# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3fabac3d-c005-4c6a-afe5-bacd3ed8fc7b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Die Schwestern Y._ und X._ sind jeweils zur Hälfte Miteigentümerinnen des Grundstücks Nr. _, Plan Nr. _, A._, mit Wohnhaus Vers. Nr. _ und Nebengebäude mit Garage Vers. Nr. _-A, Grundbuch O.1_.
B. Mit Schlichtungsgesuch vom 27. August 2015 beantragte Y._ beim Vermittleramt des Bezirks Engiadina Bassa/Val Müstair die Durchführung einer Schlichtungsverhandlung. Nachdem X._ zur Schlichtungsverhandlung vom 2. Februar 2016 nicht erschienen war, stellte der Vermittler die Klagebewilligung mit den folgenden Rechtsbegehren aus (vgl. RG act. II.3):
Rechtsbegehren klagende Partei:
1. Das Miteigentum der Parteien am Grundstück Nr. _, Plan _ im Grundbuch der Gemeinde O.1_ sei richterlich aufzuheben.
2. Die Aufhebung des Miteigentums habe durch öffentliche Versteigerung des Grundstücks Nr. _, Plan _ zu erfolgen.
Der daraus resultierende Nettoerlös sei je zur Hälfte der Klägerin und der Beklagten richterlich zuzuweisen.
3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
Rechtsbegehren beklagte Partei:
keine
C. Mit Prozesseingabe vom 8. März 2016 prosequierte Y._ (nachfolgend: Klägerin) ihre Klage mit unveränderten Rechtsbegehren frist- und formgerecht beim Bezirksgericht Inn (seit 1. Januar 2017: Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair). Mit Schreiben vom 9. März 2016 wurde der klagenden Partei der Eingang der Klage bestätigt und ein Kostenvorschuss von CHF 3‘000.00 eingefordert, welcher innert Frist einging. Gleichentags wurde X._ (nachfolgend: Beklagte) die Klage zugestellt und Frist zur schriftlichen Klagantwort sowie zur Bezeichnung eines Zustellungsdomizils in der Schweiz angesetzt.
D. Mit Klageantwort vom 26. März 2016 beantragte die Beklagte unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge – sinngemäss und soweit vorliegend relevant – ebenfalls die richterliche Aufhebung des Miteigentums, wobei das Grundstück ihren drei Söhnen zuzuweisen sei, da diese ein überwiegendes Interesse daran nachweisen könnten. Zudem sei der aktuelle
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Verkehrswert des Grundstücks festzustellen, wovon 50 % der Klägerin richterlich zuzuweisen seien. Zusätzlich stellte die Beklagte mit Widerklage vom 30. März 2016 – nebst dem Antrag auf richterliche Aufhebung des Miteigentums am Grundstück – weitere Anträge, insbesondere habe die Aufhebung des Miteigentums durch Realteilung, verbunden mit Barausgleich auf der Basis des einvernehmlich festgelegten oder durch fachmännische Schätzung ermittelten Verkehrswertes zu erfolgen, alles unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.
E. Nachdem die Beklagte zur Instruktionsverhandlung, welche nach durchgeführter Terminumfrage auf den 27. Mai 2016 festgesetzt worden war, unentschuldigt nicht erschienen war, wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet. Die Klägerin reichte mit separaten Eingaben vom 4. August 2016 ihre Replik sowie die Widerklageantwort ein. Darin hielt sie an ihren Anträgen auf richterliche Aufhebung des Miteigentums gemäss Klage fest und verlangte unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge die Abweisung der Klageantwort, soweit darauf eingetreten werden könne, sowie das Nichteintreten auf die Widerklage, eventualiter deren vollumfängliche Abweisung.
F. Mit Duplik vom 30. September 2016 machte die Beklagte unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge wiederholt geltend, sie sei mit der Aufhebung des Miteigentums auf dem Weg der öffentlichen Versteigerung nicht einverstanden. Sie halte aber nicht mehr an ihrem Begehren gemäss Klageantwort fest, dass das Grundstück den drei Söhnen zum Verkehrswert richterlich zuzuweisen sei. Vielmehr verlange sie ab jetzt die Realteilung. Mit Widerklagereplik gleichen Tages beantragte die Beklagte, soweit vorliegend relevant, nochmals die Aufhebung des Miteigentums auf dem Weg der Realteilung, verbunden mit Barausgleich auf Basis des durch unabhängige fachmännische Schätzung ermittelten Verkehrswertes. Deshalb werde Antrag auf gutachterliche Verkehrswertschätzung, getrennt für das Grundstück sowie für beide Gebäude, gestellt. Diesem Verfahren vorgelagert werden müsse die Feststellung des Steuerwertes. Erst dann sei zu entscheiden, welche Partei welchen Grundstücksteil bekomme, wobei Losentscheid eine Option sei.
G. Die Klägerin hielt in ihrer Widerklageduplik vom 22. November 2016 an ihren Rechtsbegehren gemäss Widerklageantwort fest.
H. Mit einzelrichterlichem Entscheid betreffend die Widerklage vom 27. Juni 2017 (vgl. RG act. IV.2), mitgeteilt am 10. Juli 2017, trat der Vorsitzende auf die Rechtsbegehren Ziffern 1, 2 und 6 der Widerklage ein. Auf die übrigen
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## Considerations