# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9406326c-2c3e-482a-8c34-8231f47b2cc1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1960
geborene
X._
war
für die
Y._
als Unternehmensberater im Aussendienst tätig und deshalb bei der Helsana Unfall AG (nachfolgend "Helsana") gegen die Folgen von Unfällen ver
sichert (Urk. 7/K1). Am 21. Februar 2011
rutschte der Versicherte
mit den
Ski
schuhen
in
E._
auf dem Weg zum Skilift
auf einer Eisfläche aus
und verspürte
beim
Auffangen
einen einschiessenden Schmerz in der Kniekehle links.
A
uf der Notfallstation des Spitals
E._
wurden
ossäre
Läsionen radiolo
gisch ausgeschlossen und
es wurde
eine Muskelzerrung respektive ein Mus
kel
faserriss des
Bizeps
femoris
medialis
diagnostiziert (Urk. 7/K1, 7/K
7,
7/M5).
Da die Beschwerden persistierten
,
suchte der Versicherte am 8. März 2011 seinen Hausarzt
, Dr. med.
Z._
, Allgemeinmedizin
FMH,
auf
, welcher ihn
für eine
MRI-Untersuchung
ans
Spital
A._
überwies
und eine vollständige Ar
beitsunfähigkeit
attestierte
(Urk. 7/M2).
Am
11
. März 2011 wurde
die
Magnet
reso
nanztomographie
des linken Knies vom 9. März 2011
befundet
(Urk. 7/M3).
Am 9. Mai 2011 wurde
in der Chirurgischen Klinik des
Spitals
A._
dur
ch
den Leitenden Arzt,
Dr. med.
B._
,
eine
Kniearthro
skopie
links durch
geführt (Urk. 7/M8
, 7/M9
).
Gestützt auf eine Stellungnahme ihres beratenden Arztes
, Prof. Dr. med
.
C._
, Facharzt
für Orthopä
dische Chirurgie FMH,
vom 14. Juli 2011 (Urk. 7/M
10) teilte die Helsana dem Versicherten mit E-Mail-Nachricht vom selben Tag mit, dass sie eine
Leistungs
pflicht
für den
operativen Eingriff vom 9. Mai 2011
ablehne, da die in jenem Zeitpunkt noch vorliegende Gesundheitsbeeinträchtigung nicht auf das versi
cherte Ereignis vom 21. Februar 2011 zurückzuführen sei (Urk. 7/K16, 7/K17
). Zum daraufhin beim Unfallversicherer eingegangenen Bericht des Operateurs vom 18. Juli 2011 (Urk. 7/M11) nahm der beratende Arzt am 28. Juli 2011 Stellung und hielt an seiner früheren Beurteilung fest (Urk. 7/M12).
Mit Verfü
gung vom 29. Juli 2011
stellte
die Helsana
ihre
Leistungen
per 9. Mai 2011 ein
, da der natürliche Kau
salzusammenhang zwischen dem versicherten Ereignis und den noch bestehen
den gesundheitlichen Beeinträchtigungen ab
diesem Zeitpunkt
nicht mehr mit dem erforderlichen Beweisgrad nachgewiesen sei (Urk. 7/K27).
1.2
Dagegen
liess
der Versicherte
am
29. August 2011 Einsprache
erheben
(Urk. 7/K26).
Mit Eingabe vom 6. September 2011
erhob auch die Arbeitgeberin Einsprache gegen die Verfügung vom 29. Juli 2011 (Urk. 7/K30).
In der Folge zog der Unfallversicherer die MRI-Bilder der Untersuchung vom 9. März 2011 bei (Urk. 7/K31
, 7/M15). Am 28. November 2011 erfolgte eine
Zweitbefundung
der MRI-Bilder durch
Prof.
C._
und
Dr. med.
D._
, FMH Radiologie
(Urk. 7/M16 S. 3).
Gestützt auf die danach erstattete weitere Stellungnahme von Prof
.
C._
vom 14
. Dezember 2011 (Urk. 7/M16) und seine ergänzenden Ausführungen vom 10. Februar 2012 (Urk. 7/M18) wurde die Einsprache mit Entscheid vom 27. Februar 2012 abgewiesen (Urk. 2 [= 7/K37]).
2.
2.1
Gegen diesen
Einspracheentscheid
führt der Versicherte mit Eingabe vom
28. März 2012 Beschwerde und beantragt, der angefochtene Entscheid sei auf
zuheben und der Unfallversicherer sei zu verpflichten, ihm die
Kosten der Heil
behandlung
zu ersetzen
,
über den 9. Mai 2011 hinaus bis zur Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit Taggeldleistungen auszurichten sowie weitere Lei
s
tungen, namentlich eine Integritätsentschädigung, zu erbringen (Urk. 1 S. 2).
2.2
Mit Beschwerdeantwort vom
8. Mai 2012 beantragt die Helsana Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 15. Mai 2012 wurde das Doppel der
Beschwerdeant
wort
dem Beschwerdeführer zugestellt (Urk. 8).
2.3
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie in
folge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die
Inte
gritätsentschädigung
wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
1.2
1.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sin
ne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
türli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 406 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 289 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im
Be
schwerdefall
das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden
Be
weis
würdigung
nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Be
weis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich hie
r
bei um eine
anspruchs
auf
he
bende
Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammen
hang ge
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfall
ver
si
cherer
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
1.3
1.3.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.3.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U
356 S.
572; BGE 122 V 157 E.
1c; vgl. auch 123 V 331 E.
1c).
2.
2.1
Der Unfallversicherer hielt gestützt auf die Beurteilung des Prof
.
C._
dafür
, dass der Status quo ante spätestens am 8. Mai 2011, also vor dem opera
tiven Eingriff vom 9. Mai 2011, erreicht gewesen sei.
Die abweichende Ein
schätzung des Operateurs beruhe auf dem Fehlschluss "
post
hoc ergo
propter
hoc". Mangels eines natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen den ab 9. Mai 2011 vorliegenden Beschwerden mit dem versicherten Unfallereignis sei eine über diesen Zeitpunkt hinausgehende Leistungspflicht zu Recht verneint worden (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend,
der
status
quo ante sei noch nicht erreicht, da er vor dem versicherten Unfallereignis keine Beschwer
den gehabt habe.
Die Beurteilung des beratenden Arztes der
Beschwerdegegne
rin
sei nicht valide und beruhe auf medizinischen Spekulationen. Entsprechend sei der Wegfall des Kausalzusammenhanges nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt und die Beschwerdegegnerin, welche die Beweislast dafür trage, sei für die auch nach dem 8. Mai 2011 bestehenden Unfallfolgen leistungspflichtig (Urk. 1).
3.
3.1
3.1.1
Die erstbehandelnden Ärzte des
Spitals
E._
stellten an der Wade links einen Druckschmerz über dem Ansatz des
Musculus
bizeps
femoris
mediale fest. Die Flexion/Extension des Knies war vollumfänglich möglich, soweit beurteilbar war dieses sodann bandstabil bei negativem Meniskuszeichen
. Es zeigte sich ausserdem kein Erguss.
Ossäre
Läsionen konnten radiologisch ausgeschlossen werden. Die erstbehandelnden Ärzte diagnostizierten schliesslich eine
unfallbe
dingte
Muskelzerrung respektive einen auf das versicherte Ereignis zurückzu
führenden Muskelfaserriss des
Bizeps
femoris
medialis
(Urk. 7/M5).
3.1.2
Der Hausarzt des Beschwerdeführers,
Dr.
Z._
,
führte in seinem Bericht
vom
9. Februar 2011 (recte: 9. März 2011)
aus, die Erstbehandlung bei ihm habe am 8. März 2011 stattgefunden. Er berichtete sodann von einem leichten Erguss am linken Knie, einer
Dolenz
im medialen Gelenkabschnitt, einer leicht einge
schränkten Extension und einer endphasig schmerzhaften Flexion (Urk. 7/M2).
3.1.3
Am 9. März 2011 fand eine MR-Untersuchung des Knies links statt. Dr. med.
F._
, Oberarzt Radiologie am Spital
A._
,
hielt am 11. März 2011 fol
genden Befund fest
(Urk. 7/M3)
:
"Normales Knochensignal in allen Sequenzen.
Geringgradiger
Kniegelenks
erguss
. Die Kreuzbänder sind intakt. Bezüglich Volumen, Form und
Signal
gebung
unauffälliger
Aussenmeniscus
.
Der
Innenmeniscus
zeigt
geringgradig
degenera
tive Veränderungen, jedoch keine Rissbildung. Die
femoro-tibialen
Knorpel
beläge sind an den
Femurkondylen
medialbetont
markant unregelmäs
sig ver
schmälert und signalalteriert und zeigen darüber hinaus in den
gewicht
tragen
den
Anteilen zwei fokale Läsionen mit einer Grösse von ca. 8 x 8 mm. Die
femoro-tibialen
Knorpelbeläge
sind insbesondere an der
Patellarückseite
ver
schmälert
mit oberflächlichen gröberen
Fibrillationen
, fokale Läsionen liegen nicht vor. Die Seitenbänder sind intakt, das mediale Seitenband zeigt bilaterale
Flüssigkeitsauflagerungen. Zystische gruppierte Formation
postero
-lateral
aus
gehend vom Bereich des
pes
anserinus
, mit einer Ausdehnung von ca. 3 x 5 cm."
Gestützt auf diesen Befund hielt Dr.
F._
dafür,
dass es sich um eine
Chondropathia
femoro-tibiale
II-III mit fokalen
chondralen
Läsionen am me
di
alen
Femurkondylus
und um
Ganglionzysten
handle (Urk. 7/M3).
3.1.4
Am 18. März 2011 berichtete
Dr.
Z._
von einem Kniegelenkserguss, einer kleine
n
Bakerzyste
, einer proximal prallen und
druckdolenten
Wade, Beschwer
den bei Extension und Flexion sowie Schmerzen im Knie bei Belastung und Bewegung. Er führte weiter aus, im Spital
A._
sei im Duplex eine tiefe
Ve
nen
thrombose
ausgeschlossen worden (Urk. 7/M4).
3.1.5
Im Operationsbericht vom 9. Mai 2011
wurde festgehalten
, trotz intraartikulärer Steroid-Injektion und MRI, welches keine intraartikulären Pathologien ausser einer
drittgradigen
Chondropathie
gezeigt habe, seien immer wieder
Gelenks
ergüsse
aufgetreten. Da diese Beschwerden über fast drei Monate angedauert hät
ten, sei eine di
a
gnostische Kniearthroskopie zur
Bestandesaufnahme
durch
zu
führen. Die O
peration
sei
am hängenden Knie über Standard-Zugänge
antero
-medial und
antero
-lateral
erfolgt
. Es
habe
sich wieder ein bernsteinfar
bener Erguss von fast 20 ml
gezeigt
. Eine Bakteriologie sowie eine
Serologie zur Be
stimmung der Rheumafaktoren, aber auch zum Nachweis allfälliger
Monarth
ritiden
, sei entnommen worden. Weiter wurde im Bericht erwähnt, dass die In
spektion des
femoro-patellären
Gleitlagers unauffällige Knorpelverhältnisse bei zentriert laufender Patella gezeigt habe.
Im medialen Gelenkskompartiment sei dann am
Femurcondylus
in der Hauptbelastungszone eine
Chondropathie
Grad IV aufgefallen. Es habe sich um einen umschriebenen Defekt in der
Hauptbe
la
stungszone
gehandelt, das
Tibiaplateau
habe eine
Chondropathie
Grad II aufge
wiesen. Der
Meniscus
sei hier allseits intakt gewesen.
Intracondylär
habe ein intaktes vorderes und hinteres Kreuzband bestanden. Das laterale
Gelenkskom
partiment
habe alters
entsprechende Knorpelverhältnisse mit einer leichten Er
weichung des Knorpels gezeigt. Der
Meniscus
sei allseits intakt gewesen. Weiter wurde im Operationsbericht festgehalten, dass mit dem
Shaver
lose Knorpelan
teile im Bereich des medialen
Femurcondylus
reseziert worden seien und ein
Microfracturing
mit der Ahle durchgeführt worden sei.
Es liege eine
Knorpel
glatze
in der Hauptbelastungszone vor, welche mit grosser Wahrscheinlichkeit für die rezidivierenden Gelenksergüsse ursächlich sei. Es könne nicht mit Sicherheit gesagt werden,
ob diese Knorpelläsion rein traumatisch, schon
vorbe
stehend
oder zumindest teilweise vorhanden gewesen sei. Auf jeden Fall - so der Operateur - habe sich die Situation nach dem Kniedistorsionstrauma links vom 21. Februar 2011 deutlich verschlechtert. Wegen des
Microfracturing
empfehle sich eine Stockentlastung mit Abrollbelastung für drei Wochen. Es müsse davon ausgegangen werden, dass die Beschwerden respektive die rezidi
vierenden Gelenksergüsse wieder auftreten würden (Urk. 7/M8).
3.1.6
In seinem Schreiben vom 18. Juli 2011 führte der Operateur aus, der Patient sei am 21. Februar 2011 mit den Skischuhen auf Eis ausgerutscht und klage seither über Schmerzen im Kniegelenk sowie rezidivierende Gelenksergüsse. Im weite
ren Verlauf seien dann immer wieder Gelenksergüsse aufgetreten,
so dass am 9. Mai 2011 eine Kniegelenksarthroskopie durchgeführt worden sei. Im
Operati
onsbericht
habe er festgehalten, dass man in der Hauptbelastungszone eine
Chondropathie
Grad IV vorgefunden habe. Zweieinhalb Monate nach dem Un
fall könne anhand des
Arthroskopiebefundes
indes nicht mehr schlüssig gesagt werden,
ob es sich um eine traumatische oder um eine vorbestehende Läsion handle. Der ganze Verlauf mit den Beschwerden, welche unmittelbar nach dem Unfall aufgetreten und persistierend vorhanden gewesen seien, spreche aber dafür, dass es sich um eine Unfallfolge handle und nicht um eine
vorbeste
hende
,
atraumatische
Knorpelläsion (Urk. 7/M11).
3.2
3.2.1
Der beratende Arzt des Unfallversicherers, Prof
.
C._
, hielt am 14. Juli 2011 fest, dass die Ärzte des Spitals
E._
am Tag des Ereignisses
nicht von intraartikulären Läsionen wie einem Meniskusriss oder einer Bandläsion gespro
chen hätten; stattdessen hätten sie bloss
extraartikuläre
Befunde wie eine Mus
kelzerrung genannt. Ausserdem sei auch keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Auch im MRI-Befund vom 9. März 2011
(recte: 11. Mai 2011)
seien statt
Traumafolgen
bloss degenerative Knorpelschäden dokumentiert. Im
Opera
tionsbericht
vom 9. Mai 2011 werde eine
Chondropathie
Grad IV am
Femur
condylus
in der Hauptbelastungszone erwähnt; der Meniskus und die Kreuzbän
der würden als intakt beschrieben. Der Eingriff habe reine Knorpelschäden und keine
Traumafolgen
adressiert. Entsprechend seien nur unfallfremde Faktoren vorhanden (Urk. 7/M10).
3.2.2
Am 28. Juli 2011 führte
Prof.
C._
ergänzend
aus, er halte an seiner Be
urteilung vom 14. Juli 2011 fest. In erster Linie sei der zeitnahe MRT-Befund massgebend, welcher keine traumatischen Läsionen erkennen lasse; es werde darin vielmehr von degene
rativen Veränderungen am Innenmeniskus gespro
chen, es würden eine Gelenkspaltverschmälerung und multiple Zysten erwähnt. In diesem Kontext sei die Knorpelläsion am medialen
Femurkondylus
als dege
nerativ anzusehen. Auf die vollständig
extraartikulären
Symptome und Befunde anlässlich der Erstkonsultation am 21. Februar 2011 im
Spital
E._
sei
bereits
hingewiesen worden. Auch diese sprächen gegen eine direkte Traumatisierung des Kniegelenkes beziehungsweise
Traumafolgen
am Kniegelenk (Urk. 7/M12).
3.2.3
In seiner Stellungnahme vom 14. Dezember 2011 führte
Prof.
C._
aus, die - mit Dr.
D._
am 28. November 2011 vorgenommene - Analyse der MRI-Bilder vom 9. März 2011 habe ganz wesentliche neue Aspekte ergeben. Die klinisch aufgrund der Symptomatik und dem Befund her auffällige Prob
lematik im Kniegelenksbereich müsse als
rupturierte
Bakerzyste
angesprochen werden.
Unter einer
Bakerzyste
werde eine zystische mit Flüssigkeit gefüllte Aussackung in der Kniekehle verstanden. Sie entstehe aufgrund von chronischen
Kniege
lenksbinnenerkrankungen
wie beispielsweise Polyarthritis oder
Menikusscha
den
. Als Symptome würden auf der Rückseite lokalisierte Wadenschmerzen berichtet, gelegentlich auch nur ein Spannungsgefühl in der Kniekehle. Die Er
krankung trete im mittleren und höheren Lebensalter auf. Es würden Über
gänge zu den
ganglionartigen
Gebilden in der Kniekehle bestehen. Derzeit werde mehrheitlich angenommen, dass Kniegelenksganglien als
Gelenkkapsel
hernie
n
beziehungs
weise
Semimembranosuszysten
entstünden. Bei anderen Ganglien wie zum Beispiel den sogenannten Meniskusganglien handle es sich dagegen um eine schleimige Degeneration
bindegewebiger
Strukturen. Auf
grund eines dauerhaft erhöhten Binnendruckes wegen
intraartikulärer
Flüssig
keitsansamm
lung
komme es zur Ausbildung der Zyste. Wenn es daraufhin zur Ruptur der Zyste komme, berichteten die Patienten über starke plötzlich einset
zende Schmerzen in der Kniekehle. Eine traumatisch induzierte Ruptur sei bei einem direkten Schlag in die Kniekehle, beispielsweise durch einen Tritt, vorstellbar. Ein solcher Mechanismus habe
aber nicht vorgelegen (Urk. 7/M16 S. 3 f.).
Es sei - so Prof
.
C._
weiter - vorliegend davon auszugehen, dass vermut
lich zeitnah zum Ereignis vom 21. Februar 2011 eine zuvor bestandene
Baker
zyste
rupturiert
sei und entsprechende Symptome verursacht habe. Wenn Dr.
Z._
eine Thrombose durch eine Duplex-Sonographie ausschliessen wollte, sei dies
eine der klassischen Differential-Diagnosen zu einer geplatzten
Bakerzyste
. Neben der Knorpelschädigung
am medialen
Femurkondylus
sei die
rupturierte
Zyste die einzig sichere Pathologie am linken Kniegelenk des Versi
cherten. Die Symptomatik wie sie in der Zeit nach dem 21. Februar 2011 auf
getreten sei, sei typisch für diese in der Kniekehle lokalisierte Pathologie. Offen
bar sei die Diagnostik anlässlich der MRI-Untersuchung am 9. März 2011 nicht zutreffend gewesen respektive habe ein wesentliches pathologisches Merkmal, nämlich das des Flüssigkeitsaustritts in die Muskulatur der Wade, nicht genügend berücksichtigt. Die Zystenbildung sei sicher vorbestehend. Die Ruptur habe offenbar in zeitlicher Nähe zum
Misstritt
/Auffangen eines Sturzes am 21. Februar 2011 Symptome verursacht. Dadurch sei ein vorbestehender, bis
anhin schlummernder, pathologischer Zustand symptomatisch geworden. Eine eigentliche intraartikuläre Pathologie, die mit der Zystenbildung in Zusammen
hang gebracht werden könnte, liege indes nicht vor. Die neu gestellte Diagnose einer geplatzten
Bakerzyste
stehe überwiegend wahrscheinlich in einem natürli
chen
Kausalzusammenhang zum Ereignis vom 21. Februar 201
1.
Dies könne zum einen
damit begründet werden, dass keine traumatisch gesetzten Schäden der Kniebinnenstruktur als Folge des versicherten Ereignisses hätten identifiziert werden können und zum andern, dass im zeitnah angefertigten MRI sowohl eine Zyste als auch die Folgen einer Ruptur derselben hätten demonstriert wer
den können. Die
Bakerzyste
sei als unfallfremd anzusehen; eine Symptomatik derselben sei indes durch das Ereignis vom 21. Februar 2011 in Gang gekom
men. Es handle sich somit um eine vorübergehende Verschlimmerung des vorbestehenden Leidens. Durch das Platzen der Zyste habe sich diese gewisser
massen von selbst therapiert. Denkbar sei, dass im Bereich der Kniekehle wei
terhin nicht geplatzte Zysten vorhanden seien, da es sich aufgrund der ersten MRI-Serie vom 9. März 2011 um
gekammerte
Zysten handle.
E
in Teil dieser nicht traumatisch entstandenen Zysten
könnte
weiterhin Symptome verursa
che
n
. Die Dauer
der durch das Trauma eingetretenen Verschlimmerung ende vor der Operation vom 9. Mai 2011, da dieser Eingriff nicht die
Bakerzyste
bezie
hungsweise eventuelle Reste derselben adressiert habe. Der Status quo ante sei somit am 8. Mai 2011, das heisse gut zehn Wochen nach dem Ereignis, erreicht gewesen (Urk. 7/M16 S. 4 f.).
3.3
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers erweist sich die Beurteilung des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin,
Prof.
C._
, als schlüssig. Sie
beruht auf einer sorgfältigen
Zweitbefundung
der MRI-Bilder
vom 9. März 2011, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der rele
vanten
Vorakten
abgegeben worden.
Die Darstellung der medizinischen
Umstände
leuchtet ein und sein
e Schlussfolgerung
, dass der Status quo ante vor der Operation vom 9. Mai 2011 erreicht gewesen sei, vermag zu überzeugen.
Anhand des
Arthroskopiebefundes
vom 9. Mai 2011 konnte der Operateur
denn auch
nicht schlüssig beurteilen, ob es sich um eine traumatische oder um eine vorbestehende Läsion handelte (vorne E. 3.1.6). Seine Einschätzung, es handle sich um eine Unfallfolge, begründete er
in der Folge
ausschliesslich mit dem Umstand, dass die Beschwerden nach dem Unfall aufgetreten seien und seither persistiert hätten; mithin basiert seine Beurteilung
auf der Beweisregel "
post
hoc, ergo
propter
hoc". Diese natürliche Vermutung, wonach Beschwerden
un
fallbedingt
sein müssten, wenn eine vorbestehende Erkrankung bis zum Unfall schmerzfrei war, ist
indes
unfallmedizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich nicht zulässig (vgl. dazu SVR 2008 UV Nr. 11 S. 34, insb. E. 4.2; Urteile des
Bundesgerichts 8C_590/2007 vom 6. Oktober 2008 E. 7.2.4 und 8C_46/2010 vom 26. April 2010 E. 4.3).
Bei dieser Sachlage ist es nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerdegegnerin auf die Beurteilung des beratenden Arztes abge
stellt hat.
3.4
Nach dem Gesagten
ist
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
Kniebeschwer
den
, welche Anlass zum operativen Eingriff vom 9. Mai 2011 gegeben hatten, nicht vom versicherten Unfallereignis verursacht worden sind und
der Status quo
ante
vel
sine spätestens am Tag vor der Operation erreicht war.
Entspre
chend durfte die Beschwerdegegnerin die Versicherungsleistungen auf diesen Zeitpunkt hin einstellen. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.