# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4838d2ba-74af-4add-8d72-cf8b627367b5
**Court:** ZH_HG
**Chamber:** ZH_HG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Forderung
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Rechtsbegehren: (act. 1 S. 1)
"1. Der [recte: Die] Beklagte habe der Klägerin den Betrag von CHF 37'640.95 nebst Zins zu 5% zu bezahlen.
2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des  Dietikon sei aufzuheben.
3. Der [recte: Die] Beklagte habe die Kosten des Zahlungsbefehls von CHF 249.95 der Klägerin zu ersetzen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des [recte: der] Beklagten."
Sachverhalt und Verfahren:
A. Sachverhaltsübersicht
a. Parteien und ihre Stellung
i. Die Klägerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in C._ LU. Sie bezweckt
den Handel mit und die Herstellung von Maschinen, Geräten und Materialien der
Baubranche sowie Wartungs-, Reparatur- und Servicedienstleistungen an diesen
Produkten (act. 1 Blatt 4).
ii. Die Beklagte ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in D._ ZH. Sie be-
zweckt die Durchführung von Abbrucharbeiten aller Art sowie die Erbringung
sämtlicher damit zusammenhängenden Dienstleistungen (act. 11 S. 1).
b. Prozessgegenstand
Mit der vorliegenden Anerkennungsklage macht die Klägerin eine Forderung für
Anpass- und Schleifarbeiten geltend, da die entsprechenden Rechnungen nicht
bezahlt worden seien.
B. Prozessverlauf
Mit Eingabe vom 19. Dezember 2017 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin
hierorts die Klage ein (act. 1). Mit Verfügung vom 21. Dezember 2017 wurde die
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Klägerin zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses von CHF 4'600.– sowie
zur Einreichung eines Beweismittelverzeichnisses aufgefordert; gleichzeitig wurde
der Beklagten Frist zur Einreichung der Klageantwort angesetzt (act. 4). Der Ge-
richtskostenvorschuss sowie das Beweismittelverzeichnis gingen fristgerecht ein
(act. 5-7). Infolge versäumter Klageantwort wurde der Beklagten mit Verfügung
vom 15. März 2018 unter (erneuter) Säumnisandrohung eine Nachfrist zur Einrei-
chung der Klageantwort angesetzt (act. 9). Die Beklagte reichte auch innert dieser
Nachfrist keine Klageantwort ein. Es gab keine relevanten Zustellungsprobleme.

## Considerations

Erwägungen:
1. Formelles
1.1. Zuständigkeit und Verfahrensart
Die örtliche Zuständigkeit des hiesigen Handelsgerichts stützt sich auf Art. 10
Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 46 ZPO und ist gegeben, da insbesondere die Beklagte ih-
ren Sitz im Kanton Zürich hat. Die sachliche Zuständigkeit des hiesigen Handels-
gerichts ergibt sich aus Art. 6 Abs. 2 ZPO i.V.m. § 44 lit. b GOG und ist ebenfalls
gegeben, zumal der Streitwert CHF 30'000.– übersteigt. Sodann gelangt das or-
dentliche Verfahren zur Anwendung (Art. 243 Abs. 1 ZPO e contrario).
1.2. Rechtsschutzinteresse
Zwar besteht für die vorliegende Anerkennungsklage keine Klagefrist, eine Besei-
tigung des Rechtsvorschlags kann indes nur verlangt werden, wenn nicht schon
die Frist zur Stellung des Fortsetzungsbegehrens gemäss Art. 88 Abs. 2 SchKG
abgelaufen ist. Eine später eingereichte Klage ist materiell an die Hand zu neh-
men, doch kann dem Begehren um Beseitigung des Rechtsvorschlags nicht statt-
gegeben werden (BSK SchKG I-STAEHELIN, a.a.O., Art. 79 N 8, m.w.H.). Mit ande-
ren Worten beschlägt Art. 88 Abs. 2 SchKG das Rechtsschutzinteresse an der
Beseitigung des Rechtsvorschlags (Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO). Das Rechtsschutz-
interesse an der Beseitigung des Rechtsvorschlags ist vorliegend gegeben, da die
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Frist gemäss Art. 88 Abs. 2 SchKG im heutigen Zeitpunkt noch nicht abgelaufen
ist (und während des vorliegenden Verfahrens stillsteht).
1.3. Übrige Prozessvoraussetzungen
Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen, welche von Amtes wegen zu prüfen
sind (Art. 59 i.V.m. Art. 60 ZPO), erweisen sich als erfüllt und geben zu keinen
weiteren Bemerkungen Anlass. Damit ist auf die Klage einzutreten.
1.4. Versäumte Klageantwort
1.4.1. Die Beklagte hat, wie erwähnt, innert Frist keine Klageantwort im Sinne von
Art. 222 Abs. 2 i.V.m. Art. 221 ZPO eingereicht. Weil sie sich damit zu den Vor-
bringen der Klägerin nicht geäussert hat, gelten die Tatsachenbehauptungen der
Klägerin als unbestritten und können dem Entscheid zugrunde gelegt werden
(LEUENBERGER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar
zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO), 3. Aufl., Zürich 2016, Art. 223
N 5, m.w.H.).
1.4.2. Gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO trifft das Gericht bei definitiv versäumter Kla-
geantwort einen Endentscheid, sofern die Angelegenheit spruchreif ist. Hierzu
muss die Klage soweit geklärt sein, dass darauf entweder mangels Prozessvo-
raussetzungen nicht eingetreten oder sie durch Sachurteil erledigt werden kann.
Steht dem Eintreten auf die Klage nichts entgegen, bedeutet Spruchreife, dass
der Klagegrund im Hinblick auf die anwendbaren Rechtsnormen hinreichend sub-
stantiiert ist und – darüber hinaus –, dass das Gericht an der Richtigkeit der klä-
gerischen Tatsachenbehauptungen keine erheblichen Zweifel hat (Art. 153 Abs. 2
ZPO). Unter den gegebenen Umständen ist, wenn es die klägerische Sachdar-
stellung erlaubt, nach dem Klagebegehren zu erkennen, andernfalls ist die Klage
abzuweisen. Dabei hat das Gericht rechtshemmende, rechtshindernde und
rechtsaufhebende Tatsachen zu berücksichtigen, soweit sie in der Klage selbst
angeführt sind. Andere Tatsachen, die aus den Akten ersichtlich sind, dürfen nur
soweit berücksichtigt werden, als es für das Vorhandensein der von Amtes wegen
zu prüfenden Prozessvoraussetzungen von Bedeutung ist (Art. 60 ZPO). An der
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erforderlichen Spruchreife fehlt es – zur Hauptsache –, wenn das Klagebegehren
oder die Begründung der Klage (noch) unklar, unbestimmt oder offensichtlich un-
vollständig ist (Art. 56 ZPO) oder dem Gericht die Klagebegründung in erhebli-
chem Mass als unglaubhaft erscheint und es darüber Beweis erheben will (BSK
ZPO-WILLISEGGER, 3. Aufl., Basel 2017, Art. 223 N 20, m.w.H.; LEUENBERGER, in:
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 223 N 5).
1.4.3. Bei definitiv versäumter Klageantwort ordnet das Gericht weder einen zwei-
ten Schriftenwechsel an noch lädt es zur Hauptverhandlung vor (BK ZPO-KILLIAS,
Bern 2012, Art. 223 N 10; PAHUD, in: Brunner/Gasser/Schwander, Schweizerische
Zivilprozessordnung ZPO, 2. Aufl., Zürich 2016, Art. 223 N 3). Ist die Klageantwort
ausgeblieben, so stellt sich auch die Frage der Replik nicht. Auch die klagende
Partei kann daher nicht darauf vertrauen, mit einer Replik oder in einer Instrukti-
onsverhandlung noch neue Tatsachen und Beweismittel vortragen bzw. den
Standpunkt verbessern zu können (LEUENBERGER, in: Sutter-Somm/Hasenböhler/
Leuenberger [Hrsg.], a.a.O., Art. 223 N 6; PAHUD, in: Brunner/Gasser/Schwander,
a.a.O., Art. 223 N 3).
1.4.4. Wie die nachfolgenden Ausführungen aufzeigen, erweist sich die Angele-
genheit als spruchreif, weshalb androhungsgemäss ein Endentscheid zu fällen ist.
2. Materielles / unbestrittener Sachverhalt
2.1. Die Sachdarstellung der Klägerin (act. 1 S. 2) blieb aufgrund der versäumten
Klageantwort unbestritten, und es besteht auch kein Anlass, an deren Richtigkeit
zu zweifeln (Art. 153 Abs. 2 ZPO). Gestützt auf die klägerische Sachdarstellung
und die dazu eingereichten Urkunden (act. 2/1-12) sowie nach Einsicht in das öf-
fentlich zugängliche Handelsregister (www.zefix.ch, act. 11) ist – soweit ent-
scheidrelevant – von folgendem Sachverhalt auszugehen:
2.2. Die Beklagte hat eine Offerte für Anpass- und Schleifarbeiten verlangt. In
der Folge wurde der Klägerin ein entsprechender "Auftrag" erteilt (act. 1 S. 2;
act. 2/1-2). Gemäss den eingereichten Beilagen (Auftragsbestätigung und Rech-
nungen) erfolgte die Ausführung der Arbeiten durch die Klägerin zwischen dem
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27. Dezember 2016 und dem 16. Januar 2017 (act. 2/2-4). Auf Wunsch der Be-
klagten erstellte die Klägerin eine Akonto-Rechnung über einen Betrag von
CHF 10'800.–, welche am 31. Dezember 2016 zugestellt (wohl: versandt) wurde.
Die Schlussrechnung über den Restbetrag von CHF 26'840.95 wurde am 17. Ja-
nuar 2017 zugestellt (wohl: versandt; act. 1 S. 2, act. 2/3-4). Am 21. Februar 2017
mahnte die Klägerin die genannte Akonto-Rechnung; am 3. März 2017 mahnte
sie diese Akonto-Rechnung erneut und zusätzlich auch die Schlussrechnung über
den Restbetrag (act. 1 S. 2; act. 2/6-7). Hernach kam es – teilweise per Ein-
schreiben – zu vier Betreibungsandrohungen seitens der Klägerin; die letzte Be-
treibungsandrohung datiert vom 8. August 2017 und wurde der Beklagten mittels
Einschreiben zugesandt (act. 1 S. 2; act. 2/8-11). Im September 2017 wünschte
die Beklagte eine neue Darstellung der Schlussrechnung (act. 1 S. 2; act. 2/5).
Die Beklagte hat die genannten Rechnungen (über einen Betrag von insgesamt
CHF 37'640.95) nicht bezahlt (act. 1 S. 2).
2.3. In der Folge stellte die Klägerin das Betreibungsbegehren, worauf das Be-
treibungsamt Dietikon am 6. September 2017 in der Betreibung Nr. ... den Zah-
lungsbefehl erliess (act. 1 S. 2; act. 2/12 Blatt 1). Dieser Zahlungsbefehl wurde
der Beklagten bzw. deren einzelzeichnungsberechtigten "Inhaberin" E._ am
21. September 2017 zugestellt, wobei sogleich Rechtsvorschlag erhoben wurde
(act. 1 S. 2; act. 2/12 Blatt 1 Rückseite; act. 11 S. 2).
3. Rechtliches
3.1. Grundlagen
Durch den Werkvertrag verpflichtet sich der Unternehmer zur Herstellung eines
Werkes und der Besteller zur Leistung einer Vergütung (Art. 363 OR). Der Bestel-
ler hat die Vergütung bei der Ablieferung des Werkes zu zahlen (Art. 372 Abs. 1
OR). Wurde die Vergütung zum Voraus genau bestimmt, so ist der Unternehmer
verpflichtet, das Werk um diese Summe fertigzustellen (Art. 373 Abs. 1 OR).
3.2. Sachlegitimation / Forderung
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3.2.1. Die Anpass- und Schleifarbeiten, welche gemäss den eingereichten Beila-
gen (act. 2/2-5) vom 27. Dezember 2016 bis am 16. Januar 2017 ausgeführt wur-
den, können ohne Weiteres unter den Werkvertrag gemäss Art. 363 ff. OR sub-
sumiert werden. Dass die nicht anwaltlich vertretene Klägerin von einem "Auftrag"
spricht, schadet ihr nicht. Die Beklagte bestreitet weder, dass sie der Klägerin den
entsprechenden "Auftrag" für diese Arbeiten erteilt hat, noch dass die Klägerin
diese Arbeiten gemäss den genannten Beilagen ausgeführt hat; somit hat die
Klägerin als Unternehmerin und die Beklagte als Bestellerin zu gelten. Entspre-
chend ist die Sachlegitimation beider Parteien zu bejahen.
3.2.2. Sowohl Bestand als auch Höhe der streitgegenständlichen Forderung sind
unbestritten geblieben. Insbesondere macht die Beklagte nicht geltend, die Arbei-
ten seien mangelhaft gewesen bzw. das Werk sei nicht gehörig abgeliefert wor-
den sei. Die Beklagte bemängelt weder die eingereichte Offerte, noch die einge-
reichte Auftragsbestätigung, noch die eingereichten Rechnungen, Mahnungen
und/oder Betreibungsandrohungen (act. 2/1-11). Auch von Amtes wegen sind
diese Beilagen nicht zu beanstanden (Art. 153 Abs. 2 ZPO); insbesondere neh-
men die eingereichten Rechnungen, Mahnungen und Betreibungsandrohungen
Bezug auf die genannte Auftragsbestätigung und decken sich im Übrigen mit dem
eingeklagten Betrag von CHF 37'640.95 (act. 2/2-11). Die Auftragsbestätigung
nennt zwar einen Pauschalpreis (CHF 28'001.80), der tiefer liegt als der einge-
klagte Betrag, jedoch besteht ein Vorbehalt für Mehraufwände und Regie-Arbeit
(act. 2/2 S. 2). Da sich die Beklagte hierzu nicht geäussert hat, ist der von der
Klägerin in Rechnung gestellte Betrag von total CHF 37'640.95 (CHF 10'800.–
gemäss Akonto-Rechnung und CHF 26'840.95 gemäss Schlussrechnung) als kor-
rekt zu betrachten. Mangels Bestreitung seitens der Beklagten ist zudem davon
auszugehen, dass sie jede der genannten Rechnungen, Mahnungen und Betrei-
bungsandrohungen erhalten und sie im September 2017 gar eine neue Darstel-
lung der Schlussrechnung verlangt hat. Die Beklagte bringt sodann nicht vor, die
Forderung der Klägerin zwischenzeitlich beglichen oder dafür (weitere) Stundung
erhalten zu haben.
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3.2.3. Damit ist der eingeklagte Anspruch auf Bezahlung der Forderung von
CHF 37'640.95 ausgewiesen und die Beklagte – gemäss Ziff. 1 des Rechtsbegeh-
rens – entsprechend zu verpflichten, der Klägerin CHF 37'640.95 zu bezahlen.
3.3. Zins
Die Klägerin verlangt einen Verzugszins zu 5 %, führt jedoch nicht aus, ab wel-
chem Datum dieser Zins zu berechnen sei. Der eingereichte Zahlungsbefehl
nennt einen Zinsenlauf ab 31. Januar 2017 bzw. ab 17. Februar 2017 (act. 2/12),
was jedoch unbeachtlich ist: Gemäss eigener Darstellung liess die Klägerin der
Beklagten am 8. August 2017 noch eine letzte Betreibungsandrohung per Ein-
schreiben zukommen und setzte ihr eine letzte Zahlungsfrist von zehn Tagen an
(act. 1 S. 2; act. 2/11). Es ist davon auszugehen, dass dieses Einschreiben der
Beklagten frühestens am Mittwoch, 9. August 2017, zugestellt werden konnte. Die
zehntägige Zahlungsfrist begann daher am Donnerstag, 10. August 2017, zu lau-
fen, und endete – unter Berücksichtigung des Wochenendes vom 19./20. August
2017 – am Montag, 21. August 2017. Deshalb konnte die Beklagte auch erst mit
Ablauf von Montag, 21. August 2017, d.h. konkret am Dienstag, 22. August 2017,
in Verzug geraten. Demgemäss ist der Klägerin die Verzinsung der eingeklagten
Forderung erst ab 22. August 2017 zu gewähren. Im Mehrbetrag (Zinsbetreffnisse
vor dem 22. August 2017) ist die Klage abzuweisen.
3.4. Zwischenfazit
Nach dem Gesagten ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin CHF 37'640.95
zuzüglich Zins zu 5 % seit 22. August 2017 zu bezahlen. Im Mehrbetrag (Zinsbe-
treffnisse vor dem 22. August 2017) ist die Klage abzuweisen.
3.5. Beseitigung des Rechtsvorschlags
3.5.1. Wird die in Betreibung gesetzte Forderung ganz oder teilweise zugespro-
chen, erfolgt die Beseitigung des Rechtsvorschlags in diesem Umfang. Die Forde-
rung muss als notwendige Voraussetzung identisch sein mit derjenigen, die in Be-
treibung gesetzt wurde (BSK SchKG I-STAEHELIN, a.a.O., Art. 79 N 10a und N 35,
m.w.H.). Aus den unbestrittenen Vorbringen der Klägerin (act. 1 S. 2), den einge-
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reichten Unterlagen (act. 2/1-12) sowie dem Rechtsbegehren ergibt sich ohne
Weiteres, dass der eingeklagte Betrag von CHF 37'640.95 mit dem Zahlungsbe-
fehl vom 6. September 2017 übereinstimmt, mithin die eingeklagte Gesamtforde-
rung mit den in Betreibung gesetzten Teilforderungen von total CHF 37'640.95
(CHF 10'800.– gemäss Akonto-Rechnung und CHF 26'840.95 gemäss Schluss-
rechnung) identisch ist. Sodann stimmen auch Gläubigerin und Schuldnerin mit
den Parteien im vorliegenden Verfahren überein.
3.5.2. Demgemäss ist der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betrei-
bungsamtes Dietikon (Zahlungsbefehl vom 6. September 2017) im Umfang von
CHF 37'640.95 zuzüglich Zins zu 5 % seit 22. August 2017 zu beseitigen. Im
Mehrbetrag (Zinsbetreffnisse vor dem 22. August 2017) ist der Antrag auf Beseiti-
gung des Rechtsvorschlags abzuweisen.
3.6. Betreibungskosten
3.6.1. Die Klägerin verlangt in Ziff. 3 ihres Rechtsbegehrens, die Beklagte habe
ihr die Kosten des Zahlungsbefehls, mithin Betreibungskosten, in der Höhe von
CHF 249.95 zu ersetzen (act. 1 S. 1). Die Klägerin als Gläubigerin hat bei (min-
destens teilweise) erfolgreicher Betreibung – wie vorliegend – von Gesetzes we-
gen einen Anspruch auf Ersatz der Betreibungskosten, weshalb dafür keine
Rechtsöffnung erteilt werden muss (Art. 68 Abs. 2 SchKG; SK SchKG-PENON/
WOHLGEMUTH, 4. Aufl., Zürich 2017, Art. 68 N 22, m.w.H.; BSK SchKG I-EMMEL,
2. Aufl., Basel 2010, Art. 68 N 16, m.w.H.).
3.6.2. Weiter ist anzumerken, dass die eingereichte Rechnung des Betreibungs-
amtes Dietikon vom 25. September 2017 (act. 2/12 Blatt 2) lediglich die im Zah-
lungsbefehl vom 6. September 2017 (act. 2/12 Blatt 1) aufgeführten Kosten von
insgesamt CHF 146.65 (CHF 103.30 für Ausstellung des Zahlungsbefehls,
CHF 27.35 für zwei Zustellversuche und CHF 16.– für Zustellung am Samstag)
wiedergibt, jedoch keine zusätzlichen Kosten in Anschlag bringt. Der gesetzliche
Anspruch der Klägerin auf Erstattung der Betreibungskosten durch die Beklagte
beläuft sich damit auf CHF 146.65, wofür der Rechtsvorschlag – wie ausgeführt –
nicht beseitigt werden muss. Soweit die Klägerin aber Betreibungskosten einklagt,
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welche den Betrag von CHF 146.65 übersteigen und nicht vom Zahlungsbefehl
vom 6. September 2017 gedeckt sind, fehlt es ihr an der nötigen Grundlage.
3.6.3. Der Klarheit halber ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin die Betrei-
bungskosten in der Höhe von insgesamt CHF 146.65 zu ersetzen. Im Mehrbetrag
(Betreibungskosten über CHF 146.65 hinaus) ist die Klage abzuweisen.
4. Zusammenfassung / Fazit
4.1. Die Forderung der Klägerin gründet auf einem Werkvertrag betreffend An-
pass- und Schleifarbeiten. Die Beklagte hat diese Forderung nicht beglichen. Die
Klage ist daher gutzuheissen und die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin
CHF 37'640.95 zuzüglich Zins zu 5 % seit 22. August 2017 zu bezahlen. Zudem
ist die Beklagte von Gesetzes wegen verpflichtet, der Klägerin die Betreibungs-
kosten von insgesamt CHF 146.65 zu ersetzen. Im Mehrbetrag (Zinsbetreffnisse
vor dem 22. August 2017 und Betreibungskosten über CHF 146.65 hinaus) ist die
Klage abzuweisen.
4.2. Im Weiteren ist der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betrei-
bungsamtes Dietikon (Zahlungsbefehl vom 6. September 2017) im Umfang von
CHF 37'640.95 zzgl. Zins zu 5 % seit 22. August 2017 zu beseitigen. Im Mehrbe-
trag (Zinsbetreffnisse vor dem 22. August 2017) ist der Antrag auf Beseitigung
des Rechtsvorschlags abzuweisen.
5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
5.1. Kostenauflage im Allgemeinen
5.1.1. Bei der Anerkennungsklage richten sich die Kosten nach dem anwendba-
ren Verfahrensrecht, mithin nach der ZPO (und nicht nach der GebV SchKG). Es
handelt sich dabei nicht um Betreibungskosten im Sinne von Art. 68 SchKG, für
welche in der laufenden Betreibung zusätzlich Befriedigung gefordert werden
kann; allenfalls müsste hierfür eine neue Betreibung eingeleitet werden (BSK
SchKG I-STAEHELIN, a.a.O., Art. 79 N 38, m.w.H.).
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5.1.2. Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106
Abs. 1 ZPO). Prozesskosten sind die Gerichtskosten (insbesondere die Gerichts-
gebühr) und die Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b ZPO). Als
Parteientschädigung gilt in begründeten Fällen auch eine angemessene Um-
triebsentschädigung, wenn eine Partei – wie hier die Klägerin – nicht berufsmäs-
sig vertreten ist (Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO).
5.2. Gerichtsgebühr
5.2.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung
des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG; Art. 96 ZPO i.V.m. § 199
Abs. 1 GOG). Sie richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert (§ 2 Abs. 1 lit. a
GebV OG). Bei einem Streitwert von CHF 37'640.95 ist die Gerichtsgebühr in An-
wendung von § 4 Abs. 1 und § 10 Abs. 1 GebV OG auf CHF 3'500.– festzuset-
zen.
5.2.2. Wie dargelegt, ist die Klage weitgehend gutzuheissen, jedoch hinsichtlich
der Zinsen und der Betreibungskosten teilweise abzuweisen. Die Zinsen sowie
die Betreibungskosten haben auf den Streitwert und damit auf die Kostenfestset-
zung keinen Einfluss (Art. 91 Abs. 1 ZPO). Dementsprechend ist es gerechtfertigt,
die Gerichtsgebühr vollumfänglich der Beklagten aufzuerlegen. Die Gerichtsge-
bühr ist vorab aus dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss zu decken.
Für die der Beklagten auferlegte Gerichtsgebühr ist der Klägerin das Rückgriffs-
recht auf die Beklagte einzuräumen (Art. 111 ZPO).
5.3. Umtriebsentschädigung
In der Regel wird einer obsiegenden Partei, welche nicht durch einen Anwalt ver-
treten ist – mithin der Klägerin –, keine Entschädigung zugesprochen (URWYLER/
GRÜTTER, in: Brunner/Gasser/Schwander, a.a.O., Art. 95 N 25, m.w.H.). In be-
gründeten Fällen ist die Zusprechung einer Umtriebsentschädigung wie erwähnt
möglich. Die Klägerin macht keine Ausführungen zu ihrem Entschädigungsantrag.
Immerhin steht fest, dass die Klägerin eine – wenn auch kurze – Klageschrift ver-
fasst und diverse Beilagen eingereicht hat, ihr mithin entsprechende Aufwen-
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dungen entstanden sind. Vor diesem Hintergrund ist es angezeigt, der Klägerin
eine Umtriebsentschädigung zuzusprechen (vgl. dazu BSK ZPO-RÜEGG/RÜEGG,
a.a.O., Art. 96 N 22, m.w.H.), wobei ein Betrag in der Höhe von CHF 500.– als
angemessen erscheint.
Das Handelsgericht erkennt:
1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 37'640.95 zuzüglich Zins zu
5 % seit 22. August 2017 zu bezahlen.
Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin die Betreibungskosten von ins-
gesamt CHF 146.65 zu ersetzen.
Im Mehrbetrag (Zinsbetreffnisse vor dem 22. August 2017 und Betreibungs-
kosten über CHF 146.65 hinaus) wird die Klage abgewiesen.
2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Diet-
ikon (Zahlungsbefehl vom 6. September 2017) wird im Umfang von
CHF 37'640.95 zuzüglich Zins zu 5 % seit 22. August 2017 beseitigt.
Im Mehrbetrag (Zinsbetreffnisse vor dem 22. August 2017) wird der Antrag
auf Beseitigung des Rechtsvorschlags abgewiesen.
3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 3'500.–.
4. Die Gerichtsgebühr wird der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von der
Klägerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Für die der Beklagten aufer-
legte Gerichtsgebühr wird der Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Beklagte
eingeräumt.
5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Umtriebsentschädigung von
CHF 500.– zu bezahlen.
6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien.
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7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert von
30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000
Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwer-
de richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff.
(subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff.
des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streitwert beträgt
CHF 37'640.95.
Zürich, 7. Mai 2018 _ Handelsgericht des Kantons Zürich
Präsident:
Dr. George Daetwyler
Gerichtsschreiber:
Silvan Sdzuy
Urteil vom 7. Mai 2018 Rechtsbegehren: (act. 1 S. 1) Sachverhalt und Verfahren: A. Sachverhaltsübersicht a. Parteien und ihre Stellung i. Die Klägerin ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in C._ LU. Sie bezweckt den Handel mit und die Herstellung von Maschinen, Geräten und Materialien der Baubranche sowie Wartungs-, Reparatur- und Servicedienstleistungen an diesen Produkten (act.... ii. Die Beklagte ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in D._ ZH. Sie bezweckt die Durchführung von Abbrucharbeiten aller Art sowie die Erbringung sämtlicher damit zusammenhängenden Dienstleistungen (act. 11 S. 1). b. Prozessgegenstand Mit der vorliegenden Anerkennungsklage macht die Klägerin eine Forderung für Anpass- und Schleifarbeiten geltend, da die entsprechenden Rechnungen nicht bezahlt worden seien.
B. Prozessverlauf Mit Eingabe vom 19. Dezember 2017 (Datum Poststempel) reichte die Klägerin hierorts die Klage ein (act. 1). Mit Verfügung vom 21. Dezember 2017 wurde die Klägerin zur Leistung eines Gerichtskostenvorschusses von CHF 4'600.– sowie zur Einreichung eines...
Erwägungen: 1. Formelles 1.1. Zuständigkeit und Verfahrensart Die örtliche Zuständigkeit des hiesigen Handelsgerichts stützt sich auf Art. 10 Abs. 1 lit. b i.V.m. Art. 46 ZPO und ist gegeben, da insbesondere die Beklagte ihren Sitz im Kanton Zürich hat. Die sachliche Zuständigkeit des hiesigen Handelsgerichts er... 1.2. Rechtsschutzinteresse Zwar besteht für die vorliegende Anerkennungsklage keine Klagefrist, eine Beseitigung des Rechtsvorschlags kann indes nur verlangt werden, wenn nicht schon die Frist zur Stellung des Fortsetzungsbegehrens gemäss Art. 88 Abs. 2 SchKG abgelaufen ist. Ei... 1.3. Übrige Prozessvoraussetzungen Auch die übrigen Prozessvoraussetzungen, welche von Amtes wegen zu prüfen sind (Art. 59 i.V.m. Art. 60 ZPO), erweisen sich als erfüllt und geben zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass. Damit ist auf die Klage einzutreten. 1.4. Versäumte Klageantwort 1.4.1. Die Beklagte hat, wie erwähnt, innert Frist keine Klageantwort im Sinne von Art. 222 Abs. 2 i.V.m. Art. 221 ZPO eingereicht. Weil sie sich damit zu den Vorbringen der Klägerin nicht geäussert hat, gelten die Tatsachenbehauptungen der Klägerin a... 1.4.2. Gemäss Art. 223 Abs. 2 ZPO trifft das Gericht bei definitiv versäumter Klageantwort einen Endentscheid, sofern die Angelegenheit spruchreif ist. Hierzu muss die Klage soweit geklärt sein, dass darauf entweder mangels Prozessvoraussetzungen nich... 1.4.3. Bei definitiv versäumter Klageantwort ordnet das Gericht weder einen zweiten Schriftenwechsel an noch lädt es zur Hauptverhandlung vor (BK ZPO-Killias, Bern 2012, Art. 223 N 10; Pahud, in: Brunner/Gasser/Schwander, Schweizerische Zivilprozesso... 1.4.4. Wie die nachfolgenden Ausführungen aufzeigen, erweist sich die Angelegenheit als spruchreif, weshalb androhungsgemäss ein Endentscheid zu fällen ist.
2. Materielles / unbestrittener Sachverhalt 2.1. Die Sachdarstellung der Klägerin (act. 1 S. 2) blieb aufgrund der versäumten Klageantwort unbestritten, und es besteht auch kein Anlass, an deren Richtigkeit zu zweifeln (Art. 153 Abs. 2 ZPO). Gestützt auf die klägerische Sachdarstellung und die ... 2.2. Die Beklagte hat eine Offerte für Anpass- und Schleifarbeiten verlangt. In der Folge wurde der Klägerin ein entsprechender "Auftrag" erteilt (act. 1 S. 2; act. 2/1-2). Gemäss den eingereichten Beilagen (Auftragsbestätigung und Rechnungen) erfolgt... 2.3. In der Folge stellte die Klägerin das Betreibungsbegehren, worauf das Betreibungsamt Dietikon am 6. September 2017 in der Betreibung Nr. ... den Zahlungsbefehl erliess (act. 1 S. 2; act. 2/12 Blatt 1). Dieser Zahlungsbefehl wurde der Beklagten bzw....
3. Rechtliches 3.1. Grundlagen Durch den Werkvertrag verpflichtet sich der Unternehmer zur Herstellung eines Werkes und der Besteller zur Leistung einer Vergütung (Art. 363 OR). Der Besteller hat die Vergütung bei der Ablieferung des Werkes zu zahlen (Art. 372 Abs. 1 OR). Wurde die... 3.2. Sachlegitimation / Forderung 3.2.1. Die Anpass- und Schleifarbeiten, welche gemäss den eingereichten Beilagen (act. 2/2-5) vom 27. Dezember 2016 bis am 16. Januar 2017 ausgeführt wurden, können ohne Weiteres unter den Werkvertrag gemäss Art. 363 ff. OR subsumiert werden. Dass die... 3.2.2. Sowohl Bestand als auch Höhe der streitgegenständlichen Forderung sind unbestritten geblieben. Insbesondere macht die Beklagte nicht geltend, die Arbeiten seien mangelhaft gewesen bzw. das Werk sei nicht gehörig abgeliefert worden sei. Die Bekl... 3.2.3. Damit ist der eingeklagte Anspruch auf Bezahlung der Forderung von CHF 37'640.95 ausgewiesen und die Beklagte – gemäss Ziff. 1 des Rechtsbegehrens – entsprechend zu verpflichten, der Klägerin CHF 37'640.95 zu bezahlen. 3.3. Zins Die Klägerin verlangt einen Verzugszins zu 5 %, führt jedoch nicht aus, ab welchem Datum dieser Zins zu berechnen sei. Der eingereichte Zahlungsbefehl nennt einen Zinsenlauf ab 31. Januar 2017 bzw. ab 17. Februar 2017 (act. 2/12), was jedoch unbeachtl... 3.4. Zwischenfazit Nach dem Gesagten ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin CHF 37'640.95 zuzüglich Zins zu 5 % seit 22. August 2017 zu bezahlen. Im Mehrbetrag (Zinsbetreffnisse vor dem 22. August 2017) ist die Klage abzuweisen. 3.5. Beseitigung des Rechtsvorschlags 3.5.1. Wird die in Betreibung gesetzte Forderung ganz oder teilweise zugesprochen, erfolgt die Beseitigung des Rechtsvorschlags in diesem Umfang. Die Forderung muss als notwendige Voraussetzung identisch sein mit derjenigen, die in Betreibung gesetzt ... 3.5.2. Demgemäss ist der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Dietikon (Zahlungsbefehl vom 6. September 2017) im Umfang von CHF 37'640.95 zuzüglich Zins zu 5 % seit 22. August 2017 zu beseitigen. Im Mehrbetrag (Zinsbetreffnisse... 3.6. Betreibungskosten 3.6.1. Die Klägerin verlangt in Ziff. 3 ihres Rechtsbegehrens, die Beklagte habe ihr die Kosten des Zahlungsbefehls, mithin Betreibungskosten, in der Höhe von CHF 249.95 zu ersetzen (act. 1 S. 1). Die Klägerin als Gläubigerin hat bei (mindestens teilw... 3.6.2. Weiter ist anzumerken, dass die eingereichte Rechnung des Betreibungsamtes Dietikon vom 25. September 2017 (act. 2/12 Blatt 2) lediglich die im Zahlungsbefehl vom 6. September 2017 (act. 2/12 Blatt 1) aufgeführten Kosten von insgesamt CHF 146.6... 3.6.3. Der Klarheit halber ist die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin die Betreibungskosten in der Höhe von insgesamt CHF 146.65 zu ersetzen. Im Mehrbetrag (Betreibungskosten über CHF 146.65 hinaus) ist die Klage abzuweisen.
4. Zusammenfassung / Fazit 4.1. Die Forderung der Klägerin gründet auf einem Werkvertrag betreffend Anpass- und Schleifarbeiten. Die Beklagte hat diese Forderung nicht beglichen. Die Klage ist daher gutzuheissen und die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin CHF 37'640.95 zuzüg... 4.2. Im Weiteren ist der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Dietikon (Zahlungsbefehl vom 6. September 2017) im Umfang von CHF 37'640.95 zzgl. Zins zu 5 % seit 22. August 2017 zu beseitigen. Im Mehrbetrag (Zinsbetreffnisse vor...
5. Kosten- und Entschädigungsfolgen 5.1. Kostenauflage im Allgemeinen 5.1.1. Bei der Anerkennungsklage richten sich die Kosten nach dem anwendbaren Verfahrensrecht, mithin nach der ZPO (und nicht nach der GebV SchKG). Es handelt sich dabei nicht um Betreibungskosten im Sinne von Art. 68 SchKG, für welche in der laufende... 5.1.2. Die Prozesskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Prozesskosten sind die Gerichtskosten (insbesondere die Gerichtsgebühr) und die Parteientschädigung (Art. 95 Abs. 1 und Abs. 2 lit. b ZPO). Als Parteientschädig... 5.2. Gerichtsgebühr 5.2.1. Die Höhe der Gerichtsgebühr bestimmt sich nach der Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG; Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG). Sie richtet sich in erster Linie nach dem Streitwert (§ 2 Abs. 1 lit. a GebV OG). Bei e... 5.2.2. Wie dargelegt, ist die Klage weitgehend gutzuheissen, jedoch hinsichtlich der Zinsen und der Betreibungskosten teilweise abzuweisen. Die Zinsen sowie die Betreibungskosten haben auf den Streitwert und damit auf die Kostenfestsetzung keinen Einf... 5.3. Umtriebsentschädigung In der Regel wird einer obsiegenden Partei, welche nicht durch einen Anwalt vertreten ist – mithin der Klägerin –, keine Entschädigung zugesprochen (Urwyler/ Grütter, in: Brunner/Gasser/Schwander, a.a.O., Art. 95 N 25, m.w.H.). In begründeten Fällen...
Das Handelsgericht erkennt: 1. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 37'640.95 zuzüglich Zins zu 5 % seit 22. August 2017 zu bezahlen. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin die Betreibungskosten von insgesamt CHF 146.65 zu ersetzen. Im Mehrbetrag (Zinsbetreffnisse vor dem 22. August 2017 und Betreibungskosten über CHF 146.65 hinaus) wird die Klage abgewiesen. 2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes Dietikon (Zahlungsbefehl vom 6. September 2017) wird im Umfang von CHF 37'640.95 zuzüglich Zins zu 5 % seit 22. August 2017 beseitigt. Im Mehrbetrag (Zinsbetreffnisse vor dem 22. August 2017) wird der Antrag auf Beseitigung des Rechtsvorschlags abgewiesen. 3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 3'500.–. 4. Die Gerichtsgebühr wird der Beklagten auferlegt und vorab aus dem von der Klägerin geleisteten Kostenvorschuss gedeckt. Für die der Beklagten auferlegte Gerichtsgebühr wird der Klägerin das Rückgriffsrecht auf die Beklagte eingeräumt. 5. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin eine Umtriebsentschädigung von CHF 500.– zu bezahlen. 6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien. 7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innert von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Beschwerde richten sich nach Art. 72 ff. ...