# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 688868e2-0375-44a4-968a-e2a4900f22b0
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die Y._AG schrieb für die Wintersaison 2012/2013 eine Stelle als „Réceptionist (m/w)“ aus. Mit E-Mail vom 4. Oktober 2012 bewarb sich X._ für diese Stelle. Am 5. Oktober 2012 teilte A._, Direktor des Hotels Y._, X._ per E-Mail mit, sie hätten „in der Zwischenzeit schon genügend Damen an der Rezeption eingestellt“ und suchten „nun noch einen Herrn“. Sowohl im November 2012 als auch im Dezember 2012 bewarb sich X._ je ein weiteres Mal für eine Mitarbeit bei der Y._AG. Auch diese beiden Bewerbungen blieben ohne Erfolg.
B. Am 31. Dezember 2012 stellte X._ bei der Schlichtungsbehörde für Gleichstellungssachen ein Schlichtungsgesuch. Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 19. März 2013 konnten sich die Parteien nicht einigen. Am 2. April 2013 stellte die Schlichtungsbehörde für Gleichstellungssachen die Klagebewilligung aus, welche folgende Rechtsbegehren enthält:
„Rechtsbegehren der klagenden Partei:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten der Klägerin drei Monatslöhne à CHF 4‘100.--, insgesamt CHF 12‘300.--, zu zahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Rechtsbegehren der beklagten Partei:
1. Das Begehren sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“
C. Mit Eingabe vom 10. Juni 2013 unterbreitete X._ die Streitsache mit unverändertem Rechtsbegehren dem Bezirksgericht Plessur. Am 26. August 2013 reichte die Y._AG ihre Klageantwort ein. Auch sie liess dabei ihr Rechtsbegehren dem Sinn nach unverändert.
D. Am 10. September 2013, mitgeteilt am 12. September 2013, erliess der Bezirksgerichtspräsident Plessur die Beweisverfügung, in welcher er unter anderem die eingereichten Urkunden sowie die benannte Zeugin für relevant erklärte. Weiter hielt er fest, dass von Amtes wegen eine Einvernahme derjenigen Person erfolge, welche die ausgeschriebene Stelle als Réceptionist (m/w) für die Wintersaison 2012/2013 angetreten habe. In der Folge wurde jedoch mit Zustimmung der Parteien auf die Einvernahme der Person, die die Stelle
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angetreten hatte, verzichtet, da sich diese Person für längere Zeit im Ausland aufhielt.
E. Am 28. Januar 2014 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur statt, welches mit Entscheid vom gleichen Tag, mitgeteilt am 13. März 2014, wie folgt erkannte:
„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Y._AG verpflichtet, X._ mit einem Betrag von CHF 1‘000.00 zu entschädigen. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
2. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2‘000.00 gehen zu Lasten der Gerichtskasse.
b) X._ hat die Y._AG mit CHF 1‘000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations