# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fc592620-4c85-49d8-8856-f0c71aa6e476
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1952
, war
nach seiner
vorzeitigen
Pensionierung
(
Urk.
7/63/1
)
ab dem 1
1.
Juni 2014
auf Abruf
und im Stundenlohn
als
Maler und Bodenleger
für die
Y._
GmbH
tätig
(Urk.
7/1/1, Urk. 7/9
,
Urk.
7/40
, Urk. 7/61/2-3,
Urk.
7/63/1
, Urk. 7/173
)
und als solcher bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am
1
1.
Juni 2016 erlitt er als
Fahrer eines
Personenwagen
s
bei einer Kollision
mit einem Tram
(
Urk.
7/1
, Urk. 7/12
)
eine
AC-Gelenksluxation vom Typ
Tossy
III links
.
Er wurde gleichentags auf der Notfallstation des Universitätsspitals
Z._
konservativ
behandelt (
Urk. 7/24/1).
A
m
1. Juli 2016
erfolgte
während des stationären Aufenthaltes vom 3
0.
Juni bis
4.
Juli 2016 in der Klinik für Unfallchirurgie des
Z._
die operative Versorgung mit
offener Reposition und Transfixation des AC-Gelenkes
(Urk.
7/2
2
,
Urk. 7/29/2-3
).
Am
2.
November 2016 wurde das
Osteosynthese
material
entfernt (OSME;
Urk.
7/57/2-3, Urk. 7/58).
Es
persistierte
n
Beschwerden im
Bereich des
Nacken
s
und
des
Schulter
gürtels links
(Urk.
7/63/2
, Urk. 7/128/2
)
. Die Suva erbrachte für die Unfallfolgen die gesetzlichen Leistungen.
Nachdem die Magnetresonanztomographie
(MRT)
vom
2
6.
Januar 2017 (Urk.
7/80/2-3)
, die Computertomographie (CT) vom 2
0.
Juni 2017 (
Urk.
7/119)
und die im Rahmen der Konsultation vom
7.
August 2017 in der Neurologie der
Klinik
A._
vorgesehene elektrophysiologische
Untersuchung
(
Urk.
7/128)
sowie
eine
Infiltrationsbehandlung
am
Z._
(
Urk.
7/
129
)
wegen jeweils akuten Angst- und Schmerzzuständen des Versicherten nicht
oder nur unvollständig
hat
ten
durchgeführt werden k
ö
nnen
(Urk.
7/129/2)
, wurde
d
er
Versicherte
vom 1
5.
November bis 6.
Dezember 2017 in der Rehaklinik
B._
stationär behandelt. Die Ärzte der Rehaklinik
B._
schlossen
aus unfallkausaler Sicht
unter Berücksichtigung spezieller
-
die
zu schonende
linke Schulter
betreffender
-
Einschränkungen auf eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten und in einer leidensangepassten Tätigkeit (Austrittsbericht vom 6.
Dezember 2017; Urk. 7/156).
Am
2
2.
Dezember
2017
und am 1
8.
Januar 2018 äusserte sich
der Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt fü
r Orthopädie und Traumatologie, hierzu
und zu weiteren Fragen
(
Urk.
7/175/2
, Urk. 7/161/2
).
In der medizinischen Beur
teilung vom
22.
Januar 2018, elektronisch visiert am
25.
Januar 2018, schloss Dr.
C._
auf einen Integritätsschaden von 15
%
(Urk.
7/165/1).
1.2
Am
2
9.
Januar 2018
teilte
die Suva
dem Versicherten mit, dass sie ihre
Heilkos
ten- und Taggeldleistungen per
31. März 2018
einstelle
(Urk. 7/170).
Mit Verfü
gung vom 1
5.
März 2018 sprach die Suva dem Versicherten eine Integritätsent
schädigung basierend auf einer Einbusse von 15
%
zu.
Einen Anspruch auf eine
Invalidenrente
verneinte sie
bei einem Invaliditätsgrad von 5.54
%
(Urk.
7/187
). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom
18. April 2018
Einsprache (Urk.
7/193), welche die Suva m
it
Einspracheentscheid
vom
12
.
Juli
2018 ab
wies
(Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob d
er Versicherte mit Eingabe vom
3.
September
2018 Beschwerde und beantragte, der
Einspracheentscheid
vom
12
.
Juli
2018 sei
bezüglich des Ren
tenanspruchs
aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
ihm eine Rente nach dem
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
zu ent
richten; eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung des medizinischen Sachverhalts, insbesondere zur Erstellung eines unabhängigen Gutachte
n
s zu
seine
r
Arbeitsfähigkeit
an die
Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen
(Urk. 1 S. 2). Die
Beschwerdegegnerin
schloss in der Beschwerdeantwort vom
9
.
Oktober
2018 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk. 6 S. 2). Die Parteien hiel
ten im weiteren Schriftenwechsel (
Replik vom
25
.
Oktober
2018, Urk.
9
S. 2; Duplik vom 3
0
.
November
2018, Urk. 1
2 S. 2) an ihren Anträgen fest
. Am
4.
Dezember 2018 wurde
dem
Beschwerdeführer
die Duplik
zur Kenntnis gebracht
(
Urk.
13)
.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des
UVG
und der Verord
nung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
1.
Juni
2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
2.
2.1
Gemäss Art. 6 UVG werden
soweit das Gesetz nichts
Anderes
bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG nebst dem Vorliegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrec
hts, ATSG) oder einer unfallähn
lichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbi
ndung mit Art. 9 Abs. 2 UVV) vo
raus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht.
2.2
2.2.1
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände,
ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nic
ht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.2.2
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemei
nen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetre
tenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch
das Ereignis allge
m
ein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.3
2.3.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditäts
grades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkom
men, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach Art. 18 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat
die Bemessung des Invaliditäts
grades in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen.
2.3.2
Der Bundesrat hat gestützt auf
Art.
18
Abs.
2 UVG in
Art.
28
Abs.
4 UVV eine besondere Regelung für die Ermittlung des Invaliditätsgrades bei Versicherten getroffen, welche die Erwerbstätigkeit nach dem Unfall altershalber nicht mehr aufnehmen (Variante I) oder bei denen sich das vorgerückte Alter erheblich als Ursache der Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit auswirkt (Variante II). In die
sen Fällen sind gemäs
s
Art.
28
Abs.
4 UVV für die Be
stimmung des Invaliditäts
grades die Erwerbseinkommen massgebend, die ein Versicherter im mittleren Alter bei einer
entsprechenden Gesundheitsschä
digung erzielen könnte
(Urteil des Bundesgerichts 8C_209/2012 vom 1
2.
Juli 2012 E. 2.2).
Dieses liegt nach der Rechtsprechung bei etwa 42 Jahren oder zwischen 40 und 45 Jahren (
BGE 122 V
418
E. 1b; Urteil des Bundesgerichts 8C_209/2012 vom 12. Juli 2012 E. 5.6 mit Hinweis).
Damit wird bei der Invaliditätsbemessung einerseits dem Umstand Rechnung getragen, dass nebst der - grundsätzlich allein versicherten - unfallbedingten Invalidität auch das vorgerückte Alter eine Ursache der Erwerbslosigkeit oder -unfähigkeit bildet. Andererseits wird berücksichtigt, dass die Invalidenrenten der Unfallversicherung bis zum Tod der Versicherten zur Ausrichtung gelangen (
Art.
19
Abs.
2 UVG), wobei sie - in Abweichung von
Art.
17
Abs.
1 ATSG - nach dem Monat, in dem
Männer das 6
5.
und Frauen das 6
4.
Altersjahr vollendet haben, nicht mehr revidiert werden können (
Art.
22 UVG; vgl. BGE 134 V 131
E. 7
). Mit
Art.
28
Abs.
4 UVV soll demnach verhindert werden, dass bei älteren Versicherten zu hohe Invaliditätsgrade resultieren und Dauerrenten zugesprochen werden, wo sie mit Blick auf die unfallbedingte Invalidität eher die Funktion von Altersrenten aufweisen (
BGE 122 V 418
E. 3a
;
zum Ganzen:
Urteil des Bundes
gericht
s
8C_799/2019
vom
1
7.
März 2020
E. 2.3
).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin
führte zur Begründung des
angefo
chtenen Entscheid
es
aus
,
es sei in medizinischer Hinsicht auf die
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit und
Zumutbarkeitsbeurteilung der Ärzte der Rehaklinik
B._
gemäss dem Austrittsbericht vom
6.
Dezember 2017
mit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auch
in der angestammten Tätigkeit
(Urk. 7/156/3) abzustellen
. Dabei seien
weder
diese Ärzte noch der Kreisarzt
Dr.
C._
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausgegan
gen. Dieser Arbeitsfähigkeitsgrad sei lediglich für die Startphase eines Arbeits
versuches festgelegt worden. Da der
Beschwerdeführer
indes am 10. Oktober 2017 ins ordentliche AHV-Alter eingetreten sei, werde er keiner weiteren Erwerbstä
tigkeit - auch nicht in Form eines Arbeitsversuches - nachgehen.
Nach der Recht
sprechung sei in einem solchen Fall kein exakter Einkommensvergleich im Sinne von
Art.
16 ATSG anzustellen und es sei auf den allgemeinen ausgeglichenen Arbeitsmarkt auszuweichen. Diesbezüglich sei d
ie
Zumutbarkeitsbeurteilung der Ärzte der Rehaklinik
B._
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidens
angepassten Tätigkeit massgeblich. Da der
Beschwerdeführer
per Ende Oktober 2017 ordentlich pensioniert worden sei, sei das
Valideneinkommen
aufgrund der vom Bundesamt für Statistik periodisch aktualisierten Lohnstrukturerhebung (LSE) zu ermitteln und für das Jahr 2018 auf
Fr.
70'140.85 festzusetzen. Das Invalideneinkommen sei aufgrund der fünf ausgewählten Blätter der Dokumen
tation von Arbeitsplätzen (DAP) zu bestimmen, die den
gesundheitlichen
Einschränkungen
und den schulischen Qualifikationen
des
Beschwerdeführer
s ange
passte Beschäftigungsmöglichkeiten
, namentlich Tätigkeiten als
Löter
, Montage
arbeiter, Hilfsarbeiter, Prüfer oder Produktionsmitarbeiter,
enthalten
würden und sämtliche Anforderungen, welche das Bundegericht an die DAP-Methode stell
e
, erfüllen würden. Ein Abzug vom so ermittelten hypothetischen Einkommen sei rechtsprechungsgemäss und mit Blick auf
Art.
28
Abs.
4 UVV nicht vorzuneh
men. Der Vergleich des durch die DAP ermittelten Invalidenein
kommens für das Jahr 2018 von
Fr.
66'456.45 mit dem mutmasslichen
Validen
einkommen
von
Fr.
70'140.85 ergebe
einen Invaliditätsgrad von 5,25
%, der keinen Anspruch auf eine Invalidenrente begründe
(
Urk.
2 S. 6 ff.).
3.2
Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor,
m
it den vorliegenden medizinischen Berichten sei keine 100%ige, sondern lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit aus
gewiesen.
Insbesondere seien die Ausführungen im Austrittsbericht der Rehakli
nik
B._
nicht schlüssig,
soweit festgehalten werde,
dass er mit dem dort formulierten Belastungsprofil weiterhin als Maler tätig sein könne. De
nn eine solche Tätigkeit
schliesse
zwangsläufig den Einsatz beider Arme und
dies
auch über Brusthöhe
mit ein
. Mindestens aber wäre aufgrund der Bewegungsein
schränkung links jedenfalls von einer Leistungseinbusse und somit nicht von eine
r
100%igen
Arbeitsfähigkeit
auszugehen, was auch für eine leidensange
passte Tätigkei
t gelte.
Die Annahme einer vollständigen Arbeitsfähigkeit
sei zudem
angesichts der Empfehlung der Ärzte der Rehaklinik
B._
eines Arbeitsversuches im Umfang von 50
%
nicht nachvollziehbar. Auch g
emäss der
kreisärztlichen Empfehlung
wäre
die Arbeit zunächst probeweise in einem Pen
sum von 50
%
aufzunehmen gewesen
. A
ufgrund des Eintritts seines AHV-Alters habe
ferner
nicht ermittelt werden können, inwiefern eine Steigerung
smöglich
keit bestanden
hätte.
Eine
solche
sei aufgrund der starken Bewegungseinschrän
kungen und de
r
persistierenden Schmerzen
weder ausgewiesen, noch überwie
gend wahrscheinlich.
Im Sinne einer Eventualbegründung werde ausserdem geltend gemacht, dass
der medizinische Sachverhalt, welcher dem angefochtenen Entscheid zugrunde gelegt worden sei, unvollständig und von der Beschwerde
gegnerin zu ergänzen
sei
. Denn die
Beschwerdegegnerin
habe
in Verletzung des
Untersuchungsgrundsatz
es nach Art. 43 Abs. 1 ATSG
unzulässigerweise
nicht ermittelt, inwieweit seit der letztmaligen kreisärztlichen Einschätzung einer pro
b
eweisen Arbeitsfähigkeit von 50
% eine Besserung beziehungsweise Steigerung der Arbei
tsfähigkeit eingetreten sei
. Zur
Ermittlung des Invalideneinkommens
sei auf die LSE abzustellen
, d
a die DAP-Profile
, welche von der
Beschwerdegegnerin
ausgesucht worden seien,
keine
Teilzeitarbeit zulassen würden. B
ei einem Pensum von 50
%
sei damit
von
Fr.
33'852.35 auszugehen.
Es
resultiere eine Einkom
mensbusse von
Fr.
36'498.25 und ein Invaliditätsgrad von 52
%
, was einen ent
sprechenden Rentenanspruch begründe. Sofern das Gericht von den Einkommen der DAP-Profile ausgehe, sei für die Ermittlung des Invalidenlohnes nicht auf die durchschnittlichen Löhne
abzustellen
, sondern vom jeweiligen Minimallohn aus
zugehen.
Damit würde
im Jahr 2018
ein Invalideneinkommen von Fr. 59'864.95 und aufgrund der Einkommensbusse von Fr. 10'485.65 ein Invaliditätsgrad von gerundet 15 % resultieren
(Urk.
1 S. 5, Urk. 9).
3.3
3.3.1
Es steht unstrittig fest
, dass der
Beschwerdeführer
beim
Unfall
vom 1
1.
Juni 2016
(
Urk.
7/1, Urk. 7/12)
eine AC-Gelenksluxation vom Typ
Tossy
III links erlitten hat, die am 1. Juli 2016 mit offener Reposition und Transfixation des AC-Gelenkes (Urk. 7/22, Urk. 7/29/2-3) und a
m 2.
November 2016 mit
der Entfer
nung des
Osteosynthesematerial
s
(OSME;
Urk.
7/57/2-3, Urk. 7/58)
operativ
behandelt wurde
.
Die Beschwerdegegnerin hat anerkannt, dass sie für die
se
gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 11. Juni 2016 am linken Schultergelenk grundsätzlich leis
tungspflichtig ist.
3.3.2
Unstrittig ist ausserdem, dass die Beschwerdegegnerin die
Heilkosten- und Tag
geldl
eistungen per
3
1.
März
2018
einstellte (Urk.
7/120
) und den Rentenanspruch prüfte (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG
, Urk. 7/187,
Urk.
2); dies
nachdem der Kreisarzt Dr.
C._
in seiner Stellungnahme vom
2
2.
Dezember 2017 die Einschätzung der Ärzte der Rehaklinik
B._
(
Urk.
7/156/3) bestätigt hat
te
(Urk. 7/157/2), dass von
einer Fortsetzung der Behandlung keine namhafte Bes
serung mehr zu erwar
ten sei. D
er
medizinische Endzustand
im Sinne von Art. 19 Abs. 1 UVG
war mit
hin
erreicht.
Nicht strittig
(Urk. 1 S. 5)
und rechtskräftig
ist sodann
der Entscheid der
Beschwerdegegnerin
in Bezug auf den verfügten
Anspruch
des
Beschwerde
führer
s
auf eine Integritätsentschädigung aufgrund e
iner Integritätseinbusse von 15
% (Urk. 7/187).
3.3.3
Strittig und zu prüfen
bleibt
, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht
einen Anspruch des
Beschwerdeführer
s auf eine Rente
ab
1.
April 2018
aufgrund der Unfallfolgen am linken Schultergelenk
verneint hat.
4.
4.1
4.1.1
Dem Austrittsbericht vom
6.
Dezember 2017, auf den die
Beschwerdegegnerin
in ihrem Entscheid abstellte, ist zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer
vom
15. November bis
6.
Dezember 2017 in der Rehaklinik
B._
zur Beurteilung der
Belastbarkeit und der
Zumutbarkeit einer Erwerbstätigkeit sowie
zur Rehabi
litation (Beweglichkeitsverbesserung der linken Schulter, allgemeiner Belastungs
aufbau der linken Schulter mit allgemeiner
Rekonditionierung
, Schmerzreduk
tion)
in somatischer und psychosomatischer Hinsicht
untersucht und
behandelt wurde (
Urk.
7/156/4-6
).
Subjektiv hätten zum Zeitpunkt des Eintritts eine
schmerzhafte Bewegungs-
und Belastungseinschränkung des linken Schulter
gelenkes, verstärkt bei Elevation des Armes
mit einhergehendem Kraftdefizit der linken oberen Extremität sowie
sehr starke, messerstichartige Schmerzen im Bericht der linken Schulter, des gesamten linken Armes und im Nacken im Vor
dergrund gestanden. Zudem habe der
Beschwerdeführer
über eine Verstärkung der Schmerzen
durch Rotation des Kopfes nach rechts
und bei Elevation des Armes
geklagt sowie über ein intermittierendes Taubheitsgefühl mit Ameisen
laufen des gesamten linken Armes. Er könne nachts schmerzbedingt nicht mehr auf der linken Schulter liegen. Aufgrund der verspannten Schulter-Nacken
muskulatur würden die Schmerzen linksseitig oft bis in den Kopf ziehen. In Ruhe seien die Schmerzen besser tolerierbar. Klinisch lasse sich im Bereich des linken Schultergelenkes bereits
inspektorisch
eine Volumenminderung
der Schultergür
telmuskulatur verifizieren
(
Urk. 7/165/4,
Urk.
7/165/10).
In
somatischer
Hinsicht
wurden
nebst der
AC-Gelenksluxation Typ
Tossy
III links,
eine
Tendinopathie
und
der
Verdacht auf Partialruptur der
Subscapul
a
rissehne
sowie
Myogelose
n
der Schultergürtelmuskulatur
nach dem Unfall vom 11.
Juni
2016 ausserdem
eine arterielle Hypertonie, der Status nach akutem Koronarsyn
drom im Jahr 2003 mit Stent-Ei
nlage (2x) und
anamnestisch ein Schlaganfall zirka 2004 (
Urk.
7/156/1-2
) als Diagnosen festgehalten.
Im Verlauf
der stationä
ren Behandlung
habe eine leichte Verbesserung der Schulterbeweglichkeit links erreicht werden können. Eine deutliche Verbesserung habe im Bereich der Bewe
gungsqualität erzielt werden können. Der
Beschwerdeführer
habe bei den Bewegungsabläufen deutlich weniger
Ausweichbewegungen gezeigt. In B
ezug auf die Kraft habe keine wesentliche Steigerung erreicht werden können
.
E
r habe insge
samt ein auffälliges Schmerz- und Leistungsverhalten gezeigt
und
es habe sich eine erhebliche Symptomausweitung gefunden (Urk.
7/156/5-6)
.
Der
Beschwerdeführer
habe während des Rehabilitations-Aufenthaltes ausserdem eine ängstlich-verunsicherte, depressiv verstimmte und durch Gedankengrübeln sowie Schlafprobleme gekennzeichnete Grundstimmung gezeigt. Im Verhalten seien von medizinisch-physiotherapeutischer Seite Inkonsistenzen beobachtet worden. Das Leistungsverhalten in den Therapien sei mässig und die Kooperation eingeschränkt gewesen. Die biopsychologische Situation sei von ihm als sehr belastend geschildert worden, zum Beispiel seine finanzielle Situation und seine Wohnsituation (er wohne bei seiner Schwester und deren Mann). Zudem hätten unklare Ängste in Bezug auf seine Herzgesundheit bestanden. E
s
seien
ebenfalls zweimal panikartige Reaktionen währen des MRT
aufgetreten
. Eine somatoforme Angstverarbeitung in Bezug auf das Herz (Herzneurose) könne nicht ausgeschlos
sen werden. Insgesamt sei eine Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10 F43.21) zu d
iagnostizieren (
Urk.
7/156/4).
Unter dem Titel Arbeitsfähigkeit/Zumutbarkeit und Eingliederungsperspektive wurde im Austrittsbericht
sodann
festgehalten, die beobachtete erhebliche Symp
tomausweitung sei teilweise
auf
eine psychische Störung zurückzuführen. Die Resultate der physischen Leistungstests seien
deshalb
für die Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise verwertbar.
Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und bildgebenden Abklä
rung sowie den Diagnosen nicht erklären. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich primär auf medizinisch-theoretische Überlegungen, unter Berücksich
tigung der Beobachtungen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm. Die festgestellte psychische Störung begründe aktuell keine arbeitsrelevante Leis
tungsminderung. In somatischer Hinsicht sei aus unfallkausaler
und rein medizi
nisch-theoretischer
Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Maler
und in einer leidensangepassten Tätigkeit gegeben, dies jedoch jeweils nur, wenn Arbeiten mit dem linken Arm, die länger dauernd über der Brusthöhe ausgeführt werden müssten, vermieden werden könnten. Ausserdem
sei ein nur gelegentliches Hantieren von Lasten bis maximal leicht bis mittel
schwer zumutbar.
Es werde für das Vorgehen in beruflicher Hinsicht ein redu
ziertes Pensum am bisherigen Arbeitsplatz mit einer Leistungsprüfung im Betrieb nach zirka vier Wochen empfohlen
(
Urk.
7/156/3).
4.1.2
Der Kreisarzt
Dr.
C._
hie
lt in seiner Stellungnahme vom 2
2.
Dezember 2017
fest, dass
die Tätigkeit im angestammten Beruf als Maler und Bodenleger dem Vorschlag der Rehaklinik
B._
folgend teilweise, nämlich im Sinne eines Arbeitsversuches in einem 50%igen Pensum, möglich sein sollte. Ab
Februar 2018 sei eventuell
mit einer Steigerung
zu rechnen; dies
könne allerdings erst
nach dem Arbeitsversuch beurteil
t werd
en (Urk. 7/157/2).
In der medizinischen Beurteilung des Integritätsschadens vom 2
2.
Januar 2018 hielt
Dr.
C._
zudem
fest, dass
eine deutliche Stufe im AC-Gelenk links ver
bleibe. Die Beweglichkeit des linken Schultergelenkes bleibe auch nach intensiver Rehabilitation unter stationären Bedingungen eingeschränkt. Die aktive Beweg
lichkeit liege in der Anteversion bei 80
%
und in der Abduktion bei 45
%
. Der
Beschwerdeführer
könne die linke Schulter nicht bis zur Horizontalen bewegen
(
Urk.
7/1
65/1
)
.
4.2
4.2.1
Wie sich aus dem Austrittsbericht der Rehaklinik
B._
vom 6. Dezember 2017
(
Urk.
7/156)
ergibt, wurde der
Beschwerdeführer
w
ährend
seines
dreiwöchigen
stationären Aufenthalts in der Rehaklinik
B._
im November und Dezember 2017 allseitig untersucht und seine Leistungsfähigkeit wurde unter Berücksichti
gung der medizinischen
Vorakten
, de
r
geklagten Beschwerden sowie seines Ver
haltens
im Behandlungsprogramm und bei den Leistungstests
eingeschätzt.
Dabei wurde die verbleibende Arbeitsfähigkeit angesichts
der
festgestellten Symptom
ausweitung und des auffälligen Schmerz- sowie Leistungsverhaltens
(Urk. 7/156/5-6
) zutreffend aufgrund der medizinisch-theoretisch objektivierba
ren pathologischen klinischen Befunde,
der
Bildgebung und
der
Diagnosen an der linken Schulter aus unfallkausaler Sicht beurteilt.
Auch wurden die
medizini
schen Zusammenhänge und
die Beur
teilung der medizinischen Situation
detail
liert geschildert und schlüssig begründet.
Die
Beschwerdegegnerin
schlo
ss
daher
zu Recht
(
Urk.
2 S. 8
), dass mit dem Austrittsberic
ht der Rehaklinik
B._
vom
6. Dezember
2017
eine
beweis
kräftige ärztliche Entscheidungsgrundlage
vorliegt, welche
alle rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien
erfüllt
(
vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a
)
.
4.2.2
Was der
Beschwerdeführer
dagegen vorbringt
,
vermag die Einschätzung der Ärzte der Rehaklinik
B._
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit ohne linksseitige länger dauernde Arbeiten über Brusthöhe und
mit nur gelegent
lichem
Hantieren von
maximal
leichten und mittelschweren
Lasten
(Urk.
7/156/3)
nicht in Zweifel zu ziehen.
Namentlich schadet nicht, d
ass
die
B._
-Ärzte
auch die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Maler ebenfalls mit dem Hinweis auf die
se
speziellen Einschränkungen al
s ganztags zumutbar beurteilten. Denn eine
Wiedereingliederung
in die bisherige
Tätigkeit war angesichts des damals
bereits
erreichten
ordentlichen
Rentenalters des
Beschwerdeführer
s
nicht vorgesehen
. D
ie Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wurde
zutreffend
aus rein medizinisch-theoretischer Sicht vorgenommen
, was die Ärzte
im Austrittsbericht
denn auch explizit vermerkten (
Urk.
7/156/3
).
Es kann unter diesen Umständen
offen bleiben
, ob die bisherige Tätigkeit
den Einsatz beider Arme und auch über Brusthöhe bedingt
e
, wie der
Beschwerdeführer
geltend macht.
Entscheidend
ist, dass
die
B._
-Ärzte den
Umfang der Arbeitsfähigkeit und das Belastungsprofil aufgrund der objektivierbaren pathologischen Befunde
,
der klinischen Bildge
bung und der bildgebenden Abklärung sowie der gestellten Diagnosen
schlüssig f
est
ge
legt
haben
.
Dagegen sind die vom
Beschwerdeführer
geklagten Beschwer
den aufgrund der beobachteten Symptomausweitung und Inkonsistenzen nicht
massgeblich
.
Die
Beschwerdegegnerin
ging zur
Invaliditätsbestimmung (
Urk.
2 S. 8 ff.
; vgl. hierzu hernach E. 5
)
im Übrigen
denn auch
nicht
von
einer uneingeschränkten
Arbeitsfähigkeit in der angestammten
Tätigkeit und mithin nicht von der Weiter
führung der bisherigen Einkommensmöglichkeit aus, sondern stellte richtiger
weise einen Einkommensvergleich des hypothetischen Einkommens
ohne unfallbedingte Behinderung
(
Valideneinkommen
)
mit
dem hypothetischen Inva
liden
einkommen
unter Berücksichtigung der
unfallbedingten,
von den
B._
-Ärzten attestierten
Einschränkungen an (
Urk.
2 S. 9 ff.).
4.2.3
Auch aus
der Empfehlung
der
B._
-Ärzte
zur Arbeitsaufnahme in der bisherigen Tätigkeit in einem reduzierten Pensum und zur Leistungsprüfung im Betrieb nach vier Wochen (
Urk.
7/156/3) sowie aus der Einschätzung des Kreisarztes, dass dies im Umfang eines 50%igen Pensums möglich sein sollte, mit Steigerung eventuell ab Februar 2018 (
Urk.
7/157/2), kann der
Beschwerdeführer
nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Wie
die
Beschwerdegegnerin
zutreffend ausführte
(
Urk.
2 S. 8
f
f.)
, ist zur Bestimmung des Invaliditätsgrades
letztlich
die mediz
i
nisch-theoreti
sche Arbeitsfähigkeit
in einer leidensangepassten Tätigkeit
ausschlaggebend und nicht die Empfehlung zum Vorgehen bei der Wiedereingliederung. Der Empfeh
lung der
Ärzte
der Rehaklinik
B._
und des Kreisarztes
zu einem Arbeitsver
such am bisherigen Arbeitsplatz kommt daher und weil der
Beschwerdeführer
im
ordentlichen
Pensionsalter war, weder eine
(beweis-)
rechtliche noch eine prakti
sche
Bedeutung zu.
4.2.4
Auch der Ansicht des
Beschwerdeführer
s, d
ie
attestierte 100%ige
Arbeitsfähigkeit
sei
aufgrund der Bewegungseinschränkung links
selbst in einer leidensangepass
ten Tätigkeit nicht gerechtfertigt
(
Urk.
9 S. 2)
, kann nicht gefolgt werden. Denn eine Bewegungseinschränkung ist beim Belastungsprofil und nicht beim Umfang der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen, wie dies die
B._
-Ärzte zutreffend beachtet haben. Medizinische Hinweise darauf, dass sich daraus eine Leistungs
einschränkung im Sinne etwa eines erhöhten Pausenbedarfs ergibt,
sind
den Akten nicht zu entnehmen.
Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ist mit dem Austrittbericht der Rehaklinik
B._
vom
6.
Dezember 2017 ab diesem Datum
ausgewiesen
.
Der
vom
Beschwerdeführer
geltend gemachte fehlende Nachweis einer
Steigerungsmöglichkeit
der Arbeitsfähigkeit (
Urk.
1 S.
5 f.
) ist daher eben
falls nicht zielführend.
4.3
Die
Beschwerdegegnerin
stellte bei der Invaliditätsgradbestimmung somit zu Recht auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gemäss dem Austrittsbericht der Rehaklinik
B._
vom
6.
Dezember 2017 (
Urk.
7/156
/3
)
ab.
Sämtliche weiteren Vorbringen des
Beschwerdeführer
s führen zu keiner anderen Betrachtungsweise. Namentlich ist eine
Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes nach
Art.
43
Abs.
1 ATSG
nicht auszumachen. Weitere medizinische Abklärungen erübrigen sich daher.
Es ist mithin von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
leichten bis mittel
schweren
Tätigkeit ohne linksseitige länger dauernde Arbeiten über Brusthöhe und mit nur gelegentlichem Hantieren von maximal leichten und mittelschweren Lasten (Urk. 7/156/3)
auszugehen.
5.
5.1
Bei der Beurteilung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG ist die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit allein danach
zu beurteilen, wie sich der Gesundheits
schaden auf dem zu unterstellenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG) auswirkt (
BGE 110 V 273
E. 4b
,
Urteil
e
des Bundes
gerichts
8C_710/2018
vom 30.
Januar 2019 E. 7.1 und
8C_754/2016
vom 28. Februar 2017 E. 3.1
, je mit Hinweisen
)
.
In der Unfallversicherung ist bei der Bemessung der Vergleichseinkommen recht
sprechungsgemäss grundsätzlich von einem Vollzeitpensum auszugehen, unab
hängig davon, ob die versicherte Person vor Eintritt des Gesundheits
schadens teilzeitlich erwerbstätig gewesen war (BGE 119 V 475 E. 2b;
Urteil des Bundes
gerichts 8C_754/2016 vom 28. Februar 2017 E. 3.1
). Denn diesem Faktor wird
bereits dadurch Rechnung getragen, dass aufgrund des geringeren versicherten Verdienstes eine bloss teilzeitlich tätige Person eine kleinere Rente erhalten wird, als eine vollzeitlich erwerbstätige (BGE
135 V 287
E. 3.2).
Der Invaliditätsgrad ist im Folgenden mittels eines Einkommensvergleichs von
Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage ab (hypo
theti
schem) Rentenbeginn im Jahr 2018 zu erheben (vgl. BGE 129 V 222 E. 4.2 in
fine
, 128 V 174, Urteil des Bundesgerichts 8C_61/2018
vom 2
3.
März 2018
E. 6.2).
5.2
5.2.1
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
ist in der Regel entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt
des frühestmöglichen Rentenbe
ginns
(hier ab April 2018)
nach dem Beweisgrad der überwieg
enden Wahrscheinlichkeit als Ge
sunde tatsächlich verdient hätte (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2011 vom 21. Juli 2011 E. 4.1).
Die
Beschwerdegegnerin
hat das
Valideneinkommen
wegen
des Pensionsalters des
Beschwerdeführer
s und des vor dem Eintritt des Gesundheitsschadens unre
gelmässigen
und durchschnittlich geringen
Einkommens (auf Abruf, im Stunden
lohn
, Urk.
7/173,
Urk. 7/186/3
) nach der
vom Bundesamt für Statistik herausge
gebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
des
Jahres 201
4
ermittelt
, und zwar gestützt auf die Tabelle A1 (ganze Schweiz, privater Sektor, Kompe
tenzniveau 1, Position 42-43 Baugewerbe;
Urk. 7/187/2,
Urk. 2 S.
9 f.
)
,
was vom
Beschwerdeführer
nicht beanstandet wurde (
Urk.
1 S. 5 ff.
,
Urk. 9)
.
In der Verfügung vom 1
5.
März
2018
hatte
die
Beschwerdegegnerin
damit ein
Valideneinkommen
von
Fr.
70'350.
60 (Urk. 7/187/2)
errechnet
, im angefochte
nen
Einspracheentscheid
ging sie
dagegen unter Berücksichtigung
der
- korrek
terweise -
spezifischeren
Nominallohnentwicklung
bei
Männer
von einem
solchen
von
Fr.
70'140.85
aus
(
Urk.
2 S. 10). Der
Beschwerdeführer
verwendete in seiner Invaliditätsbestimmung den höheren Betrag (
Urk.
1 S.
5 ff.
).
5.2.2
Die Verwendung des statistischen LSE-Tabellenlohnes ist
aufgrund des ordentli
chen Pensionsalters
des
Beschwerdeführer
s
, das im Zeitpunkt des mutmasslichen Rentenbeginns
erreicht war
,
korrekt
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_9/2017
vom
3.
März 2017
E. 4.1.4)
. R
echtsprechungsgemäss
gilt jedoch, dass
grundsätz
lich
immer die
aktuellsten
statistischen
Daten
zu
verwenden
sind (BGE
143 V 295 E. 2.3, 142 V
178 E.
2.5.8.1). Anstatt der Nominallohnentwick
lung von 2014 bis 2018 ist
das
Valideneinkommen
daher anhand
der
mittlerweile veröffentlich
t
en
LSE des Jahres 201
8
(Tabelle
TA1_tirage_skill_level
, «
Monatlicher Bruttolohn nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau
und Geschlecht, Privater Sektor»)
zu
bestimmen
.
Im Baugewerbe
(Sektor 41-43) betrug der durchschnittliche statisti
sche Lohn im Jahr 2018 bei Männern
Fr.
5'622.-- pro Monat respektive
Fr.
67'464.-- pro Jahr (Kompetenzniveau 1). Unter Berücksichtigung der betriebs
üblichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2018 von 41,3 Stunden pro Woche im Baugewerbe (
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen
, Tabelle
T 03.02.03.01.04.01
, Abschnitt 41-43) resultiert damit ein
Valideneinkommen
im Jahr 2018 von
Fr. 69'656.60 (Fr. 67'464.--
: 40 x 41,3).
5
.3
5.3.1
Kann - wie hier - für die Bestimmung des Invalideneinkommens nicht auf die konkrete beruflich-erwer
bliche Situation abgestellt wer
den, können nach der
Recht
sprechung entweder
ebenfalls die LSE-
Tabellenlöhne oder d
ie
Suva-Doku
mentation von Arbeitsplätzen (DAP) herangez
ogen werden (BGE 139 V 592 E.
2.3, 129 V 472 E. 4.2.1
).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich
ihrer Repräsentativität erlaubt
(BGE 139 V 592 E. 6.3 mit Hinweis).
Rechtsprechungsgemäss sind im Rahmen des DAP-Systems, bei dem aufgrund der ärztlichen Zumutbarkeitsbeurteilung anhand von Arbeitsplatzbeschreibungen konkrete Verweisungstätigkeiten ermittelt werden, Abzüge grundsätzlich nicht sachgerecht. Abzüge sind nur vorzunehmen, wenn zeitliche oder leistungsmäs
sige Reduktionen medizinisch begründet sind. Im Übrigen wird spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren DAP-Profile Rechnung getragen. Bezüglich der weiteren persönlichen und beruf
lichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu einem Abzug führen können, ist darauf hinzu
weisen, dass auf den DAP-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genommen werden kann (BGE 139 V 592 E. 7.3 mit Hinweis).
5.3.2
Die
Beschwerdegegnerin
ermittelte
das Invalideneinkommen
aufgrund von fünf
ausgewählten DAP-Blättern ausgehend vom durchschnittlichen, zwischen dem Minimum und Maximum liegenden
,
mittleren Lohn der fünf Tätigkeiten
im Jahr 2017 unter Berücksichtigung der Teuerungszulage von 0.5
%
bis im Jahr 2018
(
Urk.
7/179/1
, Urk. 2 S. 10 f.
).
Der
Beschwerdeführer
wendet dagegen ein,
weil
die von der Beschwerdegegnerin ausgesuchten DAP-Profile keine Teilzeitarbeit zulassen würden, sei für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf die LSE abzustellen
und b
ei einem Pen
sum von 50
%
von
Fr.
33'852.35 auszugehen.
Damit
resultiere eine Einkommens
busse von
Fr.
36'498.25
und ein Invaliditätsgrad von 52
%
. Z
umindest
sei bei den DAP-Profilen
auf die konkreten Umstände innerhalb der Spannbreite von Minimal- und Maximallohn Rücksicht zu nehmen, namentlich auf seinen beruflichen Werdegang, sein fortgeschrittenes Alter und seinen Migrationshintergrund, die dadurch bedingte erschwerte Arbeitssuche, die in den Profilen erwähnte Einar
beit
ung
szeit und die Auswirkung der Arbeitserfahrung auf die Höhe der Löhne sowie auf die durch die anhaltenden Schmerzen bedingte verminderte Arbeits
leistung. Diese Umstände wären beim
Beizug
der LSE-Löhne zu berücksichtigen gewesen. Folglich könne für die Ermittlung des Invalidenlohnes mit DAP-Profilen nicht auf die durchschnittlichen Löhne abgestellt werden, sondern es sei vom jeweiligen Minimallohn auszugehen. Auch ein Versicherte
r
mittleren Alters wäre mit den bei ihm vorhandenen Einschränkungen im Übrigen nicht in der Lage, das durchschnittliche Einkommen zu erzielen.
Damit würde
im Jahr 2018
ein Invali
deneinkommen von Fr. 59'864.95 und aufgrund der Einkommensbusse von Fr. 10'485.65 ein Invaliditätsgrad von gerundet 15
% resultieren (
Urk.
1 S. 6 f.,
Urk.
9 S. 2).
5.3.3
Die
Beschwerdegegnerin
hat fünf DAP-Profile ausgewählt
(
Urk.
7/179/10-29)
, welche dem hier geltenden, ärztlich festgelegten Belastungsprofil (ohne links
seitige länger dauernde Arbeiten über Brusthöhe und mit nur gelegentlichem Hantieren von maximal leichten und mittelschweren Lasten; Urk. 7/156/3)
ent
sprechen.
Der
Beschwerdeführer
bringt dagegen respektive zu den körperlichen Anforderungen der ausgewählten DAP-Tätigkeiten im Einzelnen denn auch nichts vor. Da wie hiervor ausgeführt (E. 4.3) von einem 100%igen Pensum aus
zugehen ist, ist entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführer
s zudem nicht zu beanstanden, dass bei vier der fünf ausgewählten Tätigkeiten Teilzeitarbeit nicht (
Urk.
7/179/10, Urk. 7/179/26) oder nur mit einem 60- oder 80%igen Pensum (Urk. 7/179/14, Urk. 7/179/22) möglich ist.
Des Weiteren liegen die
Angaben über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebe
nen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den
Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe
vor (Urk. 7/179/1-8)
.
Die rechtsprechungsgemässen Anforderungen zur Verwendung der DAP
(BG
E 139 V 592 E. 6.3 mit Hinweis) sind somit erfüllt.
Es ist
daher
nicht zu beanstan
den, dass die Beschwerdegegnerin zur Bestimmung des Invalideneinkommens nicht auf die LSE-Tabellenlöhne, sondern auf die
Löhne gemäss den Angaben der ausgewählten
DAP-
Profile
abstellte.
5.3.4
Zur
strittige
n
Frage, ob
anstatt
vom jeweiligen
Mittelwert
der
Lohnangaben gemäss den
ausgewählten DAP-
Blättern
vom
Lohnm
inimum auszugehen sei, hat die
Beschwerdegegnerin
zutreffend darauf hingewiesen (Urk. 2 S.
11 f.
)
, dass
Abzüge
im Rahmen des
DAP-Systems
grundsätzlich nicht sachgerecht
sind
(
BGE 139 V 592 E. 7.3
). Hier sind denn auch w
eder
zeitliche
noch
leistungsmäs
sige Reduktionen medizinisch begründet
und den spezifischen Leistungsein
schränkungen wurde durch Auswahl der einzelnen
zumutbaren
DAP-
Profile
Rechnung getragen
.
Auch hat die
Beschwerdegegnerin
richtig
erkannt
(Urk.
2 S. 11)
, dass
wegen des Pensionsalters des
Beschwerdeführer
s
in Anwendung von
Art.
28
Abs.
4 UVV
von einem mittleren
Alter
auszugehen
ist
(
BGE 122 V 418 E.
1b
, Urteil des Bun
desgerichts 8C_209/2012 vom 1
2.
Juli
2012 E. 2.2, E. 5.3 und E. 5.6; vgl.
E.
2.3.2 hiervor)
und
daher
das
fortgeschrittene Alter
des
Beschwerdeführer
s
entgegen seiner Ansicht
(Urk. 1 S. 7)
bei der Bemessung des Invalideneinkommens
nicht
lohnmindernd
zu berücksichtigen ist.
Bezüglich des
Migrationshintergrundes und des
beruflichen Werdegang
es
, welche der
Beschwerdeführer
als weitere lohnmindernde persönliche Merkmale nannte,
ist den Akten zu entnehmen, dass
der
Beschwerdeführer
im Ausland die Berufs
lehre als Maler abgeschlossen hat, seit 1978 in der Schweiz lebt, seither als Maler tätig war, die schweizerische Nationalität erworben hat und über gute Deutsch
kenntnisse verfügt (
Urk.
6/156/11).
Dieser persönliche Hintergrund steht den aus
gewählten DAP-Arbeitsplätzen
und den angegebenen mittleren Lohnniveaus
nicht entgegen. Denn die
betreffenden
Tätigkeiten (Produktions-, Montage-, Hilfsarbeiter, Prüfer und
Löter
) erfordern keine
spezifische
Ausbildung, Berufser
fahrung oder Vorkenntnisse.
Bei zwei der fünf DAP-Profile können die
für die Tätigkeit
nötigen Kenntnisse
durch eine
Anlehre
von sechs Monaten
(Urk.
7/179/14, Urk. 14/179/17) respektive ein bis drei Monaten (Urk. 7/179/22, Urk. 7/179/25
)
erworben werden
, bei den restlichen drei DAP-Profilen genügt die Grundschule
und eine Einarbeitungszeit von wenigen Wochen
oder Monaten
(
Urk. 7/179/10,
Urk. 7/179/13,
Urk. 7/179/18,
Urk. 7/179/21,
Urk. 7/179/26, Urk. 7/179/29)
.
Da der
Beschwerdeführer
sowohl über
eine abgeschlossene Lehre
in einem
handwerklichen B
eruf
als auch
über
langjährige
praktische
Erfahrung in einem
solchen
in der Schweiz verfügt
, ist
davon auszugehen, dass er die aus
gewählten einfachen Tätigkeiten nach einer kurzen Einführung ausüben und
dass
er
jedenfalls auf dem für ihn in Frage kommenden Arbeitsmarkt
-
auch
unter
Berücksichtigung der eingeschränkten Schulterbeweglichkeit und -belastbarkeit
links
sowie bei Annahme eines mittleren Alters
-
mit einem durchschnittlichen Lohn rechnen
könnte
.
Es ist
daher
nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
auf
den Mittel
wert
und nicht auf
das jeweilige
Minimum der Löhne
abstellte, zumal das Bundesgericht wiederholt
festgestellt
hat
, dass zur Festlegung des Invalidenein
kom
mens grundsätzlich vom Mittelwert der Durchschnittslöhne der fünf ausge
wähl
ten und
- wie hier -
repräsentativen DAP-Blätter auszugehen ist (
Urteil des Bun
desgerichts 8C_161/2009 vom
6.
Oktober 2009 E. 3.2 mit Hinweisen
).
5.3.5
Mit der vorliegenden
DAP
-Dokumentation hat die Beschwerdegegnerin den Beweis für das zumut- und erzielbare hypothetische Invalideneinkommen
nach dem Gesagten
rechtsprechungsko
nform und ausreichend erbracht.
Basierend auf den Er
hebungen der Beschwerdegegnerin
und der Durchs
chnittsberechnung (
unter Berücksichtigung der allgemeinen Nominallohnentwicklung von 0.5
%
bei Männern von 2017 bis 2018 bezüglich vier DAP-Lohnangaben aus dem Jahr 2017;
Urk.
7/179/1
;
Tabelle
T1.1.10
,
Nominallohnindex, Männer
)
ist
daher mit ihr
v
on einem Invalideneinkommen von
Fr.
66'456.45 im Jahr 2018
auszugehen.
5.4
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr. 69'656.60
mit dem Invalidenein
kommen von
Fr.
66'456.45
erg
ibt eine Einkommenseinbusse von
Fr.
3'200.15
und damit einen
Invaliditätsgrad von rund 5 %.
Die
Beschwerdegegnerin
hat den Anspruch auf eine Invalidenrente in Anwen
dung von
Art.
18
Abs.
1 UVG (in der bis Ende 2016 gültig gewesenen Fassung)
somit
zu Recht verneint.
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.