# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9563044e-642a-4800-be19-bdaa137f5b27
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1977
geborene
X._
war seit
April 2004
im
Pflegezentrum
Y._
,
zuletzt
als Cafeteria Mitarbeiterin
in einem 50
% Arbeitspensum
,
angestellt und über den Arbeitgeber bei der Unfallversicherung Stadt Zürich
gegen die Folgen von Unfällen versichert. Mit
«
Unfallmeldung UVG» liess die Versicherte am 2
8
.
April 2017
der Unfallversicherung Stadt Zürich
mitteilen, dass sie am 3
.
März 2017
beim
Spazieren auf einem W
interw
anderweg
, welcher
eine
Skipiste
ge
kreuzt
habe
, von
ein
em skifahrenden
Kind
umgefahren worden sei und sich
dabei
an der
rechten
S
ch
u
l
ter
verletzt habe
(
Urk.
8/G1). Mit Ve
rfügung vom 16.
März 2018 verneinte
die Unfallversicherung
ihre Leistungspflicht für
Beschwerden an der Halswirbelsäule
mangels Kausalzusammenhangs zum Unfall
(
Urk.
8/G15
,
vgl. auch
Urk.
8/J10 f.
).
Mit einer weiteren Verfügung vom 2
5.
September 2018
und aus dem gleichen Grund
verneinte
sie auch
die Leistungspflicht
für das Double-
crush
-Reizsyndrom des
Nervus
ulnaris
der rechten Hand
(
Urk.
8/G29
, vgl. auch
Urk.
8/J14 f.)
.
Aufgrund der
diagnostizierten
SLAP-Läsion an der rechten
Schulter
(MRI vom 25.
April 2017;
Urk.
8/M2)
erfolgte am
15.
Oktober 2018 ei
n
a
rthroskopischer
Eingriff
(
Urk.
8/M26).
Bei persistierenden B
eschwerden und
verschiedene
n
Arzt
meinungen
betreffend
die weitere Behandlung
(
Urk.
8/M43)
sowie nachdem
die
Diagnose einer postoperativen
Frozen
Shoulder
gestellt worden war
(
Urk.
8/M44),
wurden
im Mai und Juni 2019 Infiltrationen
an
der
rechten Schulter durchgeführt
(
Urk.
8/M46).
Am 20.
November 2019 teilte
die
Unfallversicherung
Stadt Zürich
die Vornahme der
Abschluss
beurteilung
mittels eines Gutachtens mit (
Urk.
8/G67)
.
Im Einigungsverfahren wurde die
Begutachtung
in der
Z._
AG
beschlossen
(
vgl.
Urk.
8/
G
77)
und
das Gutachten
am
5.
Juni 2020 er
stellt
(
Urk.
8/M60
S. 1-67
).
Am
9.
September 2020 verfügte die Unfall
versicherung
Stadt Zürich
die
Einstellung der Heilbehandlungen per
5.
Mai
2020,
die
Einstellung der Taggeldleistun
gen per 3
1.
Oktober 2019 und
den
Verzicht auf
die
Rückforderung
zu viel e
rbrachter «Kurzfristleistungen». Sodann verneinte sie eine
n
Anspruch auf eine UVG-Rente und sprach eine Integritätsentschädigung
entsprechend eine
m
Integritätsschaden
von
5
%
in Höhe von
Fr.
7'400.
--
zu
(
Urk.
8/G99)
.
Die dagegen erhobene Einsprache v
om 8.
Oktober 2020 (
Urk.
8/J19)
wies
die Unfallversicherung Stadt Zürich, nachdem sie
die
medizinische
n
Akten
ihrem Vertrauensarzt
Prof.
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
zur Beurteilung
unter
breitet hatte (
Urk.
8/G106 und
Urk.
8/M68),
mit Entscheid vom
12.
April 2021 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
7.
Mai 2021 Beschwerde mit folgenden An
trägen (
Urk.
1 S. 2):
1.
Es sei der
Einspracheentscheid
vom 1
2.
April 2021 aufzuheben.
2.
Es sei festzustellen, dass der medizinische Endzustand noch nicht erreicht ist; dementsprechend sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin weiterhin die gesetzlichen Leistungen - insbesondere Taggelder sowie Pflegeleistungen und Kostenvergütungen - auszurichten. Es seien somit auch die Kosten für die vorgese
hene Operation (
arthro
skopische
Capsulotomie
mit gleichzeitig
er Durchtrennung des
Pectoralis
minor) zu übernehmen.
3.
Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu verpf
lichten, der Beschwerde
führerin
eine Inv
alidenrente von mindestens 34
%
sowie
eine Integritäts
entschädigung basierend auf einem Integri
tätsschaden
von 20
%
auszu
richten
.
Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom
3.
Juni 2021 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Mit Replik vom 1
8.
Oktober 2021
(
Urk.
13) reichte die Beschwerdeführerin ein Parteigutachten von
Dr.
med.
B._
, Fach
arzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
vom 1
5.
September 2021 (
Urk.
14) ein und
beantragte neu
:
1.
Es sei der
Einspracheentscheid
vom 1
2.
April 2021 aufzuheben.
2.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine Invalidenrente von 50
%
,
eventualiter 37
%
,
subeventualiter
26
%
auszurichten.
3.
Es sei die Beschwerdegegnerin zudem zu verpflichten, der Beschwerde
führerin eine Integritätsentschädigung basierend auf einem Integritäts
schaden von 7.5
%
auszurichten.
Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Duplik vom
2.
November 2021
am Antrag auf Beschwerdeabweisung
fest (
Urk.
17). Dies
wurde
der
Beschwerdeführerin am 3.
November 2021 zur Kenntnis gebracht.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 auf
geführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie An
spruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordent
lichen Rentenalters ereignet hat (
Art.
18 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Per
son durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
1.2
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundes
gerichts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.1).
1.3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundes
gesetz
es
über den All
gemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durch
führung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht wer
den kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohn
e dass auch die eingetretene ge
sund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.5
1.5
.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.
5
.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2016 vom 18. April 2016 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5.
3
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vor
genommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der
dazwischen liegende
mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.5.
4
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie
beispielsweise
einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse
ohne aufwendige Ab
klärungen im psychischen Bereich
davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden z
u ver
ursachen (vgl. BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E.
6a).
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamt
würdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Un
falles;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychisch
e Fehlentwicklungen auszulösen;
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
körperliche Dauerschmerzen;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
Grad und Dauer der physisch bedingten Ar
beitsunfähigkeit (BGE 134 V 109
E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründet
e
ihren
Einspracheentscheid
im Wesentlichen damit
(
Urk.
2 S. 5 f.
)
,
dass
sich
die Beschwerdeführerin aufgrund eines Unfall
ereignisses vom
3.
März 2017 eine Verletzung an der rechten Schulter zugezogen habe. Die posttraumatischen medizinischen Abklärungen hätten dabei ergeben, dass die ebenfalls bestehende Problematik am rechten Ellenbogen bzw. am
Nervus
ulnaris
krankheitsbedingt sei. Ebenfalls als unfallfremd
seien
ein Diskusprolaps C5/6 sowie eine Depression
zu werten,
wobei die psychischen Beschwerden bereits seit 2005 bestanden hätten. Aufgrund
der
psychischen Beeinträchtigung habe die Beschwerdeführerin s
eit 2011
eine 50%ige IV-Rente bezogen. Seit November 2017 sei sie wegen körperlichen und psychischen Gründen vollständig arbeitsunfähig. Seit Dezember 2017
erhalte sie eine
Viertelsrente
seitens der IV und
Ende Februar 2020
sei ihr
vom Arbeitgeber gekündigt
worden.
Zwecks finaler Leistungsabklärung
sei
das Gutachten bei der
Z._
AG
in Auftrag gegeben worden
.
A
us orthopädisch-
traumatologischer
Sicht
habe da
bei festgehalten werden können
, dass die vorgeführte Bewegungseinschränkung des rechten Schultergelenkes und die Kraftlosigkeit des rechten Armes nur zum geringen Teil nach
vollziehbar seien.
Die
orthopädische
Gutachterin habe
auch
die ärztliche Vorm
einung von
Dr.
med.
C._
,
wonach
die Ursache der per
sistierenden Schmerzen unklar sei
,
bestätigt.
Es sei auch
bestätigt
worden
, dass aus s
chulterchirurgischer Sicht der Beschwerdeführerin
mit operativen Mass
nahmen nicht geholfen werden könne
und
dass
a
ufgrund der beschriebenen Diskrepanzen und Inkonsistenzen
sowie
der psychischen Begleiterkrankung von einer weiteren Operation dringend ab
zuraten sei.
Mit
Dr.
C._
über
einstimmend
werde
auch von einer 100%
igen Arbeitsfähigkeit ab dem 1.
Januar 2020 in leidensadaptierter Tätigkeit aus
gegangen. R
ein unfallbedingt
sei
von einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
mit 8.5 Stunden pro Tag und 100
%
Leistung in angestammter Tätigkeit
, das heisse
als Mitarbeiterin in der Cafeteria im Pflegezentrum
Y._
, ab Anfang Juni 2017 auszugehen.
Nach der Arthro
skopie vom 15.
Oktober 2018 kö
nne für drei
Monate postoperativ eine
100%
ige Arbeits
unfähigkeit angenommen werden und a
ufgrund de
r postoperativen Schultersteife
se
i bis Ende August 2019 eine 30%
ige Arbeitsunfähigkei
t nach
vollziehbar. Ab September 2019 habe eine 100%
ige Arbeitsfähigkeit bestanden
(S. 6)
.
A
uch Prof.
Dr.
A._
habe sich dieser Auffassung
in Auseinandersetzung mit allen wesentlichen ärztlichen Vormeinungen angeschlossen.
Da die Beschwerde
führerin Anfang Juni 2017 zu 100
%
in angestammter Tätigkeit arbeitsfähig gewesen sei bzw. gewesen wäre
,
bestehe
kein Rentenanspruch und die geringen
verblieben
en
gesundheitliche
n
Beeinträchtigung
en
sei
en
aufgrund der SUVA-Tabellen
mit einem
Integritätsschaden in Höhe von 5
%
richtig beurteilt worden (S. 8).
2.2
Die Beschwerdeführerin
stellt
e
sich
demgegenüber
auf den Standpunkt (
Urk.
1 S. 9
f.),
auf
das
Z._
-Gutachten
könne nicht abgestellt werden. Es
verneine die Diagnose einer
frozen
shoulder
, die
jedoch mehrfach von verschiedenen Ärzten gestellt
und
a
uch nach der Begutachtung
i
n der
Z._
bestätigt worden sei
(S. 10). Auch auf
die
Aktenbeurteilung von Prof.
Dr.
A._
könne nicht abgestellt werden.
Diese sei nicht umfassend und gehe insbesondere nicht auf
die
Beur
teilung von
Dr.
D._
ein, welcher die Unfallkausalität
zuvor
bejaht habe (S. 12).
Es sei auch d
as im Gutachten
statuierte Belastungsprofil
derart eingeschränkt
,
dass
eine
Zumutbarkeit der
frühere
n
Tätigkeit als
Mitarbeiterin in einer Cafeteri
a
nicht
zutreffen könne.
Bei der Tätigkeit seien
regelmässig schwere Gewichte
zu heben
und Gebinde
mit vollen Flaschen und
Waren zu tragen
und dabei handle es sich
nicht um eine sehr leichte
Tätigkeit
(S. 13). Vor dem Unfallereignis sei sie im Umfang von 50
%
in der Cafeteria angestellt gewesen und
habe,
auf 100
%
hochgerechnet, ein
Einkommen von
Fr.
71’023.70 erzielt. Das Invaliden
einkommen sei nach LSE-Zahlen zu bestimmen und entspreche einem Jahres
einkommen von
Fr.
52'452.--. Zudem
sei
ein Tabelle
nlohnabzug von mindestens
10
%
zu berücksichtigen, was zu einem Invaliditätsgrad von 34
%
führe (S. 14).
Der Integritätsschaden sei entsp
rechend der Beurteilung von Dr.
D._
auf 20
%
zu veranschlagen (S. 15).
In ihrer Replik führt
e
sie aus (
Urk.
17 S. 3), es könne als erstellt gelten, dass der medizinische Endzustand erreicht sei und das gestellte Rechtsbegehren
Ziff.
2 werde deshalb zurückgezogen.
Das im
Z._
-
Gutachten festgelegte Belast
barkeitsprofil entspreche jedoch nicht den Anforderungen an die zuletzt aus
geübte Tätigkeit
(S. 6)
. Dies sei durch das neue Gutachten von
Dr.
B._
bestätigt worden.
Danach könne sie keine
belastenden Bewegungen,
kein Heben oder Tragen von Lasten über 5 kg
,
keine Bewegungen oberhalb der Horizontal
ebene und keine repetitiven Bewegungen im Schultergelenk ausüben. In diesem Sinne könne die rechte obere Extremität lediglich als Hilfs- und
Zudienhand
ein
gesetzt werden. In der angestammten Tätigkeit bestehe aus rein unfallkausalen Gründen eine Arbeitsfähigkeit
von 50
%
und
in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
(S. 4
, S. 7
)
.
Dr.
B._
habe den Integritätsschaden unter Berücksichtigung des unfallkausalen Anteils auf 7.5
% festgesetzt. Darauf sei abzustellen (S. 11).
3.
3.1
Im Bericht des Spital
s
E._
vom 2
5.
April 2017 (
Urk.
8/M2)
hielt
der zuständige Radiologe die Zuweisung der Beschwerdeführerin durch
Dr.
med.
F._
für ein
MR
I
Schu
lter rechts und
eine
Arthrografie
Schultergelenk
rechts
vom
selben Tag fest
. Die Beschwerdeführerin sei am
3.
März 2017 nach hinten gestürzt und habe sich mit gestrecktem rechten Arm aufzufangen
versucht
. Es bestünden zu
nehmende Schmerzen ventral auf Höhe der Schulter
und
im Verlauf
mit
Aus
strahlung in de
n Bizeps und seit einer Woche
ein Taubheitsgefühl
im
gesamten Arm, welches nach einigen Minuten Bewegung wieder verschwinde.
Es stelle sich die Frage einer
Verletzung des Schultergelenks.
Im Rahmen der Beurteilung
wur
de
n
eine SLAP-
Läsion Typ 2 bei intakter l
ange
r
Bizepssehne
und
Rotatoren
manschette
, ein unregelmässig strukturalteriertes,
superiores
,
glenohumerales
Ligament und a
ls Nebenbefund
ein
leichter lateraler Down-
slope
sowie
klein
vol
umige
osteophytäre
Anbauten bei beginnender AC-Gelenksarthrose fest
gehalten. Differentialdiagnostisch seien die
Befunde prädestinierend f
ür die spätere Ausbildung einer
Impingement
-Problematik. Es
zeige sich
k
eine Bursi
tis
subakromialis
/
subdeltoidea
,
aber
es bestünden
Tendinopathien
der Supra- und mehr der
Infraspinatussehnen
.
3.2
3.2.1
Im Gutachten der
Z._
AG vom
5.
Juni 2020
(
Urk.
8/M60)
, basierend
auf Abklärungen in
den
Fachrichtungen Orthopädie, Neurologie
und Psychiatrie,
führten
die G
utachter
unter
Diagnosen
Folgendes auf
(S. 6):
Unfallrelevante Diagnosen
-
Bewegungseinschränkung (Schulterteilsteife) rechts und Kraftminderung des rechten Armes nach Sturz
am
3.
März 2017 und Arthroskopie des rechten Schultergelenkes mit Tenotomie der langen
Bizepssehne
und
sub
akromialer
Dekompression vom 1
5.
Oktober 2018
Nicht unfallrelevante Diagnosen
-
Rezidivierende depressive Störung, aktuell schwere Episode mit psycho
tischen Symptomen (ICD-10 F33.3)
Die Beschwerdeführerin sei am
3.
März 2017 beim Spazierengehen auf einem Winterwanderweg auf den nach hinten ausgestreckten
rechten Arm gestürzt. Primär sei
ein konservatives Vorgehen
mit Physiotherapie erfolgt. Dieses habe
jedoch keine wes
entliche Linderung gebracht
. Im MR und der
Arthrographie
des rechten Schultergelenkes vom 2
5.
April 2017 sei eine SLAP-
Läsion Typ 2 beschrieben worden. Am 2
4.
Mai 2017 sei die Steroidinjektion und wegen an
haltenden Beschwerden im Bereich des rechten Schultergelenkes weiterhin
eine
intensive Physiotherapie und
eine
analgetische Behandlung
durchgeführt wor
den
. Die Situation sei instabil geblieben und es sei immer wieder zu starken
Schmerz
e
xazerbationen
gekommen. Im Januar 2018 sei
en
eine
Schmerzaus
breitung mit multiplen
periar
tikulären
Triggerpunkten
,
eine
Ep
i
kondylitis
lateralis
,
Nervenirritationen sowie
Impingementbeschwerden
erwähnt
worden und am 17.
Januar 2018
sei
die
subacromiale
Infiltration der rechten Schulter
erfolgt
. Danach sei die Beschwerdeführerin schm
erzfrei gewesen, so
dass der kern
spintomographische Befund einer SLAP-Läsion als nicht im Vordergrund stehend beurteilt worden sei. Im weiteren Verlauf seien
Tendinopathien
der Supra- und
Infraspinatussehnen
und eine beginnende AC-Gelenksarthrose festgestellt wor
den. Die
subacromiale
Infiltration und die Infiltration des
Coracoids
der rechten Schulter am 2
5.
April 2018 hätten eine Bestätigung der
subacromialen
Beschwerden gebracht und am 1
5.
Oktober 2018 sei die Arthroskopie des rechten Schultergelenkes mit Tenotomie der langen
Bizepssehne
nach O'Brien und
sub
akromialer
Dekompression durchgeführt worden. Postoperativ sei es zur Ent
wicklung einer Schultersteife rechts mit nur langsamer Verbesserung der Bewegung unter intensiver Phys
iotherapie und ohne wesentliche
Schmerz
reduktion
gekommen
. Die
glen
ohu
merale
Infiltration am 28.
Mai
2019 mit nu
r partiellem Ansprechen und die
I
nfiltration der Bursa vom 1
1.
Juni
2019
hätten
keinen zusätzlichen Nutzen
ge
bracht
. Im September 2019
sei
es zu einer deut
lichen Besserung der Beweglichkeit der rechten Schulter
gekommen. Im November 2019 sei die Diagnose einer I
nstabilität der rechten Schulter gestellt
worden
und die Beschwerdeführerin anhalten
d
arbeitsunfähig geblieben.
3.2.2
Die orthopädische Gutachterin führte aus
(S. 33 f.)
, bei der Untersuchung des rechten Schultergelenkes hätten Inkonsistenzen und Diskrepanzen
bestanden
. Zum einen sei eine in sämtlichen Bewegungsrichtungen eingeschränkte Beweg
lichkeit des rechten Schultergelenkes vorgeführt worden. Bei der Schultersteife
«
frozen
shoulder
»
hand
le
es sich jedoch um ein fest definiertes Krankheitsbild mit
Fibrosierung
und Schrumpfung der Gelenkkapsel (
Capsulitis
adhaesiva
) und schmerzhafter Bewegungseinschränkung des
Glenohumeralgelenkes
, deren Ätio
logie unbekannt sei und die in vier
Stadien verlaufe. In der Rege
l
limitiere sich diese nach einem Krankheitsverlauf von ein bis drei Jahren
sowohl mit als auch ohne Therapie
von selbst. Die vorgeführten Bewegungseinschränku
ngen des rechten Schultergelenk
s
seien
jedoch nicht dem Kapselmuster nach
Cyriax
ent
sprechend
und eine
frozen
shoulder
liege bei der Beschwerdeführerin demnach nicht vor. Auch im MR des rechten Schultergelenkes vom 2
5.
November 2019 sei keine
Capsulitis
adhaesiva
vorhanden gewesen. Von der Schultersteife
seien
je
doch eine Reihe anderer Krankheitsbilder
abzugrenzen
, bei der die passive Bewegungseinschränkung des Schultergelenkes (Schulterteilsteife) eine andere Ursache habe.
Die isometrischen Spannungstests mit dem rechten Arm seien komplett abgeschwächt
gewesen
und dabei
mit
auffälligem Muskelzittern demonstriert worden. Das Zeichen nach Jobs sei rechts negativ gewesen, eine
Rotatorenmanschettenruptur
sei in den durchgeführten MRIs des rechten Schultergelenkes nicht gefunden worden. Die
am
2
5.
November 2019 beschriebenen minimalen
Enthesiopathien
am Ansatz der
Subscapularissehne
und
Infraspinatussehne
und die nahezu reizlose, intakte
Supraspinatussehne
seien bei schmerzfreien isometrischen Spannungstests klinisch nicht relevant. Bei fehlender Angabe eines
painful
arc
und negativem Zeichen nach Neer sei auch nicht vom Vorliegen eines
Subakromialsyndroms
auszugehen.
Bei fehlender Druckschmerzangabe und nicht schmerzhafter horizontaler Adduktion liege auch keine relevante Reizung des
Akromioklavikulargelenkes
v
or. Die Druck
schmerzangabe über dem rechten
Sulcus
bicipitalis
sei vereinbar mit den ent
sprechenden postoperativen narbigen Veränderungen nach der Tenotomie und
Tenodese
der langen
Bizepssehne
, bei der die lange
Bizepssehne
auf die kurze
Bizepssehne
genäht werde. Dies habe jedoch keine Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin.
Das
Aus- und Anziehen
im Bereich
des Ober
körpers
sei
unter Schonung des rechten Armes
durchgeführt worden
. Auch die grobe Kraft der rechten Hand werde stark vermindert dargeboten. Dies sei jedoch widersprüchlich zur normal entwickelten Ober- und Unterarmmuskulatur ohne messbare Seitendifferenz sowie zur fehlenden Atrophie der Handbinnen
muskulatur beidseits. Zusammenfassend könne von
orthopädisch-trauma
tologischer
Seite die von
der Beschwerdeführerin
vorgeführte Bewegungs
einschränkung des rechten Schultergelenkes und die Kraftlosigkeit des rechten Armes nur zum geringen Teil und nicht in dem vorgeführten Ausmass und
in
der Art
nachvollzogen werden
(S. 34).
3.2.3
Die neurologische Gutachterin hielt fest (S. 46), der neurologische Status sei regelrecht. Es
sei
gemäss Anamnese eine
Schmerzausstrahlung mit
Kribbel
m
issempfindungen
angegeben
worden
, die nicht dem Ausbreitungsgebiet von peri
pheren Nerven entsprächen. A
ufgrund der neurologischen Untersuchung mit negative
m
Hoffmann-
Tinell
über dem Karpaltunnel und bei
negativem
Sulcus
u
l
naris
, bei
unauffällige
m
Neurostatus ohne Reflexdifferenzen, ohne Paresen un
d ohne
umschriebene
Atrophien
bestünden keine
Hinweise für eine
Radikulopathie
,
Plexusläsion
oder
eine
andersartige umschrieben
e
periphere Nervenschädigung. In der Zusammenschau der Befunde könne keine neurologische Diagnose gestellt werden.
3.2.4
Aus psychiatrischer Sicht wurde ausgeführt (S. 55), die Beschwerdeführerin gebe an, sie habe schon seit Jahren, seit
der
Schwangerschaft mit ihrem Sohn 2005 Depressionen, aber immer wieder einen Weg gefunden, um wieder zu arbeiten. Irgendwann habe sie eingesehen, dass sie ihr Arbeitspensum reduzieren sollte, und dann nur noch 50
%
gearbeitet. Sie beschreibe plausibel und nachvollziehbar Beeinträchtigungen und zeige Symptome, die mit einer schweren Depression ver
einbar seien (S. 62). Ein ursächlicher Zusammenhang zwischen der Depression und dem
Unfalle
reignis bestehe nicht (S. 63).
3.2.5
Zur Frage
,
welche der Befunde dem Ereignis vom
3.
März 2017 zugeschrieben werden können, hielten die Gutachter fest (S. 7
f.
), die Schmerzen am rechten
Epicondylus
h
umeri
radialis
, im Bereich des ersten und zweiten
Streck-Sehnen
faches und im rechten Daumen sowie die Schwellneigung des rechten Daumens seien eher nicht dem Ereignis zuzuschreiben.
Dasselbe gelte für sämtliche psychiatrischen Beschwerden.
Die Bewegungseinschränkungen der rechten Schulter und die Schmerzen in der rechten Oberarm
-A
ussenseite bis zur Mitte des Oberarmes sei
en
möglicherweise und
die Schmerzen ventral und dorsal der rechten Schulter sowie eine leichte Belastungs- und Bewegungseinschränkung
überwiegend wahrscheinlich
auf das Ereignis zurückzuführen.
Aufgrund
der beschriebenen
Diskrepanzen und Inkonsistenzen bestehe der Verdacht auf eine deutliche Schmerza
usweitung. Zum Belastungsprofil
führten die Gutachter aus (S. 8), unter Berücksichtigung der mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom
3.
März 2017 zurückzuführenden Beschwerden seien körperlich sehr leichte bis selten leichte Tätigkeiten unter Vermeidung von repetitiven Rotationsbewegungen und Arbeiten über dem Schulterniveau mit dem rechten Arm zumutbar.
Von psychiatrischer Seite könn
e gegenwärtig kein positives Belastungsprofil definie
rt werden. Unfallbedingt bestehe
sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin in der Cafeteria
im Pflegezentrum
Y._
als auch in einer den Behinderungen angepassten Tätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 100
% mit 8.5 Stu
nden pro Tag und 100
%
Leistung.
Retrospektiv
sei ab dem Ereignis vom
3.
März
2017
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit nachvol
lziehbar. Nach der Steroidinjektion
des rechten Schultergelenkes am 2
4.
Mai
2017
sei
ab Anfang Juni 2017 vom Erreichen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus
zugehen.
Bei beschriebener instabiler Situation mit gelegentli
chen
Schmerzexazerbationen
seien vorübergehende kurzzeitige zirka einwöchige
100%
ige Arbeitsunfähig
keiten nachvollziehbar.
Nach der
Arthroskopie des recht
en Schultergelenkes vom 1
5.
Oktober
2018
sei
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für drei Monate und nach der postoperativen Schultersteife
bis Ende August
2019
eine
30%ige Arbeits
unfähigkeit nachvollziehbar. Ab September 2019
werde
bei deutlicher
Besserung der Beweglichkeit der re
chten Schulter das Erreichen
einer
100%igen Arbeits
fähigkeit
beurteilt
(S. 9
f.
).
3.3
Prof.
Dr.
A._
führte in seiner Aktenbeurteilung vom 2
1.
März 2021 (
Urk.
8/M68) aus (S. 6
1
), die Bewegungseinschränkung (Schultersteife) rechts und die Kraftminderung des rechten Armes nach Sturz am
3.
März 2017 und die Arthroskopie des rechten Schultergelenkes mit Tenotomie der langen
Bizepssehne
und
subakromialer
Dekompression vom 1
5.
Oktober 2018
würden
als unfall
relevant
erscheinen
. Nicht
als
unfallrelevant erscheine
die re
zidivierende depressive Störung mit
aktuell schwere
r
Episode mit psychotischen Symptomen.
Die später in die Akten eingeführte mögliche neurologisch basierte Beschwerde
symptomatik
zeige
sich bis dato ohne neurologisch nachweisbare strukturelle
Läsion. Es handle sich dabei
lediglich um Verdachtsmomente. Ein
Entrapment
einer
nervalen
Struktur
könne
traumatische
r
oder
atraumatischer
Genese sein und eine
überwiegende Wahrscheinlichkeit für die eine oder andere Ursache
sei
nicht zu sehen. Im Bericht
der
Orthoklinik
der
Klinik G._
vom 1
2.
November 2019 sei eingeschätzt worden, dass klinisch keine
frozen
shoulder
und auch keine
glenohumerale
Instabilität vorliege
.
Mit dieser
Einschätzung
bestehe
auch aktuell von orthopädisch-
traumatologischer
Seite
her eine
Übereinstimmung.
3.4
Dr.
B._
,
welcher
im Auftrag der Beschwerdeführerin
am 1.
September 2021 eine Begutachtung durchführte,
nannte unter Diagnosen
(
Urk.
14
/1
S. 15)
:
-
Residuelle
Beschwerden im Bereich der rechten Schulter im Sinne von Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Verminderung der groben Kraft nach Arthroskopie des rechten Schultergelenkes mit Tenotomie und
Tenodese
der langen
Bizepssehne
und
subakromialer
Dekompression Mitte Oktober 2018 nach Sturz auf die rechte Schulter Anfang März 2017
-
Differentialdiagnostisch
Frozen
shoulder
Bei den aufgeführten Beschwerden handle es sich einerseits um Angaben der Beschwerdeführerin, die nicht mit objektivierbaren Methoden geprüft werden könnten. Andererseits sei auch die Messung der Beweglichkeit sowie der groben Kraft star
k von der Compliance abhängig und
auch
hier gebe
es keine Probanden unabhängigen Messverfahren.
Die vorliegenden Beschwerden im Sinne von Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Verminderung der groben Kraft könnten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dem Ereignis vom
3.
März 2017 zugeordnet werden.
Aus orthopädischer Sicht seien die beklagten Beschwerden grundsätzlich nachvollziehbar, allerdings nicht im angegebene
n
Ausmass
(S. 15)
.
Die bildgebenden Verfahren zeig
t
en eine intakte
Rotatorenmanschette
und keine Vernarbungen
der Schultergelenkskapsel oder gar eine
Capsulitis
adhäsiva
. Dies weise darauf hin, dass an den aktuellen Beschwerden nicht nur unfallbedingte Faktoren beteiligt seien (S. 17 f.). Laut Angaben der Beschwerdeführerin sei die Tätigkeit als Mitarbeiterin in der Cafeteria im Pflegezentrum
Y._
körper
lich anspruchsvoll gewesen und so wie
sie
das Tä
tigkeitsprofil beschrieben habe
, sei in der angestammten Tätigkeit in der Cafeteria von einer Arbeitsfähigkeit von 0
% auszugehen.
Die unfallbedingten Beschwerden seien auf maximal 50
%
ein
zuschätzen und die unfallbedingte Arbeitsfähigkeit
sei
mit 50 % zu bemessen.
In einer leidensangepassten Tätigkeit, körperlich leicht, ohne Heben oder Tragen von Lasten
über 5 kg, ohne repetitive Bewegungen im rechten Schultergelenk, ohne Bewegungen über die Horizontalebene im rechten Schultergelenk sei von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
auszugehen (S. 18).
Aus rein orthopädischer Si
cht erscheine es gerechtfertigt
davon auszuge
h
en, dass der Endzustand erreicht sei, da
eine
Intensivierung der orthopädischen Behandlung mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit keine Besserung des Gesundheitszustandes bringen werde (S. 19).
Zum
Integritätsschaden
sei unter Berücksichtigung der demonstrierten Schulter
gelenksbeweglichkeit von knapp 90° die
Einbusse
mit 15
%
zu berücksichtigen und da der unfallbedingte Anteil an den aktuellen Beschwerden mit 50
%
zu bemessen sei,
sei
die Einschät
zung des Integritätsschadens auf
7.5
% gerecht
fertigt (S. 20).
4.
4.1
In der Sache selbst sind
vorliegend
ein
Rentenanspruch
aus der Unfall
versicherung
sowie
die Höhe der Integritätsentschädigung
streitig
.
Nicht mehr
bestritten und aktenmässig erstellt ist
hin
gegen, dass
der Fallab
schluss zu Recht erfolgte
,
nachdem
selbst im Parteigutachten davon ausgegangen wird, dass
be
züglich
der unfallversehrte
n
Schulter
rechts
mittels weiterer medizinische
r
Massnahmen
keine
Verbesserung mehr erzielbar ist (
E. 3.4 hiervor
).
Mit der
Ein
stellung der
vorübergehenden
Taggeldleistungen per 3
1.
Oktober 2019
und der
Einstellung der He
ilbehandlungen per
5.
Mai 2020
sowie
dem Verzicht auf eine Rückforderung allenfalls zu
viel ausgerichteter vorübergehender Leistungen hat es damit sein Bewenden und
es
sind
, wie
ausgeführt
,
lediglich noch
der Renten
anspruch
und die Integritätsentschädigung
zu prüfen
(vgl. E. 1.2 hiervor)
.
4.2
Aufgrund der Angaben in den Akten
steht grundsätzlich
fest, dass
die Beschwerdeführerin seit dem Jahr 2005 unter psychischen Beschwerden
leidet,
ihr
deswegen
seit Mitte September 2007 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert und
ab dem Jahr 2011 eine halbe Rente der Invalidenversicherung ausgerichtet wurde
(vgl. E. 2.1 und E. 3.2.4 und
Urk.
8/M19
Ziff.
1,
Ziff.
3 und
Ziff.
11)
. Weiter steht fest, dass
es
aufgrund des
Ereignis
ses
vom
3.
März 2017 zu einer Verletzung an der rechten Schulter (SLAP-Läsion)
gekommen ist und
am 1
5.
Oktober
2018
ein
arthroskopischer
Eingriff durchgeführt
wurde
(
Urk.
8/M26)
.
I
n Verbindung
mit dem Erei
gnis
vom
3.
März 2017
wurden
seitens der behandelnden Ärzte
erst
ab
30.
April 2017
teilweise 100%ige
Arbeitsunfähigkeiten
attestiert
,
was zur Aus
richtung
der Unfalltaggelder
geführt hat
(vgl.
Urk.
8/T16, T24, T34, T45 und T53)
.
I
m W
eiteren ist den Akten zu entnehmen, dass
die
seit dem Jahr 2005 bekannte
psychische
Problematik
ab November 2019 zu teilstationären und stationären Behandlungen in der Psychiatrischen Universitätsklinik
H._
gef
ührt hat (vgl.
Urk.
8/M60 S. 88
-
96).
Gemäss den
Angaben der Beschwerdeführerin
war
ihr
letzte
r
Arbeitstag
als Cafeteria Mitarbeiterin
im November 2017 und das Arbeitsverhältnis
wurde
per
2
9.
Februar 2020 gekündigt (
Urk.
8/M60 S. 80)
.
4.3
V
or diesem
Hintergrund
zeigten die medizinischen
Experten im Gutachten der
Z._
AG vom
5.
Juni 2020 nachvollziehbar auf, dass die vorbestehende psychische Symptomatik, welche bereits zur Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 50
%
und zur Invalidisierung vor dem Ereignis vom
3.
März 2017 geführt hat
te
,
als unfallfremd zu werten ist.
Gleich verhält es sich
mit der Verschlechterung der psychischen Symptomatik, welche aufgrund
der zum Teil stationären Behandlung
in der Psychiatrischen Universitätsklinik
H._
eine
100
%
ige
Arbeitsunfähigkeit
begründet
hat
(
Urk.
8/M60/63 ff.)
.
E
in
möglicher
Kausalzusammenhang
zwischen dem Ereignis vom
3.
März 2017 und der psychischen Symptomatik wurde denn auch
zu
Recht weder durch die behandelnden Ärzte noch durch den Partei
gutachter
Dr.
B._
erwogen
oder anderweitig thematisiert. Hinzu kommt, dass objektiv betrachtet
d
as Unfallereignis
, bei dem die Beschwerdeführer
beim Zusammenstoss
mit einem skifahrenden Kind
auf einem Winter
wanderweg zu Fall gekommen
war
,
vom
augenfälligen Geschehensablauf
her
als leicht zu qualifizieren ist
und
auch
erst Wochen später zu medizinischen Behandl
ungen mit attestierten
Arbeitsunfähigkeiten geführt
hat
.
D
as
Ereignis
ist damit
per se
nicht
geeignet
,
einen erheblichen
psychischen
Gesundheitsschaden zu verur
sachen
, sodass
ein
(
adäquate
r
)
Kausalzusammenhang zwischen
dem
Ereignis vom
3.
März 2017
und
den
psychischen Beschwerden
auch in dieser Hinsicht zu
ver
neinen
ist
(vgl. E. 1.5.4).
4.4
In Bezug auf die
somatischen Unfallfolgen
wiesen sowohl die
Experten der
Z._
AG als auch
Dr.
B._
auf
verbliebene
Beschwerden im Bereich der rechten Schulter im Sinne von Schmerzen, Bewegungseinschränkung und Verminderung der groben Kraft
hin. Dazu zeigen auch
die
aktuellsten
bildgebenden
Befunde
vom
1.
September 2021 (vgl.
Urk.
14
/1 Anhang
,
Urk.
14/1 S. 17 f.
)
eine intak
te
Rotatorenmanschette
ohne
Ver
narbungen der Schultergelenkskapsel
und
eine
Capsulitis
adhäsiva
liess
sich nach wie vor
nicht
feststellen
.
Selbst Dr.
B._
hielt
deshalb
fest
, dass die beklagten Beschwerden
nicht
im geltend gemachten Ausmass
nachvollziehbar sind
(
Urk.
14/1 S. 15)
.
Inkonsistenzen und Diskrepanzen
betreffen
d
die Beschwerde
angaben
hielten
auch die
Experten im
Z._
-
Gutachten fest
. Da
bei wurde ins
besondere
nachvollziehbar dargelegt, dass
die
demonstrierten Bewegungs
einschränkungen und die Schonung des rechten Armes
im Widerspruch
zur normal entwickelten Ober- und Unterarmmuskulatur ohne messbare Seiten
differenz
und bei fehlender
Atrophie der Handbinnen
muskulatur beidseits
auch
diskrepant
zur
Darbietung einer grob verminderten
Kraft der rechten Hand steht
(
Urk.
8/M60 S.
34, vgl. auch S. 33)
.
Im Hinblick auf diese Diskrepanzen überrascht nicht, dass die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit und das Belastungsprofil
der
Z._
-Experten und von
Dr.
B._
nicht ganz deckungsgleich ausgefallen sind. D
ie
Einschätzung von Dr.
B._
, welcher
weitgehend den Angaben der Beschwerdeführerin folgte
,
vermag die
ausführliche Darstellung im
Z._
-G
utachten
jedoch
nicht in Zweifel zu ziehen.
I
nsbesondere
die
Herleitung
einer unfallbedingten Arbeitsfähigkeit von 50
%
in angestammter Tätigkeit und der
Restarbeitsfähigkeit von 80
%
in ein
e
r leidensangepassten Tätigkeit
überzeugt nicht
. Mit Blick auf die
normal ent
wickelte Ober- und Unterarmmuskulatur ohne messbare Seitendifferenz und bei fehlender Atrophie der Handbinnenmuskulatur
ist auch nicht nachvollziehbar, dass die
rechtsdominante
Beschwerdeführerin
alle Tätigkeiten
nur
mit der linken Hand ausüben
beziehungsweise die rechte obere Extremität lediglich als Hilfs- und
Zudienhand
eingesetzt werden kann
(vgl.
Urk.
14 S. 1
8
und S. 17
).
Dem
gegenüber basiert
die
Einschätzung im
Z._
-Gutachten
auf eine
r
gesamt
medizinischen
Betrachtungsweise
. Nebst
orthopädischen
Untersuchungen erfolgten dabei auch
neurologische und psychiatrische
Abklärungen, was in
so
fern erforderlich war, als das gezeigte Beschwerdeverhalten
und die Bewegungs
einschränkungen
somatischerseits
nur teilweise erklärbar war
en
.
4.5
Nach dem hiervor Gesagten besteht keine Veranlassung
,
nicht auf die Beurteilung im
Z._
-Gutachten abzustellen, welches auch sonst die Anforderungen an eine beweiswertige Expertise (vgl. E. 1.6) erfüllt.
Gemäss dem
Belastungsprofil
sind der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung der Unfallfolgen
am rechten Schultergelenk
körperlich sehr leichte bis selten leichte Tätigkeiten unter Ver
meidung von repetitiven Rotationsbewegungen und Arbeiten über dem Schulterniveau mit dem rechten Arm
in einem Arbeitspensum von 100
%
ohne zeitliche Einschränkung
zumutbar
(
Urk.
8
/
M60 S.
8
f.
und S. 69
)
.
5.
5.1
I
n Fällen,
in denen
ausser invalidisierenden Unfallfolgen noch eine oder mehrere andere, nicht unfallbedingte Gesundheitsschädigungen vorliegen,
ist
grund
sätzlich
vorweg der allein auf das Unfallereignis zurückzuführende Invaliditäts
grad zu ermitteln (BGE 122 V 360 E. 5c/
aa
).
Im Rahmen der Invaliditäts
bemessung ist v
orliegend z
u berücksichtigen, dass die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin
bereits
vor dem Unfallereignis vom 3.
März 2017
aufgrund einer psychischen Störung
reduziert
gewesen
war und
dass diese
Beein
trächtigung
zur Berentung
durch die
Inval
idenversic
herung geführt hat
.
Art.
28
Abs.
3 der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
bestimmt dazu
:
W
ar die Leistungsfähigkeit des Versicherten aufgrund einer nicht versicherten Gesundheitsschädigung vor dem Unfall dauernd hera
bgesetzt, so ist für die Bestim
mung des Invaliditätsgrades der Lohn, den er auf
grund der vorbestehenden vermin
derten Leistungsfähigkeit zu erzielen imstande wäre, dem Ein
kommen gegenüber zu stellen, welches
er trotz der Unfallfolgen und der vorbestehenden Bee
inträchtigung erzielen könnte.
Dieser Sonderfall der Bestimmung des Invaliditätsgrades kommt dort zur Anwen
dung, wo eine vorbestehende unfallfremde verminderte Leistungsfähigkeit vor
liegt, die in keinem Zusammenhang mit dem versicherten Ereignis steht (
Urteil des Bundesgerichts 8C_876/2015
vom 2
9.
Januar 2016
E. 5.2.1).
V
orliegend wurde die
vorbestehende psychische Beeinträchtigung durch das Unfallereignis nicht, auch nicht vorübergehend, ver
ändert
(E. 4.3)
. Das
Unfallereignis vom 3.
März 2017 zeitigte vielmehr einzig somatische Folgen an der rechten Schulter. Bei
grundsätzlich
somit klar trennbaren Gesundheitsschäden findet
Art.
28
Abs.
3 UVV Anwendung (Urteil des Bundesgerichts 8C_876/2015
vom 2
9.
Januar 2016
E. 5.2.1).
Im Rahmen von
Art.
28
Abs.
3 UVV stellt das vor dem neuen Unfall erzielte Ein
kommen bei bereits herabgesetzter Leistungsfähigkeit zwar ebenfalls ein In
valideneinkommen dar, entspricht jedoch mit Bezug auf den neuen Unfall dem
Valideneinkommen
, während das nach diesem Unfall erzielte Einkommen das In
valideneinkommen darstellt
(
Urteil des Bun
desgerichts 8C_876/2015
vom 2
9.
Januar 2016
E. 5.2.3). Als
Valideneinkommen
ist
vorliegend
somit der Lohn zu berücksichtigen, den die Beschwerdeführerin
aufgrund der vorbestehenden verminderten Leistungsfähigkeit
im Zeitpunkt des Rentenbeginns
zu erzielen im Stande wäre.
5.
2
Die diesbezüglichen Angaben in den Akten der B
eschwerdegegnerin
geben da
r
über
nur ungenügend Aufschluss. Z
war ist d
em E-Mail vom 1
3.
Juli 2017 zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin bei einem 50
%
-
Pensum
Fr.
34'372.05 und Sonntagszulagen von
Fr.
1'064.05 pro Jahr erhalten hat
(
Urk.
8/G8)
.
Mit Blick auf die normalerweise im Gastgewerbe
oder im
Ge
sundheits- und Sozial
wesen
erzielbaren Einkommen erscheint
dieses
Einkommen
als eher hoch
.
Andere verlässliche Angaben wie Lohnausweise, IK-Auszüge, Arbeitgeber
bescheinigung
en
oder auch nur zuverlässige Angaben auf der Unfallmeldung
(vgl.
Urk.
8/G1)
liegen nicht
bei
den Akten
. Da die Beschwerdegegnerin Kenntnis über die Anmeldungen
der Beschwerdeführerin bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung
und
die Ausrichtung von Rentenleistungen
hatte
(
Urk.
2
lit
. e
)
, ist
nicht nachvollziehbar, weshalb dazu keine
weiteren
Unterlagen
vor
liegen.
Aufgrund des unvollständigen Aktendossier
s
kann
damit
nicht
ab
schliessend
eruiert werden, welche
s
Einkommen
die Beschwerdeführerin
im Zeit
p
unkt des Unfalles
erzielt hat
sowie
welches Einkommen sie im Zeitpunkt des Rentenbeginns aufgrund der vorbestehenden verminderten Leistungsfähigkeit zu erzielen im Stande gewesen wäre
.
Namentlich ist auch unklar, welches Invaliden
einkommen die IV-Stelle ihr bei der
Zusprache
der halben Invalidenrente
beziehungsweise bei der
erfolgten Reduktion auf eine
Viertelsrente
als Invaliden
einkommen
anrechnete
(
Urteil des Bundesgerichts
8C_633/2020
vom 2
5.
März 2021
E. 6.2
).
5.3
Hinsichtlich des Invalideneinkommens
ist
z
u berücksichtigen, dass d
er
Beschwerdeführer
in
-
von den Unfallfolgen her
-
gemäss dem Belastungsprofil im
Z._
-Gutachten
eine 100%ige Arbeitstätigkeit in einer leidensangepassten
,
die rechte Schulter schonende
n
Beschäftigung zumutbar ist.
Im Anwendungs
bereich von
Art.
28
Abs.
3 UVV ist jedoch
jenes Einkommen m
ass
gebend, welches
die
Beschwerdeführer
in
trotz
der
Unfallfolgen
und der vorbestehenden Beeinträchtigung
noch zu erzielen in der Lage ist.
Gemäss den
Angaben der Beschwerdeführerin
vom
2.
März 2020
nahm sie
die Tätigkeit
als
Mitarbeiterin Cafeteria beim Pflegezentrum
Y._
nicht mehr auf und
die Tätigkeit war
per
Ende
Februar 2020
gekündigt
worden
(vgl.
Urk.
8/M60 S. 80
).
Ob damit
Ausgangspunkt für die Bemessung des Invaliden
einkommens
die konkreten Verdienstverhältnisse beim Pflegezentrum
Y._
sein können, ist fraglich
(vgl. E. 5.2)
.
5.4
Wie dargetan kann über
einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin aus der Unfallversicherung nicht ab
schliessend befunden werden, weshalb sich in diesem Punkt eine Rückweisung zur
Vervollständigung der Akten
(insbesondere
Beizug
der IV-Akten)
,
Erstellung
eines Einkomm
ensvergleichs und anschliessender neuer
Verfügung
aufdrängt.
6.
6.1
Streitig ist schliesslich die Bemessung der Integritätsentschädigung. Die
Beschwerdegegnerin
hat die
sbezüglich
die
massgebenden gesetzlichen Bestimmungen über den Anspruch auf eine Integritätsentschädigung (
Art.
24
Abs.
1 UVG,
Art.
36
Abs.
1 UVV
) und deren Bemessung (
Art.
25
Abs.
1 UVG,
Art.
36
Abs.
2 UVV in Verbindung mit Anhang 3 zur UVV) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen
(vgl.
Urk.
2
lit
. e)
.
Ergänzend festzuhalten ist, dass
der Bundesrat im
Anhang 3 zur UVV Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet
hat
. Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teil
weisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Ver
dienstes ergäbe (Ziff. 2).
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundes
rätlichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Ver
sicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV verein
bar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
6.2
Bezüglich der Integritätsentschädigung hat die
Beschwerdegegnerin ebenso auf die
Einschätzung
im Gutachten der
Z._
AG abgestellt (vgl.
Urk.
6 S. 9 f.) und den Integritätsschaden entsprechend einer Integritätseinbusse von 5
%
bewertet
(
Urk.
8/M60 S.11)
.
Die Beurteilung des Integritätsschadens ist in erster Linie Auf
gabe des Mediziners. Er hat insbesondere den Befund zu erheben sowie dessen Dauerhaftigkeit und Schwere zu beurteilen. Dabei hat er auch den Quervergleich mit anderen in
Anhang 3 zur
UVV oder den S
uva
-Tabellen aufgeführten Integritätsschäden vorzunehmen. Daneben obliegt es ebenfalls dem Mediziner, vorbestehende oder andere nicht unfallbedingte Schäden, beziehungsweise An
teile am Gesamtschaden festzustellen und zu bewerten (Thomas Frei, Die Integritätsentschädigung nach
Art.
24 und 25 nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung,
Diss
. Freiburg 1997, S. 68; vgl. zur ärztlichen Schätzung der Integritätseinbusse auc
h RKUV 1998 Nr. U 296 S. 238 E
. 2d).
Im
Z._
-Gutachten wurde zur
Bemessung des Integritätsschadens die Tabelle 1 (Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) der von der S
uva
unter dem Titel
«
Integritäts
schädigung gemäss UVG
»
veröffentlichten Richtwerte zu Grunde gelegt und auf 5
%
festgesetzt.
Bei der
Schätzung
wurde
n
die
festgestellte SLAP-
Läsion Typ 2
,
die resultierende Schulterteilsteife
und
die
schmerzhafte Bewegungs
einschränkung
,
die
mit einer möglichen passiven Beweglichkeit bei 130° liegt
, berücksichtigt
.
Dabei wurde auch
den
Inkonsistenzen und den erklärbaren ob
jektiven Befunden
Rechnung getragen
,
indem
nicht auf
die aktiv
e
Funktions
möglichkeit mit Armelevation von 90
°,
welche
eine
höhere
Integritätseinbusse
bedingt
hätte
,
abgestellt
wurde
.
Aufgrund des Ergebnisses der Funktionsprüfung
wird damit der
Beeinträchtigung
an
der
rechten
Schulter und der damit einher
gehenden eingeschränkten Gebrauchsfähigkeit des Armes angemessen R
echnung getragen. Die Kritik der Beschwerdeführerin
,
welche auf
Dr.
B._
mit
s
einer Einschätzung einer Integritätseinbusse von 7.5
%
abgestellt haben will
(vgl. E. 3.
4.
hiervor)
,
erweist sich
damit
als unbegründet.
Die
Abweichung
ist
nur
m
argi
nal und insofern
Dr.
B._
den
unfallbedingte
n
Anteil an den
Beschwerden
mit
50
%
bewertet und dabei
die
psychische
Symptomatik
mit
e
in
bezogen
hat, konnte er nicht auf eine fachkundige
psychiatrische
Untersuchung abstellen.
7.
7.1
Zusammenfassend ist die Sache bezüglich des Rentenanspruchs für weitere Ab
klärungen
und Durchführung eines Einkommensvergleichs
an die Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen und die Beschwerde in dem Sinne
teilweise
gutzu
heissen. Bezüglich des
geltend gemachten
Anspruchs auf
eine höhere
Integritäts
entschädigung ist die Beschwerde abzuweisen.
7.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver
waltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als Obsiegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 199/02 vom 1
0.
Februar 2004 E. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 54 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine
– wegen des teilweisen Unterliegens um einen Viertel reduzierte
–
Prozessentschädigung hat.
Diese
reduzierte Prozessentschädigung
ist gestützt auf
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) und
Art.
61
lit
. g ATSG ohne Rücksicht auf den Streitwert, aber unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwier
igkeit des Prozesses auf
Fr.
1’800
.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer) festzusetzen.