# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 20338181-00d2-4140-b91e-28c22341b6ba
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1964 geborene
X._
hat keine berufliche Ausbildung absolviert und war
zunächst
ab 1984 stundenweise und ab Juli 2001 bis Juni 2005 in einem 100%-Pensum
bei einer Privatperson als Haushalt
s
hilfe angestellt (
Urk.
6/8/5, 6/15 und 6/31/2 f.).
Unter Hinweis auf eine
Varic
osis
meldete sie sich am
4.
November 2005 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/8). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte nebst Auszügen aus dem individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
6/5, 6/14 und 6/16) insbesondere einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
6/15) sowie diverse Arztbe
richte ein (
Urk.
6/6/3 ff., 6/17, 6/20 und 6/25). Ferner zog sie die Akten des Kran
kentaggeldversicherers bei (
Urk.
6/26). Nach Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD,
Urk.
6/34/3 f.)
sprach sie der Versicherten nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/36) mit Verfügung vom
6.
Juni 2007 rückwirkend ab November 2005 eine ganze Rente der Invalidenver
sicherung zu (
Urk.
6/57).
1.2
Im Rahmen eines von Amtes wegen durchgeführten Rentenrevisionsverfahrens ergab sich, dass die Versicherte v
on Februar bis Dezember 2007
für jeweils zehn Stunden pro Woche als Raumpflegerin in einem Privathaushalt tätig
war
(
Urk.
6/67,
6/70).
Nach Eingang medizinischer Berichte (
Urk.
6/71, 6/74/2 f.) teilte die IV-Stelle der Versicherten mit Schreiben vom 2
4.
November 2008 mit, dass sie unverändert Anspruch auf eine ganze Invalidenrente habe (
Urk.
6/75).
1.3
Anlässlich eines weiteren Rentenrevisionsverfahrens holte die IV-Stelle ab 2014 nebst von der Versicherten ausgefüllten Fragebögen (
Urk.
6/95, 6/108) nament
lich einen aktuellen IK-Auszug (
Urk.
6/99) sowie Berichte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
6/100, 6/109 und 6/115). Ausserdem gab sie bei der
Y._
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (
Y._
-Gutachten vom
4.
Februar 2016,
Urk.
6/141).
Mit Vorbescheid vom 3
1.
März 2016 (
Urk.
6/148) stellte sie der Versicherten die Aufhebung der Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats in Aussicht, wogegen jene am
2.
Juni 2016 Einwand erhob (
Urk.
6/155). Am 2
7.
Dezember 2016 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne, wobei sie einer allfällig dagegen erhobenen Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzog (
Urk.
6/167 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
2.
Februar 2017 Beschwerde mit den Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ihr weiterhin eine Invalidenrente auszurichten (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
3.
März 2017 (
Urk.
5) schloss die IV-Stelle auf
Abweisung der Beschwerde. Mit Replik vom 2
3.
Juni 2017 (
Urk.
11) hielt die Ver
sicherte an ihren Anträgen fest und reichte zusätzlich einen Arztbericht
zu den Akten
(
Urk.
12). Die IV-Stelle verzichtete mit Schreiben vom 1
7.
Juli 2017 (
Urk.
14) auf das Einreichen einer Duplik, worüber die Versicherte mit Verfügung vom 1
8.
Juli 2017 (
Urk.
15) in Kenntnis gesetzt wurde.
Trotz entsprechender Ankündigung
ihrerseits
(vgl.
Urk.
11 S. 3
Ziff.
3) wurden
in der Folge
keine wei
teren medizinischen Unterlagen eingereicht.
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des
Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl
massgeblichen
(hypothetischen) Sachverhalts bestehen
(
BGE
144 I 28 E.
2.2,
130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen
). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
achtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin zog in der angefochtenen Verfügung vom 2
7.
Dezember 2016 (
Urk.
2) im Wesentlichen in Erwägung, dass sich der Gesundheitszustand der Versicherten gebessert habe. Es bestehe aktuell sowohl in der angestammten Tätigkeit als Haushaltshilfe respektive Betreuerin, als auch in jeder anderen leich
ten bis mittelschweren Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Folglich bestehe kein Rentenanspruch mehr. Trotz des mehrjährigen Rentenbezuges sei es der Ver
sicherten ferner zumutbar, ihre Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteinglie
derung zu verwerten.
Bezugnehmend auf den von der Versicherten im
Vorbescheidverfahren
erhobe
nen Einwand
betonte die IV-Stelle
,
dass auf das
Y._
-Gutachten abgestellt wer
den könne. Der somatische Gesundheitszustand präsentiere sich zwar unverän
dert; der psychische Gesundheitszustand habe sich jedoch stabilisiert, weshalb ein Revisionsgrund vorliege. Es könne
offen bleiben
, ob mit Blick auf den bei der erstmaligen Rentenzusprechung durchgeführten Einkommensvergleich die Voraussetzungen der Wiedererwägung erfüllt seien.
2.2
In ihrer Beschwerdeschrift vom
2.
Februar 2017 (
Urk.
1) machte die Versicherte zusammengefasst geltend, das
Y._
-Gutachten beruhe auf einer unvollständigen Aktenlage und genüge daher den elementaren rechtlichen Anforderungen nicht.
Ferner hätten sich die Gutachter nicht
ansatzweise damit auseinandergesetzt, weshalb nun eine
Diskusprotrusion
L4/5 vorliege, während im Zeitpunkt der Re
n
tenzusprechung noch eine median
e Diskushernie L4/5 diagnostiziert worden sei
.
Jedenfalls handle es sich - was auch die IV-Stelle anerkenne - in somatischer Hinsicht um eine revisionsrechtlich unbeachtliche Neubeurteilung eines unver
änderten Sachverhalts. Bei der seinerzeitigen Rentenzusprechung sei
ausserdem den psychischen Beschwerden
keine selbständige, zusätzlich die Arbeitsfähigkeit einschränkende Bedeutung zugekommen
.
Offensichtlich unbegründet sei schliesslich die der Verfügung zugrunde gelegte Annahme, wonach eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestehe
, da es sich hierbei um eine leichte körperliche Tätigkeit handle. Eine Haushälterin verrichte vielmehr lediglich teilweise leichte, mehrheitlich jedoch mittelschwere und teilweise schwere Arbeiten
(
Urk.
1 S. 7 ff.).
2.3
Mit Replik vom 2
3.
Juni 2017 (
Urk.
11) insistierte die Versicherte unter Verweis auf den Bericht von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 1
4.
Februar 2017 (
Urk.
12) darauf, dass sie die als mittelschwer einzustufende angestammte Tätigkeit nicht mehr
ausüben
könne. Seitens der Gutachter sei ferner eine
Fehlform
der Lendenwirbelsäule bei ventraler Rotation der linken Beckenseite nicht festgestellt worden. Deren Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit seien zu Unrecht nicht berücksichtigt worden.
3.
3.1
Als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades ist die rentenzusprechende Verfügung der Beschwerdegegnerin vom
6.
Juni 2007 (
Urk.
6/57) heranzuziehen.
Im Unterschied zur anspruchsbestätigenden Mitteilung vom 2
4.
November 2008 (
Urk.
6/75) lagen diesem Entscheid
diverse ärztliche Berichte
zugrunde (
Urk.
6/6/3 ff
.
, 6/17, 6/20, 6/25 und 6/26/3 ff.). Nach zusätzlicher Rücksprache mit dem RAD
(
Urk.
6/34/3 f.) und erwerblichen Abklärungen
hatte
die IV-Stelle unter Würdigung des medi
zinischen Sachverhalts zudem eine Invaliditätsbemessung samt Einkommensver
gleich vor
genommen
(
vgl. in
diesem Zusammenhang
BGE 133 V 108
sowie
Urteil des Bundesgerichts 9C_297/2016 vom
7.
April 2017 E. 2.2, nicht publiziert in: BGE 143 V 77, aber in SVR 2017 IV Nr. 51 S. 152).
3.2
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion, stellte in ihrem Bericht vom 1
3.
Dezember 2004 folgende Diagnosen:
-
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom L5 links bei media
n
er Dis
kushernie L4/5 sowie fortgeschrittene degenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule mit
Osteochondrosen
L4/S1,
-
Senk-Spreizfussdeformität beidseits mit statischen Fussbeschwerden,
-
schwere
Stammvaricosis
mit chronisch-venöser Insuffizienz beidseits und Status nach wiederholten Operationen.
In Anbetracht der gesamten Situation sei kaum davon auszugehen, dass die Ver
sicherte ihre bisherige Tätigkeit mit vollem Pensum ausüben könne. Aktuell sei sie zu 50
%
arbeitsunfähig (
Urk.
6/6/3).
In ihrem Bericht vom 1
4.
November 2005 wies
Dr.
A._
zusätzlich
auf eine
in letzter Zeit in den Vordergrund getretene depressive Entwicklung
hin
, welche jedoch
von Seiten eines Psychiaters zu beur
teilen sei. In Anbetracht des rheumatologischen Status sei der Versicherten eine adaptierte Tätigkeit ohne Belastung des Rückens mit halbem Pensum zumutbar
(
Urk.
6/17
).
3.3
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vertrat in seinem Bericht vom 2
6.
September 2005 die Auffassung,
die
Versicherte
sei
seit dem
1.
Juni
2005 zu 100
%
arbeitsunfähig
. Am ehesten liege ein mittelgra
diges depressives Syndrom im Rahmen einer Anpassungsstörung vor (ICD-10 F43.21).
Auf längere Sicht sei mit einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für behinde
rungsangepasste Tätigkeiten zu rechnen, wobei die Einschränkungen auf das somatische Schmerzsyndrom zurückzuführen seien (
Urk.
6/6/5).
Bei
den
Diagnose
n
einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syn
drom (ICD-10 F33.21) sowie eines
chronischen lumbalbetonten Schmerzsyn
drom
s
führte
Dr.
B._
in seinem Bericht vom 2
0.
Juni 2006 aus, die Ver
sicherte habe
phasenweise
von eine
r
tendenziell
leichte
n
Besserung der Beschwerden berichtet
.
Danach habe sie jedoch auch wieder panikartige Anfälle mit darauffolgender Exazerbation der depressiven Symptomatik erlebt. Nach wie vor sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Auf längere Sicht sei aus rein psychiatrischer Sicht von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten auszugehen (
Urk.
6/25).
3.4
Zuhanden des Krankentaggeldversicherers
hielt
Dr.
med.
C._
, Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
in seiner Beurteilung vom 1
5.
Juli 2006 fest,
die
Versicherte
habe
in erster Linie über somatische Beschwerden wie Schmerzen am Rücken sowie am rechten Bein gek
lagt
. Daneben gehe es ihr auch
psychisch schlecht; sie könne sich insbesondere nicht gut konzentrieren, sei sehr empfindlich auf Geräusche
und fühle sich depressiv. Zudem sei ihr Schlaf schlecht. Der Appetit sei nicht vermindert (
Urk.
6/26/8).
Anlässlich der Unter
suchung sei die Explorandin bewusstseinsklar und zu allen Qualitäten voll orien
tiert gewesen. Hinsichtlich Konzentration, Auffassung und Urteilsvermögen hät
ten sich keine Einschränkungen ergeben. Anzeichen für eine psychotische Symp
tomatik,
für
Befürchtungen, Zwänge oder einen gestörten formalen Gedanken
gang hätten ebenfalls nicht vorgelegen. Im affektiven Bereich habe eine leicht
depressive Stimmungslage bestanden. Die Schilderung der Schmerzsymptomatik sei relativ diffus gewesen und habe eine starke demonstrative Komponente inne
gehabt. Die Beschreibung ihres psychischen Befind
ens sei der Versicherten
schwer
gefallen
. Im Sinne einer Aggravationstendenz habe sie sich als völlig handlungs
unfähig dargestellt. Insgesamt sei von einem chronischen Schmerzsyndrom (ICD-10: F45.4) mit Verdacht auf eine psychische Fixierung respektive Aggravation sowie einem nicht schwer ausgeprägten, wahrscheinlich konsekutiv depressiven Syndrom auszugehen (
Urk.
6/26/9). Aus rheumatologischer Sicht sei seit 2004 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Die Aggravation de
r Schmerzsymptomatik sowie die g
eklagten psychischen Beschwerden im Sinne eines leichten depressiven Syndroms seien nicht geeignet, eine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit zu begründen (
Urk.
6/26/10).
3.5
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Neurologie, vom RAD führte in seiner Stel
lungnahme vom 2
0.
November 2006 aus, angesichts des übereinstimmend diag
nostizierten Wirbelsäulenschmerz
syndroms sowie der konsekutiven
depressiven Episode sei ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden ausgewiesen. Seit September 2005 könne bis auf Weiteres eine 50%ige Arbeits
fähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Haushälterin mit Pflegeaufgaben sowie für wechselbelastende, leichte bis mittelschwere Tätigkeiten angenommen werden (
Urk.
6/34/3 f.).
4
.
4.1
Im Rahmen des zu beurteilenden Rentenrevisionsverfahrens
attestierte
Dr.
A._
mit Bericht vom
4.
März 2014 bei unveränderten Diagnosen eine nach wie vor bestehende 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit. Auf
grund der depressiven Entwicklung könne die Versicherte nur zeitlich be
schränkt einer Arbeit nachgehen. E
s könne mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit in einem 30%-Pensum gerechnet werden (
Urk.
6/100/1-3).
4.2
Dr.
B._
stellte in seinem Bericht vom
6.
November 2014 folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/115/1):
-
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.21),
-
Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01),
-
undifferenzierte Somatisierungsstörung, unter anderem psychogener Schwindel (ICD-10 F45.1),
-
chronisches zervikal- und lumbalbetontes Rückenschmerzsyndrom,
-
Span
nungskopfschmerzen und Migränea
nfälle.
Die Versicherte
sei
psychomotorisch verlangsamt und wirke deutlich niederge
schlagen. Sie klage
insbesondere
über Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit sowie Müdigkeit und schnelle Ermüdbarkeit. Zudem habe sie von einer allgemei
nen Ängstlichkeit berichtet. Häufig erlebe sie Panikanfälle mit Schwäche- und Schwindelgefühlen. Sie benutze keine öffentlichen Verkehrsmittel und vermeide Menschenmengen
sowie
Kaufhäuser.
Nebst einem deutlichen sozialen Rückzug seien intermittierend auch Suizidgedanken vorhanden. Vor diesem Hintergrund sei
en
der Beschwerdeführerin weder die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Raumpfle
gerin, noch eine behinderungsangepasste Tätigkeit zumutbar. Es bestehe keine Aussicht auf Besserung des psychischen und somatischen Zustandsbildes sowie der Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/115/2).
4.3
Im polydisziplinären
Y._
-Gutachten vom
4.
Februar 2016 werden
im Wesent
lichen
folgende Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit genannt
(
Urk.
6/141/53):
-
chronisches
lumbovertebrales
, teilweise
lumbospondylogenes
Schmerz
syndrom rechts mehr als links mit/bei:
-
Diskusprotrusion
L4/5 und L5/S1 ohne Nachweis einer Neurokompres
sion,
-
lumbal betonter Facettengelenksarthrose mit Zeichen der aktivierten Arthrose L4/5 links,
-
klinisch fehlender
Radikulopathie
,
-
Migräne ohne Aura,
-
Senk-Spreizfuss-Deformität beidseits,
-
chronisch-venöse Insuffizienz bei
Varicosis
crurum
beidseits und Status nach sechsmaliger Varizenoperation (anamnestisch),
-
Status nach mittelgradiger depressiver Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11).
Gegenüber
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Inner
e Medizin, habe die Versicherte
angegeben,
dass sich
bereits im Laufe ihrer Tätigkeit als Hausangestellte zunehmend Rücken-, Nacken- und Beinschmerzen entwickelt hätten. Später seien schwere Migräneanfälle mit Drehschwindel und Erbrechen hinzugekommen. Deswegen habe sie auch zunehmend Panikanfälle entwickelt und habe sich kaum mehr unter Leute getraut. Wegen ihrer st
arken Rücken
schmerzen könne sie
nicht mehr alles alleine im Haushalt erledigen. Teilweise sei
sie völlig blockiert und könne sich überhaupt nicht mehr bewegen, was vor allem bei Wetterwechsel
n
der Fall sei.
In psychischer Hinsicht habe die Versicherte über eine vermehrte Vergesslichkeit und Kontrollzwänge geklagt (
Urk.
6/141/17 f.).
Die Untersuchung habe das Bild einer altersentsprechend aussehenden,
normo
somen
und kardiopulmonal kompensierten Versicherten in gutem Allgemeinzu
stand
gezeigt
. Auch die Laboruntersuchungen hätten durchwegs Normalwerte
ergeben.
Die Versicherte sei
aus allgemein-internistischer Sicht
für alle bisherigen Tätigkeitsbereiche zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
6/141/57).
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Rheumatologie, hielt in seiner Teilexpertise fest, dass
die Versicherte vorwiegend über Schmerzen im Nacken-, Schulter
-
und Kreuzbereich sowie in den Beinen - rechts mehr als links - geklagt habe. Häufig komme es auch zu Kopfschmerzen, welche vom Nacken her ausstrahlen würden (
Urk.
6/141/22). Anlässlich der Untersuchung habe sich die
dekonditionierte
und leicht übergewichtige Beschwerdeführerin in gutem Allgemeinzustand präsen
tiert. Mit Blick auf die rheumatologisch-pathologischen Befunde seien die Beschwerden teilweise erklärbar. So lägen
sowohl
Beckenkammtendoperiostosen
rechts mit
lumbosakraler
Druckdolenz
, als auch
suprascapuläre
Verspannungen bei radiologisch nachgewiesenen
Diskusprotrusionen
L4/5 und L5/S1 ohne Neu
rokompression sowie eine tief lumbal betonte Facettengelenksarthrose mit Zeichen der aktivierten Arthrose im Facettengelenk L4/5 links vor.
Der Spreizfuss sei beidseits mit Einlagen versorgt; motorische Defizite seien nicht vorhanden. Die nicht
dermatombezogene
herabgesetzte Sensibilität im linken Arm und im rechten Bein müsse als funktionell beurteilt werden und sei nicht limitierend. Insgesamt bestehe für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Haushalts- und Pflege
hilfe, die als leicht einzustufen sei, eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
6/141/25).
Dem orthopädisch-chirurgischen Teilgutachten von
Dr.
med.
G._
, Fach
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, ist zu entnehmen, dass
gemäss Angaben der Versicherten seit 2005
eine
progre
diente
lumbospondylogene
sowie
zervikozephale
Schmerzsymptomatik mit Beschwer
den im Bereich der Arme, der Hüften, der Knie sowie beider Sprungge
lenke bestehe. Die Begutachtungssituation sei von einer auffallenden Diskrepanz zwischen den geschilderten Beschwerden, dem demonstrierten Bewegungsmuster sowie der klinischen Untersuchung geprägt gewesen.
Unter anderem habe sich auch bei erschwerten Gangarten ein freies, uneingeschränktes Gangbild gezeigt.
D
as An- und Entkleiden sei der Versicherten
ebenso
ohne Limitierungen möglich gewesen. Im Rahmen der
palpatorischen
Untersuchung der Lendenwirbelsäule seien die
g
eklagten Schmerzen hinsichtlich ihrer Lokalisation inkonsistent gewe
sen und hätten in ihrer lokalen Ausprägung variiert. Der
Wadell’sche
Stauchungs
test der Halswirbelsäule habe bei der Versicherten zu einer positiven Schmerzver
stärkung geführt, was rein physiologisch nicht erklärbar sei. Bei der anschliessend durchgeführten klinischen Untersuchung der oberen und unteren Extremitäten habe sich insgesamt ein freies Bewegungsausmass mit uneingeschränkter Kraft
entfaltung gezeigt. Aus orthopädisch-versicherungsmedizinischer Sicht lasse sich keine Einschränkung objektivieren, welche die Versicherte in qualitativer oder quantitativer Hinsicht in der Ausübung ihrer ehemaligen Tätigkeit als Reini
gungskraft einschränke. Selbiges gelte für die angestammte Tätigkeit als Haus
haltshilfe (zum Ganzen
Urk.
6/141/42 ff.).
Gegenüber
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, habe die Versicherte geschildert, dass sie bereits während ihrer Scheidung im Jahr 2003 in psychiatrischer Behandlung gewesen sei. Die einge
nommenen Medikamente hätten
sie zwar ruhiger werden lassen,
die Depression sei jedoch immer noch vorhanden. Diese sei nicht mehr so stark wie früher. Schlechter sei es vor allem bei Wetterwechseln, welche auch mit erhöhter Ver
gesslichkeit einhergehen würden. Im Weiteren könne sie Menschenmengen schlecht aushalten, weshalb sie keine öffentlichen Verkehrsmittel nutze.
Nach Auftreten der Depression sei es auch zu Panikattacken gekommen.
Sie leide ferner unter Migräne, welche etwa zwei bis drei Mal pro Monat auftreten würde. Sie liege dann manchmal fast eine Woche im Bett und sei sehr lärm- und lichtemp
findlich. Schmerzbedingt seien ausserdem Ein- und Durchschlafstörungen vor
handen.
Selbstmordgedanken habe sie manchmal; einen Suizidversuch habe sie aber noch nie unternommen
(
Urk.
6/141/45 ff.)
.
Anlässlich der Exploration sei die Beschwerdeführerin zu allen Qualitäten gut orientiert gewesen. Konzentrations- oder Merkfähigkeitsstörungen sowie mnestische Defizite hätten nicht eru
iert werden können. Das formale Denken sei weitschweifig gewesen; die Ver
sicherte habe teilweise an den Fragen vorbei geantwortet. Während des Gesprächs sei sie fröhlich gewesen, habe häufiger gelacht und eindeutige Stimmungseinbus
sen seien nicht erkennbar gewesen. Die Schwingungsfähigkeit sei voll erhalten und der Antrieb sei ungestört gewesen. Es hätten sich zudem keine Anhaltspunkte für Ich-Störungen, Sinnestäuschungen oder Halluzinationen ergeben. Die Symp
tome der Panikattacken habe die Versicherte nicht genau beschreiben können.
Hinweise für eine Fremdgefährdung hätten sich nicht gezeigt; intermittierend seien Suizidgedanken vorhanden (
Urk.
6/141/47 f.). Im Zeitpunkt der Untersu
chung seien die Kriterien einer depressiven Episode nicht erfüllt gewesen.
Die Versicherte
verbringe ihre Tage mit ihren Kindern, unternehme Spaziergänge mit ihrem Hund und gehe mit Freundinnen zum Schwimmen oder ins Jacuzzi.
Ihre Angaben seien ausserdem in mehrfacher Hinsicht widersprüchlich gewesen. Unter anderem fahre die Versicherte trotz
Angst vor Menschenmengen mit ihrem Per
sonenwagen in die stark befahrene Stadt Zürich und besuche öffentliche Schwimmbäder. In Bezug auf die Antidepressiva habe sie ebenfalls unklare Angaben gemacht, indem sie teilweise deren Namen oder die Häufigkeit der Ein
nahme nicht habe angeben können. Darüber hinaus sei es ihr nicht möglich gewesen, die Symptome der Panikattacken zu schildern. Sie habe
auf entspre
chende Nachfrage
zudem eingeräumt, dass d
ie Migräneattacken nicht immer bei
nahe eine Woche dauern würden, insbesondere nicht, wenn sie Medikamente ein
nehme. Insgesamt könne die Versicherte ihrem Alltag gut nachgehen und müsse sich nur beim Tragen schwerer Gegenstände von ihren Kindern helfen lassen
. Zudem sei der Antrieb ungestört und die Stimmung verschlechtere si
ch nur in gewissen Situationen wie
bei
Wetterwechsel
n
,
bei
Müdigke
it oder in Menschen
mengen
. Die geklagten Schlafstörungen seien mittels einer regelmässigen Ein
nahme von
Trimipramin
und einem Verzicht auf den Schlaf tagsüber in den Griff zu bekommen. Aus versicherungspsychiatrischer Sicht liege keine die Arbeitsfä
higkeit beeinträchtigende psychische Erkrankung vor. Es hätten sich jedoch deut
liche Hinweise für eine Aggravation der Symptome gezeigt (
Urk.
6/141/48 ff.).
Im polydisziplinären Konsens gelangten die Gutachter zur Auffassung, dass die Beschwerdeführerin ab sofort weder aus somatischer, noch aus psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. Dies gelte sowohl für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Haushälterin, als auch
für eine
Verweistätigkeit (
Urk.
6/141/59).
5.
5.1
Strittig ist, ob die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat (vgl. E. 2.1 f.). Zu prüfen ist in diesem Zusammenhang zunächst, ob die Beschwerdegegnerin berechtigterweise auf das polydisziplinäre
Y._
-Gutachten vom
4.
Februar 2016 (
Urk.
6/141) abgestellt hat.
Das
Y._
-Gutachten basiert auf umfassenden internistischen, rheumatolo
gischen, orthopädisch-chirurgischen sowie psychiatrischen Abklärungen und wurde in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
erstellt (
Urk.
6/141/2 ff.). Die Ver
sicherte konnte gegenüber den einzelnen Gutachtern ihre aktuellen Beschwerden schildern und wurde von diesen - soweit fachspezifisch erforderlich -
zu ver
schiedenen Themenbereichen
eingehend befragt (
Urk.
6/141/
14 ff., 6/141/22, 6/141/26 ff. und 6/141/45 ff.
). Die geklagten Leiden wurden im Rahmen der Fest
stellung der Diagnosen berücksichtigt, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit über
zeugend dargelegt und erläutert wurden (
Urk.
6/141/
24 f., 6/141/41 ff., 6/141/48
ff. und 6/141/53 ff.
). Soweit möglich setzten sich die Gutachter ausserdem mit vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen auseinander (
Urk.
6/141/
44, 6/141/50 ff. und 6/141/59 ff.
). Gesamthaft erfüllt das polydisziplinäre
Y._
-Gutachten somit die praxisgemässen Kriterien
,
die an eine beweiskräftige
Expertise
gestellt werden
(vgl. E. 1.4).
5.2
Die Beschwerdeführerin bringt vor, die im Gutachten enthaltene Auflistung der berücksichtigten Akten sei in zweifacher Hinsicht unvollständig. Zum einen seien gewisse aufgeführte Unterlagen nicht aktenkundig
, und zum anderen
seien die Akten des seinerzeitigen Krankentaggeldversicherers - mit Ausnahme des psychi
atrischen Gutachtens von
Dr.
C._
vom 1
5.
Juli 2006 - nicht vollständig auf
gelistet.
Im Gutachten von
Dr.
C._
werde insbesondere ein Bericht von
Dr.
Dieter
I._
, Facharzt für Radiologie, vom
3.
Dezember 2004 zusammenge
fasst, welcher eine kleine und flache mediane Begleithernie L4/5 umschreibe. Unt
er anderem aufgrund einer median
en Diskushernie L4/5 sei die Versicherte berentet worden. Im
Y._
-Gutachten werde nun allerdings eine
Diskusprotrusion
L4/5 diagnostiziert, ohne dass diese unterschiedliche Diagnose auch nur ansatz
weise thematisiert wo
rden sei. Der
Beizug
der
medizinischen Akten des
Kranken
taggeldversicherers sei
daher unerlässlich (
Urk.
1 S. 7 f.).
Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Begutachtungsstelle
die von ihr beige
zogenen medizinischen Unterlagen, welche zuvor nicht in den Verfahrensakten enthalten waren, mit Schreiben vom
8.
August 2016 der Beschwerdegegnerin
ein
gereicht
hat
(
Urk.
6/158 f.).
Diese stellte die Unterlagen wiederum mit Schreiben vom 1
2.
August 2016 (
Urk.
6/160) dem Rechtsvertreter der Versicherten zur Ver
fügung, welcher
hierzu
in der Folge auch eine Eingabe tätigte (
Urk.
6/165).
Auch in Bezug auf die Unterlagen des Krankentaggeldversicherers erweist sich die Aktenlage nicht als lückenhaft.
Abgesehen vom
radiologischen
Bericht von
Dr.
I._
sind sämtliche von
Dr.
C._
zusammengefasst aufgeführten
Arztbe
richte
in den vorliegenden Verfahrensakten
enthalten (vgl.
Urk.
6/6/3 ff., 6/17, 6/20,
6/25
und 6/26/5 ff.
). Es ist weder ersichtlich noch seitens der Versicherten plausibel dargetan, inwiefern namentlich der Bericht von
Dr.
I._
für die kon
krete Beurteilung unerlässlich sein sollte, zumal dessen wesentlicher Inhalt bereits im Gutachten von
Dr.
C._
vermerkt
wurde
(
Urk.
6/26/5).
Soweit die Beschwer
deführerin auf die unterschiedlichen Diagnosen
bezüglich de
s
Lendenwirbel
s
4/5 hinweist, bleibt
einerseits
anzufügen, dass es invalidenversicherungsrechtlich nicht auf die Diagnose, sondern einzig darauf ankommt, welche Auswirkungen eine Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit hat (Urteil des Bundesgericht 9C_273/2017 vom
9.
April 2018 E. 3.2.2 mit Hinweis).
Andererseits ist auch dem im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht von
Dr.
med.
Z._
, Fach
arzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, vom 1
4.
Februar 2017 zu
entnehmen, dass es sich um eine
Bandscheibenprotrusion
und nicht um eine
Diskus
hernie
handle (
Urk.
12 S. 1).
Insgesamt
vermag die Argumentation der Ver
sicherten somit die Beweiskraft des
Y._
-Gutachtens nicht in Frage zu stellen.
6.
6.1
Zu klären bleibt, ob mit Blick auf
die Schlussfolgerungen der Gutachter
ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG ausgewiesen ist. Beide Par
teien vertreten
den Standpunkt
, dass sich der somatische Gesundheitszustand der Versicherten seit der Rentenzusprechung nicht wesentlich verändert habe
.
Die Beschwerdegegnerin ist allerdings der Auffassung, der psychische Gesundheits
zustand habe sich
stabilisiert
, weshalb
die revisionsweise Überprüfung des Ren
tenanspruchs möglich sei
. Die Beschwerdeführerin wendet in diesem Kontext ein, dass den psychischen Beschwerden im Zeitpunkt der Rentenzusprechung keine selbständige, zusätzlich einschränkende Bedeutung zugekommen sei
(
Urk.
1 S.
9
f
f
.,
Urk.
2 S. 3).
6.2
Die Beschwerdeführerin bestreitet grundsätzlich nicht, dass sich ihr psychischer Gesundheitszustand seit der erstmaligen Rentenzusprechung im Jahr 2007 gebes
sert hat.
So
erwähnte
sie
selbst, dass die Depression nicht mehr so stark sei wie früher (
Urk.
6/141/45).
In Anbetracht der von
Dr.
H._
im Rahmen der psychiat
rischen Begutachtung erhobenen Befunde wird dies auch deutlich erkennbar
.
Es
wurde nachvollziehbar dargelegt, weshalb insbesondere aufgrund der ungestör
ten Konzentrations- und Merkfähigkeit, des nicht verminderten Antriebs und der voll erhaltenen Schwingungsfähigkeit nur mehr von einem Status nach mittel
gradiger depressiver Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) ausge
gangen werden könne. Dies überzeugt auch angesichts der
in mehrfacher Hinsicht widersprüchlichen
Schilderungen der Beschwerdeführerin
, welche
Dr.
H._
als deutliche Hinweise für eine Aggravation einstufte (zum Ganzen
Urk.
6/141/48 ff.).
Soweit die Versicherte geltend macht,
den psychischen Beschwerden sei bei der erstmaligen Rentenzusprechung keine selbständige Bedeutung zugekommen, ist dem zu widersprechen.
Zwar äusserte sich
Dr.
C._
am 1
5.
Juli 2006
dahinge
hend, dass aus rheumatologischer Sicht seit Ende 2004 eine 50%ige Arbeitsun
fähigkeit
bestehe und die psychischen Erkrankungen keine zusätzliche Beein
trächtigung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hätten
(
Urk.
6/26/10). Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin lässt sich daraus jedoch
nicht
schliessen, dass den psychischen Beschwerden dazumal keine selbständige Bedeutung zukam.
Zum einen verneinte
Dr.
C._
einzig eine zusätzliche, über 50
%
hinausge
hende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen
.
Zum ande
ren
wurde den psychischen Erkrankungen von
mehreren
involvierten Ärzten
- insbesondere auch vom RAD
- ein wesentlicher, wenn nicht gar ein im Vorder
grund stehender
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen (vgl.
Urk.
6/
6/4, 6/20/2, 6/25 und 6/34/3 f.).
Damit einhergehend wurde der Versicherten damals auch mit Schreiben vom 2
9.
März 2007 eine Schadenminderungspflicht in Form einer regelmässigen psychiatrischen Therapie auferlegt (
Urk.
6/35).
6.3
Insgesamt liegt nach dem Gesagten aufgrund des wesentlich gebesserten psy
chischen Gesundheitszustandes ein Revisionsgrund vor, weshalb der Rentenan
spruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend und ohne Bindung an frühere Beurteilungen zu prüfen ist (vgl. E. 1.3).
Gestützt auf das beweiskräftige
Y._
-Gutachten
ist
aus psychiatrischer Sicht
sowohl für die angestammte als auch für Verweistätigkeiten von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (
Urk.
6/141/50, 6/141/58 f.).
Zwar hat das Bundesgericht zwischenzeitlich für sämtliche psychischen Leiden die Anwendbarkeit des
indikatorengeleiteten
Beweisverfahrens statuiert (
BGE
143 V 409 und 418 vom 3
0.
November 2017).
Ein solches bleibt jedoch aus Gründen der Verhältnismässigkeit
dort entbehrlich, wo im Rahmen fachärztlicher Berichte eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und gegenteiligen Einschätzungen kein Beweis
wert beigemessen werden kann (BGE 143 V 418 E. 7.1). Dies ist vorliegend der Fall, zumal
Dr.
H._
in schlüssiger Weise darlegte, weshalb insbesondere auf die Einschätzung von
Dr.
B._
vom
6.
November 2014 (
Urk.
6/115) nicht abgestellt werden k
önne
(
Urk.
6/141/51 f.).
Weitere aktuelle,
fachärztliche Stellungnahmen
liegen nicht vor.
Im Übrigen ist
angesichts der von
Dr.
H._
festgestellten deutlichen Hinweise auf eine Aggrava
tion
festzuhalten
, dass
gemäss
höchstrichterlicher Praxis
regelmässig
keine ver
sicherte Gesundheits
schädigung vorliegt, soweit die Leistungseinschränkung auf einer derartigen oder ähnlichen Erscheinung beruht (BGE 141 V 281 E. 2.2.1).
In somatischer Hinsicht kann
in Anbetracht der nachfolgenden Erwägungen zum Einkommensvergleich
offen gelassen
werden, ob die Gutachter die Tätigkeit als Haushaltsgehilfin zu Recht als leicht beurteilt
haben, was die Beschwerdeführerin in Frage stellt (
Urk.
1 S. 10 f.). Jedenfalls ist m
it Blick
sowohl
auf das
Y._
-Gutachten
als auch
auf
den Bericht von
Dr.
Z._
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt, dass die Versicherte in einer leichten und leidensadaptier
ten Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig ist (vgl.
Urk.
6/141/
57 f.
,
Urk.
12 S. 3).
7.
7.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu
bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
7.2
7.2.1
Die Beschwerdegegnerin hat
für das Jahr 2015
gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene
Schweizerische Lohnstrukturerhebung
(LSE)
2012
und
unter Berücksichtigung der
betriebsüblichen Arbeitszeit sowie
der
Nominal
lohnentwicklung
ein
Valideneinkommen
von
Fr.
66
'644.15 errechnet (Tabelle T17,
Berufsgruppe
Ziff.
53
„
Betreuungsberufe
“
,
Total, Frauen;
Urk.
6/146/1).
Dies wird von Seiten der Versicherten zu Recht nicht beanstandet, zumal mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass sie
unabhängig vom Ein
tritt der Invalidität
aktuell nicht mehr bei der gleichen
wohlhabenden
Person - welche im Jahr 2005 92
-jährig war - als Haushaltshilfe tätig wäre und
folglich
auch k
ein
weit
überdurchschn
ittliches Einkommen
mehr
erzielen würde (vgl.
Urk.
6/15).
Es ist daher zulässig, auf die Werte der LSE abzustellen (vgl.
BGE 139 V 28
E. 3.3.2; 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2
).
7.2.2
Das Invalideneinkommen für das Jahr 2015 ist ebenfalls gestützt auf die LSE 2012 zu bestimmen. Ausgehend davon, dass die Versicherte zumindest in einer leichten angepassten Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig ist (vgl. E. 6.3)
,
ist namentlich in Anbetracht der fehlenden beruflichen Ausbildung auf den Zentralwert für Hilfsarbeiten abzustellen (
TA1_tirage_skill_level, Monat
licher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater S
ektor, Kompetenzniveau 1, Frauen
).
Das standardisierte monatliche Einkommen beträgt demnach
Fr.
4'112.--. Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, A-S) und angepasst an die Entwicklung der Nominallöhne für weibliche Arbeits
kräfte von
2’630 Punkten im Jahr 2012 auf 2’686
Punkte im Jahr 2015 (vgl. www.bfs.admin.ch) ergibt di
es ein Bruttoeinkommen von
Fr.
52'536.45
jährlich
(
Fr.
4'112.
-- / 40 * 41.7 * 12 / 2’630 * 2’686
).
Gründe für die Gewährung eines leidensbedingten Abzuges vom Invalideneinkommen sind nicht er
sichtlich.
7.2.3
Der Invaliditätsgrad beläuft sich ausgehend von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
66‘644.15 und einem Invalideneinkommen von
Fr.
52‘536.45 auf 21.17
%
res
pektive 21
%
([
Fr.
66‘
644.15 .
/.
Fr.
52‘536.45] *100 /
Fr.
66‘644.15; zum Runden:
BGE 130 V 121
).
Die Schlussfolgerung der Beschwerdegegnerin, wonach mangels eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades von mindestens 40
%
(vgl. E. 1.2)
kein Rentenanspruch mehr besteht, ist somit zutreffend.
8.
Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung vom 2
7.
Dezember 2016 (
Urk.
2) als korrekt. Infolge des gebesserten Gesundheitszustandes hat die Beschwerdegegnerin die ganze Rente der Versicherten zu Recht auf den ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung aufgehoben (vgl.
Art.
88
bis
Abs.
2
lit
. a der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]).
Vor diese
m Hintergrund erübrigt sich eine Prüfung der Wiedererwägungs-
vorausset
zungen im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ATSG
, welche
von den
Parteien am Rande thematisiert
wurde
n
(vgl.
Urk.
1 S. 11 f.,
Urk.
2 S. 3).
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
9
.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
I
VG) und ermessensweise auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.