# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0154eb67-17cd-44db-a97b-f72ba163abd0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1960 geborene
X._
meldete sich am 1. Oktober 1998 bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an und ersuchte um Arbeitsvermittlung (
Urk.
6/1). Mit Verfügung vom 16. März 1999 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (
Urk.
6/12). Nachdem sich der Versi
cherte am 26. Januar 2004 erneut zum Leistungsbezug (Arbeitsvermittlung, medizinische Massnahmen und Rente) angemeldet hatte (
Urk.
6/30), zog er sein Leistungsgesuch am 18. November 2004 wieder zurück (
Urk.
6/39).
Am
2.
Mai 2006 reichte
X._
ein weiteres Leistungsbegehren ein (beruf
liche Massnahmen und Rente;
Urk.
6/42). Die IV-Stelle traf daraufhin medizinische und erwerbliche Abklärungen und verneinte – unter Hinweis auf das Fehlen einer Erwerbseinbusse – mit Verfügung vom 1
2.
Dezember 2006 einen Rentenanspruch (
Urk.
6/61). Die dagegen erhobene Beschwerde vom 29. Januar 2007 (
Urk.
6/64/3-8) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 29. August 2008 ab (Prozess-Nr. IV.2007.00152;
Urk.
6/75).
Die Ärzte des
Y._
, Dermatologische Klinik, reichten am 5. März 2009 ein Gesuch um Arbeitsvermittlung für den Versicherten ein (
Urk.
6/76). In der Folge gewährte die Verwaltung mit Mitteilung vom 12. Mai 2009 Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (
Urk.
6/83). Sechs Monate später erteilte sie Kostengutsprache für die Ausbildung zum Taxifahrer (Mitteilung vom 13. November 2009 [
Urk.
6/96]). Am 9. März 2011 wurde die Arbeitsvermittlung – mangels Integration des Versicherten in den Arbeitsmarkt – abgeschlossen (
Urk.
6/131).
1.2
Am 18. August 2014 meldete sich
X._
neuerlich zum Rentenbezug an (
Urk.
6/137-138). Die IV-Stelle holte daraufhin – nachdem sie am 1.
Okto
-
ber
2014 mitgeteilt hatte, die Durchführung von Eingliederungsmass
nahmen sei nicht angezeigt (
Urk.
6/147) – Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 6/148, 6/150-151, 6/153 und 6/156). Zusätzlich liess sie den Versi
cherten im Juli 2015 von den Ärzten des
Z._
polydisziplinär begutachten (Expertise vom 17. August 2015 [Urk. 6/167/1-41]). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/171)
und
Beizug
der Akten der Suva betreffend einen Unfall vom 16. Dezember 2014 (
Urk.
6/177/1-90)
verneinte die Verwaltung den Rentenanspruch des Versicherten – nun bei e
inem Invaliditätsgrad von 28
%
–
mit Verfügung vom 17. November 2015 abermals (
Urk.
6/180 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 4. Januar 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm mindestens einer
Viertelsrente
der Invalidenversicherung mit Wirkung seit 2
2.
Februar 2015 zuzusprechen; eventuell sei die Sache zur weiteren Abklä
rung an die Verwaltung zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2). Mit
Beschwer
deantwort
vom 10. Februar 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was dem Beschwerdeführer mit Gerichtsverfügung vom 3. Mai 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
14).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Lei
den
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Auf
bietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Er
werbseinkommen
zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer
Restarbeits
fähigkeit
auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.2.2
Wie in
BGE 141 V 281
festgehalten (E. 5.2.1), hat sich das Bundesgericht verschiedentlich, so auch jüngst, über das Zusammenwirken von Recht und Medizin bei der konkreten Rechtsanwendung geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten al
s auch den Organen der Rechtsan
wendung aufgegeben, die Arbeitsfähigkeit im E
inzelfall mit Blick auf die nor
mativ vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (BGE 137 V 64 E. 5.1). Bei der Abschätzu
ng der Folgen aus den diag
nosti
zierten gesundheitlichen Beeinträchtigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist ein
e wichtige Grundlage für die an
schliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsle
is
tung der versi
cherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2; Ulrich Meyer, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkei
t und seine Be
deutung in der So
zialversicherung, namentlich für den Einkomme
nsvergleich
in der Invaliditäts
bemessung, in: Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, Schaff
hauser/
Schlauri
[Hrsg.], 2003, S. 49).
In diesem Sinne lautet die normativ bestimmte Gutachterfrage, wie die sachver
ständige Person das Leistungsvermögen einschätzt, wenn sie dabei den ein
schlägigen Indikatoren folgt. Die Rechtsanwender überprüfen die be
treffenden Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärzte sich an die mass
gebenden nor
mativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das heisst, ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG), so
wie, ob die
versiche
rungsmedizinische
Zumutbarkeitsbeurteilung auf objekti
vierter Grundlage er
folgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG; vgl. BGE 137 V 64 E. 1.2 in
fine
). Dies sichert die einheitliche und rechtsgleiche Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit (BGE 140 V 290 E. 3.3.1, 135 V 201 E. 7.1; E. 5.2.2).
Jedenfalls in der Invalidenversicherung tragen Recht und Medizin, je nach ihren fachlichen und funktionellen Zuständigkeiten, zur Feststellung ein und dersel
ben Arbeitsunfähigkeit bei. Das heisst, dass die medizinischen Gutach
ter nicht, wie häufig anzutreffen, eine quasi freihändige Beurteilung abgeben und dane
ben noch Grundlagen liefern sollen, anhand derer die
Rechtsan
wender
eine von der subjektiven ärztlichen Einschätzung losgelöste
Parallel
überprüfung
vor
nehmen. Es gibt keine unterschiedlichen Regeln gehor
chende, getrennte Prü
fung einer medizinischen und einer rechtlichen Ar
beitsfähigkeit (E. 5.2.3).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.4
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert wor
den und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung
[
IVV
]
), so ist im
Be
schwerdeverfahren
zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Ge
such hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Än
derung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invaliditäts
grad
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert ha
ben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesund
heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Ar
beitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im We
sentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfä
higkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer
an
spruchserheblichen
Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechts
konformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditätsbe
messung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und ge
gebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch
zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.7
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechts
anspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Be
weismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des
Be
weiswertes
eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Si
tuation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die erneute Verneinung des Rentenan
spruchs
damit, im Gutachten werde zwar
im Rahmen einer
Gesamtbeurtei
lung
von ei
ner 70%igen Arbeitsfähigkeit in
eine
r
leidensangepasste
n
Tätig
keit ausgegangen. Die psychiatrische Diagnose sei jedoch durch den
Rechts
anwender
geprüft und als nicht erheblich eingestuft worden. Bei der Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit seien deshalb nur die somatischen Diagnosen zu berücksichtigen, weshalb seit Juni 2014 von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
in einer behinderungsangepassten Ar
beit auszugehen sei. Dabei könn
e der Versicherte unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10
%
ein Invalideneinkommen von Fr.
47‘967.50 erzielen. Bei einem
Validenein
kommen
– das mangels verlässlicher Angaben gestützt auf die vom Bundes
amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) zu ermitteln sei – von
Fr.
66‘621.50 resultiere ein Invaliditätsgrad von 28
%
,
weshalb der Beschwerdeführer auch weiterhin keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung habe (
Urk.
2 und
Urk.
5).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, dem Gutachten sei eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
seit 2010 und eine solche ab Juni 2014 von 70
%
(richtig: Arbeitsfähigkeit)
zu entnehmen. Bei der Er
mittlung des Invalideneinkommens sei ihm ein leidensbedingter Abzug von 20
%
zu gewähren, sodass dieses noch
Fr.
37‘308.04 betrage. Sein
Invalidi
tätsgrad
betrage damit im Vergleich mit dem durch die Beschwerdegegnerin festgelegten
Valideneinkommen
44
%
. Der Invaliditätsgrad erhöhe sich auf 46.07
%
, wenn in Bezug auf das Invalideneinkommen vom zuletzt erzielten Erwerbseinkommen von monatlich Fr. 2‘376.-- bei einem Arbeitspensum von 50
%
beziehungsweise von
Fr.
3‘326.40 bei einem Arbeitspensum von 70
%
ausgegangen und ein leidensbedingter Abzug von 10
%
zugestanden werde (
Urk.
1 S. 3 f.).
3.
3.1
3.1.1
Der durch Urteil des hiesigen Gerichts
(
Urk.
6/75)
bestätigten
rentenablehnen
den
Verfügung vom 1
2.
Dezember 2006 (
Urk.
6/61) lagen im Wesentlichen die folgenden medizinischen Berichte zugrunde:
Dr.
med.
A._
, Allgemeinmedizin FMH, diagnostizierte in seinem Bericht vom 13. Mai 2006 (
Urk.
6/45) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches, invalidisierendes und unheilbares Handekzem (S. 1). Den nach
stehenden Diagnosen mass er keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei
(S. 1):
chronische Otitis
media
simplex
rechts
mittelgradige depressive Episode 2004
ungeklärter Flüchtlingsstatus verursacht psychosoziale Drucksituation
Er gab an, der Beschwerdeführer werde durch die Hautkrankheit und den Umstand, mit fettigen Händen arbeiten zu müssen, psychisch beeinflusst (S. 4). Als Chauffeur und Zügelmann sei er ab sofort zu 50
%
arbeitsfähig. Die Arbeitsfähigkeit könne durch medizinische Massnahmen verbessert wer
den (S. 1 f.).
3.1.2
Der nämliche Arzt hielt in seinem Bericht vom 6. November 2006 fest, es seien zurzeit schuppende weisse Hautveränderungen über den Fingermittel- und Fingergrundgelenken (PIP und DIP) beider Hände wie auch Rhagaden erkennbar. Der Verlauf der Erkrankung sei wechselhaft und es bestünden ge
genwärtig auch Schmerzen im Bereich der Fingergelenke. Die Krankheit sei chronisch und nicht heilbar (
Urk.
6/59 S. 2).
3.1.3
Dem Bericht von
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Dermatologie und Vene
rologie, vom 13. November 2006 kann entnommen werden, dass als Diag
nose eine Psoriasis wahrscheinlicher erscheint als ein chronisch
hyperkerato
tisch-rhagadiformes
Handekzem. Die Ausprägung dieser scharf begrenzten
erythematosquamösen
Herde der Hand- und Fingerrücken sowie der
Finger
seitenflächen
habe in den letzten Jahren zugenommen. Die Erkrankung würde etwa 20 % der Handoberfläche betreffen. Gelegentlich würden sich schmerzhafte Rhagaden in den Herden bilden. Die Besonderheit der Haut
krankheit sei ihre bisherige Therapieresistenz auf lokale Behandlun
gen. Ein
greifende immunsuppressive Behandlungen wie
Met
hotrexat
, systemi
sche PUVA-Therapie oder neuere immunsuppressive „Biologicals“ würden vom Beschwerdeführer aufgrund der Nebenwirkungen abgelehnt werden. Solange es nicht gelinge, diesen chronischen Hautzustand zu verbessern, wirke sich dieser teilinvalidisierend auf die Ausübung von manuellen Tätigkeiten aus (
Urk.
6/59 S. 1).
3.2
3.2.1
Die am 17. November 2015 verfügte Rentenverweigerung (
Urk.
2) beruht auf den folgenden medizinischen Berichten:
Dr.
A._
nannte in seinem Bericht vom
2.
Oktober 2014 (
Urk.
6/148) fol
gende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
Psoriasis
vulgaris
Psoriasis Arthritis
Mittelgradige depressive Episode
Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilte er die Hypertonie (S. 1). Wegen der schweren Psoriasis könne die bisherige Arbeit nicht mehr ausge
übt werden. Er gab einerseits an, derzeit sei eine leidensangepasste Tätigkeit nicht möglich (S. 2 f.); andererseits beantwortete er die Frage nach einer zu
mutbaren behinderungsangepassten Arbeit dahingehend, dass ein
e
rein sit
zende Tätigkeit ganztags ausgeübt werden könne (S. 5).
3.2.2
Die am
Y._
, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, tätigen
Dres
. med.
C._
, Oberarzt, und
D._
, Assistenzärztin, führ
ten mit dem Beschwerdeführer an drei Terminen ein psychiatrisches
Abklä
rungsgespräch
. Sie schilderten in ihrem Bericht vom 16. Juli 2014, sie wür
den diagnostisch von einer mittelgradig depressiven Episode vor dem Hinter
grund der chronischen Psoriasis-Erkrankung ausgehen. Als aufrecht erhal
tender und
depressogener
Faktor wirke die Arbeitslosigkeit des Beschwerde
führers und die damit einhergehende Notlage sowie der Migrationsstand mit nur schlechter Integration in der Schweiz. Sie empfahlen eine
Einzelpsycho
therapie
zum Erlernen eines besseren Umgangs mit der chronischen Erkran
kung (
Urk.
6/151).
3.2.3
Dr.
med.
E._
, Assistenzarzt am
Y._
, schilderte in sei
nem undatierten Bericht (Eingang bei der Beschwerdegegnerin am 11. November 2014), die Hepatitis B-Erkrankung führe zu keiner Arbeitsun
fähigkeit (
Urk.
6/153).
3.2.4
PD
Dr.
med.
F._
, Leitender Arzt an der Klinik für Rheumatologie des
Y._
, nannte in seinem Bericht vom 24. November 2014 (
Urk.
6/156/6-9) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S. 1):
Psoriasisarthritis
Befall der peripheren Gelenke (Schwerpunkt beide Hände)
Sekundärarthrosen
axialer Befall mit intermittierend Spondylitis
Psoriasis isoliert an den Händen
TNF-Blockade mit
Humira
Mai 2010 bis Januar 2012 (ungenü
gende Wirkung),
Methotrexat
Februar 2012 bis August 2013 (Ne
benwirkungen),
Leflunomid
seit September 2013,
Stelara
seit
8. Oktober 2014
Chronisch-rezidivierendes
Lumbovertebralsyndrom
bei degenerativen Wirbelsäulenveränderungen
insbesondere
Osteochondrose
L5/S1
Sta
t
us nach Facettengelenksinfiltration L5/S1 beidseits mit vorüber
gehender Besserung Februar 2012
Der chronischen Habe-
Ag
negativen Hepatitis B mass er keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei (S. 1). Er gab an, seit 2010 hätten wiederholt
Synovi
tiden
einzelner Finger- und Zehengelenke objektiviert werden können. Zu
dem sei auch ein entzündlicher Befall des Achsenskeletts aufgezeigt worden. Anlässlich der letzten Kontrolle vom 29. Oktober 2014 seien unter der seit September 2014 eingeleiteten biologischen Behandlung mit
Ustekinumab
weder klinisch noch
sonographisch
Synovitiden
der Hände nachgewiesen worden. Auch der schwere Hautbefall i
m
Bereich beider Hände sei deutlich
regredient
. PD
Dr.
F._
berichtete weiter, die angestammte schwere Tätig
keit
sei angesichts der bestehenden degenerativen Veränderungen nicht mehr zumutbar. Eine leichte, wechselbelastende Arbeit könne dem Beschwerde
führer hingegen ganztags zugemutet werden, wobei von einer
Leistungsmin
derung
von circa 20
%
aufgrund der zunehmenden Beschwerden im
Tages
verlauf
und der vermehrten Pausen ausgegangen werden müsse (S. 2 f.).
3.2.5
Gestützt auf die Ergebnisse ihrer internistischen, psychiatrischen, rheumatolo
gischen und dermatologischen Untersuchung nannten die Exper
ten des
Z._
in ihrem Gutachten vom
17. August 2015 (
Urk.
6/167/1-41
) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 37):
Depressive Störung, leichtes bis mittelgradiges Ausmass (ICD-10 F32.0)
Psoriasis
vulgaris
Psoriasisarthritis
mit peripherem Gelenksbefall und axialem Befall laut Akten
Basistherapie mit
Leflunomid
seit 2013
zusätzlich dermatologische Therapie mit
Stelara
seit Oktober 2014 (ICD-10 M40.5)
Chronisch rezidivierendes
Lumbovertebral
-Syndrom bei degenerati
ven LWS-Veränderungen (
Osteochondrose
LWK5/S1)
Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilten sie nachstehende Diag
nosen (S. 37):
Status nach Os
metatarsale
II-Fraktur rechts am 15. Dezember 2014
persistierendes lokales Schmerzsyndrom unklarer Ursache
Spreizfüsse
klinisch Verdacht auf beginnende Grosszehengrundgelenksarthrose rechts
Die internistische Untersuchung habe – so
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH
für Allgemeine Innere Medizin –
das Bild eines sehr freundlichen und diffe
renzierten Versicherten ergeben, der die Anamnese korrekt wiedergegeben habe. Es habe ein regelmässiger Puls bestanden. Es
seien
nur minimale Pso
riasis
vulgaris
Herde ersichtlich gewesen. Der Beschwerdeführer habe vor kurzer Zeit die letzte
Stelara
Injektion erhalten. Das Abdomen sei unauffällig gewesen (S. 14).
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, schil
derte in seinem psychiatrischen Fachgutachten, in der Untersuchung finde sich ein eher wenig kooperativer, nur knapp und oberflächlich Auskunft ge
bender Beschwerdeführer, der kaum vorbereitet zur Untersuchung erscheine und auch die verlangten Unterlagen nur teilweise und rudimentär ausgefüllt
habe.
Er wirke
dysphorisch
verstimmt und mache nur knappe sowie
wenig differenzierte Angaben. Er erscheine affektiv vermindert moduliert und psychomotorisch leicht verlangsamt. Er beklage sich über eine erhöhte Ner
vosität, Anspannung und ein gereiztes Verhalten, was sich vorwiegend im familiären Rahmen zeige. Gemäss seinen Angaben verhalte er sich tagsüber sehr passiv und ziehe sich zurück. Er sei aufgrund der Körperbeschwerden eingeschränkt und meide soziale Kontakte. Er lese allenfalls die Zeitung und schaue viel fern. Er liege viel und nachts kämpfe er mit Schlafstörungen
(S. 20)
.
Zusammenfassend führte der Gutachter aus, es könne bestätigt werden, dass der Beschwerdeführer offensichtlich grosse Mühe habe, einen adäquaten Umgang mit der Psoriasis-Erkrankung zu finden. Weiterhin müsse bemerkt werden, dass er in die hiesigen Verhältnisse eher sch
lecht integriert sei. Er spreche
zwar die hiesige Sprache recht gut, doch würden kaum soziale Kon
takte bestehen. Es mache ihm zu schaffen, dass er als Vater und Ehemann versagt habe, indem er nur wenig zum Unterhalt der Familie beitragen könne. Er reagiere
dysphorisch
-gereizt und es mache sich eine gewisse de
pressive Symptomatik bemerkbar. Im Grunde genommen handle es sich um eine Anpassungsstörung im Rahmen der belastenden Situation, die aufgrund des prolongierten Verlaufes als depressive Entwicklung interpretiert werden müsse. Der Beschwerdeführer möchte aus finanziellen Überlegungen keine psychiatrische Therapie durchführen. Es habe sich jedoch hintergründig her
auskristallisiert, dass er der Meinung sei, dadurch die Problematik nicht lösen zu können. Es zeige sich auch in der heutigen Untersuchung, dass er kaum motiviert sei, aktiv eine Verbesserung zu erzielen. Seine
Bewältigungsstrate
gien
müssten allgemein als gering eingestuft werden, was angesichts der an
geblichen Bildung doch erstaune. Es könne erwartet werden, dass eine bes
sere Stabilisierung erzielt werden könnte, wenn sich der Beschwerdeführer aktiv an therapeutischen Massnahmen beteiligen würde. Der Beschwerde
führer sei
– so
Dr.
H._
–
als vermindert belastbar einzustufen. Er dürfte im Verlaufe des Tages mit kognitiven Beeinträchtigungen kämpfen
und et
was verlangsamt sein. Ihm
sollte aber eine einfach strukturierte Tätigkeit ohne Übernahme von Verantwortung und ohne erhöhten Zeitdruck möglich sein, wobei eine Leistungseinschränkung von etwa 30
%
anzunehmen sei (S. 20 f.).
Dem rheumatologischen Teilgutachten von
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Rheumatologie, kann entnommen werden, dass entsprechend den Anga
ben von PD
Dr.
F._
gemäss den vorliegenden Laborwerten seit Oktober 2014
keine systemischen Entzündungszeichen mehr nachgewiesen w
u
rden. Es bestehe aus rheumatologischer Sicht ein günstiger Verlauf der
Psoriasis
arthritis
, zumindest seit Oktober 2014
,
w
obei auch zuvor aufgrund der rheu
matologischen Aktenlage keine ausgeprägten Entzündungszeichen erwähnt gewesen seien.
D
ie Beurteilung des behandelnden Rheumatologen vom
24. November 2014
sei
zu bestätigen. Aufgrund der chronisch- entzündlichen Gelenksveränderungen und auch der chronischen Entzündungen an der Wir
belsäule bestehe bezüglich des Bewegungsapparates eine verminderte Belast
barkeit, weswegen die angestammte Tätigkeit
mit Umzugsarbeiten
nicht mehr zumutbar sei
(S. 28)
. Wiederum in guter Übereinstimmung mit den Angaben des behandelnden Rheumatologen erscheine auch aus gutachterlicher Sicht eine leichte wechselbelastende Tätigkeit zu 80
%
möglich im Sinne einer Leistungsverminderung um 20
%
. Diese Aussage gelte entsprechend den An
gaben in den Akten seit September 2014. Denn seit damals sei es offenbar zu einer Reduktion der entzündlichen Verän
derungen gekommen. V
on 2010 bis September 2014 sei von einer etwas geringeren Arbeitsfähigkeit auszugehen; dies im Sinne eines zumutbaren Pensums von geschätzt 50
%
. Schliesslich – so der Gutachter weiter – sei es am 15. Dezember 2014 zu einer
Mittelfuss
fraktur
Strahl II rechts gekommen. Gemäss Aktenlage handle es sich dabei um eine
undislozierte
Fraktur. Klinisch würde kein wesentlicher pathologi
scher Befund mehr vorliegen. Das
Gaenslen
-Zeichen sei am rechten Fuss noch positiv, jedoch bestehe eine eher diffuse
Druckdolenz
. Zudem sei darauf hinzuweisen, dass das Gangbild symmetrisch sei, d.h. es erfolge kein Hinken
(S. 29)
. Aus rheumatologischer Sicht führe die Fraktur nur zu einer kurzfris
tigen zusätzlichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in der Grössenord
nung von etwa zwei Monaten. Seither sei eine wechselbelastende Tätigkeit, insbesondere eine Tätigkeit mit der Möglichkeit auch länger zu sitzen, im obigen Ausmass von 80
%
zumutbar. Es sei dem Beschwerdeführer durchaus auch zumutbar, ein entzündungshemmendes Schmerzmittel mit längerer Wirkdauer einzunehmen als das aktuell verwendete
Ponstan
. Dadurch wäre mit einer noch etwas besseren analgetischen Wirkung bezüglich des rechten Mittelfusses zu rechnen. Zusammenfassend hielt der Experte fest, beim Be
schwerdeführer liege eine
Psoriasisarthritis
mit peripherem und axialem Be
fall vor, die gemäss Aktenlage seit 2010 symptomatisch sei. Seit Oktober 2014 bestehe ein günstiger Verlauf mit
klinisch
und auch labormässig nur noch geringer Entzündungsaktivität (S.
30
).
Im dermatologischen Fachgutachten gab
Dr.
med.
J._
, Facharzt FMH für Dermatologie
, an,
der Beschwerdeführer leide an einer Psoriasis
vulgaris
, die sehr therapieresistent sei. Erst seit er das
Biologicum
Stelara
erhalte, gehe es ihm deutlich besser. Klinisch würden vor allem im Bereich der Finger noch
Psoriasisveränderungen
imponieren mit Bildung von schmerzhaften Rhaga
den. Der Beschwerdeführer habe darauf verwiesen, dass der Hautzustand ak
tuell relativ gut sei. Dies könne sich aber rasch ändern; vor allem dann, wenn eine externe mechanische Reizung dazu käme
(S. 35)
. Angesichts der in den letzten Monaten aufgetretenen deutlichen Verbesserung, bedingt durch die Therapie mit
Stelara
, und der aktuell nicht sehr ausgeprägten Pso
riasis im Bereich der Hände sei der Beschwerdeführer aus dermatologischer Sicht zu 100
%
arbeitsfähig in einer adaptierten Tätigkeit, das heisse ohne mechanische Belastungen und regelmässige Feuchtkontakte (S. 3
6
).
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit führten die involvierten Spezialärzte zusam
menfassend aus, dem Beschwerdeführer sei seine körperlich schwere, ange
stammte Arbeit seit 2010 nicht mehr zumutbar. Eine leichte
wechselbelas
tende
Tätigkeit sei seit 2010 zu 50
%
, seit Juni 2014 zu 70
%
möglich. Der Beschwerdeführer benötige
neben medikamentösen
dringend psychothera
peutische Massnahmen, wobei diesbezüglich keine Motivation bestehe. Es sei zu erwarten, dass sich mit den entsprechenden Massnahmen der psychische Zustand des Beschwerdeführers verbessere (S. 40).
4.
4.1
Aus den der angefochtenen Verfügung zugrunde liegenden medizinischen Akten geht – insbesondere aufgrund des in diagnostischer Hinsicht überzeu
genden
Medas
-Gutachtens – eine gesundheitliche Verschlechterung seit der erstmaligen Rentenverweigerung hervor. So erhoben die
Z._
-Experten als neue Diagnosen unter anderem eine depressive Störung (leichtes bis mittel
gradiges Ausmass)
,
eine
Psoriasisarthritis
sowie ein chronisch rezidivierendes
Lumbovertebral
-Syndrom bei degenerativen LWS-Veränderungen (
Urk.
6/
167/1-41 S. 37).
4.2
Was die Auswirkung der – invalidenversicherungsrechtlich relevanten – physi
schen Beschwerden auf das funktionelle Leistungsvermögen anbelangt, ist gestützt auf die schlüssige Einschätzung der für die Beurteilung des so
matischen Gesundheitszustands zuständigen
Z._
-Experten von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
nurmehr
in einer behinderungsangepassten Tätig
keit mit einer Leistungseinschränkung von 20 % seit September 2014 auszu
gehen (vgl.
hiezu
Urk. 6/167/1-41 S. 29 und S. 36). Sie verwiesen insbeson
dere in Bezug auf die
Psoriasisarthritis
auf den fehlenden Nachweis von sys
temischen Entzündungszeichen. Diese Einschätzung lässt sich ohne Weiteres vereinbaren mit der Beurteilung de
s Hausarztes
Dr.
A._
vom 2.
Oktober 2014 (
Urk.
6/148 S. 5) und derjenigen des Rheumatologen PD
Dr.
F._
vom 24. November 2014 (Urk. 6/156/6-9 S. 3).
Die vom rheumatologischen Experten in Bezug auf die Mittelfussfraktur abge
gebene Prognose der Arbeitsfähigkeit wird durch den im
unfallversi
cherungsrechtlichen
Verfahren e
ingeholten Bericht von Dr. med.
K._
, Leitender Arzt am
L._
, vom 25.
August 2015 nicht in Frage gestellt (
Urk.
6/177 S. 8). Auch die im Zusammenhang mit der
Fuss
verletzung
erhobenen Befunde weisen im Vergleich zur gutachterlichen Be
urteilung – der Status nach Os
metatarsale
II-Fraktur rechts am 15. Dezember 2014 wird grundsätzlich ohnehin als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt (
Urk.
6/167/1-41 S. 37) – auf keine weitere Einschränkung des funktionellen Leistungsvermögens hin. Hierbei ist einleuchtend, dass die dis
krete, nicht-dislozierte Fussfraktur (
Urk.
6/167 S.
44)
nur
kurzfristig zu einer zusätzlichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führt. Entgegen den ent
sprechenden Ausführungen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 3) lassen die Beschwerden aufgrund der Mittelfussfraktur damit den Schluss auf eine le
diglich noch bestehende Arbeitsfähigkeit von 70
%
nicht zu, zumal der be
treffenden
Medas
-Beurteilung eine Gesamtbeurteilung – d.h. unter Einbezug der psychischen Beschwerden – zugrunde liegt („Gesamtmedizinisch ist fest
zuhalten [...]“; Urk. 6/167/1-41 S. 40).
4.3
Betreffend die psychische Symptomatik deutet die Beurteilung des psychiatri
schen Gutachters daraufhin, dass er selbst seine Einschätzung
der Arbeitsfä
higkeit
als nicht gesichert betrachtet („[...] er dürfte im Verlaufe des Tages mit kognitiven Beeinträchtigungen kämpfen und etwas verlangsamt sein. Es sollte ihm aber eine einfach strukturierte Tätigkeit ohne Übernahme von Ver
antwortung und ohne erhöhtem Ze
itdruck möglich sein [...]“; Urk.
6/167/
1-41 S. 21). Zudem stimmt die Diagnose einer depressiven Störung, leichtes bis mittelgradiges Ausmass, nicht mit der von ihm angegebene
n Klassifikation aus dem ICD-10-
System
überein, umfasst doch ICD-10 F32.0 einzig eine leichte depressive Episode.
Weitere Abklärungen
hiezu
erübrigen sich indes. Denn nach der
bundesgericht
lichen
Rechtsprechung ist eine invalidisierende Wirkung einer
leichten respektive mittelschweren depressiven Störung – sofern die depres
sive Symptomatik nicht ohnehin in invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten ungünstigen psychosozialen Faktoren ihre hinreichende Erklärung findet (vgl.
Urk.
6/167/1-41 S. 18 f.) – zwar nicht schlechthin auszuschlies
sen. Deren Annahme bedingt jedoch, dass eine konsequente
Depressionsthe
rapie
befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist. Fehlt es daran, ist in der Regel keine invalidisierende Wirkung des
Gesundheitsscha
dens
anzunehmen (vgl. etwa Urteile des Bundesgerichts 9C_863/2015 vom 7. Januar 2016 E. 1, 8C_303/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 4.4 mit weiteren Hinweisen und 9C_369/2014 vom 19. November 2014). Es sind daher die Umstände des konkreten Falls zu berücksichtigen.
Vorliegend kann von einer Ausschöpfung der therapeutischen und medika
mentösen Behandlungsmöglichkeiten nicht gesprochen werden. Eine ambu
lante Therapie findet aktuell nicht statt. Diesbezüglich ist nicht ersichtlich, inwiefern die finanziellen Verhältnisse einer solchen entgegenstehen sollten (
Urk.
6/167/1-41 S. 12), zumal infolge der wegen der weiteren Beschwerden durchzuführenden medizinischen und medikamentösen Behandlungen (Urk. 6/167/1-41 S. 13 f., S. 17, S. 23, S. 26, S. 33 und S. 35) die Obergrenze der durch den Beschwerdeführer selbst zu
tragenden Krankheitskosten wohl erreicht ist
(vgl. für das Jahr 2015 Urk
.
13)
und die Prämie für die obligato
rische Krankenversicherung durch die
Stadt Winterthur bezahlt wird
(
Urk.
11/7)
. Unbestimmt ist zudem die grundsätzliche Therapiemotivation de
s Beschwerdeführers (Urk.
6/167/1-41 S. 21
und S. 40
). Eine (teil-)stationäre Behandlung wurde – soweit aktenkundig – sodann bislang noch keine durchgeführt. In Anbetracht der fehlenden Therapiebemühungen kann dem Leiden des Beschwerdeführers keine invalidisierende Wirkung zuerkannt werden (vgl. zum Zusammenwirken von Recht und Medizin E. 1.2.2).
4.4
Nach dem Gesagten ist von einer – im Vergleich zur der letzten
rentenableh
nenden
Verfügung zugrunde liegenden Beurteilung – weitergehenden Ein
schränkung der Leistungsfähigkeit auszugehen. Der Beschwerdeführer ist
nurmehr
in einer angepassten Tätigkeit
zu
100
%
a
rbeitsfähig mit einer Leistungseinschränkung von 20 %.
Zu prüfen bleibt damit, ob die Minderung der Arbeitsfähigkeit zu einem
renten
begründenden
Invaliditätsgrad führt.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Einkommensver
gleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu er
folgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Zur Errechnung der Erwerbseinbusse stellte die Beschwerdegegnerin dem – mangels verlässlicher Lohnquellen
(vgl. dazu etwa
Urk.
6/135-136)
– anhand von Tabellenlöhnen ermittelten
Valideneinkommen
von
Fr.
66‘621.50 ein ebenfalls auf der LSE
2012
basierendes und unter Beachtung eines
leidensbe
dingten
Abzugs von 10
%
ermitteltes Invalideneinkommen von
Fr.
47‘967.-- gegenüber (
Urk.
2 S. 2
; vgl. auch
Urk.
6/169
). Der Beschwerdeführer hinge
gen verlangt, dass ein Leidensabzug von 20
%
zu berücksichtigen sei (
Urk.
1 S. 3 f.).
5.3
Wie es sich damit verhält, braucht indes nicht weiter geprüft zu werden. Selbst wenn der Invaliditätsberechnung das vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestrittene
Valideneinkommen
von
Fr.
66‘621.50 zu Grunde gelegt würde und das gleichermassen ermittelte, au
f einer Arbeitsfähigkeit von 80
% beruhende Invalideneinkommen um 20
%
gekürzt würde, resultierte kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (
Valideneinkommen
:
Fr.
66‘621.50; Invalideneinkommen: Fr. 42‘637.75; Invaliditätsgrad: 36
%
). Ein
rentenaus
schliessender
Invaliditätsgrad ergibt sich auch, wenn vom zuletzt in einem Arbeitspensum von 50
%
erzielten monatlichen Erwerbseinkommen von
Fr.
2‘376.-- (vgl.
Urk.
1 S. 4
und
Urk.
6/146
) respektive be
i einer Arbeitsfä
higkeit von 80
% von einem solchen – unter Beachtung eines Leidensabzugs von 10
%
(vgl.
Urk.
1 S. 4) – von
Fr.
3‘421.45
(=
Fr.
2‘376.
--
x 2 x 0.8 x 0.9)
und einem fehlenden 13. Monatslohn ausgegangen wird (
Valideneinkom
men
:
Fr.
66‘621.50; Invalideneinkommen: 12 x Fr. 3‘421.45 =
Fr.
41‘057.40; Invaliditätsgrad: 38
%
).
Zu ergänzen bleibt, dass aufgrund des Alters des Beschwerdeführers sowie seiner Arbeitslosigkeit in der Regel kein Abzug angezeigt wäre (Urteil des Bundesgerichts 8C_594/2011 vom 20. Oktober 2011 E. 5 mit weiteren Hin
weisen). Auch der Umstand, dass dem Beschwerdeführer die Arbeit ganztags zumutbar ist mit einer Leistungseinschränkung von 20
%
rechtfertigt
praxis
gemäss
kein über die Berücksichtigung der eingeschränkten Leistungsfähig
keit und damit des Rendements hinaus gehender Abzug (Urteile des Bundes
gerichts 8C_20/2012 vom 4. April 2012 E. 3.2, 8C_7/2014 vom 10. Juli 2014 E. 9.2 und 8C_7/2015 vom 27. April 2015 E. 5.2.3). Hinzu kommt, dass der tatsächlich erzielte Verdienst nur dann als Invalidenlohn
heranzuziehen ist
, wenn nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, was beim Beschwerdeführer gerade nicht der Fall ist. Ausserdem müsste
– was vorliegend auch nicht der Fall wäre –
auch das kumulativ zu erfüllende Er
fordernis der zumutbaren vollen Ausschöpfung der Restarbeitsfähigkeit er
füllt sein (vgl. zum Ganzen BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/
aa
mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21. August 2006 E. 4.2).
6.
Zusammenfassend ist die angefochtene Verfügung nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
7.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Als bedürftig gilt eine Person, wenn sie ohne Beein
trächtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhalts nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu be
streiten, wobei die Einkommens- wie die
Vermögens
verhältnisse
beider Ehegat
ten zu berücksichtigen sind (Urteil des Bundesge
richts 9C_617/2009 vom 15. Januar 2010 E. 6.2.1 mit Hinweisen). Grund
sätzlich obliegt es der
gesuch
stellenden
Person, ihre Einkommens- und
Ver
mögensverhältnisse
umfassend darzustellen und soweit wie möglich auch zu belegen (BGE 120
Ia
179 E. 3a).
7.2
Mit seiner Beschwerde vom 4. Januar 2016 ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2). Mit Verfügung vom 1
2.
Januar 2016 wurde der Versicherte ausdrücklich aufgefordert, das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit vollständig
ausgefüllt
und unter Beilage sämtlicher Belege zur finanziellen Situation (wie
Lohn
ausweise
, Bankauszüge, Mietverträge, Versicherungsverträge, Rechnungen, Quittungen, Steuererklärungen, zu Unterhaltsleistungen verpflichtende Ge
richtsurteile, Fürsorgeentscheide samt Bedarfsberechnung etc.) einzureichen
(Urk. 3). Der
Beschwerdeführer reichte hierauf
, nach mehreren
Fristerstre
ckungen
,
am 4. April 2016
das Formular ein
(Urk. 10)
.
Darin gab er an, er beziehe keine wirtschaftliche Hilfe, er verfüge über kein Vermögen
und
we
der er noch seine Ehe
frau würden Einkünfte erzielen. Auf der Ausgabenseite machte er einzig ein
en monatlichen Mietzins von Fr.
1‘671.-- geltend, wobei er sich aber an dessen Bezahlung nicht beteilige. Zu den Akten gab er ein Schreiben seiner Rechtsschutzversicherung vom 29. Dezember 2015, wonach für die vorliegende Streitigkeit keine Leistungsdeckung bestehe (
Urk.
11/2), ein Schreiben der
Vermieterin
über die Mietvertragsänderung mit Wirkung ab 1. April 2012 (
Urk.
11/3), eine Prämienübersicht der Helsana Versicherun
gen AG vom Oktober 2015 (Urk. 11/4),
Taggeldabrechnungen der S
uva
(
Urk.
11/5), Schreiben der S
uva
vom 1. Dezember 2015 und 11. Januar 2016 betreffend die Einstellung der Versicherungsleistungen
per 1. Dezember 2015
(
Urk.
11/5), eine Lohnabrechnung
seiner Ehefrau
f
ür Dezember 2015 (
Urk.
11/6), ein Schreiben der Stadt Winterthur vom 28. Januar 2016 über die Prämienübernahme der obligatorischen Krankenversicherung vom 1. Januar bis am 31. Dezember 2016 (
Urk.
11/7), die Steuererklärung 2014 (
Urk.
11/8 [o
hne Beilagen]) sowie eine am 1.
Januar 201
6
erstellte Bescheinigung für das Sparkonto des Beschwerdeführers (
Urk.
11/9). Am 21. April 2016 reichte er zudem die Steuererklärung 2015 ein (
Urk.
1
3/1
).
Als Beilagen dazu finden sich unter anderem ein seine Ehefrau betreffender Lohnausweis über den 2015 erzielten Lohn
(
Urk.
13/2-3)
, Bescheinigungen vom 1. Januar 201
6 für ein Spar- und Privatkonto
(
Urk.
13/5-6)
und
eine den Beschwerdeführer be
treffende Abrechnung der Arbeitslosenkasse für im 2015 ausgerichtete Leis
tungen (
Urk.
13
/10
).
Vor diesem Hintergrund
ist ersichtlich, dass das Formular wahrheitswid
rig
und unvollständig
ausgefüllt ist.
Der Beschwerdeführer do
kumentierte
nicht nachvollziehbar
, wie er seinen Lebensaufwand bestreitet.
Er hat es auch unterlassen, das Gericht über den Ausgang des Gesuchs um Sozialhilfe (
Urk.
10 S. 3) zu informieren. In Anbetracht des angeblich fehlen
den Erwerbseinkommens bleibt unklar, weshalb beim Beschwerdeführer im Jahr 2015 Berufsauslagen in der Höhe von
Fr.
3‘200.-- angefallen sein sollen (
Urk.
13/1 S. 6) und wie er - trotz der beengten finanziellen Verhältnisse - einen Einkauf in die Säule 3a vorgenommen hat (Urk. 13/4).
Eine Person, die ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellt, hat ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse darzulegen und sich zur Sache sowie über ihre Beweismittel zu äussern (
§
28
lit
. a des Gesetzes über das
So
zialversicherungsgericht
in Verbindung mit
Art.
119
Abs.
2 Satz 1
der Zivil
prozessordnung
). Im Verfahren betreffend die unentgeltliche Rechtspflege gilt ein durch die umfassende Mitwirkungsobliegenheit eingesc
hränkter
Untersu
chungsgrundsatz
.
Der Gesuchsteller hat zur Erfüllung seiner
Mitwirkungsob
liegenheit
zunächst seine Einkommens- und Vermögensverhältnisse darzule
gen und zu belegen. Die mit dem Gesuch befasste Behörde hat danach weder den Sachverhalt von sich aus nach jeder Richtung hin abzuklären, noch un
besehen alles, was behauptet wird, von Amtes wegen zu überprüfen. Sie muss den Sachverhalt nur dort (weiter) abklären, wo noch Unsicherheiten und Unklarheiten bestehen, sei es, dass sie von einer Partei auf solche hin
gewiesen wird, sei es, dass sie solche selbst feststellt (Urteil
des Bundesge
richts 4A_274/2016 vom 1
9.
Oktober 2016 E. 2.3).
Der Beschwerdeführer ist seiner Mitwirkungspflicht im Zusammenhang mit der Darstellu
ng seiner Einnahmen und Aus
gaben
offensichtlich unzureichend nachgekommen und hat die Diskrepanzen nicht erläutert. Wenn er das Ge
richt um eine weitere Frist zur allfälligen Vervollständigung der Akten er
sucht (Urk. 9), verkennt der Beschwerdeführer, dass die Rechtswohltat der Nachfrist nicht dazu dienen kann, eine nachlässige Substantiierung zu ver
bessern.
Unter diesen Umständen kann dem Gesuch um unentgeltliche
Prozessfüh
rung
mangels hinreichender Substantiierung der Bedürftigkeit nicht stattge
geben werden (vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_173/2016 vom 1
7.
Mai 2016 E. 5).
7.3
Die Kosten Verfahrens sind auf Fr.
8
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).