# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bcb1889d-30e2-5c0a-871c-31d7b4cea03b
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Ehe von E.F. und R.E. wurde mit Urteil vom 15. Oktober 1992 geschieden. Die
Kinder Saskia (geb. 24. Mai 1982) und Céline (geb. 19. Oktober 1983) wurden unter die
alleinige elterliche Gewalt bzw. Sorge der Mutter gestellt, und der Vater wurde
verpflichtet, an ihren Unterhalt monatliche indexierte Beiträge von je Fr. 950.-- vom 16.
bis zum vollendeten 20. Altersjahr, mindestens aber bis zum Eintritt ins volle
Erwerbsleben, zu bezahlen. E.F. lebte mit ihren Töchtern bis 2001 in R. in einer 4 1⁄2-
Zimmer-Wohnung. Auf den 1. September 2001 mietete sie in S. eine 2 1⁄2-Zimmer-
Wohnung. Die beiden Töchter verblieben in der Wohnung in R. und wechselten auf den
1. November 2002 in eine 4-Zimmer-Wohnung in G. Zudem verlegte E.F. im November
2002 ihren Wohnsitz nach S. Céline bestand 2002 die Matura und absolvierte ab 30.
Dezember 2002 einen mehrmonatigen Sprachaufenthalt in den USA.
Für 2002 deklarierte E.F. ein steuerbares Einkommen von Fr. 26'415.-- ohne
steuerbares Vermögen. Für die beiden Töchter machte sie den Kinderabzug von je Fr.
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6'000.-- sowie den Pauschalabzug für Versicherungsprämien und Sparzinsen von je Fr.
600.-- geltend. Die Veranlagungsbehörde nahm verschiedene Korrekturen vor und liess
insbesondere die Kinderabzüge nicht zu. E.F. wurde für 2002 mit einem steuerbaren
Einkommen von Fr. 45'700.-- und ohne steuerbares Vermögen veranlagt. Gegen diese
Veranlagung erhob E.F. Einsprache. Diese wurde vom kantonalen Steueramt mit
Entscheid vom 10. Februar 2006 teilweise gutgeheissen. Der Kinderabzug für die ältere
Tochter Saskia wurde gewährt und das steuerbare Einkommen auf Fr. 39'100.--
reduziert. Der Kinderabzug für Céline wurde verweigert mit der Begründung, die Mutter
komme nicht zur Hauptsache für deren Unterhalt auf.
B./ Gegen den Einspracheentscheid vom 16. Februar 2006 erhob E.F. mit Eingabe vom
17. März 2006 Rekurs mit dem Antrag, der Kinderabzug sei auch für die Tochter Céline
zu gewähren.
Die Verwaltungsrekurskommission hiess den Rekurs mit Entscheid vom 14. Dezember
2006 gut, hob den Einspracheentscheid auf und veranlagte E.F. für 2002 mit einem
steuerbaren Einkommen von Fr. 32'500.--, ohne steuerbares Vermögen. Die amtlichen
Kosten von Fr. 800.-- auferlegte sie dem Staat. Sie erwog, es sei zu prüfen, ob die
Rekurrentin für den Unterhalt ihrer Tochter Céline zur Hauptsache aufkomme. Dabei sei
nicht massgebend, welcher Elternteil mehr als die rechnerische Hälfte des Bedarfs
übernehme. Erforderlich sei, dass der Unterhalt des Kindes im wesentlichen oder in
erster Linie vom betreffenden Steuerpflichtigen erbracht werde. Dabei sei
unvermeidlich, zur Schätzung des Unterhaltsbedarfs auf Tabellen mit
Durchschnittswerten zurückzugreifen und diese, falls sie den wahren Verhältnissen
nicht gerecht werden, zu modifizieren. Hiefür gebe es verschiedene statistische
Unterlagen, namentlich die allgemein als geeignet anerkannte Tabelle der
Empfehlungen des Jugendamtes des Kantons Zürich zur Bemessung von
Unterhaltsbeiträgen. Aufgrund der von der Pflichtigen eingereichten Aufstellung liesse
sich ein erheblicher Teil der Ausgaben nicht einer bestimmten Person zuordnen. Es
bestehe kein Anlass, die Ausgaben abweichend von den Empfehlungen des
Jugendamtes des Kantons Zürich zu bemessen. Einzig bei der Wohnsituation
bestünden besondere Verhältnisse. Dementsprechend ermittelte die
Verwaltungsrekurskommission für den monatlichen Bedarf der Tochter einen Betrag
von Fr. 2'060.-- bzw. Fr. 24'720.-- pro Jahr. Vom Einkommen der Tochter von Fr.
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7'036.-- im Jahr 2002 brachte sie ausserdem Gewinnungskosten von Fr. 1'660.-- zum
Abzug, wodurch sich die Einkünfte auf Fr. 5'376.-- reduzierten. Dazu erwog sie, dem
volljährigen Kind in Ausbildung sei vom Arbeitserwerb in jedem Fall jährlich ein Betrag
von Fr. 6'000.-- zur freien Verfügung zuzuweisen. Damit werde erreicht, dass der
pauschaliert festgesetzte Unterhaltsbedarf nur bei namhaften Einkünften des Kindes
herabgesetzt und damit das Ergebnis, wer zur Hauptsache für den Unterhalt
aufkomme, nicht in vielen Fällen verfälscht werde. Vom festgestellten Unterhaltsbedarf
von Fr. 24'720.-- seien Fr. 11'400.-- durch unbestrittene Alimentenzahlungen des
Vaters gedeckt, womit der Beitrag der Steuerpflichtigen an den Unterhalt ihrer Tochter
Céline Fr. 13'320.-- betrage. Dieser Betrag liege über dem geltend gemachten
Kinderabzug von Fr. 6'000.-- und sei höher als die Alimente des Vaters. Damit sei die
Steuerpflichtige für den Unterhalt ihrer Tochter zur Hauptsache aufgekommen und
habe Anspruch auf den Kinderabzug von Fr. 6'000.--.
C./ Mit Eingaben vom 16. Januar und 9. Februar 2007 erhob das kantonale Steueramt
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 14.
Dezember 2006 sei aufzuheben und der Einspracheentscheid vom 16. Februar 2006
sei zu bestätigen, unter Kostenfolge. Zur Begründung wird im wesentlichen
vorgebracht, der Unterhaltsbedarf eines Kindes hänge stark von den familiären
Verhältnissen ab. Deshalb sei es methodisch falsch, beim Unterhaltsbedarf zum
vornherein auf eine Tabelle mit Durchschnittswerten abzustellen, die nicht auf die
konkrete Familie Rücksicht nehme. Gerade beim Kinderabzug sei es wichtig, dass die
Kostenseite möglichst nach den tatsächlichen Verhältnissen ermittelt werde. Nur so
könne richtig entschieden werden, wer den Unterhalt zur Hauptsache trage. Es sei
möglichst der effektive Unterhaltsbedarf im konkreten Fall zu ermitteln und nur dann
auf Schätzungen resp. Pauschalen zurückzugreifen, wenn dies nicht durchführbar sei.
Die Vorinstanz wolle von den Durchschnittswerten abweichen, wenn diese den wahren
Verhältnissen nicht gerecht würden. Um dies herauszufinden, müssten aber die
tatsächlichen Verhältnisse bekannt sein. Es sei daher unvermeidlich, den effektiven
Unterhaltsbedarf zu ermitteln. Sei die tatsächliche Situation bekannt, bestehe kein
Grund mehr, auf Durchschnittswerte abzustellen. Die Tatsache, dass ein Elternteil für
den Unterhalt zur Hauptsache aufkommt, setze ausserdem voraus, dass er mehr als
die Hälfte der Unterhaltskosten trage. Im konkreten Fall seien an den im
Einspracheentscheid anerkannten Unterhaltskosten von Fr. 24'617.-- drei Korrekturen
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vorzunehmen, indem für die Wohnkosten ein Abzug gemacht werde, da diese
übersetzt seien, indem die Aufwendungen für ein Depot von Fr. 660.-- nicht anerkannt
und die unter dem Titel Pflege und Erziehung abgerechneten Kosten von Fr. 2'940.-- zu
streichen seien, womit sich der effektive Bedarf von Fr. 24'617.-- auf Fr. 18'687.--
reduziere. Zugestimmt werden könne indessen dem Standpunkt der
Verwaltungsrekurskommission, dem volljährigen Kind in Ausbildung vom Arbeitserwerb
jährlich Fr. 6'000.-- zur freien Verfügung zuzuweisen. Damit entfielen auf die Mutter
Unterhaltskosten von Fr. 7'287.--, womit fest stehe, dass sie nicht zur Hauptsache für
den Unterhalt aufgekommen sei.
Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 5. März 2007 die Abweisung der
Beschwerde.
Auch die Beschwerdegegnerin schliesst in ihrer Stellungnahme vom 27. März 2007 auf
Abweisung der Beschwerde.
Das kantonale Steueramt verzichtete auf eine Stellungnahme zu den
Vernehmlassungen der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin.
Die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen werden,
soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1
des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Das kantonale Steueramt ist zur
Beschwerde legitimiert, und seine Eingaben vom 16. Januar und 9. Februar 2007
entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 196
Abs. 1 und Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Nach Art. 49 Abs. 1 Ingress StG setzt die Gewährung des streitigen Kinderabzuges
unter anderem voraus, dass der bzw. die Steuerpflichtige für den Unterhalt des Kindes
zur Hauptsache aufkommt. Im Beschwerdeverfahren ist einzig umstritten, ob dies bei
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der Beschwerdegegnerin im Jahr 2002 der Fall war. Fest steht, dass ihre Tochter
Céline 2002 volljährig war, in Ausbildung stand und von ihrem Vater Alimente von Fr.
11'400.-- erhielt.
2.1. Nach der erwähnten gesetzlichen Bestimmung ist somit zu prüfen, welche
Unterhaltsleistungen die Steuerpflichtige bzw. Beschwerdegegnerin für ihre Tochter
erbrachte. Die Vorinstanz hat sich dabei auf Richtlinien gestützt, welche vom Amt für
Jugend und Berufsberatung des Kantons Zürich für die Bemessung von
Unterhaltsbeiträgen für unmündige Kinder aufgestellt wurden. Demgegenüber vertritt
das kantonale Steueramt die Auffassung, der Unterhaltsbedarf sei aufgrund der
individuellen Verhältnisse zu ermitteln. Diese Abklärungen könnten im Einzelfall
aufwendig sein, liessen sich aber angesichts der individuell sehr unterschiedlichen
Kosten, namentlich für die Ausbildung, keinesfalls durch Durchschnittspauschalen
ersetzen (vgl. StB 49 Nr. 1 Ziff. 3.1.).
Bei einem Grossteil der Unterhaltsaufwendungen für Kinder im eigenen Haushalt lässt
sich nicht ziffernmässig genau feststellen, welche Ausgaben auf das Kind und welche
Ausgaben auf andere Personen (Elternteil, Geschwister) entfallen. Im vorliegenden Fall
ist es nur aufgrund von wenigen Belegen offenkundig und zweifelsfrei, dass ihnen
notwendige Unterhaltszahlungen für die Tochter Céline zugrundeliegen. Namentlich bei
Aufwandkategorien, welche naturgemäss allen im selben Haushalt lebenden Personen
zukommen, wie Wohnungsmiete, Nahrungsmittel etc. muss nach Erfahrungszahlen
oder nach Richtlinien eine Ausscheidung vorgenommen werden. Wohl ist es richtig,
dass Unterhaltsbedarf und Alimente eng zusammenhängen und bei der Festsetzung
der Alimente auf die konkrete Familiensituation Rücksicht genommen wird. Es wäre
daher wünschbar, dass auch die Kostenseite möglichst nach den tatsächlichen
Verhältnissen ermittelt wird. Darin ist dem Beschwerdeführer zuzustimmen. Freilich ist
dies nur in den wenigsten Fällen und nur annähernd möglich. Namentlich die Kosten für
Wohnungsmiete samt Nebenkosten und Lebensmittel sind wie erwähnt in der Regel
nicht ziffernmässig genau feststellbar, sondern müssen nach Ermessen bestimmt
werden. Auch weitere Aufwendungen wie Kosten für Körperpflege, Reinigung,
Wohnungseinrichtung, Freizeit und Verkehr, wenn wie im vorliegenden Fall ein
gemeinsam benütztes Auto gehalten wird, lassen sich nicht ziffernmässig genau
zuordnen. Das Abstellen auf pauschalisierte Durchschnittswerte ist daher sachlich
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gerechtfertigt. Im übrigen stellt auch das Kantonale Steueramt auf Durchschnittswerte
ab, indem es bei den Wohnkosten die tatsächlichen Aufwendungen wegen
übermässiger Kosten nicht anerkennt. Daher kann es nicht als fehlerhaft betrachtet
werden, auf Schätzungen resp. Pauschalen zurückzugreifen. Ob die Tabelle des Amts
für Jugend und Berufsberatung auch von den Zürcher Steuerbehörden verwendet wird,
geht im übrigen aus der vom Beschwerdeführer angeführten Kommentierung nicht
zweifelsfrei hervor, kann aber offen bleiben.
2.2. Im weiteren ist es nicht zu beanstanden, dass von den Pauschalen abgewichen
wird, wenn bei einzelnen Ausgabenkategorien besondere Verhältnisse vorliegen. Die
Vorinstanz hat entsprechend der Tabelle des Amts für Jugend und Berufsberatung für
als Aufwendungen für Pflege und Erziehung einen Betrag von Fr. 245.-- pro Monat
veranschlagt. Das Kantonale Steueramt hält zutreffend fest, dass bei einer volljährigen
Person im allgemeinen keine besonderen Aufwendungen für Pflege und Erziehung
erforderlich sind. Der Einwand der Vorinstanz, darunter liessen sich die Auslagen für
Körper- und Gesundheitspflege sowie Auslagen für Telefon und kulturelle Bedürfnisse
subsumieren, ist nicht stichhaltig. Wohl decken die Pauschalen für Ernährung,
Bekleidung sowie Pflege und Erziehung in etwa die Kosten ab, die beim betreibungs-
oder sozialhilferechtlichen Existenzminimum als Notbedarf berücksichtigt werden.
Ebenfalls in Betracht fällt aber der in den Pauschalen als "weitere Kosten" aufgeführte
Betrag von Fr. 765.-- pro Monat. Für welche Aufwandkategorie diese Auslagen
angerechnet werden, ist aufgrund der Tabelle der Bildungsdirektion des Kantons
Zürich nicht ersichtlich. Auslagen für Körper- und Gesundheitspflege sowie Telefon und
kulturelle Bedürfnisse können jedenfalls unter diese Pauschale subsumiert werden.
Diese ist grosszügig bemessen, weshalb kein Anlass besteht, ohne Vorliegen
besonderer Umstände zusätzliche Kosten für Pflege und Erziehung anzuerkennen,
zumal im vorliegenden Fall die Beschwerdegegnerin nicht im selben Haushalt lebte wie
die Töchter. Die Berechnung der Vorinstanz ist daher um Fr. 245.-- zu reduzieren.
2.3. Zu prüfen ist im weiteren, ob die Wohnkosten gerechtfertigt sind. Die Vorinstanz
gewährte anstelle des Betrags von Fr. 295.-- gemäss Pauschale einen Betrag von Fr.
600.--, entsprechend den Auslagen für die von den Töchtern benutzte Wohnung in R.
bzw. Goldach. Die Beschwerdegegnerin überliess ihren Töchtern die gemeinsame
Wohnung zum alleinigen Gebrauch, nachdem sie in S. eine eigene Wohnung mietete.
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Anschliessend bezahlte sie den Töchtern eine Wohnung in Goldach für Fr. 1'320.-- pro
Monat. Der Beschwerdeführer hält fest, die Wohnsituation sei übermässig teuer. Der
effektive Bedarf der Tochter für das Wohnen sei bedeutend kleiner als der bezahlte
Mietzins. Bei der Berechnung des Wohnkostenanteils von Céline sei richtigerweise von
der Situation auszugehen, wie wenn die Mutter zusammen mit ihren Töchtern die 4 1⁄2
bzw. 4-Zimmer-Wohnung bewohnt hätte. Welche Art der Bemessung der Wohnkosten
zutreffend ist, kann allerdings offen bleiben (vgl. unten E. 2.5.). Es ist daher auch nicht
weiter auf die von der Beschwerdegegnerin vorgebrachten Ausführungen über die
Gründe des Wohnungswechsels und der Ueberlassung einer eigenen Wohnung an die
Töchter einzugehen.
2.4. Streitig ist im weiteren, ob Art. 49 Abs. 1 StG voraussetzt, dass der
Steuerpflichtige rechnerisch mehr als 50 % des Unterhalts des Kindes bezahlt. Nach
dem Wortlaut des Gesetzes wird vorausgesetzt, dass der Pflichtige "zur Hauptsache"
für den Unterhalt aufkommt. Dies muss nicht notwendigerweise mehr als 50 % sein.
Wenn der Pflichtige 40 % des Unterhalts übernimmt und die restlichen 60 % je zur
Hälfte von Alimentenzahlungen und von eigenem Erwerbseinkommen bestritten
werden, liesse sich die Annahme rechtfertigen, der Pflichtige komme zur Hauptsache
für den Unterhalt auf.
Unbestritten ist hingegen, dass einem volljährigen Kind in Ausbildung vom
Arbeitserwerb jährlich ein Betrag von Fr. 6'000.-- zur freien Verfügung zugewiesen wird,
weshalb im vorliegenden Fall keine Anrechnung von Erwerbseinkünften von Céline an
die Unterhaltskosten erfolgt.
2.5. Zusammenfassend ergibt sich, dass der von der Vorinstanz festgestellte
Unterhaltsbedarf von Fr. 2'060.-- pro Monat um Fr. 245.-- auf Fr. 1'815.-- zu reduzieren
ist. Folglich beträgt der jährliche Bedarf Fr. 21'780.--, wobei damit die effektiven
Wohnkosten von Fr. 600.-- pro Monat angerechnet werden. Von diesem entfallen Fr.
11'400.-- und damit mehr als die Hälfte auf Alimentenzahlungen des Vaters, womit
nicht davon ausgegangen werden kann, die Beschwerdegegnerin sei zur Hauptsache
für den Unterhalt aufgekommen.
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2.6. Die Beschwerdegegnerin macht Gründe geltend, weshalb der Kinderabzug nicht
dem Vater gewährt werden soll. Sie nimmt aber keinen Bezug auf die gesetzliche
Vorschrift, welche die Gewährung des Abzugs davon abhängig macht, welcher
Elternteil zur Hauptsache für den Unterhalt aufkommt. Auf die entsprechenden
Ausführungen ist daher nicht weiter einzutreten. Das Bundesgericht hat zwar für die
direkte Bundessteuer festgehalten (Urteil vom 23. Januar 2002, in: ASA 72 S. 471, BGE
131 II 553 E. 3.3), der die Kinder beherbergende und unmittelbar betreuende Elternteil
komme im Sinne der gesetzlichen Umschreibung "zur Hauptsache" für deren Unterhalt
auf. Jene Erwägungen bezogen sich aber auf die Anwendung des Verheiratetentarifs,
der gemäss Art. 36 Abs. 2 bzw. 214 Abs. 2 des Gesetzes über die direkte
Bundessteuer (SR 642.11, abgekürzt DBG) voraussetzt, dass der Pflichtige "zur
Hauptsache" für den Unterhalt aufkommt. Für die Gewährung des Kinderabzuges
bestimmt Art. 35 Abs. 1 lit. a DBG lediglich, dass der besagte Elternteil für den
Unterhalt des Kindes sorgt. Im einen Fall (ASA 72 S. 471) machte zudem das
Bundesgericht keinen expliziten rechnerischen Vergleich der vom pflichtigen Elternteil
einerseits getätigten Unterhaltsaufwendungen und der Alimente anderseits, im andern
(BGE 131 II 553, Sachverhalt Abs. 2) betrugen die Alimente lediglich Fr. 200.-- bzw. Fr.
300.-- pro Monat. Selbst wenn mit dem Beschwerdeführer grundsätzlich davon
ausgegangen wird, der Alimentenzahler bestreite den Unterhalt des Kindes zur
Hauptsache, so steht demjenigen Elternteil, der durch Naturalleistungen an den
Unterhalt des Kindes beiträgt, der Nachweis offen, dass seine Leistungen höher sind
als die Alimente (vgl. Richner/Frei/ Kaufmann/Meuter, Kommentar zum harmonisierten
Zürcher Steuergesetz, 2. Aufl., Zürich 2006, Rz. 36 zu § 34). Die Bedenken der
Vorinstanz bezüglich einer Verletzung des Steuergeheimnisses erweisen sich dabei als
unbegründet (BGE 131 II 553 E.6).
2.7. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen und der
Rekursentscheid vom 14. Dezember 2006 aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin ist mit
einem steuerbaren Einkommen von Fr. 39'100.--, ohne steuerbares Vermögen, zu
veranlagen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdegegnerin (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
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Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 97 VRP).
Die amtlichen Kosten des Rekursentscheids von Fr. 800.-- sind der
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen; auf ihre Erhebung ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 1
und Art. 97 VRP).
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Die Beschwerdegegnerin ist
unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Beschwerdeführer hat keinen Anspruch auf
Kostenersatz (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. S. 2004, S. 176).