# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1e3da54f-37bc-4117-9ad8-dbf20a29f55e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 2009
geborene
X._
wurde von seinen Eltern am
5
.
Dezember
201
9
(Eing
angsdatum) unter Hinweis auf einen se
it Geburt bestehenden atypischen
Autismu
s sowie
eine mittelgradige dep
ressive Episode, welche
seit März 2019 bestehe,
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von medizinischen Massnahmen an
gemeldet
(Urk.
12/
1,
Urk.
12/
3
).
Nach ihren Abklärungen
teilte d
ie IV-Stelle
der Mutter des Versicherten
am
24
.
April
20
20
mit, dass sie die Kosten für die Behandlung des Geburtsgebrechens Ziffer
405
(Autismus-
Spektrums-Störung)
und ärztlich verord
nete Behandlungsgeräte
in einfacher und zweckmässiger Ausführung vom 5. Dezember
201
9
bis 31.
August 2023
(Urk.
12/8
) und
die Kosten für
tagesklinische Behandlung
nach ärztliche
r Verordnung ab 11. Oktober 2019 bis 21. Oktober 2020
(Urk.
12/
9
)
über
nehme.
In der Folge gewährte die IV-Stelle dem Versicherten am
8.
Mai 2020 zudem
Kosten
gutsprache
für ambulante Psychotherapie nach ärztlicher Verord
nung ab 1
0.
Juli 2019 bis 3
1.
August 2023 (
Urk.
12/11)
.
1.2
Am 1
5.
Juli 2020 wurde
X._
von seinen Eltern
zum Bezug einer
Hilf
losenentschädigung
angemeldet (
Urk.
12/16).
Der Anmeldung legten sie den
Bericht von
A._
, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie
FMH
,
vom
7.
Juli 2020 bei (Urk. 12/15).
Die IV-Stelle führte am
9.
September 202
0
eine
Abklärung beim Versicherten zu Hause
durch (Urk. 9/30/1). Der dazugehörige Bericht der
Abklärungsperson der IV-Stelle
datiert vom
10. Septem
ber 2020
(
Urk.
12/19). Mit Vorbescheid vom 15. Sep
tem
ber 2020 kündigte die
IV-Stelle der Mutter des Versicherten die Ausrichtung ei
ner Entschädigung wegen leichtgradiger
Hilflosigkeit ab
1.
Juli 2019 längstens bis 31. August 2027 (vorbehältlich der Revision) an (
Urk.
12/20). Dagegen erhoben die Eltern des Versicherten am 1
2.
Oktober 2020 Einwand (
Urk.
12/22
)
.
Mit ihrer
Einwandbegründung
vom 2
3.
November 2020
(
Urk.
12/29)
reichte
deren
Rechts
ver
treterin
die Stellungnahme der Schule
B._
vom 27.
Oktober 2020 (
Urk.
12/27) und d
ie
Stellungnahme
von
A._
vom
1.
Novem
ber 2020 (
Urk.
12/28)
ein
.
Am
2
2.
Dezember 2020 nahm der Ab
klä
rungsdienst der IV-Stelle Stellung (
Urk.
12/30).
Nach der Prüfung des Einwan
des sprach die IV-Stelle dem Versicherten
wie vorbeschieden
eine Entschädigung wegen leicht
gradig
er Hilflosigkeit ab
1.
Juli 2019 längstens bis 31. August 2027 (vorbe
hältlich der Revision)
zu (Urk. 2)
.
2.
2.1
Dagegen liess der Versicherte, vertreten durch seine
Eltern
, mit Eingabe vom 1
9
.
Januar 2021
Be
schwerde erheben und beantragen (Urk. 1):
«
1.
In Abweichung vom Vorbescheid des 15. September 2020 und der Verfü
gung vom 22. Dezember 2020 wird dem Versicherten mindestens eine Entschädi
gung wegen mittelschwerer Hilflosigkeit zugesprochen.
2.
Der
entscheidrelevante
Sachverhalt ist genauer abzuklären.
3.
Unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen.»
2.2
Mit Vernehmlassung vom 20. April 2021
(
Urk.
9)
reichte die Beschwerdegegnerin den Wiedererwägungsentscheid vom 15. April 2021
(Urk. 11)
ein. Mit dieser Ver
fügung sprach
sie
dem Beschwerdeführer ab
1.
Juli 2019 bis 3
1.
August 2027 längstens bis zur Vollendung des 1
8.
Altersjahres (vorbehältlich der Revision) eine
Hilflosenentschädigung
f
ür Minderjährige wegen mittelschwerer
Hilflosig
keit zu
(
Urk.
11 S. 1)
.
Die Beschwerdegegnerin ersuchte
um Ab
schreibung des Ver
fahrens zufolge Gegenstandslosigkeit (Urk.
9 S. 1
, unter Beilage der
IV-Akten, Urk. 12
/1-
31
).
2.3
Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom
26
.
April 2021
Gelegenheit gegeben, um zur Eingabe der Beschwerdegegnerin vom
20. April 2021 (
Urk.
9)
Stel
lung zu nehmen (Urk.
13
). Der Beschwerdeführer liess sich innert angesetzter Frist nicht vernehmen.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 53 Abs. 3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG
; anwendbar im Bereich der Invalidenversicherung gestützt auf
Art.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, und
Art.
2 ATSG
) kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen
Ein
spracheentscheid
, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt.
Es ist alsdann ein allgemeiner Verfahrensgrundsatz, dass die Wiedererwägung der
angefochtenen
Verfügung während eines hängigen Verfahrens zu dessen Gegen
standslosigkeit führt, wenn mit der Wiedererwägung dem im Beschwerdeverfah
ren
gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich entsprochen wurde (vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_1036/2012 vom 21. Mai 2013 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 127 V 228 E. 2b/
bb
).
Entspricht die nach Wiedererwägung erlassene Verfügung
in
dessen nur teilweise den gestellten Begehren, darf die Beschwerde nicht
insge
samt als gegenstandslos betrac
htet
werden; in diesem Fall ist das Beschwerdever
fahren weiterzuführen, soweit es durch die neue Verfügung nicht hinfällig geworden ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_1036/2012 vom 21.
Mai
2013 E.
3.3 und
8C_526/2012
vom 1
9.
September 2012 E. 4.2 mit Hinweis; vgl. BGE 127 V 228 E. 2b/
bb
mit Hinweisen).
Entspricht die Wiederwägung nicht dem im Beschwerdeverfahren gestellten Antrag, ist sie als Antrag an das Gericht zu behandeln (
Kieser
, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., 2020, N 90
zu Art. 53 ATSG, mit Hinweis).
1.2
Mit ihrem Wiedererwägungsentscheid vom 1
5.
April 2021 verfügte die Beschwer
degegnerin
die Ausrichtung einer
Hilflosenentschädigung
fü
r Minder
jährige wegen mittelgradiger
Hilflosigkeit
ab 1. Juli 2019 bis 31. August 2027 längstens bis zur Vollendung des 18. Altersjahres (v
orbehältlich der Revision,
Urk. 11 S. 1). Mit ihrer Beschwerde vom 1
9.
Januar 2021
beantragten die
Eltern des Beschwer
deführers, dass ihrem Sohn mindestens eine Entschädigung wegen mittelschwerer Hilflosigkeit zugesprochen werde
. Zudem beantragten sie, dass der
entscheidre
levante
Sachverhalt genauer abzuklären
sei
(Urk.
1 S.
1).
Die Eltern stellten mithin nicht nur einen Antrag auf
Zusprache
einer
Entschädigung
für Minder
jährige
wegen mittlerer Hilflosigkeit. Gemäss ihrem Antrag soll, wenn rechtens, dem Beschwerdeführer auch eine
Hilflosenentschädigung
für Minder
jährige wegen schwerer Hilflosigkeit zugesprochen werden.
Daher ent
spricht der Wieder
er
wägungsentscheid der Beschwerdegegnerin
vom 1
5.
April 2021
dem Begehren des Beschwerde
führers
nicht vollumfänglich
.
Die Beschwerde kann nicht als gegenstandslos geworden abgeschrieben werden, sondern ist im Umfang des strittigen Teils (
Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
für Minder
jährige wegen schwerer Hilflosigkeit
) zu beurteilen, wo
bei
die Verfügung
vom 1
5.
April 2021
(
Urk.
11)
nunmehr Anfechtungs
gegen
stand ist.
2.
2
.1
Gemäss
Art.
42
Abs.
1 IVG haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (
Art.
13 ATSG) in der Schweiz, die hilflos (
Art.
9 ATSG) sind, Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
. Vorbe
hal
ten bleibt Artikel 42
bis
IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (
Art.
9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (
Art.
42
Abs.
3 Satz 1 IVG;
Art.
38
der Verordnung über die Invalidenversiche
rung, IVV
). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):
-
Ankleiden, Auskleiden;
-
Aufstehen, Absitzen, Abliegen;
-
Essen;
-
Körperpflege;
-
Verrichtung der Notdurft;
-
Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.
2.2
2.2.1
Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 3 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:
a.
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb
licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;
b.
einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;
c.
einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf;
d.
wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder
e.
dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewie
sen ist.
2.2.2
Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:
a.
in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;
b.
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder
c.
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb
licher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist.
Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2
lit
. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebens
ver
richtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2).
2.2.3
Gemäss
Art.
37
Abs.
1 IVV gilt die Hilflosigkeit als schwer, wenn die versicherte Person vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Über
wachung bedarf.
2.3
2.3.1
Die
Hilflosenentschädigung
für Minderjährige, die zusätzlich eine intensive Betreuung brauchen, wird um einen Intensivpflegezuschlag erhöht; dieser Zu
schlag wird nicht gewährt bei einem Aufenthalt in einem Heim. Der monatliche Intensivpflegezuschlag beträgt bei einem invaliditätsbedingten Betreuungs
auf
wand von mindestens 8 Stunden pro Tag 100 Prozent, bei
einem solchen von mindestens 6
Stunden pro Tag 70 Prozent
und bei einem solchen von mindestens 4 Stunden pro Tag 40 Prozent des Höchstbetrages der Altersr
ente nach
Art.
34
Abs.
3 und 5
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(
AHVG
)
.
Der Zuschlag berechnet sich pro Tag. Der Bundesrat regelt im Übrigen die Einzelheiten
(
Art.
42
ter
Abs.
3 IVG)
.
2.3.2
Nach
Art.
39 IVV
liegt eine intensive Betreuung im Sinne von Artikel 42
ter
Abs
.
3 IVG bei Minderjährigen vor, wenn diese im Tagesdurchschnitt infolge Beeinträch
tigung der Gesundheit zusätzliche Betreuung von mindestens
4
Stunden benö
tigen (
Abs.
1). Anrechenbar als Betreuung ist der Mehrbedarf an Behandlungs- und Grundpflege im Vergleich zu nichtbehinderten Minderjährigen gleichen Alters. Nicht anrechenbar ist der Zeitaufwand für ärztlich verordnete medizi
nische Massnahmen, welche durch medizinische Hilfspersonen vorgenom
men werden sowie für pädagogisch-therapeutische Massnahmen (
Abs.
2). Bedarf eine minderjährige Person infolge Beeinträchtigung der Gesundheit zusätzlich einer dauernden Überwachung, so kann diese als Betreuung von
2
Stunden ange
rechnet werden. Eine besonders intensive behinderungsbedingte Über
wachung ist als Betreuung von vier Stunden anrechenbar (
Abs.
3).
2.4
Gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines Leistungsan
spruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen (vgl. auch
Rz
8131 ff. des Kreisschreibens über Invalidität und Hilflosigkeit in der IV, KSIH, gültig ab 1. Januar 2015). Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unter dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs folgen
den Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Verhält
nisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergeben
den Beeinträchtigungen und
Hilfsbedürftigkeiten
hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltäg
liche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachpersonen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebens
verrichtungen sowie der tatbestandsmässigen Erfordernisse der dauernden Pflege und der persönlichen Überwachung und der lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehlein
schätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (
BGE 133 V 450 E. 11.1.1, 130 V 61 E. 6.1 f.
). Diese Grundsätze gelten entsprechend auch für die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_464/2015 vom 14. September 2015 E. 4) sowie unter dem Aspekt des Intensivpflegezuschlags (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_573/2018 vom 8. Januar 2019 E. 3.2).
3
.
3.1
In ihrer Verfügung vom 1
5.
April 2021
führte die Beschwerdegegnerin aus, in ihrer ersten Verfügung vom 2
2.
Dezember 2020 sei festgehalten worden, dass bei den sechs alltäglichen Lebensverrichtungen eine Hilfsbedürftigkeit des Beschwer
deführers in den Bereichen «Ankleiden, Auskleiden», «Essen
»
sowie
«
Körperpflege
»
ausgewiesen
sei
. Die Anspruchsvoraussetzungen für eine
Hilflosenentschädigung
leicht wären seit
1.
August 2013 erfüllt gewesen. Die Leistungen könnten jedoch
maximal ein Jahr rückwirkend ab Eingang der Anmeldung ausgerichtet werden. Der Antrag des Beschwerdeführers sei am 1
5.
Juli 2020 eingegangen. Die Leistun
gen könnten demzufolge ab
1.
Juli 2019
erbracht
werden.
Nach der Beschwerde
erhebung der Eltern des Beschwerdeführers beim Sozialversicherungsgericht
sei die Verfügung vom 2
2.
Dezember 2020 überprüft worden. Aufgrund des von der Familie des Beschwerdeführers im November 2020 eingereichten Berichtes des Arztes
A._
könne eine Hilfsbedürftigkeit des Beschwerdeführers im Bereich «Fortbewegung und Kontaktaufnahme» ebenfalls anerkannt werden. Bei einer ausgewiesenen Hilfsbedürftigkeit des Beschwerdeführers bei vier
alltäg
lichen Lebensverrichtungen bestehe ab
1.
Juli 2019
Anspruch auf eine
Hilf
los
entschädigung
mittleren Grades
(
Urk.
11
S. 2
)
.
3.2
In ihrer Beschwerde vom
1
9.
Januar 2021 brachten die Eltern des Beschwer
de
führers vor, dass - nebst der
von der Beschwerdegegnerin anerkannten Hilfs
bedürftigkeit in den oben erwähnten vier alltäglichen Lebensverrichtungen (E.
3.2)
-
der Beschwerdeführer zusätzlich beim «Aufstehen, Absitzen, Abliegen» ihre
r
Hilfe bedürfe
. Zwar müssten sie ihrem Sohn nicht mit Ab
stützen und Aufziehen beim Aufstehen helfen. Wegen seiner
Autismus-Spek
trum
-Störung komme es bei ihm aber rasch zu einer Reizüberflutung und zu Stress. Anforde
rungen jeglicher Art und soziale Kontakte würden ihn permanent überfordern. Darauf reagiert er immer m
it starkem Rückzugsverhalten. Da er sich
täglich zu verschiedenen
Zeiten ins Bett zurückziehe, müssten sie ihn wiederholt mit ausdrücklicher Aufforderung und Präsenz aus dem Bett holen un
d ihn beim Aufstehen unterstütz
en
(
Urk.
1 S. 2
-3
).
3.3
Es gilt zu
beachten
, dass eine
schwergradige
Hilflosigkeit gemäss Art. 37 Abs. 1 IVV
vorliegt,
wenn die versicherte Person in allen
sechs
relevanten
alltäglichen Lebensverrich
tungen
(
BGE 121 V 88 E. 3a,
10
7
V 145 E. 1b, 107 V 136 E. 1b
,
je mit Hinweisen
)
regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Überwachung bedarf.
Zu diesen sechs alltäglichen Lebensverrichtungen gehört auch die «Verrichtung der Notdurft» (E.
2.1
)
.
In der Anmeldung zum Bezug einer
Hilflosenentschädigung
für Minderjährige
vom
15. Juli 2020 führten die Eltern des Beschwerdeführers aus, dass sie bei der «Verrichtung der Notdurft» dem Beschwerdeführer indirekte Hilfe leisten müss
t
en. Das WC werde bei Stress immer wieder unsauber verlassen, ohne dass ihr Sohn dies merke
n würde
. Ebenfalls nötig sei die Aufforderung zur Selbst
kontrolle nach dem Toilettengang. Dies habe sich bereits verbessert (Urk. 12/16/5).
Gestützt auf die Angaben der Mutter des Beschwerdeführers
(Urk.
12/19/1) hielt die Abklärungsperson der IV-Stelle in ihrem Bericht vom 10. September 2020 (Urk. 12/19) fest, dass der Bereich «Verrichtung der Notdurft» ab dem August 2017 nicht mehr ausgewiesen sei, weil der Beschwerdeführer mit 8 Jahren nachts
trocken gewesen sei. Bis zum Frühjahr 2020 sei es vor
gekommen, dass der Beschwerdeführer bei Stress die Toilettenschlüssel
nicht ge
troffen habe und sie anschliessend das Bad habe putzen müssen. Seit Mai 2020 sei er vollum
fänglich selbständig (
Urk.
12/19/4).
A._
, der Psychia
ter des Beschwerdeführers, nahm a
m
1.
November 2020
zum Abklärungsbericht vom 10. September 2020 (Urk. 12/19) Stellung (
Urk.
12/28).
In seiner Stellung
nahme hielt er fest
,
dass beim Beschwerdeführer
keine primären physischen (inkl. Sinnesschädigungen) oder grundsätzlichen kognitiv-intellektuellen Ein
schrän
kungen vorlägen. W
egen der Autismus-Spektrum-Störung und der depres
siven Erkrankung
bestünden beim Beschwerdeführer aber
im sozioemotionalen und psychischen
Bereich starke Einschränkungen
(
Urk.
12/28/1).
Des Weiteren führte er aus, weshalb der Beschwerdeführer aus seiner Sicht
beim «Aufstehen, Absitzen, Abliegen» und im Bereich «Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontakt
auf
nahme» nicht selbständig und damit hilfsbedürftig ist (
Urk.
12/28/2). Zum Bereich «Verrichtung der Notdurft» äusserte er sich nicht und
aus
seiner Stellung
nahme vom
1.
November 2020 ergeben sich auch keine Einsch
ränkungen des Beschwer
de
führers in diesem Bereich.
Aufgrund der vorliegenden Akten
kann
gesagt wer
den, dass die Abklärungs
person - abstellend auf die An
gaben der Mutter des Beschwerdeführers (
Urk.
12/19/4) - dessen Hil
f
sbedürftig
keit im Bereich «Verrichtung der Notdurft» schlüssig und überzeugend verneint hat.
Es besteht somit auch kein Grund für weitere Abklärungen.
Etwas
a
nderes
ist von den Eltern des Beschwerdeführers
im vorliegenden Verfahren
auch
nicht geltend gemacht worden
(
Urk.
1)
.
Hinsichtlich
allfälliger von den Angaben der Mutter bei der Abklärung vor Ort vom
9. Sep
tember 2020
abweichender
, späterer
Behauptungen
wäre sodann zu beachten, dass
die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts praxisge
mäss in der Regel auf die «Aussagen der ersten Stunde» abstellen. Diesen Aus
sagen kommt in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zu
,
als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrecht
licher oder anderer Art beeinflusst sein
können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis)
.
Aus dem Gesagten folgt, dass keine Hilfsbedürftigkeit des Beschwerdeführers im Bereich «Verrichtung der Notdurft» ausgewiesen ist.
Aufgrund dessen steht fest, dass der Beschwerdeführer nicht
in allen sechs relevanten alltäglichen Lebens
ver
rich
tungen
auf Dritthilfe angewiesen ist. Die Voraussetzungen für die
Zu
sprache
einer Entschädigung wegen
schwer
gradig
er
Hilflosigkeit gemäss
Art.
42
Abs.
2 IVG und
Art. 37 Abs. 1 IVV
sind
mithin
nicht erfüllt.
Es muss daher nicht geprüft werden, ob der
Beschwerdeführer
beim «Aufstehen, Absitzen, Abliegen» Hilfe benötigt.
Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer mit Ver
fü
gung vom 1
5.
April 2021 (
Urk.
11)
somit
zu Recht eine Entschädigung wegen mittlerer Hilflosigkeit zugesprochen.
4
.
4.1
Der Vollständigkeit halber ist
zudem
festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin in ihrer Verfügung
vom 1
5.
April 2021
zu Recht festgehalten hat, dass kein Anspruch
auf einen
Intensivpflegezuschlag besteht
(
Urk.
11 S. 2). Dies blieb seitens der Eltern des Beschwerdeführers unbestritten. Sie reichten innert der mit Verfügung vom 2
6.
April 2021 angesetzten Frist (
Urk.
13) keine Stellungnahme
zur Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1
5.
April 2021
(
Urk.
11)
ein.
4.2
Mit ihrer Verfügung vom 1
5.
April 2021 hat die Beschwerdegegnerin nunmehr anerkannt, dass eine Hilfsbedürftigkeit im Bereich «
Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme
» ebenfalls besteht (
Urk.
11
S. 2
). Daraus folgt, dass sich auch der
an
rechenbare
Mehraufwand für
die Betreuung erhöht, weil
im Abklä
rungsbericht vom 10. September 2020 (Urk. 12/19) noch festgehalten wurde, es sei
in diesem Bereich
kein Mehr
aufwand für die Betreuung infolge Beein
träch
ti
gung der Gesundheit an
rechenbar (Urk.
12/19/4).
Zum anrechenbaren Mehr
auf
wand für die Betreuung im Bereich «
Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme
»
führte die Beschwerde
geg
nerin
- soweit ersichtlich - vor dem Erlass
der Verfügung vom 15.
April 2021
(
Urk.
11)
keine
zusätzlichen
Ab
klä
run
gen durch. In dieser Verfügung führte sie
- wie fest
gehalten -
einzig aus, das
s
kein Anspruch auf einen Intensivpflege
zu
schlag bestehe.
Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Unrecht weitere Abklärungen unterlassen
hat
. Aus
gangs
punkt dieser Prüfung ist die i
m Ab
klärungsbericht vom 1
5.
April 2021
vor
ge
nom
mene Unterteilung des
Bereich
s
«Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontakt
aufnahme»
in die drei Teilbereiche «Fortbewegung in der Wohnung (inkl.
Trep
pen)»
, «Fortbewegung im Freien», «Pflege gesellschaft
licher Kontakte (Konver
sation, Lesen, Schreiben, Radio/TV, B
esuch von Anläs
sen)»
(
Urk.
12/19/4). Nicht streitig ist, dass sich der Beschwerdeführer zu Hause
funktionell
selbständig fort
bewegen kann
(Urk. 12/19/4
). Das
s
er dazu in der Lage ist
,
kann
überdies
dem Abklärungsbericht vom 1
5.
April 2021
entnommen werden (
vgl. die Angaben zu seinem Tagesablauf:
Urk.
12/19/
1
).
Ein Mehraufwand für die Betreu
ung im
Teil
bereich «Fortbewegung in der Wohnung (inkl.
Treppen)»
ist
nicht aus
gewiesen und es
besteht
demzufolge
diesbezüglich
auch
kein weiterer Ab
klä
rungs
bedarf. Anders verhält es sich aber
grundsätzlich
bezüglich der Fort
bewe
gung im Freien und den gesellschaftlichen Kontakten.
A._
hielt in seiner Stellung
nahme vom
1.
November 2020 mit einer schlüssigen und über
zeugenden Begrün
dung fest, dass der Beschwerdeführer in der Fortbewegung im Freien und
in der
Pflege gesellschaftlicher Kontakte durch die Einschränkungen der gegen
seiti
gen sozialen Interaktion und Kommunikation sowie der Reizof
fen
heit und die damit einhergehende Belastung stark einge
schränkt sei. Deswegen be
dürfe er der täg
lichen Hilfestellung durch die Eltern, das Taxiunter
nehmen usw. (
Urk.
12/28/2).
Das von
A._
erwähnte Taxiunternehmen fährt den Beschwerde
führer von seinem Wohnort in die Schule (
Urk.
12/19/1).
Diesbe
züglich sind auch die
Ausführungen
der Schule
B._
zu berü
ck
sichtigen. Deren Stellungnahme vom 2
7.
Oktober 2020 ist zu entnehmen, dass
die Taxi
fahrten den Beschwerdeführer besonders dann fordern
können
, wenn er die Fahrer nicht kennt oder er mit ande
ren Kindern fährt und sich deswegen die Fahrtenroute ändert.
Diese Erlebnisse müsse der Beschwerdeführer im Anschluss zu
H
ause mit den Eltern verarbeiten (
Urk.
12/27/2
; vgl. auch die Ausführungen der Eltern des Beschwerdeführers in der Beschwerde vom 1
9.
Januar 2021, wonach An
for
de
rungen jeglicher Art und soziale Kontakte den Beschwerdeführer per
manent überfordern würden. Der Alltag müsse minutiös und nahezu vollumfänglich organisiert und begleitet werden [
Urk.
1 S. 2]
). Das Taxiunter
nehmen kooperiere
aber
so gut wie möglich und die Fahrerinnen und Fahrer wür
den sich ver
ständ
nisvoll zeigen (
Urk.
12/27/2).
Für den Weg zur Schule ist
damit
kein Mehrauf
wand für Betreuung durch die Eltern anzurechnen, weil der Beschwerde
führer mit dem Taxi gefahren wird.
4.
3
Nach dem hiervor Ausg
eführten
kann im Hinblick auf einen allfälligen Intensiv
pflegezuschlag im Bereich
«Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontakt
aufnahme»
bislang
noch kein anrechenbarer Mehraufwand für die Betreuung ange
rechnet werden.
Des Weiteren gab die Mutter des Beschwerde
führers b
ei der Abklärung
vom
9.
September 2020
an
, dass
dieser
keine Sozialkontakt
e pflege. Seine Zeit verbringe er
am liebsten mit der Familie zu Hause (
Urk.
12/19/4). In den Akten finden sich aber auch Hinweise auf Freizeitaktivitäten des Beschwer
de
füh
rers.
Der Beschwerde
führer nimmt Musikunterricht (
Urk.
12/29/3).
Die Eltern des Beschwerdeführers organisieren
für ihn
zudem Treffen mit anderen Kindern
. Man trifft sich zum Bespiel zu einem gemeinsamen Spaziergang mit dem Hund
(
Urk.
1 S. 2). Die Eltern führ
t
en
weiter
aus,
dass sie alle Kontakte des Beschwerde
führers be
glei
ten, zeitlich begren
zen und klar
strukturieren
müssten (
Urk.
1 S. 2). Aufgrund der
schon erwähnten
Ausführungen
von
A._
vom
1.
November 2020 (
Urk.
12/28/2) ist dies nachvoll
ziehbar. Was den Mehraufwand für diese Betreuung betrifft ist aber zu
beachten
, dass der Musikunterricht nur einmal pro Woche stattfindet
(Urk.
12/29/3
)
. Auch die Treffen mit anderen Kin
dern finden nicht häufig statt.
Dies ergibt sich aus den Ausführungen der Eltern des Beschwerdeführers, wonach
der Beschwerdeführer seine Freizeit fast aus
schliess
lich zu Hause in seinem Zimmer verbringe (
Urk.
1 S. 2).
Es kommt hinzu, dass die Treffen mit anderen Kindern jedes Mal von den Eltern arrangiert werden müssen (Urk. 1 S. 2).
Zwar finden sich in den vorliegen
den Akten keine gen
auen Angaben dazu, wieviel Zeit
die Eltern des Beschwerde
führers für diese Aktivitäten inves
tieren. Aufgrund ihrer Ausführungen muss aber geschlossen werden, dass
sich
ihr dies
bezüg
licher Betreuungsaufwand
nicht
auf
21⁄4 Stunden pro Tag be
läuft.
Vorliegend hat die Abklärungs
per
son der Beschwer
degegnerin ihrem Bericht vom 10. September 2020 (Urk. 12/19) unter dem Titel «Mehr
auf
wand für die Intensiv
pflege»
bereits
einen
Zeit
aufwand von 1 Stunde und 47 Minuten pro Tag angerechnet (Urk. 12/19/6).
Darin enthalten sind
ebenfalls
30 Minuten für den Bereich «Aufstehen, Absitzen, Abliegen», welcher im vorliegenden Verfahren nicht überprüft werden musste (Urk. 3.3).
Aufgrund dessen
wäre erst dann ein mit einem Intensivpflegezuschlag zu ent
schädigende
r
Mehraufwand von 4 Stun
den gegeben
(E. 2.3.2)
, wenn
für
die Betreuung
bei der
Fort
bewegung im Freien und den gesellschaftlichen Kontakten
durch
schnitt
lich 2 Stunden und 13 Minuten pro Tag zu veranschlagen wäre. Es soll nicht in Abrede gestellt werden, dass der Beschwerdeführer bei den gesellschaftlichen Kontakten
ausser Haus
die Hilfe seiner Eltern bedarf. Gemäss ihren eigenen Ausführungen erfolgt diese Betreuung aber nicht in einem zeitlichen Ausmass, welches
einen
An
spruch auf einen
Intensiv
pflegezuschlag
auslösen
könnte
. Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin betreffend Mehraufwand für die Betreuung im Bereich
«Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme»
keine zusätzlichen Abklärungen durch
geführt hat.
Die Beschwerdegegner
i
n hat den Anspruch des Beschwerdeführers auf einen Intensivpflegezuschlag
nach dem Gesagten
zu Recht verneint.
5.
Demnach ist die
pendente
lite
erlassene und mitangefochtene
Verfügung
der Beschwerdegegnerin
vom 15.
April 2021
(
Urk.
11)
in teilweiser Gutheissung der Be
schwerde zu bestätigen
und festzustellen, dass der
Beschwerdeführer
ab 1. Juli 2019 bis 31. August 2027 längstens bis zur Vollendung des 18. Altersjahres
(vor
behältlich der Revision) Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
für Minder
jährige wegen mittelschwerer
Hilflosigkeit hat
.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig
(Art. 69 Abs. 1
b
is
IVG). Es recht
fer
tigt sich, die Gerichtskosten in der Höhe von
Fr.
500.-- den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen.