# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 13e7ee82-2e01-4e23-8223-bbb20719b98d
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_004
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. A._ erhält für seine sich in Ausbildung befindende Tochter B._
(geb. am C._) eine AHV- und zwei BVG-Kinderrenten. Die den
Zeitraum Januar bis Dezember 2019 betreffende AHV-Kinderrente in der
Höhe von CHF 9'924.-- wurde von der Sozialversicherungsanstalt des
Kantons Graubünden (nachfolgend: SVA) direkt an die Tochter
überwiesen. Die BVG-Kinderrenten der Pensionskasse des Bundes
Publica (nachfolgend: Publica) beliefen sich im Jahr 2019 auf insgesamt
CHF 736.05 pro Monat. Diese Kinderrenten leitete A._ mittels
monatlichem Dauerauftrag an seine Tochter mit Wohnsitz in D._,
Liechtenstein, weiter.
2. In seiner Steuererklärung 2019 deklarierte A._ die AHV-Kinderrente
nicht als Renteneinkommen. Die BVG-Renten der Publica wurden samt
Anteil Kinderrenten (12 x CHF 736.05 = CHF 8'832.60) unter Ziff. 3.2 der
Steuererklärung (Renten Säule 2) deklariert. Unter Position 11.2
"Unterhaltsbeiträge für minderjährige Kinder" machte A._ einen
Abzug in der Höhe von CHF 8'833.-- für die BVG-Kinderrenten geltend.
3. Mit Veranlagungsverfügungen betreffend Kantons- und Gemeindesteuern
bzw. direkte Bundessteuer 2019 vom 1. März 2021 rechnete die
Steuerverwaltung des Kantons Graubünden (nachfolgend:
Steuerverwaltung) die AHV-Kinderrente in der Höhe von CHF 9'924.--
unter Ziff. 3.1 "AHV / IV Rente Person 1" auf mit der Bemerkung, dass
Kinderrenten auch nach dem vollendeten 18. Lebensjahr des Kindes bei
den Eltern besteuert würden. Zudem wurden die geltend gemachten
Unterhaltsbeiträge für minderjährige Kinder in der Höhe von CHF 8'833.--
auf CHF 3'112.-- gekürzt mit der Begründung, dass Unterhaltsbeiträge nur
bis zur Volljährigkeit des Kindes abziehbar seien. Im Gegenzug wurde
A._ betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2019 der hälftige
Kinderabzug für Kinder in Ausbildung in der Höhe von CHF 4'650.--
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gewährt mit der Bemerkung, dass ab Volljährigkeit des Kindes beiden
Elternteilen je der halbe Kinderabzug zustehe.
4. Die von A._ hiergegen erhobene Einsprache hiess die
Steuerverwaltung mit Einspracheentscheid vom 21. September 2021
teilweise gut. Sie begründete ihren Entscheid im Wesentlichen damit, dass
die von der SVA direkt an die Tochter ausgerichtete AHV-Kinderrente in
der Höhe von CHF 9'924.-- sowie die von der Publica ausbezahlte BVG-
Kinderrente in der Höhe von CHF 8'832.60 weiterhin von A._ zu
versteuern seien. Die Aufrechnung der nicht deklarierten AHV-Kinderrente
sei somit zu Recht erfolgt. Zudem sei die Tochter am 18. Februar 2019
volljährig geworden. Die Unterhaltsbeiträge (Kinderrenten) seien
entsprechend nur noch für die Monate Januar und Februar abzugsfähig.
Der zulässige Abzug betrage total CHF 3'126.--. Der anlässlich der
Veranlagung gewährte Abzug von CHF 3'112.-- werde entsprechend
abgeändert. Somit könne der beantragte volle Unterhaltsabzug für die an
die Tochter weitergeleiteten Kinderrenten nicht gewährt werden. Sodann
stehe A._ beim Kanton der halbe Kinderabzug für Kinder in
Ausbildung mit Aufenthalt am auswärtigen Ausbildungsort von CHF
9'300.-- bzw. beim Bund der volle Kinderabzug von CHF 6'500.-- zu.
Schliesslich könnten die Renten gemäss dem
Doppelbesteuerungsabkommen Schweiz/Liechtenstein nur in der
Schweiz besteuert werden, zumal A._ in der Schweiz ansässig sei.
5. Dagegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe
vom 18. Oktober 2021 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden. Er begründete seine Beschwerde im Wesentlichen
damit, dass die Alterskinderrenten seiner Tochter in das Liechtenstein
überwiesen würden. Die Alterskinderrente sei im
Doppelbesteuerungsabkommen nirgends explizit erwähnt. Nach Art. 21
dieses Abkommens seien andere Einkünfte einer in einem Vertragsstaat
ansässigen Person, die in den vorstehenden Artikeln nicht behandelt
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würden, ungeachtet ihrer Herkunft nur in diesem Staat zu versteuern.
Nachgewiesenermassen erhalte seine Tochter die Alterskinderrenten und
nicht er. Solange seine Tochter noch nicht volljährig gewesen sei, hätten
die Kinderrenten vollumfänglich von seinem Einkommen abgezogen
werden können. Warum diese Praxis bei Volljährigkeit seiner Tochter nicht
mehr berücksichtigt werden sollte, könne die Steuerverwaltung nicht
belegen. Daher werde beantragt, die Alterskinderrenten der AHV und der
Publica in der Höhe von CHF 9'924.-- bzw. CHF 8'832.-- nicht zu seinem
steuerbaren Einkommen hinzuzurechnen. Zumindest sei die AHV-
Kinderrente nicht aufzurechnen, da diese direkt an seine Tochter
überwiesen werde. Falls das Gericht diesem Antrag nicht Folge leisten
könne, sei ihm betreffend Kantons- und Gemeindesteuern der volle
Kinderabzug von CHF 18'600.-- zu gewähren. Seine Unterhaltszahlungen
hätten im Jahr 2019 total CHF 18'756.-- betragen. Die
Lebenshaltungskosten für Studenten in Österreich würden sich auf ca.
Euro 950.-- pro Monat belaufen. Folglich würden seine
Unterhaltszahlungen bei weitem genügen.
6. Die Steuerverwaltung (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer
Vernehmlassung vom 5. November 2021 auf Abweisung der Beschwerde.
Begründend hielt sie im Wesentlichen fest, dass die von der SVA direkt an
die Tochter ausgerichtete AHV-Kinderrente in der Höhe von CHF 9'924.--
und die von der Publica ausbezahlten BVG-Kinderrenten in der Höhe von
CHF 8'832.60 weiterhin von der rentenberechtigten Person zu versteuern
seien. Die Aufrechnung der nicht deklarierten AHV-Kinderrente unter
Position 3.1 sei somit zu Recht erfolgt, weshalb die Beschwerde in diesem
Punkt abzuweisen sei. Ausserdem sei die Tochter des Beschwerdeführers
am 18. Februar 2019 volljährig geworden. Die Unterhaltsbeiträge
(Kinderrenten) seien entsprechend nur noch für die Monate Januar und
Februar abzugsfähig. Der zulässige Abzug belaufe sich auf total CHF
3'126.--. Der vom Beschwerdeführer in der Einsprache beantragte volle
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Unterhaltsabzug für die an seine Tochter weitergeleiteten Kinderrenten
könne folglich nicht gewährt werden. Des Weiteren habe die Tochter des
Beschwerdeführers ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in Liechtenstein an
der gleichen Adresse wie ihre Mutter. Gemäss Studienbestätigung sei sie
per Stichtag (31. Dezember 2019) an der Universität E._ gemeldet
gewesen. Es könne davon ausgegangen werden, dass sie regelmässig an
den Wochenenden und in den Semesterferien an ihren Wohnsitz in
Liechtenstein zu ihrer Mutter zurückgekehrt sei, welche die gesamte
Naturalpflege erbracht und damit durchaus ebenfalls erhebliche materielle
bzw. geldwerte Leistungen für ihre auswärts studierende Tochter getätigt
habe. Demnach stehe dem Beschwerdeführer betreffend Kanton der
halbe Kinderabzug für Kinder in Ausbildung mit Aufenthalt am auswärtigen
Ausbildungsort von CHF 9'300.-- bzw. beim Bund der volle Kinderabzug
in der Höhe von CHF 6'500.-- zu. Der mit Beschwerde beantragte volle
Kinderabzug könne somit nicht gewährt werden.
7. Am 16. November 2021 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen
bisherigen Anträgen und Ausführungen fest und vertiefte seinen
Standpunkt.
8. Mit Duplik vom 22. November 2021 hielt die Beschwerdegegnerin
ebenfalls an ihren Rechtsbegehren fest.
9. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften sowie
im angefochtenen Einspracheentscheid wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1.1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der
Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 21. September 2021
betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer
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2019. Ein solcher Entscheid kann gemäss Art. 140 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11), Art. 50
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern
der Kantone und Gemeinden (StHG; SR 642.14) i.V.m. Art. 139 Abs. 1 des
Steuergesetzes für den Kanton Graubünden (StG; BR 720.000) bzw.
Art. 29 Abs. 2 des Gesetzes über die Gemeinde- und Kirchensteuern
(GKStG; BR 720.200) mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden angefochten werden. Die sachliche Zuständigkeit
des streitberufenen Gerichts ergibt sich aus Art. 49 Abs. 1 lit. b des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach
das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von
Dienststellen der kantonalen Verwaltung und von unselbständigen
Anstalten des kantonalen Rechts beurteilt, soweit das kantonale Recht
den direkten Weiterzug vorsieht, was vorliegend – wie gesehen (vgl. Art.
139 Abs. 1 StG) – der Fall ist. Demzufolge fällt die Beurteilung der
vorliegenden Streitsache in die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts.
Der Beschwerdeführer ist als formeller und materieller Adressat des
angefochtenen Einspracheentscheids beschwert und damit ohne
Weiteres zur Beschwerdeerhebung befugt (Art. 50 Abs. 1 VRG). Auf die
zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit
einzutreten.
1.2. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. a VRG entscheidet das Verwaltungsgericht in
einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert CHF 5'000.-- nicht
überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgeschrieben ist. Gemäss
unbestrittener Berechnung der Beschwerdegegnerin beläuft sich der
Streitwert auf CHF 1'929.--. Da dieser unter CHF 5'000.-- liegt und die
vorliegende Streitsache nicht in Fünferbesetzung zu entscheiden ist (vgl.
Art. 43 Abs. 2 VRG), ist die Zuständigkeit des Einzelrichters gegeben.
2. Zu beurteilen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin die AHV-
Kinderrente zu Recht aufgerechnet sowie besteuert hat und ob die zum
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Abzug zugelassenen Unterhaltsbeiträge korrekt sind. Auch ist in Bezug
auf die Kantons- und Gemeindesteuern 2019 die zulässige Höhe des
Kinderabzugs zu prüfen.
3.1. Der Beschwerdeführer bemängelt, Alterskinderrenten versteuern zu
müssen, die seine Tochter und nicht er erhalten habe.
3.2. Unter dem Randtitel "Einkünfte aus Vorsorge" erklären Art. 22 Abs. 1 DBG
und der gleichlautende Art. 23 Abs. 1 StG alle Einkünfte aus der Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, aus Einrichtungen der
beruflichen Vorsorge und aus anerkannten Formen der gebundenen
Selbstvorsorge, mit Einschluss der Kapitalabfindungen und
Rückzahlungen von Einlagen, Prämien und Beiträgen für steuerbar. Der
Anspruch auf eine Kinderrente gemäss Art. 22ter des Bundesgesetzes
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) bzw.
Art. 35 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR
831.20) steht nicht dem – allenfalls volljährigen (vgl. Art. 25 Abs. 5 i.V.m.
Art. 22ter AHVG) – Kind, sondern dem Bezüger der Hauptrente zu. Der
Berechtigte hat diese Renten zu versteuern, und zwar auch dann, wenn
dieser die Bezüge dem Kind überlässt (vgl.
RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl.,
Zürich 2016, Art. 22 Rz. 28 m.H.; siehe auch Urteile des Bundesgerichts
2C_164/2007 vom 17. Oktober 2007 E.2.3, 2A.536/2001 vom 29. Mai
2002 E.3.1). Gleich verhält es sich in Bezug auf die Leistungen aus
beruflichen Vorsorgeeinrichtungen (vgl. Art. 17 des Bundesgesetzes über
die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG; SR
831.40]). Aus dem Gesagten folgt, dass Kinderrenten von derjenigen
steuerpflichtigen Person als Einkommen zu versteuern sind, der auch die
Hauptrente zusteht (rentenberechtigte Person).
3.3. Vorliegend ist zwischen den Parteien unbestritten, dass der
Beschwerdeführer eine AHV- und zwei BVG-Altersrenten bezieht. Zudem
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ergibt sich aus den Akten, dass er Anspruch auf eine AHV-Kinderrente
(Zeitraum Januar bis Dezember 2019: CHF 9'924.--) und zwei BVG-
Kinderrenten (Jahr 2019: CHF 8'832.60) hat (vgl. beschwerdegegnerische
Akten [Bg-act.] 1, 2, 3, 4 und 5). Als rentenberechtigte Person hat somit
der Beschwerdeführer die erwähnten Kinderrenten als Einkommen zu
versteuern. Daran ändert – wie soeben dargelegt – der Umstand nichts,
dass die AHV-Kinderrente von der SVA direkt an die Tochter des
Beschwerdeführers überwiesen wird bzw. dass Letzterer die BVG-
Kinderrenten, welche die Publica ihm ausbezahlt, mittels monatlichem
Dauerauftrag seiner Tochter weiterleitet (vgl. Bg-act. 2 und 5). Vor diesem
Hintergrund hat die Beschwerdegegnerin die im Rahmen der
Steuererklärung 2019 nicht deklarierte AHV-Kinderrente in der Höhe von
CHF 9'924.-- – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – zu
Recht unter Position 3.1 "AHV / IV Rente Person 1" aufgerechnet und
besteuert (vgl. Bg-act. 6, 8, 9, 12 und 16). Der Vollständigkeit halber ist
festzuhalten, dass der Beschwerdeführer die BVG-Altersrenten samt
Anteil Kinderrenten von CHF 8'833.-- [12 x CHF 736.05] bereits in seiner
Steuererklärung 2019 korrekterweise unter Ziff. 3.2 "Renten Säule 2"
deklariert hat (vgl. Bg-act. 3, 4, 5 und 6).
4.1. Sodann bringt der Beschwerdeführer vor, als seine Tochter noch nicht
volljährig gewesen sei, hätten die Kinderrenten vollumfänglich von seinem
Einkommen abgezogen werden können. Warum diese Praxis bei
Volljährigkeit seiner Tochter nicht mehr berücksichtigt werden sollte,
könne die Beschwerdegegnerin nicht belegen und hierfür auch keine
rechtlichen Erlasse nennen.
4.2. Unterhaltsbeiträge für volljährige Kinder können vom leistenden Elternteil
nicht in Anwendung von Art. 33 Abs. 1 lit. c DBG bzw. Art. 36 Abs. 1 lit. c
StG von den Einkünften in Abzug gebracht werden (vgl. HUNZIKER/MAYER-
KNOBEL, in: ZWEIFEL/BEUSCH [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen
Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl., Basel
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2017, Art. 33 Rz. 21e m.H.; siehe auch Urteil des Bundesgerichts
2A.530/2006 vom 19. September 2006 E.2.1). Diese Leistungen werden
zu ganz gewöhnlichen, nicht abziehbaren Aufwendungen für den
Lebensunterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie im Sinne von
Art. 34 lit. a DBG bzw. Art. 37 Abs. 1 lit. a StG (vgl. Kreisschreiben Nr. 30
vom 21. Dezember 2010 der Eidgenössischen Steuerverwaltung [ESTV],
Ziff. 14.2.2). Die Abzugsfähigkeit ist damit in zeitlicher Hinsicht auf die
Unterhaltsbeiträge bis zum 18. Geburtstag des Kindes beschränkt;
abzugsfähig ist allerdings noch der volle Unterhaltsbeitrag für den Monat,
in dem das Kind volljährig wird.
4.3. Im konkreten Fall wurde die Tochter des Beschwerdeführers
unbestrittenermassen am 18. Februar 2019 volljährig. Entsprechend sind
die Unterhaltsbeiträge (Kinderrenten) lediglich noch für die Monate Januar
und Februar 2019 abzugsfähig. Der zulässige Abzug beträgt damit CHF
3'126.-- (2/12 der im Jahr 2019 von der AHV und der Publica ausbezahlten
Kinderrenten). Der zunächst in den Veranlagungsverfügungen vom 1.
März 2021 unter Position 11.2 "Unterhaltsbeiträge für minderjährige
Kinder" gewährte Abzug in der Höhe von CHF 3'112.-- hat die
Beschwerdegegnerin im Rahmen des Einspracheverfahrens
entsprechend zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeändert (vgl. Bg-
act. 8, 9, 15 und 16). Nach dem Ausgeführten wurde der in der Einsprache
beantragte volle Unterhaltsabzug für die an die Tochter des
Beschwerdeführers weitergeleiteten Kinderrenten zu Recht nicht gewährt.
5.1. Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, seine
Unterhaltszahlungen hätten im Jahr 2019 total CHF 18'756.-- betragen.
Gemäss seinen Recherchen würden sich die Lebenshaltungskosten für
Studenten in Österreich auf ca. Euro 950.-- pro Monat belaufen. Seine
Unterhaltszahlungen würden diese Lebenshaltungskosten bei weitem
übersteigen, weshalb ihm betreffend Kantons- und Gemeindesteuern
2019 der volle Kinderabzug von CHF 18'600.-- zu gewähren sei.
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5.2.1. Der Kinderabzug steht grundsätzlich derjenigen steuerpflichtigen Person
zu, die den Unterhalt von minderjährigen oder in Ausbildung stehenden
Kindern zur Hauptsache bestreitet (Art. 38 Abs. 1 lit. d StG). Tragen
dagegen beide Elternteile an den Unterhalt des Kindes bei, wird der
Kinderabzug jedem Elternteil zur Hälfte gewährt (Art. 38 Abs. 1 lit. h StG).
Für die Steuerperiode 2019 betrug der Abzug im Kanton für Kinder im
Vorschulalter CHF 6'200.-- bzw. für ältere minderjährige sowie in
schulischer oder beruflicher Ausbildung stehende Kinder CHF 9'300.--.
Hielt sich das Kind während der Woche am Ausbildungsort auf, erhöhte
sich der Kinderabzug auf CHF 18'600.-- (vgl. Praxisfestlegung der
Beschwerdegegnerin, Sozialabzüge, S. 4 und S. 8; Wegleitung zur
Steuererklärung Kantonssteuer / direkte Bundessteuer 2019, Ziff. 24.3-5).
5.2.2. Im Bereich der direkten Bundessteuer werden vom Einkommen für jedes
minderjährige oder in beruflicher oder schulischer Ausbildung stehende
Kind, für dessen Unterhalt die steuerpflichtige Person sorgt, CHF 6'500.--
abgezogen (Art. 35 Abs. 1 lit. a DBG). Anders als im kantonalen Recht
verlangt diese Bestimmung nicht, dass die steuerpflichtige Person zur
Hauptsache für den Unterhalt des Kindes aufkommt, jedoch muss sie, um
den Kinderabzug geltend machen zu können, für das Kind tatsächlich
sorgen (vgl. BAUMGARTNER/EICHENBERGER, in: ZWEIFEL/ BEUSCH [Hrsg.],
Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die
direkte Bundessteuer, 3. Aufl., Basel 2017, Art. 35 Rz. 12 ff.). Tragen beide
Elternteile an den Unterhalt des Kindes bei, kann der Elternteil mit den
höheren finanziellen Leistungen, d.h. in der Regel derjenige mit dem
höheren Einkommen, den Kinderabzug geltend machen. Der andere
Elternteil kann den Unterstützungsabzug geltend machen, sofern seine
Leistungen mindestens in der Höhe des Abzugs erfolgen (vgl.
Kreisschreiben Nr. 30 vom 21. Dezember 2010 ESTV, Ziff. 14.10.2; siehe
auch Wegleitung zur Steuererklärung Kantonssteuer / direkte
Bundessteuer 2019, Ziff. 24.3-5).
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5.3. Die Sozialabzüge werden nach den Verhältnissen am Ende der
Steuerperiode oder Steuerpflicht festgesetzt (Art. 38 Abs. 2 StG bzw. Art.
35 Abs. 2 DBG).
5.4. Unter Unterhaltsbestreitung im Sinn der genannten Bestimmungen ist die
gesamte wirtschaftliche Situation zu verstehen, d.h. es sind nicht nur
Geldleistungen zu berücksichtigen, sondern auch (geldwerte)
Naturalleistungen des mit der Obhut und Erziehung des Kindes betrauten
Elternteils (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden
A 14 18 vom 2. September 2014).
5.5. Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer bezüglich der direkten Bundessteuer 2019 den vollen
Kinderabzug in der Höhe von CHF 6'500.-- gewährt hat (vgl. Bg-act. 9, 12,
15 und 16). Dieser Sozialabzug wird vom Beschwerdeführer denn auch
nicht beanstandet. In Bezug auf den Kinderabzug betreffend Kantons- und
Gemeindesteuern 2019 ist festzuhalten, dass die Tochter des
Beschwerdeführers ihren steuerrechtlichen Wohnsitz unstreitig in
Liechtenstein an gleicher Adresse wie ihre Mutter hat. Laut der bei den
Akten liegenden Studienbescheinigung war sie per Stichtag am 31.
Dezember 2019 an der Universität E._ zum Diplomstudium
Rechtswissenschaften angemeldet (vgl. Bg-act. 13). Wenn die
Beschwerdegegnerin ausführt, es könne davon ausgegangen werden,
dass die (damals 18-jährige) Tochter des Beschwerdeführers regelmässig
in den Semesterferien an ihren Wohnsitz in Liechtenstein zu ihrer Mutter
zurückgekehrt sei, welche die gesamte Naturalpflege (Kost und Logis,
Waschaufgaben etc.) erbracht und damit durchaus ebenfalls erhebliche
materielle resp. geldwerte Leistungen für ihre unter der Woche auswärts
studierende Tochter getätigt habe, erscheint dies nachvollziehbar und
plausibel. Gegenteiliges vermag der Beschwerdeführer jedenfalls nicht
nachzuweisen. Hinsichtlich der Wochenenden ist dem Beschwerdeführer
zwar beizupflichten, dass für die Zugstrecke Hauptbahnhof E._ –
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Bahnhof F._ mit einer Fahrzeit von rund sieben Stunden – für beide
Strecken mit einer solchen von etwa 14 Stunden – gerechnet werden
muss. Allerdings ging die Beschwerdegegnerin korrekterweise auch nicht
von einer Rückkehr an jedem Wochenende aus. Soweit der
Beschwerdeführer auf das Dokument "Lebenserhaltungskosten" verweist
und geltend macht, die monatlichen Lebenshaltungskosten für Studenten
in Österreich würden ca. Euro 950.-- betragen, weshalb seine
Unterhaltszahlungen von derzeit CHF 18'756.-- pro Jahr bei weitem
genügten, um sämtliche Lebenshaltungskosten seiner Tochter
abzudecken, kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Einerseits
kann – wie bereits dargelegt – davon ausgegangen werden, dass die
Mutter teilweise an den Wochenenden resp. regelmässig in den
Semesterferien ebenfalls erhebliche (geldwerte) Leistungen für die
auswärts studierende Tochter erbrachte. Davon scheint denn auch der
Beschwerdeführer in seiner Beschwerde auszugehen, indem er darin
festhält, seine Unterhaltszahlungen würden es auch zulassen, dass seine
Tochter der Mutter für etwelche Dienstleistungen eine Entschädigung
ausrichte. Anderseits wird im undatierten Dokument
"Lebenserhaltungskosten" explizit darauf hingewiesen, dass in E._
das Wohnen teurer ist als in kleineren Städten bzw. dass in E._ die
Wohn- und Lebenshaltungskosten höher sein können und der benötigte
Betrag natürlich davon abhängt, wie sparsam gelebt wird, weshalb es
schwierig ist, eine Aussage darüber zu machen, wieviel Geld ein/e
Studierende pro Monat genau benötigt (vgl. Bg-act. 14). Insofern erscheint
das besagte Dokument wenig hilfreich. Im Übrigen hat der
Beschwerdeführer in Bezug auf die konkreten Lebenshaltungskosten
seiner Tochter bis heute keinerlei Nachweise geliefert. Aus dem Gesagten
erhellt, dass der Beschwerdeführer, welcher nach der allgemeinen Regel
die Beweislast für das Vorhandensein von steuermindernden Tatsachen
trägt, nicht darzutun vermag, dass er zur Hauptsache für den Unterhalt
seiner in Ausbildung stehenden Tochter aufgekommen ist. Somit ist nicht
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zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer
in Bezug die Kantons- und Gemeindesteuern 2019 lediglich den hälftigen
Kinderabzug für Kinder in Ausbildung mit Aufenthalt am auswärtigen
Ausbildungsort von CHF 9'300.-- gewährt hat (vgl. Bg-act. 12, 15 und 16).
6.1. Schliesslich rügt der Beschwerdeführer, gemäss Art. 21 des Abkommens
zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstentum
Liechtenstein zur Vermeidung der Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der
Steuern vom Einkommen und vom Vermögen (SR 0.672.951.43) seien
andere Einkünfte einer in einem Vertragsstaat ansässigen Person, die in
den vorstehenden Artikeln nicht behandelt würden, ungeachtet ihrer
Herkunft nur in diesem Staat zu versteuern. Nachgewiesenermassen
erhalte seine Tochter die Alterskinderrenten und nicht er.
6.2. Unter Vorbehalt von Artikel 19 können Ruhegehälter und ähnliche
Vergütungen (einschliesslich Kapitalleistungen), die einer in einem
Vertragsstaat ansässigen Person für frühere unselbstständige oder
selbstständige Arbeit gezahlt werden, nur in diesem Staat besteuert
werden (Art. 18 DBA CH/FL).
6.3. Wie bereits dargelegt, steht der Anspruch auf eine Kinderente gemäss
Art. 22ter AHVG bzw. Art. 17 BVG nicht dem – allenfalls volljährigen – Kind
zu, sondern dem Bezüger der Hauptrente. Die Kinderrente ist daher von
diesem und nicht vom (volljährigen) Kind als Einkommen zu versteuern.
Dies gilt auch, wenn der Rentenberechtigte die Rentenbezüge dem Kind
überlässt. Da der Beschwerdeführer unstreitig in der Schweiz ansässig ist,
können die Alterskinderrenten nach dem geltenden DBA CH/FL nur in der
Schweiz besteuert werden. Der in diesem Zusammenhang vorgebrachte
Einwand des Beschwerdeführers verfängt somit nicht.
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7. Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid
vom 21. September 2021 als rechtens, was zur Bestätigung desselben
und zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten gestützt auf
Art. 73 Abs. 1 VRG dem Beschwerdeführer aufzuerlegen. Die
Staatsgebühr wird im Rahmen von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 800.--
festgesetzt. Der Beschwerdegegnerin steht gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG
keine Parteientschädigung zu, da sie lediglich in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegt.