# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ac543753-aaec-4cf2-9963-a408860b9cde
**Court:** SO_OG
**Chamber:** SO_OG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** SO / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

In Sachen
A._
,
Beschwerdeführer
gegen
Betreibungsamt Olten-Gösgen
,
Beschwerdegegner
betreffend
Berechnung des Existenzminimums
zieht die Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs in
Erwägung
:
I.
1. Mit Eingabe vom 10. April 2022 erhebt A._ als Schuldner Beschwerde gegen die Existenzminimumberechnung des Betreibungsamtes Olten-Gösgen vom 1. April 2022 und rügt im Wesentlichen, das Einkommen von CHF 6'000.00 sei falsch, so stünden ihm nur CHF 3'000.00 pro Monat zur Verfügung. Zudem seien in der Berechnung die 800.00 Euro nicht berücksichtigt worden, welcher er monatlich als Anteil an die Miete überweisen müsse. Sodann sei sein Sohn B._ ebenfalls nicht eingerechnet worden. Des Weiteren sei die Quellensteuer nicht in Abzug gebracht worden. Zudem müsse er monatlich eine Rate von CHF 117.00 an den Kanton Aargau sowie CHF 100.00 pro Anwalt abzahlen. Er schlage vor, ab Mai die ausstehende Forderung in drei bzw. zwei Raten abzuzahlen.
2. Mit Beschwerdeantwort vom 21. April 2022 schliesst das Betreibungsamt auf Abweisung der Beschwerde.
II.
1. Wie aus der angefochtenen Existenzminimumberechnung sowie der Anzeige an den Arbeitgeber betreffend Lohnpfändung vom 1. April 2022 ersichtlich, wird der das Existenzminimum von CHF 2'485.00 übersteigende Betrag des Beschwerdeführers gepfändet. Somit ist das Existenzminimum des Schuldners ungeachtet der Höhe des in der Existenzminimumberechnung eingetragenen Einkommens stets gewahrt. Demnach spielt auch das vom Beschwerdeführer geltend gemachte tiefere Einkommen diesbezüglich keine Rolle. Wie sodann das Betreibungsamt in seiner Beschwerdeantwort zurecht ausgeführt hat, ist die Quellensteuer eine Steuer, die direkt vom Einkommen ausländischer Arbeitnehmer abgezogen wird, womit die diesbezügliche Rüge des Beschwerdeführers nicht zutreffend ist.
2. Wie aus dem Pfändungsprotokoll vom 31. März 2022 ersichtlich, besteht bezüglich des Sohnes B._ noch kein Urteil und die Alimente werden nicht bezahlt. Da nur Auslagen eingerechnet werden, welche der Schuldner nachweislich bezahlt, ist es somit nicht zu beanstanden, dass das Betreibungsamt allfällige Unterhaltsbeiträge zugunsten des Sohnes B._ bislang nicht eingerechnet hat. Was sodann die geltend gemachten Zahlungen an den Mietzins von 800.00 Euro betrifft, handelt es sich hierbei gemäss Angaben des Betreibungsamtes um Zahlungen des Beschwerdeführers an seine Ex-Frau. Diese Zahlungen sind aber weder nachgewiesen noch ist erstellt, dass der Beschwerdeführer zu deren Zahlung verpflichtet ist. Somit ist es ebenfalls nicht zu beanstanden, dass diese vom Betreibungsamt bislang nicht berücksichtigt wurden.
3. Des Weiteren können die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Abzahlungen vorliegend nicht ins Existenzminimum eingerechnet werden, da dies eine unzulässige Gläubigerbevorzugung darstellen würde.
Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass das Betreibungsamt nicht von sich aus eine weit tiefere Pfändungsquote bzw. Ratenzahlungen anordnen kann, zumal sich hier bei allfälliger Uneinbringlichkeit der Forderung Haftungsfragen stellen könnten.
4. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen. Das Beschwerdeverfahren ist nach Art. 20a SchKG und Art. 61 Abs. 2 lit. a GebV SchKG unentgeltlich. Die Ausrichtung einer Parteientschädigung kommt nicht in Betracht (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).
Demnach wird
erkannt
:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.

## Considerations