# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0bbba636-adf0-40be-9d8e-16b58edc6139
**Court:** BL_SG
**Chamber:** BL_SG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** BL / Northwestern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Tax

## Facts

gewissheit bezüglich des Sachverhalts zu beseitigen hat, jedoch blosse Teilnachweise nicht
genügen; in der Begründung der Einsprache daher der Sachverhalt in substanziierter Weise
darzulegen und die Beweismittel für diese Sachverhaltsdarstellung zu nennen sind, es nicht
ausreicht, die Einschätzung bloss in pauschaler Weise zu bestreiten oder lediglich einzelne
Positionen der Einschätzung als zu hoch zu bezeichnen; der Steuerpflichtige, der seine
Mitwirkungspflichten im Veranlagungsverfahren nicht erfüllt und dadurch eine Ermessens-
veranlagung bewirkt hat, in der Regel die versäumten Mitwirkungshandlungen nachholen
wird - also eine bisher nicht vorgelegte Steuererklärung nachträglich einreichen - muss, um
die Einsprache genügend zu begründen (BGE 2C_579/2008, a.a.O., E. 2.1 mit weiteren
Hinweisen; vgl. auch StGE vom 27. Mai 2016, 510 16 10, E. 3a; StGE vom 20. März 2015,
510 14 83; StGE vom 8. Mai 2015, 510 14 93, E. 5a; StGE vom 22. August 2014, 510 14 6),
- dass das Bundesgericht seine frühere, nicht immer einheitliche, Rechtsprechung in dem
Sinne verdeutlich hat, als dass die erwähnten gesetzlichen Bestimmungen nicht vorschrei-
ben, dass eine Einsprache gegen eine Ermessenseinschätzung wegen versäumter Mitwir-
kungshandlungen nur gültig ist, wenn damit gleichzeitig das Versäumte nachgeholt wird;
nach der neueren Rechtsprechung daher das Nachreichen einer bisher nicht vorgelegten
Steuererklärung nicht Gültigkeitsvoraussetzung der Einsprache ist (BGE 2C_579/2008,
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a.a.O., E. 2.2 m.w.H.); die Untersuchungspflicht der Steuerbehörde nach der bundesgericht-
lichen Rechtsprechung wieder auflebt, wenn die Ungewissheit des Sachverhalts, die zur
ermessensweisen Einschätzung geführt hat, durch den Steuerpflichtigen beseitigt worden
ist (BGE 2C_579/2008, a.a.O., E. 2.1 m.w.H.; BGE 2C_568/2014, a.a.O., E. 3.1; vgl. auch
StGE vom 27. Mai 2016, 510 16 10, E. 3a; StGE vom 20. März 2015, 510 14 83; StGE vom
8. Mai 2015, 510 14 93; StGE vom 22. August 2014, 510 14 6, E. 4),
- dass die vorstehend zitierte Bundesgerichtspraxis zwischenzeitlich präzisiert wurde und in
BGE 2C_307/2013 vom 28. Juni 2013 festgehalten wurde, dass es nicht genüge, auf die
Steuerklärung zu verweisen, die nachgereicht werde und als Beweismittel diene, wenn die
Steuerklärung erst nach Ablauf der Einsprachefrist nachgereicht werde; die Pflichtigen viel-
mehr gegen die ihnen obliegenden Pflichten der Begründung und Beweisnennung verstos-
sen hätten (vgl. E. 2.2); auch Laien bewusst sein müsse, dass sie sich nicht darauf be-
schränken könnten, die amtliche Veranlagung innert der Einsprachefrist mit pauschalen und
gänzlich unbegründeten bzw. unbelegt gebliebenen Behauptungen in Zweifel zu ziehen (vgl.
E. 2.3.1) (vgl. auch StGE vom 27. Mai 2016, 510 16 10, E. 3c),
- dass aus dem bereits zitierten BGE 2C_579/2008 die Steuerpflichtigen nichts zu ihren
Gunsten ableiten könnten; dort das Bundesgericht zwar klarstelle, dass die offensichtliche
Unrichtigkeit der Ermessensveranlagung auch ohne Nachreichen der Steuererklärung dar-
getan werden könne; in jenem Fall der Pflichtige lediglich die – unvollständige - Jahresrech-
nung, welche ein Einkommen von Fr. 0.-- belegen würde, der Einsprache beigefügt habe; im
Gegensatz dazu jedoch eine hinreichende Begründung bzw. eine auch nur ansatzweise
substantiierte Darlegung erst der verspätet eingereichten Steuerklärung zu entnehmen ge-
wesen sei (vgl. E. 2.3.2) (vgl. auch StGE vom 27. Mai 2016, 510 16 10, E. 3c),
- dass das Bundesgericht in BGE 2C_372/2016 vom 7. Juni 2016 festgehalten hat, dass es
nicht genüge, wenn der Steuerpflichtige gegenüber der Veranlagungsbehörde innert Frist
nichts Anderes als die Absicht geäussert habe, die Unterlagen noch nachzureichen, sodass
sich der Einsprache materiell nichts entnehmen liesse und somit zwar innert Frist die Einga-
be erfolgt sei, ohne dass sie jedoch etwas hätte bewirken könnten (E. 3.3.4),
- dass das Bundesgericht in BGE 2C_714/2013, 2C_716/2013 vom 3. September 2014 klar-
gestellt hat, dass, wie bei der Steuerklärung, die Ermessensveranlagung auf einer Gesamt-
betrachtung der Einkommens- und Vermögenssituation basiere und diese mit dem Einrei-
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chen lediglich eines Lohnausweises nicht umfassend dargestellt und somit auch nicht sub-
stantiiert begründet werden könne (vgl. E. 2.2) (vgl. auch StGE vom 27. Mai 2016, 510 16
10, E. 3c),
- dass das Bundesgericht in BGE 2C_568/2014 vom 9. Januar 2015 entschieden hat, dass es
zwar bei den behördlichen Abklärungen in erster Linie um die Höhe des Einkommens gehen
würde, der Pflichtige jedoch in seiner Steuererklärung derart geringe Einkünfte ausgewiesen
habe, dass Zweifel daran bestanden hätten, ob der Lebensunterhalt tatsächlich alleine mit
diesen Mitteln hätte bestritten werden können; da neben dem nicht deklarierten Einkommen
auch ein Vermögensverzehr in Betracht gefallen und deshalb die Entwicklung des Vermö-
gens ohne weiteres auch Verfahrensgegenstand gewesen sei (vgl. E. 3.4),
- dass das Steuergericht mit Entscheid vom 20. März 2015, 510 14 83, festgehalten hat, dass
bei fehlendem Lohnausweis der Nachweis des Einkommens mittels Bankkontoauszügen
des Pflichtigen verlässlich erbracht werden könne und dieser Nachweis dem Pflichtigen,
welcher den Sachverhalt in substantiierter Weise darzulegen hätte, durchaus zumutbar ge-
wesen wäre; das Kantonsgericht mit Entscheid vom 6. Januar 2016, 810 15 173, den Aus-
führungen des Steuergerichts folgte und den Entscheid bestätigte (E. 3.3.2),
- dass vorliegend die amtliche Veranlagung ihre Ursache darin hat, dass der Rekurrent trotz
zweimaliger Mahnung vom 11. Juni 2015 und vom 13. August 2015 die in Frage stehende
Steuererklärung innert der letzten gesetzten Frist bis zum 31. August 2015 nicht eingereicht
hat; die dem Pflichtigen mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2014 Amtliche Ein-

## Considerations