# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 83838e4a-399e-583b-8b97-546cc52fcc79
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1951, erlitt am
7.
Oktober 1998 einen Un
fall (vgl.
Urk.
14/2.1). Mit Verfügung vom
6.
Dezember 2001 sprach ihr die Basler Versicherungs AG ein
e
Invalidenrente entsprechend einer Erwerbsein
busse von 50
%
zu (
Urk.
14/5.31).
1.2
Mit Verfügung vom 1
3.
Juli 2011 setzte die Basler
- ausgehend von
einem
im Auftrag der Invalidenversicherung von den Ärzten des
Y._
erstatteten Gutachten (
Urk.
14/
7/82/1-51
) -
den Invalidi
täts
grad mit Wirkung ab
1.
August 2011 auf 18
%
herab (
Urk.
14/5.49). Die dage
gen am 1
4.
Juli und 2
2.
August 2011 erhobene Einsprache (
Urk.
14/5.53-54
=
Urk.
3/4
) wies die Basler am
8.
März 2013 ab (
Urk.
14/5.62 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
9.
April 2013 Beschwerde
gegen den Einsprache
ent
scheid vom
8.
März 2013 (
Urk.
2) und beantragte zur Hauptsache, dieser sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin die bisherige Invalidenrente zu gewähren (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1).
Die Basler beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
August 2013 (
Urk.
13) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom
3.
September 2013 wurde das Gesuch um unentgelt
liche Rechtsvertretung (vgl.
Urk.
1 S. 2
Ziff.
4) abgewiesen (
Urk.
15).
3.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, hob die bisher ausgerichtete
ganze Invalidenrente (vgl.
Urk.
13a/75) mit Verfügung vom
3.
Juni 2011 bei einem Invaliditätsgrad von nunmehr 27
%
auf (
Urk.
13a/96). In Gutheissung der dagegen erhobene
n
Beschwerde hob das hiesige Gericht
diese Verfügung
im Verfahren Nr. IV.2011.00705 mit Urteil vom 1
8.
Dezember 2012
(
Urk.
14/5.58 =
Urk.
3/3)
mit der Begründung auf, die IV-Stelle habe es unter
lassen, die Frage der zumutbaren Selbsteingliederung ernsthaft und umfassend zu prüfen oder der Beschwerdeführerin diesbezüglich Hilfestellungen anzubieten (S. 5 f. E. 2.3).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi
sionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
In Abweichung zu
Art.
17
Abs.
1 ATSG kann die Invalidenrente der Unfall
versi
cherung nach dem Monat, in dem Männer das 6
5.
und Frauen das 6
2.
Altersjahr vollendet haben, nicht mehr revidiert werden (
Art.
22 des
Bundesgesetz
es über die Unfallversicherung, UVG; BGE 134 V 131).
1.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2)
davon aus, den Gesundheitszustand betreffend sei auf das
Y._
-Gutachten abzustellen (S. 2
Ziff.
3
) und beim Invalideneinkommen dürften reduzierte Arbeitsfähigkeit und Leidensabzug nicht doppelt berücksichtigt werden (S. 2
Ziff.
5), womit ein Inva
liditätsgrad von gerundet 18
%
resultiere (S. 3
Ziff.
6).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) auf den Standpunkt, auf ein
Y._
-Gutachten könne grundsätzlich nicht abge
stellt werden; zudem stelle die Beurteilung im
Y._
-Gutachten lediglich eine andere Würdigung des gleichgebliebenen medizinischen Sachverhalts dar (S. 3
Ziff.
4, S. 5
Ziff.
4). Ferner habe die Beschwerdegegnerin den leidensbedingten Abzug zu Unrecht nur auf 10
%
festgesetzt (S. 4 f.
Ziff.
3).
2.3
Strittig und zu prüfen
sind
som
it die Beurteilung des Arbeitsfähigkeit und die Invaliditätsbemessung.
3.
3.1
Die Rentenzusprache im Jahr 2001 basierte auf dem Gutachten, das die Ärzte der Medas
Z._
am
3
1.
Juli 2000 im Auftrag der Beschwerdegegnerin erstattetet hatten (
Urk.
14/4.1).
Im genannten Gutachten wurden folgende Diagnosen mit wesentlicher Ein
schränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 12 f.
Ziff.
4.1):
Commotio cerebri et labyrinthi rechts
7.
Oktober 1998
zervikales Schmerzsyndrom bei zervikospondylogenem und zervikoze
phalem Syndrom bei Status nach HWS-Distorsion am
7.
Oktober 1998, artikuläre Reizung möglich
posttraumatische Periarthropathia humeroscapularis rechts, Rotatoren
manschettenruptur möglich
thorakospondylogenes Syndrom mit Verdacht auf Rippenblockierungen
posttraumatische geringgradige Innenohrschwerhörigkeit rechts mit coch
lea-mechanischem Tinnitus
zentral vestibuläre Funktionsstörung mit
zerviko-
propriozeptiver Schwin
delkomponente
chronifizierte, leicht depressiv gefärbte Anpassungsstörung etwas histrio
nischer Prägung; ICD-10 F43.21
anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ICD-10 F45.4
multifaktoriell bedingte leichte kognitive Funktionsstörung bei Status nach Commotio cerebri am
7.
Oktober 1998
Zur Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, sie schätzten die Arbeitsfähig
keit in der angestammten bisherigen Tätigkeit als Hilfsarbeiterin (Verpackerin in einer Käse-Firma) auf 50
%
der Norm, wobei für die Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit vor allem die rheumatologischen und weniger die psychiatrischen Befunde bestimmend seien (S. 23
Ziff.
5.1).
Auch für jede andere vergleichbare Arbeit schätzten sie die Arbeitsfähigkeit auf 50
%
der Norm (S. 13
Ziff.
5.2).
3.2
Am
5.
April 2002 erstatteten die Ärzte der Medas
Z._
ein Folgegut
achten (
Urk.
14/4.2). Sie stellten nunmehr folgende Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der zum
utbaren Arbeitsfähigkeit (S. 12
Ziff.
4.1):
Residuen nach Unfall vom
7.
Oktober 1998 mit Kopfkontusion, Commo
tio cerebri et labyrinthi und HWS-Distorsion
chronisches zervikozephales Schmerzsyndrom bei fortgeschrittener Oste
ochondrose C6/7, bei Fehlhaltung und Fehlform der Halswirbel
säule (HWS) und bei myofaszialem Reizzustand
chronische Kopfschmerzen vom Spannungstyp
posttraumatische Periarthropathia humeroscapularis (PHS) rechts
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom
anhaltende somatoforme Schmerzstörung
Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen
ausgeprägtes lumbales Schmerzsyndrom
lumbale Hyperlordose, linkskonvexe Torsionsskoliose
Segment-Degeneration L4/5, geringgradig auch L3/4
In der zusammenfassenden Beurteilung führten die Gutachter unter anderem aus, leider sei es bei der Beschwerdeführerin anstelle der im Gutachten von 2000 erhofften Besserung zu einer progredienten Verschlechterung gekommen; diese sähen sie zum grössten Teil nicht als Unfallfolge an (S. 11 unten).
Zur Arbeitsfähigkeit führten
sie
aus, die früher ausgeübte Tätigkeit in der Käse
fabrik sei laut Angaben der Versicherten glaublich eine körperliche Schwerar
beit; in dieser Tätigkeit sei sie nur noch zu 25
%
arbeitsfähig. Limitierend wirk
ten sich sowohl Unfallfolgen wie auch unfallfremde Störungen aus (S. 12
Ziff.
5.1).
Der Beschwerdeführerin seien leichte und auch mittelschwere Frauenarbeiten noch zu 40
%
zumutbar. Limitierend wirkten sich hier vorwiegend die psychi
atrischen Befunde aus, bezüglich mittelschwerer Arbeit auch die rheumatologi
schen Einschränkungen. Als Hausfrau erachteten sie die Beschwerdeführerin als zu 60
%
arbeitsfähig (S. 13
Ziff.
5.2).
4.
4.1
Am 2
0.
Februar 2011 erstattete
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Innere Medi
zin FMH, Chefarzt,
Y._
ein Gutachten im Auftrag der Invalidenversicherung (
Urk.
14/
7/
82/1-51)
. Er stützte sich auf die ihm überlassenen Akten (S. 2 ff.), die Angaben der Beschwerdeführerin (S. 16 ff.), die von ihm am 1
1.
November 2010 erhobenen Befunde (S. 20 ff.) sowie ein orthopädisch-rheumatologisches (S. 23 ff.; vgl.
Urk.
14/7/82/52-61), ein neuro
logisches (S. 33 ff.; vgl.
Urk.
14/7/82/62-67) und ein psychiatrisches (S. 37 ff.; vgl.
Urk.
14/7/82/68-71) Teilgutachten.
4.2
Der Gutachter nannte folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 41
Ziff.
6.1):
cervikospondylogenes Schmerzsyndrom mit / bei:
geringgradigen degenerativen Veränderungen C5 bis Th1 und begin
nen
der Atlantodental-Arthrose
muskulärer Insuffizienz und myofascialer Dysbalance Halswirbelsäule und Schultergürtel
Zustand nach Schädelkontusion mit Commotio cerebri am
8.
Oktober 1998
Fingerpolyarthrose vom Heberden-Typ mit / bei:
Rhizarthrose beidseits
mässiger Radius-Dysplasie beidseits, links ausgeprägter als rechts
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte der Gutachter (S. 41
Ziff.
6.2):
Migräne, Differentialdiagnose (DD): chronische Spannungskopfschmer
zen
geringgradige Skoliose Brustwirbelsäule (BWS) mit geringen degenerati
ven Veränderungen
rezidivierende Lumbalgien bei geringen degenerativen Veränderungen der Lendenwirbelsäule und geringgradiger Lumbalskoliose
Adipositas Grad I
behandelte arterielle Hypertonie
Status nach Hashimoto Thyreoiditis
4.3
In seiner Beurteilung führte der Gutachter aus, aus internistischer Sicht lasse sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (S. 45 f.). Bei der rheumatologischen Untersuchung finde sich eine muskuläre Insuffizienz im Bereich der Hals- und Schultergürtelmuskulatur mit myofaszialer Dysbalance (S.
46 oben). Die neurologische Untersuchung ergebe keinen ausreichenden An
halt für eine behindernde Läsion am zentralen oder
peripheren Nervensystem,
der Wirbelsäule sowie den paravertebralen Strukturen. Demgegenüber bestün
de
n
sichere - näher dargelegte - Hinweise auf eine bewusstseinsnahe de
monstra
tive Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden (S. 47). Aus psychiatrischer Sicht könne keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründet werden (S. 47 unten).
Zusammenfassend sei die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit als Verpackerin zu 80
%
arbeitsfähig. Leichte und mittlere Arbeiten im Wechsel von Gehen, Stehen und Sitzen seien ihr noch zu 90
%
zumutbar (S. 48
Ziff.
7.4).
4.4
Orthopädisch-rheumatologisch habe sich nach objektivierbaren Kriterien der Zustand gegenüber 2002 insbesondere hinsichtlich der Bewegungsausmasse und Funktion im Bereich der Halswirbelsäule und der Schultern
deutlich verbessert. Aufgrund der aktuellen Untersuchungsbefunde liessen sich lediglich degene
rative Veränderungen am Bewegungsapparat objektivieren, welche nur gewisse qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bedingten, so dass sogar die zuletzt ausgeübte Tätigkeit medizinisch-theoretisch mit einem Pensum von 80
%
zumutbar wäre. Aus psychiatrischer Sicht fänden sich derzeit keine psy
chopathologischen Befunde, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen könnten, so dass im Vergleich zu den Befunden von 2002 von einer deutlichen Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen sei. Seit wann genau diese Verbesserung eingetreten sei, lasse sich aufgrund der spärlichen Aktenlage nicht mit Sicherheit rekonstruieren; somit gelte die jetzige Einschätzung der zumutbaren Restarbeitsfähigkeit ab dem Zeitpunkt der aktuel
len Begutachtung (S. 49 oben, S. 50 f.
Ziff.
8).
5.
5.1
Der Standpunkt der Beschwerdeführerin, „dass ein
Y._
-Gutachten im UVG-Bereich weder formell noch materiell geeignet ist, eine schlüssige Beurteilung abzugeben“ (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
4), bezieht sich nicht substantiiert auf das vorlie
gende
Y._
-Gutachten, sondern negiert pauschal die Beweistauglichkeit
von
Y._
-
Gutachten.
Die als Beleg
dafür
angeführte ärztliche Mitteilung aus dem Suva-Ärzteteam Unfallmedizin (
Urk.
3/5)
hat ebenfalls keinerlei Bezug zum vorliegenden Fall, stammt sie doch aus dem Jahr 2002 und betrifft ein damals erstattetes
Y._
-Gutachten.
Weitere Ausführungen
zu
derart unbelegten und pauschalen Vorbringen erübri
gen sich.
5.2
Sodann machte die Beschwerdeführerin geltend, im
Y._
-Gutachten werde ein unveränderter medizinischer Sachverhalt lediglich anders gewürdigt, habe doch der Gutachter
ausgeführt, „dass die damalige Beurteilung in rheumatologischer und neurologischer Hinsicht nicht akzeptabel sei“ (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
4)
.
Eine solche Aussage findet sich im gesamten Gutachten nicht. Vielmehr wurde im Gutachten - nebst den bereits bei den gestellten Diagnosen ersichtlichen Unterschieden - ausdrücklich und mit entsprechender Begründung dargelegt, dass sich der Zustand in orthopädisch-rheumatologischer wie auch in psychiat
rischer Hinsicht deutlich gebessert habe. Als Zeitpunkt, ab
welchem diese Ver
besserung anzunehmen sei, wurde jener der Begutachtung genannt (vorstehend E. 4.4).
Darüber hinaus findet sich einzig die Formulierung „dass wir mit den arbeitsre
levanten Einschätzungen der rheumatologischen und neurologischen Kollegen in den bisherigen gutachterlichen Stellungnahmen nicht konform gehen kön
nen. Sie sind unseres Erachtens durchgängig bezüglich Arbeitsunfähigkeit zu hoch gegriffen.“ (S. 50 Mitte).
Diese Formulierung bringt tatsächlich eine andere Einschätzung des in früheren Gutachten beurteilten Sachverhalts zum Aus
druck, aber es handelt sich dabei keineswegs um die andere Einschätzung eines gleich gebliebenen
, sondern eines früher gegebenen und heute anderen
Sach
verhalts.
Der im Gutachten von 2011 festgehaltene medizinische Sachverhalt ist ein deut
lich anderer als der in früheren Gutachten festgehaltene. Dies ist unter dem Aspekt der Leistungsanpassung im Sinne von
Art.
17 ATSG (vorstehend E. 1.1) der entscheidende Aspekt, und er ist durch das
Y._
-Gutachten hinlänglich belegt. Daran ändert die Bemerkung des
Y._
-Gutachters betreffend frühere Beurteilungen nichts.
5.3
Die von der Beschwerdeführerin gegenüber dem
Y._
-Gutachten angebrachten Vorbehalte erweisen sich somit als nicht stichhaltig. Vielmehr ist dem Gutach
ten zu attestieren, dass es alle praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.2) vollumfänglich erfüllt.
Ab November 2010 (Begutachtungszeitpunkt) ist damit von einer Arbeitsfähig
keit von 90
%
für wechselbelastende körperlich leichte bis mittelschwere Tätig
keiten (vorstehend E. 4.3) auszugehen.
Die Beschwerdegegnerin hat die Frage, ob die attestierte Einschränkung noch auf unfallkausale oder ausschliesslich auf degenerative Beeinträchtigungen zu
rückgehe, nicht aufgeworfen. Da sie einen allfälligen Status quo sine zu belegen
hätte, ist - zugunsten der Beschwerdeführerin - dieser Frage
hier
nicht weiter nachzugehen.
5.4
Das von der Beschwerdegegnerin angenommene Valideneinkommen wurde nicht beanstandet und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass.
Betreffend Invalideneinkommen machte die Beschwerdeführerin geltend, die Beschwerdegegnerin hätte wie die Invalidenversicherung einen Abzug vom Ta
bellenlohn vornehmen müssen (
Urk.
1 S. 4 f.
Ziff.
3).
Irreführend
ist in diesem Zusammenhang
, dass sie den Eindruck zu erwecken versucht,
das hiesige Ge
richt habe
sich zur Frage des Abzugs zustimmend geäussert; im betreffenden Urteil (
Urk.
14/5.58) wurde
lediglich
die von der Invalidenversicherung vorge
nommene Invaliditätsbemessung - ohne jegliche inhaltliche Wertung - als Sachverhaltselement dargelegt.
Richtig ist dagegen der Hinweis, dass der beeinträchtigten Leistungsfähigkeit bereits Rechnung getragen wird, indem von einer Arbeitsfähigkeit von lediglich 90
%
ausgegangen wird. Die sehr bescheidenen Limitationen im Anforderungs
profil (Wechselbelastung, Ausschluss von körperlich schweren Tätigkeiten) rechtfertigen
,
ebenso wie die von der
Beschwerdeführerin
ins Feld geführten Umstände (Alter und lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt)
, keinen zusätzli
chen Abzug vom Tabellenlohn.
Damit erweist sich auch das von der Beschwerdegegnerin eingesetzte Invaliden
einkommen als zutreffend festgelegt.
5.5
Dies führt zur abschliessenden Feststellung, dass die Invaliditätsbemessung der Beschwerdegegnerin nicht zu beanstanden und der resultierende Invaliditäts
grad von rund 18
%
zu bestätigen ist.
Die Einwände der Beschwerdeführerin gegen den angefochtenen Entscheid erwei
sen sich als unbegründet, womit dieser zu bestätigen und die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.