# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f7fa3f77-0002-4ba5-a456-114eff4a4f62
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die
1983
geborene
X._
meldete sich am 2
1.
Oktober 2011 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis
tungen der Invalidenversicherung an
(
Urk.
9/5). Zur Klärung der erwerb
lichen und medizinischen Verhältnisse
zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem indivi
duellen Konto bei (
Urk.
9/
15) und holte Arbeitgeberberichte (
Urk.
9/17 und
Urk.
9/20) sowie Berichte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
9/14, 9/16, 9/19, 9/25 und 9/50). Zusätzlich liess sie die Versicherte am
3.
März 2014 durch
Dr.
med.
Y._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, begut
ach
ten (Expertise vom 1
1.
März 2014 [
Urk.
9/51]). Mit Vorbescheid vom 2
0.
März
2014 stellte die Verwaltung die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht
(
Urk.
9/53). Daran hielt sie – auf Einwand
von
X._
hin (Urk.
9/55)
– mit Verfügung vom
2
5.
Juni 2014 fest (
Urk.
9/61 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 2
7.
August 2014 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen; eventuell seien ihr beruf
liche Massnahmen zu gewähren. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie unter an
derem um Gewährung
der unentgeltlichen Prozessführung
(
Urk.
1 S. 2
und S.
5
).
Mit Beschwerdeantwort vom
2.
Oktober 2014 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8). Das Doppel der Beschwerdeantwort wurde der Beschwerdeführerin am
3.
Oktober 2014 zugestellt (
Urk.
10). Am 7. Novem
ber 2014 reichte sie eine weitere Eingabe ein
und zog ihren Eventualantrag
(Gewährung von beruflichen Massnahmen)
zurück
(
Urk.
11). Die Beschwerde
geg
nerin verzich
tete auf eine Stellungnahme
(
Urk.
15).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sach
te
und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Ge
sundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem
sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des
strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK
1986 S.
188 E.
2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist
im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E.
5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S.
30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl.
1994, S.
24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungsablehnung
– unter Hinweis auf ihre medizinischen Abklärungen – damit
,
es liege k
ein Gesundheitsschaden vor, der
eine länger dauernde oder bleibende Einschränkung der Arbeitsfähig
keit in der angestammten
und
in
einer behinderungsangepassten Tätigkeit be
gründe. Eine Invalidität im Sinne des Gesetzes
müsse
deshalb vernein
t werden
und der Anspruch auf Leistungen der Invalidenve
rsicherung
sei
damit
nicht ge
geben (
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
sie sei – entgegen der gutachterlichen Beurteilung – in ihrer Arbeitsfähigkeit vollständig eingeschränkt (
Urk.
1 S. 4)
. Eine 100%ig
e Arbeitsunfähigkeit werde
durch
die
behandelnde Psychiaterin bestätigt
.
Auf das Gutachten könne
zudem
nicht ab
gestellt werden,
da
die
psychische Situation im Rahmen einer Begutachtung mit einer für sie neuen – insbesondere männlichen – Person aufgrund
d
er spe
zi
fi
schen Gegebenheiten nicht erfasst werden könne
(
Urk.
11).
3.
3.1
Nachdem sie die Beschwerdeführerin vom
5.
bis am 1
8.
Dezember 2002 sta
tionär
behandelt hatten, stellten die Ärzte der Klinik
Z._
am 23.
Dezem
ber 2002
nachste
hende Diagnosen
(Urk. 9/9/3)
:
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion, emotionaler In
sta
bilität
und Zustand nach Suizidversuch bei Patientin mit Verdacht auf
Borderline
-Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F43.21)
Störungen durch Cannabis, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F12.1)
Störungen durch Alkohol, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F10.1)
Zustand nach Suizidversuch 1999
Probleme in der primären Bezugsgruppe einschliesslich familiärer Um
stände (ICD-10 Z63.X)
3.2
Die am Zentrum
A._
tätigen
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dr.
phil.
klin
.
p
sych.
C._
, Klinischer Psychologe und Supervisor,
nannten am 2
5.
Juli 2011 (Urk.
9/14/4-6) folgende Diagnosen (S. 1):
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
Legasthenie (
ICD-10
F81.0)
Status nach vier Suizidversuchen 1998, 2003, 2004 (ICD-10 X61)
Status nach Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F10.20)
Status nach Cannabisabhängigkeit (ICD-10 F12.20)
Kleiner
Ventrikelseptumdefekt
Höreinschränkung rechts praktisch vollständig
3.3
Dr.
med.
D._
, leitender Arzt der Kardiologie am Spital
E._
,
berichtete am
2
2.
Juni 2011
, Ursache des 3-4/6
Systolikums
sei ein kleiner
restriktiver
mem
branöser
Ventrikel
septumdefekt
. Dieses kongenitale Vitium sei
hämodyna
misch
ohne Relevanz, da keine Hinweise für eine Volumenbelastung
oder eine pul
monal-arterielle
Druckerhöhung
bestünden
.
Abgesehen von einer
Endokar
diti
s
prohylaxe
würden sich aktuell keine weiteren Massnahmen aufdrängen. Die von der Beschwerdeführerin in der
Fahrradergometrie
gezeigte leicht reduzierte körperliche Belastbarkeit se
i nicht kardial bedingt. Sie sei
vielmehr Ausdruck einer allgemeinen körpe
rlichen
Dekonditionierung
(Urk.
9/14/8-9 S. 2).
3.4
Dr.
med.
F._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Medizin, konnte in ihrem Bericht vom 2
1.
November 2011 (
Urk.
9/14/1-3) keine relevante Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit nennen (S. 1). Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilte sie
nachstehende
Diagnosen (S. 1).
Mittelgradige depressive Episode
Status nach vier Suizidversuchen
Status nach Alkohol- und Cannabisabhängigkeit
Kleiner
membranöser
Ventrikel
septumdefekt
Bruxismus
Legasthenie
3.5
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in seinem Bericht vom 2
9.
Dezember 2011 fest, die Ursache der Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin liege in der durch die Herz- und Ohrenfehler verur
sachte psychische
Belastung. Sie sei depressiv und versuche ihr schweres Schick
sal aufzuarbeiten. Zurzeit sei keine Leistungsfähigkeit gegeben (
Urk.
9/19/3-6).
3.6
Dr.
med.
H._
, Assistenzarzt an der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und
Ge
sichts
chirurgie
des
Spitals I._
,
diagnostizierte
am
7.
Februar 2012
(Urk. 9/25/6-10)
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
e
pitympa
nales
Cholesteatom
rechts
und eine d
epressive Störung
(S. 1).
Nachstehende Diagnosen hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
Otitis
media
chronica
simplex
links
Hochgradiger Verdacht auf
Kiefergelenksmyoathropathie
ausgeprägter Bruxismus mit Status nach zweimaliger
Aufbissschienen
anpassung
Er führte aus, bei Berücksichtigung allenfalls notwendiger hörrehabilitativer Mass
nahmen (Eingriff, Hörgerät) sei eine
volle Arbeitsfähigkeit der Beschwer
de
führerin per sofort möglich (S. 1 und S. 5).
3.7
Dr.
med.
J._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
, stellte in ihrem Bericht vom
3.
März 2014 (
Urk.
9/50/1-7)
nachstehende
Diag
no
sen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
rezidivierende
depressive Störungen
(
ICD-10 F33.1/0
), seit der Jugend
, ak
tuell mittelgradige bis leichte Episode
emo
tionale Instabilität vom
Borderl
inetypus
(ICD-1
0 F60.31
),
seit der Ju
gend mit rez
idivierenden Krisen mit Suizidalität, Suizidversuchen
und selbstverletzendem Verhalten
Dissoziative Störung
(
ICD-10 F44.9
) mit Sprachverlust
und Erstarru
ng, seit dem Tod des Vater
s
1998
P
sychogene
Hypersomnie
(
ICD-10 F51.1
)
,
seit circa
2007
Essstörung aus emotional
en Gründen
(
ICD-10 F50.9
)
,
seit der Jugend, aktuell mit Gewichtsabnahme
Den folgenden Diagnosen mass sie keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei (S. 1):
Schädlicher Gebrauch von Nikotin
(
ICD-10 F17.1
)
Chronisch rezidivierende
Spannungskopfschmerzen
Zähneknirschen
(
ICD-10 F45.8
)
Status nach Alkohol-
und Cannabismissbrauch bis 2009
(
ICD-10
F10.2/1
2.2
Thorakovertebrales
Schmerzsyndrom rechts
Kleiner
membranöser
Ventrikelseptumdefekt
Status nach Entwicklungsretardierung und Legasthenie
(
ICD-10 F81.0
)
Verdacht auf ADHS
Status nach
Cholesteatom
beidseits, rechts mehr al
s links, mit
Hörschwä
che
, Operati
on im ersten/zweiten Lebensjahr
Status nach dissozialem Verhalten im Jugendalter
Nicht abgeklärte Sehschwäche
Sie führte aus, die Beschwerdeführerin, die wegen
eines
beidseitigen
Cho
le
ste
a
toms
mit einem Hörschaden auf die Welt gekom
men und früh operiert worden
sei, habe
eine Entwickl
ungs
retardierung (verzögerte Sprachentwicklung)
und
eine
Legasthenie
gezeigt
. Die Schulzeit
habe sie
in Kleinklass
en – mit Re
petition der
2.
und
6.
Klasse
–
oder im Heim
verbracht. Sie
sei
von den a
nder
e
n Kindern
gemie
den
und nach der Scheidung der Eltern auffällig geworden (dis
soziale Stö
rung). Sie
habe
aufgrund des
frühen Bindungsunterbruch
s und der
Trennungen schon früh Heimweh
gezeigt
, besonders nach dem Tod des Vaters,
und sei
ab
hängige Beziehungen ein
gegangen.
Die Störungen
hätten
zu ver
schiedenen psy
chia
trischen
Hosp
italisationen
geführt
. Die
Anlehre
a
ls
Char
cuterieverkäuferin
habe
die Versicherte
nicht
beendet. Danach habe sie häufig die Stellen gewech
selt
, weil sie oft krank und den Anforderungen nicht ge
wachsen
gewesen sei.
Zuletzt
sei sie
201
1
als Logistikmitarbeiterin tätig
gewe
sen. Sie zeige nebst einer rezidivierenden depressiven Störung eine
Persönlich
keitsstö
rung
mit unsicheren
Bindungen, emotionaler Instabilität vo
n aggressiv bis depressiv,
häufigen Krisen,
Rückzug und Wiedererinnerung an erlebte Ver
luste und Traumatisierungen
. Sie schwanke im Gewicht und habe
eine emotio
nal bedingte Essstörung. Auffallend
– so
Dr.
J._
weiter – sei
ihr grosses Schlafbedürfnis (Rückzug in den
Schlaf?)
, die Sprachlosigkeit in Krisen
, das häufige Weinen,
die reduzierte Belast
barkeit und
ihre reduzierte Fähigkeit, Konflikte zu lösen (
sie flüchte, ziehe
sic
h zurück, breche
Beziehungen ab)
. Auf
grund
der frühen Störung der Persönlich
keit, der Entwicklun
gs- und
Lernstö
rung
, der
kogniti
ven und emotionalen Stö
rungen und de
s
langen Verlauf
s
ohne Stabilität trotz angemesse
ner Behandlung
und
guter Compliance sei
die Prog
nose ungünstig
(S.
3)
.
Der Beschwerdefüh
rerin
sei
daher
w
eder die bisherige
noch eine angepasste Tätigkeit zumutbar (S. 4).
3.8
Gestützt auf die Ergebnisse der psychiat
rischen Untersuchung konnte Dr.
Y._
in seine
m
Gutachten vom 1
1.
März 2014 (
Urk.
9/51) keine sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkende Diagnose stellen (S. 14). Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilte er
nachstehende
Diagnosen (S. 14):
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0)
Akzentuierte
Persönlichkeitszüge mit emotional instabilen Anteilen (ICD-10
Z73.1)
Anam
nestisch multipler Substanzgebrauch und Konsum psychotroper Substanzen (Cannabis, Kokain, Ec
s
tasy, ICD-10 F19.1),
gemäss Versi
cherte
r
vom 1
7.
bis 2
2.
Lebensjahr
Er hielt fest,
die Beschwerdeführerin sei
zu allen Qualitäten (zur Zeit, zur eige
nen Person, zum Ort und zur Situation) ori
entiert. Im Kontaktverhalten sei
sie weitestge
hend freundlich und kooperativ;
stellenweise
sei sie
auch ablehnend und vorwurfsvoll
. Ein Rapport sei
gut herstellbar
. Auf kr
itisch getö
nte Anmer
kungen reagiere
sie verärgert bis impulsiv, be
gleitet von heftigem Weinen. Ihre
Stimmung während der
Un
tersuchung
sei
als
klagsam
und gereizt, dann wieder weinerlich und bedrückt zu beschreiben. Der rasche Wechsel zwischen Gereizt
heit, Weinen und Traurigkeit umschreibe
eine Affektinkontinenz, da die Emoti
o
nen der Versicherten durch geringe Anstösse ausgelöst werden könnten und sich
dann überschiessend entladen
würden
. Die Beschwerdeschilderungen
hät
ten
einen deutlich
appellativen
Charakter und
seien
nicht selten dramatisierend. Eine Tendenz zur Aggravation
sei durchaus erkennbar. E
in gewisser
Leidens
druck
sei
aber ebenfalls spürbar. Die
Beschwerdeführerin – so der Gutachter weiter – wirke verbittert beziehungsweise resigniert und es zeig
t
e
n
sich eine aus
geprägte Krankheitsüberzeugung sowie dysfunktionale
Bewältigungsstrate
gien
. Ihr formaler Gedankengang sei
geordnet und nachvollziehbar
. I
m Denken
sei
sie auf die Beschwerdeschilderungen
und
die
eigenen Defizite fokussiert.
Akzentu
ierte emotional in
stabile Persönlichkeitszüge seien deutlich erkennbar.
Inhaltli
che Denkstöru
ngen mit wahnhaftem Erleben seien
nicht zu eruieren. Die
Ge
dächtnisfunktionen
sowie
die
Aufmerksamkeit, Ko
nzentration und Intelligenz seien
klinisch intakt. Das Antr
iebsverhalten sei
eigenanamnestisch reduziert;
im Ver
lauf der Exploration wirke
die
Beschwerdeführerin
jedoch wach und ener
gisch. Zwangsgedanken oder -handlungen sowie Ich-Störungen würden sich nicht
eruieren
lassen (S. 12 f.).
Dr.
Y._
führte zusammenfassend aus, aus psy
chiatrisch-versicherungsmedizinischer Sicht lasse sich aufgrund der affekti
ven Störung leichten Grades, der akzentuierten Persönlichkeitszüge und des zu
rück
liegenden Alkohol- sowie
Drogenabusus
keine Einschränkung der Arbeits
fähig
keit begründen (S. 17).
3.9
Dem Bericht von
Dr.
J._
vom 2
9.
Oktober 2014 (
Urk.
12/1) kann entnommen werden, dass die Beschwerdeführerin an einer rezidivierenden de
pressiven Störung (ICD-10 F33.0-2),
aktuell leichten Grades und
an
einer emo
tional instabilen Persönlichkeitsstörung vom
Borderlinetypus
(ICD-10 F60.31) mi
t rezidivierenden
Krisen, Suizidalität, selbstverletzendem Verhalten, Rückzu
g und Sprachlosigkeit (emotional
bedingter sporadischer elektiver
Mutismus
[I
CD-10 F94.0
]
)
leidet
. Na
chts leide
sie
zudem unter Zähneknirschen (Bruxismus;
ICD-10 F45.8
)
mit von der Krankenversicherung anerkannten Zahnschäden
. Sie habe
emotional bedingte Schlafstörungen mit
Hypersomnie
(z
u viel Schlaf;
ICD-10 F51.9
)
und diverse Körperstörungen wie Spannungskopfschmerzen, Migräne und andere Schmerzen.
Aus der Kindheit seien
eine reaktive Bindungsstörung
(
ICD-10 F94.1
), eine Sprachentwickl
ungsstörung
(
ICD-10 F80.9
)
, elektiver
Mu
tismus
(ICD-10 F94.0) und sonstige Verhaltens- und emotionale Störungen (ICD-10 F98.0) bekannt.
Die Bindungsstörung (ambivalenter und unsicherer
Bin
dungstyp
) zeige
sich im Erwachsenenalter mit abhängigen Beziehungen, die mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit auf emotionaler Deprivation (Mutter, Heimaufenthalte) und Symptome
n
einer posttraumatischen Belastungsstörung mit Persönlichkeitsänderung beruhen
würden
(mit
Hyperarousal
,
Wiedererin
ne
rungen
, Misstrauen, Rückzug, Vermeidung
[S. 1]).
Unter Belastung und bei Kon
flik
ten
– so
Dr.
J._
weiter – reagiere die Beschwerdeführerin
gereizt respektive
ärgerlich
und werte andere ab. Sie werde
zudem
depressiv
, ziehe
sich weinend zurück,
lasse
niemanden an sich ran und
verlasse
das Schlafzimmer über Stunden oder einen Tag lang nicht mehr. Sie flüchte sich in den S
chlaf (
Hypersomnie
) und versuche
S
chlimme
s zu überschlafen. Danach bleibe
sie oft anhaltend
depressiv, habe Suizidgedanken, sei
ohne Antrieb
und erledige
weder
die
körperliche Hygiene
noch
Haushal
tsarbeiten
ausreichend
.
Sie neige zu
Selbst
verl
etzungen
und
Selbsta
ggression sowie
zur
Abwertung ihrer Person und habe Schuldgefühle. Werde
sie auf ihre Probleme angesprochen mit dem Versuch, sie zur Überwindung der Krise zu motivieren
, flüchte sie nach draussen und gehe
weg
,
ohne die Absicht zurückzukehren
.
Nach
Stunden des Umherirrens finde
sie den Weg zurück und k
önne sich mit Hilfe des WG-
Part
ners
beruhigen. Diese Krisen
würden circa ein bis zwei Mal pro Monat
auf
treten.
Dr.
J._
gab weiter an
, die Beschwerdeführerin sei
gegenüber Men
schen
misstrauisch
und meide sie.
Fremden Personen gegenüber
verhalte s
ie sich überangepasst und
versuch
e
vordergründig keine Probleme zu zeigen
. Ge
fühle zeige sie nur wenig. Sie
wirk
e
oft überspielend heiter
,
um dann, wenn sie sich nicht mehr kon
trollieren k
ö
nn
e
, weinend zusammenzubrechen. Die vielen Gedanken
im Kopf (
Hyperarousal
) mit der
Wiedererinnerung an erlittene Trau
mata
würden
nebst kognitiven Störungen zu Spannungszuständen mit häufigen Kopfschmerzen,
Migräneanfällen und Schmerzen im Körper
führen
. Psychomo
torisch
sei sie dann
unruhig und klage
über ein inne
res, quälendes angespannt sein (S. 2 f.). Zu den
Auswirkungen der Gesundheitsstörungen auf die Arbeits
fähigkeit hielt die
behan
delnde
Psychiaterin fest,
die Beschwerdeführerin sei emotional instabil und neige
zu häufigen Krisen verbunden mit
Selbstverlet
zungen
und Suizidalität. Sie werde
unter Belastung aggressiv oder depressiv
und leide unter
gedanklicher Übe
rfülle (
Hyperarous
a
l
). Das mache
sie in der Auffassung langsamer
und
lenke sie ab
. Dies führe wiederum zu häufigen Feh
lern
und
einer grösseren
Unsicherheit
, was ihre Leistung weiter schmälere.
Wenn
sie sich nicht verstanden fühle oder
andere Faktoren Fluchtimpulse
res
pektive
Aggressivität auslösen
würden
,
werde sie sozial verletzend und/oder flüchte
vom Arbeitsplatz,
um andere nicht
zu schädigen oder das Gesicht
nicht
zu verlieren
. Das mache
eine Integration in ein
em
Team und die Arbeit mit an
de
ren Menschen schwierig. Sowohl die Aus
übung der bisherigen wie auch einer leidensangepassten Tätigkeit sei der Be
schwerdeführerin deshalb nicht zumutbar (S. 4).
4.
4.1
Nach Lage der Akten leidet d
ie
Beschwerdeführer
in
an keinen somatischen Be
schwerden, die eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
zur Folge hätten
(
Urk.
9/14/1-3, 9/14/8-9, 9/25/6-10 und 9/50/1-7).
4.2
Bezüglich de
r
psychischen
Symptomatik
äussert
sich
d
er
Gutachte
r
Dr.
Y._
um
fassend zu den vorhandenen Gesundheitsstörungen und de
ren Auswir
kung
en
auf die Arbeitsfähigkeit.
Die entsprechende Expertise
basiert auf einer
ein
läss
lichen psychiatrischen Untersuchung, berücksichtigt die von der Beschwer
de
füh
rerin geklagten Beschwerden und erging in Kenntnis der medizinischen
Vor
akten. Der Gutachter legte anhan
d der von ihm erhobenen Befunde
in nach
voll
zieh
barer und schlüssiger Weise dar, dass bei der Beschwerdeführerin aus
psy
chia
tri
scher Sicht keine gesundheitsbedingte Einschränkung der Arbeits
fähig
keit be
steht.
Die Expertise von
Dr.
Y._
entspricht damit den
recht
spre
chungs
gemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische
Ent
schei
dungs
grundlage
(vgl. E. 1.
4
hievor
).
4.3
D
ie Beschwerdeführerin macht
geltend
, die Auswirkungen der psychi
schen Erkrankung
auf die Arbeitsfähigkeit und die Beziehungsgestaltung
mit einer Geschichte von psychischen Störungen
seit der Kindheit
lasse sich in einem Gut
achten mit einer für sie unbekannten Person nicht er
fassen (
Urk.
11 S.
1)
.
Soweit
sie damit Einwände gegen die Beweiskraft der psychi
atrischen Expertise erhebt
, ist festzuhalten,
dass
aus den dem
Experten
Dr.
Y._
vorge
lege
nen
Arztberichte
n
– insbesondere
jenem
der behandelnden Psychiaterin
Dr.
J._
–
ohne Weiteres
hervor
geht,
dass die Versi
cherte
eine schwie
rige Kindheit un
d Jugendzeit erlebte.
Darauf,
d
ass sie dem Gutachter mit grossem Misstrauen begegnet
e
beziehungsweise sie ihm nicht habe ausweichen können, was zu Erstarrung, Rückzug und Fluchtimpulsen geführt habe
(
Urk.
11 S. 1)
, ist
mit Blick auf die
ausführli
che
Anamneseerhebung
(vgl.
Urk.
9/51/8-12)
nicht
zu schliessen
. Vielmehr
sprach
der Gutachter
davon
, dass die Beschwer
deführerin weitschweifig über zahl
lose gesundheitliche Probleme und psyc
hosoziale Belastungen berichtet habe
(
Urk.
9/51 S.
9).
F
ür den Aussagege
halt eines medizinischen
Gutachtens kommt es überdies in erster Line d
a
rauf an, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist, was vor
liegend zutrifft. Im Übrigen liegt es in der Natur der Sache, dass eine psychiatrische Begutachtung sich nicht auf einen gleich langen Beobachtungs
zeitraum stützen kann wie die Berichte behandeln
der Fachleute. Dies allein ver
mag den Beweiswert einer Expertise nicht zu schmälern (Urteil des Bundes
ge
richts
9C_671/2012 vom 15.
November 2012 E. 4.5).
4.4
Auch der im Nachgang zur Expertise
des
Dr.
Y._
eingereichte Bericht von
Dr.
J._
vom 2
9.
Oktober 2014 (
Urk.
12/1) vermag keine Zweifel an der Beweiskraft des Gutachtens zu begründen.
Hinsichtlich
der divergierenden medizinischen Ansichten ist zu
be
merken, dass die
psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei e
rfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch im
me
r einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psy
chiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der Diver
genz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an solchen vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten
. Anders verhält es sich hingegen, wenn die behandelnden Ärzte objektiv fest
stellbare Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung unerkannt geblieben und geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (Urteil des Bundesgerichts 8C_79/2008 vom 1
9.
August 2008 E.
4.1). Solche
Gesichtspunkte
bringt die behandelnde Psychiaterin indes nicht vor. Im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung
durch
Dr.
Y._
wurden
die von
Dr.
J._
erhobenen Befunde und die sich dar
aus er
ge
benden Diagnosen nachvollziehbar diskutiert (
Urk.
9/51 S. 14 ff.), wo
bei
l
etztere
Ärztin
in ihrem jüngsten Bericht die Diagnosen einer dissoziativen Störung mit Sprachverlust und Erstarrung
sowie
einer Essstörung aus emotionalen Gründen
ohnehin
nicht mehr wiederholte.
Die
g
utachterliche Auffassung
,
wonach
die de
pressive Symp
tomatik
vorliegend
keine
relevante
Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit zeitigt,
erscheint
auch im Lichte der bun
desgerichtlichen Rechtspre
chung (vgl.
Urteil
e
8C_759/2013 vom
4.
März 2014 E. 3.6.1 mit Hinweisen
,
8C_774/2013 vom 3. April
2014 E. 4.2 mit Hinweisen, 8C_104/2014 vom 26. Juni
2014 E. 3.3.4 mit Hinweisen und
9C_856/2013 vom 8. Oktober 2014 E. 5.1.2
) und unter Berücksichtigung des Tagesablaufs und des Freizeitverhaltens der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
9/51 S.
11;
vgl. ferner
BGE 140 V 290 E.
3.3.2)
als durchaus plausibel
.
Ob die weiteren Beschwerden
im Rahmen akzentuierter Persönlichkeitszüge mit emotional in
stabilen Anteilen zu interpretieren sind, wie der begutachtende Psychiater an
nahm
,
oder
ob sie
vor dem Hintergrund einer emotional instabilen
Persönlichkeitsstö
rung
vom
Borderlinetypus
zu sehen sind, wie es der Bericht von
Dr.
J._
vom 2
9.
Oktober 2014 nahe legt, kann letztlich offen bleiben. Denn
für die invalidenversicherungsrechtliche Beur
teilung ist
nicht die genaue Diagnose
entscheidend
, sondern vielmehr die Frage, welche Arbeitsfähigkeit der versi
cherten Person trotz des Gesundheits
schadens
verbleibt
(vgl. Urteil des Bundes
gerichts 9C_164/2013 vom
4.
Septem
ber 2013 E. 3.2.1).
Diesbezüglich geht a
us dem
Auszug
aus dem individuellen Konto
(
Urk.
9/15
; vgl. auch
Urk.
9/51 S.
10
)
hervor, dass
die Beschwerdefüh
re
rin
jahrelang
– teilweise unterbrochen von Phasen der Arbeitslosigkeit –
bei ver
schiedenen Arbeitgebern
t
ätig war
, wobei die erfolgten
Stellenwech
s
el im Rahmen des Üblichen
liegen
.
Ihre
Erwerbsbio
graphie
lässt damit auf keine
relevante Lei
s
tungseinbusse schliessen
.
Anzeichen
dafür,
dass es zwischen
zeit
lich
zu einer
wesentlichen
Ver
schlechterung ihres
psychischen
Gesundheitszu
stands
gekommen
wäre, bestehen nicht;
die Beschwerdeführerin
hält
die Aus
übung eine
r
beruflichen Tätigkeit
massgeblich
nicht mit der von ihr gewünsch
ten
Hunde
haltung
für vereinbar (
Urk.
9/51 S. 12).
4.5
Nach dem Gesagten ist gestützt auf die Beurteilung
des psychiatrischen Gut
achters
Dr.
Y._
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Arbeits
fähig
keit der Beschwerdeführerin nicht eingeschränkt ist. Sie erleidet keine
gesund
heitsbedingte
Erwerbs
einbusse
. D
ie angefochtene Verfügung
ist
nicht zu bean
stan
den und die
Beschwerde daher abzuweisen
.
5
.
5
.1
Da vorliegend die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Rechts
pflege gemäss
§
16 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt sind (
Urk.
7), ist der Beschwerdeführerin in Gutheissung ihres Gesuchs
vom 2
7.
August 2014 (
Urk.
1 S. 2
und S. 5) die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen.
5
.2
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Verfahren für die unterliegende Be
schwerdeführerin kostenpflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem Verfahrensaufwand festzulegen und vorliegend auf
Fr.
700.--
anzu
setzen, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einst
weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.