# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fa72d232-60d4-4ecb-93a7-2c51904d775e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y. und X. heirateten am 22. Juni 1990 vor dem Zivilstandsamt A.. Aus dieser Ehe gingen die Kinder B., geboren am 17. Oktober 1987, und C., geboren am 6. Februar 1992, hervor, welche heute bereits mündig sind.
B. Am 10. Mai 2011 liess X. beim Bezirksgerichtspräsidenten G. ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, worin sie die Zuweisung der ehelichen Liegenschaft an den Gesuchsgegner, die Verpflichtung von Y. zu einer monatlichen Unterhaltszahlung für die Zeit ab 8. März 2011 bis 31. März 2011 von Fr. 3'200.-- und für die Zeit ab 1. April 2011 von Fr. 4'200.-- sowie die Anordnung der Gütertrennung per 10. Mai 2011 beantragte. Darüber hinaus stellte sie das Begehren, es sei dem Gesuchsgegner superprovisorisch zu untersagen, sich ihr und ihrer Wohnung auf weniger als 300 Meter zu nähern.
C. In seiner Vernehmlassung vom 25. Mai 2011 stimmte Y. dem Antrag um Zuweisung der ehelichen Liegenschaft an ihn zu. Des Weiteren stellte er den Antrag, die Gütertrennung bereits per 31. Dezember 2010 anzuordnen. Im Übrigen seien die darüber hinausgehenden Begehren der Ehefrau abzuweisen.
D. Am 1. Juli 2011 fand vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht G. eine mündliche Verhandlung statt. Anlässlich dieser Verhandlung schlossen die Parteien eine Teil-Trennungsvereinbarung, worin sie sich über die Zuweisung des ehelichen Wohnhauses an den Ehemann und an die zwei noch in Ausbildung stehenden Töchter, die Anordnung der Gütertrennung per 10. Mai 2011 sowie über eine gegenseitige Verpflichtung, sich nicht auf weniger als 300 Meter zu nähern, einigten. Über die von X. geltend gemachten Unterhaltsforderungen konnte keine Einigung erzielt werden.
E. Mit Entscheid vom 1. Juli 2011, mitgeteilt am 22. September 2011, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht G. wie folgt:
„1. Es wird gerichtlich festgestellt, dass die Parteien die eheliche Gemeinschaft per 8. März 2011 aufgehoben haben und seit diesem Zeitpunkt zum Getrenntleben berechtigt sind.
2. Das bisher eheliche Wohnhaus „D.“ in E. wird für die Dauer der Trennung Y. und den beiden mündigen, aber noch in Ausbildung stehenden Töchtern B. und C. zur alleinigen Benützung zugewiesen.
3. Y. verpflichtet sich auf freiwilliger Basis und ohne Anerkennung der zugrundeliegenden Anschuldigungen, sich seiner Ehefrau und ihrer Wohnung auf eine Distanz von weniger als 300 Metern zu nähern.
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Diese Verpflichtung erfolgt unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB wie folgt:
„Wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet, wird mit Busse bestraft.“
X. unterzieht sich ebenfalls einer gleichen Verpflichtung gegenüber dem Ehemann unter Anerkennung der möglichen Straffolgen von Art. 292 StGB. Ausgenommen sind Kontakte zwischen den Parteien wenn Gegenstände abgeholt werden müssen.
4. Y. wird gerichtlich verpflichtet, seiner Ehefrau mit Wirkung ab 8. März 2011 einen monatlich pränumerando je auf den ersten fälligen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1’459.-- zu bezahlen, der so lange Gültigkeit hat, als die zugrunde liegenden Verhältnisse keine Änderungen erfahren.
Die bereits unter diesem Titel erbrachten Unterhaltsleistungen bzw. die Bezüge von X. können mit dieser Unterhaltsverpflichtung verrechnet werden.
5. Es wird die Gütertrennung mit Stichtag per 10. Mai 2011 angeordnet.
Die Parteien sind gehalten, die Aufteilung des Mobiliars und Inventars selbst vorzunehmen. Der Antrag um Aufteilung durch den Bezirksgerichtspräsidenten wird endgültig abgewiesen.
6. Die Kosten des Verfahrens vor dem Bezirksgerichtspräsidenten G., bestehend aus:
- Gerichtsgebühren Fr. 985.00 - Schreibgebühren Fr. 356.00 - Barauslagen Fr. 120.40 Total Fr. 1'461.40
werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Der Kostenanteil von X. wird zufolge der ihr erteilten Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtspflege unter Vorbehalt des Rückforderungsrechts gemäss Art. 123 ZPO auf die Gerichtskasse genommen.
Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge wird aus der Gerichtskasse ein Anwaltshonorar von Fr. 2'527.20 ausbezahlt (Barauslagen und 8% Mehrwertsteuer darin enthalten).

## Considerations