# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 84e73c18-249f-4f75-8937-8db64e0c4a0a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. B. ist am 12. April 1945 in X. geboren. Er ist unverheiratet und wohnt zusammen mit C., unverheiratet, geboren am 28. Mai 1951 in Rastatt, Bundesrepublik Deutschland, auf dem X. in Y.. Gemäss Auskunft des Gemeindesteueramtes Y. vom 6. Oktober 2009 verfügt B. über ein steuerbares Einkommen von Fr. 35’000.- (Bund) beziehungsweise von Fr. 27'700.- (Kanton) und ein steuerbares Vermögen von Fr. 345’400.-. Daneben kann er ein Reinvermögen von Fr. 387'474 ausweisen. C. verfügt weder über steuerbares Einkommen noch über steuerbares Vermögen. Ihr Reinvermögen beträgt Fr. 30'573.-. Weder B. noch C. sind im Schweizerischen Zentralstrafregister verzeichnet.
B. Am 2. Mai 2009 schrieben B. und C. an ihren Nachbarn E. einen Brief mit der Überschrift „Verwarnung“. In diesem Schreiben werden zwei Vorfälle näher beschrieben, welche sich zwischen C., deren Hündin F. und E. zugetragen haben. Der erste Vorfall habe sich am 24. Mai 2008 ereignet. Nachdem F. die Katze von E. in einen Schopf gejagt habe, habe E. C. angeschrien, sollte dies noch einmal vorkommen, werde er den Hund zerfetzen. Ähnliches habe sich am 28. April 2009 zugetragen. Als C. vor dem Haus darauf gewartet habe, bis F. ihr Geschäft verrichtet habe, sei E. mit erhobenen Fäusten und Schimpfworten auf den Hund los gestürmt. Er habe C. gedroht, er warte nur darauf von F. gebissen zu werden, dann habe er einen Grund, diese und auch C. „kaputt“ zu machen. C. und B. führten schliesslich aus, E. könne es nicht lassen, sie und ihren Hund immer wieder zu provozieren und darum würden sie reagieren, bevor etwas passiere. Zudem baten sie ihn, in Zukunft solche Ausrastungen und Attacken gegen sie zu unterlassen und führten weiter aus, in seiner Position als Vollzugsangestellter beim Kanton Graubünden sollte er als Vorbild auftreten und anständig mit seinen Lohngebern umgehen. Dieser Brief wurde als Kopie auch an die Kantonspolizei Graubünden und an den Arbeitgeber von E., G., _, verschickt.
C. Am 22. Mai 2009 instanzierte E. beim Kreisamt Thusis eine Klage gegen B. und C. wegen Ehrverletzung und Verleumdung.
D. Im Rahmen der Sühneverhandlung vom 14. Juli 2009 konnte keine Einigung zwischen den Parteien erzielt werden. Nachdem E. innert Frist keine Klageergänzung eingereicht hatte, wurden B. und C. mit Schreiben vom 11. August 2009 zur Vernehmlassung aufgefordert. Mit Eingabe vom 31. August 2009 wurden handschriftliche Notizen von C. eingereicht, welche aufzeigen sollen, dass
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schleichende Provokationen über längere Zeit vorgefallen seien. Des Weiteren wird noch einmal darauf hingewiesen, dass man durchaus bereit sei, sich beim Arbeitgeber von E., dem _, schriftlich erkenntlich zu zeigen, wie man es bereits anlässlich der Sühneverhandlung vom 14. Juli 2009 anerboten habe.
E. In der Folge führte der Kreispräsident Thusis die Untersuchungen durch. Insbesondere wurden C. und B. als Angeschuldigte einvernommen. Die Untersuchung wurde mit Verfügung vom 6. Oktober 2009 für geschlossen erklärt.
F. Mit Anklageverfügung vom 20. Oktober 2009 versetzte der Kreispräsident Thusis B. und C. wegen übler Nachrede im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) in Anklagezustand und überwies den Fall dem Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein zur Beurteilung.
G. Mit Urteil vom 14. Januar 2010, mitgeteilt am 28. Januar 2010, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein was folgt:
„1. A. und C. sind schuldig der üblen Nachrede im Sinne von Art. 173 Abs. 1 StGB.
2. A. wird zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je CHF 60.00 bedingt auf zwei Jahre sowie zu einer Busse von CHF 300.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von fünf Tagen verurteilt.
3. C. wird zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je CHF 10.00 bedingt auf zwei Jahre sowie zu einer Busse von CHF 100.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 10 Tagen verurteilt.
4. (Kostenfolge).

## Considerations