# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4212c5c1-05e5-4678-b708-f4f9a504194f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y., geboren am 25. Dezember 1977 in A., und X., geboren am 19. Juli 1963 in B., heirateten am 19. Oktober 2004 vor dem Zivilstandsamt in C.. Die Ehe der Parteien ist kinderlos geblieben. Aus der ersten Ehe von Y. sind die beiden Töchter H., geboren am 7. November 1996, und I., geboren am 29. November 1994, hervorgegangen. Aus der ersten Ehe von X. sind die beiden Söhne J., geboren am 1. Juli 1991, und K., geboren am 4. Dezember 1995, hervorgegangen.
B. Am 4. September 2012 hinterlegte X. die Unterlagen zur Einleitung des Ehescheidungsverfahrens auf gemeinsamen Antrag hin mit umfassender Regelung beim Bezirksgericht D.. Die Ehescheidungskonvention hatten die Parteien gleichentags selber unterzeichnet. Der Vorladung zur getrennten und gemeinsamen Anhörung vom 2. Oktober 2012 blieb Y. ohne Angabe von Gründen fern. Daraufhin wurde eine neue Vorladung auf den 23. Oktober 2012 angesetzt.
C. Mit Schreiben vom 16. Oktober 2012 legitimierte sich Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti als Vertreter von Y., in dem er das Scheidungsbegehren namens und im Auftrag seiner Mandantin widerrief und um Abschreibung des Verfahrens ersuchte. Mit Entscheid vom 17. Oktober 2012, mitgeteilt am 19. Oktober 2012, schrieb der Bezirksgerichtspräsident das Ehescheidungsverfahren wegen Widerrufs des gemeinsamen Scheidungsantrags durch Y. ohne Erledigung vom Geschäftsverzeichnis ab.
D. Am 6. November 2012 reichte Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti als Vertreter von Y. ein Gesuch um Erlass von Eheschutzmassnahmen mit folgenden Anträgen beim Bezirksgerichtspräsidium D. ein:
„1. Es sei festzustellen, dass die Parteien den ehelichen Haushalt per 31. [recte 30.] September 2012 aufgehoben haben.
2. Die eheliche Wohnung in D., F. sei der Gesuchstellerin sowie deren Kindern zur alleinigen Benützung zuzuweisen.
3. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin rückwirkend ab 1. Oktober 2012 monatlich und monatlich im Voraus einen Unterhaltsbeitrag von CHF 1‘800.--, eventualiter von Fr. 1‘600.--, subeventualiter von CHF 1‘050.-- zu bezahlen.
4. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge(zuzüglich 8% MwSt) zu Lasten des Gesuchsgegners.“
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E. In der Vernehmlassung vom 14. November 2012 machte X. diverse Ausführungen, weshalb er nicht bereit sei, künftig einen Unterhaltsbeitrag an Y. zu bezahlen.
F. Mit Verfügung vom 23. November 2012 wurden die Parteien zu einer mündlichen Verhandlung auf den 18. Dezember 2012, 09.00 Uhr geladen. Beide Parteien erschienen persönlich, Y. zusätzlich in Begleitung von Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti. Nach Durchführung der Verhandlung erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht D. mit Entscheid vom 18. Dezember 2012, mitgeteilt am 28. Dezember 2012, folgendes:
„1. Es wird gerichtlich davon Vormerk genommen, dass die Parteien die eheliche Gemeinschaft per Ende September 2012 aufgehoben haben und seither zum Getrenntleben berechtigt sind.
2. Die bisher eheliche Wohnung am F. in D. wird für die Dauer der Trennung Y. und ihren beiden Töchtern zur alleinigen Benützung zugewiesen.
3. X. wird mit Wirkung ab 01. November 2012 zur Bezahlung eines Unterhaltsbeitrages von Fr. 1‘230.00 an die Ehefrau Y. und deren Tochter H. wie folgt verpflichtet:
CHF 730.00 für H. zuzüglich die gesetzlichen und/oder vertraglichen Kinderzulagen, soweit diese nicht durch Y. bezogen werden können
CHF 500.00 für Y.
4. Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgerichtspräsidium D., bestehend aus:
Gerichtsgebühren CHF 745.00
Schreibgebühren CHF 382.00
Barauslagen CHF 73.00
Total CHF 1‘200.00
werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Der hälftige Anteil von Y. wird unter Vorbehalt des Rückforderungsrechts gemäss Art. 123 ZPO auf die Gerichtskasse genommen, weil ihr die Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtspflege erteilt wird.
Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen.
Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti als Vertreter von Y. wird das Anwaltshonorar im Betrag von CHF 2‘494.80 zulasten der Gerichtskasse ausbezahlt.
Seine Mandantin wird auf die Bestimmung von Art. 123 ZPO mit folgendem Wortlaut hingewiesen: „Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjährt 10 Jahre nach Abschluss des Verfahrens.“

## Considerations