# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 460e19a8-b4ed-4424-8e3b-dc53215a60ba
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
B.Y., geboren 2007, besuchte ab August 2012 den Kindergarten der Einheitsgemeinde
X. Vor den Frühlingsferien 2013 teilte seine Mutter, A.Y., dem damaligen Rektor der
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Volksschule X. nach eigenen Angaben persönlich mit, ihren Sohn nach den
Frühlingsferien durch die Q. einer vom Kanton bewilligten Privatschule, beschulen zu
lassen. Ab April 2013 besuchte B.Y. die „Basisstufe unterwegs“ der Q. (act. 5/9, 29/1,
13/5a/1/1, Verzeichnis der Privatschulen auf www.sg.ch, www. ... .ch).
B.
Am 4. Juli 2013 wurde B.Y. auf Wunsch seiner Mutter und seines Vaters, C.Y. durch
den Schulpsychologischen Dienst des Kantons St. Gallen (fortan: SPD) untersucht (vgl.
Bericht des SPD vom 30. August 2013, act. 13/1a/9). Am 23. Oktober 2013 beantragte
A.Y. bei der Schulverwaltung X. die Übernahme des Schulgeldes der Q. rückwirkend
ab Beginn des Schuljahres 2013/2014. Mit Verfügung vom 4. November 2013 wies die
Schulverwaltung X. dieses Gesuch ab. Dagegen erhob A.Y. am 18. November 2013
Rekurs beim Gemeinderat X. Mit Rekursergänzung vom 30. Dezember 2013 reichte sie
ein Schreiben des Instituts für Hochsensibilität, A., vom 15. August 2013, einen Bericht
von lic. phil. I L.M., Psychotherapeutin FSP, vom 20. Oktober 2013 und eine
entwicklungspädiatrische Abklärung von Dr. med. O.P. vom 17. Dezember 2013 ein.
Mit Entscheid vom 27. Januar 2014 wies der Gemeinderat X. den Rekurs ab (act.
13/1a/5, 13/1a/8, act. 13/5a/1/1 f., 7 f.).
C.
Gegen den Entscheid des Gemeinderates X. vom 27. Januar 2014 rekurrierte A.Y. am
14. Februar 2014 beim Erziehungsrat. Mit Verfügung vom 12. März 2014 gewährte ihr
das Sicherheits- und Justizdepartement die unentgeltliche Rechtspflege. Mit Entscheid
vom 21. Mai 2014 (expediert am 13. Juni 2014) wies der Erziehungsrat den Rekurs,
soweit damit ein auswärtiger Schulbesuch, insbesondere der Besuch einer privaten
Schule für Hochbegabte, beantragt worden war, ab. Im übrigen überwies er den
Rekurs zuständigkeitshalber an das Bildungsdepartement. Mit Entscheid vom
3. Juni 2014 wies das Bildungsdepartement den Rekurs ab, soweit es darauf eintrat
(act. 1, act. 13/5a/1/9, act. 13/7, act. 2, act. 3).
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D.
Gegen den Entscheid des Erziehungsrates (Vorinstanz 1) vom 21. Mai 2014 und
denjenigen des Bildungsdepartements (Vorinstanz 2) vom 3. Juni 2014 liess A.Y.
(Beschwerdeführerin) durch ihren Rechtsvertreter am 30. Juni 2014 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren erheben, die angefochtenen Entscheide
seien unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben und die Politische
Gemeinde X. (Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, die Kosten für die Beschulung von
B.Y. in der Q. rückwirkend ab Beginn des Schuljahres 2013/2014 zu übernehmen oder
eine angemessene Beteiligung an diese Kosten zu leisten. Eventualiter sei die Sache
zur Neubeurteilung an die Vorinstanzen oder die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
(act. 1). Am 27. Juni 2014 reichte sie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ein
(act. 4 f.). Am 25. September 2014 ergänzte sie ihre Beschwerde mit einer Begründung
und dem Antrag, das Beschwerdeverfahren solange zu sistieren, bis die von ihr
veranlasste medizinische Begutachtung ihres Sohnes abgeschlossen sei (act. 10). Mit
Vernehmlassungen vom 15. Oktober 2014 und 20./22. Oktober 2014 beantragten die
Vorinstanzen und die Beschwerdegegnerin, den Sistierungsantrag und die Beschwerde
abzuweisen (act. 12, act. 15 f.). Mit Replik vom 16. April 2015 bestätigte die
Beschwerdeführerin ihre Anträge und Ausführungen und reichte einen Bericht des
Ostschweizer Kinderspitals vom 28. Januar 2015 ein (act. 28 f.).
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die

## Considerations

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Als gesetzliche
Vertreterin ihres Sohnes (vgl. Art. 304 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches,
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SR 210), welcher unter der gemeinsamen elterlichen Sorge von Vater und Mutter steht
(vgl. Art. 296 Abs. 2 ZGB und act. 5/9 Ziff. 3), ist die Beschwerdeführerin mit dem
(nachträglichen) Einverständnis ihres geschiedenen Ehemanns vom 20. September
2014 (Beilage zu act. 10) zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP; vgl. VerwGE B 2014/247 vom 30. Juni 2015 E. 1.1
mit Hinweis auf BGer 2C_433/2011 vom 1. Juni 2012 E. 1.2, www.gerichte.sg.ch). Die
Beschwerdeeingabe vom 30. Juni 2014 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt
zusammen mit der Ergänzung vom 25. September 2014 (act. 10) formal und inhaltlich
die gesetzlichen Anforderungen (vgl. Art 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten. Nach Eingang des
medizinischen Berichts des Ostschweizer Kinderspitals vom 28. Januar 2015 (act. 29)
ist der Sistierungsantrag der Beschwerdeführerin (act. 10, S. 3 Ziff. II./2) ohne weiteres
gegenstandslos geworden (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 1 VRP).
2.
Soweit die Beschwerdeführerin im Sinne eines Beweisantrages darum ersucht, ihren
Sohn kinderpsychologisch und -psychiatrisch zu begutachten (act. 10, S. 3 Ziff. II/3,
act. 28, S. 2 lit. B Ziff. 2), sie mündlich anzuhören (act. 10, S. 5-8, act. 28, S. 3 f.), eine
schriftliche Auskunft der Q. (act. 10, S. 7) und eine solche des kinder- und
jugendpsychiatrischen Dienstes S. (www. ... .ch) einzuholen (act. 28, S. 4 Ziff. 2), ist
weder ersichtlich noch dargetan, welche neuen entscheidrelevanten Erkenntnisse, die
sich nicht bereits aus den Akten ergeben, dadurch gewonnen werden könnten. Unter
diesen Umständen ist in antizipierter Beweiswürdigung auf die beantragten
Beweiserhebungen zu verzichten (vgl. BGer 2C_564/2014 vom 20. April 2015 E. 3.1 mit
Hinweisen).
3.
Die Beschwerdeführerin macht geltend (act. 10, S. 8 ff., act. 28, S. 3 ff.), ihr Sohn
könne aufgrund seiner Persönlichkeit, seiner Entwicklung und seiner intellektuellen
Fähigkeiten in der öffentlichen Schule nicht angemessen beschult werden. Hingegen
sei dies an der Q. möglich. Deshalb habe sie Anspruch auf Übernahme des
Schulgeldes dieser Privatschule durch den Volksschulträger. Eine Beschulung in der
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öffentlichen Schule führe bei ihrem Sohn zu massiven psychischen Problemen. Seiner
Hochbegabung im sprachlichen Bereich stünden deutliche Entwicklungsdefizite
gegenüber. Seine hohe Sensibilität, seine überdurchschnittliche Sprachfertigkeit, seine
rasche Überforderung in grösseren Gruppen, sein Aggressivitäts- oder
Rückzugsverhalten bei emotionaler Überforderung, seine Entwicklungsrückstände
bezüglich Feinmotorik mit noch unreifem Bewegungsmuster und die grossen
Konzentrationsschwankungen seien Beispiele für das schwierige Spannungsfeld, in
dem sich ihr Sohn in seiner Entwicklung befinde. Er habe sich im Kindergarten und auf
dem Spielplatz als Aussenseiter erlebt, weil er auf einer anderen Ebene argumentiere
und reflektiere als die meisten Kinder in seinem Alter. Auch der Kindergärtnerin sei
seine Aussenseiterrolle aufgefallen. Die Vorinstanzen hätten nicht dargelegt, wie sie
seine Probleme an der öffentlichen Schule angegangen wären und wie sie ihn gefördert
hätten. Beim SPD handle es sich nicht um eine unabhängige Gutachterstelle, weshalb
dem Orientierungsbericht vom 30. August 2013 nicht der Stellenwert eines
unabhängigen Gutachtens zukomme. Zudem handle es sich dabei um kein
umfassendes Gutachten. Darin seien bei weitem nicht alle Fragen abgeklärt worden,
um die es im vorliegenden Fall gehe. Die Abklärungen des Schulpsychologen hätten
sich auf einige wenige Tests zur kognitiven Leistungsfähigkeit, zu den Voraussetzungen
über den Schriftspracherwerb und zu den sprachlichen Kenntnissen beschränkt.
Darüber hinaus weise das Gutachten fachliche Mängel auf. Es basiere auf einem
älteren Test (HAWIVA III) für Kinder zwischen vier und sechs Jahren, welcher als
Resultat einen Gesamt-IQ für ihren Sohn von 96 Punkten ergeben habe. Damit liege
seine kognitive Leistungsfähigkeit im mittleren Durchschnittsbereich. Seine
Voraussetzungen für den Schriftspracherwerb würden als unterdurchschnittlich
eingestuft. Bezüglich Sprachverständnis würden keine Defizite festgestellt. Sein
Wortschatz in deutscher Sprache werde hingegen als überdurchschnittlich bewertet.
Als Schlussfolgerung werde ihr Sohn als emotional und kognitiv altersgemäss
entwickeltes Kind bezeichnet, welches im Rahmen der Volksschule beschulbar sei.
Abweichend vom Orientierungsbericht des Schulpsychologen komme der von ihr
eingereichte Bericht von L.M. vom 20. Oktober 2013, welcher auf Grundlage des
aktuellen HAWIK-IV-Test für Kinder ab sechs Jahren erstellt worden sei, zum Schluss,
dass die sprachliche Hochbegabung ihres Sohnes und dessen überdurchschnittliche
Intelligenz anerkannt und beachtet werden müssten. Daraus könnten sich vielfältige
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Probleme ergeben. Auch gemäss der Abklärung von Dr. O.P. vom 17. Dezember 2013
sei eine umfassende Abklärung der physischen und psychischen Situation ihres
Sohnes erforderlich. Darüber hinaus hätten die medizinischen Abklärungen des
Ostschweizer Kinderspitals vom 28. Januar 2015 ergeben, dass bei ihrem Sohn der
Verdacht auf eine Autismus-Spektrum-Störung bestehe, weshalb weitere
Untersuchungen erforderlich seien.
3.1.
Art. 19 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV)
gewährleistet den Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen
Grundschulunterricht. Die Norm begründet den rechtlich durchsetzbaren
verfassungsmässigen Individualanspruch auf eine positive staatliche Leistung im
Bildungsbereich. Sie umschreibt damit ein soziales Grundrecht. „Schulpflichtige“ in
diesem Sinne und Träger des Rechtsanspruchs sind Kinder und Jugendliche vom
Kindergarten, soweit dieser obligatorisch ist, bis und mit der Sekundarstufe (vgl. BGE
140 I 153 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Für das Schulwesen sind die Kantone zuständig (Art. 3 und Art. 62 Abs. 1 BV). Sie
müssen in organisatorischer, fachlicher und finanzieller Hinsicht für einen
ausreichenden Grundschulunterricht sorgen, der allen Kindern offensteht (Art. 62
Abs. 2 Satz 1 BV). Dieser muss angemessen und geeignet sein; er soll genügen, um die
Schüler sachgerecht auf ein selbstverantwortliches Leben im modernen Alltag
vorzubereiten. Der verfassungsrechtliche Anspruch umfasst nur ein angemessenes,
erfahrungsgemäss ausreichendes Bildungsangebot an öffentlichen Schulen. Ein
darüber hinausgehendes Mass an individueller Betreuung, das theoretisch immer
möglich wäre, kann mit Rücksicht auf das staatliche Leistungsvermögen nicht
eingefordert werden. Der verfassungsmässige Anspruch auf unentgeltlichen
Grundschulunterricht gebietet mit anderen Worten nicht die optimale bzw. geeignetste
überhaupt denkbare Schulung eines Kindes (vgl. BGE 141 I 9 E. 3.2 f. mit Hinweisen).
Der Grundschulunterricht ist obligatorisch und untersteht staatlicher Leitung oder
Aufsicht. An öffentlichen Schulen ist er unentgeltlich (Art. 62 Abs. 2 Satz 2 und 2 BV).
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Ergänzend zur Regelschule (Art. 62 Abs. 2 BV) obliegt den Kantonen eine vergleichbare
Pflicht zum Betrieb der erforderlichen Sonderschule. Gemäss Art. 62 Abs. 3 BV haben
sie für eine ausreichende Sonderschulung aller behinderten Kinder und Jugendlichen
bis längstens zum vollendeten 20. Altersjahr zu sorgen (vgl. hierzu auch Art. 197 Ziff. 2
BV und Art. 20 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Beseitigung von
Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen,
Behindertengleichstellungsgesetz; SR 151.3, BehiG).
3.2.
Die Verfassung des Kantons St. Gallen (sGS 111.1, KV) gewährleistet das Recht,
Privatschulen zu gründen, zu führen und zu besuchen (Art. 3 Ingress und lit. a). Der
Besuch einer Privatschule beruht auf einem privatrechtlichen Schulvertrag zwischen
den Eltern und der Privatschule. Die Eltern wählen den Privatschulbesuch aus freiem
Entschluss und angesichts des flächendeckenden und verfassungsrechtlich
ausreichenden öffentlichen Schulangebots ohne Not. Der Entschluss der Eltern, ihr
Kind an Stelle der öffentlichen Volksschule eine anerkannte Privatschule besuchen zu
lassen, ist grundsätzlich unteilbar: Mit der Privatschule wird deren ganzes Angebot
gewählt und auf das gesamte Angebot der öffentlichen Volksschule verzichtet. Die
Schulgemeinde bleibt indessen jederzeit bereit bzw. verpflichtet, ein aus der
Privatschule zurückkehrendes Kind wieder in den unentgeltlichen öffentlichen
Unterricht aufzunehmen (vgl. VerwGE B 2014/247 vom 30. Juni 2015 E. 1.2). Auf
Privatschulen findet der Grundsatz der Unentgeltlichkeit keine Anwendung (vgl. B.
Mascello, Elternrecht und Privatschulfreiheit, Wil 1995, S. 161). Aus Art. 19 und Art. 62
Abs. 2 Satz 3 BV ergibt sich zudem kein Anspruch auf staatliche (Mit-)Finanzierung des
privaten Grundschulunterrichts, jedenfalls so lange nicht, als an öffentlichen Schulen
ein ausreichender Unterricht angeboten wird (vgl. BGer 2C_686/2012 vom
13. Juni 2013 E. 3.1.1 f. und 3.1.5 mit Hinweisen). Ferner kann ein Anspruch auf
fallweise Übernahme des Schulgeldes durch den Staat bejaht werden, wenn dem
betreffenden Schulkind aufgrund schwerwiegender individueller Probleme der
ausreichende Grundschulunterricht an keiner öffentlichen Schule gewährt werden
kann, so dass als ultima ratio nur der Besuch einer spezialisierten privaten
Bildungseinrichtung den grundrechtlichen Anspruch von Art. 19 BV einlösen kann (vgl.
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GVP 2009 Nr. 4 E. 3.1 und 3.2.3 sowie B. Ehrenzeller, Die schweizerische
Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, Art. 62 N 32).
3.3.
Die privaten Sonderschulen sind Teil der öffentlichen Volksschule (Art. 1 Abs. 1 des
Volksschulgesetzes, sGS 213.1, VSG). Kinder mit besonderem Bildungsbedarf,
namentlich mit Schulschwierigkeiten, Verzögerungen oder Beeinträchtigungen in der
Entwicklung, Behinderungen oder besonderen Begabungen werden durch
sonderpädagogische Massnahmen unterstützt (Art. 34 Abs. 1 VSG). Dank seiner
Neutralität ermöglicht es der Begriff „besonderer Bildungsbedarf“, die Begabungs- und
Begabtenförderung formell in die Sonderpädagogik zu integrieren (vgl. Botschaft zum
XIV. Nachtrag zum VSG, ABl 2013 S. 308 ff., S. 398). Gemäss Art. 35 VSG orientieren
sich sonderpädagogische Massnahmen am Bedarf der Kinder in Erfüllung des
Erziehungs- und Bildungsauftrags, unter Berücksichtigung des Aufwandes von Schule
und Kanton (Abs. 1). Einem Kind mit ausgewiesenem Bedarf steht eine ausgewiesene
Massnahme zu (Abs. 2). Massgebend für den Entscheid, welche (Sonder-)Schule in
Frage kommt, ist vorab das Wohl des (behinderten) Kindes (vgl. hierzu VerwGE
B 2015/296 vom 25. Mai 2016 E. 2.3, www.gerichte.sg.ch). Schülerinnen und Schüler
mit besonderem Bildungsbedarf besuchen eine Sonderschule, wenn sie die
Voraussetzungen für die Regel- oder Kleinklasse nicht erfüllen (Art. 35 Abs. 1 und 3
VSG). Laut Art. 51 VSG hat das im Kanton St. Gallen wohnhafte Kind das Recht, jene
öffentliche Schule oder anerkannte private Sonderschule zu besuchen, die seinen
Fähigkeiten entspricht und deren Anforderungen es erfüllt. Die Schülerin oder der
Schüler hat die öffentliche Schule am Ort zu besuchen, wo sie oder er sich aufhält (Art.
52 VSG). Wenn es besondere Gründe rechtfertigen, kann ein auswärtiger Schulbesuch
gestattet oder angeordnet werden (Art. 53 Abs. 1 VSG). Schülerinnen und Schüler mit
besonderen Begabungen besuchen die Regelklasse, wenn ihnen nicht wegen
besonderer Umstände der Besuch einer (privaten) Schule für Hochbegabte gestattet
wird (Art. 35 in Verbindung mit Art. 53 VSG, vgl. hierzu VerwGE B 2014/113 vom
27. November 2015 E. 2.2, www.gerichte.sg.ch).
3.4.
bis
bis
ter bis
http://www.gerichte.sg.ch
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Im konkreten Fall steht fest, dass die Beschwerdeführerin ihren mittlerweile gut
achteinhalb Jahre alten Sohn im April 2013 während des ersten Schuljahres (vgl. Art. 2
Abs. 1 und 2 VSG sowie zum Beginn der Schulpflicht Art. 45 VSG) aus freiem
Entschluss von der Volksschule abgemeldet und selbständig nach den Frühlingsferien
2013 in der vom Kanton bewilligten (vgl. Verzeichnis der Privatschulen, www.sg.ch,
und Art. 1 Abs. 2 und Art. 115 ff. VSG) regelpädagogischen (vgl. Verzeichnis der
Sonderschulen, www.sg.ch, und Art. 39 VSG) Privatschule Q. angemeldet hat, wo in
Kleinklassen bis 14 Schülerinnen und Schüler unterrichtet wird (vgl.
„Rahmenbedingungen Schule, Lerngruppen“ der Q., www. ... .ch, und zur
Klassengrösse: Art. 27 Abs. 1 lit. c VSG). Im Weiteren anerkennt die
Beschwerdeführerin ausdrücklich (vgl. act. 10, S. 12 Ziff. 11 f., act. 28, S. 5 Ziff. 3),
dass ihrem Sohn nach den zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz 1 im
Rekursentscheid vom 21. Mai 2014 (vgl. act. 2, S. 9 f.) gestützt auf Art. 53 Abs. 1 und
Art. 53 Abs. 1 VSG und Art. 11 der Verordnung über den Volksschulunterricht
(sGS 213.12, VVU) kein Anspruch auf auswärtigen Schulbesuch oder auf Besuch einer
(privaten) Schule für Hochbegabte zusteht und sich folglich daraus keine Pflicht der
Beschwerdegegnerin zur Übernahme des Schulgeldes der Privatschule Q. ergibt.
Hingegen behauptet sie, dass ihr Sohn wegen seinen Entwicklungsdefiziten verbunden
mit seiner Hochbegabung im sprachlichen Bereich an der öffentlichen Schule nicht
angemessen beschult werden könne. Diese Behauptung stösst bereits deswegen ins
Leere, weil die Angemessenheit der Beschulung an der öffentlichen Schule ab Beginn
des Schuljahres 2013/2014 infolge der im April 2013, d.h. während des laufenden
Schuljahres 2012/2013, von der Beschwerdeführerin eigenmächtig vorgenommenen
Anmeldung bei der Privatschule Q. nicht nachträglich beurteilt werden kann. Die
Beschwerdeführerin verzichtete damit auf das gesamte Angebot der öffentlichen
Volksschule und entzog der Beschwerdegegnerin die Möglichkeit, die Anordnung
allfälliger sonderpädagogischer Massnahmen im Sinne von Art. 36 lit. a VSG zu prüfen.
Daran ändert die Untersuchung des SPD vom 4. Juli 2013 nichts, mit welcher die
Notwendigkeit eines Besuchs der Privatschule Q. und nicht die Anordnung allfälliger
sonderpädagogischer Massnahmen durch die Volksschule geprüft wurde (vgl. Bericht
des SPD vom 30. August 2013, „Auftrag“, act. 13/1a/9). Die Anordnung solcher
Massnahmen wäre nach dem Bericht des SPD vom 30. August 2013 an der
Volksschule denn auch nicht ausgeschlossen gewesen, wird doch darin lediglich
bis quater
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festgehalten, dass sich beim Sohn der Beschwerdeführerin keine Indikation für eine
alternative Beschulung ausserhalb der Volksschule ergebe, er emotional und kognitiv
altersgemäss entwickelt und somit im Rahmen der Volksschule beschulbar sei. Damit
ist nicht gesagt, dass ihrem Sohn an der öffentlichen Schule kein individuell auf seine
Bedürfnisse zugeschnittenes Angebot an sonderpädagogischen Massnahmen zur
Verfügung stände (vgl. zur Zuständigkeit der Schulgemeinde zur Durchführung der
sonderpädagogischen Massnahmen der Regelschule: Art. 38 Abs. 1 VSG), zumal
aufgrund der Schilderungen in den Akten grundsätzlich anzuerkennen ist, dass ihr
Sohn sich im öffentlichen Kindergarten zurückzog und durch teilweise aggressives
Verhalten auffiel.
Sodann hilft es der Beschwerdeführerin auch nicht weiter, wenn sie den Vorinstanzen
vorhält, den Sachverhalt nicht genügend abgeklärt zu haben (vgl. hierzu Art. 58 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 12 VRP und zur Beweislast: VerwGE B 2013/172 vom 19. August
2014 E. 2.1, www.gerichte.sg.ch). Zum einen ist die fachlich-inhaltliche
Weisungsunabhängigkeit der begutachtenden Schulpsychologen des SPD institutionell
verankert. Der regelmässige Beizug eines Gutachters oder einer
Begutachtungsinstitution durch den Kanton und die Schulgemeinden führt für sich
allein genommen nicht zum Ausstand. Ein Ausstandsbegehren kann sich stets nur
gegen Personen und nicht gegen Behörden richten. Nur die für eine Behörde tätigen
Personen, nicht die Behörde als solche, können befangen sein (vgl. BGE 137 V 210
E. 1.3 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 123 V 175 E. 4, in Bezug auf Gutachten
der Medizinischen Abklärungsstelle [MEDAS], und VerwGE B 2013/164; B 2013/165
vom 4. Dezember 2014 E. 2.3 mit Hinweis auf B. Schindler, Die Befangenheit der
Verwaltung, Zürich 2002, S. 75 f., www.gerichte.sg.ch). Daran ändert im Übrigen
nichts, dass der Kanton und die Schulgemeinden paritätisch Träger des SPD als
privatrechtlicher Verein im Sinne von Art. 60 ff. ZGB sind (vgl. Art. 43 VSG, Art. 22 lit. a
der Statuten des Vereins SPD, www.schulpsychologie-sg.ch, und J. Raschle,
Schulrecht der Volksschule im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2008, S. 119). Daraus kann
nicht abgeleitet werden, dass die Schulgemeinden oder der Kanton auf die inhaltliche
Seite der Gutachtertätigkeit Einfluss nehmen (vgl. hierzu Art. 13 lit. f der Statuten des
SPD, wonach die Schulpsychologen vom Verein – und nicht vom Kanton oder von
Schulgemeinden – SPD angestellt werden, und Leitbild des SPD, gemäss welchem die
Schulpsychologen unabhängig sind, a.a.O.). Die nach Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen
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Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK)
sowie Art. 29 Abs. 1 BV vorausgesetzte Unabhängigkeit und Unparteilichkeit der
betreffenden Gutachter ist – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (act. 10,
S. 9 Ziff. 4) – gewährleistet, zumal keine Anhaltspunkte dafür bestehen und von der
Beschwerdeführerin auch nicht behauptet wird, dass der im konkreten Fall zuständige
Schulpsychologe, welcher den Bericht des SPD vom 30. August 2013 verfasst hat, in
der Sache bereits vorbefasst war, eine besonders nahe Beziehung zu einer Partei
gehabt hätte oder in eigener Sache tätig war (vgl. hierzu BGE 140 I 326 E. 5.1 f. mit
Hinweisen und Schefer/Hess-Klein, Behindertengleichstellungsrecht, Bern 2014, S.
362, mit Hinweis auf Müller/Schefer, Grundrechte in der Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 948
ff., siehe auch VerwGE B 2015/296 vom 25. Mai 2016 E. 3.1, a.a.O., und H. Plotke,
Schweizerisches Schulrecht, 2. Aufl. 2003, S. 155 ff.). Zum anderen vermag die
Anwendung des HAWIVA III-Tests, welcher nach Angaben der Beschwerdeführerin für
Kinder zwischen vier und sechs Jahren verwendet werden sollte (act. 10, S. 9 Ziff. 6),
die Überzeugungskraft und damit den Beweiswert des Berichts des SPD nicht
ernsthaft zu erschüttern. Schliesslich war der Sohn der Beschwerdeführerin zum
Zeitpunkt der Untersuchung des SPD am 4. Juli 2013 fünfeinhalb Jahre alt. Zu keinem
anderen Schluss führt auch die Tatsache, dass sich der Schulpsychologe auf Tests zur
kognitiven Leistungsfähigkeit, zu den Voraussetzungen über den Schriftspracherwerb
und zu den sprachlichen Kenntnissen beschränkt hat, da er – im Gegensatz zu den von
der Beschwerdeführerin beauftragten Fachleuten – nur die spezifisch schulische
Situation zu berücksichtigen hatte (vgl. hierzu VerwGE B 2008/222 vom 19. Februar
2009 E. 2.2.1, www.gerichte.sg.ch). Überdies sind die von der Beschwerdeführerin
eingereichten Berichte von lic. phil. I L.M., Psychotherapeutin FSP, vom
20. Oktober 2013, von Dr. med. O.P., vom 17. Dezember 2013 (act. 13/5a/1/7) sowie
des Ostschweizer Kinderspitals vom 28. Januar 2015 (act. 29) nicht geeignet, die
Unangemessenheit der Beschulung an der öffentlichen Schule zu beweisen, selbst
wenn die Beweiskraft des Berichts des Kinderspitals nicht generell geringer ist als jene
des Berichts des SPD (vgl. VerwGE B 2008/222 vom 19. Februar 2009 E. 2.2, a.a.O).
Im Bericht vom 20. Oktober 2013 zur testpsychologischen Untersuchung vom
17. September 2013, welche offenbar am 15. Dezember 2014 wiederholt wurde (vgl.
act. 29, S. 5), wird darauf hingewiesen, dass auf die sprachliche Hochbegabung des
Sohnes der Beschwerdeführerin und seine allgemein weit überdurchschnittliche
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Intelligenz Rücksicht genommen werden müsse. Eine Unterstützung und Begleitung
seien sehr wichtig, damit es nicht zu einer dauernden Unterforderung komme. Im
Bericht vom 17. Dezember 2013 stellte der Verfasser fest, dass das heterogene
Entwicklungsprofil des Sohnes der Beschwerdeführerin häufig zu Schwierigkeiten im
Verhalten führe und die Schulform in der Q. seinem Entwicklungsprofil näher komme
als diejenige der Volksschule, weshalb es sehr sinnvoll wäre, wenn ihr Sohn in der Q.
verbleiben könnte. Eine Rückschulung in die Regelklasse werde mit grosser
Wahrscheinlichkeit mit Schwierigkeiten einhergehen und seiner Entwicklung nicht
förderlich sein. Im Bericht vom 28. Januar 2015 (S. 2 und 8) wird ferner ausgeführt, der
Sohn der Beschwerdeführerin erfülle die Kriterien für eine Aufmerksamkeitsdefizit-
Hyperaktivitätsstörung. Zusätzlich offenbarten sich in seinem Verhalten
Besonderheiten, welche entweder auf die originelle Persönlichkeit eines klugen und im
Vergleich zu Gleichaltrigen weiter entwickelten Jungen oder auf eine Autismus-
Spektrum-Störung hindeuteten. Diesen ausgeprägten Stärken und Schwächen gelte es
in der Schule gerecht zu werden, weswegen die Verfasserinnen den individuellen und
kleinen Rahmen, den die Q. biete, als günstigeren Beschulungsort empfänden als die
Volksschule, obschon er die Q. nach Angaben der Beschwerdeführerin nicht mehr so
gerne besuche, weil er nicht immer seinen Kopf durchsetzen könne.
Wie bereits die Vorinstanz 2 in Erwägung 4b des angefochtenen Entscheids vom
3. Juni 2014 (act. 3, S. 8 f.), allerdings ohne Vorliegen des Berichts des Ostschweizer
Kinderspitals vom 28. Januar 2015, zu Recht erwog, wird durch die von der
Beschwerdeführerin eingereichten Berichte nicht belegt, dass die öffentliche Schule
nicht in der Lage gewesen wäre, ihren Sohn angemessen zu beschulen, auch wenn die
von ihr beauftragten Fachleute die Privatschule als „günstigeren Beschulungsort“
erachteten und eine Rückschulung in die Regelklasse ohne entsprechende
sonderpädagogische Massnahmen mit Schwierigkeiten verbunden sein könnte. Wie
bereits ausgeführt, gebietet der verfassungsmässige Anspruch auf unentgeltlichen
Grundschulunterricht nicht die optimale bzw. geeignetste überhaupt denkbare
Schulung eines Kindes. Im übrigen verkennt die Beschwerdeführerin, dass die Situation
ihres Sohnes, insbesondere seine jüngste Entwicklung, nach drei Jahren in der
Privatschule vor einem allfälligen Übertritt in die öffentliche Schule ohnehin erneut
durch den SPD abgeklärt werden müsste. Folglich ist nicht von Bedeutung, inwieweit
sich die Verhältnisse seit der letzten Begutachtung geändert haben sollten, weshalb auf
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das von der Beschwerdeführerin beantragte (act. 28, S. 2, lit. B Ziff. 2) Einholen eines
Obergutachtens zu verzichten ist (vgl. bereits E. 2 hiervor). Die Beschwerdeführerin hat
keinen Anspruch auf Übernahme der Kosten für die Privatbeschulung ihres Sohnes. Die
Vorinstanzen haben den Rekurs gegen den Rekursentscheid der Beschwerdegegnerin
vom 27. Januar 2014 (act. 13/1a/3) abgewiesen, ohne Recht zu verletzen. Die
Beschwerde ist abzuweisen.
4.
Die unentgeltliche Rechtspflege wird gewährt, wenn der Gesuchsteller bedürftig und
das von ihm angestrebte Verfahren nicht aussichtslos ist (Art. 99 Abs. 2 VRP in
Verbindung mit Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO, und
Art. 29 Abs. 3 erster Satz BV). Die unentgeltliche Verbeiständung im Sinne von Art. 118
Abs. 1 lit. c ZPO und Art. 29 Abs. 3 zweiter Satz BV muss dabei zur gehörigen
Wahrnehmung der Parteiinteressen notwendig sein (BGE 128 I 225 E. 2.3 mit
Hinweisen). Eine Person gilt dann als bedürftig, wenn sie die Kosten eines Prozesses
nicht aufzubringen vermag, ohne jene Mittel anzugreifen, die für die Deckung des
eigenen notwendigen Lebensunterhalts und desjenigen ihrer Familie erforderlich sind
(vgl. BGE 141 III 369 E. 4.1 mit Hinweisen). Als aussichtslos sind Begehren anzusehen,
bei denen die Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und
die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren
nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die
Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine
Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem
Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene
Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie
nichts kostet. Diese vom Bundesgericht zum Begriff der Aussichtslosigkeit gemäss
Art. 29 Abs. 3 BV entwickelte Praxis ist auch für die Auslegung von Art. 117 Ingress
und lit. b ZPO zu berücksichtigen (vgl. BGE 138 III 217 E. 2.2.4 mit Hinweis).
Die prozessuale Bedürftigkeit der Beschwerdeführerin ist aufgrund des deklarierten
jährlichen steuerbaren Einkommens von Fr. 27‘300.-- (vgl. act. 5/16-21) ausgewiesen
(vgl. hierzu die Richtlinie zur unentgeltlichen Rechtspflege im Zivilprozess und für die
Privatklägerschaft im Strafprozess des Kantonsgerichts vom Mai 2011, www.sg.ch).
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Hingegen waren die Gewinnaussichten des von ihr angestrebten Verfahrens – zum
Zeitpunkt der Gesuchseinreichung (vgl. BGE 140 V 521 E. 9.1 mit Hinweisen) –
beträchtlich geringer als die Verlustgefahren, da sie ihren Sohn eigenmächtig bei der
Privatschule Q. angemeldet hat. Dem Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht kann dementsprechend
wegen Aussichtslosigkeit nicht entsprochen werden (vgl. hierzu BGer 2C_336/2015
vom 21. April 2016 E. 4).
5. (...).