# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9b9ca33e-0c5c-47f5-8e4e-4a991acf3aa8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Der am 22. Februar 2003 geborene A._ ist der gemeinsame Sohn von Y._ und X._. Die Eltern waren nie miteinander verheiratet und wohnten nur kurze Zeit, d.h. nur wenige Wochen um die Zeit der Geburt des Sohnes A._, in O.1_ zusammen. Anschliessend zog Y._ mit A._ ins O.2_. Seit Jahren involviert X._ Y._ in zahlreiche Verfahren vor Gerichten und Behörden (Vaterschaft, Unterhaltsbeiträge, Betreibungen etc.). Die Schreiben an die Kindsmutter und Eingaben an die Behörden von X._, welche bei den Akten liegen, umfassen mittlerweile mehrere hundert Seiten. Darin werden von X._ durchwegs angebliche Verfehlungen seitens der Kindsmutter sowie der Behörden aufgeführt, währenddem seine eigenen Vorgehensweisen stets als vollkommen richtig dargestellt werden.
B.1. Am 19. Juni 2015 stellte X._ bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB Nordbünden den Antrag auf Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge über A._ sowie «Einrichtung von Informations- und Besuchsrechten, Abklärung der Lebensumstände». Zu dieser Zeit hatte Y._ während eines Jahres Wohnsitz in O.3_.
2. Nach Durchführung eines Abklärungsverfahrens lehnte die KESB Nordbünden mit Entscheid vom 29. September 2015, mitgeteilt am 8. Oktober 2015, den Antrag von X._ auf Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge ab und hielt fest, dass Y._ alleinige Inhaberin der elterlichen Sorge über A._ sei. Zudem erteilte sie den Eltern zwecks erster Kontaktanbahnung zwischen Vater und Sohn entsprechende Weisungen.
3. Die gegen diesen Entscheid von X._ erhobene Beschwerde wurde vom Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 10. Juni 2016 dahingehend gutgeheissen, dass der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zur Durchführung der Kindesanhörung an die KESB Nordbünden zurückgewiesen wurde (ZK1 15 157).
C. Nach Durchführung der Anhörung von A._ und nochmaliger Anhörung der Eltern erkannte die KESB Nordbünden mit Entscheid vom 22. September 2016, mitgeteilt am 30. September 2016, was folgt:
"1. Im Zusammenhang mit der elterlichen Sorge über A._ wird:
a. der Antrag von X._ (Vater) auf Erteilung der gemeinsamen elterlichen Sorge abgelehnt (Art. 298b Abs. 2 ZGB);
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b. festgehalten, dass Y._ (Mutter) alleinige Inhaberin der elterlichen Sorge über A._ ist.
2. Die KESB verfügt:
a. X._ (Vater) und A._ wird die Weisung erteilt (Art. 273 Abs. 2 ZGB), zur Kontaktanbahnung zwischen X._ und A._ bis spätestens Ende Mai 2017 fünf Gespräche beim Servizio medico psicologico (O.4_) zu führen.
b. Y._ (Mutter) wird angewiesen, dafür zu sorgen, dass A._ die Termine beim Servizio medico psicologico (O.4_) wahrnimmt.
c. Der Servizio medico psicologico (O.4_) wird angehalten, zwecks Terminvereinbarung direkt Kontakt mit X._ und Y._ aufzunehmen.
d. Der Servizio medico psicologico (O.4_) wird aufgefordert, der KESB eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls unverzüglich zu melden sowie Anfang Mai 2017 einen Bericht einzureichen.
3. Auf die Erhebung von Verfahrenskosten wird verzichtet.

## Considerations