# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 91110122-c24a-4691-bb11-72321dca4658
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2004
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Y. wurde mit Arbeitsvertrag vom 1. August 2001 als Allrounderin im Gastwirtschaftsbetrieb von X. (Restaurant A. in B.) angestellt. Der auf unbestimmte Zeit abgeschlossene Vertrag wurde lediglich seitens des Arbeitgebers unterzeichnet und richtete sich inhaltlich nach den Bestimmungen des am 1. Oktober 1998 in Kraft getretenen Landes-Gesamtarbeitsvertrages des Gastgewerbes (L-GAV 98); aufgeführt wurden unter anderem eine wöchentliche Arbeitszeit von 42 Stunden sowie ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 3'000.--. Nachdem die Arbeitnehmerin am 24. März 2002 ihre Arbeit verrichtet hatte, erkrankte sie und nahm diese in der Folge nicht wieder auf. Am 27. März 2002 orientierte der Ehemann der Berufungsklägerin den Arbeitgeber über die Abwesenheit seiner Ehefrau. Mit Schreiben vom 10. April 2002 teilte der Berufungsbeklagte Y. mit, dass er bis dato noch kein ärztliches Zeugnis erhalten habe. Er gehe deshalb davon aus, sie wolle die Arbeit nicht wieder aufnehmen und habe die Stelle fristlos gekündigt.
B. Mit Schreiben vom 25. April 2002 liess die Arbeitnehmerin durch den von ihr in der Zwischenzeit beigezogenen Rechtsvertreter verlauten, dass eine fristlose Kündigung ihrerseits nicht vorliege, vielmehr gelte sie nach wie vor als krank und habe demgemäss Anspruch auf Lohnfortzahlung. Die Arbeitsaufnahme erfolge nach eingetretener Genesung. Als Beilagen wurden zwei Arztzeugnisse vom 25. März 2002 und vom 18. April 2002 erwähnt, welche die Krankheit bestätigen sollten. In der Folge kam es zu keinen weiteren Arbeitseinsätzen. Schliesslich forderte Y. den Berufungsbeklagten zur Bezahlung ausstehender Lohnguthaben auf. Da sich die Parteien nicht zu einigen vermochten, stellte Y. am 29. April 2003 beim Kreisamt Davos den Antrag um Durchführung eines Sühneverfahrens. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 20. Mai 2003 wurde der Leitschein bezogen und mit Prozesseingabe vom 6. Juni 2003 ans Bezirksgericht Prättigau/Davos prosequiert. Das Rechtsbegehren lautete:
"1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin aus dem Arbeitsvertrag vom 1. August 2001 CHF 28'247.20 zu zahlen, unter Abzug der im Vertrag aufgeführten Sozialversicherungsbeiträge (AHV/IV/EO, ALV, NBU, Krankengeldversicherung, Beitrag für die berufliche Vorsorge) von CHF 40’934.70, zuzüglich 5% Zins vom Nettobetrag seit dem 1.8.2002.
2. Der Beklagte sei gestützt auf Art. 323b Abs. 1 OR zu verpflichten, der Klägerin für die Monate August 2001 bis Juli 2002 schriftliche Lohnabrechungen zu übergeben.
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3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten des Beklagten.“
C. Im Rahmen seiner Prozessantwort vom 19. Juli 2003 beantragte der Beklagte kostenfällige Abweisung der Klage.
D. In ihrem Urteil vom 4. Dezember 2003, mitgeteilt am 19. Januar 2004, kam die Vorinstanz zu folgendem Erkenntnis:
"1. Die Klage der Y. gegen X. wird teilweise gutgeheissen und X. wird verpflichtet, Y. netto Fr. 7'120.30 zu bezahlen.
2. Die Kosten des Kreispräsidenten Davos in Höhe von Fr. 200.00 gehen zulasten der Kreiskasse Davos. Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 3'000.00 - einem Interessenwertzus. von (2% von Fr. 28'000.00)Fr. 560.00 - Schreibgebühren von Fr. 607.00 - Barauslagen von Fr. 80.00 total somit von Fr. 4'247.00
gehen zulasten der Gerichtskasse (Art. 343 Abs. 2 OR in Verbindung mit Art. 343 Abs. 3 OR).
3 Y. wird verpflichtet, X. ausseramtlich mit Fr. 4'700.00 (inkl. Spesen, Interessenwertzuschlag und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations