# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0923f47c-331f-409e-980c-b0b3d7c8478c
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- mit Eingabe vom 12. April 2017 A. bei der Bundesanwaltschaft Anzeige ge-
gen Bundesrichter B. wegen Amtsmissbrauchs (Art. 312 StGB) und Urkun-
denfälschung im Amt (Art. 317 StGB) erstattete;
- nach Ansicht von A. Bundesrichter B. im Urteil vom 17. März 2017 in Sachen
A. gegen Staatsanwaltschaft des Kantons Graubünden betreffend Nichtan-
handnahmeverfügung in Erwägung 5 „eine Story zusammen [geschrieben
habe], wo von A. überhaupt nicht eingereicht wurde“ und „die Rechtspre-
chung über (SHG GR) Gesetzgebungen nirgends zu finden“ sei;
- die Bundesanwaltschaft mit Datum vom 15. Mai 2017 die Nichtanhand-
nahme der Strafsache verfügte (Verfahrensakten Urk. 03-00-0001 f.);
- die Nichtanhandnahmeverfügung A. am 24. Mai 2017 zugestellt worden ist
(Verfahrensakten Urk. 03-00-0003);
- dagegen A. mit Beschwerde vom 29. Mai 2017 an die Beschwerdekammer
des Bundesstrafgerichts gelangte und die Aufhebung der Nichtanhandnah-
meverfügung beantragte (act. 1);
- A. von der Beschwerdekammer mit Verfügung vom 30. Mai 2017 aufgefor-
dert wurde, einen Kostenvorschuss von Fr. 1‘000.-- zu leisten; A. daraufhin
ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung stellte (BP.2017.37, act. 1);
- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wurde (Art. 390
Abs. 2 StPO).

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei
der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde erhoben wer-
den kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- die Bundesanwaltschaft mit Nichtanhandnahmeverfügung vom 15. Mai 2017
mangels hinreichenden Tatverdachts keine Strafuntersuchung eröffnete;
- gemäss Art. 309 Abs. 1 lit. a StPO für die Eröffnung einer Untersuchung ein
hinreichender Tatverdacht verlangt wird, welcher sich aus den Informationen
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und Berichten der Polizei, aus der Strafanzeige oder aus eigenen Feststel-
lungen der Staatsanwaltschaft ergeben kann;
- den Eingaben des Beschwerdeführers offensichtlich kein konkreter Sachver-
halt entnommen werden kann, der einen hinreichenden Tatverdacht begrün-
den könnte; insbesondere keine Anhaltspunkte dafür bestehen, dass Bun-
desrichter B. seine Amtsgewalt missbraucht oder das Urteil vom 17. März
2017 gefälscht hätte; sich die Einwendungen des Beschwerdeführers viel-
mehr lediglich gegen den Inhalt des Urteils richten;
- die Beschwerdegegnerin daher zu Recht keine Strafuntersuchung eröffnet
hat;
- damit die Beschwerde ohne Weiteres abzuweisen ist;
- der Beschwerdeführer ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege gestellt hat; dieses jedoch infolge der Aussichtslosigkeit der
Beschwerde abzuweisen ist (Art. 136 Abs. 1 lit. b StPO);
- ausnahmsweise auf die Erhebung einer Gerichtsgebühr zu verzichten ist
(Art. 73 Abs. 2 StBOG und Art. 5 BStKR).
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