# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5fe26ee9-43d1-4378-9075-cf8836399f14
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Mit Urteil vom 16. November 2020 betreffend Eheschutz (ZK1 19 1/3) regelte das Kantonsgericht von Graubünden neben anderen Punkten die Unterhaltspflicht von A._ gegenüber seinen Töchtern C._, D._ und E._, wobei es wie folgt erkannte:
5. A._ wird gerichtlich verpflichtet, an den Unterhalt der Kinder C._, D._ und E._ folgende, monatlich im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinder-, Familien- bzw. Ausbildungszulagen, zu bezahlen:
5.1. Für die Zeit vom 1. Juli 2019 bis zum 31. Juli 2019:
[...]
5.2. Für die Zeit vom 1. August 2019 bis zum 31. August 2021:
[...]
5.3. Für die Zeit ab 1. September 2021 für die weitere Dauer der Trennung:
- für C._ CHF 1'229.00 (davon CHF 1'075.00 Barbedarf, CHF 154.00 Betreuungsunterhalt);
- für D._ CHF 1'229.00 (davon CHF 1'075.00 Barbedarf, CHF 154.00 Betreuungsunterhalt);
- für E._ CHF 1'229.00 (davon CHF 1'075.00 Barbedarf, CHF 154.00 Betreuungsunterhalt).
5.4. Es wird festgestellt, dass A._ mangels Leistungsfähigkeit für die Zeit vom 1. Juli 2017 bis zum 30. Juni 2019 keine Beiträge an den Unterhalt von C._, D._ und E._ zu bezahlen hat.
5.5. Es wird festgestellt, dass der gebührende Unterhalt der Kinder (Barbedarf und Betreuungsunterhalt) wie folgt nicht gedeckt ist:
5.5.1. Für die Zeit vom 1. Juli 2017 bis 31. Juli 2018:
[...]
5.5.2. Für die Zeit vom 1. August 2018 bis 30. Juni 2019
[...]
B/a. Am 29. Oktober 2021 stellte A._ im mittlerweile hängigen Ehescheidungsverfahren vor dem Regionalgericht Maloja (Proz. Nr. 115-2020-18) ein Gesuch betreffend Erlass vorsorglicher Massnahmen (Proz. Nr. 135-). Er stellte folgende Anträge:
1. Dispositivziffer 5.4 des Eheschutzurteils ZK1 19 1/3 des Kantonsgerichts Graubünden vom 16. November 2020 sei aufzuheben und wie folgt neu zu fassen:
«Es wird festgestellt, dass A._ mangels Leistungsfähigkeit für die Perioden Juli 2017 bis und mit Juni 2019 sowie ab November 2021 keine Beiträge an den Unterhalt von C._, D._ und E._ zu bezahlen hat.»
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2. Dispositivziffer 5.5 des Eheschutzurteils ZK1 19 1/3 des Kantonsgerichts Graubünden vom 16. November 2020 sei durch eine zusätzliche Unterziffer 5.5.3 zu ergänzen:
«Für die Zeit ab 01. November 2021:
a) für C._ CHF 1'229.00 (davon CHF 1'075.00 Barbedarf, CHF 154.00 Betreuungsunterhalt);
b) für D._ CHF 1'229.00 (davon CHF 1'075.00 Barbedarf, CHF 154.00 Betreuungsunterhalt);
c) für E._ CHF 1'229.00 (davon CHF 1'075.00 Barbedarf, CHF 154.00 Betreuungsunterhalt).»
3. Das Verfahren sei bis zur rechtskräftigen Verfügung über die IV-Rente des Gesuchstellers zu sistieren.
4. Dem Gesuchsteller sei zu gestatten, seine Anträge nach Vorliegen der rechtskräftigen IV-Verfügung anzupassen und seine Begründung zu ergänzen.
5. (Gesuch betr. unentgeltliche Rechtspflege)
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten der Gesuchsgegnerin.
B/b. Die Kindesvertreterin, lic. iur. Diana Honegger, beantragte in ihrer Eingabe vom 12. November 2021, dass dem Gesuchsteller infolge unverständlicher bzw. mehrdeutiger Eingabe eine kurze Nachfrist zwecks Verbesserung der Rechtsschrift anzusetzen sei.
B/c. B._ verlangte in ihrer Vernehmlassung vom 18. November 2021 die kostenfällige Abweisung des Gesuchs, soweit überhaupt darauf eingetreten werden könne.
B/d. Mit Schreiben vom 29. November 2021 bezog A._ zu den Eingaben der Kindesvertreterin sowie von B._ Stellung.
B/e. Die Kindesvertreterin äusserte sich zur vorgenannten Stellungnahme mit Eingabe vom 1. Dezember 2021 und beantragte die Abweisung des Antrages, dass ab 1. November 2021 keine Unterhaltsbeiträge mehr an die Kinder zu bezahlen seien.
B/f. A._ stellte dem Regionalgericht Maloja mit Eingabe vom 23. Dezember 2021 die IV-Rentenverfügungen der SVA Graubünden zu, wobei die Kindesvertreterin mit Eingabe vom 13. Januar 2022 und B._ mit Eingabe vom 17. Januar 2022 dazu Stellung nahmen. Mit Schreiben vom 19. Januar 2022 hielt das Regionalgericht Maloja fest, dass die von B._ eingereichte Stellungnahme vom 17. Januar 2022 infolge Nichteinhaltung der vom Gericht
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angesetzten Frist bis zum 13. Januar 2022 unter Vorbehalt von Art. 296 ZPO nicht beachtet werde.
C. Mit Entscheid vom 8. Februar 2022, mitgeteilt gleichentags, erkannte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht Maloja wie folgt:
1. Das Gesuch um Erlass von vorsorglichen Massnahmen vom 29. Oktober 2021 wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten des Verfahrens in Höhe von CHF 800.- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, die Gesuchsgegnerin mit CHF 2'215.40, inkl. Spesen und MwSt., und die Kindsvertreterin mit CHF 516.90, inkl. Spesen und MwSt., ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations