# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d2b9ce83-2dbf-4e98-99c8-d6e6e504add8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 17. Dezember 2010 verfügte die Präsidentin der Vormundschaftsbehörde des Kreises Maienfeld gestützt auf Art. 53 der bis am 31. Dezember 2012 gültigen Fassung des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (aEGzZGB; BR 210.100), dass den Eheleuten X._ und Y._ bis zum rechtskräftigen Abschluss des ordentlichen Verfahrens die Obhut über die Tochter A._, geboren am 9. November 1994, entzogen werde. A._ werde gestützt auf Art. 310 Abs. 1 i.V.m. Art. 314a ZGB in eine professionelle Institution platziert. Zudem werde den Eheleuten X._ und Y._ ausdrücklich untersagt, ihr Kind A._ ohne vorherige Zustimmung der Vormundschaftsbehörde wieder zurückzunehmen oder anderswo unterzubringen.
Begründet wurde die Massnahme damit, dass die Schulleitung H._ der Vormundschaftsbehörde am 15. Dezember 2010 gemeldet habe, dass A._ geschlagen worden und von zu Hause abgehauen sei. Bereits im Vorfeld habe sich A._ mehrfach dahingehend geäussert, dass sie von ihrem Vater geschlagen und psychisch unter Druck gesetzt werde und er ihr damit drohe, sie in den Kosovo zu verschleppen. Diesem psychischen und physischen Druck habe A._ nicht mehr standhalten können. In der Einvernahme vor der Vormundschaftsbehörde des Kreises Maienfeld vom 16. Dezember 2010 habe A._ bestätigt, dass sie vor ihrem Vater Angst habe, dass dieser unberechenbar sei und dass sie nicht wieder zurück nach Hause wolle und könne. Zudem seien A._ und ihre jüngere Schwester B._ bereits mit Beschluss vom 12. Dezember 2008 verbunden mit einem provisorischen Obhutsentzug in die Kinderschutzgruppe, Kinderklinik E._, platziert worden, nachdem sie vom Vater geschlagen worden seien. Aus diesen Gründen sei das körperliche und psychische Wohl von A._ gefährdet und der Verbleib im elterlichen Heim nicht mit dem Kindeswohl vereinbar.
B. Mittels Zirkulations-Beschluss vom 1. März 2011 verfügte die Vormundschaftsbehörde des Kreises Maienfeld sodann was folgt:
„1. Die Präsidialverfügung vom 17.12.2010 wird genehmigt und den Eheleuten, X._, 1973 und Y._, 1975 von Serbien und Montenegro wird gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB das elterliche Obhutsrecht über ihr Kind A._, geb. _ 1994 entzogen.
2. A._ wird aus der Institution, in der sie sich vorübergehend aufhielt, entlassen und gemäss Art. 310 Abs. 1 ZGB bei einer Pflegefamilie fremdplatziert.
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3. Den Eheleuten X._ und Y._ wird ausdrücklich untersagt, ihr Kind A._ ohne vorherige Zustimmung der Vormundschaftsbehörde wieder zurückzunehmen oder anderswo unterzubringen.
4. Für A._ wird eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB errichtet. Die Beiständin hat die Eltern mit Rat und Tat zu unterstützen, insbesondere A._ in schulischen und finanziellen Belangen sowie bei einer allfälligen Kontaktaufnahme mit den Eltern zu unterstützen.
5. Die elterliche Sorge in schulischen und finanziellen Belangen, sowie in Bezug auf das Pflegeverhältnis wird gemäss Art. 308 Abs. 3 ZGB beschränkt und der Beiständin übertragen.
6. Als Beiständin wird F._, Amtsvormundschaft Pragg-Jenaz, gewählt, sowie mit dem Vollzug der Platzierung beauftragt.
7. Die Beiständin hat der Behörde jedes Jahr Bericht und Rechnung zu erstatten, sowie einen Zwischenbericht nach Abschluss des 10. Schuljahres einzureichen.
8. A._ wird gestützt auf Art. 307 Abs. 3 ZGB angewiesen, sich bei der kjp Graubünden einer psychologischen Therapie zu unterziehen.
9. Die Kosten der Unterbringung übernimmt vorschussweise die Stadt H._. Die Eltern X._ und Y._ haben jedoch diese Kosten im Rahmen ihrer Leistungsfähigkeit der Stadt zu erstatten (Art. 276 Abs. 1 ZGB).
10. Die Amtskosten werden erlassen.

## Considerations