# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6b67dfa2-9680-4212-827d-a8fbdfef98d7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, meldete sich
am
14. September 2007 bei der Invali
denversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/6).
Mit Verfügung vom 11. No
vember 2009 sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ab 1. Dezember 2007 befristet bis 30. April 2008 eine ganze Rente zu
und verneinte ab dem 1. Mai 2008 einen Rentenanspruch (
Urk.
9/67).
Mit Urteil vom 23. September 2010
(Verfahren Nr. IV.2009.01190)
wies das hiesige Ge
richt eine
dagegen
erhobene Beschwerde ab, hob
die Verfügung vom 11. No
vember 2009
auf und stellte fest, dass kein Rentenanspruch besteht (
Urk.
9/76 S. 14 Dispositiv
Ziff.
1). Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Bundes
gericht mit Urteil vom 29. April 2011 ab (
Urk.
9/81 S. 10 Dispositiv
Ziff.
1).
1.2
A
m 21. Juni 2011
meldete sich der Versicherte
erneut bei der Invalidenversiche
rung an (
Urk.
9/85). Mit Verfügung vom 20. Februar 2012 trat die IV-Stelle auf das
Leistungsbegehren nicht ein
(
Urk.
9/101)
. Eine dagegen erhobene Be
schwerde wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 9. Oktober 2012 ab (
Urk.
9/128 S. 14 Dispositiv
Ziff.
1
, Verfahren Nr. IV.2012.00337
).
1.3
Am 1. März 2013 stellte der Versicherte
erneut
ein
Leistungsgesuch
(
Urk.
9/130).
Die IV-Stelle trat auf das Gesuch ein und klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab
. Am 13. Mai 2014 erliess si
e den Vorbescheid (
Urk.
9/158). Der Versicherte brachte dagegen am 3. Juni 2014 Einwände vor und
ersuchte um unentgeltliche Rechtsvertretung im
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
9/164 S. 1).
Mit Verfügung vom 1
2.
September 2014 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten auf IV-Leistungen (
Urk.
9/171).
Mit Verfügung vom 18. No
vember 2014 wies
sie
das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung ab (
Urk.
9/178 =
Urk.
2).
2.
2.1
D
er Versicherte erhob am 15. Oktober 2014 Beschwerde g
egen die
Verfügung vom 1
2.
September 2014
betreffend IV-Leistungen
(
das Verfahren ist unter
Verfahren
Nr. IV.2014.01071 beim Gericht
angelegt
). Mit Gerichtsverfügung vom 6. Januar 2015 gewährte das Gericht
dem Versicherten
in Bewilligung des Gesuchs vom 15. Oktober 201
4
für das
genannte Beschwerdev
erfahren
die un
entgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (
Urk.
7
).
2.2
A
m 5. Januar 2015
erhob der Versicherte auch gegen die verfahrensleitende Verfügung der IV-Stelle vom 18. November 2014 (
Urk.
2)
Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, diese sei aufzuheben und es sei ihm für das
Vorbescheidver
fahren
die unentgeltliche Rechtsvertretung zu gewähren (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 5. Februar 2015 (
Urk.
8) die Ab
weisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 10. Februar 2015 zur Kenntnis gebracht.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 37
Abs.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
So
-
zial
versicherungsrechts
(ATSG) wird im Sozialversicherungsverfahren der
ge
-
suchstellenden Person, wo die Verhältnisse es erfordern, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt. Wie bereits vor Inkrafttreten des ATSG gelten als Vo
raussetzungen der unentgeltlichen
Rechtsvertretung die finanzielle Bedürftig
keit, die fehlende Aussichtslosigkeit sowie die Erforderlichkeit der Vertretung. An diese sachlichen und zeitlichen Voraussetzungen war stets und ist nach wie vor ein strenger Massstab anzulegen (vgl.
Kieser
, ATSG-Kommentar,
2.
Aufl., 2009, N 19 zu Art 37
; BGE 114 V 228 E. 5b
).
1.2
Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
Prozessbe
-
geh
ren anzusehen, bei denen die Gewinnaussichten (ex ante betrach
tet, BGE 124 I 304 E. 2c) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Be
gehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur w
enig geringer sind als diese. Mass
gebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen, weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 129 E
. 2.3.1 mit weiteren Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte in der angefochtenen Verfügung
(
Urk.
2)
einen Anspruch des Beschwerdeführers auf unentgeltliche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren
infolge
Aussichtslosigkeit.
In ihrer Begründung
führte
sie an
,
das Bundesgericht habe mit Urteil vom 29. April 2011 bestätigt,
dass kurz nach Eintritt des Gesundheitsschadens im Jahr 2006 in einer leidensangepassten Tätigkeit bereits wiede
r eine Arbeitsfähigkeit von 100
% bestanden habe. Auf ein neues Gesuch vom 21. Juni 2011 sei die Beschwerdegegnerin nicht einge
treten, da keine massgebliche Verschlechterung ausgewiesen gewesen sei (
Urk.
2 S. 1). Aus rechtlicher Sicht sei den Stellungnahmen ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 1
2.
August, 2
2.
November 2013, 14. April und 16. Juli 2014 zu folgen. Darin werde nachvollziehbar dargelegt, dass keine Verschlech
terung des Gesundheitszustandes vorliege. Folglich habe die Beurteilung im Bundesgerichtsurteil vom 29. April 2011 weiterhin Geltung. Aufgrund dieser Sachlage könnten die Gewinnaussichten des Begehrens kaum als ernsthaft be
zeichnet werden. Es seien keine neuen medizinischen Tatsachen vorgebracht worden (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer
machte geltend, nach den heutigen Diagnosen liege eine Einengung des Wirbelkanals an der Halswirbelsäule vor, die jederzeit
zu einer Lähmung führen könne. Weiter liege
ein ausgeprägtes
Zervikalsyndrom
mit
Ra
dikulopathie
rechts
vor
(
Urk.
1 S. 8 unten).
Dass auch in psychiatrischer Hin
sicht eine massive Verschlechterung eingetreten sei, sei mittels Auszug aus ei
nem Bericht des behande
lnden Psychiaters dokumentiert
(
Urk.
1 S. 10).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das Gesuch um
unent
-
geltli
che
Rechtsvertretung
im Verwaltungsverfahren
zu Recht
abgewiesen
hat.
3.
3.1
Mit
Urteil vom 23. September 2010
hat
das hiesige Gericht
eine gegen die Verfü
gung der Beschwerdegegnerin vom 11. November 2009 erhobene Be
schwerde abgewiesen, die Verfügung aufgehoben und
einen Rentenanspruch des Beschwerdeführers
verneint
(
Urk.
9/76
S. 14 Dispositiv
Ziff.
1
).
Grundlage
des
Entscheid
es
bildete
insbesondere
das
polydisziplinäre
Gutachten des
Y._
vom 8. Mai 2008 (
Urk.
9/27).
Die Gutachter
nannten damals
ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Symptomatik bei inter
mittierenden
pseudoradikulären
Aus
strahlungen rechts und beginnenden degenerativen Veränderungen der unteren Lendenwirbelsäule, klinisch und MR-tomographisch ohne Neurokompression
a
ls
Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten
sie
eine Schmerzverarbeitungsstörung und Symp
tomausweitung, ein inkomplettes metabolisches Syndrom und
eine Medika
menten-
Malcompliance
(S. 16
Ziff.
5.1-5.2).
Die Gutachter kamen zum Ergebnis
, dass
in der angestammten Tätigkeit
als Maurer
seit Dezember 2006
keine Ar
beitsfähigkeit mehr
bestand
.
Eine
körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit
war
dem Beschwerdeführer
gemäss Gutachten
jedoch
bereits kurze Zeit später
zu
100
%
zumutbar
(
Urk.
9/27 S.
17
.
Ziff.
6.3-
6.4, vgl. auch
Urk.
9/76 S. 7 ff.
E. 3.5).
3.
2
Auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 2
1.
Juni 2011 (
Urk.
9/85)
trat die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 2
0.
Febru
ar 2012 nicht ein (
Urk.
9/101, bestätigt mit
Urteil
des hiesigen Gerichts vom
9.
Oktober 2012,
Urk.
9/128).
Am
1.
März 2013 meldete sich der Beschwerdeführer erneut bei der Invaliden
-
ver
sicherung
an und machte eine Verschlechterung seines Gesund
heitszustandes geltend (
Urk.
9/130).
4.
4.1
Der Beschwerdeführer reichte
mit
der Neuanmeldung vom
1.
März 2013
einen Bericht
von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 1
4.
Februar 2013 (
Urk.
9/129) ein.
Dr.
Z._
führte darin aus
, es handle sich um ein langjähriges chroni
sches
Zervikobrachialleiden
und ein
Lumboischialgieleiden
, welche in den ver
gangenen Jahren schon mehrfach diagnostiziert und behandelt worden seien. Im Vordergrund stünden seit mehreren Jahren eine zunehmende Parese im rechten Bein sowie eine intermittierende Parese im rechten Arm. Dem Patienten falle beim Trinken die Tasse aus der Hand, selbst eine Zigarette könne er nur mit Mühe halten
.
Bei der klinischen
Untersuchung finde sich eine globale
Bewegungseinschrän
kung
in der Halswirbelsäule sowie eine Hyperalgesie und Hypästhesie im
Der
matom
bei C5/6/7 rechts mit einer deutlichen Schwäche in der rechten Hand und
Parästhesien
im
Dermatom
bei C6 und
C
7.
Die hierzu angefertigten MRI- und Röntgenaufnahmen liessen eine ausgeprägte
Osteochondrose
im Segment C5/6 und C6/7
erkennen
. Im MRI sei zudem eine kräftige
Bandscheibenprotru
sion
im Segment C4/5 und ebenfalls
bei
C5/6 und C6/7 zu sehen, jeweils mit ei
ner deutlichen Verlagerung de
s
rechtsseitigen
Rezessus
, so dass die
Nervenkom
pressionen
für die Segmente im rechten Arm erklärbar seien. In der
Lendenwir
belsäule
bestehe eine hochgradige Bewegungseinschränkung. Vor allem impo
niere eine Parese im rechten Bein und zwar sowohl im Segment bei L4/5 als auch im Segment L5/S1 mit einer
Fussheber-
und einer
Fusssenkerlähmung
mit entsprechend deutlichem
Steppergang
(S. 1). Es handle sich um ein ausgepräg
tes
Zervikalsyndrom
mit
Radikulopathie
rechts in den Segmenten C4 bis C7 so
wie ein
lumboradikuläres
Syndrom bei L4 bis S1 rechts (S. 2).
4.2
In einem Schreiben vom
6.
März 2013 riet
Dr.
Z._
dem Beschwerdeführer zu einer Operation an der Hals- und Lendenwirbelsäule
.
Dr.
Z._
beschrieb lebensbedrohliche Einengungen des Wirbelkanals an der Halswirbelsäule
. Es
könne jederzeit eine Lähmung drohen, wenn nicht bald möglichst e
ine Opera
tion vorgenommen werde
(
Urk.
9/133).
4.
3
Dr.
med.
A._
, Fachärztin
für Allgemeine Innere Medizin (RAD),
er
klärte in einer Stellungnahme vom 19./2
0.
März 2013 mit Verweis auf
den
Be
richt von
Dr.
Z._
vom 1
4.
Februar 2013 und einen Bericht von
Dr.
med. von
B._
vom 1
4.
Februar 2012
,
anhand der vorliegenden Berichterstattung könne nicht abschliessend beurteilt werden, ob und welche Verschlechterung vorliege und allenfalls seit wann. Nach Besprechung mit einem Orthopäden
des
RAD bleibe der weitere Verlauf abzuwarten.
Es sei daher
wahrscheinlich nicht zu umgehen,
auf das Gesuch
einzutreten
(
Urk.
9/156 S. 3).
4.
4
Anstelle
einer
Operation
wurde der Beschwerdeführer
in der Folge
in der
C._
Klinik
weiterbehandelt.
Die Ärzte der
C._
Klinik stellten in einem Bericht vom 2
8.
Mai 2013
ge
stützt auf
eine
Konsultation vom 2
1.
Mai 2013
(
Urk.
9/139/5-7)
folgende
Hauptd
iagnosen (S. 1):
Cervicovertebral
S
yndrom recht
s
mit/bei:
multisegmentale
r
Osteochond
rose
bei C4-6 mit
breitbasigen
Protru
-
sio
nen
der
Segemente
C4/5 und C5/6
Lumbovertebrals
yndrom
rechts mit/bei:
Osteochondrose
bei L4/5 Typ
modic
1
Anterolisthese
bei L5/S1
M
e
yerding
Grad 1
Spondylarthrose
bei L3-S1
Die Ärzte führten aus, die Zuweisung sei durch den Hausarzt zur Abklärung der Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Arm mit
Lumboischialgien
mit Ausstrahlung in den rechten Fuss erfolgt. Der Patient berichte, dass die ge
nannten Beschwerden seit
zirka sieben Jahren bestünden. Er
habe innerhalb der letzten Monate eine leichte Zunahme der Schmerzen bemerkt (S. 1).
Klinisch un
d
elektrodiagnostisch fänden sich keine Hinweise für eine Läsion des
N
ervus
medianus
rechts und/oder
d
es
N
ervus
ulnaris
rechts, ebenso keine siche
ren Hinweise für eine
zerviko
- oder
lumboradikuläre
Problematik (S. 3).
4.
5
Weiter liegen
Arztberichte
über vom Beschwerdeführer geklagte Schmerzen in der rechten Schulter vor
(vgl. den Bericht
von
med.
D._
, Stellvertre
tende
Oberärztin, Obere Extremitäten
C._
Klinik
,
vom
8.
Januar 2014,
Urk.
9/152/6-7).
Dr.
D._
und
Dr.
med. E._
, Leitender Oberarzt Orthopäd
ie,
C._
Klinik, führten in einem
Bericht vom 1
9.
Februar 2014 (
Urk.
9/154/2-3) dazu aus, möglicherweise habe eine Infiltration einen Teil der Schulter
-
schmerzen anhaltend
gelindert
. Für den
Patienten habe sich die Situa
tion aber nicht verändert, da die Sch
merzen im Bereich der Hals
-/Brust- und Lenden
-
wirbelsäule im Vordergrund stünden. Man sehe keine
Verbesserungs
möglichkeit
mit einer operativen Therapie. Man empfehle, die konservativen Massnahme
n auszuschöpfen mit Lockerung der Muskelgruppen sowie Schulter
zentrierungsübungen in der Physiotherapie
. Die Idee einer weiteren Behandlung durch
Dr.
med.
F._
erachte man als gut
(S. 2).
4.
6
RAD-Ärztin
Dr.
A._
erklärte in einer weiteren Stellungnahme vom 1
4.
April 2014, neue Aspekte und nachvollziehbare Befunde, welche eine leichtere
wechselbelastende sitzende - stehende Tätigkeit
(
mit Gewichtsbelastung von
9 bi
s intermittierend 12.5 - 15 kg)
, ohne repetitive Tätigkeiten über
Schulterni
veau
nachvollziehbar und ma
ssgeblich prozentual einschränk
en würden, seien nicht erk
ennbar. Schwere und repetitive mittelschwere Tätigkeiten und repeti
tive Tätigkeiten über Schulterniveau seien überwiegend wahrscheinlich auf
grund der Wirbelsäulen- und der Schulterproblematik rechts (Partialläsion der
Supraspinatussehne
) nicht mehr geeignet.
Seit März 2013 sei überwiegend wahrscheinlich von einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
in einer angepassten Tä
tigkeit auszugehen (
Urk.
9/156 S. 6).
5.
5.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
-
gust
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte
rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
5.2
Im
Haupt
verfahren
(Verfahren Nr. IV.2014.01071)
ist zu entscheiden, ob es seit der letzten materiell
-
rechtlichen Beurteilung mit
Verfügung der
Beschwerd
e
gegnerin
vom 1
1.
November 2009
zu einer
massgeblichen
Veränderung der
Verhältnisse gekommen ist. Für das vorliegende Verfahren
betreffend unent
geltliche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren
ist
mit den neu einge
reichten Arztberichten
eine gesundheitliche Verschlechterung nicht von vorne
herein auszuschliessen
.
Der Bericht von
Dr.
Z._
vom 1
4.
Februar 2013 und dessen S
chreiben vom
6.
März 2013 lassen
eher
auf eine Verschlechterung schliessen
,
riet
Dr.
Z._
doch dringend zu einer Operation
(E. 4.2 hiervor)
.
Nachdem sich
die Beschwerdegegnerin
selbst
veranlasst sah,
auf das Leistungs
-
ge
such
des Beschwerdeführers
einzutreten (vgl. E. 4.3),
erweisen sich
die Gewinnaussichten
nicht als beträchtlich geringer als die Verlustgefahren.
Die Neuanmeldung vom
1.
März 2013 und die folgenden
Abklärungen in der
C._
Klinik waren demnach durchaus geboten.
Entgegen den Ausführun
gen der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2 S. 2)
wur
den
neue medizinische Tatsachen vor
gebracht
.
Die von der Beschwerdegegnerin postulierte
Aussichtslosigkeit
ist demnach nicht ausgewiesen.
5.
3
D
ie
weiteren
Voraussetzung
en
(
Notwendigkeit der anwaltlichen Vertretung
,
Be
dürftigkeit
) hat die Beschwerdegegnerin laut Dokument vom 1
8.
November 2014 bereits bejaht
(
Urk.
9/177
S. 1 unten
)
.
Da die Voraussetzungen für
die
anwaltliche Vertretung im
Verwaltungsver
-
fahren
demnach
erfüllt sind, hat die
Beschwerde
gegnerin
das Gesuch des
Be
-
schwerdeführers
zu Unrecht abgewiesen.
Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.
6.
6.1
Da es nicht um eine Streitigkeit betreffend Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen handelt, ist das Verfahren kostenlos (Art. 69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG, e
contrario
).
6.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Diese ist
beim praxisgemässen Ans
a
tz von
Fr.
220.-- (zuzüglich
MWSt
)
auf
Fr.
1‘
9
00.
-- (inkl
.
Auslagen und
MWSt
)
fest
zusetzen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird das Gesuch um Bestellung von Rechts
anwältin Andrea Müller-
Ranacher
, Zürich, als unentgeltliche Rechtsvertreterin
für das vorliegende
Besch
werdeverfahren gegenstandslos.