# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7142f7a6-7ae4-54ac-9b6e-0d293e727092
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1979 geborene
X._
war ab
dem
1. August 1996 als Monteur bei der
Y._
angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Un
fallversicherungsanstalt
(SUVA)
gegen die Folgen von Unfällen und Berufs
krankheiten versichert
. Am
6. Juli 2001
verletzte
er
sich bei einem Sprung über ein Hindernis am
rechten Knie
(Urk. 10/6)
, worauf
er sich
am 18. September 2001
ein
em
operative
n
Eingriff
in der
Klinik
Z._
unterziehen musste (
Urk. 10/9).
Die SUVA
erbrachte
die gesetzlichen Leistungen.
1.2
Am 14. Mai 2012 wurde ein Rückfall
beziehungsweise
eine Spätfolge
gemeldet (Urk. 10/1).
Mit Schreiben vom 19. Dezember 2012 (Urk. 10/22) anerkannte
die SUVA
ihre Leistungspflicht und sicherte
dem Versicherten
die Kostenübernahme für die Heilbehandlung zu.
Ausserdem
erteilte sie der
Klinik
Z._
in Be
antwortung ihres Gesuch
e
s vom 17. Januar 2013 mit Schreiben vo
m 13. Feb
ruar 2013
Kostengutsprache
für eine
n
weitere
n
operativen Eingriff
am rechten Knie
(Urk. 10/32-33)
,
welche
r
plangemäss am selben Tag
durchgeführt wurde
(Urk. 10/3
5
)
.
Mit Schreiben an die
Klinik
Z._
vom 21. Feb
ruar 2013
(Urk. 10/36)
widerrief die SUVA ihre Kostengutsprache.
Im Weiteren
tei
lte sie dem Versicherten
mit Zuschrift vom
26.
April 2014
(Urk. 10/41)
mit,
mangels eines
rechtsgenüglichen
Kausalzusammenhang
e
s zwischen dem Unfall vom 6. Juli 2001 und dem Eingriff vom 13. Februar 2013
könne sie
ab dem
zweitgenannten D
atum keine Versicherungsleistungen
mehr erbringen
.
Auf Verlangen
des Versicherten
erliess sie am 8.
Mai 2013 eine entsprechende Verfügung
(Urk. 10/43)
, welche sie auf
dessen
Einsprache
(Urk. 10/45)
hin
mit Entscheid vom 22. August 2013 (Urk.
2)
bestätigte
.
2.
Hiergegen erhob
X._
am 18. September 2013 Beschwerde (Urk.
1) und beantragte, der
angefochtene
Einspracheentscheid
vom 22.
August 2013 sei aufzuheben und die SUVA sei zu verpflichten, die Kosten für die Heilbehand
lung zu übernehmen.
Eventualiter sei ein neutrales und
umfassendes orthopädi
sches Gutachten
einzuholen
.
Die SUVA
schloss
in ihrer
Beschwerdeantwort vom 26. November 2013 (Urk.
9)
auf
Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 29.
November 2013 (Urk.
12) wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet, worauf die Parteien mit Replik vom 14.
Januar 2014 (Urk.
14) und Duplik vom 18.
Februar 2014 (Urk.
18) an ihren Anträgen festhielten.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen ein
gegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im angefochtenen Entscheid (Urk. 2 S. 2 f.) wurden die gesetzlichen Bestim
mungen über den Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung im Allge
meinen (Art. 6 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallv
ersicherung [
UVG
]
) sowie bei Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 der Verordnung über die Unfall
versicherung
[
UVV
]
) ebenso zutreffend dargel
egt wie die Rechtsprechung zu
m grundsätzlich für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten natürlichen Kausalzusammenhang zwischen Unfall und
eingetretenem
Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod; BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen). Darauf wird
– mit den nachfolgenden Ergänzungen –
verwiesen.
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges
zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge
und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeiz
uführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausali
tät; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
V
orübergehende Unfallversicheru
ngsleistungen wie Taggeld (Art. 16
f
. UVG) und Heilbehandlung (Art.
10 UVG)
werden
–
im Gegensatz
zu Dauerleistungen (insbesondere
Invalidenrenten
[Art. 18
ff. UVG] und I
ntegritätsentschädigungen [Art. 24 ff. UVG]
)
–
in der Regel in einem formlosen Verf
ahren zugesprochen (Art.
124
UVV
e
contrario
in Verbindung mit Art. 51 Ab
s. 1 ATSG; vgl. SVR
2009 UV Nr. 21 E.
3.2
[
Bundesgerichtsurteil
8C_99/2008
vom
26. November 2008
E. 3.2]
).
1.
4
Die einmal anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers entfällt erst, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, dass der Unfall nicht mehr die natürliche und adäquate Ursache – auch nicht im Sinne einer Teilursache – des Gesundheitsschadens bildet. Ebenso wie der
leistungsbegrün
dende
natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen einer Gesundheitsschädigung mit dem im Sozialversicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich dabei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt die Beweislast
–
an
ders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusam
menhang gegeben ist
–
nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversichere
r (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 46 E. 2, 1994 Nr. U 206 S. 328 E.
3b).
Dabei muss der Unfallversicherer aber nicht den Beweis für das Vorliegen von ausschliesslich unfallfremden Ursachen erbringen. Denn es ist nicht so, dass der Unfallversicherer bei einmal bejahter Unfallkausalität so lange haftet, als er unfallfremde Ursachen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachzu
weisen vermag. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
ihre kausale Bedeutung verloren haben, ob diese also da
hin
gefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E.
3b).
Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein
Gesund
heitsschaden
mehr vorliegt oder der Versicherte nun bei voller Gesundheit ist (Urteile
des Bundesgerichts
U 15/04 vom 7. Juli 2004 E. 2.2, U 258/02 vom 18. Dezember 2003 E. 3.2 und U 285/00 vom 31. August 2001 E. 5a).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen gemäss Art. 11 UVV (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 E. 3b; vgl. zum Ganzen
Bundesgerichtsurteil
U
74/06
vom 27. April 2006 E. 2.2).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BG
E 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E.
1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt
Beweis
wert
zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit be
ste
hen (BGE 125 V 351 E.
3b/
ee
mit Hinweis).
In solchen Fällen sind jedoch
an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt
lichen Feststellungen,
so
sind ergänzen
de Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.
4.4 mit Hinweis).
Es kann sich unter Umständen rechtfertigen, massgebend auf die dem behan
delnden Arzt aufgrund der medizinischen Betreuung zugänglichen besonderen Kenntnisse des Gesundheitszustandes der versicherten Person abzustellen.
Nach der Rechtsprechung ist es
aber
wegen der unterschiedlichen Natur von Behand
lungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arztes und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten medizinisch
en Experten (BGE 124 I 170 E. 4
) nicht gebo
ten, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu an
de
ren Einschätzungen gelangen
. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine klärende Ergänzung des medizinischen Dossiers oder direkt eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die behandelnden Ärzte wichtige, nicht rein subjek
tiver ärztlicher Interpretation entspringende Aspekte benennen, die im Rahmen der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil
des Bun
desgerichts
9C_252/2012
vom 7. September 2012 E. 8.4 mit Hinweisen
).
2.
2.
1
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich
im angefochtenen
E
insprachee
ntscheid
(Urk.
2 S.
3
f.) insbesondere
auf den Standpunkt,
dass
zwischen de
m
Unfall vom 6. Juli 2001 und der Operation
vom 13. Februar 2013
kein
überwiegend wahr
scheinlicher
Kausalzusammenhang
bestehe und sie deshalb ab diesem Datum nicht mehr leistungspflichtig sei
.
Überdies habe sie
ohne weiteres
auf ihre an
fängliche Leistungszusage
zurückkommen dürfen
. Daran hielt sie im vorliegen
den Verfahren fest (
Urk. 9
S. 3 ff.
, Urk.
18
S. 2 f.
).
2.
2
Dagegen brachte
der Beschwerdeführer im Wesentlichen
vor
,
gemäss
Einschät
zung des
Chirurgen
sei der Eingriff vom 13. Februar 2013 mit an Sicherheit grenzender Wahr
scheinlichkeit wegen des Unfall
e
s vom 6.
Juli 2001 notwendig geworden. Zu
dem sei
en die Voraussetzungen für ein Zurückkommen auf
die Bestätigung der Versicherungsdeckung und
die
Kostengutsprache
nicht gegeben
(Urk. 1 S. 6
ff., Urk. 14 S. 3
ff.).
3.
3.
1
Der SUVA-
Kreisarzt
Dr. med.
A._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
bejahte zunächst am 18. Dezember 2012 (Urk. 10/28)
–
nach Vorlage der aktuellen Röntgen
bilder
und ohne jede Begründung
–
die
K
ausalität
zwischen dem
Unfall
ereignis
vom 6. Juli 2001
und den am
14. Mai 2012 gemeldeten Beschwerden
am rechten Knie
.
A
m
11. April 2013 (Urk. 10/40)
befand Dr.
A._
,
gemäss den Röntgen
befunden
vom 21. September 2009
liege rechtsse
itig sicherlich ein
Genu
varum
(O-Bein)
vor, bezüglich dessen
sich
die
Frage der Unfallk
ausalität
stelle
.
Laut den Be
richten betreffend die Ope
rationen vom 18. September 2001
und 13. Februar 2013 sei
"der
femoro-tibiale
sowohl medial, wie auch lateral unauffällig". Übli
cherweise
sei
nach einer derart langen Zeitspanne von 2001 bis dato bei einem Zustand nach
Innenmeniskektomie
ein
femorotibial
medial betont
er
Knorpelab
ba
u
zu erwarten
. Nachweislich beider Operationsberichte sei
ein solcher
jedoch nicht eingetreten. Somit
könne im medialen Kompartiment nicht von einer
un
fallbedingten
Höhenabnahme durch Knorpelabbau ausgegangen werden. Folg
lich sei das
Genu
varum
nicht unfallbedingt entstanden und müsse als
vorbe
stehend
ge
wertet werden.
Aus medizinischer Sicht bestehe kein kausaler Zu
sammenhang zwischen der
Valgisationsosteotomie
vom 13. Februar 2013 und dem Ereignis vom 6. Juli 2001.
Darüber hinaus erscheine es mehr als problema
tisch, bei unauffälliger Knorpeloberfläche im medialen Kompartiment eine
Val
gisationsosteotomie
durchzuführen.
3.
2
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Chirurgie,
welcher
die Operation in der Klinik
Z._
vom 13. F
ebruar 2013 durchgeführt hatte
,
nahm am 10. September 2013 (Urk. 3/4) und 6. Januar 2014 (Urk. 15) zum medizinischen Sachverhalt und insbesondere zur Kausalitätsfrage Stellung. Er führte aus
, nach einer am 6. Juli 2001 erlittenen Kniedistorsion sei beim Beschwerdeführer am 18. Sep
tember 2001 eine Kniearthroskopie rechts mit ausgedehnter
Teilmeniskektomie
durchgeführt und intraoperativ die Diagnose einer proximalen vorderen
Kreuz
bandschädigung
mit
anteromedialer
Instabilität 1. Grades
gestellt worden.
Im Verlauf über die Jahre habe sich aufgrund dieser medialen subtotalen
Menis
kektomie
und der partiellen Kreuzbandinsuffizienz ein
Varus
trust-Gangbild mit Schmerzen im medialen Kniekompartiment
entwickelt, welches nun im Rahmen der
Valgisationsosteotomie
vo
m 13. Februar 2013 behandelt worden sei.
Ein solcher Eingriff sei bei einem klassischen
Varus
trust-Gangbild und VKB-Insuffizienz sowie medialer Schmerzen
als erster Schritt sicherlich die Therapie
der Wahl
bei
der Behandlung dieses Leidens. Damit
könne das mediale Ko
mpar
timent entlastet und eine
Res
tabilisierung
des Kniegelenks erzielt werden. Dass im medialen Kompartiment keine wesentliche Knorpelschädigung bestanden habe, sei erfreulich. Mit einer
Valgisationsosteotomie
müsse
jedoch
nicht zuge
wartet werden bis das mediale Kompartiment vollkommen
arthrotisch
verändert sei.
Es sei bekannt, dass bei ausgedehnter medialer
Meniskektomie
und vorderer Kreuzbandinsuffizienz relativ schnell eine
Varuskonstellation
entstehe.
Dabei handle e
s sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine
Fol
geproblematik
des Unfall
e
s vo
m 6. Juli
2001. Der
Eingriff
vom 13. Februar 2013
sei ganz klar auf den Unfall von 2001 zurückzuführen.
4.
4
.1
Strittig und z
u prüfen ist
der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Unfallversicherung ab dem 13. Februar 2013.
Die Beschwerdegegnerin anerkannte zunächst
unter dem Aspekt eines Rückfalls beziehungsweise einer Spätfolge
ihre Leistungspflicht für die am 14. Mai 2012 (Urk. 10/1)
geltend gemachten
B
eschwerden
am rechten Knie
(S
chreiben vom 19. Dezember 2012 [
Urk. 10/22
] und Kostengutsprache vom 13. Februar 2013 [Urk. 10/32]) und gelangte nach nochmaliger Anspruchsprüfung
im
Rahmen der Verfügung vom 8. Mai 2013 (Urk. 10/43)
respektive
des angefochtenen
Ein
spracheentscheids
vom 22. August 2013 (Urk. 2)
zum Schluss
,
mangels eines
rechtsgenüglichen
Kausalzusammenhang
e
s zum Unfall vom 6. Juli 2001 könne sie ab dem 13. Februar 2013 keine Versicherungsleistungen mehr erbringen und insbesondere nicht für die an jenem Datum
stattgehabte
Operation aufkommen.
Unter diesen Umständen ist die Beschwerdegegnerin für das Dahinfallen der Unfallkausalität für die Zeit ab 13. Februar 2013 beweispflichtig (vgl. E. 1.4 hiervor). Folglich ist zu prüfen, ob die
vormals
unfallbedingten Ursachen
der
gesundheitlichen Beeinträchtigung im Bereich
des rechten Knies
ihre kausale Bedeutung
gänzlich
verloren habe
n, also dahingefallen sind.
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte
sich im Rahmen ihres abschlägigen Entscheids auf die
kreisärztliche Aktenbeurteilung von Dr.
A._
vom 11. April 2013 (
vgl.
E. 3.
1
hiervor).
Dieser begründete seine
Einschätzung, wonach das
Genu
varum
nicht unfallbedingt entstanden sei,
jedoch
einzig
mit dem Fehlen eines
rele
vanten
Knorpelabbaus
und dem Hinweis, dass ein solcher erfahrungsgemäss bei einem Zustand nach
Innenmeniskektomie
im Jahr 2001 zu erwarten wäre
.
Eine weitere Auseinandersetzung mit den medizinischen Verhältnissen
, insbesondere
mit
der am 18. September 2001
(vgl. Urk. 10/9)
intraoperativ festgestellten par
tiellen Läsion
des vorderen Kreuzbandes mit Instabilität
,
enthält seine Stellung
nahme nicht.
Dr.
B._
hingegen
berücksichtigte
im Rahmen seiner
ausführlichen
Berichter
stattung (
vgl.
E. 3.
2
hiervor)
nebst der
Meniskektomie
auch die
Kreuzbandinsuf
fizienz
und
erklärte, dass der operative Eingriff vom 13. Februar 2013 zu einer Entlastung des medialen Kompartiments und
Restabilisierung
des Kniegelenks führe. Sodann hielt er einleuchtend fest, dass eine
Valgisationsosteotomie
nicht zurückgestellt werden müsse bis weitergehende Schädigungen im Sinne
von
arthrotische
n
Veränderungen eingetreten seien.
Der Chirurg
begründete seine
Kausalitätse
inschätzung nachvollziehbar und schlüssig
, wobei er aufgrund
der
umfassenden Würdigung der
ihm aus erster Hand bekannten
medizinischen Verhältnisse
erwog
, die am 13. Februar 2013 operativ behandelten Beschwerden seien mit "an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit" auf d
as
Unfall
ereignis
vom 6. Juli 2001 zurückzuführen. Dabei
ist nicht ersichtlich, dass sein fachärzt
lich begründetes Interesse auf etwas anderes
als
auf
den Heilungsprozess des Knieleidens
– etwa die
versicherungsrechtliche Beurteilung der Kausalitätsfrage
–
gerichtet gewesen wäre.
Seiner
Einschätzung ist
deshalb
grösseres Gewicht einzuräumen als derjenigen des
SUVA-Kreisarztes
, welche nicht zu überzeugen vermag
.
So hatte d
ie Beschwerdegegnerin ihr denn auch nichts Substantielles entgegenzusetzen
(vgl. Urk. 9, Urk. 18)
.
4.3
Bei dieser Aktenlage ist – ohne ergänzende medizinische Abklärungen, wie sie vom Beschwerdeführer beantragt wurden (Urk. 1 S. 2 und S. 9 f.) – mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt
, dass
dem
Unfall
vom 6. Juli 2001
hinsichtlich der
am 13. Februar 2013
operativ behandelte
n
rechtsseitige
n
Knie
beschwerden
eine
mindestens
teilu
rsächli
che Bedeutung zukommt.
Demzufolge
hat die Beschwerdegegnerin die Leistungen
ab 13. Februar 2013 zu Unrecht
verweigert
.
Sie
bleibt über dieses Datum hinaus
leistungspflichtig bis sie das Dahinfallen
jeder kausalen Bedeutung
der
unfallbe
dingten
Ursachen
rechtsgenüglich
nachweisen kann
(vgl. E. 1.4 hiervor).
Damit ist die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 22. August 2013 (Urk. 2) aufzuheben.
Bei diesem Ergebnis
kann offenbleiben
, unter welchen
formellen
Voraussetzun
gen
der Unfallversicherer auf eine anfängliche Leistungszusage respektive eine vorbehaltlos erteilte Kostengutsprache zurück
kommen darf
.