# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 693c780a-2265-4bd0-b12b-3d49932dbbaf
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1960 geborene
X._
, Journalistin und Inhaberin
von
Y._
(vgl. 7/104)
,
ist der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
Ausgleichskasse,
seit 2006
als
Selbständigerwerbende
angeschlossen
. Am 31. August
2020 meldete
sie
sich
bei der Ausgleichskasse
für den Bezug einer Erwerbsausfallentschädigung gestützt auf die Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem
Coronavirus
(Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall) an (Urk.
7/117
,
Urk.
7/119
).
Mit Verfügung vom 3
1.
August
2020 verneinte die Ausgleichskasse einen Anspruch auf Corona-Erwerbsaus
fallent
schädigung
mit der Begründung,
das abgerechnete Erwerbseinkommen für das
Beitragsjahr 2019 liege
unter
halb der für Härte
fälle geltenden Einkommens
schwelle
von
Fr.
1
0'000.-- (Urk.
7/118
). Die am
4.
September
2020 dagegen erho
bene Einsprache
(
Urk.
7/120
) wies sie mit
Einspracheentscheid
vom
1
3.
Oktober
2020 ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
3.
November 2020
(Datum Poststempel) Beschwerde und beantragte in Aufhebung des angefochtenen Entscheids vom
13. Oktober
2020 die Ausrichtung einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom
1
2.
Januar 2021
schloss die Beschwerde
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
6), was der
Beschwerdeführer
in
am
1
4.
Januar 2021
zur
Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 185 Abs. 3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat Verord
nungen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohen
den schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusseren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen (und zwar auf [maximal] sechs Monate, vgl. Art. 7d Abs. 2
lit
. a des Regierungs- und Verwal
tungsorganisationsgesetzes, RVOG).
Gestützt auf dieses Notverordnungsrecht erliess der Bundesrat - nebst anderen Verordnungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die sich teilweise (auch) auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (
Epidemiengesetz
,
EpG
) stützen - am 20. März 2020 die Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem
Coronavirus
(Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall). Die Covid-19-Verordnung Erwerbsaus
fa
ll
wurde rückwirkend per 17. März 2020 in Kraft gesetzt und der Geltungszeitraum bis zum 16. September 2020 befristet (Art. 11 Abs. 2). Seit Inkrafttreten hat die Verordnung mehrfach eine Änderung erfahren (namentlich am 23. April, 6. Juli, 17. September, 8. Oktober und 4. November 2020) und gilt nunmehr bis zum
30. Juni 2021 (Art. 11 Abs. 5). Mit dem Covid-19-Gesetz vom 25. September 2020
wurde rückwirkend per 17. September 2020 eine gesetzliche Grundlage für die Covid-19-Verordnung geschaffen (Art. 15 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 3 Covid-19-Gesetz).
1.2
1.2.1
Gemäss Art. 2 Abs. 3 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (
in der bis 16. Septem
ber 2020
gültig gewesenen Fassung
) hatten
Selbständigerwerbende
im Sinne von
Art.
12 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungs
rechts (ATSG), die aufgrund einer Massnahme nach Art. 6 Abs. 1 und 2 der Ver
ordnung 2 über Massnahmen zur Bekämpfung des
Coronavirus
(Covid-19; Covid-19-Verordnung 2) einen Erwerbsausfall erlitten, Anspruch auf eine Erwerbsaus
fall
entschädigung.
1.2.2
Nach Art. 2 Abs. 3
bis
Satz 1 der Covid-19-Veror
dnung Erwerbsausfall
(
in der bis 16. September 2020gültig gewesenen Fassung
)
waren
Selbständigerwerbende
im Sinne von Art. 12
ATSG
anspruchsberechtigt, wenn sie aufgrund der
bundesrät
lichen
Massnahmen
zur Bekämpfung des
Coronavirus
, obwohl sie nicht zur
Schliessung
des Betriebs ver
pflichtet oder direkt vom Veranstaltungsverbot be
troffen wa
ren, einen Erwerb
sausfall erlitt
en und ihr für die Bemessung der Bei
träge der AHV
massgebendes
Einkommen für das Jahr 2019 zwischen Fr. 1
0‘000.--
und Fr. 90‘000.-- lag
(sogenannte Härtefallregelung)
; dabei ga
lt für die Berechnung des massgebenden Einkommens für das Jahr 2019 Artikel 5 Absatz 2 zweiter Satz sinngemäss.
1.2.3
Nach Art. 5 Abs. 2 Satz 2 Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (Stand: 6. Juli 2020) k
o
nn
te
nach der Festlegung der Entschädigung eine Neuberechnung der Ent
schädigung nur vorgenommen werden, wenn eine aktuellere Steuerveran
lagung bis zum 16. September 2020 der anspruchsberechtigten Pe
rson zugestellt wu
rd
e
und diese den Antrag zur Neuberechnung bis zu diesem Datum einreicht
e
.
1.2.4
Nach Art. 11 Abs. 1 EOG bildet Grundlage für die Ermittlung des durch
schnitt
lichen vordienstlichen Erwerbseinkommens das Einkommen, von dem die Bei
träge nach dem Bundesgesetz über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG) erhoben werden. Der Bundesrat erlässt Vorschriften über die Bemessung der Entschädigung und lässt durch das Bundesamt für Sozialversicherungen ver
bindliche Tabellen mit aufgerundeten Beträgen aufstellen.
1.2.5
Gestützt auf Art. 7 Abs. 1 der Verordnung über das Erwerbsersatzgesetz (EOV) wird bei
Selbständigerwerbenden
die Entschädigung auf Grund des auf den Tag umgerechneten Erwerbseinkommens berechnet, das für den letzten vor dem Ein
rücken verfügten AHV-Beitrag massgebend war. Wird für das Jahr der Dienst
leistung später ein anderer AHV-Beitrag verfügt, so kann die Neuberechnung der Entschädigung verlangt werden.
Zu dieser Bestimmung hielt das Bundesgericht in seinem Entscheid 9C_527/2018 vom 25. Januar 2019 fest, dass die Entschädigung aufgrund des auf den Tag um
gerechneten Erwerbseinkommens berechnet wird, das für den letzten vor dem Einrücken verfügten AHV-Beitrag massgebend war. Wird für das Jahr der Dienst
leistung später ein anderer Beitrag verfügt, so kann die Neuberechnung der Ent
schädigung verlangt werden. In Bezug auf das versicherte Ereignis Mutterschaft kann für die Festlegung der Entschädigung ausschliesslich das vor der Geburt erzielte Einkommen berücksichtigt werden - sei es in der Gestalt der während eines Jahres vor der Geburt angefallenen AHV-pflichtigen Erträge oder aber der im Geburtsjahr verzeichneten und auf zwölf Monate hochgerechneten Einkünfte; der massgebende Betrachtungszeitraum darf jedenfalls keine nachgeburtlichen Einkommen erfassen. Da die definitive Bemessung der Entschädigung erst erfol
gen kann, nachdem (aufgrund der Steuermeldung) der endgültige AHV-Beitrag verfügt wurde, ist die Entschädigung gegebenenfalls zunächst einmal proviso
risch nach dem für die Akontozahlungen massgebenden Einkommen zu bemessen (E. 2.2).
1.3
Gemäss
Rz
. 1041.3 des Kreisschreibens über die Entschädigung bei
Massnahmen
zur Bekämpfung des
Coronavirus
- Corona-Erwerbsersatz (Stand: 3. Juli 2020
,
KS CE)
wird für die Ermittlung der Einkommensgrenzen (Fr. 10'000 und Fr. 90'000) bei der Härtefall-Prüfung grundsätzlich auf das Erwerbseinkommen, welches als Grundlage für die Beitragsrechnungen 2019 (
Akontorechnungen
) herangezogen wurde, abgestellt. Grundlage für die Bemessung der Entschädigung für
Selbständigerwerbende
bildet grundsätzlich das Erwerbseinkommen, welches im Jahr 2019 erzielt wurde (
Rz
. 1065). Basierte die festgesetzte Entschädigung auf dem Einkommen, welches für die
Akontorechnungen
2019 herangezogen wurde und wurde dieses seit der letzten definitiven Beitragsverfügung nicht angepasst, so ist auf Antrag auf das Einkommen der letzten definitiven Beitrags
verfügung abzustellen. Liegt zum Zeitpunkt des Antrages die definitive Steuer
veranlagung für das Jahr 2019 bereits vor, so ist diese zu berücksichtigen. Der Antrag auf Neuberechnung resp. Revision oder Wiedererwägung muss spätestens am 16. September 2020 bei der Ausgleichskasse eingereicht sein (
Rz
. 1065.1).
Laut
Rz
. 1068 bewirkt eine nachträgliche Anpassung des Erwerbseinkommens infolge der definitiven Steuermeldung für das Beitragsjahr 2019, die nach dem 16. September 2020 eingeht, keine Änderung in der Entschädigung. Ebenso keine Änderung in der Höhe der Entschädigung bewirken nach dem 17. März 2020
erfolgte Anpassungen des den
Akontorechnungen
2019 zugrundeliegenden Erwerbs
einkommens (vorbehalten bleibt
Rz
. 1065.1).
1.4
Bei einem Kreisschreiben handelt es sich um eine von der Aufsichtsbehörde für richtig befundene Auslegung von Gesetz und Verordnung. Die Weisung ist ihrer Natur nach keine Rechtsnorm, sondern eine im Interesse der gleichmässigen Ge
setzesanwendung abgegebene Meinungsäusserung der sachlich zuständigen Auf
sichtsbehörde. Solche Verwaltungsweisungen sind wohl für die Durchführungs
organe, nicht aber für die Gerichtsinstanzen verbindlich (BGE 118 V 206 E. 4c, vgl. auch 123 II 16 E. 7, 119 V 255 E. 3a mit Hinweisen). Das Gericht soll sie bei seiner Entscheidung mitberücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Es weicht anderseits insoweit von den Weisungen ab, als sie mit den anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen nicht vereinbar sind (BGE 123 V 70 E. 4a mit Hinweisen).
1.5
Gemäss
Art.
3
Abs.
4 von
der Covid-19-Verordnung
Erwerbsausfall
(Stand:
6.
Juli
2020)
ist
die Entschädigung subsidiär zu sämtlichen Leistungen von Sozialversi
che
rungen und Versicherungen nach dem Versicherungsvertragsgesetz vom
2.
April
1908 sowie zu Lohnfortzahlungen von Arbeitgebern
.
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin,
gestützt auf die KS CE bewirke eine nachträgliche Anpassung des Erwerbseinkommens infolge definitiver Steuererklärung nach dem 16. September 2020 keine Änderung in der Höhe der Entschädigung. Dasselbe gelte für eine Anpassung des beitragspflichten Einkommens nach dem 17. März 2020; vorbehalten sei einzig die letzte definitive Beitragsverfügung.
V
orliegend
habe die Beschwerdeführerin im Februar 2020 die Einkommen der Jahre 2019 und 2020 anpassen lassen. Aufgrund dieser Selbst
deklaration sei
das für Härtefälle erforderliche Mindestjahreseinkommen
von
Fr.
10'000.--
nicht erreicht (
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte die Beschwerdeführerin ein, in
d
er Steuererklärung habe sie 2019 ein selbständiges Erwerbseinkommen in Höhe von
Fr.
11'490.
--
deklariert.
Zudem sei d
as Geschäftsjahr 2019 ein
«extremer Negativausreisser»
gewesen
. Sie habe durch die abrupte Trennung und Scheidung von ihrem Ehemann den Boden
unter den Füssen verloren. Es sei unangemessen
,
das miserable Geschäftsjahr 2019 als Basis der Anspruchsprüfung heranzuziehen. Vielmehr sei auf die defini
tive Beitragsverfügung 2016 abzustellen.
Immerhin
habe auch die Kranken
taggeldversicherung bei der Bemessung
der von Mitte März bis Ende September 2020
aus
gerichteten
Taggelder
nicht allein auf das Geschäftsjahr 2019 abgestellt (
Urk.
1).
3.
3.1
Anspruch auf eine Erwerbsersatzentschädigung nach Art. 2 Abs. 3
bis
der
bis am
1
6.
September 2020 gültig gewesenen Fassung der
Covid-19-Verordnung Erwerbs
ausfall
haben
Selbständigerwerbende
, deren AHV-pflichtiges Einkommen im Jahr 2019
Fr.
10'000.-- bis Fr. 90'000.-- beträgt.
3.2
Der
Beschwerdeführer
in
wurde mit Brief vom 29. Januar 2019 von der Beschwer
degegnerin mitgeteilt, dass die
Akontobeiträge
für das Jahr 2019 auf der Basis
eines beitragspflichtigen Einkommens von Fr. 43’700.-- festgesetzt würden (
Urk.
7
/86). Gleichzeitig wurde die
Beschwerdeführer ge
beten, mit dem beiliegen
den For
mular mitzuteilen, falls das tatsächliche beitr
agspflichtige Einkommen vom pro
visorischen Wert wesentlich abweicht. Aus dem beiliegenden Formular war zu entnehmen, dass bei einer wesentlichen Veränderung des Erwerbsein
kommens um mehr als 25 Prozent Verzugszinsen erhoben würden und es war möglich, in diesem Formular sowohl das Erwerbseinkommen für das Jahr 2018 (sofern es um mehr als 25 Prozent vom bisherigen abweicht), sowie das voraus
sichtliche Erwerbseinkommen für das
Jahr 2019 anzugeben
.
In der Folge
teilte die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin
a
m 25.
Febru
ar 2020 mit, das voraussichtliche Erwerbseinkommen für das Jahr 2019 betrage
Fr.
8'614.-- (Urk. 7/104
/1; vgl. auch die Steuererklärung datierend vom 2
0.
Febr
uar 2020,
Urk.
7/104/5
). Gestützt darauf setzte die Beschwerdegegnerin die
Akonto
bei
träge
für das Beitragsj
ahr 2019, nach Aufrechnung der persönlichen Beiträge, auf der Basis eines beitragspflichtigen Einkommens von Fr. 9’000.-- neu fest (vgl. Mitteilung vom
4.
März 2020 Urk. 7/109).
Damit
war die Beschwerdegegnerin
weder berechtigt noch verpflichtet
, die defini
tive Beitragsverfügung aus dem Jahr 2016 (vgl.
Urk.
7/90)
als Berechnungs
grund
lage
heranzuziehen. Dass das Geschäftsjahr 2019
für die Beschwerde
führerin
aus privaten Gründen «miserabel» ausgefallen sein mag (vgl.
Urk.
1),
vermag
daran
nichts zu ändern.
Davon abgesehen fie
l
e
ein
Anspruch auf
Corona-
Erwerbsersatz
entschädigung
bereits mit Blick auf
ihren
subsidiären Charakter
(vgl. E. 1.5) bis
zum
16.
September 2020
höchstens teilweise in Betracht,
hat doch die
Beschwer
deführerin
nach eigenen Angaben
von Mitte März bis Ende September 2020
Krankentaggelder auf Basis einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit bezogen (
Urk.
7
/119
/2,
Urk.
1; vgl. auch
Urk.
3/9
).
4.
Zu prüfen bleibt
, ob ab dem
1
7
.
Septem
ber 2020
ein
Anspruch
auf Corona-Erwerbs
ersatzentschädigung
bestand
.
4.1
Nach
dem (rückwirkend) seit dem 17. September 2020 gültigen
Art.
2
Abs.
3
der
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (
eingefügt mit der Änderung vom 4.
Novem
ber 2020
) sind
Selbstständigerwerbende
im Sinne von Artikel 12 ATSG und Personen nach Artikel 31 Absatz 3 Buchstaben b und c
des Bundesgesetzes über die obli
gatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädi
gung (AVIG)
unter der Voraussetzung von Absatz 1
bis
Buchstabe c anspruchs
be
rechtigt, wenn sie:
a.
ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen
zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie unterbrechen müssen; und
b.
einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden
.
4.2
Gemäss
dem (rückwirkend) seit dem 17. September 2020 gültigen
Art.
2
Abs.
3
bis
der Covid-19-Verordnun
g Erwerbsausfall (
eingefügt mit der Änderung vom 4.
November 2020
) sind
Selbständigerwerbende
im Sinne von Artikel 12 ATSG und Per
sonen nach Artikel 31 Absatz 3 Buchstaben b und c
AVIG
, die nicht unter Absatz 3 fallen, unter der Voraussetzung von Absatz 1
bis
Buchstabe c anspruchs
berechtigt, wenn:
a.
ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Massnahmen
zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich ein
ge
schränkt ist;
b.
s
ie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; un
d
c.
sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbseinkommen
von mindestens 10’000 Franken erzielt haben; diese Voraussetzung gilt
sinngemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurde;
wurde die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt diese
Voraussetzung proportional zu deren Dauer.
Die Erwerbstätigkeit gilt als massgeblich eingeschränkt, wenn pro Monat eine Umsatzeinbusse von mindestens 55 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen monatlichen Umsatz der Jahre 2015–2019 vorliegt. Wurde die Tätigkeit nach 2015 und vor 2020 aufgenommen, so ist der Durchschnitt der entsprechenden Erwerbsdauer massgebend. Personen, die ihre Erwerbstätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen haben, müssen nachweisen, dass pro Monat eine Umsatzein
busse von mindestens 55 Prozent im Vergleich zum durchschnittlichen Umsatz von mindestens drei Monaten vorliegt; massgebend ist der Durchschnitt der drei Monate mit den höchsten Umsätzen
(
Abs.
3
ter
).
4.3
Gestützt auf
Art.
5
Abs.
2
ter
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (Stand: 8. Oktober 2020)
ist f
ür die Bemessung der Entschädigung anspruchsberechtigter
Selbstständigerwerbender
nach Artikel 2
Abs.
3
bis
das AHV-pflichtige Erwerbs
einkommen des Jahres 2019 massgebend.
4.4
Laut
Rz
. 1065 KS CE (Stand: 1
7.
September 2020)
bildet grundsätzlich das Er
werbseinkommen, welches im Jahr 2019 erzielt wurde
,
Grundlage für die Be
mes
sung der Entschädigung für selbstständig Erwerbende. Als Basis ist das Einkom
men zu verwenden, welches für die Festsetzung der Beitragsrechnungen für das Jahr 2019 (
Akontorechnungen
) herangezogen wurde. Liegt im Zeitpunkt der Festsetzung der Entschädigung die definitive Steuerveranlagung für das Jahr 2019 bereits vor, ist auf diese abzustellen.
4.5
Die Beschwerdeführerin hatte ihre Anmeldung unter Berufung auf die Härtefall
regelung gemäss Art. 2 Abs. 3
bis
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. September 2020 gültig gewesenen Fassung vorgenomm
en (Urk. 7/117
). Die Beschwerdegegnerin hat entsprechend auch nur geprüft, ob die Beschwerde
führerin gestützt auf Art. 2 Abs. 3
bis
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis am 16. September 2020 gültig gewesenen Fassung einen Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung hat. Sie prüfte jedoch nicht bzw. konnte infolge der zeitlichen Abfolge späterer Verordnungsrevisionen nicht prüfen, ob die Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 2 Abs. 3
bis
der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall, Stand 8. Oktober 2020, erfüllt sind. Diese Fassung gilt aufgrund der Änderung vom 4. November 2020 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall rückwirkend ab 17. September 2020 (AS 2020 4571).
Da der Anspruch auf Corona
-Erwerbsersatzentschädigung gestützt auf
Art.
2 Abs.
3
bis
der Covid-19-Verordnung
Erwerbsausfall
, Stand
8.
Oktober 2020,
unter
anderem
weiterhin ein
– AHV-pflichtiges -
Mindesteinkommen 2019 von
Fr.
10'000.--
voraussetzt
(vgl. E. 4.2
f.
)
und dieser Schwellenwert
gestützt auf das
abgerechnete Erwerbseinkommen für das Beitragsjahr 2019
gemäss Mitteilung vom
4.
März 2020 (
Urk.
7/109) nicht erreicht war
, erweist es sich
auch
unter
Würdigung der Verordnungsrevision
als korrekt, dass die Beschwerdegegnerin eine Härtefall-bedingte Anspruchsberechtigung verneint hat.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.