# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 63a94141-27e7-42f3-8c9b-2a242f79a871
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ ist einziger Gesellschafter und Geschäftsführer der C._ in Liquidation mit Sitz in D._. Bis 2005 hatte diese GmbH ihren Sitz in G._. Am 8. Mai 2018 wurde über die C._ der Konkurs eröffnet. Am 16. Juli 2019 trat das Konkursamt W._ sowohl den Eheleuten B._ als auch H._ diverse Ansprüche zur Geltendmachung in eigenem Namen und auf eigene Rechnung und Gefahr anstelle der Masse gegen A._ ab. Die Genannten betrieben A._ daraufhin für diverse Beträge (Betreibung Nr. E._ des Betreibungsamtes Surselva). Sie hatten ihn zudem bereits vorgängig für diverse Beträge betrieben (Betreibung Nr. F._ des Betreibungsamtes Surselva).
B. Sowohl B._ als auch H._ reichten am 23. Juli 2019 ein gemeinsames Schlichtungsgesuch beim Vermittleramt Surselva ein und ersuchten um Ansetzung und Durchführung einer Vermittlungsverhandlung. Anlässlich der Vermittlungsverhandlung vom 28. Oktober 2019 konnte keine Einigung erzielt werden, da A._ nicht zur Verhandlung erschien. Dieser bzw. sein Rechtsvertreter hatten dem Vermittleramt am 23. Oktober 2019 telefonisch mitgeteilt, dass sie nicht an der Vermittlungsverhandlung teilnehmen würden, da die örtliche Zuständigkeit des Vermittleramtes Surselva nicht gegeben sei. A._ sei am 2. Februar 2018 ins Ausland weggezogen. Der Vermittler stellte am 30. Oktober 2019 die Klagebewilligung aus.
C. B._ reichten am 17. Februar 2020 beim Regionalgericht Surselva Klage gegen A._ ein. Darin beantragten sie im Wesentlichen die Zusprechung eines Geldbetrages von zusammengerechnet rund CHF 350'000.00 zzgl. Zins. Gleichzeitig beantragten sie, die Rechtsvorschläge in den von ihnen gegen A._ erhobenen Betreibungen Nr. E._ sowie Nr. F._ des Betreibungsamtes Surselva aufzuheben und den diesen zugrundeliegenden Forderungen die definitive Rechtsöffnung zu erteilen. H._, die noch am Schlichtungsverfahren teilgenommen hatte, hatte sich entschieden, die eingeleitete Klage nicht mehr weiter zu verfolgen.
D. In seiner Klageantwort vom 14. April 2020 bestritt A._ die örtliche Zuständigkeit des Regionalgerichts Surselva und beantragte, den Prozess gestützt auf Art. 125 lit. a ZPO i.V.m. Art. 222 Abs. 3 ZPO auf die Frage der örtlichen Zuständigkeit zu beschränken, die ursprüngliche Frist für die beschränkte Klageantwort neu anzusetzen sowie die Frist für die Einreichung der unbeschränkten Klageantwort abzunehmen.
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E. Mit prozessleitender Verfügung vom 22. April 2020 entschied das Regionalgericht Surselva, dass erst nach Eingang der Klageantwort entschieden werde, ob das Verfahren vorab auf die Prozessvoraussetzung der Zuständigkeit des Gerichts beschränkt werden soll oder nicht. A._ wurde aufgefordert, eine umfassende und nicht nur auf die Frage der örtlichen Zuständigkeit beschränkte Klageantwort einzureichen. Zudem wurde den Parteien mitgeteilt, dass sie nach Eingang der Klageantwort mit einer separaten Verfügung zu einer Hauptverhandlung in der Frage der örtlichen Zuständigkeit vorgeladen würden, falls sie nicht auf die Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung verzichten. Das Gericht werde einen Entscheid zur Frage der Zuständigkeit fällen, bevor die Sache allenfalls fortgeführt werde.
F. Mit Klageantwort vom 11. Mai 2020 liess A._ beantragen, auf die Klage sei nicht einzutreten, eventualiter sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.
G. In der Folge reichten die Parteien weitere Eingaben ein. Im Einverständnis der Parteien beurteilte das Regionalgericht Surselva die Frage seiner örtlichen Zuständigkeit ohne Parteivortritt. Mit Entscheid vom 21. Januar 2021 erkannte es was folgt:
1. Auf die Klage wird eingetreten.
2. a) Die Gerichtskosten für den vorliegenden Verfahrensabschnitt in Höhe von CHF 8'000.00 (Entscheidgebühr) gehen zu Lasten des Beklagten. Sie werden aus dem von den Klägern geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 15'000.00 bezogen. Der Überschuss von CHF 7'000.00 wird im Hinblick auf die materielle Beurteilung der Klage einbehalten.
A._ wird verpflichtet, den Klägern CHF 8'000.00 zu ersetzen/zu bezahlen.
b) A._ wird verpflichtet, den Klägern für den vorliegenden Verfahrensabschnitt eine Parteientschädigung von CHF 16'253.45 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations