# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ca227d45-41f3-4858-a77e-474eedd97eea
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1975 geborene
X._
, ohne Berufsausbildung und Vater eines 2009 geborenen Kindes, arbeitete
zuletzt
seit
2016
teilzeitlich
als Taxichauffeur
bei Y._
(
Urk.
7/24
,
Urk.
7/39/19)
. Am
2.
Mai 2017
(Eingangsdatum)
meldete er sich unter Hinweis auf rheumatische Beschwerden
(
Probleme mit den Händen
)
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/10).
Nach medizinischen und
beruflich-erwerblichen Abklärun
gen
teilte ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Züric
h, IV-Stelle, am
1.
Septem
ber 20
17 mit, berufliche Massnahmen seien aus gesundheitlichen Gründen
der
zeit
nicht möglich (
Urk.
7/25).
Im Hinblick auf die Rentenprüfung
tätigte die IV-Stelle
weitere Untersuchungen. Insbesondere veranlasste
sie
das
bidisziplinäre
Gutachten des
Z
entr
ums
Z._
vom 2
9.
März 2018 (
Urk.
7/39/1-51). Gestützt darauf forderte
sie
den Versicherten unter Hinweis
auf die
gesetzliche
Mitwirkungspflicht
und
die
Säumnisfolgen auf, sich zur Verbesserung seines Gesundheitszustandes einer rheumatologischen Behandlung zu unterziehen (
Urk.
7/40). Mit V
orbescheid vom 1
3.
November 2018
und Verfügung vom
8.
Januar 2019
verneinte
die IV-Stelle
einen Leistungs
anspruch des Versicherten
(
Urk.
7/46,
Urk.
7/48); am 2
4.
Januar 2019
hob sie die Verfügung vom
8.
Januar 2019
aus formellen Gründen
wiedererwägungsweise auf (
Urk.
7/51
; vgl. auch
Urk.
7/49
).
Nach
Einwand des Versicherten
am
9.
Feb
ruar 2019 (
Urk.
7/52 ff.)
gegen d
en Vorbescheid vom 13.
November 2018, hielt die IV-Stelle an ihrem Standpunkt fest
und
wies das Leistungsbegehren
wie vorbeschieden
mit Verfügung vom
2.
Mai 2019
ab
(Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
5.
Juni 2019 Beschwerde und beantragte, es sei ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom
2.
Mai 2019 ab dem
1.
Oktober 2017 eine halbe IV-Rente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
August 2019 schloss die Beschwer
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
6)
, was dem Beschwerdeführer am 2
2.
August 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Allgemeinen Teil des Sozialver
si
cherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lich
kei
ten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
ti
gen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG
).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, aufgrund der medizinischen Abklärungen sei der Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Mithin bestehe
k
ein IV-relevanter Gesundheitsschaden und damit kein Leistungsanspruch (
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte d
er Beschwerdeführer ein, es sei gestützt auf das beweiskräftige
Z._
-
Gutachten sowie
bei der
seither – trotz rheumatologis
cher Behandlung – ausgebliebenen
Verbesserung von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Damit bestehe ein Anspruch auf eine halbe Rente (
Urk.
1).
3.
3.1
Im
Z._
-Gutachten vom 2
9.
März 2018 diagnostizierten die begutachtenden Fachärzte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Oligoarthritis unklarer Denomination, seronegativ, differenzialdiagnostisch Spondylarthrose mit aktuell peripherer Manifestation, HLA B27-negativ. Ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit hielten
sie
eine beginnende
Degeneration der Hüftgelenke fest (
Urk.
7/39/7).
In rheumatologischer Hinsicht habe der Beschwerdeführer berichtet, die Schmer
zen hätten ursprünglich im Rücken angefangen. Dort sei es inzwischen besser
geworden
. Im Vordergrund stünden nunmehr Schmerzen in beiden Handgelen
ken, den Grundgelenken der Finger, der oberen Sprunggelenke, Knie und Ellbogen. Die Schmerzlokalisation und Intensität sei wechselhaft. Nachts habe er nach zwei bis drei Stunden weckende Schmerzen in den Armen, Händen und Füssen, weshalb er sich die entsprechenden Gelenke für das Schlafen bandagiere. Dies helfe etwas (
Urk.
7/39/18).
Im Rahmen der klinischen Untersuchung konnte
Dr.
med. A._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin,
keine fassbare Synovitis oder funktionelle Einschränkung im Bereich der Handgelenke
feststellen; aller
dings
hab
e
der Beschwerdeführer
Schmerzen bei passiver Flexion
berichtet
. An der rechten Hand habe sich bei einer Umfangdifferenz von 1 cm im Seitenver
gleich
im Bereich der
Fingergrundgelenke II und III eine fraglich leichte Synovitis
ergeben; der vollständige Faustschluss
sei beidseits gelungen bei sehr guter, jedoch etwas schmerzlicher Faustschlusskraft von rechts 0.57 und links 0.48 bar. Im
Bereich der Wirbelsäule zeigten
s
i
ch mit Ausnahme einiger dolenter Dorn
fortsätze am
thorako
ralen
Übergang keine Druckempfi
ndlichkeiten oder musku
läre
Verspannungen. Die Hüftgelenke seien völlig frei mobil in alle
n Bewegungs
richtungen (passiv) und auch im
Bereich der Knie- und Fussgelenke habe sich ein unau
f
fälliger
synovitisfreier
Befund ergeben. Der Gang sei
hinkfrei
und das Gehen auf Zehen und Fersen gut möglich. Dasselbe gelte für leichtes Jogging und einbeiniges Hüpfen, wenn auch rechts mit leichter Schmerzangabe im oberen Sprunggelenk. Beide Sprung
gel
e
nke zeigten keine Synovitis; bei passiver forcierter Dorsalextension
habe der Beschwerdeführer
indes
Schmerzen angegeben (
Urk.
7/39/21).
Dr.
A._
hielt zusammenfassend fest, der Beschwerdeführer leide an einem 201
1 erstmals als Spondylitis
ankyl
osans
bezeichneten, vermutlich entzündlichen rheumatologi
schen Leiden, dessen Fo
kus sich in den letzten Jahren vom Rücken auf die peripheren Gelenk
e
verlagert habe. Es sei bereits im Rahmen der Erst
diagnose eine intensive Basistherapie mit einem sogenannten TNF-Alpha-Blocker
empfohlen, aus unbekannten Gründen indes nie umgesetzt worden. Vielmehr habe man sich mit lückenhaft eingenommenen konventionellen oralen
Entzün
dungshemmern
begnügt. Diese hätten indes zu Magenbeschwerden geführt. In Anbetracht der als mild zu bezeichnenden Leidensentwicklung sei der damalige Verzicht auf die TNF-Bloc
kade zwar nicht zu beanstanden, gleichwohl
sei die Behandlung heute zu intensivieren. Der rheumatologische Status
sei
-
abgesehen von den Handbefunden
- praktisch unbeeinträchtigt. Entsprechende
Labor
unter
suchungen hätten
weder
in der Vergangenheit
noch auf
grund der aktuellen Erhebungen
erhöhte Entzündungspa
rameter ergeben; die sogenannte
Rheuma
serologie sei negativ. Dasselbe gelte für
d
en
überprüfte
n
Lymphozytenmarker
.
Insgesamt sei da
s klinische Bild vereinbar mit einer seronegativen Oligo- bis Polyarthritis unklarer Zuordnung, differenzialdiagnostisch mit peripherer Mani
festation einer
arthralgisch
betonten Spondylarthrose mit mildem, strukturell nicht aggressive
m
Verlauf. Es fände sich kein pathognomisch absolut typisches
Befallsmuster
der schmerzhaft betroffenen Gelenke
. Etwas irritierend sei
auch
die Tatsache, dass
sich
im aktuellen Skelettszintigramm, einer präzisen Methode der Entzündungsdetektion, keine sicheren Indizien für einen entzündlichen Prozess ergäben. Damit verbleibe ein minimaler Restzweifel, ob es sich tatsächlich um den vermu
teten Morbus und nicht bloss um
degenerative Gelenksveränderungen mit gewisser Aktivierung handle. Der Verlauf der nächsten Monate und insbe
sondere das klinische Ansprechen auf die jetzt einzuleitende Basisbehandlung werde hier
über Aufschluss geben
. Mithin handle es sich um eine noch in Evolu
tion begriffene, in keiner Weise austherapierte und damit auch nicht abschlies
send beurteilbare Erkrankung. Aktuell sei der Beschwerdeführer aufgrund seiner nicht aggraviert erscheinenden Beschwerden als Taxifahrer zu 50
%
einge
schränkt. Diese Tätigkeit sei als weitestgehend angepasst
zu betrachten; eine aus gesundheitlicher Sicht idealere Tätigkeit sei nicht auszumachen
(
Urk.
7/39/22 ff.)
.
Im Rahmen der psychiatrischen Exploration habe der Beschwerdeführer auf die Aufforderung, seine
Leiden der Wichtigkeit nach auf
zulisten, mit seinen körper
lichen Beschwerden angefangen. In psychischer Hinsicht habe er sodann angegeben, sich unruhig und manchmal auch schneller gereizt zu fühlen. Depres
siv sei er nicht. Er habe jedoch Phasen schlechter Stimmung, vor allem als er im Irak aufgrund seiner politischen Aktivität in Haft gewesen sei. Aktuell könne er seine Unruhe mit Hilfe seiner Familie gut beherrschen.
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
und Facharzt für Neurologie
,
hielt fes
t, klinisch hätten sich keine
ICD-relevanten psychopathologischen Befunde ergeben; die subjektiv wahrgenommene Reizbar
keit resp. geringe Frustrationstoleranz sei der Schmerzsymptomatik zuzuordnen. Damit sei auch die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus rein psychiat
rischen Sicht unbeeinträchtigt (
Urk.
7/39/34).
Im
bisdisziplinären
Konsens
kamen die Gutachter überein, der Beschwerdeführer sei zu
50
%
arbeitsunfähig
als Taxifahrer. Diese Tätigkeit sei optimal leidensada
p
t
iert. Bei Durchführung der empfohlenen Therapie sei in rund sechs bis spätestens zwölf Monaten eine Neubeurteilung durchzuführen (
Urk.
7/39/9).
3.2
Im Bericht vom
7.
Septe
mber 2018 hielt
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Physikalische Medizin fest,
er habe den Beschwerdeführer bei Verdacht auf eine entzündliche Erkrankung aus dem seronegativem
Formenkreis am
9.
Februar, 6. u
nd 2
7.
März, 2
3.
Apri
l,
4.
Juni und 1
3.
August 2018 beurteilt
. Im April 2018 sei eine
Plaquenil
-Basistherapie eingeleitet
worden. Der Beschwer
deführer h
abe die Medikamente anscheinend
sehr unregelmässig eingenommen und bereits nach kurzer Zeit abgesetzt. Ein strukturierter Behandlungsplan existiere nicht.
Die eingeleiteten Therapien hätten allesamt keinerlei Verbesse
rung gezeigt und seien wegen Nebenwirkungen sehr rasch abgesetzt worden.
Im Verlauf der gesamten Beurteilung liege eine Therapieresistenz vor. Es spiele wahr
scheinlich eine nicht somatische Komponente im Sinne einer Somatisierung bei psychischer Belastung wesentlich mit.
Dazu passend
seien die bisherigen soma
tischen Therapien nicht zielführend gewesen. Aus rein soma
tisch/rheuma
tologischer Sic
ht bestehe
jedenfalls
k
eine relevante Einschränkung
(
Urk.
7/44).
4.
4.1
In Würdigung des
unbestrittenermassen
(vgl.
Urk.
1
S. 7
)
hinreichend aufschluss
reichen und in allen Belangen den rechtsprechungsgemässen Anforderungen
(vgl. E. 1.
4
)
genügend zu betrachtenden
psychiatrischen Teilgutachtens von
Dr.
B._
sind psychische Leiden mit Krankheitswert und dementsprechend eine psychiatrisch begründete Arbei
tsunfähigkeit zu verneinen
.
4.2
In rheumatologischer Hinsicht
kam
Dr.
A._
zum Schluss
, die fes
tgestellten Befunde
seien vereinbar
mit
eine
r
seronegativen Oligo- bis Polyarthritis unklarer Zuordnung
. Gleichzeitig
räumte er
unter Hinweis auf das atypische
Beschwerde
bild sowie
den
fehlenden Nachweis entzündlicher Prozess begründete
Restzweifel
an der vorgenannten Diagnose
ein
. Entsprechend bezeichnete er die oben genannte Diagnose als einen
«
vermuteten Morbus
»
und
wies ausdrücklich darauf hin
, dass es sich bei der abgegebenen Beurteilung um e
ine nicht abschliessende handle
. Vielmehr handle es sich zweifellos um eine sich in Evolution begriffene, in keiner Weise ausbehandelte und damit nicht abschliessend beurteil
bare
Erkrankung. E
s sei
innert sechs resp. spätestens zwölf Monaten eine Neubeurtei
lung vorzunehmen
; der Verlauf der nächsten Monate und insbesondere das klinische Ansprechen auf die einzuleitende Basistherapie
sei entscheidend
(
Urk.
7/39/23).
Mithin ist dem rheumatologischen Teilgutachten
weder eine abschliessende Beurteilung
zu entnehmen
noch wurde
darin
ein
invalidisierender Gesundheitsschaden
mit
dem
s
ozialversicherungsrecht
lich
geforderten
Beweis
grad der überwiegend
en Wahrscheinlichkeit
erhoben
; als alleinige Entschei
dungsgrundlage eignet es sich
- entgegen dem Beschwerdeführer
(
Urk.
1 S. 7)
–
daher
nicht
.
Kommt hinzu, dass
sich die darin postulierte
Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ausschliesslich auf
die
s
ubjektiven Schmerz
angaben des Beschwerdeführers abstützt (
Urk.
7/39/24) und
bei fehlenden objektivierbaren Befunde
n
an den Hände
n (vgl.
Urk.
7/39/21)
diesbezüglich nicht zu überzeugen vermag
.
Der Vollständigkeit halber ist in diesem Zusammenhang darauf hinzuweisen, dass
es Sache der beauftragten Gutachter
ist
, allenfalls weitere notwendige Fach
disziplinen beizuziehen oder die Auftraggeberin auf die ihrer Meinung nach z
utreffenden Fachdisziplinen hin
zuweisen
(vgl. BGE 139 V 349 E. 3.3 in
fine
S. 352
). B
ei
den vorliegend
weitestgehend unauffälligen
Untersuchungsbefunden
war dies zu Recht
nicht der Fall
.
4.3
Der behandelnde
Dr.
C._
kam nach sechsfacher Konsultation
im Rahmen der auferlegten Schadenminderungspflicht
, zuletzt Mitte August 2018, zum Schluss, es liege
aus rheumatologischer/somatischer Sicht
keine relevante Erkrankung vor
(
Urk.
7/44).
Da eine rheumatologische Erkrankung seitens
Dr.
A._
lediglich vermutungsweise
und nicht ohne
ausdrückliche
Restzweifel festgehalten wurde, steht die Schlussfolgerung
von
Dr.
C._
-
entgegen dem Beschwerdeführer (
Urk.
1 S. 6)
-
nicht im Widerspruch zum Gutachten. Vielmehr bestätigt
e
Dr.
C._
die gutachterliche
n Restzweifel
, wonach keine entzündliche resp. rheu
matologische Erkrankung vorliege
.
Festzuhalten ist auch,
dass der Beurtei
lung von
Dr.
C._
ein mehrmonatiger Beobachtungs- und Beurteilungszeit
raum zugrunde lag
. Es besteht daher kein Grund, die Beurteilung von
Dr.
C._
, wonach aus rein somatischer/rheumatologischer
Sicht keine relevanten körper
lich einschränkenden Faktoren vorlägen, in Frage zu stellen.
Nach dem Gesagten gehen d
ie
übrigen
beschwerdeweisen Vorbringen
(
Urk.
1
S. 6 ff.)
ins Leere; Weiterungen
erübri
gen sich
.
4.4
Zusammenfassend ist bei der vorliegenden Aktenlage ein IV-relevanter
Gesund
heitsschaden
jedenfalls nicht mit dem
im
Sozialversicherungsrecht
massgeb
lichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
ausgewiesen und
tragen die Parteien indes insofern eine Beweislast, als im Falle der Beweislosig
keit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 115 V 133 E. 8a).
Ent
sprechend hat die Beschwerdegegnerin
einen Leistungsanspruch
zu Recht verneint.
Die angefochtene Verfügung
erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5
.
5
.1
Der Beschwerdeführ
er bezieht Sozialhilfe (Urk. 3/1/1
). Da auch die übrigen Vor
aussetzungen gemäss § 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht (
GSVGer
) zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gege
ben sind, ist seinem Gesuch vom
5.
Juni 2019
zu entsprechen und ihm die unentgelt
liche Prozessführung zu gewähren sowie in der Person von
Rechtsanwalt Stephan Kübler
ein unentgeltliche
r
Rechtsvertreter zu bestellen. Der Beschwerdeführer ist sodann auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der ihm erlassenen Gerichtskosten sowie der Auslagen für die unentgeltliche Rechts
vertretung verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.
5
.2
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 7
00.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.
5
.3
Mit Honorarnote vom
4. September 2019 (Urk.
9) machte Rechtsanwalt
Stephan Kübler
einen Aufwand von
10
Stunden
50 Minuten
gelte
nd.
Angesichts der Tatsache, dass vorliegend
wenige relevante Akten zu studieren und
keine schwie
rigen Rechtsfragen zu klären waren
, ersch
ei
nt dieser Aufwand überhöht
. Vorlie
gend können eine Stunde Aufwand für Instruktion,
zwei
weitere Stunden für Aktenstudium sowie
drei
Stunden für das Abfassen der Beschwerdeschrift als gerechtfertigt
er
Aufwand
betrachtet werden. Eine Stunde kann zudem
für das Studium des Gerichts
en
t
scheides anerkannt werden.
Bei einem gerichtsüblichen Ansatz von Fr. 220.-- pro Stunde ergibt dies
eine Entschädigung von 1‘
700
.
-- (einschliesslich
Auslagen
und Mehrwertsteuer)
.
5
.4
Der Beschwerdeführer
ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach
er
zur Nachzahlung der Gerichtskosten sowie der Entschädigung an Rechtsanwalt
Stephan Kübler
verpflichtet ist, sobald
er
dazu in der Lage ist.