# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 53133158-e920-4105-8b72-3b78226b3ace
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1961, war seit Februar 1991 bei der Y._ AG, als Technical Software En
gineer tätig (Urk. 7/10 Ziff. 2.1), als er sich am 29. Juni 2013 unter Hinweis auf rezidivierende Depressionen bei
der Invalidenver
siche
rung zum Leis
tungs
bezug an
meldete
(
Urk. 7/5 Ziff. 6.2
).
Mit Mitteilung vom 23. Januar 2014 (Urk. 7/18) sprach ihm die Sozial
versicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, eine berufliche Abklärungsmassnahme im Sinne einer Potentialer
hebung durch die Stiftung Z._, zu (Schlussbericht vom 27. Februar 2014; Urk. 7/32). In der Folge liess sie den Versicherten durch Dr. med. A._ psychiatrisch begutachten (Gutachten vom 15. Januar 2015; Urk. 7/60) und am 28. April 2015 durch med. pract. B._, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), psychiatrisch untersuchen (Bericht vom 4. Mai 2015; Urk. 7/71). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren
(Urk.
7/74, Urk. 7/76, Urk. 7/85
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 9. Oktober 2015 (Urk. 7/90 = Urk. 2) einen Anspruch des Versicherten auf be
rufliche Massnah
men und auf Rentenleistungen.
2.
2.1
Gegen die Verfügung vom 9. Oktober 2015 (Urk. 2) erhob der Versicherte
am 10. November 2015
(
Poststempel
) Beschwerde
und beantragte
, diese sei
aufzu
he
ben und es sei festzustellen, dass er Anspruch auf eine ganze Rente habe; eventuell sei die Sache zur Durchführung weiterer Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen (
Urk. 1
S. 2).
2.2
Mit Beschwerdeantwort vom 9. Dezember 2015 (Urk. 6) beantragte die IV-Stelle
die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2015 (Urk. 8) wurde dem Beschwerdeführer antragsgemäss die unentgeltliche Prozessführung und die unentgeltliche Rechtsvertretung gewährt und es wurde bei Dr. med. A._ eine ergänzende Stellungnahme (Urk. 12) zu seinem Gutachten und bei med. pract. B._ eine ergänzende Stellung
nahme (Urk. 15) zu seinem RAD-Untersuchungsbericht eingeholt. Mit Replik vom 8. März 2016 (Urk. 18) nahm der Beschwerdeführer dazu sowie zur Beschwerdeantwort Stellung und hielt an seinem beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren fest (S. 4). Mit Eingabe vom 19. April 2016 (Urk. 20) verzich
tete die Beschwerdegegnerin auf eine Duplik.
2.3
Mit Zwischenentscheid vom 8. Juni 2016 (Urk. 24) wurde den Parteien mitge
teilt, dass das hiesige Gericht eine psychiatrische Begutachtung des Beschwer
deführes beabsichtige, und es wurde den Parteien die Gelegenheit eingeräumt, um allfällige Ablehnungsgründe gegen die in Aussicht genommen Gutachter beziehungsweise Gutachterinnen zu nennen sowie um allfällige Änderungen und Ergänzungen zur Fragestellung zu beantragen. Dazu nahm der Beschwer
deführer am 13. (Urk. 26) und die Beschwerdegegnerin am 27. Juni 2016 (Urk. 27) Stellung, worauf das hiesige Gericht mit Verfügung vom 13. Juli 2016 (Urk. 29) den Beschwerdeführer durch med. pract. C._ psychiatrisch begutachten liess (Gutachten vom 10. Oktober 2016; Urk. 34). Zum Gerichtsgutachten vom 10. Oktober 2016 nahm der Beschwerdeführer am 7. November 2016 (Urk. 38) und die Beschwerdegeg
nerin am 8. Dezember 2016 (Urk. 40) Stellung, wovon den Gegenparteien am 20. Dezember 2016 je eine Kopie zugestellt wurde (Urk. 41).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliess
lich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie
körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbin
dung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzie
len (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezem
ber 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
1.3
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittel
gradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder epi
sodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie erwie
sener
massen therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiat
rischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut angehbar sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein sol
cher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht auszuschliessen sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konse
quent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zu
mut
baren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in ko
ope
ra
tiver Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140 V 193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
Persönlichkeitsstörungen können aufgrund klinischer psychiatrischer Unter
such
ungen klar diagnostiziert werden (vgl. BGE 139 V 547 E. 7.1.4; vgl. Rz
1003 des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherungen [BSV] über die Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG [KSSB
] in der ab 1. Januar 2016 gültigen Fassung). Sie zählen rechtspre
chungs
gemäss nicht zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndroma
len Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage. Die Recht
sprechung gemäss BGE 141 V 281 ist auf Persönlichkeitsstörungen nicht anwendbar (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_730/2015 vom 24. Februar 2016 E. 4.1 und 8C_6/2016 vom 3. Februar 2016 E. 4.2.3).
Akzentuierte
Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1) vermögen keinen rechtser
heb
lichen Gesundheitsschaden zu begründen (Urteil des Bundesge
richts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1). Dazu bedürfte es zumindest einer Persönlichkeits
störung (Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.5 mit Hinweisen)
.
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensver
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Validen
einkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu er
folgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier
telsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
ak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin vertrat in der angefochtenen Verfügung vom 9. Okto
ber 2015 (Urk. 2) und in ihrer Stellungnahme vom 8. Dezember 2016 (Urk. 40) die Ansicht, dass auf den Untersuchungsbericht des RAD-Arztes med. pract. B._ vom 28. April 2015 und dessen diesen ergänzende Stel
lung
nahme vom 27. Januar 2016 abzustellen sei. Gestützt darauf sei von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in der bisher ausgeübten Tätigkeit und in damit vergleichbaren Tätigkeiten auszugehen. Demgegenüber ver
möge die davon abweichende Beurteilung durch med. pract. C._ in ihrem Gerichtsgutachten
vom 10. Oktober 2016 diejenige durch med. pract. B._ nicht zu entkräften (Urk. 40 S. 3).
2.2
Der Beschwerdeführer bringt hiegegen vor, dass auf das Gutachten von Dr. A._ vom 15. Januar 2015 sowie auf das Gerichtsgutachten von
med. pract. C._ vom 10. Oktober 2016 abzustellen sei. Gestützt darauf sei von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und in be
hinderungsangepassten Tätigkeiten auszugehen (Urk. 38 S. 2). Nicht abzu
stel
len sei indes auf die Beurteilungen durch med. pract. B._, da diese einen wi
dersprüchlichen Inhalt aufwiesen (Urk. 38 S. 2) beziehungsweise „völlig haltlos und aus der Luft gegriffen“ (Urk. 1 S. 6) seien.
3.
3.1
Im Folgenden ist die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgebende medizinische Aktenlage zu prüfen.
3.2
Die Ärzte der Klinik D._ diagnostizierten im Austrittsbericht vom 23. Okto
ber 2012 (Urk. 7/43) unter anderem eine rezidivierende depressive Störung mit somatischem Syndrom und erwähnten, dass der Beschwerde
führer bereits im Jahre 2010 erstmals in der Klinik hospitalisiert gewesen sei. Damals habe er unter einer psychophysischen Erschöpfung nach der Tren
nung von seiner Ehefrau gelitten. Nach dem Klinikaustritt sei es ihm über längere Zeit relativ gut gegangen. Zuerst hätten sich depressive Verstimmun
gen mit Hochs abge
wechselt. Die Hochs hätten in beruflicher Hinsicht pro
duktive Phasen dar
gestellt. Seit einiger Zeit träten die depressiven Verstim
mungen häufiger auf (S. 1). Im letzten Herbst sei es nach der Trennung von seiner Freundin zu
einem psychischen Zusammenbruch gekommen. Seither gehe es dem Beschwer
deführer wieder etwas besser (S. 2). Während der Zeit vom 23. Septem
ber 2012 bis 6. Oktober 2012 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % bestanden (S. 4).
3.3
In ihrem Austrittsbericht vom 31. Juli 2013 (Urk. 7/41) diagnostizierten die Ärzte der Privatklinik E._ eine bipolare affektive Störung, mittelgradige de
pressive Episode, und erwähnten, dass anamnestisch seit 20 Jahren Stimmungsschwankungen mit depressiven und hypomanischen Episoden so
wie mindestens einer manischen Episode bestünden (S. 1). Beim Beschwerde
füh
rer bestehe ein langjähriger bipolarer affektiver Krankheitsverlauf. Gegen
wärtig stünden indes Symptome einer Trauma
folge
störung und ein damit zusammenhängendes chronifiziertes Verhaltens
muster aus innerem und äusse
rem Rückzug im Vordergrund. Der Erhalt des Arbeitsplatzes sei eine grundlegende Voraussetzung zur Beibehaltung einer grösstmöglichen psy
chischen Stabilität beim Beschwerdeführer (S. 3).
3.4
Dr. med. F._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in seinem Bericht vom 11. April 2014 (Urk. 7/35/1-4) die folgenden Diagnosen (Ziff. 1.1):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
bipolare affektive Störung mit mehrheitlich rezidivierenden bis mittel
gradigen depressiven Episoden, im Verlauf Übergang zu anhal
tend depressivem Zustand
Persönlichkeitsstörung mit schwerer Vermeidungshaltung und Selbst
un
sicherheit mit Somatisierung, schwere Schamproblematik mit aggres
sionsgehemmten und narzisstischen Zügen
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Diskushernie L4/5 mit rezidivierenden Lumboischialgien
Prostatahyperplasie
Der Beschwerdeführer verfüge über Ressourcen (Musikverein, Sport, Natur, Tätigkeit am Computer, Sozialkontakte), welche in den letzten zwei Jahren jedoch blockiert gewesen seien. Er pflege einen passiv-konsumierenden Le
bensstil und sei grundsätzlich bereit für Veränderungen. Auf längere Sicht sei er dazu indes nicht fähig, da er dazu nicht über die Mittel beziehungs
weise notwendigen Strategien verfüge. Im ersten Arbeitsmarkt bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.4).
3.5
Dr. med. A._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, er
wähnte in seinem Gutachten vom 15. Januar 2015 (Urk. 7/60), dass der Beschwerdeführer am 29. Oktober 2014 psychiatrisch untersucht worden sei (S. 2), und stellte die folgenden Diagnosen (S. 12):
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
anamnestisch bipolare affektive Störung, gegenwärtig schwere depres
sive Episode ohne psychotische Symptome (Differenzial
diag
nose: rezidivierende depressive Episode, gegenwärtig schwere Epi
sode)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischen, ängstlich-unsi
che
ren und abhängigen Anteilen
Der Beschwerdeführer sei inhaltlich im Denken auf die psychosoziale Be
lastungs
situation eingeengt und weise eine narzisstisch gekränkte Grund
stimmung auf. Er sei wenig schwingungsfähig, sei im Affekt herabgestimmt und leide unter agoraphobischen und sozialen Ängsten sowie unter teilweise zwanghaft anmutenden Schuldgefühlen, faul zu sein (S. 11).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeits
markt. Auf Grund des chronifizierten und trotz langjähriger intensiver am
bulanten, teilstationären und stationären Therapiebemühungen weitgehend therapieresistenten Verlaufs sei davon auszugehen, dass der Beschwerde
führer auch mittel- bis langfristig nicht in der Lage sein werde, erneut eine Tä
tigkeit im ersten Arbeitsmarkt aufzunehmen. Gemäss den medizinischen Vorakten habe seit dem Zeitpunkt des Eintritts des Beschwerdeführers in die Klinik E._ am 22. Mai 2013 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestan
den (S. 12).
3.6
RAD-Arzt med. pract. B._ erwähnte im Untersuchungsbericht vom 4. Mai 2015 (Urk. 7/71), dass der Beschwerdeführer am 28. April 2015 psy
chiatrisch untersucht worden sei (S. 1), und stellte die folgenden Diagnosen (S. 5):
psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf Arbeitsfähigkeit:
keine
psychiatrische Diagnosen ohne Auswirkung auf Arbeitsfähigkeit:
bipolare affektive Störung, gegenwärtig remittiert
akzentuierte Persönlichkeitszüge (aggressionsgehemmt, vermeidend)
Er führte aus, dass die Beurteilung durch Dr. A._, welcher eine schwere Depression festgestellt habe, nicht nachzuvollziehen sei. Denn der Beschwer
deführer habe angegeben, dass er Walking betreibe, einen Crosstrainer be
nütze, musiziere (Klarinette und Saxophon im Blasorchester) und teil
weise Homepages für kleinere Unternehmen betreue (S. 5). Anlässlich der Untersuchung habe keine nennenswerte Depression festgestellt werden können (S. 6). Aus versicherungspsychiatrischer Sicht sei von einer vollen Ar
beitsfähigkeit ab 30. Juli 2013 auszugehen (S. 7).
3.7
Dr. F._ führte in seinem Bericht vom 27. Oktober 2015 (Urk. 3/3) aus, dass die Symptomatik und Psychodynamik der Persönlichkeitsstörung des Beschwerdeführers schon in seiner Kindheit, insbesondere im Sinne eines ausgeprägten Vermeidungsverhaltens, bestanden habe. Der Beschwerdeführer habe während Jahren über Ressourcen verfügt. Diese hätten sich jedoch mit dem Verlust der Stabilität und sekundär der Arbeitsunfähigkeit stetig redu
ziert. Der Beschwerdeführer könne sich insbesondere nicht mehr dazu auf
raffen, Musik zu spielen beziehungsweise zu üben und an Proben des Musik
vereins teilzunehmen. Er sei praktisch ohne Kontakt gegen aussen. Anlässlich der Untersuchung durch med. pract. B._ habe er sich lediglich zusammen
genommen, um einen guten Eindruck zu hinterlassen (S. 2).
3.8
Dr. A._ führte in seiner das Gutachten vom 15. Januar 2015 ergänzenden Stellungnahme vom 22. Dezember 2015 (Urk 12) aus, dass die Beurteilung durch med. pract. B._ vom 4. Mai 2015 keinen Anlass darstelle, um seine gutachterliche Beurteilung vom 15. Januar 2015 zu revidieren (S. 2). Viel
mehr erstaune, dass med. pract. B._ in seiner Beurteilung vom 4. Mai 2015 angesichts des Umstandes, dass er, obwohl er eine bipolare Störung und damit erhebliche psychische Erkrankung diagnostiziert habe, pauschal jegliche Arbeitsunfähigkeit seit 30. Juli 2013 in Abrede stelle (S. 3).
3.9
In seiner den Untersuchungsbericht vom 4. Mai 2015 ergänzenden Stellung
nahme vom 28. Januar 2016 (Urk. 15) führte med. pract. B._ aus, dass beim Beschwerdeführer die Kriterien zur Diagnose einer Persönlichkeitsstö
rung nicht erfüllt seien (S. 2). Bei einer solchen müsse es sich um eine seit der Kindheit bestehende schwere Gesundheitsstörung handeln (S. 3).
3.10
Med. pract.
C._, Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
thera
pie, erwähnte in ihrem Gutachten vom 10. Oktober 2016 (Urk. 34), dass der Beschwerdeführer am 13. und 19. September 2016 psychiatrisch unter
sucht worden sei (S. 1), und stellte fest, dass beim Beschwerdeführer eine
deutliche depressive Grundstimmung mit praktisch keinem Erleben von Fr
eude be
stehe. Die affektive Schwingungsfähigkeit sei beim Beschwerdeführer fast vollständig erloschen. Er leide unter Schlafstörungen und es bestehe ein prak
tisch vollständiger sozialer Rückzug mit fast vollständig erloschenen Aussenkontakten. Das soziale Netz bestehe ausschliesslich noch aus seiner Lebenspartnerin, einer engen Freundin und vereinzelten Besuchen durch die Schwester. Früher ausgeübte Aktivitäten wie Musizieren, Teilnahme an einem Orchester, Fitness- oder Ergometertraining habe der Beschwerdeführer ein
gestellt (S. 22).
Sie stellte die folgenden Diagnosen (S. 24 f.):
psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
bipolare affektive Störung mit mehrheitlich rezidivierenden depressi
ven Episoden, aktuell mittelgradige depressive Episode
Persönlichkeitsstörung mit vermeidenden, aggressionsgehemmten und narzisstischen Zügen
psychiatrische Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
keine
Gegenwärtig seien alle Behandlungsoptionen ausgeschöpft. Langfristig sei nicht mit einer richtungsweisenden Verbesserung der Symptomatik und ins
besondere nicht mit einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit zu rechnen. Die Einschränkungen beträfen nicht nur die Arbeitsfähigkeit, sondern die ge
samte Lebensgestaltung. Der Beschwerdeführer habe sich aus fast allen sozi
a
len Belangen zurückgezogen und seine Tagesstruktur müsse als höchstens rudi
mentär bezeichnet werden (S. 26).
Der Beschwerdeführer sei nur bedingt fähig, sich an Regeln und Routine anzu
passen und die Fähigkeit zu planen und Aufgaben zu strukturieren sei ihm fast vollständig abhanden gekommen. Neue Herausforderungen und Veränderungen setzten ihn stark unter Druck und führten zu Versagens
ängsten und Rückzugstendenzen. Er leide unter ausgeprägten kognitiven Defiziten und seine Denkprozesse seien überwiegend durch depressive Ge
dan
keninhalte gesteuert, was die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit beein
trächtige. Seine Selbsbehauptungs- und Kontakt
fähigkeit sowie die Grup
pen
fähigkeit seien fast vollständig erloschen. Selbst zu familiären und inti
men Beziehungen sei er nur noch bedingt fähig. Seit mindestens Ende des Jahres 2013 habe sowohl in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Systement
wickler und -administrator als auch in Bezug auf jegliche Verweistätigkeit eine voll
ständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Auf Grund des bisherigen Ver
laufs sowie in Anbetracht der Ausschöpfung fast sämtlicher Therapieopti
onen sei auch langfristig nicht mit einer Verbesserung zu rechnen (S. 27).
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerde
führer schon in der Kindheit beziehungsweise Jugend unter psychischen Problemen im Sinne eines starken Vermeidungsverhaltens gelitten hat (vor
stehend E. 3.7). Während die Ärzte der Privatklinik E._ (vorste
hend E. 3.3), Dr. F._ (vorstehend E. 3.4), Dr. A._ (vorstehend E. 3.5), med. pract. B._ (vorstehend E. 3.6) und
med. pract.
C._ (vorstehend E. 3.10) übereinstimmend davon ausgingen, dass der Beschwerdeführer unter einer bipolaren affektiven Störung mit rezidivierenden depressiven Episoden leide, wichen sie in Bezug auf die Frage, ob der Beschwerdeführer zusätzlich noch unter einer Persönlichkeitsstörung leide, sowie in Bezug auf die Frage nach der Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in ihren Beurteilungen teil
weise voneinander ab. Während Dr. F._ (vorstehend E. 3.4), Dr. A._ (vorstehend E. 3.5) und
med. pract.
C._ (vorstehend E. 3.10) davon ausgin
gen, dass eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in Bezug auf jegliche Tätig
keiten bestehe, vertrat med. pract. B._ (vorstehend E. 3.6) die An
sicht, dass der Beschwerdeführer durch die festgestellten psychischen Leiden im Sinne einer bipolaren affektiven Störung und akzentuierter Persönlich
keits
züge in seiner Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchtigt werde, und stellte eine volle Arbeitsfähigkeit ab 30. Juli 2013 fest.
4.2
Das psychiatrische Gutachten von
med. pract.
C._ vom 10. Oktober 2016 (vorstehend E. 3.10) erfüllt sämtliche nach der Rechtspre
chung für eine
be
weiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage vorausge
setzten Kriterien
(vgl. vorste
hend E. 1.7). Denn die Gerichtsgutachterin verfügte als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie über eine für die Beurteilung des psychi
schen Gesund
heitszustandes des Beschwerde
führers angezeigte Aus- und Weiter
bildung. Zudem hatte sie Kennt
nis sämtlicher medizinischer Vorakten und setzte sich in angemessener Weise mit den geäusserten Beschwerden aus
einan
der und begründete die gezogenen Schlüsse in nachvollziehbarer Weise
.
Die Beurteilung durch med. pract. C._ erscheint sodann auch in in
haltlicher Hinsicht als schlüssig. Insbesondere vermag zu überzeugen, dass
sie davon ausging, dass die diagnostischen Kriterien einer Persönlichkeitsstö
rung mit vermeidenden, aggressionsgehemmten und narzisstischen Zügen, erfüllt seien. Denn sie legte diesbezüglich in nachvollziehbarer Weise dar, dass der Beschwerdeführer mindestens seit dem frühen Erwachsenenalter unter wiederkehrenden depressiven Episoden gelitten hat, und dass er seit der Kindheit ein durchgehendes Verhaltensmuster mit Vermeidungs- und Flucht
verhalten, mit innerem und äusserem Rückzug in Konfliktsituationen, mit Angst vor Liebesentzug und Scham wegen der eigenen Schwäche gezeigt hat, welches zur Entwicklung einer Persönlichkeitsstörung mit gestörter sozialer Funktions- und Leistungsfähigkeit führte (Urk. 34 S. 25).
Sodann vermag zu überzeugen, dass die Gutachterin auf Grund des Umstan
des, dass beim Beschwerdeführer trotz Ausschöpfung praktisch sämtlicher möglicher therapeutischer Massnahmen keine Verbesserung der Symptomatik resultierte, davon ausging, dass mindestens seit Ende 2013 andauernd eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bestand, und dass langfristig nicht mit einer Verbesserung der Symptomatik zu rechnen ist (Urk. 34 S. 27).
4.3
Die Beurteilungen durch Dr. A._ in seinem Gutachten vom 15. Januar 2015 (vorstehend E. 3.5) und in seiner dieses ergänzenden Stellungnahme vom 22. Dezember 2015 (vorstehend E. 3.8) stehen inhaltlich insofern nicht im Widerspruch zu den Schlussfolgerungen durch
med. pract.
C._, als er in Übereinstimmung mit dieser von einer vollständigen Arbeitsun
fähigkeit in Bezug auf jegliche Tätigkeit ausging. In Abweichung von der Beurteilung durch
med. pract.
C._ ging er indes davon aus, dass die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung nicht zu stellen sei, und diagnos
ti
zierte eine bipolare affektive Störung und akzentuierte Persönlichkeitszüge mit narzisstischen, ängstlich-unsicheren und abhängigen Anteilen.
4.4
Des Gleichen stehen die Beurteilungen durch Dr. F._ vom 11. April 2014 (vorstehend E. 3.4) und vom 27. Oktober 2015 (vorstehend E. 3.7) nicht im Widerspruch zur Beurteilung durch
med. pract. C._
, als er eine bipo
lare af
fektive Störung und eine Persönlichkeitsstörung diagnostizierte und davon ausging, dass der Beschwerdeführer im ersten Arbeitsmarkt voll
stän
dig ar
beitsunfähig sei.
4.5
Nicht zu überzeugen vermögen indes die Beurteilungen durch med. pract. B._ vom 4. Mai 2015 (vorstehend E. 3.6) und vom 28. Januar 2016 (vor
stehend E. 3.9). Insbesondere lässt sich nicht nachvollziehen, dass der RAD-Arzt in Widerspruch zu den Beurteilungen sämtlicher übrigen beteiligten Ärzte sowie der Angaben des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 4) davon ausging, dass der Beschwerdeführer weiterhin ein Blasorchester besuche und über ein gutes Funktionsniveau verfüge (Urk. 7/71 S. 6). Des Weiteren vermag nicht zu überzeugen, dass med. pract. B._ im Gegensatz zu den übrigen betei
ligten Ärzten einen Beginn der Symptomatik in der Kindheit des Beschwer
deführers verneinte und deshalb die die diagnostischen Kriterien einer Per
sönlichkeitsstörung als nicht erfüllt erachtete (Urk. 15 S. 2).
In Bezug auf die Beurteilungen durch med. pract. B._ gilt es zudem zu beachten, dass Be
richten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen rechtspre
chungs
gemäss zwar Beweiswert zukommt, dass diesen Berichten indes nicht dieselbe Beweiskraft wie einem gerichtlichen oder einem im Ver
fahren nach Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) vom Versicherungsträger in Auftrag gege
be
nen externen Gutachten zu
erkannt wird, weshalb bei auch nur geringen Zwei
feln an der Zuverlässig
keit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli
chen Feststellungen ergän
zende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 471 E. 4.6). Da die Beurteilungen durch med. pract. B._ in inhalt
licher Hinsicht nicht zu überzeugen vermögen, kann darauf vorliegend nicht abgestellt werden.
4.6
Gestützt auf die nachvollziehbare Beurteilung durch
med. pract.
C._ in ih
rem Gerichtsgutachten vom 10. Oktober 2016 (vorstehend E. 3.10) und ge
stützt auf die damit grundsätzlich übereinstimmenden Beurteilungen durch Dr. F._ vom 11. April 2014 (vorstehend E. 3.4) und durch Dr. A._ vom 15. Januar 2015 (vorstehend E. 3.5) steht daher mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass spätestens seit Ende des Jahres 2013 andauernd eine vollständige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychischen Gründen in Bezug auf jegliche Erwerbs
tätigkeit bestand.
5.
Nach Gesagtem bestand ab 1. Januar 2014 eine vollumfängliche Arbeitsunfä
higkeit des Beschwerdeführers aus gesundheitlichen Gründen in Bezug auf jegliche Erwerbstätigkeit.
6.
6.1
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom
mensvergleichs gemäss
Art.
28a
Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Mass
gabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so ge
won
nenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schät
zung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Fest
legung von Annäherungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegen
überstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erziel
bare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu be
werten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Pro
zentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invali
ditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
6.2
Der
Beschwerdeführer war vor Eintritt des Gesundheitsschadens am 1. Januar 2014 seit Februar 1991
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums
bei der Y._ AG als Technical Software Engineer tätig gewesen (Urk. 7/10 Ziff. 2.1)
. Es ist davon auszugehen, dass
er
ohne Gesundheitsschaden bei Erlass der angefochtenen Verfügung vom
9. Oktober
2015 weiterhin in vollzeitlichem Umfang an
seinem
bisherigen Arbeitsplatz
bei der
der Y._ AG
tätig gewesen wäre. Da dem Beschwerdeführer
die Ausübung dieser Tätigkeit
und die Ausübung anderer Tätigkeiten nicht mehr zuzumuten war,
genügt für die Ermittlung des Invaliditätsgrades die Gegenüberstellung blosser Prozent
zahlen. Dabei resultiert ein Invaliditätsgrad von
10
0 %. Es steht daher fest, dass ein für den Anspruch auf eine
ganze Rente
vorausgesetzter Invali
di
tätsgrad erreicht wird.
6.3
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer ab 1. Januar 2015 (Art. 28 Abs. 1 lit. c) Anspruch auf eine ganze Rente hat.
Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen.
7.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichti
gung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr.
9
00.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerde
gegnerin
aufzuerlegen.
8.
8.1
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Partei
kosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Be
deutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer).
8.2
Ausgangsgemäss
hat der vertretene Beschwerdeführer
Anspruch auf
eine Pro
zess
ent
schädigung. Diese ist in Beachtung der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses sowie in Berücksichtigung eines gerichts
üblichen Stundenansatzes von Fr. 220.-- (zuzüglich Mehr
wertsteuer) nach Einsicht in den Tätigkeitsnachweis der unentgeltlichen Rechtsvertreterin vom 2. Mai 2016 (Urk. 23) mit Fr. 3‘200.-- (inklusive Barausla
gen und Mehrwert
steuer) zu bemessen.
8.3
Die Beschwerdegegnerin hat der Gerichtskasse die Kosten für das eingeholte Gutachten im Betrag von Fr. 5‘500.-- (Urk. 35) zu erstatten.