# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7b4cb4e0-042a-4b5a-80f8-80e2f572ccba
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

der medizinische Sachverhalt einwandfrei abgeklärt worden sei. Es
würden sich Arztberichte der behandelnden Ärzte bei den Akten befinden,
die alle (wieder) die 50%ige Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
bestätigen würden. Es sei der Beschwerdeführerin nach einer
vorübergehenden Verschlechterung ihrer Leistungsfähigkeit wieder
zumutbar, ihre frühere Leistungsfähigkeit zu erbringen. Schliesslich führte
die Beschwerdegegnerin aus, dass die Revision am 4. April 2013 von
Amtes wegen erfolgt sei und somit eine Erhöhung frühestens ab
April 2013 erfolgen könne. Zu diesem Zeitpunkt sei die
Beschwerdeführerin aber bereits wieder im alten Umfang arbeitsfähig
gewesen.
12. In der am 2. Juni 2014 eingereichten Replik hielt die Beschwerdeführerin
vollumfänglich an ihren Ausführungen in der Beschwerde vom 14. März
2014 fest. Ergänzend führte sie aus, dass die Gewährung des rechtlichen
Gehörs im Rahmen des Vorbescheids die Verletzung des rechtlichen
Gehörs nicht zu beheben vermöge. Sämtliche Arztberichte würden
bestätigen, dass sie zu 50 % arbeitsunfähig sei, wobei diese Berichte
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allesamt nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts vom 8. September
2009 datiert seien. Deshalb könne nicht die Rede davon sein, dass sie
wieder so leistungsfähig sei, wie zum Zeitpunkt, welcher im erwähnten
Urteil beurteilt worden sei.
13. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 16. Juni 2014 auf
eine Duplik und verwies vollumfänglich auf ihre Vernehmlassung vom
28. April 2014.
14. Mit Schreiben vom 29. August 2014 reichte die Beschwerdeführerin
aktuelle Arztberichte ein und gab an, dass nicht auszuschliessen sei,
dass bei ihr eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehen bleibe. Die
Beschwerdegegnerin wies mit Schreiben vom 4. September 2014 darauf
hin, dass praxisgemäss der sich bis zum Verfügungserlass am
11. Februar 2014 verwirklichte Sachverhalt massgebend sei. Daraufhin
entgegnete die Beschwerdeführerin mit erneuter Eingabe vom
18. September 2014, dass gemäss neuerer bundesgerichtlicher
Rechtsprechung die Möglichkeit bestehe, den Sachverhalt nach Erlass
der Verfügung in die richterliche Beurteilung miteinzubeziehen. Den
eingereichten Unterlagen sei zu entnehmen, dass sich der
Gesundheitszustand weiter verschlechtert habe und sie auf Gehilfen
angewiesen sei sowie starke Medikamente zu sich nehmen müsse. Sie
sei zur Zeit lediglich in der Lage, maximal zwei Stunden pro Tag ihrer
Erwerbstätigkeit nachzugehen.
15. Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und in
der angefochtenen Verfügung sowie auf die im Recht liegenden
Beweismittel wird, soweit rechtserheblich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens ist die
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. Februar 2014. Das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden ist aufgrund von Art. 69
Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG;
SR 831.20) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) zur Beurteilung der
erhobenen Beschwerde sachlich und örtlich zuständig. Als
Verfügungsadressatin ist die Beschwerdeführerin beschwert und damit
zur Beschwerde legitimiert. Auf die fristgerecht eingereichte Beschwerde
ist somit einzutreten. Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die
Beschwerdegegnerin im Zuge der amtlichen Revision zu Recht keine
Veränderung des Rentenanspruches angenommen hat.
2. a) In formeller Hinsicht gilt es zunächst die Rüge der Beschwerdeführerin
betreffend die Verletzung des rechtlichen Gehörs zu klären. Sie macht
geltend, dass sie vor dem Erlass der Verfügung keine Stellung habe
nehmen können. Die Beschwerdegegnerin führte demgegenüber aus,
dass es zwar fraglich sei, ob das ursprüngliche Vorgehen, den
unveränderten IV-Grad mittels Mitteilung mitzuteilen, korrekt gewesen sei.
Indem aber anschliessend der Beschwerdeführerin über die
Nichterhöhung der IV-Rente ein Vorbescheid zugestellt worden sei, sei ihr
das rechtliche Gehör vollumfänglich gewährt worden.
b) Der durch Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) gewährleistete Anspruch auf rechtliches
Gehör dient einerseits der Sachaufklärung und garantiert andererseits ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht der Parteien im Verfahren,
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soweit dies Einfluss auf ihre Rechtsstellung haben kann. Die
Gehörsgarantie ist somit ein verfassungsmässig geschütztes
Individualrecht, hat also den Charakter eines selbständigen Grundrechtes
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl.,
Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 1672 ff.). Im vorliegenden
sozialversicherungsrechtlichen Verfahren ist zudem Art. 57a Abs. 1 IVG
zu beachten, wonach die IV-Stelle der versicherten Person den
vorgesehenen Endentscheid über ein Leistungsbegehren mittels
Vorbescheid mitteilt. Dabei hat die versicherte Person Anspruch auf
rechtliches Gehör im Sinne von Art. 42 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1).
Letztere Bestimmung hält fest, dass die Parteien Anspruch auf rechtliches
Gehör haben, aber vor einsprachefähigen Verfügungen nicht angehört zu
werden brauchen. Das vom geltenden Recht normierte
Vorbescheidverfahren nach Art. 57a IVG und Art. 73bis sowie Art. 73ter der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) dient
folglich dazu, den versicherten Personen das rechtliche Gehör zu
verschaffen, indem sie vor dem Erlass einer förmlichen Verfügung zur
Sache Stellung nehmen können (KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl.,
Zürich 2009, Art. 42 Rz. 7 f.). Das formlose Verfahren nach Art. 74ter IVV,
in dem Leistungen lediglich mit einer Mitteilung und ohne Erlass eines
Vorbescheids oder einer Verfügung zugesprochen werden, ist hingegen
zulässig, wenn die Anspruchsvoraussetzungen offensichtlich erfüllt und
den Begehren der versicherten Person vollumfänglich entsprochen wird.
Bei Renten und Hilflosenentschädigungen ist dies überdies möglich nach
einer von Amtes wegen durchgeführten Revision, sofern dabei keine
leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde
(Art. 74ter lit. f IVV). Dabei teilt die IV-Stelle die nach dieser Regelung
gefassten Beschlüsse dem Versicherten schriftlich mit und macht ihn
gemäss Art. 74quater Abs. 1 IVV darauf aufmerksam, dass er den Erlass
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einer anfechtbaren Verfügung verlangen kann, wenn er mit dem
Beschluss nicht einverstanden ist.
c) Im vorliegenden Fall wurde das Revisionsverfahren im April 2013 von
Amtes wegen und nicht auf Gesuch hin eingeleitet, indem die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin den entsprechenden
Fragebogen betreffend Revision der
Invalidenrente/Hilflosenentschädigung zukommen liess
(beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 75). Nach Durchführung aller
notwendigen Abklärungen kam die Beschwerdegegnerin zum Schluss,
dass keine Änderung festgestellt werden könne, die sich auf die IV-Rente
auswirke. Es bestehe deshalb weiterhin Anspruch auf die bisherige IV-
Rente. Dies wurde der Beschwerdeführerin mit formloser Mitteilung vom
27. September 2013 zur Kenntnis gebracht (Bg-act. 86). Zwar wies die
Beschwerdeführerin während des laufenden Verfahrens auf die
Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes hin. Dass sie jedoch vor
Erlass der formlosen Mitteilung einen konkreten Antrag auf eine
Rentenerhöhung gestellt haben soll, ist nicht aktenkundig. Insofern lag ein
Leistungsbegehren, welchem die IV-Stelle nicht entsprach, im Zeitpunkt
der formlosen Mitteilung nicht vor. Das Verfahren der
Beschwerdegegnerin ist daher im Hinblick auf Art. 74ter lit. f sowie
Art. 74quater IVV sowie der Tatsache, dass die Revision von Amtes wegen
eingeleitet und keine Änderung der IV-Rente festgestellt wurde, zulässig.
Die Beschwerdeführerin hatte die Möglichkeit eine beschwerdefähige
Verfügung zu verlangen, was sie mit Schreiben vom 12. November 2013
(Bg-act. 91) auch getan hat. Alsdann hat die Beschwerdegegnerin den
erforderlichen Vorbescheid am 19. Dezember 2013 erlassen (Bg-act. 95).
Folglich lässt sich feststellen, dass keine Verletzung des rechtlichen
Gehörs vorliegt.
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3. a) Nachdem keine formellen Gründe für eine Aufhebung der angefochtenen
Verfügung ausgewiesen sind, ist materiell zu prüfen, ob die
Beschwerdegegnerin zu Recht davon ausgegangen ist, dass die
Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf dieselbe Rente hat und
folglich kein Revisionsgrund vorliegt. Dabei ist zunächst zu beurteilen, ob
eine zeitliche Ausdehnung des Streitgegenstands auf die Zeit nach dem
Erlass der Verfügung vom 11. Februar 2014 möglich ist, wie dies von der
Beschwerdeführerin geltend gemacht wird und folglich die für die Zeit
nach Verfügungserlass eingereichten Arztberichte berücksichtigt werden
können (beschwerdeführerische Schreiben vom 29. August 2014 sowie
18. September 2014).
b) Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist in
sozialversicherungsrechtlichen Streitigkeiten für die Beurteilung der
Gesetzmässigkeit einer Verwaltungsverfügung grundsätzlich der sich bis
zum Erlass der Verfügung verwirklichte Sachverhalt massgebend.
Tatsachen, die diesen Sachverhalt seither verändert haben, sollen
grundsätzlich Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE
121 V 362 E.1b m.w.H.). Die Rechtsprechung sieht allerdings vor, aus
prozessökonomischen Gründen auch die tatsächlichen Verhältnisse nach
Erlass der angefochtenen Verfügung in die richterliche Beurteilung
einzubeziehen. Dies ist jedoch nur zulässig, wenn der nach Erlass der
angefochtenen Verfügung eingetretene, zu einer neuen rechtlichen
Beurteilung der Streitsache ab jenem Zeitpunkt führende Sachverhalt,
hinreichend genau abgeklärt und die Verfahrensrechte der Parteien,
insbesondere deren Anspruch auf rechtliches Gehör, respektiert worden
sind (BGE 130 V 138 E.2.1 m.w.H.).
c) Vorliegend werden die Auswirkungen des Gesundheitszustands auf die
verbliebene Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in keinem der von
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der Beschwerdeführerin eingereichten Arztberichte vom August sowie
September 2014 (beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 18 ff.) erwähnt.
Es ist zudem fraglich, ob die besagten Arztberichte überhaupt eine
dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustands attestieren. Die
Voraussetzungen für eine ausnahmsweise Ausdehnung des
Streitgegenstandes auf die Zeit nach Erlass der angefochtenen
Verfügung sind vorliegend schon deshalb nicht erfüllt, da der Sachverhalt
nicht hinreichend genau abgeklärt ist (vgl. BGE 130 V 138).
4. Gemäss Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen oder auf
Gesuch hin für die Zukunft erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn
sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass
zur Revision einer Invalidenrente gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt
jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die
geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu
beeinflussen. Dazu ist nicht nur eine wesentliche Änderung des
Gesundheitszustandes mit entsprechender Beeinflussung der
Erwerbsfähigkeit, sondern auch eine Veränderung der erwerblichen
Komponente bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand zu
zählen. Ein Revisionsgrund ist ferner unter Umständen auch dann
gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur
Anwendung gelangt oder eine Wandlung des Aufgabenbereichs
eingetreten ist (BGE 130 V 343 E.3.5 m.w.H.). Zeitlicher Referenzpunkt
für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte der
versicherten Person eröffnete rechtskräftige Verfügung, welche auf einer
materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensvergleichs beruht (BGE 133 V 108 E.5.4). Gemäss Art. 28
Abs. 2 IVG hat ein Versicherter Anspruch auf eine ganze IV-Rente, wenn
er mindestens 70 % invalid, auf eine Dreiviertelsrente, wenn er
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mindestens 60 % invalid, auf eine halbe Rente, wenn er mindestens 50 %
invalid oder auf eine Viertelsrente, wenn er mindestens 40 % invalid ist.
5. Die letzte der Beschwerdeführerin eröffnete rechtskräftige Verfügung
datiert vom 8. Januar 2010 (Bg-act. 67), mit welcher ihr eine Viertelsrente
ab dem 1. April 2008, gestützt auf einen IV-Grad von 42.5 %,
zugesprochen wurde. Diese Zusprache basierte auf dem Urteil des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 09 67 vom
8. September 2009 (VGU S 09 67), wonach die Beschwerdeführerin im
Gesundheitsfall ab April 2008 zu 100 % erwerbstätig wäre und sich
aufgrund der Einkommensvergleichsmethode ein Invaliditätsgrad von
42.5 % ergebe. Dies bei einer Arbeitsfähigkeit von 57.5 %, wobei die
Nebentätigkeit beim C._ bei der Berechnung mitberücksichtigt wurde
(VGU S 09 67 E.3i./4c).
6. a) In materieller Hinsicht ist nun zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand
bzw. die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit dem Erlass der
Verfügung vom 8. Januar 2010 wesentlich verschlechtert hat und somit
ein Revisionsgrund vorliegt. Die Beschwerdeführerin macht hierzu
geltend, dass gemäss dem Bericht vom 24. Mai 2013 des behandelnden
Hausarztes Dr. med. F._ (FMH für innere Medizin) eine verminderte
Leistungsfähigkeit von ca. 20 bis 30 % vorliege. Auch der Bericht der
Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR) vom 10. Januar 2014 halte
fest, dass weiterhin eine reduzierte Belastbarkeit bestehe. Die
Beschwerdegegnerin würde bei der Beurteilung weder die ausgewiesene
Verschlechterung der Handproblematik noch das Konzentrations- sowie
das Müdigkeitssyndrom aufgrund der depressiven Symptomatik bzw. die
reaktive depressive Reaktion beachten. Die zusätzlichen Beschwerden
seit dem Jahr 2012 hätten eine erhebliche Verschlechterung der
Arbeitsfähigkeit bewirkt. Deshalb sei sie innerhalb der Arbeitsstelle
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versetzt worden und der Arbeitgeber würde lediglich aus Goodwill einen
höheren Lohn bezahlen. Der Lohn werde seit dem 1. April 2013 über den
Sozialkredit bezahlt. Es würde sich ein Invaliditätsgrad von 65 % ergeben,
wenn vom effektiven bzw. zumutbaren Einkommen ausgegangen werde,
selbst ohne Beachtung der Verschlechterung des Gesundheitszustandes.
b) Die Beschwerdegegnerin hält demgegenüber fest, dass sich der
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Oktober 2012 zwar
wesentlich verschlechtert habe. Aus medizinischer Sicht werde seit dem
1. Februar 2013 allerdings wieder der Zustand vor der Verschlechterung
angenommen. So halte Dr. med. F._ fest, dass die
Beschwerdeführerin durchaus weiterhin ca. fünf bis sechs Stunden pro
Tag arbeitsfähig sei mit ca. 70%iger Arbeitsleistung, was ca. 50 %
entspräche. Ebenso würden die behandelnden Psychiaterinnen Dr. med.
G._ respektive Dr. med. H._ und die behandelnde Psychologin
Dr. phil. I._ eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
bestätigen (Bg-act. 98 S. 2). Im für die Beurteilung massgeblichen
Zeitpunkt im April 2013 liege derselbe Gesundheitszustand bzw. dieselbe
Arbeitsfähigkeit vor wie zum Zeitpunkt der letzten Verfügung vom
8. Januar 2010. Demnach sei auch die Tätigkeit für den C._ im
Umfang von 7 bis 10 % weiterhin zumutbar (Bg-act. 98 S. 2). Weiter
führte die Beschwerdegegnerin aus, dass derselbe Arbeitgeber bereits im
Jahr 2006 davon ausgegangen sei, dass der Lohn nicht der Leistung
entspreche. Da die Revision von Amtes wegen ausgelöst worden sei,
könne eine Erhöhung der IV-Rente frühestens ab April 2013 erfolgen. Zu
diesem Zeitpunkt sei die Beschwerdeführerin aber bereits wieder in altem
Umfang arbeitsfähig gewesen, so dass eine vorübergehende
Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht zu berücksichtigen
sei.
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c) Zur Beurteilung des Gesundheitszustandes bzw. der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin sind zunächst die relevanten Arztberichte und
Gutachten wiederzugeben:
 Mit Arztbericht vom 22. Mai 2013 führten Dr. med. G._ sowie
Dr. phil. I._ als Diagnosen mit Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung seit dem
31. Oktober 2012 auf. Die Beschwerdeführerin sei vom 31. Oktober
2012 bis zum 4. Januar 2013 zur stationären Behandlung auf der
Akutstation gewesen. Die bisherige Tätigkeit sei der
Beschwerdeführerin zumutbar. Auch das derzeitige 50%ige Pensum
sei ihr weiterhin zumutbar, wobei keine verminderte
Leistungsfähigkeit bestehe (Bg-act. 78). Mit Schreiben vom
4. September 2013 (Bg-act. 85 S. 6) bestätigten Dr. med. H._
sowie Dr. phil. I._ von den Psychiatrischen Diensten
Graubünden, Klinik D._, dass seit Mai 2013 keine
Veränderungen des psychischen Zustandes, der Anamnese sowie
der Prognose und Behandlung festgestellt worden seien. Mit
erneutem Schreiben vom 10. Januar 2014 (Bg-act. 96 S. 3)
berichteten sie über den bisherigen Verlauf. Dabei gaben sie an,
dass eine leichte Verbesserung des psychischen Zustandes insofern
festgestellt werden konnte, dass sich der Antrieb und die Motivation
der Beschwerdeführerin verbessert und sich auch die affektive
Labilität etwas vermindert habe. Allerdings bestehe weiterhin eine
reduzierte Belastbarkeit, vor allem bezogen auf die körperlichen
Ressourcen und eine verminderte Konzentrationsfähigkeit.
 Dr. med. K._ (Facharzt FMH für Neurologie) informierte
Dr. med. F._ mit Schreiben vom 23. Mai 2013, dass die
Beschwerdeführerin an einem mässigen Carpaltunnelsyndrom rechts
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sowie an einer leichten, vorwiegend sensiblen
Ulnarisdruckneuropathie im Sulcus n. ulnaris links leide, Zustand
nach Exzision eines Riesenzelltumors Dig. III rechts. Er empfehle bei
Persistenz der rechtsseitigen CTS-Beschwerden die operative
Dekompression des N. medianus im Carpalkanal rechts durch
Spaltung des Ligamentum carpi transversum (Bg-act. 83).
 Dr. med. F._ informierte mit IV-Verlaufsbericht vom 24. Mai
2013, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
verschlechtert habe. Sie habe im Januar 2011 sowie im
November 2011 wegen eines Tumors am Finger operiert werden
müssen. Im Laufe des Jahres 2012 habe sich die Depressivität
verschlechtert, so dass - trotz psychiatrischer und
psychotherapeutischer Behandlung - eine stationäre Behandlung in
der Klinik D._ vom 31. Oktober 2012 bis zum 4. Januar 2013
erforderlich geworden sei (Bg-act. 77 S. 1). Weiter führte er aus,
dass die bisherige Tätigkeit noch zumutbar sei, dabei allerdings eine
verminderte Leistungsfähigkeit bestehe. Die Beschwerdeführerin sei
weiterhin ca. fünf bis sechs Stunden pro Tag mit ca. 70%iger
Arbeitsleistung arbeitsfähig, was ca. 50 % entspreche (Bg-act. 77
S. 3 f.).
 In der Abschlussbeurteilung vom 9. September 2013 des Regionalen
Ärztlichen Dienstes (RAD) gab Dr.med. E._ an, dass die
weiteren Abklärungen eine längere, aber vorübergehende,
Verschlechterung des Gesundheitszustandes bestätigen würden, die
mit geeigneter fachärztlicher psychiatrischer Therapie wieder
gebessert werden könne. Der Anspruch auf Rentenleistung müsse
auf Basis einer vorübergehenden 100%igen und anschliessend
80%igen Arbeitsunfähigkeit in der aktuellen Tätigkeit vom
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31. Oktober 2012 bis und mit 31. Januar 2013 überprüft werden (Bg-
act. 87 S. 9).
d) Arztberichte unterliegen wie sämtliche Beweismittel in
sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der freien Beweiswürdigung
(Art. 61 lit. c ATSG). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
somit entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend
ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten abgegeben worden
ist, in der Darstellung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet, und ob die
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1,
125 V 351 E.3a). Nach der Rechtsprechung kann bei der
Beweiswürdigung allerdings auf gewisse Richtlinien abgestellt werden. So
ist den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten
von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen
Ergebnissen gelangen, volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE
137 V 210 E.1.3.4; 125 V 351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte von
behandelnden Ärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache
Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre
auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen. Der Bericht eines behandelnden Arztes hat
somit nicht den gleichen Rang wie ein von der IV-Stelle nach dem
vorgegebenen Verfahrensrecht eingeholtes Gutachten. Er verpflichtet
indessen - wie jede substanziiert vorgetragene Einwendung gegen ein
solches Gutachten - den Richter zu prüfen, ob der Bericht des
behandelnden Arztes die Auffassungen und Schlussfolgerungen des
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förmlich bestellten Gutachters derart zu erschüttern vermag, dass davon
abzuweichen ist (BGE 125 V 351 E.3c). Auch den Berichten und
Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu, sofern sie
als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem
Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon
auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen.
Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351
E.3b/ee). Gemäss Art. 59 Abs. 2bis IVG stehen die RAD den IV-Stellen zur
Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs
zur Verfügung. Die RAD-Ärzte sind in ihrem medizinischen Sachentscheid
im Einzelfall unabhängig. RAD-Berichte haben deshalb einen
vergleichbaren Beweiswert wie ein anderes Gutachten, sofern sie den
materiellen und formellen Anforderungen genügen (Urteil des
Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E.4.3.2). Auch wenn die
Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner medizinischer
Fachpersonen stets Beweiswert zuerkannt hat, kommt ihnen
praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger in
Auftrag gegebenen Gutachten zu. So hat die Rechtsprechung bezüglich
Gerichtsgutachten ausgeführt, das Gericht weiche nicht ohne zwingende
Gründe von den Einschätzungen des medizinischen Experten ab. Auch
der EGMR hat diesbezüglich erwogen, der Meinung eines von einem
Gericht ernannten Experten komme bei der Beweiswürdigung
vermutungsweise hohes Gewicht zu. Hinsichtlich von
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Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholter, den
Anforderungen der Rechtsprechung entsprechender, Gutachten externer
Spezialärzte wurde festgehalten, das Gericht dürfe diesen Gutachten
vollen Beweiswert zuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die
Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Soll ein Versicherungsfall jedoch
ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende
Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465, E.4.4 m.w.H.).
e) Vorliegend ist eine vorübergehende Verschlechterung des
Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin für die Zeit des
stationären Klinikaufenthaltes in der Klinik D._ vom 31. Oktober 2012
bis zum 4. Januar 2013 belegt. Es stellt sich nun allerdings die Frage, wie
der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des
Erlasses der Verfügung vom 11. Februar 2014 beurteilt werden kann.
Dr. med. K._ äussert sich nicht zur möglichen Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin, weshalb dessen Bericht vorliegend für die
Beurteilung nicht relevant ist. Sowohl die Ärzte der Psychiatrischen
Dienste Graubünden mit Berichten vom 22. Mai 2013 bzw. 4. September
2013 als auch Dr. med. F._ mit Bericht vom 24. Mai 2013 gehen von
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin aus. Der
Arztbericht der Psychiatrischen Dienste Graubünden vom 20. Januar
2014 spricht zwar von einer reduzierten Belastbarkeit. Dieser Bericht ist
allerdings zu unbestimmt und äussert sich nicht explizit zur
Arbeitsfähigkeit. Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes war
auch nach der RAD-Beurteilung durch Dr. med. E._ nur
vorübergehend. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sämtliche
beurteilenden Ärzte übereinstimmend nach einer vorübergehenden
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Verschlechterung im vorliegend relevanten Zeitpunkt wieder eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit attestieren. Dies erscheint schlüssig und nachvollziehbar,
weshalb darauf abgestellt werden kann. Nachfolgend wird demnach der
Invaliditätsgrad der Beschwerdeführerin aufgrund einer 50%igen
Arbeitsfähigkeit zu berechnen sein.
7. a) Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16
ATSG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird
zunächst das Erwerbseinkommen bestimmt, welches die versicherte
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage
erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen). Dieses wird sodann in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die
beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst
genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus
der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog.
allgemeine Methode des Einkommensvergleichs). Bei
Nichterwerbstätigen oder noch in Ausbildung stehenden Versicherten
stellen Art. 28 Abs. 2 IVG sowie Art. 27 Abs. 1 IVV darauf ab, in welchem
Ausmass diese Personen eingeschränkt sind, sich im bisherigen
Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich mit spezifischer
Methode). Bei Versicherten, die teilweise erwerbstätig und teilweise im
Haushalt tätig sind, kommt die sog. gemischte Methode zur Anwendung
(Art. 28a Abs. 3 IVG; Art. 27bis IVV), wobei die Behinderung im
Erwerbsbereich nach der Methode des Einkommensvergleichs und die
Einschränkung im Haushalt nach der spezifischen Methode zu erfolgen
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hat, was zusammen - je nach Gewichtung bzw. Aufteilung in Erwerbs-
und Haushaltsanteil - den Invaliditätsgrad ergibt.
b) Das Gericht hat bereits in VGU S 09 67 entschieden, dass die
Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall ab April 2008 zu 100 %
erwerbstätig wäre und für die Berechnung des Invaliditätsgrades daher
die Einkommensvergleichsmethode anwendbar ist und nicht die
gemischte Methode wie von der Beschwerdegegnerin dazumals gefordert
(VGU S 09 67 E.3i). Gründe, welche ein Abweichen von dieser Ansicht
rechtfertigen würden, sind nicht ersichtlich. Folglich ist für die Bemessung
des Invaliditätsgrades der Beschwerdeführerin die
Einkommensvergleichsmethode anwendbar.
8. Bei der Ermittlung des hypothetischen Valideneinkommens ist
entscheidend, was die Beschwerdeführerin im massgeblichen Zeitpunkt
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als
Gesunde tatsächlich verdienen würde und nicht, was sie als Gesunde
bestenfalls verdienen könnte. Dabei wird in der Regel am zuletzt
erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten, Verdienst angeknüpft, da es
empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre (BGE 129 V 222 E.4.3.1.
m.w.H.). In VGU S 09 67 wurde festgestellt, dass die Beschwerdeführerin
im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig wäre (Bg-act. 60 S. 14). Darauf
ist abzustellen. Die Beschwerdegegnerin hat, soweit ersichtlich, seit der
Verfügung vom 8. Januar 2010 keine neue Berechnung des IV-Grades
mehr vorgenommen.
9. a) Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-
erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person
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konkret steht. Übt die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität eine
Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile
Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr
verbliebene Arbeitsfähigkeit in voller Weise ausschöpft, und erscheint das
Einkommen zudem als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt
grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalideneinkommen.
Das Abstellen auf den tatsächlichen Verdienst ist mithin als Regel zu
betrachten (Urteil des Bundesgerichts 8C_320/2012 vom 11. September
2012 E.4.1). Ist kein tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben,
namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare
neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der
Rechtsprechung entweder die LSE-Tabellenlöhne oder die sog. DAP-
Zahlen (DAP = Dokumentation von Arbeitsplätzen seitens der SUVA)
herangezogen werden (BGE 135 V 297 E.5.2, 129 V 472 E.4.2.1, je
m.w.H.).
b) Die Beschwerdeführerin ist seit dem 1. Januar 2001 als kaufmännische
Angestellte beim B._ angestellt (Bg-act. 75 S. 2, 79 S. 1). Mit der
besagten Tätigkeit in einem 50%-Pensum schöpft sie die ärztlich
attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % voll aus. Es stellt sich allerdings die
Frage, ob der ausbezahlte Lohn als Soziallohn betrachtet werden kann,
wie dies von der Beschwerdeführerin behauptet wird. Andere Faktoren,
welche der Verwendung des tatsächlichen Verdienstes zur Bestimmung
des Invalideneinkommens entgegenstünden, liegen nicht vor. In Bezug
auf den behaupteten Soziallohn gibt die Beschwerdeführerin an, dass der
Arbeitgeber lediglich aus Goodwill - in Kenntnis des negativen Bescheids
der Beschwerdegegnerin bezüglich des Rentenanspruches - einen
höheren Lohn bezahle. Der Lohn werde seit dem 1. April 2013 über den
Sozialkredit bezahlt. Die Beschwerdegegnerin bringt demgegenüber vor,
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dass derselbe Arbeitgeber bereits im Jahr 2006 davon ausgegangen sei,
dass der Lohn nicht der Leistung entspreche.
c) Gemäss Art. 25 Abs. 1 lit. b IVV gehören Lohnbestandteile, für die der
Arbeitnehmer nachgewiesenermassen wegen beschränkter
Arbeitsfähigkeit keine Gegenleistung erbringen kann, nicht zu dem für die
Invaliditätsbemessung massgebenden Erwerbseinkommen und sind
daher beim Einkommensvergleich nicht zu berücksichtigen. An den
Nachweis eines Soziallohnes sind nach der Rechtsprechung des
Bundesgerichts allerdings strenge Anforderungen zu stellen. Dies
aufgrund der Tatsache, dass vom Grundsatz ausgegangen werden muss,
dass ausbezahlte Löhne normalerweise das Äquivalent einer
entsprechenden Arbeitsleistung sind (BGE 117 V 8 E.2c/aa; Urteil des
Bundesgerichts 9C_26/2008 vom 26. Mai 2008 E.5.1). Bei der
richterlichen Würdigung von Arbeitgeberbescheinigungen ist
insbesondere zu bedenken, dass Arbeitgeber ein eigenes Interesse daran
haben können, die Bezahlung von Soziallohn zu behaupten (Urteil des
Bundesgerichts 8C_320/2012 vom 11. September 2012 E.4.1).
d) Vorliegend machte der Arbeitgeber bereits im Jahre 2006 geltend, dass er
der Versicherten einen Soziallohn bezahle. So gab er im Fragebogen vom
25. Oktober 2006 an, dass der ausbezahlte Lohn Fr. 2'795.-- betrage,
allerdings nur Fr. 1'397.50 der Arbeitsleistung entsprechen würden (Bg-
act. 20 S. 2). Im Fragebogen vom 31. Mai 2013 im Hinblick auf die
Rentenrevision gab der Arbeitgeber wiederum an, dass er der
Beschwerdeführerin einen Soziallohn bezahle. Der ausbezahlte Lohn
betrage Fr. 3'171.--, wobei allerdings nur Fr. 2'000.-- der Arbeitsleistung
entsprechen würden (Bg-act. 79 S. 2). Ebenso gab er dies anlässlich
eines Gesprächs mit der IV-Stelle am 29. Juli 2013 zu Protokoll. Herr
L._, als Vertreter des Arbeitgebers, gab dabei an, der Lohn der
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Beschwerdeführerin werde seit dem 1. April 2013 über den Sozialkredit
bezahlt, wobei dies von der Geschäftsführung abgesegnet sei. Bei einer
wiederholten Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei eine
Lohnanpassung notwendig (Bg-act. 84 S. 2). Im Sinne der bereits
erwähnten Rechtsprechung sind solche Angaben indes mit Vorsicht zu
behandeln. So bestehen für das Vorliegen eines Soziallohnes strenge
Beweisanforderungen. Das Gericht sieht – wie schon im Verfahren S 09
67 – den Beweis für das Vorliegen eines Soziallohnes als nicht erbracht.
Die hierzu ins Recht gelegte kurze Bestätigung des Arbeitgebers reicht
hierzu nicht aus. Die Beschwerdeführerin ist beim B._ angestellt. Zu
ihren Aufgaben, welche sie noch ausüben kann und welche nicht mehr,
wurde nichts ausgeführt. Auch zu den hierzu bestehenden kantonalen
Gehaltsklassen und der Einordnung der Beschwerdeführerin in dieselben
wurde nichts ausgeführt. Zudem hätte die geltend gemachte
Genehmigung durch die Geschäftsführung ins Recht gelegt werden
können. Der Arbeitgeber macht zudem bereits seit dem Jahr 2006 einen
Soziallohn geltend. Unter Würdigung sämtlicher Umstände und in
Berücksichtigung des strengen Massstabs bei der Annahme von
Soziallohn ist demnach festzuhalten, dass aufgrund der Aktenlage kein
Anlass dazu besteht, vom Grundsatz abzuweichen, dass der
ausgerichtete Lohn der geleisteten Arbeit entspricht. Die diesbezügliche
Beschwerde ist mithin unbegründet und es ist für die Berechnung des
Invalideneinkommens der Beschwerdeführerin auf das tatsächlich erzielte
Einkommen abzustellen.
e) Bei der Berechnung des Invalideneinkommens stellt sich weiter die Frage,
ob der Nebenerwerb der Beschwerdeführerin beim C._
miteinbezogen werden muss. Die Beschwerdegegnerin geht in der
vorliegend angefochtenen Verfügung vom 11. Februar 2014 davon aus,
dass der Zustand gleich sei wie beim Erlass der Verfügung vom 8. Januar
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2010 und deshalb auch die Nebentätigkeit im Umfang von 7 bis 10 %
weiterhin zumutbar sei. Ob eine zumutbare Tätigkeit auch tatsächlich
ausgeübt werde, sei für die Bemessung der Invalidität unerheblich (Bg-
act. 98 S. 2).
f) Im Entscheid VGU S 09 67 handelte es sich beim Nebenerwerb der
Beschwerdeführerin beim C._ um ein tatsächlich erzieltes
Einkommen, so dass dessen Miteinbeziehung für die Bestimmung des
Invaliditätsgrades gerechtfertigt war (vgl. VGU S 09 67 E.4c). Die
Beschwerdeführerin ist aufgrund der eingereichten
Arbeitgeberbescheinigung vom 20. Dezember 2013 allerdings seit dem
Jahr 2008 oder 2009 (in Bg-act. 96 S. 2 nur schwer lesbar) nicht mehr für
den C._ tätig. Da der besagte Nebenerwerb weggefallen ist, ist ein
Einbezug bei der aktuellen Berechnung des Invalideneinkommens auch
nicht mehr gerechtfertigt. Das Vorbringen der Beschwerdegegnerin, dass
es nicht relevant sei, ob eine Tätigkeit auch tatsächlich ausgeübt werde,
trifft nur insoweit zu, als auf Tabellenlöhne abgestellt und eine
hypothetische Annahme getroffen wird. Vorliegend wird für die
Berechnung des Invalideneinkommens allerdings auf das effektive
Invalideneinkommen der Beschwerdeführerin abgestellt. Die
Beschwerdeführerin schöpft durch ihre 50%ige Tätigkeit beim B._
die ihr ärztlich attestierte Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50 % voll aus.
Ein Einbezug einer Nebentätigkeit ist folglich bei der Berechnung des
Invalideneinkommens nicht mehr gerechtfertigt.
g) Aus dem Gesagten ergibt sich, dass für die Berechnung des
Invalideneinkommens der Beschwerdeführerin auf das tatsächlich erzielte
Einkommen abzustellen ist, wobei kein Soziallohn vorliegt. Ein
Nebenverdienst ist bei der Berechnung nicht mehr zu berücksichtigen.
Die Beschwerde erweist sich in diesem Punkt als teilweise begründet und
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die Sache ist an die Vorinstanz zum Neuentscheid im Sinne der
Erwägungen zurückzuweisen.
10. a) Eventualiter macht die Beschwerdeführerin geltend, dass eine
vorübergehende Verschlechterung des Gesundheitszustandes zu
berücksichtigen sei. Die Beschwerdegegnerin bringt demgegenüber vor,
dass nirgends ausgeführt werde, weshalb die unbestritten vorübergehend
grössere Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt werden solle. Da die Revision
am 4. April 2013 von Amtes wegen ausgelöst worden sei, könne eine
allfällige Erhöhung der Rente nach Art. 88bis Abs. 1 lit. b IVV frühestens
ab April 2013 erfolgen. Zu diesem Zeitpunkt sei die Beschwerdeführerin
allerdings bereits wieder in altem Umfang arbeitsfähig gewesen.
b) Eine Rentenrevision entfaltet ihre Wirkung normalerweise für die Zukunft.
Eine Erhöhung der Rente erfolgt nach Art. 88bis Abs. 1 lit. a und b IVV
frühestens von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt
wurde, sofern der Versicherte die Revision verlangt bzw. bei einer
Revision von Amtes wegen von dem für diesen vorgesehenen Monat an.
c) Im vorliegenden Fall wurde das Revisionsverfahren im April 2013 von
Amtes wegen und nicht auf Gesuch hin eingeleitet, indem die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin den entsprechenden
Fragebogen betreffend Revision der
Invalidenrente/Hilflosenentschädigung zukommen liess (Bg-act. 75). Eine
Erhöhung der Rente ist daher frühestens ab April 2013 möglich. Eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes während des Aufenthaltes
in der Klinik D._ vom 31. Oktober 2012 bis zum 4. Januar 2013 ist
belegt. Im April 2013, dies bedeutet im vorgesehenen Monat für die
Revision von Amtes wegen, war die Beschwerdeführerin nach
übereinstimmender Ansicht aller Ärzte allerdings bereits wieder in ihrem
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50%-Pensum arbeitsfähig, so dass eine vorübergehende
Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin
nicht berücksichtigt werden kann. Die Beschwerde ist diesbezüglich
abzuweisen.
11. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise
gutzuheissen und zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen an die
Vorinstanz zurückzuweisen ist. Dabei ist festzuhalten, dass die
Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig ist.
Für die Berechnung des Invalideneinkommens ist auf das effektive
Invalideneinkommen abzustellen, wobei die frühere Nebentätigkeit beim
C._ Chur bei der Berechnung nicht mehr miteinzubeziehen und ein
Soziallohn nicht ausgewiesen ist.
12. a) Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei
Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen
vor dem kantonalen Verwaltungsgericht kostenpflichtig. Diese Kosten
werden nach Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im
Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend setzt das
Gericht die von der unterliegenden Beschwerdegegnerin zu tragenden
Kosten auf Fr. 700.-- fest.
b) Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Partei Anspruch auf Ersatz
der Parteikosten. Darunter fallen insbesondere die Kosten für die
anwaltliche Vertretung (KIESER, a.a.O., Art. 61 Rz. 113 ff.). Da die
Beschwerdegegnerin unterlegen ist, hat sie die Beschwerdeführerin zu
entschädigen. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin hat
diesbezüglich keine Kostennote eingereicht. Die angemessene
Entschädigung der Beschwerdeführerin wird somit ermessensweise auf
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pauschal Fr. 2'500.-- (inkl. MWST) zu Lasten der Beschwerdegegnerin
festgelegt.