# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b52fca81-cd1d-4194-8377-d808055806bc
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. C.D. betreute K.Y. ab 4. September 2002 während der Schwangerschaft. Am 15.
März 2003 wurde die Schwangere positiv auf HIV getestet und am 21. März 2003
mittels Kaiserschnitt entbunden; einige Tage danach verstarb sie im Spital an einer
durch einen Pilz hervorgerufenen Lungenentzündung.
In der Folge erhoben der Ehemann, X.Y. und das Kind der Verstorbenen einen
Haftpflichtanspruch gegen C.D. Im Revisionsverfahren vor dem Kantonsgericht war
zum Beweis verstellt die Frage, ob die Eheleute Y. anlässlich der ersten Konsultation
bei C.D. einen HIV-Test als unnötig bezeichnet hatten. In diesem Zusammenhang
beantragte C.D., A.B., den X.Y. im Sommer 2003 aufgesucht hatte, als Zeugen
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einzuvernehmen. A.B. ersuchte das Gesundheitsdepartement des Kantons St. Gallen
um Befreiung vom Berufsgeheimnis, um als Zeuge auszusagen. Mit Verfügung vom 19.
September 2013 erteilte das Gesundheitsdepartement die beantragte Ermächtigung.
B. X.Y. (Beschwerdeführer) erhob dagegen Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit
dem Antrag, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung des
Gesundheitsdepartements (Vorinstanz) sei das Gesuch um Befreiung vom
Berufsgeheimnis abzuweisen. A.B. (Beschwerdegegner) machte geltend, er gehe nicht
von einem dem Arztgeheimnis unterstehenden Arzt-Patienten-Gespräch zwischen ihm
und dem Beschwerdeführer aus. C.D. wurde zum Verfahren beigeladen; sie beantragte
die Abweisung der Beschwerde. Mit Entscheid vom 23. Januar 2015 hiess das
Verwaltungsgericht die Beschwerde gut und hob die Verfügung des
Gesundheitsdepartements vom 19. September 2013 auf. Die Verfahrenskosten von
CHF 2‘000 auferlegte es je zur Hälfte dem Beschwerdegegner und der
Beschwerdebeteiligten. Sie wurden zudem verpflichtet, den Beschwerdeführer für das
Beschwerdeverfahren ausseramtlich mit CHF 2‘500 zu entschädigen.
C. C.D. erhob dagegen Beschwerde beim Bundesgericht. Mit Urteil vom 16. Juni 2016
hiess das Bundesgericht die Beschwerde gut, hob den Entscheid des
Verwaltungsgerichts auf und bestätigte die Verfügung des Gesundheitsdepartements
vom 19. September 2013. Die Gerichtskosten von CHF 2‘000 wurden X.Y. auferlegt. Er
wurde zudem verpflichtet, C.D. für das bundesgerichtliche Verfahren eine
Parteientschädigung von CHF 2‘000 zu bezahlen. Im Übrigen wurde die Sache zur
Neuverlegung der Kosten des kantonalen Verfahrens an das Verwaltungsgericht
zurückgewiesen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
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1. Das Bundesgericht hat mit dem Urteil vom 16. Juni 2016 den Anträgen der
Beschwerdebeteiligten entsprochen und die Befreiung des Beschwerdegegners vom
Berufsgeheimnis durch die Vorinstanz vom 19. September 2013 bestätigt. Dieses
Ergebnis entspricht einer Abweisung der Beschwerde im Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht.
2. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens B 2013/210 dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs.
1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Eine –
unveränderte – Entscheidgebühr von CHF 2‘000 erscheint angemessen (Art. 7 Ziffer
222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Für den heutigen Entscheid sind
keine Kosten zu erheben. Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von
CHF 1‘500 ist anzurechnen.
Die Beschwerdebeteiligte beantragte am 2. Mai 2014 die Abweisung der Beschwerde
(act. 31). Weder diese noch die weiteren Eingaben der Beschwerdebeteiligten vom 1.
Juli 2014 und vom 25. August 2014 (act. 38 und 43) enthielten einen Antrag auf
Entschädigung ausseramtlicher Kosten für das Verfahren vor Verwaltungsgericht.
Bezüglich der Entschädigung ausseramtlicher Kosten gilt auch im
Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht die Dispositionsmaxime (vgl. Art. 98ter
VRP in Verbindung mit Art. 105 Abs. 2 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR
272, ZPO; vgl. M. H. Sterchi, in: Berner Kommentar zum schweizerischen Privatrecht,
ZPO Band I, Bern 2012, Rz. 6 zu Art. 105 ZPO; vgl. auch Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 820, sowie R. Hirt,
Die Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, St.
Gallen 2004, S. 149 f., und VerwGE B 2013/97 vom 23. Januar 2015 E. 3 Abs. 3,
www.gerichte.sg.ch). Dementsprechend kann der Beschwerdebeteiligten mangels
Antrags keine Entschädigung ausseramtlicher Kosten zugesprochen werden.
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Einen solchen Antrag konnte der Vertreter der Beschwerdebeteiligten auch mit der am
4. August 2016 eingereichten Kostennote nicht nachholen. Das verwaltungsgerichtliche
Beschwerdeverfahren wurde mit dem Entscheid vom 23. Januar 2015 in der Sache
abgeschlossen, zumal das Bundesgericht am 16. Juni 2016 selbst einen
Sachentscheid gefällt hat und die Rückweisung einzig die Neuverlegung der Kosten
des kantonalen Verfahrens betrifft. Die Rückweisung führte deshalb nicht dazu, dass im
verwaltungsgerichtlichen Verfahren neue Anträge gestellt werden konnten. Vielmehr
bleibt es dabei, dass über jene Entschädigungsbegehren zu befinden ist, welche
bereits im Zeitpunkt des Abschlusses des Beschwerdeverfahrens vor
Verwaltungsgericht am 23. Januar 2015 vorlagen. Ein Entschädigungsbegehren lag
damals aber nicht vor (vgl. dazu auch Sterchi, a.a.O., N 8 zu Art. 105 ZPO). Schliesslich
führte die bundesgerichtliche Rückweisung zur Neuverlegung der Kosten des
kantonalen Verfahrens nicht zu einem zusätzlichen Aufwand für die
Beschwerdebeteiligte. Aus der Kostennote vom 4. August 2016 lässt sich deshalb auch
kein Entschädigungsanspruch für den vorliegenden Entscheid über die Neuverlegung
der Kosten ableiten.
Der nicht vertretene Beschwerdegegner nahm am 24. Oktober 2013 Stellung zur
Beschwerde und vertrat die Auffassung, das Gespräch zwischen ihm und dem
Beschwerdeführer unterstehe nicht dem Arztgeheimnis (act. 9). Einen Antrag auf
Entschädigung ausseramtlicher Kosten enthielt weder diese noch seine zusätzliche
Eingabe vom 14. Oktober 2014 (act. 48). Dementsprechend kann dem
Beschwerdegegner mangels Vertretung und Antrags keine Entschädigung
ausseramtlicher Kosten zugesprochen werden.