# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e6722e65-d8cc-4f95-8ffd-2a96b02663c4
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Das Grundstück Nr. 000, Grundbuch Q., mit einer Fläche von 1‘613 Quadratmetern
ist mit dem Wohnhaus mit Zahnarztpraxis Vers.-Nr. 001 und dem Weinkeller Vers.-Nr.
0002 überbaut. Gemäss Schätzung vom 23. August 2010 betrugen dessen Mietwert
CHF 79‘440 und dessen Verkehrswert CHF 2‘080‘000. Am 17. November 2014 wurde
A.Y. als Eigentümer des Grundstücks im Grundbuch eingetragen. Mit öffentlich
beurkundetem Kaufvertrag vom 30. Dezember 2014 vereinbarte er mit der X. AG die
Veräusserung des Grundstücks zum Preis von CHF 6‘774‘600 (CHF 4‘200 je
Quadratmeter). Das Grundstück wurde auf Begehren des kantonalen Steueramtes,
Abteilung Erbschafts- und Schenkungssteuern, am 2. März 2015 neu mit einem
Mietwert von CHF 79‘500 und einem Verkehrswert von CHF 5‘090‘000 geschätzt. Das
kantonale Steueramt wies die dagegen von A.Y. erhobene Einsprache am 23.
Dezember 2015 ab. Am 20. Januar 2016 wurde die Veräusserung des Grundstücks an
die X. AG im Grundbuch eingetragen. Gegen den am 31. Dezember 2015 zugestellten
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Einspracheentscheid erhob A.Y. am 1. Februar 2016 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission (II/2-2016/7). Er machte unter anderem geltend, die
Schätzung sei wegen Amtsgeheimnisverletzung nichtig. Der Grundbuchverwalter,
welcher den Kaufvertrag vom 30. Dezember 2014 beurkundet hatte, hätte bei der
Schätzung in den Ausstand treten müssen.
B. Am 14. März 2016 widerrief das kantonale Steueramt den Einspracheentscheid vom
23. Dezember 2015. Dagegen erhob A.Y. am 14. April 2016 Rekurs bei der
Verwaltungsrekurskommission (II/2-2016/15). Unter anderem beantragte er, das
Rekursverfahren gegen den Widerruf sei bis zur rechtskräftigen Erledigung des
Rekurses über die Schätzungswerte zu sistieren. Der zuständige Abteilungspräsident
teilte ihm am 19. April 2016 mit, er erachte eine solche Sistierung nicht als
zweckmässig. Die Verwaltungsrekurskommission werde zunächst das Verfahren
betreffend Widerruf durchführen beziehungsweise fortsetzen und in diesem
vorfrageweise die Nichtigkeit der Schätzungsverfügung prüfen. Das Verfahren zur
Überprüfung der Schätzungswerte bleibe vorläufig sistiert. Gleichzeitig gab er dem
kantonalen Steueramt Gelegenheit zur Vernehmlassung.
A.Y. machte mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 26. April 2016 an die
Verwaltungsrekurskommission geltend, unabhängig davon, ob die
Schätzungsverfügung nichtig oder nur anfechtbar sei, habe sie mangels formeller
Rechtskraft keine Rechtswirkung entfaltet. Der Widerruf beziehe sich nur auf die Höhe
der Schätzung. Die Mängel, die mit dem Rekurs gegen den Einspracheentscheid
geltend gemacht worden seien und an deren Klärung über den Einzelfall hinaus ein
öffentliches Interesse bestehe, würden gar nicht mehr überprüft, wenn der Widerruf
gutgeheissen würde. Es könne nicht Sinn und Zweck eines Widerrufs sein, die im
Rekurs – gegen den Einspracheentscheid – aufgegriffenen Rechtsmängel einer
gerichtlichen Beurteilung zu entziehen. Der Devolutiveffekt des Rekurses sei
vollumfänglich zu gewährleisten. Der Widerruf sei ohne Gewährung des rechtlichen
Gehörs ausgesprochen worden.
Mit Vernehmlassung vom 3. Juni 2016 beantragte das kantonale Steueramt die
Abweisung des Rekurses mit der Begründung, weder Amtsgeheimnis noch
Ausstandspflicht seien verletzt. Der zuständige Abteilungspräsident der
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Verwaltungsrekurskommission behandelte die Eingabe des Rechtsvertreters von A.Y.
vom 26. April 2016 als Gesuch, die Sistierung des Verfahrens gegen den Widerruf
nochmals zu prüfen. In einer verfahrensleitenden Verfügung vom 8. Juni 2016 hielt er
fest, aufgrund des Widerrufs werde eine Neuschätzung durchgeführt, die wiederum
angefochten werden könne. Dabei könnten sämtliche Rügen geltend gemacht werden.
Soweit die Verfügung einzelne der geltend gemachten Mängel nicht mehr aufweise, sei
der Rekurrent nicht mehr beschwert. Solche Aspekte könnten unter Umständen bei der
Kostenverlegung einfliessen. Er erachte es deshalb nach wie vor als zweckmässig, das
Verfahren II/2-2016/7 zu sistieren und zunächst das Verfahren II/2-2016/15 weiter zu
führen. Dem Antrag werde daher nicht stattgegeben.
Mit Schreiben vom 20. Juni 2016 wandte sich der Rechtsvertreter von A.Y. an den
zuständigen Abteilungspräsidenten der Verwaltungsrekurskommission. Er bezog sich
dabei auf „Ihren Entscheid, meinen Antrag betreffend Sistierung des vorliegenden
Verfahrens abzulehnen“ und begründete erneut seinen gegenteiligen Standpunkt. Er
selbst geht davon aus, der zuständige Abteilungspräsident habe im Schreiben vom
8. Juni 2016 definitiv Stellung genommen, indem er eine Sistierung abgelehnt habe
(act. 7/Verfahren II/2-2016/15, act. 11/Seite 1). Gleichzeitig ersuchte er um Klarstellung,
ob es sich beim Schreiben vom 8. Juni 2016 um eine anfechtbare Zwischenverfügung
handle. Ohne Klarstellung würde ihm nichts anderes übrig bleiben, als eine
Beschwerde beim kantonalen Verwaltungsgericht einzulegen, um die Rechte des
Beschwerdeführers zu wahren. Mit Schreiben vom 21. Juni 2016 legte der zuständige
Abteilungspräsident der Verwaltungsrekurskommission dar, über die Anfechtbarkeit der
verfahrensleitenden Verfügung vom 8. Juni 2016 habe die Rechtsmittelinstanz zu
entscheiden. Weil nach st. gallischer Rechtslage und Praxis Zwischenverfügungen
beziehungsweise verfahrensleitende Verfügungen nur in Ausnahmefällen anfechtbar
seien und seines Erachtens keine solche Ausnahme vorliege, habe er die Verfügung

## Considerations