# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7d6f18cb-0e1f-5a29-96ee-497d8ac2664d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1977 geborene
X._
,
welcher im Juni 2000 eine
Anlehre
als Elektronikbauteilemonteur bei der
Y._
AG abschloss (vgl. Arbeitszeugnis vom 29. Juli 2002,
Urk.
8/
2/16), arbeitete weiter in der angelernten Tätigkeit bei der
Y._
AG, als er am 25. Dezember 2000 einen Verkehrsunfall erlitt, bei dem er sich unter anderem an der rechten Schulter verletzte. Er war in der Folge bis am 3. März 2001 ganz bzw. teilweise arbeitsunfähig (Unfallmeldung UVG,
Urk.
8/
13/1
36
, und Arztzeugnis UVG von Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, vom
2
3.
Oktober 2002
,
Urk.
8/
13/
97)
.
Nachdem er am 10. Januar 2006
an der rechten Schulter operiert
worden war
(
Operationsbe
richt
,
Urk.
8/
13/29), meldete
sich
X._
am
21. Juli 2006
(Eingangsdatum
gemäss
Aktenverzeichnis)
wegen Schulterbeschwerden bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/
3
).
Die IV-Stelle nahm medizinische und erwerbliche Abklärungen vor und sprach
X._
mit Verfügung vom 27. J
uli 2007
die Kosten für eine Umschulung zum Detailhandelsfachman
n bei der
A._
AG zu (
Urk.
8/26)
. Nachdem
X._
der Lehrvertrag gekündigt worden war, wurde die gewährte berufliche
Massnahme
per 1. Oktober 2007 aufgehoben (Mitteilung vom 16. Oktober 2007,
Urk.
8/
39).
Am 18. Januar 2008 wurde
X._
erneut an
der rechten Schulter operiert
(Operationsbericht vom 18. Januar 2008,
Urk.
8/48/3).
Am
3
0.
Juni
2008
schloss
er
einen Lehrvertrag als Detailhandelsfachmann mit der
B._
ab
(
Urk.
8/
58), worauf
ihm die IV-Stelle
a
m 31. Juli 2008 die Kosten für die Umschulung sowie mit Wirkung ab 30. Juni ein (Wartezeit)Taggeld zu
sprach
(Mitteilungen,
Urk.
8/
64 und
Urk.
8/
65). Nachdem die
B._
mit Kündigung vom 23. November 2009 das Lehrverhältnis per 31. Januar 2010 aufgelöst hatte (
Urk.
8/
84), hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 18. Februar 2010 die gewährten beruflichen
Massnahmen
per 11. Dezember 2009 auf (
Urk.
8/
97). Die von
X._
hiergegen am 22. März 2010 erhobene Beschwerde
(
Urk.
8/
102/3-11) wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 5. August 2010 (
Urk.
8/
108)
ebenso ab wie das Bundesgericht die gegen das hiesige Urteil
geführte
Beschwerde
(Beschwerde vom 14. September 2010,
Urk.
8/
113/2-13
, und
Urteil vom 18. Oktober 2010
,
Urk.
8/
116)
.
Im Nachgang zum Urteil des Bundesgerichts sprach die IV-Stelle
X._
mit Mitteilung vom 4. November 2010
Arbeitsvermittlungsmassnahmen
zu (
Urk.
8/
117). Nachdem die Arbeitsvermittlung erfolglos geblieben war (Bericht vom 29. Juni 2011,
Urk.
8/
128), schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab (Mitteilung vom 27. Juli 2011,
Urk.
8/
129).
Die IV-Stelle nahm in der Folge
zur
Prüfung des Rentenanspruchs von
X._
weitere medizinische und erwerbliche Abklärungen vor. N
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 13. Februar 2012,
Urk.
8/
154, und Einwand vom 14. Februar 2012,
Urk.
8/
159, vom 16. April 2012,
Urk.
8/
175, und Ergänzung vom 16. Mai 2012,
Urk.
8/
177)
verneinte
sie
mit Verfügung vom 18.
Juni 2012 einen Rentenanspruch
(Urk. 8/179)
.
Dagegen
liess
X._
am 20. August 2012 Beschwerde erheben
(Urk.
8/180/3-9).
Noch während des laufenden Beschwerdeverfahrens meldete sich
X._
am 1
1.
September 2013 (Eingangsdatum
gemäss
Aktenverzeichnis) unter Geltendmachung einer wesentlichen Verschlechterung des Gesundheitszu
s
tan
des
erneut
bei der IV-Ste
lle zum Leistungsbezug an (Urk.
8/192)
.
Mit Urteil vom 2
2.
Mai 2014
hiess
das hiesige Gericht die
Beschwerde
vom 20.
August 2012
in dem Sinne teilweise gut
, als in Aufhebung der angefochte
nen Verfügung v
om 18. Juni 2012 festgestellt wu
rd
e
, dass
X._
befristet vom 1. April 2008 bis 31. August 2008 Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
habe
, wobei die Rentenleistungen ab 30. Juni 2008 nur auszurichten
seien
, wenn sie höher als die bezogenen Tagge
ldleistungen
seien
. Im Übrigen wu
rd
e
die Beschwerde abgewiesen
(
Urk.
8/199).
Die IV-Stelle wies nach durchgeführtem
Vorbes
cheidverfahren
(Vorbescheid vom 1
9.
September 2014,
Urk.
8/206
, und Ein
wand vom 1
5.
Oktober 2014, Urk.
8/207, und vom 1
5.
November 2014,
Urk.
8/211
)
das erneute Rentengesuch vom 1
1.
September 2013
mit Verfügung vom 14.
April 2015 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen
liess
X._
am 1
5.
Mai 2015 Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Verfügung vom 1
4.
April 2015 aufzuheben und
er sei
einer unabhän
g
igen Begutachtung zu unterziehen und basierend auf den Ergebnissen der Begutachtung
sei
über den Anspruch auf Leistungen der Invali
denversicherung neu zu entscheiden (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin bean
tragte mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Juni 2015 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 1
7.
Juni 2015 mitgeteilt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin
den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers hinreichend abgeklärt
bzw. ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Rentenleistungen der Invalidenversicherung hat
.
2.
2.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf das erneute Leistungsbegehren ein, hat sie gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheb
lichen Sachverhaltes zu sorgen (Art. 43
des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG, Art. 57
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG
,
in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV; SVR 2006 IV
Nr. 10 S. 39 E. 4.1 [I 457/04]; vgl. auch BGE 117 V 198 E. 3a). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteh
t Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
3.
Das hiesige Gericht stellte mit Urteil vom 2
2.
Mai 2014 (
Urk.
8/199)
, in welchem grundsätzlich der Gesundheitszustand
d
es Beschwerdeführers bis
Juni 2012 zu
beurteilen war (vgl.
E. 3.6 des Urteils
),
fest, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit
, das heisst einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten auf Bauchhöhe
zu 100
%
arbeitsfähig ist.
Lediglich postoperativ, das
heisst für die Zeit vom 1
0.
Jan
u
a
r 2006 bis 3
0.
April 2006 bzw. vom 1
8.
Januar 2008 bzw. 3
0.
April 2008 erachtete das Gericht den Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten Tätigkeit als eingeschränkt.
In der angestammten Tätigkeit ging das Gericht von einer 50%igen Arbeitsun
fähigkeit aus.
Das Gericht stützte sich dabei im We
sentlichen auf das Gutachten von
Dr.
C._
, Assistenzarzt, und
Dr.
med.
D._
, Oberarzt, vom
E._
vom 1
8.
April 2011 (Urk.
8
/132/39-58; vgl.
E. 3.9
des Urteils
).
4.
4.1
Der Beschwerdefüh
re
r unterzog sich am 2
0.
November 2012
in der
Klinik F._
einer ventralen
K
apsulotomie
Schulter rechts
mit Eröffnung
Intervall, Re-
Ak
r
o
mioplas
tik
,
subacromialer
Adhäsiolyse
und
Entfernung Nahtmaterial
. Prof.
Dr.
med.
G._
, Ärztlicher Direktor, und
Dr.
med.
H._
, Assistenzarzt, attestierten dem Beschwerdeführ
er mit Austrittsbericht vom 23.
November 2012 bis am 3
1.
Dezember 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
8/191/1-2).
4.2
Mit Bericht vom 1
8.
Februar 2013
(
Urk.
8/191/3-4)
hielt
Dr.
med.
I._
, Ober
arzt,
Klinik F._
,
fest, insgesamt könne mit einer Verbesserung von Seiten der Schmerzen und Beweglichkeit bis etwa ein Jahr postoperativ gerechnet werden. Da die Aussenrotation bereits drei Monate postoperativ wieder deutlich an Ausmass verloren habe,
sei eine dauerhafte Einschränku
ng derselben wahrscheinlich. Obwohl im rechten Arm eine dauerhafte Einschränkung vorliege, wäre
eine
angepassten
Tätigkeit
zu 100
% möglich. Dazu wäre jedoch vorerst mittels Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit ein entsprechen
des Arbeitsplatzprofil zu prüfen. Bei der aktuellen Arbeit als Sicherheitswärter bei der
J._
sei
der Beschwerdeführer
zu 50
%
arbeitsfähig.
4.3
Pr
o
f.
Dr.
G._
und
Dr.
med.
K._
, Oberarzt i.V.
,
hielten mit Bericht vom 1
7.
Juni 2013
(
Urk.
8/191/5)
fest, in der klinischen Untersuchung zeige sich
aktuell
eine relativ gute Musk
e
lfunktion ohne Lag-Zeichen mit nahezu symmetrischer Kraftentwicklung. Es beste
he
jedoch eine eingeschränk
t
e
gleno
humerale
Beweglichkeit vor allem für Innen- und Aussenrotation.
Unter der Steigerung des Arbeitspensums auf 80
%
habe sich die Schulterfunktion eher etwas verschlechtert.
Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit
über 80
%
werde wohl nicht möglich sein.
4.
4
Mit Bericht
an den Beschwerdeführer
vom 1
6.
Oktober 2014
(
Urk.
8/210/1-2)
erklärten Prof.
Dr.
G._
und
Dr.
K._
, beim Beschwerdeführer liege aktuell eine Diskrepanz zwischen der sowohl von der Invalidenversicherung
wie auch von der zuständigen Unfallversicherung
bestätigten und der tatsächlich mögli
chen Arbeitsfähigkeit vor. Sie hätten bereits im Juni 2013 festgehalten, dass die 80%ige Arbeitsfähigkeit das obere Limit gewesen sei und damals eine Steige
rung auf dieses Limit eine Verschlechterung der Situation
g
ebracht
ha
be. Für den Beschwerdeführer sei diese 80%ige Arbeitsfähigkeit laut eigenen Angaben nicht zu realisieren. Er könn
t
e wohl mit einer 50-60%igen Arbeitsfähigkeit seine Schulterfunktion kompensiert halten.
A
ufgrund der Befangenheit al
s therapierende Instanz
würden sie
ein
externes und unabhängiges Gutachten
beantragen
.
4.
5
Prof.
Dr.
G._
und
Dr.
med.
L._
, Oberarzt i.V. Orthopädie, hielten mit Bericht an den Beschwerdeführer vom 2
1.
April 2015
(
Urk.
3/5)
fest, der Beschwerdeführer
habe sie
verzweifelt
aufgesucht
, da er
im Sicherheitsdienst
immer noch maximal
zu
50
% arbeiten könne. Schmerzen h
abe
er vor allem auch beim Schlafen. Sie hätten
ihm
geraten, sich bei der Invalidenversicherung zu beschweren. Er müsse ein neutrales Gutachten anfordern.
4.
6
Dr.
Z._
erklärte mit
Schreiben
an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers vom
4.
Mai 2015,
gemäss seinen
Eintragungen in der Krankengeschichte habe er am 2
3.
Februar 2013 mit dem Beschwerdeführer vereinbart, er solle vorerst
zu
50
%
weiterarbeiten und evtl. im Verlauf bei der Beschäftigung
im
G
e
leis
e
bau
eine 100
%
ige Arbeitstätigkeit
versuch
en. Am 2
3.
März
(2013)
sei
der Beschwerdeführer
erneut in die Praxis gekommen und habe gesagt, er möchte jetzt die Arbeit
auf 80
%
aus
dehn
en, mit anderen Worten
ab dem
1.
April
(2013) eine Arbeitstätigkeit von
33 Stunden pro Woche
ausüben
. Aufgrund des Verlaufes habe er diesem A
nsinnen
zugestimmt (
Urk.
3/3).
5.
5.
1
Der Beschwerdeführer meldete sich am 1
1.
September 2013 bei der
Beschwerde
gegnerin
zum Leistungsbezug an
(
Urk.
8/192)
. Nachdem
er
i
n diesem
Zeitpunkt keine Rente bezog,
ist der
frühestmögliche
Rentenbeginn im März 2014 (vgl.
Art.
29
Abs.
1 IVG
; Urteil des Bundesgerichts 9C_56/2016 vom 2
4.
Oktober 2016
). Es gilt somit im Folgenden zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin
ins
besondere
die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
ab März 2014 hinrei
chend abgeklärt hat
und gestützt darauf zu Recht einen Rentenanspruch ver
neint
.
5.2
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochte
nen
E
ntscheid vom 14.
April 2015 davon aus, dass der Beschwerdeführer in einer behinderungsangepassten Tätig
keit noch zu 80
%
arbeitsfähig sei (
Urk.
2).
Diese Einschätzung steht insoweit in Übereinstimmung mit derjenigen von
Dr.
Z._
, als dieser dem Beschwerdeführer für die von ihm konkret ausgeübte Tätigkeit ab
1.
April 201
3
eine 80%ige Arbeitsfähig
k
eit attestierte
(E. 4.6)
. Zur Frage, ob die konkret ausgeübte Tätigkeit den Einschränkungen optimal angepasst ist, äusserte
sich
Dr.
Z._
jedoch
nicht
.
Soweit die
Ärzte der
Klinik F._
sich mehrmals zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
äusserten
(E. 4.1
bis
E. 4.5)
,
gilt es zu beachten, dass
mit Ausnahme
von
Dr.
I._
mit
Bericht
vom 1
8.
Februar 2013
sämtliche Ärzte
lediglich Angaben zur Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers in der konkret ausgeübten
Tätigkeit
machten
.
Dr.
I._
hielt für eine angepasste Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit fest (vgl. E. 4.2). Für die konkret ausge
übte Tätigkeit als Sicherheitswärter attestierte er dem Beschwerdeführer demge
genüber
in jenem Zeitpunkt
lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (E.
4.2),
wel
che sich gemäss
nachfolgenden Einschätzungen offenbar nicht langfristig steigern liess
(vgl. E. 4.3 bis E. 4.6).
Aus den Berichten von Prof.
Dr.
G._
und
Dr.
K._
vom 1
7.
Juni 2013 (E.
4.3) und vom 16.
Oktober 2014 (E. 4.
4
)
sowie
von Prof.
Dr.
G._
und Dr.
L._
vom 2
1.
April 2015 (E. 4.
5
) gehen keine
Angaben
hervor, welche einer
100%igen Arbeitstätigkeit in einer
ideal angepassten Tätigkeit entgegenstünden. Die von Prof.
Dr.
G._
und
Dr.
K._
festgehaltene Diskrepanz zwischen einerseits invaliden- und unfallversicherungsrechtlicher festgestellter und andererseits tatsächlich mögli
c
her Arbeitsfähigkeit (E. 4.
4
) lässt sich ohne Weiteres durch die Tatsache erklären, dass es sich bei der Tätigkeit als Sicherheitswärter gerade nicht um eine leichte, wechselbelastende
Tätigkeit handelt.
Dies wird auch
dadurch
bestätigt
, dass
Dr.
I._
dem Beschwerdeführer für die Tätigkeit als Sicherheitswärter eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, für eine angepasste Tätigkeit jedoch keine Einschränkung
attestierte
.
Es ist
demzufolge
auch nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer sich nicht in der Lage sah,
die Tätigkeit als Sicherheitswärter
in einem Pensum von 80
%
auszuüben.
Hieraus lässt sic
h für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne
Überkopfarbeit
jedoch keine relevante Einschränkung ableiten.
Gestützt auf diese Aktenlage sowie in Anbetracht dessen, dass der Beschwerdeführer bei regelrechtem postoperativem Verlauf (
Urk.
8/191/1) eine im Vergleich zur präoperativen Situation unveränderte Schmerzintensität beklagte (
Urk.
8/191/3) und sich klinisch eine gute Muskelfunktion mit nahezu symmetrischer Kraftentwicklung zeigte (
Urk.
8/190/2), ist eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes nicht ausgewiesen. So war eine ausgeprägte Ermüdbarkeit und Kraftlosigkeit
des rechten Armes mit Schmerzauslösung durch repetitive Bewegungsabläufe der rechten Schulter sowie durch körperliche Belastung hinlänglich bekannt und fand denn auch bei der Begutachtung im Rahmen des Belastungsprofils Berücksichtigung (
Urk.
8/132/54-55;
Urk.
8/199/9, 11). Gehen n
ach dem Gesagten aus den aktenkundigen Berichte
n
keinerlei Angaben hervor,
welche
einer 100%igen Arbeits
f
ä
h
igkeit in einer
leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten auf Bauchhöhe, wie sie bereits von den
Dres
.
C._
und
D._
in ihrem Gutachten vom 1
8.
April 2011
für zumutbar erachtet worden war
(vgl. E. 3)
und Basis der Verfügung vom 1
8.
Juni 2012 (
Urk.
8/179)
bildete
,
entgegenstehen würden
,
erweist sich der rechtserhebliche Sachverhalt als hinreichend abgeklärt.
Selbst wenn jedoch von einer Arbeitsfähigkeit von bloss 80
%
in angepasster Tätigkeit und damit von einer relevanten Verschlechterung ausgegangen würde, wäre ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers nicht gegeben (vgl. nachfolgend).
6.
6.1
Die Beschwerdegegnerin
, welche von einer Verschlechterung des Gesundheits
zustandes des Beschwerdeführers ausging
,
setzte in der angefochtenen Verfü
gung vom 18. Dezember 2015 (
Urk.
2)
das
Valideneinkommen
auf Fr. 66‘957.00 fest. Sie errechnete diesen Wert gestützt auf das vom hiesigen Gericht im Urteil vom 2
2.
Mai 2014 ermittelte
Valideneinkommen
für das Jahr 2008 von Fr. 62‘956
.--
(vgl.
Urk.
8/199
E. 4.2) und passte es der Nominallohnentwicklung an
(vgl. Einkommensvergleich, Urk. 8
/204).
Dies ist grundsätzlich nicht zu beanstanden.
Unter Einbezug
der
der Beschwerdegegnerin damals noch nicht bekannten
Nominallohnentwicklung
für das Jahr 2014 resultiert ein Einkom
men von Fr.
66‘8
08
.
--
(
Fr. 62‘956.
-- :
2092 [2008: Männer]
x
2220 [2014: Männer]
,
Bundesamt
für Statistik, Tabelle
T
3
9, Entwicklung der Nominallöhne, der
Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2015
]
)
.
6
.
2
Da der Beschwerdeführer keiner zumutbaren Tätigkeit nachgeht, ist das
Valideneinkommen
gestützt auf die Tabellenlöhne der Schweizerischen
Lohn
strukturerhebung
des Bundesamtes für Statistik (LSE) zu berechnen
(BGE 126 V 75 E. 3b).
Massgebend ist das Total für Männer des Kompetenzniveaus 1 (einfache Tätig
keiten körperlicher oder handwerklicher Art) der Tabelle TA1 (monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht
, privater Sektor) der LSE 2012
(S. 34)
. Dieses beträgt Fr. 5‘210.--
. In Anpassung an die Nominallohnentwicklung (
vgl.
Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne
) und in Anbetracht der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeits
zeit im Jahr 2014 für alle Sektoren von 41,7 Stunden
(vgl.
Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, Total
) ergibt dies für das Jahr 201
4
ein Jahreseinkommen von Fr.
66‘13
0
.
3
0
(Fr. 5‘210.-- x
12 :
40 x 41,7 :
2188
x
2220
)
für ein 100%-Pensum und von Fr. 52‘9
04
.
20
für ein 80
%
Pensum
.
Die Beschwerdegegnerin
gewährte mit Blick auf das Teilzeitpensum und das Belastungsprofil
einen Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
(
Urk.
2). Der Beschwerdeführer beantragt demgegenüber mindestens einen 15%igen Abzug (vgl.
Urk.
1).
Nachdem sich ein Abzug bei Teilzeitarbeit von 80
%
nicht mehr rechtfertigt (vgl. Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 22. Oktober 2014 mit Hinweis auf die Tabelle T2 beziehungsweise Tabelle Beschäftigungsgrad der LSE) und der ausgeglichene Arbeitsmarkt einen bunten Strauss an angepassten Tätigkeiten offenhält, wäre ein Abzug von mehr als 10 % unter keinem Titel gerechtfertigt. Dies umso weniger, als gar bei prak
tisch gänzlicher Gebrauchsunfähigkeit der rechten Schulter ein höherer Abzug
als
20
%
nicht angezeigt ist und selbst bei einem Abzug
in dieser Höhe
ein Renten
anspruch nicht gegeben wäre (
Fr.
66‘808.-- -
Fr.
42‘323.40 [80
%
von Fr. 52‘904.20] :
Fr.
66‘808.-- = 36.6
%
).
6.
3
Die Beschwerde erweist sich
nach dem Gesagten
als unbegründet und ist abzu
weisen.
7.
Da
es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
m
unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.