# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2f4324a6-1bcd-408f-8aab-7db2d60ef8d5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1961,
hat die Handelsschule absolviert und
war zuletzt seit Mai 2000 bis Ende März 2001 als Verkaufsberaterin bei der
Y._
sowie
von April 2001 bis Ende Oktober 2002 als Sachbe
arbeiterin und Verkaufs-
Supporterin
bei einer Generalagentur der
Z._
tätig (
Urk.
6/1
Ziff.
6.1
,
Urk.
6/3
Ziff.
1-6,
Urk.
6/7/1
Ziff.
1-6
).
Seit
her ging
sie keiner Erwerbstätigkeit mehr nach.
Am 1
6.
November 2003 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf ein Rücken
l
eiden erstmals bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/1
Ziff.
7.2). Mit Verfügung vom 2
3.
Juni 2005 (
Urk.
6/24 und
Urk.
6/26) sprach ihr die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, eine vom
1.
August 2003 bis 3
0.
September
2004 befristete ganze Rente
zu.
1.2
Am
3.
Mai 2006 ersuchte die Versicherte erneut um Ausrichtung von Leistun
gen der Invalidenversicherung (
Urk.
6/31). M
it Verfügung vom 1
2.
April 2007
sprach
ihr die IV-Stelle
eine vom
1.
Januar bis 3
0.
April 2006 befristete ganze und eine vom
1.
Mai bis 3
0.
Juni 2006 befris
tete halbe Rente
zu
(
vgl.
Urk.
6/45
).
1.3
Am 1
0.
November 2007 meldete sich die Versicherte ein weiteres Mal zum
Leis
tungsbezug
bei der Invalidenversicherung an (
Urk.
6/59). Mit Verfügung vom 1
2.
Februar 2009 sprach ihr die IV-Stelle eine vom
1.
April bis 3
0.
Juni 2007 befristete ganze und eine vom
1.
Juli bis 3
1.
Dezember 2007 bef
ristete halbe Rente zu
(
vgl.
Urk.
6/104
).
Mit Verfügung vom 2
4.
Februar 2009 (
Urk.
6/109) hob die IV-Stelle ihre Verfü
gung vom 1
2.
Februar 2009 in Bezug auf die Leistungen ab
1.
Juli 2007
wieder
erwägungsweise
auf, mit dem Hinweis, dass nach Prüfung der eingereichten Einwände über den Rentenanspruch ab Juli 2007 und allenfalls über den Beginn der Wiederausrichtung der ganzen Rente neu verfügt werde.
Mit Verfügung vo
m 2
4.
September 2009 (
Urk.
6/115
und
Urk.
6/118/12-13) sprach die IV-Stelle
der Versicherten wiederum
eine vom
1.
Juli bis 3
1.
Dezember 2007 befr
istete halbe Invalidenrente zu.
Die von der Versicherten dagegen am 2
2.
Oktober 2009 er
hobene Beschwerde (
Urk.
6/118/3-11
) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
7.
Mai 2011 (
Urk.
6/120) in dem Sinne gut, als es die Verfügung
vom 2
4.
September 2009
aufhob und die Sache zu weiteren Abklärungen und Erlass einer neuen Verfü
gung an die IV-Stelle zurückwies.
1.4
In der Folge holte
die IV-Stelle unter anderem bei
der
A._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 1
8.
Dezember 2012 erstattet wurde (
Urk.
6/153). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/158,
Urk.
6/160 und
Urk.
6/162) sprach die IV
Stelle der Versicherten mit Verfügung
vom 1
6.
August 2013
(
Urk.
6/165 und
Urk.
6/169 =
Urk.
2/1-2)
ab April 2007
eine ganze Rente
,
bei einem Invaliditätsgrad von 56
%
ab Juli 2007
eine halbe Rente
und
bei einem Invaliditätsgrad von 47
%
ab Oktober 2008
eine
Viertelsrente
zu, wobei sie im Verfügungsteil 1 (
Urk.
6/169 =
Urk.
2/1) die Rentenleistungen für die Zeit ab
1.
September 2013 festlegte.
Mit drei weiteren Verfügungen vom
2.
Dezember 2013 (
Urk.
2/1-3 im Prozess Nr. IV.2014.00036), deren Verfügungsteil 2 im Wortlaut identisch ist mit dem Verfügungsteil 2 der Verfügung vom 1
6.
August 2013 (
Urk.
2/2), wurden in den Verfügungsteilen 1 die Rentenleistungen für die Zeit vo
m
1.
April bis 3
0.
Juni 2007 (
Urk.
2/1 im Prozess Nr. IV.2014.00036), für die Zeit vom
1.
Juli 2007 bis 3
0.
September 2008 (
Urk.
2/2 im Prozess Nr. IV.2014.00036), für die Zeit vom
1.
Oktober 2008 bis 3
1.
Dezember 2012 und für die Zeit ab
1.
Januar 2013 (
Urk.
2/3 im Prozess Nr. IV.2014.00036) festgelegt.
2.
2.1
Gegen die Verfügung vom 1
6.
August 2013 (
Urk.
2/1-2) erhob die Versicherte am 1
0.
September 2013 Beschwerde und beantragte, diese sei dahingehend zu ändern, dass ihr ab April bis September 2007 eine ganze Rente, von Oktober 2007 bis September 2008 eine
Dreiviertelsrente
und ab Oktober 2008 min
destens eine halbe Rente zuzusprechen sei (
Urk.
1 S. 2 oben).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
Oktober 2013 (
Urk.
5) schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am
3.
Januar 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
2.2
Gegen die Verfügungen vom
2.
Dezember 2013
(
Urk.
2/1-3 im Prozess Nr. IV.2014.00036)
erhob die Versicherte
am
1
3.
Januar 2014 Beschwerde
mit den nämlichen Anträgen wie in der Beschwerde vom 1
0.
September 2013
(
Urk.
1
S.
2
im Prozess Nr. IV.2014.00036)
.
Die IV-Stelle schloss mit Beschwerdeantwort vom
4.
Februar 2014 (
Urk.
5 im Prozess
Nr.
IV.2014.00036) auf Abweisung der Beschwerde.
2.3
Mit Verfügung vom
7.
Februar 2014 (
Urk.
9) wurde der Prozess Nr. IV.2014.00036
antragsgemäss
(
vgl.
Urk.
1
S. 2
im Prozess Nr. IV.2014.00036)
mit dem vorliegenden Prozess Nr. IV.2013.00772 vereinigt und der Beschwer
deführerin die Beschwerdeantwort vom
4.
Februar 2014 zur Kenntnis gebracht.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.2
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Auf
gabenbereich zu betätigen oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen wer
den kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu not
wendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E.
3c/
aa
mit Hinweisen).
1.
3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in den angefochtenen Verfügungen (
Urk.
2/1-2 und
Urk.
8/2/1-3
) davon aus, dass
die Arbeitsfähigkeit von April 2007 bis Juli 2008 für die Gutachter des
A._
nicht beurteilbar
gewesen
sei; analog den Berichten der behandelnden Ärzte habe sie zwischen 50
%
und 100
%
gelegen. Eine Verbesserung des Gesundheitszustands im Juli 2008 werde
im
A._
-
Gut
achten
nicht postuliert, vielmehr sei wahrscheinlich, dass der
Gesundheitszu
stand von April 2007 bis Juli 2008 und die daraus resultierende Arbeitsfähigkeit (50
%
bis 100
%
) im Längsverlauf unverändert gewesen seien.
Zu Gunsten der Beschwerdeführerin sei für die Zeit vo
n
April 2007 bis Juli 2008 auf den Bericht
ihres
behandelnden Arztes vom 2
0.
November 2011
(gemeint wohl 2007, vgl.
Urk.
6/62/2-6)
abzustellen, in welchem
ihr
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
attestiert werde. Ab Juli 2008 sei jedoch gestützt auf das
A._
-
Gutachten von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen.
Seit Juli 2008 sei
en der Gesundheitszustand und
die Arbeitsfähig
keit, unterbrochen von kurzen postoperativen Heilungsphasen
, unverändert.
Gestützt auf diese Feststellung
en
sprach d
ie Beschwerdegegnerin
der Beschwer
deführerin
ab April 2007
eine ganze Invalidenrente zu
.
Mittels
Einkommensver
gleich
errechnete sie sodann
einen ab Juli 2008 (Verbesserung plus drei Monate) eine halbe Rente begründenden Invaliditätsgrad von 56
%
und einen ab Oktober 2008 (Verbesserung plus drei Monate) eine
Viertelsrente
begründenden
Invali
ditätsgrad
von 47
%
. Z
ur Ermittlung des Invalideneinkommens
stellte sie dabei
jeweils auf stat
istische Tabellenlöhne ab
, wobei sie keinen invaliditätsbedingten Abzug gewährte (j
e
we
ils Verfügungsteil 2
S. 3 f.
).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte
in ihren Beschwerden (
Urk.
1,
Urk.
8/1)
demge
genüber geltend,
bis September 2007 Anspruch auf eine ganze Rente zu haben, da die von der Beschwerdegegnerin angenommene Verbesserung des Gesund
heitszustands ab Juli 2007 gemäss
Art.
88a IVV erst drei Monate später
renten
wirksam
werden dürfe (
Urk.
1
Ziff.
11
,
Urk.
8/1
Ziff.
14
).
Abgesehen davon, dass sie die von den
A._
-
Gutachtern ab Juli 2008 postulierte angepasste Arbeitsfä
higkeit von 60
%
weiterhin als zu streng und zu hoch festgesetzt erachte, habe es die Beschwerdegegnerin b
ei der Bemessung de
r
Invaliditätsgrade
sodann
zu Unrecht unterlassen,
jeweils einen Leidensabzug
von mindestens 10
%
vom
Inv
alideneinkommen zu berücksichtigen
(
Urk.
1
Ziff.
12 ff.
,
Urk.
8/1
Ziff.
15 ff.
). Schon beim minimalen Leidensabzug vom Invalideneinkommen von 10
%
würde der Invaliditätsgrad von Juli 2007 bis Juni 2008 60.6
%
und jener ab Juli 2008 52.3
%
betragen, womit (nach jeweils drei Monaten) eine
Dreiviertelsrente
von Oktober 2007 bis September 2008 und eine halbe Rente ab Oktober 2008 resultier
t
e. Bei einem (maximalen) Leidensabzug von 25
%
resultierte ab Juli 2008 sogar ein Invaliditä
tsgrad von 60.3
%
und somit eine
Dreiviertelsrente
(
Urk.
1
Ziff.
18
,
Urk.
8/1
Ziff.
22
).
3.
3.1
M
it Verfügung vom 1
2.
Februar 2009
hat
die Beschwerde
gegnerin der Beschwer
deführerin unter anderem
für die Zeit vom
1.
April bis 3
0.
Juni 2007 ei
ne ganze Rente zugesprochen
(
vgl.
Urk.
6/104
)
.
Diesbezüglich
ist die Verfü
gung in Rechtskraft erwachsen, nachdem die Beschwerdegegnerin mit
Wieder
erwägungsverfügung
vom 2
4.
Februar 2009 (
Urk.
6/109)
die
Verfügung vom 1
2.
Februar 2009 nur in Bezug
auf
die
Rentenl
eistungen ab
1.
Juli 2007
aufge
hoben hat.
Soweit die Beschwerdegegnerin in den nunmehr angefochtenen Verfügungen vom 1
6.
August beziehungsweise
2.
Dezember 2013 erneut über den Renten
anspruch für die Zeit vo
m
1.
April bis 3
0.
Juni 2007 verfügte, stellt dies einen
unzulässigen Eingriff in d
ie
materiell rechtskräftige
Verfü
gung vom 1
2.
Februar 2009 dar.
3.2
Die mit Verfügung vom
1
2.
Februar 2009 für die Ze
it vom
1.
April bis 3
0.
Juni 2007
rechtskräftig
zugesprochene ganze Rente basierte auf der Annahme
, dass der Beschwerdeführerin in der Zeit v
om 2
0.
April 2007 bis Ende Juni 2007 keine Erwerb
stätigkeit zumutbar gewesen sei (vgl.
Urk.
6/104 S. 1 unten).
Im Folgenden z
u prüfen ist
, ob sich der Gesundheitszustand beziehungsweise die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der Folge verbessert hat
und wie sich eine allfällige Verbesserung auf ihren Rentenanspruch auswirkt.
4.
4.1
Im April 2003 wurde die Beschwerdeführerin mit einer Bandscheibenprothese L5/S1 versorgt (vgl. Operationsbericht vom
9.
April 2003,
Urk.
6/30/1-2). Im
Januar 2006 erfolgte eine dorsale
Spondylodese
L4-S1 (vgl. Operationsbericht vom
3.
Februar 2006,
Urk.
6/30/3-4)
. A
m 3
0.
Mai 2007
führte
PD
Dr.
med.
B._
,
Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, eine
Revisionsde
kompression
mit
transfacettär
foraminärer
Entlastung L5/S1 links durch (vgl. undatierter Operationsbericht
,
Urk.
6/62/7).
In seinem Bericht vom
2
0.
November 2007
(
Urk.
6/62/2-6)
führte
PD
Dr.
B._
,
aus, die Neurologie sei intakt und die
Spond
ylodese
L4-S1 stabil (
Ziff.
4.5).
Er attestierte der
Beschwerdeführerin in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als kaufmännische Angestell
te seit 2
0.
April 2007 eine andauernde vollstä
ndige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
3,
Ziff.
6.2). In einer angepassten Tätigkeit mit
Wech
selbelastung
attestierte er ihr seit Sommer 20
07 eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
(
Ziff.
6.2).
Dr.
B._
führte aus, der Gesundheitsz
ustand der Beschwerde
führ
erin sei besserungsfähig (
Ziff.
5.1) und je nach Ergebnis der neurologischen Untersu
chung könne ihre Arbeitsfähigkeit verbessert werden (
Ziff.
5.2).
4
.2
In der Folge äusserten sich
mehrere Ärzte zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin (vgl. dazu E. 3.4-3.1
2
des Urteils des hiesigen Gerichts vom 1
7.
Mai 2011,
Urk.
6/120)
,
darunter
Dr.
med.
C._
,
Orthopädische Chirurgie FMH,
welcher von der Beschwerdegegnerin mit einer Begutachtung der Beschwerdeführerin betraut worden war, und wel
cher am 1
7.
Juli 2008 sein G
utachten erstattete (
Urk.
6/87)
sowie
am
4.
August 2008 ergänzend Stellung nahm (
Urk.
6/89).
Die Würdigung dieser Berichte durch das hiesige Gericht ergab,
dass sich gestützt darauf
die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der bisherigen sowie in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht schlüssig beurteilen lasse und
eine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit von 50
%
ab Juli 2007 und von 65
%
ab Jan
ua
r 2008, wie sie die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom
2
4.
September 2009
zugrunde gelegt hatte
(vgl.
Urk.
6/115
S. 2), nicht ausgewiesen sei. Es wies daher die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück, damit sie einen Arztbericht einhole, der Auskunft über den Verlauf der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angestammten und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit seit April 2007 zu geben vermag (E. 4.5 und E. 5.2 des Urteils
vom 1
7.
Mai 2011,
Urk.
6/120).
Im Rahmen der von der Beschwerdegegnerin in der Folge getätigten Abklärun
gen ergingen im Wesentlichen folgend
e medizinische Berichte:
4.
3
Am 2
8.
März 2011 (
Urk.
6/143/5-6) berichtete PD
Dr.
B._
,
dass sich die Beschwer
deführerin am 2
5.
März 2011 zu einer Standortbestimmung vorgestellt und berichtet habe, dass vor rund fünf Wochen ohne Auslöser plötzlich eine Ausstrahlung im Bereich des linken Beines hinzugekommen sei
. Die Beschwer
deführerin habe
lumbogluteale
Ausstrahlungen bis
in die Leiste links prävalent
(S. 1 Mitte). Es bestehe eine Facettensymptomatik
epifusionell
L3/4 bei deutlich instabiler
Chondrose
. Die Beschwerdeführerin werde nun mit Steroiden behan
delt. Operative Massnahmen wären bei
radikulären
Ausfällen zu erwägen (S. 2).
4.4
In seinem Bericht vom 1
7.
August 2011 (
Urk.
6/136) führte PD
Dr.
B._
aus,
b
ei Befundverschlechterung habe am 1
6.
Mai 2011 nochmals ein operativer Eingriff vorgenommen werden müssen mit einer Anschluss-
Spondylodese
(vgl. undatierter Operationsbericht,
Urk.
6/121/2-3)
. Die Beschwerdeführerin stehe derzeit noch in Nachbehandlung. Inwieweit mit diesem Eingriff nebst der Schmerzverbesserung auch eine Verbesserung der beruflichen Leistungsfähig
keit erzielt wer
den könne, werde sich anhand des
Behandlungsergebnisse
s
frü
hestens im Herbst beurteilen lassen.
A
us wirbelsäulenorthopädischer Sicht habe seit 2007 bis Mai 2011 keine beruflich verwertbare Leistungsfähigkeit bestan
den.
4.
5
Am
2
1.
Februar 2012 (
Urk.
6/140
/1-5
)
berichtete
PD
Dr.
B._
,
bei
Rezidivischial
gie
habe die Beschwerdeführerin im Dezember 2011 erneut operiert werden müssen
(vgl. undatierter Operationsbericht,
Urk.
6/140/6-7)
.
E
s bestehe ein zeit
gerecht sehr günstiges Verlaufsbild mit Erweiterung der Gehfähigkeit. Sitzen sei noch erschwert. Die Schmerzmittel befänden sich in Regression. Ein muskulärer Aufbau unter Physiotherapie sei im Gange. Die Prognose sei günstig. Bei gutem Verlauf könne im Abstand von sechs bis neun Monaten ein Teilpensum allen
falls erwogen werden, falls eine geeignete
Tätigkeit - allenfalls in einer geschützten Umgebung -
gefunden werden könne
(
Ziff.
1.4).
Als kaufmännische Angestellte sei die Beschwerdeführerin
seit ihrem
Spitalein
tritt
am 1
1.
Dezember 2011 bis mindestens 3
1.
März 2012 zu 100
%
arbeitsun
fähig
(
Ziff.
1.6)
. Eine längere Sitzfähigkeit sei nicht gegeben.
Eine Wiederauf
nahme der beruflichen Tätigkeit im Sinne eines Teilpensums sei frühestens sechs bis neun Monate postoperativ zu erwägen.
Allenfalls sei eine Exploration in einer geschützten Umgebung wie
D._
zu empfehlen, um einen reell verwertbaren Belastungsanteil zu eruieren (
Ziff.
1.9).
Ab e
twa April/
Mai seien der Beschwerdeführeri
n wechselbelastende Tätigkeiten im Umfang von ein bis zwei Stunden pro Tag zumutbar
. Beim Heben und Tragen liege die
Gewichtsli
mite
bei 5 kg (
Urk.
6/140/5
).
4
.
6
Am 3
0.
März 2012 berichtete
Dr.
E._
,
Médecine
générale
(
Urk.
6/143/1-
4
), welcher die Beschwerdeführerin seit November 2010 hausärztlich betreut (
Ziff.
1.2).
Als Büroangestellte attestierte er
der Beschwerdeführer
in seit Behandlungsbeginn im November 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
auf
unbestimmte Zeit (
Ziff.
1.6). Er
führte aus, aufgrund des chronischen Verlaufs, der multiplen chirurgischen Interventionen und des persistierenden Schmerzsyndroms sei die Prognose in Bezug auf eine signifikante Arbeitsfähig
keit reserviert (
Ziff.
1.4 am Ende).
4
.
7
Am 1
8.
Dezember 201
2 erstattete
med.
pract
.
F._
,
Arbeitsmedizin FMH,
fallführender Oberarzt
A._
,
ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
6/153/1-34). Er stützte sich auf die dem
A._
überlassenen und zusätz
lich angeforderten
Akten
(S. 4 ff.
Ziff.
2-3), die Angab
en der Beschwerdeführerin (
S.
21 ff.
Ziff.
4.1), seine am 3
1.
Juli 2012 erfolgte internistische Untersuchung (S.
24
Ziff.
4.2) sowie ein orthopädisches (S. 24 ff.
Ziff.
5.1;
Urk.
6/153/41-51),
ein
neurologisches (S. 27 ff.
Ziff.
5.2;
Urk.
6/153/52-59) und ein psychosomati
sches (S. 29 f.
Ziff.
5.3;
Urk.
6/153/61-65) Fachgutachten.
Der Gutachter nannte folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 30
f.
Ziff.
6.1):
therapierefrakt
ä
r
e
lumbospondylogene
Beschwerden
Verdacht auf
leichtgradiges
sensibles Reizsyndrom L4/5 links ohne sen
somotorische Ausfälle
Magnetresonanztomographie (MRI) vom 2
8.
Februar 2011: Wur
zeln L5 und S1 links nicht beurteilbar aufgrund erheblicher Arte
fakte durch Metall, sonst keine Hinweise auf eine Diskushernie, andere Wurzeln ohne sichtbare Beeinträchtigung
Status nach Bandscheibenprothese L5/S1 im April 2003 (Spital
G._
)
Status nach
Spondylodese
L5/S1 im Januar 2006 (
H._
)
Hypermobilität
L3/4
Status nach Revisionsdekompression L5/S1 im Mai 2007 (
Dr.
B._
)
Status
nach Anschlussstabilisation L3 mit Remontage,
Revisions-Inter
laminektomie
L4/S1 links,
Neurolyse
L5
Distraktionscage
AMT
Fuse
L4/5 links 2007 (
Dr.
B._
)
Status nach Ausbau Fixateur intern USS L4/5/S1, Revisionsmontage L4/5,
Revisionsinterlaminektomie
, Dekompression L3/4, L4/5
im Mai 2011 (
Dr.
B._
)
Revisionsinterlaminektomie
L5/S1, L4/5, Implantation
Distraktions
cage
L4/5 im Dezember 2011 (
Dr.
B._
)
Resektion Weichteiltumor paramedian S1/S2 links im Mai 2012 (
Dr.
B._
)
Als weitere Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte der Gutachter eine
Spondylarthrose
Th8/12 beidseits, mehr links, einen Status nach Hysterektomie 2007 sowie aktenanamnestisch funktionelle Verdauungsbe
schwerden (S. 31
Ziff.
6.2).
In der
gemeinsam mit den Fachgutachterinnen und -gutachtern erstellten
Gesamt
beurteilung
(S.
31 ff.
Ziff.
7)
führt
e med.
pract
.
F._
aus
,
d
ie
Wir
belsäulenbeschwerden
der Beschwerdeführerin seien durch eine orthopädische, ergänzt
durch
eine neurologische Begutachtung abgeklärt worden. Die zuletzt angefertigten Röntgenaufnahmen zeigten recht unauffällige Befunde mit Einbau des Implantats im Bereich von L4/5 und der Knochenplombe. Die weiteren Befunde bestätigten einen guten Verlauf nach den multiplen
Rückenope
rationen
. Es sei allerdings nicht selten, dass die radiologischen Befunde nicht mit den klinischen Beschwerden übereinstimmten. Hinweise für das Vorliegen eines sensomotorischen
radikulären
Ausfallsyndroms lägen nicht vor. Die von der Beschwerdeführerin geschilderten
Kribbelparästhesien
(Gefühlsstörungen) im Bereich des lateralen Oberschenkels über das Schienbein bis zum Fussrücken in die Grosszehe könnte
n
für eine leichte sensible Reizsymptomatik der Wurzeln L4 als auch L5 links sprechen. Insgesamt seien sie aufgrund der Eigenanamnese und den medizinischen Berichten der Ansicht, dass während der gesamten Krankheitsdauer sowohl vor als auch nach 2007 keine wesentliche
Nervenbetei
ligung
im Sinne einer
radikulären
sensorischen oder motorischen
Ausfallsymp
tomatik
vorgelegen habe
(S. 32 oben).
Die
von
der
Beschwerdeführerin
geäusserte Beschwerdesymptomatik sei im We
sentlichen orthopädisch erklärbar, allerdings nicht in einem vollständig invali
disierenden Ausmass.
Von somatischer Seite her scheine es möglich, dass bei der Beschwerdeführerin eine Schmerzwahrnehmungsstörung vorliege, aufgrund derer die gefühlte Schwelle zum Schmerz schneller als bei anderen Personen überschritten
werde (S. 32 Mitte)
.
Nachdem bereits in mehreren Vorberichten auf ein fehlendes morphologisches Schmerzkorrelat (beispielswiese Bericht vom 1
0.
Oktober 2006) beziehungsweise auf Hinweise für eine nicht-organische Schmerzkomponente (Berichte vom 1
9.
Februar 2007, vom 2
9.
Mai 2007, vom 1
1.
Dezember 2007 und weitere) hin
gewiesen worden sei, seien in
der aktuell durchgeführten psychosomatischen Begutachtung die Kriterien einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren erfüllt
. Eine psychiatrische
Komorbidität
wie bei
spielsweise eine depressive Erkrankung liege nicht vor (
S. 32 Mitte
).
Die Beschwerdeführerin erachte sich aufgrund ihrer Rückenbeschwerden als nicht arbeitsfähig. Gesamtmedizinisch könn
ten sie
sich dem in dieser Absolut
heit nicht anschliessen (S. 32 unten).
Die Beschwerdeführerin verfüge über ein Handelsdiplom und sei zuletzt als Sach
bearbeiterin im Innendienst einer Versicherung tätig gewesen. Es handle sich hierbei um eine körperlich leichte Arbeit, welche überwiegendes Sitzen mit gelegentlichem Gehen und Stehen beinhalte. Für eine solche Arbeitstätigkeit sei die Beschwerdeführerin gesamtmedizinisch in einem Umfang von 60
%
arbeitsfähig. Aus arbeitsmedizinischer Sicht sei zu empfehlen, der Beschwerde
führerin einen modernen, ergonomisch guten Schreibtischstuhl zur Verfügung zu stellen, ebenso sollte - je nach konkreter Tätigkeit - die Anschaffung eines Stehpults überlegt werden, um der Beschwerdeführerin die Möglichkeit zu geben, gewisse Aufgaben im Stehen statt im Sitzen zu erledigen. Die maximale Lastenhandhabung liege bei einem Gewicht von 5 kg. Die tägliche Arbeitszeit sollte dabei in zwei Blöcke morgens und nachmittags aufgeteilt werden. Hier
durch wäre es möglich, die Belastungsfähigkeit auszuschöpfen und die entspre
chenden Ruhephasen einzuhalten (S. 32 f.
Ziff.
7.2).
Die b
isherige Tätigkeit entspreche einer optimal angepassten Verweistätigkeit.
Die Beschwerdeführerin
sei ebenfalls in gleichem Umfang
arbeitsfähig
für andere, wechselbelastende Tätigkeiten mit einer max
imalen
Lastenhandhabung von 5 kg und ohne Notwendigkeit zur Einnahme
von Zwangshaltungen des Körpers (S. 33
Ziff.
7.3).
In seinem orthopädischen Gutachten vom 1
7.
Juli 2008 beschreibe
Dr.
C._
nach Rücksprache mit dem Hausarzt eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
bis 65
%
für eine Tätigkeit in Wechselbelastung, mit maximaler Lastenhandhabung bis 5
kg und ohne Zwangshaltungen. Übereinstimmend mit dem Schreiben von
Dr.
C._
vom 2
4.
Juli 2008
(vgl.
Urk.
6/89)
seien sie der Auffassung, dass dieses Arbeitsprofil auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit zutreffe. Betreffend die Arbeitsfähigkeit stimmten sie mit dem Vorgutachter überein und beurteilten diese mit 60
%
. Bei einer maximalen Lastenhandhabung von 5 kg und Fehlen sonstiger Belastungen handle es sich jedoch aus arbeitsmedizinischer Sicht um eine leichte und nicht eine wie im Vorgutachten beschriebene leichte bis mit
telschwere körperliche Tätigkeit (S. 33 f.
Ziff.
7.6.1).
Se
it April 2007
sei es zu
mehrfache
n
operative
n
Eingriffe
n gekommen, nach welchen in der Ausheilungsphase eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestan
den habe
. Aufgrund sich widersprechender Beurteilungen
der behandeln
den Ärzte mit Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit zwischen 100
%
und 50
%
sei der
Zeitraum April 2007 bis Juli 2008 nicht sicher beurteilbar. Ab Juli 2008 bis aktuell sei die
Arbeitsfähigkeit
- unterbrochen von den Heilungsphasen nach den operativen Eingriffen (6
bis 12 Wochen) - gleich geblieben (S. 34
Ziff.
7.6.2).
5.
5.1
Am 3
0.
Mai 2007 wurde die Beschwerdeführerin von PD
Dr.
B._
am Rücken operiert. In seinem Bericht vom November 2007
(vorstehend E. 4.1)
attestierte
PD
Dr.
B._
der Beschwerdeführerin
für die Zeit vom 2
0.
April 2007 bis Sommer 2007 eine volle Arbeitsunfähigkeit
. Ab Sommer 2007
ging
er
von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
in einer angepassten, wechselbelastenden Tätigkeit aus.
Daraus ist zu schliessen, dass PD
Dr.
B._
ab Sommer 2007 von einem gebesserten Gesundheitszustand ausging und dieser nach
der
postoperativen Heilungsphase nunmehr eine teilzeitliche Arbeitstätigkeit in einer angepassten Tätigkeit zuliess.
5.2
Im Juli und August 2012 wurde die Beschwerdeführerin von den Ärzten de
r
A._
umfassend begutachtet.
I
m Rahmen
einer
internistischen,
einer orthopä
dischen
,
einer
neurologischen und
einer psychosomatischen
Untersuchung
wurde die Beschwerdeführerin zu ihrem Leiden befragt (vgl.
Urk.
6/153/21 ff.
Ziff.
4.1,
Urk.
6/153/45
Ziff.
2.1,
Urk.
6/153/53 ff.
Ziff.
2.1,
Urk.
6/153/61ff.
Ziff.
2.1) und wurde jeweils eine
sorgfältig
e
Befunde
rhebung durchgeführt
(vgl.
Urk.
6/153/24
Ziff.
4.2, 6/
153/45 f.
Ziff.
2.2,
Urk.
6/153/55 f.
Ziff.
2.2,
Urk.
6/153/63 f.
Ziff.
2.2)
. Basierend darauf sowie in Kenntnis der
Vorakten
nahmen die Ärzte Stellung zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
(vgl. vorstehend E. 4.7)
.
Die Ärzte gelangten zum Schluss, dass die von der Beschwerdeführerin geäus
serte Beschwerdesymptomatik im Wesentlichen orthopädisch erklärbar sei. Allerdings schrieben sie dieser nicht ein vollständig
invalidisierendes Ausmass zu.
Sie legten in nachvollziehbar begründeter
Weise dar, dass die Beschwerde
führerin in der Lage sei, eine Tätigkeit
wie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
als Sachbearbeiterin
im Innendienst einer Versicherung, welche überwiegendes Sitzen mit gelegentlichem Gehen und Stehen beinhalte,
in einem Pensum von 60
%
zu verrichten, sofern
ihr
Arbeitsplatz
mit einem ergonomisch
guten Schreibstuhl und gegebenenfalls einem Stehpult versehen werde und sie die tägliche Arbeitszeit in Blöcke von 2 x 2 1⁄4 bis 2 1⁄2 Stunden morgens und nachmittags (vgl.
orthopädisches Fachgutachten,
Urk.
6/153/50
unten
) aufteilen könne.
Für andere
leichte,
wechselbelastende Tätigkeiten mit einer maxi
malen Lastenhandhabung von 5 kg,
ohne Notwendigkeit zur Einnahme von
Zwangs
haltungen
des Körpers
und mit der Möglichkeit zur Aufteilung der täglichen Arbeitszeit in Blöcke von 2 x 2 1⁄4 bis 2 1⁄2 Stunden morgens und nachmittags (vgl.
orthopädisches Fachgutachten,
Urk.
6/153/50 f.)
attestierten die Gutachter der Beschwerdeführerin
ebenfalls eine Arbeitsfähigkeit von 60
%
, was
vor dem Hintergrund der
von den Gutachtern dargelegten klinischen und bildgebenden
Befunde
plausibel erscheint.
Eine im Verlauf gleich
gebl
i
e
bene Arbeitsfähigkeit in diesem Umfang
unterbrochen von den
sechs- bis zwölfwöchigen
Heilungsphasen nach den
operativen Eingriffen -
bestätigten die Gutachter r
etrospektiv
ab Juli 200
8.
Die Gutachter begründeten diese Einschätzung in nachvollziehbarer Weise damit,
dass sich ihre
Einschätzung
im Wesentlichen mit der Einschätzung von
Dr.
C._
decke
,
welcher im Juli 2008 ebenfalls von einer Arbeitsfähigkeit von 60
%
bis 65
%
für eine wechselbelastende Tätigkeit mit maximaler
Lasten
handhabung
bis 5 kg und ohne Zwangshaltungen ausgegangen sei und welcher die zuletzt ausgeübte Tätigkeit ebenfalls als mit diesem Belastungsprofil verein
bar erachtet habe.
Dies
e Beurteilung
steht im Einklang mit der Aktenlage
(vgl.
Urk.
6/87/7 f.
Ziff.
3 und
Urk.
6/89)
und vermag zu überzeugen.
Das
A._
-
Gutachten erweist sich insgesamt als schlüssig und
erfüllt die
praxisge
mässen
Anforderungen an eine beweiswertige medizinische Expertise (vgl. vorstehend
E. 1.
3
), weshalb
grundsätzlich darauf abzustellen ist.
5.3
Weder der Bericht von PD
Dr.
B._
vom August 2011
(vorstehend E. 4.4), in wel
chem dieser für
die Zeit von
2007 bis Ma
i 2011 ein
e beruflich verwertbare Leistungsfähigkeit
verneint
e
, noch der Bericht von
Dr.
E._
vom März 2012 (vorstehend E. 4.6), in welchem
dieser
der Beschwerdeführerin für die Tätigkeit als Büroangestellte
seit November 2010
eine volle Arbeitsunfähigkeit auf unbe
stimmte Zeit attestiert
e
, stehen einem Abstellen auf die
Arbeitsfähigkeitsbeur
teilung
der
A._
-
Gutachter
für die Zeit ab Juli 2008
entgegen.
Bei der Würdigung dieser Berichte ist insbesondere zu berücksichtigen, dass es sich bei PD
Dr.
B._
und
Dr.
E._
um behandelnde Ärzte der Beschwerde
führerin handelt
, weshalb
das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen
darf und soll
, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten
der Beschwerdeführerin aus
sagen dürften (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Abgesehen davon erweisen sich die Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen durch
PD
Dr
.
B._
und
Dr.
E._
als sehr
pauschal und
wird nicht näher begründet, weshalb die bei der Beschwerde
führerin zu erhebenden Befunde es ihr vollumfänglich verunmöglichen
sollten
, eine Tätigkeit mit dem Belastungsprofil der zuletzt ausgeübten Tätigkeit auszu
üben beziehungsweise weshalb sie auch keine Tätigkeiten mit einem anderen Belastungsprofil, z.B. eine überwiegend im Gehen zu verrichtende Tätigkeit, ausüben können sollte.
5.4
Was die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin für die Zeit
vor Juli 2008
anbe
langt, so
sahen sich die
A._
-
Gutachter
aufgrund der sich widersprechen
den
Beurteilungen der behandelnden Ärzte ausser Stande, die
se
sicher
zu beur
teilen.
PD
Dr.
B._
ging ab Sommer 2007 von einer Verbesserung des Gesundheitszu
stands aus und attestierte der Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von
50
%
in einer ange
passten, wechselbelastenden Tätigkeit
(vgl. vorstehend E. 4.1 und E. 5.1).
Auch wenn PD
Dr.
B._
diese Einschätzung nicht näher begründete
(vgl. bereits E. 4.3.2 des Urteils des hiesigen Gerichts vom 1
7.
Mai 2011,
Urk.
6/120)
, ist
für die Zeit bis Ende Juni 2008
darauf abzustellen, nachdem sich die Arbeitsfähigkeit
für diesen Zeitraum
retrospektiv offensichtlich nicht mehr sicher beurteilen lässt. Gestützt auf die
nachvollziehbaren Erw
ägungen der
A._
-
Gutachter im Zusammenhang mit dem Belastungsprofil der von der
Beschwerdeführerin zuletzt ausgeübten Tätigkeit ist aber jedenfalls davon aus
zugehen, dass die von PD
Dr.
B._
ab Sommer
2007
postulierte Arbeits
fähigkeit von 50
%
auch für die zuletzt ausgeübte Tätig
k
eit
als kaufmännische Ange
stellte
zu gelten hat, sofern die von den
A._
-
Gutachtern ergonomischen Anpassungen
des Arbeitsplatzes
vorgenommen und d
em
von ihnen formulier
te
n
Belastungsprofil (Aufteilung der täglichen Arbeitszeit in zwei Blöcke mor
gens und nachmittags
) Rechnung getragen
wird.
5.5
Zusammenfassend ist der Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
im
Sommer 2007 verbes
sert hat und sie bis Ende Juni 2008 i
hre zu
letzt ausgeübte Tätigkeit als kauf
männische Angestellte beziehungsweise Sachbearbeiterin im Innendienst einer Versicherung - unter der Voraussetzung der von den
A._
-
Gutachtern empfohle
nen ergonomischen Anpassungen des Arbeitsplatzes und
der empfohlenen Zeitaufteilung - sowie jede andere
leichte
, wechselbelastende Tätigkeit mit einer maximale
n Lastenhandhabung von 5 kg,
ohne Notwendig
keit
zur
Einnahme von Zwangshaltungen des Körpers
und mit der Möglichkeit zur Aufteilung der täglichen Arbeitszeit in Blöcke von 2 x 2 1⁄4 bis 2 1⁄2 Stunden morgens und nachmittags
im Umfang von
50
%
zu verrichten in der Lage war. Ab Juli 2008 ist für
die entsprechenden T
ätigkeiten von einer Arbeitsfähigkeit von 60
%
auszugehen
.
6.
6.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Arbeitsfähigkeit auf die Erwerbsfä
higkeit auswirkt
.
6.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1
IVG
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validenein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person im
massgebenden Zeitpunkt des
Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
6.4
Zur Ermittlung des
Valideneinkommens
stellte die Beschwerdegegnerin auf den von der Beschwerdeführerin zuletzt
erzielten Lohn als Sachbearbeiterin
einer Generalagentur der
Z._
ab.
Dies ist nicht zu beanstanden, da mangels gegenteiligen Anhaltspunkten anzunehmen ist, dass die Beschwerde
führerin ohne die ab dem Jahr 2002 dokumentierten gesundheitsbedingten Ausfälle (vgl.
Urk.
6/7/6 ff.) die
se
Stelle nicht verloren hätte (vgl. auch die For
mulierung im ärztlichen Zeugnis vom
3.
September 2002,
Urk.
6/7/13).
Ausgehend vom im Jahr 2002 erzielten Lohn von monatlich
Fr.
6‘060.-- (x 13; vgl.
Urk.
6/7
Ziff.
20) und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im Kredit- und Versicherungsgewerbe
von 1.6
%
im Jahr 2003, von 1.3
%
im Jahr 2004, von 0.9
%
im Jahr 20
05, von 1.5
%
im Jahr 2006,
von 2.1
%
im Jahr 2007
und von 2.2
%
im Jahr 2008
(
Die Volkswirtschaft
4-2010 S. 91
Tabelle B10.2
)
resultiert für das Jahr 2007 ein massg
ebendes
Valideneinkommen
von
rund
Fr.
84‘78
2
.
--
(
Fr.
6‘060.-- x 13 x 1.016 x 1.013 x 1.009 x 1.015 x 1.021) und für das Jahr
2008 ein massgebendes
Validenei
nkommen
von
rund
Fr.
86‘64
7
.
--
(
Fr.
6‘060.-- x 13 x
1.016 x 1.013 x
1.009 x 1.015 x 1.021 x 1.022).
6.5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der Schweizeri
schen Lohnstrukturerhebungen des Bundesamtes für Statistik kann - aus
nahmsweise - der
Lohn eines einzelnen Sektors („Produktion" oder „
Dienst
leistungen") oder gar einer bestimmten Branche hergezogen werden, wenn es als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Ver
wertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen, namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit im betreffenden Bereich tätig gewesen waren und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt (SVR 2008 IV Nr. 20 S. 63, 9C_237/2007 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts
9C_667/2013 vom 29. April 2014 E. 5.3
).
6.
6
Die Beschwerdegegnerin und die Beschwerdeführerin gehen übereinstimmend davon aus, dass das Invalideneinkommen anhand
der LSE zu
ermitteln ist, was nicht zu beanstanden ist, nachdem
die
Beschwerdeführerin
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine ihr an sich zumutbare neue
(Teil-)E
rwer
bstätigkeit aufgenommen hat.
Die Beschwerdegegnerin
stellte auf die Tabelle TA1 (
„M
onatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Anforderungsni
veau des Arbeitsplatzes und Geschlecht Privater Sektor“) und dort auf den von Frauen mit Berufs- und Fachkenntnissen (Niveau 3) in der Branche „Versicherungsgewerbe“ (
Ziff.
66) erzielten Lohn
ab
. Dies erscheint sachgerecht, war die
über ein Handelsdiplom verfügende
Beschwerdeführerin vor Eintritt ihres Gesundheitsschadens doch in der Privatwirtschaft und
dabei längere Zeit in der Versicherungsbranche tätig, so in den Jahren 1992 bis 1997 sowie von April 2001 bis Oktober 2002 (vgl.
Urk.
6/4
,
Urk.
6/7
Ziff.
2
), und ist ihr die angestammte Tätigkeit im Rahmen eines Teilzeitpensums weiterhin zumutbar (vgl. vorstehend E. 5.5).
Diese Bemessungsgrundlage
n
wurde
n
von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt.
Sie
mach
te indes geltend, dass bei der Ermittlun
g des
Invaliden
einkommens
ein Abzug von mindestens 10
%
zu berücksichtigen sei, da
sie ihre Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurch
schnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten könne. Ihre Unfähigkeit, längere Zeit zu sitzen, die Notwendigkeit eines Stehpults, das Erfordernis einer Auftei
lung des Tagespensums in zwei Blöcke von 2 x 2 1⁄4 bis 2 1⁄2 Stunden morgens und nachmittags sowie ihr Alter minderten ihre Chancen und
Einkommens
möglichkeiten
auf dem Arbeitsmarkt (
Urk.
1
Ziff.
16).
6.7
Mit dem Abzug vom Tabellenlohn
nach BGE 126 V 75
soll der Tatsache Rech
nung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und
Ausmass
der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder
Aufent
haltskategorie
und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die ver
bliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann
(BGE 135 V 297 E. 5.2)
. Der Abzug ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem
Ermessen gesamthaft zu schätzen. Er darf 25
%
nicht überstei
gen
(BGE 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc; Urteil des Bundesgerichts
9C_796/2013 vom 2
8.
Januar 2014 E.
3.1
).
Mit Bezug auf den behinderungs-
beziehungsweise
leidensbedingten Abzug ist zu beachten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versi
cherten Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unterschei
den ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewer
ber nur bei Inkaufnahme einer
Lohneinbusse
reale Chanc
en für eine Anstellung bestehen.
Lediglich wenn - auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (zu diesem
Begriff
BGE 110 V 273
E. 4b
) - unter Berücksichtigung solcher Ein
schränkungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genü
gend breites Spektrum an
zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3.1.1
mit Hinweisen).
Das fortgeschrittene
Alter führt sodann
nicht automatisch zu einem Abzug
.
Es ist jedoch bezogen auf die durchschnittliche Lebensarbeitszeit als ein
abzugsre
levanter
Aspekt immer unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände des
Einzelfalles zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/20
13 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.2).
6.8
Aufgrund des Umstands, dass die Beschwerdeführerin auf eine Tätigkeit ange
wiesen ist, in der sie das ihr zumutbare
Arbeitspensum von 50
%
beziehungs
weise 60
%
i
n einem Block am Vormittag und einen Block am Nachmittag ver
richten
kann
,
ist ihre Arbeitsfähigkeit in quantitativer Hinsicht zusätzlich eingeschränkt.
Des Weiteren besteht eine arbeitsplatzbezogene Einschränkung, indem die Beschwerdeführer
in auf einen ergonomisch eingerichteten Arbeits
platz angewiesen ist.
In Würdigung der gesamten Umstände ist e
ntgegen der Auffassung der
Beschwer
degegnerin
(vgl.
Urk.
5) davon auszugehen, dass
die Beschwerde
führerin auch auf dem massgeblichen
ausgeglichenen Arbeitsmarkt
ihre
Restar
beitsfähigkeit
nur mit
unterdurchschnittlichem erw
erblichem Erfolg verwerten könnte und
ge
genüber gesunden Mitbewerberinnen
lohnmässig
benachteiligt wäre. Ins Gewicht fällt dabei
insbesondere
,
dass die der Beschwerdeführerin zumutbaren
Bürotätigkeiten
im Versicherungsgewerbe
of
tmals Präsenzzeiten zu den Büro- beziehungsweise Telefonzeiten
morgens und nachmit
tags
erfordern
,
welche die
Beschwerdeführerin nich
t abdecken könnte.
Dem ist mit einem Abzug vom
Tabellenlohn von 10
%
Rechnung zu tragen.
6.9
Der Zentralwert für die
im Versicherungsgewerbe
beschäftigten
Frauen
mit Berufs- und Fachkenntnissen
betrug im Jahr
2006
Fr.
5‘813
.-- (LSE
2006
, Tabelle TA 1
, Ziffer 66, Niveau 3)
.
Unter Berücksichtigung der durchschnittli
chen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit im Kredit- und
Versicherungs
gewerbe
im Jahr 2007 von 41.4 Stunden
(Die Volkswirtschaft, 11
2013, Tabelle B9.2) sowie der Nominallohnentwicklung im
Kredit- und Versicherungsgewerbe von
2.1
%
im Jahr 2007 (
Die Volkswirtschaft
4-2010 S.
91
Tabelle B10.2
) resul
tiert für das Jahr 2007 ein Invalideneinkommen von
Fr.
73‘713.60 (
Fr.
5‘813.-- x 12 : 40 x 41.4 x 1.021) beziehungsweise
Fr.
36‘856.80 in dem der Beschwer
deführerin ab Sommer 2007 zumutbaren Pensum von 50
%
.
Bei Gewährung eines
Abzugs von 10
%
beläuft sich das massgebende Invalideneinkommen im Jahr 2007 auf
rund
Fr.
33‘17
1
.
--
.
Im Jahr 2008 betrug d
er Zentralwert für die im Versicherungsgewerbe beschäftig
ten Frauen mit Berufs- und Fachkenntnissen
Fr.
6‘065.--
(LSE
2008
, Tabelle TA 1, Ziffer 66, Niveau 3). Unter Berücksichtigung der durchschnittli
chen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit im Kredit- und
Versicherungs
gewerbe
im Jahr 200
8
von 41.4 Stunden (Die Volkswirtschaft, 11-2013, Tabelle B9.2) resultiert für das Jahr 200
8
ein massgebendes Invalideneinkommen von
Fr.
75‘327.30
(
Fr.
6‘065.-- x
12 :
40 x 41.4
) beziehungsweise
Fr.
45‘196.40
in
dem der Beschwerdeführerin ab
Juli 2008
zumutbaren Pensum von 6
0
%
.
Bei Gewährung eines Abzugs von 10
%
beläuft sich das massgebende
Invalidenein
kommen
im
Jahr 2008
auf
rund
Fr.
40‘67
7.
.
6.10
Die Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen ergibt bei einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
ab Sommer 2007
eine Erwerbseinbusse von
Fr.
51‘61
1
.
--
(
Fr.
84‘78
2
.
--
-
Fr.
33‘171.
--
) beziehungsweise von
60.9
%
.
Bei einer Arbeitsfähigkeit von 60
%
ab Juli 2008
resultiert eine Erwerbseinbusse von
Fr.
45‘970.
--
(
Fr.
86‘64
7
.
--
-
Fr.
40‘67
7
.
--
) beziehungsweise von
53.1
%
.
Vorliegend erscheint es gerechtfertigt, die im Sommer 2007 eingetretene
revisi
onsrechtlich
relevante Verbesserung des Gesundheitszustands in Anwendung von
Art.
88a IVV wie von der Beschwerdeführerin beantragt erst ab Oktober 2007 zu berücksichtigen,
dies umso mehr, als sich der genaue Zeitpunkt der Verbessrung aufgrund der offenen
Formulierung
von PD
Dr.
B._
(
„
Sommer 2007
“
)
nicht
sicher bestimmen lässt.
Damit hat die Beschwerdeführerin mit Wirkung ab
1.
Juli 2007 bis 3
0.
September
20
07
Anspruch auf eine
ganze
,
mit Wirkung ab
1.
Oktober 2007 bis 3
0.
September 2008 auf eine
Dreiviertelsrente
und
mit Wirkung
ab
1.
Oktober 2008
auf eine
halbe Rente
.
Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und vorliegend auf
Fr.
900.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Ver
fahrens sind sie
der
Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen.
7.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegen
s bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
)
und
sind
vorliegend
beim praxisgemässen
Stun
denansatz
von
Fr.
200.-- (ohne
MWSt
) auf
Fr.
2‘100.--
(inkl.
MWS
t
und Barauslagen) festzusetzen
und
von
der Beschwerdegegnerin
zu bezahlen.