# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d14e1c87-560a-4b81-94ad-f7c49cf28555
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1954, meldete sich am 11. August 2014 (Eingangsda
tum) unter Hinweis auf einen Herzinfarkt, eine Herzgefässkrankheit und ein Bandscheibenproblem bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/8). Nach medizinischen und erwerbli
chen Abklärungen stellte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 27. Juli 2015 die
Zusprache
einer von März bis Ende Juli 2015 befristeten ganzen Rente in Aus
sicht (Urk. 7/26). Hiergegen erhob der Versicherte am 28. September 2015 Ein
wand (Urk. 7/33), woraufhin die IV-Stelle das polydisziplinäre Gutachten des Medizinischen Zentrums
Y._
(
Y._
) vom 1. Juni 2016 (Urk. 7/70) ein
holte. Nach erneutem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 15. Juni 2016, Urk. 7/74; Einwand vom 16. August 2016, Urk. 7/77) verfügte die IV-Stelle am 26. Januar 2017 eine von März 2015 bis Ende Mai 2016 befristete ganze Invali
denrente (Urk. 2).
Der Versicherte teilte der IV-Stelle mit Schreiben vom 1. und 15. Februar 2017 mit (Urk. 7/92 und Urk. 7/100), dass sich die Gesichts- und Kopfschmerzen als
Oropharynx
-Karzinom herausgestellt hätten. Daraufhin hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. Februar 2017 die Verfügung vom 26. Januar 2017 wie
dererwägungsweise auf mit der Feststellung, dass lediglich der Rentenanspruch ab Januar 2017 neu geprüft werde (Urk. 7/103).
2.
Gegen die Verfügung vom 26. Januar 2017 erhob der Versicherte am 27. Februar 2017 Beschwerde und beantragte, es seien ihm in (teilweiser) Auf
hebung der Verfügung die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und es sei ihm insbesondere auch für die Zeit ab Juni 2016 eine unbefristete, ganze Invaliden
rente zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 6. April 2017 bean
tragte die Beschwerdegegnerin die teilweise Gutheissung in dem Sinne, als
dass in Bezug auf die im Januar 2017 neu gestellte Diagnose des
Oropharynx
-Karzi
noms weitere medizinische Abklärungen im Hinblick auf deren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu tätigen seien (Urk. 6 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-105). Der Beschwerdeführer nahm hierzu am 20. April 2017 (Urk. 9) Stellung, was der Beschwerdegegnerin am 24. April 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür (Urk. 2), dass der Beschwerdeführer gemäss den medizinischen Abklärungen nach Ablauf des Wartejahres im März 2015 bis Februar 2016 vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen sei. Entsprechend bestehe ein Anspruch auf eine ganze Rente von März 2015 bis Ende Mai 2016. Ab Februar 2016 sei ihm eine angepasste Tätigkeit in einem 80%-Pensum zumutbar gewesen. Stelle man das entsprechende
Validen
einkommen
dem Invalideneinkommen unter Berücksichtigung eines Leidensab
zuges von 10 % gegenüber, resultiere daraus ein rentenausschliessender Invali
ditätsgrad von 30 %. Die ganze Rente werde entsprechend per 31. Mai 2016 aufgehoben.
1.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, dass die im Januar 2017 durchgeführten Untersuchungen die Diagnose eines
Oropharynx
-Karzinoms ergeben hätten, welche die vom Beschwerdeführer seit ca. Ende April/Anfang Mai 2016 verspürten, invalidisierenden Kopfschmerzen erkläre. Diese durch den Tumor verursachten Schmerzen hätten eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit in angestammter und auch angepasster Tätigkeit zur Folge. Damit sei die Verfügung vom 26. Januar 2017 dahingehend aufzuheben, als ihm eine ab
März 2015 unbefristete ganze Invalidenrente zuzusprechen sei (Urk. 1).
1.3
Mit Beschwerdeantwort vom 6. April 2017 konstatierte die Beschwerdegegnerin, dass die Beschwerde in dem Sinne teilweise gutzuheissen sei, als dass in Bezug auf die im Januar 2017 neu gestellte Diagnose des
Oropharynx
-Karzinoms wei
tere medizinische Abklärungen zu tätigen seien (Urk. 6).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes
gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
3.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen folgendermassen:
3.1
3.1.1
Im Gutachten des
Y._
vom 1. Juni 2016
werden die bis zur B
egutachtung des Beschwerdeführers
aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk. 7/
70/2 ff
.), weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.
3.1.2
Die begutachtenden Ärzte des
Y._
notierten folgende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/70/53):
-
Rezidivierendes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit/bei
-
eingeschränkter Belastbarkeit
-
Status nach Dekompression der Spinalkanalstenose Lendenwirbelkör
per (LWK) 5 rechts 2005
-
Status nach Diskektomie LWK5/Sakralwirbelkörper (SWK)1 2009
-
lokale Bandscheibenextrusionen L5/S1
rezessal
bis foraminal beidseits
-
mit bildgebender
rezessaler
Kompression der Nervenwurzel S1 rechts
-
residuales L Syndrom rechts (Sensibilitätsstörung im Dermatom L5, Grosszehe- und
Fussheberschwäche
, ASR-Ausfall)
-
aktuell Remission bei Status nach
epiduraler
Infiltration im Januar 2016
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten sie folgendes:
-
Koronare Herzkrankheit mit/bei
-
Status nach
NonSTEMI
am 16.3.2014
-
Status nach dreifach ACVB-Operation mit linkem
mammaria
interna
Bypass auf den Ramus
interventricularis
anterior,
Arteria
radialis
Bypass auf den Ramus
posterolateralis
sinister und
aortocoronarem
Venenbypass auf den Ramus
interventricularis
posterior
am 31.3.2014
-
echokardiografisch leicht reduzierter Pumpfunktion (EF 48 %) bei
posterobasaler
Hypokinesie
-
Status nach postoperativen Kribbelparästhesien
Digiti
I und II der lin
ken Hand, Erstdiagnose 1.4.2014, differentialdiagnostisch bei Status nach Exzision A.
radialis
zur Bypass-OP am 31.3.2014
-
arterielle Hypertonie
-
Hypercholesterinämie
-
Adipositas Grad I nach WHO (BMI 32.5 kg/m
2
)
-
Mittelschweres obstruktives Schlafapnoesyndrom mit der Empfehlung einer APAP-Therapie
-
Verdacht auf beginnende diabetische Stoffwechsellage
Zusammenfassend und unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei der Beschwerdeführer aus rheumatologischer und neurologischer Sicht für eine wechselbelastende Tätigkeit im Wechsel zwischen sitzenden und stehenden Abläufen, ohne repetitiv vornüber gebückte Arbeitsabläufe, ohne gewichtsbelastende repetitive Arbeiten über 15 kg aus rheumatologischer Sicht (bzw. 10 kg aus neurologischer Sicht) aufgrund des vermehrten Pausenbedarfs zu 80 % arbeitsfähig. In der angestammten Tätigkeit in der Fleischverarbeitung mit Partyservice und Lieferung von Bestellungen sei er aus rheumatologischer und neurologischer Sicht zu 100 % arbeitsunfähig. Aus internistischer und psy
chiatrischer Sicht bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkeiten auf dem freien Arbeitsmarkt.
Das aktuell ermittelte Belastbarkeitsprofil gelte seit Ende Januar 2016. Davor sei er aufgrund der kardialen und später der
lumbospondylogenen
Problematik seit dem 16. März 2014 vollumfänglich arbeitsunfähig gewesen. Durch die Rehabi
litation in
Z._
vom 14. Dezember 2015 bis zum 9. Januar 2016 sei es zu einer deutlichen Besserung der
lumbospondylogenen
Beschwerden gekommen, mit einer weiteren Besserung durch die Infiltration L5/S1 am 21. Januar 2016. Der aktuelle Arbeitsversuch in der Brotauslieferung einer
A._
filiale
sei positiv verlaufen, was die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit zumindest teilweise bestätige. Diese Tätigkeit könne als angepasst beurteilt wer
den. Die von der Klini
k
Z._
attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit nach langsamer Steigerung über 3 Monate erscheine aufgrund der ausgeprägten
lum
bospondylogenen
Symptomatik mit weiterhin möglichen Exacerbationen als zu belastend und verunmögliche das Einhalten von vermehrten Pausen (20 %) zum Vermeiden solcher Exacerbationen (Urk. 7/70/59).
3.2
Dr. med.
B._
, Facharzt für Neurologie, hielt in seinem von der Beschwerde
gegnerin eingeholten Arztbericht vom 27. September 2016 folgende Diagnosen fest (Urk. 7/79):
-
Verdacht auf atypischen Gesichtsschmerz rechts
-
differentialdiagnostisch
myofaszial
bei chronischem zervikalem Schmerzsyndrom
-
bestehend seit ca. April 2016
-
Bekannte koronare Herzkrankheit
Dr.
B._
konstatierte, dass von neurologischer Seite her kein Arbeitsunfähig
keitszeugnis ausgestellt worden sei. Aufgrund der Schmerzsymptomatik bestehe längerfristig keine signifikante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, auch nicht der Leistungsfähigkeit (Urk. 7/79/3).
Momentan bestehe der Verdacht auf eine somatoforme Schmerzstörung bzw.
myofasziale
Beschwerden (im Rahmen eines
myofaszialen
zervikalen Schmerzsyndroms). Die Diagnose einer Trigeminusneuralgie im engeren Sinne könne von neurologischer Seite derzeit nicht gestellt
werden. Auch bestehe der
zeit keine Operationsindikation (trotz Nachweis eines vaskulären Konflikts des N.
trigeminus
rechts und der A.
cerebelli
superior
; vgl. MRI-Untersuchung des Schädels vom 10.6.2016; Urk. 7/79/5).
3.3
Dr. med.
C._
, Facharzt für Innere Medizin, spezialisiert Onkolo
gie-
Hämtologie
, diagnostizierte in seinem Bericht vom 3. Februar 2017 folgen
des (Urk. 7/98):
-
Oropharynx
-Karzinom (Zungengrund rechts mit Überschreitung der Mittel
linie), cT2 cN2c MO
-
17.1.2017 Feinnadelpunktion eines Lymphknotens (sonographisch 26.9x23x12.3 mm) zervikal rechts, Level II
-
Zytologie (
Medica
E17-116): Wenig differenziertes Karzinom, Immun
histochemisch vereinbar mit einem Plattenepithelkarzinom, HPV 16 positiv (Positivität für p63, p40, CK7, negativ für CK20, HPV-Typi
sierung noch ausstehend)
-
Aktuell: Geplante kurative Radio-Chemotherapie (Cisplatin wöchent
lich) ab dem 13. Februar 2017
Der Beschwerdeführer leide seit einem Jahr an Schmerzen zervikal rechts, aus
strahlend ins rechte Ohr respektive übergreifend auf den ganzen rechtsseitigen Kopf. Über eine längere Zeit habe man für diese Schmerzen keine Erklärung gefunden. Gegen Ende letzten Jahres sei es auch zu Schluckschwierigkeiten gekommen, nun sei ein Belag der Zunge rechts aufgefallen. Die Abklärungen Anfang 2017 mit Punktion eines pathologischen Lymphknotens im Halslevel II rechts und PET-Computertomographie am 24. Januar 2017 hätten die obige Diagnose ergeben. Gegen die Schmerzen benötige der Beschwerdeführer
Zaldiar
, er brauche etwa 6 Tabletten täglich und
Vimovo
, von denen er auch etwa 6 Tabletten täglich nehme. Auf die Nacht nehme er, ebenfalls wegen den Schmer
zen,
Surmontil
100 mg 1.5 Tabletten. Abgesehen von den tumorbedingten Beschwerden sei die Systemanamnese unauffällig. In früheren Jahren habe er nur gelegentlich Zigarillos geraucht. Allergien seien keine bekannt.
Angesichts des Tumorstadiums respektive der Lokalisation des ORL-Karzinoms sei eine kombinierte Chemo-Radiotherapie in kurativer Intention, wie am Tumorboard besprochen, die Therapie der Wahl. Die Bestrahlung solle am 13. Februar 2017 aufgenommen werden und nehme 6 Wochen in Anspruch.
4.
4.1
Vorab ist
festuhalten
, dass die Beschwerdegegnerin mit der teilweisen Wiederer
wägung der angefochtenen Verfügung (Verfügung vom 27. Februar 2017, Urk. 7/103) dem Begehren des Beschwerdeführers nicht vollumfänglich stattge
geben hat, weshalb diese Wiedererwägungsverfügung lediglich einen Antrag an das Gericht darstellt (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Art. 53 N
77).
4.2
Das Gutachten des
Y._
vom 1. Juni 2016
erfüllt sämtliche rechtsprechungsge
mäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Ents
cheidungsgrund
lagen
(vgl. E. 2.3
).
Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer im Zeitraum vom 16. März 2014 bis Ende Januar 2016 vollumfänglich arbeitsunfähig war (vgl. E. 3.1.2), was auch seitens der Parteien unbestritten blieb (vgl. E. 1). Damit erfolgte die
Zusprache
einer ganzen Invali
denrente vom 1. März 2015 bis zum 31. Mai 2016 zu Recht und die Verfügung ist diesbezüglich zu bestätigen.
4.3
Mit Schreiben vom 27. Februar 2017 hob die Beschwerdegegnerin die angefoch
tene Verfügung auf und hielt fest, dass der Rentenanspruch ab Januar 2017 infolge des neu diagnostizierten
Oropharynx
-Karzinoms wiederum geprüft werde (Urk. 7/103). Die Diagnosestellung erfolgte -
so weit
aus den Akten ersichtlich - erst im Januar 2017. Ob und ab wann das
Oropharynx
-Karzinom allenfalls Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zeitigte, kann allerdings - entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin - gestützt auf die vorliegenden Arztberichte nicht abschliessend beurteilt werden:
Im Bericht von Dr.
B._
vom 19. September 2016 wurde lediglich festgehal
ten, dass der Beschwerdeführer seit ca. April 2016 an einem atypischen Gesichtsschmerz, differentialdiagnostisch
myofaszial
bei chronischem zervika
len Schmerzsyndrom, leide. Dr.
B._
konstatierte, dass aufgrund der Schmerzsymptomatik längerfristig keine signifikante Einschränkung der Arbeits- oder Leistungsfähigkeit bestehe (E. 3.2).
Dr.
C._
diagnostizierte in seinem Bericht vom 3. Februar 2017 dann schliess
lich das
Oropharynx-Karziom
und hielt fest, dass der Beschwerdeführer seit einem Jahr an Schmerzen zervikal rechts, ausstrahlend ins rechte Ohr res
pektive übergreifend auf den gesamten rechtsseitigen Kopf leide (E. 3.3).
Die Berichte von Dr.
B._
und Dr.
C._
lassen keine abschliessende Beur
teilung zu, ob und allenfalls ab wann
der Beschwerdeführer durch das
Oropharynx
-Karzinom eingeschränkt war bzw. ist.
4.4
Damit erweist sich die medizinische Aktenlage für eine abschliessende Beurtei
lung des Leistungsanspruchs
ab dem 1. Juni 2016
als unzulänglich. Die
ange
fochtene Verfügung ist demnach insoweit aufzuheben, als sie den Anspruch auf eine Invalidenrente ab dem 1. Juni 2016 verneint und es wird die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie
den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit
im Zeitraum ab Juni 2016
in geeigneter Weise genauer abkläre und anschliessend über den Leistungsanspruch neu verfüge. Entsprechend ist die Beschwerde
in diesem Sinne
gutzuheissen.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen.
Ausgangsgemäss
sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (B
GE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Ver
bindung mit § 34 Abs. 1 und 3
GSVGer
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 1‘
8
00.-- (inklusive Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.