# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 92d7ff5d-dd97-4845-9f63-b4fe61556e55
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1956,
zuletzt
bis April 2006
als
Produk
tions
mit
arbeiter
bei der
Y._
tätig
, meldete sich im September 2011 zum Bezug von Leis
tungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
7/8). Die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte die erwerblichen und medizinischen Ab
klärungen und zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/12), ei
nen Fragebogen für
Arbeitgebende
(
Urk.
7/19)
sowie Berichte von
den behan
delnden Ärzten
(
Urk.
7/14;
Urk.
7/23-25)
bei
. Am 1
2.
April 2012 teilte
sie dem Versicherten mit, aufgrund seines Gesundheitszustands seien zurzeit keine be
ruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich (
Urk.
7/22). Mit Vorbe
scheid vom 1
8.
Juni 2012 teilte sie ihm dann mit, es bestehe kein Anspruch auf
Renten
leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
7/29). Seitens des Versicher
ten
wur
den dagegen keine Einwände erhoben (
vgl.
Urk.
7/32). Die IV-Stelle verfügte schliesslich am 2
8.
August 2012 im Sinne des Vorbescheids und wies das
Leis
tungsbegehren
ab (
Urk.
7/33).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch
Rechtsanwalt
Blöchlinger
, mit Eingabe vom 2
6.
September
2012
Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben; es sei ihm eine IV-Rente zuzuspre
chen; eventuell sei die Sache zur weiteren Abklärung an die
Beschwerdegegne
rin
zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge (
Urk.
7/36). In ihrer
Vernehmlassung vom 2
5.
Oktober 2012 stellte die Beschwerdegegnerin Antrag auf
Abweisun
g der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer am 2
9.
Ok
tober 2012 angezeigt wurde (
Urk.
8). Mit Eingabe vom
6.
Dezember 2012 liess der Beschwerdeführer dem Gericht weitere Berichte von behandelnden Ärzten zukommen (
Urk.
9-10), welche der Beschwerdegegnerin am 1
0.
Dezember
2012
zur Kenntnis gebracht wurden (
Urk.
11).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4 Abs. 1 des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbs
unfä
higkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie
derung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fä
higkeit liegt zu
dem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fas
sung).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in
Verbindung mit
Art.
28a Abs. 1 IVG (bis 31. Dezember 2007:
Art.
28 Abs. 2 IVG
) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das
Er
werbs
einkommen
, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
de
rungs
mass
n
ahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Ar
beits
markt
lage
e
rzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung ge
setzt zum
Erwerbs
ein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu
erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig mög
lichst genau ermittelt und einander gegenüber
ge
stellt werden, worauf sich aus der
Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Me
thode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stell
en, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG)
sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (
Art.
28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28
Abs. 1 IVG).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beur
teilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zuge
mutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
Im Folgenden ist zunächst die medizinische Aktenlage darzustellen:
2.1
Dr.
med.
Z._
,
Innere Medizin FMH, stellte in seinem Arztbericht vom
6.
Dezember 2011
(
Urk.
7/14)
folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit fest
:
Verdacht auf HLA-B27 positive
Spondylarthropathie
, DD: rheumatoide Arth
ritis;
Coxarthrose
bds
., rechts mehr als links;
c
hronisches Schmerzsyndrom;
Periarthropathia
humeroscapularis
rechts;
m
ittelschwere depressive Episode bei rezidivierender depressiver Störung;
St. n.
ossärem
Ausriss der Sehne des
muskulis
rectus
femoris
rechts 96;
Migräne;
c
hronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom bei
Wirbelsäulenfehlhal
tung
und Haltungsinsuffizienz;
a
nteriore
Spondylose L1/L2;
Wurzeltaschenzyste S2 links 23 mm gross.
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine Adipositas.
Dr.
Z._
führte aus, seit mehreren Jahren leide der Beschwerdeführer an Schmer
zen, besonders im HWS- und LWS-Bereich, mit Ausstrahlung in Arme und Beine,
besonders rechtes Bein. Nach einjähriger Behandlung habe er diese im Jahr 2005
abgebrochen und sich zurückgezogen. Im September 2010 sei wegen Zunahme
der Schmerzen die vorliegende Behandlung aufgenommen worden.
Weitere Symp
tome seien starke Schmerzen in der linken Hüfte, ausgeprägter Schmerz im linken Bein bei Belastung, in Ruhe und sogar während des Schla
fens, so dass
der Beschwerdeführer wegen dem starken Schmerz erwache. So
dann würden Knie
schmerzen beidseits vorliegen, links deutlich mehr als rechts. Das linke Knie
sei häufig geschwollen. Im linken Fuss bestünden unkontrollierte Bewegungen. Im linken Bein
sei ein subjektives Gefühl von Schwäche vorhan
den, so dass der Beschwerdeführer nicht in der Hüfte flektieren könne. Ebenfalls seien Schmer
zen in der rechten Schulter und im Bereich der
sternocostalen
Ge
lenke beidseits gegeben. Weitere Symptome seien Nervosität, Lärmintoleranz, Schlafstörungen,
Müdigkeit, Antriebslosigkeit, kompletter
Libidoverlust
,
Ober
bauchschmerzen
und häufige Schmerzen. Die Prognose sei schlecht. Der Be
schwerdeführer stehe schon
seit über 15 Jahren in rheumatologischer Behand
lung und es sei überhaupt keine
Besserung eingetreten, sondern vielmehr von Jahr
zu
Jahr eine Verschlech
te
rung.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
Z._
aus, in der bisherigen Hilfstätig
keit sei seit Januar 2010 bis auf weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit an
zunehmen. Zur Frage nach der Zumutbarkeit einer behinderungsangepassten Tätigkeit machte der behandelnde Arzt keine Angaben.
2.2
Am 8. Februar 2010 berichtete das
A._
,
Klinik für Kardi
ologie, über eine stationäre Behandlung des Beschwerdeführers vom 29. bis 30. Ja
nuar 2010 (Urk. 7/25). Dabei konnte eine koronare Herzkrankheit als Ur
sache der Beschwerden (rezidivierendes thorakales Druckgefühl seit Mai 2009)
aus
geschlossen werden.
Es wurden
eine Gewichtsabnahme, ein
Nikotin
stopp
,
regelmässige Aktivi
tät sowie die entsprechenden Ernährungsmassnahmen zur Behandlung der leichten
Hypertriglyceridämie
empfohlen
.
2.3
Das
A._
,
Rheumaklinik und Institut für Physikalische Me
dizin,
untersuchte den Beschwerdeführer einmalig am 19. Oktober 2011 und
stellt
e mit Bericht vom 2
0.
Januar 2012 (
Urk.
7/24/4-6) folgende Diag
nosen:
Chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom
Erstmanifestation ca. 1995;
Wirbelsäulenfehlhaltung, muskuläre Insuffizienz;
anamnestisch HLA-B27 positiv;
keine Hinweise auf ISG-Arthritis (MRI ISG 22.12.2011);
g
eneralisiertes Schmerzsyndrom
ANA positiv;
klinisch keine Hinweise auf entzündliche
Arthropathie
;
Periarthropathia
humeri
scapularis
rechts;
aktuell:
s
chmerzfreie Schulterbeweglichkeit;
beginnende
Coxarthrose
rechts
ausgeprägter
Pfannendachosteophyt
DD traumatisch
;
Vitamin D-Mangel;
depressive Störung;
Adipositas;
Migräne;
Penicillinallergie
.
In seiner Beurteilung hielt das Spital fest, beim Beschwerdeführer bestünden
langjährige chronische lumbale Schmerzen. Aktuell
finde
sich eine
Wirbelsäu
len
fehlhaltung
und eine muskuläre Insuffizienz. Ein MRI der LWS vom 24.03.2011 habe
Spondylarthrosen
der mittleren und unteren LWS leichteren Grades erge
ben, jedoch keine Hinweise auf Nervenwurzelkompression. Über die Jahre sei es nicht nur zu einer Verstärkung der Rückenbeschwerden, sondern auch zu einer Generalisierung der Beschwerden gekommen, es seien vom Be
schwerdeführer Schmerzen von Kopf bis Fuss angegeben worden.
Aufgrund eines offenbar positiven HLA-B27-Tests sei an eine mögliche
Spon
dy
loarthritis
zu denken. Zudem sei beim Beschwerdeführer vor Jahren ein leicht po
sitiver Rheumafaktor festgestellt worden. Eine entzündlich-rheumatische
Ar
thropathie
sei deshalb bereits bei früheren Untersuchungen in Erwägung ge
zo
gen
worden, ohne dass sich entsprechende diagnostische Befunde hätten er
heben lassen.
In der aktuellen Untersuchung hätten
sich
keine
Synovitiden
oder
Enthesitiden
gefunden. Es sei auch keine eindeutige
artikuläre
Betonung von
Druckdolenzen
feststellbar gewesen. Es sei lediglich eine
Druckdolenz
im SC-Gelenk links sowie
costosternal
links auszumachen gewesen, allerdings ohne lokale Schwellung oder
Entzündungszeichen
. Dies wäre als allfälliger Hinweis auf eine
Spondy
loar
thri
tis
zu deuten. Die Entzündungsparameter im Serum seien im
Normbe
reich
gelegen.
Radiologisch hätten die bisherigen Abklärungen keine Hinweise auf entzünd
liche
Veränderungen an der Wirbelsäule ergeben, insbesondere auch keine Hinweise auf einen Status nach ISG-Arthritis. In einem MRI der ISG vom 22.12.2011
hätten sich keine entzündlichen Veränderungen gezeigt. Aufgrund der vor
lie
genden Befunde könne somit eine
Spondyloarthritis
nicht diagnosti
ziert werden.
In der erneut durchgeführten Immunserologie sei der Rheumafaktor negativ ge
wesen, ebenso die Anti-CCP-Antikörper. Bei Absenz von
Synovitiden
in der kli
ni
schen Untersuchung könne eine rheumatoide Arthritis ebenfalls nicht diag
nostiziert werden.
Auffallend sei ein positiver
antinukleärer
Antikörper-Titer mit 1:320 gewesen. Die Differenzierung der ANA habe jedoch negative Antikörper mit Spezifität für SLE, ein
Sjögren
-Syndrom und Mischkollagenose ergeben. Bei fehlenden spezi
fischen anamnestischen oder klinischen Hinweisen auf eine Kollagenose könne hier ebenfalls keine schlüssige Diagnose gestellt werden.
Die belastungs-induzierten Hüftschmerzen rechts seien aufgrund der Anamnese mit einer
Coxarthrose
zu vereinbaren. Radiologisch falle eine ausgeprägte
ossäre
Ausziehung über dem Pfannendach rechts auf, die am ehesten posttrau
matisch zu beurteilen sei. Eine diesbezügliche Abklärung 2003 mit einem CT habe
eine Ossifikation innerhalb der
posterioren
Sehnenanteile des
Musculus
rectus
femoris
rechts entsprechend einem Status nach
ossärem
Au
sriss
ergeben
.
Bezüglich der
Hyperurikämie
hätten sich aktuell keine Hinweise auf eine Gicht-
Arthropathie
gefunden, insbesondere auch keine
Tophi
. Die Punktion der
Weich
t
eilschwellung
am
Dig
IV links habe keinen Kristallnachweis ergeben. Die aktu
elle Harnsäure sei mit 348 unter
Allopurinol
im normalen Bereich gewesen.
Zusammenfassend
könne ein entzündlich-rheumatisches Leiden als Ursache für
die generalisierten Schmerzen nicht diagnostiziert werden. Es sei somit von einem chronischen
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom mit sekundärer
Schmerz
generalisierung
auszugehen. Eine Indikation für eine anti-entzündliche Therapie bestehe nicht.
In
ihrer
Beurteilung
vom 11. Mai 2012 (Urk. 7/24/1-3) zu Händen der Beschwerdegegnerin
führte
n
die
A._
-Rheumatologen
aus, hinsichtlich der angestammten Tä
tigkeit sei von einer eingeschränkten Belastbarkeit der Wirbelsäule auszugehen. Es bestehe eine Einschränkung für Schweres Heben und Tragen. Inwieweit die bisherige Tätigkeit noch zumutbar sei, könne nicht beurteilt werden, bei seit Jahren nicht mehr erwerbstätigen Personen. Bezüglich Arbeitsfähigkeit in einer
behinderungsangepassten Tätigkeit erklärte das Spital, eine genaue Evaluation der
Arbeitsfähigkeit habe anlässlich der Konsultation nicht stattgefunden. Ge
nerell sei von einer Arbeitsfähigkeit für eine leidensangepasste Tätigkeit auszu
gehen, die nicht genau beziffert werden könne.
2.4
Die
B._
,
wo der Beschwerdeführer sich vom
1.
bis 2
8.
Sep
tember 2006 in stationärer psychosomatischer Rehabilitation befand, hielt in ihrem Bericht vom 1
0.
April 2012
(
Urk.
7/23)
folgende Diagnosen fest;
Chronisches Schmerzsyndrom mit/bei
(R52.2)
klinisch: Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom. DD: Im Rahmen einer Facettengelenksüberlastung bei Wirbelsäulenfehlhaltung und Haltungsinsuffizienz;
MRI (06/05) und
Rö
(05/05): Keine signifikanten degenerativen Verände
rungen, keine Spinalkanalstenose oder Neurokompression, Zyste der Wurzel S2;
Periarthropathia
humero-scapularis
rechts (M75.1);
l
eicht-mittelgradige depressive Störung (F32.1)
;
mi
ttelschwere Adipositas
mit/bei BMI 33.5 kg/m
2
;
Status nach
ossärem
Ausriss Sehne des M.
rectus
femoris
rechts 1996 (S76.1);
Migräne.
In ihrer Beurteilung berichtete
n
die Klinik
ärzte
von einem chronischen
Schmerz
syn
drom
in Form eine
s
chronischen
lumbospondylogenen
Schmerzsyndroms. Die Schmerzen seien anhand der Organbefunde ohne signifikante degenerative
Ver
änderungen bzw. ohne Hinweise einer Neurokompression bezüglich Aus
mass
und Intensität nicht hinreichend geklärt, so dass von einer Schmerzausweitung bzw. einer
somatoformen
Schmerzkomponente ausgegangen werden müsse. Ein konkreter zugrunde liegender Konflikt habe sich allerdings nicht eruieren las
sen. Der Beschwerdeführer habe während seines Aufenthalts verschiedene neue Therapieansätze und
Schmerzcopingstrategien
kennen- und begrenzt anzuwen
den gelernt. Auch habe eine
geringgradige
Stimmungsaufhellung erzielt werden können. Beweglichkeit und Körperkraft hätten objektiv und subjektiv etwas ver
bessert werden können, auch wenn noch eine deutlich schmerzbedingte Ein
schrän
kung vorliege. Der Beschwerdeführer habe daher durch die regelmäs
sige Teil
nahme an den Therapien partiell
rekonditioniert
werden können. Nach der Entlassung am
2
8.
September 2006 sei die Fortsetzung der antidepressiven The
ra
pie mit
Remeron
sowie die Weiterführung der Physio- und Psychotherapie emp
fohlen worden. Entsprechende Verordnungen seien dem Beschwerdeführer mit
gegeben worden. Er habe beabsichtig
t
die Physiotherapie im
C._
fort
zuführen. Für eine ambulante Psychotherapie seien ihm Adressen mitgegeben worden. Es sei eine engmaschige hausärztliche Nachkontrolle mit einer
be
darfs
mässigen
Anpassung der Medikation und vor allem auch einer Evaluation des Nebenwirkungsprofils des
Belocs
bei bekannter Adipositas
anzustreben
. Eine wirtschaftlich verwertbare Arbeitsfähigkeit in Form einer körperlich leich
ten und wechselbelastenden Tätigkeit sei durchaus denkbar und auch aus thera
peutischer Sicht zur Tagesstrukturierung und vor allem Aktivierung wün
schens
wert. Eine funktionelle Arbeitsbelastungsprüfung und
Arbeitsplatzabklä
rung
sei
im Rahmen der stationären Rehabilitation aus therapeutischen Gründen nicht erfolgt.
2.5
Dr. med.
D._
,
Psychiatrie u. Psychotherapie, welcher den Beschwerde
füh
rer seit 18. Mai 2011
behandelt
,
hielt in seinem Bericht vom 15. November 2011 fest, die beim Beschwerdeführer festgestellten Befunde zeigten ein eindrück
li
ches depressives Syndrom von erheblicher Schwere an, das sich vornehmlich aus emotionalen, vegetativen und energetischen, aber auch kognitiven Symp
tomen und einer reduzierten Be
lastungsfähigkeit, einer massiv
beeinträchtigten Vitalität und Erlebensfähigkeit bzw. einer äusserst re
duzierten Gefühlswelt, einer psychomotorischen Verlangsamung und erhebli
chen Antriebsarmut zu
samm
ensetze. Hinzu kämen sekundär deutliche
interakti
onale
bzw. soziale Defi
zite. Besonders ins Auge fallend sei die depressive, weit
gehend gefühllose Schwe
r
e mit erschreckender Minderung der Vitalität und den deutlich reduzierten Affektregungen, welche das Bild mittlerweile prägten, ge
folgt von Schmerz und Lebensüberdruss und der quälenden Einförmigkeit des Erlebens ohne Hoffnung, dem Verlust an Lebensqualität und Genussfähigkeit, verbunden mit Ohnmacht und Alternativlosigkeit trotz des einstmals differen
zierten
Persönlichkeitsfunda
ments
. Deutlich sei auch die depressionstypische Minderung von
Selbstwert
schätz
ung
und Selbstbild, einhergehend mit geringer Selbstverfügbarkeit im ge
genwärtigen Erleben. Nicht nur die Depression nehme heute weitgehend einen
unbeeinflussbaren Verlauf. Für eigentliche psychothe
rapeutische Techniken bleibe
der Beschwerdeführer vermutlich weitgehend un
zugänglich. Die Gründe lägen hier in der Schwere des Syndroms und in einigen Charakteristika der Persön
l
ich
keitsstruktur bzw. in der damit verbundenen ge
ringen
Introspektionsfähig
keit
.
Die bisherigen Behandlungsversuche mit Anti
depressiva seien wenig erfolgreich gewesen bzw. hätten noch zu wenig zur Besserung beigetragen. Die psy
chia
trische Therapie bleibe wegen der gegenwär
tigen Schwere der Symptomatik zu
nächst eine vorwiegend medikamentöse und
supportive
, eine problem- und eine
lösungsorientierte. Die Prognose sei derzeit eher schlecht, zumal der Verlauf über
die vielen Jahre hinweg schon lange chronisch bzw.
chronifizierend
ge
worden sei.
Im Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit legte Dr.
D._
dar, ganz unter
schiedliche Faktoren beeinträchtigten die Fähigkeit zum Arbeitseinsatz. Hin
sicht
lich Arbeitsunfähigkeit sei davon auszugehen, dass im vorliegenden Fall die
beschriebene psychopathologische
Syndromatik
in ihrer besonderen Schwere
und Komplexität bzw.
Komorbidität
fassbare Auswirkungen auf die Arbeits
fähig
keit habe. Fatal sei in diesen und ähnlichen Fällen immer wieder die gegen
sei
ti
g
e Beeinflussung bzw. Verstärkung der
Symptomatiken
. Somit be
stehe von Seiten des Beschwerdeführers eine hochgradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als
Allroundmitarbeiter bzw. Maschinenführer vornehmlich aus psychiatrischen Grün
den. Das Bild sei als von einer Schwere anzusehen, die zweifellos eine Be
ren
tung notwendig mache. Dabei wären selbst sehr monotone Arbeiten nur noc
h schwer und unter zusätzlichem Kraftaufwand zu erledigen. Selbst
Routine
funk
tionen
wären aufgrund der Befindlichkeit nicht mehr zu leisten. Die Arbeitsun
fähigkeit halte sich aufgrund des beobachteten
Zustands
bilds
auch in
behinde
rungsangepassten
Tätigkeiten als hoch, ca. bei über 95 % liegend (Urk. 10/1).
2.
6
In ihrem Bericht vom 2
4.
August 2012
über die Hüftsprechstunde vier Tage
zuvor
(
Urk.
10/2)
führte die
E._
folgende Diagnosen auf:
Alter Abriss der Spina
iliaca
anterior
inferior rechts;
FAI CAM-Konfiguration der rechten Hüfte mit peripher
acetabulärem
Ge
lenkschaden;
anamnestisch
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom mit generalisiertem Schmerzsyndrom und HLA B27 positiv.
Die behandelnden Klinikärzte legten dar, der Beschwerdeführer klage immer noch diese rechtsseitigen Hüftschmerzen, welche etwas diffus
lumbosakral
per
trochantär
antero
ventral im Oberschenkelbereich ausstrahlend in den Fuss be
schrieben würden. Auslöser sei das Gehen. Nac
h einer gewissen Gehzeit gesell
e si
ch zu diesen Schmerzen auch eine Taubheit des ganzen Beins hinzu. In der kli
nischen Untersuchung habe sich ein beidseitiges Hinken gezeigt. Der
Ein
bein
stand
links wie rechts sei aus Gleichgewichts- aber auch aus Kraftgründen der
Hüftabduktoren nur schwer möglich. Die Hüftgelenksuntersuchung sei links ganz
frei, rechts vereinba
r mit einem positiven
femoroaceta
bulären
Impinge
ment
mit einer Flexion von 90°, Innenrotation 10°, Aussenrotation ca. 30°. Die forcierte Flexion, Innenrotation und Adduktion reproduziere einen Schmerz nicht in der Leiste, sondern
lumbosakral
. In Seitenlage bestehe
palpatorisch
Empfindlichkeit
pertrochantär
.
Die zur Verfügung stehenden Bildgebungen hätten in der A-MRI-
Untersuchung klar dies
es
CAM-
Impingement
mit angren
zendem
Knorpelscha
den
gezeigt. Die Beckenübersichtsaufnahme vom Juni habe diese Ossifikation im Be
reich der
Recus
-Sehne gezeigt. Sonst
hätten
sich nach herkömmlichen Kriterien wenig auffällige Hüfte präsentiert. Es sei nicht davon auszugehen, dass die Implantation eines künstlichen Hüftgelenks das Problem des Beschwerdeführers lösen und funktionell wesentlich verbessern werde. Un
klar seien die beschriebenen Sensibilitätsstörungen am Bein beim Gehen. Es sei diesbezüglich eine neurophysiologische Abklärung zu empfehlen.
2.7
In
seinem
Bericht vom 1
3.
November 2012
über eine erneute ambulante Un
ter
suchung
(
Urk.
10/3)
führte
der Oberarzt der
E._
dieselben Diag
no
se
n auf wie in
jenem vom
2
4.
August 201
2.
E
s hätten sich unveränderte Be
schwerden ei
nerseits in der
Inguina
lateralseits
, andererseits nach einer ge
wissen
Gehstrecke vor allem im Unterschenkel/Fuss mit Taubheitsgefühl präsentiert. Zu erwä
hnen sei, dass der Beschwerdeführer starker Raucher sei mit etwa 30 – 40
py
.
Der Befund habe sich im Vergleich zur letzten Untersuchung im We
sent
lichen ebenfalls unverändert dargestellt. Der
Impingementtest
habe eine
Schmerz
pro
vokation
inguinal lateral ergeben, jedoch ohne Ausstrahlung. Es habe eine
Druckdolenz
im Bereich des Ansatzes
der
Gluteus
medius
Muskulatur bestan
den. Ein
Rectus
-Dehnungsschmerz sei nicht vorhanden gewesen. Die
Arteria
dor
salis
pedis
sei nicht tastbar gewesen, die
tibialis
posterior
tastbar. Am 1
2.
Sep
tember 2012 sei ein EMG durchgeführt worden, welches keine Hinweise für eine Polyneuropathie oder
Radikulopathie
geliefert habe. Die mit der Un
tersuchung ausgelösten Schmerzen ing
u
inal lateral, die auch durch die Infiltra
tion gebessert hätten, seien von der Hüfte bedingt. Dies erkläre jedoch nicht die
Parästhesien
im Unterschenkel, die nach einer gewissen Gehstrecke auftreten würden. Anam
nes
tisch und klinisch bei fehlender
Arteria
dorsalis
pedis
könnte es sich um eine vaskuläre
Claudicatio
handeln in Anbetracht der 30 – 40
py
. Es sei eine
angio
logische
Untersuchung durchzuführen. Nach Ausschluss allfälliger
angiologi
schen
Ursachen könnte eine stationäre Rehabilitation in einer rheu
matolo
gi
schen Klinik diskutiert werden.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren rentenablehnenden Entscheid auf die Stellungnahme des RAD vom 1
5.
Juni 201
2.
Der RAD
erklärte
, nachdem im
Ar
beitgeberfragebogen
vom 1
2.
März 2012
(
Urk.
7/19)
festgehalten worden sei, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit
als
Produktions
mitarbeiter
bei der
Y._
nur mittelschwere Lasten habe h
e
ben/
tragen müssen, und die
A._
-
Rheumaklinik in ihrem Bericht vom 1
1.
Mai 2012
(
Urk.
7/24
; E. 2.
3
)
einzig eine Einschränkung für schweres Heben und Tra
gen festgestellt habe, liege die Belastbarkeit des Beschwerdeführers höher als die Belastungsanforderung. Entsprechend sei von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen.
Vorliegend ist d
em vom RAD zitierten
A._
-
Rheumaklinik-Bericht
konkret
zu entnehmen, dass beim Beschwerdeführer von einer eingeschränkten Belastbarkeit der Wirbelsäule auszugehen sei. Bei der Arbeit wirke sich
dies
da
hingehend aus, dass eine Einschränkung für schweres Heben und Tragen be
stehe. In Bezug auf die Frage, ob die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zumutbar sei, gab der behandelnde Arzt an, letzteres könne nicht beurteilt werden bei seit Jahren nicht mehr erwerbstätigen Personen.
Zur Frage nach
der
Zumutbarkeit einer behinderungsangepassten Tätigkeit wurde dargelegt, eine genaue Evaluation der Arbeitsfähigkeit habe anlässlich der Konsultation nicht stattgefunden. Generell sei von einer Arbeitsfähigkeit für eine
behinderungsan
gepasste
Tätigkeit auszugehen, die indes nicht genau beziffert werden könne.
Vorliegend wäre mit Blick auf die Tatsache, dass
der Beschwerdeführer seit Jahren arbeitslos ist,
eine Umschreibung
einer angepassten Tätigkeit
bzw. der Höhe
der Arbeitsfähigkeit bedeutsam. Diese
Angaben können
dem
A._
-Bericht vom 1
1.
Mai 2012
nicht
entnommen werden.
Hinsichtlich der weiteren ärztlichen Berichte, welche im Verfügungszeitpunkt
bei den Akten lagen
, ist darauf hinzuweisen, dass diese eine volle Arbeitsfähig
keit
ebenfalls nicht zu belegen vermögen. Im Gegenteil hatte
Dr.
Z._
am
6.
De
zem
ber
2011 in der zuletzt ausgeübten Hilfstätigkeit ab Januar 2010 und bis auf wei
te
res eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (
Urk.
7/14
; E 2.1
).
Sodann hatte
die
B._
nach dem stationären Aufenthalt vom
1.
bis 2
8.
September 2006 in ihrem Bericht vom 1
0.
April 2012 zwar ange
geben, dass eine wirtschaftlich verwertbare Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten und wechselbelastenden Tätigkeit durchaus denkbar sei. Allerdings
be
zieht sich diese
Beurteilung
auf einen
schon relativ weit zurück
liegenden Zeit
raum
, wom
it deren Beweiswert deutlich
eingeschränkt erscheint, zumal
der Be
schwerdeführer ab
September 2010 eine gesundheitliche Verschlechterung gel
tend macht.
3.2
Gesamthaft ist gemäss vorstehenden Erwägungen festzustellen, dass sich die
an
gefochtene Verfügung auf unzureichende Angaben zur Arbeits
fähigkeit stützt.
Im
Übrigen ergibt sich die Erforderlichkeit von weiteren Abklärungen auch auf
grund
der vom Beschwerdeführer
erst im Rahmen des
Beschwerdever
fah
rens
einge
reich
ten Arztberichte
(
Urk.
10/1-3; E. 2.
5
; E. 2.
6-2.7
)
.
Aus
den Berichten
des
E._
vom 2
4.
August und 1
3.
November 201
2
geht hervor, dass der Beschwer
deführer dort aufgrund der rechtsseitigen Hüftschmerzen, welche etwas diffus
lumb
osakral
pertrochantär
antero
ve
ntral im Oberschenkel
bereich ausstrahlend in den Fuss beschrieben worden seien, in Behandlung stand. Auslöser sei dabei das Gehen, wobei sich nach einer relativ guten Gehzeit zu diesen Schmerzen auch eine Taubheit des ganzen Beins hinzugeselle. Zur Arbeitsfähigkeit wurde von Seiten der Ärzte des
E._
keine Stellung ge
nommen.
In diesem Zu
sammenhang ist zu beachten, dass
der Beschwerdeführer von Hüftschmerzen r
echts
bereits gegenüber der
A._
-
Rheumaklinik berichtet hatte, eine Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit wurde jedoch nur hinsichtlich der einge
schrän
k
ten Belastbarkeit der Wirbelsäule beschrieben.
Die Klinik hatte allerdings in ihrem Bericht vom 2
0.
Januar 2012 auch erwähnt, dass bei Zu
nahme der Hüft
schmerzen rechts im weiteren Verlauf mit Einschränkung der Gehstrecke sich eine orthopädische Beurteilung empfehle.
Angesichts der Tatsa
che, dass der Be
schwerdeführer eine Behandlung
in der Orthopädie des
E._
in Angriff ge
nommen hat,
muss deshalb
von der Progredienz der
Hüftbe
schwerden
ausge
gangen werden. Im Hinblick auf die Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit ersc
heint
der betreffende
Sachverhalt somit
abklärungsbedürftig.
Im Übrigen ist auch zu beachten, dass die
behandelnden Ärzte des
E._
im Bericht vom 1
3.
November 201
2
eine ergän
zende
angiologische
Abklärung
für
a
ngezeigt
hielten
.
Was sodann den Bericht von
Dr.
D._
vom 1
5.
November 2012
betrifft, wurde darin ein depressives Syn
drom „von erhebli
cher Schwere“ angegeben. Die Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit sei aus psychiatrischer Sicht zu 100
%
eingeschränkt, in einer
behinderungsan
gepassten
Tätigkeit sei ebenfalls von einer Einschränkung von
mind.
95
%
aus
zugehen.
Die Zuverlässigkeit dieser Beurteilung erscheint fraglich. Es steht diese insbesondere in massivem Widerspruch zum Arztbericht
der
A._
-
Rheumaklinik vom 1
1.
Mai 2012, wo die dannzumal festgestellte de
pressive Störung unter den Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt wurde. Auch ist auffallend, dass eine leicht-mittelgradige depressive Störung bereits von der
B._
nach dem stationären Auf
enthalt vom
1.
bis 2
8.
September 2006 diagnostiziert worden war, allerdings wurde von den be
handelnden Ärzten die Aufnahme einer körperlich leichten wech
sel
belastenden Tätigkeit
damals
dennoch als zumutbar erachtet.
Eine
Be
ein
träch
tigung der Ar
beitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht im Zeitpunkt der angefochtenen Verfü
gung
kann vorliegend indes nicht
ausgeschlossen werden. Diese Frage ist somit ebenfalls in die ergänzenden Abklärungen
mitein
zube
ziehen
.
3.3
Zusammenfassend bestehen im vorliegenden Fall keine zuverlässigen Grundla
gen für die Beurteilung eines Rentenanspruchs. Die angefochtene Verfügung ist aufzuheben und die
Sache zur ergänzenden medizinischen Abklärung
an die
Be
schwerdegegne
rin
zurückzuweisen.
4.
4.1
Gemäss
Art.
69 Abs. 1
bis
IVG ist abweichend von
Art.
61
lit
. a ATSG das
Be
schwerdeverfahren
bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festgelegt. Die Gerichtskosten sind auf Fr. 600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen.
4.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat
die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kos
ten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
In der vorliegenden Angelegenheit erscheint eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘100.-- (inkl.
MWSt
und Barauslagen) als ange
messen.