# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 67605cab-52a8-4c49-a48a-b2f73737bd75
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Abänderung Unterhalt (Sistierung, Kostenvorschuss, Vollmacht)
Beschwerde gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Winterthur vom 13. Juni 2016 (FK160023-K)
- 2 -
Nach Einsicht in die Beschwerdeschrift des Klägers 2 vom 29. August 2016
(gleichentags überbracht), mit welcher dieser die vorinstanzliche Verfügung vom
13. Juni 2016 anficht (Urk. 1),
in der Erwägung,
dass die angefochtene Verfügung der Vorinstanz vom 13. Juni 2016 dem
Kläger 2 am 23. Juni 2016 zugestellt worden ist (Urk. 6/8),
dass die 10-tägige Beschwerdefrist dementsprechend am Montag, den
4. Juli 2016, abgelaufen ist (Art. 142 Abs. 1 i.V.m. Art. 143 Abs. 1, Art. 144 Abs. 1,
Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO und Art. 321 Abs. 2 ZPO),
dass der Kläger 2 die gegen die Verfügung der Vorinstanz vom 13. Juni
2016 erhobene Beschwerde erst am 29. August 2016 dem Gericht überbracht hat
(Urk. 1),
dass Eingaben zur Einhaltung der Frist spätestens am letzten Tag der Frist
beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen Post über-
geben werden müssen (Art. 143 ZPO),
dass dementsprechend die Beschwerde verspätet ist,
dass der Kläger 2 jedoch eine unvollständige Rechtsmittelbelehrung rügt
(Urk. 1 S. 2, 11),
dass die Vorinstanz das Rechtsmittel der Beschwerde lediglich gegen Dis-
positivziffer 2 der angefochtenen Verfügung (Erhebung des Kostenvorschusses)
angab, hingegen für die weiteren prozessleitenden Anordnungen der Nichtsistie-
rung des Verfahrens sowie der Fristansetzung an den Kläger 2 zum Einreichen
seiner Prozessführungsbefugnis für den Kläger 1 kein Rechtsmittel nannte (Urk. 2
S. 4 f. Dispositivziffer 6),
dass der Kläger 2 hieraus nichts zu seinen Gunsten ableiten kann, da pro-
zessleitende Entscheide, zu welchen die vorgenannten Anordnungen in Disposi-
tivziffer 1 und 3 der angefochtenen Verfügung zählen, nicht mit einer Rechtsmit-
telbelehrung versehen sein müssen (Reetz in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuen-
berger, ZPO Komm., 3. A., Vorbemerkungen zu den Art 308-318 N 23 mit Ver-
weis auf OGer ZH PP130011-O vom 28.06.2013, E. 6, S. 6 f.),
- 3 -
dass der Kläger 2 vorliegend ohnehin erkannt hat, dass auch gegen die
Nichtsistierung eine Beschwerdemöglichkeit offensteht, auch wenn ihm nicht be-
wusst zu sein scheint, dass diese lediglich bei einem drohenden nicht leicht wie-
dergutzumachenden Nachteil möglich ist und gemäss Art. 321 Abs. 2 ZPO innert
10 Tagen zu erheben wäre (vgl. Urk. 1 S. 11),
dass selbst bei Annahme zu Gunsten des Klägers 2, die Rechtsmittelfrist be-
trüge 30 Tage (Art. 126 ZPO in Verbindung mit Art. 321 Abs. 1 ZPO) die Be-
schwerde verspätet wäre, da diese – unter Berücksichtigung des Fristenstillstan-
des gemäss Art. 145 Abs. 1 lit. b ZPO – am Mittwoch, den 24. August 2016, abge-
laufen wäre, was auch in Bezug auf Dispositivziffer 3 Geltung hat,
dass demgemäss auf die Beschwerde infolge Verspätung nicht einzutreten
ist,
dass die Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren in Anwendung von
§ 12 Abs. 1 und 2 GebV OG in Verbindung mit § 4 Abs. 1 und 2 und § 10 GebV
OG auf Fr. 500.– festzusetzen ist,
dass die Kosten ausgangsgemäss dem Kläger 2 aufzuerlegen sind (Art. 106
Abs. 1 ZPO) und dem Kläger 1 sowie der Beklagten mangels relevanter Umtriebe
keine Entschädigung zuzusprechen ist (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO),

## Considerations