# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ed4c1fd6-e564-41cc-8a62-98a5b66c60b5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1979,
Mutter
vo
n zwei Kindern Jg. 1998 und 2000
,
meldete sich am 1
8.
August 2017
ein erstes Mal bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
unter Angabe von Depressionen
zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/8
). Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen
unter
B
eizug
der Akten der Krankent
aggeldversicherung, welche eine psychiatrische
Begutachtung
bei
Dr.
med.
Y._
, Psychiatrie und Psychotherapie (Gutachten vom 2
6.
November 2017;
Urk.
6/19/17-30)
veranlasst hatte,
verfügte
die IV-Stelle am 1
3.
Februar 2018
, dass kein Anspru
ch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe (
Urk.
6/22
).
Am 1
5.
Februar 2019
meldete
sich
die Versicherte
unter Hinweis auf
Rücken
beschwerden (Bandscheibe)
erneut zum Leistun
gsbezug an (
Urk.
6/24
). Die IV-Stelle tätigte wiederum Abklärungen
und
zog erneut die
Akten
der Kranken
t
agge
ldversic
herung bei,
die den Gesundheitszustand der Versicherten mittels
ein
e
r
chirurgisch-orthopädisch
en
und
psychiatrisch
en Expertise
des
Z._
abgeklärt hatte
(
Gutachten
vom
7.
August 2019 [
Urk.
6/39
/4-47
]
). Mit
Verfügung vom 1
9.
Dezember 2019 ver
neinte die IV-Stelle erneut einen
Anspruch auf
IV-Leistungen (
Urk.
6/42).
Am
6.
April 2021 reichte die
ab
2
3.
März 2020
über die
A._
AG
, zuletzt ab
1.
Januar 2022
bei der
B._
AG als Customer Care Agent Professional tätige
Versicherte
(
Urk.
6/44/1
und
Urk.
6/57/1
)
eine weitere Anmeldung zum Leistungsbezug ein
(
Urk.
6/45)
. Z
ur
Art der gesund
heitlichen Beeinträchtigung
gab
sie
seit 2
2.
Juni 2020 bestehende Angstzustände, teilweise Schlafstörungen und
Depressionen
an
(
Urk.
6/45
Ziff.
6.1
). Die
IV-Stelle tätigte
wiederum
Ab
klärungen in erwerblicher Hinsicht und zog Berichte der behandelnden Ärzte
bei
.
Nachdem die Versicherte am 2
5.
August 2021 mitgeteilt hatte, dass sie ab Oktober 2021 wieder zu 100
%
arbeitsfähig sei (
Urk.
6/66)
,
stell
t
e die IV-Stelle mit Vor
bescheid vom 2
0.
September 2021 (
Urk.
6/70) die Verneinung eines Anspruchs auf IV-Leistungen in Aussicht.
Die Versicherte erhob keinen Einwand
.
M
it Ver
fügung vom
8.
November 2021 wies
die IV-Stelle
das Leistungsbegehren
ab
(
Urk.
2).
2.
Dagegen
erhob die Versicherte am
3.
Dezember 2021
Beschwerde (
Urk.
1)
und beantragte sinngemäss, es sei
die Verfügung vom
8.
November 2021
aufzuheben und
ihr
seien
die
Leistungen (IV-Rente)
zuz
usprechen. Die
Beschwerdegegnerin
beantragte in ihrer Beschwerdeantwort vom 2
8.
Januar 2022 (
Urk.
5) Abweisung
der Beschwerde
,
was der Beschwerdeführe
rin am
3.
Februar 2022
zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSV
), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen Einspracheentscheids eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsu
nfähigkeit im Sinne von Artikel
28 Abs. 1 lit. b IVG liegt gemäss Art.
29
ter
IVV vor, wenn die vers
icherte Person an mindestens 30
aufeinanderfolgenden Tagen voll arbeitsfähig war
.
1.4
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraus
setzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der ver
sicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E.
3a
, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (
Urteil des Bundes
gerichts
9C_351
/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf
BGE 117 V 198 E.
3a
, 109 V 108 E.
2b
).
1.5
Nach
Art.
43
Abs.
1 ATSG prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Aus
künfte ein (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt nach dem Untersuchungsgrundsatz abzu
klären, sodass gestützt darauf die Verfügung über die in Frage stehende Leistung
ergehen kann (Susanne
Leuzinger-Naef
, Die Auswahl der medizinischen Sach
verständigen im Sozialversicherungsverfahren [
Art.
44 ATSG], in: Riemer-Kafka/
Rumo-Jungo
, Soziale Sicherheit–Soziale Unsicherheit, Bern 2010, S. 413 f.). Auf dem Gebiet der Invalidenversicherung obliegen diese Pflichten der (zuständigen) Invalidenversicherungsstelle (
Art.
54 - 56 in Verbindung mit
Art.
57
Abs.
1 lit. c - g IVG).
Dabei hat die Verwaltung den Sachverhalt im Zeitpunkt der Verfügung zu erheben und im Beschwerdeverfahren das Sozialversicherungsgericht auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung eingetretenen Sachverhalt abzustellen (vgl. BGE 132 V 220 E. 3.1.1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid damit (
Urk.
2), dass
nach Erhal
t der Anmeldung am
8.
April 202
1
medizinische Unterlagen eingeholt worden seien. Diese
hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin s
eit 2
2.
Juni 2020 aufgrund
der
gesundheitlichen Situation in
der
bisherigen Tätigkeit ein
geschränkt
sei. Ab diesem Zeitpunkt habe
die gesetzliche Wartefrist
begonnen
und
diese
sei
am 2
1.
Juni 2021
beendet
worden
.
A
ufgrund der Berichte
sei die Beschwerdeführerin
ab
1.
Oktober 2021 wieder zu 100
%
arbeitsfähig
.
K
urz nach
Ablauf des Wartejahres
könne damit wieder
ein rentenaus
s
chliessendes Ein
kommen erziel
t werden.
Für
Leistungen der Invalidenversicherung müsste
aber
eine langanda
uernde
gesundheitliche Einschränkung vorliegen.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, ihrer psychischen Gesundheit
gehe
es nicht besser und Angststörungen und Panik häuften sich. Dies sei in den Berichten von
Dr.
Y._
und des Psychologen
C._
beschrieben.
3.
Mit Verfügung vom
1
9.
Dezember 2019
hat die Beschwerdegegnerin ein
en
A
n
spruch auf
IV-Leistung
en mit der Begründung abgewiesen, dass keine lang
andauernden gesundheitlichen Einschränkungen
bestünden
, welche einen Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit h
ätt
en
,
und eine Tätigkeit im Verkauf angepasst sei
(
Urk.
6/42)
. Nachdem sich die Beschwerdeführerin am
6.
April 2021
erneut zum Leistungsbezug angemeldet hat
(
Urk.
6/4
5
)
, ist vorab zu prüfen, ob die Voraus
setzungen hinsichtlich des Wartejahrs (
vgl. E
. 1.3 hiervor
) erfüllt sind.
Im Hinblick auf
die
Arbeitsunfähigkeiten der Beschwerdeführerin s
eit der
Ver
fügung vom 1
9.
Dezember 2019
ergeben die Akten Folgendes:
4.
4
.1
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
,
führte i
m Bericht vom
3.
Mai 2021 (
Urk.
6/
61/5-8
) aus, bei der Bes
chwerdeführerin
bestünden nach einem Einbruch in ihre Wohnung
seit
Juni 2020 eine
Angststörung mit wieder
holten Panikattacken
und im Verlauf eine
depressive Episode
.
Arztkonsultationen und Psychotherapie
würden einmal monatlich stattfinden. Dabei
seien gute Fort
schritte
erzielt worden, j
edoch
sei es nach Stresssituationen nach einem Konflikt mit dem Ex-Mann
zu
Rückfällen
gekommen.
Die
medikamentöse Therapie erfolge mit C
it
alopram 20
mg
und T
rit
tico 50 mg täglich.
Die Beschwerdeführerin sei in ihrer
Arbeitsfähigkeit
aufgrund von
Konzentrationsstörungen im Zusammenhang mit Schlafstörungen/Depression
limitiert
. Es wurden
folgende Arbeits
unfähigkeiten attestiert:
1
3.
bis 2
1.
August
2020
100%
2.
November
2020 bis
7.
Februar
2021
100
%
8.
Februar
bis
3.
März 2021
70
%
4.
März bis 3
1.
Mai 2021
100
%
Dazu führte er aus, m
it einer wahrscheinlichen Steigerung der Arbeitsfähigkeit könne ab Juli/August
2021 gerechnet werden und die Prognose sei gut.
4
.2
Gemäss dem
Ausdruck aus dem Lohnkonto vom 1
4.
Mai 2021 der
A._
SA (vgl. 6/
58 und 6/
59), bei welcher die Beschwerdeführerin vom 2
3.
März 2020 bis 1
9.
April 2021 angestellt
und der letzte
Arbeitstag
der
2
5.
Februar 2021
war
(
Urk.
6/57/1),
bezog
die Beschwerdeführerin in den Monaten September, November und Dezember 2020 sowie Januar und März 2021 Krankentaggelder.
4
.3
Im Schreiben vom 2
7.
August 2021 (
Urk.
6/67) teilte
Dr.
Y._
mit, er bestätige, dass die Beschwerdeführerin
ab
1.
Oktober 2021 voll arbeitsfähig sei.
4
.4
Im Zusammenhang mit dem Beschwerdeverfahren teilte
Dr.
Y._
mit Schreiben vom 1
6.
November 2021 (
Urk.
3
/1
) mit, bei der Beschwerdeführerin bestehe seit zirka Juni 2020 eine depressive Episode mit im Vordergrund ausgeprägter Angst
störung mit Panikattacken, welche durch diverse psychosoziale Stresssituationen ausgelöst
oder dadurch
exazerbiert
worden
sei
en.
Die Angststörung
sei
eine Zeit
lang gut
,
auch ohne Psychopharmaka
kontrolliert
worden. In den letzten Wochen sei es
jedoch zur
Verschlechterung
gekommen
, so dass die Konsultationen beim Psychologen
hätte
n
intensiviert
und die pharmakologische Behandlung wieder
habe
eingesetzt werden müssen.
Das Arbeitspensum
der Beschwerdeführerin betrage
aktuell 60
%
,
weil
me
hr in dem aktuellen Zustand und längerfristig nicht
zumutbar sei.
Der
Ansprung auf IV-Leistungen
sei von
SVA
jedoch abgelehnt worden und dieser
Entscheid
sei
zu
reevaluieren
mit dem Vorschlag auf 40
%
IV-Leistungen.
4
.5
Der Psychologe lic. phil.
C._
führte im
«
Verlaufsbericht ambulante Psycho
therapie
»
vom 2
6.
November 2021 (
Urk.
3/2 S. 2) aus, die Beschwerdeführerin sei im März 2021 mit destabilisierenden Ereignissen konfrontiert gewesen, was mit vermehrten P
anikattacken einhergegangen sei, die
zu einer erhöhten Brüchigkeit geführt und sich negativ auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt
hätten
. Die
Beschwerdeführerin habe
weiter funktionale Emotions- und Stressregulations
mechanismen
trainier
t
, was mit
einer langsam ve
rbesserten Stabilität einher
gegangen sei
. Im Sommer 2021
habe die
Behandlungsfrequenz auf einen Termin pro Monat reduziert werden
können.
Im November 2021
habe sie dann
erneut vermehrt auftretende Panikattacken
mit ausgeprägtem Rückzugsverhalten und massiven Ängsten
beklagt, sodass die Frequenz
der Therapie wieder
habe erhöht werden müssen
.
5
.
5
.1
D
er Beschwerdeführerin
wurde
im Oktober 2020
ärztlicherseits
keine Arbeits
unfähigkeit
attestiert. Dies stimmt mit den Angaben des letzten Arbeitgebers überein wonach
ihr
im Oktober 2020 keine Krankentaggelder
,
sondern
für geleistete Überstunden
gar
ein Überzeitzuschlag ausgerichtet wurde (
Urk.
6/59/1).
Inso
weit
die Beschwerdegegnerin das Wartejahr
im
Juni 2020 eröffnet hat, wurde diese
s
durch die
100%ige
Arbeitsfähigkeit im Oktober 2020
unterbrochen und war
ab
2.
November 2020
neu
zu eröffnen
(vgl. E. 1.3 hiervor)
.
Dies übersah die Beschwerdegegnerin, als sie in der angefochtenen Verfügung davon aus
g
ing, dass die Wartefrist im Juni 2021 endete (
Urk.
2 S. 1).
Das W
artejahr
wäre
-
eine ununterbrochene Arbeitsunfähigkeit
vorausgesetzt -
erst
am
1.
November 2021 ab
gelaufen
.
Indes meldete die Beschwerdeführerin a
m 2
5.
August 2021 selber, dass sie ab
Oktober 2021 wieder 100
%
arbeitsfähig sei (
Urk.
6/66).
Eine
100%ige
Arbeitsfähigkeit
bestätigte
in diesem Zusammenhang
auch
der behandelnde Arzt
Dr.
Y._
(E. 3.3
hiervor
). D
ass
die Beschwerdegegnerin
mit V
orbescheid vom 20.
September 2021
die Verneinung eines Anspruchs auf IV-Leistungen in Aus
sicht stellte
,
war damit in dem Sinne richtig
,
als
davon auszugehen
war
, dass die Beschwerdeführerin innerhalb des Wartejahrs die
100%ige
Arbeitsfähigkeit
während 30 Tagen
wieder erlangt
hat.
Im Verwaltungsverfahren
opponierte die Beschwerdeführerin
denn
auch nicht
dagegen
und
machte insbesondere auch
nicht geltend,
dass
nach
wiedererlangter
Arbeitsfähigkeit
eine
neue
Arbeits
unfähigkeit
aufgetreten
sei
.
5
.2
Inso
weit
Dr.
Y._
und der Psychologe
C._
erstmals
im
Zusammenhang mit der leistungsabweisenden Verfügung vom
8.
November 2021 in den Schreiben vom
1
6.
u
nd 2
6.
November 2021 (
Urk.
3
.4 und
Urk.
E. 3.5
)
geltend machen, dass es wieder zu
einer
Verschlechterung
der gesundheitlichen Situation gekommen sei,
ist einerseits
zu bemerken
, dass
die Berichte
nach Erlass der angefochtenen Ver
fügung und damit
ausserhalb des
entscheidrelevanten
Z
eitraums erstellt wurden.
Sodann
wies
Dr.
Y._
auf Veränderungen
«
in den letzten Wochen
»
und der Psychologe
C._
differenzierter auf im November 2021 erneut
auf
getretene
Panikattacken
mit ausgeprägtem Rückzugsverhalten und massiven Ängsten
hin.
Nach wiedererlangter
100%iger
Arbeitsfähigkeit
ab
1.
Oktober 2021 und der
erneuten
gesundheitlichen
Verschlechterung
im November 2021
war das Warte
jahr
aufgrund der vollen Arbeitsfähigkeit im Oktober 2021 erneut
unterbrochen und
begann im November 2021 neu zu laufen. D
ie
Anspruchsv
oraussetzungen
nach
Artikel 28
Abs.
1 lit. b IVG
in Verbindung mit
Art.
29t
er
IVV
sind
damit
nicht erfüllt (vgl. E. 1.3).
5
.3
Da das
Wartejahr
nicht erfüllt
ist
, ist nicht weiter zu prüfen
, ob sich die revisionsrechtlich relevanten Kriterien
(vgl. dazu E
.
1.4)
und dabei insbesondere der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Zeitraum zwischen dem Erlass der Verfügung vom 1
9.
Dezember 2019 (
Urk.
6/42) bis zum Erlass der vor
liegend angefochtenen Verfügung vom
8.
November 2021
(
Urk.
2)
in einer für
einen
Rentenanspruch relevanten Weise verändert haben.
Dies führ
t zur Abweisung der Beschwerde.
6
.
Das Verfahren ist kostenpflichtig und die Ger
ichtskosten sind dabei nach dem
Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und vorliegend auf
Fr.
4
00.-- anzuset
zen. Ausgangsgemäss sind sie der
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.