# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5d921625-f0bb-4b26-bb0a-d91c0660c799
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

unvollständige Abklärung des Sachverhalts verletzt sei. A._ ersuchte
sodann in einer separaten Eingabe um unentgeltliche Rechtspflege und
Verbeiständung im bundesgerichtlichen Verfahren.
8. Mit Urteil vom 11. März 2015 wurde die Beschwerde von A._
gutgeheissen. Aufgrund der festgestellten Verfahrensmängel wurde der
angefochtene Entscheid aufgehoben. Das Bundesgericht entschied, dass
die Sache an die Bürgergemeinde zurückzuweisen und unter Vornahme
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der erforderlichen Verfahrensschritte und Sachverhaltsabklärungen ein
neuer Entscheid zu fällen sei.
Mit Urteil vom 6. Mai 2015 des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden wurden die Gerichtskosten der Bürgergemeinde auferlegt.
Diese wurde verpflichtet, A._ aussergerichtlich mit insgesamt CHF
2'669.75 zu entschädigen.
9. Mit Schreiben vom 26. September 2015 wurde A._ von der
Bürgergemeinde erneut zu einem Einbürgerungsgespräch mit dem
Bürgerrat am 28. Oktober 2015 eingeladen. Zudem wurde A._
aufgefordert drei Referenzpersonen aus X._ anzugeben. Mit
Schreiben vom 9. Oktober 2015 teilte A._ seine Referenzpersonen
der Bürgergemeinde mit. Von den acht Anschreiben der Gemeinde an die
Referenzpersonen gingen vier Antwortschreiben bei der Gemeinde ein
(wobei ein Antwortschreiben im Namen von drei Referenzpersonen
verfasst wurde).
10. Am 28. Oktober 2015 fand ein erneutes Einbürgerungsgespräch mit dem
Bürgerrat statt, dabei wurde mit A._ auch ein Einbürgerungstest
durchgeführt. Im Erhebungsbericht der Bürgergemeinde vom 28. Oktober
2015 wurde festgehalten, dass die formellen und materiellen
Voraussetzungen des Gemeindebürgerrechts als erfüllt erachtet worden
seien. Das Gesuch werde mit einem positiven Antrag versehen.
11. An der Bürgerversammlung vom 11. November 2016 wurde erneut über
das Einbürgerungsgesuch von A._ abgestimmt. Der Bürgerrat kam
aufgrund eines Eignungsgesprächs (inkl. Einbürgerungstest) und den
Unterlagen zur Auffassung, dass die Voraussetzungen für eine
ordentliche Einbürgerung erfüllt seien. Daher beantragte der Bürgerrat der
Bürgergemeinde A._ einzubürgern. Die Bürgerversammlung folgte
dem Antrag des Bürgerrats nicht und lehnte das Einbürgerungsgesuch
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von A._ erneut, im Verhältnis von 23 Ja-Stimmen zu 36 Nein-
Stimmen, ab.
12. Am 30. November 2016 teilte die Gemeinde X._ ihren
Einbürgerungsentscheid anlässlich der Bürgerversammlung vom 11.
November 2016 A._ noch schriftlich mit. Gemäss den Erwägungen
des schriftlichen Einbürgerungsentscheides seien auf den abgegebenen
Stimmzettel keine Gründe für den ablehnenden Entscheid angegeben
worden. Anhand der Voten der Bürger in der Bürgerversammlung seien
die Gründe für den ablehnenden Entscheid folgende:
 A._ pflege in der Gemeinde keine erkennbaren sozialen
Beziehungen zu Vereinen oder anderen lokalen Institutionen.
 A._ sei nicht im öffentlichen und gesellschaftlichen Leben der
Gemeinde eingegliedert und nehme an keinen öffentlichen und
gesellschaftlichen Dorf- und Quartierveranstaltungen teil.
 A._ verfüge ausserdem über zu wenig Wissen über die örtlichen
Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuche.
13. Mit Beschwerde vom 5. Januar 2017 focht A._ (nachfolgend:
Beschwerdeführer) den Einbürgerungsentscheid vom 30. November 2016
am Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden an. Der
Beschwerdeführer beantragte, dass dieser Entscheid aufzuheben sei.
Dem Beschwerdeführer sei das Bürgerrecht der Gemeinde X._ zu
erteilen, eventualiter sei die Bürgergemeinde (nachfolgend:
Beschwerdegegnerin) anzuweisen dem Beschwerdeführer das
Bürgerrecht zu verleihen. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur
Neubeurteilung an die Bürgergemeinde zurückzuweisen.
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Der Beschwerdeführer begründete seine Beschwerde mit folgenden
Punkten:
 Im Einbürgerungsentscheid seien die gleichen Gründe aufgeführt
worden, welche bereits im Mai 2013 zur Ablehnung geführt hätten.
Konkret habe der Beschwerdeführer nie behauptet am Vereinsleben,
an lokalen Institutionen, an Dorf- und Quartierveranstaltungen
teilgenommen zu haben. Der Beschwerdeführer habe hingegen stets
festgehalten, dass er regelmässigen Kontakt zu seinen Nachbarn
pflege. Das Bundesgericht habe in seinem Entscheid festgehalten,
dass es sich dabei um ein wesentliches Kriterium im Sinne von Art. 5
Abs. 1 lit. a KBüV handle, die der Beschwerdeführer zu seinen
Gunsten anrufen könne. Die Beschwerdegegnerin sei auch vom
Bundesgericht angewiesen worden, entsprechende Nachforschungen
bei Nachbarn oder sonstigen Einwohner bzgl. seiner Integration zu
tätigen. Der Beschwerdeführer forderte mit Schreiben vom 20.
Dezember 2016 die Beschwerdegegnerin auf, ihr mitzuteilen, welche
Abklärungen getroffen wurden und die entsprechenden Belege
einzureichen. Das Schreiben sei unbeantwortet geblieben. Man gehe
aber davon aus, dass die getätigten Abklärungen der Gemeinde
X._ ergeben haben, dass die Ausführungen des
Beschwerdeführers zutreffen und man erkannt habe, dass er gute
Kontakte zu seinen Nachbarn habe.
 Als Grund für den ablehnenden Entscheid wurde aufgeführt, dass der
Beschwerdeführer über zu wenig Wissen über die örtlichen
Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuche verfügen würde. Der
Bürgerrat sei hingegen anhand seiner Erhebungen
(Einbürgerungstest) zur Erkenntnis gelangt, dass die Kenntnisse des
Beschwerdeführers genügend seien.
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 Zum aufgeführten ablehnenden Grund der Bürgergemeinde, dass die
Kosten für die unentgeltliche Rechtspflege des Scheidungsverfahrens
von 2010 noch nicht zurückbezahlt worden seien, habe das
Bundesgericht in ihrem Entscheid bereits Stellung genommen.
Aufgrund von prozessualer Bedürftigkeit bzw. der fehlenden
Rückzahlung von Kosten aus der unentgeltlichen Rechtspflege könne
nicht ohne weiteres auf eine unzureichende Existenzgrundlage
geschlossen werden, wenn die betroffene Person für die üblichen
laufenden Lebenshaltungskosten aufzukommen vermöge.
 Ein ablehnender Einbürgerungsentscheid sei zu begründen. Der
Entscheid vom 30. November 2016 vermöge den minimalsten
Anforderungen an die Begründungspflicht nicht zu genügen. Es sei
schlichtweg nicht ersichtlich, inwieweit der Beschwerdeführer die
Voraussetzungen für die Einbürgerung nicht erfüllt haben soll, zumal
der Bürgerrat dem Beschwerdeführer zuvor attestiert habe, dass dies
ganz klar der Fall sei.
 Der Entscheid der Bürgergemeinde sei somit willkürlich und deshalb
aufzuheben. Auf jeden Fall entspreche er nicht den gesetzlichen
Anforderungen.
14. Mit Schreiben vom 9. Januar 2017 ersucht der Rechtsanwalt Fryberg im
Namen des Beschwerdeführers beim Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden um unentgeltliche Rechtspflege. Mit Verfügung vom
10. März 2017 wurde die unentgeltliche Rechtspflege dem
Beschwerdeführer gewährt.
15. In der Vernehmlassung vom 1. März 2017 verlangte die
Beschwerdegegnerin, dass die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen
sei. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin
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zurückzuweisen, damit die Bürgerversammlung nochmals über das
Einbürgerungsgesuch des Beschwerdeführers abstimmen könne.
Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung der Beschwerde in
der Vernehmlassung mit folgenden Punkten:
 Der Bürgerrat sei in seiner Erhebung zwar zum Schluss gekommen,
dass die formellen und materiellen Einbürgerungsvoraussetzungen
erfüllt seien, ungeachtet dessen sprach der Bürgerrat dem
Beschwerdeführer im Rahmen des Erhebungsberichts vom 28.
Oktober 2015 die erforderliche Integration in der Gemeinde ab. Er sei
nicht im Sinne von Art. 5 Abs. 1 KBüG in die kantonale und
kommunale Gemeinschaft integriert. Die Wortmeldungen der
Bürgergemeindeversammlung vom 11. November 2016 untermauern
diesen Befund. Der Beschwerdeführer pflege keine nennenswerte
persönlichen Kontakte zu Einheimischen, mache in keinem Dorfverein
mit und nehme auch keine Angebote der Gemeinde wahr. Selbst aus
den eingeholten Referenzschreiben sei nicht ersichtlich, dass der
Beschwerdeführer in der Gemeinde vertieft integriert sei.
 Ablehnende Entscheide über Einbürgerungen unterliegen gestützt auf
Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 15 BüG der Begründungspflicht. Verweigere
die Bürgergemeindeversammlung - wie im vorliegenden Fall - in
Abweichung zum Antrag des Bürgerrats eine Einbürgerung, so habe
die Begründung sich aus den Wortmeldungen zu ergeben. Werden an
der Bürgergemeindeversammlung Gründe für die Ablehnung einer
Einbürgerung genannt und wird darüber unmittelbar im Anschluss an
die Diskussion abgestimmt, könne angenommen werden, dass die
ablehnenden Gründe von der Mehrheit der Abstimmenden
mitgetragen werde. Die Beschwerdegegnerin sei dieser
Begründungspflicht nachgekommen, indem sie die verweigerte
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Einbürgerung des Beschwerdeführers unter Hinweis auf die
protokollierten Wortmeldungen anlässlich der Diskussion an der
Bürgergemeindeversammlung vom 11. November 2016 begründete.
 Gemäss Art. 7 Abs. 3 KBüV müssten die in den vergangenen zehn
Jahren bezogenen Kosten u.a. für die unentgeltliche Rechtspflege
zurückbezahlt werden, was aber hier durch den Beschwerdeführer
nicht erfolgt sei. Aus diesem Umstand könne jedoch gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht ohne weiteres, zwingend
auf eine unzureichende Existenzgrundlage geschlossen werden, wenn
die betroffene Person für die üblichen laufenden
Lebenshaltungskosten aufzukommen vermöge. Anderseits könne
aufgrund des geringen Einkommens und Vermögens das Risiko einer
allfälligen Fürsorgeabhängigkeit nicht ausgeschlossen werden.
16. Der Beschwerdeführer hält in seiner Replik vom 28. April 2017 an seinen
gestellten Rechtsbegehren in der Beschwerde fest. Der
Beschwerdeführer geht in seiner Replik auf die Argumentation des
Beschwerdegegners in der Vernehmlassung ein und bestreitet
grundsätzlich sämtliche Ausführungen soweit sie vom Beschwerdeführer
nicht ausdrücklich zugestimmt wurden.
17. Im Rahmen der abgegebenen Duplik der Beschwerdegegnerin vom
1. Juni 2017 geht diese auf die Replik des Beschwerdeführers ein. Auch
die Beschwerdegegnerin hält an ihren Rechtsbegehren fest. Sämtliche
Ausführungen des Beschwerdeführers werden, soweit sie nicht anerkannt
wurden, vollumfänglich bestritten.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
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1. Gemäss Art. 25 Abs. 2 des Bürgerrechtsgesetzes für den Kanton
Graubünden (KBüG; BR 130.110) können Entscheide der
Bürgergemeinde mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht
weitergezogen werden. Mit dem Entscheid der Bürgergemeinde vom 30.
November 2016 liegt ein taugliches Beschwerdeobjekt vor. Mit der
Eingabe der Beschwerde am 5. Januar 2017 wurde die 30-tägige Frist
gewahrt. Dem Beschwerdeführer wurde der Entscheid am 5. Dezember
2016 schriftlich übergeben. Auf die form- und fristgerecht erfolgte Eingabe
ist somit einzutreten. Streitig und zu prüfen ist die Frage, ob die
Bürgergemeinde das Einbürgerungsgesuch des Beschwerdeführers zu
Recht abgelehnt hat und die durch das Bundesgericht festgestellten
Verfahrensmängel, die zur Rückweisung an die Bürgergemeinde geführt
haben, eingehalten worden sind.
2. Das kantonale Gericht, das ablehnende Entscheide über Einbürgerungen
beurteilt, hat gestützt auf die Rechtsweggarantie (Art. 29a der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft [BV; SR
101]) eine freie Überprüfung des Sachverhalts und der Rechtsanwendung
vorzunehmen. Es wahrt dabei den Gestaltungsbereich der unteren
Instanzen und Gemeinden. Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist
demnach nicht drauf beschränkt, keine offensichtlichen rechtswidrigen
oder willkürlichen Einbürgerungsentscheide zu dulden. Vielmehr prüft das
Verwaltungsgericht frei, ob die rechtlichen Voraussetzungen für eine
Einbürgerung erfüllt sind. Es beachtet bei der Prüfung der Rechtsfragen,
dass die Gemeinden im Rahmen ihrer Autonomie die im Gesetz
verwendeten unbestimmten Rechtsbegriffe selbständig anwenden.
Indessen muss das kantonale Gericht die Rechtsanwendung und
namentlich die Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe durch die
Gemeinde auf die Vereinbarkeit mit den einschlägigen Normen des
kantonalen Rechts und des Bundesrechts überprüfen. Die freie Prüfung
des Bundesgesetzes über Erwerb und Verlust des Schweizer
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Bürgerrechts (BüG; SR 141.0) respektive des KBüG geht über eine
Willkürprüfung hinaus, indem das kantonale Gericht eine Verletzung
dessen zu korrigieren hat und nicht nur dann einschreitet, wenn der bei
ihm angefochtene Entscheid im Ergebnis offensichtlich unhaltbar ist, zur
tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder
einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender
Weise dem Gerichtsgrundsatz zuwiderläuft (zum Willkürbegriff vgl. BGE
135 V 2 E. 1.3; BGE 133 I 149 E.3.1; BGE 131 I 467 E.3.1; je mit
Hinweisen). Das zuständige kantonale Gericht darf aber auch nicht mit
Rücksicht auf die Gemeindeautonomie eine willkürfreie Anwendung des
BüG respektive des KBüG akzeptieren, wenn sich aus diesem
Bundesrecht oder anderen Rechtssätzen ergibt, dass eine andere Lösung
vorzuziehen wäre (BGE 137 I 235 E.2.5).
3. Die bundesrechtlichen Voraussetzungen für eine ordentliche
Einbürgerung werden durch das BüG vorgegeben. Wer die
bundesgesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, kann ein Gesuch um
Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung stellen. Die
eidgenössische Einbürgerungsbewilligung wird durch das
Staatssekretariat für Migration erteilt. Die eidgenössische
Einbürgerungsbewilligung stellt lediglich das "grüne Licht" für den Erwerb
des Schweizer Bürgerrechts durch den Bund dar. Die Gemeinden und
Kantone kennen hingegen noch zusätzliche, eigene Wohnsitz- und
Eignungsvoraussetzungen, die ein Bewerber erfüllen muss. Das
Schweizer Bürgerrecht erwirbt erst, wer nach Erteilung der
eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung auch das Bürgerrecht der
Gemeinde und des Kantons erhalten hat. Vorliegend sind neben dem
BüG die kantonalen Bestimmungen des KBüG sowie die dazugehörige
Verordnung (KBüV; BR 130.110) massgebend.
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4. Der Gesuchsteller muss für die ordentliche Einbürgerung die
Wohnsitzerfordernisse gemäss Art. 15 BüG erfüllen. Das
Wohnsitzerfordernis der kantonalen Regelung gemäss Art. 6 KBüG muss
ebenfalls erfüllt sein. Diese gelten in casu nicht als bestritten und sind
somit als erfüllt zu erachten. Art. 14 BüG schreibt vor, dass vor Erteilung
der Bewilligung zu prüfen ist, ob der Bewerber zur Einbürgerung geeignet
ist, insbesondere ob er in die schweizerischen Verhältnisse eingegliedert
ist (lit. a), mit den schweizerischen Lebensgewohnheiten, Sitten und
Gebräuche vertraut ist (lit. b), die schweizerische Rechtsordnung beachtet
(lit. c) und die innere oder äussere Sicherheit der Schweiz nicht gefährdet
(lit. d). Die Kantone sind in der Ausgestaltung der
Einbürgerungsvoraussetzungen insoweit frei, als sie hinsichtlich der
Wohnsitzerfordernisse oder der Eignung Konkretisierungen des
bundesgesetzlich vorgeschriebenen Rahmens vornehmen können (BGE
138 I 305).
5. Gemäss Art. 2 KBüG beruht das Kantonsbürgerrecht auf dem
Gemeindebürgerrecht. Die Aufnahme in das Bürgerrecht setzt voraus,
dass der Gesuchsteller nach Prüfung der persönlichen Verhältnisse als
geeignet erscheint (Art. 3 Abs. 1 KBüG). Als geeignet erscheint
insbesondere wer die Voraussetzungen in Art. 3 Abs. 2 KBüG erfüllt. Die
Einbürgerung erfolgt am Wohnsitz des Gesuchstellers (Art. 4 Abs. 1
KBüG). Gemäss Art. 10 KBüG haben die Bürgergemeinden, soweit die
Gesetzgebung des Bundes und des Kantons keine Bestimmungen
enthalten, die Vorschriften über die Erteilung, Zusicherung und
Verweigerung des Gemeinderechts zu erlassen. Insbesondere haben sie
die Zuständigkeiten, das Verfahren und die Gebühren zu regeln. Über die
Erteilung, Zusicherung oder Verweigerung des Gemeindebürgerrechts
entscheidet die Bürgergemeindeversammlung durch Mehrheitsbeschluss
(Art. 14 Abs. 1 KBüG). Von der Möglichkeit diese Kompetenz dem
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Vorstand oder einer besonderen Kommission zu übertragen, wurde
vorliegend kein Gebrauch gemacht (Art 14 Abs. 2 KBüG).
6. a) Der Beschwerdeführer rügt in seiner Beschwerde vom 5. Januar 2017,
dass beim zweiten Einbürgerungsentscheid die gleichen Gründe
aufgeführt worden seien, die schon beim ersten Einbürgerungsentscheid
zu einem negativen Entscheid geführt hätten und durch das
Bundesgericht wieder zur Neubeurteilung an die Gemeinde X._
zurückgewiesen wurde. Das Kriterium der gelebten Beziehung zu
Nachbarn sei mehr Beachtung zu schenken, da es sich um ein
wesentliches Kriterium handle, welches zu seinen Gunsten ausgelegt
werden müsse.
b) Das Erfordernis, dass der Gesuchsteller unter anderem in die kantonale
und kommunale Gemeinschaft gemäss Art. 3 Abs. 2 lit. a KBüG integriert
sein muss, wird in Art. 5 Abs. 1 KBüV konkretisiert. Nach Art. 5 Abs. 1
KBüV ist in die kantonale und kommunale Gemeinschaft insbesondere
integriert, wer soziale Beziehungen am Arbeitsplatz, in Nachbarschaft,
Gemeinde, Quartier, Kirche, Vereinen oder anderen lokalen Institutionen
pflegt (lit. a) oder im öffentlichen und gesellschaftlichen Leben
eingegliedert ist und an Dorf- oder Quartierveranstaltungen teilnimmt (lit.
b). Zu beachten ist bei der Beurteilung von Einbürgerungsentscheiden
insbesondere, dass die Gemeinde beim Entscheid über eine ordentliche
Einbürgerung über ein gewisses Ermessen verfügt. Obwohl diesem
Entscheid auch eine politische Komponente innewohnt, ist das
Einbürgerungsverfahren kein rechtsfreier Vorgang, wird doch darin über
den Status von Einzelpersonen entschieden. Zu beachten sind daher die
einschlägigen Verfahrensbestimmungen, und die Gemeinde darf nicht
willkürlich, rechtsungleich oder diskriminierend entscheiden und muss ihr
Ermessen insgesamt pflichtgemäss ausüben (BGE 140 I 99, E.3.1).
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c) Als unbestritten gilt, dass der Beschwerdeführer nicht behauptet, dass er
am Vereinsleben, an lokalen Institutionen, an Dorf- oder
Quartierveranstaltungen usw. regelmässig teilnehme und deswegen als
integriert zu gelten habe. Gemäss den Aussagen des Beschwerdeführers
zeige sich seine Integration im Wesentlichen durch einen massgeblichen
Kontakt zu seinen Nachbarn.
d) Im Einbürgerungsverfahren gilt in erster Linie der
Untersuchungsgrundsatz (Urteil des Bundesgerichts 1D_2/2014 vom 11.
März 2015 E.5.2). Dem geforderten Untersuchungsgrundsatz war die
Gemeinde X._ und das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden im ersten Einbürgerungsverfahren gemäss
bundesgerichtlicher Feststellung nicht nachgekommen. Konkret wurde
vom Bundesgericht beanstandet, dass die Bürgergemeinde sowie das
Verwaltungsgericht zu wenig unternommen haben um dem vorgebrachten
Kriterium der gelebten Beziehung zu Nachbarn zu überprüfen. Um dies zu
prüfen, hat im vorliegend zu beurteilenden Verfahren die
Beschwerdegegnerin insgesamt acht Referenzpersonen angeschrieben,
die der Beschwerdeführer im Schreiben vom 9. Oktober 2015 bezeichnet
hat. Davon sind vier Referenzschreiben betreffend sechs
Referenzpersonen eingegangen. Weiter wurde vom Beschwerdeführer in
der Replik vom 28. April 2017 noch ein Arztzeugnis von Herrn Dr. med.
B._ eingereicht (Akten Beschwerdeführer [Bf-act.] 12). Vor diesem
Hintergrund kann gesagt werden, dass dem Kriterium der "Beziehungen
zu Nachbarn" genügend nachgegangen worden ist und der
Untersuchungsgrundsatz durch die Beschwerdegegnerin im zweiten
Einbürgerungsverfahren gewahrt wurde. Die eingeholten
Referenzschreiben wurden an der Bürgergemeindeversammlung vom
11. November 2016 thematisiert und waren auch Gegenstand der
Diskussion als es um die Einbürgerung des Beschwerdeführers ging. Der
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geforderten Maxime des Untersuchungsgrundsatzes wurde im zweiten
Einbürgerungsverfahren somit Rechnung getragen.
7. a) Der Beschwerdeführer rügt, dass die Beschwerdegegnerin sich von völlig
sachfremden Argumenten habe leiten lassen und der ablehnende
Entscheid deshalb willkürlich und somit aufzuheben sei. Gemäss der
Argumentation des Beschwerdeführers, sei dieser durch die Beziehungen
zu seinen Nachbarn als genügend integriert zu betrachten. Die
Beschwerdegegnerin hingegen habe in ihrem Einbürgerungsentscheid die
fehlende Integration mehrheitlich mit dem nicht vorhandenen
gesellschaftlichen Leben des Beschwerdeführers begründet; zudem
wisse er über die örtlichen Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuche
zu wenig Bescheid. Wie die Mehrheit der anwesenden Bürger zu diesem
Schluss gekommen sein soll, werde im ablehnenden
Einbürgerungsentscheid nicht begründet. Die Beschwerdegegnerin
verletze somit ihre Begründungspflicht. Für den Beschwerdeführer ist klar,
dass für die ablehnende Haltung völlig sachfremde Gründe massgeblich
waren. Man wollte am Beschwerdeführer ein Exempel statuieren, da er
sich gewagt habe den ersten Entscheid der Bürgergemeinde anzufechten
und schliesslich Recht bekommen habe. Der ablehnende Entscheid sei
deshalb willkürlich und somit aufzuheben.
b) Willkür im Sinne von Art. 9 BV liegt bei der Auslegung und Anwendung
von Gesetzesnormen nicht bereits vor, wenn eine andere Auslegung
ebenfalls vertretbar oder sogar zutreffender erscheint, sondern erst, wenn
ein Entscheid offensichtlich unhaltbar ist (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,
Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, Rz. 605).
Dies ist insbesondere der Fall wenn ein Entscheid zur tatsächlichen
Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen
unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise
dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGE 141 I 70). In Bezug auf
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Einbürgerungsangelegenheiten stellte sich das Bundesgericht bis zum
Entscheid BGE 138 I 305 auf den Standpunkt, dass in
Einbürgerungsangelegenheiten eine Willkürprüfung vor dem
Bundesgericht nicht statthaft sei, sofern gemäss kantonalem Recht kein
konkreter Rechtsanspruch in Einbürgerungssachen besteht. Mit der
Revision des BüG vom 1. Januar 2009 wurde eine Begründungspflicht für
ablehnende Einbürgerungsentscheide verankert (Art. 15b BüG). Dies
veranlasste das Bundesgericht seine Praxis zu ändern und
Einbürgerungsbeschwerden der Willkürrüge weiter zu öffnen. Art. 14 BüG
verschafft gemäss Bundesgericht, vor dem Hintergrund der eingeführten
Begründungspflicht, eine hinreichend klar umschriebene Rechtsposition
um im Verfahren vor Bundesgericht die Willkürrüge erheben zu können.
Bezüglich der Begründungspflicht ablehnender Einbürgerungsentscheide,
äussert sich das Bundesgericht in BGE 138 I 305, E.2.3,
folgendermassen:
"Ablehnende Entscheide über Einbürgerungen unterliegen gestützt auf Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 15b BüG der Begründungspflicht. Bestätigt eine Gemeindeversammlung einen ablehnenden Antrag des Gemeinderats, kann in der Regel und vorbehaltlich abweichender Voten davon ausgegangen werden, dass die Gemeindeversammlung dem Antrag und seiner Begründung zustimmt. Verweigert die Gemeindeversammlung wie im zu beurteilenden Fall entgegen dem Antrag des Gemeinderats eine Einbürgerung, hat sich die Begründung aus den Wortmeldungen zu ergeben. Werden an der Gemeindeversammlung Gründe für die Ablehnung einer Einbürgerung genannt und wird darüber unmittelbar im Anschluss an die Diskussion abgestimmt, kann angenommen werden, dass die ablehnenden Gründe von der Mehrheit der Abstimmenden mitgetragen werden. I.d.R. wird damit ein ablehnender Gemeindeversammlungsbeschluss hinreichend begründet werden können, sodass der abgelehnte Bewerber weiss, weshalb sein Gesuch abgewiesen worden ist."
c) In casu folgte die Gemeindeversammlung nicht dem positiven Antrag des
Bürgerrates den Gesuchsteller einzubürgern. Die Begründung muss sich
daher aus den Voten der Bürger und der anschliessenden Diskussion an
der Gemeindeversammlung ergeben. Im Einbürgerungsentscheid vom
30. November 2016 wurde festgehalten, dass der ablehnende Entscheid
der Gemeindeversammlung darauf gründe, dass der Gesuchsteller keine
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erkennbaren sozialen Beziehungen in der Gemeinde, zu Vereinen oder
anderen lokalen Institutionen pflege. Der Gesuchsteller sei weiter nicht im
gesellschaftlichen Leben der Gemeinde eingegliedert. Der Gesuchsteller
verfüge auch über zu wenig Wissen über die örtlichen
Lebensgewohnheiten, Sitten und Gebräuche. Bezüglich dem gerügten
Vorwand, dass dem Kriterium der gelebten Beziehung zur Nachbarschaft
zu wenig Beachtung geschenkt wurde, kann festgehalten werden, dass
die eingeholten Referenzen an der Gemeindeversammlung vom 11.
November 2016 thematisiert und an der anschliessenden Diskussion zur
Sprache kamen. Dies zeigt das Votum von C._ an der
Gemeindeversammlung, dass jemand nicht als integriert gelten kann "nur
weil er lediglich von zwei, drei selbst auserlesenen Nachbarn eine
Mitteilung erwirkt." (vgl. Protokoll der Bürgergemeinde-Versammlung vom
11. November 2016, S. 4).
d) Insgesamt kann somit nicht gesagt werden, die Gemeindeversammlung
habe den Entscheid aus sachfremden Motiven gefällt und deshalb sei
dieser willkürlich. Sinngemäss kann den Voten der
Gemeindeversammlung entnommen werden, dass das Gesamtbild des
Beschwerdeführers nicht einer genügenden Integration entspreche. Der
Beschwerdeführer bestreitet nicht, dass er am Vereinsleben, an lokalen
Institutionen oder an Dorf- und Quartierveranstaltungen nicht teilnehme;
dagegen betont er, dass seine Integration durch die guten Beziehungen
zu Nachbarn gegeben sei. Damit fokussiert sich die Beurteilung der
Integration auf diesen nachbarschaftlichen Aspekt; dies verlangt aber im
Gegenzug eine höhere integrative Qualität dieses einzelnen Aspektes.
Die Gemeindeversammlung befand die anhand der eingeholten
Referenzen dokumentierte Beziehung zu Nachbarn als nicht ausreichend,
um als integriert zu gelten.
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Für das streitberufene Gericht erweist sich dieses Ergebnis als sachlich
begründet und nachvollziehbar, wie nachfolgend ausgeführt wird. Dabei
muss man sich vor Augen halten, dass das Bundesgericht beim ersten
ablehnenden Entscheid der Bürgergemeinde die nicht erfolgte
Erkundigung durch die Behörden nach den vom Beschwerdeführe geltend
gemachten Kontakten zu den Nachbarn beanstandete. Deshalb forderte
die Bürgergemeinde den Beschwerdeführer korrekterweise auf, ihr
Referenzpersonen zur Überprüfung des geltend gemachten
nachbarschaftlichen Kontaktes anzugeben. In seinem Schreiben vom 9.
Oktober 2015 gab der Beschwerdeführer der Bürgergemeinde neben
Arbeitskollegen, welche in keinem nachbarschaftlichen Verhältnis zu ihm
stehen, lediglich drei Referenzpersonen mit Wohnsitz in X._ an,
nämlich D._, E._, und F._ (Akten Beschwerdegegnerin
[Bg-act.] 5). Diese drei Personen antworteten gemeinsam am 2.
Dezember 2015 (Bg-act. 14) auf das von der Beschwerdegegnerin
nachgesuchte Referenzschreiben (Bg-act. 6, 7 u. 9); dem
Referenzschreiben ist zu entnehmen, dass D._ die Vermieterin der
vom Beschwerdeführer seit 1989 gemieteten Wohnung in X._ ist.
Gemäss Adressierung der Beschwerdegegnerin (und übereinstimmend
mit einer Telefonbuchabfrage) ist D._ aber nicht in X._, sondern
in Y._ wohnhaft, was vorliegend aber nicht weiter ins Gewicht fällt.
Heutige Nachbarn sind hingegen deren Tochter E._ und
Schwiegersohn F._, welche in X._ wohnen. Die
Referenzpersonen beschreiben das nachbarschaftliche Verhältnis wie
folgt (Bg-act. 14):
A._ ist seit 1989 Mieter in der Liegenschaft meiner Schwiegermutter. In dieser Zeit ist A._ nie negativ aufgefallen und auch finanziell ist er immer seinen Verpflichtungen pünktlich nachgekommen. Wir kennen A._ als einen ruhigen, freundlichen und umgänglichen Mieter und Mitbewohner im Mehrfamilienhaus, der auch bei den übrigen Mietern nicht negativ auffällt. In dieser Zeit lernten ich, F._, und meine Frau, E._, A._ auch als Nachbar (sic) kennen der einem stehst (sic) freundlich, aufgeschlossen und hilfsbereit begegnet, mit dem man auch einen "schwatz"
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abhalten kann. Wir schätzen Herrn A._ als Mieter wie auch als Nachbarn sehr und hoffen mit diesen Informationen seinem Anliegen weiter geholfen zu haben.'
Vor dem Hintergrund, dass die vom Beschwerdeführer behauptete
Integration mangels Vereinsaktivitäten und anderen Teilnahmen am
öffentlichen Leben in seiner Wohnortgemeinde X._ über die
nachbarschaftlichen Beziehungen zu prüfen war und diesem Aspekt aus
den dargelegten Gründen auch ein besonderes Gewicht zukommt (vgl. o.
E.7d), müssten die nachbarschaftlichen Beziehungen eine
freundschaftliche Qualität erreichen oder zumindest über das übliche
ungetrübte nachbarschaftliche Zusammenleben hinausgehen, um die
vom Beschwerdeführer geltend gemachte Integration aufzuzeigen. Indes
ist dem Referenzschreiben nichts dergleichen zu entnehmen. Aus dem
Umstand, dass der Beschwerdeführer nie negativ aufgefallen und seinen
finanziellen Verpflichtungen stets pünktlich nachgekommen ist, können
keine besonderen Rückschlüsse auf dessen Integration gezogen werden;
auch die ihm attestierte Freundlichkeit, Offenheit und Hilfsbereitschaft ist
diesbezüglich nicht aussagekräftig, ebenso wenig wie die Möglichkeit,
dass man mit dem Beschwerdeführer auch einen "Schwatz" abhalten
kann. Das von den Nachbarn gezeichnete Bild zeigt einen unauffälligen,
freundlichen Menschen, sagt aber nichts aus über dessen Integration in
seiner Umgebung. Wenn die Bürgergemeinde somit die
nachbarschaftlichen Beziehungen als nicht intensiv bewertete bzw. ihr
eine besondere Qualität absprach und deshalb zum Schluss gelangte,
dass der Beschwerdeführer insgesamt zu wenig in der Gemeinde
integriert sei, kann dies nicht als sachfremd oder willkürlich bewertet
werden. Daran vermag auch das nachgereichte Referenzschreiben des
Arztes des Beschwerdeführers nichts ändern, da diese Beziehung nicht
auf einer rein freundschaftlichen Ebene gründet, sondern auf einer
geschäftlichen bzw. Patient-Arzt-Beziehung.
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Zusammengefasst steht somit fest, dass der Beschwerdeführer keine
persönliche oder freundschaftliche Beziehungen in X._ pflegt, welche
als integrativ gelten können; vielmehr sind die angegebenen Beziehungen
als unauffällig und oberflächlich zu betrachten. In diesem zweiten
Einbürgerungsentscheid wurden insgesamt die Verfahrensbestimmungen
eingehalten; die Argumente des Beschwerdeführers, die für eine
Integration sprechen, flossen in den Entscheid ein und es kann
demzufolge nicht gesagt werden, dass die Gemeinde sachfremd oder
willkürlich entschieden hat. Daran ändert auch nichts, wenn für den
ablehnenden Entscheid, andere, respektive weitere Punkte aufgeführt
worden sind. Auch wenn der Bürgerrat dem Beschwerdeführer einen
positiven Antrag auf eine Einbürgerung stellte, hat die Gemeinde einen
gewissen Ermessensspielraum, welcher im vorliegenden Fall von der
Beschwerdegegnerin in korrekter Art und Weise ausgeschöpft wurde.
Auch anhand des Protokolls der Gemeindeversammlung vom 11.
November 2016 wird ersichtlich, dass die Argumente des
Beschwerdeführers sehr wohl in den Entscheidprozess eingeflossen sind.
Auch eine Verletzung der Begründungspflicht liegt demnach nicht vor,
zumal gemäss Bundesgericht (BGE 138 I 305) die Begründung aus den
Voten der Gemeindeversammlung abgeleitet werden kann. Die Thematik,
ob der Beschwerdeführer anhand der Beziehungen zu Personen in
X._ und Umgebung genügend stark integriert ist, war wie erwähnt in
der Diskussion der Gemeindeversammlung angesprochen worden.
8. Der negative Einbürgerungsentscheid vom 11. November 2016 ist somit
rechtens erfolgt; folglich sind die Rechtsbegehren des
Beschwerdeführers, ihm das Bürgerrecht zu erteilen, eventualiter die
Gemeinde X._ anzuweisen, ihm das Bürgerrecht zu verleihen bzw.
subeventualiter die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die
Bürgergemeinde zurückzuweisen, abzuweisen.
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9. a) Gemäss Art. 73 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
[VRG; BR 370.100] hat in der Regel die unterliegende Partei die Kosten
zu tragen. In casu gehen die Gerichtskosten, ausmachend Fr. 1'500.--,
aufgrund der gewährten unentgeltlichen Prozessführung zulasten der
Gerichtskasse.
b) Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte keine Honorarnote
ein. Die Entschädigung wird anhand einer Pauschalabrechnung und unter
Korrektur der Verfügung vom 10. März 2017 betreffend unentgeltliche
Rechtspflege (Ansatz neu Fr. 200/h anstatt Fr. 180/h, vgl. Art. 5 Abs. 1
Honorarverordnung [BR 310.250]) bestimmt. Dabei werden 12 h à
Fr. 200.-- als notwendiger Aufwand festgesetzt. Unter Berücksichtigung
von pauschal 3 % Spesen auf Fr. 2'400.-- sowie 8 % Mwst ergibt dies
einen Betrag von Fr. 2'669.75. Dieser Betrag ist lic. iur. et oec. Pius
Fryberg zu Lasten der Staatskasse auszurichten.