# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 07644366-a45c-4826-b976-65b0086bc382
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
A. X. wurde am I. in C. geboren und wuchs zusammen mit zwei Geschwistern bei seinen Eltern in D. auf. Dort besuchte er sechs Jahre die Primar- und drei Jahre die Realschule, ehe er eine dreijährige Lehre als Zimmermann bei
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der Firma E. AG, D., absolvierte. Anschliessend arbeitete X. längere Zeit bei verschiedenen Firmen im St. Galler Rheintal und im Kanton Zürich auf seinem erlernten Beruf. Seit anfangs Juni 2005 ist er selbständig erwerbend. Gemäss eigenen Angaben verdient er zurzeit monatlich ca. Fr. 3'000.--. Seinem Vermögen von ca. Fr. 50'000.-- bis Fr. 60'000.-- ständen Hypothekarschulden in Höhe von ca. Fr. 400'000.-- gegenüber. Den Angaben des Steueramtes D./SG vom 15. April 2005 zufolge versteuerte X. im Jahr 2003 ein Einkommen von Fr. 61'071.-- sowie ein Vermögen von Fr. 192'233.--.
Im Schweizerischen Zentralstrafregister und im SVG-Massnahmenregister ist X. nicht verzeichnet. Gemäss Leumundsbericht der Kantonspolizei St. Gallen vom 11. Oktober 2005 geniesst er in D. einen rechten Ruf. Sein allgemeines Verhalten habe noch nie zu Klagen Anlass gegeben.
B. Am 12. April 2005 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen X. eine Strafuntersuchung wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln und beauftragte das Untersuchungsrichteramt Chur mit deren Durchführung. Die Schlussverfügung wurde am 16. September 2005 erlassen. Mit Verfügung vom 28. Oktober 2005 wurde X. wegen mehrfacher grober Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 35 Abs. 7 SVG, Art. 37 Abs. 1 SVG sowie Art. 12 Abs. 2 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG in Anklagezustand versetzt. Der zu Handen des Bezirksgerichtsausschusses Prättigau/Davos erhobenen Anklage liegt gemäss Anklageschrift vom 28. Oktober 2005 der folgende Sachverhalt zu Grunde:
„X. wird angeklagt
der mehrfachen groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 35 Abs. 7 SVG, Art. 37 Abs. 1 SVG und Art. 12 Abs. 2 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG.
Am 4. Januar 2005 befuhr A. um ca. 15.20 Uhr mit seinem Personenwagen Nissan, ZH F., die Landstrasse innerorts in H. in Richtung J. und schloss auf den vor ihm fahrenden Opel Astra, SG G., von X. auf. Da X. lediglich mit einer Geschwindigkeit von ca. 25 - 30 km/h fuhr, setzte A. zum Überholen an. Im gleichen Moment beschleunigte der Angeklagte sein Fahrzeug, so dass A. das Überholmanöver abbrechen und sich wieder hinter dem Fahrzeug von X. einreihen musste. Darauf bremste X. den Wagen bis zum Stillstand ab und fuhr nach ca. zehn Sekunden wieder weiter.
Ausgangs H. setzten A. wie auch der zwischenzeitlich hinter diesem fahrende B. zum Überholen von X. an, da jener trotz erlaubter 80 km/h lediglich mit ca. 50 km/h fuhr. Erneut beschleunigte der Angeklagte seinen Wagen, so dass A. und B. dieses Überholmanöver abbrechen mussten. Nachdem sich beide wieder hinter dem Fahrzeug von X. eingereiht hatten, bremste der Angeklagte seinen Wagen erneut bis zum Stillstand ab, fuhr kurz an, um schliesslich nochmals heftig abzubremsen.
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X. bestreitet die ihm zur Last gelegten SVG-Widerhandlungen. Gemäss seinen Angaben musste er aufgrund des Kolonnenverkehrs bremsen. Auch bestreitet er, während der beiden Überholmanöver jeweils beschleunigt zu haben. Er sei nicht schneller gefahren, sondern habe lediglich zur Kolonne aufgeschlossen. Hingegen ist er geständig, sein Fahrzeug mitten auf der Strasse bis zum Stillstand abgebremst zu haben und ausgestiegen zu sein, um die Nummer des nachfolgenden Fahrzeuges zu notieren.
Akten: act. 3.1, 3.2, 3.6, 3.7, 3.10, 3.11“
C. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos fand am 2. Februar 2006 statt. X. nahm daran persönlich teil. Mit Urteil vom 2. Februar 2006, mitgeteilt am 1. März 2006, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos, wie folgt:
„1. X. ist schuldig der mehrfachen groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 35 Abs. 7 SVG, Art. 37 Abs. 1 SVG sowie Art. 12 Abs. 2 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG.
2. Dafür wird er mit einer Busse in Höhe von Fr. 1'500.00 bestraft.
3. Bei Wohlverhalten wird der Strafregistereintrag nach Ablauf einer Probezeit von einem Jahr vorzeitig gelöscht.
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft von Fr. 1'135.00
- den Barauslagen der Staatsanwaltschaft von Fr. 60.00
- der Gerichtsgebühr von Fr. 1'500.00
total somit von Fr. 2'695.00
gehen zulasten des X.. Sie sind innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils zusammen mit der Busse, total also Fr. 4'195.00 (Fr. 2'695.00 + Fr. 1'500.00), der Bezirksgerichtskasse, PC 70-3922-1, zu überweisen.

## Considerations