# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b8a14d6d-2213-4338-abf5-3842e61c13a4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1970, war während der von der
Unia
Arbeits
losenkasse vom 1. September 2014 bis 31. August 2016 eröffneten Rahmenfrist für den Leistungsbezug von Arbeitslosentenschädigung vom 1. Oktober 2015 bis 11. Mai 2016 als Kaufmann bei der
Y._
GmbH tätig (
Urk. 8/8 Ziff. 1-3
).
Am 15. September 2016 beantragte
der Versicherte
die Eröffnung einer Fol
gerahmenfrist ab 1. September 2016 (Urk. 8/7 Ziff. 2).
Mit Verfügung vom 30. September 2016 (Urk. 8/6
) verneinte die
Unia
A
rbeits
losenkasse
einen Anspruch des Versicherten auf Ar
beitslosenentschä
digung ab dem 1. September 2016 unter
Hinweis auf das Nichterfüllen der Mindestbeitragszeit.
Di
e dagegen vom Versicherten am 31
.
Oktober
2016 erhobene Einsprache (Urk. 8/4) wies die
Unia
Arbeitslosenkasse
mit
Ein
spracheentscheid
vom 12
.
Januar 2017 ab (Urk. 8/1
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 13. Februar 2017 Beschwerde g
eg
en den
Ein
sprache
entscheid
vom 12
.
Januar 2017 (Urk. 2) und beantragte
, dieser s
ei aufzuheben, und es sei ihm ab
1.
September 2016
Arbeitslosenentschädigung
zu entrichten
(
Urk.
1
S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 17. Februar 2017 (Urk. 7) beantragte die
Unia
Arbeitslosenkasse
die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer am 22. Februar 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 10
).
Mit Eingabe vom 24. Mai 2017 (Urk. 11) ergänzte der Beschwerdeführer seine Beschwerde und reichte weitere Beila
gen (Urk. 12/1-16) ein.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 9 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die obligatorische Arbeitslosen
ver
sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG)
gelten - soweit das Gesetz nichts anderes vorsieht - für den Leistungsbezug und für die Beitrags
zeit
zweijährige Rahmenfristen
. Die Rahmenfrist für den Leis
tungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvo
raussetzungen erfüllt sind (Art. 9 Abs. 2 AVIG), und die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor diesem Tag (Art. 9 Abs. 3 AVIG)
.
Eine der gesetzl
ichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosen
ent
schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1
lit
. e AVIG).
Die Beitragszeit hat erfüllt, wer inner
halb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist für die Beitragszeit (Art. 9 Abs. 3 AVIG) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäfti
gung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG).
Die Rahmenfrist für die Beitrags
zeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbin
dung mit Abs. 2 AVIG).
1.2
Eine der gesetzlichen Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosen
ent
schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat oder von der Beitragspflicht befreit ist (
Art.
8
Abs.
1
lit
. e AVIG). Von der Erfüllung
der Beitragszeit befreit sind gemäss
Art.
14
Abs.
1 AVIG Personen, die innerhalb der Rahmenfrist (
Art.
9
Abs.
3) während insgesamt mehr als zwölf Monaten nicht in einem Arbeitsverhältnis standen und die Beitragszeit nicht erfüllen konnten wegen:
a.
einer Schulausbildung, Umschulung oder Weiterbildung, sofern sie während mindestens zehn Jahren in der Schweiz Wohnsitz hatten;
b.
Krankheit (
Art.
3
????
????
ATSG), Unfall (
Art.
4 ATSG) oder Mutterschaft (
Art.
5 ATSG), sofern sie während dieser Zeit Wohnsitz in der Schweiz hatten;
c.
eines Aufenthaltes in einer schweizerischen Haft- oder Arbeits
erziehungs
anstalt oder in einer ähnlichen schweizerischen Ein
richtung.
Nach dem klaren Wortlaut von
Art.
14
Abs.
1 AVIG muss die versicherte Per
son durch einen der in dieser Bestimmung genannten Gründe an der Aus
übung einer beitragspflichtigen Beschäftigung gehindert worden sein. Zwischen dem Befreiungsgrund und der Nichterfüllung der Beitragszeit muss ein Kausalzusammenhang bestehen.
Dabei muss das Hindernis während mehr als zwölf Monaten bestanden haben.
Da eine Teilzeitbeschäftigung mit Bezug auf die Erfüllung der Beitragszeit einer Vollzeitbeschäftigung gleichgestellt ist (
Art.
11
Abs.
4 Satz 1 der Verordnung über die obligatorische Arbeitslo
senversicherung
und die Insolvenzentschädigung;
AVIV), liegt die erforderli
che Kausalität zudem nur vor, wenn es der versicherten Person aus einem der in
Art.
14
Abs.
1
lit
. a bis c AVIG genannten Gründe auch nicht möglich und zumutbar war, ein Teilzeitarbeitsverhältnis einzugehen (BGE 139 V 37 E. 5.1 mit Hinweisen)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Einspracheentscheid
(Urk. 2) damit, der Beschwerdeführer habe innerhalb der Rahmenfrist für die Bei
tragszeit vom 1. September 2014 bis 31. August 2016 nicht während min
destens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt. Was die Befreiung von der Erfüllung der Beitragszeit wegen Krankheit anbelange, sei die vom Medizinischen Zentrum
Z._
(
Z._
) attestierte Arbeitsunfä
higkeit nur bedingt nachvollziehbar, als teilweise Zeugnisse Mitte
und Ende Monat ausgestellt worden seien, welche für den entsprechenden Monat eine 20%ige oder 30%ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt hätten und nachträglich dennoch eine vollständige Arbeitsunfähigkeit festgestellt worden sei. Weiter habe der Beschwerdeführer am 1. Oktober 2015 eine Vollzeitbeschäftigung als Kaufmann antreten können, die er bis 11. Mai 2016 ausgeübt habe. Den
noch habe ihm das
Z._
für die Zeit vom 1. bis 31. Oktober 2015 eine 70%ige beziehungsweise nachträglich eine voll
ständige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Er könne daher nicht wegen Krankheit von der Beitragszeit befreit werden (S. 3 f. Ziff. 3).
2.2
Dagegen machte der Versicherte in seiner Beschwerde geltend, er sei wegen Krankheit von der Erfüllung der Beitragspflicht befreit gewesen. Er sei während der gesamten Krankheitsdauer zu 100 % arbeitsunfähig gewesen und habe daher keine Erwerbstätigkeit ausüben können (Urk. 1 S. 2). Auch seien die Krankentaggelder stets in voller Höhe ausbezahlt worden, auch wenn gemäss den vorliegenden Arztzeugnissen die Arbeitsunfähigkeit teil
weise nicht zu 100 % bestätigt worden sei. Es sei eine Wieder
eingliederung in die Arbeitstätigkeit versucht worden, welche nicht gelungen sei, jedoch die Teilarbeitsunfähigkeit in den Arztzeugnissen erkläre. Eine Teilarbeitstätigkeit sei auch nicht möglich gewesen, da man bei der Arbeitslosenkasse erst ab einer Arbeitsfähigkeit von 50 % als vermittelbar gelte (Urk. 11 S. 1).
3.
3.1
Streitig ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitslosenent
schädi
gung
ab 1. September 2016.
Dabei steht fest, dass er innerhalb der relevanten Rahm
enfrist für die Beitragszeit (1
.
September 2014 bis 31
.
August
2016)
vom 1. Oktober 2015 bis 11. Mai 2016 bei der
Y._
GmbH gearbeitet und damit lediglich
während 7.373 Monaten und
nicht während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG;
Urk. 8/8
Ziff.
2).
Zu prüfen ist
daher
, ob sich der Beschwerde
führer auf den
Befreiungstatbestand
von Art. 14 Abs. 1
lit
. b AVIG (Krank
heit) berufen kann
(vgl. vorstehend E. 1.2)
.
3.2
Es liegen die folgenden Arztzeugnisse, ausgestellt von Dr. med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie von den Fachpersonen des
Z._
bei den Akten:
Zeitraum
Ausstelldatum
Arbeits-
unfähigkeit
Aussteller
01.09.14-30.09.14
17.09.14
100 %
Dr.
A._
(Urk. 8/3.23)
01.10.14-15.10.14
03.10.14
100 %
Dr.
A._
(Urk. 8/3.22)
16.10.14-31.10.14
03.10.14
80
%
Dr.
A._
(Urk. 8/3.22)
01.11.14-16.11.14
30.10.14
6
5
%*
Dr.
A._
(Urk. 8/3.21)
17.11.14-30.11.14
14.11.14
65
%
Dr.
A._
(Urk. 8/3.19)
01.12.14-31.12.14
12.12.14
100 %
Z._
(Urk. 8/3.18)
01.01.15-31.01.15
07.01.15
100 %
Z._
(Urk. 8/3.16)
01.02.15-28.02.15
28.01.15
70
%
Z._
(Urk. 8/3.15)
01.03.15-15.03.15
24.03.15
70
%
Z._
(Urk. 8/3.13)
16.03.15-31.03.15
24.03.15
100
%
Z._
(Urk. 8/3.13)
01.04.15-30.04.15
16.04.15
100 %
Z._
(Urk. 8/3.12)
01.05.15-31.05.15
12.05.15
80
%
Z._
(Urk. 8/3.11)
01.06.15-30.06.15
03.06.15
80
%
Z._
(Urk. 8/3.9)
01.07.15-31.07.15
30.06.15
70
%
Z._
(Urk. 8/3.8)
01.08.15-31.08.15
11.08.15
70
%
Z._
(Urk. 8/3.6)
01.09.15-30.09.15
09.09.15
70
%
Z._
(Urk. 8/3.5)
01.10.15-31.10.15
14.10.15
70
%
Z._
(Urk. 8/3.3)
*vgl. nachfolgend E. 3.3
3.3
Dr.
A._
stellte in seinem Bericht vom 3. November 2014 (Urk. 8/3.20) fol
gende Diagnosen (S. 1 Ziff. 1):
-
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
-
akzentuierte Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen
-
schädlicher Konsum von Alkohol (ICD-10 F10.1), Kokain (ICD-10 F14.1) und Cannabis (ICD-10 F12.1)
Dr.
A._
führte aus, vom 17. März bis 15. Oktober 2014 habe eine Arbeitsun
fähigkeit von 100 % bestanden und vom 16. bis 31. Oktober 2014 eine solche von 80 %. Vom 1. bis 16. November 2014 sei von einer Arbeits
unfähigkeit von 65 % auszugehen (S. 2 Ziff. 13). Der Patient sei durch die depressive Erkrankung weiterhin vermindert belastbar, bedingt durch die erhöhte Ermüdbarkeit und den verminderten Antrieb. Durch die vorhandene akzentuierte Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen reagiere er auf Kritik und Zurückweisung sehr empfindlich (S. 2 Ziff. 14). Ab dem 1. September 2014 könne mit der vollen Arbeitsfähigkeit gerechnet werden (S. 2 Ziff. 16).
3.4
Die Fachpersonen des
Z._
nannten in ihrem Bericht vom 29. Dezember 2014 (Urk. 8/3.17) als Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1), und einen Ver
dacht auf Alkoholabhängigkeit (ICD-10 F10.2). Der Patient sei am 10. und am 19. November 2014 zu zwei Vorgesprächen bei ihnen gewesen. Er beklage, seit April 2013 unter Mobbing am Arbeitsplatz zu leiden. Es sei zur Zunahme des Gedankenkreisens um den direkten Vorgesetzten und zu Selbstgesprächen gekommen. Im Februar 2014 sei ein „Zusammenbruch“ mit plötzlichem Zittern, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Hypernervo
sität, Ängsten, Schlafstörungen (Einschlafstörungen), Rückzug, Antriebslosig
keit, Gedankenkreisen, Traurigkeit und Sinnlosigkeitsgedanken erfolgt.
Erneut sei es dazu im September 2014 in Zusammenhang mit dem Druck
,
eine Arbeit zu suchen
,
gekommen
. Die Fachpersonen des
Z._
führten aus, es bestehe eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit seit dem 1. Februar 2014 bis heute (S. 1).
3.5
Die Fachpersonen des
Z._
nannten in ihrem Bericht vom 4. März 2015 (Urk. 8/3.14) als Diagnose eine rezidivierende depressive Störung, gegen
wär
tig mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1). Der Patient sei vom
2
4.
November 2014 bis 1
6.
Januar 2015
für acht Wochen in der tagesklini
schen Rehabilitationsbehandlung gewesen (S. 1). Er sei gebessert und zu 100
%
arbeitsunfähig (ab Februar/März 70
%
arbeitsunfähig
) aus der tages
klinischen Rehabilitationsbehandlung entlassen worden
. Die Depression habe reduziert werden können. Der Patient habe die starken Schwankungen als vermindert erlebt. Prognostisch günstig seien die hohe Motivation des Patienten und die guten Umstrukturierungserfolge. Insgesamt zeige er einen positiven Verlauf. Empfohlen werden weiterhin eine psychotherapeutische Behandlung zur Bearbeitung der weiteren Themen wie Vergangenheitsbe
wältigung, Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess, verantwortungsbe
wusstes Trinkv
erhalten und dem
Umgang mit dem Umfeld und sich selbst (S.
4 unten).
3.6
Die Fachpersonen des
Z._
führten in ihrem Bericht vom 5. August 2015 (Urk. 8/3.7) bei seit dem Bericht vom 4. März 2015 (vgl. vorstehend E. 3.5) unveränderter Diagnose (S. 1) aus, es sei aktuell zu einer
Besserung des Zustandes nach Trennung und Auszug aus dem gemeinsamen Haus gekom
men, und eine langsame Stabilisierung mit neuer ständiger Wohnsituation seit Juli 2015, weniger Rückzug und noch teilweise vorhandener Antriebslo
sigkeit sei eingetreten
. Der Beschwerdeführer sei noch oftmals überfordert mit den Anforderungen und der Alltagsbewältigung, es bestünden Verzette
lungen, keine Priorisierung und der Schlaf sei gestört (S. 1).
Die Fachpersonen des
Z._
führten aus,
der Patient sei derzeit noch zu 100
% arbeitsunfähig.
Er wolle
seine Belastungsgrenzen wieder ausbauen und sich an eine stützende Tagesstruktur halten. Er zeige insgesamt einen positiven Verlauf (S. 2).
3.7
In ihrem Bericht vom
1
6.
September 2015
(Urk. 8/3.4) bestätigten die Fach
per
sonen des
Z._
, dass der Beschwerdeführer weiterhin wegen einer rezidi
vierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1), bei ihnen in ambulanter Behandlung sei. Aufgrund des rezidivierenden und mit der Depression in Zusammenhang stehenden beziehungs
weise als Komorbidität aufgetretenen übermässigen
Alkoholkon
sums werde der Patient zum Entzug und zur Entwöhnung für einen statio
nären Aufenthalt in die
B._
Klinik überwiesen. I
m Vordergrund des Zustandes und für die Arbeitsunfähigkeit massgeblich stehe weiterhin die beschriebene Diagnose der depressiven Störung.
Während des Aufenth
altes in der
B._
Klinik werde
die Arbeitsunfähigkeit
durch die dortigen Fachleute bezeugt.
3.8
Die Fachpersonen des
Z._
führten in ihrem Schreiben vom 29. Dezember 2016 aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 10. November 2014 bei ihnen in Behandlung und sei seit diesem Datum krankgeschrieben. Mit den Arbeits
unfähigkeitszeugnissen von 70 % bis 80 % habe man versucht, ihn wieder in eine Teilzeittätigkeit einzugliedern, was jedoch aufgrund seiner psychischen Erkrankung nicht möglich gewesen sei. Somit sei er für die 20 % und 30 % ebenfalls arbeitsunfähig gewesen (Urk. 8/2.2 S. 1).
4.
4.1
Aus der Auflistung der in den Akten liegenden Arztzeugnisse von Dr.
A._
und den Fachpersonen des
Z._
betreffend den Zeitraum vom 1. September 2014 bis 31. Oktober 2015 geht hervor, dass lediglich für insgesamt sechs Monate eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und ansonsten eine Teilarbeits
fähigkeit attestiert wurde (vgl. vorstehend E. 3.2). Damit war der Beschwer
deführer grundsätzlich nicht während zwölf Monaten wegen Krankheit von der Erfüllung der Beitragszeit befreit (vgl. Art. 14 Abs. 1
lit
. b AVIG, vorste
hend E. 1.2). Dass es ihm nicht möglich gewesen wäre, in dieser Zeit eine Teilzeitbeschäftigung aufzunehmen (vgl. vorstehend E. 1.2), ist nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen. Denn wie nachfolgend zu zeigen ist, ist die Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung durch die Fachleute des
Z._
zu wenig schlüssig, als dass darauf abgestellt werden könnte. Zudem wird der Befreiungstatbestand von Art. 14 Abs. 1
lit
. b AVIG grundsätzlich nach objektiven Kriterien, und somit ex
post
, beurteilt. Ob sich eine versi
cherte Person nach eigener Einschätzung gesundheitsbedingt ausserstande sieht, eine beitragspflichtige (Teilzeit-) Beschäftigung aufzunehmen, ist dem
gegenüber nicht massgeblich (Urteil des Bundesgerichts 8C_988/2008 E.4.2.1 mit Hinweisen).
4.2
In ihrem Schreiben vom Dezember 2016 (vgl. vorstehend E. 3.8) führten die Fachpersonen des
Z._
aus, entgegen den attestierten Teilarbeitsfähigkeiten sei der Beschwerdeführer tatsächlich zu 100 % arbeitsunfähig gewesen, und es habe sich lediglich um Versuche gehandelt, diesen wieder in die Arbeits
welt einzugliedern.
Diese Ausführungen vermögen in Anbetracht der von der Beschwerdegegne
rin genannten Gründe (vgl. vorstehend
E. 2.1) nicht zu überzeugen. Abgese
hen davon,
dass die Fachpersonen des
Z._
dem Beschwerdeführer auch im Monat Oktober 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % attestierten, obwohl er ab dem 1. Oktober 2015 eine Vollzeitstelle angetreten hatte und
gemäss
Lohnabrechnung für den Oktober 2015 auch nicht krankgeschrieben war (vgl. Urk. 8/8 Ziff. 2 und 5 und Urk. 8/8/9), wurden verschiedene Teilar
beitsfähigkeiten auch rückwirkend ausgestellt, namentlich in den am 24. März 2015, am 12. Mai 2015, am 11. August 2015 und am 9. September 2015 ausgestellten Arztzeugnissen (vgl.
Urk. 8/3.5-6, Urk. 8/3.11 und Urk. 8/3.13).
Dies setzt den Beweiswert dieser Beurteilungen entscheidend herab. Der Beschwerdeführer hat denn die Beurteilung seiner behandelnden Ärzte durch die Aufnahme einer vollen Erwerbstätigkeit ab Oktober 2015 selbst widerlegt.
Was die im Februar und März 2015 attestierte Teilarbeitsfähigkeit anbelangt, geht diese so auch aus dem Bericht der Fachpersonen des
Z._
vom März 2015 (vgl. vorstehend E. 3.5) hervor, bei beschriebenem verbesserten Zustand nach der tagesklinischen Rehabilitationsbehandlung. Umso mehr hätten die Fachpersonen des
Z._
die in den folgenden Arztzeugnissen attestierte Teil
arbeitsfähigkeit als Arbeitsversuch kennzeichnen müssen, als sie in ihrem Bericht vom August 2015 (vgl. vorstehend E. 3.6) davon abweichend von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit sprachen.
Dementsprechend kann der Beschwerdeführer auch aus dem Umstand, dass ihm aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit von 100
%
Krankentaggelder ausbe
zahlt wurden
(vgl. Urk. 8/3.35),
nichts für sich ableiten, da sich diese voll
ständige Arbeitsunfähigkeit, wie ausgeführt, aus den vorliegenden medizini
schen Berichten des
Z._
nicht
durchwegs
nachvollziehen lässt
.
4.3
Zusamm
enfassend ist während der vom 1
.
September 2014 bis 31
.
August
2016 laufenden Rahmenfrist für die
Beitragszeit keine 100%ige Arbeitsunfähigkeit während mindestens zwölf Monaten ausgewiesen, wes
halb der Beschwerdeführer nicht wegen Krankheit von der Beitragszeit befreit werden kann. Aus diesen Gründen hat die Beschwerdegegner
in im
Einspracheentscheid
vom 12
.
Januar 2017
die Anspruchsberechtigung des Beschwerdeführers zu Recht verneint, was zur Abweisung der Beschwerde führt.