# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 10a28bc0-ef6c-42e2-b4bd-6b95ebed50ad
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A gehört seit Januar 2014 der Kompanie B der Milizfeuerwehr der Stadt Zürich an. Am 13. November 2017 dispensierte sie der Kommandant der Kompanie B, C, mit sofortiger Wirkung vom aktiven Feuerwehrdienst. Nachdem A das rechtliche Gehör gewährt worden war, beantragte C dem Bereichsleiter Feuerwehr und Zivilschutz der Dienstabteilung Schutz und Rettung des Sicherheitsdepartements der Stadt Zürich (Schutz und Rettung Zürich) sodann ihren Ausschluss aus der Kompanie B der städtischen Milizfeuerwehr wegen schwerwiegenden Fehlverhaltens.
Nach Durchführung dreier "Klärungsgespräche" mit A im Januar und Februar 2018 gab der Bereichsleiter Feuerwehr und Zivilschutz C am 1. März 2018 bekannt, seinem Antrag nicht zu entsprechen, da "alle Beteiligten Fehler gemacht" hätten und der Ausschluss von A aus der Kompanie "das Problem" nicht löse.
Auf das am 16. März 2018 eingereichte Gesuch von C um "Wiedererwägung" dieses Entscheids hin verfügte der Bereichsleiter Feuerwehr und Zivilschutz schliesslich am 22. März 2018 den Ausschluss von A aus der "Milizfeuerwehr Kompanie Zürich B" per 31. März 2018.
II.
Hiergegen rekurrierte A beim Statthalteramt des Bezirks Zürich, welches das Rechtsmittel mit Verfügung vom 15. Mai 2019 abwies und die Verfahrenskosten in Höhe von insgesamt Fr. 2'517.- A auferlegte.
III.
Am 23. Juni 2019 erhob A Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag auf Aufhebung ihres Ausschlusses aus der Milizfeuerwehr Kompanie Zürich B; sie ersuchte zudem (sinngemäss) um unentgeltliche Rechtspflege.
Das Statthalteramt des Bezirks Zürich verzichtete am 8./9. Juli 2019 auf eine Vernehmlassung. Schutz und Rettung Zürich schloss mit Beschwerdeantwort vom 15. Juli 2019 auf Abweisung der Beschwerde. Hierzu äusserte sich A nicht, bereits am 13. Juli 2019 hatte sie dem Gericht jedoch Unterlagen zum Nachweis ihrer Mittellosigkeit beigebracht.

## Considerations

Die Kammer erwägt:
1.
Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide der Statthalterämter über Anordnungen der politischen Gemeinden im Bereich der Ortspolizei und des Feuerwehrwesens zuständig (vgl. § 41 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a und § 19b Abs. 2 lit. d des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]).
Weil auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.
2.1
Das Feuerwehrwesen wird im Kanton Zürich von den politischen Gemeinden besorgt, welche hierfür fachkundige Organe zu bestellen haben (§ 17 des Gesetzes über die Feuerpolizei und das Feuerwehrwesen vom 24. September 1978 [FFG, LS 861.1]).
Die Stadt Zürich betreibt vor diesem Hintergrund eine Berufs- und eine Milizfeuerwehr, deren Führung und Organisation der Beschwerdegegnerin obliegt (Art. 25 lit. a des Stadtratsbeschlusses
über die Departementsgliederung und -aufgaben
vom 26. März 1997 mit Änderung
en bis 5. Dezember 2018 [AS 172.110]).
2.2
Die Milizfeuerwehr der Stadt Zürich verfügt über fünf Kompanien; vier Feuerwehrkompanien (Nord, Ost, Süd und West) und eine Sanitätskompanie (vgl. www.stadt-zuerich.ch > Sicherheitsdepartement > Schutz & Rettung > Feuerwehr > Milizfeuerwehr > Formationen auf einen Blick). Gemäss Art. 1 des (hier massgeblichen, inzwischen aufgehobenen) Dienstreglements der Milizfeuerwehr vom 1. September 2010 mit Änderung vom 26. Februar 2014 (Dienstreglement, AS 861.110) richten sich die allgemeinen Aufgaben der Milizfeuerwehr nach den gesetzlichen Vorgaben über die Feuerwehr und die Feuerpolizei (vgl. §§ 1 und 16a FFG) und umfassen hauptsächlich die Unterstützung und Ablösung der Berufsfeuerwehr sowie Aufgaben nach Weisungen der Einsatzleitung der Beschwerdegegnerin.