# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 25ab4653-3a5f-446b-8e96-e98296984e9c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. C._ ist am _ 2020 als Tochter von B._ und A._ zur Welt gekommen. Die Eltern von C._ sind nicht miteinander verheiratet. A._ hat C._ am 8. Dezember 2020 vor dem Zivilstandsamt Plessur als sein Kind anerkannt.
B. Nachdem B._ vom Regionalen Sozialdienst aufgefordert worden war, den Unterhalt mit dem Kindsvater A._ zu regeln, eröffnete die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden (nachfolgend: KESB Nordbünden) am 5. Februar 2021 dazu ein Verfahren. Es wurden die Einkommensfaktoren von A._ eingeholt, welcher bei der D._ in E._ arbeitet und im Jahre 2020 einen Nettolohn von CHF 53'905.00 erzielte. In der Folge wurden die Eltern zu einer Besprechung betreffend den Unterhaltsvertrag eingeladen. Diese fand nach einer Verschiebung am 7. Mai 2021 in Anwesenheit einer Dolmetscherin statt. Anlässlich dieser Verhandlung wurden beide Eltern von F._ von der KESB Nordbünden über das Unterhaltsrecht und über die Ermittlung des Unterhaltsanspruchs informiert. Gleichentags unterzeichneten B._ und A._ einen Unterhaltsvertrag, wonach A._ der Kindsmutter B._ bis zum Eintritt in die Oberstufe monatlich einen Unterhaltsbetrag von CHF 1'250.00 und danach einen solchen von CHF 1'000.00, jeweils zuzüglich der ihm ausgerichteten Kinderzulage von CHF 220.00, zu bezahlen hat.
C. Am 11. Mai 2021 erklärte A._ gegenüber der KESB Nordbünden telefonisch, dass der Unterhalt für ihn zu hoch sei. Ihm wurde daraufhin Frist bis 31. Mai 2021 zu einer Stellungnahme angesetzt. Mit Schreiben vom 3. Juni 2021 machte die beigezogene Rechtsvertreterin von A._, Rechtsanwältin Laura Oesch, geltend, die Fragen ihres Mandanten seien anlässlich der Besprechung vor der KESB Nordbünden nicht richtig beantwortet worden. Er habe sich unter Druck gesetzt gefühlt und sei aufgrund der geleisteten Nachtschicht körperlich geschwächt gewesen. Ihm sei vorgetäuscht worden, dass ein Betreuungsunterhalt geschuldet werde. Dies treffe jedoch nicht zu, da die Kindsmutter seit sechs Jahren in der Schweiz wohne, jedoch nie einer Arbeitstätigkeit nachgegangen sei. Aufgrund dieser unrichtigen Auskunft, der persönlichen Schwächesituation und der Druckausübung seitens des Behördenmitglieds habe sich A._ in einem Willensmangel befunden. Er halte den Vertrag nicht, was er fristgerecht erklärt habe. Er sei jedoch bereit, einen Unterhalt über CHF 673.00 zu bezahlen, welcher sich ab dem 10. Altersjahr von C._ auf CHF 834.00 erhöhe. Gleichzeitig werde ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gestellt.
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D. Die KESB Nordbünden erwiderte mit Schreiben vom 8. Juni 2021, sie halte am Unterhaltsvertrag fest, zumal die Kindsmutter Anspruch auf einen Betreuungsunterhalt von CHF 2'200.00 habe. Im Verfahren vor der KESB betreffend Unterhaltsregelungen werde zudem keine unentgeltliche Rechtsverbeiständung gewährt.
E. Das instruierende Mitglied der KESB Nordbünden legte mit Entscheid in Einzelkompetenz vom 21. Juli 2021 was folgt fest:
1. Der zwischen C._ (vertreten durch ihre Mutter B._) und A._ abgeschlossene Unterhaltsvertrag vom 7. Mai 2021 (vgl. Anhang) wird genehmigt (Art. 287 Abs. 1 ZGB).
2. Das Gesuch von Rechtsanwältin lic. iur. Laura Oesch (Chur) vom 7. Juni 2021 um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung und ihre Einsetzung als Rechtsvertreterin für A._ wird wegen fehlender prozessualer Notwendigkeit abgelehnt.
3. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:
a. Die Kosten im Verfahren Regelung Unterhalt werden auf Fr. 568.80 festgesetzt.
b. Auf die Erhebung des hälftigen Anteils der Mutter wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse verzichtet.
c. A._ hat seinen Anteil von Fr. 284.40 zu bezahlen.

## Considerations