# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** eb57061f-558a-4b63-8daa-0311d9286f47
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1961,
arbeitete
bis
zum 17. August
2005 als Rei
nigungsmitarbeiterin im
Y._
teilzeitlich im Stunden
lohn (Urk. 8/10
/1-2, Urk. 8/25/11
). Sie leidet insbesondere an Unterarmbeschwerden
mit Ausstrahlung in den Nacken und in den Kopf
sowie an psychischen Be
schwerden (Urk. 8/9
/5,
Urk. 8/35/8,
Urk. 8/37
/1
,
Urk. 8/60
/23
-24, Urk. 8/60/27
).
Am 10. Feb
ruar 2006 meldete sich die Versicherte bei der Eid
genössischen In
vali
denver
sicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/3). Nach
Abklärung der medi
zini
schen und erwerb
lichen Verhältnisse und Durchführung des
Vor
be
scheidver
fahrens
(Vor
beschei
d vom 18. August 2006, Urk. 8/17
) wies die
So
zi
alversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich,
IV-Stelle
(nachfolgend: IV-Stelle),
das
Renten
begeh
ren
mit Ver
fügung vom 2. Oktober 2006 ab (Urk. 8/19).
Die dagegen erhobene Beschwerde
(Urk. 8/20
/3
) hiess das
Sozialversicherungs
ge
richt
des Kantons Zürich
mit Ur
teil vom 28. September 2007
(Verfahren Nr. IV.2006.00928)
in dem Sinne gut, dass die Sache zur er
gän
zenden Ab
klä
rung an die IV-Stelle zurück
gewiesen wurde (Urk. 8/28
/10
).
1.2
Die IV-Stelle holte in der Folge
namentlich
das psychiatrische Gutach
ten von Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
therapie, vom 20. Juni 2008 (Urk. 8/35) ein und liess eine Haushaltsabklärung durchführen (
Abklä
rungs
bericht
vom 15. Oktober 2008, Urk. 8/41). Mit Vorbescheid vom 2. Februar 2009 kündigte die IV-Stelle erneut die Abweisung de
s
Renten
begehrens
an (Urk. 8/43
). Dagegen erhob die Versi
cherte mit Schreiben vom 4. März 2009 Einwände (Urk. 8/50), woraufhin die IV-Stelle das
poly
disziplinäre
Gutachten des
A._
vom 17. September 2009 (Urk. 8/60) ein
holte. Mit Verfügung vom 4. Dezember 2009 wies die IV-Stelle das
Renten
begehren
bei einem
In
validitäts
grad
von 19 % bis August 2009 und von 0 % ab September 2009 erneut ab (Urk.
8/
64
).
Die dagegen erhobene Beschwerde vom 20. Januar 2010 (
Urk.
8/65/3-10
)
wies das
Sozialversicherungs
gericht
des Kan
tons Zürich
mit Ur
teil vom
31. Januar 2011 (Verfahren Nr. IV.2010.00068)
ab (Urk. 8/75).
1.3
Am 13. Mai 2013 meldete sich die Versicherte bei der IV-Stelle
unter Beilage des
Bericht
s
des
B._
vom 11. Juni 2012 (
Urk.
8/76/6-9), des damit identischen Berichts des
B._
vom 9. April 2013 (Urk. 8/76/2-8) und des Berichts des
C._
vom
21. März 2011
(
Urk.
8/
76/10-16
)
erneut zum Leistungsbezug an (Urk.
8/77
).
Die IV-Stelle kündigte mit Vorbescheid vom 18. Juni 2013 die Ab
weisung des Leistungsbegehrens an (
Urk.
8/86). Dagegen erhob die Versicherte unter Beilage der Berichte von
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 3. Juli 2013 (Urk. 8/87/1) und des
B._
vom
28. Juni 2013 (
Urk.
8/87/2-3
)
mit Schreiben vom 16. Juli 2013 Einwände (Urk. 8/88). Mit Verfügung vom 7. August 2013
wies
die IV-Stelle das
Leistungs
begehren
wie ankündigt ab (
Urk.
2)
2.
Dagegen
erhob
die Versicherte mit Eingabe vom
4. September 2013
Beschwerde und beantrag
t
e, es sei die Verfügung vom
7. August 2013
aufzuheben und es sei ihr eine Invalidenrente zuzusprechen
; eventualiter sei eine
Rück
w
ei
sung
an die Beschwerdegegnerin zu verfügen mit der Auflage, die Situation neu zu überprüfen, nötigenfalls unter
Beizug
eines neutralen
Gutachtens
(Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der
Be
schwerdeantwort
vom
7. Oktober 2013
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankhei
t oder Unfall sein (Art. 4 Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsun
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
träch
tigung zu be
rück
sichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitge
hend
objektiv bestimmt. Festzu
stellen ist, ob und in welchem Umfang die Aus
-
übung
einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung verein
bar ist. Ein psychischer
Gesundheitsscha
den
führt also nur soweit zu einer Er
werbs
unfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als ange
nommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49
E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Bestimmungen geben bei einem
Inva
liditätsgrad
von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Auf
ga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der An
teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behin
derung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der
Er
werbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter ande
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Per
son ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozia
len und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen
Invaliditäts
grades
verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung ein
getreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Renten
anspruch relevante Änderung des
Invaliditäts
grades
erfolgt ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Än
derung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesund
heitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beur
teilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Ge
sund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
Im Rahmen einer materiellen Revision (Art. 17 ATSG) ist die Ver
waltung ver
pflichtet, das neue Leistungsbegehren in tatsächlicher und recht
li
cher Hinsicht allseitig, das heisst nic
ht nur mit Bezug auf jenes
Sachver
halts
seg
ment
, in welchem eine Änderung glaubhaft gemacht worden ist, zu prü
fen. Dem
ent
sprechend ist das Sozialversicherungsgericht befugt (und ver
pflich
tet),
bei Bedarf Teilaspekte des Rechtsverhältnisses von Amtes wegen auf
zu
greifen, selbst wenn diese bereits in der früheren rechtskräftigen Ver
fügung be
ur
teilt wurden (Urteile des Bundes
gerichts
9C_813/2008
vom 8.
April 2009 E. 4.1 und 9C_206/2010 vom 8. Oktober 2010 E. 3.1 je mit Hinweisen).
1.5
1.5.1
Rechtsprechungsgemäss
kommt
grundsätzlich sämtlichen
pathogenetisch
-ätio
logisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare orga
ni
sche
Grundlage,
nur ausnahmsweise invalidi
sierender, das
heisst
einen Renten
anspruch begründender Charakter zu (Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG; grundlegend BGE 130 V 352
; b
islang: anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung: BGE 130 V 352, BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49;
Fibromy
algie
: BGE 132 V 65 E. 4; dissoziative Sensibilitäts- und Empfindungsstörung: Urteil des Bundesgerichts I 9/07 vom 9. Februar 2007 E. 4 in
fine
, in: SVR 2007 IV Nr. 45 S. 149; dis
sozia
tive Bewegungsstörung: Urteil des Bundesgerichts 9C_903/2007 vom 30. April 2008 E. 3.4;
Chronic
Fatigue
Syndrome [CFS; chro
nisches
Müdigkeits
syndrom
] und Neurasthenie: Urteile des Bundesgerichts
I 70/07 vom 14. April 2008 E. 5 und 9C_98/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2.2, in: SVR 2011 IV Nr. 17 S. 44, und 9C_662/2009 vom 17. August 2010 E. 2.3, in: SVR 2011 IV Nr. 26 S. 73; spezi
fische und unfalladäquate HWS-Verletzungen [Schleudertrauma] ohne orga
nisch nachweisbare Funktions
-
ausfälle: BGE 136 V 279;
nicht
orga
nische
Hypersomnie
: BGE 137 V 64 E. 4; leichte
Persönlichkeits
ver
ände
rung
bei chro
nischem Schmerzsyndrom:
Urteil 8C_167/2012 vom 15. Juni 2012 E. 5.2 und 6.1; vgl. Aufzählung in: BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3)
. Ent
scheidend ist, ob und inwiefern die versicherte Person über psychi
sche Res
sour
cen verfügt, die es ihr erlauben, trotz ihren subjektiv erlebten Schmerzen einer Arbeit nachzugehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.4;
127 V 294 E. 4b/cc in
fine
und E. 5a unten). Umstände, die bei Vorliegen eines solchen Krankheitsbildes die Ver
wertung der verbliebenen Arbeitskraft auf dem Arbeits
markt als unzu
mutbar erscheinen lassen können, sind die erhebliche Schwere, Intensität, Ausprägung und Dauer des psychischen Leidens (
Komorbidität
), chronische körperliche Begleiterkrankungen mit mehrjährigem
Krankheits
verlauf
bei unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerfristige Remission, sozialer Rück
zug, ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr
angeh
barer
inner
seelischer
Ver
lauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden
Kon
fliktbewälti
gung
(primärer Krankheitsgewinn), unbefriedigende Ergebnisse von konsequent durchgeführten Behandlungen (auch mit unter
schiedlichem thera
peutischem Ansatz) und gescheiterte
Rehabilitations
mass
nahmen
bei vorhande
ner Motiva
tion und Eigenanstrengung der ver
sicherten Person (BGE 132 V 65 E. 4.2.2; 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil 9C_1061/2009 vom 11. März 2010 E. 5.4.3.1.1). Umge
kehrt sprechen unter anderem eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschil
derten Schmerzen und dem gezeigten Ver
halten oder der Anamnese, die Angabe intensiver in der Umschreibung vager Schmerzen oder behauptete schwere Einschränkungen im Alltag bei weitgehend intaktem psy
chosozialen Umfeld gegen das Vorliegen
eines invalidisierenden
Ge
sund
heits
schadens
(BGE 131 V 49 E. 2. 1; zum Ganzen: Urteil des Bundes
gerichts 9C_736/2011 vom 7. Februar 2012 E. 1.1).
1.5.2
Die fachärztlichen Stellungnahmen zum psychischen Gesundheitszustand und zu dem aus medizinischer Sicht (objektiv) vorhandenen Leistungspotenzial bil
den unabdingbare Grundlage für die Beurteilung der Rechtsfrage, ob und gege
benenfalls inwieweit einer versicherten Person unter Aufbringung allen guten Willens die Überwindung ihrer Schmerzen und die Verwertung ihrer verblei
benden Arbeitskraft zumutbar ist oder nicht (BGE 130 V 352 E. 2.2.5). Bei ihrer Einschätzung der psychischen Ressourcen des Exploranden oder der Exploran
din, mit den Schmerzen umzugehen, haben die begutachtenden Ärzte notwen
digerweise auch die in E. 1.5.1
hievor
genannten Kriterien zu beachten (BGE 135 V 201 E. 7.1.3, 130 V 352 E. 2.2.4), sich daran zu orientieren. Insbesondere haben sie sich dazu zu
äussern
, ob eine psychische
Komorbidität
oder weitere Umstände gegeben sind, welche die Schmerzbewältigung behin
dern (SVR 2008 IV Nr. 23 S. 71, I 683/ 06 E. 2.2). Nicht erforderlich ist, dass sich eine psychiat
rische Expertise in jedem Fall über jedes einzelne der genannten Kriterien aus
spricht;
massgeblich
ist eine Gesamtwürdigung der Situation (SVR 2005 IV
Nr. 6 S. 21, I 457/02 E. 7.4 mit Hinweis, nicht
publ
. in:
BGE 130 V 396
). Gestützt darauf haben die rechtsanwendenden Behörden zu prüfen, ob eine festgestellte psychische
Komorbidität
hinreichend erheblich ist und ob einzelne oder mehrere der festgestellten weiteren Kriterien in genügender Intensität und Konstanz vor
liegen, um gesamthaft den Schluss auf eine im Hinblick auf eine erwerbliche Tätigkeit nicht mit zumutbarer
Willens
anstrengung
überwindbare
Schmerzstö
rung
zu erlauben (Urteil des Bundes
gerichts 9C_482/2010 vom 21. September 2010 E. 4.3). Die Prüfung
schliesst
die Beurteilung der Frage ein, inwiefern die ärztliche Einschätzung der psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit
invaliditäts
fremde
Gesichtspunkte (insbesondere psychosoziale und soziokultu
relle
Belas
tungsfaktoren
) mitberücksichtigt (zum Ganzen: Urteil des Bundesge
richts 9C_736/2011 vom 7. Februar 2012 E. 1.2 mit weiteren Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung
gestützt auf die Stellungnahmen von Dr. med.
E._
, Fachärztin für Arbeits
medi
zin und Allgemeinmedizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 17. Juni 2013 (Urk. 8/84/2) und vom 5. August 2013 (Urk. 8/90/2)
auf den Standpunkt,
i
m Jahr 2011 sei vom Gericht unumstösslich befunden worden, dass die
so
matoforme
Schmerzstörung überwindbar sei. A
us den eingereichten Unterlagen würden sich keine
neuen Be
funde, IV-relevanten Diagnosen und
Funktionseinschränkungen
ergeben.
Die von
Dr.
D._
diskutierte Lumbago sei bereits bekannt, was auch auf die von
Dr.
F._
(vom
B._
) benannte De
pression zutreffe.
Eine Verschlechterung sei aus me
dizinischer Sicht nicht
ein
getreten
(Urk. 2)
.
2.2
Die
Beschwerdeführer
in macht dagegen geltend, sie sei seit dem Urteil des Sozial
versicherungsgerichts vom 31. Januar 2011 in regelmässiger medizi
ni
scher Behandlung
und verschiedentlich hospitalisiert worden.
Die Berichte von Dr.
D._
vom 3. Juli 2013, des
B._
vom 28. Juni, 9. April 2013 sowie des
C._
vom 21. März 2011
würden
eine deutliche Verschlechterung ihres psychi
schen Gesundheits
zustandes seit 2011 ausweisen.
Es werde von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen. Derartige Berichte und die Erkennt
nisse der Fachpersonen dürften nicht einfach als unbedeutend und unglaub
würdig zurückgewiesen werden. Es dränge sich auf, sich mit den ein
zelnen Erkennt
nissen der behandelnden Ärzte auseinanderzusetzen. Zumindest hätte die Beschwerdegegnerin bei dieser Sachlage ein aktuelles ärztliches Gutachten ver
anlassen müssen
. Zudem sei das rechtliche Gehör verletzt worden, indem die Beschwerdegegnerin im Vorbescheid nicht auf die eingereichten Berichte ein
ge
gangen sei und sich ohne weiter
e
Prüfung auf den Standpunkt gestellt habe,
zusätzliche medizinische
Abklärungen seien nicht notwendig
(Urk. 1 S. 3 ff.).
2.3
In Bezug auf die formelle Rüge
der
Verletzung
des
An
spruchs auf rechtliches Gehör
im
Vorbescheidverfahren
ist festzuhalten, dass die
Be
schwerdegegnerin
im angefochtenen Entscheid
,
wenn auch kurz
,
so doch unmissverständlich
begründete,
dass
sie
eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheits
zustandes
mangels neuer Befunde, Diagnosen und Funktionseinschränkungen bei be
kannter Lumbalgie und Depression
nicht als ausgewiesen erachte
(Urk. 2 S.
1
f.).
D
i
e
Beschwerdeführer
in
vermochte den Entscheid damit sach
gerecht an
zu
fech
ten und konnte
ihr
Anliegen mit
der
Beschwerde gegen die Verfügung vom
7. August 2013
(Urk. 2) vor einer Be
schwerde
instanz vortragen, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüft (vgl. BGE 127 V 431 E. 3d/
aa
).
Eine Verletzung der
Be
gründungs
pflicht
respek
tive des Anspruchs auf rechtliches Gehör (
Art. 42 ATSG, Art. 57a Abs. 1 IVG, Art. 29 Abs. 2 der Bundes
verfassung, BV; vgl. BGE 124 V 180 E. 1a)
, welche die Aufhebung der angefochtenen Verfügung aus formellen Gründen rechtfertigen würde,
ist darin nicht zu erblicken, zumal sich die Verwaltung
recht
sprechungsgemäss
auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichts
punkte be
schrän
ken kann und sich nicht ausdrücklich mit jeder
tatbeständlichen
Behaup
tung und jedem recht
li
chen Einwand auseinan
dersetzen muss (BGE 124 V 180 E. 1a und E. 2b mit Hin
weisen, 126 V 75 E. 5b/
dd
; Urteil des Bundesgerichts I 614/06 vom 3. Oktober 2006 E. 3.2).
2.4
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Invalidenrente. Aufgrund der
Neuanmeldung
vom
13. Mai 2013
(
Eingang: 16. Mai 2013;
Urk.
8/77)
kommt ein al
lfälliger Rentenanspruch der
Be
schwerdeführerin
frühestens ab dem 1. Novem
ber 201
3
in Frage (vgl. Art. 29 Abs. 1
IVG).
Da die
Beschwerdegegnerin auf die
Neuanmeldung
eingetreten
ist, hat da
s Ge
richt in materiell
-
rechtlicher Hinsicht zu prüfen, ob sich der Invaliditätsgrad seit
der abweisenden Ver
fügung vom
4. Dezember 2009
(Urk.
8/64
),
bestätigt mit Urteil vom 31. Januar 2011 (Urk. 8/75),
bis zum Er
lass
der angefochtenen Ver
fügung vom
7. August
2013 (Urk. 2) in leistungs
begründendem
Ausmass verän
dert hat. Die angefoch
tene Ver
fügung bildet da
bei recht
sp
re
chungsgemäss die zeitliche Grenze der richter
lichen Über
prüfungs
be
fugnis (BGE 132 V 220 E. 3.1.1,
122 V 77 E. 2b, Urteil des Bundes
ge
richts
8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2, je mit Hin
weis).
3.
3.1
Im Urteil
IV.2010.00068
vom
31. Januar 2011
wurde festgehalten, dass
die von der Beschwerdeführerin geklagten Be
schwerden,
namentlich
Unter
arm
schmer
zen
mit Ausstrahlung in den Nacken
, ausser chronischen
Tendo
myosen
keinem bestimmten
soma
tischen Korrelat
hätten
zugeordnet werden
könn
en
.
Die leich
ten dege
nerativen Ver
änderungen der Halswirbelsäule (HWS) mit
medio
lateraler
rechter
Diskus
protrusion
C5/C6 und C6/C7 ohne
Wurzel
kompression
, ohne
Spinalkanal
ste
nose
, ohne Myelo
pathie und ohne
foraminale
Stenose (
Mag
netresonanz
tomo
graphie
[MRT] der HWS im
G._
vom Juni 2005; Urk.
8/60/55)
wurden als nicht beschwerdeverursachend beurteilt und eine Arbeitsunfähigkeit in somatischer Hinsicht wurde letztlich gestützt auf das
A._
-Gutachten vom 17. Sep
tember 2009 (Urk. 8
/60
/
37)
verneint
. Und zwar hatten die
A._
-Gutachter in somatischer Hinsicht als Diagnose
n
ohne Aus
wirkung
auf die Arbeitsfähigkeit
jene einer muskulären
Dysbalance
am Schul
tergürtel beidseits (
Trapezius
), eines leichten
Hallux
valgus
beidseits, des Status nach
Azinuszell
karzinom
der
Parotis
links 1998, des Status nach lateraler
Paro
tidektomie
am 15.
Januar 1998, des Status nach
adjuvanter
Chemotherapie sowie der Strahlen
therapie im HWS-Bereich, der Adipositas (BMI = 34.4) sowie des Status nach Venenstripping beidseits vor Jahren
und im Übrigen die Diag
nose einer un
spezifischen Schmerzfehlentwicklung gestellt. Die sub
jektiv ange
gebenen Ein
schränkungen würd
en sich allein aufgrund des subjekti
ven Erlebens nicht aber objektiv begründen lassen
(
Urk. 8/60/35-
37
; Urteil IV.2010.00068 vom 31. Januar 2011
E. 4.2
; Urk. 8/75/6-7
).
In psychischer Hinsicht wurde
im Urteil
das Vorliegen einer
erheblichen
depres
siven Störung
für die Zeit bis mindestens Juni 2008
gestützt auf das
Gutachten von Dr.
Z._
vom 20. Juni 2008
(Urk.
8/35
)
und
im Übrigen gestützt auf
das
A._
-Gutachten vom 17. Sep
tember 2009 (Urk. 8/60) verneint.
Dr.
Z._
hatte
eine leichte de
pressive Störung mit zwar langjährigem, aber
leichtgradigem
Verlauf respek
tive eine
Dysthymia
(ICD-10 F34.1), akzentuierte
Persön
lich
keits
züge
mit
histrionischen
, narzisstischen und passiv aggressiven An
teilen (ICD-10 Z73.1) und eine an
haltende
somato
forme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) diag
nostiziert
(Urk. 8/35
/7-8
). Die Gutachter des
A._
waren zum Schluss ge
kom
men, dass die
psychiatrischen Diagnosen einer un
spezifischen
Schmerz
fehlent
wicklung
sowie einer rezidivie
renden depressiven Störung, aktuell re
mittiert (ICD-10 F33.4; Urk. 8/60/43), weder aktuell noch retro
spektiv (abge
sehen von
den kurzen Phasen der
Hospitali
sationen
) eine Aus
wirkung auf die Arbeitsfä
higkeit gehabt hätten
(Urk. 8/60
/35
-
37
).
Eine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit in Bezug auf die angestammte, im Umfang eines 70%igen Pen
sums ausge
übten Erwerbstätigkeit wurde
im Urteil
daher verneint
(Urteil IV.2010.00068 vom 31. Januar 2011 E.
4.3-4
.4.3
; Urk. 8/75/7-
12
).
Das Gericht führte im Urteil IV.2010.00068 vom 31. Januar 2011 zudem aus, dass
es sich
selbst unter der Annahme der damals vom
B._
gemäss dem
Bericht vom 28. Februar 2009
diagnostizierten
mittelgradigen depres
siven Epi
sode
(Urk. 8/59 S. 1)
und auch unter Berücksichtigung der von d
en
A._
-Gut
achtern und von Dr.
Z._
gestellten
Diagnosen
bei den depressiven Symp
to
men
jedenfalls
um (reaktive) Be
gleit
erscheinungen der
(von
Dr.
Z._
und den
B._
-Ärzten diagnostizierten)
anhaltenden
somato
formen
Schmerzstörung und nicht um ein selbständiges, vom psycho
genen Schmerzsyndrom losgelöstes de
pressives Leiden im Sinne einer
psychisch ausge
wiesenen
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Intensität, Au
sprägung und Dauer handle.
Auch die übri
gen Kriterien, welche rechtsprechungsgemäss ausnahmsweise gegen die Zu
mut
barkeit einer willent
lichen Schmerzüber
windung und eines Wiedereinstiegs in den Arbeitsprozess
sprechen könnten (vgl. E. 1.5 hiervor und
BGE 130 V 35
E.
2.2.3 mit Hinweisen
)
,
wurden
verneint
(Urteil IV.2010.00068 vom 31. Januar 2011 E. 5; Urk. 8/75/16-19).
Abschliessend wurde sowohl in somatischer Hinsicht, als auch
in Bezug auf die Schmerzstörung und die depressive Symptomatik
eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiterin im
Y._
respek
tive in einer Tätigkeit
ohne beson
dere Anfor
derungen an die Stress- und
Frust
rationstoleranz
oder die kognitiven Fähigk
eiten sowie an das Umstellungs- und
Anpassungsvermögen
im bisherigen Umfang von 70
%
bestätigt
. Auch
in Bezug auf die rund 30%ige
Haushalts
tätigkeit
der Be
schwerde
führerin wurde
in Abweichung des Ergebnisses der
Haushaltsabklärung vom 14. Oktober 2008 (Ein
schränkung von rund 50 %; Urk. 8/41/6) eine relevante somatische oder psychische Gesundheitsbeeinträchtigung,
mit der
eine erhebliche Einschränkung der Leistungsfähigkeit in diesem Bereich hätte
ausgewiesen werden
können, verneint
(Urteil IV.2010.00068 vom 31. Januar 2011 E. 6; Urk. 8/75/19-20).
Von dieser Sachlage ist als Vergleichsbasis auszugehen.
3.2
3.2.1
Mit der
Neuanmeldung
vom
13. Mai
2013 machte
die Beschwerdeführerin
eine zu
nehmende Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes seit 2005, eine schwere
Depression, eine
somatoforme
Schmerzstörung und
Rücken
be
schwer
den
geltend (Urk. 8/77/6).
3.2.2
In somatischer Hinsicht erklärte
Dr.
D._
im Bericht vom 3. Juli 2013, der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich
während des letzten Jahres weiterhin verschlechtert, insbesondere seien neu belastungs- und
bewe
gungsabhängige
Lumbalgien mit
Lumbo
ischialgien
mit Ausstrahlungen ins rechte Bein
, verbunden mit
Dysästhesien
und
Parästhesien
über dem
Dermatom
L5 rechts bei Diskushernie L4/5 und L5/6
aufgetreten.
Dr.
D._
stellte die folgen
den Diagnosen: Chronisches
lumboradikuläres
Reizsyndrom L5 rechts bei
Discushernie
L4/5 und L5/S1 bei/mit medianer
Protrusion
L1/2 und L2/3 sowie L3/4, chronisches
Cervico
vertebralsyndrom
bei multivektoriellen
Protrusionen
C5/6, C6/7 und
Osteo
chondrosen
C5-C7 bei/mit
Spondylarthrose
C3/4 mit
ossärer
Foramen
stenose
links, depressive Entwicklung.
N
ach wie vor würden
Cervicalgien
und
Cervicobrachialgien
bei
Protrusionen
C5/6 und C6/7 bestehen. Auf
grund der permanenten Schmerzen habe sich auch ihr psychischer Zustand mit Zunahme der Depression verschlechtert, wobei sie unter regelmässiger psy
chiatrischer Behandlung stehe und auf regelmässige Einnahme von Anti
depres
siva angewiesen sei.
Ohne Berücksichtigung der zusätzlichen Ein
s
chrän
kung durch die depressive
Symptomatik bestehe r
ein theoretisch eine Arbeits
fähigkeit mit ausschliesslich adaptierter Belastung von
maximal 50
% (Urk. 8/87/1).
3.2.3
Entgegen der
Ansicht der
Beschwerdegegnerin
handelt es sich bei der von Dr.
D._
geschilderten Verschlechterung des somatischen Gesundheits
zustan
des aufgrund der neu hinzugetretenen belastungs- und
bewe
gungsab
hängige
n
Lumbalgien mit
Lumbo
ischialgien
nicht um Beschwerden, die bereits früher bestanden hatte
n
. Gemäss der medizinischen Aktenlage, auf welche sich die leistungsabweisende Verfügung vom 4. Dezember 2009 (Urk. 8/64) gestützt hatte, waren in somatischer Hinsicht allein Unterarm-, Nacken- und
Kopf
be
schwerden
geklagt und festgehalten worden
(Urk. 8/9/5, Urk. 8/35/8, Urk. 8/37/1,
Urk. 8/60/23
-24
)
.
Damit
ist eine
Ver
schlechterung des
somatischen
Gesund
heitszustandes
ausgewiesen
.
3.2.4
Aber auch in psychischer Hinsicht ist eine Verschlechterung des Gesundheits
zustandes nicht ohne
Weiteres
auszuschliessen.
Zwar hatten die Ärzte des
B._
, wo die Beschwerde
führe
rin vom 5. November 2008 bis 5. Januar 2009 in der Tagesklinik behandelt worden war,
schon
im Bericht vom 28. Februar 2009 nebst der Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) die Diagnose einer mittel
gradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) gestellt und auf eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit der Beschwerde
führerin geschlossen (Urk. 8/59
/1-4
).
Dies wurde
im
A._
-Gutachten, auf
welches
das Gericht im Urteil vom
31. Januar 2011 abstellte (vgl. insbesondere E. 4.4.2-3, Urk. 8/75/11),
indes aufgrund der dort angegebenen Befunde als nicht nach
vollziehbar beurteilt. Zudem
wurden die im darauf folgenden Bericht des
B._
vom 9. März 2010 aufgeführten
Befunde, Symp
tome und Fremdanamnesen
ebenso wie der ange
ge
bene Hamilton-Skala-Wert von
29, der
fremdanam
nes
tisch
für eine schwere Depression spreche
, sowie die wiederum attestierte 100%ige Arbeits
un
fähigkeit
(Urk. 8/73/14-15)
,
im Urteil vom 31. Januar 2011 nicht berücksichtigt, weil deren Erhebung im Feb
ruar 2010, mithin erst nach dem damals mass
geblichen Beurteilungszeitraum bis
zum Erlass der
Ver
fügung vom 4. Dezember 2009
stattfand (E. 4.4.4, Urk. 8/75/12).
Aus dem Bericht des
B._
vom 9. April 2013
(Urk. 8/76/2-5), der identisch ist mit jenem vom 11. Juni 2012 (Urk. 8/76/6-9),
geht zudem
nunmehr
hervor, dass die Beschwerdeführerin im Jahr 2011 zweimal in der
H._
insgesamt während 9 Wochen hospitalisiert
war
und dort die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode, einer anhaltenden
soma
toformen
Schmerzstörung
und der
Verdacht auf
eine
Panik
störung
gestellt w
ur
den
.
Im Mai 2012 habe die Beschwerdeführerin mit Tabletten ein Suizidversuch unternommen, wobei die Tabletteneinnahme vom Ehemann aller
dings habe verhindert werden können.
Der Hamilton-Skala-Wert liege mittler
weile
(im Jahr 2012)
zudem bei 30 und spreche damit für eine schwere Depres
sion, während der frühere Hamilton-Skala-Wert von 29 unter Einbezug aller Informationen
noch
für eine
mittel
gradige Depression gesprochen habe
.
Als Diagnose sei daher eine schwere d
epressive Episode (ICD-10 F32.2) zu stellen
. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(allein)
aufgrund der Depression, den deut
lichen neuropsychologischen Einschränkungen und des positiven sowie nega
tiven Leistungsbildes, bestätigt durch die Fremdanamnese, au
ch
für
leidens
ange
passte
Tätigkeiten
(Urk. 8/76/3
; vgl. auch Bericht des
B._
vom 28. Juni 2013, Urk. 8/87/2-3
).
Eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wurde gemäss dem Bericht
vom 21. März 2011 auch von den Ärzten des
C._
attestiert, wo die Beschwer
deführerin seit 2006 in der interdisziplinären Schmerzbehandlung stehe (Urk. 8/76/14).
3.3
3.3.1
Damit sind gesundheitliche
Veränderungen aus
gewiesen, die eine
Neu
beur
tei
lung
rechtfertigen.
Bei gegebener
Aktenlage
kann indes nicht abschliessend beurteilt werden, ob und inwiefern sich der Gesundheitszustand der Be
schwer
deführerin in einem Aus
mass verschlechtert hat, der sich massgeblich auf
die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit
auswirkt. Denn auf den Bericht von Dr.
D._
(Urk. 8/87/1) kann in Bezug auf die attestierte 50%ige Arbeitsun
fähigkeit
ange
sichts
der bei der Beschwerdeführerin vorliegenden psychischen Über
lagerung mit
somatoformer
Schmerzstörung respektive
un
spezifischer
Schmerz
fehlent
wicklung
nicht abschliessend abgestellt werden.
Auch auf die Einschätzung
en
der behandelnden Ärzte des
B._
und des
C._
ist nicht ab
schliessend abzu
stellen. Denn einerseits fehlen die Berichte der
H._
aus dem Jahr 2011 in den Akten, andererseits ist angesichts de
s unspezifischen
Schmerz
syndroms
und der dazu gängigen Recht
sprechung hier eine interdisziplinäre Auseinandersetzung einzu
holen, welche sich
insgesamt mit den geklagten Beschwerden auch vor dem Hintergrund des sonstigen Verhaltens auseinander
setzt und
sich - unter Berücksichtigung allfälliger für die Arbeitsfähigkeit zusätzlich relevanter soma
tischer Befunde -
auch
zur Frage der
Komorbidität
und Überwindbarkeit
der
Schmerz
störung
und
der depressiven Symptomatik
äussert.
Die Gutachter haben sich auch zur Leistungsfähigkeit im Haushalt zu äussern.
3.3.2
Die Sache ist nach dem Gesagten an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen,
da
mit sie
eine solche interdisziplinäre medizinische Ab
klärung über die Arbeits
fähig
keit (retrospektiv chronologisch mindestens ab November 2012;
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG, zum möglichen Rentenbeginn ab November 2013, vgl. E. 2.4 hiervor) einholt. Vorab ist ein Bericht von der
H._
zu den stationären Be
hand
lung
en
im Jahr 2011 einzuholen. Dem Bericht des
C._
vom 21. März 2011 ist zudem zu entnehmen, dass am 11. Januar 2010 in der Klink
I._
am rechten Knie eine Arthroskopie mit
Teil
resektomie
durch
geführt worden
ist
. Über den Heilungsverlauf und allfällige Restbeschwerden wird allerdings nichts festgehalten (Urk. 8/76/11, Urk. 8/76/14). Es ist daher zunächst auch ein ent
sprechender Bericht von der Klinik
I._
und allenfalls vom Hausarzt ein
zu
holen.
Je nach Ergebnis der Abklärungen ist zudem ein
e
Haushalts
abklärung
durchzuführen
.
Die angefochtene Ver
fü
gung vom
7. August 2013
(Urk. 2) ist folglich aufzu
heben und die Be
schwerde in diesem Sinne gutzu
heissen.
4
.
Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs
leistungen betrifft, ist das Ver
fahren kostenpflichtig
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
. Nach ständiger Recht
spre
chung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. E. 5 mit Hinweisen). Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und un
abhängig vom Streitwert festzulegen,
ermessens
weise
auf Fr. 700.-- an
zusetzen und ent
spre
chend dem Ausgang des Verfahrens der
Be
schwerdegegnerin
aufzu
erlegen.
Der
Beschwerdeführerin
steht eine Prozessentschädigung zu, welche nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das
Sozialver
si
cherungs
gericht
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen auf Fr.
2‘000
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest
zusetzen ist.