# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5a87d0cd-ca46-41bb-959c-78d9e0f94de6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1963, war ab 1.
Mai 1981 beim
Y._
als Pflegeassistentin angestellt und damit bei der AXA
Versicherungen AG (nachfolgend:
AXA) obligatorisch unfallversichert. Am 1
9.
Januar 2011 wurde sie von einer Frau aus einem Bus gezerrt, worauf sie zu Boden stürzte
(Urk. 10/A1)
. Hierbei zog sie sich eine intraligamentäre Patellaquerfraktur am rechten Knie und eine Kontusion am linken Knie zu
(Urk. 10/M3)
. Am
3.
April 2012 wurde sie von
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie, am rechten Knie operiert (arthroskopische mediale Teilmeniskektomie Vorderhorn, Resektion Plica mediopatellaris sowie Plica infrapatellaris
; Urk. 10/M32
). Die AXA kam für die Heilbehandlung und das Taggeld auf. Sie holte diverse Arzt
berichte und ein Gutachten
von
Dr.
med.
A._
,
Fachärztin für Innere Medi
zin,
spez. Rheumaerkrankungen
,
vom 2
8.
Juli 2012 ein
(Urk. 10/M43). Mit Ver
fügung vom 3.
September 2012 stellte die AXA fest, die
aktuell
geltend ge
mach
ten Kniebeschwerden rechts stünden nicht mehr überwiegend wahr
schein
lich
in kausalem Z
usammenhang mit
dem Unfall vom 19. Januar 2011, weshalb
die Leis
tungen
rückwirkend per 31.
Juli 2012 eingestellt
würden
; man
gels natür
lichen Kausalzusammenhangs zwischen dem Schmerzsyndrom
be
ziehungs
weise
dem nicht bestätigten komplexen regionalen Schmerzsyndrom (CRPS
[
Compl
ex regional pain syndrome]
) und dem Unfall könnten die ver
ordneten Medi
ka
mente nicht übernommen werden
(Urk. 10/A85)
. Dagegen erho
ben die Ver
si
cherte
(Urk. 10/A87)
und ihr Krankenversicherer
(Urk. 10/A90)
Ein
sprache
,
l
etzte
rer zog sie in der Folge zurück
(Urk. 10/A94)
. Mit
Einsprache
e
ntscheid vom
4.
Juni 2013 wies die AXA die Einsprache
ab (Urk. 10/A106). Die dagegen erho
bene Beschwerde wies das Sozialver
sicherungsgericht des Kantons Zürich im Verfah
ren Nr. UV.2013.00167 mit Urteil vom 31. Oktober 2014 ab (Urk. 10/A114 S. 9). Auch die hier
gegen beim Bundesgericht erhobene Be
schwerde wurde abgewiesen (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_896/2014 vom 28. September 2015; Urk.10/A128).
1.2
Mit Schreiben vom 19. November 2015 teilte die Versicherte der AXA unter Hin
weis auf das von der Invalidenversicherung eingeholte Gutachten des B._ vom 10. Juni 2014 (Urk. 10/A113) mit, dass bei ihr ein Rückfall respektive eine Spätfolge eingetreten sei und sie hierzu von der AXA eine anfechtbare Verfügung verlange (Urk. 10/A129). Die AXA stellte sich dagegen mit Schreiben vom 17. Dezember 2015 auf den Stand
punkt, es sei ausgeschlossen, dass das nach dem 31. Juli 2012 andauernde Be
schwerde
bild am rechten Knie als Rückfall oder Spätfolge beurteilt werde, da bereits letzt
instanzlich und ab
schliessend entschieden worden sei, dass es nicht mehr unfall
kausal sei. Sie sehe daher keine Möglichkeit und Veranlassung, über die Frage der Unfallkausalität der Kniebeschwerden eine weitere Verfügung zu erlassen (Urk. 10/A130). Die Versicherte verlangte mit Schreiben vom 18. De
zember 2015 und vom 9. Feb
ruar 2016 erneut den Erlass einer anfecht
baren Verfügung (Urk. 10/A131-132), woraufhin die AXA mit Schreiben vom 16. Feb
ruar 2016 den Erlass einer weiteren Verfügung zur Frage der Unfallkausalität der Beschwer
den im Bereich des rechten Knies wiederum ablehnte (Urk. 10/A133).
Mit Eingabe vom 14. März 2016 reichte die Versicherte beim Sozialversiche
rungs
gericht des Kantons Zürich eine Rechtsverwei
gerungs
beschwerde gegen die AXA ein und beantragte, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, eine Ver
fügung darüber zu erlassen, ob bei ihr ein Rück
fall/eine Spätfolge aufge
treten sei (Urk. 10/137b S. 3). Mit Urteil vom 30. September 2016 wurde die Be
schwerde gutgeheissen und die Beschwerdegegnerin wurde angewiesen, un
verzüglich eine anfechtbare Verfügung im Sinne der Erwägungen zu erlassen (Ver
fahren Nr. UV.2016.00074; Urk. 10/A137b S. 11).
1.3
Die AXA erliess daraufhin am 7. Februar 2017 eine Verfügung, womit sie auf das Begehren der Versicherten um Aus
richtung von Versicherungsleistungen vom 19. November 2015 nicht eintrat (Urk. 10/A143 S. 4). Da
gegen erhob die Ver
sicherte mit Schreiben vom 3. März 2017 Einsprache (Urk. 10/A145), welche die AXA mit Einspracheentscheid vom 16. November 2017 abwies (Urk. 2 S. 5).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 23. November 2017 Be
schwerde und beantragte, der Einspracheentscheid vom 16. November 2017 sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr ab dem 10. Juni 2014 die gesetzlichen Leistungen zu erbringen (Urk. 1 S. 2). Die Be
schwerde
geg
nerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 15. März 2018 auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 9 S. 2).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 be
ziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestim
mungen des Bundes
ge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verord
nung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Die hier strittigen Leistungen betreffen allfällige Rückfall-/Spätfolgen zum Unfall
vom 19. Januar 2011. Dieser hat sich
vor dem 1. Januar 2017
ereignet, sodann wurden die strittigen Rückfalls- beziehungsweise Spätfolgeleistungen am 19. November 2015 gemeldet
, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewese
nen Normen auf den vor
liegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
1.2.1
Gemäss Art. 6 UVG werden
so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Ver
siche
rungs
leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Be
rufs
krankheiten ge
währt (Abs. 1).
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder
aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglich
erweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
1.2.2
Unabdingbare Voraussetzung für die Leistungspflicht der Unfallversicherung bil
det das Vorliegen eines natürlichen und (kumulativ) adäquaten Kausalzu
sam
menhanges zwischen vorhandener Schädigung und versichertem Unfall
ereignis (BGE 129 V 177 E. 3 mit Hinweisen). Dies gilt für alle in Betracht fal
lenden Ansprüche, namentlich für die Heilbehandlung (
Art.
10
Abs.
1 UVG
), das Taggeld (
Art.
16
Abs.
1 UVG
), eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG
) und eine Integri
tätsentschädigung (
Art.
24
Abs.
1 UVG
). Fehlt es an einem rechts
erheblichen Kausalzu
sam
menhang, trifft den Unfallversicherer für diese A
n
sprüche keine Leistungspflicht (Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2011 vom 30. März 2012 E. 2.1).
Bei Rückfällen und Spätfolgen gilt, diese schliessen sich begrifflich an ein beste
hendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungs
pflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheits
schädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in fine).
1.2.3
Die rechtskräftige Verneinung der Unfallkausalität eines Leidens führt - vor
be
hältlich der prozessualen Revision
(
wegen Entdeckung erheblicher neuer Tat
sachen oder Auffinden von Beweismitteln, deren Beibringung zuvor nicht mög
lich war;
Art.
53
Abs.
1 ATSG; ARV 2008 Nr. 16 S. 245 E. 2.2 [8C_93/2007]
)
oder der
Wiedererwägung (
wegen z
weifelloser Unrichtigkeit; Art.
53
Abs.
2 ATSG; SVR 2010 IV
Nr. 5 S. 10 E. 2 [8C_1012/2008]
) - zur Ablehnung sämt
licher künf
tiger Leistungsbegehren auf
grund dieses Leidens; dies gilt auch hin
sichtlich gel
tend gemachter Rückfälle o
der Spätfolgen (RKUV 1998 Nr. U 310 S.
463 E. 2
; Urteil des Bundesgerichts 8C_359/2013 vom 27. August 2013 E. 5.1 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt, die Beschwerdeführerin habe bereits im Zeitpunkt der ersten leistungsabweisenden Verfügung eine massiv einschränkende Be
schwerde
symp
tomatik im rechten Bein beklagt, insbesondere belastungsab
hängige chro
nische Knieschmerzen mit Schwellungsneigung, als festgestellt worden sei, dass zwischen den geklagten Symptomen und dem Unfallereignis kein Kausal
zusam
menhang mehr bestehe. Es sei nicht vorge
bracht worden, dass zusätzliche Schmerzen oder Beeinträchtigungen aufgetreten seien oder sich der Charakter respektive die Lokalität des Problems irgendwie ge
ändert habe. Seit der Beurtei
lung durch das Bundesgericht hätten sich die massgebenden Verhältnisse im Kern nicht verändert. Es stehe fest, dass es dieselbe gesundheitliche Störung sei, über die neu befunden werden solle. Bei der gutachterlichen Einschätzung des B._ handle es sich um eine abweichende diagnostische Zuordnung der bereits früher erhobenen Befunde und geklagten Symptome. Es könne daher weder aufgrund eines Rückfalls noch aufgrund einer Spätfolge eine neue Leistungsprüfung erfol
gen. Im Dispositiv der Verfügung vom 3. September 2012 sei zudem ausdrücklich festgehalten worden, dass der natürliche Kausalzusam
menhang zwischen dem Schmerzsyndrom beziehungsweise dem nicht be
stätigten CRPS und dem Ereignis vom 19. Januar 2011 abgelehnt werde. Der Umstand, dass die über den Einstel
lungszeitpunkt hinaus andauernden Beschwerden von den zuständigen Gerichten als unfallfremd beurteilt worden seien, führe zu einer Ablehnung sämtlicher künftiger Leistungsbegehren betreffend dieselbe Proble
matik. Und auch für die Prüfung von Rückfällen und Spätfolgen bleibe kein Raum. Es liege diesbezüglich eine res iudicata vor, weshalb eine erneute gerichtliche Beurteilung nicht mehr zulässig sei (Urk. 2 S. 3 ff.).
2.2
Die Beschwerdeführerin wendete dagegen ein, die Beschwerdegegnerin sei mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts UV.2016.00074 vom 30. September 2016 dazu verpflichtet worden, auf das Leistungsbegehren einzutreten. Die Be
schwer
degegnerin habe dies auch gemacht, sie habe nur ihre Verfügung vom 7. Februar 2017 fälschlicherweise als Nichteintretensentscheid bezeichnet. In
haltlich habe sie entschieden, dass keine Spätfolgen zum Unfall vom 19. Januar 2011 vorliegen würden. Es würden sich daher keine Eintretensfragen stellen, sondern strittig sei, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht entschieden habe, dass bei ihr weder ein Rückfall noch eine Spätfolge vorliege. Die Ansicht der Be
schwerdegegnerin, dass sich der Gesundheitszustand nicht verschlechtert habe, sei falsch. Dr. A._ habe keinerlei Hinweise finden können, welche auf ein CRPS hindeuten würden und habe keinerlei Einschränkungen von Seiten des Knies festgestellt. Die geklagten Schmerzen seien nicht objektivierbar gewesen. Auch habe sie eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit be
scheinigt. Demgegen
über hätten die Gut
achter des B._ ganz andere Befunde erhoben und eine eingeschränkte Beweg
lichkeit, Belastbarkeit sowie Geh
fähigkeit festgestellt, mit
hin nicht nur dieselben Befunde anders beurteilt. Die Aus
füh
rungen des B._, dass anlässlich der Begut
achtung von Dr. A._ die Symptome eines CRPS nicht vorhanden gewesen seien, sondern diese sich mit der Zeit entwickelt und später manifestiert hätten, würden einleuchten. Die günstige Prognose von Dr. A._ sei durch den Ver
lauf widerlegt. Sie, die Be
schwerdeführerin, gehe keiner Erwerbstätigkeit nach, benötige zur Fortbewegung heute einen Rollstuhl und erhalte seit dem 1. Juni 2017 eine ganze Rente von der Invaliden
ver
sicherung. Das Sozialversicherungs
gericht habe im Urteil UV.2013.00167 vom 31. Oktober 2014 sodann richtig erkannt, dass sich die (Prüfung der) Frage der Kausalität bezüglich des CRPS erübrige, da dieses nicht vorhanden gewesen sei. Die nunmehr vorliegende Funk
tionseinschränkung des rechten Beines sei kla
rerweise auf den Unfall vom 19. Januar 2011 zurückzuführen. Die B._-Gutachter hätten den Unfall als Aus
löser für diese Funktionsstörung betrachtet. Es lägen klarer
weise ein Rückfall beziehungsweise Spätfolgen (CRPS, neuro
pathische Schmer
zen, spastisches Gangbild) zum Unfall vom 19. Januar 2011 vor, welche an
lässlich der B._-Begutachtung am 10. Juni 2014 festgestellt worden seien, weshalb die Beschwer
degegnerin ab diesem Zeitpunkt wieder die gesetzlichen Leistungen zu erbringen habe (Urk. 1 S. 2 ff.).
2.3
2.3.1
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin wurde die Beschwerdegegnerin mit Urteil des Sozial
versicherungsgerichts des Kantons Zürich UV.2016.00074 vom 30. September 2016 nicht dazu verpflichtet, auf das Leistungsbegehren vom 19. November 2015 (Urk. 10/A129) einzutreten. Vielmehr wurde die Be
schwerde
gegnerin angewiesen, unverzüglich eine Verfügung zu diesem Leistungs
begehren im Sinne der Erwägungen zu erlassen (Urk. 10/A137b S. 11). In den Erwägungen wurde ausgeführt, soweit die Beschwerdegegnerin sich (in den formlosen Ant
wortschreiben) auf den Standpunkt gestellt habe, dass der von der Beschwerde
führerin geltend gemachte
Anspruch mit einem schon rechtskräftig be
urteilten Anspruch (im Sinne einer res iudicata) identisch sei, wäre auf das Begehren mit anfechtbarer Verfügung nicht einzutreten gewesen. Soweit die Beschwerdegeg
nerin weitere Versicherungsleistungen
aufgrund eines Rückfalls respektive von Spätfolgen
verneint habe
, wäre erst recht eine Ver
fügung im Sinne von Art. 49 Abs. 1 und Abs. 3 ATSG zu erlassen gewesen (E. 3.3.2). Nachdem die
Beschwer
deführerin
eine Verfügung mehrfach verlangt gehabt habe, hätte die Beschwer
degegnerin einen Entscheid in Form einer anfechtbaren Ver
fügung erlassen müs
sen, der die formellen Anforde
run
gen erfülle. Folglich habe die Beschwerdefüh
rerin zu Recht eine Rechts
ver
weigerung gel
tend gemacht (E. 3.4).
Die Anweisung des Gerichts lautete somit allein auf Erlass einer formellen Ver
fügung im Sinne von Art. 49 Abs. 1 und Abs. 3 ATSG, sei es mit dem Inhalt eines Nichteintretensentscheid, sei es mit dem Inhalt der materiellen Beurteilung des Leistungsbegehrens betreffend Rückfall/Spätfolgen zum Unfall vom 19.
Januar
2011.
2.3.2
Auch der Ansicht der Beschwerdeführerin, die Beschwerdegegnerin sei mit dem angefochtenen Einspracheentscheid (Urk. 2) respektive mit der diesem zu
grunde
liegen
den Verfügung vom 7. Februar 2017 (Urk. 10/A143) auf ihr Leistungs
be
gehren vom 19. No
vember 2015 (Urk. 10/A129) eingetreten, kann nicht gefolgt werden. Denn die Beschwerdegegnerin hat im Erkenntnis der Verfügung vom 7. Februar 2017 unter dem Titel "Entscheid" unmissverständlich ausgeführt, dass auf das Begehren um Ausrichtung von Versicherungsleistun
gen vom 19. No
vem
ber 2015 nicht eingetreten werde (Urk. 10/A143 Urk. S. 4). Dies wurde im Ein
spracheentscheid vom 16. November 2017 mit der Abweisung der Einsprache bestätigt (Urk. 2 S. 5). Ein davon abweichender Ent
scheid wurde nicht gefällt.
Darüber hinaus lässt auch die Begründung
der Verfügung
,
wonach das Begehren mit dem bereits rechts
kräftig beurteilten Anspruch identisch sei und die andau
ernden Beschwerden von den zuständigen Gerichten als unfallfremd beurteilt worden seien, weshalb kein Raum für die Prüfung von Rückfällen oder Spätfolgen bleibe (Urk. 10/A143 S. 3), k
eine Zweifel
zu
, dass es
sich dabei
um einen Nicht
eintretensentscheid handelt.
Daran ändert nichts, dass in der weiteren mit den Worten "Abgesehen davon" be
gonnenen Begründung auch materiell-rechtliche Überlegungen zur Prüfung und Anerkennung eines Rück
falles angestellt wurden, indem darauf hingewiesen wurde, dass nach der kon
kreten Aktenlage nicht von einer Veränderung der massgebenden Ver
hältnisse auszugehen sei.
Auch am
Ende der Begründung der Verfügung wurde als
Schlussfolgerung
festge
halten,
dass
aus diesem Grund auf das Begehren auf Versicherungs
leistungen nicht ein
getreten werden
könne
(
Urk.
10/A143 S. 3).
In der Begründung des Einspracheentscheides sodann wurde erneut unmiss
ver
ständlich festgehalten, dass die Einsprechgegnerin zu Recht nicht auf die neuen Leistungsbegehren der Einsprecherin eingetreten sei, da unter den gege
benen Umständen keine neue materielle Leistungsprüfung der bereits rechts
kräftig beurteilten gesund
heitlichen Beeinträchtigung erfolgen könne (Urk. 2 S. 5).
2.3.3
Zu prüfen ist in diesem Verfahren somit allein, ob die Beschwerdegegnerin auf das neue Leistungs
begehren der Beschwerdeführerin bezüglich Spätfolgen/Rück
fall zum Unfall vom 19. Januar 2011 zu Recht nicht eingetreten ist.
3.
3.1
Mit Verfügung vom 3. September 2012 hatte die Beschwerdegegnerin die seit dem Unfall vom 19. Januar 2011 erbrachten ge
setzlichen Leistungen gemäss dem UVG (Taggelder und Heilbehandlung) per Ende Juli 2012 eingestellt (Urk. 10/A85). Die Beschwerdegegnerin hatte den natür
lichen und adäquaten Kausal
zusammenhang zwischen den Beschwerden am rechten Knie und dem Unfall
ereignis vom 19. Januar 2011 bis zu diesem Zeitpunkt anerkannt. Die Ein
stellung der Leistungen erfolgte mit der Begründung des Wegfalles des natür
lichen Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und den danach noch ge
klagten Restbeschwerden, da diese nicht mehr objektivierbar seien und na
ment
lich die gestellte Verdachtsdiagnose eines CRPS I nicht habe bestätigt wer
den können (Urk. 10/A85 S. 2). Im Einspracheentscheid vom 4. Juni 2013, der diese Verfügung mit derselben Begründung bestätigte, wurde zudem festge
hal
ten, ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den (be
haupteten) CRPS-Be
schwerden und dem Unfallereignis vom 19. Januar 2011 habe nie vorgelegen (Urk. 10/A106 S. 6).
Das hiesige Gericht bestätigte diesen Entscheid der Beschwerdegegnerin mit Urteil UV.2013.00167 vom 31. Oktober 2014 und hielt fest, zusammenfassend habe die Beschwerdegegnerin die natürliche Kausalität zwischen den geklagten Knie
be
schwerden und dem Unfall vom 19. Januar 2011 über den 31. Juli 2012 hinaus zu Recht verneint (Urk. 10/A114 S. 8).
Das Bundesgericht wies die Beschwerde dagegen mit Urteil 8C_896/2014 vom 28. September 2015 ab (Urk. 10/A128 S. 8). Es hielt fest, es sei strittig, ob zwischen dem Unfall der Versicherten vom 19. Januar 2011 und ihren Knie
be
schwerden rechts ab 31. Juli 2012 ein natürlicher Kausalzusammenhang be
stehe (E. 3). Bei den von der Beschwerdeführerin erst vor Bundesgericht ins Ver
fahren einge
brachten Beweis
mitteln, namentlich dem B._-Gutachten vom 10. Juni 2014 (Urk. 10/A113), handle es sich um unechte Noven, weshalb sie nicht zu berücksichtigen seien (E. 4). Mit den ärztlichen Berichten sei das Vor
liegen eines CRPS nicht überwiegend wahr
schein
lich erstellt. Es sei gestützt auf das Gutachten von Dr. A._ (vom 28. Juli 2012) zudem davon auszu
gehen, dass aufgrund der dort festgehaltenen Befunde weder eine Behandlungsbe
dürftigkeit noch eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit noch eine Integritätseinbusse resultiere. Es sei daher auch der Fallabschluss per 31. Juli 2012 rechtens (E. 5). Eine Leistungs
pflicht für all
fällige psy
chische Beschwerden entfalle zudem mangels eines adä
quaten Kau
salzusam
men
hanges (E. 6; Urk. 10/A128 S. 3 ff.).
3.2
3.2.1
Mit diesen Entscheiden wurde der natürliche Kausalzusammenhang zwischen den Beschwerden der Beschwerdeführerin am rechten Knie und dem Unfall
ereignis vom 19. Januar 2011 für die Zeit ab dem 1. August 2012 rechtskräftig verneint. Es wurde mithin vom Wegfall unfallbedingter Ursachen der Kniebeschwerden bei Erreichen des Status quo sine vel ante (SVR 2011 UV Nr. 4 S. 12 E. 3.2 [8C_901/2009]) per 1. August 2012 ausgegangen. Dies führt rechtsprechungs
ge
mäss zur Ablehnung sämtlicher künftiger Leistungs
begehren aufgrund des Lei
dens am rechten Knie, was auch hinsichtlich Anspruchsbegehren für geltend gemachte Rückfälle und Spätfolgen gilt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_359/2013 vom 27.
August
2013 E. 5.1 f.), wie die Beschwerdegegnerin richtig erkannt hat.
Dabei ist nicht relevant, ob sich das Leiden der Beschwerdegegnerin am rechten Knie seit dem 1. August 2012 erheblich verschlechtert hat und welche Diagnose diesbezüglich die nachbehandelnden Ärzte stellten. Denn mit rechtskräftig fest
gestelltem Wegfall der Kausalität der Kniebeschwerden per 1. August 2012 fällt die Unfallkausalität (der ab diesem Zeitpunkt geltend gemachten Kniebe
schwer
den rechts), welche Leistungsvoraussetzung für einen Rückfall respektive für Spätfolgen bildet, gänzlich ausser Betracht.
Nichts ändert daran - entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin -, dass im Urteil UV.2013.00167 vom 31. Oktober 2014 erklärt wurde, es sei überwiegend wahr
scheinlich, dass ein CRPS nicht vorhanden gewesen sei, und die Frage der Kausalität erübrige sich bezüglich dieser Diagnose (Urk. 10/A114 S. 8). Denn erst nach dem 31. Juli 2012 diagnostizierte Leiden des rechten Knies, auch jenes einer CRPS, können nach dem Gesagten jedenfalls nicht mehr als un
fallbedingt quali
fiziert werden.
3.2.2
Sämtliche weiteren Vorbringen der Beschwerdeführerin führen zu keiner anderen Betrachtungsweise, zumal diese hauptsächlich die hier nicht zu behandelnde materiell-rechtliche Anspruchsprüfung der geltend gemachten Rückfall-/Spätfol
genbeschwerden betreffen.
3.3
Die Beschwerdegegnerin ist somit auf das Leistungsbegehren der Beschwerde
füh
rerin vom 19. November 2015 betreffend Rückfall/Spätfolgen zum Unfall vom 19. Januar 2011 zu Recht nicht eingetreten. Die Beschwerde ist folglich abzuwei
sen.