# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d65c41fd-8e53-4155-98a2-c044278c85f5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1966,
war
stundenweise in einem Elektrofachge
schäft tätig
(vgl. Urk. 7/4/5)
und meldete sich am
15. November
2002
wegen
Konzentrationsstörungen, tiefer Frustrationsschwelle bei chronischer Opiatab
hängigkeit und ausgeprägter Angststörung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (Rente) an
(Urk. 7/1
Ziff.
7.2,
Ziff.
7.8). Die Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte
einen Arztbericht (Urk. 7/4/3-6),
ein
Gutachten
der
Y._
(Urk. 7/15)
sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug,
Urk. 7/3) ein.
Mit Verfügung vom 20. August 2004
(Urk. 7/17) verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten
. Die dagegen am 15. November 2004
(Urk. 7/18
)
erhobene und am 19. Januar 2005 ergänzte (Urk. 7/22) Einsprache wurde
am 25. Februar 2005 ab
gewiesen (Urk.
7/23
).
Dies bestätigten das hiesige Gericht mit Urteil vom 9. Dezember 2005 (Prozess Nr. IV.2005.00385; Urk. 7/35) und das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht mit Urteil vom 10. März 2006 (Urk. 7/38).
1.2
Am
26. Oktober 2010 meldete sich der Versicherte wegen Ängsten und sozialen Phobien erneut bei der Invalidenversicherung an (Urk. 7/46
Ziff.
6.2) und reichte einen Arztbericht (Urk. 7/50) ein. Die IV-Stelle holte einen weiteren IK-Auszug (Urk. 7/51) und Arztberichte (Urk. 7/52/4, Urk. 7/52/6-8;
Urk. 7/53) ein. Sodann veranlasste sie eine Begutachtung des Versicherten durch
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, der sein Gutachten am 1
2.
November 2011 (Urk. 7/64/5-
35) erstattete. Im Rah
men des Vorbescheidverfahrens (Urk. 7/66-68; Urk. 7/71; Urk. 7/73) gingen ein Bericht des Sozialamts über Integrationsbemühungen (Urk. 7/72/5-9) und ein Arztbericht (Urk. 7/73/3-5) ein. Mit Verfügung vom 20. Juni 2012 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch des Versicherten (Urk. 7/75 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 20. Juni 2012 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 2
2.
August 2012 Beschwerde mit dem Antrag auf dessen Aufhebung und Zu
sprache von Integrationsmassnahmen sowie einer ganzen Invalidenrente, eventuell Vornahme weiterer Abklärungen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 24. September 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer am
2.
Oktober 2012 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 Prozent arbeits
unfähig (Art. 6 ATSG) sind, haben gemäss Art. 14a IVG Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Voraussetzungen für die Durch
führung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (
Abs.
1). Als Integrationsmassnahmen gelten gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozialberuflichen Rehabilitation (lit. a) und Be
schäftigungsmassnahmen (lit. b). Es geht darum, bei denjenigen Versicherten, die aktuell nicht eingliederungsfähig sind oder deren Eingliederungsfähigkeit
verloren zu gehen droht, die Eingliederungsfähigkeit herzustellen oder zu er
halten (BBl 2005 4521 ff., 4564; Erwin Murer, Invalidenversicherung: Präven
tion, Früherfassung und Integration, Bern 2009,
N.
4 und 31 zu Art. 14a IVG; Silvia Bucher, Die Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung nach Art. 14a IVG, in: Soziale Sicherheit - Soziale Unsicherheit, Festschrift für Erwin Murer zum 65. Geburtstag, 2010, S. 111). Ist aber jemand in einer anderen zumutbaren Tätigkeit arbeitsfähig, so ist er (in dieser anderen Tätigkeit) bereits eingliederungsfähig; er braucht keine Integrationsmassnahmen mehr, um die Eingliederungsfähigkeit herzustellen. Es gibt keinen Grund, Mass
nahmen zur Ermöglichung einer beruflichen Eingliederung durchzuführen, wenn auch ohne solche Massnahmen eine berufliche Eingliederung bereits um
gesetzt werden kann (BGE 137 V 1 E. 7.2.3).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
-
gust 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.5
Gemäss ständiger Rechtsprechung begründet eine Drogensucht für sich allein keine Invalidität, sondern nur in Verbindung mit einem die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden geistigen, körperlichen oder psychischen Gesundheitsscha
den mit Krankheitswert, der zur Sucht geführt hat oder als deren Folge einge
treten ist (BGE 102 V 167, 99 V 28 E. 2; AHI 2002 S. 30 E. 2a, 2001 S. 228 f.
E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 3 S. 7 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts I 940/05 vom 10. März 2006 E. 2.1 mit Hinweisen).
Eine psychisch bedingte Invalidität im Sinne des Gesetzes liegt nur dann vor, wenn ein psychisches Leiden mit Krankheitswert fachärztlich ausgewiesen ist und es der betroffenen Person trotz Aufbietung allen guten Willens, die verblei
bende Leistungsfähigkeit zu verwerten, wegen ihrer Beschwerden nicht zuzu
muten ist, einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, wobei das Mass des Forderbaren weitgehend objektiv bestimmt wird (BGE 130 V 352 f. E. 2.2.1, 131 V 49).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Streitig und zu prü
fen ist,
ob und in welchem Ausmass sich
der
Gesundheitszu
stand und
die
Arbei
tsfähigkeit des Beschwerdeführers seit dem Erlass des Ein
spracheentscheides vom
25. Februar 2005
verändert haben
.
Damit steht die Frage in Zusammenhang,
ob ein invaliditätsbegründender Gesundheitsschaden oder ein invaliditätsausschliessendes Suchtverhalten vorliegt
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf das Gutachten von
Dr.
Z._
davon aus, dass der Beschwerdeführer weiterhin infolge eines Abhän
gigkeitsverhaltens arbeitsunfähig und deshalb nicht invalid sei. Die behandeln
den Ärzte nähmen lediglich eine andere Beurteilung des gleich gebliebenen Sachverhaltes vor. Die von
Dr.
Z._
festgestellten akzentuierten Persönlichkeitszüge schränkten aus medizin
is
cher Sicht die Arbeitsfähigkeit nicht ein (
Urk.
2 S. 1-2). Es liege ein reines Suchtgeschehen vor (
Urk.
6 S. 2).
2.3
Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen, mindestens zu 70
%
arbeitsunfähig zu sein. Auf das Gutachten von
Dr.
Z._
könne nicht abgestellt werden, da es widersprüchlich sei und die seit 2007 anhaltende Abstinenz nicht berücksichtige. Weiter habe
Dr.
Z._
festgestellt, dass ein Arbeits
unfähigkeitsanteil von 30
%
auf einen psychischen Gesundheitsschaden ent
falle, weshalb ein invalidisierender Gesundheitsschaden bestehe.
Es liege nun
ein eigenständiges Leiden vor, welches sich infolge der vermehrten Drogenab
stinenz immer deutlicher zeige. Der Sachverhalt sei ungenügend abgeklärt (
Urk.
1 S. 3 ff.).
3.
3.1
Der ursprüngliche anspruchsverneinende Einspracheentscheid vom
25. Februar 2005
(
Urk.
7/23)
erging
im Wesentlichen
gestützt
auf das Gutachten der
Y._
vom 9. Juli 2004 (
Urk.
7/15), worin
eine Störung durch multiplen und ständigen Substanzgebrauch (Heroin, Kokain, Cannabis
;
ICD-10 F19.25
) diagnostiziert und eine Arbeitsfähigkeit v
on 0
%
festgestellt wurde
. Die Gutachter wiesen darauf hin, dass e
ine Entzugs- und Entwöhnungsbehandlung wahrscheinlich zu einer bedeutenden Verbesserung der Arbeitsfähigkeit führen
würde
, was jedoch erst nach längerer Abstinenz be
urteilt werden könne. Der Beschwerdeführer habe sich aber bisher für eine ent
sprechende Behandlung nicht motiviert gezeigt. Eine fremdanamnestisch ver
mutete Angsterkrankung könne ebenfalls erst in ab
stinen
tem Zustand beurteilt werden, wobei die Untersuchungen nur wenige Hinweise in diese Richtung
zeigten
(
Urk.
7/15
S. 3).
3.2
Das hiesige Gericht
erachtete
dieses Gutachten
im höchst
ge
richtlich bestätigten Urteil vom
9. Dezember 2005 als beweiskräftig und stellte fest, dass reines Sucht
geschehen
und keine eigenständige psychische Erkrankun
g des Beschwer
deführers vor
lag
. Mangels medizinisch nachgewiesener Angststörung und de
pressiver Symptome sei nicht weiter zu prüfen, ob die Sucht deren Auslöser oder Ursache ist (E. 4.4). Dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ge
mäss Einschätzung
des
Hausarzt
es
Dr.
med.
A._
, Allgemeine
Innere
Medizin FMH (
vgl.
Urk.
7/4/6), nicht durch medizinische Massnahmen, nament
lich einen Entzug
,
verbessert werden könne, sei nicht nachvollziehbar. Eine ge
eignete Entzugsbehandlung sei dem Beschwerdeführer im Rahmen seiner Scha
denminderungspflicht zumutbar (E. 4.4 am Ende).
Das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht führte zudem aus, dass hinsichtlich der von
Dr.
A._
ge
stellten Diagnosen (ausgeprägte spezifische und isolierte Phobien; ICD-10 F40.2; sowie Probleme durch negative Kindheitserlebnisse, Herauslösen aus dem El
ternhaus in der Kindheit; ICD-10 Z61.1) nicht ersichtlich sei, inwiefern dem Beschwerdeführer dadurch - für sich allein betrachtet - eine Erwerbstätigkeit gänzlich unzumutbar sein solle. Es fehle an einem die Erwerbsfähigkeit beein
trächtigenden psychischen Leiden mit Krankheitswert (
Urk.
7/38 E. 3 a. E.).
4.
4.1
Dr.
A._
führte mit Schreiben vom 15. November 2010 (
Urk.
7/50) aus, dass er den Beschwerdeführer seit vielen Jahren als Hausarzt betreue. Dieser habe sich nach dem Tod seines Bruders vor zwei Jahren nun definitiv vom Heroinkonsum trennen können und habe seit dem 19. Dezember 2007 kein Heroin mehr kon
sumiert. Kokain konsumiere er nur sehr sporadisch. Der Beschwerdeführer be
finde sich stabil im Methadonprogramm und sei in anhaltender psychothera
peutischer Behandlung. Trotz der erfolgreichen Abkehr von den Drogen sei er aus psychischen Gründen weiterhin nicht arbeitsfähig. Die Persönlichkeits- und Angststörung habe sich nicht gebessert.
Mit Bericht vom 25. Januar 2011 (
Urk.
7/52/6-8) stellte
Dr.
A._
folgende Di
agnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Ziff.
1.1):
Status nach Abhängigkeitssyndrom bei chronischem Missbrauch von Opi
aten bis 2007
ausgeprägte Angststörung, Vermeidungsverhalten, spezifische und iso
lierte Phobien (ICD-10 F40.2)
Verdacht auf Persönlichkeitsstörung vom ängstlich-vermeidenden Typ (ICD-10 F60.6)
Probleme durch negative Kindheitserlebnisse (ICD-10 Z61.1)
Dr.
A._
hielt fest, dass der Beschwerdeführer seit drei Jahren kein Heroin mehr konsumiere. Es sei immer wieder zu langen Phasen der Abstinenz gekommen. Der Beschwerdeführer habe sich in den vergangenen Jahren verändert und könne sich jetzt begrenzt um seine Eltern kümmern, wirke viel umgänglicher und zuverlässig. Leider habe sich die schwere Angstproblematik nicht geändert und es bestünden Anzeichen für eine Persönlichkeitsstörung. Notwendige Be
handlungen könnten infolge der Angst nicht durchgeführt werden und es ge
linge dem Beschwerdeführer nicht, Termine einzuhalten und eine Konstanz im Alltag zu schaffen. Obwohl er sehr motiviert gewesen sei, habe ein Arbeitsver
such abgebrochen werden müssen. Dabei seien Drogen nicht mehr von Bedeu
tung. Der Beschwerdeführer wirke nervös, motorisch unruhig, ängstlich, miss
trauisch, sei durch Worte nicht zu überzeugen, kindlich, hilfsbedürftig, unselb
ständig und teilweise impulsiv.
Die Prognose sei schlecht (
Ziff.
1.4). Durch sein Wesen, die Ängste, die fehlende Fähigkeit, Termine einzuhalten, sei keine Ar
beitsleistung möglich (
Ziff.
1.7). Trotz jahrelanger Therapie liessen sich die Ein
schränkungen nicht vermindern (
Ziff.
1.8).
4.2
Dr.
med.
B._
, Kin
der
-
und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie FMH, stellte mit Bericht vom 2
2.
März 2011 (
Urk.
7/53) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
ängstliche, selbstunsichere Persönlichkeitsstörung (
ICD-10 F60.6, Z61.1, Z62, Z60.1
generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)
Abhängigkeitssyndrom: vom 2
2.
Altersjahr bis 2007 multipler Sub
-
stanzge
brauch (ICD-10 F19.25)
heute: Methadonprogramm bei gelegentlichem Cannabisgebrauch (ICD-10 F12.1), zur Zeit kein Kokainkonsum
Der Beschwerdeführer komme nun regelmässig zu den psychotherapeutischen Sitzungen. Er sei meist nervös
,
ängstlich
und
sorgengeplagt und ziehe sich so
zial zurück. Er sei unselbständig und halte Druck und Ansprüche kaum aus. Die Ängste seien chronifiziert, die Prognose bezüglich selbständiger Lebensführung und Arbeitsleistung sei sehr schlecht (
Ziff.
1.4). Die Arbeitsunfähigkeit betrage 100
%
; die Ängste und die selbstunsichere Persönlichkeit verhinderten eine Ar
beitsleistung (
Ziff.
1.6 und 1.7).
4.3
Dr.
Z._
stellte in seinem unter Berücksichtigung der Akten, Erhe
bung der Anamnese und der Befunde und nach Durchführung eigener Untersu
chungen am 1
2.
November 2011 erstatteten Gutachten (
Urk.
7/64/5-35) fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 21
Ziff.
3.1):
Störungen durch Opioide, Abhängigkeitssyndrom im Sinne einer kon
-
trol
lierten Abhängigkeit (ICD-10 F11.22)
Störungen durch Alkohol, Abhängigkeitssyndrom, episodischer Sub
-
stanz
gebrauch (ICD-10 F10.26)
low-dose Benzodiazepinabhängigkeit (ICD-10 F13.25)
akzentuierte Persönlichkeit (ICD-10 Z.73.1) mit ängstlich-vermeidenden Zügen, Selbstwertproblematik und einfachen intellektuellen Leistungen
Folgende Diagnosen hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 22
Ziff.
3.2):
Angst und depressive S
törung gemischt (ICD-10 F41.2)
intermittierender schädlicher Konsum von Cannabinoide, ICD-10 F12.1
Tabakabhängigkeit (ICD-10 F17.25)
gelegentliche Relapse bei vorbekannter, seit dem etwa 2
2.
Lebensjahr sich entwickelnder Kokainabhängigkeit (ICD-10 F14), subjektiv ab Ende 2007 weitestgehend abstinent
Ein gewohnheitsmässiger Konsum von Benzodiazepinen steigere sowohl die Angstbereitschaft wie auch Angstreaktionen (S. 20 oben).
Ob der Beschwerde
führer an bedeutsamen Suchtfolgeerscheinungen leide, könne erst nach einer völligen und längeren Abstinenz beurteilt werden, die derzeit noch nicht er
reicht sei. Der Beschwerdeführer nehme weiterhin Cannabinoide, Benzodiaze
pine und mindestens zeitweilig auch Kokain, vor allem aber Alkohol zu sich
(S. 20
Mitte
).
Zur Frage, ob eine primäre oder sekundäre Suchtentwicklung vor
liege, sei festzuhalten, dass bereits in der früheren Begutachtung die Sucht in diagnostischer Sicht ganz in den Mittelpunkt gestellt worden sei; andere ins Gewicht fallende Komorbiditäten seien damals nicht genannt worden. Dies treffe weiterhin zu, besonders wenn man berücksichtige, dass die Suchtent
wicklung schon früh mit Cannabis und Zigaretten begonnen habe: Alkohol sei spätestens mit 20 und Heroin und Kokain mit 21 bis 22 Jahren dazugekommen. Entwicklungspsychologisch sei zu diesem Zeitpunkt die Persönlichkeitsorgani
sation noch nicht sehr lange abgeschlossen, weshalb die Diagnose einer Persön
lichkeitsstörung auch nicht vor Vollendung des 1
7.
Lebensjahrs gestellt werden sollte.
Dass eine sich aufbauende Sucht
als Reaktion auf dysfunktionale Verar
beitung psychischer Störungen
in Gang gesetzt
worden wäre
,
hätte klar nach
vollziehbar
schon damals durch psychopathologische Befundungen belegt und durch ernsthafte Behandlungsversuche erhärtet werden müssen. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung sei jedoch erst
im Frühling 2011, retrospektiv
und
-
wie im Fall der Angststörung
-
ohne psychopathologische Grundlage erstellt worden (S. 20 unten f.).
Das Suchtleiden habe sich leicht verbessert. Der psychisc
he Gesundheitsschaden habe bei W
eitem nicht die Schwere, die von den behandelnden Ärzten postuliert werde. Es fänden sich keine zwingenden, intersubjektiv nachvollziehbaren psy
chopathologischen und biographischen Belege für eine Persönlichkeitsstörung oder eine klinisch bedeutsame Angststörung. Solche Befunde würden auch in den aktuellen Arztberichten nicht genannt (S. 26). Es gelte auch heute noch die Einschätzung der Gutachter der
Y._
aus dem Jahr 200
4.
Der Beschwerdeführer sei nach wie vor mindestens
zu
70
%
ar
beitsunfähig.
Dabei sei aber der Anteil des eigentlichen psychiatrischen Ge
sundheitsschadens auf die Minderung der Arbeitsfähigkeit, also der Einfluss ei
ner ängstlich-depressiven Störung gemischt und der akzentuierten Persönlich
keit, wobei dies weniger als „psychiatrische Diagnose“ denn mehr als „Struk
turdiagnose“ zu werten sei, relativ gering; er mache am gesamten Gesundheits
schaden nicht ganz 30
%
aus. Die Bestimmung einer über 70%igen Arbeitsun
fähigkeit mit einem r
ein psychiatrischen Anteil von 3
0
%
treffe auch für einen angepassten Arbeitsplatz zu und gelte nach einer leichten Verbesserung des Suchtleidens ab Ende 2007 (S. 27).
Die Tätigkeit in einem Beschäftigungsprogramm habe der Beschwerdeführer aufgegeben. Seine Einschränkungen gründeten in verschiedenen IV-fremden Umständen. So seien der geminderte Allgemeinzustand, die stark reduzierte körperliche Fitness und das unzureichende Durchhaltevermögen primär dur
ch
ein Suchtleiden bestimmt,
teils durch den nach wie vor andauernden aktuellen Konsum psychotroper Substanzen und nun zusätzlich
Benzodiazepinen sowie durch die noch nicht erfolgte ausreichende Regeneration nach einer mehr als zwanzig Jahre anhaltenden Suchtkarriere (S. 27).
Es lägen keine somatischen Untersuchungsergebnisse vor, die über körperliche Suchtfolgeerscheinungen Aufschluss geben könnten. Durch das langjährige Suchtleiden
seien die Koordination, die Gleichgewichtsfunktion, die Belastbar
keit wie auch die Konzentration und das Reaktionsvermögen beeinträchtigt.
Leichte Einbussen im Umstellungs- und Anpassungsvermögen gingen a
uf die ängstlich-vermeidenden und depressiven Persönlichkeitsanteile zurück. Sowohl die Sucht wie der psychische Gesundheitsschaden seien durch medizinische Massnahmen verbesserbar (S. 28).
Da relevante psychische Erkrankungen fehlten, müsse das Suchtleiden als pri
mär betrachtet werden. Es sei nicht als Reaktion auf andere Erkrankungen oder Störungen entstanden. Die seit der letzten psychiatrischen Begutachtung fest
gestellte volle Arbeitsunfähigkeit gehe alleine auf das Suchtleiden zurück, wel
ches trotz Drosselung auch heute noch fortbestehe. Die negativen Auswirkun
gen auf den Allgemeinzustand seien noch nicht hinreichend rekompensiert. Es sei somit nach einer leichten Verbesserung des Gesundheitsschadens ab Ende 2007 von einer noch mindestens 70
%
betragenden Arbeitsunfähigkeit für die letzte Tätigkeit in einem Elektrofachgeschäft wie auch
für
eine angepasste Tä
tigkeit auszugehen (S. 30). Diese Arbeitsunfähigkeit sei Resultat der Sucht und ihrer Auswirkungen auf den Allgemeinzustand des Beschwerdeführers, wobei zusätzlich psychosoziale Faktoren mitwirkten. Der Beschwerdeführer habe ein erhebliches Vermeidungsverhalten m
it Selbstlimitation entwickelt. Der Anteil des eigentlichen psychischen Gesundheitsschadens sei mit maximal 30
%
zu be
ziffern (S. 30 unten f.).
4.4
Dr.
B._
und
C._
, Fachpsychologe für Psychotherapie, stellten mit Bericht vom 2
9.
März 2012 (
Urk.
7/73/3-5) folgende Diagnosen (S. 1).
ängstliche, selbstunsichere Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6, Z61.1, Z62, Z60.1)
generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)
Abhängigkeitssyndrom, seit dem 2
2.
Lebensjahr bis 2007 multipler Sub
stanzgebrauch (ICD-10 F19.25)
heute: Methadonprogramm bei gelegentlichem Cannabisgebrauch (ICD-10 F12.1), zur Zeit kein Kokainkonsum
Störungen durch Alkohol, episodischer Substanzgebrauch (ICD-10 F10.26)
Die Sucht sei Folge der Selbstunsicherheit und der Ängste des Beschwerdefüh
rers. Er sei immer noch von verschiedenen erwähnten Substanzen abhängig.
Es sei, i
n Übereinstimmung mit
Dr.
Z._
,
schwierig, den Anteil
der Ängstlichkeit und den Anteil des Suchtleidens als Ursache der Arbeitsunfähig
keit des Beschwerdeführers auseinanderzuhalten. Die langjährige Abhängigkeit habe sicher die Persönlichkeit des Beschwerdeführers beeinflusst und die Ent
wicklung seines emotionalen und sozialen Verhaltens beeinträchtigt sowie seine Persönlichkeitsstörung verstärkt (S. 1). Die im Gutachten der
Y._
erhobenen Befunde würden auf Ängste und depressive Stö
rungen hinweisen, was aber damals nicht diagnostiziert worden sei. Seit den ersten Befunden im Jahr 2002 habe sich die Einschätzung verdichtet, dass eine ängstlich-depressive Störung sowie eine Persönlichkeitsstörung beziehungs
weise eine akzentuierte Persönlichkeit vorliege. Diese psychischen Störungen würden nach wie vor durch das Suchtleiden überdeckt und seien davon schwie
rig abzugrenzen. Seit der Beschwerdeführer abstinent lebe, zeigten sich seine psychiatrischen Störungen immer klarer. Der Gesundheitsschaden werde heute durch Gutachter und behandelnde Ärzte ausgeprägter diagnostiziert und eine daraus folgende Arbeitsunfähigkeit werde im Umfang von 30 bis 100
%
bestä
tigt (S. 2).
Es werde versucht, den Beschwerdeführer für einen niederschwelligen Arbeits
einsatz zu motivieren, er reagiere jedoch auf Vorschläge und den geringsten Druck von Seiten des Sozialamts mit starker Abwehr, verbringe noch mehr Zeit in seinem dunklen Zimmer, scheue soziale Kontakte und konsumiere vermehrt Alkohol und Drogen
. Man könne argumentieren, dass dies ein typisches Sucht
verhalten darstelle. Der Ursprung sei jedoch in der Scheu vor Ablehnung,
Aus
gesetzt
sein, der Konfrontation mit der eigenen Misere, der Vorstellung, erneut zu versagen, in der gedanklichen Verzerrung der Realität und in seiner Persön
lichkeit begründet. Es bestünden eine starke Selbstverunsicherun
g und grosse soziale Ängste. Integrationsmassnahmen erschienen als sinnvoll, jedoch könne der Beschwerdeführer in seinem jetzigen psychischen Zustand nur sehr nieder
schwellige Angebote wahrnehmen (S. 3).
5.
5.1
Der Vergleich der medizinischen Sachlage, wie sie sich vor Erlass des Einspra
-
che
entscheides vom 2
5.
Februar 2005 präsentierte (vgl. vorstehend E. 3.1-2), mit den der Neuanmeldung zu Grunde liegenden Berichten (vgl. vorste
hend E. 4) zeigt, dass der Beschwerdeführer zwar seinen Drogenkonsum redu
zieren, aber nicht vollkommen sistieren konnte. Zwar konsumiert er kein Heroin mehr, nimmt jedoch immer noch Cannabinoide, Benzodiazepine, Alkohol und
zeitweilig Kokain zu sich.
Somit liegt weiterhin ein Suchtgeschehen vor.
Gleich
zeitig ist
- wohl infolge des reduzierten Konsums, wie
Dr.
B._
bestätigt (vgl. vorstehend E. 4.4)
, und infolge der
nun
regelmässigen psychotherapeutischen Behandlung
–
aus den
aktuellen medizinischen Berichte
n
und im Gegensatz zu der früheren Sachlage nun deutlicher ersichtlich, dass der Beschwerdeführer auch an psychischen Beeinträchtigung
en
l
eiden könnte
.
Dr.
B._
diagnosti
zierte eine ängstliche, selbstunsichere Persönlichkeitsstörung und eine generali
sierte Angststörung (vgl. vorstehend E. 4.2)
, und
Dr.
Z._
stellte die Diagnose Angst und depressive Störung gemischt (vgl. vorstehend E. 4.3). Psychische
Beeinträchtigungen stellte auch Hausarzt
Dr.
A._
fest (vgl. vorste
hend E. 4.1). Es ist deshalb zu prüfen,
ob es sich dabei um ein eigenständiges Leiden handelt, ob es
zur Sucht geführt hat oder als deren Folge eingetreten ist
und welchen Einfluss diese Beeinträchtigung auf die Arbeitsfähigkeit hat
(vgl. vorstehend E. 1
.5
)
.
5.3
Diese Fragen werden durch das Gutachten von
Dr.
Z._
beantwor
tet, welches den praxisgemässen Anforderungen an einen Ar
ztbericht (vgl. vor
stehend E. 1.6
) zu genügen vermag.
Dr.
Z._
kam in seinem aus
führlichen und sorgfältig begründeten Gutachten zum Schluss, dass keine zwin
genden Belege für eine Persönlichkeitsstörung oder eine klinisch bedeutsame Angststörung gegeben seien; solche Befunde würden auch in den vorliegenden Arztzeugnissen nicht genannt.
Relevante psychische Erkrankungen fehlten und das Suchtleiden müsse deshalb als primär betrachtet werden; es sei nicht als Re
aktion auf andere Erkrankungen entstanden.
Dr.
Z._
legte zudem schlüssig dar, dass keine Anhaltspunkte für eine bereits im jugendlichen Alter festgestellte psychische Erkrankung gegeben seien, die für die Sucht kausal ge
wesen wäre.
D
en
Berichte
n
von
Dr.
A._
(vgl. vorstehend E. 4.1) und
Dr.
B._
(vgl. vorstehend E. 4.2 und E 4.4) kommt im Vergleich zum Gutachten von
Dr.
Z._
geringerer Beweiswert zu, da sie nicht auf allseitigen Un
tersuchungen basieren und weniger ausführlich und schlüssig begründet sind.
Dr.
A._
verfügt als Facharzt für Allgemeine Innere Medizin zudem nicht über das zur Beurteilung psychischer Störungen erforderliche Fachwissen.
5.4
Dr.
Z._
stellte als
eigenständige
psychiatrische Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit einzig diejenige einer akzentuierten Persön
lichkeit mit ängstlich-vermeidenden Zügen, Selbstwertproblematik und einfa
chen intellektuellen Leistungen (ICD-10 Z73.1).
Diese Beeinträchtigung ist nach ICD-10-Inventar
in der Kategorie
„
Probleme verbunden mit Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung" aufgeführt und gehört damit zu den Faktoren, die den Gesundheitszustand
beeinflussen und zur Inanspruch
nahme von Gesundheits
diensten führen (ICD-10 Z.00-/99), denen jedoch kein versicherungsmedizini
scher Krankheitswert zukommt (vgl.
dazu
das Urteil des Bundesgerichts 8C_663/2010 vom 1
5.
November 2010, E. 5.2.4). Die Z-Kategorisierung ist für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als „Diagnosen“ oder „Probleme“ an
gegeben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Kategorien ICD-10 A
bis
Y klassifizierbar sind. Dies, wenn irgendwelche Umstände oder Probleme vorliegen, die den Gesundheitszustand einer Person beeinflussen, an sich aber keine bestehende Krankheit oder Schädigung sind (ICD-10 Band 1 Version 1.3, Gesamtausgabe Österreich-Schweiz-Deutschland, Kapitel XXI, S. 1239).
Insofern vermag diese Diagnose versicherungsrechtlich keine Arbeitsunfähigkeit zu verursachen.
5.5
Somit hat die Sucht weder zu einer
relevanten psychischen Erkrankung geführt
noch liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass eine relevante psychische Erkran
kung
für
die Sucht verantwortlich ist
.
Die feststellbare psychische Beeinträchti
gung ist
nach dem vorstehend Gesagten
versicherungsrechtlich nicht massge
blich.
Selbst wenn gestützt auf das Gutachten von
Dr.
Z._
eine psychisch bedingte Arbeitsunfähigkeit von 30
%
berücksichtigt werden müsste, so würde dies weder einen Rentenanspruch noch einen Anspruch auf Integrati
onsmassnahmen begründen (vgl. vorstehend E.
1.2 und 1.3
). Die Beeinträchti
gung erscheint zudem aus objektiver Sicht als überwindbar, zumal nach ärztli
cher Feststellung ein -
weiterhin
zumutbarer - Entzug
mit anschliessender Re
konditionierung
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers verbessern könnte.
5.6
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
seit dem Erlass des Einspracheentschei
des vom 2
5.
Februar 2005
keine gesundheitliche Veränderung eingetreten ist.
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens. Dies führt zur Ab
weisung der Beschwerde.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie de
m
u
nterliegenden Be
schwerdeführer
aufzuerlegen.