# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3955e50f-4c69-46b0-a634-dbac87139401
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

– dass ein Fachgutachten im Gesetz gerade für die Abklärung des Sachverhalts und insbesondere für die Klärung, ob eine Erwachsenschutzmassnahme notwendig ist, vorgesehen ist (Art. 446 ZGB; Christoph Auer/Michèle Marty, in Geiser/Reuser, Erwachsenschutz, Basler Kommentar, Basel 2012, N 19 zu Art. 446 und N 4 zu Art. 449 ZGB),
– dass aufgrund der Akten (insbesondere E-Mail-Verkehr von X. mit den Verantwortlichen der RhB) genügend Gründe für eine Begutachtung bestehen,
– dass der Beschwerdeführer ausdrücklich darauf hinzuweisen ist, dass ihm bei der Erstellung des Gutachtens eine Mitwirkungspflicht obliegt und eine
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fortwährende Weigerung die Begutachtung gegen den Willen der betroffenen Person in einer Einrichtung zur Folge hätte (Auer/Marty, a.a.O., N 5 zu Art. 449 ZGB),
– dass bei der Festlegung der Kosten für das Beschwerdeverfahren bei Gegenstandslosigkeit insbesondere darauf abzustellen ist, wer im Falle einer Sachbeurteilung obsiegt hätte,
– dass gemäss Art. 449 Abs. 1 ZGB die Begutachtung in einer geeigneten Einrichtung erst dann anzuordnen ist, wenn die Begutachtung nicht ambulant durchgeführt werden kann (Grundsatz der Verhältnismässigkeit; Auer/Marty, a.a.O., N 8 zu Art. 449 ZGB),
– dass auch die Klinik Waldhaus in ihrer Vernehmlassung vom 13. März 2013 erkennen lässt, dass zunächst hätte versucht werden sollen, eine ambulante Begutachtung durchzuführen und in diesem Fall die behördliche fürsorgerische Unterbringung nicht zu begründen gewesen wäre,
– dass unter diesen Umständen davon auszugehen ist, dass hinreichende Gründe für eine fürsorgerische Unterbringung zur Begutachtung in einer Einrichtung (Art. 449 Abs. 2 ZGB) nicht gegeben waren, so dass die Beschwerden zurecht eingereicht wurden,
– dass die Kosten der Beschwerden betreffend die fürsorgerische Unterbringung somit zu Lasten des Kantons Graubünden gehen,
– dass X. für diesen Teil der Beschwerden aussergerichtlich gemäss Honorarnote seines Rechtsanwalts vom 28. Februar 2013 unter Berücksichtigung der Honorarvereinbarung in der Vollmacht vom 15. Februar 2013 mit Fr. 877.50 zu entschädigen ist,
– dass für den Beschwerdepunkt betreffend die ambulante Begutachtung keine weiteren Kosten erhoben werden und dafür auch keine aussergerichtliche Entschädigung zugesprochen wird,
– dass dieser Entscheid in Anwendung von Art. 18 Abs. 3 GOG in einzelrichterliche Kompetenz ergeht,
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entschieden:
1. Die Beschwerden betreffend die fürsorgerische Unterbringung werden als gegenstandlos geworden am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.
2. Auf die Beschwerde betreffend die Anordnung einer ambulanten Begutachtung wird nicht eingetreten.
3. Die Kosten der Beschwerdeverfahren von Fr. 1‘200.-- verbleiben beim Kanton Graubünden.
4. Dem Beschwerdeführer wird aus der Gerichtskasse eine aussergerichtliche Entschädigung von Fr. 877.50 (einschliesslich Mehrwertsteuer und Barauslagen) ausbezahlt.
5. Gegen diese Entscheidung kann gemäss Art. 72 des Bundesgerichtsgesetzes (BGG; SR 173.110) Beschwerde in Zivilsachen an das Schweizerische Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, geführt werden. Die Beschwerde ist dem Bundesgericht schriftlich, innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung der Entscheidung in der gemäss Art. 42 f. BGG vorgeschriebenen Weise einzureichen. Für die Zulässigkeit, die Beschwerdelegitimation, die weiteren Voraussetzungen und das Verfahren der Beschwerde gelten die Art. 29 ff., 72 ff. und Art. 90 ff. BGG.
6. Mitteilung an:

## Considerations