# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d887ab06-fc1f-4d82-bc33-3721ba24a21d
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Mord etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Uster vom 10. Februar 2012 (DG110022)
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Nach Einsicht in die Berufungserklärung der Staatsanwaltschaft vom
21. Juni 2012 (Urk. 233), gemäss welcher Dispositiv Ziff. 1 al. 1 (Schuldspruch
wegen vorsätzlicher Tötung) und Ziff. 3 (Sanktion) des vorinstanzlichen Urteils
angefochten werden,
nach Einsicht in die Berufungserklärung der Vertretung der Privatkläger vom
26. Juni 2012 (Ur. 237), gemäss welcher Dispositiv Ziff. 1 al. 1 (Schuldspruch
wegen vorsätzlicher Tötung), Ziff. 3 (Sanktion), Ziff. 17 (Verpflichtung zu einer
Genugtuung) und Ziff. 20 (Verpflichtung zur Bezahlung einer Prozessentschä-
digung an die Privatkläger 1 und 2) des vorinstanzlichen Urteils angefochten
werden,
nach Einsicht in die Berufungserklärung der Verteidigung des Beschuldigten
vom 28. Juni 2012 (Urk. 239), gemäss welcher Dispositiv Ziff. 1 al. 1 und 2
(Schuldsprüche wegen vorsätzlicher Tötung und Gefährdung des Lebens), Ziff. 3
(Sanktion), Ziff. 4 (Anordnung einer ambulanten Massnahme), Ziff. 17 (Verpflich-
tung zu einer Genugtuung), Ziff. 19 (Kostenauflage) und Ziff. 20 (Verpflichtung zur
Bezahlung einer Prozessentschädigung an die Privatkläger 1 und 2) des
vorinstanzlichen Urteils angefochten werden,
sowie nach Einsicht in das Schreiben der Kantonspolizei Zürich vom 19. Juli
2012, dass der beschlagnahmte Audi infolge eines Unwetters beschädigt worden
sei (Urk. 252)
da das vorinstanzliche Urteil vom 10. Februar 2012 hinsichtlich der Disposi-
tivziffern 1 al. 3 (Schuldspruch wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz),
2 (Freispruch betreffend Widerhandlungen gegen das Waffengesetz), 5 (Vollzug
der Sanktion), 6-15 (Entscheide betreffend zahlreiche beschlagnahmten Gegen-
stände), 16 (Verpflichtung zu Bezahlung von Schadenersatz an die Privatkläger 1
und 2) und 18 (Kostenfestsetzung) sowie des Vorabbeschlusses (Nichteintreten
auf einen Anklagepunkt) nicht angefochten wurde,
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da zwischen der Frage der Höhe der Sanktion und des Strafvollzuges ein
enger Zusammenhang besteht, diese daher nicht isoliert beurteilt werden können,
so dass die Berufung nicht auf einen der beiden Punkte beschränkt werden kann,
da die Aufbewahrung und Lagerung der beschlagnahmten Gegenstände,
insbesondere die Einstellung des Audis, monatlich hohe Kosten generiert,
weshalb es sich rechtfertigt, bereits vor der Berufungsverhandlung die
Rechtskraft der unangefochtenen Dispositivziffern des vorinstanzlichen Urteils
sowie des Vorabbeschlusses festzustellen, so dass die Gegenstände an die
Berechtigten herausgegeben bzw. vernichtet werden können,
unter Hinweis auf Art. 399 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 402 und Art. 437
StPO,
nach Einsicht in die Eingabe der Verteidigung vom 24. Juli 2012, in der sie
zwar nicht ausdrücklich beantragt, es sei auf die Berufung der Privatkläger 1 und
2 nicht einzutreten, jedoch festhält, das Berufungsgericht habe von Amtes wegen
das Vorhandensein allfälliger Prozesshindernisse zu prüfen, weshalb es "der Berufungsinstanz anheim gestellt [werde] zu prüfen, ob sich die Geschädigten im vorinstanzlichen Verfahren, bzw. bereits im Vorerfahren hinreichend, als Privat- bzw. Strafkläger konstituiert haben" (Urk. 254),
da die Verteidigung bereits vor Vorinstanz geltend gemacht hatte, die Privat-
kläger 1 und 2 seien nicht genügend konstituiert (Prot. I S. 14 f.),
da die Vorinstanz ausführte, die Privatkläger 1 und 2 hätten rechtzeitig
erklärt, sich als Straf- und Zivilkläger am Verfahren zu beteiligen, und sie der
Staatsanwaltschaft einen Antrag betreffend Zivilansprüche eingereicht und nach
Inkrafttreten der Schweizerischen Strafprozessordnung ein Schreiben zu den
Akten gereicht haben, mit welchem rechtzeitig - noch vor Abschluss des Unter-
suchungsverfahrens - bei der Kantonalen Opferhilfestelle angemeldet worden sei,
dass sie Ansprüche im Sinne des Opferhilfegesetzes stellen (Urk. 231 S. 99),
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da die Vorinstanz den beiden Privatklägern zudem anlässlich der Hauptver-
handlung im Sinne einer Fristwiederherstellung die Gelegenheit einräumte, sich
zu konstituieren (Prot. I S. 16), worauf diese sich im Verlauf derselben ausdrück-
lich konstituierten (Prot. I S. 27),
da Art. 118 Abs. 1 StPO eine ausdrückliche Erklärung fordert, sich am Straf-
verfahren als Straf- oder Zivilkläger beteiligen zu wollen,
da die Staatsanwaltschaft die geschädigte Person nach Eröffnung des Vor-
verfahrens auf die Möglichkeit der Konstituierung als Privatkläger hinzuweisen
hat, wenn letztere keine entsprechende Erklärung abgibt (Art. 118 Abs. 4 StPO),
da die Strafverfolgungsbehörde nach Treu und Glauben (Art. 3 Abs. 2 lit. a
StPO) eine Rückfrage- und Abklärungspflicht trifft, wenn zweifelhaft ist, ob die
geschädigte Person am Verfahren teilnehmen möchte (BGE 119 Ia 4 E. 3b),
da die Privatkläger sich in der Untersuchung aktiv beteiligten und insbeson-
dere auch die Akten einsahen (vgl. Urk. HD 92/3 ff.), an Einvernahmen von
Zeugen wie auch des Beschuldigten teilnahmen (vgl. Urk. HD 92/24), mit Eingabe
vom 14. April 2009 darum ersuchten, als Verfahrensbeteiligte in die Untersuchung
einbezogen zu werden (Urk. HD 92/2) und bereits im Juli 2009 Zivilansprüche
geltend machten (Urk. HD 98/3), sie mithin Parteirechte wahrnahmen (vgl.
Art. 107 StPO),
da die Erklärung schriftlich oder mündlich zu Protokoll gegeben werden
kann, darüber hinaus keine besonderen Formvorschriften zur Konstituierung als
Privatkläger aufgestellt werden, so dass jede Erklärung genügen muss, aus der
hervorgeht, dass die geschädigte Person im Verfahren Parteirechte ausüben will
(BGE 119 Ia 4 E. 2c/aa mit Hinweisen),
da die Privatkläger durch ihre aktive Beteiligung am Verfahren und ihre
Erklärungen eindeutig zeigten, dass sie am Verfahren teilnehmen und Partei-
rechte wahrnehmen möchten,
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da die Verteidigung wie erwähnt nicht geltend macht, es sei auf die Berufung
der Privatkläger nicht einzutreten und für das Berufungsgericht aufgrund der
obigen Ausführungen zurzeit kein Anlass besteht, über die Frage des Eintretens
formell zu entscheiden,
weshalb auf die Einholung von Stellungnahmen der Parteien (Art. 403
Abs. 2 StPO) verzichtet werden kann,

## Considerations