# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7127fa3a-98a9-4588-8517-5c5ed2df71b4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 19
71
,
war die einzige Gesellschafterin und Geschäftsführerin der
Y._
GmbH. Die Gesellschaft wurde am 5.
Dezember 2013 in das Handelsregister des Kantons Zürich eingetragen (
Urk. 6/55/2
)
und
war der Sozialver
sicherungs
anstalt des Kantons Zürich, Aus
gleichkasse, als beitragspflichtige Arbeitgeberin angeschlossen (vgl.
Urk.
6/1 ff.).
Mit Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 2
9.
März 2022 wurde die Gesellschaft aufgelöst und
X._
als Liquidatorin eingesetzt (Internet-Auszug Handelsregister des Kantons Zürich).
Zuvor
hatte sich
X._
als Person mit arbeitgeberähnlicher Stellung bei der
Y._
GmbH am
6.
Januar 2021 bei der Ausgleichskasse für die Zeitperiode vom 1
7.
September bis 3
1.
Oktober 2020 zum Bezug einer Erwerbsausfallentschä
digung gestützt auf
die Verordnung über Mass
nah
men bei
Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem
Coronavirus
(Covid-19; Covid-19-Ver
ordnung Erwerbs
aus
fall)
angemeldet
(
Urk.
6/54,
Urk. 6/65/1
). Mit ihrer Anmel
dung machte sie eine wesentliche Umsatzeinbusse geltend. Dies begründete sie damit, dass aufgrund der Corona-Pandemie
der Kinderkrippe
seit dem
«
Lock
down
»
ab März 2020 keine
neuen Kinder zur Betreuung übergeben worden seien (
Urk.
6/54/2). Aufgrund dieses und der in der Folge ges
tellten, entsprechenden Gesuche
wurde ihr hernach
für die Zeitperiode
vom 1
7
.
September
2020 bis
30. September
2021
eine
Corona-Erwerbsausfallentschädigung ausgerichtet
(
Urk.
6/65,
Urk.
6/71-72,
Urk.
6/75,
Urk.
6/78,
Urk.
6/82,
Urk.
6/85,
Urk.
6/88
, Urk. 6/99
)
.
Eine solche Ent
schädigung beantragte sie in
der Folge
am
2.
Novem
ber 2021 auch für
den Monat Oktober 2021
(
Urk.
6/100,
Urk.
6/103/1).
Mit Ver
fügung vom
18
.
November
2021 verneinte die Aus
gleichs
kasse einen An
spruch
von
X._
auf
Corona-Erwerbs
aus
fallentschädigung
für d
iesen
Monat
(Urk.
6
/103).
Zur Be
grün
dung führte sie aus, dass der Anspruch von Personen, deren Erwerbs
tätigkeit nicht von der Zertifikatspflicht eingeschränkt werde, mit Wirkung ab dem
1.
Sep
tember 2021 erlösche (
Urk.
6/103/1).
Die dagegen von
X._
erhobene Einsprache
vom 9. Dezember 2021
(
Urk.
6/107
)
wies die Ausgleichs
kasse mit
Einsprache
entscheid
vom
4.
Februar 2022 (
Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob
X._
mit Eingabe vom 7. März 2022 (Urk. 1)
Beschwerde und
beantragte
die Ausrichtung einer
Corona-Erwerbsausfallentschä
digung für die Monate Oktober, November und Dezember 2021 (Urk. 1 S. 3).
Die Beschwerdegegnerin
beantragte mit Besc
hwerdeantwort vom
4
.
Ap
r
il
2022
Ab
wei
sung d
er Beschwerde (Urk.
5
, unter Beilage der Kassenakten, Urk.
6
/1-
128
), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 12. April 2022 angezeigt wurde (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich
-
in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einsprac
heentscheids
-
Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 144 I 11 E. 4.3, 131 V 164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1a).
1.2
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
4.
Februar 2022 betrifft einzig die Abweisung des Gesuchs der Beschwerdeführerin um Ausrichtung einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung für den Monat Oktober 2021 (
Urk.
2 S. 1). Auf die Anträge der Beschwerdeführerin auf
Zusprache
einer solchen Entschädigung für die Monate November und Dezember 2021 kann
somit
mangels An
fech
tungs
objekt nicht eingetreten werden.
Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin die Auszahlung einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung für den Monat Oktober 2021 zu Recht verweigert hat.
2.
2
.1
In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tat
be
standes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hin
wei
sen). Das Sozialversicherungsgericht stellt bei der Beurteilung eines Falles grund
sätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung bezie
hungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt ab (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1; s. a. E. 3.2.1 des zur Publika
tion vor
ge
sehenen Urteils des Bundesgerichts
9C_390/2021
vom 8. Februar 2022).
Mit ihrem Gesuch vom
2.
Novembe
r
2021
beantragte die Beschwerdeführerin die Ausrichtung einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung
für
den
Monat
Oktober
2021
(Urk. 6/100, Urk. 6/103/1)
.
Hier
sind somit
das Bundes
gesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verord
nungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie (Covid-19-Gesetz)
und d
er
vom Bundesrat
am 4. November 2020 rück
wirkend per 17. Septem
ber 2020 in Kraft gesetzten Art. 2 Abs. 3
bis
der Covid-19-Verordnung Erwerbs
ausfall
anwend
bar
, und zwa
r nach den im Monat Oktobe
r 2021
gültig gewesenen Vorschriften. Soweit nicht anders vermerkt, werden sie nach
folgend in dieser Fassung zitiert.
2
.
2
Gemäss
Art.
15
Abs.
1
Covid-19-Gesetz
kann der Bundesrat die Ausrichtung von Entschädigungen des Erwerbsausfalls bei Personen vorsehen, die ihre Erwerbs
tätig
keit aufgrund von
Massnahmen
im Z
usammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Epidemie
unterbrechen oder
massgeblich
einschränken müssen.
Gestützt auf
Art.
15
Covid-19-Gesetz
hat d
er Bundesrat die vorliegend anwend
bare Version der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall (Stand: 2
0.
September 2021) erlassen.
Gemäss
Art.
2
Abs.
3
bis
der
Covid-19-Verordnun
g Erwerbsausfall (Stand: 20. Sep
tember 2021)
sind
Selbständigerwerbende
im Sinne von Art. 12
des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
und Personen nach Art. 31 Abs. 3
lit
. b und
lit
. c des Bundesgesetzes über die obli
ga
torische Arbeitslosenver
siche
rung und die Insolvenzentschädigung (
AVIG
), welche im Sinne des Bundes
ge
setzes über die Alters- und
Hinterlassenen
ver
siche
rung
(AHVG) obli
gatorisch ver
sichert sind, anspruchsberechtigt, wenn:
a.
ihre Erwerbstätigkeit aufgrund von behördlich angeordneten Mass
nahmen
zur Bekämpfung der Covid-19-Epidemie massgeblich eingeschränkt ist;
b.
s
ie einen Erwerbs- oder Lohnausfall erleiden; un
d
c.
sie im Jahr 2019 für diese Tätigkeit ein AHV-pflichtiges Erwerbsein
kom
men von mindestens Fr. 10'000.-- erzielt haben; diese Voraussetzung
gilt sinngemäss, wenn die Tätigkeit nach dem Jahr 2019 aufgenommen wurd
e; wurde die Tätigkeit nicht während eines vollen Jahres ausgeübt, so gilt diese Voraussetzung proportional zu deren Dauer.
2.3
Ausgangspunkt jeder Gesetzesauslegung bildet der Wortlaut einer Bestimmung (grammatikalisches Element). Ist dieser klar, das heisst eindeutig und unmiss
ver
ständlich, so darf davon nur abgewichen werden, wenn ein triftiger Grund für die Annahme besteht, der Wortlaut ziele am «wahren Sinn»
-
am Rechtssinn
-
der
Regelung vorbei. Anlass für eine solche Annahme können die Entstehungs
ge
schichte der Bestimmung (historisch), deren Zweck (teleologisch) oder der Zusam
menhang mit anderen Vorschriften (systematisch) geben, so namentlich, wenn die grammatikalische Auslegung zu einem Ergebnis führt, welches der Gesetz
geber so nicht gewollt haben
kann (statt vieler: BGE 145 V 289 E. 4.1 mit
weiteren Hinweisen).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Antrags der Beschwer
de
führerin auf Ausrichtung einer Corona-Erwerbsausfallsentschädigung für den Monat Oktober 2021 im Wesentlichen damit, dass die von der Beschwerdeführe
rin für diesen Monat geltend gemachte Umsatzeinbusse der
Y._
GmbH nicht auf die vom Bund oder Kanton angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung des
Coronavirus
zurückzuführen sei (
Urk.
2 S. 1-2).
Dem hält die Beschwerdeführerin entgegen, dass im Oktober 2021 eine behördlich angeord
nete Homeoffice
-P
flicht gegolten habe (
Urk.
1).
Es sei ferner zu berücksichtigen, dass viele der einkommensschwachen Familien während der Pandemie von Armut betroffen gewesen seien. Deshalb hätten sie die Betreuungskosten seit dem «Lock
down» nicht
mehr
bezahlen können. Zudem sei der Betrieb der Kinder
tages
stätte wegen der jederzeit drohenden Gefahr der Schliessung aufgrund von Quarantäne
fällen erschwert gewesen
. Alsdann seien die Umsetzung der Masken
pflicht und des Abstandhaltens für die Kinder und die Betreuungspersonen kompliziert gewesen. Und schliesslich seien die
Covid
-Zertifikate für ihre jünge
ren Mit
arbeite
rinnen und Mitarbeiter zu spät eingeführt
worden
(vgl.
auch
Einsprache vom 9. Dezember 2021
,
Urk. 6/107).
3
.2
3.2.1
Bezüglich dieser Vorbringen der Parteien ist zunächst Folgendes in Erinnerung zu rufen:
Wegen den Bedrohungen durch Covid-19 erklärte der Bundesrat am 16.
März 2020 die «ausserordentliche Lage» gemäss
Art.
7 des Bundesgesetzes über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des Menschen (
Epidemiengesetz
,
vgl. die Medienmitteilung des Bundesrates
vom selben Tag). Hernach
beschloss
er eine Viel
zahl von Schlies
sungen und anderen Massnahmen zur Bekämpfung von Covid-19
, welche in
den Medien und im allgemeinen Sprachge
brauch als «
Lockdown
»
bezeichnet wurden.
Hin
sichtlich der Kindertagesstätten
ordnete der Bundesrat
m
it dem per 1
7.
März 2020 in Kraft getretenen
Art.
5
Abs.
4 der Ver
ordnung 2 über Mass
nah
men zur Bekämpfung des
Coronavirus
(Covid-19, Covi
d-19-Verordnung 2
)
an, dass
diese nur geschlos
sen werden können, wenn die
zuständigen Behörden andere geeignete Betreu
ungsangebote vorsehen. Im Kanton Zürich blieben die Kindertagesstätten geöf
fnet. Der
gleichzeitig erfolgte
behörd
liche Appell an die Eltern, ihre
Kinder
wenn möglich zu Hause zu betreuen, hatte jedoch zur Folge, dass die Auslastung der Betreuungs
plätze sehr stark sank. Gemäss den Angaben des Zürcher Regierungs
rates vom 2
3.
April 2020 waren die rund 20'000 Betreuungsplätze in den 700
Kindertagesstätten im Kanton Zürich ab Mitte März durchschnittlich nur noch zu 30 Prozent ausgelastet. Als Reaktion darauf erliess der Regierungsrat die Verordnung über die Ausfallentschädigung zugunsten von Kindertagesstätten und Tagesfamilienorganisationen zur Ver
min
derung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie vom 22.
April 2020
(vgl. die Medienmitteilung vom 2
3.
April 2020)
.
3.2.2
Im Vorwort zur ab 1. September 2021 geltenden Version 18 des Kreisschreibens über die Entschädigung bei Massnahmen zur Bekämpfung des
Coronavirus
- Corona-Erwerbsersatz (KS CE) wies das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) darauf hin, dass aktuell kaum noch behördliche Einschränkungen gelten würden. Deshalb müssten die Ausgleichskassen ihr Augenmerk besonders auf die Gründe richten, die die Versicherten für eine erhebliche Einschränkung der Erwerbs
tätigkeit geltend machen. Diese Gründe müssten im Zusammenhang mit den Massnahmen zur Bekämpfung des
Coronavirus
stehen (KS CE S. 24).
Was die
Y._
GmbH betrifft, so muss
festgestellt
werden, dass diese schon vor Mitte März 2020, als
sich die behördlichen Massnahmen und Appelle zur Bekämpfung von Covid-19 auf das Tagesgeschäft der Kindertages
stätten aus
zuwirken begannen, aus von der Beschwerde
führerin
nicht genannten Gründen eine erhebliche Umsatzeinbusse hinnehmen musste.
Gemäss der
An
mel
dung zum Bezug einer Corona-Erwerbsausfallentschädigung vom
6.
Januar 2021
(Urk. 6/54,
Urk.
6/65)
lagen
die Umsätze der
Y._
GmbH
in den Jahren 2015 und 2018 zwischen
Fr.
328'555.-- und
Fr.
396'491.--
(Urk. 6/54/2)
. Im Jahr 2019 - mithin noch vor der Covid-19-Pandemie - redu
zierte sich der Umsatz auf rund die Hälfte
(
Fr. 174'223.--,
Urk. 6/54/2)
.
Die Umsatzzahlen konnte
n
danach nicht mehr ge
steigert werden.
Dies führte die
Beschwerde
führerin
unter anderem
darauf zurück
,
dass es
seit dem «
Lockdown
»
ab Mitte März 2020
statt
zu
Neuanmeldung
en
von zu betreuenden Kindern
zu Absagen gekommen
sei, weil deren Eltern aufgrund von Stellenverlusten und
sonstigen
wirtschaftlichen
Un
sicherheiten
aus Spargründen eine private Betreu
ung
vorge
zogen
hätten
(Urk. 6/67/2
,
Urk. 6/79/2
,
Urk. 6/86/2).
In ihrer An
mel
dung
vom
2. Novem
ber 2021 zum Bezug einer Corona-Erwerbs
ausfalls
ent
schä
digung für den Monat Oktober 2021 (Urk. 6/100, Urk. 6/103/1)
hielt
die Beschwerde
führe
rin sodann
fest
, dass im Betriebsjahr 2021 der Aufbau der Kindergruppe sehr schlep
pend
verlaufen sei. Als in den Sommermonaten die Planung für das restliche Betriebs
jahr vorangeschritten sei, sei es nur bei einer Anmeldung geblieben. Alle ander
e
n Eltern hätten ihre Anmeldung wieder zu
rück
gezogen. Auch eine Werbe
offensive an umliegende Firmen und Eltern im Quartier beziehungsweise die Zusammenarbeit mit dem Sozialdepartement und den Müt
ter- und Väterbera
tungsstellen habe zu keinen Neueintritten geführt. Die Ar
beit der Krippenleitung habe im Oktober 2021 nicht
entlöhnt
werden können (Urk. 6/100/2). Dazu ist zu
sagen, dass der Gesetzgeber
mit der
Corona-Erwerbs
ausfall
entschädigung nicht einen blossen Einkommensersatz bei wirtschaftlichem Miss
erfolg in Zeiten der Covid-19-Pandemie vorgesehen hat. Nach dem klaren Wortlaut von
Art.
15
Abs.
1 Covid-19-Gesetz ist
eine
E
ntschädigung
für den
Er
werbsausfall
geschuldet
,
wenn
die Erwerbs
tätig
keit aufgrund von
Mass
nah
men
im Zusammenhang mit der Bewältigung der Covid-19-Epidemie unterbr
o
chen oder
massgeblich
ein
ge
schränk
t werden mu
ss
t
e.
3.2.
3
Der Beschwerdeführerin ist es nicht gelungen, einen Zusammenhang zwischen de
r von
ihr geltend gemachten Umsatzeinbusse
der
Y._
GmbH
im Oktober 2021 in der Höhe von 95.2
%
(
Urk.
6/100/2) und den behördlichen Massnahmen zur Bekämpfung von Covid-19 aufzuzeigen.
Entgegen
ihren
Vor
bringen
bestand
im Oktober 2021
keine
Pflicht zur Arbei
t im Homeoffice.
Die Homeoffice-Pflicht wurde vom Bundesrat per 2
6.
J
uni 2021 aufgehoben (vgl. die Medienmittelung vom 2
3.
Juni 2021).
Im weiteren Verlauf
beschloss
der Bundes
rat
a
uf
grund der starken Zunahme von Covid-19-Patientinnen und -Patienten und des Auf
tretens der Omikron-V
irusvariante eine «dringliche Home-Office-Emp
feh
lung», um die Kontakte am Arbeitsplatz zu reduzieren
. Diese Regelung galt aber erst ab
6.
Dezember 2021
(vgl. die Medien
mit
tei
lung
vom
3.
Dezember 2021)
.
Abgesehen davon erfordert auch die Arbeit zu Hause eine Kinderbetreu
ung.
Die von
der
Beschwerde
führerin
beschriebenen Auswirkungen von
Masken
pflicht und
Covid
-Zertifikat
auf ihre Kinderkrippe
(E. 3.1) können
sodann
nicht nachvoll
zogen werden.
Ent
scheidend ist letztlich, dass sie
mit ihren Ausführun
gen nicht verbergen
konnte
, dass
die
Dienst
leistungen ihrer Kinderkrippe auch im Sommer 2021 nicht mehr
ausreichend
nach
gefragt
wurden
(E. 3.2.3). Gemäss
d
en eigenen Angaben
der Beschwerde
führerin in der Anmeldung vom
2.
Novem
ber 2021
führte dies
zur Umsatzeinbusse ihrer GmbH und zu ihrem eigenen Ein
kommens
verlust im Oktober 2021 (E. 3.2.3). Weil
somit
ein Zusammenhang
zu den
Mass
nahmen zur
Bewältigung der Covid-19-Epidemie
nicht plausibel darge
legt werden konnte, ist zu vermuten, dass ein solcher nicht
be
steht
. Damit
h
a
t
die Beschwerde
führerin
für den Oktober 2021 kein
en
Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfall
entschädigung.
3.
3
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
4.
Februar 2022 (
Urk.
2) erweist sich demnach als rechtens. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.