# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c74c8176-fccc-472b-b1a9-85dc3f109e2b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956, war seit dem 1. März 2000 als
Hausdienst
mit
arbeiterin
in einem Alterszentrum tätig (vgl. Urk. 7/17/1-5). Am 16. Februar 2012
rutschte sie bei der Arbeit aus und fiel auf den rechten Arm (vgl.
Unfall
mel
dung
, Urk. 7/2). Unter Hinweis auf Beschwerden in der rechten Schulter meldete sich die Versicherte am 12. August 2012 bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungsbezug
an (Urk. 7/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der Unfallversich
erung bei (Urk. 7/12; Urk. 7/22;
Urk. 7/29) und holte beim
Z._
ein
polydisziplinä
res
Gutachten ein, das am 30. März 2015 erstattet wurde (Urk. 7/66). Am 26. Mai 2015 erfolgte eine Haushaltsabklärung (vgl. Bericht vom 11. Juni 2015, Urk. 7/70). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/74; Urk. 7/76; Urk. 7/80) sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 4. März 2016 bei einem Invaliditätsgrad von 62 % eine befristete
Dreiviertelsrente
vo
m 1. Januar 2014 bis zum 31. Juli 2014 zu (Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 25. April 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 4. März 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen gemäss IVG zuzusprechen, eventuell sei die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen (Urk. 1 S. 1 f.). Die IV-Stelle beantragte mit
Be
schwerdeantwort
vom 31. Mai 2016 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
28. September 2016
zur Kenntnis ge
bracht (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die massgebenden rechtlichen Grundlagen, insbesondere betreffend die
Invali
di
täts
bemessung
(Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) und den Rentenanspruch (Art. 28 des Bundes
gesetzes über die Invalidenversicherung, IVG), sind im angefochtenen Entscheid zutreffend wiedergegeben (Urk. 2
Verfügungsteil 2
S. 1). Darauf kann, mit den nachstehenden Ergänzungen, verwiesen werden.
1.2
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die
Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
ben
bereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der
Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und er
werb
lichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die
Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufga
ben
bereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die
Ge
samt
invalidität
aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewich
teten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E.
3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mas
s
gabe des Art. 69 Abs. 2
der Verordnung
über die Invalidenversicherung
[IVV]; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilf
losig
keit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeig
nete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschrän
kung im Haushalt dar (Urteil
des Bundesgerichts
9C_201/2011 vom 5. Septem
ber 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichts
win
kel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, nament
lich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer ver
sicherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E.
3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beeinträch
tigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S.
218 E.
2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundes
gerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Be
hinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätig
keit
von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im
Gesund
heitsfall
betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1
mit weiteren Hinweisen
).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen
ist
der Rentenanspruch, mithin
sozialversicherungs
recht
liche
Qualifikation, Arbeitsfähigkeit und Invaliditätsgrad der Beschwerdefüh
rerin
.
2.2
Die Beschwerdegegner
in qualifizierte di
e Beschwerdeführer
in
in der angefoch
tenen Verfügung (Urk. 2)
als zu 50 %
im Erwerbsbereich und
50
% im
Haus
halts
bereich
tätig und ging im Wesentlichen gestützt auf das
Z._
-Gutachten
vom März 2015 von einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit
ab Oktober 2013 – wel
che sie ab 1. Januar 2014 berücksichtigte – und einer 50%igen
Arbeits
fähig
keit
ab Mai 2014 aus (Verfügungsteil 2 S. 2 ff.; vgl. auch Feststellungsblatt, Urk. 7/72
S.
10 ff.). Unter Berücksichtigung der
Einschränkung im Haushaltsbereich
von 23.4
%
errechnete sie für die Zeit ab Januar 2014 einen IV-Grad von 62 % und für die Zeit ab Mai 2014 einen solchen von 12 %
(Verfügungsteil 2 S.
2 f.)
. Entsprechend sprach die
Beschwerdegegnerin
der
Beschwerdeführerin
eine be
fris
tete
Dreiviertelsrente
von Januar bis Juli 2014 zu (
Verfügungsteil 2 S. 4
).
Sie führte aus, dass der geäusserte Wunsch nach einer erhöhten Erwerbstätigkeit
keine Qualifikationsgrundlage sei
. Die Heimleitung habe bestätigt, dass bei
guter Arbeitsleistung und ständigem Wunsch nach einer
Pensumserhöhung
di
ese sicher innerhalb von 12 Jahren möglich gewesen wäre
(Verfügungsteil 2 S. 3 f.).
In der Beschwerdeantwort (Urk. 6) hielt die
Beschwerdegegnerin
fest, dass bei der Beurteilung der Qualifikation berücksichtigt worden sei, dass die
Beschwer
de
führerin
gegenüber den Vorgesetzten im Altersheim um ein höheres Pensum gebeten habe. Sie habe jedoch gegenüber der Abklärungsperson erklärt, dass sie
keine weiteren Anstellungen bei anderen Arbeitgebern gesucht habe
(S.
1 unten
).
Dieser „Aussage der ersten Stunde“ komme rechtsprechungsgemäss erhöhter Beweiswert zu, weshalb darauf abzustellen sei (S. 2).
2.
3
Die
Beschwerdeführerin
stellte sich in der Beschwerde (Urk. 1) auf den Stand
punkt, dass sie als Vollerwerbstätige zu qualifizieren sei
(S. 7 oben)
. Sie habe ihr Arbeitspensum seit 200
9 auf 100 % erhöhen wollen. Nicht zuletzt, da ihr Ehe
mann lohnmässig abgestuft worden sei und eine wesentliche Lohneinbusse habe akzeptieren müssen. Zudem habe ihre Tochter im Jahr 2009 die Schule beendet und eine Ausbildung aufgenommen (S. 7 Ziff. 19).
Sie habe
bei der damaligen Arbeitgeberin
geltend gemacht, dass sie ihr Pensum erhöhe
n möchte
und sich
auch bei anderen Unternehmen
um eine (zusätzliche) Teilzeitstelle beworben
(
S. 7 Ziff. 20;
vgl.
auch
Arbeitgeber
-Bestätigungen in Urk. 3/3-6). Bis zum Unfall habe sie aber keine zweite Teilzeitstelle gefunden
(S. 7 Ziff. 20)
. Folglich sei nicht die gemischte Methode anzuwenden und es sei ihr angesichts der 50%igen
Einschränkung in der
Arbeitsfähigkeit eine halbe Rente zuzusprechen (S. 8
Ziff. 22 und
Ziff. 26).
Des Weiteren machte
die
Beschwerdeführerin geltend,
dass
die Beschwerdegegner
in nicht abgeklärt
habe
, welche Verweistätigkeiten ihr in welchem Aus
mass zumutbar wären (S. 9 Ziff.
27).
3.
3.1
Im
Bericht
der Ärzte des
A._
vo
m 12. Juni 2012 (Urk. 7/39/5-6) wurde
eine
wenig adhäsive
Kapsulitis
der rechten Schulter
diag
nostiziert
. S
eit einem Sturz a
uf die rechte Schulter am 16. Februar
2012 leide die
Beschwerdeführerin
unter einer schmerzhaft eingeschränkten Beweg
lichkeit
(S. 1 Mitte).
Aus dem
Bericht
der Ärzte des
A._
vo
m 31. Juli 2012 (Urk. 7/16/5-6) ergibt sich eine
im Verlau
f deutliche Beschwerdebesserung. Es seien
wohl keine op
era
tiven Massnahmen notwendig
(S. 1 unten)
.
Die Beschwerdeführerin
sei
nach wie vor 100
%
arbeitsunfähig
geschrieben
(S. 1 Mitte)
.
Es werde
vor
ge
schlagen, dass sie schrittweise wieder arbeitsfähig geschrieben werde (S. 1 unten).
3.2
Im
am 9.
Oktober
2012
eingegangen
en
Bericht zuhanden der
Beschwerde
geg
ner
in
(
Urk.
7/16/1-3) attestierten die Ärzte des
A._
der Beschwerdeführerin eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit
bis 10. August 2012 sowie eine
50%ige
Arbeitsun
fähig
keit
vom 11. bis
31. August 2012
(Ziff. 1.6).
3.3
Med.
pract
.
B._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
be
schei
nigte der Beschwerdeführerin im
Bericht
zuhanden der
Beschwerdegeg
nerin
vom 4
. November 2012 (Urk. 7/19/1-3) eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit
seit 20. Februar 2012. M
ehrere Arbeitsversuche hätten wegen ausgeprägten Be
schwerden rasch wieder abgebrochen werden müssen (Ziff. 1.6). Aktuell sei eine
Arbeitstätigkeit in der körperlich belastenden Tätigkeit im Hausdienst nicht mög
lich
. Eine angepasste Arbeit sei laut Personalbetreuer nicht verfügbar
(Ziff. 1.7; vgl. auch Urk. 7/22/6).
3.4
Dr. med.
C._
, Facharzt für Allgemeine
Innere
Medizin,
hielt im
Gut
achten vom 3. Oktober 2013 zuhanden der P
ensionskasse
(Urk. 7/33) fest,
es be
stehe noch eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit
bezogen auf ihr 50%-Pensum.
N
ach erfolgter Operation der rechten Schulter
sollte eine Neubeurteilung erfolgen (S.
10).
3.5
Aus dem
Bericht
der Ärzte des
A._
vom
8. Oktober 2013 (Urk. 7/39/7-8) ergibt sich, dass die
Beschwerdeführerin
nun
ein
operatives Vorgehen
wünsche
.
Dem
Austrittsbericht
der Ärzte des
A._
vom 1
7. Oktober 2013 (Urk. 7/38/6-7)
ist ein
komplikationsloser postoperativer Verlauf nach Schulterarthroskopie rechts
am 15.
Oktober 2013
zu entnehmen
(vgl. auch Operationsbericht vom 18.
Oktober 2013, Urk. 7/39/11-12)
.
Im
Bericht vom 3
. Dezember 2013 (Urk. 7/38/8-9) wurde angegeben,
der
Reha
bilitationsverlauf
sei soweit fristgerecht
,
es bestünden
aber
noch deutliche
Rest
beschwerden
. Es liege eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit
vor
.
3.6
Im
Bericht
vom 4. Februar 2014 (Urk. 7/48/4-5)
gaben die Ärzte des
A._
an,
dass
aus chirurgischer Sicht kein klares Korrelat für die beschriebenen
Rest
be
schwerden
bestehe.
3.7
Im
Bericht
der Ärzte des
A._
zuhanden der Beschwerdegegnerin
(eingegangen am 2
8. Februar 2014; Urk. 7/39/1-3) wurde
ausgeführt, dass
der Beschwerde
füh
rerin
die Arbeitsstelle per 20. Februar 2014 gekündigt worden sei.
Bis dahin
sei
eine
100%ige
Krankschreibung erfolgt
(Ziff.
1.6
).
D
ie
Beschwerdeführerin
könne
aufgrun
d von Schmerzen nicht arbeiten; der
Arm
könne nicht eingesetzt werden. A
uch
eine
angepasste Tätigkeit
sei
derzeit nicht möglich (Ziff. 1.7).
3.8
Im
Bericht
der Ärzte des
Schmerzzentrum
s des
A._
vom 17. Juli 2014 (Urk.
7/57/6-8) wurde angegeben, die
Beschwerdeführerin
beschreibe einen belastungsabhängigen Schmerz im ventralen
und apikalen Schultergelenk beziehungsweise
der Gelenkkapsel mit Spannungsgefühl (S. 2 oben).
3.9
M
ed.
pract
.
B._
hielt im Bericht
vom 7. Oktober 2014
zuhanden der
Be
schwerdegegnerin
(Urk. 7/57/1-5) fest,
die
Beschwerdeführerin
könne ihren rech
ten Ar
m schmerzbedingt kaum einsetzen; es bestehe ein
sehr limitierter Einsatzbereich (Ziff. 1.7). Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit auf voraussichtlich bis
zu 50 % könne gerechnet werden
(Ziff. 1.9).
3.10
Das polydisziplinäre Gutachten der Ärzte
des
Z._
vom 30.
März
2015 (Urk. 7/66/1-38)
basiert auf einer interni
stischen, einer psychiatrischen und
einer orthopädisc
hen
Untersuchung sowie den vorhandenen Akten (vgl. S. 1
f.
).
Die Ärzte
des
Z._
nannten
als
Diagnose
mit Auswirkung auf die
Arbeits
fähig
keit
eine
adhäsive
Capsulitis
bei Status nach
arthroskopischer
Tenotomie der langen
Bizepssehne
,
Bursektomie
,
Acromioplastik
und partieller
Acromio
cla
viculargelenk
sresektion
rechts
im
Oktober 2013
(S.
35 Ziff. 12.1).
Zudem
nannten sie folgende
Diagnose
n
ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
(S. 35
Ziff. 12.2):
-
Präadipositas
-
Zustand nach Anpassungsstörungen mit längerer depressiver Reaktion, bestehend v
on etwa Juli 2012 bis März 2014
-
arterielle Hypertonie
-
Stamm- und
Nebenschlussvarikosis
der
Vena
saphena
magna et
parva
des rechten Beins
Die Beschwerdeführerin habe ziehende Schmerzen in der rechten Schulter, welche
seit dem Eingriff im Oktober 2013 zugenommen hätten und in den Nacken ausstrahlen würden. Das Heben und Tragen von Lasten sowie Arbeiten über der Horizontalen seien
dolent
(S. 4 Ziff. 3.2.1).
Die anhaltenden Schmerzen und die Arbeitslosigkeit würden sie belasten (S. 18 Ziff. 3.2.1).
Aus psychiatrischer Sicht wurde ausgeführt, dass die Beschwerdeführerin nach dem Arbeitsunfall im Zu
sammenhang mit der anhaltenden Schmerzsymptomatik und der veränderten sozialen Situation mit Arbeitslosigkeit von etwa Juli 2012 bis März 2014
An
passungsstörungen
mit längerer depressiver Reaktion entwickelt habe. Seit etwa
April 2014 hätten sich diese gebessert und es bestünden noch leichte
Stimm
ungs
schwankungen
ohne Krankheitswert mit gelegentlicher Traurigkeit und
Unruhe
zu
ständen
sowie etwas eingeengtem Denken auf die körperlichen Beschwerden und ihre soziale Situation (S. 26 f.).
Die emotionale Belastbarkeit, geistige Flexi
bilität, Antrieb, Interessen, Motivation, Kontaktfähigkeit und Dauerbelastbarkeit seien nicht relevant beeinträchtigt (S. 27 Ziff. 7.3).
Im Rahmen der Konsensbeurteilung wurde
festgehalten, dass die Arbeitsfähig
keit als Putzfrau – einer Tätigkeit, bei der nicht selten Gegenstände bis zehn Kilo
gramm gehoben und getragen werden müss
t
en und die nicht selten mit Arbeiten über der Horizontalen und auch Kraftanwendung des rechten Arms verbunden s
eien
–
seit Mai 2014
gesamthaft bei voller Stundenpräsenz
50
% betrage
(S. 36 Ziff. 13.1). Körperlich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die nicht mit Kraftanwendung des rechten Arms sowie Arbeiten über der Horizontalen verbunden sind, seien seit Mai 2014 zu
100
% zumutbar (S.
36 Ziff.
13.2).
Von Oktober 2013 bis zu diesem Zeitpunkt habe im Rahmen der postoperativen Rehabilitation gesamthaft eine 100%ige
Arbeits
un
fähigkeit
in
der bisherigen wie auch in
einer angepassten Tätigkeit
bestanden (S.
36 Ziff.
13
.1 und 13.2
).
Theoretisch stehe einer sofortigen beruflichen Eingliede
rung nichts entgegen (S.
36 Ziff.
13.3). Die Prognose sei ungewiss, da bei adhäsiver
Capsulitis
nicht in jedem Fall eine volle Beweglichkeit und eine Schmerzfreiheit erzielt werden könne (S. 36 Ziff. 13.4).
3.11
Am
26. Mai 2015
wurde eine Haushaltabkläru
ng durchgeführt
. Die
Abklä
rungs
person
führte im Abklärungsbericht vom
11. Juni 2015
(Urk.
7/70
) aus,
die Beschwerdeführerin
habe angegeben, dass sie heute bei Gesundheit immer noch im Altersheim
in der Raumpflege
tätig wär
e, dies mit einem Pensum von 80 bis
100
%. Sie habe jeweils im Qualifikationsgespräch im Altersheim mitgeteilt
, dass
sie gerne ein höheres Arbeitspensum leisten würde
. Sie habe keine weiteren An
stellungen bei anderen Arbeitgebern gesucht (S.
3 Ziff. 2.5).
Die
Abklärungs
person
stellte nicht auf diese Angaben ab und qualifizierte die
Beschwerde
führerin
als zu 50 % im Erwerbsbereich und
zu 50
% im Haushaltsbereich tätig (S. 4).
Entsprechend den Angaben der Abklärungsperson betrug die Einschränkung im mit 4
8
% gewichteten Bereich „Ernährung“ 20 %, im mit 18 % gewichteten Be
reich „Wohnungspflege“
40
%, im mit
8
% gewichteten Bereich
„Einkauf und weitere Besorgungen“
15 % sowie im mit
18
% gewichteten Bereich
„Wäsche und Kleiderpflege“
3
0 %. Im mit
4
% gewichteten Bereich „Haushaltsführung“ und im mit
4
% gewichteten Bereich
„Verschiedenes“
wurden keine Ein
schrän
kungen festgestellt (vgl. S.
6
ff. Ziff. 6.1 - 6.7). Die entsprechend gewichteten einzelnen Einschränkungen ergaben eine Einschränkung von insgesamt
23.4
% (S.
9
Ziff.
6.8
).
4.
4.1
Vorab
stellt sich die Frage nach dem Status der Beschwerdeführerin. Es ist zu klären, ob
die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin zu Recht als zu 50
% im Erwerbsbereich und
zu
50 % im Haushaltsbereich tätig
qualifiziert hat
.
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (Art. 17 Abs. 1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des Art. 28a Abs. 3 IVG in Verbindung mit Art. 16 und 7 Abs. 2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Metho
de der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungs
vergleich
, ge
misch
te Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übri
ge
n unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der ver
sicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in wel
chem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art. 27
bis
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialver
sicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl. Art. 27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie all
fällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 15. Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine
vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nic
ht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E.
3.3 in
fine
). Ist jedoch anzu
neh
men, die
versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teiler
werbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art. 5 Abs. 1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsät
zen für Erwerbs
tätige, somit nach Art. 16 ATSG zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 e
contrario
IVG
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne
Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (Art. 27
bis
IVV). Das
Validenein
kommen
ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten
Teilerwerbstätig
keit
festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tat
sächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Ar
beits
marktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzu
stehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch
führung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbe
mess
ungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Willens
entscheidungen
der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Be
einträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusse
ren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer
Geschehensab
läufe
ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn
darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfahrung mitbe
rück
sichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die ausschliesslich – los
gelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allgemeine Lebenserfahrung ge
stützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf be
stimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts
9C_287/2013 vom 8.
November
2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 30. Dezem
ber 2013, je
mit Hinweisen).
4.2
Aus den vorliegenden Akten ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin beabsich
tigte, ihr Arbeitspensum im Alterszentrum zu erhöhen. Sie trat die Arbeitsstelle im Alterszentrum im März 2000 an, als ihre Tochter acht Jahre alt war. Nach
dem sie mehr als neun Jahre lang mit einem Pensum von 50 % tätig gewesen war, ersuchte sie anlässlich des Mitarbeitergesprächs vom Oktober 2009 um eine Erhöhung des Arbeitspensums (vgl. Urk. 7/68/2 und Urk. 3/3). Damals war ihre Tochter 17 Jahre alt. Beim Mitarbeitergespräch im Herbst 2010 deponierte die Beschwerdeführerin wiederum ihr Anliegen nach einer
Pensumserhöhung
(
„
20-30 % mehr
“
; vgl. Urk. 7/68/1 und Urk. 3/3). Im Rahmen der Haushaltsabklärung gab sie dazu an, dass sie von ihren Vorgesetzten auf später vertröstet worden
sei. Man habe ihr gesagt, dass man den Umbau des Altersheimes abwarten wo
lle
und dann allenfalls über eine
Pensumserhöhung
verhandeln werde (
Abklä
rungs
bericht
, Urk. 7/70 S. 3 unten). Gemäss Abklärungen der Beschwerdegegnerin sei der Umbau per Herbst 2011 abgeschlossen worden (vgl. Urk. 7/7
0
S. 4 unten). Am 16. Februar 2012 ereignete sich der Unfall (Sturz auf den rechten Arm).
4.3
Vor diesem Hintergrund ist überwiegend wahrscheinlich, dass die Beschwer
de
führerin
heute als Gesunde
mit einem Pensum von
80 % arbeiten würde.
Soweit die Beschwerdegegnerin geltend machte, dass bei ständigem Wunsch nach einer
Pensumserhöhung
eine solche sicher innerhalb von 12 Jahren möglich gewesen wäre (Urk. 2 Verfügungsteil 2 S. 4 oben), ist festzuhalten, dass die Beschwerde
führerin nicht von Beginn an eine Erhöhung des Arbeitspensums wünschte. So war ihre Tochter bei Antritt des Arbeitsverhältnisses erst acht Jahre alt. Hin
gegen
ist unbestritten
, dass die Beschwerdeführerin
im Herbst 2009
und
im Herbst 2010
bei der damaligen Arbeitgeberin um eine Erhöhung ihres
Arbeits
pensums
ersuchte.
Diese – echtzeitlich dokumentierte – Absicht genügt, um von einer 80%igen Erwerbstätigkeit auszugehen.
Die Beschwerdeführerin hätte als Gesunde wohl
die Möglichkeit gehabt hätte, ihr Arbeitspensum
aufgrund von frei gewordenen Stellenprozenten zu erhöhen
. So wurde seitens des
Alters
zen
trums
angegeben, dass
Pensumserhöhungen
der bestehenden Angestellten be
rück
sichtigt würden, wenn die Leitung mit der Leistung des Angestellten zu
frieden sei (Urk. 7/70 S. 2 Mitte). Somit kann offen gelassen werden, ob die Be
schwerdeführerin sich auch bei anderen Arbeitgebern um eine
(zusätzlich)
An
stellung bemüht
hatt
e.
Indessen bestehen keine Anhaltspunkte, dass die Beschwerdeführerin ein volles Arbeitspensum leisten würde. So ersuchte die Beschwerdegegnerin im Ja
hr 2010 um eine Erhöhung von 20 bis
30 %, mithin ein
Gesamt-
Arbeitspensum von 70-80 %. Auch im Rahmen des Einwandes gegen den Vorbescheid ging sie noch von einer 80%igen Erwerbstätigkeit im Gesundheitsfall aus (Urk. 7/80 S. 5). So
mit ist die Beschwerdeführerin
als zu
80
% im Erwerbsbereich und
zu
20
% im Haushaltsbereich tätig
zu
qualifizieren.
5
.
5
.1
In Bezug auf die medizinische Aktenlage ist festzuhalten, dass d
ie ausführliche Expertise der
Ärzte des
Z._
die Anforderungen an den Beweiswert medi
zi
nischer Berichte im Sinne der Rechtsprechung (vgl. vorstehend E.
1.
3
) vollum
fänglich
erfüllt
. Sie setzte sich mit allen Aspekten der gesundheitlichen Beein
trächtigungen auseinander und berücksichtigte insbesondere auch sämtliche bis dahin angefallenen ärztlichen Untersuchungsberichte.
Insgesamt ist das Gutach
ten umfassend und vermag zu überzeugen.
Darauf kann abgestellt werden, zu
mal auch seitens der Beschwerdeführerin keine Kritik am Gutachten geübt wurde.
A
ngesichts der gesundheitlichen Beeinträchtigungen
erscheint
plausibel
, dass die
Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätigkeit als
Putzfrau
nicht mehr
vollzeitlich
ausführen kann.
Gemäss Beurteilung der Ärzte des
Z._
besteht noch eine
50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Putzfrau. Dies stim
mt auch mit der Einschätzung der Hausärztin med.
pract
.
B._
überein, die mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit auf bis zu 50 % rechnete.
5
.2
In Bezug auf
angepasste Tätigkeiten
ergibt sich aus dem
Z._
-Gutachten
, dass
in körperlich leichten Tätigkeiten
(
in temperierten Räumen
)
, die nicht mit
Kraft
anwendung
des rechten Arms sowie Arbeiten über der Horizontalen verbunden sind, eine 100%ige Arbeitsfähigkeit besteht.
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, die Beschwerdegegnerin habe nicht abgeklärt, welche
Verweis
tätigkeiten
ihr in welchem Ausmass zumutbar wären,
ist festzuhalten, dass es
nicht erforderlich ist, konkrete Tätigkeiten zu bezeichnen.
Gestützt auf das
Z._
-
Gutachten ist davon auszugehen, dass ihr
sämtliche Tätigkeiten, welche die oben erwähnten Anforderungen erfüllen
, im Umfang von 100 % zumutbar sind
.
Dass trotz der Beschwerden im Zusammenhang mit der rechten Schulter eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit besteht, erscheint nachvoll
ziehbar.
Die Gerichtspraxis geht davon aus, dass der ausgeglichene Arbeits
markt
selbst
für Personen, welche funktionell als Einarmige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend realistische
Betätigungsmöglichkeiten bietet. Zu denken ist etwa an einfache
Überwach
ungs
-,
Prüf- und Kontrolltätigkeiten sowie an die Bedienung und Überwachung von (halb-) automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten, die nicht den Ein
satz beider Arme und beider
Hände voraussetzen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_
94
/20
12
vom
29. März 2012
E.
3.2
mit Hinweisen).
Im Unterschied dazu
kann die Beschwerdeführerin – trotz Einschränkungen wie verminderte
r
Kraft – beide Hände noch einsetzen. Es kann gestützt auf die Beurteilung durch die Gut
achter des
Z._
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden, wobei den Einschränkungen der Beschwerde
führerin allenfalls im Rahmen eines Leidensabzugs vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen ist.
5
.
3
In Bezug auf den Haushaltsbereich liegt der Bericht vom
11. Juni 2015
über die beeinträchtigte Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt (Urk. 7/
70
) vor.
D
ies
er erfüllt die massgeblichen Kriterien hinsichtlich des Beweiswertes eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt (vgl. E.
1.
4
) und vermag zu überzeugen. Dem
nach kann darauf abgestellt werden. Insgesamt ergibt sich somit eine Ein
schrän
kung im Haushalt im Umfang von
23.4
%.
5
.4
Zusammenfassend
ergibt sich
gestützt auf das Gutachten der
Ärzte des
Z._
von Oktober 2013 bis und mit April 2014 (postoperative Rehabilitation) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Für die Zeit ab Mai 2014 ist
in der bisherigen Tätig
keit als Putzfrau von einer 50%igen und
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
von einer
100%igen
Arbeitsfähigkeit
auszugehen
.
Im Haushaltsbereich besteht eine
Einschränkung im Umfang von 23.4
%.
Der medizinische Sachverhalt ist als in diesem Sinne erstellt zu betrachten.
Zu prüfen
bleiben
die erwerblichen Auswirkungen. Zur Ermittlung des
Invalidi
täts
grades
ist
im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich
vorzunehmen (vgl. E. 1.2).
6
.
6
.1
Ausgehend von der Qualifikation der Beschwerdeführerin
als zu
80
% im Erwerbsbereich und
zu
20
% im Haushaltsbereich tätig
, ist der Rentenanspruch f
ür die Zeit ab Mai 2014
zu prüfen.
Für die Vornahme des Einkommensvergleiches ist grundsätzlich auf die Gege
ben
heiten im Zeitpunkt des (hypothetischen) Rentenbeginns, mithin auf das Jahr
201
4
, abzustellen (BGE 128 V 174, BGE 129 V 222).
6
.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommens
ent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hin
weis).
Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Bestimmung des
Valideneinkommens
auf
den bisherigen Lohn
der Beschwerdeführerin als
Hausdienstange
st
ellte
/
Raum
pflegerin
im Alterszentrum
, welcher sich
im Jahr 2011
bei einem Pensum von 5
0
%
auf Fr. 32‘161.-- belief
(vgl. Urk.
7/9/4)
.
Dies ist nachvollziehbar und wurde auch seitens der Beschwerdeführerin nicht beanstandet.
U
nter
Anpassung
an die
frauenspezifische Nominallohnentwicklung von 1.0 % im Jahr 2012, 0.7 %
im Jahr 2013 und
von
1.0
% im Jahr 2014
(Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne;
vgl.
www.bfs.admin.ch,
Statistiken,
Arbeit und Erwerb
)
resultiert
für das Jahr 20
14 ein
Valideneinkommen
von Fr.
3
3
‘
037
.
10
(
Fr. 32‘161 x 1.01 x 1.007 x 1.01
).
Da die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall mit einem
Arbeitspensum von 80 %
tätig wäre, ergibt sich
ein Jahreseinkommen von
rund
Fr.
52‘
859
.
--
,
welches als
Valideneinkommen
ein
zu
setzen ist.
6
.3
Zur Bestimmung des Invalideneinkommens ist
das Einkommen in einer
behin
derungsangepassten
Tätigkeit heranzuziehen
.
Soweit die Beschwerdeführerin
fest
hielt
, dass ihr angesichts des Alters, der fehlen
den Arbeitserfahrung und der gesundheitlichen Einschränkung keine
Ver
weis
tätigkeit
mehr zugemutet werden könne (
Einwand gegen den Vorbescheid, Urk.
7/80
S.
6 Ziff. 20)
, vermag dies nicht zu überzeugen
. Die Beschwerde
füh
rerin war im Zeitpunkt der relevanten medizinischen Beurteilung (
Z._
-Gut
achten vom März 2015) knapp 59 Jahre alt. Ihr verblieb somit noch eine
Akti
vitätsdauer
von
fünf
Jahren
bis zum Erreichen des AHV-Alters
.
Da sie zudem in sämtlichen körperlich leichten Tätigkeiten ohne Kraftanwendung des rechten Armes und ohne Arbeiten über der Horizontalen tätig sein kann, ihr mithin
eine breite Palette von Tätigkeiten offen
steht
, ist von der
Verwertbarkeit der
10
0%igen Restarbeitsfähigkeit
auszugehen.
D
as
Invalideneinkommen
ist
gestützt auf di
e Lohnstatistik gemäss der Lohn
struk
turerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) zu ermitteln, und zwar anhand des über den Durchschnitt aller Wirts
chaftszweige von Frauen mit ein
fachen und repetitiven
Tätigkeiten erzielten Lohnes. Dieser betrug
im Jahr 20
12
Fr. 4’11
2
.-- pro Monat (LSE 20
12
, S.
35, Tabelle TA1,
Niveau
1
), was bei einer
durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von
41.
7
Stunden (
b
etriebsübliche Arbeits
zeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche
;
vgl. www.bfs.ad
min.ch
,
Statistiken,
Arbeit und Erwerb
) Fr. 51’
441
.
1
0
im Jahr ergibt (Fr. 4’11
2
.
-- :
40 x
41.
7
x 12).
Unter Berücksichtigung der frauenspezifischen
Nominallohnent
wick
lung
von
0.7 % im Jahr 2013 und
von
1.0
% im Jahr 2014
(
Entwicklung der
Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne;
vgl. www.bfs.ad
min.ch
,
Statistiken,
Arbeit und Erwerb
)
ergibt sich für das Jahr 20
14
ein Ein
kom
men von
rund
Fr.
52‘319.
--
(Fr.
51’
441
.
1
0
x 1.0
07
x
1.01
).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürz
en.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Ar
bei
ten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende
durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprüng
lich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
spre
chung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebs
zu
gehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwer
ten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
% des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichs
einkommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Angesichts des Alters der Beschwerdeführerin, der langjährigen Tätigkeit als Putz
frau und der Tatsache, dass
das medizinische Zumutbarkeitsprofil der Be
schwerdeführerin lediglich körperlich leichte Tätigkeiten, die nicht mit
Kraftan
wendung
des rechten Arms sowie Arbeiten über der Horizontalen verbunden sind, umfasst,
rechtfertigt es sich, vom ermittelten Tabellenlohn einen Abzug von
20
% vorzunehmen. Damit resultiert ein Invalideneinkommen von
rund
Fr.
41'855
.
--
(Fr.
52‘319.
--
x 0.8
).
6
.4
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr. 52‘859.
--
und einem
Invalidenein
kommen
von Fr.
41'855.
--
beträgt die
Einkommenseinbusse
Fr. 1
1
'
00
4
.
--
, was einer
Ein
schränkung von
20
.
81
% entspricht. Bezogen auf ein 80%-Pensum resultiert somit ein Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von
16.65
%.
Betreffend den Haushaltsbereich ist, wie gesehen (vgl. E.
4
.3), von einer Ein
schränkung von insgesamt
23.4 %
auszugehen. Bei der vorliegend massgeb
en
de
n Gewichtung des Haushaltsbereiches mit
20
% ergibt sich damit ein
Teilin
vali
di
tätsgrad
von
4.68
%.
Durch Addition der Teilinvaliditätsgrade im Erwerbs- und im Haushaltsbereich resultiert ein
rentenausschliessender
Gesamtinvaliditätsgrad von 21.33 %.
Hinzuweisen bleibt, dass selbst unter Berücksichtigung der
Berechnungs
me
thode
nach Suter/
Leuzinger
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (
Valideneinkommen
von Fr. 66'
0
74
.
20,
Einkommenseinbusse
von Fr. 24‘218.81, Einschränkung von 36.65 %
,
bezogen auf ein 80%-Pensum T
eilinvaliditätsgrad von 29.32 %,
beziehungsweise
mit dem Teilinvaliditätsgrad von 4.68 % von 34 %)
.
7.
In der Zeit von Oktober 2013 bis und mit April 2014 war die Beschwer
de
führerin auch in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Im
Er
werbsbereich
ergibt sich somit eine Einschränkung von 100 %, womit bezo
gen auf ein 80%-Pensum
ein Teilinvaliditätsgrad von
80
%
resultiert. Zusamm
en mit dem
Teilinvaliditätsgrad von
4.68
%
im Haushaltsbereich resultiert somit ein Gesamtinvaliditätsgrad von 84.68 %. Entsprechend hat die Beschwerde
füh
rerin Anspruch auf eine befristete
ganze Invalidenrente.
Die angefochtene Verfügung ist dahingehend abzuändern, dass die Beschwerde
führerin
vom 1. Januar 2014 bis 31. Juli 2014 (vgl.
Art. 88a IVV
)
Anspruch auf eine ganze Rente hat. Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde
.
8.
8.1
Die Kosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
sind ermessensweise auf Fr.
9
00
.-- festzusetzen
und ausgangsgemäss zu 4/5 de
r
Beschwerdeführer
in
und zu 1/5 der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8.2
In Anbetracht des Verfahrensausgangs ist die Beschwerdegegnerin zu verpflich
ten, der Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung zu bezahlen. Diese be
misst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses
und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
Die Beschwerdeführerin obsiegt nur teilweise. Die Beschwerdegegnerin ist dem
nach zu verpflichten, der Beschwerdeführerin
–
beim praxisgemässen
Stunden
ansatz
vom Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer)
–
eine entsprechend um 4/5 reduzierte Prozessentschädigung von Fr.
4
4
0
.-- (
inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer
) zu bezahlen.