# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b1933661-6bbc-4f3e-a42f-aadb5b1577ad
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._ instanzierte am 18. Februar 2013 ein Eheschutzverfahren beim Bezirksgericht Landquart. An der Hauptverhandlung vom 1. April 2013 konnten sie und ihr Ehemann X._ eine Einigung über die Obhutszuteilung der beiden aus ihrer Ehe hervorgegangenen Töchter, die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft sowie über die zu leistenden Unterhaltsbeiträge des Vaters für die Kinder erzielen. Mit Entscheid des Einzelrichters des Bezirksgerichts Landquart vom 18./19. April 2013 wurde diese Trennungsvereinbarung und damit insbesondere die Obhutszuteilung der beiden Töchter an die Mutter genehmigt. Am 19. Juni 2013 ersuchte X._ das Bezirksgericht Landquart, den vorerwähnten Entscheid abzuändern und die beiden Töchter mittels superprovisorischer Verfügung unter seine Obhut zu stellen, wobei das Besuchs- und Ferienrecht nach richterlichem Ermessen zu regeln und die Kindsmutter zu angemessenen Unterhaltsbeiträgen zu verpflichten sei. Allenfalls sei ein Gutachten über die Erziehungsfähigkeit der Mutter sowie zur Frage des Besuchsrechts einzuholen. Y._ liess mit Stellungnahme vom 15. Juli 2013 die vollumfängliche und kostenfällige Abweisung des Gesuchs sowie die Bestätigung des Eheschutzentscheides vom 18./19. April 2013 beantragen. Anlässlich der Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien unverändert an ihren Rechtsbegehren fest.
B. Die zwischenzeitlich ernannte Beiständin der Kinder reichte am 6. August 2013 einen Antrag betreffend Klärung der Obhutszuteilung zuhanden der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Nordbünden ein, welcher alsdann an das Bezirksgericht Landquart als hierfür zuständige Stelle weitergeleitet wurde. Nachdem die Parteien zum betreffenden Antrag Stellung nehmen konnten, beauftragte das Bezirksgericht mit prozessleitender Verfügung vom 4. Oktober 2013 die Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP) Graubünden, ein Gutachten zur Frage der Obhutszuteilung zu erstellen. Das Gutachten lag am 16. Januar 2014 vor und gab die Empfehlung ab, die Obhut über die beiden Töchter unter Beibehaltung der errichteten Erziehungsbeistandschaft weiterhin der Mutter zu belassen. Die Parteien erhielten Gelegenheit zur Stellungnahme, woraufhin insbesondere X._ in seiner Eingabe vom 12. Februar 2014 gegen die Empfehlung des Gutachtens keine expliziten Einwände erhob, sondern lediglich die Wichtigkeit begleitender Massnahmen betonte und ausführte, für den Fall, dass die Mutter aufgrund ihres Alkoholproblems erneut „abstürzen“ sollte, seien die Kinder auf Dauer unter die Obhut des Vaters zu stellen. Am 20. Februar 2014
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zog er sein Gesuch um Abänderung der Eheschutzmassnahmen vom 19. Juni 2013 schliesslich zurück und stellte den Antrag, die Gerichtskosten seien den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen und die ausseramtlichen Kosten seien wettzuschlagen.
C. Mit Abschreibungsentscheid vom 9. April 2014, mitgeteilt am 10. April 2014, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart was folgt:
„1. Das Verfahren wird infolge Rückzugs ab dem Geschäftsverzeichnis des Bezirksgerichts Landquart als erledigt abgeschrieben.
2.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 6'950.00 (Entscheidgebühr CHF 2'000.00, Gutachterkosten CHF 4'950.00) werden der gesuchstellenden Partei auferlegt. Sie gehen – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b) Die gesuchstellende Partei hat die Gegenpartei mit CHF 2'339.75 aussergerichtlich zu entschädigen.
Ist diese Parteientschädigung bei der Gegenpartei nicht oder voraussichtlich nicht einbringlich, so wird die unentgeltliche Rechtsbeiständin, Rechtsanwältin lic. iur. Ylenia Baretta Mazzoni, vom Kanton entschädigt. Die Entschädigung von CHF 2'339.75 wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Mit der Zahlung geht der Anspruch auf den Kanton über.
c) Der unentgeltliche Rechtsbeistand von X._, Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg, wird – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 4'062.35 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations