# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 25a00e06-e0af-4ad8-9879-73493d34f404
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Raufhandel etc. (Rückweisung der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts)
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 12. Juli 2016 (DG150259)
Urteil der I. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 21. September 2017 (SB160482)
Urteil der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts
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vom 17. Januar 2019 (6B_1391/2017)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 26. März 2015 ist die-
sem Urteil beigeheftet (Urk. 23).
Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 12. Juli 2016: (Urk. 127 S. 53 ff.)
"Es wird erkannt:
1. Der Beschuldigte A._ ist schuldig
− des Raufhandels im Sinne von Art. 133 StGB,
− der Drohung im Sinne von Art. 180 Abs. 1 StGB,
− der Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB,
− des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel im Sinne von
Art. 19 Abs. 1 lit. c. BetmG sowie
− der groben Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 SVG.
2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB freige-
sprochen.
3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu Fr. 40.– (ent-
sprechend Fr. 9'600.–), wovon bis und mit heute 28 Tagessätze als durch Haft geleistet
gelten, als teilweise Zusatzstrafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom
18. September 2015.
4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt.
5. Die am 20. Januar 2010 sichergestellte Barschaft von Fr. 350.– (Barkaution Nr. 1) wird ein-
gezogen und zur teilweisen Deckung der Geldstrafe / Verfahrenskosten verwendet.
6. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 28. Mai 2010
beschlagnahmten Gegenstände (Sachkaution Nr. 2) werden eingezogen und der
Bezirksgerichtskasse zur gutscheinenden Verwendung überlassen:
− 1 Mobiltelefon "Nokia", Modell 2630, schwarz, IMEI-Nr. ... Tel. Nr. ..., inkl. SIM-Card;
− 1 Mobiltelefon "Nokia", Modell 2630, schwarz, IMEI-Nr. ..., Tel Nr. ..., inkl. SIM-Card;
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7. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 1'100.– Gebühr Anklagebehörde
Fr. 770.– Auslagen Untersuchung
Fr. 7'700.– amtliche Verteidigerin RAin X1._
Die Kosten des vormaligen amtlichen Verteidigers RA X2._ und allfällige weitere
Auslagen bleiben vorbehalten.
8. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen diejenigen
für den vormaligen amtlichen Verteidiger RA X2._ und die amtliche Verteidigerin RAin
X1._, werden dem Beschuldigten zu vier Fünfteln auferlegt.
9. Die amtliche Verteidigerin, RAin X1._, wird mit Fr. 7'700.– (inkl. Mehrwertsteuer) ent-
schädigt. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine
Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von vier Fünfteln.
10. Dem Beschuldigten wird eine auf einen Fünftel reduzierte Prozessentschädigung von
Fr. 1'246.– für erbetene anwaltliche Verteidigung (RAin X1._) aus der Gerichtskasse
zugesprochen.
11. Über die Höhe der Kosten des vormaligen amtlichen Verteidigers RA X2._ wird mit se-
paratem Beschluss entschieden. Diese Kosten werden auf die Gerichtskasse genommen;
vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von vier
Fünfteln.
12. (Mitteilungen)
13. (Rechtsmittel)"
Berufungsanträge im ersten Berufungsverfahren:
a) Der Verteidigung des Beschuldigten
(Urk. 155 S. 2)
1. Das Verfahren bezüglich Anklagepunkt ND5 (Dossier 6 / Drohung z.N.
B._) sei zufolge Rückzug Strafantrag einzustellen.
2. Es sei festzuhalten, dass das Beschleunigungsgebot verletzt wurde.
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3.1. Bezüglich Anklagepunkt ND2 (Dossier 3 / Nötigung z.N. C._) sei der
Beschuldigte freizusprechen.
3.2. Vom Anklagepunkt ND5 (Dossier 6 / grobe Verkehrsregelverletzung) sei der
Beschuldigte freizusprechen.
3.3. Bezüglich Anklagepunkt ND7 (Dossier 8 / Raufhandel) sei der Beschuldigte
freizusprechen bzw. das Verfahren bezüglich Anklagepunkt ND7 (Dossier 8 /
Körperverletzung) sei zufolge fehlenden Strafantrages einzustellen.
4. Der Beschuldigte sei mit einer Geldstrafe von 27 Tagessätzen (als Zusatz-
strafe zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 5. Oktober
2015) zu Fr. 30.– zu bestrafen. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der
Beschuldigte die Strafe vollumfänglich verbüsst hat.
5.1. Die Kosten des erstinstanzlichen Gerichtsverfahrens, inklusive derjenigen
der Untersuchung, seien dem Beschuldigten ausgangsgemäss zu 1/10 auf-
zuerlegen und zu 9/10 definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen.
5.2. Dem Beschuldigten sei für das vorinstanzliche Verfahren eine Prozess-
entschädigung im Umfang von 9/10 zuzusprechen und die Kosten der vor-
maligen amtlichen Verteidiger seien definitiv auf die Gerichtskasse zu neh-
men.
5.3. Die Gerichtskosten sowie die Kosten der amtlichen Verteidigerin für das Be-
rufungsverfahren seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen.
b) Der Staatsanwaltschaft:
(Urk. 133)
Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
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Entscheid im ersten Berufungsverfahren: (SB160482; Urk. 160 S. 35 ff.)
"Es wird beschlossen:
1. Der Antrag auf Rückweisung des Verfahrens an die Vorinstanz wird abgewiesen.
2. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 3. Abteilung, vom 12. Juli
2016 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
"1. Der Beschuldigte A._ ist schuldig
− (...)
− des Vergehens gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel im Sinne von
Art. 19 Abs. 1 lit. c. BetmG sowie
− (...).
2. Der Beschuldigte wird vom Vorwurf des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB freige-
sprochen.
3. (...).
4. (...).
5. Die am 20. Januar 2010 sichergestellte Barschaft von Fr. 350.– (Barkaution Nr. 1)
wird eingezogen und zur teilweisen Deckung der Geldstrafe / Verfahrenskosten ver-
wendet.
6. Die folgenden, mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 28. Mai 2010
beschlagnahmten Gegenstände (Sachkaution Nr. 2) werden eingezogen und der Be-
zirksgerichtskasse zur gutscheinenden Verwendung überlassen:
− 1 Mobiltelefon "Nokia", Modell 2630, schwarz, IMEI-Nr. ..., Tel. Nr. ..., inkl. SIM-Card;
− 1 Mobiltelefon "Nokia", Modell 2630, schwarz, IMEI-Nr. ..., Tel. Nr. ..., inkl. SIM-Card;
7. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 4'500.– ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 1'100.– Gebühr Anklagebehörde
Fr. 770.– Auslagen Untersuchung
Fr. 7'700.– amtliche Verteidigerin RAin X1._
Die Kosten des vormaligen amtlichen Verteidigers RA X2._ und allfällige weitere
Auslagen bleiben vorbehalten.
8.-13. (...)."
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3. Mündliche Eröffnung und schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.

## Considerations