# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 39a63ffa-1bb9-488f-a9c8-dd70b75ec2e7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _1969, und Y._, geboren am _1951, haben am 11. November 2006 vor dem Zivilstandsamt O.1_ geheiratet. Die Ehe blieb kinderlos. Beide Parteien haben Kinder aus erster Ehe, wobei der Sohn der Ehefrau, A._, geboren am _2000, bei seiner Mutter lebt. Das eheliche Wohnhaus in O.2_ steht in je hälftigem Miteigentum der Ehegatten. X._ hat im ehelichen Haus einen Coiffeursalon eingerichtet. Y._ ist alleiniger Gesellschafter und Geschäftsführer der in O.3_ domizilierten B._GmbH, bei welcher bis Ende Mai 2015 auch X._ angestellt war.
B. Nachdem die Ehefrau den Bezirksgerichtspräsidenten Hinterrhein am 23. Februar 2015 telefonisch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen ersuchte, wurde am 26. Februar 2015 in Anwesenheit beider Parteien eine Eheschutzverhandlung durchgeführt.
C. Mit Entscheid vom 4. März 2015 teilte der Einzelrichter am Bezirksgericht Hinterrhein das eheliche Wohnhaus provisorisch der Ehefrau zum ausschliesslichen Gebrauch zu und setzte dem Ehemann eine Frist bis am 31. März 2015 an, um das Haus unter Mitnahme seiner persönlichen Gegenstände und seines persönlichen Mobiliars zu verlassen. Des Weiteren verpflichtete er den Ehemann, an den Unterhalt der Ehefrau für den Monat März einen Beitrag von CHF 2'000.-- zu bezahlen. Letztere wurde aufgefordert, dem Gericht bis am 23. März 2015 ihre bezifferten und dokumentierten Anträge einzureichen.
D. Am 12. März 2015 liess Y._ ein Gesuch um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen im Eheschutzverfahren einreichen mit dem Antrag, das eheliche Wohnhaus sei dem Ehemann zur ausschliesslichen Nutzung zuzuweisen. Mit prozessleitender Verfügung vom 16. März 2015 verlängerte der Bezirksgerichtspräsident dem Ehemann die Frist für den Auszug aus dem ehelichen Wohnhaus bis zum 1. Mai 2015 und verpflichtete ihn zudem provisorisch, der Ehefrau für den Monat April 2015 einen Unterhaltsbeitrag von CHF 2'000.-- zu bezahlen. Die Ehefrau beantragte in ihrer Eingabe vom 13. April 2015, der vorsorgliche Entscheid vom 4. März 2015 sei zu bestätigen und das Gesuch des Ehemannes sei abzuweisen. Überdies beanspruchte X._ rückwirkend ab dem 4. März 2015 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 10'000.--. In seiner Replik vom 23. April 2015 schloss der Ehemann auf Abweisung des Unterhaltsbegehrens und Abschreibung seines Gesuchs vom
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12. März 2015 infolge Gegenstandslosigkeit. Die Ehefrau hielt mit Duplik vom 7. Mai 2015 an ihren gestellten Begehren fest und beantragte im Weiteren, dass das Abänderungsgesuch des Ehemannes abzuschreiben und dieser zu verpflichten sei, einen vorsorglichen Unterhaltsbeitrag von CHF 7'000.-- pro Monat zu bezahlen. Mit Verfügung vom 14. April 2015 bzw. 8. Mai 2015 verpflichtete der Bezirksgerichtspräsident den Ehemann zur Leistung eines vorsorglichen Unterhaltsbeitrags von je CHF 7'000.-- für die Monate Mai und Juni 2015. Per 25. April 2015 verliess der Ehemann das eheliche Domizil.
E. Am 19. Juni 2015 fand eine zweite Eheschutzverhandlung vor dem Bezirksgericht Hinterrhein statt, anlässlich welcher insbesondere die Arbeitsfähigkeit und die Einkommensverhältnisse des Ehemannes, die Erwerbstätigkeit der Ehefrau sowie deren neue Partnerschaft, die eheliche Lebensführung und die anzuwendende Unterhaltsberechnungsmethode thematisiert wurden.
F. Mit Entscheid vom 1. Juli 2015, gleichentags mitgeteilt, erkannte der Bezirksgerichtspräsident Hinterrhein wie folgt:
"1. Vom Trennungsdatum 4. März 2015 der Parteien wird Vormerk genommen.
2. Das eheliche Wohnhaus _strasse, O.2_, Geb.-Nr. _ und der dazugehörige Autounterstand Geb.-Nr. _-A werden für die Dauer der Trennung X._ zur ausschliesslichen Nutzung zugeteilt.
3. Das Mobiliar und Inventar, die sich nach dem Auszug von Y._ in der ehelichen Liegenschaft befinden, werden für die Dauer der Trennung X._ zur ausschliesslichen Nutzung zugeteilt. Das Mobiliar und Inventar, die Y._ mitgenommen hat, werden ihm für die Dauer der Trennung zur ausschliesslichen Nutzung zugeteilt. Güterrechtlich sind die Parteien noch nicht auseinandergesetzt.
4. Y._ ist verpflichtet, X._ jeweils im Voraus, auf den ersten Arbeitstag im Monat, von März bis Ende Mai 2015 CHF 5'690.00, von Juni bis Ende September 2015 CHF 7'613.00 und ab Oktober 2015 CHF 4'113.00 zu bezahlen.
5. Die von Y._ ab März 2015 provisorisch bezahlten Unterhaltsbeiträge sowie die von ihm mit Wirkung ab März 2015 bezahlten Hypothekarkosten (für beide Liegenschaften) kann er mit den Unterhaltsbeiträgen verrechnen.
6. Y._ ist verpflichtet, X._ CHF 923.20 aus Telefonrechnungen zu bezahlen.
7. Das Gesuch des Gesuchsgegners vom 12. März 2015 um Abänderung von vorsorglichen Massnahmen im Eheschutzverfahren wird in Folge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben.
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8. Die Kosten des Eheschutzverfahrens von CHF 2'600.00 gehen je hälftig zu Lasten der Parteien. Sie sind dem Gericht innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein auf das Konto CK 038.267.100, IBAN CH16 0077 4110 0382 6710 0, zu überweisen. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations