# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0b4082f7-5750-5b9b-a9ab-afb48b86a8cf
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ K. S. ist an der S. & Co. AG massgeblich beteiligt. Zudem gehört er dem
Verwaltungsrat der Gesellschaft an. Gemeinsam mit seiner Ehefrau lebt er im eigenen
Haus in M. Er verfügt überdies über Miteigentum zu zwei Drittel am Mehrfamilienhaus
xxx-strasse 00 in Z. und über Alleineigentum an den Mehrfamilienhäusern xxx-strasse
01 sowie yyy-strasse 00 in S. In letztgenannter Liegenschaft ist die S. & Co. AG
eingemietet. Die Gesellschaft besorgt die Verwaltung der drei Mehrfamilienhäuser.
B./ In der Steuererklärung für das Jahr 2006 deklarierten die Beschwerdeführer Erträge
aus Liegenschaften in Höhe von total Fr. 367'515.--. Zudem machten sie Unterhalts-
und Verwaltungskosten in Höhe von total Fr. 202'630.--, wovon je Fr. 12'000.-- als
Verwaltungskosten für die drei Liegenschaften in S., geltend. Bei den übrigen Abzügen
deklarierten sie sodann Kosten in Höhe von Fr. 14'799.-- für Steuerberatung. Die
Veranlagungsbehörde liess im Veranlagungsentscheid vom 31. März 2009 diese
Beratungskosten nicht zum Abzug zu. Eine dagegen erhobene Einsprache wurde mit
Entscheid vom 2. September 2009 abgewiesen. Eine Beschwerde bei der
Verwaltungsrekurskommission blieb ebenfalls erfolglos. Deren Entscheid datiert vom 9.
September 2009 und wurde am 14. September 2010 expediert.
C./ Mit Eingabe vom 14. Oktober 2010 erhob K. S. Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem (sinngemässen) Antrag, der Entscheid der
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Verwaltungsrekurskommission vom 9. September 2010 sei aufzuheben und die Kosten
in Höhe von Fr. 14'799.-- seien zum Abzug zuzulassen; unter Kosten und
Entschädigungsfolgen.
(...).

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Im Streit liegen Aufwendungen in Höhe von gesamthaft Fr. 14'799.05, welche die
Beschwerdeführer unter den übrigen Abzügen deklarierten. Die Aufwendungen
beruhen auf drei Rechnungen (act. 2/4 der Vorinstanz); davon sind zwei von der xxx für
"steuerliche Dienstleistungen", und eine Rechnung ist von der AG yyy für
"Steuerberatung". Die Rechnungen sind allesamt auf die S. & Co. AG ausgestellt.
2.1 Die Beschwerdeführer gehen davon aus, dass die Einnahmen aus den
Mehrfamilienhäusern Vermögensertrag bilden. So deklarierten sie die Einnahmen bei
den Einkünften aus Liegenschaften und nicht als Einkommen aus selbständiger
Erwerbstätigkeit, obwohl der Beschwerdeführer offenbar in früheren Perioden als
Liegenschaftshändler qualifiziert worden war (vgl. Beschwerde, S. 2). Auch die II.
sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts entschied (freilich ohne
Bindungswirkung für die steuerliche Beurteilung), dass die in den Jahren 2001 und
2002 mit den Mehrfamilienhäusern erzielten Einnahmen der privaten
Vermögensverwaltung zuzuordnen und dementsprechend bei der AHV nicht
beitragspflichtig seien (BGE 9C_86/2009 vom 30. Juni 2010). Zu prüfen bleibt somit, ob
die Beratungskosten im Zusammenhang mit der Erzielung von Mieterträgen entstanden
sind, mithin Gewinnungskosten im Sinn von Art. 32 Abs. 2 DBG darstellen und damit
abzugsfähig sind.
Ein solcher Zusammenhang ist nicht erkennbar. Die hier streitigen Kosten dienten nicht
der Einforderung von Vermögenserträgen oder der Sicherung von ertragbringenden
Vermögenswerten. Nur dann wäre aber nach einhelliger Lehre und Rechtsprechung ein
Abzug unter dem Titel der Liegenschaftskosten möglich (vgl. Aeschbach, Kommentar
zum Aargauer Steuergesetz, 2. Aufl., N 11 zu § 41, und Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
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Handkommentar zum DBG, 2. Aufl., N 12 zu Art. 34, je mit Hinweisen). Die
Beschwerdeführer gehen fehl, wenn sie meinen, alle irgendwie mit den Liegenschaften
im Zusammenhang stehenden Aufwendungen seien abzugsfähig. Verlangt wird
vielmehr ein qualifiziert enger Zusammenhang zwischen den getätigten Aufwendungen
und den erzielten Mieterträgen. Daran fehlt es hier. Die streitigen Beratungskosten
wurden nicht durch die Einkommenserzielung verursacht. Sie dienten vielmehr (nur) der
Klärung der Frage, ob die Mehrfamilienhäuser dem Privat- oder dem
Geschäftsvermögen zugehörig sind und ob auf den damit erzielten Einkünften
Sozialabgaben geschuldet sind. Dementsprechend weisen sie aber keinen
Gewinnungskostencharakter auf.
2.2 Ein Abzug schiede im Übrigen auch dann aus, wenn die Liegenschaften (entgegen
der Beurteilung durch die sozialrechtliche Abteilung des Bundesgerichts) dem
Geschäftsvermögen zugehörten. Diesfalls stellten die Beratungskosten nicht
geschäftsmässig begründeten Aufwand dar, wurden sie doch nicht zur Erhaltung,
Sicherung oder Mehrung des beruflichen Einkommens aufgewendet (vgl. auch Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 12 zu Art. 27).
2.3 Abgesehen davon haben die Beschwerdeführer auch im Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht den Nachweis nicht erbracht, dass sie für die Beratungskosten
aufgekommen sind, obwohl bereits die Vorinstanz auf diesen Umstand und die sich
daraus ergebenden Rechtsfolgen hingewiesen hat. Zweifel an der Begleichung der
Rechnungen durch die Beschwerdeführer ergeben sich daraus, dass alle drei
Rechnungen an die S. & Co. AG gerichtet sind. Den Beschwerdeführern ist zwar
zuzustimmen, wenn sie ausführen, es sei unerheblich, ob die Kosten von der S. & Co.
AG oder von ihnen privat bezahlt worden seien. Soweit die Rechnungen jedoch aus
Gesellschaftsmitteln beglichen worden wären, hätten sie nicht dem Aufwand der
Gesellschaft belastet werden dürfen, ansonsten läge nämlich eine verdeckte
Gewinnausschüttung vor, die von den Beschwerdeführern zu versteuern wäre. Die
Gesellschaft hätte die Zahlungen vielmehr dem Kontokorrent des Beschwerdeführers
belasten, mit anderen Worten erfolgsneutral verbuchen müssen. Ob dies geschah, ist
nicht bekannt. Die Beschwerdeführer legten jedenfalls einen Auszug aus dem
Kontokorrent, aus dem sich eine entsprechende Verbuchung nachvollziehen lässt,
nicht ins Recht. Ebenso fehlt es an einem Nachweis der Begleichung der
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Beratungskosten aus privaten Mitteln. Die Abzugsfähigkeit scheitert denn auch aus
diesem Grund.
2.4 Zusammenfassend ergibt sich, dass den geltend gemachten Beratungskosten nicht
der Charakter von Gewinnungskosten zukommt; sie sind den nicht abzugsfähigen
Lebenshaltungskosten zuzuordnen. Zudem haben die Beschwerdeführer den ihnen
obliegenden Nachweis nicht erbracht, dass die Kosten aus privaten Mitteln bestritten
wurden. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
3. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht