# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3a78140a-e8cb-4e61-90fb-d8d24af5d49a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1969, war seit dem
5.
Juli 20
04 als Chauffeur bei der
Y._
angestellt und damit bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen v
on Unfällen versichert. A
m
6.
Januar 200
6
verletzte er sich
beim Abladen von Material am rechten Knie (
Urk.
8/1).
Am
9.
Dezember 2012 verletzte
er sich
beim Sturz auf einer Treppe an der linken Schulter (
Urk.
9/1).
Ab
1.
Januar 2016 war
er
als Lastwagenchauffeur bei der
Z._
AG
angestellt. A
m 1
3.
Februar 2016
verletzte er sich an der rechten Schulter, als er
beim Aussteigen aus einem T
raktor stolperte
(
Urk.
10/1
)
.
D
ie Suva
erbrachte
ihre vorübergehenden Leistungen
für die Folgen aller drei Unfälle
(Heil
behandlungen und Taggeld
er
[vgl.
unter anderem:
Urk.
8/18,
Urk.
9/18,
Urk.
10/4]
). Im Rahmen von Frühinterventionsmassnahmen sprach die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich
dem Versicherten
ein
e
Ausbildung
zum
Bus
-
und Car
chauffeur
mit Führerausweis Kategorie D
zu (
Urk.
8/132).
Für die aus den drei Unfällen verbliebenen Beeinträchtigungen sprach die Suva
dem Ver
sicherten
mit
Verfügung vom
4.
Mai 2016 (
Urk.
8/130) eine Integritäts
entschädigung
von Fr.
27'660.--
basierend auf einer Integritätseinbusse von 25
%
zu.
Seit
1.
Oktober 2016 arbeitet der Versicherte als Chauffeur für die
A._
AG, zunächst zu 100 % (
Urk.
8/133) und ab
1.
Februar 2017 zu 80
%
(
Urk.
8/142).
Mit Verfügung vom
1
3.
Juli 2017 (
Urk.
8/
160
)
sprach
ihm
die Suva
aufgrund eines Invaliditätsgrades von 28
%
mit Wirkung
ab
1.
Juli 2017
eine Invaliden
rente
zu.
1.2
Am 2
8.
Februar
2020
ersuchte
die Suva
bei der
A._
AG
um die Einreichung der
Lohnabrechnungen und
um
Bekanntgabe des
Beschäftigungsgrad
es
(
Urk.
8/161). Am
2.
April 2020 teilte die Suva
dem Versicherten
mit, dass auf
grund der Unterlagen der Rentenanspruch geprüft
werde
und es zu einer Rück
forderung kommen könne (
Urk.
8/165).
Nach einer kreisärztlichen Unter
suchung vom
2
1.
Juli 2020 (
Urk.
8/167)
sprach die Suva dem Versicherten mit Verfügungen vom 2
1.
August 2020 zusätzliche Integritätsentschädigungen auf
grund einer Integritätseinbusse für das rechte Schultergelenk von 10
%
(
Urk.
10/140) und für das linke Schultergelenk von 5
%
zu (
Urk.
9/150). Am
5.
Januar 2021
verfügte
die Suva
revisionsweise
die rückwirkende Aufhebung der Rente mit Wirkung ab
1.
Januar 2018 bei
einen
rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 5
%
und verpflichtete den Versicherten
zur Rückerstattung der vom
1.
Januar 2018
bis 3
0.
November 2020
ausgerichteten Rentenleistungen von
Fr.
55'363.
--
(
Urk.
8/169)
.
Die dagegen vom Versicherten erhobene Ein
sprache
vom
5.
Februar 2021 (
Urk.
8/170) wies
die Suva m
it
Einspracheentscheid
vom
6.
Mai
2021
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte
am
7.
Juni
2021
, in diesem Zeitpunkt noch
ver
treten
durch Rechtsanwalt Andreas Hübscher
,
Beschwerde
mit folgenden An
trägen
(
Urk.
1 S. 2)
:
«
1.
Der Einsprache-Entscheid vom
6.
Mai 2021 sei aufzuheben.
2.
Mit Wirkung vom
1.
Januar 2018 bis 3
1.
Dezember 2019 sei die
Invalidenrente der Unfallversicherung aufzuheben.
3.
Mit Wirkung ab dem
1.
Januar 2020 sei dem Beschwerdeführer eine
Invalidenrente der Unfallversicherung beruhend auf einem Invaliditätsgrad
von 12
%
zu gewähren.
4.
Der Beschwerdeführer sei zur Rückzahlung der von der Beschwerdegegnerin
im Zeitraum vom
1.
Januar 2018 bis 3
0.
November 2020 zu viel
ausgerichteten
Invalidenrenten in der Höhe von total CHF 47'906.10 zu
verpflichten.
5.
Zur Vorna
hme weiterer Abklärungen sei die Angelegenheit an die
Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.»
Die Suva beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom
5.
August 2021 (
Urk.
7
) die Ab
weisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer
am
9.
August
2021 (
Urk.
11
) zur Kenntnis gebracht wurde.
Am 2
9.
Dezember 2021 teilte Rechtsanwalt Andreas Hübscher die Beendigung des Mandatsverhältnisses mit (Urk. 12).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung, UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Bei der Revision einer Invalidenrente nach Art. 17 Abs. 1 ATSG, die auf einem Umstand gründet, der in Missachtung der Meldepflicht nach Art. 31 Abs. 1 ATSG von der versicherten Person dem Sozialversicherer nicht mitgeteilt wurde, ist die Rentenanpassung rückwirkend auf den Zeitpunkt des Eintritts der (pflichtwidrig nicht gemeldeten) Sachverhaltsänderung vorzunehmen, sofern die betreffende Sozialversicherung dafür keine Spezialnorm enthält (BGE 145 V 141 E. 7.3).
Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zu
sprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesent
lichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen und E. 6.1).
1.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommens
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
1.4
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn.
1
.5
Nach
Art.
25 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (
Abs.
1). Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres
(gemäss der bis zum 3
1.
Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung) beziehungsweise mit dem Ablauf dreier Jahre (gemäss der seit
1.
Januar 2021 in Kraft getretenen Fassung), nachdem die Versicherungs
einrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung (gemäss der bis zum 3
1.
Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung) respektive seit der Auszahlung (gemäss der seit
1.
Januar 2021 in Kraft getretenen Fassung) der einzelnen Leistung (
Art.
25
Abs.
2 ATSG).
Die Anwendung der neuen Verwirkungsfristen auf bereits unter «altem Recht» entstandene und fällige Forderungen ist zulässig, soweit bereits unter dem alten Recht eine Verwirkung vorgesehen wurde und soweit diese Verwirkung noch nicht eingetreten ist im Zeitpunkt des Inkrafttretens der neuen Bestimmungen. Wenn aber im Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Rechts eine relative oder absolute Verwirkungsfrist gemäss dem «alten»
Art.
25
Abs.
2 ATSG bereits ver
strichen ist und die Forderung bereits verwirkt ist, so bleibt diese verwirkt, und es ändert sich durch das neue Recht nichts daran (vgl. IV-Rundschreiben Nr. 406 vom 2
2.
Dezember 2020 angepasst am 3
1.
März 2021
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit (
Urk.
2),
dass
dem Beschwerdeführer ab dem
1.
Juli
2017
auf der Basis einer Erwerbs
unfähigkeit von 28
%
und eines versicherten Jahresverdienstes von Fr. 84'739.
--
monatliche Rentenleistungen im Betrag 1'581.80 ausgerichtet worden
seien
(S. 2). Die unfallbedingte Gesundheitsbeeinträchtigung
habe
sich
gemäss
kreisärzt
liche
r
Untersuchung vom 2
1.
Juli 2020
zwar
nicht verändert und das im Jahr 2017 erstellte Zumutbarkeitsprofil gelte weiterhin (S. 4).
Der Beschwerdeführer habe aber per
1.
Januar
2018
sein Arbeitspensum bei der
A._
AG von 80
%
auf 100
%
erhöht
. Mit der einhergehenden
Erhöhung des Einkommens
sei eine Veränderung im erwerblichen Sachverhalt eingetreten, womit ein Revisionsgrund vorliege und der Rentenanspruch umfassend zu prüfen sei (S. 5)
.
D
abei sei das
tatsächlich erzielte
Einkommen von Fr.
79'835.-- gemäss
Lohnausweis 2018
als Invalideneinkommen zu veranschlagen
, wobei sämtliche
Einkommens
bestandteile, so auch der Lohn für die vom Beschwerdeführer geleistete Überzeit von
Fr.
6'885.30
zu berücksichtigen seien
.
Gemäss Angaben der
Y._
AG
könnte
der Beschwerdeführer ohne Unfallfolgen im Jahre 2018 bei einer 100%
-
A
nstellung ein Einkommen von Fr.
84'240.--
erzielen
, was
als
Valideneinkommen
einzusetzen
sei
. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 5
%
, welcher unter der
Erheblichkeitsgrenze
von 10
%
liege (S. 6 f.).
Da die Erhöhung des Pensums und die veränderten Lohnverhältnisse ab dem
1.
Januar 2018 nicht gemeldet worden sei
en
, liege eine Meldepflichtverletzung v
or. Die ab diesem Datum bis 30.
November 2020 ausgerichteten
Rentenzahlungen von
Fr.
55'363.--
seien deshalb zurück zu erstatten (S. 8).
2.2
Der Beschwerdeführer
anerkannte zwar ausdrücklich die
Rechtmässigkeit der
rückwirkende
n
Aufhebung der Invalidenrente für die Jahre 2018 und 201
9.
Hin
gegen sei dem Lohnkontoauszug für das Jahr 2020 nun aber zu entnehmen, dass im Jahr 2020
anders als 2018 und 2019
keine Überstunden mehr entschädigt worden sei
e
n. Das Bruttojahreseinkommen habe somit Fr.
74'646.90 betragen
.
U
nter Berücksichtigung ein
es
Validenlohn
s
von Fr.
85'150.--
resultiere damit für das Jahr 2020 ein Invaliditätsgrad von 12
%
. Die Rentenaufhebung für das Jahr 2020 und die Zukunft sei folglich nicht gerechtfertigt. Hingegen sinke die Höhe der Rente bei einem versicherten Verdienst von
Fr.
84’739.-- von monatlich Fr.
1'581.80 auf
Fr.
677.9
0.
Somit be
trage
die Rückforderung für die
Jahre 2018 und 2019 je
Fr.
18'
981.60 und für das Jahr 2020
Fr.
9'942.90
, insgesamt
somit
Fr.
47'906.10.
Dem Arztzeugnis von
Dr.
med.
B._
vom 1
6.
Januar 2021 sei
sodann
zu ent
nehmen, dass er bis auf weiteres 20
%
arbeitsunfähig sei. Aus seiner Stempelkarte gehe
denn auch
hervor, dass sein Pensum auf 80
%
reduziert worden sei. Da aus organisatorischen Gründen ein geregelter Einsatz in einem Pensum von 80
%
als Lastwagenchauffeur nicht möglich sei, kompensiere er die zu viel geleisteten Stunden deshalb in Absprache mit seiner Arbeitgeberin laufend. Aufgrund des reduzierten Pensums veränderten sich auch die Einkommensverhältnisse in einem für den Rentenanspruch massge
benden Ausmass. Im hängigen Verfahren seien
deshalb
die aktuellen
medizinischen und vor allem erwerblichen Verhältnisse ab
zuklären und
hierzu die Sache an
die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 5).
3.
3.1
Im vorliegenden V
erfahren
anerkannte
der
Beschwerdeführer die
revisionsweise Aufhebung der Invalidenrente
für den Zeitraum vom
1.
Januar
2018 bis 31.
Dezember
2019
und
die
Rückforderung der
in diesem Zeitraum
ausgerichteten Rentenleistungen
zufolge einer Meldepflichtverletzung.
Dabei stellt
e
er
zu Recht
nicht
in Frage,
dass aufgrund der Erhöhung seines Arbeitspensums bei der
A._
AG per
1.
Januar 2018 von 80
%
auf 100
%
(zuzüglich Überzeit)
und der damit einherg
eg
angenen
wesentlichen
Erhöhung des erziel
t
en Verdienstes
über eine erhebliche Zeitspanne
ein erwerblicher Revisionsgrund
eingetreten ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_
139/2021 vom
2.
Juni 2021 E. 5.2)
.
Was den von der Beschwerdeführerin durchgeführten Einkommensvergleich an
belangt,
ist sodann nicht mehr strittig
, dass das hypothetische
Valideneinkommen
einzig gestützt auf das gemäss Angaben der
Y._
AG im Gesundheitsfall erzielbare Einkommen für ein 100%-Pensum von F
r.
84'240.--
im Jahr 2018
(
Urk.
2 S. 6 f.,
10/144/2) zu ermitteln ist
. Nachdem den
Akten keine Hinweise dafür zu entnehmen sind, dass der Beschwerdeführer seine neben
erwerbliche
selbständige
Tätigkeit
(vgl. dazu unter anderem:
Urk.
8/101/1)
frei
willig versichert hat
(
Art.
4 UVG)
, hat die Beschwerdegegnerin die Behinderung in
dieser
Tätigkeit bei der
Ermittlung
des
Valideneinkommens
denn auch zu Recht nicht berücksichtigt
(
Art.
28
Abs.
2 Satz 2 UVV)
.
In Abweichung zu ihre
m der
Verfügung vom 1
3.
Juli 2017 zugrunde gelegten I
nvalideneinkommen von
Fr.
60'676.--, welches sie
gestützt auf die SUVA-interne
Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP
) ermittelt hatte
(
vgl.
Urk.
8/160/3
),
bemass die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen nun
mehr gestützt auf den effektiv erzielten Verdienst
bei der
A._
AG im Jahr
2018 von
Fr.
79'835.--, welcher eine Überzeitentschädigung von
Fr.
6'885.30 beinhaltete (
Urk.
2 S. 6, Lohnausweis 2018:
Urk.
10/120).
Nachdem sich der Beschwerdeführer in der Lage zeigte,
das 100%ige Pensum zuzüglich Über
stunden über mindestens die Jahre 2018 und 2019
trotz grundsätzlich unverändertem Zumutbarkeits
profil (vgl. nachfolgende E. 5
)
, welchem die aus
geübte Tätigkeit nicht vollumfänglich entsprach (vgl. dazu:
Urk.
8/139/8-9, 8/152/2)
,
zu leisten,
muss er sich dies auch
anrechnen lassen
.
Denn es ist ihm
offensichtlich gelungen, ob wegen Angewöhnung oder A
npassung,
seine Arbeits
fähigkeit respektive die erwerblichen Auswirkungen seines Gesundheitszustandes zumindest vorübergehend für eine Dauer von
mehreren
Jahren zu verbessern und dies in einem offensichtlich stabilen Arbeitsverhältnis (E. 1.4). Der Beschwerde
führer stellte denn auch weder das
Abstellen auf den effektiv erzielten Verdienst noch die Berücksichtigung der Einkünfte für geleistete Überstunden
für die Jahre 2018 und 2019
in Frage und damit einhergehend auch nicht, dass der von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invaliditätsgrad für die Jahre 2018 und 2019
unter der rentenrelevanten Schwelle von 10
%
lag (E. 1.1)
.
3.2
Angesichts der ebenfalls unbestrittenen Meldepflichtverletzung
des Beschwerde
führers hat die Beschwerdegegnerin die Rente entsprechend zu Recht
rückwirkend auf den Zeitpunkt des Eintritts der (pflichtwidrig nicht g
emeldeten) Sachverhalts
änderung, mithin per
1.
Januar 2018
,
aufgehoben.
Nachdem die B
eschwerde
gegnerin im
März
/April
2020 Kenntnis
d
es
Rückforderungsanspruch
s
erlangt hatte
(vgl.
Urk.
10/119) und
diesen
mit Verfügung vom
5.
Januar 2021 (
Urk.
8/169) geltend machte, wurden
des W
eiter
e
n
die
Fristen
für die Rück
forderung
gemäss
Art.
25
Abs.
2 ATSG
gewahrt (vgl. E. 1.5).
3.3
S
trittig
bleibt
ein
Rentenanspruch
ab
1.
Januar 2020
mit einer entsprechenden
Reduktion der Rückforderung
.
Zu prüfen ist damit
, ob ab
1.
Januar 2020
ein
weiterer
Revisionstatbestand
(vgl. E. 1.3 hiervor)
oder allenfalls ein Rückfall ge
mäss
Art.
11 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
eingetreten ist
, wobei Vergleichsbasis nunmehr der
Sachverhalt im Zeitpunkt der Rentenauf
hebung per
1.
Januar 2018 bildet
. Die
richterliche Überprüfungsbefugnis
be
schränkt sich dabei
auf den Zeitraum bis zum
Einspracheentscheid
vom
6.
M
ai 202
1.
4.
4.1
Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie nannte im Untersuchungsbericht vom 2
1.
Juli 2020
, auf welchen die Beschwerdegegnerin die Rentenaufhebung in medizinischer Hinsicht stützte (
Urk.
2 S. 4),
folgende Diagnosen (
Urk.
8/167 S. 6 f.):
-
S
t. n.
(Status nach)
Arthroskopie Kniegelenk rechts und OSME am 1
1.
Dezember 2015
-
St. p. (Status
präsens
)
Arthroskopie Kniegelenk rechts mit Glätten von Knorpelschäden der Patella und der
Trochlea
, Glätten von Knorpelschäden des medialen
Kondylus
,
Mikrofrakturierung
des medialen
Kondylus
, mediale Restmeniskusresektion, Resektion einer zerrissenen
Plica
infra
patellaris
, medial aufklappende
Tibiavalgisationsosteotomie
nach
Staubli
und Knochenersatzplastik mit DBX wegen
Varusgonarthrose
rechts mit
Chondropathie
Grad 3 bis 4 des medialen Kompartiments, medialer Rest
meniskusläsion,
retropatellärem
Knorpelsch
a
den und
Plica
infrapatellaris
am
3.
November 2014
-
St. p.
Kniegelenksarthroskopie rechts 2009
-
St. n. Arthroskopie der Schulter rechts mit
Débridement
des kranialen Labrums,
Tenodese
der langen
Bizepssehne
im mittleren
Sulcus
, Naht der Supra- und
Infraspinatussehne
mit vier
Swivel
-Lock-Ankern,
Acrom
i
o
plastik
und AC Gelenksresektion am 1
1.
April 2016
-
St. p. Arthroskopie der Schulter links mit
Débridement
des kranialen Labrums,
Tenodese
der langen
Bizepssehne
, Naht der
Subscapularissehne
, Naht der
Supraspinatus
- und oberen
Infraspinatussehne
,
Acromioplastik
, AC-Gelenksresektion und
Tenodese
der langen
Bizepssehne
am 1
2.
Juni 2013 bei
-
Ruptur der dorsalen zwei Drittel der
Supraspinatussehne
,
bursaseitige
r
massive
r
Ruptur der
Infraspinatussehne
mit Substanzdefekt, subtotaler Ruptur der oberen
Hälfte der
Subscapulari
ssehne
und ausgedehnter SLAP-Läsion
-
St. p. Arthroskopie Knie links
am
2
2.
Februar
2012 mit
Chondromalazie
IV° medial
Der Kreisarzt führte aus
(S. 7)
, im Vergleich zur kreisärztlichen Untersuchung vom April 2017 hätten sich die funktionellen Einschränkungen im Bereich beider Schultergelenke und dem rechten Kniegelenk nicht namhaft verschlechtert. Hin
gegen hätten sich die bildgebend dargestellten objektivierbaren Veränderungen im Rahmen der natürlichen Progression verschlechtert, sodass eine Erhöhung der Integritätsentschädigung bezü
glich de
s
rechten
und de
s
linken Schultergelenk
s
angezeigt sei. Bildgebend seien nun in beiden Schultergelenken degenerative Ver
änderungen im Bereich der
Rotatorenmanschette
und dem
Glenohumeralgelenk
nachweisbar, welche auf die stattgehabten Unfälle zurückzuf
ühren seien und eine beginnende
Omarthrose
und eine mä
ssige
Periarthrosis
humeroscapularis
beid
seits zeigten. Ebenfalls sei der
Status nach
AC-Gelenksresektion rechts und links
zu berücksichtigen
, welcher jeweils einem Integritätsschaden von 5
%
entspreche und bisher nicht
einbezogen worden sei.
Das 2017 erstellte Zumutbarkeitsprofil habe
jedoch
weiterhin Gültigkeit und eine bis mittelschwere wechselbelastende Tätigkeit die Beine betreffend
sowie
eine leichte Tätigkeit bis Schulterniveau die Arme betreffend sei weiterhin vollzeitig zumutbar. Bei klinisch und bildgebend intakter
Rotatorenmanschette
beidseits sei keine Re-Operation, weder für das Schultergelenk rechts noch links indiziert. Bei
mässiggradiger
Gonarthrose rechts, zufriedenstellender Schmerzkompensation ohne regelmässige
n
Schmerzmedikationsbedarf, Schmerzfreiheit in Ruhe und einer möglichen Gehzeit von mehr 30 Minuten bestehe auch keine Indikation für eine
Knietotalendoprothese
rechts, da diese keine höhere Belastbarkeit erwarten l
a
sse. Seitens des linken Kniegelenks bestünden keine Beschwerden und es liege weiterhin ein stabiler medizinischer Zustand vor.
4.2
Dr.
med.
B._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie
, führte
im Bericht vom 19.
Januar 2021
aus (
Urk.
10/157), der Beschwerdeführer komme wegen bei
de
r
Schultern, die 2013 (links) und 2016 (rechts) operiert worden seien. Er habe jetzt im Ruhezustand nur selten Schmerzen, aber bei Überkopfbewegung zum Teil deutliche Beschwerden.
Im
Schulterstatus rechts
und
(links)
betrage die
Flex
ion 160° (160°),
die
Abduktion bis 90° (90°),
die
Aussenrotation 40° und die Innen
rotation L
5.
Die Abduktionskraft sei beidseits minimal und die Aussenrotations
kraft nicht eingeschränkt. Der
Belly
-Press-Test ergebe einen Wert mit 5/
6.
Am Knie rechts bestehe eine alte media
le Narbe. Die Flex
ion
/Extension ergebe 135-0-0°. E
s bestehe ein leichtes
femoropatelläres
und mediales Reiben und ein nur minimaler Erguss. Das MR der Schulter rechts
vom 2
9.
Mai 2020 zeige eine
Läsion der
Suprasp
inatussehne
im Intervallbereich, eine
Unterflächenläsion der Sehne des
Musculus
subscapularis
, der Sehne des
Musculus
infraspinatus
und der
Supraspinatussehne
.
Im
MR der Schulter links vom gleichen Tag
sei
eine Unterflächenläsion der
Subscapularissehne
und eine
Tendin
opathie
der
Supra
spinatussehne
sowie ein
e
kleine
demarkie
rte
Osteonekrose
im
Humeruskopf
dar
gestellt. Die Schmerzen
an der linken Schulter
seien sicherlich auf die Knorpel- und Knochenschäden zurückzuführen und bei entsprechender Be
lastung vorhan
den.
Hier sei eine Wiederaufnahme der Physiotherapie vorzuschlagen. Die Prob
leme bei übermässiger Belastung der rechten Schulter seien auch durch die Ver
änderungen erklärt. Diesbezüglich stehe auch Physiotherapie, eventuell mit einer intraartikulären Steroidinfiltration im Vordergrund. Betreffend das rechte Knie
bestehe
bei Status nach
Tibiavalgisationsosteotomie
und
wegen erheblicher medialer Gonarthrose
ebenfalls eine mä
ssig verminderte Leistungsfähigkeit.
Mit ärztlichem Zeugnis vom 1
6.
Januar 2021 attestierte
Dr.
B._
eine Arbeits
unfähigkeit bis auf weiteres von 20
%
(
Urk.
8/172).
4.3
Zum Bericht von
Dr.
B._
führte Kreisarzt
Dr.
C._
am
9.
Feb
ruar 2021 aus (
Urk.
10/162), mit der
Durchführung von bis zu drei Serien Physiotherapie für das rechte und linke Schultergelenk gleichzeitig könne eine akute Verschlimmerung des Gesundheitszustandes an der rechten und linken Schulter verhindert und die Arbeitsfähigkeit erhalten werden. Gleichlautendes gelte für das rechte Kniegelenk
;
bis zu drei Serien Physiotherapie und Infiltrationen im Umfang bis zu viermal pro Jahr pro Gelenk könnten durchgeführt werden, dies auch mit dem Zweck des Erhalts der Arbeitsfähigkeit. Eine namhafte Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes gegenüber der Untersuchung vom Juli 2020
lasse
sich aus dem Bericht
von
Dr.
B._
jedoch nicht herleiten.
5.
Kreisarzt
Dr.
C._
begründete anlässlich der Untersuchung vom 2
1.
Juli 2020 nachvollziehbar, dass sich die
unfallbedingte Gesundheitsbeeinträchtigung
seit
dem Jahr 2017
in Bezug auf seine funktionellen Auswirkungen
nicht
wesentlich
verändert und das
damals
erstellte Zumutbarkeitsprofil weiterhin
Geltung hat.
Dabei
lagen
ihm in
s
besondere
auch die bildgebenden Befunde der Klinik
D._
vom 2
9.
Mai 2020 vor (vgl.
Urk.
8/167 S. 2). Auf die gleiche Bildgebung bezog sich auch
Dr.
B._
im Bericht vom 1
9.
Januar 202
1.
Sodann zeigten sich im
von
Dr.
B._
erhobene
n
Bewegungsstatus
von
Schultern und
rechtem
Knie
im Vergleich zur kreisärztlichen Untersuchung
praktisch
gleiche Werte
(
Urk.
8/167 S. 6
)
. Dass der K
reisarzt
e
ine namhafte Verschlechterung des Gesund
heitszustandes
nach Sichtung des Berichts von
Dr.
B._
seit
Juli 2020
aus
schloss,
ist
damit schlüssig. Konträre Arztberichte liegen keine vor. Daran ändert auch nicht
s
, dass
Dr.
B._
, welcher die Schulteroperationen im März 2014 (
Urk.
9/64
/1
) und April 2016 (
Urk.
10/49) dur
ch
geführt hatte
, dem Beschwerde
führer
ab 1
6.
Januar 2021
eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
bescheinigt hat
(vgl.
Urk.
8/172)
. Denn wie die Beschwerdegegnerin zu Recht festhält,
vermögen die prozentualen Werte für sich alleine nichts über eine gesundheitliche Veränderung auszusagen (vgl.
Urk.
7
Ziff.
5.2)
und geben nicht Anlass zu weiteren Abklärungen
.
Im
Weiteren wurden im
kreisärztlichen Belastungsprofil auch bereits die
bei
Dr.
B._
beklagten Beschwerden bei
Überkopfbewegung
en berücksichtigt, nachdem lediglich
Tätigkeit
en
bis Schulterniveau
für zumutbar erachtet wurden (E. 4.1 hiervor).
Nach dem Gesagten ging die Beschwerdegegnerin zu Recht von einem nicht nur bis zur rückwirkenden Rentenaufhebung
per
1.
Januar 2018
, sondern bis zum Erlass des hier angefochtenen Entscheids unveränderten Zumutbarkeitsprofil
und damit einem hinsichtlich der funktionellen A
uswirkungen der
Unfallfolgen un
veränderten Gesundheitszustand
aus
.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, ob
ein Revisionsgrund der erheblichen Veränderung der erwerb
lichen Auswirkungen bei
gleich gebliebenen
funktionelle
n
Auswirkungen
gegeben ist, welcher eine erneute
Rentenzusprache
rechtfertigen könnte
(Urteil des Bundesgerichts 8C_878/2018 vom 2
1.
August 2019 E. 3.1 und E. 4.5.1).
H
in
sichtlich der
erwerblichen Auswirkungen
stellte die Beschwerdegegnerin
beim
Valideneinkommen
unbestritten zu Recht
auf den Lohn ab, welche
n
der Beschwerdeführer bei
der
Y._
AG
ohne Unfallfolgen bei einer 100
% Anstellung
hätte erzielen können
. Den diesbezüglichen Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin zufolge hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2018
Fr.
84'240.
--
(
13 x
Fr.
6'480.--
)
,
im Jahr
2019
Fr.
84'890.
--
(13 x
Fr.
6'530.--) und 2020
Fr.
85'150.
-
(13 x 6'550.--) erzielt
(vgl.
Urk.
8/143
und
Urk.
10/114
)
.
Eine revisionsrechtlich relevante Veränderung der erwerblichen Verhältnisse liegt diesbezüglich nicht vor.
6.2
Was das Invalideneinkommen 2020 anbelangt,
gehen grundsätzlich beide Parteien weiterhin
von der Massgeblichkeit des
effektiv erzielten Verdienst
es
aus
(
Urk.
1 S. 4
, 7 S. 4). Dies erweist sich denn auch angesichts des
fortdauernd
stabilen Arbeitsverhältnisses und des vom Beschwerdeführer
zumindest
bis Ende 2020 ausgeübten Pensums von 100
%
, mit welchem er die ihm verbliebene Rest
arbeitsfähigkeit jedenfalls voll ausschöpft
e
(E. 1.4), als zutreffend. Gemäss
dem Lohnkontoauszug 2020
(Beilage zu
Urk.
8/180)
erzielte der
Beschwerdeführer im Jahr 2020
abweichend von den Jahren 2018 und 2019
kein Einkommen aus Über
zeit
(
Fr.
6'885.-- im Jahr 2018:
Urk.
8/161/3,
Fr.
4'085.35 im Jahr 2019,
Urk.
8/161/4)
.
Der tatsächlich erzielte Bruttoverdienst
2020
belief sich
auf Fr.
74'646.
90
(Beilage zu
Urk.
8/180).
Im Vergleich zu den Bruttoeinkommen der Jahre
2018 von
Fr.
79'835.-- und 2019 von
Fr.
76'916.90 (
Urk.
8/161 S. 1 und S. 2)
resultiert hieraus eine erhebliche, da – wie sich aus dem F
olgenden ergibt
–
rentenrelevante
erwerbliche Veränderung.
In Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultiert für das Jahr 2020 eine Erwerbseinbusse von
Fr.
10'503.10 (
Fr.
85'150.00 –
Fr.
74'646.90). Dies ent
spricht einem I
nvaliditätsgrad von 12.3
%
und liegt
über
der Anspruchsschwelle von 10
%.
Aufgrund eines Invaliditätsgrad
es
von
gerundet
12
%
(zur Rundung siehe: BGE 130 V 121)
hat der Beschwerdeführer
somit
ab Januar 2020 Anspruch auf eine entsprechende I
nvalidenrente
.
N
achdem bis zum Erlass des hier an
gefochtenen Entscheids von einem unveränderten Zumutbarkeitsprofil auszu
gehen ist (E. 5) und der Beschwerdeführer bis dahin unbestritten weiter zu 100
%
angestellt war
und
entsprechend
Lohn bezog
, mithin erwerblich keine
weitere
wesentliche Än
derung eingetreten ist, besteht entgegen dem Antrag Ziffer 5 des Beschwerdeführers kein Anlass zu weiteren Abklärungen der Verhältnisse von Januar bis
6.
Mai 2021, der Grenze der richterlichen Ü
berprüfungsbefugnis.
Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer entsprechend seinem Antrag Ziffer 3 ab
1.
Januar 2020 Anspruch auf eine Invalidenrente von 12
%
.
Bei e
inem ver
sicherten Verdienst von
Fr.
84'739.-- (vgl.
Urk.
9/135) entspricht dies einer monatlichen Invalidenrente von
Fr.
677.90 (
Fr.
84'739.-- x 0.8 :12
x 12
%
:
100
%
).
6
.3
Dem Beschwerdeführer ist damit darin zu folgen, dass die Rückforderung von Fr. 55'363.-- (35 x
Fr.
1'581.--) für die von Januar 2018 bis November 2020 aus
bezahlten Invalidenrenten
entsprechend
zu reduzieren ist (vgl.
Urk.
9/139). Die Rückforderung für
die
Jahre 2018 und 2019 beträgt je
Fr.
18'981.60 (12 x
Fr.
1'581.80)
und
für die Zeit von Januar bis November 2020
Fr.
9'942.90 ([
Fr.
1
'
581
.
8
0
–
Fr.
677.90] x 11). Dies führt zu einer Reduktion der Rück
forderung auf Fr. 47'906.1
0.
Zusammengefasst ist
der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
6.
Mai 2021
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde
d
ahingehend abzuändern
, als festzustellen ist
, dass der
Beschwerde
gegner bei einem Invaliditätsgrades von 12
%
mit Wirkung ab
1.
Januar 2020 Anspruch auf eine Invalidenrente
hat
und
die
Rück
erstattung der ihm im Zeit
raum vom
1.
Januar 2018 bis 30.
November 2020 zu
viel ausgerichteten Invalidenrenten
auf
Fr.
47'906.10
zu
reduzieren ist
.
7
.
Ausgangsgemäss steht dem
nahezu vollständig obsiegenden
Beschwerdeführer
eine
ungekürzte
Prozessentschädigung zu, w
elche ermessensweise auf
Fr.
2'3
00.-
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzulegen ist.