# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b098f53b-e89f-4ac6-b88e-8c7dcfffe3b4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
betrieb
in den Jahren 2005 bis 2009 als Selbstständig
er
-
werbender im Bereich Installation von Lüftungen ein Einzelunternehmen unter der Firma
„
Y._
“.
Am 25. Okto
ber 2010 (Urk. 9/
15/1-2
) teilte
ihm
die Schweizerische
Unf
allversicherungs
anstalt
(SUVA)
mit, dass er für die obligatorische Unfall
versicherung seiner
Arbeitnehmenden
mit Wirkung ab 1. Januar 2005 ihr unterstellt sei. Mit der gleichentags erlassenen Verfügung betreffend Einreihung
in die Prämientarife (Urk. 9/15/3-4
) verfügte die SUVA die
Versicherungs
unterstellung
von
X._
und
reihte ihn mit Wirkung ab dem Jahr 2005 in
die Klasse 45G der Tarife
für die Berufsunfall
versicherung
und
die Nichtberufsunfall
versicherung ein (Urk. 9/
15 S. 4
). Diese Verfügung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
1.2
Z._
war vom 16. Februar 2000 bis 29. März 2010 unter der Firma
„
A._
“ als Einzelunternehmen mit Sitz in
B._
, Kanton Schwyz, mit dem Zweck des Betriebs
des Restaurants
C
._
im
Handelsregister eingetragen. Mit Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichts March vom 16. Juli 2007 wurde der Konkurs über den Inhaber der Einzelfirma eröffnet. Mit Verfügung des Einzelrichters des Bezirksgerichts March vom 26. März 2010 wurde das Konkursverfahren geschlossen.
Ab 6. Februar 2009 war
Z._
unter der Firma „
D._
“ als Einzelunternehmen mit Sitz in
B._
, mit dem Zweck „Lüftungsmontagen“ im Handelsregister eingetragen. Am
31. August 2009 meldete sich
Z._
als
Selbstständigerwerbender
bei der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz an (Urk. 8/1 S. 2-6), welche die Sache an die SUVA zur Prüfung der sozialversicherungsrechtlichen Stellung von
Z._
überwies (Urk. 8/1 S. 1). Am 17. September 2009 (Urk. 8/2) teilte die SUVA
Z._
mit, dass er für seine Tätigkeit im Bereich Montagen bei den Sozialversicherungen als
Unselbstständigerwerbender
gelte.
Mit Verfügung vom
14. Dezember 2010 (Urk. 8/3)
stellte
die SUVA
fest
, dass
die
von
Z._
für
X._
ausgeübte
Tätigkeit eine unselbstständige Erwerbstätigkeit
darstelle. Die
von
Z._
gegen
die Verfügung vom 14. Dezember 2010 und die Prämienrechnung vom 26. Oktober 2010 erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 25. Dezember 2011 (Urk. 8/5) ab.
Am 1. Februar 2012 (Urk. 8/6-7
)
stellte
die
SUVA
Z._
eine
Kopie der Prämienrechnung vom 1. Februar 2012 zu mit dem Hinweis, dass er diese mit Einsprache anfechten könne.
1.3
Mit Prämienrechnung vom 26. Oktober 2010 (Urk. 9/
21
) forderte die SUVA den Versicherungsunterstellten zur Bezahlung von Prämien für die Berufs- und Nichtberufsunfall
versicherung für die Jahre 2005 bis 2009
im Betrag
von
insgesamt Fr.
15’976
.40 auf. Die vom Versicherungsunterstellten am 25. November 2010 dagegen erhobene Einsprache (Urk. 9/
22
) wies die SUVA mit
Einsprache
entscheid
vom 25. Februar 2011 (Urk. 9/
27
) ab.
In Gutheissung der
von
X._
am 30. März 2011
gegen den
Ein
-
sprache
entscheid
vom 25. Februar 2011
erhobenen
Beschwerde
(Urk. 9/32)
hob das hiesige Gericht mit Urteil vom 31. Mai 2011 (Prozess Nr. UV.2011.00102; Urk. 9/36)
den angefochtenen
Einspracheentscheid
auf und wies die Sache an die SUVA zur Wahrung des rechtlichen Gehörs
von
Z._
und neuer
Verfügung über die
von
X._
vom 1. Januar 2005 bis 31. Dezem
-
ber
2009 geschuldeten Prämien der obligatorischen Berufs- und Nichtberufs
-
unfallversicherung zurück. Dieser Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
1.4
Mit Prämienrechnung vom
1. Februar 2012
(Urk. 9/
44
) forderte die SUVA
X._
erneut
zur Bezahlung von Prämien für die Berufs- und Nichtberufsunfall
versicherung für die Jahre 2005 bis 2009
im Betrag
von insgesamt Fr.
15’976
.40 auf. Die vom Versicherungsunterstellten am
29. Februar 2012
dagegen erhobene Einsprache (Urk. 9/
49/1-8
) wies die SUVA mit Entscheid vom
12. Juli 2012
(Urk. 9/
53 = Urk. 2
) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 12. Juli 2012 (Urk. 2) erhob
X._
am 13. August 2012 Beschwerde
und beantragte,
dieser
und
die Prämienrechnung vom 5. April 2012
sei
en aufzu
heben und
es sei festzustellen, dass er für die Jahre 2005 bis 2009 für die
von
Z._
geleistete
Arbeit kein
e
Prämien
zu entrichten habe (Urk. 1 S. 2). Mit
Beschwer
deantwort
vom 10. Mai 2011 (Urk. 8) beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde.
Mit Verfügung vom 13. Dezember 2012 (Urk. 10) wurde der
Beschwerdeführer
aufgefordert
, in
rechtsgenüg
lich
er
Weise den Nachweis z
u erbringen, dass die Vorausset
zungen der beschwerdeweise erfolgten Berufung auf den Vertrauens
-
schutz erfüllt
seien
, mit der Androhung, dass
bei Säumnis davon ausgegangen we
rd
e
, dass dieser Nachweis nicht erbracht
sei
.
Mit Eingabe vom 10. Januar 2013 (Urk. 12)
nahm
der
Beschwerdeführer dazu Stellung
. Eine Kopie dieser Eingabe wurde am 21. Januar 2013 der Beschwerdegegnerin zugestellt (Urk. 13).
Der Einzelrichter

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Gemäss Art. 1a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
sind die in der Schweiz beschäftigten Arbeitnehmer obligatorisch unfallver
sichert. Als Arbeitnehmer im Sinne des Gesetzes gilt, wer eine unselbstständige Erwerbstätigkeit im Sinne der Bundesgesetzgebung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
ausübt (Art. 1 der Verordnung über die Unfall
-
versicherung, UVV).
In Art. 91 UVG ist geregelt, dass d
ie Prämien für die obligatorische Versicherung der Berufsunfälle und Berufskrankheiten der Arbeitgeber
trägt (Abs. 1), dass d
ie Prämien für die obligatorische Versicherung der Nichtberufsunfälle
grundsätzlich
zu Lasten des Arbeitnehmers
gehen (Abs. 2), und dass der
Arbeitgeber den gesamten Prämienbetrag
schuldet
, wobei
er
den Anteil des Arbeitnehmers
diesem
vom Lohn ab
zieht (Abs. 3).
1
.2
Gemäss Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenen
versi
cherung
(AHVG) schulden die erwerbstätigen Versicherten Beiträge auf dem aus einer unselbstständigen oder selbstständigen Erwerbstä
tigkeit flies
sen
den Einkommen. Die sozialversicherungsrechtliche Beitragspflicht Erwerbs
tätiger richtet sich unter anderem danach, ob das in einem bestimmten Zeit
raum erzielte Erwerbseinkommen als solches aus selbstständiger oder aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit zu qualifizieren ist (Art. 5 und 9 AHVG sowie Art. 6 ff. der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
, AHVV).
1
.3
Nach Art. 5 Abs. 2 AHVG gilt als massgebender Lohn jedes Entgelt für in unselbst
ständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit; als Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit gilt nach Art. 9 Abs. 1 AHVG jedes Einkommen, das nicht Entgelt für in unselbstständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Gemäss Art. 5 Abs. 2 Satz 2 AHVG umfasst der massgebende Lohn auch Teuerungs- und andere Lohnzulagen, Provisionen, Gratifikationen, Naturalleistungen, Ferien- und Feiertagsentschädigungen und ähnliche Bezüge, ferner Trinkgelder, soweit diese einen wesentlichen Bestandteil des Arbeitsentgeltes darstellen. In Ausführung dieser Bestimmung hat der Bun
des
rat in Art. 7
lit
. a-q AHVV im E
inzelnen festgelegt, was als Bestandteil des massgebenden Lohnes gilt.
1
.4
Demgegenüber ist Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit nach Art. 9 Abs. 1 AHVG jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbstständi
ger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Als selbstständiges Einkommen gelten
laut Art. 17 AHVV alle in selbstständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf, sowie aus jeder anderen selbstständigen Erwerbstätigkeit.
1
.5
Nach der Rechtsprechung beurteilt sich die Frage, ob im Einzelfall selbst
stän
dige oder unselbstständige Erwerbstätigkeit vorliegt, nicht auf Grund der Rechtsnatur des Vertragsverhältnisses zwischen den Parteien. Entscheidend sind vielmehr die wirtschaftlichen Gegebenheiten. Die zivilrechtlichen Verhältnisse vermögen dabei allenfalls gewisse Anhaltspunkte für die AHV-rechtliche Qualifi
kation zu bieten, ohne jedoch ausschlaggebend zu sein. Als unselbst
stän
dig erwerbstätig ist im Allgemeinen zu betrachten, wer von einem Arbeit
geber in betriebswirtschaftlicher oder arbeitsorganisatorischer Hinsicht ab
hängig ist und kein spezifisches Unternehmerrisiko trägt. Aus diesen Grund
sätzen allein lassen sich indessen noch keine einheitlichen, schematisch an
wend
baren Lösun
gen ableiten. Die Vielfalt der im wirtschaftlichen Leben anzu
treffenden Sach
verhalte zwingt dazu, die beitragsrechtliche Stellung einer er
werbstätigen Per
son jeweils unter Würdigung der gesamten Umstände des Einzelfalles zu beur
teilen. Weil dabei vielfach Merkmale beider Erwerbsarten zu Tage treten, muss sich der Entscheid oft danach richten, welche dieser Merk
male im konkreten Fall überwiegen (BGE 123 V 162 E. 1, 122 V 171 E. 3a, 283 E. 2a, 119 V 161 E. 2 mit Hinweisen).
1
.6
Das Gesetz sieht für Beitragspflichtige, welche mehrere Erwerbstätigkeiten aus
üben, keine Gesamtbeurteilung ihrer erwerblichen Aktivitäten nach Mass
gabe der wirtschaftlichen Bedeutung der einzelnen Betätigungen vor. Vielmehr ist nach der in Art. 5 und 9 AHVG verwirklichten Konzeption der strikten Unter
scheidung von unselbstständiger und selbstständiger Erwerbstätigkeit jedes Ein
kommen dahin zu prüfen, ob es aus selbstständiger oder unselbststän
diger Tätigkeit stammt (BGE 119 V 165 E. 3c mit Hinweisen). Die Tatsache, dass ein Beitragspflichtiger bereits einer Ausgleichskasse als
Selbstständig
erwerben
der
angeschlossen ist, hat daher für die Qualifikation eines Entgelts AHV-recht
lich keine Bedeutung (BGE 119 V 165 E. 3c). Ebenso wenig vermag umge
kehrt die Tatsache, dass ein Beitragspflichtiger bereits mit einer
Aus
gleichs
kasse
als
Unselbstständigerwerbender
abrechnet, die beitragsrechtliche Qualifikation des Einkommens aus einer weiteren Tätigkeit zu präjudizieren. Vorbehalten bleiben einzig Koordinationsgesichtspunkte bei
Mehrfach
beschäf
tigten
, welche dieselbe Erwerbstätigkeit für verschiedene Arbeit- oder Auftrag
geber oder ver
schiedene Erwerbstätigkeiten für denselben Arbeit- oder Auftrag
geber ausüben (
BGE 123 V 167 E. 4a mit Hinweis
en
).
1
.7
Nach der Rechtsprechung bedarf es für den Wechsel des Beitragsstatuts in jenen Fällen, wo über die in Frage stehenden Sozialversicherungsbeiträge bereits eine formell rechtskräftige Verfügung vorliegt, eines
Rückkommenstitels
(
Wieder
erwägung
oder prozessuale Revision). Nur unter diesen Voraussetzungen ist es zulässig, eine rückwirkende Änderung des Beitragsstatuts betreffend die gleichen Entgelte vorzunehmen (BGE 122 V 173 E. 4a, 121 V 1).
1
.8
Selbstständige Erwerbstätigkeit liegt im Regelfall vor, wenn der Beitragspflich
ti
ge durch Einsatz von Arbeit und Kapital in frei bestimmter Selbstorganisation und nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr teilnimmt mit dem Ziel, Dienstleistungen zu erbringen oder Produkte zu schaffen, deren Inanspruch
nahme oder Erwerb durch finanzielle oder geldwerte Leistungen abgegolten wird (BGE 115 V 170 E. 9a mit Hinweisen). In diesem Sinne gelten beispiels
weise Fachleute, die einmalig oder wiederholt als Berater zur Lösung von bereichsspezifischen oder organisatorischen Problemen hinzuge
zogen werden, ohne eindeutig in einem Arbeitsverhältnis zum Auftraggeber zu stehen, regel
mässig als
selbstständigerwerbende
Personen (BGE 110 V 78 E. 4b; ZAK 1983 S. 199 f.). Da für diese typische Dienstleistungstätigkeit häufig keine besonderen Investitionen anfallen, tritt das Unternehmerrisiko als eines der praxisgemäss heranzuziehenden Unterscheidungsmerkmale für die Abgrenzung der selbst
ständigen von der unselbstständigen Erwerbstätigkeit in den Hintergrund. Mehr Gewicht erhält dagegen die Frage der
betriebs
wirtschaft
lich-arbeitsorganisato
rischen
Abhängigkeit. Eine unabhängige Stellung ist oft unabdingbar, damit die mit der Beratertätigkeit verbundenen Ziele erfüllt werden können (Urteile des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts, EVG, in Sachen A. AG und B. vom 19. Mai 2005, H 77/04, E. 3.2 und in Sachen A. vom 26. September 2001, H 381/99, E. 2, mit Hinweisen).
1
.9
Nach der Rechtsprechung zu Art. 5 Abs. 2 AHVG üben Akkordanten
be
-
ziehungs
weise
Subunternehmer in der Regel eine unselbstständige Erwerbstä
tigkeit aus. Sie können bloss dann als
Selbstständigerwerbende
betrachtet wer
den, wenn die Merkmale für freie Unternehmertätigkeit klar überwiegen und wenn nach den Umständen anzunehmen ist, dass sie dem
Akkordvergeber
als gleichgeordnete Geschäftspartner gegenüberstehen (BGE 114 V 69 E. 2b, 97 V 219 E. 3; Urteil des Bundesgerichts in Sachen Y. AG vom 30. Juni 2006, H 191/05 und U 499/05, E. 2.2.1).
1
.10
Grundsätzlich ist jede von mehreren Tätigkeiten daraufhin zu prüfen, ob sie unselbstständiger oder selbstständiger Natur ist, selbst wenn die Arbeiten für eine und dieselbe Firma vorgenommen werden (BGE 122 V 172 E. 3b in
fine
). Dies relativiert einerseits die Bedeutung erwerblicher Aktivitäten
eines
Akkor
dan
ten
für andere Firmen für die Statusfrage, insbesondere wenn diese verglichen mit der in Frage stehenden Tätigkeit weniger ins Gewicht fallen. Anderseits kommt der Ausgestaltung des durch die Tätigkeit bestimmten Rechts
verhältnisses zwischen
Akkordvergeber
und
Akkordant
(Weisungs
befug
nis oder Weisungsgebundenheit,
arbeitsorgani
satorische
Abhängigkeit oder Unab
hängigkeit) erhöhtes Gewicht zu. Wichtig sind sodann die Art der Tätig
keit, die Regelmässigkeit des Einsatzes, der Umstand, vom
Akkordvergeber
jeweils kurzfristig zur Arbeitsleistung angefordert zu werden, die allfällige Freiheit des Akkordanten, eine vorgeschlagene Arbeit zu übernehmen oder abzu
lehnen (Urteil des EVG in Sachen X. vom 22. Februar 2005, U 335/04, E. 5), und/oder die Verpflichtung, Arbeitsrapporte zu erstellen. Der
Beizug
von Hilfs
kräften schliesst unselbstständige Erwerbstätigkeit nicht aus (vgl. BGE 97 V 220, E. 3). Schliesslich ist von Bedeutung, ob der
Akkordant
gegenüber dem Dienstleistungsempfänger als dem
Akkordvergeber
gleich
geordneter Geschäfts
partner betrachtet werden kann (Zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts Sachen Y. AG vom 30. Juni 2006, H 191/05 und U 499/05, E. 4.1).
1
.11
Praxisgemäss ist es grundsätzlich Sache der SUVA, nötigenfalls aufgrund eige
ner Erhebungen über den Status eines Akkordanten zu befinden, wenn die in Frage stehende Tätigkeit für oder in einem ihr unterstellten Betrieb nach Art. 66 UVG ausgeübt wird. Der Entscheid des Unfallversicherers oder des Gerichts ist für die Ausgleichskasse verbindlich (BGE 101 V 89 E. 2; ZAK 1989 S. 25 E. 3b mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts in Sachen X. und Z. vom 16. Juli 2007, U 315/06, E. 4.2 und in Sachen Y. AG vom 30. Juni 2006, H 191/05 und U 499/05, E. 2.2.2; vgl. Wegleitung des Bundesamtes für Sozial
ver
si
cherungen über den massgebenden Lohn in der AHV, IV und EO, WML,
Rz
4043).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid vom 12. Juli 2012 (Urk. 2) davon aus, dass es sich bei der von
Z._
für
den Beschwerdeführer in den Jahren 2005 bis 2009 ausgeübten Tätigkeit um eine unselbstständige Erwerbstätigkeit handle, für welche ihr der Beschwerdeführer Prämien für die obligatorische Berufs- und Nichtberufsunfallversicherung zu entrichten habe.
2.2
Der Beschwerdeführer bringt
hiegegen
einerseits
vor, dass
die Beschwer
-
degegnerin
in ihrem Schreiben vom 20. April 2012 (Urk. 8/52)
betreffend Erteilung der aufschiebenden Wirkung die
einspracheweise
angefochtenen Prämienrechnung als gegenstandslos erklärt habe
. Der
angefochtene Ein
-
spracheentscheid
sei daher
schon aus diesem Grunde aufzuheben
(Urk. 1
S. 3). Andererseits macht der Beschwerde
führer geltend, dass er in der Zeit vor
dem 23. August 2002 von der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz die Auskunft erhalten habe, dass
Z._
ihr
als
Selbstständig
erwerbender
angeschlossen gewesen sei
. Bei dieser Auskunft handle es sich um einen Vertrauenstatbestand (Urk. 1 S. 4 ff.). Des Weiteren habe
es im Verhältnis zu
Z._
an einem Unte
r
ordnungsverhältnis gefehlt, weshalb
es sich bei dessen Tätigkeit
um die Tätigkeit eines
Selbstständig
erwerbenden
gehandelt habe (Urk. 1 S. 8).
3.
3.1
Vorerst zu prüfen sind die die Vorbringen des
Beschwerdeführer
s, wonach
die
Beschwerdegegnerin
in ihrem
Schreiben vom 20. April 2012
betreffend Erteilung der aufschiebenden Wirkung d
ie
einspracheweise
angefochtene
Prämienrechnung als gegenstandslos erklärt
habe
(Urk. 1 S. 3).
3.2
Gegen
Verfügungen
kann
innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- und verfahrensleitende Verfügungen
(Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG)
.
In
Art. 105 UVG
wird zudem präzisiert, dass
auch gegen eine auf einer Verfügung
beruhenden
Prämienrechnung
Einsprache
erhoben werden
kann
.
Gemäss
Art. 11 Abs. 1 der
Verordnung
über den Allgemeinen Teil
des Sozial
-
ver
sicherungs
rechts
(ATSV)
hat die
Einsprache auf
schiebende Wirkung, ausser wenn
einer Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
von Gesetzes wegen keine aufschiebende Wirkung zukommt
(
lit
. a), wenn der
Versicherer die aufschiebende Wirkung in seiner Verfügung entzogen hat
(
lit
. b), oder wenn
die Verfügung eine Rechtsfolge hat, deren Wirkung nicht
aufschiebbar
ist
(
lit
. c)
.
Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung kann der
Versicherer auf Antrag oder von sich aus die aufschiebende Wirkung entziehen oder die mit der Verfügung entzogene aufschiebende Wirkung wiederherstellen. Über diesen Antrag ist unverzüglich zu entscheiden.
3.3
Die Beschwerdegegnerin hat
in der Prämienrechnung vom 1. Februar 2012 (Urk. 9/44) der Einsprache die aufschiebende Wirkung nicht
ausdrücklich
entzogen. In den auf der Rückseite der Prämienrechnung angebrachten Erläuterungen zum Prämienbezug (vgl. Urk. 9/30 S. 4)
wurde indes
erwähnt, dass die Einsprache keinen Einfluss auf die Fälligkeit der Prämien habe.
Mit Schreiben vom 5. März 2012 (Urk. 9/48) wies die
Beschwerdegegnerin
den Beschwerdeführer darauf hin und teilte ihm mit, dass die Fälligkeit der Prämien
durch seine Einsprache vom 29. Februar 2012 nicht aufgeschoben werde, und dass allenfalls zu viel bezahlte Prämien zurückerstattet oder verrechnet würden.
3.4
Die Frage, ob es sich bei dem
auf der Rückseite der Prämienrechnung angebrachte
n
Hinweis, dass
eine
Einsprache keinen Einfluss auf die Fälligkeit der Prämien habe
, um einen Entzug der aufschiebenden Wirkung der Einsprache handelt oder nicht, kann vorliegend indes offen gelassen werden. Denn auch wenn anzunehmen wäre, dass die Beschwerdegegnerin der Einsprache gegen die Prämienrechnung die aufschiebende Wirkung entzogen hätte, steht jedenfalls fest, dass die
Beschwerdegegenerin
mit Schreiben vom
20. April 2012 (Urk. 9/52) die aufschiebende Wirkung der Einsprache des Beschwerdeführers vom 29. Februar 2012 wiederherstellte.
3.5
Der im
Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 20. April 2012 (Urk. 9/52)
enthaltene Hinweis, wonach die Prämienrechnung vom 1. Februar 2012 und die Mahnung vom 5. April 2012 infolge der Erteilung der aufschiebenden Wirkung „gegensta
ndslos“ seien, ist, entgegen der
diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 3),
keinesfalls als Aufhebung der
Prämien
-
rechnung und
der
Mahnung
zu verstehen
. Der im erwähnten Schreiben enthaltene Begriff „gegenstandslos“
ist vielmehr im Zusammenhang mit der Erteilung der aufschiebenden Wirkung auszulegen und
musste vom Beschwerdeführe
r
demnach
so verstanden werden, dass die in der Prämien
-
rechnung und in der Mahnung enthaltene Anordnung, wonach die Fälligkeit der Prämien durch die Einsprache vom 29. Februar 2012 nicht aufgeschoben werde,
nicht mehr gelte beziehungsweise
„gegenstandslos“ geworden sei, dass die Prämienschuld nach Erteilung der aufschiebenden Wirkung der Einsprache
nicht mehr gemahnt werde, und dass
die Schuld
während des
hängigen
Einspracheverfahrens
vorläufig
nicht zu begleichen sei
.
4.
4.1
Zu prüfen ist
des Weiteren, ob
der Beschwerde
führer gestützt auf den Grundsatz von Treu und Glauben Anspruch darauf hat, dass die von
Z._
für ihn geleistete Arbeit als
eine
selbstständige Erw
erbstätigkeit qualifiziert
werde
(vgl. Urk. 1 S. 4 ff.).
4.2
Der in Art. 9 der Bundesverfassung (BV) verankerte Grundsatz von Treu und Glauben verleiht einer Person Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges, bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden und bedeutet unter anderem, dass falsche Auskünfte von Verwaltungsbehörden unter bestimmten Voraussetzungen eine
vom materiellen Recht abweichende Behandlung der Rechtsuchenden gebieten. Gemäss der Rechtsprechung (BGE 129 I 161 E. 4.1, 128 II 112 E. 10b/
aa
, 127 I 31 E. 3a, BGE 126 II 377 E. 3a) ist eine falsche Auskunft bindend:
1.
wenn die Behörde in einer konkreten Situation mit Bezug auf bestimmte
Personen gehandelt hat;
2.
wenn sie für die Erteilung der betreffenden Auskunft zuständig war oder
wenn die rechtsuchende Person die Behörde aus zureichenden Gründen als
zuständig betrachten durfte;
3.
wenn die Person die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres er
-
kennen konnte;
4.
wenn sie im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft Dispositionen
getroffen hat, die nicht ohne Nachteil rückgängig gemacht werden können;
5.
wenn die gesetzliche Ordnung seit der Auskunftserteilung keine Änderung
erfahren hat.
Schliesslich scheitert die Berufung auf Treu und Glauben dann, wenn ihr überwiegende öffentliche Interessen gegenüberstehen.
4.3
In
seinem
Schreiben an
Z._
vom
23. August 2002 (Urk. 8/22 S. 13) sowie in
seiner Beschwerde
(Urk. 1 S. 4)
macht der Beschwerdeführer geltend, dass er sich
telefonisch bei der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz nach dem sozialversicherungsrechtlichen Status
von
Z._
erkundigt
habe, und dass er
von einem Mitarbeiter der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz
(
Herr
n
E._
)
die Auskunft erhalten
habe
, dass
Z._
bei dieser als Selb
-
stständigerwerbender
geführt werde.
4.
4
Mit Verfügung vom 13. Dezember 2012 (Urk. 10
)
wurde der Beschwerdeführer aufgefordert, in
rechtsgenüg
lich
er
Weise den Nachweis zu erbringen, dass die Voraussetzungen der erfolgten Berufung auf den Vertrauensschutz erfüllt seien, mit der Androhung, dass bei Säumnis davon ausgegangen werde, dass dies
er Nachweis nicht erbracht sei, worauf der Beschwerdeführer mit
Stellungnahme vom 10. Januar 2013 (Urk. 12 S. 4)
aus
führte, dass er gegenwärtig nicht mit Sicherheit bestätigen könne, ob er mit einem Mitarbeiter
der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz
namens
E._
telefonisch in Kontakt gestanden sei.
4.5
Unter diesen Umständen e
rweist
sich eine Befragung beziehungsweise Einvernahme als Zeugen
von Mitarbeite
rn
der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz
nicht als geeignet, den geltend
gemachten Vertrauenstatbestand nachzuweisen, weshalb davon abzusehen ist (
antizipierte Beweiswürdigung; vgl.
BGE 131 I 157 E. 3, 124 I 211 E
. 4a
).
Des Gleichen ist - entgegen den diesbezüglichen Vorbringen des Beschwer
-
deführers
(Urk. 12 S. 5)
- von einer persönlichen Befragung beziehungsweise einer Beweisaussage des Beschwerdeführers abzusehen, da in antizipierter Beweiswürdigung davon keine weiteren
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind.
4.6
In Bezug auf die vom Beschwerdeführer
beantragte Einvernahme als Zeugen des Mitarbeiters der Beschwerdegegnerin
,
F._
(Urk. 12 S. 5)
steht fest
, dass dieser (vgl. Urk. 8/5)
während des
behaupteten
Telefongesprächs nicht anwesend war und lediglich auf Grund der Angaben des Beschwerdeführers vom Hörensagen Kenn
tnis davon hatte, weshalb er
zur Frage, ob das fragliche Telefongespräch des Beschwerdeführers mit einem Mitarbeitenden der Aus
-
gleichskasse
des Kantons Schwyz tatsächlich stattgefunden ha
t
sowie
zum Inhalt dieses Telefongesprächs nichts Bestimmtes
aussagen
werden
könn
t
e.
Zeugen vom
Hörensagen
können
nur bekunden, was
ihnen
eine Drittperson über ihre Wahrnehmungen berichtet hat. Es handelt sich mithin um das Zeugnis über eine fremde Tatsachenwahrnehmung.
Ein Zeuge vom Hörensagen ist lediglich h
insichtlich seiner eigenen Wahrnehmungen über die Mitteilungen des Dritten ein unmittelbarer Zeuge.
In
Bezug auf das ihm geschilderte Tatgeschehen
ist sein Zeugnis nur
m
ittelbar
. In Bezug auf dieses Tatgeschehen kann der Zeuge vom Hörensagen somit nur bekunden, was er gehört hat, nicht aber ob das Gehörte auch wahr ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 6B_905/2010 vom 16. Juni 2011 E. 2.3.2).
Von der beantragten
Einvernahme
von
F._
als
Zeuge ist unter diesen Umständen abzusehen, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; vgl.
E. 4.5
).
4.7
Die vom Beschwerdeführer geltend gemachte Auskunft der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz,
wonach
Z._
der Ausgleichskasse als
Selbststän
-
digerwerbender
angeschlossen
gewesen
sei, wäre indes, selbst wenn
diese
Auskunfterteilung
feststünde, indes nicht geeignet, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Berufung auf Treu und Glauben zu erfüllen.
Denn es ist,
wie
bereits erwähnt (E. 1.6),
jedes Ein
kommen dahin zu prüfen, ob es aus selbstständiger oder unselbststän
diger Tätigkeit stammt
, weshalb die
Tatsache, dass ein Beitragspflichtiger bereits einer Ausgleichskasse als
Selbstständig
erwerben
der
angeschlossen ist, für die Qualifikation eines Entgelts AHV-recht
lich keine Bedeutung
hat.
Vorliegend fehlt es
jedoch
bereits an einer genügenden Vertrauensgrundlage
für eine Berufung auf Treu und Glauben
.
Denn der Beschwerdeführer
macht
nicht geltend,
dass die Ausgleichskasse des Kantons Schwyz ihm die konkrete Zusicherung gegeben habe
, dass
Z._
für die
für ihn ausgeübte
Montagetätigkeit als
Selbstständigerwerbender
zu qualifizieren sei. Er
beruft sich einzig darauf, dass
er die
Auskunft erhalten habe, dass
Z._
bereits für eine andere Tätigkeit der Ausgleichskasse als
Selbstständigerwebender
angeschlossen worden sei. Der blosse Umstand, dass die
Ausgleichskasse
Z._
für eine andere Tätigkeit als
Selbstständigerwebender
qualifiziert hat
, stellt indessen noch keine Vertrauensgrundlage
in Bezug auf die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation
von
Z._
bei
der Tätigkeit
für den Beschwerdeführer
dar
(vgl. BGE
129 I 161
E. 4.2;
BGE 126 II 377 E. 3b)
dar
.
Dazu
kommt,
dass
Z._
im Jahre 2002 ausschliesslich mit seinem Einzelunternehmen für den
Betrieb des Restaurants
C._
in
B._
im Handelsregister eingetragen war.
Dieser Umstand stellt eine
durch
das Handelsregister und die entsprechenden Bekanntmachungen im
Schweize
-
rischen
Handelsamtsblatt (Art. 9
31 OR) mit Publizität versehene
Tatsache
dar
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 5A.4/2007 v
om 11. Oktober 2007 E. 2.1). Dem
Beschwerdeführer
wäre es daher
ohne weiteres
zuzumuten gewesen, das Handelsregister zu konsultieren. Dabei hätte er erkenne
n
können, dass die Qualifikation
von
Z._
als
Selbstständigerwerbender
dessen Tätigkeit im Betrieb
des Restaurants
C._
betraf
.
4.8
Unter diesen Umständen wäre, selbst wenn
, wie vom
Beschwerdeführer geltend
gemacht, feststünde, dass er von der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz die
Auskunft
erhalten hätte
,
wonach
Z._
als
Selbstständigerwerbender
dieser
angeschlossen
gewesen wäre
,
diese Auskunft mangels einer genügenden Vertrauensgrundlage nicht
geeignet gewesen, eine vom materiellen Recht abweichende Behandlung
des Beschwerdeführers zu
gebieten
.
5.
5.1
Die
Beschwerdegegnerin
konnte, wie erwähnt (E. 1.11),
das Beitragsstatut
von
Z._
als Akkordanten des Beschwerdeführers
frei bestimmen.
Die von
Z._
für den Beschwerdeführer im Bereich Montagen ausgeübte Tätigkeit ist bis anhin nicht
rechtskräftig als sel
bstständige Erwerbstätigkeit
qualifiziert worden.
Demgegenüber bestehen in den Akten Anhaltspunkt
e
, dass die
von
Z._
beim
Betrieb des
Restaurants C._
in
B._
ausgeübte
Tätigkeit
(vgl. Urk. 9/1) von der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz als eine selbstständige
Erwerbstätigkeit qualifiziert wurde. Die Frage nach der Qualifikation der Tätigkeit
von
Z._
beim Betrieb des Restaurants
C._
in
B._
kann vorliegend indes offen gelassen werden. Denn
, wie erwähnt
(E.
1.6
), ist
für jedes Einkommen gesondert zu prüfen ist, ob es aus selbstständi
ger oder unselbst
ständige
r Tätigkeit stammt, weshalb selbst eine beitragsrechtliche Qualifikation
von
Z._
als
Selbstständigerwerbender
in Bezug auf seine Tätigkeit
be
im
Betreiben
des
Restaurants
C._
in
B._
bei
der Qual
i
fikation der von ihm für den Beschwerdeführer ausgeübten Tätigkeit keine präjudizielle Bedeutung zukommen würde.
Vielmehr hat die Beschwerdegegnerin mit dem in Rechtskraft
erwachsenen
Einspracheentscheid
vom 25. Februar 2011 (Urk. 9/5) gegenüber
Z._
dessen Tätigkeit für den Beschwerdeführer als unselbstständige Erwerbstätigkeit
qualifiziert.
5.2
Erhöhtes Gewicht ist vorliegend den Kriterien der Weisungs
befug
nis/
Weisungs
gebundenheit
, der
arbeitsorgani
satorischen
Abhängigkeit/Unab
hängigkeit sowie dem Kriterium des Auftretens des Akkordanten gegenüber
Dienst
leistungs
empfängern
und Dritten als ein im Vergleich zum
Akkordverge
ber
gleich
geord
neter/untergeordneter Geschäftspartner zuzu
messen.
Gemäss dem Schreiben des Beschwerdeführers
an
Z._
vom 23. August 2002 (Urk. 8/22 S. 13) hat
Z._
für den Beschwerdeführer nach dessen Bedarf Arbeiten ausgeführt und war verpflichtet, „saubere und fachmännische Arbeiten“ auszuführen.
Auf Grund der Akten ist
daher
nicht daran zu zweifeln, dass
Z._
vom Beschwerdeführer
Weisungen empfing
, an diese gebunden war
und sich in arbeitsorganisatorischer Hin
sicht
dem Beschwerdeführer unterordnete
sowie
in
dessen
Arbeitsorgani
sation
fest eingebunden
war
. Sodann führte
Z._
die Arbeiten für
den Beschwerdeführer
zusammen mit
diesem aus
, sodass Dritte und
insbesondere Kunden des Beschwerdeführers
Z._
als dessen Arbeit
-
nehmer ansehen mussten und nicht
erkennen
konnten
, dass
Z._
die Arbeiten
als Subunternehmer ausführte
. Es ist sodann davon auszugehen, dass lediglich der Bes
chwerdeführer gegenüber den Kunden in Erscheinung trat und dass
er
den Kunden im Voraus nicht bekannt gab, ob die Arbeiten
anschliessen
d
durch ihn selbst oder durch
Z._
aus
ge
führ
t
würden
.
Vielmehr ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer nach Bedarf je nach seiner Auftragslage
Z._
auch kurzfristig für Arbeiten beizog.
Es ist daher davon auszugehen, dass die Kunden des Beschwerdeführers
Z._
als
dessen
Mitarbeiter wahrnahmen.
Z._
erschien daher nicht als dem Beschwerdeführer gleichgeordneter Geschäfts
partner, sondern als dessen Untergebener
, was gege
n eine Qualifikation als
selbst
ständige Erwerbstätigkeit spricht.
5.3
D
en
von
Z._
verfassten
Abrechnungen (Urk. 9/1 S. 7-20)
lässt sich
entnehmen, dass dieser
zuhanden
des Beschwerdeführers
Arbeitsrapporte zu erstellen
hatte
. Gestützt darauf zahlte
der
Beschwerdeführer
Z._
den Lohn
aus. Ein Inkasso- und Delkredere-Risiko bestand nicht, da die Löhne stets
vom
Beschwerdeführer
und nicht von Dritten
beziehungsweise von den Kunden des Beschwerdeführers
bezahlt wur
den.
Dieser Umstand spricht gegen eine selbstständige Erwerbstätigkeit. Sodann wurde in den
Abrechnungen von
Z._
keine Mehrwertsteuer ausgewiesen (Urk. 9/1 S. 7-20).
Dies stellt ein weiteres Indiz
für eine unselbstständige Erwerbstätigkeit
dar
.
5.4
Nicht für eine selbstständige Erwerbstätigkeit spricht sodann
der Umstand, dass - e
ntgegen
den
diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers (Urk.
1 S. 9)
-
Z._
nur bei Bedarf
, bei entsprechender Auftragslage für Arbeiten beizog
. Denn
selbst eine solche
Tätigkeit auf Abruf
kann
die Voraussetzungen für eine beitragsrechtliche Qualifikation als unselbstständige Erwerbstätigkeit erfüllen.
5.5
Schliesslich gilt es vorliegend zu berücksichtigen, dass das sowohl vom Beschwerdeführer als auch
von
Z._
unterzeichnete
Schreiben vom 23. August 2002 (Urk. 8/22 S. 13) mit „Arbeitsverhältnis“ betitelt wurde. Dieser Umstand lässt darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer und
Z._
offensichtlich
übereinstimmend
die Meinung
ver
traten
, dass das zwischen
ihnen bestehende Vertragsverhältnis in zivilrechtlicher Hinsicht
einen
Arbeitsvertrag
darstelle
. Obwohl die zivilrechtlichen Verhältnisse bei der beitragsrechtlichen Qualifikation nicht ausschlaggebend sind (vgl. E.
1.5
), spricht der Umstand, dass die Vertragsparteien ihr Vertragsverhältnis als „Arbeitsverhältnis“ bezeichneten jedenfalls
nicht
für die Annahme einer
s
elbstständigen Tätigkeit.
5.6
Insgesamt lassen die Umstände und die massgebenden Kriterien weit überwie
gend auf eine unselbstständige Erwerbstätigkeit schliessen. Sodann gilt es die Gerichtspraxis zu beachten, wonach Akkordanten
beziehungsweise Subunter
nehmer
in der Regel eine unselbst
ständige Erwerbstätigkeit ausüben
(vgl. E.
1.
9)
. Gründe für ein ausnahmsweises Abweichen von dieser Regel sind vorliegend nicht gegeben. Vielmehr ist mit dem voraus
gesetzten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszuge
hen
, dass
Z._
in den Jahren
2005
bis 2009
im Rahmen einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit als
Arbeitnehmende
r
im Sinne von Art. 1 UVV und Art. 5 Abs. 2 AHVG für
den Beschwerdeführer tätig war
.
6
.
In
masslicher
Hinsicht blieb die
Prämien
forderung
zu Recht
unbestritte
n
(Urk.
1, Urk. 12
)
. Dies führt zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde.