# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b961c6d7-f358-4fa9-9463-6807af6cc94a
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
A. Am 7. Januar 2003 eröffnete die Schweizerische Bundesanwaltschaft (nachfolgend „Bundesanwaltschaft“) vorerst gegen Unbekannt ein  Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Zugehörigkeit zu bzw. Unterstützung einer kriminellen Organisation im Sinne von Art. 260ter StGB sowie auf Geldwäscherei im Sinne von Art. 305bis StGB. Anfangs Juni 2003 wurde das Ermittlungsverfahren unter anderem auf A._ ausgedehnt.
B. Gestützt auf einen Haftbefehl der Bundesanwaltschaft vom 25. Au-
gust 2004 wurde A._ am 31. August 2004 verhaftet.
Am 2. September 2004 beschloss das Haftgericht III Bern-Mittelland als nach Art. 47 BStP zuständige, kantonale Gerichtsbehörde, dass die  Untersuchungshaft wegen Kollusionsgefahr aufrechterhalten . Sie verneinte demgegenüber das Vorliegen von Fluchtgefahr.
C. Mit Gesuch vom 13. September 2004 (Eingang: 15. September 2004)  die Bundesanwaltschaft gestützt auf Art. 51 Abs. 2 BStP der  des Bundesstrafgerichts, die wegen Kollusionsgefahr bestehende Untersuchungshaft von A._ mindestens bis zum 15.  2004 aufrechtzuerhalten.
Mit Entscheid vom 8. Oktober 2004 (BK_H 146/04) hiess die  das Gesuch der Bundesanwaltschaft gut und verlängerte die  bis zum 30. November 2004.
D. Mit Gesuch vom 29. November 2004 (Eingang: 2. Dezember 2004) bean-
tragte die Bundesanwaltschaft eine weitere Verlängerung der  bis 15. Dezember 2004 (BK act. 1).
A._ beantragte mit Gesuchsantwort vom 8. Dezember 2004 die  des Antrages auf Verlängerung der Untersuchungshaft und seine sofortige Entlassung (BK act. 3).
Mit Schreiben vom 14. Dezember 2004 teilte die Bundesanwaltschaft mit,
dass A._ am selben Tag aus der Untersuchungshaft entlassen  sei und sich dem Haftverlängerungsgesuch ausdrücklich unterzogen habe (BK act. 4).
- 3 -

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Wenn die Beschwerdekammer, wie dies die Regel bildet, die Haftverlänge-
rung befristet, kann die Bundesanwaltschaft oder das Eidgenössische  im Hinblick auf den Ablauf der neuen Frist einen neuen Antrag auf Haftverlängerung stellen (BÄNZIGER/LEIMGRUBER, Das neue Engagement des Bundes in der Strafverfolgung, Bern 2001, N. 216 zu Art. 51 BStP), wenn die Kollusionsgefahr weiter besteht. Dieses Gesuch um erneute Haftverlängerung muss gemäss Rechtsprechung – wie bereits das erste Gesuch gemäss Art. 51 Abs. 2 BStP – erst am letzten Tag der Frist bei einer schweizerischen Poststelle aufgegeben werden (Urteil des Bundesgerichts 8G.43/2002 vom 25. April 2002 E. 2 sowie 8G.26/2002 vom 4. April 2002 E. 2).
1.2 Im vorliegenden Fall hat die Gesuchstellerin mit ihrer Eingabe vom 29. No-
vember 2004 die Frist gewahrt. Immerhin sei darauf hingewiesen, dass es – gerade wenn die erstmalige Haftverlängerung wie hier für einen längeren Zeitraum gewährt wurde – zumindest wünschenswert erschiene, dass die Bundesanwaltschaft weitere Gesuche so früh wie möglich stellt, um einen Entscheid über die neuerliche Haftverlängerung vor Ablauf der  Frist zu begünstigen.
2. 2.1 Die wegen Kollusionsgefahr angeordnete Untersuchungshaft ist über die
durch Art. 51 Abs. 2 BStP oder einen Haftverlängerungsentscheid der  festgelegte Höchstdauer hinaus nur mit Bewilligung der Beschwerdekammer rechtmässig. Wird der Beschuldigte während des  aus der Untersuchungshaft entlassen, so hat die  die Zulässigkeit der Haftverlängerung daher nachträglich dennoch zu prüfen und letztere – zumindest bis zum Zeitpunkt der  – formell zu bewilligen oder abzulehnen (vgl. Urteil des  vom 13. November 1996 G.86/1996 E. 2 b). Die Verlängerung kann dabei nur bewilligt werden, wenn die in Art. 44 Ziff. 2 BStP genannten  für die Anordnung der Haft weiterhin erfüllt sind. Erforderlich ist daher, dass der Beschuldigte eines Verbrechens oder Vergehens  verdächtigt ist und ausserdem bestimmte Umstände den Verdacht begründen, dass er Spuren der Tat vernichten oder Zeugen oder  zu falschen Aussagen verleiten oder sonst den Zweck der  gefährden werde.
- 4 -
2.2 Vorliegend verlängerte die Beschwerdekammer die Untersuchungshaft mit Entscheid vom 8. Oktober 2004 bis 30. November 2004. Die  beantragte am 29. November 2004 eine weitere Haftverlängerung bis 15. Dezember 2004, entliess den Gesuchsgegner jedoch am 14. Dezember 2004 aus der Untersuchungshaft. Wie ausgeführt, ist auch in einer  Situation über die Zulässigkeit der Haft bis zum Zeitpunkt der  zu befinden. Anlässlich seiner Einvernahme vom 14. Dezember 2004 erklärte sich der Gesuchsgegner in Anwesenheit seines Verteidigers mit der Verlängerung der Untersuchungshaft bis zum 14. Dezember 2004  (BK act. 4). Demgemäss ist davon auszugehen, dass der  den dringenden Tatverdacht sowie die Kollusionsgefahr, wie sie sich aus der Eingabe vom 29. November 2004 (BK act. 1), dem darin  Entscheid der Beschwerdekammer sowie den weiteren Beilagen , nicht weiter bestreitet. Es kann damit auf die vorerwähnten  verwiesen werden, aus denen die Erfüllung der Voraussetzungen gemäss Art. 44 Ziff. 2 BStP hinreichend hervorgeht.
2.3 Zusammenfassend ergibt sich, dass das Gesuch gutzuheissen und die
Verlängerung der gestützt auf Art. 44 Ziff. 2 BStP verfügten  bis zum 14. Dezember 2004 zu bewilligen ist.
3. Die Gerichtsgebühr ist auf Fr. 200.-- festzusetzen (Art. 3 des Reglements
vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem , SR 173.711.32) und bei der Hauptsache zu belassen. Der amtliche Verteidiger hat seine Aufwendungen im Rahmen seiner definitiven  (bei Einstellung oder im Gerichtsverfahren) geltend zu machen.
- 5 -