# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 11e1fcea-4365-40a5-ba87-cdd86c0844f7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 5. März 2014 stellte die X._GmbH, O.1_, dem Bezirksgericht Prättigau/Davos ein Gesuch um vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts. Mit Entscheid vom 7. März 2014, mitgeteilt am 10. März 2014, erkannte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt:
"1. Das Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen wird gutgeheissen und das Grundbuchamt O.3_ wird angewiesen, zu Gunsten der X._GmbH, O.1_, folgende Bauhandwerkerpfandrechte vorläufig einzutragen (vorzumerken):
- zulasten Grundstück Grundbuch O.3_ Liegenschaft Nr. _ (Hauptbuchblatt _), Plannummer _, _strasse, O.3_, für die Pfandsumme von CHF 101'721.70 nebst Zins zu 5 % seit 30. September 2013;
- (...).
2. Der Y._AG, der A._AG, sowie B._ und C._ wird eine Frist bis zum 10. April 2014 eingeräumt, um zum Gesuch schriftlich Stellung nehmen zu können.
3. D._, E._, F._ und G._ und H._ erhalten hiermit Frist zur Einreichung ihrer Stellungnahme innert 20 Tagen nach Empfang dieses Entscheids. Nach Eingang dieser Stellungnahme bzw. nach unbenütztem Ablauf dieser Frist – es wird keine Nachfrist angesetzt – entscheidet das Gericht ohne Durchführung einer mündlichen Verhandlung. Eine verspätete Eingabe wird nicht berücksichtigt. Gleichzeitig werden D._, E._, I._ und G._ und H._ aufgefordert, innert derselben Frist durch Ernennung eines Vertreters im Kanton Graubünden Zustelldomizil zu nehmen, widrigenfalls die ferneren Schreiben und Verfügungen an sie ediktaliter durch Publikation im Amtsblatt des Kantons Graubünden erlassen werden.
4. Die X._GmbH wird verpflichtet, für die Übersetzungskosten mit beiliegendem Einzahlungsschein einen Kostenvorschuss von CHF 11'000.00 bis spätestens zum 14. März 2014 an die Gerichtskasse zu überweisen.
5. Die X._GmbH wird verpflichtet, mit beiliegendem Einzahlungsschein einen Kostenvorschuss von CHF 5'000.00 bis spätestens zum 10. April 2014 an die Gerichtskasse zu überweisen.
6. Die Prozesskosten bleiben bei der Prozedur.
7. Dieser Entscheid kann nicht selbständig angefochten werden.
8. (Mitteilung)."
B. Mit Schreiben vom 13. März 2014 unterbreitete die Y._AG dem Bezirksgericht Prättigau/Davos ein Gesuch um Ablösung eines
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Bauhandwerkerpfandrechts gegen Hinterlegung einer Sicherheitsleistung mit folgenden Rechtsbegehren:
"1. Der Y._AG sei zu bewilligen, die gemäss Entscheid vom 7. März 2014 auf dem Grundstück Nr. _ sowie auf den Stockwerkeigentumseinheiten und Miteigentumsanteilen der Stockwerkeigentumsliegenschaft Nr. _ eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechte im Gesamtbetrage von CHF 144'353.40 zzgl. 5 % Zins seit dem 30. September 2013 durch eine Barhinterlegung bei der Gerichtskasse in der Höhe von Fr. 173'224.10 abzulösen.
2. Eventualiter sei der sicherzustellende Betrag durch richterliches Ermessen festzusetzen.
3. Das Grundbuchamt O.3_ sei unmittelbar nach Eingang der Sicherheitsleistung auf der Gerichtskasse anzuweisen, das in Ziff. 1 erwähnte Bauhandwerkerpfandrecht unverzüglich zu löschen.
4. Es sei festzustellen, dass im Übrigen der Entscheid vom 7. März 2014 unverändert bleibt und die Kosten für dieses Verfahren vorläufig der X._GmbH überbunden werden."
C. In ihrer Stellungnahme vom 26. März 2014 beantragte die X._GmbH die Abweisung des Begehrens der Y._AG, wenn darauf überhaupt eingetreten werden könne. Sie begründete ihren Antrag im Wesentlichen mit der fehlenden Vollmacht; mit dem Fehlen der gesetzlichen Grundlage für die gerichtliche Hinterlegung einer Sicherheitsleistung zur Ablösung von Bauhandwerkerpfandrechten im Kanton Graubünden; mit der Möglichkeit der Y._AG, eine Bankgarantie beizubringen, bei der anders als bei der Hinterlegung auch die Verzugszinsen auf unbeschränkte Zeit gesichert würden und schliesslich mit der durch die Y._AG offen gelassenen Frage, ob die angebotene Sicherheitsleistung provisorisch oder definitiv bestellt werde und der damit zusammenhängenden Frage, für welche Dauer für die Verzugszinsen Sicherheit zu leisten wäre. Werde nur provisorisch Sicherheit geleistet, solle Sicherheit für zehn Jahre geleistet werden, werde die Sicherheit definitiv bestellt, so sei für mindestens acht Jahre Sicherheit zu leisten.
D. Mit Schreiben vom 9. April 2014 äusserte sich die Y._AG zur Stellungnahme der X._GmbH dahingehend, dass eine Vollmacht dem Gericht vorliege; dass im Kanton Graubünden nach Lehre und Rechtsprechung die Möglichkeit gegeben sei, das Geld bei der Gerichtskasse zu hinterlegen; dass zur Abwendung eines grösseren Schadens auf den Stockwerkeigentumseinheiten und den Miteigentumsanteilen der Residenzen sich die Y._AG bereit erkläre, dass die Sicherheitsleistung auf den Forderungsbetrag zuzüglich 10 Jahreszinsen zu 5 % festgelegt werde und dass zur Beschleunigung des Verfahrens daher Fr.
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63'947.55 (Fr. 42'631.70 zuzüglich 10 Jahreszinsen à 5 % = Fr. 21'315.85) der Gerichtskasse überwiesen werden, verbunden mit dem Begehren, sämtliche Bauhandwerkerpfandrechte auf den Stockwerkeigentumseinheiten und den Miteigentumseinheiten der Residenz Liegenschaft Nr. _ im Grundbuch der Gemeinde O.3_ zu löschen und schliesslich, dass die Sicherstellung für die Ablösung der Bauhandwerkerpfandrechte auf der Hotelliegenschaft Nr. _ überwiesen werde, sobald deren Höhe durch das Gericht festgelegt worden sei.
E. Mit Stellungnahme vom 14. April 2014 stellte die X._GmbH fest, es seien seitens der Y._AG bislang keine zielführenden Schritte unternommen worden. Ein Beleg für die Überweisung eines Betrages von Fr. 63'947.55 liege nicht vor. Weiterhin werde bezweifelt, dass das Bezirksgericht die nötige gesetzliche Grundlage für den Abschluss eines erforderlichen Hinterlegungsvertrages habe. Die Y._AG äussere sich weiterhin nicht, ob mit der von ihr beabsichtigten Hinterlegung nun definitiv oder bloss provisorisch Sicherheit bestellt werde. Zudem sei es der Y._AG ohne weiteres zumutbar, eine Bankgarantie beizubringen, bei der anders als bei der Hinterlegung auch die Verzugszinsen auf unbeschränkte Zeit gesichert würden.
F. Mit Valuta vom 15. April 2014 wurden auf das Konto des Bezirksgerichts Prättigau/Davos von der Y._AG Fr. 63'947.55 überwiesen.
G. Mit Entscheid vom 22. April 2014, mitgeteilt am 23. April 2014, erkannte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt:
"1. Der Y._AG wird bewilligt, die gemäss Entscheid vom 7. März 2014 auf folgenden Stockwerk- und Miteigentumseinheiten, K._, O.3_,
- zulasten Grundstück Grundbuch O.3_ Liegenschaft Nr. _ (Hauptbuchblatt _), Plannummer _, _strasse, O.3_, für die Pfandsumme von CHF 101'721.70 nebst Zins zu 5 % seit 30. September 2013;
- (...)
eingetragene Pfandsumme von CHF 42'650.00 nebst 5 % Zins vom 30. September 2013 bis 30. September 2023, folglich Verzugszinsen von CHF 21'325.00, durch eine Barhinterlegung von total CHF 63'975.00 bis zum 9. Mai 2014 bei der Gerichtskasse des Bezirksgerichts Prättigau/Davos abzulösen, nachdem dieser Totalbetrag als hinreichende Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB anerkannt wird.
2. Der Y._AG wird bewilligt, die gemäss Entscheid vom 7. März 2014 auf der Liegenschaft Nr. _ (Hauptbuchblatt _), Plannummer _, _strasse, O.3_, Grundbuch O.3_, eingetragene Pfandsumme von CHF 101'721.70 nebst 5 % Zins vom
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30. September 2013 bis 30. September 2023, folglich Verzugszinsen von CHF 50'860.85, durch eine Barhinterlegung von total CHF 152'582.55 bis zum 9. Mai 2014 bei der Gerichtskasse des Bezirksgerichts Prättigau/Davos abzulösen, nachdem dieser Totalbetrag als hinreichende Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB anerkannt wird.
3. Es wird festgestellt, dass die Y._AG bereits eine Barhinterlegung von CHF 63'947.55 bei der Gerichtskasse des Bezirksgerichts Prättigau/Davos getätigt hat.
4. Das Grundbuchamt O.3_ wird angewiesen, nach Rechtskraft dieses Entscheids und nach Eingang der von der Y._AG an die Bezirksgerichtskasse Prättigau/Davos zu bezahlenden Pfandsumme von CHF 27.45 (CHF 63'975.00 ./. CHF 63'947.55) die unter Dispositiv-Ziffer 1 vorstehend vorgemerkten Bauhandwerkerpfandrechte auf den Stockwerkeigentumseinheiten und Miteigentumsanteilen der Stockwerkeigentumsliegenschaft Nr. _ für eine Pfandsumme von total CHF 42'650.00 nebst Zins zu 5 % seit 30. September 2013 zu löschen.
5. Das Grundbuchamt O.3_ wird angewiesen, nach Rechtskraft dieses Entscheids und nach Eingang der von der Y._AG an die Bezirksgerichtskasse Prättigau/Davos zu bezahlenden Pfandsumme von CHF 152'582.55 (CHF 101'721.70 + CHF 50'860.85) die unter Dispositiv-Ziffer 2 vorläufig auf der Liegenschaft Nr. _ (Hauptbuchblatt _), Plannummer _, _strasse, O.3_, Grundbuch O.3_, vorgemerkten Bauhandwerkerpfandrechte für eine Pfandsumme von total CHF 101'721.70 nebst Zins zu 5 % seit 30. September 2013 zu löschen.
6. Der X._GmbH wird eine Frist bis zum 1. September 2014 zur Einreichung der Klage auf dem ordentlichen Prozessweg angesetzt. Bei ungenutztem Ablauf der Frist werden die als Sicherheitsleistung hinterlegten Barbeträge gemäss Dispositiv-Ziffer 1 bis 5 dieses Entscheids der Y._AG erstattet.
7. Die beim Bezirksgericht Prättigau/Davos als Sicherheitsleistung zu hinterlegenden Beträge von CHF 63'975.00 und CHF 152'582.55 bleiben auf dem Konto des Bezirksgerichts Prättigau/Davos blockiert, bis ein rechtskräftiges Urteil oder eine Vereinbarung der am Verfahren Beteiligten die Verwendung dieser Beträge regeln.
8. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5'000.00 (inkl. Grundbuchgebühren) werden von der X._GmbH bezogen und mit dem von dieser geleisteten Kostenvorschuss verrechnet. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im ordentlichen Verfahren. Für den Fall, dass die X._GmbH innert Frist gemäss Dispositiv-Ziffer 6 die Klage nicht anhängig macht, wird ihr die Entscheidgebühr definitiv auferlegt.
9. Prozessentschädigungen werden keine zugesprochen. Vorbehalten bleibt der endgültige Entscheid des Gerichts im Hauptverfahren. Erhebt die X._GmbH innert Frist keine Klage gemäss  6 vorstehend, werden definitiv keine Prozessentschädigungen zugesprochen.
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## Considerations