# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** dfa74d72-d54a-45b1-98f0-daaf2e5bc971
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend mehrfache Förderung der Prostitution etc. (Rückweisung des Schweizerischen Bundesgerichtes)
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 6. Juni 2018 (DG180034); Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 27. September 2019 (SB180396); Urteil des  Bundesgerichtes vom 9. März 2020 (6B_1314/2019)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl vom 29. Januar 2018
(Urk. D1 21) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz:
1. Der Beschuldigte A._ ist schuldig
- der mehrfachen Förderung der Prostitution im Sinne von Art. 195 lit. c
und d StGB;
- des unrechtmässigen Bezugs von Leistungen der Sozialhilfe im Sinne
von Art. 148a Abs. 1 StGB.
2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 3 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 157 Tage
durch Untersuchungshaft erstanden sind.
3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird im Umfang von 24 Monaten aufgescho-
ben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im Übrigen (12 Monate,
abzüglich 157 Tage Untersuchungshaft) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
4. Der Beschuldigte wird in Anwendung von Art. 66a Abs. 1 lit. e und h StGB
für die Dauer von 7 Jahren aus dem Gebiet der Schweiz verwiesen.
Es wird die Ausschreibung der Landesverweisung im Schengener Informati-
onssystem (SIS) angeordnet.
5. a) Es wird dem Grundsatz nach festgestellt, dass der Beschuldigte ge-
genüber der Privatklägerin B._ für Schaden aus dem vorstehend beur-
teilten Ereignis von Mitte Juni 2016 bis am 12. Oktober 2016 ersatzpflichtig
ist. Zur Festsetzung des Umfangs des Schadenersatzes wird die Privatklä-
gerin B._ auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
b) Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._ eine Ge-
nugtuung in der Höhe von Fr. 8'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 12. Oktober
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2016 zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren
abgewiesen.
6. Die folgenden durch die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl mit Verfügung vom
6. November 2017 beschlagnahmten und bei der Stadtpolizei Zürich lagern-
den Gegenstände werden definitiv eingezogen und vernichtet:
- Pro Book HP (Asservat Nr. A010'300'660)
- SIM-Karte Lyca (Asservat Nr. A010'548'217)
- Mobiltelefon Nokia schwarz (Asservat Nr. A010'548'342)
- Mobiltelefon Nokia grau (Asservat Nr. A010'548'411)
- Mobiltelefon Nokia golden (Asservat Nr. A010'548'364)
7. Die folgenden durch die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl mit Verfügung vom
6. November 2017 beschlagnahmten und bei der Stadtpolizei Zürich lagern-
den Gegenstände werden der Privatklägerin B._ nach Eintritt der
Rechtskraft auf erstes Verlangen herausgegeben oder nach unbenutztem
Ablauf einer dreimonatigen Frist von der Lagerbehörde vernichtet:
- Mobiltelefon WIKO Lenny (Asservat Nr. A009'923'686)
- Mobiltelefon WIKO Jerry (Asservat Nr. A009'923'697)
8. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf:
Fr. 5'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 2'100.00 Gebühr für das Vorverfahren Fr. 1'500.00 Gebühr Beschwerdeverfahren, Geschäfts-Nr. UB170136 Fr. 280.00 Auslagen Fr. 5.40 Entschädigung Zeugen Fr. 13'745.20 unentgeltliche Rechtsverbeiständung Fr. 20'127.25 amtliche Verteidigung
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, einschliess-
lich derjenigen der amtlichen Verteidigung und unentgeltlichen Rechtsver-
beiständung der Privatklägerin B._, werden dem Beschuldigten aufer-
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legt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung und unentgeltlichen Rechtsver-
beiständung der Privatklägerin B._ werden auf die Gerichtskasse ge-
nommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4
sowie Art. 426 Abs. 4 StPO.
Berufungsanträge im ersten Berufungsverfahren:
a) Der amtlichen Verteidigung:
(Urk. 70 S. 1 f.)
1. Ziffer 1 Spiegelstrich 1 des vorinstanzlichen Urteils sei aufzuheben und
der Beschuldigte sei vom Vorwurf der mehrfachen Förderung der
Prostitution i.S.v. Art. 195 lit. c und d StGB freizusprechen.
2. Ziff. 2 und 3 des vorinstanzlichen Urteils seien aufzuheben und der
Beschuldigte sei mit einer bedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu
CHF 30.00 und einer Probezeit von 3 Jahren zu bestrafen, wobei die
157 Tage Untersuchungshaft an die Strafe anzurechnen seien.
3. Ziff. 4 des vorinstanzlichen Urteils sei aufzuheben und von der
Anordnung einer Landesverweisung sei abzusehen.
4. Ziff. 5 sei vollumfänglich aufzuheben und die Schadenersatz- und
Genugtuungsforderungen seien abzuweisen.
5. Ziff. 9 sei aufzuheben und die Kosten der Untersuchung und des
erstinstanzlichen Verfahrens seien ausgangsgemäss im Umfang von
4/5 auf die Staatskasse zu nehmen und im Restumfang dem
Beschuldigten aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung
seien im Umfang von 4/5 definitiv, im Umfang von 1/5 einstweilen auf
die Staatskasse zu nehmen.
6. Dem Beschuldigten sei für die unrechtmässig erlittene Untersuchungs-
haft – im Umfang in dem diese nicht an die Geldstrafe anzurechnen
ist –, angemessen zu entschädigen.
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7. Unter ausgangsgemässer Regelung der Verfahrenskosten im
Berufungsverfahren.
b) Der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin B._:
(Urk. 73 S. 2)
1. Es sei die Berufung des Berufungsklägers abzuweisen und das vor-
instanzliche Urteil zu bestätigen.
2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen und zusätzlich Mehr-
wertsteuerzusatz zulasten des Berufungsklägers.
Beschluss und Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 27. September 2019:

## Considerations