# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7200db27-3ce0-5756-a826-5df4a73ad479
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ V.M., geb. 1980, ist Staatsangehöriger von Serbien. Dort heiratete er am 16. April
2002 die in Arbon wohnhafte Schweizer Staatsangehörige Daliborka V. Am 18. August
2002 reiste er in die Schweiz ein. Das Migrationsamt des Kantons Thurgau wies ein
Familiennachzugsbegehren der Ehefrau mit Verfügung vom 5. September 2002 ab.
Dagegen erhoben die Eheleute M. Rekurs. Am 2. Juni 2003 zogen sie nach St. Gallen
und ersuchten das Ausländeramt des Kantons St. Gallen um die Bewilligung des
Familiennachzugs des Ehemannes.
Mit Urteil des Kreisgerichts Gaster vom 18. Juni 2003 wurde V.M. wegen Diebstahls,
mehrfachen Hausfriedensbruchs, Raufhandels und weiterer Delikte zu einer bedingten
Gefängnisstrafe von sechs Monaten verurteilt.
Am 21. Januar 2004 erteilte das Ausländeramt des Kantons St. Gallen V.M. eine
Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs und sprach eine Verwarnung
aus.
Am 1. September 2004 wurde V.M. festgenommen und in Untersuchungshaft gesetzt.
Anschliessend wechselte er in den vorzeitigen Strafvollzug.
Das Kreisgericht St. Gallen sprach V.M. mit Urteil vom 13. September 2005 des
bandenmässigen Diebstahls, der mehrfachen Sachbeschädigung, des mehrfachen
Hausfriedensbruchs und der qualifizierten Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz schuldig und verurteilte ihn zu einer Zuchthausstrafe von vier
Jahren. Der bedingte Aufschub der sechsmonatigen Gefängnisstrafe wurde widerrufen.
V.M. erhob Berufung. Das Kantonsgericht reduzierte mit Entscheid vom 6. Februar
2007 die Dauer der Freiheitsstrafe auf dreieinhalb Jahre und bestätigte im übrigen das
Urteil des Kreisgerichts St. Gallen.
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Am 3. April 2007 wurde V.M. bedingt aus dem Strafvollzug entlassen.
Mit Verfügung vom 6. April 2007 wies das Ausländeramt das Gesuch von V.M. um
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab. Zur Begründung führte es an, der
Gesuchsteller habe zu schweren Klagen Anlass gegeben.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob
V.M. mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 30. April 2007 Rekurs, der vom Justiz-
und Polizeidepartement mit Entscheid vom 29. August 2007 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 12. und 28. September 2007 erhob V.M.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die Verfügung des
Ausländeramts vom 13. April 2007 sei aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung sei
zu verlängern, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im
wesentlichen vorgebracht, die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung sei
unverhältnismässig. Auf die einzelnen Vorbringen des Beschwerdeführers wird, soweit
wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen näher eingegangen.
Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 16. Oktober 2007 die
Abweisung der Beschwerde.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 12. und 28.
September 2007 wurden rechtzeitig eingereicht und enthalten die gesetzlich
erforderlichen Merkmale (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Das Rechtsbegehren lautet auf Aufhebung der Verfügung des
Ausländeramts vom 13. April 2007; die Aufhebung des Rekursentscheids wird nicht
förmlich beantragt. Dabei handelt es sich aber offensichtlich um ein Versehen, zumal
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der Rekursentscheid in der Begründung als angefochtener Entscheid bezeichnet wird.
Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Nach Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) hat der ausländische Ehegatte einer
Schweizer Bürgerin Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung. Der Anspruch erlischt, wenn ein Ausweisungsgrund vorliegt.
2.1. Nach Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen
werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde
(lit. a). Die Ausweisung soll nur verfügt werden, wenn sie nach den gesamten
Umständen angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG).
2.2. Für die Beurteilung der Angemessenheit der Ausweisung im Sinn von Art. 11 Abs.
3 ANAG bzw. der Verhältnismässigkeit sind namentlich die Schwere des Verschuldens,
die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Betroffenen und seiner
Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 der
Vollziehungsverordnung zum ANAG, SR 142.201). Im Rahmen der Interessenabwägung
ist zu prüfen, ob den hier anwesenheitsberechtigten Familienangehörigen zugemutet
werden kann, dem Ausländer, dessen Bewilligung nicht verlängert wird, ins Ausland zu
folgen. Die Frage der Zumutbarkeit ist unter Berücksichtigung der persönlichen
Verhältnisse der Betroffenen und aller Umstände objektiv zu beurteilen. Wird eine
allfällige Unzumutbarkeit der Ausreise für die in der Schweiz lebenden Angehörigen
festgestellt, führt dies aber nicht zwingend zur Unzulässigkeit der
Bewilligungsverweigerung (BGE 122 II 5 f.). In der Prüfung der Angemessenheit im Sinn
von Art. 11 Abs. 3 ANAG geht auch diejenige auf, ob die Massnahme im Sinn von Art. 8
Ziff. 2 der Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.l01, abgekürzt EMRK)
verhältnismässig bzw. als in einer demokratischen Gesellschaft notwendig erscheint
(BGE 120 Ib 130 f.). Eine Verletzung von Art. 8 Ziff. 1 EMRK wird in der Beschwerde
allerdings nicht gerügt.
2.3. Der Beschwerdeführer ist mit einer Schweizerin verheiratet. Er kann daher gestützt
auf Art. 7 Abs. 1 ANAG einen Rechtsanspruch auf Erteilung bzw. Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung geltend machen. Diesem Rechtsanspruch steht ein
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Ausweisungsgrund entgegen. Zu prüfen ist somit im folgenden, ob die Verweigerung
der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verhältnismässig ist.
Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die
fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafrichter verhängte Strafe (BGE
129 II 216).
Beim ausländischen Ehegatten einer Schweizerin, der nach bloss kurzer
Aufenthaltsdauer eine Erneuerung der Aufenthaltsbewilligung beantragt, nimmt das
Bundesgericht in ständiger Praxis an, dass die Grenze, von der an in der Regel selbst
dann keine Bewilligung mehr erteilt wird, wenn dem schweizerischen Ehepartner die
Ausreise nicht oder nur schwer zumutbar erscheint, bei einer Freiheitsstrafe von zwei
Jahren liegt (vgl. statt vieler BGE 2C_141/2007 vom 27. Juli 2007 mit Hinweis).
Vorliegend überschreitet die ausgefällte Freiheitsstrafe von gesamthaft vier Jahren
diese Limite deutlich. Besondere Umstände, trotz dieses Umstands die
Aufenthaltsbewilligung zu verlängern, liegen nicht vor. Der Beschwerdeführer hat sich
im Handel mit Heroin und Kokain im Bereich von mehreren hundert Gramm bzw. zwei
Kilogramm betätigt. Die Vorinstanz hat sein Verschulden zu Recht als schwer beurteilt.
Das Strafgericht attestierte dem Beschwerdeführer eine hohe kriminelle Energie,
Unverfrorenheit und Unbelehrbarkeit. Auch in familiärer Hinsicht liegen keine
besonderen Umstände vor, die die Verweigerung des weiteren Aufenthalts als
unverhältnismässig erscheinen lassen. Die Ehe blieb kinderlos. Die Ehefrau war vor
ihrer Einbürgerung serbische Staatsangehörige und spricht u.a. serbisch. Sie wusste
bei der Heirat, dass nach dem Beschwerdeführer polizeilich gefahndet wird und konnte
daher nicht damit rechnen, die Ehe in der Schweiz zu leben (vgl. u.a. Polizeirapport
vom 5. Februar 2002, act. 57).
Aufgrund der schwerwiegenden Straftaten vermögen die Bewährung während des
Strafvollzugs und seit der bedingten Entlassung sowie die Beteuerung, mit der
deliktischen Vergangenheit gebrochen zu haben, die Verhältnismässigkeit der
Verweigerung des weiteren Aufenthalts in der Schweiz nicht in Frage zu stellen. Es
kann dazu im einzelnen auf die zutreffenden Erwägungen im Rekursentscheid
verwiesen werden (E. 4 a-j). Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als unbegründet
abzuweisen.
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3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).