# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 77f6175f-059f-4e63-8888-dc6759f1c533
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1972, war zuletzt von
Oktober 2012
bis Dezember 2014
(letzter effektiver Arbeitstag 12. September 2014) in der
Y._
AG
in
Z._
als
Produktionsmitarbeiterin
(manuelle Handarbeiten und Montagetätig
keiten/Arbeiten unter Mikroskop)
in einem
100
%-Pensum angestellt (
vgl. Arbeit
geberfragebogen vom 9. März 2015, Urk. 9/18
).
Am
27. Januar 2015 (Eingangsdatum)
meldete sich die Versicherte bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf
Kopf- und Rückenschmerzen sowie Depressionen
zum Bezug von Leistungen der Invaliden
ver
sicherung an (Urk. 9/7
). Die IV-Stelle
klärte die erwerblichen und medi
zi
ni
schen Verhältnisse ab und
veranlasste eine polydisziplinäre Begut
achtung durch
das
Begutachtungszentrum A._
(Urk.
9/58
)
, gestützt worauf sie
mit V
er
fügung vom 5.
Juli 2017
bei einem ausgewiesenen Invaliditätsgrad von 20 % einen Renten
an
spruch
verneinte (Urk. 9/81).
1.2
Am 28. Mai 2018 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 9/83, Urk. 9/95).
Von der IV-Stelle darauf hinge
wiesen, dass
sie
zur Glaubhaftmachung einer gesundheitlichen Verän
de
rung entsprechende aktuelle Beweismittel beibringen müsse (Urk.
9/96
), liess
die
Versicherte aktuelle Arztberichte zu den Akten reichen (Urk.
9/97, Urk. 9/99
).
In der Folge holte die IV-Stelle weitere Arztberichte (Urk. 9/103, Urk. 9/108, Urk. 9/112) sowie einen Auszug aus dem
Individuellen Konto der Versicherten
(IK-Auszug, Urk. 9/100) ein. Dr. med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie sowie Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), nahm am 8. Oktober 2019 abschliessend Stellung (vgl. Feststellungsblatt, Urk. 9/113 S. 6 f.). Gestützt darauf
und von keiner wesentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgehend, verneinte die IV-Stelle nach durch
ge
führtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 29. Oktober 2019 [Urk. 9/114], Einwand vom 26. November 2019 [Urk. 9/118] sowie ergänzend 15. Ja
nuar 2020 [Urk. 9/120]) mit Verfügung vom 24. März 2020 einen Anspruch auf eine In
va
li
denrente (Urk. 9/122).
1.3
Unter Beilage diverser Arztberichte (Urk. 9/123-125) stellte die Versicherte am 6. Mai 2020 ein Gesuch um Wiedererwägung der Verfügung vom 24. März 2020 (Urk. 9/126).
Am 14. Mai 2020
hob die IV-Stelle die Verfügung vom 24. März 2020 vor Ablauf der Beschwerdefrist wiedererwägungsweise auf (Urk. 9/132)
und holte aktuelle Arztberichte ein (Urk. 9/134, Urk. 9/135, Urk. 9/139). In der Folge veranlasste sie eine polydisziplinäre Begutachtung durch die
C._
AG, über welche am 5. Juli 2021 berichtet wurde (Urk. 9/150). Ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 20 % verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 24. September 2021 (Vorbescheid vom 23. Juli 2021, Urk. 9/153) einen Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 9/158 =
Urk. 2).
2.
Gegen die Leistungsabweisung erhob die Versicherte am 6. Oktober 2021 Beschwerde und beantragte eine neue Beurteilung (Urk. 1). Mit Gerichtsverfügung vom 13. Oktober 2021 wurde der Beschwerdeführerin eine Nachfrist zur Be
nen
nung eines klaren Rechtsbegehrens, Begründung ihrer Beschwerde sowie zur Einreichung des angefochtenen Entscheids angesetzt (Urk. 3). Die Be
schwer
de
führerin reichte mit Eingabe vom 25. Oktober 2021 (Urk. 5) eine Beschwerde
ergänzung ein und beantragte sinngemäss, die angefochtene Verfügung sei aufzu
heben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihr eine Rente der Inva
lidenversicherung zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte sie, es sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 8. Dezember 2021 (Urk. 8) auf Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 10. Dezember 2021 wurde der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 11). Am 15. Februar 2022 (Eingangsdatum) reichte die Beschwerdeführerin den Arzt
be
richt vom Zentrum für Mikroneurochirurgie vom 2. Februar 2022 (Urk. 12) zu den Akten, was der Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (Urk. 13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
70 % auf eine ganze Rente (Art.
28 Abs. 2 IVG in der vorliegend anwendbaren, bis 31. Dezember 2021 in Kraft gewesenen Fassung)
.
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die
Invalidenversicherung [IVV]
), so ist im Beschwerde
verfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts I 659/04 vom 9. Februar 2005 E. 1.1).
1.4
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 24. September 2021 (Urk. 2) hielt die Beschwer
de
gegnerin fest,
medizinische Abklärungen hätten ergeben, dass
eine ge
sundheitliche Verschlechterung nicht ausgewiesen sei. Vielmehr sei eine leichte Verbesserung auf rheumatologischem Gebiet
gegeben
und es bestehe neu eine Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer leidensangepassten Tätigkeit. Damit könne die Beschwerdeführerin ein rentenausschliessendes Einkommen erwirt
schaften.
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde vom 6. Oktober 2021 (Urk. 1) sowie ergänzend am 25. Oktober 2021 (Urk. 5) gel
tend,
sie habe Hals- und Lendenwirbelsäulenschmerzen, Kopfschmerzen sowie schmerz
hafte Bewegungseinschränkungen im Schultergelenk und trotz langwieriger The
rapien keine Besserung der Symptome erfahren. Sie könne deshalb nicht arbeiten.
2.3
Die Beschwerdegegne
rin ist auf die Neuanmeldung der
Beschwerdeführer
in
vom
28. Mai 2018
(Eingangsdatum,
Urk. 9/83, Urk. 9/95
) eingetreten. Streitig und zu prüfen ist demnach, ob seit der mit Verfügung vom
5. Juli 2017
(Urk.
9/81
) erfolgten Ren
ten
abweisung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
24.
September 2021
(Urk. 2) eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Ver
schlech
terung des Ge
sund
heitszustands de
r Beschwerdeführerin
eingetreten ist.
3.
3.1
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die
leistungsverneinende Verfügung
vom
5. Juli
2017 (Urk.
9/81
), welcher in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen
das Gutachten des
A._
vom 9.
Mai
2016 zugrunde lag (Urk. 9/58).
3.2
Die Gutachter hielten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit fest (Urk. 9/58 S. 59):
-
Akzentuierte,
histrionische
Persönlichkeitszüge (ICD-10: Z73.1)
-
Somatisierungsstörung (ICD-10: F45.0)
-
Chronische
Hemikranie
links mit
migrän
i
eformen
Anteilen
-
DD:
cervikogene
Kopfschmerzen, chronische Migräne (ICD-10: G43.9, M47.22)
-
Cervikalsyndrom
ohne Hinweise für eine sensomotorische
radikuläre
Aus
fallssymptomatik (ICD-10: M46.22)
-
Lumbovertebralsyndrom
ohne Hinweis für eine lumbale
radikuläre
senso
motorische Ausfallssymptomatik (ICD-10: M51.2).
3.3
Der psychiatrische Gutachter konstatierte,
die Beschwerdeführerin leide seit Jah
ren an multiplen wiederholt auftretenden und wechselnden körperlichen Symp
tomen, weshalb von einer Somatisierungsstörung auszugehen sei.
Es müsse aller
dings au
ch eine gewisse Aggravationsten
denz angenommen werden, indem sich die Beschwerdeführerin gesundheitlich deutlich angeschlagener darstelle, als im klinischen Eindruck feststellbar. Sie
sei dabei
auf ihr Rückenleiden fixiert. Eine relevante be
glei
ten
de depressive Fehlentwicklung liege nicht vor. Es könne zwar nicht ausge
schlos
sen werden, dass die Beschwerde
führerin in früheren Jahren eine depressive Epi
sode gehabt habe, diese sei gegenwärtig jedoch als remit
tiert
einzustufen. Die affek
tive und ängstliche Be
gleit
symptomatik sei im Zusammen
hang mit der So
mati
sie
rungs
störung zu sehen, wobei weder die depressive Stö
rung noch die affektive Störung stark ge
nug ausgeprägt seien, als dass eine allei
nige Diagnose einer rezi
divierenden depressiven Störung oder einer rele
van
ten depressiven Er
krankung gestellt wer
den könne. Auch eine Angststörung kön
ne nicht diagnos
tiziert wer
den, wenn auch die Beschwerdeführerin eine etwas unspe
zi
fische
So
ma
tisie
rungs
neigung
mit ängstlicher Verarbeitung von Sympto
men aufweise
(S
. 32-34
). Betreffend Arbeitsfähigkeit führte der psychiatrische Gut
ach
ter aus, aus psychiatrischer Sicht sei die Beschwerdeführerin zu 80 % arbeitsfähig. Sie könne 7 Stunde
n
täglich in jeder dem Körperleiden angepassten Tätigkeit ein
gesetzt werden und es käme jede Hilfsarbeitertätigkeit in Frage (S. 38).
3.4
Im Rahmen der neurologischen Begutachtung habe die Beschwerdeführerin über links lumbale Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die rechte untere Extremität sowie über linksseitige Nackenschmerzen mit Ausstrahlung in die obere Brust
wirbelsäule, die linke Schulter und in die linke Kopfhälfte berichtet, wobei die Kopfschmerzen bezüglich Schmerzintensität am stärksten seien. Hier bestehe zu
sätzlich auch eine Lärm- und Lichtempfindlichkeit, gelegentlich Übelkeit.
Der neurologische Gutachter hielt fest, die Beweglichkeit der Halswirbelsäule (HWS) sei
endgradig
schmerzhaft eingeschränkt mit Angabe von linksseitigen Nackenschmerzen. Der Nacken- und Schürzengriff sei beidseitig möglich. Der
unkorrigierte
Fernvisus
habe bei fingerperimetrisch intaktem Gesichtsfeld,
isokoren
und reaktiven Pupillen sowie normaler Augenmotilität, beidseitig 1,0 betragen. Der Befund der übrigen Hirnnerven sei unauffällig. Eine Gang- oder
Extremitä
ten
ataxie
sei nicht vorhanden. Die Muskeleigenreflexe hätten symmetrisch ausge
löst werden können,
der Muskeltonus sei normal und ein
Babinski
habe sich nicht gefunden. Paresen hätten im Bereich der oberen und unteren Extremitäten nicht nachgewiesen werden können. Ebenso wenig
ein Trendelenburg
,
Lasègue
oder umgekehrtes
Lasèguezeichen
. Bei der Sensibilitätsprüfung sei eine verminderte Berührungs- und Schmerzempfindung im Bereich des linken volaren Kleinfingers angegeben worden. Dies sei seit einer Verletzung mit Beteiligung der Nerven und Sehnen vorhanden. Zusammenfassend leide die Beschwerdeführerin unter einer chronischen linksseitigen
Hemikranie
(ca. 2 Wochen pro Monat) mit
migränie
formen
Anteilen. Zusätzlich bestehe
ein linksbetontes
Cervikalsyndrom
, klinisch ohne Hinweise auf eine
cervikale
radikuläre
sensomotorische Ausfallsympto
matik. Bei den Kopfschmerzen
sei
eine chronische Migräne
möglich
, wobei eine zusätzliche
cervikogene
Kopfschmerzsymptomatik nicht aus
geschlossen werden könne. Daneben bestehe ein
Lumbovertebral
syn
drom
mit anamnestisch immer wieder auftretender
Lumboischialgie
rechts,
klinisch ohne Hinw
e
i
se für eine lum
bale
radikuläre
Reiz- oder sensomotorische Ausfall
s
sympto
matik. Bei der Sen
sibilitätsstörung im Bereich des linken volaren Kleinfingers
komme
eine
Ver
let
-
z
ung
der sensiblen Fingernerven
in Frage
.
Ungewöhnlich sei, dass die Be
schwer
de
führerin trotz hoher Schmerzintensität, keine entsprechende Medika
mente einnehme.
Betreffend Arbeitsfähigkeit äusserte der neurologische Gut
achter, aufgrund der chronischen linksseitigen
Hemikranie
, des
Cervikal
- und
Lumbo
verte
bralsyndroms
bestehe eine Beeinflussung der Arbeitsfähigkeit. Schwere und mittelschwere körperliche Tätigkeiten, Tätigkeiten in lauter Umgebung und grel
lem Licht seien der Beschwerdeführerin nicht zumutbar. Leichte körperliche Tätigkeiten, organisatorische und administrative Tätigkeiten in abwechslungs
rei
cher Stellung seien der Beschwerdeführerin jedoch ganztags zumutbar, wobei von einem erhöhten Pausenbedarf auszugehen sei, sodass in einer entsprechend adap
tierten Tätigkeit eine 80%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 47-49).
3.5
Aus dem rheumatologischen Teilgutachten ergibt sich, dass
die Beschwerde
führerin an deutlichen muskulären
Dysbalancen
am Schultergürtel beidseitig lei
de. Diese seien klinisch jedoch nicht derart ausgeprägt, dass dadurch eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit begründet werde.
In der aktuellen Untersuchung bestehe kein
Cervicalsyndrom
bei praktisch freier
Beweglichkeit der HW
S, fehlender Weichteilreaktion (kein paravertebraler Muskelhartspann
cervical
beidseitig, keine Irritationszonen) und auch bei fehlender lokaler Schmerzangabe. Auch die radiologisch bekannte Diskushernie LWK5/S1 biete derzeit klinisch keine Symptome. Dazu passend habe die Beschwerdeführerin auch festgehalten, dass die Kreuzschmerzen im Hintergrund stünden. Sowohl die physiothera
peutischen wie auch die medikamentösen Massnahmen würden als allesamt ohne günstigen Einfluss auf die Schmerzproblematik beschrieben werden. Obwohl ansonsten keine typischen Zeichen einer Schmerzfehlverarbeitung vorhanden seien, weise diese Anamnese in diese Richtung.
Zusammenfassend müsse aus rheumatologischer Sicht festgehalten werden, dass obwohl radiologisch multisegmentale degenerative Veränderungen an der Hals
wirbelsäule und eine
lumbo-sacrale
Diskopathie
bekannt seien, in der klinischen Untersuchung keine entsprechenden Befunde vorliegen würden. Im Vordergrund stünden bezüglich des rheumatologischen Fachbereichs die lokalisierten weich
teilrheumatischen Beschwerden im Sinne der muskulären
Dysbalance
, die kli
nisch aber nicht derart ausgeprägt seien,
als
dass sie das beschriebene Schmerz
syn
drom und auch negative Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
zu
begründen
vermögen
.
In diesem Zusammenhang sei auch festzuhalten, dass die Beschwerde
führerin gemäss eigenen Angaben derzeit Arbeitslosengelder beziehe und eine Arbeitsstelle suche. Dabei sei aus rheumatologischer Sicht
zu beachten
, dass
sie keine Tätigkeiten mit
spezifischer Belastung der Hals- oder Lendenwirbel
säule
(keine Zwangshaltungen vornüber geneigt oder
rekliniert
oder wiederholte Über
kopf
arbeiten sowie Tätigkeiten mit repetitiven Torsionsbewegungen bezüglich HWS und LWS)
suche.
Zu empfehlen seien Tätigkeiten mit in der Regel leichten bis intermittierend mittelschweren Gewichtsbelastungen. Aufgrund der degene
ra
tiven Veränderungen nicht zumutbar sei körperliche Schwerarbeit
(S. 55-57)
.
3.6
Gesamtmedizinisch sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführerin schwere und ständig mittelschwere körperliche Tätigkeiten, Tätigkeiten in lauter Umgebung und grellem Licht nicht zumutbar seien. In einer leichten bis intermittierend mittelschweren Arbeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Die aus neuro
logischer und psychiatrischer Sicht gemachten Einschränkungen seien nicht additiv zu sehen (S. 62).
4.
4.1
Im Zusammenhang mit der Neuanmeldung der Beschwerdeführerin vom 28. Mai
2018 liegt insbesondere das
C._
-Gutachten vom 5. Juli 2021 (Urk. 9/150) vor.
Darin werden die bis zur Begutachtung der Beschwerdeführerin aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk.
9/150 S. 16 ff.
) weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.
4.2
Aus dem rheumatischen Teilgutachten ergibt sich, dass die degenerativ bedingten schmerzhaften Veränderungen der Wirbel
säule sowie eine Funktionsein
schrän
kung der Schultergelenke
im Vordergrund
stehen.
Die rheu
ma
tologische G
utach
terin konstatierte,
im Rahmen der
MRI-Schulter
arthrografie
rechts vom 12.
Novem
ber 2020 sei neben einer aktivierten AC-Arthro
se auch eine Bursitis
subacro
mialis
et
subdeltoidea
, eine
mässiggradige
Ansatztendinose
der ansonsten intak
ten
Supraspinatussehne
, eine SLAP II Läsion und eine
Pulley
-Läsion mit intersti
tiel
ler Oberrand-Läsion der
Subscapularissehne
und konseku
tiver, diskreter media
ler Subluxation der intakten langen
Bizeps
sehne
zur Darstel
lung gekom
men. Aktuell gebe es jedoch keinen Hinweis auf eine
glenohumerale
Instabilität. In den aktuellen Röntgenbildern der HWS zeige sich eine fo
r
t
ge
schrittene ventrale Spondylose C4/C5, C5/C6 und insbesondere C6/C7 sowie links
betonte
Unkoverte
bral
arthrosen
in den kaudalen Anteilen.
Weiter sei aus bildgebenden Befunden
der LWS
vom 5. Mai 2021 eine deutliche
Chondrose
L5/S1 und TH11/TH12,
leichtmässige
spondylotische Veränderungen TH11/TH12 und L1-L5 mit tief
lum
balbetonten Facettengelenks
arthrosen und leicht degenerativen Veränderungen der ISG beidseits zu sehen. Eine Funktionseinschränkung bestehe bei der Unter
suchung jedoch nicht, obwohl die Beschwerdeführerin Funktionsschmerz lumbal wiederholt angegeben habe. Klinisch bestehe kein Hinweis auf eine
neuroradi
kuläre
A
usfallssymptomatik.
Die seitenvergleichende Umfangmessung ergebe keine pathologische Differenz, sodass die längerfristige Schonung eines Armes oder Beines mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kön
ne. Ein
Fibromyalgiesyndrom
gemäss
den Kriterien des ACR liege zum heu
tigen Zeitpunkt nicht vor. Nach Angaben der Beschwerdeführerin bestehe keine aus
geprägte Tagesmüdigkeit.
Vereinzelt seien
Myo
ge
losen
am Weichteilapparat zu tasten. Eine
myostatische
Insuffizienz und mus
ku
läre
Dekonditionierung
bestehe nicht
. Hinweise auf eine entzündlich
-rheu
ma
tische Grunderkrankung gebe es
ebenfalls
keine,
weder
in der
Aktenlage
noch
aufgrund der Angaben der Be
schwer
de
führerin oder der
aktuellen
Untersuchungsbefunde
und Laborpara
meter
. Keines der Gelenke weise eine Rötung, Überwärmung, Ergussbildung oder Kapsel
schwellung auf. Die aktuellen Laborparameter würden keine entzündliche Akti
vi
tät zeigen und auch in den Akten werde kein mögliches Vorkommen einer entzündlich-rheumatischen Grunderkrankung in den Raum gestellt oder disku
tiert. Die Gutachterin diagnostizierte ein
Zervikalsyndrom
so
wie ein
Lumbo
verte
bralsyndrom
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die mus
kulären
Dysba
lancen
sowie die initiale Gonarthrose rechts seien ohne Relevanz für die Ar
beits
fähigkeit (S. 37f.).
Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
als Produktions
mitar
bei
terin
sei der Beschwerdeführerin bei vollzeitlicher Anwesen
heit aufgrund ver
mehr
ter Pau
sen zu 80 % zumutbar. Eine leicht
e bis
mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit sei ihr unter Berücksichtigung des Belastungsprofils (keine Überkopf
arbeiten, kein lang
andauerndes Arbeiten in Wirbelsäulen
zwangs
hal
tungen) hin
ge
gen in
einem 100%-Pensum zumutbar (S.
41).
4.3
Die psychiatrische Gutachterin führte aus,
im Vordergrund stehe eine Schmerz
symptomatik im Bereich des Rückens und des Kopfes. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, seit Dezember 2019 in ambulanter psychiatrischer Behandlung zu sein, dies aber nur, um eine Bescheinigung
für die IV zu bekommen, welche
eine psychiatrische Behandlung fordere.
Zum Zeitpunkt der psychiatrischen Un
ter
suchung seien die Kriterien
gemäss
ICD-10 für eine depressive Episode -
getrübte Stimmung, Interessen- oder Freudeverlust, verminderter Antrieb oder gesteigerte Ermüdbarkeit - nicht in ausreichendem Schweregrad erfüllt gewesen. Da in den Unterlagen bereits eine depressive Episode ausgewiesen sei, sei aktuell von einer depressiven Episode, gegenwärtig remittiert (ICD-10:
F32.4) auszu
gehen. Diese diagnostische Einschätzung werde auch durch die fehlende antide
pressive Medikation gestützt.
Die Gutachterin nannte keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die chronische Schmerz
störung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41) sowie die depressive Episode, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F32.4) wären ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit
(S. 50
f.)
.
Rein psychiatrisch betrachtet bestehe keine Leis
tungs
minderung, weder in der letzten, noch in einer leidensadaptierten Tätig
keit
. Die psychiatrische Gutachterin attestierte der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(S. 54
f.
).
4.4
Im Rahmen der neurologischen Untersuchung habe die Beschwerdeführerin über
seit 8 Jahren bestehende Migräne geklagt und über seither bestehende Nacken- und LWS-Schmerzen berichtet, welche diffus in beide Beine mit linksseitiger Betonung ausstrahlen würden.
Der neurologische Gutachter hielt fest, der klinisch-neurologische Untersuchungsbefund zeige einen normalen Hirnnerven
status, bis auf die Angabe einer strikt median begrenzten
Hemihypästhesie
und
Hemihypalgesie
im Gesicht ohne statische und dynamische
Berührungsallodynie
.
Nervale
Dehnungszeichen hätte
n
weder zervikal noch lumbal vorgelegen. Ebenso wenig würden manifeste oder latente Paresen bestehen. Die Reflextätigkeit sei auf normalem mittellebhaftem Niveau
und die koordinativen Funktionen seien insgesamt regelrecht
. Hinweise auf eine Rückenmarksschädigung gebe es keine. Bei der Überprüfung der Sensibilität sei bis auf
die genannte
Hemihypästhesie
und
Hemihypalgesie
ein normale
s
Empfinden angegeben worden.
Auch in vege
tativer Hinsicht hätten sich keine organpathologischen Auffälligkeiten gefunden.
Zusammenfassend liege aktenkundig und der Anamnese folgend am ehesten eine komplexe Kopfschmerzsymptomatik vor, wobei es sich wahrscheinlich um eine Migräne ohne Aura handle, welche eine ausgeprägte funktionelle und Span
nungs
komponente habe. Dies sei jedoch ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit
.
Es handle sich sowohl bei der Migräne ohne Aura als auch bei Spannungs
kopfschmerzen um grundsätzlich behandelbare Entitäten, die zu keiner dauer
haften Einschränkung der Leistungsfähigkeit und Arbeitsfähigkeit führen würden
(S. 64
f.)
.
4.5
Der
internistische
Gutachter konstatierte,
von der Beschwerdeführerin werde eine chronische Gastritis angegeben.
Diesbezüglich bestehe aber aktuell kein rele
van
ter Leidensdruck und keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 77).
4.6
Im Rahmen der Konsensbeurteilung hielten die
C._
-Gutachter fest, die 80%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Produktionsmitarbeiterin gelte
seit dem
A._
-Gutachten, ab der aktuellen Untersuchung jedoch nur mehr aus rein rheumatologischen Gründen. Aus psychiatrischer Sicht sei von einer Bes
serung des Zustandes auszugehen. Ebenso könne aus neurologischer Sicht keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt werden.
Dies abweichend zum Vorgutachten.
Statt
dessen würden die rheumatologischen Diagnosen zu einer geringen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führen. In
der
Summe ändere sich angestammt nichts, adap
tiert komme es
- unter Berücksich
tigung des Belastungsprofils -
zu einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf 100 %
(S. 13)
.
5.
5.1
In der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) stützte sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das polydisziplinäre Gutachten der
C._
vom 5. Juli 2021.
5.2
Das
C._
-Gutachten vom 5. Juli 2021 (Urk. 9/150) vermag die an eine beweis
kräftige ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (vgl. E.
1.4
). Es beruht auf sorgfältigen,
fachärztlichen
Untersuchungen
(Urk.
9/150 S.
33-35
, S. 49
f., S. 62-64, S. 76
f.
)
und wurde unter Berücksichti
gung der geklagten Beschwerden
(Urk. 9/150
S.
29
f.
, S. 46, S. 60
f., S. 73
f.
)
sowie in
Kenntnis und
Auseinandersetzung mit der medizinischen Aktenlage
(Urk.
9/150
S.
16-27)
und
der Ergebnisse der eigens veranlassten
Röntgenbefunde der HWS und LWS (S. 88-94)
abgegeben. Die Gutachter legten die medizinischen Zusam
men
hänge und die medizinische Situation einleuchtend dar
(Urk. 9/150
S.
37
, S. 50
f., S. 64, S. 77)
und begründeten ihre Schlussfolgerungen
(Urk. 9/150
S.
38
f.,
S. 51-54, S. 65-67, S. 78
f.)
nachvollziehbar.
Das Gutachten der
C._
erfüllt damit grundsätzlich die Anforderungen an eine voll beweiswertige medizi
nische Expertise
.
Im Besonderen nehmen die Gutachter explizit zu allfälligen Veränderungen seit der ersten Begutachtung 2016 ausführlich Stellung (Urk. 9/150 S. 11 f.)
5.3
Die
von den
C._
-
Gutachtern
festgehaltenen Diagnosen eines
Lumbovertebral
syn
drom
s
sowie
Zervikal
syndrom
s
(vgl. E.
4.
2
h
iervor)
werden
durch die medi
zi
nische Einschätzung von PD Dr. med.
D._
, Facharzt für Neurochirurgie FMH, gestützt
(vgl. Arztbericht vom 20. April 2020, Urk. 9/134/10)
und waren bereits bei der letztmaligen Begutachtung durch das
A._
im Mai 2016 bekannt (vgl. E. 3.2).
In diesem Zusammenhang ist jedoch zu beachten, dass eine re
vi
sions
be
gründende Änderung des Gesundheitszustands auch dann gegeben sein kann, wenn sich ein Leiden bei gleicher Diagnose in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ver
ändert hat (vgl. BGE 141 V 9 E.
6.3.2 mit Hinweis).
Diesbezüglich brachte
die
Beschwerdeführer
in
vor,
dass sich
die Schmerz
symptomatik seit der Begutachtung
durch das
A._
massiv ver
schlech
tert
habe
(Urk. 5).
Dr. med.
E._
, Facharzt für Neuro
chirurgie FMH, erachtete die Beschwerde
führerin
ebenso
in erster Linie auf
grund der Schmerzen im Bereich der HWS und LWS mit Ausstrahlung in die Ex
tremitäten sowie aufgrund der Kopfschmerzen in ihrer Ar
beitsfähigkeit einge
schränkt und attestierte ihr
in einer angepassten Tätigkeit
(leichte, wechsel
belas
ten
de Tätigkeit ohne Heben und Tragen von schweren Sachen)
auf Dauer eine 50%ige Arbeits
unfähigkeit
. In seinem zu Händen der Beschwerdegegnerin ausge
füllten Arzt
bericht vom 4. August 2020 (Urk. 9/135) hielt er jedoch eine seit Jah
ren un
verändert bestehende Symptomatik fest.
Dr. med.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
äusserte einen Verdacht auf eine emotional-instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Typ (ICD-10: F60.30),
er
ach
tete die Beschwerdeführerin
im Wesentlichen jedoch
ebenfalls
aufgrund der Schmerz
symptomatik in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt
und attestierte ihr in einer leidensangepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 2-3 Stunden pro Tag
(vgl. Arzt
bericht vom 9. De
zember 2020, Urk. 9/139).
K
onkrete Anhalts
punkte für diese Verschlechterung
nannte er hingegen nicht. Vielmehr wies er wiederholt auf die fehlende Motivation
der Beschwerdeführerin sowie die bereits langandauernde Arbeitslosigkeit
und damit auf krankheitsfremde Faktoren
hin
.
Dass eine unveränderte Symptomatik besteht, ergibt sich denn auch aus den Ak
ten.
Im Rahmen der rheumatologischen Begutachtung habe die Beschwerde
führe
rin angegeben,
seit einem halben Jahr auch
Schmerzen in der
rechte
n
Schulter
zu haben und diese des
halb
nicht mehr richtig bewegen zu können
(Urk. 9/150 S. 29).
Eine Einschrän
kung der allgemeinen Mobilität beim An- und Entkleiden konnte dann allerdings nicht festgestellt werden. Auch das über Kopf An- und Ausziehen sei wiederholt mög
lich gewesen (Urk. 9/150 S. 32).
Abgesehen davon, hat die Beschwerde
füh
re
rin bereits gegenüber den
A._
-Gutachtern im Jahr 2016 v
on «
mega
Schmer
zen» im rechten Arm berichtet (Urk. 9/58 S.
21).
Weiter habe die Beschwerde
führerin
bei den
C._
-Gutachtern
über linksseitige Kopf
schmerzen mit Übelkeit und Er
brechen
sowie über Nackenschmerzen, die links frontal ausstrahlen wür
den,
ge
klagt (Urk. 9/150 S. 60).
Auch diesbezüglich ist keine Veränderung aus
zumachen, hat die Beschwerdeführerin i
m Rahmen der Explo
ra
tion durch die
A._
doch
angegeben, starke Schmerzen im Bereich der HWS und
des
Nacken
s
sowie Schulterschmerzen links
zu haben, die in den Hin
terkopf bis zum linken Auge aus
strahlen würden (Urk. 9/58 S. 39
, S. 21
). Ebenso geht aus dem Gutachten hervor, dass sie häufig an Mi
gräne und Kopfschmerzen leide und teilweise auch mit Erbrechen reagiere (Urk. 9/58 S. 23).
Schliesslich äusserte die Beschwerdeführerin gegenüber den
C._
-Gutachtern, dass die Schmerzen in der LWS permanent vorhanden seien und bis in die Beine ausstrahlen würden (Urk. 9/150 S. 61). Von lumbalen Rücken
schmerzen, die in die Beine ausstrahlten, berichtete die Beschwerde
füh
re
rin auch im R
ahmen der neurologischen
Begutachtung im Jahr 2016 (Urk. 9/58 S.
39
). Insgesamt
handelt es sich hierbei um ein im Wesentlichen unverändertes Beschwerdebild
. Schliesslich
ist darauf hinzuweisen, dass Schmerzen,
Druck
dolenzen
, klinisch feststellbare Bewegungseinschränkungen,
Muskulatur
verhär
tungen
und Verspannungen jedenfalls aus juristischer Sicht für sich allein kein klar fassbares organisches Korrelat eines Beschwerdebildes zu begründen vermö
gen (vgl. etwa Urteil U 9/05 des damaligen Eidgenössischen Versicherungs
ge
richts vom 3.
August 2005 E. 4; Urteile des Bundesgerichts U 354/06 vom 4. Juli 2007 E. 7.2, U 328/06 vom 25. Juli 2007 E. 5.2 sowie 8C_369/2007 vom 6. Mai 2008 E. 3) und sich hieraus auch noch keine Arbeitsunfähigkeit ableiten lässt.
Letztlich ist auch hinsichtlich der psychiatrischen Symptomatik keine Ver
schlech
terung der funktionellen Leistungsfähigkeit dargetan.
Die Beschwerdeführerin gehe monatlich zwar einmal bei Dr.
F._
in psychiatrische Behandlung, dies allerdings nur
, damit sie
eine Bestätigung für die Invalidenversicherung bekomme (Urk. 9/150/ S. 46). Eine Verschlechterung der psychiatrischen Symptomatik wird dadurch nicht begründet.
5.4
N
ach dem Gesagten
kann
auf das Gutachten der
C._
vom 5. Juli 2021
ab
ge
stellt werden. Es ist somit erstellt, dass
die
Beschwerdeführer
in
in einer ange
passten Tätigkeit (
körperlich leichte
bis
mittelschwere
und
wechselbelastende
Tätig
keit
, ohne Überkopfarbeiten und ohne langandauernde Arbeiten in Wirbelsäulen
zwangshaltungen
) zu
10
0
% arbeits
fähig ist
(vgl. E. 4.2 und E. 4.6 hiervor)
.
Nach Lage der Akten ist eine Veränderung der krankheitsbe
dingten Ar
beits
un
fä
higkeit seit der letzt
maligen Überprüfung des Rentenan
spruchs im Sinne einer revisionsrechtlich relevanten Verschlechterung daher nicht mit dem Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Die den Anspruch auf eine Rente verneinende Verfügung vom 24. September 2021 besteht damit zu Recht und die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
6.1
Die
Beschwerdeführer
in
hat in
ihrer ergänzenden
Beschwerdeschrift unter Beilage
einer Unterstützungsbestätigung
durch die Sozialen Dienste Zürich
vom
2
5.
Okto
ber
2021 (Urk.
6
) de
s
Sozialzentrums
G._
ein Gesuch um unent
geltliche Prozessführung gestellt (Urk.
5
). Die Voraussetzungen zur
Be
will
li
gung
der unentgeltlichen Prozessführung gemäss § 16
Abs. 1
des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht (
GSVGer
) sind erfüllt.
Die
Beschwerde
führer
in
wird auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen, wonach
sie
zur Nachzahlung der ih
r
er
lassenen Rechtspflegekosten verpflichtet ist, sobald
sie
dazu in der Lage ist.
6.2
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind dabei nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
r
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen,
infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung jedoch einst
weilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.