# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5e732a9f-ccd9-4b40-8a04-b9fd3252d5c2
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ und Y._ heirateten am _1993 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus dieser Ehe gingen die Kinder A._, geboren am _1995, B._, geboren am _1997, und C._, geboren am _2003, hervor.
B. Am 25. April 2013 liess Y._ beim Einzelrichter am Bezirksgericht Inn ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, worin sie beantragte, die Tochter C._ sei unter die Obhut der Mutter und die Kinder A._ und B._ seien unter die Obhut des Vaters zu stellen, wobei jeweils ein Besuchs- und Ferienrecht gemäss Gerichtspraxis einzuräumen sei. Des Weiteren sei X._ zu verpflichten, einen Unterhaltsbeitrag für die Tochter C._ von monatlich Fr. 2'000.-- zuzüglich Kinderzulagen und für die Ehefrau von monatlich Fr. 13'000.-- zu bezahlen. Ausserdem sei er zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen Betrag von Fr. 50'000.--, allenfalls einen Betrag nach richterlichem Ermessen, subeventualiter in Anrechnung an die güterrechtliche Auseinandersetzung, zur Verfügung zu halten. X._ beantragte in seiner Stellungnahme vom 13. Juni 2013 die Abweisung des Gesuchs von Y._ sowie die Obhut über sämtliche Kinder unter Einräumung eines üblichen Besuchs- und Ferienrechts für die Mutter. Ausserdem sei er zu verpflichten, der Ehefrau einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 4'400.-- zu bezahlen. Überdies sei die Gütertrennung anzuordnen. Mit Entscheid vom 22. Januar 2014, mitgeteilt am 24. Januar 2014, stellte der Einzelrichter des Bezirksgerichts Inn unter anderem die Tochter C._ unter die Obhut der Mutter und den Sohn B._ unter die Obhut des Vaters, wobei jeweils ein Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt wurde. Des Weiteren wurde X._ verpflichtet, an den Unterhalt seiner Ehefrau und der Tochter C._ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 7'513.-- netto zu bezahlen. Gegen diesen Entscheid liess Y._ mit Eingabe vom 6. Februar 2014 beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung erheben. Dieses erhöhte mit Urteil vom 22. Mai 2014 (ZK1 14 14) unter anderem den von X._ monatlich zu leistenden Unterhaltsbeitrag auf Fr. 10'000.-- (Fr. 8'000.-- für die Ehefrau, Fr. 2'000.-- für C._ zuzüglich allfällige Kinderzulagen).
C. Am 15. Juli 2014 liess X._ beim Bezirksgericht Inn ein Gesuch um (superprovisorischen) Erlass von Eheschutzmassnahmen stellen, worin er die sofortige Einstellung seiner Unterhaltsverpflichtung gegenüber der Ehefrau und die Reduktion des Unterhaltsbeitrags für seine Tochter C._ auf Fr. 1'500.-- beantragte. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Inn wies das Gesuch um superprovisorische Anordnung der Eheschutzmassnahmen mit Entscheid vom
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16./17. Juli 2014 ab. Noch während laufendem Schriftenwechsel liess X._ am 5. August 2014 ein weiteres Gesuch um superprovisorischen Erlass von Eheschutzmassnahmen einreichen, worin er die Zuteilung der Obhut über die Tochter C._ und die Verpflichtung von Y._ zur Zahlung eines monatlichen Unterhaltsbeitrags in Höhe von Fr. 1'500.-- sowie zur Einschulung von C._ in O.3_ beantragte. Mit Schreiben vom 6. August 2014 teilte Y._ dem Bezirksgericht Inn mit, dass ihre Tochter C._ ab 18. August 2014 definitiv in O.3_ zur Schule gehen werde.
D. Zusammen mit ihrer Stellungnahme zu den zwei Gesuchen des Ehemanns liess Y._ am 18. August 2014 ihrerseits ein Gesuch um superprovisorischen Erlass von Eheschutzmassnahmen einreichen, worin sie Verfügungsbeschränkungen hinsichtlich mehrerer, im Eigentum des Ehemannes stehender Grundstücke sowie seiner Aktien der D._AG beantragte. Dieses Gesuch wurde vom Einzelrichter am Bezirksgericht Inn mit Entscheid vom 20./21. August 2014 gutgeheissen.
E. Am 26. September 2014 liess X._ beim Bezirksgericht Inn ein weiteres Gesuch um superprovisorischen Erlass von vorsorglichen Massnahmen stellen, worin er die Ermächtigung, mit seinen Kindern eine Ferienreise nach Südafrika zu machen sowie die Aushändigung von deren Reisepässe beantragte. Dieses Gesuch wurde mit Entscheid vom 29. September 2014 gutgeheissen.
F. Mit Schreiben vom 3. November 2014 beantragte die Beiständin der Tochter C._ die Sistierung der Dienstagsbesuche sowie die Verlängerung der vierzehntäglichen Besuchswochenenden auf Freitag, 19.00 Uhr, bis Sonntag 19.00 Uhr.
G. Nach Durchführung eines weiteren Schriftenwechsels sowie einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Inn mit Entscheid vom 23. Januar 2015, mitgeteilt am 4. Februar 2015, wie folgt:
"1. Das Gericht nimmt Vormerk, dass die Verfahren Proz. Nr. 135-, 135-2014-121 und 135-2014-168 nach dem Willen der Parteien zusammengelegt werden.
2. Es wird festgestellt, dass die Obhut über die Tochter C._ bei der Mutter, Y._, verbleibt.
3. X._ wird verpflichtet, an Y._ für sie und die Tochter C._ rückwirkend ab 15. Juli 2014 einen im Voraus zu zahlenden monatlichen Unterhaltsbeitrag von netto CHF 1'500.00 für die Tochter C._ und netto CHF 4'435.00 für Y._, total somit monatlich
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netto CHF 5'935.00, zuzüglich allfälliger gesetzlicher Kinderzulagen zu bezahlen.
4. Es wird festgestellt, dass die Abänderung des Besuchsrechts zwischen dem Ehemann und C._ derart erfolgt, dass anstatt der bisherigen Regelung, wonach C._ jeden Dienstagabend von 18:00 bis 21:00 Uhr und alle vierzehn Tage das Wochenende von Samstag 09:00 Uhr bis Sonntag 21:00 Uhr, beim Vater und den Geschwistern in O.2_ verbringt, neu C._ alle vierzehn Tage von Freitagabend 18:00 Uhr bis Sonntag 20:00 Uhr beim Vater und den Geschwistern in O.2_ verbringt. Die Besuche am Dienstagabend fallen wegen des Stundenplans von C._ bis auf weiteres dahin.
5. Es wird festgestellt, dass die beim Grundbuchamt Maloja, Plazza da Scoula 10, 75000 St. Moritz, auf dem Grundstück Parzelle Nr. _, Plan_, Wohnhaus Assek-Nr. _, Garage Assek-Nr. _, mit 272 m2 Gebäudegrundfläche und Umschwung in der Gemeinde E._, superprovisorisch vorgenommene Anmerkung der Verfügungsbeschränkung gemäss Art. 178 ZGB bis auf weiteres aufrecht erhalten wird.
6. Es wird festgestellt, dass das gegenüber X._ superprovisorisch ergangene Verbot unter gleichzeitiger Androhung der Überweisung an das Strafgericht im Zuwiderhandlungsfalle gemäss Art. 292 StGB, über die sich heute in seinem Eigentum befindlichen Aktien der D._AG mit Sitz an der _strasse, O.1_, zu verfügen, ohne vorherige beglaubigte unterschriftliche Zustimmung von Y._, insbesondere das Eigentum daran zu übertragen, beschränkte dingliche Rechte daran einzuräumen oder diesbezüglich obligatorische Rechtsgeschäfte abzuschliessen, bis auf weiteres aufrecht erhalten wird.
7. X._ hat alle in seinem Eigentum stehenden Aktien, Aktienzertifikate usw. der D._AG, beim Bezirksgericht Inn zu hinterlegen.
8. Es wird festgestellt, dass das gegenüber den verantwortlichen Organen der D._AG superprovisorisch ausgesprochene Verbot, unter gleichzeitiger Androhung der Überweisung an das Strafgericht im Zuwiderhandlungsfalle gemäss Art. 292 StGB, Erwerber von Aktien der D._AG oder von beschränkten dinglichen Rechten daran (wie z.B. Nutzniesser, Pfandgläubiger usw.), welchen X._ in Missachtung dieser Vermögenssperre Eigentum oder beschränkte dingliche Rechte übertragen hat, ins Aktienbuch einzutragen, bis auf weiteres aufrecht erhalten wird.
9. X._ wird verpflichtet, Y._ einen Anwaltskostenvorschuss von CHF 10'800.00 inkl. MWST zu bezahlen.
10. Die Anträge betreffend Wohnsitz/Einschulung von C._ in O.3_, und Ferien von C._ in Südafrika werden wegen Gegenstandslosigkeit, diejenigen betreffend Obhut von C._ und Abänderung des Besuchsrechts von C._ und X._ werden wegen Vergleichs als erledigt abgeschrieben. Auf die übrigen Anträge wird nicht eingetreten resp. diese werden abgewiesen.
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11. Die Gerichtskosten der Verfahren Proz. Nrn. 135-2014-105 / -121 / 135-2014-168 in Höhe von CHF 6'000.00 gehen je hälftig zu Lasten der gesuchstellenden und gesuchsgegnerischen Partei. Der Betrag in Höhe von jeweils CHF 3'000.00 ist von der jeweiligen Partei innert 30 Tagen mittels beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
12. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations