# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bd5534a7-46c2-55ff-90e1-c0b32aa90980
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ a) Z. M., geb. 1964, ist Staatsangehöriger von Serbien. Er reiste 1988 im Rahmen
des Familiennachzugs zu seiner in Gossau wohnhaften Ehefrau Natalija M.. In der
Folge wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt, die regelmässig verlängert wurde,
zum Teil allerdings nur auf Zusehen und Wohlverhalten hin.
Aus der Ehe gingen fünf Kinder hervor, die zwischen 1989 und 2004 geboren wurden.
Die Ehefrau und die Kinder befinden sich seit September 2004 im Heimatstaat. Dort
wurde die Ehe am 4. Juni 2007 geschieden.
b) Z. M. wurde in der Schweiz mehrmals straffällig. Mit Strafbescheid des Bezirksamts
Untertoggenburg vom 8. Februar 2000 wurde er wegen Tätlichkeit zu einer Haftstrafe
von drei Tagen verurteilt. Mit Bussenverfügungen des Untersuchungsamts St. Gallen
vom 28. Februar 2005 und 23. April 2007 wurde er wegen verschiedener
Verkehrsdelikte und wegen mehrfachen geringfügigen Vermögensdelikts mit Bussen
von Fr. 1'200.-- und Fr. 1'100.-- sowie einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je
Fr. 70.-- bestraft.
Das Kantonsgericht St. Gallen sprach Z. M. mit Urteil vom 16. April 2008 der
Gehilfenschaft zu schwerer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und
mehrfacher einfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz schuldig und
verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je Fr. 50.--, wobei der
Vollzug aufgeschoben und eine Probezeit von zwei Jahren angeordnet wurde.
Am 4. Juni 2008 büsste das Untersuchungsamt Altstätten Z. M. wegen Überladens
eines Anhängers mit Fr. 700.--.
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c) Z. M. weist hohe Schulden und zahlreiche Betreibungen auf. In seiner früheren
Wohngemeinde Flawil ist er beim Betreibungsamt per 3. Juli 2008 mit 51 offenen
Verlustscheinen von Fr. 125'199.95 verzeichnet. Beim Sozialamt Flawil sind Ausstände
von Fr. 3'396.05 verzeichnet. Beim Betreibungsamt St. Gallen bestehen Verlustscheine
von Fr. 34'115.90. Sodann wurden erhebliche Sozialhilfeleistungen bezahlt, von denen
rund Fr. 9'200.-- ausstehend sind.
d) Die Aufenthaltsbewilligung von Z. M. wurde letztmals bis 7. Juli 2007 verlängert.
Nachdem er am 15. Juni 2007 um Verlängerung der Bewilligung ersucht hatte, wies
das Ausländeramt sein Gesuch mit Verfügung vom 27. August 2008 ab. Zur
Begründung führte es an, Z. M. habe zu schweren Klagen Anlass gegeben. Er sei
wiederholt strafrechtlich verurteilt worden und komme seinen finanziellen
Verpflichtungen nicht nach. Er sei mehrfach verwarnt worden. Trotz des langen
Aufenthalts in der Schweiz sei ihm die Rückkehr in sein Heimatland zumutbar.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob Z. M. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingaben vom 1. und 22. September 2008 Rekurs, der vom Sicherheits- und
Justizdepartement mit Entscheid vom 10. November 2008 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 19. November und 11. Dezember 2008
erhob Z. M. Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der angefochtene
Rekursentscheid vom 10. November 2008 und die Verfügung des Ausländeramts vom
27. August 2008 seien aufzuheben und die Jahresaufenthaltsbewilligung sei zu
verlängern, eventuell mit Bedingungen und Auflagen, also auf Zusehen hin, und unter
Verwarnung, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Staates. Die zur
Begründung vorgebrachten Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 29. Dezember 2008 unter
Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf Abweisung der
Beschwerde.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 19. November und
11. Dezember 2008 erfüllen zeitlich, formal und inhaltlich die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer rügt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs und der
Grundsätze der Fairness im Verfahren und von Treu und Glauben (Art. 6 der
Europäischen Menschenrechtskonvention, SR 0.101, abgekürzt EMRK, Art. 5 Abs. 3,
Art. 9 und Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung, SR 101, abgekürzt BV).
2.1. Das Ausländeramt stützte sich in seiner Verfügung u.a. auf die Busse des
Untersuchungsamtes Altstätten vom 4. Juni 2008. Diese Bussenverfügung hatte sich
nicht in den dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers zur Einsichtnahme
zugestellten Akten befunden. Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs im Zusammenhang mit der Berücksichtigung der
Bussenverfügung vom 4. Juni 2008 durch das Ausländeramt verneint. Sie hat ihren
Entscheid ausführlich begründet und erwog, der Beschwerdeführer habe damit
rechnen müssen, dass die Bussenverfügung für das ausländerrechtliche Verfahren
allenfalls von Bedeutung sein könnte. Der Beschwerdeführer hätte deshalb seinen
Rechtsvertreter darüber orientieren können.
In der Beschwerde wird erneut eine Verletzung des rechtlichen Gehörs gerügt. Der
Beschwerdeführer setzt sich aber in diesem Punkt mit der Begründung der Vorinstanz,
welche eine Verletzung des rechtlichen Gehörs verneinte, nicht auseinander. Mangels
einlässlicher Begründung ist daher auf die Rüge nicht weiter einzutreten. Abgesehen
davon hat die Vorinstanz eine Verletzung des rechtlichen Gehörs unter Hinweis auf die
Praxis (vgl. VerwGE B 2007/213 vom 30. April 2008 i.S. J.C.) zu Recht verneint. Wem
während eines Verfahrens betr. Entzug einer ausländerrechtlichen Bewilligung
strafrechtlich relevante Verfügungen zugestellt werden, hat diese seinem
Rechtsvertreter weiterzuleiten, falls er nicht zweifelsfrei davon ausgehen darf, dass der
Rechtsvertreter bereits davon Kenntnis hat.
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Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs liegt somit in diesem Punkt nicht vor.
2.2. Die Vorinstanz hielt im Zusammenhang mit der Würdigung des finanziellen
Gebarens des Beschwerdeführers fest, angesichts seines bisherigen Verhaltens und
der Höhe der angehäuften Schulden könne nicht damit gerechnet werden, dass der
Beschwerdeführer diese gänzlich zurückzahlen werde bzw. könne. Wenn Schulden
eine Höhe von mindestens Fr. 75'000.-- erreichen würden, sei eine Bewilligung denn
auch grundsätzlich nicht mehr zu verlängern. Bei einer Verschuldung dieses
Ausmasses seien Jahresaufenthalter erfahrungsgemäss nicht mehr in der Lage, eine
Verbesserung ihrer finanziellen Situation durch eine Sanierung der Schulden zu
bewerkstelligen; der Schuldenberg steige weiter an, womit insbesondere auch die
Erfüllung öffentlich-rechtlicher Verpflichtungen immer unwahrscheinlicher werde. Dazu
verwies die Vorinstanz auf die Loseblattsammlung "Praxisvereinheitlichung der
Vereinigung der Fremdenpolizeichefs Ostschweiz und Fürstentum Liechtenstein (VOF)",
Ziff. 4.7 d/bb).
Der Vertreter des Beschwerdeführers ersuchte in der Folge das Ausländeramt um
Zustellung der Loseblattsammlung. Dies wurde ihm vom Ausländeramt verweigert.
Auf der Internet-Website der VOF ist die Loseblattsammlung nicht publiziert;
zugänglich sind einzig die Angaben über die finanziellen Voraussetzungen bei der
Bewilligung des Familiennachzugs. Diese waren aber nicht Gegenstand des
vorliegenden Verfahrens. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Berufung auf
unpublizierte Richtlinien, die im Streitfall nicht einmal herausgegeben würden,
widerspreche der Verfahrensfairness und qualifiziere sich zudem als Verletzung des
rechtlichen Gehörs sowie des Grundsatzes von Treu und Glauben, welcher
widerspruchsfreies Handeln der Behörden erfordere.
Die Praxisvereinheitlichung der VOF hat den Charakter einer Verwaltungsverordnung
bzw. einer Dienstanweisung (vgl. dazu Imboden/Rhinow, Schweizerische
Verwaltungsrechtsprechung, Bd. 1, Basel 1976, Nr. 9). Solche Richtlinien gelangen
häufig bei der Anwendung unbestimmter Rechtsbegriffe bzw. bei der Anwendung von
Vorschriften mit erheblichem Ermessensspielraum der Verwaltung zur Anwendung. Wo
Dienstanweisungen und Verwaltungsverordnungen die Interessen des Betroffenen
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direkt tangieren, haben sie den Charakter von verbindlichen Vorschriften. Die
Abgrenzung von Rechtssätzen und Verwaltungsverordnungen ist mitunter
problematisch. Daher ist zu prüfen, ob eine Verwaltungsverordnung nicht als
Rechtsnorm besonderer Art zu behandeln und hinsichtlich Voraussetzungen und
Wirkungen, insbesondere bezüglich Publikation, nach verschiedenen Kategorien zu
differenzieren ist (vgl. Rhinow/Krähenmann, Schweizerische
Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel 1990, Nr. 9 B IV).
Wenn die Verwaltung Richtlinien anwendet, nach denen sie die finanziellen
Voraussetzungen für die Erteilung oder den Entzug von Bewilligungen prüft, so sind
diese grundsätzlich den Gesuchstellern bzw. den Betroffenen zugänglich zu machen.
Nach den Richtlinien ist bei Jahresaufenthaltern eine Bewilligung grundsätzlich nicht
mehr zu verlängern, wenn die Verschuldung Fr. 75'000.-- oder mehr beträgt (Ziff. 4.7).
Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz die Verlängerung der Bewilligung aber nicht in
erster Linie deshalb verweigert, weil die in den Richtlinien umschriebene Höhe der
Verschuldung beim Beschwerdeführer erreicht war. Vielmehr hat es die Vorinstanz als
Erfahrungstatsache betrachtet, wonach bei einer Verschuldung von Fr. 75'000.-- und
mehr Jahresaufenthalter in der Regel nicht mehr in der Lage sind, ihre finanzielle
Situation nachhaltig zu verbessern. Allein in diesem Punkt berief sich die Vorinstanz auf
die Richtlinien, um eine in ihren Augen bestehende Erfahrungstatsache zu erhärten. Ob
eine Verschuldung von mindestens Fr. 75'000.-- irreversibel ist, kann aber nicht nach
Massgabe von Richtlinien oder Wegleitungen für die Praxis beurteilt werden. Im
konkreten Fall erscheint es daher weder als Verletzung des rechtlichen Gehörs noch als
Verletzung des Gebotes der Fairness im Verfahren, dass die Vorinstanz in der
Begründung ihres Entscheids auf die nicht publizierten Richtlinien über den
Familiennachzug verwies. Diesem Verweis kommt eine ähnliche Bedeutung zu wie der
Verweisung auf nicht publizierte Entscheide und Urteile, die ebenfalls als zulässige
Elemente einer Begründung anerkannt wird. Der Vorwurf der Gehörsverletzung
gegenüber der Vorinstanz erscheint auch deshalb nicht gerechtfertigt, weil der Vertreter
des Beschwerdeführers seine Anfrage um Zustellung der Richtlinien nicht an die
Vorinstanz, sondern an das Ausländeramt richtete. Dieses hat in seiner Verfügung die
Richtlinien nicht erwähnt. Es ist nicht ersichtlich, ob sich der Rechtsvertreter auch an
die Vorinstanz wandte. Da diese die Richtlinien zitierte, hätte sie sie dem Vertreter des
Beschwerdeführers auf Verlangen zustellen müssen. Es liegen keine stichhaltigen
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Gründe vor, um eine Publikation der Praxisvereinheitlichung zu verweigern. Da diese
Richtlinien in aller Regel bei der Betätigung des Ermessens Anwendung finden und die
Praxis der Verwaltung bestimmen, sind sie als Verwaltungsverordnung mit
Aussenwirkung zu betrachten und für die Rechtsunterworfenen zugänglich zu machen.
Der Beschwerdeführer hatte die Möglichkeit, den von der Vorinstanz als
Erfahrungstatsache betrachteten Umstand, dass ein Jahresaufenthalter eine
Verschuldung von über Fr. 75'000.-- nicht mehr abzubauen vermag, in der Beschwerde
anzufechten. Im vorliegenden Fall hat die Vorinstanz die besagten Richtlinien nicht bei
der Ausübung des Ermessens angewendet, sondern im Rahmen einer
Tatsachenfeststellung. Damit ist die Richtlinie bzw. die darin enthaltene Bedeutung
einer Verschuldung von über Fr. 75'000.-- einer Überprüfung im Beschwerdeverfahren
zugänglich. Insoweit erwuchs dem Beschwerdeführer aus der unterlassenen
Publikation der Richtlinien kein Nachteil.
Aufgrund der vorstehenden Ausführungen ist der angefochtene Entscheid auch in
diesem Punkt nicht zu beanstanden.
3. Am 1. Januar 2008 trat das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) in Kraft. Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt für Gesuche,
die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht worden sind, das bisherige Recht
anwendbar. Das Verfahren richtet sich dagegen nach dem neuen Recht (Abs. 2). Im
vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer sein Gesuch um Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung am 15. Juni 2007 und damit vor dem Inkrafttreten des AuG
eingereicht, weshalb die Streitsache materiell nach dem früheren Recht (Bundesgesetz
über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (BS 1, 121 mit seither ergangenen
Aenderungen, abgekürzt ANAG) zu beurteilen ist. Dies ist vorliegend unbestritten.
3.1. Die Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers lief am 7. Juli 2007 ab. Zu
prüfen ist im vorliegenden Fall, inwiefern die Verweigerung der Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung auf einer Überschreitung bzw. einem Missbrauch des
Ermessens beruht und damit rechtswidrig ist. Der Beschwerdeführer hat als
Jahresaufenthalter keinen Rechtsanspruch auf Erteilung oder Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung (Art. 4 ANAG). Die Erteilung bzw. Verlängerung der
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Aufenthaltsbewilligung stand somit im Ermessen des Ausländeramts bzw. der
Vorinstanz. Dem Verwaltungsgericht ist es verwehrt, Entscheide der
Verwaltungsbehörden im Bereich der Ermessensausübung zu überprüfen. Es kann nur
prüfen, ob die Vorinstanz ihr Ermessen überschritten oder missbraucht hat, als sie die
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigerte (vgl. statt vieler GVP 1996 Nr. 9
und 1998 Nr. 71).
3.2. Nach Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG kann die Aufenthaltsbewilligung widerrufen werden,
wenn das Verhalten des Ausländers Anlass zu schweren Klagen gibt. Sodann können
insbesondere auch Ausweisungsgründe nach Art. 10 Abs. 1 lit. a bis d ANAG einen
Widerruf bzw. eine Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
rechtfertigen. Beim Entscheid über die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung sind
die bei der Ausweisung massgebenden Kriterien analog anzuwenden (GVP 1996 Nr. 9
mit Hinweisen). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, die Dauer der
Anwesenheit in der Schweiz und die dem Ausländer und seiner Familie drohenden
Nachteile zu berücksichtigen (BGE 125 II 523).
3.3. Soweit sich der Beschwerdeführer auf Urteile des Bundesgerichts beruft, in denen
von einer Ausweisung abgesehen wurde, sind diese Verweise nicht stichhaltig. Das
Urteil des Bundesgerichts vom 9. Juli 1998 (2A.131/1998) betraf einen
Niedergelassenen, und im Entscheid BGE 120 Ib 6 ff., S. 14, ging es um die
Aufenthaltsbewilligung eines Ausländers, der mit einer Schweizerin verheiratet war und
damit grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung
hatte. Der Beschwerdeführer ist hingegen Jahresaufenthalter und hat keine familiären
Bindungen zu Personen mit einem Aufenthaltsrecht in der Schweiz, weshalb er keinen
Rechtsanspruch auf Erteilung oder Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hat. Bei
Jahresaufenthaltern kann sodann die Bewilligung auch bei solchen Delikten widerrufen
werden, welche zu einer Strafe von weniger als zwei Jahren Freiheitsentzug führen (vgl.
GVP 1998 Nr. 71).
Wie erwähnt wurde der Beschwerdeführer mehrfach straffällig. Im Vordergrund steht
die Verurteilung durch das Kantonsgericht St. Gallen vom 16. April 2008 wegen
Gehilfenschaft zu schwerer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und
mehrfacher einfacher Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und die
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ausgefällte Geldstrafe von 180 Tagessätzen zu je Fr. 50.--. Das Kantonsgericht hielt
fest, das Verschulden des Beschwerdeführers wiege nicht leicht. Der
Beschwerdeführer habe in seiner Wohnung Betäubungsmittel lagern lassen, welche
quantitativ die Grenze zum schweren Fall übersteigen würden. Das Kantonsgericht
erachtete eine Einsatzstrafe von nicht mehr als einem Jahr sachgerecht. Die Abgaben
bzw. Verkäufe von Betäubungsmitteln qualifizierte es als Einzelvorgänge, die in ihrer
Tatschwere die Gehilfenschaft zur Lagerung von Betäubungsmitteln überwiegen
würden.
Der Beschwerdeführer liess sich zudem weitere Straftaten zuschulden kommen. Ins
Gewicht fällt insbesondere das Fahren in angetrunkenem Zustand am 17. Februar
2007. Demgegenüber ist die Tätlichkeit gegenüber der damaligen Ehefrau von eher
untergeordneter Bedeutung, ebenso die SVG-Übertretung. Fest steht allerdings, dass
der Beschwerdeführer mehrmals delinquierte und die Schwere der Straftaten mit
zunehmender Dauer der Delinquenz anstieg.
3.4. Fest steht weiter, dass der Beschwerdeführer erhebliche Schulden hat. Die
Ausführungen in der Beschwerde vermögen die Feststellungen im angefochtenen
Entscheid nicht zu widerlegen. Ausländeramt und Vorinstanz haben versucht, die
Ausstände des Beschwerdeführers möglichst genau abzuklären. Gemäss Auszug aus
dem Verlustscheinregister beim Betreibungsamt St. Gallen per 28. Oktober 2008
bestanden sechs Verlustscheine von über Fr. 34'115.90. Der offene Saldo beim
Sozialamt beträgt rund Fr. 9'200.--. In Flawil ist der Beschwerdeführer beim
Betreibungsamt mit 51 Verlustscheinen im Gesamtbetrag von Fr. 125'199.95
verzeichnet. Beim Sozialamt betrug der offene Saldo Ende November 2008
Fr. 2'596.05. Selbst wenn berücksichtigt wird, dass möglicherweise einzelne
Forderungen mehrmals in Betreibung gesetzt wurden, ändert dies an der erheblichen
Verschuldung des Beschwerdeführers nichts.
In Betracht zu ziehen ist aber auch, dass ein Grossteil der Schulden seit längerer Zeit
besteht, namentlich aus derjenigen Zeit, als der Beschwerdeführer mit seiner Ehefrau
und den Kindern zusammenlebte. Am 28. Januar 2004 teilte das Ausländeramt dem
Beschwerdeführer mit, er gebe zwar in finanzieller Hinsicht immer noch zu Klagen
Anlass, doch werde die Bewilligung unter der Bedingung der Tilgung der bestehenden
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Schulden und des Vermeidens neuer Schulden sowie Eingehens von
Abzahlungsverpflichtungen verlängert. Aus der Mitteilung des Sozialamtes Flawil vom
26. Januar 2004 ergibt sich weiter, dass der Beschwerdeführer offenbar bereits zu
jenem Zeitpunkt erhebliche Rückerstattungen getätigt hat. Seit 2004 sind keine
nennenswerten neuen Forderungen in Betreibung gesetzt worden. Auch übt der
Beschwerdeführer eine Erwerbstätigkeit aus.
Dem Beschwerdeführer ist weiter zugute zu halten, dass er begonnen hat, die
Schulden im Rahmen seiner Möglichkeiten zurückzuzahlen. Beim Sozialamt St. Gallen
leistet er monatliche Rückzahlungen von Fr. 300.-- an den Ausstand von Fr. 3'804.75,
bis Anfang Dezember 2008 insgesamt Fr. 1'200.--. Das Betreibungsamt St. Gallen
pfändet monatlich Fr. 500.-- vom Lohn des Beschwerdeführers. Dem Sozialamt Flawil
leistete der Beschwerdeführer anfang Dezember 2008 eine Rückzahlung von Fr. 200.--
und der Staatsanwaltschaft eine solche von Fr. 300.--. Allerdings ist die Verschuldung
derart hoch, dass selbst eine jahrelange Rückzahlung von monatlichen Beträgen von
Fr. 1'300.-- die Verschuldung nur langsam mindern. Die Rückzahlungen sind aber als
Zeichen guten Willens zu betrachten, obschon sie - wie die Einschaltung der
Schuldenberatung - erst erfolgten, als der Widerruf bzw. die Nichtverlängerung der
Bewilligung drohte. Dies war übrigens nicht erst mit der förmlichen Einleitung des
Verfahrens vor dem Ausländeramt der Fall, sondern bereits mit der erstinstanzlichen
Verurteilung wegen Betäubungsmitteldelikten.
Weiter kommt hinzu, dass der Beschwerdeführer keine familiären Verpflichtungen in
der Schweiz hat. Seine geschiedene Ehefrau und seine Kinder leben im Herkunftsstaat.
Er besucht seine Angehörigen häufig. Nach den vorliegenden Akten reiste er in den
letzten zwei Jahren vier Mal für längere Zeit in den Herkunftsstaat (April/Mai 2008,
Dezember 2007/Januar 2008, September 2007, Juli 2007). Dies zeigt, dass er immer
noch enge Beziehungen zu Serbien pflegt.
Dem Beschwerdeführer wurde die Aufenthaltsbewilligung bereits in früherer Zeit nur
unter Auflagen und Bedingungen verlängert. Am 30. Mai 1995 und am 3. März 1997
sowie am 30. Januar 1998 wurde die Bewilligung nur auf Zusehen und Wohlverhalten
hin verlängert. Am 7. Januar 1999 wurde der Beschwerdeführer verwarnt. Sein
Verhalten besserte sich aber nicht, im Gegenteil. 1999 wurde er erstmals straffällig, und
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die Schwere der Delikte nahm allmählich zu. Nachdem die Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung 2004 von der Verbesserung des finanziellen Gebarens abhängig
gemacht wurde, erhöhte sich zwar die Verschuldung nicht mehr in erheblichem Mass,
doch fällt entscheidend ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2005
Betäubungsmitteldelikte beging. Aufgrund der verschiedenen Straftaten, insbesondere
der Bestrafung wegen Gehilfenschaft zu einem schweren Betäubungsmitteldelikt, der
gravierenden Überschuldung und des Fehlens familiärer Beziehungen in der Schweiz
kann die Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung trotz des langen
Aufenthalts in der Schweiz und der Verringerung der Verschuldung nicht als
ermessensmissbräuchlich qualifiziert werden, zumal sämtliche Kinder des
Beschwerdeführers in Serbien leben und der Beschwerdeführer in den letzten Jahren
häufig dort weilte. Diese Beurteilung entspricht der Praxis des Verwaltungsgerichts in
ähnlich gelagerten Fällen (vgl. VerwGE B 2007/166 vom 27. November 2007, publiziert
in: www.gerichte.sg.ch).
3.4. Nach dem Gesagten ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht