# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 37af5ae6-4a57-50b1-87a7-96806d0fd930
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 31. August 2015 reichten die Steuerpflichtigen die Steuererklärung 2014 ein. Sie  ein steuerbares Einkommen von CHF 0.- und ein steuerbares Vermögen von CHF 7‘914‘945.-.
Mit Veranlagungsanzeige vom 17. Oktober 2019 wurden die Steuerpflichtigen ordentlich veranlagt. Die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) setzte das  Einkommen auf CHF 131‘960.- (Kanton; satzbestimmendes Einkommen: CHF 71‘400.-; geschuldete Steuer: CHF 12‘721.25) bzw. CHF 134‘463.- (Bund; satzbestimmendes Einkommen: CHF 145‘582.-; geschuldete Steuer: CHF 5‘059.15) und das steuerbare Vermögen auf CHF 675‘037.- (satzbestimmendes Vermögen: CHF 861‘721.-; geschuldete Steuer: CHF 2‘025.-) fest. In ihren Bemerkungen wies sie darauf hin, dass infolge fehlender selbständiger  von B._ der Verlustvortrag steuerlich nicht mehr in Abzug gebracht werden könne (Art. 31 und 32 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte Bundessteuer [DBG; SR 642.11]).
Gleichentags wurde in der internationalen und interkantonalen Steuerausscheidung ein  von CHF 11‘719.- (7.64 Prozent) und ein Nettovermögen von CHF 186‘684.- (10.82 Prozent) ins Ausland ausgeschieden. Der Rest wurde der Schweiz resp. dem Kanton  zugewiesen.
Gegen die Veranlagungsverfügung vom 17. Oktober 2019 erhoben die Steuerpflichtigen am 30. Oktober 2019 Einsprache, mit welcher sie beantragten, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Veranlagung unter Berücksichtigung der Ergebnisse aus der selbständigen Erwerbstätigkeit von B._ vorzunehmen. In der Begründung der Einsprache verwiesen die Steuerpflichtigen auf die Steuerperioden 2012 und 2013, in welchen die Verlustvorträge von B._ anerkannt worden seien.
Mit Einspracheentscheid vom 11. Mai 2020 wies die Steuerverwaltung die Einsprache mit der Begründung ab, dass sich die noch vorhandenen Geschäftsliegenschaften vollumfänglich im Besitz von A._ befinden würden, weshalb davon ausgegangen werden müsse, dass B._ keiner selbständigen Erwerbstätigkeit mehr nachgehe. Bei Aufgabe der selbständigen Erwerbstätigkeit des einen Ehepartners könnten allfällige Verluste in späteren Steuerjahren nicht mit den Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit des anderen Ehepartners verrechnet werden. Komme hinzu, dass in der Steuererklärung 2014 ein Verlustvortrag von CHF 11‘326‘990.- deklariert worden sei, jedoch weder aus der Steuererklärung noch der Einsprache ersichtlich sei, wie sich dieser Verlustvortrag zusammensetze.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben die Steuerpflichtigen, vertreten durch die  Gerber + Co AG, am 15. Juni 2020 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie stellen das Begehren, es sei der Einspracheentscheid der Steuerverwaltung vom 11. Mai 2020  und das steuerbare Einkommen neu festzusetzen, wobei unter Berücksichtigung der  selbständigen Erwerbstätigkeit beider Beschwerdeführer das Einkommen aus  Erwerbstätigkeit mit CHF 138‘615.- zu berücksichtigen und der in der Steuerperiode 2014 steuerlich verrechenbare Verlust neu zu bestimmen sei. Im Wesentlichen machen sie geltend, dass beide Ehegatten auch im Jahr 2014 unverändert in der Immobilienverwaltung selbständig erwerbstätig gewesen seien.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 8
Der mit Verfügung vom 19. Juni 2020 auf CHF 1‘000.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 2. Juli 2020 geleistet.
In ihrer Stellungnahme vom 25. August 2020 schliesst die Vorinstanz auf eine Abweisung der Beschwerde.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.

## Considerations

C. Auf die weiteren Elemente des Sachverhalts wird, soweit für die Entscheidfindung , in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
Prozessuales
1.