# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d7bb1a22-5f48-53f9-95e5-055377ecf713
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y., geboren am 30. Juni 1973, war seit 2003 in Flims/GR angemeldet. Er war seit
1. April 2006 Mieter einer 4,5 Zimmer-Wohnung — welche im Miteigentum von ihm und
seinen Geschwistern steht — in Flims Dorf. Vom 1. September 2004 bis Ende April
2011 war er als Software-Ingenieur bei der Q. AG in St. Gallen angestellt. Am 6. August
2007 unterzeichnete X.Y. einen Mietvertrag für eine 6-Zimmer-Wohnung und einen
Fahrzeugabstellplatz in St. Gallen. Der monatliche Bruttomietzins betrug für die
Wohnung Fr. 2'190.00 und für den Fahrzeugabstellplatz Fr. 110.00. X.Y. blieb jedoch
weiterhin in Flims angemeldet. Am 18. September 2008 heiratete er A.B., welche seit
1. September 2007 in der Wohnung in St. Gallen lebte.
B./ Im Dezember 2008 wurde der (Steuer-)Wohnsitz von X.Y. überprüft. In der
Steuerdeklaration 2007 des Kantons Graubünden gab er an, vier Mal pro Woche von
Flims nach St. Gallen zu fahren. Mit Verfügung vom 8. Juni 2010 stellte das Kantonale
Steueramt fest, dass X.Y. ab dem 1. Januar 2007 in St. Gallen unbeschränkt
steuerpflichtig sei. Eine gegen diese Feststellungsverfügung erhobene Einsprache
wurde mit Entscheid vom 10. April 2012 vom Kantonalen Steueramt abgewiesen.
C./ Am 11. Mai 2012 erhob X.Y. Rekurs gegen den Einspracheentscheid des
Kantonalen Steueramtes bei der Verwaltungsrekurskommission. Mit Entscheid vom
23. Oktober 2012 wies die Verwaltungsrekurskommission den Rekurs ab.
D./ X.Y. (nachfolgend Beschwerdeführer) erhob am 23. November 2012 Beschwerde
beim Verwaltungsgericht gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom
23. Oktober 2012 (Postaufgabe am 24. Oktober 2012) und beantragte die Aufhebung
des angefochtenen Entscheides, des Einspracheentscheids vom 10. April 2012 und der
Feststellungsverfügung vom 8. Juni 2010 unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu
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Lasten des Staates. Zudem beantragte er, es sei festzustellen, dass er seinen Wohnsitz
in Flims/GR habe. Mit der Eingabe reichte der Beschwerdeführer diverse Belege ein.
Mit Schreiben vom 13. Dezember 2012 beantragte die Verwaltungsrekurskommission
(nachfolgend Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde. Das Kantonale Steueramt
(nachfolgend Beschwerdegegner) liess sich mit Eingabe vom 14. Januar 2013
vernehmen und beantragte, die Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
abzuweisen. Am 29. Januar 2013 nahm der Beschwerdeführer zur Vernehmlassung
des Beschwerdegegners Stellung.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird,
soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1
des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Nicht eingetreten werden kann
indessen auf die Anträge, der Einspracheentscheid und die Feststellungsverfügung
seien aufzuheben — an deren Stelle ist der Rekursentscheid getreten (Devolutiveffekt;
vgl. BGE 129 II 438 E. 1) — und es sei für 2007 die Steuerpflicht des
Beschwerdeführers in Flims/GR festzustellen — diese Befugnis steht einzig den
zuständigen Behörden des Kantons Graubünden zu. Im Übrigen sind die
Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt: Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde
legitimiert; seine Eingabe vom 23. November 2012 wurde form- und fristgerecht
eingereicht (Art. 196 Abs. 1 und Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48
Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist — unter den erwähnten Vorbehalten —
einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer bringt vor, dass sein Steuerdomizil Flims/GR und nicht
St. Gallen sei.
2.1. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Doppelbesteuerungsverbot
gemäss Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung (SR 101) ist der steuerrechtliche
Wohnsitz (Hauptsteuerdomizil) einer unselbständig erwerbenden Person dort
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anzunehmen, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibs aufhält bzw. wo sich
faktisch der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen befindet (BGer 2C_270/2012 vom
1. Dezember 2012 E. 2.2, mit Hinweisen unter anderem auf Art. 23 Abs. 1 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches, SR 210, bzw. Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes
über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden,
SR 642.14, abgekürzt StHG). Stehen zwei oder mehrere Orte in Konkurrenz, befindet
sich das (Haupt-) Steuerdomizil im interkantonalen Verhältnis dort, wo faktisch der
Mittelpunkt der Lebensinteressen der betreffenden Person liegt (BGE 132 I 29 E. 4.1;
125 I 54 E. 2; 123 I 289 E. 2a; BGer 2C_92/2012 vom 17. August 2012 E. 4.1;
Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st. gallische Steuerrecht, 6. Aufl.
1999, S. 21).
2.2. Der Wohnsitzbegriff setzt sich aus einem objektiven äusseren Element (Aufenthalt)
und einem subjektiven inneren (Absicht dauernden Verbleibens) zusammen. Zur
Feststellung des Wohnsitzes ist von den äusserlich wahrnehmbaren Umständen,
welche den Aufenthalt kennzeichnen, auf die dahinter stehende Absicht zu schliessen
(BGer 2C_270/2012 vom 1. Dezember 2012 E. 2.3; BGE 137 II 122 E. 3.6; 136 II 405
E. 4.3). Dabei lässt sich gemeinhin kein strikter Beweis erbringen, sodass eine
Abwägung von Indizien erforderlich ist. Dies bedingt eine sorgfältige Berücksichtigung
sämtlicher Berufs-, Familien- und Lebensumstände (BGer 2C_397/2010 vom
6. Dezember 2010 E. 2.4.2, in: StE 2011 A 24.21 Nr. 22). Auf die bloss geäusserten
Wünsche der betreffenden Person oder die gefühlsmässige Bevorzugung eines Ortes
kommt es nicht an; der Wohnsitz ist insofern nicht frei wählbar. Gleichermassen spielt
das polizeiliche Domizil, an dem die Schriften hinterlegt sind oder die politischen
Rechte ausgeübt werden, keine ausschlaggebende Rolle. Als äussere Merkmale
können sie aber immerhin dann ein Indiz für den Wohnsitz bilden, wenn auch das
übrige Verhalten der Person dafür spricht (BGE 132 I 29 E. 4.1 f.; BGer 2C_919/2011
vom 9. Februar 2012 E. 3.2 und 2C_918/2011 vom 12. April 2012 E. 3.1).
2.3. Hält sich eine Person abwechslungsweise an zwei Orten auf, ist für die
Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem Ort die
stärkeren Beziehungen unterhalten werden. Letzteres ist wiederum anhand der
Gesamtheit der Umstände zu beurteilen. Bei unselbständigen Erwerbenden ist der
Lebensmittelpunkt in der Regel jener, von dem aus der täglichen Arbeit nachgegangen
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wird, ist doch der Zweck des Lebensunterhaltes dauernder Natur (zum Ganzen statt
vieler BGer 2C_178/2011 vom 2. November 2011 E. 2.2; 2C_175/2008 vom 22. August
2008 E. 3.1, beide mit Hinweisen; VerwGE B 2012/218 vom 12. Juni 2012 E. 3.3.).
2.4. Nach der allgemeinen Beweislastregel im Steuerrecht trägt die
Veranlagungsbehörde die Beweislast für steuerbegründende oder steuererhöhende
Tatsachen, während den Steuerpflichtigen die Beweislast für Tatsachen trifft, welche
die Steuerschuld aufheben oder mindern (GVP 1980 Nr. 6; VerwGE B 2012/218 vom
12. Juni 2013 E. 3.4.).
2.4.1. Ist der ledige und unselbständig erwerbende Steuerpflichtige über 30 Jahre alt
oder hat er sich seit über fünf Jahren am selben Arbeitsort aufgehalten, wird nach der
"Basler Praxis" eine natürliche Vermutung begründet, sein Lebensmittelpunkt befinde
sich am Arbeitsort und nicht am Aufenthaltsort seiner Familie.
Es obliegt alsdann (sofern die natürliche Vermutung greift) der steuerpflichtigen Person,
diese
Vermutung zu entkräften, etwa indem sie nachweist, dass sie regelmässig (mindestens
einmal wöchentlich) an den Ort zurückkehrt, an dem ihre Familie lebt, mit welcher sie
aus bestimmten Gründen besonders eng verbunden ist, und wo sie andere persönliche
und gesellschaftliche Beziehungen pflegt.
Wenn der steuerpflichtigen Person der Nachweis solcher familiärer und
gesellschaftlicher Beziehungen am Ort, wo die Familie wohnt, gelingt, obliegt es dem
Kanton des Wochenaufenthalts- oder Arbeitsorts nachzuweisen, dass die Person
gewichtige wirtschaftliche und allenfalls persönliche Beziehungen zu diesem Ort
unterhält (BGer 2C_748/2008 vom 19. März 2008 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen; BGE
125 I 54 E. 3a; StE 2011 A 24.21 Nr. 22).
2.4.2. Die natürliche (und damit widerlegbare) Vermutung ist ein Element der
Beweiswürdigung. Sie ist aber keine Beweislastregel, welche darüber entscheiden
würde, wer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat. Vielmehr wird aufgrund von
Indizien mittels Wahrscheinlichkeitsüberlegungen und aufgrund der Lebenserfahrung
auf eine nicht direkt bewiesene Tatsache geschlossen, welche die Behörde als wahr
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vermuten und ohne weitere Abklärungen ihrem Entscheid zugrunde legen darf. Die
natürliche Vermutung muss bereits dann als entkräftet gelten, wenn beweismässige
Anhaltspunkte bestehen, welche begründete Zweifel an der Richtigkeit des
Hauptbeweises (d.h. der natürlichen Vermutung) hervorrufen. Diese Anhaltspunkte sind
im Hinblick darauf, ob sie überzeugender und stärker sind als die natürliche
Vermutung, näher zu prüfen und zu gewichten.
In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass es bei der Feststellung des
Hauptsteuerdomizils darum geht, aufgrund von objektiven, äusseren Umständen auf
innere Tatsachen, den Mittelpunkt der Lebensinteressen, zu schliessen. Ein klarer
Beweis kann diesbezüglich generell nicht geführt werden, sondern es ist aufgrund von
Indizien und unter Berücksichtigung sämtlicher Berufs-, Familien- und
Lebensumstände eine sorgfältige Gewichtung vorzunehmen (vgl. BGer 2C_646/2007
vom 7. Mai 2008 E. 4.3.3; VerwGE B 2012/218 vom 12. Juni 2013 E. 3.4.2.).
Betreffend die natürliche Vermutung des Hauptsteuerdomizils einer ledigen Person an
dem Ort, an dem sie sich während der Woche aufhält, um von dort aus zur Arbeit zu
gehen, bedeutet dies, dass die Zerstörung dieser Vermutung nicht den lückenlosen
Nachweis abweichender Indizien voraussetzt. Zwar ist aus Praktikabilitätsgründen ein
gewisser Schematismus dahingehend, dass bei unklar gebliebenen Verhältnissen
zugunsten der Vermutung entschieden wird, unvermeidlich. Trotzdem muss es
genügen, wenn Anhaltspunkte für den Wochenendwohnort in einer Weise
nachgewiesen werden, die so gewichtig und überzeugend sind, dass sie geeignet sind,
die Domizilvermutung zu entkräften (zum Ganzen vgl. BGer 2C_397/2010 vom
6. Dezember 2010 E. 2.4.2, in: StE 2011 A 24.21 Nr. 22, mit weiteren Hinweisen; vgl.
ferner Zweifel/Hunziker, in: Zweifel/Beusch/Mäusli-Allenspach (Hrsg.), Interkantonales
Steuerrecht, Basel 2011, § 6 N 100).
2.5. Der Beschwerdeführer war im Jahr 2007 34 Jahre alt. Er war seit drei Jahren
(1. September 2004 bis 2007) bei einer in St. Gallen ansässigen Unternehmung
angestellt. Auch nach seiner eigenen Darstellung arbeitete er zumindest an zwei Tagen
pro Woche in St. Gallen, wo er im August 2007 eine 6-Zimmer-Wohnung samt
Fahrzeugabstellplatz mietete. Die Schilder der Türklingel und des Briefkastens waren
mit seinem Namen versehen. Diese unbestrittenen und nach aussen erkennbaren
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Umstände begründen die natürliche Vermutung, dass sich der Beschwerdeführer
mindestens zeitweise in St. Gallen aufhielt und sich sein steuerrechtlicher Wohnsitz
Ende 2007 in St. Gallen befand. Selbst wenn auf seine Darstellung abgestellt würde,
wonach er die Wohnung mietete, um sie in erster Linie an eine ihm bekannte
alleinerziehende Mutter, welche er in finanziellen und administrativen Belangen
unterstützt habe, unterzuvermieten, wäre davon auszugehen, dass er zu ihr in einer
besonderen persönlichen Beziehung stand. Insbesondere macht er nicht geltend, er
habe für ihn bedeutsamere persönliche Beziehungen in Flims gepflegt.
Da aufgrund der natürlichen Vermutung von einem steuerrechtlichen Wohnsitz in
St. Gallen auszugehen ist, hat deshalb primär der Beschwerdeführer aufzuzeigen, dass
er zum Kanton Graubünden die stärkeren Beziehungen unterhält als zum Kanton
St. Gallen.
3. Der Beschwerdeführer macht vorab geltend, er habe die Wohnung an zwei
alleinerziehende Mütter untervermietet und selbst nicht dort gelebt. Dabei stützt er sich
auf zwei Untermietverträge und die Bestätigungen der Untermieterinnen, ab September
2007 dort – zeitweise mit ihren Kindern – gewohnt und die Miete bezahlt zu haben.
Entgegen seiner mietvertraglichen Verpflichtung hat er für diese Untermietverhältnisse
beim Vermieter keine Zustimmung eingeholt. Er belegt die Zahlungen der Untermieten
auch im Beschwerdeverfahren nicht, obwohl die Bedeutung dieser Belege aus dem
vorinstanzlichen Entscheid auch für ihn klar erkennbar war. Dafür, dass neben der
späteren Ehefrau des Beschwerdeführers eine weitere Untermieterin regelmässig in der
Wohnung lebte, bestehen abgesehen vom Untermietvertrag und der Bestätigung keine
objektiven Anhaltspunkte. Insbesondere ist unklar, wie ihr die Post zugestellt werden
konnte, ohne dass ihr Name am Briefkasten oder an der Türklingel erschien.
Umgekehrt ist unklar, was der Beschwerdeführer damit meint, wenn er zur Begründung
der Anschrift an Briefkasten und Türklingel ausführt, so habe "die Mieterpost
problemlos zugestellt" werden können, zumal er im Mietvertrag seine Adresse in Flims
angab und seinen eigenen Angaben nach sich ständig dort aufhielt. Unter diesen
Umständen darf davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer —
zumindest teilweise — für den Mietzins aufgekommen ist. Sind die
Untermietverhältnisse als solche und das Ausmass der Benützung der Wohnung durch
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die beteiligten Personen im Detail unklar, ist nicht von Belang, in welchem Umfang
Untermietverhältnisse bestanden.
4. Die Vorinstanz ging davon aus, dass sich der Arbeitsort des Beschwerdeführers in
St. Gallen befand, da er in der im Kanton Graubünden eingereichten Steuererklärung
2007 Fahrtkosten von vier Mal wöchentlich zum Arbeitsort St. Gallen und nicht auch für
Zürich abzog. Zusätzlich machte er Kosten für ein Arbeitszimmer in Flims geltend. Der
Arbeitsort in Zürich sei aktenmässig nicht ausgewiesen.
In der Beschwerde macht er geltend, für seine Arbeitgeberin, bei welcher er vollzeitlich
angestellt war, an zwei Tagen je Woche in St. Gallen und an den übrigen Tagen in
Zürich und Flims gearbeitet zu haben. In der Steuererklärung 2007 machte er hingegen
bei den Berufskosten Fahrten von Flims nach St. Gallen und zurück an 176 Tagen, d.h.
an vier von fünf Arbeitstagen je Woche, geltend. Den Abzug für vier — und nicht bloss
für zwei — Tage begründet er damit, die Arbeitgeberin habe für die Mehrkosten,
welche mit der Tätigkeit in Zürich verbunden gewesen seien, eine
Spesenentschädigung ausgerichtet. Dieser Darstellung steht die im
Beschwerdeverfahren eingereichte Lohnabrechnung für November 2007 entgegen, in
welcher sich die Spesenentschädigungen auf sechzig Autokilometer zu siebzig
Rappen, zwei Mittagessen zu dreissig Franken und tatsächliche Kosten der
Reiseverpflegung von 16 Franken beschränken. Die Autofahrstrecke von Flims nach
Zürich ist rund 15 Kilometer länger als jene nach St. Gallen. Bei sechzig Kilometern
wären dies die Fahrten an zwei Arbeitstagen, was im Übrigen auch mit der Anzahl der
im November 2007 entschädigten Mittagessen übereinstimmen würde. Insoweit
relativiert sich auch der Inhalt der von der damaligen Arbeitgeberin des
Beschwerdeführers am 15. November 2012 – mithin fünf Jahre nach der relevanten
Zeitperiode und rund eineinhalb Jahre nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses –
ausgestellten Bestätigung. Abgesehen davon erscheint die Zahl der Arbeitstage in
Zürich nicht von entscheidender Bedeutung, zumal Zürich von St. Gallen aus
zumindest so leicht erreichbar ist wie von Flims aus.
5. Bezüglich seiner Lebensumstände führte der Beschwerdeführer aus, dass sich sein
Freundeskreis im Kanton Graubünden befinde. Er zählte u.a. A.B. als zu seinem
Freundeskreis gehörend auf.
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Aus der eingereichten Steuererklärung 2007 des Kantons Graubünden des
Beschwerdeführers geht hervor, dass er A.B. und ihre Tochter mit rund Fr. 14'200.00
unterstützt hatte. Zudem wohnte sie unbestrittenermassen mit ihrer Tochter in St.
Gallen. Sollte der Beschwerdeführer tatsächlich nur ein rein freundschaftliches
Verhältnis zu A.B. gepflegt haben, so ist dennoch davon auszugehen, dass wohl zu ihr
eine engere Freundschaft bestand wie zu den anderen vom Beschwerdeführer
aufgezählten Personen. Zumal nicht davon ausgegangen werden kann, dass jeder
Freund in den Genuss einer Unterstützung in dieser Höhe gekommen sein dürfte. Auch
wenn nach Angaben des Beschwerdeführers kein Konkubinat bestand, ist eine
Wohngemeinschaft durchaus möglich und denkbar (vgl. Urteil vom 9. Dezember 1992
in: ASA 62 S. 446 E. 4). Abgesehen davon machte er nicht geltend, in Flims eine
bedeutsamere Freundschaft gepflegt zu haben.
6. Nach Ansicht der Vorinstanz diente die Wohnung in Flims dem Beschwerdeführer
lediglich als Ferienwohnung. Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, dass er
aufgrund mangelnder Platzverhältnisse gar nicht in St. Gallen wohnen konnte und
deshalb in Flims wohnte. Zudem zeige der Mietvertrag, dass die Wohnung nicht als
Ferienwohnung gemietet worden war.
Der im Recht liegende Mietvertrag der 4,5-Zimmer-Wohnung in Flims datiert vom
17. Februar 2006. Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt
noch keine Wohnung in St. Gallen gemietet hatte und deshalb die Wohnung auch noch
nicht als Ferienwohnung fungieren konnte. Dem Mietvertrag vom 17. Februar 2006 ist
deshalb keine Bedeutung beizumessen. Die vom Beschwerdeführer gerügten
mangelnden Platzverhältnisse in St. Gallen vermögen aufgrund der Grösse der 6-
Zimmer-Wohnung nicht zu überzeugen.
7. Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, sportliche Aktivitäten in Flims auszuüben.
Inwiefern diese vom Beschwerdeführer aufgezählten — zum Teil saisonbedingten —
Sportarten als Indiz für einen steuerrechtlichen Wohnsitz in Flims zu gelten haben
sollen, ist nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer macht zudem nicht geltend, in einem
in Flims ansässigen Verein aktiv zu sein. Deshalb vermögen diese sportlichen
Aktivitäten keine Indizien darzustellen, die auf eine starke Beziehung zu Flims
hindeuten würden.
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8. Die übrigen vom Beschwerdeführer eingereichten Belege wie z.B. Quittungen von
Einkäufen sind — wie vom Beschwerdeführer zu Recht erwähnt — nicht personalisiert
und deshalb auch nicht aussagekräftig. Die eingereichten Rechnungen, sofern sie das
Jahr 2007 betreffen, datieren meist vor September 2007. Es ist unbestritten, dass der
Beschwerdeführer die Wohnung in Flims behielt und deshalb auch nicht weiter
erstaunlich, wenn Rechnungen nach Flims gesendet wurden. Auch die umstrittene
Telefonrechnung bestätigt lediglich, dass Telefonanrufe nach Deutschland und
Schweden getätigt wurden. Alle diese Belege reichen jedoch nicht aus, um begründete
Zweifel am (Haupt-)Steuerdomizil St. Gallen hervorzurufen.
9. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht vom
Hauptsteuerdomizil des Beschwerdeführers in St. Gallen ausging. Dies ist vorab aus
dem Mietvertrag über die Wohnung, den Namensschildern am Briefkasten und der
Türklingel sowie dem vorwiegenden Arbeitsort in St. Gallen zu schliessen. Zudem war
der Beschwerdeführer im Jahr 2007 34 Jahre alt und zu diesem Zeitpunkt bereits seit
drei Jahren bei der Firma Q. AG in St. Gallen tätig. Schliesslich verfügt der
Beschwerdeführer in St. Gallen über einen Freundes- bzw. Bekanntenkreis, der
mindestens aus A.B. und K.T. besteht. Aus all diesen Indizien ist zu schliessen, dass zu
St. Gallen die stärkeren Beziehungen bestanden als zu Flims.
10. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht