# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1681d630-d04e-4bc5-bfb7-86b75b74d5a8
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der
1970
geborene
X._
war zuletzt von
März 2015
als
Pneumonteur
bei der
Y._
tätig
(letzter Arbeitstag 30. Mai 2016; Urk. 8/16)
. Am
22. November 2016 meldete
er sich unter Hinweis auf
eine Diskushernie (DH)
bei der Invalidenversicher
ung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/6
). Die Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen
und zog Akten der Krankentaggeldversicherung bei (Urk. 8/13).
Der Versicherte äusserte
Interesse an einem Lehrgang zum Automobildiagnostiker ab August 2017
(
vgl.
Urk. 8/28,
Urk. 8/53/3
)
und wurde in der Folge von der IV-Stelle m
it Schreiben vom 24.
August 2017 (Urk. 8/31) auf seine Mitwirkungs
pflicht hin
gewiesen
.
Am 19. Oktober 2017 gewährte die
IV-Stelle
Frühinterven
tions
massnahmen in Form von Arbeitsvermittlung direkt (Urk. 8/32), welche ge
mäss Mitteilung vom 6. November 2017 fortgeführt wurden (Urk. 8/37).
Mit
Schreiben vom 16. Februar 2018 forderte die
IV-Stelle
den
Versicherten
zur Wah
r
nehmung seiner Mitwirkungspflicht auf (Urk. 8/43).
Am 25. Mai 2018
(Urk. 8/54) erliess die
IV-Stelle
einen Vorbescheid, wogegen der
Versicherte
Einwände erhob (Urk. 8/55, Urk. 8/58, Urk. 8/60). In der Folge tätigte die
IV-Stelle
weitere medizi
nische Abklärungen und
veranlasste eine po
lydisziplinär
e Beurteilung des Versi
cherten durch das
Z._
, dessen Gutachten am
15. August 2019 erstattet wurde (
Urk. 8/78
). Nach durchgefüh
rtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk. 8/81, Urk. 8/83, Urk. 8/85)
wies sie das Leistungsbe
gehren mit Verfügung vom
19. März 2020
(Urk. 8/86
= Urk. 2) ab.
2.
Der Versicherte erhob am
14. Mai 2020
Beschwerde gegen die Verfügung vom
19. März 2020 (Urk.
2) und beantragte,
diese sei aufzuheben und ihm seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten (Urk. 1 S. 2).
Am
29. Juni 2020 (Urk. 7
) be
antragte die IV-Stel
le die Abweisung der Beschwerde, woraufhin der Be
schwer
deführer am 13. November 2020
seine Replik einreichte (Urk. 13). Mit Schreiben vom 11. Dezember 2020
verzichtete die Beschwerdegegnerin auf das
Einreichen einer Duplik (Urk. 18
), was dem Beschwerdeführer am
17. Dezember 2020
zur Kenntnis gebracht
wurde (Urk. 19
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver
sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215
E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14.
April
2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge
samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom 7. März 2018 E.
4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein
lich
keit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweis
belastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen
)..
1.5
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.7
Den von Versicherung
strägern im Verfahren nach Art.
44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper
tise sprechen (BGE 135 V 465 E.
4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom
11. Juni 2019 E.
2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungsabweisende Ver
fügung vom 19. März 2020 (Urk. 2) damit, dass gestützt auf die umfassenden Unterlagen ausgewiesen sei, dass keine Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätig
keit als
Pneumonteur
mehr gegeben sei. Für eine
näher umschriebene
ange
passte Hilfsarbeitertätigkeit sei
der Beschwerdeführer
zu 100 % arbeitsfähig.
Er
sei ungelernt und habe Einkommen im Bereich von Hilfsarbeitertätigkeiten erzielt
. Sämtliche Hilfsarbeiterarbeiten mit dem beschriebenen Belastungsprofil seien ihm zu 100 % zumutbar. Somit könne er ein rentenausschliessendes Einkommen
erzielen. Für die Stellensuche sei er nicht eingeschränkt, das Regionale Arbeits
vermittlungszentrum (RAV) sei zuständig (S. 1
f.). Eine psychische Einschrän
kung, welche sich invalidisierend auf die Arbeitsfähigkeit auswirke, liege nicht vor. Damit erübrige sich auch eine
Indikatorenprüfung
. Dem Beschwerdeführer sei eine Unterstützung für eine Wiedereingliederung angeboten worden, welche wegen der fehlenden Mitwirkung beendet worden sei. Ein Anspruch auf beruf
liche Massnahmen bestehe nicht (S. 3).
Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2020 (Urk. 7) legte die Beschwerdegegnerin
dar, aus w
elchen Gründen das Gutachten des
Z._
beweiskräftig sei (vgl. S. 1 ff.
Rz
1
ff.)
,
und nahm eine
Indikatorenprüfung
vor (S. 2 f.
Rz
3). Aus näher ge
nannten Gründen sei nicht ersichtlich, inwiefern sich der Beschwerdeführer tatsächlich um die Selbsteingliederung bemüht habe (S. 4
Rz
6). Der Anspruch auf Invalidenleistungen sei zu Recht verneint worden (S. 4
Rz
7).
2.2
Der Beschwerdeführer
stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
das
Z._
-Gutachten sei aus näher genannten Gründen nicht verwertbar (S. 3
Rz
3 f.).
Eine
Indikatorenprüfung
habe nicht stattgefunden, obwohl eine solche bei einem
wie hier vorliegenden Diagnose- und Beschwerdebild rechtsprechungsgemäss von
der Verwaltung gefordert werde (S. 4
Rz
6).
Das zugemutete Belastungsprofil sei unrealistisch. Solche Tätigkeiten seien auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht vor
handen (S. 4
Rz
7).
Mit Replik vom 13. November 2020 (Urk. 13) reichte der Beschwerdeführer we
itere Berichte ein (Urk. 14/1-3) und machte geltend, diese hätten keinen Einfluss
in
die medizinische Gesamtbeurteilung der Beschwerdegegnerin gefunden, seien bei der Würdigung des Sachverhalts
jedoch
zwingend zu berücksichtigen (S. 2
Rz
3).
2.3
Strittig und zu prüfen ist ein
Anspruch
des Beschwerdeführers
auf eine Rente.
Obschon die Beschwerdegegnerin mit angefochtener Verfügung einen Anspruch auf berufliche Massnahmen verneint hat (Urk. 2 S. 3), bilden solche
Massnahmen
vorliegend nicht
Streitgegenstand
. Nachdem die Beschwerdegegnerin mit Vorbe
scheid vom 25. Mai 2018 mitgeteilt hat, dass die Arbeitsvermittlung per sofort abgebrochen werden müsse (vgl. Urk. 8/54), teilte der Beschwerdeführer am 16.
August 2018 (Urk. 8/58) mit, er sehe sich aktuell aus gesundheitlichen Grün
den nicht im Stand, an weiteren beruflichen Massnahmen der Beschwerde
geg
nerin teilzunehmen. Sollte sich sein Gesundheitszustand in Zukunft bessern, würde er ein neues Gesuch einreichen (S. 2). Nach Lage der Akten wurde in der Folge - jedenfalls bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung - kein neues Gesuch eingereicht und wur
den vom Beschwerdeführer beschwerdeweise
auch
nicht ausdrücklich
berufliche Massnahmen
beantragt.
3.
3.
1
Dr.
A._
, Facharzt für
Fachchiropraktik
, führte mit undatiertem Bericht (Eingang bei der Beschwerdegegnerin am 7. April 2017; Urk. 8/20) aus, er behandle den Beschwerdeführer seit September 2016 (Ziff. 1.2)
,
und nannte als Diagnose eine Diskushernie L4/5 mit Kontakt zur Nervenwurzel L5 beidseits (Ziff. 1.1).
Nach einer intensiven Behandlung mittels
chiropraktischer
Therapie und Physiotherapie sowie nach zwei Nervenwurzelinfiltrationen habe sich die Beweglichkeit verbessert und die Schmerzen hätten sich reduziert. Der Beschwer
deführe habe bei einem Arbeitsversuch einen schweren Rückfall erlitten (Ziff. 1.4).
Bei der bisherigen Belastung (Reifenwechsel) werde es auch in Zukunft immer wieder zu Rückfällen kommen, weshalb die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar sei. Eine wechselnde Belastung (sitzen, stehen, gehen) ohne Gewicht sei ganztags möglich (Ziff. 1.7).
Dr.
A._
teilte mit Arb
eitsunfähigkeitszeugnis vom 23.
August
2018 (Urk.
8/61) mit, der Zustand des Beschwerdeführers
habe sich
trotz erneuter
Infiltration am 17. Mai 2018 seit dem 13. Jun
i
2018 wieder deutlich verschlechtert
. Seither sei er auch für leichtere Arbeiten wieder voll arbeitsunfähig. Der Be
schwerdeführer sei für eine Operation ans
B._
überwiesen worden.
3.
2
Dr. C._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
,
D._
, berichtete am
26. November 2018 (Urk.
8/62)
über eine Kontrolle
des Beschwerdeführers vom 13
.
Juli 2018
,
und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 2.5):
-
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
-
anamnestisch Diskushernie L4/5 und L5/S1 links (Details unklar)
Der Beschwerdeführer habe sich selbständig im Ambulatorium angemeldet. Nach dem Erstgespräch sei es zu keinen weiteren Konsultationen gekommen. Trotz weiterer zweimaliger Terminvereinbarung habe der Beschwerdeführer die Termi
ne nicht mehr wahrnehmen können. Der letzte telefonische Kontakt sei am 7.
August 2018 gewesen (Ziff. 1.1). Fragen zur beruflichen Si
tuation konnten nicht beantwortet werden (
vgl.
Ziff. 3).
3.
3
Med.
pract
.
E._
, Assistenzarzt Orthopädie,
B._
, berichtete am 20. Dezember 2018 (Urk. 8/63/7-10) über eine Kontrolle des Be
schwerdeführers vom 12. Oktober 2018 und nannte als Diagnose eine schmerz
hafte motorische L5-Radikulopathie links mit/bei
Diskusprotrusion
L4/5 mit leichter
recessaler
Stenose L4/5 (S. 1). Zur medizinischen Situationen wurde unter anderem ausgeführt, da sich die Beschwerden in den vergangenen zwei Jahren gebessert hätten und
der
Beschwerdeführer
inzwischen fast beschwerdefrei sei, sei er bezüglich einer Infiltration oder Operation abgeneigt (Ziff. 2.1). Fragen zur beruflichen Situationen konnten nicht beantwortet werden (
vgl.
Ziff. 3). Fragen zum Potential für eine Eingliederung konnten unter Hinweis, dass es diesbe
züg
lich einer arbeitsmedizinischen Untersuchung bedürfte, nicht beantwortet werden (
vgl.
Ziff. 4).
3.
4
Am 15. August 2019 (Urk. 8/78)
erstatteten die Fachärztinnen und Fachärzte des
Z._
ihr polydisziplinäres Gutachten, welches unter Berücksichtigung der Akten
, Erhebung der Anamnese und Durchführung einer
orthopädisch-/
traumatolo
gi
schen
, neurologischen,
psychiatrischen und einer
allgemeinmedizinischen
Unter
su
chung erging. Die
konsensual
e
Beurteilung ergab folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 7 Ziff. 4.2):
-
pseudoradikuläres
Lumbalsyndrom links bei geringen bilateralen
Spon
dyl
arthrose
n
der unteren Lendenwirbelsäule
-
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei
en die folgenden Diagnosen
:
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
Klippel
-Fell Deformität mit Fusion von
Halswirbelkörper (
HWK
)
2/3
-
Hypovitaminose D
-
Nikotinabusus (30
pack
year
[
py
]
)
-
Übergewicht (BMI 27.1 kg/m
2
)
-
Senk-Spreizfuss beidseits
Im Rahmen der
or
thopädisch-
/
traumatologischen
Untersuchung
(S. 17
ff.)
habe eine langgezogene Kyphose der Brustwirbelsäule sowie eine gering vermehrte kurze Lordose der unteren Lendenwirbelsäule bestanden.
Die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule sei nur gering eingeschränkt gewesen. Hinweise auf eine Rei
zung lumbaler Nervenwurzeln hätten nicht bestanden. Die vom Beschwerdeführer angegebene Schmerzausstrahlung in das linke Bein entspreche der Nervenwurzel L5 links. Im MRI der Lendenwirbelsäule vom 12. Oktober 2018
hätten
sich jedoch nur geringe mehrsegmentale degenerative Veränderungen der
Lendenwirbelsäule
dar
gestellt
, die die beschriebene Irritation der linken Nervenwurzel L5 nicht erklärten. In den aktuellen Röntgenaufnahmen der Lendenwirbelsäule vom 12. Oktober 2018 habe sich eine geringe bilaterale
Spondylarthrose
der unteren Lendenwirbelsäule gezeigt. Im Röntgen der gesamten Wirbelsäule (
microdose
) vom 12. Oktober 2018 habe sich zusätzlich eine Fusion von HWK 2/3 dargestellt, die jedoch keinerlei Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
besitze. Aufgrund des aktuell erhobenen klinischen und der vorhandenen radio
logischen Untersuchungsbefunde seien gelegentliche, belastungsabhängige
pseu
do
radikulär
links ausstrahlende Schmerzen von
orthopädisch-traumato
lo
gischer
Seite nachvollziehbar
(S. 24)
.
Aus orthopädisch
-
traumatologischer
Sicht
bestehe eine vollständige Arbeitsun
fähigkeit in der bisherigen, teilweise mittelschweren Tätigkeit mit Zwangshal
tungen der Lendenwirbelsäule als Pneu-Monteur. In einer leidensadaptierten, dem Belastungsprofil des Beschwerdeführers angepassten Tätigkeit werde jedoch von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen (S. 26 Ziff. 7.4).
Zumutbar
seien körperliche leichte bis gelegentlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule (S. 27 Ziff. 8).
Im Rahmen der
neurologischen Untersuchung (S.
30
ff.) habe der Beschwerde
führer angegeben, seit 2016 unter anhaltenden therapieresistenten Rücken
schmer
zen mit Ausstrahlung ins linke Bein zu leiden. Die Rückenschmerzen würden über das Gesäss entlang des Beines bis zum linken Knöchel ausstrahlen und der Fuss sei nicht betroffen. Der Neurostatus sei regelgerecht, es fänden sich keine Sensibilitätsstörungen, keine Paresen und keine Reflexausfälle. Kernspin
tomographisch würden eine
Bandscheibenprotrusion
L4/5 und
rezessale
Verände
rungen beschrieben
werden
. In der Zusammenschau der Befunde aus Anamnese, neurologischer Untersuchung und kernspintomographischen Befunden könne auf neurologischem Gebiet keine Diagnose gestellt werden. Die geklagte Schmerzaus
strahlung entspreche nicht dem Ausbreitungsgebiet der Nervenwurzel L4 oder L5 links. Der Neurostatus sei regelgerecht. Die kernspintomographisch beschriebenen Veränderungen hätten zu keiner
nervalen
Beteiligung geführt. Ein Gesundheits
schaden liege auf neurologischem Gebiet nicht vor (S
. 35
Ziff. 6
).
Die psychiatrische Gutachterin hielt fest (S. 41 ff.),
zum Zeitpunkt der gutach
terlichen Untersuchung seien beim Beschwerdeführer die Kriterien für eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) erfüllt gewesen. Die gemäss ICD-10 für eine leichte depressive Episode geforderten zwei Zentralkriterien (ein leichter Freude
verlust und ein leicht verminderter Antrieb) wie auch drei geforderte Zusatz
symp
tome (vor allem bei starken Schmerzen Suizidgedanken, Schlafstörungen und ein verminderter Appetit mit Gewichtsverlust) seien beim Beschwerdeführer erfüllt. Diese diagnostische Eins
chätzung
einer nur leichten depressiven Episode werde durch die aktuell fehlende psychiatrische oder psychopharmakologische Behand
lung gestützt. Die vom Beschwerdeführer geschilderten sehr seltenen fraglichen akustischen Halluzinationen könnten keiner psychiatrischen Erkrankung zuge
ordnet werden und würden als ohne Krankheitswert beurteilt werden. Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer angegebenen Schmerzen ergebe sich unter Einbezug
der Unterlagen, dass diese nicht vollständig organmedizinisch erklärbar seien. Die
prinzipiell in Frage kommende Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerz
störung (ICD-10 F45.4) liege nicht vor. Zum einen werde bei dieser Diagnose gemäss ICD-10 gefordert, dass psychosoziale Probleme oder emotionale Konflikte sowohl hinsichtlich Entstehung, als auch hinsichtlich des Verlaufs der Störung die Hauptursache darstellten, dies sei beim Beschwerdeführer mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit nicht der Fall. Auch habe der gemäss ICD-10 für diese Diagnose erforderliche Mindestschweregrad andauernder, schwerer und quälender Schmerz beim Beschwerdeführer nicht vorgelegen. Dafür spreche auch die fehlende regelmässige Einnahme von Schmerzmedikamenten bei nicht nach
weisbaren Plasmaspiegeln von Tramadol und Ibuprofen. Vielmehr sei beim Be
schwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) aus
zugehen. Die Schmerzstörung werde als leicht ausgeprägt eingeschätzt. Eine regelmässige Einnahme von Drogen oder Alkohol werde vom Beschwerdeführer verneint. Diese Aussage werde durch den negativen Drogenscreen und die unauf
fälligen Laborbefunde gestützt, sodass zum aktuellen Zeitpunkt keine Hinweise für eine Suchtstörung bestünden (S. 52
Ziff. 6
).
Bisher erfolge noch keine regelmässige ambulante psychiatrische oder psycho
p
harmakologische Behandlung. Auch eine multimodale, interdisziplinäre Schmer
z
therapie sei bisher nicht erfolgt. Frühinterventionsmassnahmen in Form von Arbeitsvermittlung vom 12. Oktober 2017 bis 12. August 2018 seien wegen feh
lender Mitwirkung des Beschwerdeführers abgebrochen worden. Zusammen
fas
send bestehe aus psychiatrischer Sicht kein ausgewiesener eingliederungs- oder behandlungsanamnestischer Leidensdruck (S. 53 Ziff. 7.2). Es bestünden Diskre
panzen zwischen den massiven subjektiven Beschwerden betreffend die Schmer
zen und de
n
erkennbaren körperlichen Beeinträchtigungen in der Untersu
chungs
situation
, ebenso
zwischen den massiven subjektiven Beschwerden betreffend die Schmerzen und den nicht nachweisbaren Plasmaspiegeln von Ibuprofen. Es be
stün
den
weiter
Diskrepanzen zwischen dem Ausmass der subjektiven Beschwer
den
und einer fehlenden regelmässigen psychiatrischen Behandlung (S. 53 Ziff. 7.
3).
Aus psychiatrischer Sicht sei beim Beschwerdeführer aufgrund eines leicht erhöhten Pausen- und Erholungsbedarfs in bisheriger Tätigkeit von einer Arbeits
unfähigkeit von ungefähr 20 bis 30 % auszugehen. In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % (S. 54 Ziff. 7
.
4).
Eine angepasste Tätig
keit sei eine gut strukturierte Tätigkeit ohne zu hohe Anforderungen an die emotionale und körperliche Belastbarkeit, an die Konzentrationsfähigkeit, ohne besonderen Zeitdruck und ohne Gefährdungspotential (S. 55).
Aus dem internistischen Fachbereich
(S. 58 ff.)
sei weder in den Akten noch anamnestisch ein Hinweis auf Beschwerden
erfragbar
(S. 64 Ziff. 6).
Die Konsensbeurteilung (S. 5
f
f.) ergab, dass
seit Beginn der Beurteilung am 30. Mai 2016
von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der bisherigen Tätigkeit ausgegangen werden könne, da das körperliche An
forderungsprofil dieser Tätigkeit das vorhandene Restleistungsvermögen des Be
schwer
deführers übersteige (S. 9 Ziff. 4.7). In einer leidensangepassten
Tätigkeit bestehe seit dem 30.
Mai 2016 eine vollständige Arbeitsfähigkeit. Eine retro
spektive Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht nicht ab
schliessend möglich, da kaum psychiatrische Berichte vorliegen würden. Es liege nur ein Bericht der
D._
vor, in welchem von einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) ausgegangen werde, wobei diese Diagnose vor allem aufgrund des unvollständigen psychopathologischen Befundes nicht vollständig nachvollziehbar sei (S. 9 Ziff. 4.8).
Aufgrund der vor
handenen degenerativen Veränderungen im Bereich der unteren Lendenwirbel
säule bestünden Einschränkungen der körperlichen Belastbarkeit für mittelschwer
e Tätigkeiten mit Zwangshaltungen der Lendenwirbelsäule. Aufgrund der vorhan
denen leichtgradigen depressiven Episode bestünden Einschränkungen für un
struk
turierte Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die emotionale und kör
perliche Belastbarkeit und an die Konzentrationsfähigkeit. Ebenso sollten die Tätigkeiten keinen besonderen Zeitdruck und kein Gefährdungspotential besitzen (S. 7 Ziff. 4.3).
3.
5
Dr. med.
F._,
Facharzt für Chirurgie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte mit Stellungnahme vom 2. September 2019
(Urk. 8/80/4-5)
aus, d
as Gutachten sei ausführlich, bewerte die Aktenlage, die klinische Untersuchungen würden vorliegen. Die Befunde und Diagnosen seien plausibel und nachvollzieh
bar. Es könne auf das Gutachten abgestellt werden (
S. 1).
3.
6
Im
Beschwerdeverfahren wurde
folgende
r
Bericht eingereicht, welche
r
vor
Ver
fügungserlass,
und
auch vor Verfassung des Einwands gegen den Vorbescheid (vg
l. Einwand vom 14. Februar 2020,
Urk. 8/85) ergangen
ist
:
Dr. med. G._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
und für
Kardio
logie
,
H._
,
berichtete am 24.
Januar 2020
(Urk. 14/1)
über eine kar
diologische
Kontrolle vom 23.
Januar 2020
,
und nannte folgende Diagnosen (S. 1)
:
-
koronare
Eingefässerkrankung
-
Status nach Myokardinfarkt am 13
. November 2019 (Türkei)
-
Koronarangiographie akut 13
. November 2019: Hochgradige Stenose proximaler RIVA und Bifurkation zu Diagonalast 1, PCI/
Stenting
,
fokale
, 30%ige Plaque mittlere RCX
-
Dyslipidämie
-
chronische Rückenschmerzen
Im November 2019 sei der Beschwerdeführer in der Türkei zur Zahnbehandlung gewesen. Dann sei ein thorakales Druckgefühl und Brennen aufgetreten, wobei in der notfallmässigen Kontrolle vor Ort ein akutes Koronarsyndrom festgestellt worden sei und eine Koronarangiographie
mit
Stenting
durchgeführt worden sei. Berichte würden keine vorliegen, der Beschwerdeführer habe aber eine CD der Koronarangiographie mitgebracht, wo obige Läsionen zu sehen sein würden. Seit der Intervention
bestünden
keine pektanginösen Beschwerden
(S. 1)
.
Aktuell bestünden anamnestisch und echokardiographisch stabile Verhältnisse. Hinweise auf eine
residuelle
Ischämie ergäben sich nicht. Der Beschwerdeführer sei bereits vor Infarkt aufgrund von chronischen Rückenschmerzen krankgeschrieben ge
wesen, aktuell bestehe eine gewisse Verunsicherung nach Infarkt. Eine nächste kardiologische Kontrolle werde rund ein Jahr nach Ereignis, das heisse im Herbst 2020, als sinnvoll erachtet (S. 2).
4.
4.1
Zur Beurteilung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers stellte die Be
schwerdegegnerin - de
r
Stellungnahme des RAD folgend
(vorstehend E. 3.
5
)
- auf das
polydisziplinäre
Z._
-Gutachten vom
15. August 2019 (vorstehend E.
3.
4
)
ab. Vorab ist festzuhalten, dass das
Z._
-Gutachten auf den notwendigen ortho
pädisch-
traumatologischen
, neurologischen,
psychiatrischen und
internistischen
Untersuchungen des Beschwerdeführers beruht und in Kenntnis der
Vorakten
erging. Die Gutachter berücksichtigten die geklagten Beschwerden und setzten sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. Die medizinischen Zusammenhänge und Schlussfolgerungen sind in einer Weise begründet, dass sie prüfend nachvollzogen werden können. Das
Z._
-Gutachten erfüllt daher die praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert eines
Arzt
berichts (vorstehend E. 1.6
) vollumfänglich.
4.2
Die Gutachter legten in schlüssiger und nachvollziehbarer Weise dar,
weshalb
aus
orthopädisch-
traumatologischer
Sicht als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einzig ein
pseudoradikuläres
Lumbalsyndrom links bei geringen
bilateralen
Spondylarthrosen
der unteren Lendenwirbelsäule genannt werden könn
e.
Auf neurologischem
und
internistischen
Gebiet
konnte kein Gesundheits
schaden festgestellt werden
.
Es erfolgt keinerlei Schmerzbehandlung oder ander
weitige Therapie der somatischen Beeinträchtigung.
Zusammenfassend
kann festgehalten werden, dass
der Beschwerdeführer
aus somatischer Sicht
seit
Mai
2016
in der bisherigen, teilweise mittelschweren Tätig
keit mit Zwangshaltungen der Lendenwirbelsäule als Pneu-Monteur
,
vollständig
arbeitsunfähig ist
. In einer leidensadaptierten, körperlich leichte
n bis gelegentlich leicht
bis mittelschwere
n
, wechselbelastende
n
Tätigkeit ohne Zwangshaltungen der Wirbelsäule
besteht
jedoch
eine
100%ige Arbeitsfähigkeit
.
4.3
Soweit der behandelnde
Chiropraktor
auch für leichtere Arbeiten
eine vollstän
dige Arbeitsunfähigkeit attestierte (vorstehend E. 3.1), kann ihm nicht gefolgt werden
.
Die orthopädische Gutachterin hielt nachvollziehbar fest, dass aufgrund des aktuell erhobenen klinischen und der vorhandenen radiologischen Untersu
chungsbefunde weder eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in einer leidensadap
tier
ten Tätigkeit nachvollziehbar sei noch von orthopädisch-
traumatologischer
Seite eine Indikation zum operativen Vorgehen bestehe. Aus dem Schreiben der
B._
vom 20. Dezember 2018 (vorstehend E. 3.3) gehe ebenfalls hervor, dass dort keine Indikation für eine Operation gestellt worden sei (vor
stehend E. 3.4).
Der Beschwerdeführer kann auch aus
dem
im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht
(vorstehend E. 3.6)
nichts zu seinen Gunsten ableiten. So
geht daraus zwar hervor, dass er am
13
. November 2019
einen Myokardinfarkt erlitten hat, aber es
wurde auch festgehalten, dass seit der Intervention keine pektanginösen Be
schwer
den bestünden
sowie
anamnestisch und echokardiographisch stabile Verhältnisse
vorliegen würden
. Hinweise auf eine
residuelle
Ischämie
ergaben
sich nicht.
Es wurde (folglich) auch keine Arbeitsunfähigkeit attestiert.
F
ür die Bestimmung des Rentenanspruchs ist es
aber
grundsätzlich unabhängig von der Diagnose und unbesehen der Ätiologie massgebend, ob und in welchem Ausmass eine Beein
trächtigung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit vorliegt (BGE 136 V 279 E. 3.2.1 S. 281; Urteil 8C_391/2015 vom 11. August 2015 E. 3.3).
Der Einschätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten steht der Bericht von Dr.
G._
- der keine Arbeitsunfähigkeit attestierte - grundsätzlich
nicht entge
gen, wurde doch bereits von den
Z._
-Gutachtern die angestammte Tätigkeit als nicht mehr und einzig körperliche leichte bis gelegentlich leichte bis mittel
schwere, wechselbelastende Tätigkeiten als zumutbar erachtet.
4.4
In psychiatrischer Hinsicht
nannte d
ie Gutachterin
als einzige
Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine leichte depressive Episode und ging davon aus, dass
aufgrund eines leicht erhöhten Pausen- und Erholungsbedarfs in bis
heriger Tätigkeit
eine
Arbeitsunfähigkeit von ungefähr 20 bis 30 %
und i
n einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
bestehe
.
Es bestünden Ein
schränkungen für unstrukturierte Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die emo
tionale und körperliche Belastbarkeit und an die Konzentrationsfähigkeit.
Ebenso sollten die Tätigkeiten keinen besonderen Zeitdruck und kein Gefähr
dungspotential besitzen (vorstehend E. 3.4). Davon ist auszugehen.
Nachdem eine psychische Störung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert wurde, hat die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bereits auf der Stufe des Gutachtens unter Bezugnahme auf die Standardindikatore
n zu erfolgen (vorstehend E.
1.4
).
Eine entsprechende Prüfung ergibt denn auch, dass die
psychiatrische
Gutachter
in
die heute massgebenden Standardindikatoren (vorstehend E. 1.5) in ihre Beurteil
u
ng weitestgehend einbezogen hat
.
So
hat
sie sich einlässlich mit den diagnoserelevanten Befunden und deren Aus
prägung auseinandergesetzt (
Urk. 8/78 S. 7 Ziff. 4.3,
Urk.
8/78/44-60 S. 49 ff.), ebenso mit dem Behandlungserfolg (S. 53 Ziff. 7.2).
Die psychiatrische Gutach
terin legte in
nachvollziehbarer Weise dar, dass
zum Zeitpunkt der gutachter
li
chen Untersuchung beim Beschwerdeführer
die
gemäss ICD-10 für eine leichte depressive Episode geforderten zwei Zentralkriterien (ein leichter Freudeverlust und ein leicht verminderter Antrieb) wie auch drei geforderte Zusatzsymptome (vor allem bei starken Schmerzen Suizidgedanken, Schlafstörungen und ein ver
minderter Appetit mit Gewichtsverlust) erfüllt
gewesen
seien
.
Die vom Beschwer
de
führer geschilderten sehr seltenen fraglichen akustischen Halluzinationen konnten keiner psychiatrischen Erkrankung zugeordnet werden und würden als ohne Krankheitswert beurteilt werden. Hinsichtlich der vom Beschwerdeführer angegebenen Schmerzen ergaben sich unter Einbezug der Unterlagen, dass diese nicht vollständig organmedizinisch erklärbar waren. Die Gutachterin ging diesbe
züglich von einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) aus, wobei sie die Schmerzstörung als leicht ausgeprägt eingeschätzt hat.
Die Gutachterin stellte fest, dass b
isher noch keine regelmässige ambulante psychiatrische oder psychopharmakologische Behandlung erfolge. Auch eine multimodale, interdisziplinäre Schmerzth
erapie sei bisher nicht erfolgt (S. 53 Ziff. 7.2).
Zum Aspekt der Persönlichkeit
hielt
sie
fest
, dass
es während der aktuellen gutachterlichen Untersuchung keine deutlichen Hinweise für eine Per
sönlichkeitsakzentuierung oder eine Persönlichkeitsstörung geben habe. Es habe Hinweise für einen teilweise vor allem schmerzbedingten leichten sozialen Rück
zug gegeben (S. 53 Ziff. 7.1).
Belastungsfaktoren seien die Überzeugungen des Beschwerdeführers, dass er wegen seiner Rückenschmerzen nicht mehr belastbar sei, dass er auf seine Schmerzen eingeengt sei und dass im Umfang mit seinen Beschwerden teilweise dysfunktionale Bewältigungsstrategien bestehen würden mit gelegentlichem Konsum von Kokain und Cannabis, mit sozialem Rückzug und Inaktivität bei starken Schmerzen und seiner fraglichen Motivation für eine
berufliche Wiedereingliederung. Ein weiterer Belastungsfaktor sei die einge
sch
ränkte Introspektionsfähigkeit des Beschwerdeführers (S. 54 Ziff. 7.4).
Als persönliche Ressourcen
erwähnte die Gutachterin, dass der Beschwerdeführer den Drogenkonsum habe weitgehend selbständig sistieren können, dass er gut deutsch spreche, in der Schweiz gut integriert sei und dass er gelegentlich spazieren gehe (S. 54 Ziff. 7.4). Zur Konsistenz hielt die
psychiatrische
Gutachterin fest,
e
s bestünden Diskrepanzen zwischen den massiven subjektiven Beschwerden betref
fend die Schmerzen und der erkennbaren körperlichen Beeinträchtigungen in der Untersuchungssituation.
Zudem b
estünden Diskrepanzen zwischen den massiven subjektiven Beschwerden betreffend die Schmerzen und den nicht nachweisbaren Plasmaspiegeln von Ibuprofen.
Schliesslich
bestünden Diskrepanzen zwischen dem Ausmass der subjektiven Beschwerden und einer fehlenden regelmässigen
psychiatrischen Behandlung (S. 53 Ziff. 7.3). Einen ausgewiesenen
eingliede
rungs
-
oder behandlungsanamnestischen Leidensdruck verneinte die
psychiatrische
Gut
achterin (S. 53 Ziff. 7.2).
Die Bestimmung der Arbeitsfähigkeit (S
. 54
ff.
Ziff. 7.4 und 8
) ist zudem so erfolgt, dass sie sich gleichsam aus dem Saldo aller wesentlichen Belastungen und Ressourcen (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1) ergibt.
4.5
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers vermag der Bericht von Dr.
C._
(vorstehend E. 3.2)
die gutachterliche Einschätzung nicht umzustossen.
So
gab
Dr.
C._
k
eine nachvollziehbar begründete und durch Befunde unter
mauerte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ab
. Zudem legte die
Z._
-Gutachterin in ihrer psychiatrischen Beurteilung nachvollziehbar dar, dass die von Dr.
C._
gestellte Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom gemäss psychopathologischem Befund nicht vollständig nachvollziehbar sei. Es seien nur vereinzelt depressive Symptome im psychologischen Befund erwähnt und keine Aussagen zu Appetit, Gewichts
ver
lauf, Libido oder Freudeverlust gemacht worden (vorstehend E. 3.4).
Somit kann mangels
Nachvollziehbarkeit und
Vollständigkeit auf
seine
Beurteilung nicht abgestellt werden.
4.6
Nachdem sich die
Gutachter
in ihrer
Beurteilung (auch) an den Standardindi
ka
toren orientiert ha
ben
, ist die von der Rechtsanwendung zu prüfende Frage, ob sie sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten und das
Leistungsvermögen in Berücksichtigung der einschlägi
gen Indikatoren einge
schätz
t haben
(BGE 141 V 281 E.
5.2.2), klar zu bejahen. Die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund
lage lassen sich anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen (BGE 144 V 50 E. 3.4). Mithin
erfüllt das Gutachten sowohl die praxisgemässen herkömmlichen Anforderu
ngen (vorstehend E.
1.6
f.
) als auch diejenigen des strukturierten Beweisverfahrens (vorstehend E.
1.
4
-1.5).
Auch der Umstand, dass durch die Gutachter einige Diskrepanzen aufgezeigt wurden
(vgl. Urk. 8/78 S. 26 Ziff. 7.3, Urk. 8/78 S. 36 Ziff.
7.3, Urk. 8/78 S. 65 Ziff. 7.4)
, vermag den Beweiswert des Gutachtens nicht zu schmälern, zumal die Gutachter entgegen den Vorbringen des Beschwerde
führers (Urk. 1 S. 3
Rz
3) ihm nicht vorgehalten haben, dass er simuliere. In der
internstischen
Untersuchung wurde lediglich festgehalten, ein Hinweis auf Simu
lation sei nicht eindeutig (Urk. 8/78 S. 9).
Somit ist betreffend die Diagnosen wie auch hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit auf das
Z._
-
Gutachten abzustellen.
4.
7
Zusammenfassend ist somit
gestützt auf das
voll beweiskräftige
Z._
-Gutachten
unter Einhaltung eines Belastungsprofils von einer vollen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer behinderungsangepassten Tätigkeit auszugehen.
5.
5.1
Es bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der bestehenden Ein
schrän
kungen anhand eines Einkommensvergleichs.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
5.2
Ein Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG unter anderem erst bei einer während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestehenden Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich mindestens 40 % (vgl. vorstehend E. 1.2), frühestens jedoch sechs Monate nach Geltendmachung des Anspruchs (Art. 29 Abs. 1 IVG).
Der Beschwerdeführer ist seit Mai 2016 in der bisherigen Tätigkeit arbeitsunfähig (vorstehend E.
3.4
), weshalb die einjährige Wartefrist per dann zu
laufen begann und Ende April 2017 endete. Die Anmeldung des
Beschwerde
führer
s
zum Leistungsbezug vom
22. November 2016 (Urk. 8/6)
ging bei der Be
schwerdegegnerin am
7. Dezember 2016
(vgl. Aktenverzeichnis) ein.
Somit ent
steht
ein allfälliger
R
entenanspruch frühestens per 1. Juni 2017
, weshalb der Be
rechnung des Invaliditätsgrades die Wer
te des Jahres 2017
zugrunde zu legen sind.
5.3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
ge
passten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Der Beschwerdeführer würde mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit
seiner bis
herigen Tätigkeit nachgehen, weshalb
für die Berechnung des
Validenein
kom
mens
auf den von
ihm
vor der gesundheitlichen Einschränkung zuletzt erzielten Verdienst als
Pneu-Monteur in einem 100%-Pensum abzustellen ist.
Gemäss Arbeitgeberfragebogen verdiente er monatlich Fr. 4'200.-- (Urk. 8/16 Ziff. 5.1), was einen jährlichen Verdienst von Fr. 50'400.--, ohne 13. Monatslohn (vgl. Urk. 8/16 Ziff. 5.3)
,
ergibt.
Dieser Betrag ist an die Nominallohnentwicklung - vom Indexstand (
Männer
) von
2’226 im Jahr 2015
auf den Indexstand von
2’249 im Jahr 2017
(www.bsf.admin.ch, Entwicklung der Nominallöhne, Tabelle T 39) - anzupassen, womit ein
Valideneinkommen
von
rund
Fr.
50’921.-- resultiert (Fr.
50’400
.--: 2'
226
x
2’249
).
5.4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1).
Aus medizinisch-theoretischer Sicht ist eine angepasste Tätigkeit in einem 100%-Pen
sum zumutbar (vgl. vorstehend E. 4.7).
Im Jahr 201
6
betrug der mittlere von Männern auf dem (niedrigsten) Kompetenzniveau 1 in allen Wirtschaft
szweigen
erzielte Lohn Fr. 5'340.-- (LSE 2016, Tabelle TA1_tirage_skill_level, Total Männer)
,
was umgerechnet auf ein Jahr und angepasst an die durchschnittliche Wochen
arbeitszeit von
41.7 Stunden (www.bsf.admin.ch
, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, Tab. T 03
.02.03.01.04.01) rund Fr. 66'803
.-- i
m Jahr ergibt (Fr. 5'340
.-- x
12 :
40.0 x 41.7). Unter Berücksichtigung der allge
meinen Lohnentwicklung im Jahr 201
7
in der Höhe von 0.4 % resultiert ein Jahreseinkommen von
rund
Fr
. 67'070
.-- (Fr.
66’803
.-- x 1.004).
5.5
Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, d
as zugemutete Bela
stungsprofil sei unrealistisch, s
olche Tätigkeiten seien auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht vor
handen
(vorstehend E. 2.2), gilt das folgende:
Das
trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln (Art. 16 ATSG; BGE 138 V 457 E. 3.1 mit Hinweis).
D
er ausgeglichene Arbeitsmarkt ist gekennzeichnet durch ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot von und Nachfrage nach Arbeitskräften und weist einen Fächer verschiedenster Tätig
keiten auf. Das gilt sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1). Dabei ist nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten auszugehen. Es können nur Vorkehren verlangt werden, die unter Berücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind. An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind jedoch rechtsprechungsgemäss
keine übermässigen Anforderungen
zu stellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011 vom 30. März 2012 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. BGE 138 V 457 E. 3.1). Der ausgeglichene Arbeits
markt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeits
angebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vieler: Urteile des Bundes
ge
richtes 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2.1, je mit weiteren Hinweisen).
Für die Invaliditätsbemessung ist nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde
(statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
132 zu Art. 28a).
Die
Z._
-Gutachter definierten eine angepasste Tätigkeit wie folgt:
K
örperlich leichte bis gelegentlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne
Zwangshaltungen der Wirbelsäule. Gut
strukturierte Tätigkeit
en,
ohne zu hohe Anforderungen an die emotionale und körperliche Belastbarkeit, an die Konzentrationsfähigkeit, ohne besonderen Zeitdruck und ohne Gefähr
dungs
po
tential (
Urk. 8/78 S. 8 Ziff. 4.5
).
Von
einem derart eingeschränkten Belastungs
profil, dass eine zumutbare Tätigkeit auf dem ausgeglichenen A
rbeitsmarkt nicht vorhanden ist, kann vorliegend keine
Rede sein.
5.6
Bei einem
Valideneinkommen
von
rund
Fr.
50’921.--
und einem Invaliden
ein
kommen von
rund
Fr
. 67'070
.--
erleidet
der
Beschwerdeführer in einer ange
passten Tätigkei
t demnach keine Erwerbseinbusse.
Wie es sich
mit einem Abzug vom Tabellenlohn
verhält, kann
vorliegend
offenbleiben
, da
selbst bei Gewäh
rung des maximalen Abzugs von 25 % kein rent
enbegründender Invaliditätsgrad
resultiert
.
Denn bei einem Abzug von 25 % beträgt das hypothetische Invali
deneinkommen Fr. 50'302.50 (Fr. 67'070.--
x 0.75) und damit die Differenz zum hypothetischen
Val
ideneinkommen
(vorstehend E.
5.3
;
Fr. 50’921.--)
rund
Fr.
619.--. Daraus ergibt sich kein
anspruc
hsbegründender Invaliditätsgrad.
5.7
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens. Dies führt zur Ab
weisung der Beschwerde.
6
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Ent
spre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerde
füh
rer aufzuerlegen.