# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 00f0eaf4-ebfc-4b9e-8ff9-0edd929e2a31
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Verfügung vom 12. März 2014 wurde X._ durch Dr. med. A._, Facharzt FMH für innere Medizin, gestützt auf Art. 429 ZGB in der Klinik B._ fürsorgerisch untergebracht. Als Grund hierfür wurde angegeben, dass X._ bei bekannter bipolarer Störung an jenem Tag bei einer Poststelle zwei Beamte bedroht und sich renitent verhalten habe. Die am 13. März 2014 gegen die ärztliche Einweisungsverfügung erhobene Beschwerde von X._ wies das Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 26. März 2014 ab (ZK1 14 25).
B. Am 8. April 2013 stellte Dr. med. C._, Oberärztin der Psychiatrischen Klinik B._, bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Surselva gestützt auf Art. 426 ZGB und Art. 51a EGzZGB einen Antrag auf Weiterführung der Unterbringung, da die ärztlich verfügte fürsorgerische Unterbringung am 23. April 2014 auslaufe. X._ sei seit Oktober 2013 bereits zum sechsten Mal hospitalisiert worden, wobei zwei Eintritte freiwillig und vier durch fürsorgerische Unterbringung erfolgt seien. Das Gesuch um behördliche Unterbringung wurde im Wesentlichen damit begründet, dass X._, wie sich in der Vergangenheit gezeigt habe, mangels Krankheitseinsicht die Medikamente absetze und bei ihm daher stets wieder eine hypomane bis manische Symptomatik auftrete. In diesem Zustand konsumiere er dann grosse Mengen von Alkohol und verkenne die Realität. Im Falle der Aufhebung der fürsorgerischen Unterbringung und Absetzung der Medikation bestehe weiterhin eine erhebliche Rückfallgefahr mit erneuter Selbst- und Fremdgefährdung sowie die Gefahr der Verwahrlosung, da die Wohnsituation von X._ nicht geklärt sei. Bei Verlängerung der Unterbringung könne zudem – für die Zeit nach dem stationären Klinikaufenthalt – ein Setting organisiert werden, das von dauerhaftem Bestand sei und weder den Patienten noch Dritte gefährde, wie etwa ein betreutes Wohnen mit regelmässiger, gesicherter psychiatrischer Behandlung.
C. Die KESB Surselva eröffnete am 9. April 2014 aufgrund des vorerwähnten Gesuchs um behördliche Unterbringung ein Abklärungsverfahren. Gleichentags wurde X._ in der Klinik B._ von zwei Mitgliedern der KESB Surselva angehört. Dabei äusserte er sich zuerst dahingehend, dass er die Klinik verlassen und die Behandlung in O.2_ fortsetzen möchte. Daraufhin habe er sich unterschwellig aggressiv und angetrieben gezeigt und die KESB Mitglieder beschimpft sowie die Beantwortung sämtlicher Fragen verweigert. Deshalb wurde die Anhörung in der Folge abgebrochen. Auf Antrag von X._ fand am
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16. April 2014 eine weitere Anhörung in Anwesenheit seines Rechtsvertreters, Rechtsanwalt lic. iur. Tim Walker, und seiner Vertrauensperson, D._, in der Klinik B._ statt. Anlässlich dieser Anhörung beantragten die Beteiligten, das Gesuch um behördliche Unterbringung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen. Begründend wurde ausgeführt, dass der Gesundheitszustand von X._ nie Anlass zu einer fürsorgerischen Unterbringung gegeben habe. Die Voraussetzungen einer fürsorgerischen Unterbringung seien nicht (mehr) erfüllt, insbesondere liege weder eine Eigen- noch eine Selbstgefährdung vor. Auch bestehe keine erhebliche Rückfallgefahr. X._ nehme die notwendigen Medikamente, die er für sinnvoll halte, freiwillig ein, wie dies bereits in den letzten acht bis zehn Jahren der Fall gewesen sei. Ausserdem sei seine Wohnsituation geregelt. Bis das Haus in O.3_ für ihn zur Verfügung stehe, habe er im Hotel E._ in O.1_ ein Zimmer für monatlich CHF 800.-- gemietet. Ferner bestehe auch das Mietverhältnis hinsichtlich der Wohnung in O.2_ nach wie vor.
D. Gestützt auf diese Anhörung, den Entscheid des Kantonsgerichts vom 26. März 2014 sowie das Gesuch der Klinik B._ vom 8. April 2014 erkannte die KESB Surselva mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 22. April 2014 was folgt:
„1. X._ bleibt gestützt auf Art. 426 in Verbindung mit Art. 429 Abs. 2 ZGB im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung weiterhin zur Behandlung und persönlichen Betreuung in der Klinik B._ der Psychiatrischen Dienste Graubünden in O.1_ untergebracht.
2. Zuständig für die Entlassung von X._ ist die KESB Surselva.
3. Die medizinische Leitung der Klinik B._ wird ersucht, der KESB Surselva gegebenenfalls umgehend die Entlassung oder die Überführung in eine andere Institution von X._ zu beantragen.
4. Die Verfahrenskosten für diesen Entscheid im Totalbetrag von Fr. 720.00 werden X._ auferlegt.

## Considerations