# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a2dbf6e8-4bce-4c24-877f-dce52e89789e
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend arbeitsrechtliche Forderung
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts am Arbeitsgericht Zürich, 1. Abteilung, vom 12. März 2015 (AH140079-L)
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Rechtsbegehren: (Urk. 1 S. 8, Urk. 17/1 und Prot. I S. 5 und 44 sinngemäss)
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger ausstehenden Lohn von Fr. 605.70 zzgl. Zins zu 5 % seit 1. Dezember 2013 zu ;
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger eine Entschädigung wegen missbräuchlicher Kündigung von Fr. 14'781.– zzgl. Zins zu 5 % seit 1. Dezember 2013 zu bezahlen;
3. Das Arbeitszeugnis vom 30. November 2013 und das  seien abzuändern bzw. durch folgende Fassung zu :
" Herr A._, geboren am tt. Januar 1975, von C._ (GR), war vom 01. Mai 2013 bis 30. November 2013 als Sicherheitsangestellter in einem 100%-Pensum für unser Unternehmen tätig. Zu seinen  gehörten:
- Objektschutzdienste mit Zutrittskontrollen, Logendiensten und - und Aussenkontrollrundgängen bei einem sehr  internationalen IT-Konzern mit Hauptsprache Englisch
- Bewachungsdienste
- Ordnungsdienste mit Kontrollen auf Gemeindegebieten und , jeweils routinemässig oder auch während 
- Personenschutzdienste
- Personen- und Handgepäckkontrollen
- Spezialdienste
- Allgemeine Sicherheitsaufgaben in Uniform oder im Anzug
Herr A._ hat sich auch dank seiner mehrjährigen Erfahrung als Fachmann für Sicherheit und Bewachung sehr schnell in die  Arbeitsgebiete eingearbeitet. Wir haben ihn als äusserst , sehr erfahrenen, sehr dienstleistungsorientierten, sehr - und pflichtbewussten Mitarbeiter kennengelernt, welcher mit grosser Motivation und sehr grossem Know-How glänzte. Dank seiner sehr guten Auffassungsgabe und seiner grossen Erfahrung in den Bereichen Sicherheit, Technik und Brandschutz konnte Herr A._ mehrere unserer Sicherheitsprozesse stark verbessern und so die Sicherheit unserer Kunden deutlich erhöhen. Herr A._ glänzte auch mit ausgeprägten Fremdsprachenkenntnissen. Neben Deutsch setzte er auch Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch sehr erfolgreich für unser Unternehmen ein.  möchten wir auch, dass Herr A._ dank seinen  und handwerklichen Fähigkeiten in der Lage war selbständig
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eine dringend benötigte Sicherheits-Infrastruktur nach Mass zu  und bei unserem Kunden einzubauen. Herr A._ hat nicht zuletzt auch unseren jüngeren Sicherheitsmitarbeitern und  viel Know-How weitergegeben und gegenüber unserem  auf Anfrage sehr grosse Flexibilität gezeigt. Herr A._ führte alle ihm übertragenen Aufgaben jederzeit zu unserer vollsten Zufriedenheit aus und auch das Auftreten gegenüber Kunden,  und Vorgesetzten war jederzeit freundlich und korrekt.  erfährt Herr A._ eine sehr gute .
Herr A._ hat während seiner Anstellung bei unserem  folgende Weiterbildungen erfolgreich absolviert und mit folgenden Systemen gearbeitet:
Ausbildungen:
- interne ...-Grundausbildung (1 von 3 Modulen)
- EKAS-Ausbildung (Lernmodule 1 bis 4)
- Ausbildungsmodul Integrale Sicherheit
Systeme: - Funkgeräte
- VoIP-Telefonie
- Metalldetektoren
- 3 Verschiedene CCTV-Überwachungssysteme
- Zutrittskontrollsystem
- Überfallmeldeanlagen
- Einbruchmeldeanlagen - Brandmeldeanlagen
- Evakuationsystemen
- Hausleitsystemen
- Gasmeldeanlagen
- Allgemeine Haustechnik wie Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, - und Elektroanlagen"
Widerklagebegehren: (Urk. 18 S. 2)
"1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen;
2. Der Kläger sei widerklageweise zu verpflichten, der Beklagten CHF 600.– zzgl. Zins zu 5% seit dem 13. März 2014 als  Rückerstattung von Ausbildungskosten zu bezahlen;
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3. Dem Kläger sei gestützt auf Art. 28a Abs. 1 ZGB vorsorglich zu verbieten, sich direkt oder indirekt gegenüber Drittpersonen in rufschädigender Weise über die B._ AG oder deren  Organe zu äussern, insbesondere , als dass die Vorgenannten gegen den  oder gegen das Arbeitsgesetz verstossen würden, unter  der Bestrafung nach Art. 292 StGB im Unterlassungsfall.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl.  zu Lasten des Klägers."
Urteil des Arbeitsgerichts Zürich vom 12. März 2015: (Urk. 53)
1. Die Beklagte und Widerklägerin wird verpflichtet, dem Kläger und  Fr. 349.75 netto zuzüglich 5% Zins seit 1. Dezember 2013 zu .
2. Die Beklagte und Widerklägerin wird verpflichtet, dem Kläger und  Fr. 4'970.– (brutto=netto) zuzüglich 5% Zins seit 1. Dezember 2013 zu bezahlen.
3. Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen.
4. Die Widerklage wird abgewiesen.
5. Die Beklagte und Widerklägerin wird verpflichtet, dem Kläger und  ein neues, wie folgt abgeändertes Arbeitszeugnis aus- und :
ARBEITSZEUGNIS (aktuelles Datum)
Herr A._, geboren am tt. Januar 1975, von C._ (GR), war vom 01. Mai 2013 bis 30.  2013 als Sicherheitsangestellter A2 mit einem ca. 87%-Pensum für unser Unternehmen . Herr A._ arbeitete dabei grösstenteils im Schichtdienst. Zu seinen Tätigkeiten gehörten:
• Objektschutz bei einem internationalen Konzern mit Hauptsprache Englisch (Zutrittskontrol-
len, Logendienst, Kontrollrundgänge, Erstintervention) • Ordnungsdienste mit Kontrollen auf Gemeindegebieten • Ordnungsdienste bei Veranstaltungen und Anlassdienste • Unbewaffneter Schutz von diversen Objekten und Personen • Personen- und Handgepäckkontrollen • Spezialdienste • Allgemeine Bewachungsaufgaben in Uniform und Anzug • Bedienung verschiedener Sicherheitssysteme
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Herr A._ hatte sich sehr schnell in die verschiedenen Arbeitsgebiete eingearbeitet. Wir kennen ihn als sehr zuverlässigen, dienstleistungsorientierten, verantwortungs- und pflichtbewussten  mit hoher Flexibilität und Einsatzbereitschaft. Hervorheben möchten wir seine guten , namentlich seine Englischkenntnisse, welche er bei einem Internationalen Kunden von uns täglich anwenden konnte. Auch seine Französischkenntnisse konnte er bei uns einsetzen. Aufgrund seiner guten Auffassungsgabe und Fachkenntnisse konnten bei einem Kunden auch diverse Sicherheitsprozesse verbessert werden. Er führte die Ihm übertragenen  jeweils selbständig und zu unserer vollen Zufriedenheit aus.
Bisher hat er in unserem Unternehmen folgende Weiterbildungen/Trainings erfolgreich ab :
• 1 von 3 Grundausbildungsmodulen • EKAS Lernmodule 1-4 • Modul Integrale Sicherheit
Das Auftreten gegenüber Kunden und Mitarbeitenden war jederzeit freundlich und korrekt. Das  gegenüber Vorgesetzten war korrekt.
Herr A._ hat auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Geheimhaltungspflicht sowie das Berufsgeheimnis zu wahren.
6. Es werden keine Kosten erhoben.
7. Der Kläger und Widerbeklagte wird verpflichtet, der Beklagten und  eine reduzierte Parteientschädigung von Fr. 4'600.– (inkl. MwSt) zu bezahlen.
8. Vom Verzicht des Klägers und Widerbeklagten auf Parteientschädigung wird Vormerk genommen.
9. (Mitteilung)
10. (Berufung)
Berufungsanträge:
des Berufungsklägers (Urk. 52 S. 2):
"1. Im Urteil bzw. dem verfügten Arbeitszeugnis soll der  Beschäftigungsgrad von "ca. 87%" durch den wahren  (mutmasslich 100 %) ersetzt werden und  im verfügten Arbeitszeugnis wiedergegeben werden.
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2. Alle Kosten- und Entschädigungsfolgen aller Verfahren sollen zu Lasten der Beklagten gehen.
3. Die hier nicht gerügten Teile des Urteils sollen ohne Verzögerung Rechtskraft erlangen."

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Der Kläger und Berufungskläger (fortan: Kläger) war seit dem 1. Mai
2013 bei der Beklagten und Berufungsbeklagten (fortan: Beklagte) als Sicher-
heitsangestellter tätig. Am 29. August 2013 kündigte die Beklagte dem Kläger or-
dentlich per 30. November 2013 (Urk. 6/5.111).
2. Am 28. Mai 2014 ging die vom Kläger gegen die Beklagte erhobene
arbeitsrechtliche Klage bei der Vorinstanz unter Beilage der Klagebewilligung des
Friedensrichteramtes der Stadt Zürich, Kreise 1 und 2, vom 14. März 2014 ein
(Urk. 1 und 3). Der Kläger verlangte eine Entschädigung von drei durchschnittli-
chen Monatslöhnen wegen missbräuchlicher Kündigung. Zudem forderte er eine
Lohnnachzahlung sowie eine Änderung des Arbeits- und Zwischenzeugnisses.
Die Beklagte beantragte die Abweisung der Klage und forderte mit ihrer Widerkla-
ge die Bezahlung von Ausbildungskosten (Urk. 53 S. 4). Für den Verlauf des vor-
instanzlichen Verfahrens kann auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid
verwiesen werden (Urk. 53 S. 5). Am 12. März 2015 hiess die Vorinstanz die Kla-
ge teilweise gut und fällte das eingangs erwähnte Urteil (Urk. 53).
3. Mit Eingabe vom 30. April 2015 erhob der Kläger rechtzeitig Berufung
gegen das Urteil der Vorinstanz vom 12. März 2015 (Urk. 52). Die vorinstanzli-
chen Akten wurden beigezogen. Da sich die Berufung sogleich als offensichtlich
unbegründet erweist, kann auf die Einholung einer Berufungsantwort der Gegen-
partei verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO).
4. Die Beklagte hatte gegen das Urteil vom 12. März 2015 bereits am
16. April 2015 Berufung erhoben; sie will damit die vollumfängliche Aufhebung der
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Dispositiv-Ziffer 2 des angefochtenen Urteils (Entschädigungszahlung an den
Kläger über Fr. 4'970.– zzgl. 5 % Zins seit 1. Dezember 2013 betreffend miss-
bräuchliche Kündigung) und die vollumfängliche Abweisung der Klage mit Bezug
auf die Missbräuchlichkeit der Kündigung erreichen. Jenes Berufungsverfahren
wird hierorts unter der Geschäftsnummer LA150015 geführt; es ist noch nicht
spruchreif. Über eine allfällige Teilrechtskraft wird in jenem Verfahren zu befinden
sein. Mit der vorliegenden Berufung des Klägers werden Dispositivziffer 5 (Ar-
beitszeugnis) sowie Dispositivziffer 7 (Parteientschädigung) angefochten (Urk. 52
S. 2)
II.
1. Der Streitwert beträgt weniger als Fr. 30'000.–, womit das vereinfachte
Verfahren zur Anwendung gelangt (Art. 243 Abs. 1 ZPO). In arbeitsrechtlichen
Streitigkeiten bis zu einem Streitwert von Fr. 30'000.– stellt das Gericht den Sach-
verhalt von Amtes wegen fest, d.h. es gelangt der sog. abgeschwächte Untersu-
chungsgrundsatz zur Anwendung (Art. 247 Abs. 2 lit. b Ziff. 2 ZPO).
2. In der Berufungsschrift sind die Behauptungen in analoger Anwendung
von Art. 221 ZPO bestimmt und vollständig aufzustellen. Zudem muss sie – im
Gegensatz zur Klageschrift – nicht nur eine tatsächliche, sondern auch eine recht-
liche Begründung enthalten. Zwar prüft die Berufungsinstanz nicht nur die geltend
gemachten Rügen (Rügeprinzip). Der Berufungskläger hat sich aber mit den Ent-
scheidgründen im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen; das Gericht
muss den angefochtenen Entscheid nicht von sich aus auf Mängel untersuchen,
es sei denn, der Sachverhalt sei geradezu willkürlich festgestellt oder das Recht
sei geradezu willkürlich angewandt worden (BGE 138 III 213, E. 2.3; BGer
4A_659/2011 vom 7. Dezember 2011, E. 3; Reetz/Theiler, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., Art. 311 N 36; Hungerbühler, DI-
KE-Komm-ZPO, Art. 311 N 10 ff.). Werden keine oder nur ungenügende Beru-
fungsanträge gestellt oder werden diese nicht begründet, ist auf die Berufung
nicht einzutreten. Mit der Berufungsschrift sind konkrete und klare Berufungsan-
träge zu stellen. Es ist mit ihnen bestimmt zu erklären, welche Änderungen im
Dispositiv des angefochtenen Urteils verlangt werden. Die Berufungsanträge sind
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so zu formulieren, dass sie bei Gutheissung zum Urteil erhoben werden können
(Hungerbühler, a.a.O., Art. 311 ZPO N 14; Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 311 N 34).
Im Falle von Geldforderungen sind die Anträge sodann zu beziffern (BGE 137 III
617 E. 4.3 mit Hinweisen). Auf eine Berufung mit einem formal mangelhaften
Rechtsbegehren ist ausnahmsweise einzutreten, wenn sich aus der Begründung,
allenfalls in Verbindung mit dem angefochtenen Entscheid, ergibt, was der Beru-
fungskläger in der Sache verlangt bzw. welcher Geldbetrag zuzusprechen ist.
Entsprechend sind Rechtsbegehren im Lichte der Begründung auszulegen (BGE
137 III 617 E. 6.2). Eine in der Substanz mangelhafte Begründung kann zur Ab-
weisung der Berufung führen (vgl. zum Ganzen Reetz/Theiler, a.a.O., Art. 311
N 12, N 33-38).
3. Die Vorinstanz erwog zu dem im Arbeitszeugnis ausgewiesenen Be-
schäftigungsgrad des Klägers, er habe beantragt, dass der Beschäftigungsgrad
geändert werde, und habe zunächst die Auffassung vertreten, es müsse die For-
mulierung "über 87 %" oder "bis zu 93 %" sein. Danach habe er beantragt, es sol-
le ein "100 % Pensum" bzw. "101 % Pensum" formuliert werden (Urk. 7,
Urk. 17/1/20.1, Prot. I S. 77). Die Beklagte sei mit der Formulierung, dass der
Kläger mit einem Pensum von "ca. 87 %" gearbeitet habe, einverstanden (Prot. I
S. 102).
Aus den Lohnabrechnungen und Stundennachweisen ergebe sich, dass das
Arbeitspensum des Klägers schwankend gewesen sei (Urk. 19/23+24). Das Er-
rechnen eines exakten Pensums erweise sich einerseits als schwierig, wie die
verschiedenen Anträge des Klägers zeigten. Andererseits sei es genügend, das
ungefähre Durchschnittspensum anzugeben, damit sich ein künftiger Arbeitgeber
ein Bild vom Umfang der Tätigkeit des Klägers machen könne. Nachdem sich der
Kläger auf ein Stelleninserat von 80 bis 100 % beworben habe, habe sich sein
Arbeitspensum auch in dieser Grössenordnung bewegt. Die von der Beklagten
vorgeschlagene Formulierung "ca. 87 %" decke sich vom Pensum her mit einem
der zahlreichen Anträge des Klägers und sei deshalb zu übernehmen (Urk. 53
S. 32 E. 2.3.).
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4. Bereits hier ist festzuhalten, dass die Berufungsbegründung des Klä-
gers den Anforderung an eine Berufungsbegründung mehrheitlich nicht zu genü-
gen vermag. Soweit sich der Kläger mit den Erwägungen des angefochtenen Ent-
scheides auseinandersetzt, ist darauf im folgenden einzugehen:
4.1. Der Kläger rügt, dass im Arbeitszeugnis ein Beschäftigungsgrad von
87 % statt der von ihm anbegehrten 100 % aufgenommen worden sei. Er habe
mehrmals diesbezügliche Aussagen gemacht, dem Gericht Zeugen angeboten
und folgende Beweismittel eingereicht: Seiten 170 bis 177 (Urk. 39/2) = "Hand-
schriftliche Korrekturen zu den mutmasslich unrechtmässigen und irreführenden
Stundenabrechnungen welche die Beklagte vorher mutmasslich wider besseren
Wissens als Beweismittel eingereicht hatte"; Seiten 226 bis 228 (Urk. 42/1) =
"Brief der ... wo sie die Beklagte unter anderem wegen Ihrer mutmasslich un-
rechtmässigen Stundenabrechnungen und falscher Angabe des Beschäftigungs-
grades kritisiert"; Seite 225 (Urk. 42/2) = "Klägerische Stellungnahme zum un-
rechtmässigen und irreführenden Beweismittel 52, welches die Beklagte kurz zu-
vor mutmasslich wider besseren Wissens in's Recht eingereicht hatte". Zudem
bringt der Kläger vor, dass das Beweismittel 52 "wohl" gegen zwingendes Recht
verstosse. Dies habe er der Vorinstanz in einem Schreiben vom 2. März 2015
auch mitgeteilt (Urk. 41). Er hält daran fest, dass die Stundenaufstellung der Be-
klagten falsch sei (Urk. 52 S. 2 f.).
Der Kläger setzt sich mit der Hauptargumentation der Vorinstanz nicht aus-
einander, wonach es genüge, das ungefähre Durchschnittspensum in einem Ar-
beitszeugnis anzugeben, damit sich ein künftiger Arbeitgeber ein Bild vom Um-
fang der Tätigkeit des Klägers machen könne; diese Überlegung erweist sich aber
als Grundlage dafür, dass das Arbeitsgericht das – auch aufgrund der diffusen
Behauptungen des Klägers – schwierig zu errechnende Arbeitspensum nicht ge-
nauer ermittelte. Immerhin wird mit der Begründung der Berufungsschrift der un-
genaue Berufungsantrag präzisiert: der Kläger möchte im Arbeitszeugnis ein Ar-
beitspensum von 100 % festgehalten haben (Urk. 52 S. 2 ff.). Der Kläger führt
nicht aus, woraus er schliesst, dass die Vorinstanz die oben erwähnten Beweis-
mittel nicht berücksichtigt haben soll. Die Vorinstanz berief sich zur Ermittlung des
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Arbeitspensums auf Urk. 19/23+24 (Urk. 53 S. 32). Der Kläger macht zumindest
sinngemäss geltend, die Urk. 39/2 sowie Urk. 41 und Urk. 42/1+2 seien von der
Vorinstanz nicht beachtet worden. Er macht aber nicht geltend, wie das angebli-
che 100 %-Pensum gestützt auf die erwähnten Urkunden zustande kommen bzw.
errechnet werden soll. Es ist ebenso wenig nachvollziehbar, weshalb die vom
Kläger handschriftlich korrigierten Stundenzahlen richtig sein sollen (Urk. 39/2)
bzw. wie er diese Korrekturen herleitet. Auch aus dem Begleitschreiben vom
2. März 2015 (Urk. 41) und den damit nachgereichten Urkunden 42/1+2 geht Ent-
sprechendes nicht hervor. Schliesslich zeigt auch die unangefochtene Dispositiv-
Ziffer 1 des vorinstanzlichen Entscheides, womit die Beklagte zur Bezahlung von
noch offenem Lohn im Betrag von insgesamt Fr. 349.75 netto verpflichtet wurde
(Urk. 53 S. 23 bis 28 und 36), dass die Lohnabrechnungen der Beklagten höchs-
tens in geringfügigem Masse ein zu tiefes Arbeitspensum des Klägers aufweisen.
Damit erweist sich diese Rüge des Klägers als unbegründet.
4.2. Weiter beanstandet der Kläger, die Vorinstanz habe sich mit einer alten
und bekanntermassen überholten unzutreffenden Angabe zufriedengegeben,
welche auch noch dem Rechtsbegehren des Klägers widerspreche. Zudem beru-
fe sich das Gericht auf ein nicht mehr aktuelles Beweismittel. Ab Beginn des Ar-
beitsgerichtsverfahren habe er immer einen Beschäftigungsgrad von 100 % oder
mehr geltend gemacht. Tatsächlich dürfte der Beschäftigungsgrad unter Berück-
sichtigung der Angaben im vorliegenden Gerichtsurteil ganz genau 100,13 % be-
tragen (Urk. 52 S. 3).
Der Kläger begründet nicht, mit welchen überholten und unzutreffenden An-
gaben sich die Vorinstanz zufriedengegeben hat, und genügt damit auch hier sei-
ner Substantiierungspflicht nicht. Falls er sich damit auf die Nichtberücksichtigung
von Urk. 39/2, Urk. 41 und Urk. 42/1+2 berufen wollte, kann auf die obigen Erwä-
gungen (E. 4.1) verwiesen werden. Es trifft im Übrigen nicht zu, dass der Kläger
von Beginn des Prozesses an geltend machte, zu 100 % bei der Beklagten ange-
stellt gewesen zu sein. In seiner Klageschrift macht er ein Pensum von 92 % gel-
tend (Urk. 1 S. 7), bzw. aus einer "Liste von Arbeitszeugnis-Korrekturwünschen
vom Kläger an die Beklagte" geht hervor, dass er im Arbeitszeugnis ein Pensum
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von 85 % bzw. "mit allen Zeitzuschlägen über 87 % und je nach Gesetzeslage bis
zu 93 %" ausgewiesen haben wollte (Urk. 7). Auch wenn der Kläger schliesslich
die Bestätigung eines Pensums von 100 % im Arbeitszeugnis forderte und dies
auch heute wieder tut, so kommt er – wie bereits erwähnt – seiner Obliegenheit
nicht nach, substantiiert zu behaupten, gestützt auf welche Fakten er die Berech-
nung eines Pensum von 100 % ableitet. Der Kläger ist darauf hinzuweisen, dass
das Gericht auch bei Massgeblichkeit des abgeschwächten Untersuchungsgrund-
satzes nicht verpflichtet ist, das Beweisverfahren beliebig auszudehnen oder alle
möglichen Beweise abzunehmen. Es muss auch nicht die Akten durchsuchen, um
herauszufinden, ob sich allenfalls Argumente für den jeweiligen Standpunkt der
Parteien finden liessen. Die Parteien können beim Gericht somit nicht einfach
kommentarlos eine Unzahl von Beweismitteln einreichen, in der Hoffnung, dieses
werde selbst die notwendigen Schlussfolgerungen ziehen (BK ZPO II-Killias,
Art. 247 N 33; Hauck, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm.,
Art. 247 N 33 f; BGE 125 III 231 E. 4; BGer 5C.134/2004 vom 1. Oktober 2004,
E. 2.2).
4.3. Zusätzlich moniert der Kläger, die Verwendung der Worte "ca. 87%" sei
irreführend, da es sich trotz dem Wort "ca." um keine runde Zahl handle und des-
halb fälschlicherweise suggeriere, sie sei auf 2 bis 3 % genau (Urk. 52 S. 3 f.).
Der Kläger erklärt nicht, welches Arbeitspensum (z.B. 85 % oder 90 %) er
für den Fall fordert, dass nicht von einem 100 %-Arbeitspensum ausgegangen
wird. Im Übrigen war es der Kläger selber, der mit seinen Rechtsbegehren und
Ausführungen kein auf fünf oder zehn Prozent gerundetes Arbeitspensum ver-
langte (s. E. 3 oben). Damit braucht auf diese Rüge nicht weiter eingegangen zu
werden.
4.4. Die Ausführungen des Klägers unter Ziff. 1.3 seiner Berufungsschrift,
wonach die Beklagte unrechtmässig die obligatorischen Zeitzuschläge von 10 %
für Nacht- und Sonntagsarbeit in reine Geldzuschläge umgewandelt habe (Urk. 52
S. 4), sind für die hier zu beurteilende Frage irrelevant. Ein Zeitzuschlag von 10 %
ist für die Frage der Kompensation relevant, nicht aber für die Frage des effekti-
ven Arbeitspensums, welches im Arbeitszeugnis aufzuführen ist.
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4.5. Schliesslich stellt sich der Kläger auch gegen die Kostenauflage an ihn,
indem er der Ansicht ist, die Beklagte habe den Aufwand verursacht und solle
damit auch die Kosten tragen (Urk. 52 S. 4 f.).
Die Verteilung der Prozesskosten richtet sich nach Obsiegen und Unterlie-
gen (Art. 106 ZPO). In Bezug auf die missbräuchliche Kündigung verlangte der
Kläger drei Monatslöhne, erhielt aber nur einen; damit ist er zu 2/3 unterlegen
(Dieser Punkt ist Gegenstand der separat zu beurteilenden Berufung mit der Ge-
schäfts-Nr. LA150015.). Hinsichtlich des Zeugnisses kam es teilweise zu einem
Vergleich, teilweise ist der Kläger unterlegen. Die Berufung des Klägers betref-
fend das Arbeitszeugnis bleibt nach dem oben Ausgeführten erfolglos und fordert
demgemäss keine andere Kostenaufteilung. Der Kläger setzt sich mit den diesbe-
züglichen Erwägungen der Vorinstanz nicht auseinander. Damit genügt er auch in
diesem Punkt seiner Begründungspflicht nicht. Es drängt sich – unter Vorbehalt
eines anderen Verhältnisses von Obsiegen und Unterliegen nach Beurteilung der
Parallelberufung mit der Geschäfts-Nr. LA150015 – kein anderer Kostenentscheid
auf.
5. Zusammenfassend erweist sich die Berufung des Klägers als unbe-
gründet, soweit überhaupt auf sie eingetreten werden kann.
III.
1. Für das Berufungsverfahren beträgt der Streitwert Fr. 9'570.– (Arbeits-
zeugnis Fr. 4'970.–, Parteientschädigung Fr. 4'600.–; der Streitwert eines Arbeits-
zeugnisses entspricht gemäss zürcherischer Praxis grundsätzlich einem Monats-
lohn, vorliegend mithin Fr. 4'970.–; Streiff/Von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag,
Praxiskommentar zu Art. 319–362 OR, Art. 330a N 6 mit Hinweisen). Das Beru-
fungsverfahren ist kostenlos (Art. 114 lit. c ZPO).
2. Für das Berufungsverfahren hat der Kläger zufolge des Unterliegens
keinen Anspruch auf eine Entschädigung; der Beklagten erwuchs kein Aufwand.
Demgemäss sind für das Berufungsverfahren keine Parteientschädigungen zuzu-
sprechen (Art. 95 Abs. 3 ZPO, Art. 106 Abs. 1 ZPO).
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