# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a0e6f8d4-c6c8-4669-b676-2d981fb8cb7c
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Am 1. Juni 2010 reichte Willy Meier für die G.I.B. Gastro Immob Betriebe GmbH im
Namen von 73 Gastwirten und 53 Eigentümern von Liegenschaften mit
Gastgewerbebetrieben der Regierung des Kantons St. Gallen eine Petition im
Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der Verordnung über den Schutz vor dem
Passivrauchen ein. Die Petitionäre brachten vor, die Umsetzung des Rauchverbots ab
1. Juli 2010 stelle Gastwirte, Liegenschaftsbesitzer und Pächter vor schwierige
Probleme. Die Petition habe zum Ziel, zur Lösung dieser Probleme konstruktiv
beizutragen. Sie stütze sich auf eine Beschwerde vom 29. März 2010 an die Regierung,
welche bis heute nicht beantwortet worden sei. Die Petitionäre ersuchten die
Regierung, die Umsetzung des Rauchverbots am 1. Juli 2010 sei zu verschieben, bis
die Ergebnisse der Initiativen der IG Freies Rauchen und der Lungenliga bekannt seien.
Inzwischen könnten Wirte, Liegenschaftsbesitzer und Pächter bedeutende
unternehmerische Entscheide für die Zukunft fällen.
Die Regierung behandelte die Petition an ihrer Sitzung vom 22. Juni 2010. Am 28. Juni
2010 stellte sie den Petitionären den Protokollauszug ihres Beschlusses zu. Die
Regierung erwog, die Petitionäre würden zu Unrecht behaupten, die Beschwerde vom
29. März 2010 sei nicht beantwortet worden. Willy Meier habe es als damaliger
Beschwerdeführer vor der Regierung ebenso wie im Beschwerdeverfahren vor dem
Verwaltungsgericht unterlassen, die einverlangten Kostenvorschüsse zu bezahlen bzw.
die verlangten Erklärungen zum weiteren Verfahren abzugeben. Es sei offenkundig,
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dass der Beschwerdeführer jedes Interesse an der Weiterverfolgung der besagten
Beschwerden habe vermissen lassen. In der Sache verwies die Regierung auf die
Gesetzgebung und die Verordnungen im Zusammenhang mit den Vorschriften zum
Schutz der Bevölkerung vor Passivrauchen. Sie hielt fest, den Gastwirten seien seit
Ende September 2009 die entsprechenden Vorschriften und der Zeitpunkt von deren
Inkrafttreten bekannt. Sie hätten seither die aus Unternehmersicht erforderlichen
Anpassungsarbeiten an die Hand nehmen können. Der Bund habe bereits im Herbst
2008 Minimalvorschriften zum Schutz vor Passivrauchen erlassen. Bei der Umstellung
von Raucher- auf Nichtraucherlokale mit unbedienten Fumoirs sei die Regierung den
Gastgewerbebetreibern entgegengekommen. Dem Umstand, dass das st. gallische
Recht punktuell strengere lüftungstechnische Vorschriften enthalte als das
Bundesrecht, sei mit einer angemessenen Übergangsfrist Rechnung getragen worden.
Die vor dem 1. Juli 2010 bestehenden Fumoirs müssten erst ab 1. Oktober 2011 die
lüftungstechnischen Anforderungen erfüllen. Bestehende Fumoirs müssten aber in
jedem Fall ab 1. Juli 2010 ausreichend belüftet werden, da dies der Bund so
vorschreibe. Da die eidgenössische Gesetzgebung generell keine Übergangsfrist
vorsehe, könnten die für Fumoirs geltenden Mindestvorschriften des Bundes auf
kantonaler Ebene nicht später in Kraft gesetzt werden. Die betrieblichen Anforderungen
für unbediente Fumoirs liessen sich im übrigen mit einem verhältnismässig geringen
Aufwand umsetzen, weshalb hier keine Übergangsfrist bzw. kein späterer
Vollzugsbeginn gerechtfertigt sei.
B./ Mit Eingabe vom 19. Juli 2010 richtete Willy Meier im Namen der Petitionäre eine
Eingabe an das Verwaltungsgericht und ersuchte um Aufhebung der Verordnung über
den Schutz vor dem Passivrauchen mittels einer superprovisorischen Verfügung. Zur
Begründung wurde vorgebracht, Wirte und Liegenschaftseigentümer bräuchten
vorläufigen Schutz vor dem Gesetz, um begründete Hauptsachenentscheidungen,
schwerste und praktisch nicht wieder gutzumachende wirtschaftliche Schäden zu
vermeiden. Es wurde auf die Eingabe eines "Nachgesuches" an das
Bildungsdepartement verwiesen und die Fach- und Führungskompetenz insbesondere
beim Gesundheitsdepartement in Frage gestellt. Wirte und Liegenschaftseigentümer
wie auch der Staat bräuchten einen Zeitraum, um die rechtlichen Fragen mit der
nötigen Sorgfalt zu prüfen und ins Recht zu legen. Auf die weiteren Vorbringen in der

## Considerations

Eingabe wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
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Mit Verfügung vom 19. Juli 2010 wies der Präsident des Verwaltungsgerichts das
Gesuch um Erlass einer superprovisorischen Verfügung zur Aufhebung der Verordnung
über den Schutz vor dem Passivrauchen ab. Er erwog, superprovisorisch würden
vorsorgliche Massnahmen nur dann angeordnet, wenn schwerwiegendste rechtliche
oder tatsächliche Interessen betroffen seien und das ordentliche Verfahren für den
Erlass einer vorsorglichen Massnahme nicht Platz greifen könne. Im vorliegenden Fall
seien keine derartigen zwingenden Gründe ersichtlich. Die geltend gemachten
wirtschaftlichen Interessen seien nicht dergestalt, dass sie für den Zeitraum, in dem die
vorsorgliche Massnahme überprüft werden könne, existenzbedrohend wären. Die
Kosten der Verfügung von Fr. 500.-- wurden den Gesuchstellern auferlegt. Diese
wurden ausserdem aufgefordert, bis 16. August 2010 einen Kostenvorschuss von
Fr. 1'500.-- einzubezahlen und eine allfällige Ergänzung des Rechtsmittels