# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 28ae0891-e90a-4384-8211-dd4f442923e4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1962, Mutter von drei Kindern (Jahrg
ä
ng
e
1981, 1983 und 1987
), war vom
1. Januar 2009
bis 28. Februar
2013
bei
Y._
in ei
nem Pensum von 50
%
als Kantinenmitarbeiterin
tätig, wobei der
letzte Ar
beitstag
am
19. Juni 2012
war
(
Urk.
7/11
Ziff.
2.
1,
Ziff.
2.9
,
Urk.
7/16/5
). Unter Hinweis auf
starke
Schulterbeschwerden meldete sich die Versicherte am 6. Au
gust 2012
bei der Invalidenversicherun
g zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2
Ziff.
6.2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbl
iche Situation ab und zog Akten des
Krankentag
geldversicherers
bei (
Urk.
7/16
)
.
Nach
durchgeführtem
V
orbescheidverfahren
(
Urk.
7/20,
Urk.
7/21) verneinte
die
IV-Stelle mit Verfügung vom
28. Oktober 2013
einen Rentenanspruch (
Urk.
7/25
=
Urk.
2)
.
2.
Die Versicherte erhob am 18. November 2013
direkt bei der IV-Stelle
Be
schwerde gegen die Verfügun
g vom 28. Oktober 2013
(
Urk.
2) und beantragte
sinngemäss die
Zusprache
einer Invalidenrente und
die Vornahme
weitere
r
me
dizinische
r
Abklärungen
(
Urk.
1/1
-2,
Urk.
3,
Urk.
4/1-2
).
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
Januar 2014 (
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde
der Beschwerdeführerin am 11. Februar 2014
z
ur Kenntnis gebracht (
Urk.
8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Ar
beitsmarktlage
erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei Versicherten
, die nur zum Teil erwerbstätig
, wird für diesen Teil die Invalidi
tät nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der An
teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Ansp
ruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf ei
ne halbe
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Drei
-
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre rentenanspruchsverneinende Verfü
gung damit, der Beschwerdeführerin sei ihre angestammte Tätigkeit vom 2
9.
Mai bis
4.
Dezem
ber 2012 nicht zumutbar gewesen,
a
b dem
5.
Dezember 2012 habe sich ihr Gesundheitszustand
aber
verbessert
,
und die angestammte Tätigkeit sei
seither
wieder im bisherigen Pensum von 50
%
möglich (
Urk.
2
S. 1
f.
).
Es sei davon auszugehen, dass im Haushaltbereich keine rentenbegründende Einschränkung bestehe. Damit resultiere ein rentenausschliessender
Invaliditäts
grad
von 0
%
(S. 2).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1/1) geltend, ihr Gesundheitszustand habe sich überhaupt nicht verbessert. Gemäss ihrem Hausarzt werde sich daran auch in nächster Zukunft nichts ändern. Damit sie ihre Arbeitsunfähigkeit beweisen könne, sei bei einem Arzt der
Beschwerdegeg
nerin
eine Untersuchung vorzunehmen. Dieser werde bestätigen können, dass sie mit einer erheblichen Beeinträchtigung zu leben habe.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Neurologie,
stellte in ihrem
Bericht vom 2
0.
Juli 2012
(
Urk.
7/9) die Verdachtsdiagnose eines Kompressions-Syndroms der obe
ren
Thoraxapertur
links.
Dr.
Z._
führte aus, die Patientin sei am
5.
Juli 2012 konsiliarisch neurologisch und elektrodiagnostisch untersucht wor
den
(S. 1)
.
Es bestehe eine normale motorische und sensible
Medianus
-Neurographie beid
seits. Ein Carpaltunnelsyndrom links könne ausgeschlossen werden. Die Anam
nese und der klinische Befund würden gegen eine C7-Symptomatik sp
rechen. Die Patientin habe weder ein
Zervikal-Syndrom noch bewegungsabhängige
Rei
zerscheinungen
entlang der Nervenwurzel C
7.
Der Neurostatus sei bis auf die
Dysästhesien
an
Dig
III und
Dig
IV links unauffällig.
Die Beschwerdeführerin müsse in ungünstiger Oberkörperhaltung im Personal
-
res
taurant
arbeiten
und
wie am Fliessband Essen ausgeben. Danach habe sie massivste Beschwerden.
Dr.
Z._
führte aus, ihres Erachtens handle es sich am ehesten um ein Kompressions-Syndrom der oberen
Thoraxapertur
links durch eine ungünstige Arbeitshaltung. Bei entsprechenden
Provokationsmanö
vern
wie
dem
Addson
-Test, Zug des Armes nach unten oder auch Hochalten des linken Armes
,
könnten die Beschwerden
provoziert werden (S. 2 f.). Der Plexus
brachialis
sei auch stark
druckdolent
sowohl am
Erb
‘
schen
Punkt als auch in der
Axilla
.
Die Patientin so
llte ihres Erachtens nochmals Ph
ysiotherapie zur Stärkung der Schulter- und Rückenmuskulatur und dadurch zur Öffnung des Schultergürtels
erhalten
.
Es sollte sonst an der Arbeitsstelle abgeklärt werden, ob eine andere Einsatzmöglichkeit bestehe oder ob man den Arbeitsplatz ergonomischer ge
stalten könnte. Falls dies alles nicht möglich sei, müsse sich die Beschwerde
führerin mit der Zeit wahrscheinlich nach einer anderen Arbeitsstelle umsehe
n (S. 3).
3.2
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
matologie,
stellte in seinem zuhanden des Krankentaggeldversicherers erstellten
Gutachten
vom
5.
Dezember 2012 (
Urk.
7/15/12-16 =
Urk.
7/16/9-14) nach Untersuchung der Beschwerdeführerin am
4.
Dezember 2012 folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 3 unten):
chronifizierte
,
bisher therapieresistente
Weichteildysbalancen
mit
Trig
-
ger
punktbildung
vor allem im Schultergürtelbereich links und im Mus
-
culus
infraspinatus
links
fortgeleitetes
referred
pain
-Muster linke obere Extremität einschliess
lich
Dig
II
I
und IV
mögliche zusätzlich
e
C7-Reiznervenwurzelsymptomatik links ohne peri
pher-neurologische Ausfallsymptomatik und globale muskuläre
Insuffizienz mit thorakaler Fehlhaltung und reflektorischer segmen
taler Funktionsstörung Th4 und 5
Dr.
A._
führte aus, die Beschwerdeführerin habe weder bei der
Anamnes
eer
hebung
im Sitzen noch beim An
- und Auskleiden respektive beim Bedienen der Handtasche ein Schon- oder Ausweichverhalten gezeigt. So könne auch der Pullover symmetrisch beidseits bei nicht eingeschränkter Abduktion über die Arme und den Kopf gestreift werden (S. 2 unten f.).
Die aktive Bewegungsprüfung der Schultergelenke beidseits sei symmetrisch unauffällig. Die passive Prüfung durch den Untersucher ergebe eine
glenohu
meral
freie Beweglichkeit links
und rechts, negative isometrisch
resistive
Teste für die
Rotatorenmanschette
und kein
Impingem
ent
und keine
Acromioclavi
cular
(
AC
)
-Gelenkssymptomatik
.
Auf der Liege könne bei Positionswechsel mit dem Arm symmetrisch beidseits abges
tützt werden. Dystrophe oder
at
rophe
Veränderungen fehlten. Die Ober- und Untera
r
mumfangsmessung sei symmetrisch
(S. 3 oben)
.
Der peripher-neurologische Status sei unauffällig betreffend roher Kraft, Tonus, Seh
n
enreflexe und Oberflächensensibilität. Bei anhaltender Abduktion respek
tive Flexion oder Elevation des linken Oberarmes werde eine Missempfindung
Dig
II
I
und IV links angegeben, welche sich aber prompt a
uflöse, wenn der Arm in Neutral
position gehe. Dasselbe Phänomen trete auch bei forcierter Extension m
it Rotation mit Fixie
ru
n
g des Segmentes C6/7 auf, als Hinweis für eine mögli
che C7-Nervenw
urzelreizung links.
Bezüglich der Weichteilveränderungen finde man vereinzelte
Triggerpunkte
im Schultergürtelbereich links mit fortgeleiteten Missempfindungen in den Ober
arm links ausgehend von
Triggerpunkten
im
Musculus
infraspinatus
. Die
Ulna
ris-Logen
seien unauffällig
,
und es fänden sich keine Hinweise für eine
Car
paltunnel-Symptomatik
.
Die Segmentale Prüfung habe eine reversible Funkti
onsstörung im Bereiche der
Costotransversalgelenke
Th4 und 5 beidseits erge
ben (S. 3 Mitte).
Dr.
A._
führ
te
wei
t
er
aus, in der segmentalen
Untersuchung
der
Halswirbel
säule
(HWS)
habe eine C7-Reizsymptomatik nicht ausgeschlossen werden kön
nen, das bedeute eine Diskush
ernie, welche reflektorisch die
myofascialen
Dys
balancen
unterhalte, ausgehend vom unteren HWS-Segment im Bereiche C6 und C
7.
Dies soll
t
e vor definitiver Beurteilung allfälliger Therapien respektive Arbeitsfähigkeiten genauer beurteilt werden. Er empfehle daher
die Durchfüh
rung einer HWS-MRI-
Untersuchung mit der Frage nach
Diskopathie
mit
Kom
promittierung
der Nervenwurzel C7 links
(S. 4 Mitte)
.
Die Ursache solcher
myofascialer
Dysbalancen
sei vielfältig.
Sie könnten
, wie erwähnt, reflektorisch als Folge einer
Diskopathie
cervikal
entstehen. Die heu
tige Untersuchung habe zumindest den Hinweis für eine mögliche C7-Reizung ergeben. Dann seien sie häufig Folge
einer muskulären Insuffizienz mit unge
nügender Stabilisierung und monotonen Arbeitsabläufen, wie dies bei
der Be
schwerdeführerin der Fall sei. Das
Addson
-Manöver, wie es von
Dr.
Z._
be
schrieben worden sei, empfehle er n
icht,
handle es sich dabei doch um einen ungenauen Test ohne sichere Aussagekraft.
Die elektro
myographische Untersuchung
durch
Dr.
Z._
sei unauffällig
gewe
sen
,
respektive ohne peripher-neurogene pathologische Befunde.
Myofasciale
Triggerpunkte
könnten genauso periphere Missempfindungen auslösen, so dass er in der Beurteilung einer
myofascialen
Triggerpunktproblema
tik
eben den Verdacht auf eine
mögliche C7 Reizung links erwähnt habe und deshalb das MRI empfehle
,
um eine genaue Standortbestimmung in einer solch
chronifi
zierten
Schmerzentwicklung zu gewinnen (S. 4 unten).
Je nach Befund im MRI lasse sich die mittel- bis längerfristig zumutbare
Ar
-
beits
fähigkeit
definitiver beurteilen.
Etwas diskrepant sei die Beobachtung ei
nes unauffälligen Spontanverhaltens
mit der linken oberen Extremität, mit normalem Krafteinsatz zum Beispiel beim Positionswechsel auf der Liege, wobei die Beschwerdeführerin betont habe
, dass sie vor allem
dann Beschwerden be
komme, wenn sie repetitiv und monoton Belastungen habe.
Dies sei bei der ak
tuellen Tätigkeit beim Ausschöpfen der Mahlzeiten der Fall (S. 5 oben).
In de
r angestammten Tätigkeit dürfte
zumindest eine Teilarbeitsunfähigkeit attes
tiert bleiben, jedoch
sei
in einer leichteren Tätigkeit, ohne repetitivem Ein
satz der linken oberen Extremität in monotoner Arbeitsstellung
, bereits
zum jet
zigen Zeitpunkt ein volles Pensum respektive eine volle Arbeitsfähigkeit zumut
bar und ausgewiesen
.
Ausgehend von der genaueren Beschreibung der angestammten Tätigkeit, sei eine volle Arbeitsunfähigkeit dafür nicht begründbar.
Für die angestammte Tä
tigkeit sei eine Teilarbeitsfähigkeit im Umfang von 50
%
gegeben
. Die Empfeh
lung zur HWS-MRI-Untersuchung lasse sich auch damit begründen, dass bei allfälligem Vorliegen einer
Diskopathie
mit Nervenwurzelbeeinträchtigung die Schonkriterien genauer abgefasst und eingegrenzt werden müssten (S. 5 Mitte).
Bei diesem
chronifizierten
Verlauf müsse man von einer ungünstigen Prognose in der angestammten Tätigkeit ausgehen. Die definitive Beurteilung der Ar
beitsfähigkeit habe nach dem MRI der HWS zu erfolgen (S. 5 unten).
3.3
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Radiologie und Neuroradiologie, führte in
ihrem Bericht vom 2
5.
Januar 2013 (
Urk.
7/15/5) nach gleichentags durch
geführtem MRT
der
HWS
und de
s
Plexus
brachialis
aus, bis auf eine
Streckstel
lung
der HWS
habe sich ein unauffälliges MRI der HWS und des Plexus beid
seits gezeigt. Es bestehe kei
ne Kompression im Bereich der HW
S oder des Plexus
brachialis
.
3.4
Hausarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, stellte in seinem Bericht vom 1
2.
Februar 2013 (
Urk.
7/15/1-4) folgende
seit dem 2
4.
April 2012 bestehende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit (
Ziff.
1.1):
Kompressionssyndrom
der oberen
Thoraxapertur
links
Partialru
ptur
Rotatorenmanschette
links
AC-Gelenk
sarthrose mit Begleitbursitis
Dr.
C._
führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 3
1.
Januar 2007 bei ihm in Behandlung
,
und die letzte Kontrolle sei am 3
0.
Januar 2013 erfolgt (
Ziff.
1.2). Seit dem 2
4.
April 2012 leide die Beschwerdeführerin unter einem schmerzhaften Schulter-Arm-Syndrom links. Nach diversen externen
spezial
ärztlichen
Untersuchungen habe sich herausgestellt, dass zumindest eine p
arti
elle
Rotatorenmanschettenruptur
mit AC-Arthrose und Begleitbursitis vorliege. Da die Beschwerdeführerin Linkshänderin sei und sich die Beschwerden
chroni
fizierten
, sei er skeptisch (
Ziff.
1.4). Er empfehle eine Operation der Schulter (
Ziff.
1.5).
Seit dem 3
0.
Mai 2012 bestehe in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit, wo die Be
schwerdeführerin in einer Kantine mit dem rechten Arm Essen ausschöpfe, eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Ziff.
1.6). Die linke Schulter sei
dolent
und es bestehe eine eingeschränkte Elevation der linken Schulter, wodurch di
e
Schöpf
bewegungen
verunmöglich
t würden (
Ziff.
1.7). Die Einschränkungen liessen sich eventuell durch eine Operation vermindern (
Ziff.
1.8).
Die Patientin verfüge über keine Ausbildung und habe auch keinen Beruf erlernt (
Ziff.
1.10). Eine
be
hinderungsangepasste
Tätigkeit, ohne Über-Kopf-Arbeiten, ohne Heben und Tragen von Lasten über 5 kg und ohne S
teigen auf Leitern oder Gerüste
,
sei
ihr unei
ngeschränkt zumutbar
(
Ziff.
3).
3.5
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsapparates,
Regionaler Ärztlicher Dienst (
RAD
)
,
führte in seiner
Stellungnahme von 1
4.
August 2013 (
Urk.
7/18
/3) aus, gemäss
Dr.
A._
bestehe in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
und in einer angepassten leichten Tätigkeit ohne repetitiven Einsatz der linken oberen Extremität in monotoner Arbeitsstellung
eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
.
Mangels genauerem Zeitbezug gelte dies
e
Beurteilung wohl ab
Unte
rsu
chungsdatum
5.
Dezember 2012
.
Die von
Dr.
C._
attestier
te, seit dem 2
9.
Mai 2012 bestehende, Arbeitsfähig
keit von 0
%
sei
nicht nachvollziehbar
, da keine Befunde genannt würden
.
Dr.
D._
führte
weiter
aus, mit der Diagnose einer Partialruptur der
Rota
-
toren
manschette
mit
chronifizierter
Weichteildysbalance
im
Schultergürtel
bereich
links
,
liege seit
dem 2
9.
Mai 2012 ein relevanter Gesundheitsschaden vor, der die Arbeitsfähigkeit in
der
angestammte
n
Tätigkeit beeinträchtige. Die Arztberichte seien schlüssig und weitgehend deckungsgleich, beziehungsweise ergänz
t
en
sie sich
, so dass darauf Bezug genommen werden könne.
Vom 2
9.
Mai bis
4.
Dezember 2012 habe in der bisherigen Tätigkeit eine Arbeits
fähigkeit von 0
%
bestanden und seit dem
5.
Dezember 2012 bestehe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
.
In einer angepassten Tätigkeit ohne repetitiven Einsatz der linken oberen Extre
mität in monotoner Arbeitsstellung bestehe mit überwiegender Wahrscheinlich
keit ab dem
5.
Dezember 2012 auf Dauer eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
. Eine Schadenminderungspflicht sei nicht aufzuerlegen, da eine adäquate Behandlung erfolgt sei. Eine vorzeitige medizinische Überprüfung sei nicht notwendig.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich
in ihrer Verfügung (
Urk.
2)
bei der Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdef
ührerin auf die Ausführun
gen von
Dr.
D._
,
RAD
,
vom August 2013 (vorstehend E. 3
.5
), welcher
sei
nerseits auf
das vom Krankentaggeldversicherer veranlasste Gutachten von
Dr.
A._
(vorstehend E
. 3.2
)
verwies und
die angestammte Tätigkeit ab
Zeit
punkt der Begutacht
ung
wieder im ursprünglichen Pensum
von 50
%
respektive eine angepasste Tätigkeit im Umfang von 100
%
für zumutbar erachtete
.
4.2
Bezüglich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
kann für die
Entscheidfindung
auf das Gutachten von
Dr.
A._
vom
Dezember 2012
ab
gestellt werden
, wel
ches für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erfor
derlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden be
rücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhal
ten der Beschwerdeführerin
auseinandersetzt.
Zudem
wurde das Gutachten in Kenntnis der
Vorakten
abge
geben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein und die
Schlussfolgerungen des Experten
sind begründet. Es erfüllt daher die
praxisge
mäs
sen
Kriterien
(vorstehend E. 1.
5
)
vollumfänglich.
Dr.
A._
erachtete, aus
gehend von einem vollen Pensum (vgl. S. 1 des Gutachtens), die angestammte Tätigkeit im Umfang von 50
%
als zumutbar.
Insbesondere
ergab
auch das von
Dr.
A._
angeordnete MRI der HWS
kei
ne besondere
n
Befunde (vgl. vorstehend E. 3.3
) und der von
Dr.
Z._
geäusserte Verdacht auf ein Kompressions-Syndrom
der oberen
Thoraxapertur
bestätigte sich nicht.
Die vom Hausarzt
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.4) im Februar 2013 attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
ver
mag daher nicht zu überzeugen, zumal er eine
behinderungsangepasste
Tätigkeit
für
un
eingeschränkt zumutbar
hielt. Die vollständige Arbeitsunfähigkeit in ange
stammter Tätigkeit begründete er
damit, dass aufgrund der
eingeschränkte
n Elevation der linken Schulter die Schöp
fbewegung verunmöglicht werde
. Eine solche Einschränkung konnte
Dr.
A._
anlässlich seiner Untersuchung vom D
ezember 2012
jedoch
nicht feststell
en.
4.3
Aufgrund des Gesagten ist
Dr.
A._
und
Dr.
D._
folgend davon auszuge
hen, dass
seit Dezember 2012
in der angestammten Tätigkeit noch eine Ar
beitsfähigkeit von 50
%
und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
gegeben ist.
5.
Da die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit
vor Eintritt des
Gesund
heitsschadens
nur in einem Pensum von 50
%
ausübte
(vgl.
Urk.
7/11
Ziff.
2.9)
, resultiert
bei einer Restarbeitsfähigkeit von 50
%
keine Erwerbseinbusse und damit kein rentenbegr
ündender Invaliditätsgrad.
Selbst
wenn man davon ausginge, dass die Beschwerdeführerin ihre ange
stammte Tätigkeit nicht mehr ausüben könnte, besteht unbestrittenermassen in einer behinderungsangepassten Tätigkeit e
ine Arbeitsfähigkeit von 100
%
.
I
n Anbetracht des niedrigen
Valideneinkommens
(vgl. Auszug aus dem individu
ellen Konto,
Urk.
7/7)
würde bei einem anhand de
r vom
Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebene
n
Lohnstrukturerhebung (LSE) berechneten
Invali
deneinkommens
ebenfalls ein rentenausschliessend
er Invaliditätsgrad resultie
ren.
Z
u Recht
hat die Beschwerdegegnerin
auf eine Haushaltabklärung verzichtet. Damit ein rentenanspruchsbegründender Mindestinvaliditätsgrad von 40
%
re
sultieren würde, müsste die Einschrän
kung im Haushalt sehr hoch sein.
Dies
kann
angesichts der medizinisch festgestellten Arbeitsfähigk
eit
(vorstehend
E. 4.3)
ausgeschlossen werden
, weshalb
sich
ein Abklärungsbericht
erübrigt
.
D
ie angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der
unterliegenden Be
schwerdeführer
in aufzuerlegen.