# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** be9dfed8-4408-5e08-8903-b4a273d4f6d9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1990 geborene
X._
, Mutter von zwei Kindern (Jahrgang 2016 und 2018),
war – unterbrochen durch
Phasen der
Arbeitslosigkeit – bei verschie
denen Arbeitgebern tätig (Urk. 7/12), zuletzt
in einem Teilzeitpensum
als Ver
käuferin bei
Y._
(vgl. Urk. 7/8/6).
Am 23. März 2018 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hinweis auf
einen Hirntumor sowie Ekzeme bei der Inva
lidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/8).
Die Sozialversicherungs
an
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte mit der Versicherten
zur Ermittlung der aktuellen Situation
ein telefonisches Gespräch
durch
(Urk. 7/11) und
hielt mit
Mitteilung vom 13. April 2018
fest
, aufgrund ihres Gesundheitszustandes könnten
keine Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden (
Urk. 7/13). Die IV-Stelle zog einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug) bei (Urk. 7/12) und tätigte
medizinische
Abklärungen
(Urk. 7/14-15, 7/19
, 7/22, 7/27-28
)
.
Mit Vor
bescheid vom 20. Juni 2019 stellte sie der Versicherten die Abweisung des Leis
tungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/32)
,
wogegen diese
am 12. August 2019 Ein
wand erheben
liess
(Urk. 7/33; ergänzend begründet am 25. September 2019, Urk. 7/36). Am 2
8.
Februar 2020 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (Urk. 2 [= Urk. 7/40]).
2.
Dagegen liess die Versicherte am 29. April 2020 Beschwerde erheben und bean
tragen, die Verfügung vom 28. Februar 2020 sei aufzuheben und
ihr sei eine Rent
e von 100 % zuzusprechen
; eventualiter sei ein polydisziplinäres medizini
sches Gutachten einzuholen;
subeventualiter
sei ein Gutachten
bei
einer spezia
lisierten
Klinik betreffend die Kopfschmerzen einzuholen. In prozessualer Hin
sicht er
suchte
sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und
Ver
beistän
dung
durch Rechtsanwalt David Sassa
n
Müller (Urk. 1 S. 2). Mit Be
schwer
de
antwort vom 8. Juni 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei
sung der Beschwerde
(Urk. 6)
,
worüber die Beschwerdeführerin mit Verfü
gung vom
11. Juni 2020 (Urk. 11) in Kenntnis gesetzt wurde.
Mit Eingabe vom 7. Mai 2021 (Urk. 12) reichte
der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
seine Honorarnote zu den Akten (Urk. 13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Der Anspruch auf eine Invalidenrente setzt mithin eine Beeinträchtigung
d
er Gesundheit beziehungsweise einen Gesundheitsschaden voraus. Mit der Diagnose eines Gesundheitsschadens ist aber noch nicht gesagt, dass dieser auch invalidi
sierenden Charakter hat. Ob dies zutrifft, beurteilt sich gemäss dem klaren Ge
setzeswortlaut nach dem Einfluss, den der Gesundheitsschaden auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit hat. Entscheidend ist, ob der versicherten Person wegen des geklagten
L
eidens nicht mehr zumutbar ist, ganz oder teilweise zu arbeiten
(BGE 142 V 106 E. 4.4)
.
1.4
Nach der allgemeinen Beweisregel (Art. 8 des Zivilgesetzbuches, ZGB) obliegt es
bei erstmaliger Rentenprüfung der versicherten Person
,
die invalidisieren
den Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem Beweisgrad der über
wie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Denn sie leitet daraus Rechte, den An
spruch
auf eine Invalidenrente, ab. Gelingt es der versicherten Person, unter Ein
bezug der im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes gebotenen Abklärungen des Ver
sicherungsträgers (Art. 43 ATSG) beziehungsweise
–
im Beschwerdefall
–
des Sozialversicherungsgerichts (Art. 61
lit
. c ATSG), nicht, den geklagten Gesund
heitsschaden und dessen invalidisierende Auswirkungen nachzuweisen, trägt sie daher die Folgen der Beweislosigkeit und sie verfügt über keinen Leistungs
an
spruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit ver
mutet, dass sich der ge
klagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend aus
wirkt. Vermutet wird daher Validität, nicht Invalidität (BGE 140 V 290 E. 4.1; 139 V 547 E. 8.1). Bleiben die Auswirkungen eines ob
jektivierbaren wie auch eines nicht (bild
gebend) fassbaren Leidens auf die Arbeits
fähigkeit trotz in Nachachtung des Untersuchungs
grund
satzes sorg
fältig durchgeführter Abklärungen vage und unbestimmt, ist der Be
weis für die An
spruchs
grundlage nicht geleistet und nicht zu erbringen (BGE 140 V 290 E. 4.1 mit Hinweisen auf die Literatur).
1.5
Auszugehen ist davon, dass Erwerbsfähigkeit vermutet wird (vorstehend E. 1.4) und ein Gesundheitsschaden, der zu Leistungen der Invalidenversicherung be
rechtigt, eine bestimmte Dauerhaftigkeit aufweisen und die Arbeitsfähigkeit er
heblich einschränken muss. Das ist anhand der im Recht liegenden Beweise zu beurteilen. Es ist Sache des Versicherungsträgers, im Beschwerdefall des Gerichts, die Beweismittel auf ihre Aussagekraft und Kohärenz hin zu prüfen, um fest
zustellen, ob eine solche Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Ergibt die Beweiswürdigung, dass eine dauerhafte und erhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen ist, ist Invalidität zu verneinen und es erübrigt sich eine weitere Prüfung (Urteil des Bundesgerichts 8C_324/201
4 vom 15. Janu
ar 2015 E. 3.3).
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung davon aus, dass
bei der Beschwerdeführerin keine langandauernde gesundheitliche Einschrän
kung
vorliege, weshalb sie keinen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung habe. Aus dem Bericht des behandelnden Arztes gehe hervor, dass keine fokal
neurologischen Ausfälle bestehen würden. Das MRI des Schädels habe einen unveränderten Befund gezeigt. Im Weiteren würden die Kopfschmerzen in keinem Zusammenhang mit dem Tumor stehen. Die Beschwerdeführerin nehme keine regelmässigen Schmerzmittel. Die Kopfwehsymptome könnten zu zeitweisen Ein
schränkungen
von durchschnittlich höchstens 10-20 %
führen,
was
nicht renten
tangierend
sei
(Urk. 2).
An diesem Standpunkt hielt
die Beschwerdegegnerin
in ihrer Beschwerdeantwort vom 8. Juni 2020 fest (Urk. 6).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend,
die
behandelnde Neuro
log
in
habe eine Abklärung in einer spezialisierten Klinik vorgeschlagen, falls die Schmerzen anhalten würden.
Sie sei
bereits
gestützt auf die Diagnose betreffend die Kopfbeschwerden 100 % arbeitsunfähig
. Zudem seien noch Hand- und Fuss
beschwerden vorhanden, welche
ebenfalls
direkte Auswirkung auf ihre Arbeits
fähigkeit
hätten; a
uch diesbezüglich sei ein Gutachten anzuordnen
(Urk. 1 S. 5 f.)
.
Der Sachverhalt sei nicht rechtsgenügend und abschliessend abgeklärt worden (Urk. 1 S. 7).
3.
3.1
Mit Bericht vom 1
5.
Dezember 2016 hielt
Dr.
med.
Z._
,
Fachärztin für Dermatologie und Venerologie,
fest, aktuell
leide
die Beschwerdeführerin betont an den Beinen
an
Exsikkationsekzeme
n
; diese seien wahrscheinlich
atopischer
Natur. Während
der
Schwangerschaft
könn
e
durch den hormonellen Einfluss häufig
ein Schub
respektive eine Erstmanifestation einer
atopischen
Dermatitis auftreten.
Die Anamnese mit Ekzemen in der Kindheit lasse
ebenfalls
auf einen
atopischen
Hintergrund schliessen. Da die Beschwerdeführerin
jedoch
auch
ange
geben
habe
, dass sie gegen Ende der Schwangerschaft im Bereich der
Striae
Haut
läsionen wahrgenommen
habe
, sei differentialdiagnostisch eine
polymorphe
Schwangerschaftsdermatose (PEP) denkbar. Diese trete häufig während der ersten Schwangerschaft bei übermässiger Gewichtszunahme auf und wiederhole sich in der Regel bei einer nächsten Schwangerschaft nicht. Eine reine PEP sei jedoch
aufgrund der protrahierten Manifestationsdauer eher unwahrscheinlich
. Es be
stehe
auch eine
urtikarielle
Komponente.
Eine
medikamentöse
Therapie
sei aufge
nommen
worden
(Urk. 7/14/7).
Mit Verlaufsbericht
vom 26. April 2018
hielt
Dr.
Z._
fest, die Beschwerde
füh
rerin sei
von
Dezember 2016 bis am 15. März 2018 in ihrer Behandlung gewesen
, wobei sich die Symptomatik zuletzt vor allem an den Händen und Füssen prä
sentiert habe
. Zur
anschliessend geplanten
Konsultation sei sie nicht erschienen und es seien keine Kontrollen mehr vereinbart worden
.
Die Dermatologin
dia
gnostizierte – ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit – ein
hyperkeratotisch-rhagadiforme
s
Hand- und Fuss
ekzem
und führte aus
, bei Möglichkeit zum Tragen von Handschuhen bei Feuchtarbeiten und irritierenden Tätigkeiten sowie Zeit für die Handpflege sei die Beschwerdeführerin arbeitsfähig
(Urk. 7/15/2
-3
).
Unter Be
rücksichtigung dieser Einschränkungen sei der Beschwerdeführerin ihre bisherige Tätigkeit
als Kassiererin an einer Tankstelle
zumutbar (Urk. 7/15/
4-
5).
3.2
Der
Hausarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt Allgemein
e Innere
Medizin, notierte in seinem Bericht vom 24. April 2018
,
die Beschwerdeführerin sei seit dem 5. Oktober 2016
zirka
alle ein bis zwei Monate bei
ihm in Behandlung. Sie leide an
einem rezidiv
ierend
en Ekzem der Hände und Füsse
und
habe
aktuell
Rhagaden und teils schmerzhafte blutende Stellen an den Händen.
Des Weiteren
bestünden
ein Verdacht auf ein
pilozytisches
Astrozytom
im Bereich des
Vermis
cerebelli
sowie ein
Pinealom
.
Die Prognose bezüglich Arbeitsfähigkeit sei noch offen (Urk. 7/14/2-4).
Im Verlaufsbericht vom 23. August 2018 notierte
Dr.
A._
wiederum, den zeit
lichen Umfang, in dem die bisherige oder eine angepasste Tätigkeit der Be
schwerdeführer
in
zumutbar
sei, könne er nicht beurteilen
. Die letzte Konsultation sei am 8. August 2018 wegen eines Ekzems an der Hüfte erfolgt
(Urk. 7/19
/1-2
).
3.3
Dr.
med.
B._
, Fachärztin Neurologie
,
berichtete am 31. Oktober 2018
, ambulante Konsultationen hätten am 10. November 2017 und 1
2.
September 2018 stattgefunden. Sie habe der Beschwerdeführerin keine Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Bis im Sommer 201
7 habe die Beschwerdeführer
in
keine Kopf
schmer
zen gehabt, obwohl eine positive Familienanamnese für Migräne bestehe. Seit September 2017 habe sie
–
ohne Trauma oder sonstige
eruierbare
Auslöser
–
täglich Kopfschmerzen
,
sobald sie aufwache. Die Schmerzen seien dauerhaft in einer Stärke von 5/10 Punkten
präsent
. Sie müsse auch immer wieder erbrechen. Die Schmerzen seien drückenden Charakters ohne weitere vegetative Symptome. Im
vom Hausarzt veranlassten
Schädel-MR
I vom
Oktober
2017 habe eine medi
a
n
e Läsion in den
rostralen
Anteilen des
Verm
i
s
cerebelli
(Kleinhirn) ohne makro
zystische Komponenten oder raumforde
r
nden Effekt auf den vierten Ven
tri
kel und ohne Schrankenstörung festgestellt werden können
.
In der ersten Beurteilung sei am ehesten ein neuronal-
glial
gemischter
niedriggradiger
Tumor WHO-Grad I vermutet worden
. Das Kontroll-MRI vom Dezember 2017 habe einen stationären Befund gezeigt. Die Beschwerdeführerin sei danach nicht mehr
in seiner Sprech
stunde
erschienen
, sondern bei PD
Dr.
med.
C._
, Facharzt Neu
rochirurgie,
vorstellig geworden
. Das
von diesem in Auftrag gege
bene
Schädel-
MRI vom 11. Juni 2018,
welches
wegen der Schwangerschaft
ohne
Kontrastmittel angefertigt worden sei
, habe
ebenfalls
stationäre Befunde gezeigt. Ein weiteres MRI sei für Juni 2019 geplant.
Da die Beschwerdeführerin schwanger sei, sollte sie möglichst keine Analgetika einnehmen, weshalb ihr die regelmässige Behand
lung mit Magnesium empfohlen worden sei. Nach der Geburt des zweiten Kindes sei die Situation
erneut
zu beurteilen. Falls die tägliche
Kopfschmerz
-Sympto
matik persistieren sollte, müss
t
e die Beschwerdeführerin wahrscheinlich in einer spezialisierte
n
Klinik
stationär
behandelt werden
(Urk. 7/22/7
-8
).
3.4
Am 5. Dezember 2018 hielt
Dr.
med.
D._
, Facharzt Allgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Invalidenversicherung, fest, die Beschwerdeführerin leide an chronischen Kopfschmerzen und einem chronischen Ekzem. Von der Dermatologin sei in Bezug auf das Ekzem keine längere Arbeits
unfähigkeit
attestiert
worden.
Soweit d
ie Beschwerdeführerin keine Tätigkeiten im
Feu
ch
tmillieu
beziehungsweise
keine mechanisch belastenden Tätigkeiten ausübe
,
die Möglichkeit zum Tragen von Handschuhen bei Feuchtarbeiten
sowie
irritierenden Arbeiten habe und ihr Zeit für die Handpflege gewährt werde, sei eine vollständige Arbeitsfähigkeit gegeben.
Sodann sei d
er Befund in der Kon
trolle vom
1.
Dezember 2017
im Vergleich
zum MRI des Schädels vom Oktober 2017
stationär gewesen
. Auch bei der MRI-Kontrolle am 1
1.
Juni 2018 sei der Befund
unverändert
gewesen.
Dr.
D._
empfahl
,
die MRI-Kontrolle
von
Mitte 2019 abzuwarten
und vermerkte,
a
llenfalls habe bis dahin
auch
die erwähnte stationäre Abklärung
in einer spezialisierten Klinik
stattgefunden (Urk. 7/31/4).
3.5
Mit Verlaufsbericht vom 29. Januar 2019
zuhanden der Beschwerdegegnerin
ver
merkte
Dr.
B._
,
es sei zu einer Exazerbation der Kopfschmerzen mit zum Teil Erbrechen, Schwindelgefühl und teilweise auch doppelt
em
Sehen gekommen. Die Beschwerdeführerin fühle sich nicht konzentriert und vergesslich, obwohl sie in der Nacht kaum von den Kindern gestört werde und dementsprechend nicht be
sonders müde sei. Die Beschwerdeführerin sei
derzeit
nicht arbeitsfähig. Sie habe
sie
zuletzt am 28. Januar 2019 gesehen und
an PD
Dr.
C._
überwiesen,
um eine
zeitnahe Kontrolle
durchführen zu lassen
und das geplante Schädel-MRI vorzuziehen
(Urk. 7/
27/
4-5).
In ihrem ebenfalls vom 29. Januar 2019 datierenden Bericht an den Hausarzt hielt Dr.
B._
ergänzend fest, dass die Beschwerdeführerin keine Schmerzmittel ein
nehme, weil sie ihr nicht helfen würden. Magnesium werde
hingegen
regelmässig
ein
genommen
. Weitere neurologische Kontrollen bei ihr würden im weiteren Ver
lauf je nach Bedarf erfolgen
(Urk. 7/28/4-5).
3.6
Dr.
A._
notierte mit Verlaufsbericht vom 15. Februar 2019,
er habe keine Arbeitsunfähigkeit ausgestellt.
Vermutlich sei die Beschwerdeführerin aus gynä
kologischen Gründen (Geburt) krankgeschrieben gewesen.
In Bezug auf den Hirn
tumor
könne er keine Stellung
nahme
zur Arbeitsfähigkeit abgeben.
Seine
letzte Konsultation habe am 1. Februar 2019 wegen Rückenschmerzen und einer Phy
siotherapieverordnung stattgefunden. Aktuell werde das
Lumbovertebralsyndrom
physiotherapeutisch behandelt (Urk. 7/28/1-
3
).
3.7
PD
Dr.
C._
berichtete
am
7. Februar 2019
über die
ambulante Nach
kontrolle
vom
4.
Februar 201
9.
Als Diagnosen führte er einen Verdacht auf ein
pilozytisches
Astrozytom
im
Vermis
cerebelli
, eine zystische
Glandula
pinealis
,
einen Status nach Geburt eines gesunden Sohnes am 29. November 2018
sowie einen Verdacht auf Spannungskopfschmerzen auf. Die Beschwerdeführerin habe über Kopfschmerzen seit Jahren sowie gelegentliche Doppelbilder, eine vermehrte Vergesslichkeit und subjektive Sehbeschwer
d
en geklagt. Fokalneurologische Ausfälle
habe er
nicht
feststellen können
. Das
aktuelle
MRI habe einen unver
änderten Befund
im
Vermis
cerebelli
und der zystischen
Glandula
pinealis
ge
zeigt.
Er habe der
Beschwerdeführerin
nochmals die
verschiedene
n
Optionen
mit den jeweils dazugehörigen
Komplikationsmöglichkeiten
geschildert und ihr
er
klärt
,
dass d
ie Kopfschmerzen in keinem Zusammenhang mit dem Tumor
stünden
. Da keine fokalneurologischen Ausfälle aufgetreten seien, sei eine erneute MRI-Kontrolle in einem Jahr vereinbart worden (Urk. 7/28/6
-7
).
3.8
Mit versicherungsmedizinischer Beurteilung vom 24. April 2019
ergänzte
RAD-Arzt
Dr.
D._
, aus den erhobenen Befunden und Einschätzungen der behan
delnden Ärzte sei keine
höhergradige
Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit fest
zu
stellen.
Eine
Einschränkung sei höchstens
im Umfang von
10-20 %
gegeben
,
wes
halb von keiner invalidenversicherungsrechtlich relevanten
höhergradigen
, lang
anhaltenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen sei. Die Be
schwer
deführerin habe am 29. November 2018 einen gesunden Knaben geboren. Das
von
Dr.
A._
erwähnte
Lumbovertebralsyndrom
werde mit Physiotherapie behan
delt. Das MRI
des Schädels
vom 4. Februar 2019 habe
gemäss PD
Dr.
C._
einen
unveränderten Befund gezeigt
;
es
lägen keine fokalneurologischen Ausfälle vor. Die Kopfschmerzen
seien
nicht
auf den
Tumor
zurückzuführen
, weshalb der
Neurochirurg
als Differentialdiagnose Spannungskopfschmerzen notiert habe. Sodann nehme die Beschwerdeführerin
nicht
regelmässig Schmerzmittel ein (Urk. 7/31/6).
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwer
de
führerin
an einem rezidiv
ierend
en Ekzem
insbesondere
an Händen und Füssen leidet
. Sie stand deswegen von Dezember 2016 bis Mitte März 2018 in derma
to
logischer Behandlung bei Dr.
Z._
, welche eine medikamentöse Therapie (
anti
inflammatorische
Behandlung mit
Monovo
Creme und
Rückfettung
mit
Dexeryl
Creme; Einnahme von
Levocetirizin
) verordnete.
Die Dermatologin postulierte – auch für die bisherige Tätigkeit als Kassiererin an einer Tankstelle –
eine unein
geschränkte Arbeits
fähigkeit, soweit die Möglichkeit zum Tragen von Handschu
hen bei Feuchtarbeiten sowie irritierenden Tätigkeiten bestehe und Zeit für die Handpflege
gegeben
sei
(E. 3.1).
Eine Arbeitsunfähigkeit
(von 100 %)
attestierte Dr.
Z._
lediglich für den
kurzen
Zei
traum vom 2. bis 30. März 2018 und nur
in Bezug auf
mechanisch belastende Tätigkeiten und solche im Feuchtmilieu (Urk. 7/15/2 Ziff. 1.3).
Im weiteren Verlauf ist keine fachärztliche dermatolo
gische Behandlung mehr dokumentiert. Nach Lage der Akten erfolgte am 8. August 2018 wegen eines Ekzems an der Hüfte eine
Konsultation
beim Haus
arzt Dr.
A._
, wobei offenbar kein Anlass
für eine Wiedervorstellung bei einem Facharzt für Dermatologie
bestand (Urk. 7/19/2 Ziff. 3.1 und 3.4)
.
Schliesslich umfasst die Diagnoseliste im Verlaufsbericht von Dr.
A._
vom 15. Februar 2019 zuhanden der Beschwerdegegnerin keine
Diagnose aus dem dermatologischen Fachgebiet
(Urk. 7/28/1 Ziff. 1.2).
Hinweise
darauf
, dass die Beschwerdeführerin
wegen de
r
Ekzeme
unter Berücksichtigung der Möglichkeit zur Handpflege und zum Tragen von Handschuhen bei Feuchtarbeiten und irritierenden Tätigkeiten
dauerhaft und
wesentlich in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sein könnte, liegen nicht vor
und wurden auch von
ihr
nicht benannt
.
Insbesondere ergibt sich solches nicht aus dem von ihr
beschwerdeweise
(Urk. 1 S. 3 f.) angerufenen Be
richt über die von Dr.
Z._
veranlasste ambulante Konsultation in der derma
tologischen
Klinik
E._
vom 20. Februar 2018 (Urk. 7/15/7-8)
.
Auch in Bezug auf die s
eit Sommer 2017
geklagten
Kopfschmerzen
mit
zeit
wei
se
m
Erbrechen
kann – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin
(Urk.
1 S. 4 f.)
– nicht von einer wesentlichen Funktionseinschränkung ausgegangen werden
. Die Schmerzen wurden als drückend beschrieben ohne vegetative Symp
tome. Mittels Schädel-MRI
vom 20. Oktober
2017
(
vgl.
Urk. 7/19/8-9)
wurde eine media
n
e Läsion in den
rostralen
Anteilen des
Verm
i
s
cerebelli
(Kleinhirn) fest
gestellt.
Die Kontroll-MRI vom Dezember 2017 (vgl. Urk. 7/19/6-7) und Juni 2018 zeigten einen stationären Befund, wobei am ehesten von einem neuronal-
glial
gemischten
niedriggradigen
Tumor WHO-G
rad I ausgegangen wurde
. Die Neuro
login
Dr.
B._
bestätigte im
Bericht vom 31.
Oktober
2018 noch, dass
ihrerseits
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden
sei
(E. 3.3)
.
Nachdem die Beschwer
de
führerin über eine Exazerbation der Kopfschmerzen mit Erbrechen, Schwindel
gefühl und teilweise doppeltem Sehen geklagt hatte, wurde
am 29.
Januar 2019
durch
Dr.
B._
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert
(E. 3.5)
. Die
von ihr veranlassten
weiteren Abklärungen durch
PD
Dr.
C._
(ambulante Nachkontrolle vom 4. Februar 2019 mit MRI des Schädels)
ergaben jedoch keine neuen Befunde.
Fokalneurologische Ausfälle konnten wiederum nicht festgestellt werden.
Der Neurochirurg
äusserte weiterhin den Verdacht auf ein
pilozystisches
Astrozytom
im
Vermis
cerebelli
und
eine zystische
Glandula
pinealis
. Neu notierte
PD
Dr.
C._
einen Verdacht auf Spannung
s
kopfschmerzen.
Einen Zusammenhang zwischen den Kopfschmerzen und dem
– im Herbst 2017 als Zufallsbefund entdeckten (vgl. Urk. 7/19/5) –
Tumor verneinte
indes
PD
Dr.
C._
und vereinbarte eine Verlaufskontrolle erst in einem Jahr
(E. 3.
7).
Gestützt auf die
festgestellten
objektiven
Befunde ist
die von Dr.
B._
beschei
nigte
100%ige Arbeitsunfähigkeit
nicht nachvollziehbar. Objektivierbare Befunde,
welche eine wesentliche
Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit belegen würden, sind jedenfalls nicht aktenkundig.
Soweit
Dr.
B._
Ende
Januar 2019 von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ausging, stützte sie sich
im Wesentlichen
auf die
subjektiven
Angaben der Beschwerdeführerin
.
Entsprechend kann auf ihre Einschätzung nicht abgestellt werden
, zumal sie
Ende Oktober
2018 eine Arbeits
unfähigkeit bei Kopfschmerzen und Erbrechen selber noch verneint
hatte
und
das
von ihr veranlasste
MRI
des Schädels
von
Anfang Februar 2019
ein
en
stationären
Befund
zeigte
.
Mithin lässt sich i
hrer Beurteilung keine nachvollziehbare Begrün
dung
für die
von ihr attestier
t
e
100%ige
Arbeitsunfähigkeit infolge der
Kopf
schmerz-
Symptomatik entnehmen.
Überdies
gilt es die Erfahrungstatsache zu beachten, wonach Hausärzte und behandelnde
Spezialä
rzte
mitunter
im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aus
sagen (Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_871/2008
vom 24. März 2009 E. 3.2 und
8C_187/2019
vom 7. Juni 2019 E. 6.1
; BGE 135 V 465 E. 4.5).
Im
Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin ihre Beschwer
den lediglich mit Magnesium zur Muskelentspannung behandelt. Schmerzmittel nimmt sie
– infolge von Zweifeln an deren Wirksamkeit –
nicht regelmässig ein
(E. 3.6)
,
womit ein erheblicher Leidensdruck zumindest fraglich erscheint
.
Dokumentiert ist schliesslich
ein
Lumbovertebralsyndrom
,
welches
mit physio
therapeutischen Massnahmen behandelt wurde und
gemäss dem Hausarzt
Dr.
A._
nicht zu einer
Arbeitsunfähigkeit
führte
(
E. 3.6
)
.
Gegenteiliges wurde
von der Beschwerdeführerin
denn
auch nicht geltend gemacht.
4.2
Gestützt auf diese Aktenlage ist mit
dem im Sozialversicherungsrecht massge
benden Beweisgrad der
überwiegende
n
Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Be
schwerdeführerin
sowohl
in ihrer angestammten Tätigkeit
im Verkauf
als auch in jeder
anderen
angepassten Tätigkeit
wie derjenigen im eigenen Haushalt
zu 100
%
arbeitsfähig ist.
Die im Hinblick auf die zuweilen aufgetretenen dermato
logischen Beschwerden empfohlenen Massnahmen (Tragen von Handschuhen bei Feuchtarbeiten und irritierenden Tätigkeiten, Handpflege) sind der Beschwer
de
führerin im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht
(Art. 7 und 7a IVG)
durch
aus zumutbar
(vgl. in diesem Zusammenhang auch Urk. 7/15/8)
, was von ihr denn auch nicht in Abrede gestellt wurde. Vor diesem Hintergrund
erscheint die Einschätzung
des RAD-Arztes
Dr.
D._
, wonach in der Gesamtschau keine
höhergradige
Einschränkung festgestellt werden könne (E. 3.8), als
nachvoll
zieh
bar und schlüssig.
Entgegen dem
Standpunkt
der Beschwerdeführerin
(Urk. 1 S. 5
f.)
stützte sich die Beschwerdegegnerin
in medizinischer Hinsicht
nicht einzig auf die Stellungnahme des RAD-Arztes, sondern berücksichtigte sämtliche Be
richte der behandelnden Ärzte.
4.3
In Würdigung der gesamten Umstände gelingt es der Beschwerdeführerin trotz in Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes sorgfältig durchgeführter Abklärun
gen nicht, einen invalidisierenden, eine bestimmte Dauerhaftigkeit aufweisenden und die Arbeitsfähigkeit erh
e
blich einschränkenden Gesundheitsscha
d
en mit dem
erforderlichen
Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (vgl. E. 1.4).
Mithin ist, o
bwohl vorliegend feststeht, dass die Beschwerdeführerin an einer medianen Läsion in den
rostralen
Anteilen des
Verm
i
s
cerebelli
(Klein
hirn) leidet, ein invalidisierender Gesundheitsschaden (vgl. E. 1.3) im mass
geblichen Prüfungszeitraum nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt.
Da ergänzende Abklärungen
– namentlich die (sub-)eventualiter beantragte Ein
holung eines Gutachtens (Urk. 1 S. 2 und S. 7) –
an diesem Ergebnis nichts zu ändern vermöchten, ist darauf in antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten (BGE 136 I 229 E. 5.3 und 124 V 90 E. 4b; Urteil des Bundesgerichts 8C_411/2019
vom 16. Oktober 2019 E. 9).
Insbesondere
kann
auch
von
Weiterungen in Bezug auf die Kopfschmerzsymptomatik
abgesehen werden
, zumal die von Dr.
B._
am 31. Oktober 2018
für den Fall einer Beschwerdepersistenz nach der Geburt des zweiten Kindes
in Betracht gezogene stationäre Behandlung in einer spezia
lisierten Klinik (E. 3.3) im weiteren Verlauf unterblieb und es nicht
Aufgabe der Invalidenversicherung ist,
Abklärungen zu tätigen, solange die beigezogenen Be
richte der behandelnden Ärzte keine ernsthaften Anhaltspunkte für
einen
leis
tungs
begründenden Gesundheitsschaden ergeben.
4.4
Es ist
nach dem Ausgeführten
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit der angefochtenen Verfügung vom 28. Februar 2020 (Urk. 2) einen Leis
tungs
anspruch der Beschwerdeführerin verneinte, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
5.1
Mit Beschwerde vom 2
9
.
April 2020 ersuchte die Beschwerdeführerin um Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung
sowie um Bestellung eines unent
geltlichen Rechtsvertreters in der Person von
Rechtsanwalt David Sassan Müller (Urk. 1 S. 2).
Da
die Bedürftigkeit aktenkundig ist
(Urk. 3/2-9, 9 und 10/1-15)
und die Vertretung durch einen Rechtsanwalt oder eine Rechtsanwältin geboten war, die
Beschwerde indes
an der Grenze zur Aussichtslosigkeit liegt (BGE 125 V 372 E. 5b mit Hinweisen),
ist dem Gesuch gestützt auf § 16
Abs.
1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) stattzugeben.
5.2
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
IV-Leistungen
geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
und ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Die der Beschwer
deführerin ausgangsgemäss aufzuerlegenden Kosten sind infolge Gewährung der
unentgeltlichen Rechtspflege jedoch einstweilen au
f die Gerichtskasse zu nehmen
.
5.3
Rechtsanwalt David Sassan Müller machte mit Honorarnote vom 7. Mai 2021 (Urk. 13) einen Aufwand von insgesamt
6.43
Stunden à
Fr.
220.--
und
0.25
Stun
den à Fr. 200.-- sowie Barauslagen von Fr. 150.35 entsprechend einem Honorar von Fr. 1'623.15 inklusive Mehrwertsteuer geltend. Unter Berücksichtigung der
massgeb
lich
en Kriterien
(
§
34 Abs. 3
GSVGer
und
§ 7 Abs. 1 in Verbindung mit § 8 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht,
GebV
SVGer
) erscheint eine Entschädigung in dieser Höhe
gerade noch
als angemessen, weshalb Rechtsanwalt David Sassan Müller mit Fr. 1'623.15 aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.
5.4
Die Beschwerdeführerin ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an Rechtsanwalt David Sassan Müller verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.