# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 24d197a0-f99d-44e9-b3ae-ee2e9a0d15e7
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Die im Jahr 1994 aus Marokko in die Schweiz eingereiste A._,
geb. 1970, hat sich bereits mehrmals bei der IV-Stelle des Kantons
Graubünden (nachfolgend IV-Stelle) zum Leistungsbezug angemeldet.
Auf die entsprechenden Begehren war die IV-Stelle entweder nicht
eingetreten oder beurteilte sie gestützt auf die getätigten medizinischen
Abklärungen, insbesondere das Gutachten der D._ Ostschweiz
vom 6. November 2013, abschlägig.
2. Vom 23. Oktober 2019 bis zum 5. November 2019 befand sich
A._ in stationärer Behandlung in der Klinik Waldhaus der
Psychiatrischen Dienste Graubünden (PDGR), wo hauptsächlich
Anpassungsstörungen diagnostiziert wurden. Danach setzte sie die
psychiatrische Behandlung ambulant bei Dr. med. B._ fort. Dieser
wies mit Bericht vom 6. Oktober 2020 namentlich eine rezidivierende
depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1),
sowie eine anhaltende wahnhafte Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-
10 F22.9), aus.
3. Gleichentags meldete sich A._ erneut bei der IV-Stelle zum
Leistungsbezug an. Diese tätigte erwerbliche und medizinische
Abklärungen. Insbesondere liess sie A._ polydisziplinär in den
Fachdisziplinen Allgemeine Innere Medizin, Oto-Rhino-Laryngologie,
Rheumatologie und Psychiatrie begutachten, wobei der Auftrag der
C._ AG zugeteilt wurde (nachfolgend C._-Gutachten). In
dem am 4. August 2021 erstatteten Gutachten wiesen die Expertinnen und
Experten eine kleine Paraumbilicalhernie als Diagnose mit Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit aus. Als ohne Einfluss darauf erachteten sie
namentlich eine akzentuierte Persönlichkeit (selbstunsicher, dysthym,
histrionisch), eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und
psychischen Faktoren sowie eine Dysthymia. Mit Blick auf die
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Arbeitsfähigkeit gelangten sie zum Schluss, dass A._ weder in
der bisherigen Tätigkeit noch in einer Verweistätigkeit eingeschränkt sei.
Dasselbe hielten sie mit Blick auf Haushaltstätigkeiten fest.
4. Nach ablehnendem Vorbescheid vom 25. August 2021 und Einwand vom
16. bzw. 23. September 2021 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren
von A._ mit Verfügung vom 26. Oktober 2021 ab und verneinte
einen Anspruch auf eine Invalidenrente. Dabei führte sie aus, dass
gestützt auf die getätigten, umfangreichen Abklärungen die
Voraussetzung einer (drohenden) invalidisierenden gesundheitlichen
Beeinträchtigung nicht erfüllt sei.
5. Mit dagegen beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
erhobener Beschwerde vom 25. November 2021 liess A._
(nachfolgend Beschwerdeführerin) neben der Aufhebung der Verfügung
vom 26. Oktober 2021 beantragen, ihr sei mit Wirkung ab dem 6. Oktober
2020 (unter Berücksichtigung allfälliger Wartefristen) eine ganze
Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei die Angelegenheit im Sinne
der Erwägungen an die IV-Stelle zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht
ersuchte sie um unentgeltliche Rechtspflege und Verbeiständung. Zur
Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, im C._-Gutachten
werde nicht nachvollziehbar begründet, weshalb die von den PDGR
gestellten psychischen Diagnosen unrichtig sein sollen. Zudem sei die
psychiatrische Exploration trotz schlechter Deutschkenntnisse nicht im
Beisein eines Dolmetschers bzw. einer Dolmetscherin erfolgt. Dies stelle
vor allem mit Blick auf die psychische Abklärung einen gravierenden
Fehler dar. Zudem sei der für die Bewertung des Invalideneinkommens
herangezogene Tabellenlohn angemessen zu kürzen.
6. Die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer
Vernehmlassung vom 29. Dezember 2021 auf Abweisung der
Beschwerde. Dabei vertiefte sie die bereits in der angefochtenen
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Verfügung vom 26. Oktober 2021 angeführte Begründung anhand der in
der Beschwerde enthaltenen Vorbringen.
7. Die Beschwerdeführerin reichte am 11. Januar 2022 trotz der ihr
eingeräumten Frist für eine freigestellte Stellungnahme lediglich eine
Honorarnote ein.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene
Verfügung sowie die weiteren Akten wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-
Stelle des Kantons Graubünden vom 26. Oktober 2021, worin das
Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin abgewiesen wurde (kein
Anspruch auf IV-Leistungen). Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind
Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem
Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Als kantonales
Versicherungsgericht ist das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde sowohl
örtlich als auch sachlich zuständig (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 57 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] und Art. 49 Abs. 2 lit. a des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Die
Beschwerdeführerin ist Adressatin der angefochtenen Verfügung,
weshalb sie durch die angefochtene Verfügung unmittelbar betroffen ist
und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat.
Sie ist demnach zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG
i.V.m. Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 1 Abs.
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1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 ATSG) eingereichte Beschwerde ist somit
einzutreten.
2. Streitgegenstand bildet die Frage des Rentenanspruchs der
Beschwerdeführerin, welcher angesichts der Anmeldung im Oktober 2020
gestützt auf Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens ab dem 1. April 2021 (d.h. sechs
Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs) entsteht, sofern
bis dahin das Wartejahr erfüllt ist und danach eine Invalidität von
mindestens 40 % vorliegt (Art. 28 Abs. 1 lit. b und c IVG). In Bezug auf das
anwendbare Recht ist festzuhalten, dass seit dem 1. Januar 2022 die
revidierten Bestimmungen des IVG (sowie des ATSG) und der Verordnung
über die Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) in Kraft sind
(Weiterentwicklung der IV). Da vorliegend ein allfälliger Rentenanspruch
jedoch noch unter Geltung des alten Rechts entstanden wäre, finden die
bis zum 31. Dezember 2021 gültigen Bestimmungen Anwendung (vgl.
Übergangsbestimmungen des IVG zur Änderung vom 19. Juni 2020).
Streitig ist in erster Linie das Vorliegen eines Gesundheitsschadens mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, der im hier massgeblichen
Zeitraum ab dem 1. April 2021 einen Rentenanspruch zu begründen
vermochte. Zudem macht die Beschwerdeführerin geltend, der zur
Bemessung des Invalideneinkommens herangezogene Tabellenlohn sei
angemessen zu kürzen.
3.1. Bei erwerbstätigen versicherten Personen gilt als Invalidität die durch
einen körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG), welche Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu
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berücksichtigen, wobei eine Erwerbsunfähigkeit zudem nur vorliegt, wenn
sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
3.2. Die Annahme einer Invalidität bedingt rechtsprechungsgemäss in jedem
Fall ein medizinisches Substrat, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig
festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und
Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale oder
soziokulturelle Faktoren im Einzelfall in den Vordergrund treten und das
Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine
fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert
vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht
einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen
Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu
unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von
depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde
Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren
psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen
Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne
verselbstständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von
Invalidität gesprochen werden kann. Wo der Gutachter dagegen im
Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und
soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam
in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer
Gesundheitsschaden gegeben (BGE 139 V 547 E.5.2, 136 V 279 E.3.2.1,
127 V 294 E.5a mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts 9C_468/2021
vom 13. Dezember 2021 E.2.2.2; 8C_415/2021 vom 13. Oktober 2021
E.4.1, 9C_311/2021 vom 23. September 2021 E.4.2; vgl. zum Ganzen
KIESER, Kommentar zum Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts ATSG, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 7
Rz. 22 ff.).
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3.3.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und der Beurteilung der
Erwerbsfähigkeit der versicherten Person sind die Verwaltung und das im
Streitfall angerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung stellen. Die Aufgabe des
Arztes besteht darin, mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher
Untersuchung unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die
Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit
erfüllt der Arzt seine originäre Aufgabe, wofür die Verwaltung und das im
Streitfall angerufene Gericht nicht kompetent sind. Bei der
Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen
für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt jedoch keine abschliessende
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr gibt er eine Einschätzung zur
Arbeitsfähigkeit ab, welche er aus seiner Sicht so substanziell wie möglich
begründet. Die ärztlichen Auskünfte bilden sodann eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen dem
Versicherten konkret noch zugemutet werden können (vgl. BGE 145 V 361
E.3.2.1, 144 V 50 E.4.3, 140 V 193 E.3.2, 132 V 93 E.4, 125 V 256 E.4;
Urteile des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E2.4,
9C_135/2021 vom 27. April 2021 E.2.2, 9C_47/2021 vom 18. März 2021
E.5.2.3, 9C_541/2020 vom 1. März 2021 E2.2, 9C_540/2020 vom 18.
Februar 2021 E2.3).
3.3.2. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise grundsätzlich frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss
zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das
Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen,
objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren
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Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die
eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 125
V 351 E.3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231
E.5.1, 125 V 351 E.3a; Urteile des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom
10. Juni 2021 E.3.2, 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E.2.4).
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl.
BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c). Dennoch hat es die
Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer
Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen
(vgl. BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 112 V 30 E.1a).
Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen,
ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange
nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen
(vgl. BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte
von behandelnden Ärzten darf und soll der Richter auch der
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Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen
eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2,
4.4 und 4.5, 125 V 351 E.3a und 3b). Sodann kommt auch den Berichten
und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
sprechen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.4; Urteile des Bundesgerichts
8C_452/2018 vom 5. September 2018 E.4.3, 8C_257/2018 vom 24.
August 2018 E.3.3.3, 8C_715/2016 vom 6. März 2017 E.5.2, 8C_588/2015
vom 17. Dezember 2015 E.2).
4. Vorliegend sind zur Beurteilung des Gesundheitszustands bzw. der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im Wesentlichen die folgenden
medizinischen Unterlagen zu berücksichtigen:
4.1. Im Gutachten der D._ Ostschweiz vom 6. November 2013 wiesen
die Expertin und Experten keine Diagnose mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit aus. Als solche ohne Einfluss darauf nannten sie unter
anderem eine Dysthymia, eine undifferenzierte Somatisierungsstörung
sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge mit histrionischen Anteilen (vgl.
IV-act. 40 S. 18). Zu den funktionellen Auswirkungen führten sie aus, aus
polydisziplinärer Sicht bestehe aufgrund der aktuellen Untersuchungen
keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit weder in den zuletzt
ausgeübten Tätigkeiten noch für ähnlich adaptierte Tätigkeiten. In
psychiatrischer Hinsicht habe nie eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit
bestanden (vgl. IV-act. 40 S. 20).
4.2. Zu der vom 23. Oktober 2019 bis zum 5. November 2019 stattgehabten
stationären Behandlung infolge akuter Fremd- und Selbstgefährdung
wiesen Dr. med. E._, Facharzt für Psychiatrie und
Psychotherapie, und Psychologin F._ von den PDGR
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Anpassungsstörungen (ICD-10 F43.2) als Hauptdiagnose aus. Die
Beschwerdeführerin sei nach einer psychischen Dekompensation, im
Rahmen derer sie mit Suizid gedroht habe, per fürsorgerischem
Freiheitsentzug zugewiesen worden. Sie habe über finanzielle
Schwierigkeiten berichtet, welche letztlich zur Dekompensation
beigetragen hätten. Diese hätten mit Unterstützung des internen
Sozialdienstes und der zuständigen Person des Sozialamts geklärt
werden können. Zur Unterstützung in alltäglichen Belangen sei ein
Kennenlerngespräch bzw. eine regelmässige Betreuung durch eine
ambulante psychiatrische Spitex organisiert worden. Bei Austritt sei die
Beschwerdeführerin freundlich und kontaktfreudig gewesen. Die
Aufmerksamkeit, Gedächtnisleistung und Merkfähigkeit seien
grobkursorisch regelrecht und die Beschwerdeführerin sei
formalgedanklich logisch und kohärent gewesen. Es habe kein Anhalt für
inhaltliche Denkstörungen, Sinnestäuschungen, Ängste und
Zwangsphänomene gegeben. Der Antrieb sei gut und die
Beschwerdeführerin affektiv gut schwingungsfähig und ausgeglichen
gewesen. Insbesondere habe sie sich von Suizidalität distanziert (vgl. IV-
act. 98 S. 134 ff.).
4.3. In seinem Bericht vom 6. Oktober 2020 wies der behandelnde Psychiater
der Beschwerdeführerin, Dr. med. B._, namentlich eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode
(ICD-10 F33.1), sowie eine anhaltende wahnhafte Störung, nicht näher
bezeichnet (ICD-10 F22.9), aus. Zum damaligen Psychostatus hielt er
namentlich fest, die Beschwerdeführerin berichte von
Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit. Das formale Denken sei
logisch und kohärent. Es bestehe eine Grübelneigung sowie leichte bis
mittelgradige Befürchtungen und eine Angst vor der Zukunft. Zwänge,
Sinnestäuschungen und Ich-Störungen würden verneint. Wahn sei in
Form von Verfolgung und Beobachtung vorhanden. Im Affekt bestehe eine
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mittelgradige Störung der Vitalgefühle, wobei die Beschwerdeführerin
wenig schwingungsfähig sei. Es bestehe eine leichtgradige Unruhe und
sozialer Rückzug (vgl. IV-act. 72).
4.4. Am 20. November 2020 berichtete Dr. med. B._ bei den
vorgenannten Diagnosen von einem weitgehend unveränderten
Psychostatus. Dazu hielt er fest, die Beschwerdeführerin sei aus
psychiatrischer Sicht in mehrfacher Hinsicht in ihrer Arbeitsfähigkeit
eingeschränkt. Es liege ein gemischtes klinisches Bild einer depressiven
Symptomatik und einer wahnhaften Störung vor, woraus sich eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit bis Ende Dezember 2020 ergebe.
Prognostisch sei damit zu rechnen, dass die Arbeitsfähigkeit massgeblich
von der depressiven Episode aufgrund der schwierigen Lebensumstände
der Beschwerdeführerin (wohl recte: abhänge und eine weitere
Beeinträchtigung derselben) nicht ausgeschlossen werden könne (vgl. IV-
act. 80 S. 4).
4.5. Mit Bericht vom 14. Januar 2021 führte Hausarzt Dr. med. G._,
Facharzt für Innere Medizin FMH, bei unter anderem diagnostizierter
Anpassungsstörung bzw. chronischer Depression aus, aus seiner Sicht
sei die Beschwerdeführerin zu 100 % für leichte Tätigkeiten arbeitsfähig,
wobei er dazu relativierend festhielt, es entziehe sich seiner Kenntnis,
inwieweit eine eingeschränkte Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischen
Gründen bestehe (vgl. IV-act. 91, 98 S. 138 ff.).
4.6. Im C._-Gutachten vom 4. August 2021 diagnostizierten die
Gutachterinnen und Gutachter eine kleine Paraumbilicalhernie mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Die Diagnosen aus psychiatrischer
Sicht, namentlich eine akzentuierte Persönlichkeit (selbstunsicher,
dysthym, histrionisch) (ICD-10 Z73.1), eine chronische Schmerzstörung
mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) sowie eine
Dysthymia (ICD-10 F34.1) ordneten sie jenen ohne Einfluss darauf zu.
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Dazu führten sie aus, im Gegensatz zum subjektiven Empfinden der
Explorandin seien die meisten Diagnosen nicht derart stark ausgeprägt,
als dass eine namhafte Beeinträchtigung vorliege (vgl. IV-act. 98 S. 10).
Mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit gelangten sie zum Schluss, dass die
Beschwerdeführerin weder in der bisherigen Tätigkeit noch in einer
leidensangepassten Tätigkeit eingeschränkt sei, mindestens seit der
letzten Begutachtung durch die D._ Ostschweiz. Dasselbe hielten
sie mit Blick auf Haushaltstätigkeiten fest (vgl. IV-act. 98 S. 12 f.).
Vorliegend verneinte die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen
Verfügung vom 26. Oktober 2021 das Vorhandensein einer (drohenden)
invalidisierenden gesundheitlichen Beeinträchtigung. Neben der
Abschlussbeurteilung durch Dr. med. H._, Ärztin vom Regionalen
Ärztlichen Dienst (RAD) Ostschweiz, vom 24. August 2021 (vgl. IV-act.
108 S. 8 f.) stützte sie sich dabei insbesondere auf das C._-
Gutachten vom 4. August 2021 ab (vgl. IV-act. 98).
5.1. Im Folgenden ist somit zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht
das polydisziplinäre C._-Gutachten vom 4. August 2021 mit
seinen Feststellungen zur Arbeitsfähigkeit als Grundlage für ihren
Entscheid beigezogen hat oder ob konkrete Indizien gegen dessen
Zuverlässigkeit sprechen. Während die Beschwerdegegnerin dieses als
beweiskräftig erachtet (vgl. Abschlussbeurteilung der RAD-Ärztin Dr. med.
H._ vom 24. August 2021 [vgl. IV-act. 108 S. 8 f.]), hält die
Beschwerdeführerin es für mängelbehaftet.
5.2. Dabei kritisiert sie insbesondere, dass im C._-Gutachten nicht
nachvollziehbar begründet werde, weshalb die von den PDGR gestellten
psychischen Diagnosen (mittelgradige depressive Störung und
anhaltende wahnhafte Störung) unrichtig sein sollen. Dabei übersieht sie
jedoch, dass die C._-Gutachterinnen und -Gutachter sich in ihrer
Beurteilung in Kenntnis der medizinischen Vorakten (vgl. IV-act. 98 S. 18
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ff.), insbesondere auch der Berichte der PDGR (vgl. IV-act. 98 S. 29 ff. und
S. 109 f.), sorgfältig mit ihren gesundheitlichen Einschränkungen
auseinandergesetzt und ihre Schlussfolgerungen gestützt auf die eigenen
klinischen, bildgebenden und laborchemischen Untersuchungen getroffen
haben (vgl. IV-act. 98 S. 43 ff., S. 67 f., S. 88 ff. und S. 117 ff.). Auch
flossen die von der Beschwerdeführerin gemachten Angaben zur
Krankheitsentwicklung und zum jetzigen Leiden in die Gesamtbeurteilung
zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeitseinschätzung mit ein
(vgl. IV-act. 98 S. 8 f., S. 37 ff., S. 63 ff., S. 84 ff. und S. 111 ff.). Die
gutachterlichen Ausführungen in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge sind einleuchtend und die gezogenen
Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand sowie zur
versicherungsrechtlich relevanten Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
nachvollziehbar begründet (vgl. IV-act. 98 S. 10 ff., S. 46 ff., S. 68 ff., S. 91
ff. und S. 121 ff.). Ferner ist das Gutachten für die streitigen Belange
umfassend. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin setzte sich
der psychiatrische Teilgutachter, med. pract. I._, ausdrücklich mit
den Berichten der PDGR, insbesondere jenen von Dr. med. B._,
und den darin gestellten Diagnosen auseinander (vgl. dazu auch
Aktenauszug im psychiatrischen Teilgutachten [IV-act. 98 S. 109 f.]). Dazu
führte er nachvollziehbar aus, dass eine floride depressive Symptomatik –
entsprechend den Berichten von Dr. med. B._ – nicht habe
festgestellt werden können. Wie bereits im polydisziplinären Gutachten
der D._ St. Gallen vom 6. November 2013 stelle sich eine
Dysthymie dar, die vor dem Hintergrund der psychosozialen
Aufwuchsbedingungen der Beschwerdeführerin entstanden sein möge.
Zwischenzeitlich habe auch eine ausgeprägtere depressive Symptomatik
im Sinne einer Anpassungsstörung bestanden, welche zu einer
Hospitalisation bei den PDGR im Jahr 2019 geführt habe (zum damaligen
Zeitpunkt mit der Diagnose "Anpassungsstörung im Rahmen der
psychosozialen Bedingungen", ausagiert durch die Primärpersönlichkeit
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und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit wohl histrionischen Anteilen, wie
schon im Vorgutachten angeführt). Eine "anhaltende wahnhafte Störung,
nicht näher bezeichnet (ICD-10 F22.9)", wie sie in den Berichten von Dr.
med. B._ angeführt werde, habe heute nicht bestätigt werden
können. Das von der Beschwerdeführerin angegebene "Stimmen hören"
in Form von Akoasmen dürfte doch als Pseudohalluzination bezeichnet
werden. Wie die Beschwerdeführerin beschrieben habe und wie zu
explorieren gewesen sei, hätten die Trugwahrnehmungen den Charakter
von Vorstellungen, nicht von Wahrnehmungen, und spielten im
subjektiven und nicht im objektiven Raum. Zudem habe nicht wirklich
etwas Paranoides, sondern ein leibhaftes Bewusstsein (Jaspers)
festgestellt werden können. Das Objekt, dass die Beschwerdeführerin
bezeichne, und das Gefühl, dass jemand hinter ihr sei, sei nicht im
eigentlichen Wahrnehmungsfeld erlebt worden. Es handle sich nach der
Darstellung um eine subjektive Trugwahrnehmung. Hier könne angeführt
werden, dass diese Vorstellungen wohl auch im Rahmen der
Primärpersönlichkeit aufgetreten sein dürften und ihre diagnostische
Wertigkeit als gering einzustufen gewesen sei. Insbesondere hätten keine
Symptome, etwa Erstrangsymptome, die auf eine ausgeprägtere Ich-
strukturelle Störung hinweisen würden, festgestellt werden können. Auch
ergäben sich keine Hinweise für das Bestehen einer
Persönlichkeitsstörung (vgl. IV-act. 98 S. 122).
5.3. Diese Ausführungen erweisen sich im Lichte der erhobenen Befunde als
schlüssig. So ergab die testpsychiatrische Untersuchung mit der Hamilton
Depressions-Skala einen Punktwert von sechs, welcher gegen das
Bestehen einer depressiven Störung spricht (vgl. IV-act. 98 S. 120).
Zudem führte der psychiatrische Teilgutachter aus, es habe sich zu
keinem Zeitpunkt eine depressive Herabgestimmtheit beobachten oder
explorieren lassen. Zwar habe die Beschwerdeführerin etwas dysthym,
sorgenvoll herabgestimmt, geringfügig belastet und teilweise etwas
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betrübt gewirkt, wobei das Lachen anfänglich etwas parathym gewesen
sei. Die Affektivität habe sich aber stabil und situationsadäquat gezeigt
und die Schwingungsfähigkeit sei erhalten gewesen. Zudem sei der
Antrieb nicht reduziert und die Motivation der Beschwerdeführerin
(Neugier, Spontanität, Interesse an den unmittelbaren Gegebenheiten der
Umwelt) vorhanden gewesen. Die Beschwerdeführerin habe ausserdem
der Exploration aufmerksam folgen können, wobei ihre Konzentration im
Verlauf der Untersuchung nicht merklich nachgelassen habe. Hinsichtlich
des Denkens und der Wahrnehmung hielt med. pract. I._
schliesslich fest, die Beschwerdeführerin habe über Pseudohalluzination
berichtet, vorwiegend in Form von Akoasmen sowie leibhaftem
Bewusstsein. Das Denken sei aber flüssig, kohärent sowie zielgerichtet
und -führend gewesen. Es hätten sich keine Anhaltspunkte für formale
oder inhaltliche Denkstörungen ergeben (vgl. IV-act. 98 S. 118 ff.).
5.4. Aufgrund dieser Untersuchungsergebnisse und der vorhandenen
Ressourcen und Belastungsfaktoren (vgl. hierzu IV-act. 98 S. 11 und
S. 126) erscheint es für den hier massgeblichen Zeitraum plausibel, wenn
die Gutachterinnen und Gutachter – insbesondere in psychiatrischer
Hinsicht – weder in der angestammten noch in einer leidensangepassten
Tätigkeit eine quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestierten
(vgl. IV-act. 98 S. 12 f. und S. 126 f.). Im Übrigen liegt es in der Natur der
Sache, dass eine psychiatrische Begutachtung sich nicht auf einen gleich
langen Beobachtungszeitraum stützen kann wie die Berichte
behandelnder Fachleute. Dies allein vermag den Beweiswert einer
Expertise indes rechtsprechungsgemäss nicht zu schmälern (Urteile des
Bundesgerichts 9C_141/2021 vom 8. Juli 2021 E.4.3, 9C_342/2018 vom
19. September 2018 E.2, 8C_380/2017 vom 7. August 2017 E.5,
9C_857/2016 vom 7. Februar 2017 E.3.2.1, 9C_777/2015 vom 12. Mai
2016 E.4.2.2, 9C_556/2015 vom 3. November 2015 E.2.2.1, 8C_819/2013
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vom 4. Februar 2014 E.3.3, 9C_228/2013 vom 26. Juni 2013 E.4.1.5 sowie
9C_671/2012 vom 15. November 2012 E.4.5).
6. Ferner beanstandet die Beschwerdeführerin, dass ihre Deutschkenntnisse
für eine Begutachtung ohne Dolmetscher bzw. Dolmetscherin nicht
ausreichend gewesen seien. Die unterbliebene Übersetzung sei vor allem
im Zusammenhang mit der psychiatrischen Abklärung als gravierender
Fehler zu rügen.
Zwar trifft es zu, dass der bestmöglichen Verständigung zwischen
Gutachter und versicherter Person im Rahmen von psychiatrischen
Abklärungen ein besonderes Gewicht zukommt. Denn dort setzt eine gute
Exploration auf beiden Seiten vertiefte Sprachkenntnisse voraus (Urteil
des Bundesgerichts 9C_295/2021 vom 23. November 2021 E.4.1.1 m.H.).
Dennoch erweist sich der Einwand der Beschwerdeführerin vorliegend als
nicht stichhaltig: Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung zu
Recht vorbrachte, wurde im psychiatrischen C._-Teilgutachten
vermerkt, dass die Beschwerdeführerin sich in Schriftdeutsch mit
fremdsprachigem Akzent äussere und über ausreichende
Sprachkenntnisse für die Untersuchung und Exploration verfüge, wobei
die Stimme gut moduliert und die Sprechweise ohne Auffälligkeiten seien
(vgl. IV-act. 98 S. 118). Die Frage, ob eine medizinische Abklärung in der
Muttersprache der Explorandin oder ob der Beizug eines Übersetzers bzw.
einer Übersetzerin im Einzelfall geboten ist, hat denn auch der Gutachter
im Rahmen sorgfältiger Auftragserfüllung zu entscheiden (Urteile des
Bundesgerichts 9C_295/2021 vom 23. November 2021 E.4.1.1,
8C_226/2012 vom 2. Juli 2012 E.4.1, AHI 2004 S. 143, I 245/00 E. 4.2.1).
Vorliegend ergeben sich keine Hinweise darauf, dass die Aussagekraft
und damit die beweismässige Verwertbarkeit des C._-
Gutachtens durch Verständigungsschwierigkeiten in Frage gestellt wäre.
So beschränkt sich die Beschwerdeführerin darauf, pauschal die
Notwendigkeit einer Übersetzungshilfe zu behaupten, ohne konkret
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darzulegen, inwiefern die Verständigung anlässlich der Begutachtung
nicht funktioniert haben soll. Es finden sich denn auch keine Anhaltspunkte
dafür, dass die Beschwerdeführerin bei der psychiatrischen Exploration
gewisse Fragen nicht verstanden oder an diesen vorbeigeantwortet haben
soll. Soweit überhaupt sprachliche Unzulänglichkeiten existierten (vgl. z.B.
IV-act. 98 S. 113 betreffend Schlafanamnese), waren diese bloss
untergeordneter Natur. Insbesondere vermitteln die anlässlich der
Anamneseerhebung wiedergegebenen Schilderungen der
Beschwerdeführerin den Eindruck, dass die Kommunikationsfähigkeit
nicht beeinträchtigt war (vgl. hierzu IV-act. 98 S. 111 ff.). Dass die
Deutschkenntnisse kein Hindernis für eine verlässliche Begutachtung
bildeten, bestätigen schliesslich auch die allgemeininternistische
Teilgutachterin und den rheumatologischen Teilgutachter. Danach konnte
die sprachliche Verständigung in Deutsch bzw. in Deutsch mit
französischem Akzent erfolgen, wobei keine Einschränkung bestand (vgl.
IV-act. 93 S. 43 und S. 88). Zudem wurde eine ausreichende
Kommunikationsfähigkeit in deutscher Sprache als Ressource
ausgewiesen (vgl. IV-act. 98 S. 42 und S. 87).
Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin ausweislich der Akten bereits
seit Oktober 1994 in der Schweiz bzw. – soweit ersichtlich –
grossmehrheitlich in J._ lebt (vgl. Anmeldungen vom 6. Oktober
2020 [IV-act. 71 S. 1], vom 4. Juni 2019 [IV-act. 51 S. 1] und vom 7.
November 2012 [IV-act. 2 S. 2], undatierter Lebenslauf [IV-act. 12],
Abklärungsbericht Haushalt vom 3. bzw. 5. April 2013 [IV-act. 28 S. 2],
Gutachten der D._ Ostschweiz vom 6. November 2013 [IV-act. 40
S. 6 und 40 S. 19], Scheidungsurteil vom 24. Juni 2004 [IV-act. 13]). Zwar
wurde anlässlich der Begutachtung durch die D._ Ostschweiz im
August 2013 eine Übersetzungshilfe eingesetzt (vgl. IV-act. 40 S. 6, 40
S. 10). Diese wurde indes nur für einen kleinen Teil gebraucht und die
Beschwerdeführerin konnte sich bereits damals in einfachem
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Hochdeutsch unterhalten (vgl. IV-act. 40 S. 6). Zudem geht aus dem
Abklärungsbericht Haushalt vom 3. bzw. 5. April 2013 hervor, dass sich
die Beschwerdeführerin nach Ansicht des für sie zuständigen
Sozialdienstmitarbeiters in deutscher Sprache mitteilen könne (vgl. IV-act.
28 S. 1). Darüber hinaus hielt die Abklärungsperson fest, die
Beschwerdeführerin habe die ihr gestellten Fragen verständlich,
differenziert und adäquat beantworten können (vgl. IV-act. 28 S. 4; ferner
die zahlreichen Bewerbungsschreiben der Beschwerdeführerin [IV-act.
25 f.]). Demnach ist nicht zu beanstanden, wenn die C._-
Gutachterinnen und Gutachter annahmen, dass die Beschwerdeführerin
über ausreichende Sprachkenntnisse für eine Begutachtung auf Deutsch
verfügte, weshalb es anlässlich der (psychiatrischen) Exploration keines
Beizugs einer Dolmetscherin oder eines Dolmetschers bedurfte.
7. Insgesamt ergibt sich daher, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin
und die von ihr angeführten Berichte der PDGR nicht geeignet sind, den
Beweiswert des C._-Gutachtens vom 4. August 2021 zu
schmälern. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die
Beschwerdegegnerin auf die darin ausgewiesene 100%ige
Arbeitsfähigkeit in der angestammten sowie in einer angepassten Tätigkeit
abstellte und im hier massgeblichen Zeitraum das Vorhandensein eines
invalidisierenden Gesundheitsschadens verneinte. Vor diesem
Hintergrund kann auf die beantragte (Rückweisung zur) Einholung eines
neutralen medizinischen (Ober-)Gutachtens verzichtet werden, zumal das
streitberufene Gericht aufgrund der bereits abgenommenen Beweise
seine Überzeugung gebildet hat und annehmen kann, dass diese
Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl.
BGE 144 II 427 E.3.1.3, 141 I 60 E.3.3, 136 I 229 E.5.3, 134 I 140 E.5.3).
8.1. Da insoweit ein Anspruch auf eine Invalidenrente entfällt, erübrigt es sich
auf die (weiteren) Vorbringen zur Bemessung des Invalideneinkommens
einzugehen.
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8.2. Selbst wenn der Invaliditätsgrad anhand der – sich zu Gunsten der
Beschwerdeführerin auswirkenden – allgemeinen Methode des
Einkommensvergleichs berechnet und die Vergleichseinkommen
aufgrund der Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin (vgl. dazu
undatierter Lebenslauf [IV-act. 12] und Auszug aus dem Individuellen
Konto vom 5. November 2020 [IV-act. 76]) gestützt auf den Tabellenlohn
der Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (LSE) ermittelt
würden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_285/2020 vom 15. September
2020 E.4.1 m.H.), ergäbe sich auch beim maximal zulässigen
Tabellenabzug bestenfalls ein solcher von 25 % ([Valideneinkommen von
CHF 56'338.10 {CHF 4'371.-- [LSE 2018, Tabelle TA 1, Total, Frauen,
Kompetenzniveau 1] : 40 x 41.7 [Anpassung an betriebsübliche
Arbeitszeit] x 1.01 x 1.01 x 1.01 [Nominallohnentwicklung] x 12} -
Invalideneinkommen von CHF 42'253.60 {CHF 4'371.-- [LSE 2018,
Tabelle TA 1, Total, Frauen, Kompetenzniveau 1] : 40 x 41.7 [Anpassung
an betriebsübliche Arbeitszeit] x 1.01 x 1.01 x 1.01
[Nominallohnentwicklung] x 12 x 0.75 [Abzug von 25 % vom
Tabellenlohn]}] x 100 : Valideneinkommen von CHF 56'338.10). Dieser
Invaliditätsgrad verleiht keinen Anspruch auf eine Invalidenrente.
9. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.
Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis ATSG ist das
Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um Leistungen aus der
Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.-- bis CHF 1'000.--
festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein
durchschnittlicher Aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Kosten in
Berücksichtigung des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf CHF 700.--
fest. Bei diesem Prozessausgang wird die Beschwerdeführerin
grundsätzlich kostenpflichtig. Allerdings hat sie um unentgeltliche
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Rechtspflege und Verbeiständung ersucht. Da die Voraussetzungen dafür
gegeben sind (vgl. namentlich Bestätigung zur öffentlich-rechtlichen
Unterstützung vom 13. Juli 2021 der Stadt J._), kann dem
Gesuch entsprochen werden. Demzufolge gehen die Gerichtskosten von
CHF 700.-- (vorläufig) zulasten der Gerichtskasse.
Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin machte in seiner Eingabe
vom 11. Januar 2022 insgesamt einen Aufwand von 2.5 Stunden à
CHF 360.-- (CHF 900.--) zuzüglich Auslagen in der Höhe von CHF 20.60
und MWST geltend. Gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verordnung über die
Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte vom
17. März 2009 (Honorarverordnung, HV; BR 310.250) beträgt der
Honoraransatz für den berechtigten Aufwand im Rahmen der bewilligten
unentgeltlichen Vertretung CHF 200.-- pro Stunde. Zudem sind die
Barauslagen mit der praxisgemäss anzuerkennenden Spesenpauschale
von 3 % des Honorars zu veranschlagen (vgl. Urteil des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 2020 67 vom 8.
Dezember 2020 E.7). Insgesamt ist somit eine Entschädigung von CHF
554.65 (2.5 Stunden à CHF 200.-- [CHF 500.--] zzgl. 3 % Barauslagen
[CHF 15.--] und 7.7 % MWST [CHF 39.65]) angemessen.
Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG e contrario).