# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a862693d-1cdb-4df1-93bd-645e207c35b1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1978, war als Bauarbeiter bei der
Z._
in Zürich angestellt und über die Arbeitgeberin obligatorisch unfallversichert, als er am 1
6.
Juni 1997 auf einer Baustelle in einen Graben stürzte und sich dabei eine Kontusion des rechten Knies zuzog. Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen bis
7.
Juli 1997 (vgl.
Urk.
2 S. 2,
Urk.
7/III/
1-2
).
Am 2
5.
Oktober 2007 zog sich der nun bei der
A._
als Bauarbeiter tätige Versicherte
bei einem Sturz
auf einer Treppe wiederum
eine Kontusion des rech
ten Knies zu
. Die auch für diesen Versicherungsfall zuständige Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Der Versicherte
arbeitete ab
4.
Februar 2008 bei abge
schlossener ärztlicher Behandlung wieder uneingeschränkt
(
Urk.
7/II/1-
8
, 7/II/17
, 7/II/20
)
.
Am 1
0.
August 2011 knickte
er
sodann
gemäss Unfallmeldung der
A._
vom 1
8.
August 2011
mit dem rechten Bein ein
; im darauf durchgeführten MRI zeigte sich ein frische mediale Meniskusläsion rechts
(
Urk.
7/I/1
, 7/I/13
). Am 3
0.
August 2011 unterzog sich der Versicherte im
B._
einer
arthro
skopischen
Teilmeniskektomie
medial rechts, eine
m
Knorpeldébridement
und ei
ner
Plicaresektion
(
Urk.
7/III/17)
. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle, erteilte dem Versicherten am 2
2.
November 2012 Kostengutspra
che für eine LKW-Ausbildung (C und CE) vom
1.
November 2012 bis 3
1.
Juli 2013
(
Urk.
7/I
/101). Ab
1.
Dezember 2012 beschäftig
t
e die
A._
den Versicherten nach Ablegung der ersten Kurse zur Kranführerprüfung als Kran
führer unter Aufsicht (
Urk.
7/I/99).
Nach Nichtbestehen der Kranführerprüfung im Juni 2013 brach der Versicherte auch die Ausbildung zum LKW-Fahrer ab (
Urk.
7/I/112-113), worauf er per
3
1.
Oktober 2013 die Kündigung erhielt (vgl.
Urk.
7/I/115).
Mit Verfügung vom 2
4.
Januar 2014 sprach die Suva dem Versi
cherten rückwirkend ab
1.
November 2013 eine Invalidenrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 15
%
sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund einer Integritätseinbusse von insgesamt 15
%
zu, wobei sie 10
%
der Integritätsein
busse dem Unfall vom
4.
August 2011 und 5
%
demjenigen vom 2
5.
Oktober 2007
zurechnete (
Urk.
7/I/142). Die Einsprache des Versicherten dagegen vom 2
0.
März 2014
(
Urk.
7/I/153)
wies die Suva mit unangefochten
in Rechtskraft er
wachsenem
Einspracheentscheid
vom 2
0.
Oktober 2014 ab (
Urk.
7/I/160)
.
1.2
Am 2
2.
September 2015 liess der Versicherte, welcher
die Kranführerprüfung im zweiten A
nlauf bestanden hatte (
Urk.
7/I/198 S. 2
, 7/I/241
) und
seit 2
9.
Juni 2015
über den Stellenvermittler
C._
als Kranführer bei der
D._
arbei
tete, einen Rückfall zum Unfall vom
4.
August 2011 melden (
Urk.
7/I/162, 7/I/195).
Das Arbeitsverhältnis wurde per 2
7.
November 2015 gekündigt (
Urk.
7/I/197
S. 2
).
Am 1
0.
Februar 2017 wurde beim Versicherten eine Kniepro
these rechts implantiert (
Urk.
7/I/253). Die IV-Stelle gewährte dem Versicherten Beratung und Unterstützung durch die
E._
bei der Stellensuche sowie Frühinterventionsmassnahmen in Form eines Deutschkurses (
Urk.
7/I/277
S. 2 f.
, 7
/
I/279).
Am 2
0.
November
2017 teilte sie ihm
den Abschluss der Frühinterven
tionsphase mit (
Urk.
7/I/297 S. 5).
Mit Schreiben vom 2
8.
November 2017 teilte die Suva dem Versicherten die Einstellung der Taggeldleistungen per
1.
Februar 2018 mit (
Urk.
7/I/298
S. 1 f.
).
Am
2
3.
Februar 2018 erhöhte
sie
verfügungsweise
die Invalidenrente per
1.
Februar 2018 auf 20
%
und sprach dem Versicherten eine zusätzliche Integritätsentschädigung aufgrund einer Erhöhung der Integri
tätseinbusse um 15 % zu (
Urk.
7/I/311). Die Einsprache des Versicherten vom
3.
April 2018 (
Urk.
7/I/318
samt ergänzender Eingabe
vom
8.
Mai 20
18,
Urk.
7/I/328) wies die Suva mit Entscheid vom 1
8.
Juni 2018 ab
(
Urk.
2).
2.
Gegen diesen Entsch
eid liess
X._
am
3.
August 2018 Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm unter Aufhebung des an
gefochtenen Entscheids eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbseinbusse von 50
%
sowie eine Integritätsentschädigung aufgrund einer 40%igen Integritätsein
busse auszurichten. Eventualiter seien weitere Abklärungen vorzunehmen (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
4.
Sep
tember 2018 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), wovon dem Beschwerde
führer mit Verfügung vom 1
8.
September 2018 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
8).
Auf
die
Vorbringen
der Parteien und die Akten wird, soweit für die
Entscheidfin
dung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
UV170760
Übergangsrecht UVG-Revision, in Kraft seit 1. Januar 2017
09.2019
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen
).
Der
Rentenanspruch
und der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
wurden mit Verfügung
vom
2
4.
Januar 2014
und
Einspracheentscheid
vom 2
0.
Oktober 2014
für die verbleibenden Beeinträchtigungen aus den Unfällen vom 2
5.
Okto
ber 2007 und vom
4.
August 2011 zugesprochen
,
weshalb die revisionsweise Er
höhung der Invalidenrente sowie der Integritätsentschädigung nach den
bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen
zu beurteilen ist
.
1.2
Die Beschwerdegegnerin hat
die massgebenden Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf eine Rente der Unfallversicherung (
Art.
18
Abs.
1 UVG),
die Definition der Invalidität (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
), das Vorliegen einer Erwerbs
unfähigkeit gemäss
Art.
7
Abs.
1 und 2 ATSG sowie den Einkommensvergleich (
Art.
16
ATSG;
BGE 115 V 133, 11
4 V 310; RKUV 1993 S. 100 E. 3b
)
und
die Modalitäten der Revision einer Invalidenrente (
Art.
17
Abs.
1 ATSG; BGE 141 V 9 E. 2.3
; 134 V 131 E. 3; je mit Hinweisen, 112 V 390 E. 1b)
im angefochtenen Entscheid
zutreffend dargelegt (
Urk.
2 S. 4 f.). Darauf wird verwiesen.
Richtig sind auch
die
dargelegten rechtlichen Grundsätze zu den
allgemeinen be
weisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Beri
cht (BGE 134 V 231
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a,
122
V 160 E. 1c
)
sowie zum Beweiswert von
versiche
-
rungs
internen
ärztlichen Einschätzungen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V
465 E. 4.4 und E. 4.7, 125 V 351 E. 3b/
ee
) und zu demjenigen behandelnder Ärztinnen und Ärzte (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Auch darauf wird
verwiesen.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den
angefochtenen Entscheid damit
, dass sich der unfallbedingte Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem Ren
tenbeginn am
1.
November 2013 verschlechtert habe, weshalb der Invaliditäts
grad
revisionsweise zu überprüfen sei
. Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung vom
6.
November 2017
, welcher keine anderslautende ärztliche Einschätzung entgegenstehe, sei der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit
voll arbeitsfähig
. Die Gegenüberstellung des
Valideneinkommens
mit
dem an
hand der von der Suva erstellten Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP) er
mittelten Invalideneinkommen führe zu einem Invaliditätsgrad von gut 20
%
. Auch hinsichtlich der revisionsweisen Einschätzung der Integritätseinbusse be
stehe kein Anlass
,
von der nachvollziehbaren und auf eingehenden Untersuchun
gen beruhenden
kreisärztlichen
Einschätzung von Prof.
F._
abzuweichen, zumal die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festzusetzen sei, wenn mehrere Integritätsschäden aus mehreren Unfällen zusammenfielen (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer lässt dagegen im Wesentlichen geltend machen, die aktu
ellen medizinischen Berichte würden sich nicht zur Arbeitsfähigkeit äussern, res
pektive ständen im Widerspruch zur kreisärztlichen Beurteilung der Arbeitsfähig
keit. Auch könnten die Ergebnisse der Eingliederung nicht ignoriert werden, wel
che sich ebenfalls zur Arbeitsfähigkeit äusserten.
Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung seien Abklärungen vorzunehmen
,
wenn, wie hier, auch nur ge
ringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellung
en
vorlägen. Die ausgewählten DAP entsprächen zudem nicht den Möglichkeiten des Beschwerdeführers und bei der Beurteilung der In
tegritätseinbusse rechtfertige sich angesichts der aktivierten Gonarthrose mit
aus
geprägtem
Knorpelabbau eine Erhöhung auf insgesamt 40
%
. Sollte diese
r
Argu
mentation nicht gefolgt werden, ergebe sich aus den Akten
, dass sich die kreis
ärztliche
Einschätzung der Integritätseinbusse einzig auf den Unfall vom
4.
Au
gust 2011 bezogen habe, weshalb sich auch die Erhöhung auf 30
%
allein auf die
sen Schadenfall beziehe
. Die
mit Verfügung vom 2
4.
Januar 2014 festgelegte Integritätsentschädigung von 10
%
für die Folgen des Unfalls vom
4.
August 2011
sei daher
um 15
%
auf 25
%
zu erhöhen
(
Urk.
1 S. 3 f.).
2.3
Die Beschwerdegegnerin hielt in der Beschwerde
antwort im Wesentlichen entge
gen
, dass nicht bewiesen sei, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der IV-Eingliederungsmassnahmen eine vom Kreisarzt umschriebene leidensangepasste Tätigkeit effektiv ausgeübt habe. Bei den kritisierten Arbeitsplätzen gemäss den erhoben DAP handle es sich um überwiegend sitzend zu verrichtende und damit leidensangepasste Tätigkeiten. Was die Beurteilung der Integritätseinbusse anbe
lange, sei der Kreisarzt gestützt auf die bildgebende Diagnostik im Operations
zeitpunkt zu Recht von einer Totaleinbusse von 30
%
ausgegangen (
Urk.
6 S.
8 ff.).
3.
Unbestritten und aufgrund der Akten erstellt ist, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der ursprünglichen Rentenverfügung vom 2
4.
Januar 2014 (
Urk.
7/I/142) bis zur operativen Versorgung des rechten Kniegelenks mit einer
Knieendototalprothese
am 1
0.
Februar 2017 dahingehend verschlechtert hat, als
sich eine
Giving
-
way
-Symptomatik mit Stürzen eingestellt ha
t
te
, auf
grund welcher die Operation
unumgänglich wurde
. Auch
hat
sich gemäss Akten
lage die Ende 2013 als mässig ausgeprägt
beurteilte
Pangonarthrose
hin zu einem ausgeprägten Knorpelabbau Grad IV
im Bereich
femorotibial
medial
entwickelt
(vgl.
Urk.
6 S. 8;
kreisärztliche Beurteilung des Integritätsschadens vom 1
5.
Ok
tober 2013,
Urk.
7/I/124, Bericht der
G._
vom 2
4.
August 2016,
Urk.
7/I/222).
Des Weiteren anerkannte die Beschwerd
egegnerin zu Recht, dass das vom Kreisarzt Prof.
Dr.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie,
in seinem Untersuchungsbericht vom
6.
November 2017 formulierte Zumutbarkeitsprofil nach dem Einsetzen der
Knieendototalprothese
(leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ganztags ohne überwiegend stehende beziehungsweise gehende Arbeiten und ohne überwiegend auf unebenem Boden aus
zu
führende Arbeiten, ohne
Leitern- und Gerüstbesteigen sowie ohne
häufiges Knien und Ho
cken,
Urk.
7/I/292
S. 4) etwas einschränkender ausfällt
, als das von
Dr.
H._
anlässlich seiner Untersuchung vom 1
0.
Oktober 2013
festgehaltene
, der ur
sprünglichen
Rentenzusprache
zugrunde gelegte
Zumutbarkeitsprofil
(vgl.
Urk.
7/I/123 S. 6).
Damit bejahte die Beschwerdegegnerin zu Recht das Vorliegen eines Revisions
grundes
, weshalb
der Rentenanspruch in rechtlicher und tat
sächlicher Hinsicht
umfassend («
allseitig
»
) zu prüfe
n ist,
wobei keine Bindung an frühere Beurteilun
gen b
esteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen und E. 6.1
).
4.
4.1
Gemäss
Beurteilung im
Austrittsbericht der
G._
vom 1
3.
Februar 2017
zeigte sich
nach der operativen Versorgung vom 1
0.
Februar 2017 ein ko
m
plikationsloser Verlauf
. Die postoperative Röntgenkontrolle habe eine korrekte Lage des Implantates abgebildet. Der Beschwerdeführer sei in gutem Allgemein
zustand zur Rehabilitation in die Aussenstation in
I._
verlegt worden (
Urk.
7/I/255).
Der Austritt
aus
der
I._
erfolgte am 2
0.
Februar 2017
(
Urk.
7/I/257). Anlässlich der Verlaufskontrolle in der
G._
am 2
3.
März 2017 zeigte sich röntgenologisch wiederum alles korrekt in Situ, eine knöcherne Konsolidierung der Osteotomie der
Tuberositas
tibiae
und reizlose Schrauben, ebenfalls in Situ. Bei vorläufig weiterhin attestier
ter 100%iger Arbeitsunfähigkeit sei das Ziel der Physiotherapie die Verbesserung der Streck- und Beugefähigkeit sowie der Übe
rgang zur Vollbelastung und
das Weglassen der Stöcke
und
die Steigerung der Aktivität im Rahmen des Möglichen (
Urk.
7/I/261).
Am 2
2.
Juni 2017 erklärte der Beschwerdeführer anlässlich einer weiteren Ver
laufskontrolle in der
G._
, dass grundsätzlich alles nach Plan gehe, er aber
noch Schmerzen im Bereich der
T
uberositas
tibiae
habe.
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Kniechirurgie, Orthopädie, unte
re Extremitäten, Leiter des
K._
, erachtete den Beschwerdeführer als Kranführer weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig bis zur nächsten Kontrolle in drei Monaten. Der Beschwerdeführer habe mittlerweile einen Antrag auf Umschulung gestellt (
Urk.
7/I/268).
Am 2
8.
September 2017 sprach sich
Dr.
J._
dafür aus
, dass nun feststehe, dass der Beschwerdeführer definitiv nicht mehr als Kranführer arbeiten könne. Er be
richte nach wie vor über Schmerzen i
m
Bereich der
Tuberositas
tibiae
und im Bereich des lateralen
Retinaculums
, was ihn daran hindere, seine Arbeit als Kran
führer wiederaufzunehmen. Klinisch sei das Kniegelenk noch leicht geschwollen und leicht überwärmt, aber nicht über das Normale hinaus. Der Beschwerdeführer strecke das Gelenk voll und beuge es zu zirka 115° bei guter Kinematik und Sta
bilität. Die
Tuberosita
s
tibiae
sei ziemlich stark druckempfindlich, was aber nicht unbedingt an den Schrauben liegen müsse. Im Bereich des lateralen
Retinaculums
lasse sich klinisch nichts Besond
eres feststellen (
Urk.
7/I/281).
4.2
Am
6.
November 2017 untersuchte der Kreisarzt Prof.
F._
den Beschwerdefüh
rer.
Letzterer habe
sowohl
über
Ruhe- als auch belastungsabhängige Schmerzen im
rechten Kniegelenk
geklagt
. Bei langem Sitzen schlafe ihm gelegentlich der Fuss ein. Die Gehstrecke sei eingeschränkt; er könne maximal ein bis zwei Stun
den unter Einlegen von Pausen zurücklegen (
Urk.
7/I/292 S. 3).
Im klinischen Befund habe
der Beschwerdeführer ein gering ausgeprägtes rechts
seitiges Entlastungshinken mit unauffälliger Abrollbewegung der Füss
e
gezeigt
. Der Zehen- und Hackengang wie auch der
Einbeinstand
seien unauffällig gewe
sen. Die Extension/Flexion
habe
rechts bei 0-0-110°, links bei 10-0-145° gelegen. Rechts habe sich eine leichte Kapselschwellung gezeigt bei reizloser Narbe nach Knie-TEP-Implantation und ausreichender Stabilität. Daneben habe sich ein Druckschmerz medial und lateral im Gelenkspalt rechts gezeigt und es sei ein geringer Erguss tastbar gewesen. Prof.
F._
erachtete den Endzustand als erreicht, hätten sich doch die Funktionseinschränkungen nicht mehr relevant verändert.
Dem Beschwerdeführer sei auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine leichte bis zeitweise mittelschwere Tätigkeit ganztags zumutbar. Überwiegend stehende so
wie gehende Arbeiten seien ebenso zu vermeiden wie Tätigkeiten in überwiegend unebenem Gelände, Arbeiten auf Leitern und Gerüsten sowie häufiges Knien und Hocken (
Urk.
7/I/292 S. 3 f.).
4.3
Anlässlich der Verlaufsuntersuchung bei
Dr.
J._
am
7.
Februar 2018
klagte
der Beschwerdeführer weiterhin über gewisse Schmerzen vor allem im
Bereich des
Pes
anserin
us
medi
al am
Tibiakopf
. Des Weiteren
habe das Kniegelenk
immer
noch
gegen Abend eine Tendenz zum Anschwellen. Das Kniegelenk zeigte sich gemäss Befund von
Dr.
J._
noch leicht gereizt mit diskretem Erguss. Der Be
schwerdeführer strecke voll und beuge nach wie vor zirka 150°
(gemeint wohl: 115°)
. Diesbezüglich zeige sich kein weiterer Fortschritt. Die Kinematik und
die
Stabilität sei
en
gut.
Auch zeige sich die Prothese bildgebend weiterhin korrekt in Situ. Erkennbar sei eine leichte Knorpelresorption am Femur dorsal im Bereich der
posterioren
Kondyle
, sonst aber nichts Besonderes. Um die Knochenresorption dorsal im Auge zu behalten, werde sich der Beschwerdeführer zur Nachkontrolle mit Röntgen in sechs Monaten wieder vorstellen (
Urk.
7/I/305
).
Gemäss Anamnese im Verlaufsbericht der
G._
vom
5.
April 2018
hatte
der Beschwerdeführer einen Arbeitsversuch in einer Wäscherei gemacht,
aber
bereits nach drei Stunden
sei
das Kniegelenk so angeschwollen
gewesen
, dass er nicht mehr habe weiterarbeiten können. Der Zustand habe sich gemäss Angaben des Beschwerdeführers seit der kreisärztlichen Untersuchung im No
vember 2017 etwas
verschlechtert. Klinisch habe sich das Kniegelenk reizlos, aber immer noch mit etwas Erguss und somit leicht geschwollen gezeigt. Die Beugung sei inzwischen auf 120° verbessert worden bei sehr guter Kinematik und Stabili
tät. Offenbar sei es
für den Beschwerdeführer schwierig
, einen angemessenen Job zu finden. Das Kniegelenk sei für ihn immer noch nicht voll belastbar. Um die Restproblematik objektivieren zu können, veranlasste
Dr.
J._
eine Untersu
chung mit SPECT-CT und Szintigraphie (
Urk.
7/I/322). Die Befunde der SPECT-Untersuchung vom 1
1.
April 2018 (
Urk.
7/I/324) zeigten gemäss
Dr.
J._
zeit
gerechte Befunde mit leichter
synovialer
Reizung im rechten Kniegelenk aber ohne Anhaltspunkte für eine Lockerung oder einen Infekt. Die meiste Anreiche
rung zeige sich im Bereich der
Tuberositas
Tibiae, wo die
Tuberositas
nach der OT
(gemeint wohl: OP)
im Röntgenbild aber tadellos ein
geheilt sei. Dorsal an der
Femur
komponente
habe sich praktisch
keine Anreicherung gezeigt. Chirurgisch lasse sich momentan am rechten Kniegelenk nichts
verbessern. Die Ursache der chr
onischen Reizung des rechten Knie
ge
lenks und der relativ geringen Belastbar
keit lasse sich momentan nicht erklären (
Urk.
7/I/325).
4.4
Die Versicherungsmedizinerin der Suva med.
pract
.
L._
, Fachärztin für Anästhesiologie, kam in ihrer Stellungnahme
vom 1
5.
Mai 2018
nach Rückspra
che mit
Dr.
M._
zum Schluss, dass sich die funktionellen Einschränkungen
im Vergleich
zur kreisärztlichen Untersuchung vom
6.
November 2017 nicht mehr relevant verändert hätten (
Urk.
7/I/327
S. 2
).
5.
5.1
Was den Zeitpunkt der revisionsweisen Rentenprüfung anbelangt, ist ein Fall nach Gesetz und Rechtsprechung unter Einstellung der vorübergehenden Leis
tungen und (revisionsweiser) Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente (und eine Integritätsentschädigung, vgl. nachfolgende E.
7
) abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Ge
sundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und all
fällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1).
Was den medizinischen Endzustand anbelangt, legte Prof.
F._
in seiner Beurtei
lung vom
6.
November 2017 nachvollziehbar dar
, dass sich die Funktionsein
schränkungen des rechten Kniegelenks nicht mehr relevant verändert hätten und von einem
medizinischen Endzustand auszugehen sei (
Urk.
7/I/292 S. 4). Diese Beurteilung findet Bestätigung in den in der SPECT-Untersuchung vom 1
1.
April 2018 erhobenen Befunde
n
(
Urk.
7/I/324), aufgrund welcher
Dr.
J._
am 2
5.
April 2018 weitere chirurgische Verbesserungsmöglichkeiten im rechten Kniegelenk ausschloss und eine nächste Verlaufskontrolle erst
im
Februar 2019 vorschlug (
Urk.
7/I/325),
was verdeutlicht, dass er
dannzumal
von der Fortset
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszu
standes des Beschwerdeführers erwartete.
Nachdem die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2
0.
November 2017 den Abschluss der
Frühinterventionsphase mit
geteilt hatte (
Urk.
7/I/297),
f
ür die Einstellung der vorübergehenden Leistungen
d
er Entscheid der Invaliden
versicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu werden
braucht
, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheitli
che Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 vom 1
6. Januar 2014 E. 3.3)
,
und zudem
aufgrund der Aktenlage
keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass durch allfällige Eingliederungsmass
nahmen das der Invaliditätsbemessung der Unfallversicherung gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrunde gelegte Invalideneinkommen
(vgl. nach
folgende E.
6.3
)
massgeblich
verbessert und so der die Invalidenrente der Unfall
versicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.5
),
ging die Beschwer
degegnerin zu Recht vom
Erreichen des medizinischen End
zustandes spätestens per 3
1.
Januar 2018 aus (vgl.
Urk.
7/I/298 S. 2; vgl.
zum Zeitpunkt
einer revisi
onsweisen Rentenerhöhung im
Bereich der Unfallversicherung bei Rückfällen und Spätfolgen:
BGE 140 V 65
E. 4.2; siehe
auch Urteil
des Bundesgerichts
8C_214/2014 vom
8.
April 2015 E. 7).
5.2
Was den
unfallbedingten
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und
seine Leistungsfähigkeit ab
1.
Februar 2018 anbelangt, ist aufgrund der medizinischen Aktenlage erstellt und zu Recht unbestritten, dass der Beschwerdeführer sowohl in der angestammten Tätigkeit als Bauarbeiter
als auch in der zuletz
t ausgeübten Tätigkeit als Kran
führer (vgl. dazu:
Urk.
7/I/242 S. 1 bis 2) nicht mehr arbeitsfähig ist.
Dagegen s
ind dem Beschwerdeführer
angepasste Tätigkeiten gemäss der Beurtei
lung von Prof.
F._
vom
6.
November 2017 (
Urk.
7/I/292 S. 4) zumutbar. So stellte Prof.
F._
anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom
6.
November 2017 abgesehen von einem minim ausgeprägten Entlastungshinken rechts
, einem lediglich geringen Erguss und Sensibilitätsstörungen im lateralen Kniegelenksbe
reich rechts einen im Wesentlichen unauffälligen Befund mit ausreichender Sta
bilität des rechten
Kniegelenks, einer reizlosen Narbe und abgesehen von einer auf 110° eingeschränkten Beugung eine uneingeschränkte Beweglichkeit fest (
Urk.
7/I/292
S.
3
). Diese Einschätzung wird durch die übrige medizinische Ak
tenlage nicht – wie vom Beschwerdeführer geltend gemacht (
Urk.
1 S. 4)
–
in Frage gestellt, sondern findet darin vielmehr Bestätigung.
So stellte auch
Dr.
J._
am
7.
Februar 2018 lediglich noch eine leichte Reizung bei diskretem Erguss
und
guter Kinematik
sowie
Stabilität
und damit einen im Wesentlichen unauffälligen Befund
fest
(
Urk.
7/I/305 S. 1)
.
Am
5.
April 2018 zeigte sich das Knie gemäss Befunderhebung von
Dr.
J._
gar reizlos mit
zudem
Verbesse
rung der Beugung
auf 120°
. Zwar attestierte
Dr.
J._
am
5.
April 2018 eine weitere Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Urk.
7/I/322 S. 1-2), doch
bezog
sich
diese Beurteilung
offensichtlich auf die angestammte respektive zuletzt ausgeübte Tä
tigkeit
als Kranführer
.
Mit
der zurückhaltenden Formulierung
im Bericht vom
5.
April 2018, wonach es für den Beschwerdeführer offenbar schwierig sei, einen angemessenen Job zu finden und d
ass für ihn,
den Beschwerdeführ
er,
das Kniegelenk immer noch nicht so belastbar sei, dass er einer Arbeit vollumfänglich nachgehen könne (
Urk.
7/I/322 S. 1),
liess
Dr.
J._
augenscheinlich durchblicken
, dass er diese Meinung zumindest nicht vorbehaltlos teilt
e
und die
Restarbeitsfähigkeit
kaum
als
eingeschränkt erachtete. Dieser Schluss findet Bestätigung im Bericht von
Dr.
J._
vom 2
5.
April 2018, welcher unter Berücksichtigung der am 1
1.
April 2018 durchgeführten 3-Phasen Skelettszintigraphie, welche einen zeitgerechten Befund ohne Anhaltspunkte für eine Lockerung oder einen Infekt bei lediglich marginaler
synovialer
Reizung im rechten Kniegelenk ergab (
Urk.
7/I/324), erging, und gemäss welchem
Dr.
J._
keine Erklärung für
die chronische Rei
zung und die
relativ geringe Belastbarkeit fand (
Urk.
7/I/325 S. 1)
. Damit aber rechtfertigen sich an der
kreisärztliche
n
B
eurteilung von Prof.
F._
vom
6.
No
vember 2017
aufgrund der übrigen medizinischen Aktenlage keine Zweifel.
Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 4) drängen sich auch aufgrund des angeblich gescheiterten Arbeitsversuchs in einer Wäscherei,
anlässlich
welche
m
der Beschwerdeführer gemäss Anamnese im Bericht von
Dr.
J._
vom
5.
April 2018
wegen
der aufgetretenen Schwellung bereits nach drei
Stunden
nicht mehr habe weiterarbeiten können
(
Urk.
7/I/322 S. 1), keine weiterführenden Abklärungen auf, handelt es sich bei einer Tätigkeit in einer Wäscherei
doch
kaum um eine Tätigkeit
, welche nicht überwiegend gehend und stehend, mithin überwiegend sitzend ausgeübt werden kann und damit dem von Prof.
F._
erstellten
Zumutbarkeitsprofil entspricht. Im Übrigen verzichtete der Beschwerdeführer darauf, im Beschwerdeverfahren allfällige Berichte/Ergebnisse aus der beruflichen Eingliederung einzureichen oder zu konkretisieren, weshalb weder aufgrund der Akten noch der Parteivorbringen hinreichender Anlass zu weiteren Abklärungen
zu allfälligen Ergebnissen der beruflichen Eingliederung
besteht (BGE 110 V 48 E. 4a).
Zusammen
fassend
drängen sich keine Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von
Dr.
F._
vom
6.
November 2017 auf, weshalb sich weitere Abklärungen
insge
samt
erübrigen
(BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
Entsprechend ist erstellt, dass der Beschwerdefü
hrer spätestens seit Einstellung der Taggelder per
1.
Februar 2018
in einer leichten bis zeitweise mittelschweren
Tätigkeit
, welche nicht überwiegend stehend oder gehend oder auf unebenem Gelände auszuüben ist, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten und ohne häufi
ges Knien und Hocken zu 100
%
arbeitsfähig ist.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerde
führers
erwerblich
auswirkt.
6.2
Die Beschwerdegegnerin e
rmittelte im Rahmen des per 2018
vorzunehmenden Einkommensvergleichs
gestützt auf die Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin
A._
vom 1
3.
Februar 2018
ein
Valideneinkommen
von Fr.
75’400
.
-
-
für das Jahr 2018
(13 x
Fr.
5’800.--,
Urk.
2 S. 10, 7/I/308 S. 2
). Dieses blieb vom Beschwerdeführer unbestritten (
Urk.
1 S. 4).
Für eine nähere Überprüfung von Amtes wegen besteht kein Anlass (BGE 125 V 413 E. 1b und E. 2c).
6.3
6.3.1
Übt eine versicherte Person nach Eintritt eines unfallbedingten Gesundheitsscha
dens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aus, so dass bei der Bestimmung des Invalideneinkommens nicht von dem mit der aktuellen erwerblichen Betätigung erzielten Verdienst ausgegangen werden kann, sind nach der Rechtsprechung bei der Invaliditätsbemessung entweder Tabellen
löhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen
(LSE) oder
die Zahlen der SUVA-internen DAP
heran
zuziehen (BGE 139 V 592 E. 2.3 mit Hinweis).
6.3.2
Die Beschwerdegegnerin hat sich für die zweite Variante entschieden und den Einkommensvergleich nach
Art.
16 ATSG gestützt auf ihrer DA
P entnommene Werte vorgenommen, wogegen
sich dem Gr
undsatz nach nichts einwenden
lässt
.
Die von der
Beschwerdegegnerin
beigebrachten Unterlagen genügen den in BGE 129 V 472
aufgestellten und mit BGE 139 V 592 bestätigten
Erfordernissen an eine Invaliditätsbemessung gestützt auf die DAP. So hat die
Beschwerdegeg
-
nerin
nebst fünf DAP-Blättern
(Nr. 10886, 345955
, 10717, 8326, 380711,
Urk.
7/I/309/7-26)
mit ihrer Ansicht nach für den Beschwerdeführer trotz Behin
derung geeigneten Stellen namentlich hinreichende Auskünfte über die Gesamt
zahl in Frage kommender dokumentierter Arbeitsplätze aufgelegt, welchen die dort jeweils zu erwartenden Höchst- und
Tiefstlöhne
sowie auch die dabei durch
schnittlich erzielte
Entlöhnung
entnommen werden können
(
Urk.
7/I/309 S. 1-6)
. Das angewandte Auswahlermessen und die Repräsentativität der ausgewählten DAP-Blätter sind damit hinreichend überprüfbar.
6.3.3
Der Beschwerdeführer rügt
,
die aus
gewählten DAP entsprächen nicht
seinen Möglichkeiten, benötige er doch Pausen, welche er insbesondere
bei den Stellen
profilen
Nrn.
8326 und
10886 nicht einlegen könne. Auch sei es ihm nicht mög
lich, stehend zu arbeiten, weshalb die DAP Nrn. 380711 und 8326 nicht zumutbar seien (
Urk.
1 S. 4).
Weder lässt sich den ärztlichen Beurteilungen entnehmen, dass der Beschwerde
führer invalidit
ätsbedingt auf einen erhöhten
Pausenbedarf angewies
en ist, noch, dass ihm stehende
Arbei
ten überhaupt nicht zumutbar sind
. Vielmehr ist gestützt auf die beweiswertige Zumutbarkeitsbeurteilung von Prof.
F._
vom
6.
November 2017 davon auszug
ehen, dass
das
Leistungsprofil
des Beschwerdeführers
in Bezug auf die im Zusammenhang mit den DAP-Profilen geltend gemachten Einschrän
kungen einzig
dahingehend eingeschränkt ist
, dass der Anteil stehender (wie auch gehender) Tätigkeiten nicht überwiegen (
Urk.
7/I/292 S. 4), mithin wohl de
utlich unter 50
%
liegen sollte
. Hinweise darauf, dass er bei einer angepassten Tätigkeit auf zusätzliche Pausen angewiesen ist, lassen sich den massgeblichen ärztlichen Berichten von Prof.
F._
und
Dr.
J._
nicht entnehmen. Die DAP-Profile Nrn. 8326, 10886 und 380711 erfüllen daher wie auch die vom Beschwerdeführer
zu Recht
nicht beanstandeten Profile Nrn. 345955 und 10717 die Anforderungen an einen leidensangepassten Arbeitsplatz, wie er von Prof.
F._
beschrieben wurde.
Das von der Beschwerdegegnerin errechnete
durchschnittliche Einkommen aus den beigezogenen DAP-Profilen (
Lohnjahr
2017) beläuft sich unter Berücksichti
gung der Nominallohnentwicklung bei Männern von 0,5
%
bis
2018 auf
Fr.
60'097.-- (vgl. Berechnung, in:
Urk.
7/I/309 S. 1; Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Landesindex der Konsumentenpreise,
T 39
,
Entwick
lung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010
-
201
8).
Die Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen führt zum von der Be
schwerdegegnerin errechneten Invaliditätsgrad von 20
%
(
Fr.
75’400
.
-- ./.
Fr. 60'097.--
:
Fr.
75'400.-- x 100
) und damit zur Abweisung des Beschwerdean
trags Ziffer 2.
7.
7.1
Zu beurteilen bleibt die Höhe des revisionsweise zu bestimmenden
Integritäts
schadens, nach welchem sich die Integritätsentschädigung bemisst.
7.2
7.2.1
Die massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen
und die hierzu ergangene Recht
sprechung
zu den
Voraussetzungen für einen
Anspruch auf
eine
Integritätsent
schädigung (
Art.
24 UVG und
Art.
36
Abs.
1
UVV
) sowie die Grundsätze betref
fend deren Abstufung nach der Schwere des Integritätsschadens (
Art.
25
Abs.
1 UVG;
Art.
36
Abs.
2 UVV und Anhang 3 zur UVV
; BGE 124 V 32 mit Hinweisen; 116 V 157; RKUV 1998 S. 236
)
sowie die Rechtsprechung zur Massgeblichkeit des medizinischen Befundes für die Beurteilung der Schwere des Integritätsscha
den
s
und die
abstrakt-e
galitäre Bemessung
desselben (BGE
115 V 147; 113 V 221) wurden von der Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid unter Er
wägung 3 zutreffend dargelegt
.
Darauf kann ebenso verwiesen werden wie auf die Darstellung der Rolle ärztlicher Sc
hätzungen von Integritätsschäden.
7.2.2
Wie im angefochtenen Entscheid ebenfalls zutreffend dargelegt,
UV170460
Integritätsentschädigung, Integritätsschäden, Suva-Tabellen (Feinraster)
08.2018
hat die Medizi
nische Abteilung der Suva in Weiterentwicklung der
bundesrätlichen
Skala wei
tere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtss
ätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die
Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet wer
den soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
7.2.3
Gemäss
Art.
36
Abs.
4 UVV werden voraussehbare Verschlimmerungen des In
tegritätsschadens bei der Festsetzung der Entschädigung angemessen berücksich
tigt; Revisionen sind nur in Ausnahmefällen möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war.
Eine voraussehbare Ver
schlimmerung liegt vor, wenn im Zeitpunkt der Festsetzung der Integritätsent
schädigung eine Verschlimmerung als wahrscheinlich prognostiziert und damit auch geschätzt werden kann. Die blosse Möglichkeit einer Verschlimmerung des Integritätsschadens genügt hingegen nicht (
Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2013 vom 2
3.
Juli 2013 E. 3.4.1 mit diversen Hinweisen
).
7.3
Zwischen den Parteien steht zu Recht nicht im Streite, dass sich angesichts der bei der ursprünglichen
Zusprache
der Integritätsentschädigung mit Verfügung vom
24. Januar 2014 (Urk. 7/I/142) und
Einspracheentscheid
vom 20. Oktober 2014 (Urk. 7/6/160)
nicht vorhersehbaren Entwicklung
der mässigen
Pangonarth
rose
bei noch regelrechten Knorpelverhältnissen im lateralen
femorotibialen
Kompartiment (
Urk.
7/I/124) hin zu einer mässigen bis schweren Gonarthrose und einem
implantatwürdigen
Zustand (
Urk.
7/I/293) im Jahr 2017 die Revision der Integritätsentschädigung ausnahmsweise rechtfertigt (
Art.
36
Abs.
4 UVV).
7.4
Di
e revisionsweise Festsetzung des Integritätsschadens
auf nunmehr
insgesamt
30
%
entspricht der medizinischen Einschätzung des Suva-Kreisarztes Prof.
F._
vom
6.
November 2017 (
Urk.
7/I/293 S. 1). Dieser legte
der Bemessung des Inte
gritätsschadens die Feinrastertabelle 5 der Suva (Integritätsschaden bei Arthro
sen) zugrunde
und berücksichtigte
dabei zu Recht den Zustand des rechten Knie
gelenks vor der operativen Versorgung desselben, ist doch für die Feststellung des Integritätsschadens bei
Endoprothesen
gemäss bundesgerichtlicher Recht
sprechung auf den
unkorrigierten
Zustand abzustellen, das heisst
auf den Schwe
regrad der Arthrose vor der Prothesenimplantation (Urteil des Bundesgerichts
U 313/02 vom
4.
September 2003 E. 3).
Prof.
F._
beurteil
te die präoperativ vorgelegene
Pang
onarthrose
gestützt auf die Ak
tenlage als mässig bis schwer und veranschlagte die dadurch bewirkte Integ
ritätseinbusse gestützt auf die Tabelle 5.2, welche bei mässigen
Pangonarthrosen
von einem Integritätsschaden von 10 bis 30
%
und bei einer schweren
Pangon
arthrose
von 30 bis 40
%
ausgeht, auf ins
gesamt 30
%
(
Urk.
7/I/293 S. 1), mithin im
Grenzbereich zwischen
mässiggradig
und schwer.
Diese Beurteilung wurde von der Versicheru
ngsmedizinerin med.
pract
.
L._
am 1
5.
Mai 2018 be
stätigt (
Urk.
7/I/327 S. 2)
.
Angesicht
s
der im MRI vom 2
3.
August 2016 festge
stellten aktivierte
n Gona
rthrose mit ausgeprägtem Knorpelabbau (Grad IV)
femorotibial
medial sowie einem Knorpelschaden
femorotibial
lateral und deutli
cher Knorpelläsion
femoropatellär
bei aber insgesamt gut erhaltener Knorpeldicke im lateralen Kompartiment (vgl.
Urk.
7/I/222 S. 2)
rechtfertigen sich an der kreis
ärztlichen Beurteilung der
Pangonarthrose
als insgesamt mässig bis schwer keine ernsthaften Zweifel, weisen doch nicht alle drei Kniegelenkanteile schwere
arthrotische
Zustände auf
, sondern nur das Kompartiment
femorotibial
medial.
So
besteht
auch
keine ärztliche Beurteilung, welche der Einschätzung des Kreis
arztes
, seines Zeichens Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
widersprechen würde. Bei der konkreten Bestimmung des Integritätsschadens wurde nach dem Gesagten das Ermessen in Berücksichtigung der medizinischen Akten
rechtsfehlerfrei ausgeübt.
Soweit der Beschwerdeführer geltend machen lässt, dass die von Prof.
F._
mit 15
%
bewertete Erhöhung der Integritätsentschädigung sich einzig auf den Unfall vom
4.
August 2011 mit der Schadennummer
«...»
beziehe
(
Urk.
1
S. 5)
, ist ihm entgegen zu halten, dass
Prof.
F._
expli
zit erklärte (
Urk.
7/I/293
S. 1
),
dass Ausgangspunkt für die Erhöhung der Integritätsentschädigung um 15
%
auf insgesamt 30
%
die Schätzung des Integritätsschadens von 15
%
vom 1
5.
Oktober 2013 sei, mithin die Schätzung von Kreisarzt
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Chirurgie, in welcher der Gesamtschaden aus den Unfällen vom
4.
August 2011 (Schadennummer
«...»
) und vom 2
5.
Oktober 2007 (Schadennummer
«...»
)
mit 15
%
beurteilt wurde (
Urk.
7/I/124). Ob die
dannzumalige
Verteilung des Integritätsschadens auf die beiden Schadenfälle im Lichte von
Art.
36
Abs.
3 Satz UVV, welcher eine Zusammenrechnung von einzelnen Integ
ritätsschäden
– und damit wohl auch eine anteilsmässige Zuordnung zu verschie
denen Schadensursachen
–
nur vorsieht, wenn ein
Ereignis
oder mehrere Ereig
nisse zu verschiedenen Integritätsschäden führt/führen, nicht aber, wenn mehrere (versicherte) Ereignisse zu einem Beschwerdebild und damit zu einem Integritäts
schaden führen, notwendig war, braucht hier nicht geklärt zu werden, kann der Beschwerdeführer
hieraus ohnehin nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Die Beschwerde ist
nach dem Gesagten vollumfänglich
abzuweisen.