# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e17d08e0-cc68-576a-92e8-a2b9d8915af0
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ und B._ wohnen in C._, wo sie ein selbstbewohntes  besitzen. Zudem sind sie Eigentümer von mehreren Eigentumswohnungen () in einem Mehrfamilienhaus im Kanton Bern, welche sie an Dritte vermieten.
In ihrer Steuererklärung, welche sie am 9. Mai 2016 für die Steuerperiode 2015 einreichten,  die Steuerpflichtigen für ihr selbstbewohntes Einfamilienhaus im Kanton Freiburg ein  (Eigenmietwert) von CHF 19‘549.- (Code 3.310) sowie Unterhaltskosten von CHF 44‘660.- (Code 4.310), für die vermieteten Eigentumswohnungen im Kanton Bern ein  (Mietzinseinnahmen) von CHF 137‘485.- (Code 3.340) sowie Unterhaltskosten von CHF 13‘748.- (Code 4.310). Insgesamt ergab sich ein steuerbares Einkommen von CHF 184‘086.- und ein steuerbares Vermögen von CHF 2‘805‘302.- (Code 7.910).
In der ordentlichen Veranlagungsanzeige mit entsprechender Steuerausscheidung vom 16.  2016 anerkannte die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (nachfolgend: ) die deklarierten Einnahmen aus Liegenschaften sowie die Unterhaltskosten. Nach  der auf die Liegenschaft im Kanton Freiburg entfallenden Unterhaltskosten von CHF 44‘660.- mit dem Eigenmietwert von CHF 19‘549.- (negativer Ertrag von CHF 25‘111.-, zuzüglich Einkommen aus Privatkapitalien von CHF 3‘190.- [Code 3.210], abzüglich Kosten Wertschriftenverwaltung von CHF 228.- [Code 4.320]) entstand ein Verlust von CHF 22‘149.-, den der Kanton Freiburg nicht berücksichtigte, sondern in der interkantonalen Steuerausscheidung dem Kanton Bern zuwies (Code 4.290). Ebenfalls dem Kanton Bern zugewiesen wurden die Mietzinseinnahmen von CHF 137‘485.- (Code 3.340) sowie die auf die Liegenschaft im Kanton Bern entfallenden Unterhaltskosten von CHF 13‘750.- (Code 4.310). Unter Berücksichtigung der übrigen Steuerfaktoren ergaben sich ein steuerbares Einkommen (Code 7.910) von CHF 96‘302.- (Kanton; satzbestimmend: CHF 187‘964.-; geschuldete Steuer: CHF 10‘213.-) bzw. CHF 187‘418.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 10‘673.-) und ein steuerbares Vermögen von CHF 1‘236‘684.- (Kanton; satzbestimmend: CHF 2‘805‘302.-; geschuldete Steuer: CHF 4‘080.-).
Gegen diese Steuerausscheidung erhoben die Steuerpflichtigen am 21. Dezember 2016 , in welcher sie beanstandeten, dass der Gewinnungskostenüberschuss von CHF 22‘149.-  Code 4.290 (Überschüsse Passivzinsen) als Einkommen aufgerechnet worden sei, was zu  unrechtmässigen Doppelbesteuerung führe. Mit Einspracheentscheid vom 10. Januar 2017 wies die Steuerverwaltung die Einsprache ab unter Hinweis auf die bundesgerichtliche , wonach der Gewinnungskostenüberschuss aus einer im Privatvermögen gehaltenen  am Hauptsteuerdomizil mit dem Einkommen aus einer ebenfalls im Privatvermögen  Liegenschaft am Nebensteuerdomizil verrechnet werden könne (BGE 131 I 285).
B. Am 25. Januar 2017 erhoben die Steuerpflichtigen, vertreten durch Omnitax AG, Wirtschafts- und Steuerrecht, Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie beantragen, es sei der  Einspracheentscheid betreffend die Kantonssteuern 2015 aufzuheben und die  der Steuerperiode 2015 ohne Ausscheidung eines Gewinnungskostenüberschusses an den Kanton Bern neu festzulegen. In ihrer Begründung führen sie aus, dass ein  eines Nebensteuerdomizils grundsätzlich vom Hauptsteuerdomizil zu übernehmen sei. Befinde sich aber im gleichen Kanton ein weiteres Nebensteuerdomizil, sei der  zuerst innerhalb dieses Kantons zu verrechnen. Da sie im Kanton Freiburg über weiteres verrechenbares Einkommen verfügen (Erwerbseinkommen von CHF 104‘950.- und
Kantonsgericht KG Seite 3 von 7
CHF 22‘987.-), sei der Gewinnungskostenüberschuss aus der Liegenschaft mit diesem übrigen Einkommen zu verrechnen, so dass gar kein eigentlicher Gewinnungskostenüberschuss entstehe, welcher auf ein Nebensteuerdomizil zu verteilen wäre. Damit dürfe auch keine Ausscheidung an den Kanton Bern erfolgen.
Der mit Verfügung vom 27. Januar 2017 auf CHF 800.- festgesetzte Kostenvorschuss wurde am 27. Februar 2017 geleistet.
In ihren Bemerkungen vom 28. März 2017 schliesst die Vorinstanz auf Abweisung der . In der Begründung verweist sie einmal mehr auf die bundesgerichtliche , mit welcher ihre Vorgehensweise im Einklang stehe. Damit werde auch der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit Rechnung getragen.
Mit Eingabe vom 24. Mai 2017 reichten die Beschwerdeführer die Steuerveranlagung mit  Steuerausscheidung vom 22. Mai 2017 des Kantons Bern zu den Akten. Daraus ergeben sich ein im Kanton Bern steuerbares Vermögen von CHF 1‘704‘801.- (satzbestimmend: CHF 2‘967‘864.-) und ein steuerbares Einkommen von CHF 109‘422.- (satzbestimmend: CHF 184‘164.-). Letzteres setzt sich zusammen aus den Mietzinseinnahmen von CHF 137‘485.-, abzüglich Unterhaltskosten von CHF 13‘750.-, abzüglich persönliche Abzüge//Versicherungsabzug von CHF 14‘162.-, abzüglich Vergabungen/Krankheitskosten/bezahlte Unterhaltsbeiträge von CHF 151.-. Der dem Kanton Bern zugewiesene  aus dem Kanton Freiburg im Betrag von CHF 22‘149.- wurde in der Steuerveranlagung nicht berücksichtigt.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

## Considerations

Erwägungen