# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7dc4d2fd-0267-4dc3-8d6d-5043f6a12c83
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

und in den vorangegangenen Verfahren mehrfach zum Sachverhalt
äussern können. Sie habe ihm am 18. Juni 2013 die relevanten Akten zur
Verfügung gestellt. Der Beschwerdeführer könne sich nur auf die
Bestandesgarantie berufen, soweit die Baute bestimmungsgemäss,
mithin als Bienenhaus, genutzt werde. Für die Aus- und Zusatzbauten,
welche der Beschwerdeführer erstellt habe, gebe es keine Bewilligungen.
Sie seien nicht rechtmässig erfolgt. Auch seien die Busse respektive die
Strafzumessung nicht zu beanstanden. Es handle sich um einen
Wiederholungstäter.
8. Mit Verfügung vom 14. August 2013 erkannte der Instruktionsrichter der
Beschwerde vom 1. Juli 2013 die aufschiebende Wirkung zu.
9. Das beigeladene Amt für Raumentwicklung Graubünden (nachfolgend
ARE) beantragte am 26. August 2013 die Abweisung der Beschwerde.
Dem Beschwerdeführer sei das rechtliche Gehör gewährt worden. Selbst,
wenn das rechtliche Gehör verletzt worden wäre, wäre die Verletzung mit
vorliegendem Gerichtsverfahren geheilt worden. Die baulichen
Massnahmen seien unzulässigerweise erfolgt. Der gesetzmässige
Zustand lasse sich nur mit Beseitigung und Rückbau der fraglichen
Einrichtungen wieder herstellen. Zudem habe ihm aufgrund seiner
Vorkenntnisse aus verschiedenen Verfahren die Folge seines
widerrechtlichen Handelns bewusst sein müssen, weswegen die Busse
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zu Recht ausgesprochen worden sei. Auf eine Stellungnahme zur
Bussenhöhe werde verzichtet.
10. Am 30. September 2013 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen
Anträgen fest. Erst jetzt gebe die Beschwerdegegnerin bekannt, das
Grundstück gehöre dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau zu
Miteigentum je zur Hälfte. Allerdings habe sie nur den Beschwerdeführer
ins Recht gefasst. Somit sei seiner Ehefrau als Miteigentümerin des
rechtliche Gehör verweigert worden. Ihr sei bis anhin keine Verfügung
eröffnet worden, obschon sie unmittelbar betroffen sei.
11. In ihrer Duplik vom 1. November 2013 hielt die Beschwerdegegnerin an
ihren Anträgen fest. Die dingliche Berechtigung am Grundstück sei für
das vorliegende Verfahren nicht entscheidend. Das Verfahren betreffe
den Rückbau und die Baubusse und richte sich gegen die Person, die für
die illegalen Bauten verantwortlich sei. Dies sei vorliegend der
Beschwerdeführer, unabhängig von den Eigentumsverhältnissen. Zudem
könne auf den Einwand nicht eingetreten werden, da er bisher nicht
thematisiert und erstmals mit der Replik erhoben worden sei. Diese
Ausweitung des Beschwerdeverfahrens sei unzulässig.
12. Das beigeladene ARE reichte keine Replik ein.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften
sowie auf die angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
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1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren bildet die Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 31. Mai, mitgeteilt am 7. Juni 2013. Das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist aufgrund von Art. 49
Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG;
BR 370.100) vorliegend zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. Der
Beschwerdeführer ist als Verfügungsadressat beschwert und folglich zur
Erhebung der Beschwerde legitimiert. Auf die im Übrigen frist- und
formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten.
2. a) In formeller Hinsicht rügt der Beschwerdeführer, die Beschwerdegegnerin
habe seinen Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie ihm keine
Gelegenheit – insbesondere unter Bekanntgabe der Vorhalte – zur
schriftlichen Stellungnahme eingeräumt habe. Auch nach Erlass der
angefochtenen Verfügung seien ihm keine Unterlagen zur Verfügung
gestellt worden. Die ihm am 18. Juni 2013 zugestellten Akten seien
unvollständig und nicht genügend aussagekräftig, um die angefochtene
Verfügung und das bisherige Verfahren zu überprüfen. Schliesslich sei er
auch betreffend Busse nicht angehört worden. Sein Verschulden,
Vorleben und seine persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der
Strafe seien nicht untersucht worden. Auf die Verfügung aus dem Jahr
1987 und den VGE 89/87 könne die Beschwerdegegnerin sich nicht
stützen, weil es damals um andere Sachverhalte als jetzt gegangen sei.
b) Die Beschwerdegegnerin hielt dem entgegen, dass der Beschwerdeführer
sich im jetzigen und in den vorangegangenen Verfahren mehrfach zum
Sachverhalt äussern habe können. So habe er sich auch vor Erlass der
angefochtenen Verfügung, nämlich anlässlich der Baukontrolle vom
10. November 2012, äussern können und seine Ausführungen seien
schriftlich festgehalten worden. Es sei immer um die widerrechtliche
Verwendung des angeblichen Bienenhauses als Ferienhaus und
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entsprechende, nichtbewilligte Ausbauten gegangen. Somit sei das
rechtliche Gehör gewahrt worden. Die im vormaligen Verfahren getroffene
Beurteilung sei auch für später noch verbindlich. Die Gemeinde habe ihm
am 18. Juni 2013 die relevanten Akten zur Verfügung gestellt. Die Akten
der früheren Verfahren seien im Besitz des Beschwerdeführers. Die
beabsichtigten Sanktionen könnten direkt gestützt auf das
Verwaltungsgerichtsurteil respektive die Abbruchverfügung aus dem Jahr
1987 angedroht werden.
c) Ebenso führte das beigeladene ARE hierzu aus, dass der
Beschwerdeführer Gelegenheit gehabt habe, sich zu den verfügten
Wiederherstellungsmassnahmen zu äussern. Dies gelte für die mit
Wiederherstellungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 9. Februar
1987 angeordnete Beseitigung der dem Wohnen dienenden Bauteile. Zu
den anlässlich der Baukontrollen vom 4. Mai 2011 und 2. November 2012
festgestellten vorschriftswidrigen Zuständen habe er sich anlässlich der
Baukontrolle vom 19. November 2012 äussern können. Zudem habe er
am 18. Juni 2013 die relevanten Unterlagen von der Beschwerdegegnerin
erhalten. Selbst, wenn das rechtliche Gehör verletzt worden wäre, wäre
die Verletzung im Gerichtsverfahren mit doppeltem Schriftenwechsel und
angesichts der vollen Entscheidkognition des Verwaltungsgerichts geheilt
worden.
3. a) Es ist demnach im Folgenden zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den
dem Beschwerdeführer zustehende Anspruch auf rechtliches Gehör –
insbesondere hinsichtlich der Ansprüche auf Äusserung, auf
Akteneinsicht und auf Begründung – gewahrt hat.
b) Nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) haben Parteien Anspruch auf
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rechtliches Gehör. Auf kantonaler Ebene ist der Grundsatz zudem in
Art. 16 ff. VRG verankert. Das rechtliche Gehör dient einerseits der
Sachaufklärung, anderseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes
Mitwirkungsrecht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die
Rechtsstellung des Einzelnen eingreift (vgl. statt vieler BGE 135 I 187
E.2.2; 127 I 54 E.2b; BIAGGINI, Kommentar zur Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft, Zürich 2007, Art. 29 Rz. 17;
HÄFELIN/HALLER/KELLER, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 8. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2012, Rz. 835; STEINMANN, in:
EHRENZELLER/MASTRONARDI/SCHWEIZER/VALLENDER, Die Schweizerische
Bundesverfassung, Kommentar, 2. Aufl., Zürich/Basel/ Genf/St. Gallen
2008, Art. 29 Rz. 21). Der Anspruch ergibt sich allein aus dem Verfahren
heraus und gilt vorbehaltslos (BGE 129 I 232 E.3.3).
c) Dazu gehört insbesondere das Recht des Betroffenen, sich vor Erlass
eines in seine Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu
äussern und an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder
mitzuwirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn
dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 135 I 187 E.2.2;
132 V 368 E.3.1; 127 I 54 E.2b; 124 I 241 E.2 mit Hinweisen). Das Recht
bezieht sich auf sämtliche entscheidrelevanten Sachfragen und
Beweisergebnisse (BGE 132 II 485 E.3.2), wobei die Unbestimmtheit
verwaltungsrechtlicher Normen eine Stärkung der Verfahrensrechte und
die Möglichkeit einer Stellungnahme zum Sachverhalt, zu den
Entscheidgrundlagen und einer vorgesehenen Auslegung gebietet (BGE
127 V 431 E.3a; zum Ganzen HÄFELIN/HALLER/KELLER, a.a.O., Rz. 838;
STEINMANN, a.a.O., Art. 29 Rz. 25 f.).
d) Die von einer Verfügung betroffene Person soll zu den wesentlichen
Punkten Stellung nehmen können, bevor der Entscheid gefällt wird (vgl.
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Erwägung 3c). Dazu muss sie vorweg auch in die massgeblichen Akten
Einsicht nehmen können. Dies betrifft in erster Linie den
rechtserheblichen Sachverhalt und nur in Ausnahmefällen auch
Rechtsnormen oder von den Behörden vorgesehene rechtliche
Begründungen (BGE 132 II 485 E.3.2; 127 I 54 E.2b mit Hinweis). Auch
erstreckt sich das Akteneinsichtsrecht nicht auf verwaltungsinterne Akten
(BGE 139 II 489 E.3.3; 129 IV 141 E.3.3.1; 125 II 473 E.4a; Urteil des
Bundesgerichts 1P.240/2002 vom 18. Oktober 2002 E.3.1) und findet
seine Grenzen an entgegenstehenden überwiegenden öffentlichen oder
privaten Interessen (BGE 130 III 42 E.3.2.1; 129 I 249 E.3 und 5.2;
BIAGGINI, a.a.O., Art. 29 Rz. 21; STEINMANN, a.a.O., Art. 29 Rz. 28 f.). Die
Wahrung des Akteneinsichtsrechts setzt eine entsprechende Pflicht zur
vollständigen Aktenführung voraus (BGE 138 V 218 E.8.1.2; 131 II 670
E.4; 130 II 473 E.4.1 f.; 129 I 85 E.4.1, je mit Hinweisen; STEINMANN,
a.a.O., Art. 29 Rz. 30).
e) Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör folgt unter anderem auch die
grundsätzliche Pflicht der Behörden, ihren Entscheid zu begründen. Der
Bürger soll wissen, warum die Behörde entgegen seinem Antrag
entschieden hat. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen
Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne
Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den
Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so
abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des
Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an
die höhere Instanz weiterziehen kann. Dies ist nur möglich, wenn sowohl
er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des
Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens
kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat
leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 136 I 229 E.5.2;
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134 I 83 E.4.1; 133 III 439 E.3.3; 129 I 232 E.3.2; 126 I 97 E.2b, je mit
weiteren Hinweisen; BIAGGINI, a.a.O., Art. 29 Rz. 23 und 25;
HÄFELIN/HALLER/KELLER, a.a.O., Rz. 838; STEINMANN, a.a.O., Art. 29
Rz. 27).
4. a) Neben dem soeben erörterten verfassungsmässigen Anspruch auf
rechtliches Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV sind im
Baubussenstrafverfahren (vgl. Art. 95 des Raumplanungsgesetzes für
den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100]) diesbezüglich zusätzliche,
teils strengere Verfahrensvorschriften zu beachten:
b) Die Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) erwähnt im
Zusammenhang mit dem Begriff und der Stellung der Parteien in Art. 107
den Anspruch auf rechtliches Gehör. Namentlich haben die Parteien
danach das Recht, Akten einzusehen, an Verfahrenshandlungen
teilzunehmen, einen Rechtsbeistand beizuziehen, sich zur Sache und
zum Verfahren zu äussern sowie Beweisanträge zu stellen.
c) Gemäss Art. 32 Abs. 2 BV bzw. Art. 6 Ziff. 3 lit. a der Konvention zum
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK; SR 0.101)
besitzt der Angeschuldigte zudem das Recht, innert möglichst kurzer Frist
in einer für ihn verständlichen Sprache in allen Einzelheiten über die Art
und den Grund der gegen ihn erhobenen Beschuldigungen in Kenntnis
gesetzt zu werden (vgl. auch Art. 29 Abs. 2 BV, woraus der Anspruch auf
Orientierung fliesst). Damit soll er in die Lage versetzt werden, seine
Verteidigung wirksam vorzubereiten. Dabei sind nicht nur die Taten
bekannt zu geben, die begangen zu haben er verdächtigt wird, sondern
es sind auch Angaben über die juristische Einordnung derselben zu
machen (vgl. hierzu VEST in:
EHRENZELLER/MASTRONARDI/SCHWEIZER/VALLENDER, a.a.O., Art. 32 Rz. 23;
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FROWEIN/PEUKERT, EMRK-Kommentar, 2. Aufl., Kehl/Strassburg/Arlington
1996, S. 295; PVG 2003 Nr. 37; 1999 Nr. 52; 1997 Nr. 55; 1993 Nr. 4).
d) In PVG 2003 Nr. 37 hat das Verwaltungsgericht die umschriebene Praxis
mit Blick auf den Inhalt einer Aufforderung zur Vernehmlassung präzisiert
und festgehalten, Minimalanforderung sei, dass die Behörde dem
Beschuldigten vorhalte, welche Norm er nach Ansicht der Behörde
verletzt haben solle. Überdies sei ihm der gesetzliche Strafrahmen
mitzuteilen und er sei aufzufordern, über seine persönlichen
Einkommens- und Vermögensverhältnisse Auskunft zu geben (vgl. auch
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 11 34 vom
15. November 2011).
e) Bei der Bemessung der Busse ist Art. 47 des Schweizerischen
Strafgesetzbuchs (StGB; SR 311.0) anwendbar (PVG 1997 Nr. 55 E.3b
zum vormaligen Art. 63 aStGB), welcher verlangt, dass die Strafe nach
dem Verschulden des Täters zu bemessen ist, wobei das Vorleben und
die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben
des Täters zu berücksichtigen sind (Abs. 1). Dazu gehören auch das
Einkommen und das Vermögen des Angeschuldigten. Zu beachten bleibt
in diesem Zusammenhang, dass die Würdigung der genannten
Strafzumessungsgründe, insbesondere jener über die wirtschaftlichen
Verhältnisse, in der Bussverfügung selbst nachvollziehbar sein muss (vgl.
PVG 1997 Nr. 55 E.3b; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden R 03 23 vom 13. Juni 2003 E.3a).
5. Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer – ausser
an der Baukontrolle vom 10. November 2012, wo er sich mündlich zu den
Vorhaltungen äussern konnte – keine Gelegenheit zur Stellungnahme
gegeben und ihm auch nicht schriftlich vorgehalten, inwiefern er das
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Baugesetz verletzt habe. In Bezug auf die Busse wurde ihm überhaupt
kein Vorhalt gemacht. Ihm wurden weder der Bussenrahmen erläutert
noch konnte er Angaben zu seinen persönlichen Verhältnissen machen.
Unter diesen Umständen ist es offensichtlich, dass die
Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör verletzt hat. In unhaltbarer
Weise macht diese einerseits geltend, der Beschwerdeführer habe sich
anlässlich der Baukontrolle vom 19. November 2012 mündlich dazu
äussern können, was protokolliert worden sei. Der angefochtenen
Verfügung (act. 24) ist indes einzig zu entnehmen: "Er begründet alle
Massnahmen mit der Imkerei und wolle nächstes Jahr 2–3 Bienenvölker
einrichten. Der gemauerte Ofen auf dem Sitzplatz werde wieder entfernt."
Auch in der Aktennotiz zur Baukontrolle (act. 20) ist nichts Ausführlicheres
zu entnehmen, womit seinem Anspruch auf Stellungnahme bei weitem
nicht gerecht wurde. Anderseits macht die Beschwerdegegnerin geltend,
der Beschwerdeführer habe sich im Verfahren im Jahr 1987 dazu äussern
können, was für das vorliegende Verfahren ausreichend sei. Sich für die
Beurteilung einer Verletzung des rechtlichen Gehörs auf ein 27 Jahre
zurückliegendes Verfahren zu berufen, in welchem erst noch nicht die
genau gleichen Beanstandungen geäussert wurden, ist klarerweise nicht
mit der verfassungsmässigen Garantie auf rechtliches Gehör vereinbar.
Gemäss der geltenden Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts ist eine
unter Verletzung des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs zu Stande
gekommene Verfügung grundsätzlich zur Behebung des Mangels an die
Vorinstanz zurückzuweisen. Eine Heilung des Mangels im
Rechtsmittelverfahren – wie dies das beigeladene ARE befürwortet – darf
nur dann angenommen werden, wenn sie sich aus
verfahrensökonomischen Gründen geradezu aufdrängt (PVG 1996
Nr. 107). Aus verfahrensökonomischen Gründen wäre eine Heilung der
Verletzung des rechtlichen Gehörs im Beschwerdeverfahren denkbar. Es
geht aber nicht an, dass die Verwaltungsgerichtsbarkeit dazu verwendet
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wird, anstelle der an sich zuständigen Vorinstanz ganze
Verwaltungsverfahren durchzuführen bzw. diese für die
Verwaltungsbehörden nachzuholen. Dies widerspräche dem Wesen der
Verwaltungsgerichtsbarkeit, deren Aufgabe darin besteht, als
unabhängige, ausserhalb der Verwaltung stehende Instanz
Verwaltungsakte auf ihre Rechtmässigkeit hin zu überprüfen. Im
vorliegenden Fall kommt zur verfahrensökonomischen Betrachtung hinzu,
dass die Vorinstanz nicht aus Versehen das rechtliche Gehör verweigert
hat, sondern dies bewusst unterlassen hat, mit der Begründung, dass der
Beschwerdeführer sich bereits vor 27 Jahren äussern konnte sowie
anlässlich der Baukontrolle vom 10. November 2012. Es geht nicht an,
dass Verwaltungsbehörden sich über den elementaren Grundsatz des
rechtlichen Gehörs hinwegsetzen und darauf vertrauen, dass solche
Verfahrensmängel in einem vom durch den Verwaltungsakt Betroffenen
allfällig angehobenen Gerichtsverfahren behoben würden. Im Übrigen
darf ein Rechtssuchender nicht gezwungen werden, ein
verwaltungsgerichtliches Verfahren anzustrengen, um überhaupt mit
seinen Argumenten Gehör zu finden (PVG 1975 Nr. 100). Von einer
Heilung der Verletzung des rechtlichen Gehörs kann unter Hinweis auf
den doppelten Schriftenwechsel und der vollen Entscheidkognition des
Verwaltungsgerichts nicht die Rede sein. Aufgrund dessen kann auf die
nähere Prüfung einer allfälligen Verletzung des Akteneinsichtsrechts
verzichtet werden. Sollte indes die Beschwerdegegnerin – wie der
Beschwerdeführer rügt – nur ausgewählte Aktenstücke zur Einsicht zur
Verfügung gestellt haben, so hat die Beschwerdegegnerin bei der
Weiterführung des Baubewilligungs-, Wiederherstellungs- und
Bussverfahren die noch nicht zur Einsicht gewährten massgeblichen
Akten ebenfalls bereitzustellen (vgl. Erwägung 3d). Der Vollständigkeit
halber sei an dieser Stelle zudem erwähnt, dass Akten zwar am 18. Juni
2013 dem Beschwerdeführer zur Verfügung gestellt wurden, indes erliess
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die Beschwerdegegnerin die angefochtene Verfügung bereits am 31. Mai
2013. Nur schon deshalb scheint eine dem Sinn und Zweck
entsprechende Akteneinsicht fraglich. Die Beschwerdegegnerin hat
demnach das Baubewilligungs-, Wiederherstellungs- und Bussverfahren
insbesondere unter Wahrung der erläuterten Verfahrensvorschriften
weiterzuführen und neu zu entscheiden. Ihr obliegt hierbei die Pflicht,
ihren Entscheid in genügender Weise zu begründen (vgl. Erwägung 3e
und 4e). Nach dem Gesagten kann schliesslich auch die Frage offen
bleiben, ob die Ehefrau des Beschwerdeführers als Miteigentümerin zur
Hälfte an der betroffenen Parzelle nicht auch hätte ins Recht gefasst
werden müssen respektive ihr Gelegenheit zur Mitwirkung am
vorliegenden Verfahren hätte gegeben werden müssen. Immerhin ist sie
als Miteigentümerin klar von den angeordneten Wiederherstellungen
mitbetroffen und ihr obliegt als Eigentümerin nach Art. 94 Abs. 3 KRG die
Pflicht zur Wiederherstellung. Gemäss Art. 95 Abs. 2 KRG ist indes – wie
die Beschwerdegegnerin zu Recht ausführt – die nach Art. 93 KRG
verantwortliche Person strafbar.
6. a) Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die
Beschwerdegegnerin den dem Beschwerdeführer zustehende Anspruch
auf rechtliches Gehör verletzt hat. Die Beschwerde ist demnach im Sinne
der Erwägungen gutzuheissen und die angefochtene Verfügung
aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin hat das Baubewilligungs-,
Wiederherstellungs- und Bussverfahren im Sinne der Erwägungen
weiterzuführen und neu zu entscheiden.
b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdegegnerin die
Gerichtskosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Gemäss Art. 78 Abs. 1
VRG wird die unterliegende Partei in der Regel verpflichtet, der
obsiegenden Partei die durch den Rechtsstreit verursachten notwendigen
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Kosten zu ersetzen. Die Beschwerdegegnerin hat daher den anwaltlich
vertretenen Beschwerdeführer aussergerichtlich gemäss der am
19. Dezember 2013 vom Parteivertreter eingereichten und nicht zu
beanstandenden Honorarnote über Fr. 7'992.-- (inkl. Spesen und MWST)
zu entschädigen.