# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 303ba888-b421-4731-8d34-cbda2461187d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A. und B. heirateten am 8. August 1997 in Z.. Aus der Ehe gingen die beiden Söhne C. und D. hervor. Seit Juni 2008 leben die Parteien getrennt, wobei die Ehefrau mit den beiden Kindern anfänglich in der bisherigen ehelichen Wohnung verblieb und vom Ehemann Unterhaltsbeiträge von monatlich Fr. 6'520.- - (einschliesslich Kinderzulagen von gesamthaft Fr. 440.--) erhielt. Nach dem Umzug der Ehefrau in eine günstigere Wohnung per Oktober 2009 reduzierte der Ehemann die Unterhaltsbeiträge auf monatlich Fr. 6'220.--. Mit der Begründung, die Ehefrau hätte im Jahre 2009 ein Einkommen von Fr. 1'000.-- erzielt, überwies er ihr für den November 2010 lediglich einen Betrag von Fr. 5'220.--.
B. Nachdem die Ehegatten am 16. November 2010 beim Bezirksgericht Y. das Scheidungsverfahren auf gemeinsames Begehren anhängig gemacht hatten, stellte A. gleichentags ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit folgendem Rechtsbegehren:
„1. Die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder C., _, und D., _, seien der Mutter zur Pflege und Erziehung zuzuteilen und unter ihre Obhut zu stellen.
2. Dem Vater sei das Recht einzuräumen, seine beiden Kinder an zwei Wochenenden pro Monat (1. und 3. Wochenende) zu sich auf Besuch zu nehmen sowie drei Wochen Ferien pro Jahr mit ihnen zu verbringen.
3. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, mit Wirkung ab 1. November 2010 an den Unterhalt der Familie einen monatlichen, monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 7'400.00, zzgl. allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen, nämlich CHF 1'500.00 pro Kind und CHF 4'400.00 für die Ehefrau, zu bezahlen.
Es sei festzustellen, dass er für den Monat November 2010 lediglich CHF 5'220.00 bezahlt hat.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“
C. Am 17. November 2010 ersuchte der Bezirksgerichtspräsident Y. die Justizaufsichtskammer, ein unabhängiges Gericht einzusetzen, da B. nebenamtlich als Richter am Bezirksgericht Y. tätig sei. Mit Beschluss vom 3. Dezember 2010 erklärte die Justizaufsichtskammer zur Behandlung der Ehescheidungssache A. gegen B. das Bezirksgericht Imboden für zuständig.
D. Mit Stellungnahme vom 31. Januar 2011 stellte B. folgendes Rechtsbegehren:
„1. Das Gesuch sei, soweit es nicht mit den nachstehenden Anträgen übereinstimmt, abzuweisen.
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2. Die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder C., _, und D., _, seien der Mutter zur Pflege und Erziehung zuzuteilen und unter ihre Obhut zu stellen.
3. Dem Vater sei ein Besuchsrecht von 2 Wochenenden pro Monat (1. und 3. Wochenende) und 3 Wochen Ferien pro Jahr einzuräumen.
4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, mit Wirkung ab 1. November 2010 an den Unterhalt seiner Ehefrau und der zwei Kinder einen monatlichen, im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 4'780.00 für den Monat November 2010 und von Fr. 5'780.00 für den Monat Dezember 2010, für den Monat Januar 2011 einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 4'132.30 und ab Februar 2011 einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 3'297.35 zu bezahlen, zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen, nämlich Fr. 1'100.00 pro Kind zuzüglich je Fr. 220.00 Kinderzulagen sowie Fr. 2'580.00 für den Monat November 2010 bzw. 3'580.00 für den Monat Dezember 2010 bzw. Fr. 1'932.30 für den Monat Januar 2011 bzw. Fr. 1'097.35 ab Februar 2011 für die Ehefrau.
Die geleisteten Unterhaltszahlungen von Fr. 5'220.00 für den Monat November 2010 und von Fr. 6'220.00 für den Monat Dezember 2010, von Fr. 4'752.30 für den Monat Januar 2011 und von je Fr. 3'737.35 ab Februar 2011 seien an die Unterhaltsverpflichtung des Gesuchsgegners anzurechnen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.“
E. Mit Entscheid vom 22. Februar 2011, mitgeteilt am 14. März 2011, erkannte der Einzelrichter für Zivilsachen des Bezirksgerichts Imboden wie folgt:
„1. Das Gesuch von A. wird teilweise gutgeheissen.
2. Die Kinder der Parteien, C., _, und D., _, werden unter die Obhut und alleinige elterliche Sorge der Mutter gestellt.
3. Dem Vater B. wird ein Besuchsrecht von zwei Wochenenden pro Monat (1. und 3. Wochenende) und drei Wochen Ferien pro Jahr eingeräumt.
Diese Regelung gilt als Minimalanspruch für den Streitfall. Im Übrigen können die Parteien das Besuchs- und Ferienrecht unter Berücksichtigung der Interessen der Kinder frei regeln.
4. B. wird verpflichtet, seiner Ehefrau A. folgende, monatlich zum Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
a) ab dem Monat November 2010 bis und mit dem Monat Juli 2011 Fr. 7'020.00 (Fr. 1'250.00 für jedes Kind und Fr. 4'520.00 für die Ehefrau) zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen.
b) ab dem Monat August 2011 und für die effektive Dauer des Ehescheidungsverfahrens Fr. 5'996.00 (Fr. 1'250.00 für jedes Kind und Fr. 3'496.00 für die Ehefrau) zuzüglich allfälliger gesetzlicher und/oder vertraglicher Kinderzulagen.
5. Die Kosten dieses Verfahrens von Fr. 1'800.00 gehen zu 1/3 zu Lasten von A. und zu 2/3 zu Lasten von B. und sind dem Bezirksgericht
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Imboden mittels des beiliegenden Einzahlungsscheines innert 30 Tagen zu überweisen.
Ausseramtlich hat B. A. mit Fr. 1'600.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations