# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f1c9133d-0eb2-4ce0-9867-049f9699f646
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Das Baudepartement des Kantons St. Gallen, vertreten durch das Hochbauamt,
schrieb am 12. September 2016 unter anderem die Beschaffung von Fenstern aus
Holz/Metall (BKP 2211) beim Teilabbruch und Ersatzneubau des Landwirtschaftlichen
Zentrums Salez im offenen Verfahren aus (ABl 2016, S. 2566 ff.). In den
Ausschreibungsunterlagen wurden als Zuschlagskriterien in absteigender Reihenfolge
die Qualität, die Referenzen, der Preis und die Sicherstellung des Ausbildungsstandes
einer Berufsgattung (Lehrlingsausbildung) genannt.
Innert der bis 26. Oktober 2016 angesetzten Frist reichten fünf Anbieter – darunter die
Scherrer Schreinerei AG und die Etter Fenstertechnik GmbH & Co KG – je eine Offerte
ein. Nachdem am 27. Oktober 2016 die Offerten geöffnet, weitere Abklärungen
eingeholt und am 3. Februar 2017 die offerierten Preise unter anderem der Scherrer
Schreinerei AG von CHF 966‘833.60 auf CHF 984‘305.65 und der Etter Fenstertechnik
GmbH & Co. KG von CHF 741‘465.36 auf CHF 742‘839.10 bereinigt worden waren,
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/13
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St.Galler Gerichte
erstellte das Hochbauamt am 22. März 2017 den Zusammenzug der Nutzwertanalysen.
Die Regierung entschied am 11. April 2017 über den Zuschlag und ermächtigte das
Hochbauamt, die Verfügung zu eröffnen. Am 24. April 2017 erteilte Letzteres den
Zuschlag zum Preis von CHF 742‘839.10 (inklusive Mehrwertsteuer) der Etter
Fenstertechnik GmbH & Co. KG, deren Angebot mit 290 Punkten bewertet worden war.
Das Angebot der Scherrer Schreinerei AG hatte 270 Punkte und damit den dritten Rang
erzielt.
B. Die Scherrer Schreinerei AG (B 2017/87; Beschwerdeführerin) erhob gemeinsam mit
den übrigen, nicht berücksichtigten Anbieterinnen (B 2017/86, 88 und 89) mit Eingabe
vom 3. Mai 2017 (Datum des Poststempels) gegen die am 24. April 2017 versandte
Zuschlagsverfügung desselben Datums des Baudepartements (Vorinstanz)
Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragten, der Vergabeentscheid sei unter
Gewährung der aufschiebenden Wirkung aufzuheben und die Angelegenheit zur neuen
Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Mit verfahrensleitender Verfügung vom 4. Mai 2017 wurde der Vorinstanz der
Abschluss des Vertrags vorläufig untersagt. Mit Vernehmlassung vom 11. Mai 2017
beantragte die Vorinstanz die Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung; die
Etter Fenstertechnik GmbH & Co KG (Beschwerdebeteiligte) verzichtete
stillschweigend auf eine Vernehmlassung dazu. Am 18. Mai 2017 wies der Präsident
des Verwaltungsgerichts das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung ab. Die
amtlichen Kosten der Verfügung von CHF 2‘000 wurden den Gesuchstellerinnen je zu
einem Viertel auferlegt. Die Vorinstanz schloss am 24. Mai 2017 den Vertrag mit der
Etter Fenstertechnik GmbH & Co KG ab. Am 7. Juni 2017 wurden die Beschwerden in
den Verfahren B 2017/88 und B 2017/89 wegen Nichtleistens des Kostenvorschusses
abgeschrieben.
Mit Eingabe vom 12. Juni 2017 hielt die Vorinstanz am in der Vernehmlassung vom
11. Mai 2017 gestellten Antrag auf vollumfängliche Abweisung der Beschwerde fest,
soweit darauf einzutreten sei. Die Beschwerdegegnerin verzichtete wiederum
stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Die Beschwerdeführerin erhielt Gelegenheit
zur Stellungnahme, wovon sie keinen Gebrauch machte. Auf die Ausführungen der
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Beschwerdeführerin und der Vorinstanz zur Begründung ihrer Anträge und die Akten

## Considerations

wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
1.1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 5 Abs. 2
des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche Beschaffungswesen;
sGS 841.1, EGöB). Da der Zuschlag auf einem Beschluss der Regierung beruht,
beurteilt das Verwaltungsgericht die Angelegenheit in Fünferbesetzung (Art. 18 Abs. 3
Ingress lit. b Ingress und Ziff. 2 des Gerichtsgesetzes; sGS 941.1).
1.2. Mit Regierungsbeschluss vom 11. April 2017/Nr. 241 ermächtigte die Regierung
die Vorinstanz, den Zuschlag zu verfügen (vgl. act. 8/24). Der entsprechende Beschluss
liegt einerseits nicht bei den Akten, und die Vorinstanz hat andererseits von dessen
Zustellung an die Anbieter abgesehen. Bei diesem Vorgehen liesse sich die Frage
stellen, ob die gemäss Finanzhaushaltsverordnung (sGS 831.1, FHV) für eine
Vergabesumme in der vorliegenden Grössenordnung zuständige Regierung die
(selbständige) Verfügung des Zuschlages überhaupt an die Vorinstanz delegieren
konnte. Bei Bejahung dieser Frage wäre sodann weiter zu prüfen, ob zusammen mit