# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a3072fa9-9b62-4d7c-ac71-562fdf4c9abd
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A/1. Y._, geboren am _1973, und X._, geboren am _1971, schlossen am 9. Dezember 1994 vor dem Zivilstandsamt O.1_ die Ehe. Aus der Ehe gingen die Kinder A._, geboren am _1995, und B._, geboren am _1996, hervor.
A/2. Mit Urteil der Einzelrichterin des Bezirksgerichts Meilen vom 21. Dezember 2000, mitgeteilt am 10. Januar 2001, wurde die Ehe zwischen Y._ und X._ geschieden. Die beiden Kinder wurden unter die elterliche Sorge der Mutter gestellt. In der gerichtlich genehmigten Vereinbarung über die Scheidungsfolgen verpflichtete sich X._ unter anderem zur Leistung von indexierten Kindesunterhaltsbeiträgen in der Höhe von monatlich Fr. 800.-- pro Kind zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinderzulagen, dies bis zur Mündigkeit und darüber hinaus bis zum Abschluss der Erstausbildung des jeweiligen Kindes (Ziff. 3.II.1.3 i.V.m. Ziff. 3.II.3 des Urteils). Ausserdem ging X._ die Verpflichtung ein, an Y._ bis zum 31. Dezember 2008 einen indexierten nachehelichen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 660.-- pro Monat zu leisten (Ziff. 3.II.2 i.V.m. Ziff. 3.II.3 des Urteils). Gemäss Scheidungsurteil gingen die Parteien von einem monatlichen Nettoerwerbseinkommen von Fr. 5'500.-- bei X._ und von Fr. 3'800.-- bei Y._ aus, jeweils für ein Pensum von 100%, inklusive 13. Monatslohn, exklusive Kinderzulagen (Ziff. 3.II.4.1 des Urteils). Der Notbedarf (enges Existenzminimum) wurde für X._ mit Fr. 3'080.-- und für Y._ mit Fr. 5'465.-- beziffert (Ziff. 3.II.4.2 des Urteils).
B/1. Im Januar 2003 schloss Y._ mit C._ die Ehe. Die Kinder A._ und B._ leben nach wie vor bei ihrer Mutter.
B/2. X._ verheiratete sich am 27. Februar 2004 mit D._, geboren am _1969. Die Eheleute XD._ sind Eltern der Kinder E._, geboren am _2004, und F._, geboren am _2008.
C/1. Am 31. Oktober 2011 reichte X._ beim Präsidenten des Bezirksgerichts Maloja eine Klage auf Abänderung des Scheidungsurteils betreffend den Kindesunterhalt ein. Seine Rechtsbegehren lauteten wie folgt:
„1. Ziff. 3.II.1.3 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen U/G/CE000114/Ca vom 21. Dezember 2000 in Sachen Y._ und X._ sei wie folgt abzuändern:
X._ verpflichtet sich mit Wirkung ab 1. November 2011, an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder (A._, geb.
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_1995, und B._, geb. _1996) monatlich im Voraus jeweils auf den ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge (zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen) wie folgt zu bezahlen:
Fr. 400.00 bis zur Mündigkeit und darüber hinaus bis zum Abschluss der Erstausbildung des jeweiligen Kindes, zahlbar an Y._, auch über die Mündigkeit hinaus, solange das jeweilige Kind in ihrem Haushalt lebt bzw. keine eigenen Ansprüche stellt und falls es nicht eine andere Zahlstelle bezeichnet.
Die erwähnten Unterhaltsbeiträge reduzieren sich während der Lehrdauer um monatlich Fr. 100.00, wenn es sich bei der Erstausbildung um eine Lehrstelle handelt.
2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.”
Y._ beantragte in ihrer Klageantwort vom 9. Dezember 2011 die Abweisung der Klage, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.
C/2. Mit Schreiben vom 23. März 2012 wies der Bezirksgerichtspräsident Maloja die Parteien darauf hin, dass in streitigen Abänderungsverfahren gemäss Art. 291 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 284 Abs. 3 ZPO eine Einigungsverhandlung durchzuführen sei. Widersetze sich die beklagte Partei einer Klage indessen grundsätzlich, könne auf eine solche Verhandlung verzichtet werden. Davon sei vorliegend auszugehen. Sollten die Parteien auch auf einen Parteivortritt an der Hauptverhandlung verzichten wollen, bitte er um entsprechende Mitteilung. Im Säumnisfall werde Verzicht auf einen Vortritt angenommen und das Gericht werde die Angelegenheit auf Grund der vorliegenden Akten entscheiden. Am 26. März 2012 teilte die Beklagte mit, dass auf die Durchführung einer Verhandlung verzichtet werde. Der Kläger bestätigte mit Schreiben vom 2. April 2012, auf eine Einigungsverhandlung wie auch auf eine Hauptverhandlung zu verzichten, letzteres indes nur unter dem Vorbehalt, dass ihm nochmals das Recht zur Stellungnahme zur Eingabe der Gegenpartei gewährt werde.
In der Folge ordnete der Bezirksgerichtspräsident Maloja einen zweiten Schriftenwechsel an. Der Kläger hielt in seiner Stellungnahme vom 18. April 2012 an seinen Anträgen fest. Dasselbe tat die Beklagte in ihrer Eingabe vom 30. April 2012.
Mit Schreiben vom 13. Juli 2012 erfolgte ein erneuter Hinweis des Bezirksgerichtspräsidenten an die Parteien, dass gemäss neuer Rechtsprechung des Bundesgerichts auch bei der Abänderung von Scheidungsurteilen in jedem Fall vorweg eine Einigungsverhandlung durchzuführen sei. Bislang sei dies unterblieben. Fehle es indes an einer Vergleichsbereitschaft seitens der
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Beklagten, könne auf eine Einigungsverhandlung verzichtet und bei gleichzeitigem Verzicht auf eine Hauptverhandlung ein Entscheid gefällt werden. In diesem Sinn wurde den Parteien Gelegenheit eingeräumt, zur Vergleichsbereitschaft und zur Durchführung einer Einigungsverhandlung Stellung zu nehmen, unter Hinweis darauf, dass bei einem Verzicht der Entscheid aufgrund der Akten gefällt werde. Die Parteien bestätigten mit Schreiben vom 20. Juli 2012 und vom 6. August 2012 das Fehlen von Vergleichsbereitschaft bzw. den Verzicht auf eine Einigungsverhandlung.
C/3. Mit Entscheid vom 12. September 2012, mitgeteilt am 4. Oktober 2012, erkannte das Bezirksgericht Maloja, wie folgt:
„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Gerichtsgebühr von CHF 2'500.- wird dem Kläger auferlegt.
3. Der Kläger hat die Beklagte mit CHF 5'005.80 inkl. MwSt. ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations