# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9c3b0d50-d22b-5da5-a1f6-65c1fa20b57b
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die X._-korporation besteht "seit unvordenklicher Zeit" als privatrechtliche
Korporation des kantonalen Rechts. Sie dient der Bewirtschaftung und dem Unterhalt
der Bergliegenschaften im Korporationsgebiet und der Nutzung und Erhaltung ihres
Grundeigentums, insbesondere der – von K._ (E._) auf den X._ führenden –
Seilbahn, der korporationseigenen Wege und der Wasserversorgung. Mitglieder der
Korporation sind die Eigentümer von Grundstücken im Korporationsgebiet.
Mit Personaldienstbarkeit vom 23. Januar 1978 räumte die Korporation A._ ein
selbständiges und dauerndes, übertragbares und vererbliches Baurecht für das
Ferienhaus Vers.-Nr. 01_ ein. Es beinhaltet für den Berechtigten die Befugnis, das
Ferienhaus auf der Baurechtsparzelle Nr. 02_ während der ganzen Dauer des
Baurechts als Grundstück zu besitzen, uneingeschränkt zu unterhalten und
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zweckentsprechend zu nutzen. Zur Ausübung des Rechtes gehört auch die
Beanspruchung der ordentlichen, aus dem Grundbuchplan ersichtlichen Zugangswege.
Das Ferienhaus ist von der Bergstation der Seilbahn über Gemeindestrassen 3. Klasse
erschlossen. Eine strassenmässige Verbindung des Korporationsgebiets mit dem Tal
besteht nicht.
B. Die Kommission der Korporation legte am 30. Juni 2005 die Bedingungen für die
Abgabe von "Fernfahrkarten" zur – selbständigen – Benützung der Seilbahn auch
ausserhalb der Betriebszeiten (vgl. www. ... .ch) fest. Die Karten werden nur an
"Bewirtschafter (Pächter), Besitzer (Erbgemeinschaften zwei Karten) und Mieter von
Objekten" ausgegeben, dürfen nicht ausgeliehen werden und berechtigen
ausschliesslich zur eigenen Benutzung. Materialtransporte und Fahrten bei starkem
Föhn sind ausgeschlossen. Für Schäden, die durch Verletzung der Sorgfaltspflicht
entstehen, haftet jeder persönlich. Der Vorstand hat das Recht, bei fehlbaren Personen
die Karte einzuziehen. A._ erklärte sich am 12. Juli 2005 mit diesen Bedingungen
unterschriftlich einverstanden.
C. Im August 2013 meldete die damalige Lebenspartnerin und heutige Ehefrau von
A._, B._, der Präsidentin der Korporation aus ihrer Sicht bestehende
Sicherheitsmängel an der Seilbahn. Wenige Tage später informierte B._ das
Bundesamt für Verkehr. Dieses leitete das Schreiben anfangs Oktober 2013 an das
Interkantonale Konkordat für Seilbahnen und Skilifte weiter. In der Folge behob die
Korporation die von B._ genannten Mängel – gerissenes Sicherheitsnetz, zu hohe
Tanne – und sperrte – ohne Vorankündigung – die Fernfahrkarte von A._. Weil sich die
Beteiligten über die Aufhebung der Kartensperre nicht einigen konnten, erhob A._ am
29. Juni 2016 beim Kreisgericht Y._ Klage mit dem Begehren, die Korporation sei zu
verpflichten, ihm wegen Verletzung der Transportpflicht durch ungerechtfertigten
Kartenentzug seit Herbst 2013 Schadenersatz zu bezahlen, die Karte zu entsperren
und ihm den jederzeitigen, regulären Gebrauch derselben zu ermöglichen. Der
Einzelrichter wies mit Entscheid vom 15. September 2016 das Schadenersatzbegehren
mangels erkennbaren Schadens – A._ und seine Partnerin konnten die Bahn unter
Beizug eines Seilerdienstes nutzen und bezeichneten diesen Service als
"zugegebenermassen" "gut" – ab und trat im Übrigen auf die Klage nicht ein mit der
Begründung, die Regelung des Zugangs zur Bahn sei öffentlich-rechtlicher Natur.
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Nachdem seine Fernfahrkarte weiterhin gesperrt blieb, forderte A._ die Korporation
am 25. Januar 2017 erneut auf, die Karte innert 14 Tagen bedingungslos zu entsperren

## Considerations