# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7c554725-39da-4520-a13e-5729fed4e2db
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1976
,
ist
gelernter Automonteur, übte
im Laufe der Zeit jedoch
verschiedene Erwerbstätigkeiten aus
.
Er
befand sich
seit 19. Dezember 201
1
(bis 28.
Februar 2012;
Urk.
9/18) aufgrund eines psychischen Leidens in stationärer Behandlung, als er sich i
m
Februar
2012
e
rstmals
unter Hinweis auf Hepatitis C bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
zum Leistungsbezug anmeldete (Urk. 9/6
). Die IV-Stelle tätigte
erste
Abklärungen in medizini
scher
sowie
erwerblicher
Hinsicht. Mit Verfügung vom 8.
Februar 2013 wies
sie –
da der Anspruch
auf IV-Leistungen
mangels Mitwirkung des Versicher
ten nicht geprüft werden konnte
-
das Gesuch gestützt auf die vorhandenen Akten ab
(Urk.
9
/33).
Am 27.
Mai 2016 wurde der
zwischenzeitlich
verbeiständete
(vgl. Urk. 9
/36) Versicherte
durch seine
Beiständin
erneut bei der IV-Stelle
zum Leistungsbezug angemeldet, diesmal
unter Hinweis auf
einen Status nach
e
xtensivem Drogen
konsum, eine psychiatrische Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis sowie Hepatitis C (
Urk.
9
/41).
Am
17.
Oktober 2016 erfolgte
auch
eine Anmel
dung f
ür eine
Hilflosenentschädigung
(Urk.
7/59). Die IV-Stelle tätigte in der Folge Abklärungen in med
i
zinischer Hinsicht
(Urk. 7/67
-69). Mit Verfügung vom 24.
Februar 2017 hielt sie fest, dass aufgrund des Gesundheitszustandes des Versicherten keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 9/77)
.
Am
4.
April
2017 führte die IV-
Stelle
beim Versicherten zuhause
eine Abklärung der H
i
lflosi
g
keit
durch (Abklärung
sbericht vom 9.
Mai 2017;
Urk.
9/88)
und sprach ihm gestützt darauf m
it Verfügung vom
4.
August 2017
mit Wirkung ab 1. September 2016
eine
Hilflos
en
entschädigung
für Hilflos
igkeit leichten Grades zu (Urk.
9/104). Mit Verfügung vom 11.
August 2017 sprach sie ihm
alsdann
nach Massgabe einer vollständigen Erwerbsunfähigkeit mit
Wirkung ab 1.
November 2016 eine ganze
Invaliden
rente
zu (Urk.
9/108
;
vgl.
auch
Vorbe
scheid vom
6. April 2017;
Urk. 9/83
).
Im Oktober 2017
wandte sich die
Beistä
ndin
des Versicherten an die IV-
Stelle und ersuchte unter Hinweis darauf, dass der Versicherte stundenweise erwerbstätig sei, sinngemäss
um
Prüfung von beruf
lichen
Eingl
i
e
derungsmassnahmen (Urk.
9/114)
. Die
IV-Stelle
wies das Gesuch
mit Verfügung vom 5. März 20
18 ab
mit der Begründung, dass
es sich um eine typische geschützte Tätigkeit handle
, bei welcher der Versicherte zudem über
mässig ermüde,
und
Eingliederungsmassnahme
n
noch verfrüht
seien
sowie
unter Hinweis d
a
rauf
,
dass der Versicherte weiterhin Anspruch auf die bisherige Rentenleistung habe
(Urk.
9/126)
.
Mit Schreiben vom 2
0.
März 2018 reichte die
Beiständin
des Versicherten
der
IV-Stelle
zwei Lohnabrechnungen der
Z._
sowie einen Kontoauszug über den erziel
t
en Verdienst
ein
.
G
leichzeitig
wies sie
darauf hin, dass der Versicherte – nachdem seitens der Spitex eine allgemeine gesundheitliche Verschlechterung festgestellt worden sei –
am 5.
März 2018 einen Herzinfarkt erlitten habe
.
J
edoch
habe er am 20.
März 2018
bereits
wieder
einen
stundenweisen
Arbeitsversuch gewagt (Urk.
9/127)
. Die IV-Stelle leitete daraufhin eine Rentenrevision in die Wege und liess den Versicherten den Revisionsfragebogen ausfüllen
(Urk.
9/128). Ebenso holte sie bei der
Z._
einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
9/
132) sowie beim Hausarzt einen ärztlichen Bericht ein (
Urk.
9/133). Gestützt auf die so getä
tigten Abklärungen
sowie nach Vornahme eines Einkommensvergleichs erliess sie am 13. Juni 2018 einen Vorbescheid, mit welchem sie dem Versicherten die Herabsetzung der bisherigen ganzen auf eine halbe Rente nach Massgabe eines neu errechneten Invaliditätsgrades von 59
% in Aussicht stellte (Urk. 9/137). Dagegen erhob die
Be
iständin
des Versicherten am 3.
Juli 2018 Einwand, unter Hinweis darauf, dass sich die gesundheitliche Situation verschlechtert und der Versicherte per 31. Juli 2018 die Kündigung erhalten habe, was wiederum eine enorme psychische Belastung bewirkt habe (Urk. 9/141).
Mit Schreiben vom
14.
August 2018
ergänzte sie den
Einwand
im Wesentlichen
dahin, dass sich der Versicherte nach der
erhaltenen
Kündigung neu bewerben könne, jedoch nicht feststehe, ob er wiederum eine Anstellung erhalte und falls ja zu welchem Lohn
;
da
die IV-Stelle am
5.
März 2018
alsdann
selber festgestellt
habe
, dass der Versicherte nicht in der Lage sei
,
eine stabile 50%ige Arbeitsfähigkeit zu erreichen,
sei
die ganze Rente weiter auszurichten (Ur
k.
9/144).
Nach
ergänzen
den
(
telefonischen
)
erwerblichen
Abklärungen
beim Versicherten
(Urk. 9/154)
und nachdem die
Beiständin
die
IV-Stelle am 30.
November 2018
darüber
in Kenntnis ges
e
tzt hatte, dass der Versicherte
von der
Z._
ein
e mündliche Zusage für eine temporäre Anstellung bis Ende Jahr erhalten habe, wobei er keinen Vertrag erhalten habe und auch nicht wisse
,
wie es weiter gehen soll
, sowie unter Einreichung von ärztlichen Berichten
über eine im Juli 2018 stattge
habte erneute stationäre psychiatrische Behandlung des Versicherten
(Urk.
9/160), hielt die
IV-Stelle mit Verfügung vom 3.
Januar 2019 an ihrem Vorbescheid fest und setzte die Rente
mit Wirkung ab dem ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung auf ei
ne halbe Rente herab (Urk. 9/164
= Urk. 2).
2.
Dagegen
erhob
X._
durch seine
Beiständin
h
ierorts mit Eingabe vom
1.
Februar 2019 Beschwerde und beantragte, es sei
ihm
weiterhin die ganze Rente auszurichten (Urk. 1; vgl. auch
Urk.
6). Mit Vernehmlassung vom 8. April 2019 stellte die IV-Stelle Antrag auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 10. April 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung
des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver
halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.2
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen
des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Dabei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu
han
deln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer mate
riellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit
. f
der Verordnung über die Inva
lidenversicherung (
IVV
)
auf dem Weg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauffolgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssach
verhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
1.3
Die Herabsetzung oder Aufhebung der Renten, der
Hilflosenentschädigungen
und der Assistenzbeiträge erfolgt gemäss
Art.
88
bis
Abs. 2 IVV:
a.
frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgen
den Monats an;
b.
rückwirkend ab Eintritt der für
den Anspruch erheblichen Änderung, wenn die beziehende Person die Leistung zu Unrecht erwirkt hat oder der ihr nach Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist, unabhängig davon, ob die Verletzung der Meldepflicht oder die unrechtmässige Erwirkung ein Grund für die Weiterausrichtung der Leistung war (seit dem 1. Januar 2015 geltende Fassung).
Eine Verbesserung der Erwerbsfähigkeit ist auch im Anwendungsbereich von Art. 88
bis
Abs. 2
lit
. b IVV erst erheblich, wenn sie gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV berücksichtigt werden darf, das heisst, wenn sie aller Wahrscheinlichkeit nach längere Zeit andauern wird oder ohne wesentliche Unterbrechung bereits drei Monate angedauert hat (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_232/2016 vom 30. September 2016 E. 4 und 9C_1022/2012 vom 16. Mai 2013 E. 3.3.1).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die rentenherabsetzende Verfügung vom
3.
Januar 2019 im Wesentlichen damit,
dass sie
bei der Arbeitgeberin des Versicherten (
Z._
) Auskünfte eingeholt habe. Aus den Angaben gehe hervor, dass der vom Versicherten dort erzielte Lohn
(jährlich
)
Fr. 23'700.
-- betrage und
der tatsäch
lichen Leistung entspreche. Der Lohn müsse daher angerechnet werden. Der Einkommensvergleich ergebe einen
Invaliditätsgrad von 59 %, weshalb für die Zukunft nur Anspruch auf eine halbe Rente bestehe (
Urk.
2).
2.2
Der Versicherte lässt dagegen im Wesentlichen vorbringen, dass es sich bei der Tätigkeit bei der
Z._
um eine typische geschützte Arbeit gehandelt habe. Der Einsatz sei per 3
1.
Januar 201
9
beendet worden
und somit
sei
das gemäss Entscheid der SVA erzielte Einkomme
n weggefallen
. Aufgrund der mangelnden Belastbarkeit, der gesundheitlichen Situation und der bevorstehenden Hepatitis-C Behandlung sei die Vermittelbarkeit des Versicherten auf dem ersten Arbeits
markt aussichtslos. Es werde daher beantragt, dass die ganze Rente weiterhin auszurichten sei (
Urk.
2).
2.3
Zu prüfen ist vorliegend, ob seit der rentenzusprechenden Verfügung vom 11. August 2017
(Urk. 9/108)
bis zum Erlass der angefochtenen, rechtsprechungs
gemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildenden (BGE 130 V 446 E.1.2 mit Hinweisen) Verfügung vom
3.
Januar 2019
eine rechts
erhebliche Veränderung
in den massgeblichen
Verhältnisse
n
eingetreten ist, welche die Herabsetzung der ganzen Rente auf eine halbe Rente
rechtfertigt.
Der Verfügung vom 11. August 2017
lagen in medizinischer Hins
icht die är
z
tlichen Berichte
von
Dr.
med.
A._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychothe
rapie
(vgl.
Berichte vom 2
2.
Juli 2016 [
Urk.
9/55
]
und
vom
1
5.
November 2016
[
Urk.
9/
68
]
) sowie
des
Hausarztes
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Medizin
(
Bericht undatiert, vgl.
Urk.
9/69
) zugrunde, welche beim Versicherten
mit Auswirkung auf die Arbeit
s
fähigkeit
ein
schizoaffektives
Residuum seit 2011, DD
:
mu
ltiple Unfälle mit multiplen PT
B
S
bei
schizotyper
Störung
und eine Lebererkrankung Hepatitis C (
vgl. insbes. Arztbericht von
Dr.
A._
vom 15.
November 2016; Urk.
9/68
) bzw. einen Stat
us nach
i.v.
Drogenabusus
, Hepa
titis-
C sowie eine paranoide Schizophrenie
(
undatierter Arztbericht von
Dr.
B._
; Urk. 9/69
)
diagnostiziert
hatten
und den Versicherten als vo
llstän
dig erwerbsunfähig bzw. allenfalls im Rahmen gesc
h
ütz
ter Tätigkeit und
Kurz
einsätzen bei engmaschiger Begleitung
als
stark
eingeschränkt
arbeitsfähig erachtet hatten. Gestützt auf deren Angaben ging die IV-Stelle davon aus, dass
der Versicherte keiner Erwerbs
t
ätigkeit mehr nachgehen könne und
nahm
somit i
n
erwerblicher Hinsicht
implizit
an
, dass
kein anrechenbares Invaliden
einkom
men gegeben sei
(vgl.
zum Ganzen
Fest
st
ellungsblatt für den Beschluss
vom
6.
April 2017
,
Urk.
9/81).
3.
3.
1
Im aktuellen Revisionsverfahren holte die IV-Stelle
in medizinischer Hinsicht
wiederum bei
m Hausarzt
Dr.
B._
einen ärztlichen Bericht ein (Urk.
9/133). Darin diagnos
t
izierte dieser
am 4.
Mai 2018
mit Auswir
k
ung auf die Arbeits
fähigkeit eine Hepatitis C, einen Verdacht auf durchgemachte Hepatitis-B, einen
S
tatus nach i.v.
-
Drogenabusus
(Heroin), einen Ver
d
acht auf paran
o
i
de Schizo
phrenie, Nikotinabusus,
f
remdanamnesti
s
ch C
2
-
Überkonsum, Neuroder
m
itis, Varizellen im Erwachsenen-
Sta
d
ium, STEM Hinterwand bei koronarer
1
-
Gefäs
se
rkrankung 3/2018 mit PTCA und Stent RCA sowie ein
en schweren Vita
min-
D
-
Mangel.
Der Patient stehe alle 4 bis 6 Wochen in Behandlung, daneben Physiotherapie und psychiatrische Spitex.
Als objektive Befunde
gab
Dr.
B._
wahnhafte Ideen sowie Verwahrlosung
an
.
Die bisherige Tätigkeit oder eine leidensangepasste Tätigkeit sei dreimal wöchentlich zu 2 Stunden zumutbar, prognostisch sei
eventue
ll eine Arbeitsfähigkeit im
2.
Arbeitsmarkt zu reduziertem Pensum
denkbar (
Urk.
9/133).
In seinem Bericht vom 19.
Jul
i 2018
an die
Beiständin
führte
Dr.
B._
bei gleich gestellten Diagnosen
aus, der Gesundheitszustand habe sich seit
1.
J
a
nuar 2017
(richtig wohl 2018)
deutlich verschlechtert, somatisch durch den erlittenen Herzinfarkt und konsekutiv psychisch, was aktuell auch zu ei
n
em psychotischen Schub
geführt habe
(
Urk.
9/158).
Gemäss Bericht der
C._
vom 2
4.
Juli 2
018, wo der Versicherte vom 11. Juli bis zum 18.
Ju
l
i 2018 in stationärer Behandlung
ge
stand
en hatte
, diagnostizierte der verantwortlich zeich
nende therapeutische Leiter
lic
. phil.
D._
eine paranoide Schizophrenie
(
F
20.0), eine koronare
Eingefässerkrankung
, eine chronische Hepatitis C sowie Neurodermitis. Er gab im Wesentlichen an, der Versicherte sei im Auftrag der psychiatrischen Spitex, welche bei ihm
(dem Versicherten)
vor Ort gewesen sei, wegen zunehmender psychiatrischer Dekompensation, Verwahrlosung mit Hal
lu
zinationen notfallmässig ins
E._
eingeliefert
und von dort über das
Triage
zentrum
per fürsorgerische Unterbringung
(
FU
)
, ausgestellt durch das
E._
, zugewiesen
worden. Der Versicherte habe zugegeben, seit unbekannter Zeit keine Medikamente mehr genommen zu haben
. E
r sei zudem per Ende Juli 2018 gekü
ndigt worden und die Hepatitis-
C
-
Therapie
-
Kostenübernahme sei vor einer Woche durch die Krankenkasse ab
g
eleh
n
t worden
. Da
s sei
zuvi
e
l
für ihn g
e
wese
n. Das Zustandsbild habe sich unter regelmässiger Einnahme der Medikamente rasch stabilisiert, worauf dem Wunsch nach Aufhebung der FU und dem damit verbun
denen Austrittswunsch habe nachgekommen werden können.
Am 18.
Juli 2018
sei
der Versicherte
i
m
gegenseitigen Einvernehmen bei fehlenden Hinweisen auf Suizidalität oder Fremdgefährdung in die bestehenden Verhältnisse ausgetreten. Eine vorübergehend engmaschigere Betreuung durch den Hausarzt und die psychiatrische Spitex werde empfohlen (
Urk.
9/158
S. 2 f.
)
.
3.
2
In erwerblicher Hinsicht holte die IV-Stelle bei der
Z._
Auskünfte
ein (
Arbeitgeberbericht vom 29. Mai 2018;
Urk.
9/132). Danach
ging der Beschwer
deführer ab
1.
Juli 2017 im Rahmen eines 50 % Pensums bei der
Z._
einer Tätigkeit als Betriebsmitarbeiter
Abpackerei
(Wägen und Abpacken von Hanfblüten)
nach, wobei er
i
m Jahr 2017
Einkünfte
zwischen
Fr.
2'323.83
und
Fr.
4'969.96
sowie
ab
1.
Januar 2018 Einkommen in Höhe von
Fr.
2'275.
--
pro Monat
erzielte
(vgl.
Urk.
9
/132 S
. 5
). Weiter ist aus den Akten ersichtlich, dass
das Arbeitsverhältnis
am 22. Juni 2018
i
nfolge Umstrukturierung per 31.
Juli 2018 gekündigt wurde (
Urk.
9/
142
).
Nach einem Unterbruch war
d
er
Versicherte
s
päter nochmals im Rahmen eines befristeten Einsatzes für die
Z._
tätig, welcher Einsatz per 3
1.
Januar 2019
ebenfalls
endete (Urk.
9/172 =
3/2).
4.
4.1
Dass
sich der Gesundheitszustand des Versicherten
seit der ursprünglichen
Leis
tungszusprache
im August 2017
verbessert
habe
, macht die Verwaltung
vor dem Hintergrund der
im aktuellen Revisionsv
erfahren eingeholten
medizini
s
chen Akten
(zu Recht)
nicht geltend.
Namentlich wird von Hausarzt
Dr.
B._
implizit
weiterhin nur eine reduzierte Arbeitsfähigkeit
lediglich
im
2.
Arbeits
markt attestiert.
Die Verwaltung bejaht das Vorliegen eines Revisionsgrundes
denn auch
vielmehr
mit einer Veränderung der erwerblichen Auswirkungen
des (nämlichen) Gesundheitszustandes
bzw
.
damit
,
dass
der Versicherte nun ein Erwerbse
in
k
ommen
erziele,
wel
ches bei der Invaliditätsbemessu
ng zu berücksich
tigen
sei
(E. 2.1)
.
4.2
Zwar ist
der Verwaltung
insoweit
zu
folgen
,
als
für die Fe
stsetzung des trotz Gesundheits
schädigung
zumutbarerweise
noch realisie
rbaren Einkommens (Inva
lideneinkom
men) nach der Rechtsprechung
grundsätzlich und
primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen
ist
, in welcher die versicherte
Per
son konkret steht.
Denn übt die versicherte Person
nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, gilt der tatsächlich erzielte Verdienst
als Invalidenlohn, wenn – kumulativ – besonders stabile Arbei
tsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verblieb
ene Ar
beitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemes
sen und nicht als
Soziallohn
erscheint (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Dies gilt
nach der Rechtsprechung
auch dann, wenn der Versicherte wider Erwarten (gleichsam im Sinne eines Glücks
falls) eine besser
entlöhnte
– oder überhaupt eine – Stelle gefunden hat, voraus
gesetzt nur, es resultiert daraus eine dauerhafte und zumutbare Einkommens
erzielung (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8c_270/2013 vom 29.
August 2013
E. 6.2 mit Hinweisen).
4.3
Wenn die IV-Stelle den bei der
Z._
erzielten Verdi
e
n
st
beim Einkom
mensvergleich
als Invalidenlohn
einsetzt
,
so
übersieht sie,
dass
die genannten
kumulativ
en
Voraussetzungen vorliegend nicht
erfüllt
sind,
allein
schon
weil
da
s Arbeitsverhältnis bei der
Z._
nicht als besonders stabil bezeichnet werden kann
.
So
wurde das Ar
bei
ts
verhältnis
bei
Z._
nach einem knap
pen
Jahr
seitens
der
Arbeitgeberin
per 31.
Juli 2018
bereits
wi
e
der gekündigt (
infolge Umstrukturierung;
Kündigung
vom 2
2.
Juni 2108; Urk. 9/142). Zwar konnte der
Versicherte zu einem späteren
(aus den Akten nicht klar ersichtlichen)
Zeitpunkt
die Tätigkeit
dort
wieder
aufnehmen, jedoch
nur noc
h
im Rahmen eines
befristet
en Einsatzes, welcher wiederum
per 31.
Januar 2019 endete
(
Urk.
9/172 = 3/2)
.
D
ass der Versicherte
nach der ersten Kündigung
(vom 22.
Juni 2018)
nur noch im
R
ahmen eines
kurzen
Einsatzes t
ätig sein
würde, hatte die
Beiständin
der
Verwaltung denn auch bereits
im
November
2018
zur Kenntnis gebracht
(Urk.
9/160
, dort unter Hinweis darauf, dass das Arbeitsverhältnis «per Ende Jahr» enden würde)
.
Vor diesem Hintergrund
konnte
bei Verfügungserlass am
3.
Januar 2019
aber
nicht gesagt werden
,
das Kriterium der Dauerhaftigkeit der Einkom
menserzielung
sei erfüllt, war doch
g
egenteils
vielmehr
davon ausgehen, dass
im Wirkungsz
eitpunkt
der
Rentenanpassung bzw.
im Zeitpunkt
der
effektiven
Rentenherabsetzung
per 1.
März 2019
(mangels Meldepflichtverletzung
[
vgl. dazu
Urk.
9/163 S. 2 oben
]
frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an; vgl.
E.
1.3
hievor
)
das Arbeitsverhältnis be
reits wieder
aufgelöst
und
der Beschwerdeführer
wieder ohne
effektives
E
rwerbse
inkommen sein würde
.
Damit kann
aber
nach der Rechtsprechung
der bei der
Z._
erzielte Verdienst nicht
als
mas
s
gebendes
Invalideneinkom
men
gelten
,
womit – bei unverändert attestierter (fehlender)
Erwerb
s
fähigkeit auf dem
1.
Arbeitsmarkt -
auch der Revisionsgrund der veränderten erwerblichen Auswirkungen des
an sich
gleich geb
lieb
enen G
e
s
undhei
tszus
tandes
nicht gege
ben
war
.
Offen
bleiben
kann unter diesen Umständen
mit Blick auf die Angaben von
Dr.
B._
, ob der
von der
Z._
bezahlte
Lohn effektiv
keine Soziallohnkomponente enthielt
, zumal die Erfahrung
zeigt, dass
sich
die
Arbeit
gebenden
der Bedeutung der entsprec
h
enden Angaben
oft
nicht bewusst sind und mithin diesbezüglich keine korrekten Angaben erfolgen (vgl.
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Auflage,
Rz
. 53 zu
Art.
16).
4.
4
Zusammenfassend ergibt sich daher, dass
weder in medizinis
c
her noch erwerb
licher Hinsicht ein
Revisionsgrund vorliegt.
Die angefochtene Verfügung ist somit aufzuheben mit der Feststellung, dass
der Beschwerdeführer
auch nach dem 1. März 2019 Anspruch auf eine
ganze
Invalidenrente hat.
5
.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuer
legen.