# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 648756a5-73b7-469d-a3d1-1c89f4af33ed
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Mit Entscheid des Einzelrichters des Bezirksgerichts Landquart vom 2. Februar 2012, mitgeteilt am 3. Februar 2012, wurde die Ehe zwischen A._ und B._ geschieden und wurden die Nebenfolgen der Ehescheidung in Genehmigung einer entsprechenden umfassenden Vereinbarung genehmigt. Der gemeinsame Sohn C._, geboren am _ 2007, wurde unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt und für den Aufbau der Besuchskontakte zwischen Vater und Sohn wurde ein schrittweises Vorgehen mit Unterstützung einer psychologischen Fachperson vorgesehen, deren Kosten zu Lasten des Kindsvaters gehen sollten. Ferner wurde B._ zur Leistung von indexierten Kindesunterhaltsbeiträgen in der Höhe von monatlich Fr. 780.00 zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen verpflichtet.
B. Am 9. Mai 2014 (Poststempel) reichte B._, der zwischenzeitlich wieder geheiratet hatte und am 23. April 2014 Vater von Drillingen geworden war, beim damaligen Bezirksgericht Landquart eine Klage betreffend Abänderung des Scheidungsurteils ein. Gleichentags ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Einsetzung von Rechtsanwalt Dr. iur. X._ als Rechtsvertreter mit Wirkung ab 22. November 2012, eventualiter mit Wirkung ab 9. Januar 2014.
C. Mit Entscheid vom 19. Mai 2014 gewährte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Landquart B._ die unentgeltliche Rechtspflege mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._ mit Wirkung ab dem 8. Mai 2014.
D. Gegen diesen Entscheid liess B._ am 30. Mai 2014 beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde erheben, wobei er einzig den Beginn der Wirkungen der unentgeltlichen Rechtspflege anfocht und beantragte, dieser sei auf den 22. November 2012, eventualiter auf den 9. Januar 2014 festzulegen. Die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts hiess die Beschwerde mit Urteil vom 28. Oktober 2014 (ZK1 14 69) teilweise gut und hob den im angefochtenen Entscheid festgesetzten Stichtag auf, mit der Folge, dass der Aufwand des Rechtsvertreters, den dieser in Bezug auf das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege sowie die Abänderungsklage hatte, bereits vor dem 8. Mai 2014 vergütbar sei.
E. Nach Durchführung einer Einigungsverhandlung, eines zweifachen Schriftenwechsels sowie einer mündlichen Hauptverhandlung erging am 27. April 2016 der Entscheid des Bezirksgerichts Landquart betreffend die Abänderung des
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Scheidungsurteils. Damit wurde der Antrag von B._ auf Einräumung der gemeinsamen elterlichen Sorge für den Sohn C._ abgewiesen. Teilweise gutgeheissen wurde die Klage hingegen hinsichtlich der beantragten Änderung der Kindesunterhaltspflicht. So wurden die von ihm zu entrichtenden Unterhaltsbeiträge – unter Berücksichtigung verschiedener im Verlaufe des Verfahrens bei B._ eingetretener Veränderungen – für die Zeit vom 1. Mai 2014 bis 30. September 2014 auf CHF 670.00, vom 1. Oktober 2014 bis 28. Februar 2015 auf CHF 587.00 und vom 1. März 2015 bis zum 30. April 2024 auf CHF 600.00 herabgesetzt. Zudem wurde er für berechtigt erklärt, die Hälfte der von ihm zu tragenden Kosten des Besuchsaufbaus sowie Fahrtkosten im Zusammenhang mit der Ausübung des Besuchsrechts von den Unterhaltszahlungen in Abzug zu bringen. Im selben Entscheid wurde Rechtsanwalt Dr. iur. X._ eine Entschädigung von CHF 14'319.70 (inkl. Barauslagen und MwSt) als unentgeltlicher Rechtsvertreter zugesprochen. Der von ihm angegebene Aufwand von CHF 21'011.15 sei dreimal höher ausgefallen als der Aufwand der Beklagten. Insgesamt erscheine beim klägerischen Rechtsvertreter ein Aufwand von 64 Stunden zu je CHF 200.00 als angemessen, was zusammen mit Reisespesen von CHF 75.00, Barauslagen von CHF 384.00 und einer Mehrwertsteuer von CHF 1'060.70 ein Honorar von CHF 14'319.70 ergebe.
F. Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Dr. iur. X._ mit Eingabe vom 18. November 2016 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden, wobei er die folgenden Anträge stellte:
1. Die Sache sei an die Vorinstanz zurückzuweisen zur vollständigen Begründung von Ziff. 4c des Urteilsdispositivs.
2. Eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine Entschädigung von CHF 20'012.00 aus der Gerichtskasse der Vorinstanz zuzusprechen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei.
G. Das Bezirksgericht Landquart verzichtete mit Schreiben vom 23. November 2016 auf die Einreichung einer Stellungnahme.
H. Der Eingang des von Rechtsanwalt Dr. iur. X._ geleisteten Kostenvorschusses in Höhe von CHF 1'000.00 wurde am 28. November 2016 verzeichnet.
I. Mit Berufung vom 8. Dezember 2016 zog B._ den Entscheid des Bezirksgerichts Landquart vom 27. April 2016 auch in der Sache selber an das Kantonsgericht von Graubünden weiter (ZK1 16 183), wobei er im Wesentlichen eine weitergehende Reduktion der von ihm zu leistenden Unterhaltsbeiträge
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verlangte. Unangefochten blieb hingegen die Verweigerung der gemeinsamen elterlichen Sorge.
K. Auf die weiteren Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie in der Beschwerde wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen
1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Entscheid des  Landquart (seit 1. Januar 2017: Regionalgericht Landquart) vom 27. April 2016, mit welchem die Entschädigung des Beschwerdeführers als unentgeltlicher Rechtsbeistand von B._ festgelegt wurde. Dieser Kostenentscheid ist gemäss Art. 110 ZPO in Verbindung mit Art. 319 lit. b Ziff. 1 ZPO selbständig mittels Beschwerde anfechtbar (vgl. Alfred Bühler, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, Bern 2012, N 42 zu Art. 122 mit weiteren Hinweisen; Lukas Huber, in: Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Schweizerische Zivilprozessordnung, Art. 1-196, 2. Aufl., Zürich 2016, N 27 zu Art. 122 ZPO). Beschwerdeinstanz ist gemäss Art. 7 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zur Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100) das Kantonsgericht von Graubünden. Innerhalb des Kantonsgerichts liegt die Zuständigkeit bei der I. Zivilkammer (vgl. Art. 6 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]).

## Considerations