# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7d5668f3-79b3-4c57-9c6a-7792638a1f52
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1975 geborene
X._
absolvierte in ihrem Heimatland eine Aus
bildung zur Coiffeurin, reiste 1992 in die Sc
hweiz ein (Urk.
6/48/25) und wurde dreimal Mutter (1994,1998 und 2001). Ab dem Jahr 2009 arbeitete sie jeweils zu 12 Stunden pro Woche als Reinigungsmitarbeiterin bei der
Y._
AG. Am 13.
März 2015 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hinweis auf eine rheumatologische Erkrankung
, bestehend seit dem 13. September 2014,
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung
an (Urk. 6/3, Urk.
6/9 und Urk.
6/10). Die IV-Stelle tätigte beruflich-erwerbliche und medizinisch
e Abklärungen. Am 21.
Juli 2015
teilte sie
der Versicherten mit, dass aufgrund
des
Gesund
heits
zustandes zurzeit keine beruflichen Eingliederung
smassnahmen möglich seien (Urk.
6/17).
In der Folge
veranlasste
sie
eine polydisziplinäre Untersuchung der Versi
cherten (Urk.
6/42). Die
Z._
erstattete das Gutachten in den Fach
disziplinen Rheumatologie, Innere
Medizin und Psychiatrie
am 9.
Juni 2017 (Urk.
6/48) und attestierte der Versicherten eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in ei
ner angepassten Tätigkeit
ab dem 1. September 2016
(Urk. 6/48/14 f.)
.
Am 17.
August 2017 wurde sodann eine Abklärung bei der Versicherten zuhause durchgef
ührt (Abklärungsbericht vom 19. September 2017 [Urk. 6/51]). Mit Vorbescheid vom 18. Januar 2018 (Urk.
6/55) stellte die IV-Stelle der Versiche
rten in Aussicht, ihr ab dem 1.
Sep
tember 2015 eine hal
be Invalidenrente und ab dem 1. August 2016 befristet bis am 31.
August 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Da sich die Versi
cherte im Januar 2018 für einige Tage stationär in medizinischer Behandlung am Universitätsspital
A._
, Klini
k für Gynäkologie, befand (Urk.
6/61
/1
, vgl.
Einwand vom 1
9.
Februar 2018,
Urk.
6/58
), holte die IV-Stelle
Unterlagen der Krankentaggeldversicherung ein
(Urk. 6/6
4
)
.
Mit Verfügung vom 17. Juli 2018 (Urk. 2 [= Urk. 6/78
, 82
und Urk.
6/
68]) sprach die IV-Stelle der Versicherten wie vorbeschieden eine befristete halb
e Rente vom 1. September 2015 bis am 31.
Juli 2016 und eine befristet
e ganze Rente vom
1.
bis am 31.
August 2016 zu.
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 13. September 2018
Beschwerde und
beantragte, die ganze Rente sei ihr länger zuzusprechen als bis am 31. August 2016 (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was der Beschwer
de
führerin mit Verfügung vom 23. Oktober 2018 angezeigt wurde (Urk. 7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–4
der Verordnung über die Invalidenver
si
cherung (
IVV
)
per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbs
tätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich
weiterhin
summiert (
Art.
27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach
Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person durch die Teiler
werbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine
Vollerwerbs
tätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. a IVV) und die pro
zentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads, den die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die ver
sicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäftigungsgrad nach Absatz 3
lit
. b und einer Volle
rwerbstätigkeit gewichtet (Art.
27
bis
Abs. 4 IVV).
1.4
1.4.1
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4.2
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK
1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
ach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psy
chischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegeben
en
falls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darle
gung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die
Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, dass der Beschwerdeführerin ab dem 1. August 2014 keine Erwerbstätigkeit mehr zumut
bar gewesen sei. Die Beschwerdeführerin sei
zu diesem Zeitpunkt
als Teilerwerbs
tätige zu qualifizieren
gewesen
bei einer Aufteilung Erwerb/Haushalt im Ver
hält
nis 30 % zu 70 %.
Bei einer
Einschränkung im Haushalt
von 30.8
%
und einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % habe der
Invaliditätsgrad 52 % betragen, weshalb der Beschwerdeführerin ab dem 1. September 201
5
eine halbe Invaliden
rente zuzusprechen sei.
Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerde
führerin ihr Arbeitspensum ohne gesundheitliche Einschränkung a
b dem 1. August 2016 auf 60 % erhöht
hätte. Aus dem
Einkommensvergleich ergebe
sich ab diesem Zeit
punkt ein
Invalid
itätsgrad von 72 % und somit ein
Anspruch auf eine ganze Rente. Der gesundheitliche Zustand habe sich aber ab dem 1. September 2016 gebessert und ab diesem Zeitpunkt sei der Beschwerdeführerin wieder eine voll
zeitliche Arbeitstätigkeit zumutbar
gewesen
bei einer Einschränkung im Haus
haltsbereich von 30
.8
%. Der Invaliditätsgrad ab dem 1. September 2016 betrage daher 12 %, weshalb die ganze Invalidenrente bis am 31. August 2016 zu befristen sei (Urk. 6/68).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte demgegenüber vor, ihr Gesundheitszustand habe sich verändert, weshalb ihr über den 31. August 2016 hinaus eine ganze Invali
denrente zustehe (Urk. 1).
3.
3.1
Im polydisziplinären Gutachten der
Z._
vom 9. Juni 2017, welches auf rheumatologischen, internistischen und psychiatrischen Untersuchungen basiert, wurde als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
6/48/12) ein Zustand nach reaktiver Arthritis bei Salmonellen-Enteritis (Erstdiagnose 08/2014), welche immunsuppressiv bis im Januar 2016 und mit oral eingenom
menen Steroiden bis im August 2016 behandelt wurde, genannt.
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden aufgeführt (Urk.
6/48/12):
-
Zerviko
- und
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom bei Haltungs
insuffizienz und Hyperlordose der Lendenwirbelsäule
-
Generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom
-
Drangbetonte Mischinkontinenz bei hypersensitiver,
normokapazitiver
, instabiler Blasenfunktion
-
Zustand nach laparoskopischer
Adhäsiolyse
und interven
tioneller Zysto
skopie mit
Hydrod
istension
sowie Botox-Injektion (03/2016)
-
Arterielle Hypertonie
-
Vitamin D-Mangel
-
Übergewicht (BMI 27.1 kg/m2)
-
Zustand nach Hysterektomie (04/2014)
-
Zustand nach
Cholezystektomie
(06/2014)
In der versicherungsmedizinischen Beurteilung hielten die Gu
tachter fest, a
m Anfang der Krankengeschichte
der Beschwerdeführerin
im Sommer 2014
sei
eine eindeutige reaktive Arthritis im Anschluss an einen gastrointestinalen Infekt
(Salmonellen-Enteritis) gestanden. Zahlreiche Gelenke seien
klinisch von Ent
zündung betroffen
gewesen
, die sich auch in serologischen Ent
zündungs
pa
rametern eindrücklich dargestellt hätten;
ein intensives Behandlungs
arsenal bis zum Einsatz von Biologika und Kortikosteroiden
sei
notwendig
gewesen
. Die letzten entsprechenden Medikamente
hätten
aufgrund offensichtlicher Besserung aber im Sommer 2016 abgesetzt werden
können
. Teilweise
sei der Verlauf auch
durch E
rscheinungen im Sinne einer zervikalen und l
umbalen wirbelsäulen
bezo
genen Schmerzsy
mptomatik wie auch eines genera
l
i
sierten myofaszialen Schmerz
syndroms, das die behandelnde rheumatologische Klinik des
A._
fest
ge
stellt habe, überla
gert
gewesen
.
Der aktuelle rheumatolo
gische Untersuchungs
be
fund lasse
im gesamten Gelenkstatus keine Zeichen eindeut
iger Arthritis erkennen, es gebe
aber doch einzelne Befunde, die auf latent vorhandene Prozesse dieser Art hinweisen könnten (Schulter, insbesondere rechts, Handgelenk links, Fingergrundgelenke mit Rechtsbetonung
). Die Faustschlusskraft scheine
stark reduziert zu sein, allerdings
nur
aufgrund einer semiobjektiv verwertbaren Messung
.
Wie schwierig die klinische
Beurteilung der Beschwerdeführerin sei, zeige
sich auch aus den Berichten der betreuenden rheumatologischen Klinik des
A._
, wo zwar in den letzten Berichten bis April 2017 ebenfalls keine eindeutige Arthritis bestätigt, aber doch
eine
Schmerzzunahme in
den
Gelenken festgehalten
beziehungsweise
eine Infiltration der rechten Schulter erwogen
worden sei. Dies zeige
, dass bei der
Beschwerdeführerin ein Entzü
ndungsprozess nach wie vor unterschwellig im Gang sein und die Belastbarkeit verschiedener Gelenke, welche
in ihrer aktuellen Tätigkeit als Reinigungsf
rau ja doch intensiv belastet wü
rden, reduziert sein könnte. Auch der Konsum des Antiphlogistikums Mefenacid bis zu sieben Tabletten täglich, dies neben Anal
getika wie
Novalgin
und
Zaldiar
, gebe
doch deutliche Hinweise
darauf
, dass sich der Zustand nach reaktiver
Arthritis vermutlich n
och nicht vollständig gelegt habe
. In diesem Sinn
e
sei
eine abschliessende Beurteilung der Erkrankungssituation
selbst
heute nicht möglich
(Urk. 6/48/13)
.
Weiter führten die Gutachter aus, a
us der Sicht der weiteren am Gutachten betei
ligten Disziplinen Innere Medizin und Psychiatrie
hätten
sich keine für die Arbeitsfähigkeit einschränkenden relevanten Ergeb
nisse gezeigt. Insbesondere werde
vom Psychiater festgehalten, dass er keine relevante psychische Störung feststellen könne, speziell auch nicht das in den Akten erscheinende Faktum einer hypochondrischen s
omatoformen Störung. Aus rheumatologischer Sicht entstehe der
Eindruck, dass für die angestammte Tätigkeit als Reinigungskraft aufgrund wechselnd schmerzhafter einzelner Gelenke, insbesondere aber der dafür sehr wichtigen Fingergrun
d-
und teilweise auch Zwischengel
enke, die Arbeitsfähigkeit
doch deutlich eingeschränkt sei, einzuschätzen auf circa
50
% (verminderte Fähigkeit für gewisse Arbeitsvorgänge wie Ausdrücken von Reinigungstüche
rn
mit den Händen, Erreichen höher gelegener Objekte, langsameres Arbeitstempo
etc.). Diese Beurteilung beziehe
sich auf ein theoretisch volles Arbeitspensum von 100
%. D
ie
Beschwerdeführerin habe
aber gemäss ihren Angaben stets nur im Ausmass von etwa 20
% gearbeitet, was auch im heutigen Zeitpunkt an
nähernd der Fall zu sein scheine
mit Grössenordnung von 20-25
%.
Aufgrund der anzu
nehmenden, latent arthritischen Vorgänge, besonders im Bereich der Finger, teil
weise auch der rech
ten Schulter und der Füsse, seien
physisch stark fordernde Tätigkeiten aktuell und möglicherweise bleibend nur mit gewissen Ein
schränkungen zumutbar, dagegen manuell leichte Arbeitsvorgänge grund
sätzlich uneingeschränkt
.
Aufgrund der im intern
i
stischen Gutachten besprochenen uro
logi
schen (Miktions-)Problematik sei
bei Arbeitsstellen der
Beschwerde
führerin
zusätzlich zu beachten, dass die Möglichkeit eines kurzfristigen, eventuell auch gehäuften Aufsuchens der Toilette gegeben
sei (
Urk. 6/48/13 f.)
.
Die Gutachter gelangten im polydisziplinären Konsens zum Schluss, dass die bis
herige
Tätigkeit als Reinigungskraft
zu
50
%
zumutbar sei,
bezog
en auf ein volles Arbeitspensum.
Das gegenwärtige Arbeitspensum
von 20-25 % sei
eine seit langem besteh
ende, von der Beschwerdeführerin
gewählte Einsatzgrösse.
Leichte und leichteste berufliche Tätigkeiten
seien der Beschwerdeführerin
ohne wesent
liche manuelle oder anderweitige Gelenksbelastungen in vollem Umfang zumut
bar
(Urk. 6/48/14)
.
Die heutige Arbeitsfähigkeit von 50 % in der bisherigen Tätigkeit
dürfte mit dem Abbruch der antientzündlichen Behandlung im Sommer 2016 und der damit anzunehmenden Besserung, somit ab circa 1. September 2016, angenommen werden. Dasselbe gelte für die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (Urk. 8/48/15).
3.2
Gemäss Abklärungsbericht vom
19. September 2017 (Urk. 8/51)
gab die Beschwerdeführerin an
, bei
Y._
immer gleich ge
arbeitet zu haben;
eine Änderung des Pensums sei nicht Thema gewesen. Sie habe die Stelle aus gesundheitlichen Gründen verloren.
Für sie sei die Kinderbetreuung immer wichtig gewesen. Gleichzeitig habe sie aber auch ihren Ehemann finanziell unterstützen und unter Leute kommen wollen. Ein Arbeitspensum von 30 % sei deshalb für sie ideal gewesen. Sie habe sich aber vorgestellt, ihr Arbeitspensum etwas zu erhöhen, sobald ihre jüngste Tochter die Oberstufe beende. Ihr Pensum hätte sie demnach ab August 2016 auf circa 60 % erhöht, dies aus finanziellen Gründen und
,
weil sie ab diesem Zeitpunkt nicht mehr zu Mittag habe kochen müssen (Urk. 8/51/3).
Die Abklärungsperson gelangte zum Schluss, im Haushaltsbereich bestehe eine Einschränkung von 30.8 %
. Bis im Juli 2016 sei die Beschwerdeführerin als zu 30 % erwerbstäti
g und zu 70 % im Haushalt tätig
, ab August 2016 als zu 60 % erwerbstätig und zu 40 % im Haushalt tätig
zu qualifizieren
(Urk. 8/51/8).
3.3
Gemäss Austrittsbericht des
A._
, Klinik für Gynäkologie, vom 5. Januar 2018
(richtig wohl:
9.
Januar 2018)
befand sich die Beschwerdeführerin vom
5.
bis am 9. Januar 2018 in stationärer Behandlung wegen eines störenden Genitaldes
zensus mit Zystozele II und Rektozele I nach POP-Q. Durchgeführt wurden eine
Diaphragmaplastik
, eine Zystoskopie, eine
Kolpoperineoplastik
und
Vulva
biopsien
. Der
peri
- und post
operative Verlauf gestaltete sich problemlos, sodass die Beschwerdeführerin am zweiten postoperativen Tag schmerzkompensiert mit spärlich vaginaler Blutung und restharnfreier Miktion nach Hause entlassen werden konnte. Es wurde ihr eine Arbeitsunfähigkeit vom 5. Januar bis am 16. Februar 2018 attestiert (Urk. 8/61
/1-6
).
3.4
Im
Bericht
des
A._
, Klinik für Gynäkologie, vom 20. April 2018 zuhanden der Krankentaggeldversicherung wurde festgehalten, aus gynäkolo
gischer Sicht sei die Beschwerdeführerin derzeit zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 6/64/6).
3.5
Dr.
B._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, diagnostizierte in seinem ärztlichen Zeugnis vom 26. Februar 2018 eine mittelschwere depressive Episode und eine
Urticaria
factitia
(Urk. 8/61/7).
4.
4.1
Das polydisziplinäre Gutachten
der
Z._
vom 9. Juni 2017
vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu
erfüllen (E. 1.4.2).
So tätigten die Gutachte
r sorgfältige, umfassende Abklär
ungen, berücksichtigten die geklagten Besch
werden und begründeten ihre Ein
schätzung in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
. Die Gutachter legten die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend dar und b
egründeten ihre Schlussfolge
run
gen nachvollziehbar. Dem Gutachten kommt somit volle Beweiskraft zu.
4.2
Eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit oder eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands in der Zeit zwischen der Begutachtung und Erlass der angefochtenen Verfügung lässt sich sodann nicht feststellen.
Der im
Einwand
verfahren
eingereichte Austrittsbericht des
A._
, Klinik für Gynäkologie, vom 5.
/9.
Januar 2018 (E. 3.3) belegt
zwar
, dass die Beschwerdeführerin vorüberge
hend zu 100 % arbeitsunfähig war.
A
m 20. April 2018
wurde ihr
aus gynäkolo
gischer Sicht
aber bereits
wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert (E. 3.4).
4.3
Weder das im
Einwandverfahren
noch das im Beschwerdeverfahren
eingereichte ärztliche Zeugnis von Dr.
B._
vom
26. Februar 2018 (E. 3.5 = Urk. 3/2) beziehungsweise vom
23. August 2018
(Urk. 3/1)
vermögen
die Beweiskraft des Gutachtens zu schmälern. Dr.
B._
diagnostiziert
e
im ärztlichen Zeugnis vom 23. August 2018
wiederum
eine
mittelschwere depressive
Episode und attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 3/1). Zum einen wurde die
se
Diagnose
fachfremd gestellt, zum anderen wurde sie nicht begründet. Damit ist auch nicht
schlüssig
, weshalb eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit beste
hen sollte.
Kommt hinzu, dass in Bezug auf Dr.
B._
der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen
ist
, dass behandelnde Ärzte und Ärztinnen mi
tunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel
lung in Zweifelsfäll
en eher zu Gunsten ihrer Patien
tinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
4.4
Wenn die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 13. September 2018 gel
tend macht,
es ergebe sich aus den eingereichten Arztzeugnissen, dass sich ihr
Gesundheitszustand verändert
habe
, dann lässt sich dies
somit
nicht
nachvoll
ziehen.
Stattdessen fallen folgende Inkonsistenzen in den Angaben der Beschwerde
führerin auf: Sie schilderte anlässlich der Begutachtung,
sie würde zu Hause leichte Hausarbeiten verrichten (Urk. 6/48/32)
sowie
das Frühstück und das Mit
tag
essen zubereiten (Urk. 6/48/24 und Urk. 6/48/39). Anlässlich der Haushaltsab
klärung gab
sie hingegen an, sie koche seit Jahren nicht mehr; dies übernehme ihre älteste Tochter, oder ihr Ehemann bringe etwas vom Take
Away
mit (Urk. 6/51/6). Auch berichtete die Beschwerdeführerin gegenüber der Abklärungs
person von einer Vergesslichkeit (Urk. 6/51/5 f.), welche bei der Begutachtung nicht festgestellt werden konnte (Urk. 6/48/42 [
«
Gedächtnis: Kurz
zeit- und Langzeitgedächtnis sind im klinischen Befund nicht gestört. Die Versi
cherte kann sich durchaus an Details in der Anamnese erinnern. Es gelingt ihr, Sachverhalte zeitlich korrekt in ein Zeitraster einzuordnen
»
]).
4.5
Dass die Gutachter von einer wesentlichen Besserung des Gesundheitszustandes
der Beschwerdeführerin
ab dem 1. September 2016 ausgingen, vermag zu über
zeugen. Zum einen wurde die antientzündliche Behandlung im Sommer 2016 beendet. Zum anderen nahm die Beschwerdeführerin ab dem 12. September 2016 wieder
eine
Erwerbstätigkeit auf und startete mit einem Arbeitspensum von 20 %
, dies nach einem Arbeitsversuch im August 2016
(Urk.
6/48/13,
Urk. 6/48/15
und Urk. 6/48/68
).
4.6
Nach dem Gesagten
ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlich
keit erstellt, dass der Beschwerdeführerin l
eichte und leichteste berufliche Tätig
keiten ohne wesentliche manuelle oder anderweitige Gelenks
belastungen in vollem Umfang
seit dem 1. September 2016 wieder
zumutbar sind. Die bisherige Tätigkeit ist seit dem 1. September 2016 lediglich noch zu 50 % zumutbar. Davor bestand eine 100%ige
erwerbliche
Arbeitsunfähigkeit.
Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass sich mangels Vorliegens
einer
gutachterlicherseits
festgestellten psychiatrischen Pathologie
(E. 3.1) eine Prüfung nach den Standardindikatoren erübrigt (
BGE 143 V 409 E.
4.5.3
).
5.
5.1
Da
eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Einschränkung der Arbeits
fä
higkeit besteht (E. 4.6)
,
ist ein Einkommensvergleich durchzuführen (E. 1.3).
5.2
Frühestmöglicher Rentenbeginn ist
der 1. September 2015, nachdem sich die Beschwerde
führer
in
am
13. März 2015 (Eingangs
datum)
zum Leistungsbezug angemeldet hat (Urk. 6/3
; vgl. Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG
).
Das Wartejahr war zu diesem Zeitpunkt
erfüllt (E. 1.2).
De
n
nachfolgenden Berechnungen ist vorauszuschicken, dass
die
angefochtene Verfügung am
1
7.
Juli 2018 ergangen ist und somit nach
Inkrafttreten der Änderung von
Art.
27
bis
Abs.
2-4 IVV (vgl. E. 1.3). Der Sachverhalt bis zum 1.
Januar
2018 wäre
daher nach dem bisherigen Berechnungsmodell der gemischten Methode zu beurteilen. Darauf wird jedoch verzichtet, da dies am Ergebnis nichts änderte.
Gemäss Auszug aus dem individuellen Konto vom 26. März 2015 erzielte die Beschwerdeführerin im Jahr 2013 ein Einkommen von Fr. 14'316.--
(Urk. 6/
9/2
) bei einer
wöchentliche
n
Arbeitszeit
von
12 Stunden
beziehungsweise einem
Beschäftigungsgrad
von
28.6 %
(Urk. 6/10/2
[Arbeitgeberfragebogen vom 23. März 2015]). Hochgerechnet auf ein hypothetisches Vollzeitpensum betrug das Einkommen im Jahr 2013 somit Fr. 50’056
.
--.
Angepasst an die Nomi
nall
ohn
entwicklung bis ins Jahr 2015 (Indexstand 2’648 [2013
] auf 2’
686
[201
5
]; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer
Lohnindex, Landesindex der Konsumentenpreise, T
39, Entwic
klung der Nominallöhne, der Konsumenten
preise und der
Reallöhne, 2010-2018
, Nominallöhne Frauen)
betrug das
Validen
einkommen
im Jahr 2015
Fr.
50
’
774.
--
(Fr. 50’056
.
-- : 2'648 x 2'686)
.
Da die Beschwerdeführerin im Jahr 2015 keiner Arbeitstätigkeit mehr nachgehen konnte, betrug die Einschränkung im Erwerbsbereich 100 %. Bei einem Beschäf
tigungsgrad von 28.6 % und einer 100%igen Einschränkung ergibt sich im Bereich Erwerb ein Teilinvaliditätsgrad von
28.6 %.
Im Aufgabenbereich
, wo sich die
Beschwerdeführerin
die Tätigkeiten
über den ganzen Ta
g verteilt frei einteilen konnte
, ergab sich gemäss Haushaltsabklärungsbericht eine Einschränkung von 30.8 % (Urk. 6/51/8)
.
Bei der Gewichtung des Bereichs Haushalt mit 71.4 % ergibt sich ein Teilinvaliditätsgrad von gerundet 22 % (71.4 % x 30.8 %). Zusammen
gerechnet resultiert somit ein Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 51 %.
Dass die Beschwerdegegnerin
der Beschwerdeführerin
mit Wirkung ab dem 1. September 2015 eine halbe Rente zugesprochen hat, ist
damit
nicht zu bean
standen.
5.3
Es wurde gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin angenommen, dass die Aufteilung Erwerb/Haushalt ab dem
August
2016 60 % zu 40 % betragen
hätte
(Urk. 6/51/3 und Urk. 6/51/8).
Dies vermag bei einer wohlwollenden Betrachtung
zu keinen Beanstandungen zu führen
, erhöhte die Beschwerde
führerin ihr Arbeitspensum doch immerhin auf 38 %, dies vermutlich irgendwann zwischen der Haushaltsabklärung vom 17. August 2017, als die Beschwerde
führerin noch bei der
C._
AG angestellt war (Urk. 6/51/3), und der am 5. Januar 2018 eingetretenen Arbeitsunfähigkeit, als sie bereits wieder für die
Y._
AG tätig war (Urk. 6/64/2).
Im August 2016 betrug das
Valideneinkommen
bei einem hypothetischen Voll
zeitpensum, unter Berücksichtigung der Nomi
nall
ohnentwicklung bis ins Jahr 2016 (Indexstand 2’648 [2013
] auf 2’
709
[201
6
]; vgl. Bundesamt für Statistik,
Schweizerischer
Lohnindex, Landesindex der Konsumentenpreise, T
39, Entwic
k
lung der Nominallöhne, der Konsumenten
preise und der
Reallöhne, 2010-2018
, Nominallöhne Frauen)
Fr.
51
’
209.
-- (Fr. 50’056
.
-- : 2'648 x 2'709)
.
Bei einem Beschäftigungsgrad von
60
% und einer 100%igen Einschränkung ergibt sich im Bereich Erwerb
somit
ein Teilinvaliditätsgrad von
60
%. Bei der Gewichtung des Bereichs Haushalt mit
40
% ergibt sich ein Teilinvaliditätsgrad von gerundet
12
%
(40
% x 30.8 %). Zusammengerechnet resultiert somit ein Gesamtinvalidi
tätsgrad von gerundet
72
%.
Dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin mit Wirkung ab dem 1. August 2016 eine ganze Rente zugesprochen hat, ist damit ebenfalls nicht zu beanstanden, und wurde von der Beschwerdeführerin auch nicht gerügt.
5.4
5.4.1
D
ie Beschwerdeführerin rügte
, die
befristete
ganze Rente der Invaliden
versiche
rung
sei ihr nicht bloss
bis Ende August 2016 zu
zusprechen, sondern
länger
.
Wie bereits gesagt
,
ist gemäss dem beweiskräftigen Gutachten der
Z._
erstellt, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin ab Septe
mber 2016 wesentlich verbessert hat
, sodass ihr zu diesem Zeitpunkt wieder eine 100%ige Arbeitstätigkeit in einer angepassten Tätigkeit zumutbar war.
5.4.2
Im September 2016 betrug das
Valideneinkommen
bei einem hypothetischen Vollzeitpensum, unter Berücksichtigung der Nomi
nall
ohnentwicklung bis ins Jahr 2016 (Indexstand 2’648 [2013
] auf 2’
709
[201
6
]; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer
Lohnindex, Landesindex der Konsumentenpreise, T
39, Entwic
klung der Nominallöhne, der Konsumenten
preise und der
Reallöhne, 2010-2018
, Nominallöhne Frauen)
Fr.
51
’
209.
-- (Fr. 50’056
.
-- : 2'648 x 2'709)
.
5.4.3
Z
ur Bemessung des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne der Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 heranzuziehen. Da die Beschwerde
führerin
in ihrem angestammten Beruf als Coiffeu
rin
kaum über Berufserfahrung verfügt
(Urk. 6/48/25 f.)
, ist auf das standardisierte monatliche Einkommen für weibliche Hilfsarbeitskräfte (LSE 2014, TOTAL in der Tabelle TA1) im Kompetenz
niveau 1 von Fr.
4‘300.-- abzustellen. Dieses monatliche Einkommen ist unter Berüc
ksichtigung der durch
schnit
tlichen Arbeitszeit im Jahr 2016
von 4
1,7
Stunden pro Woche (vgl. Bun
desamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-
2017, A-S 01-96) sowie der Nomi
nallohn
entwicklung bis ins Jahr 2016
(Indexst
and 2’673 [2014] auf 2’709 [2016
]; vgl. Bundesamt für Statistik, Sc
hweizerischer Lohnindex, Landesindex der Konsumentenpreise, T
39, Entwic
klung der Nomi
nallöhne, der
Konsumenten
preise und der Reallöhne, 2010-201
8
, Nominallöhne Frauen) auf
ein Jahreseinkommen bei einem 10
0%igen Arbeitspensum hochzu
rechnen.
Es resultiert somit ein Invalideneinkommen von Fr.
54
’
517.
-- (Fr.
4‘300.--
x 12 : 40 x 41,7 : 2’673 x 2'709)
.
D
a das Invalideneinkommen
das
Valideneinkommen
übersteigt
, fehlt es an einer Erwerbseinbusse
.
5.4.4
Bei einem Beschäftigungsgrad von 60 %
und einer fehlenden Erwerbseinbusse
ergibt sich im Bereich Erwerb ein Teilinvaliditätsgrad von 0 %. Bei der Gewich
tung des Bereichs Haushalt mit 40 % ergibt sich ein Teilinvaliditätsgrad von gerundet 12 % (40 % x 30.8 %). Zusammengerechnet resultiert somit ein Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet
1
2
%, was keinen Rentenanspruch mehr zu begründen vermag.
Dies gilt selbst dann,
wenn der Beschwerdeführerin der maximal zulässi
ge Abzug von 25 % gewährt würde –
was keinesfalls gerechtfer
tigt wäre. Bei einem maximalen Abzug von 25 % ergäbe sich ein Invalidenein
kommen von Fr. 40’888
.
-- (Fr.
54
’
517.
-- x 75 %). Im Bereich Erwerb führte dies zu einer Erwerbseinbusse von Fr.
10
'
321
.--
(Fr.
51
’
209.
-- minus Fr. 40
’
888
.
--) und somit zu einem Teilinvaliditätsgrad von 20.15 %. Mit dem Teilinvaliditäts
grad im Bereich Haushalt von 12.32 % ergäbe sich ein Gesamtinvaliditätsgrad von gerundet 32 %.
5.4.5
In der Regel
ist eine
Verbesserung ab dem Zeitpunkt zu berücksichtigen, ab dem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und davon aus
zugehen ist, dass sie weiterhin andauern wird (Art.
88a IVV).
Auf die Einräumung einer Wartedauer bis zur Aufhebung
der Rente
ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in Ausnahmefällen
jedoch zu verzichten. Die «sofortige» Aufhe
bung rechtfertigt
sich etwa
dann
,
wenn
eine Verbesserung bereits seit geraumer Zeit anzunehmen
ist
, der Zeitpunkt dieser Änderung der Arbeitsfähigkei
t aber nirgends dokumentiert ist
, oder
wenn
sich der Verlauf der Arbeitsfähigkeit nicht annähernd genau bestimmen und erst gestützt auf das Gutachten verbindlich und abweichend von der echtzeitli
chen Aktenlage einschätzen lässt
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_36/2019 vom 30.
April
2019 E.
5).
Vorliegend unternahm die Beschwerdeführerin
bereits
im August 2016 einen Arbeitsversuch (Urk. 6/48/68)
. Ab dem 12. September 2016
nahm
sie
die Arbeit
zudem
zu 20 %
wieder auf (Urk. 6/48/64).
Es rechtfertigt sich
daher eine sofortige Aufhebung der ganzen Rente bereits
per
Septembe
r 201
6.
6.
Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
6
00.-- festzulegen und ausgangsge
mäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).