# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0238a1a5-5721-41bf-a229-31e9b468c9fb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1970,
arbeitete seit 1996
bei
verschiedenen
Arbeit
gebern
als Elektromonteur
, wobei er zuletzt
bis im August 2016
über die Per
sonalvermittlung
Y._
AG angestellt war (Urk. 11/8
, Urk. 11/66
).
Am
8. Dezember 2016 unterzog sich der Versicherte einer Bypass-Operation (Urk. 11/
41) und absolvierte vom 16. Dezember 2016 bis am 5. Januar 2017 eine kardiovaskuläre Rehabilitation im
Rehaz
entrum
Z._
(Urk. 11/12/20-22).
A
m 13. Juni 2017
zog
er
sich bei einem
Unfall
eine mehrfragmentäre, dislozierte
Tibiaplateauimpressionsfraktur
rechts zu
, welche am 21. Juni 2017 mit einer
offenen Reposition und
Osteosynthese operativ versorgt wurde
(
Urk. 11/1/9-12
,
Urk. 11/
27-28
).
Unter Hinweis auf «rechtes Knie, Herz, psychisch» meldete sich
der Versicherte
a
m 30. April 2018
bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug an (Urk. 11/2).
Am
4. Juni 2018
fand
im Rahmen
der Interinstitutionellen Zusammenarbeit (IIZ)
ein Erstgespräch
zur Inte
gration
statt
(
Urk. 11/7),
woraufhin die
IV-Stelle den Versicherten m
it Mitteilung
vom 19. Juni 2018 darüber
informierte
, dass zurzeit keine Eingliederungs
mass
nah
men möglich seien (Urk. 11/14). Nachdem die IV-Stelle Abklärungen in
erwerb
licher und medizinischer Hins
icht vorgenommen hatte (Urk. 11/18-
49, Urk. 11/54,
Urk. 11/59-66)
, legte sie das Dossier ihrem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Stellungnahme vor (Stellungnahme Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, vom 21. Juni 2019 [Urk. 11/67/5-6]). Mit Vorbe
scheid vom 2. August 2019 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Zusprache
einer ganzen vom 1. Oktober 2018 bis am 30. September 2019
befristeten Inva
lidenrente
in Aussicht (Urk. 11/69). Dagegen erhob der Versicherte am
8. August 2019 Einwand (Urk. 11/72) und begründete diesen mit Eingabe vom 9
. August 2019 (Urk. 11/75). Mit Schreiben
vom 6. Januar 2020 (Urk.
11/84-85) nahm der Versicherte –
au
fforderungsgemäss (Urk. 11/83) –
zur aktualisierten Aktenlage Stellung.
Mit Verfügung vom 17. März 2020 sprach die IV-Stelle dem Versicher
ten vom 1. Oktober 2018 bis am 30. September 2019 eine ganze Rente der Inva
lidenversicherung zu und verneinte einen darüberhinausgehenden Rentenan
spruch
(Urk. 2 =
Urk. 11/91+94).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 8. Mai 2020 Beschwe
rde und beantragt
e, die Verfügung vom 17. März 2020 sei teilweise aufzuheben und es sei ihm ab dem 1. Oktober 2019 weiterhin eine ganze Rente auszurichten. Event
uell sei
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben
.
Subev
entualiter
beantragte der
Beschwerdeführer
die
Rückweisung der
Angelegenheit zur Vornahme
einer poly
disziplinären Begutachtung an die Vorinstanz
(Urk. 1 S. 2). In prozessualer Hin
sicht beantragte er die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 7
, vgl. Urk. 7-9
).
Mit Beschwerdeantwort vom 22. Juni 2020 schloss die IV-Stelle auf Abw
eisung der Beschwerde (Urk. 10), was dem
Beschwerdeführer
mit
Ver
fügung vom 8. Juli 2020
mitgeteilt wurde
(Urk. 12)
. Gleichzeitig
wurde
seinem
Gesuch um Bewilligung
der
unentgeltliche
n
Prozessführung
stattgegeben
und
ihm
Rechtsanwalt Oskar
Gy
s
ler
als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vor
lie
gende Verfahren bestellt (Urk. 12).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1
ATSG
). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch a
uf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf
eine ganze Rente (
Art.
28 Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Gemäss Art. 88a Abs. 1
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgaben
be
reich zu betätigen, oder eine Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditäts
be
dingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs für die Herabsetzung oder Auf
hebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem ange
nommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Leistungs
anpassung in der Regel erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der Änderung vorzunehmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3; vgl. ZAK 1984 S. 134; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_32/2015 vom 10. September 2015 E. 4.1 und I 583/05 vom 15. März 2
006 E. 2.3.2 je mit Hinweisen).
1.3.2
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften
oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim
mun
gen
(Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE
133
V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
1.4
Die regionalen ärztlichen Dienste stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medi
zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leis
tungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätig
keit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachent
scheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beur
teilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkom
petenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie
halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu
namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung
vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu
stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
hielt
in der angefochtenen Verfügung
fest
,
infolge der seit Dezember 2016 bestehenden Arbeitsunfähigkeit und
da ein Rentenanspruch frühestens sechs Monate nach Eingan
g der Anmeldung entstehen könne,
habe der
Beschwerdeführer
ab dem 1. Oktober 2018 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung. A
b Juni 2019
sei er
wieder zu 100 % arbeitsfähig
, wobei diese Verbesserung erst nach drei Monaten
zu berücksichtigen sei
.
Auf
grund der temporären vollen Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätigkeit bestehe
vom
1. Oktober 2018 bis am 30. September 2019
Anspruch auf eine befristete ganze Invalidenrente
(Urk. 2
, vgl. Urk. 10
).
2.2
Demgegenüber machte der
Beschwerdeführer
geltend,
a
ngesichts
der
aktuellen
psychischen Dekompensation bestehe aus psychiatrischer Sicht gegenwärtig keine
auf dem ersten Arbeitsmarkt verwertbare Arbeitsfähigkeit. Aus orthopädi
scher Sicht sei im Bericht des
Universitätsspitals
B._
vom 20. November 2019
,
entgegen den Angaben im Feststellungsblatt
,
keine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit attestiert worden.
D
ie Frage nach der Verminderung der Leistungsfähigkeit
sei
darin
nicht beantwortet worden.
I
mmerhin
sei
ein
erhöhter Pausenbedarf festgehalten worden, was einer Einschränkung der Arbeits
f
ähigkeit von mindestens 20 % entspreche. Zwischen Ende Mai und November 2019 sei keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten. Aufgrund der unbestrittenermassen bestehenden schweren progredienten koro
naren Herzkrankheit mit erheblich reduzierter Leistung sei es wahrscheinlich, dass diese in Wechselwirkung mit den weiteren Beschwerden Auswirkung
en
auf die
Arbeitsfähigkeit habe
. Der Umfang dieser Einschränkungen könne nur pol
ydiszi
plinär ermittelt werden. Da
bereits aus psychiatrischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
bestehe, belaufe sich der
Invaliditätsgrad
auf
100 %
(Urk. 1 S. 4 ff.).
2.3
Strittig ist insbesondere, ob die Be
schwerdegegnerin den Anspruch des
Beschwer
deführer
s
auf eine ganze Invalidenrente zu Recht
per Ende September 2019 befristet und einen Renten
anspruch des Beschwerdeführers ab dem 1. Oktober 2019 verneint hat.
Dabei ist zu berücksichtigen, dass
eine rückwirken
d ergangene Verfügung über eine
befristete Invalidenrente einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herab
setzung
umfasst
(BGE 125 V 413 E. 2d;
Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
11 zu Art. 30–31). Rechtspre
chungsgemäss bildet eine solche
Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind
(vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesge
ri
chts
8C_440/2017 vom 25. J
uni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V
153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Entsprechend
ist im Folgenden nicht nur die Befristung
der Rente
per Ende September 2019
, sondern auch die nicht
explizit
in Frage gestellte
Zusprache
d
er
ganzen Invalidenrente ab dem 1.
Oktober 2018
einer gerichtlichen Prüfung zu unterziehen.
3.
3.1
Im
Austrittsbericht
der Klinik für Traumatologie des
B._
vom
10.
Juli 2017
wurden folgende Diagnosen gestellt
(Urk. 11/1/9
):
-
Mehrfrag
mentäre, dislozierte
Tibiaplate
a
u
impressionsfraktur
rechts vom 13. Juni 2017
m/b
-
Vollständige
r
Ruptur des lateralen Kollateralbandes und der
Popliteussehne
-
Partialruptur des medialen Kollateralbandes
-
Verdacht auf Partialruptur des hinteren Kreuzbandes und Zerrung des vorderen Kreuzbandes
-
Schwere, progrediente koronare Herzkrankheit
-
Dyslipidämie
Der
Beschwerdeführer
sei
nach einem Velounfall mit Sturz auf das rechte Knie
mit der Sanität no
t
fallmässig zugewiesen worden.
Am 21. Juni 2017 sei eine operative Versorgung mittels offener Reposition und Plattenosteosynthese durch
geführt worden.
Der intra- und postoperative Verlauf habe sich komplikationslos gestaltet. Der
Beschwerdeführer
sei stets schmerzkompensiert geblieben und habe unter physiotherapeutischer Unterstützung zügig mobilisiert werden können.
A
m 10. Juli 2017
habe er
in
gutem
Allgemeinzustand und subjektiv beschwerdefrei nach Hause entlassen werden können.
Vom 13. Juni bis am 20. Juli 2017
bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 11/1/9-12).
3.2
Im Bericht der Klinik für Trauma
tologie des
B._
vom 19
. Oktober 2017 wurde ein
–
in Ke
nntnis der Schwere der Fraktur –
zeitgerechter Heil
ungs
verlauf
festge
halten
. Es könne jetzt eine physiotherapeutische Behandlung zur weiteren
Beü
bung
des rechten Kniegelenks zur Erweiterung der Flexion und Extension vorge
nom
men werden. Gleichzeitig könne eine Gangschulung
installiert
werden
, wobei dann das Ziel sei, zunächst die Verwendung von zwei Unterarmgehstützen auf eine Unterarmgehstütze linksseitig zu reduzieren
. Die vorherige Tätigkeit als Elektromonteur mit
frequentem
Arbeiten in kniender Tätigkeit auf einer Leiter sei dem Beschwerdeführer nicht mehr auf Dauer wettbewerbsfähig möglich. Zudem sei unfallunabhängig eine schwere koronare Herzerkrankung vorbekannt. Bis am 31. Dezember 2017 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Urk.
11/1/5-6).
3.3
In ihrem Bericht vom 16
. Oktober 2018 hielten die Ärzte der Klinik für Trau
ma
tologie des
B._
fest
, im Rahmen der Verlaufskontrolle habe sich klinisch eine
Instabilität des Kniegelenks
gezeigt
.
Der
Beschwerdeführer
habe sich mit Schon
hinken präsentiert und nehme bedarfsorientiert
Novalgin
und
Dafalgan
ein.
Es bestehe eine deutliche
Druckdolenz
über dem lateralen Gelenksspalt sowie eine Aufklappbarkeit bei
Varus
- und
Valgusstress
.
Es habe sich keine Schwellung, kein Hämatom und kein Gelenkserguss gezeigt.
Aus der durchgeführten
CT-Bildge
bung lasse sich eine partielle
no
n-union der
Tibiafraktur
entnehmen
.
Es werde die
Fortführung
der
konservative
n
Therapie empfohlen.
Die
Implantation einer Kniegelenksprothese
werde bei noch nicht vollständig erfolgter knöcherner Kon
so
lidierung aktuell nicht
empfohlen
.
Auf längere Sicht
werde eine Prothese jedoch notwendig sein. Die Schmerzen seien durch die posttraumatische Gon
ar
throse
erklärbar
.
Diesbezüglich könne die analgetische Therapie fortgesetzt werd
en.
Der Beschwerdeführer könne seinen Beruf als Elektromonteur nicht mehr wett
bewerbsfähig ausüben. Mit einer wesentlichen Beschwerdeverbesserung sei nicht mehr zu rechnen und es werde um abklärende Massnahmen hinsichtlich einer Umschulung gebeten (Urk. 11/35
/3-4
).
3.4
Im Austrittsbericht
des Herzzentrums
,
B._
,
vom 6. Februar 2019
wurde festgehalten
, der Beschwerdeführer sei bei Herzrasen und begleiten
der Präsynkope notfallmässig eingewiesen worden.
Im EKG habe sich ein
normo
karder
Sinusrhythmus gezeigt, echokardiographisch habe sich ein normal grosser linker
Ventrikel
präsentiert. Während des stationären Aufenthaltes sei der Be
schwerdeführer beschwerdefrei gewesen.
Der Beschwerdeführer habe am 6. Febru
ar 2019 in kardiopulmonal stabilem Allgemeinzustand nach Hause entlassen werden können (Urk. 11/64/1-5).
3.5
Im Schreiben
von PD Dr. med.
C._
, Oberärztin am Herzzentrum,
B._,
vom
2
6
. März 2019
wurde festgehalten,
aus kardiologischer Sicht seien
aktuell regelmässige Kontrollen aber keine Therapiemassnahmen
ge
plant.
Einschränkungen bestünden
beim Beschwerdeführer
aus kardiologischer Sicht nur für sch
werste körperliche Tätigkeiten
(Urk. 11/
60 f.
, vgl. Urk. 11/58/1).
3.6
Mit
Bericht vom 11. April 2019 führten die Ärzte der Klinik für Traumatologie des
B._
aus, der
Beschwerdeführer
habe von einem unveränderten Beschwerde
bild berichtet. Durch das Tragen der DONJOY-Schiene habe sich das subjektiv empfundene Instabilitätsgefühl etwas verbessert.
Der
Beschwerdeführer
nehme keine Schmerzmedikamente mehr ein. Am rechten Knie habe sich kein Hämatom, kein Gelenk
s
erguss und eine leichte
Druckdolenz
über dem lateralen Gelenk
s
spalt gezeigt. Es habe keine Aufklappbarkeit bei
Varus
- und
Valgusstress
bestanden. Die CT vom 3. April 2019 habe verglichen mit der CT vom 11. Oktober 2018 eine etwas progrediente, weiterhin inkomplette Konsolidierung gezeigt. Insgesamt handle es sich um einen Heilungsverlauf, der den Erwartungen entspreche. Die nächste klinische und radiologische Verlaufskontrolle sei in einem Jahr geplant
(Urk. 11/70).
3.7
Die Ärzte der Klinik für Traumatologie des
B._
hielten in ihrem Bericht vom
4.
Juni
2019
fest,
b
ei Belastung würden einschiessende Schmerzen und ein
Taub
heits
- sowie Instabilitätsgefühl im rechten Bein auftreten.
F
ür eine zumutbare Tätigkeit
bestehe folgendes Belastungsprofil: Leichte körperliche Tätigkeiten ohne Heben von schweren Lasten über 15 kg. Keine Zwangshaltungen, kein Arbeiten auf Leitern und Gerüsten oder unebenem Grund sowie keine
Zugluft. Frei wähl
bare Pausen
(
Urk. 11/65/1-2).
3.
8
RAD-Arzt Dr.
A._
hielt in seiner Stellungnahme vom 21. Juni 2019 fest,
sowohl in der
bisherige
n als auch in einer angepassten
Tätigkeit
habe
ab dem 8. Dezember 2016 (ACBP-Operation) eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bestanden. Ergometrisch sei der Beschwerdeführer bis zu 170 Watt belastbar
ge
wesen
, weshalb
seit April 2017
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
Tätigkeit
bestanden habe
. Aufgrund des Unfalls vom 13. Juni 2017
sei
jedoch
wiederum eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
eingetreten
.
Gemäss Rückmeldung der Kardiologie des
B._
vom 29. März 2019 bestehe nur
für schwerste körperliche Tätigkeiten
eine Einschränkung.
Gemäss
dem Bericht
der Traumatologie des
B._
vom 4. Juni 2019
habe sich
im
MRT
eine etwas progrediente, weiterhin inkom
plette Konsolidierung bei proximaler
Tibiaplateaufraktur
rechts gezeigt
. Eine angepasste Tätigkeit mit zusätzlichem Pausenbedarf sei dem Beschwerdeführer seither möglich. Gesamthaft bestehe
damit
in
einer angepassten Tätigkeit unter Berücksichtigung des unfallchirurgischen Profils seit dem 4. Juni 2019
eine Arbeitsfähigkeit
von 100
%
. Dabei
gelte
folgendes Belastungsprofil: Körperlich leichte Tätigkeiten mit
einer
Gewichtslimite
von
15 kg unter Vermeidung von Zwangshaltungen und Tätigkeiten auf Leitern mit zusätzlichem Pausenbedarf, keine repetitiven Arbeiten in Kniebeugung, keine langen Wegstrecken auf unebe
nem Untergrund, wechselbelastend mit sitzendem Anteil
(Urk. 11/67/5-6)
.
4.
4.1
Vorliegend ist
unter den Parteien unbestritten und anhand der Akten
aus
gewiesen
(
E.
2.1
,
E. 3.2
-
3.
3
, E. 3.8, Urk. 11/1/14
), dass dem
Beschwerdeführer
die bisherige
Tätigkeit
als Elektromonteur, welche körperlich belastend
ist
und insbesondere auch ein wiederholtes Arbeiten in kniender
Stellung
sowie
auf Leitern beinhaltet (E. 3.
2
, Urk. 11
/1/14)
,
nicht
mehr
zumutbar ist. Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit verhält.
4.2
4.2.1
Zu berücksichtigen ist, dass
die Anmeldung des
Beschwerdeführer
s zum Leis
tungsbezug vom
30. April 2018
datiert
(Sachverhalt E. 1), womit ein Renten
an
spruch
–
bei erfülltem Wartejahr im Sinne von Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG (E. 1.2)
–
frühestens am 1. Oktober 2018 entstehen konnte (Art. 29 Abs. 1 IVG)
.
Entscheid
wesentlich
ist demnach die Leistungsfähigkeit ab dem 1. Oktober 2017.
4.2.2
Am 1. Oktober 2017 bestand beim
Beschwerdeführer
eine volle Arbeitsun
fähig
keit infolge
des
am
13. Juni 2017
erlittenen
Unfall
s mit
einer
mehrfragmentäre
n
, dislozierte
n
Tibiaplateauimpressionsfraktur
rechts (E. 3.
1
).
Die Ärzte der Klinik für Traumatologie des
B._
berichteten
am 19
. Oktober 2017
über einen
–
ge
mes
sen an der Schwere der Fraktur
–
zeitgerechten
Verlauf
(vgl. auch Urk. 11/28)
,
wobei es im Rahmen der konservativen Behandlung mit Physiotherapie und Ga
ng
schulung das Ziel sei, zunächst die Verwendung von zwei Unterarmgeh
stützen auf eine Unterarmgehstütze linksseitig zu reduzieren. Bis am 31. Dezember 2017
wurde eine vollumfänglich
e
Arbei
tsunfähigkeit attestiert (E. 3.2
).
Auch wenn sich der
Verlauf
mit
progredientem
Zugewinn der Funktionalität des Kniegelenkes (
Urk. 11/1/3-4
)
weiterhin erfreulich
zeigte, schlossen die behandelnden Ärzte der Klinik für Traumatologie des
B._
,
b
ei
anhaltend
starke
n
Schmerzen
mit einer Instabilität des Kniegelenks
und einer ausbleibenden Konsolidierung der Fraktur
,
durchwegs auf eine persistierende vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit
(
E. 3.1-3.3
,
Urk. 11/1/1-4,
Urk. 11/29
).
In ihrem
Bericht vom
27. September
2018
wiesen sie darauf hin
, dass der
Beschwerdeführer
über
vor allem beim Treppensteigen be
stehende Schmerzen und ein Instabilitätsgefühl im Bereich des rechten Kniege
lenks berichtet habe. Am 24. September 2018 sei es bei einer leichten Dreh
bewegung des rechten Kniegelenks zu anschliessend einschiessenden Schmerzen ebendort und seither vermehrter Schmerzhaftigkeit des rechten Kniegelenks gekommen.
Als Befunde wurden insbesondere eine imponierende Instabilität
am rechten Knie
mit Wegknicken nach lateral beim Gehen, ein minimer Knie
ge
lenkserguss sowie eine deutliche
Druckdolenz
im Bereich des medialen und vor allem lateralen Kniegelenkspaltes
erhoben
.
Aufgrund der
Kniegelenksinstabilität beim Gehen
wurde ab sofort
wieder
das permanente Tragen der D
ONJOY
-Schiene empfohlen (Urk. 11/35/5-6). Die – zur definitiven Beurteilung der Frakturkonsoli
dation durchgeführte (vgl. Urk. 11/35/6) – CT des rechten Knies vom 11. Oktober 2018 zeigte
weiterhin
eine partielle non-union der
Tibiafraktur
.
Klinisch ergab sich
a
nlässlich der Konsultation vom 11. Oktober 2018
nach wie vor
eine
Insta
bilität des
rechten
Kniegelenks.
Der
Beschwerdeführer
habe
ein
Schonhinken präsentiert (vgl. bereits davor
am 27. September 2018
:
«
disc
retes
Schonhinken rechtsseitig»
[Urk. 11/35/6]
).
Am rechten Knie wurde eine deutliche
Druckdolenz
über dem lateralen Gelenkspalt
,
keine Schwellung, kein Hämatom und kein Gelenkerguss festgehalten.
Ferner wurde
weiterhin
(
vgl.
Urk.
11/35/4
)
auf eine Aufklappbarkeit bei
Varus
- und
Valgusstress
hingewiesen.
D
er
Beschwerdeführer
nehme zur Analgesie
bedarfsorientiert
Novalgin
und
Dafalgan
ein.
Die analge
tische Therapie könne h
insichtlich der
Schmerzen
am rechten Knie
fortgesetzt werden
(
E. 3.3
).
Anlässlich der
klinisch-radiologischen Verlaufskontrolle vom
11. April 2019
führte
der
Beschwerdeführer
aus, dass sich das subjektiv empfundene Instabili
täts
gefühl durch das Tragen
der D
ONJOY
-Schiene
etwas verbessert habe. Er nehme derzeit keine Schmerzmedikamente mehr ein. Über dem lateralen Gelenkspalt wurde eine leichte
Druckdolenz
ausgemacht und
e
ine Aufklappbarkeit bei
Varus
- und
Val
gusstress
verneint.
Die CT vom 3. April 2019
ergab im Vergleich zu der Bild
ge
bung vom 11. Oktober 2018
eine gewisse Progredienz hinsichtlich der Konsoli
dierung. Die
Ärzte der Klinik für Traumatologie des
B._
schlussfolgerten
,
der
Heilungsverlauf
entspreche
den Erwartungen. Die nächste klinische und radiolo
gische Verlaufskontrolle
sei
in einem Jahr
geplant
(
E. 3.6
).
Auf Anfrage der IV-Stelle (Urk. 11/62/1)
hielten die
Ärzte
am 4. Juni 2019
fest, dem
Beschwerde
führer
seien
leichte körperliche Tätigkeiten ohne Heben von schweren Lasten über 15 kg, ohne Zwangshaltungen, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten oder unebenem Grund und ohne Zugluft
zumutbar
. Ferner seien frei wählbare Pausen erforderlich (
E. 3.7
).
4.
2.
3
Gestützt auf die Aktenlage ist damit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass mit dem Unfall vom 13. Juni 2017 eine vollumfängliche Arbeits
un
fähigkeit in sämtlichen Tätigkeit
en
eingetreten ist, welche
–
basierend
auf
den bis dahin im Wesentlichen stationären Befunden –
bis und mit dem Bericht der Klinik
für Traumatologie vom 11
. Oktober 2018 jeweils
in nachvollziehbarer Weise
bestätigt
wurde
.
Aufgrund der
anlässlich der Konsultation vom
11. April 2019
erhobenen
Befunde
und unter Abgleich derselben mit den
jenigen aus den
Vorbe
richten lässt sich auf eine im Früh
jahr
2019 eingetretene massgebliche Verbes
se
rung der tatsäc
hlichen Verhältnisse schliessen. So
hielten
die Ärzte
eine
etwas
progrediente Konsolidierung der
Tibiafraktur
mit einer nunmehr bloss noch leich
ten
Druckdolen
z
über dem lateralen Gelenks
s
palt
fest
und
wurde
eine
Kniege
lenksinstabilität
nicht mehr klinisch bestätigt.
Im Weiteren ist
darauf hinzu
weisen, dass der
Beschwerdeführer
anlässlich der Konsultation vom 11. April 2019 kein Schonhinken mehr präsentierte und der am
27. Se
ptember 2018 noch festgehaltene minime
Gelenkerguss
(Urk. 11/35/6)
nicht mehr
auszumachen
war
. Ebenso war eine Aufklappbarkeit bei
Varus
- und
Valgusstress
nicht mehr zu erhe
ben
(
E. 3.6
)
.
Auch d
ie Tatsache, dass
der
Beschwerdeführer
die
davor bedarfs
orientiert eingenommen
en
Schmerzmittel
(
Dafalgan
und
Novalgin
; vgl.
E. 3.3
)
inzwischen abgesetzt hat
te
(E. 3.6)
, steht
in Einklang mit einer stattgehabten Verbesserung
seines
Gesundheitszustandes,
aufgrund welcher sich die Ärzte der Klinik für Traumatologie des
B._
am 4. Juni 2019 erstmals im Stande sahen, ein Belastungsprofil für eine leidensang
epasste
Tätigkeit zu erstellen (E.
3.7
). Gestützt
auf
die zitierten Akten der behandelnden Ärzte
mit
dem am 4. Juni 2019 erstel
l
te
n
(E. 3.7)
und
am 20. November 20
19
– bei unveränderten Befunden –
bestätigten
(Urk. 11/82)
Belastungsprofil
erweist es sich als schlüssig, dass RAD-Arzt
Dr.
A._
in seiner Stellungnahme vom 21. Juni 2019 ab dem 4. Juni 2019
von einer
uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausging (E. 3.
8
).
Wie sogleich zu zeigen sein wird (E. 4.3), vermögen die vom
Beschwerdeführer
dagegen erhobenen Einwände
die betreffende
Beurteilung nicht in Frage zu stellen.
4.3
4.3
.1
Dass die Ärzte der Traumatologie des
B._
in ihrem Bericht vom 20. November 2019 unter Ziffer 2.2 («Verminderung der Leistungsfähigkeit»)
keine Eintragung
vorgenommen haben
,
steht der Annahme einer vollumfänglichen Arbeitsfähig
keit
in einer leidensangepassten Tätigkeit
vorliegend
nicht entgegen,
sondern bestä
tigte
eine
solche vielmehr,
zumal sie
davor
unter Ziffer 2.1
das Belastungsprofil
de
finierten
, unter Einhaltung desselben dem
Beschwerdeführer
eine
erwerbliche
Tätigkeit
zumutbar ist (vgl. Urk. 11/82/2).
Mit
ihrem
Bericht
vom 20. November 2019 bestätigten die Ärzte
das am 4. Juni 2019
erstellte
Belastungsprofil, wo
bei
sich
keinem der
beiden
Berichte eine
Einschränkung des zeitlich zumutbaren Pensums
entnehmen lässt
(Urk. 11/65/1-2
, Urk. 11/82
).
D
er
attestier
te
Pausenbe
darf
des Beschwerdeführers
(E. 3.8)
steht
einer
zeitlich
uneingeschränkten
Arbeits
fähigkeit
in einer leidensangepassten Tätigkeit
nicht per se entgegen, wird aber
b
ei der Bemessung des leidensbedingten
Abzug
e
s vom Tabellenlohn
zu berück
sichtigen sein
(
vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
8C_163/2015 vom 16. Juni 2015 E. 3.2.2
;
vgl.
nachfolgend E. 5.4
)
.
4.3
.2
Im Weiteren bringt der
Beschwerdeführer
vor, sein
en psychischen Einschrän
kungen
sei nicht
hinreichend Rechnung getragen worden (E. 2.2)
. Dem ist ent
gegenzuhalten, dass
in der
entscheidrelevanten
Zeitspanne –
von
Oktober 2018 (vgl. davor E. 4.2.1) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung
vom 17. März 2020
(
Urk. 2;
vgl.
dazu
BGE 132 V 215 E. 3.1.1 mit Hinweisen) – weder eine fachpsychiatrische Behandlung
(vgl.
dazu
auch Urk. 11/7)
noch eine von einem Psychiater gestellte Diagnose aktenkundig ist.
D
ie
beschwerdeweise
eingereichte Krankengeschichte der
p
sychiatrischen Dienste
D._
(Urk. 3/5)
be
leuchtet
den
Gesundheitszustand des
Beschwerdeführer
s im Jahr 2004 und
ist
dementsprechend
im
vorliegenden Prozess
nur von beschränkter Bedeutung
.
Wie die
Beschwerdegegnerin
in ihrer Beschwerdeantwort zu Recht festhält (
Urk. 10
), mangelt es Dr.
med.
E._
a
ls Facharzt für Allgemeine I
nnere Medizin
an der nötigen fachlichen Qualifikation, um ein psychisches Leiden verläs
slich dia
gnostizieren zu können.
Zudem fällt auf
, dass Dr.
E._
bereits in seinen Berichten vom 14. Juni 2018 (Urk. 11/12/1-6)
sowie
vom 17. Dezember 2018 (Urk. 11/54/1-5) auf psychische Einschränkungen hingewiesen hatte, er eine Überweisung zur fachpsychiatrischen Behandlung aber erst nach Erlass des ab
lehnenden Entscheides vom 17. März 2020 veranlasste
. In seinem
Überwei
sungs
schreiben vom 22. April 2020
äusserte er dabei
lediglich den Verdacht auf ein
e Depression (Urk. 3/3), was
ein Leiden
ohnehin
nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit zu belegen vermag
(
vgl.
Urteil des Bundesge
richts 8C_454/2013 vom 24. September 2013 E. 6.3
). Abgesehen davon, dass der
Bericht
des Herzzentrums, B._,
vom 6. März 2017 nicht den vor
liegend massgeblichen Zeitraum beschlägt
,
erfolgte die darin
vorgenommene Dia
gnosestellung
hinsichtlich
einer rezid
ivierenden depressiven Störung
– worauf beschwerdeweise verwiesen wird (Urk. 1 S. 4 Ziff. II.B.8) –
fachfremd
und bloss
aktenanamnestisch
(Urk. 11/47).
Dementsprechend liegen
insgesamt
keine
hinrei
chenden
Anhaltspunkte
für ein
beim
Beschwerdeführer
bestehendes
psychisches Leiden
mit Krankheitswert
vor
(BGE 110 V 48 E. 4a)
.
4.3
.3
Nach der chirurgischen
Revaskularisation
(
Off-Pump-
Coronary
-
Artery
-Bypass [OPCAB] x 2 arteriell)
vom 8. Dezember 2016 (Urk. 11/41) hielten die Ärzte des
Herzzentrums, B._,
bereits in ihrem Bericht vom 6. März 2017 eine ordentliche Leistungsfähigkeit mit dem Erreichen von 80 % des Sollwatt-Wertes auf dem Ergometer fest und erachteten
ab April 2017 eine sukzessiv
steigerbare
Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50 % als zumutbar (Urk. 11/47).
Den Folgeberichten lässt sich
a
us kardiologischen Gründen
keine
Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
entnehmen
(vgl. Urk. 11/
18, Urk. 11/37,
Urk. 11/49,
Urk. 11/59
, Urk. 11/64/
1
-9)
,
was
der
Beschwerdeführer
denn auch nicht in Abrede
stellt
(Urk. 1 S. 6 Ziff. II.C.13).
Vielmehr bestätigte PD Dr.
C._
am 26. März 2019, dass
der
Beschwerdeführer
aus kardiologischer Sicht nur für schwerste körperliche Tätigkeiten eingeschränkt
sei
(E. 3.5), was sich mit dem Belastungsprofil von Dr.
A._
vereinbaren lässt (E. 3.8).
Hinweise auf mit dem
kardiologischen Leiden
in Zusammenhang stehende
Wechselwirkungen (vgl. Urk. 1 S. 6 Ziff. II.C.13), welche den
Beschwerdeführer
auch in einer leidens
angepassten Tätigkeit beeinträchtigten, sind nicht auszumachen.
4.4
Da somit weder
die Vorbringen
des
Beschwerdeführer
s noch die weiteren medi
zini
schen Berichte die RAD-Stellungnahme von Dr.
A._
vom 21. Juni 2019 in Frage zu stellen vermögen
, kann darauf abgestellt werden.
Infolgedessen be
stand vom 1
3. Juni 2017 bis am 3. Juni 2019 eine vollumfängliche Arbeitsun
fähigkeit in sämtlichen Tätigkeiten und ist der
Beschwerdeführer
ab dem 4. Juni 2019 in einer leidensangepassten Tätigkeit gemäss dem RAD-Belastungsprofil
(E. 3.8)
wieder zu 100 % arbeitsfähig.
Von
weiteren medizinischen Abklärungen (vgl. Urk. 1 S. 6 Ziff. II.C.13)
sind
keine
entscheidrelevan
ten
Ergebnisse zu erwar
ten, weshalb darauf
verzichtet werden
kann
(BGE 144 V 361 E. 6.5, 136 I 229 E.
5.3
).
5.
5.1
Die
Beschwerdegegnerin
sprach dem
Beschwerdeführer
ab dem 1. Oktober 2018 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 2), was von diesem zu Recht nicht beanstandet wird (Urk. 1).
Zu prüfen bleibt, wie sich die
100%ige Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit ab dem
4. Juni 2019
in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensver
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein
kommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
the
tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invalidi
tätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
5.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s
ein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1,
134 V 322 E. 4.1).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen
sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2;
Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenver
siche
rung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art.
28a
).
Da der
Beschwerdeführer
im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns be
reits seit über 2 Jahren keiner Erwerbstätigkeit mehr nachging,
zuvor diverse
Arbeitgeberwechsel statt
ge
f
u
nden
hatten
und in seinem
IK-Auszug unregel
mäs
sige Einkommen verzeichnet sind
(Urk. 11/66), ist das
Valideneinko
m
men
ge
stützt auf die Tabellenwerte der LSE zu ermitteln
. Anwendbar ist die Tabelle TA1
(Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Ge
schlecht, Privater Sektor, Ausgabe 2016
,
Kompetenzniveau 1,
Männer
).
D
er
Be
schwerde
führer
war seinen eigenen Angaben zufolge
von 1996 bis ins Jahr 2016 als Elektromonteur tätig
(Urk. 11/8).
Weil der Beschwerdeführer über keine in der Schweiz absolvierte Ausbildung verfügt, bei einer Vielzahl verschiedener Arbeit
geber tätig gewesen war und dabei niedrige Einkommen erzielt hatte (Urk. 11/66),
legte die Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des
Valideneinkommens
den Tabel
lenlohn für Hilfstätigkeiten zugrunde (Urk. 11/67/7). Nachdem dies zu Gunsten des Beschwerdeführers ausfällt und auch unter dieser Prämisse ein Rentenan
spruch zu verneinen ist (vgl. nachfolgend E. 5.5), erübrigen sich Weiterungen. Damit ist unter Berücksichtigung der
durchschnittlichen wöchentlichen Arbeits
zeit von
41.7
Stunden (
Bundesamt für Statistik, betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche,
T 03.02.03.01.04.01,
Total
)
sowie angepasst an die Nominallohnentwicklung bei Männern
bis ins Jahr
201
8
(
2'239
[2016] auf
2'260
[2018];
vgl. Bundesamt für Statistik,
T 39
,
Entwicklung der
nomi
nallöhne
, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1942-2018)
von einem massgeblichen
Valideneinkommen
von Fr.
67
'
4
3
0
.--
(Fr. 5
'
340
.-- x 12 : 40 x 41.7
:
2'239
x
2'260
)
auszugehen
.
5.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen
LSE
herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5
.2, 129 V 472 E. 4.2.1
). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3
). Die Verwendung der Tabellenlöhne
ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung
,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Der
Beschwerdeführer
geht aktuell keiner Erwerbstätigkeit nach. Ein Abstellen auf die konkreten erwerblichen
Gegebenheiten fällt daher ausser Betracht, womit auch das Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenwerte der LSE zu ermitt
eln ist. Anwendbar ist wiederum die Tabelle
TA1 (Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Pr
ivater Sektor,
Ausgabe
2016
, Kompetenzniveau 1, Männer). Gemäss definiertem Zumutbarkeitsprofil sind
dem Beschwerdeführer zwar nur noch körperlich leichte Tätigkeiten
möglich (vgl. E.
3.8
). Da
darüber hinaus jedoch keine enge Grenze hinsichtlich der Verwertbar
keit der verbliebenen Arbeit
sfähigkeit auszumachen ist, ist
ebenfalls
auf den LSE-Totalwert abzustellen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_187/2015 vom 20. Mai 2015 E. 3.2.3.1).
F
ür das Jahr 2018
ergibt sich damit
ein Invalideneinkommen von Fr.
67’430.-- (
vgl. E. 5.2
)
.
5.4
Gemäss dem medizinischen Zumutbarkeitsprofil ist der
Beschwerdeführer
vorlie
gend
auf zusätzliche Pausen angewiesen, um eine Tätigkeit in einem Vollzeit
pensum ausüben
zu können (E. 3.8
). Dies stellt insofern eine Einschränkung in der Leistungsfähigkeit dar, als er verglichen mit einem Gesunden in einer bestimmten Zeitspanne weniger leisten kann (Urteil des Bundesgerichts
9C_421/2017 v
om 19. September 2017 E. 2.3.2) und
bildet
gemäss bundesge
richt
licher Rechtsprechung einen Grund für einen leidensbedingten Abzug vom Tabel
lenlohn, welcher mit
5 % bis
maximal 15 % zu
bemessen
ist (Urteil des Bundes
gerichts 9C_422/2011 vom 19. September 2011 E. 2.4, Urteil des Bundesgerichts
9C_324/2008 vom 6. Januar 2009 E. 3.2.3
).
Weitere Faktoren für einen leidensbe
dingten Abzug sind nicht ersichtlich, so stellt insbesondere die Einschränkung des Belastungsprofils auf leichte Tätigkeiten keinen anerkannten Abzugsgrund dar (
Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2
).
5.5
Selbst unter
Berücksichtigung eines
infolge des erhöhten Pausenbedarfs
maximal zulässigen leidensbedingten Abzuges von 15 %
ergäbe
sich aus der Gegenüber
stellung von Validen- und Invalideneinkommen ab dem 4. Juni 2019 eine
Erwerbseinbusse von
lediglich
Fr. 10
'
115
.--
(Fr. 6
7
'
4
3
0
.--
- [Fr. 67’430.-- x 0.85]),
was einem
rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von
15
%
entspräche
. Dem
entsprechend
hat die
Beschwerdegegnerin
die Rente in Anwendung von Art. 88a Abs. 1 IVV zu Recht per 30. September 2019 aufgehoben
.
6.
Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom 17. März 2020 (Urk. 2) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich folglich als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
7.
7
.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unab
hängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 800.-- als angemessen. Ausgangsgemäss ist diese dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge der mit Ver
fügung vom 8. Juli 2020
bewilligt
en
unentgeltlich
en Prozessführung (Urk. 12
)
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7
.2
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ebenfalls aus der Gerich
tskasse zu ent
schä
digen ist der
unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanw
alt Oskar
Gysler
.
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nac
h der Bedeutung der Streitsache und
der Schwierigkeit des Prozess
es
. Rechtsanw
alt Oskar
Gysler
ist daher
mit Fr. 1'7
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Der Beschwerdeführer wird auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.