# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4d3297f3-995d-550a-a377-314a4c3f5449
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 2000 geborene
X._
war seit dem
1.
August 2017 als Informatiker EFZ (Systemtechnik) bei der
Y._ AG
ang
estellt und dadurch bei der
SWICA Krankenversicherung AG (nachfolgend: SWICA)
für die Folgen von Betriebs- und Nichtbetriebsunfällen unfallvers
ichert, als er
am 1
7.
November 2018 mit dem Motorrad stürzte
und auf das linke Knie fiel
(
vgl.
Bagatellunfallmeldung
vom 4. Februar 2019
,
Urk.
10/1).
Der am 1
4.
Dezember 2018 erstbehandelnde
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, stellte keine Diagnose und h
ielt fest, der objektive Befund
sei nicht konk
lusiv; am ehesten bestehe eine Knochenprellung
im medialen
Tibiakopf
. Radiologisch
zeige
sich
–
fraglich
- ein freier Gelenkkörper (
Urk.
10/
5
).
Die
SWICA anerkannte den Schadenfall und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung,
Urk.
10/1
2
,
Urk.
10/
21
).
Das am 1
2.
Februar 2019 durchgeführte MRT
des linken Knies
zeigte
geringe, degenerative Veränderungen des
Innenmeniskushinterhorns
(Grad I), ohne Nach
weis eines freien Gelenkkörpers (
Urk.
1
0
/
4
). Es folgte eine Physiot
herapie (
Urk.
10/
2, Urk.
10/
6
,
Urk.
10/
8
).
Bei persistierenden Knieschmerzen wurde der Versicherte am
10.
Dezember 2019
erneut computertomographisch untersucht. Dabei zeigten sich
intakte
Band- und Sehnenstrukturen
und
ei
ne leichtgradige Z
errung
der
meniskokapsulären
Verankerung auf Höhe
des medialen
Hinterhorns
(
Urk.
10/
16
). Gestützt darauf diagnostizierte
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
im Sinne einer Zweitmeinung
eine leichte Zerrung im medialen
Meniskush
interhorn
sowie Partialruptur des inneren Kollateralbandes (
Urk.
10/
15
). Am
6.
Februar 2020 gab
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Chirurgie, eine vertrauens
ärzt
liche Aktenbeurteilung
ab
(
Urk.
10/
2
0). Gestützt darauf stellte die SWICA die bisher erbrachten Leistungen
mit Verfügung vom 2
0.
März 2020
per
8. Dezember 2018
ein (
Urk.
10/
25
;
vgl. auch Schreiben vom
1
2.
Februar 2020
,
Urk.
10/
21
).
Die am 2
9.
April
2020 dagegen erhobene
Einsprache (
Urk.
10/
26
) wies die SW
ICA mit
Einspracheentscheid
vom 2
7.
August 202
0
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
5.
September 2020 Beschwerde und bean
tragte, es seien ihm auch über den
8.
Dezember 2018 hinaus die gesetzlichen UV-Leistungen auszurichten (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
5.
November 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9), was dem Beschwerdeführer am 1
6.
November 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
11). Zu den
vom Beschwerdeführer
zwischenzeitlich
im Oktober 2020
einge
reichten medizinischen Unterlagen
(
Urk.
6,
Urk.
7/1-2)
nahm die Beschwerde
gegnerin
am
6.
Januar 2021 Stellung (
Urk.
16). Eine Kopie dieser Stellungnahme
wurde dem Beschwerdeführer
am
7.
Januar 2021
zugestellt (
Urk.
17).
Mit
Ein
gabe
vom 2
0.
Januar 2021
nahm der Beschwerdeführer
dazu Stellung
(
Urk.
18).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar
2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Ver
ordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Der hier zu beurteilende Sachverhalt hat sich am
1
7.
November
2018 ereignet, weshalb die ab dem 1. Januar 2017 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6
UVG
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG).
Den gesetzlich umschriebenen Anspruch auf Heilbehandlung hat die versicherte Person so lange, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine nam
hafte Verbesserung ihres Gesundheitszustandes erwartet werden kann.
Da die Heilbehandlung gemäss
Art.
10 UVG eine unfallbedingte Behandlungsbe
dürftig
keit, nicht aber eine Arbeitsunfähigkeit voraussetzt, vermag die trotz des Unfalles uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit allein ein Dahinfallen des Anspruchs auf Heilbehandlung nicht zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 8C_354/2014 vom 1
0.
Juli 2014 E. 3.2).
1.4
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG erbringt die Versicherung ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind: Knochenbrüche (
lit
. a); Verrenkungen von Ge
lenken (
lit
. b), Meniskusrisse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Bandläsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h).
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist ab
schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei
zerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Auflage, Bern 1989, S. 202).
1.5
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.6
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher
Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76). Diese Beweis
grund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.
7
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gut
achten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, anlässlich des Motorradunfalls vom 1
7.
November 2018 sei es lediglich zu einer leichten Prellung/Zerrung im linken Knie gekommen.
Diese Verletzung sei nach spätestens drei Wochen abgeheilt. Die bisher erbrachten Leistungen seien damit bei Errei
chen des Status quo ante zu Recht per
8.
De
zember 2018 eingestellt worden;
auf eine Rückforderung der
über
den
8.
Dezember 2018
hinaus ausgerichte
ten Versicherungsleistungen
sei
ausdrücklich verzichtet worden (
Urk.
1).
2.2
Dagegen wa
ndte der Beschwerdeführer ein,
Dr.
B._
habe seine
kreisärztliche Beurteil
ung
nicht
in Kenntnis der gesamten Aktenlage abgegeben. N
amentlich die MRT-Bilda
ufnahmen hätten ihm
nicht vorgelegen. Demgegenüber habe sich
Dr.
A._
nicht nur auf die MRT-Bundberichte abgestützt, sondern
seine Einschätzung aufgrund der eigenen
klinischen Untersuchung sowie eigenen
Auswertung
des Bildmaterials abgegeben
. Zudem habe er die festgestellte Unfall
kausalität der
partiellen
Bandläsion und
Läsion des
Meniskushinterhorns
stich
haltig begründet.
Zumindest erwecke die Einschätzung von
Dr.
A._
erhebliche Zweifel an der vertrauensärztlichen Beurteilung.
Eine stressbedingte Ursache der Zerrung falle
beim 18-jährigen Informatiker, der auch in seiner Freizeit keine kniebelastenden Aktivitäten
aus
übe, im Übrigen aus
ser
Betracht. Soweit die Unfallkausalität dennoch verneint werde,
bestehe aufgrund der im Dezember 2019 bildgebend ausgewiesenen Bandläsion eine UV-Leistungspflicht (
Urk.
1).
3.
Strittig und zu prüfen ist, ob die
linksseitige
n
Knie
befunde
ü
ber den 8. Dezember 2018
hinaus überwiegend wahrscheinlich
auf den Unfall vom 17
.
November 201
8
zurückzuführen
sind
bzw.
darüberhinaus
eine Leistungspflicht der Beschwerde
gegnerin besteht
.
4.
4.1
Der
am 1
4.
Dezember 2018
erstbehandelnde
Dr.
Z._
stellte
keine Diagnose und zudem fest, die objektiven Befunde seien nicht konklusiv; am ehesten bestehe eine
Knochenprellung
im medialen
Tibiakopf
des linken Knies. Radiologisch bestehe – fraglich – ein freier Gelenkkörper. Der Beschwerdeführer habe ange
geben, er sei am 1
7.
November 2018 auf das linke Knie gestürzt (
vgl. Bericht vom
6.
Juni 2019
Urk. 10/
5
).
4.2
Bei rezidivierenden Schmerzen wurde am 1
2.
Februar 2019
ein
e
MRT erstellt. Dazu hielt
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für
Radiolog
i
e
und Nuklearmedizin
des
I
nstituts
D._
im Wesentlichen fest, es b
estehe ein diskreter Reiz
erguss und
eine geringe
intrameniskale
Signalveränderung
im
Hinterhorn
des Innenmeniskus;
der
mediale und
laterale Knorpel und das
medial
e
und
laterale
K
ollateralband seien regelrecht und
die Kreuzbänder intakt. Daraus ergäben sich geringe degenerative Veränderungen des
Innenmeniskushinterhorns
(Grad I), ohne Nachweis eines freien Gelenkkörpers (
Urk.
10/
4
).
4.3
Im Kostengutsprachegesuch für eine MRI- Untersuchung vom 2
6.
November 2019
hielt
Dr.
A._
klinisch positive Meni
skuszeichen bei praktisch freier
Flexion/
Extension und eigentlich guter Stabilität des Knies fest (
Urk.
10/1
1
).
4.4
Das daraufhin a
m 1
0.
Dezember 2019
durchgeführte MRT
beurteilte
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Radiologie,
Radiologie
F._
,
im Wesentlichen wie folgt: Es be
stehe eine leichtgradige Zerrung der
meniskokapsulären
Verankerung auf Höhe des medialen
Hinterhorns
, ohne abgrenzbare Läsion. Ansonsten seien die
femo
rotibialen
Verhältnisse beidseits unauffällig. Die Band- und Sehnenstruk
turen seien intakt. Insbesondere bestehe hier kein Hinweis auf eine Zerrung oder Rup
tur.
Weiter zeige sich
ein minimaler Gelenkerguss
femoropatell
är
und zentral.
Daraus ergebe sich
eine leichtgradige Zerrung der
meniskokapsulären
Veranke
rung auf Höhe des medialen
Hinterhorns
bei
ansonsten normalen Kniebefunden (
Urk.
10/
16
).
4.5
Im ärztlichen Zwischenbericht
zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 2
7.
Janu
ar 2020 zitierte
Dr.
A._
aus der Krankengeschichte den Eintrag vom 1
6.
Dezem
ber 201
9.
Danach habe er dem Beschwerdeführer telefonisch mitgeteilt, dass eine leichte Zerrung des medialen
Meniskushinterhorns
sowie eine partielle
Ruptie
rung
des inneren Kollateralbandes bestehe; eine Physiotherapie sei hier sinnvoll (
Urk.
10/
15
).
4.6
In der vertrauensärztlichen Aktenbeurteilung vom
6.
Februar 2020 hielt
Dr.
B._
(1) den Verdacht auf eine Prellung link
s
, (2) den Verdacht auf eine leichtgradige Zerrung im Bereich des Innenbandes und (3) degenerative Veränderungen im Inn
enmeniskushorn fest (
Urk.
10/
20 S. 2
).
Die subjektiven Beschwerden liessen sich bildgebend nicht objektivieren. Der Unfall vom 17. November 2018 habe lediglich zu einer leichten Prellu
ng/Zerrung geführt, d
eren Folgen
nach drei Wochen abgeheilt
seien
.
Die im Dezember 2020
MR-tom
ographisch vermutete
Zerrung der
meniskokapsulären
Verankerung
könne dem Unfallereignis nicht zu
geo
rdnet werden. Es handle sich hierbei wahrscheinlich um eine Stresssituation; es sei nicht bekannt, ob der Beschwerdeführer einer kn
iebelastenden Sportart
nachgehe
. Schliesslich habe sich
im ersten MRI vom Februar 2019
keine Listen
diagnose gezeigt
(
Urk.
10/2
0
).
4.7
Mit Schreiben vom
7.
Juli 2020 hielt
Dr.
A._
fest, die Zerrung im
Menis
kushinterhorn
sowie die Partialruptur im inneren Kollateralband seien seines Erachtens mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallbedingt.
Diese Schädi
gungen ergäben sich aus seiner Sicht aufgrund der MRI-Aufnahmen. Die von
Dr.
B._
vermutete stressbedingte Zerrung
sei eine reine Mutmassung (Urk.
3).
4.8
Auf entsprechende Rückfragen des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
7/1)
bestätigte
Dr.
E._
mit Email vom 2
9.
September 2020, am 1
0.
Dezember 2019 habe sich MR-tom
ographisch eine leichtgradige Zerrung der
meniskokapsulären
Veranke
rung auf Höhe des medialen
Hinterhorns
,
residuell
bzw. narbig und reizlos, gezeigt. Das mediale Kollateralband sei in der proximalen Hälfte
längerstreckig
verdickt. Dies sei mit einer chronisch narbigen Veränderung bei einem Zustand nach Zerrung und Partialruptur vereinbar. Beides sei «im Rahmen eines Unfalls zu sehen». Eine Stresssituation würde nicht so ein homogenes und reizloses Bild zeigen. Bei einer Stresssituation bestehe eine inhomogene
Auftreibung
, insbeson
dere direkt im Ursprung bzw. Ansatz, begleitet von einer Kapselverdickung und eventuell Verkalkung (
Urk.
7/2).
4.9
Dazu nahm die Beschwerdegegnerin am
6.
Januar
2021 wie folgt Stellung:
Dr.
E._
widerspreche mit Email vom 2
9.
September 2020 (vgl. E.
4.8) seiner ursprünglichen Beurteilung (vgl. E. 4.4), wonach die Band- und Sehnenstrukturen intakt seien
und insbesondere keine Zerrung oder Ruptur bestehe
.
Seine nunmehr abweichende Beurteilung habe er nicht begründet. Zudem seien im zum Unfall zeitnahen MRT vom Februar 2019 lediglich degenerative Veränderungen festge
stellt worden. Auch habe sich
Dr.
E._
nicht dazu geäussert, ob der neu fest
gestellte Residualzustand auf den Unfall vom 1
7.
November 2018 zurückzuführen sei. Im Übrigen sei darauf hinzuweisen, dass bei
residuellen
bzw. narbigen und reizlosen Verhältnissen von abgeheilten Verhältnissen auszugehen sei (
Urk.
16).
4.10
Dem hielt der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2
0.
Januar 2021 entgegen, im Befundbericht vom 1
0.
Dezember 2019 habe sich
Dr.
E._
nicht zum Zustand des medialen Kollateralbandes geäussert. Er habe lediglich Hinweise auf eine zum Zeitpunkt der MRT-Aufnahme noch bestehende Zerrung oder Ruptur verneint. Gleiches gelte für den Befundbericht zum MRT vom 1
2.
Februar 2019, welcher erst ein Vierteljahr nach dem Unfall vom November 2018 erstellt worden sei. Demgegenüber habe
Dr.
E._
am 2
9.
September 2020 festgestellt, dass der am 1
0.
Dezember 2019 abgebildete Zustand des medialen Kollateralbandes auf eine frühere, nunmehr narbig verheilte Zerrung und Partialruptur schliessen lasse
. Die
Unfallkausalität habe er zudem damit schlüssig begründet, dass sich im Falle einer unfallfremden Stresssituation ein ganz anderes Schadenbild zeigen müsste. Mithin sei die Unfallkausalität durch die einhelligen fachärztlichen Feststellungen von
Dres
.
A._
und
E._
bewiesen
(
Urk.
18)
.
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
2
7.
August
2020 (Urk. 2) auf die fachärztli
ch-chirurgi
sche Beurteilung
von Dr.
B._
vom
6.
Februar 2020
(E.
4.6
), welche
dieser in Kenntnis und Aus
ein
andersetzung mit den
relevanten
Vorakten
abgab.
5.2
Konkrete Indizien, die gegen die Zuverlässigkeit der
Beurteilung
von Dr
.
B._
sprechen, sind
– entgegen dem Beschwerdeführer (vgl.
Urk.
1) -
nicht ersichtlich.
Daran vermag
auch
nichts zu ändern, wenn
Dr.
B._
die MRT-Bild
er
als solche nicht vorlagen. Erging seine Beurteilung doch unbestrittenermassen gestützt auf die dazugehörigen Befundberichte
der zur Auswertung des Bildmaterials kompe
tenten radiologischen Fachärzte. Dass die
radiologischen Auswertungen
von
Dres
.
C._
und
E._
(vgl. E. 4.2, E. 4.4)
unzutreffend oder nicht lege
artis
gewesen sein sollen, ist nicht ersichtlich und hat der Beschwerdeführer zu Recht nicht behauptet.
Sodann ist weder aufgrund der MRT
vom Februar 2019
noch aufgrund derjenigen vom Dezember 2019 eine akute Band- o
der Sehnenläsion ausgewiesen
. Dies hat
selbst
der Beschwerdeführer
zuletzt eingeräumt
(vgl.
Urk.
18, E. 4.10
; nachdem er beschwerdeweise noch geltend machte, im Dezember 2019 sei eine Läsion im medialen Kollateralband festgestellt worden, vgl.
Urk.
1
Ziff.
10
).
Soweit einzig
Dr.
A._
postulierte, «aus seiner Sicht» zeigten
«
die
MRI-Aufnahmen»
(nebst der partiellen Läsion des
Meniskushinterhorns
) eine part
i
e
lle
Rupturierun
g
des inne
ren Kollateralbandes
(
Urk.
10/
15
,
Urk.
3),
l
iess
er
hierfür
eine
luzide
Begründung vermissen und kann ihm nicht gefolgt werden.
Kommt hinzu, dass es sich bei
Dr.
A._
nicht um einen Facharzt für Radiologie handelt.
Selbst wenn
im MRT
vom Dezember 2019
eine
narbige und reizlose Veränderung im Bereich des medialen Kollateralbandes erblickt werden wollte
und diese aufgrund des homo
genen Bildes einem Unfallgeschehen zugeordnet werden
könnte
(vgl.
Urk.
7/2
, E.
4.8
)
,
liesse sich
d
a
raus
nicht
s
zum Vorteil des Beschwerdeführers ableiten. Insbesondere
hätte –
angenommen
der Unfall vom 1
7.
November 2018 habe eine irgendwie geartete Schädigung am inneren Kollateralband gezeitigt –
bereits
das MRT vom Februar 2019 entsprechende Auffälligkeiten zu Tage bringen müssen, was
aber
nicht der Fall
war und auch
nicht behauptet wurde.
Im Februar 2019
wurde computertomographisch vielmehr
ein regelrechtes mediales Kollateralband dargestellt (
Urk.
10/
4
).
Dr.
E._
gab
seine nachträglichen Ausführungen
im
Email vom 2
9.
September 2020 (
Urk.
7
/
2,
Urk.
4.8)
denn auch
augenscheinlich
in Unkenntnis des MRI-Befundes vom Februar 2019 ab.
Davon abgesehen werden vage Formulierungen dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht gerecht; dass
eine Verdickung des Kollateralbandes
gemäss
Dr.
E._
mit einem Zustand nach Zerrung und Partialruptur «vereinbar»
ist
(
Urk.
7/2), reicht freilich nicht aus, um eine Unfall
kausalität im erforderlichen Beweisgrad zu begründen.
Die erstmals im MRT vom Dezember 2019
– mehr als
ein
Jahr
nach dem Unfall -
festgestellte
Zerrung
an der
meniskokapsulären
Verankerung auf Höhe des medialen
H
interhorn
s
kann
offensichtlich
nicht mit überwiegender Wahrschein
lich auf den Unfall vom 1
7.
November 2018 zurückgeführt werden.
Die im Be
reich des
Innenmeniskushinterhorns
im Februar 2019 bildgebend dargestellte Signalveränderu
ng wurde zudem als degenerativ
taxiert (Urk.
7/
4
).
Da die Leistungspflicht des Unfallversicherers in jedem Fall einen Kausal
zu
sammenhang zwischen Gesundheitsschaden und Unfall voraussetzt,
entfällt
vor
liegend
eine Leistungspflicht auch gestützt auf
Art.
6
Abs.
2 UVG (vgl.
E.
1.4 ff.).
Mangels Relevanz für das Beurteilungsergebnis erübrigen sich
schliesslich
Wei
terungen zur diskutierten stressbedingten Genese der bestehenden Kniebefunde.
Zusammenfassend ist die Beschwerdegegnerin gestützt auf die hinreichend auf
schlussreiche medizinischen Aktenlage, insbesondere
die
beweiskräftige Beurtei
lung von Dr.
B._
,
zum überzeugenden Schluss gelangt, dass die über den Zeit
punkt der Leistungseinstellung per
8.
Dezember 2018
hinaus fortdauernden
Knie
be
schwerden jedenfalls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf den Unfall vom
1
7.
November 2018
zurückgeführt werden können, w
eshalb sie den Anspruch des
Beschwerdefüh
rers
auf weitere Le
istungen über diesen Zeit
punkt hinaus
zu Recht verneinte.
Eine unfallbedingte Behandlungsbedürftigkeit ist
darüberhinaus
im Zeitpunkt der faktischen Leistungseinstellung auch nicht mehr ausgewiesen.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
2
7.
August
2020 (Urk. 2) erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.