# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9a4da8af-8b8f-4674-abef-9b55ca375580
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Criminal Procedure

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Am 22. März 2002 erstattete A., Inhaberin der B. Apotheke in Chur, Strafanzeige gegen Unbekannt aufgrund der Entwendung von Bargeld in der Höhe von insgesamt Fr. 3'680.-- in der genannten Apotheke. Als Täterin vermutete die Anzeigeerstatterin aufgrund ihres Verhaltens und der zeitlichen Verhältnisse die seit Juni 2001 angestellte Mitarbeiterin F.. Am 6. Mai 2002 wurde F. vorläufig festgenommen. Die Entlassung aus der Polizeihaft erfolgte am 7. Mai 2002. Mit Verfügung vom 19. Juni 2002 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen F. eine Strafuntersuchung wegen Veruntreuung bzw. Diebstahls.
B. Mit Verfügung vom 7. August 2003, mitgeteilt am 8. August 2003, stellte die Staatsanwaltschaft Graubünden die Strafuntersuchung gegen F. wegen Veruntreuung bzw. Diebstahls ein. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass der Angeschuldigten aufgrund des Beweisergebnisses ein Verstoss gegen Art. 138 bzw. Art. 139 StGB nicht rechtsgenüglich nachgewiesen werden könne.
C. Am 10. Mai 2005 machte F. gestützt auf Art. 161 StPO bei der Staatsanwaltschaft Graubünden eine Entschädigung von Fr. 18'577.90 für Anwaltskosten, Krankenkassenkosten sowie Lohnausfall geltend. Diese Kosten seien ihr durch die ungerechtfertigte Strafuntersuchung entstanden. Mit Schreiben vom 13. Mai 2005 wies der zuständige Untersuchungsrichter F. darauf hin, dass ihre Eingabe den Anforderungen an ein Begehren im Sinne von Art. 161 StPO nicht genüge. Sie habe darzulegen, inwiefern ihr durch die Untersuchungsmassnahmen Nachteile entstanden seien und diese detailliert zu belegen. Mit Schreiben vom 21. Juli 2005 ergänzte und präzisierte F. in der Folge ihre Entschädigungsforderung. Sie verlangte die Bezahlung von Fr. 51'987.45 Schadenersatz und Fr. 20'000.-- Genugtuung. Mit Verfügung vom 12. Oktober 2005 lehnte die Staatsanwaltschaft Graubünden das Entschädigungsbegehren ab. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass die mittels Entschädigungsbegehren geltend gemachte Forderung erst rund 21 Monate nach Erlass der massgebenden Einstellungsverfügung eingereicht worden und daher verjährt sei. In diesem Sinne wurde verfügt:
„1. Das Gesuch um Ausrichtung einer Entschädigung bzw. Genugtuung gestützt auf Art. 161 StPO wird abgewiesen.
2. Für diese Verfügung werden keine Kosten erhoben.

## Considerations