# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1120c3ad-36e9-4922-b5c6-38849bc72af8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._ (ehemals Y._), geboren am _1967, und X._, geboren am _1962, heirateten am 8. August 1997 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus dieser Ehe gingen die gemeinsamen Kinder A._, geboren _1997, und B._, geboren am _2001, hervor.
B. Nachdem die Ehegatten am 16. November 2010 beim Bezirksgericht Plessur das Scheidungsverfahren auf gemeinsames Begehren anhängig gemacht und Y._ gleichentags ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen eingereicht hatten, setzte die Justizaufsichtskammer des Kantonsgerichts von Graubünden auf Gesuch des Bezirksgerichtspräsidenten Plessur mit Beschluss vom 3./6. Dezember 2010 das Bezirksgericht Imboden als unabhängiges Gericht ein.
C. Aufgrund des gemeinsamen Scheidungsbegehrens wurden die Parteien am 22. Februar 2011 getrennt und gemeinsam angehört. Dabei bestätigten sie ihren Scheidungswillen sowie die am 27./30. Dezember 2010 abgeschlossene Teilkonvention. Von der Möglichkeit, die richterliche Befragung ihrer Kinder zu verlangen, machte keiner der Ehegatten Gebrauch.
D. Die von X._ gegen den im vorsorglichen Massnahmeverfahren erlassenen Entscheid des Bezirksgerichtspräsidenten Imboden vom 22. Februar 2011 erhobene Berufung wurde vom Kantonsgericht von Graubünden mit Urteil vom 13. Juli 2011 teilweise gutgeheissen und die von X._ zu entrichtenden Unterhaltsbeiträge für die Zeit ab November 2010 bis und mit Juli 2011 auf Fr. 6'820.-- (Fr. 1'250.-- für jedes Kind, Fr. 4'320.-- für die Ehefrau) sowie für die Zeit ab August 2011 auf Fr. 5'360.-- (Fr. 1'250.-- für jedes Kind, Fr. 2'860.-- für die Ehefrau) reduziert.
E. Nach Abschluss des vorsorglichen Massnahmeverfahrens wurde den Parteien Frist bis am 25. Oktober 2011 zur Einreichung einer Ehescheidungskonvention gesetzt. In einer weiteren, am 19./24. Oktober 2011 abgeschlossenen Teil-Ehescheidungskonvention konnten sie sich einvernehmlich über den von X._ an seine Kinder zu bezahlenden Unterhaltsbeitrag einigen, erklärten sich güterrechtlich per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt und vereinbarten zudem die hälftige Teilung des während der Ehe geäufneten  des Ehemannes per Datum der Hauptverhandlung. Überdies einigten
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sie sich über die hälftige Teilung der Kosten des nichtstreitigen Ehescheidungsverfahrens sowie die Wettschlagung der ausseramtlichen Kosten.
Mit Verfügung vom 26. Oktober 2011 überwies der Bezirksgerichtspräsident Imboden die verbliebenen strittigen Punkte dem Bezirksgericht Imboden zur Beurteilung, unter gleichzeitiger Abschreibung des Scheidungsverfahrens auf gemeinsames Begehren mit umfassender Einigung. Zudem verteilte er im Sinne von Art. 286 Abs. 2 ZPO die Parteirollen, indem er Y._ aufgrund ihres zu erwartenden Unterhaltsbegehrens die Klägerrolle zuwies. Am 28. Oktober 2011 setzte er ihr Frist bis zum 21. November 2011 zur Einreichung ihrer Anträge samt Begründung.
F. Innert erstreckter Frist stellte Y._ mit Eingabe vom 12. Dezember 2011 folgende Anträge:
"1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.
2. Die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder A._, geb. _1997, und B._, geb. _2001, seien unter die Obhut und alleinige elterliche Sorge der Mutter zu stellen.
3. Die Teil-Ehescheidungskonvention vom 19./24. Oktober 2011 sei richterlich zu genehmigen.
4. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag zu bezahlen, und zwar in folgender Höhe:
- CHF 3'300.00 ab Datum Hauptverhandlung bis 31. Januar 2017
- CHF 2'000.00 vom 01. Februar 2017 bis zum Eintritt der Ehefrau in das AHV-Alter
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
G. Am 17. Januar 2012 stellte X._ im Rahmen seiner Prozessantwort folgende Anträge:
"1. Die Ehe der Parteien sei zu scheiden.
2. Die Teilehescheidungskonvention vom 19./24. Oktober 2011 sei richterlich zu genehmigen.
3. Der Beklagte sei zu verpflichten, mit Wirkung ab Urteilsdatum des Bezirksgerichts Imboden an den Unterhalt seiner Ehefrau einen monatlichen, im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 1'150.00 bis 9. Januar 2017 zu bezahlen. Danach endet die Unterhaltsverpflichtung.
4 Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Y._."
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H. Die Replik von Y._ datiert vom 1. März 2012. X._ verzichtete mit Schreiben vom 14. März 2012 auf die Einreichung einer Duplik.
I. Nachdem die Parteien anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Imboden eine weitere Teil-Ehescheidungskonvention abgeschlossen hatten, in welcher die betragsgemässe Teilung der BVG-Guthaben vorgenommen wurde, erkannte das Bezirksgericht Imboden mit Entscheid vom 12. Juni 2012, mitgeteilt am 6. September 2012, wie folgt:
"1. Die am 8. August 1997 vor Zivilstandsamt O.1_ geschlossene Ehe der Y._ und des X._ wird gestützt auf das gemeinsame Scheidungsbegehren gemäss Art. 112 ZGB geschieden.
2. Die gemeinsamen Kinder A._, geboren am _1997, und B._, geboren am _2001, werden unter die alleinige elterliche Sorge und Obhut der Mutter gestellt.
Dem Vater wird das Recht eingeräumt, seine Kinder an jedem ersten und dritten Wochenende zu besuchen bzw. zu sich auf Besuch zu nehmen. Des Weiteren steht ihm das Recht zu, drei Wochen Ferien pro Jahr mit den Kindern zu verbringen.
Diese Regelung gilt als Minimalanspruch für den Streitfall. Im Übrigen können die Parteien das Besuchs- und Ferienrecht unter Berücksichtigung der Interessen der Kinder frei regeln.
3. X._ wird verpflichtet, seinen Kindern A._, geboren am _1997, und B._, geboren am _2001, monatliche, im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von je CHF 1'250.00 zuzüglich allfälliger vertraglicher und/oder gesetzlicher Kinderzulagen zu entrichten. Die Unterhaltspflicht dauert - unter Vorbehalt von Art. 277 Abs. 2 ZGB - bis zur Mündigkeit.
4. X._ wird verpflichtet, Y._ mit Wirkung ab Rechtskraft des Scheidungsurteils folgende, monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge zu entrichten:
- CHF 2'860.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 31. Januar 2017
- CHF 360.00 ab 1. Februar 2017 bis zum Eintritt von X._ ins Pensionsalter
5. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 3 und 4 hiervor werden an den Landesindex der Konsumentenpreise, Basis bei Rechtskraft des Scheidungsurteils, gebunden. Sie werden jährlich jeweils per 1. Januar aufgrund des Indexstandes des Monats November des Vorjahres dem veränderten Indexstand angepasst, es sei denn, X._ beweise, dass sein Einkommen nicht im gleichen Verhältnis angestiegen ist. Die Anpassung des Unterhaltsbeitrages (UB) erfolgt nach folgender Formel:
alter UB x neuer Index
neuer UB ------------------------------------------------------------
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Index bei Rechtskraft des Scheidungsurteils
6. Die D._ wird angewiesen, vom Pensionskassenguthaben des X._ (AHV-Nr._) den Betrag von CHF 134'410.00 auf das Freizügigkeitskonto von Y._ bei der C._, E._ (Freizügigkeitskonto Nr._) zu überweisen.
7. Im Übrigen werden die am 19./24. Oktober 2011 und 12. Juni 2012 abgeschlossenen Teil-Ehescheidungskonventionen gemäss Art. 140 ZGB genehmigt.
8. Die Verfahrenskosten des Bezirksgerichts Imboden von CHF 7'500.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten der Parteien und werden mit den geleisteten Kostenvorschüssen von je CHF 6'000.00 verrechnet. Die jeweilige Restanz von CHF 2'250.00 werden den Parteien nach Eintritt der Rechtskraft dieses Entscheids erstattet.
Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations