# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5b369e86-7b2b-4dc8-8e9b-07e05c19acdf
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A.a. Die Liegenschaft "C._" in D._ wurde in den 60-er Jahren des letzten Jahrhunderts gebaut. Sie ist in Stockwerkeigentum im Sinne von Art. 712a ff. ZGB aufgeteilt. A._ ist Eigentümerin der Stockwerkeinheit Nr. E._ mit Sonderrecht an der 31⁄2-Zimmerwohnung Nr. 7, die sich im Erdgeschoss befindet.
A.b. Der Eingang zur Liegenschaft befindet sich im Untergeschoss und ist über eine Aussentreppe erreichbar. Anlässlich der ordentlichen Versammlung vom 5. April 2019 beschloss die B._ mit qualifiziertem Mehr nach Köpfen und Wertquoten, einen neuen Hauptzugang auf Höhe des Erdgeschosses mit Lift sowie einen Nebeneingang im Kellergeschoss für Velos zu erstellen (Traktandum 5.2). Weiter beschloss die Stockwerkeigentümerversammlung die Finanzierung und Kostenverteilung dieser Baumassnahme sowie die Delegation von Entscheidungen an einen Ausschuss bei der Realisierung des Bauprojekts (Traktanden 5.3 und 5.4). A._ stimmte gegen das Bauprojekt bzw. gegen die Traktanden 5.2-5.4.
B. Am 30. April 2019 focht A._ die Beschlüsse der Stockwerkeigentümerversammlung vom 5. April 2019 mittels Schlichtungsgesuchs bei der Schlichtungsbehörde der Region Maloja an. Da die B._ der Schlichtungsverhandlung unentschuldigt fernblieb, stellte die Schlichtungsbehörde A._ am 28. Juni 2019 die Klagebewilligung aus.
C. Mit Eingabe vom 30. September 2019 erhob A._ gegen die B._ Klage beim Regionalgericht Maloja. Ihr Rechtsbegehren lautete folgendermassen:
1. Die Beschlüsse von Traktandum 5.2, 5.3 und 5.4 der  vom 5. April 2019 seien insofern aufzuheben, als dass sie die Erstellung eines neuen Hauptzugangs mit Anbau eines Lifts betreffen.
2. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. 7.7 % MwSt. zu Lasten der Beklagten, wobei die Klägerin von der Kostenverteilung auszunehmen ist.
In ihrer Klageantwort vom 6. Februar 2020 beantragte die B._ die kostenfällige Abweisung der Klage, soweit auf diese eingetreten werden könne.
D. Am 20. Oktober 2020 führte das Regionalgericht Maloja einen Augenschein durch. Im Anschluss fand die Hauptverhandlung statt. Noch am gleichen Tag fällte das Regionalgericht Maloja folgenden Entscheid:
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1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten von insgesamt CHF 8'400.-, bestehend aus der Pauschale für das Schlichtungsverfahren von CHF 400.- und aus einer Entscheidgebühr von CHF 8'000.-, werden vollumfänglich der Klägerin auferlegt und mit ihrem Kostenvorschuss verrechnet. Der Fehlbetrag von CHF 5'400.- wird ihr in Rechnung gestellt.
3. Die Klägerin wird verpflichtet, die Beklagte mit pauschal CHF 8'000.- ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations