# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 78b4f983-fa83-4e28-bee8-6bc1eb6ce342
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die Y._ gewährte X.A._ am 29. Januar 2013 ein Darlehen im Betrag von CHF 1'350'000.00 zur Finanzierung des Erwerbs der B._ (Grundstück Nr. _, Plan Nr. _, Grundbuch O.1_), einer Berghütte mit Restaurationsbetrieb, welche X.A._ zuvor im Rahmen eines konkursrechtlichen Verwertungsverfahrens ersteigert hatte. Zur Sicherstellung des Darlehens vereinbarten die Parteien unter anderem, dass der Darlehensnehmer zu Gunsten der Darlehensgeberin einen Register-Schuldbrief über CHF 1‘400‘000.00 zu Lasten der von ihm aus der Konkursmasse erworbenen Liegenschaft errichtet. Der entsprechende Pfandvertrag wurde gleichentags öffentlich beurkundet und am 30. Januar 2013 im Grundbuch eingetragen, worauf die Y._ das Darlehen durch Überweisung eines Betrages von CHF 1‘323‘608.00 an das Konkursamt Prättigau/Davos und des Restbetrages von CHF 26‘392.00 auf ein Konto der X._ ausbezahlte. Das Darlehen war gemäss Ziffer 5 des Darlehensvertrages mit einem Minimalzinsfuss von 5%, fällig jeweils per Quartalsende, zu verzinsen und sollte im Betrag von CHF 125‘000.00 innert 10 Tagen nach Vornahme der Auszahlung seitens des Konkursamtes Prättigau/Davos zurückbezahlt werden; für den Restbetrag des Darlehens wurde eine Laufzeit von maximal zwei Jahren, gerechnet ab dem Tage der Auszahlung des Darlehens, vereinbart.
B. In ihrem Darlehensvertrag hatten die Parteien ferner vorgesehen, dass der Darlehensnehmer die Liegenschaft B._ unmittelbar nach seiner Eintragung als Eigentümer an die neu zu gründende X._ übertragen und er der Darlehensgeberin an allen von ihm gehaltenen Stammanteilen an dieser GmbH Sicherheiten in Form von Kauf- und Pfandrechten einräumen werde. Mit Kaufvertrag vom 13. Februar 2013 brachte X.A._ das Grundstück infolgedessen zum Preis von CHF 1‘400‘000.00 an die zwischenzeitlich errichtete X._ ein. Letztere bezahlte den Kaufpreis durch Übernahme der durch den Register-Schuldbrief gesicherten Darlehensschuld von CHF 1‘350‘000.00, während ihr X.A._ für den Restbetrag von CHF 50‘000.00 seinerseits ein Darlehen gewährte. Bereits mit Vertrag vom 29. Januar 2013 hatte X.A._ zudem dem einzelzeichnungsberechtigten Verwaltungsrat und Alleinaktionär der Y._, C._, ein Kaufrecht an den Stammanteilen der X._ eingeräumt. Die Ausübung des Kaufrechts stand unter der aufschiebenden Bedingung, dass das von der Y._ gewährte Darlehen bis zum 30. Januar 2015 nicht vollständig zurückbezahlt werde. Seit der Gründung der X._ fungierte C._ überdies
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als deren Geschäftsführer, wobei er wie der als Gesellschafter und Vorsitzender der Geschäftsführung eingetragene X.A._ kollektiv zu zweien zeichnungsberechtigt war.
C. Nachdem eine Rückzahlung des Darlehens bis dahin unterblieben war, machte C._ im Februar 2015 von seinem Kaufrecht an den Stammanteilen der X._ Gebrauch und liess sich im März 2015 als alleinigen Gesellschafter und Geschäftsführer der X._ im Handelsregister eintragen. Dagegen setzte sich X.A._ zur Wehr und erhob am 12. Januar 2017 beim Regionalgericht Prättigau/Davos Klage auf Feststellung seiner Gesellschafterstellung. Mit Entscheid vom 3. August 2017, mitgeteilt am 20. September 2017, hiess das angerufene Gericht die Klage gut und stellte fest, dass X.A._ alleiniger Gesellschafter der X._ ist. Es war zum Schluss gekommen, dass die Einräumung des Kaufrechts an den Stammanteilen der X._ gegen das pfandrechtliche Verbot von Verfallsgeschäften (Art. 894 ZGB) verstosse und deshalb ungültig sei. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Seit dem 2. November 2017 ist X.A._ als Gesellschafter und Geschäftsführer der X._ (mit Einzelunterschrift) im Handelsregister eingetragen.
D. Noch während des Streits um die Gesellschafterstellung hatte die Y._ beim Betreibungs- und Konkursamt der Region Prättigau/Davos eine Betreibung auf Pfandverwertung gegen die X._ über den Betrag von CHF 1‘350‘000.00 zuzüglich Zins eingeleitet. Da der damals sowohl für die Gläubigerin als auch für die Schuldnerin handelnde C._ keinen Rechtsvorschlag gegen den ihm zugestellten Zahlungsbefehl erhoben hatte, nahm das Betreibungsverfahren seinen Fortgang, bis X.A._, der erst durch die Verwertungsmitteilung vom 16. Mai 2017 davon Kenntnis erlangt hatte, das Betreibungsamt über das hängige Gerichtsverfahren informierte und ein Zuwarten mit der Steigerungspublikation erreichte. In der Folge gelangte X.A._ in eigenem Namen wie auch namens der X._ mittels betreibungsrechtlicher Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden, welches den Zahlungsbefehl vom 8. November 2016 mit Entscheid vom 9. November 2017 (KSK 17 34) wegen ungültiger Zustellung aufhob.
E. Auf Begehren der Y._ vom 20. Oktober 2017 stellte des Betreibungsamt Prättigau/Davos am 31. Oktober 2017 unter der Betreibungsnummer _ einen Zahlungsbefehl für die Betreibung auf Verwertung eines Grundpfandes gegen die X._ für einen Forderungsbetrag von CHF 2‘000‘000.00 zuzüglich Zins von 5 % seit dem 1. Oktober 2017 sowie
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den ausstehenden Darlehenszins bis 30. September 2017 im Betrag von CHF 124‘030.20 aus. Als Forderungsurkunden waren auf dem Zahlungsbefehl vermerkt: der Darlehensvertrag und der Pfandvertrag vom 29. Januar 2013 zwischen der Y._ und X.A._ sowie der Kaufvertrag vom 13. Februar 2013 zwischen X.A._ und der X._. Die X._ erhob am 1. November 2017 Rechtsvorschlag gegen den Zahlungsbefehl.
F. Mit Eingabe vom 13. November 2017 stellte die Y._ beim Regionalgericht Prättigau/Davos den Antrag, es sei in der Betreibung Nr. _ des Betreibungs- und Konkursamtes der Region Prättigau/Davos (Zahlungsbefehl vom 31. Oktober 2017) gestützt auf Art. 82 SchKG provisorische Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 1‘490‘905.20 nebst Zins von 5% seit dem 1. Oktober 2017 zu erteilen, dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Gesuchsgegnerin. Den geforderten Betrag erläuterte die Y._ in ihrem Gesuch dahingehend, dass es sich um die Rückzahlung der offenen Darlehensschuld von CHF 1‘350‘000.00 und die Zahlung von ausstehenden Darlehenszinsen über CHF 140‘905.20 (CHF 135‘000.00 für die Zeit vom 1. Januar 2016 bis 30. September 2017 und CHF 5‘905.20 Zins auf den nicht geleisteten Zinszahlungen) handle.
G. Die X._ beantragte mit Stellungnahme vom 8. Januar 2018 was folgt:
1. Das Rechtsöffnungsverfahren Proz.Nr. _ sei zu sistieren, bis der Inhaber der Gesuchstellerin, C._, der Gesuchsgegnerin deren Geschäftsunterlagen (sämtliche bei ihm befindlichen Akten, Dokumente und Unterlagen) aus der Zeit vom 19. März 2015 bis 24. Oktober 2017 herausgegeben hat sowie ihr umfassend Rechenschaft abgelegt hat über seine Tätigkeit als Geschäftsführer der X._ in der Zeit vom 19. März 2015 bis 24. Oktober 2017.
2. Das Gesuch um Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung sei abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchstellerin.
H. Am 18. Januar 2018 versandte die Y._ einen mit "X._" beschrifteten Ordner an die X._ sowie an das Regionalgericht Prättigau/Davos. Der Ordner enthält Geschäftsunterlagen der X._ aus den Jahren 2015-2017.
I. Am 14. Februar 2018 fand vor dem Regionalgericht Prättigau/Davos die mündliche Verhandlung statt. Mit Entscheid gleichen Tages, mitgeteilt am 1. März 2018, entschied der Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos wie folgt:
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1. In der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Prättigau/Davos wird provisorische Rechtsöffnung erteilt für den Betrag von CHF 1'281'608.00 nebst Zins zu 5 % seit dem 26. Oktober 2017.
2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens von CHF 1'000.00 gehen im Betrag von CHF 850.00 zulasten der X._ und im Betrag von CHF 150.00 zulasten der Y._. Sie werden vom Kostenvorschuss der Y._ erhoben. Die X._ hat der Y._ den auf sie entfallenden Anteil von CHF 850.00 zu bezahlen.
3. Die X._ hat die Y._ mit CHF 4'140.35 ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations