# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4d31b4c5-b77c-42d1-b6ed-b1e84e53a33f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der
1964
geborene
X._
meldete sich nach einer am
9.
August 1988 bei einem Motorradunfall erlittenen Paraplegie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Gesuchseingang
am 1
9.
Oktober 1988,
Urk.
7/4).
Die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
, sprach ihm
mit Beschluss vom 2
7.
September 1989
ab
1.
August 1989 eine ganze einfache Invalidenrente zu (
Urk.
7/13
/2).
Mit Wirkung ab
1.
August 1993 wurde diese auf eine halbe Rente reduziert (
Urk.
7/79) und ab
1.
Oktober 1994 wieder auf eine ganze Rente erhöht (
Urk.
7/100).
Die
Rentenzusprache
wur
de in den Folgejahren bestätigt, dem Ver
sicherten wurden zudem
Hilflosenentschädigungen
, Assistenzbeiträge und di
verse Hilfsmittel zugesprochen.
Am
7.
Juli 2017 ersuchte der Versicherte um Kostengutsprache
für ein Hilfsmittel
zur
Umfeldkontrolle
(
Urk.
7/407).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/419
-420
und
Urk.
7/424
)
übernahm die IV-Stelle mit
- unangefochten in Rechtskraft erwachsener -
Verfügung vom
9.
Mai 2018 einen Kostenbeitrag von
Fr.
2'104.90 für die Ansteuerung der Gegensprechanlage zum Öffnen der Haus
türe (
Eingangstüre des Wohnblocks;
Urk.
2/1), hingegen verweigerte sie mit am gleichen Tag ergangener Verfügung
eine Kostengutsprache für einen elektrischen Türöffner mit Motorschloss (
Urk.
2/2)
für die Wohnungstüre
.
2.
Gegen die Verfügung vom
9.
Mai 2018 betreffend Verweigerung Kostengutspra
che für einen elektrischen Türöffner mit Motorschloss (
Urk.
2/2)
erhob der Versi
cherte am
7.
Juni 2018
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei
die Vorinstanz anzuweisen, ihm nach Massgabe des Angebots Nr.
...
vom
4.
Oktober 2017 der
Y._
GmbH Kostengutsprache für einen elektrischen Türöffner mit Motorschloss an seiner Wohnungstüre zu erteilen. Eventualiter sei die Sache zur Vornahme weiterer Ab
klärungen seines Hilfsmittelanspruchs an die Vorinstanz zurückzuweisen verbun
den mit der Anordnung
,
eine neue Verfügung im Sinne der Beschwerde zu erlas
sen
. Am
2
3.
Juli 2018
(Urk.
6
) beantragte die IV-Stelle
, die Beschwerde sei abzu
weisen
, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
2
3.
Juli 2018
zur Kennt
nis gebracht wurde (Urk.
8
).
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
2.
2.1
Gemäss
Art.
21 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste An
spruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbs
fähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf (Abs. 1). Versicherte, die infolge ihrer Inva
lidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, haben im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel (Abs. 2). Die Versicherung gibt die Hilfsmittel zu Eigentum oder leihweise in einfacher und zweckmässiger Ausführung ab. Ersetzt ein Hilfsmittel Gegenstände, die der Versicherte auch ohne Invalidität anschaffen müsste, so hat er sich an den Kosten zu beteiligen (Abs. 3). Der Bundesrat kann vorsehen, dass der Versicherte ein leihweise abgegebenes Hilfsmittel nach Weg
fall der Anspruchsvoraussetzungen
weiter verwenden
darf (Abs. 4).
Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vor
schriften im Sinne von
Art.
21
Abs.
4 IVG hat der Bundesrat in
Art.
14
der
Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
an das Eidgenössische Departe
ment des Innern übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfs
mitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut
Art.
2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind (
Abs.
1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeichneten Hilfsmittel be
steht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Ange
wöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich ge
nannte Tätigkeit notwendig sind (
Abs.
2; BGE 122 V 212 E. 2a).
2.2
Art.
21 IVG beschränkt den Leistungsanspruch ausdrücklich auf Hilfsmittel, die in der entsprechenden Liste enthalten sind. Der Gesetzgeber hat dem Bundesrat damit die Kompetenz übertragen, in der aufzustellenden Liste aus der Vielzahl zweckmässiger Hilfsmittel eine Auswahl zu treffen. Dabei nahm er in Kauf, dass mit einer solchen Aufzählung nicht sämtliche sich stellenden Bedürfnisse gedeckt werden. Der Bundesrat oder das Departement sind daher durch das Gesetz nicht verpflichtet, sämtliche Hilfsmittel, derer eine invalide Person bedarf, in die Hilfs
mittelliste aufzunehmen. Vielmehr kann der Verordnungsgeber eine Auswahl treffen und die Zahl der Hilfsmittel beschränken; dabei steht ihm ein weiter Ge
staltungsspielraum zu, da das Gesetz keine weiterführenden Auswahlkriterien enthält. Die Liste der von der Invalidenversicherung abzugebenden Hilfsmittel ist insofern abschliessend, als sie die in Frage kommenden Hilfsmittelkategorien auf
zählt; dagegen ist innerhalb der einzelnen Kategorien jeweils zu prüfen, ob die Aufzählung der einzelnen Hilfsmittel ebenfalls abschliessend oder bloss ex
emplifikatorisch ist (BGE 131 V 107 E. 3.4.3). Lässt sich ein Hilfsmittel keiner der im
HVI-Anhang
aufgeführten Kategorien zuordnen, ist es nicht zulässig, den An
spruch auf Kostenübernahme durch die Invalidenversicherung direkt aus der Ziel
setzung des Gesetzes abzuleiten, da damit das dem Bundesrat beziehungsweise dem Departement eingeräumte Auswahlermessen durch dasjenige der Verwaltung und des Gerichts ersetzt würde (BGE 131 V 107 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.3
Der Anspruch auf Hilfsmittel gemäss
Art.
21
Abs.
1 IVG und
Art.
2
Abs.
2 HVI besteht gemäss
Art.
8
Abs.
2 IVG unabhängig von der Möglichkeit einer Einglie
derung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich. Er setzt keine Verbesse
rung des Invaliditätsgrades voraus und auch der Bezug einer ganzen Invaliden
rente schliesst den Anspruch auf Hilfsmittel nicht aus (BGE 117 V 271 mit Hin
weisen; ZAK 1992 S. 215 E. 2bb).
2.
4
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. In
soweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den be
schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene
Verfügung vom
9.
Mai 2018
(Urk. 2
/2
) damit, dass
der Beschwerdeführer die Wohnungstüre nicht selbständig vom Bett aus öffnen und das Türschloss verriegeln könne. Das Öffnen der Türe sei auch mit dem Rollstuhl nicht möglich, da es im Korridor für das Manövrieren
damit
zu wenig Platz habe. Zwar bestehe gemäss
Ziffer 15.05
HVI-Anhang
Anspruch auf einen minimalen Kontakt mit der Umwelt, nicht aber auf das selbständige Verlassen der Wohnung. Die Abgabe eines elektrischen Türöff
ners mit Motorschloss
für die Wohnungstür
sei deshalb von der HVI nicht vorge
sehen. Nachdem
d
er
Beschwerdeführer
weder erwerbstätig sei noch einen Aufga
benbereich habe, könnten die Kosten auch nicht unter Ziffer 13.05
*
HVI-Anhang
für das Überwinden des Arbeitsweges übernommen werden.
Ihm
sei bereits Kos
tengutsprach
e erteilt worden, um die Haustüre
(Eingangstüre des Wohnblocks)
mittels Funksender zu entriegeln und so seinen Besuchern den Zutritt vor seine Wohnungstüre zu ermöglichen (S. 1-2).
3
.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
er sei
Paraplegiker
und ständig auf einen Elektrorollstuhl angewiesen, zudem auf
grund eines chronischen Dekubitus
im Gesässbereich
die meiste Zeit bettlägerig.
Ohne Dritthilfe könne er das Bett nicht verlassen. Auch die Wohnung könne er nur mit Unterstützung Dritter verlassen. Er sei alleinstehend und könne behinde
rungsbedingt keiner Erwerbstätigkeit nachgehen, zudem sei er für sämtliche all
tägliche
n
Lebensverrichtungen auf die Hilfe Dritter angewiesen. Die Spitex komme täglich
am Vormittag und am Abend
je eine Stunde
bei ihm vorbei, an drei Tagen pro Woche erhalte er zudem
während 2.5 Stunden
Unterstützung von einer Assistenzperson
(S. 4)
. Die Beschwerdegegnerin verneine
einen
Anspruch auf Abgabe eines elektrischen Türöffners mit Motorschloss für seine Wohnungs
türe
,
verkenne dabei aber, dass es ihm nicht darum gehe, mit dessen Hilfe die Wohnung selbständig zu verlassen, sondern seine Wohnungstüre selbständig öff
nen, schliessen und verriegeln zu können. Unter dem Begriff «Kontakt mit der Umwelt» im Sinne von Ziffer 15.05
HVI-Anhang
werde nicht die Kommunikation mit den Menschen, sondern die Beeinflussung der räumlichen Umwelt
verstan
den.
A
ufgrund seiner Behinderung
sei es ihm
nur mit Hilfe von entsprechenden Umweltkontrollgeräten möglich, seine rä
umliche Umwelt zu beeinflussen, kon
kret mit Hilfe eines elektrischen Türöffners mit Motorschloss seine Wohnungstüre selbständig zu öffnen,
zu
schliessen und zu verriegeln. Es gehe ihm dabei um nicht
s
weniger
,
als den direkten Zugang in seine Privatsphäre selbständig beein
flussen zu können.
Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, ihm Kostengutspra
che für eine diesbezügliche Versorgung zu erteilen (S. 5-8).
4
.
4
.1
Vorliegend ist unbestritten, dass der alleinstehende,
paraplegische
Beschwerde
führer aufgrund eines
Dekubitalleidens
den Tag überwiegend im Bett
liegend
ver
bringen muss und dieses nicht ohne Hilfe verlassen kann.
Kommen Betreuungs
personen oder
andere
Besucher
zu ihm, kann er ihnen weder die
Eingangstür zu seinem Wohnblock noch seine
Wohnungstüre öffnen und diese auch nicht selbständig
schliessen,
ent
- oder
verriegeln.
Der Beschwerdeführer ersuchte
deshalb
am
7.
Juli 2017 um Kostengutsprache für ein Umweltkontrollgerät (
Urk.
7/407). Einerseits
beantragte er ei
ne Anpassung der Gegensprechanlage,
um
von seinem Bett aus die
Eingangstüre seines Wohn
blocks
entriegeln
zu können
. Die entsprechende Kostengutsprache wurde ihm mit Verfügung vom
9.
Mai 2018 erteilt (
Urk.
2/1).
Andererseits
stellte er das Gesuch
, seine Wohnungstüre von seinem Bett aus mit einem Motorschloss
ent
- und ver
riegeln und diese elektrisch öffnen zu können. Die Kostengutsprache dazu wurde ihm von der Besc
hwerdegegnerin verweigert (Urk.
2/2).
Die Beschwerdegegnerin folgte bei ihren Entscheiden den entsprechenden Empfehlungen der
Hilfsmittelberatung
Z._
vom 2
3.
November 2017 (
Urk.
7/416) und vom 1
2.
März 2018 (
Urk.
7/429).
4.2
Zu Recht ist unbestritten, dass das verweigerte Hilfsmittel nicht unter Ziffer
13.05
*
HVI-Anhang übernommen werden kann, nachdem der Beschwerdeführer weder einer Arbeit nachgehen noch sich im Aufgabenbereich betätigen kann
, dem Hilfsmittel entsprechend auch keine Eingliederungswirksamkeit zukommen kann
.
4.3
Gemäss Ziffer 15.05
HVI-Anhang
kommt die Beschwerdegegnerin für sogenannte Umweltkontrollgeräte auf, sofern eine schwerstgelähmte versicherte Person, die nicht in einem Spital oder einer spezialisierten Institution für
Chronischkranke
untergebracht ist, nur durch diese Vorrichtung mit der Umwelt in Kontakt treten kann oder sofern ihr dadurch die selbständige Fortbewegung mit dem Elektro
fahrstuhl innerhalb ihres Wohnbereichs ermöglicht wird.
Die bei erfüllten Voraussetzungen von der Invalidenversicherung unter diesem Titel
zu überneh
menden Sende-, Empfangs- und Steuergeräte können unter anderem auch der Betätigung eines Türöffners dienen (vgl.
Rz
. 2173 des Kreisschreibens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung, K
HMI, gültig ab
1.
Ja
nuar 2013).
Automatische Türöffner innerhalb des Wohnbereichs fallen
demnach
in das An
wendungsgebiet von Ziffer 15.05 HVI-Anhang
, sofern
durch sie
die selbständige Fortbewegung mit dem Elektrofahrstuhl innerhalb ihres Wohnbereichs ermög
licht wird
. Letzteres ist vorliegend nicht der Fall,
kann der Beschwerdeführer doch
sein Bett nicht selbständig verlassen und sich demzufolge auch nicht selbständig in seiner Wohnung fortbewegen.
4.
4
Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer nur mit Hilfe eines elektrischen Türöffners mit Motorschloss mit seiner Umwelt in Kontakt treten kann
und ihm das Hilfs
mittel unter diesem Titel
zuzusprechen ist
.
Das Bundesgericht hat bereits mehr
fach festgehalten, dass
unter ‘
mit
der
Umwelt in Kontakt treten
’
nicht das physi
sche Verlassen der Wohnung, sondern das Telefonieren, Alarmieren mit Rufan
lagen und
Ä
hnliches gemeint ist.
Dabei geht es
lediglich um minimale Kontakte mit der Umwelt.
Dient ein Umweltkontrollgerät der
Überwindung des Haus- und Wohnungszuganges
um etwa den Arbeitsweg bewältigen zu können oder
eine Tätigkeit im Aufgabenbereich
zu ermöglichen,
so ist dieses Hilfsmittel allenfalls nach
Massgabe
von Ziffer 13.05* HVI-Anhang von der Invalidenversicherung zu übernehmen
, was vorliegend jedoch wie bereits dargelegt nicht der Fall ist (E. 4.2
hievor
). G
estützt auf Ziffer 15.05 HVI-Anhang besteht
hingegen
kein
Anspruch auf
Übernahme eines
automatischen Türöffner
s
für die Eingangstüre eines Mehr
familienhauses (Urteil
e
des Bundesgerichts 9C_197/2010 vom 14. Dezember 2010 E. 3
, Urteil I 133/06 vom 1
5.
März 2007 E. 8
und Urteil 9C_573/2016 vom 2
0.
Februar 2017 E.
4
).
Dasselbe hat für den vom Beschwerdeführer beantragten automatischen elektri
schen Türöffner mit Motorschloss für seine Wohnungstüre zu gelten
(vgl. dazu auch vorgenanntes Urteil 9C_573/2016 E. 4.4.1 mit Hinweisen)
. Dies umso mehr,
als
er nicht in der Lage ist, selbständig sein Bett zu verlassen. Ein automatischer Türöffner nützt ihm damit nichts, wenn keine Drittperson anwesend ist, und bei Anwesenheit einer Drittperson ist ein solcher nicht erforderlich, da ihm diese die Türe öffnen
und sie wieder schliessen
kann. Ebenso wenig sind den Beschwerde
führer besuchende Drittpersonen darauf angewiesen, dass sich ihnen die Türe automatisch öffnet. Der Beschwerdeführer kann auch nicht nur mit Hilfe eines elektrischen Türöffners mit Motorschloss mit seiner Umwelt in Kontakt treten. Es ist ihm möglich,
mit seinem Umfeld
telefonisch zu kommunizieren, regelmässige Besucher verfügen zudem über einen Schlüssel, um die Haus- und Wohnungstüre selbständig
ent
- und verri
egeln zu können (Urk. 7/416/3).
Der Beschwerdeführer kann sie anweisen, die Türe bis zu ihrem nächsten Besuch
unver
riegelt
zu lassen, sollten Bezugspersonen ohne Schlüssel einen Besuch bei ihm ankündigen.
Nach
dem die Eingangstüre zu seinem Wohnblock verriegelt ist und er diese mit der
ihm von der Beschwerdegegnerin gewährten Kostengutsprache selbständig ent
riegeln kann, stellt ein solches Vorgehen auch kein übermässiges Sicherheitsrisiko dar.
Nach dem Gesagten lässt sich kein Anspruch auf eine Kostengutsprache für einen elektrischen Türöffner mit Motorschloss als Hilfsmittel zu Lasten der Invaliden
versicherung begründen. Das ist gesetzmässig, denn
Art.
21
Abs.
2 IVG
gibt kein Anrecht auf Beseitigung aller Hindernisse, die der Kontaktaufnahme mit der Um
welt im Wege stehen
.
Es besteht kein Rechtsanspruch darauf, dass Behinderte so selbständig wie eine nichtbehinderte Person leben können, sondern nur die Be
rechtigung auf Abgabe oder Vergütung kostspieliger Geräte im Rahmen
der HVI
, dies unter Vorbehalt der gerichtlichen Inzidenzkontrolle, welche praktisch auf Willkür beschränkt ist
, wovon vorliegend s
icherli
ch nicht gesprochen werden kann (vgl. dazu auch vorgenanntes Urteil 9C_573/2016 E. 6.4).
Von
weiteren diesbezüglichen Abklärungen
- wie
vom
Beschwerdeführer
beantragt (
Urk.
1 S. 2
) - sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipier
ter Beweiswürdigung (
vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen)
ver
zichtet wird.
4.
5
Ob der Beschwerdeführer Anspruch auf ein Umweltkontrollgerät hat, mit wel
chem
er
seine Wohnungst
üre
elektrisch
ent
- und verriegel
n, nicht aber auch au
tomatisch öffnen
kann
(entsprechend der Offerte der
Y._
GmbH
vom 13.
März 2018 über Fr. 2'251.90,
Urk.
7/427), damit auch Besucher ohne Schlüs
sel seine Wohnung betreten können, kann
offen bleiben
.
Denn
ei
n solches
wurde
nicht beantragt,
die Beschwerdegegnerin
hat folglich
dazu
k
einen Entscheid ge
troffen
und
es kann
darüber demnach mangels Anfechtungsgegenstandes nicht entschieden werden (vgl. dazu auch E. 2.4
hievor
).
Die Beschwerde ist damit abzuweisen.
5
.
Die Kosten des Verfahrens (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) sind
auf Fr. 5
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Die Einzelrichterin
erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
5
00.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt. Rechnung
und Einzahlungsschein werden de
m
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Re
chtsanwalt Michael Bütikofer
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4
.