# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 03d9f49a-6efb-4f60-8f70-967d5a09f249
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1956 geborene
X._
absolvierte
in ihrem Heimatland
eine Ausbildung
zur
diplomierte
n
Physiotherapeutin,
reiste 1997 in die Schweiz ein
, wo ihre Ausbildung
im Jahr 2005
anerkannt wurde (Urk. 10/33/2
)
, und war ab
2008
vollzeit
lich und ab dem 19. März 2013 mit
einem Pensum von 60 %
als Physiotherapeutin
selbständig
erwerbstätig
(vgl.
hinten
E. 4.2)
. Am 5. März 2014
(Eingangsdatum)
meldete sie sich unter Hinweis auf Schmerzen
und Bewegungseinschränkungen im Halsbereich
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Bezug von Leistun
gen der Inva
liden
versicherung an
(Urk. 10/3).
Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab
und zog die Akten der
Krankentag
geldversicherung
bei (Urk. 10/22 und Urk. 10/26), nachdem ihr diese wiederholt auf eigene Veranlassung Unterlagen hatte zukommen lassen
(Urk. 10/4-8; Urk. 10/10, Urk. 10/12).
Die Versicherte reichte
sodann
auf Veranlassung der IV-Stelle
ihre Buchhaltungsunterlagen betreffend die Jahre 2009-2012 (Urk. 10/20) sowie betreffend das Jahr 2013 (Urk. 10/31) zu den Akten.
Am 11. November 2014 erfolgten Abklärungen in der Physiotherapiepraxis der Versicherten; der Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende
wurde am 21. November 2014 erstattet (Urk. 10/33).
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Vorbescheid vom 6. Februar 2015 [Urk. 10/35] und Einwand vom 20. Februar 2015 [Urk.
10/
37] bzw. Ergänzung vom 13. März 2015 [Urk. 10/40]) verneinte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 26. Juni 2015
einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 2 [= Urk. 10/43]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte
mit Eingabe vom 24. August 2015
Beschwerde
und
beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es
seien weitere Abklärungen vorzunehmen
, namentlich
durch Einholung eines interdisziplinären Gutachtens unter Berücksichtigung ihrer beruflichen Verhältnisse. In prozessualer
Hinsicht beantragte sie
die D
urchführung einer öffentlichen Gerichtsv
erhand
lung
(Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
9. November 2015 (Urk. 9
; einge
gangen nach zweimalig erstreckter Frist [Urk. 7 und Urk. 8]
) schloss
die Beschwerdegegnerin
auf Abweisung der
Beschwerde, was der Beschwerde
führe
rin mit Verfügung vom 6. J
uli 2016 angezeigt wurde (Urk. 11
). Am 25. August 2016 wurden die Parteien zur Hauptverhandlung vorgeladen (Urk. 12), welche am 9. November 2016 im Beisein der Beschwerdeführerin
sowie ihres Rechtsvertre
ters
und dessen Begleitung
stattfand
(Prot. S. 3 f.)
; die Beschwerdegegnerin hatte mit Schreiben vom 5. September 2016 ihren Verzicht an der Teilnahme angezeigt (Urk. 14).
Die Beschwerdeführerin hielt in der Hauptverhandlung vom
9. November 2016 an ihren Anträgen fest (Urk. 15) und reichte diverse
Arbeits
unfähigkeitszeugnisse
(Urk. 16/1-16) der Klinik
Y._
sowie deren Bericht vom 3. November 2016 (Urk. 16/17) zu den Akten.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.2.2
Der Einkommensvergleich hat auch bei
Selbständigerwerbenden
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif
fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei
chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuver
lässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der
Invalidi
tätsgrad
nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätzliche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens
zur spezifischen Methode (Art.
28a
Abs.
2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemes
sen wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die
leidens
bedingte
Behinderung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschrän
kung im funktionellen Leistungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1; AHI 1998 S. 120 E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unterscheidet sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs
Unselbständigerwerbender
gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kriterien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers usw.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E. 3.3.1 mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbstätigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November
2014 E. 3.1 mit Hinweisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
beurteilen die RAD die medi
zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmetho
den können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allge
meinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
1.6
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsa
chen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105
V
156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E.
4 mit Hinweisen).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, die Abklärungen hätten e
rge
ben, dass die Beschwerdeführerin seit dem 19. März 2013 (Beginn der einjährigen Wartezeit) in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei. In ihrer bisherigen Tätigkeit als Physiotherapeutin sei die Beschwerdeführerin weiterhin zu 40 % eingeschränkt, in einer angepassten Tätigkeit zu 20 %. Bei der Abklä
rung vor Ort am 11. November 2014 habe die Beschwerdeführerin erklärt, wei
terhin als selbständig erwerbende Physiotherapeutin tätig zu sein und aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen neu eine Mitarbeiterin zu beschäftigen. Dies sei bei der Berechnung des Invaliditätsgrades, welcher 34 % betrage, berücksichtigt worden. Dem Einwand der Beschwerdeführerin sei zu entgegnen, dass ihr angesichts der kurzen Dauer der Tätigkeit als selbständige Physiothera
peutin und der eher tiefen Einkommen die Umstellung auf eine
behinderungs
angepasste
Tätigkeit (z.B. am Empfang in einem medizinischen oder
paramedi
zinischen
Betrieb
)
zumutbar sei. Bei einem entsprechenden
Einkommensver
gleich
resultiere ein Invaliditätsgrad von 21 %. Wenn die Beschwerdeführerin Unterstützung bei der Stellensuche wünsche, könne sie sich mit einem separaten Gesuch an die Beschwerdegegnerin wenden (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in der Beschwerde vom 24. August 2015 im Wesentlichen geltend, ab dem 14. April 2015 sei sie (wie
der)
nur noch zu 50 % arbeits
fähig.
Es sei eine umfassende medizinische Begut
achtung anzuordnen.
Der Einkommensvergleich der Beschwerdegegnerin sei sodann nicht korrekt, weil
sie
für die zusätzliche Mitarbeiterin lediglich ein Jahresgehalt von Fr. 16‘128.-- eingesetzt
habe
. Die Aufnahme einer angepassten
Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin aufgrund ihres Alters und der langjährigen Tätigkeit als Physiotherapeutin überdies nicht mehr zu
mutbar
(Urk. 1).
2.3
In der Beschwerdeantwort vom 9. November 2015
führte die
Beschwerdegegne
rin
aus,
der Beschwerdeführerin sei
es
mit Bezug auf den hypothetischen, aus
geglichenen Arbeitsmarkt möglich, eine Stelle zu finden, zumal dort
Hilfsarbei
ten
grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt würden. Bei einer um 20 % eingeschränkten Leistungsfähigkeit sei von einer Verwertbarkeit der
Restar
beitsfähigkeit
auszugehen.
D
ie
Invaliditätsbemessung in der angefochtenen Verfügung betreffend eine angepasste Tätigkeit sei sodann wie folgt zu korri
gieren: Es sei weder eine Parallelisierung noch ein Abzug vom Tabellenlohn von 10 % vorzunehmen. Der Invaliditätsgrad betrage somit lediglich 11 % (Urk. 9).
2.4
Anlässlich der Hauptverhandl
ung vom 9. November 2016 liess
die Beschwerde
führerin
im Wesentlichen
vor
bringen, sie sei als selbständige Physiotherapeutin seit Mitte März 2013 bis heute durchgehend zwischen 40 und 60 % arbeitsun
fähig mit einer klaren Tendenz zur Verschlechterung. Nach Darstellung von
Dr.
Z._
im Bericht vom 3. November 2016 seien die geklagten Beschwerden aufgrund der kernspintomographischen Befunde glaubhaft. Es sei in Zukunft mit einer weiteren Zunahme der Beschwerden zu rechnen. Eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sei nicht gegeben. Sie könne
bspw.
nicht
als Verkäuferin arbeiten, da sie
dann
den g
anzen Tag stehen müsste. Sie habe auch
keine Basi
sausbildung für Bürotätigkeiten;
für irgendwel
che beratende
n
Tätigkeiten best
ünden ebenso
keine ausreichenden Möglichkei
ten.
Sie habe
keine realen Chancen, dies aufgrund ihrer diversen gesundheitli
chen Beeinträchtigu
ngen. Die Beschwerdegegnerin habe
bis heute auch keine Massnahmen getroffen, um
sie
in einem anderen Berufszweig einzugliedern. Auch von daher müssten weitere Abklärungen g
emacht werden. Insbesondere sei
die Beschwerdegegnerin gehalten,
berufliche Massnahmen anzuordnen
, sollte
die Ansicht
vertreten werden
,
sie könne eine angepasste Tätigkeit ver
richten. Überdies befinde sie sich nun
aber
im Alter von 60 Jahren. Sie habe bisher ausschliesslich als Physiotherapeutin gearbeitet. Es bestehe daher
gar
keine Eingliederungspflicht mehr (Urk. 15 und Protokoll S.
3).
3.
3.1
Im Bericht der Klinik
Y._
vom 13. Mai 2013
führte
Dr.
med.
Z._
, Leitender Arzt Neurologie,
die folgenden Diagnosen auf (Urk. 10/5/5):
c
hronisches
zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom mit/bei
Kyphosierung
der HWS bei fortgeschrittenen multisegmentalen degenerativen Veränderungen mit
Osteochondrose
C6/7
Foraminalstenosen
C3/4 rechts, C4/5 links, weniger C5/6 rechts und C6/7 beidseits
i
ntermittierenden
radikulären
Anteilen C7 rechts
Karpaltunnelsyndrom rechts
Im Bericht wurde sodann festgehalten, die ersten Symptome seien etwa im Jahr 2005 aufgetreten, im November 2012 sei es
dann
zur Exazerbation der Beschwerden gekommen. Es sei mit einer weiteren Zunahme der degenerativen Veränderungen zu rechnen.
Dr.
Z._
attestierte der Beschwerdeführerin eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1
9.
März bis 19. Juni 2013 in der bisherigen Tätigkeit (Urk. 10/5/5 f.).
3.2
Im Bericht vom 29. November 2013
(Urk. 10/5/2 f.)
wiederholte
Dr.
Z._
die berei
ts bekannten Diagnosen (E. 3.1)
und
fügte hinzu, es bestünden jetzt auch intermittierende
radikuläre
Anteile C5 links. Er
attestierte der Beschwer
deführerin ab dem 20. Juni 2013 bis vorerst am 20. Dezember 2013 eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit. Prinzipiell sei eine Wiederauf
nahme der bisherigen Tätigkeit mittelfristig denkbar. Allenfalls könnten Infilt
rationen der HWS unter BV-Kontrolle notwendig se
in
,
oder es könnte auch ein operativer Eingriff vorgenommen werden
.
3.3
Im Bericht vom 5. August 2014
(Urk. 10/26/1 f.)
hielt
Dr.
Z._
bei bereits bekannten Diagnosen fest, die intermittierende
Radikulopathie
betreffe C5 links, weniger auch rechts. Er habe der Beschwerdeführerin Infiltrationen an der Halswirbelsäule unter BV-Kontrolle empfohlen und sie auch bei den Kollegen der Wirbelsäulenchirurgie vorgestellt. Für allfällige Infiltrationen oder eine Operation an der Halswirbelsäule sei die Beschwerdeführerin allerdings noch nicht bereit. Seiner Ansicht nach dürften diese beiden Optionen aber nicht aus dem Auge verloren werden. Es bestehe eine 40%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bis Ende Juni 201
4.
Im angestammten Beruf als Physiothera
peutin sei die Beschwerdeführerin ohne invasivere therapeutische Massnahmen nie mehr voll arbeitsfähig. Für körperlich weniger belastende Tätigkeiten bestehe vermutlich nur eine leicht reduzierte Arbeitsfähigkeit, wobei in erster Linie eine wechselbelastende Tätigkeit empfohlen werde
.
3.4
In der Stellungnahme vom 29. August 2014
(Urk. 10/34/4)
hielt der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) fest, unter Berücksichtigung des aktuellsten Bericht
s
der Klinik
Y._
(vgl. E. 3.3)
sei ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin in der funktionellen Leistungsfähigkeit eingeschränkt sei. Hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit als Physiotherapeutin sei der Verlauf der angegebenen Arbeits
unfähigkeit nachvollziehbar, da diese Tätigkeit besondere Anforderungen an die Sensibilität, Feinmotorik und Kraft beider Hände stelle und ausserdem oft in ungünstiger Körperhaltung ausgeübt werde. Ebenso sei die Aussage nachvoll
ziehbar, dass in einer angepassten Tätigkeit vermutlich nur eine leicht redu
zierte Arbeitsfähigkeit bestehe. Medizinisch-theoretisch sei hier
–
unter Berück
sichtig
ung seiner
über 20-jährigen orthopädischen Berufserfahrung
–
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit von einer circa 80%igen Arbeitsfähigkeit auszu
gehen, resultierend aus einer vollzeitigen Präsenz und einer
Leistungsminde
rung
von 20 % wegen der Notwendigkeit häufigerer Pausen zur Erholung und Entspannung der Muskulatur z.B. durch Lockerungsübungen. Zumutbar seien körperlich leichte Tätigkeiten mit Wechselbelastung, ohne Verharren in Zwangshaltungen des Rumpfes oder des Kopfes, ohne Notwendigkeit häufigen kraftvollen Hantierens mit beiden Händen
oder über längere
Zeit
in Schulter
höhe oder darüber, ohne besondere Anforderungen an die Feinmotorik, Sensibi
lität oder Kraft der Hände.
3.5
Gemäss Abklärungsbericht für
Selbständigerwerbende
vo
m 21. November 2014 (Urk. 10/33
)
machte die Beschwerdeführerin vor Ort die folgenden Angaben zu ihrer berufl
i
chen Tätigkeit:
Gesundheitlich gehe es ihr besser, seit sie ihr Arbeitspensum um 40 %
reduziert habe. Sie würde jetzt nur noch einen Patien
ten pro Stunde behandeln. Eine solche Stunde umfasse rund 20 Minuten Arbeit und rund 30 Minuten Pause. Nur in Notfällen behandle sie noch 2 bis 3 Patien
ten pro Stunde. Wenn sie dies tue, würden aber sofort verstärkt Krämpfe und Schmerzen
auftreten (Urk. 10/33/1
). Im April 2006 habe sie ihre eigene Praxis eröffnet und seit 2007 befinde sich diese im Dachgeschoss des
A._
in
B._
. Bei wirklich voller Auslastung habe sie bis zu 27 Patienten pro Tag behandelt bei einem durchschnittlichen Aufwand von circa 20 Minuten pro Patient.
Diese Arbeitssituation habe rund 4-5 Jahre bestanden und sei ganz normal gewesen. Später habe sie erfahren, dass in der Schweiz die Behandlung von 18 Patienten pro Tag einem Vollpensum entspreche. Schliesslich habe sich ihr Arbeitsaufwand bei 16 Patienten pro Tag eingependelt, an
5
Arbeitstagen pro Woche. Die administrativen Arbeiten habe sie auch stets selber erledigt, nur die Buchhaltung habe sie einem Treuhänder übergeben. Sie habe keine Angestellten beschäftigt. Nur einmal, circa ab Februar 2013, habe sie eine Praktikantin gehabt. Die genauen Daten wisse sie nicht mehr. Da diese Praktikantin noch
keinerlei Berufserfahrung habe vorweisen können, habe sie ihr nur einen bescheidenen Lohn von
z.T. nur
circa Fr. 100.-- pro Monat bezahlt (Urk. 10/33/2 f.).
Für die „leeren“ Zeiten, die durch ihre reduzierte Arbeitsleis
tung entstanden seien, habe sie ab diesem Jahr (2014) eine zusätzliche Physio
therapeutin zu einem Lohn von Fr. 20.-- pro Stunde eingestellt. So könne sie Terminabsagen oder –
verschiebungen
aufgrund eines gesundheitlich bedingten Ausfalls vermeiden. Sie behandle mehrheitlich noch die Stammkundschaft und würde Neukunden gleich ihrer Mitarbeiterin zuteilen. Die Büroarbeiten erledige sie weiterhin selber, wobei sie auch hi
er Hilfe benötige und auf
der
Suche
nach einer geeigneten Person sei (Urk. 10/33/4).
Die Abklärungsperson
gelangte
aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin sowie nach Interpretation der
Buchhaltungsunterlagen zum Schluss, ab dem Jahr 2014 werde eine diplomierte Physiotherapeutin beschäftigt, welche die reduzierte Arbeitsleistung der Beschwerdeführerin auffangen solle. Aus dieser Anstellung resultiere eine Lohnsumme von circa Fr. 336.-- pro Woche bzw. Fr. 1‘344.-- pro Monat
und c
irca Fr. 16‘128.-- pro Jahr. Das
Valideneinkommen
im Jahr 2014 betrage Fr. 47‘034.--. Werde davon der Mehraufwand an Lohn
kosten für die zusätzliche Angestellte von Fr. 16‘128.-- abgezogen, resultiere ein Invalideneinkommen von Fr. 30‘906.--. Damit betrage der Invaliditätsgrad
34.29 %
(Urk.
10/33/7).
4.
4.1
Es ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
in der Beschwerde
-
antwort
vom 9. November 2015
von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit
der
Be
-
schwerdeführerin
in einer angepassten Tätigkeit ausging
(Urk. 9)
, denn die Stellungnahme des RAD vom 29. August 2014 (E. 3.4)
erweist sich als
nach
vollziehbar und steht auch nicht im Widerspruch zur Beurteilung des be
han
delnden Arztes
Dr.
Z._
vom 5. August 2014
(E. 3.3).
Dass Dr.
Z._
der Beschwerdeführerin für die Zeit ab 14. April 2015 eine 50%ige Arbeitsunfä
higkeit (Urk. 3/3
= Urk. 16/10
,
Urk. 3/4
= Urk. 16/11
, Urk. 16/12 und
U
rk. 16/13
)
und für die Zeit ab 22. April 2016 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 16/14, Urk. 16/15 und Urk. 16/16)
attestierte, ändert
am Gesagten nichts
,
denn die
se
Arbeitsunfähigkeitszeugnisse
betreffen
zum einen
vornehmlich
den
– nicht Anfechtungsgegenstand bildenden (vgl. E. 1.6) –
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach Verfügungserlass
am
26. Juni 2015
und zum anderen
die bisherige Tätigkeit
der Beschwerdeführerin
als Physiotherapeutin
und
nicht eine
angepasste Tätigkeit
. E
ine allfällige
Verschlechterung des
Gesundheitszustandes vor
Verfügungs
erlass
kann somit
nicht nachgewiesen
werden
,
auch deshalb nicht, da die Arbeitsunfähigkeitszeugnisse
weder Anga
ben über die Befunderhebung noch
eine
nachvollziehbare Beurteilung der Arbe
itsfähigkeit
enthalten
.
Der im Beschwerdeverfahren eingereichte Bericht von
Dr.
Z._
vom 3. November 2016
betrifft
sodann
ebenfalls den Gesundheitszustand
der Beschwerdeführerin nach Verfügungserlass und ist somit nicht massgebend (E. 1.6).
Die Attestierung einer 50%igen
(oder gar 60%igen)
Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
sagt
ferner
nichts über die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
aus:
Wie der RAD zutreffend ausführte, stellt die
Tätigkeit
als Physiotherapeutin
besondere Anforderungen an die Sensibilität, Feinmotorik und Kraft beider Hände und
wird
ausserdem oft in ungünsti
ger Körperhaltung ausgeübt (E. 3.4)
.
Bei einer angepassten Tätigkeit hingegen sind
besondere
Kraftanwendungen oder
Zwangshaltungen zu vermei
den. Aufgrund der vorliegenden Unterlagen ist daher gemäss dem
im Sozialver
sicherungsrecht geltenden Be
weisgrad der überwiegenden Wahr
schei
n
lichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführerin
aus
medizinisch
er Sicht
eine angepasste Tätigkeit in einem 80%-Pensum zumutbar ist.
4.2
Der Beschwerdeführerin ist die Aufnahme einer angepassten Tätigkeit sodann
auch aus beruflicher Sicht
zumutbar.
Von einem
Berufsw
echsel ist
eine bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit
zu erwarten,
zumal
auf dem hypothetischen, ausgeglichenen Arbeitsmarkt Hilfsarbeiten grundsätzlich
alters
unabhängig
nachgefragt werden.
Ausserdem liegt keine lange Aktivitätsdauer
als selbständige Physiotherapeutin
vor: Die Beschwerdeführerin
reiste im Jahr 1997 in die Schweiz ein und machte sich gemäss eigenen Angaben im Jahr 2006 selbständig, nachdem ihr Diplom als Physiotherapeutin im Jahr 2005
in der Schweiz
anerkannt worden
sei
(Urk. 10/33/2).
Dem Auszug aus dem indivi
duellen Konto (IK-Auszug) ist jedoch erst im Jahr 2008 ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit
zu entnehmen; davor
(und auch noch im Jahr 2008)
bezog die Beschwerdeführerin Arbeitslosenentschädigung
. In den Jahren 2005 und 2006 erzielte sie sodann ein bescheidenes Einkommen
aus einer unselbständigen Erwerbstätigkeit (im Jahr 2006 im Umfang von Fr. 5‘425.-- und im Jahr 2005 im Umfang von Fr. 19‘425.--[Urk. 10/13/
1-
2]).
Nach dem Gesagten i
st daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin erst ab 2008 einer selbständigen Erwerbstätigkeit als Physiotherapeut
in nachging, denn offensichtlich meldete sie sich erst ab diesem Zeitpunkt bei der Ausgleichskasse als
Selbständigerwerbende
an.
Bis zu einem allfälligen Rentenanspruch (frühes
ter Zeitpunkt
: März 2014 [
nach
Ablauf der einjährigen
Wartezeit
]
)
war sie
etwas mehr als sechs
Jahre
selbständigerwerbend
. Wä
hrend
dieser Zeit erzielte sie
gemäss IK-Auszug und Buchhaltungsunterlagen
zeitweise
aber eher
unter
durchschnittliche
Jahrese
inkommen (2008: Fr. 18‘000.--, 2009: Fr. 17‘600.--,
2010 Fr. 23‘600.-- [Urk. 10/13/1-2], 2011: Fr. 68‘012.91 [Urk. 10/20/9], 2012: Fr. 39‘381.33 [Urk. 10/20/3], 2013: Fr. 40‘898.10 [Urk. 10/31/15]).
Die objektive und subjektive Zumutbarkeit eines Berufswechsels in eine unselbständige Erwerbstätigkeit ist
daher
zu bejahen, auch unter Berücksichtigung einer ver
bleibenden Aktivitätsdauer von
sieben bis acht Jahren
(vgl. dazu die Rechtspre
chung des Bundesgerichts, zusammenfassend dargelegt z.B. im Urteil 9C_847/2015 vom 30. Dezember 2015 E. 4.1)
.
5.
5.1
Zur Ermittlung des Invaliditätsgrades ist ein Einkommensvergleich vorzuneh
men.
5.2
Zur Bemessung des
Valideneinkommens
sind zugunsten der Beschwerdeführerin die E
inkommen der Jahre 2011 und
2012
heranzuziehen, wobei die Werte auf die im massgebenden Jahr 2014
geltende Nomina
llohnentwicklung anzupassen
sind (vgl. Bundesamt für Statistik, Arbeitsmarktindikatoren 2016,
T 35 Ent
wicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976–2015
, Frauen
)
. Für das Jahr 2014 ergeben sich
somit
die folgenden
Einkom
menszahlen
: Fr. 69
‘
815
.
--
(
Fr. 68‘012.91:
Indexstand
2604
[2011] auf
2673
[2014]) und
Fr.
40‘025
.
-- (
Fr. 39‘381.33:
Indexstand
2630
[2012
]
auf
2673
[2014]
). Der daraus errechnete Durchschnittswert
und damit das für das Jahr 2014
massgebende
Valideneinkommen
beträgt Fr.
54
‘
920
.
--.
5.3
Z
ur Ermittlung des Inv
alideneinkommens
sind
die
statistischen Werte der LSE 2012
heranzuziehen. Es ist auf das standardisierte
monatliche
Einkommen für Hilfstätigkeiten (
LSE 2012,
S. 34
, Tabelle TA1
, Total, Kompetenzniveau 1, Frauen
) von Fr. 4‘112.-- abzustellen
. U
nter Berücksichtigung der durch
schnittli
chen Arbeitszeit im Jahr 2014 von 41,7 Stunden pro Woche
(
vgl. Bundesamt für Statistik,
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen (NOGA 2008), in Stunden pro Woche
, 1990-2015, A-S
)
sowie der Nominallohn
entwicklung bis ins Jahr 2014
(Indexstand
2630
[2012
] auf
2673
[2014],
vgl. Bundesamt für Statistik, Arbeitsmarktindikatoren 2016,
T
35 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976–2015
, Frauen
)
ergibt sic
h bei einem Arbeitspensum von 8
0 % ein Jahreseinkommen von Fr.
41‘826
.
-- (Fr.
4‘112.--
: 40 x 41,7 x 12
x 0.8 : 2630 x 2673
).
Da bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit die Einschränkung der Leistungsfähigkeit von 20 % bereits vollumfänglich berücksichtigt wurde, rechtfertigt sich aus diesem Grund ke
in Abzug vom Tabellenlohn
.
5.4
Die aus dem Einkommensvergleich resul
tierende Erwerbseinbusse betr
ägt
dem
nach Fr.
13‘094
.-- (
Valideneinkommen
von
Fr.
54
‘
920
.
--
abzüglich
Invaliden
einkommen
von
Fr.
41‘826
.--
), w
as einem Invaliditätsgrad von
gerundet
24
%
entspricht
. Ein
Invaliditätsgrad von weniger als 40 % vermag
jedoch
keinen Rentenanspruch zu begründen.
5.5
Bei diesem Ergebnis ist kein Betätigungsvergleich
(vgl. E. 1.2.2)
vorzunehmen.
Der Vollständigkeit halber ist
aber darauf hinzuweisen, dass die Angaben der Beschwerdeführerin betreffend ihre selbständige Erwerbstätigkeit nicht wider
spruchsfrei
sind
. Sie hatte angegeben, über 4-5 Jahre deutlich überdurch
schnittlich gearbeitet zu haben (27 Kunden pro Tag bei voller Auslastung, obwohl in der Schweiz die Behandlung von 18 Patienten pro Tag einem
Voll
pensum
entspreche). Für sie sei die Ausübung eines höheren Pensums kein Problem gewesen (Urk. 10/33/2).
Dennoch erzielte sie, wie bereits erwähnt,
während dieser 4-5 Jahre
gemäss IK-Auszug und Buchhaltungsunterlagen
überwiegend
unterdurchschnittliche Jahreseinkommen (2008: Fr. 18‘000.--, 2009: Fr. 17‘600.--, 2010 Fr. 23‘600.-- [Urk. 10/13/1-2], 2011: Fr. 68‘012.91 [Urk. 10/20/9], 201
2: Fr. 39‘381.33 [Urk. 10/20/3]
).
Das von ihr in der Anmel
dung vom 24. Februar 2014 angegebene Bruttoeinkommen von Fr. 5‘000.-- pro Monat von 2006 bis März 2013 (
dann
Reduktion des Pensums zufolge gesund
heitlicher Beeinträchtigung) lässt sich somit nicht nachvollziehen. Einzig im Jahr 2011 erzielte sie ein Ein
kommen in besagter
Höhe.
Weiter fällt auf, dass die im Jahr 2013 bezogenen Krankentaggelder
(vgl. Urk. 10/24)
nirgends in den
Buchhaltung
sunterlagen
(Urk. 10/31/12-16) oder in der Steuererklärung (Urk. 10/31/2) erschie
nen.
5.6
Einen expliziten Antrag auf Durchführung beruflicher Massnahmen stellte die Beschwerdeführerin nicht. Anlässlich der Verhandlung vom 9. November 2016 führte sie jedoch aus, die Beschwerdegegnerin sei gehalten, berufliche Mass
nahmen durchzuführen, sollte die Überzeugung vorherrschen, dass sie in einer ihrer Behinderung angepassten Tätigkeit überhaupt noch ein ausreichendes Ein
kommen erzielen könnte (Prot. S. 3). Diesbezüglich ist die Beschwerdeführerin auf die Beschwerdegegnerin zu verweisen, welche
in der angefochtenen Verfü
gung vom 26. Juni 2015 festgehalten hatte, die
Beschwerdeführerin
könne sich mit einem separaten Gesuch an
s
i
e
wenden, wenn sie
Unterstützun
g bei der Stellensuche wünsche
(Urk. 2).
5.7
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
6
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 1‘000.-- festzulegen und
ausgangsge
mäss
von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).