# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 05c9d3e6-9308-4fa4-ad54-654b5ee2733f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ (in der Folge: Ehemann), in O.1_ am _ 1941 geboren, und A._ (in der Folge: Ehefrau), in O.2_ am _ 1950 geboren, schlossen am _ 1974 im O.3_ den Bund der Ehe. Dieser entsprossen die Kinder B._, geboren am _ 1975, und C._, geboren am _ 1980.
B. Am 3. Dezember 2015 reichte der Ehemann beim Bezirksgericht Imboden (in der Folge: Bezirksgericht; heute: Regionalgericht Imboden) eine Scheidungsklage ein und stellte das folgende Rechtsbegehren:
„1. Es sei die Ehe Parteien gestützt auf Art. 114 ZGB zu scheiden.
2. Es sei festzustellen, dass sich die Parteien gegenseitig keine finanziellen Leistungen gestützt auf Art. 125 ZGB schulden.
3. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung per 14. Oktober 2013 vorzunehmen.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“
C. Mit Verfügung vom 9. Dezember 2015 setzte das Bezirksgericht die Einigungsverhandlung auf den 13. April 2016 an. Nachdem die Vorladung der Ehefrau an ihre letztbekannte Adresse in O.4_ weder auf dem üblichen postalischen Weg noch rechtshilfeweise auf konsularischem Weg zugestellt werden konnte, verzichtete das Bezirksgericht auf die Einigungsverhandlung. Dem Ehemann wurde darum eine Frist zur Einreichung einer begründeten Scheidungsklage gesetzt.
D. Mit Eingabe vom 14. April 2016 begründete der Ehemann seine Scheidungsklage und präzisierte wie folgt seine Anträge:
„1. Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 114 ZGB zu scheiden.
2. Es sei festzustellen, dass sich die Parteien gegenseitig keine finanziellen Leistungen gemäss Art. 125 ZGB schulden.
3. Es sei die güterrechtliche Auseinandersetzung per 14. Oktober 2013 wie folgt vorzunehmen:
a. Es sei Beklagte zu verpflichten, dem Kläger Fr. 266‘140.-- zu bezahlen.
Es sei die Beklagte für berechtigt zu erklären, dem Kläger auf Anrechnung an diesen Betrag die von ihr aus der ehelichen Wohnung entfernten Hausrats- und Kunstgegenstände oder einzelne Objekte davon zu seinem unbeschwerten Eigentum herauszugeben, wobei der Anrechnungswert dem auf der Versicherungsliste, Klagebegründungsbeilage 3, aufgeführten Wert des betreffenden Gegenstandes / der betreffenden Gegenstände entspricht.
b. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger weitere Fr. 615‘000.--zu bezahlen.
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Es sei die Beklagte für berechtigt zu erklären, dem Kläger auf Anrechnung an diesen Betrag die von ihr an einen unbekannten Ort abverfügten Schmuckgegenstände oder einzelne Objekte davon zu seinem unbeschwerten Eigentum herauszugeben, wobei der Anrechnungswert dem auf dem Wertgutachten der Firma D._ vom _ 2011, gemäss Klagebegründungsbeilage 4, aufgeführten Wert des betreffenden Gegenstandes / der betreffenden Gegenstände entspricht.
c. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger als Kostenersatz für die Verfahren vor Mietgericht des Kantons O.1_ gegen die E._ (Geschäft Mietgericht O.1_ Nr. _) Fr. 27‘400.-- zu bezahlen.
d. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Beklagte dem Kläger eine Parteientschädigung gemäss Urteil des Bezirksgerichtes O.1_, Einzelgericht, vom 9. September 2015 Ziff. 8 im Betrag von Fr. 4‘800.-- zuzüglich 8% Mehrwertsteuer schuldet.
e. Im Übrigen sei festzustellen, dass die Parteien güterrechtlich vollständig auseinandergesetzt sind, und dass jede Partei zu Eigentum behält, was sie zur Zeit besitzt oder was auf ihren Namen lautet.
4. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass ein Vorsorgeausgleich gemäss Art. 122 und Art. 124 ZGB entfällt.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“
E. Da die Ehefrau (laut der Vorinstanz) unbekannten Aufenthaltsortes war, wurde sie mittels Publikation im Amtsblatt des Kantons Graubünden aufgefordert, innert 20 Tagen seit Publikation eine Klageantwort einzureichen. Zudem wurde ihr auf diesem Weg mitgeteilt, dass die Hauptverhandlung am 6. September 2016 stattfand. Die Ehefrau reichte in der Folge keine Klageantwort ein und nahm an der Hauptverhandlung nicht teil.
F. Mit Entscheid vom 6. September 2016, (an die Ehefrau mittels Publikation) mitgeteilt am 26. Oktober 2016, erkannte das Bezirksgericht folgendes:
„1. Die am _ 1974 in O.3_, O.2_, geschlossene Ehe der Y._ und des X._ wird gestützt auf Art. 114 ZGB geschieden.
2. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien in vorsorgerechtlicher Hinsicht vollständig auseinandergesetzt sind.
3.a) Die von X._ erhobenen güterrechtlichen Forderungen (Rechtsbegehren Ziff. 3 lit. a-d) werden vollumfänglich abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
b) Im Übrigen wird festgestellt, dass die Parteien güterrechtlich vollständig auseinandergesetzt sind, und dass jede Partei zu Eigentum behält, was sie zurzeit besitzt oder was auf ihren Namen lautet.
4.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5‘000.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten der Parteien. Der auf Y._ anfallende Anteil ist dem Bezirksgericht Imboden innert 30 Tagen mittels des beiliegenden Einzahlungsscheins zu überweisen.
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Der auf X._ anfallende Anteil geht infolge der ihm gewährten unentgeltlichen Rechtspflege zu Lasten des Kantons Graubünden und wird auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt der Rückforderungsanspruch des Gemeinwesens (Art. 123 ZPO).
b) Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen. Rechtsanwalt lic. iur. Hadrian Meister ist nach Massgabe von Art. 122 Abs. 1 lit. a ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 3‘500.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations