# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ededdc26-f91f-4250-8c95-6d8a44b24e3c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A/1. Am _2001 kam Y._ zur Welt. Er ist der Sohn von A._, geboren am _1973, und von X._, geboren am _1979. Der Vater hatte Y._ bereits vorgeburtlich, am 2. Mai 2001, beim Zivilstandsamt des Kreises O.1_ anerkannt. Gemäss Unterhaltsvertrag vom 14. August 2001, genehmigt von der Vormundschaftsbehörde des Kreises O.1_ am 21./29. August 2001, verpflichtete sich X._, an den Unterhalt von Y._ einen indexierten, im Voraus zahlbaren Beitrag von Fr. 650.-- pro Monat zu leisten. Bei Abschluss des Unterhaltsvertrags ging man davon aus, dass X._ mit einer Tätigkeit von 100% einen Monatslohn von brutto Fr. 3‘500.-- und A._ in Teilzeitbeschäftigung einen solchen von rund Fr. 2‘000.-- erzielen kann. Nach einem Schreiben der Sozialen Dienste der Stadt O.1_ vom 15. Dezember 2011 wurde der Unterhaltsbeitrag mit Wirkung ab 1. Januar 2012 teuerungsbedingt auf Fr. 695.-- angepasst.
A/2. X._ schloss am 19. August 2005 auf dem Zivilstandsamt O.2_ mit B._, geboren am _1980, die Ehe. Aus dieser Verbindung gingen die Kinder C._, geboren am _2006, und D._, geboren am _2007, hervor.
B/1. Am 29. Mai 2012 reichte X._ beim Vermittleramt des Bezirks Imboden ein Schlichtungsgesuch betreffend die Abänderung des Unterhaltsbeitrags an Y._ ein. Nach erfolglos verlaufener Schlichtungsverhandlung vom 24. Juli 2012 stellte der Vermittler am 27. August 2012 die Klagebewilligung aus. Mit Klage vom 3. Oktober 2012 prosequierte X._ die Streitsache an das Bezirksgericht Imboden. Seine Rechtsbegehren lauteten wie folgt:
„1. Ziff. 4 des Unterhaltsvertrages vom 21.08.2001, von der Vormundschaftsbehörde genehmigt am 29.08.2001, sei wie folgt abzuändern: X._ hat an den Unterhalt von Y._ mit Wirkung ab 01.06.2012 einen Unterhaltsbeitrag von CHF 400.00 monatlich im Voraus zahlbar zu leisten.
2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, diese zzgl. jeweils geltende MWST, zu Lasten des Beklagten.”
In der Klageschrift stellte der Kläger überdies den formellen Antrag, dass die Kindsmutter A._ ihre Steuererklärung 2011, die definitiven Steuerveranlagungsverfügungen 2010 und 2011, ihren Lohnausweis 2011 sowie sämtliche Lohnabrechnungen des Jahres 2012 zu edieren habe. Dies mit der Begründung, die Genannte lebe in guten wirtschaftlichen Verhältnissen, so dass
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weder sie noch der Beklagte auf die vom Kläger zu leistenden Unterhaltsbeiträge angewiesen seien.
Y._ beantragte in seiner Klageantwort vom 16. November 2012 die kostenfällige Abweisung der Klage. In der Folge ordnete der vorsitzende Richter einen zweiten Schriftenwechsel an. Der Kläger reichte am 11. Dezember 2012 eine Replik ein, in der er seine Klagebegehren bestätigte. Ebenso hielt der Beklagte in seiner Duplik vom 18. Januar 2013 unverändert an seinen Anträgen gemäss Klageantwort fest.
B/2. Am 28. Januar 2013, mitgeteilt am 1. Februar 2013, erliess der Bezirksgerichtspräsident Imboden die Beweisverfügung. Zum Gegenstand des Beweisverfahrens wurde darin festgehalten, zwischen den Parteien sei strittig, ob sich die Verhältnisse bzw. die Leistungsfähigkeit der klagenden Partei seit Genehmigung des Unterhaltsvertrags durch die Vormundschaftsbehörde im Jahr 2001 derart erheblich verändert hätten, dass der von der klagenden Partei zu Gunsten der beklagten Partei zu bezahlende Unterhaltsbeitrag neu festgesetzt werden müsse. Die wirtschaftlichen Verhältnisse der Mutter der beklagten Partei seien für den Ausgang des Verfahrens völlig irrelevant, zumal die klagende Partei lediglich eine Veränderung der eigenen familiären und wirtschaftlichen Verhältnisse geltend mache. In diesem Sinn wurden zwar verschiedene Editionen angeordnet, dem Editionsbegehren des Klägers hinsichtlich der Steuer- und Lohnunterlagen der Kindsmutter wurde indes nicht stattgegeben. Der vorsitzende Richter erklärte sodann die eingereichten Urkunden sowie die Zeugin A._ als relevant, Letzteres für das Fragethema des Umfangs des Besuchsrechts.
B/3. Mit Eingabe vom 1. Februar 2013 stellte der Kläger den Antrag auf Ergänzung der Beweisverfügung im Sinne einer Gutheissung des in der Klage gestellten Editionsbegehrens. Er begründete den Antrag damit, dass die wirtschaftlichen Verhältnisse der Sorgerechtsinhaberin im vorliegenden Fall sehr wohl von Bedeutung seien und dazu Behauptung und Gegenbehauptung im Raum ständen. Der Beklagte beantragte am 22. Februar 2013 die Abweisung des Antrags, mit der Begründung, die finanzielle Situation des Unterhaltsberechtigten bzw. seiner Mutter sei unerheblich.
In seiner prozessleitenden Verfügung vom 28. Februar 2013, mitgeteilt gleichentags, wies der Bezirksgerichtspräsident das Gesuch auf Wiedererwägung der Beweisverfügung ab, wobei er dies im Wesentlichen damit begründete, dass die Entwicklung der finanziellen Verhältnisse des Inhabers der elterlichen Sorge
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für ein Abänderungsverfahren grundsätzlich nicht von Bedeutung sei. Sodann wurde festgehalten, dass der Kläger seine Behauptung, die Mutter des Beklagten lebe in guten oder sogar in äusserst guten finanziellen Verhältnissen, mit keinem Wort näher substantiiert habe und damit seiner Mitwirkungspflicht, die auch in einem unter die Untersuchungsmaxime fallenden Verfahren gelte, nicht nachgekommen sei. Es handle sich um nichts anderes als um eine aus der Luft geholte und durch nichts untermauerte Behauptung. Im Übrigen sei der Antrag als unzulässige Beweisausforschung zu qualifizieren.
B/4. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Imboden fand am 28. Mai 2013 statt. Bei dieser Gelegenheit erneuerte der Rechtsvertreter des Klägers seinen Antrag auf Edition der Steuerunterlagen und der Lohnausweise aus Händen der Kindsmutter. Das Gericht wies den Beweisantrag abermals ab, wobei es zur Begründung ausführte, zum einen sei nicht ersichtlich, inwieweit bei der Kindsmutter sehr günstige finanzielle Verhältnisse vorliegen sollten, und zum anderen sei zu berücksichtigen, dass mit dem aktuellen Unterhaltsbeitrag von Fr. 695.-- die tatsächlichen Unterhaltsbedürfnisse des Beklagten bei weitem nicht abgedeckt werden könnten. Mit Entscheid vom 28. Mai 2013, mitgeteilt am 16. August 2013, erkannte das Bezirksgericht Imboden, wie folgt:
„1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5‘000.-- werden dem Kläger auferlegt. Sie gehen - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen. Ausseramtlich hat der Kläger den Beklagten mit CHF 5‘000.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen (Art. 111 Abs. 2 ZPO).

## Considerations