# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0e801877-19df-4334-a5fe-dea5d3e1d1c1
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am 29. April 1960 in C. geboren und wuchs bei seinen Eltern in F. auf. Nach dem Besuch der Primar- und Sekundarschule absolvierte er eine Lehre als Sanitärinstallateur und eine Zusatzlehre als Sanitärzeichner. Anschliessend bildete er sich zum Marketingplaner aus. Seit 1997 ist er Inhaber der Firma A. in L.. Im Jahre 2003 versteuerte er ein Reineinkommen von Fr. 83'600.-- und ein Reinvermögen von Fr. 430'900.--.
Seit 1988 ist X. mit E. verheiratet. Aus dieser Ehe sind zwei Kinder hervorgegangen.
Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X. nicht verzeichnet. An seinem Wohnort in F. geniesst er einen guten Leumund.
B. Am 20. Dezember 2004 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen X. eine Strafuntersuchung wegen falschen Zeugnisses und beauftragte das Untersuchungsrichteramt Chur mit deren Durchführung. Die Schlussverfügung wurde am 7. März 2005 erlassen. Mit Verfügung vom 13. September 2005 wurde X. wegen falschen Zeugnisses gemäss Art. 307 Abs. 2 StGB in Anklagezustand versetzt. Der gestützt auf Art. 346 StGB und Art. 47 StPO zu Handen des Bezirksgerichtes Imboden erhobenen Anklage liegt gemäss Anklageschrift vom 13. September 2005 der folgende Sachverhalt zu Grunde:
„Mit Eingabe vom 9. Januar 2004 instantierte Y. gegen die Firma A. beim Bezirksgerichtspräsidium Landquart eine Forderungsklage in der Höhe von Fr. 3'993.--, nebst Zins zu 5% seit 2. Oktober 2003. Zu diesem Streit war es gekommen, nachdem die Druckerei D. der Firma A. Einlageblätter für Präsentationsmappen geliefert hatte, die nicht ganz den Vorstellungen von X., dem Inhaber und Geschäftsführer der Firma A., entsprachen. Mit der Gestaltung der Einlageblätter war das Graphikatelier Y., F., beauftragt worden.
Am 5. Mai 2003 liess die Druckerei D. der Firma A. eine Offerte für die Herstellung der Präsentationsmappen zukommen. Später sind allerdings nur die Einlageblätter, nicht aber die Präsentationsmappen gedruckt worden.
Die erwähnte Offerte war Gegenstand zweier mündlicher Besprechungen zwischen Z. von der Druckerei D. und X.. Bei der ersten Besprechung wurde der Angeklagte darauf aufmerksam gemacht, dass die von ihm gewünschte mattschwarze Farbe auf den Einlageblättern nicht erreicht werden könne. Bei der zweiten Besprechung brachte X. das von ihm unterschriebene “Gut zum Druck“ in die Druckerei D..
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Im Rahmen des eingangs erwähnten Zivilprozesses wurde X. am 15. September 2004 rechtshilfeweise durch das Bezirksgericht Imboden als Zeuge einvernommen. Nachdem er vom Bezirksgerichtspräsidenten zur Wahrheit ermahnt, auf die Strafandrohung gemäss Art. 307 StGB aufmerksam gemacht und ins Handgelübde genommen worden war, gab er zu Protokoll, Y. sei für die Drucküberwachung verantwortlich gewesen. Erst nach dem Druck der Prospekte sei er in die Druckerei D. gegangen. Vor dem Druck habe er nie bezüglich der Papierqualität eingegriffen.
In der Konfronteinvernahme mit Z. gab der Angeklagte diese Sachverhaltsdarstellung im Wesentlichen zu. Er habe das “Gut zum Druck“ unterschreiben müssen, weil er sich unter grossem Zeitdruck befunden habe. X. legte Wert auf die Feststellung, dass er damals das Graphikatelier von Y. beauftragt habe, ihm diese Arbeit abzunehmen. Dieser hätte sich aber nicht um diesen Auftrag gekümmert und sei in die Ferien gereist, weshalb sich Z. direkt an ihn gewendet habe.“
C. In der schriftlichen Ergänzung der Anklageschrift stellte die Staatsanwaltschaft folgende Anträge:
„1. X. sei des falschen Zeugnisses gemäss Art. 307 Abs. 2 StGB schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er mit sechs Monaten Gefängnis zu bestrafen.
3. Dem Angeklagten sei der bedingte Strafvollzug zu gewähren, unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren.
4. Kostenfolge sei die gesetzliche.“
D. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Imboden am 18. Januar 2006 war der Verteidiger des Berufungsklägers, Rechtsanwalt lic. iur. Reto Lardelli, anwesend, nicht jedoch X., welcher um Dispensation ersucht hatte. Mit Urteil vom 18. Januar 2006, mitgeteilt am 13. März 2006, hat das Bezirksgericht Imboden wie folgt erkannt:
„1. X. ist schuldig des falschen Zeugnisses gemäss Art. 307 Abs. 2 StGB.
2. Dafür wird er mit sechs Monaten Gefängnis bestraft.
3. Der Vollzug der Gefängnisstrafe wird gestützt auf Art. 41 Ziff. 1 StGB unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben.
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
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- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 1'000.00
- der Gerichtsgebühr von Fr. 2'500.00
total somit Fr. 3'500.00
gehen zulasten des Verurteilten.

## Considerations