# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f3ace9a0-d19e-5f2e-8c53-a63b472df593
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Das Grundstück Nr. 0001, Grundbuch O._, steht im Eigentum der B._ & Co.,
Aktiengesellschaft. Es ist mit einem Baurecht zu Gunsten der C._ AG belastet. Im
südwestlichen Teil des Grundstücks betreibt die A._ AG als Mieterin auf einer Fläche
von rund 1'900 Quadratmetern einen offenen Lager- und Werkplatz für Gerüstbau. Der
Betrieb geht auf eine Baubewilligung aus dem Jahr 2015 zurück, die mit Blick auf den
Bau einer Werkhalle ohne Auflagen erteilt worden war (act. 10-7/25, Beilage 15).
Das Grundstück Nr. 0001 ist gemäss Zonenplan der Politischen Gemeinde O._ der
Industriezone zugewiesen. Es liegt in der M._-Ebene. Das Gelände ist gegen
Nordosten hin, wo die M._ verläuft, offen. Der Talgrund, in welchem weitere, der
Industriezone zugewiesene Grundstücke liegen, bildet zusammen mit dem im Übrigen
ansteigenden umliegenden Gebiet die Geländeform einer Arena. Südöstlich grenzt das
Grundstück teilweise an das übrige Gemeindegebiet, in welchem – leicht erhöht und je
mit einem Wohnhaus überbaut – die Grundstücke Nr. 0002 (im Eigentum von E._ und
D._), Nr. 0003 (im Eigentum von I._) und Nr. 0004 (im Eigentum von H._) liegen.
Etwas weiter südöstlich zurückversetzt liegt das der Landwirtschaftszone zugewiesene
– unter anderem mit einem Wohnhaus überbaute – Grundstück Nr. 0005 (im Eigentum
der Erbengemeinschaft G._ sel.). Westlich des Werkplatzes liegt – ebenfalls leicht
erhöht und mit einem Wohnhaus überbaut – das der Wohnzone W2 zugewiesene
Grundstück Nr. 0006 (im Eigentum von L._).
B.
Am 29. Mai 2018 ersuchte die C._ AG bei der Politischen Gemeinde O._ unter
anderem um eine Baubewilligung für die Erweiterung des Lager- und Werkplatzes
gegen Nordosten um rund 2'100 Quadratmeter (act. 10-7/1+2). Während der
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Auflagefrist vom 13.-26. Juni 2018 erhoben E._ und D._, die Erbengemeinschaft
G._, H._, I._ und L._ öffentlich-rechtliche Einsprache gegen das Bauvorhaben
(act. 10-7/4-7).
Der Gemeinderat beauftragte die K._ AG mit der Erstellung eines
Lärmschutznachweises für Industrie- und Gewerbelärm (Gutachten K._; act. 10-7/15).
Gemessen wurde an drei verschiedenen südöstlich des Grundstücks Nr. 0001
liegenden Standorten, für welche die Planungswerte der Empfindlichkeitsstufe III von
60 dB(A) am Tag beziehungsweise 50 dB(A) in der Nacht gelten. Insgesamt sind die
Messungen von sechs Tagen in den Monaten Juli, August und November 2018
berücksichtigt worden. Daraus ergab sich eine Überschreitung der Planungswerte bei
einem mittleren Beurteilungspegel von 64.5 dB(A) am Tag beziehungsweise 50.5 dB(A)
in der Nacht. Am 7. März 2019 hiess der Gemeinderat der Politischen Gemeinde O._
die Einsprachen gut und verweigerte die Baubewilligung für die Erweiterung des Lager-
und Werkplatzes (act. 10-7/30).
C.
Gegen die Verweigerung der Baubewilligung erhob die C._ AG am 25. März 2019
Rekurs beim Baudepartement. Sie legte ein Gutachten der F._ AG Architekten
Ingenieure Berater vom 19. Juli 2019 (Gutachten F; act. 10-10) ins Recht, nach
welchem – ausgehend von den Messungen im Gutachten K._ – die Planungswerte,
wenn überhaupt, nur minimal überschritten sind. In einem im Rekursverfahren
eingeholten Amtsbericht vom 26. Juli 2019 (act. 10-11) kam das Amt für Umwelt zum
Schluss, es rechtfertige sich eine "eher konservative Lärmbeurteilung mit
ausreichenden Sicherheitsmargen", weil es sich nicht um eine konstante, sondern um
eine unbeständige Lärmquelle handle. Das Gutachten K._ sei nachvollziehbar und
plausibel. Auch das Gutachten F gehe von einer (leichten) Überschreitung der
Planungswerte aus. Damit diese eingehalten werden könnten, bedürfe es zusätzlicher
baulicher und technischer Massnahmen. Konkret seien die möglichen Lärmquellen
gegenüber den betroffenen Nachbarn bspw. durch eine – zumindest teilweise –
Einhausung oder die Errichtung einer schalldämmenden Halle abzuschirmen. Das
Baudepartement führte am 19. November 2019 einen Augenschein durch (act. 10-22)
und wies am 8. Mai 2020 den Rekurs ab.
D.
Die C._ AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen den Entscheid des Baudepartements
(Vorinstanz) vom 8. Mai 2020 durch ihren Rechtsvertreter mit Eingabe vom 23. Mai
2020 und Ergänzung vom 29. Juni 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht.
Zusammengefasst beantragt sie, unter Kosten- und Entschädigungsfolge und nach
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durchgeführtem Augenschein mit Anhörung verschiedener namentlich genannter
Personen seien der angefochtene Entscheid der Vorinstanz und der Einsprache- und
Bauentscheid der Politischen Gemeinde O._ aufzuheben und die Angelegenheit zur
Erteilung der Baubewilligung unter Bedingungen und Auflagen und zur Abweisung der
öffentlich-rechtlichen Einsprachen an die Politische Gemeinde O._ zurückzuweisen.
Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 21. August 2020, die Beschwerde
sei abzuweisen. E._ und D._ (Beschwerdegegner 1) sowie die Mitglieder der
Erbengemeinschaft G._ sel. (Beschwerdegegner 2) beantragten durch ihren
gemeinsamen Rechtsvertreter mit Vernehmlassung vom 15. September 2020, die
Beschwerde und die Anträge der Beschwerdeführerin zum Verfahren seien unter
Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen. H._, I._ und L._
(Beschwerdebeteiligte 1-3) sowie die Politische Gemeinde O._ (Beschwerdebeteiligte
4) verzichteten stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Die Beschwerdeführerin
nahm zu den Vernehmlassungen – innert erstreckter Frist – am 22. Oktober 2020
Stellung. Die Beschwerdegegner 1 und 2 verzichteten am 27. Oktober 2020 auf weitere
Äusserungen und hielten an ihren Anträgen fest. Ihr Rechtsvertreter reichte am
11. Dezember 2020 eine Honorarnote ein. Die übrigen Beteiligten erhielten die
Möglichkeit, sich zur Honorarnote bis 12. Januar 2021 zu äussern. Der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführerin reichte innert erstreckter Frist am 19. Januar 2021 Eingabe ein,
mit welcher er zwar zur Honorarnote keine Stellung nahm. Jedoch reichte sie ihr
teilweise bisher nicht bekannte Beweismittel ein, namentlich eine Stellungnahme der
K._ AG vom 25. Mai 2019 zuhanden der Beschwerdebeteiligten 4, in welcher sie sich
zu den Vorbringen der Beschwerdeführerin in der Rekursergänzung geäussert hatte.
Vorinstanz, die Beschwerdegegner 1 und 2 sowie die Beschwerdebeteiligte 4 haben
sich je mit Eingaben vom 1. Februar 2021 dazu geäussert und an ihren Anträgen
festgehalten. Die Beschwerdeführerin nahm am 15. Februar 2021 abschliessend
Stellung und wies darauf hin, der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner beaufsichtige
als Mitglied der Geschäftsprüfungskommission auch jene Personen der
Gemeindeverwaltung, welche für die mehrfachen Gehörsverletzungen zu ihren Lasten
verantwortlich seien.
Auf die Ausführungen der Beschwerdeführerin, der Vorinstanz und der
Beschwerdegegner 1 und 2 zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Nicht einzutreten ist auf
die Beschwerde, soweit damit die Aufhebung des Gemeinderatsbeschlusses vom
7. März 2019 beantragt wird. Er wurde vom angefochtenen Rekursentscheid vorläufig
ersetzt und kann deshalb nicht Gegenstand des Beschwerdeverfahrens sein
(Devolutiveffekt; BGE 125 II 29 E. 1c mit Hinweisen). Im Übrigen sind die
Eintretensvoraussetzungen erfüllt: Als Adressatin des angefochtenen Entscheids und
Gesuchstellerin, welche als Baurechtsnehmerin das Vorhaben, ihren Lagerplatz zu
erweitern, nicht umsetzen kann, ist die Beschwerdeführerin zur Erhebung der
Beschwerde befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde
wurde mit Eingabe vom 23. Mai 2020 (Datum des Poststempels) rechtzeitig erhoben
und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 29. Juni 2020 in formeller und inhaltlicher
Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und Abs. 2 VRP). Auf die Beschwerde ist unter dem genannten Vorbehalt
grundsätzlich einzutreten (vgl. aber nachfolgend Erwägung 5).
2.
Die Beschwerdeführerin erblickt im Umstand, dass die Politische Gemeinde im
Rekursverfahren eine Stellungnahme der Gutachterin K._ einholte und diese im
Rekursverfahren nicht zu den Akten reichte, eine Verletzung des rechtlichen Gehörs,
welche die Aufhebung des angefochtenen Entscheides rechtfertige. – Gemäss Art. 16
Abs. 1 VRP haben die Beteiligten Anspruch auf Einsicht in die Akten. Das
Verwaltungsgericht geht im Grundsatz davon aus, dass sämtliche Informationen, die
dem entscheidenden Organ zur Verfügung stehen, auch den Parteien zugänglich sein
müssen (vgl. VerwGE B 2012/68 vom 14. Februar 2013 E. 4). – Die Stellungnahme der
Gutachterin K._ vom 25. Mai 2019 (act. 27/24) diente der Politischen Gemeinde als
Hilfsmittel zur Abfassung ihrer Vernehmlassung im Rekursverfahren. Sie war mithin
Grundlage weder für den Entscheid der Politischen Gemeinde noch für den
Rekursentscheid, den die Vorinstanz gestützt unter anderem auf die Vernehmlassung
der Politischen Gemeinde fällte. Die von der Gutachterin K._ in einem anderen
Verfahren gegenüber der Politischen Gemeinde abgegebene Stellungnahme vom
5. November 2020 (act. 27/20) konnte allein schon aus zeitlichen Gründen nicht
Grundlage für den Rekursentscheid vom 8. Mai 2020 bilden. Insoweit steht keine
Verletzung des rechtlichen Gehörs in Frage. Die Rüge erweist sich als unbegründet.
Das ändert aber nichts daran, dass die Beschwerdeführerin die ihr erst im
Beschwerdeverfahren bekanntgewordenen Stellungnahmen als für den
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Beschwerdeentscheid relevant ins Recht legen durfte und zu prüfen ist, ob und
gegebenenfalls inwieweit deren Inhalt für die Beurteilung der streitigen Angelegenheit
von Bedeutung ist.
Indem die Beschwerdeführerin auf die Mitgliedschaft des Rechtsvertreters der
Beschwerdegegner in der Geschäftsprüfungskommission der Politischen Gemeinde
hinweist, welche – wie nachstehend aufzuzeigen ist - insbesondere ihren Anspruch auf
rechtliches Gehör mehrfach verletzt hat, macht sie – stillschweigend – einen
Interessenkonflikt geltend. Inwieweit sich dieser Umstand indes im vorliegenden
Verfahren überhaupt zu ihren Lasten hätte auswirken sollen oder dazu geeignet
gewesen sein sollte, konkretisiert die Beschwerdeführerin nicht und ist für das Gericht
auch nicht ersichtlich.
3.
In materieller Hinsicht ist umstritten, ob und gegebenenfalls unter welchen Auflagen
und Bedingungen der Beschwerdeführerin die geplante Erweiterung des Lager- und
Werkplatzes auf dem Grundstück Nr. 0001, Grundbuch O._, gegen Nordosten zu
bewilligen ist. Wie bereits die rechtskräftig bewilligte Fläche von 1'900 Quadratmetern
soll auch die zusätzlich vorgesehene Fläche von 2'100 Quadratmetern als Lager- und
Umschlagplatz für einen Gerüstbaubetrieb genutzt werden. Die Beschwerdeführerin
bringt jedenfalls nichts Anderes vor. Die Beteiligten gehen denn auch übereinstimmend
davon aus, dass für die lärmschutzrechtliche Beurteilung der beantragten Erweiterung
des Lager- und Werkplatzes von der Lärmsituation auszugehen ist, wie sie sich aus
dem im Jahr 2015 bewilligten Betrieb ergibt, weil dieser als neue ortsfeste Anlage im
Sinne des Umweltschutzgesetzes zu qualifizieren und daher grundsätzlich auf die für
Industrie- und Gewerbelärm geltenden Anforderungen abzustellen ist.
4.
Nach Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Umweltschutz
(Umweltschutzgesetz; SR 814.01, USG) dürfen neue ortsfeste Anlagen nur errichtet
werden, wenn die durch diese Anlagen allein erzeugten Lärmimmissionen die
Planungswerte in der Umgebung nicht überschreiten; die Bewilligungsbehörde kann
eine Lärmprognose verlangen. Unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung
sind Emissionen, wie namentlich Lärm, im Rahmen der Vorsorge so weit zu begrenzen,
als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist; die
Emissionsbegrenzungen werden verschärft, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass
die Einwirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung schädlich
oder lästig werden (vgl. Art. 11 USG). Der Bundesrat legt für die Beurteilung der
schädlichen oder lästigen Einwirkungen durch Verordnung unter anderem
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Immissionsgrenzwerte für den Lärm so fest, dass er unterhalb dieser Werte die
Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stört (Art. 14 lit. b und Art. 15 USG).
Die Lärmimmissionen werden gemäss Art. 38 Abs. 1 der Lärmschutz-Verordnung (SR
814.41, LSV) als Beurteilungspegel L oder als Maximalpegel L anhand von
Berechnungen oder Messungen ermittelt. Die Anforderungen an die
Berechnungsverfahren und Messgeräte richten sich nach Anhang 2 (Art. 38 Abs. 3
LSV), Ermittlung und Beurteilung des Industrie- und Gewerbelärms nach Anhang 6 der
Verordnung. Die Planungswerte für Gewerbe- und Industrielärm betragen für die
Empfindlichkeitsstufe II – das Wohnhaus des Beschwerdebeteiligten 3 liegt in der Zone
W2 – 55 dB(A) am Tag und 45 dB(A) in der Nacht und für die Empfindlichkeitsstufe III –
die Wohnhäuser der Beschwerdegegner 1 und 2 sowie der Beschwerdebeteiligten 1
und 2 liegen im übrigen Gemeindegebiet und in der Landwirtschaftszone – 60 dB(A) am
Tag und 50 dB(A) in der Nacht (Ziff. 2 Anhang 6 LSV). Der Beurteilungspegel L für
Industrie- und Gewerbelärm wird – getrennt für Tag und Nacht – aus den
Teilbeurteilungspegeln L der einzelnen Lärmphasen i berechnet. Lärmphasen sind
Zeitabschnitte, in denen am Immissionsort ein nach Schallpegelhöhe sowie Ton- und
Impulsgehalt einheitlicher Lärm einwirkt. Der Teilbeurteilungspegel L wird aus dem
Mittelungspegel L und den Pegelkorrekturen der Lärmphase i und den
Pegelkorrekturen K , K und K sowie der durchschnittlichen täglichen Dauer der
Lärmphase i in Minuten ermittelt (vgl. Ziff. 31 Anhang 6 LSV).
r max
r
r,i
r,i
eq,i
1,i 2,i 3,i
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5.
In tatsächlicher Hinsicht beanstandet die Beschwerdeführerin die den einzelnen
Messergebnissen zugrundeliegende Festlegung der täglichen Lärmphasen (vgl. Ziff. 2.7
Betriebsregime Gutachten K._) nicht. Auch gegen die an den berücksichtigten Tagen
gemessenen Pegel (vgl. Ziff. 3.1 Emissionsmessungen, Tabelle Seite 8 Gutachten K._)
wendet sich die Beschwerdeführerin nicht. Hingegen beanstandet sie, dass für den
gemessenen mittleren Pegel sowohl für die einzelnen Messtage (vgl. Ziff. 3.1
Emissionsmessungen, Tabelle Seite 9 Gutachten K._) als auch für den
Gesamtbeurteilungspegel (vgl. Ziff. 3.2 Immissionen, Tabelle Seite 10 oben Gutachten
K._) auf das energetische und nicht auf das arithmetische Mittel abgestellt wurde
(dazu nachfolgend Erwägung 5.1). Sie ist zudem der Auffassung, die Pegelkorrekturen
für den Tongehalt (K2) und für den Impulsgehalt (K3) seien zu hoch (dazu nachfolgend
Erwägung 5.2). Schliesslich beanstandet die Beschwerdeführerin die Auswahl der
berücksichtigten Messtage und beantragt in diesem Zusammenhang die Offenlegung
der weiteren Messergebnisse (dazu nachfolgend Erwägung 5.3).
Die Vorinstanz hat die Anwendung des energetischen Mittels unter Hinweis auf die
Beurteilung des Gutachtens K._ durch das Amt für Umwelt im Bericht vom 26. Juli
2019 als richtig beurteilt. – Die Beschwerdeführerin macht geltend, der energetische
Mittelwert werde im Anhang 5 LSV im Zusammenhang mit Helikopterlandeplätzen
verwendet. Weshalb dieser massgebend sein soll, lasse sich weder dem
Lärmschutznachweis entnehmen noch aus dem Gesetzeswortlaut ableiten.
Es trifft zu, dass der Begriff des energetischen Mittelwerts weder im
Umweltschutzgesetz noch in der Lärmschutz-Verordnung in allgemeiner Weise
verwendet und definiert wird. Dasselbe gilt allerdings auch für den Begriff des
arithmetischen Mittelwerts, der ebenfalls nicht erwähnt wird. Im Allgemeinen – so auch
im Anhang 6 LSV – wird der Begriff des "Mittelungspegels" verwendet. Dabei handelt
es sich um einen technischen Begriff aus der Akustik. Er ist deshalb so anzuwenden,
wie Fachleute ihn verstehen. Der "Mittelungspegel" entspricht der über einen gewissen
Zeitraum oder für eine bestimmte Anzahl von Pegeln gemittelten Schallenergie und gibt
den sogenannten energieäquivalenten Dauerschallpegel wieder (vgl. de.wikipedia.org).
Weil es sich um logarithmische Grössen handelt, kann – worauf die Vorinstanz und das
Amt für Umwelt zu Recht hingewiesen haben – nicht auf das arithmetische Mittel
abgestellt werden. Die Berechnung insbesondere des Gesamtpegels der Immissionen
(Ziff. 3.2 Immissionen, Tabelle Seite 10 Gutachten K._) entspricht im Übrigen dem
Ergebnis, wie es sich auch mit frei zugänglichen Rechnungsmodulen ermitteln lässt
5.1.
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(vgl. beispielsweise laermkontor.de/laermberechnungen, www.lairm.de/ service/db-
rechner.html). Dass im Anhang 5 LSV im Zusammenhang mit Helikopterlandeplätzen –
und zudem auch im Anhang 7 LSV im Zusammenhang mit den Belastungsgrenzwerten
für den Lärm ziviler Schiessanlagen – ausdrücklich vom "energetischen Mittel" und
nicht vom "Mittelungspegel" die Rede ist, ändert deshalb nichts daran, dass das
Abstellen auf den Mittelungspegel L im Sinn des energieäquivalenten
Dauerschallpegels in den Berechnungen des Gutachtens K._ nicht zu beanstanden
ist. Im Gutachten F wurde der Mittelungspegel der Messwerte am Tag im Übrigen nach
der gleichen Methode berechnet (Ziff. 3.2 Immissionen, Tabelle Mittelungspegel am
Immissionsort L Seite 6 Gutachten F). Von der energetischen Mittelwertbildung zu
unterscheiden ist die energetische Addition von Schallpegeln (vgl. beispielsweise
https://www.hlnug.de/themen/laerm/akustische-grundlagen/rechnen-mit-schallpegeln;
dazu unten Erwägung 5.3.3).
eq
eq
Für die Vorinstanz waren keine triftigen Gründe ersichtlich, um von den im Gutachten
K._ verwendeten Pegelkorrekturen K2 von 4 dB(A) für einen deutlich hörbaren
Tongehalt und K3 von 6 dB(A) für einen stark hörbaren Impulsgehalt abzuweichen. –
Die Beschwerdeführerin bringt zur Pegelkorrektur K2 vor, ein Geräusch habe eine hohe
Tonhaltigkeit, wenn eine Frequenz sehr dominant sei. Normal sei ein Wert zwischen 0
und 2 dB(A). Weshalb er vorliegend höher sei, werde im Gutachten nicht begründet.
Die hohe Pegelkorrektur K3 resultiere nicht zuletzt aus der Messung vom 16. August
2018, bei der es sich nicht um einen Normalfall gehandelt habe. Die "besseren"
Spitzenwerte anderer Tage, welche nicht die höchstmögliche Korrektur rechtfertigten,
seien nicht berücksichtigt worden.
Die Pegelzuschläge berücksichtigen die Hörbarkeit des Tongehalts (K2) und des
Impulsgehalts (K3) des Lärms, wobei zwischen nicht, schwach, deutlich und stark
hörbar unterschieden wird (Ziff. 33 Abs. 2 und 3 Anhang 6 LSV). Die Begriffe des
Tongehalts und des Impulsgehalts werden in der Lärmschutz-Verordnung nicht
umschrieben. Mit den Pegelkorrekturen K werden – als Bonus oder Malus – sehr
unterschiedliche Faktoren gewichtet, so die hohe oder geringe Anzahl der lärmigen
Ereignisse, die besondere (etwa kreischende) Art des Lärms oder die besondere
Ruhebedürftigkeit der Bevölkerung an Sonntagen (vgl. BGE 126 II 522 E. 43a). Ton-
und impulshaltige Lärmereignisse wirken besonders störend. Mit dem Tongehalt wird
einzelnen Tönen Rechnung getragen, welche aus dem übrigen Geräusch herausgehört
werden können. Mit dem Impulsgehalt werden insbesondere schlagende und damit zu
erhöhter Belästigung führende Geräusche erfasst. Die Zuschläge zu Ton- und
5.2.
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Impulsgehalt beruhen auf der Einschätzung der Hörbarkeit durch die Vollzugsbehörde
am Immissionsort (vgl. Bundesamt für Umwelt, Ermittlung und Beurteilung von
Industrie- und Gewerbelärm, Vollzugshilfe für Industrie- und Gewerbeanlagen, Bern
2016, nachfolgend: Vollzugshilfe Industrie- und Gewerbelärm, S. 19).
Die Pegelkorrektur beruht daher nicht auf einer Messung, sondern auf einer
Einschätzung durch den Gutachter, der sich wiederum an einer gängigen Praxis und –
auch – an seinen früheren Beurteilungen vergleichbarer Lärmsituationen ausrichtet.
Wenn auch subjektiv geprägt, handelt es sich doch um die Einschätzung durch einen
Experten mit Erfahrung. Hinsichtlich der Einschätzung des Impulsgehalts berücksichtigt
auch das von der Beschwerdeführerin eingereichte Gutachten F – welches das
Messergebnis vom 16. August 2018 im Übrigen bei der Ermittlung des
Beurteilungspegels nicht berücksichtigt hat – eine Pegelkorrektur K3 von 6 dB(A). Von
dieser Einschätzung abzuweichen, besteht deshalb kein Anlass. Demgegenüber
stimmen die Experten bei der Einschätzung der Hörbarkeit des Tongehalts nicht
überein. Im Gutachten K._ wird der Tongehalt als deutlich, im Gutachten F als
schwach hörbar eingeschätzt. Bei der Beurteilung dieser Einschätzungen ist zu
berücksichtigen, dass es sich beim Gutachten F um ein Parteigutachten handelt, dem
nicht die Qualität eines Beweismittels, sondern lediglich die Bedeutung einer
Parteibehauptung zukommt (vgl. BGE 135 III 670 E. 3.3.1, 127 I 73 E. 3f/bb). Die
abweichende Einschätzung durch diesen Gutachter stellt deshalb keinen triftigen
Grund dar, um von der Einschätzung im Gutachten K._ abzuweichen.
5.3.
Die Beteiligten gehen bezüglich der Auswahl der Messtage übereinstimmend davon
aus, dass für die Ermittlung des massgebenden Beurteilungspegels nicht auf die
Messungen eines einzelnen Arbeitstages abzustellen ist. Unbestritten ist, dass für das
Gutachten zwar an mehreren Tagen Lärmmessungen vorgenommen, bei der Ermittlung
des massgebenden Beurteilungspegels jedoch nur die Ergebnisse einzelner Tage
berücksichtigt wurden. Unbestritten ist auch, dass an verschiedenen Messtagen die
Planungswerte für die Empfindlichkeitsstufe III am Tag und in der Nacht nicht
überschritten wurden. Nicht einig sind sich die Beteiligten deshalb, auf welche
Messtage abzustellen ist. Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Messergebnis
vom 16. August 2018 sei ausserordentlichen Umständen zuzuschreiben, daher nicht
repräsentativ und deshalb bei der Ermittlung des Beurteilungspegels nicht zu
berücksichtigen. Neben den "lauten" müssten auch die "leiseren Werktage" in die
5.3.1.
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Gesamtbeurteilung einfliessen. Dies hätte zur Folge, dass der massgebende
Beurteilungspegel die Planungswerte einhält.
Die Lärmimmissionen ortsfester Anlagen sind grundsätzlich anhand der vom Bundesrat
festgelegten Belastungsgrenzwerte (Anhänge 3-8 LSV) zu beurteilen (Art. 40 Abs. 1
LSV). Belastungsgrenzwerte setzen typisierbare Situationen voraus, die sich auf
einfache Weise durch akustische Beschreibungsgrössen zuverlässig erfassen lassen
(vgl. BGer 1C_311/2007 vom 21. Juli 2008 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 123 II 325 E. 4d/
bb und 133 II 292 E. 3.3). Bei Industrie- und Gewerbelärm ist gemäss Ziff. 31 Anhang 6
LSV der – für den Tag (7-19 Uhr) und die Nacht (19-7 Uhr) getrennt berechnete –
Beurteilungspegel massgebend (Abs. 1), wobei Tag und Nacht in Zeitabschnitte
unterteilt werden, in denen am Immissionsort ein nach Schallpegelhöhe sowie Ton-
und Impulsgehalt einheitlicher Lärm wirkt (Lärmphasen, Abs. 3). Auch die Regelung zur
Ermittlung des Belastungsgrenzwertes für Industrie- und Gewerbelärm geht von einem
regelmässigen, sich täglich wiederholenden Betriebsablauf und damit verbundenen
grundsätzlich unverändert auftretenden Lärmemissionen aus. Wie bei Situationen
vorzugehen ist, bei denen der Betriebsablauf nicht in einem sich täglich
wiederholenden schematischen zeitlichen Rhythmus erfasst werden kann, regelt
Anhang 6 LSV nicht ausdrücklich.
Auslegung und Anwendung der Vorschriften des Anhangs 6 LSV sind im Einzelfall auf
den Zweck der Verordnung und der ihr zugrundeliegenden
Umweltschutzgesetzgebung, nämlich insbesondere Menschen gegen schädliche oder
lästige Einwirkungen zu schützen und solche Einwirkungen im Sinn der Vorsorge
frühzeitig zu begrenzen (vgl. Art. 1 LSV und Art. 1 USG), auszurichten. Nach ständiger
Rechtsprechung sind bei der Einzelfallbeurteilung von Lärm dessen Charakter,
Zeitpunkt und Häufigkeit seines Auftretens sowie die Lärmempfindlichkeit
beziehungsweise Lärmvorbelastung der Umgebung zu berücksichtigen. Dabei ist nicht
auf das subjektive Lärmempfinden einzelner Personen abzustellen, sondern eine
objektivierte Betrachtung vorzunehmen, unter Berücksichtigung auch von Personen mit
erhöhter Empfindlichkeit (Art. 13 Abs. 2 USG, BGE 146 II 17 E. 6.2 mit weiteren
Hinweisen). Das gilt es insbesondere bei der Umrechnung von Lärm beziehungsweise
der Anrechnung von grenzwertüberschreitenden Lärmphasen auf Zeiten ohne oder mit
weniger Lärmbelastung zu beachten (vgl. BGE 138 II 331 E. 4.2).
Eine Umrechnung des Lärms, die auch als "Lärmverdünnung" bezeichnet wird, hat das
5.3.2.
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Bundesgericht dem Prinzip nach namentlich bei der Beurteilung von Lärmspitzen an
Verkehrsachsen geschützt. Die Rechtfertigung erblickte das Bundesgericht einerseits
in der Sonderbestimmung von Art. 25 Abs. 3 USG für Lärm von Strassen, Flughäfen,
Eisenbahnanlagen oder anderen öffentlichen oder konzessionierten ortsfesten Anlagen
und anderseits dem Umstand, dass diesen Sachverhalten weitgehend ein dauernder
oder regelmässiger Grundgeräuschpegel mit praktisch täglich und dabei mit einiger
Regelmässigkeit auftretenden Lärmspitzen gemein ist. Beides bringe eine gewisse
Gewöhnungswirkung mit sich (BGE 138 II 331 E. 4.2 und 4.4). In Konstellationen, in
denen die Lärmbelastung von vornherein nur während einer beschränkten Dauer
anfällt, erachtet das Bundesgericht unter Verzicht auf eine Umrechnung auf das ganze
Jahr die durchschnittliche Lärmbelastung während der eigentlichen Anlassdauer als
wesentlich (BGE 138 II 331 E. 4.4 mit Hinweis auf BGer 1A.39/2004 vom 11. Oktober
2004 E. 3.4). Während des massgeblichen Zeitraums treten zwar neben dem
allgemeinen Grundgeräuschpegel zu bestimmten Zeiten auch Lärmspitzen auf
(Hauptverkehrszeiten), jedoch lässt sich deren Umrechnung auf das Jahresmittel
dadurch rechtfertigen, dass auch solche Spitzen mit einiger Regelmässigkeit auftreten,
so dass eine gewisse Gewöhnungswirkung eintritt. Wird Lärm demgegenüber durch
ortsfeste Anlagen von Industrie-/Gewerbebetrieben verursacht, so können Lärmspitzen
nicht im gleichen Sinn "verdünnt" werden. Auszugehen ist hier vielmehr grundsätzlich
von der effektiven Betriebsdauer. Der während dieser Zeit verursachte Lärm darf nicht
auf die gesamte jährliche Betriebsdauer hochgerechnet werden, wenn während der
effektiven Betriebszeit die Immissionsgrenzwerte überschritten werden (vgl. B. Wagner
Pfeifer, Umweltrecht, Allgemeine Grundlagen, Zürich/St. Gallen 2017, Rz. 460).
Auf dem offenen Lager- und Werkplatz werden aktuell im Freien insbesondere
Materialien für den Gerüstbau gelagert und umgesetzt. Die Lärmmessungen, welche für
das Gutachten K._ vorgenommen wurden, zeigen, dass der Betrieb eines Lager- und
Werkplatzes im Gerüstbau eine zeitliche Schematisierung hinsichtlich des Tagesablaufs
und seiner täglichen Wiederholung nur sehr beschränkt zulässt. Die
Beschwerdeführerin macht zwar geltend, die Aktivitäten beschränkten sich
"grossmehrheitlich" auf den Morgen (Aufladen auf die Firmenfahrzeuge) und den
Abend (Abladen). Tagsüber fände "praktisch keine Aktivität" statt. Es mag zutreffen,
dass einzelne Betriebstage nach dem von der Beschwerdeführerin dargestellten
Schema ablaufen. Auch die Beschwerdeführerin macht indessen nicht geltend, dass
sie als Betreiberin Betriebsvorschriften unterliegt, welche besonders lärmintensive
Tätigkeiten auf bestimmte Zeitabschnitte beschränkt. Vielmehr umfasst die Bewilligung
5.3.3.
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des Lager- und Werkplatzes das Recht, unter Beachtung des kommunalen
Lärmschutzreglements (www. ... .ch, Gemeinde/Verwaltung/Reglemente) sämtliche
Arbeiten auf dem Platz unabhängig von ihrer Lärmintensität während der gesamten
Betriebsdauer entsprechend den konkret anfallenden betrieblichen Anforderungen
ausführen. Vom geltend gemachten Schematismus abweichende Abläufe sind deshalb
keineswegs auszuschliessen.
Ebenso wenig unterliegt die Betreiberin irgendwelchen Beschränkungen hinsichtlich
der Intensität der Nutzung des Lager- und Werkplatzes. Bei der Würdigung der
Messresultate fällt ins Gewicht, dass sie sich auf den Betrieb des bestehenden Lager-
und Werkplatzes von rund 1'900 Quadratmetern beziehen und die Beschwerdeführerin
die genutzte Fläche mit einer Erweiterung um rund 2'100 Quadratmetern mehr als
verdoppeln will. Die Beschwerdeführerin macht nicht geltend, trotz dieser erheblichen
Erweiterung werde sich die betriebliche Tätigkeit im bisherigen Rahmen bewegen und
der Lager- und Werkplatz werde in der Summe nicht intensiver genutzt. Vielmehr ist
damit zu rechnen, dass die Lärmereignisse mit dem erweiterten Güterumschlag auf
dem Platz zahlreicher werden. Die Betreiberin macht schliesslich auch nicht geltend,
die Intensität könne durch entsprechende Betriebsvorschriften schematisiert werden.
Dass zur "Lärmverdünnung" nicht weitere "ruhige" Tage berücksichtigt wurden, lässt
sich insbesondere mit Blick auf die weitgehend fehlende Schematisierbarkeit der
lärmrechtlich relevanten Betriebsabläufe und das umweltschutzrechtliche
Vorsorgeprinzip nicht beanstanden. Andernfalls könnte der Gesamtbeurteilungspegel
durch die Wahl ausreichend langer – aber nicht verbindlicher – Phasen mit keinem oder
wenig Betriebslärm und den entsprechend tiefen Teilbeurteilungspegeln sowie der
Nichtberücksichtigung besonders lärmintensiver – und insbesondere auch zukünftig
nicht auszuschliessender – "Sonderereignisse" tief gehalten werden, ohne dass künftig
die Einhaltung des dergestalt ermittelten, den Planungswert nicht überschreitenden
Beurteilungspegels gewährleistet wäre. Das von der Beschwerdeführerin verfolgte
Projekt beruht demgegenüber auf ihrem eigenen unternehmerischen Entscheid, das
Lager für die Elemente des Gerüstbaus im Freien zu betreiben und auf den Bau einer
Werkhalle zu verzichten. Dafür hat sie die umweltschutzrechtlichen Konsequenzen in
Kauf zu nehmen und zu tragen. Bei der Beurteilung der Lärmsituation ist deshalb die
höhere Lärmmessung bei einem intensiven Betrieb mitzuberücksichtigen (vgl. BGer 1A.
232/2000 vom 29. März 2001 E. 2d/bb).
Die Gutachterin K._ geht im Übrigen auch in ihren Stellungnahmen vom 25. Mai 2019
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und vom 5. November 2020 nicht von einem fehlerhaft zulasten der
Beschwerdeführerin ermittelten Beurteilungspegel aus. Vielmehr hält sie fest, dass die
einzelnen Messungen starken Schwankungen unterlagen und weiterhin unterliegen
würden. Ausser Diskussion aber stehe, dass der Lärm extrem stark impulshaltig sei.
Die impulshaltigen Pegel seien über die ganzen Arbeitsperioden vorherrschend. Weil
eine "Glättung" der Messwerte auf den – energetischen – Mittelungspegel in diesem
Fall ein völlig falsches Bild ergäbe und – für die Beschwerdeführerin – zu begünstigend
wirken würde, sei eine energetische Pegeladdition vorgenommen worden.
Gesamtheitlich ist die Gutachterin K._ auch in der Stellungnahme vom 25. Mai 2019
der Überzeugung, ihr Lärmschutznachweis sei korrekt (act. 27/24). Diese
Schlussfolgerung deckt sich im Übrigen mit der Würdigung des Gutachtens durch das
kantonale Amt für Umwelt, dem als sachkundiger Umweltschutzfachstelle des Kantons
(vgl. Art. 1 der Verordnung zum Einführungsgesetz zur eidgenössischen
Umweltschutzgesetzbebung; sGS 672.11) erhebliches Gewicht zukommt. Es ergeben
sich aus dieser sachlich nachvollziehbar begründeten Würdigung keine triftigen
Gründe, um von den gutachterlichen Lärmberechnungen abzuweichen.
Da sich die Auswahl der berücksichtigten Messtage auch für den Fall, dass an weiteren
Betriebstagen die Planungswerte nicht überschritten worden sein sollten, nicht als
unzulässig erweisen würde, erübrigt es sich, dem Beweisantrag der
Beschwerdeführerin zu entsprechen und weitere Messergebnis beizuziehen. Deshalb
erweist sich auch der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe ihren
Anspruch auf Beweisabnahme verletzt, als unbegründet. Abgesehen davon enthält
bereits der Anhang des Lärmschutznachweises vom 4. Dezember 2018 gemäss der
von der Beschwerdeführerin eingereichten Stellungnahme der Gutachterin K._ vom 5.
November 2020 sämtliche Messdaten/Messprotokolle (act. 27/20). – Inwiefern die
Durchführung eines gerichtlichen Augenscheins und die Befragung von Vertretern der
Beschwerdeführerin geeignet sein könnte, an der Feststellung der rechtserheblichen
Tatsachen und dabei insbesondere an den dem Gutachten K._ zugrundeliegenden, für
die lärmschutzrechtliche Beurteilung ausschlaggebenden Messergebnissen etwas zu
ändern, legt die Beschwerdeführerin nicht dar. Insbesondere ist auch nicht ersichtlich,
welche mittels Befragung zu ermittelnden Tatsachen nicht auch der schriftlichen
Darlegung zugänglich sein sollten. Von ihrem Recht, sich – schriftlich – zu äussern, hat
die Beschwerdeführerin im Übrigen ausführlich und mehrfach Gebrauch gemacht. – Die
anlässlich eines terminlich vorab festgesetzten Augenscheins wahrgenommenen
5.3.4.
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6.
In tatsächlicher Hinsicht ist davon auszugehen, dass der Betrieb des Lager- und
Werkplatzes – jedenfalls insbesondere zusammen mit der von der Beschwerdeführerin
angestrebten Ausdehnung der Fläche von 1'900 Quadratmeter um 2'100 Quadratmeter
auf 4'000 Quadratmeter – die Planungswerte ohne Begrenzung durch Massnahmen bei
der Quelle im Sinn von Art. 11 und 12 USG nicht einhalten kann. Die Vorinstanz hat
deshalb den Rekurs gegen die Verweigerung der Baubewilligung gestützt auf Art. 25
Abs. 1 USG durch die Beschwerdebeteiligte zu Recht abgewiesen.
Die Beschwerdeführerin beantragt, es sei die Angelegenheit zur Erteilung der
Baubewilligung unter Bedingungen und Auflagen an die Baubewilligungsbehörde
zurückzuweisen. – Zur Begrenzung von Emissionen an der Quelle sieht Art. 12 Abs. 2
USG die Möglichkeit vor, unmittelbar gestützt auf das Gesetz Massnahmen gemäss
Art. 12 Abs. 1 USG zu verfügen. Insbesondere können zeitliche Beschränkungen des
Betriebs angeordnet werden (Art. 12 Abs. 1 lit. c USG). – Als mögliche
Betriebsvorschrift wurde im bisherigen Verfahren lediglich die Möglichkeit erwogen, die
Betreiberin zu einem lärmvermeidenden Verhalten zu verpflichten und ihre
Mitarbeitenden entsprechend zu schulen. Wie eine solche Massnahme konkret –
konkrete Massnahmen und Anreize, Häufigkeit der Ausbildung, objektive Massstäbe
zur Überprüfung der Einhaltung, Konsequenzen und Rechtsfolgen bei Verstössen –
umzusetzen wäre, war nicht Gegenstand des Verfahrens. Auch wenn die
vorgeschlagene Massnahme als dauerhafte Lösung wenig geeignet erscheint, bleibt es
der Beschwerdeführerin selbstverständlich unbenommen, sie zusammen mit einem
neuen Baugesuch zu konkretisieren und ein detailliertes, realistisches Konzept zur
Beurteilung einzureichen. Allfällig erforderliche, weitere bauliche Massnahmen waren
sodann nicht Gegenstand des bisherigen Verfahrens und werden ihrerseits einer
Baubewilligung bedürfen. Auf den Antrag, die Angelegenheit zur Erteilung einer
Bewilligung für die Erweiterung des Lager- und Werkplatzes unter Bedingungen und
Auflagen an die Baubewilligungsbehörde zurückzuweisen, kann deshalb nicht
eingetreten werden. Der Beschwerdeführerin bleibt es aber wie dargelegt
selbstverständlich unbenommen, ein neues Baugesuch mit den entsprechenden
organisatorischen und/oder baulichen Massnahmen zur gebotenen
Emissionsbegrenzung einzureichen. In der Stellungnahme vom 5. November 2020 führt
die Gutachterin K._ die effektiv wirksamen und vertretbaren Möglichkeiten zur
Behebung der Immissionen an (act. 27/20). Es ist davon auszugehen, dass dazu ein
neues Lärmgutachten auf der Grundlage neuer Messungen zu erstellen sein wird.
Tatsachen könnten bei dieser Sachlage nicht als repräsentativ gelten, weshalb der
Antrag auf Durchführung eines gerichtlichen Augenscheins abzuweisen ist.
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7.
Die Vorinstanz hat festgestellt, dass die Beschwerdebeteiligte 4 im
Baubewilligungsverfahren den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör
verletzt hat. Sie hat diesen Umstand zwar bei der Festlegung der Entschädigung der
ausseramtlichen Kosten berücksichtigt, den Rekurs jedoch abgewiesen und der
Beschwerdeführerin die amtlichen Kosten von CHF 3'500 vollumfänglich auferlegt.
Soweit sich die Beschwerdeführerin nun im vorliegenden Beschwerdeverfahren gegen
die vorinstanzliche Verlegung der amtlichen Kosten wendet, erweist sich ihre
Beschwerde als teilweise begründet. Ziffer 2a des Dispositivs des angefochtenen
Entscheides ist aufzuheben und die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens von
CHF 3'500 sind der Beschwerdeführerin lediglich im Umfang von CHF 2'800
aufzuerlegen. Den verbleibenden Kostenanteil von CHF 700 hat die
Beschwerdebeteiligte 4 zu tragen, da gemäss Art. 95 Abs. 2 VRP Kosten, die ein
Beteiligter durch Verletzung wesentlicher Verfahrensvorschriften veranlasst, zu seinen
Lasten gehen. Auf deren Erhebung ist nicht zu verzichten, zumal Grundlage für die
Auferlegung der Kosten Art. 95 Abs. 2 – und nicht Abs. 1 – VRP ist (R. Hirt, Die
Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen SZ/
St. Gallen 2004, S. 110).
8.
Im Lichte des oben Angeführten ist die Beschwerde daher insoweit teilweise
gutzuheissen, als sich die Beschwerdeführerin gegen die Verlegung der amtlichen
Kosten im Rekursverfahren wendet. Im Übrigen ist sie abzuweisen, soweit auf sie
eingetreten werden kann. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen
Kosten des Beschwerdeverfahrens zu vier Fünfteln von der Beschwerdeführerin zu
tragen; ein Fünftel der Kosten trägt der Staat (Vorinstanz; Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von CHF 4'000 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung; sGS 914.12). Der Anteil der Beschwerdeführerin von
CHF 3'200 ist mit dem von ihr in der Höhe von CHF 4'000 geleisteten Kostenvorschuss
zu verrechnen. CHF 800 sind ihr zurückzuerstatten. Auf die Erhebung des Anteils des
Staats ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Der Staat (Baudepartement) hat die Beschwerdeführerin für deren ausseramtlichen
Kosten ermessensweise mit CHF 1'000 zuzüglich pauschalen Barauslagen von CHF 40
(vier Prozent von CHF 1'000) ausseramtlich zu entschädigen. Da die
Beschwerdeführerin selbst mehrwertsteuerpflichtig ist und die ihr vom Rechtsvertreter
in Rechnung gestellte Mehrwertsteuer als Vorsteuer von ihrer eigenen Steuerschuld
abziehen kann, kann die Mehrwertsteuer unberücksichtigt bleiben (vgl. VerwGE B
2012/54 vom 3. Juli 2012 E. 6; Hirt, a.a.O., S. 194).
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Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner hat eine Honorarnote über CHF 3'542.50
(14.17 Stunden à CHF 250 je Stunde) zuzüglich pauschale Barauslagen von
CHF 141.70 (vier Prozent von CHF 3'542.50) und Mehrwertsteuer eingereicht (act. 22).
Der geltend gemachte anwaltliche Aufwand bewegt sich im Rahmen dessen, was in
der Regel der obsiegenden Partei in vergleichbaren Beschwerdeverfahren
ermessensweise und pauschal als Entschädigung der ausseramtlichen Kosten
zugesprochen wird (Art. 22 Abs. 1 lit. b, Art. 28 und Art. 29 der Honorarordnung, sGS
963.75). Entschädigungspflichtig ist die unterliegende Beschwerdeführerin (Art. 98
VRP), die entsprechend zur Leistung einer ausseramtlichen Entschädigung von
CHF 3'684.20 zuzüglich Mehrwertsteuer zu verpflichten ist.