# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8c810984-03a8-4f85-84b4-d5773de85140
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1960 geborene
X._
war seit dem
10
.
Dezember 2012
als Elektromonteur bei der in seinem
zum hälftigen
Mite
igentum stehenden
Y._
GmbH tätig
. Am
17. Juli
2018
(wohl: Januar)
meldete er sich unter Hinweis auf eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2,
Urk. 7/13/106
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte insbesondere die Akten des Unfallversicherers (Urk. 7/4
, Urk. 7/13
) ein.
Noch während des laufenden Abklärungsverfahrens meldete sich der Versicherte am 11. Dezember 2019 (Urk. 7/15) unter Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall erneut zum Leistungsbezug an.
In der Folge tätigte die IV-Stelle weitere medizinische Abklärungen, stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 6. April 2020 (Urk. 7/22) die Ablehnung des Leistungsbegehrens in Aussicht und verfügte am 26. Mai 2020 (Urk.
2
) im angekündigten Sinne.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 17. Juni 2020 (Urk. 1) Beschwerde und bean
tragte, unter Aufhebung der Verfügung vom 26. Mai 2020 sei dem IV-Renten-Antrag vom 11. Dezember 2019 stattzugeben und
ihm
seien von der
Beschwerde
gegnerin
die Kosten des Verfahrens zu erstatten (S. 2).
Die IV-Stelle schloss am 5. August 2020
(Urk. 6)
auf Abweisung der
Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 13. August 2020 (Urk. 10) zur Kenntnis gebracht wurde. Dazu nahm der Beschwerdeführer unter Auflegung neuer ärztlicher Berichte (Urk. 13) am 14. Oktober 2020
(Urk. 12)
replicando
Stellung. Die
Beschwerdegegnerin
ihrerseits verzichtete auf eine Duplik (Urk. 15).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 26. Mai
2020 (Urk. 2) zur Hauptsache, der Rentenanspruch entstehe frühestens sechs Monate nach Eingang der IV-Anmeldung. Diese sei am 22. Januar 2018 eingegangen
, weshalb
frühest
möglicher Rentenbeginn der Juli 2018 wäre
. Der Rentenanspruch
wäre somit im Juli 2018 gegeben. Aus den Akten gehe hervor, dass der
Beschwer
deführer
seit 1. Juli 2018 in der bisherigen Tätigkeit als Elektroinstallateur voll
ständig arbeitsfähig sei.
Somit be
stehe kein Anspruch auf IV-Leistungen (S. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom 5. August 2020 (Urk. 6)
wies sie ergänzend darauf hin, dass im Rahmen einer MRI-Untersuchung eine
behandlungsbedürftige
Band
scheibenproblematik sowie auch eine degenerative Veränderung der Brustwirbel
säule (BWS) habe ausgeschlossen werden können. Daher werde beim Invaliden
einkommen angerechnet, was der
Beschwerdeführer
in einer leidensangepassten
Tätigkeit erzielen könnte (S. 2
). Gestützt auf einen Einkommensvergleich resul
tiere ein Invaliditätsgrad von 35 %. Eine solcher Invaliditätsgrad berechtige nicht zum Bezug einer Invalidenrente (S. 4).
2.2
Dagegen wendet der
Beschwerdeführer
(Urk. 1) im Wesentlichen ein, die Ver
fügung beruhe auf dem Irrtum der
Beschwerdegegnerin
, dass der Rentenantrag sich auf einen anderen Gesundheitsschaden bezieh
e
, der bereits im Februar 2016 eingetreten sei und bei dem es sich um einen gebrochenen Fuss handle und folglich mit dem Bandscheibenvorfall aus 2019 in keinem Zusammenhang stehe (S. 1).
Mit Replik vom 14. Oktober 2020 (Urk. 12) ergänzte der
Beschwerdeführer
, der streitgegenständliche IV-Antrag beziehe sich auf einen Bandscheibenvorfall vom 1. Juni 2019 und das Verschlechterungsgesuch vom
11. Dezember 2019, über welches
die
Beschwerdegegnerin
im Rahmen des Verwaltungsverfahrens gar nicht entschieden und auch keinerlei medizinische Untersuchungen durchgeführt habe.
Somit habe der
Beschwerdegegnerin
ein ärztlicher Befund gefehlt (S. 1 f.). Bei dieser Sachlage sei eine Anrechnung oder anderweitige Kürzung bei Ermitt
lung des Vergleichseinkommens nicht vorzunehmen und auf den letzten tatsäch
li
chen Verdienst abzustellen (S. 3).
3.
3.1
Mit Schadenmeldung UVG vom 8. Februar 2016 (Urk. 7/13/315) teilte der
Be
-
schwerdeführer
der Suva mit, dass er
am 6. Februar 2016
bei Haushaltsarbeiten auf der Treppe abgerutscht sei.
Der am 6. Februar 2016 (Urk. 7/13/303 f.) kon
sultierte erst
behandelnde Dr. med.
Z._
, Chef
arzt des Spitals
A._
,
stellte die Diagnose einer Sprunggelenksfraktur Typ Weber B mit Ruptur des
Syndes
mosebandes
rechts oberes Sprunggelenk (OSG; S. 2).
3.2
Dr.
med.
B._
, Fachärztin Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
schloss
am
19. November 2019 (Urk. 7/20)
in Würdigung der medizinischen Aktenlage
, der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit
in
angestammte
r
Tätigkeit
sei anhand der telefonisch ergänzten Angaben der Suva nicht vollständig nachvollziehbar. Da aber aus dem Telefonat hervorgehe, dass
keine weiteren Unterlagen vorlägen
, müsse die Einschätzung des Verlaufs der Arbeitsunfähigkeit medizinisch-theoretisch erfolgen. Als Diagnosen mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden ein Status nach Weber B-Fraktur rechts am 6. Februar 2016 sowie eine
Peronealsehnenruptur
Erstdiagnose Oktober 2017. Als Diagnose ohne dauerhafte
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine Distorsion der rechten Hand am 7. August 2017
(Arbeits
unfall) zu nennen (S. 5). Zum Belastungsprofil führte sie aus, aus medizinischer
Sicht seien überwiegend sitzende, körperlich leichte bis gelegentlich mittel
sc
hwere Tätigkeiten ohne erhöhte Anforderungen an die Gang- und Standsicherheit zumutbar. Nach dem Bericht des
C._
vom 11. Oktober 2017
hätten
schon damals keine Beschwerden im Sitzen mehr bestanden, es
hätten
Schmerzen bei längerem Gehen und Stehen auf
der Baustelle
, kein Instabilitätsgefühl und
Unsicherheit auf Leitern
bestanden
.
Schon am
24. Oktober 2016
habe
Dr.
D._
dringend eine Vorstellung beim Kreisarzt
empfohlen
, er
habe
notier
t
:
Schmerzen bei Belastung auf Leiter (UVG-Akten 25.
Januar 2018
S. 56). Demnach
habe der
Beschwerdeführer
bereit
s
im
Oktober 2016
eine ausreichende Geh- und Steh
fähigkeit für einen Arbeitsversuch in der angestammten Tätigkeit
gehabt
, der
aufgrund von Schmerzen beim Belaste
n auf Leitern abgebrochen worden sei.
Am 14.
Dezember 20
16
habe
Dr.
D._
fest
gestellt
,
dass
die Fraktur knöchern kon
soli
diert
sei
. Der Heilungsverlauf werde
durch nicht medizinische Faktoren un
günstig beeinflusst (UVG-Akten 25.
Januar 2018 S.
72/73).
In der Kreisarzt
unter
suchung vom 24
.
Januar 20
17
habe
sich ein klinisch unauffälliger Befund
prä
sentiert
. Es
habe
eine minimale Bewegungseinschränkung des Sprunggelenkes
gegenüber der Gegenseite
bestanden
(UVG
-
Akten
25. Januar 20
18
S
.
83
ff
.
; S. 5
f.
)
.
3.3
Mit Anmeldung vom 11. Dezember 2019
machte der
Beschwerdeführer
eine Ver
schlechterung seines Gesundheitszustandes
bedingt durch einen
Bandscheiben
vor
fall
geltend
.
Der explorierende Facharzt der
E._
Dr. med.
F._
, Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
diagnostizierte
im B
ericht vom 21. Januar 2020 (
Unter
such vom 6. Januar 2021;
Urk. 7/17)
zuhanden des Krankenversicherers
chroni
sche Schmerzen der Lendenwirbelsäule (LWS) aufgrund degenerativer Verände
rungen mit
Diskusprotrusion
und
Fazettengelenksarthrose
sowie chronisch
e
Schmerzen
der BWS bei mässigen degenerativen Veränderungen ohne Nachweis einer Diskushernie oder raumfordernden
Protrusion
und gelangte
zur Ansicht,
nachvollziehbare klinische Untersuchungsbefunde, die eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit begründen würden, seien nicht aktenkundig. In einer MRI-Untersu
chung der
LWS
vom 4. Juli 2019 würden degenerative Veränderungen mit mässiger Einschnürung des Duralsackes, jedoch ohne Nachweis einer s
ignifi
kanten Spinalkanalstenose
beschrieben. Es bestünden Schmerzen der LWS, die jedoch kein Wurzelreizsyndrom nachvollziehen liessen (S. 5). Die aktuellen klini
schen Befunde einer MRI-Untersuchung der BWS
hätten mässige degenerative Veränderungen ohne Nachweis einer Diskushernie oder raumfordernden
Protru
sion
erbracht. Dies entspreche den Befunden der klinischen Untersuchung, die keine Hinweise für ein Wurzelreizsyndrom zeigten (S.
5
f.). Der Beschwerdeführer sei in der Lage, körperlich nur leichte Täti
gkeiten auszuüben, ohne häufige
Überkopftätigkeiten, ohne Gerüst- und Leitertätigkeiten und ohne Zwangshal
tungen für die BWS und LWS. Eine Tätigkeit, die das genannte Belastungsprofil berücksichtige, sei ohne Einschränkung möglich. Die festgestellten Verände
rungen und die subjektive Beschwerdesymptomatik könnten eine Arbeits
un
fähig
keit in einer Verweistätigkeit nicht begründen.
Aufgrund der als sehr stark be
schriebenen Schmerzen de
r BWS und LWS sowie der
nachvo
llziehbaren klini
schen Symptome
bestehe im Moment
eine
Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit, da es sich um eine körperlich schwere Tätigkeit mit häufiger Überkopf
tätigkeit handle. A
b dem 1. Februar 2020 bestehe ein
e 50%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten
Tätigkeit
, ab dem 1. März 2020 ein
e volle Arbeitsfähigkeit (S. 6).
3.4
Der
behandelnde
Arzt des
Rehazentrums
G._
wies mit Bericht vom 3. September 2020 (Urk. 13/1) zuhanden des
beschwerdeführerischen
Rechts
vertreters darauf hin, klinisch sei der
Beschwerdeführer
in den akuten Phasen in
allen Bewegungsebenen ROM massiv eingeschränkt und schmerzbedingt blockiert
.
Wurzelbezogene neurologische Ausfälle bestünden nicht. Muskeleigenreflexe seien seitengleich auslösbar.
In der bildgebenden Diagnostik bestehe das
Punctum
maximum
der Pathologie an den Übergängen Lendenwirbelkörper (LWK) 3/4 sowie LWK 4/5 mit gemischtförmig (
di
s
kogen
und
face
ttengelenks
arthro
tisch
/
flavum
-hyperplastisch beidseits) bedingte
r
moderater konzentrischer
Einschnü
rung des Duralsackes, ohne Nachweis einer definitiven Spinalkanalstenose. Am Übergang LWK
5/
Sakralwirbelkörper
(SWK) 1
bestehe
eine wiederum gemischt
förmig bedingte
moderate
Pelottierung
des Duralsackes inklusive des jeweiligen
Recessus
von S1 beidseits. Es bestehe keine Myelopathie.
Die kritischen Ver
änderungen der lumbalen Bandscheibenprolapse L2-L5/S1 seien bisher biome
chanisch bei den Beurteilungen nicht ausreichend berücksichtigt worden. Mit einer vollständigen Herstellung der 100%igen Arbeitsfähigkeit sei zunächst nicht zu rechnen, eine schrittweise Reintegration sei erforderlich. Auch im Hinblick auf die zusätzliche kardiale Symptomatik bestehe ein erhöhtes Risiko. Kardiologisch sei eine eingehende Diagnostik durchgeführt worden. Aktuell sei der Zustand stabil (S. 2).
3.5
Am 27. Juli 2020 (
Urk. 8) gelangte Dr.
B._
vom RAD zum Schluss, der klinische Untersuchungsbefund, wie er von Dr.
F._
dokumentiert worden sei,
sei mit Ausnahme einer als eingeschränkt demonstrierten Wirbelsäulen
beweg
lichkeit altersgerecht und unauffällig. Insbesondere bestünden keinerlei objektive Hinweise auf
radikuläre
Reizungen oder Ausfälle als Folge eines radiologisch beschriebenen Bandscheibenschadens. Sowohl im Bereich der BWS als auch im Bereich der LWS würden degenerative Veränderungen radiologisch beschrieben, diese seien insbesondere im LWS-Bereich ausgeprägt. Die Befundberichte des CTs der LWS
würden
nicht auf eine radiologisch erkennbare Beeinträchtigung einer bestimmten Nervenwurzel im Sinne einer Diskushernie mit
Kompromittierung
der Nervenwurzel hin
weisen
. Den Ausführungen Dr.
F._
hinsichtlich der Herz-Kreislaufsituation und der erhöhten Blutfettwerte könne vollumfänglich gefolgt werden. Hier sei auch aus der Sicht des RAD keine Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit erkennbar. Die von Dr.
F._
gestellten Diagnosen seien anhand der dokumentierten Befunde nachvollziehbar.
Seit dem 1. Juni 2019 bis zum 31. Januar 2020 bestehe eine 100
%
ige und seit dem 1.
Februar 2020 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Elektromonteur
, in angep
asster Tätigkeit gemäss Belastungsprofil sei der
Beschwerdeführer
seit jeher
a
rbeitsfähig (S. 2).
4.
4.1
4.1.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihre leistungsabweisende Verfügung vom 26. Mai
2020 (Urk. 2)
unter anderem
auf die
Einschätzung ihre
r
RAD-Ärztin Dr.
B._
vom 19. November 2019
(E.
3.2
)
. Diese
basiert ausschliesslich auf der Würdigung der bekannten medizinischen Aktenlage und stellt praxisgemäss grundsätzlich eine hinreichende Beurteilungsgrundlage dar. Indes kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit
und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3.
Okto
ber 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
Dr.
B._
gelangte
nachvollziehbar zum Schluss, dass
dem Beschwerdeführer
aus medizinischer Sic
ht eine
überwiegend sitzende, körperlich leichte bis gele
ge
ntlich mittelschwere Tätigkeit
ohne erhöhte Anforderungen an die Gang- und Standsicherheit
vollschichtig
zumutbar
ist, nachdem bereits am 11. Oktober 2017 keine Beschwerden im Sitzen mehr bestanden haben, lediglich noch Schmerzen bei längerem Gehen und Stehen auf der Baustelle
auftra
ten
.
4.1.2
Gegensätzliches
lässt
sich
auch
aus der übrigen medizinischen Aktenlage nicht
folgern
.
M
it der Beschwerdegegnerin
ist
festzuhalten, dass
gemäss
dem Be
richt
der behandelnden Universitätsklinik
C._
vom 11. Oktober 2017 (Urk. 7/13/176 f.) bei diagnostizierter symptomatischer
Peronealsehnenläsion
rechts ausschliesslich belastungsabhängige Schmerzen bei längerem Stehen und nach längerer Arbeit auf der Baustelle persistierten (S. 1), die operative Revision
genannter Ruptur komplikationslos
verlief
(Operationsbericht vom 12. Janu
ar
2018; Urk. 7/13/145 f.) und der Beschwerdeführer bei ebenfalls komplikations
losem postoperativem Verlauf am
15. Januar 2018
bei unauffälligen Befunden nach Hause entlassen werden
konnte
(Austrittsbericht vom 16. Januar 2018; Urk. 7/13/143 f.).
Im Weiteren
erhoben
die
behandelnden Ärzte
der Universitäts
klinik
C._
– abgesehen von teilweiser Schwellung erst nach grösseren Be
lastungen – bereits
drei Monate postoperativ
unauffällige Befunde (
Bericht vom 18. April 2018; Urk. 7/13/111 f.
S. 1).
Sodann
ergibt sich h
insichtlich der
vom Beschwerdeführer
noch
beklagten ziehenden Schmer
zen im Bereich der Schien
beinka
nte
aus den Akten
, dass die zuständigen Fachärzte der Universitätsklinik
C._
mit Bericht vom 12. Juli 2018 (Urk. 7/13/94 f.) am ehesten von einem Shin-Split-Syndrom
ausgingen
.
In der anschliessenden
bildgebenden Befundung mit MRI Unterschenkel rechts vom 26. Juli 2018 (Urk. 7/13/87
) zeigte sich indes kein abgrenzbares Korrelat hierfür, sodass
lediglich
eine Verdachtsdiagnose
auf ein Shin-Splint-Syndrom
gestell
t wurde, bei Beschwerdefreiheit in Ruhe
(vgl. Bericht Universitätsklinik
C._
vom 31. Juli 2018 (Urk. 7/13/81 f.).
Hierzu ist festzuhalten, dass e
ine bestimmte Gesundheitsschädigung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit vorliegen muss, damit sie einen Anspruch auf Leistungen der Sozialversicherung begründen kann (Urteil des Bundegerichts 8C_693/2019 vom 5. Februar 2020 E. 5.2.2).
Die genannte
Verdachtsdiagnose
ist s
omit
von vorn
herein
nicht geeignet,
einen Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zu be
gründen. Selbiges gilt betreffend die beklagten Schmerzen. So bestehen in Bezug
auf Schmerzen naturgemäss Beweisschwierigkeiten, folglich
genügen
die subjek
tiven Schmerzangaben der versicherten Person für die Begründung einer (teil
weisen) Arbeitsunfähigkeit allein nicht
,
s
ondern die Schmerzangaben
müssen
durch damit korrelierende, fachärztlich schlüssig feststellbare Befunde hinreichend
erklärbar sein (BGE
143 V 124 E. 2.2.2), was
,
wie soeben festgestellt
,
vorliegend nicht zutrifft.
4.1.3
Im Sinne des A
usgeführten
ergeben sich keine Anhaltspunkte für Zwei
fel an der Einschätzung des RAD
. Es
ist
somit
nicht zu beanstanden, dass die
Beschwer
degegnerin
in Bezug auf die Unterschenkel- beziehungsweise Fussproblematik rechts von einer seit Mai 2018 (vgl. Urk. 7/20 S. 6) bestehenden vollen
Leistungs
fähigkeit
ausging. Dies
blieb
denn auch unbestritten.
4.2
4.2.1
Uneinigkeit besteht
derweil
bei der Beurteilung der vom Beschwerdeführer be
klagten Bandscheibenproblematik.
Während die Beschwerdegegnerin mit Be
schwerdeantwort vom 5. August 2020 (Urk. 6)
von einer vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer leidensangepassten Tätigkeit
ausging (S. 3), erachtet der Beschwerdeführer (Urk. 12) eine Arbeitsunfähigkeit
von 100 % bis zum 31. Juli 2020
,
von 75 % bis zum 31. August 2020 und von
50 % bis 31. Dezember 2020 als ausgewiesen (S. 2).
Zwar ist dem Beschwerdeführer darin beizupflichten, dass die Einschätzungen
des
Dr.
F._
(E. 3.3)
sowie
des
Rehazent
r
ums
G._
(E. 3.4)
wie die Rücken
problematik insgesamt
keinen Eingang in die
Begründung der Verfügung
ge
fun
den haben
(vgl. E. 4.1).
Das
E._
-Assessment vom 21. Januar
2020
sowie eine Stellungnahme des
E._
vom 6.
März 2020 zum Bericht des
G._
liegen indes in den Akten (Urk. 7/30 S. 25 ff.) und fanden in die Beur
teilung der IV-Stelle Eingang (Urk. 7/34). Zudem
nahm die Beschwerdegegnerin
in diesem Beschwerdeverfahren
mit Beschwerdeantwort vom 5. August
2020
zur
Sache Stellung und legte eine er
gänzende Einschätzung ihres RAD
vom 27. Juli
2020 (E. 3.5) auf
und der Beschwerdeführer erhielt mit Aufforderung zur Replik vom 13. August 2020 (Urk. 10) Gelegenheit,
vor einem den Sachverhalt und die Rechtslage frei prüfenden Gericht (vgl. Art. 61
lit
. c und d ATSG; BGE 132 V 387 E. 5.1) umfassend zu den vorliegenden Beweismitteln Stellung
zu
nehmen
.
Die
Stellungnahme
des RAD
beruht
im Wesentlichen auf dem orthopädischen Assess
ment durch Dr.
F._
vom 6. Januar 2020 (E. 3.3) zuhanden des
beschwerde
führerischen
Kranken
taggeld
versicherers.
Den vom Krankentaggeldversicherer nicht im gesetzlich vorgesehenen Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten
Expertisen
kommt
ebenfalls
der Beweiswert versicherungsinterner ärztlicher Fest
stellungen zu (
Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2018 vom 14. November 2018 E. 4.1 mit Hinweisen), weshalb auf vorstehende Erwägungen verwiesen werden kann (vgl. E. 4.1.1).
4.2.2
D
er Beschwerdeführer
bringt
nichts vor, was die Einschätzung
des
Dr.
F._
(E. 3.3) und folglich auch
der Dr.
B._
(E. 3.5) in Zweifel zu ziehen
ver
möchte
. Abgesehen davon,
dass es dem Bericht des
Rehazent
r
ums
G._
vom
3. September 2020
(E. 3.4)
an
einer
nachvollziehbare
n
, schlüssige
n
Herleitung
der gestellten Diagnosen,
an den
aus den erhobenen Befunden abzuleitenden Ein
schränkungen sowie
an
ei
ner Auseinandersetzung mit dem orthopädischen Assessment von Dr.
F._
fehlt, bleibt auch ein mögliches Tätigkeitsprofil einer angepassten Tätigkeit ungewiss.
In diesem Sinne steht
der
Bericht des
G._
denn auch
nicht im Widerspruch
zu
der Einschätzung
des
Dr.
F._
.
Während sowohl die behandelnden Ärzte als auch Dr.
F._
ihren Einschätzungen
bildgebend
befundete
Pathologien
an den Übergängen LWK 3/4, LWK 4/5 sowie LWK 5/SWK
1 jeweils moderater Ausprägung (vgl. Urk. 7/17 S. 5, Urk. 13/1 S. 2)
zugrunde legten,
nahmen erstere ausschliesslich Bezug
auf die angestammte Tätigkeit
(Urk. 13/1 S. 2).
Inwiefern der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eingeschränkt sein sollte, wurde demgegenüber nicht dar
gelegt.
Die Einschätzung
lässt sich somit ohne Weiteres
mit dem von Dr.
F._
(E. 3.3)
festgelegten Tätigkeitsprofil einer
angepassten
kör
perlich nur leichten Tätigkeit
, ohne häufigen Überkopftätigkeiten, ohne Gerüst- und Leitertätigkeiten und ohne Zwangshaltungen für die BWS und LWS vereinbar
en
.
4.2.3
Soweit der Beschwerdeführer schliesslich auf die Arbeitsunfähig
keitsbe
scheini
gung
vom
1. Oktober 2020 Bezug nimmt, kann auf das soeben
E
rwogene ver
wiesen werden,
da
diese offensichtlich im Zusammenhang mit dem Bericht vom 3. September 2020 zu lesen ist. Mithin bleibt bereits
das
den attestierten Arbeits
un
fähigkeiten
zugrundeliegende Tätigkeitsprofil
ungewiss.
4.3
Zusammenfassen
d
ist festzuhalten, dass die übrige medizinische Aktenlage, so
fern überhaupt ein Widerspruch besteht,
keine auch nur geringen
Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit
der Einschätzung der RAD-Ärztin Dr.
B._
zu begründen vermag
.
Demnach ist
mit dem im Sozialversicherungsrecht gelten
den Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Be
schwerdeführer in angepasster Tätigkeit vollständig arbeitsfähig ist
.
5.
Zu prüfen bleibt, wie sich dies in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
Nach dem Ge
sagten ist
zumindest von einer vollen Leistungsfähigkeit in einer Verweistätigkeit auszugehen.
Die Beschwerdegegnerin legte ihrer Berechnung des IV-Grades ein
Valideneinkommen
von Fr. 104'000.-- und ein Invalideneinkommen von Fr. 67'767.
--
in einem 100 %-Pensum zugrunde (vgl. Urk. 6 S. 3).
Hinsichtlich des
Valideneinkommens
stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer
angesichts
dessen, dass er 50 % Stammanteile seiner Arbeitgeberin hält, nicht einem
Selb
ständiger
werbenden
gleichzustellen wäre, womit das
Valideneinkommen
aus dem durchschnittlichen jährlichen Verdienst der letzten Jahre zu berechnen wäre. Die Frage kann
offen gelassen
werden, da auch beim angenommenen
Validenein
kommen
von Fr. 104'000.-- kein
IV-
Anspruch resultiert.
Einen le
idensbedingten Abzug erachtete d
ie
IV-Stelle
mit ausführlicher Begründung als nicht gerecht
fertigt.
Da sich weder aus den Akten
gegenteilige Hinweise ergeben noch der Beschwerdeführer begründete Einwände erhebt, ist dies nicht zu beanstanden.
Bei diesem Ergebnis kann die tatsächliche Leistungsfähigkeit in angestammter Tätigkeit offenbleiben und in antizipierter Beweiswürdigung auf weitere Abklä
rungen hierzu – wie dies von RAD-Ärztin Dr.
B._
empfohlen (vgl. Urk. 8 S. 2)
und vom Beschwerdeführer beantragt wird (Urk. 12 S. 3) – v
erzichtet werden (
vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen
). Namentlich ist es dem Beschwer
de
führer in jedem Fall möglich, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen
(
E. 1.3)
.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.