# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 59c3b61c-2a66-4757-a9d6-69983d1286c5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1960 geborene
X._
arbeitete ab dem 1. Januar 2003 als
hand
werklicher Allrounder bei der
Y._
(Urk. 6/98-100), welche das Arbeitsverhältnis am 7. November 2017 aus gesund
heitlichen Gründen per 31. Januar 2018 auflöste (Urk. 6/107). Am 7. August 2017 meldete sich
X._
unter Hinweis auf rechtsseitige Fussbeschwerden als Folge eines Unfalles vom 10. Oktober 1979 zum Bezug von Leistungen der Invaliden
versicherung an (Urk. 6/42-47). Die Pensionskasse Stadt Zürich richtete ihm ab 1. Februar 2018 eine Berufsinvalidenpension von 100 % und einen Zuschuss für fehlende IV-Leistungen aus (Urk. 6/254-255). Die Suva
erbrachte aus dem vorge
nannten Unfallereignis bis Ende November 2018 Heilkosten- und Taggeld
leistungen (Urk. 6/205-207). Sodann gewährte sie dem Versicherten eine Invalidenrente nach Massgabe einer Erwerbsunfähigkeit von 13 % mit Wirkung ab 1. Dezember 2018 und eine Integritätsentschädigung basierend auf
einer Integritätseinbusse von 30 % (Verfügung vom 7. November 2018, Urk. 6/175-178). Ab dem 1. April 2018 arbeitete
X._
in einem Teil
zeit
pensum auf Stundenlohnbasis als Schulbusfahrer/Chauffeur bei der
Z._
(Urk. 6/213).
1.2
Am 9. Januar 2018 meldete sich
X._
beim Regionalen Arbeitsver
mittlungszentrum (RAV)
A._
zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 6/162) und beantragte am 24. Januar 2018 die Ausrichtung von Arbeits
losenentschädigung ab dem 1. Februar 2018 (Urk. 6/20-23). Mit Verfügung vom 8. April 2019 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich den Anspruch des Versicherten auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Februar 2018 wegen fehlender Vermittlungsfähigkeit (Urk. 6/92-95). Die hiergegen erhobene Ein
sprache des Versicherten und der Pensionskasse Stadt Zürich vom 26. April 2019 (Urk. 6/35-37) wies die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich mit Einspracheent
scheid vom 4. Juli 2019 (Urk. 2/1) ab.
2.
Dagegen erhob
en
der Versicherte sowie die Pensionskasse Stadt Zürich am 16. August 2019 Beschwerde (Urk. 1) und beantragten:
«
1.
Der Einspracheentscheid Nr.
«...»
vom 4. Juli 2019 sei aufzuheben.
2.
Die Vermittlungsfähigkeit und damit der Anspruch auf
Arbeitslosenentschädigung ab 1.
Februar 2018 seien zu bejahen.»
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 29. August 2019 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), worüber d
ie Beschwerdeführe
nden
mit Verfügung vom 4. September 2019 (Urk. 8) in Kenntnis gesetzt wurden.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1
.1
Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosenent
schädigung ist die Vermittlungsfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 lit. f des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversiche
rung und
die
Insolvenzentschädi
gung
[
AVIG
]
). Gemäss
Art.
15
Abs.
1 AVIG ist die arbeitslose Person ver
mittlungsfähig, wenn sie bereit, in der Lage und berechtigt ist, eine zumutbare Arbeit anzuneh
men und an Eingliederungsmassnahmen teilzunehmen. Zur Ver
mittlungsfähigkeit gehört demnach nicht nur die Arbeits
fähigkeit im objektiven Sinn, sondern subjektiv auch die Bereitschaft, die Arbeitskraft entsprechend den persön
liche
n Verhält
nissen währ
end der üblichen Arbeitszeit ein
zu
setzen (BGE 125 V 51 E. 6a). Hiezu genügt die Willenshaltung oder die bloss verbal erklärte Vermittlungsbereitschaft nicht; die versicherte Person ist vielmehr gehalten, sich der öffentlichen Arbeitsvermittlung zur Verfügung zu stellen, angebotene zumut
bare Arbeit anzunehmen und sich selbst intensiv nach einer zumutbaren Stelle umzusehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_99/2012 vom
2.
April 2012 E. 2 mit Hinweis).
1.2
Nach
Art.
15
Abs.
2 Satz 1
AVIG
gilt der körperlich oder geistig Behinderte als vermittlungsfähig, wenn ihm bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage, unter Berück
sichtigung seiner Behinderung, auf dem Arbeitsmarkt eine zumutbare Arbeit vermittelt werden könnte.
Art.
15
Abs.
3 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und
die
Insolvenzentschädigung (AVIV) legt fest, dass ein Behinderter, der unter der Annahme einer ausgeglichenen Arbeitsmarktlage nicht offensichtlich vermittlungsunfähig ist, und der sich bei der Invalidenver
sicherung oder einer anderen Versicherung nach
Art.
15
Abs.
2 AVIV angemeldet hat, bis zum Entscheid der anderen Versicherung als vermittlungsfähig gilt.
In diesem Sinn sieht
Art.
70
Abs.
2 lit. b des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vor, dass die Arbeitslosenversiche
rung für
Leistungen, deren Übernahme durch die Arbeitslosenversicherung, die Krankenversicherung, die Unfallversicherung oder die Invalidenversicherung umstritten ist, vorleistungspflichtig ist. Aufgrund dieser Bestimmungen hat die Arbeitslosenversicherung arbeitslose, bei einer anderen Versicherung angemel
dete Person zu entschädigen, falls ihre Vermittlungsunfähigkeit nicht offensicht
lich ist. Dieser Anspruch auf eine ungekürzte Arbeitslosenentschädigung besteht namentlich, wenn die voll arbeitslose Person aus gesundheitlichen Gründen lediglich noch teilzeitlich arbeiten könnte, solange sie im Umfang der ihr ärzt
licherseits attestierten Arbeitsfähigkeit eine Beschäftigung sucht und bereit ist, eine neue Anstellung mit entsprechendem Pensum anzutreten (BGE 136 V 95 E. 7.1). Will eine versicherte Person aufgrund ihrer gesundheitlichen Einschrän
kung allerdings gar nicht mehr arbeiten oder schätzt sie sich selber als ganz arbeitsunfähig ein, so ist sie vermittlungsunfähig. Unter diesen Umständen hat die versicherte Person keinen Anspruch auf (Vor-) Leistungen der Arbeitslosen
versicherung (BGE 136 V 95 E. 7.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_401/2014 vom 2
5.
November 2014 E. 2.2).
1.3
«
Offensichtlich
»
vermittlungsunfähig bedeutet, dass die Vermittlungsunfähigkeit auf Grund der Akten der Arbeitslosenversicherung, allenfalls gestützt auf Ermitt
lungen anderer Sozialversicherungsträger oder auf Grund anderer Umstände ohne weitere Abklärungen ersichtlich ist. Bei erheblichen Zweifeln an der Arbe
its
fähigkeit eines Arbeitslosen
kann die kantonale Amtsstelle eine vertrauensärzt
liche Untersuchung auf Kosten der Arbeitslosenversicherung anordnen (Art.
15 Abs.
3 AVIG). Wird eine solche nicht durchgeführt oder ergibt sie keine offen
sichtliche Vermittlungsunfähigkeit, dann kommt
–
auch wenn Zweifel an der Vermittlungsfähigkeit bestehen
–
die Vermutung zum Tragen, wonach diese zu bejahen ist (Urteil des Bu
ndesgerichts 8C_904/2014 vom 3. März 2015 E.
2.2.3).
1.
4
Gemäss Art. 40a
Abs.
1
des Vorsorgereglements der Pensionskasse Stadt Zürich
(PKZH VSR;
Urk. 3/4 [=
Urk. 6/55-85])
liegt Berufsinvalidität vor, wenn Ver
sicherte, die nach den Kriterien der Invalidenversicherung ganz oder teilweise erwerbsfähig sind, ihre bisherigen Aufgaben aus gesundheitlichen Gründen voraussichtlich bleibend oder längere Zeit nicht mehr oder nicht mehr vollständig erfüllen können.
Betreffend den Pensionsanspruch bei Erwerbsinvalidität
richten sich die Voraus
setzungen für das Vorliegen einer Arbeitsunfähigkeit, einer Erwerbsunfähigkeit und einer Invalidität sowie die Berechnung des Invaliditätsgrades nach den Regeln der Invalidenversicherung (Art. 40 PKZH VSR).
Arbeitsunfähigkeit ist gemäss Art. 6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil
weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt.
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der ent
scheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Ents
cheid (
Urk.
2/1) davon aus, es bestehe eine Vorleistungspflicht der Arbeitslosen
versicherung
, wenn Zweifel
bestünden
, ob die versicherte Person Anspruch auf Leistungen der Invalidenver
sicherung oder der Arbeitslosenversicherung habe
.
H
ingegen gelte dies nicht vorbehaltlos. Vielmehr müssten die Anspruchsvoraussetzungen für den Bezug von Arbeitslosenentschädigung erfüllt sein. Die versicherte Person
müsse unter anderem
vermittlungsfähig im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. f AVIG sein. Eine behinderte Person
gelte als vermittlungsfähig, wenn ihr bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage, unter Berücksichtigung ihrer Behinderung, auf dem Arbeits
markt eine zumutbare Arbeit vermittelt werden könn
t
e. Die versicherte Person
müsse bereit,
in der Lage und berechtigt sein, entsprechend den persön
lichen Verhältnissen und im Umfang der ärztlicherseits attestierten Arbeitsun
fähigkeit während der üblichen Arbeitszeit mindestens ein Pensum von 20 % auszuüben. Der Versicherungsschutz der Arbeitslosenversicherung beschränke sich auf die Deckung der verbleibenden Erwerbsfähigkeit.
Vorliegend sei auf den von der Pensionskasse festgestellten
Invaliditätsgrad
abzustellen. Mit der Anpas
sung des Vermittelbarkeitsgrades an die Resterwerbsfähigkeit liege dieser unter 20 % einer Vollzeitbeschäftigung, weshalb der Beschwerdeführer nicht vermitt
lungsfähig
sei
und damit keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Februar 2018 habe
(Urk. 2/1 S. 2 f.).
2.2
Die Beschwerdeführe
nden
stellten sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
ein
körperlich oder geistig Beeinträchtigte
r
gelte
bis zum Entscheid der Invalidenversicherung,
unter der Annahme einer ausgeglichenen Arbeitsmarkt
lage
,
als vermittlungsfähig, wenn
er
nicht offensichtlich
vermittlungs
un
fähig sei. Die Abklärungen der Invalidenversicherung seien noch nicht abgeschlossen
.
G
emäss der Mitteilung
der Invalidenversicherung
vom 4. Dezember 2018 sei nicht – oder zumindest nicht mit einer vollen – Erwerbsunfähigkeit zu rechnen, weshalb eine offensichtliche Vermittlungsunfähigkeit nicht gegeben sei. Es dürfe
sodann
auch nicht auf den von der
Pensionskasse
festgelegten Invaliditätsgrad abgestellt werden, da sich dieser lediglich auf die Arbeitsfähigkeit in angestamm
te
r Tätigkeit
beziehe und nichts über die Resterwerbsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aussage.
Der Beschwerdeführer sei in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig, weshalb die Vermittlungsfähigkeit zu bejahen sei und ihm die
ihm
zustehenden Leistungen der Arbeitslosenversicherung zuzusprechen seien (Urk. 1 S. 3).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Vermittlungsfähigkeit und damit den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. Februar 2018 zu Recht verneint hat.
3.
3.1
Das Vorsorgereglement der Pensionskasse Stadt Zürich unterscheidet zwischen
L
eistungen
für Berufsinvalidität (Art. 40a
) und Erwerbsinvalidität (Art. 40). Während bei der Berufsinvalidität die Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätig
keit
massgebend ist, richtet sich der Anspruch
auf eine Erwerbsinvalidenpension nach den Vorgaben der Invalidenversicherung. Der Invaliditätsbegriff im Sinne von Art. 1 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 1 und Art. 7 Abs. 1 ATSG umfasst die Einschränkung der Erwerbsfähigkeit auf dem gesamten in Betracht kommenden (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt und berücksichtigt auch das Leistungs
vermögen in einer Verweistätigkeit
(vgl. E.1.
4
)
.
Die Pensionskasse Stadt Zürich richtet dem Beschwerdeführer gestützt auf Art. 40a PKZH VSR eine Berufsinvalidenpension von 100 % aus (vgl. Schreiben vom 27. März 2018, Urk. 6/254-255).
Bei der Berufsinvalidität richtet sich der Invaliditätsgrad nach der Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit, weshalb abweichen
d von der Invalidenversicherung
die Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit nicht berücksichtigt
wurde
(vgl. Urk. 1 S. 2).
3.2
Die Beschwerdegegnerin stützt sich in ihrem Einspracheentscheid
bezüglich
d
e
r
Restarbeitsfähigkeit auf den Invaliditätsgrad der Pensionskasse
Stadt Zürich
ab, weshalb sie die Vermitt
l
ungsfähigkeit
des Beschwerdeführers verneinte.
Der Auf
fassung der Beschwerdegegnerin kann nicht
gefolgt
werden. Die
Beschwerdegeg
nerin
verkennt, dass die Pensionskasse Stadt Zürich bei der Zusprache der Berufs
invalidenrente die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nicht berück
sichtigte.
Damit geht es nicht an, dass dem Beschwerdeführer mit Verweis auf den Entscheid der Pensionskasse Stadt Zürich die Vermittlungsfähigkeit abgesprochen wird.
3.3
Nach Lage der Akten war bei Erlass des Einspracheentscheids vom 4. Juli 2019 (Urk. 2
/1
) noch kein Rentenentscheid der Invalidenversicherung ergangen. Indes ist ein Schreiben der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 4. Dezember 2018 betreffend mündliche Eröffnung eines ablehnenden Rentenentscheids aktenkundig (
Urk.
6/149
).
Da ein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung einen Invaliditätsgrad von mind
estens 40 % voraussetzt (Art. 28
Abs. 1 lit. c und Abs. 2 IVG), dürfte nach Einschätzung der IV-Stelle jedenfalls in einer Verweistätigkeit eine zumindest teilweise Restarbeitsfähigkeit vorliegen.
Obschon
in der
Aktennotiz
der Beschwerdegegnerin
vom 13. März 2019 festgehalten wurde, dass beim Gespräch zwischen dem Beschwerdeführer und der IV-Stelle neue Tatsachen hervorgebracht
worden seien
und
weitere
A
bklärungen vorgenommen werden mü
ssten
(Urk. 6/124)
, kann nicht darauf geschlossen werden, dass der Beschwerdeführer
offensichtlich
vermittlungsun
fähig ist.
Dies gilt umso mehr, als
der Beschwerdeführer
seit April 2018
einer Zwischen
verdiensttätigkeit nach
ging
(vgl.
Arbeitsvertrag
Z._
Urk. 6/213 sowie Lohnabrechnungen
Urk.
6/10, 6/13, 6/
30
, 6/
40
, 6/
103
, 6/
117, 6/125,
6/163,
6/173, 6/191, 6/202, 6/211 [=
6/221
]
,
6/233, 6/242, 6/248)
.
Die Arztzeugnisse vom 22.
Februar
und
9. Juli 2018 attestierten dem Beschwerdeführer sodann ab dem 23. Februar 2018 eine 50%ige
beziehungsweise 100%ige
Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit
gemäss dem umschriebenen Profil
(Urk. 6/238 und 6/266)
.
In Bezug auf eine angepasste Tätigkeit sind den Arzt
zeugnissen
vom 13. September 2018 (Urk. 6/196), 3. Oktober 2018 (Urk. 6/180), 1. November 2018 (Urk. 6/161) sowie 16. Januar 2019 (Urk. 6/118) keine Angaben zu entnehmen.
Schliesslich ging die Suva in ihrer Verfügung vom 7. November 2018 (Urk. 6/175-178) davon aus, dass der Beschwerdeführer als Maler und Hauswart/Allrounder nicht mehr arbeitsfähig sei. Einer Verweistätigkeit (keine Stösse, Vibrationen und Schläge auf die rechte untere Extremität; maximal 50 % der Arbeitszeit in stehender oder gehender Position, im Übrigen sitzende Position; keine Zwangsstellung der rechten unteren Extremität; Besteigen von Leitern und Gerüsten sowie Treppen sollte nur einen geringen Anteil der Arbeitszeit von weniger als 30 % ausmachen; kein Gehen auf unebenem Grund; Heben und Tragen von Gewichten bis zehn Kilogramm) könne er jedoch trotz der verbleibenden Unfallfolgen zeitlich unein
geschränkt nachgehen. Damit verzeichne er eine unfallbedingte Erwerbseinbusse beziehungsweise einen Invaliditätsgrad von 13 %. Zwar
berücksichtigt die Unfallversicherung lediglich die unfallbedingte Invalidität, wogegen die
Invali
denversicherung aufgrund ihrer finalen Konzeption das Risiko der
Invalidität unabhängig vom Vorliegen eines bestimmten ursächlichen Ereignisses wie Krankheit oder Unfall
deckt. Vorliegend ist der von der Suva ermittelte Invalidi
tätsgrad respektive die diesem zu Grunde liegende Einschätzung der Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers insofern beachtenswert, als dessen Anmeldung bei der Invalidenversicherung vom 7. August 2017 unter Hinweis auf rechts
seitige Fussbeschwerden als Folge des bei der Suva versicherten Unfalles vom 10. Oktober 1979 erfolgte.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die
vorliegenden Akten keine offensicht
liche Vermittlungsunfähigkeit erkennen lassen beziehungsweise
die Vermutung der Vermittlungsfähigkeit im Sinne
von Art. 15 Abs. 3 AVIV (vgl. E.
1.2) nicht umzustossen vermögen. Damit
besteht ab dem 1. Februar 2018 grundsätzlich
eine (V
or
-)L
eistungspflicht
der Arbeitslosenversicherung
, sofern die übrigen Anspruchs
voraussetzungen erfüllt sind.
Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.