# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bc86b348-8f2b-4acd-b46d-c39f9024c399
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1974, verheiratet und Mutter zweier 2003 und 2011 geborener Kinder, lebt seit 2002 in der Schweiz.
Sie verfügt
über keine B
erufs
ausbildung. Während
etlicher
Jahre war sie als Produktionsmitarbeiter
in für die
Y._
AG
tätig
(
Urk.
8/7/2 f.,
Urk.
8/10,
Urk.
8/11)
.
Am 1
3.
Dezember 2017 meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zur Früherfassung an (
Urk.
8/1).
Am 2
6.
Februar 2017 (richtig: 2018) folgte die Anmeldung zum Leistungsbezug (
Urk.
8/7).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
prüfte
zunächst
die Indikation für
Eingliederungsmassnahmen
(vgl.
Urk.
8/2ff.),
kam
aber zum Schluss, berufliche Massnahmen seien
derzeit
nicht durchführbar, was sie der Versicherten am 1
1.
April 2018 schriftlich mitteilte
(
Urk.
8/13).
In der Folge prüfte die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente. Sie tätigte Abklärungen zu den erwerblichen Verhältnissen bis zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses durch die
Y._
AG per Ende Juni 2018 (
Urk.
8/11,
Urk.
8/21) und
Abklärungen
zum gesundheitlichen Zustand der Versicherten (
Urk.
8/15
,
Urk.
8/20,
Urk.
8/22,
Urk.
8/26 f.
Urk.
8/29
).
Am 3
1.
Oktober 2018 erliess die IV-Stelle den Vorbescheid, mit dem sie der Ver
sicherten mitteilte,
gestützt auf das
Abklärungsergebnis
(vgl.
Urk.
8/30 f.)
gedenke sie
den Anspruch auf eine Invalidenrente zu verneinen, was die Abwei
sung des Leistungsbegehrens zur Folge habe (
Urk.
8/32). Gegen den Vorbescheid erhob die Versicherte Einwände (
Urk.
8/33). Diese prüfte die IV-Stelle (
Urk.
8/34) und erliess am 2
6.
November 2018 die Verfügung, mit der sie im Sinne des Vorbescheides entschied
und das Leistungsbegehren abwies
(
Urk.
2 =
Urk.
8/35).
Dieser Entscheid blieb unangefochten.
1.2
Am 2
6.
September 2019 meldete sich die Versicherte ein weiteres Mal zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/42).
Nach Einholung zusätzlicher
Unterlagen
in Form eines Auszuges aus dem individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
8/48) und
von
Berichten behandelnder Ärzte (
Urk.
8/53 f.)
erliess die IV-Stelle am 1
6.
März 2020 den Vorbescheid, mit dem sie die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht stellte (
Urk.
8/60). Dagegen erhob die Versicherte am 1
8.
Mai 2020, ergänzt am
3.
Juli 2020, Einwände (
Urk.
8/63,
Urk.
8/66). In der Folge gab die IV-Stelle ein polydisziplinäres Gutachten (Allgemeine Innere Me
dizin, Orthopädie, Pneumo
logie und
Psychiatrie) in Auftrag (
Urk.
8/69 ff.). Die Ärzte der
Z._
AG erstatteten ihr Gutachten am
3.
Februar 2021 (
Urk.
8/83). Die Versicherte nahm am 1
2.
M
ärz 2021
zum Beweisergebnis Stellung (
Urk.
8/86). Mit Verfügung vom 3
0.
Juni 2021
wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (
Urk.
2 =
Urk.
8/88).
2.
Gegen die Verfügung vom 3
0.
Juni 2021 erhob die Versicherte mit Eingabe vom 3
0.
August 2021 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung sei ihr mit Wirkung ab sechs Monaten seit der Neuan
meldung eine Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur ergänzenden psychiatrischen und pneumologischen Begutachtung und zum
anschliessenden
neuen Entscheid an die IV-Stelle zurückzuweisen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte die Versicherte die Einholung eines psychiatrischen Gutachtens im Rahmen des kantonalen Verfahrens und die Stellung von Ergänzungsfragen an den pneumologischen Gutachter. Des Weiteren ersuchte die Versicherte um die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und die Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertreterin (
Urk.
1
S. 2
). Am
9.
September
2021 zog die Versicherte ihr Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsver
treterin z
urück (
Urk.
6). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 3
0.
September 2021 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). Davon wurde der
Beschwerdeführerin
am
4.
Oktober 2021 Kenntnis gegeben (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheides
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen).
1.6
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe
tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
1.7
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe
n, ob im Sinne von Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszu
stand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabe
nbereich von Bedeutung (BGE 141
V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund
unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetisc
hen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I
28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Weder eine im Vergleich zu früheren ärzt
lichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unter
schiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszu
stand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Zur Begründung ihres Entscheides führte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung aus,
am
2
6.
November 2018 sei das erste Leistungs
gesuch abgewiesen worden. Nach erfolgter Neuanmeldung sei gestützt auf die zunächst durchgeführten Abklärungen mit Erlass des Vorbescheides vom 1
6.
März 2020 die erneute Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht gestellt worden. In Nachachtung der hernach erhobenen Einwände sei das Gutachten der
Z._
AG vom
3.
Februar 2021 eingeholt worden, wozu
die Beschwerde
führerin in der Folge
habe
Stellung nehmen können.
Mit dem Gutachten liege eine beweiskräftige Expertise vor.
Die erhobenen Befunde und die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen seien nachvollziehbar dargelegt worden. Der psychiatrische Experte
,
Dr.
med.
univ.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe sich mit dem Vorgutachten von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom
5.
Februar 2018
(
Urk.
8/15/55-72)
kritisch auseinandergesetzt.
Aufgrund des
aggravatorischen
Verhaltens der Beschwerdeführerin während der Begutachtung sei es
Dr.
A._
nicht möglich gewesen, eine psychiatrisch valide Diagnose zu stellen.
D
ies sei vom Gutachter ausreichend und nachvollziehbar dargelegt worden.
Auch der
pneumologische Experte
,
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Pneumologie, habe
seine Erkenntnisse unter Berücksichtigung des Verlaufs schlüssig dargelegt
. Insgesamt stehe aufgrund des
Gutachtens der
Ärzte der
Z._
AG fest,
dass die bisherige Tätigkeit
der Beschwerdeführerin
als Produktionsmitarbeiterin nicht mehr geeignet
sei
, eine angepasste Tätigkeit hingegen im Umfang von 70
%
ausgeübt werden könne. Aus de
m Vergleich des Einkommens, das
die Beschwer
deführerin ohne den Gesundheitsschaden voraussichtlich erzielt hätte, mit dem Einkommen,
welches
sie bei zumutbarer Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit realisieren könnte, resultiere eine Einkommensdifferenz und damit ein Invalidi
tätsgrad von 37
%
. Mithin bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente (
Urk.
2 S. 1 f.).
In der Beschwerdeantwort verzichtete die Beschwerdegegnerin auf ergänzende Ausführungen zur Sache (
Urk.
7).
2.2
Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerdeschrift vom 3
0.
August 2021 geltend, das im Neuanmeldeverfahren eingeholte Gutachten
habe
sich zu der im Referenzzeit
raum eingetretenen Veränderung
des gesundheitlichen Zustandes
zu
äussern. Diese Voraussetzung erfülle insbesondere das psychiatrische Teilgutach
ten von
Dr.
A._
nicht. Anstelle einer Auseinandersetzung mit dem Verlauf des psychischen Leidens seit November 2018 habe
Dr.
A._
sich in erster Linie mit dem
Gutachten von
Dr.
B._
auseinandergesetzt, das
vor Erlass der Verfügung vom
2
6.
November 2018 eingeholt
worden sei, wobei
Dr.
A._
die
Einschätzung
von
Dr.
B._
, es
sei von
Aggravation
auszugehen
,
bestätigt
habe
.
Der psychiatrische Experte habe seine Beurteilung, die den Annahmen des behandelnden Arztes widerspreche, nicht aufgrund aktueller und eigener Erkenntnisse, sondern allein unter Bezugnahme auf und in Auseinandersetzung mit dem vor Erlass des letzten Leistungsentscheides eingeholten Gutachtens
von
Dr.
B._
abgegeben.
Eine Auseinandersetzung mit den medizinischen Akten ab Dezember 2018 fehle.
Sodann
enthalte die Expertise von
Dr.
A._
in erster Linie ausführliche Zitate aus der Literatur ohne konkreten Bezug zum hier mass
geblichen Sachverhalt.
Es werde bestritten, dass ein
ag
gravatorisches
Verhalten vorliege.
Angesichts der Verschlechterung des pneumologischen Leidens habe eine solche Annahme als widerlegt zu gelten.
Auch vor dem Hintergrund der
Covid
-Pandemie, die für Lungenkranke mit einer besonderen Bedrohung verbunden sei, sei von einer Zunahme der psychischen Beschwerden auszugehen. Hinzu kämen Todesfälle in der Familie aufgrund desselben Lungenleidens. Im Oktober 2020 sei sodann eine stationäre
psychiatrische
Behandlung nötig gewesen
(
Urk.
1 S. 4 ff.)
.
In Bezug auf die
pneumologische
Beurteilung sei zu beachten, dass sowohl der Gutachter
Dr.
C._
als auch die behandelnden Ärzte
im Oktober 2018
einen
pleuritischen
Schub festgestellt hätten. Dem vorausgegangen sei ein früherer Schub im April 201
7.
Erstellt sei da
mit, dass es spätestens ab Herbst 2018 zu einer
dauerhaften Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit gekommen sei. Invalidenver
sicherungsrechtlich ausgewirkt habe sich dies ab Januar 201
9.
Nachdem aber die behandelnden Pneumologen von einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
auch in einer angepassten Tätigkeit
ausgegangen seien
, erweise sich die Annahme von
Dr.
C._
, die Arbeitsfähigkeit sei nur zu 30
%
eingeschränkt, als zu optimistisch, zumal diese Einschätzung nicht nachvollziehbar begründet worden sei. Es dränge sich daher eine Ergänzung des Teilgutachtens von
Dr.
C._
auf (
Urk.
1 S. 8 f.).
Bei der Bemessung des Invalideneinkommens sei zu berücksichtigen, dass aufgrund des Lungenleiden
s
auch die Ausübung leichtester Hilfsarbeite
n
nur mit besonderen Schutzmassnahmen in Frage komme. Hinzu kämen die Risiken im Zusammenhang mit der
Covid
-Pandemie. Das Lungenleiden mache das Tragen einer Schutzmaske unmöglich. Die erste Impfung gegen
Covid
habe zudem heftige Nebenwirkungen
mit Atemnot
ausgelöst.
Das weitere Vorgehen im Zusammenhang mit der Impfung sei noch offen. Für die Invaliditätsbemessung sei jedenfalls davon auszugehen, dass die genannten Faktoren einen lohnmin
dernden Effekt hätten, der mit 10
%
zu veranschlagen sei. Ausgehen
d
davon und unter Berücksichtigung einer höheren Arbeitsunfähigkeit als
sie
im Gutachten der
Z._
AG
attestiert worden sei, sei von einem Leistungsa
nspruch
auszu
gehen, der
eine Viertelsrente
übersteige
(
Urk.
1 S. 9 ff.).
3.
3.1
3.1.1
In
der
Verfügung vom 2
6.
November 2018 hatte die Be
schwerdegegnerin festge
halten, die Abklärungen hätten ergeben, dass die bisherige Tätigkeit als Produk
tionsmitarbeiterin für die
Y._
AG nicht mehr geeignet sei und hierfür keine
Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. Weiterhin vollschichtig zumutbar sei hingegen eine l
eichte und w
echselbelastende Tätigkeit
ohne das Heben und Tragen von Gewichten über 5 kg, ohne das Verharren in Zwangshaltungen, ohne Arbeiten mit vorgehaltenen Armen
und ohne Überkopfarbeiten
.
Mit einer s
olche
n
Täti
gkeit könne die Beschwerdeführerin ein Einkommen erzielen,
das
verglichen mit
dem
bei der
Y._
AG
erzielten um 9
%
geringer ausfalle
. Damit bestehe kein leistungsrelevanter Invaliditätsgrad
(
Urk.
8/35/1 f.)
.
3.1.2
Mit diesen
Darlegungen
folgte die Beschwerdegegnerin der Beurteilung
des Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD),
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Chirurgie, vom 2
6.
O
ktober 201
8. Dr.
D._
hatte festgehalten
, aufgrund der
medizinischen Unterlagen sei von folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen:
(1)
mittelgradige agitierte depressive Episode,
(2)
chronische
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren,
(3)
chronische
Thoraxwandschmerzen
rechts bei schwerer progredienter Asbest Pleuritis rechts (
Erionit
Exposition in der Kindheit)
mit
massive
r
Schrumpfung und Volumenminderung
des
Hemithorax
recht
s mit konsekutiver Fehlhaltung und (4) thorakolumbales
Schmerzsyndrom.
Aufgrund der mit dem
Leiden verbundenen funktionellen Beeinträchtigungen sei
en
das Heben und Tragen von schweren Lasten sowie das Verharren in Zwangshaltungen zu vermeiden. Ange
passt seien hingegen leichte und wechselbelastende Tätigkeiten ohne das Heben und Tragen von Gewichten über 5 kg (
Urk.
8/31/5 f.). Bezug genommen hatte
Dr.
D._
namentlich auf die Beurteilungen
des Hausarztes
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vo
m
1
8.
A
ugust 2018 und die
Bericht
e
des behandelnden Psychiaters
Dr.
med.
F._
, Arzt am Zentrum
G._
in
H._
, v
om
2
5.
Mai und 1
6.
Oktober 2018 (
Urk.
8/31/3 f.; vgl.
Urk.
8/20/1-6,
Urk.
8/26/1-110,
Urk.
8/27/1-3
).
3.2
3.2.1
Im Neuanmeldeverfahren veranlasste die Beschwerdegegnerin die polydiszipli
näre Begutachtung der Beschwerdeführerin durch die Ärzte der
Z._
AG (
Urk.
8/69). Diese erstatteten ihr Gutachten am
3.
Februar 2021 (
Urk.
8/83/1-125). RAD-Arzt
Dr.
D._
war in seine
n
Stellungnahme
n
vom
9.
Februar und
8.
April 2021 zum Schluss gelangt, auf die Ergebnisse der Begutachtung könne abgestellt werden (
Urk.
8/87/5 f.,
Urk.
8/87/9 f.), wobei die Beschwerdegegnerin sich dieser Auffassung anschloss (
Urk.
8/87/10 f.).
3.2.2
Die Gutachter
der
Z._
AG, das heisst der Psychiater
Dr.
A._
und der Pneumologe
Dr.
C._
sowie
Dr.
med.
I._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, und
Dr.
med. univ.
J._
, Facharzt für
o
rthopädi
sch
e
Chirurgie
und Traumatologie
(
vgl.
Urk.
8/83/12)
,
nannte
n
i
n der Konsensbeurtei
lung
vom
3.
Februar 2021
verschiedene
somatische
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
8/83/7):
•
chronische Nackenschmerzen mit teilweiser A
usstrah
lung in die rechte, aber auch in die linke ober
e
Extremität als Folge von degenerativen Veränderun
gen an der Halswirbelsäule
ohne gegenwärtige Hinweise für akute neurolo
gische Ausfälle
•
chronische Rücken- und Kreuzschmerzen als Folge eines thorakal- und eines Lumbalsyndroms ohne gegenwärtige H
inweise für akute neurologische
Ausfälle
•
belastungsabhängige Schulterschmerzen rechts mehr als links bei
Impinge
mentsyndrom
der Schulter beidseits ohne klinische Hinweise für eine schwere oder eine Totalruptur der
Rotatorenmanschette
rechts
•
Status nach
Erionit
/Asbest-induzierter bilateraler Pleuritis mit
Pleuraplaques
mehr rechts als links, mit seit 2006 progredienter und am Untersuchungstag mittelschwerer restriktiver Ventilationsstörung und funktionell überlagerte
n
Atembeschwerden und Thoraxschmerzen.
Auf psychiatrische
m
Gebiet hielten die Gutachter
sodann
fest,
es sei
aufgrund des
aggravatorischen
Verhaltens des Beschwerdeführers
k
eine Einschätzung bezüg
lich
etwaiger Persönlichkeitsaspekte
möglich gewesen
(
Urk.
8/83/7).
3.2.3
Im Detail führten die Gutachte
r
der
Z._
AG zu den gestellten Diagnosen aus,
aus orthopädischer Sicht bestehe bei der Beschwerdeführerin aufgrund der degenerativen Veränderungen im Bereich der Hals- und der Lendenwirbelsäule eine Minderbelastbarkeit. Hinzu komme die
Impingementsymptomatik
an der rechten und der linken oberen Extremität. Deswegen seien auch Belastungen in diesem Bereich zu vermeiden.
Aus pneumolog
i
s
cher Sicht leide die Beschwerde
führerin an einer bilateralen rezidivierenden
Erionit
-induzierten Pleuritis. Anamnestisch habe sich die Beschwerdeführerin mit ihrer Familie in einem endemischen Gebiet in der Türkei aufgehalten. Die Exposition zu
Erionit
führe zu ähnlichen Krankheiten wie jene mit Asbest.
Bis anhin verlaufe die Pleuritis benign
e
. Eine Entwicklung in Richtung ein
es
maligne
n
Mesotheliom
s
sei aber jederzeit möglich. We
s
wegen die
Beschwerdeführerin nach der im April 2017 erfolgten thorakoskopischen
Pleurabiopsie
über chronische Schmerzen von
neurophatischem
Charakter
geklagt habe
, sei unklar. In der Regel träten nach einem derartigen minimal-invasiven Eingriff vorübergehend Schmerzen auf, diese klängen aber meistens nach einigen Wochen bis höchstens Monaten wieder ab. Auch die links-thorakalen Schmerzen seit der Pleuritis links mit minimalem Erguss im Oktober 2018
liessen
sich nicht hinreichend erklären. Lungen
funktion
e
ll könne trotz kooperationsbedingt nicht ganz akzeptabler, aber doch reprodu
zierbarer Messung eine schwerwiegende
,
vorwiegend
restriktive
Venti
lations
störung bestätigt werden. Die
Analyse
der seit 2006 erfolgten Messungen der Lungenvolumina zeige eine kontinuierliche Abnahme auf ein Niveau von
50-60
%
, insbesondere seit der akuten Asbest-Pleuritis im April 201
7.
Auch radiomorphologisch sei
eine Progredienz der seit 2006 erstmals dokumentierten
Pleuraplaques
ausgewiesen. Der Gasaustausch sei jedoch nicht gestört. Die von der Beschwerdeführerin dramatisch geschilderten Atemprobleme sei
en
nich
t in diesem Umfang nachgewiesen. Es
sei zu hoffen, dass eine Stabilisierung des Leidens eingetreten sei und die Pleuritis nicht rezidiviere oder gar ein
Mesothe
liom
auftrete.
Die im Jahr 2014 gestellte Diagnose
eines Asthma
bronchiale könne nicht bestätigt werden. Sie habe sich auf eine Variabilität der FEV1-Werte gestützt. Eine solche Variabilität sei zwar typisch aber nicht beweisend für ein Asthma.
Aus allgemein internistischer Sicht lägen keine Erkrankungen von
Relevanz oder mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vor. Aus psychiatrischer Sicht könne aufgrund der mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bestehenden Aggra
vation keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit festgestellt werden (
Urk.
8/83/6).
3.2.4
Zusammenfassend hielten die Gutachter fest, e
ntscheidend für die Beeinträchti
gung der
Belastbarkeit
seien die Leiden auf orthopädischem und pneumolo
gischem Fachgebiet. In der bisherigen Tätigkeit mit erheblicher körperlicher Belastung durch das Heben und Tragen von hohen Gewichten sei die Beschwer
deführerin nicht mehr arbeitsfähig. Nebst Gewichtsbelastungen seien Arbeits
zwangshaltungen, mit Bücken unter Tischkantenhöhe verbundene Arbeiten, Arbeitshaltungen im Knien oder in der Hocke, mit Treppensteigen verbundene Arbeiten
, Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten und Überkopfarbeiten zu vermeiden. Stehend oder gehend zu verrichtende Arbeiten seien auf eine Stunde am Stück zu limitieren und hernach sollte die Gelegenheit zum Wechsel in eine sitzende Arbeitsposition bestehen. Medizinische Massnahmen seien keine indiziert. Dringend empfohlen werde nicht Schonung, sondern re
gelmässige körperliche Bewegung und insbesondere
eine konservative
Therapie mit selbständigem Training zur Verbesserung der Nacken-, Rumpf- und Rückenmuskulatur und zur Kräftigung der
Humeruskopfdepressoren
. Angezeigt seien
ferner
atemthera
peu
tische
Massnahmen
.
Aufgrund der Thoraxschmerzen, welche mit der
Pleura
erkrankung
im Zusammenhang stünden, rechtfertige
es
sich aus interdisziplinärer Sicht, auch für eine
körperlich leichte und somit
angepasste Tätigkeit von einer Einschränkung von 30
%
bezogen auf ein Vollpensum auszugehen. Mithin sei es der Beschwerdeführerin zumutbar, während knapp sechs Stunden pro T
ag zu arbeiten. Diese Annahme gelte unter der Voraussetzung, dass es nicht zu erneuten
pleuritischen
Schüben und damit zu einer Progredienz der pleuralen Erkrankung komme
(
Urk.
8/83/8 f.).
4
.
4.1
Im Vergleich zum Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 2
6.
November 2018, als
für eine
angepasste, das heisst körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeit
eine uneingeschränkte
Arbeitsfähigkeit
bestand
(
Urk.
8/35/1 f.), kamen die Gutachter der
Z._
AG, deren Beurteilung die Beschwerdegegnerin
teilt
(
Urk.
2 S. 1 f.,
Urk.
8/87/5 ff.
)
,
zum Schluss, eine leichte und wechselbelastende Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin
nurmehr
mit
einer Einschränkung von 30
%
zumutbar (
Urk.
8/83/8 ff.).
Insoweit zeigte sich durch die Abklärungen im Anschluss an die Neuanmeldung vom
2
6.
September 2019
(
Urk.
8/42)
eine Abnah
me des beruflich relevanten
Leistungsvermögen
s
in qualitativer
und
quantitativer
Hinsicht
. Dem zu Grunde
liegt
eine
aus ärztlicher Sicht
veränderte
Befundlage
(vgl. vorstehende E. 3.2)
.
Ist
in diesem Sinne
von einem
Revisions
grund
auszugehen
, so ist
der
Leistungs
anspruch
der Beschwerdeführerin
in rechtlicher und t
atsächlicher Hinsicht umfassend neu
zu prüfen, wobei keine Bindung an
die frühere Beurteilung
besteht
(vgl. vorstehende E. 1.7).
Der Prüfung zu Grunde zu legen sind
die Einwände
der Beschwerdeführerin im Zusammen
hang mit dem Gutachten der
Z._
AG, das die Beschwerdegegnerin als schlüssiges Beweismittel beurteilt
und
worauf sie
für ihren Entscheid abgestellt
hat.
4.2
4.2.1
In Bezug auf das Lungenleiden macht die Beschwerdeführerin geltend, angesichts der
pleuritischen
Schü
b
e
im Oktober 2018
und zuvor im April 2017 sei spätestens ab Herbst 2018 von
einer dauerhaften Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit
auszugehen
. Invalidenversicherungsrechtlich ausgewirkt habe sich dies ab Januar 201
9.
Nachdem aber die behandelnden Pneumologen von einer Arbeitsunfähig
keit von 50
%
auch in einer angepassten Tätigkeit
ausgegangen seien
, erweise sich die Annahme
des Gutachters
Dr.
C._
, die Arbeitsfähigkeit sei nur zu 30
%
eingeschränkt, als zu optimistisch, zumal diese Einschätzung nicht nachvollzieh
bar begründet worden sei. Es dränge sich daher eine Ergänzung des Teilgutach
tens von
Dr.
C._
auf (
Urk.
1 S. 8 f.).
4.2.2
Nach der Neuanmeldung vom 2
6.
September 2019 (
Urk.
8/42) äusserte sich der
Hausarzt
E._
im Bericht vom
2.
Januar 2020
und attestierte insbesondere unter Hinweis auf die behandelnden Pneumologen für eine angepasste, das heisst körperlich leichte und wechselbelastende Tätigkeit ohne Staub
exposition
,
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
(
Urk.
8/53/4 f.,
Urk.
8/53/7).
Im Bericht vom 2
2.
Mai 2020 hielt
Dr.
med.
K._
, Oberärztin, Departement Medizin,
Pneumologie
, Kantonsspital
L._
, fest, aufgrund der Lungenfunktionsprüfung mit Nachweis einer mittelschweren restriktiven Venti
lationsstörung sei aus pneumologischer Sicht von einer Arbeitsunfähigkeit von zumindest
50
%
auszugehen (
Urk.
8/65/1).
4.2.3
Die von
Dr.
K._
attestierte Restarbeitsfähigkeit
von 50
%
berücksichtigt
nebst der effektiv
von ihr im Rahmen periodischer Kontrollen
gemessenen Beeinträch
tigung der Lungenfunktion
zusätzlich
prognostische (
bisher progredient restriktiver
Verlauf) und psychische Faktoren (
Karzinomangst;
Urk.
8/65/1). Der Gutachter
Dr.
C._
indessen stützte seine Beurteilung allein auf die im Zeitpunkt der Begutachtung festgestellte Beeinträchtigung der Lungenfunktion. Auf prognostische Faktoren wies
er
gesondert
hin,
auch auf eine mögliche zukünftige
Verschlechterung
. In die aktuelle Bewertung der Arbeitsfähigkeit flossen diese Überlegungen indessen nicht ein
. Fachfremde, das heisst psychische Aspekte hat
Dr.
C._
richtigerweise
ebenfalls
nicht in seine Beurteilung miteinbezogen (
Urk.
8/
83/38 ff.).
Im Übrigen
standen
dem Experten
nebst den selber erhobenen Befunden und den anamnestischen Angaben (
Urk.
8/83
/
31 ff.)
die zahlreichen
ärztliche
n
Vorberichte - insbesondere
betreffend den Zeitraum seit Erlass der
Verfügung vom 2
6.
November 2018 -
zur Verfügung,
die
auch die
Beurteilungen
der behandelnden Pneumologen
umfassen
(
Urk.
8/83/31 in Verbindung mit
Urk.
8/83/69 ff.).
Mithin kann von einer umfassenden Beurteilungsgrundlage gesprochen werden.
4.2.4
Unter Berücksichtigung aller
zur Verfügung stehender Informationen
stufte
Dr.
C._
die Ventilationsstörung als mittelschwer ein, was zu einer nicht schwer
wiegenden Einschränkung der Lungenfunktion führe. Ein Teil der vorgetragenen Atemnot und der Thoraxschmerzen sind für
Dr.
C._
dadurch erklärbar. Im Übrigen wies der Gutachter darauf hin,
die
im
Bericht
des Kantonsspitals L._
vom 2
9.
August 2018 erwähnte massive Schrumpfung des rechten
Hemithorax
mit konsekutiver Fehlhaltung habe durch die aktuelle Bildgebung nicht bestätigt werden können. D
ie Beschwerdeangaben seien insgesamt etwas diffus und inkonsistent. Auch der Blick auf die
Vorakten
zeige eine grosse Variabilität.
Dies lasse auf eine Aggra
vationstendenz schliessen. Richtig sei, dass es ins
besondere seit der Pleuritis vom
April 2017 zu einer zunehmenden restriktiven Funktionsstörung gekommen sei. Ob diese Progredienz auch in Zukunft anhalte, lasse sich derzeit nicht feststellen. Es sei durchaus auch möglich, dass sich das Leiden stabilisiert habe (
Urk.
8/83/124).
4.2.5
Die begründeten Darlegungen von
Dr.
C._
, die sich auf die in den
Vorakten
dokumentierten und die im Zeitpunkt der Begutachtung aktuellen Befunde stützen, sind insgesamt nachvollziehbar, weswegen kein Grund ersichtlich ist, dass nicht darauf abgestellt werden könnte
und
zunächst eine Ergänzung der pneumologischen B
egutachtung erforderlich wäre. Die von
Dr.
C._
aus pneumo
logischer Sicht evaluierte Arbeitsfähigkeit von 30
%
für angepasste Tätigkeiten muss vor diesem Hintergrund als
überzeugend
beurteilt werden. Die davon abweichende Beurteilung von
Dr.
K._
vermag daran aus den in vorstehender E.
4.2.3
genannten Überlegungen nichts zu ändern. In Bezug auf behandelnde Ärzte ist sodann
der
Erfahrungstatsache
Rechnung zu tragen
, dass
deren Beurtei
lungen
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten
ausfallen
(BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
4.3
4.3
.1
In Bezug auf die psychiatrische
U
ntersuchung anlässlich der
Begutachtung durch die Ärzte der
Z._
AG macht die Beschwerdeführerin geltend,
der Verlauf seit Erlass der Verfügung vom 2
6.
November 2018 sei insgesamt zu wenig berücksichtigt worden. Der psychiatrische Experte habe den Fokus zu sehr auf den Vergleich mit dem Gutachten von
Dr.
B._
vom
5.
Februar 2018
gelegt. Ferner bestreitet die Beschwerdeführerin das Vorliegen einer Aggravation (
Urk.
1 S.
4 ff.
).
4.3
.2
Zur Verfügung sta
nd
en
dem psychiatrischen Gutachter
Dr.
A._
nicht bloss das Gutachten von
Dr.
B._
vom
5.
Februar 2018 (
Urk.
8/15/55-72)
,
sondern
auch
die zahlreichen ärztlichen Vorberichte - insbesondere betreffend den Zeitraum seit Erlass der Verfügung vom 2
6.
November 2018 (
Urk.
8/83/19 in Verbindung mit
Urk.
8/83/69 ff.)
. Die vertiefte Auseinandersetzung mit den Darlegungen von
Dr.
B._
erklärt sich damit, dass auch dieser anlässlich der seinerzeitigen Untersuchung Anzeichen für eine A
ggravation festgestellt und diese
n Umstand
in seinem Gutachten
erörtert
hatte (
Urk.
8/15/63 f.,
Urk.
8/15/66 f.). Darauf nahm
Dr.
A._
in seinen Darlegungen ausführlich Bezug und setzte die damaligen Erkenntnisse in Beziehung zu seinen eigenen.
Seine auf diese Weise gewonnene
n
Schlussfolgerungen legte
Dr.
A._
deta
illiert dar (
Urk.
8/83/26 ff.).
Der Gutachter hielt namentlich fest, die angegebenen schweren kognitiven Beeinträchtigungen hätten im Rahmen der Exploration nicht erhärtet werden können. Die Schmerzangaben hätten nicht mit dem effektiven Verhalten korre
liert. Die Beschwerdeführerin habe zu keinem Zeitpunkt schmerzgeplagt gewirkt und sich stets flüssig bewegt.
Erst zum Schluss der Exploration habe sich die Beschwerdeführerin überdeutlich zur Schmerzentlastung gestreckt.
Es sei mithin eine erhebliche Diskrepanz zwischen den als massiv geschilderten Schmerzen und dem tatsächlichen Verhalten aufgefallen. Den Krankheitsverlauf habe die Beschwerdeführerin nicht konzis und schlüssig darstellen können. Das Ausmass der geschilderten Beschwerden stehe auch nicht in einem angemessenen Verhält
nis zur effektiven Inanspruchnahme therapeutischer Hilfe. Trotz schwerer subjektiver Beeinträchtigungen sei die Beschwerdeführerin in ihrer Tagesstruktur wenig beeinträchtigt. Das Vorbringen der Klagen
habe
insgesamt
appellativ
, demonstrativ und theatralisch
gewirkt bei gleichzeitig oft vagen und unklaren Angaben (
Urk.
8/83/26 ff.).
Dass es
Dr.
A._
aufgrund
dieser Feststellungen
verwehrt war, eine verläss
liche Diagnose zu stellen
,
und er
sich
auch zur Frage einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht äussern konnte (
Urk.
8/83/25,
Urk.
8/83/28 ff.)
,
ist vor diesem Hintergrund ohne Weiteres nachvollziehbar. Da
das
aggravatorische
Verhalten der Beschwerdeführerin anlässlich der Begutach
tung durch die Ärzte der
Z._
AG
unverändert
im Vordergrund stand, ist es ebenso nachvollziehbar, dass
Dr.
A._
dem Gutachten von
Dr.
B._
besondere Beachtung geschenkt hat und dieses für seine Darlegungen einen Schwerpunkt bildete.
4.3
.3
Angesichts
der begründeten und nachvollziehbaren Erkenntnisse von
Dr.
A._
, die
Eingang in die interdisziplinäre
Gesamtwürdigung
fanden
(
Urk.
8/83/7 f.), erweist es sich nicht als Mangel, dass aus psychiatrischer Sicht keine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit attestiert wurde (
Urk.
8/83/8). Dem Standpunkt der Beschwerdeführerin, angesichts der Verschlechterung des pneumologischen Leidens habe die Annahme einer Aggravation als widerlegt zu gelten (
Urk.
1 S.
6
)
,
kann nicht gefolgt werden. Die Verschlechterung
aus somatischer Sicht
seit 2018 konnte befundmässig eindeutig festgestellt werden und wurde dahingehend gewürdigt, dass neu auch für eine angepasste Tätigkeit von einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 30
%
auszu
gehen ist
(
Urk.
8/83/7 f.,
Urk.
8/83/
38 ff.).
In klarem Kontrast zu
den
objektvier
baren Befunden stehen die dokumentierten Inkonsistenzen mit übertriebener Darbietung von Beschwerden (
Urk.
8/83/8,
Urk.
8/83/26 ff.,
Urk.
8/83/39). Beim weiteren Argument der Beschwerdeführerin,
vor dem Hintergrund der
Covid
-Pandemie, die für Lungenkranke mit einer besonderen Bedrohung verbunden sei, sei von einer Zunahme der psyc
hischen Beschwerden auszugehen
, handelt es sich um e
ine
nicht näher substantiierte
und verallgemeinernde
Behauptung, auf die nicht
weiter einzugehen ist. Dass es in der Familie der Beschwerdeführerin sodann zu Todesfällen
aufgrund desselben Lungenleidens
gekommen ist und
die Beschwerdeführerin
sich i
m Oktober 2020 eine
r
stationäre
n
psychiatrischen
Behandlung
hat unterziehen müssen
(
Urk.
1 S.
7
; vgl. auch Austrittsbericht der Psychiatrie
M._
vom 2
7.
November 2020 über die fünftägige Behandlung,
Urk.
8/82
)
, spricht
ebenfalls
nicht gegen eine Aggravation, zumal im Gutachten - worauf die Beschwerdeführerin in ihren Ausführungen
auch
selber
hinweist
- diese Ereignisse explizit gewürdigt worden sind (vgl.
Urk.
8/83
/
21,
Urk.
8/83/25)
.
4.3
.4
Zusammengefasst besteht kein Grund, der psychiatrischen Begutachtung durch
Dr.
A._
die Beweiseignung abzusprechen. Die Einholung eines weiteren psychiatrischen Gutachtens
(
Urk.
1 S. 7) ist nicht erforderlich
.
Ist
aus psychiat
rischer Sicht
von Aggravation auszugehen, mit der Folge, dass eine Diagnose nicht gestellt
und eine allfällige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht valide beurteilt
kann, so
liegt rechtsprechungsgemäss ein Ausschlussgrund vor,
weswegen
sich die
Durchführung
eines
strukturierten Beweisverfahrens
erübrigt
(
vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_520/2019 vom 22. Oktober 2019 E. 6.1 und 9C_371/2019 vom 7. Oktober 2019 E. 5.1.2
.
).
Vielmehr ist festzustel
len, dass
aus psychiatrischer Sicht kein invalidisierender Gesundheitsschaden
vorliegt
.
4.4
Auch im Übrigen ist beim Gutachten der
Z._
AG von einer beweiskräfti
gen Expertise auszugehen. Das Gutachten beruht auf allseitigen Untersuchungen und berücksichtigt die geklagten Beschwerden. Es wurde in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben.
In den erörterten Fachgebieten der Pneumologie und Psychiatrie, aber a
uch in den Fachgebieten der Inneren Medizin und der Ortho
pädie leuchtet es i
n der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge
ein
(
Urk.
8/83/
24 ff.
,
Urk.
8/83/
51 ff.
)
und die Schlussfolgerungen der Experten sind begründet. Die Gutachter verfügten über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen. Damit genügt das Gutachten den Beweisanforderungen (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni
2021 E. 3.2, je mit Hinweisen). Die relevante Einschränkung ergibt sich aus
pneumologischer Sicht
und führt dazu, dass auch in angepassten, das heisst körperlich leichte
n
und wechselbelastende
n
Tätigkeiten eine
Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit
von 30
%
zu berücksichtigen ist.
(
Urk.
8/83/
8
).
5
.
5
.1
Die Beschwerdegegnerin qualifizierte die
Beschwerdeführerin
unbestrittener
massen als Vo
ll
erwerbstätige (
Urk.
8/87/2). Mit Blick darauf, dass das vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübte reduzierte Pensum betriebliche Gründe hatte und
die Beschwerdeführerin
zuvor vollzeitlich berufstätig war (
Urk.
8/10/2), ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass
sie
ohne den Gesundheitsschaden ihr Erwerbspensum wiederum ausgedehnt hätte.
5
.2
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothe
tischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige
rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs
erlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174).
Bereits im Zeitpunkt der Verfügung vom 2
6.
November 2018 war der Beschwer
deführerin die Ausübung der bisherigen körperlich belastenden Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin in der Lebensmittelbranche nicht mehr zumutbar (
Urk.
8/35/1). Im Zeitpunkt der Neuanmeldung vom 2
6.
September 2019 (
Urk.
8/42) waren somit
in Bezug auf das Wartejahr
die Voraussetzungen
gemäss
Art.
28
Abs.
1 lit. b IVG erfüllt.
Hypothetischer Rentenbeginn ist
damit
der März 20
20
, mithin sechs Monate nach Geltendmachung des Rentenanspruchs (
Art.
29
Abs.
1 und 3 IVG).
5
.3
Das
Valideneinkommen
hat die
Beschwerdegegnerin
ausgehend von den Angaben der früheren Arbeitgeberin
in deren Bericht
vom
2
5.
Mai 2018
(
Urk.
8/21
) bemessen und der Nominalloh
n
entwicklung bis 2019 angepasst (
Urk.
8/58/1).
Rechtsprechungsgemäss
entspricht
es
empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Eine solche Ausnahme liegt hier vor.
Das Pensum am letzten Arbeitsplatz bei der
Y._
AG
betrug
zuletzt
50
%
(
Urk.
8/21/2), was laut den Angaben der Beschwerdeführerin betriebliche Gründe hatte (
Urk.
8/10/2). Mithin lag
keine freiwillige Reduktion
des Arbeitspensum
s vor. Die von der Arbeitgeberin ausge
sprochene Kündigung der Stelle per Ende Juni 2018 erfolgte mit Blick auf die Krankschreibung der B
eschwerdeführerin (
Urk.
8/21/5), was den Schluss zulässt, dass die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis ohne den Gesundheitsschaden voraussichtlich nicht aufgelöst hätte. I
ndessen ist davon auszugehen, dass sich die Beschwerdeführerin, die
als
Vollerwerbstätige
einzustufen
ist (vgl. vorste
hende E.
5
.1),
bei guter Gesundheit
auf Dauer
nicht mi
t einem Pensum von 50
%
begnügt, sondern mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Vollzeitanstellung
gesucht hätte
, zumal sie sich
hiefür
offenbar beim Arbeitsvermittlungszentrum angemeldet hatte (
Urk.
8/10/2)
. Es liegen mit Blick auf den Arbeitgeberbericht
der
Y._
AG vom 2
5.
Mai 2018
(
Urk.
8/21) kei
ne Anhaltspunkte dafür vor, dass die Beschwerdeführerin
an diesem Arbeitsplatz
konkret
wiederum
mit einer Aufstockung auf ein
Vollpensum
hätte
rechnen können
.
Solches macht sie selber auch nicht geltend.
Ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom
Bundesamt
für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenver
sicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art. 28a).
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht
(BGE 139 V 592 E. 2.3;
135 V 297 E.
5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Eine Erwerbstätigkeit übte die Beschwerdefüh
rerin im Zeitpunkt des Verfügungserlasses nicht aus.
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können
demnach
nach der Rechtsprechung
ebenfalls
Tabellenlöhne herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5
.2, 129 V 472 E. 4.2.1
).
Die Beschwerdeführerin verfügt über keine Berufsausbildung (
Urk.
8/
42/5
). Die Stelle als Produktionsmitarbeiterin bei der
Y._
AG entsprach einer ungelernten Tätigkeit (
Urk.
8/10/2).
Auch zur Verwertung der Restarbeitsfähig
keit wird sich die Beschwerdeführerin eine Stelle im ungelernten Bereich suchen müssen. Es
sind
mithin für die Bemessung sowohl des Validen- als auch des Invalideneinkommens dieselben Lohnansätze
zu beachten
.
Sind Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom gleichen Tabellenlohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung. Diesfalls entspricht der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähigkeit unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Vereinfachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1).
Die gutachterlich attestierte
Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit um 30
%
auch für eine angepasste Tätigkeit entspricht somit
dem Invaliditätsgrad.
5
.4
Die Beschwerdeführerin erachtet die Voraussetzungen für einen leidensbedingten Abzug vom Invalideneinkommen als erfüllt, indem sie geltend macht,
aufgrund des Lungenleiden
s
komme eine berufliche Tätigkeit
nur mit besonderen Schutz
massnahmen in Frage
und auch
die Risiken im Zusammenhang mit der
Covid
-Pandemie
müssten beachtet werden
. Das Lungenleiden mache das Tragen einer Schutzmaske unmöglich. Die erste Impfung gegen
Covid
habe
sodann
heftige
Nebenwirkungen mit Atemnot ausgelöst. Das weitere Vorgehen im Zusammen
hang mit der Impfung sei noch offen.
Insgesamt erachtet die Beschwerdeführerin einen Abzug von 10
%
für angemessen
(
Urk.
1 S. 9 ff.).
S
ind Validen- und Invalideneinkommen aufgrun
d der Tabellenlöhne zu bemessen und beträgt der Invaliditätsgrad
30
%
, so führt ein Abzug
vom Invalidenein
kommen von 10
%
, wie ihn die Beschwerdeführerin beantragt,
zu einem Invaliditätsgrad von 37
%
(70
%
x 0.9 = 63
%
; 100
%
-63
%
). Daraus resultiert kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
Weitere abzugsrelevante Faktoren wurden weder genannt noch sind solche ersichtlich.
Im Ergebnis hat der Entscheid der Beschwerdegegnerin somit Bestand, was zur Abweisung der gegen die Verfügung vom 3
0.
Juni 2021 erhobenen Beschwerde führt.
6
.
Gemäss
Art.
61 lit.
f
bis
ATSG
in Verbindung mit
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versiche
rungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgesetzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr.
700
.-- als angemessen. Ausgangsgemäss sind die Kosten
der Beschwerdeführerin
aufzuer
legen.
Das mit der Erhebung der Beschwerde gestellte
Gesuch
um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
(
Urk.
1 S. 2) hat die Beschwerdeführerin am
9.
Septembe
r 2021 zurückgezogen (
Urk.
6).
Da gleichzeitig das Gesuch
betreffend
Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsver
treterin zurückgezogen wurde,
erübrigt sich die
Festsetzung einer Entschädigung
aus der Gerichtskasse
für die Rechts
vertreterin
der Beschwerdeführerin.