# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b438af76-9a91-4468-817d-00a67296d34b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1962, absolvierte eine Lehre als Maschinen
schlosser
und erwarb 1989 das Diplom als Betriebstechniker TS (Urk. 2/3/1-2). A
m
1.
September 1987
trat er
in die damalige Maschinenfabrik
Z._
ein.
Dort war er in den letzten beiden Jahren vor der
Auflösung des Arbeitsverhält
nisses aus wirtschaftlichen Gründen per 3
1.
Juli 2005 als Sachbearbeiter AVOR
in der Baugruppenfertigung, Fachbereich Montageplanung, tätig (vgl. Urk. 10
/6-10 und Kündigungsschreiben, Urk.
2/3/16).
Bis zum
Entlassungszeit
punkt
war er bei der
Pensionskasse
der Firma
Y._
berufs
vorsorge
versichert.
Danach bezog er
Arbeit
slosenentschädigung und war damit bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG
f
ür die Risiken Tod und Invalidität
vorsorge
versichert. Ab März 2006
verneinte das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich
den
Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung mangels
Ver
mittlung
s
fähigkeit
(Verfügung
vom
21.
April 2006
(
Urk. 2/4/9).
Seither war er nicht meh
r existenzsichernd erwerbstätig
(vgl. Urk. 1 S. 14 und Urk. 21
S.
41).
1.2
Am
6.
Juli 2007 meldete sich
X._
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
16/
1).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
verneinte aufgrund der eingeholten
medizinischen
Berichte zunächst einen Leistungsanspruch (Vorb
e
scheid vom
1.
Oktober
2007
[
Urk. 16/14
]; vgl. auch Feststellungsblatt [Urk. 16/12]
). Im Rahmen des
Vorb
e
scheidverfahrens
liess sie den Versicherten durch
Dres
. med.
A._
und
B._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, begutachten (Bericht vom 1
7.
September 2008, Urk. 16/44).
Gestützt darauf legte sie den Beginn der ein
jährigen Wartezeit auf den
1.
August 2005 fest und sprach dem Versicherten
bei einem Invaliditätsgrad von 73 %
ab
1.
August 2006
eine ganze Rente
zu
(Ver
fügungen vom 1
9.
August und 1
6.
September 2009, Urk. 16/61-62
).
1.3
In der Folge wandte sich
X._
mehrfach
sowohl an die
Pensions
kasse
der Firma Y._
wie an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG und ersuchte um Ausrichtung einer Invalidenrente aus beruflicher Vorsorge. Beide Vorsorgeeinrichtungen verneinten eine Leistungspflicht im Wesentlichen
mit der Begründung, der Beginn der vorsorgerechtlich relevanten Arbeitsun
fähigkeit
lasse sich nicht rechtsg
enügend festlegen bzw. sei nicht in ihrer
jewei
ligen Versicherungszeit eingetreten
(vgl. Urk. 2/5
/5
-7 und Urk. 2/5/14
-17).
2.
Mit Eingabe vom 2
8.
Dezember 2012 (Urk. 1) liess
X._
Klage gegen die
Pensionskasse
der Firma Y._
(Beklagte 1) und die Stif
tung Auffangeinrichtung BVG (Beklagte 2) erheben und beantragen, es sei die Beklagte 1, eventualiter die Beklagte 2 zu verpflichten, ab
1.
August 2006
eine
ganze Invalide
nrente auszurichten zuzüglich 5
% Verzugszins seit Rechtshän
gigkeit der Klage. Die Beklagte 2 sei zudem im Sinne vorsorglicher Massnahmen zu verpflichten, dem Kläger ab
1.
August 2006
eine
ganze Invalide
nrente aus
zurichten zuzüglich 5
% Verzugszins seit Rechtshängigkeit der Klage.
Beide Beklagten beantragten
die
jeweilige gegen sie gerichtete
Klage abzuwei
sen
(
Klag
eantwort Beklagte 1 vom 2
7.
Februar 2013 [Urk. 9];
Klageantwort
Beklagte 2 vom 1
9.
April 2013 [Urk. 12]).
In einem zweiten Schriftenwechsel hielten die Parteien an ihren Anträgen fest (Replik vom 25. Oktober 2013 [Urk. 21];
Duplikverzicht
der Beklagten 2 vom
6.
Dezember 2013 [Urk. 28]; Duplik
der
Beklagte
n
1 vom 1
4.
Februar 2014 [Urk. 30]). Duplik bzw.
Duplik
verzicht
wurden dem Kläger am 2
0.
Februar 2014 zugestellt (Urk. 22).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Abs. 1 von Art.
26
des Bundesgesetzes über die
beruliche
Alters-, Hin
terlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG)
gelten für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des Bundesgesetzes über
die Invalidenversicherung (Art.
29 IVG). Die
Invaliden
leistungen
nach BVG werden von derjenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher die den Anspruch erhebende Person bei Eintritt des versicherten Ereig
nisses angeschlossen war. Im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge fällt dieser Zeitpunkt nicht mit dem Eintritt der Invalidität nach IVG, sondern mit dem Eintritt
einer
erhebliche
n
und dauerhafte
n
Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich
von
mindestens
20 Prozent
zusammen (BGE 134 V 20 E.
3.2.2 S. 23; Urteile 9C_98/2013 vom
4.
Juli 2013 E. 4.1
).
Nach der Rechtsprechung
muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass der Versicherte an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch einen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeit
gebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Mit anderen Worten: Die Leistungseinbusse muss in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwir
kend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Umgekehrt ist eine in der beruflichen Tätigkeit im Vergleich zu einer gesunden Person tatsächlich nur reduziert erbrachte Leistung für sich allein gesehen in aller Regel ebenso wenig ausreichend für die Bejahung einer Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes. Vielmehr bedarf es dazu regelmässig zusätzlich einer (überzeugenden) medizinischen Einschätzung, die
ordentlicherweise
echtzeitli
cher
Natur ist. Der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgli
che erwerbliche oder medizinische Annahmen und spekulative Überlegungen ersetzt werden
(Urteile des Bundesgerichts 8C_41/2011 vom 1
7.
Mai 2011 E.
2.2
und 9C_108/2013 vom 24. Juli 2013 E. 4.2)
.
1.2
Die Vorsorgeeinrichtungen sind im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (
Art.
6 BVG) an die Feststellungen der Organe der Invalidenversicherung ge
bunden, soweit die
invalidenversicherungs
rechtliche
Betrachtungsweise auf
grund einer gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint. Die Bindungswirkung entfällt, wenn die Vorsorgeeinrichtung nicht (spätestens) ins
Vorbescheidverfahren
(
Art.
73
ter
der Verordnung über die Invali
denversicherung, IVV) einbezogen und ihr die Rentenverfügung formgültig er
öffnet wurde (Urteil des Bundesgerichts 9C_81/2010 vom 1
6.
Juni 2010 E. 3.1, mit Hinweisen).
Beide Beklagte
n
waren unbestrittenermassen
im Verfahren der Invalidenversiche
rung nicht involviert. Indem si
e sich auf den Standpunkt stellen
, dass die Arbeitsunfähigkeit, welche zur Invalidität führte, nicht in
ihrer jeweiligen
Versi
cherungszeit
(Beklagte 1 unter Berücksichtigung der ein
monatigen
Nachde
ckungsfrist
bis 3
1.
August 2005 [vgl. Urk. 1 S. 3
]; Beklagte
2 bis
Ende Februar 2006 [vgl. Urk. 12 und Urk. 2/4/9
]) eingetreten ist, bestreiten sie sinngemäss auch die Festleg
ung des Beginns der Wart
e
zeit (1. August 2005)
im invaliden
versicherungs
rechtlichen Verfahren (
vgl. Urk. 16/61/3)
.
Nach dem
Gesagten ist somit die hier einzig strittige Frage des Eintritts der
berufsvorsor
gerechtlich
relevanten Arbeitsunfähigkeit frei zu prüfen.
2.
2.1
Nach der Aktenlage begab sich der Beschwerdeführer erstmals am
2
8.
Februar 2007
in psychiatrische Behandlung bei
Dr.
med.
C._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH. In ihrem Bericht vom
8.
August 2007 (Urk. 16/10) diag
nostizierte sie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit schizoiden, ängst
lich-vermeidbaren und passiv-aggressiven Zügen (ICD-10 F61.0) sowie als Differentialdiagnose ein
Aspergersyndrom
(ICD-10 F84.5). Diese Störungen bestünden seit dem frühen Erwachsenenalter. Seit etwa 1-2 Jahren
leide der Beschwerdeführer zudem an einer leichten depressiven Episode (ICD-10 F32.0). Dazu führte
Dr.
C._
u.a. aus, beim diagnostizierten Leiden handle es sich um eine chronische Störung, wovon keine Genesung zu erwarten sei. Die ange
strebte Integration in die Gesellschaft sei durchaus möglich; entscheidend dafür sei, ob es dem Beschwerdeführer gelinge, im Arbeitsleben wieder Fuss zu fassen, wofür aber eine Arbeitsvermittlung dringend notwendig sei. Grundsätzlich er
achtete
Dr.
C._
den Beschwerdeführer aber im Zeitpunkt ihres Berichtes in der bisherigen Berufstätigkeit als voll arbeitsfähig. Eine längerdauernde Arbeits
losigkeit könne sich aber wegen der depressiven Reaktion auch negativ auf die Arbeitsfähigkeit auswirken.
Der Hausarzt, med.
pract
.
D._
, Facharzt Allgemeine Medizin, der den Beschwerdeführer seit 1986 betreute, hielt in seinem Bericht
zuhanden der IV-Stelle
vom 2. September 2007 (Urk. 16/11) ebenfalls eine gestörte Persön
lichkeits
entwicklung und ein depressives Verarbeitungs- und Verhaltensmuster fest. Dazu führte er weiter aus, der Beschwerdeführer sei ihm als langjährigem Hausarzt gegenüber immer indifferent geblieben und habe kein Problembe
wusstsein gezeigt bzw. Probleme verdrängt.
Zur Arbeitsfähigkeit äusserte er sich widersprüchlich, indem er dem Beschwerdeführer einerseits ohne weitere Be
gründung seit dem 1. September 2005 eine mindestens 20%ige Arbeitsunfähig
keit als Betriebs-Techniker TS attestierte
(Urk. 16/11/3)
,
an anderer Stelle des Berichts aber
eine volle Arbeitsfähigkeit in einem seiner Ausbildung entspre
chenden
Bereich
als gegeben erachtete, insbesondere weil die psychische Stabi
lität durch die nun eingesetzte psychiatrische Behandlung sicher verbessert werden könne (Urk. 16/11/2 und Urk. 16/11/6).
Am 18. November 2007 korri
gierte er seine Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit im vorerwähnten Bericht dahingehend, als der Beschwerdeführer bei seiner Entlassung im August 2005 richtigerweise nicht voll arbeitsfähig gewesen sei. Dies ergebe sich "logischer
weise" bereits aus dem Umstand, dass die psychischen Störungen seit Jahren oder gar Jahrzehnten bestanden und sich auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt haben müssten (Urk. 16/18).
Ab März 2007 übernahm
Dr.
med.
E._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, die psychiatrische Betreuung des Beschwerdeführers. Neben der bekann
ten Persönlichkeitsstörung diagnostizierte er im Bericht vom 11. Juni
2008 (Urk. 16/35/8-14) neu eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reak
tion (ICD-10 F43.21) sowie ein
AD
S und Verdacht auf Legasthenie und
Dysle
xie
, beides seit Kindheit. Den Beginn der Anpassungsstörung datierte er auf das Jahr 2007 und attestierte dementsprechend auch eine volle Arbeitsunfähigkeit ab Februar 2007 (Urk. 16/35/8
), wobei der Stellenverlust aufgrund seiner Per
sönlichkeitsstruktur und dem ADS zu einer völligen Überforderung mit Rückzug und depressivem Geschehen verbunden mit einer verminderten Arbeitsfähigkeit geführt habe (Urk. 16/35/13).
Die Gutachter
Dres
.
B._
und
A._
führten
in der Zusammenfassung
ihre
r
Expertise
aus, der Beschwerdeführer leide seit Kindheit an einer schweren
Ent
wicklungs
- und Persönlichkeitsstörung mit einer schizoid-autistischen
Kern
symptomatik
und akzessorischen Symptomen im kognitiven Bereich, die seine Fähigkeiten zu sozialen Interaktion und Integration prägten und stark limitier
ten
sowie
eind
eutigen Krankheitswert besässen
.
Trotz dieser ausgeprägten Defi
zite sei dem Beschwerdeführer die berufliche Integration gelungen
. Sehr wahr
scheinlich habe er einen Nischen-Arbeitsplatz gefunden, an welchem seine Defizite toleriert worden seien. Mit dem Wegfall des Arbeitsplatzes seien die Defizite, verstärkt durch eine depressive Störung
,
deutlich zu Tage getreten, sodass er seither in seinem ursprünglichen Tätigkeitsgebiet nicht mehr arbeits
fähig sei (vgl. Urk. 16/44/16).
2.2
Unbestritten ist, dass sich der Beschwerdeführer erst ein Jahr
,
nachdem er den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung verloren hatte, in ärztliche Behand
lung begab. Bis dahin gibt es keine echtzeitlichen medizinischen Unterlagen, welche
während seiner Anstellung bei der
Firma Y._
eine Arbeits
unfähigkeit attestieren.
Auch krankheitsbedingte Absenzen weist er in den letz
ten Jahren seiner Anstellun
g praktisch keine aus (Urk. 2/3/
12), was der Be
schwerdeführer selber bestätigte (Urk. 1 S. 8).
Die erstbehandelnde Psychiaterin
Dr.
C._
hielt die Arbeitsfähigkeit im August 2007 noch als grundsätzlich gege
ben und merkte lediglich an, durch die Arbeitslosigkeit sei die psychische Gesundheit bereits beeinträchtigt, was sich längerfristig auch auf die Arbeits
fähigkeit auswirken könne (vgl. Urk. 16/10/13). Der nachbehandelnde
Dr.
E._
vertrat die Auffassung, bei der
Firma Y._
sei der Beschwerdeführer stets zu 100
%
arbeitsfähig gewesen, erst der Stellenverlust habe zu einer Überforderung, Rückzug und Depressionen mit verminderter Arbeitsfähigkeit geführt. Eine Arbeitsunfähigkeit attestierte er aber erst mit Beginn der medizi
nischen Behandlung bei
Dr.
C._
im Februar 2007 (vgl. Urk. 16/35/8).
Nur der Hausarzt und die Gutachter
Dres
.
B._
und
A._
legten sich für den Zeit
punkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit auf das Ende des Arbeitsverhältnisses bei der
Firma Y._
fest. Ihre Annahmen basieren
im Wesentlichen
auf der Überlegung, weil der Beschwerdeführer wahrscheinlich schon seit Kind
heit an
einer Persönlichkeitsstörung leide, müsse
er
wohl sei
t
jeher
nur vermin
dert arbeitsfähig gewesen sein (me
d.
pract
.
D._
; vgl. Urk. 16/
18) oder er habe über Jahre hinweg einen sehr toleranten Arbeitgeber und einen Nischen-Arbeitsplatz gehabt, den es sonst im ersten Arbeitsmarkt nicht gebe (vgl. Gut
achten; Urk. 16/44/16). Beide Annahmen sind hoch
spekulativ
und finden in den Akten
- wie aus den nachfolgenden Erwägungen hervorgeht
-
keine
hin
rei
chende St
ütze
,
damit
ihnen gefolgt werden könnte
.
3.
Der Beschwerdeführer macht geltend, die Karriereentwicklung bei der
Firma Y._
zeige, dass sich seine Krankheit zunehmend auf die Arbeitsleis
tung ausgewirkt habe. Trotz interner und externer Weiterbildungen habe er keine Aufstiegsmöglichkeiten erhalten. Spätestens ab dem Jahr 2004 hätten sich seine Leistungen verschlechtert
, zu
Umplatzierungsversuchen
und schliesslich zur Kündigung geführt (Ur
k. 1 S. 4). Im Einzelnen belegt
er seine
Auffassung mit verschiedenen Mitarbeiterbeurteilungen und weiteren Unterlagen zur inter
nen Änderung der Arbeitsorganisation (vgl. Urk. 1 S. 7 f.).
3.1
Nach Angaben der Beklagten
1
arbeitete der Kläger während 13 Jahren als Betriebsfachmann in der "Mechanischen Montageplanung" im Bereich "
Waffen
anlagen
(Baugrup
pen und Systeme)" I
nfolge einer internen
Organisationsan
passung
wechselte er im September 2000 in die Abteilung OFSP "Engineering und Auftragssteuerung", wo er bis Ende 2003 tätig war. Die Haupttätigkeiten umfassten die Fabrikationsplanung mechanischer und elektro-mechanischer Baugruppen, verwalten und archivieren
von Fabrikationsanweisungen sowie das Erfassen von Ist-Daten der Bauzustandsüberwachung. Seine Leistungen im Jahr 2003 wurden
in der Gesamtbeurteilung (Erfüllung der Hauptaufgaben und Verhalten) mit
der Stufe 3 (Skala 1-5) beurteilt
(Urk. 9 S. 11; Urk.
2/3
/
5)
.
Am
1.
Januar 2004 übernahm der Beschwerdeführer eine neue Funktion als Sachbearbeiter AVOR (Auftragsvorbereitung) in der Baugruppenfertigung, Fachbereich Montageplanung. Hier hatte er bei der fachgerechten Umsetzung von Aufträgen unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen, termin- und
qua
litätsgerechten
Abläufen mitzuwirken und diese sicherzustellen (vgl. Stellenbe
schreibung [Urk. 10/6]
und Arbeitszeugnis vom 3
1.
Juli
2005 [Urk. 10/10]).
Die Mitarbeiterbeurteilung nach dem ersten Jahr in der neuen Funktion fiel mit der Note 2.5 etwas schlechter aus als die vorangehende. Bemängelt wurde die noch unterdurchschnittliche Arbeitsqualität und die mangelnde Erfahrung und Pra
xis, was sich insbesondere bei komplexen Problemstellungen bemerkbar mache (Urk. 2/3/15).
Der Beschwerdeführer
sieht
darin
einen Ausdruck seiner sich verschärfenden
Persönlichkeitsstörung und der damit verbundenen Schwierig
keiten am Arbeitsplatz
(vgl. Urk. 1 S. 6)
.
Zu berücksichtigen ist aber - womit sich der Beschwerdeführer nicht auseinandersetzt - dass sich die erste Beurtei
lung eines Mitarbeiters in einer neuen Funktion nur bedingt mit vorangehenden Beurteilungen vergleichen lässt, insbesondere wenn die frühere Funktion wäh
rend Jahren ausgeübt und der Mitarbeiter sich Wissen und Routine angeeignet hat, welche in einer neuen Funktion naturgemäss
erst
wieder erarbeitet werden müssen.
Ein Zusammenhang
mit
den
erst Jahre später medizinisch festgestellten psychischen Problemen
ist
somit nicht
greifbar.
Ab Januar 2005 übernahm der Beschwerdeführer wieder eine neue Funktion als Lagerrevisor, welche die Sicherstellung der
Bestandessicherheit
und der Bestan
deswerte der Lagerbestände zum Inhalt hatte (vgl. Stellenbeschreibung, Urk. 2/3.9).
Den Ausführungen der Beschwerdegegnerin (Urk. 9 S. 13 f.) zu die
sem
Funktionswechel
ist zu entnehmen, dass
für die Stelle eine Person
gefragt war
, welche u.a. über SAP-System
-
und Excel-Kenntnisse verfügte. Angesichts der damaligen angespannten wirtschaftlichen Situation (vgl. dazu Urk. 10/8-9) kam nur eine interne Besetzung der freien Stelle in der Abteilung Lagerrevi
sion in Frage. Nebst seinen Kenntnissen beurteilten die Verantwortlichen der
Firma Y._
den Beschwerdeführer als zuverlässige, teamfähige und gewissenhaft Person und schlugen i
h
n für diese Stelle vor, womit der Be
schwerdeführer auch einverstanden war (vgl. Urk. 2/3.6).
Die Einführungs- und Einarbeitungszeit verlief offenbar nicht wunschgemäss und führte zur unmiss
verständlichen Forderung, dass sich die Leistungen des Beschwerdeführer sofort verbessern müssten (Urk. 2/3.13-14). Während der Beschwerdeführer seine schwachen Leistungen
auf einen massiven funktionellen Leistungsabbau als Auswirkung der sich akzentuierenden Persönlichkeitsstörung zurückführte (Urk. 1 S. 8), ordnete die Arbeitgeberin die Fehlleistung mangelndem Interesse und
fehlender
Motivation für die neue Aufgabe zu
. Sie räumte
indessen
ein, möglicherweise sei er auch unterfordert gewesen
(Urk.
9 S. 14 f.
).
Im Weiteren bestritt die Beschwerdegegnerin entschieden, dass sich die
Persönlichkeitsstö
rung
- welche sie nicht in Abrede stellt - negativ auf das Verhalten oder auf die Arbeitsleistung ausgewirkt habe. In der Tat finden sich in den Akten der
Firma
Y._
keine Hinweise, welche auf ein gestörtes Sozialverhalten hinweisen würden. Mit der Beschwerdegegnerin ist davon auszugehen, dass sich massive Beeinträchtigungen auch in der Qualifikation niedergeschlagen hätten, was eindeutig nicht der Fall war
.
Das soziale Verhalten des Beschwerdeführers wurde durchwegs positiv beurteilt. Besondere Erwähnung fand dabei der kolle
giale Umgang mit den Arbeitskollegen. Diese Wahrnehmung kontrastier
t
doch erheblich mit der heutigen Behauptung des Beschwerdeführers, er sei zuneh
mend sozial unverträglich geworden (Urk. 1 S. 8). Zur Entlassung per Ende Juli 2005 führten laut Beschwerdegegnerin schliessl
ich
Umstrukturierungsmassnah
men
, in deren Rahmen die Abteilung des Beschwerdeführers aufgelöst wurde (Urk. 9 S. 16). Die Massnahmen führten zu Entlassungen und Kurzarbeit, wovon auch der Beschwerdeführer betroffen war.
3.2
Die vorstehenden Darlegungen zeigen, dass nach der konkreten Aktenlage
eindeu
tige Belege dafür
fehlen
, dass die letztlich zur Invalidisierung führende psychische Gesundheitsschädigung sich
bereits während
d
er Anstellungszeit bei der
Firma Y._
negativ auf das berufliche Fortkommen
b
zw. auf die
Arbeitsfähigkeit
ausgewirkt hätte
.
Der Beschwerdeführer belegte auch alles an
dere als einen Nischenarbeitsplatz
; eine Behauptung, welche bereits dadurch entkräftet wird,
dass
der Arbeitgeber einen nicht unerheblichen Aufwand be
trieb,
um den Beschwerdeführer in neue
Funktionen ei
nzuarbeiten (vgl. etwa Urk. 2/3/
8).
Dass Umstrukturierungen und zunehmender Druck in einer wirt
schaftlich angespannten Situation (vgl. Urk.
9 S.
11 f.) Angestellte belasten
und
sich negativ auf die Arbeitsleistung
auswirken kö
nn
en
, ist
nicht selten, wie die Erfahrung zeigt.
Nicht (mehr) entsprechend den Erwartungen des Arbeitgebers zu arbeiten, muss deshalb nicht zwingend mit der Annahme einer psychischen Beeinträchtigung einhergehen. Die Beweiseignung
dieses Indizes
für das Vorlie
gen einer beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen
ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht gegeben
.
3.3
Im Weiteren ist nicht greifbar, weshalb im Monat August 2005 eine Arbeits
unfä
higkeit eingetreten sein soll (vgl. Urk. 1 S. 22). Der Beschwerdeführer mel
dete sich
bereits im Juni 2005 bei der Arbeitslosenversicherung an und stellte sich der Arbeitsvermittlung uneingeschränkt zur Verfügung (Urk. 2/4
/
1).
Er war sich
somit
seiner schwierigen beruflichen Situation bewusst und reagierte rich
tig darauf.
In der Folge tätigte er
dann
wiederholt ungenügende
Arbeitsbemü
hungen
, was
schliesslich
zur Verneinung der Vermittlungsfähigkeit ab
1.
März 2006 führte. Der entsprechenden Verfügung vom 2
1.
April 2006 des Amtes für
Wirtschaft und Arbeit (Urk. 2/4
/§§§
9) ist zu entnehmen, dass sich der Beschwerde
führer
nach eigenen Angaben
durchaus
um Stellen bemühte, dabei aber wohl eine inadäquate Strategie verfolgte, indem er nur Bewerbungen auf
"passende" Stellen schrieb. Diese Angaben kontrastieren erheblich
mit
der heutigen
Be
hauptung, er sei aufgrund seiner Persönlichkeitsstörung überhaupt nicht in der Lage gewesen, Arbeitsbemühungen zu tätigen (Urk. 1 S. 22).
Die ungenügenden Arbeitsbemühungen taugen deshalb ebenfalls nicht als
beweiskräftiges
Indiz dafür, dass eine medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit nach der Kündigung
bzw. noch
während der Versicherungszeit bei der Beklagten 2
eingetreten wäre.
4.
Gestützt auf diese Erwägungen ist der Eintritt einer berufsvorsorgerechtlich rele
vanten Arbeitsunfähigkeit während den Versicherungszeiten bei der Be
klagten 1 und der Beklagten 2 nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b
mit Hinweisen
) er
stellt. Die
Klage
erweist sich damit als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
5
.
Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um
vorsorgliche Massnahmen
(Rechtsbegehren Ziffer 3)
gegenstandslos.