# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7d92e92d-c577-41cb-86e1-23a3bebe00dd
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1955, arbeitete als Maschinenführer und Abfüller und
P
acker von Klebstoffen bei der
Y._
AG (
Urk.
7/1, 7/25 S. 1-4
) und war bei der Schweizerischen Unfallversicherungsan
stalt (Suva
) für die Fol
gen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert.
Am 13. April 2012 rückte er auf der Arbeit ein circa 200 kg schweres, kippendes Fass gerade,
wobei
ein starker
Schmerz in der linken
Schulter
auftrat
. Es wurde eine
Ruptur der langen
Bicepssehne
festgestellt
(
Urk.
7/1, 7/3, 7/26
S. 1
).
Nach einer vorerst konservativen Behandlung erfolgte a
m 9.
November 2012 ein operativer Eingriff (
Urk.
7/
49-50
). Im Mai 2013
wurde
n
sodann eine subtotale
Subscapularisläsion
und eine Partialruptur der
Supraspinatuss
ehne
festgestellt (
Urk.
7/82
; vgl. auch
Urk.
7/79
, 7/95
).
Die
Suva
kam für die Heilbehandlun
g auf und erbrachte das Taggeld.
Am 28
. August 2013 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung bei med.
pract
.
Z._
, Facharzt für Chirurgie FMH (
Urk.
7/98). Die Suva
veranlas
ste sodann eine Untersuchung in
der Uni
versitäts
klinik
A._
, Orthopädie
(vgl. Berichte vom 20.
und 28. Januar 2014,
Urk.
7/109 und 7/113). Der Versicherte entschied sich in der Folge gegen einen erneuten Eingriff mit
Rotatorenmanschetten
rekonstruktion
(vgl.
Urk.
7/113 S. 2 und 7/120). Am 16. April 2014 erfolgte die Abschlussuntersuchung durch Kreisarzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt
für
Orthopä
dische Chirurgie und Traumatol
ogie des Bewegungsapparates FMH, welcher
einzig
bezüglich der Verletzung der langen
Bicepssehne
von
einer Unfallfolge
ausging (Bericht vom 16. April 2014,
Urk.
7/124)
.
Ein im Mai 2014 bei
der
bis
herigen Arbeitgeberin
durchgeführter Arbeitsversuch
scheiterte
(
Urk.
7/131-133
).
Mit Verfügung vom 21. Juli 2014 sprach die
Suva
dem Versicherten fü
r die Fol
gen des Unfall
s vom 13. April 2012
– die Läsion der langen
Bicepssehne
-
ab
1. September 2014
eine Invalidenrente für eine Erwerbsunfähigkeit von 21
%
zu. Einen Anspruch auf
Integritätsentschädigung
verneinte sie (
Urk.
7/146
).
Im
Einspracheverfahren
zog die
Suva
die ergänzenden Angaben von
Dr.
B._
vom 7. und 10. November 2014 (
Urk.
7/163, 7/164) bei. M
it
Einspracheentscheid
vom 5. März 2015
hielt sie
an der Verfügung vom 21. Juli 2014
fest (
Urk.
2).
2.
Gegen diesen Entscheid richtet sich die Beschwerde
des Versicherten vom 23.
April 2015 mit den Rechtsbegehren,
es
sei
ihm
eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von 100
%
und eine Integritätsentschädigung basierend auf
einer Integritäts
einbusse
von 50
%
zuzusprechen
. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zur Neubehandlung zurückzuweisen.
In pro
zessualer Hinsicht wurden die Einholung eines polydisziplinären Gutachtens sowie die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters beantragt (
Urk.
1 S. 2).
In der Beschwerdeantwort vom 29. Mai 2015 schloss die
Suva
auf Abwei
sung (
Urk.
6). Mit Verfügung vom 11. Januar 2016 bestellte das Sozialver
sicherungsgericht dem Beschwerdeführer antragsgemäss Rechtsanwalt Philip
Stolkin
als unentgeltlichen Rechtsvertreter (
Urk.
15).
Am 16. Februar 2016 zog das Gericht die in den Akten der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, enthaltenen zusätzlichen ärztlichen Berichte
bei (
Urk.
18;
vgl.
Urk.
17/1-2).
Die Beschwerdegegnerin äusserte sich dazu mit Eingabe vom 15. März 2016 (
Urk.
21) und unter Beigabe der Beurtei
lung von med.
pract
.
C._
, Facharzt für Chirurgie,
Suva-Versicherungsme
dizin
, vom 8. März 2016 (
Urk.
22/1). Der Beschwerdeführer liess sich ergänzend mit Eingabe vom 11. Mai 2016 vernehmen (
Urk.
28).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Ein Unfall ist gemäss Art. 4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den mensch
lichen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.3
1.3.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden
kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeits
B
._
tlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.5
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erlei
det. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten
Jahresver
dienstes
nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des
Integritäts
schadens
abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
UVV
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
2.
2.1
In der Verfügung vom 21. Juli 2014
ging die Suva davon aus, dass ausgehend von den Unfallfolgen, dem Abriss der
Bicepssehne
links,
eine volle Arbeits
fähigkeit für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten
bestehe
.
Gemäss den
Angaben aus der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP)
sei ein
Invalideneinkommen von Fr. 62‘613.--
zumutbar
. Im Vergleich mit dem
V
alideneinkommen
von
Fr. 79‘300.--
resultiere ein Invaliditätsgrad von 21
%
. Die Restfolgen des Unfalls beeinträchtigten die Integrität nicht erheblich, weshalb kein Anspruch auf
eine
Integritätsentschädigung bestehe (
Urk.
7/146). Im
Ei
nspracheentsc
heid
vom
5. März 2015 hielt sie
fest,
die ausgewählten Arbeitsplätze aus der
Dokumentation über Arbeitsplätze (
DAP
)
wären
selbst
unter Berücksichtigung der unfallfremden Gesundheitsschäden
an der
Rotatorenmanschette
zumutbar (
Urk.
2 S. 8).
In der Beschwerdeantwort
führte
sie aus, der Sachverhalt sei richtig
und vollständig abgeklärt,
weshalb sich
weitere Abk
lärungen erübrigten
.
Widersprechende Berichte lägen keine vor (
Urk.
6 S. 6 f.).
Nach der durch das Sozialversicherungsgericht vorgenommen
en
Aktenergän
zung
hielt sie fest,
auch
die
Beurteilu
ng von med.
pract
.
C._
vom 8.
März 2016
zeige
, dass beim Ereignis vom 13. April 2012 keine Schädigung der
Rota
torenmanschette
eingetreten sei (
Urk.
21).
2.2
Der Beschwerdeführer liess
in der Beschwerde geltend machen,
die
Beschwerde
gegnerin
stütze
ihre medizinisch-theoretische Beurteilung lediglich auf
Kreis
arztberichte
, was dem Prinzip der Waffengleichheit zuwiderlaufe.
Da widerspre
chende Berichte vorlägen
und erhebliche Zweifel an den Kreisarztberichten bestünden
, sei ein
(
Gerichts
)-G
utachten einzuholen (
Urk.
1 S. 3, S. 10
und
S. 13
).
Ein Gutachten werde die vollschichtige Arbeitsunfähigkeit beweisen
(
Urk.
1 S. 13)
.
Die schweren Schulter- und Armbeschwerden stellten einen stabilisierten Gesundheitszustand dar, weshalb zwingend eine
Integritätsent
schädigung
geschuldet sei (
Urk.
1 S. 10 f.). Die beigezogenen fünf DAP-Blätter seien zudem nicht
representativ
; für derartige Hilfsarbeitertätigkeiten seien statistisch viel tiefere Löhne ausgewiesen. Das Invalideneinkommen sei zu hoch veranschlagt worden (
Urk.
1 S. 12
f.
).
In der ergänzenden Stellungnahme vom 11. Mai 2016 liess er ausführen, wäh
rend Kreisarzt
Dr.
B._
die Verletzung der
Rotatorenmanschette
nicht auf den Unfall vom 13. April 2012 zurückführe, gehe
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für Chirurgie,
davon aus, dass dies mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Fall sei. Damit bestünden bereits mehr als geringe Zweifel an der Zuverläs
sigkeit der Abklärungen von
Dr.
B._
.
Daran ändere auch das erneute
versi
cherungsinterne
Gutachten von
Dr.
C._
nichts, zumal es sich um ein Akten
gutachten handle (
Urk.
28 S. 4).
2.3
Strittig un
d zu prüfen ist somit, ob der im Mai
2013
erhobene Befund einer
sub
totalen
Subscapularisläsion
und einer Partialruptur der
Supraspinatussehne
eine direkte oder indirekte Folge des Unfalls vom 13. April 2012 ist
,
und ob die Beschwerdegegnerin dafür eine Leistungspflicht
(in
der
Form
einer
Invaliden
rente und
einer
Integritätsentschädigung)
trifft
.
Strittig
sind
sodann Art und Ausmass der sich aus den Unfallfolgen ergebenden
Arbeitsunfähigkeit
sowie das Bestehen eine
s
I
ntegritäts
schadens. Strittig ist namentlich auch, ob für die Beantwortung dieser Fragen ergänzende medizinische Abklärungen erforderlich sind. Zu
überprüfen, da beanstandet,
ist sodann auch die Invaliditätsbemessung.
3.
3.1
Gemäss d
en Angaben des Versicherten hatte
er
am 13. April 2012
in der Nacht
schicht gearbeitet. Ein Fass mit Klebstoff mit einem Gewicht von circa 2
00
kg sei gekippt und er habe es wieder gerade gerüc
kt. Wegen des heftigen Stossens und
Ziehens habe er einen Schmerz in der linken Schulter verspürt (
Urk.
7/26
S. 1).
Die erstbehandelnden Ärzte des Spitals
E._
diagnostizierten eine Ruptur der langen
Bicepssehne
bei Trauma am 13. April 201
2.
Bei der
sonogra
phischen
Untersuchung sei die
Rotatorenmanschette
degenerativ verändert aber intakt gewesen und es hätten keine Hinweise auf eine Verkalkung bestanden
(
Urk.
7/3).
Das
von
Dr.
D._
mit der Frage nach
dem
Vorliegen einer mögli
chen
Rotatorenmanschettenläsion
veranlasste
Arthro
-
MRI
vom 15. Mai 2012
ergab eine aktivierte AC-Gelenksarthrose bei engem
Subacromialraum
.
Es bestehe ein Status nach Ruptur der langen
Bicepssehne
im Bereich des
Sulcus
. Die
Rotat
orenmanschette
sei intakt (Urk.
7/18
, 7
/
125
).
Da die konservativen Massnahmen nicht zu einer
Verbesserung des
Beschwerde
bild
s
mit Krampferscheinungen und Schmerzen im
Bicepsbauch
führten
(
vgl.
Urk.
7/44)
,
wurde am 9. November 2012
eine
linksseitige
Schulter
arthroskopie
mit
Bursektomie
und
Acromioplastik
sowie offener Revision des
Biceps
mit
subpectoraler
Tenodese
durchgeführt
(
Urk.
7/50; vgl. zum Verlauf auch
:
Urk.
7/21, 7/26 S. 1, 7/35, 7/40
, 7/67
).
Nach der Operation trat ein
Glo
ttisödem
auf
(
Urk.
7/49). Anlässlich der Verlaufskontrolle vom 9.
April 2013 führte
Dr.
D._
an, bezüglich des distalen
Biceps
gehe es dem Versicherten nach seinen Angaben ordentlich. Es bestünden einfach
anterosuperior
Beschwerden an der Schulter, im Sinne eines
Impingements
und mit einge
schränkter Kraft bei der Innen- und Aussenrotation. Das Ganze imponiere bei
nahe wie eine
Rotatorenmanschettenläsion
(
Urk.
7/79).
Die
Arthro
-
MR
-Untersuchung vom 17. April 2013 (
Urk.
7/95) ergab eine
subto
tale
Ruptur der
Sub
scapularissehne
. Im Vergleich zum Vor-MRI von 2012 bestehe eine zunehmen
de Atrophie der
Subscapularismu
skulatur
. Sodann bestehe eine kleine
artikuläre
Partialruptur der
Supraspinatussehne
mit
intra
tendin
öser
Ausdehnung sowie eine
subac
romiale
Bursitis (
Urk.
7/95; vgl. auch
Urk.
7/82).
3.2
Kreisarzt med.
pract
.
Z._
empfahl
, eine
Zweitmeinung
einzuholen
. Er diagnos
tizierte ein
Verhebetrauma
der linken Schulter am 13. April 2012 mit
aktuell
persistierender
Rotatorenmanschettenläsion
gemäss MRI vom 16. April 2013 und
eine
Bursitis
subacromialis
(
Urk.
7/98 S. 2). Die Ärzte der Universi
tätsklinik
A._
, Orthopädie,
empfahlen nach der kl
inischen und erneuten
Arthro
-MR
-Untersuchung vom 27. Januar 2014 eine
Rotatorenmanschettenre
konstruktion
.
Insbesondere angesichts des unveränderten, marginalen
Verfet
tungsgrads
I des
Musculus
subscapularis
könne mit einer Operation eine Ver
besserung erzielt werden (
Urk.
7/113 S. 2). Der Versicherte erklärte in der Folge, auf einen erneuten operativen Eingriff zu verzichten (
Urk.
7/120).
3.3
Nach den Angaben von
Kreisarzt
Dr.
B._
vom 16. April 2014
erlitt
der Ver
sicherte beim Zurechtrücken eines Fasses auf der Palette eine
n Abriss der lan
gen
Bicepssehne
. Dieses Manöver habe sicher nicht zur Läsion der
Rotatoren
manschette
geführt. Die Befunde nach diesem Ereignis seien in diese
r
Hinsicht auch negativ gewesen; jedenfalls habe
Dr.
D._
im
Arthroskopiebericht
keine
Schädigung der
Rotatorenmanschette
beschrieben und auch festgehalten, dass diese im MRI und auch bei der Sonographie intakt gewesen sei.
Ein Jahr später finde man im MRI nun Schädigungen der
Rotatorenmanschette
, jedoch eine intakte Muskulatur. Dies deute auf eine nicht traumatische Läsion hin, da es bei traumatischen Läsionen und Schonung rasch zu einer Muskelatrophie und Ver
fettung kommen würde. Deshalb könne man davon ausgehen, dass es durch die Läsion der
Bicepssehne
zu einer gewissen Schwächung dieses Muskels gekom
men sei
,
und dies sei der bleibende Zustand nach dem Unfall. Rein der Unfall
folgen wegen, also dem Abriss der langen
Bicepssehne
, wäre der Versicherte für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten eigentlich wieder voll einsatzfähig. Gewichte heben und tragen bis 20/25kg sollte bis Lendenhöhe problemlos mög
lich sein, über Schulterhöhe bis 10 kg. Eine zeitliche Einschränkung bestehe nicht. Eine Integritätsentschädigung sei nicht geschuldet (
Urk.
7/124).
3.4
Der am 21. Mai 2014 durchgeführte Arbeitsversuch scheiterte (
Urk.
7/132). In der im Rahmen des
Einspracheverfahrens
eingeholten ergänzenden Stellung
nahme
vom 10. November 2014
hielt Kreisarzt
Dr.
B._
fest,
auch in Berück
sichtigung des gesamten Schadens an der linken Schulter sei der Versicherte ebenfalls für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, das heisse circa 10-15 kg Heben und Tragen mit beiden Händen
,
einsatzfähig und dies ohne zeitliche Beschränkungen. Eingeschränkt seien aber Tätigkeiten links über Kopfhöhe. Der
Rotatorenmanschettenschaden
sei als Vorzustand zu werten. Dieser habe im unfallnahen MRI nicht nachgewiesen werden können; es sei aber zwischenzeit
lich bekannt, dass die Spezifität beziehungsweise Sensitivität des MRI nicht allzu hoch sei. Bei diesem 55
-
jährigen Versicherten müsse man davon ausge
hen, dass die
Rotatorenmanschette
schon degenerativ vorgeschädigt gewesen sei. Im MRI kurz nach dem Unfall hätten aber
auch
keine
Zeichen einer Schädi
gung der Schulter in höherem Ausmass festgestellt werden können; den
n
Bone
bruise
, was bei solchen Fä
llen eigentlich an irgendeiner
Stelle im Knoche
n
auf
trete, habe gefehlt (
Urk.
7/164
S. 1
). Wie oft im Alter nähmen
Rotatorenman
schettenläsionen
auch ohne Unfall
zu
. Ein Kausalzusammenhang zwischen dem Schaden an der
Rotatorenmanschette
und dem Unfall vom 13. April 2012 sei nur als mög
lich einzustufen (
Urk.
7/164 S.
2). Während der Untersuchung habe man eine Funktion der linken Schulter gefunden, welche nicht zu einer
Integri
tätsentschädigung
berechtige. Damit sei die
Erheblichkeitsgrenze
zur Ausrich
tung einer Integritätsentschädigung nicht erreicht (
Urk.
7/164 S. 2).
3.5
Dr.
D._
nahm am 29
. Januar 2015 zum
ersten Bericht von
Dr.
B._
vom 16.
April 2014 Stellung und hielt fest, Prof.
Dr.
med.
F._
von der Universi
tätsklinik
A._
habe am 20. Januar 2014 eine subtotale Ruptur der
Sub
scapularissehne
festgestellt. Die Muskulatur habe lediglich ei
nen
Verfettungs
grad
I aufgewiesen
, was mit höchster Wahrscheinlichkeit gegen eine degenera
tive
Rupturentstehung
spreche. Ebenso habe sich eine Partialruptur der
Supra
spinatussehne
gelenkseitig gezeigt, welche praktisch immer posttraumatischer Natur sei. Aufgrund der Krankengeschichte, dieser MRI-Befunde und der Beur
teilung von Prof.
F._
denke er, dass mit an Sicherheit grenzender Wahr
scheinlichkeit
diese
Subscapularissehenruptur
beim Ereignis vom 13. April 2012 eingetrete
n sei. In seiner ursprünglichen
Tätigkeit
sei der Versicherte im Juli 2014 aufgrund des linksseitigen Schulterleidens nach wie vor arbeitsunfähig gewesen (
Urk.
17/2).
3.6
Med.
pract
. von
C._
führte in
der Beurteilung
vom 8.
März
2016
aus, da zeit
nah zum Ereignis vom 13. April 2012
bei den bildgebenden Untersuchungen
die
Rotatorenmanschette
intakt gewesen sei, seien zu einem späteren Zeitpunkt nachweisbare Zusammenhangstrennungen der
Rotatorenmanschette
nicht überwiegend wahrscheinlich auf das Ereignis vo
m 13. April 2012 zurückzufüh
ren.
Dr.
D._
beschreibe in seinem Operationsbericht über die Arthroskopie des linken Schultergelenks keine Zusammenhangstrennung der
Rotatorenman
schette
. Überwiegend wahrscheinlich habe damit zu diesem Zeitpunkt, circa 7 Monate nach dem Ereignis vom 13. April 2012, noch keine
Zusammen
hangstrennung
der
Rotatorenmanschette
vorgelegen. Damit sei es für die
Kau
salitätsbeurteilung
nicht wesentlich, ob zu einem späteren Zeitpunkt eine Muskelatrophie oder –
verfettung
vorgelegen habe oder nicht. Die Verfettung der Muskulatur sei überdies vor allem bei kompletten Rupturen Hinweis darauf, dass die Zusammenhangstrennung schon länger als drei Monate zurückliege, jedoch ohne Hinweis auf die Kausalität (
Urk.
22/1 S. 12 f.
und S. 15
).
Bezüglich der linken Schulter und des linken Schultereckgelenks
habe
zum Zeit
punkt des Ereignisses vom 13. April 2012 wahrscheinlich
ein relevanter
Vor
schaden
mit einem Verschleissleiden der
Rotatorenmanschette
,
einer
Arthrose des Schultereckgelenks und einer
Impingement
-Konstellation
(
Subacromialraum
eingeengt, aktivierte AC-Gelenksarthrose
mit Been
gung der
Rotatorenman
schette
)
bestanden.
Diese
Impingement
-Konstellation sei nicht Folge des Ereig
nisses vom 13. April 2012
(
Urk.
22/1 S. 15)
.
Eine Traumatisierung des AC-Gelenks durch den Versuch, einen schweren Gegenstand zu verschieben, sei in der wissenschaftlichen Literatur nicht beschrieben (
Urk.
22/1 S. 13).
Eine rich
tunggebende Verschlimmerung dieses Vorzustands sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten
, denn strukturelle Schäden hätten zeitnah, abgesehen von der Ruptur der Sehne des langen
Bicepskopfes
nicht objektiviert werden
können
(
Urk.
22/1 S. 15).
Durch die Ruptur der Sehne des langen
Bicepskopfes
und die nachfolgende
Teno
dese
trete keine relevante Funktionseinschränkung ein und eine
Integri
tätsentschädigung
sei somit nicht geschuldet (
Urk.
22/1 S. 14
f.
).
Der Beurtei
lung von Kreisarzt
Dr.
B._
könne gefolgt werden (
Urk.
22/1 S. 15).
4.
4.1
Gemäss den Angaben des Beschwerdeführers kippte am 13. April 2002 ein circa 200 kg schweres Fass, woraufhin er es w
ieder gerade zu rücken versucht habe
. Beim Zurechtrücken
mit heftigem Stossen und Ziehen
sei ein starker Schmerz in der
linken
Schulter aufgetreten (
Urk.
7/1, 7/3 S. 1, 7/26).
Hinweise dafür, wie dies der Beschwerdeführer nun
unter dem Titel „Arbeitssicherheit“
vorbringen lässt,
nämlich
dass dieser Vorgang
zu den bei dieser Beschäftigun
g üblichen Verrichtungen gehört habe
(vgl.
Urk.
1 S. 9)
, bestehen weder aufgrund seiner Erstangaben noch aufgrund der Angaben der Arbeitgeberin (vgl.
Urk.
7/25, 7/26). Die Beschwerdegegnerin ging im Verlauf und im
angefochtenen
Ein
spracheentscheid
denn auch stillschweigend davon aus, dass das Ereignis vom 13. April 2012 den Unfallbegriff erfüllt
,
und mithin beim entsprechenden Vor
gang von einem ausserordentlichen Kraftaufwand auszugehen war (vgl.
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auflage, Zürich 2012, S. 42
; vgl. zum äusseren Faktor bei den unfallähnlichen Körperschädigungen, S. 82
f.
).
Zu prüfen ist, welches die Folgen des Ereignisses vom 13. April 2012 sind.
4.2
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten
versiche
rungsinterner
Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach
vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlä
ssigkeit bestehen
. Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklär
ungen vorzunehmen (BGE 135 V 470
E. 4.4 mit Hinweis
; Urteil des Bundesgerichts 8C_557/2015 vom 7. Oktober 2015, E. 5.2
).
Namentlich sind die von der
versicherten Person auf
gelegten Berichte
der behandelnden Ärztinnen und Ärzte
daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte w
ecken (BGE 135 V 470 f. E. 4.5 und E. 4.6).
4.3
Das Sozialversicherungsgericht stellte der Beschwerdegegnerin den bis zu die
sem Zeitpunkt nicht ins Verfahren eingebrachten Bericht von
Dr.
D._
vom 29. Januar 2015 zu
, welcher der Einschätzung von Kreisarzt
Dr.
B._
vom
16.
April 2014
widerspricht
. Daraufhin holte die Beschwerdegegnerin die Aktenbeurteilung von med.
pract
.
C._
vom 8. März 2016
ein.
Allein der Umstand, dass die Aktenbeurteilung von med.
pract
.
C._
erst im
Beschwer
deverfahren
und nach Vorlage der
divergenten Beurteilung von Dr.
D._
ein
gehol
t wurde, vermag
deren Beweiskraft nicht in Frage zu stellen
(vgl.
Urk.
28 S. 4)
. Zu prüfen ist allerdings, ob dieses Aktengutachten die strengen Beweis
anforderungen, die an Gutachten versicherungsinterner Ärzte gestellt werden, erfüllt.
4.4
Die Aktenbeurteilung von med.
pract
.
C._
ist für die Frage, ob die Risse der
Rotatorenmanschette
(Befund
e
einer subtotalen
Subscapularisläsion
und einer Partialruptur der
Supraspinatussehne
)
Folgen des
Unfall
s
vom 13. April 2012
sind
, umfassend. Namentlich erfolgte die Beurteilung unter eingehender Ausei
nandersetzung mit
dem Verlauf
, den bildgebenden und klinischen Untersu
chungsbefunden und
mit
den
divergenten
Ausführungen
von
Dr.
D._
vom 29. Januar 2015
.
Sodann
legte med.
pract
.
C._
in nachvollziehbarer
W
eise dar, dass a
ngesichts des Umstands, dass bei den im Anschluss an den Unfall veranlassten
bildgeben
den
Abklärungen (
vgl.
Sonographie vom
13. April 2012,
Urk.
7/3
,
und
Arthro
-MR
I
vom
14. Mai 2012,
Urk.
7/125
)
keine
Rupturen an der
Rotatorenmanschette
festgestellt worden waren
und
auch im Rahmen der Arthroskopie vom
9. November 2012 keine Schädigungen der
Rotatorenmanschette
erwähnt worden
waren
(vgl.
Urk.
7/50)
, sowie
bei
fehlendem klinischem Hinweis auf eine trau
matische Ruptur
die über ein Jahr später festgestellten Risse
(
Arthro
-MR
I
vom 17. April 2013,
Urk.
7/95)
nic
ht überwiegend wahrscheinlich
beim Ereignis
vom 13. April 2012
eingetreten
seien
(
Urk.
22/1 S. 12 und S. 15)
.
Dabei belegte
med.
pract
.
C._
auch die Relevanz der
entsprechenden Untersuchungen unter Hinweis auf die Lehre
(
Urk.
22/1 S.
11
f.
)
.
Im Weiteren legte er überzeugend dar, weshalb
das A
usmass der Verfettung der
Subsc
apularismuskulatur
im vorlie
genden Fall nicht geeignet
sei, die Unfallkausalität des
Subscapularisr
isses
nachzuweisen oder auszusc
hliessen (
Urk.
22/1 S. 12
f. und S. 14
).
Damit wider
sprach er
insoweit
sowohl
den Ausführungen
von Kreisarzt
Dr.
B._
(vgl.
Urk.
7/124 S. 4)
als auch den
jenigen von
Dr.
D._
(
Urk.
17/2).
Im W
eiteren widerspr
ach er
Dr.
D._
auch insoweit und unter Hinweis auf die Lehre,
als
dieser
ausführte
, gelenkseitige Rupturen der
Supraspinatussehne
seien praktisch immer posttraumatischer Natur (
Urk.
17/2 und 22/1 S. 14).
Bereits
Dr.
B._
hatte im ersten Bericht vom 16. April 2014 auf die negativen Befunde in den zeitnahen Untersuchungen hingewiesen (
Urk.
7/124 S. 2
und
S. 4
). Wenn
Dr.
D._
nun ausführt, dass aufgrund der Krankengeschichte, der aktuellen MRI-Befunde und der Beurteilung durch Prof.
Dr.
med.
F._
der
Subscapularisriss
mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beim Ereig
nis vom 13. April 2012 eingetreten sei, so ist
dies nicht nachvollziehbar, und vermag die im Ergebnis übereinstimmenden Einschätzungen von
Dr.
B._
und med.
pract
.
C._
nicht in Frage zu stellen. Aus den Berichten
der Ärzte der Universitätsklinik
A._
, unter anderem von Prof.
Dr.
med.
F._
, Teamleiter Schulter-Ellbogen,
läs
st sich
im Übrigen
auch
keine Aussage zur
Unfallkausali
tät
der Risse entnehmen (vgl.
Urk.
7/109, 7/113).
Med.
pract
.
C._
zeigte sodann
in nachvollziehbarer Weise auf, dass bezüglich der linken Schulter und des linken Schultereckgelenks
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
von einem relevanten Vorschaden
mit
Verschleissleiden der
Rotatorenmanschette
,
Arthrose des Schultereckgelenks und
Impingement
-Konstellation
auszugehen sei
(
Urk.
22/1 S. 13 und S.
15)
.
Strukturelle Schädi
gungen hä
tten im Rahmen der bildgebenden Untersuchunge
n
sodann nicht festgestellt werden können
, damit sei nicht vom Vorliegen einer
(
richtungge
benden
)
Verschlimmerung dieses Vorzustandes auszugehen
(
Urk.
22/1 S. 13 und S. 15)
. Bereits
Dr.
B._
hatte im Bericht vom 10. November 2014 darauf hinge
wiesen, dass keine eigentliche Schädigung der Schulter im MRI habe festgestellt werden können. Namentlich habe die
Bone
bruise
im Knochen gefehlt
(
Urk.
7/164 S. 1)
.
Damit ist im Ergebnis auch ausgeschlossen, dass es sich bei den Rissen an der
Rotatorenmanschette
um mittelbare Unfallfolgen etwa um eine Folge einer beim Unfall vom 1
2.
April 2013 aktivierten
AC-Gelenksarth
rose
handelt.
Die
Beurteilung
von med.
pract
.
C._
genügt den erhöhten Anforderungen, die an
versicherungsinterne
Gutachten gestellt werden.
Da sodann die Unte
rsu
chungsbefunde lückenlos vorlie
gen und für sich nicht umstritten
sind
, kann auf die reine Aktenbeurteilung von med.
pract
.
C._
abgestellt werden (Urteil des Bundesgerichts vom 31. März 2014, 8C_724/2013, E. 4.2.2).
Unter diesen Umständen ist weder ein Gerichtsgutachten einzuholen noch
ist die
Beschwer
degegnerin
zur Einholung einer externen Beurteilung zu verpflichten.
Auch h
insichtlich der Frage der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit und des
Integri
tätsschadens
kann somit
grundsätzlich
auf die diesbezüglichen Beurtei
lungen von med.
pract
.
C._
beziehungsweise auf die entsp
rechenden Ein
schätzungen von Dr.
B._
abgestellt werden.
5.
5.1
Bei der Bestimmung der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit sind einzig die Beein
trächtigungen zu berücksichtigen, die aus der Schädigung der
Bicepssehne
herrühren. Dazu äussert sich
nur
Dr.
B._
(vgl.
Urk.
7/124 S. 5);
demnach sind Heben und Tragen bis 20/25 kg bis Lendenhö
he und über Schulterhöhe bis 10
kg möglich und dies ohne zeitliche Einschränkung. Anlass
,
an dieser Ein
schätzung zu zweifeln
,
besteht nicht.
5.2
Die Beschwerdegegnerin ging bei der Bemessung des
Valideneinkommen
s
vom Einkommen aus, welches der Versicherte bei der ehemaligen Arbeitgeberin, der
Y._
AG
im Jahr 2014 erzielt hätte. Die Berücksichtigung von ordentlichem Salär, von Teambonus und Schichtzulagen ist nicht zu beanstan
den (
Urk.
7/147 S. 2, 7/1
36, 7/140; vgl. Urteil
des Bundesgerichts 9C_712/2012 vom
6. Juni 2014
, E.
4.2
). Es ist vom auch beschwerdeweise unbeanstandet gebliebenen
Valideneinkommen
von Fr. 79‘300.-- auszugehen.
5.3
Bei der Bemessung des Invalideneinkommens stellte die Beschwerdegegnerin
auf Dokumentationen über Arbeitsplätze (DAP) ab. Die Gesamtzahl der der gesundheitlichen Einschränkungen Rechnung tragenden Tätigkeiten betrage 546. Sodann wies sie Maximal- und Minimallohn sowie den Durchschnitt d
er Durchschnittslöhne aus (
Fr.
63‘253.--) und bezeichnete fünf DAP, welche sie für die Bestimmung des
Inv
alideneinkommens von
Fr.
62‘6
13.-- herangezogen habe (
Urk.
7/143,
7/147; DAP-Nr. 3427,
Nr.
6118,
Nr.
10715,
Nr.
3509,
Nr.
10295103).
Alle fünf
ausgesuchten Arbeitsplätze
entsprechen dem medizinischen
Zumut
-
bar
keitsprofil
. Spezifischer Pausenbedarf besteht für den Versicherten keiner. Für die Berücksichtigung der
einzelnen
DAP
-Profile
nicht erforderlich ist zudem, dass die entsprechenden Arbeitsstellen offen, das heisst noch unbesetzt sind
(vgl. zu den Voraussetzungen für das Abstellen auf die DAP, BGE 139 V 592 E. 6.3)
. Vom Beschwerdeführer wird denn auch hauptsächlich geltend gemacht,
das
mittels DAP
ermittelte Einkommen sei
nicht
representativ
(
Urk.
1 S. 12).
Die
fünf
DAP-Tätigkeiten sind in folgenden Branchen angesiedelt: Produktion von Metallteilen (
G._
AG, DAP
Nr.
3427), Produktion von Waagen (
H._
, DAP
Nr.
6118),
Herstellung von Pralinen (
I._
, DAP Nr. 10715), Metallveredelung (
J._
AG, DAP Nr. 3509) und Herstellung von Verpackungen (
K._
AG, DAP Nr. 10295103). Die vom Beschwerdeführer herangezogenen Löhne aus dem
L
ohnbuch
2014 (vgl.
Urk.
1 S. 12 unter Hin
weis auf
L._
, Das
Lohnbuch
2014, Mindestlöhne sowie orts- und
berufs
übliche
Löhne in der Schweiz,
Zürich 2014,
S. 53, 66, 68 f., 81 und 82)
im Gemüse- und Obstanbau,
als Metzger, in der Konservenherstellung, als Käser und Dorfsenner und in der Brauerei und Tabakverarbeitung können dabei von vorneherein nicht als Vergleichseinkommen dienen.
Zieht man die Löhne aus der vom Bundesamt für Statistik (BFS) herausgegebe
nen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung
(LSE)
2012
bei, so ergibt sich, dass
Männer
bei der Ausübung von einfachen Tätigkeiten körperlicher oder hand
werklicher Art
im verarbeitenden Gewerbe
oder
be
i der Herstellung von Waren
durchschnittlich
Fr.
5‘361.-- monatlich verdienten
(LSE 2012 Tabelle TA1 S. 35
Ziffern 10-33
)
. Angepasst an die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden
im Jahr
2014
(vgl.
BFS
,
Betriebsübliche Arbeitszeit nach
Wirt
schaftsabteilungen
[im Internet abrufbar], Total: 2014 = 41,7 Stunden)
und die seit dem Jahr 2012 eingetretene Nominallohnentwicklung
(vgl. BFS, Schweize
rischer Lohnindex nach Branche, 2010 = 100 [im Internet abrufbar],
Nominal
lohnindex
Männer [T 1.1.10], Total: 2012 = 101.7, 2014 = 103.2)
ergibt
sich ein Einkommen von
Fr.
5‘671.27
mona
tlich und im Jahr von
Fr.
68‘055.30
.
Di
eses Durchschnittseinkommen gemäss LSE entspricht 108,7
% des
mittels der DAP
ermittelten Durchschnittseinkommen
s von
Fr.
62‘613.--
.
Damit bestehen keine
Hinweise für die vom Beschwerdeführer geltend gemachte mangelnde
Representativität
der
DAP-Profile
; es ist vielmehr anzunehmen, dass das tiefere DAP-Vergleichseinkommen
dem Umstand Rechnung trägt, dass die ausgewähl
ten Tätigkeiten körperlich geringere Anforderungen stellen.
Der Beschwerde
führer, der bereits vorher in dieser Branche gearbeitet hatte, hatte
zudem
mit der
-
allerdings körperlich
anspruchsvolleren
Tätigkeit
-
ein deutlich
über den Durchschnittswerten der LSE liegendes
Einkommen
von
Fr.
79'300.--
erzielt.
Damit ist die Bestimmung des Invalideneinkommens anhand der DAP-Profile nicht
zu beanstanden (vgl. BGE 139 V 592 E. 6.3).
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 79‘300.-- und einem
Invalideneinkom
men
von Fr. 62‘613.-- ergibt sich der von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invaliditätsgrad von 21
%
.
6.
6.1
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der
Integ
ritätsschäden
aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (
Ziff.
1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte
Integri
tätsschäden
wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (
Ziff.
1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (
Ziff.
1
Abs.
3). Die völlige
Gebrauchsun
fähigkeit
eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der
Integritäts
schaden
weniger als
5
%
des
Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
Die Medizinische Abteilung
der
Suva
hat in Weiterentwicklung der
bundesrätli
chen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog.
Fein
raster
) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala ange
gebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
6.2
Gemäss Anhang 3 zur UVV ist beim Verlust eines Arms im Ellbogen oder ober
halb desselben von einem Integritätsschaden von 50
%
auszuge
hen. Nach der Tabelle 1 der Suva
(Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) beträgt der Integritätsschaden bei einer bis 30 Grad über die Hori
zontale beweglichen Schulter 10
%
und bei einer nur bis zur Horizontalen beweglichen Schulter 15
%
.
Die Aufhebung von Pro- oder Supination des Vorderarmes ergeben je 10
%
.
Eine
Periarthrosis
humeroscapulari
s
ergibt in leichter Form keine
Integritätsentschädigung
,
in mässiger Form eine von 10
%
und in schwerer Form
eine
von 25
%
.
Beim Beschwerdeführer liegt als Unfallfolge einzig eine gewisse Schwäche des
Bicepssehnenmuskels
vor
, welche
nach ärztlicher Einschätzung
nicht zu einer Int
egritätsentschädigung berechtigt
(
Urk.
7/124,
22/1 S. 13).
Dies vermag zu überzeugen
(vgl. auch
Debrunner
, Orthopädie, Orthopädische Chirurgie,
4.
Auflage, Bern 2002, S. 732)
. Der unfallbedingte
Zustand am
linken Schulter
gelenk
ist
damit
am
ehesten mit einer leichten Form einer
Periarthrosis
humeroscapularis
vergleichbar
und die
Erheblichkeitsgrenze
für eine Entschädi
gung wird nicht erreicht
.
Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen. Namentlich würde der
vom Beschwerdeführer geltend gemachte Integritätsschaden von 50
%
einer völligen Gebrauchsunfähigkeit des linken Arms entsprechen
, was die unfallkausalen objektiven Beeinträchtigungen bei Weitem übersteigt
.
Die Beschwerde ist
damit
abzuweisen.
7.
Bei diesem Ausgang ist der unentgeltliche Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Philipp
Stolkin
, aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Die Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert (§ 34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Für unnötigen oder geringfügi
gen Aufwand wird keine Parteientschädigung zugesprochen (§ 8 in Verbindung mit § 7 der Verordnung über Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht,
GebV
SVGer
).
Mit der Stellung
nahme vom 1
1.
Mai 2016 reichte
Rechtsanwalt Philipp
Stolkin
die Kostennote
(
Urk.
29)
ein.
Dabei macht der Rechtsvertreter geltend, das Abfassen der Beschwerdeschrift
habe einen Aufwand
von annähernd 14
Stunden (13,99 Stunden) benötigt. In Anbetracht des Umstands, dass er den Versicherten bereits im
Einspracheverfahren
vertreten hat und ein relevanter Anteil der Ausführungen in der Beschwerde bereits Teil der
Einsprachebegrün
dung
(vgl.
Urk.
1 S. 4-7 oben,
S. 9-10 oben, S. 11-13 und Urk.
7/161
S. 3-6,
S. 7-8 oben
,
S.
8-10
)
bildete, ist dieser Aufwand der Sache nicht angemessen.
Die
Zeit für die Erstellung der
Beschwerdebegründung ist somit um
gut
einen Drittel zu kürzen;
z
u entschädigen sind insoweit noch
9
Stunden. Der gesamte zu ent
schädigende A
ufwand beläuft sich somit auf
16,66
Stunden.
Ausgehend vom gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr.
220.
--
ist die
Ent
-
schädi
gung
dementsprechend auf
Fr.
3‘991.90 (16,66 x
Fr.
220.
--
zuzüglich Barauslagen von
Fr.
31.
--
und Mehrwertsteuer
von 8
%
) festzusetzen.