# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 21f9b9e3-5b2a-4944-8efa-8308ee9d05bd
**Court:** ZH_HG
**Chamber:** ZH_HG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht
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Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
"1. Es sei zugunsten der klagenden Partei, auf der Liegenschaft Nr. ..., Grundbuch C._, ein Bauhandwerkerpfandrecht für den Betrag von CHF 327'977.90 nebst Zins zu 5 % seit 12. September 2018.
2. Es sei das Grundbuchamt D._ superprovisorische , das in Ziffer 1 beantragte Bauhandwerkerpfandrecht auf der Liegenschaft der der Gemeinde C._, Blatt Nr. ..., Kataster ..., ... unverzüglich vorläufig im Grundbuch vorzumerken.
3. Es sei der klagenden Partei, gerechnet ab Rechtskraft des  betreffend vorläufige Eintragung des , eine angemessene Frist anzusetzen, um eine Klage auf definitive Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts gemäss Ziffer 1 einzureichen.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der  Partei."

## Considerations

Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
1. Mit Eingabe vom 12. September 2018 (Datum Poststempel, Eingegangen
am 14. September 2018) beantragte die Gesuchstellerin die vorläufige Eintragung
des obgenannten Bauhandwerkerpfandrechts (act. 1). Nachdem eine telefonische
Anfrage beim zuständigen Grundbuchamt D._ ergeben hatte, dass einer Ein-
tragung formell nichts entgegen stehe (Prot. S. 2), wurde das Gesuch mit Verfü-
gung vom 14. September 2018 ohne Anhörung der Gegenpartei gutgeheissen
und das Grundbuchamt einstweilen angewiesen, die vorläufige Eintragung vorzu-
nehmen (act. 4). Nach Erhalt der Verfügung meldete sich das Grundbuchamt tele-
fonisch und erklärte, dass eine Eintragung gemäss Anweisung nicht möglich sei,
da das Grundstück in der Zwischenzeit in Stockwerkeinheiten aufgeteilt worden
sei und die auf dem Stammgrundstück lastenden Pfandrechte auf die einzelnen
Einheiten verlegt worden seien (Prot. S. 4).
2. Besteht auf einem Grundstück Miteigentum in Form von Stockwerkeigentum
ist eine Belastung des Stammgrundstücks nur dann möglich, wenn sämtliche
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Stockwerkeinheiten frei von Belastungen sind (Art. 648 Abs. 3 ZGB; CHRISTOPH
BRUNNER/JÜRG WICHTERMANN, in: HONSELL/VOGT/GEISER, Basler Kommentar Zivil-
gesetzbuch II, 5. Aufl., Basel 2015, N 32 ff. zu Art. 648 ZGB; RAINER SCHUMA-
CHER, Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. Aufl., Zürich 2008, N 772 ff. m.w.H.).
Nachdem die Stockwerkeigentumseinheiten vorliegend bereits belastet sind, ist
eine Eintragung des begehrten Bauhandwerkerpfandrechts auf dem Stamm-
grundstück nicht mehr möglich. Die superprovisorische Anordnung vom 14. Sep-
tember 2018 (act. 4) kann folglich nicht vollzogen werden.
Das Gesuch sowie die (erste) gerichtliche Anordnung betrifft einzig eine Ein-
tragung des Pfandrechts auf dem Stammgrundstück. Nachdem dies nicht mehr
möglich ist, muss eine Aufteilung des Pfandrechts auf die einzelnen Einheiten er-
folgen (vgl. dazu SCHUMACHER, a.a.O., N 778 ff.). Diese Aufteilung hat der Unter-
nehmer selbst vorzunehmen. Eine Verlegung von Amtes wegen ist weder dem
Gericht noch dem Grundbuchamt erlaubt (Urteil des Bundesgerichts vom 11. Juli
2014, 5A_299/2014). Entsprechend kann der gestellte Antrag nicht gutgeheissen
werden und das Begehren um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts ist
abzuweisen.
3. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Kosten der Gesuchstellerin aufzuer-
legen. Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des
Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in
erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2
Abs. 1 lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 327'977.90 auszuge-
hen, wobei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie § 8
Abs. 1 GebV OG und unter Berücksichtigung des Äquivalenzprinzips auf
CHF 1'000.– festzusetzen ist.
Mangels prozessualem Aufwand ist der Gesuchsgegnerin keine Parteient-
schädigung zuzusprechen.
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