# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c197a576-5110-4166-8272-5a284586d800
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Übertretung von Verkehrsvorschriften
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung - Einzelgericht, vom 24. Januar 2022 (GC210190)
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Strafverfügung:
Der Strafbefehl des Stadtrichteramts der Stadt Zürich vom 27. Mai 2021 ist die-
sem Urteil beigeheftet (Urk. 3).
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 33 S. 11 ff.)
"Es wird erkannt:
1. Der Einsprecher ist schuldig der Widerhandlung gegen das Strassenverkehrs-
gesetz im Sinne von dessen Art. 90 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 1 VRV.
2. Der Einsprecher wird bestraft mit einer Busse in der Höhe von Fr. 250.–.
3. Bezahlt der Einsprecher die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine
Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 900.–.
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
5. Die Gerichtskosten werden dem Einsprecher auferlegt. Über diese Kosten stellt die
Gerichtskasse Rechnung.
6. Die Kosten des Stadtrichteramtes Zürich im Betrag von Fr. 1'100.– (Fr. 250.– Kos-
ten gemäss Weisung betreffend Strafbefehl Nr. ... vom 27. Mai 2021 sowie
Fr. 850.– zusätzliche Untersuchungskosten) werden dem Einsprecher auferlegt.
Diese Kosten sowie die Busse in der Höhe von Fr. 250.– werden durch das
Stadtrichteramt Zürich eingefordert.
7. (Mitteilungen)
8. (Rechtsmittel)"
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Berufungsanträge:
a) Des Beschuldigten:
(Urk. 29 S. 2 sinngemäss)
Freispruch
b) des Stadtrichteramts der Stadt Zürich:
(Urk. 39; sinngemäss)
Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.

## Considerations

Erwägungen:
I. Verfahrensgang
1. Zum Verfahrensgang bis zum vorinstanzlichen Urteil kann zwecks Ver-
meidung von Wiederholungen auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im
angefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 33 S. 3).
2. Nach durchgeführter Hauptverhandlung vom 24. Januar 2022 wurde das
Urteil mündlich eröffnet und dem Beschuldigten schriftlich im Dispositiv ausge-
händigt (Urk. 27; Prot. I S. 17). Der Beschuldigte meldete mit Schreiben vom 1.
Februar 2022 innert Frist Berufung an (Urk. 29). Nach Zustellung des begründe-
ten Urteils (Urk. 30, Urk. 32/2) reichte der Beschuldigte am 22. Februar 2022 frist-
gerecht die Berufungserklärung ein (Urk. 34).
3. Mit Präsidialverfügung vom 3. März 2022 wurde diese dem Stadtrichteramt
Zürich zugestellt und Frist angesetzt, um Anschlussberufung zu erheben oder
begründet ein Nichteintreten auf die Berufung zu beantragen (Urk. 37). Daraufhin
teilte das Stadtrichteramt Zürich mit Eingabe vom 8. März 2022 Verzicht auf
Anschlussberufung mit (Urk. 39).
4. Mit Beschluss vom 18. März 2022 wurde das schriftliche Verfahren ange-
ordnet und dem Beschuldigten Frist angesetzt, um Berufungsanträge zu stellen
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und zu begründen (Urk. 41). Mit Eingabe vom 4. April 2022 reichte der Beschul-
digte seine Berufungsanträge bzw. -begründung ein (Urk. 47).
5. Mit Präsidialverfügung vom 7. April 2022 wurde dem Stadtrichteramt Zürich
und der Vorinstanz sodann Frist zur Berufungsantwort bzw. zur freigestellten Ver-
nehmlassung angesetzt (Urk. 49). Am 11. April 2022 liess die Vorinstanz Verzicht
auf Vernehmlassung mitteilen (Urk. 51). Mit Eingabe vom 13. April 2022 reichte
das Stadtrichteramt Zürich die Berufungsantwort ein, worin lediglich festgehalten
wurde, dass die Abweisung der Berufung beantragt werde (Urk. 52). Das Verfah-
ren erweist sich als spruchreif.
II. Prozessuales
1. Grundsätzliches
1.1. Gemäss Art. 398 Abs. 1 StPO ist die Berufung zulässig gegen Urteile erst-
instanzlicher Gerichte, mit denen das Verfahren ganz oder teilweise abgeschlos-
sen worden ist. Die Berufungsinstanz überprüft den vorinstanzlichen Entscheid
bezüglich sämtlicher Tat-, Rechts- und Ermessensfragen grundsätzlich frei
(Art. 398 Abs. 2 und 3 StPO). Bildeten jedoch ausschliesslich eine oder mehrere
Übertretungen Gegenstand des erstinstanzlichen Hauptverfahrens, so schränkt
Art. 398 Abs. 4 StPO die Kognition der Berufungsinstanz ein. In diesen Fällen
wird das angefochtene Urteil lediglich dahingehend überprüft, ob es rechtsfehler-
haft und/oder ob von einer offensichtlich unrichtigen Feststellung des Sachverhal-
tes durch die Vorinstanz auszugehen ist. Im letzteren Fall relevant sind insbeson-
dere klare Versehen bei der Sachverhaltsermittlung wie namentlich Irrtümer oder
offensichtliche Diskrepanzen zur Akten- und Beweislage. Weiter in Betracht
kommen Fälle, in denen die Sachverhaltsfeststellung auf einer Verletzung von
Bundesrecht, in erster Linie von Verfahrensvorschriften der StPO selbst, beruht.
Ebenfalls unter diesen Rügegrund fällt die Situation, in welcher die an sich zur
Verfügung stehenden Beweismittel offensichtlich ungenügend ausgeschöpft wur-
den, mithin der Sachverhalt unvollständig festgestellt wurde. Gesamthaft gesehen
dürften in dieser Hinsicht regelmässig Konstellationen relevant sein, die als will-
kürliche Sachverhaltserstellungen zu qualifizieren sind (vgl. SCHMID/JOSITSCH,
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StPO Praxiskommentar, 3. Aufl. 2018, Art. 398 N 12 f.; EUGSTER in: BSK StPO II,
2. Aufl. 2014, Art. 398 N 3a). Willkür bei der Beweiswürdigung liegt vor, wenn der
angefochtene Entscheid offensichtlich unhaltbar ist oder mit der tatsächlichen
Situation in klarem Widerspruch steht. Dass eine andere Lösung oder Würdigung
ebenfalls vertretbar oder gar zutreffender erscheint, genügt für die Annahme von
Willkür nicht (BGE 138 I 305 E. 4.3 mit Hinweisen; ZIMMERLIN in: Zürcher
Kommentar StPO, 3. Aufl. 2020, Art. 398 N 23). Eine vertretbare Beweiswürdi-
gung ist daher auch dann noch nicht willkürlich, wenn die Berufungsinstanz an-
stelle des Vorderrichters allenfalls anders entschieden hätte. Die Berufungs-
instanz hat zu überprüfen, ob die vom Berufungskläger vorgebrachten Rügen von
der Überprüfungsbefugnis gemäss Art. 398 Abs. 4 StPO gedeckt sind. Im allen-
falls über die Überprüfungsbefugnis hinausgehenden Umfang hat das Gericht auf
die Berufung nicht einzutreten.
1.2. Die urteilende Instanz muss sich nicht mit allen Parteistandpunkten ein-
lässlich auseinandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerle-
gen. Vielmehr kann sich das Gericht auf die seiner Auffassung nach wesentlichen
und massgeblichen Vorbringen der Parteien beschränken (BGE 141 IV 249; BGE
138 IV 81 E. 2.2; BGE 136 I 229 E. 5.2).
2. Umfang der Berufung
Nachdem der Beschuldigte einen vollumfänglichen Freispruch beantragt, ist das
gesamte vorinstanzliche Urteil angefochten. Es ist im Rahmen der oben erläuter-
ten Kognition zu überprüfen (Art. 404 Abs. 1 StPO).
3. Beweisanträge
Der Beschuldigte führt aus, alle Beteiligten seien nochmals zu befragen, ohne
dies näher zu begründen (Urk. 34 S. 2).
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III. Sachverhalt
1. Anklagevorwurf
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, die Türe seines geparkten Autos ohne
genügend Rücksicht auf den vorbeifahrenden Verkehr geöffnet zu haben, wes-
halb ein von hinten nahender Fahrradlenker mit der Türe kollidiert sei.
2. Rügen des Beschuldigten
2.1. Der Beschuldigte macht – wie bereits vor Vorinstanz – geltend, er habe
den Fahrradfahrer weder im Innen- noch im Aussenspiegel gesehen (Prot. I. S.
8). Der Fahrradfahrer sei nicht von hinten, sondern von der Seite mit seiner Fahr-
ertüre kollidiert. Der Fahrradfahrer habe einem Lieferwagen ausweichen müssen
bzw. er sei zuerst mit diesem kollidiert (Urk. 29; Urk. 34; Urk. 47).
Die eingeschränkte Kognition des Berufungsgerichts macht es erforderlich, dass
sich der Beschuldigte mit den Erwägungen im vorinstanzlichen Urteil auseinan-
dersetzt und anhand dieser Erwägungen die geltend gemachte Willkür begründet
aufzeigt. Es genügt nicht, wenn der Beschuldigte lediglich seine Sicht der Dinge
darstellt. Die Vorinstanz hat die vorhandenen Beweismittel sorgfältig gewürdigt
und schlüssig begründet, weshalb sie insbesondere gestützt auf die Aussagen
des Geschädigten sowie des Zeugen – welche sie (entgegen dem Standpunkt
des Beschuldigten) als glaubhaft taxierte – als erstellt erachtet, dass der Geschä-
digte aufgrund eines nahe neben ihm fahrenden Lieferwagens weit rechts fuhr
und durch das Öffnen der Fahrertüre durch den Beschuldigten damit kollidierte,
umfiel und sich verletzte. Auf die oben erwähnten Ausführungen des Beschuldig-
ten ist, nachdem sie nicht konkret aufzeigen und darlegen, inwiefern die vo-
rinstanzliche Urteilsbegründung – welche vertretbar erscheint – willkürlich sein
soll, nicht weiter einzugehen.
2.2. Der Beschuldigte bringt überdies vor, die fotodokumentierte kleine Delle an
der Kante seines Fahrzeugs sei nicht bei der Kollision entstanden, sondern weil
der Polizeibeamte das Fahrrad viel zu nahe am Auto abgestellt habe. Er ist der
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Ansicht, eine Kollision des Fahrrads direkt mit der Fahrzeugtüre hätte einen To-
talschaden der Fahrzeugtüre zur Folge gehabt (Urk. 34 S. 3).
Wiederum stellt der Beschuldigte Behauptungen auf, die nicht zu überzeugen
vermögen und nicht einmal im Ansatz Willkür der vorinstanzlichen Erwägungen
aufzeigen, weshalb sich Weiterungen hierzu erübrigen.
2.3. Sodann rügt der Beschuldigte, dass die Lieferwagenfahrerin sowie der
Polizeibeamte nicht befragt wurden, ohne konkrete Beweisanträge zu stellen
(Urk. 29). In seiner Berufungserklärung führt er aus, es gebe mehrere Gründe, al-
le Beteiligen noch einmal zu befragen, ohne dies substantiiert zu begründen
(Urk. 34).
Beweisanträge sind – auch im Berufungsverfahren – zu begründen (Art. 379
StPO in Verbindung mit Art. 331 Abs. 2 StPO; Eugster, in: BSK StPO, 2. Aufl.
2014, N. 5 zu Art. 399 StPO). Da der Beschuldigte nicht darlegt, weshalb das vo-
rinstanzliche Urteil im Falle eines Verzichts auf die Befragungen der Lieferwagen-
fahrerin und des Polizeibeamten rechtsfehlerhaft bzw. willkürlich ist, ist auf seine
diesbezüglichen Vorbringen nicht weiter einzugehen. Es kann überdies auf die zu-
treffenden Erwägungen der Vorinstanz hierzu verwiesen werden (Urk. 33 S. 3 f.).
Die Lenkerin des involvierten Lieferwagens kann gemäss Polizeirapport keine
sachdienlichen Hinweise zum Unfallhergang machen (Urk. 1 S. 3), weshalb zu
Recht von einer Befragung durch das Gericht abgesehen wurde. Gleiches gilt für
den Polizeibeamten B._, welcher zum Tatzeitpunkt nicht anwesend war und
den Vorfall entsprechend nicht beobachtet hat.
2.4. Wie schon im erstinstanzlichen Verfahren behauptet der Beschuldigte, das
Verfahren sei durch die Polizei "potentiell einseitig konzentriert" bzw. es handle
sich um "tendenzielle" resp. tendenziöse Vorwürfe. Mit anderen Worten stellt er
sich auf den Standpunkt, es handle sich um einen Racheakt des Polizeibeamten
(Urk. 29; Urk. 34). Für diese in den Raum gestellte Unterstellung sind indes kei-
nerlei Anhaltspunkte ersichtlich.
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2.5. Zur vorinstanzlichen Beweiswürdigung führt der Beschuldigte schliesslich
aus, seine Aussage sei – entgegen der Erwägungen der Vorinstanz – konstant
und entspreche der Wahrheit (Urk. 34 S. 3). Die Aussagen des Geschädigten so-
wie des Zeugen C._ seien indes in Bezug auf den Umstand, dass der Ge-
schädigte nach der Kollision mit der Fahrzeugtüre mit dem Lieferwagen kollidierte,
unglaubhaft (Urk. 34 S. 3 f.). Wiederum zeigt der Beschuldigte in keiner Weise
auf, inwiefern die vorinstanzliche Beweiswürdigung willkürlich sein soll. Er legt le-
diglich seine Sicht der Dinge dar. Entgegen seiner Auffassung hat die Vorinstanz
ihre Beweiswürdigung – wie bereits aufgezeigt – sorgfältig begründet, weshalb
auch nicht – wie der Beschuldigte schliesslich vorbringt – im Unklaren geblieben
ist, was tatsächlich passiert ist.
3. Fazit
Nachdem die vorgebrachten Rügen des Beschuldigten zum Sachverhalt allesamt
ungenügend begründet und entsprechend nicht von der Überprüfungsbefugnis
gemäss Art. 398 Abs. 4 StPO gedeckt sind, ist seine Berufung diesbezüglich ohne
Grundlage. Die vorinstanzliche Beweiswürdigung erscheint keinesfalls willkürlich.
Der Anklagesachverhalt ist, wie das die Vorinstanz festgehalten hat, erstellt
(Urk. 33 S. 9 f.).
IV. Rechtliche Würdigung
1. Der Beschuldigte macht unter diesem Titel weitere Ausführungen zum
Sachverhalt, ohne die Erwägungen der Vorinstanz zur rechtlichen Würdigung zu
beanstanden. Er bringt einzig vor, er habe die Türe nicht unachtsam geöffnet
(Urk. 34 S. 5; Urk. 47).
2. In Art. 21 Abs. 1 VRV wird festgehalten, dass Strassenbenützer durch das
Ein- und Aussteigen nicht gefährdet werden dürfen und dass beim Öffnen der
Türen besonders auf den Verkehr von hinten zu achten ist.
3. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, vergewisserte sich der Beschuldigte
nur ungenügend, ob von hinten Verkehr naht, bevor er die Fahrertüre öffnete. Er
verletzte damit die ihm obliegende Sorgfalt in pflichtwidriger Weise bzw. fahrläs-
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sig. Der erstinstanzliche Schuldspruch wegen Verletzung der Verkehrsregeln im
Sinne von Art. 90 Abs. 1 SVG i.V.m. Art. 21 Abs. 1 VRV ist entsprechend zu be-
stätigen.
V. Sanktion
1. In Bezug auf die theoretischen Ausführungen zur Strafzumessung kann voll-
umfänglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden
(Urk. 33 S. 10).
2. Auch betreffend die konkrete Strafzumessung kann auf die Ausführungen
der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 33 S. 10 f.). Diese werden denn auch vom
Beschuldigten nicht beanstandet.
3. Unter Würdigung sämtlicher massgebender Strafzumessungskriterien er-
weist sich die von der Vorinstanz ausgesprochene Busse in der Höhe von
Fr. 250.– als angemessen und ist entsprechend zu bestätigen.
4. Der bedingte oder teilbedingte Vollzug einer Busse ist nicht möglich
(vgl. Art. 105 Abs. 1 StGB). Die Busse ist zwingend zu vollziehen. Gemäss
Art. 106 Abs. 2 StGB spricht der Richter im Urteil für den Fall, dass die Busse
schuldhaft nicht bezahlt wird, eine Ersatzfreiheitsstrafe von mindestens einem
Tag und höchstens drei Monaten aus. 3 Tage Ersatzfreiheitsstrafe im Falle
schuldhafter Nichtbezahlung der Busse von Fr. 250.– liegen im Rahmen des
gerichtsüblichen Umwandlungssatzes.
VI. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Erstinstanzliche Kosten
1.1. Die vorinstanzliche Kostenfestsetzung ist zu bestätigen.
1.2. Ausgangsgemäss sind die Kosten der Untersuchung und des erstinstanz-
lichen Gerichtsverfahrens dem Beschuldigten – in Bestätigung des vorinstanzli-
chen Urteils – vollumfänglich aufzuerlegen, nachdem der vorinstanzliche
Schuldspruch vollständig bestätigt wird (Art. 426 Abs. 1 StPO).
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2. Zweitinstanzliche Kosten
2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist auf Fr. 1'500.– festzu-
setzen (Art. 424 Abs. 1 StPO in Verbindung mit § 16 Abs. 1 und § 14 der
Gebührenverordnung des Obergerichts).
2.2. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe
ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Ob eine Partei im
Rechtsmittelverfahren als obsiegend oder unterliegend gilt, hängt davon ab, in
welchem Ausmass ihre vor Beschwerdeinstanz bzw. Berufungsgericht gestell-
ten Anträge gutgeheissen wurden (DOMEISEN, in: BSK StPO II, 2. Aufl. 2014,
Art. 428 N 6). Der Beschuldigte unterliegt im Berufungsverfahren mit seinen
Anträgen vollumfänglich, weshalb ihm die gesamten Kosten des Rechtsmittelver-
fahrens aufzuerlegen sind.
3. Entschädigung
Mit Verweis auf die obigen Erwägungen hat der Beschuldigte keinen Anspruch
auf eine Umtriebsentschädigung (vgl. Art. 429 Abs. 1 StPO).