# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b55af511-f2d9-483e-813b-7fc8fd00f571
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2008
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Erbengemeinschaft B. ist Eigentümerin der beiden benachbarten Parzellen Nrn.
4272 und 4458 in der Gemeinde O. Gemäss Zonenplan der Politischen Gemeinde O.
von 1995 befindet sich die Parzelle Nr. 4272 in der Wohn-Gewerbe-Zone (abgekürzt
WG2) und ist mit einem Einfamilienhaus überbaut. Die Parzelle Nr. 4458, auf der sich
ein Swimmingpool sowie ein Gartenhaus befinden, liegt in der Landwirtschaftszone
und ist rund 650 m gross. Die Erbengemeinschaft B. beabsichtigt, auf der Parzelle Nr.
4272 unter Inanspruchnahme der Parzelle Nr. 4458 ein Altershöckli bzw. eine
Alterswohnung zu bauen. Am 12. April 2006 stimmte der Gemeinderat O. dem
Teilzonenplan B., welcher das Grundstück Nr. 4458 der WG2 zuweist, zu. Der
Teilzonenplan lag vom 3. Mai 2006 bis 1. Juni 2006 öffentlich auf und wurde vom
6. Juni 2006 bis 5. Juli 2006 dem fakultativen Referendum unterstellt, welches nicht
ergriffen wurde.
Mit Verfügung vom 24. November 2006 verweigerte das Baudepartement dem
Teilzonenplan B. die Genehmigung. Zur Begründung führte es im wesentlichen an, die
Voraussetzungen für eine Zonenplanänderung seien nicht gegeben. Allein das seit der
Planfestsetzung entstandene private Interesse der Eigentümer an der Überbauung
könne nicht als wesentliche Veränderung der Verhältnisse gelten. Die in O.
ausgeschiedenen Flächen für die Wohnnutzung genügten auf Jahrzehnte hinaus für die
im Gesamtleitbild 2002 angestrebte Bevölkerungsentwicklung. Hinzu komme, dass die
zur Einzonung vorgesehene Fläche der Fruchtfolgefläche zugeteilt sei und der
Teilzonenplan B. damit auch den Vorschriften des kantonalen Richtplans widerspreche.
B./ Gegen die Verfügung des Baudepartements vom 24. November 2006 erhob die
Politische Gemeinde O. am 6. Dezember 2006 Rekurs bei der Regierung. Sie
beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Genehmigung des
Teilzonenplans B. Eventuell sei der Teilzonenplan B. an die Vorinstanz zur
Genehmigung zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur
Begründung wurde im wesentlichen geltend gemacht, dass die Liegenschaft bereits
heute mit in der Landwirtschaftzone fremden Bauten (Gartenhaus, Swimmingpool)
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überbaut sei. Ausserdem sei die einzuzonende Fläche marginal und das Grundstück
bereits heute vollumfänglich erschlossen. Die Verfügung des Baudepartements greife in
unzulässiger Weise in den Autonomiebereich der Gemeinde O. ein.
Die Regierung entschied in der Angelegenheit am 26. Juni 2007, indem der Rekurs
abgewiesen wurde. Sie erwog im wesentlichen, dass im vorliegenden Fall kein
Planungsfehler vorliege und die Einzonung der Parzelle Nr. 4458 in Anbetracht der
überdimensionierten Bauzonenkapazität bzw. des fehlenden Baulandbedarfs der
Gemeinde O. nicht mit einer geringfügigen nachträglichen Erweiterung des Baugebiets
gerechtfertigt werden könne. Weder werde der Grundsatz der rechtsgleichen
Behandlung noch die Gemeindeautonomie der Gemeinde O. durch die Verweigerung
der Genehmigung verletzt.
C./ Gegen den Entscheid der Regierung vom 26. Juni 2007 erhob die Politische
Gemeinde O. mit Eingabe vom 16. Juli 2007 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. In
der Beschwerdebegründung vom 30. August 2007 werden die Aufhebung des
angefochtenen Entscheids bzw. der Verfügung des Baudepartements vom
24. November 2006 sowie die Genehmigung des Teilzonenplans B. beantragt.
Eventuell sei die Angelegenheit zur Genehmigung des Teilzonenplans an das
Baudepartement zurückzuweisen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur
Begründung wird im wesentlichen geltend gemacht, das Grundstück Nr. 4458 gehöre
aufgrund der Überbauung mit einem Gartenhaus und einem Swimmingpool sowie dem
funktionalen Zusammenhang zum Baugebiet zum geschlossenen Siedlungsbereich. Es
handle sich um weitgehend überbautes Land, so dass in diesem Bereich Planung und
Wirklichkeit in Übereinstimmung gebracht werden müssten. Zudem liege ein
Planungsfehler vor. Mit der Zuweisung der Parzelle Nr. 4458 zur WG2 sei nur eine
geringfügige Erweiterung des Baugebiets verbunden, welche die bestehende
Zonenplanung marginal ergänze und eine gesamthafte Überprüfung der Planung
offenkundig nicht erfordere. Der Gemeinde O. sei hinsichtlich des Erlasses des
Teilzonenplans B. jeglicher Ermessens- bzw. Handlungsspielraum abgesprochen
worden, was eine Rechtsverletzung darstelle. Es gehe vorliegend nicht um die Frage
der Gleichbehandlung, sondern um die Berücksichtigung einer kleineren Anpassung
einer Nutzungsordnung bei Planungsfehlern oder geringfügigen Erweiterungen des
Baugebiets und damit um die Wahrung des Autonomiebereichs der Gemeinde.
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In der Vernehmlassung vom 15. Oktober 2007 beantragt die Regierung die Abweisung
der Beschwerde.
Vor seinem Entscheid hat das Verwaltungsgericht an Ort und Stelle einen Augenschein
durchgeführt. Die Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen und erhielten
Gelegenheit, sich zu äussern.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP).
Die Politische Gemeinde O. ist zur Beschwerdeerhebung legitimiert. Nach Art. 64
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 VRP steht der zuständigen Behörde einer
öffentlich-rechtlichen Körperschaft das Beschwerderecht zur Wahrung öffentlicher
Interessen zu. Nach ständiger Praxis des Verwaltungsgerichts setzt die Legitimation
des Gemeinwesens voraus, dass dieses den streitigen Entscheid durch Setzen eines
Rechtsakts im eigenen Aufgabenbereich erlassen und damit bestimmte öffentliche
Interessen vertreten hat. Umfang und Inhalt der vom Gemeinwesen zu wahrenden
öffentlichen Interessen bestimmen sich nach der durch das kantonale Recht geregelten
Zuständigkeitsordnung (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton
St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 450 ff.; GVP 1992 Nr. 43 mit Hinweisen; VerwGE vom
6. Dezember 2005 i.S. Politische Gemeinde R., auszugsweise publiziert in GVP 2005
Nr. 1). Der Erlass von Zonenplänen fällt in die Zuständigkeit der Gemeinden (Art. 7
Baugesetz, sGS 731.1, abgekürzt BauG). Die Verweigerung der Genehmigung des
Teilzonenplans B. durch das Baudepartement (vgl. Art. 31 BauG) beschlägt folglich die
Gemeindeautonomie der Beschwerdeführerin, weshalb ihre Legitimation im
Beschwerdeverfahren gegeben ist.
Die Beschwerdeeingabe vom 16. Juli 2007 sowie deren Ergänzung vom 30. August
2007 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art.
64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
bis
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2. Streitgegenstand ist die Nichtgenehmigung des Teilzonenplans B. durch das
Baudepartement.
2.1. Das Verwaltungsgericht ist nach Verfassung und Gesetz zur Rechtskontrolle befugt
(Art. 61 Abs. 1 VRP). Dies bedeutet, dass es den der Regierung und dem
Baudepartement zustehenden Ermessensspielraum zu respektieren hat. Im Bereich der
Genehmigung von Raumplänen hat das Baudepartement die kommunalen Pläne auch
auf deren Angemessenheit zu prüfen (Art. 3 Abs. 2 BauG; vgl. E. David, in: Das
Nachtragsgesetz zum st. gallischen Baugesetz, St. Gallen 1983, S. 106). Auch der
Regierung steht im Rekursverfahren die Befugnis zur Ermessensprüfung zu. Anders
verhält es sich im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht. Im Gebiet der
Raumplanung darf das Verwaltungsgericht in einen Genehmigungsentscheid der
Regierung nur eingreifen, wenn Rechtsnormen und allgemeine Rechtsgrundsätze des
Raumplanungsgesetzes verletzt sind. Soweit es um die Ausübung des pflichtgemässen
Ermessens geht, ist dem Verwaltungsgericht eine Korrektur eines Entscheids verwehrt.
Ein grosser Ermessensspielraum steht der Verwaltung namentlich dort zu, wo es um
die Abwägung und Gewichtung der einzelnen Interessen geht. Die
Interessenabwägung als solche gilt jedoch als Rechtsfrage. Namentlich die Frage des
vollständigen Einbezugs der massgeblichen Einzelaspekte in die Abwägung und
Wertung unterliegt daher der Rechtskontrolle (GVP 1996 Nr. 12; VerwGE vom 17.
November 1997 i.S. P.M. und andere, VerwGE vom 16.März 2000 i.S. M.W., VerwGE
vom 25. Oktober 2004 i.S. F.S. und andere). Ob im Streitfall die Nichtgenehmigung des
Teilzonenplans B. einer Rechtsverletzung gleichkommt, ist im folgenden zu prüfen.
2.2. Bauzonen umfassen nach Art. 15 des Raumplanungsgesetzes (SR 700, abgekürzt
RPG) Land, das sich für die Überbauung eignet und weitgehend überbaut ist (lit. a)
oder voraussichtlich innert 15 Jahren benötigt und erschlossen wird (lit. b). Aufgrund
dieser gesetzlichen Grundlage gehört Land, das den gesetzlichen Voraussetzungen
entspricht, grundsätzlich in eine Bauzone, sofern es nicht als Folge der Abwägung aller
für die Raumplanung massgebenden Zielsetzungen, insbesondere der ortsplanerischen
Erwägungen, ganz oder teilweise einer Nichtbauzone zugewiesen wird (B. Heer, St.
Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 83 mit weiteren Hinweisen). Die
Grundanliegen der Raumplanung ergeben sich namentlich aus Art. 75 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101) sowie aus Art. 1,
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3 und 14 ff. RPG. Nach der genannten Verfassungsbestimmung stellt der Bund
Grundsätze für eine der zweckmässigen und haushälterischen Nutzung des Bodens
und der geordneten Besiedelung des Landes dienende Raumplanung auf. Dieser
Verfassungsauftrag ist der Gewährleistung des Eigentums grundsätzlich gleichgestellt
(vgl. BGE 119 Ia 415 f. mit Hinweis auf BGE 105 Ia 330). Zu den Planungsgrund-sätzen
gehören namentlich der Landschaftsschutz sowie die Siedlungsgestaltung und -
begrenzung. Art. 3 Abs. 2 RPG gebietet, die Landschaft zu schonen. Insbesondere
sollen der Landwirtschaft genügende Flächen geeigneten Kulturlandes erhalten
bleiben. Siedlungen und Bauten haben sich in die Landschaft einzuordnen (Art. 3
Abs. 2 lit. b RPG). Siedlungen sind nach den Bedürfnissen der Bevölkerung zu
gestalten und in ihrer Ausdehnung zu begrenzen (Art. 3 Abs. 3 RPG). Im Rahmen des
raumplanerischen Auftrags kommt der Begrenzung der Bautätigkeit auf dafür
vorgesehene Gebiete unter Verhinderung der Zersiedelung des Landes sowie unter
Wahrung schützenswerter Orts- und Landschaftsbilder eine vorrangige Bedeutung zu
(BGE 119 Ia 416). Die Grundsätze der Raumplanung verlangen, dass das
Gemeinwesen eine Ordnung der Besiedelung schafft, die auf die gewünschte
Entwicklung des Landes ausgerichtet ist. Daraus folgt, dass die private Nachfrage
allein keine Erweiterung einer Bauzone rechtfertigt (BGE 117 Ia 432).
2.3. Nachdem die Eignung des streitbetroffenen Grundstücks zur Überbauung
unbestritten ist, ist zu prüfen, ob die Parzelle Nr. 4458 "weitgehend überbaut" im Sinne
von Art. 15 lit. a RPG ist.
2.3.1. Sowohl der Begriff des weitgehend überbauten Landes im Sinn von Art. 15 lit. a
RPG als auch derjenige des weitgehend überbauten Gebiets nach Art. 36 Abs. 3 RPG
sind eng zu verstehen. Erfasst werden im wesentlichen nur der geschlossene
Siedlungsbereich und eigentliche Baulücken, d.h. an die Bauten angrenzende
unüberbaute Flächen von untergeordneter Bedeutung, die zum Siedlungsbereich
gehören. Die weitgehende Überbauung bestimmt sich anhand der typischerweise zur
Bauzone gehörenden, bereits vorhandenen und genutzten Wohn-, Industrie- und
Gewerbebauten sowie den dazu gehörigen Infrastrukturanlagen. Die Bauten müssen
effektiv bewohnt bzw. benutzt werden. Erforderlich ist, dass die bestehende
Überbauung die Qualität einer Siedlung besitzt oder zu einer solchen zu zählen ist.
Ausschlaggebend für den Siedlungscharakter sind das Ausmass, in dem sich Art und
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Nutzung der Bauten von der Bewirtschaftung des Umlandes gelöst haben, ferner die
örtliche Nähe der Häuser sowie die vorhandene Infrastruktur (BGE 116 Ia 201,
113 Ia 451; Heer, a.a.O., Rz. 86 mit weiteren Hinweisen; Waldmann/Hänni,
Handkommentar RPG, Bern 2006, N 23 zu Art. 15 mit weiteren Hinweisen; F. Jost,
Grösse und Lage von Bauzonen, Diss. Zürich 2000, S. 103 f.). Sodann ist nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung die Schaffung einer Bauzone für ein konkretes
Projekt zulässig, wenn die Planungsmassnahme den Zielen und Grundsätzen der
Nutzungsplanung gemäss RPG entspricht. Ist dies der Fall, liegt keine Umgehung von
Art. 24 RPG vor, auch wenn eine Ausnahmebewilligung für das Bauvorhaben
ausgeschlossen wäre. Eine Umgehung von Art. 24 RPG ist nur anzunehmen, wenn mit
der fraglichen Planungsmassnahme eine unzulässige Kleinstbauzone geschaffen wird
oder wenn sie sonst auf einer sachlich nicht vertretbaren Interessenabwägung beruht
(ZBl 2007 S. 31 und ZBl 2004 S. 164 f.; BGE 124 II 395, 119 Ia 303, 116 Ia 343).
2.3.2. Mit dem Teilzonenplan soll das Grundstück Nr. 4458 mit einer Fläche von rund
650 m von der Landwirtschaftszone in die WG2 umgezont werden. Aufgrund des
Zonenplans vom 28. September 1960 war der betroffene Perimeter als Bauzone
ausgeschieden. Mit dem Teilzonenplan E./M./O. vom 13. November 1981 wurde die
Parzelle Nr. 4272 der Dorfzone und die Parzelle Nr. 4458 dem übrigen Gemeindegebiet
zugewiesen. Mit der Zonenplanrevision vom 26. Mai 1994 wurde die Parzelle Nr. 4458
schliesslich in die Landwirtschaftszone umgezont. Die umstrittene Parzelle befindet
sich am äussersten südlichen Siedlungsrand von O. und grenzt im Norden und im
Osten an die Landwirtschaftszone. Im Westen grenzt sie an die Parzelle Nr. 4272, die in
der WG2 liegt, und im Süden an die Rheinstrasse. Das Grundstück ist mit einem
Gartenhaus und einem Swimmingpool überbaut. Auch wenn für das Gartenhaus und
den Swimmingpool keine Baubewilligungen mehr auffindbar sind, ist mit der
Beschwerdeführerin davon auszugehen, dass das Grundstück seit dem Jahr 1973
rechtmässig überbaut ist. Die bei den Akten liegende Rechnung vom 25. Mai 1973 für
die Baubewilligungsgebühr für die Gartenlaube mit Hundehaus, die Rechnung vom
25. Mai 1973 für die Feuerschutzeinkaufstaxe für die Gartenlaube und Hundehaus, die
Rechnung vom 19. Juli 1973 für die Baubewilligungsgebühr für das Schwimmbassin
sowie die Rechnung vom 19. Juli 1973 für die Anschlusstaxen für das Schwimmbassin
lassen keinen anderen vernünftigen Schluss zu.
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2.3.3. Vorliegend handelt es sich unbestrittenermassen nicht um eine Umgehung von
Art. 24 RPG, und es wird namentlich keine isolierte Kleinstbauzone geschaffen.
Vielmehr soll zum Teil direkt angrenzend an den eingezonten Siedlungsteil die Parzelle
Nr. 4458 der Wohn-Gewerbe-Zone zugeschieden werden (vgl. ZBl 1997 S. 233).
Anlässlich des Augenscheins konnte sich das Verwaltungsgericht davon überzeugen,
dass zwischen der Planparzelle und der Parzelle Nr. 4272 sowohl optisch als auch
nutzungsbedingt ein Zusammenhang besteht. Die Parzelle Nr. 4458 wird von den
Bewohnern des Wohnhauses auf der Parzelle Nr. 4272 als Garten benutzt und das
bestehende Gartenhaus und der Swimmingpool gehören funktional zum Wohnhaus.
Wie vorstehend ausgeführt wurde, werden von Art. 15 lit. a RPG unter anderem
Flächen von ununtergeordneter Bedeutung, die zum Siedlungsbereich gehören,
erfasst. Dies trifft auf die Parzelle Nr. 4458 zu. Daran vermag der vorinstanzliche
Hinweis in der Vernehmlassung vom 15. Oktober 2007, wonach die Umgebung des
Grundstücks Nr. 4458 landwirtschaftlichen Charakter habe, nichts zu ändern. Optisch
und nutzungsbedingt ist klar, dass die mit landwirtschaftsfremden Bauten und Anlagen
überbaute Planparzelle zum Siedlungsbereich gehört. Entgegen der Auffassung der
Vorinstanz und des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation (abgekürzt AREG)
kommt das Verwaltungsgericht damit zum Schluss, dass das Grundstück Parzelle
Nr. 4458 zum Siedlungsbereich gehört und es sich damit um weitgehend überbautes
Land im Sinne von Art. 15 lit. a RPG handelt.
2.3.4. Wie bereits vorstehend ausgeführt wurde, gehört Land, das die Anforderungen
von Art. 15 lit. a RPG erfüllt, grundsätzlich in eine Bauzone, sofern nicht übergeordnete
raumplanerische Interessen oder ortsplanerische Erwägungen dagegen sprechen. In
diesem Zusammenhang überzeugt der Einwand des AREG, dass die Parzelle Nr. 4458
gemäss dem Übersichtsplan "Fruchtfolgeflächen FFF" der Gemeinde O. der
Fruchtfolgefläche zugewiesen ist, nicht. Es ist offensichtlich, dass die Planparzelle
aufgrund der bereits bestehenden Überbauung gar nicht mehr landwirtschaftlich
genutzt werden kann. Gärten, die mit Kleinbauten und Wasserleitungen ausgestattet
sind, sind mit den Fruchtfolgeflächen grundsätzlich nicht kompatibel (vgl. Sachplan
Fruchtfolgeflächen FFF, Vollzugshilfe 2006 des Bundesamtes für Raumentwicklung, S.
10; vgl. ZBl 2007 S. 33 f.). Sodann ist zu berücksichtigen, dass geringfügige
Erweiterungen des Baugebiets nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht
unbedingt einer Überprüfung und Begutachtung der gesamten Ortsplanung bedürfen.
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Dies bedeutet, dass Art. 32 Abs. 1 BauG und Art. 21 Abs. 2 RPG kleinere Anpassungen
der Nutzungsordnung auch dann nicht ausschliessen, wenn sich die Verhältnisse nicht
oder nicht erheblich geändert haben. Unabhängig davon, ob es sich um einen
Planungsfehler handelt, sind geringfügige nachträgliche Erweiterungen des Baugebiets
zulässig, sofern dadurch die bestehende Zonenplanung lediglich in untergeordneten
Punkten ergänzt wird und eine gesamthafte Überprüfung der Planung nicht erforderlich
ist (Heer, a.a.O., Rz. 189; BGE 124 II 396; ZBl 1997 S. 233). Vorliegend handelt es sich
zweifellos um eine geringfügige nachträgliche Erweiterung des Baugebiets, welche die
bestehende Zonenplanung lediglich in untergeordneten Punkten ergänzt. Insofern ist
im vorliegenden Fall auch nicht ausschlaggebend, dass die in der Gemeinde O.
vorhandene Bauzonenkapazität den Bedarf von mehr als fünfzehn Jahren abdeckt.
Eine derart geringfügige Erweiterung des Baugebiets fällt nicht massgeblich ins
Gewicht. Soweit die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid behauptet, dass in der
Gemeinde O. in den letzten Jahren die Tendenz zu beobachten gewesen sei, die
Ortsplanung durch unbestimmt viele Klein- und Kleinständerungen zu durchlöchern,
findet diese Aussage keine Grundlage in den Akten.
2.4. Zusammenfassend steht somit fest, dass die Parzelle Nr. 4458 zum
Siedlungsbereich gehört und es sich mithin um weitgehend überbautes Land im Sinne
von Art. 15 lit. a RPG handelt. Die gegenteilige Auffassung der Vorinstanz und des
AREG erweist sich aufgrund der am Augenschein gewonnenen Erkenntnisse als
unhaltbar. Es ist angebracht, Planung und Wirklichkeit in Übereinstimmung zu bringen.
Übergeordnete raumplanerische Interessen, die gegen die Einzonung sprechen
würden, sind nicht ersichtlich. Es handelt sich um eine Anpassung untergeordneter
Natur, die keine gesamthafte Überprüfung der Ortsplanung erfordert. Vor diesem
Hintergrund stellt die Nichtgenehmigung des Teilzonenplans B. durch das
Baudepartement eine Rechtsverletzung dar, die durch das Verwaltungsgericht zu
korrigieren ist. Ob es sich um einen Planungsfehler handelt, wie die
Beschwerdeführerin geltend macht, kann offenbleiben, und auch Ausführungen zur
geltend gemachten Verletzung der Gemeindeautonomie erübrigen sich. Die
Beschwerde ist unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids und der Verfügung
des Baudepartements vom 24. November 2006 antragsgemäss gutzuheissen und die
Streitsache an das Baudepartement zur Genehmigung des Teilzonenplans B.
zurückzuweisen.
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3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Staat aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Die Politische Gemeinde O. kann als obsiegendes Gemeinwesen nach der
verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung weder für das Rekurs- noch das
Beschwerdeverfahren eine ausseramtliche Entschädigung beanspruchen (R. Hirt, Die
Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St.
Gallen 2004, S. 176 f.).
Demnach hat das Verwaltungsgericht