# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3907ff76-aa2e-5b05-aad1-3f2d749fccf6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1966
, ausgebildeter Automechaniker, war seit 2001 als Busführer bei den
Y._
- ab
1. April 2005
zu 60
%
(
Urk.
6/18
Ziff.
2.8 und 2.10) - tätig, als er sich am 11. Oktober 2007 (Eingang) mit Hinweis auf eine seit einem Unfall im Jahr 1999 bestehende Allergie bei der Invalidenversicherung anmeldete (
Urk.
6/6
Ziff.
6.2, 6.3.1 und 7.1-2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 11. September 2008 bei einem Invaliditätsgrad von 41
%
ab Oktober 2006 eine
Viertelsrente
zu (
Urk.
6/30).
1.2
Nach Eingang des Revisionsfragebogens
vom 19. April 2012 (
Urk.
6/39)
und Abklärungen betreffend Arbeitsvermittlung (
Urk.
6
/46 S. 1 Mitte,
Urk.
6/50-51)
stellt
e die IV-Stelle dem Versicherten mit
Vorbescheid vom 4. Juni 2014
die Aufhebung der bisher gewährten Rente in Aussicht
(
Urk.
6/83)
. Dagegen erhob der Versicherte a
m 15. Juni 2014 (
Urk.
6/84)
und
5. September 2014 (
Urk.
6/93)
Einwände.
Mit
Verfügung vom 15. September 2014
stellte die IV-Stelle die Rente ein
(
Urk.
6/95 =
Urk.
2)
.
2.
Der Versicherte erhob am 14. Oktober 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 15. September 2014 und beantragte,
diese sei aufzuheben und die
Be
schwerdegegnerin
sei zu verpflichten, ihm weiterhin eine Invalidenrente auszu
richten (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2).
Die IV-Stelle beantragte mit
Beschwerdeantwort vom 17. November 2014 (
Urk.
5)
die
Abweisung
der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 9.
Janu
ar 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Am 5. Februar 2015 reichte die Beschwerdegegnerin einen Arztbericht vom 26.
Januar 2015 (
Urk.
11) nach, den sie auch dem Beschwerdeführer zustellte (
Urk.
10).
3.
Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) sprach dem Beschwerde
führer - gestützt auf einen am 7. September 2007 abgeschlossenen Vergleich (
Urk.
6/17/14-15) - mit Verfügung vom 2
2.
Oktober 2007
ab November 2007
wegen einer Berufskrankheit eine Invalidenrente entsprechend einer
Erwerbs
einbusse
von 46
%
zu
(
Urk.
6/9/2-4)
.
Mit
Verfügung vom 19. September 2014
reduzierte die SUVA die
Rente ab No
vember 2014 auf 24
%
; dabei ging sie von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus dermatologischer Sicht ohne Kontakt zu den
im Jahr
2000
festgestellten
Allergenen aus und setzte das
Valideneinkommen
(als Automechaniker) mit Fr.
82‘767.-- und das Invalideneinkommen (Tabellenlohn) mit Fr. 63‘271.-- fest
(
Urk.
6/96).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
wind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3).
1.3
Ist ein Revisionsgrund gegeben, so ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen zu ermitteln (Urteil
e
des Bundesgerichts
8C
_80/2014 vom 11. Juli 2014 E. 4,
9C_848/2012 vom 14. Februar 2013 E.
4 und 9C_251/2012 vom 5. Juni 2012 E. 4.2; vgl. auch BGE 117 V
198 E. 4b
).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
che
rung (IVG)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung ge
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber
ge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Vali
den
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des früh
est
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommens
entwicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung
ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
1.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht
automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allsei
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.8
Sind divergierende Beurteilungen zu würdigen, so ist e
inerseits der Unterschied zwischen Behandlungs- und Begutachtungsauftrag zu beachten (vgl. dazu
die
Ur
teil
e des Bundesgerichts
8C_260/2011 vom 25.
Juli
2011 E.
5.2 und 8C_567/2010 vom 19. November 2010 E.
3.2.2). Anderseits kann die ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, abhängig von der Gutachterperson und von den Umständen der Begutachtung, eine grosse Varianz aufweisen und trägt die ärztliche Beurteilung von der Natur der Sache her unausweichlich
Ermessens
züge
(BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3 S. 253; Urteil 8C_25/2013 vom 20. August 2013 E. 5.1; vgl. auch Urteil 9C_465/2013 vom 27. September 2013 E. 3.4), die es zu respektieren gilt
(Urteil 9C_397/2015 vom 6. August 2015 E. 5.3)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass der Beschwerdeführer gemäss den medizinischen Abklärungen körper
lich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne Kontakt mit den bekannten Typ
IV Kontaktallergenen, ohne Feuchtarbeiten und Arbeiten mit chemischen Stoffen sowie ohne besondere Anforderungen an das Lesen und die Recht
schrei
bung zu 80
%
ausüben könnte. Die
gutachterlich
attestierte
Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit begründe sich in einem reduzierten Rendement und
einem leicht erhöhten Pausenbedarf aufgrund einer leichten depressiven Epi
sode und Panikstörung mit Agoraphobie.
S
olche Zustandsbilder oder ihre Folgen
seien
mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar und begrün
deten keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Es gebe keine hinrei
chen
den Gründe dafür, dass es seine psychischen Ressourcen nicht erlaubten, eine leichte bis mittel
schwere Tätigkeit vollumfänglich auszuüben. Es sei daher von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten auszugehen
(S. 2 Mitte).
Das
Valideneinkommen
sei grundsätzlich anhand des zuletzt verdienten Lohnes zu bestimmen und betrage somit Fr. 82‘767.-- im Jahr 2014 (S. 4 unten); auf das von der SUVA eingesetzte
(höhere)
Valideneinkommen
könne nicht abge
stellt werden (S. 4 Mitte).
Beim Invalideneinkommen sei kein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt (S. 5 oben).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1), in medizinischer Sicht handle es
sich
bezüglich der dermatologischen Belange
im 2014 erstatteten Gutachten um eine unterschiedliche
Beurteilung
eines im We
sentlichen unveränderten Sachverhaltes
, die nicht hinreichend begründet sei
(S.
9 f.
Ziff.
6). Auch die psychiatrische Beurteilung im Gutachten sei nicht schlüs
sig
, zumal seitens des früher behandelnden Psychiaters und der Ärzte des
Z._
andere Einschätzungen vorlägen
(S. 10 ff.
Ziff.
7).
Abge
se
hen vom zu Unrecht unterlassenen Leidensabzug sei auch das
Valideneinkom
men
zu tief veranschlagt (S. 12 f.
Ziff.
8).
3.
3.1
Am 16. Dezember 1999 meldete die
A._
als
d
amalige Arbeit
geber
i
n des Beschwerdeführers der SUVA eine Allergie auf Reinigungsmittel
(
Urk.
6/17/345
Ziff.
7). Der behandelnde Dermatologe nannte am 7. Januar 2000
als Diagnosen ein rezidivierendes Handekzem, teils allergischer (Brems
flüssig
keit), teils toxischer (Teilereiniger) Genese (
Urk.
6/17/344
Ziff.
5). Am 9. Februar 2000 erliess die SUVA eine entsprechende Nichteignungsverfügung (
Urk.
6/17/334-335).
3.2
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom
29. Oktober 2007 (
Urk.
6/11/7-10)
aus, er behandle den Beschwerdeführer seit 2003 (
Ziff.
4.1)
,
und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
2.1):
Hautallergie auf diverse berufliche Noxen
chronische Gastritis bei Status nach
Dauerstereoidtherapie
oral
Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 40
%
per
1. Dezember 2007
(
Ziff.
3) und führte aus, nach mehrjähriger Evaluation sei mit der SUVA zusammen eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
festgesetzt worden (
Ziff.
4.7).
Mit dem Pensum von 60
%
in der bisherigen Berufstätigkeit sei aus medizini
scher Sicht keine berufliche Umstellung zu prüfen (
Ziff.
6.2).
3.3
Die Beschwerdegegnerin stützte sich gemäss Feststellungsblatt vom 11. April 2008 (
Urk.
6/22) auf den Bericht von
Dr.
B._
(S. 4 oben), ermittelte ausge
hend vom Jahr 1998 ein
Valideneinkommen
von Fr. 74‘947.--
im Jahr 2006
und setzte als Invalideneinkommen das 2007 erzielte Einkommen von rund Fr.
44‘294.-- ein (S. 5 Mitte).
Mit Verfügung vom 11. September 2008 sprach sie dem Beschwerdeführer bei einem Invaliditätsgrad von 41
%
eine
Viertelsrente
zu (
Urk.
6/30).
4.
4.1
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am 28. September 2011 einen vertrauensärztlichen Verlaufsbericht im Auftrag der zuständigen Vorsorgeeinrichtung
(
Urk.
6/37/1-11)
. Darin nannte sie folgende
Diagnosen (S. 2)
:
Verdacht auf Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01)
Verdacht auf
somatoforme
autonome Funktionsstörung des unteren
Gastrointestinaltraktes
(ICD-10 F45.32)
Zur Arbeitsfähigkeit führte sie unter anderem aus, aus psychiatrischer Sicht müsse die Eignung für die Tätigkeit als Buschauffeur mindestens bis zur
ver
kehrsmedizinischen
Untersuchung verneint werden (S. 5
lit
. A7.1). Aus psy
chiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer in einer Verweistätigkeit, welche nicht das Lenken eines Fahrzeugs erfordere, uneingeschränkt arbeitsfähig; zur
vorbe
stehenden
Teilarbeitsunfähigkeit aus dermatologischen Gründen werde hier nicht Stellung genommen (S. 5
lit
. A7.2).
4.2
Dr.
med.
D._
,
Allgemeine Innere Medizin,
erstattete am
2
2.
Novem
ber 2011
einen vertrauensärztlichen Bericht im Auftrag der
zustän
digen
Vorsorgeeinrichtung
(
Urk.
6/37/12-22)
. Sie nannte die gleichen Diag
no
sen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wie
Dr.
C._
sowie als Diag
no
sen ohne
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
einen Status nach
Typ
IV Sensibi
lisierung auf Bremsflüssigkeit und Teilereiniger mit
Nicht-Eignung
s
ver
fügung
als Automechaniker durch
die
SUVA
und einen Status nach
cervico
brachialem
Schmerzsyndrom rechts C7 bei Diskushernie
C
5/6
para
median
rechts und
C
6/7 paramedian links 2009
(S. 2).
Zur
Arbeitsfähigkeit
führte sie aus, die
Fahrtauglichkeit als Buschauffeur
sei
objektiv medizinisch weiterhin gegeben. Die Gründe für die fehlende Einsetz
barkeit
seien
nicht medizinischer Natur. Mangels fehlender persönlicher Eig
nung und Verfügbarkeit für die Tätigkeit als Buschauffeur im Schichtbetrieb
könne
nicht mehr mit der Ausübung dieser Tätigkeit gerechnet werden.
Be
treffend die ersatzweise Tätigkeit in der
Y._
-Garage (Reinigung und Instand
hal
tung) ergäben sich objektiv medizinisch ebenfalls keine Einschränkungen; aller
dings stehe die Ausübung dieser Arbeit im Widerspruch zur
Nichteignungs
ver
fügung
der SUVA (S. 9 oben).
4.3
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem
Bericht vom 13. Juni 2012 (
Urk.
6/43)
aus, er behandle den Beschwer
deführer seit dem 8. März 2011 (
Ziff.
3.1), und nannte folgende
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
Agoraphobie mit Panikstörung (F41.01) bestehend seit September 2010
Allergie gegen Öle und andere Chemikalien, seit 1999
Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für die zuletzt ausgeübte Tätig
keit
als Buschauffeur seit 15. Dezember 2011 (
Ziff.
2)
und führte unter anderem aus, er rechne damit,
dass es gelingen könnte, die vorbestehende Arbeits
fähigkeit
von
100
%
aus psychischen
und von
60% aus somatischen Gründen (Allergie) wieder zu erreichen
(
Ziff.
3.7)
.
4.4
Dr.
B._
(vorstehend E.
3.1) nannte in seinem Bericht vom
15. Juni 2012 (
Urk.
6/41)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
B
erufsekzem
Angststörung
cervicobrachiales
Schmerzsyndrom
Er attestierte eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
als Chauffeur seit Januar 2011 und eine solche von 40
%
ab April 2011, von 60
%
ab Juni 2011 und von 100
%
seit April 2012 im zuletzt ausgeübten
Hilfsjob
(
Ziff.
1.6).
4.5
Die Ärzte der Dermatologischen Klinik des
F._
er
stat
teten am 6. März 2013 ein
Gutachten
im Auftrag der SUVA
(
Urk.
6/55
/2-14).
Darin stellten sie die folgenden, hier
gekürzt
angeführten Diagnosen (S. 8):
d
yshidrosiformes
hyperkeratotisches
Handekzem mit eigengesetzlichem Verlauf
Verdacht auf Agoraphobie mit Panikstörung
Verdacht auf
somatoforme
autonome Funktionsstörung des unteren
Gast
rointestinaltraktes
z
ervikobrachiales
Schmerzsyndrom
Zur
Arbeitsfähigkeit
führten sie aus, aus
dermatologischer Sicht
sei
eine Arbeits
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Automechaniker kritisch zu bewerten
(S. 13
Ziff.
5).
4.6
Die Ärzte des
Z._
führten in ihrem Bericht
vom 25. April 2013 (
Urk.
6/58)
aus, sie behandelten den Beschwerdeführer ambulant seit dem 17. Oktober 2010 (
Ziff.
1.2), und nannten folgende D
iagnosen (
Ziff.
1.1)
:
Agoraphobie mit Panikstörung
(
F40.01
)
Lese- und Rechtschreibestörung
(
F81.0
)
a
topische
Allergien
c
hronisches
cervikothorakales
Schmerzsyndrom bei zwei dokumentierten Diskushernien
Zur
Arbeitsfähigkeit
führten sie aus, derzeit bestehe eine
100%ige Arbeitsun
fähigkeit. Durchhaltefähigkeit, Wegfähigkeit, Teamfäh
igkeit und kognitive Funktionen
seien
derzeit in einem Mass eingeschränkt, die keine Arbeitsfähig
keit zulasse
(
Ziff.
1.7).
4.7
Die Ärzte des
G._
erstatteten am 25. März 2014 ein
Gutachten
im Auftrag der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
6/74
/1-32
)
. Sie stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S. 4 ff.), die Angaben des Beschwerdeführers (S. 9 ff.) sowie - gestützt auf am 21. und 2
2.
Januar 2014 erfolgte Untersuchungen (S. 1) - erstattete Teilgutachten der Disziplinen Psy
chiatrie (S. 13 ff.), Orthopädie (S. 18 ff.), Neurologie (S. 24 ff.) und Dermatologie (S. 26 f.).
Sie stellten folgende
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S.
28
Ziff.
5.1
)
:
chronisches
dyshidrosiformes
hyperkeratotisches
Handekzem
Typ IV Sensibilisierung auf Bremsflüssigkeit und Teilereiniger
leichte depressive Episode
Panikstörung mit Agoraphobie
chronische Schulter-Arm-Handbeschwerden der dominanten rechten Seite
bis auf
endgradige
Bewegungseinschränkung für Überkopfmanöver unauffälliger Befund
klar vermehrte
Handbeschwielung
dieser Seite
Als
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
nannten sie
(S. 28
Ziff.
5.2
)
:
chronisches
zerviko
-,
thorako
- und
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
freie Beweglichkeit sämtlicher Wirbelsäulenabschnitte
radiologisch Diskushernien C5/6/7 mit
foraminaler
Enge rechts
aktuell:
regredientes
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom rechts
Verdacht auf arterielle Hypertonie
chronischer
Nikotinabusus
Legasthenie
Atopie
mit Typ I Sensibilisierung auf Gräser/Roggen und
Hunde
schuppen
Zur
Arbeitsfähigkeit
führten sie aus, aus Sicht des Bewegungsapparates bestehe für die angestammte Tätigkeit als Chauffeur wie auch für jede andere kö
r
perlich leichte und zumindest zeitweise schwere, adaptierte Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100
%
, wobei repetitive Überkopfmanöver vermieden werden sollten. Aus neurologischer Sicht bestünden keine quantitativen Einschränkungen. Als qualitative Einschränkungen seien Tätigkeiten zu be
zeich
nen, welche besondere Anforderungen an Lesen und Orthographie stellten (S.
29
Ziff.
6.2
).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund einer leichten depressiven Episode und
eine
r
Panikstörung mit Agoraphobie eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
(S. 29 Mitte).
Aus dermatologischer Sicht bestehe in allen Berufen mit Expositionen auf die bekannten Typ IV Kontaktallergene sowie bei Feuchtarbeiten und Arbeiten mit weiteren chemischen Stoffen eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für eine körperlich angepasste Tätigkeit ohne Kontakt zu den erwähnten Allergenen bestehe dage
gen eine volle Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Aus allgemeinmedizinischer
Sicht fänden sich keine zusätzlichen Befunde und Diagnosen, welche eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit begründeten
(S. 29)
.
Zusammenfassend besteh
e
eine volle Arbeitsunfähigkeit für Berufe mit Exposi
tionen auf die bekannten Typ IV Kontaktallergene sowie für Feuchtarbeiten und Arbeiten mit weiteren chemischen Stoffen. Ohne Kontakt zu den erwähnten Allergenen besteh
e
dagegen in einer körperlich leichten bis mittelschweren, adap
tierten Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
,
voll
schichtig
realisierbar mit reduziertem Rendement und leicht erhöhtem
Pausen
bedarf
.
Diese Arbeitsfähigkeit würde insbesondere auf die beim letzten Arbeit
geber dem Exploranden angebotene Verweistätigkeit zutreffen (S. 29 unten).
Von der genannten Arbeits- und Leistungsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht k
önne
möglicherweise seit 2011 ausgegangen werden, nachdem der Explorand nicht mehr
ge
arbeit
et habe
, was mit Sicherheit ab Januar 2014 zu bestätigen
sei
.
Das bei der ursprünglichen Berentung noch aktive Handekzem sei fast voll
ständig remittiert (S.
30
Ziff.
6.3).
Die
von
Dr.
E._
im Juni 2012 und
von den Ärzten des
Z._
im April 2013 attestierte gänzliche Arbeits
unfähigkeit könn
t
e aufgrund der gestellten psychiatrischen Diagnose nicht nach
vollzogen werden; die Agoraphobie wirke sich zusammen mit der depressi
ven Störung leicht einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit aus (S. 18 Mitte).
Die attestierte
leichtgradig
eingeschränkte Arbeits- beziehungsweise Leistungs
fähigkeit bestehe aufgrund der vorliegenden krankheitswertigen Störungen
. Die finanzielle Situation sei angespannt; dieser psychosoziale Faktor wirke sich verschlechternd auf die psychischen Störungen aus, sei bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aber nicht berücksichtigt (S. 31
Ziff.
7.1).
Eine Erkrankung aus dem
somatoformen
Formenkreis könne nicht diagnosti
ziert werden (S. 31
Ziff.
7.2).
4.8
Die Ärzte des
Z._
führten in ihrem Verlaufsbericht vom 24.
April 2014 unter anderem aus, sei
t
ihrem Bericht vom April 2013 sei es nicht zu einer Verbesserung des Gesamtzustands gekommen; sie gingen davon aus, dass der Patient auf längere Sicht zu 100
%
arbeitsunfähig bleiben werde (
Urk.
6/76)
.
Dazu führten die
G._
-Gutachter am 13. Mai 2014 aus, es könne weiterhin auf das Gutachten abgestützt werden; eine allenfalls postulierte seitherige Ver
schlechterung sei nicht auf objektive Befunde abgestützt erwiesen (
Urk.
6/79).
4.9
Am 18. Juni 2014 nahmen
der Psychologe und der Oberarzt
des
Z._
zum Vorbescheid Stellung, wiesen auf die ihres Erachtens 100
%
betragende Arbeitsunfähigkeit hin und führten unter anderem aus, eine Strei
chung der Rente würde zu einer zusätzlichen Belastung und
Chronifi
zierung
der
Beschwerden führen, weshalb sie darum bäten, den Entscheid noch einmal zu prüfen (
Urk.
6/89).
Am 25. Januar 2015 äusserten sie sich noch einmal, insbesondere zum psychia
trischen Teilgutachten und führten aus, aus ihrer Sicht bestünden entgegen der Einschätzung des psychiatrischen Gutachters durchaus Auffälligkeiten im Be
reich der Achse II Störungen. Anhand des klinischen Eindrucks, anamnestischer Angaben und des SKID-II Interviews habe sich ein Verdacht auf Bestehen einer paranoiden Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.0) ergeben, die aus ihrer Sicht einen deutlichen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe (
Urk.
11).
5.
5.1
Laut Arbeitgeberbericht vom 1
2.
November 2007 (
Urk.
6/18) war der Beschwer
deführer seit dem 1. Juni 2001 bei den
Y._
als
Bus
führer
angestellt (
Ziff.
2.1), dies bis Ende März 2005 zu 100
%
(
Ziff.
2.7) und ab April 2005 zu 60
%
(
Ziff.
2.8).
5.2
Laut
Verlaufsprotokoll der Eingliederungsberatung vom 23. Januar 2013 (
Urk.
6/51) wechselte der Beschwerdeführer im Sommer 2011 in den Arbeits
bereich des Hausdienstes, wurde wegen eines Vorfalls nach wenigen Tagen frei
gestellt und war seither zu 100
%
arbeitsunfähig.
Ende 2011 sei die Kündigung auf Ende März 2012, mit Lohnzahlung bis Ende Februar 2013, ausgesprochen worden (S. 3 oben).
5.3
Im
dermatologischen
Gutachten vom 6. März 2013 (
Urk.
6/55/2-14) wurden die Angaben des Be
schwerdeführers wie folgt wiedergegeben (S. 4): Ab Juni 2011 sei er nicht mehr als Busführer, sondern als Hilfskraft und Hauswart im Einsatz gewesen, ab De
zember 2011 sei er wegen der subjektiven Beschwerden nicht mehr arbeitstätig ge
we
sen, im Februar 2012 sei vertrauensärztlich die
Fahr
un
tauglichkeit
als Busführer wegen Angstzuständen und den Haut- und
Schmerz
beschwerden
ausgesprochen worden und habe er die Kündigung erhalten.
5.4
Im
G._
-Gutachten vom 25. März 2014 (
Urk.
6/74/1-32) wurde
erwerbsanamnes
tisch
angegeben, dem Exploranden sei ab Januar 2011 aus psychischen Gründen eine volle Arbeitsunfähigkeit als Chauffeur bescheinigt worden, in der Folge habe er ab Juni 2011 im Umfang von 60
%
im Tramdepot gearbeitet. Ab 15. Dezember 2011 sei aus psychischen Gründen aufgrund von Konfliktsi
tuationen mit seinen Vorgesetzten bescheinigt worden, was schliesslich zur Kündi
gung per März 2012 geführt habe, wobei er bis Februar 2013 weiterhin den Lohn erhalten habe.
6.
6.1
Der Beschwerdeführer war nach dem entsprechenden Lehrabschluss bis 1999 als Automechaniker tätig. Diesen Beruf musste er aufgeben, weil bestimmte Aller
gien aufgetreten waren, was eine entsprechende Nichteignungsverfügung der SUVA nach sich zog (vorstehend E. 3.1).
In der Folge war er als Busfahrer tätig; wegen persistierender Handekzeme musste er das Pensum ab April 2005 auf 60
%
reduzieren, und die
Beschwerde
gegnerin
sprach ihm aus dem gleichen Grund mit Wirkung ab Oktober 2006 bei einem Invaliditätsgrad von 41
%
eine
Viertelsrente
zu (vorstehend E. 3.3).
Im Jahr 2011 folgte ein Wechsel von der Busfahrer-Tätigkeit zu einer Beschäfti
gung im Depot (vorstehend E.
5), nachdem eine Agoraphobie mit Panikstörung diagnostiziert worden war (vorstehend E. 4.1), die gemäss dem damals behan
delnden Psychiater seit September 2010 bestand (vorstehend E. 4.3). Der Haus
arzt attestierte eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der aktuellen Tätigkeit ab April 2012 (vorstehend E. 4.4),
die behandelnden Psychiater ebenso im April 2013 (vorstehend E. 4.6).
Gemäss der Beurteilung im 2014 erstatteten Gutachten (
Urk.
6/74/1-32; vorste
hend E. 4.7) war das seinerzeitige Handekzem nunmehr fast vollständig remit
tiert (S. 30
Ziff.
6.3). Für Tätigkeiten mit Kontakt zu den bekannten Allergenen bestand weiterhin eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für alle anderen körperlich leichten bis mittelschweren adaptierten Tätigkeiten bestand eine Arbeitsfähig
keit von 80
%
, wobei die Reduktion um 20
%
mit einem reduzierten Rendement und einem leicht erhöhten Pausenbedarf aufgrund der diagnostizierten
Panik
störung
mit Agoraphobie und einer leichten depressiven Episode
begründet wurde
(S. 29 unten).
6.2
Die beschwerdeweise gegenüber dem
G._
-Gu
tachten erhobenen
Einwände (vor
stehend E. 2.2) sind nicht stichhaltig.
In dermatologischer
Hinsicht wurde ausdrücklich festgehalten, dass das früher aktive Handekzem fast vollständig remittiert sei, während die Allergien weiter
hin bestanden. Dementsprechend war zwar weiterhin eine volle Arbeitsunfähig
keit für den früheren Beruf gegeben, nicht aber für alle anderen Tätigkeiten ohne Kontakt zu den bekannten Allergenen, für welche ab April 2006 und ins
besondere bei der
Rentenzusprache
im September 2008 eine Arbeitsfähigkeit von lediglich 60
%
bestanden hatte. Dies deckt sich überdies mit den Erkennt
nissen im dermatologischen
F._
-Gutachten vom März 2013, wo lediglich die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Automechaniker in Frage
gestellt wurde (vorstehend E. 4.5). In dermatologischer Hinsicht ist damit eine relevante Sachverhaltsänderung ausgewiesen.
In psychiatrischer Hinsicht haben wohl
Dr.
E._
im Juni 2012 (vorstehend E.
4.3) und die Ärzte des
Z._
im April 2013 (vorstehend E.
4.6), nach Erlass des Vorbescheids im April 2014 (vorstehend E. 4.8
)
sowie nach Verfügungserlass im vorliegenden Verfahren im Januar 2015 (vorstehend E. 4.9) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Dem steht gegenüber, dass die Gutachterin
Dr.
C._
im September 2011 angesichts der Verdachtsdiagnose ei
ner Agoraphobie mit Panikstörung zwar die Fahreignung verneinte, für
Ver
weistätigkeiten
jedoch keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestierte (vorstehend E. 4.1).
Im
G._
-Gutachten wurde sodann aufgrund der psychiatri
schen Diagnosen, aber unter Ausklammerung erschwerender psychosozialer Faktoren, eine Einschränkung von 20
%
attestiert (vorstehend E. 4.7). Dass die Beurteilungen divergieren, spricht nicht gegen die Einschätzung im
G._
-Gutachten, sondern erscheint vielmehr als anschaulicher Ausdruck der unter
schied
lichen Funktionen, die von behandelnder und von gutachterlicher Seite wahr
genommen werden (vorstehend E.
1.
8
). Zusätzlich spricht gegen die Ver
läss
lich
keit der seitens der Fachpersonen des
Z._
geäusserten Beur
teilung
, dass
diese
mit ihrer letzten Intervention
im Januar 2015
eine
zusätzli
che Diagnose postulierten, von welcher in den Berichten über die seit Oktober 2010 (vorstehend E. 4.6) andauernden Behandlungen kein einziges Mal die Rede gewesen war.
6.3
Als Zwischenfazit bleibt festzuhalten, dass das
G._
-Gutachten die
praxisgemäs
sen
Kriterien (vorstehend E.
1.7) vollumfänglich erfüllt, womit darauf abzustel
len ist.
Ferner ist erstellt, dass mit dem fast vollständigen Abklingen des Handekzems, das für die
Rentenzusprache
im Jahr 2008 ausschlaggebend gewesen ist, eine
rev
isionsrelevante
Veränderung (vorstehend E.
1.2) ausgewiesen ist.
Schliesslich ist, dem
G._
-Gutachten folgend, der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt, dass in einer körperlich leichten bis mittelschweren, adap
tierten Tätigkeit
ohne Kontakt zu den bekannten Allergenen
eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 80
%
besteht
, vollschichtig realisierbar mit reduziertem Rendement und leicht erhöhtem Pausenbedarf.
6.4
Die Beschwerdegegnerin erachtete
die
aus psychiatrischer Sicht attestierte Ein
schränkung um 20
%
als überwindbar (vorstehend E. 2.1). Dies mag im Hinblick auf die nur leichte depressive Episode zutreffen, wird einer solchen doch in der Regel kaum eine Minderung der Arbeitsfähigkeit zugeordnet. Hingegen ist nicht ersichtlich, inwiefern eine gewisse Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, die gut
achterlich mit einer fachärztlich schlüssig (und mehrfach übereinstimmend)
diagnostizierten Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) begründet wurde,
versicherungsmedizinisch unbeachtlich sein sollte. Die
Beschwerde
geg
nerin
hat denn auch einzig das - heute überholte (vgl. BGE 141 V 281)
–
Konzept der
mit zumutbarer Willensanstrengung
„Überwindbarkeit“
solcher
Beschwer
debilder
und ihrer Folgen
dafür angeführt, was als Begründung nicht hinreichend er
scheint.
Somit ist von der gutachterlich attestierten Arbeitsfähigkeit in
leidensangepass
ten
Tätigkeiten auszugehen.
7.
7.1
Vor Eintritt des erstmals rentenbegründenden Gesundheitsschadens (Allergie
n
und
Hand-Ekzem
) Ende 1999 war der Beschwerdeführer im elterlichen Betrieb
als Auto-Mechaniker tätig. Laut Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Aus
zug) vom 8. November 2007 (
Urk.
6/14) verdiente er in den Jahren 1997 und 1998 je
Fr.
67‘600.-- (S. 3) und im Jahr 1999 (
Fr.
73‘900.-- ./.
Fr.
10‘223.--)
Fr.
63‘677.-- (S. 2 oben).
7.2
In der Meldung an die SUVA vom 16. Dezember 1999 wurde ein Monatslohn von
Fr.
5‘900.-- angegeben (
Urk.
6/17/345
Ziff.
15), was (x 12)
Fr.
70‘800.-- oder (x 13)
Fr.
76‘700.-- ergeben hätte. Am 24. Oktober 2001
erklärte
der Betriebsinhaber (und Vater des Beschwerdeführers),
er sei schon lange Rentner, weshalb der
Beschwerdeführer im Jahr 2001
den Betrieb hätte übernehmen müssen und
als Betriebsleiter einen Monatslohn von
Fr.
8‘500.-- und ab Januar 2002 als Betriebsinhaber
einen Monatslohn von
Fr.
10‘500.-- erhalten hätte (
Urk.
6/17/277).
7.3
Der Übergangsentschädigung infolge Nichte
ignungsverfügung legte die SUVA
nach telefonischer Rücksprache mit dem Beschwerdeführer und dessen Vater (
Urk.
6/17/275) im Dezember 2001 einen Monatslohn von
Fr.
7‘041.65 (x 3 bis Ende
2000) und von
Fr.
7‘893.40 (x 9 ab Anfang
2001) zugrunde (
Urk.
6/17/272-273 S. 1 oben).
7.4
Am 11. September 2007 stimmte der Beschwerdeführer einem Vergleich
mit der SUVA
über einen Invaliditätsgrad von 46
%
zu (
Urk.
6/17/14);
am
16. Oktober 2007 stellte die SUVA die Entscheidungsgrundlagen für die Rentenfestsetzung zusammen (
Urk.
6/17/6-8), worin angegeben wurde, das
Valideneinkommen
basiere auf Tabellenlöhnen der Lohnstrukturerhebung (LSE), und zwar der
bei
den
obersten Anforderungsniveaus 1+2 im Bereich Handel und Reparatur von Autos (S. 3 oben).
8
8.1
Zur Ermittlung des
Valideneinkommens
(vorstehend E. 1.5) ging d
ie
Beschwer
degegnerin
vom Verdienst aus, den der Beschwerdeführer laut IK-Auszug vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 1998 erzielt hatte, mithin
Fr.
67‘600.-- (vorstehend E. 7.1). Diesen Betrag rechnete sie bei der ursprünglichen
Renten
zusprache
auf das Jahr 2006 hoch, was
Fr.
74‘974.-- ergab (
Urk.
6/22 S.
5 Mitte) und sodann auf das Jahr 2014, was rund
Fr.
82‘76
7
.-- ergab (
Urk.
6/80 S.
1).
Der Beschwerdeführer hielt dem entgegen, es sei vom Betrag auszugehen, den die SUVA im Jahr 2007 eingesetzt habe, mithin
Fr.
94‘420.-
-, was hochge
rechnet auf das Jahr 2014
Fr.
104‘500.-- ergebe
(
Urk.
1 S. 12
Ziff.
8).
8.2
Die SUVA
stellte
im Zusammenhang mit der
Übergangsentschädigung
bei der
Festlegung des mutmasslich entgangenen Einkommens weitgehend auf die Angaben des Beschwerdeführers und dessen Vater als Betriebsinhaber ab, und da
mit
für 2001 und 2002 auf weit höhere Jahreseinkommen als die bisher erziel
ten (vorstehend E. 7.3). Begründet wurde dies damit, dass der Beschwerde
führer im Gesundheitsfall nunmehr die Leitung des väterlichen Betriebs über
nommen hätte (vorstehend E. 7.2).
Dem kann nicht gefolgt werden, denn gemäss eigenen Angaben war der Betriebsinhaber und Vater des Beschwerdeführers im Jahr 2001 „schon lange Rentner“. Ein allfälliger Betriebsübergang vom Vater auf den Sohn hätte also schon längst stattfinden können. Es ist nicht überzeugend, wenn der Sohn während Jahren als einfacher Angestellter im Betrieb des bereits pensionierten Vaters tätig ist und erst nach Eintritt des Gesundheitsschadens geltend gemacht wird, gerade jetzt hätte er ohne Gesundheitsschaden eine Leitungsfunktion übernommen.
Ein Hinweis, dass ein Aufstieg in eine Kaderposition im
Gesund
heitsfall
als nicht überwiegend wahrscheinlich anzunehmen ist, ergibt sich auch aus dem Umstand, dass laut Verlaufsprotokoll der Eingliederungsberatung vom 2
3.
Januar 2013 (
Urk.
6/51) wegen schwerer Legasthenie und Lernschwäche sogar von einer Umschulung abgesehen werden musste (S. 1 Mitte).
8.3
Auf das von der SUVA bei der
Rentenzusprache
2007 angenommene
Validen
einkommen
kann ebenfalls nicht abgestellt werden, denn es wurde damals zuerst vergleichsweise ein Invaliditätsgrad festgelegt und erst anschliessend ein Einkommensvergleich erstellt, bei welchem zudem auf Tabellenlöhne der obers
ten Kaderstufe zurückgegriffen wurde (vorstehend E. 7.4), was aus den schon dargelegten Gründen nicht gerechtfertigt war
, was auch die
Beschwerde
geg
nerin
im Feststellungsblatt vom 1
5.
September 2014 zutreffend festgehalten hat (
Urk.
6/94 S. 2 oben).
8.4
Schliesslich bleibt zu bemerken, dass die SUVA ihrerseits bei der im September 2014 erfolgten Rentenrevision das
Valideneinkommen
nunmehr auf die gleiche - zutreffende - Weise ermittelt hat wie die Beschwerdegegnerin (vgl.
Urk.
6/96).
Somit ist auch vorliegend von einem
Valideneinkommen
im Jahr 2014 von
Fr.
82‘767.-- auszugehen.
9.
9.1
Das Invalideneinkommen hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf die
Tabellen
löhne
der LSE ermittelt
, dies ausgehend vom 2010 von Männern mit einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielten Monatseinkommen von
Fr.
4‘901.--, womit hochgerechnet auf das Jahr 2014 rund
Fr.
63‘271.-- resultierte (
Urk.
6/80 S.
2 oben), was rechnerisch korrekt ist.
Einen Abzug vom Tabellenlohn (vorstehend E. 1.6) hat die Beschwerdegegnerin nicht vorgenommen. Es ist denn auch nicht ersichtlich, unter welchem Titel ein solcher Abzug angezeigt sein könnte; auch der Beschwerdeführer plädierte zwar für einen Abzug, nannte dafür aber keinerlei konkreten Gründe (
Urk.
1 S.
12 Mitte).
9.2
In Abweichung zur angefochtenen Verfügung ist jedoch der gutachterlich attes
tierten Einschränkung der Leistungsfähigkeit um 20
%
Rechnung zu tragen (vorstehend E. 6.4). Bei der somit anzunehmenden Arbeitsfähigkeit von 80
%
resultiert ein Invalideneinkommen von rund
Fr.
50‘617.-- (
Fr.
63‘271.-- x 0.8).
9.3
Ausgehend von einem
Valideneinkommen
2014 von
Fr.
82‘767.-- (vorstehend E.
8.4
) und einem Invalideneinkommen von
Fr.
50‘617.-- (vorstehend E.
9.2
) ergibt sich eine Einkommenseinbusse von
Fr.
32‘150.--, was einen
Invaliditäts
grad
von 38.84
%
und gerundet 39
%
ergibt.
Damit besteht kein Rentenanspruch mehr, womit sich die angefochtene Verfü
gung im Ergebnis als zutreffend erweist und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
10
.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
900.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzu
er
legen.