# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f66faa4f-6eda-47ae-a91d-d53a49c520be
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1950, bezieht seit dem 1. September 2015 eine Rente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV; Verfügung vom 6. August 2015, Urk. 5/6). Aufgrund der Anmeldung vom 10. September 2015 (vgl. die Aktenn
o
tiz in Urk. 5/14) sprach ihm die Gemeinde A._ mit den Verfügungen vom
4. August 2016 rückwirkend ab September 2015 Zusatzlei
s
tungen in Form von Ergänzungsleistungen des Bundes zu, und zwar für das Jahr 2015 zu einem jährlichen Betrag von Fr. 9'144.-- und für das Jahr 2016 zu einem jährl
i
chen Betrag von Fr. 9'456.--, jeweils entsprechend dem zweifachen Betrag der Durchschnittsprämie der obligat
o
rischen Krankenpflegeversicherung, wie sie in den Jahren 2015 und 2016 im Kanton Zürich in der Prämienregion 3 massgebend gewesen war. Dabei bezog sie in die Berec
h
nung ein hypothetisches Erwerbseinkommen der Ehefrau B._, geboren 1957, in der Höhe von Fr. 36'000.-- ein (Urk. 5/8 und Urk. 5/15).
Per 1. Oktober 2016 übertrug die Gemeinde A._ ihre z
u
satzleistungsrechtlichen Aufgaben mittels Anschlussve
r
einbarung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA; Schreiben der SVA vom 5. September 2016, Urk. 5/16). Diese berechnete mit Verfügung vom 5. September 2016 den Zusatzleistungsanspruch von X._ ab dem 1. Oktober 2016 neu und gelangte ausgehend von denselben Ausgaben- und Einnahmenpositionen wiederum zu einem Anspruch von Fr. 788.-- im Monat beziehungsweise Fr. 9'456.-- im Jahr (Urk. 5/17
19 und Urk. 5/21).
Mit Eingabe an die Gemeinde A._ vom 14. September 2016 liess X._, vertreten durch Z._, Y._ Beratungen & Übersetzungen, Einsprache gegen die Verfügungen vom 4. August 2016 erheben und liess beantragen, das jäh
r
lich angerechnete hypothetische Erwerbseinkommen der Ehefrau sei auf Fr. 12'000.-- herabzusetzen (Urk. 5/22). Seinen Antrag belegte er mit
einem Zeugnis des Hausarztes Dr. med. C._ vom 12. September 2016 (Urk. 5/23) und einem Lebenslauf der Ehefrau (Urk. 5/24). Sodann richtete der Rechtsvertreter von X._ am 29. September 2016 ein E-Mail an die SVA und erklärte, mit demselben Antrag und derselben Arg
u
mentation wie in der Eingabe vom 14. September 2016 auch gegen die Verfügung vom 5. September 2016 Einsprache zu erheben (Urk. 5/28).
1.2
Mit Verfügung vom 15. Dezember 2016 berechnete die SVA den Zusatzleistungsanspruch von X._ für das Jahr 2017 und sprach ihm - wiederum unter Berücksichtigung derse
l
ben Parameter - Ergänzungsleistungen in der Höhe der zweifachen kantonalen Durchschnittsprämie (Prämienregion 3) des Jahres 2017 zu, was jährlich einen Betrag von Fr. 9'792.-- ergab (Urk. 5/32+33 und Urk. 5/35+36). X._ liess mit Eingabe vom 30. Januar 2017 auch gegen diese Verfügung Einsprache erheben und berief sich wi
e
derum auf seine Vorbringen in der ersten Einsprache vom 14. September 2016 (Urk. 5/38). Die SVA forderte ihn mit Schreiben vom 31. Januar 2017 dazu auf, bis Ende März 2017
den Lohnausweis der Ehefrau des Jahres 2016 einzureichen (Urk. 5/41), erliess aber bereits am 10. Februar 2017 den Einspracheentscheid, mit dem sie die Einsprachen vom 14. und vom 29. September 2016 sowie vom 30. Januar 2017
abwies (Urk. 2 = Urk. 5/43). Mit E-Mail vom 8. März 2017 (Urk. 5/46) liess X._ der SVA im Anhang den angefo
r
derten Lohnausweis zukommen (Urk. 5/47 = Urk. 8/2), nachdem die SVA ihn mit Schreiben vom 7. März 2017 noc
h
mals dazu aufgefordert hatte (Urk. 5/44). Eine Änderung des Einspracheentscheids vom 10. Februar 2017 resultie
r
te daraus nicht.
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom 10. Februar 2017 liess X._ durch Z._ mit Eingabe vom 10. März 2017 B
e
schwerde erheben (Urk. 1 und Urk. 14) und beantragen, der Entscheid sei aufzuheben und das hypothetische E
r
werbseinkommen der Ehefrau sei herabzusetzen und bis zu einem Betrag von höchstens Fr. 18'000.-- anzurechnen, eventualiter sei die Sache zu hinreichender Abklärung an die SVA zurückzuweisen (Urk. 1 S. 1, Urk. 14 S. 1). Die SVA schloss in der Beschwerdeantwort vom 21. April 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 4). Mit Verfügung vom 2. Mai 2017 wurde die Beschwerdeantwort X._ zur Kenn
t
nis gebracht (Urk. 9).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
Gegenstand des angefochtenen Einspracheentscheids (Urk. 2) sind die Verfügungen der Gemeinde A._ vom 4. August 2016 (Urk. 5/8 und Urk. 5/15), gegen die der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 14. September 2016 Ei
n
sprache erhoben hat (Urk. 5/22), die Verfügung der B
e
schwerdegegnerin vom 5. September 2016 (Urk. 5/17-19 und Urk. 5/21), gegen die mit E-Mail vom 29. September 2016 Einsprache erhoben worden ist (Urk. 5/28), und die Ve
r
fügung der Beschwerdegegnerin vom 15. Dezember 2016 (Urk. 5/32+33 und Urk. 5/35+36), gegen die sich die Ei
n
sprache vom 30. Januar 2017 gerichtet hat (Urk. 5/38).
Eine per E-Mail erhobene Einsprache genügt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts den Anforderungen an eine rechtsgenügliche Einsprache im Sinne von Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) nicht, da eine Einspr
a
che nach Art. 10 Abs. 4 der Verordnung über den Allg
e
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV) die Unterschrift der einspracheführenden Person oder ihres Rechtsvertreters enthalten muss und ein E-Mail naturg
e
mäss nicht handschriftlich unterzeichnet ist (BGE 142 V 152). Dass die Beschwerdegegnerin auf die Einsprache vom 29. September 2016 gegen die Verfügung vom 5. September 2016 dennoch eingetreten ist, bildet unter den gegebenen Verhältnissen jedoch keinen Anlass zu einer gerichtl
i
chen Korrektur von Amtes wegen. Denn die neue Berechnung des Zusatzleistungsanspruchs per 1. Oktober 2016 basiert einzig auf der Anschlussvereinbarung, mit der die G
e
meinde A._ der Beschwerdegegnerin gestützt auf § 7a des Zusatzleistungsgesetzes (ZLG) ihre Aufgaben (§ 7b ZLG) übertragen hat. Diese Aufgabenübertragung führt a
n
ders als ein Wohnsitzwechsel nicht zu einem Wechsel des leistungspflichtigen Kostenträgers; leistungspflichtig ist aufgrund der Regelung in § 7c ZLG nach wie vor im selben Umfang (vgl. § 34 ZLG) die Gemeinde A._. Es ist daher fraglich, ob die Anschlussvereinbarung überhaupt ein Tatbestand war, der eine Neuberechnung des Zusat
z
leistungsanspruchs während des laufenden Kalenderjahres erforderlich machte. Unter diesen Umständen war es g
e
rechtfertigt, dass die Beschwerdegegnerin die formg
e
recht erhobene Einsprache vom 14. September 2016 (Urk. 5/22), die sich gegen die Verfügungen der
Gemeinde A._ vom 4. August 2016 (Urk. 5/8 und Urk. 5/15) richtete und die sie aufgrund der Anschlus
s
vereinbarung ebenfalls zu behandeln hatte (vgl. § 7b Abs. 2 lit. b ZLG), auch als Einsprache gegen die Verf
ü
gung vom 5. September 2016 gelten liess.
Der angefochtene Einspracheentscheid ist daher nicht nur in Bezug auf den Zusatzleistungsanspruch des Jahres 2017 und der Zeit von September 2015 bis September 2016, so
n
dern auch in Bezug auf den Zusatzleistungsanspruch von Oktober bis Dezember 2016 materiell zu überprüfen.
2.
2.1
Gemäss Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzung
s
leistungen zur Alters
, Hinterlassenen- und Invalide
n
versicherung (ELG) entspricht die jährli
che Ergänzungsleistung dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen. Die anerkannten Ausgaben und anre
chenbaren Einnahmen von Ehegatten sowie von Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der AHV oder IV begründen, sind gestützt auf Art. 9 Abs. 2 ELG zusammenzurechnen.
2
.2
Die anerkannten Ausgaben sind in Art. 10 ELG, die anr
e
chenbaren Einnahmen in Art. 11 ELG aufgelistet.
Zu den anerkannten Ausgaben gehören
ein nach oben b
e
grenzter jährlicher Betrag für den allgemeinen Lebens
bedarf (Art. 10 Abs. 1 lit. a ELG), der eben
falls auf einen jährlichen Höchstbetrag begrenzte Mietzins (Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG) und ein jährlicher Pauscha
l
betrag für die obligatorische Kran
kenpflege
versicherung (Art. 10 Abs. 3 lit. d ELG).
Zu den anrechenbaren Einnahmen zählen unter anderem
zwei Drittel der Erwerbs
einkünfte, soweit sie einen Freib
e
trag von Fr. 1'000.-- (Allein
stehende) beziehungsweise von Fr. 1'500.-- (Ehepaare und Personen mit Kindern) überstei
gen (Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG),
die Renten, Pensionen und anderen wiederkeh
renden Leistungen, ei
n
schliesslich der Renten der AHV und der IV (Art. 11 Abs. 1 lit. d ELG), und die Einkünfte und Vermögenswe
r
te, auf die verzichtet worden ist (Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG). Soweit es sich bei den Einkünften, auf die ve
r
zichtet worden ist, um Erwerbseinkünfte handelt, gilt bei der Anrechnung ebenfalls die Privilegierung nach Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG (Freibetrag und Beschränkung auf zwei Drittel; BGE 117 V 287 E. 3c
sowie
Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV [WEL], Stand 1. J
anuar 2018
, Rz 3482.04 in der ab Januar 2013 gültigen Fassung).
2.3
2.3.1
Die Vorschriften zu den Verzichtseinkünften und zum Verzichtsvermögen stellen eine Konkretisierung des al
l
gemeinen, im gesamten Sozialversiche
rungsrecht massg
e
benden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht dar (vgl.
Carigiet/
Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Auflage, Z
ü
rich 2009, S. 151 mit Hinweis auf das Urteil des Bunde
s
gerichts 8C_380/2008 vom 17. September 2008).
Ein Verzicht auf Einkünfte, der eine Anrechnung erlaubt, liegt rechtsprechungsgemäss dort vor, wo eine Person
aus von ihr zu verant
wortenden Gründen von der Ausübung e
i
ner möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 121 V 204 E. 4a mit Hinweisen). Anrechenbar
sind
gestützt auf Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG auch Einkünfte, auf die
nicht die
ergänzu
ngsleistungsberechtigten Pe
r
son, sondern ihr nicht rentenberechtigter
Ehegatte
ve
r
zichtet (BGE 117 V 287; Carigiet/Koch, a.a.O., S. 157 ff.; Jöhl
/Usinger-Egger
, Ergän
zungsleis
tungen zur AHV/IV, in: Schweizerisches Bundesverwaltungsrecht [SBVR], 3. Auflage, Basel 2016, S. 1809 f. Rz 129 und S. 1891 Rz 207).
2.3.2
Bei der
Festlegung d
es anrechenbaren Verzichtsei
n
kommens eines nicht rentenberechtigten Ehegatten muss nach der Verwaltungs- und Gerichtspraxis im Einzelfall abgeklärt werden, welchen Verdienst dieser erzielen könnte. Massgebende Kriterien
für die Zumutbarkeit, die Arbeitskraft beruflich einzusetzen,
sind insbesondere die Lebensumstände, die berufliche
n
Qualifikationen und Er
fahrungen, die Sprachkenntnisse
,
das Alter,
der G
e
sundheitszustand und die Familienpflichten; aus der S
i
tuation auf dem Arbeitsmarkt ergibt sich sodann, in welchem Mass ein solcher Einsatz der Arbeitskraft ta
t
sächlich verwertbar ist
(
vgl.
Carigiet/Koch, a.a.O., S. 158 f.; Jöhl
/Usinger-Egger
, a.a.O., S. 1812 ff. Rz 131 ff.;
WEL
Rz
3482.04
), wobei die fehlende Verwertbarkeit in der Regel mit erfolglosen
Arbeitsbemühungen nachzuweisen ist (vgl.
Jöhl
/Usinger-Egger, a.a.O., S. 1814 ff. Rz 132).
Für die
Bezifferung
des
zu berücksichtigenden hypothe
t
i
schen Einkommens
können statistische Angaben herangez
o
gen werden, wie sie der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik zu entnehmen sind. Bei den entsprechenden Tabellenlöhnen handelt es sich um Bruttolöhne, von denen Sozialvers
i
cherungsbeiträge in Abzug zu bringen sind. Vom so erha
l
tenen Nettolohn ist alsdann der Freibetrag von Fr. 1'000.-- beziehungsweise Fr. 1'500.
abzuziehen und
vom Res
t sind zwei Drittel anzurechnen (
WEL
Rz
3482.04
).
2.4
V
ersicherte Personen, die aus wirtschaftlichen Gründen nicht zur
Zahlung der
Prämien
der obligatorischen Kra
n
kenpflegeversicherung
in der Lage sind,
haben
nach
Art.
65 ff.
des Bundesgesetzes über die Krankenversich
e
rung (KVG)
Anspru
ch auf Prämienverbilligung
. Den Bez
ü
gern von jährlichen Ergänzungsleistungen wird die Prämienverbilligung nach
Art.
26
der Verordnung über
die
Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV)
mit den Ergänzungsleistungen ausgerichtet, und der zugesprochene Betrag hat sich auf mindestens die Höhe der Prämienverbilligung zu belaufen, auf die sie Anspruch haben. Die Prämienverbilligung der Ergänzungsleistungsbezüger
beläuft sich
im Kanton Zürich
auf die
Höhe des Pauschalbetrags für die obligatorische Krankenpflegeversicherung nach
Art.
10 Abs. 3 lit. d ELG
(
§ 14 des kantonalen Einführungsgesetzes zum Krankenve
r
sicherungsgesetz [EG KVG]
), und dieser wiederum en
t
spricht nach der Regelung in Art.
10 Abs. 3 lit. d ELG
der kantonalen beziehungsweise regionalen Durchschnitt
s
prämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung.
3.
3.1
Die Gegenüberstellung der anerkannten Ausgaben und der anrechenbaren Einnahmen ergab für die Jahre 2015 bis 2017 Ausgabenüberschüsse von Fr. 2'045.
(Jahr 2015; Urk. 5/8), von Fr. 3'377.-- beziehungsweise Fr. 3'375.-- (Jahr 2016; Urk. 5/15 und Urk. 5/18+19) und von Fr. 3'711.-- (Jahr 2017; Urk. 5/35+36). Bei den höheren Beträgen, die dem Beschwerdeführer zugesprochen worden sind, nämlich Fr. 9'144.-- (Jahr 2015), Fr. 9'456.-- (Jahr 2016) und Fr. 9'792.-- (Jahr 2017), handelt es sich um den jeweils garantierten Mindestbetrag in der Höhe des jährlichen Prämienverbilligungsanspruchs des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau (Art. 26 ELV), also um die doppelte kantonale Durchschnittsprämie für E
r
wachsene der Prämienregion 3 (Verordnungen des EDI über die Durchschnittsprämien 2015, 2016 und 2017 der Kra
n
kenpflegeversicherung für die Berechnung der Ergänzung
s
leistungen), der die Gemeinde A._ zugeordnet ist.
Die Beschwerdegegnerin anerkennt somit in den Jahren 2015 bis 2017 einen Ergänzungsleistungsanspruch des B
e
schwerdeführers, der über dem errechneten Ausgabenübe
r
schuss liegt. Die Vorbringen des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe das anrechenbare hypothetische Einkommen seiner Ehefrau zu hoch bemessen, sind jedoch grundsätzlich dazu geeignet, zu einem Ausgabenüberschuss zu führen, der den Mindestanspruch nach Art. 26 ELV übersteigt und somit einen höheren Ergänzungsleistung
s
anspruch zur Folge hat. Das Rechtsschutzinteresse an der Beurteilung der Höhe des anrechenbaren hypothetischen Einkommens ist somit gegeben. Im Folgenden ist die Frage nach dem anrechenbaren hypothetischen Einkommen in den Jahren 2015 bis 2017 daher materiell zu prüfen.
3.2
3.2.1
Die Beschwerdegegnerin nahm in Übereinstimmung mit der Gemeinde A._ als Ausgangspunkt einen Betrag von monatlich Fr. 3'000.-- beziehungsweise jährlich Fr. 36'000.-- als hypothetisches Erwerbseinkommen der Ehefrau des Beschwerdeführers im Sinne von A
rt. 11 Abs. 1 lit. g ELG
an,
zog vom hypothetischen Jahresei
n
kommen in Anwendung von
Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG
den Freibetrag für Ehepaare von Fr. 1'500.-- ab und berüc
k
sichtigte ebenfalls in Anwendung von
Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG
zwei Drittel des Restbetrags von Fr. 34'500.--, also Fr. 23'000.--, als anrechenbares Einkommen (Urk. 5/8/4, Urk. 5/15/4, Urk. 5/18/1, Urk. 5/19/1, Urk. 5/35/1 und Urk. 5/36/1).
3.2.2
Fest steht aufgrund des eingereichten Lebenslaufs (Urk. 5/24), dass die Ehefrau des Beschwerdeführers über eine langjährige, bis ins Jahr 1993 zurückreichende B
e
rufserfahrung als Reinigungsangestellte verfügt und nach einem gut dreijährigen Unterbruch seit Mai 2014 erneut als Reinigungsangestellte tätig war beziehungsweise i
m
mer noch ist. Ohne Weiteres in die Ergänzungsleistung
s
be
rechnung einzubeziehen ist gestützt auf Art. 11 Abs. 1 lit. a ELG dasjenige Einkommen, das die Ehefrau tatsäc
h
lich erzielt hat und das in den Lohnausweisen der D._ im Jahr 2015 mit Fr. 3'904.60 netto und im Jahr 2016 mit Fr. 14'370.40 netto beziffert ist (Urk. 5/3 und Urk. 8/2). Richtig ist auch, dass die Gemeinde A._ und die Beschwerdegegnerin darüber hinaus die Anrechnung e
i
nes hypothetischen Erwerbseinkommens in Betracht gezogen haben; angesichts des nur geringen tatsächlichen Einko
m
mens im Jahr 2015 haben sie zu Recht die Frage aufgewo
r
fen, ob es der Ehefrau in Nachachtung der sozialversicherungsrechtlichen Schadenminderungspflicht zumutbar wäre, ihre Erwerbstätigkeit auszudehnen und auf diese Weise ein höheres Einkommen beizusteuern, was ihr im Jahr 2016 in gewissem Mass auch bereits gelungen ist.
Aufgrund welcher Überlegungen die Beschwerdegegnerin und vorgängig die Gemeinde A._ aber zum konkreten Betrag des hypothetischen Erwerbseinkommens von monatlich Fr. 3'000.-- gelangt sind, kann den Akten im Einzelnen nicht entnommen werden. Im angefochtenen Einspracheen
t
scheid bezog sich die Beschwerdegegnerin wohl auf loh
n
statistische Angaben (Urk. 2 S. 2 und S. 4),
bezeichnete jedoch die Quelle dieser Angaben nicht n
ä
her. In der Beschwerde-
ant
wort nannte sie dann als Ausgangspunkt ihrer Berec
h
nung einen durchschnittlichen Verdienst von Frauen in einfachen und repetitiven Tätigkeiten in der Höhe von Fr. 44'708.-- und bezeichnete die angerechneten Fr. 36'000.-- als tiefsten Satz (Urk. 4 S. 2); wiederum fehlt aber eine Quellenangabe. Des Weiteren führte die Beschwerdegegnerin zumindest nicht explizit das Arbeit
s
pensum an, das sie der Ehefrau des Beschwerdeführers z
u
mutete, auch wenn die Ausführungen zur Lohnstatistik vermuten lassen, dass sie von einem Vollzeitpensum au
s
ging.
Gerade die Frage nach dem zumutbaren Pensum hängt inde
s
sen von den konkreten persönlichen Verhältnissen ab, so namentlich von den Pensen, welche die Ehefrau des B
e
schwerdeführers im Laufe ihres bisherigen Berufslebens innehatte, und auch von ihrem Gesundheitszustand. In dieser Hinsicht sind jedoch keine ausreichenden Belege vorhanden. Der Beschwerdeführer liess in der Einsprache und in der Beschwerde wohl geltend machen, seine Ehefrau sei bislang stets
lediglich teilzeitlich im Umfang von ungefähr 20 % b
e
rufstätig gewesen (Urk. 5/22/4, Urk. 1 S. 2, Urk. 14 S. 2) - was eine Steigerung auf ein Vollzeit
pensum im Alter von rund 60 Jahren als kaum realistisch erscheinen la
s
sen
würde -, im Lebenslauf, auf den er verwies (Urk. 5/24), sind die Arbeitspensen jedoch nicht aufgelistet, und in Bezug auf die Jahre 2015 und 2016 sind sie auch den Lohnausweisen nicht zu entnehmen, sodass neben der fe
h
lenden Dokumentation der bisherigen Arbeitspensen auch das erzielte Einkommen pro Zeiteinheit nicht dokume
n
tiert ist. Und was den Gesundheitszustand betrifft, so hielt Dr. C._ im hausärztlichen Zeugnis vom 12. September 2016 wohl fest, die Beschwerdeführerin b
e
richte glaubhaft, wegen der Diagnose einer beidseitigen Gonarthrose und wegen subjektiver Schmerzen nur eing
e
schränkt arbeiten zu können, und er erachte die Arbeit
s
fähigkeit, insbesondere für stehende Tätigkeiten sowie im Laufen, für deutlich reduziert (Urk. 5/23). Das Au
s
mass dieser Einschränkungen ist jedoch nicht genauer dargetan, und es ist auch kein Bezug zur konkret ausg
e
übten Tätigkeit hergestellt.
3.2.3
Die Beschwerdegegnerin hat daher im Hinblick auf die Festsetzung des zumutbaren hypothetischen E
r
werbseinkommens der Ehefrau des Beschwerdeführers nähere Abklärungen zu treffen. Dazu gehört nach den vorstehe
n
den Ausführungen die Beschaffung von Informationen zu den bisher innegehabten Arbeitspensen, wie sie etwa aus Arbeitsverträgen und Arbeitszeugnissen gewonnen werden können, und zu den damit erzielten Einkünften, wie sie früheren Lohnausweisen und namentlich auch einem Auszug aus dem individuellen Konto zu entnehmen wären. Richtig ist sodann zwar, dass im Umfang der zumutbaren Erwerb
s
tätigkeit erfolglose Stellenbemühungen nachgewiesen sein müssen, damit angenommen werden darf, ein an sich zumu
t
bares Erwerbseinkommen könne aus Gründen des Arbeit
s
marktes nicht erzielt werden (vgl. WEL Rz
3482.03
und
Jöhl
/Usinger-
Egger, a.a.O., S. 1814 ff. Rz 132
). Die Beschwerdegegn
e
rin hätte sich jedoch nicht damit begnügen dürfen, auf die fehlenden Belege hierzu zu verweisen (Urk. 4 S. 2), sondern die Pflicht zur Abklärung des Sachverhalts von Amtes wegen (Art. 43 Abs. 1 ATSG) verlangt grundsät
z
lich, dass einem Leistungsansprecher vorgängig Frist zur Einreichung von Belegen angesetzt wird, und erlaubt es erst für den Säumnisfall - nach entsprechender Ankünd
i
gung - von deren Fehlen auszugehen (vgl. Art. 43 Abs. 3 ATSG).
Die Beschwerdegegnerin ist daher zu verpflichten, die erforderlichen Abklärungen zum anrechenbaren hypothet
i
schen Erwerbseinkommen der Ehefrau noch zu treffen. Im Besonderen ist überdies darauf hinzuweisen, dass es sich schon beim Ausgangsbetrag, der um Fr. 1'500.-- zu red
u
zieren ist und hernach lediglich zu zwei Dritteln anz
u
rechnen ist, nur um dasjenige Erwerbseinkommen handeln darf, das zumutbar ist. Die Überlegung der Gemeinde A._ in der Aktennotiz vom 4. August 2016, effektiv a
n
gerechnet würden nicht Fr. 3'000.--, sondern nur Fr. 2'000.-- im Monat und dies sei zumutbar (Urk. 5/14/2), ist somit nicht gesetzeskonform. Ferner ist klarzustellen, dass vom Bruttoeinkommen die Sozia
l
versicherungsbeiträge abzuziehen sind. Dies ist vorli
e
gendenfalls unterblieben; die Beschwerdegegnerin bezeichnete die hypothetischen Einkünfte von monatlich Fr. 3'000.-- beziehungsweise jährlich Fr. 36'000.
im angefochtenen Einspracheentscheid wohl als Bruttoei
n
künfte (Urk. 2 S. 3), in den Verfügungen, die dem En
t
scheid zugrunde liegen, sind jedoch nur AHV-Beiträge für Nichterwerbstätige, jedoch keine Lohnabzüge aufgeführt (vgl. Urk. 5/8, Urk. 5/15, Urk. 5/18+19 und Urk. 5/35+36).
3.2.4
Auf die weiteren Berechnungspositionen in den Z
u
satzleistungsverfügungen, die Gegenstand des angefocht
e
nen Einspracheentscheids sind, ist an dieser Stelle nicht einzugehen. Zum einen sind sie unbestritten geblieben, und zum andern bleiben dem Beschwerdeführer in dieser Hinsicht im Falle einer erneuten Anfechtung der zu erlassenden neuen Verfügungen alle Rechte g
e
wahrt.
3.3
Damit ist der angefochtene Einspracheentscheid vom 10. Februar 2017 aufzuheben, und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die erfo
r
derlichen Abklärungen im Sinne der Erwägungen treffe und hernach über die Zusatzleistungsansprüche des Beschwe
r
deführers in den Jahren 2015 bis 2017 neu verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
4.
Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende beschwerd
e
führende Person Anspruch auf den vom Gericht festzuse
t
zenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere Bemes
sungskrite
rien nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34 des Gesetzes über das S
o
zialversicherungsgericht [GSVGer] sowie § 8 der Veror
d
nung über die Ge
büh
ren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [GebV SVGer]) den Zei
t
aufwand und die Barauslagen.
Unter Berücksichtigung dieser Kriterien rechtfertigt es sich, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung von Fr. 750.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.