# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1439adc3-bda0-4b45-b974-f4da24edcdc5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
D
er 1952 geborene
X._
,
welcher
von Beruf angelernter Gipser
ist
(vgl. die Angaben in der Anmeldung zum Leistungsbezug bei der
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
vom
9.
März 2004,
Urk.
11/2),
meldete
sich
gegen
Ende des Jahres 2000 bei der Arbeitslosenversicherung
und bezog
in der Folge
in der Rahmenfrist vom 20.
Dezember 2000 bis zum 1
9.
Dezember 2002 Arbeitslosenentschädigung aufgrund einer bescheini
gten Arbeitsfähigkeit von 50
%
(Angaben der Arbeitslosenkasse der Gewerkschaft Bau & Industrie GBI [heute
:
Unia
Arbeitslosenkasse] vom 1
5.
April 2004,
Urk.
11/6).
V
on Juni bis Oktober 2002
arbeitete
X._
als Gipser
in einem
Temporärarbeitsverhältnis
für die
Y._
(vgl. die Angaben der
Y._
vom
1.
April 2004,
Urk.
11/5
/4
, und den Eintrag im Aus
zug aus
dem individuellen Konto vom 28.
Mai 2004,
Urk.
11/8
)
, w
odurch
er bei der Winterthur-
Columna
, Stiftung für die berufliche Vorsorge, Winterthur (heute:
AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, Winterthur
) berufsvorsorgeversichert war
. Ab 2
1.
Oktober 2002
schrieb ihn der Hausarzt Dr.
med.
Z._
,
Spezialarzt FMH für Innere Medizin, speziell Herz- und Kreislaufleiden, wieder zu 50
%
arbeitsunfähig (Bericht vom 1
1.
Mai 2004,
Urk.
11/7 S. 1-2). Im August 2003
erzielte
X._
nochmals Einkünfte bei der
A._
und bei
B._
(Auszug aus
dem individuellen Konto vom 2.
September 2005, Urk.
11/38); danach meldete er sich am 9. März 2004 bei der
IV-Stelle
zum Leistungsbezug an (
Urk.
11/2).
Nach Vornahme medizinischer und erwerblicher Abklärungen eröffnete die
IV-Stelle
X._
,
dass er aufgrund
der Ergebnisse
ihrer Abklärungen eine behinderungsangepasste Tätig
keit zu 100
%
ausüben könne
und sein Rentenanspruch daher mangels
renten
begründenden
Invaliditätsgrades zu verneinen sei (
Urk.
11/11).
Die von
X._
am
9.
Juli 2004
erhobene
Einsprache (
Urk.
11/15)
wies die
IV-Stelle
mit
Entscheid vom 14.
Oktober 2004 ab (
Urk.
11/22). Dieser Entscheid blieb unangefoc
hten.
Mit Eingaben vom 1
8.
Juli und vom 1
8.
A
ugust 2005 (
Urk.
11/33 und Urk.
11/35) ersuchte
X._
die IV-Stelle um eine erneute Prüfung
sei
nes Leistungsanspruchs
.
Die IV-Stelle nahm in der Folge medizinische und erwerbliche Abklärungen vor.
Mit Verfügungen vom 1
9.
Juni 2006 sprach
sie
X._
für die Monate März bis Mai 2005 eine halbe Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 50
%
und ab Juni 2005 eine
Dreiviertelsrente
auf der Basis eines Invaliditäts
grades von 62
%
zu (
Urk.
11/66
; vgl. auch die Begründung im Verfügungsteil 2,
Urk.
11/55). Hiergegen liess
X._
am 2
7.
Juni 2006 Einsprache erheben mit dem Antrag, es sei ihm eine höhere
Rente, die früher einsetze
,
auszurichten
(
Urk.
11/67). Mit Entscheid vom 1
4.
Juli 2006 wies die IV-Stelle die Einsprache ab (
Urk.
11/73). Die von
X._
da
gegen am 11.
September 2006 erhobene Beschwerde
(Urk.
11/80/3-6)
hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 2
3.
April 2008 in dem Sinne gut, dass der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 1
4.
Juli 2006 aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurd
e
, damit diese eine neue psychiatrische Begutachtung von
X._
und Abklärungen betreffend seiner
Arbeits
tätigkeit
durchführe und hernach über den Leistungsanspruch neu entscheide (
Urk.
11/93). Im Nachgang zu diesem Urteil
gab die IV-Stelle
bei Dr.
med.
C._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
ein Gutachten
in Auftrag, welches am 11.
März 2010 erstattet wurde (Urk.
11/116). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 3
0.
Juni 2010,
Urk.
11/121) sprach die IV-Stelle
X._
mit Verfügungen vo
m 1
4.
Oktober 2010 bzw. vom 26.
April 2011 mit Wirkung ab
1.
März 2005 eine
Dreiviertelsrente
zu (
Urk.
11/13
2
-134).
1.2
Während des laufenden IV-Abklärungsverfahrens wandte sich
X._
an die
AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, Winterthur
und beantragte die Aus
richtung von Leistungen der beruflichen Vorsorge (
unter anderem
Schreiben vom 1
6.
August 2006 mit Verweis auf ein Schreiben vom
2
7.
Juni
2006,
Urk.
2/10). Nach wechselseitiger Korrespondenz lehnte die
AXA Stiftung Beruf
liche Vorsorge, Winterthur
eine Leistungspflicht ab (
unter anderem
Schreiben vom 2
8.
April 2011,
Urk.
2/20).
2.
Am
9.
März 2012 erhob
X._
Klage gegen die
AXA Stiftung Berufli
che Vorsorge, Winterthur
und
stellte in der Sache
folgende Anträge
(Urk.
1):
„1.
D
ie Beklagte sei zu verpflichten,
dem Kläger die versicherten Leistungen,
d.h. eine Invalidenrente in noch zu beziffernder Höhe auszurichten mit
Wirkung ab 20.10.04 und die Prämienbefreiung ab 21.1.03 zu gewähren,
zuzüglich 5
%
Verzugszins ab 9.3.12 (Klagedatum).
2.
Die Beklag
t
e sei zu verpflichten, dem Kläger den persönlichen
Vorsorgeausweis auszustellen und diesen sowie das zur Anwendung
kommende Pensionskassenreglement herauszugeben und anzugeben, ob
die Beklagte Teuerungszulagen zur Invalidenrente ausrichtet und wenn
ja, in welcher Höhe
.
“
Die
Beklagte
beantragte
mit Klageantwort vom 1
3.
April 2012 die Abweisung der Klage
(
Urk.
6).
Mit Verfügung vom 1
6.
April 2012 (
Urk.
8)
wurden die Akten der IV-Stelle beige
zogen
(
IV-Akten,
Urk.
11/1-138).
Mit Verfügung vom 2
7.
April 2012
(
Urk.
12)
wurde dem Kläger Rechtsanwalt
Dr.
Jürg Baur
, Dübendorf,
als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt.
Gleichzei
tig wurde ein zweit
er Schriftenwechsel angeordnet.
Der Kläger hielt darauf
hin
mit Replik
vom 21.
Juni 2012 (
Urk.
16) ebenso an seinen Anträgen fest wie die Beklagte mit Duplik vom
7.
August 2012 an ihrem (
Urk.
19). Die Duplik wurde dem Kläger am
8.
August 2012 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
21).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zum Entscheid über die strittigen Leistungen ist gegeben (Art. 73 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [BVG] in Verbindung mit § 2 Abs. 2
lit
. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]; BGE 130 V 103 E. 1.1 und 111 E. 3.1.2 sowie 128 II 386 E. 2.1.1).
1.2
Nach der bis 31. Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung von Art. 23 BVG haben Personen, die im Sinne der I
nvalidenversicherung
zu mindestens 50 % invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur
Invalidi
tät geführt hat, versi
chert waren, Anspruch auf Invalidenleistungen. Am 1. Januar 2005 ist Art. 23 BVG in der Fassung gemäss 1. BVG
Revision in Kraft getreten. Danach haben unter anderem Personen, die im Sinne der IV zu min
destens 40 % invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren, Anspruch auf Invalidenleistungen (
lit
. a).
Vorliegend ist ein Sachverhalt zu beurteilen, der sich sowohl vor als auch nach dem Inkrafttreten der Neufassung von Art. 23 BVG ereignet hat. Da der Rechts
streit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig entschie
den wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis Ende 2004 auf den damals gültig gewesenen Art. 23 BVG und ab diesem Zeitpunkt auf Art. 23 BVG in der Fa
ssung gemäss 1. BVG
Revision ab
zustellen (BGE 130 V 445; vgl.
lit
. f der Übergangsbestimmungen der Ände
rung vom 3. Oktober 2003 [1. BVG-Revision]; Urteil des seiner
zeitigen Eidge
nössischen Versicherungsgerichts [EVG] B 18/06 vom 18. Oktober 2006
E. 3.1.1). Bei der Ermittlung der Leistungszuständigkeit spielt die
intertempo
ralrechtliche
Abgrenzung allerdings keine wesentliche Rolle.
1.3
Für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen gelten gemäss Art. 26 Abs. 1 BVG die entsprechenden Bestimmungen des Bundesgesetzes über die In
validenversicherung (
[IVG]
Art. 29 IVG). Der Eintritt d
es Versicherungsfalles fällt so
mit in der Regel mit der Eröffnung der einjährigen Wartezeit nach Art. 29 Abs. 1
lit
. b IVG (in der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Fas
sung) beziehungsweise Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG (in der seit 1. Januar 2008 gel
tenden Fassung gemäss 5. IV
Revision) zusammen (BGE 118 V 245 E. 3c, mit Hinweis). Vorsorgeeinrichtungen, die ausdrücklic
h oder unter Hinweis auf das Ge
setz vom gleichen Invaliditätsbegriff wie die IV ausgehe
n, sind im Bereich der gesetzli
chen Mindestvorsorge (Art. 6 BVG) an die Invaliditätsbemessung der IV
Stelle gebunden (unter Einschluss des von dieser festgelegten Zeitpunktes des Eintritts der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit), sofern die
Vorsorgeein
richtung
spätestens im
Vorbescheidverfahren
(
Art.
73
bis
der Verordnung über die Invaliden
versicherung [IVV], in der von 1. Juli 1987 bis 31. Dezember 2002 in Kraft ge
standenen Fassung, beziehungsweise
Art.
73
bis
ff. IVV, in der seit 1. Juli 2006 geltenden Fassung) - respektive, während dessen zeitweiligem Er
satz durch das
Einspracheverfahren
von 1. Januar 2003 bis 30. Juni 2006, bei der Verfügung
s
eröffnung - in das Verfahren der Invalidenversicherung einbe
zogen worden ist und sich die Invaliditätsbemessung der Invalidenversicherung aufgrund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhalt
bar erweist (BGE 132 V 1, 130 V 270 E. 3.1, 129 V 73, 126 V 308 E. 1). Wenn sich die Vorsorgeeinrichtung an das invalidenversicherungsrechtlich Verfügte hält oder sich gar darauf stützt, muss sich die versicherte Person die Betrach
tungsweise der Invalidenversicherung, soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entscheidend war, indes auch dann entge
genhalten lassen, wenn der Vorsorgeversicherer nicht in das IV
Verfahren ein
bezogen wurde. Vorbehalten bleibt auch in diesem Fall eine offensichtlich unhaltbare Invaliditätsbemessung durch die Organe der Invalidenversicherung. Nachträglich geltend gemachte Tatsachen oder Beweismittel, welche im IV
Verfahren nicht von Amtes wegen hätten erhoben werden müssen, sind nur beachtlich, sofern sie zu einer anderen rechtlichen Beurteilung führen und die Verwaltung verpflichten würden, im Rahmen einer prozessualen Revision auf die ur
sprüngliche, formell rechtskräf
tige Verfügung zurückzukommen (BGE 130 V 270 E. 3.1; Urteil des EVG B 61/06 vom 23. Oktober 2006 E. 2.1; vgl. zur Frag
e der Verbindlichkeitswir
kung auch Urteil des Bundesgerichts 9C_414/2007 vom 25. Juli 2008 E. 2.1-3).
1.4
1.4.1
Das Gesetz knüpft den Anspruch auf Ausrichtung einer Invalidenleistung - wie bereits erwähnt (vorne E. 1.
2
) - an das Bestehen eines
Versicherungsverhältnis
ses
im Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invali
dität geführt hat (Art. 23
lit
. a BVG). Der Anspruch auf Invalidenleistungen der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge setzt einen engen sachlichen und zeitli
chen Zusammenhang zwischen der während der Dauer des
Vorsorgeverhältnis
ses
eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später bestehenden Invalidität voraus. Die 1. BVG-Revision hat an diesem für die Leistungspflicht der Vorsorgeeinrichtung massgebenden Erfordernis nichts geändert.
1.4.2
Der sachliche Konnex ist zu bejahen, wenn der Gesundheitsschaden, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat, von der Art her im Wesentlichen derselbe ist, welcher der Erwerbsunfähigkeit zugrunde liegt (BGE 134 V 20 E. 3.2).
Der zeitliche Zusammenhang setzt voraus, dass die versicherte Person nach Ein
tritt der Arbeitsunfähigkeit nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig ge
worden ist (BGE 134 V 20 E. 3.2.1). Bei der Prü
fung dieser Frage sind die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles zu berück
sichtigen, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognos
tische Beurteilung durch den Arzt sowie die Beweggründe, welche die versi
cherte Person zur Wiederauf
nahme oder Nichtwiederaufnahme der Arbeit ver
anlasst haben. Zu den für die Beurteilung des zeitlichen Konnexes relevanten Umstän
den zählen auch die in der Arbeitswelt nach aussen in Erscheinung tre
tenden Verhältnisse, wie etwa die Tatsache, dass eine versicherte Person über längere Zeit hinweg als voll vermittlungsfähige Stellensuchende Taggelder der Arbeits
losenversicherung bezieht (Urteile des EVG B 100/02 vom 26. Mai 2003 E. 4.1 und B 18/06 vom 18. Oktober 2006 E. 4.2.1 mit Hinweisen). Allerdings kann solchen Zeiten nicht die gleiche Bedeutung beigemessen werden wie Zei
ten ef
fektiver Erwerbstätig
keit (Urteil des EVG B 23/01 vom 21. November 2002 E. 3.3). Mit Bezug auf die Dauer der den zeitlichen Konnex unter
brechenden Arbeitsfähigkeit kann die Regel von Art. 88a Abs. 1 IVV als Richt
schnur gelten. Nach dieser Bestimmung ist eine anspruchsbeeinflussende Ver
besserung der Er
werbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andau
ern wird.
Eine mindestens drei Monate andauernde
volle
Arbeitsfähigkeit,
gestützt auf welche eine dauerhafte Wiederer
langung der Er
werbsfähigkeit als objektiv wahrscheinlich erscheint, stellt daher ein ge
wichtiges Indiz für eine Unterbrechung des zeitlichen Zusam
menhangs dar. Hierbei genügt eine volle Arbeitsfähigkeit in
ein
er angepassten Tätigkeit
, sofern diese
bezogen auf die angestammte Tätigkeit die Erzielung eines
rentenausschliessenden
Einkommens erlaubt
(
vgl. BGE
134 V 20 E. 5.3
)
. An
ders verhält es sich, wenn die fragliche, allenfalls mehr als dreimonatige
Tätig
keit als
Eingliede
rungsversuch
zu werten ist oder massgeblich auf sozialen Er
wägungen des Ar
beitgebers beruhte und eine dauerhafte Wiedereingliederung aber unwahr
scheinlich war (BGE 123 V 262 E. 1c sowie 120 V 112 E. 2c/
aa
und
bb
, mit Hinweisen; Urteil des EVG B 23/01 vom 21. November 2002 E. 3.3;
Brühwiler
, Obligatorische berufliche Vorsorge, in: Schweize
risches
Bundesver
waltungsrecht
[SBVR], Band XIV, Soziale Sicherheit, 2. Auflage, Basel, Genf und München 2007, S. 2043,
Rz
. 109; Stauffer, Berufli
che Vorsorge, Zürich, Basel, Genf 2005, S. 279 f.;
Hürzeler
, in: Schnei
der/Geiser/
Gächter
[Hrsg.], Handkommentar zum BVG und FZG, Bern 2010, Art. 23 BVG N 27 ff.; vgl. zum Ganzen BGE 134 V 20 E. 3.2 und 3.2.1).
2.
2.1
Der Kläger lässt zur Begründung seiner Klage vorbringen, er sei vom 1
0.
Juni 2002 bis 3
1.
Januar 2003 bei d
er
Y._
als Hilfsgipser angestellt gewesen
und dadurch bei der
Rechtsvorgängerin der Beklagten vorsorgeversichert gewesen. Am 2
1.
Oktober 2002 sei er wegen einer mediastinalen und pulmonalen
Gra
nulomatose
als Status nach
thorakos
ko
pischer
Lungenbiopsie und
Lingu
la
teil
resektion
links bei
Stenosierun
g
der zentralen Atemwege
arbeitsunfähig gewor
den. Aus dem von der Beklagten eingereichten „Vorsorgereglement für die BVG-Basisvorsorge“ gehe hervor, dass die Invalidität als eingetreten gelte, sobald der IV-Grad der versicherten Person mindestens 25
%
erreicht habe.
Er
sei bereits während der Versicherungsdeckung bei der Beklagten mehr als
zu 25
%
arbeitsunfähig gewesen.
Das Vorsorgereglement der Beklagten bestimme sodann, dass bei einer
teilinvaliden
Person, deren IV-Grad sich erhöhe, die Beklagte auch für die Erhöhung des IV
-
Grades leistungspflichtig sei.
Der sachliche und zeitliche Zusammenhang sei nicht unterbrochen worden. Der von der Beklagten zitierte BGE 134 V 2
0
besage nicht, dass das über die Leistungen der beruflichen Vorsorge urteilende Gericht an den von der IV-Stelle festgeleg
ten Beginn der Wartezeit gebunden sei. Diese Bindung bestehe schon darum nicht, weil gemäss Vorsorgereglement
der Beklagten
die Invalidität als einge
treten gelte, sobald der IV-Grad der versicherten Person
mindestens 25
%
erreicht habe.
Aus den Krankentaggeldabrechnungen gehe hervor, dass die
Y._
ein Tag
geld von Fr. 125.25, nämlich 80
%
von Fr. 57‘139.--, versichert gehabt habe. Es sei somit anzunehmen, dass
sein
bei
der Beklagten versicherte
r
Ja
hresl
ohn
min
destens Fr. 57‘139, abzüglich de
s
im Jahr 2002 gültigen Koordinationsabzug
s
von Fr. 24‘720.
-- pro
Jahr, somit Fr
. 32‘419.
--
pro
Jahr betragen habe.
Nachdem die Krankentaggeldversicherung der
Y._
das Taggeld während zwei Jahren, das heiss
e
bis 1
9.
Oktober 2004, ausgerichtet gehabt habe und
an jenem
Datum die maximale Leistungsdauer von 720 Tagen erreicht worden sei, sei davon auszugehen, dass ab 2
0.
Oktober 2004 die Invalidenrente der Beklag
ten zum Tragen kommen müsse. Es werde darum die Zusprechung einer Invali
denrente mit Wirkung ab 2
0.
Oktober 2004 beantragt.
Aus dem von der Beklagten eingereichten Vorsorgereglement für die BVG-Basisvorsorge gehe nicht hinreichend hervor, wie lange die Wartefrist für die Prämienbefreiung daure. Das Vorsorgereglement lasse in Ziffer 20.4 zwei Möglichkeiten von Wartefristen offen, nämlich eine vereinbarte Wartefrist von 12 Monaten oder eine
solche
von 24 Monaten.
D
ie Beklagte habe
dah
er
auch den Vert
r
ag mit der
Y._
zum Vorsorgereglement zu edieren
(
Urk.
2 und Urk.
16).
2
.2
Die Beklagte wendet
da
gegen ein, der Kläger sei nur vom 1
0.
Juni bis 1.
November 2002 be
i der
Y._
angestellt gewesen, wobei er lediglich f
ür die Zeit vom 1
0.
September bis
1.
November 2002
bei ihr versichert gewesen sei
.
Sie bestreite die zeitliche
Konnexität
. Sie stütze sich dabei auf die Verfügungen der IV-Stelle.
Diese habe die einjährige Wartefrist per 21.
Oktober 2002 eröffnet. Bei Ablauf am 2
1.
Oktober 2003 sei
der Kläger
aber in einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit voll arbeitsfähig gewesen, weshalb das Rentenbegehren abge
wiesen worden sei. Die Behauptung des Klägers, er sei seit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit der
Y._
dauernd und in wesentlichem Umfang arbeitsunfähig geblieben, sei durch Feststellungen der IV
-Stelle im
Ein
sprache
entscheid
vom 1
4.
Oktober 2004 sowie in der Verfügung vom 1
9.
Juni 2006 widerlegt: Danach sei
er
nach Beendigung seines Arbeitsverhältnisses
mit
der
Y._
noch während längerer Zeit in der Lage gewesen, in einer
behinde
rungsangepassten
Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Weiter gehe aus der Verfügung vom 1
9.
Juni 2006 hervor, dass der Kläger nach Beendigung seiner Tätigkeit bei der
Y._
noch während mehreren Monaten als Gipser mit einem Jahreslohn von Fr. 78‘624.--
erwerbstätig gewesen sei.
Es sei zudem darauf hinzuweisen, dass die
IV-Stelle mit Verfügung vom 14.
Oktober 2010 die einjährige Wartezeit neu per März 2004 eröffnet habe. Damit sei klar, dass eine relevante und dauernde Arbeitsunfähigkeit erst seit diesem Zeitpunkt best
anden habe
. Für die Ausrichtung von Invalidenleistungen der beruflichen Vorsorge sei sie somit nicht zuständig, denn der Eintritt des vorsorgerechtlichen Versicherungsfalles falle in der Regel mit dem Beginn der einjährigen Wartezeit
zusammen (
Urk.
6).
Mit Duplik vom
7.
August 2012 führte die Beklagte sodann
a
us
, i
hr
Vorsorgereg
lemen
t
halte in Ziffer
20.1 klar fest, dass eine versicherte Person
erst invalid sei, wenn sie keine ihren Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit mehr ausüben könne oder Anspruch auf eine Invalidenrente der IV habe. Keine von beiden Voraussetzungen habe beim Kläger
vorgelegen
. Es bes
tehe daher kein Rentenanspruch.
Die zitier
t
en Taggeldabrechnung
en
beträfen die Arbeits
unfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und vermöchten nicht zu widerle
gen, dass der Kläger in einer angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ge
wesen sei
(
Urk.
19).
3
.
3
.1
Folgende medizinische Berichte liegen vor, die für die Beurteilung der strittigen Fragen von Belang sind:
3.2
Am
25./2
6.
August 2003
wurde im
D._
durch
Dr.
med.
E._
,
Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheumatologie,
Dr.
med.
F._
,
Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation/Rheumatologie, und
G._
,
Physiotherapeut
,
eine funktionsorientierte
m
edizinische Abklärung
des Klägers
durch
geführt
.
Die Genannten
diagnosti
zierte
n
dazu mit Bericht vom 22.
Oktober 2003 (1) ein chronisches unspezifisches
lumbospondylogenes
Syn
drom bei (a) Fehlhaltung, muskul
ärer
Dysbalance
und (b)
Symptom
auswei
tungstendenz
, (2) eine
Periarthropathia
humeroscapularis
beidseits linksbetont, Differentialdiagnose im Rahmen der Symptomausweitung, (3) eine mediastinale und pulmonale
Granulomatose
, (4) eine Adipositas und (5) einen Verdacht auf arterielle Hypertonie. Aus rheumatologischer Sicht sei dem Kläger die
bisherige Tätigkeit als Gipser vier
Stunden pro Tag, entsprechend einer 50%igen Arbeits
fähigkeit, zumutbar. In einer Alternativtätigkeit sei ihm im mittelschweren Gewichtsbereich eine Arbeit ganztags mit
zusätzlichen
Pausen
von etwa
zwei
Stunden zumutbar. Die Pausen begründeten sich in einer verminderten Arbeits
leistung aus internistischer und rheumatologischer Sich
t
bei konsistenter Schmerzproblematik (
Bericht vom 2
2.
Oktober 2003,
Urk.
11/7/5-19)
.
3.
3
Dr.
med.
H._
,
Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
führte
mit Bericht
an die IV-Stelle
vom 1
9.
Juni 2008
als Diagnosen
mit Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine
Somatisierungsstörung
(ICD-10 F45.0) und (2) eine mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.11) und (3) rezidivierende Synkopen
an
. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei (1) eine Adipositas und (2) eine Osteoporose. Der Kläger sei seit dem 1
0.
März 2
008 und bis auf
Weiteres
zu 100
% arbeitsunfähig (Urk.
11/100).
3.
4
Dr.
Z._
nannte mit
Bericht vom 2
9.
Juli 2008, den er in Vertretung seines Sohnes verfasste,
welchem er die Praxis vor kurzem übergeben hatte,
als soma
tische Diagnose
n
(1) funktionelle Herzbeschwerden, (2) ei
n
en
Status nach medi
astinaler und pulmona
l
er
Granulomatose
bei
(a) Status nach linksseitiger erheb
licher
Stenosierung
der zentralen Atemwege und (b) Restitution ad
integrum
(Steroidtherapie) seit November 2004 und
(c)
Dekonditionierung
, Osteopor
o
s
e und (3) chronische Obstipation. Der Kläger sei in der angestammten Tätigkeit als Gipser/Handlanger vom 1
5.
April 2004 bis
8.
Juli 2007 zu 70
%
arbeitsunfä
hig gewesen, seit dem
9.
Juli 2007 bestehe
unter Einb
e
zug der psychiatrischen Diagnosen
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
11/104).
3.
5
Dr.
med.
I._
,
Facharzt FMH für Rheumatologie,
führt
e mit Bericht vom
8.
September 2008 als rheumatologische Diagnos
e
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein
chronifiziertes
, rheumatologisch nur teilweise erklärtes
f
ibromyalgie
-ähnliches Krankheitsbild (i.S. einer Schmerzkrankheit) bei
(a)
Fehlhaltung/
Fehlform
der Wirbelsäule (Rundrücken, Skoliose) und
(b)
i
nitialen
degenerativen Veränderungen
an
. Als nicht-rheumatologische Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte
er
(1) eine
Schmerzverarbei
tungsstörung
sowie Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (Diagnose gemäss
J._
,
Bericht vom 1
3.
August 2007) und (2) ein
chronifiz
iertes
depressives Zustandsbild;
Somatisierungsstörung
(Diag
nose
P
sychiatrische Poliklinik
des
K._
gemäss Bericht vom
9.
Juli 2007). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei ein Status nach mediastinaler und pulmonaler
Granulomatose
(2004). Der Kläger sei seit 2005 und bis heu
te als Gipser zu 70
% arbeitsunfähig.
Die
bisherige Berufstätigkeit
sei ihm
seit etwa 2005 nicht mehr, eine behinderungsangepasste Tätigkeit au
s rheumatologischer Sicht zu 30 % zumutbar. Die Notwendi
gkeit
der
Prüfung einer beruflichen Umstellung verneinte
Dr.
I._
unter Hinweis auf den Bericht
der
Dres
.
E._
und
F._
sowie des Physiotherapeuten
G._
vom
D._
vom
2
2.
Oktober 2003 (
Urk.
11/105).
3
.
6
Dr.
C._
hielt mit Gutachten vom 1
1.
März 2010 (
Urk.
11/116) als Diagnosen (1) eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
(ICD-10 F45.41) und (2) eine
Dysthymia
(ICD-10 F34.1) fest
(
Urk.
11/116/12).
Eine Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
bestehe aufgrund
dieser Diagnosen nicht (
Urk.
11/116/18
).
4.
4.1
Die IV-Stelle stellte im
Einspracheentscheid
vom 1
4.
Oktober 2004 (
Urk.
11/22) fest, dass der
Kläger
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit voll arbeitsfä
hig ist. Sie stützte sich dabei im Wesentlichen auf die Einschätzung der
Sach
verständigen des
D._
(vorne E. 3.2 und
Urk.
11/18). Diese Feststellungen und die damit verbundene Rentenabweisung erwuchsen unangefochten in Rechts
kraft.
4.2
Nachdem sich der Kläger am
2
7.
Juli
bzw.
2
6.
A
ugust 2005 (
Urk.
11/33 und Urk.
11/35)
erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet hatte, sprach ihm die IV-Stelle mit Verfügungen vom 1
9.
Juni 2006
(
Urk.
11/66
)
bzw.
Einspracheentscheid
vom 1
4.
Juli 2006 (
Urk.
11/73)
für die Monate März bis Mai 2005 eine halbe Rente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 50
%
und ab Juni 2005 eine
Dreiviertelsrente
auf der Basis eines Invaliditäts
grades von 62
% zu
.
Hiergegen erhob
der Kläger
am 11.
September 2006 Beschwerde
(Urk. 11/80/3-6)
.
In der Folge stellte das hiesige Gericht mit Urteil vom 2
3.
April 2008
(
Urk.
11/93)
fest,
dass in Bezug auf die internistische Erkrankung des
Klä
ger
s, das heisst die mediastinale und pulmonale
Granulomatose
, seit dem Erlass des
Einspracheentscheides
vom 1
4.
Oktober 2004
eine
Veränderung in positiver Hinsicht eingetreten ist. De
r
rheumatologische
Gesundheitszustand wurde als
in
etwa konstant qualifiziert (
Urk.
11/93/9-10 E. 3.2.2
)
. Den
psychischen
Gesund
heitszustand erachtete das Gericht
hingegen
nicht als rechtsgenügend abgeklärt, weshalb
die Sache an die IV-Stelle zurückgewiesen wurd
e
, damit diese
– neben Abklärungen betreffend Arbeitstätigkeit des Klägers -
eine neue psychiatrische Begutachtung durchführe und hernach über den Leistungsanspruch neu ent
scheide.
4.
3
Dr.
C._
kam in seinem im Nachgang zum Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
3.
April 2008 eingeholten Gutachten
– wie ausgeführt
(E. 3.6)
– zum Schluss, dass aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe. Dieses Gutachten von
Dr.
C._
wurde von
Dr.
med.
L._
,
Praktischer Arzt FMH, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle als schlüssig und nachvollziehbar beurteilt, weshalb
darauf abgestellt werden könne (Stellungnahme vom 2
6.
März 2010,
Urk.
11/119/4). Diese Einschätzung
trifft zu
,
erfüllt
das Gutachten doch die rechtsprechungsgemässen Anforderun
gen, welche an beweistaugliche medizinische Gutachten gestellt werden: Das
Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf eingehender Untersuchung, es berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden, es ist in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden, es leuchtet in der Darle
gung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizini
schen Situation ein und die darin enthaltenen Schlussfolgerungen sind nach
vollziehbar begründet (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
4.
4
Die übrigen
zitierten Berichte der behandelnden Ärzte (
Dr.
H._
,
Dr.
Z._
und
Dr.
I._
)
sind nicht geeignet, das Gutachten
von
Dr.
C._
in Frage zu stellen. So ist – wie von
Dr.
C._
dargelegt (
Urk.
11/116/23-24) - gestützt auf den Bericht von
Dr.
H._
vom 19.
Juni 2008 (E. 3.
3
) zwar ein depressives Syn
drom, nicht aber in der angeführten Schwere nachvollziehbar.
Der Internist
Dr.
Z._
äusserte sich im Bericht vom 2
9.
Juli 2008 (E. 3.
4
) nicht konkret zur Arbeitsfähigkeit des Klägers. Es fällt jedoch auf, dass er zumindest aus internistischer
und kardiologischer
Sicht eine Arbeitsfähigkeit für möglich
erachtete
,
hielt er
doch
eine berufliche Umstellung für prüfenswert
und machte diese
lediglich von den psychiatrischen und rheumatologischen
Befunden
, wel
che von den entsprechenden Fachärzten
zu erheben
seien, abhängig (Urk.
11/104/8
Punkt 5.2). Der Rheumatologe
Dr.
I._
führte als einzige rheumatologische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ein
chronifiziertes
, rheumatologisch nur teilweise erklärtes
fibromyalgie
-ähnliches Krankheitsbild an (E. 3.
5
).
Er
setzte sich dabei i
m Gegensatz zum Psychiater Dr.
C._
(Urk.
11/116/17)
in keiner Weise
mit der Überwindbarkeit dieser Störung auseinander (vgl.
BGE 132 V 65 E. 4).
Es ist daher nicht nachvollzieh
bar, weshalb gestützt auf die
von
Dr.
I._
genannte Diagnose aus invaliden
versicherungsrechtlicher Sicht in einer angepassten Tätigkeit keine 100%ige Arbeitsfähigkeit mehr möglich sein soll.
4.5
Die IV-Stelle hatte also gestützt auf folgende Tatsachen ihren Entscheid zu fäl
len:
Gemäss
Einspracheentscheid
der IV-Stelle
vom 1
4.
Oktober 2004 (Urk.
11/22) war der Kläger in einer behinderungsangepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig.
Mit
Urteil
vom
2
3.
April 2008 (
Urk.
11/93)
stellte das hiesi
ge Gericht – nachdem sich der Kläger
erneut zum Leistungsbezug angemeldet hatte -
fest, dass
sich
der Gesundheitszustand
im Vergleich zum Zeitpunkt des Erlas
ses
de
s
Einspracheentscheid
e
s
vom 14.
Oktober 2004
in Bezug auf die internis
tische Erkrankung in positiver Hinsicht
und in
Bezug auf die rheumatologische
Erkrankung nicht relevant verändert hat. Aus psychiatrischer
Sicht erachtete das hiesige Ger
icht den Sachverhalt
hingegen
als unklar. Die im Nachgang zu diesem Urteil eingeholten Abklärungen ergaben, dass aus psychischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit best
and
. Der Gesundheitszustand des Klägers hatte sich also seit dem
Einspracheentscheid
vom 1
4.
Oktober 2004, als
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestanden hatte, aus internistischer Sicht verbessert und aus rheumatologischer Sicht nicht verändert. Zudem lag aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor. De
m
Entschei
d der IV-Stelle
wäre daher eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
zugrunde zu legen gewesen.
In den Verfügungen vom 1
4.
Oktober 2010 bzw. 2
6.
April 2011 ging die
IV-Stelle aber davon aus, dass der
Kläger
in der angestammten Tätigkeit nicht mehr und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit noch zu 50
%
arbeitsfä
hig sei (vgl. Verfügungsteil 2,
Urk.
11/132). Diese Beurteilung gründet
e
auf einer
Stellungnahme
von
Dr.
L._
vom 1
7.
April 2010, in welcher
dies
er festhielt
(
Urk.
11/119/5
)
: „Es kann von einem unveränderten Gesundheitszu
stand seit dem letzten Bescheid ausgegangen werden. Obwohl nach gutachter
lich-psychiatrischer Einschätzung kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor
liegt, kann aber auch keine Besserung des Gesundheitsschadens verifiziert wer
den (dies auch wegen zwischenzeitlich geänderter Beurteilungskriterien der Rechtsprechung in Bezug auf Schmerzstörungen). Somit kann für die bisherige Tätigkeit von einer 100%igen AUF und für behinderungsangepasste Tätigkeiten (leichte Tätigkeit in Wechselbelastung ohne Heben, Tragen und Bewegen von Lasten > 5kg, ohne Verharren in Zwangshaltungen) von einer 50%igen AF aus
gegangen werden“.
Dr.
L._
ging also
un
zutreffenderweise
davon aus, dass der
Kläger
bereits eine rechtskräftig zugesprochene Rente beziehe und nun beurteilt werden müsse, ob sich sein Gesundheitszustand wesentlich verändert habe.
Vor dem Hintergrund, dass
Dr.
L._
selber festhält, dass sich der Gesundheitszustand
des Klägers
seit der rechtskräftigen Ablehnung des
Leis
tungsbegehrens
mit
Einspracheentscheid
vom
1
4.
Oktober 2004 (
Urk.
11/22) nicht verändert hat,
erweist sich
die
Rentenzusprache
als
offensichtlich
unhalt
bar
.
4.
6
Es ist somit, da nach wie vor eine 100%ige Arbeitsfähigkeit des Klägers in einer behinderungsangepassten Tätigkeit vorliegt,
nicht wie von der IV-Stelle in
den Verfügungen vom 1
4.
Oktober 2010 bzw. 2
6.
April 2011 festgehalten von einer 50%igen, sondern von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen.
5.
5.1
Zur Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen.
5.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG
in Verbindung mit
Art.
24
Abs.
1 BVG
auf
grund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das
Erwerbsein
kommen
, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeits
marktlage
erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des
Einkommens
vergleichs
gemäss
Art.
24
Abs.
1 BVG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei
chen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Vali
den- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs mass
gebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 Prozent (
Art.
28
Abs.
2 IVG bzw.
Art.
24
Abs.
1 BVG) eindeutig über- oder unterschreitet (sogenannter
Prozent
vergleich
; BGE 114 V 310 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis).
5.3
Was die Ermittlung des
Valideneinkommens
anbelangt, ist entscheidend, was die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein
(BGE 134 V 322 E. 4.1). Vorliegend gilt es zu beachten, dass der Kläger in seinem gesamten Berufsleben weder in Bezug auf die Arbeitgeber noch
ein
kommensmässig
eine Konstanz
erreichte (
Urk.
11/38). So war er auch bei der
Y._
lediglich in einem
Temporärarbeitsverhältnis
angestellt. Es kann daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass er auch diese Tätigkeit im Gesundheitsfall nicht während längerer Zeit ausgeübt hätte. Sein Einkommen ist
deshalb
gestützt auf
die
Tabellenlöhne der Schwei
zerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik zu berechnen. Da der Kläger über
keine Ausbildung verfügt (Urk.
11/2), ist dabei das Einkommen für Hilfsarbeiten massgebend (Anforderungsniveau 4).
5.4
5.4.1
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/
aa
mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21.
August 2006 E. 4.2).
I
st
kein solches tatsächlich erzieltes
Erwerbseinkom
men
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des
Gesund
heitsschadens
keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbs
tätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
Rechtsprechung Tabellenlöhne beigezogen werden (BGE 126 V 7
5
E. 3b).
Da der Kläger keine Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, ist das
V
a
lideneinkommen
ebenfalls gestützt auf d
ie
Tabel
l
enlöhne
der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Sta
tistik zu berechnen. Massgebend ist auch hier das Anforderungsniveau
4.
Da Validen- und Invalideneinkommen
somit
gestützt auf den gleichen
Ausgangs
wert
zu berechnen sind, kann ein Prozentvergleich vorgenommen werden.
5.4.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert
jedoch
allen
falls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit kör
perliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel
das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwi
ckelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Ein
zelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfä
higkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und ins
gesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Da
de
m
Kläger
nur
noch
mittelschwere Tätigkeiten mit vermehrten Pausen zumut
bar
sind
(
Urk.
11/7/9
und
Urk.
11/18), rechtfertigt sich ein Abzug
vom Tabellenlohn von 1
0
%
. Kürzt man das zumutbare Invalideneinkommen von 100
%
um 1
0
%
ergibt sich
ein Invalideneinkommen von
90
%
.
5.5
Bei einem zumutbaren
Valideneinkommen
von 100
%
und einem
Invalidenein
kommen
von
90
%
resultiert
eine Ei
nkommenseinb
usse von
10
%
und ein
Inva
liditätsgrad
in derselben Höhe
.
5.6.
Bei einem Invaliditätsgrad von 1
0
%
hat der Kläger keinen Anspruch auf Leistun
gen der Beklagten.
Dies gil
t sowohl für die obligatorische
wie auch für die
weitergehende
Vorsorge
, erfüllt der Kläger doch auch die Anspruchs
voraussetzungen der weitergehenden Vorsorge nicht
.
Gemäss
Ziffer 20
des
ab
1.
Juli 2002 gültigen Reglements
der Beklagten ist eine
versicherte Person
näm
lich
invalid, wenn sie vorübergehend oder dauernd ihren Beruf oder eine andere, ihrer sozialen Stellung, ihren Kenntnissen und Fähigkeiten angemessene Erwerbstätigkeit ganz oder teilweise nicht mehr ausüben kann, oder sie im Sinne der IV invalid ist.
Als
eingetreten
gilt die Invalidität
, sobald der
Invalidi
tätsgrad
der versicherten Person mindestens 1/4 erreicht hat
(vgl. Ziffer 20
des Reglements der Beklagten
, Urk. 7/6
).
6
.
6.1
Anzufügen bleibt, dass s
elbst wenn
auf die Feststellungen der IV-Stelle
betref
fend Arbeitsfähigkeit sowie Validen- und Invalideneinkommen des Klägers
abgestellt würde, der
Kläger keinen Anspruch auf Leistungen der Beklagten
hätte
.
Diesfalls
ergibt sich nämlich, dass d
er zeitliche Zusammenhang zwischen der während der Versicherungsdeckung bei der Beklagten eingetretenen Arbeitsunfähigkeit und
einer allfälligen
Invalidität unterbrochen
w
orden ist
.
6.2
Gemäss
Feststellungen der IV-Stelle im
Einspracheentscheid
vom 1
4.
Oktober 2004 (
Urk.
11/22) war der Kläger nach Eintritt der 50%igen Arbeitsunfähigkeit als Gipser
am 2
1.
Oktober 2002
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit weiterhin zu 100
%
arbeitsfähig. Die IV-Stelle machte in diesem Entscheid keine Angaben
zur Höhe des
Valideneinkommen
s
des Klägers. Betreffend
Invaliden
einkommen
erklärte sie einzig, dass ein behinderungsbeding
t
er Abzug vom Tabellenlohn in der Höhe von 10
%
gerechtfertigt sei.
Zahlenmässige
Angaben zum Invalideneinkommen des Klägers machte
sie
jedoch keine.
In der Verfügung 1
4.
Oktober 2010 (Verfügungsteil 2,
Urk.
11/132) setzte die IV-Stelle das
Validene
inkommen
des Klägers für das Jahr 2010 auf Fr. 75‘300.--
fest
. Dieses Einkommen errechnete sie
anhand der
Taggeldleistungen der Arbeitslosenversicherung im Jahr 2002
von Fr. 66‘720.--
(
Einkommensvergleich der IV-Stelle vom
6.
Mai 2010,
Urk.
11/118
,
mit Verweis auf den
Einkommens
vergleich
vom
5.
April 2006
Urk.
11/53).
Das Invalideneinkommen errechnete
die
IV-Stelle in der Verfügung vom 14. Oktober 2010
(
Urk.
11/132)
gestützt auf die Tabellenlöhne der
Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik für das Jahr 2010 (LSE 2010
;
Urk.
11/132
) und nahm
,
wie bereits
im
Einspracheentsche
id
vom 14.
Oktober 2004 festgehalten (
Urk.
11/22)
,
einen Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
vor
. Bei einer Berechnung des
Invalidenein
kommens
gestützt auf die Tabellenlöhne
ergibt sich für das Jahr
200
2
unter Anrechnung
eines Abzuges von 10
% für ein 100%-Pensum
ein Einkommen von
Fr. 51‘
430
.30 (Fr. 4‘5
57
.-- [LSE 200
2
, Tabelle TA1, Anforderungsniveau 4, Männer] x
12 :
40 x 41,
8
[durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit, d
ie
Volkswirtschaft
6
-201
2
, S. 9
4
, Tabelle B9.2] x 0,9).
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
66‘720.--
und einem
Invalidenein
-
kom
men von Fr. 51‘
430.30
resultiert
im Jahr 2002
eine
Einkommenseinbusse
von Fr.
15‘289.70
und ein Invaliditätsgrad von
22,9
%
(Fr.
15‘2
89
.70
:
Fr.
66‘720.--
).
6.3
Dem Kläger war es also möglich, nach Eintritt der
50
%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit am 2
1.
Oktober 2002
(vgl. Bericht von Dr.
Z._
vom 1
1.
Mai 2004,
Urk.
11/7/1)
während mehrerer Jahre (vgl.
Urk.
11/132)
sowohl
betreffend Invalidenversicherung
(
Art.
28 IVG)
als auch
betreffend obligatorische
berufliche Vorsorge
ein
rentenausschliessendes
Einkommen
zu erzielen
(vgl. E. 1.2 und
Art.
23 BVG in der bis am 3
1.
Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung
)
.
Gleiches gilt auch für die weitergehende berufli
che Vorsorge
, d
a der Kläger eine behinderungsangepasste Tätigkeit
auch nach Beginn der (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit weiter voll
ausüben konnte und er
in dieser Tätigkeit zudem auch ein Einkom
men erzielen konnte, welches stets einen Invaliditätsg
rad unter 25
%
(1/4) bedeutete (vgl. E. 5.6).
7
.
Nach dem Gesagten erweist sich die Klage
als unbegründet und ist abzuweisen.
8
.
Mit Verfügung vom 2
7.
April 2012 wurde Rechtsanwalt
Dr.
Jürg Baur als unent
geltlicher Rechtsvertreter des Klägers bestellt (
Urk.
12).
Mit
Honorarnot
e vom 2
3.
September 2013 (
Urk.
22) wurde
für seine Aufwendungen
ein
zeitlicher Aufwand von
19,33 Stunden
und Barauslagen von
Fr. 171.85
geltend gemacht.
D
ieser
Aufwand ist in zeitlicher Hinsicht dem Schwierigkeitsgrad des vorliegen
den Falls nicht angemessen, wobei es insbesondere zu berücksichtigen gilt, dass der vorprozessuale Aufwand grundsätzlich
nicht
zu entschädigen ist
. Da nach
§
8
Abs.
1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht nur der notwendige Aufwand entschädigt wird, ist im Rahmen des gerichtlichen Ermessens und unter Berücksichtigung, dass ein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt wurde, die Entschädigung auf
Fr.
3‘2
00.
festzusetzen (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Der Kläger ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzah
lung der Entschädigung an den unentgeltlichen Rechtsvertreter verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.