# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 85abf5b8-6095-4912-b8da-bf6b873871b5
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die X._GmbH und Y._ schlossen am 8. Februar 2011 einen unbefristeten Arbeitsvertrag, wonach letztere am Tankstellenshop _ an der _ in O.1_ als Mitarbeiterin zu einem Beschäftigungsgrad von 80% angestellt wurde. Das monatliche Bruttogehalt wurde auf CHF 2'800.-- festgelegt. Ein 13. Monatslohn werde am Ende des Kalenderjahres oder bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses nach Möglichkeit ausgerichtet. Betreffend Ferien wurde festgehalten, dass der Ferienanspruch für Mitarbeitende bis zum 49. Altersjahr 20 Arbeitstage pro Kalenderjahr betrage. Arbeitsabwesenheit infolge Krankheit sei auf den Ferienanspruch nicht anzurechnen. Bei Abwesenheit von mehr als 3 Monaten werde der Ferienanspruch für jeden weiteren angebrochenen Monat um je 1/12 gekürzt. Des Weiteren enthielt der Arbeitsvertrag eine Lohnausfallversicherung, wonach die Mitarbeiterin im Falle von Krankheit bei der Versicherungsgesellschaft C._ ab dem 31. Krankheitstag während 690 Tagen obligatorisch für 80% des AHV-pflichtigen Lohnes versichert sei. Gemäss Arztzeugnis von Dr. med. B._ vom 26. August 2013 galt Y._ für den Zeitraum vom 6. März 2013 bis zum 31. August 2013 als Verkaufsangestellte aufgrund persistierender Schulterschmerzen als vollständig arbeitsunfähig. Das ärztliche Zeugnis des Kantonsspitals Graubünden vom 13. August 2013 attestierte Y._ eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 19. August 2013 bis zum 30. September 2013, ohne jedoch zu erwähnen, auf welche Tätigkeit sich die Arbeitsunfähigkeit bezog. Gemäss Schreiben der C._ Versicherungen AG vom 15. August 2013 wurde Y._ der Versicherung ab dem 15. Mai 2013 zu 100% arbeitsunfähig gemeldet und erhielt in der Folge Krankentaggelder. Die Leistung des Krankentaggelds wurde per 19. August 2013 mit der Begründung eingestellt, der beratende Arzt der Versicherungsgesellschaft sei zum Schluss gekommen, dass Y._ aufgrund der medizinischen Unterlagen in ihrem angestammten Beruf als Shopverkäuferin wieder zu 100% arbeitsfähig sei. Mit Kündigungsvereinbarung vom 28. August bzw. 31. August 2013 lösten die Parteien das Arbeitsverhältnis alsdann „per sofort und per Saldo aller gegenseitigen Ansprüche für jetzt und in Zukunft“ auf.
B. Das Betreibungsamt des Kreises O.1_ stellte am 15. Oktober 2013 unter der Betreibungsnummer _ einen Zahlungsbefehl mit der X._GmbH als Schuldnerin und Y._ als Gläubigern über einen Forderungsbetrag von CHF 3'634.-- nebst Zins zu 5% seit dem 1. September 2013 sowie die Kosten des Zahlungsbefehls von CHF 73.-- aus. Als Forderungsgrund wurden der Lohn bzw.
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die Taggeldzahlungen für den Monat August 2013 sowie die Auszahlung nicht bezogener Ferientage angegeben. Der Zahlungsbefehl wurde der X._GmbH am 24. Oktober 2013 zugestellt, woraufhin diese gleichentags Rechtsvorschlag erhob.
C. Y._ (nachfolgend Gesuchstellerin) ersuchte den Rechtsöffnungsrichter am Bezirksgericht Plessur mit Eingabe vom 23. Dezember 2013 um Beseitigung des Rechtsvorschlags und Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung in der Betreibungsnummer _ des Betreibungsamtes O.1_ für den Betrag von CHF 3'634.-- zuzüglich 5% Zins seit dem 1. September 2013 unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% Mehrwertsteuer zu Lasten der X._GmbH (nachfolgend Gesuchgegnerin). Dem Gesuch lagen diverse das Arbeitsverhältnis der Parteien betreffende Urkunden bei.
D. Mit Schreiben vom 7. November 2013 (sic) wurden die Parteien zur Rechtsöffnungsverhandlung vorgeladen und der Gesuchgegnerin wurde gleichzeitig Gelegenheit zur Einreichung einer Stellungnahme gegeben, wovon sie mit Eingabe vom 27. Januar 2014 Gebrauch machte. Darin beantragte sie die vollumfängliche Abweisung des Rechtsöffnungsgesuches unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Gesuchstellerin. An der Verhandlung vom 5. Februar 2014 waren Y._ und ihr Rechtsvertreter anwesend, während die X._GmbH auf eine Teilnahme verzichtete. Da die anwesende Partei Bereitschaft zu einem allfälligen Vergleichsabschluss mit der Gegenpartei gezeigt habe, wurde das Verfahren mit prozessleitender Verfügung vom 5. Februar 2014 bis und mit dem 17. Februar 2014 sistiert. Die Parteien konnten sich in der Folge jedoch nicht einigen, weshalb die Sistierung mit prozessleitender Verfügung vom 10. Februar 2014 wiederum aufgehoben wurde.
E. Mit Rechtsöffnungsentscheid vom 28. Februar 2014, mitgeteilt am 5. März 2014, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur wie folgt:
„1. Die Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes O.1_ wird für den Betrag von CHF 3'627.70 nebst Zins zu 5 % auf CHF 2'451.15 seit dem 1. September 2013 und auf CHF 1'176.55 seit dem 24. Oktober 2013 erteilt. Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde.
2.a) Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens in Höhe von CHF 250.00 gehen zu Lasten der X._GmbH. Sie worden durch Verrechnung mit dem Kostenvorschuss bei Y._ unter Regresserteilung auf die X._GmbH erhoben.
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b) Aussergerichtlich hat die X._GmbH Y._ für ihre Umtriebe mit CHF 1'201.40 zu entschädigen und ihr den geleisteten Vorschuss von CHF 250.00 zu ersetzen.

## Considerations