# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2c8bd4d4-6b25-5191-afa6-566fdfaf9b94
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 1. Mai 2020 reichten die Steuerpflichtigen die Steuererklärung 2019 ein. Sie deklarierten ein steuerbares Einkommen von CHF 83'293.- und ein steuerbares Vermögen von CHF 570'821.-.
Mit Veranlagungsanzeige vom 20. August 2020 wurden die Steuerpflichtigen ordentlich veranlagt. Die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) setzte das  Einkommen auf CHF 154'473.- (Kanton; satzbestimmendes Einkommen: CHF 156'448.-; geschuldete Steuer: CHF 15'502.05) bzw. CHF 149'668.- (Bund; satzbestimmendes Einkommen: CHF 149'668.-; geschuldete Steuer: CHF 6'010.-) und das steuerbare Vermögen auf CHF 633'986.- (satzbestimmendes Vermögen: CHF 643'496.-; geschuldete Steuer: CHF 1'774.90) fest. In ihren Bemerkungen wies sie darauf hin, dass zum als selbständiger Haupterwerb  Einkommen von CHF 73'434.- der aktivierungspflichtige Aufwand für die Sanierung der  in der Höhe von CHF 90'844.- hinzuzurechnen sei. Unter Berücksichtigung einer Abschreibung in der Höhe von 20 Prozent auf dem aktivierungspflichtigen Aufwand, ausmachend CHF 18'169.-, ergebe sich ein Einkommen aus selbständiger Haupterwerbstätigkeit von CHF 146'109.- (CHF 73'434.- plus CHF 90'844.- minus CHF 18'169.-).
Gleichentags wurde in der interkantonalen Steuerausscheidung ein Nettoeinkommen von CHF 2'110.- (1.26 Prozent) und ein Nettovermögen von CHF 26'052.- (2.28 Prozent) in den Kanton Wallis ausgeschieden. Der Rest wurde dem Kanton Freiburg zugewiesen.
B. Gegen die Veranlagungsverfügung vom 20. August 2020 erhoben die Steuerpflichtigen am 18. September 2020 Einsprache, mit welcher sie beantragten, es sei die Veranlagung  abzuändern, dass der aktivierungspflichtige Aufwand in der Höhe von CHF 72'675.- nicht aufzurechnen sei. Stattdessen seien im Zusammenhang mit der Autowaschanlage ein Betrag von CHF 85'906.- als laufende Unterhaltskosten sowie ein Betrag von CHF 921.- als Abschreibung auf dem aktivierungspflichtigen Anteil zu berücksichtigen. Die Steuerpflichtigen begründeten die Einsprache damit, dass geschäftsmässig begründete Kosten vom steuerpflichtigen Einkommen abzuziehen seien. Bei der Renovation der Autowaschanlage habe es sich um werterhaltende Unterhaltskosten gehandelt, welche vollständig zum Abzug zuzulassen seien.
Mit Einspracheentscheid vom 21. Oktober 2020 wies die Steuerverwaltung die Einsprache mit der Begründung ab, dass die Einrichtung der Autowaschanlage im Jahr 2019 für CHF 90'844.- ersetzt und der Gesamtbetrag im Aufwandkonto "URE Mobiliar, Einrichtungen" verbucht worden sei. Die Sanierung sei als Ersatzbeschaffung zu beurteilen und unter Berücksichtigung einer Abschreibung von 20 Prozent als Anlagevermögen aufzurechnen. Die Ansicht der Steuerpflichtigen, wonach der Ersatz einer 17-jährigen Autowaschanlage, welche infolge technischer Überalterung und Verschleisses dringend habe ersetzt werden müssen, nicht zumindest teilweise einen Mehrwert darstellen solle, könne nicht nachvollzogen werden.
C. Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben die Steuerpflichtigen, vertreten durch die CORE Treuhand AG, am 21. November 2020 Beschwerde ans Kantonsgericht Freiburg. Sie stellen das Begehren, es seien der Einspracheentscheid der Steuerverwaltung vom 21. Oktober 2020  und der von der Steuerverwaltung aufgerechnete Aufwand im Umfang von CHF 90'844.- für den Unterhalt der Autowaschanlage unter Berücksichtigung einer Aktivierung von CHF 4'131.- vom steuerbaren Einkommen in Abzug zu bringen und das steuerbare Einkommen entsprechend tiefer anzusetzen. Im Wesentlichen machen sie geltend, dass es sich bei den Kosten im Zusammen-
Kantonsgericht KG Seite 3 von 9
hang mit der Sanierung der Autowaschanlage um geschäftsmässig begründete, werterhaltende und somit aufwandwirksame Aufwendungen und nicht um wertvermehrende aktivierungspflichtige Investitionskosten handle.
Der mit Verfügung vom 24. November 2020 auf CHF 1‘200.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 8. Dezember 2020 geleistet.
In ihrer Stellungnahme vom 22. Dezember 2020 schliesst die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.

## Considerations

D. Auf die weiteren Elemente des Sachverhalts wird, soweit für die Entscheidfindung , in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
Prozessuales
1.