# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 41eb742b-2eb6-4fc4-b765-d1a102f35f75
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._ (vormals Y._), geboren am _1959, und X._, geboren am _1957, heirateten am 24. November 1989 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus dieser Ehe gingen die gemeinsamen und zwischenzeitlich mündigen Kinder A._, geboren am _1991, und B._, geboren am _1994, hervor.
B. Nachdem die Ehefrau am 8. September 2008 beim Bezirksgerichtspräsidenten Imboden ein Verfahren um Erlass von eheschutzrichterlichen Massnahmen eingeleitet hatte, schlossen die Parteien am 25. September bzw. 17. November 2008 eine Trennungsvereinbarung ab, so dass das Verfahren in der Folge abgeschrieben werden konnte. Gemäss Trennungsvereinbarung wurden die beiden gemeinsamen Kinder unter die alleinige Obhut der Mutter gestellt und dem Vater ein übliches Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt. Die eheliche Wohnung in O.2_ wurde der Ehefrau und den Kindern zur Benutzung zugewiesen, wobei der Ehemann berechtigt blieb, das darin befindliche Atelier zu nutzen. Im Weiteren verpflichtete sich der Ehemann, an der Unterhalt der Familie für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2009 einen monatlichen Beitrag von CHF 580.-- und ab 1. Juli 2009 einen solchen von CHF 1'200.-- zuzüglich Kinderzulagen zu entrichten.
C. Am 5. März 2014 reichte Y._ dem Bezirksgericht Imboden ihre Scheidungsklage ein, worauf der Bezirksgerichtspräsident die Parteien am 7. April 2014 getrennt anhörte und im Anschluss eine Einigungsverhandlung durchführte. Anlässlich der Verhandlung einigten sich die Ehegatten mittels Ehescheidungskonvention über den Scheidungspunkt und vereinbarten hinsichtlich der Nebenfolgen, dass ihre im Miteigentum stehende eheliche Liegenschaft neu einzuschätzen und der Mehrwert zwischen der amtlichen Schätzung vom 30. März 2001 und dem 31. Dezember 2008 zu ermitteln sei (vgl. Vorinstanz act. I./2). Mit prozessleitender Verfügung vom 11. Juni 2014 wurde C._, dipl. Ing. Agr. ETH, tätig beim Amt für Schätzungswesen des Kantons Graubünden, ein entsprechender Gutachtensauftrag erteilt. Die Expertise wurde am 8. Juli 2014 erstattet.
D. Die Ehefrau präzisierte ihre Rechtsbegehren im Rahmen der Klagebegründung vom 17. Oktober 2014 und beantragte was folgt:
"1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.
2. Güterrecht
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a) Der Miteigentumsanteil Nr. _, 1⁄2 Miteigentumsanteil an Grundstück Nr. _, sei in das Alleineigentum der Ehefrau zu übertragen.
Die Ehefrau hat im Gegenzug die auf dem Miteigentumsanteil lastenden Schulden gegenüber der Bank._ zu übernehmen und dem Ehemann einen Betrag von CHF 11'000.00 zu bezahlen.
b) Der Ehemann sei zu verpflichten, der Ehefrau an rückständigen Alimenten den Betrag von CHF 15'000.00 zu bezahlen.
c) Die beiden Positionen gemäss a) und b) seien zur Verrechnung zu bringen; der Ehemann sei somit zu verpflichten, der Ehefrau CHF 4'000.00 zu bezahlen.
d) Im Übrigen sei festzuhalten, dass die Parteien güterrechtlich auseinandergesetzt sind.
3. Die Teilung der während der Ehe geäufneten beruflichen Vorsorge der Ehefrau sei zu verweigern.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Ehemannes."
E. Mit Klageantwort vom 8. November 2014 (Poststempel) stellte der Ehemann folgende Rechtsbegehren:
"1. Die Ehe sei zu scheiden.
2. Die Nebenfolgen seien soweit erforderlich nach richterlichem Ermessen, wonach die Liegenschaft der Parteien dem Beklagten zuzuteilen sei, zu gestalten, alles unter Vorbehalt, dass die psychische Situation des Beklagten sich nicht derart drastisch verändert, dass sich keine nacheheliche Fürsorgeplicht zu aktualisieren hat.
3. Die klägerischen Begehren seien im Übrigen abzuweisen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
F. Anlässlich der Instruktionsverhandlung, welche am 4. Dezember 2014 vor dem Bezirksgerichtspräsidenten Imboden stattfand, hielten die Parteien an ihren Anträgen und Ausführungen fest.
G. Mit Beweisverfügung vom 15. Dezember 2014 stellte der Bezirksgerichtspräsident unter anderem fest, zwischen den Parteien sei nicht strittig, dass ein Unterhaltsrückstand in Höhe von CHF 15'000.-- bestehe sowie dass die Klägerin von ihrem Vater ein Darlehen in Höhe von CHF 100'000.-- für den Erwerb der ehelichen Liegenschaft erhalten und dieses noch nicht zurückbezahlt habe. Zudem werde der gemäss Expertise ermittelte Verkehrswert der Liegenschaft von keiner Partei thematisiert bzw. bestritten.
H. Nach Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung vom 24. Februar 2015 erkannte das Bezirksgericht Imboden mit gleichentags gefälltem Entscheid, mitgeteilt am 7. Juli 2015, wie folgt:
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"1. Die am 24. November 1989 vor [recte: dem] Zivilstandsamt O.1_ geschlossene Ehe der Y._ und des X._ wird gestützt auf das gemeinsame Scheidungsbegehren gemäss Art. 112 ZGB geschieden.
2. Der Grundbuchkreis Domat/Ems wird angewiesen, Y._ (unter Übertragung des hälftigen Miteigentumsanteils von X._) als Alleineigentümerin des Miteigentumsanteils Nr. _ (1/2 Miteigentum an Grundstück Nr. _, Stammgrundstück zu Grundstück Nr. _, Plan Nr. _, _strasse, Zweifamilienhaus [Vers. Nr. _], Atelieranbau [Vers. Nr. _-A], Anbau west [Vers. Nr. _-B], mit 967m2 Gebäudegrundfläche und Umschwung) im Grundbuch O.2_ einzutragen.
Gleichzeitig wird Y._ Alleinschuldnerin der darauf lastenden Grundpfandschuld, sichergestellt durch die Kapitalgrundpfandverschreibung Nr. 52490 über CHF 385'000.00 im 1. Rang zugunsten der Bank._ und die Kapitalgrundpfandverschreibung Nr. 52491 über CHF 107'000.00 im 2. Rang zugunsten der Bank._. Die Bank hat der Entlassung aus der hypothekarischen Solidarhaft zugestimmt.
Die Grundbuchgebühren gehen zu Lasten von Y._.
3. Y._ wird verpflichtet, X._ unter dem Titel "güterrechtliche Auseinandersetzung" innert einem Monat seit Rechtskraft des Scheidungsurteils den Betrag von CHF 27'100.00 zu bezahlen.
Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien mit der Bezahlung dieser Summe güterrechtlich auseinandergesetzt sind.
4. Die Vorsorgestiftung.1_ wird gerichtlich angewiesen, vom Pensionskassenguthaben der Y._ den Betrag von CHF 59'604.00 auf das Konto von X._ bei der Vorsorgestiftung.2_ zu überweisen.
5.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 7'436.00 (Entscheidgebühr CHF 5'000.00, Kosten der Beweisführung CHF 2'436.00) gehen im Umfang von 2/3 zulasten von X._ und im Umfang von 1/3 zulasten von Y._. Die von Y._ zu tragenden Gerichtskosten von CHF 2'478.70 werden in diesem Umfang mit dem geleisteten Vorschuss von CHF 4'750.00 verrechnet. Die Restanz des Kostenvorschusses wird ihr nach Rechtskraft dieses Entscheides und nach Vorlage eines Einzahlungsscheines verrechnet. Die von X._ zu tragenden Gerichtskosten von CHF 4'957.30 gehen - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zulasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b) X._ hat Y._ mit CHF 4'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.
c) Der unentgeltliche Rechtsbeistand von X._ wird - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zulasten des Kantons Graubünden mit CHF 4'160.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird nach Rechtskraft dieses Entscheides und nach Vorlage eines Einzahlungsscheines aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations