# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e468ad3d-bad6-4267-81f5-1a8941df7c0d
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

den der Beschwerde zugrunde liegenden Sachverhalt nicht vorgesehen.
Aufgrund der unzulässigen Rechtsbegehren sei auf die Beschwerde nicht
einzutreten. Sollte das Verwaltungsgericht wider Erwarten auf die
Beschwerde eintreten, sei diese aus den nachfolgend genannten
- 6 -
Gründen abzuweisen. Das Erfordernis des unmittelbaren und besonderen
Interesses der Gemeinde am Ausgang der Abstimmung sei vorliegend zu
bejahen, weshalb die behördliche Intervention zulässig gewesen sei. Die
Gemeinde X._ profitiere nicht nur aufgrund der Nähe zu den
möglichen Austragungsorten unmittelbar und direkt von einem
Olympiaanlass, sondern auch aufgrund der bestehenden Infrastruktur. Da
es sich vorliegend um die Unterstützung eines privaten Komitees handle,
habe die Gemeinde dennoch, wie bereits von der Regierung zu Recht
und überzeugend dargelegt, gewisse Vorsichtmassnahmen zu treffen.
Insbesondere habe die Gemeinde sicherzustellen, dass die öffentlichen
Gelder zweckkonform und unter Wahrung der geforderten Objektivität und
Zurückhaltung eingesetzt werden. Die Dachorganisation habe der
Gemeinde X._ mit E-Mail vom 10. Februar 2017 bestätigt, dass sie
jederzeit Einfluss auf die Kampagne nehmen könne sowie, dass eine faire
und sachbezogene Kampagne geführt werde. Für die Gemeinde X._
habe aufgrund dieser Zusicherung keine Veranlassung bestanden, erneut
beim Abstimmungskomitee zu intervenieren. Die Einflussnahme durch die
Gemeinde X._ würde den Anforderungen an die Objektivität und
Sachlichkeit genügen. Es könne zudem von keinem signifikanten Einfluss
des von der Gemeinde X._ gesprochenen Beitrags in Höhe von Fr.
1'000.-- auf das Abstimmungsergebnis ausgegangen werden, nachdem
die Abstimmung mit einem Nein-Stimmenanteil von mehr als 60 %
abgelehnt worden sei.
7. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien an ihren
Anträgen unter Vertiefung ihrer Argumentation fest.
8. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften, auf
den angefochtenen Regierungsentscheid sowie auf die weiteren im Recht
liegenden Beweismittel wird, soweit erforderlich und rechtserheblich, in
den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
- 7 -
- 8 -

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht müssen gewisse
Prozessvoraussetzungen erfüllt sein, damit das Gericht auf eine
Beschwerde eintritt, die Sache inhaltlich (materiell) prüft und einen
Sachentscheid fällt. Fehlt es an einer dieser Voraussetzungen, führt das
zu einem Nichteintretensentscheid (vgl. BERTSCHI, in: GRIFFEL [Hrsg.],
Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Vorbemerkungen zu
§§ 19-28a Rz. 50). Objektive Prozessvoraussetzungen einer Beschwerde
bilden neben der Zuständigkeit das Vorliegen eines Anfechtungsobjekts
und eines zulässigen Beschwerdegrundes, die Wahrung der
Rechtsmittelfrist sowie gewisse Formerfordernisse der
Rechtsmitteleingabe. Schliesslich darf über die Streitsache nicht bereits
rechtskräftig entschieden worden sein; es darf keine res iudicata
vorliegen. Subjektive Voraussetzungen an die Person, die ein
Rechtsmittel erhebt, sind die Partei- und Prozessfähigkeit sowie die
Legitimation. Handelt jemand anders im Namen der
beschwerdeführenden Person, ist zudem deren Vollmacht erforderlich
(vgl. BERTSCHI, a.aO., Vorbemerkungen zu §§ 19-28a Rz. 52).
1. b) Das Verwaltungsgericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen und
untersucht, ob und inwiefern auf eine Beschwerde einzutreten ist bzw. ob
die zuvor genannten formellen Voraussetzungen erfüllt sind. Nur im
Rahmen der geltenden Prozessordnung besteht ein Zugang zum Gericht.
Das Verwaltungsrechtspflegegesetz sieht hierzu verschiedene
Rechtsmittel vor. Der Beschwerdeführer macht eine Verletzung der
Abstimmungsfreiheit geltend. Für Wahlen und Abstimmungen in
kantonalen und regionalen Angelegenheiten hält das Gesetz über die
politischen Rechte (GPR; BR 150.100) weitere Bestimmungen zur
Rechtspflege fest, weshalb die vorliegende Beschwerde dem
Geltungsbereich dieses Gesetzes unterliegt.
- 9 -
1. c) Nach Art. 95 GPR können Unregelmässigkeiten bei der Vorbereitung oder
Durchführung von kantonalen Abstimmungen mit Abstimmungsbeschwer-
de bei der Kantonsregierung gerügt werden. Sodann sieht Art. 102 GPR
vor, dass Entscheide der Regierung der Beschwerde wegen Verletzung
von politischen Rechten an das Verwaltungsgericht unterliegen. Unter
anderem werden solche Beschwerden gemäss Art. 55 Abs. 2 Ziff. 1 der
Kantonsverfassung (KV/GR; BR 110.100) vom Verwaltungsgericht als
Verfassungsgericht beurteilt. Mit vorliegender Beschwerde gegen den
Regierungsentscheid vom 7. Februar 2017 macht der Beschwerdeführer
die Verletzung der Abstimmungsfreiheit geltend. Der angefochtene
Regierungsentscheid stellt nach dem zuvor Gesagten zweifelsohne ein
zulässiges Anfechtungsobjekt dar. Des Weiteren ist der
Beschwerdeführer in der Gemeinde X._ und damit auch im Kanton
Graubünden stimmberechtigt und somit gemäss Art. 58 Abs. 2 des
Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; BR 370.100) ohne weiteres zur
Beschwerde legitimiert. Die zehntätige Beschwerdefrist (Art. 60 Abs. 2
VRG) sowie die weiteren Formvorschriften wurden eingehalten.
2. Streitgegenstand bildet die Frage, ob die Gemeinde X._ in den
Abstimmungskampf eingreifen durfte. Die Regierung hat diese Frage im
angefochtenen Entscheid weitgehend offen gelassen. Die während des
Abstimmungskampfes erhobene Abstimmungsbeschwerde wurde,
nachdem die Gemeinde X._ in den Erwägungen zu
Vorsichtsmassnahmen aufgefordert worden war, abgewiesen (vgl.
beschwerdeführerische Beilagen [Bf-act] B1). In seiner dagegen
erhobenen Beschwerde rügt der Beschwerdeführer die Verletzung von
Bundesrecht und kantonalem Verfassungsrecht, namentlich Art. 34 BV
und Art. 10 Abs. 2 Satz 2 KV/GR, und beantragte sinngemäss, es sei die
Gemeinde X._ zur Rückforderung der geleisteten Zahlung zu
verpflichten und festzustellen, dass die Spende der Gemeinde X._
- 10 -
eine unzulässige behördliche Einflussnahme und damit eine verwerfliche
Einwirkung auf die Abstimmungsfreiheit sei.
3. Art. 100 GPR gibt bei Abstimmungs- und Wahlbeschwerden der
Beschwerdeinstanz vor, welche Anordnungen sie treffen kann, und
schränkt somit die Anträge von Beschwerdeführern ein. Erfolgt die
Beschwerde bzw. der Entscheid der Beschwerdeinstanz nach erfolgter
Wahl oder Abstimmung, so hat die Beschwerdeinstanz die Beschwerde
ohne nähere Prüfung abzuweisen, wenn die gerügten
Unregelmässigkeiten weder nach Art noch nach ihrem Umfang geeignet
waren, das Abstimmungsresultat wesentlich zu beeinflussen. Diese
Vorgaben gelten sinngemäss auch für das Verfahren vor
Verwaltungsgericht, zumal der Streitgegenstand im
verwaltungsgerichtlichen Verfahren nicht weiter gefasst werden kann als
im verwaltungsinternen Verfahren. Das Verwaltungsgericht ist folglich
nicht befugt, Behörden, welche mittels finanzieller Beiträge in einen
Abstimmungskampf intervenieren, zur Rückforderung derselben zu
verpflichten; einer solchen Rückforderung wäre nach den Regeln der
Kondiktion ohnehin kein Erfolg beschieden (irrtumsfreie Zahlung einer
Nichtschuld; Art. 63 Abs. 1 OR). Nach dem Gesagten erweist sich der
erste Antrag des Beschwerdeführers als unzulässig, weshalb darauf nicht
einzutreten ist.
4. Zu prüfen bleibt, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann, soweit
der Beschwerdeführer beantragt, es sei gerichtlich festzustellen, dass die
Gemeinde X._ durch die finanzielle Unterstützung des Pro-Olympia
Komitees gegen die Abstimmungsfreiheit verstossen habe. Grundsätzlich
setzt die Beschwerdeerhebung – das heisst die Legitimation zur
Anfechtung von Behördenentscheiden – voraus, dass der
Beschwerdeführer ein aktuelles praktisches Interesse an der Feststellung
der Rechtswidrigkeit des angefochtenen Aktes hat. Ein solches wird
- 11 -
bejaht, wenn der erlittene Nachteil zum Zeitpunkt der gerichtlichen
Beurteilung noch besteht und durch eine Gutheissung der Beschwerde
beseitigt würde (vgl. HÄFELIN/HALLER/KELLER, Schweizerisches
Bundesstaatsrecht, 7. Auflage, Zürich 2008, § 64, Ziff. 4
Beschwerderecht, Rz 2001 S. 598; BGE 116 Ia 359, 363 E.2a). Nachdem
das Stimmvolk am 12. Februar 2017 die Olympia-Vorlage – trotz der
umstrittenen behördlichen Intervention – mit deutlicher Mehrheit
abgelehnt hat, fehlt es am vorgenannten aktuellen und praktischen
Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers. Auch auf das mit
Beschwerde vom 17. Februar 2017 gestellte Rechtsbegehren, es sei
gerichtliche festzustellen, dass die Gemeinde X._ mit der finanziellen
Unterstützung des Pro-Olympia Komitees die Abstimmungsfreiheit
verletzt habe, kann somit grundsätzlich nicht eingetreten werden.
5. a) Ausnahmsweise kann jedoch auf das Erfordernis des aktuellen
Rechtsschutzinteresses verzichtet werden, wenn „sich die aufgeworfene
Frage jederzeit unter gleichen oder ähnlichen Umständen wieder stellen
könnte, an ihrer Beantwortung wegen ihrer grundsätzlichen Bedeutung
ein hinreichendes öffentliches Interesse besteht und eine rechtzeitige
verfassungsgerichtliche Überprüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre“
(BGE 121 I 279 E.1). In diesen Fällen genügt ausnahmsweise ein
virtuelles Rechtschutzsinteresse (vgl. BGE 128 II 34; 118 Ia 493; 111 Ib
59). Diese Voraussetzungen hat das Bundesgericht in den Fällen der
WEF-Demonstrationsbewilligungen bejaht, da sich die Situation mit den
Demonstrationen jährlich wiederholte, die Anfechtung des
Demonstrationsverbotes vor Bundesgericht aber nicht innert Frist möglich
war, jedoch ein erhebliches öffentliches Interesse an der Beantwortung
der Frage bestand, ob die Einschränkungen des Demonstrationsrechts
zulässig seien oder nicht. Sodann werden gemäss bundesgerichtlicher
Praxis Feststellungen im Falle von Stimmrechts- und
Abstimmungsbeschwerden nur dann ins Dispositiv aufgenommen, wenn
http://links.weblaw.ch/de/BGE-116-IA-359 http://links.weblaw.ch/de/BGE-121-I-279 http://links.weblaw.ch/de/BGE-128-II-34 http://links.weblaw.ch/de/BGE-118-IA-488 http://links.weblaw.ch/de/BGE-111-IB-56 http://links.weblaw.ch/de/BGE-111-IB-56
- 12 -
das Urteil einen ausgesprochenen Appellcharakter aufweist, sodass mit
dem Urteil die Aufforderung verbunden wird, im Hinblick auf spätere
Abstimmungen oder Wahlen für einen verfassungsmässigen Zustand zu
sorgen (vgl. BGE 143 I 78 E. 7.3 sowie BGE 138 I 61 E. 8.7 S. 95 f. mit
Hinweisen).
5. b) Der Beschwerdeführer hält in seinen Beschwerdeschriften fest, dass falls
sein aktuelles Interesse in Frage gestellt werde, die Ausnahme zu greifen
habe. Schliesslich könne sich die in der Beschwerde aufgeworfene Frage
der Verletzung der Abstimmungsfreiheit durch die staatliche
Unterstützung eines privaten Komitees im Rahmen praktisch jeder
kantonalen Sachfrage jederzeit und unter gleichen oder ähnlichen
Umständen wieder stellen. Bereits 2013 nach der Ablehnung der
Olympischen Winterspiele 2022 sei gesagt worden, die Sache sei "auf
Jahre hin kein Thema mehr" und dennoch habe man vier Jahre später
erneut darüber abgestimmt. Folglich sei nicht auszuschliessen, dass eine
nächste Abstimmung über die Olympischen Winterspiele oder ähnliche
Grossprojekte bereits wieder politisch aktuell werde. Zudem seien auch
die weiteren Voraussetzungen für die Ausnahme vom Erfordernis eines
aktuellen praktischen Interesses erfüllt (vgl. zum Ganzen die
Beschwerdeschrift vom 17. Februar 2017, act. A.1, sowie Replik vom 30.
März 2017, A.4).
5. c) Dieser Argumentation widersprechend, geht die Beschwerdegegnerin
davon aus, dass auf das Erfordernis eines aktuellen Interesses nicht
verzichtet werden könne. Es seien durchaus Fälle denkbar, in denen das
Verwaltungsgericht eine knappe Abstimmung aufhebt. Die Beigeladene
ihrerseits hält in der Vernehmlassung hierzu fest, dass sich die Frage um
die Durchführung von Olympischen Winterspielen im Kanton Graubünden
aufgrund des deutlichen Ergebnisses auf absehbare Zeit nicht mehr
stellen werde. Es sei zwar nicht auszuschliessen, dass sich die Frage der
- 13 -
Zulässigkeit der behördlichen Unterstützung eines privaten
Abstimmungskomitees bei anderen Abstimmungsvorlagen stellen könnte,
nur sei im jetzigen Zeitpunkt nicht ersichtlich, inwiefern eine solche, noch
unbekannte Vorlage auch nur ansatzweise Ähnlichkeit mit der jetzigen
Vorlage haben könnte. Daneben sei auch die Voraussetzung, dass eine
gerichtliche Prüfung im Einzelfall kaum je möglich wäre, nicht erfüllt. Die
Frage einer allfälligen unzulässigen Einflussnahme eines Gemeinwesens
in einen Abstimmungskampf könne jeweils auch nach der erfolgten
Abstimmung vom Gericht geprüft werden (vgl. Vernehmlassung vom 17.
März 2017, act. A.3).
5. d) Wie bereits in Erwägung 4 dargelegt, ist das aktuelle und praktische
Interesse an der Prüfung der Unrechtmässigkeit der behördlichen
Intervention, nachdem die Abstimmungsvorlage abgelehnt wurde,
dahingefallen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers kann nicht
gesagt werden, dass eine rechtzeitige gerichtliche Überprüfung kaum je
möglich wäre. Eine entsprechende Beschwerde kann anlässlich jeder
Abstimmung vorgebracht werden und es wird eine Abstimmung kassiert,
sollte die Abstimmungsfreiheit durch eine unzulässige Intervention eines
Gemeinwesens, die das Ergebnis wesentlich beeinflusst hat, verletzt
worden sein. Ferner kann mit der Beigeladenen davon ausgegangen
werden, dass sich die gleichen oder ähnlichen Rechtsfragen in
absehbarer Zeit unter den gleichen oder ähnlichen Umständen nur mit
geringer Wahrscheinlichkeit wieder stellen werden. In den Jahren 1928
und 1948 wurden die Olympischen Winterspiele in St. Moritz
durchgeführt. Seitdem wurde mehrfach eine Schweizer Kandidatur in
Erwägung gezogen und im März 2013 hat das Bündner Stimmvolk die zur
Abstimmung gebrachte Kandidatur für die Winterspiele 2022 mit einem
Nein-Stimmenanteil von 52,7 % abgelehnt
(https://www.baspo.admin.ch/de/aktuell/themen--dossiers-/olympische
winterspiele-schweiz-2026.html sowie https://abstimmungen.gr.ch/
https://www.baspo.admin.ch/de/aktuell/themen--dossiers-/olympische%20winterspiele-schweiz-2026.html https://www.baspo.admin.ch/de/aktuell/themen--dossiers-/olympische%20winterspiele-schweiz-2026.html https://abstimmungen.gr.ch/%20archive/2013
- 14 -
archive/2013 [beides zuletzt besucht am 6. März 2018]). Das
Internationale Olympische Komitee (IOC) verabschiedete im Dezember
2014 die "Agenda 2020", welche erstmals bei der Vergabe der
Winterspiele 2026 anzuwenden sein wird. Gerade im Hinblick auf die
dadurch veränderten Voraussetzungen für die Austragung der
Olympischen Winterspiele, wurde das Kandidatur-Konzept in Graubünden
überarbeitet und am 12. Februar 2017 erneut zur Abstimmung vorgelegt.
Nach der erneuten Abstimmungsniederlage, diesmal mit einem Nein-
Stimmenanteil von 60,1 %, war der Grundtenor des Pro-Olympia-Lagers
an einer erneuten Olympiaabstimmung eher ablehnend, zumindest
zweifelnd. Auch bekundete die Beschwerdegegnerin nicht die Absicht, bei
einer künftigen Volksabstimmung in gleicher Art und Weise vorzugehen
und sich insbesondere durch eine finanzielle Unterstützung an ein
privates Komitee am Abstimmungskampf zu beteiligen. Es liegen daher
keine Umstände vor, die ein Absehen vom Erfordernis des aktuellen
Rechtschutzinteresses ausnahmsweise rechtfertigen würden. Hinzu
kommt, dass es im konkreten Fall am potentiellen Appellcharakter des
Urteils fehlt, sodass eine förmliche Feststellung einer Unrechtmässigkeit
gemäss bundesgerichtlicher Praxis ohnehin nicht im Dispositiv eines
Entscheides aufzunehmen wäre. Mit Blick auf die vom Stimmvolk
abgelehnte Vorlage sind nämlich keine Vorkehren mehr zu treffen, auf die
mit einer förmlichen Feststellung Bezug zu nehmen wäre. Demgemäss ist
auch in diesem Punkt nicht auf die Beschwerde einzutreten, soweit sie
nicht gegenstandslos geworden ist.
6. Zusammenfassend ergibt sich nach dem vorstehend Gesagten, dass auf
die Beschwerde einerseits aufgrund des unzulässigen Rechtsbegehrens
und anderseits mangels eines (virtuellen) Rechtsschutzinteresses des
Beschwerdeführers nicht einzutreten ist.
https://abstimmungen.gr.ch/%20archive/2013
- 15 -