# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6ea9a2fb-2f1b-4321-9884-3f9b0a0e84e6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. C._, geboren am _ 2013, ist das Kind der geschiedenen Eltern A._ und B._. Das Regionalgericht Albula ordnete am 20. Januar 2017 eine Erziehungsbeistandschaft mit besonderen Befugnissen im Bereich persönlicher Verkehr (Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB) an. Als Beiständin wurde D._ eingesetzt. Die Beistandschaft wurde per 1. Januar 2019 von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Engadin/Südtäler (fortan KESB Engadin/Südtäler) übernommen. Als Beistand wurde E._ von der Berufsbeistandschaft Region Bernina eingesetzt. C._ wohnte in der Folge zusammen mit seiner Mutter und seinem jüngeren Halbbruder F._ in G._. Kurz nach dem Umzug tat B._ aber bereits kund, dass sie wieder aus der H._ wegziehen möchte, da sie die italienische Sprache nicht beherrsche und kaum soziale Kontakte pflege. Zudem sei die Integration für die Kinder schwierig. Der persönliche Verkehr mit dem am gleichen Ort wohnenden Vater wurde gemäss den Ausführungen im Schlussbericht von D._ vom 7. Februar 2019 mehrheitlich selbständig durchgeführt. Gleichwohl bestanden erhebliche Spannungen. B._ wurde mit Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Engadin/Südtäler vom 25. März 2019 eine Weisung zur aktiven Mitwirkung an einer sozialpädagogischen Familienbegleitung für sechs Monate erteilt, welche am 14. Oktober 2019 bis Ende März 2020 verlängert wurde.
B. Dr. med. I._ diagnostizierte am 15. Juni 2020 bei C._ ein ADHS mit oppositionellem Verhalten sowie eine Sprachentwicklungsverzögerung. Mit der Begründung der besseren Beschulung von C._ gab Dr. med. I._ eine Empfehlung für einen Umzug in die Deutschschweiz ab.
C. Am 6. Januar 2021 informierte E._ die KESB Engadin/Südtäler, dass B._ per 1. April 2021 einen Umzug nach K._ plane. Die KESB Engadin/Südtäler vertrat in der Folge die Auffassung, dass angesichts der erheblichen Auswirkungen die Zustimmung des nicht obhutsberechtigten Kindsvaters A._ notwendig sei. Dieser verweigerte daraufhin die Zustimmung und beantragte seinerseits die Zuteilung der alleinigen elterlichen Sorge an sich selbst. Hierauf eröffnete die KESB Engadin/Südtäler ein neues Abklärungsverfahren. Es folgten diverse Fragen an den Beistand, die sozialpädagogische Familienbegleiterin sowie die Schulleiterin J._. Ebenso fanden Anhörungen mit C._ und B._ sowie A._ statt.
D. Mit Entscheid vom 22. Februar 2021 verfügte die Kollegialbehörde der KESB Engadin/Südtäler was folgt:
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1. Der Antrag von A._ um Zuteilung der alleinigen elterlichen Sorge über C._ wird abgelehnt.
2. Dem von B._ (Mutter) beabsichtigten Wechsel des Aufenthaltsortes von C._ von J._ nach K._ wird zugestimmt (Art. 301a Abs. 2 ZGB).
3. Das im Scheidungsurteil des Regionalgerichts der Region Bernina vom 11. Oktober 2017 festgelegte minimale Besuchsrecht zwischen A._ und C._ wird bestätigt.
4. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:
a. Die Kosten für dieses Verfahren werden auf CHF 950.00 festgesetzt.
b. auf die Erhebung der Verfahrenskosten wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse verzichtet.

## Considerations