# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6b600cdf-ecb0-4aff-9eca-af47aee1254f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1975,
war ab 3
0.
Januar 2012 als Personalberater bei der
Y._
AG tätig und über diese im Rahmen einer kollektiven
Krankentag
geldversicherung
nach dem Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) bei der CSS Versicherung AG (nachfolgend: CSS) gegen die wirtschaftlichen Folgen von Krankheiten versichert (vgl.
Urk.
7/2-3).
F
ür eine am
8.
August 2012 gem
eldete Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
7/3)
richtete die CSS
bis 3
1.
Mai 2013
Kran
kentaggelder
für eine volle und bis 2
2.
November 2013 Krankentaggelder für eine Arbeitsunfähigkeit von 40
%
aus; danach stellte sie die Taggeldleistungen ein
(vgl.
Urk.
7/14 und
Urk.
7/22).
2.
Am 3
0.
Januar 2014 erhob der Versicherte Klage gegen die CSS und beantragte, diese sei zu verpflichten, ihm die vollen Taggelder ab dem
1.
Juni 2013 vorerst bis Ende Januar 2014 im Umfang von 100
%
, respektive pro Kalendertag
Fr.
170.96, zu bezahlen (
Urk.
1 S. 2 oben). Mit Klageantwort vom
7.
März 2014 (
Urk.
6) beantragte die Beklagte die Abweisung der Klage.
Mit Replik vom
1.
Mai 2014 (
Urk.
10) und Duplik vom
6.
Juni 2014 (
Urk.
13) hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest. Am 1
0.
Juli 2014 wurde dem Kläger die Duplik zur Kenntnis gebracht (
Urk.
15).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesge
setz über die Krankenversicherung (KVG) unterstehen nach Art. 12
Abs.
3 KVG dem VVG. Die Kantone können ein Gericht bezeichnen, welches als einzige kantonale Instanz für solche Streitigkeiten zuständig ist (Art. 7 der Schweizeri
schen Zivilprozessordnung; ZPO). Im Kanton Zürich liegt die Zuständigkeit beim Sozialversicherungsgericht (
§
2
Abs.
2
lit
. b des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht,
GSVGer
). Das Verfahren richtet sich nach Art. 244 bis 247 ZPO (vereinfachtes Verfahren; Art. 243
Abs.
2
lit
. f ZPO). Die Klage wird direkt beim Gericht anhängig gemacht (BGE 138 III 558 E. 3.2 und
4.6).
Die sachliche und örtliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zur Beurteilung der eingereichten Klage ist gegeben (vgl.
Urk.
7/2 Art. 24).
1.2
Die Klage zielt auf Leistung des vollen T
aggelds (Arbeitsunfähigkeit
100
%
) in der Höhe von
Fr.
170.96 pro Kalendertag für die Zeit von
1.
Juni 2013 bis
3
1.
Januar 2014, wobei die Beklagte zwischen
1.
Juni und 2
2.
November 2013 bereits Taggeldzahlungen im Umfang von 40
%
erbracht hat. Damit liegt der Streitwert über der für die einzelrichterliche Zuständigkeit relevanten Grenze von
Fr.
20‘000.-- (vgl.
§
11
Abs.
1
GSVGer
).
2.
2.1
Streitigkeiten aus den Zusatzversicherungen gemäss VVG sind dem Privatrecht zuzuordnen (BGE 124 III 46 E. 1a). Das Schweizerische Obligationenrecht (OR) gilt immer subsidiär, wenn das VVG, das hinsichtlich des
Versicherungsvertra
ges
zahlreiche vom OR abweichende oder dieses ergänzende Bestimmungen ent
hält, eine Frage nicht regelt (vgl.
Art.
100
Abs.
1 VVG).
2.2
Gemäss
Art.
8 des Zivilgesetzbuches (ZGB) hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu bewei
sen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen Anspruch geltend macht, die rechtsbegründenden Tatsachen zu beweisen, während die Beweislast für die rechtsaufhebenden beziehungsweise rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des Anspruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetzbarkeit bestreitet. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung müssen im
Privatversicherungs
recht
die anspruchsbegründenden Tatsachen lediglich mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwiesen sein (BGE 130 III 321 E. 3.1 und 3.5). Das gilt auch für den Beweis von anspruchshindernden Tatsachen (Praxis 80/1991, Nr. 230, S. 964 f. E. 3b [Urteil des Bundesgerichts vom 2
2.
November 1990]).
2.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.4
Das grundsätzlich anwendbare VVG enthält ausser in
Art.
87 VVG keine spe
zi
fi
schen Bestimmungen zum Krankentaggeld. Es sind deshalb vorab die vertrag
lichen Vereinbarungen der Parteien massgebend. Gemäss den vorliegend unbe
strittenermassen anwendbaren Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB)
für die in Frage stehende
Krankentaggeldversicherung für Unternehmen, BVG Koordinationsdeckung, Ausgabe 01.2008 (
Urk.
7/2), bezahlt die Beklagte den
nachgewiesenen Erwerbsausfall, der durch eine versicherte Arbeitsunfähig
keit entstanden ist
(
Art.
15.1)
. In
Art.
13.3 AVB wird Arbeitsunfähigkeit defi
niert als die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, eine im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten.
3.
3.1
Am 2
6.
Juli 2012 trat der Kläger notfallmässig in die
Z._
,
Privat
kli
nik
für Psychiatrie und Psychotherapie ein, wo er gemäss Austrittsbericht vom 2
9.
August 2012 (
Urk.
7/5) über Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, Angst
zustände, Schlafstörungen und Appetitlosigkeit, vermehrten Rückzug, Lustlosig
keit und eine starke Belastung aufgrund seiner sozialen und beruflichen Situa
tion berichtete (S. 1 unten). Der stationäre Aufenthalt dauerte bis am 1
3.
August 201
2.
D
ie Ärzte stellten folgende Diagnosen (
Ziff.
1):
mittelgradige depressive Episode, ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F32.10)
psychische Verhaltensstörungen durch
Cannabinoide
: schädlicher Gebrauch (ICD-10 F12.1)
Probleme in der Beziehung zur Ehepartnerin
Für die Zeit vom 2
6.
Juli bis und mit 1
6.
September 2012 attestierten die Ärzte dem Kläger eine volle Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
5,
Urk.
7/4
Ziff.
8).
3.2
Vom 1
3.
September bis
5.
November 2012 weilte der Kläger erneut stationär und vom 1
2.
November bis 1
0.
Dezember 2012 sodann teilstationär in der
Kli
nik
Z._
, wo gemäss Austrittsbericht vom 3
1.
Dezember 2012 (
Urk.
7/7) folgende (psychiatrische) Diagnosen gestellt wurden (
Ziff.
1):
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psy
chotische Symptome (ICD-10 F33.2)
Probleme in Bezug auf: Akzentuierung von Persönlichkeitszügen, pas
siv-aggressive emotional instabile Züge vom impulsiven Typ
sonstige Probleme mit Bezug auf die Lebensbewältigung
Die Ärzte berichteten, im Verlauf der teilstationären Behandlung habe sich der Kläger zunehmend aus der therapeutischen Beziehung zu seiner
Einzeltherapeu
tin
zurückgezogen und schliesslich die Behandlung abgebrochen, ohne dies direkt zu kommunizieren (
Urk.
7/7 S. 4 oben). Für Anfang Januar 2013 habe nun aber die Wiederaufnahme einer ambulanten psychiatrisch-psychotherapeu
tischen Therapie vereinbart werden können (
Urk.
7/6
Ziff.
4). Zusammenfassend habe im Rahmen der stationären Behandlung mittels der spezifisch für die
chronische Depression konzipierten Psychotherapie CBASP (
Cognitive
Behavi
our
Analysis System
of
Psychotherapy
) eine deutliche Verbesserung der zuvor manifesten schweren depressiven Symptomatik erreicht werden können. Es sei gelungen, dysfunktionale Verhaltensmuster zu identifizieren und Zusammen
hänge zu
den
Prägungen
des Klägers
zu erarbeiten (
Urk.
7/7 S. 4 oben). Die Weiterführung der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung sowie die Fortsetzung der etablierten psychopharmakologischen Therapie
werde
dringend empfohlen (
Urk.
7/7 S. 4 unten). Die Ärzte attestierten dem Kläger eine volle Arbeitsunfähigkeit bis 1
5.
Januar 2013 (
Urk.
7/6
Ziff.
6).
3.3
Am
7.
März 2013 (
Urk.
7/8) berichtete
Dr.
med.
A._
,
Fach
ärztin
für Allgemeine Innere Medizin, den Kläger seit 2
7.
Dezember 2011 zu behandeln (
Ziff.
3). Seit der ersten
Hospitalisation
sei er zu 100
%
arbeitsunfä
hig (
Ziff.
8). Am 2
8.
Februar 2013 sei der Kläger ins Sanatorium
B._
ein
getreten, nach drei Stunden allerdings wieder ausgetreten, da das Zimmer angeb
lich zu klein gewesen und er
über
kein Internet
verfügt habe (
Ziff.
5,
Ziff.
11).
3.4
Am 1
9.
März 2013 erstattete
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychi
atrie und Psychotherapie, ein Gutachten im Auftrag der Beklagten (
Urk.
7/9). Er stützte sich auf die ihm überlassenen Akten (S. 2 f.), die Angaben des Klägers (S. 3 ff.) sowie die anlässlich der Untersuchung vom
6.
Februar 2013 erhobenen Befunde (S. 8 Mitte; vgl. S. 2 oben).
Als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte der Gutachter eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom, ICD-10 F32.1 (S. 8 unten). Als Diagnose ohne Auswirkung a
uf die Arbeitsfähigkeit nannte er
eine Persönlichkeitsakzentuierung mit emotional instabilen und narzisstischen Zügen (S.
9 oben).
Dr.
C._
führte aus,
die
Vordiagnose einer rezidivierenden depressiven Störung beim Fehlen
von mehreren voneinander durch vollständige Remissio
nen getrennte depressive Episoden nicht bestätigen
zu können. Es handle sich um die gleiche depressive Episode, welche im Jahr 2011
(richtig wohl: 2012; vgl. vorstehend E. 3.1 und 3.2)
zur stationären Behandlung geführt habe und bis heute fortbestehe, allerdings in einem verrin
ger
ten Ausmass, sodass aktuell die Diagnose einer schweren depressiven Epi
sode nicht mehr gestellt werden könne (S. 9 Mitte).
Konform zu den -
näher beschriebenen - spätestens ab dem Schulalter aufgetre
tenen Verhaltensauffällig
keiten
habe sich das Arbeitsleben des Klägers
prob
le
ma
tisch gestaltet, unter anderem deshalb, weil
er mit Autoritätspersonen wiederholt in Konflikt g
eraten sei. Im weiteren Verlauf,
nach der Geburt seines Kindes und dem Wegfall der Unterstützung durch die Partnerin, kombiniert mit
Belastung durch deren psy
chische Erkrankung, sei es zu einer anhaltenden Dekompensation des psychi
schen Gleichgewichts gekommen. Der Kläger habe eine depressive Episode ent
wickelt, welche stationär, teilstationär und ambulant behandelt worden und bisher nicht remittiert sei. Auffallend im derzeitigen klinischen Bild sei eine Diskrepanz zwischen dem objektiven Befund und den subjektiven Beschwerden, wobei der Kläger aufgrund von Unfähigkeit, die präsentierten Beschwerden zu relativieren und die vorhandenen Ressourcen zu reflektieren, erheblich zu einer
katastrophisierenden
Wahrnehmung der eigenen psychischen Lage neige. Diese Diskrepanz sei jedoch nicht im Sinne einer Aggravation oder gar einer bewuss
ten Vortäuschung der Symptomatik zu verstehen, sondern stelle Teil des depres
siven Syndroms dar. Die dysfunktionalen Persönlichkeitszüge hätten in der andauernden Belastungs
situation eine gewisse Zuspitzung erfahren, sodass es dem Kläger trotz erheb
lichem Leidensdruck momentan in einem nur begrenzten Ausmass möglich sei, sich auf Hilfsangebote einzulassen. Die beschriebene ungünstige Konstellation schränke seine Fähigkeit, zur Überwindung von beklagten Symptomen eine zumutbare Willensanstrengung zu erbringen, zwar ein, verunmögliche sie jedoch nicht (S. 10
Ziff.
4). Es sei dem Kläger medizi
nisch-theoretisch zumutbar, eine Arbeitsleistung im Umfang von 60
%
zu erbringen. Die Einschränkung resultiere aus verminderter emotionaler Belast
barkeit, psychovegetativer Übererregbarkeit sowie leichten kognitiven Defiziten. Aktuell benötige der Kläger vor allem eine leitliniengerechte Behandlung der affektiven Störung, wobei in der Therapieplanung sowohl die dysfunktionalen Persönlichkeitszüge als auch die stark ausgeprägte vegetative Übererregbarkeit angemessene Beachtung finden sollten (S. 11). Im Falle einer individuell ange
passten und leitliniengerechten Therapie der affektiven Störung könne eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit innerhalb von drei Monaten erwartet und innerhalb von sechs Monaten medizinisch-theoretisch eine Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit erreicht werden (S. 12
Ziff.
5).
3.5
Vom
8.
April bis 1
3.
Juni 2013
weilte
der K
l
äger - mit einem Unterbruch - für ein achtwöchiges
Rehabilitationsprogramm in der Tagesklinik des
D._
. Im
Bericht vom 1
2.
August 2013 (
Urk.
7/17)
wurden als Diagnose
eine rezidivierende depressive Störung, gegen
wärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2), sowie (aktenanamnestisch) die im Jahr 2012 von den Ärzten der
Klinik
Z._
gestellten Diagnosen
genannt
(S. 1).
Die Ärzte führten
aus
, sie hätten den Kläger am 1
3.
Juni 2013 weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig aus der Rehabilitationsbehandlung entlassen. Insgesamt habe sich sein Zustand nach der tagesklinischen Behandlung wieder verschlech
tert. Nach Wegfall der Tagesstruktur durch das tagesklinische Programm erlebe
der Kläger einen Rückfall mit Hoffnungslosigkeit, Affektlabilität, Selbstvorwür
f
en und zunehmenden Gedanken an sowie
Beschäftigung mit den Themen Tod und Suizid, könne sich jedoch von einem Suizidversuch distanzieren. Aufgrund der Schwere der Depression wäre ein stationärer Aufenthalt eine Option, was der Kläger jedoch ablehne (S. 3 f.)
3.6
Vom 2
0.
August b
is 1
6.
September 2013
war
der Kläger ein weiteres Mal in der
Klinik
Z._
hospitalisiert
, wo gemäss Austrittsbericht vom 2
3.
September 2013 (
Urk.
7/19) folgende Diagnosen gestellt wurden (S. 1 Mitte):
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psy
chotische Symptome (ICD-10 F33.2)
psychische Verhaltensstörungen durch Alkohol: schädlicher Gebrauch
Probleme mit Bezug auf die Lebensbewältigung
Akzentuierung von narzisstischen Persönlichkeitszügen
Die Ärzte berichteten, die gegenwärtige Episode sei geprägt von Interessen- und Freudverlust, Antriebslosigkeit, deprimierter Stimmung, innerer Unruhe,
Gedan
kenkreisen
und Grübeln, Konzentrationsstörungen, Zukunftsängsten, Schuld- und Insuffizienzgefühlen, Morgentief sowie kompensatorisch erhöhtem
Alko
hol
konsum
. Im stationären Rahmen sei der Kläger von Alkohol abstinent gewe
sen. Die - unter anderem - eingerichtete antidepressive Medikation habe der Kläger gut vertragen (S. 2 unten). Die depressive Symptomatik sei weitge
hend remittiert. Der Kläger habe im Verlauf besseres Befinden mit gehobener Stimmung, mehr Antrieb und Interesse und häufigeren sozialen Kontakten angegeben. Die Belastungsurlaube zu Hause habe er erfolgreich durchgeführt. Bei Austritt habe er sich glaubhaft und eindeutig von akuter Selbst- und Fremdgefährdung distanziert (S. 3 oben). Zu empfehlen sei die Weiterführung einer ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung sowie die regelmässige Einnahme der aktuellen Medikation unter regelmässiger Labor- und EKG-Kontrolle (S. 3 Mitte).
In ihrer Stellungahme zur Arbeitsfähigkeit vom 1
2.
September 2013 (
Urk.
7/18) hatten die Ärzte der
Klinik
Z._
ausgeführt, die depressive Symptomatik des Klägers sei in der Vorgeschichte trotz vielfältiger Behandlung kaum remittiert. Daher sei eine erneute längerfristige Behandlung notwendig. Der Kläger sei während des gesamten stationären Aufenthaltes zu 100
%
arbeitsunfähig. Prog
nostisch sei von einer längerfristigen Behandlung mit vollständiger Arbeitsun
fähigkeit bis auf weiteres auszugehen.
3.7
Am
4.
November 2013
nahm
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.3)
im Rahmen eines
Aktengutachten
s erneut Stellung
(
Urk.
7/20). Er
führte aus, die
ihm
neu
vorge
legten medizinischen Akten demonstrierten eindrücklich, dass eine Verbesse
rung des psychischen Zustandes
des Klägers
nur durch eine lege
artis
durchge
führte antidepressive Behandlung möglich gewesen sei. Der psychische Zustand des Klägers habe sich spätestens per 2
3.
September 2013 im Sinne einer weitge
henden Remission der schweren depressiven Episode erheblich verbessert (S. 4 unten). Per 2
3.
September 2013 habe keine Arbeitsunfähigkeit bestanden, da ihre Ursache we
itgehend eliminiert worden sei
(S. 5).
3.8
Am
1.
November 2013 berichteten die Ärzte der
E._
(
Urk.
7/21), der Kläger
stehe seit
1.
Oktober 2013
teilstationär in ihrer Behandlung
(
Ziff.
3). Sie diagnostizierten eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mitte
lgradige Episode (ICD-10 F33.1),
sowie einen Ver
dacht auf eine Persönlichkeitsakzentuierung mit narzisstischen und impulsiven Zügen (
Ziff.
1) und attestierten dem Kläger eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
, vorerst vom
1.
Oktober bis 3
0.
November 2013 (
Ziff.
8). In den in der Folge ausgestellten Zeugnissen bestätigten die Ärzte der
E._
eine (anhaltende) volle Arbeitsunfähigkeit bis 3
1.
Januar 2014 (
Urk.
2/18,
Urk.
2/20).
4.
4.1
Der Kläger machte geltend,
auch über den 3
1.
Mai 2013 hinaus
zu 100
%
arbeits
unfähig zu sein.
Vom
2
0.
August bis 1
6.
September 2013
habe er denn auch
ein weiteres Mal in der
Klinik
Z._
geweilt. Die Ärzte der
E._
bestä
tigten eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit von 100
%
und auch nach Einschät
zung der Ärzte der
Klinik
Z._
und des
D._
bleibe er zu 100
%
arbeitsun
fähig (
Urk.
1 S. 6
).
Die Ärzte der
E._
seien der Meinung, dass er nur eine der
E._
angegliederte Arbeitstherapie absolvieren könne, womit eindeutig erwiesen sei, dass er vorerst nicht in der freien Wirtschaft arbeitstätig sein könne (
Urk.
10 S. 2). Auf die Gutachten von
Dr.
C._
könne nicht abgestellt werden, da
beim
Gutachter
- aus näher dargelegten Gründen - der
Ans
chein der Befangen
heit bestehe und s
einen Berichten angesichts des Aufenthalts in der Tagesklinik der
E._
der Boden
entzogen sei (
Urk.
10 S. 3 f.).
4.2
Die Beklagte hielt dem entgegen, dass weder die Tatsache allein, dass der Kläger vom 2
0.
August bis 1
6.
September 2013 stationär in der
Klinik
Z._
geweilt habe, noch die Einschätzung einer vollen Arbeitsunfähigkeit durch die behan
delnden Ärzte per se einen An
spruch auf Taggelder begründeten
. Gestützt auf die nachvollziehbaren und überzeugenden Gutachten von
Dr.
C._
sei sowohl die Herabsetzung des Taggelds auf 40
%
per Ende Mai 2013 als auch die Einstellung der Taggeldleistungen per 2
2.
November 2013 gerechtfertigt (
Urk.
6 S. 6 f.). Eine Befangenheit des Gutachters werde bestritten (
Urk.
13 S. 3 oben). Sodann vermöge auch einzig der Umstand, dass sich der Kläger noch in der der
Tagesklinik der
E._
angegliederten Arbeitstherapie befinde, keinen Ansp
ruch auf Taggelder zu begründen
. Abgesehen davon sei der Bericht der Ärzte der
E._
weder hinsichtlich der gestellten Diagnose noch der attestierten Arbeits
unfähigkeit nachvollziehbar (
Urk.
13 S.
2 f.
).
5.
5.1
Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit des Klägers
zwi
schen
Juni 2013
und 3
1.
Januar 2014
verhielt.
5.2
Im Februar 2013
wurde der
Kläger
durch
Dr.
C._
fachpsychiatrisch
unter
sucht.
Das
im März 2013 erstattete
Gutachten (vorstehend E.
3.4
)
basiert auf einer
sorgfältig erhobenen
Anamnese
s
owie
eigenen
Befunden
.
D
ie
Angaben des Klägers
und
die
medizinischen
Vorakten
wurden im Rahmen der Beurteilung
gewürdigt
und d
ie gestellte Diagnose
sowie
die bescheinigte Arbeitsfähigkeit ausführlich und nachvollziehbar
begründet. Das Gutachten erweist sich insge
samt als schlüssig und enthält
keine Anzeichen für eine unsachlic
he
,
parteiische
Beurteilung.
H
inreichend fassbare
Anhaltspunkte, welche objektiv den Anschein der Befangenheit des (externen) Gutachters erwecken würden
, sind nicht aus
zumachen.
Entgegen d
er Auffassung des Klägers (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3)
genügt
allein die Tatsache, dass die Beklagte den Gutachtensauftrag erteilte und den Gutachter für seine Dienstleistung entschädigte,
für die Annahme einer
Befan
genheit
nicht
.
Die Anzahl der von
Dr.
C._
im Auftrag der Beklagten erstellten Gutachten und die Höhe der dafür bezogenen Honorare ist
mangels objektiven Verdachtsmomenten für eine
Parteilichkeit des Gutachters nicht
ent
sc
heid
wese
n
t
l
ich
, weshalb de
m
Antrag des Klägers auf entsprechende
Aus
kunfts
erteilung
(
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3)
nicht zu folgen
ist.
Mit Blick auf die i
hr obliegende Beweislast für
rechtsaufhebende Tatsachen (vgl. vorstehend E. 2.2) war
die Beklagte sodann ohne weiteres befugt
, einen ihr geeignet scheinenden Gutachter mit der Erstellung einer Expertise zu beauftragen, um beurteilen zu können, ob die Ausrichtung von Taggeldleistungen (weiterhin) gerechtfertigt ist, und musste sie sich entgegen d
er Auffassung des Klägers (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3) nicht um eine kontradiktorische
Expertenbestellung bemühen.
5.
3
Nach dem Gesagten erfüllt das Gutachten die praxisgemässen Anforderungen
an eine beweiswertige medizinische Expertise
(vorstehend E. 2.3)
, weshalb gestützt darauf davon auszugehen ist, dass der Kläger im Zeitpunkt der Begut
achtung vom Februar 2013 an einer mittelgradig ausgeprägten Depressivität litt, welche seine Arbeitsfähigkeit um 40
%
einschränkte.
Der Gutachter
begründete die attestierte Einschränkung mit der verminderten emotionalen Belastbarkeit,
mit
psychovegetativer Übererregbarkeit sowie leichten kognitiven Defiziten und
legte
nachvollziehbar
dar, dass die
dy
sfun
ktionalen Persönlich
keit
szüge des Klägers mit
katastr
ophisierender
Wahrn
ehm
u
ng und Unfähig
k
e
it, die präsen
tiert
en Beschwerden zu relativieren und die vorhandenen Ressourcen zu reflek
tieren, seine Fähigkeit, eine zumutbare Willensanstrengung zur Überwindung der beklagten Symptome aufzubringen, zwar einschränkten, jedoch nicht ver
unmöglichten.
Die Beurteilung
durch
Dr.
A._
vom März 2013 (vorstehend E. 3.3), wonach der Kläger seit der ersten
Hospitalisation
anhaltend zu 100
%
arbeits
unfähig sei, erweist sich als unbegründet. Abgesehen davon hatten im Dezem
ber 2012
auch die Ärzte der
Klinik
Z._
von eine
r deutlichen Verbesserung d
er zuvor manifesten
schweren
depressiven
Symptomatik
berichtet
(
vorstehend E. 3.2)
,
was
die
von
Dr.
C._
attestierte (wiedererlangte)
Teilarbeitsfähig
keit
umso nachvollziehbarer erscheinen lässt.
5.4
Soweit
die Ärzte des
D._
für die Zeit ab
8.
April 2013
von einer erneut schwe
ren
, die Arbeitsfähigkeit vollständig einschränkenden Depressivität berichteten (vorstehend E. 3.5),
ist festzuhalten, dass
Dr.
C._
in seinem
Aktengutach
ten
vom November 2013 (vorstehend E. 3.7) in nachvollziehbar begründeter Weise darlegte, dass
die
Beurteilung der Ärzte des
D._
nicht schlüssig sei und die gestellte Diagnose weder von den Beschwerden noch vom Befund abgleitet werden könne. Ob seit der Begutachtung im Februar 2013 eine Verbesserung oder eine Verschlechterung stattgefunden habe, sei nicht ersichtlich. Auf
Beschwer
deebene
habe jedenfalls keine relevante Veränderung stattgefunden (
Urk.
7/20 S. 2 unten).
Vor diesem Hintergrund kann die vom Kläger über den 3
1.
Mai 2013 hinaus geltend gemachte vollständige Arbeitsunfähigkeit gestützt auf den
Bericht der Ärzte des
D._
nicht als erstellt
gelten, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die Beklagte ab Juni 2013 v
on der von
Dr.
C._
attestierten Arbeitsfähigkeit
von 60
%
ausging und das Taggeld des Klägers
entsprechend herabsetzte.
5.5
Am 2
0.
August 2013 trat der Kläger erneut einen stationär
en Aufenthalt in der
Klinik
Z._
an, wo eine wiederum schwere Depressivität festgestellt und dem Kläger eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (vorstehend E.
3.6). In seinem Aktengutachten vom November 2013 (vorstehend E. 3.7) ge
langte
Dr.
C._
zum Schluss, dass die
von den Ärzten der
Klinik
Z._
beschriebene affektive
Symptomatik mit der gestellten Diagnos
e grundsätzlich konform
gewesen
sei
(
Urk.
7/20 S. 4 oben).
Insofern stellte er nicht in Frage, dass die Depressivität des Klägers wieder zugenommen hatte, was sich auch darin zeigt, dass er per 2
3.
September 2013 von einer erheblichen Verbesserung im Sinne einer weitgehenden Remission der
„
schweren
“
depressiven Episode ausging.
Vor
diesem Hintergrund aber
kann für die Dauer des stationären
Auf
enthalts
in der
Klinik
Z._
vom 2
0.
August bis 1
6.
September 2013
nicht von der von
Dr.
C._
im Februar 2013 - bei
einer
mittel
gradig ausgepräg
ten
Depressivität - attestierten
60%igen Arbeitsfähigkeit
ausgegangen werden
. Vielmehr
ist auf die
von den Ärzten der
Klinik
Z._
attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit
abzustellen
,
zumal
Dr.
C._
in seinem Aktengutachten vom N
ovember 2013
keine dagegen sprechenden Gründe anführte. Allerdings legte er in nachvollziehbar begründeter Weise dar, dass per 2
3.
September 2013 die Annahme einer Arbeitsunfähigkeit nicht mehr zu rechtfertigen sei, nachdem im Rahmen des stationären Aufenthalts
in der
Klinik
Z._
mittels kombi
nierter
antidepressive
r
Behandlung mit
Bupropion
und
Agomelatin
eine weitge
hende Remission der
depressive
n
Symptomatik
habe erreicht werden können
(
Urk.
7/20
S. 4 Mitte).
D
ass der Kläger - wie von den Ärzten der
Klinik
Z._
prognostiziert (vorstehend E. 3.6) - nach Beendigung des stationären Aufent
halts weiterhin vollständig arbeitsunfähig gewesen sein soll, vermag mit Blick auf die
auch
im Austrittsbericht vom September 2013
(vorstehend E. 3.6)
beschrie
bene
Verbesserung nicht zu überzeugen.
5.6
Schliesslich erweis
en
sich auch der Bericht der Ärzte der
E._
vom
November 2013
u
nd die von diesen
ausgestellten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse
(vorstehend E. 3.8)
als nicht geeignet, eine
(
andauernde
)
vollständige Arbeitsunfähigkeit mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkei
t darzutun.
So ist d
ie
von den Ärzten der
E._
diagnostizierte
mittelgradige
d
epressive
Episo
de
nicht
hinreichend durch objektive Befunde untermauert
und die attes
tierte vollständige
Arbeitsunfähigkeit
nicht begründet.
Zwar erscheint es nach
vollziehbar, dass die Ärzte der
E._
dem seit Juli
2012 arbeitslosen Kläger (vgl.
Urk.
7/9 S. 5 Mitte)
die Durchführung arbeitstherapeutischer Massnahmen empfahlen (
Urk.
7/21 S. 3 oben)
. Allein damit ist aber eine auf einen
Gesund
heitsschaden
zurückzuführende
Arbeits
un
fähigkeit
nicht dargetan
.
Nachdem die Beklagte
- wie dargelegt -
mit den Gutachten von
Dr.
C._
den Beweis dafür
zu erbringen vermochte
,
dass der Kläger per 2
3.
September
2013
medizinisch-theoretisch
wieder uneingeschränkt arbeitsfähig war, obliegt
es dem Kläger
,
d
en Beweis für die von ihm geltend gemachte vollständige Arbeitsunfähigkeit
zu erbringen
,
weshalb seitens des Gerichts keine Veranlas
sung zu den vom Kläger beantragten (
Urk.
10 S. 2 unten, S. 4 oben) weiteren
medizinischen
Abklärungen besteht. Schliesslich sind auch von
d
er beantragten Parteibefragung
(
Urk.
1 S. 3 und
S. 5)
keine
massgeblichen
neuen
Erkenntnisse
zu erwarten, weshalb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 122 V 157).
Nach dem Gesagten ist nicht
zu beanstanden
, dass die Beklagte das Taggeld des Klägers
per 2
3.
November 2013 einstellte.
5.7
Zusammenfassend ergibt sich, dass die
Beklagte dem Kläger für die Zeit vom
2
0.
August bis 1
6.
September 2013
-
en
tsprechend
28 Kalendertagen
-
die Dif
ferenz zwischen dem
geschuldeten 100%igen Taggeld von
Fr.
4‘786.90 (28 x
Fr.
170.96) und dem
ausbezahlten Taggeld von
Fr.
1‘914.65 (28 x
Fr.
68.38;
vgl.
Urk.
2/2
oben,
Urk.
2/3 und
Urk.
6
Ziff.
3.1
und
Urk.
7/1 S. 3)
zu bezahlen
hat
, was gesamthaft
Fr.
2‘872.25
entspricht.
Die Klage ist dementsprechend teilweise gutzuheissen.
6.
6.1
Gemäss
Art.
114
lit
. e ZPO ist das Verfahren kostenlos. Zu den Prozesskosten gehören die Gerichtskosten und die Parteientschädigung (
Art.
95
Abs.
1 ZPO). Aus der Formulierung von
Art.
114 ZPO ergibt sich, dass dessen
lit
. e nur die Gerichtskosten betrifft, nicht aber die Prozessentschädigung an die Gegenpartei (Urteil des Bundesgerichtes 4A_194/2010 vom 1
7.
November 2010, E. 2.1 nicht publiziert in: BGE 137 III 47). Diese umfasst den Ersatz der notwendigen Ausla
gen, die Kosten einer berufsmässigen Vertretung sowie in begründeten Fällen eine angemessene
Umtriebsentschädigung
, wenn eine Partei nicht berufsmässig vertreten ist (
Art.
95
Abs.
3 ZPO).
Nach der zu
alt
Art
.
47
Abs.
3 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) ergan
genen, weiterhin gültigen höchstrichterlichen Rechtsprechung hat der obsie
gende Versicherungsträger Anspruch auf eine Parteientschädigung, falls er durch einen externen Anwalt vertreten ist (Urteil des Bundesgerichtes 4A_194/2010 vom 1
7.
November 2010, E. 2.2.1, nicht publiziert in: BGE 137 III 47; Urteil des Bundesgerichts 5C.244/2000 vom
9.
Januar 2001, E. 5 mit Hin
weisen). Ist der Versicherungsträger nicht anwaltlich vertreten, so besteht dieser Anspruch nur dann, wenn es sich um eine komplizierte Sache mit hohem Streitwert handelt und die Interessenwahrung einen sehr hohen Arbeitsaufwand erforderlich machte (vgl. Wilhelm, in: Zünd/Pfiffner
Rauber
, Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Auflage, Zürich 2009, §
34
Rz
5).
6.2
Die Kantone sind zuständig, die Tarife für die Prozesskosten festzusetzen (
Art.
96 ZPO). Das zürcherische Ausführungsgesetz zur ZPO, das GOG, enthält keine für das Sozialversicherungsgericht anwendbare Tarifbestimmung (vgl.
7.
Teil des GOG). Dasselbe gilt für die Verordnung über die Anwaltsgebühren (LS 215.3). Diese regelt ausdrücklich nur die Parteientschädigungen vor den
Schlichtungsbehörden, den Zivilgerichten und den Strafbehörden. Die Bemes
sung der Parteientschädigung richtet sich somit nach
§
34
GSVGer
sowie den §
§
1, 5 und 7 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
). Gemäss
§
34
Abs.
1
GSVGer
ist die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert festzusetzen.
6.3
Angesichts des Obsiegens des anwaltlich vertretenen Klägers um rund einen
Z
ehntel
steht ihm eine um
neun Zehntel
reduzierte Prozessentschädigung von
Fr.
300.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
zu.
Der nicht durch einen externen Anwalt vertretenen Beklagten steht keine Ent
schä
digung zu, zumal der Fall das Mass dessen, was eine Versicherung zur Besorgung ihrer Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat, nicht überschreitet
.