# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 505e5966-a9b0-42db-b9a2-bf0e962500c7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Mit Eingabe vom 29. April 2019 ersuchte die B._ die Schlichtungsbehörde der Region Maloja um Durchführung einer Vermittlungsverhandlung hinsichtlich einer Mietzinsforderung betreffend den Disponibelraum im Haus B, C._, in O.1_ gegenüber A._.
B. Mit Entscheid der Schlichtungsbehörde vom 2. Oktober 2019 wurde die Klage der B._ gegen A._ gutgeheissen. Dabei wurde A._ zur Zahlung der ausstehenden Mietzinsen der Jahre 2016/2017 und 2017/2018 im Umfang von CHF 600.00 zzgl. 5% Verzugszins seit 3. Dezember 2018 an die B._ verpflichtet.
C. Am 18. Dezember 2019 kündigte die B._, in Vertretung von Rechtsanwalt Ramiro Pedretti, A._ den Mietvertrag für den erwähnten Disponibelraum per 31. Januar 2020. Diese Kündigung blieb unangefochten.
D. Mit Eingabe vom 20. Februar 2020 an das Regionalgericht Maloja ersuchte die B._ die Ausweisung von A._, da dieser das Mietobjekt noch nicht zurückgegeben habe. Zudem sei die Kantonspolizei anzuweisen, den Ausweisungsentscheid nach Eintritt der Rechtskraft zu vollstrecken.
E. A._ reichte hierzu innert Frist keine Stellungnahme ein.
F. Mit Entscheid vom 18. März 2020, mitgeteilt gleichentags, hiess das Regionalgericht Maloja das Gesuch der B._ um Rechtsschutz in klaren Fällen (Art. 257 ZPO)/Mieterausweisung gut. A._ wurde verpflichtet, auf erstes Verlangen der B._ hin den Disponibelraum im Haus B im UG, C._, O.1_ geräumt und gereinigt zurückzugeben. Die Kantonspolizei wurde angewiesen, der B._ auf ihr Ersuchen hin bei der Räumung behilflich zu sein.
G. Gegen diesen Entscheid erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 27. März 2020 (Datum Poststempel) Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden mit folgendem Rechtsbegehren:
1. Der Entscheid vom 18. März 2020 ist voll und ganz aufzuheben;
2. Die Kosten des Verfahrens werden dem Staat auferlegt;
3. Eine angemessene Entschädigung wird dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zugesprochen.
H. Im Wesentlichen wird gerügt, dass zwischen den Parteien nie ein Mietvertrag abgeschlossen worden sei, weshalb keine Grundlage für allfällige Forderungen der B._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) gegenüber dem
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Beschwerdeführer bestehen würden. Vielmehr bestehe am Disponibelraum eine Dienstbarkeit, welche mit dem Vater des Beschwerdeführers vereinbart worden sei. Er, der Beschwerdeführer, sei der einzige Erbe seines Vaters.
I. Mit prozessleitender Verfügung des Vorsitzenden der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden gestützt auf Art. 98 und 101 ZPO wurde der Beschwerdeführer zur Leistung eines Kostenvorschusses in der Höhe von CHF 3'000.00 aufgefordert.
J. Mit Beschwerdeantwort vom 14. April 2020 stellte die Beschwerdegegnerin folgende Anträge:
1. Die Beschwerde des Beschwerdeführers sei vollumfänglich abzuweisen und es sei der Entscheid des Einzelrichters des Regionalgerichts Maloja vom 18. März 2020 im Verfahren mit der Proz. Nr. 135-2019-163 vollumfänglich zu bestätigen.
2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich gesetzlichem Mehrwertsteuerzuschlag, zu Lasten des Beschwerdeführers.
Zur Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, dass zwischen dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin ein mündlicher Mietvertrag betreffend den Disponibelraum im Haus B, C._ in O.1_ bestehe. Während der Beschwerdeführer den Mietzins in früheren Jahren beglichen habe, sei die Bezahlung desselben für die Jahre 2016/2017 und 2017/2018 ausgeblieben, weshalb ihm schliesslich der Mietvertrag gekündigt worden sei. Das Vorbringen, es bestünde eine Dienstbarkeit am Disponibelraum, sei neu und daher im Beschwerdeverfahren nicht zu hören. Da die geltend gemachte Dienstbarkeit im Grundbuch nicht eingetragen worden sei, sei sie aber ohnehin nicht rechtsgültig errichtet worden.
K. Auf die Begründungen im angefochtenen Entscheid und in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen
1. Gegen Entscheide des Einzelrichters am Regionalgericht kann gemäss Art. 319 lit. a ZPO und Art. 7 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100) Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden erhoben werden. Die Beschwerde ist, da der Entscheid im summarischen Verfahren (Art. 257 Abs. 1 ZPO) ergangen ist, innert 10 Tagen seit der Zustellung des angefochtenen Entscheids (Art. 321 Abs. 2 ZPO) schriftlich und begründet sowie unter Beilegung desselben einzureichen (Art. 321 Abs. 1 und 3
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## Considerations