# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f62f474d-fda8-58a3-82cc-f6dc177381ac
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ und seine Ehefrau, B._, haben im Jahr 2017 eine Liegenschaft in C._ zu einem Kaufpreis von CHF 493‘000.- erworben. Diese wurde teilweise mit einer Hypothek in der Höhe von CHF 330‘000.- finanziert.
In der Steuererklärung, welche sie am 5. April 2018 für die Steuerperiode 2017 einreichten,  die Steuerpflichtigen weder ein Erwerbseinkommen noch ein Einkommen aus Renten und Pensionen, sondern lediglich ein Einkommen aus Privatliegenschaften (Code 3.310) in der Höhe von CHF 10‘000.-. Weiter deklarierten sie Privatkapitalien (Code 3.210) von CHF 3‘087.- und ein Vermögen aus Privatliegenschaften (Code 3.310) von CHF 250‘000.-.
Mit Schreiben vom 14. Juni 2018 verlangte die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (: Steuerverwaltung) von den Steuerpflichtigen zusätzliche Unterlagen. Dies mit der , dass die Entwicklung des Vermögens zwischen dem 1. Januar 2017 und dem 31. Dezember 2017 aufgrund der Steuerdeklaration nicht möglich sei. Gemäss der beigelegten  2017 belaufe sich der Fehlbetrag auf CHF 241‘364.-.
Nachdem die Steuerpflichtigen auf dieses Schreiben innert Frist nicht reagiert haben, wurden sie am 13. August 2018 gemahnt. Dabei wurden sie darauf hingewiesen, dass, sollten sie diese Frist wiederum nicht einhalten, eine Ermessensveranlagung stattfinden werde.
Da sich die Steuerpflichtigen auch auf dieses Schreiben nicht vernehmen liessen, wurden sie am 21. Januar 2019 nach Ermessen veranlagt. Dabei setzte die Steuerverwaltung das Einkommen aus Privatliegenschaften (Code 3.310) auf CHF 10‘000.- und das sonstige Einkommen (Code 3.410) auf CHF 180‘000.- fest. Darüber hinaus berücksichtigte sie satzbestimmend ein Einkommen aus einer in Mazedonien selbständig ausgeübten Erwerbstätigkeit (Code 1.210) von CHF 60‘000.-. Unter Berücksichtigung der übrigen Steuerfaktoren ergab sich ein steuerbares Einkommen (Code 7.910) von CHF 165‘669.- (Kanton; satzbestimmend: CHF 220‘731.-, geschuldete Steuer: CHF 18‘493.05) resp. CHF 170‘547.- (Bund; satzbestimmend: CHF 227‘231.-; geschuldete Steuer nach Steuerabzug: CHF 11‘892.15).
Gegen diese Ermessensveranlagung erhob A._ am 12. Februar 2019 Einsprache. Er machte geltend, dass er weder ein Einkommen aus Privatliegenschaften noch sonstiges  in der Schweiz habe. Er lebe von einer Erbschaft in Mazedonien, womit er auch die  in C._ finanziert habe.
Am 14. Februar 2019 verlangte die Steuerverwaltung von den Steuerpflichtigen entsprechende Unterlagen. Mit Schreiben vom 26. Februar 2019 reichte A._ ein Testament vom 6. März 2000 mit Übersetzung zu den Akten, in welchem sich unter anderem die folgende Passage :
„2. An meinem einzigen Sohn A._ [...] verlasse ich das folgende Eigentum:
- Ford Sierra 20 Benzin Personenwagen.
- Einsparungen von Fremdwährung in Höhe von 185.000 (einhunderfünfundfünfzigtausend) USD und 32.000 (zweiunddreissigtausend) DM [...].“
Kantonsgericht KG Seite 3 von 8
Mit Einspracheentscheid vom 1. März 2019 wies die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache ab. Dies mit der Begründung, dass aufgrund einer Auskunft zur Steuerveranlagung 2016, wonach das Ehepaar in Mazedonien eine Bijouterie betreibe, analog zum Vorjahr ein Einkommen von CHF 60‘000.- nach Mazedonien ausgeschieden worden sei. Der restliche Fehlbetrag von CHF 180‘000.- sei dem sonstigen Einkommen (Code 3.410) zugewiesen worden. Was die geltend gemachte Erbschaft in Mazedonien anbelange, so sei eine solche nie deklariert worden. Zudem könne dem eingereichten Testament nicht entnommen werden, ob oder wann die Erbschaft  worden sei.
B. Am 13. März 2019 gelangte A._ an das Kantonsgericht Freiburg. Er beteuerte, nicht absichtlich Steuern hinterzogen zu haben. Er sei immer bereit gewesen, seinen Steuerpflichten nachzukommen. Die Steuererklärungen 2016 und 2017 seien nicht von ihm, sondern von einem Kollegen seines Schwagers ausgefüllt worden. Dieser sei zum Schluss gekommen, dass er kein Einkommen in der Schweiz deklarieren müsse, da er sein im Ausland (Mazedonien) erzieltes Einkommen aus dem Betrieb einer Bijouterie bereits dort deklarieren und versteuern müsse. Es handle sich somit nur um ein Missverständnis.
Mit Schreiben vom 15. März 2019 wurde A._ gebeten mitzuteilen, ob er Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 1. März 2019 erheben wolle. Gegebenenfalls habe er seine Beschwerde innert der noch laufenden Rechtsmittelfrist zu verbessern, namentlich konkrete Begehren zu stellen, diese zu begründen und die entsprechenden Beweismittel einzureichen.
Am 25. März 2019 führte A._ einmal mehr aus, dass er die in C._ erworbene Liegenschaft mit den Einkünften aus seinem Bijouteriebetrieb in Mazedonien sowie seinem Erbteil finanziert habe. Da er keinen einzigen Tag in der Schweiz gearbeitet habe, könne ihm nicht ein Einkommen von CHF 240‘000.- angerechnet werden. Das Einkommen, das er im Ausland erziele, sei in der Schweiz nur satzbestimmend zu berücksichtigen. Sodann stellte A._ das  seiner Buchhaltung, welche noch nicht abgeschlossen sei, in Aussicht.
Da A._ mit diesem Schreiben vom 25. März 2019 sinngemäss erklärte, Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 1. März 2019 führen zu wollen, setzte ihm das  eine Frist zur Bezahlung eines Kostenvorschusses von CHF 900.-. Der Kostenvorschuss wurde am 11. April 2019 geleistet.
Mit Eingabe vom 7. Mai 2019 reichte der Beschwerdeführer diverse Unterlagen ins Recht,  die Gewinn- und Verlustrechnungen 2016, 2017 und 2018 mit Beilagen, diverse  betreffend den Zeitraum von Mai 2010 bis März 2012 sowie drei Wechselkurslisten.
In ihren Stellungnahmen vom 7. und 13. Mai 2019 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde. Sie ist der Auffassung, dass auch die vom Beschwerdeführer nachgereichten Unterlagen keine neue Beurteilung zulassen würden. Namentlich würden die  nicht das Jahr 2017 betreffen. Komme hinzu, dass gemäss der Gewinn- und Verlustrechnung 2017 in Mazedonien ein Gewinn von MKD 4‘904‘100 erwirtschaftet worden sei, was rund CHF 90‘000.- entspreche und das Manko 2017 nicht decken könne. Eine Verminderung des Vermögens in Mazedonien sei aus den Unterlagen ebenfalls nicht ersichtlich. Damit seien die Zahlungsnachweise für die Finanzierung der Liegenschaft in C._ noch immer nicht erbracht worden.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Kantonsgericht KG Seite 4 von 8
Am 23. Mai 2019 reichte der Beschwerdeführer weitere Unterlagen, namentlich diverse  betreffend den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017, ins Recht. Diese Eingabe wurde der Steuerverwaltung am 28. Mai 2019 zur Kenntnis gebracht. Diese liess sich nicht mehr vernehmen.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet.

## Considerations

Erwägungen
1.