# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 84f26b3c-aac5-4206-a115-70f7a300d3a1
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. In den Jahren 2004 bis und mit 2012, insgesamt also neun Mal, organisierten die X._ (im Folgenden: X._), die A._ (im Folgenden: A._), Organisatorin der Eiskunstlaufshow „B._“, und der C._ (im Folgenden: C._) jeweils im Februar den Eiskunstlaufevent „D._“. Dafür konnten sie von der Y._ (im Folgenden: Y._) jeweils das Eisstadion in O.2_ mieten.
B. Die Zusammenarbeit zwischen der X._ und der A._ gestaltete sich aufgrund unterschiedlicher Vorstellungen zunehmend schwierig, so dass die beiden Gesellschaften nach Lösungen suchten. Zur Diskussion stand unter anderem eine weitere Zusammenarbeit in dem Sinne, dass die A._ im Rahmen eines Mandats für die X._ tätig werden könnte. In einem Gespräch vom 9. März 2012 informierte E._, Präsident des Verwaltungsrates der X._, F._, Leiter Sport & Events bei der Y._, darüber, dass sich die Zusammenarbeit zwischen der X._ und der A._ verändern könnte. Weiter liess er F._ wissen, dass die X._ Kontakt mit der G._, H._, aufgenommen habe, um eine allfällige Zusammenarbeit zu prüfen. Am 21. Mai 2012 kamen die X._ und die A._ überein, die einfache Gesellschaft aufzulösen, und am 8. Juni 2012 teilte die X._ der A._ mit, dass für sie auch die Erteilung eines Mandats an die A._ nicht in Frage komme. Trotz der Schwierigkeiten zwischen der X._ und der A._ und auch nach dem Ausstieg der A._ beabsichtigte die X._, am 8./9. Februar 2013 eine Jubiläumsveranstaltung für die 10. „D._“ durchzuführen. Sie trieb daher ihre Vorbereitungen für die Jubiläumsshow voran. Dabei erteilte sie der G._ für das Engagement der Läufer und die künstlerische Leitung des Programms ein Mandat, suchte neue Sponsoren und intensivierte ihre Bemühungen betreffend ein TV-Projekt.
C. Am 20. Juni 2012 teilte die A._ der Y._ die Beendigung der Zusammenarbeit mit der X._ mit. Daraufhin lud die Y._ sowohl die X._ als auch die A._ ein, jeweils getrennt und ohne Beteiligung der anderen Gesellschaft ihre eigenen Ideen bezüglich der „D._“ beziehungsweise eines Eiskunstlaufevents in O.2_ vorzustellen. Nachdem beide Gesellschaften dieser Einladung gefolgt waren und ihre Pläne unabhängig voneinander präsentiert hatten, entschied sich die Y._ am 2. August 2012, die Eishalle in O.2_ für das Wochenende vom 8./9. Februar 2013 an die A._ zu vermieten, welche zugesagt hatte, die von ihr veranstaltete Eiskunstlaufshow „B._“ auch nach O.2_ zu bringen. Die X._ machte daraufhin Schadenersatzforderungen gegenüber der Y._ geltend.
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D. Am 27. März 2014 reichte die X._ beim Vermittleramt des Bezirks Prättigau/Davos ein Schlichtungsgesuch ein. Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 14. Juli 2014 konnten sich die Parteien nicht einigen, weshalb der Vermittler gleichentags die Klagebewilligung ausstellte. Diese enthält folgende Rechtsbegehren:
Rechtsbegehren der klagenden Partei (gemäss Schlichtungsgesuch):
Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 906‘965.15 zuzüglich Zins zu 5 % p.a. seit 15. Januar 2014 zu bezahlen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten.
Rechtsbegehren der beklagten Partei (sinngemäss, zu Protokoll gegeben anlässlich der Vermittlungsverhandlung):
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der klagenden Partei.
E. Mit Klage vom 7. November 2014 prosequierte die X._ die Klagebewilligung an das Bezirksgericht Prättigau/Davos mit folgendem neuem Rechtsbegehren:
Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 331‘965.15 zuzüglich MWST von 8 % und Zins zu 5 % p.a. seit 15. Januar 2014 zu bezahlen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
In ihrer Klageantwort vom 2. März 2015 bestätigte die Y._ ihr Rechtsbegehren gemäss Klagebewilligung.
Die Replik datiert vom 18. Juni 2015, die Duplik vom 23. Oktober 2015. Sowohl die X._ als auch die Y._ hielten an ihren jeweiligen Rechtsbegehren fest.
F.1. Am 27. November 2015, gleichentags mitgeteilt, erliess das Bezirksgericht Prättigau/Davos die Beweisverfügung, in welcher die von den Parteien eingereichten Urkunden als relevant erklärt wurden. Die von den Parteien beantragten Zeugeneinvernahmen und Parteibefragungen beziehungsweise Beweisaussagen wurden ebenso abgelehnt wie ein Gutachten zur Beurteilung von Qualität und Quantitativ der Vorbereitungsarbeiten der X._ für die Jubiläumsveranstaltung 2013 und eine schriftliche Auskunft über „Tätigkeit und Referenzen der G._, O.3_“. Hingegen wurde die X._ zur Edition der Vereinbarung zwischen ihr und der A._ über die Beendigung der Zusammenarbeit (einfache Gesellschaft) vom Mai/Juni 2012 verpflichtet. Die Beweisverfügung blieb unangefochten.
F.2. Mit Schreiben vom 16. Dezember 2015 teilte die X._ mit, dass zwischen ihr und der A._ weder ein schriftlicher Gesellschaftsvertrag noch ein
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Kündigungsschreiben oder eine von ihr und der A._ unterzeichnete Urkunde über die Beendigung der Zusammenarbeit bestehe.
G. Mit Entscheid vom 17. April 2016, mitgeteilt am 11. Juli 2016, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos:
1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 20‘000.00 gehen zu Lasten der X._ und werden mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet.
3. Die X._ hat die Y._ mit CHF 50‘794.35 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations