# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1e4fe45d-43e4-4133-b7cf-cc63f18dbb41
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1954, war seit 2001 bei der
Y._
AG angestellt (
Urk.
7/8). Als Mitfahrerin in einem Personenwagen erlitt sie am
8.
September
2012
bei stockendem Verkehr auf der Autobahn einen Auffahrunfall (vgl. Urk. 7/9/135 ff.). Gemäss ärztlicher Erstbeurteilung am Tag nach dem Unfall (
Z._
, Praktischer Arzt) zog sie sich ein
kranio
-zervikales Beschleunigungstrauma der Halswirbelsäule (HWS) mit vollständiger Arbeitsunfähigkeit ab Unfalldatum zu (Urk. 7/9/159-161
, Urk.
7/9/47
).
Die Ansprüche
von
X._
aus der obligatorischen Unfallversicherung
(Taggeld, Heilbehandlung)
regelte die Schweizerische
Unfallversicherungsanstalt (Suva; vgl.
Urk.
7/9,
Urk.
7/17,
Urk.
7/22,
Urk. 7/64).
Im November 2012 und im Januar 2013 klagte die Versicherte über weiterhin bestehende Nackenschmerzen mit Ausstrahlungen in den rechten Arm und mit Kraftminderung sowie über Konzentrationsschwierigkeiten und wies darauf hin, die schmerztherapeutische Behandlung mit Infiltration habe nur kurzfristig zu einer Linderung geführt (
vgl. Urk. 7/9/35-37,
Urk.
7/9/107 f.
).
Am 2
4.
Januar 2013 meldete sich die Versicherte bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog daraufhin die Akten der
Suva bei
(
Urk.
7/9,
Urk.
7/17,
Urk.
7/22, Urk. 7/64) und führte erwerbliche (Urk.
7/1-3,
Urk.
7/8,
Urk.
7/30
,
Urk.
7/48-49
) und medizinische Abklärungen durch (
Urk. 7/14,
Urk.
7/21,
Urk.
7/45
).
Insbesondere liess sie die Versicherte durch die Ärzte der
A._
begutachten (Gutachten vom
8.
Mai 2014;
Urk.
7/47)
.
Gestützt auf das
Ergebnis der Begutachtung
(vgl. Urk. 7/52) und einen
Ein
kommensvergleich
(Urk. 7/51) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit Vor
bescheid vom 2
0.
Juni 2014 mit, sie gedenke einen Rentenanspruch zu ver
neinen (Urk. 7/53). Dagegen erhob die Versichert
e am 2
0.
August 2014 und ergänzend
am 2
6.
September 2014 Einwände (Urk. 7/56,
Urk.
7/61). Die IV
Stelle holte in der Folge bei den Gutachtern der
A._
die ergänzende Stellungnahme vom 2
7.
Mai 2015 ein (
Urk.
7/66), wozu die Versicherte am 1
6.
Juni 2015 Stellung nahm (Urk. 7/69).
Mit Verfügung vom 1
0.
August 2015 verneinte die IV-Stelle den Anspruch der Versicherten auf eine Invali
denrente (Urk. 2 =
Urk.
7/72).
2.
Gegen diese Verfügung erhob die anwaltlich vertretene Versicherte am 2
6.
August 2015 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Ent
scheid sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente zuzusprechen. Even
tualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese sei anzuweisen, ein neutrales polydisziplinäres Gutachten in den Disziplinen Innere Medizin, Rheumatologie und Neurologie, inklusive Abklärung der Einsc
hränkung in der Haushaltführung
einzuholen. Ferner seien Ein
gliederungsmassnahmen durchzuführen (Urk. 1). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom
5.
Oktober 2015 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Über
das
ebenfalls
pendente
Beschwerdeverfahren in Sachen der Beschwerdeführerin gegen die Schwei
zerische Unfallversicherungsanstalt
(Prozess IV.2015.00072)
wird
gleichzeitig entschie
den.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise die Unmöglichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfä
higkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invaliden
versicherung (
IVG
)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbe
reich
(namentlich Haushalt)
tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. Danach wird darauf abgestellt, in wel
chem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte zu ihrem Entscheid aus, bereits vor dem Auf
fahrunfall vom
8.
September 2012 seien bei der Beschwerdeführerin wieder
holt Nackenbeschwerden aufgetreten. Eine MRI von November 2011 zeige degenerative Veränderungen
im Bereich
der Halswirbelsäule. Bis zum Unfall habe die Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätigkeit (PC-Arbeitsplatz) aus
üben können.
Der Unfall habe zu einer HWS-Distorsion ohne schwerwie
gende Traumatisierung geführt. Posttraumatisch seien für einen Zeitraum von sechs bis maximal neun Monate
n
unfallassoziierte zervikale Beschwer
den plausibel. Eine Rückkehr in den angestammten Beruf sei aufgrund der degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule nicht mehr
zumutbar
. Hin
gegen sei spätestens vier Wochen nach dem Austritt aus der
Klinik B._
am 1
5.
Juli 2013 eine leidensangepasste, das heisst körperlich leichte bis wechselbelastende Tätigkeit ohne Zwangshaltungen des Kopfes (z.B. langfristige Bildschirmarbeit) und ohne repetitive Bewegungsanforderungen im Bereich der Halswirbelsäule
möglich
gewesen.
Mit einer solchen Tätigkeit lasse sich ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen. Auf eine Haushaltabklärung könne verzichtet werden, da selbst eine vollständige Einschränkung im Aufgabenbereich zu keinem leistungsrelevan
ten
Gesamt
invaliditätsgrad
führ
e. Die medizinische Abklärung, namentlich das
A._
-Gut
achten, sei nachvollziehbar
,
und schlüssig und die von der Beschwerde
führerin dagegen erhobenen Einwände
seien
unbegründet. Angesichts des Invaliditätsgrades von 17 % kämen Eingliederungsmassnahmen nicht in Betracht (Urk. 2 S. 2 ff.
;
Urk.
7/52/8
).
2.2
Die Beschwerdeführerin macht geltend,
seit dem Unfallereignis vom 8.
Sep
tember 2012 sei
sie
nicht mehr in der Lage
,
ihrer bisherigen Tätigkeit als Sachbearbeiterin bei der
Y._
AG nachzugehen. Eine leichte und wechselbelastende Tätigkeit sei ihr noch im Umfang von höchstens 20 % zumutbar.
Aufgrund
der vorhandenen und auch der nachträglich einge
reichten Unterlagen, insbesondere gestützt auf den Bericht von Prof.
Dr.
med.
C._
, Chefarzt an der
Klinik D._
, vom 1
2.
November 2012
,
sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen, dass der verheerende Unfall vom
8.
September 2012 zu einer bleibenden Gesundheitsschädigung geführt habe, die
selbst
die Ausübung einer leidensange
pass
ten Tätigkeit
wesentlich beeinträchtige. Es bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von
20 %. Auch im Haushalt könne sie
nur
noch leichteste Arbeiten ausführen. Sie habe
somit
Anspruch auf eine ganze Rente.
Auch aus Altersgründen sei der Anspruch auf eine Rente ausgewiesen. Beim Erlass der angefochtenen Verfügung sei sie über 61 Jahre alt gewesen. Auf das
A._
-Gutachten könne entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht abgestellt werden. Die Beurteilung, es bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit
in einer angep
assten Tätigkeit
,
sei
willkürlich.
Ergänzungsfragen an die Gutachter seien nicht zugelassen worden, d
ie Gutachter seien nicht im Besitz aller fallrelevanten Unterlagen gewesen und es habe nie eine Konsensbesprechung stattgefunden, auch nicht im Zusammenhang mit der ergänzenden Stellungnahme vom 2
7.
Mai 201
5.
Nicht angemessen sei sodann der Einkommensvergleich
in der angefochtenen Verfügung
. Es sei von einem deutlich höheren
Valideneinkommen
auszugehen und es sei ein leidensbedingter Abzug von 15 % vorzunehmen.
Eingliederungsmassnahmen habe die
Beschwerde
gegnerin
ebenfalls z
u Unrecht
nicht
durchgeführt (Urk. 1 S. 11 ff.).
3.
3.1
3.1.1
Die Beschwerdeführerin rügt, die Beschwerdegegnerin habe ihr Recht ver
letzt, kostenlos Ergänzungsfragen an die Experten stellen zu können. Das Stellen von
Ergänzungsfragen gehör
e zu den essentiellen Mitwirkungs
rechten bei der Anordnung von Gutachten. Die Verweigerung von Ergän
zungsfragen führe gemäss Urteil des Bun
desgerichts 9C_769/2013 vom
1.
April 20
14 zur Unverwertbarkeit des Gutachtens (Urk. 1 S. 11
Rz
5.21,
Urk.
7/61 S. 8
Rz
4.16 u.
Rz
6.4).
3.1.2
Rechtsprechungsgemäss besteht ein Anspruch auf die vorgängige Bekannt
gabe der Gutachterfragen (BGE 137 B 210 E. 3.4.1.5 und E. 3.4.2.9
; vgl. auch Ueli
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Aufl., Zürich 2015,
Art.
44
Rz
47
). Das
von der Beschwerdeführerin
zitierte Urteil des Bundesgerichts 9C_769/2013 vom
1.
April 2014 bestätigt
den
Grundsatz
, dass die Gutachterfragen vorgängig den betroffenen Versicherten zur Stellungnahme zu unterbreiten sind
(E. 2
). Vorliegend war die
s unbestrittenermassen der Fall. Ferner wies die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin darauf hin, allfällige Zusatzfra
gen könne sie zusammen mit der Stellungnahme einreichen
(vgl.
Urk.
7/27 f.).
3.1.3
Von der Möglichkeit Zusatzfragen zu stellen
,
machte die Beschwerdeführerin Gebrauch und reichte ihrerseits einen ganzen Katalog von Fragen ein (Urk. 7/29).
In der Folge
hielt die Beschwerdegegnerin fest
, es handle
sich
etwas anders formuliert
um
Fragen, die deckungsgleich mit den
bereits vorgesehenen Expertenf
ragen seien und
die
auf
eine
Unterscheidung zwischen
unfallbe
dingten
und unfallfremden Aspekten abzielten. Für die Invalidenversiche
rung sei eine solche
Aufsplittung
nicht nötig
, auch nicht
im Zusammenhang
mit dem Regress gegen den Haftpflichtigen, weswegen die ergänzenden Fra
gen den Gutachtern unter der Voraussetzung vorgelegt würden, dass die Beschwerdeführerin die zusätzlichen Kosten trage (Urk. 7/33,
Urk.
7/38
, Urk.
7/44
; vgl. auch
Urk.
7/39
).
Die von der Beschwerdeführerin gestellten Ergänzungsfragen (Urk. 7/29) betreffen effektiv überwiegend die Abgrenzung zwischen Unfallfolgen und unfallfremden Leiden (Urk. 7/29/2 ff.
Ziff.
5-7). Die übrigen Fragen (
Anam
nese, subjektive Leidensschilderung, Bef
unde etc.;
Urk.
7/29/1 f. Ziff.
1-4)
sind auch Teil des
Frage
n
katalog
s
de
r Beschwerdegegnerin (vgl. Urk.
7/28/3-
4). Die Klärung von spezifisch für die Unfallversicherung bedeutsamen Fragen zählte nicht zwingend zu den Aufgaben der Invalidenversicherung
, zumal die Suva ausdrücklich auf die Stellung von Zusatzfragen verzichtete (Urk. 7/41)
.
Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist unter den gegebenen Umständen n
icht zu beanstanden, zumal das R
echt zur Stellungnahme zum
Frage
n
kata
log
und die Möglichkeit Ergänzungsfragen zu stellen, kein unbedingtes Recht vermittelt, den Experten generell und zu Lasten der Abklärungsorgane
alle nur möglichen
Zusatzfragen vorzulegen.
3.2
3.2.1
Der Beweiswert des
A._
-Gutachtens ist nach Auffassung der Beschwerde
führerin auch dadurch beeinträchtigt, dass d
en
Experten
nicht alle
Vorakten
zur Verfügung
standen
(Urk. 1 S. 11
Rz
5.21,
Urk.
7/61 S.
8
Rz
4.17.1)
, und ebenso aufgrund der fehlenden Konsensbesprechung (Urk. 1 S.
11
Rz
5.21).
3.2.2
A
uf den Beweiswert
wirkt sich
in erster Linie die fehlende Kenntnis wesentli
c
her ärztlicher
Vorakten
aus
. Inwiefern wesentliche ärztliche Berichte nicht Teil der den
A._
-Gutachtern zur Verfügung
gestellten
Vorakten
waren, muss
konkret aber
nicht
geprüft
werden.
Die Einwände der Beschwerde
führerin vor Erlass der angefochtenen Verfügung und die von ihr
bezeich
neten ärztlichen Vorberichte sind Thema
der ergänzenden
gutachterlichen
Stellungnahme vom 2
7.
Mai 2015
zur
A._
-
Expertise
(Urk. 7/66)
. Die Beweiseignung des
A._
-Gutachtens ist somit nicht grundsätzlich in Frage gestellt.
3.2.3
Aus dem Gutachten geht explizit hervor, dass am
5.
Mai 2014 eine
Konsens
besprechung
stattfand (Urk. 7/47/19) und das Gutachten ist von allen Exper
ten unterzeichnet
worden
(Urk. 7/47/
25). Für die ergänzende Stellungnahme ist zu beachten, dass die Einwände der Beschwerdeführerin in erster Linie
Aspekte aus dem orthopädischen Bereich betrafe
n (vgl. Urk.
7/61), weswegen eine erneute
konsensuale
Beurteilung unter Beteiligung aller Gutachter
nicht vonnöten
war
, sondern die Ausführungen des
unter
zeichnenden
Orthopäden
Dr.
med.
E._
ausreichend sind. Zusätzlich gezeichnet ist die
Stellungnahme
sodann
durch den internistischen Experten Prof.
Dr.
med.
F._
(Urk. 7/66/9).
3.3
3.3.1
Die Einschränkung im Aufgabenbereich ist in erster Linie mittels einer Abklärung vor Ort zu ermitteln. Steht
die Beurteilung psychischer Er
kran
kungen im Vordergrund
,
bedarf es zusätzlich einer medizinischen Beurtei
lung der
Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen
. W
idersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung
im Haushalt
und die f
achmedizinischen Feststellungen, dann kommt in der Regel de
n
ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht
zu
als dem Bericht über die
Haushalts
abklärung
, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Ein
schränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1,
9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2, je mit Hinweisen).
3.3.2
Vorliegend steht nicht ein psychisches Leiden im Vorder
grund (vgl. nachste
hende E. 6
), weswegen eine ärztliche Stellungnahme zu den Einschränkungen im Haushaltbereich entbehrlich
und damit der Einwand der Beschwerde
führerin, es mangle an einer gutachterlichen Schätzung der Einschränkungen im Haushalt (Urk. 7/61 S. 9 ff.
Rz
4.18 u. 6.5), unbegründet ist.
4
.
4.1
Einig sind sich die Parteien bezüglich der Unzumutbarkeit der bisherigen Tätigkeit
,
die
vorwiegend
das Arbeiten an einem Bildschirm erforderte und somit mit Zwangshaltungen der Halswirbelsäule verbunden war.
Die Unzu
mutbarkeit der bisherigen Tätigkeit bestätigten die
A._
-Gutachter
(Urk. 7/47/21)
. Die
Beschwerdeführerin
bemängelte aber, dass die Gutachter allein
aufgrund der degenerativen Veränderungen im Bereich der
Halswir
belsäule
und somit krankheitsbedingt
von einer
seit dem Unfall vom 8. Sep
tember 2012
bestehenden Arbeitsunfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit
ausgegangen seien
(Urk. 7/61/9
Rz
4.17.3).
4.2
Die
A._
-Gutachter, die die Beschwerdeführerin orthopädisch/
traumatolo
gisch
, neurologisch, internistisch und psychiatrisch untersuchten (vgl.
Urk.
7/47/1), fassten zusammen, aufgrund der bildgebend festgestellten
fort
geschrittenen
degenerativen Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule
seien schwere und mittelschwere Tätigkeiten mit repetitiven Bewegungs
anforderungen an die Halswirbelsäule zu meiden. Zu meiden seien sodann Zwangshaltungen für die Halswirbelsäule, insbesondere langfristige Bild
schirm
arbeiten. Nur gelegentliche Arbeiten am Bildschirm seien zumutbar. Die bisherige Tätigkeit erfordere langfristiges Arbeiten am Bildschirm und sei damit nicht mehr geeignet. Diese Beurteilung gelte seit dem Ereignis vom
8.
September 2012 (Urk.
7/41/20 f.).
Nicht an dieser, aber an anderer
Stelle erwähnt
en die Gutachter
die Unfallfolgen un
d deren Auswirkungen. Sie hielten
fest, der Unfall
habe
unmittelbar zu
einer HWS-Distorsion geführt
und später
sei
darüber hinaus bildgebend ein
Ödem als Korrelat für ein
koinzidentie
lles
Trauma festgestellt worden
. Dieses und die Folgen der HWS
Distor
sion seien jedoch zwischenzeitlich abgeheilt (Urk. 7/47/19
f.
).
4.3
Dem Einwand der Beschwerdeführerin ist zu entgegnen, dass im Bereich der Invalidenversicherung die Unterscheidung zwischen krankheits- und
unfall
bedingten
Ursachen/Faktoren nicht wesentlich ist.
In die Beurteilung einzu
beziehen sind alle gesundheitlichen Beeinträchtigungen
ungeachtet des
Ent
stehungsgrundes
, sofern sie sich erwerblich
auswirken (
Art.
7 ATSG).
Im Übrigen macht die Beschwerdeführerin selber geltend, seit dem Unfallereignis sei sie nicht mehr in der Lage
,
ihre angestammte Tätigkeit auszuüben (Urk. 1 S. 13
Rz
6.1.3).
Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit
in
der angestammten Tätigkeit hat damit als unbestritten zu gelten
.
Kontrovers beurteilen die Parteien
jedoch
die Restarbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführe
rin macht geltend, eine angepasste, das heisst
körperlich
leichte und
wech
selbelastende
Tätigkeit sei ihr noch im Umfa
ng von höchstens 20 % zumut
bar
, während d
ie Beschwerdegegnerin gestützt auf das
A._
-Gutachten von einer uneingeschränkten Restarbeitsfähigkeit aus
geht
(vgl. vorstehende E. 2)
.
5.
5.1
Für die Beschwerdeführerin wirken sich in erster Linie
somatische
Unfallfol
gen limitierend aus
. Namentlich
macht sie geltend,
der Bericht von Prof.
C._
vom 1
2.
November 2013
beweise, dass der Unfall zu einer bleibenden Gesundheitsschädigung geführt habe
(Urk. 1 S. 13
Rz
6.1.4).
5.2
Im fraglichen
Bericht vom 12. November 2013
bejahte Prof.
C._
die
Unfallkausalität d
es in der Folge
nachweislich abgeheilt
en
Knochenmark
ödems
(vgl. Bericht der
D._
vom 16. Dezember 2014;
Urk.
7/64/122)
.
Ansonsten hielt Prof.
C._
fest, es lägen keine
strukturelle
n
Unfallfolgen
, sondern
vorbestehende degenerative Veränderungen
im Bereich der Halswirbelsäule vor (Urk. 7/64/9 f.)
. Diese waren bereit
s durch den MRI-Befund vom 1
9.
September 20
12 sowie frühere Untersuchungen (vor dem Unfall) aktenkundig (
vgl.
Urk. 7/45).
Auch die
A._
-Gutachter kamen zum Schluss, die am
8.
September 2012 erlittene Distorsion der Hals
wirbel
säule habe zu keinen bleibenden strukturellen Schäden geführt
(Urk. 7/47/18 f.;
Urk.
7/47/31 f.
,
Urk.
7/66/5
,
Urk.
7/66/8
).
Bl
eibende
Gesundh
eitsschädigungen
somatischer Art aufgrund des Unfalles sind dem
nach nicht ausgewiesen.
5.3
Die degenerativen Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule um
schrieben die
A._
-Gutachter diagnostisch als persistierendes
zervikover
tebrales
und
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom mit/bei bildgebend nachgewiesenen fortgeschrittenen
Osteochondrosen
, Spondylosen,
Spon
dylarthrosen
und geringen Spinalkanalstenosen
und massen diesem Leiden einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit in der letzten Tätigkeit zu
(Urk.
7/47/18
). Hierbei stützten sie sich auf die Befunde verschiedener
bild
gebender
Abklärungen
der letzten Jahre sowie eine selbst
veranlasste
Rönt
genuntersuchung (Urk. 7/47/18,
Urk.
7/47/30 f.).
Sie hielten fest,
sechs bis neun Monate nach dem Unfall hätten unfallassoziierte zervikale Beschwer
den vorgelegen. Die hernach weiterhin geklagten Beschwerden seien Folge der fortgeschrittenen degenerativen Veränderungen, wobei eine
radikuläre
Reiz- oder Ausfallsymptomatik neurologisch nicht nachgewiesen worden sei (Urk. 7/47/20,
Urk.
7/47/31 f.
,
Urk.
7/66/5
). Unter Berücksichtigung der dege
nerativen Veränderungen eigne sich
eine körperlich leichte
wechselbelas
tende
Tätigkeit ohne Zwangshaltung oder repetitive Bewegungsanforde
rungen für die Halswirbelsäule
(z.
B. durch langfristige Bildschirmarbeit
). Eine angepasste Tätigkeit sei grundsätzlich vollschichtig zumut
bar, wobei diese Beurteilung für die Zeit von vier Wochen nach
dem Austritt aus der
Klinik B._
am 1
4.
Juni 2013 Gültigkeit habe (
Urk.
7/47/24
;
Urk.
7/47/33
).
5.4
Angesichts der festgestellten degenerativen Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule ist
das
von den
A._
-Gutachtern formulierte
Anforde
rungsprofil
für eine angepasste Tätigkeit schlüssig und nachvollziehbar. Ebenso schlüssig und nachvollziehbar ist die Einschätzung, eine angepasste Tätigkeit sei vollzeitlich zumutbar. Es sind weder Aspekte ersichtlich noch wurden Gründe
dargelegt
, weswegen nebst der Anpassung an die körperliche Limitierung hinaus zusätzlich eine solche in zeitlicher Hinsicht erfolgen müsste.
Insbesondere legte
die Beschwerdeführerin
keine ärztlichen Beurtei
lungen vor oder verwies auf solche, gemäss denen
eine abweichende Schlussfolgerung zu ziehen wäre
. Der Umstand allein, dass die Beschwerde
führerin ärztliche Behandlungen in Anspruch nimmt, spricht aus objektiver
Sicht
nicht gegen das im
A._
-Gutachten formulierte Zumutbarkeitsprofil
.
6.
6.1
Psychiatrisch gelangten die
A._
-Gutachter zum Schluss, es sei eine anhal
tende
somatoforme
Schmerzstörung zu diagnostizieren, wobei sich die dys
funktionale Schmerzverarbeitung nicht auf die Arbeitsfähigkeit auswirke
. Letzteres stützt sich auf ei
ne Verneinung der sogenannten Foe
rster-Kriterien
(
Urk.
7/47/20 f., Urk. 7/47/57).
6.2
G
emäss
der mit
BGE 130 V 352
begründeten Rechtsprechung vermochten eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnostizierte
somatoforme
Schmerzstörung und vergleichbare psychosomatische Leiden (
BGE 140 V 8 E. 2.2.1.3
) in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG führende Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Vielmehr bestand die Vermu
tung, dass solche Beschwerdebilder oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar seien und nur bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, den
Wiederein
stieg
in den Arbeitsprozess unzumutbar machten, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt.
Ob ein solcher Ausnahmefall vorlag, entschied sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien
, den erwähnten
Foerster-Kri
terien
(
vgl. BGE 130 V 352, BGE 131 V 39 E. 1.2, BGE 139 V 547 E. 3.2.3).
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht die Überwindbarkeitsvermutung aufgegeben und das bisherige Regel-/Ausnahme-Modell durch
einen struk
turierten normativen
Prüfungsraster ersetzt.
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei Vorliegen einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung oder eines damit vergleichbaren psychoso
matischen Leidens (BGE 141 V 281 E. 4.2) sind Indikatoren beachtlich, die das Bundesgericht wie folgt systematisiert hat BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
Kategorie „funktioneller Schweregrad"
Komplex „Gesundheitsschädigung"
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
Komorbiditäten
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichk
eitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen)
Komplex „Sozialer Kontext"
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivit
ätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen
behandlungs- und eingliederungsanam
nestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung
leistungshin
dernder
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und
Kompensationspoten
zialen
(Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsver
mögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2015 vom 1. März 2016 E. 2.2.1).
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ve
rlieren gemäss altem
Verfahrens
stan
dard
eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelf
alls mit seinen spezifischen Ge
gebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessen
des Abs
tellen auf die vor
handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (
BGE 141 V 281
E. 8).
6.3
6.3.1
Die vorherrschende Beschwerde
einer
anhaltenden
Schmerzstörung gemäss ICD-10 F45.4
ist ein andauernder, schwerer und quälender Schmerz, der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung nicht
hinreichend erklärt werden kann und das Leiden geht mit einer Beeinträchti
gung von Alltagsbefunden einher (
Dilling
/
Mombour
/Schmidt [Hrsg.], Inter
nationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Kli
nisch diagnostische Leitlinien,
9.
Aufl., Bern 2014, S. 223
; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 2.1.1
).
Bei der Begutachtung beschrieb
die Beschwerdeführerin täglich aber
wech
selnd intensiv auftretende
Schmerzen im Bereich der Schultern und Arme rechts und links verbunden mit Ausstrahlungen in den Hinterkopf, wobei für diese Beschwerden nur teilweise ein organisches Substrat nachweisbar ist (vgl.
Urk.
7/47/27,
Urk.
7/47/32,
Urk.
7/47/57).
Damit sind die diagnostischen Voraussetzungen gegeben, jedoch liegen insgesamt keine besonders ausge
prägten Befunde vor. Die Beschwerdeführerin vermeidet körperliche Belas
tungen,
indessen schilderte sie einen
strukturierten und von verschie
denen Aktivitäten geprägten Alltag (Urk. 7/47/27,
Urk.
7/47/51 f.).
Während der Dauer der Exploration liessen weder die Aufmerksamkeit noch die Kon
zentration nach und die Beschwerdeführerin konnte sich
stets
auf die jewei
ligen Gesprächsinhalte und das Tempo einstellen. Die höheren kognitiven Leistungen und das problemlösende Denken waren angemessen differenziert (Urk. 7/47/55).
Die Angaben der Beschwerdeführerin und ihr Verhalten
bei der Untersu
chung
weisen darauf hin, dass die diagnoserelevanten Befunde im Sinne der Rechtsprechung
(
vgl. BGE 141 V 281
E. 4.3.1.1)
insgesamt nicht sehr ausge
prägt
waren
.
6.3.2
Die Beschwerdeführerin begibt sich regelmässig in physiotherapeutische und
oesteopathische
Behandlung (Urk. 7/47/27).
Eine psychiatrisch-psychothera
peutischen Behandlung
erfolgt hingegen
bislang
nicht (Urk. 7/47/52). Die effektive Einnahme der angegebene Schmerzmedikamente
war zudem
labor
chemisch
nicht nachweisb
a
r
(Urk. 7/47/17 f.).
Von einem
definitive
n
Scheitern einer indizierten, lege
artis
u
nd mit optimaler Kooperation der
Versicherten durchgeführten Therapie
(BGE 141 V 281
E. 4.3.1.2)
, die auch die psychiatrische Problematik berücksichtigt,
und damit von einer klar
aus
gewiesenen
negative
n Prognose kann
somit
nicht ausgegangen werden.
6.3.3
Das psychische Leiden steht im Zusammenhang mit dem
zervikovertebralen
und
zervikospondylogenen
Schmerzsyndrom aufgrund der degenerativen Veränderungen an der Halswirbelsäule. Dieses Leiden lässt körperlich belastende Tätigkeiten
nicht mehr zu
. Darüber hinaus aber ist der
Aktivi
tätsradius
nicht eingeschränkt (Urk. 7/47/26 ff.). Von einer massgeblichen
Komorbidität
(vgl. BGE 141 V 281
E. 4.3.1.3
)
kann demnach nicht gesprochen werden
.
Dies gilt auch für die zusätzlich diagnostizierten Leiden (Urk. 7/47/18 f.), die unbestrittenermassen keinen Einfluss auf die Arbeits- respektive Erwerbsfähigkeit der Beschwerdeführerin haben.
6.3.4
Was die persönlichen und sozialen Ressourcen
der Beschwerdeführerin betrifft
(vgl. BGE 1
41 V 281 E. 4.3.2 und E. 4.3.3)
,
liegen nur wenige
Fakto
ren
vor
, die sich ungünstig auf die Überwindung der Schmerzentwicklung auswirken.
Zu nennen sind die leicht rigiden Persönlichkeitsstrukturen der Beschwerdeführerin, die es ihr erschweren, Schwäche zuzulassen und nach aussen zu
sig
n
a
lisieren, und der damit verbundene erschwerte Zugang zu innerseelischen Konflikten und Prozessen (Urk. 7/47/57). Andere erschwe
rende Faktoren, insbesondere
sozio
kulturelle
r
Art, sind nicht gegeben, und e
in sozialer Rückzug
fehlt (vgl. (Urk. 7/47/53 ff.
).
A
uf erheblich einge
schränkte persönliche oder soziale Ressour
cen kann
damit
nicht
geschlossen werden.
6.3.5
Für eine Unüberwindbarkeit bei unklaren Beschwerdebildern spricht eine gleich
mässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleichbaren Lebens
bereichen. Zu prüfen ist, ob die diskutierte Einschränkung in Beruf und Erwerb einerseits und in den sonstigen Lebensbereichen (Familienle
ben, Freizeitgestal
tung) anderseits gleich ausgeprägt ist (BGE 141 V 281 E. 4.4.1). Die Ausübung einer Erwerbstätigkeit erachtet die Beschwerdeführerin
nicht mehr als möglich
(
Urk.
7/47/29
,
Urk.
7/47/56
), die übrigen Lebensbe
reiche gestaltet sie aber
nach wie vor selbst.
Für verschiedenes (z.B.
Spaziergänge
) verlässt sie alleine das Haus, a
ndere Tagesaktivitäten e
rfolgen zusammen mit Familienan
gehörigen.
Für kürzere Distanzen benützt si
e -
auch
alleine
-
das
Auto.
Zusammen mit ihrem Ehemann unternimmt sie
sodann
Ferienreisen
, namentlich auch Fernreisen
(Urk.
7/47/27,
Urk.
7/47/53 f.
). Ein in allen L
ebensbereichen gleichmässig einge
schränktes Aktivitätsniveau liegt nicht vor.
6.3.6
Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in
dem
Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist auf den
tatsächlichen Leidensdruck hin (BGE 141 V 281 E. 4.4.2).
D
ie Beschwerdeführerin
befindet sich in regelmässiger
hausärztlich
er Behandlung und begibt sich auch in physiotherapeutische und
osteopathische
Behand
lung
. Eine psychiatrische Behandlung
fand bislang nicht st
att und von ihr bezeichnete
Medikamente
werden tatsächlich nicht eingenommen (vgl. vor
stehende E. 6.3.2).
Dies deutet insgesamt auf einen nicht besonders ausge
prägten Leidensdruck hin.
6.4
Die Prüfung der verschiedenen Indikatoren ergibt
, dass diese nicht erfüllt oder maximal
geringfügig ausgeprägt sind, so dass insgesamt eine Unüber
windbarkeit der Auswirkungen der Schmerzstörung zu verneinen ist. Zu Recht
ist
die Beschwerdegegnerin davon ausgegangen, dass
die
somatoforme
Schmerzstörung keinen Einfluss auf die Erwerbsfähigkeit hat.
Zusammen
fassend steht damit fest, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der degene
rativen Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule zwar nicht mehr die bisherige Tätigkeit, jedoch nach wie vor und in vollem Umfang eine der
aus
gewiesenen Minderbelastbarkeit angepasste
Tätigkeit ausüben könnte (vgl. vorstehende E. 5
). Diese Beurteilung gilt laut Gutachten ab der vierten Woche seit dem Austritt aus der Behandlung in der
Klinik B._
am 1
4.
Juni 2013 (Urk. 7/47/23; vgl. auch
Urk.
7/17/13-15). Dies überzeugt,
da nach Ablauf von sechs respektive spätestens neun Monaten nach dem Unfall die mit dem Distorsionstrauma der Halswirbelsäule verbundenen Beeinträchtigungen abgeklungen waren (
Urk.
7/47/23).
7
.
7.1
Die Beschwerdegegnerin stufte die Beschwerdeführerin unbestrittenermassen als Teilerwerbstätige ein, wobei sie den Anteil Erwerbstätigkeit mit 80 % und den
Anteil der
Tätigkeit im Haushalt mit 20 % bezifferte (Urk.
2 S. 2, Urk.
7/52/8,
Urk.
7/71/7
).
7.2
7.2.1
Den die Erwerbstätigkeit betreffenden Invaliditätsgrad ermittelte sie
rechts
konform
anhand eines Einkommensvergleichs.
Das
Validene
inkommen
bezif
ferte sie mit Fr.
54‘579.--. Sie stützte sich dabei auf die Angaben der letzten Arbeitgeberin
, der
Y._
AG
(Arbeitgeberb
ericht vom
6.
Fe
bruar 2013;
Urk.
7/8)
, gemäss denen die Beschwerdeführerin 2013 ein
Jahres
bruttoeinkommen
von
Fr.
68‘224.--
hätte erzielen kö
nnen und passte dieses an das effektiv geleistete
Teilzeitpensum von 80 % an. Das
Invaliden
einkommen
ermittelte sie gestützt auf die statistischen Werte der Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung (LSE
) für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4
) und bezifferte es mit
Fr.
43‘331.-- (
Urk.
2 S. 2,
Urk.
7/51).
7.2.2
Die Beschwerdeführerin bemängelt
e
das
Valideneinkommen
als zu tief. Sie macht geltend, die von de
r Arbeitgeberin angegebenen Fr.
68‘244.-- bezögen sich auf ein Pensum von
80
% und nicht auf ein Vollzeitpensum.
Das
Invali
deneinkommen
anerkannte sie
(Urk. 1 S. 13 f.).
7.2.3
D
em Standpunkt der Beschwerdeführerin
ist beizupflichten
. Die Angaben beziehen sich eindeutig auf den Lohn, den die Beschwerdeführerin bezogen auf ein Pensum von 80 % (6 Stunden pro Tag respektive 32 Stunden pro Woche) im Jahr 2013 erzielt hätte (Urk. 7/8/2
Ziff.
2.9 und 2.10). Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Kürzung um 20 % ist demnach nicht korrekt. Unter Berücksichtigung der Präzisierung steht dem unbestrittenen
Invalideneinkommen von
Fr.
43‘331.
-- ein
Valideneinkommen
von Fr.
68‘224.-- gegenüber. Die Einkommensdifferenz beträgt
damit
Fr.
24‘893.
, was
entsprechend dem Anteil Erwerbstätigkeit von 80 % gewichtet
einen
In
validitätsgrad
von
gerundet 29
%
ergibt
(
Fr.
24‘893.-- x 100
% :
Fr.
68‘224.--
x 0.8
).
7.3
7.3.1
Die Beschwerdeführerin macht geltend, vom Invalideneinkommen rechtfer
tige sich ein leidensbedingter Abzug von 15 %
, da sie keine schweren und mittelschweren Arbeiten mehr verrichten könne, auch bei leichten Arbeiten
eingeschränkt sei, vor Eintritt des Gesundheitsschadens lange für denselben Arbeitgeber gearbeitet habe und inzwischen bereits über 60 Jahre alt sei
(Urk. 1 S. 14 f.
Rz
6.2.3).
7.3.2
Mit Bezug auf den behinderungs- beziehungsweise leidensbedingten Abzug ist zu beachten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quan
titative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fal
lende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chan
cen für eine Anstellung bestehen. Lediglich wenn
auch auf einem ausgegli
chenen Arbeitsmarkt (zu diesem Begriff
BGE 110 V 273
E. 4b) - unter Berücksichtigung solcher Einschränkungen, die personen- oder
arbeitsplatz
bezogen
sein können, kein genügend breites Spektrum an zumutbaren
Ver
weisungstätigkeiten
mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3.1.1
mit Hinweisen).
7.3.3
Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich
belastende
Arbeit zu verrichten, f
ührt nicht automatisch zu einer
Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes, weil der Tabellenlohn im
Anforderungsni
veau
4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.4).
Das fortgeschrittene
Alter führt nicht automatisch zu einem Abzug, zumal sich dieses im Anforderungsniveau 4 so
gar eher lohnerhöhend auswirkt
(Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.2). Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als
inva
liditätsfremder
Faktor unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_808/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E. 7.3).
Die Bedeutung der Anzahl Dienstjahre nimmt im privaten Sektor ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist (AHI 1999 177 E. 3b S. 181), weshalb mit Blick auf das Anforderungsniveau 4 die lange Betriebszugehörigkeit keinen Abzug zu rechtfertigen vermag (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.1 mit Hinweisen).
Auch d
er Umstand, dass eine grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähige versi
cherte Person krankheitsbedingt lediglich reduziert leistungsfähig ist, recht
fertigt keinen über die Berücksichtigung der eingeschränkten Leistungsfähig
keit und damit des Rendements hinausgehenden Abzug (Urteil des Bundes
gerichts 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E. 8 mit Hinweis auf 8C_20/2012 vom
4.
April 2012 E. 3.2, E. 3.3).
Im Übrigen ist die Beschwer
deführerin in einer angepassten leichten und wechselbelastenden Tätigkeit voll einsetzbar. Auch Arbeiten an einem Computer kann sie
ausüben, sofern dies
nicht langdauernd
nötig ist
.
Ein leidensbedingter Abzug vom
Invaliden
einkommen
ist somit insgesamt nicht angezeigt.
7.4
7.4.1
Eine Haushaltabklärung führte die Beschwerdegegnerin nicht durch. Der diesbezüglichen Rüge der Beschwerdeführerin
hielt
sie entgegen, auch eine vollständige Einschränkung im Aufgabenbereich ergäbe keinen
leistungsrele
vanten
Invaliditätsgrad (Urk. 2 S. 4).
Die Anerkennung einer vollständigen Einschränkung im Aufgabenbereich stellt dies
,
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin
,
nicht dar (vgl. Urk. 1 S. 15
Rz
6.2.4).
7.4.2
Fes
t
steht, dass die Beschwerdeführerin sämtliche körperlich leichten und
wechselbelastenden Tätigkeiten une
ingeschränkt ausüben kann
(Urk.
7/47/24). Sie lebt zusammen mit ihrem pensionierten Ehemann und dem erwachsenen Sohn in einer Wohnung mit 4 1⁄2 Zimmern in der zweiten Etage eines Mehr
familienhauses (Urk. 7/47/53). Den Haushalt erledigt sie zusammen mit ihrem Ehemann, wobei sie die körperlich nicht belastenden Arbeiten selbständig verrichtet. Die
Unterstützung
durch den
nicht mehr arbeitenden Ehemann
und
bei Bedarf auch durch den
ebenfalls
im Haushalt wohnenden
erwachse
nen
Sohnes
sind
als Mitbeteiligung im Sinne der Schadenminderungspflicht
zu qualifizieren
.
Eine erhebliche und damit leistungsrelevante Beeinträchti
gung im Haushalt
ist somit
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
aus
zuschliessen und d
er Verzicht auf eine
Haushaltabklärung
nicht zu beanstanden. Gesamthaft liegt trotz der Korrektur beim
Valideneinkommen
ein Invaliditätsgrad von unter 40 % vor.
8.
8.1
Die Beschwerdeführerin macht geltend, sie habe Anspruch auf eine Rente, da ihr die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit altershalber nicht mehr zumutbar sei (Urk. 1 S. 16 f.
Rz
6.2.6).
8.2
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungslast nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine
ganze Invalidenrente begründet.
Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzel
falls ab. Massgebend können die Art und Beschaffenheit des
Gesundheits
schadens
und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und
Einarbeitungs
aufwand
und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vor
handene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein
. F
ür den Zeitpunkt, in welchem die Frage nach
der Verwertbarkeit der Resta
rbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird,
ist auf das
Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit
abzustellen (BGE 138 V 457 E. 3.1 und 3.3 f. je mit Hinweisen)
.
8.3
Letzteres war bei der Beschwerdeführerin
ab Mitte
Juli 2013 der Fall (vgl.
vorstehende E. 6.4). Damals stand die
im
April 1954 geborene Beschwerdeführerin in ihrem 5
9.
Altersjahr.
Über eine heute noch nutzbare Berufsbildung verfügt die Beschwerdeführerin nicht. Vor Eintritt des
Gesund
heitsschadens
arbeitete sie während etlicher Jahre in einem Call Center im Bere
ich Telekommunikation (vgl.
Urk.
7/8
). Hierbei handelt es sich um eine ungelernte Tätigkeit. Die geltend
gemachte
schwierige Vermittelbarkeit (vgl.
Urk.
1 S. 16 f.
Rz
6.2.6 und
Urk.
3) ist zu bejahen, obschon zu konkreten Suchbemühungen nichts aktenkundig ist. Massgebend ist indessen nicht die konkrete Vermittelbarkeit, sondern diejenige auf dem
hypothetischen ausge
glichenen Arbeitsmarkt
.
Auf diesem werden Hilfsarbeiten grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt und die Beschwerdeführerin ist in einer ange
passten Tätigkeit vollzeitlich einsetzbar. In einer solchen Konstellation rechtfertigt es sich
trotz des fortgeschrittenen Alters
,
von einer wirtschaftlich verwertbaren Restarbeitsfähigkeit auszugehen (vgl. Urteil
e
des Bundesge
richts
8C_345/2013 vom 1
0.
September 2013, E.
4.3, und
9C_918/2008 vom 2
8.
Mai 2009
,
E. 4.2.2
,
je
mit Hinweisen).
9.
9.1
Gemäss
Art.
8a
Abs.
1 IVG besteht ein Anspruch auf Massnahmen zur Wiedereingliederung, sofern die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert werden kann und die Massnahmen geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit zu verbessern (
Art.
8a
Abs.
1
lit
. a und b IVG).
Die Massnahme muss
eingliede
rungswirksam
sein
, was eine subjektive und objektive
Eingliederungsfähig
keit
der betroffenen Person voraussetzt (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_664/2013 vom 2
3.
März 2014 E. 2 mit Hinweisen). Bei der Beurteilung des Eingliederungswillens beziehungsweise der subjektiven
Eingliederungs
fähigkeit
sind die gegenüber der Verwaltung und den medizinischen Exper
ten gemachten Aussagen betreffend Krankheitsüberzeugung und
Arbeitsmo
tivation
zu berücksichtigen. Ebenfalls von Belang sein können die im
Vor
bescheidverfahren
und vor dem kantonalen Versicherungsgericht gemachten Ausführungen bzw. gestellten Anträge (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 9C_231/2015 vom
7.
September 2015 E. 4.2 mit Hinweisen).
9
.2
Die Beschwerdeführerin machte im Rahmen der Begutachtung unterschiedli
che Angaben. Bei der orthopädischen Begutachtung erwähnte sie, sie sei höchstens in der Lage, während ein bis zwei Stunden täglich zu arbeiten. Eine passende Tätigkeit sehe sie aber nicht für sich (Urk. 7/47/29). Beim Neurologen vermerkte sie, aktuell sei sie beim Regionalen
Arbeitsvermitt
lungszentrum
(RAV)
angemeldet und bewerbe sich auf offene Stellen (Urk. 7/47/29,
Urk.
7/47/45).
Beim Psychiater vertrat sie schliesslich die Auffassung, aufgrund der jetzigen Beschwerden sei die Ausübung einer Tätigkeit nicht möglich (Urk. 7/47/54). Zwar ist sie seit Oktober 2013 zur Arbeitsvermittlung angemeldet (Urk. 3), doch dies allein belegt den
Ein
gliederungswillen
noch
nicht
hinreichend
. Tatsächliche Arbeitsbemühungen sind nicht aktenkundig. Der tatsächliche Eingliederungswille steht insgesamt nicht fest, weswegen es der Beschwerdegegnerin nicht vorgeworfen werden kann, den Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen nicht geprüft zu haben. Der Beschwerdeführerin steht es im Falle konkreter
Wiedereingliederungsbe
mühungen
jederzeit frei, einen entsprechenden Antrag bei der
Beschwerde
gegnerin
zu stellen.
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat. Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde ist demgemäss abzuweisen.
10
.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenver
sicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgesetzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr.
800
.-- als angemessen. Ausgangsgemäss sind die Kosten
der Beschwer
deführerin
aufzuerlegen.