# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fe16d789-9927-4ccc-a907-c6d2f30d3141
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1972, absolvierte in Portugal eine Ausbildung als
Coiffeuse
(
Urk.
10/42/17
).
In der Schweiz arbeitete sie zuletzt a
b Januar 2009
als Buffet-Angestellte
(
Urk.
10/14)
.
Infolge eines Arbeitsunfalls
im
Februar 2009
(
Urk.
10/27/99
)
wurde
sie
im Juli 2009
sowie
im
März
und Oktober
2010
am rechte
n
Fuss operiert (
Urk.
10/30/1
)
.
1.2
Die
Versicherte
bezog zunächst
Unfalltaggeldleistungen
der
Schweizerischen Mobiliar Versicherungsgesellschaft AG
(
Urk.
10/83/76 f.
).
Gestützt
auf das Gut
achten von
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Chirurgie,
vom 30.
September 2011
(
Urk.
10/42)
stellte
diese
die
Leistungen
indes
per Ende Februar 2012
ein. Mit der
selben Verfügung
, datiert vom 2
5.
November 2011,
verneinte sie
einen An
spruch
auf eine Invalidenrente und
eine Integritätsentschädigung (
Urk.
10/43).
Es folgte ein
Einspracheverfahren
, in welchem die
Unfallversicherung
Dr.
Y._
neben
d
en
Einwände
n
der Versicherten
auch
Observations
material
zur Stellung
nahme vor
legte
(
Urk.
10/83/49-72).
Alsdann
wies
sie die Einsprache
ab (
Urk.
10/82)
.
Der
E
ntscheid
wurde mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts UV.2013.00172 vom 3
1.
Oktober 2014 bestätigt (
Urk.
10/88)
.
Bereits im September 2009
hatte sich die Versicherte
zudem
bei der
Sozial
ver
sicherungsanstal
t des Kantons Zürich, IV-Stelle zum Leistungsbezug an
gemeldet
(
Urk.
10/2). Diese
holte
insbesondere
eine
ergänzende
Stellungnahme des Regio
nalen Ärztlichen Dienstes (RAD) ein (
Urk.
10/44/7 ff.)
. Nach Eintritt der Rechts
kraft
des
obgenannten
Gerichtsurteils
(
Urk.
10/91/3)
sprach sie
der Versicherten
am
1
5.
Juli 2015
rückwirkend
vom 1. März 2010 bis 31. Dezember 2011
eine befristete ganze Invalidenrente
zu (
Urk.
10/95).
1.3
Drei Tage
später
meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle an (
Urk.
10/99). Diese
setzte ihr mit
Schreiben vom 2
2.
Juli 2015
Frist an
,
um
eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnisse
n
glaubhaft
zu
machen unter der An
drohung,
andernfalls
nicht auf die Neuanmeldung einzutreten (
Urk.
10/100).
Die Versicherte reichte hierauf zahlreiche Arztberichte
ein (
Urk.
10/101), welche die IV-Stelle dem RAD zur Stellungnahme vorlegte (
Urk.
10/103/2 f.).
Anschliess
end kündigte sie
der Versicherten m
it Vorbescheid vom 3
1.
August 2015 an, ihr Leis
tungsbegehren abzuweisen (
Urk.
10/104).
Dagegen erhob die Versicherte Ein
wan
d (
Urk.
10/116
) und liess das Verfahren
später
sistieren (
Urk.
10/118,
10/120).
Nach
zwei
weiteren Operationen am rechten Fuss im April
2016
(
Urk.
10/125/6-9)
und im April 2017 (
Urk.
10/158)
sowie einer
Magenbypass-Operation im Juli 2016 (
Urk.
10/144/9-11)
gab die IV-Stelle ein internistisches, neurologisches, orthopä
disches und psychiatrisches Gutachten in Auftrag
(Urk. 10/170)
. Dieses wurde am
4.
Dezember 2017 vom
Z._
erstattet (
Urk.
10/175
). Nach
einer
Stellungnahme
der Ver
sicherten
(Urk.
10/179) und
des RAD (
Urk.
10/180/12) verneinte die IV-Stelle mit Verfü
gung
vom
6.
März 2018 einen erneuten Anspruch der Versicherten auf Leis
tungen der Invalidenversicherung (
Urk.
2).
In der Zwischenzeit hatte sich
diese
im Januar 2018 einer Rückenoperation unterzogen (
Urk.
3/1).
2.
Gegen die
Verfügung vom
6.
März 2018
erhob die Versicherte mit Eingabe vom
2
0.
April 2018, vertreten durch Rechtsanwältin Fleisch, Beschwerde (
Urk.
1). Darin
beantragte sie, ihr ab
1.
November 2015 eine unbefristete ganze Invalidenrente zu
zusprechen. Eventualiter sei die
Invalidenrente bis 3
1.
Juli 2018 zu befristen und die Sache zwecks Durchführung weiterer Abklärungen und neuer Entschei
dung über den Rentenanspruch ab
1.
August 2018 an die IV-Stelle zurückzu
weisen (
Urk.
1 S. 2).
In
der Beschwerdeantwort vom 1
7.
Mai 2018
schloss die IV-Stelle
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9). Die von der Versicherten
mit Eingaben vom 1
6.
Mai (
Urk.
6)
,
4.
Juni (
Urk.
13),
6.
Juli (
Urk.
16), 25. September (
Urk.
19) und 2
3.
Oktober 2018 (
Urk.
22) sowie 1
4.
Januar 2019 (
Urk.
24)
nach
gereichten Unterlage
n
(
Urk.
7/1-4
, 14/1-
5, 17/1-3, 20, 23/1-2 und 25/1-3
) wurden der IV-Stelle
zur
Kenntnis
gebracht
(
Urk.
8
, 15, 18, 21 und 26
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
2
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung
,
IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
Dies
gilt auch im Falle einer Neuanmeldung nach
einer früher
rückwirkend zugesprochenen befristeten Rente, zumal
für die Zeit unmittelbar vor
Erlass
der damaligen Verfügung
eine Rentenleistung
ebenso wie bei Verneinung eines Rentenanspruchs
abgelehnt
wurde (vgl. BGE
133 V 263
).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswir
kung
en auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E.
2.3, 134 V 131 E. 3). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Erst wenn in diesem Sinne
ein Revisionsgrund vor
liegt
, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tat
sächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.
3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen um
fassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklag
ten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Ausein
ander
setz
ung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizi
nischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsan
wen
dende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, aufgrund des
Z._
-Gutachtens liege spätestens seit November 2017 eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit vor. Die zahlreichen Operationen zwischen 2012 und 2017 hätten jeweils
nur zu vorübergehenden und nicht dauerhaften Ein
schränkungen der Erwerbsfähigkeit geführt, die seitens der Invalidenversicherung nicht berücksichtigt werden dürften
(
Urk.
2).
Dazu wies sie auf die rechtlichen Bestimmungen zur Entstehung eines Rentenanspruchs sowie der Rentenrevision hin (
Urk.
10/181/3 f.).
2.2
Demgegenüber hielt die Beschwerdeführerin
dafür,
die Beschwerdesymptomatik habe sich seit der Begutachtung durch
Dr.
Y._
massiv verschlechtert. Bei nachgewiesener Arthrose sei sie
inzwischen
zweimal am Fuss operiert
und ferner
sei
eine Magenbypass-Operation durchgeführt worden.
Hinzu komme eine Opera
tion an der Wirbelsäule.
Aufgrund der Akten sei eine volle Arbeitsunfähigkeit ab der Neuanmeldung bis zur
Z._
-Begutachtung ausgewiesen.
Dabei
seien d
ie
Z._
-Gutachter von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätig
keiten ab 1. November 2017
ausgegangen
. Die
von
Dr.
A._
bis Mitte September 2017 attestierte volle Arbeitsunfähigkeit werde vo
m Gutachter
Dr.
B._
nicht in Frage gestellt, au
ch wenn er diese trotz Arthrose fälschlicherweise
auf nicht-organische Faktoren zurückführe. Die Arbeitsunfähigkeit nach Mitte September 2017 sei gemäss
Dr.
B._
hauptsächlich auf die
Rückenbeschwerden zurückzuführen. Diesbezüglich habe
Dr.
C._
eine volle Arbeitsunfähigkeit einstweilen bis April 2018 festgestellt.
Demnach bestehe unter Berücksichtigung der üblichen dreimonatigen Frist bis mindestens Ende Juli 2018 Anspruch auf eine ganze Rente (
Urk.
1
Rz
9 -27).
3
.
3.1
Streitig und zu prüfen ist somit, ob nach dem Auslaufen der befristeten Inva
lidenrente
Ende 2011
erneut ein Rentenanspruch entstanden ist. Das beurteilt sich
wie
e
ingangs erläutert
in analoger Anwendung der für die Rentenrevision gelten
den Regeln. In zeitlicher Hinsicht bildet
dabei
die letzte, auf einer materiellen
Prüfung des Rentenanspruchs beruhende, rechtskräftige Verfügung den Aus
gan
gs
punkt - hier der
1
5.
Juli 2015
(Urk. 10/95)
- und die streitige Verfügung den Endpunkt – hier der
6.
März 2018
- für die Beurteilung
der Frage
,
ob eine wes
entliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist,
einen
neuerlichen
Rentenanspruch zu begründen
(
vgl.
Urteil des Bundesge
richts 8C_37/2013 vom 2
5.
April 2013 E.
3
mit Hinweis
en
).
3.2
3.2
.1
In der
V
erfügung vom 1
5.
Juli 2015 wurde
festgestellt
,
der Beschwerdeführerin
sei
nach Ablauf des Wartejahres am
6.
März 2010
keine Tätigkeit
zumutbar gewesen. Indes habe sich ihr Gesundheitszustand per 2
2.
September 2011 soweit
ge
bessert, als ihr eine optimal leidensangepasste Tätigkeit (sitzende Tätigkeit, ohne
im Stehen und Gehen auszuführende Arbeiten, ohne Heben und
Tragen von Lasten über 5 bis 10
kg) in eine
m
100%-
Pensum
z
umutbar sei
. Dies sei vom Sozialversicherungsgericht im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren rechts
kräftig bestätigt worden
(
Urk.
10/95/8
; zur Anlehnung an d
ieses Urteil
ferner
Urk.
10/91/3
).
3.2.2
Im
erwähnten
Urteil UV.2013.00172
(Urk. 10/88/2-15)
vom 3
1.
Oktober 2014 stützte sich
das
G
ericht
vollumfänglich auf das Gutachten von Dr.
Y._
vom 3
0.
September 201
1.
Es stellte
in
Erwägung 3.4
fest
,
dieser
habe aufgezeigt, dass sich anlässlich der Bildgebung keine Grundlage für die Schmerzen der Beschwerdeführerin hätten finden lassen und aus diesem Grund von einer sich verselbständigten Schmerzproblematik auszugehen sei. Dass er unter diesen Um
ständen zum Schluss gekommen sei, der Beschwerdeführerin seien
(ab der Begut
achtung)
alle sitzenden Tätigkeiten vollzeitig zumutbar, leuchte ein. Dies insbe
sondere deshalb, weil
Dr.
D._
bereits am
7.
Juli 2009 von einer 100%ige
n Arbeitsfähigkeit ab 1
5.
Juni 2009 ausgegangen sei und auch der
behandelnde Chirurg
Dr.
E._
eine volle Arbeitsfähigkeit ab
1.
September 2009 attestiert habe. Die behandelnden Ärzte der
F._
seien nach dem Eingriff vom 3
1.
März 2010 ab dem
1.
August 2010 ebenfalls von einer mindestens 50%igen Arbeitsfähigkeit für sitzende Tätigkeiten ausgegangen und hätten die vollständige Arbeits
un
fähigkeit nach dem Eingriff vom 1
3.
Oktober 2010 vor allem aufgrund der vorgebrachten massivsten Schmerzen
attestiert
, die sie als
chronifizierte Schmerzproblematik
interpretiert hätten. Damit sei das Gutachten überzeugend und beweiskräftig.
Zum
Ergänzungsgutachten vom 6. Dezember 2012
hielt
das
G
ericht
in Erwägung 3.5
fest
,
Dr.
Y._
zeige darin auf, dass die Observationsergebnisse aus medi
zinischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit für leidensangepasste Tätigkeiten nicht in Frage stell
t
en, sondern bestätigen würden.
Dabei hatte es die Verwert
barkeit des Observationsmaterials der Unfallversicherung vorweg in Erwägung 1.3
geprüft und bejaht. Abschliessend wies das Gericht darauf hin,
Dr.
Y._
habe
im W
eiteren
festgehalten, dass der Beschwerdeführerin ärztlicherseits schon mehrmals geraten worden sei, die Stöcke nicht mehr zu benutzen, weil dies aufgrund der objektiven Befunde nicht indiziert sei. Sie habe diese Anordnung aber nie befolgt (Urk.
10/88/8 f.).
3.2.3
Ergänzend
hatte die Beschwerdegegnerin
damals
eine Stellungnahme des
RAD-Arzt
es
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
,
eingeholt. E
r berücksichtigte beim ausgewiesenen Gesundheitsschaden neben unfall
kausalen Fussbeschwerden auch ein
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechtsbetont bei ausgeprägter muskulärer
Dekonditionierung
sowie ein patello
fe
morales Schmerzsyndrom rechts. Gleichwohl bestätigte er die Arbeitsfähig
keits
einschätzung von
Dr.
Y._
, einschliesslich des von ihm definierten Belas
tungsprofils (vgl.
Urk.
10/44/8 f. und
Urk.
10/42/26 f.).
Mit anderen Worten kam der RAD zum Schluss, dass anhand der Akten kein organisches Korrelat für
die Rücken- und Kniebeschwerden
feststellbar war (vgl.
auch im Gutachten,
Urk.
8/42/24
-25
)
und diese
dementsprechend nicht zu einer zusätzlichen Ein
schrän
kung der Arbeitsfähigkeit führten
.
3.3
3.3.1
In der Gesamtbeurteilung des
polydisziplinären
Z._
-Gutachten
s
vom 4.
Dezem
ber 2017
hielten die Gutachter fest
, als Hauptdiagnose
n
fänden sich aus Sicht des Bewegungsapparates chronische Beschwerden an Fuss und Unterschenkel rechts sowie ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom unter lumbaler Betonung bei freier Beweglichkeit sämtlicher Wirbelsäulenabschnitte und bei insbesondere lumbal fehlender Beschwerdeäusserung. Durch die klinischen und radiologischen Befunde
liessen sich die geklagten Beschwerd
en nicht vollständig begründen. Aus Sicht des Bewegungsapparates bestehe für körperlich mittelschwere und schwere sowie überwiegend stehende und gehende Tätigkeiten eine bleibende und voll
ständige Arbeitsunfähigkeit.
In einer körperlich leichten, überwiegend sitzenden, adaptierten Tätigkeit unter Wechselbelastung bestehe eine Arbeits- und Leis
tungsfähigkeit von 100
%
. Dabei sei
en
das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 10 kg wie auch das häufige Überwinden von Treppen und Gehen auf unebenem Grund zu vermeiden
(
Urk.
10/175/30)
.
3.3.2
Keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit ergäben sich a
us neurologischer Sicht. Für körperlich leichte bis punktuell mittelschwere, intellektuell einfache Tätigkeiten, vorzugsweise in sitzender Stellung, bestehe eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit.
Aus psychiatrischer Sicht
bestünden
eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0) und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), welche jedoch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen würden.
Aus allgemeininternistischer Sicht be
stehe aufgrund
des metabolischen Syndroms (Diabetes mellitus, arterielle Hyper
tonie
,
Hyperlipidämie
und Adipositas
) eine Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten. In körperlich leichten bis mittelschweren Tätigkeiten bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (
Urk.
10/175/
29-31
).
3.3.3
Es resultiere
somit
aus polydisziplinärer Sicht eine bleibende Arbeitsunfähigkeit für körperlich mittelschwere und schwere sowie überwiegend stehende und geh
ende Tätigkeiten. In einer körperlich leichten, überwiegend sitzenden Tätigkeit unter Wechselbelastung bestehe eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100
%
. Aufgrund der anamnestischen Angaben, des eigenen Untersuchungsbefundes, der
vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten
könne
mit Sicherheit ab November 2017 von diesem Arbeits- und Leistungsprofil aus
gegangen werden
.
Es gebe allerdings keine Hinweise darauf, dass die Arbeits
fähig
keit seit Januar 2012 länger dauernd und höhergradig eingeschränkt gewe
sen sei als heute.
Eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes im Ver
gleich zum Dezember 2011 wurde verneint. Es
bestehe eine deutliche Diskre
panz zur Selbsteinschätzung der Beschwerdeführerin,
die
sich nicht mehr arbeits
fähig fühle. Diese Selbsteinschätzung könne aufgrund der Befunde und Diag
nosen indes nicht hinreichend begründet werden. Es bestünden Hinweise auf
eine
deutliche
nicht-organische
Beschwerdekomponente (
Urk.
10/175/31
-32
).
3.4
3.4.1
Dem
entscheidenden
Teilgutachten von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für orthopädisch
e
Chirurgie,
ist
zu den objektivierbaren
klinischen Befunden
zu entnehmen, der ebene Gang sei mitsamt den geprüften Varianten unauffällig, indem ein rechts
seitiges Hinken im Rückwärtsgang fehle. Bei der Untersuchung der Wirbelsäule zeige sich eine freie Beweglichkeit sämtlicher Abschnitte, desgleichen an allen Extremitäten mit Ausnahme des
arthrodesierten
rechten oberen Sprunggelenks. Erwartungsgemäss sei der Unterschenkelumfang dieser Seite etwas vermindert. Die Beschwerdeführerin berichte sehr stockend und schleppend über ihre Be
schwerden, so dass es schwer falle, den Leidensdruck im Alltag nachzuvoll
ziehen. Bei der gesamten ausführlich
en Untersuchung im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen komme es immer wieder zur Angabe massiver lumbaler Schmerzen, unter anderem in ausgeprägtem Ausmass während
der funktionellen
Prüfung der rechten unteren Extremität in Rückenlage, keinesfalls aber bei Vornahme der
selben Manöver in sitzender Position mit hängenden Beinen. Fünf von fünf
Waddell
-Zeichen seien positiv
(
Urk.
10/175/22)
.
3.4.2
Radiologisch
, so
Dr.
B._
weiter,
zeig
ten sich die
Arthrodese
des rechten oberen Sprunggelenks konsolidiert und das
Osteosynthesematerial
intakt. Am linken Knie sei
en
eine Läsion des Aussenmeniskus und vorderen Kreuzbandes sowie eine lateral betonte Arthrose beschrieben worden, doch gebe die Beschwerdeführerin diesbezüglich Beschwerdefreiheit an. An der Lendenwirbelsäule bestünden ausge
prägte Spondylarthrosen, jedoch keine Neurokompression. In Anbetracht des klinisch objektiv ansonsten blanden Befundes, verzichte man auf die A
n
fertigung neuer Bilddokumente
(
Urk.
10/175/22).
3.4.3
Dr.
B._
schlussfolgerte, d
ie geklagten Beschwerden
liessen sich
keinesfalls vollständig
durch die klinischen und radiologischen Befunde begründen. Nach
voll
ziehbar sei eine gewisse Minderbelastbarkeit der rechten unteren Extremität nach wiederholtem Eingriff einschliesslich
Arthrodese
des oberen Sprunggelenks, keinesfalls aber der sehr inkonstant präsentierte, unter Ablenkung fehlende
Lei
dendsdruck
, so dass von einer massiven nicht
-
organischen Beschwerdekom
ponente
ausge
gang
en
werden
müsse.
Die retrospektive Einschätzung der Arbeits
fähi
g
keit anhand der
anamenstischen
Angaben und vorliegenden Akten sei schwie
rig, doch könne spätestens ab dem Zeitpunkt der
Begutachtung
für die defi
nierten körperlich leichten Verrichtungen von einer zeitlich und leistungs
mässig uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden
(
Urk.
10/175/
2
2
f.
)
.
3.5
3.5.1
Überdies setzte
sich
Dr.
B._
ausführlich mit den
Vorakten
auseinander.
Dabei bestätigte
er
zunächst implizit das im letzten Verfahren als Grundlage dienende Urteil des Sozialversicherungsgerichts (vgl. E. 3.2.2), i
ndem
er festhielt,
er könne
der Einschätzung von
Dr.
Y._
dezidiert folgen. Den
Berichten der
F._
mit Datum
bis März 2015 könne gefolgt werden,
soweit
bei der aktuellen Begutachtung gleichfalls deutliche Hinweise auf ein nicht-organisches Geschehen bestanden hätten. Nicht nachvollziehbar sei aber die
von der
F._
attestierte hochgradige Arbeitsunfähigkeit
(vgl.
Urk.
10/23/1)
,
da
eine
arthrogene
Schmerzursache bei vollständig fehlendem Ansprechen auf die Infil
tration ausgeschlossen werden könne (Urk. 10/175/24).
3.5.2
Zur Beurteilung
der Fussbeschwerden durch
PD
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädie, führte
Dr.
B._
aus, d
ieser habe am 2
7.
April 2015
(
Urk.
10/101/4 f.)
eine posttraumatische Arthrose des rechten oberen Sprunggelenks beschrieben. Es hätten ein SPECT-CT sowie eine MR-Untersuchung erfolgen sollen.
Am
7.
April 2016
habe
Dr.
A._
über einen komplikationslosen Verlauf nach
Kalk
aneusosteotomie
berichtet
(Urk. 10/125/9)
, während er die B
eschwerde
füh
rerin im Eintrag vom
2
5.
August 2016 als
verzweifelt
bezeichnet habe.
Diese
habe
trotz des initial guten Verlaufs wieder starke Schmerzen entwickelt
(Urk. 10/
151/1)
. Nach erfolgter
Arthrodese
habe
Dr.
A._
a
m 2.
Mai
2017 noch leichte Schmerzen und am 2
7.
Juni 2017 klinisch und radiologisch unauffällige Verhält
nisse erwähnt. Am
8.
August 2017 habe er neben
einem massiven
Übergewicht einen etwas schleppenden Verlauf, sicherlich ein depressives Zustandsbild sowie
limitierte sozialökonomische Perspektiven genannt und eine vollständige Arbeit
s
unfähigkeit bis zum 12. September 2017 attestiert. Im Eintrag vom 12. September 2017 habe
er
hauptsächlich
über Rückenschmerzen berichtet
und erklärt, d
er Fuss bereite ebenfalls noch Schmerzen, doch seien diese sicherlich in Zusammenhang mit der Wirbelsäulenproblematik zu deuten
(Urk. 10/175/40-46)
.
Dr.
B._
erläuterte
, diesen
Einschätzungen könne insoweit gefolgt werden, als sie kein fassbares morphologisches Korrelat für die geklagte Symptomatik, wohl aber nicht-organische Faktoren nenne
n würden
. Erstaunlich sei einerseits die Indikationsstellung zum wiederholten Eingriff bei in den Akten doch klar fest
gehaltenen Hinweisen für eine gestörte Schmerzverarbeitung und andererseits der unbeirrbare Glaube, das Geschehen durch die zuletzt suggerierte
Radikulopathie
erklären zu können
(
Urk.
10/175/25
).
3
.5.3
Bezüglich der
Beurteilung der Rückenbeschwerden durch
Dr.
med.
C._
, Fac
h
arzt für Neurochirurgie,
fasste
Dr.
B._
zusammen
, dieser habe
am
5.
Mai 2017
(vgl. Urk. 10/161)
eine chronische rechtsseitige
Lumboischialgie
bei beginnender
Segmentdegeneration LWK4/5 mit
Spondylarthrose diagnostiziert. Dazu habe er festgehalten, es bestehe eine geringe, am ehesten
L5 entsprechende
ischialgiforme
Ausstrahlung ohne sensomotorisches Defizit
,
wobei die Fussfunktion aufgrund der
Arthrodese
nur eingeschränkt beurteilbar sei. Der
Patellarsehnenreflex
sei symmetrisch, der
Achillessehnenreflex
nur links a
uslösbar. Die vorgeschlagene Fac
etteninfiltration sei von der Beschwerdeführerin abgelehnt worden
,
für wei
tere Physiotherapie scheine sie
nicht genügend motiviert zu sein.
Am
22.
September 2017 habe
Dr.
C._
geschrieben, die Beschwerdeführerin nehme
keine Analgetika ein.
Wie schon zuvor festgestellt, liege keine Neurokompression vor, doch k
ö
nne die schwere
Spondylarhtrose
LWK4/5 ein morphologisches Kor
relat darstellen
(vgl. Urk. 10/175/58)
. Gemäss Bericht vom
3.
Oktober 2017 zeige die im Liegen angefertig
t
e Inklinationsaufnahme eine deutliche
kyph
otis
che
Auf
klappbarkeit
des Segments, woraus
Dr.
C._
auf eine Instabilität
ge
schlossen habe
, sodass die
Spondylodese
in Frage komme, deren Durchführung von der Beschwerdeführerin Anfang 2018 gewünscht werde
(vgl. Urk. 10/175/52-53)
.
Diese Einschätzung beurteilte
Dr.
B._
als sehr ungewöhnlich. Zum einen lasse sie die von zahlreichen Ärzten beschriebenen nicht-organischen Faktoren ein
schliesslich des sehr ungünstigen Verlaufes nach wiederholtem Fusseingriff ausser Acht, zum anderen äussere die Beschwerdeführer
in
heute klar ihre
Über
zeugung, dass der
Leidensdruck von den eingebrachten Schrauben herrühre, so dass das Einbringen weiteren Metalls mit grosser Wahrscheinlichkeit per se zur subjektiven Verschlechterung führe. Weiter erscheine die von
Dr.
C._
ange
gebene Anamnese und Klinik keinesfalls
typisch für eine Instabilität.
Es verwun
dere, Funktionsaufnahmen im Liegen a
n
zufertigen
;
die
kypho
t
ische
Aufklapp
bar
keit dürfte einem Normalbefund entsprechen, da ohne eine derartige Bewegung eine Inklination der Wirbelsäule unmöglich wäre. Es bleibe zu hoffen, dass von
weiteren Eingriffen und insbesondere vom Einbringen von Implantaten drin
gendst
abgesehen werde (
Urk.
10/175/25).
4.
4.1
Das
Z._
_
-Gutachten ist für die streitigen Belange
somit
umfassend, beruht auf allseitigen klinischen und bildgebenden Untersuchungen und berücksichtigt die geklagten Beschwerden. Es wurde alsdann nicht nur in Kenntnis, sondern in aus
führlicher Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben
. Dabei legte
d
er be
gutachtende Facharzt für orthopädische Chirurgie
nachvollziehbar
dar, dass die behandelnden Ärzte
nach wie vor
kein
sicheres
organisches Korrelat für die geklagten Schmerzen
objektiv
ieren konnten
und -
im
Gegensatz zu
ihm
- f
ür die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
auf die subjektiven Angaben der Beschwerde
führerin
abstellten
, ohne ihrem
inkonsistente
n
Verhalten
sowie
dem ausge
blie
benen Erfolg der bisher
durchgeführten
medizinischen Massnahmen
Rechnung
zu tragen
.
Wie nachfolgend aufzuzeigen ist,
ist
d
ieser Beurteilung
aus ortho
pädischer
Sicht
trotz der nachgereichten
medizinische
n
Unterlagen
zu folgen
.
Ausführungen zu den
weiteren
Teilgutachten erübrigen sich,
zumal
diese von der Beschwerdeführerin nicht beanstandet
wurden
und
überzeu
gend
begründet
sind
.
Zu betonen
ist, dass ein psychisches Leiden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit anhand der Befunde (
Urk.
10/175/14), der Alltagsaktivitäten und des Verhaltens der Beschwerdeführerin während der Untersuchung (
Urk.
10/175/17) sowie der
bisher fehlenden Inanspruchnahme einer entsprechenden Therapie (
Urk.
10/
175/12 unten)
trotz Hilfestellung bei der Aufgleisung (
Urk.
10/144/8)
schlüssig
verneint wurde
(
Urk.
10/175/
15
).
Da das leichte psychische Krankheitsgeschehen die Arbeitsfähigkeit aus gutachterlicher Sicht jedenfalls nicht beeinträchtigt und somit auch den Invaliditätsgrad nicht beeinflusst, kann darin kein Revisionsgrund erblickt werden (vgl. vorstehend E. 1.2).
4.2
4.2.1
Wie
gutachterlich
dargelegt
,
wurde
im Rahmen
der Fussbeschwerden als Zufalls
befund
zunächst
eine
osteochondrale
Läsion der medialen
Talusrolle
erhoben, die
nach Auffassung verschiedener Ärzte
nicht zur Beschwerdeklage passte und deren Behandlung
dementsprechend
zu keiner Beschwerdebesserung führte (vgl.
Urk.
10/21/11
,
10/30
und 10/42/15 f.
).
Umgekehrt wurde
aufgrund der geklagten Beschwerden
der Verdacht auf ein komplexes
regionales
Schmerzsyndrom
bzw.
ein
Mortonneurom
geäussert, der
sich nicht erhärten liess
(vgl.
Urk.
10/21/9,
10/37/13
und 10/175/28
).
4.2.2
Ähnliches
ergibt sich aus den Akten für die
seither
erfolgten Fussoperationen.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin
stellte
die
Arthrose
insofern
keinen neuen respektive massgeblichen
Befund dar,
als
bereits das Röntgenbild vom Juni 2014 eine beginnende, sekundäre, medial
betonte Arthrose im oberen Sprunggelenk zeigte (vgl.
Urk.
10/101/12).
G
emäss Bericht
vom 31.
März 2015, verfasst von
Dr.
med.
H._
, Oberarzt in Vertretung
in der
F._
,
vermochte diese die Beschwerden
nicht zu erklären, zumal das Gelenk frei be
weglich
war
und
eine Infiltration auch nicht kurzzeitig zu einer Beschwerde
lin
derung geführt
hatte
(vgl. Urk. 10/101/6 f.).
Darauf wies auch der
Z._
-Gutachter hin.
Soweit
Dr.
A._
im Bericht vom 27.
April 2015
ferner
angab
, er habe die Beschwerdeführerin vor Jahren aufgrund einer
«
schwerwiegenden medial beton
ten
Arthrose operiert, die symptomatisch im Sinne einer
beschwerdef
ührenden
osteochondralen
Läsion»
gewesen sei (vgl.
Urk.
10/101/4), erwies sich
diese
im MR des Folgetags als stabil
(vgl.
Urk.
10/101/3).
4.2.3
Es verwundert deshalb nicht, dass
die Beschwerdeführerin n
ach der Fersenbein Osteotomie
rechts
im April 2016
weiterhin starke Schmerzen
beklagt
e
(
Urk.
10/141/4).
Dabei hatte
Dr.
A._
im Austrittsbericht vom
7.
April
2016
bei komplikationslosem
postoperativem Ve
r
lauf
eine volle Arbeitsunfähigkeit
zunächst nur
bis zum
1
9.
Mai 2016 attestiert (
Urk.
10/125/9). I
m
gutachterlich
nicht
erwähnten
Bericht
vom 1.
Februar 2017
hielt er später
fest,
die bisherige Tätigkeit sei aufgrund zu starker Schmerzen bei Arthrose im
Rückfuss
nicht möglich.
Eine angepasste Tätigkeit müss
e wechselbelastend mit garantiert häufi
gem Sitzen sein. Die körperliche Leistungsfähigkeit sei sicherlich
um 50
%
redu
ziert, ohne
die Frage nach derselben final beantworten
zu könne
n
.
Die
Beschwer
deführerin sei bis
dato
massiv eingeschränkt und arbeitsunfähig, nicht zuletzt aufgrund ihrer metabolischen Konstellation mit massiver Adipositas.
Diese und die Arthrose
seien auf längere Sicht nicht günstig für eine
«
sehr belastende
»
Tätigkeit.
Unter Umständen
benötige
sie
eine Invalidenrente. Eine Möglichkeit zur Verbesserung der Situation sei eine
Arthrodese
(
vgl.
Urk.
10/150/1).
Na
ch der am 5.
April
2017
erfol
g
ten
Arthrodese
des oberen Sprunggelenks
(
Urk.
10/175/
50 f.
),
die
Dr.
A._
a
m 7.
August 2017 als knöchern durch
ge
baut
beschrieb
(
Urk.
10/175/45)
,
verwendete
die Beschwerdeführerin
indes
weiter
hin Gehstöck
e
,
klagte
über
Schmerzen
und begann nach eigenen Angaben einige
Wochen nach der Operation
wieder
Analgetika einzunehmen
(vgl.
Urk.
10/
175/22,
10/175/
44, 10/175/
46, 10/175/57 f. und 20
)
.
Dr.
A._
a
ttestierte
ihr
alsdann
b
is zur
letzten Eingabe
ans
G
ericht
im Januar 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit
(vgl.
Urk.
14/4/1-5, 17/1, 23/1-2, 25/2-3
).
Im
Austrittsbericht
vom 1
1.
April 2017
hatte er eine volle Arbeitsfähigkeit einstweilen bi
s
zum
4.
Juni 2017
notiert.
Dazu
erläutert
e er
,
dass
für
eine
Operation
sindikation nicht
die zuvor bestehende
Arbeitsfähigkeit
allein
, sondern
sicherlich
die
Beschwerden
massgebend
sei
en
. Die Arbeits
fä
higkeit nach der Genesungsphase sei
im Bericht festgehalten.
Alle anderen
Arbeits
fä
higkeitsbestimmunge
n würden sukzessiv je nach Belastungs
fähigkeit und klinischer Situation immer neu beurteilt und angepasst. Die
weite
re
n
Arbeitsfähigkeit
en sollten
gemeinsam mit dem Hausarzt,
der Beschwerde
führerin und ihm bestimmt werden
(vgl.
Urk.
10/
175/37
).
Wie
im
Z._
-Gutachten
ausgeführt
, wies
er
im Herbst 2017 schliesslich
auf die negative Beeinflussung des Heilungserfolges durch das depressive Zustandsbild und die limitierten sozio-ökonomischen Perspektiven hin
,
erwähnte das
massive Übergewicht
(
vgl.
Urk.
10/175/45)
und letztlich einen Zusammenhang mit der Wirbelsäulenproble
matik (vgl.
Urk.
10/175/46).
4.2.
4
Noch
vor
Erlass der angefochtenen Verfügung
diagnostizierte
Dr.
A._
d
en Verdacht auf ein
Ganglion im Sinus
tarsi
rechts
.
V
orgefunden und entfernt
wurde
am 5.
Dezember 2017
ein
Lipom (
vgl.
Urk.
25/1).
4.2.
5
Die
von
Dr.
A._
fortwährend attestierte
100%-
Arbeitsunfähigkeit
vermag unter mehreren Gesichtspunkten nicht zu überzeugen
.
Zunächst blieben alle
aufgrund eines vermuteten organis
chen Korrelats
durchgeführten Operation
en
letztlich erfolglos
(vgl.
auch
Urk.
10/175/17 f.)
, so dass ein Zusammenhang zwischen den erhobenen Befunden und den geklagten Beschwerden nicht über
wiegend wahrscheinlich ist
.
Zudem
blieb
Dr.
A._
eine
fachärztliche
Begrün
dung
für die
während fast zwei Jahren
nach der Operation
im April 2017
atte
stierte volle Arbeits
un
fähigkeit
trotz
nach wenigen Monaten gut verheilter
Arth
ro
dese
(
Urk.
10/175/44 f.) und
präoperativ
positiver
Prognose
schuldig
.
Medi
zinische
Komplikationen
sind keine
aktenkundig
und
–
wie
er
im Aus
tritts
bericht
und mit der jew
eils nur befristet bescheinigten
Arbeitsunfähigkeit
selbst
andeutete –
ist
nach einem Eingriff am oberen Sprunggelenk
kaum mit anhal
tender Arbeits
unfähigkeit zu rechnen. Darüber hinaus fällt ins Gewicht, dass er sich im Verlauf nicht mehr zur Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit äusserte.
Im Weiteren
berücksichtigte
er
bei seiner Einschätzung
Leiden ausserhalb
seines Fachgebiets
. Dies betrifft
die gemäss
Z._
-Gutachten
nur
geringfügigen psychi
schen Beschwerden ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. E. 3.3.2)
gleicher
massen wie
die
gemäss
Rechtsprechung
nicht als
invalidisierend zu qualifizie
rende
Adipositas (vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts 9C_385/2014 vom 2
4.
Oktober 2
014 E. 4.3, 8C_372/2012 vom 13.
Juni 201
3 E. 2.2 und 9C_496/2012 vom 9.
September 2012 E. 2.2 je
mit Hinweisen
).
Zusätzlich lässt
seine
offenkundig s
tarke Gewichtung
der subjektiven
Beschwerdeklage
bei langjährigem
,
durch mehrere Operationen geprägte
m
Vertrauensverhältnis
an seiner Objektivität zwei
feln
. Darauf deuten ebenso die von ihm postulierte allfällige Notwendigkeit einer Invalidenrente hin wie auch seine Bemerkung, die Arbeitsfähigkeit müsse (auch) in Absprache mit der Beschwerdeführerin festgelegt werden.
Auf seine Beur
teilung kann umso weniger abgestellt werden
,
als
sich
die Angaben der Beschwerdeführerin
wiederholt
als unzuverlässig erwiesen (
z.B
.
Urk.
10/83/68 f.
und E. 3.4.1
).
Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine (nennenswerte) Arbeits
un
fähigkeit
in einer dem gutachterlichen Belastungsprofil entsprechenden Tätigkeit
verur
sachte das nach
der
Z._
-Begutachtung
am 5. Dezember 2018
komplikationslos entfernte Lipom
am rechten Fuss
, wie das im Operationsbericht erwähnte post
ope
rative Prozedere (keine eingeschränkte Belastbarkeit, keine Analgetika) deut
lich macht (vgl.
Urk.
25
/1).
4
.3
4.3.1
Bereits
im Bericht der
F._
vom 1
5.
Juli 2010
fand sich
die Diagnose
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom rechtsbetont
. Damals wurde bei noch un
a
uf
fälligem MRI-Befund auf die ausgeprägte
muskuläre
Dekonditionierung
hin
ge
wiesen
(
Urk.
10/101/25).
Ebenso gab die Beschwerdeführerin in der
Begut
ach
tung
am
2
2.
September 2011 an, es komme in
der letzten Zeit oft zu Schmerzen im Rücken auf Höhe der lumbalen Wirbelsäule (
Urk.
10/42/16).
4.3.2
I
m
nach der letzten Rentenprüfung
verfassten
Bericht der
I._
vom 2
3.
Juli 2015
wurde
konstatiert
, die chronischen Lumbalgien bestünden seit eini
gen Wochen. Im MRI vom 2
3.
Juli 2015
würden
sich eine ausgeprägte Fac
etten
gelenksarthrose L4/5 und L5/S1 mit einer aktivierten Komponente rechtsseitig mit Signalintensitätserhöhung in der STIR-Sequenz
zeigen
,
die «möglicherweise» Auslöser für die Schmerzen seien
(
Urk.
10/101/1 f.)
.
G
emäss Bericht
der
I._
zum
MRT
vom 2
1.
November 2016
zeigte sich im Verlauf
eine deut
liche Zunahme der Fa
c
ettengelenksarthrose S1/L5 mit erheblich vermehrter Flüssig
keit im Gelenk rechtsbetont bei stationärer Dehydrierung und leichter Protrusion der
Bandscheibe auf diesem Niveau
(
Urk.
10/175/54).
In
der
Verlaufskontrolle
bei
Dr.
A._
vom 1
8.
April 2017
gab die
Beschwerde
führerin
wiederum
an,
s
eit einiger Zeit
auch
Rückenschmerzen im
Bereich der
Le
n
denwirbelsäulen
zu haben
, die nicht ausstrahlen würden
,
und
wünschte
eine fachärztliche Beurteilung
(
Urk.
10/
175/44
).
In
einer weiteren
Verlaufskontrolle
vom 1
2.
September 2017 berichtete sie
alsdann
,
starke Schmerzen vor allem im Be
reich der Wirbelsäule auf Höhe des Beckenkammes (L5/S1, L4/L5
aber auch
leicht L3/4, L2/3
paravetebral
) zu haben mit Ausstrahlung in die untere Extre
mität
entsprechend
der L5/S1 Wurzel (lateraler Ober-/Unterschenkel,
Dig
. IV und leicht V
;
Urk.
10/175/45
).
4.3.3
Zwischen
diesen
Kontrollen
hatte
die Beschwerdeführerin
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurochirurgie,
aufgesucht
, dessen Bericht im
Z._
-Gutachten zutref
fend wiedergegeben wurden. So erwog
Dr.
C._
a
m
5.
Mai 2017
, e
s
bestehe eine chronische
Lumboischialgie
,
wobei
die beginnende Segmentdegeneration L4/5 mit Spondylarthrose
rechts
ein morphologisches Korrelat sein
könne
. Die vor
geschlagene Infiltration der Facetten habe
die Beschwerdeführerin
abgelehnt, weil sie Kortison nicht vertrage.
Zwar k
önnte
man
auch eine Infiltration ohne Kortison durchführen, doch dies wolle
sie
momentan
auch nicht. Die therapeu
tischen Möglichkeiten seien gering, da die P
hysiotherapie bisher
ebenfalls
nicht geholfen habe und die Beschwerdeführerin für eine Fortsetzung derselben nicht motiviert genug erscheine
(
vgl.
Urk.
10/175/62)
.
Im
Bericht vom
22.
September 2017
wurde vermerkt, dass die Beschwerdeführerin
keine
Schmerzmedikamente ein
nehme
(
vgl.
Urk.
10/175/57)
.
Schliesslich schlussfolgerte
Dr.
C._
am
3.
Oktober 2017,
in
den
neuen
Bilddokumenten
zeige sich
eine Instabilität L4/L5 bei Degeneration, wiederum ohne feststellbare eindeutige Neurokompression.
«
Bei mässigem bis hohem Leidensdruck käme
hier die
Spondyl
odese
in Frage
»
(
vgl.
Urk.
10/175/52 f.).
4.3.
4
Gemäss
Austrittsbericht des
J._
zur nach der
Z._
-Begutachtung
, aber vor Erlass der angefochtenen Verfügung
durchgeführten
Spondylodese
L4/5
und
Fenestration
L4/5 mit
Arthrektomie
vom 11. Januar 2018
gestaltete
sich der intra- und postoperative Verlauf komplikationslos. Die Schmerzen habe man mit Analgesie zufriedenstellend kontrollieren können, die radikuläre Schmerzproble
matik habe sich kurzfristig postoperativ
regredient
gezeigt. D
ie Mobilisation
sei
durch die Schmerzen und
zusätzlich
eine reflektorische Hypotonie mit
as
sozier
tem
Schwindel protrahiert
gewesen
.
Die radiologische Stellungskontrolle habe eine regelrechte Lage des
Spondylodesematerials
gezeigt.
Bis zur Nachkontrolle in sechs Wochen
soll
e
keine lumbal mobilisierende Physiotherapie erfolgen, ein isometrisches Krafttraining
sei
erlaubt.
Das
Heben und Tragen von schweren Las
ten
sowie Zwangshaltungen
sei zu
vermeiden und
die lumbalaktive Mobili
sation nicht
zu fo
r
cieren (vgl.
Urk.
3/1).
Dr.
C._
attestierte
der Beschwerde
führerin
sodann
noch
bis Mai 2018 eine volle Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
3/3 und 7/1).
4.3.
5
Ergänzend
zu
r
gutachterlichen
Würdigung
(E. 3.5.3)
ist
f
estzustellen
, dass
nach der letzten Rentenprüfung
in Bezug auf den Rücken
bildgebend neue Befunde erhoben wurden, die sich in der Folge verschlechterten. Indessen ist der von
Dr.
C._
angegebene
mässig
e
bis gar hohe Leidensdruck
behandlungs
anam
enstisch
nicht plausibel
.
Er
sprach
zudem selbst
nur von einem «möglichen» org
a
nischen Korrelat
und bejahte die Operationsindikation
aufgrund der Beschwerde
klage
bzw. auf Wunsch der Beschwerdeführerin
.
Daraus lässt sich nicht schliessen,
die Beschwerden seien überwiegend wahrscheinlich auf die bildgebend festge
stellten Befunde zurückzuführen
. Dies muss umso mehr gelten,
als sich trotz intensiver Abklärungen keine Neurokompression darstellen liess
und die
Be
schwerdeführerin infolge
einer
musku
lären
Dekonditionierung
schon
früher
über Rückenschmerzen
geklagt hatte
.
Daran dürfte sich bei fehlender Motivation für eine Physiotherapie
und Weiterbenützung der Gehstöcke
wenig geändert haben.
Die Ausstrahlung in Bein und Nacken bezeichnete
sie
selbst
zudem nur
als gering und gab an, die Hauptschmerzen kämen unter Belastung
/
Bewegung. Sie könne nur 20 Minuten gehen,
dann würden
die Rückenschmerzen zunehmen. Sie müsse stehen bleiben oder idealerweise sich hinsetzen (vgl.
Urk.
10/161/2 f.).
Insoweit sind die subjektiv geklagten Beschwerden
ohne Weiteres
mit dem gutachterlich definierten Belastungsprofil vereinbar.
Letztlich im Einklang mit dem
Z._
-Gutachten attestierte
Dr.
C._
der Be
schwer
deführerin
einzig
im Zusammenhang mit der
Operation und
zudem
nur bis Ende
Mai 2018
ein
e
(
volle
)
Arbeitsunfähigkeit
.
Dass
sich diese a
uch auf ange
passte Tätigkeiten erstreckt
,
kann
seinen
Z
eugnissen nicht entnommen werden
.
Es bestehen daher keine Anhaltspunkte dafür, dass sich an der gutachterlichen Zumutbarkeitsbeurteilung im weiteren Verlauf wesentliche Änderungen ergeben hätten.
4.4
4.4.1
Schliesslich
wurde bereits in der ersten Begutachtung
im Jahr 2011
aufgrund der Beschwerdeklage
ein patellofemorales Schmerzsyndrom rechts
diagnostiziert
(
Urk.
10/42/16
und 10/42/24
). Im MRI vom
5.
März 2013
zeigte sich
nach einer Distorsion des linken Knies
sechs
Wochen
zuvor
ein Lappenriss des lateralen
Menis
kushinterhorns
mit neben die
Eminentia
intercondylaris
geschlagenem Flapp.
Ferner
wurden
neben wenig Gelenkerguss
eine
mässiggradige
laterale
Femorotibalgelenksarthrose
und
eine leichte lateralbetont
e
Femoropatellarge
lenks
arthrose
festgestellt
(
Urk.
10/101/18).
4.4.2
Die
se
Befunde
und Diagnosen
lagen in der
Z._
-Untersuchung vor, doch
gab
die Beschwerdeführerin damals keine Knieschmerzen an (
Urk.
10/175/17)
.
Es ist des
halb nicht zu beanstanden, dass
solche
nicht berücksichtig
t wurden
. Allerdings schliesst d
as von den
Z._
-Gutacht
ern definierte Belastungsprofil kniebelastende
Tätigkeiten weitestgehend aus.
4.4.3
Im nachgereichte
n
Bericht vom
7.
September 2018 bezieht sich
Dr.
med.
K._
, Facharzt für or
th
op
äd
ische Chirurgie und Traumatologie, auf eine Untersuchung
a
m Vort
ag. Er diagnostizierte eine lateral betonte Gonarthrose links
.
Im klini
schen Untersuch
zeige sich eine anhaltend schmerzhafte Situation. Eine Infil
tration des Kniegelenks werde nicht gewünscht. Es sei formal über die Implan
tation einer Knieprothese aufgeklärt worden. Es bleibe abzuwarten, ob durch die Behandlung des Sprunggelenks (punktieren respektive infiltrieren?)
eine
Entlas
tung des linken Kniegelenks erreicht werde (
Urk.
20).
Der Bericht gibt wede
r
Aufschluss über die gesundheitliche Situation bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung, noch finden sich darin objektive Befund
e
, die auf eine Verschlechterung der Kniebeschwerden seit der Begutachtung
durch
Dr.
Y._
hinweisen. Es fällt eher auf, dass
sich
weder links noch rechts deutliche Atrophien der Streck-/Beugemuskulatur
fanden
.
4.5
4.5.1
Das
Z._
-Gutachten
leuchtet somit in allen Teilen
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und enthält
nachvollziehbar
begründete Schlussfolgerungen, so dass vollumfänglich darauf abzustellen ist.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin kann es i
n Anbetracht der Verschiedenheit von Behand
lungs- und Begutachtungsauftrag in umstritten Fällen letztlich nicht
Sache der therapeutisch tätigen Arztperson sein, zur Arbeitsunfähigkeit verbind
lich
Stellung zu nehmen. Die blosse Bescheinigung einer höhergradigen Arbeits
unfähigkeit durch
Dr.
A._
ist daher belanglos, weil er diese nicht mit Aspek
ten begründete, welche in der
Z._
-Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind und weiterer Abklärung bedürften
(
vgl. dazu
Urteil des Bundes
gerichts 8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2 mit Hinweisen, u.a. auf SVR 2
008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I
514/06]
; Urteil des Bundesgerichts 9C_319/2014 vom 8. September 2014 E. 3.2
).
4.5.2
Nichts zu ihren Gunsten ablei
ten kann die Beschwerdeführerin
aus der Fest
stellung von
Dr.
B._
, eine rückwirkende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
sei schwierig
.
Der
Untersuchungsgrundsatz (
Art.
43
Abs.
1 und
Art.
61
lit
. c ATSG)
schliesst
eine Beweisführungslast zwar begriffsnotwendig au
s
. Erweist es sich jedoch trotz eingehender Abklärungen als unmöglich, einen Sachverhalt zu ermit
teln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen, so trägt diejenige Partei die Folgen der Beweislosigkeit, welche daraus Rechte ableiten wollte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_398/2018 vom
5.
Dezember 2018 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 138 V 218 E. 6).
I
n der Gesamtbeurteilung
des
Z._
-Gutachtens
wurde
ausdrücklich festgehalten,
es weise nichts darauf hin,
dass die Arbeitsfähigkeit nach Auslaufen der letzten Rente länger dauernd und höhergradig eingeschränkt
gewesen sei
(vgl. E. 3.3.2
). Dem ist, wie
der
RAD
-Arzt
am
1
5.
Dezember 2017
postulierte
(
Urk.
10/180/12
)
, beizupflichten
.
Nach dem vorstehend Ausgeführten lässt sich aufgrund der
Be
richte von Dr.
C._
und
Dr.
A._
kein Leiden feststellen
,
das
die der Ren
tenverfügung vom 1
5.
Juli 2015 zugrundeliegende volle Arbeitsfähigkeit in
einer sitzenden Tätigkeit, ohne im Stehen/Gehen auszuführende
Arbeiten und ohne Heben/Tragen von Lasten über 5 bis 10 kg zu irgendeinem Zeitpunkt
mit einer
gewissen Wahrscheinlichkeit
zusätzlich
e
ingeschränkt hät
te.
Dies gilt selbstre
dend
auch
für die
darauf basierenden, ohne eigene Befunderhebung abgegebenen
Arbeits
fähigkeitseinschätzungen des
Hausarzt
es
Dr.
med.
L._
(etwa
Urk.
10/
135, 7/2 und 17/2)
.
4.5.3
Eine Arbeitsunfähigkeit auch in
angepassten Tätigkeit
en
bestand
also
nur
während der Rekonvaleszenz
nach den Operationen
.
Es
finden sich
indessen keine
An
haltspunkte dafür, dass
diese
nach den
komplikationslos verlaufenen
Fuss
operationen im April 2016 und April 2017
jeweils
während
mindestens
drei Monaten mindestens 40
%
betrug
.
Nur so liesse sich
jedoch
im Rahmen der ana
lo
gen Anwendung der Revisionsregeln
ein
relevante
s
Ausmass der gesund
heit
li
chen Veränderung
bei einem vorbestehenden Invaliditätsgrad von 0
%
(
Urk.
10/95/
8)
und damit ein materieller Revisionsgrund
begründen (
vgl.
Art.
88a IVV, Urteil
des Bundesgerichts 9C_496/2018
vom 2
1.
Novemb
er 2018 insbe
son
dere E. 4.2.1).
Wie lange d
ie
Rekonvaleszenz nach
der
Rückenoperation
am 11.
Januar 2018
dauerte, kann
letztlich
offen
gelassen werden
,
da
die angefoch
tene Verfügung bereits knapp zwei Monate später erging. E
s bleibt zu ergänzen, dass
im Bericht vom 28.
Oktober 2016 eine Arbeitsunfähigkeit
in einer Verweis
tätigkeit
infolge
der am
2
0.
Juli 2016 erfolgte
n
Magenbypass
-O
peration
verneint wurde (
Urk.
10/144/2 f.).
Dass
die Arbeitsfähigkeit allenfalls
über die
einwöchige
Hospitalisation
hinaus
im Rahmen der Rekonvaleszenz
eingeschränkt war,
ist dem
B
ericht nicht
zu entnehmen
. Eine Thromboseprophylaxe, die auf eine ein
geschränkte Mobilität hindeutet, wurde
im Austrittsbericht
allerdings
nur für drei Wochen postoperativ angeordnet (
Urk.
10/144/10) und die Beschwerdeführerin gab b
ereits in der Nachkontrolle vom 2.
September 2016 als einzige Beschwerde
noch
seltenes Erbre
chen nach zu schnellem Essen an (
Urk.
10/144/12 f.)
.
5.
Zusammenfassend ist
also
nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
mit der angefochtenen Verfügung
einen
erneuten
Rentenanspruch
der Beschwer
de
führerin
mangels
entsprechender Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit
(
Art.
17
ATSG
)
verneinte. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand unabhängig vom Streitwert
im Rahmen von
Fr.
200.--
bis Fr.
1‘000.--
festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Sie sind vorliegend auf
Fr.
1‘000.--
anzusetzen und de
r
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.