# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 81e25496-0b64-54db-8c1f-0e669968f2a4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1974 geborene
X._
hat eine Ausbildung zur
Turn-
und Sportlehrerin absolviert und war
nach Abschluss ihres Studiums bei verschiedenen Arbeit
ge
bern angestellt. Von Januar 2004 bis Oktober 2007 war sie als Kursleiterin bei der
Y._
tätig. Zudem war sie - ebenfalls in einem Teilzeitpensum - von Januar 2006 bis
September 2007 als Sportlehrer
in bei der Privatklinik
Z._
angestellt (
Urk.
7/1 f.,
7/10 f., 7/16 und 7/19).
Unter Hinweis auf diverse
Beschwerden
wie unter anderem eine Depression, Schlafstörungen sowie Distorsionen der Halswir
belsäule meldete sie sich am 2.
November 2006 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (U
rk.
7/3). Die Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, wobei sie insbesondere bei
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag gab (Expertise vom
2.
August 2008,
Urk.
7/41).
Zudem führte sie am 1
7.
September 2008 eine Haushalt
abklärung durch (
Urk.
7/47).
Mit Schreiben vom
1
1.
Novem
ber 2008
auferlegte die IV-Stelle der Versicherten eine Schadenminderungspflicht
in Form einer langfristigen, sofort zu beginnenden psychopharmakologischen u
nd psychotherapeutischen Behandlung (
Urk.
7/50
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(vgl.
Urk.
7/51, 7/53) wies sie das Leistungsbegehren betreffend berufliche Massnahmen mit Verfügung vom 29. Januar 2009 ab (
Urk.
7/55). Mit Verfügung vom
9.
April 2009 sprach sie der Versicherten mit Wirkung ab
1.
Novem
ber 2007 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (
Urk.
7/64).
1.2
Im Rahmen zweier Rentenrevisionsverfahren bestätigte die IV-Stelle den Ren
ten
anspruch der Versicherten mit Mitteilungen vom 2
8.
Oktober 2011 (Urk. 7/82) und 1
3.
Dezember 2012 (
Urk.
7/86). Nachdem sie von der Versicherten über
die Aufnahme einer Teilerwerbstätigkeit
als
Vereinsabwartin
informiert worden war (
Urk.
7/87 f.), teilte ihr die IV-Stelle mit Schreiben vom 1
4.
März 2014 mit, dass sie weiterhin Anspruch auf eine
ganze Invalidenrente habe (Urk.
7/90).
1.3
Im Zuge eines weiteren Rentenrevisionsverfahrens
ab Dezember 2015
holte die IV-Stelle
nebst einem von der Versicherte
n ausgefüllten Fragebogen (Urk. 7/92
) insbesondere
einen aktuellen IK-Auszug (
Urk.
11/95) sowie Arztberichte ein (
Urk.
7/
91, 7/96, 7/99 ff. und 7/107
).
Darüber hinaus gab sie beim
Begutachtungsinstitut
B._
,
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (
B._
-Gutachten
vom
6.
Dezember 2016 [
Urk.
7/
129] sowie ergänzende Stellung
nahme vom
1
4.
März 2017 [
Urk.
7/143]
).
Mit Vorbescheid vom 2
7.
April 2017 stellte sie der Versicherten die Aufhebung der Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats in Aussicht (
Urk.
7/146), wogegen jene Ein
wand erhob (
Urk.
7/149, 7/151). Am
19
.
Juli 2017 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne, wobei sie einer allfällig dagegen erhobenen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzog (
Urk.
7/155 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
1
4.
September 2017 Beschwerde mit dem Rechts
begehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und ihr sei weiterhin eine
ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter seien weitere Abklärungen du
rch
zuführen. Zudem ersuchte die Versicherte um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters in der Per
son von Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerde
ant
wort vom 2
7.
Oktober 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
6)
. Mit Eingabe vom 3
0.
Oktober 2017 (
Urk.
10) reichte die Versicherte zwecks Darlegung ihrer finanziellen Verhältnisse Unterlagen ein (
Urk.
8,
Urk.
9
/1-22), worauf ihr Gesuch um unentgeltliche Prozessführung mit Verfügung vom
7.
Novem
ber 2017 bewilligt und Rechtsanwalt Meier Rhein als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt wurde. Im Weiteren wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (
Urk.
11).
Mit Replik vom 2
5.
Januar 2018 hielt die Versicherte unter Beilage eines Arztberichtes an ihren Anträgen fest (
Urk.
14 f.), worauf die IV-Stelle mit Schreiben vom 22. Februar 2018 auf das Einreichen einer Duplik ver
zichtete (
Urk.
17). Darüber wurde die Versicherte mit Verfügung vom 2
6.
Februar 2018 in Kenntnis gesetzt (
Urk.
18).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung [IVG]).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach
zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1
.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zu
spre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
an
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs-
oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner
kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver
halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
-
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin zog in der angefochtenen Verfügung vom 1
9.
Juli 2017 (
Urk.
2) zusammengefasst in Erwägung,
die im Dezember 2016 durchgeführte Begutachtung lasse auf eine massive Besserung des Gesundheitszustandes der Versicherten schliessen. Dies zeige sich auch mit Blick auf deren zahlreiche Res
sourcen wie die hohe Intelligenz, die Therapiemotivation, die sportlichen Aktivi
täten sowie die guten Beziehungen zu Familienmitgliedern und anderen Per
sonen. Spätestens seit de
m Zeitpunkt der medizinischen
Untersuchung sei die Beschwerdeführe
r
in in ihrer angestammten Tätigkeit als Sportlehrerin wieder zu 70
%
arbeitsfähig, weshalb bei einem Invaliditätsgrad von 30
%
kein Rentenan
spruch mehr bestehe.
2.2
In ihrer Beschwerdeschrift vom 1
4.
September 2017
übte
die Versicherte
im Wesentlichen
Kritik am
B._
-Gutachten, welches die massgebende Frage nach einer Verbesserung ihres Gesundheitszustandes
nicht beantworte, weshalb es in dieser Hinsicht als Beweismittel untauglich sei. Insbesondere auf die psychia
trische Teilexpertise könne nicht abgestellt werden. Einerseits habe die Explo
ration nur 45 Minuten statt der geplanten zwei Stunden gedauert, da es seitens des
B._
zu einer Terminkonfusion gekommen sei.
Andererseits sei
das Teilgut
achten auch inhaltlich
mängelbehaftet
, da
das Vorliegen einer Persönlichkeits
störung und eines
Asperger
-Syndroms zu Unrecht verneint worden
sei
.
Der Sach
verständige habe zudem
selbst ausgeführt, dass es sich
bei seiner Einschätzung
in Bezug au
f die Persönlichkeitsdiagnostik
um eine andere Beurteilung eines ähnlichen Zustands handle
(
Urk.
1 S. 5 ff.). Darüber hinaus sei die Darstellung der IV-Stelle hinsichtlich
der vorhandenen Ressourcen unzutreffend. Namentlich seien Einschränkungen im Sozialleben vorhanden und es sei in der Vergangenheit überdies zu mehreren Suizidversuchen gekommen. Die
Einstellung
der Invaliden
rente sei insgesamt nicht gerechtfertigt (
Urk.
1 S. 10 ff.).
2.3
Demgegenüber
vertrat
die IV-Stelle in ihrer Beschwerdeantwort vom 27.
Oktober 2017 (
Urk.
6)
den Standpunkt,
dem
B._
-Gutachten komme voller Beweiswert zu, weshalb darauf abgestellt werden könne.
Es sei sehr wohl zu einer revisions
rele
vanten Verbesserung des Gesundheitszustandes gekommen.
Ein invalidisie
render Gesundheitsschaden sei nicht mehr gegeben.
2.4
Mit Replik vom 2
5.
Januar 2018 betonte die Beschwerdeführerin, dass der Beweis einer gesundheitlichen Verbesserung nicht erbracht worden sei, weshalb eine Revi
sion der Invalidenrente nicht zulässig sei (
Urk.
14 S. 4).
3.
3.1
Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktu
ellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des Invali
di
täts
grades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
ver
gleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108
E. 5.4).
Diese Voraussetzungen er
füllt im konkreten Fall einzig die Verfügung vom
9.
April 2009, mit welcher der Beschwerdeführerin erstmals rechtskräftig eine ganze Rente der Invaliden
ver
si
cherung zugesprochen wurde (
Urk.
7/64).
Diesbezüglich besteht - soweit ersicht
lich - auch zwischen den Parteien Einigkeit.
3.2
Die Verfügung vom
9.
April 2009 basierte in medizinischer Hinsicht
haupt
säch
lich
auf dem psychiatrischen Gutachten von
Dr.
A._
vom
2.
August 200
8.
Diesem sind folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu ent
nehmen (
Urk.
7/41/62):
-
narzisstische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.80), bestehend seit der Kindheit,
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1).
Zusammengefasst gelangte
Dr.
A._
zum Schluss, dass
sich die Versicherte stark mit ihrem persönlichen Wert beschäftige und übersteigerte Ansprüche an sich
selbst
stelle. Ihr Selbstwertgefühl sei
gestört
. So habe die Beschwerdeführerin nicht gelernt, ihre Person angemessen einzuschätzen. Im Grunde halte sie sich für minderwertig, schwach, schlecht und unattraktiv. Da das Eingeständnis, minderwertig zu sein, jedoch ausserordentlich unangenehm sei, rette
die Selbst
überschätzung über das schlechte Gefühl hinweg.
Minderwertigkeits- und Versa
gensgefühle würden bei der Versicherten zu einer Blockade mit zeitweiser Beein
trächtigung der Aktivitäten des alltäglichen Lebens führen.
Die narzisstische Persönlichkeitsstörung zeichne sich des Weiteren durch
das übersteigerte Selbst
darstellungsbedürfnis
der Versicherten
und
ihren
Drang
nach Perfektion
aus
.
Per
fektionismus werde als Mittel eingesetzt, um andere Personen vom eigenen Wert zu überzeugen. Bleibe die narzisstische Bestätigung aus, komme es zu Verstim
mungen, depressiven Reaktionen, Aggressionen und Ängsten.
Zum Untersuchu
ngs
zeitpunkt habe die Versicherte
denn
auch
unter depressiven Symptomen wie unter anderem andauernder Traurigkeit, Hoffnungs-, Interesse- und Freudlosig
keit, Schlafstörungen, vermindertem Appetit sowie Selbstmordgedanken gelitten. Die Antriebslosigkeit werde
von ihr
ebenfalls als sehr belastend erlebt (Urk. 7/41/65 ff.).
Insgesamt hätten der Ehrgeiz und die übersteigerten Ansprüche der Versicherten an sich selbst zu einer beruflichen Überforderung geführt, was insbesondere bei Ausbleiben von Anerkennung von aussen in Erschöpfungssyndromen respektive depressiven Episoden gemündet habe. Seit dem
2.
November 2006 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der freien Wirtschaft. Eine langfristige, störungs
spezifische und psychopharmakologische Therapie sei zu empfehlen (
Urk.
7/67 ff.).
Der Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes der Beschwerdegegnerin, Dr. med.
C._
, Facharzt für Innere Medizin, kam in der Stellungnahme vom 8. August 2008 zum Schluss, das Gutachten von Dr.
A._
sei überzeugend, wes
wegen darauf abzustellen sei (Urk. 7/48/6). Die Beschwerdegegnerin folgte dieser Einschätzung.
3.3
3.3.1
Im Rahmen des aktuellen Rentenrevisionsverfahrens
holte die IV-Stelle beim
B._
das
vom
6.
Dezember 2016 datierende polydisziplinäre
Gutachten ein, in welchem
als Diagnose mit
Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit eine exzessive Tages
schläfrigkeit unklarer Ätiologie (ICD-10 R40.0)
aufgeführt
wird.
Im Wesentlichen f
olgenden
Diagnosen wurde demgegenüber
ein Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit abgesprochen (
Urk.
7/129/31 f.):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0),
-
akzentuierte ängstlich-vermeidende Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1),
-
Restless
-
Legs
-Syndrom unter
Rotigotin
-Behandlung (ICD-10 G25.8),
-
leichtes Karpaltunnelsyndrom beidseits (ICD-10 G56.0),
-
Migräne ohne Aura (ICD-10 G43.0),
-
Verdacht auf sensible
Peroneusneuropathie
rechts (ICD-10 G62),
-
chronische Autoimmunthyreoiditis Hashimoto (Erstdiagnose 2006, ICD-10
E06.3/E03.9),
-
hormonaktives
Hypophysenmakroadenom
(differentialdiagnostisch
Inzi
den
talom
, Erstdiagnose 2006, ICD-10 D35.2),
-
Verdacht auf Pseudo-Cushing bei passagerem
Hypercortisolismus
(diffe
rentialdiagnostisch Depression),
-
paroxysmales Vorhofflimmern (ICD-10 I48),
-
Reizdarmproblematik (ICD-10 K58.9),
-
allergische Diathese (ICD-10 T78.4) mit Allergie auf Hausstaubmilben und anamnestisch Rhinitis
pollinosa
.
3.3.2
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Neph
rologie, hielt in ihrer Teilexpertise fest, dass
die Versicherte namentlich über eine Schlaflosigkeit sowie eine
Hypersomnie
mit daraus resultierend erhöhter Schläf
rigkeit und Müdigkeit sowie Leistungsintoleranz tagsüber geklagt habe. Die Ver
dauung sei ebenfalls empfindlich, wobei es zu Blähungen und Magenkrämpfen komme. Seitens der Hüfte habe im Kleinkindalter eine Problematik bestanden; aktuell sei sie
diesbezüglich
beschwerdefrei. Ein Asthma sei nicht vorhanden, wohl aber eine Rhinitis
pollinosa
. Gelegentlich komme es zu einstündigen Vor
hof
flimmer-Episoden mit Schwindel und Übelkeit. Ein
Hypophysenadenom
ver
ursache etwa fünf bis sechs Mal pro Jahr
migräniforme
Kopfschmerzen
. Die ebenfalls vorhandene Hashimoto-
Thyreoditis
werde seit 2005 substituiert. Die Hals
wirbelsäulenbeschwerden seien dank monatlicher
chiropraktischer
Behand
lungen nahezu
regredient
. Das
Restless
-
Legs
-Syndrom werde mit
Neupro
behan
delt, was eine gute Wirkung zeige. Vor allem in der Nacht würden die Hände und Arme einschlafen
; ein Raynaud-Syndrom sei bereits diagnostiz
iert worden (
Urk.
7/129/11 f.).
Die Versicherte habe sich
gemäss
Dr.
D._
bei unauffälligen klinischen Befunden und Laborwerten im Normbereich insgesamt in einem guten Allgemein- und Ernäh
rungszustand befunden. Aus rein allgemeininternistischer Sicht sei sie insbesondere auch unter Berücksichtigung des paroxysmalen Vorhofflimmerns uneingeschränkt und ganztags arbeitsfähig (
Urk.
7/129/14 f.).
3.3.3
Anlässlich der psychiatrischen Exploration durch
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe
sich
die Beschwerdeführerin
dahingehend geäussert, dass sie neue Situationen wie etwa die jetzige Unter
suchung stark belasten würden.
Sie leide dann auch verstärkt unter Schlaf
stö
rungen und Gedankenkreisen. Im Weiteren sei sie auf diverse Medikamente ange
wiesen, unter anderem a
ufgrund der Schlaflosigkeit, der
starken Kop
f- und Rücken
schmerzen sowie der
Magenbeschwerden und der Übelkeit am Morgen
. Der Appetit sei wechselhaft und zurzeit vermindert (Urk.
7/129/15 f.).
In Bezug auf den Psychostatus hielt
Dr.
E._
fest, dass die Explorandin be
wusst
seinsklar und allseits orientiert gewesen sei.
Die Versicherte habe von Schwierigkeiten im Umgang mit anderen Menschen beim Knüpfen von Kontakten berichtet. Teilweise habe sie auch gewisse Vorlieben respektive Begabungen für Abstraktes wie die Zeiten im Zugfahrplan oder ein gutes Gedächtnis hinsichtlich Streit mit anderen Menschen geschildert.
Der affektive Kontakt habe sich gut herstellen lassen. Die Stimmung sei depressiv gewesen; die Versicherte habe zudem ängstlich und unsicher gewirkt. Hinweise auf manifeste Ängste mit vege
tativen Symptomen als Ausdruck von Ängsten oder Zwängen hätten jedoch nicht vorgelegen.
Die Vigilanz sei nicht gestört gewesen. Die Konzentration sei leicht beeinträchtigt gewesen; es hätten Schwierigkeiten mit der genauen Angabe von
Lebensdaten bestanden
. Bezüglich Aufmerksamkeit, Auffassungsgabe, Gedächtnis
sowie dem formalen und inhaltlichen Denken hätten sich keine Auffälligkeiten eruieren lassen. Hinweise auf Suizidalität hätt
en sich ebenfalls nicht ergeben (
Urk.
7/129/18 f.).
Diagnostisch sei von einer leichten depressiven Episode auszugehen, gekenn
zeichnet durch depressive Verstimmungen mit verminderter Freudeempfin
dungs
fähigkeit, erhöhter Ermüdbarkeit, leichten Konzentrations-störungen, Schlafstö
rungen und vermindertem Appetit. Es handle sich um eine rezidivierende depres
sive Störung, wobei dies auch zu einer Somatisierung mit verstärkten körper
lichen Beschwerden führen könne. Im Weiteren seien ängstlich-vermeidende Persönlichkeitszüge vorhanden. Die Versicherte habe Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion, lebe aber nicht einzelgängerisch, auch wenn sie nicht so viele Kontakte pflege. Eine
Persönlichkeitsstörung liege nicht vor, da davon betroffene Personen bereits in der Schule und danach im Erwerbsleben immer wieder scheitern und auch privat unter massiven Problemen - verbunden mit Beziehungsabbrüchen - leiden würden. Trotz gewisser Schwierigkeiten in der sozialen Interaktion
und Vorlieben für teilweise abstrakte Dinge könne die Diagnose eines
Asperger
-Syndroms ebenfalls nicht bestätigt werden. Es fehle an einer deutlichen Selbstbezogenheit und einer Realitätsfremdheit mit Sonderin
teressen oder Begabungen, die schlecht nachvollziehbar seien.
Vor diesem Hinter
grund bestehe aus psychiatrischer Sicht seit mindestens dem Zeitpunkt der aktu
ellen Untersuchung eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für körperlich angepasste Tätig
keiten. Hinsichtlich der Depression sei es seit der erstmaligen Rentenzu
sprechung zu einer Verbesserung gekommen. In Bezug auf die Persönlich
keits
diagnostik handle es sich um eine andere Beurteilung
eines ähnlichen Zustands (
Urk.
7/129/19 f.).
3.3.4
Im Rahmen der durch
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Neurologie, durch
geführten Untersuchung habe die Versicherte wiederum insbesondere auf die extreme Müdigkeit
mit ungewolltem Einschlafen sowie die Kopfschmerzen hin
gewiesen, welche in ihrem Schweregrad sehr unterschiedlich ausgeprägt seien (
Urk.
7/129/24).
Die Beschwerdeführerin habe sich in der Vergangenheit mehr
fach Untersuchungen im Schlaflabor unterzogen, wobei dabei die
insomnischen
Störungen im Vordergrund gestanden
seien
. Der deutlich erhöhte Schlafdruck habe sich in multiplen Schlaflatenztests objektivieren lassen.
In Bezug auf die Kopf
schmerzen könne aufgrund der anamnestischen Angaben indes keine rele
vante Einschränkung der Alltagsaktivitäten erkannt werden. Die an den Händen und teilweise an den Armen vorhanden
Dysästhesien
seien gut mit einem leichten Karpaltunnelsyndrom zu vereinbaren, wobei der objektivierbare Befund gering ausgeprägt sei. Insgesamt müsse
grundsätzlich davon ausgegangen werden, dass die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Versicherten erheblich beeinträchtigt sei. Ungünstig seien Tätigkeiten in einer monotonen Arbeitsumgebung
, welche längere Zeit eine kontinuierliche Aufmerksamkeit erforder
te
n und wenig Ab
wechs
lung brächten. In der angestammten beruflichen Tätigkeit als Sportlehrerin bestehe lediglich eine leichte Einschränkung, indem die Versicherte bei admini
strativen Arbeiten eingeschränkt sei. Die Arbeits- und Leistungsfähigkeit liege in diesem Bereich bei 70
%
. In der aktuellen Tätigkeit als
Abwartin
bestehe aus neurologischer und schlafmedizinischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
(
Urk.
7/129/
27 f.).
3.3.5
Dem Teilgutachten von Prof.
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Endokrinologie-Diabetologie,
ist im Wesentlichen zu entneh
men, dass die im Vordergrund stehende chronische
Autoimmunthyreoditis
Hashi
moto
zu einer substitutionsbedürftigen Hypothyreose geführt habe. In den letzten Monaten habe sich eine stabile Stoffwechseleinstellung mit
euthyreoten
Schild
drüsenhormonwerten gezeigt. Das im Rahmen der Migräneabklärung dokumen
tierte
Hypophysenmikroadenom
zeige keine sichere hormonelle Aktivität. Der Verdacht eines Cushing-Syndroms habe jedoch anlässlich einer
endokrinolo
gi
schen
Abklärung im November 2014 nicht bestätigt werden können. Klinisch
hätten
sich hierfür ebenfalls keine Anhaltspunkte ergeben. Gesamthaft liege aus
endokrinologischer
Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (
Urk.
7/129/31
).
3.3.6
Im interdisziplinären Konsens gelangten die Sachverständigen zur Auffassung
, in der angestammten Tätigkeit als Sportlehrerin sei die Versicherte zu 70
%
arbeits
fähig.
Für die aktuell ausgeübte Tätigkeit als
Ab
wartin
sei
infolge des erhöhten Pausenbedarfs
von einer 80%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit auszugehen.
Diese Einschätzung gelte spätestens seit dem Zeitpunkt der gutachterlichen Unter
suchung (
Urk.
7/129/33 f.).
An dieser Beurteilung hielten die Gutachter auch in ihrer Stellungnahme vom 1
4.
März 2017 fest (
Urk.
7/143).
4.
4.1
Zwischen den Parteien ist strittig, ob die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat (vgl. E. 2.1 f.). Uneinigkeit besteht namentlich dahingehend, ob das polydisziplinäre
B._
-Gutachten vom 6. Dezem
ber 2016 (
Urk.
7/129) als Grundlage für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versic
herten herangezogen werden kann und ob ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorliegt.
4.2
Die Expertise basiert auf umfassenden
internistische
n, psychiatrischen,
neurolo
gische
n
sowie
endokrinologische
n
Abklärungen
und wurde
in detaillierter Kennt
nis der
Vorakten
erstellt (
Urk.
7/129/4 ff., 7/129/36 ff.).
Die Beschwerdeführerin konnte gegenüber den einzelnen Sachverständigen ihre aktuellen Beschwerden schildern und wurde von diesen
jeweils - soweit fachspezifisch erforderlich - e
ingehend befragt (
Urk.
7/129/11 ff.,
7/129/
15 ff.,
7/129/
24 f. und 7/129/29 f.
). Die geklagten Leiden fanden im Rahmen der Feststellung der Diagnosen Be
rücksichtigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resul
tierenden Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit darge
legt und erläutert wurden (
Urk.
7/129/14 f.,
7/129/19 f.,
7/129/26 ff. und 7/129/30 f.
). Soweit möglich erfolgte überdies eine Auseinandersetzung mit vorangegangenen ärztlich
en Beur
tei
lungen (Urk. 7/129/15
, 7/129/20 f. und
7/129/29
).
Insgesamt erfüllt
das poly
disziplinäre
B._
-Gutach
t
en
somit die formellen Kriterien für eine beweiswerte med
izinische Expertise (vgl. E. 1.4
).
4.3
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen
(vgl. E. 1.3)
.
Die erstmalige Ren
ten
zusprechung basierte im Wesentlichen auf dem
psychiatrische
n
Gutachten von
Dr.
A._
vom
2.
August 2008
, welcher eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeit in der frei
en Wirtschaft attestierte (Urk.
7/41/70 f.).
Er diffe
renzierte dabei zwar nicht explizit,
wie sich
die narzisstische Persönlich
keits
störung und die rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode,
jeweils prozentual
auf die Arbeitsfähigkeit auswirken.
Aus seiner Beur
teilung geht jedoch hervor, dass
es sich bei der
Persönlichkeitsstörung
um d
en massgeblichen Auslöser der
depressive
n
Symptomatik
handelt
e
. So führte
er
aus, dass es zu Verstimmungen, depressiven Reaktionen, Aggressionen, Ängsten sowie Minderwertigkeits- und Versagensgefühlen komme, falls die narzisstische Bestä
ti
gung ausbleibe. Zudem hätten der Ehrgeiz der Versicherten und ihre über
steigerten Ansprüche an sich selbst zu einer beruflichen Überforderung geführt, was wiederum in Erschöpfungssyndrome
n
beziehungsweise in depressive
n
Epi
soden gemündet habe (
Urk.
7/41/66 f.).
Somit ist mit überwiegender Wahrschein
lichkeit davon auszugehen, dass die gänzliche Arbeitsunfähigkeit in erster Linie auf die
Auswirkungen der
narzisstische
n
Persönlichkeitsstörung und
bloss
sekun
där auf
diejenigen der
mittelgradigen
depressive
n
Störung zurückzuführen war.
Letztere zeichnete sich namentlich durch eine andauernde Traurig-, Interesse- und Freundlosigkeit, Schuld- und Versagensgefühle, Schlafstörungen, nachge
lassenen Appetit mit Gewichtsverlust, eine leichte Antriebsminderung sowie Suizid
gedanken aus (
Urk.
7/41/67).
Der Beschwerdeführerin ist beizupflichten, dass
Dr.
E._
im Rahmen der aktu
ellen psychiatrischen Begutachtung
im Kontext der
Persönlich
keitsdiag
nostik ausdrücklich festhielt, dass es sich gegenüber den früheren Einschätzungen um eine andere Beurteilung eines ähnlichen Zustandes handle (
Urk.
7/129/20)
, was
im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich
ist (vgl.
E. 1.3).
In Bezug auf
die rezidivierende depressive Störung ging er allerdings von einer
Verbesserung des Gesundheitszustandes aus und diagnostizierte nur mehr eine gegenwärtig leichte
Episode. Diese sei durch depressive Verstimmungen mit verminderter Freudeemp
fin
dungsfähigkeit, erhöhte Ermüdbarkeit, leichte Konzentrationsstörungen, Schlaf
stö
rungen sowie verminderten Appetit mit damit verbundener Gewichtsabnahme gekennzeichnet (
Urk.
7/129/19).
Entgegen der Argumentation der Beschwerde
gegnerin ist darin
in mehrfacher Hinsicht
keine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit der erstmaligen Rentenzusprechung zu erkennen, die geeignet ist,
sich auf den Rentenanspruch auszuwirken
.
Um den Anspruch der Versicherten auf die ganze Invalidenrente zu beeinflussen, wäre
im
konkreten Fall
erforderlich, dass nun aus psychiatrischer Sicht aufgrund veränderter Ver
hältnisse eine Arbeitsfähigkeit von mehr als 30
%
vorliegt.
In
Bezug auf die de
p
ressive Störung
zeigt eine Gegenüberstellung
der
von
Dr.
A._
und
Dr.
E._
erhobenen Befunde allerdings nur leichtgradige Veränderungen
.
Die Ärzte der psychiatrischen K
linik
H._
, wo die Beschwerdeführerin nach der Begutachtung durch die Ärzte des
B._
ab dem 25. Oktober bis zum 29. Dezember 2016 stationär behandelt wurde, diagnostizierten wiederum eine gegenwärtig mittelgradige Episode im Rahmen der rezidivierenden depressiven Störung (Urk. 7/144/8).
Wie bereits ausgeführt, standen ausserdem im Zeitpunkt der Rentenzusprechung die Auswirkungen der narzisstischen Persönlichkeitsstörung
auf die Arbeitsfähigkeit
im Vordergrund.
Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kann daher nicht darauf geschlossen werden, dass die geringfügigen Verände
rungen
des Schweregrades
der depressiven Erkrankung eine namhafte Steigerung der Arbeitsfähigkeit um mehr als 30
%
nach sich ziehen.
Hinzu kommt, dass
im Unterschied zum Zeitpunkt der erstmaligen Rechtsprechung nun
neu
von neuro
logischer respektive schlafmedizinischer Seite
eine Einschränkung der Arbeits
fähig
keit von 30
%
in der angestammten Tätigkeit als Sportlehrerin und von 20
%
in der Tätigkeit als
Abwartin
attestiert w
urde
.
Diese
Beurteilung
erweist sich
in
Anbetracht des in multiplen Schlaflatenztests objektivierten erhöhten Schlaf
drucks
als nachvollziehbar
(vgl.
Urk.
7/129/27 f.)
und
ist
im Rahmen der Gesamtbe
trachtung
zu berücksichtigen.
Angesichts dessen ist
mit anderen Worten
umso wahrscheinlicher, dass
insgesamt
weiterhin
ein Invaliditätsgrad von mindestens 70
%
und dementsprechend ein Anspruch auf eine ganze Rente besteht.
4.4
Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass
seit der erstmaligen Rentenzusprechung
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen
eingetreten ist
, weswegen sich die von der Beschwer
de
gegnerin verfügte revisionsweise Rentenaufhebung mangels eines Revisions
grun
des als unzulässig erweist.
5.
5.1
Nach ständiger Rechtsprechung kann das Gericht eine zunächst auf
Art.
17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substi
tu
ierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche Rentenverfügung oder Mit
teilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; vgl.
Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014
,
Rz
77 zu Art. 30–31 IVG).
Die Wiedererwägung nach
Art.
53
Abs.
2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünftiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung mög
lich, folglich nur dieser einzige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Be
stimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht
oder nicht mit der erforderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG
; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom
2.
August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprü
fung vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechts
praxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen).
5.2
Zwecks Beurteilung des Rentenanspruchs tätigte die Beschwerdegegnerin nach Ein
gang der erstmaligen Anmeldung der Versicherten zum Leistungsbezug um
fangreiche erwerbliche und medizinische Abklärungen. Sie holte nicht nur Arbeit
geber-, sondern auch diverse Arztberichte ein (
Urk.
7/10 f., 7/12, 7/22, 7/27/5 ff.
und 7/31) und gab eine fachärztliche psychiatrische Begutachtung bei
Dr.
A._
in Auftrag (
Urk.
7/41).
Ausserdem wurde
eine Haushalt
abklärung durch
geführt (
Urk.
7/47). Auf eine klare Verletzung des Untersuchungs-grund
satzes kann vor diesem Hintergrund nicht geschlossen werden.
Die Rentenzu
sprechung erfolgte in Anbetracht der damaligen Aktenlage
überdies in vertret
barer Weise,
obschon die Ausführungen von
Dr.
A._
zu
m Belastungsprofil und zur
Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit verhältnismässig knapp ausgefallen sind (vgl.
Urk.
7/41/69 ff.).
Jedoch
ging
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in seinem zuhanden der BVK am 1
2.
Juli 2008 erstellten Gutachten ebenfalls von einer gänzlichen Arbeitsun
fähig
keit im angestammten Tätigkeitsbereich aus. Für angepasste Tätigkeiten atte
stierte er höchstens im Rahmen von Arbeitsversuchen eine
maximal
50%ige «Arbeitsfähigkeit» (
Urk.
7/44/15).
Im Übrigen schloss sich auch der Regionale Ärztliche Dienst mit Stellungnahme vom
8.
August 2008 der Beurteilung von
Dr.
A._
an (
Urk.
7/48/6).
Eine qualifizierte Unrichtigkeit der Verfügung vom
9.
April 2009 fällt angesichts dieser Gegebenheiten
somit
ausser Betracht.
6.
Zusammenfassend
sind weder die Voraussetzungen für eine revisionsweise noch für eine wiedererwägungsweise Rentenaufhebung erfüllt, weshalb die angefoch
tene Verfügung vom 1
9.
Juli 2017 (
Urk.
2) in Gutheissung der Beschwerde auf
zuheben ist. Die Beschwerdeführerin hat
nach wie vor
Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung.
7
.
7
.1
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fah
rensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anz
usetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7
.2
Nach
§
34
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Dieser werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Rechtsanwalt Meier Rhein machte als unentgeltlicher Rechtsvertreter von der Möglichkeit, eine Honorarnote einzureichen (vgl.
Urk.
18), keinen Gebrauch, weshalb die Prozessentschädigung ermessensweise festzusetzen ist.
Unter Berück
sichtigung der massgebenden Kriterien
hat die Beschwerdegegnerin
ihn
mit
Fr.
2'6
00.-- (inkl. Barauslagen und
8
%
Mehrwertsteuer)
zu entschädigen.