# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6f649897-d0a6-4d57-a216-00bbaac033b7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
1.1.1
X._
, geboren 1967, arbeitete ab 1985 zunächst als angelernte
Charcuterie
-Verkäuferin und danach als Service-Angestellte im Rahmen von
kürzerdauernden
Arbeitsverhältnissen in verschiedenen Restaurationsbetrieben (vgl. die Aufstellung in Urk. 7/9).
Am 5. Mai 1988 war
X._
als Mitfahrerin auf dem Soziussitz eines Motorrades von einem Verkehrsunfall be
troffen
und erlitt dabei
nicht dislozierte
Frontobasis
- und Gesichtsschädelfrakturen, begleitet von Desorien
tierung und Vergesslichke
it sowie Nervenlähmungen
. Nachdem sie während eines Monats im Spital
Y._
, im Kantonsspital
Z._
und im Kreisspital
A._
stationär behandelt worden war (Arztzeugnis UVG des Kantons
spitals
Z._
, Klinik für Neurochirurgie, vom 22. Juni 1988, Urk. 7/3;
Aus
trittsbericht
und Arztzeugnis UVG des
Kreissspitals
A._
je vom 6. Juni 1988,
Urk.
7
/2/1-2 und
Urk.
7/2/3-4), wurden
im Juni 1988 und im Januar 1989 in der Klinik
B._
, Rheuma- und Rehabilitationszentrum, ambulante neurolo
gische und neuropsychologische Untersuchungen
durchgeführt
(Berichte der Klinik
B._
in
Urk.
7/1,
Urk.
7/6,
Urk.
7/10/2-3 und
Urk.
7/11).
1.
1.2
Nach der Anmeldung bei der Invalidenversicherung
holte das
damals zuständig gewesene IV-Sekretariat
unter anderem d
ie Formularberichte des Kantonsspita
ls
Z._
vom 13. März 1989
, des Kreisspitals
A._
vom 27. April 1989 und des
damaligen
Hausarztes med. prakt.
C._
vom 27. Juni 1989
ein
(
Urk. 7/8, Urk. 7/12/1-5 und Urk. 7
/13)
und nahm das
Gutachten der MEDAS
D._
vom 31. Mai 1990 zu den Akten, das di
e Schweizerische Mobi
liar Versi
cherungsgesellschaft (Mobiliar) als zuständiger
Unfallversicherer in Auftrag ge
geben hatte (
Urk.
7/15;
Dr.
med.
E._
und
Dr.
med.
F._
, Innere Medizin, unter Mit
wirkung der Konsiliarärzte Dr.
med.
G._
, Ophthalmologie,
Dr.
med.
H._
, Neu
rologie, und
Dr.
med. zur
I._
, Rheumatologie, sowie
J._
, Berufsbera
tung).
Vom
5.
Oktober bis zum
5.
Dezember 1990
hielt sich
X._
im
Neurologischen Rehabilitationskrankenhaus für Kinder und Jugendliche
K._
,
auf.
W
egen ihrer
Schwangerschaft
wurde der Rehabi
litationsaufenthalt
vorzeitig beendet (Austr
ittsbericht vom 5. Februar 1991
,
Urk.
7
/31
/
3-11), und im Mai 1991 wurde
sie
Mutter einer Tochter
(vgl.
Urk.
7/26).
1.1.3
Im M
ai 1992
liess das IV-Sekretariat
eine Abklärung im Haushalt der Versicher
ten durchführen (Bericht vom 13. Mai 1992, Urk.
7
/21)
; anschliessen
d
wurde
der Versicherten
mit Verfügung vom 2
7.
Oktober 1992
mit Wirkung ab Mai
1989 eine ha
lbe Rente aufgrund eines Invali
ditätsgrades von 50 % zu
gespro
chen, dies aufgrund der Annahme, dass
sie als Ge
sunde zu 30 % erwerbstätig und zu 70 % im Haushalt tätig wäre und dass im Erwerbsbereich eine gesund
heitliche Einschränkung v
on 80
%
und im Haushalt eine Einschränkung von 37 % bestehe (vgl.
die Mitteilung des Be
schlusses vom 9.
Juli 1992,
Urk.
7/27).
1
.2
1.2.1
Ende 1994
wurde
ein Rentenrevisionsverfahren in
die Wege geleitet
(Angaben der Versichert
en vom 1
4.
November 1994,
Urk.
7
/30; Kurzbericht von
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, vom 1
2.
Dezem
ber 1994, Urk.
7/31/1-2)
. Dabei nahm die neu zuständige Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), IV-Stelle,
ein neurologisches Gutachten der Rehabilitati
onsklinik
M._
,
Dr.
med.
N._
, Spezialarzt für Neurologie, vom
11. Januar 1995 zuhanden der Mo
biliar
und eine Ergänzung dazu vom 29.
März 1995
z
u den Ak
ten (Urk. 7/33/1-8 und
Urk.
7/33/9
) und liess im Juli 1995 eine weitere Abklärung im Haushalt durchführen (Bericht vom 25. Juli 1995, Urk. 7/43)
. D
ie Ehe der Versicherten war unterdessen im April 1994 gesc
hieden worden (vgl.
Urk.
7/29).
Mit Verfügung vom 3
0.
August 1995 erhöhte die IV-Stelle die bisherige halbe
Rente mit Wirkung ab dem 1. August 1994 auf eine ganze Rente
auf der Basis eines Invali
ditätsgrad
es von 73
%
,
ausgehend davon, dass die Versicherte bei guter Gesundheit nunmehr je zu 50 % im Beruf und im Haushalt arbei
ten würde,
wobei sie im Beruf zu 80 % und im Haushalt zu 66 % eingeschränkt sei (
Urk.
7/44 und
Urk.
7/45).
1.2.2
Im August 1997 folgte ein weiteres Rentenrevisionsverfahren (A
ngaben der Versi
cherten vom 1
8.
August 1997,
Urk.
7/47; Kurzbericht von
Dr.
L._
vom 2
8.
August 1997,
Urk.
7/48)
, und mit
Verfügung vom
3.
September 1997
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit,
dass
sie
nach wie vor Anspruch auf
die bis
herige Rente habe (
Urk.
7
/50).
Unterdessen waren die Versicherte und ihr neuer Lebenspartner im September 1996 Eltern einer zweiten Tochter geworden (vgl. den Geburtsschein in Urk. 7/96). Des Weiteren hatte
die Versicherte am 23. Januar 1997 mit der Mobiliar einen Vergleich ab
geschlossen
, wonach ihr
ab
dem 1. Januar 1995 eine
Komplementärr
ente
der Unfallversicherung
auf der Basis einer 100%igen Invalidität
zustand
(
vgl. den Beschlu
ss des
Sozialversi
cherungsgericht
s
vom
7.
März 1997, Prozess
Nr. UV.1996.00103).
1.
2.
3
Anlässlich der
nachfolgende
n
Rentenrevision (Angaben der Versichert
en vom 23. November 2000, Urk. 7/51) holte die IV-S
telle neben dem Bericht von Dr.
L._
vom 18. Januar 2001 (Urk. 7
/52/1
)
den Bericht von Dr. med.
N._
,
Spezialärztin für Neurologie, vom 2
9. Januar 2001 ein (Urk. 7/54/1
3; vgl. auch den Nachtrag dazu vom
6.
Februar 2001,
Urk.
7/57, und den
Bericht von
Dr.
N._
über eine Ko
nsultation vom 10. November 2001
, U
rk.
7
/54
/4-7) und teilte der Versicherten daraufhin a
m 5. Februar 2001
mit
,
dass sie immer noch Anspruch auf eine Rente aufgrund des bisherigen Invalidi
tätsgrades habe (Urk. 7
/56;
vgl. auch das
Feststellungsblatt
in
Urk.
7/55).
1.2.4
Im Juli und im September 2003
benachrichtigte
der neue Hausarzt
Dr. med.
O._
, Facharzt für Allgemeine Medizin,
die
IV-Stelle
über eine Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes
der Versicherten und über deren Tren
nung von ihrem Lebenspartner
und
reichte
verschiedene Berichte vom Februar 2003 über Untersuchungen wegen Hüftschmerzen und Schmerzen in der
Len
denwirbelsäule
sowie einen Bericht von Dr.
N._
vom 18. Juni 2003 über eine
aktuelle
neurologische
Untersuchung
ein
(Urk. 7
/58
und Urk. 7
/59).
Die IV-Stelle bestätigte daraufhin
am 2. Oktober 2003
den Anspruch der Versi
cherten
auf die bisherige ganze Invalidenrente aufgrund eines Inva
liditätsgrades von 73 %
(Urk.
7
/62).
1.3
Im September 2006 informierte
X._
die IV-Stelle darüber, dass sie eine Stelle in der Reinigung zu einem Pensum von gegenwärtig etwa drei Wochenstunden angenommen habe (Urk. 7/64). Die IV-Stelle führte daraufhin erneut ein Rentenrevisionsverfahren durch und beschaffte in dessen Zuge neben den Angaben der Versicherten (Urk. 7/65) die Angaben von Dr. med.
P._
, Facharzt für Allgemei
ne Medizin
, vom 23. November 2007 (Urk. 7/67) und die Angaben des Arbeitgebers
Q._
, Re
inigungen und Unterhalt, vom 4.
Dezember 2007 (
Urk.
7/68).
Anschliessend liess sie im
Januar 2008 eine wei
tere Abklärung im Haushalt vornehmen (Ber
icht vom 4. Februar 2008, Urk. 7/70) und holte im
Vorbescheidverfahren
die zusätzliche Stellungnahme der
Abklärerin
vom 7. April 2009 ein (Urk. 7/93)
.
Mit Verfügung vom 16. April 2009 entschied sie daraufhin im Sinne ihres Vorbescheids und setzte die ganze Rente mit Wirkung ab dem 1. Juni 2009 aufgrund eines Invaliditätsgrades von 57
%
auf eine halbe Rente herab, unter der Annahme, dass die Versicherte als Gesunde neu zu 70 % im Beruf und zu 30 % im Haushalt tätig wäre und dass im Beruf eine Einschränkung von 71 % und im Haushalt eine solche von 17,4 % gegeben sei (Urk. 7/95).
Im Beschwerdeverfahren hob das Sozialversicherungsgericht die Verfügung vom 1
6.
April 2009 mit Urteil vom 3
0.
November 2010 auf und wies die Sache zur Vornahme ergänzender Abklärungen an die IV-Stelle zurück (
Urk.
7/114; Prozess Nr. IV.2009.00484).
Dabei
erachtete das Gericht es
als
plausibel, dass die Versicherte im Vergleich zur bisherigen hälftigen Aufteilung neu zu 70 %
ausserhäuslich und nur noch zu 30 % im Haushalt tätig
wäre, und beurteilte diese Veränderung
im Sachverhalt (seit der rentenbestätigenden Mitteilung vom 2. Oktober 2003)
als
poten
tiell rentenrelevant
.
Das Gericht wies sodann darauf hin, dass unter diesen Umständen
keine Bindung mehr an das Mass der übrigen, unverändert gebliebenen Parameter
bestehe
, die dem vorange
gangenen rechts
kräftigen Entscheid
zugrundegelegt
worden
seien, sondern dass
sämtliche anspruchserheblichen Elemente einer freien Prüfung zu unterziehen
seien.
Es gelangte zum Schluss,
die IV-Stelle
sei dieser Pflicht in Bezug auf die
medizi
nische Situation unzureichend nachgekommen, und auferlegte ihr, eine um
fas
sende neurologische und in Bezug auf die
Hüft- und Rückenproblematik ge
ge
benenfalls auch rheumatologische Abklär
ung mit genauer Erhebung und Be
ur
teilung der Leistungsfähigkeit durchführen
zu lassen (
Urk.
7/114 E. 3.3 und
E. 3.4).
1.4
Gestützt
auf
dieses
Urteil
,
das
unangefochten
geblieben
war,
liess
die IV-Stelle
das
neurologische
Gutachten
von
Dr.
med
.
R._
,
Spezialarzt
für
Neurolo
gie,
vom
1
7.
Mai 2011
erstellen
(
Urk
.
7/116).
Auf
die
Empfehlung
von
Dr.
R._
hin
(
Urk
.
7/116/12)
gab
die IV-Stelle
zusätzlich
eine
rheumatologische
Begutachtung
in
Auftrag
(
Gutachten
von
Dr.
med
.
S._
,
Spezialarzt
für
Rheumatologie
und
Innere
Medizin
,
vom
2
2.
August 2011,
Urk
.
7/119).
Danach
eröffnete
sie
der
Versicherten
mit
Vorbescheid
vom
1
2.
Oktober
2011,
dass
sie
nach
wie
vor
eine
Rentenherabsetzung
aufgrund
eines
Invaliditätsgrades
von 57
%
vorzunehmen
gedenke
(
Urk
.
7/125
;
vgl
.
auch
das
Feststellungsblatt
in
Urk
.
7/123
).
Auf
grund
der
Einwendungen
der
Versicherten
(
Urk
.
7/129
)
holte
die IV-Stelle
im
T._
,
Prof.
Dr.
rer
.
n
at
.
U._
und
Dr.
sc.
nat
.
V._
,
das
neuropsychologische
Gutachten
vom
1
6
.
März
2012
ein
(
Urk
.
7/133).
Nachdem
die
Versicherte
dazu
am
1
1.
Juni
2012
hatte
Stellung
nehmen
lassen
(
Urk
.
7/140),
entschied
die IV-Stelle
mit
Verfügung
vom
2
7.
Juli
2012
im
Sinne
ihres
Vorbescheids
und
blieb
bei
der
Herabsetzung
der
ganzen
auf
eine
halbe
Rente
per
1. Juni 2009 (
Urk.
7/143 und
Urk.
7/145; vgl. auch das Feststellungsblatt
in
Urk.
7/141).
Die Versicherte, wie im vorangegangenen Beschwerdeverfahren vertreten durch Rechtsanwalt Andreas
Bühlmann
,
liess
gegen diese Verfügung mit Eingabe vom 1
4.
September 2012 Beschwerde
erheben
(
Urk.
7/149/34-37; Prozess Nr.
IV.2012.00947). Mit Beschluss vom 2
8.
September 2012 trat das
Sozialversi
cherungsgericht
wegen fehlender beziehungsweise nicht rechtzeitiger Begrün
dung darauf nicht ein (
Urk.
7/148/1-7). Auf ein Gesuch der Versicherten um Wiedererwägung dieses Beschlusses trat das Sozialversicherungsgericht mit
einem weiteren Beschluss vom 1
1.
Oktober
2012 ebenfalls nicht ein (Urk.
7/149/1-4).
M
it Urteil vom 2
2.
Februar 2013
wies das Bundesgericht
die Beschwerde der Versicherten gegen den Beschluss vom 2
8.
September 2012 ab (
Urk.
7/151).
1.5
Im Juli 2013 leitete die IV-Stelle erneut ein R
entenr
evisionsverfahren
ein (Urk.
7/155). Sie holte vom Reinigungsunternehm
en
Q._
die Angaben vom 2
8.
Juni 2013 ein (
Urk.
7/156) und liess sich von der Versicherten die Lohnabrechnungen der letzten Monate zustellen (
Urk.
7/
157).
Mit Vorbescheid vom 1
6.
Juli 2013 eröffnete die IV-Stelle der Versicherten daraufhin, dass sie neu ihr tatsächlich erzieltes Einkommen als Invalideneinkommen heranziehen werde, da dieses höher sei als der bisher anhand von Tabellenlöhnen ermittelte hypothetische Wert, dass aus dieser Berechnungsweise nur noch ein
Invalidi
tätsgrad
von 46
%
re
sultiere und dass sie daher die
bisherige halbe Rente auf eine
Viertelsrente
herabzusetzen gedenke (
Urk.
7/162). Die Versicherte liess
durch ihren Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 1
6.
September 2013 Einwendun
gen erheben und die weitere Ausrichtung einer mindestens halben Rente bean
tragen (
Urk.
7/167). Dazu liess sie einen Bericht des Spitals
W._
vom 3
1.
August 2012 über eine
pneumologische
Untersuchung
vom August 2012
einreichen (
Urk.
7/165) und auf die neu begonnene Ausbildung der jünger
en Tochter hinweisen (vgl. Urk.
7/166). Nach Rücksprache mit ihrem Rech
tsdienst (Stellungnahme vom 20.
Dezember 2013,
Urk.
7/171) holte die IV-Ste
lle den Verlaufsbericht von Dr.
P._
vom 2
4.
Januar 2014 ein (
Urk.
7/173) und liess im April 2014 eine weitere Abklärung im Haushalt durchführen (Bericht vom
3.
April 2014
, Urk.
7/175). Mit Eingabe vom 2
3.
Mai 2014 liess die Versicherte zu den neuen Unterlagen Stellung nehmen (
Urk.
7/182).
Die IV
Stelle erliess daraufhin die Verfügung vom 3
1.
Juli 2014 und reduzierte die halbe Rente der Versicherten per
1.
September 2014
,
wie ursprünglich vorgesehen
,
auf eine
Viertelsrente
, neu aufgrund eines Invaliditätsgrades von nur noch 44
%
(
Urk.
7/185 und Urk.
7/186; vgl.
das Feststellungsblatt in Urk.
7/183).
2.
Gegen die Verfügung vom 3
1.
Juli 2014 liess
X._
durch Rechtsan
walt Andreas
Bühlmann
mit Eingabe vom 1
2.
September 2014 Beschwerde erheben (
Urk.
1) und beantragen, die Verfügung sei aufzuheben und ihr seien weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, insbesondere sei ihr weiter
hin mindestens eine halbe
Invalidenrente
zu gewähren; eventualiter sei ein gerichtliches medizinisches, insbesondere rheumatologisches und orthopädi
sches sowie neuropsychologisches und psychiatrisches Gutachten einzuholen;
subeventualiter
sei die Sache an die IV-Stelle zurückzuweisen zwecks
Neuent
scheids
betreffend die Berentung nach Einholung eines medizinischen, insbe
sondere rheumatologischen und orthopädischen sowie neuropsychologischen und psychiatrischen Gutachtens (
Urk.
1 S. 2).
Die IV
Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
3.
Oktober 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Versicherten am 1
4.
Oktober 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
8).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2012 sind die im Zuge der Revision 6a geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher
Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurtei
lung jene Rechtsnormen zugrunde zu legen sind, die gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Die angefochtene Verfügung ist am 3
1.
Juli 2014 ergangen. Da ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der IV-Revision 6a begonnen hat - zur Diskussion steht die Herabsetzung der halben Rente, die der Beschwerdeführerin seit dem
1.
Juni 2009 zustand (
vgl.
Urk.
7/143 und
Urk.
7/145), nachdem sie vorher lange Zeit eine ganze Rente bezogen hatte -,
ist entsprechend der dargelegten
intertemporalrecht
lichen
Regelung für die Zeit bis Ende 2011 auf die damals gültig gewesenen Bestim
mungen und für die Zeit ab Anfang 2012 auf die neuen Normen der IV
Revision 6a abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445; Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7.
Juni 2006
E. 1). Die im Folgenden wiedergege
benen Gesetzesbestimmungen sind indessen von der Revision 6a nicht tangiert worden, und soweit diese Revision keine substanziellen Änderungen gegenüber der früheren Rechtslage gebracht hat, ist die zur altrechtlichen Regelung ergan
gene Rechtsprechung weiterhin massgebend (Urteil des Bundesgeric
hts 8C_76/2009 vom 19. Mai 2009
E. 2).
2.
2.1
Invalidität wird in Art. 8 Abs. 1 ATSG definiert als voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit. Ausserdem
gelten gestützt auf Art. 8 Abs. 3 ATSG auch Personen als invalid, bei denen eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherigen nichterwerblichen Aufgabenbe
reich zu betätigen.
2.2
2.2.1
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind.
2.2.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG (in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sogenanntes
Invalidenein
kommen
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkom
men
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
Einkom
mensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Er
werbsein
kommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander
zu vergleichen (BGE 128 V 29 E
. 1).
Bei nicht erwerbstätigen Versicherten wird gestützt auf Art. 28a Abs. 2 IVG für die Bemessung der Invalidität darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im nichterwerblichen Aufgabenbereich zu betätigen.
Bei Versicherten, die
nur zum Teil erwerbstätig sind
, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch in einem nichterwerblichen Aufgabenbereich tätig, namentlich im Haushalt, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgaben
bereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (vgl. Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
2.2.3
Bei der Frage, ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbs
-
tä
tig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, was je zur Anwendung einer andern Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betäti
gungsvergleich
, gemischte Methode) führt, muss nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung geprüft werden, was die versicherte Person bei im Übrigen un
veränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung be
stünde. Bei der Prüfung dieser Frage sind die gesamten Umstände, also die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse, einzubeziehen und neben der finanziellen Notwendigkeit, eine Erwerbstätigkeit wiederaufzu
nehmen oder auszudehnen, auch allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen (vgl. BGE 130 V 393 E. 3.3, 125 V 146 E. 2c, je mit Hinweisen).
2.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt rechtsprechungsgemäss jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditäts
grad
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Invalidenrente ist demgemäss nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszust
andes erheblich verändert haben, wenn
eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt
oder
wenn
eine Wandlung des
Aufgabenbereichs einge
treten ist
(vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Unerheblich unter revisionsrechtlichen Gesichtspunkten ist dagegen nach der Rechtspre
chung die unterschiedliche Beur
teilung eines im
wesentlichen
unver
ändert gebliebenen Sachverhaltes (BGE 112 V 387 E. 1b mit Hinweisen).
Ist eine Veränderung eines der revisionsrechtlich relevanten Parameter erstellt, so besteht nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung keine Bindung mehr an das Mass der übrigen, unverändert gebliebenen Parameter, die dem vorange
gangenen rechtskräftigen Entscheid
zugrundegelegt
worden sind. Vielmehr ist der Rentenanspruch
diesfalls
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht frei und umfassend zu prüfen (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3, 117 V 198 E. 4b, je mit Hinwei
sen)
.
Als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob sich der
Invali
di
täts
grad
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG erheblich geändert hat
,
gilt die
letzte rechtskräftige Verfü
gung - bei einer Bestätigung der bisherigen Rente auch die Mitteilung nach Art. 74
ter
lit
. f IVV und Art. 51 ATSG - welche auf einer materiellen
Anspruchs
prüfung
mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklä
rung
, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (Urteile des Bundesgerichts 9C_52/2016 vom 23. März 2016 E. 3.1, 9C_213/2015
vom 5. November 2015 E. 4.3.2
und 8C_162/2015 vom 30. September 2015 E. 2.1, je mit Hinweis auf BGE 133 V 108).
2.4
Der Grundsatz, wonach eine Sachverhaltsänderung nachgewiesen sein muss, damit eine formell rechtskräftig zugesprochene Rente erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben werden kann, gilt dann nicht, wenn die Voraussetzungen für eine prozessuale Revision oder für eine Wiedererwägung erfüllt sind.
Nach Art. 53 Abs. 1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und
Ein
spracheentscheide
in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen ent
deckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (sogenannte prozessuale Revision im Gegensatz zur Revision aufgrund verän
derter Verhältnisse). Ferner bestimmt Art. 53 Abs. 2 ATSG, dass der Versiche
rungsträger auf formell rechtskräftige Verfügungen und
Einspracheentscheide
zurückkommen kann, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (sogenannte Wiedererwägung).
Was das Invalidenversicherungsrecht im Besonderen betrifft, so kann das Ge
richt dort, w
o es bei der Überprüfung einer R
evisionsverfügung feststellt, dass zwar die Voraussetzungen für eine Revision zu verneinen sind, dass hingegen die Wiedererwägungsvoraussetzungen gegeben sind, die rentenherabsetzende oder -aufhebende Verfügung mit dieser substituierten Begründung schützen (vgl. BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen).
2.5
Nach dem Grundsatz "Eingliederung vor Rente", wie er in Ar
t. 28 Abs. 1
lit
. a IVG in der seit
1. Januar 2008 geltenden Fassung ausdrücklich festgeschrieben worden ist, aber schon vorher gegolten hat, g
ehen Eingliederungsmassnahmen den Rentenleistungen vor. Letztere werden nur erbracht, wenn die versicherte Person nicht oder bloss in ungenügendem Masse eingegliedert werden kann. Sowohl bei der erstmali
gen Prüfung des Leistungsgesuch
s als auch im
Revisionsfall hat die Verwaltung von Amtes wegen abzuklären, ob vorgängig der Ge
währung oder Weiterausrichtung einer Rente Eingliederungsmassnahmen durchzuführen sind (
Urteil des Bundesgerichts
I 534/02
vom 25. August 2003 E.
4.1 mit Hinweisen, unter anderem auf BGE 126 V 241 E. 5).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist es einer rentenbeziehenden Person, deren Arbeitsfähigkeit sich medizinisch attestiert verbessert hat, grundsätzlich zuzumuten, die verbesserte Arbeitsfähigkeit mit Massnahmen der Selbsteingliederung zu verwerten. Dies gilt jedoch im Sinne einer Ausnahme dann nicht, wenn eine Person sehr lange eine Rente bezogen hat und deshalb anzunehmen ist, dass die Erfordernisse des Arbeitsmarktes ihr nicht erlauben, ihr (wiedergewonnenes) Leistungspotential ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen allein durch Eigenanstrengung fruchtbar zu machen. Rechtsprechungsgemäss kommt diese Ausnahme dort zum Tragen, wo eine Person die Rente im Zeitpunkt der Rentenaufhebung oder -herabsetzung seit mehr als 15 Jahren bezieht oder das 55. Altersjahr zurückgelegt hat. Sie gilt nicht nur für die revisionsweise, sondern auch für die wiedererwägungsweise Rentenherabsetzung oder -aufhebung (vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_228/2010 vom 26. April 2011
E. 3.1 und E. 3.3 mit Hinweisen; siehe auch BGE 141 V 5
E. 4.2
mit Hinweisen).
Es gibt aber auch Fälle, wo die Rechtspre
chung die Selbsteingliederungsfähigkeit trotz des fortgeschrittenen Alters oder des langjährigen Rentenbez
u
gs bejaht hat, namentlich dort, wo bisher schon eine erhebliche Restarbeitsfähigkeit bestanden hat
te
und die versicherte Person ihr Leistungsvermögen in einer
Tätigkeit verwerten konnte
, die sie bereits aus
übt
e
oder unmittelbar wieder
hätte ausüben können
(vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_474/2013 vom 2
0.
Februar 2014 E. 6.2.1 mit Hinweisen sowie die Urteile des Bundesgerichts 9C_68/2011 vom
1
6.
Mai 2011 und 8C_599/2015 vom 2
2.
Dezember 2015).
3.
3.1
Gegenstand des Beschwerdeverfahrens, das mit dem Urteil vom 3
0.
November 2010 beendet wurde, war die Verfügung vom 1
6.
April 2009, mit der die Beschwerdegegnerin die damalige ganze Rent
e der Beschwerdeführerin per 1.
Juni 2009 auf eine halbe Rente herabgesetzt hatte (
Urk.
7/95). Das Gericht
zog als
revisionsrechtliche
Vergleichsbasis die Mitteilung vom
3.
Oktober 2003 heran (
Urk.
7/62) und sah die massgebliche Sachverhaltsänderung darin, dass die Beschwerdeführerin unterdessen als Gesunde ihre Berufstätigkeit von 50
%
auf 70
%
erhöht
hätte
und dementsprechend nur noch zu 30
%
im Haushalt tätig
gewesen
wäre (
Urk.
7/114 E. 3.3).
Im Rahmen der deswegen gebotenen umfassenden Sachverhaltsprüfung (vgl. vorstehend E. 2.3) erachtete das Gericht die
medizinische
Situation als abklärungsbedürftig und hob die angefochtene Verfügung daher mit der Anweisung an die Beschwerdegegnerin zur Durc
h
führung dieser Abklärungen auf (
Urk.
7/114 E. 3.4.3 und E. 3.6).
Die Verfügung vom 2
7.
Juli 2012, mit der die Beschwerdegegnerin im Anschluss an ihre Abklärungen
an der
Reduktion des Rentenanspruchs auf eine ha
lbe Rente per
1.
Juni 2009 festhielt
(
Urk.
7/143 und
Urk.
7/145), erwuchs wegen des höchstrichterlich bestätigten
Nichteintretensentscheids
des Sozial
versicherungsgerichts vom 2
8.
Septembe
r 2012 (
Urk.
7/148/1-7 und Urk.
7/151) in formelle Rechtskraft
.
Im vorliegenden Verfahren ist zu prüfen, ob die angefochtene Verfügung vom 3
1.
Juli 2014, mit der die Beschwerdegegnerin die laufende halbe Rente der Beschwerdeführerin per
1.
September 2014 auf eine
Viertelsrente
herabgesetzt hat, durch eine Änderung im Sachverhalt seit dem Erlass der Verfügung vom 2
7.
Juli 2012 gerechtfertigt ist oder
ob
die zweifellose Un
richtigkeit jener Ver
fügung die
nochmalige
Rent
enherabsetzung erlaubt
.
3.2
3.2.1
Eine rentenerhebliche medizinische Veränderu
ng in der Zeit zwischen dem 27.
Juli 2012 und dem 3
1.
Juli 2014 ist nicht dokumentiert.
Vielmehr bezeich
nete
Dr.
P._
in seinem Bericht vom 2
4.
Januar 2014
sowohl den ärztlichen Befund als auch die Prognose aus
drücklich als unverändert (Urk.
7/173/2
Ziffer 1.4
)
. Wenn
Dr.
P._
unter diesen Umständen festhielt, die Beschwerdeführerin könne laut ihrer eigenen Aussage in absehbarer Zeit gar nicht mehr arbeiten (
Urk.
7/173/2 Ziffer 1.6), so ist dies entgegen der Ansicht der Beschwerdeführe
rin in ihrer Stell
ungnahme vom 2
3.
Mai 2014 (Urk.
7/182/2) nicht als ärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung zu werten, sondern lediglich als Aufzeichnung von Patientenangaben. Ferner
sind
im Bericht des Spitals
W._
vom 3
1.
August
2012 (
Urk.
7/165)
zwar
bilaterale
subpleurale
bullöse
Lungenveränderungen beschrieben, die leichtgradig progredient seien, der Verfasser des Berichts
emp
fahl jedoch
lediglich, Risikosportarten wie Tauchen und Bergsteigen zu meiden, und
hielt
die übrigen sportlichen Aktivitäten
für
unbedenklich. Daraus ist zu schliessen, dass die Lungenpathologie, die sich
überdies
bereits im Jahr 2010 und somit vor dem Erlass der Vergleichsverfügung vom 2
7.
Juli 2012 manifestiert hatte
(vgl. Urk. 7/165/1)
,
im massgebenden Zeitraum
keinen zusätzlichen Einflu
ss auf die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
hatte.
3.2.2
Des Weiteren liess d
ie Beschwerdef
ührerin
geltend machen, ihre
Tätigkeitsfelder
, d
ie sie als Gesunde mutmasslich gewählt hätte
,
hätten sich weiter verändert und sie wäre nunmehr zu 100
%
b
erufstätig
. Zur Begründung dafür liess sie
in der Stellungnahme vom 2
3.
Mai 2014 und in der Beschwerdeschrift darauf hinwei
sen, dass ihre beiden Töchter
den gemeinsamen Haushalt
mittlerweile
verlassen hätten un
d auch die jüngere, geboren 1996
, unterdessen volljährig geworden sei (
Urk.
7/182/2-5,
Urk.
1 S. 8-11
und S. 26). Soweit
die Beschwerdeführerin
für die mutmassliche Vollzeit-Berufstätigkeit
mit der allgemei
n
en Lebenserfahrung argumentierte (vgl.
Urk.
1
S. 9 f. und
S. 26), so reicht dies für eine
rechtsgenüg
liche
Beweisführung nicht aus, sondern
rechtsprechungsgemäss sind sämtliche konkreten Umstände einzubeziehen (vgl. vorstehend E. 2.2.3).
Zur Zeit der Haushaltabklärung vom Februar 2008 hatte die ältere Tochter der Beschwerdeführerin noch zu Hause gewohnt und hatte im ersten Lehrjahr gestanden
,
währenddem
die jünger
e
Tochter
, die
gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin
an einer POS-Störung leide
t
,
in einem Sonderschul-Heim in gelebt und nur jedes zweite Wochenende sowie die Ferien zu Hause ver
bracht hatte (
Urk.
7/70/2+3+
6-
7). Die Beschwerdeführerin hatte damals angege
ben, sie wäre bei guter Gesundheit aus finanziellen Gründen auf ein
Arbeits
pensum
von mindestens 70
%
angewiesen, da sie über keine abgeschlossene Berufsausbildung verfüge, ein höheres Pensum würde sie hingegen nicht ver
richten, da sie während der Woche oft zur jüngeren Tochter f
ahren müsse, wenn es Probleme ge
be (
Urk.
7/70/3).
Bei der Haushaltabklärung vom April 2014 berichtete die Beschwerdeführerin,
dass sie seit Februar 2009 in der jetzigen 4,5-Zimmer-Wohnung lebe (
Urk.
7/175/3+5), dass d
ie ältere Tochter im Sommer 2010 ausgezogen sei und dass die jüngere Tochter, die seit der
Haus
haltabklärung
des Jahres 2008
weiterhin nur im damaligen Umfang bei ihr
gewohnt
habe, die im August 2013 aufgenommen
e
Ausbildung (vgl. den Brief der Ausbildungsstätte
Auboden
vom 2
4.
Juni 2013,
Urk.
7/166)
im November 2013 abgebrochen habe und seither mehrheitlich bei ihrem Freund lebe
. Sie besuche die
Mutter nur noch
unregelmässig und die Besuche seien meist
kon
fliktbeladen
. Wegen der Schwierigkeiten in der Beziehungsgestaltung habe
die
jüngere Tochter
einen Beistand un
d die Beistandschaft werde weitergeführt, wenn die Tochter die Volljährigkeit erreicht habe (
Urk.
7/175/2
-4+10
).
Die Beschwerdeführerin könne sich wegen der Konflikte mit der Tochter nicht mehr vorstellen, dass diese wieder bei ihr wohnhaft sei, sie werde aber zu den Gesprä
chen mit Amtsstellen und Ausbildungsstätten eingeladen und sehe
sich in der Verantwortung dafür, dass die Tochter eine Erstausbildung mache (
Urk.
7/175/10).
Zur beruflichen Situation bei guter Gesundheit ist im
Abklä
rungsbericht
protokolliert,
die Beschwerdeführerin würde auch heute kein Arbeitspensum von 80-100% verrichten wollen, da sie immer noch durch
schnittlich ein bis zwei Tage in der Woche für die Tochter engagiert sein und sich den ans
trengenden Themen widmen müsse (
Urk.
7/175/4).
Tatsächlich
könnte
die allgemeine Lebenserfahrung
dafür
sprechen
,
dass die Beschwerdeführerin, die nicht mehr in einer Par
tnerschaft lebt (vgl. Urk.
7/1
75/3),
nach dem Aus
zug ihrer beiden Töchter
aus dem gemeinsamen Haushalt ihre Berufstätigkeit auf
ein Vollzeitpensum
ausgedehnt
hätte
, zumal sie
wegen des fehlenden Berufsabschlusses
mit einem Teilzeitpensum finanziell eingeschränkt
leben müsste und zudem
mutmasslich über die Volljährigkeit der jüngeren Tochter hinaus deren Erst
ausbildung mitfinanzieren muss
.
Die Beschwer
deführerin
liess
jedoch in ihren Einwendungen vom 1
6.
September 2013 gegen den Vorbescheid vom 1
6.
Juli 2013 (
Urk.
7/162)
noch nichts gegen ihre Einstufung als zu 30
%
im Haushalt Tätige und somit gegen die Anwen
dung der gemi
schten Methode vorbringen
, sondern
liess
im Gegenteil auf ihre Einschränkungen im Haushalt hinweisen und eine neue Abkläru
ng im Haushalt beantragen
(
Urk.
7/167/2+3). Zwar ist dennoch unglücklich, dass der
Rechts
dienst
der Beschwerdegegnerin
daraufhin
in der Stellungnahme vom 2
0.
Dezember 2013 bereits Ausführungen zur Aufteilung der Erwerbs- und der Hausarbeit machte und festhielt, bei der Statusfrage sei „kaum von einem höheren Erwerbstätigkeitspensum auszugehen“ beziehungsweise es sei „mit Sicherheit nicht von einem über 70
%
liegenden
Erwerbspensum oder niedrige
ren
Pensum als 30
%
im Haushaltsbereich auszugehen“ (
Urk.
7/171/2). Es beste
hen jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass die
Abklärerin
wegen dieser Aus
führungen voreingenommen gewesen wäre.
Insbesondere erhob sie gemäss dem Bericht vom
3.
April 2014 alle weiteren familiären Veränderungen, die sich seit dem Erlass des Vorbeschei
ds vom 16.
Juli 2013 und der Stellungnahme der Beschwerdeführerin dazu ergeben hatten, namentlich den Ausbildungsabbruch der jüngeren Tochter und deren veränderte Wohnsituation (
Urk.
7/175/2-4).
Des Weiteren fragte sie bei der Beschwerdeführerin offenbar
mehr als einmal
nach, welches Pensum sie unter den gegebenen familiären Umständen bei guter
Gesundheit leisten würde
. D
enn
beim entsprechenden
Protokolleintrag (vorste
hender Absatz am Ende) vermerkte sie, es handle sich um die mehrmals bestä
tigte Aussage der Beschwerdeführerin
(
Urk.
7/175/
4)
, und die Beschwerdeführe
rin selber
hielt der
Abklärerin
anlässlich eines nachfolgenden Telefongesprächs
zugute
, dass
sie
konstante Nachfragen gestellt habe (vgl.
Urk.
7/175/7).
Damit kann davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin
zur Zeit der Haushaltabklärung vom April 2014 und des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 3
1.
Juli 2014 bei guter Gesundheit mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit immer noch nur zu 70
%
berufstätig gewesen wäre. Da die übri
gen Veränderungen
,
wie namentlich der Umzug von der 5,5-Zimmer-Wohnung
in die 4,5-Zimmer-Wohnung (vgl.
Urk.
7/70/4 und
Urk.
7/175/5)
,
bereits vor dem Erl
ass der massgebenden Vergleichsv
erfügung vom 2
7.
Juli 2012 eingetre
ten waren,
ist eine rentenrelevante Veränderung in den mutmasslichen Tätig
keitsfel
dern der Beschwerdeführerin
nicht nachgewiesen.
3.2.3
Was die erwerbliche Situation betrifft, so hatte die Beschwerdeführerin
im Juni 2006 eine Stelle im Reinigungsunternehmen
Q._
angetreten, und der Arbeitgeber hatte Ende 2007 im Arbeitgeber-Fragebogen festgehalten, ihre Arbeitszeit betrage 4-6-8 Stunden in der Woche (
Urk.
7/68/3).
Im Schreiben vom 2
8.
Juni 2013 gab der Arbeitgeber unter Hinweis
auf jenen Fragebogen an, im We
sentlichen habe sich nichts geändert, einzig die Arbeitszeit betrage nun etwa 8-12 Stunden in der Woche (
Urk.
7/156/14
).
Den beigelegten Lohnblättern der Jahre 2010 bis 2012 (
Urk.
7/156/16-18) ist zu entnehmen, dass diese Erhö
hung der Arbeitszeit spätestens im Jahr 2010 erfolgt sein muss, denn dem Grundlohn
des Jahres 2010
von Fr. 11‘362.-- entsprechen beim angegebenen Stundenlohn von Fr. 23.--
9,5 Wochenstunden (Fr. 11‘362.-- : Fr. 23.-- : 52), aus dem Grundlohn des Jahres 2011 von Fr. 12‘549.80 ergeben sich bei einem Stundenlohn von Fr. 23.-- bis Juni und Fr. 23.50 ab Juli ungefähr 10 Wochen
stunden (Fr. 12‘549.80 : Fr. 23.25 : 52), und aus dem Grundlohn des Jahres 2012 von Fr. 12‘214.20 resultieren bei einem Stundenlohn von Fr. 23.50
(Fr. 12‘214.20 : Fr. 23.50 : 52) ebenfalls knapp 10 Wochenstunden. Ausserdem hatte der Arbeitgeber der Beschwerdeführerin gemäss dem Auszug aus dem
Inidivuellen
Konto vom
3.
Juni 2013 (
Urk.
7/153
/1
) bereits in den Jahren 2008 und 2009 Jahreslöhne von gegen Fr. 12‘000.-- deklariert
. Die Erhöhung des Arbeitspensums bei
Q._
stellt somit wiederum keine potentiell
rentener
hebliche
Sachverhaltsänderung seit d
em Erlass der Verfügung vom 27.
Juli 2012 dar.
Die Beschwerdegegnerin
wertete die
Pensumserhöhung
in der
Begründung der angefochtenen Verfügung denn auch nicht explizit als Sachverhaltsänderung, sondern
wies lediglich auf die Voraussetzungen hin, unter denen das
Invaliden
einkommen
rechtsprechungsgemäss anhand
des tatsächlich erzielten Einkom
mens zu bemessen
ist (vgl.
Urk.
2 S. 4
). Dies
e Voraussetzungen sind dann gege
ben,
wenn das Arbeitsverhältnis besonders stabil ist, wenn das tatsächliche Ein
kommen der Arbeitsleistung angemessen ist und mithin keinen Soziallohn dar
stellt und wenn die verbleibende Arbeitsfähigkeit im konkreten Arbeitsverhält
nis voll ausgeschöpft wird (vgl. Urteil des Bundesgericht
s 8C_90/2011 vom
8.
August 2011
E. 5.2 mit Hinweis auf BGE 135 V 297 E. 5.2).
Im Anwendungs
b
ereich dieser Kriterien könnte eine rentenerhebliche Sachverhaltsänderung
höchstens darin bestehen, dass sich ein in den Modalitäten unverändertes Arbeitsverhältnis im Zei
tverlauf zunehmend stabilisiert hat.
Eine solche Kons
tellation liegt jedoch hier nicht vor. Denn zum einen hatte die Beschwer
defüh
rerin zur Zeit des Erlasses der angefochtenen Verfügung
vom 3
1.
Juli 2014
bei
Q._
schon während mindestens vier Jahren ein Arbeitspensum in ähnli
cher Höhe verrichtet
, was dagegen spricht, dass
das Arbeitsverhältnis seit Mitte 2012 noch
stabiler geworden wäre
. Und zum andern
arbeitete die Beschwerde
führerin seit Januar 2014 nicht mehr im bisherigen Arbeitspensum von 8-12 Stunden in der Woche
. Vielmehr gab sie anlässlich der
Haushaltab
klärung
vom April 2014 an, sie habe das Pensum aufgrund der körperlichen Schwäche und Müdigkeit auf 6-9 Stunden reduzieren müssen (
Urk.
7/175/3), und zusätzlich belegte sie diese Reduktion im vorliegenden Verfahren mit den
Stundenrappor
ten
und Lohnabrechnungen für Januar bis Juli 2014, worin anstelle von bis zu 50 Arbeitsstunden im Monat im Jahr 2013 (vgl.
Urk.
7/157), nur noch bis zu 39 monatliche Arbeitsstunden
dokumentiert
sind (
Urk.
3/4).
Mit dieser
Pensumsreduktion
per Anfang 2014 ist nun allerdings eine
Sachver
haltsänderung
ausgewiesen, die sich auf die Rentenhöhe auswirken kann und somit revisionsrechtlich relevant ist.
Denn
unabhängig davon, ob diese Reduk
tion auf eine gesundheitlich bedingte Überforderung zurückzuführen war
(vgl. die Vorbringen in der Beschwerdeschrift,
Urk.
1 S. 4 f. und S. 11)
oder ob die Beschwerdeführerin
d
amit auch
einer
Reduktion
ihrer Rente entgehen wollte, lässt das tiefere Arbeitspensum das Arbeitsverhältnis mit
Q._
nun nicht mehr als besonders stabil im Sinne der dargelegten Rechtsprechung erscheinen
,
und es kann auch nicht mehr ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin ihre verbleibende Arbeitsfähigkeit darin voll ausschöpft. Dies führt indessen nicht zwangsläufig zur Bestätigung des bisherigen Anspruchs auf eine halbe Rente, sondern vielmehr ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin aufgrund der Sachverhaltsänderung der
Pensumsreduktion
im Nachfolgenden
erneut umfassend
(vg
l. vorstehend E. 2.3) zu prüfen. Hinge
gen wird mit dem Vorliegen einer revisionsrechtlich relevanten Sachverhalts
-
än
derung
die Frage nach der zweifellosen Unrichtigkeit der Verfügung vom 2
7.
Juli 2012 im Sinne der Wiedererwägungsvoraussetzungen obsolet.
3.3
3.3.1
Nach dem bereits Ausgeführten hat sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin seit dem Erlass der Verfügung vom 2
7.
Juli 2012 nicht ver
ändert. Es sind daher nach wie vor die Ergebnisse der Abklärungen massgebend, welche die Beschwerdegegnerin
im Anschluss an das Urteil vom 3
0.
November 2010 in den Jahren 2011 und 2012 getroffen hat, soweit diese Ergebnisse als plausibel zu beurteilen sind. Dies ist im Nachfolgenden zu prüfen.
3.3.2
Soweit die Beschwerdeführerin die medizinischen Abklärungen mit dem neurolo
gischen Gutachten von
Dr.
R._
, dem rheumatologischen Gutachten von
Dr.
S._
und dem neuropsychologischen
Gutachten des
T._
deshalb als unzureichend erachtete, weil die Beschwerdegegnerin anstelle eines
polydiszip
linären
Gutachtens drei Einzelg
utachten in Auftrag gegeben hatte
(
Urk.
1 S. 12 und S. 25), kann ihr nicht zugestimmt werden. Denn das Gericht hatte im Urteil
vom 3
0.
November 2010 primär eine umfassende neurologische Abklärung und
gegeben
en
falls
ein
e rheumatologische Abklärung als
erforderlich
bezeichnet
(
Urk.
7/114 E. 3.4.3). Wenn die Beschwerdegegnerin bei dieser Vorgabe zunächst eine neurologische Begutachtung in Auftrag gab und erst auf die Empfehlung in diesem Gutachten hin (vgl.
Urk.
7/116/10) eine zusätzliche
rheumatologische Beurteilung sowie
(wenn auch erst nach entsprechenden Ein
wendungen im
Vorbescheidverfahren
)
neuropsychologische
Erhebungen durch
-
führen liess, so ist dies nicht zu beanstanden.
3.3.3
Des Weiteren
deutet nichts auf eine fehlende Unabhängigkeit des neurologi
schen Gutachters
Dr.
R._
hin. Insb
esondere ist nicht ersichtlich,
weshalb, wie in der Beschwerdeschrift angedeutet (
Urk.
1 S. 12), die Ausbildung von
Dr.
R._
zum zertifizierten Gutachter SIM
und seine Praxisinhaberschaft
gegen seine Unabhängigkeit spr
echen sollte.
In inhaltlicher Hinsicht lässt sich entgegen den Vorbringen in der Beschwerde
schrift (
Urk.
1 S. 12 f.) allein
aus dem Umstand, dass das Gutachten von
Dr.
R._
das Datum des Untersuchungstages
- 1
7.
Mai 2011 -
trägt
und am Folgetag bei der Beschwerdegegnerin einging
,
nichts gegen dessen Zuverlässig
keit ableiten. Insbesondere wäre
nicht zu beanstanden, wenn Dr.
R._
entspre
chend der Vermutung in der Beschwerdeschrift (
Urk.
1 S. 13) gewisse Teile des Gutachtens bereits vor der
persönlichen
Untersuchung der Beschwerdeführerin verfasst hätte.
Vielmehr
empfiehlt es sich geradezu, das Studium der Akten und deren Zusammenfassung (vgl.
Urk.
7/116/1-5) schon vor dem
Untersuchungs
termin
vorzunehmen.
Klinisch erhob
Dr.
R._
einen umfassenden Neurostatus und konnte dabei die früheren Befunde eines Strabismus des linken Auges, einer diskreten
Fazialis
parese
und einer leichten sensiblen Halbseitensymptomatik links bestätigen, stellte jedoch keine manifesten Paresen fest und beobachtete ein flüssiges Gangbild und sichere Bewegungen im Seiltänzer-, Blind- und
Blindstrichgang (
Urk.
7/
116/
8-10). Im Gegensatz dazu hatte
Dr.
N._
im Bericht vom 1
2.
Januar 2001 noch einen ataktischen, unsicheren und etwas breitbeinigen Gang mit nur knapp möglichem Blindstrichgang und einer Falltendenz nach links beschrieben (
Urk.
7/54/5-6
; ähnlich schon die Rehabilitationsklinik
M._
im Bericht vom 1
1.
Januar 1995,
Urk.
7/33/5
). Ob
über die Jahre eine Ver
besserung eingetreten ist oder ob die Gangauffälligkeiten stressbedingt variie
ren, wie
Dr.
N._
annahm
(vgl.
Urk.
7/54/6), erscheint indessen nicht als entscheidend, da
Dr.
N._
die Defizite schon damals als diskret bezeichnet hatte und für einen wesentlichen Teil der von der Beschwerdeführe
rin geschil
derten Einschränkungen mit Ermüdbarkeit, Konzentrationsschwächen und Gedächtnisproblemen (vgl.
Urk.
7/54/5) nicht neurologische, sondern neu
r
o
psy
chologische Ausf
älle in Betracht gezogen hatte
(vgl. Urk.
7/54/6).
Dr.
R._
stimmte deshalb
mit
Dr.
N._
überein, wenn er aufgrund der
wiederum
geklagten Konzentrations- und Gedächtnisstörungen eine ergänzende neu
ropsychologische Begutachtung als notwendig erachtete (
Urk.
7/116/10). Unter diesen Umständen leuchtet
auch
die Beurteilung von Dr.
R._
ein, die Beschwerdeführerin sei aus rein somatisch-neurologischer Sicht nicht in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, auch nicht aufgrund von geklagten episodischen Spannungskopfschmerzen (
Urk.
7/116/11).
Die Vorbringen in der Beschwerde
schrift, wonach
Dr.
R._
die Beschwerdegegnerin mit der Suva verwechselt und
zu Unrecht
eine Kausalität zwischen der Arbeitsaufnahme und der Renten
-
herabsetzung vermutet habe (
Urk.
1 S. 13 ff.), sind nicht geeignet, diese Beurtei
lung in Frage zu stellen, da diese Umstände die neurologischen
Abklärungser
gebnisse
nicht tangieren.
3.3.4
Entgegen der Rüge der Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S. 15 und S. 17) ist sodann nicht ersichtlich, inwiefern sich nachteilig ausgewirkt haben sollte, dass die Beschwerdegeg
nerin nach der neurologischen
Begutachtung durch
Dr.
R._
zuerst die rheumatologischen und erst danach die neuropsychologischen Abklärungen durchführen liess.
Was den Inhalt des
rheumatologischen Gutachten
s
von
Dr.
S._
vom 22.
August 2011
betrifft, so hatte das G
ericht
im Urteil vom 3
0.
November 2010
eine rheumatologische Begutachtung deshalb für gegebene
nfalls angezeigt erachtet, weil
Dr.
O._
im Jahr 2003 von einer symptomatisch gewordenen Hüftgelenksdysplasie rechts berichtet und Unterlagen über Abklärungen dazu
sowie über eine Röntgenaufnahme der Lendenwirbelsäule
eingereicht hatte (Urk.
7/58/1-8; vgl.
Urk.
7/114 E. 3.4.2 und E. 3.4.3).
Die Beschwerdeführerin berichtete
Dr.
S._
hierzu,
sie habe sich im Jahr 2005 einer
Hüftgelenksopera
tion
mit Einsetzen einer Hüftgelenksprothese rechts unterzogen,
und
vor kurzem habe sie nach einer Routinekontrolle in der Klinik
Aa._
und der Erstellung eines Skelettszintigramms im
Bb
._
den Bescheid erhalten, es se
i alles in Ordnung (
Urk.
7/119/4
). Die Berichte
zu dieser Operation und zu den Nachkontrollen sind nicht in den Akten der Beschwerdegegnerin, und
Dr.
S._
scheint sie auch nicht
beigezogen zu haben, da
in seinem Aktenauszug (
Urk.
7
/119/2-3) nicht daraus zitiert ist.
Zwar befand
Dr.
S._
bei der klini
schen Untersuchung beide Hüftgelenke als schmerzfrei beweglich (
Urk.
7/119/5). Da die Hüftgelenksproblematik
aber
einer
der Haupta
nlässe
für die Anordnung einer rheumatologischen Begutachtung gewesen war,
sind
der
Beizug
und die Diskussion der
Vorakten
ein unabdingbares Erfordernis für ein beweiskräftiges Gutachten. Dies gilt umso mehr, als
Dr.
S._
unter
der
Über
schrift „3.2 Röntgen“ die Total
-
E
ndoprothese
des rechten Hüftgelenks
wohl erwähnte
,
jedoch nicht deutlich machte,
ob
er
das Hüftgelenk
tatsächlich geröntgt hatte,
denn explizit erwähnt ist nur die Röntgenaufnahme „LWS
ap
/
lat
“, welche
an der Lendenwirbelsäule
d
iskrete Grun
d- und
Deckplatten
impressionen
im Sinne eines Status nach Morbus Scheuermann, aber keine degenerativen Veränderung
gezeigt habe
(Urk.
7/119/5).
Im Übrigen sind die Rügen in der Beschwerdeschrift zum Gutachten von
Dr.
S._
nicht begründet; insbesondere leuchtet entgegen der Kritik der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
1
S. 19) ein, dass
Dr.
S._
das früher beschriebene
Zervikobrachialsyndrom
als nicht mehr nachweisbar bezeichnete (
Urk.
7/119/7), nachdem er seitengleich frei bewegliche Schultergelenke und eine physiologisch bewegliche Wirbelsäule fes
tgestellt hatte (
Urk.
7/119/5).
Die Beschwerdegegnerin wird
also
neben den weiteren erforderlichen Abklärun
gen, auf die nachstehend einzugehen ist, bei
Dr.
S._
die Ergänzung des Gut
achtens
in Bezug auf das rechte Hüftgelenk
zu veranlassen haben. Dr.
S._
wird sich
dabei
auch nochmals zur Arbeitsfähigkeit
aus rheumatologischer Sicht
zu äussern haben.
Denn auch wenn er die Arbeitsfähigkeit in der Reinigung als nicht eingeschränkt erachtete (Urk.
7/119/7), so
gilt es zu beachten, dass das Berufsgebiet der Reinigung Tätigkeiten sehr verschiedenen
Beanspruchsgrades
umfasst
und dass im Falle der Beschwerdeführerin auch zu erheben ist, welche weiteren Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt ihrem Gesundhei
tszu
stand
angemessen sind.
A
ngesichts
der Diagnosen einer Wirbelsäulenfehlform
mit Torsionsskoliose und Beinlängendifferenz
und des beschriebenen Status nach Hüftgelenks-
Endoprothese
(vgl.
Urk.
7/119/6) interessiert daher, ob es
Verrichtungen gibt (Bewegungen, Positionen, etc.), die wegen der entsprechen
den Befunde vermieden werden
sollten
oder der Beschwerdeführerin nur in zeitlich begrenztem Rahmen zuzumuten sind.
3.3.5
3.3.5.1
Das neuropsychologische Gutachten des
T._
vom 1
6.
März 2012 sch
liesslich basiert auf einer
sorgfältigen Erhebung und Darstellung der gesamten Lebens- und Krankengeschichte der Beschwerdeführerin mit eingehende
r und übersicht
licher Wiedergabe d
er
Vorakten
und der neuropsychologischen Vorbefunde
(
Urk.
7/133/2
-8)
. Sodann
erfolgte am ersten Untersuchungstag ein einstündiges Anamnesegespräch (
Urk.
7/133/9-10+13), und an diesem sowie an einem zwei
ten, auf den übernächsten Tag angesetzten Termin
(vgl. Urk.
7/133/2)
fanden
umfassende Testungen statt, welche die Bereiche allgemeine Intelligenz,
attenti
onale
Funktionen, exekutive Funktionen, Lernen und Gedächtnis, Sprache und visuelle und räumliche Verarbeitung betrafen
; überdies wurden
Erhebungen mit
tels
Fragebogen zur Ermüdung/Erschöpfung und zum Vorhandensein von Depressionsmerkmalen
durchgeführt
(Urk.
7/133/10-14).
Die Resultate sind im Gutachten gut verständlich zusammengefasst
, und es bestehen keine Hinweise darauf, dass sie nicht korrekt aufgezeichnet worden wären.
Die Beschwerde
führerin liess auch nichts Derartiges geltend machen, liess aber die
Interpreta
tion
der Resultate im Gutachten bemängeln (
Urk.
1 S. 20 ff.).
3.3.5.2
Die Gutachter fassten
zum einen
zusammen, welche Funktionen sich als
intakt erwiesen hä
tten, nämlich die Sprach- und Wahrnehmungsfunktionen,
die Gedächtnisspeicherung und -konsolidierung, die Erfassungsspannen und das Arbeitsgedächtnis, die höheren exekutiven Funktionen wie Abstraktionsvermö
gen, Flexibilität und Handlungssteuerung und die schriftsprachlichen Kompe
tenzen
(
Urk.
7/133/16+17 sowie die Darstellung der Testergebnisse in
Urk.
7/133/12-13).
Diese intakten Funktionen bezeichneten sie als zuverlässig feststellbar (
Urk.
7/133/16+17).
Den neuropsychologischen Gutachtern des
T._
kann daher gefolgt werden, wenn sie es in ihrer Arbeitsfähigkeitsbeurteilung bereits aufgrund der valide erhobenen intakten Funktionen als feststehend erachteten, dass keine schweren primären neuropsychologischen Defizite der Werkzeugfunktionen (Sprache, Wahrnehmung,
Praxie
) oder der Informationsaufnahme und des Gedächtnisses vorlägen, welche mit der Ausübung angelernter Tätigkeiten interferieren wür
den, und dass es inhaltlich aus neuropsychologischer Sicht im Bereich der ungelernten Tätigkeiten kaum Einschränkungen gebe
(
Urk.
7/133/17)
.
3.3.5.3
Zum andern beschrieben die Gutachter auffällige Befunde im Bereich
der
allge
meine
n
Intelligenz in Form von unterdurchschnittlichen Leistungen im Allge
meinwissen und in der Verarbeitungsgeschwindigkeit, im Bereich
der
attentio
nale
n
Funktionen in Form von verlangsamten und sehr unregelmässigen Reak
tionen in einem einfachen optischen Reiz-Reaktionstest und in Form einer deutlich reduzierten bis defizitären Verarbeitungsgeschwindigkeit in den selbst getakteten Aufgaben, im Bereich
des
Lernen
s
und
des
Gedächtnis
ses
in Form von deutlich reduzierten Leistungen beim Lernen und Abrufen von 15 Wörtern über fünf Durchgänge und im Bereich
der
Sprache in Form von deutlich redu
ziertem sprachliche
m
Faktenwissen (
Urk.
7/133/12-13
). Des Weiteren siedelte die Beschwerdeführerin im VAS-Fragebogen das Ausmass ihrer Ermüdung (Stärken 1 bis 10) zu Beginn und am Ende der Untersuchung am ersten Tag bei 6-7 beziehungsweise bei 9-10 Punkten und am zweiten Tag bei 7-8 bezie
hungsweise wieder bei 9-10 Punkten an, und das Depressions-Inventar nach Beck ergab einen Wert von 28 Punkten, entsprechend dem Grad einer mittel
schweren Depression (
Urk.
7/133/13). Die Gutachter führten jedoch aus
, zu den Funktionen, in denen die Beschwerdeführerin Minderleistungen gez
eigt
habe, liessen sich keine validen diagnostischen Aussagen machen, da die Beschwer
deführerin in der Untersuchung
, vor allem am zweiten Untersuchungstag,
Ten
denzen zur Symptomve
rdeutlichung gezeigt habe (Urk.
7/133/
11+
16+17).
Im
einzelnen
beschrieben die Gutachter den Verlauf eines Tests zum Lernen und
Abrufen, bei dem sich die Beschwerdeführerin im Abruf nach 30 Minuten an Wörter erinnert habe, die sie in keinem der fünf Lerndurchgänge genannt habe, und im Abruf nach 90 Minuten mehrheitlich nochmals andere, beim Abruf
nach 30 Minuten nicht aufgezählte Wörter genannt
habe, und hielten fest, dieses Muster lasse sich gedächtnistheoretisch nicht nachvollziehen
(
Urk.
7/133/
11+
13+
14+
15)
. Ferner habe die Beschwerdeführerin im einfachen optischen Reiz-Reaktionstest viel schlechtere Ergebnisse gezeigt als im komple
xeren Test mit
paralleler Verarbeitung optischer und akustischer Reize (
Urk.
7/133/12+
14+
16).
Zudem
hätten sich Diskrepanzen zwischen den
Test
leistungen
und dem beobachtbaren Verhalten gezeigt, indem die Beschwerde
führerin in den Test
s
unter Angabe von Erschöpfung verminderte Leistungen erbracht habe, im Gespräch jedoch auch nach drei Stunden noch alert und in ihren Reaktionen nicht verlangsamt gewesen sei
(
Urk.
7/133/
11+14+16
).
Die Beschwerdeführerin erachtete den Schluss auf Aggravationstendenzen als unzulässig und
liess
zur
Begründung insbesondere an
führen
, die Gutachter
hätten ihr negativ ausgelegt, dass sie am Nachmittag des ersten Untersu
chungstages nochmals angerufen
habe
, um auf ihre Erschöpfung hinzuw
eisen und über einige Fragen
der Anamnese zu d
iskutieren (
Urk.
1 S.
20 ff.; vgl.
Urk.
7/133/11).
Es bestehen indessen keine Anhaltspunkte dafür, dass die Gut
achter
aus
diese
r
Begebenheit etwas für die Beschwerdeführerin Ungünstiges
abgeleitet hätten. Vielmehr zogen die Gutachter ausdrücklich in Betracht, dass die Beschwerdeführerin im Anschluss an die zweistündige Testung
mit knapp genügend
en
Leistungen
tatsächlich subjektiv stark ermüdet war
und danach nicht mehr in der Lage gewesen wäre, weiter zu kooperieren (vgl.
Urk.
7/133/16+17). Wenn sie daneben auch die Beobachtungen würdigten, die für eine geringere als die ange
gebene Ermüdung sprechen
, so lässt dies das Gutachten nicht als mangelhaft erscheinen, sondern ist vielmehr ein Zeichen von dessen Ausgewogenheit.
Die Gutachter schlossen denn das Vorhandensein einer neuropsychologischen Problematik auch nicht aus, sondern hielten fest, sie könnten zwar wegen der klaren Tendenz zur Symptomverdeutlichung keine neuropsychologische Diag
nose stellen, was jedoch nicht automatisch bedeute, dass keine Beeinträchtigun
gen vorlägen, sondern nur, dass sich allfällige Beeinträchtigungen in der aktu
ellen Unt
ersuchung nicht valide hätten abbilden lassen
(
Urk.
7/133/17+18).
Eine solche Schlussfolgerung ist unter den gegebenen Umständen kein Zeichen dafür, dass die neuropsychologische Begutach
t
ung unvollständig ist.
Entgegen der Ansicht in der Beschwerdeschrift (
Urk.
1 S. 24) ist es daher nicht angezeigt, die Beschwerdeführerin ein weiteres Mal neuropsychologisch begutachten zu lassen.
Dies gilt umso mehr, als keine namhaften Diskrepanzen zwischen den Untersuchungsresultaten im Gutachten des
T._
und in den Berichten über die früheren neuropsychologischen Erhebungen auszumachen sind.
Vielmehr hatte die neuropsychologische Untersuchung vom Juni 1988 in der Klinik
B._
ebenfalls Störungen
im Bereich der Konzentrationsleistungen ergeben (
Urk.
7/10/3), im Bericht über die nachfolgende neuropsychologischen Untersu
chung vom Januar 1989 hatte die Klinik
B._
aber
eine Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit
konstatiert
(
Urk.
7/1 und
Urk.
7/6). Auch im Bericht des Rehabilitationskrankenhauses
K._
war auf gewisse Schwierigkeiten in der
konzentrativen
B
elastbarkeit hingewiesen worden und daneben auch auf Schwierigkeiten im Verbalgedächtnis (
Urk.
7/31/11). Diese letzteren Schwierig
keiten, die schon in der Klinik
B._
beobachtet worden waren (
Urk.
7/1 und
Urk.
7/6), hatte das Rehabilitationskrankenhaus indessen sinngemäss auch auf die Schulbildung zurückgeführt (vgl.
Urk.
7/31/10)
. Schliesslich weicht auch die Zusammenfassung der neuropsychologischen Untersuchungsergebnisse vo
m
Dezember 1994 im Bericht der Rehabilitationsklinik
M._
vom 1
1.
Januar 1995 (
Urk.
7/33/6) nicht wesentlich von den früheren und den aktuellen Ergeb
nissen ab.
3.3.5.4
Dennoch
sind die Abklärungen
hinsichtlich der nicht valide abbildbaren
neuropsy
chologischen
Beeinträchtigungen
noch nicht an jenem Punkt ange
langt,
an dem die Beschwerdegegnerin ihren Untersuchungspflichten vollum
fänglich nachgekommen wäre und der fehlende Beweis von
anspruchsbegrün
deten
Sachverhaltselementen daher der Beschwerdeführerin anzulasten wäre (vgl.
BGE 117 V
261 E. 3b
).
Denn wie die Beschwerdeführerin zu Recht vorbrin
gen liess (
Urk.
1 S. 22 und S. 24)
,
hielten die Verfasser des
neuropsychologi
schen Gutachtens im Symptomvalidierungsbogen bei der entsprechenden Frage fest, sie hätten keine Kenntnis von einer krankheitswertigen psychischen Stö
rung, welche die beobachteten, für eine wahrscheinliche
Verdeutlichungsten
denz
sprechenden Auffälligkeiten erklären könnte, und hier müsste ein Psychi
ater die Antwort geben (
Urk.
7/133/14
; vgl. auch
Urk.
7/133/19
)
.
Zusätzlich wiesen sie in den nachfolgenden Schlussfolgerungen darauf hin, dass in einem Belastbarkeitstraining mit psychotherapeutischer Begleitung erörtert werden müsste,
inwieweit sich die subjektiv berichtete Erschöpfung mit geeigneten therapeutischen Massnahmen beeinflussen liesse und die Belastbarkeit
gestei
gert werden könnte (Urk.
7/133/17). Dementsprechend
nahmen
die neuropsy
chologischen Gutachter auch noch keine
definitve
B
eurteilung der
Gesamta
r
beitsfähigkeit
vor
, sondern
führten nur aus, die Beschwerdeführerin sei als Rei
nigungskraft mindestens im Umfang von zwei Stunden täglich arbeitsfähig und die Arbeitsfähigkeit
in einer
angepasste
n
Tätigkeit belaufe sich ebenfalls auf mindestens zwei Stunden täglich, mit Steigerungspotential bei einer geeig
neten Tätigkeit, und bemerkten weiter, für eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit gebe es aus neuropsychologischer Sicht keine Argumente (
Urk.
7/133/18+20). Abschliessend gaben die Gutachter die ausdrückliche Empfehlung
ab, eine psychiatrische Begut
achtung durchzuführen, um die Fragen der Leistungsmoti
vation und der psychophysischen Erschöpfung sowie die Möglichkeiten zur Wiedereingliederung aus psychiatrischer Sicht zu klär
en (
Urk.
7/133/19).
Diese psychiatrische Begutachtung wird die Beschwerdegegnerin noch zu veran
lassen haben. Die damit befasste Fachperson wird sich auch mit der Frage auseinanderzusetzen haben, ob es der Beschwerdeführerin
zuzumuten ist,
ihre Arbeitsfähigkeit
auf dem Weg der Selbsteingliederung
zu verwerten, o
der ob sie dafür vorgängig ein
institutionalisierte
s
Belastbarkeitstraining mit psychot
hera
peutischer Begleitung braucht
, wie es die Verfasser des neuropsychologischen Gutachtens des
T._
erwähnt
en
(vgl.
Urk.
7/133/18).
3.3.6
Zusammengefasst bedarf es damit in rheumatologischer und in psychiatrischer Hinsicht ergänzender Abklärungen (
vorstehend
E. 3.3.4 und E. 3.3.5). Zu diesem Zweck ist die Sache, auch unter der Herrschaft
der neu
er
en
bundesgerichtlichen Praxis
(BGE 137 V 210
E. 4.4.1.4
)
, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Denn zum einen sind in rheumatologischer Hinsicht Ergänzungen der bereits beste
henden Beurteilung vorzunehmen, und zum andern
ist mit de
r erforderli
chen
psychiatrische
n
Begutachtung
ein neuer, bis anhin noch nicht zur Sprache gebrachter Aspekt abzuklären.
D
er
Inhalt des Haushaltabklärungsberichts
vom
3.
April 2014
wurde demgegen
über in der Beschwerdeschrift
weder
hinsichtlich
der
Gewichtung der Aufga
benbereiche
noch hinsichtlich
der
Festlegung der
Einschränkungen
beanstandet
, sodass
auf
diesen Bericht
nicht näher einzugehen ist. Nicht auszuschliessen ist, dass sich im Zeitraum zwischen der aufzuhebenden angefochtenen Verfügung vom 3
1.
Juli 2014 und d
er neu zu erlassenden Verfügung
weitere Änderungen, insbesondere in der prozentualen Aufteilung von Erwerbsarbeit und Hausarbeit
,
ergeben. Diese
Änderungen
würde die Beschwerdegegnerin zu berücksichtigen haben, sie sind aber nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens.
Ebenfalls nicht einzugehen ist bei diesem Ausgang des Verfahrens auf die Höhe des
Vali
deneinkommens
(vgl.
Urk.
7/159
).
Somit ist
die Beschwerde
– entsprechend dem Subeventualantrag (
Urk.
1 S. 2) -
in
dem Sinne
gutzuheissen, dass die
angefochtene
Verfügung vom
3
1.
Juli 2014 aufzuheben
und die Sache an die Be
schwerdegegnerin zurückzuweisen
ist
, damit diese die erforderlichen Abklärungen im Sinne der Erwägungen tätige und hernach über
den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin ab dem
1.
September 2014 neu befinde.
4.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Verfahren für die unterliegende Beschwerdegegnerin kostenpflichtig. Die Kosten sind unter Berücksichtigung des g
esetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'
000.--) ermessensweise auf Fr. 8
00.--
festzusetzen.
5.
Nach Art. 61
lit
. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person Anspruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere Bemessungs
-
krite
rien
nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
] sowie § 8 der Verordnung über die Ge
büh
ren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [
GebV
SVGer
]) den Zeitaufwand und die Barauslagen.
Eine Rückweisung gilt in Bezug auf die Prozessentschädigung rechtsprechungsgemäss als volles Obsiegen (vgl.
BGE 137 V 57 E. 2.2)
.
Aufgrund dieser Kriterien rechtfertigt es sich, der Beschwerdeführerin eine
Pro
zessentschädigung
von
Fr.
2‘500.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
zuzusprechen.
Zu berücksichtigen
ist da
bei, dass
der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführerin
die
Akten aus der Zeit bis Mitte Juli 2012 bereits aus den früheren Gerichtsverfahren kannte und die
Beschwerdeschrift
teilweise
Aus
führungen enthält
, die aus der
- verspätet eingereichten - Beschwerdeschrift vom
1.
Oktober 2012 im Prozess Nr.
IV.2012.00947 (
Urk.
7/149/5-32
)
über
nommen worden sind.