# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 619e15b1-c298-40ae-b0e5-8f17695cfbd2
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._, geboren
1944
, bezog ab 1. Juni 2015 eine Altersrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV, vgl. Urk. 6/1), als er sich am 25. Juni 2015 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatz
leis
tungen zur AHV/IV (Durchführungsstelle), zum Bezug von Zusatzleistungen anmeldete (Urk. 6/15 = Urk. 3/3). Mit Verfügung vom 14. September 2015 (Urk. 6/44 = Urk. 3/B3) verneinte die Durchführungsstelle infolge eines Einnah
meüberschusses einen Anspruch des Versicherten auf Zusatzleistungen. Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache vom 1. Oktober 2015 (Urk. 6/47 = Urk. 3/B2/1) wies die Durchführungsstelle mit Entscheid vom 29. April 2016 (Urk. 6/52 = Urk. 2) ab.
2.
Der Versicherte erhob am 30. Mai
2016 Beschwerde gegen den Einsprache
entscheid vom 29. April
2016 (Urk. 2) und beantragte sinngemäss, dieser sei auf
zuheben und es sei
en
die ausbezahlte Freizügigkeitsleistung nicht als Ver
mögensverzicht, die monatlichen Unterstützungsleistungen nicht als Einkommen
sowie das Mietzinsdepot nicht als Sparguthaben anzurechnen (Urk. 1 S. 1 f.
Ziff. a-c). Die Durchführungsstelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2016 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwer
de
führer am 22. Juni 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
In der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege sind grundsätzlich nur Rechts
ver
hältnisse zu prüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Ver
waltungsbehörde vorgängig verbindlich
-
in Form einer Verfü
gung bezie
hungs
weise eines Einspracheentscheids
-
Stellung genommen hat. Inso
weit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfech
tungs
gegen
stand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sach
urteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfü
gung bezie
hungs
weise kein Einspracheentscheid ergangen ist. Streitgegen
stand im System
der nachträg
lichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechts
verhältnis, wel
ches
im Rahmen des durch die Verfügung bestimmten Anfech
tungsgegen
standes
-
den aufgrund der Beschwerdebegehren effektiv
an
ge
fochtenen Verfü
gungs
gegenstand bildet (Christian Zünd/Brigitte Pfiffner,
Hrsg.,
Kommentar
zum
Gesetz
über
das
Sozial
versicherungsgericht des Kantons
Zürich, 2.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N 32 zu § 13).
1.2
Auf den Antrag des Beschwerdeführers, das Mietzinsdepot in der Höhe von Fr. 6‘958.-- sei nicht als Sparguthaben anzurechnen (Urk. 1 S. 2 Ziff. c), ist mangels Anfechtungsgegenstands nicht einzutreten. Darüber ist im ange
foch
te
nen Einspracheentscheid (Urk. 2) nicht befunden worden
, da der Beschwerde
führer in diesem Punkt keine Einsprache erhoben hatte (vgl. Urk. 6/47)
.
2.
2.1
Gemäss Art. 2 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur
Alters
-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) haben Personen An
spruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie die Voraussetzungen nach Art. 4-6 ELG erfüllen.
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die aner
kann
ten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen ü
bersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
2.2
Zu den anrechenbaren Einnahmen gehören nach Art. 11 Abs. 1 ELG unter ande
rem ein Fünfzehntel, bei Altersrentnerinnen und Altersrentnern ein Zehntel
des Reinvermögens, soweit es bei Alleinstehenden Fr. 37'500.-- übersteigt (lit. c),
Renten, Pensionen und andere wiederkehrende Leistungen, einschliesslich Ren
ten der AHV und der IV (lit. d) sowie Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist (lit. g).
2.3
Zum Vermögen einer EL-beziehenden Person gehören die in ihrem Eigentum stehenden beweglichen Sachen sowie ihre persönlichen und dinglichen Rechte. Die Herkunft der einzelnen Vermögenswerte ist unerheblich (Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, WEL, Rz 3443.01). Insbesondere sind auch Lotteriegewinne, Rückkaufswerte von Lebensversicherungen und von Leibrenten mit Rückgewähr sowie ratenweises ausbezahltes Kapital anzurechnen
(WEL Rz 3443.02). Kapitalsummen aus der 2. und 3. Säule sind ab dem Zeit
punkt
beim Vermögen anzurechnen, in dem für die versicherte Person die Mög
lichkeit besteht, diese zu beziehen (WEL Rz 3443.03).
2.4
Nach der Rechtsprechung sind bei der Bestimmung des Reinvermögens nach Art. 11 Abs. 1 lit. c ELG (vgl. vorstehend E. 2.2) die Schulden des Ansprechers
oder Bezügers von Ergänzungsleistungen vom rohen Vermögen abzuziehen. D
azu zählen unter anderem Hypothekarschulden, Kleinkredite bei Banken und Dar
lehen zwischen Privaten sowie Steuerschulden. Die Schuld muss tatsächlich entstanden sein, ihre Fälligkeit ist nicht vorausgesetzt. Ungewisse Schulden oder Schulden, deren Höhe noch nicht feststeht, können nicht abgezogen werden. Zu
dem muss die Schuld einwandfrei belegt sein (BGE 142 V 311 E. 3.1).
2.5
Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist, sind nach Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG als Einnahmen anzurechnen (vgl. vorstehend E. 2.2). Eine Verzichtshand
lung im Sinne von Art. 11 Abs. 1 lit. g ELG liegt vor, wenn die versicherte Person ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf be
stimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch
macht oder ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn sie aus von ihr zu ver
ant
wortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen und zumutbaren Erwerb
s
tätigkeit absieht (BGE 140 V 267 E. 2.2). Die beiden Voraussetzungen „ohne Rechtspflicht“ und „ohne angemessene Gegenleistung“ müssen nicht kumu
lativ vorliegen, es reicht aus, wenn alternativ eines der beiden Elemente gegeben ist (BGE 131 V 336 E. 4.4, Urteil des Bundesgerichts 9C_934/2009 vom 28. April 2010 E. 4.2).
2.6
Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, so trägt die leis
tungsansprechende Person die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung einer
recht
lichen Verpflichtung oder gegen adäquate Gegenleistung hingegeben worden
ist, wobei der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlic
hkeit gilt (BGE 121 V
204 E. 6a, Urteil des Bundesgerichts 9C_934/2009 vom 28. April 2010 E. 3). De
r
jenige, der nicht darzutun vermag, dass seine Geldhingabe im Austausch gegen eine adäquate Gegenleistung erfolgt ist, kann sich mithin nicht auf den gege
benen Vermögensstand berufen, sondern muss sich die Frage nach den Gründen für den Vermögensrückgang gefallen und mangels entsprechender Beweise hypothetisches Vermögen entgegenhalten lassen (BGE 121 V 204 E. 4b).
2.7
Art. 17a der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlasse
nen- und Invalidenversicherung (ELV) bestimmt, dass der anzurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist, jährlich um Fr. 10‘000.-- zu vermindern ist (Abs. 1), dass der Wert des Vermögens im Zeitpunkt des Ver
zichtes unverändert auf den 1. Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu übertragen und dann jeweils nach einem Jahr zu vermindern ist (Abs. 2), und dass für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung der verminderte Betrag am 1. Januar des Bezugsjahres massgebend ist (Abs. 3).
Nach Art. 23 Abs. 1 ELV sind für die Berechnung der jährlichen Ergänzungs
leistung in zeitlicher Hinsicht in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahr
es
vorhandene Vermögen massgebend.
2.8
Grundsätzlich sind alle wiederkehrenden Leistungen, die nicht unter Art. 11 Abs. 3 ELG fallen, vollumfänglich als Einnahmen anzurechnen, gleichgültig, ob es sich um Geld- oder um Naturalleistungen handelt (WEL Rz. 3455.01).
Nicht angerechnet werden unter anderem private Leistungen mit ausgesprochenem Fürsorgecharakter (Abs. 3 lit. c). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung haben nur diejenigen Leistungen ausgesprochenen Fürsorgecharakter, die freiwillig und auf Zusehen hin gewährt werden und jedes Mal oder zumindest periodisch der Hilfsbedürftigkeit des Bezügers angepasst werden (BGE 139 V 574 E. 3.3.2).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Einspracheentscheid vom 29. April
2016 (Urk. 2) fest, dass die Auszahlung der Freizügigkeitsleistung inklu
sive Zinsen an Y._ in der Höhe von Fr. 118‘790.-- nicht zur Deckung von privaten Schulden erfolgt sei. Die vom Beschwerdeführer eingereichten Belege betreffend die vermeintlichen Schulden seien nicht aus
reichend. Ein Teil der Belege würden andere Gläubiger betreffen. Ebenso sei aus den Akten zu schliessen, dass die von Y._ erfolgten freiwilligen Unterstützungszahlungen von monatlich Fr. 300.-- nicht rückerstattungspflich
tig gewesen seien. Die geltend gemachten Schulden seien somit insgesamt nicht einwandfrei belegt, vielmehr habe der Beschwerdeführer sein Freizügigkeits
guthaben mit der Überweisung auf das Konto von Y._ im Dezember 2012 verschenkt. Deshalb sei dem Beschwerdeführer für das Jahr 2015 ein Verzichtsvermögen von Fr. 98‘790.-- anzurechnen (S. 3 Ziff. 3.a-b). Zu
dem sei aus den Akten ersichtlich, dass Y._ dem Be
schwer
deführer insbesondere auch über das Jahr 2013 hinaus monatlich Fr. 300.-- an freiwilligen Unterstützungsleistungen ausbezahlt habe (S. 3 Ziff. 3.c).
Daran hielt die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 5) grund
sätzlich fest.
3.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), dass er die Freizügigkeitsleistung nicht verschenkt, sondern zur Tilgung seiner privaten Schulden benötigt habe. Da er hoch verschuldet sei, sehr viele Betrei
bungen aus dem Geschäftskonkurs rückwirkend bis 2005 gegen ihn laufen würd
en und viele Verlustscheine bestünden, habe er Angst gehabt, dass sein Geld gepfändet werde, bevor er seinen Verpflichtungen gegenüber seinen Freunden, die ihn jahrelang unterstützt hätten, nachkommen könne. Aus diesem Grund habe er die Freizügigkeitsleistung an
Y._
auszahlen lassen, denn bei ihr habe er die grössten Darlehensschulden gehabt (S. 1 Ziff. a).
Y._
, die lediglich eine Freundin sei, unterstütze ihn seit Ende 2015 – das in der Einsprache genannte Jahr 2013 sei ein Tippfehler gewesen – nicht mehr und habe somit Anrecht auf eine Rückzahlung der Jahre 2006 bis 2014, wie er es ihr im Jahr 2006 mündlich und 2010 unter Zeugen schriftlich versprochen habe (S. 2 Ziff. b). Zudem habe ihn
Y._
die ganze Zeit nach dem Konkurs seiner Firma im Dezember 2005 und seinem Privat
konkurs im Jahr 2007 finanziell unterstützt. Aus diesen Gründen seien seit 2006 Zahlungen von ihr geleistet worden. Er sei im Mai 2009 pensioniert worden und habe von der AHV
-Altersrente
und der
Pensionskassenr
ente sein Leben nicht bestreiten können, weshalb ihm
Y._
nochmals geholfen habe. Er habe ihr versprochen, alles zurückzuzahlen, wenn
ihm
die
Freizügigkeits
leistung ausbezahlt werde
. Im Jahr 2010 hätten sie einen Vertrag abgeschlossen.
Trotz Rückzahlungen schulde er ihr immer noch Fr. 30‘000.-- (Urk. 1 S. 2 unten
f.).
3.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin einen Anspruch des Be
schwerdeführers auf Zusatzleistungen zu Recht verneint hat, wobei namentlich
zu prüfen ist, ob dem Beschwerdeführer ein Verzichtsvermögen von Fr. 98‘790.--
und die monatlichen Unterstützungsleistungen von Fr. 300.-- als Einnahmen an
zurechnen sind.
4.
4.1
Nachfolgend ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer seine Freizügigkeitsleistung zur Tilgun
g seiner Schulden
an
Y._
ausbezahlen liess
oder ob ein Vermögensverzicht vorliegt.
4.2
Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer am 23. Juli 2010 mit
Y._
einen Schuldenrückzahlungsvertrag (Urk. 3/B1) abge
schlossen
hat, in welchem vereinbart wurde, dass der Beschwerdeführer bei der Pensionskasse Helvetia Sammelstiftung veranlassen werde, dass sein Anteil von zirka Fr. 100‘000.-- auf das Konto von
Y._
ausbezahlt werde. Als Zweck für den Vertrag wurde die Rückzahlung der Schulden des Beschwer
deführers in der Höhe von zirka Fr. 61‘000.-- genannt. Der Vertrag wurde von
Z._
als Zeugin ebenfalls unterzeichnet.
Aus den Akten ergibt sich sodann, dass die Helvetia Sammelstiftung für Personalvorsorge dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 12. Oktober 2012 (Urk. 6/18/4) mitteilte, dass ihm eine Freizügigkeitsleistung in der Höhe von Fr. 109‘950.-- zustehe und er mitteilen solle, wohin die Austrittsleistung über
wiesen werden solle. In der Folge wurde
Y._
mit Schreiben vom 7. Dezember 2012 (Urk. 16/18/3) darüber informiert, dass ihr auf Wunsch des Beschwerdeführers die Freizügigkeitsleistung von Fr. 109‘950.-- zuzüglich Zinsen für die Zeitdauer vom 11. Dezember 2008 bis 13. Dezember 2012 in der Höhe von Fr. 8‘840.--, mithin gesamthaft Fr. 118‘790.--, in den nächsten Tagen überwiesen werde. Die Auszahlung der Freizügigkeitsleistung an
Y._
ist denn auch unbestritten.
4.3
4.3.1
Der Beschwerdeführer reichte diverse Belege ein, die seine Darlehensschulden belegen sollten (vgl. Urk. 3/B2/2).
4.3.2
Die undatierte Aufstellung des Kassabuchs von April 2006 bis am 1. Januar 2007 (Urk. 48/2-3 = Urk. 3/B2/4-5) enthält eine Auflistung diverser – wohl privater – Zahlungen von
Y._
an den Beschwerdeführer und dessen Rückzahlungen. Nach Angaben des Beschwerdeführers seien noch Fr. 13‘323.-- offen (vgl. Urk. 3/B2/2). Diese Aufstellung des Kassabuchs allein vermag jedoch nicht zu beweisen, dass es sich bei diesen Zahlungen von
Y._
an den Beschwerdeführer nicht um freiwillige Zahlungen han
delte, sondern um rückzahlungspflichtige Darlehensbeträge. Ausserdem
ist nicht ersichtlich
, ob diese Zahlungen beziehungsweise Rückzahlungen auch tatsäch
lich erfolgt sind, fehlt es doch an jeglichen Bankbelegen hierzu.
4.3.3
Aus der undatierten Aufstellung der von
Y._
geleisteten Ge
schäftseinlagen von total Fr. 57‘637.-- (Urk. 6/48/4 = Urk. 3/B2/6) ist ersicht
lich, dass es sich um eine Aufstellung der
A._
vom 12. Dezember 2006 bis 16. Mai 2011
handelt. V
on Hand wurde aufgeführt, dass es sich um Einlagen von
Y._
handle. Angaben dazu, aus welchem Grund, an wen und auf welches Konto diese Zahlungen erfolgt sein sollen, fehlen hingegen. Auch fehlen jegliche Bankbelege hierzu. Diese Auf
stellung der geleisteten Geschäftseinlagen allein vermag deshalb ebenfalls nicht zu beweisen, dass es sich bei diesen Zahlungen nicht um freiwillige Zahlungen
handelte, sondern um rückzahlungspflichtige Darlehensbeträge. Es ist zudem da
von
auszugehen, dass diese Zahlungen nicht an den Beschwerdeführer, son
dern an seine mittlerweile konkursite Firma geleistet wurden, was ohnehin nicht berücksichtigt werden kann.
4.3.4
In den Akten befindet sich zudem ein Darlehensvertrag zwischen dem Beschwerdeführer und
Y._
vom 6. Mai 2011 (Urk. 6/48/11 = Urk. 3/B2/10 = Urk. 3/B2/11), in welchem vereinbart wurde, dass
Y._
dem Beschwerdeführer ein zinsloses Darlehen von Fr. 13‘000.-- gewährt. Weiter wurde vereinbart, dass
das Darlehen nach Auszahlung des
Pensionskasse
nguthabens
des Beschwerdeführers zurückbezahlt werde. Auf dem Darlehensvertrag bestätigte sodann
Y._
handschriftlich am
12. April 2013, dass die Darlehenssumme von Fr. 13‘000.-- zurückbezahlt worden
sei. Die Auszahlung der Freizügigkeitsleistung zuzüglich Zinsen in der Höhe von Fr. 118‘790.-- direkt an
Y._
erfolgte jedoch gemäss Schrei
ben der Helvetia Sammelstiftung für Personalvorsorge vom 12. Oktober 2012 bereits im Dezember 2012
(
vorstehend E.
4.2
). Aus den Akten ist nicht ersicht
lich, wann der Beschwerdeführer diese Darlehensschuld von Fr. 13‘000.-- genau
getilgt hat beziehungsweise ob die Darlehensschuld
mit der Auszahlung der Freizügigkeitsleistung oder mit einer zusätzlichen Zahlung getilgt wurde. Der Darlehensvertrag allein vermag nach dem Gesagten deshalb keine private Schuld des Beschwerdeführers gegenüber
Y._
zu be
leg
en.
4.3.5
Der Beschwerdeführer teilte der Beschwer
degegnerin in einem undatierten
Schrei
ben (Urk. 6/31 = Urk. 3/5) mit, dass ihn
Y._
in den letzten Jahren finanziell unterstützt habe. Die Zahlungen seien freiwillige Zu
schüsse zu seiner monatlichen AHV-Altersrente und der Pensionskassenrente.
Es seien keine Unterhaltszahlungen, denn
Y._
sei eine Freundin
, die ihm se
lbstlos helfe. Es bestehe kein
Vertrag. In der Beschwerde führte der Beschwerdeführer sodann aus, dass ihn
Y._
seit Ende 2015 nicht mehr finanziell unterstütze, weil sie 2016 pensioniert werde (vorstehend E. 3.2, vgl. Urk. 1 S. 2 oben).
Y._ bestätigte sodann am 5. Januar 2011 (Urk. 6/48/10 =
Urk. 3/B2/15), am 5. Januar 2012 (Urk. 6/48/9 = Urk. 3/B2/16), am 2. April 2013
(Urk. 6/29/1 = Urk. 6/48/8), am 6. Januar 2014 (Urk. 3/1) sowie am 6. Januar 2015 (Urk. 6/29/2 = Urk. 3/2) schriftlich, dass sie den Beschwerdeführer seit seiner Pensionierung in den Jahren 2010 bis 2014 mit einem monatlichen Betrag von Fr. 300.--, mithin Fr. 3‘600.-- pro Jahr, unterstützt habe. Aus den Akten und insbesondere aus den genannten Bestätigungen von Y._ ist sodann nicht ersichtlich, ob diese monatlichen Zahlungen rücker
stattungs
pflichtig waren oder nicht. Die vom Beschwerdeführer geltend ge
machte Schuld über Fr. 10‘800.-- für die finanzielle Unterstützung von Y._ in den Jahren 2010 bis 2012 (vgl. Urk. 3/B2/2) ist somit nicht belegt.
4.4
Rechtsprechungsgemäss (BGE 142 V 311 E. 3.3) können alle Schulden abge
zo
gen werden, soweit sie im massgebenden Zeitpunkt tatsächlich und nicht bloss möglicherweise bestehen und ihr Rechts- und Entstehungsgrund erfüllt ist. Es können zudem nur Schulden berücksichtigt werden, welche die wirtschaftliche Substanz des Vermögens belasten. Dies trifft zu, wenn der Schuldner ernsthaft damit zu rechnen hat, dass er sie begleichen muss. Dies ist der Fall, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass Gläubiger seine Forderung geltend macht, sobald der Schuldner über neues Vermögen verfügt.
4.5
Nach dem Gesagten kann festgehalten werden, dass die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Schulden gegenüber Y._ gestützt auf die eingereichten Unterlagen nicht einwandfrei (vgl. vorstehend E. 2.4) belegt sind, weshalb diese nicht als Schulden anzuerkennen sind. Angesichts des
Umstand
s
, dass
Y._ auch nach der Auszahlung des Pensionskassen
gut
habens den Beschwerdeführer weiterhin mit monatlichen Zahlungen unter
stützte, ist zudem nicht überwiegend wahrscheinlich, dass dieser mit einer Durchsetzung der Rückzahlungsvereinbarung hätte rechnen müssen (vgl. vor
stehend E. 4.4). Dem kam er jedoch zuvor, indem er das Guthaben direkt an Y._ hat auszahlen lassen. Zusammenfassend ist die Auszahlung der Freizügigkeitsleistung an Y._ als Vermögensverzicht zu qualifizieren, erfolgte sie doch ohne rechtliche Verpflichtung (vgl. vorstehend E. 2.5).
4.6
Es bleibt zu prüfen, ob die monatlichen Zahlungen in der Höhe von Fr. 300.-- von Y._ als Einnahmen zu qualifizieren sind.
Die von
Y._
geleisteten monatlichen Zahlungen in der Höhe
von Fr. 300.-- an der Beschwerdeführer bis Ende 2015 (vorstehend E. 4.3.5) waren
, soweit ersichtlich, an keine Bedingungen geknüpft und wurden
jeweils in gleicher Höhe
ausbezahlt. Es liegen zwar nur die schriftlichen Bestätigungen dieser Zahlungen von 2010 bis 2014 durch
Y._
vor, der Be
schwerdeführer bestätigte jedoch selber, dass sie ihn bis Ende 2015 finanziell unterstützt hat (vorstehend E. 4.3.5). Die monatlichen Zahlungen waren somit an keine (periodische) Überprüfung der Hilfsbedürftigkeit des Beschwerdeführers gebunden. Die Voraussetzungen einer Leistung mit ausgesprochenem Vorsorge
cha
rakter
(vgl. vorstehend E. 2.8)
sind demzufolge nicht erfüllt, weshalb die monatlichen Zahlungen als Einnahmen zu qualifizieren sind.
Die Beschwerdegegnerin hat demnach dem Beschwerdeführer die finanziellen Unterstützungsbeiträge durch
Y._
zu Recht als Einnahmen an
ge
rechnet. Dabei ist unerheblich, dass die Zahlungen nur bis Ende 2015 erfolgt
sind
, da diese im zu beurteilenden Zeitpunkt, mithin ab Juli 2015
(vgl. Urk. 2 S. 1 Ziff. 1.a)
,
noch ausbezahlt wurden
.
4.
7
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der von der Beschwerdegegnerin ange
rechnete Vermögensverzicht in der Höhe von Fr. 98‘790.-- im Jahr 2015 unter Berücksichtigung von Art. 17a ELV (vgl.
vorstehend E. 2.7, Fr. 118‘790.
--
abzüglich von je Fr. 10‘000.-- in den Jahren 2013 und 2014) zu Recht erfolgte. Das
selbe gilt fü
r die Anrechnung der monatlich ausgerichteten
Unterstützungs
leis
tungen in der Höhe von Fr. 3‘600.-- im Jahr 2015 als Einnahme
n
.
Die übrigen Berechnungspositionen sind
unbestritten (vgl. Urk. 1, Urk. 2)
und nicht zu beanstanden. Somit ergibt sich ein deutlicher Einnahmeüberschuss (vgl. Urk. 6/41 = Urk. 6/42, Urk. 6/43 = Urk. 6/46).
Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.