# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2e28269f-1236-41b8-b626-1621003470a5
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
Am 17. Juni 2014 verlangte RA A gestützt auf das Bundesgesetz vom 17. Dezember 2004 über das Öffentlichkeitsprinzip in der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ), beim Regionalen Ärztlichen Dienst Nordostschweiz (fortan RAD) sowie bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA) Einblick in die
Liste der externen fachärztlichen IV-Gutachter im "Gutachtenprogramm" des RAD Nordostschweiz bzw. der IV-Stelle Zürich
. Im Fall einer Zugangsverweigerung verlangte er eine entsprechende anfechtbare Verfügung.
Zugrunde liegt diesem Einsichtsbegehren anscheinend der Fall einer Klientin von RA A, für die er am 15. Dezember 2011 ein Gesuch auf Rentenerhöhung bei der IV-Stelle der SVA Zürich stellte. In jenem Verfahren musste über die Ernennung des psychiatrischen Experten neu befunden werden, nachdem sich der Ausgewählte als befangen erwies (Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 30. November 2013). Gemäss einem provisorischen Dokument der SVA Zürich, IV-Stelle, soll der befangene Gutachter der einzige im Gutachtenprogramm verfügbare psychiatrische Gutachter in B gewesen sein. Diese Angabe führte zum eingangs erwähnten Begehren um Vorlage des "Gutachtenprogramms". Am 18. Juli 2014 wandte sich RA A erneut an den RAD und verlangte Aufklärung, nachdem bis dahin keine Reaktion erfolgt war. Dessen ärztlicher Leiter hatte das Gesuch jedoch bereits im Juni 2014 an den Rechtsdienst weitergeleitet.
B.
Wiederum am 17. Juni 2014 verlangte RA A bei der SVA Zürich per E-Mail die Zustellung einer neuen
"Vereinbarung zur Begleitung und Durchführung des Case Managements mit dem Ziel der Erhaltung oder des Ausbaus der noch vorhandenen Restarbeitsfähigkeit von Arbeitnehmenden"
zwischen der SVA und der Psychiatrischen Universitätsklinik Zürich (PUK) mit den dazu gehörenden Kommentaren und Handhabungsleitlinien. Am 21. Juli 2014 sandte RA A dasselbe Gesuch per E-Mail an die Medienstelle der SVA Zürich, weil bis dahin jede Reaktion ausgeblieben war. Am 22. Juli 2014 soll ihm telefonisch ein Bericht der SVA auf Ende August 2014, später – nach Mahnung vom 29. August 2014 – auf etwa Mitte September 2014 in Aussicht gestellt worden sein. Am 17. Oktober 2014 mahnte RA A sein Anliegen bei der SVA. Gleichentags erhielt er die Antwort, nach eingehender Prüfung seiner Anliegen müsse eine "Herausgabe der Gutachter sowie der Verträge mit den Eingliederungsinstitutionen" mangels eines allgemeinen Interesses nicht erfolgen. Beim Gutachtenprogramm handle es sich lediglich um eine Liste, in der die Ärzte verzeichnet seien, welche für die SVA Gutachten erstellten; die Liste diene nur der Administration des Gutachterwesens. Anlässlich eines Gesprächs vom 20. Oktober 2014 zwischen RA A und dem Rechtsdienst der IV fand keine Annäherung der Standpunkte statt. Anscheinend geht es bei diesem Anliegen von RA A darum, dass Vorschläge von Anwaltsseite zur Begutachtung von Klientinnen/Klienten in IV-Verfahren durch eigens genannte Ärzte regelmässig abgelehnt werden. RA A mahnte am 29. Oktober 2014, er erwarte einen Entscheid bis 4. November 2014, sonst werde er sich mit Rekurs bzw. Rechtsverzögerungsbeschwerde an die Sicherheitsdirektion oder das kantonale Sozialamt wenden.
II.
A.
Am 6. November 2014 erhob RA A beim Kantonalen Sozialamt, Abteilung Sozialversicherungen, Rekurs gegen die IV-Stelle (1), die SVA des Kantons Zürich (2) und den RAD Nordostschweiz (3) und verlangte, die Rekursgegnerschaft sei zu verpflichten, ihm Zugang zu folgenden Daten/Akten zu gewähren: a) Gutachtenprogramm/Liste externe medizinische GutachterInnen der IV-Stelle/RAD Nordostschweiz/SVA Zürich; b) Vereinbarung Psychiatrische Universitätsklinik Zürich PUK und IV-Stelle Zürich/SVA Zürich betreffend Case Management; unter  Entschädigungsfolgen zulasten der Rekursgegnerschaft. Am 11. November 2014 erhielt RA A vom Rechtsdienst der IV Zürich die Liste mit den Gutachtern bzw. Spitälern, welche aktuell für die IV-Stelle Zürich mono- und bidisziplinäre Gutachten erstellten, Stand 3. November 2014, ferner eine Liste derjenigen Institutionen, mit welchen die SVA Zürich im Rahmen der Eingliederung zusammenarbeite; die Liste gebe auch Auskunft darüber, welche Massnahmen (nicht nur seitens der PUK) angeboten würden. In seiner Rekursergänzung vom 17. November 2014 beanstandete RA A, die ihm ausgehändigten Unterlagen seien nicht vollständig.
B.
Am 25. November 2014 überwies das kantonale Sozialamt den von RA A erhobenen Rekurs mangels Zuständigkeit kantonaler Stellen an das Bundesamt für Sozialversicherungen. Dieses wies die Sache am 22. Dezember 2014 an das Kantonale Sozialamt zurück, damit der kantonale Instanzenzug geklärt werde, da die SVA hinsichtlich Informationszugangs den kantonalen Regelungen und damit nicht der Aufsicht des BSV unterstehe.
C.
Am 27. Januar 2015 überwies das Kantonale Sozialamt den Rekurs zuständigkeitshalber der SVA Zürich, nachdem anlässlich der Besprechung vom 26. Januar 2015 mit RA A solches vereinbart worden war.
D.

## Considerations