# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 06d99a70-3b2e-5da5-b426-ad599102270a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1959, meldete sich am 2
7.
August 2010
unter Hinweis auf
Knie
beschwerden
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
11/2
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihr mit Verfügung
en
vom
2
2.
Juli 2013 (
Urk.
11/69) und vom 1
3.
August 2013 (
Urk.
11/72)
bei einem Invaliditätsgrad von
91
%
eine
ganze
Rente ab
1.
Februar 2012 zu
.
1.2
Nach Eingang ein
es am 1
5.
September 2014
ausgefüll
ten Revisionsfragebogens (Urk. 11/75
) holte die IV-Stelle unter anderem bei
der
Universitätsk
linik
A._
ein
orthopädisches
Gutachten ein, das am
2
9.
November 2016 erstattet wurde (
Urk.
11/120). Nach
durc
hgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
11/137
-149)
hob di
e IV-Stelle mit Verfügung vom 2
5.
Oktober 2017
die bisher
ausgerichtete Rente auf (
Urk.
11/150
= Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am
2
1.
November 2017
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Ver
fügung vom
2
5.
Oktober 2017
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben
und es sei
weiterhin eine ganze Rente zuzusprechen (S. 2
Ziff.
1 und 2), eventuell sei die Angelegenheit an die IV-Stelle zurückzuweisen und diese anzuweisen, die notwendigen Abklärungen vorzunehmen beziehungsweise zu veranlassen (S. 2
Ziff.
3).
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom
9.
Januar 2018
(
Urk.
10
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom
9.
Februar 2018
wurden antragsgemäss (vgl.
Urk.
1
S. 2
) die unentgeltliche Prozessführung und
Rechtsvertretung bewilligt und
der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
12
).
Mit Eingabe vom 1
7.
Juli 2018 (
Urk.
15) reichte die Beschwerdeführerin einen weiteren medizinischen Bericht zu den Akten (
Urk.
16). Mit Schreiben vom 2
3.
August 2018 (
Urk.
18) verzichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer Stellungnahme, was der Beschwerdeführerin am 2
7.
August 2018 (
Urk.
19) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung; IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
tels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten
bezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge
such hin für
die Zu
kunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Än
derung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditäts
grad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht
nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern au
ch
dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustan
des erheblich verändert ha
ben (BGE 130
V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Ver
änderung der gesund
heitlichen Ver
hält
nisse liegt auch bei gleich gebliebener Di
agnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen
auf die Ar
beitsfähigkeit ver
ändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unter
schiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im We
sent
lichen unverän
dert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfä
higkeit für sich alle
in genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Än
de
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materi
ellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sach
ver
halts
abklärung, Beweiswürdigung und Invaliditäts
bemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/
2009 vom 26.
März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Gemäss Art. 88a Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit die anspruchsbeeinflussende Ände
rung für die Her
absetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeit
punkt an zu berücksichti
gen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berück
sich
ti
gen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate ange
dauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu not
wen
dige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hin
weisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) da
von aus, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitseinschränkung in einem 80
%
Pensum tätig wäre und die restlichen 20
%
in den Aufgabenbereich entfallen
würden. Im Aufgabenbereich bestehe eine Einschränkung von 14.4
%
(S. 1). Auf
grund der medizinischen Beurteilung sei der Beschwerdeführerin eine angepasste Tätigkeit zu 50
%
zumutbar.
Gestützt darauf errechnete die IV-Stelle einen Inva
liditätsgrad von insgesamt 24
%
(S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass
dem Gutachten zwar zu entnehmen sei, dass sich der Zustand des ursprüng
lich zur
Rentenzusprache
geführten Gesundheitsschadens gebessert habe. Gleich
zeitig sei aber auch festgehalten worden, dass sich der Zustand des linken Knies, wo eine symptomatische Gonarthrose bestehe, verschlechtert habe
(S. 3)
.
Anläss
lich des Arbeitsversuchs hätten sich bereits nach zwei Tagen starke Schmerzen eingestellt, so dass der Arbeitsversuch nach kurzer Zeit habe abgebrochen werden müssen.
Im Zusammenhang mit dem Gutachten und auch dem Arbeitsversuch sei festzustellen, dass eine 50%ige Tätigkeit, wie dies als mögliche Annahme erwähnt worden sei, schlicht nicht möglich gewesen sei. Wie die Gutachter zudem auf die 50%ige Arbeitsfähigkeit kämen, sei ebenfalls nicht ganz nachvollziehbar
(S. 4)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Einstellung der bisherigen ganzen Rente rech
tens ist.
3.
3.1
Der erstmaligen
Rentenzusprache
mit Verfügungen vom 2
2.
Juli und 1
3.
August 2013 (Urk. 11/69 und
Urk.
11/72) lagen im Wesentlichen die nachfolgenden Be
richte zugrunde.
3.2
Die Ärzte der
Klinik B._
berichteten am 2
7.
Mai 2009 (
Urk.
11/3/1-2) und nannt
en folgende Diagnosen:
-
medial und
femoropatellare
Gonarthrose rechts
-
Status nach
Valgisationsosteotomie
,
Arthroskopie,
Teilmeniskektomie
medial und
Microfracturing
Femur und Tibia links bei medialer Gonarth
rose links am 2
0.
April 2004
-
Status nach
arthroskopischer
Teilmeniskektomie
medial rechts 1990
-
degenerative lumbale Wirbelsäulenerkrankung
-
arterielle Hypertonie
Sie führten aus, dass
die Beschwerdeführerin seit der Kniearthroskopie rechts 1990 praktisch beschwerdefrei gewesen sei. Im Dezember 2008 sei sie lumbal infiltriert worden und danach von einem Stuhl gefallen, seither habe sie zuneh
mend Schmerzen im rechten Kniegelenk
(S. 1)
.
3.3
Die Ärzte der
Klinik B._
berichteten am 1
7.
November 2010 (
Urk.
11/20/6-7) zuhanden der Beschwerdegegnerin und führten aus, es bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bei persistierend eingeschränkter Belastbarkeit. Es bestünden Restbeschwerden nach einer Knie-
Total
prothese rechts (S. 1). Vom 1
4.
Oktober 2009 bis
3.
Januar 2010 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, nach
folgend eine 50%ige. Die Beschwerdeführerin habe Mühe mit schwerem Heben und stärkerer Belastung. Die bisherige Tätigkeit
sei der Beschwerdeführerin noch zumutbar, einfach ohne schweres Heben. Aktuell sei eine angepasste Tätigkeit zirka 50
%
ohne schweres Heben von mehr als 5 kg möglich. Abhängig von der Diagnostik könne mit einer Wiederaufnahme beziehungsweise Erhöhung der Ein
satzfähigkeit gerechnet werden (S. 2).
3.4
Die Ärzte der Uni
versitäts
klinik
A._
berichteten am 2
7.
April 2011 (
Urk.
11/26) und nannten als Diagnose ein
femoropatellärer
Schmerzzustand nach Knie-
Total
prothese rechts im Oktober 2009 bei Gonarthrose. Sie führten aus, das Gelenk sei bereits zweimalig punktiert worden mit unauffälligem Befund. Eine am 1
1.
November 2010 durchgeführte Szintigrafie habe eine vermehrte Ak
tivität im Kapselbereich gezeigt. Es bestehe eine 90%ige Arbeitsunfähigkeit auf der 50
%
Stelle bei Ikea (S. 1). Bei zweimalig unauffälliger Punktion sei für den beschriebenen
femoropatellären
Schmerz zunächst die fehlende Streckung durch eine
Arthrofibrose
zu sehen, was zu einer Überlastungsreaktion führe (S. 2).
3.5
Am 2
7.
April 2012 berichteten die Ärzte der Rehaklinik
C._
über die am 2
1.
und 2
2.
März 2012 durchgeführte Evaluation der funktionellen Leistungsfä
higkeit (EFL) der Beschwerdeführerin (
Urk.
11/44). Sie führten aus, das Haupt
problem der Beschwerdeführerin sei aktuell das rechte Kniegelenk. Anlässlich der durchgeführten Evaluation zeige sich nach wie vor ein Reizzustand mit einer ob
jektivierbaren Überwärmung und Schwellung. Es bleibe zu hoffen, dass es sich dabei noch um ein
en postoperativen Status handle und nicht um eine andauernde Problematik, wie sie wahrscheinlich in ähnlicher klinischer Ausprägung zum Ausbau der ersten Prothese geführt habe. Verrichtungen des Alltags könne die Beschwerdeführerin momentan mehr oder weniger ohne Hilfe bewältigen.
Zum jetzigen Zeitpunkt könne aus medizinischer Sicht keine Arbeitsfähigkeit attestiert werden. Es sei davon auszugehen, dass sich eine Besserung der Situation nur langsam einstelle und es werde eine erneute Beurteilung in frühestens sechs Mo
naten empfohlen (S. 3 oben).
Als arbeitsrelevante Probleme bestünden belastungs- und bewegungsabhängige Schmerzen im rechten Knie sowie belastungs
abhängige Schmerzen nach Umstellungsosteotomie im linken Knie und eine post
operative Schwellneigung bei Belastung und Beugeeinschränkung. Es bestehe keine Symptomausweitung (S. 3 Mitte).
Die Tätigkeit als Verkäuferin sei der Be
schwerdeführerin aktuell nicht zumutbar. Die Anforderungen seien zu
hoch, da es sich um eine mehrheitlich gehende und stehende Tätigkeit handle. Die Zumut
barkeit für eine andere berufliche Tätigkeit werde noch nicht festgelegt (S. 3 un
ten). Die funktionelle Leistungsfähigkeit liege aktuell deutlich unter den Belas
tungsanforderungen der bisherigen Arbeit
. Es sei aber prognostisch davon aus
zugehen, dass eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit zu einem späteren Zeit
punkt theoretisch zumutbar sein sollte (S. 5 oben).
3.6
Die Ärzte der
Klinik B._
berichteten am 1
2.
Oktober 2012 (
Urk.
11/53/2) und führten aus, es bestehe der Verdacht auf eine
tibiale
Komponentenlockerung rechts bei Status nach Knietotalprothesen-Einbau rechts vom 1
2.
Dezember 2011 nach Ausbau bei nicht bestätigtem
low
grade-Infekt.
Die Computertomographie zeige einen deutlichen
Lysesaum
um die
tibiale
Komponente, so dass hier ein klares Korrelat für den unterschenkelbetonten Schmerz gesehen werde. Es sei zu befürchten, dass ein Wechsel der
Tibiakomponente
nicht zu umgehen sei.
3.7
Die Ärzte der
Klinik B._
berichteten am
8.
November 2012 (
Urk.
11/55) und führten aus, die Beschwerdeführerin komme zur Operationsbesprechung bei geplantem
Tibiakomponentenwechsel
. Die Knieprothesen-Revision werde bald
möglichst durchgeführt. An dieser Stelle bestehe sicher eine fortwährende Ar
beitsunfähigkeit von 100
%
, ebenfalls postoperativ mit üblicher Rehabilitations
phase.
3.8
Die zuständige Abklärungsperson führte am 1
7.
Januar 2013 bei der Beschwer
de
führerin zu Hause eine Haushaltabklärung an Ort und Stelle durch, qualifizierte sie als zu 80 % im Er
werbsbereich und zu 20 % im Haushalt tätig und ermittelte eine Einschrän
kung von 53.40 % im Haushalt (Urk. 11/59).
3.9
Dr.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, Regiona
ler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am 1
1.
Dezember 2012 (
Urk.
11/61/6) Stellung und führte aus, dass abgestellt auf die Gesamtun
terlagen ab 1
4.
Oktober 2009 von einem noch
behandlungsbedürftigen
relevan
ten Gesundheitsschaden mit folgender Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung in bisheri
ger und angepasster Tätigkeit auszugehen sei. Ab dem 1
4.
Oktober 2009 habe in bisheriger und angepasster Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, ab dem
4.
Januar 2010 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bisheriger und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit, ab dem 1
8.
November 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit bis dato. Weitere medizinische Abklärungen und das Auferlegen schadenmindernder Mas
snahmen erschienen bis jetzt nicht erforderlich.
3.10
Am 1
2.
April 2013 nahm RAD-Arzt
Dr.
D._
erneut Stellung (
Urk.
11/61/7) und beschrieb als optimales Belastungsprofil für die Restarbeitsfä
higkeit in der Zeit vom
4.
Januar 2010 bis 1
7.
November 2011
wechselbelastende hauptsächlich
sitzende Tätigkeiten mit Möglichkeiten zur Änderung der Kniestel
lung respektive Bewegungsübungen, Meidung von abschüssigen Wegstrecken, möglichst glatte barrierefreie Wege, kein Leiter- und Gerüststeigen, kein häufiges Treppensteigen, Meidung kniend
er,
kauernd
er,
hockender Körperstellungen.
Die Tätigkeit als Mitarbeiterin Verkauf erscheine unter diesem Profil nicht als optimal angepasst, so dass allfällige Einbussen des Pensums medizinisch nachvollziehbar seien.
4.
4.1
Beim Erlass der vorliegend angefochtenen, rentenaufhebenden Verfügung vom 2
5.
Oktober 2017 (Urk. 2) stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die nach
fol
genden Berichte.
4.2
Die
Ärzte des
E._
berichteten am 1
8.
Dezember 2014 (
Urk.
11/90/5-6)
und führten aus, es bestehe immer noc
h eine gewisse Wetter
fühligkeit. Prinzipiell sei die Beschwerdeführerin zufrieden mit dem Knie. Im Vor
dergrund stünden nun zunehmend belastungsabhängige Kniebeschwerden links bei fortgeschrittener Gonarthrose. Das aktuelle Röntgenbild zeige eine unverän
dert regelrechte Prothesenplatzierung ohne
periprothetische
Auffälligkeiten. Die Beschwerdeführerin zeige betreffend Knieprothesen-Wechsel rechts einen nun re
gelrechten Verlauf. Betreffend Gonarthrose links werde das Ausschöpfen der kon
servativen Therapiemassnahmen empfohlen. Bei komplexer Vorgeschichte rechts mit Anhaltspunkten für eine Hypersensibilität auf verschieden
st
e
Implantatmate
rialien
seien sie einer möglichen knieprothetischen Versorgung gegenüber zu
rückhaltend eingestellt.
4.3
Die Ärzte der Universitätsklinik
A._
, Orthopädie, erstatteten ihr orthopädi
sches Gutachten am 2
9.
November 2016 (
Urk.
11/120
=
Urk.
3/3
)
gestützt auf die Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 2
1.
September 2016 sowie die Akten. Sie nannten folgende Diagnosen (S. 21
Ziff.
V):
-
schmerzhafte Knieprothese rechts mit rezidivierenden Gelenksergüssen
mit/bei
-
Status nach Knietotalprothesenrevision rechts mit Legion
Tibiakompo
nentenwechsel
, inklusive Kopplungsgradwechsel von semi-
constrained
auf
posterior
stabilized
am
1.
Februar 2013 bei
Tibiakomponentenlo
ckerung
-
Status nach zweimaligem Knieprothesenwechsel mit Knie-Totalprothe
senausbau und Einbau eines
Zementspacers
mit
Refobacin
-Revisions
zement am 1
8.
November 2011 sowie
Zementspacerausbau
und Knie-Totalprothesenwiedereinbau rechts mit Smith
and
Nephew
Legion semi-
constrained
am 1
2.
Dezember 2011 bei Sensibilisierung auf Ni
ckelsulfat und
Natriumtetrachloropalladat
und initialem, nicht bestä
tigtem Verdacht auf Low grade-Infekt
-
Status nach Kniepunktion rechts am 2
5.
November 2010 sowie 2
1.
Ja
nuar 2011, jeweils ohne Keimwachstum und normwertiger Zellzahl
-
Status nach Knie-Total
prothese rechts
am 1
5.
Oktober 2009 bei schmerzhafter medialer und
femoropatellärer
Gonarthrose rechts
-
femoropatellär
und medial betonte Gonarthrose links
mit/bei
-
Status nach Entfernung
Tomofixplatte
proximale Tibia links am 1
9.
August 2005
-
Status nach Knie-Arthroskopie links, Meniskusnachresektion,
Mikro
frakturierung
Femur und Tibia sowie
valgisierende
Osteotomie
10° o
pen-
wedge
medial mit
Tomofixplatte
und
Allograft
Spongiosa am 2
0.
Dezember 2004
-
intermittierende Lumbalgie
Sie führten aus
,
die Beschwerdeführerin arbeite s
eit dem 1
2.
September 2013
als Verkehrslot
sin bei der Gemeinde, wobei sie jeweils
an einem Fussgä
ngerstreifen stehe
und den Verkehr an
halte
, um den Schul
k
indern ein gefahrloses Überqueren der Strassen zu
ermöglichen. Die Arbeit als Verkehrslotsin werde
jeweils
nur an einem Tag in der Woche z
u folgenden Zeiten ausgeübt: 07.55 - 09.10 Uhr, 11.55-12.15 Uhr, 13.00 - 13.25 Uhr. Die Arbeitsz
eit an einem solchen Tag betrage also insgesamt zwei Stunden. Dies ergebe unter Berücksichtigung der Schulferien
eine durchschnittliche Arbeitszeit von
zirka 6 Stunden 40 Minuten
monatlich als Lot
sin. Hauptsächlich arbeite
die
Beschwerdeführerin
als Hausfrau, wobei sie den Haush
a
lt mehr oder weniger und abgesehen von gewissen Hilfeleistungen ihres Ehemannes und der im
Haushält lebenden Tochter alleine zu erledigen vermöge.
Zusätzlich verrichte die
Beschwerdeführerin r
egelmässig Büroa
rbeiten im Betrieb ihres Eheman
nes, welcher als selbständiger Schreiner arbeite
. Ihre
Tochter ha
be
zwei Kinder und wohne
mit einem ihrer Kinder im Elternhaus, wobei die
Be
schwerdeführerin
einen Teil der Kinderbetreuung übern
ehme (S. 11 f.).
Die
Beschwerdeführerin beschreibe
vor allem rechtsseitige, ventrale Knieschmer
zen, welche genauer leicht kr
anial der Patella lokalisiert wü
rden. Dor
t komme es jeweils auch zum Auf
treten einer Schwellung
.
Zudem spüre sie Schme
rzen und eine Verhär
tung in der rechten
Wade. D
ie Symptomatik sei teilweise belastungs
abhängig und werde durch Gehen auf hartem Boden sowie Bergabgehen provo
ziert. Gehen
auf weichem Untergrund sowie geradeaus und bergauf
stelle für sie kein Problem dar.
Insgesamt würden die Beschwerden episodisch auftreten und dann
zirka
zwei bis drei Tage anhalten.
In einer beschwerdearmen Phase betrage die Gehstreck
e auf wei
chem Untergrund
zirka
eine Stunde, jedoch immer wie
der mit dazwischenliegenden Pau
sen. In einer schlechten Phase gehe sie kaum au
sser Haus. Ein morgendlicher Anl
auf
schmerz werde
nicht beschrieben, jedoch mor
gens jeweils ein seltsames Gefühl im Bereich des rechten Knies, welches sich dann
wie Gummi anfühle.
Des Weiteren beschreib
e die Beschwerdeführerin
auch vent
ral sit
uierte Knieschmerzen links, welc
he nach
anteromedial
und lateral ausst
r
ah
len
würden
.
Zum Zeitpunkt der heutigen Exploration wü
rden die Knieschmerzen links sogar dominanter als rechts beschrieben, dies könne aber stark wechseln
(S. 14)
.
Die von der
Beschwerdeführerin
beklagten rechtsseitigen Knieschmerzen s
eien objektiv medizi
nisch nicht fassbar, indem sie in der klinischen Unters
uchung nicht reproduzierbar seien
und ein entsprechendes Korrelat in
der vorhandenen Bildgebung fehle
. Die Beschwer
den seien
aber insofern glaubhaft, als dass sie aus einem medizinisch durchaus vorstellbaren Symptomkomplex mit Schwellung,
Überwärmung und Schmerz bestünden
, welcher gemeinhin als entzündliches
Zu
standsbild interpretiert werde. Ebenso hätten
aufgrund der geschilderten Be
schwerden wiederholte Konsultationen statt
gefunden
. Da ein wiederholt auftre
tendes, jedoch nicht konstant vorhan
denes, entzündliches Zustandsbild, welches zum Zeit
punk
t der Untersuchung nicht bestehe
, in jenem Moment
klinisch nicht objektivierbar sei, scheine
klar. Auch eine unauffällige konventionell radiologi
sche Bildgebung schliess
e
das
Vorhandensein solcher
entzündlicher Episoden s
i
cherlich nicht aus. Ebenso müsse
der geschilderte, belastungsabhängige Knie
schmerz rechts
nicht zwingend ein klinisches und konventionell radiologisches Korrelat
finden. Von klinischer Seite sei einzig eine leichte
Instabilität
in
Midflexion
medial auffallend.
O
b dieser diskre
te Befund allerdings für die be
lastungs
abhängigen Schmerzen ve
rantwortlich gemacht werden könne, könne
nicht si
cher beurteilt werden
(S. 23 f.).
Somit könn
t
en die rechtsseitigen Kniebeschwer
den zum jetzigen Zeitpunkt letztlich nicht erklärt werden. Die bisher durchge
führten Abklärungen mit konventionell radiologischer Bildgebung
und klinischer Untersuchung seien
jedoch sicherlich nicht ausreichend, um abschliessend beur
teilen zu können, ob das vorgetragene Beschwerdebild des rechten
Kniegelenkes objektivierbar sei oder nicht. Des Weiteren sei
in diesem Kontext auch die Tatsa
che zu erwähnen, dass unerklärte Schmerzen nach
I
mplantation einer
Knie-To
talendoprothese
, also die schmerzhafte Knieprothes
e, ein in der Knieorthopädie be
kanntes u
nd häufig diskutiertes Thema sei (S. 24)
.
Die
l
inkssei
tigen Knieschmerzen dagegen seien
nicht n
ur glaubhaft, sondern auch nachvollziehbar. Sie seien
reproduzierbar in de
r klinischen Untersuchung und fänden ein objekti
vierbares K
orrelat in der Bildgebung. So wü
rden von der
Be
schwerdeführerin
vor allem ventrale Knieschmerzen links beschrieben, was mit der vorhan
denen, radiologisch nachgewiese
nen,
femoropatel
lären
Arthrose gut vereinbar sei. Klinisch finde
sich hier eine Krepitation, wenngleich auch diese als
nicht schmerzhaft empfunden werde
. Die
Druckdolenz
über dem
medialen Ge
lenkspal
t und der leicht
schmerzhafte
Varusstress
ergä
ben mit der im MRI sowie
im konventionellen Röntgen ersichtlichen, medial betonten Gonarthros
e ein in sich stimmiges und schlüssiges Bild.
Die von der
Beschwerdeführerin
als kom
pensiert beschriebene
, intermittierende Lumbalgie sei
ebenso glaub
haft und nach
vollziehbar. Sie finde
ihr Kor
relat in der klinischen Untersu
chung im Sinne einer
Druckdolenz
paralumbal auf Höhe L3/4 sowie L5/S1 sowie einer leicht schmerz
haften Rechtssei
tneigung. Wichtig anzumerken sei
, dass die
Beschwerdeführerin
ang
ebe
, durch diese Beschwerden weder eingeschränkt, noch stark gestört zu sein
(S. 24 f.)
.
Anlass zur Diskussion gebe
die deutliche Diskrepanz zwischen dem von der
Be
schwerdeführerin
geschilderten Verlauf sowie deren angegebene Beschwerden betreffend des rechten Kn
iegelenkes und dem in den Konsul
tationsberichten des behandelnden Orthopäden
dargelegte
n Zustand. In den Berichten werde
zwar mehrmals eine gewisse Wetterfühligkeit im recht
en Knie beschrieben, jedoch seien
wiederholte Schwellungs-, Überwärmungs- und Schmerzzustände ni
rgends verzeichnet. Dagegen werde
jeweils von einem regelrechten oder gar erfreulichen
Verlauf berichtet. Auf diese Un
stimm
igkeit direkt angesprochen, sage
die
Be
schwerdeführerin
, sie habe
w
iederholt von ihren Problemen mit dem rechten Kniegelenk be
richtet. Der behandelnde Orthopäde habe ihr jedoch l
ediglich ge
sagt, man könne nichts dagegen tun, ausser gegebenenfalls eine künstliche Knie
scheibe einzusetzen. Ein anderes Mal habe er ihr gesagt, dass die Beschwerde
n nicht vom Knie herrühren könn
ten, da es sich um ein künstliches Gelenk handle. Letzten Endes habe sie sich aber mit der Situation des rechten Knies abgefunden, sodass sie sagen könne, sie sei insgesam
t zufrieden.
Ob die Diskrepanzen zwi
schen den Angaben der
Beschwerdeführerin
und der Aktenlage ihre
Begründung in diesem Umstand fä
nden,
mü
ss
e offen
bleiben. Interessant wären zur Klärung in di
eser Frage auch die entsprechen
den Berichte der behandelnden Hausärztin
.
Be
treffend
des linken Kniegelenkes bestehe
dagegen keine Unstimmigkeit zwischen der Aktenlage und den Angaben der
Beschwerdeführerin. Sie seien
im Wesentli
chen deckungsgleich
(S. 25 f.)
.
Unter Berücksichtigung der vorliegenden Akten, der von der
Beschwerdeführerin
geschilderten Anamnese sowie der erhobenen klinische
n und radiologischen Be
funde sei eine Verände
rung des Gesundheitszustandes der
Beschwerdeführerin
seit dem letzten Entscheid vom 1
1.
Dezember
2012 eingetreten. Zu jenem Zeit
punkt, also im Dezember 2012,
sei
eine Lockerung der
tibialen
Komponente der rechtsseitigen Knieprothese vor
gelegen
, was den Eingriff vom
1.
Februar
2013 im Sinne eines Wechsels der
Tibiakomponente
nach sich
ge
zog
en habe
.
Das mut
mass
lich für die damaligen Beschwerden der
Beschwerdeführerin verantwortliche Problem sei
also durch diesen Eingriff behoben
worden
. Hinweise auf eine erneute Lockerung der
tibialen
Komponente ergä
ben sich zum heutigen Zeitp
unkt nicht.
Neu aufgetreten seien
jedoch nach dem Eingriff vom Februar 2013 die mehrfach beschriebenen, schmerzhaften Episoden mit Überwärmung und Schwellungszu
ständen. Gleichzeitig best
ünd
en auch belastungsabhängige Knieschmerzen, vor allem ventral lokalisiert, deren erstmaliges Auftreten
nicht genau datiert werden könne
.
Es bestehe
also zusammenfassend eine schmerzhafte Knieprothese rechts, bis dato ungeklärter
Ä
tiologie und somit eine andere Diagnose als zum Zeitpunkt des letzten Entscheides
. Vor dem Wechsel der
tibialen
Komponente werde
eine praktische Belastungsunfähigkeit beschrieben. Da die Beschwerden auf ein me
chanisches Problem, nämlich die
tibiale
Komponentenlockerung
zurückgeführt wü
rden und diese erst mit dem Eingriff vom
Februar 2013 behoben wo
rde
n sei
,
sei davon auszugeh
en, dass diese praktische Belastungsu
nfähigkeit bis zum Ope
rationsdatum
ihren Fortbestand
gehabt habe
. Für den Zeitraum vom 1
1.
Dezem
ber 2
012 bis am
1.
Februar 2013 bestehe
also ein unveränderter Gesundheitszu
stand
(S. 31)
.
Im Z
eitraum vom Eingriff
bis aktuell
ha
be sich der Gesundheitszu
stand betreffend des rechten Kniegelenkes im Vergleich zum letzten Entscheid
verbessert. Es bestehe
sicherlich keine praktische Belastungsunfähigkeit mehr, so
dass die
Beschwerdeführerin
, insbesondere ausserhalb der schmerzhaften Episo
den, fähig
sei
, einen Haushalt zu führen, leichte Gartenarbeite
n zu erledigen, spa
zieren zu ge
hen, Einkäufe mit Hilfe zu erledigen, selbständig ein
Übungspro
gramm im Fitness durch
zuführen sowie die Arbeit als Lotsin wahrzunehmen. Als objektiver, im Sinne einer Verbesserung
veränderter Befund lasse
sich im ortho
pädischen Status ein
hinkfrei
es
Gangbild feststellen, was bei
der Konsultation vom 1
9.
September
2012 aktenanamnestisch nicht der Fall
gewesen sei.
Weiter
habe
sich vor dem Wechsel der
tibialen
Komponente radiologisch ein deutlicher
Lysesaum
um dieselbe
gezeigt
, was in der aktuellen Bildgebung nicht mehr fest
zustellen
sei
(S. 32 oben)
.
Betreffend d
a
s linke Kniegelenk, wo eine symptomati
sche Gonarthrose besteh
e
,
sei
von einer Verschlechterung des G
esundheitszustan
des auszuge
h
en.
Der Zustand des linken Kniegelenkes zum Ze
itpunkt des letzten Entscheides könne
nicht genau bestimmt werden. Es m
ü
ss
e
jedoch angenommen werden, dass sich das linke Knie zu jenem Zeitpunkt in einem besseren Zustand bef
unden habe (S. 32 unten)
.
Insgesamt
könne
trotz der Verschlechterung des linken Kniegelenkes dennoch ein aus orthopädischer Sicht verbesserter Gesundheitszustand attestiert werden. Dies aufgrund der Tatsache, dass das linke Kniegelenk die funktionellen Leistungen der
Beschwerdeführerin
nicht derart einschränk
e
, als dass eine praktische Belas
tungsunfähigkeit bestehen würde. Mit dem aktuellen Zus
tand des Bewegungsap
parates seien
die
geschilderte
n
Tätigkeiten also möglich, zum Ze
itpunkt des letz
ten Entscheides müsse gemäss obi
ger Darlegung die praktische Belastungsunfä
higkeit angenommen werden
(S. 33 Mitte)
.
A
ufgrund der im ambulanten Konsultationsbericht vom 1
9.
September 2012
ge
schilderten praktischen Belastungsunfähigkeit sowie der radiologisch nachgewie
senen und somit objektivi
erten
tibialen
Komponentenlocke
rung
m
üsse
von einer Arbeitsunfähigkeit von 100
%
sowohl in bisheriger, als auch ange
passt
er Tätig
keit ausgegangen werden. Dieser Zustand
habe
sich erst mit dem Eingriff vom
1.
Februar
2013
geändert. Gemäss Erfahrung müsse
n
ach einem derartigen Ein
griff
eine weiterhin bestehende Arbeitsunfähigkeit von 100
%
in bisheriger und angepasster Tätigkeit bis mindestens zwei Monate
postop
erativ angenommen werden (S. 33 f.
).
Gemäss der
Aktenlage
habe
die
Beschwerdeführerin
ihre Tätigkeit als Lotsin am 1
2.
September
2013
begonnen
.
Auch die Beschwerdeführerin beschreibe
eine Verbesserung der Gesamtsituation mit der
Aufnah
me dieser Arbeitstätigkeit. Seit jenem Zeitpunkt ha
be
sich gemäss der
Beschwerdeführerin
der Gesundheitszu
stand nicht wesentl
ich verändert. Hinzugekommen sei zwar die Diagnose einer Gonarthrose links
.
Wie bereits vorgängig beschrie
ben,
sei
es durch die zuneh
menden Kniebeschwerden li
nks jedoch nicht zu einem spezi
fischen Vermeidungs
verhalten
gekommen
, sodass die von der
Beschwerdeführerin durchgeführten Tä
tigkei
te
n sich dadurch nicht verändert hätten. Somit habe
sich die Arbeitsfähig
keit seit dem Arbeitsbeginn als Lotsin
b
is zur vorliegenden Exploration nicht ver
ändert.
In der bisherigen Tätigkeit müsse
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
at
testiert werden. Die bisherige Tätigkeit
habe
unter anderem die Fähig
keit zu län
gerem Gehen, dem Tra
gen von Lasten sowie dem Einnehmen kniender und kau
ernder Positionen
erfordert
. Dies k
önne
der
Beschwerdeführerin
aufgrund der ge
nannten Diagnosen sow
ie der damit einhergehenden Ein
schränkungen nicht mehr zugemutet werden. In einer angepassten Tätigkeit
sei der Beschwerdefüh
rerin
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
zu attestieren,
ebenso ab dem Datum des 1
2.
September
20
1
3.
Seit jenem Zeitpunkt bestehe bekannter
massen eine Arbeits
tätigkeit von zwei Stunden währen
d einem Tag in der Woche in vor
nehmlich
stehender Position, wenngleich
sich
auch
die zwei Stunden auf drei Einsätze ver
teilen
würden
, sodass als
o genügend Pausen vorhanden seien.
Aus
orthopädischer Sicht sei
ein Grund, weshalb eine Arbeitstätigkeit nicht während fünf Tagen in der Woche durchgeführt werden könnte, nicht ersich
tlich, sodass insgesamt die genannte 50
%ige Arbeitsfähigkeit in
angepasster Tätigkeit resultiere
. Eine höher
prozentige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit wäre während schmerzärme
ren Phasen zwar
durchaus denkbar, jedoch müsse
den schmerzhaften Epi
soden sicherlich Rechnung getra
gen werden. Die Tatsache, dass der Lotsendienst sowie die Büroarbeiten zugunsten des Ehemannes auch während den schmerzh
aften Episoden ausgeführt würden, zeige
, dass sich die Arbeitsfähigkeit dadur
ch jedoch nicht unter 50
%
senke (S. 34 f.)
.
4.4
RAD-Arzt
D._
nahm am 2
1.
Dezember 2016 Stellung (
Urk.
11/136/6-7) und führte aus, es sei auf das Gutachten
und
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sowie
auf
das angeführte Belastungsprofil ab dem
1.
Februar 2013 abzustellen.
4.5
Die zuständige Abklärungsperson führte am 2
4.
Februar 2017 bei der Beschwer
de
führerin zu Hause erneut eine Haushaltabklärung an Ort und Stelle durch, qua
lifizierte sie als zu 80 % im Er
werbsbereich und zu 20 % im Haushalt tätig und ermittelte eine Einschrän
kung von 14.40 % im Haushalt (Urk. 11/122).
4.6
Dr.
F._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, be
richtete am
1.
Juni 2
017 (
Urk.
11/129) und nannte folgende
Diagnosen
(S. 1
Ziff.
1.1):
-
Knied
istorsion links 2004 bei Sturz mit
-
Arthroskopie
-
Meniskusresektion
-
v
algisierende
r
Osteotomie der Tibia
-
aktuell schwere mediale Gonarthrose mit rezidivierenden Schwellun
gen
-
Kniedistorsionen rechts 1992 und 2008 mit
-
Knie-Totalprothese rechts 2009
-
Protheseninfekt 2011
-
Wechsel
-
Lockerung der
tibialen
Komponente 2013
-
erneuter Wechsel
-
aktuell belastungsabhängige Knieschmerzen
-
rezidivierende
Lumboischialgie
-
Zervikobrachialgie
links, Differentialdiagnose (DD) Halswirbelsäulen (HWS)-Problem
-
Karpaltunnelsyndrom, aktuell in Abklärung
Sie führte aus,
dass sie die Beschwerdeführerin seit Februar 2016 behandle (S. 1
Ziff.
1.2). Seit der letzten Beurteilung bestünden permanent Schmerzen in den Knien sowie rezidivierende belastungsabhängige Schwellungen. Bezüglich der Knie sei keine Verbesserung zu erwarten. Vermutlich werde links in den nächsten Jahren auch eine Knie-Totalprothese nötig sein (S. 2
Ziff.
1.4). Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als
Logistikerin
und im Verkauf (S. 2
Ziff.
1.6). Die Beschwerdeführerin könne keine Lasten tragen und nicht länger sitzen und ste
hen in der glei
chen Position (S. 2
Ziff.
1.7). Wechselbelastende Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar. Rein sitzende,
rein
gehende
oder vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten seien ihr nicht zumutbar.
Es bestehe eine
Gewichtslimite
von 7-10 kg bis Hüfthöhe für Tragen und Heben. Diese Angaben gälten seit dem 1
9.
Februar 2016 (S. 5).
4.7
Dr.
G._
, Facharzt für Chirurgie, berichtete a
m 1
4.
Juni 2017 (
Urk.
11/130) und nannte folgende Diagnosen (S. 1
Ziff.
1.1):
-
Gonarthrose Knie links
medialbetont
-
Status nach Umstellungsosteotomie Knie links
-
Status nach Knie-Totalprothese rechts
-
Adipositas
Er führte aus, die Beschwerdeführerin
klage
über zunehmende
Beschwerden in beiden Kniegelenken. Die Beschwerden seien durch die Arthrose bedingt. Es zeige sich am linken Kniegelenk ein geringer Gelenkserguss. Zudem bestünden deutli
che
Arthrosezeichen
mit
Krepitieren
. Der Bandapparat sei stabil und die Menis
kuszeichen negativ. Beim Zustand nach Knieprothese rechts mit multiplen Folge
eingriffen bestünden nach wie vor Beschwerden, mit welchen die Beschwerde
führerin aber aktuell umgehen könne. Linksseitig bestehe eine Gonarthrose, wel
che früher oder später ebenfalls durch eine Knieprothese versorgt werden müsse (S. 2
Ziff.
1.4)
.
Durch ihn sei keine Arbeitsunfähigkeit ausgestellt worden. Hierzu müsste bei der Hausärztin nachgefragt werden. Aktuell arbeite die Beschwerde
führerin als Lotsin, was durchaus möglich sei und ihr zugemutet werden könne (S. 2
Ziff.
1.6).
4.8
Die Ärzte der
H._
berichteten am 2
2.
(
Urk.
11/146
/1-2
)
sowie am 2
6.
September 2017 (
Urk.
11/146/3-4)
und nannten folgende Diagnosen (
vgl. je
weils
S. 1):
-
ISG Blockade rechts
-
Myogelosen
am
Musculus
gluteus
medius
rechts mit/bei
-
vermehrtem Fersenaufprall links und dabei mitwippen des Oberkörpers nach vorne und links
-
sonographiegesteu
erte
Infiltration mit
Naropin
,
Depomedrol
,
Me
phameson
am 2
2.
September 2017
-
fortgeschrittene mediale Gonarthrose und
Femoropatellaarthrose
links
-
vorderer Knieschmerz rechts
Sie führten aus,
es seien zwei Physiotherapieverordnungen mitgegeben worden zur weiteren Analgesie und Einschleifen eines physiologischen Gangbildes (
Urk.
11/146/1-2
S. 2).
Die Beschwerdeführerin habe aufgrund der komplikati
onsreichen Erfahrungen nach der Knieprothese am rechten Knie möglichst alle konservativen Therapiemassnahmen linksseitig ausschöpfen wollen vor einer all
fälligen Implantation einer Knietotalprothese. Im Frühjahr 2017 sei eine Eigen
blutbehandlung mit initial gutem Erfolg durchgeführt worden. Nach einem Ar
beitsversuch habe eine erneute Exazerbation der
Arthrosebeschwerden
am linken Knie stattgefunden, zudem bestünden neu auch Rücken- und rechtsseitige Knie
schmerzen (
Urk.
11/146/3-4 S. 1).
Aufgrund des im Frühjahr 2017 positiven Ver
lauf
s
auf Eigenbluttherapie sei aktuell nochmals einen Therapieversuch am linken Knie vorgenommen worden, was die Gehstrecke der Beschwerdeführerin von zirka 200 Meter auf aktuell 1.5 km habe verbessern können. Hinweise für eine Lockerung einzelner Prothesenkomponente
n
bestünden aktuell nicht
(
Urk.
11/146/3-4
S 2).
4.9
RAD-Arzt
Dr.
D._
nahm am 2
3.
Oktober 2017 Stellung (
Urk.
11/149/2)
und führte aus,
bei den
neu genannten Diagnosen einer ISG Blockade und
von
Myogelosen
am
Musculus
gluteus
medius
handle es sich erfahrungsgemäss um funktionelle medizinisch behandelbare Sachverhalte ohne dauerhaften Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Die übrigen Diagnosen seien bereits versicherungsmedi
zinisch gewürdigt worden.
5.
5.1
Die
Rentenzusprache
im Jahr
2013
erfolgte gemäss Feststellungsblatt vom
2
8.
Mai 2013 (
Urk.
11/61)
vorwiegend
gestützt auf
die Berichte der
Klinik
B._
(vgl. vorstehend E. 3). Damals stand
en vor allem belastungs- und bewe
gungsabhängige Kniebeschwerden rechts im Vordergrund, aufgrund welcher eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auch für angepasste Tätigkeiten attestiert wurde.
Gestützt auf das orthopädische Gutachten der Universitätsklinik
A._
vom 2
9.
November 2016 (vorstehend E. 4.3) ging die Beschwerdegegnerin davon aus, dass bei der Beschwerdeführerin insbesondere durch die
Rückbildung der prakti
schen Belastungsunfähigkeit
des rechten Knies
nunmehr eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen sei und die Beschwerdeführerin ab September 2013 in einer
mehrheitlich sitzenden Tätigkeit zu 50
%
arbeitsfähig sei.
5.2
In diagnostischer Hinsicht hat sich der Gesundheitszustand der Beschwerdefüh
rerin
nicht wesentlich verändert. So stimmen die somatischen Diagnosen i
n den Berichten der
Klinik
B._
(vgl. vorstehend E.
3
) mit denjenigen im Gutach
ten vom November 201
6
(vgl. vorste
hend E.
4
.
3
) im Wesent
li
chen überein.
Die Beschwerdeführerin leidet nach wie vor
an belastungs- und bewegungsabhängige Kniebeschwerden, wobei neu auch eine symptomatische Gonarthrose links be
steht.
Selbst wenn jedoch exakt dieselben Diagnosen gestellt werden wie bei der ur
sprünglichen
Rentenzusprache
, würde dies eine Rentenrevision nicht grundsätz
lich
ausschliessen
, da jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhält
nissen, welche geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen, Anlass zur Rentenrevision gibt (BGE 125 V 368 E. 2, BGE 105 V
29 mit weiteren Hinweisen). Invalidenversicherungsrechtlich erheblich ist einzig, ob und in welchem
Mass
eine Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit - und zwar unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie - aus
gewiesen ist (Urteil des Bundesgerichts I 815/05 vom
5.
Februar 2007 E. 7.2.2 mit weiteren Hinweisen). Unabhängig von den gestellten Diagnosen ist somit zu prü
fen, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der ursprüngli
chen
Rentenzusprache
im Jahre 2013 verbessert hat.
5.3
Eine Verbesserung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin aus ortho
pädischer Sicht besteht insoweit,
als im Dezember 2012 noch eine Lockerung der
tibialen
Komponente der rechtsseiti
gen Knieprothese vorgelegen hat
und die dies
bezüglichen
Beschwerden durch einen operativen Eingriff im Februar 2013 be
hoben worden sind. Zumal sich nach dem Wechsel der
tibialen
Komponente auch der vorher deutliche
Lysesaum
um dieselbe radiologisch nicht mehr feststellen lässt, gingen die Gutachter bezüglich des rechten Kniegelenks von einer Verbes
serung des Gesundheitszustandes aus. Zwar bestätigten die Gutachter, dass sich die im linken Kniegelenk gebildete symptomatische Gonarthrose einer Ver
schlechterung gleichkomm
e
, insgesamt jedoch trotzdem ein aus orthopädischer Sicht verbesserter Gesundheit
szustand attestiert werden könne.
So
schränke das linke Kniegelenk die funktionellen Leistungen der Beschwerdeführerin nicht der
art ein, als dass eine praktische Belastungsunfähigkeit bestehen würde. Vielmehr seien der Beschwerdeführerin mit dem aktuellen Zustand des Bewegungsappara
tes sämtliche geschilderten Tätigkeiten m
öglich
(
Urk.
11/120 S. 31 ff.)
.
5.4
Die Würdigung der mediz
inischen Akten ergibt, dass das orthopädische
Gutach
ten
vom
November 2016
(vorstehend E.
4
.
3
)
auf den für die strittigen Be
lan
ge um
fassenden Untersuchungen beruht und die vo
n
der
Beschwerdeführer
in
geklag
ten Be
schwerden in angemessener Weise berücksichtigt. Sodann wurde es in
Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet und trä
gt der konkreten medizi
nischen Situation Rechnung. So machten die Gut
achter darauf aufmerk
sam, dass
es durch die zunehmenden Kniebeschwerden links nicht zu einem spe
zifischen Vermeidungsverhalten gekommen sei, so dass
sich
die von der Be
schwerdeführerin durchgeführten Tätigkeiten dadurch nicht verändern würden (S. 34).
Sie zeigten zudem auf, dass
eine mehr als 50%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit während schmerzärmeren Phasen zwar durchaus denkbar sei, den schmerzhaften Episoden jedoch sicherlich Rechnung getragen werden müsse (S. 35).
Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vor
genommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Ar
beitsfähigkeit werden ausführlich begründet. So zeigten die Gutachter in nach
vo
llziehbarer Weise auf, dass bei der
Beschwerdeführer
in
aufgrund der er
hobe
nen, objektiven somatischen Befunde
als Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
ste
hende Positionen länger als 60 Minuten, das Tragen von Lasten über 10 kg sowie kniende und kauernde Positionen zu gelten hätten (S. 35).
Das Gutachten ist für die Beantwortung der Fragen umfassend und erfüllt
da
mit
die praxisgemässen Kriterien (vgl. vor
ste
hend E. 1.5) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf ab
gestellt wer
den kann.
5.5
Auf die
von der Beschwerdeführerin eingereichten Bericht
e
des
E._
vom Mai 2018 (
Urk.
16)
k
ann nicht abgestellt werden. So sind
diesen aus medizinischer Sicht
keine neuen Erkenntnisse zu entnehmen
und die Ärzte ma
chen keine Angaben zu funktionellen Einschränkungen. Die darin enthaltenen Angaben vermögen die ausführliche und eingehend begründete Beurteilung durch die orthopädischen Gutachter nicht zu entkräften. Ausserdem ergingen die Berichte nach Verfügungserlass
.
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das So
zialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungs
verfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert ha
ben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
5.6
Z
usammenfassend ist aufgrund des orthopädischen
Gutachtens mit dem erforder
lichen Beweisgrad der üb
erwiegen
den Wahrscheinlichkeit
eine Verbesseru
ng des Gesundheitszu
standes der
Beschwerdeführerin ausgewiesen. So besteht
im Ver
gleich zur
Rentenzusprache
im Jahr 20
13
keine
Belastungsunfähigkeit des rech
ten Knies mehr und
der erhobene klinische orthopädische Befund steht einer Tä
tigkeit gemäss beschriebenem Zumutbarkeitsprofil nicht entge
gen.
Somit ist gestützt auf das
orthopädische
Gutachten vo
m
November 201
6
davon auszu
gehen, dass eine Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgewies
en und die
Beschwer
deführer
in
nunmehr in einer adaptierten Tätigkeit zu
5
0 % ar
beits
fähig ist
.
5.7
D
ie
Invaliditätsbemessung im engeren Sinn wurde von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt. Es bestehen weder Anhaltspunkte, die auf eine Fehler
haf
tigkeit der Invaliditätsbemessung schliessen lassen würden, noch gibt sie auf
grund der Akten (
Urk.
11/135, Urk. 11/136 S. 8) zu Beanstandungen Anlass, so dass sich weitere Ausführungen erübrigen.
5.8
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht eine revisionsrelevante Sachverhaltsänderung angenommen und beim neu bestimm
ten Invaliditätsgrad von
24
% eine Renteneinstellung verfügt hat. Die Beschwer
degegnerin hat in Übereinstimmung mit Art. 88
bis
Abs. 2
lit
. a IVV die Renten
aufhebung auf den ersten Tag des zweiten der Zustellung der angefoch
tenen Ver
fügung vom
25
.
Oktober 2017
folgenden Monats verfügt.
Die angefochtene Verfügung vom
25. Oktober 2017
(Urk. 2) erweist sich deshalb als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen, infolge Gewährung der un
ent
geltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu neh
men.
6.2
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) be
misst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Be
deutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Ob
siegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert.
Der von Rechtsanwältin Mirjam
Stanek
Brändle mit Eingabe vom 5. März 2018
(Urk. 14)
gel
tend gemachte Aufwand von 10.02 Stunden und Fr. 66.15 Barausla
gen erscheint der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses angemessen.
B
ei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) ist die Entschädigung somit auf Fr. 2‘451.70 (inklusive Bar
aus
lagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
6.3
Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung
der Gerichtskosten und
der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist.