# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a5d3b5e3-c8e1-4c9d-915d-0abf3968c3b8
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1965, Mutter von zwei erwachsenen Kindern (Jahrgang 1987 und 1988), war seit 2004 im Spital Y._ als Mitarbeiterin in der Reini
gung tätig (Urk. 14/9/7-12). Unter Hinweis auf eine chronische Schmerzer
kran
kung meldete sich d
ie Versicherte
am 7. Februar 2015 bei der Invalidenver
siche
rung zum Leistungsbezug an (Urk. 14/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 14/11, Urk. 14/25) und holte beim Zentrum Z._ ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 31. März 2016 erstattet wurde (Urk. 14/67).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 14/73-88) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 29. Dezember 2017 einen Rentenanspruch (Urk. 14/89 = Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am
5. Februar 2018
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfügung vom 29. Dezember 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr rückwirkend per 1. Septem
ber 2015, spätestens ab 1. März 2017 eine ganze Invalidenrente, mindestens aber eine halbe Rente, auszurichten (S. 2 Ziff. 1), eventuell sei die Verfügung vom 29. Dezember 2017 aufzuheben und ein polydisziplinäres Gerichtsgutachten, inklu
sive EFL in Auftrag zu geben beziehungsweise die Sache an die Beschwerde
gegnerin zurückzuweisen zwecks ergänzender Abklärung des medizinischen Sach
verhaltes sowie der Ressourcen/Zumutbarkeit, um anschliessend neu über einen Anspruch auf Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung zu entschei
den (S. 2 Ziff. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 6. März 2018 (Urk. 13) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 20. April 2018 wurde antragsgemäss (vgl. Urk. 1 S. 2 Ziff. 3) die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung bewilligt und der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 15).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrech
ts;
ATSG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beur
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen (E. 7.2;
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). A
us Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen wer
den, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärzt
li
cher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden
kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leicht
gradigen depressiven Störung auszugehen ist, die nicht schon als chroni
fiziert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines strukturierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1).
2.
2.1
In formeller Hinsicht machte
die
Beschwerdeführer
in
geltend, die Be
schwer
degegnerin habe das rechtliche Gehör verletzt, indem sie es unter
lassen habe, in der Verfügung auf die begrün
deten Ein
wände
Bezug zu nehmen und sich mit
ihren
Argumenten ausei
nan
derzusetzen
(Urk. 1 S. 10 f.)
.
2.2
Die Pflicht zur Begründung eines Entscheids durch die erlassende Behörde stellt einen Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör dar. Die Begründungs
pflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und der betroffenen Person ermöglichen, die Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl sie wie auch die Rechts
mittel
instanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sich ihre Verfügung stützt. Der Grundsatz des rechtlichen Gehörs als persönlichkeitsbe
zogenes Mitwirkungsrecht verlangt ebenfalls, dass die Behörde die Vorbringen der vom Entscheid in ihrer Rechtsstellung betroffenen Person auch tatsächlich hört, sorgfältig und ernsthaft prüft und in der Entscheidfindung berücksichtigt (BGE 126 I 102 E. 2b).
2.3
Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Dessen Verletzung führt daher grundsätzlich ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung des angefochtenen Entscheids. Vorbehalten sind recht
sprechungsgemäss diejenigen Fälle, in denen diese Verletzung nicht be
sonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt
als auch die Rechtslage frei überprüfen kann (vgl. BGE 124 V 183 E. 4a mit Hinweisen; Kieser, ATSG-Kommentar, Art. 42
Rz
9).
2.4
Tatsächlich ist der angefochtenen Verfügung vom
29. Dezember 2017
(Urk. 2) nicht viel
mehr zu entnehmen, als dass die
Beschwerdeführer
in
den Antrag ge
stellt habe, der Vorbescheid
sei aufzuheben und es sei ih
r rückwirkend
mit Wir
kung ab
August 2016
mindestens eine
Viertels
rente
auszurichten. Die Be
schwer
degegnerin hielt dazu lediglich fest,
aus den neu eingereichten Unterlagen gingen keine neuen Diagnosen und Befunde hervor, welche eine erneute Überprüfung des Rentenanspruchs begründen würden.
2.5
Die Beschwerdegegnerin hat damit im Wesentlichen ihre Schlussfolgerungen dargetan und mithin keine eigentlichen Argumente zur Entkräftung der von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Einwände geliefert. Ob dieses Vorgehen der Beschwerdegegnerin eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör dar
stellt, kann vorliegend offen gelassen werden. Die Voraussetzungen für eine Hei
lung sind hinsichtlich der allenfalls unzureichenden Begründung erfüllt. Die Be
schwerdeführerin konnte im gerichtlichen Verfahren ihre Einwände nochmals voll
umfänglich vorbringen und eingehend zu den geltend gemachten Ansprü
chen Stellung nehmen. Da das Gericht ausserdem über volle Kognition verfügt, ist eine allfällige Gehörsverletzung im vorliegenden Verfahren heilbar (vgl. 132 V 387 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
Die angefochtene Verfügung ist damit hinsichtlich des Rentenanspruchs mate
riell zu überprüfen.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin begründet ihre Verfügung (Urk. 2) damit, dass die Be
schwerdeführerin gemäss Gutachten des Z._ in der bisherigen Aufgabe in der Reinigung ab August 2015 noch in einem 50 % Pensum arbeiten könne. Für leichte und wechselbelastende Tätigkeiten sei sie jedoch mindestens zu 80 % arbeitsfähig. Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 7 % (S. 2 oben).
3.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend, der Beurteilung des Z._ könne nicht gefolgt werden. Sie leide vielmehr an einem ausgewiesenen invalidisierenden Gesundheitsschaden. Neben den multimorbiden somatischen Beschwerden leide sie aktenkundig auch an einem fachärztlich schlüssig festgestellten psychischen Leiden mit Krankheitswert und an einer Hirn
funktionsstörung (S. 9). Beim Einkommensvergleich sei zudem nicht von einem 100 % Pensum ausgegangen worden, was gestützt auf die Akten weder nach
voll
ziehbar noch gerechtfertigt sei. Sie würde aus persönlichen sowie finanziellen Gründen im Gesundheitsfall zu 100 % arbeiten (S. 10). Die Beschwerdegegnerin habe nicht zu den konkreten Einwänden Stellung genommen. Dadurch verletze sie nicht nur die Substantiierungspflicht, sondern auch das Gebot des rechtlichen Gehörs (S. 10 f.).
3.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Invalidenversicherung.
4.
4.1
Prof. Dr. med. A._, Facharzt für Anästhesiologie und Schmerztherapie, berichtete am 25. März 2015 (Urk. 14/14) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung
auf
die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1)
:
-
chronische Schmerzerkrankung mit somatischen und psych
ischen
Fakto
ren
(ICD-10 F45.41)
-
Keilbeinmeningi
om
links
mit Infiltration in den Sinus
cavernosus
-
nicht zuordnungsbare Hyp
ästhesie im Gesicht linksbetont
-
l
ow
-dose-
Benzodiazepinabhängigkeit
(ICD-10 F13.8)
und Schmerzmittel
abusus
-
Kontrastmittel-Allergie
Er führte aus, die Beschwerdeführerin
klage
über einen
holokraniellen
Druck
kopf
schmerz, der sich in den letzten Monaten deutlich verstärkt habe
(S. 2 Ziff. 1.4)
.
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Putzfrau bestehe eine Arbeits
unfähigkeit von
50
%. Die Beschwerdeführerin
könne nicht länger
e Zeit
stehen,
die Arme hoch
halten
oder
schwere Lasten tragen
(S. 3 Ziff. 1.6 und Ziff. 1.7).
4.2
Dr. med. B._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 21. Juni 2015 (Urk.
14/18
) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung
auf
die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1)
:
-
generalisierte Angststörung
(ICD-10 F41.1)
mit Anteilen einer anhal
tenden somatoformen Schmerzstörung
(ICD-10 F45.41)
und
der
Neuras
thenie
(ICD-10 F48.0)
-
rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradig
e depressive Epi
sode (ICD-10 F32.1)
Sie führte aus, die Beschwerdeführerin sei als Raumpflegerin zu
60
% arbeits
unfähig
seit
dem 22. Oktober 20
14
(S. 2 Ziff. 1.6).
Wegen multiplen somatischen und psych
ischen
Beschwerden sei
die Beschwerdeführerin
nicht belastbar,
sie
zeige
eine
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörung
(S. 3 Ziff. 1.7)
.
4.3
Die Ärzte der Augenklinik des Universitätsspitals C._ berichteten am 12. August 2015 (Urk.
14/22
) und nannten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):
-
Status nach
Papillenschwellung
links
mehr als
rechts bei Pseudotumor cerebri, E
rstdiagnose Januar
2012
Sie führten aus, a
ktuell
bestünden
beidseitige Gesichtsfeldausf
ä
lle,
diese
zeigten sich schwankend in der Ausprägung
(S. 2 Ziff. 1.4). Es sei keine Arbeitsun
fähig
keit attestiert worden (S. 2 Ziff. 1.6). Es zeigten sich s
tabile Befunde mit gutem beidseitigem
Visus
(S. 2 Ziff. 1.4)
.
4.4
Dr. A._ berichtete am 17. August 2015 (Urk.
14/20
) und führte aus, die
Schmerzen seien gleich geblieben, trotz Veränderung
in
der Schmerzmedikation.
Es bestehe eine
Verminderung der Leistungsfähigkeit
um 50 %
.
4.5
Die Ärzte des Zentrums Z._ erstatteten ihr polydis
ziplinäres Gutachten am 31. März 2016 (Urk.
14/67
) gestützt auf die Akten sowie die Untersuchungen der Beschwerdeführerin im Dezember 2015 und Januar 2016. Sie nannten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 92 Ziff. 6.1):
-
chronisch
es
lumbales Schmerzsyndrom mit intermittierender Rei
zung der Wurzel L5 und S1 links
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie die fol
gen
den (S. 92 f. Ziff. 6.2):
-
Adipositas Grad I
-
Hypercholesterinanämie
-
geringgradige Einschränkung der Nierenfunktion
-
chronische diffus generalisierende Missempfindung ohne reproduzierbare klinische pathologische schmerzhafte Befunde bei
-
aktuell asymptomatischer
Tendinopathie
der Supraspinatussehne an
satz
nah mit möglicher kleiner
interstiteller
bursaseitiger
Ruptur, Bur
sitis subacromialis rechts
-
primäre intrakranielle Hypertension (Pseudotumor cerebri)
-
episodische Migräne mit und ohne Aura
-
Keilbeinflügelmeningeom links mit Infiltration des Sinus
cavernosus
-
Status nach
Sulcus
ulnaris
Syndrom rechts
-
Verdacht auf leichtes Karpaltunnelsyndrom beidseits
-
chronisches
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom rechts ohne Anhalts
punkte für radikuläre Kompression
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)
Sie führten aus, die anlässlich der chirurgisch-internistischen Untersuchung
be
schriebenen Diskrepanzen l
iessen sich nicht
durch
die geltend gemachten
Kon
zen
trationsstörungen erklären. Körperliche Beschwerden könn
t
en erfahrungsge
mäss auch bei Konzentrationsschwierigkeiten recht gut beschrieben werden, da sie gut wahrgenommen werden könn
t
en. Die einzigen einigermassen konstant be
schriebenen B
eschwerden der Versicherten seien
die Kopfschmerzen
(S. 37 f.)
.
Im Zusammenhang mit ihren
gesundheitlichen Beschwerden habe sich die Be
schwerdeführerin
nicht in der Lage
gesehen
, genaue Angaben zu den Schmerzen und dem Gebrauch der Schmerzmittel zu machen. Auch
die psychischen Be
schwerden seien
trotz nachfragen vage
geblieben. Die von allen Gutachtern fest
gestellte exakte Angabe von Daten in der Anamnese
sei
in krassem Gegensatz zu den diffusen und variierenden Schilderungen der Schmerzen und der psychischen Beschwerden. Dies k
önne
nicht mit Konzentrationsstörungen oder Blockierung erklärt werden.
Entsprechend habe
sich bei der neuropsychologischen Symptom
validierung ein Aggravationsverhalten
gezeigt
. Das gezeigte Verhalten in der Untersuchungssituation mit unauffälligem
Bewegungsablauf sei
diskrepant zum ange
gebenen Ausm
ass der Beschwerden. Die Angaben zum Medikamenten
ge
brauch variier
t
en bei den einzelnen Gutachtern und
seien
in sich widersprüchlich und nicht nachvoll
ziehbar.
Hinzu komme
, dass die gemessenen Medikamenten
spiegel am 2
1. Dezember
2015
zum Teil zu tief, zum Teil
nicht nachweisbar
gewesen seien
. Bei der erneuten Messung am 1
2. Januar
2016
seien
sämtliche gemessenen Medikamente nicht nachweisbar
gewesen
. Zahlreiche der mitge
brachten Packungen
seien
älteren Datums
gewesen
. Trotzdem
seien
sie
unange
braucht
gewesen
oder es
habe
nur eine Tablette
gefehlt (S. 38)
.
Das Verhalt
en beim 6-Minuten-Gehtest habe
sehr demonstrativ
gewirkt
. Obwohl die
Beschwer
de
führerin
keine Beschwerden
angegeben habe
,
habe
sie extrem motiviert werden
müssen
, um mitzumachen. Sie
habe
trotz wiederholtem Nachfragen keine Aus
kunft darüber geben
können
, weshalb sie nicht weitermachen könne. Bei der
neurologischen Untersuchung gebe
die
Beschwerdeführerin
ganz genau Auskunft zu ihren Schmerzen. Die Angaben
seien zum Teil
diskrepant zu den anderen Gutachtern. Ebenfalls nur in der neurologischen Untersuchung
seien
massive
Nackenschmerzen bei nur kleinsten passiven Kopfbewegungen angegeben wo
rden
. Die Sensib
ili
tätsstörungen
in den Händen und Füssen würden
nur bei der Neu
rologin angegeben
. Die Schmerzen und Sensibilitäts
störungen an den Extremi
täten wü
rden bezüglich der Seite wechselnd und diskrepant angegeben, sowohl innerhalb der einzelnen Teilgutachten als auch zwischen den Gutachten. Ebenso
würden
in den Akten die Symptome immer wieder die Seite
wechseln (S. 39).
Der rheumatologische Gutachter führte aus, dass i
m Bereich
des Achsenskeletts H
inweise für relevante degenerative Veränderungen respektive radikuläre Be
schwer
den
fehlen würden. D
er klinische Untersuch des Schultergelenkes rechts
sei
unauffällig und s
c
hmerzfrei, so dass aktuell die MR
I
dokumentierte
Tendino
pathie
der Supraspinatussehne ohne klinische Bedeutung
sei
. Zusammenfassend besteh
e
betreffend Bewegungsapparat eine stabile Situation mit einer beginnen
den degenerativen Veränderung und kl
einer Diskushernie LWK5/SWK1 bei
dseits
mit sekundär sich entwickelnden beginnenden Spondylarthrosen LWK5/SWK1
.
Im Ver
gleich zur Voruntersuchung vom 6. August
2014
habe
das aktuelle MRI der
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
vom 1
3. Januar
2016 keine Befundänderung
ergeben
. Das übrige Achsenskelett und
der periphere Gelenkstatus seien
unauffällig, die weichteilrheumatische Komponente begrenzt und nur im Bereiche der unteren Körperhä
lft
e partiell reproduzierbar. Aus rheumatologisch-somatischer Sicht
sei
betreffend die angestammte Tätigkeit im Reinigungsdienst des Spitals Zimmer
berg und in jeder anderen leichten bis zeitweise mittelschweren, wechselbe
las
tenden Tätigkeit bezogen auf ein volles Pensum eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 100
%
als ausgewiesen
zu beurteilen (S. 47)
.
Die neurologische Gutachterin führte aus, dass im
Rahmen der heutigen Unter
suchung subjektiv nach wie vor die Kopfschmerzen im Vordergrund
stünden
, welche den diagnostischen Kriterien der International
Headache
Society für Migräne mit und ohne Aura entspr
ä
chen
(S. 55).
Die Migräne w
erde
nicht adäquat behandelt. Darüber hinaus besteh
e
ein chronischer Kopfschmerz vom Spannungs
typ. Bei einem
Analgetikakonsum
an deutlich
mehr als 10 Tagen im Monat seien
auch Kriterien für Medikamenten-induzierter Kopfschmerz der International
Hea
dache
Society erfüllt. Nun
seien
diskrepant zu den Angaben der
Beschwerde
führerin
wiederholt sämtliche Schmerzmittel im Serum unterhalb der Nachweis
grenze
gewesen
, obwohl
sie angegeben habe
, jeweils an den Untersuchungstagen an den Kopfschmerzen zu leiden und eine Schmerztablette eingenommen zu haben.
Zudem
seien
die präsentierten Arzneimittelpackungen kaum angebrochen
gewesen
, obwohl die Medikamente vor einigen Monaten verkauft worden
seien. All das relativiere
die
Angaben der
Beschwerdeführerin über die Frequenz und die
Intensität
der
gegenwärtigen Kopfschmerzen erheblich
.
Das linksseiti
ge Keil
beinmeningeom habe
bisher keine fokal neurologischen Defizite
verursacht
. Offen
sichtlich hand
le
es sich um einen Zufallsbefund ohne Einfluss auf den Ge
sundheitszustand der
Beschwerdeführerin.
Eine raumfordernde Wirkung un
d Zu
nahme der Kopfschmerzen könne
anhand der Lokalisation und G
rosse des Tumors nicht erwartet
werden. Auch die beklagte Sensibilitätsstörung zunächst der rech
ten Gesichtshälfte,
später bilateral, könne
anhand der Lokalisation der Raum
for
derung nicht erklärt werden. Die periorale Akzentuierun
g der Sensibilitätsstörung lasse
vermuten, dass es sich dabei um ein Symptom der Hyperventilation bei bekannter Angsterkrankung der
Beschwerdeführeri
n handeln könnte
(S. 56 f.)
.
Die
Angaben der
Beschwerdeführerin
und ihr Ver
halten während der Exploration würden etliche Widersprü
che und Inkonsistenzen
beinhalten (S. 57). Bei der
ange
stammte
n
Tätigkeit im Reinigungsdienst hand
l
e es sich um eine leichte bis mittel
schwere Tätigkeit mit wiederholtem Bücken und Überkop
farbeiten. Diese könne
der
Beschwerdeführerin
vor allem aufgrund der intermittierende
n
Lumboi
schial
gie
links bei bildgebende
m
Nachweis einer Diskushernie L
WK5/SWK1 mit persi
stierender Irrit
ation der linksseitigen Nervenwurzeln L5 und S1 derzeit in einem Pensum von 50
%
zugemutet werden. Da die Angaben der
Beschwerdeführerin
bezüglich Kopfschmerzanamnese sehr widersprüchlich
seien
und
der angegebene Analgetika-
Konsum labormässig nicht belegt werden k
önne
, könn
t
en die Kopf
schmerzen bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit derzeit nicht berücksichtigt werden. Bei der zuletzt ausgeführten Tä
tigkeit in der Wäscherei handle
es sich um eine angepasste Tätigkeit als Entgegenkommen des Arbeitgebers. Diese sowie andere leichte, wechselbelasten
de Tätigkeiten ohne wiederholtes
Bücken oder Überkopfarbeiten könn
t
en der
Beschwerdeführerin
in einem Umfang von 80
%
zugemutet werden
(S. 58).
Die neuropsychologische Gutachterin führte aus, dass d
ie Zusammenstellu
ng der Befunde (Testergebnisse)
auf ein Aggravationsverhalten
der Beschwerdeführerin
schliessen
lassen würde
. Daher könn
t
en die Ergebnisse der Leistungstests nicht in
haltlich ausgewertet werden und würden w
egen mangelnder Mitarbeit keine ver
wertbaren neuropsychologischen Befunde
liefern
, da sie wahrscheinlich nicht
das effektiv vorhandene kognitive Leistungsniveau abbilden würden. Unter die
sen
Umständen bes
tehe
andererseits auch das Risiko, dass tatsächliche und spezi
fi
sche kognitive Defizite differenzialdiagnostisch nicht festgestellt werden könn
t
en
(S. 65 f.)
.
Die psychiatrische Gutachterin führte aus, dass sich in der Untersuchungs
situa
tion
keine Hinweise auf Auffassungs-, Konzentrations- oder Aufmerksam
keits
störungen,
Gedächtnisstörungen oder andere
kognitive Defizite
ergäben
. Die
Be
schwer
deführerin
präsentier
e ein ausreichendes B
ildungs- und Intelligen
zn
iveau, in Mimik, Gestik und Sprac
he wirke
sie lebhaft, schwingungsfähig und adäquat. Die Introspektionsfähigkeit
sei
als ausreichend anzusehen, die Reflexionsfähigkeit vor allem bezüglich der Schmerzproblematik und der
Familiendynamik sei
als vermindert einzuschätzen
(S. 74
). Die Aufmerksamkeit
sei
für die Dauer des langen Gespräches durchgehend unauffä
llig. Auch die Konzentration sei
in dieser Zeit unauffällig und ungestört. Es zeig
t
en sich keine Störungen des Kurzzeit
ge
dächtnisses, keine Merkfähigkei
t
sstörungen oder Langzeitgedächtnisstörungen.
Auffallend sei
, dass die Beschreibung des Schmerzcharakters der
Beschwer
de
führerin
schwerf
alle und dass andere Themen wie zum Beispiel
die psychischen Probleme und die Angstsymptomatik deutlich nachvollziehbarer und klarer be
schrie
ben werden könn
t
en. Das Benennen von Zei
träumen fa
ll
e der Beschwerde
führerin
schwer, sie widerspr
eche
sich gelegentlich oder
sei
sich nicht sicher, was sie auch
benenn
e. Ausserdem könne
die
Beschwerdeführerin
ihre frühere und die aktuelle psychiatrische Medikation nicht nennen.
Dies
sei
nicht als Hinweis auf eine Gedächtnisstörung zu werten
(S. 74 f.)
.
Der Affekt i
n der Untersu
chungs
situation sei
geringgradig verändert im Sinne einer reduzierten Schwingungs
fähigkeit,
das heisse
leicht affektstarr, und einer gewissen Affektarmut. Die
Beschwerdeführerin falle
eher als klagsam
jammerig
im Sinne eines demonstrativ traurigen Verhaltens auf als durch eine affektiv depressive
Stimmungslage. Aller
dings zeige
sich eine Stimmungslabilität mit wiederholtem Weinen in Situa
tio
nen, in denen es um die Bilde
r und die Ängste der Beschwerdeführerin
geh
e. Insofern sei
die
a
ffektive Modulationsfähigkeit grundlegend als erhalten, wenn auch als leicht vermindert, einzuschätzen. Innere Unruhe oder Anspannung
seien
während der Exploration nicht spürbar
(S.
75). Klinisch f
ä
nden sich keine Hin
weise auf eine Persönlichkeitsstörung oder Persönlichkeitsakzentuierung. Eine perfektionistisch akzentuierte Struktur
sei
möglich
(S. 76)
.
Die Beschwerde
füh
rerin
verfüg
e
über wenige Ressourcen bei niedrigem Bildungsniveau. Vor Beginn der Beschwerden sei putzen ihr Hobby gewesen, andere Interessen hätten ni
cht bestanden. Sozial seien ihr
die Familie und ihre Kolleginnen wichtig. Sie
sei
sozial gut eingebettet und unterstützt
(S. 77)
.
Wie dem Grundgutachten sowie dem rheu
matologischen und neurologisch
en Teilgutachten zu entnehmen sei, ergä
ben sich keine ausreichenden somatischen Befunde, die die geschilderten körperlichen Be
schwerden erklären könn
t
en. Aufgrund der von der
Beschwerdeführerin
ein
gangs beschriebenen körperlichen Schmerzen und der nicht ausreichenden Erklär
barkeit durch
ein somatisches Korrelat wäre aus psychiatrischer Sicht eine Diagnose aus der Gruppe der somatoformen Störungen zu diskutieren
(S. 8
3). Die diagnosti
schen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
w
ü
rden von der
Beschwerdeführerin
im Wesentlichen nicht erfüllt.
Stattdessen sei
die Diag
nose einer chronischen Schmerzstörung mit somat
ischen und psychischen Fakto
ren
aus psychiatrischer Sicht gerechtfertigt
(S. 86)
.
Zudem
sei
die Diagnose einer generalisierten Angststörung zu rechtfertigen, auch wenn die Alltagsfunktio
nali
tät nicht wesentlich beeinträchtigt
sei
. Eine Minderung der Arbeitsfähigkeit
sei
daraus sowie aus der chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psy
chi
schen Faktoren nicht abzuleiten (S. 89).
Die c
hronische Schmerzstörung bedinge
aus
psychiatrischer Sicht im vorliegenden Fall keine Minderung der Arbeits
fähi
g
keit. Die Einschätzung erfolge
aus medizinisch
-
theoretisch
en Erwägungen und berücksichtige
keine soziokulturellen Aspekte
(S. 90)
.
Zusammenfassend und unter Berücksichtigung all
er Gegebenheiten und Befunde sei
die
Beschwerdeführerin
aus rheumatologischer Sicht für die angestammte Tätig
keit im Reinigungsdienst sowie für angepasste leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeiten zu 100
%
arbeitsfähig. Aus neurologischer Sicht
sei sie
für die angestammte Tätigkeit im Reinigungsdienst zu 50
%
arbeitsfähig. Für eine angepasste leichte, wechselbelastende Tätigkei
t ohne repetitives Bücken oder Ü
ber
kopfarbeiten
sei die Beschwerdeführerin
zu 80
%
arbeitsfähig. Aus chirur
gisch-internistischer und psychiatrischer Sicht
sei sie
für sämtliche infrage kom
menden Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig. Aus neuropsychologischer Sicht könne
die Arbeitsfähigkeit aufgrund des Aggravationsverhaltens nicht beurteilt werden. Das aktuell ermittelte Belastbarkeitsprofil
gelte
seit der aktuellen Begutachtung
(S. 101).
In der zuletzt ausgeübten Erwerbstätigkeit im Reinigungsdienst ist
die Beschwerdeführerin
seit der aktuellen Begutachtung zu 50
% arbeitsfähig.
In einer dem Leiden optimal angepassten, körperlich leichten wechselbelastenden Tätigkeit ohne wiederholtes Bücken oder Überkopfarbeiten besteh
e
aus interdis
ziplinärer Sicht eine Restarbeitsfähigkeit von 80
% (S. 102).
A
us neurologischer Sicht könne der Gesundheitszustand durch eine korrekte
Migränetherapie und
–
p
rophylaxe
verbessert werden. I
dealerweise
sollte eine anschliessende
stationäre psychosomatische Reha
bilitation in einem auf die Behandlung von Kopf
schmer
zen spezialisierten Zentrum erfolgen. Diese Behandlung könne der Beschwerde
führerin im Rahmen einer
Schadenminderungspflicht
zugemutet werden
.
Aus
psy
ch
iatrischer Sicht sollte die psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung intensiviert und angepasst werden. Aus chirurgisch-internistischer Sicht sei die medikamentöse Behandlung der Beschwerdeführerin konzeptlos und sollte drin
gend überprüft werden (S. 102).
4.6
Dr. med. D._, Facharzt für Chirurgie, Regionaler Ärztlicher Dienst
(RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am 19. April 2016 Stellung (Urk. 14/71/4-6
) und führte aus, das Gutachten sei ausführlich, die Befunde und Diagnosen seien plausibel, es könne darauf abgestellt werden.
4.7
Die Ärzte der Rehaklinik
E._
berichteten am 15. Dezember
2016 (Urk. 14
/85
) über den
Aufenthalt der
Beschwerdeführerin
vom
6. November bis 10. Dezember 20
1
6. Sie nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10
F33.1)
-
generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)
-
chronische Schmerzstörung, vorwiegend Kopfschmerzen, mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
Keilbein-Meningeom links
-
Verdacht auf idiopathische intrakranielle Hypertension
-
Myalgien der Schulter-, Nacken-, Rückenmuskulatur
-
Lumbago und
ischialgiforme
Beschwerden rechts / anamnestisch Diskus
hernie 2014 / konservative Therapie
-
2001 Operation einer Ovarialzyste links und Appendektomie
Sie führten aus, die Beschwerdeführerin h
abe an einem ganzheitlich orientierten, interdisziplinären Behandlungsprogramm für Patienten mit psychosomatischen Erkrankungen teilgenommen
(S. 2 oben)
.
Für die
Dauer des
Klinika
ufenthaltes und
anschliessend
bis
zum
3
1. Dezember 20
16
bestehe eine
100%
ige
A
rbeits
un
fähigkeit. Danach habe eine
Weiter
beurteilung
durch
die
ambulant behandelnde Psychiaterin
zu erfolgen (S. 3 Mitte)
.
5.
5.1
Das polydisziplinäre Gutachten des Z._
vom
März
201
6
(vor
ste
hend E.
4.5
) um
fasst die Fachrichtungen
Allgemeine Innere Medizin,
Rheumatologie, Neuro
logie, Neuropsychologie und
Psychiatrie
.
Die Gutachter verfügen über den ent
spre
chen
den Fach
arzttitel und waren somit in ihren Fachgebieten zur Beurteilung des Gesund
heitszustan
des und der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführe
rin
befä
higt (vgl. Urk.
14
/
67
S. 1
und S. 103
). Die Gutachter berücksichtigten sodann die ge
klag
ten B
eschwerden und das Verhalten der Beschwerde
führerin
und erstellten ihren jeweiligen Teil des Gutach
tens in Kenntnis der
Vorakten
. Sowohl die ge
stellten Diagnosen als auch die Schlussfolgerungen zur Arbeits
fähigkeit werden im Gut
achten ausführlich begründet und sind nachvoll
ziehbar. Damit erfüllt das Gut
achten die bundesgerichtlichen Anforde
rungen an ein medizi
nisches Gut
ach
ten (vorstehend E. 1.4) vollum
fänglich, so dass für die Ent
scheidfindung darauf abzustellen ist.
5.2
Die Gutachter legten in schlüssiger und nachv
ollziehbarer Weise dar, dass sich die
Beschwerdeführer
in
aus
internistischer Sicht in einem unauffälligen Allge
mein
zustand präsentiert habe und sowohl die klinische wie auch die Laborunter
suchungen – bis auf eine Hypercholesterinanämie und eine leicht verminderte glomeruläre Filtrationsrate - keine pathologischen Befunde hätten erheben lassen (S. 98). Aus rheu
matologischer Sicht fehlten im Bereich des Achsenskeletts Hin
weise für relevante degenerative Veränderungen respektive radikuläre Beschwer
den. Es bestehe betreffend Bewegungsapparat eine stabile Situation mit einer beginnenden degenerativen Veränderung und kleinen Diskushernie L5/S1 beid
seits mit sekundär sich entwickelnden beginnenden Spondylarthrosen L5/S1. Das übrige Achsenskelett und der periphere Gelenkstatus seien unauffällig. Betreffend die angestammte Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 98 f.). Bei der neurologischen Untersuchung zeige die aktuelle zervikale und lumbale Kern
spintomographie ein geringes Ausmass der degenerativen Veränderungen mit einer Diskushernie L5/S1 mit intermittierender Irritation S1 links, weshalb der
Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit im Reinigungsdienst lediglich no
ch in einem Pensum von 50 % und die zuletzt ausgeübte Tätigkeit in der Wäscherei in einem Pensum von 80 % zugemutet werden könne (S. 99 f.). Die neurologische Gutachterin hielt fest, dass nur aufgrund einer erneuten lumbalen Punktion erklärt werden könne, inwieweit eine relevante cerebrale Hypertension zum aktu
ellen Zeitpunkt noch vorliege und gegebenenfalls die Kopfschmerzen verursache (S. 56). Da die Angaben der Beschwerdeführerin bezüglich Kopfschmerzanamnese sehr widersprüchlich seien und der angegebene
Analgetikakonsum
labormässig nicht belegt werden könne, könnten die Kopfschmerzen bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit derzeit nicht berücksichtigt werden (S. 58). Aufgrund der neu
ropsychologischen Unter
suchungs
ergebnisse kamen die Gutachter sodann zum Schluss, die Zusammenstellung der Befunde liesse auf ein Aggravationsverhalten der Beschwerde
führerin schliessen (S. 100).
5.3
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht in ihrer
angestammten Tätigkeit
im Reinigungsdienst zu 50 % und in einer angepassten, körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist.
5.4
In psychiatrischer Hinsicht diagnostizierten die Gutachter eine chronische Schme
rz
störung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) sowie eine generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1).
Sie erachteten diese Diag
no
sen jedoch nicht als
sich
auf di
e Arbeitsfähigkeit auswirkend (S. 90).
Die psychiatrische Gutachterin stellte ausführlich und nachvollziehbar dar, dass es bei der Beschwerdeführerin
keine Hinweise auf Auffassungs-, Konzentrations-
oder Aufmerksamkeitsstörungen, Gedächtnisstörungen oder andere kognitive Defi
zite
gebe und d
er Affekt i
n der Untersuchungssituation
geringgradig verändert
sei
im Sinne einer reduzierten Schwingungsfähigkeit
. Die
effektive Modulations
fähigkeit
sei
grundlegend als erhalten, wenn auch als leicht vermindert
ein
zu
schätzen.
Klinisch f
ä
nden sich keine Hinweise auf eine Persönlichkeitsstörung ode
r
Persönlichkeitsakzentuierung. Die Beschwerdeführerin sei
sozial gut einge
bettet und unterstützt
.
D
ie Alltagsfunktionalität
sei durch die diagnostizierten Leiden
nicht wesentlich beeinträchtigt
.
Damit ist – entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin – nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sie aus psychischer Sicht dauerhaft in ihrer Arbeitsfähigkei
t eingeschränkt ist.
Da eine Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen nachvollziehbar und schlüssig
verneint wurde, kann auf ein
strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 verzichtet werden (vgl. E.
1.5
).
5.5
Bezüglich des Berichts der Rehaklinik E._ vom 15. Dezember 2016 (vgl. vorstehend E. 4.7)
ist auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung hinzuweisen, wonach der Umstand allein, dass behandelnde Fachärzte eine vom eingeholten Gutachten abweichende Meinung äussern, nicht Anlass zu weiteren Abklärungen gibt oder das Gutachten in Frage zu s
tellen
vermag
; anders würde es sich ver
halten, wenn die behan
delnden Ärzte konkrete, objektiv fassbare Aspekte nam
haft machen, die dem ärzt
lichen Experten entgangen sind oder mit denen er sich nicht befasst hat (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
2.
August 2006 U 58/06 E.
2.2) - was vorliegend allerdings nicht der Fall ist.
So bezogen sich die Ärzte der E._ vorwiegend auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin und attestierten denn auch nur während des Klinikaufenthaltes und anschliessend für weitere drei Wochen eine Arbeitsunfähigkeit.
Zusammenfassend ist d
as
Z._
-Gutachten vom
31. März 2016
voll beweiskräftig. Von weiteren Abklärungen, wie von der Beschwerdeführerin gefordert, sind keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf in antizipierter Beweis
würdigung (vgl. BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen) verzichtet wird.
Somit sind die erwerblichen Auswirkungen der Beeinträchtigung zu prüfen.
6.
6.1
D
ie Beschwerdeführerin
arbeitete bereits vor Eintritt der gesundheitlichen Ein
schränkung – seit dem 1. Mai 2010 - in einem Pensum von 80 % in der Reini
gung des Spitals Y._ (vgl. auch Urk. 14/9). Zuvor hatte sie ein 100%-Pen
sum inne (vgl. Urk. 14/9/7-12). Gemäss eigenen Aussagen sei eine Tätigkeit in der Reinigung zu 100 % vom Arbeitgeber aus nicht möglich (vgl. Urk. 14/4 S. 2). Diese Aussage erscheint nicht nachvollziehbar, zumal sie bis zum 1. Mai 2010 beim selben Arbeitgeber zu 100 % tätig war (vgl. Urk. 14/9/7-12). Sie arbeitete demnach seit mehreren Jahren zu 80 %, wobei in den Akten keine Arbeits
bemühungen für eine
Vollzeitstelle ausgewiesen sind. Von November 2009 bis Juli 2011 war sie zwar noch in einem Nebenerwerb für eine Privatperson tätig (Urk. 14/5/1), jedoch mit sehr geringem Einkommen, was nicht einem 20%-Pen
sum entspricht. Aufgrund dessen und des Umstands, dass die Be
schwerdeführerin keinen anerkannten Aufgabenbereich (vgl. Art. 27 der Verord
nung über die Invalidenversicherung, IVV) ausweisen kann, ist davon auszu
gehen, dass sie frei
willig einer Teilerwerbs
tätigkeit nachgegangen ist.
Da ihr eine angepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar wäre und sich ihre persön
lichen und familiären Verhältnisse, soweit ersichtlich, nicht verändert haben, ist sie als zu 80 % Erwerbstätige, jedoch ohne Aufgabenbereich, zu qualifizieren. Es ist
vorliegend
deshalb
nicht die gemischte Methode, sondern allein die Methode des Einkommensvergleichs anwendbar, um den Invaliditäts
grad zu ermitteln (BGE 142 V 290 E. 5, BGE
131 V 51, E. 5.1.2).
6.2
Bei einer hypothetisch im Gesundheitsfall lediglich teilerwerbstätigen versicher
ten Person
ohne
Aufgabenbereich im Sinne von
Art.
27 IVV
bemisst sich die Inva
lidität rechtsprechungsgemäss nach der allgemeinen Methode des Einkom
mens
vergleichs oder einer Untervariante (Schätzungs- oder Prozentvergleich, ausserordentliches Bemessungsverfahren) davon. Dabei ist das
Validenein
kom
men
nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbs
tätig
keit festzulegen, wobei entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls ver
dienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum, um mehr Freizeit zu haben, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen. Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das
–
ärztlich festzulegende
–
Arbeitspensum unter Umstän
den grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (BGE 131 V 51 E. 5.1.2; wiedergegeben in BGE 142 V 290 E. 5).
In Präzisierung dieser Rechtsprechung hat das Bundesgericht in BGE 142 V 290 entschieden, dass bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich die anhand der Einkommensvergleichsmethode zu ermittelnde Einschränkung im (allein versicherten) erwerblichen Bereich proportional – im Umfang der hypo
thetischen Teilerwerbstätigkeit – zu berücksichtigen ist (E. 7.3).
6.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) be
rech
net werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls rele
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2)
.
6.4
Die Beschwe
rdeführerin war zuletzt beim Spital Y._ in der Reinigung angestellt (Urk. 14/9). Sie war seit Mai 2010
in einem Pensum von
80
% tätig (vorstehend E.
6
.1). Es rechtfertigt sich deshalb, für die Ermittlung des
Validen
einkommens
auf den letzten erzielten Lohn als
Reinigungsangestellte im Spital Y._
abzustellen.
D
em IK-Auszug (Urk. 14/5) ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin bei
guter Gesundheit im Jahr 2013 ein jährliches Einkommen von rund Fr. 45’967.--
er
zielt
e. Aufgerechnet auf das Jahr 2015 ergibt dies mit der Beschwerdegegnerin ein
Valideneinkommen
von Fr. 46'890.-- (vgl. Urk. 14/70).
6.5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens auf
grund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung)
.
6.6
Der Beschwerdeführerin ist die angestammte Tätigkeit als
Reinigungsangestellte lediglich noch zu 50 %
zumutbar,
angepasste Tätigkeiten gemäss Belastungsprofil
sind ihr hingegen in einem Pensum
von 80 % möglich.
Für die Ermittlung des Invalideneinkommens rechtfer
tigt es sich deshalb, auf den standardisierten Durch
schnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschafts
zweigen des privaten Sektors gemäss LSE abzustellen.
Das im Jahr 2014
von Frauen im Durchschnitt für einfache Tätigkeiten körper
licher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen erzielte Ein
kommen betrug pro Monat Fr. 4‘300.-- (LSE 2014, Tabellengruppe TA1, Monat
li
cher Bruttolohn nach Wirtschaftszeigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Priva
ter Sektor, Kompetenzniveau 1, Total Frauen, www.bfs.admin.ch, Löhne/Erwerbs
einkommen/Arbeitskosten), mithin Fr. 51‘600.-- pro Jahr
(Fr. 4‘300.-- x 12). Unter Berücksichtigung der allgemeinen Lohnentwicklung
für Frauen
im Jahr
2015 in der Höhe von 0.5
(Nominallohnindex
2010-2017
, Tabelle T
39)
sowie der durch
schnittlichen wöchen
tlichen Arbeitszeit im Jahr 2015
von 41.7 Stun
den (Betriebs
übliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabtei
lungen, Total, www.bfs.admin.ch, Arbeit und Erwerb, Erwerbstätigkeit und Arbeits
zeit, Arbeitszeit
),
ergibt dies ein Inva
lideneinkommen von rund Fr. 54‘
062
.--
für das Jahr 2015 bei einem Pensum von 100 % (Fr. 51‘600.-- x 1.005 : 40 x 41.7).
Der Beschwerdeführerin ist eine ange
passte Tätigkeit im Umfang von 80 % zu
mut
bar. Dies ergibt ein Invalideneinkommen von rund Fr. 4
3
‘
250
.-- (Fr. 54‘
062
.--
x 0.8).
6.7
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit ver
richteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merk
male der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Natio
nalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits
markt
nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellen
lohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitver
ant
wortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidens
abzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Zu prüfen bleibt, inwieweit vom Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen ist.
Angesichts der Zumutbarkeit einer
80
%igen behinderungsangepassten
Tätig
keit steht der
Beschwerdeführer
in
eine breite Palette von Tätigkeiten
offen. D
ie ein
zigen medizinisch ausgewiesenen Behinderungen
der Be
schwerdeführerin be
stehen in schweren körperlichen Tätigkeiten mit repetitivem Bücken und Über
kopfarbeiten. Hingegen sind ihr sämtliche körperlich leichten, wechselbe
las
ten
den Tätigkeiten möglich. Die genannten Einschränkungen dürften bei den übli
chen einfachen und repetitiven Tätigkeiten nicht ins Gewicht fallen. Mithin schrän
ken diese Behinderungen die Beschwerdeführerin nicht wesentlich in der Wahl der Tätigkeit ein.
Es ist d
aher nicht zu erwarten, dass die
Beschwerde
führer
in
ihre
verbleibende Ar
beitsfähigkeit nur zu einem unter
durchschnittlichen Lohn - der tiefer sein müsste als der verwendete Tabellen
lohn - verwerten kann.
Es sind somit keine gesundheitlichen Umstände vorhanden, welche sich l
ohnmin
dernd
aus
wirk
en. Auch
die weiteren persönlichen und beruflichen Umstä
nde sind nicht geeignet, einen
Ab
zug zu rechtfertigen.
In Würdigung sämtlicher Um
stände erscheint es vorliegend als angemessen, keinen Abzug zu gewähren.
6.8
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von
Fr. 46'890.--
mit dem Invalidenein
kommen von rund
Fr. 4
3
‘
250.--
ergibt eine Einkommenseinbusse
von Fr. 3
‘
640
.--
und damit einen nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von rund
8
%. Da die Beschwerdeführerin Teilerwerbstätige in einem Pensum von
80
% ohne Auf
gabenbereich
ist, ist der ermittelte Invaliditätsgrad proportional um den Faktor des Pensums zu gewichten (vorstehend
E. 6
.
1-6.2
), was einen eben
falls nicht renten
begründe
nden Invaliditätsgrad von rund 6.4
% ergibt (
8
% x 0.8
).
Folglich hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Rente. Dement
spre
chend ist die angefochtene Verfügung zu bestätigen und die dage
gen erho
bene Beschwerde abzuweisen.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 900.-- anzusetzen. Ent
spre
chend
dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwer
defüh
rerin aufzuerlegen
,
zufolge G
ewährung der unentgeltlichen
Prozessführung
je
doch
einstweilen auf die Gerichtskasse
zu nehmen
.
7.2
Im vorliegenden Verfahren sind die Voraussetzungen zur Bestellung eines un
entgeltlichen Rechtsbeistands erfüllt und das diesbezügliche Gesuch der Be
schwer
deführerin vom
5. Februar 2018
(U
rk. 1) wurde mit Verfügung vom 20. April 2018
bewilligt (Urk. 15).
Mit Honorarnote vom 7. Mai 2018 (Urk. 18) machte der unentgeltliche
Rechts
vertreter
der
Beschwerdeführerin
einen zeitlichen Aufwand von
12 Stunden 30 Minuten
und Spesen in der Höhe von Fr. 49.90 geltend, was als angemessen
erscheint. Dem unentgeltlichen Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Dr. Kurt Meier, Zürich
, ist daher eine Entschädigung in Höhe von Fr. 3‘015.50 (inklu
sive Bar
auslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichts
kasse zuzusprechen.
Die Beschwerdeführerin wird auf § 16 Abs. 4
des Gesetzes über das Sozial
ver
sicherungsgericht (
GSVGer
)
hingewiesen, wonach sie zur Nachzahlung der Aus
lagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist.