# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 82dd2777-1352-4295-8ae8-a18a4ee9d703
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
5
4,
verrichtete vom
1.
Januar
20
10 bis 3
1.
Juli 2013
jeweils verschiedene
befristete Arbeitseinsätze
für die
Y._
AG
(Urk.
7
/
9
,
Urk. 7/21
), wobei er zuletzt
vom
1
.
Mai
bis zum
31
.
Juli
201
3
als
Software Developer
für die
Z._
AG (Einsatzbetrieb)
tätig war
.
1.2
Der Versicherte meldete
sich am
30
.
Juli
201
3
(Urk. 7/20)
beim
Regionalen
Ar
beitsver
mittlungsamt
(RAV) zur Arbeitsvermittlung an und beantragte
am
13
.
August
201
3
(Urk. 7/19)
die Ausrichtung von
Arbeitslo
senentschädi
gung
ab 3
0.
Juli 2013 (richtig:
1. August
201
3)
.
Gestützt auf die Mel
dung des RAV vom
21
.
August
201
3
stellte das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) den Versicherten mit Ver
fügung vom
17
.
September
201
3
(Urk.
7
/
11
) wegen ungenügender persönlicher
Arbeits
be
mühungen
ab 1.
August
201
3
für die Dauer von
acht
Tagen in der
An
spruchs
berechtigung
ein. Dagegen erhob der Versicherte am 1
4
.
Oktober
201
3
(Urk. 7/12
)
Einsprache
, welche das AWA mit
Einspracheentscheid
vom
11
.
Dezember
201
3
(Urk. 2) abwies
.
2.
Dagegen erhob
X._
am
19
.
J
anuar
201
4
(Urk. 1)
Beschwerde und be
antragte
sinngemäss
,
die Aufhebung des angefochtenen
Ein
sprache
ent
schei
des
und den Verzicht auf E
instellung in der Anspruchsberechtigung.
Eventuell sei die Anzahl der Einstelltage
zu reduzieren.
Das AWA schloss am
1
9.
Februar
201
4
(Urk. 6)
auf Abweisung der Beschwerde
. In der Replik vom 2
4.
März 2014 (Urk.
11) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest. Am 6
. Mai 2014
(
Urk.
14) legte die Beschwerdegegnerin weitere Unterlagen auf (Urk.
15/1-6) und
teilte
ferner
ihren Verzicht auf eine Stellungnahme mit, wo
von dem
Beschwer
de
führer
am 1
3
.
Mai
201
4 (Urk. 7) Kenntnis gegeben wurde
.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Nach
Art.
17
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die obligatorische Arbeitslosen
ver
sicherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG)
muss die versicherte Per
son, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, mit Unterstützung des zu
stän
digen Arbeitsamtes alles Zumutbare unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu ver
mei
den oder zu verkürzen. Insbesondere ist sie verpflichtet, Arbeit zu su
chen, nötigenfalls auch ausserhalb ihres bisherigen Berufes. Sie muss ihre Be
müh
ungen nachweisen können. Diese Bestimmung regelt allgemein die materi
ellen Pflich
ten der versicherten Personen. Mit der Formel, der Versicherte habe alles Zumutbare zu unternehmen, um Arbeitslosigkeit zu vermeiden oder zu verkür
zen, statuiert sie die Pflicht zur Schadenminderung, aus welcher sich ver
schie
dene Einzelpflichten ergeben. Dazu gehört die Pflicht der Ver
sicherungs
leis
tung
en beanspruchenden Person zur Arbeitssuche.
Art.
30
Abs.
1
lit
. c AVIG sanktioniert eine Verletzung der in
Art.
17
Abs.
1 AVIG statuierten
Schaden
minderungspflicht
, insbesondere auch der Pflicht, sich genügend um Arbeit zu bemühen. Mittels Einstellung in der
An
spruchs
berechtigung
soll dieser Pflicht zum Durchbruch verholfen werden (
BGE 139 V 524 E. 2.1.1 mit Hinweisen).
1.3
Aus der Pflicht, den Eintritt der Arbeitslosigkeit zu verhindern, fliesst die Last für die versicherte Person, sich bereits vom Zeitpunkt der Kündigung des früh
eren Arbeitsverhältnisses an und damit vor Eintritt der Arbeitslosigkeit in
tensiv
um eine neue Arbeit zu bemühen
. Die versicherte Person hat sich dem
ent
spre
chend während einer allfälligen Kündigungsfrist, aber auch generell während der Zeit vor der Anmeldung, unaufgefordert um Stellen zu bemühen. Sie kann sich insbesondere nicht damit exkulpieren, nicht gewusst zu haben, dass sie schon vor der Anmeldung zum Leistungsbezug zur ernsthaften Ar
beitssuche ver
pflichtet war und nicht darau
f aufmerksam gemacht worden sei
. Bei der Anmeldung hat die arbeitslos gewordene Person den Nachweis ihrer Bemüh
ungen um Arbeit vorzulegen (
Art.
20
Abs.
1
lit
. d
der
Verordnung über die
obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIV]
).
Spätestens zu diesem Zeitpunkt wird sie sämtliche während der Kündi
gungsfrist getätigten Stellenbewerbungen einzureichen haben
(BGE 139 V 524 E. 2.1.2 mit weiteren Hinweisen). Die Ob
liegen
heit sich um Arbeit zu bemühen, beginnt mit dem Wissen um die drohende Ar
beits
losigkeit. Diese Pflicht ist un
ter anderem ins
besondere während der Kündigungsfrist und bei einem befriste
ten Arbeits
ver
hältnis mindestens in
den letzten drei Monaten zu erfüllen (AVIG-Praxis
ALE
B314 [Stand: Januar 2013]).
1.4
Bei der Beurteilung der Frage, ob sich eine Person genügend um zumutbare Arbeit bemüht hat, ist nicht nur die Qualität, sondern auch die Quantität ihrer Bewerbungen von Bedeutung. Das Quantitativ der Bewerbungen beurteilt sich nach den konkreten Umständen, wobei in der Praxis durchschnittlich zehn bis zwölf Stellenbewerbungen pro Monat in der Regel als genügend erachtet wer
den (
BGE 139 V 524 E. 2.1.4 mit weiteren Hinweisen
).
2.
2.1
Der Beschwerdegegner begründete die verfügte Einstellung damit, dass
der Be
schwer
de
führer
für die
Zeit vor der Anmeldung zur Arbeitsvermittlung quan
ti
tativ ungenügende
Arbeits
be
mühungen
nachgewiesen habe (Urk. 2 S.
4
f.
Ziff.
4
).
Für die Zeit nach der Kennt
nis
nahme des Ablaufs der befristeten An
stellung bis zur An
mel
dung zur Arbeits
vermittlung habe
der Beschwerdeführer
dreizehn persönliche
Arbeits
be
mühungen
ge
tätigt, was in quantitativer Hinsicht
ungenü
gend sei.
Ferner habe er seine
Pflicht zur kontinuierlichen Stellensuche verletzt, indem er
während der mass
ge
benden Zeit vom 1
7.
Mai bis zum 3
0.
Juni 2013, mithin während rund sechs Wochen, keine Stellenbewerbungen getätigt habe. Der Beschwerde
führer habe
sich
auch nicht auf eine
Vertragsverlän
gerung
mit der
Y._
AG ver
las
sen dür
fen, da blosse Vertragsverhand
lungen eine versicherte Person nicht von
ihrer Pflicht zur Stellensuche entbinde
n
.
In der Beschwerdeantwort vom 1
9.
Februar 2014 (Urk. 6) hielt der
Be
schwerde
gegner
ergänzend fest,
für die Annahme eines Kettenarbeitsvertrages, der sich be
nachteiligend auf den Beschwerdeführer auswirke, bestehe kein Anlass. Der Be
schwerdeführer habe sich gegenüber seinem letzten Arbeitgeber auch nicht auf den Standpunkt gestellt, es liege ein Kettenarbeitsvertrag vor
. Er
habe
seine Arbeitsleistung ab
1.
August 2013
auch
nicht
mehr
angeboten.
2.2
Der Beschwerdeführer
stellte sich demgegenüber
im Wesentlichen
auf den Stand
punkt (Urk. 1)
,
dass die Mitteilung der
Y._
AG vom 1
6.
Mai 2013 nicht als Kündigungsschreiben verstanden werden könne (S. 1
lit
. b) und ihm
der ve
r
antwortliche
Z._
-Projektleiter versprochen
habe
, dass sein Vertrag über den 3
1.
Ju
li 2013 hinaus verlängert wer
de
(S.
1
lit
. a
,
S.
2
lit
. d,
vgl. dazu auch
E-Mail
verkehr
vom 3
0.
Juli 2013 [Urk. 3/9]
).
In der Folge
sei ihm dann aber vom
Z._
-Vorgesetzten
tatsächlich
per 3
1.
Juli 2013
gekündigt wor
den; die effektive Kün
digungs
frist habe somit nur knapp einen Monat betragen.
F
ür diesen Zeit
raum
seien die getätigten dreizehn
Arbeits
be
mühungen
von hoher Qualität
(S. 2
lit
. c).
Ferner monierte er die Dauer der
Ein
stelltage
.
In seiner Replik vom
24
.
Mä
r
z
201
4
(Urk. 1
1
)
hielt
der Beschwerdeführer er
gänzend
fest
,
es liege ein Ketten
arbeits
ver
trag vor (S.
3
lit
. e)
.
Ein unbefristeter Vertrag
wäre nach der Kündigung
am
4.
Juli und mit zweimonatiger Kündi
gungsfrist noch bis Ende September 2013 weiter
gelaufen. Dies hätte für ihn so
wohl finanzielle wie rechtliche Vorteile gebracht
(S. 2
lit
. b)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer zu Recht für die Dauer von acht Tagen in der Anspruchsberechtigung eingestellt wurde.
3.
3.1
3.
1
.1
Ausweislich der Akten
stand
der Beschwerdeführer vom
1.
Januar 2010 bis 3
1.
Juli 2013
ununterbrochen in
verschiedene befristete Arbeitseinsätze für die
Y._
AG
, wobei er zuletzt vom
1.
Mai bis zum 3
1.
Juli 2013 als Soft
ware Developer für die
Z._
AG (Einsatzbetrieb) tätig war (Urk. 7/
9/
10
, Urk. 7/21). Mit
tels Mitteilung vom 1
6.
Mai 2013 (Urk. 3/1) setzte die
Y._
AG den Be
schwerde
führer davon in Kenntnis, dass sein befristeter Arbeits
ver
trag per 31. Juli 2013 ende, und bis
lang
seitens des Kunden (
Z._
AG) noch keine
Ver
trags
verlängerung
erfolgt sei.
3.
1
.2
Gemäss Arbeitsvertrag I 41260/7
vom 1
6.
April 2013 (Urk. 7/9
/10
) kann der be
fristete Einsatz vom
2.
bis zum
9.
Dienstjahr mit einer zweimonatigen Kün
di
gungs
frist
auf einen beliebigen Termin hin
aufgelöst werden, andernfalls endet
er ohne Kündigung auto
matisch mit Ablauf der Einsatzdauer per 3
1.
Juli 201
3.
Vor diesem Hinter
grund muss auch nicht abschliessend beurteilt werden, ob die Mitteilung der
Y._
AG vom 16. Mai 2013
(Urk. 3/
1)
als Kün
digungsschreiben zu verstehen ist
, zumal der Beschwerdeführer aufgrund des Ablaufes der
Einsatz
dauer
per 31.
Juli 2013
ohnehin
mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses hat rechnen müssen.
Insofern erweisen sich auch die
hiezu
erhoben
en Vorbringen des Be
schwerde
führers als
unbehelflich
(Urk. 1 S. 1
lit
. b
, Urk. 11 S. 1
lit
. b
).
Ein
befristetes
Arbeitsverhältnis
impliziert definitionsgemäss
, dass
der Arbeit
nehmer
schon bei Stellenantritt um die drohende Arbeitslosigkeit wissen muss.
In Anbetracht des bloss dreimonatigen Einsatzvertrages
traf den Beschwerde
führer bereits während seine
r
befristeten
Anstellung
die Obliegenheit
, sich um
eine neue Stelle
, insbesondere um eine unbefristete Fest
anstellung,
zu bemühen.
Dies gilt umso mehr, als während den früheren Einsätzen nie eine der Mittei
lung
vom 16. Mai 2013 (Urk. 3/1), analog
e
Ankündigung erfolgte.
3.
1
.3
Aus dem eingereichten Formular „Nachweis der persönlichen
Arbeits
be
mühun
gen
“ ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer
vor der
Anmeldung bei der
Ar
beitslosenverischerung
einzig
im Monat Juli 2013
dreizehn
Arbeits
be
mühungen
ge
tätigt hat.
Insgesamt vermögen die im Juli 2013 unter
nom
menen dreizehn
Arbeits
bemühungen
vor der Anmeldung die dem Be
schwerde
führer ob
liegende
Schaden
minderungspflicht
in quantitativer Hin
sicht nicht zu ge
nügen.
Ins
be
sondere hat
der Beschwerdeführer im Mai und Juni 2013 gar keine
Arbeits
be
müh
ungen
getätigt.
3.
2
3.
2
.1
Soweit der Beschwerdeführer al
s Rechtfertigung
für das Fehlen jeglicher
Ar
beits
bemühungen
i
n den
Monat
en
Mai und Juni 2013
vorbringt, dass
ihm von Sei
ten des verantwortlichen
Z._
-Projektleiters versprochen worden sei, dass sein Ver
trag über den 3
1.
Juli 2013 hinaus
verlängert w
erde
, ist mit dem
Be
schwer
de
gegner
festzuhalten,
dass blosse Vertragsverhandlungen eine ver
si
cherte Person nicht von der Pflicht zur Stellensuche entbinden. Vielmehr ist die versicherte Person verpflichtet, sich so lange ernsthaft und gezielt um Arbeit zu bemühen, bis ih
r
eine Stelle rechtsverbindlich zugesichert wird.
Hinweise da
für, dass dem Beschwerdeführer eine Weiterbeschäftigung über den 3
1.
Juli 2013 hinaus rechts
ver
bind
lich zugesichert wurde, ergeben sich weder aus den in der Beschwerde vom 1
9.
Januar 2014 (Urk. 1 S. 1
lit
. a, S. 2
lit
. d) gemachten Aus
führungen noch
aus den
von ihm aufgelegten Unterlagen
, insbesondere auch nicht aus dem E-Mail vom 3
0.
Juli 2013
, in welchem von einem
Vertragsvor
schlag
die Rede war
(Urk. 3/
9)
.
Der Mailverkehr kurz vor Ablauf des
Arbeits
vertages
vermag die fehlenden Suchbemühungen von Mai und Juni 2013
jedenfalls nicht zu rechtfertigen.
Eine rechtsverbindliche Zusicherung kann auch
nicht aus dem Umstand abgeleitet werden,
dass die
Y._
AG die
bis
herigen befristeten Arbeitsvert
r
äge
bislang jeweils
wieder erneuert hat (Urk. 1 S. 1
lit
. b, vgl. dazu Urk. 7/9)
.
3.
2
.2
D
er Beschwerdeführer
bringt weiter vor
,
dass ihm erst
anlässlich des Gesprächs
am
4.
Juli 2013
mit dem
Z._
-Vorgesetzen
(Kunden-Pool-Leiter)
effektiv per 31.
Juli 2013 gekündigt worden
sei
und d
ie effektive Kündigungsfrist
damit nur knapp einen Monat betragen
habe
. Die
in diesem Zeitraum getätigten dreizehn
getätigten Arbeitsbemühungen seien
von hoher Qualität
(Urk. 1 S.
2
lit
. c
, Urk. 7/8
S. 3
).
Was diesen Einwand anbelangt, so ist fest
zu
hal
ten, dass nicht ent
scheidend ist, ob und gegebenenfalls
wann
der Einsatzbetrieb dem Beschwerde
führer die Be
endigung des befristeten Arbeitsverhältnisses mit
ge
teilt hat
. In diesem Zusam
menhang ist einzig von Relevanz
,
per
wann
der Vertrag mit der
bisherigen Ar
beit
geberin, namentlich der
Y._
AG,
beendet wurde
.
3.
2
.3
Soweit der Beschwerdeführer schliesslich
einspracheweise
und
replicando
gel
tend
machte (Urk. 7/8 S.
1 f.
,
Urk.
11
), beim Ar
beitsvertrag I 41260/7 (Urk. 7/
9/
10
) handle es sich um einen Kettenarbeitsvertrag, welcher einem un
befristeten Ar
beitsvertrag gleich
zu
stellen
sei, und
er
gestützt darauf
auf eine
Vertrags
ver
län
gerung
schloss
, kann
er aus
arbeits
losen
ver
sicherungsrechtlicher
Sicht nichts zu seinen Gunsten
ableiten.
Für diesen Fall hätte
er sich
an seine frühere Arbeit
ge
berin halten müssen, was er
aber
laut eigenen Angaben
aus dem Grund nicht getan hat, weil er ein solches Vorgehen
selbst
nicht
als erfolg
versprechend er
achtete
(Urk. 7/8, vgl. dazu auch Urk. 11 S.
3)
.
Hinzu kommt, dass
er sich
am 30. Juli 2013 (Urk. 7/20)
beim
RAV zur Arbeits
ver
mitt
lung an
gemeldet
und demnach seine Arbeits
leistung bei der
Y._
AG auch nicht mehr
angeboten hat.
3.
3
In Würdigung aller in Betracht fallenden As
pekte ist es somit nicht zu be
an
standen, dass der Beschwerdegegner für die Zeit vor der kontrollierten Arbeits
losigkeit von ungenügenden Arbeitsbemühungen des Beschwerdeführers aus
gegangen ist. Der Einstellungsgrund von
Art.
30
Abs.
1
lit
. c AVIG ist
demnach
erfüllt.
4.
4.1
Die Dauer der Einstellung bemisst sich nach dem Grad des Verschuldens (
Art.
30
Abs.
3 AVIG) und beträgt 1 bis 15 Tage bei leichtem, 16 bis 30
Tage bei mittel
schwerem und 31
bis 60 Tage bei schwerem Verschulden (
Art.
45
Abs.
3 AVIV).
4.2
Der Beschwerdegegner
setzte die Einstellungsdauer innerhalb des für ein leich
tes Verschuldens vorgeschriebenen Rahmens von 1 bis 15 Tagen auf acht Tage fest.
Die Sanktion bewegt sich damit
im
mittleren
Bereich des leichten Ver
schuldens.
Zur Begründung führte der Beschwerdegegner an, dass bei un
ge
nü
genden Arbeitsbemühungen während einer zweimonatigen Kündigungsfrist ge
mäss dem vom Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in Ziffer D 72 der AVIG-Praxis ALE festgelegtem Einstellraster von einer Einstellungsdauer von sechs bis acht Tagen – unter Berücksichtigung der Quantität und Qualität der je
weiligen Arbeitsbemühungen – zu
verfügen sei.
Dabei stellte der
Be
schwerde
gegner
z
u Gunsten des Be
schwerde
führers
n
icht wie praxisgemäss üb
lich
bei einem be
fris
teten Arbeits
ver
hältnis auf die
letzten drei Monaten
vor Be
ginn der kontrol
lierten Arbeitslosigkeit als massgebende Zeit
für die
Stellen
suche
ab, sondern lediglic
h auf den Zeitraum, ab welchem der Beschwerdeführer nicht mehr mit einer Vertragsverlängerung rechnen kon
nte
,
und reduzierte
die Dauer
d
e
r
Ein
stell
dauer
(auf sechs bis acht Einstelltage, anstatt 9 bis 12
Ein
stell
tage
bei einer dreimonatigen
Kündigungsfrist). Da der Beschwerde
führer
eigentlich schon ab Be
ginn des letzten befristeten
Arbeits
ein
satzes
um die drohende Arbeitslosigkeit
hätte wissen müssen, und
er
in den Monaten Mai und Juni
2013
gar keine
Such
bemühungen
hat nachweisen könn
e
n
,
er
scheint die Anzahl der Einstelltage zwar
wohlwollend,
ist
mit Blick
auf die ge
samten Umstände des Einzelfalles, insbe
sondere auch unter Berücksichtigung ent
lastender Aspekte des Beschwer
defüh
rers wie die be
vor
stehende Vertragsverhandlungen und bis
herigen Erneu
erung
en der be
fristeten
Arbeits
einsätze
durch die
Y._
AG,
insgesamt
nicht zu be
an
standen.
Dass in einem anderen Fall (vgl. dazu Urteil des Bundes
gerichts 8C_278/2013 vom 2
2.
Oktober 2013 = BGE 139 V 524) bei ungenügen
den Arbeitsbemühungen und einer Kündigungsfrist von
drei Monaten die
Ein
stell
dauer
auf drei Tage festgesetzt worden ist (Urk. 1 S. 2
lit
. e), gibt
ebenso wenig
zu einer Korrektur Anlass
, da keine triftige Gründe vor
liegen, damit das
Sozi
al
versicherungsgericht
sein Ermessen an die Stelle des
jenigen der Verwal
tung setzen darf. Gegebenheiten, welche eine abweichende Ermessensausübung als nahe liegender erscheinen lassen, sind jedenfalls nicht ersichtli
ch, tätigte doch der Versicherte in BGE 139 V 524 nicht bloss während einem Monat
Such
bemühungen
. Ebenso wenig sind in der zwischenzeitlich erfolgreichen
Stellen
suche
(Urk. 15/2) verschuldensmildernde Umstände zu erblicken.
4.3
Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
als rech
tens, war zur Abweisung der Beschwerde führt.