# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3e305908-30be-496d-8c89-4ccfbb8cfab7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. A. wurde am 12. Mai 1963 geboren, D. am 17. Mai 1961. Die beiden Parteien verheirateten sich am 22. November 1991 vor dem Zivilstandesamt in F.. Ihrer Ehe entsprossen die beiden Kinder B., geboren am 21. März 1992, und C., geboren am 26. Februar 1995. A. erlernte den Beruf einer Telegrafistin, gab diesen aber zugunsten der Betreuung der Familie auf. Zurzeit arbeitet sie stundenweise als selbständige Masseurin auf Abruf im Hotel G. in H.. D. hat eine Anstellung bei der E..
B. Die Parteien trennten sich im Mai 1999. Am 10. Februar 2000 regelte der Gerichtspräsident 5 des Gerichtskreises II I. das Getrenntleben auf der Grundlage einer Parteivereinbarung. Er stellte die Kinder unter die Obhut der Mutter. Das Besuchs- und Ferienrecht überliess er dem Einvernehmen der Parteien. Die Kinderunterhaltsbeiträge setzte er auf je Fr. 970.- zuzüglich Kinderzulagen im Monat fest, zugunsten der Ehefrau wurde ein Unterhaltsbetrag von Fr. 1'054.- monatlich festgelegt.
C. Am 24. November 2003 erhob D. die Scheidungsklage beim Vermittleramt des Kreises Oberengadin mit folgenden Rechtsbegehren:
„1. Die am 22. November 1991 vor dem Zivilstandsamt F. geschlossene Ehe sei zu scheiden.
2. Die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder, nämlich B., geb. am 21. März 1992 und C., geb. am 26. Februar 1995, seien der Beklagten zur alleinigen Pflege und Erziehung zuzuweisen und es sei ihr das alleinige Sorgerecht zuzusprechen.
3. Dem Kläger sei das Recht einzuräumen, die Kinder an zwei Wochenenden im Monat, von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 20.00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen und mit ihnen drei Wochen Ferien pro Jahr während den Schulferien sowie jährlich alternierend entweder Pfingsten und Neujahr oder Ostern und Weihnachten zu verbringen.
4. Der Kläger sei zu verpflichten, für die Kinder B. und C. monatlich je CHF 800.00 Unterhaltsbeiträge, zuzüglich gesetzliche und/oder vertragliche Kinderzulagen, zum voraus auf den 01. eines jeden Monats zu entrichten; nach Vollendung des 13. Altersjahres seien die Unterhaltsbeiträge jeweils pro Kind um CHF 100.00 pro Monat zu erhöhen.
Die Pflicht zur Bezahlung der Unterhaltsbeiträge sei bis zur Volljährigkeit, längstens jedoch bis zum Abschluss der Berufsausbildung festzulegen. Art. 276 Abs. 3, Art. 277 Abs. 2 und Art. 286 ZGB seien ausdrücklich vorzubehalten.
5. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 500.00 bis Ende Februar 2011, basierend auf einem hypothetischen Erwerbseinkommen der Beklagten von netto CHF 1'677.00, zu bezahlen.
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6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffern 4 und 5 seien zu indexieren.
7. Die Ansprüche aus beruflicher Vorsorge seien i.S.v. Art. 122 ff. ZGB gerichtlich festzulegen und zu teilen.
8. Es sei festzustellen, dass die Parteien in güterrechtlicher Hinsicht per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt sind und jeder behalten kann, was sich in seinem Besitz befindet bzw. was auf seinen Namen lautet.
9. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beklagten.“
Die Beklagte verlangte anlässlich der Vermittlungsverhandlung vom 15. Januar 2004 ebenfalls die Scheidung ihrer Ehe. In der Frage der Sorgerechtszuteilung stimmte sie mit dem Kläger überein. Sie wünschte die Festlegung eines gerichtsüblichen Besuchs- und Ferienrechts. Sodann forderte sie Unterhaltsbeiträge von monatlich Fr. 1'100.- zuzüglich Kinderzulagen pro Kind sowie für sich selbst von Fr. 1'200.- bis November 2012, hernach von Fr. 600.- bis November 2016. Mit den weiteren klägerischen Anträgen stimmte sie überein. Sie beantragte, die Verfahrenskosten sowie die Entschädigungen dem Kläger aufzuerlegen.
D. Am 16. März 2004 reichte der Kläger die Prozesseingabe sowie den Leitschein vom 23. Februar 2004 beim Bezirksgericht Maloja ein. Am 17. Juni 2004 hörte der Gerichtspräsident die Parteien im Sinne von Art. 112 Abs. 2 ZGB an. Am 16. Juli respektive 26. August 2004 stellten diese ihre Anträge für die Regelung der noch umstrittenen Nebenfolgen. Am 9. September 2004 schlossen die Parteien eine Teilehescheidungskonvention ab. Sie einigten sich in sämtlichen Punkten, ausgenommen hinsichtlich der Unterhaltszahlungen für die Kinder und die Ehefrau. Mit Schreiben vom 10. November 2004 bestätigten sie ihren Scheidungswillen und die am 9. September 2004 abgeschlossene Scheidungskonvention. Am 6. bzw. 10. Januar 2005 stellten die Parteien ihre Anträge zu den noch offenen Scheidungsnebenfolgen wie folgt:
Klägerische Rechtsbegehren:
„1. Der Kläger sei zu verpflichten, für die Kinder B. und C. monatlich je CHF 800.00 Unterhaltsbeiträge, zuzüglich gesetzliche und/oder vertragliche Kinderzulagen, zum voraus auf den 01. eines jeden Monats zu entrichten; nach Vollendung des 13. Altersjahr seien die Unterhaltsbeiträge jeweils pro Kind um CHF 100.00 pro Monat zu erhöhen.
Die Pflicht zur Bezahlung der Unterhaltsbeiträge sei bis zur Volljährigkeit, längstens jedoch bis zum Abschluss der Berufsausbildung
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festzulegen. Art. 276 Abs. 3, Art. 277 Abs. 2 und Art. 286 ZGB seien ausdrücklich vorzubehalten.
2. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 500.00 bis Ende Februar 2011, basierend auf einem hypothetischen Erwerbseinkommen der Beklagten von netto CHF 1'677.00, zu bezahlen.
3. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffern 1 und 2 seien zu indexieren.
4. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beklagten.“
Beklagtische Rechtsbegehren:
„1. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten ab 1. September 2004 an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung von B. und C. monatlich im Voraus je CHF 1'220.-, ab dem 13. Altersjahr monatlich CHF 1'385.- zuzüglich allfälliger vertraglicher oder gesetzlicher Kinderzulagen zu bezahlen; und zwar bis zur Mündigkeit eines jeden Einzelnen, längstens bis zum Erhalt der wirtschaftlichen Selbständigkeit im Sinne von Art. 277 Abs. 2 ZGB.
2. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten folgende monatliche nacheheliche Unerhaltsbeiträge je im Voraus zu bezahlen:
ab 1. September 2004 bis 30. November 2016 CHF 2'754.60
ab 1. Dezember 2016 CHF 1'300.00
3. Die Unterhaltsbeiträge gemäss den vorstehenden Ziffern 3 und 4 seien basierend auf dem Landesindex der Konsumentenpreise, Stand September 2004, zu indexieren.
Des weiteren sei festzustellen, dass in Bezug auf die Rente gemäss Ziff. 2 keine zur Deckung des gebührenden Unterhalts ausreichende Rente festgesetzt werden konnte. Es sei im Urteil festzuhalten, welcher Betrag zur Deckung des gebührenden Unterhalts der Beklagten fehlt.
4. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6 % Mehrwertsteuer zulasten des Klägers.“
E. Mit Urteil vom 7. September 2005, mitgeteilt am 23. September 2005, erkannte das Bezirksgericht Maloja was folgt:
„1. Die von den Parteien am 22. November 1991 vor dem Zivilstandsamt F. geschlossene Ehe wird geschieden.
2. Die von den Parteien am 9. Juni 2005 abgeschlossene Teilehescheidungskonvention wird gerichtlich genehmigt und nachfolgend ins Urteilsdispositiv aufgenommen:
1. Die Parteien beantragen dem Gericht die Scheidung ihrer am 22. November 1991 vor dem Zivilstandsamt F. geschlossenen Ehe.
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2. Die elterliche Sorge über die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder B., geb. 21. März 1992, und C., geb. 26. Februar 1995, sei der Mutter zuzuteilen.
3. Der Vater sei berechtigt zu erklären, die Kinder B. und C. auf eigene Kosten jeweils am 1. und 3. Wochenende im Monat von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 20.00 Uhr, zu sich auf Besuch sowie während drei Wochen im Jahr während den Schulferien zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen und jährlich alternierend entweder Pfingsten und Neujahr oder Ostern und Weihnachten zu verbringen.
Der Vater verpflichtet sich, die Ausübung des Ferienbesuchsrechts rechtzeitig im voraus anzumelden oder mit der Mutter abzusprechen.
4. Die Unterhaltsbeiträge zugunsten der Kinder B. und C. sind durch das Gericht festzulegen.
5. Die Unterhaltsbeiträge zugunsten der Ehefrau sind durch das Gericht festzulegen.
6. Die Unterhaltsbeiträge zugunsten der Kinder sowie der Ehefrau sind zu indexieren.
7. Es sei festzustellen, dass die Parteien güterrechtlich per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt sind.
8. Die während der Ehe angesparten Freizügigkeitsguthaben der Parteien sind je hälftig unter ihnen aufzuteilen.
9. Die Kosten des Ehescheidungsverfahrens werden von den Parteien nach Massgabe von Art. 122 Abs. 1 und 2 ZPO übernommen.
3. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten an die Kosten von Unterhalt und Erziehung der Kinder monatliche, jeweils im Voraus zahlbare Beiträge von je CHF 800.-, zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder vertragliche Kinder- oder Ausbildungszulagen, zu entrichten, zahlbar ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zur Vollendung des 12. Altersjahres, hernach von CHF 900.-, zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder vertragliche Kinder- oder Ausbildungszulagen, bis zur Mündigkeit der Kinder, längstens jedoch bis zum Eintritt eines jeden Kindes in die volle Erwerbstätigkeit.
4. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten einen nachehelichen Unterhaltsbeitrag von CHF 500.- zu entrichten, zahlbar ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis Februar 2011.
5. Die Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender Ziffer 4 und 5 (recte 3 und 4) dieses Urteils basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik per Eintritt der Rechtskraft des Urteils und erhöhen oder reduzieren sich jeweils im gleichen Verhältnis, wenn die Lebenshaltungskosten nach den Feststellungen des Bundesamtes um 5 Punkte angestiegen oder gesunken sind; weist der Kläger nach, dass ihm von seinem Arbeitgeber die Teuerung nicht oder nicht voll ausgeglichen wird, dann findet eine Erhöhung der Beiträge nur im Ausmass der tatsächlich ausgeglichenen Teuerung statt.
6. Die während der Ehedauer geäufneten Freizügigkeitsguthaben der Parteien werden hälftig aufgeteilt und die Vorsorgeeinrichtung des
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Klägers, die Pensionskasse, wird angewiesen, auf das von der Beklagten noch zu bezeichnende Vorsorgekonto den Betrag von CHF 121'508.10 zulasten des Vorsorgekontos des Klägers, zu übertragen.
7. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 2'500.- und Schreibgebühren von CHF 500.-, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 220.- werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
8. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations