# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9cb4d8f8-a253-4658-bb9f-a7d0762a5c30
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _ 1967, und Y._, geboren am _ 1975, heirateten am _ 2010 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus dieser Ehe gingen die Kinder A._, geboren am _ 2011, und B._, geboren am _ 2012, hervor. Die Ehegatten trennten sich im Juli 2017, wobei die Ehefrau mit den beiden Kindern in der bisher gemeinsam bewohnten Eigentumswohnung des Ehemannes in O.1_ verblieb, während der Ehemann in ein kurz vorher erworbenes Studio in einem benachbarten Mehrfamilienhaus zog.
B.a. Am 4. Januar 2018 reichte X._ beim Regionalgericht Plessur ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen ein (Proz. Nr. 135-). Anlässlich einer ersten Anhörung vom 21. Februar 2018 verpflichtete er sich zur ratenweisen Bezahlung eines Gerichtskostenvorschusses in Höhe von CHF 3'000.00 an das Regionalgericht sowie eines Anwaltskostenvorschusses von CHF 4'000.00 an den damaligen Rechtsvertreter seiner Ehefrau. In der Folge ordnete der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden (kjp) die Einholung eines Gutachtens betreffend die Erziehungs- und Betreuungsfähigkeit der Parteien an und erliess am 15. Mai 2018 einen Entscheid, mit welchem er unter anderem die eheliche Wohnung in O.1_ für die Dauer des Getrenntlebens der Ehefrau zuwies, ihr einstweilen bis zum Erlass eines anderslautenden Entscheides die elterliche Obhut über die beiden Kinder übertrug und X._ mit Wirkung ab 1. Juni 2018 zur Bezahlung von monatlichen Unterhaltsbeiträgen von total CHF 5'009.00 zuzüglich Kinderzulagen verpflichtete (Kindesunterhalt von je CHF 2'260.00, bestehend aus Barunterhalt CHF 665.00, Betreuungsunterhalt CHF 1'350.00 und übriger Unterhalt CHF 244.50, sowie Ehegattenunterhalt CHF 489.00). Diesen Unterhaltsbeiträgen lag auf Seiten des Ehemannes ein Einkommen von CHF 8'373.00 (inklusive Anteil 13. Monatslohn) und ein (erweiterter) Grundbedarf von CHF 2'875.00 (wovon CHF 425.00 für Wohn- und Nebenkosten) zugrunde, während bei der Ehefrau und den Kindern ein (ebenfalls erweiterter) Grundbedarf von CHF 4'471.00 (Ehefrau CHF 2'701.00, Kinder je CHF 885.00, jeweils unter Einschluss von Wohnkosten von insgesamt CHF 800.00) und ein aus den Kinderzulagen bestehendes Einkommen von CHF 440.00 berücksichtigt wurde.
B.b. Nach Vorliegen des Gutachtens der Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden vom 27. Juni 2018 nahm das Eheschutzverfahren seinen Fortgang. Mit Entscheid vom 14. August 2018 kam der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur sodann auf seinen früheren Entscheid zurück und übertrug die elterliche Obhut über die beiden Kinder mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2018 für die weitere
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Dauer des Getrenntlebens an X._, dem er auf den gleichen Zeitpunkt auch die eheliche Wohnung zuwies. Zugleich wurde den Parteien Frist angesetzt, um ihre neuen Bedarfsrechnungen einzureichen und sich auf der Grundlage der gutachterlichen Empfehlungen über das Besuchsrecht zu verständigen. Gegen diesen Entscheid liess Y._ mit Eingabe vom 27. August 2018 Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden erheben, worauf sich die Parteien im Nachgang zu einer am 3. Oktober 2018 durchgeführten Instruktionsverhandlung mit Vergleich vom 16. Oktober / 1. November 2018 auf eine alternierende Betreuung der beiden Kinder einigten. Ferner vereinbarten sie, dass X._ die eheliche Wohnung weiterhin seiner Ehefrau zur Benützung überlässt und er selber per 1. November 2018 eine Mietwohnung in O.1_ zu einem Mietzins von maximal CHF 1'600.00 bezieht. Mit Bezug auf den Unterhalt wurde schliesslich vereinbart, dass X._ seinen Unterhaltsverpflichtungen trotz Anpassung der Betreuungsanteile bis Ende Dezember 2018 im bisherigen Umfang nachkommt und die Parteien bis Mitte November aussergerichtlich über die Änderung der Unterhaltsbeiträge ab 1. Januar 2019 verhandeln. Diese Verhandlungen blieben in der Folge ohne Ergebnis, weshalb der Vergleich mit Entscheid vom 18. Dezember 2018 (ZK1 18 114) gerichtlich genehmigt und die Sache zur Regelung des Unterhalts und der erstinstanzlichen Prozesskosten an das Regionalgericht Plessur zurückgewiesen wurde.
B.c. Das Regionalgericht Plessur führte das Eheschutzverfahren nach der Rückweisung unter der Proz. Nr. 135-2019-108 weiter. In der Folge unterzeichneten die Parteien am 25. Februar 2019 eine Vereinbarung betreffend Regelung des Unterhalts ab 1. Januar 2019, welche mit Entscheid des Einzelrichters vom 22. März 2019 gerichtlich genehmigt wurde. Dementsprechend wurde X._ mit Wirkung ab 1. Januar 2019 verpflichtet, an den Unterhalt seiner Kinder B._ und A._ monatliche Beiträge von je CHF 2'060.00 (Barunterhalt CHF 465.00, Betreuungsunterhalt CHF 1'350.00, übriger Unterhalt CHF 244.50) zuzüglich allfällig vertraglich geregelter und gesetzlicher Kinder- und Ausbildungszulagen sowie an den Unterhalt von Y._ einen solchen von CHF 489.00 zu bezahlen, und zwar jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats. Vorbehalten blieb eine Anrechnung bereits bezahlter bzw. erbrachter Unterhaltszahlungen. Zudem wurde davon Vormerk genommen, dass X._ ab März 2019 mit Ausnahme der Hypothekarkosten für Y._ keine Direktzahlungen mehr für sie tätigt.
C.a. Am 17. Juni 2019 ersuchte Y._ das Regionalgericht Plessur darum, es sei die jeweilige Arbeitgeberin von X._, zurzeit die Gemeinde O.1_, bis
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auf weiteres anzuweisen, die Unterhaltsbeiträge von CHF 4'609.00 sowie die Sozialzulage gemäss Personalverordnung des Kantons Graubünden in Höhe von CHF 220.00 direkt von dessen Lohn abzuziehen und per Banküberweisung auf ihr Privatkonto zu überweisen. Ausserdem sei die SVA Graubünden bis auf weiteres anzuweisen, die Kinderzulagen in Höhe von CHF 240.00 für B._ und A._ direkt per Banküberweisung auf ihr Privatkonto zu überweisen. Beide Anweisungen seien superprovisorisch anzuordnen.
C.b. Mit Verfügung vom 19. Juni 2019 wies der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur den Antrag auf superprovisorische Anweisung ab. Gleichzeitig wurde X._ eine Frist zur schriftlichen Stellungnahme zum Gesuch von Y._ eingeräumt.
C.c. Mit Stellungnahme vom 1. Juli 2019 (Poststempel) beantragte X._ sinngemäss die Abweisung des Gesuchs, wobei er unter anderem seine Verpflichtung zur Weiterleitung der Sozialzulagen und der Kinderzulagen bestritt und diverse Verrechnungen geltend machte.
C.d. Nachdem der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur bei X._ noch weitere Unterlagen zum Nachweis der geltend gemachten Zahlungen eingefordert hatte, erkannte er mit Entscheid vom 16. Juli 2019, mitgeteilt am 17. Juli 2019, wie folgt:
1. Die jeweilige Arbeitgeberin von X._, zurzeit die Gemeinde O.1_, O.1_ wird angewiesen, vom Lohn von X._ mit Wirkung ab sofort monatlich CHF 5'049.00 (je CHF 2'060.00 Kinderunterhalt, je CHF 220.00 Kinderzulagen, CHF 489.00 Ehegattenunterhalt) zuhanden von Y._ auf ihr Privatkonto bei der C._ (IBAN_) zu überweisen. Die Gemeinde O.1_ wird darauf aufmerksam gemacht, dass ein Nichtbefolgen dieser Anweisung eine Doppelzahlung zur Folge haben kann.
2. Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.
3.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 700.00 (Entscheidgebühr) gehen zu Lasten von X._.
b) X._ hat Y._ eine Parteientschädigung in Höhe von insgesamt CHF 1'500.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations