# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8c2bd17a-df11-5540-8521-99db311b77c2
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1962, arbeitete vom 1. Mai 2008 bis 19. August 2009 als Chefmonteur bei der
Y._
(Urk. 7/38/2-5). Am 27. April 2010 meldete er sich unter Hinweis auf ein körperliches Leiden (beide Schultern, Knie links) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/31).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
er
kun
digte sich bei der ehemaligen Arbeitgeberin nach dem Arbeitsverhältnis des Versicherten (Arbeitgeberbericht vom 29. Mai 2010,
Urk. 7/38
),
holte
Arzt
be
rich
te
(Urk.
7/37, Urk. 7/40, Urk. 7/41, Urk. 7/61
)
ein
,
zog Akten des Taggeld
- (Urk. 7/32) und des
Unfallversicher
ers
(Urk. 7/45) bei und
liess den Versicherten von
Dr.
med. und
Dr.
sc. nat. ETH
Z._
, Innere Medizin FMH spez. Rheumaerkrankungen, und
Dr.
med.
A._
, Psychiatrie und Psy
chotherapie FMH, Klinik
B._
,
bidisziplinär
begutachten (Gutachten vom 15./22. März
2011,
Urk. 7/58 und Urk. 7/60)
.
Nach durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
(Urk. 7/65, Urk. 7/69, Urk. 7/75) sprach die IV-Stelle dem Versicherten
mit Verfügungen vom 29. August 2012
gestützt auf einen
Invali
ditätsgrad
von 50 % mit
Wirkung ab 1.
Oktober
2010 eine bis 31. Mai 2011 befristete halbe Rente und
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 40 %
mit Wirkung ab 1. Juni 2011 eine bis 31. Juli 2011 befristete
Viertelsrente
zuzüglich Kinderrente
zu
(
Urk. 7/85-86 =
Urk. 2/1-4).
2.
Gegen die Verfügungen vom 29. August 2012
(
Urk.
2/1-4)
erhob der Versicherte am 27. September
2012
Beschwerde und beantragte die Ausrichtung einer hal
ben Rente über den 1. Oktober 2010 hinaus (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 31. Oktober 2012
beantragte
die IV-Stelle
eine
reformatio
in
peius
;
eventu
ell sei die Beschwerde abzuweisen (Urk. 6). Mit Replik vom 10. Dezember 2012 hielt der Beschwerdeführer an seinem Antrag fest (Urk. 9). Die
Beschwerdegeg
nerin
verzichtete auf Duplik (Schreiben vom 10. Januar 2013, Urk. 11), was dem Beschwerdeführer am 11. Januar 2013 mitgeteilt wurde (Urk. 12).
Mit Gerichtsverfügung vom 23. Januar 2014 wurde die Futura Vorsorgestiftung zum Prozess beigeladen (Urk. 13), welche sich am 13. Februar 2014 als vom zu fällenden Urteil nicht betroffen erklärte (Urk. 14).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
hig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelrente, wenn sie mindes
tens zu 60 Prozent,
auf eine
halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einan
der gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.5
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V
264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Ren
ten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E.
4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5).
Spricht die Verwaltung der versi
cherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die un
bestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfas
sen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hin
weisen).
1.6
Laut Art. 88a Abs. 1 IVV ist e
ine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird.
1.
7
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b.cc).
1.
8
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die abgestufte
Rentenzusprache
damit, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Chefmont
eu
r sowie in einer angepassten Tätigkeit
ab dem Zeitpunkt des Rentenbeginns am 1. Oktober 2010
zu 50 %
arbeitsfähig gewesen sei
. Nachdem sich sein Gesundheitszustand ver
bessert habe, sei ihm seit 1. März 2011 die bisherige sowie eine angepasste Tätigkeit zu 60 % zumutbar gewesen und seit 1. Mai 2011 bestehe in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit (Urk. 2/1 Verfügungsteil 2).
2.2
Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, der psychiatrische Gutachter erachte ihn seit dem 1. März
2011
als zu 60 % arbeitsfähig, wohingegen die behan
delnde Psychiaterin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert habe. Überdies stelle der psychiatrische Gutachter prognostisch in Aussicht, dass unter korrekter ambulanter psychiatrischer Behandlung inklusiv
e
Anpassung der
Psychophar
makotherapie
bis spätestens 1. Mai 2011
eine volle Arbeitsfähigkeit zu
erreichen
sei. Diese Prognose habe die
D._
im Bericht vom 22. Juni 2011 widerlegt und sei von einer 50%igen Arbeitsfähig
keit ausgegangen. Es sei unzulässig, im Hinblick auf eine noch durchzuführende angepasste Therapie die Rente aufzuheben. Es sei aufgrund des Arztberichts der
D._
vom 22. Juni 2011
davon auszugehen, dass die Behandlung und Medika
tion angepasst worden sei, diese jedoch nicht zu einer Verbesserung der Gesundheit respektive der Arbeitsfähigkeit geführt habe
(
Urk. 1
S. 4 f.)
.
3
.
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stellt sich folgendermassen dar:
3
.1
Laut undatiertem Arztbericht
von
E._
, pra
kt. Ärztin FMH
,
(
U
rk. 7/40
)
, leidet der Beschwerdeführer an chronischen Schmerzen in der lin
ken Schulter,
an
einem Meniskusschaden am rechten Knie, an einem
Lumbo
vertebralsyndrom
und
an
einer Depression mit Angst- und Panikstörung. Seit Juli 2009 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
3
.2
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Chirurgie, Unfallchirurgie und Sportmedizin,
nannte
in seinem Bericht vom 23. Juli 2010 (Urk. 7/41/7-11)
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf eine Labrumläsion der rechten Schulter bei
Einsteifung
der Schulter und als Diag
nose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach Meniskusriss im linken Knie. Der Beschwerdeführer sei am 23. März 2009 auf das linke Knie
gelenk und auf die rechte Schulter gestürzt. Es habe vor allem bei längerer Belastung und beim Treppensteigen eine zunehmen
de Schmerzhaftigkeit bestan
den.
Nach erfolgter Kniearth
r
oskopie am 2.
Dezember 2009 sei die Be
handlung abgeschlossen
worden
.
Seit dem Unfall klage der Beschwerdeführer auch über Schmerzen in der rech
ten Schulter. Wegen der progredienten Beschwerden und der
Einsteifung
der rechten Schulter sei eine Schulterarthroskopie zu empfehlen.
Dr.
F._
attestierte eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit vom 1. Dezember 2009 bis 30. Juni 2010.
3
.3
Dr.
med.
G._
, Psychiaterin
,
diagnostizierte im Arztbericht vom 24. Juli 2009 (Übersetzung, Urk. 7/43/10) eine posttraumatische
Belastungs
störung
(F43.1), eine Anpassungsstörung (F43.2) sowie eine Angst- und depres
sive Störung gemischt (F42.2). Der
Beschwerdeführer wirke bewusst und
richtig orientiert. Die aktive Aufmerksamkeit könne erschwert
aufrecht
erhalten und dist
r
ibuiert werden. Es bestehe nicht der Eindruck, dass sinnliche Täuschungen vorlägen. Die Reaktionszeit sei verlangsamt, der Gedankengang depressiv gefärbt mit relativem Einblick in den persönlichen Zustand. Die aktuellen Beschwerden seien durch Stress provoziert worden (Krankheit der Mutter und der Tochter sowie Eh
eprobleme). Es bestehe ein „Krankenurlaub“ bis zur nächsten Kontrolle in zehn Tagen.
Im Bericht vom 4. August 2009 (Übersetzung, Urk. 7/43/9) schildert
e
Dr.
G._
, dass sich der Beschwerdeführer subjektiv besser fühle. Die empfohlene Therapie sage ihm zu, er schlafe besser, sei weniger nervös
,
und die Stimmung sei etwas besser.
Dr.
G._
attestierte einen „Krankenurlaub“ bis sich der Beschwerdefüh
rer bei seinem Arzt in der Schweiz gemeldet habe.
3.4
Laut Arztbericht
von
Dr.
med.
H._
,
D._
,
vom 23. März 2010 (Urk. 7/32/11-12) leidet der Beschwerdeführer an einer rezidivierenden depres
siven Störung (reaktive Depression), gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode (F33.1). Die depressive Symptomatik sei primär als Folge der schwieri
gen sozialen Situation und der multiplen körperlichen Beschwerden mit massi
ven Einschränkungen im Alltag bedingt. Daher könne nur wenig auf die depressive Symptomatik und die Schlafstörungen Einfluss genommen werden. Primär gehe es darum, die Situation möglichst stabil zu halten und eine Ver
schlechterung zu vermeiden. Bezü
glich Arbeitsfähigkeit verwies
die Ärzt
in
auf die Arztzeugnisse der
Somatiker
.
Im Bericht vom 25. Mai 2010 (Urk.
7/37) attestierte
Dr.
H._
unter Wieder
holung der bereits gestellten psychiatrischen Diagnose mindestens seit
Behand
lungsbeginn
in der
D._
im September 2009 (gemäss Arztbericht aus
I._
bereits seit Juli 2009)
eine 50%ige,
anfänglich sogar
eine
100%ige Arbeitsunfä
higkeit. Die Arbeitsunfähigkeit bestehe vor allem aus somatischen Gründen.
Am 22. Juni 2011 (Urk. 7/61) diagnostizierte
Dr.
H._
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (F33.0). Der Beschwerdeführer leide psychisch nach wie vor unter der Arbeitsunfähigkeit und den Schmerzen. Wenn es ihm möglich sei, halte er sich bei seiner Familie in
I._
auf. Dort habe er deutlich weniger Schlafprobleme und kaum
Suizid
gedanken
. Wichtig s
ei
die Hilfe in den Alltagsbelangen, die er durch die Familie erfahre. Wenn er sich über längere Zei
t in seiner Einzimmerwohnung in
J._
aufhalte, gehe es ihm deutlich schlechter.
Er sei in den Alltagsbelangen (Anzie
hen, E
inkaufen,
P
utzen) durch die Schulterprobleme deutlich eingeschränkt, was sich zusätzlich negativ auf das psychische Wohlbefinden auswirke.
3
.5
Die Gutachter
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
stellten in der interdisziplinären Zusammenfassung und Beurteilung
vom
22. März 2011
folgende Diagnos
e mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/60 S. 9)
:
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode mit soma
tischen Symptomen (F33.01)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (Urk. 7/60 S. 9):
Status nach generalisierter Angststörung (F41.1)
Alkohol-Abusus (CDT 4.4 %)
Vitamin D-Mangel (30
nmol
/l)
Schulterschmerzen beidseits
rechts: Partialruptur am Ansatz der
Supraspinatussehne
, leichte Bursi
tis
subdeltoidea
und leicht eingeengter
Subacr
o
mi
n
alraum
(7
mm
) bei unauffälligem Labrum
glenoidale
und unauffälligen
glenohumeralen
Ligamenten (
Arthro
-MR
März
2011)
links: leichte AC-Gelenksarthrose und
Acromion
Typ II mit einem
Sub
acromi
n
alraum
von 8
mm bei unauf
fälligem Labrum
glenoidale
und
unauffälligen
glenohumoralen
Ligamenten (
Arthro
-MR
März
2011)
Knieschmerzen links mit minimaler
medialer
Gonarthrose
(Röntgen März
2011) bei
Status nach
arthroskopischer
Behandlung
Dezember
2009 wegen
Menis
kusdegeneration
Grad II am
Hinterhorn
des Inne
n
meniskus und älterer Schädigung des vorderen Kreuzbandes
Status nach
Urethraruptur
Juli
1994
m
it konservativer Therapie
In der klinischen Untersuchung
fand
Dr.
Z._
laut
ihrem Teilgutachten vom 15. März 2011 (Urk. 7/58)
kein
en
wesentliche
n
Befund. Beide Knie seien normal beweglich. Beide Schultergelenke könnten nicht direkt untersucht wer
den, weil der Beschwerdeführer keine passive Bewegung zulasse. Unter Ablen
kung bewege er beide Schultern normal. D
er Unterarmumfang
sei
rechts etwas grösser als links, was bei Rechtshändigkeit normal sei. Beide Handinnenflächen und die Fingerkuppen des Daumens und Zeigefingers beidseits
zeigten
Ge
brauchsspuren
, für die der Beschwerdeführer keine Erklärung habe. Diese Spuren wiesen auf einen kürzlich erfolgten, intensiven Eins
atz beider Hände hin. Im Blut stosse man auf
ein
en
ausgeprägte
n
Vitamin D-Mangel. Das deut
lich erhöhte CDT zeige einen
Alkoholabusus
.
Die
vier im Blut geprüften
und vom Beschwerdeführer angeblich eingenommenen
Medikamente
seien
nicht
im therapeutischen Bereich nachweisbar.
D
ie aktuellen bildgebenden Befunde seien gering
und erklärten die Beschwerden nicht
(S. 33)
.
Aus rheumatologischer Sicht sei der Beschwerdeführer i
n der angestammten Tätigkeit sowie in jeder Tätigkeit, die Männer seines Alters üblicherweise aus
übten
,
vollständig arbeitsfähig
(S. 34)
.
Dr.
A._
führte im psychiatrischen Teilgutachten vom 22. März 2011 (Urk. 7/60) aus, d
er Beschwerdeführer habe seine Probleme glaubwürdig ge
schildert. Er habe psychiatrische Hilfe erstmals während eines Ferienaufenthal
tes im Heimatland
im Juli 2009
in Anspruch genommen, wobei es gemäss
den
von ihm geschilderten Symp
t
o
men damals zum Ausbruch der depressiven Stö
rung sowie einer vorübergehenden generalisierten Angststörung gekommen sei. Unter regelmässiger Behandlung habe eine weitere Verschlechteru
n
g
des psy
chischen Zustandes verhindert werden können. Anlässlich der Exploration habe der Beschwerdeführer nur noch die Symptome einer leichten depressiven Epi
sode aufgewiesen, was offenbar auf die Therapieerfolge und die Verbesserung der depressiven Symptomatik hindeute. Es sei gleichzeitig festzustellen, dass der Beschwerdeführer gegenwärtig keine Antidepressiva einnehme, wobei zur wei
teren Verbesserung bzw. Stabilisierung des psychischen Zustandes eine
antide
pressive
Behandlung dringend notwendig sei
(S. 7)
.
Im
gegenwärtigen Zustand könne dem
Beschwerdeführer aufgrund der raschen Ermüdbarkeit mit konsequenten Konzentrationsabfällen (testpsychologisch be
stätigt),
der reduzierten
psychischen Belastbarkeit sowie
der leichten
Antriebs
störung eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden. Unter korrekter ambulanter psychiatrischer Behandlung inklusive Anpassung der
Psychophar
makotherapie
sei innerhalb von zwei Monaten mit einer weiteren Rückbildung der depressiven Symptomatik zu rechnen, so dass dem Beschwerdeführer
aus psychiatrischer Sicht
ab 1. Mai 2011 eine volle Arbeitsfähigkeit zu attestieren wäre. Für den Beschwerdeführer seien Tätigkeiten mit sehr hohen Anforderun
gen an die Konzentration und die psychische Belastbarkeit sowie Nachtarbeit nicht geeignet
(S. 7 f.)
.
In der interdisziplinären Beurteilung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/60 S. 9 f.) wie
derholten die Ärzte die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den Psychiater (vgl. oben E.
3.5.3
).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung
des Rentenanspruchs auf das
bidisziplinäre
Gutachten von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
(E. 3.5; vgl. Feststellungsblatt vom 14. Juli 2011, Urk. 7/63). Dieses entspricht in jeder Hin
sicht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise
(vorstehend E. 1.8).
Es basiert auf den notwendigen internistischen, rheuma
tologischen und psychiatrischen Untersuchungen des Beschwerdeführers. Den Gutachtern standen die Akten der Beschwerdegegnerin zur Verfügung, worin namentlich die relevanten medizinischen Berichte enthalten waren. Die Gut
achter berücksichtigten sodann die geklagten Beschwerden und setzten sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein. Demgemäss sind auch die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten
in einer Weise begründet, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nach
vollziehen kann.
4.2
In somatischer bzw. rheumatologischer Hinsicht
erläuterte
Dr.
Z._
, dass
in der klinischen Untersuchung
keine wesentlichen Befunde hatten erhoben wer
den können.
Zwar klagte der Beschwerdeführer über Schulter- und Knieschmer
zen, die Knie waren in der Untersuchung indessen normal beweglich. Die Be
handlung bei
Dr.
F._
wurde denn auch nach erfolgter Kniearthroskopie abgeschlossen. Was die Schulterschmerzen betrifft, konnten die Schultergelenke anlässlich der Begutachtung nicht direkt untersucht werden, weil der Beschwer
deführer keine passive Bewegung zuliess.
Unter Ablenkung dagegen bewegte er
die
Schultern normal und d
ie von
Dr.
F._
empfohlene
Schulterarthro
skopie
liess er nie durchführen, was darauf schliessen lässt, dass die
Schulter
schmerzen
nicht im Vordergrund stehen und sich der Beschwerdeführer dadurch nicht erheblich eingeschränkt fühlt. Gegen die rheumatologische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit bringt er denn auch nichts vor.
In s
omatischer Hinsicht kann
damit
mit
Dr.
Z._
davon ausgegangen werden, dass der Beschwer
deführer in der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen als auch in jeder anderen Tätigkeit
nicht eingeschränkt ist.
4.3
Was der Beschwerdeführer gegen das psychiatrische Teilgutachten vorbringt
,
verfängt nicht:
Es trifft zu, dass
Dr.
H._
im Bericht vom 25. Mai 2010
bei einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (F33.11)
,
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
e
,
wohingegen
Dr.
A._
fast ein Jahr später im Gutachten vom 22. März 2011 nur noch von einer Arbeitsunfähigkeit von 40 % ausging. Hierbei handelt es sich indessen nicht um eine andere Einschätzung des gleich gebliebenen Gesundheitszustandes, son
dern
Dr.
A._
erkannte nur noch die Symptome einer leichten
depressiven
Episode (S. 7 des Gutachtens).
Angesichts des von
Dr.
A._
vorgefundenen verbesserten Zustandsbildes ist es auch nicht widersprüchlich, wenn er die von
Dr.
H._
ein Jahr früher
attestierte Arbeits
un
fähigkeit als plausibel erach
tet
e
(S. 9 des Gutachtens) und selber
im Gutachtenszeitpunkt
von einer leicht höheren Arbeitsfähigkeit ausging. Daran ändert nichts, dass
Dr.
H._
im Bericht vom 22. Juni 2011 immer noch eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attes
tierte
, ging doch auch sie von einem verbesserten Gesundheitszustand aus und diagnostizierte eine leichte bis mittelgradige
depressive
Episode
.
Weshalb
sie der Ansicht war, dass
sich der verbesserte Gesundheitszustand nicht auf die Ar
beitsfähigkeit auswirken soll, erklärte sie indessen nicht.
4.4
D
em Beschwerdeführer
ist allerdings
dahingehend zuzustimmen, dass
es nicht zulässig ist, ab 1.
Mai 2011 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit auszuge
hen. Zwar stellte sich
Dr.
A._
auf den Standpunkt, dass unter einer konse
quenten Weiterführung der ambulanten psychiatrischen Behandlung inklusive Gesprächstherapie und Optimierung der Psychopharmakotherapie bis 1. Mai 2011 mit der Wiedererlangung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit gerechnet wer
den könne.
Dass
sich eine tatsächliche Verbesserung des Gesundheitszustandes bis zum 1. Mai 2011
einstellte, kann den medizinischen Akten indessen nicht entnommen werden,
stimmt
doch
die von
Dr.
H._
am 22. Juni 2011 gestellte Diagnose im Wesentlichen mit der von
Dr.
A._
im März 2011
gestellten überein.
Ebenso wenig kann den Akten entnommen werden, dass der Beschwerdeführer eine ihm von der Beschwerdegegnerin auferlegte
Schaden
minderungspflicht
verletzt hätte und aus diesem Grund ab 1. Mai 2011 eine vollständige Arbeitsfähigkeit
angenommen
werden könnte.
4.5
Zusammenfassend ist
somit festzustellen,
dass beim Beschwerdeführer nach Ablauf der Wartefrist am 1. Oktober 2010 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit be
stand und seit 1. März 2011 (Datum der psychiatrischen Untersuchung durch
Dr.
A._
) eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 40 % besteht.
5.
Zu prüfen ist, wie sich die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit auf die Erwerbsfä
higkeit auswirkt.
5.1
Laut Lohnjournal
(Urk. 7/38/26
) erzielte der Beschwerdeführer bei der
Y._
im Jahr 2009 einen Monatslohn von Fr. 6‘615.-- beziehungsweise ein Jahresgehalt von Fr. 85‘995.-- (13
x Fr. 6‘615
.--).
Unter Berücksichtigung des Nominallohnindexes für Männer von 2
‘
136
Punkten im Jahr 200
9
und von
2
‘
150
Punkten im Jahr 201
0
(Die Volkswirtschaft
12-2013 Tabelle B10.3 S. 91
) ergibt dies ein
Valideneinkommen
im
Zeitpunkt des Rentenbeginns
von
rund
Fr.
86‘559
.--.
5.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu
berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Der Zentralwert für die mit einfachen und repetitiven Aufgaben beschäftigten Männer betrug im Jahr 2010 im privaten Sektor
Fr.
4‘901
.-- (LSE, Tabelle TA 1), was unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen betr
iebsüblichen Arbeits
zeit von 41.
6 Stunden (Die Volkswirtschaft
12
-201
3
,
S. 9
0
, Tabelle B9.2
)
bei einer Arbeitsfähigkeit von 50 %
ein Invalideneinkommen von
rund
Fr.
30‘582.
und bei einer Arbeitsfähigkeit von 60 % ein solches von
rund
Fr. 36‘699.-- ergibt.
5
.3
Die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ergibt
bei einer Ar
beitsfähigkeit von 50 %
eine Erwerbseinbusse von Fr.
55‘977.
-- (Fr.
86‘559
.-- - Fr.
30‘582
.--) beziehungsweise von
64
.
7 %
.
Bei einer Arbeitsfähigkeit von 60 % resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr. 49‘860.-- (Fr. 86‘559.-- - Fr. 36‘699.--) beziehungsweise von 57
.
6 %.
Damit hat der Beschwerdeführer mit Wirkung ab 1. Oktober 2010
Anspruch auf eine bis 31. Mai 2011 befristete
Dreiviertelsrente
und mit Wirkung ab 1. Juni 2011 auf eine halbe Rente. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr.
1'000.-- festge
legt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr.
8
00.-- als angemes
sen. Ausgangsgemäss ist sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.