# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** df242082-c745-4a30-9202-f72d9d59f797
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. A._, Jahrgang 1962, wurde, von kurzen Unterbrüchen abgesehen,
vom 1. November 2014 bis 30. Juni 2020 von der Gemeinde C._
öffentlich unterstützt.
2. Mit Verfügung der Gemeinde C._ vom 13. Dezember 2019 wurde
A._ zur Teilnahme am entlöhnten Arbeits- und Integrationsprogramm
D._ mit Wirkung ab 6. Januar 2020 verpflichtet. Diese Arbeit nahm er
in der Folge nicht auf. Die besagte Verfügung erwuchs unangefochten in
Rechtskraft.
3. Per 3. Februar 2020 meldete sich A._ bei der Einwohnerkontrolle der
Gemeinde C._ nach E._ ab. Bis 31. März 2020 hielt er sich in
E._ und F._ auf und meldete sich per 1. April 2020 erneut bei
der Einwohnerkontrolle der Gemeinde C._ an. Für den
Übergangsmonat April 2020 wurde er durch die Gemeinde F._
öffentlich unterstützt.
4. Am 20. April 2020 reichte der Regionale Sozialdienst G._ im Namen
von A._ bei der Gemeinde C._ ein Gesuch um öffentliche
Unterstützung ab 1. Mai 2020 bis auf Weiteres ein.
5. Mit Schreiben vom 24. April 2020 teilte die Gemeinde C._ A._
insbesondere mit, dass er seinen Lebensunterhalt nach wie vor im
D._ erwirtschaften könne. Ab 1. Mai 2020 könne er im D._ in
H._ im Umfang von 100 % eine entlöhnte Arbeitsstelle im
Stundenlohn, voraussichtlich in der Werkstätte für Elektrogeräte, antreten.
Das D._ sei auch zu Zeiten von Covid-19 voll betriebsfähig
(ausgenommen die Brocki). Es könne sichergestellt werden, dass bei der
Arbeit die geltenden Abstands- und Hygienemassnahmen eingehalten
würden. Er gehöre weder altersbedingt noch aus gesundheitlichen
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Gründen der Risikogruppe an, weshalb er voll arbeits- und einsatzfähig
und ihm daher eine Tätigkeit ab dem 1. Mai 2020 zumutbar sei. Die blosse
Behauptung, einer Risikogruppe anzugehören und aufgrund von Covid-19
nicht zur Arbeit gehen zu müssen, sei nicht ausreichend, sondern müsse
mit einem ärztlich begründeten Attest belegt werden. Bei gutem Willen
könne er beim D._ ein Einkommen erwirtschaften, so dass er im
Umfang des erzielbaren Lohnes nicht mehr bedürftig sei. Das
Vorstellungs- bzw. Anstellungsgespräch im D._ finde am 29. April
2020 statt. Gleichzeitig wurde A._ über den beabsichtigten Entscheid
informiert und ihm die Möglichkeit eingeräumt, zu den beabsichtigten
Auflagen Stellung zu nehmen.
6. Mit Stellungnahme an die Gemeinde C._ vom 26. April 2020 führte
A._ unter anderem aus, dass alle Sozialhilfebezüger gleich zu
behandelt seien, weshalb alle zur Arbeit gezwungen werden müssten. Die
rechtliche Grundlage hierfür gebe es nicht. Das D._ wäre niemals in
der Lage, alle Sozialhilfebezüger zu beschäftigen. Die Pflicht der
Gemeinde C._ sei, dass er am 1. Mai 2020 CHF 700.-- für die
Wohnung und CHF 997.-- für den Lebensunterhalt auf seinem Konto habe.
7. Am 29. April 2020 verfügte die Gemeinde C._ was folgt:
1. Mit Wirkung ab dem 1. Mai 2020 kann A._ beim D._ einen Arbeitsvertrag eingehen und einen Lohn erzielen. Ab dem 1. Mai 2020 kann A._ einen monatlichen Lohn erzielen, mit welchem der Lebensunterhalt gedeckt werden kann. Die Auszahlung des Lohnes für die Arbeit im D._ ab dem 1. Mai 2020 erfolgt jeweils nachschüssig durch das D._, gestützt auf die Arbeitszeitbestätigung. Für unentschuldigte Abwesenheitstage wird kein Lohn ausgerichtet und es wird in jenem Umfang auch keine Sozialhilfe geleistet. Das mögliche erzielbare Einkommen wird als hypothetisches Einkommen angerechnet. Eine teilweise vorschussweise Unterstützung für den Mai 2020 erfolgt, wenn A._ den Arbeitswillen durch Arbeitsaufnahme im D._ zeigt.
2. A._ werden folgende Auflagen erteilt:
a) ab dem 1. Mai 2020 das entgeltliche Arbeitsprogramm beim D._ in H._, im Umfang von 100 % pünktlich und vollumfänglich nach den Vorgaben der Vorgesetzten wahrzunehmen sowie die ihm zugewiesenen Arbeiten ordnungsgemäss und pflichtbewusst auszuführen.
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b) jede Absenz durch ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis dem Sozialamt C._ und dem D._ unaufgefordert zu belegen.
c) sich unabhängig davon intensiv um eine Arbeitsstelle zu bemühen und monatlich mindestens 12 konkrete (schriftliche) Stellenbewerbungen dem Sozialamt C._ jeweils zum Monatsende unaufgefordert nachzuweisen, inkl. Stelleninserate, Bewerbungsschreiben, Lebenslauf und Absageschreiben. Aus den Unterlagen muss hervorgehen, wann er sich bei welchem Arbeitgeber für welche Funktion resp. Tätigkeit beworben hat, wie der aktuelle Stand der Bewerbung ist und wen das Sozialamt zwecks allfälliger Rückfragen beim entsprechenden Arbeitgeber kontaktieren kann.
d) sich über die Gemeinde C._ bis am 15. Mai 2020 beim RAV zur Stellenvermittlung anzumelden und den dortigen Auflagen und Weisungen Folge zu leisten.
e) jede verfügbare oder zugewiesene dauernde oder temporäre Teilzeit- oder Ganztagsarbeit unverzüglich anzunehmen.
3. A._ wird für den Fall der Nichtbefolgung der Auflagen die Kürzung der wirtschaftlichen Sozialhilfe im Umfang von bis zu 30 % des Grundbedarfs für die Dauer bis zu 12 Monaten angedroht. Und für den Wiederholungsfall wird ihm die teilweise oder ganze Einstellung der Sozialhilfeleistungen angedroht.
8. Gleichentags teilte I._, Betriebsleiter D._, der Gemeinde
C._ mit, dass A._ zum Vorstellungsgespräch erschienen sei,
jedoch nicht im D._ arbeiten wolle.
9. Ebenfalls am 29. April 2020, spätabends, liess A._ der Gemeinde
C._ eine ergänzende Stellungnahme per E-Mail zukommen. Darin
hielt er insbesondere fest, er weigere sich, im D._ zu arbeiten, da er
als Diabetiker Covid-19-Risikopatient sei. Bei solch miserablen
Arbeitsbedingungen mit so wenig Lohn und ohne Kranken- und
Unfallversicherung sei es ihm unmöglich, diese Arbeit zu bewältigen. Er
sei 58 Jahre alt und erwachsen genug, um eine solche Entscheidung zu
treffen. Es sei schliesslich sein Leben. Da sein Hausarzt Dr. med. J._
noch bis am 3. Mai 2020 in den Ferien sei, könne er das entsprechende
Arztzeugnis erst nächste Woche nachliefern. Ohne anfechtbare Verfügung
müsse ihm spätestens am 1. Mai 2020 die volle Sozialleistung in der Höhe
von ca. CHF 1'700.-- (CHF 700.-- + CHF 997.--) ausbezahlt werden.
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10. Mit E-Mail vom 30. April 2020 teilte die Gemeinde C._ A._ unter
anderem mit, dass er das ärztlich begründete Attest mit einer Aussage zur
Covid-19-Risikogruppe bis am 5. Mai 2020 vorzulegen habe. Bis dahin
werde ihm vorschussweise und einmalig der Grundbetrag für fünf Tage in
der Höhe von CHF 149.55, gerundet CHF 150.--, ausgerichtet. Diese
Barauszahlung könne er am 1. Mai 2020 auf der Gemeindeverwaltung
abholen.
11. Am 1. Mai 2020 informierte A._ die Gemeinde C._ telefonisch
darüber, dass er auf die Barauszahlung verzichte, weil er sich einem zu
grossen Risiko aussetzen würde.
12. Am 4. Mai 2020 reichte A._ der Gemeinde C._ ein ärztliches
Attest seines Hausarztes Dr. med. J._ – ebenfalls datierend vom 4.
Mai 2020 – ein. Darin wurde festgehalten, dass A._ zur Risikogruppe
für potentiell schwerere Verläufe bei einer allfälligen Sars-CoV-2-Infektion
mit konsekutiver Covid-19-Erkrankung gemäss aktueller Definition des
BAG gehöre.
13. Gestützt auf dieses Attest überwies die Gemeinde C._ am 6. Mai
2020 einen Betrag in der Höhe von CHF 1'351.10 auf das Konto von
A._.
14. Am 7. Mai 2020 verfügte die Gemeinde C._ was folgt:
1. A._ weist ab dem 1. Mai 2020 einen sozialhilferechtlichen Bedarf von gesamthaft Fr. 1'351.10 auf (Grundbedarf Fr. 897.30, Wohnkosten Fr. 500.00, abzüglich Prämie der Zusatzversicherung Fr. 46.20). Die Prämie der obligatorischen Grundversicherung wird direkt bezahlt.
2. Nur während der Dauer, während welcher die Arbeitsaufnahme und die Erzielung eines Erwerbseinkommens im D._ in H._, aufgrund ausgewiesener und nahtlos attestierter Arbeitsunfähigkeit oder Angehörigkeit zur Covid-19 Risikogruppe nicht möglich ist, wird A._ mit Sozialhilfe unterstützt.
3. A._ wird verpflichtet, auf schriftliche Aufforderung des Sozialamtes C._ hin, ein neuerliches ärztliches Attest über die weitere Angehörigkeit zur Risikogruppe und die Zumutbarkeit der Arbeitsaufnahme im D._ einzuholen.
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4. A._ wird verpflichtet, dem Sozialamt C._ auf jeden 10. des Monates unaufgefordert die detaillierten Kontoauszüge aller seiner Konti beizubringen. Der Kontoauszug April 2020 ist bis am 10. Mai 2020 vorzulegen.
5. A._ wird für den Fall der Nichtbefolgung der Auflagen die Kürzung der wirtschaftlichen Sozialhilfe im Umfang von bis zu 30 % des Grundbedarfs für die Dauer bis zu 12 Monaten angedroht. Und für den Wiederholungsfall wird ihm die teilweise oder ganze Einstellung der Sozialhilfeleistungen angedroht.
15. Gegen die Verfügung der Gemeinde C._ vom 29. April 2020 erhob
A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 19. Mai 2020
Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und
beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verpflichtung zur Teilnahme
am entlöhnten Arbeits- und Integrationsprogramm D._. In
prozessualer Hinsicht beantragte er, es sei der Beschwerde die
aufschiebende Wirkung zu erteilen. Begründend brachte er im
Wesentlichen vor, als 58-jähriger Covid-19-Risikopatient sei es für ihn
lebensbedrohlich, auswärts zu arbeiten. Da er zudem kein Musikzimmer
mehr habe, könnten ihm nicht CHF 200.-- abgezogen werden. Ferner
dürften auch nicht 10 % für ein möbliertes Hotelzimmer abgezogen
werden, weil dies sein Privatbesitz sei.
16. In ihrer Vernehmlassung vom 10. Juni 2020 schloss die Gemeinde
C._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) auf Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Begründend wurde im
Wesentlichen festgehalten, Gegenstand der angefochtenen Verfügung
vom 29. April 2020 sei die Verpflichtung zur Teilnahme am
Integrationsprogramm D._ gewesen und nicht die
Unterstützungshöhe. Über die Höhe der Unterstützung sei mit Verfügung
vom 7. Mai 2020 entschieden worden. Darüber hinaus sei die in der
Verfügung vom 29. April 2020 erlassene Verpflichtung zur
Arbeitsaufnahme und damit die Möglichkeit zur Erwirtschaftung des
Lebensunterhalts im D._ rechtens gewesen und auch weiterhin
rechtens. Nachdem belegt worden sei, dass der Beschwerdeführer einer
Risikogruppe angehöre und ihm damals die Benützung der öffentlichen
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Verkehrsmittel bis zum D._ nicht zumutbar gewesen sei, habe sich
die Beschwerdegegnerin richtig verhalten und die Unterstützung für den
Monat Mai 2020 ausbezahlt.
17. Auf die vom Beschwerdeführer gegen die Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 7. Mai 2020 erhobene Beschwerde trat die
Einzelrichterin am Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil
U 20 57 vom 25. Juni 2020 nicht ein und schrieb das Verfahren infolge
Wegfalls des rechtserheblichen Interesses als erledigt ab.
18. Am 15. Juli 2020 reichte der Beschwerdeführer eine Vollmacht – ebenfalls
datierend vom 15. Juli 2020 – ein. Darin bevollmächtigte er B._,
Geschäftsführerin Avenir50plus Schweiz, seine Interessen gegenüber der
Beschwerdegegnerin sowie dem Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden zu vertreten.
19. Gleichentags stellte B._ beim Verwaltungsgericht ein Gesuch um
Akteneinsicht.
20. Am 16. Juli 2020 setzte die Instruktionsrichterin B._ für die
Einreichung eines begründeten Gesuchs zur Vertretung des
Beschwerdeführers in der vorliegenden Streitsache Frist bis 25. August
2020. Der Beschwerdeführer wurde per Einschreiben mit einer Briefkopie
bedient.
21. Mit Schreiben vom 17. August 2020 (Poststempel) ersuchte B._
darum, die Rechtsvertretung für den Beschwerdeführer übernehmen zu
dürfen. Zur Begründung brachte sie vor, dass der Beschwerdeführer der
Rechtssprache nicht kundig sei. In einer Demokratie müsse der Zugang
zu den Gerichten allen Personen gewährt werden.
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22. Gleichentags führte B._ in einer E-Mail an das Verwaltungsgericht
aus, dass der Beschwerdeführer Samstagnacht in die Klinik eingeliefert
worden sei, weshalb sich eine Vertretung erst recht aufdränge.
23. Am 31. August 2020 (Poststempel) replizierte B._ im Namen des
Beschwerdeführers und beantragte im Wesentlichen, die Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 19. Mai 2020 (recte: 29. April 2020) sei in allen
Punkten als nichtig zu erklären. Zudem sei bei der Berechnung der
Sozialhilfe die volle Miete von CHF 700.-- zu berücksichtigen und auf die
Kürzung von 10 % des Grundbedarfs sei zu verzichten. Weiter stellte sie
ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Zur
Begründung wurde zusammenfassend festgehalten, dass der
Beschwerdeführer die Arbeit im D._ H._ zu Recht nicht
angetreten habe. Auch rechtfertige sich weder die Kürzung des
Grundbedarfs um 10 % noch der Mietkostenabzug von CHF 200.-- für das
zweite Zimmer.
24. Mit Duplik vom 14. September 2020 ergänzte die Beschwerdegegnerin
ihre Anträge dahingehend, dass das Gesuch von B._,
Geschäftsführerin Avenir50plus, um ausnahmsweise Vertretung des
Beschwerdeführers vor Verwaltungsgericht abzulehnen sei. Aufgrund der
fehlenden persönlichen Beziehung zwischen B._ und dem
Beschwerdeführer sowie der zu vermutenden Berufsmässigkeit der
Vertretung wegen der Tätigkeit von B._ als Geschäftsführerin des
Verbandes Avenir50plus seien die Voraussetzungen zur Erteilung einer
Einzelfallbewilligung nicht gegeben. Darüber hinaus sei die Höhe der
anrechenbaren Wohnkosten bzw. des anrechenbaren Grundbedarfs
Gegenstand der Verfügung vom 7. Mai 2020 gewesen. Auf die dagegen
erhobene Beschwerde sei das Verwaltungsgericht mit Entscheid U 20 57
vom 25. Juni 2020 nicht eingetreten. Die Verfügung vom 7. Mai 2020 sei
somit vollständig in Rechtskraft erwachsen. Die Frage der Höhe der
anrechenbaren Wohnkosten bzw. des anrechenbaren Grundbedarfs
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könne daher im vorliegenden Verfahren nicht mehr aufgerollt werden. Auf
die Begehren, dass CHF 700.-- an die Wohnkosten anzurechnen seien
und auf die Kürzung von 10 % des Grundbedarfs zu verzichten sei, könne
somit nicht eingetreten werden. Schliesslich seien die Weisungen der
Verfügung vom 29. April 2020 allesamt rechtmässig und zumutbar
gewesen.
25. Am 24. September 2020 reichte B._ im Namen des
Beschwerdeführers die Triplik ein. Darin wurde an der Stellungnahme vom
31. August 2020 (Poststempel) festgehalten und unter anderem
ausgeführt, dass der Verband Avenir50plus in Fällen, bei denen es um
Eingaben an die Gerichte gehe, aufgrund des Anwaltsmonopols mit dem
Verein der unabhängigen Fachstelle für Sozialhilferecht
zusammenarbeite. Die Fallführung werde in der Folge diesen
Rechtsanwälten abgetreten. Vorliegend sei auf Anfrage hin eine Absage
wegen Überlastung erteilt worden. Auch zwei weitere Rechtsanwälte
hätten den Fall aufgrund Überlastung nicht übernehmen können. Der
Verband Avenir50plus Schweiz verlange für seinen Einsatz kein Entgelt.
26. Mit Quadruplik vom 6. Oktober 2020 (Poststempel) hielt die
Beschwerdegegnerin an ihrer Auffassung fest, dass B._ im
vorliegenden Verfahren keine Vertretungsbefugnis zukomme. Zudem sei
die Auflage betreffend Besuch des D._ zumutbar und rechtmässig
gewesen.
27. Am 9. Oktober 2020 gingen beim streitberufenen Gericht der provisorische
Austrittsbericht des Kantonsspitals Graubünden vom 20. August 2020
sowie sechs ärztliche Zeugnisse über die 100%-ige Arbeitsunfähigkeit des
Beschwerdeführers im Zeitraum vom 4. August 2020 bis 21. Oktober 2020
ein.
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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und
auf den angefochtenen Entscheid vom 29. April 2020 sowie auf die im
Recht liegenden Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in den
Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1.1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 29. April 2020, worin der Beschwerdeführer
insbesondere zur Teilnahme am entlöhnten Arbeits- und
Integrationsprogramm D._ mit Wirkung ab 1. Mai 2020 verpflichtet
wurde. Gegen Entscheide von Gemeinden, die bei keiner anderen Instanz
angefochten werden können und weder nach kantonalem noch nach
eidgenössischem Recht endgültig sind, kann gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde geführt
werden. Die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde fällt demzufolge in
die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts. Als formeller und materieller
Adressat der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer davon
überdies berührt und er weist ein schutzwürdiges Interesse an deren
Aufhebung bzw. Änderung auf (vgl. Art. 50 Abs. 1 VRG). Auf die zudem
frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 38 Abs. 1 und 2 und
Art. 52 Abs. 1 VRG) ist somit – unter Vorbehalt der nachstehenden
Erwägung 1.2.2 – einzutreten.
1.2.1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. b VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel offensichtlich
unzulässig oder offensichtlich begründet oder unbegründet ist.
1.2.2. Gegenstand der angefochtenen Verfügung vom 29. April 2020 war
insbesondere die Verpflichtung zur Teilnahme am entlöhnten Arbeits- und
Integrationsprogramm D._ nach erneutem Zuzug des
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Beschwerdeführers in die Gemeinde C._ (vgl.
beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 12). Demgegenüber war die Höhe
der anrechenbaren Wohnkosten bzw. des anrechenbaren Grundbedarfs
und damit die Höhe der Unterstützungsleistung Gegenstand der Verfügung
vom 7. Mai 2020 (vgl. Bg-act. 14). Auf die dagegen erhobene Beschwerde
des Beschwerdeführers trat die Einzelrichterin am Verwaltungsgericht mit
Urteil U 20 57 vom 25. Juni 2020 nicht ein und schrieb das Verfahren infolge
Wegfalls des rechtserheblichen Interesses als erledigt ab. Die Verfügung
vom 7. Mai 2020 ist damit vollumfänglich in Rechtskraft erwachsen. Soweit
der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerde vom 19. Mai 2020
Rügen in Bezug auf die Höhe der anrechenbaren Wohnkosten bzw. des
anrechenbaren Grundbedarfs erhebt, kann darauf somit nicht eingetreten
werden. Diesbezüglich erweist sich die Beschwerde als offensichtlich
unzulässig.
1.3. In Bezug auf den beschwerdeführerischen Antrag um Gewährung der
aufschiebenden Wirkung ist festzuhalten, dass die in der angefochtenen
Verfügung angeordnete Teilnahme an einem entlöhnten Arbeits- und
Integrationsprogramm im D._ mit Wirkung ab dem 1. Mai 2020 bereits
im Zeitpunkt der Beschwerdeeinreichung (19. Mai 2020) mit der
zwischenzeitlich ergangenen Verfügung vom 7. Mai 2020 überholt gewesen
ist, so dass ein Entscheid über das Gesuch um aufschiebende Wirkung
obsolet geworden ist (vgl. nachstehend Erwägung 3.3).
2.1. Nachfolgend ist zunächst die Frage zu prüfen, ob B._,
Geschäftsführerin Avenir50plus Schweiz, im vorliegenden
Beschwerdeverfahren als Vertreterin des Beschwerdeführers zuzulassen
ist.
2.2. Gemäss Art. 15 Abs. 1 lit. a und b VRG ist die Vertretung durch eine
handlungsfähige Person in Verfahren vor Verwaltungsbehörden sowie in
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Steuer- und Sozialversicherungsstreitsachen zulässig. In anderen
Verfahren vor richterlichen Behörden können sich die Beteiligten nur mit
Genehmigung der oder des Vorsitzenden auf begründetes Gesuch im
Einzelfall hin durch eine handlungsfähige Person vertreten lassen (Art. 15
Abs. 1 lit. c VRG). Die Rechtsvertretung durch eine Person, die im
kantonalen Anwaltsregister eingetragen ist oder Freizügigkeit nach dem
Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte
(Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) geniesst, ist in allen Verfahren möglich
(Art. 15 Abs. 2 VRG).
2.3. Vorliegend ist unbestritten, dass B._ weder im kantonalen
Anwaltsregister eingetragen noch Freizügigkeit nach dem BGFA geniesst.
Die Instruktionsrichterin forderte B._ mit Schreiben vom 16. Juli 2020
auf, ein begründetes Gesuch zur Vertretung des Beschwerdeführers im
Sinne von Art. 15 Abs. 1 lit. c VRG einzureichen. Der Beschwerdeführer
wurde per Einschreiben mit einer Briefkopie bedient. Am 17. August 2020
(Poststempel) ersuchte B._ darum, die Vollmacht für den
Beschwerdeführer zu akzeptieren. Begründend brachte sie vor, dass der
Beschwerdeführer der Rechtssprache nicht kundig sei. In einer Demokratie
müsse der Zugang zu den Gerichten allen Personen gewährt werden.
Ausserdem hielt sie in ihrer E-Mail vom 17. August 2020 an das
streitberufene Gericht fest, dass der Beschwerdeführer Samstagnacht in
die Klinik eingeliefert worden sei, weshalb sich eine Vertretung erst recht
aufdränge. Auf Aufforderung der Instruktionsrichterin hin reichte sie sodann
am 31. August 2020 (Poststempel) ein Handlungsfähigkeitszeugnis ein
(vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 5). Schliesslich führte sie in der
Triplik vom 24. September 2020 aus, dass der Verband Avenir50plus in
Fällen, bei denen es um Eingaben an die Gerichte gehe, aufgrund des
Anwaltsmonopols mit dem Verein der unabhängigen Fachstelle für
Sozialhilferecht zusammenarbeite. Die Fallführung werde in der Folge
diesen Rechtsanwälten abgetreten. Im vorliegenden Fall sei auf Anfrage
hin eine Absage wegen Überlastung erteilt worden. Auch zwei weitere
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Rechtsanwälte hätten den Fall aufgrund Überlastung nicht übernehmen
können. Wie die Beschwerdegegnerin richtig vermute, verlange der
Verband Avenir50plus Schweiz für seinen Einsatz kein Entgelt, und sie
selbst wie alle Vereinsmitglieder würden unentgeltlich arbeiten.
2.4. In Bezug auf die Erteilung einer Ausnahmebewilligung im Sinne von Art. 15
Abs. 1 lit. c VRG hat das Verwaltungsgericht in seinem Urteil V 17 5 vom
16. Januar 2018 was folgt erwogen (vgl. Erwägung 3c/bb):
Der Gesetzgeber wollte die Ausnahmen im Monopolbereich gering halten und
insbesondere gewerbsmässige bzw. berufsmässige Vertreter davon ausnehmen, was
grundsätzlich auch einleuchtend ist. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann
es für die Auslegung des Begriffs der berufsmässigen Vertretung nicht entscheidend
darauf ankommen, ob der Vertreter seine Tätigkeit gegen Entgelt oder zu
Erwerbszwecken ausübt. Ein Schutzbereich des Publikums besteht bereits dann, wenn
der Vertreter bereit ist, in einer unbestimmten Vielzahl von Fällen tätig zu werden. Darauf
kann − wie im vorliegenden Fall − dann geschlossen werden, wenn er bereit ist, die
Vertretung ohne besondere Beziehungsnähe zu den Vertretenen zu übernehmen. In
solchen Fällen gründet das Vertrauen in den Vertreter nicht auf seiner Person oder seiner
Nähe zum Vertretenen, sondern auf anderen Eigenschaften des Vertreters (z.B. seiner
Fachkompetenz) und damit auf ähnlichen Kriterien wie bei der Auswahl eines
Berufsmanns bzw. einer Berufsfrau. Da das Element des persönlichen Näheverhältnisses
nicht im Vordergrund steht, rechtfertigt es sich, solche Vertreter den Restriktionen für
berufsmässige Vertreter zu unterwerfen (vgl. BGE 140 III 555 E.2.3). Zulässig sind solche
Ausnahmebewilligungen folglich insbesondere dort, wo einerseits ein spezielles
Vertrauensverhältnis zwischen Vertretenem und Vertreter besteht und anderseits solche
Vertretungen auf Einzelfälle begrenzt bleiben. Beides ist vorliegend offenkundig nicht der
Fall. Dies entspricht auch der − wenn auch spärlichen − Praxis des Verwaltungsgerichtes:
In einem Fall wurde dem Sohn einer ca. 65-jährigen Frau aus dem Kosovo, welcher die
Sprache und die Kultur der Schweiz fremd war, in einem ausländerrechtlichen Verfahren
eine Einzelfallbewilligung im Sinne von Art. 15 Abs. 1 lit. c VRG erteilt (vgl. VGU U 13 99
vom 16. Dezember 2014). In einem zweiten Fall wurde dem Schwager als Vertreter des
Beschwerdeführers Frist angesetzt, die Beschwerde betreffend Führerausweisentzug
entweder durch den Beschwerdeführer selbst unterzeichnen zu lassen oder ein
begründetes Gesuch nach Art. 15 Abs. 1 lit. c VRG zu stellen; innert Frist zeigte der
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Schwager indes an, dass er weder die eine noch die andere Bedingung erfüllen könne,
was zum Nichteintreten führte (vgl. VGU U 16 51 vom 27. Juni 2016).
2.5. Zudem wurde in einem weiteren Fall einem juristischen Mitarbeiter des
Vereins BUCOFRAS (Beratung für Ausländerinnen und Ausländer) im
Rahmen eines Beschwerdeverfahrens betreffend Sozialhilfe eine
Einzelfallbewilligung im Sinne von Art. 15 Abs. 1 lit. c VRG erteilt, weil die
damalige Beschwerdeführerin mit dem hiesigen Rechtssystem nicht
vertraut war, den angefochtenen Entscheid nicht verstand und sie sich mit
dem besagten Rechtsvertreter aufgrund seiner ebenfalls afrikanischen
Herkunft gut verständigen konnte (vgl. VGU U 19 54 vom 1. Oktober 2019).
2.6. Vorliegend ist davon auszugehen, dass B._, Geschäftsführerin
Avenir50plus Schweiz, die Vertretung des Beschwerdeführers ohne
besondere Beziehungsnähe zu diesem übernommen hat. Es ist nämlich
weder ersichtlich noch dargetan, dass zwischen ihr und dem
Beschwerdeführer ein spezielles Vertrauensverhältnis besteht. Vielmehr
bietet B._ im Rahmen ihrer Tätigkeit für den Verband Avenir50plus
Schweiz verschiedene Beratungsdienstleistungen für eine Vielzahl von
Betroffenen an (vgl. https://avenir50plus.ch/, zuletzt besucht am 30.
September 2021). Zudem ergibt sich implizit aus den Akten, dass sie in
Fällen, die von den Rechtsanwälten der unabhängigen Fachstelle für
Sozialhilferecht bzw. von sonstigen Rechtsanwälten wegen Überlastung
nicht übernommen werden können, bereit ist, die Vertretung selbst zu
übernehmen (vgl. Triplik vom 24. September 2020 S. 2). Hinzu kommt,
dass sie auch in einem weiteren vor Verwaltungsgericht hängigen
Beschwerdeverfahren zu einem anderen Gegenstand (U 20 92) darum
ersucht hat, in Anwendung von Art. 15 Abs. 1 lit. c VRG die Vertretung für
den Beschwerdeführer übernehmen zu dürfen. Das Vertrauen des
Beschwerdeführers in B._ gründet nicht auf ihrer Nähe zu ihm.
Vielmehr ist davon auszugehen, dass er sie wegen ihrer Tätigkeit als
Geschäftsführerin von Avenir50plus Schweiz und damit aufgrund ihrer
https://avenir50plus.ch/
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Fachkompetenz mit seiner Interessenwahrung beauftragt hat. Ausserdem
verhindert die Tatsache, dass der Beschwerdeführer der juristischen
Sprache nicht mächtig ist, den Zugang zum Gericht nicht. Der
Beschwerdeführer war denn auch ohne Weiteres in der Lage, seine
Beschwerde vom 19. Mai 2020 samt (sinngemässen) Anträgen selbst zu
verfassen und zu unterzeichnen. Auch trat er in der Vergangenheit bereits
mehrmals ohne (Rechts-)Vertretung vor Verwaltungsgericht auf. Ferner
wäre ihm zuzumuten gewesen, nach seiner Hospitalisierung im
Kantonsspital Graubünden vom 15. bis 20. August 2020 (vgl. Bf-act. 7)
einen Rechtsanwalt mit seiner Interessenwahrung zu beauftragen. Die zum
damaligen Zeitpunkt ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit des
Beschwerdeführers (vgl. Bf-act. 7) wäre einer Mandatierung eines
Rechtsanwalts nicht im Weg gestanden. Ausserdem hätte der
Beschwerdeführer bereits nach Erhalt der angefochtenen Verfügung vom
29. April 2020 und damit zu einem Zeitpunkt, als noch keine
Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen war (vgl. Bf-act. 7), einen Rechtsanwalt mit
der Fallführung beauftragen können. Schliesslich ist bezüglich des
Einwands, die vom Verband Avenir50plus Schweiz angefragten
Rechtsanwälte hätten das Mandat wegen Überlastung nicht übernommen,
festzuhalten, dass es darüber hinaus weitere Rechtsanwälte gibt, welche
der Beschwerdeführer hätte bevollmächtigen können. Nach dem Gesagten
sind die Voraussetzungen für die Erteilung einer Einzelfallbewilligung im
Sinne von Art. 15 Abs. 1 lit. c VRG nicht erfüllt, weshalb das entsprechende
Gesuch von B._ abzuweisen ist. Aufgrund der vom Beschwerdeführer
selbst erhobenen und unterzeichneten Beschwerde vom 19. Mai 2020
ergeht vorliegend jedoch kein Nichteintretensentscheid mangels gültiger
Eingabe (vgl. vorstehend Erwägung 1.1).
3.1. Nach Art. 9 Abs. 2 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000)
schreibt die Instruktionsrichterin das Verfahren als erledigt ab, wenn im
Laufe des Verfahrens das rechtserhebliche Interesse an einem Entscheid
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insbesondere wegen Rückzug, Anerkennung oder Vergleich wegfällt.
Gemäss Art. 20 Abs. 2 VRG entscheidet die Behörde in der
Abschreibungsverfügung lediglich noch über die Zuteilung der gerichtlichen
und aussergerichtlichen Kosten, wenn sich die Parteien darüber nicht
einigen.
3.2. Vorliegend verfügte die Beschwerdegegnerin am 29. April 2020
insbesondere was folgt (vgl. Bg-act. 12 S. 5):
1. Mit Wirkung ab dem 1. Mai 2020 kann der Beschwerdeführer beim D._ einen Arbeitsvertrag eingehen und einen Lohn erzielen. Ab dem 1. Mai 2020 kann der Beschwerdeführer einen monatlichen Lohn erzielen, mit welchem der Lebensunterhalt gedeckt werden kann. Die Auszahlung des Lohnes für die Arbeit im D._ ab dem 1. Mai 2020 erfolgt jeweils nachschüssig durch das D._, gestützt auf die Arbeitszeitbestätigung. Für unentschuldigte Abwesenheitstage wird kein Lohn ausgerichtet und es wird in jenem Umfang auch keine Sozialhilfe geleistet. Das mögliche erzielbare Einkommen wird als hypothetisches Einkommen angerechnet. Eine teilweise vorschussweise Unterstützung für den Mai 2020 erfolgt, wenn der Beschwerdeführer den Arbeitswillen durch Arbeitsaufnahme im D._ zeigt.
2. Dem Beschwerdeführer werden folgende Auflagen erteilt:
a) ab dem 1. Mai 2020 das entgeltliche Arbeitsprogramm beim D._ in H._, im Umfang von 100 % pünktlich und vollumfänglich nach den Vorgaben der Vorgesetzten wahrzunehmen sowie die ihm zugewiesenen Arbeiten ordnungsgemäss und pflichtbewusst auszuführen.
b) jede Absenz durch ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis dem Sozialamt C._ und dem D._ unaufgefordert zu belegen.
Zur Begründung wurde im Wesentlichen festgehalten, dass die
Verpflichtung zur Teilnahme am entlöhnten Arbeitsintegrationsprogramm
eine Auflage darstelle, welche mit der höchstrichterlichen Rechtsprechung
absolut vereinbar sei. Das Sozialamt dürfe und müsse von der vollen
Leistungs- und Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgehen. Etwas
anderes sei bis anhin nicht belegt worden. Das D._ in H._ sei
auch zu Zeiten von Covid-19 voll betriebsfähig (ausgenommen die Brocki).
Das D._ könne sicherstellen, dass bei der Arbeit die geltenden
Abstands- und Hygienemassnahmen eingehalten würden. Es werde
versichert, dass keine Gefahr am Arbeitsplatz drohe und sämtliche
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Massnahmen eingehalten würden. Der Beschwerdeführer gehöre weder
altersbedingt noch aus gesundheitlichen Gründen der Risikogruppe an,
weshalb er voll arbeits- und einsatzfähig und ihm daher eine Tätigkeit im
D._ ab dem 1. Mai 2020 zumutbar sei. Die Unzumutbarkeit der
Arbeitsaufnahme aufgrund von Covid-19 müsste zudem mit einem ärztlich
begründeten Attest belegt werden (vgl. Bg-act. 12 S. 3 f.).
In der Folge reichte der Beschwerdeführer der Beschwerdegegnerin am
4. Mai 2020 ein ärztliches Attest seines Hausarztes Dr. med. J._ –
ebenfalls datierend vom 4. Mai 2020 – ein. Diesem Attest lässt sich
entnehmen, dass der Beschwerdeführer zur Risikogruppe für potentiell
schwerere Verläufe bei einer allfälligen Sars-CoV-2-Infektion mit
konsekutiver Covid-19-Erkrankung gemäss aktueller Definition des BAG
gehört (vgl. Bg-act. 10). Gestützt auf dieses Attest überwies die
Beschwerdegegnerin am 6. Mai 2020 eine Unterstützungsleistung im
Betrag von CHF 1'351.10 auf das Konto des Beschwerdeführers (vgl. Bg-
act. 11). Tags darauf am 7. Mai 2020 verfügte die Beschwerdegegnerin
unter anderem was folgt (vgl. Bg-act. 14 S. 5):
1. Der Beschwerdeführer weist ab dem 1. Mai 2020 einen sozialhilferechtlichen Bedarf von gesamthaft Fr. 1'351.10 auf (Grundbedarf Fr. 897.30, Wohnkosten Fr. 500.00, abzüglich Prämie der Zusatzversicherung Fr. 46.20). Die Prämie der obligatorischen Grundversicherung wird direkt bezahlt.
2. Nur während der Dauer, während welcher die Arbeitsaufnahme und die Erzielung eines Erwerbseinkommens im D._ in H._, aufgrund ausgewiesener und nahtlos attestierter Arbeitsunfähigkeit oder Angehörigkeit zur Covid-19 Risikogruppe nicht möglich ist, wird der Beschwerdeführer mit Sozialhilfe unterstützt.
3. Der Beschwerdeführer wird verpflichtet, auf schriftliche Aufforderung des Sozialamtes C._ hin, ein neuerliches ärztliches Attest über die weitere Angehörigkeit zur Risikogruppe und die Zumutbarkeit der Arbeitsaufnahme im D._ einzuholen.
In den dazugehörigen Erwägungen hielt die Beschwerdegegnerin
insbesondere fest, mit Attest vom 4. Mai 2020 habe der Beschwerdeführer
belegt, dass er der Risikogruppe von Covid-19 angehöre. Dem Attest sei
nicht zu entnehmen, aufgrund welcher Diagnose er der Risikogruppe
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zugewiesen worden sei. Auch mache das Attest keine Aussage über die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, weshalb von einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit ausgegangen werde, unter Vorbehalt der Risikogruppe.
Das D._ in H._ sei in der Lage, Risikogruppen eine sichere Arbeit
unter Einhaltung aller Vorsichts- und Abstandsmassnahmen anzubieten.
Es arbeiteten bereits wieder Personen, welcher einer Risikogruppe
angehörten. Entsprechend komme das D._ seinen Pflichten als
Arbeitgeber zum Schutz der Gesundheit von besonders gefährdeten
Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern gemäss Art. 10c der Verordnung 2
vom 13. März 2020 über Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus
(Covid-19-Verordnung 2; Anmerkung des Gerichts: SR 818.101.24,
aufgehoben per 22. Juni 2020) vollumfänglich nach. Auch der
Beschwerdeführer könnte seine Arbeit im D._ unter den
Schutzmassnahmen des D._ für Risikogruppen aufnehmen, zumal
anderweitig keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Einzig die Anreise
mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gestalte sich für Risikogruppen noch
schwierig. Eine andere Möglichkeit zur Anreise nach H._ bestehe für
den Beschwerdeführer nicht. Entsprechend sei aufgrund des Arbeitsweges
vorläufig von einer Verpflichtung zur Arbeitsaufnahme im D._
abzusehen, obwohl die eigentliche Arbeit dort auch für Risikogruppen
zumutbar und möglich wäre. Sobald die Anreise ins D._ für
Risikogruppen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder zumutbar sei,
sei der Beschwerdeführer gemäss Verfügung vom 29. April 2020
verpflichtet, seinen Lebensunterhalt im D._ zu verdienen (vgl. Bg-act.
14 S. 4).
3.3. Im konkreten Fall beantragte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde
gegen die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 29. April 2020
sinngemäss die Aufhebung der Verpflichtung zur Teilnahme am entlöhnten
Arbeits- und Integrationsprogramm D._ mit Wirkung ab 1. Mai 2020.
Begründend brachte er im Wesentlichen vor, als 58-jähriger Covid-19-
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Risikopatient sei es für ihn lebensbedrohlich, auswärts zu arbeiten. Indem
die Beschwerdegegnerin am 7. Mai 2020 – wie bereits dargelegt –
einerseits festhielt, der Beschwerdeführer gehöre der Risikogruppe von
Covid-19 an, weshalb aufgrund des Arbeitsweges vorläufig von einer
Verpflichtung zur Arbeitsaufnahme im D._ abzusehen sei, und
anderseits verfügte, solange die Arbeitsaufnahme und die Erzielung eines
Erwerbseinkommens im D._ in H._ aufgrund ausgewiesener und
nahtlos attestierter Arbeitsunfähigkeit oder Angehörigkeit zur Covid-19-
Risikogruppe nicht möglich sei, werde der Beschwerdeführer ab 1. Mai
2020 weiterhin mit Sozialhilfe unterstützt (vgl. vorstehend Erwägung 3.2),
zog sie ihre Verfügung vom 29. April 2020 sinngemäss in Wiedererwägung
und änderte diese im Sinne des Beschwerdeführers ab. Damit kam die
Beschwerdegegnerin auf die Verfügung vom 29. April 2020 zurück und
erliess eine an die veränderten Verhältnisse (nachträgliches Einreichen
des ärztlichen Attests vom 4. Mai 2020) angepasste neue Verfügung. Somit
ist die Beschwerde infolge Wegfalls des Rechtsschutzinteresses als
gegenstandslos geworden abzuschreiben, soweit darauf einzutreten ist.
4.1. Da beide Verfahrensparteien zum vorliegenden Verfahrensausgang des
Wegfalls des Rechtsschutzinteresses beigetragen haben, rechtfertigt es
sich, die Gerichtskosten gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG je hälftig dem
Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen. Die
Staatsgebühr wird im Rahmen von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 300.--
festgesetzt. Der Beschwerdegegnerin steht gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG
keine aussergerichtliche Entschädigung zu, da sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegt.
4.2. Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass der
Beschwerdeführer in seiner selbst erhobenen und unterzeichneten
Beschwerde vom 19. Mai 2020 kein Gesuch um Gewährung der
unentgeltlichen Rechtpflege gestellt hat.
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III. Demnach verfügt und erkennt die Einzelrichterin:
1. Das Gesuch von B._ um Erteilung einer Ausnahmebewilligung zur
Vertretung von A._ in der vorliegenden Streitsache wird abgewiesen.
2. Das Beschwerdeverfahren wird als gegenstandslos geworden
abgeschrieben, soweit darauf einzutreten ist.
3. Die Gerichtskosten, bestehend aus
- einer Staatsgebühr von CHF 300.--
- und den Kanzleiauslagen von CHF 428.--
Zusammen CHF 728.--
gehen je zur Hälfte zulasten von A._ und der Gemeinde C._.