# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d6212084-1751-4a78-bf63-1dd90e0d1c04
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Das Betreibungsamt Oberengadin/Bergell stellte am 21. Mai 2012 unter der Betreibungs-Nr. _ einen Zahlungsbefehl mit X._ als Schuldnerin und Y._ als Gläubigerin über Forderungen in der Höhe von CHF 1‘609‘707.20 zuzüglich 5% Zins seit dem 2. September 1997, CHF 2‘723‘055.05 zuzüglich 5% Zins seit dem 6. März 1998 und CHF 2‘337.50 für Arrest- und Betreibungskosten aus. Als Forderungsurkunde / Grund der Forderung war auf dem Zahlungsbefehl angegeben: „Urteil der Corte d’Appello di Milano vom 03.02.2010 samt Vollstreckbarerklärung vom 12.03.2011, Urteil des Bezirksgerichts Dietikon vom 18.04.2012, Urteil des Bezirksgerichts Maloja vom 3.5.2012, Arresturkunde vom 10.05.2012 (vollzogen am 04.05.2012)“. Der Zahlungsbefehl wurde der Schuldnerin am 29. Mai 2012 zugestellt, worauf diese Rechtsvorschlag erhob.
B. Am 28. Januar 2013 reichte Y._ dem Bezirksgericht Maloja ein Gesuch um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung ein, in welchem sie folgendes Rechtsbegehren stellte:
„Es sei in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell der Rechtsvorschlag im Umfang von CHF 1‘614‘406.65 nebst Zins zu 5% seit 2.9.1997 sowie CHF 2‘731‘004.80 nebst Zins zu 5% seit 6.3.1998, zuzüglich Betreibungskosten in Höhe von CHF 2‘337.50 aufzuheben und der Gesuchstellerin in diesem Umfang die definitive Rechtsöffnung zu erteilen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Gesuchsgegnerin.“
Zur Begründung des Gesuchs führte die Gesuchstellerin Folgendes aus: Das vorliegende Verfahren betreffe die Prosequierung des Arrests Nr. _ an den sich im Eigentum der X._ befindlichen Grundstücken in Silvaplana. Der Vater der Gesuchsgegnerin, Z._, sei von der Corte di Appello di Milano mit Urteil vom 3. Februar 2010 verpflichtet worden, EUR 1‘338‘867.67 nebst gesetzlichem Zins seit dem 2. September 1997 sowie EUR 2‘264‘890.37 zuzüglich Zins ab dem 6. März 1998 an die Erben seines Vaters, A._ sel., zurückzuzahlen. Die Gesuchstellerin sei zu 50% Erbin und treibe die Forderung für die Erben ein. Das Urteil sei rechtskräftig und am 12. März 2011 in Italien für vollstreckbar erklärt worden. Mit Urteil vom 18. April 2012 habe das Bezirksgericht Dietikon das Urteil der Mailänder Corte d’Appello gegenüber der Gesuchsgegnerin und deren Mutter für in der Schweiz vollstreckbar erklärt. Dieses stelle einen definitiven Rechtsöffnungstitel dar. Einwendungen würden der Gesuchsgegnerin nicht mehr offen stehen. Weiter seien die nutzniessungsbelasteten Grundstücke am 16.
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Januar 2013 für CHF 2‘900‘000.- versteigert worden, unter Löschung der nachrangigen Belastungen. Ein nach Befriedigung der Nutzniesserin verbleibender Rest falle unter den mit diesem Rechtsöffnungsgesuch prosequierten bzw. unter den neu beantragten Arrest gegenüber der Gesuchsgegnerin.
C. Am 18. Februar 2013 reichte die Gesuchsgegnerin, X._ dem Einzelrichter des Bezirksgerichts Maloja eine Stellungnahme zum Gesuch um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung ein. Begründend führte die Gesuchsgegnerin an, die Gesuchstellerin sei nicht aktivlegitimiert. Weiter sei der Vater von Z._ sel. und der Gesuchstellerin am 20. Januar 2003 verstorben. Ihr Vater, Z._, sei am 27. Februar 2012 verstorben und habe sie, die Gesuchsgegnerin und ihre Mutter hinterlassen. Die Corte d’Appello habe Z._ verplichtet, EUR 1‘338‘867.67 nebst gesetzlichem Zins seit dem 2. September 1997 sowie EUR 2‘264‘890.37 zuzüglich Zins ab dem 6. März 1998 an die Erben seines Vaters zurückzuzahlen. Am 4. Mai 2012 habe die Gesuchstellerin das Eigentum an den Grundstücken der Gesuchsgegnerin verarrestieren lassen. Das Mailänder Urteil sei rechtskräftig und in Italien vollstreckbar. Es sei auch in der Schweiz für vollstreckbar erklärt worden. Die Gesuchsgegnerin hafte nicht mit ihrem eigenen Vermögen. Sie sei nicht passivlegitimiert und trete auch nicht als Schuldnerin an die Stelle ihres Vaters als Schuldner der im Mailänder Urteil festgesetzten Geldzahlung.
D. Der Einzelrichter des Bezirksgerichts Maloja erkannte mit Rechtsöffnungsentscheid vom 27. Mai 2013, mitgeteilt am 30. Mai 2013:
„1. Das Rechtsöffnungsbegehren in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell (Zahlungsbefehl vom 21. Mai 2012) wird gutgeheissen und der Gesuchstellerin wird für CHF 1‘614‘406.65, zuzüglich 5% Zins seit dem 2. September 1997, sowie für CHF 2‘731‘004.80, zuzüglich 5% Zins seit 6. März 1998, definitive Rechtsöffnung erteilt.
2. [Kosten]

## Considerations