# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 47f8b5a5-12a4-4eae-873c-02b349cdb43a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 15. April 2016 beschloss die Stockwerkeigentümerversammlung der Y._ (Y._; Stammgrundstück Nr. _, Grundbuch Gemeinde O.1_) die Sanierung des Daches im 1. Obergeschoss (OG) mit 19  zu einer Nein-Stimme. Der Beschluss lautete wie folgt:
"1. Grundsätzlich ist das Dach (Seite B._) zu sanieren. Es wird ein Kostendach gemäss Sanierungskonzept von Herrn A._ (Seite 5) von Fr. 90'000.00 gewährt. Es sind Gegenofferten einzuholen. Die Verwaltung und Herr Architekt A._ werden berechtigt, im Notfall die entsprechenden Aufträge zu erteilen.
2. An der Eigentümerversammlung 2017 wird der Zeitpunkt - falls kein Notfall vorliegt - der Sanierung festgelegt.
3. Die Kosten sind nach Wertquoten zu verteilen.
4. Für den Fall, dass die gefassten Beschlüsse betreffend Dachsanierung und / oder Verteilung der Sanierungskosten von einem oder mehreren Stockwerkeigentümern angefochten werden sollten, wird dem Verwalter eine Vollmacht zur Führung des entsprechenden Zivilprozesses (Vertretung der Stockwerkeigentümergemeinschaft) erteilt. Diese Vollmacht umfasst auch das Recht zur Substitution auf einen Rechtsanwalt (Herr Rechtsanwalt Mattli)."
B. Das Haus Y._ befindet sich im Innerortsbereich an der _strasse, an welche auch die zum Stammgrundstück gehörende Tankstelle grenzt. Das sanierungsbedürftige Flachdach dient sowohl der Überdachung eines Teils der Tankstelle als auch als Terrasse für die angrenzenden Stockwerkeinheiten des 1. OG. Überdies bildet das Dach ein Hauptdach für diejenigen StWE-Einheiten (StWE-Einheiten) des Erdgeschosses (EG), welche keine weiteren Stockwerke über sich haben. Da das besagte Flachdach aus unbekannten Gründen undicht war und deshalb Wasser in die Dämmung der gesamten Fläche gelangte, drängte sich die Sanierung des Daches auf.
C. Die X._, welche als Stockwerkeigentümerin der StWE-Einheit Nr. S55981 mit dem Beschluss vom 15. April 2016 nicht einverstanden war, reichte dagegen, nach dem Scheitern der Schlichtungsverhandlung vom 12. August 2016, am 21. November 2016 Klage beim Bezirksgericht Prättigau/Davos (seit 1. Januar 2017: Regionalgericht Prättigau/Davos) mit folgendem Begehren ein:
1. Der Beschluss der Stockwerkeigentümerversammlung vom 15. April 2016 betreffend Sanierung Dach im 1. Obergeschoss (Seite B._) "3. Die Kosten sind nach Wertquoten zu verteilen" wird aufgehoben und wie folgt geändert: "Die Kosten sind gemäss Art. 712h Abs. 3 ZGB zu verteilen und der Gesamtkostenbetrag denjenigen
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Stockwerkeigentümern aufzuerlegen, deren Stockwerkeinheit das Dach im 1. Obergeschoss (Seite B._) dient".
2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der beklagten Stockwerkeigentümergemeinschaft (exkl. der Klägerin), eventualiter der Verwaltung.
D. Die Klageantwort vom 11. Januar 2017 der Y._ forderte die Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der X._.
E. In der Replik vom 24. Februar 2017 und Duplik vom 20. März 2017 hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest.
F. Mit Entscheid vom 8. Juni 2017, mitgeteilt am 22. Juni 2017, wies das Regionalgericht Prättigau/Davos die Klage ab. Das Dispositiv lautete wie folgt:
1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5'000.00 gehen zu Lasten der X._ und werden mit dem von ihr geleisteten Vorschuss verrechnet.
3. Die X._ hat die Y._ mit CHF 6'060.35 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations