# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4f580b80-7932-425a-bfbb-e1422a6aabc9
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Forderung / definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Zürich, 3. Abteilung, vom 14. April 2014 (FV130227-L)
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Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 14. April 2014:
1. Die Beklagte 1 wird verpflichtet, dem Kläger Fr. 11'120.60 nebst Zins zu 5 % seit 21. Mai 2013 zu bezahlen. Im Mehrumfang ist die Klage gemäss Begehren Ziff. 1 abzuweisen.
2. Das Grundbuchamt ...-Zürich wird angewiesen, die mit Verfügung des Einzelgerichts Audienz des Bezirks Zürich vom 20. September 2013 (Prozess Nr. ES130095) zugunsten des Klägers und zu Lasten der Grundstücke der Beklagten 1 an der ... [Adresse] (Kat. Nr. ..., GBBl. ...) für die Pfandsumme von Fr. 5'560.30 nebst Zins zu 5% seit 21. Mai 2013 sowie an der ... [Adresse], (..., GBBl. ...) für die Pfandsumme von Fr. 5'560.30 nebst Zins zu 5% seit 21. Mai 2013 eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechte definitiv einzutragen.
3. Die Klage des Klägers gegen den Beklagten 2 gemäss Ziff. 1 des Begehrens wird abgewiesen.
4. Die Gerichtskosten werden auf Fr. 2'700.– festgesetzt. 5. a) Die Gerichtskosten werden dem Kläger zu einem Drittel und der
Beklagten 1 zu zwei Drittel auferlegt und mit dem geleisteten Vorschuss des Klägers verrechnet.
Die Beklagte 1 hat dem Kläger den Kostenvorschuss im Umfang der ihr auferlegten Kosten zu ersetzen. Ein allfälliger Überschuss ist dem Kläger zurückzuerstatten.
b) Die Beklagte 1 wird überdies verpflichtet, dem Kläger die Kosten des bauhandwerkerpfandrechtlichen Verfahrens vor dem Einzelgericht Audienz des Bezirks Zürich, Prozess Nr. ES130095, in der Höhe von Fr. 800.– zu ersetzen.
6. Die Beklagte 1 wird verpflichtet, dem Kläger eine Parteientschädigung von Fr. 5'464.– (inkl. Kosten des Schlichtungsverfahrens) zu bezahlen.
7. Von einer Umtriebsentschädigung an den Beklagten 2 wird abgesehen. 8. [Schriftliche Mitteilung] 9. [Rechtsmittelbelehrung: Berufung, Frist 30 Tage]
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## Considerations

Erwägungen:
1. a) Am 19. November 2013 hatte der Kläger beim Bezirksgericht
Zürich (Vorinstanz), unter Beilage der Klagebewilligung vom 6. November 2013,
eine Klage auf Zahlung von Fr. 11'120.60 nebst Zins sowie auf definitive
Eintragung von entsprechenden, einstweilig eingetragenen
Bauhandwerkerpfandrechten eingereicht (Urk. 1 und 2). Mit Verfügungen vom 8.
Januar 2014 und 12. Februar 2014 wurde den Beklagten Frist zur Stellungnahme
angesetzt (Urk. 17 und 20). Die Beklagten haben diese Verfügungen erhalten
(Urk. 18/2 und 21/2), darauf aber nicht reagiert. Mit Urteil vom 14. April 2014 hiess
die Vorinstanz die Klage gegen die Beklagte 1 gut (Urk. 23 = Urk. 29; Entscheid
vorstehend wiedergegeben).
b) Hiergegen hat die Beklagte 1 am 20. Mai 2014 fristgerecht (Urk. 25)
Berufung erhoben (Urk. 28).
c) Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Da sich die Berufung
sogleich als unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Einholung einer
Berufungsantwort verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO).
2. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Vorab
aber muss die Berufungsschrift konkrete Anträge enthalten; darauf wurde schon
in der vorinstanzlichen Rechtsmittelbelehrung hingewiesen (Urk. 29 Dispositiv
Ziffer 9). Aus diesen muss eindeutig hervorgehen, in welchem Umfang der
erstinstanzliche Entscheid angefochten wird und wie der Entscheid stattdessen zu
lauten hätte. Diesen formellen Anforderungen genügt die Berufungsschrift der
Beklagten 1 nicht. Sie enthält keine Rechtsbegehren. Es kann zwar vermutet
werden, dass die Beklagte 1 die Abweisung der Klage erreichen will. Jedoch
bleibt offen, ob der angefochtene Entscheid als Ganzes (d.h. auch bezüglich der
Kosten- und Entschädigungsfolgen) aufzuheben sein soll. Auf die Berufung kann
daher nicht eingetreten werden.
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3. a) Aber auch wenn auf die Berufung hätte eingetreten werden
können, wäre sie abzuweisen gewesen. In der Berufungsschrift ist darzulegen,
weshalb der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten unrichtig
sein soll (unrichtige Rechtsanwendung und/oder unrichtige
Sachverhaltsfeststellung); sie hat sich dementsprechend mit der Begründung des
angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen. Sodann sind im
Berufungsverfahren neue Behauptungen und Beweismittel nur eingeschränkt
zulässig, nämlich nur, soweit es sich um solche handelt, welche trotz zumutbarer
Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317
Abs. 1 ZPO).
b) Die Beklagte 1 begründet ihre Berufung vorab damit, ihre für sie
handelnde Verwaltungsrätin bzw. Liquidatorin habe nicht anwesend sein und ihre
Sachlage nicht darstellen können. Sodann macht sie geltend, die Forderungen
des Klägers seien ungerechtfertigt; die Arbeiten seien immer noch nicht
abgeschlossen (Urk. 28).
c) Die Verfügungen vom 8. Januar 2014 und vom 12. Februar 2014 hat
die Verwaltungsrätin und Liquidatorin der Beklagten 1 am 10. Januar 2014 bzw.
14. Februar 2014 persönlich entgegengenommen (Urk. 18/2, Urk. 21/2). Das
Vorbringen, dass diese "nicht anwesend" gewesen sei, ist damit aktenwidrig; die
Verwaltungsrätin und Liquidatorin der Beklagten war örtlich anwesend und wäre
damit in der Lage gewesen, die Klageantwort abzugeben. Dass die Vorinstanz in
ihrer Verfügung vom 12. Februar 2014 als Säumnisfolge der Beklagten androhte,
sie sei mit einer schriftlichen Stellungnahme ausgeschlossen, ist nicht unkorrekt
(Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizer. Zivil-
prozessordnung, 2.A. 2013, N 7 zu Art. 245 ZPO) und wurde von der Beklagten
auch nicht beanstandet.
Soweit die Beklagte 1 in ihrer Berufung vorbringt, die Arbeiten seien noch
nicht abgeschlossen und die Forderung des Klägers sei ungerechtfertigt, kann
dies nicht (mehr) berücksichtigt werden, da diese Behauptungen im
erstinstanzlichen Verfahren hätten vorgebracht werden können und daher im
Berufungsverfahren nicht mehr zulässig sind.
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d) Die Berufung wäre daher abzuweisen gewesen, wenn auf sie hätte
eingetreten werden können.
4. a) Die Vorinstanz hat den Streitwert mit rund Fr. 22'000.-- beziffert,
was nicht beanstandet wurde und für das Berufungsverfahren zu übernehmen ist.
Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2,
§ 10 Abs. 1 und § 12 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 1'100.–
festzusetzen.
b) Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss
der unterliegenden Beklagten 1 aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).
c) Für das Berufungsverfahren hat die Beklagte 1 zufolge ihres
Unterliegens keinen Anspruch auf eine Entschädigung; dem Kläger erwuchs kein
erheblicher Aufwand. Demgemäss sind für das Berufungsverfahren keine
Parteientschädigungen zuzusprechen.