# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 827ac650-de71-4b2d-b702-dfab8a071fba
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- A. mit Eingabe vom 21. September 2019 bei der Bundesanwaltschaft gegen
Bundesrichterin B., Oberrichterin C. (Kanton Zürich) «sowie die anderen Mit-
beteiligten des kantonalen- und Bundesgerichts» unter anderem wegen «or-
ganisierten Amtsmissbrauches, Irreführung der gesetzlichen Rechtspflege,
Rechtsverweigerung [...]» Strafanzeige erstattete;
- die Bundesanwaltschaft mit Datum vom 21. Oktober 2019 die Nichtanhand-
nahme der Sache verfügte (BB.2019.255 Verfahrensakten Ordner La-
sche 1);
- die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts (nachfolgend «Beschwer-
dekammer») mit Beschluss vom 7. November 2019 die dagegen von A. er-
hobene Beschwerde abwies (BB.2019.255 act. 5);
- A. am 10. November 2019 erneut an die Beschwerdekammer gelangte und
beantragte, die Bundesanwaltschaft sei zu verpflichten, auf die Strafanzeige
gegen die Rechtsanwälte D. (Triesen/FL), E. (Triesen/FL), F. (Vaduz/FL) und
G. (Vaduz/FL) zu reagieren und ein Strafverfahren einzuleiten (Verfahrens-
akten Ordner Lasche 1);
- A. zudem mit Eingabe vom 12. November 2019 bei der Berufungskammer
des Bundesstrafgerichts (nachfolgend «Berufungskammer») sinngemäss
um Revision des Beschlusses BB.2019.255 vom 7. November 2019 er-
suchte mit der Begründung, die vorsitzende Richterin der Beschwerdekam-
mer L. hätte in den Ausstand treten müssen;
- die Beschwerdekammer am 13. November 2019 die Eingabe von A. vom
10. November 2019 an die Bundesanwaltschaft zur Überprüfung ihrer Zu-
ständigkeit weiterleitete, woraufhin die Bundesanwaltschaft mit Datum vom
5. Dezember 2019 die Nichtanhandnahme der Sache verfügte (Verfahrens-
akten Ordner Laschen 1 und 2);
- dagegen A. mit Beschwerde vom 12. Dezember 2019 an die Beschwerde-
kammer gelangte und beantragte, die Nichtanhandnahmeverfügung der
Bundesanwaltschaft vom 5. Dezember 2019 sei für nichtig zu erklären, die
Bundesanwaltschaft sei anzuweisen, gegen die obgenannten Rechtsan-
wälte ein Strafverfahren wegen «Verbrechens der Untreue, Geldwäsche,
Veruntreuung von CHF 28'735'020.07 plus Zinsen seit 1999» zu eröffnen
und für das Strafverfahren sei ein Sonderanwalt zu bestellen; Bundesanwalt
M. sei ausgeschlossen (act. 1);
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- die Berufungskammer mit Beschluss CR.2020.1 vom 29. Januar 2020 das
Ausstandsgesuch gegen Bundesstrafrichterin L. abgewiesen hat und auf das
Gesuch um Revision des Beschlusses BB.2019.255 nicht eingetreten ist;
- der Beschluss der Berufungskammer CR.2020.1 der Beschwerdekammer
am 12. März 2020 zur Kenntnis zugestellt worden ist (act. 6);
- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels im vorliegenden Beschwerde-
verfahren verzichtet wird (Art. 390 Abs. 2 StPO e contrario).

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei
der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-
den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- die Bundesanwaltschaft mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 5. Dezem-
ber 2019 mangels hinreichenden Tatverdachts keine Strafuntersuchung er-
öffnete;
- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein
hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen
und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen Feststel-
lungen der Staatsanwaltschaft ergeben kann;
- die Beschwerdeführerin bereits im Jahre 2016 bei der Bundesanwaltschaft
Strafanzeige namentlich gegen die Rechtsanwälte E. und D. einreichte, weil
diese angeblich Vermögenswerte der Stiftungen H., I., J. und K. in Millionen-
höhe in fremde Kanäle verschoben hätten ohne Kenntnis der wirtschaftlich
Berechtigten, nämlich der Beschwerdeführerin und deren Ehemann; die
Bundesanwaltschaft am 15. Juli 2016 die Nichtanhandnahme der Sache ver-
fügte und eine dagegen erhobene Beschwerde der Beschwerdeführerin von
der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit Beschluss
BB.2016.322 vom 10. August 2016 abgewiesen worden war;
- die Beschwerdeführerin sich in ihrer Strafanzeige vom 12. November 2019
erneut zum Handeln der genannten Rechtsanwälte als Stiftungsräte äus-
serte und insbesondere geltend machte, dass diese bislang nicht zur Re-
chenschaft gezogen worden seien;
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- die Beschwerdekammer bereits in ihrem Beschluss BB.2016.322 vom
10. August 2016 zum gleichen angezeigten Sachverhalt festhielt, dass
(wenn überhaupt) nur Vermögensdelikte nach Art. 137 ff. StGB, wie Verun-
treuung nach Art. 138 StGB in Frage kämen, Straftaten der Artikel 137-141,
144, 160 und 172ter StGB nur dann der Bundesgerichtsbarkeit unterliegen,
wenn sie Räumlichkeiten, Archive oder Schriftstücke diplomatischer Missio-
nen und konsularischer Posten betreffen (Art. 23 Abs. 1 lit. b StPO); dies
vorliegend nicht der Fall ist und andere die Bundesgerichtsbarkeit begrün-
dende Handlungen nicht ersichtlich sind (vgl. Art. 23 und 24 StPO);
- darauf im vorliegenden Verfahren ohne Weiteres verwiesen werden kann;
- die Bundesanwaltschaft daher zu Recht keine Strafuntersuchung eröffnet
hat;
- sich die Beschwerde damit als offensichtlich unbegründet erweist, weshalb
sie abzuweisen ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Kosten zu
tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO);
- die Gerichtsgebühr auf Fr. 200.-- festzusetzen ist (vgl. Art. 73 StBOG und
Art. 5 und 8 Abs. 1 BStKR).
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