# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1e4dc730-913c-4ac8-a91f-4b4bf60ac742
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1968
geborene
X._
war
seit
Februar 2004
als Bauarbeiter bei der
Y._
angestellt und
damit
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
im Rahmen des Bundesgesetzes über die Un
fallversicherung (UVG)
obligatorisch
versichert
. A
m
15. August 2006
fiel ihm
beim Ausschalen einer Betondecke ein
zirka
zwanzig Kilogramm
schwerer
Holz
träger
auf
die
rechte Schulter (
Bagatellunfallmeldung vom 5. September 2006 [
Urk.
13/1]
)
.
D
i
e SUVA kam für die Heilbehandlung auf (Urk. 13/4) und
schloss den Fall
nach Rücksprache mit dem Versicherten, welcher
am
23. Oktober 2007
einen weiteren Unfall erlitten und sich
an der
Lendenwirbelsäule (LWS)
verletzt hatt
e
(Urk. 14),
am 22.
August 2008 folgenlos ab (Urk. 13/7).
Bei einem Unfall vom
18.
November
2008
zog sich der Versicherte
eine Verletzung am
linken Handgelenk
zu
(Urk. 15)
.
1.
2
Ab Juni 2009
liess sich
X._
erneut
wegen
Beschwerden an der rech
ten
Schulter ärztlich
behandeln
(Urk. 13/8-9)
und meldete dies am 2. Juli 2009 der SUVA (Urk. 13/11)
.
Diese verneinte mit
Verfügung vom 9. Januar 2012 ihre Leistungspflicht
mangels eines
rechtsgenüglichen
Kausalzusammenhangs zum
Unfall
ereignis
vom 1
5.
August 2006
(Urk.
13/41
).
Daran hielt sie auf
Einsprache
des Versicherten
hin
(Urk. 13/42)
mit E
ntscheid vom 5. April 2012
fest
(Urk. 2)
.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 5. April 2012 liess
der Versicherte
am 15. Mai 2012
vertreten durch Rechtsanwältin Pia Dennler-Hager
Beschwerde
erheben
mit
den
folgenden
materiellen
Anträgen
(Urk. 1
a
)
:
1.
Es sei in Aufhebung des
angefochtenen Entscheids vom 5.
April 2012 das Verfahren
zur Durchführung von ergänzenden Abklärungen
an die SUVA zurückzuweisen.
2.
Die Beschwerdegegnerin sei dabei aufzufordern, die abschliessende Behandlung der bei ihr
hängigen
Schadenfälle Dossier 8.62571.06.1 (Schulter links), Dossier 8.62920.07.4 (Rü
cken) und Dossier 8.63944.08.2 (Handgelenk links) mit dem pendenten Verfahren bei der SVA, IV-Stelle, AHV-Nr.
Z._
materiell zu koordinieren.
3.
Eventuell sei davon
Vormerk
zu nehmen, dass die SVA, IV-Stelle, im erwähnten Verfahren mit Verfügungen vom 23. Oktober 2011 und 31. Januar 2012 eine polydisziplinäre Begut
achtung des Beschwerdeführers veranlasst hat, welche auch Aufschluss zur Frage der
Un
fallkausalität
sämtlicher gesundheitlicher Beschwerden des Versicherten geben soll.
4.
Eventuell sei weiter vorzumerken, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen jenes Verfah
rens bei der SVA, IV-Stelle, mit den in Ziff. 3 genannten Verfügungen bedient wurde, so dass die Ergebnisse der polydisziplinären Begutacht
ung des Beschwerdeführers am
A._
für die Beschwerdegegnerin Verbindlichkeit erlangen.
5.
Es sei festzustellen, dass bei einer allfälligen Anordnung beruflicher
Eingliederungmass
nah
men
seitens der SVA, IV-Stelle, die Beschwerdegegnerin deren Ergebnisse abzuwarten und bei einem allfälligen abschliessenden Entscheid über das gesamte Dossier des Be
schwerdeführers bzw. einzelne Teilkomponenten des Unfallkomplexes wie die vorliegend strittige Schulterproblematik zu berücksichtigen hätte.
6.
Eventuell sei zur weiteren medizinischen Abklärung durch das Gericht ein Obergutachten an
zuordnen.
7.
Subeventuell sei dem Beschwerdeführer nach Vorliegen der Ergebnisse des
polydisziplinä
ren
Gutachtens der MEDAS
A._
eine angemessene Rente der Unfallversicherung sowie eine angemessene Integritätsentschädigung zuzusprechen.
Mit Eingabe vom
16. Mai 2012
liess der Beschwerdeführer seine Anträge wie folgt modifizieren (Urk. 1b):
1.
(keine Änderung)
2.
Die Beschwerdegegnerin sei aufzufordern, über das gesamte Unfalldossier des Beschwerde
führers, inhaltlich Dossier 8.62571.06.1 (Schulter rechts), Dossier 8.62920.07.4 (Rücken) und Dossier 8.63944.08.2 (Handgelenk links) nach Vorliegen des von der SVA, IV-Stelle, im Verfahren AHV-Nr.
Z._
des Beschwerdeführers veranlassten
polydiszipli
nären
Gutachtens, allenfalls nach Abschluss von seitens der IV-Stelle veranlassten Einglie
derungsmassnahmen oder nach Durchführung eigener ergänzender medizinischer Abklä
rungen, abzuschliessen, wobei möglichst eine inhaltliche Kongruenz der Entscheidungen betreffend Fallabschluss der Invalidenversicherung und der Unfallversicherung anzustre
ben ist.
3.
(keine Änderung)
4.
(streichen; wird zurückgezogen)
5.
(ehemals Ziffer 5: streichen, neu integriert in Antrag Ziffer 2)
5.
Eventuell sei zur weiteren medizinischen Abklärung durch das Gericht ein Obergutachten an
zuordnen.
6.
Subeventuell sei dem Beschwerdeführer nach Vorliegen der Ergebnisse des
polydisziplinä
ren
Gutachtens der MEDAS
A._
eine angemessene Rente der Unfallversicherung sowie eine angemessene Integritätsentschädigung zuzusprechen.
Die SUVA beantragte in ihrer
Beschwerdeantwort vom 4. Oktober 2012
die Ab
weisung der Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne
(Urk. 12)
.
Mit Verfügung vom 10. Oktober 2012 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeord
net (Urk. 17). Der Beschwerdeführer
liess
mit Eingabe vom 6. November 2012 (U
rk. 19) das
A._
-Gutachten vom
26. September 2012
(Urk. 20)
zu den Akten
reichen
und mit
Replik vom
2
9.
Januar 2013
die
beschwerdeweise gestellten
Anträge
wie folgt
präzisieren
(Urk. 27)
:
1.
Es sei in Aufhebung des
angefochtenen Entscheids vom 5.
April 2012 das Verfahren an die SUVA zurückzuweisen.
2.
Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflich
ten, dem Beschwerdeführer ab 1.
Mai 2012 bis zum Entscheid über Versicherungsansprüche/Integritätsentschädigung betreffend Schulter eine Übergangsrente zu bezahlen.
3.
Eventuell sei dem Beschwerdeführer eine angemessene Rente der Unfallversicherung sowie eine angemessene Integritätsentschädigung zuzusprechen.
4.
Subeventuell sei zur weiteren medizinischen Abklärung durch das Gericht ein
Obergut
ach
ten
anzuordnen und hernach das Verfahren zur Rentenfestsetzung an die
Beschwerde
geg
nerin
zurückzuweisen.
5.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
Die SUVA hielt
mit
Duplik vom 6. März 2013
an ihren Anträgen fest
(Urk. 32)
, was dem Beschwerdeführer am 11. März 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 33).
Am 25. Juli 2013 liess er unaufgefordert eine weitere Eingabe einrei
chen (Urk.
34).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der
gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit an
der
e
n Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die V
erwaltung beziehungsweise im Be
schwerdefall das Gericht im Rahmen d
er ihm obliegenden Beweiswürdi
gung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzu
sammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausal
zusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers
spielt
im Bereich or
ganisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kau
salität deckt (BGE 127 V 102 E.
5b/
bb
mit Hinweisen). Anders verhält es sich bei natürlich unfallkausalen, aber organisch nicht objektiv ausgewiesenen Beschwerden. Hier ist bei der Be
urteilung der Adäquanz vom augenfälligen Geschehensablauf auszugehen, und es sind je nachdem weitere unfallbezogene Kriterien
einzubeziehen (BGE 117 V 359 E. 6, 117 V 369 E.
4
, 115 V 133 E.
6). Bei psychischen Fehlentwicklungen nach Unfall werden diese Adäquanzkriterien unter Ausschluss psychischer As
pekte g
eprüft (BGE 115 V 133 E. 6c/
aa
), wä
hrend bei Schleudertraumen (BGE
117 V 359 E. 6a) und äquivalenten Verletzungen der
Halswirbelsäule (
HWS
)
sowie Schädel-Hirntra
umen (BGE 117 V 369 E. 4b
) auf eine Differen
zie
rung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet wird (vgl. zum Ganzen
:
BGE 134 V 109 E. 2.1
).
1.
3
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfäl
le und Spätfolgen gewährt (Art.
11
der Verordnung über die Unfallversicherung [
UVV
]
). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar ge
heiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Ver
änderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen kön
nen (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
Bei Rückfälle
n
und Spätfolgen kann der Unfallversicherer nicht auf der Aner
kennung des natürlichen u
nd adäquaten Kausalzusammenhang
s beim Grundfall oder bei früheren Rückfällen behaftet werden, weil die unfallkausalen Fak
toren durch Zeitablauf wegfallen können. Es obliegt dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines natürlichen u
nd adäquaten Kausalzusammenhang
s zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge geltend gemachten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des
Unfallversi
cherers
; dabei sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforde
rungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträcht
igung ist (
Urteil
des Bundesge
richts
8C_6
69/2011 vom 2
2.
Februar 2012 E.
2.2
mit Hinweisen
).
1.4
Für die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der rechtlichen Folgen sind Versicherungsträger und Gerichte auf Angaben ärztlicher Expertinnen und Ex
perten angewiesen. Diese Angaben bilden die ausschlaggebenden Beweismittel. Nach dem
Grundsatz der freien Beweisw
ürdigung (Art. 61
lit
. c des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG])
haben die kantonalen Versicherungsgerichte die Beweise ohne Bindung an förmliche Beweisregeln umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweis
mittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und da
nach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurtei
lung des streitigen Anspruchs gestatten
(BGE 125 V 351 E. 3a
).
A
uch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zu
verlässigkeit bestehen.
2
.
2
.1
Im verwaltung
sgerichtlichen Beschwerdeverfah
ren sind grund
sätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beur
teilen, zu denen die zu
ständige Verwaltungs
behörde vorgän
gig verbindlich – in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genom
men hat. In
soweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspr
acheentscheid
den beschwerdewei
se weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgeg
enstand und somit an einer Sach
urteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
er
gangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a S. 414).
2
.2
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann das verwaltungsgerichtliche Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des
Anfech
tungsgegenstandes
,
das heisst
ausserhalb des durch die Ver
fügung
beziehungs
weise
durch den
Einspracheentscheid
bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitge
genstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit ge
sprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage mindestens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 V 501, 122 V 34 E. 2a mit Hinweisen).
2
.3
Die
Beschwerdegegnerin
sprach sich im angefochtenen
E
ntscheid
(Urk. 2)
le
diglich
darüber aus, ob sie
für die ab Juni 2009 geklagten Beschwerden an der rechten Schulter aus dem
Ereignis
vom 15. August 2006 leistungspflichtig ist
, wobei sie diese Frage mangels eines
rechtsgenüglichen
Kausalzusammenhangs verneinte
.
Dagegen äusserte
sie sich nicht
zu ihrer Leistungspflicht für die eben
falls bei ihr versicherten Unfälle vom 23. Oktober 2007 und 18.
November
2008 mit Verletzungen der LWS und des linken Handgelenks.
Dieses Vorgehen ist
aus den
in der
Beschwerdeantwort
vom 4. Oktober 2012
(Urk. 12 S. 4) zutreffend dargelegten Gründen
– auf welche verwiesen wird –
nicht zu beanstanden.
Die
Ausführungen
des Be
schwerdeführers
(Urk. 1
a+b
, Urk. 27
, Urk. 34
)
geben zu keiner anderen
Betrach
tungsweise
Anlass.
Soweit
d
er
Beschwerdeführer
im vor
lie
genden Verfahren
sinngemäss eine
gesamtheitliche
Beurteilung
aller drei
Er
eig
nisse
verl
angt
beziehungsweise
eine
n
Leistung
sanspruch
aus
den
Unfällen
vom 23. Oktober 2007 und 18.
Novem
ber 2008
ableitet,
kann
deshalb
auf die Be
schwerde nicht
eingetreten werden
.
2
.4
Zu prüfen ist somit einzig die unter den Verfahrensbeteiligten strittige Frage
, ob
die ab Juni 2009 geklagten
rechts
seitigen Schulterbeschwerden in einem
rechts
genüglichen
Kausalzusammen
hang zum Unfall
ereignis
vom 15. August 2006 stehen
.
3
.
3
.1
3
.
1
.1
Dr. med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Medizin,
vermerkte
i
m Arztz
eu
g
nis vom 22. Mai 2007,
er habe
a
m
15. August 2006
im Bereich
der rechten Schulter ein positives
Impingement
und ein
druckdolentes
Acromion
befundet
. Die
glei
chen
tags angefertigten Röntgenaufnahmen der
Skapula
hätten keine Fraktur gezeigt
. Er nannte die Diagnose einer
Acromion
-Prellung
rechts
und
erklärte
,
lokal anwendbare
nichtsteroidale
Antirheumatika (NSAR)
verordnet zu haben.
D
ie Behandlung
sei
noch
am Un
fall
tag
ohne Attestierung einer Arbeitsunfähig
keit abgeschlossen
worden
.
Später
habe der
Beschwerdeführer
anlässlich einer Konsultation vom
Februar 2007
über
persistierende Schmerzen
geklagt
,
worauf
er ihn
an
das Rheumazentrum
C._
überwiesen habe
(Urk. 13/2).
3
.
1
.2
Der ab 30. April 2007 behandelnde
Dr. med.
D._
, Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie,
Rheumazen
trum
C._
,
berichtete am
5. Mai 2007,
laut
Angaben des Beschwerdeführers seien die Schulterbeschwerden
vorüberge
hend
verschwunden ge
wesen. Er beurteilte,
k
linisch und
sonographisch
zeige
sich eine eindeutige Aktivierung des
Acromioclavicular
(AC)-G
elenk
s
, während r
adiologisch
nur
diskrete Hinweise auf eine beginnende Arthrose mit Unregel
mässigkeit des
claviculaseitigen
Gelenksabschnitts
vorlägen
.
Nach einer
intraar
tikuläre
n
Steroidinfiltration
in
das AC-Gelenk
sei
eine deut
liche Besserung ein
getreten
(Urk. 13/3).
3
.
1
.3
Anlässlich
der
Besprechung mit
der Beschwerdegegnerin
vom
2. April 2008
gab
der Beschwerdeführer
zu Protokoll
,
gegenwärtig
erfolge bezüglich der rechten Schulter keine
therapeutische
oder
medikamentöse
Behandlung
mehr, obwohl er noch
gewisse
Beschwerden
habe
.
Die
Arbeitsfähigkeit
sei
dadurch
jedoch
nicht
einge
schränkt
(Urk. 13/5).
Dies
bestätigte er am 17. Juni 2008 und
22. August 2008, worauf die Beschwerdegegnerin den Fall
unter Hinweis auf das
Rück
fall
melderecht
folgenlos abschloss
(Urk. 13/6
-
7)
.
3
.
2
3
.
2
.1
A
m 9. Juni 2009
führte
Dr.
D._
aus
, der
Beschwerdeführer
sei am Vort
ag
er
neut
bei
ihm vorstellig geworden und habe angegeben,
seit zwei Wochen wieder
Schmerzen an der
rechte
n
Schulter
zu verzeichnen
. Die Ultraschalluntersuchung
sei
bis auf eine leichte
Auftreibung
der AC-Gelenkkapsel unauffällig
gewesen
. Die Ursache für die Schulterschmerzen sei
ihm
nicht ganz klar.
Während sich
s
onographisch
eine leichte AC-Gelenk
sirritation
zeige
,
schliesse er
klinisch
eher auf eine Reizung der Bursa,
wobei jedoch letztere
nach einer diagnostischen In
filtration als Ursache weitgehend ausgeschlossen werden könne (Urk. 13/8-9).
3
.
2
.2
D
ie SUVA-Kreisärztin Dr. med.
E._
, Fachärztin für
Physikalische Medi
zin und Rehabilitation
,
beurteilte im Bericht vom 2. Dezember 2009 betreffend die Untersuchung
gleichen Datum
s
,
von Seiten der rechten Schulter bestehe der Verdacht auf eine
Impingement
-Symptomatik, wogegen
die
früher beschriebene
Reizung/
Pathologie des AC-Gelenks aktuell nicht mehr
verifizierbar
sei. Sie em
pfehle eine orthopädische Beurteilung (Urk. 13/14-15).
3
.
2
.3
Der
daraufhin
mit einer
konsiliarischen Abklärung der
rechtsseitigen
Schulter
problematik
beauftragte
Dr. med.
F._
, Chefarzt Klinik für Orthopädi
sche Chi
rur
gie, Le
iter Schulterchirurgie,
G._
,
beurteilte im Anschluss an die Konsultationen vom 9. April und 28. Mai 2010
zuhanden der Beschwerdegegnerin, die
von ihm veranlasste
Magnetresonanz (MR)-
Arthrogra
phie
der rechten Schulter vom 17. Mai 2010
(vgl. im Einzelnen Urk. 13/25)
zei
ge
im Wesentlichen ein altersentsprechendes Schultergelenk ohne relevante Veränderung der
Rotatorenmanschette
, wobei im Ansatzbereich des
Infraspina
tus
eine kleine Zyste im Sinne einer chronischen
Insertionstendinose
dokumen
tiert werden könne. Da
s AC-Gelenk weise keine wesentli
chen Pathologien auf. Klinisch zeige sich vor allem ein Unterflächen-
Impingement
des Supra-/
Infra
spinatus
im Sinne eines
Walch
-Syndroms,
welches
zumindest auch mit der
An
satztendinose
korrespondieren würde. Ansonsten seien die
objektiven Befunde weitgehend
bland
. Ein chirurgisches Vorgehen dränge sich mit Sicherheit nicht auf. Er empfehle eine gezielte physiotherapeutische Rehabilitation der Schulter vor allem im Sinne einer Optimierung der Gelenkszentrierung und einer Kräfti
gung der
Rotatorenmanschette
(Urk. 13/19).
3
.
2
.4
Im Bericht vom 7. Juni 2011 betreffend die
U
ntersuchung vom Vortag erklärte die
SUVA-Kreisärztin Dr.
E._
, der Beschwerdeführer habe laut eigenen Angaben
unter Physiotherapie
von Seiten der rechten Schulter eine Besserung erfahren und verspüre
nurmehr
bei Überkopfbewegungen (über 130° Abduktion)
Schmerzen. Derzeit sei eine konklusive Untersuchung der rechten Schulter nicht möglich. Wahrscheinlich bestehe eine
Impingement
-Symptomatik
, wobei
aber
nicht
klar abgrenzbar
sei
, ob eine Schmerzverarbeitungsstörung –
welche
beim Beschwerdeführer gesamthaft
vermutet werde – oder eine Symptomaus
wei
tung
gegenwärtig
zur Beschwerdepersistenz beitrage.
Die MRI-Abklärung vom Juni
(richtig: Mai) 2010 habe keine wirklich relevanten, die Beschwerden sicher er
klärenden anatomischen strukturellen Veränderungen ergeben. Angesichts
des
sen, dass der nach der Rückfallmeldung vom
1. Juni 2009
durchgeführte Ultra
schall
keine
Rotatorenmanschettenläsion
sowie
lediglich eine fragliche
AC-Ge
lenksirrita
tion
au
s
gewiesen
und
das jetzige MRI neu einen fraglichen Riss im
anterioren
Bereich
des
Supraspinatus
ergeben habe, müsse die Problematik der Schulter hinsichtlich einer Unfallfolge oder eines Rückfalls als lediglich möglich erachtet werden. Die Rissläsion habe im Verlaufe der Zeit rein altersbedingt auf
treten können.
Eine
initial
aufgetretene
Rotatorenmanschettenläsion
hätte sich bereits
im Ultraschall vom 8.
Juni
2009 z
eigen müssen
(
Urk. 13/27
S. 10
).
3
.
2
.5
Ergänzend hielt die SUVA-Kreisärztin Dr. med.
H._
, Fachärztin für Neurochi
rurgie, a
m 21. November 2011
nach Zusammenfassung der vorhandenen ärztli
chen Einschät
zungen
fest
,
soweit Dr.
E._
in
der
Begründung
ihrer Ein
schätzung
vom
7.
Juni 2011
davon ausgegangen sei, dass
sich
im Jahr 2009
so
nographisch
eine intakte
Rotatorenmanschette
rechts
gezeigt
und erst im MRI vom Jahr 2010 eine frag
liche Rissbildung im Bereich der
Rot
atorenmanschette
imponiert habe, kön
ne sie dies nicht unterstützen. Denn eine
sonographisch
nicht erkannte
Rotato
ren
manschettenläsion
schliesse
beispielsweise
eine kleine Läsion nicht aus. Jedoch hätten auch kernspintomographisch lediglich indirekte Hinweise für eine Riss
bildung im Bereich der
anterioren
Supraspinat
ussehne
ge
funden werden kön
nen. Das von Dr.
F._
angeführte
Walch-Syndrom (
postero-superiores
Impin
ge
ment
, das heisst
E
in
klemmen der Supra- und
Infraspinatus
sehne
zwischen
postero-superiorem
G
le
noidrand
und
Tuberculum
majus
)
gelte
nicht als klassische Unfallfolge, sondern als Folge von wiederholten Überdeh
nungen der vorderen Gelenkkapsel
,
zum Beispiel
bei Sportlern.
Beim Unfall vom 15. August
2006 sei der Beschw
erde
führer von einem zirka
zwanzig Kilo
gramm
schweren Gegenstand von oben an der rechten Schulter getroffen wor
den, wobei in de
n
Röntgen
bildern
vom Un
falltag keine knöchernen Verletzun
gen nachgewiesen worden seien.
Ein Trauma mit Kraft
einwirkung von oben auf die Schulter sei für
eine Läsion der
Supraspi
natusseh
ne
nicht typisch.
Ebenfalls
lasse sich
hierdurch eine Überdehnung der vorderen Gelenkkapsel
nicht erklären
als mögliche Ursache
d
es Walch-Syn
droms
. Die rechtsseitigen
Schulterbe
schwerden
liessen sich
somit nicht mit der erforderli
chen überwiegenden Wahr
scheinlichkeit auf
den
Unfall
vom 15. August 2006 zurück
führen
(Urk. 13/36)
.
3
.
2
.6
In der
zuhanden der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
verfassten
Expertise vom 26. September 2012 (Urk. 20) schlossen die
Sachver
ständigen des
A._
bezüglich der
rechte
n
Schulter
diagnostisch auf nicht näher spezifizierbare Abduktionsbeschwerden
subacromial
am rechten Schultergelenk
bei im MRI fehlendem Korrelat (DD: fragliche
Impingement
-Symptomatik kli
nisch; S. 66) und überliessen die Beantwortung der
Kausalitätsf
rage ausdrück
lich der
Beschwerdegegnerin
(S. 79 und 82).
4
.
4.1
Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (BGE 132 V 412 E. 4 S. 417; Art. 124 UVV). Erlässt der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Ver
bindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (BGE 134 V 145). Standen zu e
inem bestimmten Zeitpunkt indes
keine Leistungen mehr zur Diskussion, kann ein Rückfall auch vorliegen, ohne dass der versicherten Person mitgeteilt wurde, der Versicherer schliesse den Fall ab und stelle seine Leistungen ein
. In dieser Konstellation ist entscheidend, ob zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, es werde keine
Be
handlungsbedürftigkeit
und/oder Arbeitsunfähigkeit mehr auftreten. Dies
ist im Rahmen einer ex-ante-Betrachtung unter Berücksichtigung der konkreten Um
stände zu beurteilen. Dabei kommt der Art der Verletzung und dem bisheri
gen Verlauf eine entscheidende Rolle zu
: Lag ein vergleichsweise harmloser Un
fall mit günstigem Heilungsverlauf vor, welcher nur während relativ kurzer Zeit ei
nen Anspruch auf Leistungen begründete, wird
tendenziell eher von einem stillschweigend erfolgten Abschluss auszugehen sein als nach einem kompliziert verlaufenen Heilungsprozess. Andererseits ist der Leistungsanspruch unter dem Aspekt des Grundfalls und nicht unter demjenigen eines Rückfalls zu prüfen, wenn die versicherte Person während der leistungsfreien Zeit weiterhin an den nach dem Unfall aufgetretenen Beschwerden gelitten hat
beziehungsweise
wenn Brückensymptome gegeben sind, die das Geschehen über das betreffende Inter
vall hinweg als Einheit kennzeichnen (
Urteil des Bundesgerichts 8C_102/2008 vom 2
6.
September 2008 E. 4.1 mit Hinweis).
4.2
Aus der Aktenlage erhellt, dass der Beschwerdeführer am Unfalltag einmalig
durch
seine
n
Hausarzt Dr.
B._
behandelt wurde und hernach – nach zwi
schenzeitlicher Beschwerdefreiheit – an
lässlich einer Konsultation vom Feb
ruar 2007 erneut über Schmerzen an der rechten Schulter klagte, worauf
er an
Dr.
D._
überwiesen wurde
, welcher ihn Ende April 2007 erstmals untersuchte
(E. 3.1
.1 und
E.
3.1.2 hiervor). Nach Angaben des Beschwerdeführers soll der Rheumatologe
vor dem Unfall vom 23. Oktober 2007 ungefähr alle zwei Monate eine Infiltration in das AC-Gelenk vorgenommen haben (Urk. 13/5; vgl. auch
Urk. 13/19 S. 1). Dr.
D._
berichtete am 26. November 2007 im Rahmen der Behandlung einer
radikulären
Symptomatik, der Beschwerdeführer sei ihm "aus früheren Problemen mit seiner rechten Schulter bekannt" (Urk. 14/11).
Insofern
muss davon ausgegangen werden, dass
zumindest
von Oktober 2007
bis
zur er
neuten Vorstellung im
Juni 2009
bezüglich der rechten Schulter
keine ärztli
che Behandlung
stattfand
.
Dies kann beweismässig nur so gewertet werden, dass in
jener
Zeit keine ernsthaf
ten Schulterbeschwerden
mehr vorlagen, denen die Ei
genschaft eindeutiger Brückensymptome
zufallen
könnte.
Hinzu kommt
, dass
der
Beschwerdeführer im Nachgang zum
Unfall
vom 23. Oktober 2007 mit Ver
letzung der LWS ab dem 23. Juni 2008 wieder vollzeitlich als Kranführer und Bauarbeiter tätig war (Urk.
13/6-7). Die
Schulterproblematik zeitigte
weder
ini
tial
noch im Verlauf eine Arbeitsunfähigkeit
,
woraus
hervor
geht
, dass die am 15. August 2006 erlittene Verletzung nicht gravierend sein konnte
.
Vor diesem Hintergrund
konnte
im August 2008
(Urk. 13/7)
mit hin
reichender Zuverlässig
keit
angenommen werden
, die Unfallfolgen seien geheilt und es werde deswe
gen keine Behandlungsbedürftigkeit und/oder Arbeitsun
fähigkeit mehr auftre
ten.
Folglich
ist es nicht zu beanstanden
, dass die
Be
schwerdegegnerin
ihre Leistungspflicht
für die
ab Juni 2009
geltend gemachten
Schulterb
eschwerden in beweisrechtlicher Hinsicht
–
auch ohne Mitteilung des Falla
bschlusses an den Beschwerdeführer –
unter dem
Gesichtspunkt
eines Rückfalls und
nicht
im Rahmen
des Grundfalls
geprüft
hat
.
D
aran vermögen
die
Ausführungen des Be
schwerdeführers
(
Urk. 1b S. 7
ff.
und 19,
Urk. 27 S. 40 ff.)
– welcher als
Leis
tungsansprecher
hinsichtlich des Vorliegens eines kausalen Zusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem Unfall mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beweisbelastet ist (E. 1.3 hiervor) –
nichts zu ändern
.
5.
5
.1
Un
fallnah bestanden
nach Ausschluss einer Fraktur durch
konventionelles
Rönt
gen
a
m Unfalltag
(E. 3.1.1 hiervor) keine
Anhaltspunkte für
unfallkausale
organische Schädigungen, weshalb
sei
nerzeit
auf eine weitergehende apparative Diagnostik verzichtet wurde. Zusätzliche bildgebende Abklärungen wurden erst später vorgenommen,
jedoch
ergaben diese
keinen
rechtsgenüglichen
Nachweis für
unfallkau
s
ale strukturelle Veränderungen
. Dies gilt insbesondere für die
MR-
Arthro
graphie
vom 17. Mai 2010
, worin
laut
Radiologiebericht
(Urk. 13/25)
die S
ehnen der
Rotatorenmanschette
re
gelrecht abgebildet wurden und kein Riss
abgrenzbar
war
.
Soweit der
befundende
Radiologe ein kleines
Kontrastmittel
de
pot
als indirektes Zeich
en einer Rissbildung im
anterioren
Anteil der
Supra
spi
natus
sehne
wertete
,
kann diese Folgerung nicht als zuverlässig angesehen wer
den
.
Dies gilt umso mehr, als d
er konsiliarisch beigezogene
Dr.
F._
, die
beiden
SUVA-Kreisärztinnen
Dres
.
E._
und
H._
sowie die
A._
-Gut
achter
dem Kontrastmittelaustritt keine
massgebende
Be
deutung
zuschrieben
(E.
3
.
2
.3 bis E.
3
.
2
.6 hiervor).
Darüber hinaus
könnte
bei
eine
r
drei Jahre und neun Monate nach
d
em Unfall
ereignis
erstmals
bildgebend dokumentierte
n
Ver
änderung
nicht ohne weiteres eine unfallbedingte Genese
angenommen
werden
.
Schliess
lich genügt die
bei
fehlen
dem
somatischem
Korrelat
lediglich
verdachts
weise
ge
stellte
Diagnose
eine
s
Impingement
-
beziehungsweise
Walch-Syndroms
– welches
auch
verschleiss-
und überlastungsbedingt auftreten
kann –
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (Urk. 1b S. 18)
für sich alleine nicht,
um
von einer
Unfallfolge
aus
gehen
zu können
.
I
n
Übereinstimmung mit de
n
nachvollziehbaren und schlüssigen
Einschätzun
gen
der
SUVA-Kreisärztinnen
Dres
.
E._
und
H._
, welche
im Einklang mit
der
medizi
nische
n
Ak
ten
lage
und unter Berücksichtigung des Unfallher
gangs einen
rechtsgenüglichen
Kausalzusammenhang verneinten (E. 3.2.4 und E. 3.2.5 hier
vor),
erscheint es somit nicht als überwiegend wahrscheinlich, dass
d
as Unfallereignis vom 15.
August 2006 wenigstens teilweise für die ab Juni 2009 auf
getretenen Schulterbeschwerden verantwortlich ist.
Vielmehr
erscheint
ein
natürlicher Kausalz
usammenhang
nicht als mehr denn ein
e blosse Mög
lich
keit
, was
indes
für eine Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin
nicht ge
nügt.
Hieran vermag
auch
das
vom Be
schwerdeführer
ins Recht gelegte
Gut
achten
des
A._
vom 26. September 2012
(E.
3
.2.6 hiervor)
nichts zu ändern,
da
sich
die
Sach
verständigen
nicht zur
Kausalitätsfrage
äusserten und
ihre
Feststellungen die vorgenannte
Schlussfolgerung
widerspruchslos
stützen
.
Ebenso wenig ver
fängt der Hinweis des Beschwerdeführers (Urk. 34 S. 2) auf den kreisärztlichen Untersu
chungsbericht des Dr. med.
I._
, Facharzt für Chirurgie, vom 19. Juni 2013
(Urk. 35/
5
)
, da sich daraus nichts in Bezug auf die Frage der
Unfallkau
sa
lität
der
Beschwerden an der rechten
Schulter ableiten
lässt.
5
.
2
Soweit
in den
vorliegenden
Akten die
rechtsseitigen Schulterbeschwerden einer
somatoformen
Schmerz
verarbeitungs
störung
(
E. 3.2.4 hiervor; vgl. aber
Urk. 20 S. 64)
– und damit eine
m
psychischen Gesundheits
schaden
–
in Zusammenhang gebracht wurden,
ist festzuhalten, dass
die für die Adäquanzbeurteilung psychi
scher Unfallfolgen geltenden Krit
erien (
vgl.
BGE 115 V 140 E.
6c/
aa
)
weder
in besonders ausgeprägter
noch
gehäufter Weise erfüllt sind
.
Demzufolge
ist
der adäquate Kausalzusammenhang zwischen
dem
als mittelschwer
im engeren Sinne
(vgl. etwa die Kasuistik im
Urteil
des Bundesgerichts
8C_715/2009
vom
30.
März 2010
E. 6.2)
einzustufende
n
Unfall
ereignis
vom 15. August 2006 und allfälligen
psyc
hischen Beschwerden zu verneinen
.
5
.
3
Bei
der vorhandenen medizinischen Aktenlage ist der
entscheidrelevante
Sach
verhalt namentlich im Hinblick auf die strittige Frage der Rückfallkausalität der rechtsseitigen Schulterbeschwerden hinreichend geklärt. Beweismässige Weite
rungen, insbesondere
eine medizinische
Begutachtung (Urk. 27 S. 2 und 34
, Urk. 34 S. 4
), versprechen keine zusätzlichen Erkenntnisse,
weshalb
darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d).
6
.
Folglich
erweist sich d
er angefochtene
Einspracheentscheid
, mit welchem die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht für die ab Juni 2009 geltend gemach
ten rechtsseitigen Schulterbeschwerden ver
neinte, als rechtens
.
Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.