# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 85d0e7ac-4445-4253-b742-5e05edf50de5
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2008
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
A, geboren 1944, gründete 1988 die C AG, welche im Bereich des Dokumenten-Managements tätig war. Zehn Jahre später gründete er die B GmbH, welche die Entwicklung und den Vertrieb von Dokumentationsmethoden bezweckte. Da ein Geldgeber im Februar 2007 ausstieg, waren die finanziellen Mittel der beiden Gesellschaften erschöpft. Mit Verfügung vom 19. April 2007 unterstützte die Sozialbehörde der Stadt Zürich A mit wirtschaftlicher Hilfe vom 1. März 2007 bis 30. September 2007. Sinn der Unterstützung war, ihm den Markteintritt mit der durch ihn entwickelten Doku-Technik zu ermöglichen.
B.
A zog im Juni 2007 von Zürich nach Küsnacht um. Am 9. Juli 2007 beantragte er bei der Sozialkommission Küsnacht wirtschaftliche Hilfe, welche ihm vorerst für die Zeit vom 1. Juli bis 31. Oktober 2007 gewährt wurde. Seit November 2007 bezieht er eine AHV-Rente ohne Zusatzleistungen. Am 9. August 2007 stellte er den Antrag, dass er bezüglich "anwaltlicher Beratung" anzuhören sei. Er benötige anwaltliche Beratung im Konkursrecht, Steuerrecht und Sozialrecht, wobei insbesondere der Konkurs seiner beiden Gesellschaften zu vermeiden sei. Am 30. November 2007 wiederholte er im Wesentlichen seinen Antrag vom 9. August 2007 und verlangte einen rekursfähigen Entscheid. Die Sozialkommission hörte am 9. Januar 2008 A an. Am 14. Januar 2008 entschied sie, dass der Antrag, die Kosten für die Beratung durch einen Fachanwalt im Zusammenhang mit den überschuldeten Gesellschaften von A zu finanzieren, abgelehnt werde; dies unter dem Vorbehalt einer anderen Einschätzung der Situation durch die unentgeltliche Rechtsauskunft der Gemeinde Küsnacht.
II.
Dagegen erhob A am 25. Februar 2008 Rekurs an den Bezirksrat S. Er beantragte, dass die Gemeinde Küsnacht zu verpflichten sei, Kosten für die anwaltliche Beratung in der Höhe von Fr. 2'400.- zu übernehmen. Der Bezirksrat wies den Rekurs am 4. Juni 2008 ab.
III.
Gegen den Rekursentscheid erhob A am 1. Juli 2008 Beschwerde ans Verwaltungsgericht. Er beantragt, dass ihm für seine Probleme gemäss dem Antrag an die Sozialkommission Küsnacht vom 30. November 2007 ein Anwalt bestellt werde. Für die Verweigerung eines Rechtsbeistandes sei ihm ein angemessener Schadenersatz zuzusprechen. Daneben sei ihm für das vorliegende Verfahren eine Parteientschädigung zuzusprechen und ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, welch letzteren Antrag das Verwaltungsgericht mit Verfügung vom 6. Juli 2008 abwies. Der Bezirksrat verzichtete am 15. Juli 2008 auf Vernehmlassung, während die Beschwerdegegnerin sich innert Frist nicht vernehmen liess. Am 24. Juli 2008 reichte der Beschwerdeführer eine Ergänzung zu seiner Beschwerde ein und stellte vier Zusatzanträge. Eine weitere Eingabe mit zusätzlichen Beilagen reichte er am 15. August 2008 ein.
Der Einzelrichter

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19c Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) zuständig. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde grundsätzlich einzutreten (vgl. aber sogleich E. 1.2).
Da der Streitwert im vorliegenden Verfahren unter Fr. 20'000.- liegt, ist der Einzelrichter zum Entscheid berufen (§ 38 Abs. 2 VRG).
1.2
Im Beschwerdeverfahren kann lediglich beurteilt werden, was bereits Gegenstand des vorinstanzlichen Rekursverfahrens war bzw. bei korrekter Verfahrensabwicklung hätte bilden müssen; denn ein vor Verwaltungsgericht gestellter Antrag darf nur Begehren enthalten, über welche die Vorinstanz entschieden hat oder hätte entscheiden müssen (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 54 N. 4).