# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0e8b32ea-ae62-45c3-9e39-fd9c1436ad7c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1976,
Mutter
eines Kindes
(Jahrgang
2017
), war von
12.
Mai 2014
bis
31.
Juli 2018
bei
der Universitätsklinik
Y._
als
Mit
arbeiterin Küche
-
zuletzt in einem 80
%
-Pensum
-
angestellt
, wobei
das Arbeits
verhältnis aufgrund
einer langen Krankheitsabsenz
von der Arbeitgeberin gekün
digt wurde
(
vgl.
Urk.
7/4 S.
1, S.
3 und
S.
6
;
Urk.
7/29
S.
1
f.
). Unter Hinweis auf
Beschwerden der linken Hand
meldete sich die Versicherte
am
9
.
Mai 2018
bei der
Eidgenössischen
Inva
lidenversicherung
zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/4
). Die Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische
und erwerbliche Situation ab
und
zog Akten der
Krankentaggeldversicherung
(Urk.
7/
5
;
Urk.
7/28
; Urk.
7/39
)
sowie
der Unfallversicherung
bei
(Urk.
7/24
).
Am 27.
November 2018 (Urk.
7/30) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit
, dass zurzeit keine Eingliede
rungsmassnahmen möglich seien und sie über den Ren
tenanspruch eine separate Verfügung erhalte.
Die IV-Stelle liess die Beschwerde
führer
in
durch
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie sowie Hand
chirurgie, vom regionalen ärztlichen Dienst
(RAD)
am 14
.
Mai 2019
untersuchen
(vgl. Bericht vom 23.
Mai 2019; Urk.
7/46).
Mit Vorbescheid vom 28.
Mai 2019 (Urk.
7/50) stellte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte am 10.
Septem
ber 2019 (Urk.
7/55) Einwand. Am
18.
Oktober 2019 führte die IV-Stelle mit der
Versicherten ein Erstgespräch in der Eingliederungsberatung durch (vgl. Urk
.
7/76 S.
3
f.) und erteilte ihr am
6.
November 2019 (Urk.
7/64) eine Kostengutsprache für eine Arbeitsvermittlung P
lus
. Die Arbeitsvermittlung schloss s
ie mi
t Mit
tei
lung vom 3.
Juni 2020 (Urk.
7/77)
mit der Begründung ab, dass es nicht ge
lungen sei, die Versicherte innert angemessener Frist in den Arbeitsmarkt zu inte
grieren
.
Im Zuge des
Vorbescheidverfahrens
wies die Versicherte
am 8.
Septem
ber 2020 (Urk.
7/84
S.
2) auf ein von der Unfallversicherung in Auftrag gegebenes hand
chirurgisches Gutachten hin, welches
l
etztere der IV-Stelle einreichte (vgl. Urk.
7/93-94).
Am 7.
Januar 2021 (Urk.
7/98) nahm die Versicherte zum Gutach
ten
von
PD
Dr.
med.
A._
, FMH Orthopädische Chirurgie und Handchirurgie
, vom
2
0.
März 2020
Stellung.
Mit Verfügung vom 16.
Februar 2021 (Urk.
2) ver
neinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch.
2.
Die Versicherte erhob am
22.
März 2021
Beschwerde
(Urk.
1) gegen die Ver
fü
gung vom
16.
Februar 2021
und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die gesetzlichen Versicherungsleis
tun
gen auszurichten
(
S.
2).
Zudem beantrag
t
e die Beschwerdeführerin, es sei ein zweiter
Schriftwechsel durchzuführen und es seien die Akten des Unfallver
sicherers beizuziehen (S.
5).
Die IV-Stelle
reichte
mit Beschwerdeantwort vom
12.
Mai 2021
(Urk.
6
)
eine Stel
lungnahme
vom
RAD vom 7.
Mai 2021 (Urk.
8) ein und beantragte
die Abwei
sung der Beschwerde.
Mit Verfügung vom 15.
Juni 2021 (Urk.
9) wurde ein zwei
ter Schriftenwechsel angeordnet und der Antrag der Beschwerdeführerin auf Beizug der Akten des Unfallversicherers vorerst abgewiesen mit dem Hinweis, dass es ihr unbenommen bleibe, weitere
, namentlich die in der Beschwerde er
wähnten
Unterlagen einzureichen (S.
2).
Mit R
eplik vom 12.
Oktober 2021 (Urk.
14)
hielt die Beschwerdeführerin an ihren Begehren fest (S.
2)
. Weitere Unterlagen reichte sie nicht ein
.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 28.
Oktober 2021 (Urk.
16) auf eine Duplik, was der
Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 29.
Oktober 2021 zur Kenntnis
gebracht
wurde (Urk.
17
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art.
8 Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art.
7 Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art.
7 Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art.
28 Abs.
1 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
ti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40
% arbeitsunfähig (Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40
% invalid (Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40
% besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50
% auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60
% auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70
% auf eine ganze Rente (Art.
28 Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art.
28a Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE
130 V 343 E.
3.4.2, 128 V 29 E.
1).
1.3.2
Gemäss dem in Art.
27
bis
Abs.
2–4 der
Verordnung über die Invaliden
versi
che
rung (IVV)
per 1.
Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des In
validitätsgrads von teilerwerbs
tätigen Versicherten nach der ge
mischten Methode (Art.
28a Abs.
3
IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Auf
gabenbereich – weiterhin – summiert (Art.
27
bis
Abs.
2
IVV
). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teil
erwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art.
27
bis
Abs.
3
lit
.
a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die versi
cherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art.
27
bis
Abs.
3
lit
.
b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Ein
schränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäfti
gungsgrad nach Absatz 3
lit
.
b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (Art.
27
bis
Abs.
4 IVV).
1.
4
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt
nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach
vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E.
5.1 mit Hinweis auf BGE
125 V 351 E.
3b/
ee
).
Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässig
keit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E.
5.1; 139 V 225 E.
5.2; 135 V 465 E.
4.4 und E.
4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer Verfügung vom 16.
Februar 2021 (Urk.
2) aus,
es sei
eine Untersuchung durch den RAD erfolgt. Die Beschwerdeführerin sei in der Tätigkeit als Mitarbeiterin Küche seit Januar 2018 vollständig einge
schränkt. Eine angepasste Tätigkeit könne sie
unter Beachtung des formulierten Belastungsprofils
spätestens seit Februar 2019 im Umfang von 80
% ausüben. Kurz nach Ablauf der einjährigen Wartezeit
habe
die Beschwerdeführerin wieder ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen
können
. Es bestehe daher kein Anspruch auf eine Invalidenrente (
S.
1
f.). Auf dem Arbeitgeberfragebogen sowie der Schadenmeldung der Unfallversicherung werde ein Beschäftigungsgrad mit 80
% angegeben, weshalb an der Qualifikation von 80
% Erwerbstätigkeit fest
gehalten werde. Die eingeschränkte Funktion der linken Hand, das Schmerz
syn
drom sowie die Verlangsamung der Bewegungsabläufe der linken Hand würden bereits in der reduzierten Arbeitsfähigkeit berücksichtigt, daher werde kein leidensbedingter Abzug gewährt.
Eine polydisziplinäre Begutachtung sei nicht angezeigt. Auch das Gutachten der Unfallversicherung zeige aus versicherungs
medizin
i
scher Sicht keine neuen medizinischen Tatsachen
(S.
2
f.)
.
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
stellte sich
in ihrer Beschwerde vom 22.
März 2021 (Urk.
1)
da
gegen
auf den Standpunkt (Urk.
1),
aktenkundig sei eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ab 6.
Januar 201
8.
Das Wartejahr ende im Januar 2019, womit grundsätzlich ein Rentenanspruch bestehe.
In der RAD-B
eurteilung vom 23.
Mai 2019 sei festgestellt worden, dass sie ab 15.
Mai 2019 in angepasster Tätigkeit
zu 80
%
arbeitsfähig sei. Erst auf suggestive Rückfrage der Beschwerdegegnerin habe der RAD
am
28.
Mai 2019
festgestellt, dass
eine Arbeitsfähigkeit von 80
% in angepasster Tätigkeit per Februar 2019
bestehe. Die Verbesserung per Februar 2019 sei nicht rechtsgenügend erstellt (S.
5
f. Ziff.
5).
Sie leide zudem an Schwin
del und Sehstörungen infolge eines Meningeoms. Die diesbezüglichen Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit seien von der Beschwerdegegnerin nicht festge
stellt worden (S.
6
f. Ziff.
6).
Gemäss der RAD-Beurteilung vom 14.
Mai 2019 bestünden nebst der
quantitativen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit auch zahlreiche qualitative Einschränkungen. Diese begründeten einen Leidens
abzug (S.
7 Ziff.
7). Eine Reduktion des Pensums sei erst per 1.
Januar 2018 erfolgt, mithin
als
Folge der gesundheitlichen Einschränkungen. Der Unfallversi
cherer habe der Taggeldberechnung einen versicherten Verdienst von Fr.
62'943.70
zugrunde gelegt. Diese
s
Erwerbseinkommen sei nominallohnbereinigt als Ein
kommen ohne Behinderung festzusetzen. Die Verfügung e
nt
halte fälschlicher
weise keinen Lohnvergleich (S.
7
f. Ziff.
8). Zusammenfassend ergebe sich, dass die Beschwerdegegnerin den rechtserheblichen Sachverhalt nicht vollständig er
mittelt habe. Die Verfügung vom
16.
Februar 2021 sei unbegründet (S.
8 Ziff.
9).
2.3
Mit Beschwerdeantwort vom 12.
Mai 2021 (Urk.
6) ergänzte die Beschwer
de
gegnerin, der RAD sei in
der
Stellungnahme vom 28.
Mai 2019 gestützt auf den Bericht von Dr.
med.
B._
vom 20.
Februar 2019 davon ausgegangen, dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bereits ab Februar 2019 eine Arbeitsfähigkeit von 80
% in einer angepassten Tätigkeit bestanden habe. Dies habe der RAD am 7.
Mai 2021 bestätigt. Gemäss
der
RAD-
Beurteilung
vom
26.
Januar 2021
habe sich der medizinische Sachverhalt seit der Untersuchung im Mai 2019 nicht ver
ändert. Die Qualifikation der Beschwerdeführerin sei 80
% erwerbstätig und 20
% im Haushaltsbereich tätig. Gemäss dem Einkomme
nsvergleich vom 28.
Mai 2019 sei
der Invaliditätsgrad 29
%. Die Beschwerdeführer
in
müsste im Haushalts
be
reich eine Einschränkung von 100
% aufweisen, damit ein Rentenanspruch ent
stehen würde. Diese liege mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht vor.
Ein allfälliger leidensbedingter Abzug sei nicht gerechtfertigt, da die leidensbedingten Einschränkungen bereits bei der Arbeitsunfähigkeit von 20
% berücksichtig
t
wor
den seien (S.
2
f.).
2.4
Die Beschwerdeführeri
n hielt in ihrer Replik vom 12.
Oktober 2021 (Urk.
14) fest, die vom RAD am 28.
Mai 2019 vorgenommene Vorverlegung des
Ve
rbesse
rungs
zeitpunkt
s
sei unbeg
ründet
. Der RAD-Bericht vom 7.
Mai 2021 trage hierzu nichts bei. Wie der RAD in seiner Beurteilung vom 26.
Januar 2021 festgestellt habe, sei die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in jedem Bericht eine andere. Auch aus die
sem Grund sei eine polydisziplinäre Begutachtung unerlässlich. Sie sei als Voll
erwerbstätige zu qualifizieren (S.
2-4).
2.
5
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdefü
hrerin Anspruch auf eine Inva
li
den
rente hat.
Dabei unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin seit dem 6.
Januar 2018 in ihrer angestammten Tätigkeit als
Mitarbeiterin Küche
auf Dauer nicht mehr
arbeitsfähig ist (E.
2.1-
4
). Dies ist mit der Aktenlage vereinbar
(vgl. Urk.
7/34/4-5
, Urk.
7/39,
Urk.
7/46)
.
Damit steht fest, dass bei
seit
6.
Januar 2018
bestehender
dauerhafter
vollständiger Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit das Wartejahr
nach Art.
28
Abs.
1
lit
.
b IVG am 6.
Januar 2019 erfüllt war
. Bei
am 23.
Mai 2018 erfolgter Anmeldung (vgl. Sachverhalt Ziff.
1)
konnte somit ein Ren
tenanspruch frühestens nach Ablauf des Wartejahres per Januar 2019
ent
ste
hen
(E.
1.2).
Aus medizinischer Sicht steht daher der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
ab diesem Zeitpunkt und die damit allfällig einhergehenden Einschränkungen in einer angepassten Tätigkeit im Vordergrund.
3.
3.
1
Dr.
med.
B._
, Spezialarzt FMH Chirurgie
und
Handchirurgie, bei welchem sich die Beschwerdeführerin seit 16.
März 2016 (vgl. Urk.
7/21 Ziff.
1.1) in Behand
lung befindet, nannte in seinem Bericht vom 20.
Februar 2019 (
Urk.
7/34/4-5
)
als Diagnose
chronische Schmerzen im linken Handgelenk und der linken Hand (Ziff.
1.2)
.
Dr.
B._
führte aus,
nach den Angaben der Beschwerdeführerin seien
d
ie dauernden Schmerzen deutlich weniger stark. Auch die Überwärmung habe nachgelassen.
D
ie obj
ektiven Befunde
h
ätten sich i
nsgesamt
nicht gebessert (Ziff.
1.3).
Dr.
B._
attestierte eine Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit seit dem 6.
Januar 2018
(Ziffer 2.1-2). Auf lange Sicht sei eine Besserung möglich, im Moment könne aber noch keine Arbeitsfähigkeit realisiert werden
(Ziff.
3.3
).
3.
2
Dr.
med.
C._
,
Fachärztin für Handchirurgie FMH, vom Handzentrum der
Klinik
D._
berichtete am
8.
März
2019 (Urk.
7/39
),
w
eiterhin bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Mitarbeiterin Küche. Die Beschwer
deführerin könne die linke Hand nicht einsetzen. Es sei höchstens eine einhändige Arbeit möglich, die praktisch nicht existiere. Eine angepasste Tätigkeit für den Einsatz der linken Hand sei momentan nicht möglich (S.
2).
3.
3
Dr.
Z._
vom RAD, welcher die Beschwerdeführerin am
14.
Mai 2019
unter
such
t
e
,
nannte in seinem Bericht vom 23.
Mai 2019
(Urk.
7/46)
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Funktionseinschränkung der linken Hand mit chronischen Schmerzen im linken Handgelenk und der linken Hand bei einem Status nach Einklemmtrauma (23.
April 2015), einem Status
nach
Beu
ge
seh
ne
n
synovektomie
mit Spaltung des
Reti
n
aculum
flexorum
links (Operation am 17.
Januar 2018) sowie einem in Abheilung begriffene
n
komplexen regiona
len Schmerzsyndrom (CRPS I). Daneben nannte er als Diagnosen ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein Meningeom, Knieschmerzen beidseits und ein
Impingement
-Syndrom der rechten Schulter (S.
10)
. Dr.
Z._
hielt fest, bezüglich des
Meni
n
geoms
sei die Beschwerdeführerin
in Beobachtung, aber
eine weitere
Behandlung
sei
nicht erforderlich (S.
2 oben).
In der bisherigen Tätigkeit
als Mit
arbeiterin Küche bestehe
eine
0%ige Arbeitsfähigkeit seit 6.
Januar 201
8
.
In ange
passter Tätigkeit (leichte Tätigkeiten mit Wechselbelastung ohne erhöhte Anfor
derungen an die Kraft und Haltefunktion der Hände, daher auch ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Heben und Tragen von Lasten und ohne Arbeiten mit ungünstigen
Hebelwirkungen am Handgelenk
(
Stielwerkzeuge, Arbeiten mit ausgestreckten Armen, ohne repetitive Beanspruchung der Hände) sei eine 80%ige Arbeitsfähigkeit gegeben seit 15.
Mai 201
9.
Begründet werde die Arbeits
unfähigkeit von 20
% durch die eingeschränkte Funktion der linken Hand, das Schmerzsyndrom sowie
die
Verlangsamung der Bewegungsabläufe der linken Hand (S.
1
1
).
3.
4
Auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin, ob die Möglichkeit bestehe, dass die 80%ige Arbeitsfähigkeit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus medizin
i
sch
-theoretischer Sicht bereits früher (Januar 2019) bestanden habe (vgl. Urk.
7/49 S.
7 oben), führte Dr.
Z._
vom RAD in seiner
Stellungnahme vom 28.
Mai
2019 (Urk.
7/49 S.
7
Mitte
)
aus, im Arztbericht von Dr.
B._
vom 20.
Februar 2019
(E.
3.1)
werde am 14.
Februar 2019 eine Besserung der Beschwerden atte
stiert. Dr.
B._
lege die Arbeitsunfähigkeit auf 100
% in jeglicher
Tätigkeit. Medizi
n
i
sch
-theoretisch
könne die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 80
% mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ab Anfang Februar 2019 angenom
men werden.
3.
5
Prof. Dr.
med.
E._
und Dr.
med.
F._
vom interdisziplinären Zentrum für Schwindel und neurologische Sehstörungen des
G._
, wo sich die Beschwerde
führerin seit dem 3.
September 2018 (vgl. Urk.
7/44/5-8) in Kontrolle
befand
, nannten in ihrem Bericht vom 17.
Dezember 2019 (Urk.
7/79/8-9
; vgl. auch die Berichte vom 28.
Juli 2018 [Urk.
7/44/1-4], vom 3.
September 2018 [Urk.
7/44/5-8], vom 1.
Oktober 2018 [Urk.
7/44/9-11], vom 5.
Mai 2019 [Urk.
7/44/12-13]
)
unter anderem
folgende
Diagnosen
(S.
1
f.):
-
Drehschwindel mit Tinnitus und Kopfschmerzen (Erstmanifestation: 27.
Juli
2018)
-
ätiologisch: am ehesten im Rahmen einer vestibulären Migräne; diffe
ren
tial
diagnostisch: atypischer Morbus Menière
-
anamnestisch: am 27.
Juli 2018 beim Einkaufen akut aufgetretener, immobilisierender Drehschwindel mit Übelkeit und
einmaligem
Erbre
chen und Tinnitus. Darauf deutliche drückende Kopfschmerzen. Am
Folgetag Persistenz der
Symptomatik. Im Verlauf von 2-3 Tagen deut
liche
Regredienz
. Aktuell
noch intermittierend (Schwindel und Tinnitus kommen zusammen). Zudem Kopfschmerzen
bifrontal
und begleitende visuelle Aura, sowie Licht und Lärmempfind
l
ichkeit.
-
klinisch: Kopfimpul
stest negativ, kein Spontannystagmus, Romberg-
Stehversuch
negativ,
Unterberger-Tretversuch ohne eindeutige Rota
ti
on.
Dix-
Hallpike
und Barbecue-Manöver
n
egativ, keine Besserung nach Epl
ey-Befreiungsmanöver.
-
d
iagnostisch:
-
Labor: unauffällig
-
cMRI
vom
8.
August
2018: Keine akute Ischämien oder intrakra
ni
elle Blutungen.
Durchgehende basale Hirngefässe ohne Anhalt für Stenose oder Abbruch. An der
Falx
paramedian links,
vertex
-nah
rundliche T1w Kortex
isointense
, T2w gering
hyperintense
Läsion (9
mm
), möglicherweise einem Meningeom entsprechend.
-
Men
i
ngeom am
Falx
paramedian links (
Erstdiagnose 8.
August
2018)
-
cMRl
August
2019: Befundkonstanz gegenüber der Voruntersuchung. Grössenkonstantes Meningeom
hochparietal
parafaxial
links. Keine weiteren/neuen Aspekte im
Verlauf
.
Die Fachärzte führten aus,
es sei eine
planmässige Verlaufskontrolle drei Monate nach Beginn mit Venlafaxin
erfolgt
. Leider habe die Beschwerdeführerin dieses nicht vertragen. Da aktuell die Kopfschmerzen eher
regredient
seien, hätten sie mit der Beschwerdeführerin besprochen, zunächst abzuwarten, ob sich im Verlauf noch eine weitere Besserung der Beschwerden unter der jetzigen Therapie ein
stelle. Eine Verlaufskontrolle
sei i
n sechs Monaten
geplant
(S.
2).
3.
6
PD Dr.
A._
von der
H._
attestierte der Beschwerdeführerin in seinem
Gut
achten
vom
20.
März 2020 (Urk.
7/94) zuhanden
der
Unfall
versi
che
rung
eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
aufgrund der Einschränkungen der linken Hand (S.
45). Er führte zudem aus,
d
ie linke
adominante
Hand sei in ihre
r Be
lastungs
fähigkeit reduziert. Z
u vermeiden seien repetitiv
e Bewegungen mit Dauerbelas
tung und
Tätigkeiten in der Kälte (Kühlraum etc.). Beim Tragen beziehungsweise Heben von Lasten seien diese auf rund 3
kg zu beschränken. Für Arbeiten über Lenden-, Brust- und Kopfhöhe bestünden Einschränkungen der Belastbarkeit auf maximal 2
kg (S.
45
f.).
3.
7
Hausarzt Dr.
med.
I._
, Facharzt für Allgemeinmedizin FMH, welcher die Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2015 behandelt
e
, führte
am
16.
Juni
2020 (Urk.
7/79/1-6)
aus
, die bisherige Tätigkeit als Küchenangestellte sowie eine
an
gepasste Tätigkeit sei
en
nicht zumutbar (Ziff.
4.1-2).
Faktoren
, welche einer Ein
gliederung im Wege stünden, seien die mangelnden Deutschkenntnisse (Z
iff.
4.4). Kochen
gehe, Wohnungspflege nur mit dem Ehepartner, Besorgung der Wäsche und Bügelarbeiten gingen nur mit Mühe
(Z
i
ff.
4.5)
.
3.
8
In einem undatiertem Bericht
,
bei letzter vorangehender Kontrolle a
m 11.
August 2020 (Urk.
7/82/1-3
)
,
attestierte Dr.
C._
von der
D._
Klinik
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit als Reinigungskraft
(Ziff.
2.1)
.
3.
9
Nach Vorlage der Berichte von Dr.
I._
und Dr.
C._
sowie de
s
Gut
achten
s
von PD Dr.
A._
(E.
3.6-8 vorstehend) führte Dr.
med.
J._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom RAD am
26.
Januar
2021 (Urk.
7/99
S.
5
f.
)
aus, wesentlich neue Diagnosen mit möglicher Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
seien nicht dazugekommen. Die Arbeitsunfähigkeits
be
wer
tung sei praktisch in jedem Bericht einschliesslich des Gutachtens eine andere, sowohl bezüglich der bisherigen wie auch einer angepassten Tätigkeit, wobei die Spannbreite von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit (Dr.
I._
) bis zu einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in bisheriger und 100%iger in einer angepassten Tätigkeit (PD Dr.
A._
) reiche. Nach
dem
aber
seit der mass
geblichen RAD-Untersuchung von Dr.
Z._
am 14.
M
ai 2019 keine wesent
li
chen, neuen oder bislang unbekannten medizinischen Tatsachen hinzuge
kom
men seien, handle es sich aus versicherungsmedizinischer Sicht um eine andere Beur
teilung desselben medizinischen Sachverhaltes (S.
6).
4.
4.1
Als Grundlage für ihre Verfügung vom
16.
Februar 2021 (Urk.
2)
dienten der
Beschwerdegegnerin gemäss den versicherungsinternen Feststellungsblättern vom
28
.
Mai
2019 und
16
.
Februar
202
1
(Urk.
7/
49
, Urk.
7/
99
) für die Beurteilung des Gesundheitszustandes ab
Januar
2019 insbesondere
der
Untersuchung
sbericht
von RAD-Arzt Dr.
Z._
vom 23.
Mai 2019 (E.
3.3)
und
seine
Stellungnahme vom
28.
Mai 2019 (E.
3.4) sowie für die
nach
folgende Zeit
die
Berichte der behandeln
den Dr.
I._
(E.
3.7) und Dr.
C._
(E.
3.8) samt beigelegter
Unterlagen, das Gut
achten von PD.
Dr.
A._
vom 20.
März 2020
(E.
3.6) sowie
die
darauf gestützte
Stellungnahme des RAD-Arztes Dr.
J._
vom 26.
Januar 2021 (E.
3.9
).
Die Beschwerde
gegnerin schloss aus d
iesen
Unterlagen, dass
die Beschwerde
führer
in
seit
Januar
2018
in
ihrer
angestammten Tätigkeit auf Dauer arbeitsunfähig
, jedoch
spätestens seit Februar 2019 in einer angepassten Tätigkeit unter Berück
sichtigung des von Dr.
Z._
formulierten Belastungsprofils zu
80
% arbeitsfähig war (E.
2.1).
4.2
4.2.1
Der Bericht von
RAD-Arzt Dr.
Z._
vom
23
.
Mai 2019
(E.
3.3)
beruht auf
einer
eingehenden klinischen
Untersuchung vom 14.
Mai 2019
; insbesondere einer Funktionsdiagnose, welcher bei somatisch begründeten Funktionsein
schrän
kun
gen zentrale Bedeutung zukommt (Urk.
7/46 S.
5-10; Urteil des Bun
des
gerichts 9C_335/2015 vom 1.
September 2015 E.
4.2.2).
Er
wurde in Kenntnis der und nach Auseinandersetzung mit
den
Vorakten
erstattet (S.
1
f.,
S.
11 oben), berück
sichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten der
Beschwerdeführerin auseinander (S
.
2 oben,
S.
11). Dr.
Z._
legte
die medi
zinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend
dar
und
begründete seine
Schlussfolgerungen nachvollziehbar. So konnte er
überzeugend
aufzeigen
, dass
bei der
Beschwerdeführer
in
aufgrund
der Funktionsein
schrän
kungen der linken Hand mit chronischen Schmerzen im linken Handgelenk und der linken Hand
spätestens nach
der
Untersuchung
beziehungsweise
ab
dem 15.
Mai 2019
- wobei er in seiner nachgängigen Stellungnahme auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin (E.
3.4) einen früheren Zeitpunkt angab (vgl. dazu E.
4.2.3 nachstehend)
-
u
nter Berücksichtigung des formulierten Belastungsprofils von einer
80
%igen Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen ist.
Er
legte plausibel dar
, dass
die
reduzierte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit in der einge
schränkten Funktion der linken Hand, dem Schmerzsyndrom sowie der Verlang
samung der Bewegungsabläufe
der linken Hand begründet ist
(E.
3.3)
.
4.2.2
Was das Vorbringen der Beschwerdeführerin hinsichtlich
der
Auswirkungen des Meningeom
s
auf die Arbeitsfähigkeit
angeht
, welchen die Beschwerdegegnerin in Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes
nicht nachgegangen sei (E.
2.2)
, kann ih
r
nicht gefolgt werden.
Dr.
Z._
waren die bis zu seiner Untersuchung vorhandenen diesbezüglichen Berichte bekannt (vgl. Urk.
7/46 S.
1)
. Er hielt dazu korrekt fest, dass die Be
schwerdeführerin
wegen des Meningeoms
lediglich
bei ihren behandelnden Ärzte
n
in Beobachtung steht und eine weitere Behandlung nicht erforderlich
ist. Daraus schloss er, dass diese
s
keine dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
zei
tigt
(E.
3.3)
.
Dies deckt sich mit den Berichten der Behandler. So haben diese nie eine Arbeitsunfähigkeit wegen de
s
von ihnen diagnostizierten Drehschwin
del
s
mit Tinnitus und Kopfschmerzen
noch wegen
des
Meningeom
s
attestiert (E.
3
.5
).
Beim
diagnostizierten
Drehschwindel mit Tinnitus und Kopfschmerzen handelt
e
es sich um ein akutes Ereignis
vom
27.
Juli 2018
, wobei sich die Symp
tomatik im Verlauf von zwei bis drei Tagen
deutlich
regredient
zeigte bei völlig unauffälli
gem
Untersuchungsbefund
.
Aufgrund
der aktuell intermittierend auf
tre
tenden
Beschwerden war
zur medikamentösen
Einstellung lediglich ein Kon
trolltermin in Abständen von mehreren Monaten vorgesehen.
Zuletzt wurde im Dezember 2019 ein Kontrolltermin für ein halbes Jahr später geplant. Was das Meningeom angeht, war der Befund im Verlauf konstant und es ergaben sich keine weiteren oder neuen Aspekte
(E.
3.5)
.
Damit
besteht kein genügender Anhalt, dass
der
Drehschwindel
mit Tinnitus und Kopfschmerzen
und
das
Meni
n
geom
relevante
Auswirkungen auf die Arbeits
fä
higkeit
haben könnten
, welche zusätzliche
r
Abklärungen bedürfte
n
.
Eine Ver
let
zung
des Untersuchungsgrundsatzes kann der Beschwerdegegnerin
nicht
vorge
worfen werden.
4.2.3
Hinsichtlich
einer angepassten Tätigkeit ist der
Zeitpunkt
strittig
, ab wann
eine 80%ige Arbeitsfähigkeit
gegeben
war (E.
2.1-4)
.
Unumstritten ist
diesbezüglich
, dass seit dem 6.
Januar 2018
zumindest
bis Ende Januar 2019 ebenfalls eine voll
ständige Arbeitsunfähigkeit vorlag
. Dies ist mit der Aktenlage vereinbar (
vgl.
E.
3.1-4
).
Namentlich wies auch
RAD-Arzt
Dr.
Z._
darauf hin, dass im
Nach
gang zur Operation und aufgrund des CRPS von einer vollständigen Arbeits
fähig
keit in jeglicher Tätigkeit habe ausgegangen werden müssen (
Urk.
7/49 S. 7).
Die Beschwerdegegnerin stellte sich gestützt auf die Stellungnahme von RAD-Arzt
Dr.
Z._
vom 28.
Mai 2019 (E.
3.4) auf den Standpunkt, dass bereits Anfang Februar eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
bestand
(E.
2.1,
E.
2.3)
, wohingegen die Beschwerdeführerin eine solche erst mit der Untersu
chung
durch Dr.
Z._
als gegeben erachtete (E.
2.2, E.
2.4).
Dr.
Z._
führte
die seiner Ansicht nach bereits ab Anfang Februar 2019 vorhan
dene medizin
isch
-theoretisch
e
80%ige Arbeitsfähigkeit
auf Rückfrage der
Beschwerdegegnerin
einzig auf die
von
Dr.
B._
in seinem Bericht vom 20.
Febru
ar 2019 (E.
3.1) erwähnte gesundheitliche Verbesserung zurück
(vgl. E.
3.4)
. Dies ohne jedoch aufzuzeigen, inwiefern die von Dr.
B._
angeführten
teilweisen
Verbesserungen (Verbesserung Schmerzzustand im Bereich der Muskeln am Vor
derarm, dauernde Schmerzen deutlich weniger stark, nachlassende Überwärmung [vgl. E.
3.1
und
Urk.
7/34/4-5 S. 1
]) sich in einer Verbesserung der funktionellen Leistun
gsfähigkeit nieder
ge
schlagen
haben
soll
en.
Dr.
B._
attestiert
e
trotz der von ihm genannte
n
Verbesserungen eine weiterhin bestehende Arbeitsun
fähig
keit in jeglicher Tätigkeit
und dies
mit Verweis auf eine insgesamt ausgebliebene Verbe
sserung der objektiven Befunde
und de
n
Umstand, dass die Beschwerde
füh
rerin weiterhin aufgrund der schmerzeingeschränkten Kraft Gegenstände fallen lasse
.
Ebenso
sah dann auch Fachärztin Dr.
C._
in ihrem
zeit
lich
nachfolgenden
Bericht vom 8.
März 2019 (E.
3.2) eine
Arbeitsfähigkeit in
angepasste
r
Tätigkeit
mit
Einsatz der linken Hand als nicht gegeben an.
Die von der Beschwerdeführe
rin im Zuge des vorliegenden Verfahrens eingereichte zu
sätz
liche RAD-Stellungnahme vom 12.
Mai 2021 (Urk.
8)
bringt
keine
neuen
Erkenntnis
se
in dieser Sache
. Es handelt sich dabei um eine aktengestützte
, rein
theoretische
Interpretation, weshalb bereits vor der Untersuchung von Dr.
Z._
eine weiter
gehende Arbeitsfähigkeit
-
zumindest für eine Tätigkeit gänzlich ohne Einsatz
des linken Armes
und der Hand
-
vorgelegen haben könnte
.
Demnach ist eine Verbesserung
der
Arbeitsfähigkeit
in
angepasster Tätigkeit
(mit
reduziertem
Einsatz
des linken Armes und der
linken
Hand)
erst mit der Untersu
chung von Dr.
Z._
am 14.
Mai 2019
rechtsgenüglich
mit dem Mass der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit
ausgewiesen.
4.
3
Was die
Entwicklung
der gesundheitlichen Verhältnisse
nach der
Untersuchung von Dr.
Z._
angeht,
ergaben
sich keine wesentliche
n
Ver
änderung
en. Dies
zeigte
RAD-Arzt Dr.
J._
in seiner Stellungnahme
vom 26.
Januar 2021 (E.
3.9) - insbesondere gestützt auf das von der Unfallversicherung in Auftrag gegebene Gutachten von PD Dr.
A._
vom 20.
März 2020 (E.
3.6
)
-
nachvollziehbar auf.
PD Dr.
A._
kam in seinem Gutachten zum
überzeugenden Schluss, dass auf
grund der Einschränkungen der linken
adominaten
Hand weiterhin eine Arbeits
fähigkeit von 80
%
gegeben ist. Das von ihm - wenngleich in anderen Worten - formulierte Belastungsprofil deckt sich mit dem von Dr.
Z._
. Letzterer
erachtete
nur noch leichte Tätigkeiten
ohne repetitive Beanspruchung,
ohne Heben und Tragen von Lasten
und ohne
ungünstige Hebelwirkungen am Handgelenk
als zu
mutbar, wohingegen PD Dr.
A._
exakte Angaben in Kilo
gramm
für
das
Heben, Tragen (3
kg) und Arbeiten über Brusthöhe (
<
2
kg)
machte
und repetitive Bewe
gungen mit Dauerbelastung vermieden haben wollte
(vgl. E.
3.3 und E.
3.6)
.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin sind auch aufgrund der unter
schiedlichen Angaben zur Arbeitsfähigkeit bei Dr.
I._
und Dr.
C._
(E.
3.7-8)
keine
ergänzende
n
Abklärungen angezeigt (
E.
2.4
)
und es bestehen auch keine
Hinweise auf eine
gesundheitliche
Verschlechterung
.
W
eder Dr.
I._
noch Dr.
C._
nahmen eine für die Beurteilung der funktionellen Leis
tungsfähigkeit entscheidende Funktionsdiagnose (vgl. E.
4.2.1) vor
; sodann
setzten
sie
sich bei ihre
n
Einschätzung
en nicht
mit
den
Beurteilung
en
von Dr.
Z._
vom 23.
Mai 2019
und
von PD Dr.
A._
vom 20.
März 2020 auseinander und
zeigten nicht auf
, inwiefern sich eine gesundheitliche Verschlechterung seit dann eingestellt hätte. Dr.
I._
verfügt zudem auch nicht über einen entsprechenden Facharzttitel und nannte als Faktoren, welche einer Eingliederung im Wege stünden, einzig die mangelnden Deutschkenntnisse (E.
3.
7
)
. Dr.
C._
gab zur Arbeitsfähigkeit einzig an, es best
ehe
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit als Reinigungskraft. Inwiefern diese überhaupt mit dem von Dr.
Z._
und PD Dr.
A._
formulierten Belas
tungsprofil vereinbar sein sollte, ist frag
lich
, bein
halten Reinigungsarbeiten
doch in der Regel
auch Tätigkeiten, welche diesem
Belastungsprofil
entgegenstehen. Wie es sich aber mit
der
Arbeitsfähigkeit unter Berücksichtigung des formulierten Belastungsprofils überhaupt verhält,
dazu
äusserte sich Dr.
C._
nicht.
4.4
Nach dem Gesagten kann auf die Beurteilung des RAD-Arztes Dr.
Z._
vom 23.
Mai 2019 (E.
3.3)
abgestellt werden (E.
4
.
2.1
). Eine wesentliche Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse ist im Nachgang nicht ausgewiesen
(E.
4.3)
. Die Vorbringen
der
Beschwerdeführer
in
vermögen keine Zweifel an der Beurteilung des RAD sowie der Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung
en
durch
die Beschwerdegegnerin zu erwecken
(E.
4.
2.2, E.
4.
3
)
.
In Anbetracht
der gegebenen Sach- und Rechts
lage sind
insgesamt
von zusätz
li
chen Abklärungen
-
insbesondere dem
neuerlichen
Beizug der Akten des Unfall
versicherers
(vgl.
Urk.
7/85 bis 7/95)
-
keine
entscheidwesentlichen
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (
antizipierte Beweiswür
digung; BGE
136
I
229
E.
5.3
).
Namentlich sah die Beschwerdeführerin davon ab, die von ihr erwähnten Gutachtensergänzungen vom 2
4.
November 2020 und vom 2
2.
Janu
ar 2021 einzureichen (vgl.
Urk.
9 Dispositivziffer 3,
Urk.
12), womit anzunehmen ist, dass diese vorliegend keine entscheidenden neuen Gesichtspunkte zu ihren Guns
ten aufzuzeigen vermögen.
Solches wurde denn auch nicht geltend gemacht.
Zusammenfassend ist demnach
aus medizinischer S
icht davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
wegen der
Funktionseinschränkungen der linken Hand seit dem 6.
Januar 2018 in ihrer angestammten Tätigkeit als
Mitarbeiterin Küche nicht mehr und
seit dem 14.
Mai 2019 unter Berücksichtigung des formulierten Belastungsprofils
in angepasster Tätigkeit
zu 80
% arbeitsfähig ist.
In der Folge bleiben die erwerblichen Auswirkungen dieser Einschränkungen zu prüfen.
5
.
5.1
Was das Vorbringen der Beschwerdeführerin angeht, die Verfügung enthalte fälschlicherweise keinen Einkommensvergleich (E.
2.2), ist vorweg zu bemerken, dass
der
der Verfügung zugrundeliegende Einkommensvergleich bei den Akten
liegt
(Urk.
7/48) und ihr, wie die Ausführungen im Einwand
und Beschwerde
nahelegen (vgl. Urk.
7/55 S.
3
f.
;
Urk.
1 S.
4 und S.
8)
,
frühzeitig bekannt
war. Eine
Anfechtung in den wesentlichen Punkten
war
somit möglich. Zudem lässt sich der Verfügung selbst die Qualifikation, das
Valideneinkommen
und der Um
stand, dass die Beschwerdegegnerin einen leidensbedingten Abzug als für nicht angezeigt erachtete, entnehmen (Urk.
2 S.
2).
5.2
In Bezug auf die Qualifikation der Beschwerdeführerin
in der für einen Rente
n
anspruch relevanten Zeit ab Januar 2019 (vgl. E.
2.5)
ging die Beschwerde
geg
ne
rin von einem Anteil von
80
% Erwerbstätigkeit und
20
%
Aufgabenbereich aus (E.
2.1). Die Beschwerdeführerin machte hingegen eine 100%ige Erwerbs
tätigkeit im
Gesundheitsfall
geltend (E.
2.2
, E.
2.4
).
Das
Ar
gument
der Beschwer
deführerin
,
sie hätte ihr
Pensum
bei ihrer ehemaligen Arbeitgeberin lediglich aus gesund
heitsbedingten Gründen per 1.
Januar 2018
von 100
% auf 80
%
reduziert, ver
mag nicht zu überzeugen.
Vielmehr deuten die Umstände darauf hin, dass die Reduktion im Zusammenhang mit der Geburt ihres Kindes Ende August 2017 (
vgl.
Urk.
7/4 S.
3) und
den damit
einhergehenden Betreuungsaufgaben
stehen
könnte
. So
bezog
die
Beschwerdeführerin
Ende 2017 und Anfang 2018 ihren
Mutterschaftsurlaub
und
im Anschluss
zusätzlich Ferien
(vgl. Urk.
7/29/22-23). Eine Arbeitsunfähigkeit bestand erst ab 6.
Januar 2018 (E.
3.1). Die Reduktion des Pensums bedarf jedoch einer vorangehenden Planung und Vereinbarung mit der Arbeitgeberin, weshalb diese auf Überlegungen in der Zeit der mutter
schafts
bedingten Abwesenheit zurückgehen muss.
Auch wäre nicht nachvollziehbar, dass so starke
gesundheitsbedingte
Einschränkungen,
wie sie sich danach ein
stellten
(
vollständige Ar
beitsunfähigkeit; vgl. E.
3.1-2),
lediglich
zu einer
mini
men
Pensumsr
eduktion
von 20
%
geführt hätten
.
5
.
3
Aufgrund der vollständigen Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich
bis zum 14.
Mai
2019
(E.
4.4)
ist
selbst
unter der Annahme eines Aufgabenbereichs von 20
% von einem
Invaliditätsgrad von
mindestens 80
% auszugehen, was zu einem An
spruch auf eine ganze Rente führt.
5
.
4
5.
4
.1
Was die Zeit ab dem
15
.
Mai
2019
angeht,
resultiert
,
selbst für den Fall, da
s
s
- dem
Standpunkt
der Beschwerdeführerin
folgend
-
von einer vollen Erwerbs
tä
tigkeit ausgegangen würde, ein rentenausschliessender I
nvaliditätsgrad.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist
für das
Valideneinkommen
, nicht vom durch die Unfallversicherung
festgestellten
versicherte
n
Verdienst aus
zugehen
(vgl. E.
2.2)
, sondern es ist auf den von der ehemaligen Arbeitgeberin angegebenen Lohn abzustellen.
Die ehemalige Arbeitgeberin gab am 16.
Oktober 2018 (Urk.
7/29/1-10) an, die Beschwerdeführerin würde ohne Gesundheits
scha
den aktuell jährlich Fr.
49'182.-- verdienen (S.
5). Angepasst auf ein 100
%-Pen
sum
entspricht dies einem
E
inkommen
von
Fr.
61'477.50
(
Fr.
49'182.--
/
80 x 100
).
Unter Anpassung an die Nominallohnentwicklung
(vgl. Bundesamt für Statistik,
Nominallohnindex Frauen,
Tabelle T 1.2.15
,
Total
,
Index 2018:
101
.
7
, Index 2019:
102.7)
resultiert für 2019 ein
Validene
inkommen
von
Fr.
62'082.--.
Es ist nicht aktenkundig, dass d
ie Beschwerdeführerin seit
dem Verlust ihrer Stelle per 31.
Juli 2018 (vgl.
Urk.
7/29 S.
1 f.)
eine neue Stelle angetreten hätte,
weshalb zur Ermittlung des Invalideneinkommens auf die
Tabellen des
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
abzu
stellen ist. Die Beschwerdeführerin verfügt
über
keine Berufsausbildung (
Urk.
7/4 S.
5), weshalb
für das Invalideneinkommen vom Durchschnittslohn aller
Frauen
für einfache Tätigkeiten
von Fr.
4’3
71
.-- (LSE
2018
, TA1_t
ira
ge_skill_le
v
el, Total Frauen
,
Kompetenzniveau 1
)
auszugehen
ist
(vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_534/2019 vom 18.
Dezember 2019 E. 5.3.3.2). Nach Anpassung an die Lohn
entwicklung sowie unter Berücksichtigung der durchschnittlichen
wöchentlichen Arbeitszeit bei 8
0%iger Arbeitsfähigkeit führt dies im Jahr
2019
zu einem E
in
kommen von Fr.
44'175.10
(Fr.
4’371.--
x 12 /
101.7
[siehe oben]
x 102.7
[siehe oben]
/ 40 x 41.7 x 0.
8
).
Die Beschwerdeführerin brachte vor, ihr sei aufgrund ihrer gesundheitlichen Ein
schränkungen
ein leidensbedingter Abzug zu gewähren
(
E.
2.2
). Dazu ist anzu
merken, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähig
keit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Be
mes
sung des leidensbedingten Abzuges einfliessen und so zu einer doppelten An
rechnung desselben Gesichtspunktes führen dürfen (Urteil des Bun
desgerichts 9C_833/2017 vom 20.
April 2018 E. 2.2).
Auch die qualitativen
Einschränkungen fanden bereits Eingang in die Beurteilung von
Dr.
Z._
und führten zu der ver
anschlagten Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von
80
%
. So hielt
er
explizit fest, dass die von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit von 20
% durch die eingeschränkte Funktion der linken Hand - und damit unter Beachtung der qualitativ
zumutbaren
Tätigkeiten -, das Schmer
zsyndrom und die Verlang
sa
mung
der Bewegungsabläufe - als einziges quantitatives Element - begründet ist
(E.
3.3
). Das von
Dr.
Z._
formulierte Anforderungsprofil lässt sodann ein genü
gend breites Spektrum an zumutbaren Hilfsarbeitertätigkeiten offen (Ur
teil des Bundesgerichts 9C_266/
2
017 vom 2
9.
Mai 2018 E. 3.4.2).
Die Einschrän
kungen der
adominanten
Hand vermögen
vorliegend
somit keinen Leidensabzug zu begründen (
Urteil
des Bundesgerichts
8C_495/2019 vom 1
1.
Dezember 2019
, E.
3.2 und 4.2.2
).
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
62'082.--
und einem Invalideneinkommen von
Fr.
44'175.10
resultiert
ein
rentenausschliessender
Invaliditätsgrad von
gerundet
2
9
%
.
5
.
4
.
2
Auch für den Fall einer Qualifikation mit einem Erwerbsanteil von 80
% und einem Aufgabenbereich von 20
% resultierte ein rentenausschliessender Invalidi
tätsgrad von unter 40
%. So bedürfte es bei einem Teilinvaliditätsgrad von 2
9
% im Erwerbsteil
(E.
5.
4
.1)
und
bei einem Anteil von 80
%
(
29
% x 0.8
=
23.2
% Invaliditätsgrad)
eine
s
Teilinvaliditätsgrad
es
von mindestens 8
4
% im Aufgaben
bereich
mit Anteil von
20
%
(
84
% x 0.2
=
16.8
% Invaliditätsgrad
)
und ent
spre
chende Einschränkungen
. Dies scheint
bei einer Arbeitsfähigkeit von 80
% in an
gepasster Tätigkeit und dem von Dr.
Z._
formulierten Belastungsprofil als aus
geschlossen.
Dr.
I._
hielt denn auch fest,
dass
das
Kochen gehe,
dass die
Wohnungspflege
zusammen mit dem Ehepartner
erfolge
und
die
Besorgung der Wäsche
sowie
Bügelarbeiten
zwar n
ur mit Mühe
aber dennoch machbar seien
(
E.
3.7
).
5
.
5
Da vorliegend rückwirkend über eine befristete Invalidenrente zu entscheiden ist, was einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung umfasst, ist der Zeitpunkt für die Aufhebung der Rente analog zu Art.
88a IVV festzusetzen.
Die Beschwerde
führerin hat demnach vom 1.
Januar
bis 31.
August
2019
(gesundheitliche Verbesserung am
15
.
Mai
2019; E.
4
.
4
) bei
einem Invalidi
tätsgrad von 100
% Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Die Beschwerde ist insoweit teilweise gutzuheissen.
6
.
6
.1
Im vorliegenden Verfahren geht es um die Bewilligung oder Verweigerung von
Leistungen, weshalb das Verfahren kostenpflichtig ist. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr.
800.-- anzusetzen.
Die
Beschwerde
füh
rer
in
beantragte
mit
ihrem Rechtsbegehren
die vollumfängliche Aufhebung der Verfügung und
undifferenziert die Zusprache gesetzlicher Versicherungs
leis
tun
gen (Urk.
1 S.
2). Aus
ihrer
Begründung geht hervor, dass sie damit entweder die Zusprache einer unbefristeten Rente
oder die Rückweisung
zur Durchführung einer polydisziplinären Abklärung
beabsichtigte
(S.
6-8)
.
Weder erwies sich die Zusprache einer unbefristeten Rente als korrekt, noch die Rückweisung zur weiteren Abklärung als
notwendig
(vgl. E.
4.4, E.
5
vorstehend)
.
Mit heutigem Urteil wird
ihr
einzig
eine auf acht Monate befristete Rente zugesprochen
, was nicht zur beantragten Aufhebung der angefochtenen Verfügung, sondern nur zu deren leichten Anpassung führt
. Damit obsiegt
sie
nur teilweise
in geringem Aus
mass
. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten
der
Beschwerdeführer
in
zu 4/5 und der Beschwerdegegnerin zu 1/5 aufzuerlegen.
6
.2
Anspruch auf Ersatz der Parteikosten hat grundsätzlich die obsiegende Besch
werde führende Person, die erhebliche Auslagen im Rahmen des Prozesses gehabt hat (vgl. Art.
61
lit
. g ATSG). Nach §
34 Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialver
si
che
rungsgericht bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschä
digung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Der Rechts
vertre
ter hat keine Kostennote eingereicht. Die Entschädigung ist daher unter Berück
sichtigung der genannten Kriterien nach Ermessen auf Fr
5
5
0.-- (inklusive Bar
auslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Die Beschwerde
gegnerin ist in der
Folge zu
verpflichten,
der
Beschwerdeführer
in
eine Prozessent
schädigung in di
e
sem Umfang zu bezahlen.