# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 460eb5b0-9a42-4898-a7f9-c0ad8ad00538
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1977 geborene
X._
war als
Bedienerin
bei der
Y._
AG
in
Z._
tätig und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
obligatorisch
gegen die Folgen von Unfällen vers
ichert, als ihr am 21.
August
2009
die
Klappt
üre eines Werkzeugschrankes
auf das rechte Handge
lenk fiel (Unfallmeldung vom 2.
September 2009, Urk.
9/1
).
Bei der Erstkonsultation im
A._
am 22. August 2009 wurden eine Kontusion der Hand und des Handgelenkes rechts sowie eine bekannte Ulna-Minus-Variante beid
seits diagnostiziert. Die Röntgenbefunde
ergaben
eine beginnende Handg
e
lenks
arthrose bei ausgeprägter Ulna-Minus-Variante
sowie
kein
e
Hinweis
e
für frische ossäre Läsion
en
(Urk. 9/17).
In der Folge war die Versicherte arbeitsunfähig und
liess sich ärztlich und physiotherapeutisch behandeln.
Die
SUVA erbrachte
hierfür
die gesetzlichen Leistungen
(Heilbehandlung, Taggelder)
.
Mit Schreiben vom 2.
März 2012 teilte die SUVA der Versicherten mit, dass die Versiche
rungsleistungen
per sofort
eingestellt würden (Urk. 9/232).
Gestützt auf medizi
nische und erwerbliche Abklärungen
sprach
sie
der Versicherten mit Verfügung vom 3. Dezember 2012
für die verblei
ben
d
e Beeinträ
chtigung aus dem Unfall vom 21.
August 2009 eine einer Erwerbseinbusse von
13 % entsprechende Invalidenrente und eine auf einer Integritätseinbusse von 2.5 % beruhende Integritätsentschädigung zu (Urk. 9/282). Die dagegen erhobene Einsprache
vom
2. Januar 2013
(Urk.
9/286 und Urk. 9/288
) wies sie mit Entsch
ei
d vom
22. März 2013
ab (Urk
.
9/
295 = Urk. 2
)
ab
.
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom
21. April 2013
Beschwerde und beantragte
, es sei ihr
eine einem Invaliditätsgrad von 20 % entsprechende Rente sowie eine Integritätsentsc
hädigung von 20 % zuzusprechen
(Urk. 1)
. In ihrer Beschwerdeantwort vom
24. Juni 2013
beantragte die
Beschwerdegegnerin
die Abweisung der Beschwerde (Urk.
8
).
Am 27. Juni 2013 wurde der Beschwerde
führerin das Doppel der Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gem
äss Art. 6 Abs.
1 des Bundesgesetztes über die Unfallversicherung (UVG) werden die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt, soweit zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E. 3).
1.2
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergan
genen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versiche
rungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133
E.
4b).
Für die Bejahung eines adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen einem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlan
gen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbs
unfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzu
knüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einer
seits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mitt
lere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352
E.
5b/aa; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres ver
neint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/aa, 115 V 133 E. 6a).
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
besonders dramatische Begleitumstände oder be
sondere Eindrücklichkeit des Un
falls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Ver
letzungen, insbesondere ihre erfahrungs
gemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
körperliche Dauerschmerzen;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/aa).
1.
3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindesten
s 10
% invalid (Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs
rechts [
ATSG
]
), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in sei
ner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist (Art. 18 Abs. 2 Satz 1 UVG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
si
cherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchfüh
rung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 18 Abs. 2 Satz 2 UVG).
1.
4
Mit der Festsetzung einer Invalidenrente oder, falls kein Rentenanspruch be
steht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung ist eine angemessene In
tegritätsentschädigung festzulegen, sofern die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychische
n Integrität erlitten hat (Art. 24 UVG in Verbindung mit Art.
36 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV] und Anhang 3 zur UVV). Die medizinische Abteilung der SUVA hat weitere Bemessungsgrundlagen in tabel
larischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet (
http://www.suva.ch/startseite-suva/unfall-suva/versicherungsmedizin-suva/integritaetsentschaedigung-suva.htm
)
.
Soweit diese lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbe
handlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie nach der Recht
sprechung mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116
V
156 E. 3a).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin,
für die psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin bestehe keine Leistungspflicht. Ein adä
quater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den psychischen Be
schwerden müsse verneint werden, da ein leichter Unfall vorliege. In Bezug auf die Bemessung des Invaliditätsgrad
es
hielt sie dafür
,
bei den
als zumutbar
erachteten
Erwerbstätigkeiten
an den fünf genannten dokumentierten Arbeits
plätzen (DAP)
handle es sich um sehr leichte Tätigkeiten, die den unfallbeding
ten Einschränkungen der Beschwerdeführerin
angemessen Rechnung trügen. Dies e
r
gebe
einen durchschnittlichen Invalidenlohn von Fr. 52‘964.--. Ausge
hend von einem Validenlohn von Fr. 60‘580.-- resultiere ein Invaliditätsgrad von 13 %.
Bei der Festsetzung der Integritätsentschädigung stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Beurteilung des Kreisarztes
Dr.
B._
, welcher den Integritätsschaden auf 2.5 % schätzte (Urk. 2).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
wandte dagegen ein,
es sei nicht nachvollziehbar, dass
die Beschwerdegegnerin
bei einer schweren Verletzung des Handgelenks und der damit verbundenen Einschränkung des Erwerbs- und Privatlebens nur von einem leichten Unfall
ausgehe
. Bei einem derartigen Verlust an Lebensqualität erscheine das Auftre
ten von Depressionen und anderen
psychisc
hen
Leiden als verständliche Reaktion.
Die rechte Hand sei aufgrund der Prothese und den sich bereits bei geringer Belastung bewegenden Metallstäbchen kaum mehr einsetz
bar. Es sei nicht nachvollziehbar, wie die Beschwerdegegnerin zur Auffassung
gelange
, dass sie in einem 100 % Pensum als Bestückerin, Produktionsmitar
beiterin oder Hilfsarbeiterin in der Industrie arbeiten könne. Gerade bei diesen Tätigkeiten sei eine gewisse Belastbarkeit beider Hände vorausgesetzt. Die Annahme der Beschwerdegegnerin, dass sie einen durchschnittlichen Invali
denlohn von Fr. 52‘964.-- erzielen könne, sei unrealistisch. Vielmehr sei davon auszugehen, dass sie inskünftig eine Erwerbseinbusse von 30 bis 50 % zu gewärtigen habe. Vor diesem Hintergrund erscheine die Festsetzung des Erwerbsunfähigkeitsgrades auf wenigstens 20 % als angemessen.
Was die von der Beschwerdegegnerin zugestandene Integritätsentschädigung von 2,5 % anbelange, sei sie der Auffassung, dass ihr aufgrund der Schwere und Nachhal
tigkeit der erlittenen Handgelenksverletzung eine Integritätsentschädigung von 20 % zustehe (Urk. 1).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Beurteilung der unfallbedingten Beeinträchtigungen und deren Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
im Wesent
lichen
auf den Bericht
über die kreisärztliche Untersuchung
vom
7
.
Juni
2011 (Urk.
9/
278
)
, den Bericht von
Dr.
med.
C._
, Chefarzt der Kli
nik für Hand- und Plastische Chirurgie des
A._
vom 6. September 2011 (Urk.
9/
213)
, den Bericht von
Dr.
med.
D._
, Spe
z
ia
larzt FMH für Rheumatol
ogie und Innere Medizin, vom 3.
Januar 2012 (Urk.
9/
224) sowie
den Bericht der
E._
vom 7. Februar 2012 (
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
[EFL]
,
Urk.
9/
227
).
3.
2
Der Kreisarzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
führte in seinem Bericht vom 7.
Juni 2011 aus, die Erstbehandlung im
A._
am 22.
August 2009 habe die Diagnose einer Handgelenk-/ Hand
kontusion bei bekannter Ulna-Minus-Variante beidseits ergeben. Später verfüg
bare Dokumente hätten Konsultationen in der Handsprechstunde in der
F._
wegen Beschwerden im Bereich der rechten Hand zuletzt
elf
Tage vor dem Unfallereignis ergeben. Ein
nach dem
Trauma kreisärztlich geäusserter Verdacht auf CRPS habe gemäss
Dr.
G._
vom
F._
im Februar 2010 keine sicheren Anhaltspunkte geliefert. Die motorische Veränderungs
schwäche sei nicht konklusiv zuordenbar und könne auch schmerzreflektorisch aufgetreten sein. Im weiteren Verlauf sei kreisärztlich eine richtunggebende Verschlimmerung durch das Unfallereignis
vom 21.
August
2009 beschrieben worden. Am 26.
April 2010 sei durch den Chefarzt der Klinik für Hand- und Plastische Chirurgie des
A._
,
Dr.
C._
,
aufgrund
der Diagnose einer posttraum
at
isch aktivierten Arthrose des distalen Radioulnarge
lenkes rechts bei angeborener Radiusdysplasie eine
Ulna-Kopf-Resektion und Implantation einer Ulna-Kopf-Prothese rechts durchgeführt worden. Aktuell klage die Beschwerdeführerin über dauerhafte Ruheschmerzen mit erheblicher Zunahme unter Belastung und regelmässig Nachtschmerz mit Beeinträchtigung des Schlafes. Klinisch seien
bei stark schmerzhafter Funktion
keine Verdachts
mom
ente für ein CRPS festzustellen
. Es sei eine psychische Komponente anzu
nehmen
(Urk.
9/
278).
3.
3
In seinem Bericht vom 6. September 2011 hielt
Dr.
C._
fest, bei der klini
schen Untersuchung der Handgelenke finde sich ein erfreulicher Befund mit seitengleicher uneingeschränkter Handgelenksbeweglichkeit, insbesondere Pro-/
Supination seien vollkommen frei. Das distale Radioulnargelenk beidseits sei schmerzfrei und stabil, absolut reizlose Weichteilverhältnisse ohne trophische Störung. Keinerlei lokaler Druckschmerz. Die Beschwerdeführerin gebe jedoch eine
deutliche Kraftminderung an (Urk.
9/
213).
3.4
In seinem Bericht vom 3. Januar 2012 führte
Dr.
D._
aus, bei der Beschwerde
führerin bestehe ein vorwiegend myofasziales Schmerzsyndrom der Vorder
armmuskulatur und Schultermuskulatur rechts bei Status nach leichtgradigem Quetschtra
uma am Handgelenk rechts am 21.
August 200
9.
Vorgängig habe eine Ulna Minusvariante beidseits bestanden, welche links vor vielen Jahren erfolgreich operativ saniert worden sei. Rechts sei nach zweimaligen Infiltratio
nen im Juli und August 200
9 in der Klinik
F._
am 24.
April 2011 eine Ulnakopfprothese rechts im
A._
implantiert worden. Die Beschwerdeführerin sei mit dem Resultat nicht zufrieden
. Klinisch könne aber eine praktisch normale Beweglichkeit und ein äusserlich unauffälliges Handge
lenk nachgewiesen werden (Urk.
9/
224).
3.
5
Im Bericht der
E._
vom
7. Februar 2012
wurde
n als Diagnosen gemäss Akten eine posttraumatisch aktivierte Arthrose des distalen Radioulnargelenkes bei angeborener Ulna
-M
inus
-V
ariante beidseits, ein myofasziales Syndrom de
s
Schultergürtel
s
beidseits und eine Anpassungsstö
rung mit längerer depressiver Reaktion (ICD10: F43.21)
festgehalten
.
Das opera
tive Ergebnis nach Ulnakopfprothesen-Implantation rechts wurde als insgesamt zufriedenstellend beurteilt. Als arbeitsrelevante Probleme wurden bewegungs- und belastungsabhängige Handgelenksschmerzen rechts, positionsabhängige Handgelenksschmerzen rechts, konstante bewegungs- und belastungsverstärkte Schulter- / Nackenschmerzen rechtsbetont, teilweise ausstrahlend in den Kopf und wenig Kraft in beiden Händen und Unterarmen genannt. In Bezug auf die Zumutbarkeit beruflicher Tätigkeiten wurde ausgeführt, die bisherige Tätigkeit als Bedienerin sei nicht mehr zumutbar.
Ganztags z
umutbar sei eine sehr leicht
e
Arbeit ohne repetitiven Einsatz der rechten Hand, insbesondere ohne häufige Drehbewegungen und seitliche Handgelenksbewegungen, keine Zwangs
haltun
gen der rechten Hand, keine überdurchschnittlichen Anforderungen bezüglich Handkoordination und Geschwindigkeit, keine Vibrationen und Schläge bezüg
lich der Handgelenke. Wegen eingeschränkter Haltefunktion keine Arbeit auf Leitern, Gerüsten oder an sturzexponierten Stellen
(Urk.
9/
227)
.
3.
6
Aus den
medizinischen
Akten
geht hervor
, dass
die Beschwerdeführerin
unter
einer angeborenen Ulna-Minus-Variante
beidseits
leidet
und
sich
nach einer Radiuskorrekturo
steotomie des linken Handgelenk
s im Jahr 1995
im Mai 2009 wegen Beschwerden
am rechten Handgelenk
im Spital
F._
vorstellte
. Zur Beschwerdelinderung
erhielt sie
eine Handgelenksschiene
, welche sie
im Rah
men ihrer
Arbeitstätigkeit
getragen hat
.
Aufgrund von
persistierenden Beschwerden
erfolgten
noch vor dem Unfall
im Juli und August 2009
Kor
tikoid-Infiltration
en
ulno
karpal.
Nach dem
Unfallereignis vom 21. August 2009
wurde
im
A._
eine
posttraum
at
isch aktivierte
Arthros
e des distalen Radioulnargelenk
s rechts
diagnostiziert.
Am 24. April 2011 wurde
im
A._
eine Ulnakopfprothese rechts implantiert. Das Ergeb
nis wurde
ü
bereinstimm
end
als zufriedenstellend beurteilt.
Klinisch wurde
n
eine praktisch normale Beweglichkeit und ein äusserlich unauffälliges Handgelenk festgestellt
.
In der Folge wurde in der
E._
eine EFL durchgeführt und
gestützt darauf
eine Zumutbarkeitsbeurteilung vorgenommen
, wonach der Beschwerdeführerin eine sehr leicht
e
Arbeit
(ohne repetitiven Ein
satz der rechten Hand, ohne häufige Drehbewegungen und seitliche Handge
lenksbewegungen, keine Zwangshaltungen der rechten Hand, keine überdurch
schnittlichen Anforderungen bezüglich Handkoordination und Geschwindigkeit, keine Vibrationen und Schläge bezüglich der Handgelenke und keine Arbeit auf Leitern, Gerüsten oder an sturzexponierten Stellen)
ganztags zumutbar
ist
.
Diese Beurteilung ist
angesichts der erhobenen Befunde schlüssig und
nachvollziehbar
und berücksichtigt die unfallbedingten Einschränkungen. E
s liegen keine Berichte vor, welche
diesen
medizinischen
Sachverhalt in Frage stellen würden.
Die von der Beschwerdeführ
erin vorgebrachte Einwendung, die rechte Hand
sei praktisch kaum mehr einsetzbar (Urk. 1 S. 7)
, beruht
lediglich auf
ihrer
subje
k
tiven Einschätzung und findet
in den medizinischen Akten keine Stütze.
Soweit d
ie
Beschwerdeführer
in
geltend macht
,
es sei ein unabhängiges
Drittguta
chten
einzuholen
(Urk. 1 S.
3 f
f
.
), ist ihr entgegenzu
halten, dass bei schlüssigem medi
zinischem Sachverhalt kein Anspruch auf Begutachtung durch versicherungs
externe Sachverständige besteht (BGE 135 V 465).
3.7
Zusammenfassend ergibt sich, dass die SUVA bei der Ermittlung der unfallbe
dingten Erwerbseinbusse zu Recht auf die
Berichte der behandelnden Ärzte und die
Zumutbarkeitsbeurteilung der
E._
abgestellt hat.
4.
4.1
Sodann ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den adäquaten Kausalzusam
menhang zwischen dem versicherten Unfallereignis und den von der Beschwer
deführerin geltend gemachten psychischen Beschwerden
(Anpassungsstörung mit
längerer
depressiver Reaktion
, ICD10: F43.21
)
zu Recht verneint hat.
4.2
Da bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel
schwere und schwere Unfälle nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis massgebend ist (vgl. BGE 120
V
352 E. 5b/aa, 115 V 133 E. 6), ist vorliegend – entsprechend den zutreffenden Ausführungen der Beschwerdegegnerin –
von einem leichten Unfall auszuge
hen.
Ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und den von der Beschwerdeführerin
geltend gemachten
psychischen Gesundheitsstörungen ist somit ohne weiteres zu verneinen.
4.3
Selbst
wenn man von einem
Unfall aus dem mittleren Bereich
ausgehen würde
,
fiele
ein adäquater Kausalzusammenhang ausser Betracht, zumal keines der gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung geforderten Kriterien
(vgl. vorne
E.
1.2)
erfüllt ist
.
4.4
Nach dem Gesagten sind die psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin nicht adäquat kausal auf das ver
sicherte
Unfallereignis zurückzuführen. Dem
entsprechend
durfte
die Beschwerdegegnerin bei der Bemessung der Invalidität und des Integritätsschadens
allein
die somatischen Unfallfolgen
berücksichti
gen
.
5.
5.1
Streitig und zu prüfen ist weiter, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine höhere als die zugesprochene Invalidenrente sowie eine höhere als die zuge
sprochene Integritätsentschädigung hat.
5.2
Die Beschwerdegegnerin hat der Festsetzung des Invalideneinkommens fünf DAP-Blätter zugrunde gelegt (Urk.
9/281
). Bei den angeführten Arbeitsplätzen handelt es sich um Stellen als
Bestückerin
(DAP-Nr. 7188)
,
Kontrolleurin
(DAP-Nr. 1143),
Produktionsmitarbeiterin (DAP-Nr. 5489) und Hilfsarbeiterin (DAP-Nr. 5556; DAP-Nr. 3393).
Der Durchschnittslohn dieser fünf Arbeitsplätze für das Jahr 2012 beträgt Fr.
52
‘
964
.--
(Urk.
9/281
). Dabei wählte die Beschwerdegegnerin fünf Arbeitsplätze aus, welche dem von der
E._
erstellten Zumutbarkeitsprofil (
sehr leichte Tätigkeit ohne repetitiven Einsatz der rechten Hand
,
insbesondere ohne häufige Drehbewegun
gen und seitliche Handgelenksbewegungen, keine Zwangshaltungen der rechten Hand, keine überdurchschnittlichen Anforderungen bezüglich Handkoordina
tion und Geschwindigkeit, keine Vibrationen und Schläge bezüglich der Hand
gelenke. Wegen eingeschränkter Haltefunktion keine Arbeit auf Leitern, Gerüs
ten oder an sturzexponierten Stellen
)
entsprechen
, gab die Gesamtzahl der in Anbetracht der Einschränkung der Beschwerdeführerin in Frage kommenden Arbeitsplätze, deren Höchst- und Tiefstlohn sowie den Durchschnittslohn der dem Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe an. Damit sind vorliegend sämtliche Voraussetzungen, die das
damalige Eidgenössische Versicherungsge
richt an einen Einkommensvergleich gestützt auf die DAP-Löhne stellte (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.2), erfüllt.
5.3
Die Beschwerdeführerin erhebt Einwände gegen die Bemessung des Invalidenein
kommens gestützt auf die DAP
,
indem sie geltend macht, es sei nicht nachvollziehbar
,
wie die SUVA zu der Auffassung gelange, sie könne in
einem 100 %-Pensum als Bestückerin, Produktionsmitarbeiterin oder Hilfsar
beiterin in der Industrie arbeiten, wo gerade bei diesen Tätigkeiten eine gewisse Belastbarkeit beider Hände vorausgesetzt werde (Urk. 1 S. 7).
Bei den von der SUVA genannten Tätigkeiten handelt es sich
indes
durchwegs um sehr leichte Tätigkeiten, welche mit dem
durch die Ärzte der
E._
festge
legten
Zumutbarkeitsprofil
vereinbar sind
. Aufgrund der medizinischen
Akten
lage ist nicht ersichtlich
,
inwiefern
die Beschwerdeführerin
diese
Tätigkeiten
nicht ausführen
können soll
te
.
Die Beschwerdegegnerin hat gestützt auf die DAP-Profile ein zumutbarerweise noch erzielbares Invalideneinkommen
von Fr. 52‘964.
-- ermittelt und dieses
dem hypothetischen Einkommen ohne Invali
dität (Valideneinkommen) von Fr.
60‘580.--
gegenüber
gestellt
, was einen Inva
liditätsgrad von
gerundet
13 %
ergab und nicht zu beanstanden ist
.
5.4
Der
Kreisarzt
Dr.
B._
schätzte den Integritätsschaden in seinem Bericht vom 15. September 2011 auf 2.5 % (Urk. 9/210). Er begründete dies damit, dass nach Tabelle 5
der SUVA-Tabellen betreffend Integritätsentschädigungen im Unfall
versicherungsbereich
bei Arthrosen eine Gelenksresektion oder Arthrodese des Ulnaköpfchens mit 5 % einzuschätzen sei. Von diesem Bruttowert seien bei vor
bestehendem Schaden 2,5 %-Punkte abzuziehen. Durch die brutto erreichte Erheblichkeitsgrenze sei trotz Kürzung auf unterhalb von 5 % eine Entschädi
gung zu entrichten.
D
iese Einschätzung
wurde
von keiner medizinischen Fach
person in Frage gestellt. Somit bestehen keine Zweifel an der
en
Zuverlässigkeit.
5.5
Nach dem Gesagten
erweist sich
der angefochtene Entscheid
als rechtmässig
,
weshalb die Beschwerde abzuweisen ist
.
6.
Da Beschwerdeverfahren im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung kos
tenlos sind (Art. 61 lit. a ATSG), erweist sich das Gesuch der Beschwerde
führerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1 S. 1 f.) als gegenstandslos.