# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 309eb32a-0eca-5e2a-a40f-f52b86c6919b
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Die K._ AG ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. 0002_, Grundbuchkreis X._.
Dieses liegt gemäss geltendem Zonenplan der Stadt X._ vom 2. November 1980 in
der Gewerbe-Industrie-Zone. Das Grundstück ist mit einer grossvolumigen
Industriebaute überbaut. Das östlich angrenzende Grundstück Nr. 0003_ an der S._-
strasse 00_ gehört der Politischen Gemeinde X._ bzw. das darauf lastende Baurecht
Nr. 0004_ der M._ AG. Genutzt wird es von der A._ AG, welche Dienstleistungen im
Direkt-Marketing erbringt und ca. 50 Mitarbeiter beschäftigt.
B.
Mit Baugesuch vom 21. Januar 2019, mitsamt einem Standortdatenblatt sowie einem
horizontalen und vertikalen Strahlungsmuster, ersuchte die Salt Mobile SA, Renens, bei
der Baubewilligungskommission der Stadt X._ um Bewilligung des Neubaus der
Mobilfunkanlage Salt SG_0005_ auf dem Flachdach der Industriebaute auf dem
Grundstück Nr. 0002_. Während des Bekanntmachungs- und Auflageverfahrens vom
8. bis zum 21. August 2019 erhob unter anderen die A._ AG am 20. August 2019
Einsprache gegen das Bauvorhaben. Mit Beschluss vom 15. November 2019 erteilte
die städtische Baubewilligungskommission die Baubewilligung unter Bedingungen und
Auflagen, wies sämtliche öffentlich-rechtlichen Einsprachen ab und verwies die
privatrechtliche Einsprache der A._ AG auf den Zivilrechtsweg.
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Gegen diesen Beschluss erhob die A._ AG mit Schreiben vom 20. Januar 2020 Rekurs
beim Baudepartement des Kantons St. Gallen, welchen sie mit Eingabe vom
19. Februar 2021 ergänzte und begründete. Am 17. April 2020 reichte das kantonale
Amt für Umwelt (AFU-SG) einen Amtsbericht ein (act. 8, Akten der Vorinstanz). Am
19. August 2020 führte das Baudepartement einen Augenschein durch. Am
26. Oktober 2020 (act. 16, Akten Vorinstanz) und am 29. Januar 2021 (act. 28, Akten
Vorinstanz) wurden weitere Amtsberichte zu den Akten gegeben. Mit Eingabe vom
13. Februar 2021 beantragte die A._ AG im Hinblick auf das Verfahren weiter, dass
sämtliche Amtsberichte des AFU-SG, die vom Fachspezialist NIS D._ verfasst wurden
oder bei deren Erstellung er mitwirkte, aufgrund von Befangenheit aus dem Recht zu
weisen seien. Sodann sei ein unabhängiges Drittgutachten zur Vereinbarkeit des
Bauvorhabens mit dem Bundesgesetz über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz,
SR 814.01, USG) und mit der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender
Strahlung (SR 814.710, NISV) einzuholen. Mit Entscheid vom 10. August 2021 wies das
Baudepartement den Rekurs, das Ausstandsbegehren sowie den Antrag auf Einholen
eines Gutachtens ab.
C.
Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 25. August 2021 erhob die A._ AG
(Beschwerdeführerin) Beschwerde gegen den Entscheid des Baudepartements vom
10. August 2021 (Vorinstanz). Am 28. September 2021 ergänzte die
Beschwerdeführerin ihre Beschwerde. Sie beantragte, es sei der Entscheid des
Baudepartements des Kantons St.Gallen vom 10. August 2021 unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen aufzuheben. Dementsprechend sei die Baubewilligung der
Beschwerdebeteiligten vom 15. November 2019 aufzuheben und das Baugesuch Nr.
56'882 abzuweisen. Die öffentlich-rechtliche Einsprache und die privatrechtliche
Einsprache gemäss Art. 684 Schweizerisches Zivilgesetzbuch (SR 210, ZGB) der
Beschwerdeführerin vom 20. / 30. August 2019 seien gutzuheissen. Eventualiter sei der
Entscheid der Vorinstanz vom 10. August 2021 (Nr. 53/2021), mit Einschluss des
(unvollständigen) Gesamtentscheids der Beschwerdebeteiligten, aufzuheben. Die
Angelegenheit sei an die Beschwerdebeteiligte zur nochmaligen Beurteilung der
Einsprache gemäss Art. 684 ZGB und zur gesamtheitlichen Neubeurteilung
zurückzuweisen. Die amtlichen und ausseramtlichen Kosten des Rekursverfahrens
seien, unabhängig von der Beurteilung der Angelegenheit in der Hauptsache, der
Beschwerdegegnerin, eventualiter der Bewilligungsbehörde aufzuerlegen.
Mit Eingabe vom 22. Oktober 2021 beantragte die Vorinstanz, die Beschwerde sei
abzuweisen. Währenddem die Beschwerdebeteiligte von der Einreichung einer
Vernehmlassung absah, liess sich die Beschwerdegegnerin am 29. November 2021
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vernehmen. Sie beantragte, die Beschwerde sei unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer zu Lasten der
Beschwerdeführerin vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten wird. Am
7. Januar 2022 nahm die Beschwerdeführerin erneut Stellung. Mit Eingabe vom
26. Januar 2022 liess sich die Beschwerdegegnerin erneut vernehmen. Am 2. März
2022 nahm die Beschwerdeführerin abschliessend Stellung.
Auf die Ausführungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid und die
Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten
wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe
vom 25. August 2021 erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom
28. September 2021 formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Die Beschwerdeführerin
ist zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 45
Abs. 1 VRP und BGer 1C_627/2019 vom 6. Oktober 2020 E. 1.1 mit Hinweis auf
BGE 128 II 168 E. 2.3 und 2.4). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.
Nicht einzutreten ist indes auf die Beschwerde, soweit darin um Abweisung des
Baugesuchs Nr. 56882, um Aufhebung der von der Beschwerdebeteiligten am
15. November 2019 erteilten Baubewilligung (Nr. 267) sowie um Gutheissung der
öffentlich-rechtlichen Einsprache und der privatrechtlichen Einsprache gemäss Art. 684
ZGB der Beschwerdeführerin vom 20. / 30. August 2019 ersucht wird (Devolutiveffekt,
vgl. BGer 1C_118/2020 vom 17. März 2021 E. 1.4; VerwGE B 2019/123 vom
28. Mai 2020 E. 1 je mit Hinweisen).
2.
Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten erging am 15. November
2019 (act. 6/1). Laut Art. 173 Abs. 1 des am 1. Oktober 2017 (nGS 2017-049) in Kraft
getretenen Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) ist somit das PBG
anwendbar, soweit es unmittelbar gilt oder der kommunale Rahmennutzungsplan
entsprechend revidiert worden ist. Ansonsten ist das bis 30. September 2017 gültig
gewesene Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz;
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nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015) heranzuziehen (vgl. dazu
VerwGE B 2020/243 vom 30. August 2021 E. 2 mit Hinweisen).
3.
Nach Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK; SR 0.101) hat
jede Person ein Recht darauf, dass über Streitigkeiten betreffend ihre zivilrechtlichen
Ansprüche und Verpflichtungen von einem unabhängigen und unparteiischen, auf
Gesetz beruhenden Gericht in einem fairen Verfahren öffentlich und innerhalb
angemessener Frist verhandelt wird. Der Bau einer Mobilfunkanlage auf dem
Nachbargrundstück betrifft grundsätzlich einen zivilrechtlichen Anspruch der
Beschwerdeführerin im Sinn der erwähnten Norm, der im Lichte des Schutzbereichs
von Art. 684 ZGB betrachtet durch das Bauvorhaben tangiert wird. Die aus Art. 6 Ziff. 1
EMRK abgeleitete Pflicht zur Durchführung einer mündlichen und öffentlichen
Verhandlung gilt nicht absolut. Ausnahmen, die einen Verzicht auf die Durchführung
einer öffentlichen und mündlichen Verhandlung rechtfertigen, sind nach der
Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte etwa gegeben,
wenn eine Streitsache keine Tat- oder Rechtsfragen aufwirft, die nicht adäquat
aufgrund der Akten und der schriftlichen Parteivorbringen gelöst werden können (vgl.
beispielsweise BGE 147 I 153 E. 3.5.1; BGer 1C_503/2020 vom 23. September 2021 E.
2.2; BGer 4A.9/2006 vom 18. Juli 2006, in BGE 132 III 668 nicht veröffentlichte E. 1.1
mit Hinweisen).
Der Antrag nach einer persönlichen Anhörung durch das Gericht (act. 5, S. 5) ist
abzuweisen, nachdem sich die Beschwerdeführerin in ihren schriftlichen Eingaben zu
allen sich stellenden Fragen umfassend äussern konnte. Ebenfalls abzuweisen ist der
Antrag auf Durchführung einer öffentlichen mündlichen Verhandlung (act. 5, S. 5). Dies
bereits daher, weil – soweit entscheidrelevant - ausschliesslich Rechtsfragen zu
beantworten sind und sich der rechtserhebliche Sachverhalt mit hinreichender Klarheit
aus den dem Gericht vorliegenden Akten ergibt. Sodann ist auch nicht erkennbar,
inwiefern eine öffentliche mündliche Verhandlung geeignet sein sollte, zu zusätzlichem
Erkenntnisgewinn für die Beantwortung der streitigen Fragen führen könnte. Es wurden
keine Fragen aufgeworfen, die nicht adäquat aufgrund der Akten und der schriftlichen
Parteivorbringen beantwortet werden können.
4.
Art. 7 Abs. 1 VRP bestimmt, dass Behördenmitglieder sowie öffentliche Angestellte und
amtlich bestellte Sachverständige von sich aus in den Ausstand zu treten haben, wenn
4.1.
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sie oder eine ihnen nahestehende Person an der Angelegenheit persönlich beteiligt
sind (lit. a), wenn sie Vertreter, Beauftragte, Angestellte oder Organe einer an der
Angelegenheit beteiligten Person sind oder in der Sache Auftrag erteilt haben (lit. b),
oder wenn sie "aus anderen Gründen" befangen erscheinen (lit. c). Es genügt, dass das
betroffene Mitglied befangen sein könnte oder befangen erscheint. Ein ausschliesslich
persönliches Empfinden einer Partei reicht dafür jedoch nicht aus. Vernünftige Gründe
müssen das Misstrauen in die Unabhängigkeit und Unparteilichkeit objektiv
rechtfertigen. Im Weiteren ist von Befangenheit auszugehen, wenn Personen bei einer
Anordnung einer Vorinstanz mitgewirkt haben (Art. 7 Abs. 1 lit. b VRP; vgl. dazu
C. Reiter, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege,
Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 20-23 zu Art. 7-7 VRP mit Hinweisen).
Die Garantie einer durch Gesetz geschaffenen, zuständigen, unabhängigen und
unparteiischen Rechtsmittelinstanz ergibt sich aus Art. 30 Abs. 1 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101; BV), Art. 6 Ziff. 1
EMRK und Art. 14 Abs. 1 UNO-Pakt II sowie für Verwaltungsbehörden aus Art. 29 Abs.
1 BV. Nach Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person auch in Verfahren vor
Verwaltungsinstanzen Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung. Es gilt das
Gebot des fairen Verfahrens (BGE 139 I 124 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 133 I 4
E. 5.3.1). Die Grundsätze der richterlichen Unabhängigkeit können indes nicht
unbesehen auf nichtrichterliche Behörden bzw. auf Art. 29 Abs. 1 BV übertragen
werden (BGE 137 II 431 E. 5.2 mit Hinweisen, G. Steinmann, in: Ehrenzeller/Schindler/
Schweizer/Vallender [Hrsg.], St. Galler Kommentar BV, 3. Aufl. 2014, N 35 zu Art. 29
BV). Verwaltungsbehörden sind nicht nur zur neutralen Rechtsanwendung berufen, sie
haben auch öffentliche Aufgaben zu erfüllen. Von daher können sie nicht im
eigentlichen Sinn als unparteilich bezeichnet werden (Steinmann, a.a.O., N 35 zu Art.
29 BV mit Hinweisen; vgl. auch B. Schindler, Die Befangenheit der Verwaltung, Diss.
Zürich 2002, S. 150 ff., Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl. 2013, Rz. 432 mit Hinweisen). Nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts haben nichtrichterliche Amtspersonen im
Wesentlichen nur dann in den Ausstand zu treten, wenn sie an der zu behandelnden
Sache ein persönliches Interesse haben, zu einem früheren Zeitpunkt gegenüber der
Partei ihre persönliche Geringschätzung oder Abneigung zum Ausdruck gebracht
haben oder wenn ihnen Verfahrens- oder Ermessensfehler unterlaufen sind, die nach
ihrer Natur oder wegen ihrer aussergewöhnlichen Häufung besonders schwer wiegen
und auf eine gravierende Verletzung ihrer Amtspflichten gegenüber dem Betroffenen
hinauslaufen (vgl. BGer 2C_649/2021 vom 21. Oktober 2021 E. 4.2; 2C_717/2018 vom
24. Januar 2020 E. 4.1; 2C_382/2018 vom 15. März 2019; 2C_238/2018 vom 28. Mai
bis
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2018 E. 4.2; 2C_433/2011 vom 1. Juni 2012 E. 2.3.1, je mit Hinweisen). Ungeschickte
Äusserungen einer Amtsperson kommen als Ausstandsgrund nur dann in Frage, wenn
es sich dabei um eine schwere Verfehlung gegenüber der betroffenen Partei handelt
(BGer 2C_649/2021 vom 21. Oktober 2021 E. 4.2; vgl. auch BGE 141 IV 178 E. 3.2.3).
In jedem Fall ist eine Beurteilung aller konkreten Umstände nötig. Massgebend sind
sowohl die behördliche Organisation als auch die Funktionen, welche die Betreffenden
wahrzunehmen haben, sowie ihre Stellung im konkreten Verfahren (Kölz/Häner/
Bertschi, a.a.O., Rz. 431 mit Hinweisen). Eine Ausstandspflicht besteht nach der
verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung in verwaltungsinternen Verfahren dann,
wenn die Person selbst Partei des Verfahrens ist oder ein persönliches Interesse am
Verfahrensgegenstand hat und insoweit in "eigener Sache" entscheidet. Bei Wahrung
öffentlicher Interessen besteht grundsätzlich keine Ausstandspflicht (VerwGE
B 2020/16 vom 29. Juli 2020 E. 2.3 mit Hinweisen; BGer 1P.96/2007 vom 26. März
2008 E. 5.4).
Die Beschwerdeführerin bestätigte ihren im vorinstanzlichen Verfahren vertretenen
Standpunkt, dass D._ im Sinne von Art. 7 Abs. 1 lit. c VRP befangen sei, da er in
seiner Stellungnahme vom 29. Januar 2021 die heutigen Bestimmungen und
Messweisen als «realitätsfremd» kritisiert habe. Damit sei erstellt und bewiesen, dass er
in dieser Sache nicht objektiv und neutral sei, sondern dass er einseitig die Auffassung
der Mobilfunkanbieter, die die NISV ebenfalls ändern wollen, vertrete. Der Eindruck der
Befangenheit werde noch dadurch verstärkt, dass D._ ebenfalls behauptet habe, mit
einer Sendeleistung von max. 50 Watt ERP könne ein 5G-Netz betrieben werden,
während selbst die Beschwerdegegnerin eingeräumt habe, dass dies nicht möglich sei.
Die Beschwerdegegnerin habe die Angabe «50 Watt ERP» im Standortdatenblatt
lediglich als «Platzhalter» bezeichnet. Weiter sei eine «Verschiebung» der Leistungen
von einer Antenne auf eine andere, anders als von D._ behauptet, nicht zulässig
(act. 5, S. 16). Die Beschwerdeführerin bringt weiter Aussagen von D._ im Rahmen
eines Interviews mit der Zeitung B._ vom 23. Mai 2019 vor, welche in mehrfacher
Hinsicht tendenziös und teilweise rechtlich klar falsch seien. Die Vorinstanz habe sich
in rechtswidriger Weise auf die Stellungnahmen und Aussagen des D._ abgestützt und
den Rekurs abgewiesen. Der Rekursentscheid sei daher aufzuheben und die
Angelegenheit an die Beschwerdebeteiligte zur nochmaligen (erstmaligen) Beurteilung
der Einsprache zurückzuweisen.
4.2.
Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, dass die Aussagen des
4.3.
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/it/php/aza/http/index.php?lang=it&type=highlight_simple_similar_documents&page=13&from_date=01.01.2005&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&docid=aza%3A%2F%2F05-06-2015-5A_277-2015&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-IV-178%3Ait&number_of_ranks=0#page178
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Fachspezialisten NIS im AFU-SG, D._, in den Amtsberichten vom 26. Oktober 2020
und vom 29. Januar 2021, allenfalls als richtig oder falsch, nicht aber als tendenziös
oder parteiisch bezeichnet werden könnten. Mit einer «realitätsnahen
Berechnungsmethode» ziele der Fachmitarbeiter auf die neue Vollzugsempfehlung zu
den adaptiven Antennen, die das Bundesamt für Umwelt (BAFU) zwischenzeitlich am
23. Februar 2021 herausgegeben und mit einer Erläuterung ergänzt habe. Ebenso habe
D._ die Amtsberichte des AFU-SG zum Baugesuch und die weiteren fachlichen
Stellungnahmen wie auch zur zwischenzeitlich neu in Kraft getretenen
Vollzugsempfehlung, wovon unterdessen einzelne Elemente in der NISV vom
Bundesrat verankert worden sein, unparteiisch abgegeben. Dass er am
Verfahrensausgang ein persönliches Interesse habe, werde weder behauptet noch sei
dies aus den Akten ersichtlich. Unter Verweis auf einen Entscheid des
Verwaltungsgerichts (B 2020/59 vom 19. Januar 2021 E. 2.2.2) hielt es fest, es sei
notorisch, dass D._ keine entscheidende oder vertretende Funktion innehabe, sondern
dass ihm bloss die Aufgabe der beratenden Fachbehörde zukomme. Entsprechend
wies die Vorinstanz das gestellte Ausstandsbegehren ab. Sie hielt fest, dass auf die
Stellungnahmen von D._ abgestellt werden könne. Auf die Einholung eines weiteren
Gutachtens verzichtete sie.
Die vorinstanzlichen Darlegungen sind nachvollziehbar begründet und stehen im
Einklang mit der oben (Erwägung 4.1) dargelegten Gesetzgebung und Rechtsprechung.
Dass D._ am Verfahrensgegenstand ein persönliches Interesse gehabt haben könnte,
wird auch im Beschwerdeverfahren weder behauptet, noch ist solches aus den Akten
ersichtlich. Entsprechend ist darauf abzustellen, dass er sowohl die beiden
Amtsberichte des AFU-SG zum Baugesuch am 26. Oktober 2020 und am 29. Januar
2021 sowie auch die weiteren fachlichen Stellungnahmen unparteiisch abgegeben hat
und nicht als befangen erscheint. Auch die von ihm im Rahmen eines Interviews mit der
Zeitung B._ vom 23. Mai 2019 gemachten Äusserungen, welche nach Auffassung der
Beschwerdeführerin in mehrfacher Hinsicht tendenziös und teilweise rechtlich klar
falsch seien, sind nicht geeignet, am umschriebenen Ergebnis etwas zu ändern. Die
Beschwerde ist in diesem Punkt daher abzuweisen.
Bei diesem Ergebnis kann von einer Behandlung der in diesem Zusammenhang
gestellten verfahrensrechtlichen Anträge (Einholung eines unabhängigen
Drittgutachtens; aus dem Recht weisen, der von D._ verfassten Stellungnahmen bzw.
diejenigen, bei denen er mitwirkte) abgesehen werden.
4.4.
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5.
6.
Bei den privatrechtlichen Einsprachen im Baubewilligungsverfahren ist zwischen jener
nach Art. 684 ZGB, geregelt in Art. 154 PBG, und den übrigen privatrechtlichen
Einsprachen nach Art. 155 PBG zu unterscheiden. Über Einsprachen nach Art. 154
PBG (und damit nach Art. 684 ZGB) wird im öffentlich-rechtlichen Verfahren
Gemäss Art. 137 PBG in Verbindung mit Art. 21 Abs. 2 Verordnung zum Planungs- und
Baugesetz (sGS 731.11, PBV) sind die Bewilligungsbehörden berechtigt, von den
Gesuchstellenden für die Beurteilung erforderliche Unterlagen einzufordern, welche
nicht in Art. 21 Abs. 1 PBV aufgelistet sind. Dazu gehört unter anderem auch ein
Standortdatenblatt, welches gemäss Art. 11 Abs. 1 NISV vom Inhaber einer Anlage, für
welches Emissionsbegrenzungen festgelegt sind, eingereicht werden muss. In Art. 11
Abs. 2 NISV werden die Informationen, welche im Standortdatenblatt enthalten sein
müssen, aufgelistet. Nicht darin enthalten ist ein Erfordernis, den Namen des
Herstellers einer Anlage, für die Emissionsbegrenzungen festgelegt sind, anzugeben.
Auch der Vollzugsempfehlung des BUWAL zur NISV aus dem Jahr 2002 (vgl. Anhang 1,
«Standortdatenblatt für Mobilfunk und WLL-Basisstationen», Zusatzblatt 2 «Technische
Angaben zu den Sendeantennen für Mobilfunk und drahtlose Teilnehmeranschlüsse»)
lässt sich entnehmen, dass die Angabe des Herstellers einer Anlage im
Standortdatenblatt erforderlich sei.
5.1.
Die Beschwerdegegnerin reichte bei der Beschwerdebeteiligten zusammen mit dem
Baugesuch ein ausgefülltes Standortdatenblatt ein (act. 23, Akten
Beschwerdebeteiligte). Unter der Rubrik «Typenbezeichnung der Antenne» gab sie
«AEQA» an. Die Beschwerdeführerin stellt sich nun auf den Standpunkt, das
Baugesuch sei unvollständig, weil die Beschwerdegegnerin den Hersteller der
Mobilfunkantennen auf dem Standortdatenblatt nicht angegeben habe. Im Lichte des
oben Angeführten kann sie aus diesem Einwand nichts zugunsten ihrer Begehren
ableiten. Im eingereichten Standortdatenblatt finden sich, wie bereits die Vorinstanz
zutreffend erkannt hat (Entscheid Vorinstanz, E. 4.3), alle verlangten, notwendigen
Informationen. Auch das Feld in der Rubrik «Typenbezeichnung der Antenne» wurde
mit der Angabe «AEQA» vollständig ausgefüllt. Im Übrigen hat das AFU-SG im
Amtsbericht vom 17. April 2020 bezüglich des monierten Herstellers ausgeführt, es
handle sich dabei um eine Q._-Antenne (act. 8, S. 1, Akten Vorinstanz), was die
Beschwerdeführerin zwischenzeitlich auch zur Kenntnis genommen hat (act. 5, S. 21).
5.2.
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entschieden (Art. 154 Abs. 2 PBG). Über die übrigen privatrechtlichen Einsprachen ist
auf dem Zivilrechtsweg zu entscheiden. Eine privatrechtliche Einsprache nach Art. 684
ZGB wird im öffentlich-rechtlichen Baubewilligungsverfahren materiell beurteilt, wenn
diese während der Auflagefrist schriftlich erhoben und damit geltend gemacht wird,
dass das Bauvorhaben übermässige Einwirkungen auf fremdes Eigentum bewirke (vgl.
Art. 154 Abs. 1 und 2 und Art. 157 Abs. 2 PBG). Die Einsprache muss bei Einreichung
einen Antrag und eine Begründung enthalten. Es darf dabei vorausgesetzt werden,
dass inhaltlich aus der Einsprache hervorgeht, dass privatrechtlich Schutz vor in der
Eingabe näher zu spezifizierenden übermässigen Immissionen auf fremdes Eigentum
und eine privatrechtliche Beurteilung der behaupteten Einwirkungen verlangt wird. Der
Gesetzesartikel (Art. 154 PBG und/oder Art. 684 ZGB) muss hingegen nicht
ausdrücklich genannt werden (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern
2003, Rz. 962; GVP 1975 Nr. 2 S. 4 zum aBauG; vgl. VerwGE B 2015/5 vom
24. November 2016 E. 4.2; a.A. M. Möhr, a.a.O., N 19 zu Art. 154 PBG mit Hinweisen).
Immissionen können materieller (z.B. Rauch, Russ, lästige Dünste, Lärm oder
Erschütterung) oder immaterieller (Zustände oder Handlungen auf dem
Ausgangsgrundstück, die das seelische Empfinden der Nachbarn verletzen und
unangenehme physische Eindrücke wie z.B. Ekel, Abscheu oder Angst erwecken)
Natur sein. Eine (befürchtete) Wertverminderung ist möglicherweise eine Folge einer
Immission; an sich handelt es sich bei einer Wertverminderung aber noch um keine
Immission im Sinne von Art. 684 ZGB.
In der Eingabe an die Beschwerdebeteiligte vom 30. August 2019 (act. 9, Akten
Beschwerdebeteiligte) machte die Beschwerdeführerin eine drohende
Wertverminderung ihres Baurechts geltend. Sie bezeichnete diesen Umstand als
wesentlichen privatrechtlichen Aspekt, der zu berücksichtigen sei bzw. welcher zur
Abweisung des Baugesuchs zu führen habe. Die finanziellen Einbussen seien aufgrund
der Montage einer 5G-Antenne auf dem Nachbargebäude fatal und der ihr angesetzte
Baurechtszins nicht mehr gerechtfertigt. Die Beschwerdebeteiligte verwies die
privatrechtliche Einsprache betreffend die Wertverminderung ihres Grundstücks
aufgrund ihrer privatrechtlichen Natur auf den Zivilrechtsweg.
Die Vorinstanz trat auf den Rekurs im Punkt der Immissionseinsprache nach Art. 684
ZGB nicht ein. Sie begründete dies damit, dass die Beschwerdeführerin im
Einspracheverfahren weder privatrechtliche Einsprache erhoben noch sonst
übermässige Immissionen nach Art. 684 ZGB geltend gemacht habe. Daran ändere
nichts, dass sie im Einspracheverfahren noch nicht anwaltlich vertreten gewesen sei.
Sie habe im Einspracheverfahren einzig die Berücksichtigung einer Wertverminderung
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ihres Baurechts begehrt, weil die Antenne ihrer Ansicht nach zu finanziellen Einbussen
führen würde und der heutige Baurechtszins somit nicht mehr gerechtfertigt sei. Die
Beschwerdebeteiligte habe daraus schliessen dürfen, dass damit einzig ein Schaden
nach Art. 679 ZGB geltend gemacht worden sei, der wiederum nicht im öffentlich-
rechtlichen Verfahren von der Baubehörde zu beurteilen sei.
In der Einsprache vom 30. August 2019 bei der Beschwerdebeteiligten stand eine
drohende Wertverminderung des Baurechts der Beschwerdeführerin im Vordergrund.
Die Beschwerdeführerin legte darin nicht dar, welche übermässigen Immissionen i.S.
von Art. 684 ZGB aufgrund der Montage und dem Betrieb einer 5G-Antenne entstehen
würden und inwiefern das Bauvorhaben übermässige Einwirkungen auf ihr in der
Gewerbe-Industrie-Zone liegendes Baurecht (Art. 154 Abs. 1 PBG) zur Folge habe,
sondern berief sich auf eine als Folge des Bauvorhabens resultierende Wertminderung
ihres Baurechts. Diese findet indes ihre Rechtsgrundlage in Art. 679 ZGB, welcher nach
dem kantonalen Recht jedoch nicht im öffentlich-rechtlichen Verfahren beurteilt wird
und entsprechend zu Recht bereits im Einspracheverfahren auf den Zivilweg verwiesen
wurde. Die Anforderungen an Antrag und Begründung einer privatrechtlichen
Einsprache nach Art. 154 PBG erfüllte die Eingabe der damaligen Einsprecherin folglich
offensichtlich nicht. Entsprechend lässt es sich auch nicht beanstanden, wenn die
Vorinstanz auf den Rekurs mit der Begründung, übermässige Immissionen im Sinne
von Art. 684 ZGB seien erstmals im Rekursverfahren und damit verspätet erhoben
worden, nicht eingetreten ist. Im Einspracheverfahren wurde zwar, anders als dies die
Vorinstanz ausführt (E. 1.4.2), eine privatrechtliche Einsprache (de facto im Sinne von
Art. 155 PBG) erhoben, aber eben keine privatrechtliche Einsprache im Sinne von
Art. 684 ZGB. Dass die Beschwerdebeteiligte die Geltendmachung der im Zentrum
stehenden Wertverminderung im Sinne von Art. 155 Abs. 2 PBG auf den Zivilrechtsweg
verwiesen hatte, wurde von der Vorinstanz richtigerweise nicht beanstandet. Sodann
besteht ein Grund, die Angelegenheit zur Prüfung der zivilrechtlichen Ansprüche nach
Art. 684 ZGB an die Beschwerdebeteiligte zurückzuweisen insofern nicht, als die
Beschwerdeführerin nach wie vor die Möglichkeit hat, ihre Ansprüche vor dem
Zivilgericht einzuklagen.
7.
In materieller Hinsicht macht die Beschwerdeführerin zuerst eine Überschreitung des
Anlagegrenzwerts von 5 V/m bei bestimmungsgemässer Nutzung der Anlage geltend.
7.1.
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Immissionsgrenzwerte sollen für die Hochfrequenzstrahlung insgesamt und
Anlagegrenzwerte für die einzelnen Anlagen Menschen vor übermässiger
elektromagnetischer Strahlung schützen. Der Immissionsgrenzwert ist an allen Orten,
und somit auch an jenen des kurzfristigen Aufenthalts (OKA), einzuhalten (Art. 13 Abs. 1
NISV). Der Anlagegrenzwert ist demgegenüber nur an Orten mit empfindlicher Nutzung
(OMEN) – sprich in Gebäuden und an Orten, wo sich Menschen regelmässig während
längerer Zeit aufhalten oder im Bereich von Kinderspielplätzen (Art. 3 Abs. 3 NISV) –
einzuhalten (Art. 4 Abs. 1 NISV i.V.m. Ziff. 65 Anhang 1 NISV). Die
Strahlungsgrenzwerte berücksichtigen somit die konkreten Gegebenheiten (z.B. die
Nähe zu einem Schulgelände) am Ort der geplanten Anlage. Der Anlagegrenzwert gilt
gemäss Art. 3 Abs. 6 NISV jeweils nur für eine einzige Anlage (VerwGE B 2020/59 vom
19. Januar 2021 E. 3.1).
Der Inhaber einer Mobilfunkanlage muss der Behörde im Bewilligungsverfahren ein
Standortdatenblatt einreichen, das die aktuellen und geplanten technischen und
betrieblichen Daten der Anlage sowie Angaben über die von der Anlage erzeugte
Strahlung enthält (Art. 11 Abs. 2 lit. a und c NISV; vgl. dazu BGer 1C_661/2012 vom
5. September 2013 E. 2.3). Auf überbauten Grundstücken genügt es, wenn die
Anlagegrenzwerte an aktuell bestehenden OMEN eingehalten werden (vgl. BGer
1C_148/2007 vom 15. Januar 2008 E. 2.2 mit Hinweisen). Anhang 2 der NISV definiert
Grenzwerte für Immissionen mit einer einzigen Frequenz bzw. einem engen
Frequenzband (Ziff. 11). Für Immissionen mit mehreren Frequenzen bestimmt Ziff. 21
Anhang 2 NISV, dass die Immissionen zunächst für jede Frequenz einzeln ermittelt
werden; die so ermittelten Immissionen werden sodann nach Ziff. 22 mit einem
frequenzabhängigen Faktor gewichtet und summiert (vgl. auch BGer 1A. 140/2003 vom
18. März 2003 E. 4.1).
Die Vorinstanz verwies betreffend den Anlagegrenzwert im angefochtenen Entscheid
auf die Feststellungen des AFU-SG in den Amtsberichten vom 17. April 2020, vom
26. Oktober 2020 und vom 29. Januar 2021. Darin hielt dieses fest, dass durch die
Möglichkeit der gezielten Ausrichtung der Mobilfunkantenne auf einzelne Endgeräte die
relativ geringe effektive Sendeleistung von 50 Watt ERP kompensiert werden könne.
Würden sich künftig jedoch mehr 5G-Nutzerinnen und Nutzer in einer Zelle aufhalten,
seien die Mobilfunkbetreiber auf eine realitätsnahe Berechnungsmethode angewiesen.
Im Amtsbericht vom 26. Oktober 2020 führt das AFU-SG aus, dass die 50 Watt ERP
verbindlich seien und nicht überschritten werden dürften. Im Amtsbericht vom 17. April
2020 wird weiter festgehalten, dass auch für adaptive Antennen die für statische
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Antennen definierten Bewertungsmethoden gelten würden. Diese würden auf dem
Worst Case-Prinzip basieren, d.h. auf der maximalen Sendeleistung einer Anlage. Im
Amtsbericht vom 29. Januar 2021 wurde ausgeführt, dass die Grenzwerte nicht
überschritten werden dürften. Könne die Baugesuchstellerin wegen rechnerischen
Überschreitungen ihre gewünschten Sendeparameter nicht realisieren, so müsse sie
Lösungen erarbeiten, wie sie unter möglichst kleinem Qualitätsverlust trotzdem die
Grenzwerte einhalten könne. Dies könne z.B. durch Leistungsreduktion, Änderung der
vertikalen und horizontalen Senderichtungen oder einer Kombination davon erfolgen.
Gemäss NISV betrage der Anlagegrenzwert 5.0 V/m. Der Anlagegrenzwert sei auch bei
einem rechnerischen Ergebnis von 5.0 V/m noch eingehalten. Berücksichtige man
zusätzlich die Rundungsregeln, würde auch ein berechneter Wert von 5.04 V/m die
Vorgaben der NISV erfüllen. Im Ergebnis kam der Amtsbericht somit zum Schluss, dass
der Beschwerdegegnerin bezüglich des «Herumschraubens» am Parameter der
maximalen Leistung kein Vorwurf gemacht werden könne.
Die Vorinstanz stellte fest, dass von Amtsberichten nur dann abgewichen werde, wenn
dafür stichhaltige Gründe bestünden. Dies sei etwa bei offensichtlichen Mängeln und
Widersprüchen der Fall. Die Ausführungen des AFU-SG zur vorliegenden Berechnung
(betreffend die Einhaltung des Anlagegrenzwerts der elektronischen Feldstärke) sowie
die allgemeinen Erläuterungen der Bundesfachbehörde zum Worst Case-Szenario
überzeugten aber. Mit Verweis auf die neusten Erläuterungen des BAFU (Erläuterungen
zu adaptiven Antennen und deren Beurteilung gemäss der Verordnung über den
Schutz vor nichtionisierender Strahlung [NISV] vom 23. Februar 2021 Ziff. 4.4) stellte
sie fest, dass keine stichhaltigen Gründe bestünden, um von den Amtsberichten
abzuweichen.
Die Beschwerdeführerin behauptet, dass die Angaben auf dem Standortdatenblatt
«realistisch» sein müssten. Die Beschwerdegegnerin habe an den Angaben zur
Leistung (ERP) der Antennen herumgeschraubt, bis das rechnerische Ergebnis der
elektrischen Feldstärke unter 5V/m zu liegen gekommen sei. Baugesuchsunterlagen
müssten allerdings «inhaltlich stimmig» sein und der Betrieb der Mobilfunkanlage sei
mit einer Leistung von dreimal je 50 Watt (ERP) für die Antennen Nrn. 7, 8 und 9 nicht
möglich. Es sei mit technischen Massnahmen sicherzustellen, dass die Antennen keine
höhere Leistung abgeben könnten. Technisch und betrieblich sei es möglich und
zumutbar, auf die 5G-Antennen zu verzichten, u.a. da der Betrieb eines 5G-Netzes
unnötig sei. Das Standortdatenblatt sei inhaltlich falsch ausgefüllt worden.
7.3.
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Die Beschwerdegegnerin reichte mit dem Baugesuch ein Standortdatenblatt ein,
gemäss welchem die von der in der NISV vorgeschriebenen Anlagegrenzwerte von der
zu beurteilenden Anlage eingehalten werden. Zur Rüge der Beschwerdeführerin,
wonach die Beschwerdegegnerin an der Leistung «herumgeschraubt» habe, bis das
rechnerische Ergebnis der elektrischen Feldstärke unter 5 V/m zu liegen gekommen
sei, ist zu sagen, dass es der Beschwerdegegnerin offensteht, die Parameter derart zu
konfigurieren, sodass die massgebenden Grenzwerte eingehalten sind. Praxisgemäss
kann dies - wie vorliegend - auch nur knapp der Fall sein. Sie muss sich im Betrieb
aber an die im Standortdatenblatt festgelegten und mit der Baubewilligung bewilligten
Leistungsangaben halten. Mit der Rüge, dass eine bestimmungsgemässe Nutzung der
Anlage möglich sein müsse, dies aber vorliegend aufgrund technischer Gegebenheiten,
die eine weit höhere Sendeleistung zuliessen, nicht der Fall sei, verkennt die
Beschwerdeführerin, dass die Beschwerdegegnerin auf die Ausschöpfung der
technisch weit höheren Kapazitäten aus freien Stücken bzw. vorliegend aufgrund der
derzeit geltenden und im Betrieb einzuhaltenden NISV-Grenzwerte auch verzichten
kann. Aus der Definition der Baubewilligung, wonach dem Bauvorhaben keine
öffentlich-rechtlichen Hindernisse entgegenstehen dürfen, lässt sich jedenfalls nicht
ableiten, dass lediglich Komponenten eingebaut werden dürften, mit welchen höhere
Sendeleistungen nicht möglich wären. Auch die Ausführungen der Amtsberichte zum
Betrieb einer 5G-Antenne stehen, anders als es die Beschwerdeführerin behauptet
(act. 5, S. 19), nicht im Widerspruch zu den Darlegungen der Beschwerdegegnerin.
Letztere führte in ihrer Eingabe vom 8. Januar 2021 (act. 25, Akten Vorinstanz) nur aus,
dass die 5G-Technologie derzeit bei der zu beurteilenden Anlage (noch) nicht zur
Anwendung kommen solle und nicht, dass ein 5G-Betrieb der Anlage technisch und
unter Einhaltung der aktuellen Grenzwerte nicht möglich sei. Zu letzterem äusserte sie
sich gerade nicht und solches war bei der zur Beurteilung stehenden Anlage auch nicht
erforderlich. In den Amtsberichten vom 17. April 2020 und vom 29. Januar 2021 wurde
ebenfalls ausgeführt, dass es sich bei 50 Watt ERP um eine geringe effektive
Sendeleistung handle, die lediglich durch die Möglichkeit der gezielten Ausrichtung der
Sendeantenne auf einzelne Endgeräte kompensiert werden könne.
Die beantragte Sicherstellung mithilfe technischer Massnahmen, aufgrund derer
sichergestellt wird, dass die Antennen Nrn. 7, 8 und 9 derzeit keine höhere Leistung
abgeben können, erweist sich bereits aufgrund des im Jahr 2007 eingeführten, bei der
geplanten Mobilfunkanlage zur Anwendung gelangenden Qualitätssicherungssystems
(QS-System; vgl. dazu BGer 1C_329/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 6.1) als nicht
notwendig und sie wäre derzeit auch nicht verhältnismässig. Das zur Anwendung
7.4.
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8.
gelangende QS-System gewährleistet praxisgemäss die Einhaltung der bewilligten
Sendeleistung und anderer NIS-relevanter Einstellungen in ausreichender Weise bei
Anlagen wie der zu beurteilenden (vgl. zur Zuverlässigkeit des QS-Systems:
BGer 1C_97/2018 vom 3. September 2019 E. 6 - 8).
Die Rüge der Beschwerdeführerin, dass auf dem zu bewilligenden 5G-Netz eine x-fach
höhere Leistung verwendet werde, als gemäss dem Standortdatenblatt erlaubt wäre
(act. 17, S. 7), stellt eine unbewiesene Parteibehauptung dar. Ihr kann bereits daher
nicht gefolgt werden, weil die von der Beschwerdegegnerin deklarierten
Sendeleistungen für diese relevant und bindend sind, die Einhaltung derselben durch
ein von der Rechtsprechung mehrfach bestätigtes QS-System gewährleistet ist und
zudem eine Abnahmemessung stattfinden wird. Entsprechend erweist sich die Rüge
als unbegründet.
Zusammenfassend fehlt es vorliegend an einem konkreten Anlass, die korrekt
begründeten Ausführungen im Rekursentscheid zum Anlagegrenzwert sowie zur
Einhaltung desselben durch die Anlage inhaltlich in Frage zu stellen.
Weiter rügt die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Vorsorgeprinzips.
Der Immissionsschutz ist bundesrechtlich im Umweltschutzgesetz (USG; SR 814.01)
und den darauf gestützten Verordnungen geregelt. Gemäss Art. 1 Abs. 2 USG sind
Einwirkungen, die schädlich oder lästig werden könnten, im Sinne der Vorsorge
frühzeitig zu begrenzen. Nach Art. 12 USG werden Emissionen unter anderem durch
Emissionsgrenzwerte eingeschränkt (Abs. 1 lit. a), die durch Verordnung oder direkt auf
das Gesetz abgestützte Verfügungen vorgeschrieben werden (Abs. 2). Für den Schutz
vor nichtionisierender Strahlung, die beim Betrieb ortsfester Anlagen, zu welchen die
Mobilfunkanlagen gehören, erzeugt wird, erliess der Bundesrat die oben bereits
erwähnte NISV. Der Bundesrat hat in dieser Verordnung im Rahmen des
Vorsorgeprinzips gemäss Art. 11 Abs. 2 USG die Anlagegrenzwerte, welche an OMEN
einzuhalten sind (vgl. Ziff. 64 und 65 Anhang 1 NISV), so tief angesetzt, wie dies
technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist, wobei er bezüglich
möglicher Gesundheitsgefährdungen eine Sicherheitsmarge vorsah (vgl. Urteil
1C_576/2016 vom 27. Oktober 2017 E. 3.5.1). Die Regelung im Verordnungsrecht
betreffend nichtionisierende Strahlung ist, wie bereits erwähnt, abschliessend, weshalb
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für das kommunale und kantonale Recht insoweit kein Raum bleibt (BGE 138 II 173 E.
5.1; 133 II 64 E. 5.2, 321 E. 4.3.4; 126 II 399 E. 3c). Gemäss der Rechtsprechung des
Bundesgerichts ist es mit dem Bundesumweltrecht allerdings vereinbar, dass ein
kommunales Baureglement zum Schutz vor ideellen Immissionen in Wohngebieten nur
Mobilfunkanlagen zulässt, die einen funktionellen Bezug zu dieser Zone aufweisen, und
von ihren Dimensionen und ihrer Leistungsfähigkeit her der in reinen Wohnzonen
üblichen Ausstattung entsprechen (BGer 1C_97/2018 vom 3. September 2019 E. 9.3;
BGE 138 II 173 E. 5.4; vgl. auch BGer 1C_167/2018 vom 8. Januar 2019 E. 2). Eine
solche Beschränkung setzt jedoch eine entsprechende kantonale bzw. kommunale
Regelung voraus (BGer 1C_97/2018 vom 3. September 2019 E. 9.3; BGE 141 II 245
E. 2.4; Urteil 1C_7/2015 vom 6. November 2015 E. 3.5). Dass im vorliegenden Fall eine
solche Regelung anwendbar sei, ergibt sich nicht aus dem angefochtenen Entscheid
und wird von der Beschwerdeführerin auch nicht geltend gemacht. Weiter hielt das
Bundesgericht bereits verschiedentlich fest, dass die in der NISV festgelegten
Grenzwerte gemäss bisherigem Wissensstand verfassungs- und gesetzeskonform
seien (BGer 1C_375/2020 vom 5. Mai 2021 E. 3.2.5; 1C_348/2017 vom 21. Februar
2018 E. 4.3; 1C_323/2017 vom 15. Januar 2018 E. 2.5).
Die Vorinstanz berücksichtigte in ihrem Entscheid die in E. 8.1 aufgeführte Regelung
und die hierzu ergangene höchstrichterliche Rechtsprechung. Sie befand, dass die
Anlagegrenzwerte von der zu beurteilenden Anlage eingehalten würden, weshalb eine
Verletzung des Vorsorgeprinzips ausgeschlossen sei (E.4.2.4, Entscheid Vorinstanz).
8.2.
Soweit die Beschwerdeführerin eine Verletzung des Vorsorgeprinzips geltend macht,
sind keine Gründe ersichtlich, aufgrund derer die Einschätzung der Vorinstanz zu
revidieren wäre. Die Beschwerdeführerin vermag dafür, unter Verweis auf das oben in
E. 7.4 Ausgeführte und des Umstandes, dass die bisherigen, von der Rechtsprechung
bestätigten Immissions- und Anlagegrenzwerte eingehalten werden, auch keine neuen
stichhaltigen Argumente vorzutragen. Im Übrigen verfolgt der Bund permanent die
wissenschaftliche Entwicklung zusammen mit einer beratenden Expertengruppe. Es ist
daher davon auszugehen, dass das Verordnungsrecht dem gegenwärtigen
wissenschaftlichen Kenntnisstand über die von Mobilfunkanlagen ausgehende
Gesundheitsgefährdung ausreichend Rechnung trägt. Mit Blick auf das dem Bundesrat
zustehende Ermessen ist die entsprechende verordnungsrechtliche Regelung nicht zu
beanstanden (BGer 1C_576/2016 vom 27. Oktober 2017 E. 3.5.2). Auch der von der
Beschwerdeführerin eingereichte Bericht der französischen Agence Nationale des
8.3.
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-II-173%3Ade&number_of_ranks=0#page173 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-II-64%3Ade&number_of_ranks=0#page64 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F126-II-399%3Ade&number_of_ranks=0#page399 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F138-II-173%3Ade&number_of_ranks=0#page173 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-II-245%3Ade&number_of_ranks=0#page245
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9.
Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt (act. 17, S. 7 f.), die geplante
Antenne liege nur wenig entfernt von der Basis eines Helikopterlandeplatzes in X._.
Zudem führe eine Hauptanflugroute (vom Spital zurück zur Basis) über das Gebiet Z._.
Daraus kann sie indes nichts zugunsten ihrer Begehren ableiten. In der Schweiz gibt es
im Nahbereich von Flugplätzen – im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten, wo indes
andere Frequenzbänder für den 5G-Betrieb verwendet werden – keine dem Schutz
eines sicheren Flugbetriebs (bspw. des Instrumentenlandesystems [ILS]) dienenden
besonderen, technischen Einschränkungen bezüglich des Betriebs von 5G-Antennen.
Sowohl die geltend gemachte relative Nähe der geplanten Antenne von ca.
1.5 Kilometer Luftlinie zum Helikopterlandeplatz an der C._-strasse 01_ in X._
(Karten der Schweiz ..., abgerufen am 21. Januar 2021), als auch die Hauptanflugroute
zum Spital spielen daher bei der Beurteilung der im Streit liegenden Anlage keine Rolle.
10.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde, soweit darauf einzutreten
ist, abzuweisen. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten
des Beschwerdeverfahrens von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP).
Eine Entscheidgebühr für das Beschwerdeverfahren von CHF 4‘000 erscheint
angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Der
von der Beschwerdeführerin geleistete Kostenvorschuss in Höhe von CHF 4‘000 ist
anzurechnen.
Fréquences vom April 2020 (act. 6/6) vermag daran nichts zu ändern. Die
Beschwerdeführerin führt unter dem Titel des Vorsorgeprinzips weiter aus, dass der
Betrieb eines 5G-Netzes in der Schweiz nicht notwendig sei. Die rechtlichen
Rahmenbedingungen für einen solchen Betrieb wurden vom Gesetzgeber unter
Berücksichtigung von möglichen Gesundheitsgefährdungen geschaffen. Er delegierte
die Beantwortung der von der Beschwerdeführerin aufgebrachten Frage der
Notwendigkeit des Betriebs eines solchen somit an die Mobilfunkanlagen- und
Netzwerkbetreiber. Unter Berücksichtigung der Immissions- und Anlagegrenzwerte
können diese beurteilen, mit welcher Sendeleistung sie eine Mobilfunkanlage auf den
unterschiedlichen Frequenzbändern wirtschaftlich betreiben. Wie oben bereits
ausgeführt, hat der Bundesrat mit der NISV abschliessend einen Ermessensentscheid
gefällt, welche Strahlungsemissionen i.S.v. Art. 11 Abs. 2 USG technisch und
betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar sind. Die Emissionswerte sind
technologieneutral festgelegt. Gemäss dem von der Beschwerdegegnerin ausgefüllten
Standortdatenblatt hält die bewilligte Anlage die vorgegebenen Grenzwerte ein. Auch
diesbezüglich liegt entsprechend keine Verletzung des Vorsorgeprinzips vor.
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Der Verlegung der amtlichen Kosten entsprechend hat die Beschwerdeführerin die
obsiegende Beschwerdegegnerin, deren Rechtsvertreter keine Kostennote eingereicht
hat, für das Beschwerdeverfahren ermessensweise pauschal mit CHF 4'500 zuzüglich
CHF 180 Barauslagen (vier Prozent von CHF 4'500) zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1
und 2 in Verbindung mit Art. 98 VRP; Art. 30 lit. b Ziff. 1 sowie Art. 31 Abs. 1 und 2
des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, AnwG; Art. 6, Art. 22 Abs. 1 lit. b, Art. 28 der
Honorarordnung, sGS 963.5, HonO). Da die Beschwerdegegnerin
mehrwertsteuerpflichtig und vorsteuerabzugsberechtigt ist (www.uid.admin.ch), ist ihr
nicht begründeter Antrag auf den Mehrwertsteuerzuschlag abzuweisen (vgl. dazu
Art. 29 HonO und VerwGE B 2020/94 vom 17. Februar 2021 E. 8 mit Hinweis).