# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fb142baf-4c65-4538-9595-e37e404ce7d8
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die S. AG, Bern, ist Eigentümerin der Parzellen Nrn. W2568, W2754, W4891 und
W4931 in St. Gallen. Diese Grundstücke liegen im Gebiet des Gestaltungsplans R., den
das Baudepartement am 4. August 1999 zusammen mit der Zonenplanänderung R.
(Umzonung von der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen in die Wohnzone,
Bauklasse 4) genehmigt hat. Der Gestaltungsplan und die Zonenplanänderung sind seit
dem 1. September 1999 in Kraft. Vorgesehen ist eine Ueberbauung mit zwölf
Mehrfamilienhäusern mit rund 182 Wohnungen sowie der dazugehörenden
Infrastruktur.
Art. 17 der besonderen Vorschriften zum Gestaltungsplan R. (besV) sieht vor, dass das
Plangebiet in Etappen überbaut werden kann. Die Bauetappe im Westen des Areals (K-
strasse 27,29,31,33 und 35) bewilligte die Baupolizeikommission am 27. August 1999
(Beschluss Nr. 884). Die Etappe im Osten des Areals (K-strasse 26,28 und 30/S-strasse
5 und 7) wurde am 8. September 2000 bewilligt (Beschluss Nr. 1302). Die Bauarbeiten
der ersten und zweiten Bauetappe sind abgeschlossen.
B./ Am 7. Juli 2003 reichte die P. Stiftung, Zürich, ein Baugesuch (Nr. 41'781) für die
letzten zwei Mehrfamilienhäuser (K-strasse 32 und 34) mit Tiefgarage ein. Die Gebäude
weisen je sechs Geschosse und ein Attikageschoss auf und beinhalten zusammen 44
Wohnungen (3 x 2-Zimmer, 15 x 3-Zimmer, 12 x 4-Zimmer, 12 x 5-Zimmer und 2 x 6-
Zimmer). In der gemeinsamen Tiefgarage, die über die F-strasse erschlossen wird, sind
44 Autoabstellplätze vorgesehen. Auf der Südwestseite des Hauses K-strasse 34, mit
Zufahrt ab der K-strasse, sind sodann vier Parkplätze für Besucher geplant.
a) Am 11. Juli 2003 erhob V. K., St. Gallen, Eigentümerin der benachbarten
Grundstücke Nrn. 0000 und 0000 gegen das Bauprojekt öffentlichrechtliche und
privatrechtliche Einsprache. Sie verlangte, das Baugesuch Nr. 41'781 sei abzuweisen,
eventuell sei es unter der Auflage zu bewilligen, dass die Ein- und Ausfahrt der
Tiefgarage an die K-strasse verlegt werde. Weiter beanstandete sie die vorgesehene
Anzahl Autoabstellplätze sowie die Länge, Breite und Höhe der Gebäude.
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An der Einspracheverhandlung vom 21. Oktober 2003 informierte der Vertreter der
Baupolizei die Bauherrschaft darüber, dass die vorgesehene Tiefgarage die verbindlich
festgelegte Untergeschoss-Baulinie verletze und das Projekt deshalb nicht bewilligt
werden könne. Am 9. Februar 2004 reichte die Bauherrschaft ein Korrekturgesuch
betreffend Aenderung des Untergeschosses ein. Auch dagegen erhob V. K. am 24.
Februar 2004 öffentlichrechtliche und privatrechtliche Einsprache und verlangte, das
Baugesuch sei abzuweisen.
b) Am 19. März 2004 (Beschluss Nr. 994) erteilte die Baupolizeikommission die
Bewilligung zum Baugesuch Nr. 41'781 nach dem Korrekturgesuch vom 9. Februar
2004 unter Vorbehalt der Bedingungen und Auflagen (Ziff. 1). Die öffentlichrechtliche
und die privatrechtliche Einsprache von V. K. wurden abgewiesen (Ziff. 2 und 3). Für
die geringfügige Ueberschreitung der Grundmasse nach Gestaltungsplan erteilte die
Baupolizeikommission - wie schon bei den vorangegangenen Bauetappen - eine
Ausnahmebewilligung nach Art. 77 des Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG).
Liftüberfahrten, Kamine, Oberlichter, Treppenhausbelichtung und
Entlüftungsinstallationen beurteilte sie als zulässige Dachaufbauten im Sinn von Art. 29
der Bauordnung der Stadt St. Gallen (sRS 731.1, abgekürzt BO).
C./ Gegen den Beschluss der Baupolizeikommission vom 19. März 2004 erhob V. K.
am 19. April 2004 Rekurs beim Baudepartement. Sie stellte das Rechtsbegehren, der
Beschluss sei aufzuheben und das Baugesuch Nr. 41'781 sei abzuweisen. Zur
Begründung wurde geltend gemacht, die Zahl der Autoabstellplätze und die
Erschliessung der Tiefgarage seien mit dem Gestaltungsplan nicht vereinbar. Sodann
führe die Ein- und Ausfahrt der Tiefgarage zusammen mit derjenigen der Etappe West
zu übermässigen Einwirkungen im Sinn von Art. 684 des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches (SR 210, abgekürzt ZGB). Des weiteren beanstandete sie Länge,
Breite und Höhe der Gebäude.
Das Baudepartement hielt die Rügen für unbegründet und wies den Rekurs am 20.
Dezember 2004 ab, soweit es darauf eintrat.
D./ Am 14. Januar 2005 erhob V. K. gegen den Entscheid des Baudepartements vom
20. Dezember 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Innert erstreckter Frist
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stellte sie am 27. Januar 2005 das Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben und
das Baugesuch Nr. 41'781 sei abzuweisen. Die Beschwerde wird damit begründet, der
Entscheid beruhe auf einem unrichtig und unvollständig festgestellten Sachverhalt und
verletze Recht. Sodann sei die Vorinstanz auf die Rüge, die zulässige Gebäudehöhe
werde überschritten, zu Unrecht nicht eingetreten.
Am 10. Februar 2005 beantragte die Vorinstanz, die Beschwerde sei abzuweisen. Auch
die S. Anlagestiftung und die Baupolizeikommission hielten am 3. März 2005 bzw. am
10. März 2005 dafür, der Beschwerde sei keine Folge zu geben.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Als
Eigentümerin der benachbarten Grundstücke Nrn. 0000 und 0000 an der F-strasse 14,
wo sie auch wohnt, ist V. K. zur Erhebung der vorgebrachten Rügen legitimiert (Art. 64
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP; zur Einspracheberechtigung von
Nachbarn vgl. B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 934 f.).
Sodann entsprechen die Beschwerdeeingabe vom 14. Januar 2005 und deren
Ergänzung vom 27. Januar 2005 zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
2./ Die Beschwerdeführerin beantragt, es seien sämtliche Akten der ersten beiden
Bauetappen sowie die Protokolle und Tonbänder des Grossen Gemeinderates der
Stadt St. Gallen zum Gestaltungsplan R. zu edieren.
Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und formrichtig
angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen eine nicht
erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Sache
Beweis zu erbringen (vgl. BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b).
Die rechtserheblichen Tatsachen ergeben sich aus den Akten. Dazu gehören die
Baugesuchsakten (ohne Pläne) der ersten und der zweiten Bauetappe (Baugesuche
Nrn. 38'063 und 39'053). Auf die beantragte Edition weiterer Unterlagen kann somit
verzichtet werden.
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3./ Die Beschwerdeführerin macht vorab geltend, die Vorinstanz habe ihr zu Unrecht
das Rechtsschutzinteresse bezüglich der Rüge abgesprochen, die zulässige
Gebäudehöhe werde überschritten. Die auf dem Dach aufgesetzten Lichtschächte
würden die Besonnungs- und Belichtungsverhältnisse ihrer Grundstücke und damit
auch ihre Wohnqualität erheblich beeinträchtigen. Dies gelte unabhängig davon, ob die
Aufbauten von ihren Grundstücken aus sichtbar seien. Demzufolge sei sie mehr als die
Allgemeinheit in ihren eigenen schutzwürdigen Interessen betroffen.
a) Die Legitimation des Nachbarn setzt nicht nur räumlich die erforderliche enge
nachbarliche Beziehung zum Baugrundstück voraus, sondern auch, dass er durch die
streitige Baute unmittelbar und in höherem Ausmass als irgend jemand oder die
Allgemeinheit in eigenen Interessen beeinträchtigt ist. Dabei muss er grundsätzlich im
einzelnen dartun, inwieweit die allfällige Erteilung der Baubewilligung konkrete eigene
rechtliche oder tatsächliche Interessen intensiver beeinträchtigt als die Interessen
irgendwelcher Dritter. Für jede Rechtsbehauptung muss das Rechtsschutzinteresse
vorliegen (vgl. Heer, a.a.O., Rz. 934 f. mit Hinweis auf GVP 1977 Nr. 23, GVP 1996 Nr.
59 und VerwGE vom 30. Oktober 2001 i.S. E.B.).
b) Die von der Fassade weit zurückversetzten Lichtschächte über Dach werden nach
dem angefochtenen Entscheid und nach den Plänen von den Parzellen der
Beschwerdeführerin aus nicht sichtbar sein. Folglich können die ohnehin transparenten
Bauteile die Besonnung in diesem Bereich nicht beeinflussen. Hinzu kommt, dass die
maximal zulässige Gebäudehöhe, die im Gestaltungsplan bei den jeweiligen Bauten
eingetragen ist, bei beiden Häusern nicht ausgeschöpft wird. Das den Grundstücken
der Beschwerdeführerin näher stehende Haus H 12, das an die F-strasse angrenzt,
weist nach den Plänen eine Gebäudehöhe von 692.99 M.ü.M. auf, während eine solche
von 694.00 M.ü.M. zulässig wäre. Das rückversetzte Haus H 11 soll eine Gebäudehöhe
von 695.58 M.ü.M. erreichen, obschon eine solche von 696.00 M.ü.M. möglich wäre.
Bei den Bauteilen, welche die Dachkote überragen, so auch bei den Lichtschächten,
handelt es sich sodann um technisch unumgängliche Dachaufbauten, die dem darunter
liegenden Gebäude funktionell dienen, für dessen Betrieb erforderlich sind und nicht
anders als über Dach geführt werden können (vgl. Heer, a.a.O., Rz. 657). Somit sind sie
nach Art. 29 BO in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 besV zulässig. Die Rüge der
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Beschwerdeführerin, die Vorinstanz hätte prüfen müssen, ob die zulässige
Gebäudehöhe überschritten werde, erweist sich somit als unbegründet.
4./ Die Beschwerdeführerin wendet weiter ein, es seien mehr Autoabstellplätze als
zulässig bewilligt worden. Sie begründet dies damit, die besV sähen im Plangebiet
höchstens 220 Parkplätze vor. Weil im Zusammenhang mit der ersten und der zweiten
Bauetappe bereits 200 Parkfelder bewilligt worden seien, wären höchstens 20 weitere
möglich. Die geplante Anzahl von 48 Parkplätzen sprenge den in den besV
vorgegebenen Rahmen.
a) Nach Art. 4 Abs. 1 besV sind für die Ueberbauung gemäss Gestaltungsplan 220
Parkplätze vorgesehen. Die Baubewilligungsbehörde wird die definitiv zulässige Anzahl
Parkplätze in Abhängigkeit der Anzahl und Grösse der Wohneinheiten im
Baubewilligungsverfahren festlegen. Ferner wird bei einer etappenweisen Realisierung
der Ueberbauung die Baubewilligungsbehörde die Parkplatzanzahl in Abhängigkeit der
Nutzflächen pro Etappe festlegen.
Ausgangspunkt jeder Auslegung bildet der Wortlaut der Bestimmung. Ist der Text nicht
ganz klar und sind verschiedene Interpretationen möglich, so muss nach seiner wahren
Tragweite gesucht werden unter Berücksichtigung aller Auslegungselemente; dabei
kommt es namentlich auf den Zweck der Regelung, die dem Text zu Grunde liegenden
Wertungen sowie auf den Sinnzusammenhang an, in dem die Norm steht. Die
Gesetzesmaterialien sind zwar nicht unmittelbar entscheidend, dienen aber als
Hilfsmittel, den Sinn der Norm zu erkennen (BGE 129 II 118 mit Hinweisen).
Nach dem Wortlaut von Art. 4 Abs. 1 Satz 1 besV sind für die Ueberbauung 220
Parkplätze vorgesehen. Damit wird bereits zum Ausdruck gebracht, dass es sich bei
der Zahl der Autoabstellplätze um eine Richtgrösse handelt bzw. dass nicht höchstens
220 Autoabstellplätze erstellt werden dürfen. Dementsprechend wurde die ursprünglich
vorgesehene Formulierung, wonach "maximal" 260 Parkplätze zulässig sind, fallen
gelassen. Dafür, dass die genaue Zahl der Parkplätze offen gelassen werden soll bzw.
dass es zulässig ist, im Rahmen der Baubewilligungsverfahren mehr als 220
Autoabstellplätze zu erstellen, spricht sodann, dass die besV weder die Anzahl und die
Grösse der Wohneinheiten noch die Nutzfläche je Etappe festlegen. Der Vorlage des
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Stadtrats an den Grossen Gemeinderat vom 26. Januar 1999 kann in diesem
Zusammenhang entnommen werden, dass in den zwölf Baukörpern "ca. 182
Wohnungen untergebracht sind" und dass die "flexible Struktur der Grundrisse" sowohl
"variable Wohnungsgrössen nach Bedarf als auch die Integration öffentlicher oder
halböffentlicher Nutzungen" ermöglicht. Dementsprechend legt die
Baubewilligungsbehörde die genaue Zahl der Parkplätze nach Art. 4 Abs. 1 besV erst
im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens der entsprechenden Etappe fest, wobei die
Anzahl und die Grösse der Wohneinheiten sowie die Nutzfläche je Etappe massgebend
sind. Dieses Vorgehen erlaubt es, die Zahl an Parkplätzen auf die konkreten
Verhältnisse der jeweiligen Etappe abzustimmen.
b) An dieser Beurteilung ändert entgegen der Annahme der Beschwerdeführerin nichts,
dass die Baupolizeikommission in den Erwägungen zum Beschluss vom 8. September
2000 (Nr. 1302) betreffend das Baugesuch Nr. 39'053 (zweite Bauetappe)
irrtümlicherweise davon ausgegangen ist, es seien maximal 220 Parkplätze zulässig
bzw. im Zusammenhang mit der dritten Etappe (Bauten H 11 und H 12) könnten
höchstens noch 20 Parkplätze erstellt werden, weil bereits 200 bewilligt worden seien
(vgl. Ziff. III/3.3 des Beschlusses). Diese Aussage widerspricht Art. 4 Abs. 1 Satz 1
besV. Die Baupolizei hat in einem Schreiben vom 28. Januar 2003 denn auch
eingeräumt, sie erweise sich als unrichtig und beruhe darauf, dass üblicherweise bei
Gestaltungsplänen für Parkplätze eine maximale Obergrenze festgelegt werde. Offen
bleiben kann aufgrund des klaren Wortlauts von Art. 4 Abs. 1 Satz 1 besV sodann, ob
die Behauptung der Beschwerdeführerin zutrifft, im Rahmen der Beratungen des
Grossen Gemeinderats sei unzweideutig kommuniziert worden, dass es sich bei den
vorgesehenen Parkplätzen im Gestaltungsplan um die maximale Anzahl Parkplätze
handle. Wie dargelegt, sieht diese Vorschrift keine absolute Begrenzung der Anzahl
Parkplätze vor.
c) Die Beschwerdeführerin vertritt weiter den Standpunkt, es habe von Beginn an
festgestanden, dass ein Autoabstellplatz je Wohnung erstellt werde, was rund 182
Parkplätze ergebe. Wenn man entsprechend den Normen der Vereinigung
Schweizerischer Strassenfachleute (VSS-Normen) 20 Parkplätze für Besucher
hinzurechne, seien rund 202 Autoabstellplätze erforderlich. Dies mache deutlich, dass
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die in Art. 4 Abs. 1 besV vorgesehenen 220 Parkplätze als absolute Grenze zu
verstehen seien.
Wie bereits ausgeführt, ist im Rahmen des Gestaltungsplanverfahrens offen gelassen
worden, wie viele Wohneinheiten in den zwölf Mehrfamilienhäusern höchstens erstellt
werden dürfen. Dementsprechend errechnet die Baubewilligungsbehörde die definitive
Zahl der Parkplätze je Bauetappe nach Art. 4 Abs. 1 besV auch nach Anzahl und
Grösse der Wohneinheiten. In Uebereinstimmung mit Art. 4 Abs. 1 besV sollen denn
auch nicht 182, sondern 188 Wohneinheiten von unterschiedlicher Grösse erstellt
werden (erste Bauetappe: 58; zweite Bauetappe: 86; dritte Bauetappe: 44). Der nach
Auffassung der Beschwerdeführerin massgebenden Anzahl von rund 202 Parkplätzen
kommt deshalb, wie der in Art. 4 Abs. 1 Satz 1 besV genannten Anzahl von 220
Parkplätzen, nur relative Bedeutung zu. Demnach lässt sich daraus nicht folgern, es
seien höchstens 220 Parkplätze erforderlich.
d) Die Beschwerdeführerin macht sodann geltend, sie sei in ihrem Vertrauen in die
Auslegung von Art. 4 Abs. 1 besV, wie sie die Baupolizei anfänglich vorgenommen
habe, zu schützen. Im Rahmen der ersten Bauetappe seien mehr Parkplätze bewilligt
worden, als dies nach der einschlägigen VSS-Richtlinie höchstens zulässig gewesen
wäre. Nach Bewilligung der zweiten Bauetappe seien mit 200 Parkplätzen sodann
bereits rund 91 Prozent des Parkplatzkontingents von 220 Parkplätzen ausgeschöpft
gewesen. Weil die Baupolizeikommission im Beschluss vom 8. September 2000
betreffend die zweite Bauetappe (Nr. 1302) aber festgehalten habe, im Rahmen der
dritten Bauetappe dürften lediglich noch 20 Parkplätze bewilligt werden, habe sie auf
Einwendungen gegen die Baubewilligung der zweiten Bauetappe verzichtet. Zu
berücksichtigen sei weiter, dass die Baupolizeikommission diese Meinungsäusserung
erst am 28. Januar 2003, im Zusammenhang mit der dritten Bauetappe, als unrichtig
bezeichnet habe.
aa) Vertrauensschutz bei der Rechtsanwendung setzt ein Vertrauensverhältnis voraus
(vgl. Ehrenzeller/Mastronardi/Schweizer/Vallender, Die Schweizerische
Bundesverfassung, Kommentar, Zürich/Basel/Genf 2002, Rz. 51 zu Art. 9 der
Bundesverfassung [SR 101]). Hat eine Zusage einen dem Gesetz widersprechenden
Inhalt, vermag sie sich - als von der Verwaltung gesetzte Norm - gegen den Vorrang
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des Gesetzes nicht zu behaupten. Sobald das Legalitätsprinzip einen anderen
Entscheid erheischt als die Zusage, geht das Gesetz vor; einzig das Vertrauensprinzip
kann die Bindung an eine gesetzeswidrige Zusage bewirken (vgl. B. Weber-Dürler,
Vertrauensschutz im öffentlichen Recht, Basel/Frankfurt 1983, S. 203). Eine inhaltlich
bestimmte behördliche Auskunft kann eine Vertrauensbasis schaffen (vgl. dazu Häfelin/
Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2002, Rz. 669).
Voraussetzung des Vertrauensschutzes ist sodann das Fehlen der Kenntnis der
Fehlerhaftigkeit der Vertrauensgrundlage. Wer die Fehlerhaftigkeit kennt, kann nicht in
guten Treuen davon ausgehen, dass die durch den Staat erweckten Erwartungen erfüllt
werden. Ein berechtigtes Vertrauen ist auch denjenigen abzusprechen, welche die
Mangelhaftigkeit der Vertrauensgrundlage bei gehöriger Sorgfalt hätten kennen
müssen. Dabei ist auf die individuellen Fähigkeiten und Kenntnisse der sich auf den
Vertrauensschutz berufenden Personen abzustellen (vgl. Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 657
mit Hinweisen; vgl. auch U. Gueng, Zur Verbindlichkeit verwaltungsbehördlicher
Auskünfte und Zusagen, Schweizerisches Institut für Verwaltungskurse an der
Hochschule St.Gallen, 1971, S. 25). Sodann muss der Adressat im Vertrauen auf die
Richtigkeit der Auskunft eine für ihn nachteilige Disposition getroffen haben, die
unwiderruflich ist oder jedenfalls nicht ohne Schaden rückgängig gemacht werden
kann (vgl. Häfelin/Müller, a.a.O., Rz. 686).
bb) Zutreffend ist, wie erwähnt, dass die Baupolizeikommission in den Erwägungen zu
ihrem Entscheid vom 8. September 2000 (Nr. 1302) betreffend das Baugesuch Nr.
39'053 festgehalten hat, im Zusammenhang mit der dritten Bauetappe könnten
maximal 20 Parkplätze erstellt werden. Fest steht sodann, dass die Baupolizei diese
Meinungsäusserung erst am 28. Januar 2003, im Rahmen der dritten Bauetappe, als
unrichtig bezeichnet hat. Aus den Akten ergibt sich indessen, dass die
Beschwerdeführerin wohl gegen das Baugesuch Nr. 38'063 (erste Bauetappe), nicht
aber gegen das Baugesuch Nr. 39'053 Einsprache erhoben hat. Dementsprechend ist
ihr der Beschluss der Baupolizeikommission vom 8. September 2000 (Nr. 1302) nicht
eröffnet worden. Die Beschwerdeführerin kann sich somit nicht mit Erfolg darauf
berufen, mit den Erwägungen zu diesem Beschluss sei ihr gegenüber eine
Vertrauensgrundlage geschaffen worden. Des weiteren wäre es ihr, entgegen ihren
Ausführungen, gar nicht möglich gewesen, dagegen ein Rechtsmittel einzulegen bzw.
die damit bewilligte Anzahl an Parkplätzen für die zweite Bauetappe in Frage zu stellen.
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Die Rüge der Beschwerdeführerin, sie habe aus Gründen des Vertrauensschutzes
Anspruch darauf, dass insgesamt höchstens 220 Parkplätze bewilligt würden, erweist
sich demnach als unbegründet.
e) Die Beschwerdeführerin bringt weiter vor, die in Art. 4 Abs. 1 Satz 1 besV genannte
Zahl von 220 Parkplätzen mache nur Sinn, wenn sie als absolute Zahl verstanden
werde, weil andernfalls die betroffenen Nachbarn gar nicht in der Lage seien, das
Projekt zu beurteilen und Einsprache zu erheben. Des weiteren könne es nicht
angehen, dass sich die Vorinstanz im Rahmen der dritten und letzten Bauetappe
bezüglich der Anzahl der Parkplätze auf die einschlägige VSS-Norm berufe, nachdem
dieser im Zusammenhang mit den beiden vorangegangenen Bauetappen keine
Rechnung getragen worden sei. Es sei je eine massiv überhöhte Parkplatzzahl bewilligt
worden. Sodann sei zu berücksichtigen, dass das Plangebiet zentral liege und mit
öffentlichen Verkehrsmitteln gut erschlossen sei. Es sei deshalb nicht gerechtfertigt, die
höchstmögliche Anzahl Parkplätze zu bewilligen, die nach der einschlägigen VSS-Norm
möglich sei.
aa) Wie ausgeführt, durfte die Beschwerdeführerin nicht damit rechnen, gestützt auf
Art. 4 Abs. 1 besV könnten höchstens 220 Parkplätze erstellt werden. Diese Vorschrift
verpflichtet die Baubewilligungsbehörde, die Zahl der Parkplätze je Bauetappe
festzulegen. Unbestritten ist sodann, dass für die Berechnung der erforderlichen bzw.
zulässigen Anzahl Parkplätze die einschlägigen VSS-Normen herangezogen werden
dürfen. Dementsprechend stellt die Beschwerdeführerin nicht in Abrede, dass
Wohneinheiten mit grösseren Bruttogeschossflächen einen zusätzlichen
Parkplatzbedarf rechtfertigen.
bb) Die VSS-Normen sind anerkannte Hilfsmittel bei der Frage, ob eine Anlage den
Anforderungen der Verkehrssicherheit genügt. Ihre Anwendung im Einzelfall muss
indessen dem Grundsatz der Verhältnismässigkeit standhalten, weshalb sie einem
Entscheid nicht ungeachtet der konkreten Verhältnisse zugrunde gelegt werden dürfen
(vgl. VerwGE vom 18. Mai/2. Dezember 2004 i.S. M.E. mit Hinweis auf GVP 1990 Nr.
99, ZBl 80/1979, S. 223 f. und BGE 94 I 141 mit Hin-weisen).
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Nach Ziff. B 7 der VSS-Norm SN 640 290, die dem angefochtenen Entscheid zugrunde
liegt, liegt der Grenzbedarf an Parkfeldern bei Mehrfamilienhäusern bei einem Parkfeld
pro 80 bis 100 m2 Bruttogeschossfläche. Das Minimum ist ein Parkfeld je Wohnung.
Zusätzlich sind 10 Prozent Parkfelder für Besucher vorzusehen. Dieser Richtwert
entspricht im allgemeinen bereits dem definierten reduzierten Bedarf an Parkfeldern bei
Wohnbauten, da der Einfluss der übrigen Verkehrsmittel auf den Bedarf an Parkfeldern
bei Wohnbauten sehr gering ist.
cc) Weil im Rahmen der dritten Bauetappe nur die Zahl der Wohneinheiten, nicht aber
deren Grösse in Rechnung gestellt worden ist (nach den unbestritten gebliebenen
Feststellungen der Vorinstanz weisen 28 von 44 Wohnungen eine
Bruttogeschossfläche von über 100 m2 auf), werden die Vorgaben der VSS-Norm SN
640 290 mit 48 Parkplätzen knapp erfüllt. Entgegen der Behauptung der
Beschwerdeführerin ist somit nicht die höchstmögliche Anzahl Parkplätze bewilligt
worden.
Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass im Rahmen der ersten und der zweiten
Bauetappe eine Mehrfläche von mindestens 4'000 m2 resultiert habe, welche die
bewilligte Anzahl Parkplätze gerechtfertigt hätte. Im Rahmen der ersten Bauetappe
sind 58 Wohneinheiten und 88 Parkplätze bewilligt worden (76 Parkpätze in der
Tiefgarage, 12 Parkplätze im Freien). Dem rechtskräftigen Beschluss der
Baupolizeikommission vom 31. März 2000 (Nr. 1107) kann entnommen werden, dass
sich unter den 58 Wohneinheiten 40 5-Zimmer-Eigentumswohnungen mit je 140 m2
Bruttogeschossfläche befinden. Nach den Feststellungen der Baupolizeikommission
ergibt dies eine Mehrfläche von rund 2000 m2, was rund 25 Wohneinheiten mit 80 m2
Bruttogeschossfläche gleichkommt. Die 88 Parkplätze, die in dieser Bauetappe
bewilligt worden sind, entsprechen somit den Vorgaben der VSS-Norm SN 640 290.
Daran ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin geltend macht, gemäss Beschluss
der Baupolizeikommission vom 27. August 1999 (Nr. 884) betreffend das Baugesuch
Nr. 38'063 seien ursprünglich 103 Wohnein-heiten und 99 Parkplätze geplant gewesen
bzw. weil die Wohneinheiten um 45 Wohneinheiten (44 Prozent) reduziert worden seien,
hätten die Parkplätze nicht nur auf 88 Parkplätze (11 Prozent) verringert werden dürfen.
Im Rahmen der zweiten Bauetappe wurden 86 Wohneinheiten erstellt. Nach den
Feststellungen der Baupolizeikommission vom 8. September 2000 (rechtskräftiger
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Beschluss Nr. 1302) weisen 49 Wohneinheiten eine Bruttogeschossfläche von rund 130
m2 auf und 10 Wohneinheiten eine solche von rund 170 m2. Dies kommt einer
Mehrfläche von rund 2'170 m2 gleich und entspricht auf der Grundlage von 100 m2 je
Wohnung 22 Wohneinheiten. Die Anzahl der bewilligten Parklätze (84 Parkplätze in der
Tiefgarage, 28 Parkplätze im Freien) liegt somit ebenfalls im Bereich der VSS-Norm SN
640 290. Es ergibt sich somit, dass die Behauptung der Beschwerdeführerin nicht
zutrifft, die Anzahl Parkplätze für die erste und zweite Bauetappe seien nicht anhand
der einschlägigen VSS-Norm festgelegt worden.
f) Zusammenfassend steht demnach fest, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit
die Beschwerdeführerin rügt, die Bewilligung von 48 Parkplätzen für die dritte
Bauetappe beruhe auf einem unrichtig festgestellten Sachverhalt und verletze Recht.
5./ Die Beschwerdeführerin wendet sich weiter gegen den Standort der Zu- und
Wegfahrt zur Tiefgarage der dritten Bauetappe, der ihrer Meinung nach dem
Gestaltungsplan nicht entspricht. Sie hält dafür, die Erschliessung dieser Tiefgarage
dürfe nicht über die F-strasse erfolgen, weil die Tiefgarage der ersten Bauetappe
ausschliesslich über die F-strasse zugänglich sei bzw. weil auf die im Gestaltungsplan
vorgesehene zweite Ein- und Ausfahrt auf die K-strasse verzichtet worden sei. Sie
verlangt, dass nachträglich eine Ein- und Ausfahrt an der K-strasse gebaut werde.
Sodann macht sie geltend, durch die Erschliessung der Tiefgarage der dritten
Bauetappe über die F-strasse erleide sie übermässige Einwirkungen im Sinn von Art.
684 ZGB, insbesondere dann, wenn die nach den besV mögliche Anzahl Parkplätze
überschritten werden sollte.
a) Aus den Akten ergibt sich, dass die Tiefgarage der dritten Bauetappe entsprechend
den Vorgaben des Gestaltungsplans über die F-strasse erschlossen werden soll.
Gegen den Standort der Ein- und Ausfahrt hätte sich die Beschwerdeführerin im
Rahmen des Gestaltungsplanverfahrens wenden müssen. Eine akzessorische
Ueberprüfung des Nutzungsplans im Baubewilligungsverfahren ist ausgeschlossen
(BGE 131 II 110 mit Hinweisen). Daran ändert nichts, dass im Zusammenhang mit dem
Bau der Tiefgarage der ersten Bauetappe auf eine der beiden im Gestaltungsplan
vorgesehenen Ein- und Ausfahrten verzichtet worden und nur diejenige in Richtung F-
strasse verwirklicht worden ist. Der Grund liegt gemäss Beschluss der
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Baupolizeikommission vom 27. August 1999 (Nr. 884) darin, dass die Länge der
Tiefgarage und die Anzahl der Parkplätze reduziert worden waren. Den Erwägungen zu
diesem Beschluss, der der Beschwerdeführerin als Einsprecherin eröffnet worden ist,
kann in diesem Zusammenhang sodann entnommen werden, dass die Ein- und
Ausfahrt der Tiefgarage an der F-strasse durch den Verzicht auf eine zweite Ausfahrt an
der K-strasse wohl etwas höher frequentiert werde, als dies beim Erlass des
Sondernutzungsplans vorgesehen gewesen sei. Der Verkehr, der durch die maximal 79
Parkplätze generiert werde - verwirklicht wurden 76 Parkplätze - könne aber ohne
weiteres über eine einzige Zu- und Wegfahrt abgewickelt werden. Bezüglich der
Einwände der Einsprecherin sei zudem zu beachten, dass die Nutzung einer Tiefgarage
extensiv sei. Je Parkplatz seien täglich nur wenige Fahrbewegungen zu erwarten.
Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen, ohne dass die
Beschwerdeführerin, deren öffentlichrechtliche Einsprache abgewiesen wurde,
dagegen ein Rechtsmittel ergriffen hätte. Demzufolge kann sie im Rahmen dieses
Verfahrens nicht mehr verlangen, die im Gestaltungsplan vorgesehene Ein- und
Ausfahrt der Tiefgarage der ersten Bauetappe in Richtung K-strasse sei zu erstellen.
Daran ändert nichts, dass eine solche Erschliessung aus Sicht der Beschwerdeführerin
aus verkehrsplanerischen Gründen sinnvoll und ohne weiteres zu verwirklichen wäre.
b) Neben dem öffentlichrechtlichen Immissionsverbot gemäss Bundesumweltrecht ist
auch das privatrechtliche Immissionsverbot nach Art. 684 ZGB zu beachten. Nach
dieser Vorschrift ist jedermann verpflichtet, sich bei der Ausübung seines Eigentums,
wie namentlich bei dem Betrieb eines Gewerbes auf seinem Grundstück, sich aller
übermässigen Einwirkungen auf das Eigentum der Nachbarn zu enthalten (Abs. 1).
Verboten sind insbesondere alle schädlichen und nach Lage und Beschaffenheit der
Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht gerechtfertigten Einwirkungen durch Rauch
oder Russ, lästige Dünste, Lärm oder Erschütterung (Abs. 2). Insbesondere wenn das
nach Lage, Beschaffenheit und Ortsgebrauch gerechtfertigte und zu duldende Mass
von Einwirkungen zu ermitteln ist, können öffentlichrechtliche Vorschriften eine Rolle
spielen (Bau- und Zonenvorschriften, Normen betreffend Lärmschutz, Luftreinhaltung,
Strahlen und Erschütterung). Diese gehen zwar von anderen Referenzgrössen aus und
legen allgemeine Standards fest, im Gegensatz zur rein einzelfallbezogenen Beurteilung
des Privatrechts und schützen auch nicht so umfassend vor Immissionen wie dieses.
Demgegenüber ist dem Privatrecht das umweltrechtliche Vorsorgeprinzip unbekannt.
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Die allgemeinen Gebote der widerspruchsfreien und koordinierten Anwendung der
Rechtsordnung verlangen den sachgerechten Einbezug von und die möglichst
weitgehende Rücksichtnahme auf Normen anderer Rechtsgebiete zum gleichen
Gegenstand. Die rechtsanwendenden Behörden haben in diesem Sinn auf eine
Harmonisierung des Immissionsschutzes hinzuwirken. Namentlich im Zusammenhang
mit Lärmschutzimmissionen, für welche die Anhänge der eidgenössischen Lärmschutz-
Verordnung (SR 814.41, abgekürzt LSV) Belastungsgrenzwerte festschreiben, sind bei
der Beurteilung des privatrechtlich zu duldenden Masses die öffentlichrechtlichen
Belastungsgrenzwerte heranzuziehen (BGE 126 III 226 mit Hinweisen).
Die Beschwerdeführerin begründet nicht näher, warum die Lärmbelastung durch die
Verwirklichung der 44 Parkplätze in der über die F-strasse erschlossenen Tiefgarage
der dritten Bauetappe ein übermässiges Ausmass erreichen soll. Sie stellt das
Lärmgutachten, das vom Ingenieurbüro für Bauphysik + Akustik L. erstellt worden ist,
nicht in Frage und führt nicht näher aus, warum die Feststellung der Vorinstanz, die
Belastungswerte für Strassenverkehrslärm gemäss Anhang 3 zur LSV würden mit
grosser Reserve eingehalten, nicht zutreffen sollte. Die Beschwerde ist somit auch
insofern abzuweisen, als geltend gemacht wird, es liege eine übermässige
Lärmimmission im Sinn von Art. 684 ZGB vor.
6./ Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist.
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen. Die unterliegende Beschwerdeführerin kann keine ausseramtliche
Entschädigung beanspruchen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Die Beschwerdegegnerin hat Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung (Art. 98
Abs. 1 und Art. 98bis VRP). Ihr Rechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht.
Folglich ist die Entschädigung ermessensweise festzusetzen. Das Gericht erachtet eine
Entschädigung von Fr. 1'500.-- (inkl. Barauslagen, zuzüglich MWSt) für das
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Beschwerdeverfahren als angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. c der Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75).
Demnach hat das Verwaltungsgericht