# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cee75dab-77c6-47c1-ac3a-09e41b5489fd
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Y._
,
geboren 1955,
zuletzt als
Betriebsmitarbeiterin bei der
Z._
AG, Personalrestaurant
A._
,
zu einem Pensum von 30 % erwerbs
tätig (Urk. 8/12),
meldete sich am 10. Juni 2013 unter Hinweis auf eine Depression bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/2)
.
Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab und veranlasste eine
polydisziplinäre medizinische
Begutachtung (Urk. 8/22, 8/27). Das
B._
erstatte
te
das Gutachten am 18. Februar 2014 (Urk. 8/35). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1. September 2015 einen Leist
ungsanspruch (Urk. 2 [= 8/55]).
2.
Dagegen erhob die Gemeinde
X._
, vertreten durch Rechtsanwalt Sebastian Lorentz, am 1
.
Oktober 2015 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei
en
Y._
die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Rente, zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht wurde um Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels ersucht (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 2. November 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).
Mit Verfügung vom
24. November 2015
wurde
Y._
zum Prozess beigeladen und
es wurde
ihr Frist zu
r Stellungnahme
zu den Eingaben der Parteien
angesetzt (Urk.
9).
Die Beigeladene
liess sich
innert Frist
nicht vernehmen
, was den Parteien mit Verfügung vom 22. Januar 2016 zur Kenntnis gebracht wurde. Des Weiteren wurde ihnen mitgeteilt, dass
das Gericht die Anordnung eines weiteren Schriftenwechsels nicht als erforderlich erachte (Urk. 11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit
Krank
heitswert
besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. De
-
zember
2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist in jedem Fall ein medizini
sches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie bei
spielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich fest
gestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, son
dern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit ver
gleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinrei
chende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisieren
der psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden –
Fol
-
gen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus
wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hin
-
weisen).
1.2.2
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, ein
zig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie
erwiesenermas
sen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich ver
langten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und stati
onären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach
haltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140 V 193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die IV-Stelle erwog im angefochtenen Entscheid,
gemäss dem
B._
-Gutachten bestehe aus medizinischer Sicht seit dem 1. Februar 2005 eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit von 20 % sowie seit Ende 2011 eine solche von 50 %.
E
in IV-relevanter Gesundheitsschaden
sei jedoch nicht
ausgewiesen
:
Wenn eine
psychische
Störung
mit Krankheitswert schlüssig erstellt sei, komme
der Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern allenfalls bei geeigneter therapeuti
scher Behandlung von der versicherten Person trotz des Leidens willensmässig erwartet werden könne, dass sie arbeite.
Vorliegend würden psychosoziale Fak
toren eine entscheidende Rolle übernehmen
(Anforderungen im heutigen Arbeitsmarkt, fehlende schulische/berufliche Ausbildung und Perspektive, Angst um den bestehenden Arbeitsplatz, Konflikte mit den Vorgesetzten, finanzielle Sorgen und Probleme im familiären Umfeld)
. Unter Berücksichtigung der vor
handenen Ressourcen
(
keine vorgängige psychische Erkrankung bzw. Erkran
kung seit 2012, kein sozialer Rückzug, kein ausgewiesener primärer
Krankheits
gewinn
, keine unbefriedigende Behandlungsbemühungen
)
sei von einer fehlen
den Erheblichkeit der Beschwerden auszugehen. Beschwerden, welche durch psychosoziale Faktoren a
usgelöst und aufrechterhalten wü
rden, würden beim Wegfall dieser Faktoren abklingen
(Urk. 2).
2.2
Beschwerdeweise wird
demgegenüber
im Wesentlichen
vorgebracht,
i
m
B._
-
Gutachten werde festgehalten, dass psychosoziale Belastungsfaktoren bei der Bestimmung der Arbeitsfähigkeit nicht berücksichtigt worden seien. Es bestehe somit ein verselbständigter Gesundheitsschaden in Form einer mittelgradigen depressiven Störung mit somatischem Syndrom; die Beigeladene unterziehe sich einer adäquaten Behandlung –
zumindest hätten auch die Gutachter
keine wei
teren Therapievorschläge abgeben können – weshalb die Resistenz der Krank
heit als erstellt zu gelten habe. Somit sei mit den
B._
-
Gutachtern davon aus
zugehen, dass bestenfalls eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe
.
Da u
nter Berücksichtigung aller Umstände
diese
Restarbeitsfähig
keit
jedoch
nicht mehr verwertbar sei,
bestehe ein Anspruch auf eine ganze Rente
(Urk. 1).
3.
Am 21.
und 25. November sowie
2. und
4. Dezember 2013 wurde
die
Beigela
dene
in der Begutachtungsstelle
B._
internistisch,
rheumatologisch,
neuropsy
chologisch und psychiatrisch
untersucht (Gutachten vom
18. Februar 2014, Urk. 8/35
). Die Gutachter stellten die folgenden Diagnosen mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 8
/
35/
49
):
Lumbospondylogenes
Syndrom mit/bei
progredienten
Osteochondrosen
L2 bis L5 (Röntgen 21. November 2013)
;
schmerzhaften
Tendomyosen
distaler
Erector
trunci
beidseits rechtsbetont
;
thorakaler Hyperkyphose mit
Spondylosis
hyperostotica
;
Mittelgradige depressive Störung mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11).
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden
Diagnosen
aufgeführt
(Urk. 8
/35/49 f.):
Funktionell beginnende
Coxarthrose
links bei/mit
r
adiologisch leicht entrundetem
Femurkopf
links
(21. November 2013);
f
raglich beginnendes Karpaltunnelsyndrom beidseits (DD Double-
crush
Phänomen rechts)
;
Status nach einer schwangerschaftsinduzierten psychotischen Störung
;
Persönlichkeitsakzentuierung.
Der
psychiatrische
Gutachter hielt fest, die
Anamnese habe sich schwierig gestaltet, es habe alles im Einzelnen erfragt werden müssen. Es seien ausge
prägte Zeitgitterstörungen aufgefallen. Die Versicherte könne sich an die Daten aus ihre
r Lebensbiographie und wichtige
Ereignisse nicht erinnern. Befragt zu den aktuellen Symptomen habe die Versicherte angegeben, im Jahr 2012 zunehmend unter Depressionen gelitten zu haben. Sie habe bereits im Jahr 1980 nach einer Fehlgeburt im 6. Schwangerschaftsmonat sowie Suizid ihrer Nach
barin unter imperativen Stimmen gelitten, welche ihr gesagt hätten „komm
komm
“ (im Sinne von komm ins Jenseits). Sie sei damals auch depressiv gewe
sen. An die Zeit könne sie sich jedoch nicht genau erinnern. Sie sei
in k
einer Behandlung gewesen. Die aktuelle depressive Symptomatik habe wahrscheinlich Ende 2011 begonnen. Sie sei 2011 an einem Karzinom des Blinddarms operiert worden, eine Bestrahlung oder Chemotherapie sei
n
icht notwendig gewesen. Sie habe zunehmend unter Ein- und Durchschlafstörungen gelitten, sie habe sich vollständig zurückgezogen, es habe ein Interessenverlust bestanden, zudem sei sie antriebslos und gleichgültig gewesen. Sie habe unter Suizidgedanken gelit
ten (Urk. 8/35/38). Unter der durch den Hausarzt eingeleiteten Behandlung mit
Cymbalta
30 mg/Tag hätten sich die Beschwerden leicht gebessert
. Die
Sui
zidgedanken
seien in den Hintergrund getreten, seien jedoch nicht vollständig verschwunden (Urk. 8/35/38).
Der psychiatrische Gutachter
führte aus
, im objektiven psychopathologischen Befund in Anlehnung an die AMDP-Richtlinien anlässlich der Untersuchung vom 25. November 2013 hätten sich psychopathologische Auffälligkeiten gefunden, die auf eine mindestens mittelgradige depressive Episode mit soma
ti
schem Syndrom analog den ICD-10-
Kriterien zurückgeführt werden könnten.
In der Interaktion habe die Versicherte angepasst gewirkt. Insgesamt habe sie nicht schmerzgequält gewirkt. Im Rahmen der Untersuchung hätten sich keine Beeinträchtigungen der Bewusstseinsklarheit und Bewusstseinshelligkeit gezeigt.
Im klinischen Eindruck hätten sich deutliche Hinweise auf umfassende kogni
tive Störungen ergeben. Es seien Auffassungs-, Gedächtnis-, Merkfähigkeits-, und Aufmerksam
keitsstörungen gefunden worden. Diesbezüglich verwies der psychiatrische Gutachter
auf
die neuropsychologische
n
Testungen
.
Der psychi
atrische Gutachter führte weiter aus, es
habe eine eingeschränkte Ein-
und Umstellfähigkeit bestanden. D
ie emotionale Schwingungsfähigkeit sei reduziert gewesen. Im Hinblick auf den Affekt habe eine depressive Stimmungslage fest
gestellt werden können. Affekteinbrüche hätten während der Exploration nicht bestanden. Es liege somit bedingt durch die depressive Störung eine Verarmung, Starrheit und
eine
Insuffizienz der Affekt
e
vor. Der Antrieb und das psycho
motorische Verhalten seien reduziert. Die Gestik und Mimik seien reduziert und
würden die depressive Stimmung und Affekt
synthym
unterstreichen. Die Spontanität und Eigeninitia
tive
seien reduziert. Die soziale Teilnahme sei im privaten und beruflichen Bereich eingeschränkt. Es liege aktuell weder Suizida
lität noch Lebensüberdruss vor (Urk. 8/35/45).
Es
bestehe eine leitliniengerechte psychiatrisch-psychotherapeutische Behand
lung.
Die Versicherte habe sich vom 4. Februar 2013 bis 3. Januar 2014 in ambulanter psychiatrischer Behandlung im
C._
Ambulat
or
ium
D._
befunden.
Die Exploration des Tagesprofils weise auf
ein
reduziertes
Aktivitäts
niveau
hin. Bei den Haushaltsarbeiten fühle sich die Versicherte nicht einge
schränkt.
Analog den Parameter
n
der funktionellen Leistungsfähigkeit in Anlehnung an den Mini-ICF-P sei die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routinen, die Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Fle
xibilität/Umstellungsfähigkeit, die Durchhaltefähigkeit, die Kontaktfähigkeit zu Dritten/Selbstbehauptung
sfähigkeit sowie
die Fähigkeit zu ausserberuflichen Aktivitä
ten mittelgradig eingeschränkt
(Urk. 8/35/46)
.
Aus der Exploration würden sic
h bereits in der Kindheit und Jugend
zu erken
nende Konflikte ergeben. Die Lebensgeschichte der Versicherten weise einige Auffälligkeiten auf. Es
wü
rden sich zumindest Hinweise auf eine
Persönlich
keitsakzentuierung
ergeben. Hinweise auf psychotisches Erleben oder auf eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis
gebe es aktuell keine
. Es gebe auch keine Hinweise auf
das Vorliegen einer
Zwangserkrankung.
Die
Angst
symptome
begleitet von Panikattacken und die depressive Stimmung
seien aktuell analog den
ICD-10-
Kriterien auf eine mittelgradige depressive Störung mit somatischem Syndrom ICD-10 F32.11 zurückzuführen
(Urk. 8/35/46).
Anhand der gutachterlichen Konsistenzprüfung würden sich keine Hinweise auf nicht in geklagtem Umfang vorhandene Funktionsbeeinträchtigungen ergeben, es würden auch keine Diskrepanzen zwischen dem Ausmass der geschilderten Beschwerden, der Inanspruchnahme therapeutischer Hilfe und dem gewonnenen Eindruck des Referenten in der
psychiatrischen
Untersuchung auffallen.
Es bestünden keine
Hinweise auf Aggravationsverhalten oder eine
Selbstlimitie
rung
der
Versicherten (Urk. 8/35/47).
Im Rahmen der Exploration seien diverse, nicht IV-relevante psychosoziale Belastungsfaktoren deutlich geworden (keine berufliche Ausbildung, finanzielle Probleme, Probleme im familiären Umfeld). Die oben genannten psychosozialen Belastungsfaktoren könnten sich negativ auf den weiteren Verlauf der Erkran
kung auswirken. Aktuell handle es sich jedoch um ein psychis
ches Leiden mit Krankheitswert
(Urk. 8/35/47)
.
Die
neuropsychologische Untersuchung im Rahmen der polydisziplinären Begutachtung
habe
insgesamt mittelschwere neuropsychologische Defizite
erge
ben
. Im Vordergrund
hätten
Beeinträchtigungen im verbalen Gedächtnis und in der Aufnahme komplexer verbaler Inhalte sowie im Arbeitsgedächtnis gestan
den. Die Explorandin habe ausgeprägte Auffassungs-, Gedächtnis- und
Merkfä
higkeitsstörungen
gehabt. Ihre Exekutivfunktionen (Handlungsplanung, kogni
tive Flexibilität, Umstellfähigkeit) seien beeinträchtigt gewesen. Aus neuropsy
chologischer S
icht könne die Versicherte ihre
kognitiven Anforderungen
bei
der angestammten Berufstätigkeit nur mit Mühe und vermehrter Anstrengung bewältigen, was immer wieder zu Überforderungssituationen führen könne (Urk. 8/35/47).
Der psychiatrische Gutachter hielt dafür,
a
us psychiatrischer Sicht bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt
, wobei das aktuelle Arbeitspensum von 30 % langsam auf 50 % erhöht werden sollte
.
Bezüglich der Frage zu
Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähig
keit aus psychiatrischer Sicht
hielt
der psychiatrische Gutachter
fest
, es bestehe eine leitliniengerechte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung
(Urk. 8/35/
48
).
Bezugnehmend auf die Berichte
der behandelnden Ärzte hielt der psychiatrische Gutachter schliesslich
dafür
, s
ow
eit
die Ärzte des
C._
im
Bericht vom 3. Januar 2014 eine schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome seit Ende 2011 und eine Arbeitsfähigkeit von 30-40 %
attestiert hätten, sei dies nicht nachvollziehbar, wobei er darauf hinwies, dass im Bericht derselben Klinik vom Februar 2013 eine mittelschwere depressive Episode mit somatischem Syndrom seit Ende 2011 beschrieben worden sei (Urk. 8/35/49).
In der gutachterlichen Gesamtbeurteilung wurde
ausgeführt, von Seiten des Bewegungsapparates stehe das Rückenproblem weit im Vordergrund, das nach heutigen Angaben Ende der 1990-er Jahre langsam schleichend ohne akutes Ereignis begonnen habe. Ausser einem zweimaligen Hexenschuss seien offenbar keine akuten Exazerbationen aufgetreten, die Beschwerden hätten im Verlaufe der Jahre langsam etwas zugenommen, diesbezügliche Arbeits
ausfälle
seien offenbar nie aufgetreten. Die von der Versicherten angegebenen Beschwerden
könnten
durch die beschriebenen klinischen und radiologischen Befunde
bezüglich Art und Lokalisation problemlos objektiviert werden. Ein zusätzlicher Faktor könnte in der
erheblichen
thorakalen Fehlhaltung mit oberer
Hyperky
phose
und
Vertralisationshaltu
ng
des Schultergürtels und des Kopfes liegen, eine typische Konstellation bei Frauen mit e
iner
Mammahyperplasie
(Urk. 8
/35/53 f.). Was die Arbeitsfähigkeit als Office-Angestellte in der Abwaschküche gemäss dem beschrieben
Arbeitsa
blauf betreffe, so bes
tünden
rein aus rheumaorthopädischer Sicht keine relevanten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, wegen der angegebene
n
rascheren
Ermüdbarkeit a
llenfalls mit einem verminderten
Rendement von 10-20 % in Form eines verkürzten Arbeitstages. Diese Angaben
könnten
aufgrund mangelnder Aktenl
age nicht zurück datiert werden
, dürften aber seit dem Beginn der Arbeit am jetzigen Arbeitsplatz ab 1. Februar 2005 zutreffen
(Urk. 8/35/53 f.)
.
Zusammenfassend und un
ter Berücksichtigung aller Gegebenheiten
und Befunde sei die Versicherte aus internistischer Sicht zu 100 %, aus
rheumatolo
gischer
Sicht zu 80 % und aus psychiatrischer Sicht zu 50 % arbeitsfähig
, wobei die Einschränkung aus rheumatologischer Sicht sei
t
Februar 2005 und aus psy
chiatrischer Sicht seit Ende 2011 gelte.
Die Versicherte sei in
der zuletzt ausge
übten
Tätigkeit
als Küchenhilfe
sowie auch ihrem allgemeinen
Leistungsspekt
rum
entsprechend für alle Verweistätigkeiten
somit seit Februar 2005 zu 80 % und seit Ende 2
011 zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 8
/35/56).
A
us interdisziplinärer Sicht
würden
zurzeit keine therapeut
ischen Möglichkeiten bestehen
,
um
das aktuell ermittelte Belastungsprofil der Versicherten zu verbessern (Urk. 8/35/
56
).
4.
4.1
D
as
B._
-Gutachten vom
18. Februar 2014 vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vo
llumfänglich zu erfüllen (E. 1.4
). Die gutachterlichen Beurteilungen
beruh
en
auf ausführlichen Untersuchungen, erfolgten unter Berücksicht
igung der geklagten Beschwerden
und wurden in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit de
n relevanten
Vorakten
begründet.
4.2
4.2.1
Entgegen den Ausführungen der Beschwerdegegnerin ist gestützt auf das
B._
-Gutachten
mit der diagn
ostizierten depressiven Störung ein
i
nvalidisierender psychischer
Gesundheitsschaden ausgewiesen (nachfolgend E. 4.2.2 f
f
.).
4.2.2
Was die psychosozialen Faktoren betriff
t
, so liegen solche vorliegend unbestrittenermassen vor, was denn im
B._
-
Gutachten auch festgehalten wurde (E. 3). So erfolgten
beispielsweise
vier Scheidung
en
, welche die Beigela
dene jeweils belasteten (Urk. 8/35/
35),
die Beigeladene hat keinen Kontakt
mehr zu ihrer Mutter und ihren
Schwestern nach problembehafteter Kindheit/Jugend (Urk. 8/35/35),
die B
eigeladene
gab anlässlich der Begutachtung
weiter
an,
sie habe Angst, die Stelle zu verlieren, da sie mit der Arbeit in der Abwaschküche alleine sei und zu viel Geschirr und Pfannen etc. zum Waschen kommen wür
den und sie nicht mehr so schnell arbeiten könne wie früher
,
was sie konstant beschäftige
(Urk. 8/35/18)
,
ausserdem berichtet sie über
finanzielle Schwierig
keiten (Urk. 8/35/38)
.
Aus dem
B._
-Gutachten ergibt sich
allerdings
, dass
neben den psychosozialen Faktoren eine v
erselbständig
te psychische Störung vorliegt
. So fanden sich
bei der psychiatrischen Untersuchung diverse psychopathologis
che
Auffälligkeiten, wie beispielsweise
deutliche Hinweise auf umfassende kognitive Störungen, welche
in der neuropsychologischen Untersuc
hung
denn auch
bestätigt
worden sind
(E. 3)
.
Dass
diese
Störungen
ihre hin
reichende Erklärung in psychosozialen Umständen finden
und bei Wegfall
dieser Umstände
abklingen würden
,
trifft vorliegend nicht zu
.
Der psychiatrische Gutachter hielt explizit fest,
es handle sich aktuell um ein psychisches Leiden mit Krankheitswert
und schloss bei
der
Beurteilung der Leistungsfähigkeit soziokulturelle und psychosoziale Faktoren
aus
(Urk. 8/35/48).
Soweit
die psychosozialen Belastungsfaktoren
im Übrigen
negativ
e Auswirkungen auf den
weiteren Verlau
f der Krankheit
zeitigen sollten
-
was
der psychiatrische Gutachter
für möglich erachtete
(E. 3
)
-
könn
t
en sie sich
selber
mittelbar invaliditätsbegründend auswirken (vgl. E. 1.2.1 am Ende).
4.2.3
Die Beigeladene steht in
ambulanter
psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung im
C._
Ambulatorium
D._
, wo
sie auch mit antidepressiven Medikamenten behandelt wird
(E. 3, Urk. 8/33/2)
.
Wie beschwerdeweise richtig vorgebracht wurde, konnte der psychiatrische
B._
-
Gutachter keine weiteren Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht empfehlen und hielt fest, es bestehe eine leitliniengerechte psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung (E. 3).
Er wies ausserdem darauf hin
,
dass die psychiatrische Erkrankung
– welche gemäss Gutachter
seit Ende 2011 besteht -
geeignet sei, das positive Leistungsbild der Versicherten in relevantem Ausmass mittel- und längerfristig zu mi
n
dern (Urk. 8/35/48
)
. Auch
die behandelnden Fachärzte des
C._
hielten in ihrem Bericht vom 3. Januar 2014 fest, ob und wann eine vollständige Remission eintreten werde, sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht vorherzusagen; längerfristig seien intermittierende Episoden von Arbeitsunfähigkeit bzw. Krankheitsausfällen aufgrund depressiver Phasen zu erwarten (Urk. 8/33/3)
.
Angesichts
dieser fachärztlichen Beurteilungen und Prognosen
muss
vorliegend
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von
einer
mindestens
mittelfristigen
Therapieresistenz
der depressiven Störung
aus
gegangen werden
(vgl. E. 1.2.2)
. Hinweise darauf, dass die
Beigeladene die aus fachärztlicher Sicht indizierten Behandlungsmöglichkeiten nicht in kooperativer Weise ausgeschöpft hätte res
pektive ausschöpfen würde
, bestehen keine
.
4.2.4
Was schliesslich den Hinweis
der Beschwerdegegnerin
auf die vorhandenen Ressourcen betrifft
, so ist
festzuhalten
, dass
sich aus den geschilderten Tages
abläufen anlässlich der
B._
-
Begutachtung
ein
deutlicher
sozialer
Rückzug
und ein vermindertes Aktivitätsniveau
der Beigeladenen
ergibt
(vgl.
Urk. 8/35/
16, 8/35/24,
8/35/30,
8/35/
37
).
D
ass die Beigeladene
noch
über
einige
Ressourcen
verfügt
(
so
arbeitet
sie
zu
30
%,
hat Kontakt mit Kindern und Enkel
n
sowie
mit zwei Kollegen
)
,
vermag
die gutachterliche Beurteilung nicht in Frage zu stellen, zumal der psychiatrische Gutachter
denn auch
selber
zum Schluss kam, die Beigela
dene sei zu 50 % arbeitsfähig und somit der Ansicht war, dass gewisse Ressourcen
noch vorhanden sind
.
4.3
Mit der diagnostizierten depressiven Störung ist somit – neben der somatischen Einschränkung (E. 3) - eine IV-relevante gesundheitliche Störung ausgewiesen.
Gestützt auf das
B._
-Gutachten vom 18. Februar 2014 ist
daher
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit erstellt, dass die Be
igeladene
in ihrer Arbeitsfähigkeit
ab Februar 2005 zu 20 %
sowie ab Ende 2011 zu 50 %
eingeschränkt ist.
4.4
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt,
es sei davon auszugehen, dass die Beigeladene
diese medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % aufgrund ihres fortgeschritte
nen Alters nicht mehr verwerten könne, da kein Arbeitgeber die Arbeitsleistung der Beigeladenen mehr nachfrage (Urk. 1 S. 8)
, kann ihr nicht gefolgt werden.
Zum Zeitpunkt des Gutachtens im Februar 2014
(massge
bender Zeitpunkt zur Beurteilung der Verwertbarkeit, siehe BGE 138 V 457 E. 3.3)
war die
im
März 1955 geborene Beigeladene 58 Jahre alt und e
s
verblieb
ihr somit
bis zur regulären Pensionierung noch eine Restaktivitätsdauer von
gut
fünf J
ahren
. Angesichts der relativ hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Mensche
n entwickelt hat
(Urteil des Bundesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015, E. 4.4)
, stellt dies für sich betrachtet bereits eine vergleich
sweise lange Zeitspanne dar.
Nachdem
die
Beigeladene
sodann
weiterhin zu 50 % in der angestammten Tätigkeit arbeitsfähig ist und sie nicht weg vom Arbeitsmarkt war – zumindest bis im Juni 2014 war sie zu 30 % erwerbstätig (vgl. Angabe anlässlich der Haushaltsabklärung, Urk. 8/44)
-
kann umso weniger davon ausgegangen wer
den, dass
ihre verbliebene
Arbeitsfähigkeit nicht mehr verwertbar gewesen wäre.
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf den Abklärungsbericht vom 10. Februar 2015 davon aus, dass die
Beigeladene
ohne gesundheitliche Beein
trächtigungen zu
100 % erwerbstätig wäre (Urk. 8
/44/3
, 8
/45/7
)
.
Dies wurde nicht bestritten und gibt
nach Lage der Akten
zu keinen Beanstandungen Anlass.
5.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.3
Da die
Beigeladene
weiterhin
in der angestammten Tät
igkeit zu 50 % arbeitsfä
hig ist
, läuft der Einkommensvergleich auf einen Prozentvergleich hinaus und es resultiert eine
Erwerbseinbusse von 50 %.
Anhaltspunkte für einen Abzug vom Invalideneinkommen lassen sich
entgegen dem Vorbringen der Beschwer
deführerin (
Urk.
1 S. 7)
nicht ausmachen, zumal sich
bei Hilfstätigkeiten
Teil
zeitarbeit bei Frauen eher lohnerhöhend auswirkt (
Urteil des Bundesgerichts 8C_712/2012 vom 3
0.
November 2012 E. 4.2.2 mit Hinweisen
)
und
solche T
ätigkeiten
auf dem massgebenden hypothetischen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt
werden
(vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_361/2011 vom 20. Juli 2011 E. 6.5 mit Hinweisen)
.
5.4
Bei einem Invaliditätsgrad von 50 % besteht ab 1. Dezember 2013 (Ablauf Wartefrist seit der Anmeldung zum Leistungsbezug gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG) Anspruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung, was zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde führt.
6
.
6
.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss
von der Beschwerdegegnerin zu tragen
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
6
.2
Dem obsiegenden Gemeinwesen steht keine Parteientschädigung zu (
§
34
Abs.
2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
] in Verbindung mit
Art.
61
lit
. g ATSG; vgl. BGE
126 V 143 E. 4a; 118 V 158 E. 7; 117 V 336 E. 8;
Urteil des Bundesgerichts 9C_27/2008 vom 2
0.
Oktober 2008 E. 9 mit Hinwei
sen; Wilhelm, in: Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich,
2.
Aufl., 2009, N 7 zu
§
34
GSVGer
).