fochtenen Entscheid in allgemeiner Weise kritisiert. Die Parteien haben die von
ihnen kritisierten Erwägungen des angefochtenen Entscheids wie auch die Akten-
stücke, auf die sie ihre Kritik stützen, genau zu bezeichnen (BGE 138 III 374 E.
4.3.1.; BGer 4A_580/2015 vom 11. April 2016, E. 2.2. [nicht publiziert in BGE 142
III 271]). Was nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderungen genü-
genden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittelinstanz nicht über-
prüft zu werden.
3. Neue Tatsachen können gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO im Berufungsverfah-
ren nur noch berücksichtigt werden, wenn diese ohne Verzug vorgebracht werden
und wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht
werden konnten. Die in Art. 317 Abs. 1 lit. a und b ZPO genannten Voraussetzun-
gen müssen kumulativ erfüllt sein. Das Berufungsverfahren dient nicht dazu, dass
die Parteien Versäumtes nachbessern können. Auf die Parteivorbringen und neu
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eingereichten Unterlagen ist nur insoweit einzugehen, als diese rechtzeitig beige-
bracht wurden und für die Beurteilung des vorliegenden Falls notwendig erschei-
nen.
4. Die Gesuchstellerin stellte in ihrer Berufungsantwort die eingangs genann-
ten Berufungsanträge (Urk. 55 S. 2). Im Wesentlichen schliesst sie auf Abweisung
der Berufung. Hingegen verliert die berufungsbeklagte Partei, die nicht selbst Be-
rufung erhoben hat, ihr Recht, vor der Rechtsmittelinstanz Rechtsbegehren zu
stellen, welche über den blossen Antrag auf Abweisung der vom Berufungskläger
erhobenen Hauptberufung hinausgehen (ZK ZPO – Reetz/Theiler, Art. 312 N 7,
N 12). Weil die Gesuchstellerin keine eigenständige Berufung erhoben hat und
eine Anschlussberufung im summarischen Verfahren unzulässig ist (Art. 314
Abs. 2 ZPO), ist ihr Begehren, wonach das Besuchsrecht des Gesuchsgegners
auf die Schweiz zu begrenzen sei (Antrag Ziffer 2, Urk. 55 S. 2), nicht Gegen-
stand des vorliegenden Berufungsverfahrens, weshalb auf diesen Antrag nicht
einzutreten ist.
III.
1. Die Vorinstanz erwog, der Gesuchsgegner sei mit Verfügung des Bezirks-
gerichts Zürich vom 14. Februar 2017 in Untersuchungshaft versetzt worden unter
dem dringenden Tatverdacht, die Gesuchstellerin am 11. Februar 2017 im Rah-
men einer Auseinandersetzung mit einem Handtuch derart gewürgt zu haben,
dass punktförmige Hauteinblutungen im Bereich der Augen der Gesuchstellerin
entstanden seien und sie dadurch in Lebensgefahr geraten sei. Am 28. Februar
2017 sei der Gesuchsgegner aus der Untersuchungshaft entlassen und gleichzei-
tig seien Gewaltschutzmassnahmen in Bezug auf die Person der Gesuchstellerin
angeordnet worden (Urk. 43 S. 7 f.). Im Zusammenhang mit der Regelung des
Besuchsrechts des Gesuchsgegners gegenüber dem gemeinsamen Sohn
E._ sei hervorzuheben, dass im vorliegenden Eheschutzverfahren voraus-
sichtlich nur eine kurze Zeitspanne von mehreren Wochen oder Monaten zu re-
geln sei, weil die Zukunft ungewiss sei. Zeitaufwändige Abklärungen über die Er-
ziehungsfähigkeit des Gesuchsgegners seien daher nicht möglich, sondern wür-
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den sich allenfalls dann aufdrängen, wenn die Wohnsituationen der Parteien klar
seien. Das begleitete Besuchsrecht ermögliche eine langsame Annäherung von
Vater und Sohn, hätten die beiden sich seit dem Vorfall im Februar 2017 doch
erst dreimal und offenbar mit grossen Zeitabständen gesehen. Ein langsamer
Aufbau der Beziehung sei nach einem so langen Unterbruch angezeigt. Schliess-
lich, so die Vorinstanz weiter, erübrige sich die Anhörung von E._, die zwei-
felsohne eine Belastung für das Kind darstellen würde. Dass E._ seinen Va-
ter liebe und sehen wolle, sei unbestritten. Weitergehendes könne auch durch ei-
ne Kinderanhörung nicht geklärt werden, es sei denn, die Kinderanhörung würde
auf nicht kindergerechte Fragen ausgedehnt. Da ohne besondere Anordnung ein
begleiteter Besuch ausserhalb der Schweiz kein Thema sein dürfte, würden sich
hierzu spezielle Anordnungen erübrigen (Urk. 43 S. 18 f.).
2.1. Der Gesuchsgegner rügt vorab in prozessualer Hinsicht, dass die Vor-
instanz E._ nicht angehört habe, obschon er dies nicht nur bezüglich diverser
Punkte als Beweis offeriert, sondern explizit beantragt habe. Damit habe die Vor-
instanz nicht nur das rechtliche Gehör, sondern auch die Pflicht der Sachverhalts-
abklärung im Sinne der Offizial- und Untersuchungsmaxime verletzt (Urk. 42
S. 4).
2.2. Die Gesuchstellerin entgegnet, die Vorinstanz habe berechtigterweise den
Antrag des Gesuchsgegners auf Anhörung von E._ im Rahmen der Offizial-
und Untersuchungsmaxime abgelehnt. Nach der gestützt auf Art. 272 ZPO gel-
tenden Untersuchungsmaxime stelle das Gericht den Sachverhalt von Amtes we-
gen fest und sei in dieser Hinsicht nicht an die Parteivorbringen gebunden. Die
Tatsache an sich, dass der Gesuchsgegner die Anhörung von E._ beantragt
habe, habe die Vorinstanz nicht zwangsläufig zur Durchführung einer Kinderanhö-
rung verpflichtet. Ausserdem habe die Vorinstanz ausführlich begründet, wieso
sie auf die Kinderanhörung verzichtet habe (Urk. 55 S. 3).
3.1. Besonders hervorzuheben ist vorliegend die Bedeutung der im Bereich der
Kinderbelange geltenden uneingeschränkten Untersuchungsmaxime gemäss
Art. 296 Abs. 1 ZPO. Bei dieser Bestimmung handelt es sich um die prozessrecht-
liche Grundnorm zur Ermittlung des Sachverhalts bezüglich der Kinderbelange.
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Das Gericht hat selbst ohne Parteiantrag sämtliche Tatsachen, die für die Anord-
nung über die Kinder von Bedeutung sind, von Amtes wegen zu ermitteln. Weglei-
tend ist die Erkenntnis, dass in familienrechtlichen Angelegenheiten für die Kinder
ein verstärktes Bedürfnis nach Schutz und ein erhöhtes Interesse an der materiel-
len Wahrheit besteht, deren Findung gefördert werden soll (BSK ZPO - Steck,
Art. 296 N 3). Das Gericht ist dabei nicht nur berechtigt, sondern auch verpflichtet,
alle nötigen Abklärungen zu treffen. Insbesondere hat es gemäss Art. 298 Abs. 1
ZPO Kinder anzuhören oder durch eine beauftragte Drittperson in geeigneter
Weise anhören zu lassen, sofern weder das Alter noch andere wichtige Gründe
gegen eine Kinderanhörung sprechen. Es soll dadurch zum einen ein für seinen
Entscheid wesentliches Erkenntnismittel erhalten, zum anderen soll dem Kind ge-
zeigt werden, dass seine Wünsche und Bedürfnisse ernst genommen werden und
in die Entscheidfindung miteinfliessen. Die Bestimmung von Art. 298 ZPO konkre-
tisiert einerseits die aus Art. 12 UNKRK fliessenden konventionsrechtlichen Ga-
rantien und setzt andererseits den Anspruch des Kindes auf rechtliches Gehör
sowie den in diesem Bereich geltenden Untersuchungsgrundsatz um (FamKomm
Scheidung/Schweighauser, Art. 298 N 12). Damit hat eine Kinderanhörung grund-
sätzlich in allen familienrechtlichen Verfahren stattzufinden (ZK ZPO - Schweig-
hauser, Art. 298 N 24; BK ZPO I - Spycher, Art. 298 N 5; Pfänder Baumann, Dike-
Komm-ZPO, Art. 298 N 10). Das Bundesgericht geht im Sinne einer Richtlinie da-
von aus, dass die Anhörung des Kindes in der Regel ab dem sechsten Altersjahr
möglich ist (BGE 131 III 663 E. 1.2.3.).
3.2. Vorliegend beantragte der Gesuchsgegner die Anhörung des siebenjähri-
gen E._ bereits vor Vorinstanz (Urk. 33 S. 6 ff.). Weil die Kinderanhörung wie
ausgeführt als Pflichtrecht ausgestaltet ist, wäre die Vorinstanz unter Vorbehalt
der vom Gesetz genannten wichtigen Gründe zur Anhörung von E._ gehal-
ten gewesen. Die Vorinstanz führte diesbezüglich lediglich aus, eine Anhörung
von E._ erübrige sich, da diese zweifelsohne eine Belastung für diesen dar-
stellen würde. Dass E._ seinen Vater liebe und sehen wolle, sei unbestritten.
Weitergehendes könne auch durch eine Kinderanhörung nicht geklärt werden, es
sei denn, die Kinderanhörung würde auf nicht kindergerechte Fragen ausgedehnt
(Urk. 43 S. 18). Damit wird die grundsätzliche Bedeutung der Kinderanhörung
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übersehen. E._ wäre zu seinem Verhältnis zum Gesuchsgegner und auch zu
seinen Wünschen betreffend ein Besuchsrecht des Gesuchsgegners zu befragen
gewesen. Wichtige Gründe, die gegen eine Kinderanhörung sprächen, sind vor-
liegend weder ersichtlich noch werden solche seitens der Gesuchstellerin vorge-
tragen. Dass jede Kinderanhörung eine gewisse Belastung für das Kind darstellt,
ist der Sache immanent. Entsprechend könnte mit dieser Begründung keine Kin-
deranhörung je durchgeführt werden. Nicht zulässig ist im Übrigen auch der Ver-
zicht auf die Anhörung mit der Begründung, dass deren Resultat ohnehin antizi-
piert werden könne und am Entscheid nichts ändern würde. Dies insbesondere
auch deshalb, weil das Recht auf Anhörung nicht nur der Sachverhaltsermittlung
dient, sondern ein höchstpersönliches Recht des Kindes darstellt (BK ZPO I -
Spycher, Art. 298 N 8). Die Vorinstanz hätte damit E._ anhören müssen, hat-
te er die Altersgrenze von sechs Jahren doch bereits vor Vorinstanz überschritten.
4. Nach dem Gesagten verletzte die Vorinstanz nicht nur das rechtliche Ge-
hör der Parteien, indem sie E._ nicht anhörte, sondern sie klärte auch den
Sachverhalt in einem wesentlichen Punkt nicht ab und verletzte schliesslich
E._s Recht auf Anhörung. Die Vorinstanz wird daher E._ anzuhören ha-
ben. Bereits vor Vorinstanz hatte der Gesuchsgegner mehrfach vorgebracht, er
werde voraussichtlich im September 2017 nach Australien zurückkehren (Urk. 33
S. 5 und S. 13 ff.; Urk. 34/5; Prot. I S. 10). Mittlerweile ist der Gesuchsgegner wie
angekündigt nach Australien zurückgekehrt (Urk. 59). Entsprechend wird die Vor-
instanz nach Durchführung der Kinderanhörung mit E._ zu prüfen haben, ob
das Verfahren mit Blick auf den zwischenzeitlich neu eingetretenen Sachverhalt
spruchreif ist oder ob weitere Beweismassnahmen, insbesondere zur Frage der
finanziellen Verhältnisse des Gesuchsgegners in Australien, zu treffen sind. Auch
wird die Vorinstanz ein Besuchsrecht des Gesuchsgegners gegenüber seinem
Sohn E._ festzusetzen haben, das den neuen Verhältnissen Rechnung trägt
(Art. 273 Abs. 1 ZGB).
5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Verfahren nicht spruchreif ist.
Es ist grundsätzlich nicht Aufgabe der Berufungsinstanz, den Sachverhalt anstelle
der ersten Instanz zu erstellen (ZK ZPO - Reetz/Hilber, Art. 318 N 35). Dies gilt im
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vorliegenden Fall umso mehr, als im erstinstanzlichen Verfahren trotz Parteian-
trag keine Kinderanhörung stattgefunden hat und die Berufungsinstanz durch eine
nachträgliche Kinderanhörung im Rechtsmittelverfahren faktisch die Aufgabe der
Vorinstanz wahrnehmen würde. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt sich eine
Rückweisung des Entscheids an die Vorinstanz zwecks Vervollständigung des
Sachverhalts (Art. 318 Abs. 1 lit. c Ziff. 2 ZPO).
6. Nach dem Gesagten ist das Urteil des Einzelgerichts im summarischen
Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 11. August 2017 – soweit noch nicht in
Rechtskraft erwachsen – aufzuheben und die Sache zur Vervollständigung des
Sachverhalts gemäss den vorstehenden Erwägungen und zu neuer Entscheidung
an die Vorinstanz zurückzuweisen. Damit erübrigt es sich, auf die weiteren Rügen
des Gesuchsgegners einzugehen.
IV.
1. Zufolge der Rückweisung des Verfahrens an die Vorinstanz können die
Kosten- und Entschädigungsfolgen für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren
nicht abschliessend geregelt werden. Die Vorinstanz wird die Gerichtsgebühr neu
festzusetzen und die Kosten neu zu verteilen haben. Es sind daher zwar für das
Berufungsverfahren Gerichtskosten festzusetzen, doch ist der Entscheid über die
Kostenauflage und die Regelung der Entschädigungsfolgen dem Endentscheid
der Vorinstanz vorzubehalten (Art. 104 Abs. 4 ZPO). Da das Verfahren nicht ab-
geschlossen wird, ist die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren in Anwen-
dung von §§ 5 Abs. 1, 6 Abs. 2 lit. b und 12 GebV OG auf Fr. 2'000.– festzuset-
zen. Es ist sodann vorzumerken, dass der Gesuchsgegner für das zweitinstanzli-
che Verfahren einen Kostenvorschuss von Fr. 3'000.– geleistet hat (Urk. 52).
2.1. Schliesslich ist das Gesuch der Gesuchstellerin um Zusprechung eines an-
gemessenen Prozesskostenvorschusses, eventualiter um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege zu beurteilen (Urk. 55 S. 2). Da über den Antrag um Zu-
sprechung eines Prozesskostenvorschusses erst mit dem vorliegenden Endent-
scheid entschieden wird, ist er als Antrag auf Leistung eines Prozesskostenbei-
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trags entgegenzunehmen. Der Vollständigkeit halber bleibt darauf hinzuweisen,
dass nach der Praxis der beschliessenden Kammer im Eheschutzverfahren man-
gels gesetzlicher Grundlage keine vorsorglichen Geldzahlungen angeordnet wer-
den können (OGer ZH RE160014 vom 18. November 2016, E. 4.2.2.; OGer ZH
LE140010 vom 3. Juli 2014, E. III./3.). Ein Prozesskostenbeitrag ist unter densel-
ben Voraussetzungen wie die dazu subsidiäre unentgeltliche Rechtspflege zu
gewähren. Vorausgesetzt ist, dass die ersuchende Partei mittellos ist und ihr
Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Zusätzlich muss es dem angespro-
chenen Ehegatten möglich sein, dem anderen die Mittel, die dieser zur Durchfüh-
rung des Prozesses benötigt, zu bevorschussen (OGer ZH LY170001 vom
25. April 2017, E. V.4.).
2.2. Die Gesuchstellerin beantragt, der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, ihr
für das Berufungsverfahren einen Prozesskostenbeitrag von Fr. 4'000.– zu bezah-
len, eventualiter ersucht sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Zur
Begründung macht sie geltend, sie erziele kein Erwerbseinkommen und es sei
nicht davon auszugehen, dass sie in absehbarer Zeit genügend verdienen könne,
um für sich und E._ zu sorgen. Ausserdem verfüge sie über kein nennens-
wertes Vermögen (Urk. 55 S. 12). Letzteres belegt sie mittels des Kontoauszugs
eines UBS Kontos, lautend auf beide Parteien, per Ende September 2017
(Urk. 57/2), eines Kontoauszugs der Credit Suisse, Bonviva Silver, per Ende Sep-
tember 2017, aus welcher Übersicht nicht einmal hervorgeht, auf wen das Konto
lautet (Urk. 57/3), sowie einer unbestimmten Kontoübersicht einer australischen
Bank (Urk. 57/4). Weder macht die Gesuchstellerin in der Berufungsantwort nähe-
re Ausführungen zu ihrer Vermögenssituation noch zu den ins Recht gereichten
Belegen. Jedenfalls lassen diese keine Rückschlüsse auf ihre Vermögenslage zu.
Der Gesuchsgegner bestreitet die Mittellosigkeit der Gesuchstellerin. Die rudi-
mentäre Begründung der Gesuchstellerin äussere sich nicht ausführlich und nur
unzulänglich zu deren Vermögenslage. Die Parteien hätten gemeinsames Ver-
mögen, so auch ein Haus in Australien, dessen Verkauf die Parteien zurzeit in Be-
tracht ziehen würden, was zu erheblichen flüssigen Mitteln führen werde. Ausser-
dem würden die Eheleute in Australien über Wertschriften verfügen (Urk. 71). Mit
Stellungnahme vom 1. Februar 2018 stellt die Gesuchstellerin weder in Abrede,
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dass die Parteien in Australien gemeinsam ein Haus besitzen, noch dass sie über
Wertschriften verfügen würden. Vielmehr bringt sie vor, nicht alle Vermögenswer-
te der Parteien seien gemeinsam; so seien die 60'000 AUD, die der Gesuchsgeg-
ner im Zeitpunkt der Trennung in Investmentfonds gehabt habe, auf seinen Na-
men gelaufen. Ausserdem sei ein Agent mit dem Verkauf des Hauses beauftragt
worden, welcher Vorgang mindestens sechs Monate dauern könne. Das Haus sei
damit nicht innert nützlicher Frist verwertbar (Urk. 76 S. 2). Weiter macht sie gel-
tend, dass ihr zudem die Mittel fehlen würden, um die vom Gesuchsgegner ge-
leisteten Unterhaltszahlungen zu versteuern. Die Steuerrechnung vom
12. Oktober 2017 sei offen (Urk. 76 S. 4). Diese Rechnung legt die Gesuchstelle-
rin denn auch ins Recht (Urk. 78/5). Daraus ergibt sich, dass sie nebst einem Ein-
kommen von Fr. 50'000.– über ein steuerbares und satzbestimmendes Vermögen
von Fr. 200'000.– verfügt. In ihrer Eingabe vom 1. Februar 2018 sucht man je-
doch vergeblich nach Ausführungen zur Zusammensetzung ihres Vermögens von
offenbar doch mindestens Fr. 200'000.–. Nach bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung gilt eine Person dann als bedürftig, wenn sie die Prozesskosten nicht auf-
zubringen vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die Deckung des eigenen
notwendigen Lebensunterhalts bzw. desjenigen der Familie erforderlich sind. Es
ist die gesamte wirtschaftliche Situation der gesuchstellenden Partei zu würdigen,
wobei den individuellen Umständen Rechnung zu tragen ist. Dabei gilt die grobe
Faustregel, wonach es einer Partei möglich sein sollte, bei weniger aufwändigen
Prozessen innert Jahresfrist bzw. bei anderen innert maximal zweier Jahre die
Prozesskosten zu tilgen (BGE 141 III 369 E. 4.1.). Die Gesuchstellerin geht, wie
dargelegt, selber davon aus, dass der Verkauf des gemeinsamen Hauses in Aust-
ralien innerhalb der nächsten sechs Monate abgewickelt wird. Im Übrigen ist dem
Gesuchsgegner zuzustimmen, dass sie ihre Vermögenslage insgesamt nur unzu-
länglich begründet und belegt hat. Entsprechend ist ihre Mittellosigkeit zu vernei-
nen und sowohl der Antrag der Gesuchstellerin auf Zusprechung eines Prozess-
kostenbeitrags als auch ihr Eventualantrag auf Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege und unentgeltlichen Rechtsverbeiständung abzuweisen.
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