# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6c172490-dea4-5904-af78-c528b5b8ef0b
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. R._, geb. 1988, mazedonischer Staatsangehöriger, reiste am 12. April 2015 in die
Schweiz ein (Vorakten Migrationsamt [fortan Dossier], S. 21). Die Einreise erfolgte zur
Trauung mit der Schweizerin T._, geb. 1987. Die Heirat fand am 6. Juni 2015 statt
(Dossier, S. 26 ff.). R._ wurde eine Aufenthaltsbewilligung B, Familiennachzug mit
Erwerbstätigkeit, gültig bis 26. Mai 2016 ausgestellt (Dossier, S. 31).
B. Bereits im März 2016 teilte die Ehefrau der Gemeindeverwaltung S._ mit, dass sie
sich von R._ am 4. März 2016 getrennt habe und sie mit ihm nicht mehr im gleichen
Haushalt lebe. Mit Schreiben vom 23. März 2016 beantwortete die Ehefrau die Anfrage
des Migrationsamts zur Ehesituation. Dabei hielt sie unter anderem fest, dass für sie
die Wiederaufnahme der Ehegemeinschaft nicht mehr in Frage komme und sie die
Scheidung so rasch wie möglich vollziehen wolle (Dossier, S. 37). R._ bestätigte am
3. Mai 2016 gegenüber dem Einwohneramt E._, dass er vorübergehend bei seiner
Tante an der Y._-strasse in M._ wohne. Weiter gab er zu verstehen, dass für ihn die
Trennung nicht definitiv sei und er eventuell auch wieder zu seiner Ehefrau nach S._
ziehen werde (Dossier, S. 44). Gegenüber dem Migrationsamt teilte er mit Schreiben
vom 7. Mai 2016 mit, dass er lediglich eine Beziehungspause einlegen wollte, der
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Ehewille bei ihm aber nach wie vor vorhanden sei und er um die Ehe kämpfen werde
(Dossier, S. 46).
Am 3. Juni 2016 fand vor dem Kreisgericht P._ eine Eheschutzverhandlung statt. Mit
Entscheid vom 9. Juni 2016 wurde die an der Eheschutzverhandlung geschlossene
Vereinbarung genehmigt. Mitunter wurde in der Vereinbarung das Getrenntleben seit
dem 3. März 2016 festgestellt (Dossier, S. 58 ff.).
C. Mit Verfügung vom 22. Juli 2016 wurde vom Migrationsamt die
Aufenthaltsbewilligung von R._ nicht verlängert und die Wegweisung aus der Schweiz
verfügt (Dossier, S. 82). Dagegen rekurrierte R._ am 3. August 2016 beim Sicherheits-
und Justizdepartement und beantragte sinngemäss die Verlängerung seiner
Aufenthaltsbewilligung (Dossier, S. 87). Mit Entscheid vom 29. September 2016 wies
das Sicherheits- und Justizdepartement den Rekurs ab.
D. R._ (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 30. September 2016 versandeten
Rekursentscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) mit nicht
unterzeichneter Eingabe vom 10. Oktober 2016 (Poststempel: 11.10.16) Beschwerde
beim Verwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung des
angefochtenen Entscheids und die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.
Aufforderungsgemäss reichte der Beschwerdeführer am 14. Oktober 2016 dem Gericht
die – unterzeichnete – Eingabe vom 10. Oktober 2016 samt angefochtenem Entscheid
erneut ein.
Mit Vernehmlassung vom 8. November 2016 verwies die Vorinstanz auf die
Erwägungen im angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der
Beschwerde. Am 20. April 2018 reichte das Migrationsamt dem Gericht die Kopie eines
nach Rechtsmittelverzicht rechtskräftigen Entscheides des Kreisgerichts vom 19. April
2018 ein, mit welchem die Ehe des Beschwerdeführers mit T._ auf gemeinsamen
Antrag hin geschieden wurde.
Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen des
Beschwerdeführers zur Begründung seiner Anträge sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der im
Rekursverfahren unterlegene Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels
berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde gegen den
am 30. September 2016 versandten Rekursentscheid wurde mit Eingabe vom
10. Oktober 2016 (Poststempel: 11.10.16) rechtzeitig erhoben (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 47 Abs. 1 VRP). Die falsche Bezeichnung des Rechtsmittels – die Eingabe ist
als Rekursbegehren betitelt – schadet nicht. Aus der Eingabe ergeben sich sinngemäss
die Anträge des Beschwerdeführers, sie enthält eine Begründung, ist unterzeichnet und
der angefochtene Entscheid wurde beigelegt. Die Beschwerde erfüllt somit formal und
inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 und
2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
2.1. Die Aufenthaltsbewilligung ist befristet und kann verlängert werden, wenn keine
Widerrufsgründe vorliegen (Art. 33 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die
Ausländerinnen und Ausländer; SR 142.20, AuG). Die Bewilligung ist an einen Zweck
gebunden, dessen Wegfall oder Änderung eine neue Bewilligung erforderlich macht
(Art. 33 Abs. 2 AuG; P. Bolzli, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka [Hrsg.],
Kommentar Migrationsrecht, 4. Aufl. 2015, N 4 zu Art. 33 AuG). Bewilligungserteilung
und -verlängerung liegen im Ermessen der zuständigen Migrationsbehörde, es sei
denn, eine Sondernorm des Landesrechts oder eines bi- oder multilateralen
Staatsvertrags räume der betreffenden Person einen Anspruch auf Aufenthalt ein
(VerwGE B 2015/169 vom 20. Januar 2017 E. 3.1, www.gerichte.sg.ch).
2.2. Gemäss Art. 42 Abs. 1 AuG haben ausländische Ehegatten von Schweizerinnen
und Schweizern Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung,
wenn sie mit diesem zusammenwohnen. Vorbehalten sind der Rechtsmissbrauch und
das Vorliegen von Widerrufsgründen gemäss Art. 63 AuG (Art. 51 Abs. 1 AuG).
bis
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Ausnahmsweise besteht das Erfordernis des Zusammenwohnens nicht, wenn für
getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden und die
Familiengemeinschaft weiter besteht (Art. 49 AuG). Wichtige Gründe für die Ausnahme
vom Erfordernis des Zusammenwohnens sind etwa berufliche Verpflichtungen oder
vorübergehende, kurzzeitige Trennungen wegen erheblicher familiärer Probleme
(Art. 76 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit; SR 142.201,
VZAE). Muss aufgrund des Zeitablaufs oder der geringen Zahl und Intensität der
Kontakte zwischen den Ehegatten jedoch davon ausgegangen werden, dass die
eheliche Beziehung nicht aufrechterhalten wird, entfällt das abgeleitete
Anwesenheitsrecht. Der Aufenthaltszweck gilt als erfüllt (Art. 33 Abs. 2 AuG) und die
betroffene ausländische Person hat das Land zu verlassen (VerwGE B 2016/131 vom
16. Januar 2018 E. 3.2, www.gerichte.sg.ch). Mit Blick darauf ist aufgrund sämtlicher
Umstände im Einzelfall zu bestimmen, ab welchem Zeitpunkt die eheliche
Gemeinschaft als definitiv aufgelöst zu betrachten ist (BGer 2C_821/2011 vom 22. Juni
2012 E. 2).
Nach Auflösung der Ehe oder Familiengemeinschaft besteht der Anspruch des
Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
nach Art. 42 AuG weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden
hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG;
"Integrationsklausel") oder wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren
Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG; "nachehelicher
Härtefall"). Wichtige persönliche Gründen liegen namentlich vor, wenn die Ehegattin
oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde oder die soziale Wiedereingliederung
im Heimatland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG). Der Gesetzgeber wollte
damit die nachgezogenen ausländischen Ehegatten vor dem Dilemma bewahren,
entweder in einer unzumutbaren ehelichen Gemeinschaft zu verbleiben oder alleine in
ein gesellschaftliches Umfeld zurückzukehren, wo sie wegen ihrer Trennung oder
Scheidung möglicherweise geächtet werden. Ausser in den Fällen wichtiger
persönlicher Gründe (das heisst nachehelichen Härtefällen im Sinne von Art. 50 Abs. 1
lit. b AuG) soll dafür aber eine kürzere als dreijährige Ehedauer nicht genügen.
2.3. Die Vorinstanz führt dazu aus, dass der Ehewille der Ehefrau erloschen und nicht
mit einer Wiederaufnahme der Ehe zu rechnen sei. Die vom Beschwerdeführer geltend
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gemachte gute Integration könne sodann nicht als wichtiger persönlicher Grund
berücksichtigt werden, da ein solches Verhalten von jedem Ausländer erwartet werde.
Weiter sei festzuhalten, dass beim Beschwerdeführer die soziale Wiedereingliederung
im Heimatland nicht gefährdet sei, nachdem er, abgesehen vom derzeitigen Aufenthalt
in der Schweiz, sein ganzes Leben in der Heimat verbracht habe und mit der dortigen
Kultur und den Lebensgewohnheiten bestens vertraut sei. Zudem lebe seine Familie
dort. Die geltend gemachten wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei der Stellensuche
würden keinen Härtefall begründen (angefochtener Entscheid, E. 2b/bb). Dem hält der
Beschwerdeführer in der Beschwerde sinngemäss entgegen, dass er in der Schweiz
gut integriert sei, sich nichts zu Schulden kommen lassen habe und seine
wirtschaftliche Integration im Heimatland (sowohl bei der Stellensuche als auch mit
Blick auf den Wiederaufbau des eingerissenen Hauses) sehr schwierig sei.
2.4. Aus den Akten ergibt sich, dass die Familiengemeinschaft bereits im März 2016
aufgehoben wurde und die Ehegatten seit diesem Zeitpunkt nicht mehr
zusammenwohnen. Die Ehefrau führte in ihrem Schreiben vom 23. März 2016
zuhanden des Migrationsamts klar aus, dass die Wiederaufnahme der
Ehegemeinschaft für sie nicht mehr in Frage komme (Dossier, S. 37). Mit
Eheschutzentscheid vom 9. Juni 2016 wurde dies bekräftigt, indem die Parteien im
Rahmen der geschlossenen Vereinbarung den Beginn des Getrenntlebens auf den
3. März 2016 festlegten. Dass es nicht bereits im damaligen Zeitpunkt zu einer
Scheidung gekommen ist, lag daran, dass die zweijährige Trennungsfrist nach Art. 114
des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) noch nicht abgelaufen war. Aus
diesem Grund wurde vom Familienrichter die von der Ehefrau eingereichte
Scheidungsklage als Eheschutz behandelt (Dossier, S. 59 ff.).
Vom Beschwerdeführer wurde zwar geltend gemacht, dass die momentane Trennung
für ihn lediglich eine Beziehungspause darstelle und er für die Ehe kämpfen wolle. Aus
den Akten ergeben sich jedoch keine Hinweise, dass es nochmals zu einer Annäherung
zwischen ihm und der Ehefrau gekommen ist. Dies ist aufgrund der klaren Aussagen in
Bezug auf den erloschenen Ehewillen der Ehefrau nicht weiter verwunderlich.
Mittlerweile wurde – nach Ablauf der zweijährigen Trennungsfrist – die Ehe der Parteien
mit Entscheid vom 19. April 2018 (act. 11) geschieden. Zusammenfassend ist daher
festzuhalten, dass die Familiengemeinschaft bereits im März 2016 aufgelöst wurde und
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das eheliche Zusammenleben in der Schweiz weniger als ein Jahr gedauert hat (die
Heirat erfolgte am 6. Juni 2015; Dossier, S. 11). In dieser Konstellation muss die Frage
der erfolgreichen Integration nicht weiter geprüft werden, da die Voraussetzungen nach
Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG – das heisst das Bestehen der Familiengemeinschaft von
mindestens drei Jahren und die erfolgreiche Integration – kumulativ gegeben sein
müssen (vgl. M. Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/ Bolzli/Hruschka [Hrsg.], a.a.O., N 5
zu Art. 50 AuG). Dagegen ist nachfolgend zu klären, ob beim Beschwerdeführer
wichtige persönliche Gründe nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG vorliegen.
Wenngleich es – worauf der Beschwerdeführer hinweist – anerkennenswert ist, dass er
erwerbstätig ist und an seinem Arbeitsplatz geschätzt wird, ist die berufliche
Verwurzelung dennoch nicht so stark, dass der weitere Aufenthalt in der Schweiz
deswegen geboten wäre. Die Tatsache, dass eine gelungene Integration im Sinn von
Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG vorliegt, genügt nicht für die Erfüllung der Voraussetzungen
nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG. Vielmehr ist in der vorliegenden Konstellation darzutun,
dass eine Wiedereingliederung stark gefährdet erscheint (vgl. Art. 50 Abs. 2 AuG; BGer
2C_154/2016 vom 3. Oktober 2016 E. 3.4 mit Hinweisen auf weitere Rechtsprechung).
Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei
einer Rückkehr in sein Heimatland (geringe Aussichten auf dem Arbeitsmarkt, keine
Mittel zum Wiederaufbau des eingerissenen Hauses) vermögen keinen Härtefall im
Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG zu begründen. Die gegen die Rückreise angeführten
Gründe gehen nicht über die Entbehrungen hinaus, wie sie üblicherweise mit der
Ausreise in ein wirtschaftlich weniger entwickeltes Land verbunden sind. Dazu steht
fest, dass sich der Beschwerdeführer vor seiner Ausreise in die Schweiz in seinem
Heimatland wirtschaftlich betätigt hat. So ergibt sich aus den Angaben im
Ehevorbereitungsverfahren, dass er seinen Lebensunterhalt als Physiotherapeut in
Skopje finanziert hat (vgl. Dossier, S. 6). Ebenfalls fügte der Beschwerdeführer selber
an, dass – trotz der schwierigen Verhältnisse – ihn seine Familie bei einer Rückkehr
unterstützen würde (vgl. Dossier, S. 46). Zuletzt ist zu berücksichtigen, dass der
Beschwerdeführer in der Zeit seines Aufenthalts in der Schweiz ein für die Verhältnisse
in seinem Heimatland nicht unerhebliches Vermögen von rund CHF 10'000 ansparen
konnte (vgl. act. 11, S. 3). Gründe, weshalb beim Beschwerdeführer nach seinem
vergleichsweise kurzen Aufenthalt in der Schweiz die soziale Wiedereingliederung im
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Herkunftsland stark gefährdet sein soll, sind daher nicht ersichtlich. Der persönliche
Härtefall nach Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG muss verneint werden.
3.
3.1. Schliesslich ist zu prüfen, ob die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des
Beschwerdeführers verhältnismässig ist (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV; Art. 96 Abs. 1 AuG). Die Vorinstanz
hält diesbezüglich fest, dass ein erhebliches öffentliches Interesse daran bestehe, dass
der Beschwerdeführer die Schweiz wieder verlasse. Bei einer Ehegemeinschaft, die
keine drei Jahre gedauert habe, sei grundsätzlich davon auszugehen, dass der
betroffenen Person eine Rückkehr ins Heimatland ohne weiteres zumutbar sei. Zudem
habe der Beschwerdeführer den weitaus grössten Teil seines Lebens im Heimatland
verbracht. Angesichts der kurzen Anwesenheitsdauer in der Schweiz seien somit keine
Gründe ersichtlich, weshalb ihm die Rückkehr unzumutbar sein sollte (angefochtener
Entscheid, E. 3b). Der Beschwerdeführer macht dagegen seine gute Integration
geltend. Er gehe insbesondere einer geregelten Arbeit nach und sei nicht kriminell.
3.2. Vorliegend kann weder aus der Ehe (Art. 42 Abs. 1 AuG) noch aus einem
nachehelichen Härtefall (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG) ein Anspruch auf Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung abgeleitet werden. Besteht darauf kein Anspruch, so liegt die
Frage nach der Wegweisung bzw. nach der erneuten Bewilligungserteilung im
behördlichen Ermessen (Bolzli, a. a. O., N 4 zu Art. 33 AuG). Das Verwaltungsgericht
greift nicht in die Ermessensausübung der Vorinstanzen ein, wenn diese nicht mit
einem Rechtsfehler behaftet ist (Art. 61 Abs. 1 VRP; Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 739 ff.). Die
Vorinstanz hat das öffentliche Interesse an einer restriktiven Migrationspolitik höher
gewichtet, als die privaten Interessen des erst seit kurzer Zeit hier lebenden
Beschwerdeführers am weiteren Verbleib in der Schweiz. Bei Ausländerinnen und
Ausländern, bei welchen nach so kurzem Aufenthalt in der Schweiz die Bedingungen
für die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung wegfallen, besteht ein öffentliches
Interesse, dass sie die Schweiz wieder verlassen (VerwGE B 2012/105 vom
13. November 2012 E. 7, www.gerichte.sg.ch). Weiter hat die Vorinstanz zu Recht
darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer den grössten und prägendsten Teil
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seines Lebens im Heimatland verbracht hat und erst im Alter von 26 Jahren in die
Schweiz eingereist ist. Damit ist der Beschwerdeführer mit den Sitten und Gebräuchen
sowie der Sprache im Heimatland nach wie vor bestens vertraut. Zudem befindet sich
nach seinen eigenen Angaben seine Familie im Heimatland, die ihn bei der Rückkehr
unterstützen kann. Dass die Wiedereingliederung nicht mit besonderen Schwierigkeiten
verbunden sein wird, hat das Gericht bereits ausgeführt. Der Beschwerdeführer ist
zwar mittlerweile sozial wie auch im Erwerbsleben einigermassen integriert (vgl.
Dossier, S. 70). Dies lässt jedoch die vorinstanzliche Verhältnismässigkeitsprüfung
nicht als rechtsfehlerhaft erscheinen. Zusammenfassend erweist sich der angefochtene
Entscheid der Vorinstanz als recht- und verhältnismässig. Die Beschwerde ist folglich
abzuweisen.
4. (...)