# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0fb85915-46b5-5745-ba23-0b475b9ba278
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_007
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

dass mit der Beschwerde an das Kantonsgericht die Verletzung des Rechts einschliesslich  oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 77 VRG), aber die Rüge der  vorliegend ausgeschlossen ist (Art. 78 Abs. 2. VRG);
dass vorläufig aufgenommene Personen, die sich seit mehr als fünf Jahren in der Schweiz , ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung stellen können, das von den  Behörden unter Berücksichtigung der Integration, der familiären Verhältnisse und der  der Rückkehr in den Herkunftsstaat vertieft zu prüfen ist (Art. 84 Abs. 5 AIG);
dass bei Härtefallgesuchen von Familien stets die Gesamtsituation aller Familienmitglieder zu  ist, wobei es für eine Gutheissung nicht erforderlich ist, dass sämtliche Personen  der Familie jeweils für sich isoliert betrachtet die Anforderungen an einen Härtefall erfüllen
Kantonsgericht KG Seite 3 von 4
(Urteil BVGer C-930/2009 vom 5. Dezember 2012 E. 5.5; vgl. BOLZLI, Migrationsrecht, 5. Aufl. 2019, Art. 84 N. 14);
dass im vorliegenden Fall mit Verfügung vom 2. Dezember 2019 das Aufenthaltsgesuch des  und seiner Mutter abgelehnt wurde;
dass diese Verfügung nur vom Beschwerdeführer angefochten wurde und daher in Bezug auf seine Mutter in Rechtskraft erwachsen ist;
dass die Verfügung vom 2. Dezember 2019 für den Beschwerdeführer ab seiner Volljährigkeit am 29. August 2020 keine Wirkung mehr hat;
dass die Beschwerde somit als gegenstandlos abzuschreiben ist;
dass die Vorinstanz aber eingeladen ist, das Aufenthaltsgesuch des Beschwerdeführers individuell zu prüfen;
dass ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird (Art. 129 VRG);
dass keine Parteientschädigung geschuldet ist (Art. 137 Abs. 1 VRG);
dass schliesslich zu prüfen ist, ob die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege erfüllt sind. Nach Art. 142 Abs. 1 VRG hat Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wer nicht genügend Mittel besitzt, um ohne Beschränkung des notwendigen Lebensunterhalts für sich oder seine Familie die Kosten eines Verfahrens bestreiten zu können. Die unentgeltliche Rechtspflege wird nach Art. 142 Abs. 2 VRG nicht gewährt, wenn das Verfahren von vornherein aussichtslos erscheint. Dabei sind jene Begehren als aussichtslos anzusehen, bei denen die  beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als  bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich  und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde (vgl. BGE 139 III 475 E. 2.2; neben vielen auch Urteil KG FR 603 2014 184 und 204 vom 10. Dezember 2014 E. 7b);
dass im konkreten Fall die Mutter des Beschwerdeführers auf eine Beschwerde gegen die  vom 2. Dezember 2019 verzichtete und der Beschwerdeführer kein eigenes Recht auf  einer Aufenthaltsbewilligung hatte, sondern das statusrechtliche Schicksal seiner Mutter teilte;
dass die Beschwerde nach dem Vorgesagten als aussichtslos zu bezeichnen ist und demnach das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (601 2020 2) abzuweisen ist;
(Dispositiv auf nachfolgender Seite)
Kantonsgericht KG Seite 4 von 4

## Considerations