# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1784ffe5-87f8-4c82-8784-d9827aadf838
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Versäumungsurteil vom 16. Juni 2015 verpflichtete das Bezirksgericht Mattighofen (Österreich) die Y._AG, der X._GmbH den Betrag von € 4'182.50 zuzüglich Zinsen von 9.2 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz seit 12. Dezember 2014 sowie Prozesskosten in Höhe von € 749.91 zu bezahlen. Dieses Urteil wurde am 20. Juli 2015 vom Bezirksgericht Mattighofen für rechtskräftig und vollstreckbar erklärt.
B. In der Folge leitete die X._GmbH die Betreibung gegen die Y._AG ein, woraufhin das Betreibungsamt Inn am 1. Oktober 2015 unter der Betreibungsnummer _ einen Zahlungsbefehl über einen Forderungsbetrag von Fr. 4'535.08 zuzüglich 9.08% Zins seit dem 12. Dezember 2014, Prozesskosten von Fr. 813.13 zuzüglich Zins von 4% seit dem 16. Juni 2015 und Kosten für Bescheinigung von Fr. 3.87 zuzüglich 4% Zins seit dem 18. August 2015 ausstellte. Am 2. Oktober 2015 erhob die Y._AG dagegen fristgerecht Rechtsvorschlag.
C. Mit Eingabe vom 26. Oktober 2015 wandte sich die X._GmbH an das Bezirksgericht Inn und stellte das folgende Rechtsbegehren:
"1. Das Versäumungsurteil des Bezirksgerichtes Mattighofen vom 16. Juni 2015 sei anzuerkennen und in der Schweiz für vollstreckbar zu erklären.
2. Es sei dem Kläger in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamts Inn (Zahlungsbefehl vom 01.10.2015) gestützt auf Art. 80 SchKG definitive Rechtsöffnung zu erteilen für
CHF 4'535.08 nebst 9.0800% Zins seit 12.12.2014 für die Forderung laut Versäumungsurteil des Bezirksgerichts Mattighofen vom 16.06.2015, GZ 2C436/15k;
CHF 813.13 nebst 4.00% Zins seit 16.06.2015 für die Prozesskosten aus Versäumungsurteil des Bezirksgerichts Mattighofen vom 16.06.2015, GZ 2C436/15k;
CHF 3.87 nebst 4.00% seit 18.08.2015 für die Kosten für Bescheinigung sowie CHF 73.30 nebst 4.00% Zins seit 21.10.2015 für den Zahlungsbefehl.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten."
Zur Begründung wurde ausgeführt, das als Rechtsöffnungstitel eingereichte Urteil des Bezirksgerichts Mattighofen sei für rechtskräftig und vollstreckbar erklärt worden. Die Bescheinigung über Urteile und gerichtliche Vergleiche im Sinne der Art. 54 und 58 des Lugano-Übereinkommens sei am 18. August 2015 ausgestellt
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worden. Die Forderung sei im Entscheid genau bezeichnet und die Beklagte sei verpflichtet worden, diese Forderung zu bezahlen, was diese jedoch nicht getan habe.
D. In ihrer Stellungnahme vom 6. November 2015 beantragte die Y._AG, es sei das Rechtsbegehren auf Anerkennung und Vollstreckungserklärung des Urteils des Bezirksgerichts Mattighofen sowie der Antrag auf definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. _ abzuweisen. Es handle sich in der Sache um eine Stornogebühr seitens der X._GmbH, welche kompromisslos und völlig ungerechtfertigt eingefordert worden sei.
E. Mit Schreiben vom 11. November 2015 teilte das Bezirksgericht Inn der X._GmbH mit, dass gemäss Art. 34 Ziff. 1 LugÜ die Vollstreckbarerklärung und Rechtsöffnung von Amtes wegen zu verweigern sei, wenn sie dem schweizerischen ordre public offensichtlich widersprechen würde. Die Gesuchsgegnerin mache implizit geltend, keine Gelegenheit zur Stellungnahme vor dem Bezirksgericht Mattighofen erhalten zu haben. Entsprechend sei der Zustellnachweis des verfahrenseinleitenden Schriftstücks noch bis zum 23. November 2015 nachzureichen.
F. In ihrem Schreiben vom 16. November 2015 teilte die X._GmbH mit, sie überlasse dem Bezirksgericht Inn in der Beilage die Zustellscheine hinsichtlich der Klage und der Ladung. In der Beilage befanden sich jedoch nur zwei Kopien desselben Zustellscheins vom 17. Juni 2015.
G. Mit Entscheid vom 17. November 2015, mitgeteilt am 18. November 2015, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Inn wie folgt:
"1. Das Gesuch um Anerkennung und Vollstreckbarerklärung des Versäumungsurteils des Bezirksgerichtes Mattighofen vom 16. Juni 2015 wird abgewiesen.
2. Das Gesuch um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Inn wird abgewiesen.
3. Die Gebühren des Bezirksgerichts Inn im Betrage von CHF 300.00 gehen zu Lasten der gesuchstellenden Partei und werden mit dem bereits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
4. Es werden keine ausseramtlichen Entschädigungen bzw. Umtriebsentschädigungen zugesprochen.

## Considerations