# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 081fd423-9010-4343-b263-03e7f2c4b4fc
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. A._, geboren am _ 1969, und B._, geboren am _ 1981, heirateten am _ 2007 vor dem Zivilstandsamt in O.1_. Sie sind die Eltern der beiden Kinder B._, geboren am _ 2006, und C._, geboren am _ 2011. A._ ist zudem Vater von D._, geboren am _ 2006. Seit dem _ 2015 leben die Parteien getrennt.
B. Mit Eheschutzentscheid vom 29. Februar 2016 regelte der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur (ab 1. Januar 2017 Regionalgericht Plessur) das Getrenntleben der Parteien und genehmigte deren Trennungsvereinbarung vom 18. Februar 2016. Soweit hier interessierend verpflichtete der Einzelrichter A._, an den Unterhalt der Kinder B._ und C._ mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2015 monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats je CHF 1'000.00 zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen. Gemäss der gerichtlich genehmigten Trennungsvereinbarung verpflichtete sich A._ zudem, B._ persönlich mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2015 Ehegattenunterhaltsbeiträge von CHF 4'000.00 pro Monat zu bezahlen. Der Unterhaltsberechnung legten die Parteien ein hypothetisches Einkommen von A._ in der Höhe von CHF 11'000.00 (inkl. politischer Mandate, exkl. Kinderzulagen) und ein Einkommen von B._ in der Höhe von CHF 0.00 zugrunde. Den Bedarf von A._ bezifferten die Parteien auf CHF 5'000.00 (inkl. CHF 1'025.00 Unterhalt an D._ [exkl. Kinderzulagen]), denjenigen von B._ mit den Kindern B._ und C._ auf insgesamt CHF 5'400.00.
C. Am 22. Dezember 2017 reichten die Parteien ein gemeinsames Scheidungsbegehren beim Regionalgericht Plessur ein (Proz. Nr. 135-2017-836).
D. Mit Gesuch vom 17. Januar 2018 ersuchte A._ beim Einzelrichter am Regionalgericht Plessur um Erlass vorsorglicher Massnahmen für die Dauer des Scheidungsverfahrens bzw. um Abänderung der Eheschutzmassnahmen. Unter anderem verlangte er eine Reduktion bzw. Aufhebung der Unterhaltsbeiträge an die Ehefrau und die Kinder B._ und C._. Der Einzelrichter wies dieses Gesuch mit Entscheid vom 26. Juli 2018 ab. Dagegen erhob A._ Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden (ZK1 18 127).
E. Am 10. August 2018 beantragte B._ beim Einzelrichter am Regionalgericht Plessur eine Schuldneranweisung. Sie stellte folgende Rechtsbegehren:
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1. Es sei die Arbeitgeberin des Gesuchsgegners, die E._, _strasse 15, O.2_, unter Androhung einer Strafe i.S.v. Art. 292 StGB (Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO), wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet, anzuweisen, vom monatlichen Nettolohn des A._ den Betrag von CHF 6'440.00 ab sofort bis auf Widerruf dieser Anweisung an die Gesuchstellerin zu leisten, wobei die jeweilige Zahlung auf das Konto von B._ bei der F._ (IBAN Nr. _) zu erfolgen habe.
2. Die beantragte Zahlungsanweisung gemäss Ziffer 1 hiervor sei superprovisorisch zu erlassen.
3. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu Lasten des Gesuchsgegners.
F. Mit Verfügung vom 14. August 2018 wies der Einzelrichter den Antrag auf superprovisorische Schuldneranweisung ab. Gleichzeitig setzte er A._ Frist zur schriftlichen Stellungnahme an. A._ liess sich innert Frist nicht vernehmen.
G. Auf die Durchführung einer Hauptverhandlung verzichtete der Einzelrichter.
H. Mit Entscheid vom 10. September 2018, den Parteien mit schriftlicher Begründung mitgeteilt am 28. September 2018, erkannte der Einzelrichter wie folgt:
1. Die E._, _strasse, O.2_, wird angewiesen, vom Nettolohn von A._ mit Wirkung ab sofort bis auf Widerruf dieser Anweisung den Betrag von CHF 6'440.00 (CHF 2'000.00 Kinderunterhalt, CHF 4'000.00 Ehegattenunterhalt und CHF 440.00 Kinderzulagen) zuhanden von B._,_strasse, O.2_, auf ihr Konto bei der F._ mit der IBAN _ zu überweisen. Die E._ wird darauf aufmerksam gemacht, dass ein Nichtbefolgen dieser Anweisung eine Doppelzahlung zur Folge haben kann.
2. Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.
3. a) Die Gerichtskosten von CHF 600.00 gehen zu Lasten von A._.
b) A._ hat B._ eine Parteientschädigung von CHF 554.65 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.
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## Considerations