# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c4e522c5-299c-453f-9eb7-ce7ce295ff91
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Aufgrund
von
Meldung
en
des Kantonalen Steueramtes
, Abteilung Direkte Bun
dessteuer,
vom
9.
Mai 2009, vom
7.
November 2009 und vom
9.
November 2010 (
Urk.
6/1,
Urk.
6/4-7)
erfasste die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse,
den 1935
geborenen
X._
ab
1.
Januar 2005 als
Selbstständigerwerbenden
(
Urk.
6/11). Mi
t Beitragsverfügungen vom 2
1.
Mai 2010
setzte sie
die persönlichen Beiträge für d
as Jahr 2005
gestützt auf ein Ein
kommen von
Fr.
103‘802.--
und ein investiertes Eigenkapital von
Fr.
1‘137‘000.--
auf
Fr.
6‘282.60
inklusive Verwaltungskosten
, für das Jahr 2006
gestützt auf ein Einkommen von
Fr.
107‘970.--
und ein investiertes Eigenkapital von
Fr.
1‘157‘000.--
auf
Fr.
6‘085.80
inklusive Verwaltungskosten
, für das Jahr 2007
gestützt auf ein Einkommen von
Fr.
107‘962.--
und ein investiertes Eigenkapital von
Fr.
1‘172‘000.--
auf
Fr.
5‘479.20
inklusive Ver
waltungskosten
und für das Jahr 2008
gestützt auf ein Einkommen von
Fr.
108‘136.--
und ein investiertes Eigenkapital von
Fr.
1‘172‘000.--
auf
Fr.
4‘479.--
inklusive Verwaltungskosten
fest (
Urk.
6/12)
.
Die dagegen gerich
tete Einsprache des Versicherten
vom 1
0.
Juni 2010 (
Urk.
6/15)
wies die
Aus
gleichskasse
mit
Einspracheentscheid
vom
2
5.
April 2012
ab
(
Urk.
6/
17=
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
5.
April 2012 (
Urk.
2) erhob der Versi
cherte am 1
0.
Mai 2012 Beschwerde und beantragte dessen ersatzlose Aufhe
bung (
Urk.
1). In der Beschwerdeantwort vom 1
4.
Juni 2012, welche dem Beschwerdeführer am 1
9.
Juni 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7), schloss die Ausgleichskasse auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenen-versicherung (AHVG) schulden die erwerbstätigen Versicherten Beiträge auf dem aus einer unselbstständigen oder selbstständigen Erwerbstätigkeit fliessen-den Einkommen, gleichgültig, ob diese im Haupt- oder Nebenberuf und ob sie regelmässig ausgeübt wird (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts H
301/01 vom 2
9.
März 2005 E. 3.1). Nach Art. 9
Abs.
1 AHVG ist Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbstständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Als selbstständiges Einkommen gelten laut Art. 17 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlas-
senenversicherung
(AHVV) alle in selbstständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf, sowie aus jeder anderen selbstständigen Erwerbstätig-
keit
, einschliesslich der Kapital- und Überführungsgewinne nach Art. 18
Abs.
2 des Bundesgesetzes über die Direkte Bundessteuer (DBG) und der Gewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grundstücken nach Art.
18
Abs.
4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu Geschäftsvermögen erklärten Beteiligungen nach Art. 18
Abs.
2 DBG. Nicht unter den Begriff der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9
Abs.
1 AHVG und Art. 17 AHVV fällt die blosse Verwaltung des eigenen Vermögens; der daraus
resultie-rende
reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht der Beitragspflicht. Gleiches gilt in Bezug auf Gewinne aus privatem Vermögen, welche in Ausnützung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit erzielt worden sind. Anderseits stellen Kapitalgewinne aus der Veräusserung oder Verwertung von Gegenständen des Privatvermögens, wie Wertschriften oder Liegenschaften, auch bei nicht buch-führungspflichtigen (Einzel)Betrieben, Einkommen aus selbstständiger Erwerbs-tätigkeit dar, wenn und soweit sie auf gewerbsmässigem Handel beruhen (BGE 134 V 250 E. 3.1 S. 252 mit Hinweisen).
1.2
Gemäss Art. 18
Abs.
2 Satz 3 DBG gelten als Geschäftsvermögen alle Ver
mögens
werte, die ganz oder vorwiegend der selbstständigen Erwerbstätigkeit dienen. Der Begriff des Geschäftsvermögens setzt sich steuerrechtlich somit aus zwei Tatbestandsmerkmalen zusammen, einer selbstständigen Erwerbstätigkeit einerseits und dem Umstand, dass der fragliche Vermögensgegenstand dieser tatsächlich dient, anderseits (Peter Locher, Kommentar zum DBG, Therwil/Basel 2001,
Rz
. 44, 124 zu Art. 18). Es sind keine Gründe erkennbar,
sozialversiche
rungsrechtlich
einen Zusammenhang zwischen Geschäftsvermögen und selbst
ständiger Erwerbstätigkeit zu verneinen. Schon aus begrifflicher Sicht kann nicht gesagt werden, Erträge aus der Bewirtschaftung von Geschäftsvermögen seien Einkünfte aus privater Vermögensverwaltung. Dass gleich wie im Steuer
recht auch im AHV
Beitragsrecht eine Verbindung zwischen Geschäftsvermö
gen und selbstständiger Erwerbstätigkeit besteht, erhellt namentlich aus Art. 17 AHVV. Danach unterliegen Überführungsgewinne nach Art. 18
Abs.
2 DBG der Beitragspflicht; diese stellen demzufolge Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit dar (BGE 134 V 250 E. 4.2 S. 255; zu Art. 18 DBG: BGE 133 II 420 E. 3 S. 421).
1.3
Nach Art. 23
Abs.
1 AHVV obliegt es in der Regel den Steuerbehörden, das für die Berechnung der Beiträge
Selbstständigerwerbender
massgebende
Erwerbs
einkommen
auf Grund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundes
steuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital auf Grund der entsprechen
den rechtskräftigen kantonalen Veranlagung zu ermitteln. Die Angaben der Steuer
behörden hierüber sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23
Abs.
4 AHVV).
Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden für die
Aus
gleichs
kassen
und die daraus abgeleitete relative Bindung des
Sozialversi
che
rungsgerichts
an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind auf die Bemes
sung des massgebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals be
schränkt. Diese Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und beschlägt daher nicht die Fragen, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gege
ben
enfalls solches aus selbstständiger oder aus unselbstständiger Tätigkeit vor
liegt und ob die Person, die das Einkommen bezogen hat, beitragspflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung auf Grund des Rechts der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 80 E. 2c S.83, 114 V 72 E. 2 S. 75, 110 V 83 E. 4 S. 86 und 369 E. 2a S. 370, 102 V 27 E. 3b S. 31, je mit Hinweisen; Urteil H
36/03 vom 7. Juni 2004 E. 4.5).
Das gilt namentlich auch für die Qualifikation eines
Vermögensbe
standteils
als Privat- oder Geschäftsvermögen, zumal diese Unterscheidung steuerrechtlich häufig ohne Belang ist, da steuerrechtlich der Ertrag sowohl aus Privat- als auch aus Geschäftsvermögen steuerbar ist. Die Steuermeldung ist daher mit Bezug auf den Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die
AHV
Bei
tragsfestsetzung
, weshalb die Qualifikation als beitragsfreier Kapitaler
trag auf Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus Geschäftsver
mögen im Beitragsfestsetzungsverfahren erfolgen muss (Urteil H 361/96 vom 2. Juli 1997 E. 2c).
In Bezug auf den Vermögensgewinn ist demgegenüber auch steuerrechtlich die Unterscheidung von Geschäfts- und Privatvermögen von Be
deutung, weshalb sich die AHV-Behörden in der Regel auf die Steuermeldungen verlassen können und eigene nähere Abklärungen nur dann vornehmen müs
sen, wenn sich ernst
hafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (134 V 250 E.
3.3 S.
253; 110 V 369 E. 2a S. 370 und 83 E. 4 S. 86, 102 V 27 E. 3b S. 31 mit Hin
weisen, Urteile H 49/02 E. 5 und H 239/85 E. 2b).
2.
Streitig und zu prüfen ist, ob
die Liegenschaft
Y._
in
Z._
unabhängig von deren steuerrechtlicher Qualifikation auch aus
ahv
-rechtlicher Sicht als Geschäftsvermögen zu qualifizieren ist und
ob
die daraus in den Jahren 2005
bis 2008
durch die
Vermietung der Liegenschaft erzielten
Erträge beitragspflichtiges Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit
darstellen
.
3.
3.1
Ob eine Liegenschaft zum Geschäfts- oder zum Privatvermögen gehört, ist nach dem Gesagten (vgl. vorstehend E. 1.3; Urteil
des Bundesgerichts 9C_506/2012
vom 2
7.
September 2012 E.
3.1 und
3.2) unabhängig von der Auffassung der Steuerbehörden von der Ausgleichskasse und vom Sozialversicherungsgericht eigenständig und frei zu prüfen.
Fragen der beitragsrechtlichen Qualifikation entscheiden sich nach den konkre
ten wirtschaftlichen Gegebenheiten. Liegenschaften bilden Alternativgüter, das heisst sie können sowohl zum Geschäfts- wie zum Privatvermögen gehören (Urteil des Bundesgerichts 9C_86/2009 vom 30. Juni 2010 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung stellt die Vermietung von (unmöblierten) Wohnungen eines so genannten Renditenhauses Vermögensverwaltung dar, wenn und soweit diese Tätigkeit sich auf die Erzielung der Erträgnisse des Vermögensobjekts an sich beschränkt und nicht betrieblichen Charakter hat (BGE 111 V 83 E. 2a, 110 V 86 E. 5a, je mit Hinweisen; ZAK 1987 S. 519 E. 3a mit Hinweisen). Gleich verhält es sich mit der Vermietung von Geschäftsräumlichkeiten. Dagegen erhält die Vermietertätigkeit dann betrieblichen Charakter, wenn sie die blosse Gebäudeverwaltung übersteigt (BGE 110 V 86 E. 5a; ZAK 1987 S. 519 E. 3a).
3.2
Beide Parteien gehen übereinstimmend davon aus
, dass d
er Beschwerdeführer mit Jahrgang 1935
Eigentümer der Liegenschaft
Y._
in
Z._
ist, darin bis
zur Geschäftsaufgabe am
3
1.
März 1998 eine Bäckerei betrieb, diese Liegenschaft seither seinem Sohn
A._
als alleinige
m
Mieter vorübergehend vermietet und daraus
d
en aus den Meldungen des Steuer
amtes des Kantons Zürich der Jahre 2004 bis 2008 ersichtlich
en Ertrag erzielt
(
Urk.
1 S. 2,
Urk.
2 S. 2 f. E. 3.a
,
Urk.
6/10).
3.
3
Aus d
en Akten
geht
überdies
folgender Sachverhalt
hervor
:
A
m 2
5.
April
200
0
unterzeichnete der Beschwerdeführer
eine Erklärung zur steuerlichen Zuordn
ung von Geschäftsliegenschaften
, wonach die Liegenschaft
Y._
in
Z._
nur vorübergehend vorwiegend privat genutzt sei und weiterhin als Geschäftsvermögen nach Artikel 18 Absatz
2
des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) gelte.
Diese Erklärung ent
hielt auch die Verpflichtung gemäss Art
.
125
Abs.
2 DBG, einen späteren defi
nitiven Wechsel zur vorwiegend privaten Nutzung als Privatentnahme zu ver
buchen oder in einer Beilage zur Steuererklärung unaufgefordert zu melden. Überdies
nahm
der
Beschwerdeführer
zur Kenntnis, dass ein Kapitalgewinn aus Veräusserung, Verwertung oder buchmässiger Aufwertung der oben aufgeführ
ten Liegenschaft der Einkommenssteuer unterliege und die Überführung ins Pri
vatvermögen (definitiver Wechsel zur vorwiegend privaten Nutzung; Geschäfts
aufgabe) der Veräusserung gleichgestellt sei (
Urk.
3).
Am
3.
November 2009 bestätigte das Kantonale Steueramt, dass die fragliche Liegenschaft sich immer noch im Eigentum des Beschwerdeführers befinde, und dass eine Übertragung an den Sohn noch nicht stattgefunden habe. Aufgrund der Erklärung des Beschwerdeführers vom 2
5.
April 2000 über die Zuordnung der Liegenschaft zum Geschäftsvermögen (
Urk.
3) sei die Meldung des Steuer
amtes korrekt (
Urk.
6/9).
Am
7.
November 2009, am
9.
Mai 2009 und am
9.
Januar 2010 meldete das
Steueramt des Kantons Zürich, Abteilung Direkte Bundessteuer,
den Beschwer
deführer der Beschwerdegegnerin als
steuerpflichtigen
S
elbstständigerwerben
den
. Für das Jahr 2005
gab
es ein im Betrieb arbeitendes Kapital von 1‘137‘000.-- und
einen Ertrag aus der Geschäftsliegenschaft abzüglich Schuld
zinsen
von
Fr.
103‘802.--
an
(
Urk.
6/5), für das Jahr 2006 ein Kapital von
Fr.
1‘157‘000.-- und
einen Ertrag
von
Fr.
107‘970.-- (
Urk.
6/6), für das Jahr 2007 ein Kapital von
Fr.
1‘172‘000.-- und
einen Ertrag
von
Fr.
107‘962.-- und für das Jahr 2008 ein Kapital von
Fr.
1‘172‘000.-- und ein
en Ertrag von
Fr.
108‘136.-- (
Urk.
6/7). Laut diesen Meldungen deklarierte der Beschwerde
führer ein Renteneinkommen von
Fr.
16‘800.-- im Jahr 2005, von
Fr.
12‘232.-- im Jahr 2006 und von
Fr.
0.-- in den Jahren 2007 und 2008 (
Urk.
6/5-7).
Gemäss
Handelsregister
ist
A._
Inhaber mit Einzelunterschrift des am
2.
Juni 1999 eingetragenen Einzelunternehmens
B._
(
Urk.
8). Aus dem Internet-Auftritt geht hervor, dass
C._
und
A._
die Bäckerei
B._
seit 1998 in der vierten Generation führen (
Urk.
9).
3.
4
Vorliegend
kommen im Zusammenhang mit der fraglichen Liegenschaft als
Erwerbstätigkeit
, an
welche
die strittige Beitragspflicht des Beschwerdeführers anknüpft
,
einerseits die Tätigkeit als Bäcker, andererseits die Tätigkeit als
Liegenschaften
händler
in Betracht
.
Was die Tätigkeit als Bäcker angeht, so geht die Beschwerdegegnerin
in Kennt
nis der
Steuerakten in Übereinstimmung mit dem Beschwerdeführer davon aus
,
dass der Beschwerdeführer diese per 3
1.
März 1998 aufgegeben hat
(
Urk.
2 S. 2 E.
3
.a)
. Dies stimmt mit dem Handelsregisterauszug
(
Urk.
8)
und dem Internet-Auftritt
(
Urk.
9)
überein, wonach
der Beschwerdeführer an der Geschäftsführung nicht mehr beteiligt und sein Sohn alleiniger Inhaber der Bäckerei ist.
Mit
anderen Worten dient die fragliche Liegenschaft nunmehr nicht seinem Geschäft, sondern jenem seines Sohnes.
Was eine Tätigkeit
im
Liegenschaftenhandel
betrifft
, so verfügt der Beschwerde
führer
- anders als beispielsweise ein Architekt -
über
kein
diesbezügliches Fachwissen
.
A
us
dem Sachverhalt
erhellt, dass der Beschwerdeführer sich auf die Verwaltung de
r
(
einzigen
)
Liegenschaft
beschränkte, um daraus
neben seiner Rente von jährlich
zwischen Null und
Fr.
16‘800
.-- (
Urk.
6/5-7
)
ein regelmässi
ges Einkommen zur Deckung des Lebensunterhaltes zu erzielen
.
Auch die kon
stanten Liegenschaftserträge
im Bereich von
Fr.
103‘802.-- (
Urk.
6/5) bis
Fr.
108‘136.-- (
Urk.
6/7)
jährlich
deuten darauf hin, dass die Vermietertätigkeit die blosse Gebäudeverwaltung nicht überstieg.
Hinweise darauf, dass der Beschwerdeführer grössere Investitionen getätigt hätte, um
das
Objekt zu einem gesteigerten Wert verkaufen zu können, bestehen nicht; der Anstieg des im Betrieb arbeitenden Eigenkapitals erklärt sich aus einer Verringerung der Grundpfandschulden.
Nach dem Gesagten lieg
t
seitens des Beschwerdeführers kein
e
Tätigkeit vor, die über die blosse Stellung als Vermieter hinausgehen würde.
Unbestrittenermassen dient sodann die Bäckerei-Liegenschaft der Geschäftstätigkeit bereits der vierten Generation der Familie. A
ll diese Umstände legen nahe
, dass es sich bei de
r
Liegenschaft nicht um
ein
Spekula
tionsobjekt handelt, was ein Indiz dafür ist, dass der
Beschwerdeführer
keine auf Erwerb gerichtete
Liegenschaftenverwaltung
betrieb.
Auch wenn gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung für die beitragsrechtliche Abgrenzung von blosser (privater) Vermögensverwaltung und betrieblicher (gewerbsmässiger) Nutzung dem in einer Liegenschaft investierten Fremdkapital grundsätzlich keine entscheidende Bedeutung zukommt, wenn die Tätigkeit sich darauf beschränkt, aus einer eige
nen Liegenschaft Mietzinseinnahmen zu erzielen (BGE 111 V
85 E. 2b; ZAK 1987 S. 202 E
. 4b), bleibt doch darauf hinzuweisen, dass die fragliche Liegenschaft zu mehr als der Hälfte eigenfinanziert war.
Zusam
menfassend betrieb der Beschwerdeführer
damit
keinen
Liegenschaftenhandel
und ist die fragliche Liegenschaft beitragsrechtlich nicht als Geschäfts-, sondern als Privatvermögen zu qualifizieren.
3.5
Daran vermag
die Erklärung des Beschwerdeführers vom 2
5.
April 2000
(
Urk.
3)
nicht
s
zu ändern
.
Zum einen deklarierte der Beschwerdeführer darin
die Liegenschaft lediglich für Steuerbelange als Geschäftsvermögen.
Dass
die Steuerbehörden sie in der Folge als solche behandelten, steht aufgrund der beschränkten Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden in Bezug auf die Frage, ob eine Liegenschaft zum Privatvermögen zählt oder ob es sich um Geschäftsvermögen handelt, einer
anderweitigen sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung nicht entgegen.
Für die beschränkte Bindungswirkung spricht zudem
,
dass die Steuerbehörden offenbar allein gestützt auf dieses sogenannte Revers und ohne weitere Abklärun
gen die Liegenschaft als Geschäftsvermögen behandelten.
Auch die Beschwerdegegnerin
, der die Steuerakten vorgelegen haben (
Urk.
2 S. 2 E.
3
.a), verwies nicht auf we
itere Belege oder Abklärungen
, welche die Qualifikation der Liegenschaft als Geschäftsvermögen stützen
würden
.
Allein auf diese Erklärung stützt sich
denn
auch die Bestätigung der Steuerbehörden v
om
3.
November 2009 (
Urk.
6/9).
Dem Wortlaut der
Erklärung
ist zudem
eine
- wenn auch nur vorübergehende -
private Nutzung zu entnehmen.
Dass sie damit gestützt auf
Art.
18 Absatz 2 DBG
aus steuerrechtlicher Sicht
aufgrund des
Aufsch
ub
tatbestands
als Geschäftsvermögen gilt, führt nicht ohne
Weiteres
auch a
us
beitragsrechtlicher Sicht
zum gleichen Schluss
.
Vielmehr ist - wie oben dargelegt - mit dem Beschwerdeführer davon auszugehen, dass de
r Grundgedanke des Revers der Wille zur Aufschiebung des
(steuerrechtlichen)
Überführungstatbestandes gewesen
sei
(
Urk.
6/15 S. 2).
Inwiefern er unter den gegebenen Umständen
welche eine Wiederaufnahme der Geschäftstätigkeit als Bäcker als unwahr
scheinlich
erscheinen
lassen und daher eine dauernde private Nutzung nahele
gen könnten - verpflichtet gewesen wäre, eine Meldung gemäss Ziffer 2 dieser Erklärung zu erstatten, kann im vorliegenden Zusammenhang offen bleiben.
3.
6
Stellt die Liegenschaft
Y._
in
Z._
Privatver
mögen dar und stammt deren Mietertrag hinsichtlich der im Streit liegenden Beitragsjahre 2005 bis 2008 nach dem Ges
agten aus privater Vermögensver
waltung, so ist der Beschwerdeführer diesbezüglich nicht als
Selbst
st
ändigerwerbender
beitrags
pflichtig. De
r
angefochtene
Einspracheentscheid
ist
folglich aufzuheben
und die Beschwerde gutzuheissen.