# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6aa27712-74b7-42ff-88ae-758dec09a1c6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die Y._ (bis _ 2013 Y._) mit Sitz in O.1_ hat ihren Zweck in der Entwicklung, Herstellung und dem Verkauf von Verpackungsmaschinen, anderen Spezialmaschinen und Apparaten. Das Aktienkapital beträgt Fr. 75'000.00 und ist eingeteilt in 150 Inhaberaktien mit einem Nennwert von je Fr. 500.00. Diese Aktien sind verbrieft in 25 Zertifikaten für jeweils sechs Aktien. Bis am 31. Oktober 2005 war X._ alleiniger Inhaber der insgesamt 150 Inhaberaktien zu je Fr. 500.00. Am 31. Oktober 2005 verkaufte er 18 dieser Inhaberaktien zum Preis von Fr. 99'900.00 an seinen Sohn Z._. Mit Vereinbarung vom 25./26. November 2008 wurden weitere 54 Aktien der Y._ in Anrechnung an die künftige Erbschaft an Z._ abgetreten. Im Weiteren besteht eine Vereinbarung, datiert vom 25./26. November 2008, gemäss welcher weitere 78 Inhaberaktien an die Y._ abgetreten werden. Gemäss dieser Vereinbarung erhält die Y._ die Aktien treuhänderisch, mit der Auflage, diese gemäss Vorgaben ausschliesslich Kadermitarbeitern in Anerkennung besonderer Leistungen weiterzuleiten. Nach Ansicht von Z._ und der Y._ sei diese Vereinbarung nie vollzogen worden, sodass diese 78 Aktien nie auf die Y._ übertragen worden seien. Vielmehr sei im Juni 2009 beschlossen worden, die 78 Aktien nicht an die Y._, sondern an Z._ persönlich zu übertragen, und zwar zu Eigentum in Form eines (zweiten) Erbvorbezuges, welcher jedoch nicht schriftlich festgehalten worden sei. X._ bestreitet einen solchen (zweiten) Erbvorbezug. Zwar habe die Absicht bestanden, einen Erbvertrag abzuschliessen; dazu sei es letztlich aber nicht gekommen. Er sei deshalb nach wie vor Eigentümer der fraglichen 78 Aktien.
B. Mit Kaufvertrag vom 19. Februar 2013 verkaufte Z._ 30 Inhaberaktien an A._. Im Kaufvertrag wird ausgeführt, dass Z._ alleiniger Aktionär der (damaligen) Y._ sei. X._ forderte Z._ daraufhin mehrfach auf, die 78 der Y._ treuhänderisch übertragenen Aktien herauszugeben. Die Y._ und auch Z._ stellten sich fortan auf den Standpunkt, diese Aktien nie im Zusammenhang mit der Vereinbarung vom 25./26. November 2008 erhalten zu haben. Die Y._ habe nie irgendwelche eigenen Aktien erhalten. X._ habe seine Rechte an allen Aktien abgegeben und habe dementsprechend kein Recht, Aktien einzufordern. Daraufhin reichte Rechtsanwalt Dr. iur. Marco Ettisberger im Namen von X._ am 22. Märt 2013 Strafanzeige gegen Z._ und die weiteren Verwaltungsräte der Y._ bei der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden ein.
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C. Ausserdem reichte X._ am 2. August 2013 beim Bezirksgericht Landquart ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen betreffend die Verwaltung von 78 Inhaberaktien der Y._ durch eine Drittperson ein, worin er, was folgt, beantragte:
"1. Es sei zur Verwaltung der von der Kantonspolizei Graubünden resp. der Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden beschlagnahmten und sich bei ihr befindlichen 78 von insgesamt 102 Inhaberaktien der Y._ für die Dauer des Hauptprozesses eine Drittperson zu ernennen.
2. Die durch das Gericht bestimmte Drittperson sei anzuweisen, die Interessen der Y._ und des Gesuchstellers zu wahren und sämtliche in Zusammenhang damit stehende Rechtshandlungen vorzunehmen. Insbesondere sei die Drittperson anzuweisen:
2.1 Eine Generalversammlung zu verlangen bzw. einberufen zu lassen.
2.2 Den gesamten derzeitigen Verwaltungsrat abzuwählen.
2.3 Sich als einzigen Verwaltungsrat zu wählen.
2.4 Sämtliche allfälligen Übertragungen von materiellen und immateriellen Vermögenswerten und Rechten der Y._ an die Y._, O.1_, rückgängig zu machen und die dafür notwendigen Handlungen zu tätigen sowie die dafür notwendigen Prozesse zu führen.
2.5 Der Y._, O.1_, richterlich verbieten zu lassen ihren Firmennamen zu führen.
2.6 Die Namensänderung der Y._ in Y._ rückgängig zu machen.
2.7 Gegen jegliche schädigenden Handlungen des abzuwählenden Verwaltungsrates sowie der Y._, O.1_ rechtliche Schritte einzuleiten.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgegner."
D. Am 5. August 2013 reichte X._ ein Berichtigungsschreiben ein und tags darauf folgte ein Berichtigungsschreiben zum vorhergehenden Berichtigungsschreiben.
E. Mit Eingabe vom 23. August 2013 beantragten Z._ und die Y._, was folgt:
"1. Das Verfahren Proz.Nr. 135-2013-239 sei vorerst auf die Frage der örtlichen Zuständigkeit zu beschränken.
2. Es sei anzuordnen, dass die bis am 19. September 2013 einzureichende Stellungnahme der Gesuchsgegner auf die Frage der örtlichen Zuständigkeit zu beschränken ist und die Gesuchsgegner im Falle der Bejahung der örtlichen Zuständigkeit eine weitere Frist
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erhalten, um zu den weiteren Punkten des Gesuchs Stellung zu nehmen."
F. Mit Schreiben vom 13./16. September 2013 beantragte X._, was folgt:
"1. Auf das Gesuch betreffend Beschränkung des Verfahrens auf die örtliche Zuständigkeit sei nicht einzutreten, eventualiter sei dieses vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgegner."
G. Mit prozessleitender Verfügung vom 16. September 2013, mitgeteilt am 20. September 2013, wies der Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart das Gesuch um Beschränkung des Verfahrens auf die örtliche Zuständigkeit ab.
H. Mit Eingabe vom 4. November 2013 stellten Z._ und die Y._ folgende Anträge:
"1. Das Gesuch sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
2. Eventualiter sei:
a. für die Dauer des Hauptprozesses eine Drittperson zur Verwaltung der Aktien Nrn. 103 bis 150 (Aktienzertifikate 18-25) zu ernennen;
b. A._, Rechtsanwalt und dipl. Steuerexperte, als Verwalter zu ernennen;
c. der Verwalter einzig anzuweisen, zukünftig dafür zu sorgen, dass keine Handlungen zum Schaden der Y._ erfolgen;
d. die vorsorgliche Massnahme sei nur unter der Bedingung zu gewähren, dass der Gesuchsteller eine Sicherheitsleistung von CHF 950'000 beim Gericht hinterlegt.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchstellers."
I. Am 22. November 2013 reichte X._ eine Stellungnahme zur Eingabe von Z._ und der Y._ vom 4. November 2013 ein, wobei er an den Rechtsbegehren gemäss Gesuch vom 2. August 2013 festhielt. Zusätzlich stellte er den Antrag, die Beilage 4a der Gegenseite sei aus der Prozedur zu weisen.
J. Am 20. Dezember 2013 reichten Z._ und die Y._ ihrerseits eine Stellungnahme zur Stellungnahme von X._ vom 22. November 2013 ein, wobei sie an ihren Anträgen gemäss Stellungnahme vom 4. November 2013 festhielten.
K. Am 3. Januar 2014 reichte X._ eine Stellungnahme mit unveränderten Rechtsbegehren ein, mit dem Antrag, diese der Gegenpartei (noch) nicht
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zuzustellen, zumal in den nächsten Tagen zwischen den Parteien Vergleichsgespräche geführt würden.
L. Mit Verfügung vom 8. Januar 2014 wurde das Verfahren auf Antrag von X._ sistiert, nachdem die Gegenpartei gegen die Sistierung keine Einwände erhob.
M. Mit Schreiben vom 3. September 2014 zeigte X._ dem Bezirksgericht Landquart an, dass zwischen den Parteien keine Einigung habe erzielt werden können, und ersuchte um Aufhebung der Sistierung.
N. Nach weiteren Eingaben und Stellungnahmen der Parteien entschied der Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart mit Entscheid vom 23. Mai 2016, mitgeteilt am 27. Mai 2016, was folgt:
"1. Das Gesuch wird abgewiesen.
2. a)Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3'500.00 gehen zu Lasten von X._ und werden mit dem geleisteten Vorschuss in der Höhe von CHF 5'000.00 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 1'500.00 wird ihm zurückerstattet.
b)X._ hat die Y._ und Z._ gesamthaft mit CHF 5'400 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations