# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 97e4a99a-10d1-4f2e-9c70-e80382e0421f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2004
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. A. H. ist Eigentümer der Parzelle 1926 im Gebiet A., Grundbuch der Gemeinde X.. Dieses Grundstück grenzt an die im Eigentum von X. B. stehenden Nachbarparzellen 2302 und 2380.
Am 20. September 1995 erwarb B. H., der Bruder des heutigen Eigentümers, die Parzelle 1926 von der damaligen Eigentümerin Z.. Im Jahre 1998 verkaufte B. H. die Liegenschaft 1926 an seine Mutter C. H.. Mit erbrechtlichem Vorempfangsvertrag vom 25. Februar 2000 übertrug letztere das Grundstück schliesslich an ihren anderen Sohn, den heutigen Eigentümer A. H..
Die ehemals im Eigentum der Mutter von X. B., Y. B., stehenden Grundstücke 742, 2302 und 2303 wurden im Jahre 1996 zu einer einzigen Parzelle 2302 vereinigt. Mit Abtretungsvertrag vom 4. Juli 1997 erwarb X. B. das aufgrund der erfolgten Parzellenvereinigung neu entstandene Grundstück 2302 von seiner Mutter auf Rechnung künftiger Erbschaft. Am 3. Oktober 2001 trennte X. B. vom Grundstück 2302 einen Teil als neue Parzelle 2380 ab.
B. Nach Abschluss eines langwierigen Waldfeststellungsverfahrens beabsichtigte die Familie B. im Jahre 1995 ihr auf Parzelle 742 bestehendes Haus auszubauen. Gegen das entsprechende Bauvorhaben erwuchs zunächst Opposition. Es wurde sowohl öffentlich-rechtliche als auch privatrechtliche Einsprache erhoben. Schliesslich kamen die betroffenen Grundeigentümer jedoch überein, die Überbauung der Parzellen im Gebiet A. mittels Errichtung von Grunddienstbarkeiten zu regeln. So schlossen Z., Y. B. und weitere fünf Grundeigentümer am 2./15. Februar 1995 einen Grunddienstbarkeitsvertrag ab, dessen Inhalt die Errichtung verschiedener Baubeschränkungen und die Beschränkung von Autoabstellplätzen auf den Parzellen, die Erledigung von Baueinspracheverfahren bei der Gemeinde und vor Bundesgericht, die Festlegung der Zufahrt zu den Parzellen, die Erhaltung verschiedener Bäume und die Einräumung von Näherbau- und Durchfahrtsrechten bildete. Unter anderem sollten gemäss Dienstbarkeitsvertrag folgende Baubeschränkungen errichtet werden:
„A. Baubeschränkungen
1. zu Lasten 742, 2302, 2303, 1990 und 1358, zugunsten 1926, 736 und 809
Die jeweiligen Eigentümer von Parzelle 742, heute Y. B., 2302, heute Y. B., 1358, heute K., und 1990, heute K.
unterlassen gegenüber
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den jeweiligen Eigentümern der Parzellen 1926, heute Z., 736, heute G. und 809, heute Z.,
eine Überbauung ihrer Parzellen, die folgenden Umfang überschreitet:
a) Auf den Parzellen 742, 2302, 1990 und 1358 sind Baustandorte (gelb umrandet) ausgeschieden. Hier sind Hochbauten nach Massgabe des Baugesetzes zulässig, wobei folgende Höhenbeschränkung gilt:
aa) auf Parzelle 742: Maximale Firsthöhe 1'907.6 m.ü.M.
bb) auf Parzelle 2302: Maximale Firsthöhe 1'894.0 m.ü.M.
cc) auf Parzelle 1990: Maximale Firsthöhe 1‘884.6 m.ü.M.
Die gelben Linien der Baustandorte dürfen von Dachvorsprüngen, Vorbauten und Balkonen wie baugesetzliche Grenzabstände überragt werden.
b) Auf den Parzellen 2303, 2302, 742 und 1990 nordwestlich der roten Gestaltungslinie dürfen teilweise unterirdische Bauten erstellt werden, die mit Humus zu überdecken und zu begrünen sind. Dabei gelten folgende Höhenbeschränkungen:
aa) auf Parzelle 742: Oberkant Flachdach max. 1'898.85 m.ü.M.
bb) auf Parzelle 2302: Oberkant Flachdach max. 1'898.85 m.ü.M.
cc) auf Parzelle 1990: Oberkant Flachdach max. 1‘888.00 m.ü.M.
Auf der Talseite nach Südosten und Südwesten ist die Gestaltung von verglasten Fassaden erlaubt. Nach Ost sind solche Fassaden erlaubt, wenn sie von der Parzelle 1926 aus nicht sichtbar sind. Beim Schwimmbad sind solche Fassaden auch gegen Ost erlaubt.
c) Zwischen der roten Gestaltungslinie und dem Böschungsfuss können Geländeaufschüttungen, Gartenmauern und andere Geländegestaltungselemente errichtet werden. Auf den Parzellen 2302, 2303 und 1990 ist die zusätzliche Errichtung von humusüberdeckten Annexbauten erlaubt. Die maximale Höhenkote für alle baulichen Massnahmen auf Parzelle 2302 ist 1'886 im nördlichen und 1'883,2 im südlichen Bereich, alles gemäss Planbeilage.
Die vorliegenden Baubeschränkungen sind im Grundbuch der Gemeinde X. folgendermassen einzutragen:
Auf den Hauptbuchblättern 512, 2302, 2303, 1990 und 910:
Last: Baubeschränkung z. G. der Hauptbuchblätter 508, 548 und 1926
Auf den Hauptbuchblättern 508, 548 und 1926:
Recht: Baubeschränkung z. L. der Hauptbuchblätter 512, 2302, 2303, 1990 und 910
2. Zulasten 742, zugunsten 1926
Der jeweilige Eigentümer von Parzelle 742, heute Y. B.,
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unterlässt gegenüber
dem jeweiligen Eigentümer der Parzelle 1926, heute Z., denjenigen Teil der Parzelle 742, der am 27. August 1963 von der W. AG erworben wurde (in der Vertragsbeilage rot gestrichelt eingezeichnet), mehr als nach Massgabe folgender Bedingungen zu überbauen:
a) Vier gedeckte Einstellplätze mit Humus überdeckt und begrünt. In der Höhe sind diese beschränkt auf 2,95 m ab Niveau des Hauseinganges, d.h. ab 1'898,82 m.ü.M.
b) Im Weiteren dürfen zwei mit einer Abschlussmauer gegenüber dem Grundstück Nr. 1926 versehene Abstell-/Wendeplätze errichtet werden. Gegen Osten werden diese Plätze teilweise angeböscht, teilweise mit einer Bruchsteinmauer abgegrenzt. Der Böschungsfuss darf höchstens bis auf die Höhe der Arve A1 reichen. Eine Überdachung dieser Abstellplätze ist zulässig. Die Höhe ist dabei begrenzt wie bei lit. a.
c) Auf der in der Vertragsbeilage grün eingezeichneten Fläche auf der Parzelle 742 ist das Gelände unberührt zu lassen. Bauliche Massnahmen sind hier nicht zulässig (auch keine unterirdischen). Dagegen darf nordwestlich dieser grünen Fläche bis zur Kote des bestehenden Parterre-Ausgangs des südlichen Teiles des bestehenden Hauses B. ein Verandavorbau erstellt werden. Das Mauerwerk erfolgt in Bruchsteinen.
Andere oberirdische Bauten sind auf dem mit dem erwähnten Kaufvertrag vom 27. August 1963 erworbenen Boden nicht zulässig. Die vorliegenden Baubeschränkungen sind im Grundbuch der Gemeinde X. folgendermassen einzutragen:
Auf Hauptbuchblatt 512:
Last: Baubeschränkung z. G. Hauptbuchblatt 1926
Auf Hauptbuchblatt 1926:
Recht: Baubeschränkung z. L. Hauptbuchblatt 512“
Unter Ziffer I. 3. des Grunddienstbarkeitsvertrags wurde der als Vertragsbeilage beigeheftete Plan des Architekturbüros V., Gesamtsituation 1:500, 348/14 vom 4. April 1994, letztmals revidiert am 29. Januar 1995, für die getroffene Vereinbarung als verbindlich erklärt. Gemäss Ziffer 2 der weiteren Vertragsbestimmungen wurde der vorliegende Grunddienstbarkeitsvertrag unter der aufschiebenden Bedingung abgeschlossen, dass eine Baubewilligung für das Haus B. auf Parzelle 742 und eine Bewilligung für die Rodung der Zufahrt zu diesem Haus rechtskräftig werden. Sobald die Baubewilligung für das Haus B. 1 und die Rodungsbewilligung vorliegen würden, sollte die Anmeldung zum Grundbucheintrag gemeinsam durch die beiden Bevollmächtigten R. und P. erfolgen. Der Dienstbarkeitsvertrages vom 2./15. Februar 1995 wurde nie zur Eintragung ins Grundbuch angemeldet.
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Nach der Vertragsunterzeichnung arbeitete der mit dem Bauprojekt betraute Architekt V. gemäss den im Grunddienstbarkeitsvertrag getroffenen Vereinbarungen und dem dazugehörigen Plan zwei neue Baugesuche betreffend Neubau Villa B. mit Hallenbad und Garagentrakt mit Zufahrt aus. Diese Baugesuche reichte Y. B. im März 1995 bei der Gemeinde X. ein. Mit Verfügung vom 22. Mai 1995 teilte die Gemeinde mit, dass das Baugesuch B. einstweilen nicht behandelt werde, und unterstellte das entsprechende Bauvorhaben einer Bausperre. Zur Begründung führte der Gemeindevorstand unter anderem aus, dass eine Erschliessung mittels Zufahrt über die Via W., wie sie gemäss Baugesuch vorgesehen sei, in Anbetracht der topographischen Verhältnisse praktisch ausgeschlossen sei. In der Folge liess die Gemeinde die Erschliessungssituation durch einen Verkehrsingenieur abklären. Dieser gelangte in seinem Vorbericht vom 5. September 1995 zum Schluss, dass eine hinreichende Erschliessung über die untere Via W. im Sinne einer ganzjährig geöffneten und den Anforderungen der Verkehrssicherheit genügenden öffentlichen Strasse nicht gegeben sei.
Bereits am 1. September 1995 war Z., welche das Grundstück 1926 zu verkaufen beabsichtigte, von P. darüber informiert worden, dass der Vertrag vom 2./15. Februar 1995 wegen Problemen betreffend die Erschliessung möglicherweise gar nie in Rechtskraft erwachsen werde. Es dränge sich daher auf, den Aussichtsschutz für ihre Liegenschaft in einer separaten Vereinbarung zu regeln. Daraufhin schlossen Z. und Y. B. am 20. September 1995 einen Vorvertrag auf Abschluss eines Dienstbarkeitsvertrages ab. Gemäss Ziffer 1 dieses Vorvertrags stimmten die Parteien darin überein, dass die Erfüllung des ursprünglichen Vertrages vom 2./15. Februar 1995 höchstwahrscheinlich nicht mehr möglich sein werde, weil die Gemeinde X. die Zufahrt über die Via W. derzeit als ungenügend taxiere. Damit die Ausbauvorhaben auf den Parzellen 742 und 2302 trotzdem weitergeführt werden könnten, verpflichteten sich die Parteien sodann zum Abschluss eines Dienstbarkeitsvertrages und stellten übereinstimmend fest, dass eine Zufahrt zu den Parzellen 742 und 2302 über die Nordwestecke der Parzelle 742 mit den hier geltenden Baubeschränkungen vereinbar sei. Darüber hinaus vereinbarten sie, das bestehende Bauverbot auf Parzelle 742 abzuändern, und verpflichteten sich zum Verzicht auf Rechtsmittel gegen gesetzeskonforme Bauten auf den in ihrem Eigentum stehenden Grundstücken. Schliesslich wurde für den Fall eines Verstosses gegen die erwähnten Bestimmungen eine Konventionalstrafe von Fr. 2'000'000.-- vereinbart. Noch am gleichen Tag verkaufte Z.das Grundstück 1926 an B. H..
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Am 19. Oktober 1995 teilte die Gemeinde X. P. mit, dass die Zufahrt über die Via W. gemäss Dienstbarkeitsplan nicht in Frage komme. Mit Schreiben vom 30. Oktober 1995 informierte P. daraufhin die Parteien des Grunddienstbarkeitsvertrages vom 2./ 15. Februar 1995 dahingehend, dass eine Baubewilligung für das Haus B. mit einer Zufahrt über die Via W. im Sinne der Vereinbarung vom 15. Februar 1995 nicht möglich sei. Damit stehe fest, dass die aufschiebenden Bedingungen gemäss Dienstbarkeitsvertrag nicht eintreten könnten und der Vertrag dahinfalle. Überdies stellte P.in Aussicht, dass demnächst ein entsprechend abgeändertes Baugesuch eingereicht würde. Die von Y. B. in der Folge neu eingereichten Baugesuche betreffend Neubau Villa B. und Garage wurden vom Gemeindevorstand bewilligt und die neue Zufahrt über die nordwestliche Grundstücksecke von Parzelle 742 genehmigt. Am 19. Februar 1996 wurde seitens des zuständigen Departements auch dem Rodungsgesuch für die neue Zufahrt entsprochen. Im November 1999 informierte der Architekt die Eigentümer der Nachbargrundstücke schliesslich über die Fertigstellung des Neubaus B.
Im April 2001 liess X. B., welcher inzwischen Eigentümer der vereinigten Parzelle 2302 geworden war, A. H. als nunmehrigem Eigentümer des Grundstücks 1926 gestützt auf den Vorvertrag vom 20. September 1995 einen Entwurf für einen Dienstbarkeitsvertrag inklusive Planbeilage übermitteln. Eine Reaktion zu diesem Vertragsentwurf unterblieb. Mit Faxmitteilung vom 21. Mai 2001 wies der Architekt den Immobilienberater von A. H. auf die Publikation des von X. B. auf seinem Grundstück geplanten Bauprojekts hin, wobei er darauf aufmerksam machte, dass der Vertrag vom Februar 1995 obsolet geworden sei. Im Sommer 2001 reichte X. B. alsdann bei der Gemeinde X. ein Baugesuch betreffend Haus B. II ein. Dagegen liess A. H. sowohl öffentlich-rechtliche als auch privatrechtliche Einsprache erheben. Mit Entscheid vom 17. Dezember 2001 trat der Gemeindevorstand X. auf die öffentlich-rechtliche Baueinsprache nicht ein. Die privatrechtliche Baueinsprache wies der Kreispräsident am 12. November 2001 ab. Gleichzeitig bestätigte er eine auf Gesuch von A. H. superprovisorisch verfügte grundbuchliche Verfügungsbeschränkung und setzte Frist zur Klageeinreichung beim ordentlichen Richter an.
C. Am 22. November 2001 machte A. H. beim Vermittleramt des Kreises F. eine Klage gegen X. B. anhängig. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung bezog A. H. den Leitschein. Mit Prozesseingabe vom 20. Februar 2002 unterbreitete er die Streitsache dem Bezirksgericht H.. Seine Rechtsbegehren lauteten:
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„1. Es sei dem Kläger als Eigentümer der Parzelle 1926 zu Lasten der Parzellen 2302 und 2380 des Beklagten im Grundbuch von X. die nachfolgende Grunddienstbarkeit mit folgendem Wortlaut gerichtlich zuzusprechen:
A. Baubeschränkung zu Lasten Parzelle 2302 und 2380 und zu Gunsten von Parzelle 1926
1. Die jeweiligen Eigentümer von Parzelle 2302 und 2380, heute X. B.,
unterlässt gegenüber
dem jeweiligen Eigentümer von Parzelle 1926, heute A. H., eine Überbauung Ihrer Parzellen die folgenden Umfang überschreitet:
a) Auf den Parzellen 2302 und 2380 sind Baustandorte (gelb umrandet) ausgeschieden. Hier sind Hochbauten nach Massgabe des Baugesetzes zulässig, wobei folgende Höhenbeschränkung gilt:
aa) auf Parzelle 2302: maximale Firsthöhe 1'907,6 m.ü.M.
bb) auf Parzelle 2380: maximale Firsthöhe 1'894,0 m.ü.M
Die gelben Linien der Baustandorte dürfen von Dachvorsprüngen, Vorbauten und Balkonen wie baugesetzliche Grenzabstände überragt werden.
b) Auf den Parzellen 2302 und 2380 nordwestlich der roten Gestaltungslinie dürfen teilweise unterirdische Bauten erstellt werden, die mit Humus zu überdecken und zu begrünen sind. Dabei gelten folgende Höhenbeschränkungen:
aa) auf Parzelle 2302: oberkant Flachdach max. 1'898.85 m.ü.M.
bb) auf Parzelle 2380: oberkant Flachdach max. 1‘898.85 m.ü.M.
Auf der Talseite nach Südost und Südwest ist die Gestaltung von verglasten Fassaden erlaubt, wenn sie von der Parzelle 1926 aus nicht sichtbar sind. Beim Schwimmbad sind solche Fassaden auch gegen Ost erlaubt.
c) Zwischen der roten Gestaltungslinie und dem Böschungsfuss können Geländeaufschüttungen, Gartenmauern und andere Geländegestaltungselemente errichtet werden. Auf den Parzellen 2302 und 2380 ist die zusätzliche Errichtung von humusüberdeckten Annexbauten erlaubt. Die maximale Höhenkote für alle baulichen Massnahmen auf Parzelle 2302 ist 1'886 m.ü.M. im nördlichen und 1'883,2 m.ü.M. im südlichen Bereich, alles gemäss Planbeilage.
Die vorliegenden Baubeschränkungen sind im Grundbuch der Gemeinde X. folgendermassen einzutragen:
Auf den Parzellen 2302 und 2380:
Last: Baubeschränkung zu Gunsten Parzelle 1926
Auf der Parzelle 1926:
Recht Baubeschränkung zu Lasten Parzelle 2302 und 2380
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B. Baubeschränkung zu Lasten 2302 und zu Gunsten 1926:
2. Der jeweilige Eigentümer von Parzelle 2302, heute X. B.,
unterlässt gegenüber
dem jeweiligen Eigentümer der Parzelle 1926, heute A. H., denjenigen Teil der Parzelle 2302, der am 27. August 1963 von der W. AG erworben wurde (in der Vertragsbeilage rot gestrichelt eingezeichnet), mehr als nach Massgabe folgender Bedingungen zu überbauen:
a) Vier gedeckte Einstellplätze mit Humus überdeckt und begrünt. In der Höhe sind diese beschränkt auf 2,95 m ab Niveau des Hauseinganges, d.h. ab 1'898,82 m.ü.M.
b) Im Weiteren dürfen zwei mit einer Abschlussmauer gegenüber dem Grundstück 1926 versehene Abstell-/Wendeplätze errichtet werden. Gegen Osten werden diese Plätze teilweise angeböscht, teilweise mit einer Bruchsteinmauer abgegrenzt. Der Böschungsfuss darf höchstens bis auf die Höhe der Arve A1 reichen. Eine Überdachung dieser Abstellplätze ist zulässig. Die Höhe ist dabei begrenzt wie bei lit. a.
c) Auf der in der Vertragsbeilage grün eingezeichneten Fläche auf der Parzelle 2302 ist das Gelände unberührt zu lassen. Bauliche Massnahmen sind hier nicht zulässig (auch keine unterirdischen). Dagegen darf nordwestlich dieser grünen Fläche bis zur Kote des bestehenden Parterre-Ausganges des südlichen Teils des bestehenden Hauses B. ein Verandavorbau erstellt werden. Das Mauerwerk erfolgt in Bruchsteinen.
Andere oberirdische Bauten sind auf dem mit dem erwähnten Kaufvertrag vom 27. August 1963 erworbenen Boden nicht zulässig.
Die vorliegenden Baubeschränkungen sind im Grundbuch der Gemeinde X. folgendermassen einzutragen:
Auf Parzelle 2303:
Last: Baubeschränkung zu Gunsten Parzelle 1926
Auf Parzelle 1926:
Recht: Baubeschränkung zu Lasten Parzelle 2302
2. Das Grundbuch X. sei gerichtlich anzuweisen, die Grunddienstbarkeiten gemäss vorstehender Ziff. 1 dieses Rechtsbegehrens auf der Parzelle 1926 als Recht und auf Parzelle 2302 resp. Parzelle 2380 als Last einzutragen.
3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten.“
Demgegenüber liess X. B. mit Prozessantwort vom 8. April 2002 was folgt beantragen:
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„1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Widerklageweise sei der Kläger zu verpflichten, dem Beklagten einen Betrag von Fr. 2‘000‘000.-- nebst Zins zu 5 % seit 10. Januar 2002 zu bezahlen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Klägers.“
In seiner Stellungnahme beziehungsweise Widerklageantwort vom 16. Mai 2002 liess A. H. beantragen:
„1. Das klägerische Rechtsbegehren bleibt unverändert.
2. Die Widerklage sei vollumfänglich abzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von Herr X. B..“
X. B. bestätigte mit Duplik und Widerklagereplik vom 10. Juli 2002 die Rechtsbegehren gemäss Prozessantwort. Ebenso blieb A. H. in der Widerklageduplik vom 3. September 2002 bei seinen Anträgen.
D. Mit Urteil vom 21. Januar 2004, mitgeteilt am 10. Februar 2004, erkannte das Bezirksgericht H.:
„1. Die Klage wird gutgeheissen und dem Kläger werden als Eigentümer der Parzelle Nr. 1926 zu Lasten der Parzellen Nrn. 2302 und 2380 des Beklagten im Grundbuch der Gemeinde X. die nachfolgenden Grunddienstbarkeiten mit folgendem Wortlaut gerichtlich zugesprochen:
A. Baubeschränkung zu Lasten der Parzelle Nr. 2302 und 2380 und zu Gunsten von Parzelle Nr. 1926:
1. Die jeweiligen Eigentümer von Parzelle 2302 und 2380, heute X. B.,
unterlässt gegenüber
dem jeweiligen Eigentümer von Parzelle 1926, heute A. H., eine Überbauung Ihrer Parzellen die folgenden Umfang überschreitet:
a) Auf den Parzellen 2302 und 2380 sind Baustandorte (gelb umrandet) ausgeschieden. Hier sind Hochbauten nach Massgabe des Baugesetzes zulässig, wobei folgende Höhenbeschränkung gilt:
aa) auf Parzelle 2302: maximale Firsthöhe 1'907,6 m.ü.M.
bb) auf Parzelle 2380: maximale Firsthöhe 1'894,0 m.ü.M.
Die gelben Linien der Baustandorte dürfen von Dachvorsprüngen, Vorbauten und Balkonen wie baugesetzliche Grenzabstände überragt werden.
b) Auf den Parzellen 2302 und 2380 nordwestlich der roten Gestaltungslinie dürfen teilweise unterirdische Bauten erstellt werden, die mit Humus zu überdecken und zu begrünen sind. Dabei gelten folgende Höhenbeschränkungen:
aa) auf Parzelle 2302: oberkant Flachdach max. 1'898,85 m.ü.M.
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bb) auf Parzelle 2380: oberkant Flachdach max. 1‘898,85 m.ü.M.
Auf der Talseite nach Südosten und Südwesten ist die Gestaltung von verglasten Fassaden erlaubt, wenn sie von der Parzelle 1926 aus nicht sichtbar sind. Beim Schwimmbad sind solche Fassaden auch gegen Osten erlaubt.
c) Zwischen der roten Gestaltungslinie und dem Böschungsfuss können Geländeaufschüttungen, Gartenmauern und andere Geländegestaltungselemente errichtet werden. Auf den Parzellen 2302 und 2380 ist die zusätzliche Errichtung von humusüberdeckten Annexbauten erlaubt. Die maximale Höhenkote für alle baulichen Massnahmen auf Parzelle 2302 ist 1'886 m.ü.M. im nördlichen und 1'883,2 m.ü.M. im südlichen Bereich, alles gemäss Planbeilage.
Die vorliegenden Baubeschränkungen sind im Grundbuch der Gemeinde X. folgendermassen einzutragen:
Auf Parzelle 2302 und 2380:
Last: Baubeschränkung zu Gunsten Parzelle 1926
Auf Parzelle 1926:
Recht: Baubeschränkung zu Lasten Parzelle 2302 und 2380
A. Baubeschränkung zu Lasten 2302 und zu Gunsten 1926:
2. Der jeweilige Eigentümer von Parzelle 2302, heute X. B.,
unterlässt gegenüber
dem jeweiligen Eigentümer der Parzelle 1926, heute A. H., denjenigen Teil der Parzelle 2302, der am 27. August 1963 von der W. AG erworben wurde (in der Vertragsbeilage rot gestrichelt eingezeichnet), mehr als nach Massgabe folgender Bedingungen zu überbauen:
a) Vier gedeckte Einstellplätze mit Humus überdeckt und begrünt. In der Höhe sind diese beschränkt auf 2,95 m ab Niveau des Hauseinganges, d.h. ab 1'898,82 m.ü.M.
b) Im Weiteren dürfen zwei mit einer Abschlussmauer gegenüber dem Grundstück 1926 versehene Abstell-/Wendeplätze errichtet werden. Gegen Osten werden diese Plätze teilweise angeböscht, teilweise mit einer Bruchsteinmauer abgegrenzt. Der Böschungsfuss darf höchstens bis auf die Höhe der Arve A1 reichen. Eine Überdachung dieser Abstellplätze ist zulässig. Die Höhe ist dabei begrenzt wie bei lit. a.
c) Auf der in der Vertragsbeilage grün eingezeichneten Fläche auf der Parzelle 2302 ist das Gelände unberührt zu lassen. Bauliche Massnahmen sind hier nicht zulässig (auch keine unterirdischen). Dagegen darf nordwestlich dieser grünen Fläche bis zur Kote des bestehenden Parterre-Ausganges des südlichen Teils des bestehenden Hauses B. ein Verandavorbau erstellt werden. Das Mauerwerk erfolgt in Bruchstein.
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Andere oberirdische Bauten sind auf dem mit dem erwähnten Kaufvertrag vom 27. August 1963 erworbenen Boden nicht zulässig. Die vorliegenden Baubeschränkungen sind im Grundbuch der Gemeinde X. folgendermassen einzutragen:
Auf Parzelle 2302:
Last: Baubeschränkung zu Gunsten Parzelle 1926
Auf Parzelle 1926:
Recht: Baubeschränkung zu Lasten Parzelle 2302
2. Die Widerklage wird vollumfänglich abgewiesen.
3. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 30'000.--, einem Streitwertzuschlag von CHF 40'000.-- und Schreibgebühren von Fr. 1'000.--, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 220.-- werden dem Beklagten auferlegt.
4. Der Beklagte wird verpflichtet, den Kläger mit CHF 154'083.45 ausseramtlich zu entschädigen.
5. Das Grundbuchamt F. wird angewiesen, die Grunddienstbarkeiten gemäss vorstehender Ziffer 1 auf der Parzelle Nr. 1926 als Recht und auf den Parzellen Nrn. 2302 bzw. 2380 als Last einzutragen.

## Considerations