# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 616c966b-8517-4ce4-b37a-037890d4c0c6
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
Der Güterbahnhof in Zürich-Aussersihl, bestehend aus dem Güterexpeditionsgebäude, der Güterempfangshalle und der Güterversandhalle, ist als potenzielles Schutzobjekt im Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung der Stadt Zürich aufgenommen. Am 30. November 2003 nahmen die Stimmberechtigten des Kantons Zürich das Gesetz vom 7. Juli 2003 für ein Polizei- und Justizzentrum (PJZG; LS 551.4) an. Damit wurde die Grundlage für den Bau eines Polizei- und Justizzentrums Zürich (PJZ) in Zürich-Aussersihl geschaffen, in dem zentrale Abteilungen der Kantonspolizei und der Strafverfolgungsbehörden, Ausbildungseinrichtungen der Polizei sowie das Polizeigefängnis und ein weiteres Bezirksgefängnis des Bezirks Zürich zusammengeführt werden sollen (§ 1 PJZG). Zur Verwirklichung des PJZ erwirbt der Kanton das Areal Güterbahnhof in Zürich-Aussersihl von den Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) und erstellt auf diesem Areal eine Neuüberbauung (§ 2 PJZG). Für den Entscheid über die Entlassung der sich auf dem Areal befindenden schützenswerten Bauten aus dem kommunalen Denkmalschutzinventar ist die Baudirektion zuständig (§ 3 PJZG).
B.
Am 4. Mai 2005 entschied die Baudirektion, dass der Güterbahnhof in Zürich-Aussersihl, bestehend aus dem Güterexpeditionsgebäude Vers.-Nr. 01 und den zwei Güterhallen Vers.-Nrn. 02 und 03, nicht unter Denkmalschutz gestellt werde und aus dem Inventar der kunst- und kulturhistorischen Schutzobjekte von kommunaler Bedeutung der Stadt Zürich entlassen werde, sobald gestützt auf eine rechtskräftige Baubewilligung die Baufreigabe für das PJZ auf dem Areal Güterbahnhof erteilt worden sei.
Gegen diese Verfügung erhob der Schweizer Heimatschutz für sich und namens des Zürcher Heimatschutzes am 11. Juni 2005 Rekurs an den Regierungsrat mit dem Antrag, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die drei Gebäude seien unter Denkmalschutz zu stellen. Der Regierungsrat eröffnete das Rekursverfahren gegenüber den SBB als Grundeigentümerinnen und der Baudirektion als Beschwerdegegnerin; ferner bezog er die Stadt Zürich, die Direktion der Justiz und des Innern, die Direktion für Soziales und Sicherheit, die Finanzdirektion sowie das Bundesamt für Kultur als Mitbeteiligte in das Verfahren mit ein. Am 2. November 2005 trat der Regierungsrat auf den Rekurs nicht ein, da die angefochtene Verfügung das formell erlassene PJZG vollziehe und daher nur deklaratorische Bedeutung habe.
Der Schweizer und der Zürcher Heimatschutz erhoben gegen diesen Rekursentscheid am 8. Dezember 2005 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und erneuerten ihre bereits im Rekursverfahren erhobenen Anträge. Das Verwaltungsgericht wies die Beschwerde am 23. März 2006 ab (VB.2005.00580, www.vgrzh.ch).
Auf eine dagegen am 24. Mai 2006 erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde des Schweizer und des Zürcher Heimatschutzes trat das Bundesgericht mit Urteil vom 5. Oktober 2006 nicht ein (1A.109/2006, www.bger.ch).
II.
Mit Verfügung vom 15. März 2007 setzte die Baudirektion den in der Zwischenzeit ausgearbeiteten und öffentlich aufgelegten kantonalen Gestaltungsplan mit UVP "PJZ - Polizei- und Justizzentrum Zürich" fest (Disp. Ziff. I). Gleichzeitig bewilligte sie den Abbruch des Güterbahnhofs, bestehend aus dem Güterexpeditionsgebäude Vers. Nr. 01 und den zwei Güterhallen Vers.-Nrn. 02 und 03 unter der Bedingung, dass gestützt auf eine rechtskräftige Baubewilligung die Baufreigabe für das Polizei- und Justizzentrum erteilt werde. (Disp. Ziff. II). Als zulässiges Rechtsmittel wurde der Rekurs an den Regierungsrat bezeichnet (Disp. Ziff. III). Die Verfügung wurde unter Hinweis auf die öffentliche Auflage des Gestaltungsplans publiziert.
III.
Dagegen wurden drei Rekurse (wovon einer am 20. April 2007 durch die A AG) beim Regierungsrat erhoben. Die A AG beantragte Aufhebung von Disp. Ziff. I und II der Verfügung der Baudirektion. Sie rügte, dass das Projekt für das neue Polizei- und Justizzentrum nicht mit den im Zusammenhang mit der so genannten Westumfahrung als flankierenden Massnahmen projektierten Strassenbauten koordiniert worden sei.

## Considerations