# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 54fb2408-cdd8-4c70-8363-69dbc2c72c0f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1973,
arbeitete zuletzt bis Ende Januar 2010 als Lager
ar
beiter
(Hilfsarbeiter)
bei der
Z._
(Urk. 8/74/1)
und bezog
ab April 2010
Arbeitslosenentschädigung
(Urk.
8/6/2). Als
Arbeits
lo
ser
war
er
bei der Schweizeri
schen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obliga
to
risch für die Folgen von Un
fällen versichert. Am 20. August 2010 rutschte er beim
Treppensteigen aus
,
stürzte auf die linke Hand
(Urk. 8/1 Ziff. 1-6) und zog sich dabei eine
Ellbo
genluxation
sowie
eine intraartikuläre distale Radiusfraktur zu (Urk. 8/8 Ziff. 5).
Mit Verfügung vom 3. Januar 2012 (Urk. 8/87)
verneinte die SUVA einen Ren
ten
anspruch und
sprach dem Versicherten für die verbliebenen Unfallfolgen eine In
tegritätsentschädigung von 12.5
% zu, wogegen dieser am 30. Januar 2012 Ein
sprache erhob (Urk. 8/88). Mit
Einspracheentscheid
vom
7. März 2012 wies die SUVA die Einsprache ab (Urk. 8/92 = Urk. 2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 7. März 2012 erhob der Versicherte am 4. April 2012 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben
und es sei ihm
eine
Invaliden
r
ente von 20 % zuzusprechen. Eventuell sei die
Beschwerde
geg
ne
rin
zu verpflichten, weit
ere Abklärungen zu tätigen (
Urk. 1
S.
2). Mit
Be
schwerdeantwort
vom 8. Mai 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin die Ab
wei
sung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 15. Mai 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
–
so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Be
rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.2
Nach Art. 10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
So
zialversicherungsrechts
,
ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16
Abs.
1 UVG ein
Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8
ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18
Abs.
1 UVG). Der Ren
tenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Be
handlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung ab
geschlossen
sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleis
tung
en
dahin (Art. 19
Abs.
1 UVG).
1.3
1.
3.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid
(Art. 8 ATSG), so hat sie gemäss Art. 18
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine Invali
den
rente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung
und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Er
wer
bseinkommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre
(Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach Art. 18
Abs.
2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung des
Invaliditäts
gra
des
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen.
1.3.2
Da nach
einer Erfahrungstatsache die versicherte Person im
Gesundheits
fall
zu
meist die bisherige Tätigkeit weitergeführt hätte, ist für der Ermittlung des
Va
li
deneinkommens
in der Regel von der letzten Beschäftigung auszugehen, die die versicherte Person vor Eintritt der Gesundheitsschädigung ausgeübt hat, und der
damit erzielte Lohn der Teuerung und Reallohnentwicklung bis zum Zeitpunkt des Rentenbeginns anzupassen (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b; AHI 2000 S.
303,
BGE 128 V 174).
1.3.3
Das Invalideneinkommen ist dann eine hypothetische Grösse, wenn die versi
cher
te Person die ihr auch mit Gesundheitsschaden verbliebene Arbeitsfähigkeit
nicht mehr oder nicht in zumutbarer Weise verwertet (BGE 114 V 314 E. 3b). In
dem das Gesetz beim Invalideneinkommen auf den ausgeglichenen Arbeits
markt
Bezug nimmt, der unter Absehen konjunktureller und struktureller Un
gleichge
wichte einen Fächer unterschiedlicher Stellenangebote offenhält, grenzt es den
Leis
tungsbereich
der Rentenversicherungen von demjenigen der Ar
beitslosen
ver
sicherung (BGE 110 V 276 E. 4b) sowie von Erwerbslosigkeit in
folge weiterer
in
validitätsfremder
Gründe ab (AHI 1999 S. 238 f. E. 1). Für die Bestimmung
des hypothetischen Invalideneinkommens können praxisgemäss entweder die Löh
ne
von noch in Frage kommenden Tätigkeiten in verschiede
nen Betrieben der Region der versicherten Person, welche in der Dokumentation über Arbeits
plätze (DAP) erfasst sind, (RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412 E. 4) oder die
Tabellen
löhne
gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizeri
schen
Lohnstrukturerhebung (LSE) herangezogen werden. Im letzte
ren Fall ist auf die im Anhang der LSE enthaltene Statistik der Lohnsätze, ge
nauer auf die stand
ardisierten Bruttolöhne der Tabellengruppe A, abzustellen. Dabei ist vom so ge
nannten Medianwert auszugehen, der in der Regel tiefer liegt als das arithme
ti
sche Mittel, da er ausserordentlich hohe sowie ausseror
dentlich tiefe Werte nicht berücksichtigt. Massgebend sind in erster Linie die Lohnverhältnisse im privaten Sektor. Schliesslich gilt es zu berücksichtigen, dass dieser Statistik generell eine Ar
beitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, welcher Wert tiefer liegt als
die betriebsübliche durchschnittliche Arbeits
zeit der vergangenen Jahre. Daher ist
der Medianlohn entsprechend der tatsäch
lichen Durchschnittszeit des fraglichen Jahres hochzurechnen (vgl. BGE 126 V 77 f. E. 3b/
bb
, 124 V 322 E. 3b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 439 S. 347).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
ver
lässig
keit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befrag
te
Ärz
tin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es be
darf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei
lich
keit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die
erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin aller
dings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Beurteilung ihres Kreisarztes da
von aus, dass eine Funktionseinschränkung der
adominanten
oberen Extremität bestehe, weshalb Schwerstbelastungen mit der linken Hand nicht mehr möglich seien. Eine ganztägige Arbeit mit Heben und Tragen von bis 20 kg
bimanuell
bei statischer Belastung und von 10 kg bei dynamischer Belastung sei zumut
bar. Sie legte das
für das Jahr 2011
mutmassliche
Valideneinkommen
auf Fr. 53‘820.-- fest und ermittelte gestützt auf die Dokumentation von Ar
beits
plätzen (DAP) ein Inv
alideneinkommen von Fr. 50‘735.--
und
somit
ei
nen
ren
ten
ausschliessenden
Invaliditätsgrad von 5.73 % (Urk. 2 S. 4 f. Ziff. 3).
2.2
Demgegenüber beantragte der Beschwerdeführer die Ausrichtung einer Invali
den
rente
in der Höhe von 20 % basierend
auf ein
em
Invalideneinkommen von Fr. 43‘000.-- (Urk. 1 S. 2 Ziff. 7).
2.3
Unstreitig sind der natürliche und der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem bleibenden Gesundheitsschaden des Beschwerdeführers an dessen
linken
Arm/
Hand
und dem Unfallereignis vom
20. Dezember 2010
sowie die Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
. Streitig und vorliegend zu prü
fen ist die Invaliditätsbemessung, namentlich die Berechnung des
Invalidenein
kommens
.
3.
3.1
N
achdem der Beschwerdeführer am 20. August 2010 auf der Treppe gestürzt und
die sich
die
dabei zugezogene Luxation des linksseitigen Ellenbogens mit Frak
tur des distalen Radius linksseitig
stationär im Spital
A._
mittels
ini
tialer
Reposition des Ellenbogens und Ruhigstellung im Oberarmgips versorgt worden
war, erfolgte am 24. August 2010 die operative Revision der distalen
Radius
frak
tur
(
palmare
Plattenosteosynthese, Urk. 8/13/7-8
= Urk. 8/12/2-3
), nach welcher er am 31. August aus der stationären Pflege entlassen wurde (Urk. 8/8).
3.2
In der
Traumasprechstunde
des Spital
A._
vom 9. September 2010 nannte
Dr. med.
B._
,
Oberärztin Chirurgie,
in ihrem Bericht vom 10. Sep
tem
ber 2010 (Urk. 8/20/10-11) folgende Hauptdiagnosen (Urk. 8/20/10):
Status nach traumatischer Ellbogenluxation links vom 20. August 2010
d
istale Radiusfraktur links mit
Galeazzi
-Verletzung
Status nach Plattenosteosynthese mit 2.4 mm LCP am 24. August 2010
Als Ne
bendiagnosen nannte
sie eine depressive Störung, einen Verdacht auf
ein
Adipositas-Hypoventilationssyndrom, eine Kardiopathie unklarer Genese, eine Adipositas
permagna
, ein rezidivierendes
lumbovertebrogenes
Schmerzsyndrom, chronische intermittierende Magenschmerzen und
eine
Eme
sis
sowie eine chro
ni
sche venöse Insuffizienz beidseits (Urk. 8/20/10 unten).
Die Ärztin führte aus, der Beschwerdeführer sei in Ruhe schmerzfrei, unter Belas
tung berichte er über ziehende Schmerzen im Bereich des Vorderarmes (Urk. 8/20/11).
3.3
Nach der
traumatologischen
Sprechstunde vom 11. November 2010 berichtete Dr. med.
C._
,
stv
. Leitender Arzt,
Spital
A._
,
bei bekannter Di
agnose von einer deutlichen
gesundheitlichen
Verschlechterung des Beschwer
de
füh
rers, vor allem
seien die
innervierten Finger
von
sensibler Natur (Urk. 8/30/4-5). Neurologisch habe sich eine sensible Störung vor allem des
Klein
fingers
und
mittig
des
Fingers (
Dig
.)
IV gezeigt
,
ver
bunden mit einer
Kraft
einschränkung
der
Ulnarisfunktion
.
Aus diesem Grund ersuche
er um
elektro
neu
rologische
Abklärungen (Urk. 8/30/5).
3.4
Diese wurde von Prof. Dr. med.
D._
,
Neurologie FMH, am 16. No
vem
ber 2010 durchgeführt (Urk. 8/16).
Prof
.
D._
stellte anlässlich sei
ner Untersuchung eine unmittelbar nach dem Trauma aufgetretene sensible Störung im Bereich des
Nervus
ulnaris
links fest, er
mittelte
jedoch
elektroneuro
graphisch
ein normales sensibles Summenpotential. Er konnte elektromyogra
phisch
weder
Hinweise auf einen motorischen Nervenfaseruntergang noch im
Sulkusbereich
Hinweise auf eine noch vorhandene Druckneuropathie des
Nervus
ulnaris
fin
den.
Zusammenfassend hielt er fest, dass alles auf eine
Neurapraxie
hinweise, das heisst, eine stattgehabte Schädigung der Myelinscheide ohne Hinweis auf eine
Axo
notmesis
, weshalb er keine Notwendigkeit einer operativen Sanierung mit
Neurolyse
sehe (S. 2).
3.5
Med.
pract
.
E._
,
S
pital
A._
,
hielt
in seinem
Sprechstundebe
richt
vom 22. November 2010 (Urk. 8/30/2-3)
den Befund und die Beurteilung von Dr.
D._
fest. Dr.
B._
berichtete
gleichentags
über den Beschwerde
führer, dieser habe aktuell im Bereich des Handgelenkes keine Beschwerden
;
ferner stellte sie ein
deutliches
Supinatinsdefizit
von zirka 50°
fest
(Urk. 8/18/4).
3.6
Am 4. Februar 2011 fand eine kreisärztliche Untersuchung statt.
Darüber be
richtete
Dr. med.
F._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
am gleichen Tag (Urk. 8/27) und führte aus,
der Beschwerdeführer klage etwas diffus über eine fehlende Kraft in der linken Hand, über eine Hypästhesie der bei
den
ulnaren
Finger links und vor allem über eine eingeschränkte
Supination
der
adominanten
linken Hand. Eine Schmerzhaftigkeit stehe weniger im Vorder
grund
. Bei
andauernden Belastungen bestehe eine Krafteinbusse. Klinisch finde
sich ein diskreter, funktionell nicht bedeutender Streckausfall im linken Ell
bo
gen
.
S
törender und funktionell ins Gewicht fallend sei hingegen der Ausfall der
Supination
links bei erhaltener Pronation. Die Beweglichkeit im Handgelenk sei
nur geringfügig eingeschränkt und erstaunlicherweise kaum schmerzhaft. Kli
nisch
ergebe sich auch keine Schmerzhaftigkeit durch die radiologisch sichtbare
Sprengung des
DRUG
(
S. 4). Angesichts des heute günstigen Zustandes erschei
ne
eine Ar
beitsaufnahme halbtags bis zur Metallentfernung zumutbar, wobei aller
dings
mit der linken Hand nur manuell leichte Tätigkeiten (statisch bis 20 kg, dy
n
a
misch
bis 10 kg) möglich seien.
Nicht möglich sei ein repetierender
Kraftein
satz
der linken Hand über 10 kg, desgleichen seien stereotype Bewegungen im Ell
bogen und Handgelenk ungünstig. Etwa ein
en
Monat nach der
Metallentfer
nung
wäre eine solche Tätigkeit auch vollzeitig möglich (S. 5).
3.7
Am 4. Juli 2011 wurde dem Beschwerdeführer im Spital
A._
die Metall
platten im linken Arm entfernt (
Osteosynthesematerialentfernung
Radius links, Operationsbericht vom 5. Juli 2011, Urk. 8/43/3).
3.8
Mit ärztlichen Zwischenberichten vom 15. August (Urk. 8/55), 10. September (Urk. 8/58) und 27. September 2011 (Urk. 8/59)
informierte der Hausarzt des Be
schwerdeführers, Dr. med.
G._
,
Allgemeinmedizi
n FMH, über den
Hei
lungs
verlauf
,
dies
unter Hinweis auf El
l
bogenschmerzen mit eingeschränkter Be
weg
lichkeit des linken Ellenbogens
mit einem Streck-/
Flexi
onsdefizit
von 30 %.
3.9
Am 25. Oktober 2011 (Urk. 8/63) fand eine weitere kreisärztliche Untersuchung statt.
Anlässlich dieser konnte Dr.
F._
erneut die aufgehobene
Supination
der linken Hand bei normaler Pronation feststellen. Am Ellbogen sei die Beweg
lichkeit für die Extension nur minimal und ohne Auswirkungen auf die Funk
tion
eingeschränkt, die Flexion symmetrisch zur Gegenseite. Die
Muskulierung
am
ado
mina
n
ten
linken Arm lasse keine massive Funktionseinschränkung er
ken
nen,
die Funktion des Handgelenkes sei unauffällig. Der Röntgenbefund zeige im Be
reich des linken Ellbogens eine normale Artikulation und keine er
heblichen de
ge
nerativen Veränderungen, als Folge der Luxation seien aber die Verkalkungen von Band- und Kapselstrukturen zu werten. Der Radius sei in korrekter Stellung
konsolidiert, im Seitenvergleich sei nur eine minimale Ver
schmälerung der
radio
carpalen
Gelenkspalte zu erkennen. Die vom Beschwer
deführer angegebene ver
mehrte Schmerzhaftigkeit habe kein klinisches Korrelat, der heutige Befund ent
spreche demjenigen vom 4. Februar 2011. Es sei von ei
nem stabilen (End-)Zu
stand auszugehen (
S.
8).
In Anlehnung an das aufgestellte Zumutbarkeitsprofil vom 4. Februar 2011 be
stehe eine Funktionsbeschränkung für die
adominante
linke obere Extremität. Mit der linken Hand seien Schwerstbelastungen nicht mehr zumutbar. Bei sta
ti
scher Belastung könne der Beschwerdeführer
bimanuell
Gewichte bis 20 kg he
ben
und tragen, bei dynamischer Belastung im linken Handgelenk reduziere sich die Belastbarkeit auf 10 kg. Ungünstig und nicht zumutbar seien stereotype Bewe
gungen im linken Ellbogen sowie
repetierende
Kraftausübungen mit der linken
Hand. Desgleichen seien Tätigkeiten ungünstig, welche zu Schlägen oder starke
n
Vibrationen an der linken oberen Extremität führen. Der Beschwerde
führer könne
eine geeignete Tätigkeit vollzeitig durchführen (
S.
9).
4.
4.1
D
ie kreisärztlichen Berichte von
Dr.
F._
(
vorstehend E. 3.
6 und 3.9
) er
füllen die rechtsprechungsgemässen Anforderungen, welche an
beweistaug
liche
medizi
nische Berichte gestellt werden
(vorstehend E. 1.
4
)
:
Sie
sind für die strei
ti
gen Belange umfassend, beruhen auf einer Untersuchung, berücksichtigen auch
die geklag
ten Beschwerden, sind in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgege
ben
wor
den, leuchten in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die darin enthaltenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet.
4.2
Somit ist auf die ärztliche Zumutbarkeitsbeurteilung von
Dr.
F._
abzustel
len. Danach
sind dem
Beschwerdeführer aufgrund der unfallbedingten
Ellbo
gen
verletzung
mit der linken Hand Schwerstbelastungen nicht mehr zumutbar. Für Tätigkeiten mit statischen Belastungen bis 20 kg und bei dynamischen Be
lastungen bis 10 kg, ohne stereotypen Bewegungen im linken Ellbogen und re
petier
enden
Kraftausübungen mit der linken Hand
sowie
ohne Schläge oder starken Vibrationen an der linken oberen Extremität, ist von einer 100%igen Ar
beitsfähigkeit auszugehen.
5.
5.1
Streitig sind die der Invaliditätsbemessung zugrunde liegenden
Vergleichs
ein
kommen
(Art. 16 ATSG).
5.2
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was der Beschwer
de
führer im Zeitpunkt des Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit als Gesunder tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft; dies in der Annahme, dass die bis
herige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 224
E. 4.3.1 mit Hinweisen).
Bezog eine versicherte Person aus
invaliditätsfrem
den
Gründen (z.B. geringe Schulbildung, fehlende berufliche Ausbildung, man
gel
nde Deutschkenntnisse, beschränkte Anstellungsmöglichkeiten wegen
Sai
son
nier
status
) ein deutlich unterdurchschnittliches Einkommen, ist diesem Um
stand bei der Invaliditätsbemessung nach Art. 16 ATSG Rechnung zu tragen, sofern keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass sie sich aus freien Stücken mit einem
bescheideneren Einkommensniveau begnügen wollte. Nur dadurch ist der Grund
satz gewahrt, dass die auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzu
führenden Lohneinbussen entweder überhaupt nicht oder aber bei beiden
Ver
gleichsein
kommen
gleichmässig zu berücksichtigen sind. Diese Parallelisierung der Ein
kommen kann praxisgemäss entweder auf Seiten des
Valideneinkom
mens
durch eine entsprechende Heraufsetzung des effektiv erzielten Einkom
mens oder aber
auf Seiten des Invalideneinkommens durch eine entsprechende Herabsetzung des
statistischen Wertes erfolgen (BGE 135 V 58 E. 3.1 S. 59, 134 V 322 E. 4.1 S. 325
mit Hinweisen). Eine Parallelisierung ist indessen nur vor
zunehmen, wenn die Differenz zum massgebenden Durchschnitt deutlich ist.
D
er
Erheblichkeits
grenz
wert
der Abweichung des tatsächlich erzielten Verdienstes vom branchen
übli
chen LSE-Tabellenlohn, ab welchem sich eine Parallelisierung der
Ver
gleichs
ein
kommen
im Sinne von BGE 134 V 322 E. 4.1 rechtfertigen kann,
beträgt
5 % (
BGE 135 V 297
E. 6.1.2).
Die Parallelisierung der Einkommen trägt somit dem Umstand Rechnung, dass die versicherte Person
als Invalide
realistischerweise
nicht den Tabellenlohn er
zie
len kann, weshalb ein entsprechend tieferes
Invalideneinkommen
anzuneh
men
ist (BGE 135 V 58 E. 3.4.3 S. 62, Urteil des Bundesgerichts 9C_488/2008 vom 5.
September 2008 E. 6.4, zusammengefasst in: SZS 2008 S. 570; Urteile des
Bun
desgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 7.2.2; I 630/02 vom 5. Dezember 200
3 E. 2.2.2).
Kann tatsächlich oder
zumutbarerweise
ein durch
schnittliches
In
valideneinkommen
erzielt werden, dann besteht kein Grund, ein aus wirt
schaft
lichen Gründen unterdurchschnittliches
Valideneinkommen
auf ein durchschnitt
liches hochzurechnen. Denn mit einer solchen Vorgehensweise würden in ge
setz
widriger Weise Einkommenseinbussen berücksichtigt, die nicht gesundheitlich bedingt sind. Entsprechend der gesetzlichen Regelung ist somit das (zumutbare) Invalideneinkommen nicht demjenigen Einkommen gegenüber
zustellen, das
ohne Gesundheitsbeeinträchtigung bei vollständiger Ausschöp
fung des wirt
schaft
lichen Potenzials
zumutbarerweise
hätte erzielt werden kön
nen, sondern demjenigen, das konkret erzielt worden wäre (BGE 135 V 58 E. 3.4.3 in
fine
).
H
insichtlich des Leidensabzugs, welcher praxisgemäss in einem gegenseitigen
Ab
hängigkeitsverhältnis zu den Voraussetzungen der
Einkommensparallelisie
rung
steht,
vermögen
dieselben
einkommens
beeinflussenden
Faktoren nicht so
wohl eine Parallelisierung als auch einen
Lei
densabzug
zu begründen (BGE 135 V 297 E. 6).
5.3
Zur Festlegung des
Valideneinkommens
2011 von Fr. 53‘820.
--
stellte die
Be
schwerdegegnerin
auf die Angaben der letztmaligen Arbeitgeberin des Be
schwer
deführers ab
(Urk. 8/80/1)
. Diese meldete den Grundlohn pro Monat von Fr. 4‘140.--
,
(13x),
womit sich ein
Valideneinkommen
von Fr. 53‘820.
--
ergibt.
Dieser Betrag
liegt
sogar leicht über den bisherigen
Ein
kommen des Be
schwer
de
führers gemäss IK-Auszug (Urk. 8/77).
Aus seiner
Er
werbsbiografie
ist nämlich
ersichtlich, dass er
seit seiner Einreise in die Schweiz
konstant im
Tief
st
lohn
sektor
tätig gewesen
ist
und es somit überwiegend wahrscheinlich ist, dass er auch ohne Gesundheitsschaden weiterhin in die
sem Lohnsektor anzutreffen wäre.
Folglich
kann auf dieses E
inkommen abgestellt werden, welches
zudem
auch von
Seiten
des Be
schwerdeführers anerkannt
wurde
(Urk. 1 S. 3 Ziff. 7)
.
Zusammenfassend ist d
as von der Beschwerdegegnerin ermittelte
Validenein
kommen
von
Fr. 53‘820
.
--
nicht zu
beanstanden
.
5.4
Beim Einkommensvergleich ist der Grundsatz zu beachten, dass Lohneinbussen, welche auf
i
nvaliditätsfremde Gesichtspunkte zurückzuführen sind, entweder überhaupt nicht oder aber bei den beiden Vergleichseinkommen gleichmässig zu berücksichtigen sind (BGE 129 V 222 E. 4.4).
Ob der Beschwerdeführer für seine Tätigkeit tatsächlich nur unterdurchschnittlich
entlöhnt
wurde, ist
daher
auf Grund einer Vergleichsrechnung anhand der Durchschnittslöhne gemäss der gesamtschweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Sta
tistik zu eruieren.
Aus der Lohnstrukturerhebung (LSE) 2010 TA 1 Niveau 4 ist für Männer ein
durchsc
hnittliches Monatssalär von Fr.
4‘901.-- ersichtlich. Das hieraus
errech
ne
te Jahressalär von Fr.
58‘812.-- basiert auf 40 Wochenstunden und ist auf die
durchschnittliche Arbeitszeit 2011 von 41.7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 7/8-2013 Tabelle B 9.2) aufzurechnen, woraus sich ein Betrag von rund
Fr.
61‘311.--
ergibt. Im Jahr 2011 stiegen die Nominallöhne um 1 %, woraus für dieses Jahr ein Betrag von rund
Fr.
61‘924.-- resultiert.
Da
s vom Beschwerdeführer
im Jahr 2011 ohne Gesundheitsschaden
erzielbare Einkom
men
von
Fr.
53‘820.
-- liegt 15.1
%
u
nter dem erwähnten Tabellenwert.
D
er gemäss Akten aus
H._
stam
mende
kroatische
Beschwerdeführer, welcher seit 1986 in der Schweiz lebt (Urk. 8/63/5)
und über keine formelle Ausbildung verfügt, hat gemäss eigenen Angaben meist als Lagerarbeiter gearbeitet
und be
zog dazwischen auch
Arbeits
losen
entschädigung
sowie Sozialhilfe (Urk. 8/27/3).
Ausser
dem sind gemäss IK-Auszug weitere diverse Tätigkeiten beziehungsweise ge
leistete
Temporäreinsätze
bei
verschiedenen
Arbeitgebern
ausgewiesen
(Urk. 8/77).
Sodann
bestehen keine Anhaltspunkte, dass sich der Beschwerdeführer aus freien Stücken mit einem tiefen Einkommen begnügt hätte, weshalb die tiefen Löhne überwiegend wahr
scheinlich auf invaliditätsfremde Gesichtspunkte
(ge
ringe Kenntnisse und Aus
bildung
, Ausländerstatus
)
zurückzuführen sind
und nicht auf wirtschaftl
iche.
Demzufolge ist die Unterdurchschnittlichkeit des
Valideneinkommens
in Form der Parallelisierung
der Einkommen,
vorliegend mittels einer
Herabsetzung
des
In
valideneinkommens
,
zu berücksichtigen, was auch von der
Beschwerdegeg
ne
rin
anerkannt wurde (Urk. 2 S. 5).
5.5
Für die Bestimmung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
reali
sierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist primär von der beruflich-er
wer
blichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Da der Beschwerdeführer vorliegend noch keine ihm zumutbare Erwerbs
tätig
keit ausübt, können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne ge
mäss der vom
Bundesamt für Statistik periodisch herangezogenen
Lohnstruk
turerheb
ung
en
(LSE) oder DAP-Zahlen herangezogen werden (vorstehend E. 1.2.3; BGE 129 V 472).
5.6
Das Invalideneinkommen legte die Beschwerdegegnerin gestützt auf die DAP-Zahlen, das heisst die Arbeitsplätze Nr. 351
0, 10667, 10727, 6110 und 4459
mit Fr.
57‘653.-- fest (Urk. 8/86).
Vorliegend erfüllen die SUVA-Unterlagen die ge
forderten qualitativen und quantitativen Anforderungen. Unter anderem wur
den fünf DAP-Stellen entsprechend dem Anforderungsprofil des Beschwerde
führers selektioniert und daraus das Invalideneinkommen ermittelt (BGE 129 V 472 E.
4.2.2). Die fünf ausgewählten DAP-Stellen beinhalten die Tätigkeiten
Verpacker (2x), Materialrüster, Lagerarbeiter und eine
Hilfsarbeiterstelle
in der Industrie
(Urk.
8/84
). Der Beschwerdeführer hat gegen die Auswahl der
Stellen
profile
weder
Einwände vorgebracht, noch liegen Anhaltspunkte vor, welche da
gegen sprechen würden. Insgesamt entsprechen demnach die Stellenprofile den Möglichkeiten des Beschwerdeführers bezüglich der körperlichen, intellektuellen und schulischen Anforderungen. Im Übrigen ist der Beschwerdegegnerin in der Auswahl der für die Festsetzung des Invalideneinkommens herangezogenen Ar
beitsplätze ein Ermessenspielraum zu gewähren, in welchen nicht ohne triftigen Grund einzugreifen ist. Ein solcher Grund ist hier nicht ersichtlich,
die
Be
schwer
degegnerin
hat ihr Ermessen nicht rechtsfehlerhaft
(Urteil des Bundesge
richts U 486/06 vom 14. März 2007, E. 4.2.1)
ausgeübt
. Daher ist das von der
Be
schwer
degegnerin
mit
Fr.
57‘653
.--
errechnete Invaliden
einkommen (Urk. 2 S. 5
) zu bestätigen.
Aufgrund der
Einkommensparallelisierung
ist es um 10.1 % (15.1 % abzüglich 5 %
;
BGE 135 V 297 E. 6.1.3), das heisst auf einen Betrag von Fr. 52‘217.-- herabzusetzen.
5.7
Das vom Beschwerdeführer geltend gemachte Invalideneinkommen von
Fr. 43‘000.--
(Urk. 1 S. 2 Ziff. 6-7)
wurde nicht weiter begründet und vermag nicht
zu überzeugen. Wenig ergiebig sind sodann die Ausführungen des Be
schwer
deführers zum Leidensabzug
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
8)
,
da
es der Rechtspre
chung
entspricht
, dass bei der Anwendung von DAP-Profilen kein Abzug von den entsprechenden Löhnen vorzunehmen ist
(BGE 129 V 472 E. 4.2.3
).
Weitere vom Beschwerdeführer beantragte Abklärungen erübrigen sich damit
(Urk. 1).
5.8
Bei der Gegenüberstellung von Validen- (Fr. 53‘820.--) und
Invalideneinkom
men
(Fr. 52‘217.--) ergibt sich folglich ein unter die Schwelle zum Rentenan
spruch fallender Invaliditätsgrad von 2.97 %.
5.9
Zu
keinem
anderen Resultat würde die Berechnung des Invalideneinkommens gestützt auf die Löhne nach LSE führen.
Dabei wäre von einem
Invalidene
in
kommen
von Fr. 61‘311.-- (vgl. vorstehend E. 5.4) auszugehen.
Aufgrund der Parallelisierung ist dieses Einkommen um 10.10 % auf rund Fr. 55‘119.-- zu kürzen (Fr. 61‘311 x 0.899).
Praxisgemäss (BGE 126 V 78) können persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebs
zugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad einen auf höchstens 25 % begrenzten, so genannten Leidensabz
ug von dem nach LSE-Tabellenlöhnen ermittelten Invalideneinkommen rechtfertigen, soweit anzunehmen ist, dass die trotz Gesundheitsschaden verbliebene Leistungsfähig
keit infolge eines oder mehrerer dieser Merkmale auf dem allgemeinen Arbeits
markt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwertet werden kann (BGE 135 V 297 E. 5.2 mit Hinweisen).
Um dem Umstand Rechnung zu tragen, dass der Beschwerdeführer seinen linken Arm und die Hand nur be
schränkt einsetzen und nur geringe Gewichte tragen oder heben
kann
,
ist ein Leidensabzug von 10 % zu gewähren, was ein Invalideneinkommen von
rund
Fr. 49‘607
.
--
ergibt. Damit resultiert aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ein Invaliditätsgrad von 7.83 %, wodurch ebenfalls kein Anspruch auf eine Invalidenrente begründet wird.
5.10
Unter diesen Gegebenheiten lässt sich die von der Beschwerdegegnerin im
Ein
spracheentscheid
vom 7. März 2012 (Urk. 2) im Ergebnis
festgehaltene
Renten
abweisung
nicht beanstanden.
Die dagegen erhobene Beschwerde ist
unbegrün
det und
daher abzuweisen.