# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c58ddef7-2100-44ac-b452-42e3e8bc1b2c
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend
Gesuch um Wiedereintragung
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im summarischen Verfahren des Bezirksgerichtes Meilen vom 8. Mai 2018 (EO170004)
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Rechtsbegehren: (act. 1)
"1. B._ AG in Liquidation sei wieder ins Handelsregister des Kantons Zürich einzutragen.
2. Herr C._, von D._, in E._, sei als alleiniger Liquidator von B._ AG in Liquidation mit Einzelzeichnungsberechtigung in das Handelsregister des Kantons Zürich einzutragen.
Eventualiter sei F._ AG, Zürich, wieder als alleinige Liquidatorin von B._ AG in Liquidation in das Handelsregister des Kantons  einzutragen.
3. Als (Liquidations-) Adresse von B._ AG in Liquidation sei wieder G._-Strasse ..., H._, in das Handelsregister des Kantons  einzutragen.
4. Das Handelsregisteramt Zürich sei gerichtlich anzuweisen, die  gemäss den vorstehenden Rechtsbegehren 1 bis 3 unverzüglich vorzunehmen.
5. Alles unter Kostenfolge zu Lasten der Antragstellerin."
Verfügung des Bezirksgerichtes Meilen vom 8. Mai 2018: (act. 16 S. 8 f. = act. 19 S. 8 f. = act. 21 S. 8 f.)
"1. Das Verfahren wird wieder aufgenommen. Auf das Gesuch um  der B._ AG wird jedoch sogleich nicht eingetreten.
2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 3'500.–. 3. Die Gerichtskosten werden der Gesuchstellerin auferlegt und werden
aus dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'500.– .
4. Schriftliche Mitteilung an die Gesuchstellerin gegen Empfangsschein. 5. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der
Zustellung an in je einem Exemplar für das Gericht und für jede  sowie unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Berufungsschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen.  Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.
Wird nur die Regelung der Gerichtskosten in diesem Entscheid , kann innert 10 Tagen von der Zustellung an im Doppel unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, , Postfach, 8021 Zürich, Beschwerde erhoben werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen.  Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.
In diesem Verfahren stehen die Fristen während der Gerichtsferien nicht still.
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Berufungsanträge: (act. 20 S. 1 f.)
"1. B._ AG in Liquidation sei wieder in das Handelsregister des  Zürich einzutragen.
2. Der bisherige alleinige Verwaltungsrat von B._ AG, Herr C._, von D._, in E._, sei als alleiniger Liquidator von B._ AG in Liquidation mit Einzelzeichnungsberechtigung in das Handelsregister des Kantons Zürich einzutragen.
Eventualiter sei F._ AG, Zürich, wieder als alleinige Liquidatorin von B._ AG in Liquidation in das Handelsregister des Kantons  einzutragen.
3. Als Liquidationsadresse von B._ AG in Liquidation sei wieder G._-Strasse ..., H._, in das Handelsregister des Kantons  einzutragen.
4. Das Handelsregisteramt Zürich sei gerichtlich anzuweisen, die  gemäss den vorstehenden Rechtsbegehren Nr. 1 - 3  vorzunehmen.
5. Eventualiter zu den vorstehenden Rechtsbegehren Nr. 1 - 4 sei die  Verfügung aufzuheben und die Sache an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung zurückzuweisen.
6. Die Gerichtsgebühr der Vorinstanz für die angefochtene Verfügung sei auf CHF 1'500.– herabzusetzen.
7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. Mehrwertsteuer) zu Lasten des Staates Zürich."
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## Considerations

Erwägungen:
I. Sachverhalt sowie Vor- und Prozessgeschichte
1.
1.1 Die Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (nachfolgend nur Berufungsklä-
gerin) macht geltend, eine frühere Kundin der B._ AG gewesen zu sein, de-
ren Wiedereintragung im Handelsregister sie mit der vorliegenden Berufung ver-
langt. Die B._ AG sei als Treuhandgesellschaft für zahlreiche Kunden im In-
und Ausland tätig gewesen, wobei sie Aktiengesellschaften verwaltet, deren
Buchhaltungen betreut und den Zahlungsverkehr für diese ausgeführt habe. Letz-
teres habe sie auch für die Berufungsklägerin übernommen, die Inhaberin eines
Postkontos bei der PostFinance AG gewesen sei, für welches sie der B._ AG
eine Bankvollmacht erteilt gehabt habe (vgl. act. 20 Ziff. 3).
1.2 Im Jahr 2009 eröffnete die Bundesanwaltschaft eine Strafuntersuchung un-
ter anderem wegen Geldwäscherei gegen die B._ AG. In diesem Zusam-
menhang sperrte bzw. beschlagnahmte die Bundesanwaltschaft offenbar mehrere
Treuhandkonten und -depots der B._ AG. Zudem wurden auch gegen diver-
se natürliche Personen – unter anderen auch gegen I._, der damals Mitglied
des Verwaltungsrates der B._ AG war (und aktuell auch alleiniger Verwal-
tungsrat der Berufungsklägerin ist) – Strafverfahren eröffnet (vgl. act. 23/2 und
act. 23/5). Das Strafverfahren (Verfahren Nr. SV.09.0135-FAL) gegen I._ et
al. wegen qualifizierter Geldwäscherei (Art. 305bis Abs. 2 StGB), gewerbsmässi-
gen Betrugs (Art. 146 Abs. 1 und 2 StGB) und Urkundenfälschung (Art. 251 StGB)
ist nach wie vor pendent. Am 17. Oktober 2014 erliess die Schweizerische Fi-
nanzmarktaufsicht FINMA eine Verfügung, womit die B._ AG aufgelöst und
in Liquidation gesetzt wurde. Als alleinige Liquidatorin wurde die F._ AG, ...-
Strasse ..., ... Zürich, eingesetzt, wobei den bisherigen Organen der Gesellschaft
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jegliche Vertretungsbefugnis entzogen wurde (vgl. act. 23/3). Die FINMA ordnete
zudem die Aufrechterhaltung der Sperrung sämtlicher auf die B._ AG lauten-
der Kontoverbindungen und Depots an und ermächtigte die Liquidatorin, darüber
zu verfügen (vgl. dazu BGer 2C_303/2016, Sachverhalt).
1.3 In der Folge verwaltete und liquidierte die von der FINMA eingesetzte Liqui-
datorin F._ sämtliche auf die B._ AG in Liquidation lautenden Konten,
die nicht von der Bundesanwaltschaft gesperrt worden waren. Gemäss Ausfüh-
rungen der Berufungsklägerin soll die Liquidatorin dabei unter anderem in ver-
trags- und rechtswidriger sowie strafbarer Weise das Postkonto der Berufungs-
klägerin saldiert haben und dessen Saldo (sowie die Saldi weiterer Konti) auf ein
Konto bei der UBS AG (heute: UBS Switzerland AG, Konto mit IBAN Nr. CH ...,
lautend auf die Liquidatorin F._ AG) überwiesen haben, als dessen wirt-
schaftlich Berechtigte die B._ AG in Liquidation ausgewiesen worden sei.
Nach durchgeführtem Schuldenruf habe sich schliesslich eine Überschuldung der
B._ AG in Liquidation gezeigt, woraufhin das Bezirksgericht Meilen am
tt.mm.2015 den Konkurs über die B._ AG eröffnet habe. Mangels Aktiven sei
der Konkurs jedoch bereits am tt.mm.2015 wieder eingestellt worden. Am
tt.mm.2017 sei die B._ AG in Liquidation schliesslich im Handelsregister des
Kantons Zürich von Amtes wegen gestützt auf Art. 159 Abs. 5 lit. a HRegV ge-
löscht worden (act. 20 S. 5 - 7).
1.4 Mit Beschlagnahmeverfügung vom 9. Februar 2017 beschlagnahmte die
Bundesanwaltschaft das vorgenannte UBS-Konto (IBAN Nr. CH ...) und wies die
Liquidatorin an, dessen Saldo auf ein Konto der Eidgenössischen Finanzverwal-
tung zu transferieren (vgl. act. 23/5). Zur Begründung führte die Bundesanwalt-
schaft im Wesentlichen aus, da der Konkurs betreffend die B._ AG in Liqui-
dation mangels Aktiven eingestellt und die Gesellschaft in der Folge im Handels-
register gelöscht worden sei, müssten die noch vorhandenen Aktiven an die Akti-
onäre zurückgegeben werden. Da I._ Alleinaktionär der B._ AG in Li-
quidation gewesen sei, müsse das Bankguthaben folglich letztlich an I._ zu-
rückgegeben werden. Um die Vollstreckbarkeit einer allfälligen Kompensations-
zahlung sicherzustellen und die Bezahlung der durch die Strafverfahren verur-
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sachten Prozesskosten zu garantieren, rechtfertige es sich, das sich auf dem
UBS-Konto befindliche Bankguthaben (IBAN Nr. CH ...) zu beschlagnahmen (vgl.
zum Ganzen act. 23/5 Ziff. 9 ff.). Der Anordnung der Bundesanwaltschaft vom
9. Februar 2017 nachkommend überwies die F._ AG die sich auf dem UBS-
Konto befindlichen Gelder in der Höhe von damals etwas mehr als einer Million
Schweizer Franken auf das bezeichnete Konto der Schweizerischen Eidgenos-
senschaft, wo sie sich offenbar heute noch befinden.
2.
2.1 Am 21. Juni 2017 stellte die Berufungsklägerin beim Bezirksgericht Meilen
(nachfolgend Vorinstanz) einen Antrag auf Wiedereintragung der im Handelsre-
gister gelöschten Aktiengesellschaft B._ AG in Liquidation (act. 1).
2.2 Mit Schreiben vom 3. Oktober 2017 (act. 11) ersuchte die Berufungsklägerin
die Vorinstanz um Sistierung des Verfahrens bis zur rechtskräftigen Erledigung
einer vor der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts hängigen Beschwerde
der J._ Limited, mit Sitz in ... [Ort], Malta, gegen die Beschlagnahme durch
die Bundesanwaltschaft der Gelder auf einem Bankkonto, deren wirtschaftlich Be-
rechtigte die B._ AG in Liquidation ist (Geschäfts-Nr. BB.2017.136). Die Vo-
rinstanz sistierte das Verfahren in der Folge antragsgemäss. Nachdem das Bun-
desgericht mit Entscheid 1C_498/2017 vom 27. März 2018 mangels Beschwerde-
legitimation auf die Beschwerde nicht eingetreten war (vgl. act. 15), verlangte die
Gesuchstellerin mit Eingabe vom 30. April 2018 (act. 14) die Wiederaufnahme
des Verfahrens betreffend Wiedereintragung der B._ AG in Liquidation. Mit
Verfügung vom 8. Mai 2018 nahm die Vorinstanz das Verfahren betreffend Wie-
dereintragung wieder auf, trat auf das Gesuch der Berufungsklägerin um Wieder-
eintragung der B._ AG in Liquidation jedoch sogleich nicht ein (act. 16 =
act. 19 = act. 21, nachfolgend zitiert als act. 19). Der vorinstanzliche Entscheid
wurde der Berufungsklägerin am 15. Mai 2018 (vgl. act. 17) zugestellt.
2.3 Gegen die vorinstanzliche Verfügung vom 8. Mai 2018 erhob die Berufungs-
klägerin mit Eingabe vom 24. Mai 2018 rechtzeitig bei der Kammer Berufung
(act. 20, act. 22 und act. 23/1 - 7).
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2.4 Mit Verfügung vom 4. Juni 2018 wurde der Berufungsklägerin eine 10-tägige
Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von Fr. 3'500.– für die
mutmasslich anfallenden Gerichtskosten angesetzt sowie die weitere Prozesslei-
tung delegiert (act. 25). Die Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses wurde der
Berufungsklägerin auf ihr Ersuchen hin mit Verfügung vom 15. Juni 2018 bis zum
25. Juni 2018 erstreckt (act. 27). Nachdem die Berufungsklägerin die Fristerstre-
ckungsverfügung vom 15. Juni 2018 – obwohl sie mit dieser Zustellung rechnen
musste – nicht abgeholt hatte, wurde ihr mit Verfügung vom 28. Juni 2018 eine
einmalige Nachfrist von 5 Tagen angesetzt, um den ihr mit Verfügung vom 4. Juni
2018 auferlegten Kostenvorschuss zu leisten, unter Androhung der Säumnisfol-
gen. In der Folge ging der Kostenvorschuss innert Nachfrist ein (vgl. act. 32,
act. 33 und act. 34).
2.5 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1 - 17). Das Verfahren
ist spruchreif.
II. Zur Berufung im Einzelnen
A. Formelles
1. Das vorliegende Verfahren betrifft ein Begehren um Wiedereintragung einer im Handelsregister gelöschten Gesellschaft (Art. 164 HRegV). Dabei handelt es
sich um eine Angelegenheit der sogenannten freiwilligen Gerichtsbarkeit. Darüber
entscheidet im Kanton Zürich erstinstanzlich das Einzelgericht des örtlich zustän-
digen Bezirksgerichts im summarischen Verfahren (Art. 248 lit. e ZPO; vgl. dazu,
insb. zur Abgrenzung von der Zuständigkeit des Handelsgerichts, BGE 140 III
550, vgl. auch OG ZH LF170039 vom 17. August 2017).
2. Gegen Erledigungsentscheide im summarischen Verfahren ist die Berufung nach Art. 308 ff. ZPO zulässig (Art. 308 Abs. 1 lit. a i.V.m. Art. 314 ZPO). Voraus-
gesetzt ist in vermögensrechtlichen Angelegenheiten ein Rechtsmittelstreitwert
von mindestens Fr. 10'000.00 (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Dieser ist angesichts der
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von der Berufungsklägerin als Grund für die Wiedereintragung geltend gemachten
Forderung in der Höhe von Fr. 69'247.23 gegeben (vgl. dazu nachstehende
E. II./B.2). Auf die rechtzeitig schriftlich und begründet erhobene Berufung ist so-
mit einzutreten.
B. Materielles
1. Die Vorinstanz erwog im Entscheid vom 8. Mai 2018, für eine  gestützt auf Art. 164 HRegV sei erforderlich, dass die Antragstellerin unter
anderem ein schutzwürdiges Interesse an der Wiedereintragung darlege. Nach
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung werde ein schutzwürdiges Interesse an
der Wiedereintragung insbesondere dann verneint, wenn von vornherein festste-
he, dass ein Ansprecher den Zweck, welchen er mit der Wiedereintragung verfol-
ge, nicht erreichen werde. Dies sei typischerweise dann der Fall, wenn die (wie-
der) einzutragende Gesellschaft keinerlei Aktiven mehr habe (vgl. act. 19, E. 3 mit
Verweis auf BGE 115 II 276, S. 277, E. 2 und RÜETSCHI, in: Siffert/Turin (Hrsg.),
Handelsregisterverordnung (HRegV), Bern 2013, Art. 164 N 34). Die Berufungs-
klägerin habe zwar glaubhaft gemacht, dass im Zusammenhang mit der gelösch-
ten Gesellschaft noch Aktiven im Umfang von ca. einer Million Schweizer Franken
vorhanden seien. Diese würden sich allerdings zurzeit auf einem Konto der
Schweizerischen Eidgenossenschaft befinden und seien von der Bundesanwalt-
schaft mit Beschlag belegt und würden dies auch bis auf weiteres bleiben. Solan-
ge die strafrechtliche Beschlagnahme aufrecht erhalten werde, könne die Beru-
fungsklägerin den von ihr mit der Wiedereintragung der B._ AG in Liquidation
verfolgten Zweck nicht erreichen. Damit mangle es ihr an dem vom Bundesgericht
vorausgesetzten schutzwürdigen Interesse an der Wiedereintragung der Gesell-
schaft, weshalb auf das Gesuch um Wiedereintragung der B._ AG in Liquida-
tion im Handelsregister nicht einzutreten sei. Damit könne offenbleiben, ob die
(weiteren) Voraussetzungen von Art. 164 Abs. 1 lit. a - b HRegV gegeben wären
(vgl. act. 19 E. 3.1 - 3.2).
2. Die Berufungsklägerin rügt, die Vorinstanz habe das Recht unrichtig  und argumentiert grundsätzlich mit denselben Argumenten, wie schon im
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vorinstanzlichen Verfahren. Sie begründet ihr Gesuch um Wiedereintragung der
B._ AG in Liquidation im Handelsregister weiterhin im Wesentlichen damit,
dass sie gegen diese einen zivilrechtlichen Anspruch auf Rückzahlung von
Fr. 69'247.23 habe. Die B._ AG in Liquidation habe das zwischen ihr und der
Berufungsklägerin bestehende Auftragsverhältnis verletzt, indem sie bzw. eines
ihrer Organe die Bankvollmacht über das Postkonto missbraucht und damit die
Berufungsklägerin geschädigt habe (act. 20 S. 6 Ziff. 3 und S. 8, Ziff. 4.2). Zudem
existierten trotz der Löschung der B._ AG in Liquidation im Handelsregister,
wodurch das Liquidationsverfahren formell beendet worden sei, noch Aktiven der
B._ AG in Liquidation, stammend aus dem früheren UBS-Konto (errichtet
durch die Liquidatorin). Zwar würden sich diese Gelder heute auf einem Konto der
Schweizerischen Eidgenossenschaft befinden und seien von der Bundesanwalt-
schaft strafprozessual beschlagnahmt worden, doch spiele dies für den Wieder-
eintragungsgrund keine Rolle. Dabei handle es sich nämlich lediglich um eine vor-
läufige, sichernde strafprozessuale Massnahme, die an der zivilrechtlichen
Rechtslage nichts zu ändern vermöge und ohnehin bestehe eine erhebliche
Wahrscheinlichkeit, dass die beschlagnahmten Gelder bald freigegeben würden
und im Rahmen des Liquidationsverfahrens verteilt werden müssten (vgl. act. 20
S. 10 f., Ziff. 4.3.1). Aus diesem Grund sei die Auffassung der Vorinstanz, wonach
die Berufungsklägerin wegen der Beschlagnahme der Gelder durch die Bundes-
anwaltschaft kein schutzwürdiges Interesse an der Wiedereintragung habe, falsch
und der Wiedereintragungsgrund gemäss Art. 164 Abs. 1 lit. a HRegV sei gege-
ben. Zusätzlich habe die Berufungsklägerin aber auch gestützt auf Art. 164 Abs. 1
lit. b HRegV einen Anspruch auf die Wiedereintragung der B._ AG in Liquida-
tion in das Handelsregister, genüge es dafür doch, dass der Antragsteller ernst-
haft beabsichtige, einen Zivilprozess gegen eine gelöschte Rechtseinheit einzulei-
ten und zu diesem Zweck deren Wiedereintragung beantrage (act. 20 S. 11 f.,
Ziff. 4.3.2). Entgegen der Auffassung der Vorinstanz komme es beim Wiederein-
tragungsgrund gemäss Art. 164 Abs. 1 lit. b HRegV nicht darauf an, ob die
B._ AG in Liquidation über Vermögenswerte verfüge oder nicht, denn
schliesslich werde bei der Zulassung von Forderungsklagen auch nicht geprüft,
ob die Forderung letztlich auch tatsächlich vollstreckbar sei. Die Rechtsordnung
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gehe davon aus, dass eine Klägerin selbst wisse, ob sich ein gerichtliches Vorge-
hen im Hinblick auf die Vollstreckung letztlich überhaupt lohne. Des Weiteren sei
für eine Leistungsklage kein besonderes Rechtsschutzinteresse vorausgesetzt
und gleiches müsse hinsichtlich der Legitimation zum Antrag auf Wiedereintra-
gung einer gelöschten Aktiengesellschaft im Handelsregister gelten. Schliesslich
– so die Berufungsklägerin weiter – strebe die Berufungsklägerin hier mit der Leis-
tungsklage nicht nur die Vollstreckung ihrer Forderung an, sondern bezwecke
damit auch die implizite Feststellung, dass der entsprechende Anspruch zu Recht
bestehe. Für den Fall, dass die vom früheren UBS-Konto stammenden Gelder
durch die Strafbehörden am Ende des Strafverfahrens definitiv eingezogen wür-
den, behalte sich die Berufungsklägerin nämlich vor, die damalige Liquidatorin
und/oder den für diese handelnde Rechtsanwalt Y._ aus aktienrechtlicher
Verantwortlichkeit (Art. 754 OR) für den eingetretenen Schaden haftbar zu ma-
chen (vgl. dazu act. 20 S. 12, Ziff. 4.3.2). Nachdem die vergleichsweise Erledi-
gung der Angelegenheit mit der damaligen Liquidatorin der B._ AG in Liqui-
dation (F._ AG) gescheitert sei, könne die Berufungsklägerin ihren berechti-
gen zivilrechtlichen Anspruch auf Rückzahlung von Fr. 69'247.23 aus dem in ver-
trags- und rechtswidriger bzw. strafbarer Weise saldierten Postkonto nur auf dem
Zivilweg klageweise durchsetzen, wofür die Wiedereintragung der B._ AG in
Liquidation zwingend notwendig sei (act. 20 S. 12, Ziff. 4.4).
3.
3.1 Gemäss Art. 164 Abs. 1 HRegV kann das Gericht auf Antrag die Wiederein-
tragung einer gelöschten Rechtseinheit ins Handelsregister anordnen, sofern
glaubhaft gemacht wird, dass nach Abschluss der Liquidation der gelöschten
Rechtseinheit (alternativ) entweder Aktiven vorliegen, die noch nicht verwertet
oder verteilt worden sind (lit. a), oder die gelöschte Rechtseinheit in einem Ge-
richtsverfahren als Partei teilnimmt (lit. b), oder die Wiedereintragung der gelösch-
ten Rechtseinheit für die Bereinigung eines öffentlichen Registers erforderlich ist
(lit. c), oder die Wiedereintragung für die Beendigung des Konkursverfahrens der
gelöschten Rechtseinheit erforderlich ist (lit. d). Antragsberechtigt ist dafür nur,
wer ein schutzwürdiges Interesse an der Wiedereintragung der gelöschten
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Rechtseinheit hat (Art. 164 Abs. 2 HRegV). Nach der höchstrichterlichen Recht-
sprechung fehlt es an einem schutzwürdigen Interesse insbesondere dann, wenn
der Gläubiger in der Lage ist, die von ihm geltend gemachte Forderung auf einem
anderen Weg, von dem vernünftigerweise erwartet werden kann, dass er began-
gen wird, einzutreiben, oder wenn die Gesellschaft keine realisierbaren Aktiven
mehr besitzt (vgl. BGE 132 III 731, E. 3.2 = Pra 96 [2007] Nr. 81, mit Verweis auf
BGE 121 III 324, E. 1, BGE 115 II 276, E. 2). Die Voraussetzungen für die Wie-
dereintragung sind lediglich glaubhaft zu machen. Das verlangt indes mehr als ei-
ne blosse Behauptung eines Sachverhaltes. Die Behauptungen haben vielmehr
plausibel, also in sich stimmig bzw. schlüssig zu sein, und es sind objektive An-
haltspunkte vorzutragen, aufgrund derer eine gewisse Wahrscheinlichkeit für das
Vorhandensein der behaupteten Tatsachen besteht, auch wenn das Gericht noch
mit der Möglichkeit rechnet, dass sie sich möglicherweise nicht verwirklicht haben
könnten (vgl. RÜETSCHI, in: Siffert/Turin (Hrsg.), Handelsregisterverordnung
(HRegV), Bern 2013, Art. 164 N 36 ff.; vgl. auch BSK ZPO-GUYAN, 3. Auflage
2017, Art. 157 N 10).
3.2 Soweit die Berufungsklägerin geltend macht, die Vorinstanz habe ihr ein
schutzwürdiges Interesse an der Wiedereintragung der B._ AG in Liquidation
im Handelsregister zu Unecht abgesprochen, ist vorab klarzustellen, dass Art. 164
Abs. 2 HRegV unabhängig vom Wiedereintragungsgrund gemäss Abs. 1 lit. a - d
ein schutzwürdiges Interesse an der Wiedereintragung beim Antragsteller voraus-
setzt. Ein solches muss also bei jedem der Wiedereintragungsgründe zusätzlich
gegeben sein.
3.3 Nach der in vorstehender E. II./B.3.1 zitierten höchstrichterlichen Rechtspre-
chung fehlt es an einem solchen schutzwürdigen Interesse insbesondere dann,
wenn der Gläubiger in der Lage ist, die von ihm geltend gemachte Forderung auf
einem anderen Weg einzutreiben, dessen Beschreiten von ihm vernünftigerweise
erwartet werden kann (vgl. BGE 132 III 731, E. 3.2 = Pra 96 [2007] Nr. 81, mit
Verweis auf BGE 121 III 324, E. 1, BGE 115 II 276, E. 2). Zwar sind diese Urteile
des Bundesgerichts noch vor der Revision der HRegV per 1. Januar 2008 ergan-
gen, somit als die Wiedereintragung einer gelöschten Rechtseinheit noch nicht
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explizit geregelt war. Dennoch hat diese Rechtsprechung für die Konkretisierung
eines genügenden Rechtsschutzinteresses i.S.v. Art. 164 Abs. 2 HRegV nach wie
vor Geltung. Dies scheint denn auch die Berufungsklägerin nicht in Abrede stellen
zu wollen, schreibt sie doch in ihrer Berufung selbst, nach der bundesgerichtli-
chen Rechtsprechung sei der Anspruch auf Wiedereintragung einer gelöschten
Gesellschaft subsidiär bzw. nur zulässig, wenn die Antragstellerin ihre Ansprüche
nicht in einer anderen, ihr zumutbaren Weise durchsetzen könne (vgl. act. 20
S. 12, Ziff. 4.4). An eben dieser Subsidiarität mangelt es indes vorliegend: Die Be-
rufungsklägerin begründet ihren Antrag auf Wiedereintragung der B._ AG in
Liquidation damit, dass sie gegen diese eine Klage aus Vertragsverletzung einlei-
ten wolle, weil die Liquidatorin der B._ AG in Liquidation (F._ AG, wie-
derum vertreten durch Rechtsanwalt Y._) in vertrags-, rechtswidriger sowie
strafbarer Weise das Postkonto der Berufungsklägerin saldiert habe. Dieses Vor-
gehen habe einen Missbrauch der Bankvollmacht über das Postkonto und eine
unerlaubte Handlung i.S.v. Art. 138 Ziff. 2 StGB bzw. Art. 41 OR bedeutet,
wodurch die Berufungsklägerin geschädigt worden sei. Gegenüber der Liquidato-
rin habe die Berufungsklägerin die Rückzahlung der Fr. 69'247.23 bereits ver-
langt, jedoch sei diese der Rückzahlungsaufforderung bis heute nicht nachge-
kommen (act. 20 S. 6, Ziff. 3 und S. 8, Ziff. 4.2.1). Aus diesen Ausführungen er-
hellt, dass die Berufungsklägerin einen direkt in ihrem eigenen Vermögen (und
nicht etwa einen im Vermögen der Gesellschaft [B._ AG in Liquidation] und
damit bei ihr bloss mittelbar) eingetretenen Schaden mittels Forderungsklage gel-
tend machen will. Wurde einem Gläubiger durch widerrechtliches Verhalten eines
Organs der Gesellschaft (z.B. der Liquidatorin) direkt Schaden zugefügt, so ver-
fügt der Gläubiger über eine direkte Klage gegen das fehlbare Organ (Art. 754
OR) und kann dieses direkt belangen, und zwar unabhängig von der Auflösung
der Gesellschaft. Die von der Rechtsprechung aufgestellten Einschränkungen in
Bezug auf die Möglichkeit des Gesellschaftsgläubigers, persönlich gegen ein Or-
gan vorzugehen, sind nicht anwendbar. In derart gelagerten Fällen mangelt es am
Subsidiaritätserfordernis im vorgenannten Sinn und hat der Gläubiger deshalb
auch kein schützenswertes Interesse an der Wiedereintragung der Gesellschaft in
das Handelsregister (vgl. BGE 132 III 564, E. 3.2.1 = Pra 96 [2007] Nr. 57 und
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BGer 4A.12/2006 vom 19. September 2006, E. 3.3 = Pra 96 [2007] Nr. 81). Be-
reits aus dem Grund, dass sich die Berufungsklägerin zur Geltendmachung der
von ihr behaupteten Schadenersatzforderung in der Höhe von Fr. 69'247.23 direkt
an die damalige, angeblich schadensverursachende Liquidatorin (F._ AG)
halten kann, ist ihr folglich ein schutzwürdiges Interesse an der Wiedereintragung
der B._ AG in Liquidation im Handelsregister abzusprechen (BGer
4A.12/2006 vom 19. September 2006, E. 3.3 und E. 3.5 = Pra 96 [2007] Nr. 81).
Damit erübrigt sich die Prüfung, ob die Berufungsklägerin das Vorliegen eines der
vier Wiedereintragungsgründe gemäss Art. 164 Abs. 1 lit. a - d HRegV glaubhaft
gemacht hat und es kann insbesondere auch offen bleiben, ob es sich bei den
strafrechtlich auf unbestimmte Zeit beschlagnahmten Aktiven der B._ AG in
Liquidation um realisierbare Aktiven i.S.v. Art. 164 Abs. 1 lit. a HRegV handelt. Im
Ergebnis ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf das Gesuch
der Berufungsklägerin um Wiedereintragung der B._ AG in Liquidation im
Handelsregister nicht eingetreten ist.
Die Berufungsklägerin scheint sich der vorgenannten Möglichkeit der direk-
ten Geltendmachung des Schadens bei der ehemaligen Liquidatorin der B._
AG in Liquidation durchaus bewusst zu sein und diese auch ernsthaft in Betracht
zu ziehen, hat sie sich doch für den Fall, dass die mittlerweile strafrechtlich be-
schlagnahmten Gelder aus dem früheren UBS-Konto am Ende bei der B._
AG in Liquidation nicht erhältlich gemacht werden könnten, ein direktes Vorgehen
gegen die F._ AG bzw. allenfalls gegen Rechtsanwalt Y._ aus aktien-
rechtlicher Verantwortlichkeit explizit vorbehalten (vgl. act. 20 S. 12, Ziff. 4.3.2).
Nur ergänzend sei Folgendes angefügt: Dass die Berufungsklägerin den-
noch auf eine Wiedereintragung der B._ AG in Liquidation im Handelsregis-
ter drängt, obwohl hinter der Berufungsklägerin als einziger Verwaltungsrat zu-
dem ein und dieselbe natürliche Person (I._) steht, die bis zur von der FIN-
MA angeordneten Auflösung zuletzt als Alleinaktionär und Verwaltungsrat auch
die B._ AG in Liquidation kontrollierte, mutet deshalb merkwürdig an. Insbe-
sondere der Umstand, dass das Bundesgericht auf die von I._ und der
J._ Limited (Malta) gegen die Beschlagnahmeverfügung der Bundesanwalt-
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schaft erhobene Beschwerde mangels Beschwerdelegitimation nicht eingetreten
ist (vgl. act. 15), und sich die Berufungsklägerin von der Wiedereintragung ins
Handelsregister offenbar eine erfolgreiche Anfechtung der Beschlagnahmeverfü-
gung durch die B._ AG in Liquidation selbst (vertreten durch den von ihr als
alleiniger Verwaltungsrat vorgeschlagenen C._ [nota bene: gemäss eigenen
Angaben der Berufungsklägerin Sohn des I._]) verspricht (vgl. dazu die Aus-
führungen der Berufungsklägerin in act. 20 S. 7 Ziff. 3, letzte 2 Absätze), liegt die
Vermutung nahe, dass die Wiedereintragung letztlich nicht dem Zweck der
Durchsetzung der behaupteten Forderung der Berufungsklägerin dienen soll,
sondern vielmehr der (Wieder-) Erlangung der Partei- sowie Prozessfähigkeit für
die zurzeit im Handelsregister gelöschte B._ AG in Liquidation, sodass diese
anschliessend in eigenem Namen wirksam gegen die Beschlagnahmeverfügung
der Bundesanwaltschaft vorgehen kann. Sollte diese Vermutung zutreffen, diente
das Gesuch der Berufungsklägerin um Wiedereintragung der B._ AG in Li-
quidation im Handelsregister einem völlig anderen Zweck, als dem im vorliegen-
den Verfahren angegebenen. Ein solches Vorgehen wäre als rechtmissbräuchlich
zu qualifizieren und verdiente zum Vornherein keinen Rechtsschutz.
III. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1.
1.1 Da die Vorinstanz auf das Begehren der Berufungsklägerin im Ergebnis zu
Recht nicht eingetreten ist, ist das vorinstanzliche Kostendispositiv hinsichtlich der
Auferlegung der Kosten zulasten der Berufungsklägerin zu bestätigen.
1.2 Die Berufungsklägerin rügt die Höhe der Kosten für das erstinstanzliche Ver-
fahren von Fr. 3'500.– unabhängig von den restlichen Berufungsanträgen als
übersetzt und verlangt deren Reduktion auf Fr. 1'500.–. Die Hälfte der Maximal-
gebühr, d.h. Fr. 3'500.– erscheine zwar angesichts des Streitwertes angemessen;
zumal die Vorinstanz auf das Gesuch der Berufungsklägerin auf Wiedereintra-
gung der B._ AG in Liquidation jedoch gar nicht eingetreten sei und deren
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Antrag mithin materiell nicht geprüft habe, erscheine für das blosse Prozessurteil
der Vorinstanz von achteinhalb Seiten vielmehr eine Gerichtsgebühr in der Höhe
von Fr. 1'500.– als angemessen (act. 20 S. 14, Ziff. 8).
1.3 Die Entscheidgebühr für ein Verfahren in Angelegenheiten der freiwilligen
Gerichtsbarkeit ist im Rahmen von § 8 Abs. 4 GebV OG (Fr. 100.– bis Fr. 7'000.–)
in Würdigung des Streitwerts, des Zeitaufwands und der Schwierigkeit des Falls
festzusetzen (§ 2 Abs. 1 lit. c-d GebV OG, vgl. dazu ferner OG ZH LF170039 vom
17. August 2017, E. 5.2.2). Der Streitwert bemisst sich nach der wirtschaftlichen
Bedeutung der Wiedereintragung für den Antragssteller (vgl. RÜETSCHI, in: Sif-
fert/Turin (Hrsg.), Handelsregisterverordnung (HRegV), Bern 2013, Art. 164 N 41).
Vor diesem Hintergrund kann auf den Betrag der von der Berufungsklägern für die
Wiedereintragung geltend gemachten Forderung gegenüber der B._ AG in
Liquidation von Fr. 69'247.23 abgestellt werden.
1.4 Auch wenn die Vorinstanz letztlich auf das Gesuch auf Wiedereintragung im
Handelsregister mangels Rechtsschutzinteresse der Berufungsklägerin nicht ein-
getreten ist, hatte sie dennoch das Vorliegen eines Rechtsschutzinteresses auf
Seiten der Berufungsklägerin eingehend zu prüfen. Die Beantwortung der Frage
nach dem Vorhandensein eines i.S.v. Art. 164 Abs. 2 HRegV genügenden
Rechtsschutzinteresses gestaltet sich dabei bisweilen komplexer, als die anhand
von objektiven Kriterien überprüfbaren Wiedereintragungsgründe gemäss Art. 164
Abs. 1 lit. a - d HRegV, da dies in der Regel zumindest eine vorfrageweise Ausei-
nandersetzung mit der materiellen Begründung eines Gesuches um Wiederein-
tragung bedingt. Dies war denn auch hier der Fall, prüfte die Vorinstanz die Frage
nach einem genügenden Rechtsschutzinteresse für die Wiedereintragung doch
anhand des von der Berufungsklägerin geltend gemachten Wiedereintragungs-
grundes gemäss Art. 164 Abs. 1 lit. a HRegV. Damit ist von einem mittleren Zeit-
aufwand der Vorinstanz auszugehen. Angesichts des mit Fr. 69'247.23 nicht mehr
tiefen Streitwerts und der mittleren Schwierigkeit des Falles ist die von der Vorin-
stanz im mittleren Bereich des Rahmens festgesetzte Gebühr in der Höhe von
Fr. 3'500.– nicht zu beanstanden. Die Berufung erweist sich auch in diesem Punkt
als unbegründet, weshalb der Berufungsantrag Nr. 6 abzuweisen ist.
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2.
2.1 Für die Festsetzung der Kosten für das Berufungsverfahren gelten dieselben
Grundsätze wie für die Festsetzung der erstinstanzlichen Entscheidgebühr, wes-
halb auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen werden kann. Es erscheint
dem Streitwert, dem Zeitaufwand des Gerichts und der Schwierigkeit des Falles
angemessen, die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ebenfalls auf
Fr. 3'500.– festzusetzen (§ 8 Abs. 4 i.V.m. § 12 Abs. 1 GebV OG).
2.2 Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens der Berufungs-
klägerin aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).