# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bf3aa4d3-218a-4668-99e1-ed13c6dcd30e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1975, arbeitete zuletzt seit Dezember 1998 als
Pfle
gehelfer
bei
den
Y._
in einem Pensum von 80
%
(
Urk.
9/40 S.
1 f.
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7-2.9
). Am
1
8.
August 2015 wurde er bei der Invaliden
versicherung zur Früherfassung angemeldet (
Urk.
9/1-2). Am
8.
September 2015 meldete
er
sich sodann unter Hinweis auf ein psychisches Leiden zum Leistungs
bezug an (
Urk.
9/5 S. 6
Ziff.
6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische sowie erwerbliche Situation ab und erachtete berufliche Eingliederungsmassnahmen als derzeit nicht ange
zeigt (vgl. Mitteilung vom
2.
Juni 2016,
Urk.
9/48).
Nach weiteren Abklärungen und durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
9/74;
Urk.
9/81) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
6.
November 2017 (
Urk.
9/86 =
Urk.
2) einen Rentenanspruch des Versicherten.
2.
Der Versicherte erhob am 1
5.
Dezember 2017 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
6.
November 2017 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Rente und eventuell Eingliederungsmassnahmen, zuzusprechen. Eventuell sei ein Gerichtsgutachten anzuordnen. Subeventuell sei die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1.
Februar 2018 (
Urk.
8) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer mit Verfü
gung vom
6.
März 2018 (
Urk.
13) zur Kenntnis gebracht und gleichzeitig antragsgemäss (vgl.
Urk.
1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung und Rechts
vertretung bewilligt. Der beantragte zweite Schriftenwechsel wurde als nicht erforderlich erachtet.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine
Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG
,
BGE 139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl.
BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hin
weis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2
).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psycho
soma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tat
sächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grund
sätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE
141 V 281). Mit
BGE 143 V 418
hat das Bundesgericht erkannt, dass grund
sätzlich sämtliche psychischen
Erkrankungen
einem strukturierten Beweis
verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheits
bild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung ein
zelner Indika
toren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechts
frage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsun
fähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshinder
nder
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nach
ge
wiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizi
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherun
gsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der
Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu
treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bun
desgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) fest,
die psychischen Beschwerden
seien nicht langandauernd und
ergäben keine renten
relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Die Einschränkungen seien nach sozialer Beeinträchtigung aufgetreten und das Vorliegen einer Persönlichkeits
störung sei nicht nachvollziehbar.
Das Wartejahr könne frühestens am 2
2.
April 2016 aufgrund der sturzbedingten Frakturen eröffnet werden.
Seit dem
1.
März 2017 sei
dem Beschwerdeführer
die angestammte Tätigkeit
allerdings wieder voll zumutbar, womit das Wartejahr nicht erfüllt sei
.
D
aher
bestehe
kein Anspruch auf eine Invalidenrente
(S. 1 f.).
In der Beschwerdeantwort (
Urk.
8) führte sie ergänzend aus, die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung sei nicht hergeleitet oder begründet worden. Ausserdem werde auf psychosoziale Belastungsfaktoren hingewiesen. Das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung beziehungsweise eines erheblichen psychischen Gesund
heitsschadens mit dauerndem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit könne daher nicht anerkannt werden (S. 2).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (
Urk.
1),
eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit sei seit dem 2
1.
Juli 2015 ausgewiesen, weshalb das Wartejahr erfüllt sei. Die Arbeitsunfähigkeit sei hauptsächlich auf die psychiatrischen Diagnosen zurückzuführen, welche invaliditätsrelevant seien. Hinzu komme die somatisch bedingte Arbeitsunfähigkeit aufgrund der beiden erlittenen Unfälle (S. 4 f.).
Er habe daher Anspruch auf eine Invaliden
rente. Ausserdem seien Eingliederungsmassnahmen zu prüfen. Der Stellung
nahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) komme kein Beweiswert zu.
A
uch
seien
die Indikatoren nach dem strukturierten Beweisverfahren nicht geprüft worden (S. 7 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers. Dabei umstritten ist insbesondere das Vorliegen eines invalidisierenden psychischen Gesundheitsschadens.
3.
3.1
Die Ärzte des
Z._
, Klinik für Rheumatologie, berich
teten
am
2
4.
September 2015 über die stationäre
Hospitalisation
des Beschwer
deführers vom 1
3.
bis 2
4.
Septembe
r 2015 aufgrund
akuten
rechtsseitig beton
ten Fussschmerzen.
Dabei nannten sie die folgenden
-
hier gekürzt aufgeführ
ten
Diagnosen (
vgl. Bericht vom 2
4.
September 2015,
Urk.
9/25/5-7
S. 1
f.
):
-
re
zidivierende
Gichtarthropathie
-
Psoriasis
vulgaris
-
Vitamin D-Mangel
-
Refluxösophagitis
-
Anpassungsstörung
-
arterielle Hypertonie
-
Status nach
Perimyokarditis
am
2
3.
Mai 2009
-
Adipositas
-
Status nach konservativer Behandlung einer
undislozierten
intraartikulä
ren distalen Radiusfraktur links vom
1.
Dezember 2013
Es sei von
einer
Gichtarthropathie
mit aktuellem Schub beider Füsse auszu
gehen.
Der Beschwerdeführer sei vom 1
3.
bis 2
7.
September 2015
vollständig arbeits
unfähig (S. 2 f.
).
3.2
Mit Austrittsbericht vom 2
7.
Oktober 2015 (
Urk.
9/25/1-4) informierten die Ärzte der
A._
über die stationäre
Hospitalisation
des Beschwerde
führers vom 2
1.
Juli bis 1
0.
September 2015 und
diagnostizierten
nebst einigen somatischen
Diagnosen
aus psychiatrischer Sicht
eine Anpassungsstörung mit Verwahrlosung (ICD-10 F43.21).
Das Leben des Beschwerdeführers sei nach dem Tod der Mutter aus der Bahn geraten (S. 1).
Er
sei vom 2
1.
Juli bis 2
5.
September 2015 vollständig arbeits
un
fähig gewesen (S. 3).
3.3
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
diagno
stizierte mit Bericht vom 1
6.
Dezember 2015 (
Urk.
9/24/1) eine Anpas
sungs
störung mi
t Verwahrlosung (ICD-10 F43.21) und
nannte
als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine koronare Herzkrankheit (KHK) mit Status nach Myokardinfarkt, eine
Refluxösophagitis
mit
Hämatemesis
, eine Gicht sowie eine Psoriasis
vulgaris
.
3.4
Dem Bericht der
Ärzte der
A._
vom 2
7.
Januar 2016 (
Urk.
9/27)
sind als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine Anpassungs
störung mit längerer depressiver Reaktion und Verwahrlosung (ICD-10 F43.21) sowie eine KHK mit Status nach Myokardinfarkt
zu entnehmen
. Als
Diagnosen
ohne Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit nannten
sie eine
Refluxösophagitis
mit
Hämatemesis
sowie eine Gicht und eine Psoriasis
vulgaris
(S. 1
Ziff.
1.1).
3.5
Der Beschwerdeführer war a
ufgrund
von
rezidivierendem Erbrechen sowie Diarrhoe
vom
7.
bis
9.
März 2016 im
C._
hospitalisiert. Die Gastro
skopie habe
eine
Refluxösophagitis
, jedoch keine aktive Blutung gezeigt.
Ein Norovirus habe nicht vorgelegen, weshalb von einer viralen
Gastroenteritis aus
zugehen sei (vgl. Bericht vom
9.
März 2016,
Urk.
9/36 S. 1 f.).
3.6
Am
2
2.
April 2016 wurde dem Beschwerdeführer beim Gehen schwarz vor Augen, woraufhin er über seine eigenen Füsse fiel (vgl. Unfallmeldung vom 2
5.
April 2016,
Urk.
9/52/3). Dabei erlitt er eine
laterale
Malleolar
-Luxations
fraktur links, weshalb er vom 2
3.
April bis
4.
Mai 2016 im
D._
hospi
talisiert war. Es erfolgte eine mediale Bandrevision, eine offene Reposition, eine Osteosynthese sowie eine
ossäre
Fixation des
ossären
Bandausrisses der vor
deren
Syndesmose
(vgl. Bericht vom
4.
Mai 2016,
Urk.
9/50/9-10
; vgl. auch den Operationsbericht vom 2
5.
April 2016,
Urk.
9/52/6-7
).
3.7
Mit Bericht vom 2
5.
Mai 2016 (
Urk.
9/50/6-7)
nannten
d
ie Ärzte des
C._
folgende Diagnosen (S. 1):
-
chronische Übelkeit mit Erbrechen unklarer Ätiologie
-
rezidivierende
Refluxösophagitis
-
axiale
Hiatushernie
-
fokale Minderverfettung im Bereich der
Pfortadergabel
-
rezidivierende
Gichtarthropathie
-
Adipositas
-
Status nach Anpassungsstörung
Eine Erklärung für die chronische Übelkeit finde sich weder
sonographisch
noch in der Laboruntersuchung. Die Ursache der Nausea sei weiterhin unklar. Diffe
rentialdiagnostisch erscheine eine medikamentöse Ursache möglich. Auffallend sei, dass die Übelkeit während den
Hospitalisationen
jeweils
vorübergehend sistiere. Insgesamt
er
scheine eine weiterführende
gastroenterologische
Abklä
rung
dennoch
angezeigt (S. 2).
3.8
Die Ärzte des
D._
informierten mit Bericht vom 1
8.
Juli 2016 (
Urk.
9/59/10-11)
hinsichtlich der lateralen
Malleolar
-Luxationsfraktur
über die klinische und radiologische Verlaufskontrolle drei Monate postoperativ. Es zeige sich eine zunehmende Konsolidation bei noch klinisch bestehendem, funk
tionellem Defizit und Restbeschwerden (S. 2).
3.9
Am
9.
August 2016 wurde im
C._
eine Gastroskopie durchgeführt. Dabe
i
habe
sich eine
aktuell
deutlich weniger ausgeprägte
Refluxösophagitis
gezeigt
, auch wenn die Krankheit in der gegebenen Situat
ion schwierig zu behandeln sei. Zudem sei
trotz ausgebauter Säure-suppressiver Therapie n
och eine Erosion nachweisbar
. Hinweise für eine Magenentleerungsstörung oder ein
Zollinger
-Ellison-Syndrom als Ursache der schwierig zu therapierenden
Reflux
öso
phagitis
fänden sich nicht. Im Gesamtkontext (psychiatrische Komorbidität, aktuell geringer Leidensdruck, Übelkeit unklarer Ätiologie) sei von einer
Fundoplikatio
eher abzuraten (vgl. Bericht vom 1
1.
August 2016,
Urk.
9/59/6-7
S. 2
).
3.10
Die Ärzte der
A._
diagnostizierten mit Bericht vom 1
2.
August 2016 (
Urk.
9/55) eine Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion mit Ver
wahrlosung (ICD-10 F43.21)
,
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Der Beschwerdeführer habe nach dem Tod der Mutter im März 2014 zunehmend
dekompensiert
(S. 4
Ziff.
1.1
). Die Prognose sei günstig,
falls es ihm gelinge
,
sich weiter zu öffnen und seine Schwierigkeiten zu bearbeiten (S. 5
Ziff.
1.4). Er sei
in der bisherigen Tätigkeit
vom 2
8.
September bis
4.
Oktober 2015 vollstän
dig arbeitsunfähig gewesen. Vom
5.
Oktober bis 3
0.
November 2015 habe eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. In der Zeit vom
1.
Dezember 2015 bis 2
4.
Januar 2016 sei ihm die bisherige Tätigkeit zu 50
%
zumutbar und vom 2
5.
Januar bis 2
9.
Februar 2016 sei er noch zu 30
%
arbeitsunfähig gewesen. Er habe die Tendenz, Aufgaben zu übernehmen und anderen
zu helfen
, ohne zu überprüfen, ob dies seine a
ktuellen Kapazitäten überschreit
e. Dies führe zu Stre
ssgefühlen und Überbelastung. Daher
werde ein Pensum von
nicht mehr als
80
%
empfohlen
.
Da er in einem Pensum von 80
%
arbeite, sei er s
eit dem
1.
März 2016
wieder voll arbeitsfähig
.
Er sei jedoch aus somatischen Gründen krankgeschrieben (S. 6
f.
Ziff.
1.6-1.7).
3.1
1
Dem Bericht des
D._
vom 2
5.
Oktober 2016 (
Urk.
9/59/8-9) ist als Diagnose unter anderem eine ausgeprägte, aktuell immobilisierende Arthralgie am rechten Handgelenk bei Status nach
am 1
5.
September 2016 erlittenem
Distorsionstrauma zu entnehmen. Es sei von einer schweren
ligamentären
Läsion im Bereich der Kapselinsertion dorsal am rechten
Carpus
auszugehen. Aktuell bestehe
in der bisherigen Tätigkeit
noch
eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit (S. 1 f.).
3.12
Hinsichtlich der lateralen
Malleolar
-Luxationsfraktur informierten d
ie Ärzte des
D._
am
1
6.
November 2016
über die Verlaufskontrolle sechs Monate postoperativ. N
ach initial zögerlichem Heilungsverlauf bei sehr ängstlichem Beschwerdeführer und nur geringen Fortschritten
sei
nun eine deutliche Besse
rung der Beschwerden und
der
Mobilisation zu verzeichnen
.
Der Beschwerde
führer
sei aktuell stockfrei. Klinisch und radiologisch zeige sich eine konsoli
dierte Fraktur. Damit würden die Therapiekontrollen abgeschlossen (
vgl.
Bericht vom 1
6.
November 2016,
Urk.
9/65/4-5
S. 1 f.
).
3.1
3
Am
2.
Dezember 2016
berichteten
die Ärzte
der Handchirurgie
des
D._
darüber, dass
die Schmerzen langsam rückläufig seien
und ein
e etwas ver
bes
serte Beweglichkeit am rechten Handgelenk bei Status nach Distorsionstrauma mit Verdacht auf eine ausgedehnte dorsale Kapselläsion vorl
iege
. Die Aufnahme der Arbeitstätigkeit (zumindest partiell) sei auf Februar in Aussicht gestellt
wor
den
(
vgl. Bericht vom
2.
Dezember 2016,
Urk.
9/65/6-7
S. 1 f.).
3.14
Die Ärzte der
A._
erwähnten
mit Verlaufsbericht vom 1
6.
De
zember 2016 (
Urk.
9/63/2-5)
einen verschlechterten
Gesundheitszustand des Besc
hwerde
führers (S. 1
Ziff.
1.1) und
nannten folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.2):
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit selbstunsicheren und abhängi
gen Anteilen (ICD-10 F61.0); zu beurteilen seit Behandlungsbeginn, Krankheitsbeginn jedoch bereits in der Kindheit
-
Status nach Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion mit Ver
wahrlosung (ICD-10 F43.21)
Der Beschwerdeführer sei in der bisherigen Tätigkeit zu zirka 3-4 Stunden pro Tag arbeitsfähig. Eine angepasste Tätigkeit sei ihm täglich zu 4.5-5 Stunden zumutbar (S. 2
Ziff.
2.1). Die psychische Krise spiele höchstwahrscheinlich eine Rolle bei der Entstehung beziehungsweise Aufrechterhaltung der somatischen Beschwerden. Es bestehe derzeit eine deutlich eingeschränkte Belastbarkeit.
Der Beschwerdeführer reagiere b
ei Erre
ichen der Belastbarkeitsgrenze
körperlich sowie mit depressiver Verstimmung, sozialem Rückzug und Antriebslosigkeit, was das Risiko einer erneuten Verwahrlosung stark erhöhe. Sollte
er
körperlich
dazu in der Lage sein, sei auch langfristig von einer maximal 60%igen Arbeits
fähigkeit auszugehen (S. 2 f.
Ziff.
3.3).
3.15
Mit Stellungnahme vom
5.
Januar 2017
erklärte
RAD-Ärztin
Dipl.-Med.
E._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin sowie für Prävention und Gesundheitswesen,
dass sich d
e
r Beschwerdeführer von Juli 2015
bis Februar 2016 aufgrund einer Anpassungsstörung nach dem Tod seiner Mutter
in psychia
trischer Behandlung
befunden
habe
.
Im März 2016 habe d
ie Arbeitsfä
higkeit im vorherigen Umfang wiederhergestellt werden können. Im April und September
2016
sei es sturzbedingt zu Frakturen am Fuss und
am
Handgelenk gekommen. Die Arbeitsunfähigkeit
stehe n
icht mehr im Zusammenhang mit der psychischen Erkrankung. Es erstaune daher, dass im Dezember 2016 durch das
F._
eine um 40-50
%
geminderte Leistu
ngsfähigkeit fest
gestellt worden sei
, welche mit einer
erstmals
diagnostizierten Persönlichkeits
störung
sowie
mit den körperlichen Einschränkungen begründet werde
. Das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung werde bezweifelt.
Nachvollziehbar sei, dass der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit
aufgrund der
Frakturen
nicht habe verrichten können. Aus versicherungsmedizinischer Sicht scheine die Arbeitsunfähigkeit aktuell vorrangig durch die
se
Frakturen begründet zu sein (vgl.
Urk.
9/73 S. 7 ff.).
3.16
Dem Bericht
der Ärzte
des
D._
vom
8.
März 2017 (
Urk.
9/70/4-5) ist als Diagnose ein Status nach konservativer Therapie einer
am 1
5.
September 2016 erlittenen
Distorsion des rechten
C
arpus
mit ausgedehnter dorsaler Kapselläsion zu entnehmen. Die Rehabilitation verlaufe im erwarteten Rahmen mit langsam zunehmender Beweglichkeit
sowie
verbesserter
Belastbarkeit und Kraftent
wicklung. Der Beschwerdeführer dürfe die rechte Hand im Alltag bis zur Schmerz
grenze belasten. Auch gelegentliche Schmerzauslösungen seien unbe
denklich.
In Absprache mit dem Beschwerdeführer sei die Arbeitsun
fähigkeit in der bisherigen Tätigkeit wie folgt festgelegt worden: S
eit dem
Unfall bis zum 3
1.
Januar 2017
sei er
vollständig arbeitsunfähig gewesen. In der Zeit vom
1.
bis 2
8.
Februar 2017 habe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Seit dem
1.
März 2017 sei keine Arbeitsunfähigkeit mehr ausge
wiesen. Die Behandlung werde abgeschlossen (S. 1 f.).
3.17
Mit erneuter Stellungnahme vom 1
5.
Juni 2017
führte RAD-Ärztin Dipl.-Med.
E._
aus, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verbes
sert habe. Bezüglich des Handgelenks sei insbesondere ab dem
1.
März 2017 keine Arbeitsunfähigkeit mehr ausgewiesen (vgl.
Urk.
9/73 S. 10).
3.18
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer einen Bericht der Ärzte der
A._
vom
9.
Februar 2018 (
Urk.
12/2) ein, wobei
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt wurden (S. 1
Ziff.
1):
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit selbstunsicheren und abhängi
gen Anteilen (ICD-10 F61.0)
-
Status nach Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion mit Ver
wahrlosung (ICD-10 F43.21)
-
leichte kognitive Störung, ätiologisch-
pathogenetisch
am ehesten multi
faktoriell bedingt
Aufgrund der eingeschränkten psychischen und physischen Belastbarkeit sowie den kognitiven Schwierigkeiten sei aktuell und auch rückwirkend seit Behand
lungsbeginn, auch in angepasster Tätigkeit, von einer 50%igen Arbeitsunfähig
keit auszugehen. Der Grad der Arbeitsunfähigkeit aus rein kognitiver Sicht betrage 10-30
%
. Sollte der Beschwerdeführer körperlich
dazu
in der Lage sein, sei auch langfristig von einer maximal 60%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S.
1 f.
Ziff.
4).
4.
4.1
Anhand der vorliegenden Akten
sind
aus somatischer Sicht
einzig
die
erlittenen Frakturen am linken Fuss sowie
am
rechten Handgelenk
bedeutsam
. Es
finden sich keine Anhaltspunkte, dass
den übrigen
körperlichen Beschwerden respektive
Diagnosen
eine massgebende
,
länger andauernde
Relevanz
in Bezug
auf die Arbeits
fähigkeit beigemessen
wird
(vgl.
Urk.
9/24/1;
Urk.
9/25/5-7 S. 1
f
f.;
Urk.
9/50/6-7 S. 1 f.;
Urk.
9/51/22-24;
Urk.
9/53 S. 1 f.
Ziff.
1.1,
Ziff.
1.6-1.7;
Urk.
9/59/6-7
S. 2
).
Die im April 2016 erlittene
Malleolar
-Luxations
fraktur wurde operativ saniert und zeigte sich im November 2016 klinisch
sowie
radiologisch konsolidiert, wes
halb die Behandlung abgeschlossen wurde (vorstehend E. 3.12).
Dem Beschwerde
führer wurde für die Zeit b
is
dahin
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit
in der bisherigen Tätigkeit
attestiert
. Seither wird bezüglich dieser Fraktur wieder von einer vollen Belastbarkeit und einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen
(vgl.
Urk.
9/52/3;
Urk.
9/52/12;
Urk.
9/54 S. 2
Ziff.
1.6
;
Urk.
9/61/2;
Urk.
9/65/1
3 S.
1 ff.
Ziff.
2.1
,
Ziff.
4.2
)
.
Hinsichtlich der im September 2016 erlittenen Distorsion der rechten Handwurzel mit ausgedehnter dorsaler Kapsel
läsion konnte nach einigen Monaten ebenfalls eine erfreuliche Reha
bilitation verzeichnet werden, wobei die behandelnden Ärzte
den Beschwerde
führer nach zuvor attestierter (Teil)Arbeitsunfähigkeit als
ab dem
1.
März 2017
in der bisherigen Tätigkeit
wiederum
vollständig arbeitsfähig erachteten
und die Behandlung abschlossen
(vorstehend
E. 3.11,
E.
3.16).
Eine Einschätzung der ver
bliebenen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
während der
jeweiligen
Rehabilitation
lässt
sich den Akten
allerdings
weder in Bezug auf die
Malleolar
fraktur
noch hinsichtlich der Handgelenksdistorsion
entnehmen.
4.2
Aus psychiatrischer Sicht
ist
hauptsächlich
strittig
, ob der Beschwerdeführer an einer Persönlichkeitsstörung leidet, wie dies
von den Ärzten
der
A._
letztlich festgestellt
w
urde
. Auf deren Beurteilung kann
indessen
nicht unbesehen abgestellt werden,
nannten
diese zunächst wiederholt eine Anpas
sungsstörung (vorstehend E. 3.2,
E.
3.4,
E.
3.10) und diagnostizierten erst nach über einem Jahr erstmals eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit selbstun
sicheren und abhängigen Anteilen
, wobei sie dies
mit keinem Wort begründeten
(vorstehend E. 3.14).
Es fehlen jegliche Angaben zur Kindheit oder Adoleszenz des Beschwerdeführers
und es werden auch keine konkreten Verhaltensmuster für eine solche Störung beschrieben
(vgl. hierzu die
k
linisch-diagno
stischen Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F),
Dilling
/
Mombour
/Schmid, Hrsg., 1
0.
Auflage, Bern 2015, S. 274 ff.
und insbesondere S. 282
).
Das Vorliegen einer Per
sönlichkeitsstörung kann deshalb nicht nachvollzogen werden.
Allerdings kann
gestützt auf die vorhandenen Akten auch nicht ohne Weiteres einfach davon ausgegangen werden, dass die Arbeitsfähigkeit daher aus psychi
schen Gründen nicht eingeschränkt
sei
. So bezweifelte RAD-Ärztin Dipl.-Med.
E._
, bei welcher es sich überdies nicht um eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie handelt, das Vorliegen einer Persönlichkeits
störu
ng ledig
lich und es
fehlt
auch
jegliche Auseinandersetzung damit, dass bereits seit längerer Zeit aufgrund des psychischen Zustandes des Beschwerdeführers eine
(Teil)
Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde, welche angesichts der fortgesetzten
psychiatrischen
Behandlung nicht
unplausibel
zu sein scheint.
Aufgrund der aktenkundigen Hinweise,
wonach möglicherweise doch ein relevantes psychi
sches Leiden vorliegen könn
te, genügen d
ie diesbezüglich von der Beschwerde
gegnerin getätigten Abklärungen
dem Untersuchungsgrundsatz nicht und
sie
wäre gehalten gewesen, weitere Abklärungen zum psychischen Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers zu veranlassen
.
4.3
Zusammenfassend erweist sich die vorliegende Aktenlage für eine abschliessen
de Beurteilung des Leistungsanspruchs in Bezug auf den medizinischen Sach
verhalt als unvollständig, weshalb die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist, damit diese nach ergänzenden Abklärungen über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Mit Honorarnote vom 2
8.
März 2018 (
Urk.
16) machte der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers einen Aufwand von 16.15 h sowie eine Spesenpauschale von 3
%
und somit eine Entschädigung von insgesamt
Fr.
3'892.80 (inkl. Barauslagen und
MWSt
) geltend, was mit Blick auf ähnliche Verfahren und unter Berücksichtigung der Schwierigkeit des Prozesses, der Bedeutung der Streitsache und dem Mass des Obsiegens (vgl.
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
GSVGer
) nicht mehr angemessen erscheint. Angesichts der zu studierenden gut 90 Aktenstücke, der achtseitigen Beschwerdeschrift sowie des zusätzlichen Aufwandes – insbesondere im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung – erscheint in Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
220.-- (zuzüglich
MWSt
) ein
e Prozessentschädigung von
Fr.
2’600.--
als angemessen.