# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bdb7d935-57ec-47a2-80df-022eebc1323d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 14
I. Sachverhalt
A. Z. als Vermieterin sowie X. und Y. als Mieter schlossen am 10. Juli 2008 einen Mietvertrag über eine 4 1/2 Zimmerwohnung in A. ab. Mietbeginn war der 1. August 2008. Der Nettomietzins betrug monatlich Fr. 2'650.-- zuzüglich Nebenkosten von monatlich Fr. 250.--. Vereinbart wurde sodann eine 3-monatige Kündigungsfrist, jeweils auf Ende März, Ende Juni und Ende September. Als frühestmöglicher Kündigungstermin wurde der 30. März 2010 festgelegt. Dennoch erklärten die Mieter, das Mietobjekt vorzeitig auf den 31. Oktober 2009 künden zu wollen. Darauf schlossen die Parteien am 29. September 2009 eine Vereinbarung über die vorzeitige Auflösung des Mietvertrages ab. Darin hielten sie fest, dass die Mieter grundsätzlich für die Erfüllung der mietvertraglichen Verpflichtungen bis zum Ablauf der vertraglichen Kündigungsfristen und -termine haften. Sie einigten sich weiter darauf, dass sowohl die Vermieterschaft als auch die Mieter einen Ersatzmieter suchen würden. Die Wiedervermietung erfolge ausschliesslich durch die Vermieterin, wobei sie nicht solvente oder ihr aus wichtigen Gründen ungeeignete Mietinteressenten ablehnen könne. Auf den 31. Oktober 2009 zogen die Mieter aus dem Mietobjekt aus und bezahlten ab November 2009 keine weiteren Mietzinse mehr. In der Folge entstand zwischen den Parteien ein Streit darüber, ob die Mieter der Vermieterin einen Ersatzmieter präsentiert hätten, welcher bereit gewesen wäre, den Mietvertrag zu den gleichen Bedingungen zu übernehmen. Unbestritten ist, dass die Mieter der Verwaltung der Vermieterschaft den Kontakt zu einer Interessentin vermittelt haben. Ein Mietvertrag kam jedoch nicht zu Stande. Erst auf den 1. März 2010 fand die Vermieterin schliesslich einen neuen Mieter. Mit Schreiben vom 15. Februar 2010 teilte die Verwaltung B. X. und Y. mit, dass sie auf Ende Februar 2010 aus dem Mietverhältnis entlassen würden. Die Vermieterin forderte deshalb von den Mietern den Mietzins für die Zeit vom 1. November 2009 bis zum 28. Februar 2010 in der Höhe von Fr. 10'600.--.
Ebenfalls im Schreiben vom 15. Februar 2010 wurden die Mieter darüber orientiert, dass in den nächsten Tagen eine Wohnungsabgabe stattfinden würde. Die Mieter eröffneten der Verwaltung daraufhin mit E-Mail vom 23. Februar 2010, dass sie an der Wohnungsabgabe nicht persönlich teilnehmen würden. Mit Schreiben vom 24. Februar 2010 teilte die Verwaltung den Mietern u.a. mit, dass der Zustand der Wohnung zwischenzeitlich überprüft und die Wohnung nur in einem grob gereinigten Zustand vorgefunden worden sei. Auch seien diverse Dübel an den Wänden in Wohn-/Esszimmer/Küche nicht entfernt und ausgebessert worden. Weiter sei in der Küche eine Glasrückwand ohne
Seite 3 — 14
Einwilligung des Vermieters montiert und nicht wieder entfernt worden. Die Mieter wurden gebeten, bis am 25. Februar 2010 diese Ausbesserungen vorzunehmen und die Wohnung nachzureinigen. Dem Schreiben wurde das ausgefüllte Wohnungsabgabeprotokoll vom 23. Februar 2010 mit Anhang vom 24. Februar 2010 beigelegt. Die Mieter stellten sich auf den Standpunkt, dass sich die Wohnung zum Zeitpunkt ihres Auszugs am 30. Oktober 2009 in sauberem und gereinigtem Zustand befunden habe. Ausserdem halte man die in der Küche montierte Glasrückwand als Aufwertung der Wohnung.
In der Folge beauftragte die Vermieterschaft das Malergeschäft C. mit den Abdeckarbeiten an den Wänden und das Gebäudereinigungsunternehmen „D.“ mit der Nachreinigung der Wohnung. Die Ausbesserungsarbeiten des Malers beliefen sich auf Fr. 581.05 und für die Nachreinigung stellte die „D.“ Fr. 1'398.80 in Rechnung. Da die Nachmieterschaft nicht bereit war, die Kosten der Demontage der Glasrückwand zu übernehmen, stellte die Vermieterin aufgrund einer Offerte der Firma C. für die Demontage/Entsorgung/Renovation der Küchenrückwand einen Betrag von Fr. 580.--, für die Wiedermontage der Steckdosen Fr. 200.-- und für ein nachträgliches Reinigen Fr. 250.-- in Rechnung (kB 15). Insgesamt machte die Vermieterin für Instandstellungsarbeiten anlässlich der Wohnungsübergabe Kosten in der Höhe von insgesamt Fr. 3'009.85 geltend.
Schliesslich forderte die Vermieterschaft noch Fr. 4'094.70, da die Nebenkosten für die Jahre 2008 und 2009 nicht bezahlt worden seien.
B. Mit Gesuch vom 30. April 2010 beantragte Z. bei der Schlichtungsbehörde für Miete und Pacht des Bezirks Maloja die Durchführung einer Schlichtungsverhandlung und stellte folgende Anträge:
"1. Die Beklagten seien solidarisch zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von Fr. 17'704.55 nebst Zins von 5 % ab 30. April 2010 zu bezahlen.
2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“
Mit Stellungnahme vom 14. Juni 2010 liessen X. und Y. folgendes beantragen, wobei sie den Betrag von Fr. 581.05 für die Ausbesserung der Dübellöcher durch den Maler anerkannten:
"1. Die Klage sei im Umfang von Fr. 17'123.50 abzuweisen. Soweit darauf eingetreten werden kann.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin."
C. Gemäss Protokoll vom 29. November 2010 erkannte die Schlichtungsbehörde für Miete und Pacht des Bezirks Maloja folgendes:
Seite 4 — 14
"1. Es wird festgestellt, dass zwischen den Parteien keine Einigung erzielt werden konnte.
2. Die amtlichen Kosten werden auf die Staatskasse genommen.
3. Den Parteien wird keine Entschädigung zugesprochen.

## Considerations