# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7abd29bf-69bd-4632-8b26-3e0107b40360
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. X._ – 74-jährig und Rentner (vgl. act. 1) – ist Eigentümer einer Liegenschaft mit
Einfamilienhaus an der W._ in R._. Per Ende November 2014 meldete er sich beim
Einwohneramt der Gemeinde R._ nach E._ ab. Dort mietete er mit Mietbeginn am
1. Dezember 2014 ein Zimmer und ein Bad im Haus seines Bruders. Am 23. April 2018
leitete das Kantonale Steueramt ein Verfahren zur Abklärung des steuerrechtlichen
Wohnsitzes von X._ "ab Steuerperiode 2014" ein, welches sie am 15. Mai 2018 mit
der Feststellung abschloss, er sei "am 31. Dezember 2014 (Steuerperiode 2014)" in
R._ unbeschränkt steuerpflichtig.
Die Verwaltungsrekurskommission wies den von X._ gegen diese
Feststellungsverfügung erhobenen Rekurs am 26. Februar 2019 ab. Zur Begründung
führte sie im Wesentlichen aus, X._ lebe seit über vierzig Jahren in seinem
Einfamilienhaus in R._. Es sei davon auszugehen, dass er dort auch entsprechend
verwurzelt sei. Sein Mobiliar befinde sich mehrheitlich noch im Haus und der
Stromverbrauch habe sich seit seinem angeblichen Auszug nicht reduziert. Alles weise
darauf hin, dass er seine Wurzeln zu seinem langjährigen Wohnsitz nicht gekappt habe
und sich nach wie vor mehrheitlich auch dort aufhalte. Dieser Wohnsitz erscheine damit
als sehr wahrscheinlich. X._ habe kaum Belege eingereicht und den Gegenbeweis,
dass er seinen Lebensmittelpunkt nach E._ verlegt hat, nicht erbringen können. Das
Hinterlegen der Schriften in E._ und die Miete eines Zimmers im Haus des dort
wohnhaften Bruders begründe jedenfalls keinen neuen Wohnsitz. Die für die
Liegenschaft in R._ geltend gemachte Grundbuchsperre untersage eine Vermietung
des Grundstückes nicht und habe keinen Einfluss auf die Wohnsitzbestimmung.
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B. X._ (Beschwerdeführer) erhob gegen den Entscheid der
Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 26. Februar 2019 mit Eingabe vom
15. März 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem – sinngemässen –
Antrag, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass der
steuerrechtliche Wohnsitz "wie seit dem Jahr 2014 unverändert in E._" bleibe.

## Considerations

Die Vorinstanz verwies mit Vernehmlassung vom 27. März 2019 auf die Erwägungen
des angefochtenen Entscheides und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Das
kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) verzichtete am 12. April 2019 auf eine
Vernehmlassung und beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen. Der
Beschwerdeführer verzichtete stillschweigend auf Einsichtnahme in die Akten.
Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides und die Ausführungen des
Beschwerdeführers zur Begründung seines Antrages wird, soweit wesentlich, in den
Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...)
2. Der Beschwerdeführer rügt zunächst – dem Sinn nach – die Verletzung
verschiedener verfassungsmässiger Rechte, namentlich des Anspruchs auf rechtliches
Gehör (dazu nachfolgend Erwägung 2.1), des Beschleunigungsgebots (dazu
nachfolgend Erwägung 2.2) und des Vertrauensschutzes (dazu nachfolgend Erwägung
2.3).
2.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, die Vorinstanz habe seine Argumente in
keiner Art und Weise gewürdigt und seinen Standpunkt sehr lückenhaft und subjektiv
abgehandelt.
Gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
(SR 101, BV) haben die Parteien in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen
Anspruch auf rechtliches Gehör. Die aus dieser Bestimmung abgeleitete Prüfungs- und
Begründungspflicht gebietet nicht, dass sich das Gericht mit allen Parteistandpunkten
einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt.
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Vielmehr kann es sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die
Begründung muss so abgefasst sein, dass sich der Betroffene über die Tragweite des
Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere
Instanz weiterziehen kann (BGE 135 III 513 E. 3.6.5 mit Hinweis auf BGE 134 I 83
E. 4.1).
Diesen Anforderungen genügt der vorinstanzliche Entscheid. Er gibt im Sachverhalt
wieder, auf welche Argumente der Beschwerdeführer seinen Standpunkt, keinen
steuerrechtlichen Wohnsitz mehr in R._ zu haben, stützt und welche Beweismittel
welchen Inhalts er im Verfahren vor dem kantonalen Steueramt und anschliessend im
Rekursverfahren eingereicht hat. In den Erwägungen wird – zusammengefasst auf das
aus der Sicht der Vorinstanz Wesentliche – der vom Beschwerdeführer im Rekurs
vertretene Standpunkt dargestellt (angefochtener Entscheid E. 2a). Anschliessend
werden die massgebenden rechtlichen Grundlagen für die Entscheidung der Frage
nach dem steuerrechtlichen Wohnsitz angeführt (angefochtener Entscheid E. 2b). In der
rechtlichen Würdigung wird die Bedeutung der Tatsachen und Argumente des
Beschwerdeführers erläutert (angefochtener Entscheid E. 2c). Der Beschwerdeführer
war in der Lage, den Entscheid sachgerecht mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht
anzufechten. Aus seinen Ausführungen wird klar, dass ihm bekannt ist, welche –
nachgewiesenen – Tatsachen für die Beurteilung der Streitfrage von Bedeutung sein
können. Dass die Vorinstanz die – nachgewiesenen – Tatsachen anders gewichtet als
dies der Beschwerdeführer tun würde, ist eine Frage der rechtlichen Würdigung. Der
Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe sich mit seinen Argumenten nicht
auseinandergesetzt, erweist sich damit als unbegründet.
2.2. Der Beschwerdeführer rügt sodann, der Beschwerdegegner habe mit der Klärung
seines steuerrechtlichen Wohnsitzes für die Steuerperiode 2014 über Gebühr lange
zugewartet.
Nach Art. 29 Abs. 1 BV hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und
Verwaltungsinstanzen Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist. Die
Beurteilung der Angemessenheit der Verfahrensdauer entzieht sich starren Regeln. Ob
sich die Dauer als angemessen erweist, ist in jedem Einzelfall unter Würdigung der
konkreten Umstände zu prüfen (BGE 143 IV 373 E. 1.3.1 mit Hinweis auf BGE 130 I 312
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E. 5.2). Ausgangspunkt bildet die Art des Verfahrens. Der Streitgegenstand und damit
verbundene allgemeine Interessenlagen können raschere Entscheide erfordern oder
längere Behandlungsperioden erlauben. Zu beachten sind die Bedeutung eines
Verfahrens für die Beteiligten, die Auswirkungen auf ihre Interessen und hochrangige
Rechtsgüter. Massgebend ist schliesslich das Verhalten von Parteien und Behörden im
Einzelfall: Die Parteien dürfen von ihren prozessualen Rechten Gebrauch machen,
müssen sich aber Ausweitungen des Verfahrens oder Verzögerungen infolge von
Beweis-, Fristerstreckungs- und Sistierungsgesuchen anrechnen lassen. Umgekehrt ist
den Behörden Rechtsverzögerung vorzuhalten, wenn sie ohne ersichtlichen Grund
während längerer Perioden keine konkreten Vorkehren treffen (vgl. die Darstellung der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung bei G. Steinmann, in: Ehrenzeller/Schindler/
Schweizer/Vallender [Hrsg.], Die schweizerische Bundesverfassung, St. Galler
Kommentar, 3. Aufl. 2014, N 25 zu Art. 29 BV). Im Steuerrecht wird die
Veranlagungsbehörde mit den Regeln zur Veranlagungsverjährung gezwungen, die
Veranlagung innerhalb nützlicher Frist zum Abschluss zu bringen und das
Veranlagungsverfahren nicht einfach in einer Schublade ruhen zu lassen (vgl. Richner/
Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 2 zu Art. 120 DBG).
Nach Art. 183 StG verjährt das Recht, eine Steuer zu veranlagen, fünf Jahre nach
Ablauf der Steuerperiode (Abs. 1 Satz 1), wobei die Frist unter bestimmten Umständen
nicht zu laufen beginnt oder stillsteht (Abs. 2) beziehungsweise unterbrochen wird und
neu beginnt (Abs. 3); 15 Jahre nach Ablauf der Steuerperiode ist das Recht, eine Steuer
zu veranlagen, auf jeden Fall verjährt (Abs. 4).
Die Vorinstanz hat – zu Recht – darauf hingewiesen, das Verfahren sei in rechtlicher
Hinsicht mindestens insoweit nicht zu beanstanden, als keine Verjährung eingetreten
sei. Sie hat aber auch festgehalten, aus den vorliegenden Akten sei nicht ersichtlich,
weshalb das Verfahren erst spät ins Rollen gekommen sei. Der Beschwerdeführer
macht keine konkreten Nachteile geltend, die darauf zurückzuführen wären, dass die
Steuerbehörde das Veranlagungsverfahren für die Steuerperiode 2014 relativ spät an
die Hand genommen hat. Dass der Beschwerdeführer – wie er vorbringt – seine
"sekundäre Steuerpflicht erfüllt" hat, ist weder aus den Akten noch aus den vom
Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen ersichtlich. Insbesondere ist nicht bekannt,
ob und wenn ja, wann er – sei es an seinem behaupteten Wohnsitz im Kanton P._, sei
es am Liegenschaftenort im Kanton St. Gallen – Steuererklärungen eingereicht hat, und
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ob der Beschwerdegegner die Deklaration des Beschwerdeführers während Jahren
liegen liess. Gerichtsnotorisch sind die umstrittenen Veranlagungen des
Beschwerdeführers für die direkten Steuern der Steuerperioden 2003-2005 (Revision,
VerwGE B 2016/233 vom 23. April 2018), 2007 (hängig beim Bundesgericht
2C_364/2018), 2008 (Abschreibung B 2018/6+7 vom 22. Januar 2018) und 2010
(Abweisung der Beschwerde des Beschwerdegegners durch das Bundesgericht
2C_312/2019 vom 28. März 2019). Dass die st. gallische Steuerbehörde die
Veranlagung für das Steuerjahr 2014 erst am 23. April 2018 mit der Einleitung eines
Verfahrens zur Abklärung des steuerrechtlichen Wohnsitzes des Beschwerdeführers an
die Hand genommen hat, verletzt mit Blick auf den Gegenstand des Verfahrens und die
weiteren Umstände das Beschleunigungsgebot nicht.
2.3. Der Beschwerdeführer bringt vor, er habe auf der Einwohnerkontrolle in R._ Ende
2014 – vor dem Wechsel – ausdrücklich wissen wollen, was er für Auflagen erfüllen
müsse, "um nachträglich keine Probleme zu bekommen". Alles sei "kein Problem"
gewesen, "Sekundärsteuerpflicht erfüllen, EW und Wasser bezahlen – das war's". Das
habe er alles anstandslos auch erfüllt.
Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen nach
Treu und Glauben behandelt zu werden. Dass eine (selbst unrichtige) Auskunft, welche
eine Behörde dem Bürger erteilt, Rechtswirkungen entfalten kann, setzt unter anderem
voraus, dass die Amtsstelle, welche die Auskunft gegeben hat, hiefür zuständig war
oder der Bürger sie aus zureichenden Gründen als zuständig betrachten durfte (vgl.
BGE 137 II 182 E. 3.6.2).
Der Beschwerdeführer beruft sich auf eine – nicht belegte – Auskunft des zur
Beurteilung steuerrechtlicher Fragen selbstredend nicht zuständigen Einwohneramtes.
Diese Unzuständigkeit war für den in Steuerangelegenheiten verfahrensgewohnten
Beschwerdeführer auch ohne Weiteres erkennbar. Aus welchen Gründen er das
Einwohneramt als für die Beurteilung der Frage der Steuerpflicht massgebende
Behörde hätte betrachten dürfen, ist nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer kann sich
damit nicht mit Erfolg auf den Schutz des berechtigten Vertrauens in eine behördliche
Auskunft berufen.
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3. Gegenstand des Verfahrens ist einzig die Frage, ob der Steuerpflichtige am
31. Dezember 2014 steuerrechtlichen Wohnsitz in der Politischen Gemeinde R._ hatte
und damit in der Steuerperiode 2014 im Kanton St. Gallen aufgrund persönlicher
Zugehörigkeit unbeschränkt steuerpflichtig war. Zwar wurde sowohl im Verfahren vor
dem Beschwerdegegner als auch in der Folge im Rekursverfahren vor der Vorinstanz
die "Steuerpflicht ab Steuerperiode 2014" als Gegenstand bezeichnet (vgl.
act. 10-9/1.5 und 1.3, Rubrum des angefochtenen Entscheides). Der
Beschwerdegegner hat indessen im Dispositiv der Verfügung vom 15. Mai 2018
lediglich festgestellt, der Beschwerdeführer sei "am 31.12.2014 (Steuerperiode 2014)
... unbeschränkt in R._ steuerpflichtig" (act. 10-9/1.5), und die Vorinstanz hat
festgehalten, streitig sei, ob der Rekurrent "in der Steuerperiode 2014 im Kanton St.
Gallen beziehungsweise in der Gemeinde R._ aufgrund persönlicher Zugehörigkeit
unbeschränkt steuerpflichtig war" (Erwägung 2 des angefochtenen Entscheides). Die
Beweisabklärungen – der Beschwerdeführer wurde aufgefordert, für die Wohnung an
der A._ in E. die Zahlung der Mietzinsen "ab 1. Dezember 2014 bis 31. Dezember
2015" nachzuweisen und die Strom- und Wasserabrechnungen "im Zeitraum
1. Dezember 2014 bis 31. Dezember 2015" einzureichen (act. 10-9/1.5) – zielten denn
auch in erster Linie auf die Frage, ob der Beschwerdeführer den Wohnsitz in R._ Ende
November 2014 aufgab.
4. Die unbeschränkte Steuerpflicht aufgrund persönlicher Zugehörigkeit endet gemäss
Art. 19 Abs. 2 StG mit dem Wegzug aus dem Kanton. Massgebend ist der Wohnsitz am
Ende der Steuerperiode (vgl. Art. 4b Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden; SR 642.14, StHG).
Zu klären ist damit, ob der der steuerrechtliche Wohnsitz des Beschwerdeführers in der
politischen Gemeinde R._ im Kanton St. Gallen am 31. Dezember 2014 aufgegeben
und ein neuer in E._ im Kanton P._ begründet war.
4.1. Gemäss Art. 13 StG sind natürliche Personen im Kanton St. Gallen aufgrund
persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren steuerrechtlichen Wohnsitz
oder Aufenthalt im Kanton haben (Abs. 1); einen steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton
hat eine Person, wenn sie sich hier mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält oder
wenn ihr das Bundesrecht hier einen besonderen gesetzlichen Wohnsitz zuweist
(Abs. 2). Die kantonale Regelung entspricht inhaltlich den Vorgaben von Art. 3 Abs. 1
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und 2 StHG. Gemäss Art. 19 Abs. 2 StG endet die Steuerpflicht unter anderem mit dem
Wegzug aus dem Kanton. Nach Art. 4b Abs. 1 Satz 1 StHG besteht die Steuerpflicht
bei Wechsel des steuerrechtlichen Wohnsitzes innerhalb der Schweiz aufgrund
persönlicher Zugehörigkeit für die laufende Steuerperiode im Kanton, in dem die
steuerpflichtige Person am Ende dieser Periode ihren Wohnsitz hat.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung befindet sich der steuerrechtliche
Wohnsitz einer Person dort, wo faktisch der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen liegt
("le lieu où se situe le centre de ses intérêts"; BGE 132 I 29 E. 4.1, 125 I 54 E. 2, 123 I
289 E. 2a). Dieser bestimmt sich nach der Gesamtheit der objektiven, äusseren
Umstände, aus denen sich diese Interessen erkennen lassen, nicht nach den bloss
erklärten Wünschen der steuerpflichtigen Person. Der steuerrechtliche Wohnsitz ist
insofern nicht frei wählbar; eine bloss affektive Bevorzugung des einen oder anderen
Ortes fällt nicht ins Gewicht (BGE 138 II 300 E. 3.2, 132 I 29 E. 4, 125 I 54 E. 2a, 123 I
289 E. 2b). Da darüber gemeinhin kein klarer Beweis geführt werden kann, ist aufgrund
von Indizien eine Gewichtung vorzunehmen, wobei sämtliche Berufs-, Familien- und
Lebensumstände berücksichtigt werden (vgl. BGer 2C_128 und 130/2016 vom 7. April
2017 E. 4.2 mit Hinweisen auf weitere bundesgerichtliche Rechtsprechung). Das
polizeiliche Domizil, an welchem die Schriften hinterlegt sind oder wo die politischen
Rechte ausgeübt werden, spielt keine entscheidende Rolle. Jedoch kann dies ein Indiz
für den steuerrechtlichen Wohnsitz sein, falls auch das übrige Verhalten der Person
dafürspricht (BGE 132 I 29 E. 4.1). Pflegt eine Person Kontakte zu mehreren Orten, ist
für die Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem
Ort sie die stärkeren Beziehungen unterhält. Die Frage, zu welchem der Aufenthaltsorte
die steuerpflichtige Person die stärkeren Beziehungen unterhält, ist jeweils aufgrund
der Gesamtheit der Umstände des Einzelfalls zu beurteilen (BGer 2C_128 und
130/2016 vom 7. April 2017 mit Hinweis auf BGE 132 I 29 E. 4.2).
Die Steuerbehörden haben die den Steuerwohnsitz konstituierenden
Sachverhaltselemente zwar von Amtes wegen abzuklären. Der Steuerwohnsitz ist als
steuerbegründende Tatsache grundsätzlich von den Steuerbehörden nachzuweisen.
Der Steuerpflichtige ist jedoch zur Mitwirkung und namentlich zu umfassender
Auskunftserteilung über die für die Besteuerung massgebenden Umstände verpflichtet.
Dass eine Wohnsitzverlegung stattgefunden hat, ist somit vom Steuerpflichtigen
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darzulegen. Dazu gehört nicht nur die endgültige Lösung der Verbindungen zum
bisherigen Wohnsitz, sondern auch die Darstellung der Umstände, welche zur
Begründung des neuen Wohnsitzes geführt haben (vgl. zum Recht der direkten
Bundessteuer BGE 138 II 300 E. 3.4). Die unbeschränkte Steuerpflicht gilt namentlich
dann als sehr wahrscheinlich, wenn sich das Hauptsteuerdomizil bereits seit längerer
Zeit unangefochten im Kanton befand. Der steuerpflichtigen Person obliegt diesfalls
der Gegenbeweis für die von ihr behauptete subjektive Steuerpflicht an einem neuen
Ort. Im Zweifelsfall besteht das bisherige Steuerdomizil fort. Diese Beweislastverteilung
gilt im internationalen wie im interkantonalen Verhältnis (BGer 2C_565/2016 vom
21. Dezember 2016 E. 2.3 mit Hinweisen; SGE 2010 Nr. 32).
4.2.
4.2.1. Der Beschwerdeführer lebt seit über vierzig Jahren in seinem Einfamilienhaus in
R._. Er bestreitet nicht, dass er sich auch nach der Abmeldung auf dem Einwohneramt
der Gemeinde per Ende November 2014 in seinem Haus aufgehalten hat. Er selbst hat
im vorinstanzlichen Verfahren ausgeführt, er müsse "recht viel Aufwand betreiben, um
den Unterhalt zu besorgen" (act. 10/1). Die vom Beschwerdegegner beigezogenen
Abrechnungen über den Energiebezug in den Jahren 2013 (6'172 kWh), 2014 (5'543
kWh) und 2015 (5'993 kWh) – und auch darüber hinaus – sprechen nicht dafür, dass
sich der Beschwerdeführer nach seiner Abmeldung wesentlich weniger in seinem Haus
aufgehalten hätte (vgl. act. 10-9/1.7). Der Beschwerdeführer ist sodann nach wie vor
mit einem festen Telefonanschluss an der W._ in R._ in den elektronischen
Telefonbüchern (www.local.ch; https://tel.search.ch) verzeichnet. Wie die Vorinstanz
bereits zutreffend festgestellt hat, ist unter diesen Umständen vom Weiterbestehen des
bis 2014 unbestrittenen steuerrechtlichen Wohnsitzes in der Politischen Gemeinde R._
auszugehen. Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer mit seinen Behauptungen und
Belegen dessen Verlegung nach E._ nachweisen kann.
4.2.2. Hinsichtlich des Wegzugs von R._ ist davon auszugehen, dass sich der
Beschwerdeführer auf dem Einwohneramt per Ende November 2014 abgemeldet hat.
Der polizeilichen Abmeldung kommt allerdings – wie dargelegt – jedenfalls für sich
allein keine ausschlaggebende Bedeutung zu. Der Beschwerdeführer macht geltend, er
habe "im Zusammenhang mit dem Wechsel nach E._ schon recht viel Möbel verkauft
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oder verschenkt" und macht geltend, dies hätte bei einem Augenschein festgestellt
werden können. Ein – vorgängig abzusprechender – Augenschein liesse allerdings
ebenso wenig wie Fotografien – welche der Beschwerdeführer im Übrigen auch nicht
einreicht – eine zuverlässige Feststellung zu einem dauerhaften Zustand zu. Die vom
Beschwerdeführer eingereichte Rechnung über eine Lieferung von 4'394 Litern Heizöl
am 14. Dezember 2015 an die W._ in R._ (act. 2/5) lässt keine Aussage über den –
angeblich halbierten – Verbrauch nach der Abmeldung im November 2014 zu. Weder
behauptet noch belegt der Beschwerdeführer Anstrengungen, seine Liegenschaft in
R._ dauerhaft zu vermieten. Einer solchen Vermietung stünde – wie auch die
Vorinstanz zutreffend festgestellt hat – die für das Grundstück geltend gemachte
Grundbuchsperre nicht entgegen. Aus der Vermietung eines Zimmers im
Einfamilienhaus per 1. März 2019 kann schliesslich offenkundig nicht geschlossen
werden, der Beschwerdeführer habe seinen dortigen Wohnsitz per Ende November
2014 aufgegeben. Der im Beschwerdeverfahren eingereichte Mietvertrag zur
Liegenschaft an der W._ in R._ hat schliesslich lediglich ein Zimmer, einen Büroraum,
eine Nasszelle und einen Parkplatz im Freien zum Gegenstand. Kühlschrank,
Waschmaschine und Geschirrwaschmaschine sind zur Mitbenützung vermietet, was
darauf hindeutet, dass das Haus auch von anderen Personen mitbenützt wird (act. 2/6).
4.2.3. Hinsichtlich des Zuzugs in E._ ist festzustellen, dass allein aufgrund der
Hinterlegung der Schriften nicht auf den Steuerwohnsitz geschlossen werden kann. Der
Beschwerdeführer macht insbesondere nicht geltend, er habe seit 2014 im Kanton P._
Steuererklärungen eingereicht und sei dort aufgrund persönlicher Zugehörigkeit als
unbeschränkt Steuerpflichtiger besteuert worden. Entsprechende Veranlagungen liegen
jedenfalls nicht vor.
Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer ein Zimmer im Haus seines Bruders
gemietet und die Mietzinsen bezahlt hat, lässt noch keine Schlüsse zu Häufigkeit und
Dauer seiner Aufenthalte in E._ – die beispielsweise durch entsprechende Bestätigung
seines Bruders belegt werden könnten – zu. Der Hinweis darauf, dass seine "ganze
Familie" in der Region E._ wohne, schliesst persönliche Beziehungen in der Region
Ostschweiz nicht aus.
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Die Behauptung, in medizinischer Behandlung bei D._ in der Klinik F._ in E._ zu sein,
belegt der Beschwerdeführer nicht. D._ ist im Übrigen seit 2010 am H._ und dort seit
2013 als Q._ tätig (vgl. ...). Die behauptete ärztliche Behandlung in der Praxis von S._
in E._ und insbesondere die Häufigkeit der dort erforderlichen Konsultationen weist
der Beschwerdeführer – obwohl dies keinen besonderen Aufwand verursachen würde
und er andere Beweismittel im Beschwerdeverfahren eingereicht hat – nicht nach. Die
vom Beschwerdeführer eingereichten Rechnungen der U._ betreffen Behandlungen im
Zeitraum von anfangs Dezember 2015 bis Mitte März 2016 (act. 2/3). Abgesehen
davon, dass sie kaum Rückschlüsse auf die Verhältnisse per 31. Dezember 2014
zulassen, sind wöchentliche bis vierzehntägliche medizinisch begründete
Behandlungstermine während knapp vier Monaten noch kein gewichtiges Indiz für eine
Verlegung des Lebensmittelpunktes an den Ort, an welchem sich die Praxis befindet.
Die Mitgliedschaften – und insbesondere allfällige damit verbundene Aktivitäten – in
verschiedenen Vereinen – "I._, B._, Y._, O._, Z._ etc." – belegt der
Beschwerdeführer nicht.
Die Personalangaben im Handelsregister, auf die der Beschwerdeführer verweist,
wurden im Dezember 2018 geändert (vgl. act. 2/2a und 2b) und sind deshalb von
vornherein nicht geeignet, eine Aussage zu den Verhältnissen vor diesem Zeitpunkt zu
machen. Vielmehr deuten sie daraufhin, dass der Beschwerdeführer jedenfalls bis
dahin – entsprechend den Handelsregistereinträgen – Wohnsitz in der Gemeinde R._
hatte. Hinzu kommt, dass bei den Personalangaben zur L._ GmbH, bei der der
Beschwerdeführer als Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift
eingetragen ist, nach wie vor C._ – in der politischen Gemeinden R._ gelegen – als
Wohnort angegeben ist (act. 2/2c).
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass der Beschwerdeführer eine Lösung seiner
Verbindungen zu R._/SG und die Tatsachen, aus denen auf eine Verlegung des
Wohnsitzes per 31. Dezember 2014 nach E._/P._ zu schliessen wäre, nicht in
ausreichendem Mass nachweist. Sein Antrag, es sei der steuerliche Wohnsitz in E._
festzustellen, fällt unter diesen Umständen dahin. Die Beschwerde erweist sich damit
als unbegründet. Sie ist dementsprechend abzuweisen.
6. (...)
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