# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0674f243-b357-4e07-8a3c-1c8634f4a8c1
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im summarischen  und gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 3. Mai 2022 (FK200028-C)
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Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren und Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren
am Bezirksgericht Bülach vom 3. Mai 2002: (Urk. 89 S. 39 ff. = Urk. 92 S. 39 ff.)
Es wird verfügt:
1. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Tochter C._, geboren
am tt.mm 2017, monatliche Unterhaltsbeiträge, jeweils zuzüglich allfällige
von ihm bezogene gesetzliche oder vertragliche Familien resp.
Ausbildungszulagen, wie folgt zu bezahlen:
− Fr. 1'086.– rückwirkend ab 1. Juni 2020 bis 31. Juli 2021 (davon Fr. 76.– als Betreuungsunterhalt)
− Fr. 2'002.– ab 1. August 2021 bis Rechtskraft des Urteils (davon Fr. 1'145.– als Betreuungsunterhalt)
Die Unterhaltsbeiträge sind jeweils auf den Ersten eines Monats im Voraus
an die Gesuchstellerin zu bezahlen, solange die Tochter C._ in deren
Haushalt lebt, keine selbständigen Ansprüche gestützt auf Art. 277 Abs. 2
ZGB gegen den Beklagten stellt und keine andere Zahlstelle bezeichnet.
2. Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge wurde von folgenden finanziellen
Verhältnissen der Parteien ausgegangen: (alle Beträge in CHF) KlägerIn
C._ (tt.mm.2017) Beklagter
D._ (tt.mm.2012)
E._ (tt.mm.2015) Frau Bekl.
- Einkommen (netto, inkl. 13. Monatslohn, inkl. Bonus, exkl. Quellensteuer)
- Kinderzulagen
2'787 (Sporttreff) ab 18. Dezember 2020: 2'230 (80%); ab 1. August 2021: 2'060 (50%); ab 1. August 2029: 3'296 (80%); ab 1. Juli 2033: 4'120 (100%)
200; ab 1. August 2029: 250
6'578
200; ab 1. Juni 2025: 250
200; ab 1. Juni 2027: 250
1'618 ab 1. Juli 2027: 2'588 (80%); ab 1. Juni 2031: 3'235 (100%)
betreibungsrechtlicher Notbedarf (Mankofall):
- 3 -
(alle Beträge in CHF) KlägerIn
C._ (tt.mm.2017) Beklagter
D._ (tt.mm.2012)
E._ (tt.mm.2015) Frau Bekl.
Grundbetrag:
1'350 400; ab 1. Juli 2027: 600
850 400; ab Rechtskraft: 600
400; ab 1. Juni 2025: 600
850
Anteil Wohnkosten inkl. Heiz- und Nebenkosten:
891
446 585 295 295 584
Grundversicherung (KVG):
287 95 348
75 75 303
Fremdbetreuungskosten:
0; ab Rechtskraft: 258; ab 1. August 2029: 0
200; ab 1. Juni 2025: 0
200; ab 1. Juli 2027: 0
Auslagen Arbeitsweg
85; ab 1. August 2021: 490
0 125
Auswärtige Verpflegung:
110; ab 1. August 2021: 77; ab 1. August 2029: 123; ab 1. Juli 2033: 154
0 110; ab 1. Juli 2027: 176; ab 1. Juni 2031: 220
TOTAL: 2'723; ab 1. August 2021: 3'095; ab 1. August 2029: 3'141; ab 1. Juli 2033: 3'172
941; ab Rechtskraft: 1'199; ab 1. Juli 2027: 1'399; ab 1. August 2029: 1'141
1'783 970; ab Rechtskraft: 1'170; ab 1. Juni 2025: 970
970; ab 1. Juni 2025: 1'170; ab 1. Juli 2027: 970
1'972; ab 1. Juli 2027: 2'038; ab 1. Juni 2031: 2'082
Einnahmen abzüglich Ausgaben:
+64; ab 18. Dezember 2020: -493; ab 1. August 2021: -1'035; ab 1. August 2029: +155; ab 1. Juli 2033: +948
-741; ab Rechtskraft: -999; ab 1. Juli 2027: -1'199; ab 1. August 2029: -891
+4'795 -770; ab Rechtskraft: - 970; ab 1. Juni 2025: -720
-770; ab 1. Juni 2025: -970; ab 1. Juli 2027: -720
-354; ab 1. Juli 2027: +550; ab 1. Juni 2031: +1'153
familienrechtlicher Notbedarf (Nichtmankofall)
Radio/TV//Telefon/Serafe:
110 0 80 ab Rechtskraft + 4M: 110
0 0 0
Besuchsrechtskosten: 0 0 0
Zusatzversicherung (VVG):
0 0 0 0 0 0
- 4 -
(alle Beträge in CHF) KlägerIn
C._ (tt.mm.2017) Beklagter
D._ (tt.mm.2012)
E._ (tt.mm.2015) Frau Bekl.
Haftpflicht- /Mobiliarversicherung:
30 30
Steuern Eltern: (bei Betreuungsunterhalt Steuerpauschale von 100)
0 93
Steueranteil Kind: 0 20 20
Schuldentilgung: 0 0 0
TOTAL: 2'863; ab 1. August 2021: 3'205; ab 1. August 2029: 3'251; ab 1. Juli 2033: 3'282
941; ab Rechtskraft: 1'199; ab 1. Juli 2027: 1'399; ab 1. August 2029: 1'141
1'986 990; ab Rechtskraft: 1'190; ab 1. Juni 2025: 990
990; ab 1. Juni 2025: 1'190; ab 1. Juli 2027: 990
1'972; ab 1. Juli 2027: 2'038; ab 1. Juni 2031: 2'082
Einnahmen abzüglich Ausgaben:
-76; ab 18. Dezember 2020: -633; ab 1. August 2021: -1'145; ab 1. August 2029: +45; ab 1. Juli 2033: +838
-741; ab Rechtskraft: -999; ab 1. Juli 2027: -1'199; ab 1. August 2029: -891
+4'592 -770; ab Rechtskraft: - 990; ab 1. Juni 2025: -740
-770; ab 1. Juni 2025: -990; ab 1. Juli 2027: -740
-354; ab 1. Juli 2027: +550; ab 1. Juni 2031: +1'153
Vermögen: 0 0 0 0 0 0
3. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung der AHV/IV-Renten werden
allein der Klägerin angerechnet. Es ist Sache der Klägerin, die betroffenen
Ausgleichskassen zu informieren.
4. Über die Kosten- und Entschädigungsfolgen wird im Endentscheid
befunden.
5. Schriftliche Mitteilung an
− die Parteien
− das Migrationsamt des Kantons Zürich
mit nachfolgendem Urteil.
6. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim
Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, erklärt
- 5 -
werden. In der Berufungsschrift sind die Anträge zu stellen und zu
begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.
Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO).
Sodann wird erkannt:
1. Der Klägerin wird die alleinige elterliche Sorge für die Tochter C._,
geboren am tt.mm 2017, übertragen.
2. Die Teilvereinbarung der Parteien vom 2. Dezember 2020 wird mit
Ausnahme von Ziff. 3 genehmigt. Sie lautet wie folgt:
Obhut, Beistandschaft und Besuchsrecht
1. Obhut
Die Parteien beantragen, es sei die Obhut für die Tochter der Mutter zuzuteilen.
2. Besuchsbeistandschaft
Die Parteien beantragen dem Gericht, es sei eine Besuchsbeistandschaft zu errichten mit
dem Auftrag, nach einer angemessenen Frist abzuklären, ob das folgende Besuchsrecht
funktioniert und das Kindeswohl gewahrt wird.
4. Erziehungsgutschriften
Die Eltern vereinbaren, dass die Erziehungsgutschriften für die Berechnung künftiger AHV-
/IV-Renten ausschliesslich der Mutter angerechnet werden. Die Parteien werden die
betroffenen Ausgleichskassen über diese Regelung informieren.
3. Die Obhut für die Tochter C._, geboren am tt.mm 2017, wird der
Klägerin zugeteilt.
4. Der Beklagte wird berechtigt und verpflichtet, die Tochter C._, geboren
am tt.mm 2017, ab Rechtskraft des Urteils vorerst zwei Mal begleitet in
einem Begleiteten Besuchstreff ... ohne Anwesenheit der Klägerin zu
besuchen.
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5. Nach vorstehendem zweimaligen Treffen im ... wird der Beklagte berechtigt
und verpflichtet, die Tochter C._, geboren am tt.mm 2017, am ersten
und dritten Wochenende jedes Monats jeweils ab Samstagmorgen,
10:00 Uhr, bis Sonntagabend, 19:00 Uhr, sowie in geraden Jahren an
Ostern, in ungeraden Jahren an Pfingsten und in jedem Jahr am zweiten
Weihnachtstag auf eigene Kosten mit sich oder zu sich auf Besuch zu
nehmen und sie ausserdem ab Eintritt in den Kindergarten für drei Wochen
jährlich während der Schulferien auf eigene Kosten mit sich oder zu sich in
die Ferien zu nehmen.
Das Ferienbesuchsrecht ist mindestens drei Monate im Voraus
anzukündigen.
Ein weitergehendes Besuchsrecht des Beklagten nach gegenseitiger
Absprache bleibt vorbehalten.
6. Die mit Verfügung vom 5. November 2021 angeordnete
Besuchsrechtsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB für die
Tochter C._, geboren am tt.mm 2017, wird fortgesetzt. Der
Beistandsperson werden folgende Aufgaben und Befugnisse übertragen:
a) Umsetzung und Durchführung des vorstehend angeordneten
Besuchsrechts;
b) Vermittlung bei Konflikten und notwendige Unterstützung der Parteien
bei sich ergebenden Schwierigkeiten bei der Umsetzung der
Besuchsregelung;
c) im Konfliktfall Festlegung der Modalitäten, welche für eine
kindsgerechte Durchführung des Besuchsrechts erforderlich sind (z.B.
Festlegung von Übergabeort und -zeit), soweit diese gerichtlich nicht
bestimmt sind und sich die Eltern nicht einigen können;
d) Antragstellung, falls sich eine Abänderung des Besuchsrechts oder
weitergehende Kindesschutzmassnahmen als notwendig erweisen.
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7. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für die Tochter C._, geboren
am tt.mm 2017, monatliche Unterhaltsbeiträge, jeweils zuzüglich allfällige
von ihm bezogene gesetzliche oder vertragliche Familien resp.
Ausbildungszulagen, wie folgt zu bezahlen:
− Fr. 2'192.– ab Rechtskraft des Urteils bis 30. Juni 2027 (davon Fr. 1'145.– als Betreuungsunterhalt)
− Fr. 2'454.– ab 1. Juli 2027 bis 31. Juli 2029 (davon Fr. 1'145.– als Betreuungsunterhalt)
− Fr. 1'202.– ab 1. August 2029 bis 31. Mai 2031 − (davon Fr. 0.– als Betreuungsunterhalt) − Fr. 1'221.– ab 1. Juni 2031 bis zum Abschluss einer
angemessenen Erstausbildung, auch über die Volljährigkeit hinaus (davon Fr. 0.– als Betreuungsunterhalt)
Die Unterhaltsbeiträge sind jeweils auf den Ersten eines Monats im Voraus
an die Gesuchstellerin zu bezahlen, solange die Tochter C._ in deren
Haushalt lebt, keine selbständigen Ansprüche gestützt auf Art. 277 Abs. 2
ZGB gegen den Beklagten stellt und keine andere Zahlstelle bezeichnet.
8. Bei der Festsetzung der Unterhaltsbeiträge wurde von folgenden finanziellen
Verhältnissen der Parteien ausgegangen: (alle Beträge in CHF) KlägerIn
C._ (tt.mm.2017) Beklagter
D._ (tt.mm.2012)
E._ (tt.mm.2015) Frau Bekl.
- Einkommen (netto, inkl. 13. Monatslohn, inkl. Bonus, exkl. Quellensteuer)
- Kinderzulagen
ab 1. August 2021, respektive Rechtskraft: 2'060 (50%); ab 1. August 2029: 3'296 (80%); ab 1. Juli 2033: 4'120 (100%)
200; ab 1. August 2029: 250
6'578
200; ab 1. Juni 2025: 250
200; ab 1. Juni 2027: 250
1'618 ab 1. Juli 2027: 2'588 (80%); ab 1. Juni 2031: 3'235 (100%)
betreibungsrechtlicher Notbedarf (Mankofall):
- 8 -
(alle Beträge in CHF) KlägerIn
C._ (tt.mm.2017) Beklagter
D._ (tt.mm.2012)
E._ (tt.mm.2015) Frau Bekl.
Grundbetrag:
1'350 400; ab 1. Juli 2027: 600
850 400; ab Rechtskraft: 600
400; ab 1. Juni 2025: 600
850
Anteil Wohnkosten inkl. Heiz- und Nebenkosten:
891
446 585 295 295 584
Grundversicherung (KVG):
287 95 348
75 75 303
Fremdbetreuungskosten:
0; ab Rechtskraft: 258; ab 1. August 2029: 0
200; ab 1. Juni 2025: 0
200; ab 1. Juli 2027: 0
Auslagen Arbeitsweg
ab 1. August 2021, respektive Rechtskraft: 490
0 125
Auswärtige Verpflegung:
ab 1. August 2021, respektive Rechtskraft: 77; ab 1. August 2029: 123; ab 1. Juli 2033: 154
0 110; ab 1. Juli 2027: 176; ab 1. Juni 2031: 220
rechtlich geschuldete und regelmässig bezahlte Unterhaltsverpflichtung gegenüber mündigen oder ausserehelichen Kindern:
Schulkosten der Kinder (ÖV, Schulmaterial usw.):
Abzahlung / Miete / Leasing von Kompetenzstücken:
Unmittelbare, grössere Auslagen (Arzt, Arzneien, Franchise, Geburt, Wohnungswechsel etc.)
TOTAL: ab 1. August 2021, respektive Rechtskraft: 3'095; ab 1. August 2029: 3'141; ab 1. Juli 2033: 3'172
941; ab Rechtskraft: 1'199; ab 1. Juli 2027: 1'399; ab 1. August 2029: 1'141
1'783 970; ab Rechtskraft: 1'170; ab 1. Juni 2025: 970
970; ab 1. Juni 2025: 1'170; ab 1. Juli 2027: 970
1'972; ab 1. Juli 2027: 2'038; ab 1. Juni 2031: 2'082
Einnahmen abzüglich Ausgaben:
ab 1. August 2021, respektive Rechtskraft: - 1'035; ab 1. August 2029: +155; ab 1. Juli 2033:
-741; ab Rechtskraft: -999; ab 1. Juli 2027: -1'199; ab 1. August 2029: -891
+4'795 -770; ab Rechtskraft: - 970; ab 1. Juni 2025: -720
-770; ab 1. Juni 2025: -970; ab 1. Juli 2027: -720
-354; ab 1. Juli 2027: +550; ab 1. Juni 2031: +1'153
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(alle Beträge in CHF) KlägerIn
C._ (tt.mm.2017) Beklagter
D._ (tt.mm.2012)
E._ (tt.mm.2015) Frau Bekl.
+948
familienrechtlicher Notbedarf (Nichtmankofall)
Radio/TV//Telefon/Serafe:
110 0 80 0 0 0
Besuchsrechtskosten: 0 0 0
Zusatzversicherung (VVG):
0 0 0 0 0 0
Haftpflicht- /Mobiliarversicherung:
30 30
Steuern Eltern: (bei Betreuungsunterhalt Steuerpauschale von 100)
0 93
Steueranteil Kind: 0 20 20
Schuldentilgung: 0 0 0
TOTAL: ab 1. August 2021, respektive Rechtskraft: 3'205; ab 1. August 2029: 3'251; ab 1. Juli 2033: 3'282
941; ab Rechtskraft: 1'199; ab 1. Juli 2027: 1'399; ab 1. August 2029: 1'141
1'986 990; ab Rechtskraft: 1'190; ab 1. Juni 2025: 990
990; ab 1. Juni 2025: 1'190; ab 1. Juli 2027: 990
1'972; ab 1. Juli 2027: 2'038; ab 1. Juni 2031: 2'082
Einnahmen abzüglich Ausgaben:
ab 1. August 2021, respektive Rechtkraft: - 1'145; ab 1. August 2029: +45; ab 1. Juli 2033: +838
-741; ab Rechtskraft: -999; ab 1. Juli 2027: -1'199; ab 1. August 2029: -891
+4'592 -770; ab Rechtskraft: - 990; ab 1. Juni 2025: -740
-770; ab 1. Juni 2025: -990; ab 1. Juli 2027: -740
-354; ab 1. Juli 2027: +550; ab 1. Juni 2031: +1'153
Vermögen: 0 0 0 0 0 0
9. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung der AHV/IV-Renten werden
allein der Klägerin angerechnet. Es ist Sache der Klägerin, die betroffenen
Ausgleichskassen zu informieren.
10. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 6'000.– festgesetzt. Allfällige weitere
Auslagen bleiben vorbehalten.
Verlangt keine der Parteien eine schriftliche Begründung des Urteils,
ermässigt sich die Entscheidgebühr auf zwei Drittel.
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11. Die Gerichtskosten werden dem Beklagten auferlegt, jedoch zufolge
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die
Staatskasse genommen. Der Beklagte wird auf die Nachzahlungspflicht
gemäss Art. 123 ZPO hingewiesen.
12. Der Beklagte wird verpflichtet, der Rechtsvertreterin der Klägerin eine
Parteientschädigung von Fr. 10'000.– zu bezahlen.
13. Schriftliche Mitteilung
− die Parteien − das Migrationsamt des Kantons Zürich sowie nach unbenutztem Ablauf der Frist für das Begehren um Begründung an − mit Formular an die Einwohnerkontrolle J._ − die Beiständin F._, kjz Bülach, Schaffhauserstr. 53, 8180 Bülach − die KESB Bülach Nord, Grenzstr. 10, 8180 Bülach (zum Vollzug von
Dispositiv Ziffern 5 und 6)
14. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim
Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, erklärt
werden. In der Berufungsschrift sind die Anträge zu stellen und zu
begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.
Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO).
Berufungsanträge:
des Beklagten und Berufungsklägers (Urk. 91 S. 1 f.):
"1. Dispositivziffern 1-12 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben.
2. Es sei die gemeinsame elterliche Sorge anzuordnen.
3. Die Obhut über die Tochter sei dem Beklagten, Vater und heutigen  aufzuerlegen.
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4. Der Klägerin und Berufungsbeklagten sei ein gerichtsübliches Besuchsrecht .
5. Die Klägerin sei zu verpflichten, ab Rechtskraft dieses Urteils für die Tochter C._ monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 1050 zuzüglich allfälliger von ihr bezogenen Familien- und Ausbildungszulagen zu bezahlen, und zwar bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung auch über die Volljährigkeit .
6. Beidseitig sei kein Betreuungsunterhalt zuzusprechen.
7. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung der AHV-Renten seien bis zur Rechtskraft dieses Urteils der Klägerin ab dann dem Beklagten anzurechnen.
8. Die Kosten des erstinstanzlichen und zweitinstanzlichen Verfahrens seien der Klägerin aufzuerlegen.
9. Die Klägerin sei zu verpflichten, dem Rechtsvertreter des Beklagten für das  Verfahren CHF 8000 und für das zweitinstanzliche Verfahren CHF 6500 zuzüglich MWST als Prozessentschädigung zu bezahlen.
10. Bezüglich der vorsorglichen Massnahmen sei die Dispositiv Ziffer 1 der  vom 3.5.2022 aufzuheben und den Betreuungsunterhalt rückwirkend ab 1.6.2020 bis zur Rechtskraft dieses Urteils aufzuheben und die  von Ziffer 1 der angefochtenen Verfügung vom 3.5.2022 in Anwendung von Art. 315 Abs.5 ZPO aufzuschieben. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen zulasten der Berufungsbeklagten.
11. Die Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, die Buchhaltungsunterlagen ihrer  für die Zeit von 2019 bis Juni 2022 zu edieren."
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## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Der Beklagte und Berufungskläger (fortan Beklagter) und die Klägerin und
Berufungsbeklagte (fortan Klägerin) sind die unverheirateten Eltern von C._,
geboren am tt.mm 2017. Am 28. Juli 2020 reichte die Klägerin Klage betreffend
Unterhalt und weiterer Kinderbelange bei der Vorinstanz ein (Urk. 2). An der
Hauptverhandlung sowie der Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen
vom 2. Dezember 2020 schlossen die Parteien eine Teilvereinbarung betreffend
Obhut, Beistandschaft, Besuchsrecht und Erziehungsgutschriften (Prot. I
S. 5 ff; Urk. 20). Mit Verfügung vom 15. Februar 2021 wurde den Parteien die un-
entgeltliche Rechtspflege bewilligt (Urk. 26). Mit Verfügung vom 5. November
2021 wurde die KESB Bülach Nord beauftragt, eine Besuchsrechtsbeistandschaft
für C._ zu errichten (Urk. 57). Mit Verfügung vom 22. Dezember 2021 wurde
die Teilvereinbarung der Parteien vom 2. Dezember 2020 vorgemerkt (Urk. 62).
Die Fortsetzung der Hauptverhandlung und Verhandlung betreffend vorsorgliche
Massnahmen fand am 14. Februar 2022 statt (Prot. I S. 39 ff.). Am 3. Mai 2022
fällte die Vorinstanz den eingangs wiedergegebenen Entscheid, zuerst unbegrün-
det (Urk. 78) und auf Verlangen des Beklagten (Urk. 84) in begründeter Form
(Urk. 89).
2. Mit Eingabe vom 29. September 2022 erhob der Beklagte Berufung und
stellte die eingangs erwähnten Anträge (Urk. 91). Mit Verfügung vom 30. Septem-
ber 2022 wurde das Gesuch des Beklagten, es sei seiner Berufung gegen die
Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht
Bülach vom 3. Mai 2022 die aufschiebende Wirkung zu erteilen, abgewiesen.
Gleichzeitig wurde dem Beklagten Frist angesetzt, den Kostenvorschuss zu leis-
ten (Urk. 94 S. 3). Der Kostenvorschuss ging innert Frist ein (Urk. 95). Mit Zu-
schrift vom 26. Oktober bzw. 1. November 2022 ersuchte die Klägerin um eine
Vollstreckbarkeitsbescheinigung betreffend die Verfügung vom 30. September
2022, welche unter Vorbehalt erteilt wurde (Urk. 97, 98; Prot. II S. 4).
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3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-90). Da sich die Be-
rufung - wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird - sogleich als unbegründet er-
weist, erübrigt sich das Einholen einer Berufungsantwort (Art. 312 Abs. 1 ZPO).
II.
1. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-
stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-
fungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfra-
gen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheits-
prüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Beru-
fungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der
erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu be-
trachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet (vgl. BGE 138 III 374
E. 4.3.1; BGer 5A_164/2019 vom 20. Mai 2020, E. 5.2.3). Dies gilt auch, wenn –
wie vorliegend – die Offizial- und die strenge Untersuchungsmaxime zur Anwen-
dung gelangen (BGer 5A_467/2020 vom 7. September 2020, E. 4.3 und 4.4;
BGer 5A_994/2018 vom 29. Oktober 2019, E. 6.3.4; BGer 5A_236/2016 vom
15. Januar 2018, E. 3.3.3; BGE 138 III 374 E. 4.3.1 [= Pra 102/2013 Nr. 4];
BGE 137 III 617 E. 4.2.2). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begrün-
dungsanforderungen genügenden Weise beanstandet wird, braucht von der
Rechtsmittelinstanz nicht überprüft zu werden und hat grundsätzlich Bestand. Die
Berufungsinstanz ist nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht gehalten,
von sich aus wie eine erstinstanzliche Gerichtsbehörde alle sich stellenden tat-
sächlichen und rechtlichen Fragen zu untersuchen, wenn keine entsprechenden
Rügen der Parteien vorliegen. Sie hat sich – abgesehen von offensichtlichen
Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu beschrän-
ken, die in der schriftlichen Berufungsbegründung gegen den erstinstanzlichen
Entscheid erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.Hinw; BGer
5A_164/2019 vom 20. Mai 2020, E. 5.2.3). Insofern erfährt der Grundsatz "iura
novit curia" (Art. 57 ZPO) im Berufungsverfahren eine Relativierung (BK ZPO I-
Hurni, Art. 57 N 21 und N 39 ff.; Glasl, DIKE-Komm-ZPO, Art. 57 N 22). Aufgrund
der umfassenden Überprüfungsbefugnis ist die Berufungsinstanz nicht an die mit
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den Rügen vorgebrachte Argumentation oder an die Erwägungen der Vorinstanz
gebunden, sondern kann die Rügen auch mit abweichenden Erwägungen gut-
heissen oder abweisen (ZK ZPO-Reetz/Theiler, Art. 310 N 6).
2. Bei Verfahren betreffend Kinderbelange ist der Sachverhalt nach Art. 296
ZPO von Amtes wegen zu erforschen. Infolgedessen können die Parteien im Be-
rufungsverfahren auch dann neue Tatsachen und Beweismittel vorbringen, wenn
die Voraussetzungen nach Art. 317 Abs. 1 ZPO nicht erfüllt sind (BGE 144 III 349
E. 4.2.1).
3. Mit Verfügung vom 3. Mai 2022 fällte die Vorinstanz einen Entscheid betref-
fend vorsorgliche Massnahmen und belehrte für das Rechtsmittel der Berufung
eine 30-tägige Frist (Urk. 92 S. 42 Dispositiv-Ziffer 6). Im summarischen Verfah-
ren beträgt die Frist zur Einreichung der Berufung 10 Tage (Art. 314 Abs. 1 ZPO).
Die Rechtsmittelbelehrung ist daher unzutreffend und es stellt sich die Frage, ob
der Beklagte in seinem Vertrauen auf die unzutreffende Rechtsmittelbelehrung zu
schützen ist. Aufgrund des Prinzips von Treu und Glauben (Art. 5 Abs. 3, Art. 9
BV) dürfen einer Partei aus einer unrichtigen Rechtsmittelbelehrung grundsätzlich
keine Nachteile erwachsen. Auf diesen Vertrauensschutz kann sich eine Partei al-
lerdings dann nicht berufen, wenn sie die Unrichtigkeit erkannt hat oder bei ge-
bührender Aufmerksamkeit hätte erkennen können, wobei nur eine grobe pro-
zessuale Unsorgfalt eine unrichtige Rechtsmittelbelehrung aufwiegen kann. Bei
einer anwaltlich vertretenen Partei wird dabei erwartet, dass sie die Rechtsmittel-
belehrung einer Grobkontrolle anhand der anwendbaren Verfahrensbestimmun-
gen unterzieht; dagegen wird nicht verlangt, dass sie auch noch die einschlägige
Rechtsprechung oder Literatur konsultiert (zu alledem BGer 6B_131/2018 vom
31. Juli 2018 E.1.4.3 mit Hinweis auf BGE 138 I 49 E. 8.3 und BGE 135 III 374
E. 1.2.2). Im vorliegenden Fall war für den Beklagten bzw. seinen Anwalt durch
eine blosse Konsultation des Gesetzestextes erkennbar, dass im Massnahmen-
verfahren die Frist für das Einreichen der Berufung wie zur Berufungsantwort je
10 Tage beträgt und die Unrichtigkeit also sofort erkennbar. Der anwaltlich vertre-
tene Beklagte kann sich deshalb nicht auf den Vertrauensschutz berufen. Daher
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ist die Berufung gegen die Verfügung vom 3. Mai 2022 zu spät erhoben worden
und es ist auf Berufungsantrag Ziffer 10 nicht einzutreten.
4. Berufungsantrag Ziffer 11 betreffend Buchhaltungsunterlagen der Putz-
Einzelfirma für die Zeit von 2019 bis Juni 2022 steht in sachlichem Zusammen-
hang mit Berufungsantrag Ziffer 10. Da auf die Berufung gegen die Massnahmen-
verfügung nicht einzutreten ist, ist auch auf den diesbezüglichen prozessualen
Antrag und die damit einhergehenden Erwägungen (Urk. 91 S. 3) nicht weiter ein-
zugehen.
5. In der Hauptsache macht der Beklagte geltend, die Prozessparteien hätten
sich bezüglich elterlicher Sorge und Obhut im Rahmen einer Vereinbarung am
2. Dezember 2020 geeinigt. Die aktuelle Betreuungssituation Tochter/Mutter habe
sich vollkommen geändert, was dem Beklagten vor zwei Wochen zu Ohren ge-
kommen sei. Seit Juni 2022 führe die Klägerin eine Einzelfirma im Gastrobereich,
das Restaurant G._ in H._ und sei dort als Geschäftsführerin von 9 Uhr
morgen bis abends 24 Uhr tätig. Dies, obwohl sie dem Beklagten bis im Sommer
2022 gesagt habe, sie sei im Spital in I._ in Teilzeit tätig und die andere Zeit
betreue sie die Tochter. Diese neue Tatsache begründe eine Neubeurteilung der
Obhutszuteilung und der Beklagte sei nicht mehr einverstanden mit der Obhutszu-
teilung der Tochter an die Mutter (Urk. 92 S. 2).
5.1 Der Beklagte hat zur Untermauerung seines Standpunktes die Meldung des
Schweizerischen Handelsamtsblatt SHAB vom .... Juni 2022 eingereicht
(Urk. 93/2). Daraus ist ersichtlich, dass die Klägerin als Inhaberin mit Einzelunter-
schrift der Einzelfirma G._ Restaurant mit Domizil in H._ am 21. Juni
2022 eingetragen wurde. Die pauschale Behauptung des Beklagten, die Klägerin
sei von 9 Uhr morgens bis abends 24 Uhr im Restaurant tätig, ist unsubstantiiert.
Auch bei Geltung des Untersuchungsgrundsatzes sind die Parteien nicht davon
befreit, bei der Feststellung des entscheidrelevanten Sachverhalts im Sinne einer
prozessualen Obliegenheit aktiv mitzuwirken und die allenfalls zu erhebenden
Beweise zu bezeichnen. Folglich tragen sie auch im Bereich der Untersuchungs-
maxime die Verantwortung für die Sachverhaltsermittlung (Sutter-
Somm/Hostettler, in: Sutter-Somm et al., ZPO Komm., Art. 272 N 11). Mit anderen
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Worten gilt auch im Bereich der Offizial- und Untersuchungsmaxime die Mitwir-
kungspflicht der Parteien (BGE 140 I 285 E. 6.3.1), aufgrund der spezifischen Be-
gründungspflicht von Art. 310 und Art. 311 Abs. 1 ZPO insbesondere im Rechts-
mittelverfahren (BGE 137 III 617 E. 4.2.2 und 4.5.1; BGer 5A_947/2021 vom 24.
März 2022, E. 4).
5.2 Der Beklagte macht geltend, seit Juni 2022 könne die Klägerin die Tochter
"nicht mehr betreuen-persönlich". Sie nehme das Mädchen mit ins Restaurant,
keine ideale Umgebung für die Entwicklung der Tochter, umso mehr, wenn sich
die Klägerin auf die Gäste konzentrieren müsse und von morgens bis abends ar-
beite oder zumindest präsent sei. Der Vater der Klägerin übernehme keine Be-
treuung der Tochter [recte: Enkelin], zumal die Tochter [recte: Enkelin] vor ihm
Angst und die Mutter der Klägerin keine Aufenthaltsbewilligung habe und nur von
Zeit zu Zeit in J._ als Touristin sei (Urk. 91 S. 3).
C._ wurde im Sommer 2021 eingeschult und besucht heute mutmasslich das
zweite Kindergartenjahr (Urk. 92 S. 15). Sie hat jeden Morgen und an zwei
Nachmittagen Unterricht. Der vorinstanzliche Entscheid basiert auf dem sog.
Schulstufenmodell mit einem Pensum des obhutsberechtigten Elternteils von 50
% ab dem obligatorischen Schulunterricht des (jüngsten) Kindes, mit 80 % bei
dessen Übertritt in die Sekundarstufe I und von 100 % ab dem vollendeten 16. Al-
tersjahr (vgl. BGE 144 III 481 E. 4.7.6). Die Vorinstanz rechnete entsprechende
Fremdbetreuungskosten an (Urk. 92 S. 34 ff.). Weiter ist der in der Botschaft für
den Betreuungsunterhalt verankerte Grundsatz der Gleichwertigkeit zwischen Ei-
gen- und Fremdbetreuung als neues Kernprinzip massgeblich (BGE 144 III 481 E.
4.6.3 und E. 4.7). Allein die Behauptung, dass die Klägerin die Tochter nicht mehr
persönlich betreuen könne, spricht nicht gegen das Kindeswohl. Mit Verweis auf
die zitierte Rechtsprechung ist eine allfällige Fremdbetreuung von C._ nicht
zu beanstanden. Für die weitere Angabe, dass die Klägerin von morgens bis
abends im Restaurant arbeite oder zumindest präsent sei, legt der Beklagte we-
der substantiierte Behauptungen noch entsprechende Beweismittel ins Recht.
Wie er eingangs ausführt, ist ihm die Führung des Restaurants "zu Ohren ge-
kommen" (Urk. 91
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S. 2). Das lässt darauf schliessen, dass der Beklagte davon Kenntnis erhalten
oder die Tatsache erfahren hat, ohne dass er selbst vor Ort gewesen ist und so-
mit nicht aus eigener Anschauung Beobachtungen oder Feststellungen zur Anwe-
senheit der Klägerin gemacht hatte. Der Beklagte unterlässt es jedoch darzule-
gen, von wem er erfahren hat, dass die Klägerin von morgens 9 Uhr bis abends
24 Uhr im Restaurant arbeite, und bietet wie erwähnt keine Beweismittel an.
5.3 Der Beklagte trägt vor, er sei verheiratet und habe zwei eigene Kinder, so
dass er bereit sei, die Tochter zu sich zu nehmen. Beruflich sei er flexibel, so dass
er die Tochter betreuen könne und seine aktuelle Ehefrau bei Abwesenheit sei-
nerseits statt zwei nun drei Kinder betreuen würde (Urk. 91 S. 3).
Der Beklagte ist seit Mai 2020 als alleiniger Geschäftsführer der K._ GmbH
selbständig tätig. Der vorinstanzliche Entscheid basiert auf der Basis, dass der
Beklagte Vollzeit zu einem monatlichen Einkommen von Fr. 6'578.– erwerbstätig
ist (Urk. 92 S. 16 ff.). Diese Erwägungen blieben unangefochten, weshalb für die
Frage der Betreuung von einer vollen Erwerbtätigkeit des Beklagten auszugehen
ist. Mit anderen Worten wäre der Beklagte ebenso auf Fremdbetreuung von
C._ angewiesen. Dem Vorbringen des Beklagten, seine Ehefrau könne bei
Abwesenheit seinerseits statt zwei drei Kinder betreuen, ist entgegenzuhalten,
dass der Beklagte vor Vorinstanz ausgeführt hatte, seine beiden Kinder, D._
und E._, würden fremdbetreut und seine Frau sei arbeitstätig, sie arbeite auf
Abruf in einem Hotel (Prot. I S. 44). Auch ist zu berücksichtigen, dass in der von
den Parteien am 2. Dezember 2020 geschlossenen Vereinbarung von den Partei-
en festgehalten wurde, dass C._ während der vereinbarten Besuchszeit bis
auf Weiteres nicht in Kontakt mit L._ komme (Urk. 62). Bei L._ handelt
es sich um die Ehefrau des Beklagten. Die Formulierung der Klausel legt nahe,
dass die Parteien selbst einen Kontakt zwischen C._ und der Ehefrau des
Beklagten als nicht im Kindswohl liegend betrachtet haben.
5.4 Der Beklagte behauptet, dass die Tochter am Ende des Besuchstags nicht
mehr zur Mutter heimgehen wolle, weil sie von den Grosseltern abgelehnt werde
und die Klägerin seit Juni keine Zeit mehr für sie habe, weil sie ständig im Restau-
rant arbeite und die Tochter ungern im Restaurant herumsitze. Der Beklagte wolle
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nicht, dass die Tochter mit einem Trauma aufwachse, dass zuhause herumge-
schrieen werde, Stress herrsche wegen der Vollzeitarbeit der Mutter und dem
desinteressierten Verhalten [wohl des Grossvaters, vgl. Prot. I S. 11], der nach
Auffassung des Beklagten zu viel Alkohol trinke und kein Vorbild für die Tochter
sei (Urk. 91 S. 3).
Der Beklagte konkretisiert nicht, wann er C._ zu Besuch hatte und sie nicht
mehr zur Klägerin zurückwollte. Im vorinstanzlichen Entscheid ist nämlich festge-
halten, dass seit Dezember 2020 wohl kein Kontakt mehr zwischen dem Beklag-
ten und C._ stattgefunden habe (Urk. 92 S. 11). Diese Erwägung blieb sei-
tens des Beklagten unangefochten. Der Beklagte hatte anlässlich der Verhand-
lung vom 14. Februar 2022 eigens ausgesagt, dass er seine Tochter trotz der ge-
richtlichen Vereinbarung seit Februar 2021 kein einziges Mal gesehen habe. Er
befürchte, dass ihn seine Tochter nach einem Jahr Kontaktunterbruch nicht mehr
kenne (Prot. I
S. 46 f.). Dass der Beklagte in vergangener Zeit wenig präsent im Alltag von
C._ war, zeigt sich daran, dass gemäss angefochtenem Entscheid das Be-
suchsrecht des Beklagten vorerst zweimal begleitet auszuüben ist (Urk. 92 S. 43
Dispositiv-Ziffer 4). Was das Verhalten des Grossvaters angeht, so haben in ers-
ter Linie die Klägerin und der Beklagte als Eltern Vorbildfunktion; zudem führte
der Beklagte selbst aus, dass der Vater der Klägerin keine Betreuung der Tochter
[recte: Enklelin] übernehme (Urk. 91 S. 3), weshalb eine Kindswohlgefährdung
nicht hinreichend dargetan ist.
5.5 Der Beklagte macht weiter geltend, dass die Tochter zuhause kein eigenes
Zimmer habe, sie fühle sich aufs Nebengeleise gestellt und sei nicht happy, zumal
die Klägerin in der Freizeit abends in den Ausgang gehe und die Tochter alleine
zuhause bleibe mit dem Grossvater, zu dem sie ein angstvolles Verhältnis habe
und froh wäre, wenn dieser nicht zuhause leben würde. Er, der Beklagte, könne
der Tochter die notwendige Ruhe und Geborgenheit bieten, da er eine intakte
Familie habe, zwei Kinder und eine in Teilzeit erwerbstätige Ehefrau, die die
Tochter zuhause betreuen und die Arbeitszeit neben der Kinderbetreuung einrich-
ten könne. Aufgrund der veränderten Verhältnisse und dem Wunsch der Tochter,
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beim Vater zu bleiben, sei die Obhut dem Beklagten zuzuteilen, der die bessere
Erziehungsfähigkeit und das bessere familiäre Umfeld habe (Urk. 91 S. 4).
Es kann auf das Ausgeführte verwiesen werden: Vor dem Hintergrund, dass nach
eigenen Angaben des Beklagten seit Februar 2021 bis zumindest Februar 2022
kein Kontakt zwischen ihm und C._ stattfand (oben Erw. 5.4), hätte der Be-
klagte auch im Geltungsbereich der uneingeschränkten Untersuchungsmaxime
konkret dartun müssen, wann er C._ zu Besuch hatte und wann diese be-
klagt haben soll, sie fühle sich aufs Nebengeleise gestellt. Desgleichen trifft auf
den Vorwurf zu, die Klägerin gehe abends in den Ausgang und lasse die Tochter
alleine beim Grossvater. Dem Einwand, C._ habe bei der Klägerin kein eige-
nes Zimmer, ist zu entgegnen, dass der Beklagte in der Verhandlung vom 14.
Februar 2022 ausführte, dass seine Wohnung für die Familie neben Küche und
Bad aus einem Kinderzimmer, einem Schlafzimmer und einem Wohnzimmer be-
stehe (Prot. I S. 44). C._ hätte somit das Zimmer in der Wohnung des Be-
klagten mit den Halbgeschwistern zu teilen. Zur behaupteten besseren Erzie-
hungsfähigkeit ist schliesslich zu erwähnen, dass in der Vergangenheit Rayon-
und Kontaktverbote gegen den Beklagten anzuordnen waren, die nicht nur die
Klägerin, sondern auch C._ betroffen haben (vgl. Urk. 8, 25), was nicht für
eine uneingeschränkte Erziehungsfähigkeit spricht.
5.6 Nach dem Gesagten vermögen die Vorbringen des Beklagten eine Kinds-
wohlgefährdung, welche eine Obhutsumteilung rechtfertigen würden, nicht zu be-
gründen. Ausserdem ist zu berücksichtigen, dass die Klägerin seit Geburt von
C._ Obhutsinhaberin ist, die angefochtene Obhutszuteilung den gelebten
Verhältnissen entspricht (Urk. 92 S. 7 f.) und für Stabilität und Kontinuität im fami-
liären und sozialen Umfeld sorgt, da ein Obhutswechsel nicht zuletzt auch einen
Schulwechsel zur Folge hätte. Berufungsantrag Ziffer 3 ist abzuweisen.
6. Da es bei der vorinstanzlichen Obhutsregelung bleibt, ist die vorinstanzlich
angeordnete Besuchsrechtsausübung samt Beistandschaft ebenfalls zu bestäti-
gen. Berufungsantrag Ziffer 4 ist abzuweisen.
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7.1 Die Vorinstanz übertrug die alleinige elterliche Sorge der Klägerin (Urk. 92
S. 42 Dispositiv-Ziffer 1). Sie erwog, es sei offenkundig, dass zwischen den Par-
teien anhaltende Konflikte bestehen würden. Mit Verfügung vom 22. Juni 2020
seien aufgrund von Todesdrohungen sowie wiederholten Tätlichkeiten und Nöti-
gungen seitens des Beklagten Gewaltschutzmassnahmen gegen diesen, nament-
lich ein Rayon- und ein Kontaktverbot gegenüber der Klägerin und der Tochter
C._, angeordnet worden. Die Gewaltschutzmassnahmen seien sodann ver-
längert worden. Mit Verfügung vom 2. November 2020 seien erneut Gewalt-
schutzmassahmen angeordnet worden. Gemäss Schreiben der KESB Bülach Süd
hätten die Parteien zwar eine Besuchsregelung vereinbart, doch sei es bereits
beim ersten Besuch zu erneuten Auseinandersetzungen gekommen. Seit der
Trennung der Parteien im Juni 2020 sei es immer wieder zu verbalen und gewalt-
samen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien gekommen. Es habe sich
dabei nicht um banale Meinungsverschiedenheiten gehandelt. Vielmehr habe die
Polizei mehrfach aufgeboten und es hätten Massnahmen zum Schutz der Kläge-
rin und von C._ ergriffen werden müssen. Diese Auseinandersetzungen
schienen eine gewisse Dauerhaftigkeit zu haben und wirkten sich eklatant negativ
auf das Kindeswohl von C._ aus. Die Parteien könnten nicht ansatzweise
über Themen, welche C._ betreffen, kommunizieren; was sich nicht zuletzt
auch an den Gerichtsverhandlungen gezeigt habe (Urk. 92 S. 7).
7.2 Der Beklagte moniert, obwohl Ablehnung zwischen den Prozessparteien be-
stehe, könnten sie bezüglich der Tochter kommunizieren, weshalb er bereit sei,
die gemeinsame elterliche Sorge aufrechtzuerhalten und eine Chance darin sehe,
dass die Eltern gemeinsam die wichtigsten Entscheide treffen würden (Urk. 91
S. 4). Mit dieser Äusserung setzt sich der Beklagte nicht substantiiert mit den vo-
rinstanzlichen Erwägungen auseinander und kommt seiner Rügepflicht nicht
nach. Auch Berufungsantrag Ziffer 2 ist damit abzuweisen.
8.1 Der Beklagte macht geltend, die Klägerin verdiene nun selbständig als Inha-
berin und Geschäftsführerin mit dem Restaurant, er gehe von einem Nettoein-
kommen von Fr. 8'000.– pro Monat aus, so dass die Klägerin alle ihre eigenen
Kosten selber bezahlen könne und auch den Barunterhalt von Fr. 1'050.– zuguns-
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ten der Tochter (Urk. 91 S. 4). Der Beklagte legt nicht dar, wie er zu dem von ihm
errechneten Nettoeinkommen der Klägerin ab Eintrag ins Handelsregister der
GmbH gelangt. Er selbst ist, wie erwähnt, seit Mai 2020 als alleiniger Geschäfts-
führer der K._ GmbH selbständig tätig. Während er im vorangehenden An-
gestelltenverhältnis bei M._ AG gemäss Verfügung der SVA Zürich vom 29.
April 2021 im Durchschnitt Fr. 7'725.– brutto pro Monat erzielt hatte (Urk. 36, 37),
gab er an der vorinstanzlichen Verhandlung an, er bezahle sich einen Nettolohn
von Fr. 5'071.– aus (Prot. I S. 43). Dies entspricht einem Bruttolohn von rund Fr.
5'800.–. Gerade mit Blick auf die Tatsache, dass er sich selbst als selbständig
Erwerbender ein deutlich tieferes Einkommen als im Angestelltenverhältnis aus-
bezahlen lässt, hätte er substantiierte Angaben machen müssen, wieso die Kläge-
rin in der von ihm vorgebrachten selbständigen Tätigkeit so viel mehr verdienen
soll. Weder nennt er vergleichbare Umsatzzahlen noch macht er anderweitige
Angaben, wie er zu einem Nettoeinkommen der Klägerin von Fr. 8'000.– gelangt.
Mit dem pauschalen Vorbringen genügt der Beklagte der Begründungspflicht
nicht.
8.2 Da die Obhutszuteilung zu bestätigen ist, hat der Beklagte seinen Anteil am
Unterhalt durch Geldzahlung zu leisten hat (Art. 276 Abs. 1 ZGB). Es gilt der
Grundsatz, dass der das Kind nicht oder nicht wesentlich betreuende Elternteil bei
gegebener Leistungsfähigkeit für dessen gebührenden Unterhalt in Geld aufzu-
kommen hat (BGer 5A_244/2018 vom 26. August 2019, E. 3.6.2, nicht publ. in
BGE 145 III 393). Mit den von der Vorinstanz detailliert gemachten Angaben zum
Bar- und Betreuungsunterhalt von C._ (Urk. 92 S. 34 ff.) setzt sich der Be-
klagte nicht substantiiert auseinander, weshalb es dabei bleibt. Gleich verhält es
sich bei den Erziehungsgutschriften, welche gemäss angefochtenem Entscheid
der Klägerin anzurechnen sind (Urk. 92 S. 47 Dispositiv-Ziffer 9). Berufungsantrag
Ziffer 5, 6 und 7 sind abzuweisen.
9. Bei diesem Ergebnis sind auch die Kosten- und Entschädigungsfolgen des
angefochtenen Entscheids (Urk. 92 S. 47 Dispositiv-Ziffern 11 und 12) zu bestäti-
gen. Die Berufungsanträge Ziffer 8 und 9 sind abzuweisen.
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10. Zusammenfassend erweisen sich die Rügen des Beklagten als unbegrün-
det. Demgemäss ist die Berufung abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist, und
das Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht
Bülach vom 3. Mai 2022 ist zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO).
III.
1. Die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 2 Abs. 1,
§ 5 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 2'500.– festzusetzen. Die Ge-
richtskosten des Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss dem Beklagten auf-
zuerlegen und mit seinem Kostenvorschuss zu verrechnen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).
2. Für das Berufungsverfahren sind keine Parteientschädigungen zuzuspre-
chen, dem Beklagten zufolge seines Unterliegens, der Klägerin mangels relevan-
ter Umtriebe (Art. 95 Abs. 3, Art. 106 Abs. 1 ZPO).