# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 663ffc18-2bdc-4dc4-bca3-810d7b1abcdc
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Mit Brief vom 1. September 2021 mit dem Titel "Beschwerde gegen
Kantonale Unterschutzstellung und gegen den Eintrag im Grundbuch"
wandten sich A._, an das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden, mit folgendem Inhalt:
Objekt: Wohnhaus und Stall Gemeinde: B._ Vers.-Nr.: G._ Parz.-Nr.: D._ Koordinaten: C._ Eigentümer: A._ Gesuchsteller: A._
Beitragsgesuch Nr. 21-122
Sehr geschätzte Damen und Herren
Hiermit teilen wir Ihnen mit, dass wir mit der kantonalen Unterschutzstellung der Liegenschaft Nr. D._ in B._ nicht einverstanden sind und auch gegen einen Eintrag in das Grundbuch sind.
Wir werden die Liegenschaft wie mit Herrn F._ vereinbart ausführen und begnügen uns mit Kantonsbeiträgen bis maximal 24'999.-- CHF.
Vielen Dank für die Kenntnisnahme (Versehen mit Ort, Datum und persönlicher Unterschrift der Gesuchsteller)
Kopie an: Administraziun communala, B._ (elektronisch) Denkmalpflege Graubünden, Herr F._ (elektronisch)
2. Mit Verfügung vom 3. September 2021 (Einschreiben) teilte der zuständige
Instruktionsrichter den beiden Gesuchstellern was folgt mit:
Verfahren R 21 77 Beschwerde: A._ gegen Kanton Graubünden, Regierung, betreffend Denkmalschutz (Kantonsbeitrag Unterschutzstellung)
Sehr geehrte Frau A._ Sehr geehrter Herr A._
- 3 -
Ich beziehe mich auf Ihre Eingabe betreffend kantonale Unterschutzstellung von Wohnhaus und Stall in B._ auf Parzelle D._ vom 2. September 2021 (Poststempel).
Gemäss Art. 38 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) haben Rechtsschriften das Rechtsbegehren, den Sachverhalt und eine Begründung zu enthalten. Sie sind zu unterzeichnen und im Doppel unter Beilage der verfügbaren Beweismittel und des angefochtenen Entscheids einzureichen. Weitere Beweismittel sind genau zu bezeichnen.
Ihre Eingabe enthält keine Angaben zum Sachverhalt und keine Begründung. Ebenso fehlt der angefochtene Entscheid und fehlen die verfügbaren Beweismittel und die Bezeichnung weiterer Beweismittel.
Gemäss Art. 38 Abs. 3 VRG wird, wenn eine Eingabe den gesetzlichen Erfordernissen nicht genügt, seitens des Gerichts eine angemessene Frist für die Behebung der Mängel angesetzt, mit der Androhung, dass auf die Eingabe sonst nicht eingetreten werde.
Hiermit wird Ihnen Frist bis 13. September 2021 angesetzt, ihre Eingabe im oberwähnten Sinne zu verbessern. Erfolgt keine Verbesserung binnen der angesetzten Frist, wird auf ihre Eingabe nicht eingetreten.
Freundliche Grüsse (Unterschrift Instruktionsrichter/VG)
Kopie an: Kanton Graubünden, Regierung Chur
3. Bis dato (17. September 2021) ist keine Antwort oder andere Reaktion der
beiden Gesuchsteller auf die eingeschriebene Verfügung des zuständigen
Instruktionsrichters vom 3. September 2021 bei Gericht eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. b des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRG; BR 370.100) entscheidet das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel
offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet
ist. Im konkreten Fall geht es darum, ob überhaupt die
- 4 -
verfahrensrechtlichen Voraussetzungen für die Erhebung der Beschwerde
erfüllt sind oder das eingelegte Rechtsmittel andernfalls als offensichtlich
unzulässig bzw. unbegründet zu beurteilen ist. Die Beantwortung dieser
Rechtsfrage fällt somit in den Kompetenzbereich und die Spruchbefugnis
des Einzelrichters.
2. Nach Art. 38 VRG sind Rechtsschriften in einer Amtssprache abzufassen
und haben das Rechtsbegehren, den Sachverhalt und eine Begründung zu
enthalten (Abs. 1). Sie sind zu unterzeichnen und im Doppel unter Beilage
der verfügbaren Beweismittel und des angefochtenen Entscheids
einzureichen. Weitere Beweismittel sind genau zu bezeichnen (Abs. 2).
Genügt eine Eingabe den gesetzlichen Erfordernissen nicht oder ist sie in
unziemlicher Form abgefasst, unleserlich oder unnötig umfangreich, wird
eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels angesetzt mit der
Androhung, dass auf die Eingabe sonst nicht eingetreten werde (Abs. 3).
3. Vorliegend ist sachverhaltsmässig erstellt, dass keiner der
Beschwerdeführer bzw. der Gesuchsteller des Schreibens vom 1./2.
September 2021 auf die Aufforderung des Instruktionsrichters reagiert hat,
innerhalb der mit Verfügung vom 3. September 2021 gesetzten
(Nachbesserungs-) Frist gemäss Art. 38 Abs. 3 VRG bis (spätestens) am
13. September 2021 eine überarbeitete Beschwerdeschrift – im Sinne der
im Detail aufgelisteten Mängelbehebung – einzureichen. Die gesetzte
Nachfrist wurde deshalb zweifelsfrei verpasst. Androhungsgemäss kann
daher überhaupt nicht auf die Beschwerde materiell eingetreten werden,
weil es dafür bereits an den erforderlichen Prozessvoraussetzungen nach
Art. 38 Abs. 1 VRG fehlt.
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf
Art. 72 Abs. 1 i.V.m. Art. 73 Abs. 1 VRG den Beschwerdeführern
aufzuerlegen, da sie das vorliegende Verfahren veranlasst und folgerichtig
- 5 -
die nun anfallenden Gerichtskosten verursacht haben. Die Staatsgebühr
zuzüglich Kanzleiauslagen gehen dabei nach Art. 72 Abs. 2 VRG
solidarisch je zur Hälfte der beiden Beschwerdeführer. Dem
Beschwerdegegner steht keine Parteientschädigung zu (Art. 78 Abs. 2
VRG). Dies gilt vorliegend umso mehr, als keine Vernehmlassung
eingereicht werden musste und dem Beschwerdegegner in diesem
Verfahren somit kein Aufwand entstanden ist.