# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8efc9758-2b93-56eb-b589-1218ae55a697
**Court:** SO_VG
**Chamber:** SO_VG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SO / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

In Sachen
A._
Beschwerdeführer
gegen
KESB Olten-Gösgen,
Beschwerdegegnerin
betreffend
Beistandschaft
zieht das Verwaltungsgericht in
Erwägung
:
I.
1. Mit Entscheid vom 7. September 2016 wurde für B._ (geb. 1930) eine Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung angeordnet und dem Beistand folgende Aufgaben übertragen:
-
das Vermögen von B._ inkl. das Mietzinskonto der Liegenschaft [...] sorgfältig zu verwalten;
-
B._ bei der Verwaltung der Liegenschaft [...] zu vertreten, namentlich beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten und im Rechtsverkehr.
Zudem wurde B._ die Handlungsfähigkeit für Erwerb, Veräusserung, Verpfändung und andere dingliche Belastungen von Grundstücken eingeschränkt und die ausschliessliche Vertretung von B._ bei diesen Geschäften dem Beistand übertragen.
2. Mit ordentlichem Bericht vom 12. Dezember 2018 beantragte der Beistand, der Auftrag zur Führung des Mietzinskontos für die Liegenschaft [...] sei zu streichen, da dies seit einigen Jahren durch die [...] Verwaltungen AG besorgt werde. Zudem stehe B._ vor einem Wechsel in ein Alters- und Pflegeheim, weshalb er zu beauftragen sei, sie bei der Regelung der Wohnsituation zu unterstützen und nötigenfalls zu vertreten.
3. Am 9. Mai 2019 wurde B._ in Anwesenheit ihrer beiden Söhne, A._ und C._, durch das fallführende Behördenmitglied der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Olten-Gösgen angehört.
4. Am 23. Mai 2019 fällte die KESB Olten-Gösgen folgenden Entscheid:
3.1
Im Rahmen der für B._ geführten Vertretungsbeistandschaft mit Vermögensverwaltung gemäss Art. 394 ZGB i.V.m. Art. 395 ZGB werden die Aufgaben des Beistandes gemäss Anordnungsentscheid vom 7. September 2016 angepasst. Der Beistand wird neu beauftragt,
-
das Vermögen von B._ sorgfältig zu verwalten;
-
B._ bei der Verwaltung der Liegenschaft [...], und beim Erledigen der administrativen Angelegenheiten sowie im Rechtsverkehr zu vertreten, namentlich im Verkehr mit Behörden, Ämtern, Banken, Post, (Sozial-)Versicherungen, sonstigen Institutionen und Privatpersonen;
-
B._ bei der Regelung der Wohnsituation zu unterstützen und wo nötig zu vertreten.
3.2
Die Beschränkung der Handlungsfähigkeit von B._ gemäss Anordnungsentscheid vom 7. September 2016 wird bestätigt:
Die Handlungsfähigkeit von B._ für Erwerb, Veräusserung, Verpfändung und andere dingliche Belastung von Grundstücken wird gemäss Art. 394 Abs. 2 ZGB eingeschränkt und die ausschliessliche Vertretung von B._ bei diesen Geschäften dem Beistand übertragen.
3.3
Für das Verfahren wird eine Gebühr von CHF 650.00 erhoben.
5. Gegen diesen Entscheid erhob der Sohn von B._, A._ (nachfolgend Beschwerdeführer genannt), am 16. Juni 2019 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und beantragte, der Entscheid sei so abzuändern, dass der Beistand Entscheide betreffend Belastung und Verkauf von Liegenschaften und betreffend Umzug von der heutigen Wohnung in jegliches «Heim» nur in Absprache und mit Zustimmung von mindestens einem der Söhne C._ oder A._ treffen darf. Zur Begründung gab er im Wesentlichen an, er habe damals auf die Eintragung im Grundbuch und Sicherstellung seines Erbteils vom Vater verzichtet. Es sei aber festgehalten worden, dass die überlebende Ehegattin ihm seinen Erbteil schulde. Er verlange, dass seine Interessen gemäss Art. 473 ZGB (Nutzniessung) und Art. 760 ZGB (Sicherstellung) berücksichtigt würden.
II.
1.1 Die Vertretungsbeistandschaft für B._ wurde bereits mit Entscheid vom 7. September 2016 angeordnet und dabei dem Beistand «die ausschliessliche Vertretung von B._» bei Geschäften über den Erwerb, die Veräusserung, Verpfändung und andere dingliche Rechte von Grundstücken übertragen. Dieser Entscheid ist rechtskräftig und kann nicht mehr angefochten werden.
Mit dem neuen Entscheid wurde dem Beistand lediglich die zusätzliche Kompetenz erteilt, B._ bei der Regelung der Wohnsituation zu unterstützen und wo nötig zu vertreten, und er wurde von der Aufgabe befreit, das Mietzinskonto der Liegenschaft [...] zu verwalten. Nur diese beiden Punkte können vorliegend angefochten werden.
1.2 Dabei ist zu beachten, dass mit der Beschwerde keine neuen Begehren gestellt werden dürfen, die nicht auch bereits im Verfahren vor der KESB Gegenstand waren (vgl. § 68 Abs. 3 Verwaltungsrechtspflegegesetz, VRG, BGS 124.11).
Dem Entscheid der Vorinstanz lässt sich entnehmen, dass der Beschwerdeführer seine Mutter zur Anhörung vor der KESB begleitet hat. Dort wurden jedoch keine Anträge gestellt, wonach der Beschwerdeführer in die Entscheidungen einzubeziehen wäre. Auf die erst im Beschwerdeverfahren gestellten neuen Anträge des Beschwerdeführers kann deshalb nicht eingetreten werden.
1.3 Dem Beschwerdeführer steht es jederzeit frei, sich mit dem Beistand in Verbindung zu setzen und seine Meinung betreffend Umzug in ein Heim sowie Belastung und Verkauf der Liegenschaft einzubringen. Auch kann er bei diesem seine Ansprüche bezüglich des Erbteils von seinem Vater deponieren. Die Vertretungsmacht bezüglich den durch die KESB übertragenen Aufgaben liegt jedoch allein beim Beistand.
2. Auf die Beschwerde ist somit nicht einzutreten. Bei diesem
Ausgang hat A._ die Kosten des Verfahrens vor Verwaltungsgericht von CHF 100.00 zu bezahlen.
Demnach wird
beschlossen
:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
A._ hat die Kosten des Verfahrens vor Verwaltungsgericht von CHF 100.00 zu bezahlen.

## Considerations