# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0232305e-49e7-4241-a471-6fc703cd9959
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend vorsorgliche Massnahmen
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 1. April 2014 (FE130220-C)
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Rechtsbegehren:
der Klägerin und Berufungsklägerin sinngemäss (Urk. 2 S. 2, Urk. 6/44 S. 7):
Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin gemäss Ziff. 2 der  vorsorgliche Massnahmen vom 30. Oktober 2013 für den  von 1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013 Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 12'383.95 nachzuzahlen.
des Beklagten und Berufungsbeklagten sinngemäss (Urk. 6/29 S. 7):
Der vom Beklagten an den Bedarf der Klägerin und des Sohnes C._ gemäss Ziff. 1 und 2 der Konvention vom 30. Oktober 2013 geleistete  von Fr. 49'827.40 sei vollumfänglich an die an die Klägerin zu  Unterhaltsbeiträge anzurechnen.
Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren des  Bülach vom 1. April 2014:
1. Die Konvention vorsorgliche Massnahmen der Parteien vom 30. Oktober
2013 wird genehmigt. Sie lautet wie folgt:
1. Der Beklagte verpflichtet sich, der Klägerin einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von
insgesamt Fr. 4'350.–, zu bezahlen, nämlich Fr. 3'000.– für sie persönlich und
Fr. 1'350.– zuzüglich Kinder- bzw. Ausbildungszulagen für den Sohn C._, zahl-
bar am Ersten jedes Monats im Voraus, erstmals auf den 1. Januar 2013.
Einkommen:
Klägerin: Beklagter:
Einkommen:* Fr. 0.– Fr. 9'730.–
* Nettoeinkommen pro Monat (kein 13. Monatslohn, kein Bonus, ohne Kinderzulagen)
Bedarfsberechnung:
Klägerin: Beklagter:
Grundbetrag: Fr. 1'350.– Fr. 850.–
Grundbetrag C._: Fr. 600.–
Wohnkosten inklusive Nebenkosten (jedoch ohne Stromkosten):
Fr. 1'800.– Fr. 1'400.–
Krankenkasse: Fr. 685.– Fr. 510.–
Krankenkasse C._: Fr. 85.–
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Klägerin: Beklagter:
Franchise/Selbstbehalt: Fr. 150.– Fr. 50.–
Haftpflicht-/Mobiliarversicherung: Fr. 110.– Fr. 20.–
Post/Telefon/Radio/TV: Fr. 150.– Fr. 75.–
Mobilität: Fr. 150.– Fr. 200.–
Auswärtige Verpflegung: Fr. 100.– Fr. 0.–
Unterhalt für D._: Fr. 1'450.– (zzgl. Kin-
derzulage)
Steuerschulden 2011: Fr. 800.–
Total: Fr. 5'180.– Fr. 5'355.–
2. Der Beklagte ist berechtigt, die von ihm nachweislich direkt bezahlten Rechnungen im
Zusammenhang mit dem obenstehenden Bedarf der Klägerin jeweils von den Unter-
haltsbeiträgen in Abzug zu bringen.
Für den Zeitraum von 1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013 reicht der Beklagte dem
Gericht spätestens bis 15. November 2013 Quittungen für die von ihm geleisteten
Zahlungen ein und das Gericht unterbreitet den Parteien einen Vorschlag für den Be-
trag, welcher für diesen Zeitraum anzurechnen ist. Im Nichteinigungsfall beantragen
die Parteien dem Gericht, diesbezüglich im Rahmen vorsorglicher Massnahmen zu
entscheiden.
3. Die Parteien vereinbaren, die Liegenschaft in Kanada, bei E._, schnellstmöglich
zu verkaufen und mit dem Nettoerlös die Steuerschulden 2011 zu begleichen.
4. Die Klägerin zieht ihren Antrag betreffend Sicherstellung des Verkaufserlöses der
Liegenschaft F._ zurück.
5. Die Klägerin zieht ihr Gesuch um Prozesskostenvorschuss zurück.
2. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für den Zeitraum von 1. Januar
2013 bis 31. Oktober 2013 Fr. 4'195.75 an persönlichen und Kinderunter-
haltsbeiträgen sowie an Kinderzulagen nachzuzahlen.
3. (Schriftliche Mitteilung)
4. (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, Frist 10 Tage)
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Berufungsanträge:
der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 2):
"1. Es sei Ziff. 2 der angefochtenen Verfügung aufzuheben, und es sei der /Appellat zu verpflichten, der Klägerin/Appellantin für den Zeitraum 1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013 den Betrag von Fr. 13'109.80 an  und Kinderunterhaltsbeiträgen sowie an Kinderzulagen ;
2. unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten/."
des Beklagten und Berufungsbeklagten (Urk. 11 S. 2):
"1. Es sei die Berufung vom 12. April 2014 vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
2. unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin."

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien heirateten am tt. Mai 1989. Aus der Ehe gingen die Kinder
D._ (geb. tt.mm.1994) und C._ (geb. tt.mm.1996) hervor (Urk. 6/10).
Seit April 2011 leben die Parteien getrennt (Prot. I S. 8), seit 30. Juli 2013 stehen
sie vor Vorinstanz in einem Scheidungsverfahren (Urk. 6/1). Anlässlich der Ver-
handlung vom 30. Oktober 2013 einigten sie sich im Rahmen vorsorglicher Mass-
nahmen über die Unterhaltsbeiträge für die Klägerin und Berufungsklägerin (fort-
an Klägerin) persönlich sowie für den gemeinsamen Sohn C._. Ferner wurde
vereinbart, der Beklagte und Berufungsbeklagte (fortan Beklagter) werde dem Ge-
richt Quittungen für die im Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013 von
ihm geleisteten Zahlungen einreichen, worauf das Gericht den Parteien einen
Vorschlag zu deren Anrechenbarkeit an die Unterhaltsbeiträge unterbreite (Prot. I
S. 36, Urk. 6/27). Da zu diesem Punkt in der Folge keine Einigung erzielt werden
konnte (Urk. 6/38, 6/39, 6/44 S. 1, 6/47), entschied die Vorinstanz mit Verfügung
vom 1. April 2014 über die Höhe der noch zu zahlenden Unterhaltsbeiträge und
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genehmigte im Übrigen die Vereinbarung der Parteien betreffend die vorsorgli-
chen Massnahmen (Urk. 2).
2. Gegen diesen Entscheid erhob die Klägerin am 14. April 2014 fristge-
recht Berufung mit den vorstehend wiedergegebenen Anträgen. Gleichzeitig stell-
te sie ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2).
Mit Eingabe vom 16. Mai 2014 ergänzte sie dieses Gesuch um den Antrag, der
Beklagte sei zur Bezahlung eines Prozesskostenvorschusses zu verpflichten
(Urk. 8 S. 2). Am 19. Mai 2014 erstattete der Beklagte die Berufungsantwort, mit
welcher er auf Abweisung der Berufung schloss (Urk. 11 S. 2). Weitere sachbe-
zügliche Eingaben ergingen am 2. Juni 2014 (Urk. 15) und - unerbeten - am
18. Juni 2014 (Urk. 18).
II.
1. Die Einlegung der Berufung hemmt den Eintritt der Rechtskraft nur im
Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Dispositivziffer 1 des vorinstanzlichen
Massnahmeentscheides blieb unangefochten und ist in Rechtskraft erwachsen,
wovon Vormerk zu nehmen ist.
2. Im Berufungsverfahren können neue Tatsachen nur noch berücksich-
tigt werden, wenn sie ohne Verzug vorgebracht wurden und trotz zumutbarer
Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317
Abs. 1 ZPO). Das Bundesgericht hat in Verfahren, die der Untersuchungsmaxime
unterstehen, eine analoge Anwendung von Art. 229 Abs. 3 ZPO abgelehnt und
festgehalten, dass einzig Art. 317 Abs. 1 ZPO massgeblich sei (BGE 138 III 626 f.
E. 2.2.). Dies gilt auch bei Verfahren in Kinderbelangen, in denen gemäss Art. 296
Abs. 1 ZPO der Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen ist. Unechte Noven,
die bei zumutbarer Sorgfalt bereits vor erster Instanz hätten geltend gemacht
werden können, können daher grundsätzlich nicht mehr vorgebracht werden, es
sei denn, eine Partei rüge, die Vorinstanz habe eine bestimmte Tatsache in Ver-
letzung der Untersuchungsmaxime nicht beachtet (F. Hohl, Procédure civile, To-
me II, Deuxième Edition, Bern 2010, Rz. 1214 und 2414 f.). Solche unechten No-
ven sind im Sinne von Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO ohne Verzug, d.h. mit der Beru-
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fungsbegründung bzw. der Berufungsantwort vorzubringen. Nach Berufungsbe-
gründung und -antwort können nur noch echte Noven vorgebracht werden, und
zwar längstens bis zum Beginn der Urteilsberatung (BGE 138 III 788 E 4.2; F.
Hohl, a.a.O., Rz 1172).
III.
1. Gestützt auf die vom Beklagten gemäss Vereinbarung vom 30. Oktober
2013 eingereichten Belege ermittelte die Vorinstanz einen Betrag von insgesamt
Fr. 41'054.25, der von ihm zwischen 1. Januar 2013 und 31. Oktober 2013 zur
Tilgung offener Rechnungen und in Anrechnung an seine Unterhaltspflicht bezahlt
worden sei. Bei der Berücksichtigung der einzelnen Zahlungen sei nicht der Zeit-
punkt der Verursachung der Kosten, sondern deren Fälligkeit entscheidend, da
erst die Pflicht zur Bezahlung den Bedarf der Klägerin belaste (Urk. 2 S. 7). Wer-
de nun der ermittelte Betrag von den während der nämlichen Zeit zu leistenden
Unterhaltsbeiträgen für die Klägerin und das Kind von insgesamt Fr. 43'500.–
(Fr. 4'350.– [Fr. 3'000.– + Fr. 1'350.–] x 10) in Abzug gebracht, resultiere eine of-
fene Schuld gegenüber der Klägerin von Fr. 2'445.75 (Fr. 43'500.– ./.
Fr. 41'054.25). Dazu kämen die vom Beklagten bis Juli 2013 bezogenen Kinder-
zulagen für C._ von insgesamt Fr. 1'750.– (7 x Fr. 250.–), weshalb der Be-
klagte der Klägerin für den Zeitraum von 1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013
noch persönlichen Unterhalt und Kinderunterhalt in der Höhe von Fr. 4'195.75
schulde (Urk. 2 S. 16 f.).
2. Die Klägerin rügt mit ihrer Berufung im Wesentlichen, die Vorinstanz
habe verschiedene Zahlungen des Beklagten zu Unrecht als an die Unterhaltsbei-
träge anrechenbar erachtet. Zunächst sei bei der Berücksichtigung der bezahlten
Rechnungen nicht der Zeitpunkt der Fälligkeit, sondern der Entstehung relevant.
Werde richtigerweise auf Letzteren abgestellt, würden einige Positionen (Kosten
Reparatur Kaffeemaschine, Kosten Rechnung Swisscom u.a.m.) aus der zu beur-
teilenden Zeitspanne zwischen 1. Januar 2013 und 31. Oktober 2013 fallen und
seien daher nicht an die Unterhaltszahlungen anrechenbar (Urk. 1 S. 4, 8). Dies
gelte mangels Verursachung durch die Klägerin auch für die monatlichen Lager-
kosten für die gemeinsamen Möbel (Urk. 1 S. 5 f.). Sodann habe der Beklagte
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ohne Rücksprache mit der Klägerin Direktzahlungen an den Sohn C._ getä-
tigt (Skilager, Taschengeld), weshalb deren Anrechnung unbillig sei (Urk. 1 S. 7 f.,
12). Insgesamt könnten nur Zahlungen im Umfang von Fr. 32'890.20 an die Un-
terhaltsbeiträge angerechnet werden (Urk. 1 S. 14). Die Klägerin habe sodann
neben den zugesprochenen Kinderzulagen von Januar 2013 bis Ende Juli 2013
von insgesamt Fr. 1'750.– auch Anspruch auf die Zulagen bis Oktober 2013, da
der Beklagte diese rückwirkend erhältlich machen könne (Urk. 1 S. 15). Entspre-
chend sei bei einem Unterhaltsanspruch Januar 2013 bis Oktober 2013 von ins-
gesamt Fr. 43'500.–, abzüglich den anrechenbaren Zahlungen von Fr. 32'890.20,
zuzüglich der zu zahlenden Kinderzulagen von Fr. 2'500.– (10 x Fr. 250.–) eine
Nachzahlung des Beklagten von Fr. 13'109.80 geschuldet (Urk. 1 S. 15).
3. Der pauschale Verweis der Klägerin auf Ausführungen ihrer ehemali-
gen Rechtsvertreterin vor Vorinstanz (Urk. 1 S. 3, Urk. 6/44) ist für die Begrün-
dung der Berufung unbehelflich, hat doch nach herrschender bundesgerichtlicher
Rechtsprechung die Berufungsbegründung in der Berufungsschrift selbst enthal-
ten zu sein und kann nicht durch Ausführungen im erstinstanzlichen Verfahren er-
setzt werden (BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Insofern sich aber die Klägerin in ihrer
Berufungsschrift mit den angefochtenen Punkten auseinandersetzt, sind die pro-
zessualen Anforderungen an die Begründung der Berufung (Art. 221 ZPO analog)
erfüllt. Auf diese Rügen ist nachstehend im Einzelnen einzugehen.
4. Zunächst ist umstritten, ab welchem Zeitpunkt die vom Beklagten ge-
tilgten Forderungen an dessen Unterhaltspflicht anzurechnen sind (Urk. 1 S. 4).
Mit Vereinbarung vom 30. Oktober 2013, genehmigt mit Verfügung vom
1. April 2014, verpflichtete sich der Beklagte, der Klägerin monatliche Unterhalts-
beiträge von insgesamt Fr. 4'350.– zu bezahlen, nämlich Fr. 3'000.– für sie per-
sönlich und Fr. 1'350.– zuzüglich Kinderzulagen für den Sohn C._, zahlbar
erstmals auf den 1. Januar 2013 (Urk. 6/27 S. 2 Ziff. 1, 2 S. 17). Sodann wurde er
berechtigt erklärt, die von ihm nachweislich direkt bezahlten Rechnungen im Zu-
sammenhang mit dem in Ziff. 1 der Vereinbarung festgehaltenen Bedarf der Klä-
gerin von den Unterhaltsbeiträgen in Abzug zu bringen. Für den Zeitraum von
1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013 hat das Gericht - mangels Einigung der Par-
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teien - den Betrag der anrechenbaren Zahlungen festzustellen (Urk. 6/27 S. 3
Ziff. 2, 2 S. 17).
Der Wortlaut der Vereinbarung ist klar. Anrechenbar sind nur diejenigen di-
rekt bezahlten Rechnungen, welche im Zusammenhang mit dem in Ziff. 1 der
Vereinbarung im einzelnen bezifferten Bedarf der Klägerin stehen. Dieser Bedarf
ist Grundlage für die Höhe des klägerischen Unterhaltsanspruchs ab 1. Januar
2013. Folgerichtig stützen sich dessen Positionen auf wiederkehrende Ausgaben,
welche ab Stichtag 1. Januar 2013 anfallen. Früher entstandene Kosten haben
darin keine Berücksichtigung gefunden. Entsprechend können Forderungen Drit-
ter, die vor dem 1. Januar 2013 entstanden, nicht an den auf dem Bedarf ab
1. Januar 2013 basierenden Unterhaltsanspruch angerechnet werden. Daran än-
dert nichts, dass die fraglichen Forderungen allenfalls erst nach dem Stichtag ge-
tilgt und somit faktisch dem Beklagten während seiner festgesetzten Unterhalts-
pflicht belastet wurden. Entscheidend ist, dass Ausgaben, welche sich nicht im
festgesetzten Bedarf widerspiegeln, aufgrund des klaren Wortlauts der Parteiver-
einbarung nicht an die Unterhaltsforderung angerechnet werden können. Dies er-
scheint denn auch im Ergebnis sachgerecht, kann es doch nicht angehen, das
ohnehin knappe Budget mit nicht mit dem Bedarf korrelierenden Ausgaben zu be-
lasten. Somit ist in Abweichung zum angefochtenen Entscheid festzuhalten, dass
diejenigen vom Beklagten getilgten Forderungen an den Unterhaltsbeitrag ab
1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013 anrechenbar sind, welche in diesem Zeit-
raum entstanden sind.
5. Anrechenbare Zahlungen
5.1. Januar 2013
5.1.1. Die Reparaturkosten für eine Kaffeemaschine in Höhe von Fr. 185.–
wurden der Klägerin mit Datum vom 11. Dezember 2012 in Rechnung gestellt
(Urk. 6/30/104) und mit Valuta 4. Januar 2013 dem Privatkonto des Beklagten be-
lastet (Urk. 6/30/144 S. 2). Der Klägerin ist beizupflichten (Urk. 1 S. 4), dass diese
Forderung, welche vor dem hier zu beurteilenden Zeitraum entstand, nicht an den
Unterhalt ab 1. Januar 2013 anrechenbar ist.
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5.1.2. Dies gilt ebenso für die Swisscom-Rechnung vom 6. Dezember 2012
über Fr. 305.75, welche Telefonkosten der Monate Oktober und November 2012
beschlägt (Urk. 6/30/105) und dem Konto des Beklagten mit Valuta 10. Januar
2013 belastet wurde (Urk. 6/30/144 S. 3). Auch diese Forderung entstand vor
dem Stichtag 1. Januar 2013 und ist folglich nicht an die ab Stichtag geschuldeten
Unterhaltsbeiträge anrechenbar.
5.1.3. Hinsichtlich der von der Vorinstanz hälftig angerechneten Kosten für
die Einlagerung von Möbeln aus der Liegenschaft in F._ beanstandet die
Klägerin, der Beklagte habe diese Kosten verursacht, da er einen Grossteil der
Möbel hätte weiterverwenden können, statt für seine Wohnung neue Möbel anzu-
schaffen. Überdies hätten sich die monatlichen Kosten von Fr. 300.– auf Fr. 180.–
reduziert, da die Klägerin im Sommer 2013 einen beträchtlichen Teil der Waren in
das von ihr bewohnte, bereits übervolle Haus in G._ habe bringen lassen
(Urk. 1 S. 5).
Gemäss der an die Klägerin adressierten Einlagerungsbestätigung vom
9. Juli 2012 beläuft sich die monatliche Einlagerungsmiete auf Fr. 300.– und ist
jeweils anfangs Monat zu überweisen (Urk. 6/13/48). Die Klägerin hat nicht
bestritten, dass die eingelagerten Gegenstände auch in ihrem Eigentum stehen
(Urk. 1 S. 5), weshalb es mit der Vorinstanz sachgerecht erscheint, die Kosten für
die Lagermiete beiden Parteien je zur Hälfte, mithin im Umfang von Fr. 150.– auf-
zuerlegen. Zwar ist durchaus glaubhaft, dass der Beklagte einen Teil der eingela-
gerten Gegenstände für seine neue Wohnung hätte verwenden können. Ent-
scheidend für den Anfall der Kosten ist indes, dass nun, da die Gegenstände of-
fenbar keine Verwendung finden, statt einer Einlagerung eine Veräusserung resp.
Entsorgung hätte in Betracht gezogen werden müssen. Dass dies unterblieb, ha-
ben beide Parteien zu vertreten. Die neue Behauptung der Klägerin betreffend
Reduktion der Kosten auf Fr. 180.– ist, da sie bereits vor Vorinstanz hätte vorge-
bracht werden können, verspätet und daher mit Hinweis auf die vorstehenden
Ausführungen zum Novenrecht nicht zu hören. Für den Monat Januar 2013 ist
somit die Hälfte der nachweislich vom Beklagten bezahlten Lagermiete
(Urk. 6/30/144 S. 5), mithin Fr. 150.–, an die Unterhaltsbeträge anzurechnen.
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5.1.4. Hinsichtlich der Kosten für die Mobiltelefone von C._ und der
Klägerin über insgesamt Fr. 201.25 ist unbestritten, dass sie im Dezember 2012
entstanden sind (Urk. 6/30/98, 1 S. 6). Entsprechend sind sie an die Unterhalts-
beiträge der hier massgeblichen Zeitspanne nicht anrechenbar.
5.1.5. Die Vorinstanz hat dem Unterhaltsanspruch der Klägerin Kosten für
ärztliche Behandlungen angerechnet, welche dem Konto des Beklagten gestützt
auf die Leistungsabrechnung der CSS Versicherung ... vom 7. Dezember 2012
(Urk. 6/30/163) am 4. Januar 2013 im Umfang von Fr. 58.90 belastet wurden
(Urk. 6/30/144 S. 2, 2 S. 8 f.). Mit der Klägerin ist indes festzuhalten (Urk. 1 S. 6),
dass die fraglichen Behandlungen aus dem Kalenderjahr 2012 stammen, weshalb
die entsprechenden Kosten im Rahmen der Unterhaltspflicht ab Januar 2013 kei-
ne Beachtung finden.
5.1.6. Unangefochten blieben die bereits vor Vorinstanz anerkannten Kosten
im Umfang von Fr. 2'149.95 (Urk. 1 S. 4, 2 S. 7).
5.1.7. Insgesamt sind somit für den Monat Januar 2013 Fr. 2'299.95 an den
vom Beklagten geschuldeten Unterhalt anrechenbar.
5.2. Februar 2013
5.2.1. Der Beklagte hat im Februar 2013 Kosten für ein Skilager von
C._ im unbestrittenen Umfang von Fr. 400.– übernommen (Urk. 6/30/145
S. 3). Wie bereits festgehalten, ist für die Anrechnung bereits getilgter Forderun-
gen an die Unterhaltspflicht des Beklagten der dem Unterhaltsanspruch zugrun-
deliegende Bedarf der Klägerin massgebend. Dieser sieht neben dem Grundbe-
trag für C._ und Kosten für dessen Krankenkasse keine weiteren Ausgaben
für ihn vor (Urk. 2 S. 2 f.). Der Grundbetrag deckt im wesentlichen wiederkehren-
de Kosten für den täglichen Bedarf, namentlich für Nahrung, Kleidung, Wäsche,
Kulturelles u.ä., welche als unumgänglich notwendig anzusehen sind (vgl. Kreis-
schreiben der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich vom
16. September 2009, Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen
Existenzminimums, Ziff. II). Ausserordentliche Kosten in geltend gemachter Höhe
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für die Teilnahme an einem Skilager fallen nicht darunter. Die vom Beklagten
übernommenen Kosten sind somit nicht vom Bedarf der Klägerin gedeckt und
folglich nicht an ihren Unterhalt anrechenbar. Daran ändert nichts, dass die Kläge-
rin - wie die Vorinstanz festhält (Urk. 2 S. 9) - im Rahmen der vorsorglichen Mass-
nahmen in ihrem Bedarf Snowboardkosten für C._ von monatlich Fr. 67.–
auswies (Urk. 6/23 S. 13). Dies wäre nur dann von Relevanz, wenn diese Position
tatsächlich in den nunmehr festgesetzten Bedarf aufgenommen worden wäre. Aus
derselben Überlegung greift der von der Vorinstanz konstruierte Gutglaubens-
schutz des Beklagten nicht, wonach er im Zeitpunkt der Zahlung noch nicht ge-
wusst habe, ob die Ausgabe zu C._s Bedarf gezählt werden würde (Urk. 2
S. 9). Der monatlich geschuldete Unterhaltsanspruch wurde ohne die fraglichen
Kosten festgesetzt und fiel entsprechend tiefer aus. Ein schutzwürdiges Interes-
sen des Beklagten für deren Anrechnung besteht nicht.
5.2.2. Die vom Beklagten bezahlte Monatsmiete Februar 2013 für die einge-
lagerten Möbel ist wiederum zur Hälfte, mithin im Umfang von Fr. 150.– an den
Unterhalt anzurechnen (Urk. 6/30/145 S. 5). Es ist auf die vorstehenden Erwä-
gungen zu verweisen (vgl. Ziff. III.5.1.3.).
5.2.3. Unbestritten sind dem Beklagten anrechenbare Zahlungen von insge-
samt Fr. 1'059.30 (Urk. 2 S. 9, Urk. 1 S. 6).
5.2.4. An den Unterhaltsbeitrag für den Monat Februar 2013 sind somit ins-
gesamt Fr. 1'209.30 anrechenbar.
5.3. März 2013
5.3.1. Die Klägerin beanstandet, die Vorinstanz habe zu Unrecht das Ta-
schengeld von Fr. 200.–, welches der Beklagte dem gemeinsamen Sohn C._
direkt ausbezahlt habe, an den Unterhalt angerechnet. Die Zahlung sei nicht mit
ihr abgesprochen gewesen (Urk. 1 S. 7). Es ist ihr beizupflichten. Zwar kommt
dem unmündigen Sohn C._ hinsichtlich des Kinderunterhalts von Gesetzes
wegen Gläubigereigenschaft zu. Die Erfüllung der Unterhaltspflicht an ihn tritt je-
doch nur mit Leistung an den vertretungs- und obhutsberechtigten Elternteil, mit-
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hin an die Klägerin, ein (Art. 289 Abs. 1 ZGB). Dies deckt sich denn auch mit dem
klaren Wortlaut der - wenn auch rückwirkend abgeschlossenen - Vereinbarung
betreffend vorsorgliche Massnahmen, wonach sich der Beklagte verpflichtet, der
Klägerin einen monatlichen Unterhaltsbeitrag für sie persönlich und für den Sohn
C._ zu bezahlen. Eine abweichende Abmachung wurde zwischen den Par-
teien nicht getroffen, vielmehr ist unbestritten, dass die Klägerin zur Auszahlung
des Taschengelds an C._ keine Zustimmung erteilte (Urk. 6/29 S. 6, 1 S. 7,
11 S. 4). Im Umfang der Direktzahlung von Fr. 200.– Taschengeld an C._
(Urk. 6/30/146 S. 2) ist der Beklagte somit nicht von seiner Unterhaltspflicht be-
freit. Eine Anrechnung an den Unterhaltsbeitrag erfolgt nicht.
5.3.2. Die Forderung der Elektrizitätswerke des Kantons Zürich gemäss
Rechnung vom 1. Februar 2013 über Fr. 308.45 beschlägt die Lieferung von Mix-
strom für den Zeitraum vom 24. Januar 2012 bis 15. Januar 2013 (357 Tage,
Urk. 6/13/90) und wurde dem Konto des Beklagten am 4. März 2013 belastet
(Urk. 6/30/146 S. 2). Insoweit die Rechnung Leistungen für das Jahr 2012 betrifft,
ist sie nicht an die ab Januar 2013 geschuldeten Unterhaltsbeiträge anrechenbar.
Indes ist entgegen der Ansicht der Klägerin, welche den Betrag vollends streichen
will (Urk. 1 S. 8), der auf das Jahr 2013 entfallende Anteil von 1. Januar 2013 bis
15. Januar 2013 (14 Tage) an den Unterhaltsbeitrag anrechenbar, was einem Be-
trag von Fr. 12.10 entspricht (Fr. 308.45 : 358 Tage x 14 Tage).
5.3.3. Die Swisscom-Rechnung vom 6. Februar 2013 in Höhe von Fr. 212.60
betrifft die Monate Dezember 2012 und Januar 2013 (Urk. 6/30/114). Die Zahlung
des Beklagten vom 11. März 2013 (Urk. 6/30/146 S. 2) ist somit entsprechend
den Vorbringen der Klägerin (Urk. 1 S. 8) lediglich für den Monat Januar 2013,
mithin im Umfang von Fr. 106.30, anrechenbar.
5.3.4. Die vom Beklagten beglichenen Kosten für die Lagermiete März 2013
(Urk. 6/30/146 S. 5) sind zur Hälfte im Betrag von Fr. 150.– anrechenbar (vgl. vor-
stehend Ziff. III.5.1.3.).
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5.3.5. Neben der bereits berücksichtigten anerkannten Zahlung der hälftigen
Swisscom-Rechnung von Fr. 106.30 wurden von der Klägerin weitere Zahlungen
im Umfang von Fr. 344.85 anerkannt (Urk. 1 S. 7, 6/44 S. 4).
5.3.6. Es sind somit insgesamt Fr. 613.25 an den Unterhaltsbeitrag für den
Monat März 2013 anrechenbar.
5.4. April 2013
5.4.1. Der Beklagte zahlte im April 2013 dem Sohn C._ Taschengeld im
Betrag von insgesamt Fr. 400.– (Urk. 6/30/98 Pos. 39+40, 6/30/155 S. 2). Mit
Hinweis auf die vorstehenden Ausführungen sind die Zahlungen des Beklagten,
welche an C._ direkt erfolgten, nicht an den Unterhalt anrechenbar.
5.4.2. Die vom Beklagten bezahlte Lagermiete für den Monat April 2013
(Urk. 6/30/147 S. 6) ist zur Hälfte im Betrag von Fr. 150.– anzurechnen (vgl. vor-
stehend Ziff. III.5.1.3.).
5.4.3. Unter dem Titel "CSS Versicherung" (Positionen 100d+110e,
Urk. 6/30/99) rechnete die Vorinstanz für den Monat April 2013 Fr. 296.80 an den
Unterhalt an (Urk. 2 S. 11), nämlich für Behandlungen im Januar und März 2013
Fr. 230.05 sowie für Behandlungen im Dezember 2012 Fr. 66.75 (Fr. 667.30 ./.
Rückvergütung Fr. 600.55, Urk. 2 S. 11). Die Klägerin behauptet demgegenüber,
zum einen seien die Rechnungen für die Behandlungen von Januar und März
2013 in Höhe von Fr. 230.05 nicht nachweislich bezahlt worden, zum anderen
habe der Beklagte Rückvergütungen von der Krankenkasse von insgesamt
Fr. 1'028.85 erhalten (Urk. 6/30/147), von denen Fr. 427.85 eindeutig dem Be-
klagten zuzuordnen, der Rest (Fr. 600.55) aber auf die Klägerin entfallen würde,
jedoch keiner konkreten Zahlung des Beklagten zugeordnet werden könne. Ent-
sprechend sei die Rückvergütung im Umfang von Fr. 600.55 von den anrechen-
baren Leistungen des Beklagten abzuziehen (Urk. 1 S. 9, 6/44 S. 5).
Der Rechnungsbetrag von Fr. 230.05 (Fr. 141.15 und Fr. 88.90,
Urk. 6/30/164) betrifft Behandlungen der Klägerin und des Sohnes im vorliegend
relevanten Zeitraum. Aus den aktenkundigen Kontounterlagen ist indes nur eine
- 14 -
Zahlung des Beklagten von Fr. 141.15 vom 26. März 2013 ersichtlich
(Urk. 6/30/146 S. 4), eine darüber hinausgehende Belastung ist nicht belegt
(Urk. 6/30/144-153). Folglich kann lediglich eine Anrechnung im Umfang von
Fr. 141.15 an den Unterhaltsbeitrag erfolgen. Die Rückvergütung der CSS von
Fr. 600.55 für die Rechnung über Fr. 667.30 (Urk. 6/30/165) betrifft eine Behand-
lung der Klägerin vom Dezember 2012 und fällt somit aus dem hier massgebli-
chen Zeitrahmen. Die entsprechenden vom Beklagten übernommenen Kosten
(Urk. 11 S. 5, 13/29) fallen deshalb ausser Betracht. Ausführungen zu einer An-
rechnung der Rückvergütung erübrigen sich (Urk. 1 S. 9, 44 S. 5).
5.4.4. Zuzüglich der anerkannten Zahlungen im Umfang von Fr. 4'125.60
(Urk. 2 S. 11, 1 S. 8) sind für den Monat April 2013 somit insgesamt Fr. 4'416.75
an den Unterhaltsbeitrag anrechenbar.
5.5. Mai 2013
5.5.1. Die Direktzahlung von Fr. 200.– Taschengeld an C._
(Urk. 6/30/148 S. 3) findet bei den Unterhaltszahlungen keine Berücksichtigung.
Die vom Beklagten bezahlte Lagermiete Mai 2013 ist im hälftigen Umfang von
Fr. 150.– anzurechnen (Urk. 6/30/148 S. 4). Es ist auf die Erwägungen zu den
Vormonaten zu verweisen.
5.5.2. Zusammen mit den anerkannten Zahlungen von Fr. 4'692.85 (Urk. 2
S. 12, 1 S. 9 f.) sind für den Monat Mai 2013 insgesamt Fr. 4'842.85 an den Un-
terhalt anrechenbar.
5.6. Juni 2013
5.6.1. Wiederum ist das an C._ ausbezahlte Taschengeld für den Juni
2013 (Urk. 6/30/149 S. 3) nicht, die bezahlte Lagermiete indessen zur Hälfte im
Umfang von Fr. 150.– (Urk. 6/30/149 S. 4) anrechenbar.
5.6.2. Die Klägerin anerkennt Zahlungen des Beklagten für Behandlungs-
kosten im Betrag von Fr. 779.35 (Urk. 1 S. 10, Urk. 6/30/99 Pos. 110f+h). Dass er
überdies Fr. 73.40 gemäss Leistungsabrechnung der CSS geleistet haben soll
- 15 -
(Urk. 6/30/167, 2 S. 13, 6/30/99 Pos. 110g), ist bestritten (Urk. 1 S. 10) und vom
Beklagten nicht belegt (Urk. 11 S. 6). Die entsprechende Zahlung wird denn auch
nicht aus den bei den Akten liegenden Unterlagen ersichtlich (Urk. 6/30/144-153),
weshalb sie vorliegend nicht zu berücksichtigen ist.
5.6.3. Die Klägerin will dem Beklagten sodann ausbezahlte Rückzahlungen
der Krankenkassen über Fr. 2'100.15 und Fr. 130.90 anrechnen, mithin von den
geleisteten Zahlungen in Abzug bringen lassen (Urk. 1 S. 10 f.). Beide Rückvergü-
tungen, sowohl diejenige über Fr. 130.90 der CSS als auch diejenige über
Fr. 2'100.15 der Visana Services AG, wurden dem Konto des Beklagten am
28. Juni 2013 gutgeschrieben (Urk. 6/30/149 S. 4+5). Erstere rührt aus einer Ver-
rechnung mit der vom Beklagten behaupteten Zahlung von Fr. 73.40 her (vgl.
6/30/167 S. 2), welche wie vorstehend ausgeführt mangels Zahlungsnachweises
nicht zu berücksichtigten ist. Die Gutschrift über Fr. 2'100.15 der Visana Services
AG (Urk. 6/30/149 S. 4) erfolgte gestützt auf eine Zahnbehandlung für C._ im
Frühjahr 2013, wofür insgesamt Fr. 2'685.85 in Rechnung gestellt und von der
Krankenkasse ein Anteil von Fr. 585.70 (Fr. 2'685.80 ./. Fr. 2'100.15) dem Beklag-
ten überbunden wurde (Urk. 6/30/173). Dass er diesen Anteil bezahlt hat, wird
von der Klägerin anerkannt (Urk. 1 S. 10, Urk. 6/30/99 Pos. 110h) und der Betrag
von seiner Unterhaltszahlung in Abzug gebracht (vgl. vorstehend Ziff. 5.6.2.). Ent-
scheidend ist, dass beiden Rückzahlungen der Kassen Ansprüche auf Entschädi-
gung der behandelnden Ärzte gegenüberstehen. Ob diese Forderungen bereits
getilgt sind, ist für das Rechtsverhältnis der Parteien hinsichtlich der Unterhalts-
zahlungen irrelevant. Selbst wenn eine Zahlung noch nicht erfolgte, ist die Forde-
rung gegenüber dem Arzt geschuldet. Eine allfällige Bereicherung des Beklagten
beträfe jenes Rechtsverhältnis, resp. dasjenige zur Krankenkasse. Es erfolgt des-
halb vorliegend keine Berücksichtigung dieser Rückvergütungen.
5.6.4. Unangefochten und anerkannt sind sodann Zahlungen des Beklagten
im Umfang von Fr. 2'432.55 (Urk. 2 S. 12, 1 S. 10). Insgesamt sind somit für den
Monat Juni 2013 Zahlungen im Umfang von Fr. 3'361.90 an die Unterhaltspflicht
anzurechnen.
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5.7. Juli 2013
Für den Monat Juli 2013 hat die Vorinstanz dem Beklagten Zahlungen im
Umfang von Fr. 7'596.60 an den Unterhaltsbeitrag angerechnet (Urk. 2 S. 13 f.).
Wiederum sind davon Fr. 150.– für die bezahlte hälftige Lagermiete
(Urk. 30/6/150 S. 5, 1 S. 11) anrechenbar, nicht aber das an C._ ausbezahlte
Taschengeld von Fr. 200.– (Urk. 30/6/150 S. 4, 1 S. 11). Die weiteren von der
Vorinstanz angerechneten Zahlungen blieben unangefochten (Urk. 1 S. 11, 2
S. 14). Entsprechend sind für den Monat Juli 2013 Zahlungen im Umfang von
Fr. 7'396.60 anrechenbar (Fr. 7'596.– abzgl. Fr. 200.– Taschengeld).
5.8. August 2013
5.8.1. Die Vorinstanz hat unter dem Titel "Samariterkurs von C._"
Fr. 350.– an die Unterhaltszahlung des Beklagten angerechnet. Zur Begründung
stützt sie sich erneut auf einen Gutglaubensschutz des Beklagten, habe er doch
im Zeitpunkt der Zahlung noch nicht gewusst, ob die Ausgabe zu C._s Be-
darf gezählt werden würde. Da die Klägerin sodann selbst den Betrag im Bedarf
geltend gemacht habe, sei dessen Anrechnung auch billig (Urk. 2 S. 14). Diese
Auffassung geht fehl. Aus dem Umstand, wonach die Klägerin vor Vorinstanz
Ausgaben für C._s Weiterbildung, namentlich den Samariterkurs, in ihrem
Bedarf geltend machte (Urk. 6/23 S. 13), kann einzig geschlossen werden, dass
C._ den Kurs wohl mit ihrem Einverständnis besuchte. Mit der Klägerin ist
hingegen festzuhalten, dass diese Ausgabe letztlich nicht Eingang in die Bedarfs-
rechnung gefunden hat, welche Grundlage der nunmehr geschuldeten Unter-
haltszahlung bildet. Sie sind denn auch als ausserordentliche Kosten nicht unter
den Grundbetrag zu subsumieren. Entsprechend sind sie nicht an den Unter-
haltsanspruch anrechenbar.
5.8.2. Die im August 2013 vom Beklagten beglichenen Kosten für die La-
germiete der Möbel (Urk. 6/30/151 S. 6) sind wiederum im Umfang von Fr. 150.–
anrechenbar. Das an C._ ausgerichtete Taschengeld (Urk. 6/30/151 S. 4) ist
unter Hinweis auf die vorstehenden Erwägungen nicht zu berücksichtigen. Weite-
re Ausführungen zu den Kosten des Sohnes erübrigen sich aus diesem Grund
- 17 -
(Urk. 1 S. 12). Die übrigen vom Vorderrichter angerechneten Kosten für den Mo-
nat August 2013 blieben unangefochten (Urk. 1 S. 11, 13). Von den insgesamt
angerechneten Zahlungen von Fr. 3'280.35 (Urk. 2 S. 15) sind somit nach Abzug
der Kosten für den Samariterkurs (Fr. 350.–) sowie abzüglich des Taschengeldes
(Fr. 200.–) Zahlungen des Beklagten im Umfang von Fr. 2'730.35 an den Unter-
haltsbeitrag des Monats August 2013 anrechenbar.
5.9. September 2013
Für September 2013 ist die mit Valuta 27. September 2013 dem Konto des
Beklagten belastete Lagermiete (Urk. 6/30/152 S. 5) zur Hälfte im Umfang von
Fr. 150.– anrechenbar, während das an C._ ausbezahlte Taschengeld
(Urk. 6/30/152 S. 4) wiederum keine Berücksichtigung findet. Die restlichen von
der Vorinstanz angerechneten Zahlungen des Beklagten blieben unangefochten
(Urk. 1 S. 13), weshalb insgesamt Fr. 6'932.15 an den Unterhaltsbeitrag anzu-
rechnen sind.
5.10.Oktober 2013
5.10.1. Die Klägerin rügt, die vom Vorderrichter angerechneten Beträge von
insgesamt Fr. 243.40 gemäss Leistungsabrechnung der CSS Versicherungen
(Urk. 6/30/171, Urk. 6/30/99 Pos. 110m) seien nicht nachvollziehbar und deren
tatsächliche Tilgung durch den Beklagten nicht ersichtlich (Urk. 1 S. 14). Ihr ist
beizupflichten. In den Akten findet sich kein Beleg für die erfolgten Zahlungen,
namentlich wurde vom Beklagten trotz der Ausführungen der Gegenpartei keine
entsprechende Belastung seines Postkontos bezeichnet (Urk. 11 S. 7). Einzig die
Rückvergütung der CSS über Fr. 878.15 ist belegt (Urk. 6/30/153 S. 2, 6/30/171
S. 1). Diese lässt jedoch nicht auf die Zahlung der originären Rechnungen
schliessen. Mangels deren glaubhaft gemachter Tilgung kann keine Anrechnung
an den Unterhaltsbeitrag erfolgen.
5.10.2. Hinsichtlich der Positionen "Lagermiete" und "Taschengeld C._"
ist auf die vorstehenden Ausführungen zu verweisen. Anzurechnen sind unter
- 18 -
diesen Titeln Fr. 150.– für die Hälfte der mit Valuta vom 25. Oktober 2013 begli-
chenen Lagermiete (Urk. 6/30/153 S. 3).
5.10.3. Da der Zeitpunkt der Entstehung der Forderung für deren Anrech-
nung an den Unterhaltsbeitrag massgebend ist, sind überdies die vom Beklagten
bezahlte Krankenkassenprämie der Visana für den Oktober 2013 von Fr. 19.95
(Urk. 6/30/98 Pos. 108, 6/30/142, 6/30/175, 2 S. 16) sowie die bezahlte Rechnung
der Swisscom über Fr. 135.40 (Urk. 6/30/98 Pos. 109, 6/30/143, 6/30/175, 2
S. 16) bei der Unterhaltszahlung zu berücksichtigen. Bei den im Oktober 2013 für
November 2013 bezahlten Unterhaltsbeiträgen (Urk. 6/30/153 S. 3) hingegen
bleibt es bei der Anordnung der Vorinstanz (Urk. 2 S. 15 f.). Sie waren am
1. November 2013 geschuldet und daher im November 2013 anzurechnen.
5.10.4. Die übrigen Positionen im Betrag von Fr. 3'295.15 blieben unange-
fochten (Urk. 1 S. 14). Insgesamt sind daher für den Monat Oktober 2013 Zahlun-
gen des Beklagten im Umfang von Fr. 3'600.50 an den Unterhaltsbeitrag anzu-
rechnen.
5.11. Für den Zeitraum 1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013 sind demzufol-
ge folgende Zahlungen des Beklagten an seine Unterhaltspflicht anrechenbar:
Januar 2013 Fr. 2'299.95
Februar 2013 Fr. 1'209.30
März 2013 Fr. 613.25
April 2013 Fr. 4'416.75
Mai 2013 Fr. 4'842.85
Juni 2013 Fr. 3'361.90
Juli 2013 Fr. 7'396.60
August 2013 Fr. 2'730.35
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September 2013 Fr. 6'932.15
Oktober 2013 Fr. 3'600.50
Total Jan. - Okt. 2013 Fr. 37'403.60
5.12.An den für den Zeitraum von 1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013 ge-
schuldeten Unterhaltsbeitrag von insgesamt Fr. 43'500.– (10 x Fr. 4'350.–, Urk. 2
S. 17) sind vom Beklagten bezahlte Rechnungen im Umfang von Fr. 37'403.60
anrechenbar. Für den massgeblichen Zeitraum sind demnach noch Unterhaltsbei-
träge von insgesamt Fr. 6'096.40 geschuldet.
5.13.Unbestritten ist, dass der Beklagte für den Sohn C._ bis Ende Juli
2013 Kinderzulagen in Höhe von Fr. 250.– pro Monat bezog, diese aber nicht an
die Klägerin weiterleitete (Urk. 1 S. 15, 2 S. 16, 6/13/10-14). Der Beklagte ist
überdies für die Monate August bis Oktober 2013 bezugsberechtigt und schuldet
daher der Klägerin neben den Zulagen von Januar 2013 bis Juli 2013 von
Fr. 1'750.– zudem Fr. 750.–, insgesamt somit Zulagen im Umfang von Fr. 2'500.–.
Die Kinder- resp. Ausbildungszulagen ab August 2013 kann der Beklagte rückwir-
kend bei seinem Arbeitgeber geltend machen.
In teilweiser Gutheissung der Berufung ist der Beklagte somit zu verpflich-
ten, der Klägerin für den Zeitraum von 1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013 per-
sönlichen Unterhalt sowie Kinderunterhalt in der Höhe von Fr. 6'096.40, zuzüglich
Fr. 2'500.– Kinder- bzw. Ausbildungszulage, insgesamt somit Fr. 8'596.40 zu be-
zahlen.
IV.
1. Die Klägerin ersucht in ihrer Berufungsschrift um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege für das Berufungsverfahren (Urk. 1 S. 15). Mit Eingabe
vom 16. Mai 2014 verlangt sie zudem die Leistung eines Prozesskostenvorschus-
ses durch den Beklagten von vorderhand Fr. 4'500.– (Urk. 8 S. 2). Der Beklagte
schloss auf Abweisung der Anträge (Urk. 11 S. 8, Urk. 15).
- 20 -
2. Vor Vorinstanz wurde der Klägerin mit unangefochtener Verfügung
vom 17. März 2014 die unentgeltliche Rechtspflege mangels Mittellosigkeit ver-
weigert und der Rückzug des Gesuchs um Leistung eines Prozesskostenvor-
schusses vorgemerkt (Urk. 6/42 S. 14). In ihrer Begründung führte die Vorinstanz
aus, dem prozessualen Bedarf der Klägerin von Fr. 5'021.– würden Unterhaltsbei-
träge von Fr. 4'350.– gegenüberstehen, weshalb ein Manko von Fr. 671.– pro
Monat, aufgerechnet auf eine mutmassliche Prozesslänge von zwei Jahren von
Fr. 16'100.– resultiere (Urk. 6/42 S. 11). Überdies hätten die Parteien Steuer-
schulden aus dem Jahre 2011 von rund Fr. 103'000.–, welche jedoch mit dem
mutmasslich erzielbaren Verkaufserlös der Liegenschaft in Kanada getilgt werden
könnten. Die Klägerin verfüge über Schmuck, bei welchem es sich überwiegend
um Stücke aus 18-karätigem Gold und Platin mit Saphiren und Diamanten handle,
weshalb schon allein aufgrund des Materialwertes von einem vorsichtig geschätz-
ten Verkaufserlös von Fr. 50'000.– ausgegangen werden könne. Mit diesem lies-
sen sich die laufenden Anwalts- und Gerichtskosten sowie das monatliche Manko
der Klägerin begleichen. Schliesslich erachtete es die Vorinstanz als der Klägerin
zumutbar, die von ihr bewohnte und im Gesamteigentum der Parteien stehende
Liegenschaft in G._ zu veräussern oder die darauf lastende Hypothek zu er-
höhen. Die Mittellosigkeit der Klägerin sei daher nicht glaubhaft gemacht
(Urk. 6/42 S. 11 ff.).
3. Die Klägerin stellt mit ihren erneuten Gesuchen nicht in Abrede, über
die aufgeführten Vermögenswerte zu verfügen. Sie behauptet aber, aufgrund ih-
res desolaten Gesundheitszustandes sei ihr deren Verwertung nicht zumutbar. Es
sei völlig unmöglich, dass sie sich um die Beschaffung von zusätzlichen Mitteln
bemühen oder Verkaufsbemühungen unternehmen könne. Hinzu komme, dass
sie sich zwischenzeitlich mit einer Honorarforderung ihrer ehemaligen Rechts-
vertreterin in Höhe von Fr. 32'816.65 konfrontiert sehe, wodurch selbst bei kurz-
bis mittelfristigem Verkauf des Schmucks dessen Erlös bereits aufgebraucht wer-
de. Ausserdem habe sie Schulden beim Sozialamt über Fr. 24'000.–, welche un-
ter dem Vorbehalt der Rückzahlung nach erfolgter güterrechtlicher Auseinander-
setzung stehen würden (Urk. 1 S. 15 f., 8 S. 3 f.).
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4. Die Klägerin hat ernsthafte gesundheitliche Probleme, die von Februar
bis April 2014 zu ihrer Hospitalisierung in der Klinik ... führten und nach ihrer Ent-
lassung am 24. April 2014 eine weitere intensive ambulante psychiatrisch-
psychotherapeutische Betreuung sowie häusliche Unterstützung durch die psy-
chiatrische Spitex notwendig machten (Urk. 10/12). Es ist daher glaubhaft, dass
sie in ihrem aktuellen gesundheitlichen Zustand nicht in der Lage ist, neben der
Alltagsbelastung weitere Aufgaben, insbesondere die anspruchsvolle Abwicklung
von Verkaufs- und Vertragsverhandlungen, zu übernehmen. Nicht einzusehen ist
jedoch, weshalb es ihr nicht möglich sein sollte, sich bei der Verwertung der
Schmuckstücke resp. der Erhöhung der Hypothek durch Dritte vertreten zu las-
sen. Eine Einschränkung ihrer dafür notwendigen Urteils- resp. Handlungsfähig-
keit ist jedenfalls weder behauptet noch aus dem eingereichten ärztlichen Zeugnis
(Urk. 10/12) ersichtlich. Der mutmasslich erzielbare Erlös aus der Versilberung
des Schmuckes von mindestens Fr. 50'000.– kann sowohl zur Deckung der Ho-
norarforderung der ehemaligen Rechtsvertreterin (Urk. 10/13), eines Teils der
Kosten des täglichen Bedarfs sowie der Kosten des Berufungsverfahrens von
rund Fr. 4'500.– (inkl. Anwaltskosten) herangezogen werden. Weitere Liquidität
lässt sich aus der Erhöhung der auf der Liegenschaft in G._ lastenden Hypo-
thek von derzeit Fr. 500'000.– (Urk. 6/13/25) ziehen, welche möglich und zumut-
bar erscheint. Mit Blick auf eine langfristige Lösung überzeugen denn auch die
Überlegungen der Vorinstanz zur Veräusserung dieser Liegenschaft (Urk. 6/42
S. 13). Weiter ist der Verkauf der im Haus in G._ und in einem Möbellager
eingelagerten Gegenstände in Betracht zu ziehen. Selbst wenn daraus kein
massgeblicher Erlös erzielt würde, resultiert durch den Wegfall der Lagerkosten
zumindest eine Entlastung des Budgets. Angesichts der gesamten Vermögenssi-
tuation der Klägerin ist sie weder als bedürftig noch als mittellos anzusehen; die
Verwertung der erwähnten Vermögenswerte ist ihr mit Hilfe einer Vertretung zu-
mutbar. Folglich sind die Voraussetzungen für eine Verpflichtung des Beklagten
zum Ersatz der Verfahrenskosten resp. für die Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege nicht erfüllt. Beide Gesuche sind daher für das Berufungsverfahren
abzuweisen.
- 22 -
V.
1. Die Vorinstanz hat in Anwendung von Art. 104 Abs. 3 ZPO den Ent-
scheid über die Kosten- und Entschädigungsfolgen dem Endentscheid vorbehal-
ten (Urk. 2 S. 17). Dabei hat es sein Bewenden.
2.1. Die Klägerin unterliegt im Berufungsverfahren zur Hälfte. Ausgangs-
gemäss sind den Parteien die Gerichtskosten je zur Hälfte aufzuerlegen und die
Parteientschädigungen wettzuschlagen (Art. 106 Abs. 2 ZPO).
2.2. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung der
§ 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 2, § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 der
Gebührenverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 auf Fr. 3'000.–
festzusetzen.