# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3f2c7caa-f76d-46b8-8255-08d1735583f8
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Eidgenössische Zollverwaltung (nachfolgend «EZV») am 22. Juni 2015
gegen die Kommanditgesellschaft A. wegen des Verdachts der Widerhand-
lungen gegen das Zollgesetz vom 18. März 2005 (ZG; SR 631.0) sowie ge-
gen das Bundesgesetz vom 12. Juni 2009 über die Mehrwertsteuer (Mehr-
wertsteuergesetz, MWSTG; SR 641.20) eine Zollstrafuntersuchung eröffnete
(Gesuchsbeilage I.4);
- sie am 30. Juni 2015 bei A. eine Hausdurchsuchung durchführte und auf
entsprechende Einsprache des unbeschränkt haftenden Gesellschafters mit
Einzelunterschrift B. eine Reihe verschiedener Unterlagen und einen elekt-
ronischen Datenträger sicherstellte (Gesuchsbeilagen I.6, I.8, I.11, I.13,
I.14);
- die EZV am 23. Juli 2015 der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
das entsprechende Gesuch um Entsiegelung unterbreitete (act. 1);
- B. diesbezüglich mit Eingabe vom 19. August 2015 erklären liess, er ziehe
seine Einsprache gegen die Durchsuchung der sichergestellten Dokumente
und elektronischen Datenträger zurück, womit das Gesuch hinfällig werde
(act. 5).

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- Widerhandlungen gegen das Zollgesetz nach diesem und nach dem VStrR
verfolgt und beurteilt werden, wobei die Gesuchstellerin die verfolgende und
beurteilende Behörde ist (Art. 128 ZG);
- sich bezüglich der Widerhandlungen gegen das Mehrwertsteuergesetz die
Anwendbarkeit des VStrR aus Art. 103 Abs. 1 MWSTG ergibt und die Straf-
verfolgung bei der Einfuhrsteuer ebenfalls der Gesuchstellerin obliegt
(Art. 103 Abs. 2 MWSTG);
- die Beschwerdekammer über die Zulässigkeit der Durchsuchung von Papie-
ren zu entscheiden hat (Art. 50 Abs. 3 VStrR);
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- die Gesuchsgegnerin, handelnd durch ihren unbeschränkt haftenden Gesell-
schafter mit Einzelunterschrift, im Rahmen ihrer Eingabe vom 19. Au-
gust 2015 (act. 5) ihre Einsprache gegen die Durchsuchung der sicherge-
stellten Unterlagen und Datenträger zurückzog;
- das vorliegende Verfahren daher zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt
abzuschreiben ist (vgl. hierzu zuletzt die Beschlüsse des Bundesstrafge-
richts BE.2014.10 vom 17. September 2014 und BE.2014.6 vom
22. Juli 2014);
- unter den vorliegenden Umständen keine Gerichtskosten zu erheben sind
(vgl. Art. 66 Abs. 2 BGG analog; vgl. hierzu TPF 2011 25 E. 3);
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