# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 71906749-2067-495a-85cc-fad68f6478da
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
A. Die Schweizerische Bundesanwaltschaft (nachfolgend „“) erliess im gerichtspolizeilichen Ermittlungsverfahren gegen B. am 17. August 2005 einen Durchsuchungsbefehl, gemäss welchem bei der A. GmbH in Liquidation eine Durchsuchung mit dem Zweck der  der verfahrensrelevanten Beweise sowie der einziehbaren  durchzuführen war, insbesondere mit Bezug auf die ganze  im Zusammenhang mit den Gesellschaften C. AG und D. GmbH sowie deren Kunden. Zu durchsuchen waren alle der A. GmbH in Liquidation zugänglichen bzw. von ihr benützten Räume und Fahrzeuge (act. 1.1). Diese am 5. April 2005 durch Gesellschafterbeschluss aufgelöste Gesellschaft verzeichnet ihr Domizil bei der E. AG in Zürich (act. 5.8 und 5.9). Am 18. August 2005 nahmen sieben Beamte der Bundesanwaltschaft und der Bundespolizei gestützt auf den vorgenannten Befehl eine  in den Räumlichkeiten der E. AG vor und beschlagnahmten diverse Gegenstände der A. GmbH in Liquidation (act. 1.2). Am 19. August 2005 erhob Rechtsanwalt Markus Büchi namens F., Liquidator der A. GmbH in Liquidation, gegen die Durchsuchung schriftlich Einsprache im Sinne von Art. 69 Abs. 3 BStP (act.1.3). Eine Versiegelung der Dokumente durch die Bundesanwaltschaft erfolgte nicht.
B. Die A. GmbH in Liquidation und die E. AG liessen durch Rechtsanwalt Markus Büchi mit gemeinsamer Eingabe vom 23. August 2005 bei der  des Bundesstrafgerichts Beschwerde mit den folgenden Anträgen einreichen:
„1. Der Durchsuchungsbefehl vom 17. August 2005 sei aufzuheben und
es sei festzustellen, dass Anordnung und Durchführung der  vom 18. August 2005 rechtswidrig waren.
2. Die beschlagnahmten Gegenstände seien der Eigentümerin zurück
zu geben.
3. Dieser Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen. Die
Akten seien bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides zu versiegeln.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerde-
gegnerin.“
- 3 -
C. Mit Verfügung des Präsidenten der Beschwerdekammer vom 26. August 2005 wurde die aufschiebende Wirkung vorsorglich in dem Sinne erteilt, als die Unterlagen zu versiegeln waren, falls dies noch nicht geschehen sein sollte (act. 4). Am 29. August 2005 nahm die Bundesanwaltschaft in  dieser Anordnung die Versiegelung der beschlagnahmten  vor (act. 5). In der Folge wurde zur Frage der aufschiebenden  ein zweifacher Schriftenwechsel durchgeführt (act. 4, 5, 7, 10, 11, 12). Ein Schriftenwechsel in der Hauptsache erfolgte nicht.
D. Mit separaten, an den Rechtsvertreter gerichteten Aufforderungen wurden
der A. GmbH in Liquidation (BB.2005.99) und der E. AG (BB.2005.100) je Frist bis 8. September 2005 zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 1'000.-- sowie zur Einreichung einer Vollmacht angesetzt, unter der , dass bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten werde. Beiden Aufforderungen war ein Einzahlungsschein mit Angabe der  Geschäftsnummer beigelegt (act. 2 und 3).
Mit Eingabe vom 7. September 2005 ersuchte der Rechtsvertreter um Erstreckung der „Frist zur Leistung des Kostenvorschusses und zur  der Vollmachten“ bis 15. September 2005, welchem Begehren der Präsident der Beschwerdekammer entsprach (act. 6). Am 14. September 2005 leistete der Rechtsvertreter für das Verfahren BB.2005.100 einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- (act. 8, 8.3, 9). Mit Eingabe vom 15.  2005 reichte er die verlangten Vollmachten ein (act. 8, 8.1, 8.2).
E. Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird,  erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Wer das Bundesstrafgericht anruft, hat nach Anordnung des Präsidenten
die mutmasslichen Gerichtskosten sicherzustellen (Art. 245 BStP i.V.m. Art. 150 Abs. 1 OG). Bei fruchtlosem Ablauf der für die Sicherstellung  Frist wird auf die Rechtsvorkehr nicht eingetreten (Art. 150 Abs. 4 OG). Wird innert angesetzter Frist weder der Kostenvorschuss einbezahlt noch ein Gesuch um Fristerstreckung oder um Befreiung von der  der Gerichtskosten eingereicht, so wird auf die Beschwerde in  der zitierten Bestimmungen androhungsgemäss nicht eingetreten
- 4 -
(Entscheide des Bundesstrafgerichts BK_B 112/04 vom 7. September 2004, BV.2005.14 vom 17. Mai 2005, BB.2005.44 vom 25. August 2005).
1.2 Obwohl separate Aufforderungen an die Beschwerdeführerin und die E. AG bzw. an deren gemeinsamen Rechtsvertreter mit je einem  unter Angabe der betreffenden Verfahrensnummer ergingen, wurde innert der bis 15. September 2005 erstreckten Frist bzw. bis heute nur ein einziger Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- geleistet. Im  führte der Rechtsvertreter aus, dass dem Ferien halber  F. – als Liquidator der Beschwerdeführerin und Geschäftsführer der E. AG – die Vollmachten beider Gesellschaften vorzulegen seien; dieser gebe „auch die Anweisung, welche Zahlungen geleistet“ werden würden. Nachdem zur Leistung des Kostenvorschusses der Einzahlungsschein für das die E. AG betreffende Verfahren BB.2005.100 (act. 9, Rubrik ) verwendet wurde, erteilte F. nach seiner Rückkehr aus den Ferien dem Rechtsvertreter der Gesellschaften offenbar den Auftrag, nur eine Zahlung zu leisten, nämlich jene für die E. AG. Auch wenn das  vom 15. September 2005, mit welchem der Rechtsvertreter eine Kopie des Einzahlungsbelegs einreichte, mit der Geschäftsnummer BB.2005.99 und den Firmen beider Gesellschaften übertitelt ist (act. 8),  dies nichts daran, dass der Kostenvorschuss für das Verfahren BB.2005.100 und damit im Namen der E. AG bezahlt wurde. Aus der  Beschwerdebegründung ergibt sich im Übrigen, dass sich die Beschwerde offensichtlich in erster Linie gegen die Durchsuchung von  Geschäftsräume richtet (act. 1 S. 9 ; vgl. Antrag Ziffer 1).
1.3 Auf die Beschwerde der Beschwerdeführerin ist somit mangels Leistung
des verlangten Kostenvorschusses androhungsgemäss nicht einzutreten.
2. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der Beschwerdeführe-
rin aufzuerlegen (Art. 156 Abs. 1 OG i.V.m. Art. 245 BStP). Die  ist auf Fr. 1’000.-- festzusetzen (Art. 3 Reglement über die  vor dem Bundesstrafgericht vom 11. Februar 2004, SR 173.711.32).
- 5 -