# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7b4e706a-9ec3-4d74-b219-10313f5e1754
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 15. November 2007 schlossen die X. (nachfolgend X.) und die Y. (nachfolgend Y.) einen Vorvertrag zum Abschluss von zwei Kaufverträgen über die Liegenschaft Nr. _, Grundbuch A., mit der sich darauf befindenden B. einschliesslich Hotelinventar und Mobiliar sowie über das dazugehörige Restaurantinventar. Im Rahmen dieses Vorvertrages leistete die Y. als vorgesehene Käuferin eine Zahlung in vertraglich vorgesehener Höhe an die X.. Die Kaufverträge kamen jedoch nicht zustande und die Parteien konnten sich in der Folge über die Rückabwicklung des Vorvertrages nicht einigen.
B. Im Zuge dieser Uneinigkeit kam es zu gerichtlichen Auseinandersetzungen. Mit Urteil vom 15. September 2009 verpflichtete das Bezirksgericht Maloja sodann die X., der Y. einen Betrag von Fr. 5‘151‘075.25 zuzüglich Zins sowie eine Prozessentschädigung in der Höhe von Fr. 32‘050.05 zuzüglich MwSt. zu bezahlen.
C. Das Kantonsgericht Graubünden hiess mit Urteil vom 06. Juli 2010 die gegen das erstinstanzliche Urteil erhobene Berufung teilweise gut und reduzierte die von der X. an die Y. zu leistende Summe auf Fr. 5‘141.656.10 zuzüglich Zins. Darüber hinaus wurde die X. dazu verpflichtet, die Y. für das Berufungsverfahren mit Fr. 6‘569.-- zu entschädigen.
D. Die X. erhob daraufhin gegen das Urteil des Kantonsgerichts Beschwerde beim Bundesgericht. Die Beschwerde wurde jedoch mit Urteil vom 15. August 2011 abgewiesen und die X. dazu verpflichtet, die Y. für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 30‘000.-- zu entschädigen.
E. Mit Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell vom 08. Juli 2011 mit der Betreibungs-Nr. 2112245 setzte die Y. gegen die X. die ihr zugesprochenen Beträge in Betreibung. Die X. erhob dagegen Rechtsvorschlag. Mit Rechtsöffnungsentscheid des Bezirksgerichtes Maloja vom 29. August 2011 wurde der Y. definitive Rechtsöffnung für die geltend gemachten Beträge erteilt. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens in der Höhe von Fr. 1‘000.-- wurden bei der Y. unter Regresserteilung auf die X. erhoben.. Zudem wurde die X. dazu verpflichtet, der Y. eine Umtriebsentschädigung von Fr. 800.-- zu entrichten.
F. Die X. leistete daraufhin am 31. Oktober 2011 eine Zahlung von Fr. 620‘000.-- sowie am 2. Dezember 2011 eine Zahlung von Fr. 650‘000.-- an die Y..
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G. Da die X. die noch ausstehende Restschuld in der Folge nicht beglich, ersuchte die Y. am 3. Oktober 2012 um Verarrestierung der im Eigentum der X. stehenden Stockwerkeigentumseinheiten Nr. _, _, _ sowie _, alle im Grundbuch A.. Das Arrestgesuch wurde mit Arrestbefehl des Bezirksgerichtes Maloja vom 5. Oktober 2012 gutgeheissen.
H. Die Y. leitete daraufhin für den noch offenen Forderungsbetrag am 5. Oktober 2012 beim Betreibungsamt Oberengadin/Bergell erneut die Betreibung gegen die X. ein. In ihrem Betreibungsbegehren bezifferte sie die Forderungssumme wie folgt:
„a. Fr. 5‘141‘656.10 zuzüglich Zins zu 5 % seit 4. April 2008 sowie Zinsen zu
- 4.45 % auf Fr. 395‘712.50 für die Zeit vom 2. November 2007 - 19. März 2008;
- 4.45 % auf Fr. 4‘590‘265.-- für die Zeit vom 16. November 2007 - 19. März 2008;
- 4.45 % auf Fr. 106‘486.20 für die Zeit vom 27. November 2007 - 19. März 2008;
- 2.875 % auf den Betrag von Fr. 40‘342.40 für die Zeit vom 15. November 2007 - 19. März 2008;
abzüglich Fr. 620‘000.-- valuta 31. Oktober 2011 und Fr. 650‘000.-- valuta 2. Dezember 2011,
b. Fr. 32‘050.05 zuzüglich MwSt. zuzüglich Zins zu 5 % seit 3. Oktober 2012;
c. Fr. 6‘569.-- zuzüglich Zins zu 5 % seit 3. Oktober 2012;
d. Fr. 30‘000.-- zuzüglich Zins zu 5 % seit 3. Oktober 2012; sowie
e. Fr. 1‘000.-- und Fr. 800.-- zuzüglich Zins zu 5 % seit 3. Oktober 2012
Fr. 3‘140.50 Arrestkosten Arrest Nr. 212335.“
Als Forderungsurkunde bzw. Grund der Forderung gab sie das Urteil des Bezirksgerichtes Maloja vom 15. September 2009 (Nr. _), das Urteil des Kantonsgerichtes Graubünden vom 6. Juli 2010 (_), das Urteil des Bundesgerichtes vom 15. August 2011 (_) sowie den Rechtsöffnungsentscheid des Bezirksgerichtes Maloja vom 29. August 2011 (Nr. _) an.
I. Im Zahlungsbefehl vom 12. Oktober 2012 (Betreibungs-Nr. 2127550) wurden als Forderung Fr. 5‘141‘656.10 nebst Zins zu 5 % seit 4. April 2008, Fr. 78‘365.30 Zins, Fr. 70‘419.05 nebst Zins zu 5 % seit 3. Oktober 2012 sowie Fr. 3‘140.50 Arrestkosten angegeben. Die X. erhob am 17./29. Oktober 2012 dagegen Rechtsvorschlag.
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J. Mit Gesuch vom 9. November 2012 gelangte die Y. an den Rechtsöffnungsrichter des Bezirks Maloja und beantragte was folgt:
„1. Es sei der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 2127550, Betreibungsamt Oberengadin/Bergell, Zahlungsbefehl vom 12. Oktober 2012, vollumfänglich aufzuheben und es sei der Gesuchstellerin für die Betreibungskosten von CHF 413 sowie für folgende Beträge definitive Rechtsöffnung zu erteilen:
- CHF 5‘141‘656 nebst Zins zu 5 % seit 4. April 2008,
CHF 78‘365.30 aufgelaufene Zinsen, abzüglich
CHF 620‘000 val. 31. Oktober 2011 und
CHF 650‘000 val. 2. Dezember 2011
- CHF 70‘419.05 nebst Zins zu 5 % seit 3. Oktober 2012
- CHF 3‘140.50 Arrestkosten.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“
In ihrer Begründung machte die Y. geltend, dass sämtliche in Betreibung gesetzten Forderungen auf vollstreckbaren gerichtlichen Entscheiden beruhen würden, welche definitive Rechtsöffnungstitel seien. Die Schuld sei ausserdem seit Erlass der die Forderungen begründenden Entscheide mit Ausnahme der angerechneten Beträge von Fr. 620‘000.-- und Fr. 650‘000.-- noch nicht getilgt worden. Darüber hinaus sei der X. auch keine Stundung gewährt worden und die Verjährung sei ebenfalls noch nicht eingetreten.
K. Mit Stellungnahme vom 5. Dezember 2012 stellte die X. den Antrag, das Gesuch, den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 2127550 des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell aufzuheben und die Rechtsöffnung zu erteilen, sei abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Y.. Der geschilderte Sachverhalt werde, soweit er sich auf den Inhalt der ergangenen Gerichtsurteile beziehe, nicht bestritten. Die Zinsberechnung sei jedoch zu überprüfen, da die bereits geleisteten Zahlungen mitberücksichtigt werden müssten. Zudem beabsichtige die X. seit einiger Zeit, die Liegenschaft B. zu verkaufen. Aus dem Erlös dieses Verkaufes wolle sie die noch offenen Verpflichtungen begleichen.
L. Mit Rechtsöffnungsentscheid vom 7. Dezember 2012, mitgeteilt am 7. Dezember 2012, erkannte der Einzelrichter SchKG des Bezirksgerichts Maloja wie folgt:
„1. Das Rechtsöffnungsbegehren wird zur Hauptsache gutgeheissen und der Gesuchstellerin wird in der Betreibung Nr. 2127550 des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell (Zahlungsbefehl vom 12.
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Oktober 2012) für CHF 5‘141‘656.--, zuzüglich 5 % Zins seit 4. April 2008 sowie für CHF 78‘365.30 aufgelaufene Zinse bis 3. April 2008, abzüglich CHF 620‘000.--, val. 31. Oktober 2011, und CHF 650‘000.--, val. 2. Dezember 2011, sowie für CHF 69‘419.05, zuzüglich 5 % Zins seit 3. Oktober 2012, definitive Rechtsöffnung erteilt.
2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von CHF 1‘000.00 gehen zulasten der Gesuchsgegnerin. Sie werden bei der Gesuchstellerin unter Regresserteilung auf die Gesuchsgegnerin erhoben und sind innert 30 Tagen auf das PC-Konto 70-5978-5 des Bezirksgerichtes Maloja zu überweisen.
3. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, die Gesuchstellerin mit CHF 1‘200.-- ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations