# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4bc4eee8-d15f-4ce9-bac5-7b4a9da398c7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1959, war seit Juli 1995 als Leiter
Stewarding
im
Y._
tätig, wobei der letzte Arbeitstag am 23. März 2016 war (vgl. Urk. 6/1 Ziff. 5.4; Urk. 6/10/1-6 Ziff. 2.1
-2.2
).
Unter Hin
weis auf Knie
beschwerden meldete sich der Versicherte am
3. Oktober 2016
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
6/1
). Die Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc
he und erwerbli
che Situation ab und
zog Akten der
Krankentaggeldversicherung
bei (Urk.
6/4; Urk. 6/19; Urk. 6/23
; Urk. 6/27; Urk. 6/3
8
)
. Am 7. Juni 2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass aufgrund seines derzeitigen Gesundheitszustandes keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk.
6
/26)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
6/43; Urk. 6/44 = Urk. 6/46/1
) sprach die IV-Stelle
dem Versicherten
mit Verfügung
en
vom
23. August 2018 (Urk. 6/56
= Urk. 2/1
)
ab 1. April 2017 eine ganze Rente bei einem Invaliditäts
grad von 100 % und ab 1. Juli 2017 eine
Viertelsrente
bei einem Invaliditätsgrad von 45 % zu (vgl. Verfügungsteil 2, Urk. 6/52 = Urk. 6/57 = Urk. 2/2).
2.
Der
Versicherte erhob am
14. September 2018
Beschwerde
gegen die Verfü
gung
en
vom
23. August 2018 (Urk.
2
/1
) und beantragte
sinngemäss
, diese sei
en
aufzuheben und es sei
ihm
ab 1. April 2017 eine ganze Rente
zuz
usprechen (Urk.
1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
17. Oktober 2018
(Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Eingabe vom 29. Oktober 2018 (Urk. 10) reichte der nun vertretene
Beschwer
deführer
eine Ergänzung seiner Beschwerde ein und beantragte, es sei ihm eine ganze Rente zuzusprechen. Diese Eingabe wurde der
Beschwerdegegnerin
am 1. November 2018 zur Stellungnahme zugestellt (Urk. 12).
Die
Beschwerdegegne
rin
verzichtete mit Eingabe vom 12. November 2018 (Urk. 13) auf das Einreichen einer Stellungnahme, worüber der
Beschwerdeführer
am 14. November 2018 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 14).
Mit Beschluss vom
18. Februar 2019
(Urk.
15
) wurde dem Beschwerdeführer die Gelegenheit eingeräumt, um zu der vom Gericht
nicht auszuschliessenden Rück
weisung der Sache an die
Beschwerdegegnerin
zur ergänzenden Abklärung und der damit verbundenen möglichen Abänderung der
angefochtenen Verfügung
en
zu seinem Nachteil (
reformatio
in
peius
) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde zurückzuziehen. Der Beschwerdeführer liess sich innert Frist nicht vernehmen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG)
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rück
weisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist
oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheid
rele
vante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
begründete die
Zusp
rache
einer ganzen Rente ab 1. April 2017 und einer
Viertelsrente
ab 1. Juli 2017
in den angefochtenen Verfügungen
(Urk. 2/1) damit
, dass der
Beschwerdeführer
aufgrund seiner gesundheitlichen Situation in seiner angestammten Tätigkeit seit dem 24. März 2016 nicht mehr
habe
arbeiten könne
n
. Danach habe sich sein Gesundheitszustand langsam gebessert, wobei
ihm ab April 2017 eine angepasste Tätigkeit zu 50 % zumutbar sei (vgl. Verfügungsteil 2, Urk. 2/2 S. 1 f.).
2.2
Der
Beschwerdeführer
stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 10), dass aufgrund der Akten erstellt sei, dass er in der bisherigen Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig - dabei ist offensichtlich «arbeitsunfähig» gemeint - und in einer angepassten Tätigkeit maximal zu 30 % arbeitsfähig sei (S. 1 f.).
3.
3.1
Die Ärzte des
Z._
berichteten in ihrem
Austrittsbericht vom
22. April
2016 (Urk. 6/21/14-15
) über die am 19. April 2016 durchgeführte Knie-Totalpro
these (TP) rechts infolge einer diagnostizierten massiven medialen Gonarthrose mit gleichzeitig
Femurkondylennekrose
(Erstdiagnose April 2015)
bei subluxier
tem medialem
Meniskus
und Zerrung des hinteren Kreuzbandes sowie subtotale
r
Ruptur des vorderen Kreuzbandes links
(S. 1).
Vom 19. April bis zum 3. Mai 2016 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2).
3.2
Ein Arzt des
Z._
berichtete am 22. September 2016 über die gleichen
tags durchgeführte Untersuchung
(Urk. 6/9/6 = Urk. 6/19/6 = Urk. 6/21/8 = Urk. 6/27/48 = Urk. 6/27/63
) und nannte eine Knie-TP rechts am 19. April
2016
sowie ein
akutes lumbales Schmerzsyndrom mit dringendem Verdacht auf
eine
radikuläre
Symptomatik L5 und/oder S1 rechts
als Diagnosen.
3.3
Dr.
med. A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom 5. Februar 2017 (Urk. 6/19/3-4
= Urk. 6/27/45-46
) folgende Diagnosen (S. 1
Ziff. 1
):
-
therapieresistentes
Panvertebralsyndrom
-
chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom mit intermittieren
den L5/S1
Lum
b
oischialgien
rechts mehr als links
-
Status nach Knie-TP rechts am 19. April 2016
Der gesundheitliche Verlauf habe sich seit der Knie-TP rechts sehr schwierig gestaltet. Es bestünden weiterhin starke Knieschmerzen rechts, neuerdings auch auf der linken Seite. Im September 2016 seien trotz regelmässiger physio
thera
peutischer und analgetischer Behandlung zunehmend auch panvertebrale Schmerzen in den Vordergrund getreten (S. 1 Ziff. 2). In der angestammten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiter als auch in einer angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2 Ziff. 6).
3.4
In seinem Bericht vom 13. Februar
2017 (Urk. 6/17/6-7)
führte ein Arzt des
Z._
aus, dass sich der
Beschwerdeführer
von der Knie-TP am 19. April 2016 bestens erholt habe. Seit Ende August 2016 habe er allerdings zunehmende Schmerzen lumbal mit Ausstrahlung über das Gesäss in den lateralen Ober
schenkel und Unterschenkel sowie zum Teil Schmerzen bis in die Kleinzehe oder in die Grosszehe entsprechend einem
Dermatom
L5 und/oder S
1.
Seit dem 22. September 2016 habe er den
Beschwerdeführer
nicht mehr in der Sprech
stunde gesehen (S. 1).
3.5
Dr.
A._
attestierte dem Beschwerdeführer
in seinem Bericht vom 2. April
2017 (Urk. 6/21/2-5)
bei gleich gebliebenen Diagnosen (Ziff. 1.1; vgl. vorstehend E. 3.3)
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiter eine seit dem 18. April 2016 bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(Ziff. 1.6).
Er führte aus, dass a
ufgrund der Knieschmerzen rechts und
den
lumbalen und
cervicalen
Schmerzen
eine
anhaltende 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe
(Ziff. 1.7). Mit P
hysiotherapie liesse sich die Arbeitsfähigkeit
verbessern (Ziff. 1.8).
Gleichentags führte
Dr.
A._
bezüglich des Belastungsprofils in angepassten Tätigkeiten aus, dass dem Beschwerdeführer rein sitzende und wechselbelastende Tätigkeiten seit dem 18. April 2016 zu 50 % zumutbar seien
. Tätigkeiten, die vor
w
iegend im Gehen ausgeübt und
Bücken, Über-Kopf-Arbeiten, Kauern, Knien, Rotation im Sitzen/Stehen, He
ben/Tragen beinhalten würden oder
bei denen er auf Leitern/Gerüste oder
Treppen steigen müsse, seien dem Beschwerdeführer
hin
gegen nicht zumutbar (Urk. 6/21/1).
3.6
Dr.
A._
nannte
in seinem Bericht vom 17. Dezember
2017 (Urk. 6/37/1-5)
fol
gende
Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit
(Ziff. 1.1):
-
Schulterschmerzen rechts
-
ausgedehnter inferiorer Einriss der
Supraspinatussehne
, möglicher
weise mit Beteiligung auch der
Infraspinatussehne
-
geringe
Pulley
-Verletzung
(MRI vom 12. Oktober 2017)
-
Schulters
chmerzen links
-
Partialruptur der
Supraspinatussehne
mit
Konstrastmitteleintritt
in die
t
endinopathische
Sehnensubstanz
-
d
eutliche
Ten
d
inopathie
der
Subscapu
la
rissehne
im Oberrandbereich
-
Schultereckgelenk- (
AC-Gelenk
) A
rthrose
(MRI vom 4. Mai 2017)
-
S
tatus nach Knie-
TP rechts
(1
9.
April
2016
)
-
m
assive mediale Gonarthrose mit gleic
hzeitig
Femurkondylennekrose
(Erstdiagnose
April
2015) bei subluxiertem medialem
Meniscus
und Zerrung des hinteren Kreuzbandes sowie subtotaler Ruptur des vorde
ren Kreuzbandes
(MRI vom 2
0.
April 2015)
-
Kniegelenk links
-
d
egenerativer
Meniskusschaden Grad 4
im medialen
Hinterhorn
-
m
ukoide
Degeneration des vorderen Kreuzbandes und Überlastungs
re
aktionen am
tibialen
Ansatz
-
Chondropathie
Grad 2 im retropatellaren Gleitlager
-
Chondropathie
Grad 4 medial im Hauptgelenk
(MRI vom
6.
Dezember 2017)
-
therapieresistentes
P
anvertebralsyndrom
-
chronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom rechts
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom mit intermittieren
de
n L5/S1
Lumboischialgie
n
rechts mehr als
links
-
Insuffizienz mit Fehlstatik, segmentaler
Dysfunktion L5/S1
Seit dem
letzten Bericht
(vgl. vorstehend E. 3.5)
habe sich die gesundheitliche Situation des
Beschwerdeführers
nicht verbessert. Die Beschwerden hätten sich generalisiert
. Neben den Rückenbeschwerden bestünden beidseits chronische Schulter- und Kniegelenksschmerzen
(Ziff. 1.4). In der zuletzt ausgeübten Tätig
keit als Mita
rbeiter Reinigung habe vom 1
8.
April 2016 bis am 3
0.
Juni 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
bestanden. In
einer
ang
epassten
Tätigkeit habe vom 1. Juli bis am 31. Dezember 2017 eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit
bestanden, diese bestehe voraussichtlich weiterhin (Ziff. 1.6).
Dem Beschwerdeführer
seien keine schweren körperlichen Tätigkeiten mehr möglich,
sondern
nur noch leichte Arbeiten und nur
noch
Teilzeit
arbeit
(Ziff. 1.7).
Seit dem 18. April 2016 sei dem Beschwerdeführer eine angepasste, rein sitzende und wechselbelastende Tätigkeit zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar
. Tätigkeiten, die vorwiegend im Gehen ausgeübt und Bücken, Über-Kopf-Arbeiten, Kauern, Knien, Rotation im Sitzen/Stehen, Heben/Tragen beinhalten würden oder bei denen er auf Leitern/Ge
rüste oder Treppen steigen müsse, seien dem
Beschwerdeführer hinge
gen nicht zumutbar
(S. 5).
Seit dem
1. Juli 20
17 arbeite der
Beschwerde
führer
in einem geschätzten 30%-Pensum in einem Kiosk (Ziff. 1.9).
3.7
Dr.
med. B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 11. Januar
2018 (Urk. 6/41/5-7)
aus,
dass in
der bisherigen Tätigkeit als Leiter
Stewarding
seit dem 24. März 2016 auf Dauer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe
. Die
durch Dr.
A._
ab
dem 1. Juli
2017 attestierte
30%ige Arbeitsfähigkeit (vgl. vorstehend
E. 3.6
)
könne so nicht stehen
bleiben, da allein schon die Knie-T
P rechts nicht für die Belastungen als L
eiter
Stewarding
ausgelegt sei
. Eine derartige Tätigkeit hätte mit überwiegender Wahrschein
lich
keit ein vorzeitiges Implantat-Versagen zur Folge mit dann not
wendig werdenden weiteren Operationen.
I
n
einer angepassten
Tätigkeit gemäss Belastungs
profil
(leich
te wechselbelastende Tätigkeit
in freier Einteilung, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 5 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne knie- und schulter
belastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten, ohne häufige Rumpf
rotationen, ohne Gehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrations
belastungen und Nässe-/Kälteexposition) habe vom 24. März
2016
bis zum 17. April
2017
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Seit dem 18. April 2
017
bestehe
-
gestützt auf die Einschätzung
durch
Dr.
A._
(vgl. vor
stehend
E. 3.5
) -
auf Dauer eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit.
4.
4.1
Den Akten ist zu entnehmen
,
dass dem Beschwerdeführer
aufgrund einer schmerz
haften Bewegungs- und Belastungseinschränkung des rechten Kniege
lenkes, einer schmerzhaften Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Lenden
wirbelsäule und einer schmerzhaften Bewegungs- und Belastungs
ein
schränkung der rechten und d
er linken Schulter
die bisherige Tätigkeit als Leiter
Stewarding
nicht mehr zumutbar ist (vgl. vorstehend
E. 3.3, E. 3.5, E. 3.6
3.7
; vgl. auch Urk. 6/41/5-
7
). Di
es ist unbestritten.
Strittig ist hingegen die Arbeitsfä
higkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit (vor
stehend E. 2.1-2.2).
4.2
Aufgrund der am 1
9.
April 2016 durchgeführten Knie-TP rechts
attestierten die Ärzte des
Z._
dem Beschwerdeführer in ihrem Austrittsbericht vom 22. April 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 19. April bis
zum 3.
Mai 2016 (vorstehend E. 3.1
).
Danach machte lediglich
der behandelnde Allgemeinmediziner
Dr.
A._
Anga
ben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in angepasster Tätigkeit. Am 5. Februar 2017 attestierte er dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsun
fä
higkeit in angepasster Tätigkeit (vorstehend E. 3.3). Am 2. April 2017
erachtete er den
Beschwerdeführer
für
angepasste, rein sitzende und wechsel
belastende Tätigkeit
en
seit dem 18. April 2016, mithin
seit der Knie-TP
,
als zu 50 % arbeits
fähig, sofern es sich um keine vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten handle und diese Tätigkeiten kein Bücken, Über-Kopf-Arbeiten, Kauern, Knien, Rotation im Sitzen/Stehen, Heben/Tragen beinhalten würden oder
bei denen der Beschwer
deführer
auf Leitern/Gerüste oder Treppen steigen müsse (vorstehend E. 3.5).
Danach attestierte er dem Beschwerdeführer am 17. Dezember 2017, nachdem der Beschwerdeführer
am 1. Juli
beziehungsweise
1.
August
2017 eine Anstellung in einem 30%
Pensum in einem Kiosk aufgenommen hatte (
vgl.
Urk. 6/31; Urk. 6/32/14
15
), eine 30%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
seit dem 1. Juli 201
7.
In Bezug auf das Belastungsprofil hielt er gleich
zeitig fest, dass dem Beschwerdeführer
seit dem 1
8.
April 2016
eine angepasste, rein sitzende und wechselbelastende Tätigkeit zwei bis drei Stunden pro Tag zumutbar sei (vorste
hend E. 3.6).
Bei der letztgenannten attestierten 30%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit liess sich
Dr.
A._
wohl durch das vom Beschwerdeführer seit Juli 2017 tat
sächlich ausgeübte 30%-Pensum in einem
Kiosk leiten und erachtete diese Tätigkeit auch als angepasst. Ausserdem nahm er eine rückwir
kende Einschränkung des Belastungsprofils per 18. April 2016, mithin per Knie-TP vor, ohne
jedoch
plausibel zu begründen, weshalb dem Beschwerdeführer im Gegensatz zu seiner früheren Einschätzung am 2. April 2017 (vgl. vorstehend E. 3.5) eine angepasste, rein sitzende und wechsel
belastende Tätigkeit nur noch zu 30 % zumutbar sei und nicht mehr zu 50 %.
RAD-Arzt
Dr.
B._
war in seiner Stellungnahme vom 11. Januar 2018
(vorste
hend E. 3.7)
der Ansicht, die von
Dr.
A._
ab dem 1. Juli 2017 attestierte 30%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit
sei nicht nachvollziehbar. D
abei verkannte er jedoch, dass die seit Juli 2017 attestierte 30%ige Arbeits
fä
higkeit angepasste Tätigkeiten und nicht die angestammte Tätigkeit betraf (vgl.
vorstehend E. 3.6). Das
s
dem Beschwerdeführer nur noch leichte wechselbe
lastende Tätigkeiten in freier Einteilung, ohne regelmässige Hebe- und Tragebe
lastungen über 5 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne knie- und schulterbelastende Zwangshaltungen und Tätig
keiten, ohne häufige Rumpfrotationen, ohne Gehen auf unebenem Gelände sowie ohne andauernde Vibrationsbelastungen
und Nässe-/Kälte
exposition zumutbar sein sollen, überzeugt und ist nachvollziehbar. RAD
Arzt Dr.
B._
attestierte dem Beschwerdeführer sodann eine seit dem 18. April 2017 bestehende 50%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit.
Da
er sich dabei auf die Einschätzung
durch
Dr.
A._
abstützte,
namentlich auf dessen Beurteilung vom 2. April 2017 (vgl. vorstehend E. 3.5), hat er sich
den
Beginn der Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
betreffend vermutlich
verschrieben und
dürfte wohl den 1
8.
April 2016 (und nicht 2017) gemeint haben.
In Bezug auf das Pensum ist festzu
halten, dass
,
wie bereits erwähnt,
Dr.
A._
unterschiedliche Angaben zur Arbeitsfähigkeit machte.
4.3
Nach dem Gesagten ist lediglich erstellt, dass spätestens seit dem 1. Juli 2017, mithin mit der Wiederaufnahme einer Teilerwerbstätigkeit des
Beschwerde
f
ührer
s, eine mindestens teilweise Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit besteht. Unklarheiten bestehen hingegen in Bezug auf den Beginn der Arbeits
fä
hig
keit
in angepasster Tätigkeit und das zumutbare Arbeitspensum
.
Gestützt
auf die vorliegenden Berichte
kann der
Gesundheitszustand
des
Beschwerde
führer
s somit nicht abschliessend beurteilt werden. Vielmehr besteht weiterer Abklä
rungsbedarf bezüglich seines Gesundheitszustandes und dessen Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit.
Dementsprechend erweist sich die vorliegende Aktenlage für die abschliessende Beurte
ilung des Leistungsanspruchs des Beschwerdeführers
als unzulänglich, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwer
degegnerin zurückzuweisen ist, damit diese
,
nach ergänzender medizinischer Abklärung
,
eine neue Beurteilung vornehme un
d über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers
neu verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr. 6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V
57 E. 2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Da der Rechtsvertreter de
s Beschwerdeführers
vor Fällung des Endentscheids keine Kostennote eingereicht hat, ist die Entschädigung nach
§
7
Abs.
2 der Ver
ordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversi
cherungsgericht (
GebV
SVGer
) nach Ermessen festzusetzen. Vorliegend erscheint beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
220.-- eine Prozessentschädigung in der Höhe von
Fr.
1‘
4
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.