# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f1614827-926b-42b2-822d-21bc6eb442f2
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _1958, und Y._, geboren am _1959, heirateten am 12. Januar 1990 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus ihrer Ehe gingen die heute bereits volljährigen Töchter, A._ und B._, beide geboren am _1990, hervor. Die Parteien leben seit März 2011 getrennt. Y._ ist gelernte Pferdebereiterin. Während des ehelichen Zusammenlebens kümmerte sie sich vorwiegend um den Haushalt und die Kinderbetreuung. In den Jahren 2001 bis 2003 arbeitete sie im gemeinsamen, als Kollektivgesellschaft geführten Geschäft (Handel und Vertrieb von Kaffee). Nach dessen Aufgabe betrieb sie auf selbständiger Basis (Einzelfirma C._) ein Handelsgeschäft für Naturprodukte (insbesondere Tees, Kosmetika und Salben), in dessen Rahmen sie auch verschiedene Therapieanwendungen (Massagen) anbot. Diese Tätigkeit gab sie im Jahre 2012 auf. Nach der Trennung arbeitete sie zunächst aushilfsweise in einem Geschäft für Heimtierbedarf (D._) und als Reinigungskraft. Mitte 2012 trat sie eine Anstellung als Rüsterin in einem Früchte- und Gemüsehandelsbetrieb (E._) mit einer täglichen Arbeitszeit von ca. 4-5 Stunden an, welche sie per 30. Juni 2013 wieder kündigte. Aktuell ist sie zum einen in einem Teilzeitpensum bei der F._-Garage in O.2_ und zum anderen, ebenfalls in einem Teilzeitpensum, im Gasthof G._ angestellt. X._ arbeitet wie schon während der Ehe als Chauffeur im Vollzeitpensum bei der H._AG.
B. Am 20. Oktober 2010 liess Y._ beim Bezirksgerichtspräsidenten O.2_ um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen ersuchen. Nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung erliess der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht O.2_ am 17. Januar 2011 einen Entscheid, worin er X._ unter anderem verpflichtete, an den Unterhalt von Y._ für den Monat März 2011 den Betrag von Fr. 1'262.-- und ab 1. April 2011 monatlich Fr. 1'900.-- zu bezahlen. Dieser Unterhaltsbeitrag gründete auf einem anrechenbaren Erwerbseinkommen von Y._ von CHF 1'000.-- pro Monat. Für den Fall der Erzielung eines höheren Erwerbseinkommens wurde die Neufestsetzung des Unterhaltsbeitrags vorbehalten.
C. Am 23. September 2011 unterbreiteten die Parteien dem Bezirksgericht O.2_ einen gemeinsamen Scheidungsantrag. Über die Nebenfolgen der Ehescheidung konnten sie jedoch keine vollumfängliche Einigung erzielen, weshalb das Bezirksgericht O.2_ Y._ mit Verfügung vom 16. Dezember 2011 schliesslich eine Frist ansetzte, um ihre Anträge betreffend die Nebenfolgen
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der Scheidung zu stellen und zu begründen. Mit Eingabe vom 14. Februar 2012 kam Y._ dieser Aufforderung fristgerecht nach und liess durch ihren Rechtsvertreter das folgende Rechtsbegehren stellen:
"1. Scheidung der Parteien.
2. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen monatlich, monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in Höhe von Fr. 2'000.00 zu bezahlen.
Der Unterhaltsbeitrag sei nach folgender Formel zu indexieren:
Neuer Unterhaltsbeitrag = alter UB x neuer Index alter Index
3. Die während der Ehe geäufneten Pensionskassenguthaben seien hälftig aufzuteilen.
4. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
D. Mit Klageantwort vom 9. März 2012 liess X._ ebenfalls frist- und formgerecht die folgenden Anträge stellen:
"1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.
2. Auf einen nachehelichen Unterhalt an die Ehefrau sei zu verzichten bzw. Ziff. 2 des Rechtsbegehrens der Klage vom 14. Februar 2012 sei abzuweisen.
3. Die ehelichen Freizügigkeitsguthaben seien gemäss Art. 122 ff. ZGB je hälftig zu teilen.
4. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.
5. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8% MWSt) zu Lasten der Ehefrau und Klägerin."
E. In ihrer Stellungnahme zur Klageantwort vom 16. April 2012 hielt Y._ an ihren Anträgen gemäss Klageschrift fest.
F. Nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Bezirksgericht O.2_ mit Entscheid vom 30. Mai 2012, mitgeteilt am 12. Juli 2012, wie folgt:
"1. Die zwischen Y._ und X._ am 12. Januar 1990 in O.1_ geschlossene Ehe wird auf beidseitigen Antrag hin gerichtlich geschieden.
2. Es wird gerichtlich davon Vormerk genommen, dass die Parteien in güterrechtlicher Hinsicht auseinandergesetzt sind, unter Vorbehalt der Geltendmachung allfälliger Ausstände.
3. Der Beklagte wird gesetzlich verpflichtet, der Klägerin bis zu ihrem Eintritt ins gesetzliche AHV-Alter einen monatlichen, im Voraus je auf
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den ersten des Monats zahlbaren nachehelichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'300.00 auszurichten.
4. Der Unterhaltsbeitrag gemäss vorstehender Ziffer 3 gründet auf dem Landesindex der Konsumentenpreise (Indexbasis Mai 2012 = 99.8 Punkte, Stand Dezember 2010 = 100 Punkte). Er ist jährlich auf den 01. Januar, erstmals auf den 01. Januar 2013, nach Massgabe des Indexstandes per November des Vorjahres anzupassen. Die massgebende Formel lautet wie folgt:
neuer UB = ursprünglicher UB x neuer Indexstand Basisindexstand
Der jeweils aktuelle Indexstand wird unter anderem im Internet unter www.bfs.admin.ch publiziert.
5. Die Pensionskasse I._ wird gerichtlich angewiesen, ab dem Vorsorgekonto von X._, wohnhaft _weg, O.1_, geboren am _1958, AHV-Nummer _, den Betrag von Fr. 43'500.00 auf das Freizügigkeitskonto von Y._, _strasse, O.2_, geboren _1959, AHV-Nummer _, bei der J._ (Freizügigkeitskonto Nr. _).
6. Die Kosten des Verfahrens vor dem Bezirksgericht O.2_, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 3'184.00 - einer Schreibgebühr von Fr. 635.00 - Barauslagen von Fr. 206.40 Total Fr. 4'025.40
werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Weil sie über eine Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtspflege verfügen, gehen ihre Kostenanteile - unter Vorbehalt des Rückforderungsrechts (Art. 123 ZPO) - zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
Sowohl das Honorar von Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg in der Höhe von Fr. 4'635.00 als auch dasjenige von Rechtsanwalt lic. iur. Erich Vogel im Betrag von Fr. 3'855.60 (MwSt. und Barauslagen darin enthalten), gehen aufgrund der unentgeltlichen Rechtspflege - unter Vorbehalt des Rückforderungsrechts (Art. 123 ZPO) - ebenfalls zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

## Considerations