# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b898eb80-7835-4b71-9235-d103c2379b06
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Im November 1997 schloss die X. mit Y. einen Bankkonto- und Depotvertrag ab. Anfang Dezember 1997 erfolgte ab dem eröffneten Konto eine Überweisung von Fr. 49'716.05 an die italienische Muttergesellschaft der Bank, so dass das Konto von Y. einen Minussaldo in Höhe der Überweisung aufwies. Im August 1998 gewährte ihnen die X. einen Kredit von Fr. 50'000.--. Am 22. Januar 1999 bezogen Y. einen weiteren Betrag von Fr. 49'920.-- von ihrem Konto. Der Negativsaldo belief sich danach auf Fr. 101'961.25. Im Mai 1999 gewährte ihnen die Bank eine Krediterhöhung auf Fr. 100'000.--.
B. Im Februar 2001 verkauften Y. ihr Haus in Italien. In der Folge liessen sie Fr. 197'000.-- aus dem Verkaufserlös auf ihr Konto bei der X. einzahlen. Während dieses vor der Überweisung eine Schuld von Fr. 82'542.65 aufgewiesen hatte, betrug der Aktivsaldo nunmehr Fr. 114'457.35. Gleichentags erfolgte eine Zahlung von diesem Konto an die Muttergesellschaft der X. in Italien in Höhe des eingegangenen Betrags von Fr. 197'000.--, so dass das Konto von Y. wieder einen Minussaldo aufwies.
C. Mit Schreiben vom 29. April 2002 ersuchte die X. Y. den Sollsaldo bis spätestens am 15. Mai 2002 auszugleichen oder einen Zahlungsvorschlag zur Reduktion der Kreditlimite zu unterbreiten. In der Folge kam es zwischen den Parteien zu Differenzen bezüglich Einhaltung des Rückzahlungsplanes und der Kontoführung. Die Bank forderte Y. wiederholt zur Einhaltung des Rückzahlungsplanes zur Reduktion des Kredits auf. Nach verschiedenen Rückzahlungen belief sich der Negativsaldo Mitte 2006 immer noch auf Fr. 91'315.99. Am 23. August 2006 meldete die X. die Streitsache zur Vermittlung an und verlangte von Y. die Rückzahlung der ausstehenden Summe. Mit Kontumazurteil vom 5. Juni 2007 wies das Bezirksgericht Maloja die Klage ab. Am 20. August 2007 erklärte die X. gegen dieses Urteil beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung, zog die Klage jedoch mit Schreiben vom 18. Oktober 2007 zurück. Mit Verfügung vom 19. Oktober 2007 schrieb das Kantonsgerichtspräsidium die Berufung als durch Rückzug erledigt ab. Am 5. Dezember 2007 stellte das Kantonsgericht von Graubünden die Rechtskraftbescheinigung für das Kontumazurteil des Bezirksgerichts Maloja vom 5. Juni 2007 aus.
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D. Am 9. Januar 2008 meldete die X. die Streitsache erneut beim Kreispräsidenten Oberengadin zur Vermittlung an. Gemäss Leitschein stellten die Parteien an der Sühneverhandlung vom 8. Februar 2008 die folgenden Anträge:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Die Beklagten seien solidarisch zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von Fr. 91'315.99 nebst 7.875% Verzugszins seit dem 1. Juli 2006 zu bezahlen.
2. Unter solidarischer vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren
1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Widerklage auf: Die Klägerin und Widerbeklagte sei zu verpflichten, den Beklagten/Widerklägern Fr. 146'884.95 nebst Zins zu 5% seit 8.3.2001 zu bezahlen. Eventualiter sei der zu bezahlende Betrag nach richterlichem Ermessen festzusetzen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin/Widerbeklagten.“
E. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung unterbreitete die X. die Streitsache mit Eingabe vom 7. März 2008 dem Bezirksgericht Maloja. Am 5. Mai 2008 reichten Y. die Prozessantwort und Widerklage ein. Dabei reduzierten sie die Widerklageforderung auf Fr. 142'734.75. Die Widerklageantwort datiert vom 16. Juni 2008. Ein von der X. gegen den Bezirksgerichtspräsidenten Maloja gestelltes Ausstandbegehren wies das Bezirksgericht Maloja mit Entscheid vom 16. September 2008 ab. Auch zwei weitere Beschwerden der X. gegen die Vorladung zur Hauptverhandlung beziehungsweise die Beweisverfügung vom 5. November 2008 wurden vom Bezirksgericht Maloja abgewiesen.
F. Mit Urteil vom 16. Dezember 2008, mitgeteilt am 5. März 2009, erkannte das Bezirksgericht Maloja wie folgt:
„1. Auf die Klage wird nicht eingetreten.
2. Die Widerklage wird gutgeheissen und die Klägerin wird verpflichtet, den Beklagten CHF 142'734.75, zuzüglich Kontokorrentzins von 0,5% seit 8. März 2001 bis 15. September 2002, sodann von 2,5% bis 15. September 2003, sodann von 0,125% bis 8. September 2008 und schliesslich Verzugszins von 5% seit 9. Januar 2008, zu bezahlen.
3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 8'000.--, einem Streitwertzuschlag von CHF 1'500.-- und
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Schreibgebühren von CHF 500.--, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 300.-- werden der Klägerin auferlegt.
4. Die Klägerin wird verpflichtet, die Beklagten mit CHF 12'252.50 ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations