# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 785b0e86-3986-48be-9753-109d53b10667
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1955 geborene
X._
, ab September 2007 als Schweis
ser/Baufacharbeiter bei der
Y._
GmbH angestellt, erlitt bei einem Berufsunfall vom 12. Dezember 2011 Verletzungen im Bereich des Schambeins, des Beckens und des linken Oberschenkels. Am
1.
Oktober 2012 meldete er sich zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung an.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), klärte hierauf die medizinischen und beruflichen Verhältnisse ab und holte die Akten der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva), welche ihre Leistungen mangels Kausalität der verbleibenden Beschwerden mit Verfügung vom 12. Februar 2013 per 2
8.
Februar 2013 eingestellt hatte, ein. Gestützt auf
die
Gut
achten
von Dr. med.
Z._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, speziell Rheumaerkrankungen, und von Prof. Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Neurologie sowie Psychiatr
ie und Psychotherapie,
vom 2
5.
Oktober und 2. Dezember 2013 verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
1.
Juli 2014 einen Rentenanspruch des Versicherten (vgl. zum Ganzen: Sachverhalt im Urteil Nr. IV.2014.00929). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 1
5.
September 2014 hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit
unangefochten in Rechtskraft erwachsenem
Urteil Nr. IV.2014.00929 vom 1
2.
Februar 2016 in dem Sinne gut, als es die Sache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen an die IV-Stelle zurückwies.
1.2
Die IV-Stelle teilte dem Versicherten hierauf unter Zustellung eines Fragenkata
logs am 27. Mai 2016 mit, dass ohne seinen schriftlich begründeten Gegenbericht bis
8. Juni 2016 eine
bidisziplinäre
Untersuchung (Orthopädie/Psychiatrie) in Auf
trag
gegeben werde (Urk. 7/89). Unter Einreichung mehrerer ärztlicher Berichte liess der Versicherte am 7. Juni 2016 um Anordnung einer polydisziplinären Untersuchung ersuchen, wobei er geltend machen liess, dass neben einer ortho
pädischen und einer psychiatrischen zwischenzeitlich eine internistische Abklä
rung notwendig geworden sei (Urk. 7/92/1-8, 7/93). Mit Schreiben vom 10. Juni 2016 verneinte die IV-Stelle die Notwendigkeit einer polydisziplinären Abklärung (Urk. 7/94) und erteilte dem
B._
am selben Tag den Untersuchungsauftrag (Urk. 7/95). Am 14. Juni 2016 teilte sie dem Versicherten die vorgesehenen Fachärzte mit und räumte ihm die Möglichkeit zum Vorbringen von Einwänden gegen dieselben bis zum 24. Juni 2016 ein (Urk. 7/98). Am 16. Juni 2016 liess der Versicherte neuerlich um Durchführung einer polydisziplinären anstelle einer
bidisziplinären
Abklä
rung ersuchen (Urk. 7/100). Mit unangefochten in Rechtskraft erwachsener Ver
fügung vom 22. Juni 2016 hielt die IV-Stelle an der
Durchführung der
bidiszip
linären
Abklärung (Orthopädie und Psychiatrie) im
B._
fest (Urk. 7/102). Am 17. November 2016 teilte sie dem Versicherten sodann mit, dass aus personellen Gründen ein Wechsel des psychiatrischen Teilgutachters notwendig geworden sei und nunmehr Dr. med.
C._
die Abklärung übernehme (Urk. 8/105). Gestützt auf das Gutachten des
B._
vom 25. Februar 2017 (Urk. 7/108) stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 20.
Februar 2018 die neuerliche Ab
weisung seines Rentenbegehrens in Aussicht (Urk. 7/121). Im Einwand dage
gen vom 15. Mai 2018 liess der Versicherte in formeller Hinsicht um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung für das
Vorbescheidverfahren
ersuchen (Urk. 7/128/2). Mit Verfügung vom 1
0.
Juli 2018 wies die IV-Stelle das formelle Gesuch des Versicherten ab (
Urk.
7/137), was mit unangefochten in Rechtskraft erwachsenem Urteil Nr. IV.2018.00727 vom 1
7.
Januar 2019 bestätigt wurde.
Mit Verfügung vom 2
1.
September 2018 hielt die IV-Stelle sodann am vorgesehenen Entscheid betreffend Verneinung eines Anspruch
s auf
eine Invalidenrente fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
am 2
4.
Oktober 2018 Beschwerde erheben und bean
tragen, es sei ihm unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids nach Ablauf der Wartefrist eine ganze Invalidenrente zu gewähren; eventualiter seien weitere tatsächliche sowie medizinische Abklärungen vorzunehmen. In formeller Hinsicht liess er um Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels sowie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwältin
Dr.
iur
. Wyler zur unentgeltlichen
Rechtsbeiständin
in diesem Verfahren ersuchen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Vernehmlassung vom
2
8.
Novem
ber 2018 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Nach Eingang des Formulars zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (
Urk.
8) wurde Rechts
anwältin
Dr.
Wyler am 3
0.
November 2018 telefonisch
die Möglichkeit einge
räumt, weitere Angaben im Zusammenhang mit den formellen Anträgen zu
machen
(
Urk.
11). Mit Eingabe vom 1
0.
Dezember 2018 liess der Beschwerdefüh
rer beantragen, dass die
Beschwerde
, sollte sie nicht bereits aus materiellen Grün
den gutgeheissen werden, zumindest aus formellen Gründen gutzuheissen wäre, da die Beschwerdegegnerin nicht nur im angefochtenen Entscheid sein recht
l
iches Gehör verletzt, sondern
auch in diesem Verfahren keine Stellung bezogen habe (
Urk.
13). Die Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Stellungnahme hierzu (
Urk.
15).
Auf
die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Was die rechtlichen Grundlagen über den Rentenanspruch (
Art.
28
des Bundes
gesetzes über
die Invalidenversicherung, IVG) und die Invaliditätsbemessung nach der Einkommensvergleichsmethode (
Art.
16
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG) sowie die Definition der Erwerbsunfähigkeit gemäss
Art.
7
Abs.
2 ATSG und die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Würdigung von medizinischen Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a) anbelangt, wird auf die diesbezüglichen Darlegungen und Verweis
ungen in E. 1.1 und 1.2 im Urtei
l Nr. IV. 2014.00929 vom 1
2.
Februar 2016 verwiesen.
1.2
1.2.1
Zu ergänzen ist, dass
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken
können
. Rechtsprechungs
gemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessen
des Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
Novem
ber 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und
E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne
W
eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesge
richts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktio
nellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund
lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchs
frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt syste
matisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass es dem Beschwerdeführer nach Ablauf des Wartejahres im Dezember 2012 gemäss den medizinischen Abklärungen
des
B._
wieder zumutbar gewesen wäre, einer körperlich leichten Tätigkeit zu 100
%
nachzugehen und damit ein rentenaus
schliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen. Seit Mai 2014 sei von einer auf 80
%
reduzierten Restarbeitsfähigkeit auszugehen, welche jedoch zu einem wei
terhin rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 34
%
führe (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer lässt dagegen
die Beweisfähigkeit des Gu
tachtens des
B._
bestreiten, wobei er insbesondere geltend machen lässt, dass das
B._
, indem es eine 15%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit postuliere, offensichtlich von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgehe,
was angesichts der zusätzlich hinzugetretenen
Schulterbeschwerden unprofessionell erscheine. Zudem erscheine die psychiatrische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit mit
80
%
angesichts der abweichenden Meinung des behandelnden Psychiaters als unzulänglich. Auch gehe es nicht an, den Vorwurf der Aggravation in den Raum zu stellen, ohne diesen nachzuweisen. Des Weiteren lässt der Beschwerde
führer beanstanden, die Beschwerdegegnerin habe, indem sie zu seiner Kritik am Gutachten im
Einwandverfahren
teilweise gar keine Stellung genommen habe, sein rechtliches Gehör verletzt
(
Urk.
1 S. 5 ff.)
. Nachdem er noch in der Beschwerde ausdrücklich auf eine Rückweisung der Sache aufgrund der Gehörs
verletzung verzichten liess,
um weitere Verfahrensverzögerungen zu vermeiden (
Urk.
1 S. 5), liess er in der Eingabe vom 1
0.
Dezember 2018, nachdem die Beschwerdegegnerin
zur Begründung ihres Antrags auf Beschwerdeabweisung einzig auf die Akten verwies
en hatte
(
Urk.
6), auf eine Rückweisung der Sache aufgrund der Gehörsverletzung schliessen für den Fall, dass die
Beschwerde nicht bereits aus
materiellen Gründen gutgeheissen werde (
Urk.
13).
3.
3.1
Die Rüge der Gehörsverletzung ist aufgrund ihrer formellen Natur vorweg zu behandeln (vgl.
BGE
118
Ia
18 E. 1a). Das Recht auf eine Begründung eines Ent
scheides ist ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben den speziellen gesetzlichen Regelungen in
Art.
42 ATSG und
Art.
57a
Abs.
1 IVG
auch in
Art.
29
Abs.
2 der Bundesverfassung (BV) garantiert wird (vgl. BGE 124 V 181 E. 1a). Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und soll dem Betroffenen ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl er wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entschei
des ein Bild machen können. Es muss für sie nachvollziehbar sein, inwieweit die Einwände gewürdigt wurden. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Über
legungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Die Verwaltung darf sich nicht darauf beschränken, die vom Versicherten im
Vorbescheidverfahren
vorgebrach
ten Ein
wände tatsächlich zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat ihre Überle
gungen dem Betroffenen gegenüber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den (
entscheidwesentlichen
) Einwänden auseinanderzu
setzen oder aber zumindest die Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichts
punkte nicht berücksichtigen kann. Dies bedeutet indessen nicht, dass sie sich ausdrück
lich mit jeder
tatbeständlichen
Behauptung und jedem rechtlichen Ein
wand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 124 V 181 ff. E. 1a und E. 2b mit Hinweisen, 126 V 80 E. 5b/
dd
; Urteil des
Bundesgerichts I 614/06
vom
3.
Oktober 2006
E. 3.2). Nach der Rechtsprechung kann eine – nicht besonders schwerwie
gende – Verletzung des rechtlichen Gehörs als geheilt gelten, wenn der Betroffene die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechts
lage frei überprüfen kann. Die Heilung eines – allfälligen – Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE
124 V 183 E. 4a mit Hinweisen;
126 V 75 E. 5b/
dd
mit Hinweis, 118 V 56 E. 5b).
3.2
Zwar ging die Beschwerdegegnerin in der
angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) nicht vertieft
auf sämtliche Einwände des Beschwerdeführers gegen die Beweis
kraft des Gutachtens des
B._
(vgl. dazu:
Urk.
7/128/4 ff.) ein. Sie nahm aber immerhin insoweit Stellung, als sie sich gegen die Notwendigkeit einer neuer
lichen medizinischen Abklärung zur Feststellung, seit wann die degenerativen Veränderungen im Bereich der Schultern und der Lendenwirbe
lsäule in welchem Ausmass
vorlägen, aus
sprach
. Auch geht aus der Verfügung unmissverständlich hervor, dass die Beschwerdegegnerin aufgrund der Vorbringen des Beschwerde
führers keine Veranlassung sah, von der Einschätzung im
bisdisziplinären
Gut
achten des
B._
abzuweichen,
womit der Beschwerdeführer in die Lage versetzt wurde, die Verfügung sachgerecht anfechten zu können (BGE 124 V 180 E. 1a).
Nachdem der
Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom
2
4.
Oktober 2018
(
Urk.
1) bei voller Kognition des hiesigen Gerichts umfassend Stellung nehmen
konnte, wäre selbst unter Annahme einer jedenfalls nur leichten
Verletzung des
rechtlichen Gehörs
von der Heilung derselben auszugehen. Hieran ändert nichts, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen der Vernehmlassung nicht explizit Stellung nahm, sondern sich
– wie häufig -
damit begnügte, zur Begründung auf die eingereichten Akten zu verweisen (
Urk.
6).
4.
4.1
Die Rückweisung im Urteil IV.2014.00929 vom 1
2.
Februar 2016 erfolgte unter Würdigung der damaligen medizinischen Aktenlage und
dabei insbesondere der
Gutachten
von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
vom
2
4.
Oktober und
2.
Dezember 2013 respektive deren
bidisziplinäre
n
Zusammenfassung vom 1
8.
Dezember 201
3
(
Urk.
7/27, 7/36, 7/37).
Dr.
Z._
s Beurteilung überzeugte insbesondere hin
sichtlich der Beurteilung der bildgebend festgestellten erheblichen Befunde im Bereich der rechten Schulter nicht
, nahm sie zu denselben doch
letztlich
keine Stellung
. Zudem erwies sich angesichts der multisegmentalen Degenerationen im Bereich der
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
eine orthopädische Abklärung als unab
dingbar
.
Dr.
A._
schloss abweichend zu den behandelnden Psychiatern eine eigenständige Erkrankung aus dem depressiven Formenkreis aus, was nicht nur angesichts formaler Unzulänglichkeiten seines Gutachtens, sondern auch
wegen
der ungenügenden Begründung der von ihm
diagnostizierten Anpassungsstörung nicht überzeugte. Angesichts der erheblich divergierenden Beurteilungen der behandelnden Ärzte zu den Einschätzungen von
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
wurde die Sache zu neuerlicher
bidiszipinärer
orthopädischer und psychiatrischer Begutachtung an die Beschwerdegegnerin zurückg
ewiesen (E. 4.2 im Urteil Nr. IV
.2014.00929 vom 1
2.
Februar 2016).
4.2
4.2.1
Den im Nachgang zum Rückweisungsentscheid zu den Akten genommenen und eingeholten medizinischen Unterlagen ist im Wesentlichen Folgendes zu entneh
men:
4.2.2
Der Hausarzt des Beschwerdeführers,
Dr.
med.
D._
, sprach sich in seinem Bericht vom
6.
Juni 2016 an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers ange
sichts einer
sich im Mai 2015
manifestierten Koronarsklerose und einer chro
nischen Typ B Gastritis bei insuffizienter
Kardia
zusätzlich für eine internistische Abklärung im Rahmen einer polydisziplinären Begutachtung aus (
Urk.
7/91/1-2). Den beigelegten Berichten des Stadtspitals
E._
zu einer Notfallbehand
lung vom
5.
Mai 2015 (
Urk.
7/91/5-6) und einem Bericht des
Gast
roenterologen
Dr.
med.
F._
vom 2
1.
Mai 2015 zu einer am 2
0.
Mai 2015
durchgeführten
Ösophago-Gastro-Duodenoskopie
ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am
5.
Mai
2015 mit
Thoraxschmerzen
notfallmässig ins Stadtspital
E._
ein
geliefert wurde, wo
eine
Konorarsklerose
ohne relevante Stenosen festgestellt und
eine
gastroenterologische
Ätiologie vermutet wurde (
Urk.
7/91/5-6).
Dr.
F._
stellte sodann anlässlich der Untersuchung vom 2
1.
Mai 2015 eine insuffiziente
Kardia
bei weitgehend abgeheilter
Refluxösophagitis
und eine chro
nische Typ B-Pangastritis fest
und empfahl eine Protonenpumpenblocktherapie
(
Urk.
7/91/3-4
).
4.2.3
Im Rahm
en der
bidisziplinären
Begutachtung
durch das
B._
fand
en
am 3
0.
Januar 2017 eine orthopädische und eine psychiatrische Abklärung statt. Zudem wurden Röntgenaufnahmen sowie teilweise Funktionsaufnahmen der Halswirbelsäule (HWS), der LWS, des Beckens und der rechten Schulter erstellt und
Arthro
-
MRI
-Aufnahmen der
LWS
, der rechten Schulter und der linken Hüfte eingeholt (vgl. dazu:
Urk.
7/108/7 f.
).
Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit schlossen die beteilig
ten Gutachter
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Orthopädie, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, und
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
im Rahmen des
bidisziplinären
Konsens'
auf folgende Diagnosen (
Urk.
7/108/46):
-
Ruptur der
Supraspinatussehne
und Partialruptur der
Subscapularissehne
mit Luxation der langen
Bizepssehne
und
Acromioclavicul
argelenks
-arthrose rechts;
-
Lumbovertebral
syndrom
bei kleiner Diskushernie L2/3 mit möglicher Kompression der Nervenwurzel L2 rechts, Diskushernie L4/5 mit mög
licher Reizung der Nervenwurzel L5 rechts und
Spondylarthrosen
L5/S1 mit Diskushernie und Kontakt zur Nervenwurzel S1 rechts mehr als links
-
Leichte
Coxarthrose
rechts
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive
Episode, ICD-10
: F33.1
.
Keine Auswirkungen auf
die Arbeitsfähigkeit massen
Dr.
C._
und
Dr.
G._
einer leichten
Chondropathie
der
linken Hüfte, einer
Prä
adipositas
und festgestellten akzentuierten, narzisstisch kränk
baren Persönlichkeitszügen bei.
Die vom Beschwerdeführer geklagten, seit 2010 ohne vorgängiges Trauma zunehmenden Schmerzen in der rechten Schulter führten die Gutachter grössten
teils auf die im MRI
festgestellten Schädigungen
zurück. Seit dem Unfall vom 1
2.
Dezember 2011 hätten sich
ausserdem
zunehmend lumbale Schmerzen mani
fe
stiert und es werde eine Hypo
sensibilität medial und lateral am rechten Unter
schenkel beschrieben. Die Schmerzen in der LWS und die pathologischen objek
tiven Befunde derselben würden im Wesentlichen mit der im MRI dokumentierten
Diskushernie L2/3 mit möglicher Kompression der Nervenwurzel L2 rechts, der Diskushernie L4/5 mit möglicher Reizung
der Nervenwurzel L5 recht sowie der
Spondylarthrosen
L5/S1 und der Diskushernie mit Kontakt zur Nervenwurzel S1 korrespondieren. Als nicht restlos erklärt erachteten die Gutachter damit aber das Ausmass der subjektiven Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der demonstrierten pathologischen Untersuchungsbefunde. Des Weiteren seien die Hüftschmerzen rechts Folge der radiologisch nachgewiesenen beginnenden
Coxarthrose
; bei unauffälligem
MRI
der linken Hüfte könnten die Schmerzen links dagegen nicht plausibilisiert werden (
Urk.
7/108/42 f.).
Aus psychiatri
scher Sicht lautete die B
eurteilung dahingehend, dass sich das psychische Zustandsbild nach dem Arbeitsunfall vom 1
2.
Dezember 2011 im Zusammenhang mit den anhaltenden körperlichen Beschwerden und
den
zuneh
menden psychosozialen Belastungen mit Arbeitslosigkeit und familiäre
n Konflik
ten zunehmend verschlechtert habe. Anamnestisch lasse sich seit zirka 2,5 bis 3 Jahren (etwa 05/2014) eine anhaltende mittelgradige
depressive
Ep
isode erheben. Diese sei gekennzeichnet durch bedrückte Stimmung m
it Affektstörungen, vermindertes affektives
Mitschwingen, wechselnd mit kurzen Stimmungsaufhel
l
ungen bei Ablenkung. Hinzu
komme
eine Neigung zu psychomotorischer Unruhe mit Reizbarkeit, Erregbarkeit und vermindertem Antrieb. Wesentliche kognitive Störungen seien nicht feststellbar gewesen. Jedoch bestünden grosse Schwierig
keiten mit zeitlichen Angaben. Die Motivation und
das
Interesse seien deutlich verringert, hinzu kämen Schlafstörungen, Angstträume und subjektiv vermehrte Tagesmüdigkeit. Nach belastenden, lebensgeschichtlichen Ereignissen mit Krän
kungen und Enttäuschungen fänden sich Hinweise für akzentuierte narzisstisch-kränkbare Persönlichkeitszüge, welche jedoch nicht die Intensität einer Persön
lichkeitsstörung erreichten. Trotz der anhaltenden körperlichen Beschwerden fänden sich
keine Hinweise für eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung, jedoch könne eine psychogene Überlagerung im Zusammenhang mit der zugrun
deliegenden depressiven Störung angenommen werden (
Urk.
7/108/43 f.).
Was die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Schlosser anbelangte, wurde der Beschwerdeführer aufgrund der körperlichen Einsch
ränkungen bei voller Stundenpräs
enz als zu 85
%
eingeschränkt beurteilt. In einer körperlich leichten Tätigkeit in temperierten Räumen, abwechslungsweise sitzend und stehend, ohne häufige inkl
inierte,
reklinierte
und rotier
e
nde
Körperhaltungen und ohne Arbeiten
über Tischhöhe
sei
ab dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung im Oktober 2013 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Ab Mai 2014 sei der Beschwerdeführer in derartigen Tätigkeiten, welche zudem ohne erhöhte
emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibi
lität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbe
lastung seien,
noch
zu 80
%
bei v
oller Stundenpräsenz
einsetzbar (
Urk.
7/108/47).
5.
5.1
Bei der Würdigung der nunmehrigen medizinischen Aktenlage gilt es vorweg festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auf eine Ausdehnung der gerichtlich angeordneten
bidisziplinären
Begutachtung auf eine polydisziplinäre Abklärung unter Einschluss einer internistischen respektive kardiologischen Begutachtung verzichtete. Wie die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer
mit Schreiben vom 1
0.
Juni 2016 (
Urk.
7/94/1) zutreffend mitteilte, war die
Gas
tritits
anlässlich der Gastro
s
kopie vom Mai 2015 gering ausgeprägt und die Angiographie zeigte im Zusammenhang mit der Koronarsklerose keine relevanten Stenosen
(vgl.
Urk.
7/91/3-6)
. Ein massgeblicher für die Arbeitsfähigkeit relevan
ter Gesundheitsschaden ist in diesem Zusa
mmenhang nicht ersichtlich, was denn auch der Beschwerdeführer nicht mehr behaupten liess.
5.2
Was die B
eweiskraft des Gutachtens des
B._
anbelangt, erweist sich dasselbe
sowohl hinsichtlich der gestellten Diagnosen als auch
bezüglich
der Auswirkun
gen der gesundheitlichen Störungen auf die Arbeitsfähigkeit als umfassende, auf allseitigen Untersuchungen beruhende und in seinen Schlussfolgerungen im Wesentlichen nachvollziehbare ärztliche Beurteilung.
So
beruht
die Einschätzung des orthopädischen Teilgutachters
Dr.
G._
auf einer eingehenden klinischen Untersuchung und einer umfassenden aktualisier
ten bildgebenden Aktenlage.
Dr.
G._
ordnete nachvollziehbar sowohl die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden im Bereich der LWS und der rechten Schulter als auch diejenigen im Bereich der rechten Hüfte den radiolo
gisch nachweisbaren Befunden
bei
. Ebenfalls begründet erscheint
aber
auch sein Hinweis
, dass das Ausmass der subjektiven Einschränkung der körperlichen Leis
tungsfähigkeit dadurch nicht restlos erklärt scheint. Zu Recht wies der orthopä
dische Teilgutachter in diesem Zusammenhang auf die Diskrepanz der Aussage des Beschwerdeführers, wonach er lediglich noch 15 Minuten sitzen könne, zum Umstand, dass
er
noch im April 2016 als Beifahrer mit dem Auto nach Maze
donien reisen konnte, hin (vgl.
Urk.
7/108/10).
Seine Einschätzung, wonach der Beschwerdeführer
aus somatischer Sicht
in einer körperlich leichten Tätigkeit, wenn auch durch verschiedene Auflagen limitiert, grundsätzlich zu 100 % arbeitsfähig ist
, korrespondiert nicht nur mit derjenigen von
Dr.
Z._
(
Urk.
7/27/30), sondern auch mit derjenigen des rheumatolo
gischen
Facharztes des Zentrums
H._
,
Dr.
med.
I._
, vom 2
0.
August 2014 (
Urk.
7/67/21) und im Wesentlichen auch mit derjenigen von
Dr.
med.
J._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie FMH, desselben Instituts (vgl.
Urk.
7/67/23). Dass
der Beschwerdeführer in der angestammten Tätigkeit als Schlosser im Gutachten des
B._
, wenn auch erst ab dem Zeitpunkt der letzten Begutachtung
,
als zu 15
%
arbeitsfähig erachtet wurde (
Urk.
7/108/11), obwohl er bis anhin als vollständig arbeitsunfähig als Schlosser
eingeschätzt
worden war
(
Urk.
7/27/30)
,
rechtfertigt keine Zweifel an
der
Einschätzung der Resterwerbs
fähigkeit
durch das
B._
. Entgegen den diesbezüglichen Ausführungen des Beschwerdeführers lässt sich hieraus nicht ableiten, dass das
B._
von einer Besserung des Gesundheitszustandes ausgegangen sei; vielmehr
handelt es sich
offensichtlich
um eine lediglich
abweichende
Beurteilung
desselben Sachverhalts
, welche jedoch insofern nicht von Belang ist, als eine bloss 15%ige Arbeitsfähig
keit in der angestammten Tätigkeit
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
ohne
hin nicht verwertbar ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_446/2012
vom 1
6.
November 2012 E. 5.2
)
.
Was die psychiatrische Begutachtung durch
Dr.
C._
des
B._
anbelangt, ist darauf hinzuweisen, dass die psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychi
ater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschie
dene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_668/2018 vom
5.
April 2019 E. 3.5, 8C_629/2017 vom 29
.
Dezember
2017 E. 4.3). In Übereinstimmung mit dem behandelnden Ps
ychiater
Dr.
med.
K._
(vgl.
Urk.
7/18/1-3, 7/52/1-3) u
nd dem Medizinischen Zentrum
H._
(vgl. Bericht vom 2
9.
April 2013,
Urk.
7/27/41
) erkannte
Dr.
C._
eine Störung aus dem depressiven Formenkreis. Gestützt auf die bisherigen medizinischen Akten, seine
klinische Untersuchung mit Anamneseer
hebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung
schloss er in nachvoll
ziehbarer Weise
(
vgl. dazu:
Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 1
5.
März 20
16 E.
3.2.2 mit Hinweis)
einzig
auf das Vorliegen einer rezidivierenden depres
siven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode gemäss ICD-10 F33.
1.
Zwar
diskutierte
Dr.
C._
unter anderem die Diagnose einer anhaltenden somato
formen Schmerzstörung, vermochte eine solche aber
ebenfalls nachvollziehbar nicht zu
stellen (vgl.
Urk.
7/108/70 f.), wurden doch die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen als im Wesentlichen durch die objektiven Befunde erklärbar erachtet.
Nicht abschliessend zu überzeugen vermag dagegen die
erst
auf etwa Mai 2014 datierte Verschlechterung des psychischen Zustandes des
Beschwerdeführers,
welche
Dr.
C._
offensichtlich einzig auf die anamnestischen Angaben des Beschwe
r
deführers stützte;
dies obwohl
der Beschwerdeführer grosse Schwierig
keiten mit zeitlichen Angaben
hat
, könne
er doch
zum Beispiel die Geburtsjahre seiner Kinder nicht angeben
(
vgl.
Urk.
7/108
/31-33
).
Unter Berücksichtigung des in diagnostischer Hinsicht
mit dem Gutachten
im Wesentlichen übereinstimmen
den Berichts von
Dr.
K._
vom 2
6.
Mai 2013 (
Urk.
7/18/1-3)
, welcher auf der letz
ten Untersuchung vom 2
6.
April 201
3
beruhte,
sowie desjenigen des Medizi
nischen Zentrums
H._
vom 2
9.
April 2013 (
Urk.
7/27/41), welch beiden schon dannzumal die Diagnose einer mittel-, intermittierend gar
schwergradigen
depressiven Episode und eine von
Dr.
K._
als massiv bezeichnete Verschlechte
rung des psychischen Gesundheitszustandes zu entnehmen ist, ist gestützt auf die zeitnahen psychiatrischen An
gaben mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt
, dass die Verschlechterung des psychischen Zustandes
bereits im April
2013 eingetreten ist.
In Auseinandersetzung mit den Indikatore
n gemäss BGE 141 V 281 kam
Dr.
C._
zum Schluss, dass ohne Berücksichtigung der körperlichen Beschwer
den und unter Ausschluss psychischer Reaktionen aufgrund psychosozialer Fak
toren in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Schlosser eine 70%ige und in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bei vollem Stunden
pensum gegeben sei
. Dabei erkannte er zwar Hinweise für eine psychogene Über
lagerung der Beschwerden, sprach sich aber zumindest nicht ausdrücklich für das Vorliegen einer Aggravation aus
und erklärte, der Beschwerdeführer zeige weder eine Verdeutlichung der körperlichen Beschwerden noch weise er demonstrativ auf diese hin
(
Urk.
7/108/69-75)
, weshalb sich diesbezüglich keine
weiteren Abklärungen aufdrängen und eine Aggravation nicht erstellt ist.
5.3
Eine Überprüfung der Indikatoren zeigt
, dass von keiner versicherungsrechtlich relevanten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen ist, welche über der im
B._
-Gutachten plausibel mit der eingeschränkten emotionalen Belastbar
keit, der eingeschränkten geistigen Flexibilität, dem fehlenden Antrieb und der depressionsbedingt eingeschränkten Motivation sowie der eingeschränkten Kon
taktfähigkeit und Dauerbelastbarkeit
(vgl.
Urk.
7/108/75)
begründeten Leistungs
minderung von 20
%
im Rahmen eines Vollpensums
liegt:
Zum Komplex «Gesundheitsschädigung», insbesondere zum Indikator «
Ausprä
gung
der diagnoserelevanten Befunde»
lässt sich
dem Gutachten von
Dr.
C._
entnehmen,
dass
die anhaltende mittelgradige depressive Episode gezeichnet
ist
durch eine bedrückte Stimmung mit Affektstörungen, vermindertem affektivem Mitschwingen wechselnd mit kurzen Stimmungsaufhellungen bei Ablenkung und
hinzu
kommender Neigung zu psychomotorischer Unru
he mit Reizbarkeit und
Erregbarkeit. Der Antrieb erscheine eher vermindert. Zum Untersuchungszeit
punkt liessen sich zwar keine wesentlichen kognitiven Störungen feststellen, jedoch bestünden grosse Schwierigkeiten mit
zeitlichen Angaben, welche
Dr.
C._
am ehesten psychogenen Verhaltensweisen zuordnete. Es würden Suizidgedanken angegeben, jedoch ohne Hinweise für eine suizidale Einengung. Motivation und Interessen erschienen deutlich vermindert, hinzu kämen Schlaf
störungen
, Angstträume und eine subjekt
iv vermehrte Müdigkeit tagsüber (vgl.
Urk.
7/
108/69 f.). Damit schloss
Dr.
C._
auf eine doch
deutliche depressive Befundlage und s
tellte auch klar, dass dieselbe
,
trotz erheblichem Einfluss psychosozialer Umstände auf die Entw
icklung der Störung
,
in
den psychosozialen und soziokulturellen Umständen
nicht
ih
re hinreichende Erklärung findet
,
mithin nicht
gleichsam in ihnen aufgeht
(
vgl.
Urk.
7/108/74;
BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 2
3.
März 2009 E. 2).
Mit Blick auf den
Indikator «
Be
handlungserfolg oder –
resistenz
»
erklärte
Dr.
C._
, dass der Beschwerdeführer seit Mai 2012 in monatlicher psychothe
rapeutischer Behandlung bei
Dr.
K._
stehe, wobei er seit etwa sechs Monaten keine antidepressive Medikation mehr einnehme
. Aus seiner Sicht bedürfe der Beschwerdeführer einer regelmässigen psychiatrischen und psychotherapeuti
schen Behandlung mit einer ausreichend dosierten antidepressiven Medikation, worunter eine Besserung der Schlafstörung und der depressiven Störung zu erwarten wäre. Er erachtete damit die Behandlungsmöglichkeiten nicht als aus
geschöpft und ging von einer mangelnden Kooperation des Beschwerdeführers aus, wobei er die Frage in den Raum stellte,
ob
eine psychotherap
eutische Behandlung möglicherwei
se nur in der Muttersprache des Beschwerdeführers möglich sei (
Urk.
7/108/71 f.).
Hinsichtlich des Indikators «Komorbiditäten»
liegen
mit den Schädigungen in der rechten Schulter, dem
Lumbovertebralsyndrom
und der leichten
Coxarthrose
rechts somatisch begründete Komorbiditäten vor. Dagegen
verneinte
Dr.
C._
nachvollziehbar
das Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und lehnte
folgerichtig
eine relevante Wechselwirkung
mit einer massge
blichen psychischen Störung ab
(vgl.
Urk.
7/108/70 f.).
Die
ebenfalls diagnostizierte
n
akzentuierte
n narzisstisch-kränkbaren
Persönlichkeit
szüge
(ICD-10 Z73.1
, vgl.
Urk.
7/108/67) sind
nach der Rechtsprechung nicht invalidisierend
und stellen
daher ebenfalls
keine relevante psychische Komorbidität dar; vielmehr
sind
sie im Rahmen der Persönlichkeitsdiagnostik zu würdigen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_592/2018 vom
2.
April 2019 E. 4.3 mit Hinweis auf: BGE 141 V 281 E.
4.3.1.3).
Was den Komplex «Persönlichkeit»
(Persönlichkeitsdiagnosti
k, persönliche Ressourcen) und «Sozialer Kontext»
anbelangt,
lässt sich dem
B._
-Gutachten
entnehmen,
dass
Dr.
C._
vor allem die depressive Störung als ressourcen
hemmend erachtete, den
akzentuierte
n
narzisstisch-kränkbare
n
Persönlichkeits
züge
n, welche gemäss seiner Einschätzung nicht das Ausmass einer eigentlichen Störung erreichten,
jedoch keine
direkte
ressourcenhemmende Bedeutung beimass
(
Urk.
7/108/70)
. Immerhin wies der Gutachter
auf
ein
ne
gativistisch
eingeengtes Denken und
die
schwierige soziale Situation des Beschwerdeführers mit Arbeitslosigkeit, finanziellen Belastungen und vor allem familiären Proble
men
hin
, welche sich auf die depressive Störung ungünstig a
uswirken würden (
Urk.
7/18/71). M
obilisierbare Ressourcen erkannte
Dr.
C._
in den Alltags
aktiv
itäten des
Beschwerdeführers, halte
dieser
sich doch wiederholt im Garten auf oder schaue Schaufensterausstellungen an und führe gar Handarbeiten an einer Drehbank aus
(
Urk.
7/108/71).
Bei der Konsistenzprüfung
wies
Dr.
C._
darauf hin, dass diese Alltagsaktivi
täten nicht dem beruflichen Aktivitätsniveau des Beschwerdeführers, welcher seit Jahren keiner beruflichen Tätigkeit nachgehe und sich auch nicht arbeitsfähig fühle, entsprächen
.
Neben den morgendlichen Aufenthalten im Garten
und dem gelegentlichen Arbeiten an der Drehbank
, kehre er auch manchmal bei der Migros ein, um Kaffee zu trinken, schaue fern oder sei z
irka 2 Stunden ausser Haus und betrachte Schaufensterausstellungen
, was doch eine gewisse Motivation und Interessen erkennen lasse. Zudem liessen sich, obwohl der Beschwerdeführer erschwert kommunikations- und kontaktfähig wirke
, was aber auch an der Sprachbarriere liegen könne
, doch einige wenige soziale Kontakte mit Kollegen erheben (
Urk.
7/108/72). Die Schilderungen zum Tagesablauf und
zum Sozialen stehen mit der attestierten Restarbeitsfähigkeit
von 80
%
insofern in Einklang, als sie doch auf eine
nicht unmassgebliche
Restarbeitsfähigkeit schliessen lassen.
Was den
b
ehandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesenen Leidens
druck anbelangt (BGE 141 V 281 E. 4.4.2)
,
ist
zu wiederholen, dass die psychiat
rische Behandlung
zwar
nur in niedriger Frequenz
stattfindet
, aber
immerhin
konsequent seit Mai 201
2.
Die Absetzung der Psychopharmaka zirka 6 Monate vor der Begutachtung
erfolgte
gemäss Angaben des Beschwerdeführers
wegen mangelnder Verträglichkeit (Benommenheit, vgl.
Urk.
7/108/64), was nach lang
jährige
r Einnahme ohne offensichtlich
einschlägigen Erfolg nicht ohne Weiteres auf einen fehlenden Leidensdruck schliessen lässt.
Insgesamt erscheint anhand der massgeblichen Indikatoren nachvollziehbar, dass
der Beschwerdeführer
aufgrund der
mittlerweile
schon seit
mehreren Jahren
bestehenden
depressiven Störung
mit Fähigkeitsstörungen in den Bereichen
emo
tionale Belastbarkeit,
Dauerbelastbarkeit,
geist
ige Flexibilität und beim Antrieb sowie mit Einschränkungen im Bereich der Interessen, der Motivation und der Kontaktfähigkeit
in
eine
r
angepasste
n
Tätigkeit
in g
ewissem
Umfang einge
schränkt ist. Anlass für ein Abweichen von der überzeugenden gutachterlichen Einschätzung des
B._
, wonach der Beschwerdeführer eine
seinen
Einschrän
kungen angepasste Tätigkeit
in vollem zeitlichem
Umfang mit einer Leistungs
mi
nderung von 20
%
a
usüben kann, besteht nicht (vgl. dazu auch: Urteil des Bundesgerichts 9C_401/2018 vom
6.
November 2018 E. 4).
5.3
Zusammenfassend ist damit gestützt auf das in weiten Teilen beweiskräftige Gutachten des
B._
vom
2
5.
Februar 2017
erstellt, dass der Beschwerdeführer seit April 2013 in einer körperlich leichten Tätigkeit in temperierten Räumen, abwechslungsweise sitzend und stehend ohne häufige inkli
nierte,
reklinierte
und rotierende
Körperhaltungen und ohne Arbeiten über der Tischhöhe, ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibi
lität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbe
lastung zu 80
%
bei voller Stundenpräsenz
arbeitsfähig ist. Da weder den Akten noch den Vorbingen des Beschwerdeführers im
Einwandverfahren
(vgl.
Urk.
7/128) oder in diesem Verfahren (
Urk.
1,
13) Hinweise für eine Verschlech
terung des Gesundheitszustandes seit Erstellung des Gutachtens bis zum Erlass des hier ang
efocht
enen Entscheids vom 2
1.
September 2018 zu entnehmen sind, kann entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 7) auf weitere medizinische Abklärungen zum Gesundheitszustand in diesem Zeitraum verzich
tet werden
(BGE 110 V 48 E. 4a).
6.
6.1
Zu prüfen bleiben die Auswirkungen der eingeschränkten Leistungsfähigkeit auf die Erwerbsf
ähigkeit des Beschwerdeführers.
Der massgebliche Invaliditätsgrad für
die
Zeit vom
1.
April 2013 (
frühest
möglicher Rentenbeginn nach der Anmel
dung vom
1.
Oktober 2012 gemäss Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG) bis zum Erlass der hier angefochtenen Entscheide ist gestützt auf die allgemeine Methode des Ein
kommensvergleichs zu ermitteln.
6.2
6.2.1
Bei der Bestimmung des
Valideneinkommens
wird in der Regel am zuletzt vor Eintritt der Invalidität erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Ein
kommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fort
gesetzt worden wäre; Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).
6.2.2
Die Beschwerdegegnerin bemass das hypothetische
Valideneinkommen
von Fr. 80'098.-- im Jahr 2014 (
Urk.
1 S. 3) gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin (
Urk.
7/12/2), was vom Beschwerdeführer richtigerweise unbe
stritten blieb. Der im Arbeitgeberfragebo
gen angegebene AHV-pflichtige Lohn 2012 von
Fr.
78'910.-- führt unter Berück
sichtigung der bis ins Jahr 2013
eingetretenen Nominallohnentwicklung bei Männern von
2188 Punkten (2012
) auf
2204
Punkte (
20
13
)
(Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, T
39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2016)
zu einem
hypothetischen Ein
kommen im Gesundheitsfall von Fr.
79'487.05 im Jahr 2013 (
Fr.
78'910
.
--
:
2188
x 2
204
).
6
.3
6
.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statis
tischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens auf
grund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
6
.3.2
Der Beschwerdeführer liess
unbestritten, dass für die Bemessung des hypothetischen Invalideneinkommens auf den branchenunabhängigen Durch
schnittlohns für Hilfsarbeiten gemäss der LSE abzustellen ist, nachdem
er seit seinem Unfall vom 1
2.
Dezembe
r 2011 nicht mehr gearbeitet hat.
Der Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher und handwerklicher Art betr
ug für Männer im Jahr 2012
monatlich
Fr.
5'295.-- (LSE 2012, Tabelle T1
_skill-Level, Total, Kompetenzniveau 1), was der durchschnittlichen Arbeitszeit
über alle Branchen im Jahr 2013
von 41,7 Stunden und der Nominallohnent
wicklung angepasst zu einem
Invalideneinkommen 2013 bei einem 80%-Pensum von Fr. 53'379.
90
führt
(Fr. 5'295.--
x 12 x 41,
7 :
40 : 2188 x 2204 x 0.8
)
.
6.3.3
Dieser Betrag ist rechtsprechungsgemäss zu kürzen, wenn persönliche und beruf
liche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Der Abzug ist unter Würdi
gung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (BGE 134 V 322 E. 5.2; Urteil des Bun
desgerichts 8C_361/2011 vom 20. Juli 2011 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen). Die Beschwerdegegnerin
verzichtete auf
einen Abzug vom Tabellenlohn
in der Annahme
, ein solcher könne angesichts der
ihrem Entscheid zugrunde gelegten
100%igen Arbeitsfähigkeit nicht gewährt werden, bestünden doch genügend Ver
weisungstätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Urk.
7/119/1
).
Mit Bezug auf den behinderungs- beziehungsweise leidensbedingten Abzug ist zu beachten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantitative Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksich
tigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkauf
nahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3.1.1 mit Hinweisen).
Ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeits
markt
(Art.
16
ATSG
) als
ausserordentlich
zu bezeichnen sind (
Urteil des Bundes
gerichts 9C_366
/2015 vom 22. September 2015 E.
4.3.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_826/2015 vom 13. April 2016 E.
3.2.1).
Das fortgeschrittene Alter wird, obwohl an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, das zusammen mit weiteren persön
lichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicher
ten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Ver
wertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Fehlt es an einer wirtschaftlich verwertbaren Resterwerbsfähigkeit, liegt eine vollständige Erwerbsunfähigkeit vor, die einen Anspruch auf eine ganze Invali
denrente begründet (Urteil
des Bundesgerichts
8C_253/2017 vom
6.
Juli 2017 E.
2.2.2 mit Hinweisen). Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das
verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwer
ten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab. Massgebend können die Art und Beschaffen
heit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruk
tur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werde
gang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich s
ein (BGE 138 V 457 E. 3.1
). Somit hängt die Verwertbarkeit nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung st
eht (BGE 138 V 457 E. 3.2
). Für den Zeitpunkt, in dem die Frage nach der Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit abzu
stellen
(BGE 138 V 457 E. 3.3
). Dieses ist gegeben, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlau
ben (BGE 138 V 457 E. 3.4
; Urteil
des Bundesgerichts
8C_403/2017 vom 2
5.
Augu
st 2017 E. 5.3 mit Hinweisen).
Der am
8.
Mai 1955 geborene Beschwerdeführer war im massgeblichen Zeitpunkt der Erstellung des
B._
-Gutachtens vom 2
5.
Februar 2017 knapp 62 Jahre alt. Bis zum Erreichen das AHV-Alters verblieb ihm eine Aktivitätsdauer von
immer
hin
3 Jahren und gut zwei Monaten, was einer Verwertung der Restarbeitsfähig
keit ebenso wenig wie die Reduktion auf 80
%
bei einem Vollpensum
entgegen
steht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_117/20
18 vom 3
1.
August 2018 E. 3.2). Zwar ist der Beschwerdeführer auch in qualitativer Hinsicht in der Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit in mehrfacher Hinsicht eingeschränkt, doch umfasst der ausgeglichene Arbeitsmarkt auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stel
len- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegen
kommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteil des Bundesgerichts 9C_124/2010 vom 2
1.
September 2010 E. 2.2 mit Hinweis). Einfache Sortier- und Überwachungsarbeiten könnte der Beschwerdeführer, immerhin gelernter Maschinenschlosser (
Urk.
7/2)
und in feinmotorischen Tätigkeiten grundsätzlich nicht eingeschränkt
, im Rahmen eines solchen Arbeitsplatzes bei einer gewissen Rücksichtnahme seitens des Arbeitsgebers auf die psychischen
Einschränkungen
durchaus
ausüben
. Im Lichte dessen sowie der relativ hohen Hürden betreffend Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auch älterer Menschen
ist angesichts der doch hohen Restarbeitsfähigkeit von 80
%
unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in vergleichbaren Fällen von der Verwert
barkeit der Restarbeitsfähigkeit auszugehen (
vgl.
Urteile des Bundesgerichts
8C_117/2018 vom 3
1.
August 2018 E. 3 mit diversen Hinweisen, 9C_847/2015 vom 3
0.
Dezember 2015 E. 4 mit Hinweisen).
Zu berücksichtigen gilt es aber, dass der Beschwerdeführer seine bisherige kör
perlich schwere Arbeit als Schlosser (vgl. dazu:
Urk.
7/12/6) nicht mehr ausüben kann und
gemäss
seinem Zumutbarkeitsprofil selbst in einer körperlich
leichte
n
Hilfsarbeitertätigkeit
behinderungsbedingt in mehrfacher Hinsicht eing
eschränkt ist (vgl. obige E. 5.3
;
BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
).
Zwar fliessen
allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des lei
densbedingten Abzugs ein
u
nd dürfen nicht
zu einer doppelten Anrechnung
desselben Gesichtspunkts führen
(Urteil
e
des Bundesgerichts
9C_846/2014 vom 22. Januar 2
015 E. 4.1.1 mit Hinweisen,
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1), was insofern von Belang ist, als davon auszugehen ist, dass
gewisse
psychisch bedingte
Einschränkungen
des Beschwerdeführers
wie die reduzierte Stresstoleranz und Dauerbelastbarkeit im Wesentlichen mit der Reduktion der Arbeitsfähigkeit auf 80
%
bei uneinge
schränktem Pensum
abgegolten sind.
Auch kann eine psychisch bedingt
e
ver
stärkte Rücksichtnahme seitens Vorgesetzter und Arbeitskollegen nach der Gerichtspraxis in der Regel nicht als eigenständiger Abzugsgrund anerkannt wer
den (Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 E. 4.3.1 mit Hinweisen) und der Umstand, dass die versicherte Person zwar ganztags arbeitsfähig, hierbei aber nur reduziert leistungsfähig ist, rechtfertigt ebenfalls grundsätzlich keinen Abzug vom Tabellenlohn (Urteil
e
des Bundesgerichts 9C_581/2016 vom 24.
Januar 2017 E. 3 mit Hinweisen,
9C_421/2017 vom 19. September 2017 E. 2.1.1).
Mit Blick auf die beträchtlichen
psychischen wie auch somatischen
Einschrän
kungen, die sich aus dem ärztlichen Zumutbarkeitsprofil ergeben (
leicht
e
körper
liche Tätigkeit in temperierten Räumen, abwechslungsweise sitzend und stehend ohne häufige inkli
nierte,
reklinierte
und rotierende
Körperhaltungen und ohne Arbeiten über der Tischhöhe, ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbe
lastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung
)
bei 80%iger Leistungsfähigkeit im Rahmen eines Vollpensums ist
aber
realistischerweise
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen auf eine Anstellung hat (Urteil
des Bundesgerichts
9C_955/2011
vom
7.
November 2012 E. 5.3).
Unter Berück
sichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu ähnlich gelagerten Fällen
rechtfertigt sich ein Abzug vom Tabellenlohn von
insgesamt
15
%
(Urteile des Bundesgerichts
8C_297/2018 vom
6.
Juli 2018; 8C_117/2018 vom 3
1.
August 2018, 9C_421/2017 vom 1
9.
September 2017, I 751/06 vom
8.
Juni 2007). Dies führt
zu einem Invalideneink
ommen von Fr. 45'372.90
(Fr.
53'379.90 x 0.85
).
6
.4
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr.
79'487.05
mit dem so errechneten Invalideneinkommen von Fr.
45'372.90
ergibt einen
Inva
liditätsgrad von
43
%
und damit einen Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung.
6.5
Der angefochtene Entscheid ist folglich mit der Feststellung, dass der Beschwer
deführer ab
1.
April 2013 Anspruch auf eine
Viertelsinvalidenrente
hat, aufzu
heben. Die Beschwerde ist in diesem Sinne
teilweise
gutzuheissen.
7.
7.1
Bei diesem Ausgang des Verfahrens erweisen sich die prozessualen Anträge des Beschwerdeführers um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes als gegenstandslos.
7.2
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.3
Entsprechend hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Parteientschädigung.
Diese ist nicht zu reduzieren, da das Begehren in
der Beschwerde, soweit über den Anspruch auf eine
Viertelsrente
hinausgehend (
Überklagen), den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinfluss
t hat (BGE 117 V 401 E. 2c
; Urteil
des Bundesgerichts
9C_699/2010 vom 2
2.
Dezember 2010 E. 4).
Die Entschädigung
ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
Art.
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungs
gericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen. In Anwendung dieser Grundsätze rechtfertigt sich die Zusprechung einer Prozessentschädigung von
Fr.
3‘000.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer).
Das
Gericht
erkennt
:
1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird
die Verfügung
der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
vom 2
1.
September 2018 aufgehoben, und es wird festgestellt, dass der Beschwerdeführer ab
1.
April 2013 Anspruch auf eine
Viertels
invalidenrente
hat.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
700
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine Prozessentschä
digung von
Fr.
3'000
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin
Dr.
Barbara Wyler
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.