# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 95440ed3-55ce-4e2f-8095-674d1a7b3b09
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A.1. X._ wurde in O.1_ geboren und wuchs im O.2_ auf. Nach der Volks- und Mittelschule folgte die Ausbildung zum Arzt mit Promotion zum Doktor der Medizin an der Universität O.1_. Zwischen 1990 und 1996 war X._ als Assistenzarzt vor allem in O.3_ tätig, wo er in dieser Zeit auch doktorierte. Daran schloss sich eine Phase als Forschungsassistent in O.4_ an. Von 1999 bis 2003 war er als Oberarzt in der Abteilung Nephrologie, DIM, am Universitätsspital in O.3_ angestellt. Gleichzeitig hatte er einen Lehrauftrag an der Universität in O.3_ inne. Danach eröffnete X._ in O.5_ und O.3_ je eine eigene Praxis mit Dialysezentrum, wo er abwechslungsweise arbeitet.
2. Mit seiner Lebenspartnerin A._ und den gemeinsamen Kindern, B._, geb. _ 2002, und C._, geb. _ 2004, wohnt X._ in O.5_. A._ ist Krankenschwester und arbeitet ebenfalls in der Praxis/Dialysezentrum an der _strasse in O.5_.
3. Das steuerbare Einkommen von X._ belief sich im Jahre 2012 auf ca. CHF 1'315'000.00. Entsprechend der vorinstanzlichen Erhebungen hat er Schulden in Höhe von rund CHF 145'165.50 (Auszug aus dem Betreibungsregister Kreis Chur vom 7. August 2015, vgl. vorinstanzliches act. 22a). Gemäss dem Leumundsbericht der Kantonspolizei Graubünden vom 7. April 2015 (vgl. act. E.3/42) geniesst X._ einen guten Leumund.
B. Im Schweizerischen Strafregister ist X._ entsprechend der vorinstanzlichen Erhebungen seit dem Jahre 2010 mit zwei Einträgen wegen einer groben Verletzung der Verkehrsregeln, Fahrens ohne Haftpflichtversicherung und wegen eines Vergehens gegen das Waffengesetz verzeichnet.
C. Am 22. April 2013 fand in den Praxisräumen von X._ an der _strasse, O.5_, eine Inspektion durch die Kantonsapothekerin statt.
D. Am 23. Dezember 2013 eröffnete das Gesundheitsamt Graubünden ein Verfahren gegen X._ wegen Verletzung der Bestimmungen über die Selbstdispensation und Verletzung der Sorgfaltspflicht im Umgang mit Heilmitteln.
E. Nach Durchführung des Verfahrens wurde X._ mit Strafbefehl des Gesundheitsamtes Graubünden vom 17. April 2014 der Widerhandlung gegen Art. 36 Abs. 3 des Gesetz über das Gesundheitswesen des Kantons Graubünden vom 2. Dezember 1984 (BR 500.000; GesG), Art. 24 des Bundesgesetz über
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Arzneimittel und Medizinprodukte vom 15. Dezember 2000 (SR 812.21; HMG), Art. 17 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über Arzneimittel und Medizinprodukte (BR 500.500; EGzHMG) und Art. 10 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über die Betäubungsmittel (BR 504.300; VVzBetmG) schuldig gesprochen und mit einer Busse von CHF 8'000.00 bestraft. Hiergegen erhob X._ Einsprache beim Gesundheitsamt des Kantons Graubünden.
F. Am 12. März 2015 überwies das Gesundheitsamt Graubünden dem Bezirksgericht Plessur (alte Bezeichnung) den Strafbefehl gegen X._. Auf Aufforderung des Vorsitzenden des Bezirksgerichts Plessur vom 3. Juni 2015 wurde der Strafbefehl dem Gesundheitsamt Graubünden zur Verbesserung zurückgewiesen, welches am 2. Juli 2015 eine verbesserte Anklageschrift (sic!) nachreichte (vgl. vorinstanzliches act. 11). Darin wurde X._ folgende Sachverhaltsvorwürfe gemacht:
1. Verletzung der beschränkten Selbstdispensation gemäss Art. 36 Abs. 3 GesG und Abgabe verschreibungspflichtiger Arzneimittel gemäss Art. 3, 24 HMG.
Am 22. April 2013 führte die Heilmittelkontrolle der Ost- und Zentralschweiz zwecks Überprüfung des Umgangs mit Arzneimittel eine Inspektion in der Praxis des Beschuldigten durch. Die Heilmittelkontrolle fand am Inspektionstag eine an der Praxistüre gehängte unbeschriftete Plastiktragtasche mit 10 unbeschrifteten Packungen von drei verschiedenen Arzneimitteln, nämlich:
6 Packungen Atorvastatin Actavis 40mg à 30 Tabletten
2 Packungen Lisitril 30mg à 30 Tabletten
2 Packungen Aspirin Cardio 10mg à 60 Tabletten
Der Praxiseingang befindet sich in einem öffentlich zugänglichen Hausflur des Hochhauses an der _strasse. Keine zur Abgabe berechtigte Person war anwesend. Die Arzneimittel wurden unbeschriftet abgegeben. Es fehlten sämtliche relevanten Angaben (Patientenname, Dosierung, Abgabedatum und Angaben zum Abgabebetrieb).
2. Mehrfache Verletzung von Art. 36 Abs. 3 GesG betreffend Abgabe von Grosspackungen
Der Beschuldigte hat bei den vier Patienten in der kontrollierten Zeit von Januar 2012 bis Juni 2013 insgesamt 26 Grosspackungen abgegeben:
- Abgabe von folgenden Grosspackungen an Patient 1, geb. am 16. Januar 1951:
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Tenormin mite Tabletten 50 mg
Am 6. März 2013 verrechnet 1 Packung à 100 Tabletten Am 10. April 2013 verrechnet 1 Packung à 100 Tabletten Am 5. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 100 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 30 Tabletten)
Temesta Expidet Tabletten 2,5 mg
Am 10 April 2013 verrechnet 1 Packung à 50mg Tabletten Am 5. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 50 Tabletten Am 31. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 50 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 20 Tabletten)
Calcium Phosphatbinder Bichsel Tabletten 1000 mg
Am 6. März 2013 verrechnet 1 Packung à 250 Tabletten Am 10. April 2013 verrechnet 1 Packung à 250 Tabletten Am 5. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 250 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 100 Tabletten)
- Abgabe von folgenden Grosspackungen an Patient 2, geb. 24.03.1948:
Calcium AC Phosphatbinder Bichsel Kapseln 400mg
Am 12. April 2013 verrechnet 1 Packung à 250 Kapseln Am 12. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 250 Kapseln Am 12. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 250 Kapseln (Kleinste Originalpackung à 100 Kapseln)
Bilaxten Tabletten 20 mg
Am 5. Juli 2013 verrechnet 4 Packungen à 30 Tabletten
(Kleinste Originalpackung à 30 Tabletten)
In der Zusammenstellung der Kantonsapothekerin hat sich im Bericht der Kantonsapothekerin in act. 41 auf Seite 2 ein Fehler eingeschlichen. Unter Patient 2 wurden versehentlich wiederholte Abgaben von Temesta aufgeführt.
- Abgabe von folgenden Grosspackungen an Patient 3, geb. 18.11.1934
Zolpidem Actavis Filmtabletten 10 mg
Am 15. Mai 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 10 Tabletten)
- Abgaben von Grosspackungen an Patient 4, geb. 2.9.1935
Temesta Expidet Tabletten 1mg
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Am 21. Januar 2013 verrechnet 1 Packung à 50 Tabletten Am 17. Mai 2013 verrechnet 1 Packung à 50 Tabletten Am 17. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 50 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 20 Tabletten)
Sertralin Actavis Filmtabletten 50 mg
Am 21. Januar 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten Am 17. Mai 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 10 Tabletten)
In der Zusammenstellung der Kantonsapothekerin hat sich im Bericht der Kantonsapothekerin in act. 41 auf Seite 2 ein Fehler eingeschlichen. Unter Patient 2 wurden versehentlich wiederholte Abgaben von Temesta aufgeführt.
3. Mehrfache Verletzung von Art. 36 Abs. 3 GesG betreffend wiederholter resp. mehrfache Abgabe von Medikamten an chronisch kranke Patienten
Der Beschuldigte hat in der kontrollierten Zeit von März 2013 bis Juli 2013 wiederholt insgesamt 44 Arzneipackungen an insgesamt 4 chronisch kranke Patienten (=einmalige Diagnose) abgegeben:
An Patientin 1, geb. 16.01.1951
Calcitriol Salmon Kapseln 0.25mcg
Am 6. März 2013 verrechnet 2 Packung à 30 Kapseln Am 10. April 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Kapseln Am 5. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Kapseln Am 1. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Kapseln Am 31. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Kapseln (Kleinste Originalpackung à 30 Kapseln)
Exforge Tabletten 5mg/80mg
Am 6. März 2013 verrechnet 1 Packung à 28 Tabletten Am 10. April 2013 verrechnet 1 Packung à 28 Tabletten Am 5. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 28 Tabletten Am 5. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 28 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 28 Tabletten)
Imurek Tabletten 25mg
Am 6. März 2013 verrechnet 1 Packung à 50 Tabletten Am 10. April 2013 verrechnet 1 Packung à 50 Tabletten Am 5. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 50 Tabletten Am 31. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 50 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 50 Tabletten)
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Prednison Galepharm 5mg Tabletten
Am 10. April 2013 verrechnet 1 Packung à 20 Tabletten Am 5. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 20 Tabletten Am 5. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 20 Tabletten Am 31. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 20 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 20 Tabletten)
An Patient 2, geb. 24.03.1948
Exforge HCT Tabletten 10mg/160mg/12.5mg
Am 5. April 2013 verrechnet 2 Packungen à 28 Tabletten Am 7. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 28 Tabletten Am 1. Juli 2013 verrechnet 2 Packungen à 28 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 28 Tabletten)
Meto Zerok Retard Tabletten 100mg
Am 7. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten Am 1. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten Am 5. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 30 Tabletten)
An Patient 3, geb. 18.11.1934
Amlodipin Actavis Tabletten 10mg
Am 20. März 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten Am 17. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 30 Tabletten)
An Patient 4, geb. 2.9.1935
Novalgin Tropfen
Am 4. Januar 2013 verrechnet 1 Packung Am 18. Januar 2013 verrechnet 1 Packung Am 30. Januar 2013 verrechnet 1 Packung (Einzige Packungsgrösse 10 ml)
Atorvastatin Helvepharm 40mg
Am 11. Januar 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten Am 31. Mai 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten Am 29. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 30 Tabletten)
Lasix Tabletten 500mg
Am 11. Januar 2013 verrechnet 2 Packungen à 20 Tabletten
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Am 1. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 20 Tabletten Am 15. Juli 2013 verrechnet 2 Packungen à 20 Tabletten Am 2. August 2013 verrechnet 2 Packungen à 20 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 20 Tabletten)
Spasmo Canulase Bitabs
Am 11. Januar 2013 verrechnet 2 Packungen à 30 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 10 Tabletten)
Oxycontin reard Tabletten 20mg
Am 16. Januar 2013 verrechnet 2 Packungen à 30 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 30 Tabletten)
Calcitriol Salmon Kapseln 0.50 mcg
Am 31. Mai 2015 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten Am 1. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten Am 29. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 30 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 30 Tabletten)
Mimpara Filmtabletten 30mg
Am 24. Mai 2013 verrechnet 1 Packung à 28 Tabletten Am 28. Juni 2013 verrechnet 1 Packung à 28 Tabletten Am 29. Juli 2013 verrechnet 1 Packung à 28 Tabletten (Kleinste Originalpackung à 28 Tabletten)
3. [recte: 4.] Verletzung von Art. 17 EGzHMG
Betreffend Lagerung der Medikamente ist ein Qualitätssicherungssystem gefordert. In der Praxis des Beschuldigten fehlen detaillierte Vorgabe- und Nachweisdokumente zu qualitäts- und sicherheitsrelevanten Tätigkeiten im Umgang mit Arzneimitteln wie Temperaturkontrolle der Lagerorte, Verfallsdatenkontrolle, Pflege und Wartung der Dialysegeräte, Bearbeitung von Chargenrückrufen, Umgang mit Betäubungsmitteln.
4. [recte: 5.] Verletzung von Art. 10 VVzBetmG und Art. 54 Abs. 1 und Art. 57 BetmKV
Die in der Praxis des Beschuldigten überprüften Lagerbestände von Morphin HCL 10% Ampullen und Oxycontin 10 mg Tabletten à 30 stimmten nicht mit der in der Buchführung ausgewiesenen Mengen überein.
Die nach Art. 54 Abs. 1 BetmKV kontrollierten Substanzen der Verzeichnisse a, d und e müssen diebstahlsicher aufbewahrt werden. Die
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Betäubungsmittel in der Praxis des Beschuldigten waren nicht diebstahlgesichert aufbewahrt.
5. [recte: 6.] Subjektiver Tatbestand
Anlässlich der Einvernahme vom 12. August 2014 gab der Beschuldigte zu Protokoll, dass ihm bekannt sei, in welchem Umfang er in der Praxis in O.5_ zur Medikamentenabgabe berechtigt sei, nämlich die Abgabe der Kleinstpackungen pro Diagnose pro Patient (vgl. Ziff. 9). Sein Verhalten mit Abgabe von Grosspackungen und wiederholter Abgabe an chronisch Kranke ist vorsätzlich.
Der Beschuldigte gab in Ziff. 12, 13 und 14 zu, dass es unglücklich gewesen sei, einen Plastiksack mit Medikamenten an die Türfalle zu hängen. Er sagt klar, dass dies ein Fehler gewesen sei auch, weil die Medikamenten Packungen nicht beschriftet waren. Diese Handlungsweise ist als fahrlässig, allenfalls sogar eventualvorsätzlich zu werten.
G. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 9. September 2015 stellten die Parteien folgende Schlussanträge:
Anträge des Gesundheitsamtes: 1. Dr. med. X._ ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 36
Abs. 3 GesG, Art. 24 HMG, Art. 17 EGzHMG und Art. 10 VVzBetmG.
2. Die beschuldigte Person [Anm. X._] wird bestraft mit einer Busse von CHF 8'000.00.
3. Die Kosten des Verfahrens werden der beschuldigten Person auferlegt.
4. Demgemäss hat die beschuldigte Person zu bezahlen:
- Busse CHF 8'000.00
- Staatsgebühr CHF 650.00
- Ausfertigungs- und Mitteilungsgebühren CHF 42.00
- Total CHF 8'692.00
Anträge Beschuldigter [Anm. Dr. med. X._]: 1. Der Beschuldigte sei von Schuld und Strafe vollumfänglich
freizusprechen. Eventualiter sei gestützt auf Art. 49 Abs. 4 GesG des Kantons Graubünden eine Verwarnung zu erteilen.
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1. [recte: 2.] Dem Beschuldigten sei eine angemessene Entschädigung zuzusprechen.
2. [recte: 3.] Die Kosten des Verfahrens seien auf die Staatskasse zu nehmen.
H. Mit Urteil ohne schriftliche Begründung vom 9. September 2015, mitgeteilt am 15. September 2015, erkannte das Bezirksgericht was folgt:
1. Das Strafverfahren gegen X._ wird hinsichtlich der Vorwürfe der Widerhandlungen gegen Art. 54 Abs. 1 und Art. 57 BetmKV eingestellt.
2. X._ wird in Bezug auf Ziffer 3 der verbesserten Anklageschrift vom 2. Juli 2015 vom Vorwurf der Widerhandlung gegen Art. 17 EGzHMG freigesprochen.
3. X._ wird in Bezug auf Ziffer 3 der verbesserten Anklageschrift vom 2. Juli 2015 (wiederholte Abgabe an chronisch kranke Patienten) vom Vorwurf der Widerhandlung gegen Art. 36 Abs. 3 GesG teilweise freigesprochen.
4. X._ ist schuldig:
- der Widerhandlung gegen Art. 10 VVzBetmG,
- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 36 Abs. 3 GesG,
- der Widerhandlung gegen Art. 3, 24 und 26 HMG.
5. a) Dafür wird X._ mit einer Busse von CHF 4'750.00 bestraft.
b) Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 4 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.
6. a) Die Kosten des Verfahrens von CHF 11'552.50 (Untersuchungsgebühren und Auslagen Kantonsarzt CHF 2'940.00, Auslagen Kantonsapothekerin CHF 2'750.00, Auslagen des Gesundheitsamtes Graubünden CHF 2'862.50, Gerichtsgebühren CHF 3'000.00) gehen im Umfang von CHF 9'121.25 zu Lasten von X._ und im Umfang von CHF 2'431.25 zu Lasten des Kantons Graubünden. Die Gerichtsgebühren werden in Höhe von CHF 1'000.00 auf die Gerichtskasse genommen, während die Auslagen des Gesundheitsamtes Graubünden in Höhe von CHF 1'431.25 zu Lasten der Kasse des Gesundheitsamtes Graubünden gehen.
b) X._ wird zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 5'000.00 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) entschädigt. Diese
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Entschädigung wird mit dem X._ auferlegten Anteil an die Verfahrenskosten gemäss Ziffer 6a in Höhe von CHF 9'121.25 verrechnet, womit ein von X._ zu bezahlender Betrag von CHF 4'121.25 verbleibt.
c) X._ schuldet dem Bezirksgericht Plessur folglich:
Busse CHF 4'750.00
Verfahrenskosten CHF 4'121.25
Total CHF 8'871.25
Bussen und Verfahrenskosten sind dem Bezirksgericht Plessur innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Urteils mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
d) Wird eine schriftliche Begründung verlangt oder die Berufung angemeldet, erhöhen sich die Gerichtsgebühren auf CHF 4'500.00.

## Considerations