# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 93f8c8bd-90a7-4985-b2ac-29bba994c131
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Anlässlich eines Verfahrens betreffend Mietstreitigkeiten zwischen X. (Mieterin) und A. (Vermieter) tätigte Rechtsanwalt B. als Vertreter des Letzteren eine Äusserung gegenüber X., welche diese dazu veranlasste, eine Ehrverletzungsklage gegen A. und B. zu erheben. In der Folge reichte der Rechtsvertreter der beiden Strafbeklagten, C., am 9. September 2003 eine Vernehmlassung zu dieser Strafklage ein, worin er Ausführungen machte, welche X. wiederum als ehrenrührig erachtete. Am 10. Dezember 2003 reichte sie daher beim Kreisamt Chur erneut eine gegen A., C. und B. gerichtete Ehrverletzungsklage ein und stellte die folgenden Anträge:
„1. C., B. und A. seien der Ehrverletzung im Sinne von Art. 173 StGB bzw. Art. 174 StGB schuldig zu sprechen und hierfür angemessen zu bestrafen.
2. C., B. und A. seien zu verpflichten, X. unter solidarischer Haftung eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 2'000.-- oder nach richterlichem Ermessen zu bezahlen, zuzüglich 5% Verzugszins seit 10. September 2003.
3. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer zulasten von C., B. und A..“
B. Mit Schreiben vom 10. März 2004 stellten die Strafbeklagten folgende Anträge:
„1. Die Ehrverletzungsstrafklage sei als gegenstandslos abzuschreiben zufolge heutigem Vergleich der Parteien in Landquart.
2. Eventuell sei die Klage abzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin.“
Da an der gleichentags durchgeführten Sühneverhandlung keine Einigung erzielt werden konnte, erklärte der Kreispräsident Chur das Sühneverfahren für gescheitert und räumte der Strafklägerin die Möglichkeit ein, ihre Klage bis am 8. April 2004 zu ergänzen. Sodann forderte er sie auf, innert derselben Frist einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zu leisten. Innert erstreckter Frist liess X. mit Schreiben vom 3. Mai 2004 mitteilen, dass sie auf eine Klageergänzung verzichte.
C. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2004 räumte der Kreispräsident Chur den Strafbeklagten Gelegenheit ein, bis 22. Oktober 2004 zur Klage schriftlich Stellung zu nehmen. Ausserdem wurden auch die Strafbeklagten verpflichtet, innert derselben Frist unter solidarischer Haftung einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'000.-- zu leisten, andernfalls ihre Anträge abgeschrieben würden.
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In ihrer Vernehmlassung vom 22. Dezember 2004 beantragten die Strafbeklagten, es sei auf die Klage gegen C. nicht einzutreten oder es sei die Klage, sofern darauf eingetreten werden könne, vollumfänglich abzuweisen. Die Klage gegen B. und A. sei ebenfalls vollumfänglich abzuweisen. Des Weiteren beantragten sie in Ziffer 3 ihrer Begründung die Zulassung zum Entlastungsbeweis.
Die Strafklägerin stellte in ihrer Vernehmlassung vom 28. Januar 2005 den Antrag, die Beklagten seien nicht zum Entlastungsbeweis zuzulassen. Ihr Rechtsbegehren gemäss Klageschrift vom 10. Dezember 2003 ergänzte sie um den Eventualantrag, es sei im Sinne von Art. 173 Ziff. 5 StGB im Urteil festzuhalten, dass die Beklagten den Wahrheitsbeweis nicht erbracht hätten.
D. Mit Verfügung vom 1. Februar 2005 überwies der Kreispräsident Chur die Verfahrensakten zum Entscheid über die Zulassung der Strafbeklagten zum Entlastungsbeweis an den Bezirksgerichtsausschuss Plessur.
E. Mit Eingabe vom 7. Februar 2005 wandte sich das Bezirksgericht Plessur an die Justizaufsichtskammer des Kantonsgerichts von Graubünden und beantragte unter Hinweis auf ein bestehendes Anstellungsverhältnis mit der Strafklägerin die Einsetzung eines unabhängigen Gerichts. Die Justizaufsichtskammer des Kantonsgerichts erklärte mit Beschluss vom 28. Februar 2005 den Bezirksgerichtsausschuss Imboden für die Behandlung des Begehrens um Zulassung der Strafbeklagten zum Entlastungsbeweis für zuständig.
F. Mit Urteil vom 8. Juni 2005, mitgeteilt am 12. September 2005, lehnte der Bezirksgerichtsausschuss Imboden das Gesuch der Strafbeklagten um Zulassung zum Entlastungsbeweis ab und auferlegte ihnen die Verfahrenskosten von Fr. 1'500.--. Die von den Strafbeklagten gegen dieses Urteil erhobene Berufung wurde vom Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden mit Urteil vom 29. November 2005 (SB 05 37) gutgeheissen und die Sache zur neuen Entscheidung an den Bezirksgerichtsausschuss Imboden zurückgewiesen.
G. Mit Urteil vom 14. März 2006, mitgeteilt am 4. April 2006, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Imboden wie folgt:
„1. Die Strafbeklagten A., C. und B. werden für sämtliche in Ziff. 3 lit. a der Erwägungen genannten Aussagen zum Entlastungsbeweis zugelassen.
2. Die Kosten des Verfahrens in Höhe von Fr. 3'000.00 gehen zu Lasten von lic. iur. X., welche die Strafbeklagten überdies ausseramtlich mit Fr. 1'600.00 (inkl. 7.6% Mehrwertsteuer) zu entschädigen hat.
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## Considerations