# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f2354ac3-5b12-46b7-9fcb-6a1b9688e3bb
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Eheschutz (Unterhaltsbeiträge)
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung, vom 4. April 2014 (EE130300-L)
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Rechtsbegehren: (Urk. 1 S. 2 ff.)
"1. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Gesuchstellerin auf unbestimmte Zeit zum Getrenntleben berechtigt ist und dass die Parteien bereits seit 1. April 2012 getrennt leben.
2. Die eheliche Wohnung an der C._-Strasse ... in ... Zürich sei mit Hausrat und Mobiliar während der weiteren Dauer des Getrenntlebens der Gesuchstellerin zur alleinigen Benützung zuzuweisen.
3. Die Kinder
- D._, geb. tt.mm.2009, und
- E._, geb. tt.mm.2010,
seien in die Obhut der Mutter zu stellen.
4. Der Vater sei berechtigt zu erklären, die Töchter an den Wochenenden der geraden Kalenderwochen von Samstag 10 Uhr bis Sonntag 17.30 Uhr zu sich oder mit sich auf eigene Kosten auf Besuch zu nehmen.
Sodann sei der Vater berechtigt zu erklären, die Töchter jährlich am 26. Dezember und nach Eintritt von E._ in den Kindergarten in den Jahren mit gerader Jahreszahl an Ostern sowie in den Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingsten zu sich oder mit sich auf eigene Kosten zu Besuch zu nehmen.
Zudem sei der Vater berechtigt zu erklären mit den Töchtern ab dem Schuleintritt jährlich zwei Ferienwochen während der Schulferien auf eigene Kosten zu verbringen, bis zum 10. Altersjahr von E._ jeweils maximal eine Woche zusammenhängend.
Der Vater sei zu verpflichten, die Daten des Ferienbesuchsrechts mindestens vier Monate im Voraus mit der Mutter abzusprechen, unter altersgemässer Mitsprache der Kinder und Berücksichtigung der Bedürfnisse aller Beteiligten.
5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin für die Kinder monatliche, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 2'300.– zuzüglich Kinderzulagen je Kind zu bezahlen, zahlbar rückwirkend ab 1. August 2012.
6. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin für sie persönlich monatliche, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 7'000.– zu bezahlen, zahlbar rückwirkend ab 1. August 2012.
Zusätzlich sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin jeweils die Hälfte der Boni, Provisionen, Sondervergütungen, Mitarbeiterbeteiligungen und Sonderzahlungen des Arbeitgebers zu bezahlen, zahlbar innert 5 Tagen nach Erhalt der jeweiligen Sonderzahlung, erstmals der Zahlungen für 2012, ausbezahlt im Jahre 2013.
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Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, die sachdienlichen Belege über Sondervergütungen des Arbeitgebers unmittelbar nach Erhalt der Gesuchstellerin zur Einsicht vorzulegen, andernfalls die Gesuchstellerin berechtigt zu erklären sei, die entsprechenden Auskünfte und Dokumente direkt beim Arbeitgeber des Gesuchgegners einzuholen.
7. Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, die im Zeitraum vom 1. August 2012 bis und mit 31. Juli 2013 geschuldeten Unterhaltsbeiträge mit seinen im gleichen Zeitraum bezahlten Unterhaltsbeiträge von CHF 94'000.– zu verrechnen.
8. Es sei per heutigem Datum die Gütertrennung anzuordnen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten
des Gesuchsgegners."
Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Zürich, 2. Abteilung vom 4. April 2014 :
1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit 1. April 2012 und
weiterhin auf unbestimmte Zeit getrennt leben.
2. Die eheliche Wohnung an der C._-Strasse ..., ... Zürich, wird samt
Hausrat und Mobiliar für die weitere Dauer des Getrenntlebens der
Gesuchstellerin zur alleinigen Benützung zugewiesen.
3. Es wird mit Wirkung ab 7. August 2013 die Gütertrennung angeordnet.
4. Die Kinder D._, geboren tt.mm.2009, und E._, geboren
tt.mm.2010, werden unter die Obhut der Gesuchstellerin gestellt.
5. a) Der Gesuchsgegner wird für berechtigt erklärt, die Kinder D._ und
E._ an den Wochenenden der geraden Kalenderwochen von Freitag
18:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf
Besuch zu nehmen.
b) Der Gesuchsgegner wird weiter für berechtigt erklärt, die Kinder
D._ und E._ am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten
und Neujahr sowie in geraden Jahren von Ostersamstag bis und mit
Ostermontag und in ungeraden Jahren von Pfingstsamstag bis
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Pfingstmontag auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu
nehmen.
c) Der Gesuchsgegner wird ferner für berechtigt erklärt, die Kinder
D._ und E._ erstmals in den kommenden Sommerschulferien 2014
während einer Woche auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien
zu nehmen.
d) Nach Eintritt von E._ in den Kindergarten wird der Gesuchsgegner
für berechtigt erklärt, die Kinder während zwei von einander getrennten
Wochen während der Schulferien auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in
die Ferien zu nehmen.
e) Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, die Ausübung des
Ferienbesuchsrechts mindestens drei Monate im Voraus anzukündigen und
mit der Gesuchstellerin abzusprechen.
6. a) Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für den
Unterhalt und die Erziehung der Kinder D._ und E._ monatliche
Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'000.–, zuzüglich gesetzlicher und / oder vertraglicher Kinderzulagen, je Kind zu bezahlen.
b) Die Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf
den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend ab Juni 2013 jeweils für den
Folgemonat.
c) Unter Anrechnung der im Juni und Juli 2013 jeweils für den
Folgemonat bereits bezahlten Unterhaltsbeiträge wird festgestellt, dass der
Gesuchsgegner für die erwähnten Monate keinen Kinderunterhalt mehr
schuldet.
7. a) aa) Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin
rückwirkend auf Juni und Juli 2013 jeweils für den Folgemonat persönliche
Unterhaltsbeiträge von Fr. 5'261.– monatlich zu bezahlen.
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bb) Unter Anrechnung der im Juni und Juli 2013 jeweils für den
Folgemonat bereits bezahlten Unterhaltsbeiträge wird der Gesuchsgegner
verpflichtet, der Gesuchstellerin persönlich Fr. 6'642.– Unterhalt nachzuzahlen.
cc) Es wird festgestellt, dass der Gesuchsgegner nach erfolgter
Nachzahlung für Juni und Juli 2013 jeweils für den Folgemonaten keinen
Unterhalt mehr schuldet.
b) Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin rückwirkend
auf August und September 2013 jeweils für den Folgemonat persönliche
Unterhaltsbeiträge von Fr. 5'261.– monatlich zu bezahlen.
c) Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin rückwirkend
auf Oktober und November 2013 jeweils für den Folgemonat persönlichen
Unterhalt von Fr. 2'475.– monatlich zu bezahlen.
d) Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin beginnend
ab Dezember 2013 bis Juni 2015 jeweils für den Folgemonat persönlichen
Unterhalt von Fr. 3'240.– monatlich zu bezahlen.
e) Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin beginnend
ab Juli 2015 jeweils für den Folgemonat persönlichen Unterhalt von
Fr. 2'840.– monatlich zu bezahlen.
f) aa) Der Gesuchsgegner wird für berechtigt erklärt, die beginnend ab
August 2013 jeweils für den Folgemonat bereits bezahlten
Unterhaltsbeiträge gegen Vorlage entsprechender Zahlungsbelege vom
jeweils zu bezahlenden Gesamtunterhaltsanspruch der Gesuchstellerin und
der Kinder in Abzug zu bringen.
bb) Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin einen
allfälligen Differenzbetrag zwischen geschuldetem Gesamtunterhalt und
bereits geleisteten Unterhaltszahlungen nachzuzahlen.
8. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin unter dem Titel
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zusätzliche Steuern 2014 eine Pauschale von Fr. 1'350.– zu bezahlen.
9. Die Editionsbegehren der Parteien werden abgewiesen.
10. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf Fr. 14'400.–. Hinzu kommen
Fr. 37.– Kopiergebühren.
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
11. Die Gerichtskosten, ausgenommen die Kopiergebühren, werden den
Parteien je zur Hälfte auferlegt.
Die Kopiergebühren von Fr. 37.– werden dem Gesuchsgegner auferlegt.
12. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
13. (Mitteilungssatz.)
14. (Rechtsmittelbelehrung.)
Berufungsanträge:
des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 49 S. 2):
"1. Ziff. 6 und Ziff. 7 lit. a – lit. e sowie Ziff. 8 und 9 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben;
2. Der persönliche Unterhalt und der Kinderunterhalt sei stattdessen neu wie folgt festzusetzen: Der Berufungskläger sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten einen persönlichen Unterhalt von CHF 1'100.– monatlich rückwirkend seit der Trennung zu bezahlen, dies monatlich im Voraus für die Dauer der Trennung.
Der Berufungskläger sei zu verpflichten, der Berufungsbeklagten rückwirkend seit der Trennung an den Unterhalt der beiden Kinder D._ und E._ monatliche Unterhaltsbeiträge von je CHF 1'500.– zu bezahlen, zahlbar jeweils monatlich im Voraus, zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen.
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Es sei vorzumerken, dass kein rückwirkender Unterhaltsanspruch in Bezug auf persönlichen Unterhalt und Kinderunterhalt besteht.
3. Dem Editionsbegehren des Berufungsklägers (insbesondere in Bezug auf die Postfinance-Belege der Berufungsbeklagten von Anfang März 2009 - Ende April 2012) sei stattzugeben;
4. Ziff. 10, 11 und 12 des angefochtenen Urteils (Kosten und Entschädigung) sei neu festzusetzen;
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Berufungsbeklagten, zuzüglich Mehrwertsteuer, und unter gleichzeitiger Neufestsetzung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Urteils."
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 59 S. 2):
"Die Berufungsanträge seien abzuweisen und der vorinstanzliche Entscheid sei zu bestätigen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten des Berufungsklägers."

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien standen seit dem 7. August 2013 in einem Eheschutzverfahren
am Einzelgericht im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich (Urk. 1).
Die Vorinstanz regelte das Getrenntleben der Parteien mit eingangs
wiedergegebenem Urteil vom 4. April 2014 (Urk. 50). Hiergegen erhob der
Gesuchsgegner und Berufungskläger (nachfolgend Gesuchsgegner) mit Eingabe
vom 17. April 2014 (Urk. 49) innert Frist Berufung, wobei er oben angeführte
Anträge stellte. Der Gesuchsgegner hat am 28. April 2014 den ihm auferlegten
Kostenvorschuss fristgerecht geleistet (Urk. 57). Die Gesuchstellerin und
Berufungsbeklagte (nachfolgend Gesuchstellerin) erstattete mit Eingabe vom
19. Mai 2014 innert Frist die Berufungsantwort (Urk. 59), welche dem
Gesuchsgegner mit Verfügung vom 30. Mai 2014 zur Kenntnisnahme zugestellt
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wurde (vgl. Urk. 62). Mit Eingabe vom 7. August 2014 reichte der Gesuchsgegner
eine Beilage ein (Urk. 65 und 66), die sich allerdings bereits bei den Akten
befindet (Urk. 19 Anhang).
2. Die Dispositiv-Ziffern 1 – 5 des vorinstanzlichen Entscheides blieben
unangefochten, weshalb diese in Rechtskraft erwachsen sind, wovon Vormerk zu
nehmen ist.
II.
A. Vorbemerkungen
1. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden die Kinder- und
Ehegattenunterhaltsbeiträge (Dispositivziffern 6 und 7), das Editionsbegehren des
Gesuchsgegners betreffend die Belege des Postfinancekontos der
Gesuchstellerin Anfang März 2009 - Ende April 2012 (Dispositivziffer 9) sowie die
Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens
(Dispositivziffern 10 – 12). Gemäss Art. 272 ZPO gilt in eherechtlichen
Summarverfahren der Untersuchungsgrundsatz. Dies bedeutet, dass das Gericht
den Sachverhalt von Amtes wegen feststellt. Betreffend die Belange der
Ehegatten untereinander gilt die Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO), d.h.
das Gericht ist an die Parteianträge gebunden (Stefanie Pfänder Baumann, DIKE-
Komm-ZPO, Art. 272 N 2 f.). In Kinderbelangen und somit auch hinsichtlich des
Kindesunterhaltes gelten demgegenüber die Offizial- und die
Untersuchungsmaxime (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Da sowohl die Frage des
Einkommens der Gesuchstellerin wie auch diejenige des Bedarfs die gesamte
Unterhaltsbemessung und damit auch die Kinderunterhaltsbeiträge betreffen, sind
auf diese Fragen vorliegend grundsätzlich die Offizial- und die
Untersuchungsmaxime anzuwenden.
2. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO können im Berufungsverfahren neue
Tatsachen nur noch berücksichtigt werden, wenn diese ohne Verzug vorgebracht
wurden und wenn sie trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz
vorgebracht werden konnten. Das Bundesgericht hat eine analoge Anwendung
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von Art. 229 Abs. 3 ZPO bei Verfahren, die der Untersuchungsmaxime
unterstehen, abgelehnt und festgehalten, dass einzig Art. 317 Abs. 1 ZPO
massgebend sei (BGE 138 III 626 f. E. 2.2). Dies gilt auch in Verfahren in
Kinderbelangen, in denen gemäss Art. 296 ZPO der Sachverhalt von Amtes
wegen zu erforschen ist und keine Bindung an die Anträge besteht. Unechte
Noven, die bei zumutbarer Sorgfalt bereits vor erster Instanz hätten geltend
gemacht werden können, können daher grundsätzlich nicht mehr vorgebracht
werden, es sei denn, eine Partei rüge, die Vorinstanz habe eine bestimmte
Tatsache in Verletzung der Untersuchungsmaxime nicht beachtet (Hohl,
Procédure civile, Tome II, Deuxième Edition, Bern 2010, Rz. 1214 und 2414).
Solche unechte Noven sind im Sinne von Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO ohne Verzug,
d.h. mit der Berufungsbegründung bzw. der Berufungsantwort vorzubringen. Nach
Berufungsbegründung und -antwort können nur noch echte Noven vorgebracht
werden, und zwar längstens bis zum Beginn der Urteilsberatung. Dies gilt auch für
Verfahren, die der Untersuchungsmaxime unterstehen (BGE 138 III 788 E. 4.2;
Hohl, a.a.O., Rz. 1172).
3. Auf die Parteivorbringen ist im Folgenden insoweit einzugehen, als dies für
die Entscheidfindung erforderlich ist.
B. Unterhaltsbeiträge
1. Die Vorinstanz hat die Unterhaltspflicht des Gesuchsgegners ab Juli 2013
festgesetzt. Sie ist davon ausgegangen, dass für die Zeit vorher zwischen den
Parteien eine konkludente Vereinbarung über die Unterhaltsbeiträge bestanden
habe und der Gesuchsgegner seiner Unterhaltspflicht durch monatliche
Zahlungen von durchschnittlich Fr. 9'024.– bereits nachgekommen sei (Urk. 50 S.
101). Der Gesuchsgegner beantragt, die Ehegattenunterhaltsbeiträge rückwirkend
ab Aufnahme des Getrenntlebens auf Fr. 1'100.– und die
Kinderunterhaltsbeiträge auf je Fr. 1'500.– festzusetzen. Gleichzeitig beantragt er,
es sei vorzumerken, dass kein rückwirkender Unterhaltsanspruch hinsichtlich der
Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge bestehe. In der Begründung lässt er
weiter ausführen, dass die Vorinstanz die vom Gesuchsgegner bereits geleisteten
Zahlungen korrekt aufgeführt habe (Urk. 49 S. 2). Die beiden Anträge des
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Gesuchsgegners sind widersprüchlich. Zusammen mit der Berufungsbegründung
können sie nur so verstanden werden, dass der Gesuchsgegner mit dem Beginn
der von der Vorinstanz festgesetzten Unterhaltspflicht ab Juli 2013 einverstanden
ist.
2. Ab 1. Juli 2013 ist die Vorinstanz von einem Unterhaltsanspruch der
Gesuchstellerin und der beiden Kinder von insgesamt Fr. 9'261.– ausgegangen.
Es ist unbestritten, dass der Gesuchsgegner für die Monte Juli und August 2013
insgesamt Unterhaltszahlungen von Fr. 12'680.– (Fr. 7'000.– und Fr. 5'680.–)
geleistet hat (Urk. 50 S. 101). Diese Unterhaltszahlungen hat die Vorinstanz dem
Gesuchsgegner angerechnet. In der Folge gilt es den Unterhaltsanspruch der
Gesuchstellerin und der Kinder ab 1. Juli 2013 zu ermitteln. Vorab ist
anzumerken, dass die von der Vorinstanz gewählte Terminologie in den
Erwägungen und im Dispositiv betreffend die Unterhaltsverpflichtung verwirrend
und der Vollstreckung nicht zugänglich ist (vgl. Dispositivziffer 6 c und 7 a-f). Die
Festsetzung von Unterhaltsbeiträgen für den Folgemonat entspricht nicht der
gerichtlichen Praxis. Die Terminologie wird angepasst. Wenn von
Unterhaltsbeiträgen für den Monat Juli 2013 die Rede ist, sind auch die
Unterhaltszahlung für Juli 2013 gemeint, welche am 1. Juli 2013 fällig sind.
3. Im vorliegenden Berufungsverfahren ist nicht streitig, dass der
Gesuchsgegner der Gesuchstellerin und den beiden Töchtern Unterhaltsbeiträge
zu bezahlen hat; umstritten ist die Höhe derselben und dabei der Bedarf der
Gesuchstellerin und der beiden Kinder (nachstehend Erw. 5) sowie das
Einkommen der Gesuchstellerin (nachstehend Erw. 6). Darauf ist im Folgenden
einzugehen.
4. Die Vorinstanz hat die Unterhaltsbeiträge korrekterweise mittels der
einstufigen Berechnungsmethode, d.h. durch Addition der einzelnen Positionen
der
massgeblichen Lebenshaltung ermittelt, nachdem sie zum Ergebnis gelangt ist,
dass die den Parteien im Jahre 2011 zur Verfügung stehenden Gesamtmittel
(Erwerbseinkommen in der Höhe von Fr. 400'715.– und Beteiligungsrechte und
Erträge von insgesamt Fr. 43'934.–) lediglich im Umfang von Fr. 204'288.– zur
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Bestreitung des Familienunterhalts verwendet worden seien und damit die
Sparquote mehr als 50% betragen habe (Urk. 50 S. 86).
5. Bedarf Gesuchstellerin
5.1. Der Unterhaltsberechnung hat die Vorinstanz folgenden erweiterten
Notbedarf der Gesuchstellerin und der beiden Kinder zugrunde gelegt:
Allgemeine Lebenshaltungskosten 2'795.– Miete 572.– Kinderbetreuungskosten 4'416.– (Juli 12 - Okt. 13)
1'630.– (Nov. 13 - Juli 15) 1'300.– (ab Aug. 15)
Reinigungshilfe 486.– Krankenkasse 378.– Gesundheitskosten 308.– Zahnarzt 25.– Versicherungen//Fahrzeugkosten
200.–
Öffentlicher Verkehr 60.– Kommunikation/TV/Internet/Billag 223.– Betrag zur freien Verfügung 100.– Ferien 250.– Total Bedarf ohne Steuern: 9'813.– (Juli 13 - Okt. 13)
7'027.– (Nov. 13 - Juli 15) 6'697.– (ab Aug. 15)
Steuern 1'224.– (Juli 13 - Okt. 13) 713.– (Nov. 13 - Juli 15) 643.– (ab Aug. 15)
Total Bedarf mit Steuern 11'037.– (Juli 13 - Aug. 13) 7'740.– (Nov. 13 - Juli 15) 7'340.– (ab Aug. 15)
Die Positionen "Krankenkasse", "Gesundheitskosten", "Öffentlicher Verkehr" und
"Betrag zur freien Verfügung" sind unangefochten und erscheinen plausibel.
5.2. Allgemeine Lebenshaltungskosten
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Für diese Position hat die Vorinstanz mangels aktueller Belege hinsichtlich
Nahrung, Bekleidung, Kultur und Freizeit auf die Grundbeträge gemäss
Kreisschreiben der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich
betreffend Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen
Existenzminimums vom 16. September 2009 (im Folgenden: Kreisschreiben)
abgestellt und aufgrund der guten finanziellen Verhältnisse der Parteien einen
Zuschlag von 30% bzw. Fr. 645.– vorgenommen, weshalb sie von allgemeinen
Lebenshaltungskosten von insgesamt Fr. 2'795.– ausgegangen ist (Urk. 50 S.
91).
Der Gesuchsgegner bringt vor, es gehe nicht an, einzig gestützt auf das hohe
Einkommen der Parteien einen "Billigkeitszuschlag" vorzunehmen. Nachdem die
Parteien über einen bescheidenen Lebensstandard verfügten, würde eine
Erhöhung des Grundbetrages zu einer Umverteilung des Vermögens führen
(Urk. 49 S. 14).
Die Vorinstanz ist nach eingehender Auseinandersetzung mit den Akten zum
Ergebnis gelangt, dass die Parteien im Jahr 2011 rund Fr. 204'000.– ihrer
gesamten finanziellen Mittel zur Deckung der gemeinsamen
Lebenshaltungskosten verwendeten (Urk. 50 S. 86). Der Gesuchsgegner äussert
sich in seiner Berufungsschrift nicht darüber, inwiefern diese Feststellung nicht
zutreffend sein soll. Vor diesem Hintergrund erscheint der vom Gesuchsgegner
behauptete bescheidene Lebensstandard der Parteien nicht glaubhaft.
Gewisse Pauschalierungen sind auch im Rahmen der einstufig-konkreten
Berechnungsmethode unumgänglich, da es nahezu unmöglich ist, für
Auslagepositionen des täglichen Bedarfs die entsprechenden Zahlen nachträglich
noch zu ermitteln (Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts, S. 77 Rz.
02.65c). Aufgrund von gemeinsamen Lebenshaltungskosten von rund
Fr. 204'000.– im Jahr 2011 kann von einem gehobenen Lebensstandard der
Parteien ausgegangen werden. Deshalb erscheinen die von der Vorinstanz mit
Fr. 2'795.– bezifferten allgemeinen Lebenshaltungskosten als angemessen,
weshalb es dabei bleibt.
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5.3. Miete
Die Gesuchstellerin ist Eigentümerin eines freistehenden Zweifamilienhauses (6-
Zimmerwohnung und 3 1/2-Zimmerwohnung) an der C._-Strasse ... in
Zürich. Sie und die beiden Kinder wohnen in der 6-Zimmerwohnung. Der
Hypothekarzins beträgt Fr. 1'075.– pro Monat. Die 3 1/2 Zimmerwohnung hat die
Gesuchstellerin vermietet. Die Vorinstanz hat im Bedarf der Gesuchstellerin
Wohnkosten von Fr. 572.– angerechnet. Dabei ist sie davon ausgegangen, dass
die Gesuchstellerin aus der Vermietung der 3 1/2-Zimmerwohnung monatliche
Mieteinahmen in der Höhe von Fr. 2'842.– (Urk. 32/14) erziele, wobei diesen
Einnahmen monatliche Aufwendungen von Fr. 3'414.– gegenüberstünden,
nämlich die Hypothekarzinsen von Fr. 1'075.– und die Nebenkostenpauschale
von Fr. 2'550.– (1% des Verkehrswerts der Liegenschaft in der Höhe von
Fr. 3'060'000.–), wobei sie davon die von den Mietern effektiv bezahlte
Nebenkostenposition "Heizung und Verwaltung" von Fr. 210.60 in Abzug gebracht
hat. Damit resultiere ein Verlust von 572.-, welcher der Gesuchstellerin als
Wohnkosten anzurechnen sei (Urk. 50 S. 48).
Der Gesuchsgegner geht davon aus, dass die Gesuchstellerin aus der
Wohnungsvermietung einen Gewinn von Fr. 891.– erwirtschafte, wobei er die
Miet-zinseinnahmen auf Fr. 2'666.–, die Hypothekarzinsen auf Fr. 1'075.– und die
Nebenkosten auf Fr. 700.– beziffert. Der Gesuchsgegner erachtet es als
willkürlich, die Nebenkosten aufgrund eines Prozentsatzes des Verkehrswerts
festzusetzen. Die Nebenkosten würden nicht linear zum Gebäudewert steigen.
Die Gerichtspraxis gehe gewöhnlich von Nebenkosten in der Höhe von maximal
Fr. 700.– aus, was angesichts der umfassend renovierten Villa der
Gesuchstellerin angemessen erscheine (Urk. 49 S. 16). Mit Eingabe vom 7.
August 2014 (Urk. 65) reicht der Gesuchsgegner die Erfolgsrechnung des Jahres
2012 betreffend die Liegenschaft der Gesuchstellerin ein (Urk. 66). Die Eingabe
erfolgt verspätet und ist daher unbeachtlich. Ohnehin ergibt sich daraus nichts
Neues, sondern es sind lediglich die von der Gesuchstellerin behaupteten
Nebenkosten von Fr. 36'966.05 ersichtlich. Ausserdem wurde die fragliche
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Erfolgsrechnung von der Gesuchstellerin bereits vor Vorinstanz mit der
Steuererklärung 2012 (Urk. 19 Anhang) eingereicht.
Die Gesuchstellerin hält daran fest, dass sich die Nebenkosten gemäss der
Erfolgsrechnung der F._ Immobilien GmbH für das Jahr 2012 auf
Fr. 36'966.05 (Urk. 19 Anhang) belaufen würden. Ausserdem rügt die
Gesuchstellerin, dass die Vorinstanz die tatsächlich zu bezahlenden Heizkosten
nicht berücksichtigt habe, obwohl diese ausgewiesen seien (Urk. 59 S. 15).
Die Vorinstanz hat die Nebenkosten praxisgemäss mit 1% des Verkehrswerts der
Liegenschaft bemessen (Maier, Aspekte bei der Festsetzung von
Unterhaltsbeiträgen im Familienrecht - zur Praxis der erst- und zweitinstanzlichen
Gerichte des Kantons Zürich, FamPra 2014, S. 302-343 mit Hinweis auf die
Entscheide der I. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich vom 10.
Januar 2006, Prozess-Nr. LP050016; 14. Oktober 2011, Prozess-Nr. LY110020;
7. November 2011, Prozess-Nr. LC110036 und 13. Juli 2012, Prozess-
Nr. LE110027). Der Gesuchsgegner bestreitet die Verkehrswertberechnung der
Vorinstanz nicht. Die Vorgehensweise der Vorinstanz ist nicht zu beanstanden,
zumal die von der Gesuchstellerin angeführte Erfolgsrechnung das Jahr 2012
betrifft und sich ausserdem der geltend gemachte Liegenschaftsaufwand mit
Fr. 36'966.05 von den von der Vorinstanz mit Fr. 30'600.– berücksichtigten
Nebenkosten nicht erheblich unterscheidet. Wenn die Nebenkosten pauschal
festgelegt werden, scheidet eine separate Berücksichtigung der von der
Gesuchstellerin bezahlten Heizkosten aus. Vor diesem Hintergrund bleibt es bei
der Nebenkostenpauschale von Fr. 2'550.–. Entsprechend bleibt es bei den von
der Vorinstanz berücksichtigten Wohnkosten von Fr. 572.– (monatliche
Mieteinnahmen von Fr. 2'842.– abzüglich monatliche Aufwendungen von
Fr. 3'414.– [Hypothekarzinsen von Fr. 1'075.– zuzüglich Nebenkostenpauschale
von Fr. 2'550.– abzüglich die von den Mietern effektiv bezahlte
Nebenkostenposition von monatlich Fr. 210.60]).
5.4. Kinderbetreuungskosten/Reinigungshilfe
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Die Vorinstanz hat der Gesuchstellerin bis Oktober 2013 Kinderbetreuungskosten
in der Höhe von Fr. 4'416.– (Urk. 3/7 und Urk. 19 betreffend Hort/Krippe; Urk. 3/5
und 3/25 betreffend Drittbetreuung Kinderfrau), danach solche von Fr. 1'630.–
und ab August 2015 Kinderbetreuungskosten von Fr. 1'300.– angerechnet. Unter
dem Titel Reinigungshilfe hat die Vorinstanz der Gesuchstellerin Fr. 486.– pro
Monat zugestanden (Urk. 50 S. 92).
Der Gesuchsgegner rügt zunächst, die Gesuchstellerin habe es unterlassen,
Belege betreffend die Kinderbetreuung für die Jahre 2009 und 2010 einzureichen.
Sie reiche einzig Unterlagen ab Sommer 2011 ein, als die Eheprobleme akut
gewesen seien und die Gesuchstellerin einen Anreiz gehabt habe, die Auslagen
zu erhöhen. Die Vorinstanz habe zu Unrecht dem Editionsbegehren betreffend die
Bankkonten der Gesuchstellerin nicht stattgegeben. In den Jahren vor der
Trennung hätten die Auslagen jeweils die Hälfte der von der Vorinstanz
anerkannten Auslagen von Fr. 2'116.– (Kinderbetreuung: Fr. 1'630.–;
Reinigungshilfe:
Fr. 486.–) betragen. Im Bedarf der Gesuchstellerin seien damit lediglich
Fr. 1'058.– zu berücksichtigen. Im Januar/Februar 2014 habe die Gesuchstellerin
E._ aus der Kinderkrippe genommen, weshalb ab diesem Zeitpunkt die
Krippenkosten entfielen (Urk. 49 S. 17 f.). Die Gesuchstellerin lässt zu den
Kinderkrippenkosten ausführen, sie habe seit Januar 2014 zusammen mit der
Familie F._ Frau G._ als Kinderfrau angestellt. Der auf die
Gesuchstellerin entfallende Anteil der Betreuungskosten betrage Fr. 1'583.65
(Urk. 61/5). Doch sei zu berücksichtigen, dass sie im Januar 2014 über ihren
Anteil hinaus zusätzliche Kinderbetreuungskosten von Fr. 833.– bezahlt habe
(Urk. 61/6), weshalb die Bedarfsberechnung nicht anzupassen sei (Urk. 59 S. 18).
Die geltend gemachten Beträge sind belegt (Urk. 61/5+6). In der Zeitspanne von
Januar 2014 bis Juli 2015 reduzieren sich die Betreuungskosten damit um
insgesamt rund Fr. 880.– (19 x Fr. 46.36). Unter Berücksichtigung der
zusätzlichen Zahlung von Fr. 833.– im Januar 2014 rechtfertigt es sich jedoch, mit
Bezug auf die Zeitspanne von November 2013 bis Juli 2015 nach wie vor auf den
von der Vorinstanz berücksichtigten Betrag von Fr. 1'630.– pro Monat
abzustellen.
- 16 -
Beim Vorbringen des Gesuchsgegners, wonach die Gesuchstellerin seit
Sommer 2011 den Lebensstandard stark erhöht habe, handelt es sich um eine
blosse Behauptung. Die Vorinstanz hat dem Editionsbegehren des
Gesuchsgegners zu Recht nicht entsprochen, macht doch der Gesuchsgegner
nicht geltend, die Gesuchstellerin habe ohne sein Wissen und gegen seinen
Willen die Kinderbetreuungskosten und die Kosten der Reinigungshilfe seit 2011
erhöht. Sollte die Gesuchstellerin diese Positionen tatsächlich erhöht haben,
opponierte er zumindest nicht dagegen bzw. war er damit einverstanden.
Immerhin beteiligte er sich an den Kosten. Entsprechend hat die Vorinstanz
korrekterweise auf die aktuellen Verhältnisse abgestellt. Es bleibt deshalb bei den
belegten Kosten für die Reinigungshilfe von Fr. 468.– und für die Kinderbetreuung
von Fr. 4'416.– (bis Oktober 2013), von Fr. 1'630.– (für die Zeit ab
November 2013 bis Juli 2015) und von Fr. 1'300.– (ab August 2015).
- 17 -
5.5. Zahnarzt
Die Gesuchstellerin reichte vor Vorinstanz eine Zahnarztrechnung in der Höhe
von Fr. 226.30 ein (Urk. 3/20). Die von der Gesuchstellerin neu angeführte
Zahnarztrechnung vom 1. April 2014 (Urk. 59 S. 12) findet sich nicht bei den
Akten. Mit bloss einer einzigen Zahnarztrechnung werden regelmässige
Zahnarztbesuche nicht glaubhaft gemacht. Nachdem die Gesuchstellerin
ausserdem keine substantiierten Ausführungen zu dieser Position gemacht hat,
moniert der Gesuchsgegner zu Recht, dass diese Position nicht glaubhaft
gemacht worden sei (Urk. 49 S. 18), weshalb sie nicht zu berücksichtigen ist.
5.6. Versicherungen/Hausratversicherungen/Fahrzeugkosten
Die Vorinstanz berücksichtigte unter diesem Titel Fr. 200.–, nämlich Fr. 33.– für
die Hausratversicherung, Fr. 117.– für Fahrzeugversicherungen und geschätzt
Fr. 50.– für Benzin (Urk. 50 S. 77 f).
Der Gesuchsgegner macht geltend, dieser Betrag sei auf die von ihm
anerkannten Kosten von Fr. 126.– zu reduzieren (Urk. 22/22). Die Parteien hätten
den VW-Bus vorwiegend zum Erreichen der Feriendomizile der Eltern der
Gesuchstellerin benutzt. Ab und zu habe die Gesuchstellerin den VW Bus für
ihren Beruf benutzt, habe dann aber die Auslagen in ihrer Erfolgsrechnung als
geschäftsmässigen Aufwand abgebucht (Urk. 49 S. 19).
Die Kosten für die Hausratversicherung von monatlich Fr. 33.– und für die
Fahrzeugversicherungen von Fr. 117.– pro Monat sind ausgewiesen
(Urk. 3/14+24). Nachdem der Gesuchsgegner anerkennt, dass das Fahrzeug von
der Gesuchstellerin nicht nur für berufliche Zwecke benutzt wurde und die
geschätzten Benzinkosten mit Fr. 50.– eher tief bemessen wurden, erscheint
dieser Betrag angemessen. Entsprechend bleibt es beim Betrag von Fr. 200.– für
Versicherungen und Fahrzeugkosten.
- 18 -
5.7. Kommunikation
Der Gesuchsgegner möchte lediglich den gerichtsüblichen Betrag von Fr. 150.–
pro Monat für Kommunikationskosten berücksichtigt wissen. Er macht geltend,
dass die Gesuchstellerin ihre Auslagen nach Aufnahme des Getrenntlebens
erhöht habe, weshalb die Mobiltelefonrechnung von April 2013 nicht massgeblich
sei (Urk. 3/20). Weiter sei zu berücksichtigen, dass ein Teil der
Kommunikationskosten als Aufwand in der Erfolgsrechnung der Gesuchstellerin
erscheine (Urk. 49 S. 19).
Die Gesuchstellerin macht geltend, dass ihr gesamtes Einkommen ohne Abzug
der Gestehungskosten angerechnet worden sei, weshalb unerheblich sei, ob in
der für die Steuererklärung verwendeten Auflistung der berufsbedingten
Aufwendungen die Kommunikationskosten mitenthalten seien (Urk. 59 S. 19).
Das Vorbringen, die Gesuchstellerin habe ihre Auslagen nach der Trennung
erhöht, stellt eine blosse Behauptung dar. Ausserdem handelt es sich bei
Fr. 83.50 um einen Durchschnittsbetrag für eine Mobiltelefonrechnung. Beim
Abonnement für Festnetztelefonie, Internet und Fernsehen von Fr. 109.–
monatlich handelt es sich um einen Einheitstarif. Nachdem die Vorinstanz die
Kommunikationskosten vom Einkommen der Gesuchstellerin nicht in Abzug
gebracht hat, sind ihr die gesamten belegten Kosten von Fr. 223.– (Fr. 185.– für
Kommunikation/TV/Internet und Fr. 38.– für Billag) anzurechnen.
5.8. Ferien
Die Vorinstanz hat der Gesuchstellerin Ferienkosten in der Höhe von Fr. 250.–
pro Monat angerechnet (Urk. 50 S. 89).
Der Gesuchsgegner lässt ausführen, dass die Parteien mit Ausnahme eines
Aufenthalts in Frankreich und eines Besuchs des Bruders des Gesuchsgegners in
I._ einzig Ferien in den beiden Ferienhäusern der Eltern der Gesuchstellerin
im Tessin und in J._ gemacht hätten. Die Gesuchstellerin könne die beiden
- 19 -
Ferienhäuser weiterhin nutzen, weshalb keine zusätzlichen Auslagen anfielen
(Urk. 49 S. 20).
Die Gesuchstellerin stellt nicht in Abrede, dass sie die Ferienhäuser ihrer Eltern
auch in Zukunft benutzen kann. Jedoch führt sie zutreffend aus, dass Ferien
Mehrkosten zur Folge haben. So fallen in den Winterferien beispielsweise Kosten
für Skibillette an. Auch ist während der Ferien von höheren Essenskosten
auszugehen. Vor diesem Hintergrund erscheint der von der Vorinstanz für Ferien
berücksichtigte Betrag von monatlich Fr. 250.– für drei Personen angemessen.
5.9. Kinderzulagen
Die Rüge des Gesuchsgegners, wonach die Kinderzulagen vom Bedarf der
unterhaltsberechtigten Kinder abzuziehen seien (vgl. Urteil 5A_775/2011 vom
8. März 2012 E. 3.1 mit Verweis auf BGE 137 III 59 E. 4.2.3 S. 64), ist zutreffend.
Entsprechend reduziert sich der Familienbedarf um die Kinderzulagen von
insgesamt Fr. 400.–.
5.10. Steuern
Die Vorinstanz hat die mutmassliche Steuerbelastung des Jahres 2013 anhand
des Steuerberechnungsprogramms des kantonalen Steueramtes gestützt auf die
Steuerzahlen 2012 vorgenommen, nachdem sie zum Ergebnis gelangt ist, dass
sich das steuerbare Einkommen im Vergleich zum Jahr 2012 nur um rund
Fr. 6'000.– reduziert habe (Urk. 50 S. 94), was zutreffend ist. Damit bleibt es beim
Betrag von Fr. 1'224.– für das Jahr 2013. Hinsichtlich der mutmasslichen
Steuerbelastung für das Jahr 2014 ist die Vorinstanz von einer Belastung von
Fr. 825.–pro Monat ausgegangen (Urk. 50 S. 104 unten), wobei sie Fr. 713.– in
der Bedarfsberechnung berücksichtigt hat und den Gesuchsgegner zusätzlich
dazu zu einer pauschalen Einmalzahlung von Fr. 1'350.– verpflichtet hat
(Dispositivziffer 8). Aufgrund des um Fr. 400.– reduzierten Bedarfs ist von der
pauschalen Einmalzahlung abzusehen und auf den Betrag von Fr. 713.–
abzustellen. Schliesslich ist die von der Vorinstanz für die Zeit ab August 2015
- 20 -
festgesetzte mutmassliche Steuerbelastung von Fr. 643.– auf Fr. 600.– zu
senken.
5.11 Zusammenfassung
Insgesamt ergibt sich somit folgender Bedarf der Gesuchstellerin und der beiden
Kinder:
Allgemeine Lebenshaltungskosten 2'795.– Miete 572.– Kinderbetreuungskosten 4'416.– (Juli 13 - Okt. 13)
1'630.– (Nov. 13 - Juli 15) 1'300.– (ab Aug. 15)
Reinigungshilfe 486.– Krankenkasse 378.– Gesundheitskosten 308.– Zahnarzt 0.– Versicherungen/Hausratversicherungen /Fahrzeugkosten
200.–
Öffentlicher Verkehr 60.– Kommunikation/TV/Internet/Billag 223.– Betrag zur freien Verfügung 100.– Ferien 250.– Kinderzulagen abzüglich 400.– Total Bedarf ohne Steuern: 9'388.– (Juli 13 - Okt. 13)
6'602.– (Nov. 13 - Juli 15) 6'272.– (ab Aug. 15)
Steuern 1'224.– (Juli 13 - Okt. 13) 713.– (Nov. 13 - Juli 15) 600.– (ab Aug. 15)
Total Bedarf mit Steuern 10'612.– (Juli 13 - Okt. 13) 7'315.– (Nov. 13 - Juli 15) 6'872.– (ab Aug. 15)
6. Erwerbseinkommen Gesuchstellerin
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6.1. Die Gesuchstellerin ist in einem Teilzeitpensum als Theaterpädagogin
berufstätig, wobei sie selbstständig Theaterprojekte realisiert und im Rahmen von
Vikariaten an Schulen tätig ist. Sie arbeitet projektbezogen (Urk. 1 S. 10 f.,
Urk. 30 S. 8 ff., insbesondere S. 10 Rz. 9.4; Prot. I S. 9 ff.). Mit Bezug auf das
Jahr 2013 ging die Vorinstanz von monatlichen Einkünften von Fr. 1'776.– bei
einem Pensum von rund 25% aus (Urk. 50 S. 38 und S. 41), wobei sie sich auf
die unbestrittene Zusammenstellung der Einkünfte der Gesuchstellerin stützte
(Urk. 3/9). Ab Januar 2014 rechnete die Vorinstanz der Gesuchstellerin ein
monatliches Einkommen in der Höhe von Fr. 500.– an. Sie begründete dies damit,
dass von der Gesuchstellerin nicht verlangt werden könne, im bisherigen Umfang
erwerbstätig zu sein, nachdem sie die Kinderbetreuungskosten erheblich reduziert
habe und die Fremdbetreuung nicht nur dazu gedient habe, der Gesuchstellerin
eine selbständige Erwerbstätigkeit zu ermöglichen, sondern sie generell zu
entlasten (Urk. 50 S. 41).
6.2. Der Gesuchsgegner macht wie erwähnt geltend, dass die Gesuchstellerin
aus der Vermietung der Wohnung an der C._-Strasse ein zusätzliches
Einkommen von Fr. 891.– erziele (Urk. 49 S. 21). In diesem Zusammenhang kann
auf die Ausführungen zu den Wohnkosten verwiesen werden (Erw. II.B.5.3.),
wonach der Gesuchstellerin trotz der Vermietung der 3 1⁄2-Zimmerwohnung
Liegenschaftskosten von insgesamt Fr. 572.– pro Monat anfallen. Für das
Jahr 2013 bleibt es damit bei dem von der Vorinstanz angerechneten Einkommen
von Fr. 1'776.–. Weiter bemängelt er, dass der Gesuchstellerin ab Januar 2014
lediglich ein Einkommen von Fr. 500.– angerechnet worden sei. Die angebliche
Kostenersparnis bei den Fremdbetreuungskosten sei kein Argument, das
anrechenbare Einkommen zu reduzieren. Ausserdem sei aus der E-Mail der
Gesuchstellerin an den Gesuchsgegner vom 8. April 2014 ersichtlich, dass sie
ihre Arbeitstätigkeit nicht reduziert habe (Urk. 52/1).
6.3. In der genannten E-Mail erklärt die Gesuchstellerin, dass E._ 2-3 Tage
pro Woche fremd betreut werden müsse, wenn sie, die Gesuchstellerin, arbeite
(Urk. 52/1). Damit ist mit dem Gesuchsgegner davon auszugehen, dass die
Gesuchstellerin ihr Pensum im Vergleich zum Vorjahr nicht reduziert hat, weshalb
- 22 -
weiterhin von einem durchschnittlichen Einkommen von Fr. 1'776.– pro Monat
auszugehen ist.
6.4. Gemäss vorinstanzlichen Erwägungen beliefen sich die Auslagen für den
Familienunterhalt im Jahr 2011 auf rund Fr. 204'000.–, wobei die Parteien
gesamthaft über ein Erwerbseinkommen in der Höhe von Fr. 400'715.– verfügten.
D.h. rund 50% des zur Verfügung stehenden Einkommens konnte angespart
werden. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Einkommen beider
Parteien proportional in gleichem Masse zur Deckung der Familienauslagen
verwendet wurde und damit die Sparquote beider Parteien 50% betrug. Diese
Proportion ist beizubehalten, zumal vorliegend die trennungsbedingten
Mehrkosten gering ausfallen, nachdem sich die Wohnkosten der Gesuchstellerin
lediglich auf Fr. 572.– pro Monat belaufen und die übrigen trennungsbedingten
Mehrkosten kaum ins Gewicht fallen. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich,
dass die Gesuchstellerin lediglich 50% ihres Erwerbseinkommens, mithin
Fr. 888.–, zur Bestreitung ihrer Lebenshaltungskosten verwenden muss.
7. Rechnerischer Unterhaltsanspruch
7.1. Nach dem Gesagten ergibt sich somit folgender Unterhaltsanspruch:
Juli 2013 bis Oktober 2013
Bedarf Gesuchstellerin und Kinder (ohne Steuern) Fr. 9'388.– Steuern Fr. 1'224.– Total Fr. 10'612.– abzüglich Einkommen Gesuchstellerin Fr. 888.– Unterhaltsanspruch (gerundet) Fr. 9'725.–
November 2013 bis Juli 2015
Bedarf Gesuchstellerin und Kinder (ohne Steuern) Fr. 6'607.– Steuern Fr. 713.– Total Fr. 7315.– abzüglich Einkommen Gesuchstellerin Fr. 888.– Unterhaltsanspruch (gerundet) Fr. 6'425.–
ab August 2015
- 23 -
Bedarf Gesuchstellerin und Kinder (ohne Steuern) Fr. 6'272.– Steuern Fr. 600.– Total Fr. 6'872.– abzüglich Einkommen Gesuchstellerin Fr. 888.– Unterhaltsanspruch (gerundet) Fr. 5'985.–
7.2. Die Vorinstanz ging für die Zeit von Juli bis Oktober 2013 von einem
Unterhaltsanspruch der Gesuchstellerin und der beiden Kinder von insgesamt
Fr. 9'261.– aus (Urk. 50 S. 101). Nachdem die Gesuchstellerin keine Berufung
erhoben hat und der vorinstanzliche Betrag angemessen erscheint, rechtfertigt es
sich, es bei diesem Betrag zu belassen.
7.3. Was die Aufteilung des jeweiligen Gesamtunterhaltsanspruches auf die
Gesuchstellerin und die Kinder angeht, erscheint die Vorgehensweise der
Vorinstanz angemessen, die Kinderunterhaltsbeiträge auf monatlich Fr. 2'000.–,
zuzüglich vertraglicher und / oder gesetzlicher Kinderzulagen, je Kind festzulegen.
Der jeweilige Differenzbetrag ist der Gesuchstellerin als persönlicher Unterhalt
zuzusprechen.
7.4. Bereits geleistete Zahlungen
Die Vorinstanz hat die Unterhaltspflicht des Gesuchsgegners ab Juli 2013
festgelegt, nachdem sie zum Ergebnis gelangt ist, dass der Gesuchsgegner im
Zeitraum von April 2012 bis Juni 2013 seiner Unterhaltspflicht durch
durchschnittliche Zahlungen von Fr. 9'024.– pro Monat, welche von der
Gesuchstellerin unwidersprochen entgegengenommen worden seien, bereits
nachgekommen sei (Urk. 50 S. 101). Der Gesuchsgegner lässt ausführen, dass
die Vorinstanz die von ihm geleisteten Zahlungen korrekt aufgeführt habe,
weshalb kein rückwirkender Unterhalt geschuldet sei (Urk. 49 S. 22). Damit ist die
Unterhaltspflicht des Gesuchsgegners in Übereinstimmung mit der Vorinstanz ab
Juli 2013 festzusetzen. Gemäss unangefochtener vorinstanzlicher Erwägung hat
der Gesuchsgegner für die Monate Juli und August 2013 insgesamt
Unterhaltszahlungen von Fr. 12'680.– (Fr. 7'000.– und Fr. 5'680.–) geleistet
(Urk. 50 S. 101). In Anwendung von Art. 87 Abs. 1 OR sind die Zahlungen
- 24 -
zunächst auf die Unterhaltsverpflichtung von Juli 2013 anzurechnen.
Entsprechend ist die Unterhaltspflicht des Gesuchsgegners gegenüber der
Gesuchstellerin und den beiden Kindern mit Bezug auf den Monat Juli 2013 durch
Tilgung untergegangen. Hinsichtlich des Monats August 2013 besteht die
Unterhaltspflicht gegenüber der Gesuchstellerin und den beiden Kindern lediglich
noch im Umfang von Fr. 5'842.– (Fr. 9'261.– abzüglich Fr. 3'419.–), weshalb der
Gesuchsgegner zu verpflichten ist, den beiden Kindern für diesen Monat je
Fr. 290.50 und der Gesuchstellerin Fr. 5'261.– zu bezahlen.
8. Vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen
8.1. Die Vorinstanz setzte die Gerichtsgebühr auf Fr. 14'400.– zuzüglich
Kopiergebühren von Fr. 37.– fest (Dispositivziffer 10) und auferlegte die
Gerichtsgebühr den Parteien je zur Hälfte. Die Kopiergebühren wurden dem
Gesuchsgegner auferlegt (Dispositivziffer 11). Entsprechend der Kostenverteilung
wurden keine Parteientschädigungen zugesprochen (Dispositivziffer 12). Der
Gesuchsgegner beantragt die Aufhebung der Dispositivziffern 10 – 12 des
angefochtenen Entscheides. Er macht geltend, die Vorinstanz sei von einem zu
hohen Streitwert ausgegangen. Die Parteien könnten ab April 2014 die Scheidung
verlangen, weshalb die mutmassliche Regelungsdauer der
Eheschutzmassnahmen nicht bis Juli 2015, sondern nur bis April 2014 und damit
21 Monate daure und sich der Streitwert entsprechend um rund 40% reduziere
(Urk. 49 S. 22). Dass das Scheidungsverfahren bereits eingeleitet wurde, macht
der Gesuchsgegner nicht geltend. Vor diesem Hintergrund ist die Annahme der
Vorinstanz, wonach von einer Regelungsdauer der Eheschutzmassnahmen bis
Juli 2015 auszugehen sei, nicht zu beanstanden. Die Vorinstanz hat hinsichtlich
der strittigen Unterhaltszahlungen einen Streitwert von Fr. 540'792.– (36 x
Fr. 15'022.– [von der Gesuchstellerin geforderte monatliche Unterhaltsbeiträge])
angenommen. Die Streitwertberechnung wurde vom Gesuchsgegner nicht
angefochten, ebenso wenig die Festsetzung der Gerichtsgebühr von Fr. 14'400.–
gestützt auf § 6 i.V.m. § 5 Abs. 2 und § 4 GebV OG, weshalb es dabei bleibt.
8.2. Die Gesuchstellerin forderte mit ihrem Eheschutzbegehren gegliedert in drei
Phasen und rückwirkend ab August 2012 ehelichen Unterhalt von Fr. 7'000.–
- 25 -
sowie Kinderunterhalt von Fr. 4'600.–, zuzüglich Kinderzulagen, je monatlich.
Darüber hinaus verlangte sie die Hälfte der dem Gesuchsgegner seit 2012
ausbezahlten Boni, Sonderzahlungen und Beteiligungsrechte, welche 2012
monatlich Fr. 6'844.– betragen hätten (Urk. 1 S. 9). Insgesamt forderte die
Gesuchstellerin demnach monatlichen Unterhalt von 15'022.–. Der
Gesuchsgegner anerkannte einen Anspruch auf Kinderunterhalt in einem
monatlichen Gesamtbetrag von Fr. 2'400.–, zuzüglich Kinderzulagen. Ausgehend
von einer Regelungsdauer der Eheschutzmassnahmen von ca. 36 Monaten (vgl.
Urk. 50 S. 108) verlangte die Gesuchstellerin im erstinstanzlichen Verfahren somit
Unterhaltsbeiträge von insgesamt Fr. 540'792.–.
Für den Zeitraum August 2012 bis Juni 2013 ist die Gesuchstellerin als
unterliegende Partei zu betrachten, weil ihren Anträgen weder im Quantitativ noch
der Sache nach entsprochen wurde. Betragsmässig ergibt dies 10 x Fr. 12'622.–,
insgesamt also Fr. 126'220.–. Was die Unterhaltszahlungen Juli bis Oktober 2013
angeht, wurde erwogen, dass der vom Gesuchsgegner geschuldete monatliche
Unterhalt Fr. 9'261.– (ohne Kinderzulagen) betrage, womit die Gesuchstellerin
diesbezüglich im Betrag von 4 x Fr. 3'361.–, insgesamt mit Fr. 13'444.– unterliegt.
Ab November 2013 bis Juli 2015 schuldet der Gesuchsgegner monatlichen
Unterhalt von Fr. 6'425.–. Die Gesuchstellerin unterliegt somit mit Fr. 130'137.–.
Hinsichtlich des ab August 2015 geschuldeten Unterhalts unterliegt die
Gesuchstellerin mit Fr. 6'637.– (Fr. 12'622.– ./. Unterhaltsanspruch Fr. 5'985.–).
Insgesamt ist damit von einem Unterliegen der Gesuchstellerin in einem Betrag
von Fr. 276'438.– auszugehen. Gesamthaft unterliegt die Gesuchstellerin
hinsichtlich des Unterhaltsstreits mit 51% und der Gesuchsgegner mit 49%.
Nachdem die Vorinstanz den Unterhaltsstreit mit 70% und die übrigen Anträge mit
30% gewichtet hat, ist, in Übereinstimmung mit der Vorinstanz von einem
hälftigen Obsiegen und Unterliegen der Parteien auszugehen, weshalb die
erstinstanzliche Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen zu bestätigen
ist.
- 26 -
III.
1. Für das zweitinstanzliche Verfahren rechtfertigt es sich – in Anwendung der
§§ 5 Abs. 1, 6 Abs. 1, 8 Abs. 1 und 12 Abs. 1 und 2 GebV OG – eine pauschale
Entscheidgebühr von Fr. 5'500.– festzusetzen.
2. Im Berufungsverfahren umstritten waren die Unterhaltsleistungen des
Gesuchsgegners an die Gesuchstellerin und an die beiden Kinder, das
Editionsbegehren des Gesuchsgegners betreffend die Belege des
Postfinancekontos der Gesuchstellerin sowie die Kosten- und
Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Verfahrens. Der Unterhaltsstreit ist
mit 80%, die übrigen Begehren mit 20% zu gewichten.
3. Der Gesuchsgegner verlangte mit der Berufung die Reduktion der
Kinderunterhaltsbeiträge auf je Fr. 1'500.– pro Monat und die Herabsetzung der
Ehegattenunterhaltsbeiträge auf monatlich Fr. 1'100.–. Er verlangt damit über
eine mutmassliche Gültigkeitsdauer der vorliegenden Eheschutzmassnahme bis
Juli 2015 insgesamt rund Fr. 93'900.– (26 x Fr. 4'100.– abzüglich Fr. 12'680.–).
Die Gesuchstellerin beantragte die Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils und
verlangt damit insgesamt rund Fr. 182'500.– (Fr. 6'642.– + 2 x Fr. 9'261.– + 2 x
Fr. 6'475.– + 19 x Fr. 7'240.– + Fr. 6'840.–). Nach erfolgter Korrektur des vor-
instanzlichen Entscheids beträgt die Unterhaltspflicht des Gesuchsgegners rund
Fr. 165'300.– ([4 x Fr. 9'261.– - Fr. 12'680.–] + 21 x Fr. 6'425.– + Fr. 5'985.–).
Damit obsiegt die Gesuchstellerin mit Bezug auf die Unterhaltsfrage zu 80 %.
Hinsichtlich der erstinstanzlichen Regelung der Kosten- und
Entschädigungsfolgen sowie des Editionsbegehrens unterliegt der
Gesuchsgegner vollumfänglich. Gesamthaft betrachtet ist von einem Obsiegen
der Gesuchstellerin von 85% auszugehen. Die Kosten des Berufungsverfahrens
sind daher dem Gesuchsgegner zu 85% und der Gesuchstellerin zu 15%
aufzuerlegen. Sodann ist der Gesuchsgegner entsprechend der Kostenverteilung
zu verpflichten, der Gesuchstellerin eine auf 70% reduzierte Parteientschädigung
zu bezahlen. Die für die Festsetzung der Parteientschädigung massgeblichen
Bestimmungen finden sich in der Verordnung über die Anwaltsgebühren vom
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8. September 2010 (AnwGebV). Die volle Parteientschädigung ist in Anwendung
von § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 3, § 9, § 11 und § 13 der AnwGebV auf Fr. 5'000.–
festzusetzen und der Gesuchsgegner in Anbetracht des Verfahrensausgangs zu
verpflichten, der Gesuchstellerin eine (auf 7/10 reduzierte) Parteientschädigung
von Fr. 3'500.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, mithin rund Fr. 3'780– zu
bezahlen.