# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6cd80599-4594-5ee8-9c9c-3e375c7750c6
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 27. März 2019 reichten die Steuerpflichtigen ihre Steuererklärung 2018 ein. Sie  unter anderem ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemannes von CHF 48'675.- und der Ehefrau von CHF 6'532.- (Code 1.110) sowie Privatkapitalien im Wert von CHF 1'498'869.- und ein Einkommen daraus von CHF 20'510.- (Code 3.210). Des Weiteren  sie zwei Liegenschaften (beide im Kanton Freiburg) im Wert von CHF 389'750.- sowie ein Einkommen daraus (Mietwert) von CHF 14'975.- (Code 3.310).
Mit ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 19. September 2019 berücksichtigte die  des Kantons Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) unter Code 3.310 ein Vermögen von CHF 389'750.- (satzbestimmend: CHF 564'750.-) sowie ein Einkommen von CHF 8'399.- (: CHF 8'399.-). Das steuerbare Vermögen wurde auf CHF 1'419'397.- (satzbestimmend: CHF 1'535'860.-; geschuldete Steuer: CHF 4'683.70) und das steuerbare Einkommen auf Kantonsebene auf CHF 75'019.- (satzbestimmend: CHF 78'368.-; geschuldete Steuer: CHF 5'326.05) und auf Bundesebene auf CHF 78'563.- (satzbestimmend: CHF 78'563.-;  Steuer: CHF 1'011.-) festgesetzt (Code 7.910).
In der interkantonalen Steuerausscheidung vom selben Tag wurde unter Code 8.910 ein  von CHF 1'458'372.- (91.68 Prozent) dem Kanton Freiburg und ein Nettovermögen von CHF 132'372.- (8.32 Prozent) dem Kanton Bern zugewiesen. Beim Nettoeinkommen wurde ein Betrag von CHF 84'376.- (95.73 Prozent) dem Kanton Freiburg und ein Betrag von CHF 3'766.- (4.27 Prozent) dem Kanton Bern zugewiesen.
Gegen diese Veranlagungsanzeige erhoben die Steuerpflichtigen mit Eingabe vom 18. Oktober 2019 schriftlich Einsprache, mit welcher sie unter anderem geltend machten, per 31. Dezember 2018 im Kanton Bern keine Vermögenswerte und kein daraus resultierendes Einkommen gehabt zu haben. Es müsse also keine Steuerausscheidung mehr vorgenommen werden.
Mit Einspracheentscheid vom 31. Dezember 2020 hiess die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache teilweise gut. Sie erwog, dass die Liegenschaft an der C._ in D._ per 1. Januar 2018 veräussert worden sei, womit in der Steuerperiode 2018 keine Besteuerung . Die Liegenschaft am E._ in D._ hingegen sei bis Datum Übergang Nutzen und Schaden am 31. Juli 2018 sowohl betreffend Einkommen wie auch betreffend Vermögen pro rata für 7 Monate des Jahres 2018 steuerpflichtig. Entsprechend sei auch der Schuldzins für 7 Monate zuzugestehen. Die Veranlagungsanzeige werde entsprechend korrigiert. Des Weiteren wies die Steuerverwaltung die Steuerpflichtigen darauf hin, dass eine Steuerausscheidung erfolge, wenn zwei oder mehrere Kantone oder Staaten die Steuerhoheit über eine Person beanspruchen. Mit der Steuerausscheidung würden die Einkünfte und Abzüge sowie die Vermögenswerte und Schulden einer steuerpflichtigen Person auf die Kantone (interkantonale Steuerausscheidung) bzw. Staaten (internationale Steuerausscheidung) aufgeteilt. Danach würden das übrigen  (z.B. Erwerbseinkommen, Renten) sowie die objektmässigen Abzüge (z.B. Berufsauslagen, Beiträge Säule 3a) zugewiesen. Schliesslich würden die quotenmässigen Abzüge (z.B. , Sozialabzüge) entsprechend den Einkommensanteilen verlegt.
B. Gegen den Einspracheentscheid vom 31. Dezember 2020 erhoben die Steuerpflichtigen am 21. Januar 2021 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie beantragen sinngemäss, es sei die Liegenschaft am E._ in D._ von der Veranlagung auszunehmen. Dies
Kantonsgericht KG Seite 3 von 7
deshalb, weil die Liegenschaft bereits im Kanton Bern besteuert worden sei, weshalb sie nicht für den gleichen Zeitraum ein zweites Mal besteuert werden könne.
Der mit Verfügung vom 27. Januar 2021 einverlangte Kostenvorschuss von CHF 800.- wurde am 2. Februar 2021 geleistet.
In ihren Bemerkungen vom 31. März 2021 führt die Vorinstanz aus, dass die Beschwerdeführer ihren Wohnsitz am 21. August 2018 in den Kanton Freiburg verlegt hätten. Als sie am neuen Hauptsteuerdomizil für das Steuerjahr 2018 ordentlich veranlagt worden seien, habe die  keine Kenntnis davon gehabt, dass die Liegenschaft am E._ in D._ erst per 31. Juli 2018 veräussert worden sei. Die interkantonale Steuerausscheidung sei denn auch erst im Verlauf des Einspracheverfahrens erstellt und ihr zugestellt worden. Werde eine beschränkte Steuerpflicht aufgrund von Liegenschaftsbesitz begründet, sei das daraus  Einkommen und Vermögen für die Satzbestimmung zu berücksichtigen. Es liege somit keine interkantonale Doppelbesteuerung vor.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet.

## Considerations

C. Die weiteren Elemente des Sachverhalts werden, soweit für die Urteilsfindung notwendig, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Erwägungen
Prozessuales
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