# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b6fc0c39-5a01-5b23-89e0-24b45b507a85
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1970 geborene
X._
, ohne Berufsausbildung
,
war ab
März 1987
bei verschiedenen Arbeitgebern
vorwiegend als Produktions-
mitarbei
terin
tätig
und bezog zwischenzeitlich Arbeitslosenentschädigung (
Urk.
10/11;
Urk.
10/42).
Unter Hinweis auf eine Diskushernie meldete sie sich am 1
9.
April 2004 bei der Invalidenversicherung zum Rentenbezug an
(
Urk.
10/4).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte nebst einem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug; Urk.
10/11) verschiedene Arztberichte (
Urk.
10/10/1-2
;
Urk.
10/10/5-7) und Auskünfte der letzten Arbeitgeber sowie der Arbeitslosenversicherungskasse (
Urk.
10/6-8) ein.
Nach weiteren medizinischen Abklärungen (
Urk.
10/13) verfügte die IV-Stelle am 3
0.
August 2004, dass kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe, da es der Versicherten aus medizinischer Sicht zumutbar sei, eine behinderungsangepasste Tätigkeit mit leichter bis mittel
schwerer Belastung vollumfänglich auszuüben
(
Urk.
10/15). Dies
e Verfügung blieb unangefochten.
1.2
Von April 2011 bis Januar 2013 war
X._
bei der
Y._
,
als
Bestückerin
beziehungsweise
Löterin
angestellt
(
Urk.
10/31/1;
Urk.
10/42).
Am
1
6.
Oktober 2013 meldete sie sich erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Als Begründung führte sie nebst Rheumaschüben, Arthrose in diversen Gelenken und ständigen
Migrä
neanfällen
an, dass das Sehvermögen immer schlechter werde und sie infolge Schmerzen in Rücken und Beinen trotz Rücken-operation kaum mehr gehen könne (
Urk.
10/20/4 f.).
Nach einem Standortgespräch (
Urk.
10/24)
holte
die IV-Stelle einen aktuellen IK-Auszug der Versicherten (
Urk.
10/26)
sowie Arztberichte (
Urk.
10/25;
Urk.
10/33;
Urk.
10/35
)
ein
.
Im Rahmen von
Früh
interventionsmassnahmen
erteilte die IV-Stelle
sodann eine
Kostengut
spra
che
fü
r eine Potenzialabklärung bei der
Z._
(
Urk.
10/37
; Schlussbericht vom
4.
März 2014,
Urk.
10/43
).
Am 3
0.
April 2014 schloss sie die beruflichen Eingliederungs
-
massnahmen
ab, da die Versicherte eine befristete Anstellung
bei der
A._
, erhielt (Urk.
10/44-46).
Im Rahmen der darauffolgenden Rentenprüfung zog die IV
Stelle weitere Arztberichte bei (
Urk.
10/48) und gab ein
bidisziplinäres
Gutachten in Auftrag (
Urk.
10/51; Gutachten vom
3
0.
August sowie 18.
Oktober 2014,
Urk.
10/54+58
f.
).
D
azu
nahm die Versicherte am 27.
No
vember 2014 Stellung (
Urk.
10/61), worauf
die IV-Stelle nach Rück
sprache mit den Gutachtern (
Urk.
10/67+
74) mit Vorbescheid vom 1
2.
März 2015 (
Urk.
10/79) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht stellte.
Mit Schreiben vom 2
9.
März 2015 erhob die Versicherte hiergegen Einwand (
Urk.
10/80). Die IV-Stelle verfügte
daraufhin
am 1
1.
Mai 2015 im angekün
digten Sinne (
Urk.
10/83 =
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
bei der IV-Stelle am 1
1.
Juni 2015 Einspra
che (
Urk.
1
/1
). Nach Rück
sprache mit
der Versicherten
(
Urk.
1/2; Urk.
4) lei
tete jene das Schreiben im Sinne einer Beschwerde an das
hiesige Gericht
weiter (
Urk.
3).
Sinngemäss beantragte die Beschwerdeführerin die Aufhe
bung der angefochtenen Verfügung sowie die
Zusprache
einer Invalidenrente (
Urk.
1/1).
In ihrer Beschwerdeantwort vom
7.
September 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9), was der Beschwerdeführe
rin mit gerichtlicher Verfügung vom
8.
September 2015 (
Urk.
11) zur Kennt
nis gebracht wurde. Die Versicherte reichte a
m 18
.
Februar 2016 weitere Arztberichte ein (
Urk.
12 f.), worauf die
Beschwerde
gegnerin
auf das Einrei
chen einer Stellungnahme verzichtete (
Urk.
16).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaub
haft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräfti
gen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Verän
derung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu beja
hen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der
angefochtenen Verfügung
(
Urk.
2)
gestützt auf die
vorliegenden Gutachten davon aus, dass
sowohl
eine ange
passte wie auch die angestammte Tätigkeit weiterhin zu 100
%
zumutbar sei. Aus objektiver Sicht sei kein Gesundheitsschaden
im Sinne von
Art.
8 ATSG
vorhanden
, weshalb kein Rentenanspruch bestehe
(S. 2)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin machte beschwerdeweise geltend, dass ihre Schmer
zen in den Beinen immer extremer würden und kein Medikament dagegen wirke. Sie habe der ganzen Wirbelsäule entlang Ablagerungen, welche Schmerzen im Rücken verursachen würden. Auch wenn die Ärzte bis jetzt die Ursache nicht gefunden hätten, sei irgendetwas da, dass die Situation immer weiter verschlimmere. Sie könne nicht mehr arbeiten; es gehe nicht mehr (
Urk.
1/1).
3.
3.1
Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin stellt sich aufgrund der Akten
lage im Wesentlichen wie folgt dar:
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Medizin,
stellte am 1
5.
Mai 2004 als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ein chro
nisches lumbospondylogenes Syndrom beidseits bei medianer Diskus
hernie L4/5 und Diskushernie L5/S1 links
. Hingegen wirke sich die leichte Aorten
insuffizienz nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. Seit anfangs 2002 lägen zunehmende Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine vor. Nach einer periradikulären Therapie (PRT) sei eine Besserung aufgetre
ten, die aber nicht angehalten habe. Im angestammten Tätigkeitsbereich bestehe eine Arbeits
fähigkeit von 50
%
(
Urk.
10/10/7).
3.2
Im Rahmen seiner
Untersuchung
benannte
Dr.
med.
C._
, Fach
arzt für Orthopädische Chirurgie, am
2
0.
Juli 2004 folgende Diagnosen (
Urk.
10/13/7):
Chronisches Lumbovertebralsyndrom
Pseudoradikuläres Syndrom
Funktionelle Thoraxschmerzen rechts
Status nach Migräneanfällen, Bronchitiden und Angina
Subjektive Angabe von Status nach rezidivierenden Schulter-luxa
tionen rechts
Instabile Psyche
Er kam im Weiteren zum Schluss, dass die Versicherte für übliche Tätigkeiten mit leichter bis mittelschwerer Belastung voll arbeitsfähig sei. Empfehlens
wert sei eine Tätigkeit mit Wechselbelastung mit teilweisem Stehen, Gehen und Sitzen. Hinzu komme noch eine gewisse instabile Psyche (
Urk.
10/13/9)
. Die Patientin selbst führe keine Therapie mehr durch und bedürfe
auch kei
ner Medikation
(
Urk.
10/13/10).
3.3
Dem Bericht von
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vom 2
9.
Oktober 2013 lässt sich entnehmen, dass bei der Beschwerdeführerin am 1
8.
Mai 2010 zwei Diskushernien (L4/5 und L5/S1) entfernt und gleichzeitig Diskusprothesen auf den entsprechenden Niveaus implantiert w
orden sind
(
Urk.
10/25/1).
Ziel der weiteren Abklärungen sei die genaue Feststellung der Schmerzursache, die nicht eindeutig sei
. Na
ch ent
sprechender Therapie sei zu erwarten
, dass die Versicherte in einer Tätigkeit mit abwechselnder Belastung ohne schweres Heben vollzeitig arbeitsfähig sein
werde
(
Urk.
10/25/2).
3.4
Mit Schreiben vom
5.
Dezember 2013
teilte
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurochirurgie, mit, dass die Ursache für die Beinschmerzsymptomatik wei
terhin unklar sei. Man gewinne den Eindruck, dass diese Schmerzen nicht vertebragen seien. Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht bestehe kein weiterer Handlungsbedarf (
Urk.
10/33/1).
3.5
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für
Ophtalmologie
, diagnostizierte bei der Beschwerdeführerin am
5.
Dezember 2013 einen Astigmatismus hyperopicus beidseits sowie eine beginnende Hornhautdegeneration (
Urk.
10/35/1). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht zu 100
%
zumutbar, wobei eine Ermüdung bei einer Arbeit an kleinen Objekten denkbar sei (
Urk.
10/35/2 f.).
3.6
Folgende Diagnosen sind im Bericht des
G._
vom 1
6.
Januar 2014 aufgeführt (
Urk.
10/48/12):
Periphere arterielle Verschlusskrankheit der unteren Extremitäten beid
seits im Stadium IIb
hämodynamisch signifikante Stenose der distalen Aorta beziehungs
weise Aortenbifurkation
Verdacht auf Hypothyreose
TSH 4.89
m
U/l
freie Hormone ausstehend
Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom
Status nach Diskektomie im Jahr 2010 mit temporärer Besserung der Beinschmerzen
Status nach Facettengelenksinfiltration sowie epiduraler Infiltra
tion, zuletzt 11/2013
Chronische, seit Jahren bestehende, zum Teil schubweise auftretende muskuloskelettale Beschwerden im Bereich der Hände, panvertebral sowie andere Gelenke
CCP und Rheumafaktor negativ, Ganzkörpermorgensteifigkeit von zwei bis drei Stunden
Symptombeginn vor über zehn Jahren, damals jedoch seltener Schübe
Wetterfühligkeit
Übergewicht
BMI 27.7 kg/m
2
Anamnestisch Reizdarmsymptomatik mit wechselnder Obstipation sowie Durchfallepisoden
Status nach Hysterektomie 2009
Anamnestisch Depression
unter Trittico
Valvuläre Herzerkrankung
leichte Aorteninsuffizienz bei biskupider Aortenklappe
Die nicht invasiven angiologischen Untersuchungen würden eine kompen
sierte Ruhedurchblutung in beiden unteren Extremitäten mit Ausschluss einer kritischen Ischämie zeigen, so dass die vorhandenen Ruheschmerzen nicht im Rahmen einer Minderperfusion inter
pretiert werden könnten. Nichtsdesto
trotz bestehe eine periphere arterielle Verschlusskrankheit im Sta
dium IIb mit einer 50-75%igen Stenose der distalen Aorta beziehungsweise de
r Aortenbifurkation (
Urk.
10/48/13).
In einem weiteren Schreiben des
G._
vom 1
4.
März 2014
wu
rden sodann die folgenden Diagnosen
aufgelistet
(
Urk.
10/48/6):
Unklare belastungs
abhängige Schmerzen im Bereich der unteren Extre
mität
Differentialdiagnose (DD) Spinalkanalaffektion, DD im Rahmen der Fibromyalgie
Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom
Status nach Facettengelenksinfiltrationen, Diskographie, EDA auf Höhe L3/4 bei
Dr.
D._
durch Diskographie Verstärkung der lokalen lumbalen Schmerzen, jedoch kein Einfluss auf die Beinschmerzen, mangelnde Wirksam
keit der EDA sowie der Facettengelenksinfiltration auf die Bein
schmerzen zuletzt 11/2013
Status nach Diskektomie im Jahr 2010 mit temporärer Besserung der Beinschmerzen
Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) der unteren Extre
mitä
ten beidseits mit Stadium 2b
hämodynamisch signifikante Stenose der sitalen Aorta, be
ziehungs
weise Aortenbifurkation
Belastungstest 1
9.
Februar 2014: kein Anhaltspunkt für Kausalität der PAVK bezüglich der Beinschmerzen
Verdacht auf Hypothyreose
TSH 4.89 mU/l
freie Hormone ausstehend
Verdacht auf Fibromyalgie
chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, anamnestisch Reiz
darmsymptomatik mit wechselnder Obstipation sowie Durch
fallepisoden, neu Kopfschmerzen sowie intermittierender Tremor einzelner Extremitäten sowie Ganzkörpertremor, seit Jahren chro
nische Gelenkbeschwerden im Bereich der oberen Extremität mit Steifheitsgefühl, Wetterfühligkeit
Anamnestisch Depression
unter Trittico
Status nach Hysterektomie 2009
Im Weiteren wurde dargelegt, dass
die PAVK offensichtlich keine genügende Erklärung der Beinschmerzen darstelle. Mittels Funktionsaufnahmen habe eine Hypermobilität im Bereich der operierten Segmente ausgeschlossen wer
den können. Computertomographisch würden sich keine signifikanten Spi
nalkanaleinengungen zeigen. Sollte ein Sakralblock keinerlei Erfolg zeigen, dann seien die Beinschmerzen in Zusammenhang mit den übrigen Schmer
zen wahrscheinlich im Rahmen einer Fibromyalgie zu werten. Eine entzünd
liche Ursache für die Multisystembeschwerden gelte als unwahrscheinlich (
Urk.
10/48/7).
3.7
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Neurologie, diagnostizierte am 2
7.
März 2014
was folgt
(
Urk.
10/48/8):
Derzeit noch asymptomatische vaskuläre Enzephalopathie bei Niko
tin
abusus und arterieller Hypertonie
Periphere arterielle Verschlusskrankheit
Anamnestisch episodischer Tremor des rechten Arms ohne derzeit fass
bare organische Ursache
Kopfschmerzen vom Spannungstyp mit episodischem migräniformen Exazerbationen
Wegen des episodisch auftretenden Tremors sei ein EEG veranlasst worden, das normal ausgefallen sei. Gegenwärtig würden sich keine Hinweise auf eine organisch-neurologische Ursache dieses anfallsartig auftretenden Tremors zeigen. Ein funktionelles Geschehen sei wahrscheinlich (Urk.
10/48/9).
3.8
Prof.
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie, legte am 3
0.
August 2014 sein psychiatrisches Gutach
ten vor (
Urk.
10/54). Als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
gab
er eine ängstlich-vermeidende Persönlic
hkeits
störung (ICD-10 F60.6) a
n. Eine therapierbare Schmerzverarbeitungsstörung mit maladaptivem Copingstil (ICD-10 F54) ordnete er dagegen als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit ein (
Urk.
10/54/23).
Die Versicherte entstamme einfachen bürgerlichen Verhältnissen und sei zusammen mit einer um dreieinhalb Jahre jüngeren geistig behinderten Schwester aufgewachsen. Schon als Kind habe sie sich zurückhaltend und ängstlich verhalten, ihre eigene Meinung nicht vertreten und s
ich angepasst. Als sie im Alter
von 18 Jahren von einem Familienangehörigen vergewaltigt worden sei, habe sie lange geschwiegen. Nach der Schulzeit habe
sie keinen Beruf erlernt. Der Vater habe ihr eine Lehre als Verkäuferin vorgeschlagen, jedoch habe sie sich den Beruf nicht zugetraut, da sie Angst vor fremden Menschen gehabt habe und Kommunikation nicht ihre Stärke gewesen sei. Schon als Kind habe sie gesundheitliche Probleme gehabt und sei häufig krank gewesen. Zahlreiche Befindlichkeitsstörungen
und Infekte hätten
sich gehäuft (
Urk.
10/54/16 f.)
.
Im Vordergrund d
es psychopathologischen Bildes stünden Schmerzen und deren maladaptive Verarbeitung. Es dominiere ein angstbesetzter und wenig ressourcenorientierter maladaptiver Copingstil mit katastrophierendem Den
ken
und von Vermeidungsverhalten sowie negativer Kontrollattribution bezüglich beruflicher Aktivitäten geprägtem Muster. Die Exploration der Versicherten weise auf eine ausgeprägte maladaptive Krankheitsbewältigung hin. Es sei von einer Schmerzverarbeitungsstörung auszugehen. Gegen eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD
10 F45.41) spreche das Fehlen eines Ganzkörperschmerzes, das Vor
han
den
sein einer noch deutlichen Variation der Schmerzintensität sowie das Ansprechen einer Schmerzmedikation. Letztlich sei das Fehlen einer psycho
dynamischen Komponente im Zusammenhang mit dem Auftreten der Beschwerden und die fehlende subjektive Beeinflussbarkeit der Schmerzen durch psychosoziale und / oder emotionale Faktoren das Hauptargument gegen eine chronische Schmerzstörung, weshalb kein syndromales Krank
heitsbild vorliege (
Urk.
10/54/18 f.).
Trotz Vorliegens einer Schmerzverar
beitungsstörung, welche gemäss bundesgerichtlicher Praxis nicht unter die Schmerzrechtsprechung fällt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_646/2015 vom 1
9.
Mai 2016 E. 4.6), prüfte Prof.
Dr.
I._
ergänzend die in
diesem
Zusammenhang
zum Zeitpunkt der Untersuchung
massgebenden Foerster-Kriterien. Er kam indes zum Schluss, dass diese nur teilweise erfüllt
seien
und die Krankheit somit nicht unüberwindbar
sei
(Urk.
10/54/22 f.).
Ferner würden sich
bei der Versicherten
deutliche Hinweise auf eine Persön
lichkeitsstörung ergeben. Bei Persönlichkeitsstörungen handle es sich um lang a
nhaltende Zustandsbilder mit tie
f verwurzelten Verhaltensmustern der betroffenen Personen, die sich in wenig flexiblen Reaktionen auf unter
schiedliche persönliche und soziale Lebenslagen zeigen würden. Man finde gegenüber der Mehrheit der Bevölkerung deutliche Abweichungen der per
sönlichkeitsgestörten Menschen in ihrer Wahrnehmung, ihrem Denken, ihrem Fühlen und in ihren sozialen Beziehungen. Persönlichkeitsstörungen würden früh im Verlauf der individuellen Entwicklung entstehen und im Erwachse
nenalter andauern. Im konkreten Fall liege eine ängstlich-vermeidende Per
sönlichkeitsstörung vor, welche durch Gefühle von Anspannung, Besorgtheit, Unsicherheit und Minderwertigkeit gekennzeichnet sei (ICD-10 F60.6
). Es bestehe eine andauernde Sehnsucht nach Zuneigung und Akzeptanz sowie eine Überempfindlichkeit gegenüber Zurückweisung und Kritik mit einge
schränkter Beziehungsfähigkeit
(
Urk.
10/54/19
f.
).
Schliesslich
hielt Prof.
Dr.
I._
fest, dass in einfachen Tätigkeiten - wie den zuletzt ausgeübten - aufgrund der diagnostizierten Störungen keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe; weder im Verlauf seit Antrag
stellung, noch zukünftig (
Urk.
10/54/24).
3.9
Dr.
med.
Dr.
sc. nat. ETH
J._
, Fachärztin für
Allgemeine
Innere Medizin und Rheumatologie,
führte
in ihrem Gutachten vom 1
8.
Okto
ber 2014 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit auf (
Urk.
10/58/50):
Verminderte Belastbarkeit und Beschwerden der LWS bei
kongenitaler Spondylolyse L5 beidseits ohne Spondylolisthesis und
Status nach lumbaler Operation am 1
8.
Mai 2010 wegen medialen Diskushernien L4/L5 und L5/S1 mit Diskektomie und Implantation zweier Diskusprothesen mit
-
guter Lage
der Implantate (CT 03/2012)
- ausgeprägten degenerativen Veränderungen L4 bis S1 und kleine Diskusprotrusion L3/L4 ohne neura
le Kompression (MRI 09/2013)
u
nauffälligen neurologischen und neurophysiologischen Befunden (01/2012)
ohne radikuläre Zeichen
Überdies würden sich
folgende
Befunde gemäss
Dr.
J._
nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirken (
Urk.
10/58/50):
Nikotin-Abusus mit
generalisierter Arteriosklerose (Erstdiagnose 01/2014) mit
- peripher arterieller Verschlusskrankheit IIb der Beine beidseits mit einer 50-75%igen Stenose der diastalen Aorta beziehungs
weise der Aortenbifurkation
- Atheromatose der extracraniellen hirnversorgenden Gefässe mit asymptomatischer Enzephalopathie
Ausgedehnte chronische Schmerzen
Astigmatismus hyperopicus beidseits und beginnende Hornhaut-dege
neration
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit äusserte sich
Dr.
J._
dahingehend, dass die Versicherte mit Lasten bis zu 12.5 Kilogramm hantieren könne. Tätigkeiten, die diesem Profil entsprechen, könne sie somit zu 100
%
ausü
ben
. Dazu würden auch die angestammten leichten Montagearbeiten gehören (
Urk.
10/58/54). In der angestammten oder einer anderen angepassten Tätig
keit habe nie eine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit bestanden
. Aus rheu
matologischer Sicht hätte eine medikamentöse Therapie grosses Opti
mierungspotenzial. Die wegen der generalisierten Arteriosklerose und dem Vitamin-D-Mangel verordneten Medikamente solle die Versicherte wieder konsequent einnehmen.
Dr.
J._
empfahl ihr zudem mit dem Rauchen aufzuhören
und sich
regelmässig in
physio
therapeutische Behandlung
zu begeben, solange die Beschwerden andauern
(
Urk.
10/58/55).
3.10
Gemäss Bericht des
G._
vom 3
1.
Dezember 2014 trat die Versicherte aufgrund von Unterbauchschmerzen und Emesis am 29.
De
zember 2014 über den Notfall ein. Eine Stumpfappendizitis habe weitest
gehend ausgeschlossen werden können. Ein gynäkologisches Konsil habe zudem keine pathologischen Befunde ausser eine bekannten Ovarial
zyste ergeben. In gebessertem Allgemeinzustand sei
X._
am
1.
Januar 2015 nach Hause entlassen worden (
Urk.
10/75/2).
3.11
In einem weiteren Bericht des
G._
vom 2
2.
Juni 2015
fanden
sodann die folgenden Diagnosen
Erwähnung
(
Urk.
13/6):
Unklare belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der unteren Extre
mitäten
Generalisierte Arteriosklerose
Periphere arterielle Verschlusskrankheit der unteren Extremitäten beidseits
hämodynamisch signifikante Stenose der distalen Aorta beziehungs
weise Aortenbifurkation
Atheromatose der extracraniellen, hirnversorgenden Gefässe
keine hämodynamisch signifikante Stenose der extracraniellen, hirn
versorgenden Gefässe (Duplex 3
1.
Januar 2014)
Verdacht auf Fibromyalgie
Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom
Status nach Diskektomie im Jahr 2010 mit temporärer Besserung der Beinschmerzen
Status nach Facettengelenksinfiltration sowie epiduraler Infiltra
tion, zuletzt 11/2013
Chronische, seit Jahren bestehende, zum Teil schubweise auftretende muskuloskelettale Beschwerden im Bereich der Hände, panvertebral sowie andere Gelenke
CCP und Rheumafaktor negativ, Ganzkörpermorgensteifigkeit von zwei bis drei Stunden
Symptombeginn vor über zehn Jahren, damals jedoch seltener Schübe
Wetterfühligkeit
Valvuläre Herzerkrankung
leichte Aorteninsuffizienz bei biskupider Aortenklappe
Anamnestisch Reizdarmsymptomatik mit wechselnder Obstipation sowie Durchfallepisoden
Status nach Hysterektomie 2009
Anamnestisch Depression
Man sei der Meinung, dass es selbst durch eine Behandlung der Stenose zu keiner vollständigen Besserung der Beschwerden kommen würde. Es müsste eine operative Versorgung erfolgen, da aufgrund der Stenose in der Aorta abdominalis eine perkutane transluminale Angioplastie (PTA) nicht in Frage komme (
Urk.
13/6 S. 2).
3.12
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, gab in
s
einem ärztlichen Zeugnis vom
3.
Februar 2016 an, dass die Arbeitsfähigkeit der Versicherten in den letzten Jahren nicht mehr gegeben gewesen sei. Klinisch passe das Krankheitsbild am ehesten zu einem Fibromyalgie-Syndrom, was sich leider nicht mit Laborwerten beweisen lasse. Die Beschwerden hätten aber in den letzten fünf Jahren stark zugenommen und die subjektiven Angaben
hätten
mit den objektiven Befunden übereingestimmt, sodass nicht von einer Symptomausweitung auszugehen sei (
Urk.
13/1).
4.
4.1
Vorab ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin im konkreten Fall
zu Recht
auf die Neuanmeldung der Versicherten eingetreten ist,
da die Vor
aussetzungen gemäss
Art.
87
Abs.
2 IVV erfüllt sind (vgl. E. 1.3).
Strittig
und zu prüfen
ist im vorliegenden Fall
somit
, ob ein
Anspruch auf eine Invalidenrente
besteht
.
4.2
Die
Gutachten von Prof.
Dr.
I._
und
Dr.
J._
vom 3
0.
August respektive 1
8.
Oktober 2014 (E. 3.8 f.) - auf welche die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) abgestellt hat - basieren
auf für die strittigen Belange umfassenden
und allseitigen Untersuchungen. So wurde die Versicherte einerseits in psychiatrischer Hinsicht situationsadäquat
zu diversen Themen
bereichen
befragt (
Urk.
10/54/5 ff.
). Der internistisch-rheu
matologische Status wurde andererseits sehr
eingehend, namentlich auch mittels einer Laboruntersuchung,
überprüft (
Urk.
10/58/44 ff.). Zusätzlich wurden die geklagten Beschwerden berücksichtigt (vgl.
Urk.
10/54/10 ff.;
Urk.
10/58/
42 f.
) und die Gutachten in detaillierter Kenntnis der Vorakten erstellt (vgl.
Urk.
10/54/3 f.;
Urk.
10/58/7 ff.+69 ff.).
Soweit möglich
erfolgte
ferner
eine einlässliche Auseinandersetzung mit
den früheren ärztlichen Beurteilungen (
Urk.
10/54/17 ff.;
Urk.
10/58/56)
.
Überdies wurden die gestellten Diagnosen sowie deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in den einzelnen Gutachten wie auch in der bidisziplinären Zusammenfassung nachvollziehbar aufgezeigt
und erläutert
(
Urk.
10/54/23 f.;
Urk.
10/58/50 ff.;
Urk.
10/59).
Die
Expertisen
von Prof.
Dr.
I._
und
Dr.
J._
erfüllen
damit die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert
von medizinischen Gutachten
(E. 1.4). In diesem Zusammenhang bringt
denn
auch die
Versicherte
in ihrer Beschwerdeschrift keine
konkreten
Einwände vor (
Urk.
1/1).
4.3
Zu prüfen bleibt demnach, ob die
von der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 1
8.
Februar 2016 (
Urk.
12) eingereichten medizinischen Unterlagen die Beweiskraft der Gutachten zu schmälern vermögen. Aus folgenden Gründen ist dies nicht der Fall:
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des Einspracheentscheides ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither ver
ändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs
verfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sach
zusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Entscheiderlasses zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).
Im Beschwerdeverfahren eingereichte Arztberichte sind demnach nur unter besonderen Voraussetzungen überhaupt
im Rahmen der
Beurteilung der angefochtenen Verfügung beachtlich.
Sie müssen namentlich hinreichend klare
Tatsachen
beinhalten
, die den massgeblichen Sachverhalt seit Erlass der angefochtenen Verfügung verändert haben.
Diese Vorgaben vermögen die im Februar 2016 eingereichten Berichte indes nicht zu erfüllen. Zunächst mangelt es an (neuen) Befunden, welche Prof.
Dr.
I._
und
Dr.
J._
im Rahmen ihrer Gutachtenserstellung nicht
schon
berücksichtigt hätten
.
Namentlich war ihnen
auch
bereits der bestehende Verdacht
auf Fibromyal
gie (vgl.
Urk.
13/1;
Urk.
13/3 S. 2;
Urk.
13/4 S. 2;
Urk.
13/6
)
aus den von der Beschwerdegegnerin zur Verfügung gestellten Unterlagen
hinlänglich
bekannt (vgl.
Urk.
10/48/1;
Urk.
10/48/6
;
Urk.
10/58/34+37
).
Dasselbe gilt für die periphere arterielle Verschlusskrankheit, welcher Dr.
J._
nach
vollziehbarerweise
vor dem Hintergrund des konkreten Belastungsprofils
keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zugesprochen hat (
Urk.
10/58/50
+54
), zumal sie
als
operativ und
medikamentös
behandel
bar
einzustufen ist (
Urk.
10/58/55;
Urk.
13/6 S. 2).
Den im Beschwerde
verfahren eingereichten Unterlagen fehlt es im Weiteren an der
erforder
li
chen Klarheit.
So stützen sich die Ärzte
im Wesentlichen auf die subjektiven Angaben der Versicherten (
Urk.
13/2;
Urk.
13/3;
Urk.
13/6
)
und weisen auf den
weitere
n
beabsichtigte
n Behandlungsablauf
hin
, ohne
jedoch
konkrete
und hinlänglich begründete
medizinische Schlussfolgerungen zu ziehen
(Urk.
13/2 S. 2;
Urk.
13/3 S. 2;
Urk.
13/4 S. 2,
Urk.
13/6 S. 2).
Schliesslich lassen sich auch nur in zwei Berichten Angaben zur Arbeitsfähig
keit der Beschwerdeführerin finden.
Dr.
K._
stellt sich auf den Standpunkt, dass diese in den letzten Jahren nicht mehr gegeben gewesen sei (
Urk.
13/1).
Dr.
med.
L._
sieht die Arbeitsfähigkeit hingegen für leichtere Tätigkeiten mit Wechselbelastung zu 50
%
eingeschränkt (
Urk.
13/7 S. 2).
Hierzu ist vorab zu bemerken, dass
es einer Erfahrungstatsache ent
spricht, dass behandelnde Ärzte aufgrund ihrer auftragsrechtlichen Vertrau
ensstellung eher zugunsten ihrer Patienten aussagen und ihre Berichte des
halb mit Vorbehalt zu würdigen sind (BGE 135 V 465 E.
4.5). In beiden
genannten Berichten fehlt es
ausser
dem an einer eingehenden und nachvoll
ziehbaren Begründung für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, sodass nicht darauf abgestellt werden kann.
Es zeigt sich
also
, dass
die von der Beschwerdeführerin eingereichten Arztbe
richte
aus mehreren Gründen nicht
berücksichtigt werden können
und dem bidisziplinären Gutachten fol
glich volle Beweiskraft zukommt, d
a
d
ie
dortige
Darlegung der medizinischen Zusammenhänge einleuchtend
ist
und die Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit überzeugt.
D
ie Feststellung der Beschwerde
gegnerin, wonach
X._
eine angepasste wie auch die ange
stammte Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei (
Urk.
2 S. 2)
,
ist somit
nicht zu beanstanden.
4.4
Ergänzend
ist
darauf aufmerksam zu machen, dass im Gebiet der Invaliden
ver
sicherung ganz allgemein der Grundsatz gilt, dass eine invalide Person, bevor sie Leistungen verl
angt, alles ihr Zumutbare selbst
vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern (BGE 113 V 22 E.
4a mit Hinweisen). Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der Schadenmin
derungs
pflicht (vgl. BGE 120 V 368 E. 6b, 117 V 275 E. 2b).
Aus den vorliegenden Akten geht hervor, dass d
ie Beschwerdeführerin bis anhin
nicht alle zumutbaren Behandlungsmöglichkeiten ausgeschöpft hat, um ihren Gesundheitszustand zu verbessern. So ist
trotz entsprechender Empfehlungen seitens der medizinischen Fachpersonen (
Urk.
10/54/24; Urk.
10/58/55)
insbesondere nicht ersichtlich, dass sie sich
regelmässigen
psycho- und physio
therapeutischen Behandlungen unterzieht. Die Einnahme von Medikamenten - soweit verträglich - scheint ebenfalls nur sporadisch zu erfolgen (vgl. etwa
Urk.
13/6 S. 2). Schliesslich ist aufgrund der Aktenlage
(vgl.
Urk.
13/6 S. 2)
auch davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin trotz mehrfacher Aufforderung seitens der Ärzte (
Urk.
10/48/9; Urk.
10/58/55
)
das Rauchen nicht eingestellt hat
(vgl. auch
Urk.
10/58/56)
.
Dieses Verhalten seitens der Beschwerdeführerin erscheint vor dem Hinter
grund der bestehenden Schadenminderungspflicht
jedenfalls
als proble
ma
tisch.
4.5
Zusammengefasst
erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, wes
halb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) u
nd auf
Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Verfahrensausgang sind sie der unterliegenden Beschwer
deführerin aufzuerlegen.