# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1a915b89-5352-4c9b-807b-5d1ac28d0fb3
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren am A._ 1961, wurde durch Anordnung von Dr. med. G._ am 16. September 2022 für eine Dauer von sechs Wochen in der Klinik B._ fürsorgerisch untergebracht. Die Einweisung erfolgte aufgrund aggressiven Verhaltens mit Fremdgefährdung und Exazerbation einer nicht hinreichend behandelten Psychose. Das Kantonsgericht von Graubünden wies die von A._ hiergegen erhobene Beschwerde ab (KGer GR ZK1 22 151 v. 27.9.2022). Auf die von A._ ergriffene Beschwerde an das Bundesgericht wurde nicht eingetreten (BGer 5A_817/2022 v. 25.10.2022). Mit Entscheid vom 22.10.2022 wies das Kantonsgericht in der Folge eine von A._ gegen die Ablehnung eines Entlassungsgesuchs erhobene Beschwerde ab (ZK1 22 164).
B. Mit Schreiben vom 19. Oktober 2022 beantragten die B._ bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden, Zweigstelle Surselva (nachfolgend: KESB Surselva), die Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung vom 16. September 2022. Begründend führten die Chefärztin Dr. med. C._ und die Oberpsychologin D._ an, die Symptome der Manie im Rahmen der schizoaffektiven Störung seien weiterhin so ausgeprägt, dass die Fortsetzung der stationären Behandlung mit kontinuierlicher ausreichend dosierter medikamentöser Behandlung indiziert sei. Die Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung diene insbesondere der Entwicklung einer nachhaltigen Strategie sowie der Organisation einer Nachbehandlung.
C. Die KESB Surselva erliess hierauf, ohne A._ über das Verfahren zu informieren und sie anzuhören, am 25. Oktober 2022 einen Entscheid und erkannte was folgt:
1. A._ wird gestützt auf Art. 426 ZGB i.V.m. Art. 429 Abs. 2 ZGB zur Behandlung und persönlichen Betreuung in einer Einrichtung der Psychiatrischen Dienste Graubünden, längstens bis zum 16. März 2023 untergebracht.
2. Betreffend Entlassungskompetenz wird verfügt:
a. Zuständig für die Entlassung von A._ ist die ärztliche Leitung der Psychiatrischen Dienste Graubünden.
b. Die ärztliche Leitung der Psychiatrischen Dienste Graubünden wird angewiesen, die KESB Graubünden, Zweigstelle Surselva, nach Entlassung von A._ mit einem Austrittsbericht unter Hinweis auf allfällige Vereinbarungen über die Nachbetreuung zu informieren.
c. Konnte A._ bis am 24. Februar 2023 nicht entlassen werden und ist nach Einschätzung der ärztlichen Leitung der Psychiatrischen Dienste Graubünden eine weitere fürsorgerische
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Unterbringung angezeigt, ist die KESB Graubünden, Zweigstelle Surselva, mit einem Verlaufsbericht zu informieren.
3. Die Verfahrenskosten werden auf Fr. 600.00 festgesetzt und A._ auferlegt.

## Considerations