# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3f9b006c-4329-404a-9f62-090d84987d7d
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ V. V. erhielt am 3. Mai 2006 die Bewilligung zur selbständigen Berufsausübung als
Zahnarzt im Kanton St. Gallen. Daneben war er auch in anderen Kantonen als Zahnarzt
tätig. In den Jahren 2007-2009 gelangten verschiedene Patienten an die
Aufsichtsbehörden und beanstandeten die zahnärztliche Behandlung durch V. V.. Am
1. Juli 2009 eröffnete das Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen deswegen
ein Disziplinarverfahren. Mit Verfügung vom 31. März 2010 untersagte es V. V., bis zum
rechtskräftigen Abschluss des Disziplinarverfahrens Behandlungen im Bereich der
oralen Implantologie sowie der festsitzenden Prothetik durchzuführen. Gegen diese
Verfügung erhob V. V. Beschwerde beim Präsidenten des Verwaltungsgerichts, der das
Rechtsmittel mit Entscheid vom 8. Juni 2010 abwies. Die hiergegen erhobene
Beschwerde beim Bundesgericht blieb ebenfalls erfolglos.
Das Gesundheitsdepartement führte in der Folge eine Untersuchung durch. Der
damaligen Rechtsvertreterin von V. V. wurde Akteneinsicht und zudem die Möglichkeit
zur Stellungnahme zu den in Aussicht gestellten Massnahmen gewährt. Mit Verfügung
vom 28. März 2011 sprach das Gesundheitsdepartement gegen V. V. ein definitives
und uneingeschränktes Verbot der selbständigen Berufsausübung als Zahnarzt aus
(Ziff. 1). V. V. wurde die am 3. Mai 2006 erteilte Berufsausübungsbewilligung als
Zahnarzt entzogen, und er wurde verpflichtet, umgehend dem
Gesundheitsdepartement die Bewilligungsurkunde einzureichen (Ziff. 2). Sodann wurde
er verpflichtet, den Betrieb seiner Praxis an der xxx-strasse 00 in W. einzustellen und
Auskündungen zu entfernen bzw. zu unterlassen, die auf eine Tätigkeit im Kanton St.
Gallen hinweisen (Ziff. 3). Ausserdem wurde V. V. mit Fr. 10'000.-- gebüsst (Ziff. 4).
Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Ziff. 5).
B./ Mit einer vorab per Telefax übermittelten Eingabe vom 13. April 2011 erhob V. V.
über seinen neuen Rechtsvertreter, Rechtsanwalt W. W. aus xxx (Deutschland),
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Beschwerde. Die im Original unterzeichnete Rechtsschrift ging am 18. April 2011 beim
Verwaltungsgericht ein. Darin liess V. V. den Antrag stellen, die Verfügung des
Gesundheitsdepartements des Kantons St. Gallen vom 28. März 2011 sei aufzuheben;
insbesondere sei die Anordnung eines definitiven und uneinge-schränkten Verbots der
selbständigen Berufsausübung als Zahnarzt zurückzunehmen und die am 3. Mai 2006
erteilte Berufsausübungsbewilligung aufrecht zu erhalten. Weiter wurde beantragt, es
sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde gegen den angefochtenen Entscheid
anzuordnen.
(...).
C./ Mit verfahrensleitender Verfügung vom 18. April 2011 wurde der Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers aufgefordert, bis 17. Mai 2011 eine Zustelladresse in der
Schweiz oder einen Vertreter mit Wohn- oder Geschäftssitz in der Schweiz zu
bezeichnen. Ausserdem wurde er aufgefordert, die Beschwerde hinsichtlich der
Darstellung des Sachverhalts und der Begründung zu ergänzen und einen
Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- zu leisten. Das Gesundheitsdepartement wurde
gleichentags eingeladen, zum Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung
Stellung zu nehmen. Das Gesundheitsdepartement gab am 27. April 2011 eine
diesbezügliche Stellungnahme ab. Es beantragte, der Beschwerde sei keine
aufschiebende Wirkung zu erteilen.
D./ Mit Präsidialentscheid vom 4. Mai 2011 wurde das Gesuch um Wiederherstellung
der auf-schiebenden Wirkung abgewiesen.
E./ Am 16. Mai sowie am 23. Mai 2011 ersuchte der Rechtsvertreter von V. V. um
Erstreckung der angesetzten Frist zur Einreichung der Beschwerdeergänzung und zur
Bekanntgabe einer Zustell-adresse in der Schweiz. Mit einer wiederum vorab per
Telefax übermittelten Eingabe vom 6. Juni 2011 benannte er das Advokatur- und
Notariatsbüro E. & O. an der xxx-strasse 0 in xxx als Zustelladresse. Des Weiteren
beantragte er eine weitere Fristerstreckung zur Beschwerde-ergänzung bis 14. Juni
2011. Diesem Gesuch wurde am 7. Juni 2011 stattgegeben; gleichzeitig wurde der
Rechtsvertreter von V. V. darauf hingewiesen, dass eine weitere Fristerstreckung nicht
vorgesehen sei.
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F./ Mittels einer nur per Telefax übermittelten Eingabe vom 14. Juni 2011 reichte der
Rechtsvertreter von V. V. die Beschwerdeergänzung nach. Mit Schreiben vom 23. Juni
2011 wies ihn der Präsident des Verwaltungsgerichts darauf hin, dass nach
schweizerischem Recht Eingaben an die Behörden eigenhändig zu unterzeichnen
seien, weshalb Beschwerden per Fax nicht gültig erhoben werden könnten. Zudem
seien sie innert der genannten Frist bei der angegebenen Stelle oder der
Schweizerischen Post aufzugeben. Es wurde dem Rechtsvertreter Gelegenheit
eingeräumt, sich bis zum 7. Juli 2011 hierzu zu äussern. Diese Frist ist ungenutzt
verstrichen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
1.1. (...).
1.2. Die Beschwerdefrist beträgt 14 Tage (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs.
1 VRP). Für den Beginn, die Berechnung und Einhaltung dieser Frist gelten sinngemäss
die Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008
(ZPO, SR 272; Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 30 Abs. 1 VRP). Fristen, die durch
eine Mitteilung oder den Eintritt eines Ereignisses ausgelöst werden, beginnen am
folgenden Tag zu laufen (Art. 142 Abs. 1 ZPO). Eingaben müssen spätestens am letzten
Tag der Frist beim Gericht eingereicht oder zu dessen Handen der Schweizerischen
Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung
übergeben werden (Art. 143 Abs. 1 ZPO). Unter der "Post" ist entsprechend dem
Gesetzeswortlaut ausschliesslich die Schweizerische Post zu verstehen. Wird eine
Eingabe im Ausland aufgegeben und die ausländische Post für den Versand in
Anspruch genommen, so genügt diese Aufgabe für die Fristwahrung nicht. Hierfür ist
vielmehr erforderlich, dass entweder die Ein-gabe vor Fristablauf beim Gericht eingeht
oder mindestens vor Fristablauf von der Schweizerischen Post zur Weiterleitung in
Empfang genommen worden ist. Im zweitgenannten Fall ist jedoch die aufgebende
Partei für den rechtzeitigen Empfang der Sendung durch die Schweizerische Post
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beweisbelastet (zum Ganzen: Benn, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler
Kommentar zur schweizerischen Zivilprozessordnung, N 8 f. zu Art. 143; Merz, in:
Brunner/Gasser/Schwander [Hrsg.], Dike-Kommentar zur Schweizerischen
Zivilprozessordnung, N 7 zu Art. 143).
1.2.1. Im hier zu beurteilenden Fall wurde die angefochtene Verfügung am 29. März
2011 expediert. Die Zustellung erfolgte gemäss Sendungsverfolgung "Track & Trace"
am 31. März 2011 an die damalige Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers. Die
Beschwerdefrist fing somit am 1. April 2011 an zu laufen und endete am 14. April 2011.
Offen ist, ob sich die am 13. April 2011 in Deutschland aufgegebene
Beschwerdeeingabe überhaupt als rechtzeitig erweist. Es ist jedenfalls nicht
nachgewiesen, dass diese Sendung bereits am 14. April 2011 von der Schweizerischen
Post zur Weiterleitung in Empfang genommen worden ist. Nur dann erwiese sie sich
aber nach dem oben Gesagten (E. 1.2) als fristgerecht.
1.2.2. Dem ungeachtet reichte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bis heute
keine rechtsgenügliche Beschwerdeschrift ein. Die am letzten Tag der (dreifach
erstreckten) Frist zur Beschwerdeergänzung per Telefax übermittelte Eingabe vom
14. Juni 2011 ist mangels eigenhändiger Unterschrift formungültig. Das Bundesgericht
entschied sodann, dass der entsprechende Formmangel nicht durch Nachreichen einer
Rechtsschrift mit Originalunterschrift geheilt werden kann. Dies mit der Begründung, es
wäre nicht gerechtfertigt, ein solches Verhalten zu schützen, weil die einreichende
Partei schon von vornherein wisse bzw. wissen müsse, dass damit gegen das
Unterschriftserfordernis verstossen werde (BGE 121 II 252 ff. [255 f.], E. 4b);
ausserdem seien mit der Einreichung von Rechtsschriften per Telefax eine Reihe von
praktischen Problemen verbunden (BGE a.a.O., E. 4c). Es ist deshalb in solchen Fällen
auch keine Nachfrist anzusetzen. An der Ungültigkeit der Eingabe vom 14. Juni 2011
vermag auch nichts zu ändern, dass mittlerweile unter bestimmten Voraussetzungen
die elektronische Einreichung von Rechtsschriften erlaubt ist (Art. 11bis VRP). Den
damit einhergehenden Missbrauchsrisiken wird namentlich mit dem Erfordernis einer
aner-kannten elektronischen Signatur begegnet. Was sodann die Beschwerdeeingabe
vom 13. April 2011 angeht, so genügt diese – selbst wenn man ihre Rechtzeitigkeit
einmal unterstellt - zur Fristwahrung deshalb nicht, weil sie keine ausreichende
Begründung enthält. Der Beschwerdeführer liess darin lediglich ausführen, die im
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Rahmen der Untersuchung erfolgten Feststellungen würden eine so gravierende
Disziplinarmassnahme, wie sie von der Vorinstanz verhängt worden sei, nicht
rechtfertigen. Die Beschwerde beschränkt sich somit auf appellatorische Kritik an der
angefochtenen Verfügung. Sie enthält keinerlei Argumente, inwiefern die Verfügung auf
einer fehlerhaften Sachverhaltsfeststellung oder Rechtsanwendung beruhen soll.
Entsprechend genügt sie aber den Anforderungen nicht (vgl. Cavelti/Vögeli, Die
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, Nr. 922, mit Hinweisen). Zwar ist bei fehlender oder nicht
ausreichender Beschwerdebegründung eine Nachfrist zur Ergänzung anzusetzen (Art
64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 2 VRP), welche hier denn auch gewährt
wurde. Die Beschwerdeergänzung vom 14. Juni 2011 genügt jedoch wie gesagt den
formellen Anforderungen ebenfalls nicht.
1.3. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass zumindest eine Prozessvoraussetzung nicht
erfüllt ist. Es ist deshalb auf Nichteintreten zu erkennen.
2. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht