# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 561a9b34-1dd5-4973-8491-d4241bea52f8
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Der am 21. März 1979 geborene D.P. ist Staatsangehöriger von Serbien. Er reiste
am 14. Januar 2006 erstmals in die Schweiz ein und heiratete am gleichen Tag in
Zürich die am 24. November 1981 geborene Schweizer Bürgerin V.C. In der Folge
erhielt er am 19. Januar 2006 im Rahmen des Familiennachzugs eine
Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau. Diese Bewilligung wurde letztmals
bis zum 13. Januar 2009 verlängert.
Mit Eheschutzentscheid vom 5. Juni 2008 genehmigte das Kreisgericht
Untertoggenburg-Gossau die Vereinbarung von D.P. und V.C. vom 28. Mai 2008,
wonach sich diese trennten, um sich über ihr Verhältnis klar zu werden. Auch
verpflichtete sich D.P. zum Auszug aus der ehelichen Wohnung bis spätestens 1. Juli
2008. Am 3. Juli 2008 meldete er sich per 1. August 2008 allein beim Einwohneramt
der Politischen Gemeinde R. an.
Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs widerrief das Ausländeramt mit Verfügung
vom 12. November 2008 die Aufenthaltsbewilligung von D.P. und wies diesen an, die
Schweiz bis spätestens 31. Januar 2009 zu verlassen. Zur Begründung führte es im
wesentlichen an, D.P. erfülle keine der Voraussetzungen für die Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung trotz Auflösung der Ehegemeinschaft. Das öffentliche Interesse
an seiner Fernhaltung überwiege sein privates Interesse an einem Verbleib in der
Schweiz, und die Rückkehr sei möglich, zulässig und zumutbar.
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B./ D.P. erhob mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 14. November 2008 und
Ergänzung vom 8. Dezember 2008 Rekurs beim Sicherheits- und Justizdepartement
mit dem Begehren, die Verfügung des Ausländeramts vom 12. November 2008 sei
aufzuheben und von einem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung abzusehen. Überdies
sei das Rekursverfahren bis zur rechtskräftigen Erledigung des Scheidungsverfahrens
zu sistieren. D.P. legte am 5. Januar 2009 eine Kopie des gleichentags und gemeinsam
mit seiner Ehefrau beim Kreisgericht Rorschach eingereichten Scheidungsbegehrens
ins Recht. Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den Rekurs von D.P. mit
Entscheid vom 6. Februar 2009 ab. Es wies das Ausländeramt an, diesem eine neue
Ausreisefrist anzusetzen. Im wesentlichen erwog es, eine Sistierung des Verfahrens sei
angesichts des fehlenden Willens der Eheleute zur Wiedervereinigung nicht geboten.
Aufgrund des gemeinsamen Scheidungsbegehrens vom 5. Januar 2009 sei nicht mehr
von nur einer vorübergehenden Trennung auszugehen. Auch sei die für die
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung vorausgesetzte Dauer von drei Jahren
Ehegemeinschaft nicht erreicht. Die privaten Interessen von D.P. an einem weiteren
Verbleib in der Schweiz vermöchten die öffentlichen Interessen an der
Nichtverlängerung von dessen Aufenthaltsbewilligung deshalb nicht zu überwiegen. Die
Verfügung des Ausländeramts erweise sich als recht- und verhältnismässig.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 11. Februar 2009 und Ergänzung vom 6.
März 2009 erhob D.P. Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Begehren, der
Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements vom 6. Februar 2009 sowie die
Verfügung des Ausländeramts vom 12. November 2008 seien aufzuheben und seine
Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu
Lasten des Staats. Überdies sei das Beschwerdeverfahren bis zur rechtskräftigen
Erledigung des Scheidungsverfahrens zu sistieren. Zur Begründung führte D.P. im
wesentlichen an, bei korrekter Gesetzesanwendung und Ermessensausübung sowie
unter Berücksichtigung seiner Integrationsbereitschaft müsse ihm der weitere
Aufenthalt in der Schweiz gestattet werden. Eine Wegweisung erwiese sich als
unverhältnismässig und würde geradezu einen Härtefall begründen. Er habe inner- und
ausserhalb des Eheschutzverfahrens für die Aufrechterhaltung der Ehe gekämpft. Auch
müssten die Integrationsaspekte im konkreten Fall wesentlich stärker berücksichtigt
werden, zumal sein Arbeitgeber auf ihn als bestqualifizierten und mit besonderen
Aufgaben betrauten Mitarbeiter angewiesen sei.
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D.P. legte mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 7. März 2009 eine Ergänzung zum
Zwischenzeugnis seines Arbeitgebers vom 16. Februar 2009 ins Recht.
Mit Vernehmlassung vom 12. März 2009 beantragte das Sicherheits- und
Justizdepartement die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde und verwies zur
Begründung auf den angefochtenen Entscheid sowie die Akten.
D.P. legte mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 5. Mai 2009 eine Kopie der
Bestätigung des Scheidungsbegehrens und der Teilvereinbarung über die
Scheidungsfolgen vom 4. Mai 2009 ins Recht. Überdies wies er darauf hin, dass er
mittlerweile mit einer niedergelassenen Ausländerin zusammenlebe, die bei ihm
angemeldet sei und die er zu ehelichen gedenke. Mit Eingabe vom 8. Mai 2009 legte er
schliesslich eine Kopie des Scheidungsurteils des Kreisgerichts Rorschach vom 7. Mai
2009 zu den Akten.
Auf die weiteren Vorbringen von D.P. wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden

## Considerations

Erwägungen eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 11. Februar 2009
sowie ihre Ergänzung vom 6. März 2009 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer beantragt zunächst die Sistierung des Beschwerdeverfahrens
vor Verwaltungsgericht, bis das vor Kreisgericht Rorschach hängige
Scheidungsverfahren zwischen ihm und seiner Ehefrau rechtskräftig erledigt sei. Mit
Entscheid vom 7. Mai 2009 sprach das Kreisgericht Rorschach die Scheidung
zwischen den Eheleuten aus, die aufgrund des schriftlichen Rechtsmittelverzichts der
beiden Ehegatten gleichentags rechtkräftig wurde. Das Sistierungsbegehren ist somit
gegenstandslos geworden. Auf den vom Beschwerdeführer beantragten Beizug der
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Akten des Eheschutzverfahrens vor dem Kreisgericht Untertoggenburg-Gossau ist
deshalb zu verzichten. Auch ist unter den gegebenen Umständen nicht näher auf die
Behauptung des Beschwerdeführers einzugehen, Vorinstanz und Ausländeramt hätten
den in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
(SR 101, abgekürzt BV) verankerten Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, weil sie
die Eheschutz- und Scheidungsakten nicht beigezogen hätten.
3. Streitgegenstand ist die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des
Beschwerdeführers.
3.1. Nach Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit
diesen zusammenwohnen. Das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 AuG
besteht nicht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden
und die Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AuG). Wichtige Gründe für eine
Ausnahme vom Erfordernis des Zusammenwohnens können gemäss Art. 76 der
Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201, abgekürzt
VZAE) insbesondere durch berufliche Verpflichtungen oder durch eine vorübergehende
Trennung wegen erheblicher familiärer Probleme entstehen. Die zuständige Behörde
kann Bewilligungen, ausgenommen die Niederlassungsbewilligung, widerrufen, wenn
der Ausländer eine mit der Bewilligung verbundene Bedingung nicht einhält (Art. 62 lit.
d AuG). Nach Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht nach Art. 50
Abs. 1 AuG der Anspruch des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 AuG weiter, wenn die
Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine erfolgreiche
Integration besteht (lit. a) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren
Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Eine erfolgreiche Integration nach
Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG liegt vor, wenn der Ausländer namentlich die rechtsstaatliche
Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert und den Willen zur
Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen
Landessprache bekundet (Art. 77 Abs. 4 VZAE). Wichtige Gründe für einen weiteren
Aufenthalt in der Schweiz nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG können namentlich vorliegen,
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wenn der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde und die soziale Wiedereingliederung
im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG).
3.2. Unter Ermessen versteht man einen gesetzlich eingeräumten
Entscheidungsspielraum, der nach herrschender Auffassung dadurch entsteht, dass
die Rechtsfolge einer Rechtsnorm nicht eindeutig festgelegt ist. Dieser Spielraum soll
der rechtsanwendenden Behörde das Treffen einer sachgemässen Entscheidung im
Einzelfall ermöglichen. Das Verwaltungsgericht hat sich nach Art. 61 Abs. 1 VRP indes
auf die Rechtskontrolle zu beschränken, so dass ihm die Überprüfung des durch die
Vorinstanz und das Ausländeramt ausgeübten Ermessens grundsätzlich nicht zusteht.
Im konkreten Fall prüft es allein, ob Vorinstanz und Ausländeramt ihr Ermessen
allenfalls überschritten oder missbraucht haben könnten. Eine
Ermessensüberschreitung liegt vor, wenn die Behörde Ermessen walten lässt, wo für
dieses nach Gesetz kein Raum ist. Ein Ermessensmissbrauch wird demgegenüber
angenommen, wenn sich die Behörde zwar an den Rahmen des ihr vom Gesetz
eingeräumten Ermessens hält, dieses jedoch missbräuchlich anwendet (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 739 ff.).
3.3. Mit dem am 7. Mai 2009 ergangenen Entscheid des Kreisgerichts Rorschach
wurde die Ehe zwischen dem Beschwerdeführer und dessen Ehefrau rechtskräftig
geschieden. Dieser kann sich somit nicht mehr auf Art. 42 AuG berufen, um einen
Anspruch auf Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung geltend zu machen. Auch ist
auf dessen ausführliche Vorbringen im Zusammenhang mit den Bemühungen um
Aufrechterhaltung der Ehe nicht näher einzugehen, zumal dieser nach eigenen
Angaben mittlerweile mit einer neuen Lebenspartnerin zusammen wohnt. Aus den
Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer und seine ehemalige Ehefrau am 14.
Januar 2006 heirateten und sich gemäss Eheschutzentscheid vom 5. Juni 2008
spätestens per 1. Juli 2008 trennten. Er verpflichtete sich, zu diesem Zeitpunkt aus der
ehelichen Wohnung auszuziehen. Vor dem Hintergrund des mittlerweile ergangenen
Scheidungsurteils stellte die Vorinstanz zutreffend fest, der Ehewille zumindest der
Ehefrau sei mit der durch das Kreisgericht genehmigten Trennung endgültig erloschen.
Auch erbringt der Beschwerdeführer keine Beweise für seine Behauptung, die Ehefrau
habe das Scheidungsverfahren auf Druck ihrer Eltern angestrengt. Überdies verkennt
er, dass für die Berechnung der gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG erforderlichen
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dreijährigen Frist nur diejenige Zeit zu berücksichtigen ist, während der die Ehegatten
zusammen wohnen und damit eine Haushaltsgemeinschaft bilden (Zünd/ Arquint Hill,
in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz.
8.49; VerwGE B 2008/205 vom 24. März 2009 E. 2.2.; VerwGE B 2008/194 vom 24.
März 2009 E. 3.2.; VerwGE B 2008/150 vom 5. November 2008 E. 2.2., alle publiziert
in: www.gerichte.sg.ch). Das vom Beschwerdeführer behauptete längere voreheliche
Zusammenleben in der Schweiz bleibt für die Bestimmung der relevanten Ehedauer
somit ohne Belang. Angesichts der kurzen Ehedauer von nicht einmal drei Jahren ist
die für die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Auflösung der
Ehegemeinschaft verlangte Frist offensichtlich nicht erfüllt.
3.4. In bezug auf die von ihm geltend gemachte erfolgreiche Integration in der Schweiz
gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG bringt der Beschwerdeführer vor, er sei in
strafrechtlicher Hinsicht in keiner Weise negativ aufgefallen und geniesse einen
ausgezeichneten Leumund. Er komme seinen Verpflichtungen gegenüber der
Öffentlichkeit nach, und gegen ihn bestünden keine Betreibungen. Auch sei er
sprachlich sowie sozial integriert und pflege einen engen Kontakt mit einem ihm
nahestehenden Cousin. Dem Beschwerdeführer ist grundsätzlich zuzustimmen, dass
sein Verhalten während des bisherigen Aufenthalts in der Schweiz zu keinen Klagen
Anlass gegeben hat. Auch weisen die Bestätigungen der Sprachschule sowie die
Zeugnisse des Arbeitgebers auf eine gewisse soziale und berufliche Integration hin.
Dennoch verkennt er, dass Ausländer im allgemeinen keine Vorteile aus ihrem
klaglosen Verhalten ziehen können. Vielmehr darf von ihnen ohne weiteres ein
reibungsloses Einfügen in die geltende Rechtsordnung erwartet werden. Auch verkennt
der Beschwerdeführer, dass der Kontakt zu einem Cousin grundsätzlich keine enge
familiäre Bindung in der Schweiz begründen kann, zumal er den grössten Teil seines
Lebens in seinem Heimatland verbracht hat, wo heute noch seine Grossmutter, die
Eltern und der Bruder leben. Überdies ist den Akten nicht zu entnehmen, dass er eine
besonders qualifizierte berufliche Tätigkeit ausübte, die für eine fortgeschrittene
Integration spräche. Daran vermag auch sein Vorbringen nichts zu ändern, sein
Arbeitgeber sei für das Ausprobieren einer Prototypenmaschine auf ihn als eigentlichen
Spezialisten angewiesen. Insbesondere sind keine Hinweise ersichtlich, dass nicht
auch ein anderer Arbeitnehmer berufsbegleitend für diese Position ausgebildet werden
könnte. Schliesslich ist der Beschwerdeführer auf sein widersprüchliches Verhalten im
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Zusammenhang mit den von ihm geltend gemachten Bemühungen zur Rettung der Ehe
hinzuweisen. So bringt er in der Beschwerdeergänzung einerseits vor, er habe sich
nach Kräften sowie mit allen ihm zugänglichen und zulässigen Mitteln um eine
Wiederaufnahme des Ehelebens bemüht. Andererseits gesteht er mit Schreiben vom
5. Mai 2009 und damit noch vor Eröffnung des Scheidungsurteils ein, er lebe
mittlerweile mit einer neuen Freundin zusammen, die er zu ehelichen gedenke. Der
Beschwerdeführer beabsichtigt somit offensichtlich das Erlangen einer
Aufenthaltsbewilligung durch Heirat mit einer niedergelassenen Ausländerin. Überdies
sind keine Anhaltspunkte ersichtlich, wonach Vorinstanz und Ausländeramt den
Grundsatz der Rechtgleichheit gemäss Art. 8 BV verletzt oder gar willkürlich im Sinne
von Art. 9 BV gehandelt hätten.
3.5. Schliesslich ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer gestützt auf Art. 50 Abs. 1 lit. b
AuG einen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung geltend machen
kann. In diesem Zusammenhang bringt er vor, bei der Beurteilung der wichtigen
persönlichen Gründe, die seinen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich
machten, sei seine erfolgreiche Integration massgeblich zu berücksichtigen. Nach
knapp vier Jahren Aufenthalt in der Schweiz sei seine soziale Wiedereingliederung im
Heimatland stark gefährdet, da er dort keine neue Beschäftigung finden und eine
trostlose Zukunft vor sich haben werde. Weder den Vorbringen des Beschwerdeführers
noch den Akten ist indes zu entnehmen, dass dessen Wiedereingliederung im
Heimatland gemäss Art. 50 Abs. 2 AuG tatsächlich stark gefährdet sein sollte. Wie in E.
3.4. ausgeführt, verbrachte der Beschwerdeführer den grössten Teil seines Lebens im
Heimatland und kam erst im fortgeschrittenen Alter von 27 Jahren in die Schweiz. Er
verfügt dort mit seiner Familie unbestritten über ein intaktes soziales Umfeld, das ihm
eine Rückkehr ohne weiteres ermöglicht. Auch stellte die Vorinstanz zutreffend fest,
dass eine drohende Arbeitslosigkeit im Heimatland keinen wichtigen persönlichen
Grund zur Verhinderung der Rückkehr ins Heimatland darstelle. Seine Situation ist nicht
anders als bei anderen, die zur Rückreise verpflichtet werden. Schliesslich ergeben
sich aus den Akten keinerlei Anhaltspunkte, dass die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung unverhältnismässig sein oder gar einen Härtefall darstellen
sollte. Auch ist nicht ersichtlich, inwieweit die Vorinstanz im konkreten Fall ihr
Ermessen überschritten oder gar missbraucht haben sollte. Die Vorinstanz stellte mit
Verweis auf die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung vielmehr zu Recht fest, es
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bestehe ein öffentliches Interesse an der Wegweisung von Ausländern, bei denen die
familiären Voraussetzungen für die Erteilung oder Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung nach kurzem Aufenthalt in der Schweiz wegfielen (VerwGE B
2007/95 vom 29. August 2007 E. 2.1.; VerwGE B 2006/52 vom 8. Juni 2006 E. 2.b;
VerwGE B 2004/163 vom 25. Januar 2005 E. 2.b.bb, publiziert in: www.gerichte.sg.ch).
Die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erweist sich somit als recht- und
verhältnismässig, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
3.6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Aufenthaltsbewilligung
des Beschwerdeführers zu Recht nicht verlängert hat. Die Voraussetzungen für eine
Verlängerung gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. a und b AuG sind nicht gegeben, da die
eheliche Gemeinschaft weniger als drei Jahre dauerte sowie keine besondere
Integration des Beschwerdeführers und keine wichtigen persönlichen Gründe
bestehen, die dessen Verbleib in der Schweiz erforderten. Die Rückkehr des
Beschwerdeführers liegt unter den gegebenen Umständen im öffentlichen Interesse, ist
verhältnismässig und zumutbar, so dass die Beschwerde abzuweisen ist.
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht