# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ab5ef80f-971f-4e14-b38b-1c975332cee9
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ P. K. ist seit August 2009 Eigentümer des Grundstücks Nr. W0000, Grundbuch S.,
an der F-strasse xx in S. Das Grundstück liegt an der Verzweigung der F-strasse mit
der W-strasse und gehört gemäss Zonenplan der Stadt S. zur Gewerbe- und
Industriezone. Die W-strasse, als Parzelle Nr. W1111 ausgeschiedene und im
Privateigentum stehende Gemeindestrasse dritter Klasse, ist in zwei Teilabschnitte
gegliedert. Das Grundstück Nr. W0000 wurde vom Stadtrat am 15. Mai 2001 in den
Unterhaltsperimeter "W-strasse" mit einbezogen, und zwar gemäss dem
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dazugehörigen Beitragsplan mit einem Anteil von 6,25 Prozent für den ersten von der
F-strasse her über eine Strecke von rund 60 Metern gegen Süden verlaufenden
Teilabschnitt. Für den zweiten anschliessend über eine Strecke von rund 20 Metern
nach Westen führenden Teilabschnitt wurde das Grundstück Nr. W0000 nicht belastet.
Der Beitragsplan für den Unterhaltsperimeter "W-strasse" erfasst die W-strasse selbst,
also das Grundstück Nr. W1111, bisher nicht.
Am 15. September 2009 wurden aufgrund eines Gesuches des Strasseneigentümers
die Fläche des östlich verlaufenden Trottoirs und ein Streifen der Fahrbahn der W-
strasse bis auf eine verbleibende Strassenbreite von 4,5 Meter zur Erstellung von
sieben privaten Parkplätzen entwidmet. Die Parkplätze bestehen entlang der Parzellen
F-strasse xx und W-strasse xx (Trottoir- und Fahrbahnbereich). Eine Anpassung des
Beitragsplans für den Unterhaltsperimeter wurde nicht vorgenommen.
B./ Am 10. Augst 2010 ersuchte P. K. die Baudirektion der Stadt S. um Entlassung
seines Grundstücks Nr. W0000 aus dem Perimeter. Nach Durchführung eines
Augenscheins und der Einholung der Vernehmlassungen der anderen betroffenen
Grundeigentümer sowie der Gewährung des rechtlichen Gehörs wies der Stadtrat mit
kostenpflichtigem Beschluss vom 14. Dezember 2010 das Gesuch ab. Der Beschluss
wurde im Wesentlichen damit begründet, dass sich die Erschliessungs- und
Nutzungsverhältnisse seit dem Beitragsplan vom 15. Mai 2001 nicht geändert hätten.
C./ Gegen diesen Beschluss erhob P. K. mit Eingabe vom 19. Dezember 2010 Rekurs
bei der Verwaltungsrekurskommission und beantragte sinngemäss, der Beschluss des
Stadtrats vom 14. Dezember 2010 sei aufzuheben und das Grundstück Nr. W0000 sei
aus dem Unterhaltsperimeter "W-strasse" zu entlassen. Der Rekurs wurde
hauptsächlich damit begründet, dass die W-strasse für das Grundstück W0000
keinerlei Nutzen habe.
Nach Durchführung eines Augenscheins hiess die Verwaltungsrekurskommission am
17. Mai 2011 den Rekurs teilweise gut und wies die Streitsache zur Anpassung des
bestehenden Unterhaltsperimeters "W-strasse" an die veränderten Verhältnisse an den
Stadtrat zurück. Der Entscheid wurde im Wesentlichen damit begründet, dass sich
auch mit der Entwidmung des Trottoirstreifens zur Erstellung von Privatparkplätzen die
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Erschliessungsverhältnisse für das Grundstück von P. K. nicht verändert hätten. Dem
Grundstück Nr. W0000 komme aufgrund seiner Lage - und zwar unabhängig von seiner
Nutzungsart - ein Sondervorteil zu. Deshalb rechtfertige sich eine Entlassung aus der
Unterhaltspflicht nicht. Aber die Beschwerdegegnerin habe den Beitragsplan vom
15. Mai 2001 infolge der Entwidmung des Trottoirstreifens und eines Teils der W-
strasse für private Parkplätze anzupassen.
D./ Mit Eingabe seiner Rechtsagentin vom 10. Juni 2011 erhebt P. K. Beschwerde beim
Verwaltungsgericht und beantragt Folgendes:
1. Der Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 17. Mai 2011 sei teilweise
aufzuheben.
2. P. K. sei vollständig aus der Unterhaltspflicht der W-strasse zu entlassen;
eventualiter sei der Unterhaltsperimeter, wie von der Vorinstanz bereits entschieden, an
die veränderten Verhältnisse anzupassen. Dies unter Vorgabe eines zeitlichen
Rahmens.
Sollte die Anpassung des Perimeters bis zur Sanierung der W-strasse nicht
abgeschlossen sein, sei die Stadt zu verpflichten, die Kosten zu bevorschussen, und
erst nach Rechtskraft des neuen Perimeters dürften diese auf die Unterhaltspflichtigen
abgewälzt werden.
3. P. K. seien die bezahlten Entscheidgebühren an den Stadtrat sowie die geleisteten
amtlichen Gebühren vollumfänglich zurückzuerstatten.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin
und/oder der Vorinstanz.
Begründet wird die Beschwerde im Wesentlichen damit, dass für das Grundstück
Nr. W0000 durch die W-strasse nach objektiver Betrachtung kein Sondervorteil
bestehe, sondern eher ein "Sondernachteil". Die Möglichkeit über die W-strasse auf
das Grundstück Nr. W0000 zu gelangen, sei unsinnig und höchst gefährlich. Sein
Grundstück sei vollständig durch die F-strasse erschlossen. P. K. habe zwecks
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Minimierung des Gefahrenpotentials für Verkehrsteilnehmer und Fussgänger eine
Mauer errichtet, damit sein Vorplatz nicht mehr als Abkürzungs-, Einspur- und
Beschleunigungsstrecke gebraucht werden könne.
Die Verwaltungsrekurskommission beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 26. Juli
2011 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Baudirektorin
der Stadt S. stellt in ihrer Stellungnahme vom 16. August 2011 ebenfalls den Antrag auf

## Considerations

Abweisung der Beschwerde und verweist mehrheitlich auf die Erwägungen in den
Entscheiden des Stadtrats und der Verwaltungsrekurskommission. Zudem hebt sie
hervor, dass die Dauer eines Kostenverlegungsverfahrens im Wesentlichen vom
Verhalten der Betroffenen abhänge, sodass eine zeitliche Vorgabe für die Anpassung
des Beitragsplans abzulehnen sei.
P. K. liess mit Eingabe seiner Rechtsagentin vom 7. September 2011 nochmals eine
Stellungnahme an das Verwaltungsgericht einreichen. Darin hält er an seinen Anträgen
fest. Als Begründung wird hauptsächlich nochmals vorgebracht, dass angesichts des
erheblichen Verkehrssicherheitsrisikos keine sinnvolle Möglichkeit zur Realisierung
eines Sondervorteils für die Grundstückparzelle Nr. W0000 bestehe. Sodann stellt er im
Rahmen der Eingabe vom 7. September 2011 ein Gesuch für einen Augenschein.
Auf die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen wird –
soweit erforderlich – in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
1.1. Der Beschwerdeführer ist grundsätzlich zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Der Beschwerdeführer verlangt in
Ziffer zwei seiner Rechtsbegehren die vollständige Entlassung aus der Unterhaltspflicht
der W-strasse. Hinsichtlich dieses Streitgegenstands ist der Beschwerdeführer
beschwert, da die Vorinstanz entschied, dass trotz der erforderlichen Anpassung des
bestehenden Beitragsplans vom 15. Mai 2001 eine Entlassung aus der Unterhaltspflicht
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nicht gerechtfertigt sei. Die Vorinstanz zweifelt in ihrer Stellungnahme vom 26. Juli 2011
das Rechtsschutzinteresse des Beschwerdeführers an, da eine Entlassung nur im
Rahmen einer Anpassung des Perimeters möglich sei. Es ist richtig, dass der
Beschwerdeantrag grundsätzlich so zu formulieren ist, dass er bei Obsiegen zum Urteil
erhoben werden kann. Dies ist hinsichtlich der Ziffer zwei der Rechtsbegehren insofern
fraglich, als das Verwaltungsgericht den Beschwerdeführer nicht selbst aus der
Unterhaltspflicht entlassen kann. Nach Treu und Glauben (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl., St. Gallen 2003, Rz. 916) und
aufgrund einer gesamthaften Betrachtungsweise seiner Rechtsbegehren, worin
eventualiter auch die zeitliche Vorgabe der Anpassung des Beitragsplans verlangt wird,
ist die Ziffer zwei der Rechtsbegehren dahingehend auszulegen, dass der
Beschwerdeführer beantragt, die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, ihn im Rahmen
der Anpassung des Unterhaltsperimeters aus letzterem zu entlassen. Aufgrund dieser
sehr grosszügigen Interpretation und der nicht "anwaltlichen" Vertretung ist auf das
Rechtsbegehren in Ziffer zwei einzutreten.
In Bezug auf den Eventualantrag hinsichtlich Anpassung des Unterhaltsperimeters an
die veränderten Verhältnisse ist festzuhalten, dass dies mit dem Dispositiv des
Entscheids der Vorinstanz übereinstimmt, weshalb diesbezüglich keine Beschwerde
besteht. Der Eventualantrag des Beschwerdeführers beschränkt sich daher auf die
Vorgabe eines zeitlichen Rahmens und der Festsetzung der Rechtsfolgen bei
Überschreitung des zeitlichen Rahmens, da dies das Urteil der Vorinstanz nicht vorsah.
1.2. Die Beschwerdeeingabe vom 10. Juni 2011 wurde rechtzeitig eingereicht und
entspricht formal sowie inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Zusätzlich zur
Beschwerdeeingabe liess der Beschwerdeführer am 7. September 2011 noch eine
weitere Stellungnahme einreichen.
1.2.1. Aus Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 53 Abs. 1 VRP ergibt sich, dass im
Beschwerdeverfahren grundsätzlich nur ein einfacher Schriftenwechsel stattfindet.
Einen zweiten Schriftenwechsel sieht das VRP nicht vor (VerwGE vom 13. Dezember
1991 i.S. B. & G. AG und Mitbeteiligte, E. 1b mit Hinweis; Cavelti/ Vögeli, a.a.O.,
Rz. 949). Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs wird eine zweite Eingabe des
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Beschwerdeführers zugelassen, wenn in den Vernehmlassungen neue tatsächliche und
rechtliche Argumente vorgebracht werden, die bisher nicht erörtert wurden. Die zweite
Eingabe hat sich aber sachlich auf diejenigen Umstände zu beschränken, die sie
rechtfertigen und es können keine neuen Beschwerdegründe nachgeschoben werden
(VerwGE B 2011/9 vom 7. Dezember 2011 E. 2.1 mit Hinweisen). In seiner neueren
Rechtsprechung hat das Verwaltungsgericht zudem unter Hinweis auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung festgehalten, dass Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101) und Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR
101) verlangen, dass jede dem Gericht eingereichte Stellungnahme den Beteiligten zur
Kenntnis zu bringen und diesen Gelegenheit zu geben ist, dazu Stellung zu nehmen
(VerwGE B 2011/9 vom 7. Dezember 2011 E. 2.1 mit Hinweisen). Dies gilt nach
bundesgerichtlicher Rechtsprechung unabhängig davon, ob eine Vernehmlassung oder
Stellungnahme neue Tatsachen oder Argumente enthält und ob sie das Gericht
tatsächlich zu beeinflussen vermögen (BGE 133 I 100 E. 4.3 und 4.5). Ausgeschlossen
sind indessen nach Ablauf der Beschwerdefrist Anträge und Rügen, die bereits in der
Beschwerdeeingabe hätten erhoben werden können, ausser die Vernehmlassungen
hätten erst hierzu Anlass gegeben (BGE 132 I 42 E. 3.3.4; 131 I 291 E. 3.5).
Aus dem Gesagten folgt, dass auf die Ausführungen des Beschwerdeführers in seiner
zweiten Eingabe vom 7. September 2011 nicht einzutreten ist, soweit diese Rügen
bereits in der Beschwerdeeingabe vom 10. Juni 2011 hätten vorgebracht werden
können und die Vernehmlassungen keinen Anlass boten, diese Argumente nochmals
vorzubringen. Dies gilt für sämtliche Ausführungen über die Erschliessungsverhältnisse
des Grundstückes Nr. W0000 und über die Verkehrssicherheit.
1.2.2. Ebenfalls nicht einzutreten ist auf den in der Eingabe vom 7. September 2011
gestellten Antrag auf einen Augenschein. Diesen Beweisantrag hätte der
Beschwerdeführer innert Beschwerdefrist stellen müssen, da die Vernehmlassungen
der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin keine Ausführungen enthalten, die
nachträglich Anlass boten, einen Augenschein zu beantragen. Hinzu kommt, dass die
Durchführung eines Augenscheins im pflichtgemässen Ermessen der urteilenden
Instanz liegt. Vorliegend ergeben sich die entscheidenden tatsächlichen Verhältnisse
und namentlich die konkreten Umstände zwischen der W-strasse und dem Grundstück
Nr. W0000 bereits aus den Plänen, Fotografien, dem Geoportal (www.geoportal.ch),
http://www.geoportal.ch/
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aus dem Protokoll über den Augenschein durch die gerichtliche Vorinstanz sowie aus
den übrigen Verfahrensakten (vgl. VerwGE B 2010/233 vom 15. Dezember 2011 E. 2.4,
abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Auf einen Augenschein wäre also auch bei einem
Eintreten ohnehin zu verzichten.
1.3. Weiter stellt sich die Frage der Zulässigkeit einer entgeltlichen Vertretung durch
eine Rechtsagentin vor Verwaltungsgericht, was der Rechtsagentin bereits mit
Schreiben vom 29. Juni 2011 mitgeteilt wurde. Mit Eingabe vom 11. Juli 2011 konnte
die Rechtsagentin ihr rechtliches Gehör wahrnehmen.
Das Verwaltungsgericht hat ohne nähere Begründung in den Entscheiden B 2002/155
vom 22. Mai 2003 und B 2008/172 vom 16. Juni 2009 einen Rechtsagenten als
Vertreter des Beschwerdeführers zugelassen und die Urteile jeweils dem
Rechtsagenten zugestellt. Diese Zulassung ist indessen angesichts des
Anwaltsmonopols gemäss Art. 10 Abs. 1 des Anwaltsgesetzes (sGS 963.70, abgekürzt
AnwG) und der zunehmenden Komplexität von verwaltungsgerichtlichen Verfahren zu
hinterfragen. Art. 11 Abs. 1 lit. c AnwG sieht die entgeltliche Vertretung durch eine
Rechtsagentin vor Verwaltungsbehörden, der Verwaltungsrekurskommission und in
Rekursfällen vor Versicherungsgericht sowie in den zugehörigen Rechtsmittelverfahren
vor. Der Wortlaut von Art. 11 Abs. 1 lit. c AnwG würde also für eine Zulassung von
Rechtsagenten vor Verwaltungsgericht sprechen (gl.M. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 364
und 839). Vor dem Inkrafttreten des AnwG sah das alte Recht, Art. 64 Abs. 2 VRP in
der Fassung vom April 1981 (nGS 16-35), vor, dass Rechtsagenten in Steuersachen zur
berufsmässigen Vertretung vor dem Verwaltungsgericht berechtigt sind. Daraus konnte
e contrario der Schluss gezogen werden, dass Rechtsagenten ausserhalb von
Abgabestreitigkeiten nicht als berufsmässige Vertreter zugelassen waren. Nach Ansicht
des Gesetzgebers übernahm Art. 11 Abs. 1 lit. c AnwG diese Regelung (Botschaft zum
Anwaltsgesetz, ABl 1992, S. 843 und 860) und damit wären - nach historischer
Auslegung - Rechtsagenten als berufsmässige Vertreter ausserhalb von
Abgabestreitigkeiten vor Verwaltungsgericht ausgeschlossen. Die Frage der
Zulässigkeit der berufsmässigen Vertretung durch Rechtsagenten kann im
vorliegenden Beschwerdeverfahren aufgrund des Vorliegens einer Abgabestreitigkeit
offen bleiben, zumal dafür eine ausdrückliche Ausnahmeregelung zum Anwaltsmonopol
besteht (vgl. Art. 12 Abs. 1 lit. d AnwG). Angesichts des Ausgangs des Verfahrens kann
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auch offen bleiben, ob die ausseramtliche Entschädigung bei Vertretung durch einen
Rechtsagenten trotz Art. 1 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten
(sGS 963.75) tiefer als bei einem Rechtsanwalt anzusetzen ist.
Das Urteil ist nach dem Gesagten der Rechtsagentin als Vertreterin des
Beschwerdeführers zuzustellen.
1.4. Unter den erwähnten Vorbehalten ist auf die Beschwerde einzutreten.
2. Die Baukosten werden gemäss Art. 77 Abs. 1 StrG im Kostenverlegungsverfahren
durch Errichtung eines Perimeters aufgeteilt. Gemäss Art. 78 Abs. 1 sind Eigentümer
von Grundstücken, denen ein Sondervorteil entsteht, beitragspflichtig. Für
Gemeindestrassen dritter Klasse wird das Kostenverlegungsverfahren sachgemäss
durchgeführt (Art. 77 Abs. 2 lit. a StrG).
2.1. Die Kostenbeteiligung der Grundeigentümer an den Bau, Ausbau und Unterhalt
von Gemeindestrassen dritter Klasse werden als Perimeterbeiträge bezeichnet, deren
Höhe in einem Beitragsplan festgehalten wird (Art. 79 StrG). Bei Perimeterbeiträgen
handelt es sich um Vorzugslasten (VerwGE B 2011/120 vom 17. Januar 2012 E. 2.1 mit
Hinweis, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Als Vorzugslast gelten Abgaben, die als
Beitrag an die Kosten einer öffentlichen Einrichtung einem beschränkten Kreis von
Personen auferlegt werden, denen aus der Einrichtung wirtschaftliche Sondervorteile
erwachsen, sodass ein gewisser Ausgleich in Form eines besonderen Kostenbeitrags
als gerechtfertigt erscheint, wie dies auch Art. 78 StrG festhält (GVP 1971 Nr. 9 mit
Hinweisen; GVP 1978 Nr. 5; GVP 1990 Nr. 19 E. 4; GVP 1998 Nr. 29 E. 2b; Imboden/
Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Band II: Besonderer Teil, Basel
1976, S. 784 mit Hinweisen; A. Weder, in: G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar zum
st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, St. Gallen 1989, N 1 f. zu Art. 78).
Vorzugslasten als Kausalabgaben sind einerseits nach den zu deckenden Kosten oder
Kostenanteilen zu bemessen und andererseits auf die Nutzniesser der öffentlichen
Einrichtung nach Massgabe des wirtschaftlichen Sondervorteils zu verlegen, der dem
Einzelnen erwächst (BGE 118 Ib 54 E. 2b mit Hinweis; GVP 1998 Nr. 29 E. 2b mit
Hinweisen; GVP 1971 Nr. 9 mit Hinweisen; Imboden/Rhinow, a.a.O., S. 784 mit
http://www.gerichte.sg.ch/
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Hinweisen; B. Lengwiler, in: Praxis des Strassenperimeters, St. Gallen 1981, S. 39 mit
Hinweis; Weder, a.a.O., N 1 zu Art. 78).
2.2. Art. 56 Abs. 1 StrG sieht die Möglichkeit der Errichtung oder Änderung eines
Perimeters für den Unterhalt von Gemeindestrassen dritter Klasse vor, wenn der
zweckmässige Unterhalt es erfordert (lit. a) oder die Belastung einzelner
Grundeigentümer in einem Missverhältnis zu ihren Sondervorteilen steht (lit. b).
Während sich Art. 56 Abs. 1 lit. a StrG primär an die politische Gemeinde richtet,
können einzelne Grundeigentümer gemäss Art. 56 Abs. 1 lit. b StrG von der
Gemeindebehörde die Errichtung oder Änderung eines Perimeters beantragen, wenn
besondere Umstände dies rechtfertigen. Vorausgesetzt ist aber, dass die Belastung
einzelner Grundeigentümer in einem Missverhältnis zu ihren Sondervorteilen steht. Dies
ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein neuer Grundeigentümer mit geänderter
Benutzung dazu stösst oder wenn bedeutende Bauwerke (Gaststätten, Hotels) errichtet
werden (M. Möhr, in: G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar zum st. gallischen
Strassengesetz vom 12. Juni 1988, St. Gallen 1989, N 3 f. zu Art. 56). Nach der
Rechtsprechung rechtfertigt sich sodann eine Änderung des Unterhaltsperimeters,
wenn sich die Umgrenzung geändert hat oder wenn sich die tatsächlichen
Nutzungsverhältnisse gegenüber der bisher berücksichtigten Nutzung und
Erschliessungssituation erheblich geändert haben. Sobald diese Voraussetzungen
erfüllt sind, hat der Grundeigentümer einen Rechtsanspruch auf die Änderung des
Perimeters (GVP 1999 Nr. 22).
2.3. Zutreffend legt die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid die Gründe dar, die
eine Änderung des bestehenden Beitragsplans vom 15. Mai 2001 aufgrund des
Gesuchs des Beschwerdeführers rechtfertigen. Als Hauptgrund bringt die Vorinstanz
vor, dass mit dem Beschluss vom 15. September 2009 das Grundstück Nr. W1111,
also die im Privateigentum stehende W-strasse selbst, durch die Schaffung von
privaten Parkplätzen auf dem Trottoir und einem schmalen Streifen der Fahrbahn der
W-strasse teilweise entwidmet worden sei. Dadurch sei eine bisher nicht
berücksichtigte Fläche des Grundstücks Nr. W1111 zum Perimetergebiet
hinzugetreten, die aufgrund ihrer wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeit in der Form
privater Parkplätze vom Perimeterobjekt in besonderem Mass profitiere. Der
Eigentümer des Grundstückes Nr. W1111 besitze daher einen Sondervorteil, der im
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Missverhältnis zum bestehenden Unterhaltsperimeter stehe, nachdem das Grundstück
Nr. W1111 bisher vom Perimeter nicht erfasst worden sei. Darum sei der Beitragsplan
für den Unterhaltsperimeter "W-strasse" an die neuen Verhältnisse anzupassen.
Diese Ausführungen werden vom Beschwerdeführer grundsätzlich nicht bestritten. Er
macht indessen geltend, dass die W-strasse für sein Grundstück Nr. W0000 keine
Vorteile bringe, sondern nur mit Nachteilen verbunden sei. Darum sei sein Grundstück
vollständig aus dem Unterhaltsperimeter zu entlassen.
2.4. Für die Frage, ob der Beschwerdeführer im Rahmen der Anpassung aus dem
Unterhaltsperimeter zu entlassen ist, ist zu prüfen, ob sich der Einbezug seines
Grundstückes in den Unterhaltsperimeter "W-strasse" rechtfertigt.
2.4.1. Für die Begründung einer Abgabepflicht des Eigentümer des Grundstückes
Nr. W0000 muss nach dem Gesagten ein wirtschaftlicher Sondervorteil vorliegen. Mit
anderen Worten, es muss ein besonderer Nutzen für das fragliche Grundstück im
Bereich der Strasse entstehen (Weder, a.a.O., N 3 zu Art. 78 mit Hinweis). Der
wirtschaftliche Sondervorteil muss so geartet sein, dass er nicht jedem
Strassenbenützer zukommt. Er entsteht nur für jenen beschränkten Kreis von
Grundstücken, deren Lage durch die fragliche Massnahme eine Verbesserung erfährt
bzw. deren Werte und Nutzungsmöglichkeiten dadurch eine Steigerung erfahren (GVP
1990 Nr. 19 E. 5; Imboden/Rhinow, a.a.O., S. 785).
Ein Sondervorteil kann beispielsweise darin liegen, dass sich die Zugänglichkeit eines
Grundstückes für Personen und/oder Fahrzeuge durch den Bau einer Strasse
verbessert. Die verbesserte strassenmässige Erschliessung gestattet eine verbesserte
wirtschaftliche Nutzung. Dies kann zu einer Zunahme des Grundstückwertes führen, da
dieser primär vom Ausmass der vorhandenen Nutzungsmöglichkeiten abhängt (GVP
1978 Nr. 5; GVP 1979 Nr. 10; Lengwiler, a.a.O., S. 43; Weder, a.a.O., N 3 zu Art. 78).
Entscheidend ist bei der Beurteilung der Steigerung der Nutzungsmöglichkeiten, dass
der Sondervorteil dem Grundstück als solchem erwachsen muss und nicht nur dessen
momentanem Eigentümer. Der Wertzuwachs darf somit nicht nur aufgrund der
subjektiven Verhältnisse des jeweiligen Eigentümers entstehen, sondern er muss nach
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objektiven, sachlichen Gesichtspunkten wie Lage und Beschaffenheit des
Grundstückes messbar erscheinen. Daher sind die subjektiven Verhältnisse des
Eigentümers nicht zu berücksichtigen (GVP 1971 Nr. 9 mit Hinweis; GVP 1998 Nr. 29
E. 2b mit Hinweis; GVP 2003 Nr. 22 E. 3aa; Imboden/Rhinow, a.a.O., S. 786; Lengwiler,
a.a.O., S. 40).
2.4.2. Ein wirtschaftlicher Sondervorteil durch eine Strasse besteht also unter anderem
dann, wenn die strassenmässige Erschliessung die wirtschaftliche Nutzung resp.
Nutzungsmöglichkeiten des Grundstückes steigert. Die W-strasse diente im Zeitpunkt
des Erlasses des Beitragsplans vom 15. Mai 2001 der Erschliessung der anstossenden
Liegenschaften und damit auch des Grundstückes Nr. W0000 an der F-strasse xx. Die
Erschliessungsverhältnisse für das Grundstück Nr. W0000 haben sich nach einer
objektiven Betrachtungsweise nicht geändert. Nach der zutreffenden Feststellung der
Vorinstanz kann auf das Grundstück Nr. W0000 auf einer Länge von rund sieben
Metern über die W-strasse zugefahren werden. Damit wird die Zugänglichkeit zum
Grundstück Nr. W0000 verbessert, da man nicht direkt von der viel befahrenen F-
strasse auf das Grundstück abbiegen muss, sondern man kann den Weg von der F-
strasse über die W-strasse wählen, was insbesondere für Transporter von Vorteil ist.
Das Grundstück Nr. W0000 liegt in der Gewerbe- und Industriezone, und daher
erscheint unter objektiven Gesichtspunkten die Zufahrt von Lastwagen auf dieses
Grundstück nicht als sachfremd. Zudem ist in Betracht zu ziehen, dass längere
Lastwagen eher parallel zur F-strasse auf dem Grundstück Nr. W0000 anhalten
müssten. Dafür erweist sich die Zufahrt von der F-strasse über die W-strasse auf das
Grundstück des Beschwerdeführers als praktikablere Lösung als diejenige direkt von
der F-strasse her.
Das mit der Eingabe vom 7. September 2011 eingereichte Foto zeigt auf, dass sich
mehrere Fahrzeuge auf dem Grundstück Nr. W0000 befinden können. Eine mehrfache
Erschliessung des Grundstücks ermöglicht ein einfacheres und sichereres Zu- und
Wegfahren von mehreren Fahrzeugen. Durch eine zweifache Erschliessung können
nämlich mehrere Fahrzeuge gleichzeitig zum Grundstück Nr. W0000 zufahren oder es
verlassen.
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2.4.3. Gegen die Annahme eines wirtschaftlichen Sondervorteils lässt der
Beschwerdeführer vorbringen, dass sein Grundstück Nr. W0000 vollumfänglich durch
die F-strasse erschlossen sei. Zudem bedeute eine zweite Erschliessung in der Regel
keine Wertzunahme, sondern könne sich wegen der damit verbundenen Immissionen
als Nachteil erweisen.
Der Beschwerdeführer übersieht, dass nach der Rechtsprechung des
Verwaltungsgerichts ein Grundstück in Kern- oder Gewerbe- und Industriezonen einen
Wertzuwachs erfahren kann, wenn es nicht nur von einer, sondern von mehreren Seiten
her über eine Strasse erreicht werden kann (GVP 1979 Nr. 10; Lengwiler, a.a.O.,
S. 44 f.; Weder, a.a.O., N 5 zu Art. 78). Das Argument mit den Immissionen aufgrund
der doppelten Erschliessung greift nur bei in Wohnzonen gelegenen Grundstücken
(Lengwiler, a.a.O., S. 44).
Gemäss der aufgezeigten Rechtsprechung und den Ausführungen in Erw. 2.4.2 ist von
einem Zuwachs der Nutzungsmöglichkeiten für das in der Gewerbe- und Industriezone
gelegene Grundstück Nr. W0000 auszugehen, da es über zwei Strassen erschlossen
ist. Dass das Grundstück Nr. W0000 momentan nicht gewerblich genutzt wird, ändert
an dieser Sichtweise aufgrund der Massgeblichkeit der objektiven Gesichtspunkte
nichts, da es jederzeit wieder gewerblich oder industriell genutzt werden könnte.
Entscheidend ist im vorliegenden Sachverhalt, dass das Grundstück grundsätzlich auf
die Funktion als Gewerbebetrieb ausgerichtet ist.
2.4.4. Aufgrund der erwähnten Massgeblichkeit der objektiven Gesichtspunkte für die
Beurteilung des wirtschaftlichen Sondervorteils ändert auch die Errichtung einer Mauer
nichts, die eine Zufahrt von der W-strasse her auf das Grundstück Nr. W0000
ausschliesst. Hinzu kommt, dass es nach der Rechtsprechung des
Verwaltungsgerichts nicht entscheidend ist, ob der Eigentümer die verbesserten
Nutzungsmöglichkeiten tatsächlich verwertet. Dies berührt seine Beitragspflicht nicht
(GVP 1978 Nr. 5; GVP 1990 Nr. 19 E. 4; vgl. ferner Urteil des Verwaltungsgerichts des
Kantons Zürich VB.2009.00286 vom 21. Oktober 2009, E. 4.2.3). Für die Annahme
eines Sondervorteils ist es somit nicht erforderlich, dass dieser effektiv realisiert wird.
Es genügt, wenn es der Beitragsbelastete in der Hand hat, durch geeignete
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Massnahmen den Vorteil zu nutzen (Lengwiler, a.a.O., S. 40; GVP 1998 Nr. 29 E. 2d mit
Hinweis auf Weder, a.a.O., N 3 zu Art. 78; Imboden/Rhinow, a.a.O., S. 786).
Es ist somit irrelevant, ob der Grundeigentümer die durch die Strasse bewirkte
verbesserte Nutzbarkeit seines Grundstücks nutzt oder ob er freiwillig - etwa durch die
Errichtung einer Mauer – darauf verzichtet. Durch die selbständige Errichtung einer
Mauer wird zwar die subjektiv mögliche Nutzung der Strasse eingeschränkt, der
objektive Nutzen bleibt aber bestehen, da die Mauer ohne weiteres wieder entfernt
werden könnte. Anzumerken bleibt sodann, dass die während des laufenden
Rekursverfahrens vor der Vorinstanz errichtete Mauer einzig dem Zweck diente, keinen
Perimeterbeitrag bezahlen zu müssen. Das Vorbringen hinsichtlich Minimierung des
angeblich vorhandenen Gefahrenpotentials erscheint als Schutzbehauptung. Unter
diesem Gesichtspunkt ist die Argumentation mit der Mauer als Begründung für das
Fehlen eines Sondervorteils rechtsmissbräuchlich.
Aufgrund der Massgeblichkeit des objektiven Nutzens ist auch das Argument
irrelevant, dass der Mehrwert durch die Erstellung des Anbaus auf dem Grundstück
Nr. W0000 weggefallen sei, soweit auf diese Argumentation überhaupt einzutreten ist
(vgl. vorne Erw 1.2.1). Auch das Tolerieren von parkierten Autos von Drittpersonen
ausserhalb der Parkfelder vor der Zufahrt auf sein Grundstück ist als freiwilliger
Verzicht aufzufassen. Der Beschwerdeführer könnte nämlich ohne weiteres mittels
rechtlichen Mitteln gegen das Versperren seiner Zufahrt vorgehen (vgl. Art. 79 Abs. 1ter
der Signalisationsverordnung, SR 741.21, sowie Art. 19 Abs. 2 lit. g der
Verkehrsregelnverordnung, SR 741.11).
2.4.5. Der Beschwerdeführers stellt sich weiter auf den Standpunkt, dass für den
Einbezug eines Grundstückes in den Unterhaltsperimeter vorausgesetzt werde, dass es
eine Wertzunahme erfahre, woraus der Sondervorteil resultiere.
Nach der gängigen Rechtsprechung bedeutet indessen die verbesserte wirtschaftliche
Nutzung nicht per se, dass sich durch den Sondervorteil ein höherer Verkehrswert des
fraglichen Grundstückes erzielen lässt. Die Umsetzbarkeit des wirtschaftlichen
Sondervorteils in Geld ist kein entscheidendes Kriterium. Der Sondervorteil, der durch
die Beitragsleistung abgegolten wird, liegt somit in der besseren Nutzbarkeit des
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Grundstückes. Realisierbarkeit im Sinne des Abgaberechts bedeutet einen
Nutzungsmehrwert, der sich nicht auf die Veräusserbarkeit bezieht (GVP 1990 Nr. 19
E. 4; GVP 2003 Nr. 22 E. 3aa). Deshalb ist es irrelevant, ob das Grundstück Nr. W0000
durch die zusätzliche Zufahrt von der W-strasse her einen geldwerten Wertzuwachs
erfuhr.
2.4.6. Der Beschwerdeführer argumentiert zudem damit, dass die Nachteile der Zufahrt
auf sein Grundstück von der W-strasse her überwiegen. Es ist richtig, dass die
Sondervorteile allfällige Nachteile, die dem Pflichtigen aus dem Strassenbau oder -
ausbau erwachsen, überwiegen müssen. Berücksichtigt werden nur Nachteile, die mit
dem Strassenbau oder –ausbau in einem direkten Zusammenhang stehen. Als
Nachteile fallen z.B. die Verlagerung von wesentlichem Durchgangsverkehr auf die
neue oder ausgebaute Strasse, das Näherrücken derselben als Immissionsquelle oder
die Verschlechterung, Beschränkung oder gar der Ausschluss der Zufahrt in Betracht
(Weder, a.a.O., N 8 zu Art. 78).
Nach Ansicht des Beschwerdeführers sei die vor der Erstellung der Mauer vorhanden
gewesene Möglichkeit, 7 m2 der W-strasse zu überfahren, unsinnig, umständlich und
gefährlich. Durch die Benützung des Vorplatzes des Grundstückes Nr. W0000 als
Abkürzungs-, Einspur- oder Beschleunigungsstrecke werde das Gefahrenpotential für
die Verkehrsteilnehmer und Fussgänger entlang der F-strasse xx und des Vorplatzes
erheblich erhöht. Der Beschwerdeführer belegt indessen seine Behauptungen nicht
durch Beweisofferten. Massgebend für die Beurteilung ist im Übrigen nur das
regelkonforme Verhalten der Verkehrsteilnehmer, die auf das Grundstück Nr. W0000
zufahren wollen. Hinzu kommt, dass die Argumentation mit der Gefährdung der
Verkehrssicherheit Gegenstand der strassenpolizeilichen Bestimmungen gemäss
Art. 100 ff. StrG sowie der Grundsätze in Art. 33 StrG ist und im Verfahren der
Kostenverlegung grundsätzlich nicht beachtlich ist, soweit die Gefährdung nicht von
berechtigten Benützern der Zufahrt auf das Grundstück Nr. W0000 ausgeht. Inwiefern
eine Gefahr von berechtigten Benützern des Grundstücks Nr. W0000 für den übrigen
Verkehr ausgeht, legt der Beschwerdeführer nicht genügend dar, sondern beschränkt
sich auf allgemeine, nicht aussagekräftige Ausführungen. Selbst wenn die Nachteile der
Verkehrsgefährdung und Verkehrsbelastung nachgewiesen und zu berücksichtigen
wären, würden unter objektiven Gesichtspunkten die Vorteile der Erschliessung des in
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der Gewerbe- und Industriezone gelegenen Grundstücks Nr. W0000 überwiegen.
Aufgrund des Gesagten erübrigt sich auch die Prüfung, inwiefern das
Verwaltungsgericht aufgrund des Untersuchungsgrundsatzes gemäss Art. 12 Abs. 1
und insbesondere Abs. 2 VRP verpflichtet wäre, Beweise von Amtes wegen zu
erheben.
Kein zu berücksichtigender Nachteil ist sodann das Vorbringen des
Beschwerdeführers, dass sein Vorplatz durch Lastwagen beschädigt werde. Soweit
diese Lastwagen nicht berechtigterweise über das Grundstück Nr. W0000 fahren, kann
der Beschwerdeführer dagegen mit rechtlichen Mitteln vorgehen.
2.4.7. Als unbehelflich erweist sich schliesslich der Standpunkt des
Beschwerdeführers, dass seinem Grundstück bei einer Perimeteranpassung nur noch
ein kleiner Anteil angelastet werden könne. Daher würde eine Entlassung aus der
Unterhaltspflicht am wenigsten Aufwand und Aufregung mit sich bringen, zumal er bei
der Nichtentlassung aus dem Perimeter gegen die Anpassung sämtliche Rechtswege
ausschöpfen werde. Aufgrund des Gesagten und der zutreffenden Ausführungen der
Vorinstanz ist der Beschwerdeführer nicht aus dem Unterhaltsperimeter zu entlassen.
Zudem wird die Anpassung des Beitragsplans durch die Beschwerdegegnerin zeigen
müssen, ob sich der Perimeterbeitrag des Beschwerdeführers wirklich massiv
verkleinert. Es steht dem Beschwerdeführer frei, gegen die Anpassung des
Beitragsplans unter Tragung des Kostenrisikos sämtliche Rechtsmittel zu ergreifen.
2.5. Als Eventualantrag verlangt der Beschwerdeführer, dass die Beschwerdegegnerin
den Beitragsplan zum Unterhaltsperimeter unter Vorgabe eines zeitlichen Rahmens
anzupassen habe. Sollte die Anpassung des Beitragsplans bis zur Sanierung der W-
strasse nicht abgeschlossen sein, sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die
Kosten zu bevorschussen, und erst nach Rechtskraft des neuen Unterhaltsperimeters
seien diese auf die Unterhaltspflichtigen abzuwälzen. Die zeitliche Vorgabe begründet
der Beschwerdeführer damit, dass er befürchte, dass die bereits massiv beschädigte
W-strasse noch vor Inkrafttreten des neuen Beitragsplans saniert werden müsse und er
somit unverhältnismässig zur Kasse gebeten werde.
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Eine zeitliche Vorgabe an die Anpassung des Beitragsplans erweist sich angesichts der
zahlreichen Einsprache- und Rechtsmittelmöglichkeiten der betroffenen
Grundeigentümer als nicht sachgerecht. Aufgrund dieser zahlreichen Rechtsbehelfe
lässt sich der zeitliche Ablauf der Anpassung des Beitragsplans nur bedingt steuern,
zumal bereits der Beschwerdeführer in seiner Beschwerdeschrift ankündigte, bei
Abweisung seiner Beschwerde sämtliche Rechtswege ausschöpfen zu wollen. Die
Beschwerdegegnerin hat aber im Zusammenhang mit der Anpassung des
Beitragsplans stets das Rechtsverzögerungsverbot zu beachten.
Eine Möglichkeit der Bevorschussung besteht von Gesetzes wegen nicht. Art. 83 StrG
sieht indessen die Möglichkeit einer Stundung der Perimeterbeiträge gegen
angemessene Verzinsung vor. Dieser Stundungsentscheid wie auch die Höhe des
Zinssatzes liegt im Ermessen der Beschwerdegegnerin. Das Verwaltungsgericht kann
diese Entscheidung nicht vorwegnehmen und hat sich auch bei einer allfälligen
späteren Überprüfung auf eine Rechtskontrolle zu beschränken (Art. 61 Abs. 1 VRP).
Die Beschwerdegegnerin wird aber berücksichtigen müssen, dass eine Stundung der
Perimeterbeiträge bei eingezonten Grundstücken nur aus wichtigen Gründen möglich
ist (Weder, a.a.O., N 1 zu Art. 83), und dabei ist auch dem Grundsatz der
Gleichbehandlung Rechnung zu tragen.
2.6. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass eine mehrfache Zufahrtsmöglichkeit
durch zwei angrenzende Strassen bei einem Grundstück in der Gewerbe- und
Industriezone vermehrte Nutzungsmöglichkeiten beinhaltet. Massgeblich für den
Einbezug in den Unterhaltsperimeter ist der wirtschaftliche Sondervorteil eines
Grundstücks in Form eines Nutzungsmehrwerts durch eine Strasse. Dabei sind die
subjektiven Verhältnisse des jeweiligen Eigentümers nicht zu berücksichtigen, sondern
die objektiv mögliche Nutzung einer Strasse durch ein Grundstück ist
beitragsbegründend. Der freiwillige Verzicht des Eigentümers, mittels Errichtung einer
Mauer die Zufahrtsmöglichkeit von einer Strasse auf sein Grundstück zu beseitigen, ist
deswegen für den Unterhaltsperimeter dieser Strasse irrelevant. Aufgrund der
Möglichkeiten zur Ergreifung von Einsprachen und anderen Rechtsmitteln können der
zuständigen Instanz keine zeitlichen Vorgaben für die Anpassung des Beitragsplans
auferlegt werden, aber sie hat den Grundsatz des Verbots der Rechtsverzögerung stets
einzuhalten.
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3. Hinsichtlich der amtlichen Kosten im Rekursverfahren vor der Vorinstanz rügt der
Beschwerdeführer, dass die Beschwerdegegnerin sämtliche amtlichen Kosten des
Rekursverfahrens vor der Vorinstanz übernehmen müsse, da die Abweisung des
Entlassungsgesuchs durch die Beschwerdegegnerin den Weiterzug an die Vorinstanz
bedingt habe. Der Beschwerdeführer übersieht dabei Art. 95 Abs. 1 VRP, wonach jener
Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen hat, dessen Begehren ganz oder teilweise
abgewiesen wurden. Der Beschwerdeführer unterlag vor der Vorinstanz mit seinem
Antrag, er sei aus dem Unterhaltsperimeter zu entlassen, und der Rekurs wurde nur
teilweise gutgeheissen, da sich angesichts der Änderung der tatsächlichen Verhältnisse
eine Anpassung des Beitragsplans aufdrängte. Daher erweist sich die Auferlegung der
Hälfte der amtlichen Kosten des Rekursverfahrens vor der Vorinstanz als sachgerecht
und rechtskonform. Somit ist die Beschwerde auch hinsichtlich der vorinstanzlichen
Kostenregelung abzuweisen.
4. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht