# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 84f7033c-263f-4e01-911f-774038705b39
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. W. ist Eigentümerin der in der Wohnzone liegenden Parzellen Nrn. A. und B. des Grundbuchs der Gemeinde C.. Auf der Parzelle Nr. A. steht ein alter Stall, während die Parzelle Nr. B. nicht überbaut ist. An beide Parzellen grenzt hangabwärts die Parzelle Nr. D., welche zu je 1/3 Miteigentum Y., X. und Z. gehört. Über die Parzellen Nrn. A. und B. führt an der Grenze zu Parzelle Nr. D. eine geteerte Stichstrasse. Die Parzelle Nr. D. ist unüberbaut. An dieses Grundstück grenzt weiter hangabwärts die Parzelle Nr. E., welche ebenfalls zu je 1/3 Miteigentum Y., X. und Z. gehört und mit einem Wohnhaus mit Aussenschwimmbad bebaut ist. Nach der Erstellung des Wohnhauses auf der Parzelle Nr. E., ungefähr im Jahr 1977, wurden auf der Parzelle Nr. D. entlang der Grenze zu den Parzellen Nrn. A. und B. von F. sel., Rechtsvorgängerin von Y., X. und Z., als Sichtschutz Hainbuchen angepflanzt. Zu Lebzeiten von F. sel. wurden diese Pflanzen regelmässig geschnitten, wobei unter den heutigen Eigentümern umstritten ist, auf welche Höhe der Rückschnitt erfolgte. Gemäss den Angaben von W. soll zwischen ihrem Vater und Rechtsvorgänger G. und F. sel. eine Vereinbarung bestanden haben, die Pflanzen auf einer Höhe von ungefähr 1.5 bis 2 Metern Höhe zu halten, was von Y., X. und Z. bestritten wird. Nach dem Ableben von F. sel. wurden die Pflanzen offenbar nicht mehr gleichermassen geschnitten, so dass sie in beachtliche Höhe wuchsen (gemäss den Angaben von W. bis gegen 10 Meter). Nach verschiedenen Interventionen von W. beziehungsweise deren Vater wurden die Pflanzen im Jahr 2010 auf eine Höhe von ungefähr 5 Meter zurückgeschnitten. Zu einem weiteren Rückschnitt waren Y., X. und Z. nicht bereit.
B. Am 2. Juli 2010 reichten W. und G. gegen Y., X. und Z. beim Kreisamt C. ein Vermittlungsbegehren ein. Nach erfolgloser Sühneverhandlung bezogen sie am 30. November 2010 den Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren:
„1. Die Beklagten seien mit solidarischer Haftung zu verpflichten, die sich auf dem Grundstück Nr. D. GB C. im gemeinsamen Grenzbereich zu den Grundstücken Nr. A. und B. GB C. befindlichen Pflanzen alljährlich im Herbst, erstmals per Ende Oktober 2010, auf eine Höhe von maximal 3 m zurückzuschneiden.
2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten.“
Das Rechtsbegehren von Y., X. und Z. lautete auf kosten- und entschädigungspflichtige Klageabweisung.
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C. Mit Prozesseingabe vom 17. Dezember 2010 prosequierte W. die Streitsache an das Bezirksgericht H., wobei sie an den anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren festhielt. Mit Prozessantwort vom 10. Februar 2011 beantragten Y., X. und Z., die Klage sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei.
D. Nach Durchführung eines weiteren Schriftenwechsels und des Beweisverfahrens, in dessen Rahmen insbesondere I., K., G. und L. als Zeugen einvernommen wurden, erkannte das Bezirksgericht H. in seinem Entscheid vom 23. Februar 2012, mitgeteilt am 27. Juni 2012, wie folgt:
„1. Die Klage von W. gegen X., Z. und Y. wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3‘000.00 (bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 2‘300.00 und einer Schreibgebühr von CHF 700.00) gehen zu Lasten der Klägerin und werden mit dem geleisteten Vorschuss von CHF 3‘000.00 verrechnet.
3. W. wird verpflichtet, X., Z. und Y. eine aussergerichtliche Entschädigung von insgesamt CHF 14‘806.60 (inkl. Spesen und MWST) zu bezahlen.

## Considerations