# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7601f972-8f77-4b6a-9490-40fbce43d330
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956,
ist
seit 2011
als
Inhaber der
Firma Y._
selbständig erwerbstätig
(
Urk.
5/
8
Ziff.
5.4
,
Urk.
5/14 S.
2)
.
Am 1
4.
November 2011 rutschte er auf einer Bockleiter aus und
zog sich eine Schulterverletzung zu
(
Urk.
5/17/1
)
. Die daraufhin erbrachten gesetzlichen Leistungen der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) wurden per 3
0.
November 2012 e
ingestellt (
Urk.
5/20/24-25
).
Unter H
inweis auf eine Periarthritis
h
umero
scapularis
(PHS)
links bei Zustand nach
Überstre
ckungs
- und Rotationstrauma am 1
4.
November 2011, eine
PHS
rechts seit Sommer 2013 sowie eine Hypertonie meldete er sich am
8.
Januar 2014 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/8). Die
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerb
liche Situation ab (
Urk.
5/12
,
Urk.
5/16-17,
Urk.
5/21,
Urk.
5/26
)
,
zog Akten der
SUVA sowie der
zuständigen
Krankentaggeldversicherung
bei (
Urk.
5/
19,
Urk.
5/
20)
und lud den Versicherten zum Standortgespräch ein (
Urk.
5/14).
Nach durchgeführ
tem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
5/37
,
Urk.
5/41
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
4.
November 2014 (
Urk.
5/46
=
Urk.
2) einen Ren
tenanspruch.
2.
Der Versicherte erhob am
9.
Januar 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
4.
November 2014 (
Urk.
2) und beant
ragte, diese sei aufzuheben und
es sei
ihm ab 1
4.
November 2011
(Unfalltag)
respektive ab November 2012 bis zum
Erlass der Verfügung
eine ganze
Rente
und
sodann
eine halbe Rente zu gewähren
(
Urk.
1 S. 1)
. Weiter sei
, da er am
6.
Januar 2015 einen weiteren Unfall erlitten habe,
eine medizinische Abklärung
in Auftrag zu geben (S. 2
).
Die IV-Stelle be
antragte mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
Februar 2015 (
Urk.
4) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
1.
März 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
6)
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung
verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
(
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine
ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Der Einkommensvergleich hat auch bei
Selbständigerwerbenden
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif
fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei
chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuver
lässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der
Invalidi
tätsgrad
nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen.
1.4
Nach der Rechtsprechung ka
nn die Aufnahme einer unselbst
ändigen Erwerbstä
tigkeit als zumutbar erscheinen, wenn
davon
eine bessere erwerbliche Verwer
tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbil
dung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014
E.
3.1 mit Hinweisen auf Urteile I
116/03 vom 10.
November 2003 E.
3.1 und I
145/01 vom 12.
September 2001 E.
2b).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2)
gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon aus, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Reinigungsarbeiter nur noch zu 50
%
zumutbar sei. In einer leidensangepassten, leichten körperlichen Tätigkeit, nur selten in und nie über Schulterhöhe, ohne belastendes Hantieren mit ausgestrecktem Arm
,
sei er ab 2
1.
Dezember 2011 allerdings
zu
100
%
arbeitsfähig.
Gestützt darauf ermit
telte sie einen Invaliditätsgrad von 0
%
(S. 2).
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwerdeführer den Standpunkt (
Urk.
1), dass er
die bisherige Tätigkeit nicht mehr voll ausüben könne. In einer anderen Tätig
keit könne er kein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Dies habe er nicht einmal gekonnt, als er noch gesund gewesen sei. Bei einem Verlust der Firma würde es ihm psychisch noch schlechter gehen.
Schliesslich habe er sich a
m
6.
Januar 2015 den Arm gebrochen und könne nun gar keine Tätigkeit mehr ausüben. Erst nach der Rehabilitation könne festgestellt werden, ob tatsächlich eine andere Tätigkeit im vollen Umfang zumutbar wäre (S. 2).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers, wobei insbesondere die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer
behinderungs
angepassten
Tätigkeit umstritten ist.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine I
nnere Medizin und für Rheuma
tologie, nannte in seinem Bericht vom
3.
Februar 2014 (
Urk.
5/16) folgende Diagnose
n
(S. 1)
:
PHS
partim
pseudoparalytica
partim
ankylosans
rechts bei perforieren
der Ruptur des
Supraspinatus
rechts
kleinem Erguss intraar
t
ikulär rechts
degenerativen Seh
n
enveränderungen im
Supraspinatus
links
Einengung des
Subacromialraumes
beidseits mit
ausgeprägter
Impin
gement-Symptomatik
beginnende
r
Omarthrose
beidseits
Dr.
Z._
führte weiter aus, dass der Beschwerdeführer Überkopfarbeiten ten
denziell meiden müsse.
In seiner bisherigen Tätigkeit
bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Es bleibe schwer abzuschätzen, ob die Situation durch eine Operation gebessert werden könne (S. 2).
3.2
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine I
nnere Medizin,
führte in sei
nem
B
ericht vom 3
0.
Mai 2014 (
Urk.
5/26/5-10) aus, dass er den Beschwerde
führer seit 1987 behandle (
Ziff.
1.2) und nannte folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
PHS beidseits
degenerative Seh
n
enveränderungen im
Supraspinatus
links
Einengung des
Subacromialraumes
beidseits mit ausgeprägter
Impinge
ment
-S
ymptomatik
beginnende
Omarthrose
beidseits
perforierende Ruptur des
Supraspinatus
rechts
Sodann nannte er als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Hypertonie (
Ziff.
1.1). Seit dem
1.
Dezember 20
12 bestehe eine 50%ige Arbeits
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiter. Die Versuche
,
die Arbeitsfähigkeit zu steigern, seien erfolglos gewesen (
Ziff.
1.6). Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht zu 100
%
zumutbar, wobei allerdings eine Leistung von maximal 50
%
bestehe. Bei Tätigkeiten ohne Belastungen der Schultergelenke, handwerkliche
n
Tätigkeit
en
maximal auf Tischhöhe, bestehe eine volle Arbeitszeit (
Ziff.
1.7).
3.3
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato
logie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte am 1
4.
Juni 2014 aus, dass der somatische Gesundheitszustand ausgewiesen und inzwischen stabil sei. Die aktenkundigen Angaben für die Bewertung der Arbeitsunfähigkeit in der bishe
rigen Tätigkeit
erschienen
plausibel, sodass darauf abzustellen sei. Für eine an
gepasste Tätigke
it bestünden keine Angaben im Verlauf, sondern erst ab dem
1.
Dezember 2012, wobei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit angenommen werde. Im Hinbli
ck auf den Verlauf der Arbeits
fähigkeit in
der bisherigen
Tätigkeit sei medizintheoretisch ab dem 2
1.
Dezember 2011 mit überwiegender Wahrschein
lichkeit bereits von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen
,
bei Beachtung folgenden Belastungsprofils: nur leichte körperliche Tätigkeit, nur selten in und nie über
Schulterhöhe, ohne
belastend
es Hantieren
mit ausgestrecktem Arm (
Urk.
5/42 S. 4 oben
).
4.
4.
1
Unbestritten und gemäss vorliegender Aktenlage ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer insbesondere an einer beidseitigen PHS
, an degenerativen Sehnenveränderungen im
Supraspinatus
links sowie an einer Einengung des
Subacromialraumes
beidseits mit ausgeprägter
Impingement
-Symptomatik
lei
det.
Zu bestimmen bleiben die Auswirkungen dieser Diagnosen auf die Arbeitsfähig
keit des Beschwerdeführers.
4.2
Die involvierten Ärzte attestierten übereinstimmend eine
50%ige Arbeits
fähig
keit in der angestammten Tätigkeit sowie eine Arbeitsfähigkeit
von 100
%
- mit gewissen Einschränkungen -
in einer adaptierten Tätigkeit
.
Dr.
Z._
äusserte sich
allerdings
nicht zur verbliebenen Arbeitsfähigkeit in einer
behinderungsan
ge
passten
Tätigkeit.
Insb
esondere unter Berücksichtigung der Erfahrungstat
sache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau
ens
stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc) und der Hausarzt des Beschwerdeführers von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tä
ti
gkeit ausging (vorstehend E. 3.2
), erscheint dies glaubhaft, schlüssig und nachvollziehbar.
Es liegen zudem keine dieser Einschätzung widersprechende Beurteilungen vor, so dass darauf abzustellen ist.
4.3
Aufgrund der schlüssigen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist zudem nicht ersichtlich, inwiefern die vom Beschwerdeführer geforderte E
inholung
eines polydisziplinären Gutachtens (
Urk.
1 S. 2) für die Beurteilung des vorliegenden Falls entscheidende Erkenntnisse liefern könnte, sodass darauf im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung zu verzichten ist (BGE 122 V 157 E. 1d).
Insbe
sondere ergeben sich aus den vorhandenen Arztberichten keine Anhaltspunkte für eine psychische Störung, wie dies vom Beschwerdeführer geltend gemacht wurde (vgl.
Urk.
1 S. 2).
Es ist zudem darauf hinzuweisen, dass im Verfahren
um Zusprechung oder Verweigerung von Sozialversicherungsleistungen kein förmlicher Anspruch auf eine versicherungsexterne Begutachtung besteht. Eine solche ist nur anzuordnen, wenn auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässig
keit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen bestehen (BGE 135 V 465 E. 4), was vorliegend nicht der Fall ist.
4.4
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, dass er am
6.
Januar 2015 den Arm gebrochen habe und nun gar keine Tätigkeit mehr ausüben könne (
Urk.
1 S. 2),
ist dies ohne Auswirkung auf die im vorliegenden Verfahren zu beurtei
lenden Fragen.
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das
Sozialversiche
rungsgericht
die Gesetzmässigkeit der Verwaltungsverfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Verfügungserlasses
– hier also 2
4.
November 2014
gegeben war (BGE 121 V 366 E. 1b). Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenst
and einer neuen Verfügung sein.
4.5
Der medizinische Sachverhalt ist somit dahingehend erstellt, dass dem Beschwer
deführer eine leichte körperliche
Tätigkeit
, nur selten in und nie über Schulterhöhe, ohne
belastendes
Hantieren mit ausgestrecktem Arm
,
zu 100
%
zumutbar ist.
5.
5.1
Es bleibt damit die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen dieser Einschrän
kungen vorzunehmen.
Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grund
sätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns
, mithin auf das Jahr 2014
, abzustellen (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).
5.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1).
Für die Ermittlung de
s
Valideneinkommens
von selbst
ändig erwerbstätig gewe
senen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art.
16 ATSG zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem
i
ndi
viduellen Konto (IK) ersichtl
ichen Löhne herangezogen werden
.
Weist das bis
Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und
verhältnismässig
kurz
fristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011
vom 29. März 2012 E. 3,
E. 4.1
f.).
Bei selbst
ändig Erwerbenden wird namentlich dann nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt, wenn aufgrund der Umstände mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit anzunehmen ist, dass der Versicherte im Gesundheitsfall s
eine nicht einträgliche selbst
ändige Tätigkeit aufgegeben und eine besser
ent
löhnte
andere Tätigkeit angenommen hätte, oder dann, wenn die vor der
Gesundheits
bee
inträchtigung
ausgeübte selbst
ändige Tätigkeit wegen ihrer kur
zen Dauer keine genügende Grundlage für die Bestimmung des
Validenein
kommens
dar
stellt, zumal in den ersten J
ahren nach Aufnahme der selbst
ändigen Erwerbs
tätigkeit üblicherweise aus verschiedenen Gründen (hohe Abschreibungsquote auf Neuinvestitionen etc.) die Betriebsgewinne gering sind. Wenn sich hingegen der Versicherte, auch als seine Arbeitsfähigkeit noch nicht beeinträchtigt war, über mehrere Jahre hinweg mit einem bes
cheidenen Einkommen aus selbst
ändi
ger Erwerbstätigkeit begnügt hat, ist dieses für die Festlegung des
Validenein
kom
mens
massgebend
, selbst wenn besser
entlöhnte
Erwerbsmöglichkeiten bestan
den hätten. Das Bundesgericht hat denn auch eine Parallelisi
erung der Einkommen bei selbst
ändig Erwerbenden in der Regel abgelehnt (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 2
9.
März 2012 E. 4.4 mit Hinweisen auf
BGE 135 V 58
E. 3.4.6
-7).
5.
3
Der Beschwerdeführer ist seit
dem Jahr
2011 Inhaber der
Firma Y._
(
Urk.
5/14 S. 2
).
Zur Beurteilung der finanziel
len Lage liegt indessen nur die Bilanz au
s
dem Jahr 2013 (
Urk.
5/17/2-5) vor, da für die Jahre 2011 und 2012 gemäss Aussage des Sohnes des Beschwerdeführers keine Unterlagen
bestehen (
Urk.
5/21). In den
Jahren vor der Selbständigkeit war der Beschwerdeführer bei mehreren Arbeitsgebern tätig und bezog zeitweise Arbeitslosenentschädigung (
Urk.
5/12, IK-Auszug).
Aus diesen Gründen recht
fertigt es sich
,
bei der Bestimmung des
Valideneinkommens
nicht auf das tat
sächlich erzielte Einkommen, sondern auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) abzustellen.
5.
4
Der Zentralwert für mit einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art beschäftigte Männer betrug im Jahr 2012 im privaten Sektor
Fr.
5‘210
.--
(LSE 2012,
S. 35,
Tabelle TA1
, Total, Kompetenzniveau 1
), was unter Berück
sichtigung einer durchschnittlichen betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stun
den im Jahr 2012 (Die Volkswirtschaft 3/4 – 2015, S. 8
8, Tabelle B 9.2, Total) sowie der allgemeinen Lohnentwicklung im Jahr 2013 in der Höhe von
0.
8
%
und im Jahr 2014
voraussichtlich in der Höhe von 0.8
%
(Die Volkswirtschaft 3/4 – 2015, S. 89, Tabelle B 10.2, Nominal Total
; Quartalsschätzung der
Nomi
nallohnentwicklung
2014 des Bundesamtes für Statistik
), ein
hypothetisches
Valideneinkommen
von rund
Fr.
66‘
224
.--
für das Jahr 2014 ergibt (
Fr.
5‘210.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.008 x 1.008).
5.
5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standar
disierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche
Wo
chenarbeitszeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2,
126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
5.
6
Bei
selbständig Erwerbstätigen
kann sich mit Blick auf das hypothetische
Inva
lideneinkommen
die Frage stellen, ob ihnen eine Betriebsaufgabe und ein Wechsel in eine angestellt
e Tätigkeit zumutbar seien (vorstehend E. 1.4
).
Nach
dem
der Beschwerdeführer erst seit
2011
– mithin seit
kurzer Zeit
– Inhaber der
Firma Y._
ist und er bei einem Personalaufwand
von rund
Fr.
37‘000.-- lediglich einen Gewinn von rund
Fr.
7‘000.-- erzielte (
Urk.
5/17 S.
3), ist es ihm durchaus zuzumuten, die Reinigungstätigkeiten zugunsten einer anderen Tätigkeit aufzugeben.
Auch bei der Ermittlung des Invalideneinkommens ist vom Zentralwert für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art im privaten Sektor gemäss LSE
(LSE 2012, S. 35, Tabelle TA1, Total, Kompetenzniveau 1)
auszuge
hen, so dass für die zu erfolgende Berechnung auf die Ausführungen zum
Vali
den
einkommen
ve
rwiesen werden kann (vorstehend
E. 5.4
). Unter Berücksichti
gung, dass dem Beschwerdeführer auch in einer adaptierten Tätigkeit ein 100%iges Arbeitspensum zumutbar ist, resultiert schliesslich ein dem
Validen
einkommen
entsprechendes hypothetisches Invali
deneinkommen von rund
Fr.
66‘
224
.--
.
5.
7
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134
V 322 E. 5.2).
5.
8
Unter Berücksichtigung, dass die LSE seit 2012 im für den Beschwerdeführer anwendbaren
Kompetenz
niveau 1 Durchschnittslöhne für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art abbildet, worunter auch körperlich belas
tende Tätigkeiten fallen, der Beschwerdeführer aber nur noch körperlich leichte Tätigkeiten mit zusätzl
ichen Einschränkungen (vgl. E. 4.5
) ausüben kann
und der Beschwerdeführer heute bereits 58-jährig ist
,
erscheint
ein Abzug vom Tabellenlohn von
15
%
als angemessen
. Damit würde das Invalide
neinkommen rund
Fr.
56‘
290
.--
betragen (
Fr.
66‘
224
.--
x 0.85
).
5.
9
Der Vergleich
des
Valideneinkommens
von rund
Fr.
66‘
224
.--
mit dem
Invali
deneinkommen
von
rund
Fr.
56‘
290
.--
ergibt
eine
Einkommenseinbusse
von
Fr.
9‘934
.--
und damit einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von
rund 15
%
. Bei diesem Ergebnis steht dem Beschwerdeführer somit keine Rente der Invalidenversicherung
zu.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
6.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerle
gen.