# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c566f533-26f6-4dc3-8b92-0fb51f01a7ad
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. B.Y. und A.Y., geboren 1958 resp. 1955, sind verheiratet und wohnen in einem
Einfamilienhaus in X., welches im (Mit-)Eigentum ihrer Söhne R.Y., S.Y., K.Y. und H.Y.
steht (act. 3/9, act. 11/12/10 und act. 11/16). Gegen A.Y. bestehen 42 Verlustscheine in
Höhe von total CHF 77‘169.90 und gegen B.Y. 22 Verlustscheine aus Pfändungen in
Höhe von total CHF 49‘490.35 (Stand 15. April 2015, act. 11/5/1e f.). Für die Kantons-
und Gemeindesteuern 2013 wurden sie mit einem steuerbaren Einkommen von
CHF 55‘900, bestehend aus Rentenleistungen der IV an die Ehefrau sowie Einkünften
aus unselbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemanns, ohne steuerbares Vermögen,
veranlagt. Mit Entscheid vom 3. März 2015 wies das kantonale Steueramt eine gegen
die Veranlagung erhobene Einsprache ab (act. 11/2/3 und 11/11). Dieser Entscheid
blieb unangefochten. Am 13. April 2015 ersuchten B.Y. und A.Y. beim
Gemeindesteueramt Q. um Erlass der ausstehenden Kantons- und
Gemeindesteuern 2013 von CHF 4331.75 (act. 11/5/1c). Mit Verfügung vom 28. April
2015 wies das kantonale Steueramt das Erlassgesuch mit der Begründung ab, die
Gewährung eines Steuererlasses sei ausgeschlossen, da Verpflichtungen gegenüber
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Drittgläubigern bestünden und keine Anhaltspunkte für einen Verzicht der Drittgläubiger
vorlägen (act. 11/5/1b).
B. Gegen die Verfügung des kantonalen Steueramtes vom 28. April 2015 rekurrierten
B.Y. und A.Y. am 26. Mai 2015 an die Verwaltungsrekurskommission (act. 11/1). Mit
Entscheid vom 9. November 2015 wies die Verwaltungsrekurskommission den Rekurs
ab (act. 2). Begründet wurde die Abweisung im Wesentlichen damit, dass B.Y. und A.Y.
Schulden bei der X. AG regelmässig mittels monatlichen Leistungen von CHF 150
tilgten, während sie die mit dem Steueramt Q. vereinbarten Ratenzahlungen von
monatlich CHF 100 im Juli 2015 eingestellt hätten. Ein solches Verhalten rechtfertige
es, den nachgesuchten Steuererlass auch bei ausgewiesener Bedürftigkeit zu
verweigern. Überdies sei eine Notlage bzw. eine Bedürftigkeit angesichts der unklaren
und unvollständigen Angaben von B.Y. und A.Y. nicht hinreichend glaubhaft dargetan.
Die finanziellen Verhältnisse der Söhne, die als Vermieter aufträten, würden nicht näher
dargelegt. Der geltend gemachte Betrag von CHF 1850 könne daher nicht als
notwendiger Aufwand für die Wohnkosten anerkannt werden. Die Mietzinszahlungen
würden unter anderem ihren Söhnen H.Y., geboren 1989 (act. 3/3), und K.Y., geboren
1993, (act. 11/5/1i), zufliessen, welche sie angeblich wegen Arbeitsunfähigkeit finanziell
mit Zahlungen zwischen CHF 300 und 600 monatlich unterstützen müssten. Überdies
seien abgesehen von einem Krankenkassenrückerstattungsbeleg über CHF 39.85 keine
Angaben zu Prämienverbilligungen, auf welche sie grundsätzlich Anspruch hätten, und
zu den Leistungen gemacht worden, die von der Krankenkasse an die Auslagen der
Söhne gezahlt worden seien. Bei monatlichen Einkünften von CHF 5600,
angemessenen Wohnkosten von CHF 1400, notwendigen Berufsauslagen von CHF
400, Unterhaltskosten von CHF 1780 und Krankenkassenprämien für die obligatorische
Versicherung von insgesamt CHF 702.05 stünde B.Y. und A.Y. ein Betrag von rund
CHF 360 pro Monat zur Begleichung der Steuerschulden von CHF 4331.75 innert eines
Jahres zur Verfügung.
C. Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 9.
November 2015 erhoben B.Y. und A.Y. (Beschwerdeführer) am 10. Dezember 2015
Beschwerde beim Verwaltungsgericht sinngemäss mit dem Rechtsbegehren, es sei der
angefochtene Entscheid aufzuheben und ihr Steuererlassgesuch gutzuheissen (act. 1).
Mit Eingabe vom 13. Januar 2016 verzichtete die Vorinstanz auf eine Vernehmlassung
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(act. 10). Am 1. Februar 2016 schloss das kantonale Steueramt (Beschwerdegegner)
auf Abweisung der Beschwerde (act. 13).
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die

## Considerations

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2. Das strittige Erlassgesuch reichten die Beschwerdeführer am 13. April 2015 und
damit vor dem Inkrafttreten des Bundesgesetzes über eine Neuregelung des
Steuererlasses (AS 2015 9) und der Steuererlassverordnung (AS 2015 1895) am 1.
Januar 2016 ein, welche vorliegend sachgemäss anwendbar sind (vgl. E. 3 hiernach).
Wie es sich damit intertemporalrechtlich verhält, kann offen bleiben, da die
Neuregelung in Bezug auf die Erlasswürdigkeit inhaltlich im Wesentlichen der
bisherigen Praxis entspricht (vgl. Art. 167a des Bundesgesetzes über die direkte
Bundessteuer, SR 642.11, DBG, Fassung vom 1. Januar 2016, AS 2015 9, Art. 3 Abs. 1
bis 3 und Art. 12 Abs. 2 der Steuererlassverordnung in der Fassung vom 19. Dezember
1994, AS 1995 595, sowie Botschaft zum Steuererlassgesetz vom 23. Oktober 2013,
BBl 2013 8435, 8448, mit Hinweisen auf BGer 2D_54/2011 vom 16. Februar 2012 E.
3.4, BVerwGer A-1758/2011 vom 26. März 2011 E. 2.7 und 3.1.1 sowie BGer 2P.
316/2003 vom 19. Dezember 2003 E. 4.3, siehe auch Art. 205e Abs. 2 DBG).
3. Steuerpflichtigen, die in Not geraten sind oder für welche die Bezahlung der Steuern,
der Zinsen, der Bussen oder der Kosten eine grosse Härte bedeutet, kann der
geschuldete Betrag gestundet oder ganz oder teilweise erlassen werden (Art. 224 Abs.
1 StG, vgl. auch den inhaltlich im Wesentlichen übereinstimmenden Art. 167 Abs. 1
DBG und zum Wesen des Steuererlasses Blumenstein/Locher, System des
schweizerischen Steuerrechts, 7. Aufl. 2016, S. 421 f.). Der Steuererlass, d.h. der
Verzicht des steuerberechtigten Gemeinwesens auf einen rechtskräftig gewordenen
Steueranspruch (vgl. VerwGE B 2011/202 vom 20. März 2012 E. 4 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch), hat aus Gründen der rechtsgleichen Behandlung der
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Steuerpflichtigen (Art. 8 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft, SR 101, BV) und infolge der verfassungsrechtlichen Grundsätze
der Allgemeinheit und Gleichmässigkeit der Besteuerung sowie der Besteuerung nach
der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 BV) die seltene Ausnahme zu
bleiben (vgl. Beusch/Raas, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017,
Vorbemerkungen zu Art. 167-167g N 8). Während im Kanton St. Gallen keine näheren
Vollzugsvorschriften auf Gesetzes- und Verordnungsstufe existieren, wird die
Behandlung der Erlassgesuche auf Bundesebene in Art. 167 bis 167g DBG und in der
Verordnung des EFD über die Behandlung von Erlassgesuchen für die direkte
Bundessteuer (Steuererlassverordnung; SR 642.121, in der Fassung vom
1. Januar 2016, AS 2015 1895) geregelt. Diese finden für die Kantons- und
Gemeindesteuern sachgemäss Anwendung (vgl. VerwGE B 2013/189 vom 19. August
2014 E. 2, www.gerichte.sg.ch, VerwGE B 2013/192 vom 23. Januar 2015 E. 2.2, in:
SGE 2015 Nr. 3, und VerwGE B 2011/241 vom 3. Juli 2012 E. 3, in: SGE 2012 Nr. 13, je
mit Hinweisen sowie Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl.
2014, VII. N 146). Gemäss der bisherigen (uneinheitlichen) Praxis im Kanton St. Gallen
bestand ein Anspruch auf Erlass von Steuerforderungen, wenn die vom Gesetz
verlangten Voraussetzungen erfüllt sind (vgl. hierzu SGE 2011 Nr. 25 und
demgegenüber StB 224 Nr. 1). Diese Praxis stützte sich auf den alten Art. 2 Ingress
und Abs. 1 Steuererlassverordnung in der Fassung vom 19. Dezember 1994 (AS 1995
595). In der neuen Steuererlassverordnung ist kein Anspruch auf Steuererlass mehr
normiert. Vor diesem Hintergrund lässt sich die bisherige Praxis nicht mehr halten,
zumal die Erlassvoraussetzungen in Art. 224 Abs. 1 StG offen und unbestimmt sind
(vgl. BGE 122 I 373 E. 1a mit Hinweis auf BGE 112 Ia 93 E. 2c) und der
Verordnungsgeber schon bisher nicht vom Gesetzeswortlaut von Art. 167 Abs. 1 DBG
– „Kann“-Bestimmung – hätte abweichen dürfen (vgl. BGer 2D_27/2013; 2D_28/2013
vom 27. Juni 2013 E. 2 mit Hinweisen, a.M.: Beusch/Raas, a.a.O, Vorbemerkungen zu
Art. 167-167g N 13, sowie Erläuterungen der Eidgenössischen Steuerverwaltung ESTV
zur Revision der Verordnung des EFD über die Behandlung von Erlassgesuchen für die
direkte Bundessteuer vom Dezember 2014 [fortan: Erläuterungen], S. 5 f.). Ein
öffentlich-rechtlicher Anspruch auf Gewährung des Steuererlasses besteht damit nicht
(mehr). Dementsprechend hat sich das Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren
bei Anfechtung eines Erlassentscheids auf die Prüfung zu beschränken, ob die
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Erlassbehörde das ihr zustehende Ermessen rechtsverletzend ausgeübt hat (vgl. Art. 61
Abs. 1 und 2 VRP und Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O, VII N 100 und 102).
3.1. Die Beschwerdeführer machen dem Sinn nach geltend (act. 1), es liege eine
Notlage vor resp. es bestünde eine grosse Härte. Die Vorinstanz habe den Sachverhalt
in Bezug auf ihr betreibungsrechtliches Existenzminimum willkürlich festgestellt.
Unterhaltskosten und Krankenkassenprämien würden nicht nur für sie, sondern auch
für ihren Sohn K.Y. anfallen. Er sei aus gesundheitlichen Gründen nicht arbeitsfähig und
wohne bei ihnen. Sie müssten auch für die Fahrkosten, Selbstbehalte, Franchise und
nicht versicherten Medikamente ihres Sohnes aufkommen. Die an ihre Söhne bezahlten
Mietzinsen würden an die Bank gehen. Sie müssten ihre Söhne H.Y. und K.Y.
unterstützen, damit diese nicht auf Sozialhilfe angewiesen seien. Im Weiteren würden
die gesamten Schulden bei der X. AG fällig, wenn sie nicht regelmässig monatliche
Ratenzahlungen im Betrag von CHF 150 leisteten. Seit Oktober 2015 hätten sie diese
Ratenzahlungen eingestellt. Die Berufsauslagen seien mit CHF 400 zu tief angesetzt
worden.
3.2. Nach Art. 2 Abs. 1 Steuererlassverordnung liegt eine Notlage einer natürlichen
Person im Sinne von Art. 224 Abs. 1 StG vor, wenn die finanziellen Mittel der Person
zur Bestreitung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums nicht ausreichen (lit. a)
oder der ganze geschuldete Betrag in einem Missverhältnis zur finanziellen
Leistungsfähigkeit der Person steht (lit. b, vgl. zur bisherigen Rechtsprechung VerwGE
B 2013/192 vom 23. Januar 2015 E. 2.1, VerwGE B 2013/189 vom 19. August 2014 E.
2 und VerwG B 2011/202 vom 20. März 2012 E. 4.1 bis 4.2.3, je mit Hinweisen, a.a.O.,
siehe auch zu den Ursachen der Notlage einer natürlichen Person Art. 3 Abs. 1
und 2 Steuererlassverordnung sowie BEUSCH/RAAS, a.a.O., Art. 167 N 8 ff.). Ein
Missverhältnis zur finanziellen Leistungsfähigkeit ist insbesondere dann gegeben, wenn
die Steuerschuld trotz zumutbarer Einschränkung der Lebenshaltungskosten nicht in
absehbarer Zeit vollumfänglich beglichen werden kann (Art. 2 Abs. 2
Steuererlassverordnung, vgl. zur zumutbaren Tilgungsdauer VerwGE B 2013/189 vom
19. August 2014 E. 2.4 mit Hinweisen, a.a.O., und demgegenüber Erläuterungen, S. 3
Artikel 2). Eine Einschränkung der Lebenshaltungskosten gilt als zumutbar, wenn diese
das betreibungsrechtliche Existenzminimum (Art. 93 des Bundesgesetzes über
Schuldbetreibung und Konkurs, SR 281.1, SchKG) übersteigen (Art. 2 Abs. 3
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Steuererlassverordnung und Kreisschreiben über die Berechnung des
betreibungsrechtlichen Existenzminimums [Notbedarf], Kanton St. Gallen, vom
Dezember 2008, www.gerichte.sg.ch). Die Voraussetzung der grossen Härte im Sinne
von Art. 224 Abs. 1 StG lässt sich von der Notlage nicht scharf abgrenzen. Unter
grosser Härte können nebst der wirtschaftlichen Notlage besondere Lebenssituationen
verstanden werden, wie der Unterhalt einer Familie, dauernde Arbeitslosigkeit,
Krankheit, Unglücksfälle usw. (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O, VII N 150, und zu
den Entscheidungsgrundlagen Art. 10 Steuererlassverordnung). Nach der allgemeinen
Regel im Steuerverfahren trägt der Pflichtige die Beweislast für Tatsachen, welche die
Steuerschuld mindern oder aufheben. Gelingt dem Steuerpflichtigen der
entsprechende Nachweis nicht, muss demzufolge zu seinen Ungunsten angenommen
werden, die behaupteten Tatsachen hätten sich nicht verwirklicht (vgl. hierzu VerwGE
B 2013/77 vom 16. April 2014 E. 2.1 mit Hinweisen, SGE 2010 Nr. 23 E. 2.3 und
Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O, VII N 23).
Der Steuererlass bezweckt gemäss Art. 167 Abs. 2 DBG, zur dauerhaften Sanierung
der wirtschaftlichen Lage der steuerpflichtigen Person beizutragen. Er hat der
steuerpflichtigen Person selbst und nicht ihren Gläubigerinnen und Gläubigern
zugutezukommen (Grundsatz der Opfersymmetrie). In Art. 167a DBG ist
dementsprechend vorgesehen, dass der Steuererlass insbesondere dann ganz oder
teilweise abgelehnt werden kann, wenn die steuerpflichtige Person während des
Beurteilungszeitraums andere Gläubigerinnen oder Gläubiger bevorzugt behandelt hat
(lit. e, vgl. hierzu Beusch/Raas, a.a.O., Art. 167a N 7). Unter dem Gesichtspunkt der
Erlassunwürdigkeit werden die Ursachen, die zu einer Notlage und damit verbundenen
grossen Härte geführt haben, einer Prüfung unterzogen. Erlassunwürdig ist deshalb
eine Person, welche sich im Vorfeld des Erlassgesuchs in einer Art verhielt, welche
einen nachfolgenden Steuererlass als ungerecht erscheinen liesse. Die für die Frage,
ob eine Erlassunwürdigkeit vorliegt, zu betrachtende Vergangenheit umfasst den
Zeitraum zwischen der Entstehung der Forderung, für welche ein Erlass begehrt wird,
und dem Stellen des Erlassgesuchs (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Art. 167a N 1 f. und 9).
3.3. Wie aus den von den Beschwerdeführern im Rekursverfahren eingereichten
Unterlagen hervorgeht (act. 11/12/5-7 und 12 sowie act. 11/19/3), haben sie im
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massgebenden Zeitraum zwischen der Entstehung der Steuerforderung, d.h. mit
Beginn der Steuerperiode 2013 am 1. Januar 2013 (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 StG), und der
Einreichung des Steuererlassgesuchs am 13. April 2015 (act. 11/5/1c), regelmässig
mittels monatlicher Leistungen zwischen CHF 250 (5. Februar 2013 bis 3. Oktober
2013) und CHF 150 (4. Februar 2014 bis 31. März 2015) Schulden bei der X. AG, St.
Gallen, getilgt, während sie für die Schulden beim Steueramt Q. erst ab 1. Oktober
2014 monatliche Raten von CHF 100 zahlten (act. 11/19/2). Demnach haben die
Beschwerdeführer die X. AG zumindest im Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2013 und
30. September 2014 gegenüber der Steuerbehörde bevorzugt behandelt. Weil sie die
X. AG bevorzugt haben, käme ein Steuererlass nicht ihnen selbst, sondern indirekt der
X. AG zugute. Wie die Vorinstanz in Erwägung 2b des angefochtenen Entscheides (act.
2, S. 5) mit Recht ausgeführt hat, rechtfertigt ein solches Verhalten, den nachgesuchten
Steuererlass im konkreten Fall selbst bei ausgewiesener Notlage oder grosser Härte im
Sinne von Art. 224 Abs. 1 StG zu verweigern. Die Beschwerdeführer setzen sich mit
dieser Begründung des angefochtenen Entscheids nicht auseinander. Mithin zeigen sie
nicht auf und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern der angefochtene Entscheid in
dieser Hinsicht rechtsfehlerhaft sein sollte. Die Beschwerde ist daher bereits aus
diesem Grund abzuweisen.
Bei diesem Ergebnis ist von vornherein davon abzusehen, die Streitsache zur
ergänzenden Sachverhaltsermittlung hinsichtlich der Berechnung des
Existenzminimums der Beschwerdeführer und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz
zurückzuweisen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 56 Abs. 2 VRP). Lediglich der
Vollständigkeit halber bleibt diesbezüglich festzuhalten, dass die Beschwerdeführer
keine Angaben zu den finanziellen (Einkommens-)Verhältnissen von H.Y. und K.Y.
machen, sondern lediglich behaupten, dass diese auf ihre finanzielle Unterstützung
angewiesen seien (act. 1). Insbesondere belegen sie nicht, warum H.Y. und K.Y. trotz
ihrer behaupteten langjährigen Arbeitsunfähigkeit keine Sozialversicherungsleistungen
ausbezahlt werden (vgl. act. 18 Ziff. 3 f.). Folglich kann auch nicht ermittelt werden, ob
K.Y. einen angemessenen Anteil an den Wohnkosten zu tragen hat. Sodann weisen sie
die angeblich über einem Betrag von CHF 400 pro Monat liegenden unumgänglichen
Berufsauslagen des Beschwerdeführers nicht nach. Ferner machen sie keine Angaben
zu allfälligen Prämienverbilligungen und zu Leistungen, welche von der Krankenkasse
an die Auslagen der Söhne gezahlt wurden. Bei dieser Sachlage ist der Schluss der
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Vorinstanz in Erwägung 2b des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 4 f.), eine Notlage
bzw. eine Bedürftigkeit sei angesichts der unklaren und unvollständigen Angaben nicht
hinreichend glaubhaft dargetan, nicht zu beanstanden.
4. (...).