# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f8bb2348-64ca-4139-be6f-1d3ea1bc1e03
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1981 geborene
X._
war vom 1. Juni bis 1. September 2015 bei der
Y._
als Kundenmaler angestellt und dadurch bei
der
Suva
obligatorisch gegen die Folgen v
on Unfällen versichert
.
Am 17. Juni 2015 stürzte er mit dem Fahrrad und zog sich
dabei
eine Verletzung des rechten Knies zu (vgl. die Schadenmeldung der Arbeitgeberin vom 18. Juni 2015 [Urk. 6/1]
)
.
Gemäss Bericht des
Z._
vom 14. Juli 2015 über die Erstbehandlung vom 17. Juni 2015
erlitt der Versi
cherte
ein Hyperflexionstrauma des rechten Knies (Urk. 6/11).
Er hatte sodann bereits am 1. Juli 2008 ein Distorsionstrauma
(vgl. Suva-Akten
Schadennummer
08.51662.08.1 [Urk. 8/1-13; insbesondere Urk. 8/7]) und am 9. November
2011
ein Hyperextensionstrauma
des rechten Knies erlitten
(vgl.
Suva-Akten
Schadennummer
08.52645.11.3 [Urk. 7/1-25; insbesondere Urk. 7/10
])
.
Die
Suva kam für die Heil
kosten auf und er
brachte
Taggeldleis
tungen
(Urk. 6/7-9
).
Am 30. Oktober 2015 musste sich der Versicherte einer Operation am rechten Knie unterziehen lassen
(Operationsbericht vom 2. November 2015 [Urk. 6/33]). Der
Kreisarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt
FMH für Chirurgie, gelangte in seiner Stel
lungnahme vom 25. November 2015
zum Schluss, die Operation sei e
inzig aufgrund ein
er
Chondromatose
erfolgt, wobei es sich um eine Erkrankung der Gelenks-
Synovia
handle, welche nicht unfallbedingt sei. Auch eine richtung
gebende Verschlimmerung durch das
Unfall
ereignis
vom 17. Juni 2015 sei nicht
ein
getreten (Urk. 6/30). Mit Ver
fügung vom 30. November 2015 schloss die Suva den Fall per 1. Dezember
2015 ab und verneinte
Leistungsansprü
che
über diesen Zeitpunkt hinaus sowie
im Zusammenhang mit der Opera
tion vom 30. Oktober
2015
(Urk. 6/35). Dagegen erhob der Versicherte
am
3. Januar 2016 (Eingangsdatum; richtig: 4. Januar 2016)
Einspr
ache (Urk. 6/39), woraufhin Dr.
A._
mit einer
Akten
beurteilung
beauftragt wurde (vgl. kreisärztliche Beurteilung vom
2. Februar 2016
[
Urk. 6/42
]
).
Mit Entscheid vom 31. März 2016 wies die Suva die Ein
sprache vom
4. Januar 2016
ab (Urk. 2 [= Urk. 6/46]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 28. April 2016
(Poststempel)
Beschwerde und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Le
istungen weite
r
hin auszurichten und die Operationskosten
vom 30. Oktober sowie 2. und 5. November 2015
zu übernehmen
(Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2. Juni 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Be
schwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 6. Juni 2016 angezeigt wurde (Urk. 9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar
2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am 9. November
2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hin
weisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Än
derung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
17. Juni 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % inva
lid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet
werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi
ch
e
rung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe
hand
lung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, In
va
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten ge
dacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es ge
nügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass
auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3
.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö
rung
ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungs
recht
übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
den hat.
Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Be
gründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf
unfall
fremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund
heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfall
bedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der
Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege
ben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
Diese
Beweis
grundsätze
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spät
folgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundes
ge
richts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine
Teilursächlich
keit
für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch
Pflege
leistungen
und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heil
be
handlungskosten
nach Art. 10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweislast für das überwiegend wahrscheinliche Dahinfallen der natür
lichen Unfallkausalität trägt, greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61
lit
. c ATSG) und
der
Beweiswür
digung
einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die ü
ber
wiegende Wahr
scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entspre
chen (BGE 117 V 261 E. 3b in
fine
S. 264 mit Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.7
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztin
nen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollzieh
bar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen
in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen la
ssen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
achters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in ihrem
Einspracheentscheid
vom 31. März
2016
(Urk. 2)
im Wesentlichen, gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung von
Dr.
A._
sei die Einstellung der Versicherungsleistungen per 1. Dezember 2015 nicht zu beanstanden.
Ohne nachweisbare traumatische Läsion sei der Status quo sine spätestens drei Monate nach dem
Unfallereig
nis
erreicht. Die Operation vom 30. Oktober 2015 sei demnach ausschliesslich
krankheitsbe
dingt
erfolgt.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend (Urk. 1)
,
die behandeln
den Ärzte des
Z._
hätten ihm gegenüber
bestätigt, dass ein
Kausalzusam
menhang zwischen
seinen Beschwerden
und den Unfällen vom 1. Juli 2008 und vom 17. Juni 2015
bestehe.
Vor dem Arbeitsunfall im Jahr 2008 habe er
ein perfektes und unverletztes Knie gehabt.
Einen Kausalzusammenhang ha
be auch die Suva
in ihrem Schreiben vom 3. Juli 2015 bestätigt.
3.
3.1
Im
Radiologiebericht
des
Z._
vom 17. Juni 2015
(Urk. 6/12)
über die glei
chen
t
ags durchgeführte
Untersuchung des rechten Knies wurde
in Kenntnis der
Voruntersuchung vom 9. November 2011 folgender Befund beschrieben: Vorbeschriebene, die Kniekapsel und den
Recessus
ausfüllende
kortikalisierte
und spongiös verkalkte Massen, passend zu einer primären
synovialen
Chondromatose
. Gebogener,
hyperluzenter
Anteil im
posterioren
Tibiaplateau
in der seitlichen Aufnahme, wahrscheinlich einer Überlagerung entsprechen
d
. Fraktur nicht sicher auszuschliessen. Regelrechte Stellung und Artikulation im Kniegelenk.
3.2
Im Austrittsbericht des
Z._
vom 4. November 2015 (Urk. 6/34) wurden die folgenden Diagnosen aufgeführt:
Ausgeprägte
synoviale
Osteochondromatose
mit
Bewegungsein
schränkung
(Flexion/Extension 85-30-0°) Knie rechts
Hyperflexionstrauma am 17.06.2015
Status nach zweimaliger Kniearthroskopie rechts, letztmalig am 24.07.2008 mit Entfernung eines freien Gelenkskörpers
Status nach Knieverletzung unklarer Art mit Kniearthroskopie 1993 in Deutschland
3.3
Dr.
A._
führte in seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 2. Februar 2016
(Urk. 6/42)
–
auch
unter Bezugnahme auf die beigezogenen Unfallakten
der Suva
mit der Schadennummer 08.52645.11.3 (
Urk. 7/1-25
betreffend Unfall
vom
9. November 2011) und 08.51662.08.1 (
Urk. 8/1-13 betreffend
Unfall
vom
1. Juli 2008)
– aus, die Diagnose einer
Chondromatose
sei bereits seit 200
8 gestellt
worden. Hierbei handle
es sich um eine seltene Erkrankung der
Synovia
grosser Gelenke, bei der es zur Bildung multipler
Chondrome
in den
Gelenken komme. Es handle
sich hierbei um eine knorpelbildende Metapla
si
e. Eine Unfallkausalität bestehe nicht. Der Beschwerdeführer habe
im Laufe der Jahre mehrere Traumata im Bereich des rechten Knies
erlitten. Es habe
sich jeweils nur um Kontusionen/Distorsionen
gehandelt
. Rein unfallbedingte strukturelle Läsionen
seien
seit 2008 bis anhin in den diversen bildgebenden Verfahren nicht festgestellt
worden
, auch im Bere
ich der lateralen Tibia habe
es sich gemäss MRI vom 2008 um eine alte Fraktur
gehandelt
. Bereits 2011
sei
ein OP-Termin wegen der
Chondromatose
festgelegt
worden. Eine Opera
tion habe jedoch nicht stattgefunden. E
ine Unfallkausalität
sei
bereits in der kreisärztlichen Beurteilung von 2011 abgelehnt
worden. Nach erneutem Trauma am 17. Juni
2015, wobei im Ers
tuntersuchungsbericht vom 17. Juni
2015 keine Hinweise für eine Binnenläs
ion des Knies beschrieben worden seien, sei
wiederum die ausgeprägte
Chondromatose
diagnostiziert
worden. Am 30. Oktober 2015 habe
dann die Operation statt
gefunden
. Auch hier
sei ausschl
iesslich die
Chondromatose
behandelt
worden
. Unfallbedingte struk
turelle Lä
sionen seien
im OP-Bericht nicht beschrieben und nicht behandelt
worden. Da auch anläss
lich der Arthroskopie vom 24. Juli
2008 lediglich freie
G
elenkkörper entfernt worden seien
,
sei
auch damals schon mit über
wiegen
der Wahrscheinlichkeit lediglich die
Chondromatose
behandelt
wor
den. Eine Behandlung unfallbedingter struktureller
Läsionen
sei nicht anzu
nehmen
. Bei den jeweiligen Unfallereignissen be
züglich des rechten Knies hätten lediglich
Kontusionen/Dis
torsionen statt
gefunden
ohne jegliche
un
fallbedingte
str
uk
tu
relle Läsion.
O
periert worden seien
jeweils die
kra
nk
heits
bedingten
Verände
rungen der
synovialen
Chondromatose
und
keinerlei
un
fallbedingte
Läsio
nen
.
Kontusionen/Distorsionen heil
t
en nach allgemeiner Erfahrung innerhalb von Wochen bis wenigen Monaten ab, so dass spätes
tens drei Monate nach erfolgtem Trauma von einem Status quo sine
ausge
gangen werden könne
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegne
rin stützte sich im
Einsprachee
ntscheid
vom 31. März 2016
auf die
kreisärztliche
Aktenbeurteilung
von Dr.
A._
(
E. 3.3
)
. Dem aus
führlichen und detaillierten Bericht erkannte die Beschwerdegegnerin vollen Beweiswert zu. Dies ist nicht zu beanstanden, erfüll
t dieser doch die von der Recht
sprechung aufgestellten Anforderungen an
eine
beweistaugli
che
und beweis
kräftige Expertise (BGE 125
V 351 E. 3a S. 352, vgl. E. 1.7
). Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit des Berichts
von Dr.
A._
sprechen, sind nicht zu finden.
Insbesondere trifft nicht zu, dass
der Be
schwerdeführer, wie
er beschwerdeweise vorbrachte
(Urk. 1), vor dem Unfall im Jahr 2008 (konkret am 1. Juli 2008; vgl. Urk. 8/1) ein perfektes und un
verletztes Knie
gehabt
hätte
. Zum einen hatte er sich bereits im Jahr 1993 eine
V
erletzung am rechten Knie zugezogen (vgl. Urk. 8/7). Zum anderen wurden
im
– im Zusammenhang mit dem am 1. Juli 20
08 erlittenen
Distorsi
onstrauma
des rechten Knies erhobenen –
Röntgenbefund des rechten Knies vom 11. Juli 2008 zahlreiche freie
ossäre
Gelenkskörper unterschiedlicher Grösse
beschrie
ben
. Differentialdiagnostisch wurden diese Veränderungen entweder einem
alten Trauma oder einer
Osteochondromatose
zugeordnet (Urk. 8/2).
Nach einer
weiteren Kontusion des rechten Knies am 9. November 2011 wurde
dieses
gleichentags untersucht.
Im
entsprechenden
Röntgenbe
fund
wurden
neu aufgetretene, ausgeprägte, die Kniekapsel und den
Rezessus
ausfüllende
kortikalisierte
und
spongiosierte
Verkalkungsmassen entdeckt (Urk. 7/10)
.
Schliesslich wurde i
m Bericht
der
B._
vom 1. Februar 2012
,
unter Verweis auf eine erneute radiologische Untersuchung des Knies vom 22. Dezember 2011 (vgl. Urk. 7/22),
aufgrund des Befunds
die Diagnose einer
Osteochondromatose
am rechten Knie gestellt
, und es wurde
eine Operation empfohlen (Urk. 7/23). Mit Schreiben vom 17. Februar 2012 teilte die Suva dem Beschwerdeführer
in der Folge mit, dass diese Operation aus
Krankheitsgründen erfolge, weshalb sie die Kosten nicht übernehmen werde u
nd die Leistu
ngen
im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 9. Novem
ber 2011 per
21. Februar 2012 ein
gestellt würden
(Urk. 7/25)
.
Dies beanstandete der Beschwerdeführer nicht.
Dr.
A._
hat den Sachverhalt somit korrekt wiedergegeben. Aufgrund der bereits im Jahr 2008 gestellten Verdachtsdiagnose einer
Osteoc
hondroma
tose
, welche im Jahr 2011 bestätigt wurde, erscheint nachvollziehbar, dass die am 30. Oktober 2015 durchgeführte
Operation
,
deren Indikation
aufgrund
der
Osteoc
hondromatose
gegeben war (vgl. Urk. 6/33-34; vgl. im Übrigen bereits Urk. 7/23), aus
krankheitsbedingten Gründen
erfolgte. Auch erscheint
schlüssig,
dass bei fehlenden unfallbedingten Läsionen der Status quo sine spätestens
drei Monate nach
dem Hyperflexionstrauma des rechten Knies vom 17. Juni 2015 eingetreten ist
.
4.2
Es liegen somit keine Umstände vor, welche die Beurteilung von Dr.
A._
in Frage stellen könnten.
Insbesondere befinden sich bei den Akten auch keine anderslautenden ärztlichen Beurteilungen. Die Behauptung des Beschwerde
führers, die Ärzte des
Z._
hätten einen Kausalzusammenhang zwischen seinen Beschwerden und den Unfällen vom 1. Juli 2008 und 17. Juni 2015 be
stätigt, wurde damit nicht belegt.
4.3
Der Beschwerdeführer vermag sodann aus dem Schreiben vom 3. Juli 2015 d
er Beschwerdegegnerin, worin diese
erklärte, für die Heil
kosten
aufzukom
men und Taggeldleistungen zu erbringen (Urk. 6/9), nichts zu seinen Gunsten
abzuleiten. Dabei handelte es sich nicht um eine Schuldanerkennung. Vo
r
aus
setzung für die Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ist ein Kausal
zu
sammenhang zwischen
dem Unfallereignis und dem eingetretenen Scha
den
(vgl. E. 1.3). Entfällt dieser, ist die Beschwerdegegnerin nicht mehr
leis
tungs
pflichtig
(vgl. E. 1.4).
4.4
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin mangels natürlichen Kau
sa
l
zusammenhangs mit dem versicherten Unfallereignis vom 17. Juni 2015 nicht
über den 1. Dezember 2015 hinaus Versicherungsleistungen zu erbrin
gen. So
dann besteht auch für die Operation vom 30. Oktober 2015 und die in diesem
Zusammenhang aufgetretenen Komplikationen (insbesondere
Wund
infekt
; vgl
.
Urk. 6/43) keine Leistungspflicht.
Entsprechend ist die Beschwerde abzuweisen.