# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6939496a-08fa-5ddb-b2df-e9a150e70ab6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1965 geborene
X._
arbeitete ohne Berufsabschluss während Jahren als Reinigerin gleichzeitig
für mehrere Arbeitgeber (Urk. 8
/6), zuletzt an einer Kan
tonsschule (Urk. 8/30) sowie in Arztpraxen (Urk. 8/7/2, 8
/9/11) und Privat
haushalten.
Nach am 6.
November
2017 erfolgter Krankschreibung zu 100 % (Urk. 7/7/6-9, 7/7/11-12) meldete sie sich am 29. März 2018 (Eingangsdatum, Urk. 7/1) unter Hinweis auf rechtsseitige Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins Bein und in die Finger sowie die Implantation einer Knieprothese rechts zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an. Die Sozialversiche
rungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, beschied der Versicherten mit Mitte
ilung vom 25. April 2018 (Urk. 8
/14), berufliche Eingliederungsmassnahmen seien aufgrund ihres Gesundheitszustandes derzeit nicht möglich. Gestützt auf ein vom Kranken
taggeldversicherer veranlasstes Gutachten von Dr. med.
Y._
, Fach
ärztin für Orthopädie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates, vom 29. Augu
st
2018 (Urk. 8
/41) stellte sie ihr sodann mittels Vorbeschei
d vom 26. September 2018
(Urk. 8
/47) einen ablehnenden Rentenentscheid in Aussicht, wogegen am 18. Okto
ber 2018 unter Auflage weiterer
medizinischer Unterlagen (Urk. 8/55, Urk. 8
/6
2) Einwand erhoben wurde (Urk. 8
/54,
Urk. 8
/56). Mit Verfüg
ung vom 5. Dezember 2018 (Urk. 8/64
) verneinte die IV-Stelle einen Anspruch der Versicherten auf eine
Invalidenrente.
Die dagegen am 21. Januar 2019
erhobene
Beschwerde
(Urk. 8/
72) hiess das hiesige Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2019.00060 vom 18. Dezember 2019 in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache zu weiteren Abklärungen an die Vorinstanz zurückwies (Urk. 8/81).
In der Folge tätigte die IV-Stelle weitere medizinische Abklärungen und
liess
X._
durch die
Z._
AG polydisziplinär (orthopädisch, neurolo
gisch, oph
thalmologisch und allgemeininternistisch) begutachten (G
utachten der
Z._
vom
26. Dezember 2020, Urk. 8/101).
Gestützt auf dieses Gutachten und die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 20. Januar 2021 (Urk. 8/103 S. 5 ff.) wies die IV-Stelle
schliesslich mit Verfügung vom 31. März 2021
den Anspruch auf eine Invalidenrente
bei einem r
entenausschliessenden Invaliditätsgrad
von
25 % ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 21. April 2021 - unter Beilage
von
drei weitere
n
Arztberichte
n
(Urk. 3/3-5)
- Beschwerde
(Urk. 1)
und beantragte, die angefoch
tene Verfügung
sei aufzuheben und es sei ihr ab
November 2018
eine
ganze Rente zuzusprechen; e
ventuell sei die Sache zur weiteren Abklärung
und zur anschliess
enden Neubeurteilung
an die IV-Stelle zurück
zuweisen
.
Mit
Beschwerdeantwort
vom
9. Juli 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin
eine teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung der Sache an sie zu weiteren Ab
klärungen (Urk. 7
, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-116
sowie unter Verweis auf die RAD-Stellungnahme vom 18. Juni 2021, Urk. 9
). Damit erklärte sich die
Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 26. August 2021 (Urk. 11) als einver
stan
de
n.
Das Gericht
zie

## Considerations

ht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG).
In Ergänzung und Präzisierung zu Art. 43 Abs. 1 ATSG hält Art. 69 Abs. 2 der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) fest, dass die IV-Stelle, we
nn die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unterla
gen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit be
stim
mter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe bei
ziehen kann.
1.2
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zu
rückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) dahin
gehend, dass die Beschwerdeführerin
seit Ablauf des Wartejahres am 5. November 2018 in ihrer bisherigen Tätigkeit als Reinigungskraft zu 60 % arbeitsfähig sei, ihr hingegen seit Beginn der Erkrankung eine behinderungsangepasste Tätigkeit
zu 100 % zumutbar sei. Der Einkommensvergleich ergebe einen rentenaus
schlies
s
enden Invaliditätsgrad von 25 %.
In der Beschwerdeantwort (Urk. 7) hielt die Beschwerdegegnerin demgegenüber fest, dass
sich
ge
mäss
Einschätzung
des RAD-Arztes
aufgrund der
neu einge
reichten Arztberichte weitere Abklärungen aufdräng
t
en
und entsprechend
der
medizinische Sachverhalt ungenügend a
bgeklärt worden sei (vgl. Urk. 7 und Urk. 9
).
2.2
Die Beschwerdeführerin erklärte sich mit Eingabe vom
26. August 2021 (Urk. 11
) mit der Rückweisung zu wei
teren Abklärungen einverstanden.
2.3
Nachdem in Bezug auf die Rückweisung zu weiteren Abklärungen überein
stim
mende Anträ
ge vorliegen (Urk. 7 und Urk. 11
) und diese mit der Akten- und Rechtslage in Einklang stehen, ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung
vom 31. März 2021
(Urk. 2) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese die not
wen
digen Abklärungen vornehme und hernach über den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge.
3.
3.1
Die Kosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sin
d ermessensweise auf Fr. 200.
--
fest
zusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
3.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Die Prozessentschädigung ist gemäss Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) - ohne Rücksicht auf
den Streitwert - nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen.
Die
Beschwerdeführer
in
ist vorliegend mit Fr. 2'1
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.