# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d4b0b485-5174-499a-a8bc-e824025ee30d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1989 geborene
X._
absolvierte eine Lehre als Detailhandelsfach
mann mit Eidgenöss
ische
m
Fähigkeitszeugnis (Urk. 6
/22/7) und war zuletzt bis Ende Mai 2014 als Call Agent i
m Contact Center der
Y._
(Urk. 6
/22/3) tätig. Seit dem 24. März 2014 war er zufolge einer Schizophrenie zu 100 % k
rankgeschrieben (vgl. Urk. 6
/17
/8). Mit Datum vom 4. Juni 2014 meldete sich der Ver
sicherte bei der Eidgenössischen Invalidenversicheru
ng zum Leistungsbezug an (Urk. 6
/2). Nach
medizinische
n und beruflichen Abklärungen sowie nach Beizug der
Akten der
Krank
entaggeldversicherung (Urk. 6
/17
) erteilte ihm die Sozial
versiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Kostengutsprache für ein Belastbarkeits
trai
ning einschliesslich eines Taggeldes (Mittei
lung vom 19. August 2015, Urk. 6
/35
, Verfügu
ng vom 8. September 2015, Urk. 6
/38; ersetzt durch die Mittei
lung vom 8. Oktober 2015, Urk. 6
/42, Verfüg
ung vom 20. Oktober
2015, Urk. 6
/44)
, ein Arbeitstraining
einschliesslich eines Taggeldes
(Mitteilung und Ver
fügung vom 17.
November 2015, Urk. 6/46, Urk. 6
/48)
und
für einen Arbeits
versuch
einschliesslich eines Taggeldes
sowie Job Coachings
im Restaurant
Z._
,
A._
(Mitteilung vom 25. Mai 2016
, Urk. 6
/63, Ve
rfü
gung vom 27. Mai 2016, Urk. 6
/66). Demgegenüber verneinte die IV-Stelle nach durch
geführ
tem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/59, Urk. 6
/60) mit Verfügung vom 21. Juni
2016 einen Anspruch des Ver
sicherten auf Umschulung (Urk. 6
/68
). Die vom Versicherten am 12. August 2016 dagegen erhobene Beschwerde
(
Urk.
6
/69)
wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil
IV.2016.00846 vom
6.
März 2017
ab
,
soweit es darauf eintrat
(
Urk.
6
/91
).
Dieser Entscheid blieb unangefochten.
Im Juni 2017 schloss die IV-Stelle ihre Bemühungen in Sachen berufliche Einglieder
ung ab (
Ver
fügung vom 1
9.
Juni 2017,
Urk.
6
/94).
Sodann tätigte sie i
m Hinblick auf die Rentenprüfung erneut mediz
i
nische Abklärung
en. Insbesondere veranlasste die IV-Stelle
das psychiatrische Gutachten von
Dr.
med. B._
, Facharzt FMH für P
s
ychiatrie und Psychotherapie, Zürich,
vom
16. Januar 2018, inkl. neuropsychologisches Konsilium
von
Dr.
phil.
C._
,
D._
,
vom 1
8.
Dezember 2017
(
Urk.
6
/115/1-63). Nach durchge
führ
tem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6
/119,
Urk.
6/
121 ff.) wies sie einen Renten
an
spruch des Versicherten
mit Verfügung vom
2.
Juli 2018
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
20
.
August 2018
Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung vom
2.
Juli 2018
aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere
eine halbe IV-Rente
zu gewähren. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Durchführung eines
zweiten Schriftenwechsels
(Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
27
. September
2018
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
5
),
was dem Beschwerdeführer am 28
.
September 2018
zur Kenntnis gebracht wurde. Gleichzeitig teilte ihm das Gericht mit, die Anordnung eines zweiten Schriften
wechsels werde nicht als
erforderlich betrachtet (Urk. 7
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder
Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich
kei
ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichti
gen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in
Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf
die Vorgaben
eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab
hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weit
geh
end objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1).
Entscheidend ist dabei, unabhängig von der diag
nostischen Einordnung des Leidens, ob es gelingt, auf objektivierter Beurteilungs
grundlage den Beweis einer rechtlich relevanten Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit zu erbringen, wobei die versicherte Person die materielle Beweislast zu tragen hat (BGE 143 V 409 E. 4.5.2 unter Hinweis auf BGE 141 V 281 E. 3.7.2
; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3
).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkran
kungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V
409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
Je nach Krankheitsbild bedarf es dabei allenfalls gewisser Anpassungen hin
sicht
lich de
r Wertung einzelner Indikatoren (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 3
0.
November 2017,
8C_130/2017
, E. 7.1.
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betä
-
ti
gen
, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.5
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der Verordnung
über die Invali
den
versicherung, IVV)
analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinwei
sen;
Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1).
Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Verminderung der Hilf
losigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu be
rücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiter
hin andauern wird.
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Leistungs
anpassung in der Regel erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der Änderung vorzunehmen (vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5.3; vgl. ZAK 1984 S. 134; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_32/2015 vom 10. September 2015 E. 4.1 und I 583/05 vom 15. März 2006 E. 2.3.2 ̧ je mit Hinweisen).
1.
6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
-
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin,
gestützt auf die
Indikatorenprüfung
ergebe sich kein invalidisierender Gesundheitsschaden. Ins
be
sondere habe der Beschwerdeführer im Rahmen der beruflichen Massnahmen eine weitere
Pensumssteigerung
vehement abgelehnt und bestünden Inkonsi
stenzen sowie gesundheitsfremde Belastungsfaktoren. Damit bestehe kein Ren
ten
anspruch (
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein, eine
Indikatorenprüfung
sei bei der vorliegend diagnostizierten Schizophrenie vollkommen verfehlt. Es sei vielmehr gestützt auf das Gutachten von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (
Urk.
2 S. 5 f.). Gestützt auf die LSE sowie unter Berücksichtigung eines 15%igen Abzugs resultiere aus dem Einkommensvergleich ein Invaliditätsgrad von zu
mindest 50
%
resp. 70
%
, soweit
das Invalideneinkommen auf Grundlage de
s im Restaurant
Z._
erzielte
n Lohns ermittelt werde
(
Urk.
2 S. 6 ff.).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Rente der Invalidenversicherung
hat.
3.2
Die angefochtene Verfügung vom
2
.
Juli 2018 (Urk. 2), welche aus
schliesslich den Anspruch de
s Beschwerdeführers auf eine Rente
zum Inhalt hat, bildet den
Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens und stellt eine Sachurteils
voraussetzung dar (BGE 125 V 413 E. 1a).
3.
3
Soweit d
er Beschwerdeführer in pauschaler Weise über die Rente hinaus die Zusprache der
„gesetzlichen Leistungen“
beantragt (Urk. 1 S. 2)
, liegt sein
Rechts
be
gehren ausserhalb des Anfechtungsgegenstandes und ist diesbezüglich auf d
ie Beschwerde nicht einzutreten
.
4.
Im
psychiatrischen
Gutachten vom 1
6.
Januar 2018 diagnostizierten
Dres
.
B._
und
C._
ein schizophrenes Residuum (ICD-10: F20.5)
und
leichte bis mittelschwere kognitive Funktionsstörungen mit im Vordergrund steh
enden
attent
ionalen
Minderleistungen (
Urk.
6
/115/56).
Im Rahmen der Anamnese gab der Beschwerdeführer an,
e
r
sei in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Seine Eltern stammten aus Italien und hätten sich in seinem zweiten Lebensjahr getrennt. Seither
habe
seine Mutter mit einem Paki
stan
ischen Landsmann zusammen
gelebt
.
Seit seinem
11.
Lebensjahr habe er
keinen Kontakt mehr zu
seinem Vater.
In emotionaler Hinsicht sei der Stiefvater sein Vater.
Sein älterer
Halbb
ruder
(18 Jahre)
habe einen Hirntumor und
eine
IV
-unterstützte Lehre
durchlaufen.
Der
jüngere
Halbb
ruder (12 Jahre) sei noch in der Grundschule und erhalte Ritalin.
Er
selbst
sei schon im Kindergarten ein «Eigen
brötler» gewesen, zurückgezogen und ohne Kontakt zu anderen. Unter vielen Leuten sei es ihm schon immer unwohl gewesen. Sodann habe er schon früh
unter dem Leistungsdruck
in der
Schule
gelitten
. Teilweise hätten ihn
auch die
Schul
aufgaben
überfordert und
habe es Probleme mit der Integration und
mit
Freunden gegeben. Er sei meist zu Hause gewesen.
Den
Kindergarten und
die
Primarschule
habe er
mit mittelmäss
igen Leistungen durchgestanden; a
ufgrund einer schulpsy
chologischen Abklärung habe er die
2.
und
3.
Primarstufe in einer Kleinklasse absolviert. Sodann verfüge er über einen
Sekundarabschluss, wobei er grössten
teils in der Sekundarstufe C gewesen sei.
Während
der
Detailh
andel
slehre
habe er
unter den Anforderungen gelitten. Aufgrund seiner Langsamkeit und Vergess
lichkeit habe er Mühe gehabt, die geforderten Leistungen zu erbringen. Zudem habe er Mühe gehabt im Umgang mit vielen Leuten. Der erfolgreiche Lehrab
schluss sei nur
dank dem wohlwollenden Chef
möglich gewesen
. Dieser habe ihn stark gefördert.
Nach
Abschluss der Lehre
sei er von zu Hause ausgezogen, habe eine 1-Zimmer-Wohnung bezogen und bei
E._
angefangen
.
Dort
sei
er ständig
dazu
«gepusht» worden
,
m
ehr auf Kunden zuzugehen, mehr Verkaufs
l
eis
tungen zu erbringen und nicht «untätig» zu sein. D
ie
ständige
(
Video
-)K
on
trolle der Angestellten
sei
f
ür ihn sehr schwierig gewesen
[Anmerkung des Ge
richts: An dieser Stelle
gibt
Dr.
B._
zu bedenken, es sei u
nklar, ob
und inwieweit dies
bezüglich
paranoid
e Vorstellungen des Beschwerdeführers
ein
fliessen
]
.
Der Be
schwerdeführer
habe jedoch bei
E._
so gut gearbeitet, dass er als eigen
ständiger Mitarbeiter für HP und Apple eine Stelle erhalten
habe
.
Es
sei jedoch nur ein
befristeter
Vertrag gewesen, der nicht verlängert worden sei.
Deshalb
habe er in einem
Callcente
r
angefangen.
Dort habe
er sich
bald
kontrolliert gef
ühlt. Die
Mitarbeiter hätten hinter seinem Rücken über
ihn geredet und
gelästert. Er habe sich ständig überfordert und schikaniert gefühlt.
A
ufgrund dieser Probleme
habe er sein Arbeitspensum
von initial
10
0
%
auf 80
%
reduziert. P
lötzlich
habe er das Haus nicht mehr verlassen können. S
owohl
seine Freundin als die
Mutter hätten darauf bestanden, dass er sofort zum Psychiater gehe. Der Psychiater
habe
ihn zu 100
%
krankgeschrieben. Er w
olle gerne wieder arbeiten. Das IV-unter
stützte Belastbarkeitstraining
sei für ihn sehr gut gewesen. Er habe
dort
gerne gearbeitet und es
hätten gute Zustände geherrscht. Demgegenüber habe es im Rahmen des
Arbeitstrainings bei d
er Stiftung
F._
Pr
obleme gegeben. Hier hab
e er während eines
Jahr
es
im 50%-
Pensum als Hauswart gearbeitet. Dies sei sehr anstrengend gewesen, nach vier Stunden sei er jeweils «flachgelegen».
Da
rüber hinaus habe er
Asbestmater
ial ohne Maske wegräumen müssen;
Masken seien zu teuer gewes
en.
Er habe auch
immer wieder Angst vor Repressalien ge
habt. Die Mitarbeiter seien
sehr schlecht behandelt worden; Reinigungsarbeiten
habe er
ohne die nötigen Rein
igungsmittel durchführen
müssen. Insgesamt habe
er sich ausgebeutet und schikaniert gefühlt
[Anmerkung des Gerichts:
Dr.
B._
hielt an dieser Stelle erneut fest
, es sei unklar
, ob
es sich hierbei um eine paranoide Grundeinstellung des Beschwerdeführers oder um eine faktisch richtige Darstellung handle
]
.
Zuletzt habe
d
er
Beschwerdeführer
im Sinne eines Arbeits
versuchs
etwa ein Jahr
in einem Restaurant
gearbeitet
. Er sei
„Mädchen für alles" gewesen,
habe Reinigungsarbeiten durchgeführt, die Stühle im Garten aufgestellt, aber auch Geschirr gewaschen. Sein
e Lieblingstätigkeiten seien
eig
enständige
Tätigkeiten ausserhalb des Hauses wie Gartentä
tigkeiten oder Instandsetzungen;
p
roblematisch
sei
die Verweigerung
rege
lmässiger Arbeitszeiten gewesen. E
r h
abe jeweils auf Abruf arbeiten müssen,
dementsprechend immer erst am Vortag erfahren, wann er am nächsten Tag zu erscheinen habe.
Er habe seine sogenannte Coachin
mehrmals
darauf angesprochen, dass dies für ihn schwierig sei.
Sie
habe
ihn
wiederholt
vertröstet und
sich schliesslich auf den Standpunkt gestellt
, er
habe
ihr
nie
mitgeteilt
,
un
regelmässige
Arbeitszeiten
seien
problematisch
. Er könne jedoch nachweisen, dass er
dieses Thema
bereits zu Beginn
thematisiert
habe
. Am Ende
habe
er seinen Anwalt eingeschaltet. Dies
habe
die Coachin
sehr erbost.
Das sei
wohl
e
in Eigentor gewesen
. Er habe
sich
allerdings
nur Hilfe holen wollen, zumal
er sich überfordert
und
gegenüber der Coachin hilflos mit wenig Rückhalt
gefühlt habe
.
Eine Tätigkeit auf Abruf sei für ihn vollkommen
über
fordernd. Er
fände
dies auch nicht fair. Zusätzlich sei es für ihn schwierig, wenn er in einem grossen Team arbeiten müsse. Er fühle sich schnell missverstanden und würde Dinge falsch interpretieren. Das habe er auch häufig mit seinem Psy
chiater besprochen.
Eine Tätigkeit als
Gärtner oder Hausmeister könn
t
e er sich
demgegenüber
gut vorstellen.
S
eit 2014
sei er in fachärztlicher Behandlung
. Eine andere Medikation als
Risperdal
habe er nie erhalten. Eine stationäre Therapie sei nie diskutiert worden und auch nicht für nötig gehalten worden. Aktuell
bestehe eine Gesprächstherapie im ca.
14-tägigen Rhythmus
. Er spreche über aktuelle Themen und erhalte
Tipps zur Lebensführung
.
Aktuell wohne
d
er
Beschwer
de
führer
wieder bei
seiner
Mutter,
zusammen mit dem Stiefvater und
den beiden
Halbbrüdern
(vgl. demgegenüber
Urk.
6/114/40, wonach sich die Mutter und der Stiefvater inzwischen getrennt hätten)
. Bis vor sechs
Jahren
habe
er keine Freundin gehabt.
Seither habe er die gleiche Freundin. Sie helfe dabei, ihn
zu „managen".
Zu Hause übernehme er gerne die Haushaltstätigkeiten; waschen, kochen, bügeln und
alles Ha
ndwerklich
e
.
Mit seiner Partnerin würde er
– wenn auch sehr selten -
teilwei
se
«D
inge unternehmen».
Die Beziehung zu
ihr sei stabil
.
Er besuche sie sehr gern. Sodann habe er einen Führers
che
in. Damit könne er kleinere aber auch grössere Fahrten selbständig unternehmen. Sein Psychiater habe gesagt, da er stabil medikamentiert sei, dürfe und könne er Autofahren. Demgegenüber würden ihn b
ürokratische Dinge überfordern. Bereits einfache organisatorische Dinge seien
sehr schwierig für ihn. Formulare ausfüllen sowie die Interaktion mit
Ämtern würde
n
ihn vollständig überfordern. Er könne das nicht. Das habe er damals auch sein
er Coachin gesagt. Aktuell erhalte er dies
bezüglich Hilfe von seiner Familie
.
Administratives/O
rganisatorisches
im Zusam
men
hang mit der
IV,
dem
Sozial
versicherungs
gericht,
der
Krankenversicherung oder
mit dem
RAV könne er nicht alleine durchstehen.
Aufgrund der Schlaf
probleme
wache er
meis
tens erst um 09:00 Uhr auf
. Sein Psychiater habe ihm immer wieder gesagt, dass er einen festen Tagesablauf einplanen solle. Sport könne er nicht durchführen. Er könne nicht in ein Fitnessstudio gehen.
In An
wesenheit vieler Menschen
fühle er sich unbeholfen und überfordert.
Aus diesem Grund sei
ihm
auch die Tätigkeit im
Callcenter
schwergefallen
.
Dort seien
«
ganz viele Leute in einem Raum
» gewesen und sie hätten alle «
gleichzeitig geredet
». Zudem habe das Telefon geklingelt;
es sei für
ihn fast unerträglich geworden.
Die Abende
verbringe
er meistens mit
seiner
Familie oder Freundin. Er
versuche
, um 22:00 Uhr ins Bett zu gehen. Häufig könne er
indes
nicht einschlafen;
teils erst um 03:00 Uhr. Ausserdem
wach
e
er
nachts
manchmal
auf
.
Einen Urlaub habe er seit Langem nicht
mehr gehabt. Am Wochenende
erledige er gern
Dinge für die Familie.
So gehe er etwa einkaufen
. Betreffend
Au
fmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnisleistung fühle er sich subjektiv unbeeinträchtigt. Demgegenüber verspüre er
immer wieder akute Anflüge von Ang
st oder innerer Unruhe,
sowohl nachts als auch tags
über
, jedoch
ohne begleitende körperliche Symptome.
Diese Zustände hielten
10 bis 15 Minuten
an und träten
ohne spezifischen Grund oder
Anlass auf
.
Sodann fühle er sich zuweilen sehr unsicher. Dies habe 2013 angefangen, als die Arbeitskollegen hinter seinem Rücken über ihn gelacht und
schlecht über ihn geredet
hätten. Es habe eine Atmosphäre des
Misstrauen
s ihm gegenüber geherrscht
. Alsdann habe das Stimmenhören angefangen. Er habe
nie genau verstanden, was die Stimmen gesagt hätten. Es sei eine Art Murmeln im
Hin
tergrund gewesen. Es sei meist eine Männerstimme gewesen. Er habe sich dan
n bedroht gefühlt. Es sei auch bedrohlich gewesen. Ihm sei es so vorge
kommen, als ob jemand eingebrochen, hinter ihm her und er das Ziel
sei
.
Mit Beginn der Medikamenteneinnahme
seien die Stimmen relativ schnell verschwun
den.
Er habe teilweise auftretende Atemnot
.
A
n Selbstmord
habe er nie
gedac
ht. Er fühle sich weder reizbar und
aggres
siv noch habe er entsprechende
Rückmel
dungen
von Dritten
erhalten
(
Urk.
6
/115/
8,
Urk.
6
/115/
11 ff.
,
Urk.
6
/115/40 f
f
.
).
Im Rahmen der
psychiatrischen
Befundung hielt
Dr.
B._
fest, der be
wusst
seinsklare und vollständig
orientiert
e
Beschwerdeführer habe insgesamt
überfor
dert
und teilweise unsicher gewirkt. Problematisch seien die Interaktion und soziale
Kompetenz. Während der Exploration
habe der Beschwerdeführer die Konzentration grö
sst
enteils aufrechterhalten können
.
Demgegenüber seien im Merkfähigkeitstest
erhebliche Schwierigkeiten im mittelfristigen und langfristi
gen Gedächtnis auf
gefallen
.
Die repetitive Subtraktion 100 - 7
sei
leicht ver
langsamt
gelungen, mit un
auffälliger Fehlerhäufigke
it.
Im formalen Denken
sei der Beschwerdeführer
teils eingeengt, insbesondere bestehe ein Gedankenkreisen betreffend die schwierige, berufliche Situation.
Zwänge, Wahnvorstellungen und
Sinnestäuschungen
sowie Ich-Störungen lägen nicht vor.
Im Affekt habe der Beschwerdeführer
müde und energielos
gewirkt
. Ein aff
ektiver Rapport habe nur teilweise
hergestellt werden
können; der Beschwerdeführer sei teilweise
müde und weitschweifig. Es sei weiter
zu
einer affektiven
Verflachung mit fehlender adä
quater S
elbstreflexion sowie zu einem Mangel an
Eigeninitiative, Antrieb und Psychomotorik
gekommen; der Beschwerdeführer sei
psychomotorisch leicht ver
langsamt.
Zusammenfassend
bestünden
sogenannt negative Symptome mit einer psycho
motorischen Verlangsamung, verminderter Aktivität,
Affektverflachung
, Initiativmangel, Verarmung kommunikativer Inhalt, sehr geringer nonverbaler
Kommunikation und sozialer Leistungsunfähigkeit.
Gleichzeitig
habe es
seit mindestens einem Jahr keine floride psychiatrische Symptomatik mehr
gegeben. Nach Massgabe der diagnostischen Leitlinien sei
bei der gegebenen Befundlage
ein schizophrenes Residuum zu diagnostizieren. Mangels hinreichender Hinweise sei demgegenüber keine Diagnose aus dem affektiven Formenkreis zu stellen
(
Urk.
6
/115/7
,
Urk.
6
/115/17
f.
).
Dr.
B._
hielt
weiter fest
,
die Persönlichkeitsstruktur
des Beschwerdeführers sei eher selbstunsicher. Es sei schon
in der Kindheit
zu einem leichten sozialen
Rückzug und
zur Ü
berforderung
gekommen
.
Eine genaue Datierung der präpsy
cho
tischen
(vorsymptomatische
n
)
Phase sei indes nicht möglich.
Es sei jedenfalls
i
m März 2014
zum Ausbruch der floriden schizophrenen Symptomatik gekom
men
mit ausgeprägten positiven und negativen Krankheitszeichen (akustische Hallu
zinationen mit Stimmenhören).
In der Folge
habe sich eine deutliche Veränderung des Persönlichkeitsgefüges mit affektiver Verflachung und Uns
icherheit gezeigt.
Aktuell komme es aufgrund der
negativen
Residualsymptomatik
zu
erhebliche
n
Beeinträchtigungen.
Insbesondere sei
en
die
Kommunikations- und Interaktions
fähigkeit sowie die soziale Kompetenz des Beschwerdeführers deutlich einge
schränkt
.
Entsprechend sei es anlässlich der beruflichen Eingliederungs
bemüh
ungen - trotz guter Kooperation - zu organisatorischen
und
erheblichen interak
tionellen Schwierigkeiten gekommen
. Mithin seien d
ie
Eingliederungsprobleme
in erheblichem
Masse
auf
das Störungsbild
zurückzu
führen;
der
Beschwerde
führer
könne sich
krankheitsbedingt
nur beschränkt an Regeln und Routinen anpas
sen
.
Sodann
bestehe eine ausgeprä
gte Inflexibilität. S
eine Fähigkeit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben
sei
erheblich eingeschränkt.
Zudem
bestünden
Einschränkungen in der
Durchhalte- und Selbstbehauptungsfähigkeit
(
Urk.
6/115/9 f.,
Urk.
6
/115/20 f.).
Mithin
sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit seit März 2014 bis anhaltend zu 100
%
arbeitsunfähig. Im August 2014 sei es aktenanamnestisch zu einem Abklingen der Positivsymp
to
matik gekommen, jedoch mit erheblicher
negativer Residualsymptomatik;
dem
Beschwerdeführer
sei
weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden
. Im September 2015 sei erstmals eine deutliche Besserung und eine Teilarbeit
s
fähigkeit festgehalten worden.
Schliesslich habe der
psychiatrische
Vorgutachter
im
August 2015 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
hinsichtlich
einer angepasst
en Tätig
keit festgehalten
.
Da
eine Verbesserung seither ausgeblieben sei
, sei
damit
davon
auszugehen, dass
seit August 2015 bis anhaltend eine 50%ige Arbeits
fähi
g
keit
hinsichtlich einer angepassten Verweistätigkeit
bestehe
(
Urk.
6
/115/24 f.
)
.
Im Rahmen der neuropsychologischen
Untersuchung
habe der
Beschwerdeführer
aktiv und kooperativ
mitgewirkt
.
Er sei
zurückhaltend, insgesamt aber freundlich und adäq
uat. Der affektive Rapport
sei
flach, aber offen und authentisch. Stim
mung und Antrieb
seien
leicht reduziert. Die Spontansprache und das Instruk
tionsverständnis
seien
unauffällig. Die
mehrstündige Untersuchung sei
an zwei Ter
minen
durchgeführt worden
mit der Möglichkeit, kürzere Pau
sen einzu
schal
ten.
Gegen Ende beider Termin
e habe sich eine, auch äusserl
ich sichtbar
e Er
müd
barkeit mit kaum unterdrü
ckbarem Gähnen
gezeigt. Der Beschwerdeführer habe angegeben,
sich nach dem ersten Untersuchungster
min sehr erschöpft gefühlt und
zu Hause direkt hingelegt
zu
habe
n. Zudem habe er
sich
nach beiden Unter
suchungsterminen „wie hinter Glas"
gefühlt und
Kopfschme
rzen
verspürt
.
Sub
jek
tiv habe der Beschwerdeführer kognitive
Ei
nschränkungen im Alltag verneint
.
Das allgemeine Testleistungsniveau
sei
grösstenteils normgerecht
gewesen
und figuriere
über
alle
geprüften Funktionen hinweg gemittelt im
unteren Durch
schnittsbereich. Dies entspreche
insgesamt dem
aufgrund der angegebenen schulisch-
beruflichen Ausbildung
(Sekundarschule/ Detailhandelsl
ehre) zu erwar
ten
den Niveau
(
Urk.
7/115/43 f.
,
Urk.
7/115/48
)
.
Die Befunde deute
te
n aus neuropsychologischer Sicht auf eine insgesamt leichte bis mittelschwere kognitive Fun
ktionsstörung hin mit im Vorder
grund stehenden
at
tentionalen
Minder
leistungen
.
So habe sich
fast durchwegs
eine
reduzie
rte Konzentration und Aufmerksamkeit
gezeigt
;
sowohl be
i einfachen Aufgaben (
Alertness
/Aufmerk
sam
keits
akti
vierung) als auch bei kompl
exeren Anforderungen an die Auf
merk
sam
keit (etwa bei der
selektiven bzw. fokussierten sowie in der geteilten Aufmerk
samkeit und parallelen Reizverar
beitung sowie bei Inkompatibili
tätsaufgaben, welche speziell auf die Ab
lenkbarkeit und Störbarkeit hin
ziel
t
en
)
. Bei Aufgaben mit Anforderungen an das Arbeitsged
ächtnis sei es
zudem
zu
eine
r
im Verlauf
zunehmende
n
Verlangsamung
gekommen
.
Darüber hinaus habe sich
zeitweise
eine
le
icht
erhöhte Ablenkbarkeit
durch Aussengeräusche
(Gespräche im Warte
raum) gezeigt. Anlässlich eines sprachfreien Intelligenz
tests
(CFT 20-R mit Reihenfortsetzen, Klassifikationen, Matrizen, Topologien)
sei es zu einem Konzentrationseinbruch gekommen; die
anfänglich
gut durchschnittl
ich
en Leis
tung
en seien im vierten
und letzten
Unter
test unvermittelt
eingebrochen.
Die
mnesti
sche
n
Leis
tungen
seien vor allem
bei komplexer
en Aufgaben (Textgedächtnis, vi
suell-figurales Neugedächtnis)
leicht vermi
ndert. Sodann bestünden
leichte
Schwierig
keiten
im Bereich der Exekutivfunktionen
,
vor allem bei
der kom
plex
eren Handlungsplanung und in der Konzepterkennung.
Erschwerend hinzu komme
schliesslich
eine verminderte Belastbarkeit mit erhöhter
Ermüd
- und Erschöpfbarkeit bei länger
er konzentrativer Beanspruchung.
Es
sei
damit
davon
auszugehen
, dass sich die in
der
ruhi
gen und ablenkungsarmen Untersu
chungs
a
tmosphäre objektivierbaren, vor allem
konzentrativen Le
istungsminderu
ngen unter Ablenkung, Mehrfachbela
stung, Zeit- und Termindruck so
wie Stress noch intensivier
t
en.
Gleichzeitig
sei der Beschwerdeführer insgesamt dissimulierend
. Aufgrund der leichten bis mittelschweren
kognitiven
Funktionsstörung
sei
er
a
us rein neuropsychologischer
Sicht
in seiner angestammten Tätigkeit als Detail
han
delsfachmann
zu
ca. 60-70
%
arbeitsfähig
. Hinsichtlich einer – näher umschrie
benen – optimal angepassten Verweistätigke
it sei langfristig eine 80%
igen Arbeitsfähigkeit zu erwarten
(
Urk.
6
/115/47
f.
,
Urk.
6
/115/60
).
Im Rahmen der
bidisziplinären
Konsensbeurteilung kamen
die Gutachter zur Schluss,
zentrale Problematik sei
en
nicht die kognitiven Einschränkungen, son
dern die interaktionelle
n
und organisatorischen
Schwierigkeiten.
Der
Beschwer
de
führer
sei
i
n seiner angestammten Tätigkeit seit März 2014
bis
anhaltend zu 100
%
arbeitsunfähig.
H
insichtlich einer angepassten Tätigkeit (
in einer ruhigen, ablenkungsarmen Arbeitsatmosphäre mit überwiegend gut strukturierten und seriellen Arbeitsabläufen, mit adäquatem Pausenmanagement wegen der erhöh
ten Ermüdbarkeit, evtl. mit gezielter Wechselbelastung,
ohne höhere Verant
wortung, in einem Teamverband, ohne Zeitdruck, ohne höhere Anforderungen an die soziale Kompetenz
und geteilte Aufmerksamkeit
)
bestehe
seit
August
2015
eine
50%
ige A
rbeitsfähig
keit
. Die Residualsymptomatik sei grund
sätzlich rever
sibel; die soziale Integration vorausgesetzt. Das Wiedererlangen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit sei
indes
erst nach einer zumindest zweijährigen Stabilität
möglich
(
Urk.
6
/115/24 ff.,
Urk.
6
/115/
59 ff
.).
5
.
5
.1
Das Gutachten von
Dres
.
B._
und
C._
erging in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
, den
geklagten Beschwerden sowie ge
stützt auf
eigene
klinisch
e/testpsychologische
Untersuchungen. Die Gutachter haben
ihre Diagnosen und Schlussfolgerungen ausführlich und differenziert be
gründet und zu den Beurteilungen in den
Vorakten
einlässlich Stellung bezogen. Mithin genügt das Gutachten den an eine beweiskräftige Entscheidungsgrundlage geste
llten Anforderungen (vgl. E. 1.7
).
5
.2
In diagnostischer Hinsicht besteht unter den Parteien Einigkeit darüber, dass beim Beschwerdeführer ein schizophrenes Residuum (ICD-10: F20.5) vorliegt.
Strittig und zu pr
üfen sind
indes
die Auswirkungen
auf die
Arbeitsfähigkeit des
B
eschwerdeführers
,
welche
grundsätzlich
auch unter juristischen Gesichtspunkten zu
beurteilen sind (vgl. E. 1.3
).
Daran ändert auch das vorliegend diagnostizierte schizophrene Residuum nichts. Gegenteiliges ist
auch
dem beschwerdeweise aufge
rufenen Urteil des Bundesgerichts
8C_130/2017
vom 3
0.
November 2017
nicht zu entnehmen
(
Urk.
1 S. 5)
.
Vielmehr hielt das Bundesgericht i
n
E. 7.1
des
(BGE 143 V 418
Entscheids
ausdrücklich fest, bei
schizophrenen
Störungsbilder
n zeige sich eine allfällige
Beweisproblematik
vor allem bezüglich der funktionellen Auswir
kungen
[...] und bedürfe es hinsichtlich der
Notwendigkeit des strukturierten Beweisverfahrens stets einer einzelfallweisen Beurteilung aufgrund der konkreten Fallumstände und der jewei
ligen Beweisproblematik.
5
.3
Vorliegend
erhob
Dr.
B._
prägnante Befunde
im Sinne einer
ausgeprägten und schweren
schizophrenen
Residualsymptomatik
. Er hielt
zudem
a
usdrücklich fest,
es komme
dadurch
zu erheblichen Einschränkungen.
I
nsbesondere
seien
die Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit
des Beschwerdeführers
deutlich eingeschränkt (
Urk.
6/115/10,
Urk.
6
/115/15
,
Urk.
6
/115/17
). Die
gutachterliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
steht im Einklang
mit der Einschätzung des behandelnden
Dr.
med. G._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy
chotherapie
(vgl.
Urk.
6
/39/2
) und
dem
psychiatrischen
Vorgutachten
vom 12.
August
2015 (
Urk.
6
/
69/20 ff.,
Urk.
6
/69/29
)
.
Auch unter Berücksichtigung des
Bericht
s
vom 1
0.
Juli 2017, worin
Dr.
G._
zuletzt eine 40%ige Arbeits
fähigkeit
in
einer angepassten Tätigkeit postulierte
(
Urk.
6
/97/2 f.)
,
ergeben sich
keine wesentlichen ärztlichen Differenzen
. Insbesondere
hat das Gericht
der Erfah
rungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Ferner deckt sich
d
ie gutachterliche Feststellung, wonach der
Beschwerdeführer in einer ange
passten Verweistätigkeit
zu
50
%
leist
ungsfähig ist,
mit
den anlässlich der
beruf
lichen
Eingliederungsmassnahmen
gewonnen
Erkenntnissen (vgl. etwa das Proto
koll de
r Eingliederungsberatung,
Urk.
6
/95
).
Festzuhalten ist weiter, dass
sich aus den gutachterlichen Ausführungen keinerlei
Hinweise auf Inkonsistenzen, Aggr
a
vation oder Simulation
ergeben
. Im Gegenteil hielt
Dr.
B._
fest,
die Resi
dualsymptomatik sei konstant und manifestiere sich
in
sämtlichen
Lebensbereichen
und sprach die Neuropsychologin gar von Dissimulation (Urk. 6/115/48)
. Zwar
könne
der Beschwerdeführer
im Haushaltsumfeld
alle Tätigkeiten durchführen
und
sei er
damit in der Lage,
im vertrauten Umfeld einfache Aufgaben zu
prästieren
.
Demgegenüber müsse er
von s
eine
r
Familie und Freundin
stets angeleitet werden
(vgl. etwa
Urk.
7/115/11, wonach die Freundin nach eigenen Angaben des Be
schwer
deführers dabei helfe ihn
zu „managen")
. Mithin funktioniere er auch in seiner Freizeit und im Rahmen sozialer Kontakte
nur unter Anleitung und würden ihn
interaktionelle und
organisatorische Tätigkeiten auch im privaten Kontext überfordern; so etwa das Erstellen eines Lebenslaufs, der Kontakt zur IV-Stelle, zum RAV und dergleichen.
Damit sei der Beschwerdeführer in
einfachen Situ
a
tionen
in der Lage, Schwierigkeiten aufzulösen. In komplexeren Situationen, nament
lich im Rahmen einer
Detailhandels
tätigkeit, sei
dies
nicht mehr möglich.
Der
Beschwerdeführer
– so
Dr.
B._
weiter - habe sich
zur Symptomatik
und deren Auswirkungen
spontan und
in eigenen Worten
präzis
e geäussert. Die Symp
tomschilderung habe
weder auswendig gelernt noch lehrbuchhaft gewirkt. Zudem habe die gesamte Körpersprache zum Befundbericht gepasst. Die Symptoment
wicklung sei denn auch zeitlich nachvollziehbar und die geschilderten Verän
de
rungen stimmten mit den objektivierbaren Befunden überein. Auch sei die Symp
tomkombination
ebenso wahrscheinlich wie
nachvollziehbar. Der Beschwerde
füh
rer habe die Symptome weder aggraviert noch
hierzu
widersprüchliche Angaben gemacht.
Dr.
B._
hielt ausdrücklich fest, es
bestünden
vor diesem Hinter
grund
keine
rlei
Hinweise auf Aggravation
.
Sodann
hat er
das Vorliegen
gesund
heitsfremd
e
r
Belastungsfaktoren explizit ausgeschlossen; der
Beschwerdeführer
sei
innerfamiliär gut integriert, habe eine Lebenspartnerin und verfüge
d
amit
über
ein unterstützendes, supportives soziales Netzwerk.
Darüber hinaus
bestehe eine gute, langjährige therapeutische Beziehung zum behandelnden Facharzt.
In wirt
schaft
licher Hinsicht sei der Beschwerdeführer derzeit
zu 50
%
arbeitslos beim RAV gemeldet.
Er
habe zwar private, jedoch keine institutionellen Schulden oder Betrei
bungen
und wohne bei seiner Familie
. Eine schwierige wirtschaftliche Lage liege damit nicht vor.
Darüber hinaus
verfüge der Beschwerdeführer über gute deutsche Sprachkompetenzen und einen adäquaten Berufsabschluss.
Schliesslich bewertete
Dr.
B._
d
ie aktuell durchgeführte Therapie
als
adäquat und ausreichend. Der Beschwerdeführer sei im hohen Grade krankheitseinsichtig und zeige eine hohe Bereitschaft zur regelmässigen Medikamenteneinnahme und Wahrnehmung ei
ner supportiven Therapie. Es
bestehe eine gu
te Therapieadhärenz und
die Serum
spiegel- Untersuchung habe die adäquate Medikamenteneinnahm
e (Risperidon) bestätigt
(
Urk.
6/115/9 f.,
Urk.
6/115/14 f.,
Urk.
6
/115/22).
Nach dem Gesagten
erweist sich die gutachterliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
als
nachvollziehbar begründet
und beweiswertig. Damit
erübrigen sich Weiterungen zu den
übrigen
im Regelfall anzuwendenden Standardindikatoren
.
5.4
Z
usammenfassend ist gestützt auf das Gutachten von
Dres
.
B._
und
C._
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
der Beschwerdeführer in seiner ange
stammten Tätigkeit als
D
etail
h
a
ndelsfachmann
seit März 2014
(Ausbruch der flori
den Symptomatik,
Urk.
6/115/24
;
Aufnahme der Psych
o
therapie, vgl.
Urk.
6
/39/1)
bis anhaltend zu 100
%
arbeitsunfähig
ist
.
Sodann bestand
seit
August 2015 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
h
insichtlich einer
- näher
um
schrie
benen –
angepassten Tätigkeit
.
6.
6
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.2
Zur
Ermittlung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versiche
rte Per
son im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginn
s nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfall
s der Teuerung und der realen Ein
kommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tä
ti
gkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325 f.).
6.3
Der Beschwerdeführer war vor Eintritt der schizophrenen Sympt
omatik im März 2014 (
Urk.
6
/115/24)
im 80
%
-Pensum
als Call Agent i
m Contact Center der
Y._
(Urk. 6
/22/3) tätig
. Unter H
inweis auf die gutachterlichen
Ausführungen, wonach
dem Ausbruch der floriden schizophrenen Symptomatik häufig
eine sogenannt präpsych
otische Phase vorausgeht (
Urk.
6
/115/24) und der Beschwerdeführer sein initiales Vollpensum
glaubhaft
aufgrund solcher Vorsymptome
auf 80
%
redu
zierte (vgl.
Urk.
6
/115/11), ist
das
Valideneinkommen
auf
Grundlage einer Voll
zeitanstellung zu eruieren
, zumal der Beschwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ohne
gesundheitliche
Beeinträ
chtigung weiterhin zu 100
%
erwerbstätig gewesen
wäre.
Gemäss Arbeitsvertrag vom 6. Dezember 2012, angepasst am 29. April 2013, (Urk.
6/40) hätte der Beschwerdeführer in einem Vollzeitpensum Fr. 4'900.-- monatlich oder Fr. 63'700.-- jährlich verdient (Stand 2013). Dem IK-Auszug vom 30. Juni 2014 ist für die Periode 2013 ein Jahreseinkommen von Fr. 53'366.-- zu entnehmen, wobei zu berücksichtigen gilt, dass der Beschwerdeführer ab 1. Mai 2013 das Pensum auf 80 % reduzierte, weshalb es nicht als Grundlage für die Bemessung des
Valideneinkommens
herangezogen werden kann.
Unter Berücksichtigung der
Nominal
lohnentwicklung für Männer bis ins mass
gebliche Jahr 2015
(
vgl. E. 1.4, E. 6.5.2; Indexstand 2204 [2013] 2226 [2015]
; vgl.
Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Landesindex der Konsu
men
tenpreise, T 39, Ent
wicklung der Nominallöhne, der Konsument
enpreise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominallöhne Männer
) resultiert
ein
Validenein
k
om
men
von
rund
Fr.
64'335.80 (Basis 2015).
6
.4
Zur
Ermittlung des Invalideneinkommens
sind
die
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
heranzuziehen
(BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b).
Mit Blick
auf das medizinische Belastungsprofil
ist
auf den Tabellenwert für einfache Hilfsarbeiten (LSE 2014, Tabelle
TAl
, TOTAL, Kom
pe
tenzniveau l, Männer
) von monatlich
Fr. 5’312
.-- abzustellen.
Da
das
zumutbare Tätigkeitsspektrum
branchenunspezifisch ist, kann
dem Beschwerdeführer nicht gefolgt werden, soweit er das Invalideneinkommen auf der Basis eines spezifi
schen Sektors (Gebäudebetreuun
g, Garten- und Landschaftsbau, v
gl.
Urk.
1 S. 7) ermittelt haben will. Daran ändern freilich auch die im Rahmen der beruflichen Eingliederungsmassnahmen
im Bereich Gartenbau
bzw. Betriebsunterhalt/Haus
war
tung
getätigten allgemeinen Hilfsarbeiten
nichts
(
vgl.
Urk.
6/78/1
f.,
Urk.
6
/81)
.
Schliesslich handelte es
sich gemäss den
gutachterli
chen Feststel
lungen (vgl.
Urk.
6
/115
/
20) beim Arbeitsversuch im Restaurant
Z._
um ein
aus
drück
lich inadäquates
Setting. Es versteht sich
damit
von selbst, dass der dabei
erwirtschaftete Lohn dem Invalideneinkommen nicht
zugrund
e
gelegt
werden kann
(vgl.
Urk.
1 S. 8 f.).
Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Arbeitszeit im Jahr 2014 von 41.7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebs
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-2017, A-S 01-96) sowie der Nominallohnentwick
lung bis ins Jahr 201
5
(Indexstand 2220
[201
4] auf 2226
[2015
]; vgl. Bundes
amt für Statistik, Schweizerischer Lohnind
ex, Landesindex der Konsumenten
preise, T
39, Entwick
lung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne,
2010-2017,
Nominal
löhne Männer) resultiert ein Invalideneinkommen von
rund Fr.
33’316
.--
für ein
zumutbares
Pensum von 50 % (Fr. 5’312: 40 x 41.7 x 12: 222
0 x 2226
x 0.50].
Entgegen dem Beschwerdeführer (
Urk.
1 S. 8) ergibt sich gestützt auf die LSE
2014 im Verhältnis Teilzeitpensum/Vollzeitpensum keine überproportionale Lohn
einbusse (Urteile des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.2 und 8C_12/2017 vom 28. Februa
r 2017 E. 5.5.2 mit Hinweisen). Entsprechend
recht
fertigt
das vorliegend zumutbare Teilzeitpensum
kein Abzug vom Tabellenlohn.
Darüber hinaus
ha
t der Beschwerdeführer zu Recht
keine behinde
rungsbeding
ten oder anderweitig zu begründenden
Abzug
smerkmale
geltend gemacht.
6.5
6.5.1
Dem Beschwerdeführer wurde für seine bisherige Tätigkeit eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit seit
März
2014 attestiert (Urk.
7/115/25
). Damit bestand für die Dauer des Wartejahrs bis
März
2015 eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit
von
100
%
(vgl. E. 1.4
, vgl. auch
Art. 29 Abs. 1 IVG
).
6
.5.2
Nach Ablauf der Wartezeit
im März
2015 war der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsunfähig hinsichtlich einer adaptierten Verweistätigkeit.
Damit
hat
er
ab dem
1. März
2015 (Art. 29 Abs. 3 IVG) Anspruch auf eine ganze Rente.
6
.5.3
Seit
August 2015
wurde dem Beschwerdeführer eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit attestiert. Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen resultiert eine Erwerbseinbusse von rund Fr.
31’019
.
80
, was einen Invaliditätsgrad von
48
.
22
%, gerundet
48
%, ergibt. Damit hat der Be
schwerdeführer ab dem 1.
November
2
015 (Art. 88a Abs. 1 IVV, E. 1.5
) Anspruch auf eine
Viertelsr
ente
(E. 1.4
).
6.6
In
teilweiser
Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung
vom
2.
Juli 2018
daher
aufzuheben
und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer
vom 1. März 2015 bis 3
1.
Oktober 2015 Anspruch auf eine ganze Rente und ab dem 1. November 2015 Anspruch auf eine
Viertelsr
ente
der Invalidenversiche
rung
hat.
Im Übrigen ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
7.
7.1
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Verfahren für die unterliegende Partei kostenpflichtig. Die Kosten sind unabhängig vom Streitwert nach dem
Verfah-rensaufwand
festzulegen und vorliegend auf Fr.
7
00.--
anzusetzen
. Ausgangs
ge
mäss sind sie
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.2
Beim vorliegenden Ausgang des Verfahrens
ist die Beschwerdegegnerin
sodann
zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung zu bezahlen. Diese ist nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das
Sozialversicherungsgericht auf Fr. 1‘
9
00.-- (inkl. Barauslagen und
Mehrwert
steuer
) festzu
setzen.