# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a77cf6dc-6fe7-4fe9-9734-9f74b2cee4eb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1977 geborene
X._
, ohne abgeschlossene Berufsaus
bildung, reiste am 3
0.
Januar
2001 in die Schweiz ein und war zuletzt vom
6.
Juni
2000 bis 3
0.
April
2013
als Bauarbeiter
bei der
Y._
angestellt (letzter effektiver Arbeitstag: 1
2.
November
2012).
Im Zeitraum
1
8.
August
2011 bis 3
1.
März
2012
sowie ab 1
3.
November 2012 war er
krank
geschrieben (
Urk.
7/2/4, Urk. 7/4/2,
Urk.
7/37/2,
Urk.
7/41). Am 6. März
2012 (Eingangsdatum) meldete der Krankentaggeldversicherer des Versicherten die
sen
– unter Hinweis auf Schmerzen in der rechten
Hand, Schulter und im rechten Arm – bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen an (
Urk.
7/2,
Urk.
7/5). Die IV-Stelle gewährte dem Versi
cherten Frühinter
ventionsmassnahmen in Form eines Bewerbungskurses (
Urk.
7/20) und beendete am
8.
November 2012 die Unterstützung beim Erhalt des Arbeitsplatzes (
Urk.
7/23). Die IV-Stelle verneinte schliesslich mit Verfü
gung vom
7.
Januar 2013 einen Leistungsanspruch (
Urk.
7/29).
1.2
Am 2
0.
Oktober
2014 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte – unter Hinweis auf zwei Operationen des rechten, seither nicht wieder 100%ig genese
nen Handgelenkes erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an (Urk. 7/33). Die IV-Stelle trat auf die Neuanmeldung ein und zog zur erneuten Abklärung der Verhältnisse einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
7/41) sowie einen IK-Auszug (
Urk.
7/42) bei und holte Berichte der behandelnden Ärzte (Urk.
7
/40,
Urk.
7/44,
Urk.
7/47,
Urk.
7/49,
Urk.
7/51,
Urk.
7/54) ein. Am 1
3.
Oktober 2015 erging ein Vorbescheid, mit welchem dem Versicherten – ausgehend von einem Invalidi
tätsgrad von 10
%
– die Verneinung eines Leistungsanspruchs in Aussicht ge
stellt wurde (
Urk.
7/59). Hiergegen erhob der Versicherte Einwand (Eingabe vom
2.
November
2015 [
Urk.
7/60], begründeter Einwand vom 29. Januar
2017 [
Urk.
7/64]). Die IV-Stelle liess in der Folge bei der
Medas
Z._
ein poly
disziplinäres Gutachten erstellen, welches am 2
0.
Oktober
2016 erstattet wurde (
Urk.
7/83). Nachdem dem Versicherten Gelegenheit gegeben
wor
den war
, sich zum Gutachten zu äussern (Eingabe des Versicherten vom 2
5.
Januar
2017 [
Urk.
7/87]) und dieser die
Zusprache
von Eingliederungsmass
nahmen beantragt hatte, verfügte die IV-Stelle am 27. Februar 2017 wie vorbe
schieden (Urk. 7/91). Hiergegen erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 2
9.
März
2017 Beschwerde
(Prozess Nr. IV.2017.00379)
und beantragte, die angefochtene Ver
fügung sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzuspre
chen
(Urk.
7/94/3-12).
Die Beschwerde im Prozess Nr.
IV.2017.00379 wird mit Urteil heutigen Datums
zufolge eines renten
aus
schlies
senden Invaliditätsgrades
abgewiesen.
Mit Stellungnahme vom
8.
Septem
ber
2017 reichte der Beschwer
deführer weitere ärztliche Berichte sowie Unterlagen zu den Akten (
Urk.
15,
Urk.
16/1-5
im Prozess Nr.
IV.2017.00379
), was der Be
schwerdegegnerin mitge
teilt wurde (
Urk.
17
im Prozess Nr. IV.2017.00379
).
1.3
Am 2
6.
April
2017 sprach die IV-Stelle dem Versicherten Eingliederungsmass
nahmen in Form eines Assessments bei der
A._
vom 1
6.
Mai bis 1
6.
Juli
2017 zu (
Urk.
7/95).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbe
scheid vom 1
1.
August
2017 [
Urk.
7/104], Einwand
vom
8.
September
2017 [
Urk.
7/106]) verfügte die IV-Stelle am 2
8.
September
2017 den Abschluss der Arbeitsvermitt
lung (
Urk.
7/108
=
Urk.
2
).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 2
5.
Oktober 2017 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien
ihm
die gesetzlichen Leistungen auszurichten, insbesondere weiterhin Arbeitsver
mittlung. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Gewäh
rung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
7.
November 2017 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
1.
Dezem
ber
2017 mitgeteilt wurde (Urk.
8).
Am 13. Dezember 2017 nahm der Beschwerde
führer Stellung zu den hängigen Verfahren (
Urk.
18 im Prozess Nr.
IV.2017.00379), was der Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
19 im Prozess Nr. IV.2017.00379).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8
des
Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
) bedroht
e Versicherte haben gemäss Art.
8
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
An
spruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga
benbereich zu betätigen, wieder
herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs
lebens zu berücksichtigen (Abs.
1
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
ge
mäss Abs. 3 in
me
dizinischen Mass
nah
men (
lit
. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeits
verm
ittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und
in
der
Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
.
d).
1.2
1.
2
.1
Arbeitsunfähige (
Art.
6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben gemäss
Art.
18
Abs.
1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (
Abs.
2).
1.
2.
2
Eine für die Arbeitsvermittlung massgebende Invalidität liegt vor, wenn der Ver
sicherte bei der Suche nach einer geeigneten Arbeitsstelle aus gesundheitli
chen
Gründen Schwierigkeiten hat. Zwischen dem Gesundheitsschaden und der Not
wendigkeit der Arbeitsvermittlung muss ein Kausalzusammenhang bestehen.
Bedarf es für den Arbeitsvermittlungsanspruch weder der Invalidität noch über
haupt eines Mindes
t
invaliditätsgrades, müssen die Teilgehalte der Verhältnis
mäs
sig
keit (
Art.
8
Abs.
1
lit
. a IVG), insbesondere die Notwendigkeit und Geeignet
heit, erfüllt sein.
Ist die fehlende berufliche Eingliederung im Sinne der Ver
wer
tung einer bestehenden Arbeitsfähigkeit
nicht auf gesundheitlich beding
te Schwierigkeiten bei der Stellensuche zurückzuführen, fällt die Arbeits
vermitt
lung auch weiterhin nicht in die Zuständigkeit der IV, sondern gege
ben
enfalls in den Bereich der Arbeitslosenversicherung
(ALV).
Ist die Arbeitsfähigkeit einzig insoweit eingeschränkt, als dem Versicherten leichte Tätigkeiten voll zumutbar sind, bedarf es zur Begründung des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung zusätzlich einer spezifischen Einschränkung gesundheit
licher Art. Daran ist nach Inkrafttreten der 4. IV-Revision und der 5. IV
Revision festgehalten worden (Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundes
gerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invaliden
versi
cherung [
IVG
], 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, S. 214, Ziff. 2
ff. zu
Art. 18 IVG mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_142/2015 vom 5. Juni 2015 E.
4.3).
1.2.3
E
in Anspruch auf
Massnahmen
beruflicher Art wie etwa Arbeitsvermittlung setzt eine mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegebene objektive und sub
jektive Eingliederungsfähigkeit voraus (Silvia Bucher, Eingliederungsrecht der Invalidenversicherung, Bern
2011, N 539; Urteil des Bundesgerichts
9C_726/2011 vom
1.
Februar
2012
E. 5.1). Eine
Massnahme
kann nur eingliede
rungs
wirksam sein, wenn die betroffene Person - bezogen auf die jeweilige
Mass
nahme
- selber wenigstens teilweise objektiv eingliederungsfähig und sub
jektiv eingliederungsbereit ist, mithin objektiv und subjektiv eingliederungsfä
hig ist (Bucher, a.a.O., N 124).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, die Abklärun
gen im Rahmen des durchgeführten Assessments hätten ergeben, dass
beim Beschwerdeführer
für Tätigkeiten im Bereich des Belastungsprofils keine Ein
glie
derungsfähigkeit bestehe. Die Gründ
e
lägen jedoch nicht in der Gesundheit des
Beschwerdeführers,
sondern in seinen mangelnden Deutsch- und Computer
kenntnissen. Dies seien IV-fremde Faktoren, die durch die Invalidenversiche
rung nicht berücksichtigt werden könnten
(
Urk.
2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor,
aus dem Assessmentbericht ergebe sich, dass das Belastungsprofil deutlich eingeschränkter sei, als dies die Gutach
ter angenommen hätten.
Die von der
A._
festgestellte fehlende Eingliede
rungsfähigkeit rühre nicht von mangelnden Deutsch- und Computerkenntnissen her. Im Rahmen des Belastungsprofils gebe es viele andere Beschäftigungen, bei welchen die mangelnden Sprach- und Computerfähigkeiten nicht schwer ins Gewicht fielen, dies im Gegensatz zu den geprüften Beschäftigungen als
Sich
er
heits
-, Museums- oder Bibliotheksmitarbeiter. Es sei zudem nicht abgeklärt worden, ob
er
überhaupt in der Lage wäre, sich Deutsch- und Computer
kenntnisse anzueignen. Immerhin habe er seit dem 1
2.
Lebensjahr immer körperlich gearbeitet. Beim Abbruch der Eingliederungsmassnahmen hät
ten die gesundheitlichen Probleme ebenso eine Rolle gespielt wie die Sprach- und Computerkenntnisse. Das
Medas
-Gutachten äussere sich sodann nicht zur ein
ge
schränkten Sehfähigkeit des Beschwerdeführers, weshalb ein Bericht des Hausarztes einzuholen sei
(
Urk.
1)
.
3.
3.1
Streitig und zu prüfen ist,
ob
die
Arbeitsvermittlung
bei der
A._
zu Recht beendet
worden ist
.
3.2
3.2.1
Über den Rentenanspruch des Beschwerdeführers
ergeht
mit heutige
m
Datum
ein Urteil
des hiesigen Gerichts
im Prozess Nr. IV.2017.00379
, mit welchem der Rentenanspruch des Beschwerdeführers zufolge eines IV-Grades von
8
%
ver
neint wird
.
Die Würdigung der medizinischen Aktenlage erg
ibt
, dass auf die Ein
schätzung der Gutachter der
Medas
Z._
im polydis
ziplinären Gutachten vom 2
0.
Oktober 2016 (
Urk.
7/83)
abgestellt werden kann (vgl. E. 3 und 4 des Urteils heutige
n
Datum
s im Prozess Nr.
IV.2017.00379)
.
Be
züglich
der
medizini
schen Aktenlage wird
auf
die Erwägungen im Urteil über den Rentenanspruch verwiesen (E. 3 im Urteil des Prozesses Nr. IV.2017.00379).
3.2.2
Hinsichtlich
der vom Beschwerdeführer beschwerdeweise beantragte
n
Einho
lung eines Berichts des Hausarztes bezüglich
der
beeinträchtigten Sehfähigkeit ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der polydisziplinären Begutachtung umfassend abgeklärt und
die diagnostizierte
Amblyopie
links bei Strabismus
convergens
links (H53.0
Urk.
7/83/19) ohne Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit ist, auch soweit
s
ie
nicht mit Bril
lenversorgung kor
rigier
bar wäre
.
Ausserdem befindet sich bereits ein Bericht des Allgemeinpraktikers
Dr.
med.
B._
bei den Akten (Bericht vom
3.
Januar
2015 [
Urk.
7/44]).
3.3
Wie dem angefochtenen Entscheid vom 2
8.
September 2017 zugrunde gelegt, ist aufgrund der medizinischen Akten davon auszugehen, dass dem Beschwerde
führer seine bisherige Tätigkeit im Baugewerbe seit Längerem nicht mehr zu
mutbar ist (
Urk.
7/83/21). Gemäss
den
Medas
-Gutachtern
ist dem Beschwerde
führer die Ausübung einer den Leiden angepassten Tätigkeit in vollem Pensum zumutbar. Das Belastungsprofil lautet folgendermassen: leichte bis mittelschwe
re Tätigkeit mit Belastungen der Hände von bis zu 3 kg und unter Vermeidung von Vibrationen und repetitiven Arbeitsabläufen (
Urk.
7/83/21).
3.4
Dem
im Auftrag der Beschwerdegegnerin erstellten
Assessmentbericht der
A._
vom 1
3.
Juli 2017
(
Urk.
7/101)
kann entnommen werden, dass der Beschwerde
führer bereits viele Erfahrungen im handwerklichen Bereich
habe
sammeln k
önnen
(aufgeführt sind indes nur Tätigkeiten im Bau und Küchen
bau)
,
er
die
sen Tätigkeiten
aber
aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr nachgehen
k
ö
nn
e
(
Urk.
7/101/1). Zur Besprechung der
Jobziele
, der Suchstrate
gie, dem Pensum und der regionalen Mobilität wurde im Assessmentbericht ausgeführt,
dass
beim Beschwerdeführer gesundheitliche Einschränkungen vor
handen
s
eien
,
wobei
erschwerend die sehr geringen Deutschkenntnisse und die fehlenden Fähigkeiten (Führerausweis, Computerkenntnisse), die eine andere Tä
tigkeit
ermöglichen könnten
,
dazuk
ä
men
(
Urk.
7/101/2).
Der Berater hielt so
dann fest, die mit
dem Beschwerdeführer
gesuchten Lösungen seien an Sprache, fehlenden Computerkenntnissen und dem fehlenden
Führerausweis gescheitert (Urk.
7/101/3). Die
mündlichen
Deutschkenntnisse bezeichnete der Eingliede
rungs
berater als gering. Schriftliche Deutschkenntnisse habe der Beschwerde
führer keine. Portugiesisch sei seine Muttersprache und er habe sehr gute münd
liche und schriftliche Kenntnisse der spanischen Sprache. Im Bereich Computer wurden keine relevanten Kenntnisse festgestellt. Schliesslich hielt der Eingliederungsberater fest, nicht nur die Gesundheit würde die Vermittelbarkeit des Beschwerdeführers erschweren, sondern auch die fehlenden Sprachkenntnis
se
seien
als Hürde zu betrachten. Stellen in von Portugiesen geführten Unter
nehmen
seien nur bedingt geeignet
, da der Beschwerdeführer nur geringfügig mobil sei und
auch
wegen der
Art der
Tätigkeiten, die er dort ausüben könnte. Bei anderen Beschäftigungen (Sicherheit, Museumsmitarbeiter oder Lagermitar
beiter in der Bibliothek) fielen die fehlenden Sprach- sowie Computerkenntnisse schwer ins Gewicht (
Urk.
7/101/3).
Der
A._
Berater empfahl dem Beschwer
deführer schliesslich, einen Deutschkurs zu besuchen, um die Sprachenkenntnis
se zu verbessern
,
und nach Möglichkeit den Führerausweis zu erwerben. So könne zum Beispiel eine Anstellung in der Objektbewachung möglich sein (
Urk.
7/101/4).
4.
4
.1
Dem
Bericht der
A._
vom 1
3.
Juli 2017
ist zwar
zu entnehmen, dass beim Beschwerdeführer gesundheitliche Einschränkungen vorhanden
sind
, wel
che seine Vermittelbarkeit erschweren, jedoch geht aus dem Bericht auch deut
lich hervor, dass sich die
Angaben betreffend die gesundheitlichen Beeinträchti
gungen
auf Tätigkeit
en
im bisherigen Bereich beziehen. Die Feststellung der Eingliederungsfachperson, momentan könne der Beschwerdeführer nicht einge
gliedert werden, begründet dieser
im Assessmentbericht
für eine angepasste Tä
tigkeit im Rahmen des Belastungsprofils mit IV-fremden Gründen, so nament
lich
mit
fehlenden Sprac
h
kenntnisse
n
, d
er
fehlende
n
Schulbildung sowie dem Mangel an Computerkenntnissen
und
dem ni
e erlangten Führerschein (vgl. E.
3.4
).
Aus dem Bericht der
A._
kann somit
nicht
geschlossen werden, dass der Eingliederungsberater die fehlende Eingliederungsfähigkeit
hinsichtlich zu
mutbarer Verweistätigkeiten auch an gesundheitliche Einschränkungen knüpft
.
Dass
für die fehlende Eingliederungsfähigkeit
fast ausschliesslich
IV
fremde Faktoren
verantwortlich sind,
ergibt sich auch daraus, dass das Spektrum der aus
medizinischer
Sicht noch zumutbaren Erwerbstätigkeiten
– entgegen den
Vorbringen des Beschwerdeführers -
relativ breit gefächert ist und der neuropa
thische Schmerz
im Bereich des rechten Armes
in diesen Tätigkeiten keine mas
sgebende Beeinträchtigung bewirkt.
Dies gilt
einerseits
für die
genannten
ange
passten Tätigkeiten als Sicherheits-, Museums- oder Biblio
theks
mitarbeiter
, an
dererseits aber auch
für andere
, dem Belastungsprofil entsprechende Tätigkeiten
.
(Weitere) Arbeitsvermittlungsmassnahmen sind
nach dem Gesagten
somit nicht geeignet, die objektive Eingliederungsfähigkeit des Beschwerdeführers (wie
der)herzustellen
, da diese aus IV-fremden Gründen
fehlt
.
Dass sich das Finden einer angepassten Stelle aufgrund der genannten IV-fremden Gründe als auf
wändig gestaltet, ist durchaus nachvollziehbar. Für die Belange der Invaliden
versicherung ist aber einzig ausschlaggebend, ob der als ausgeglich
en fingierte Arbeitsmarkt
dem
Gesundheitsschaden angepasste
,
geeignete
Stellen bereithält (
Art.
16 ATSG), was zu bejahen ist (vgl. Urteil heutigen Datums im
Prozess Nr.
IV.2017.00379 E. 5
).
Es besteht demzufolge auch kein Kausalzusammenhang zwischen dem Gesundheitsschaden und der Notwendigkeit von Arbeitsvermitt
lung.
Aus den Akten ergibt sich jedenfalls nicht, dass der Beschwerdeführer f
ür die Positionierung auf dem Arbeitsmarkt aus gesundheitlichen Gründen Hilfe
bedarf
, weshalb eine Arbeitsvermittlung ohnehin nicht in den Zuständigkeitsbe
reich der Invalidenversicherung fällt.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers liegen keine Hinweise dahinge
hend vor, dass es dem Beschwerdeführer
aus massgebenden gesundheitlichen Gründen
nicht zumutbar bzw. möglich
wäre
, Deutsch zu lernen respektive sich Computerkenntnisse anzueignen. Insbesondere kann er
Gegenteiliges
nicht dar
aus ableiten, dass
er seit seinem
zwölften
Lebensjahr auf dem Bau gearbeitet ha
t
.
Eine
entsprechende kognitive
Beeinträchtigung wurde
gutachterlich jeden
falls nicht festgestellt.
4.2
Es ist aufgrund der Akten somit zumindest mit dem Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer
zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung objektiv
nicht
eingliederungsfähig
war. Er
ist
in einer angepassten Tätigkeit
auch
n
icht in relevanter Weise bei der Arbeitssuche eingeschränkt.
Auf
Arbeitsvermittlung gemäss
Art.
18 IVG
hat er deshalb kei
nen Anspruch
, setzt ein solcher doch voraus, dass eine erhebliche Behinderung bei der Arbeitssuche besteht.
Sodann mangelt es an der Eignung von Arbeits
vermittlungsmassnahmen der IV, da IV-fremde Gründe für das Fehlen der Ein
gliederungsfähigkeit verantwortlich sind.
Der Abbruch der Arbeitsvermi
ttlung erfolgte somit zu Recht, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5
.
5
.
1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (
BGE
131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
5
.
2
Gegenstand der angefochtenen Verfügung bildete lediglich der Abschluss der Arbeitsvermittlungsmassnahmen
bei der
A._
. Soweit beschwerdeweise auch die
Zusprache
weiterer
gesetzlich geschuldete
r
Leistungen beantragt wird, ist mangels eines Anfechtungsgegenstandes auf die Beschwerde nicht einzutre
ten.
6.
Die Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.
7.
7.1
Gestützt auf die eingereichten Unterlagen (vgl. Urk. 3) sind die Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtspflege gemäss § 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt. Antragsgemäss ist dem Be
schwerdeführer deshalb die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und Rechtsanwalt Kaspar Gehring, Zürich, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren zu bestellen.
7.2
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
6
00.-- festzulegen. Ausgangsgemäss sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge Bewilligung der unentgeltli
chen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtkasse zu nehmen.
7.3
Rechtsanwalt Kaspar
Gehring machte mit seiner Zusammenstellung vom
1
3.
Dezember
2017
einen Aufwand von
3
Stunden geltend (Urk. 1
8 im Prozess Nr. IV.2017.00379
). Der geltend gemachte Aufwand von
3
Stunden erscheint angemessen und ist aufgrund des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- pro Stunde mit Fr.
660
.-- zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 % zu entschädigen. Rechtsanwalt
Kaspar Gehring
ist demnach mit insgesamt Fr.
800.--
(inkl. Bar
auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
7.4
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht (
GSVGer
) hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichts
kosten und der Entschädigung an den unentgeltlichen Rechtsvertreter verpflich
tet ist, sobald er dazu in der Lage ist.