# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 55dac45c-b5e8-4d47-871c-4b87986bcdde
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Auf dem Hoheitsgebiet von Z._ mündet die B._strasse (Parzelle Nr. 1_,
Grundbuch Z._) via die C._brücke über den D._kanal (Parzelle Nr. 2_) in die
L._strasse (Parzelle Nr. 3_). Vor der C._brücke zweigt die R._strasse (Parzelle
Nr. 4_) von der B._strasse nach Nordwesten ab. Ab dieser Verzweigung verläuft die
K._strasse (Parzelle Nr. 5_) entlang dem D._kanal nach Südwesten. Im Südosten
schliesst die G._strasse (Parzelle Nr. 6_) und im Südwesten die I._strasse (Parzelle
Nr. 7_) an die L._strasse an. östlich der Überdeckung des M._kanals zweigt die
M._strasse (Parzelle Nr. 8) in Richtung Südosten von der G._strasse ab. Nach dem
geltenden Gemeindestrassenplan der Politischen Gemeinde Z._ sind alle Strassen mit
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Ausnahme der K._- und der I._strasse sowie der Stichstrassen zur G._strasse
(insbesondere F._-, J._- sowie P._strasse) und der M._strasse (Gemeindestrassen
dritter Klasse) als Gemeindestrasse zweiter Klasse klassiert. Über die C._brücke sowie
die L._-, G._- und M._strasse führen Velo- und Wanderwege von kantonaler
Bedeutung. Am 25. August 2015 erliess der Gemeinderat Z._ den Teilstrassenplan
"Brücke_", welcher zusammen mit dem zugehörigen Strassenbauprojekt und den
strassenbaulichen Massnahmen zur Umsetzung der Tempo-30-Zone "G._strasse"
vom 29. August 2015 bis 27. September 2015 öffentlich auflag (B 2017/186
act. 12/8/8-14, www.geoportal.ch).
B. Am 8. September 2015 (veröffentlicht am 14. September 2015) verfügte das
Polizeikommando gestützt auf ein verkehrstechnisches Gutachten der Ingenieurbüro
Q._, vom 19. August 2015 (fortan: Gutachten Q._) auf der G._strasse, Abschnitt
Liegenschaften Nrn. 00-XX, der M._strasse, Abschnitt Liegenschaft Nr. 0._ bis
Einmündung G._strasse, der F._- sowie der P._strasse die Reduktion der
Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h und die Signalisation als Tempo-30-Zone (Signal
Nr. 2.30 integriert in Zonensignal Nr. 2.59.1). Am 9. September 2015 erliess es folgende
am 14. September 2015 veröffentlichte Verkehrsbeschränkungen:
- "Neue C._brücke: Beschränkung "Höchstgewicht 19 Tonnen" (Signal Nr. 2.16)
- I._strasse, vor Einmündung in die L._- und G._strasse: Aufhebung des
Vortrittsrechts, angezeigt durch Signal Nr. 3.02 "Kein Vortritt" mit entsprechender
Markierung
- "Alte C._brücke" (vorbehältlich deren Abbruch): Aufhebung des "Verbots für
Motorwagen und Motorräder" (Signal Nr. 2.13) sowie "Verbots für Tiere" (Signal
Nr. 2.12), erlassen durch Polizeikommando am 19. Januar 2012
- B._strasse und K._strasse, vor Einmündung in die R._strasse: Aufhebung "Kein
Vortritt" (Signal Nr. 3.02) mit entsprechender Markierung, erlassen durch
Polizeikommando am 7. Oktober 1985" (ABl _, B 2017/187 act. 13.1/3/36-40, 57-66,
13.2/22/9).
http://www.geoportal.ch
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C. Gegen die am 14. September 2015 publizierten Verkehrsanordnungen des
Polizeikommandos vom 8./9. September 2015 rekurrierten X._ und Y._ mit Eingaben
vom 21. September 2015 an das Sicherheits- und Justizdepartement. Am 27. Oktober
2016 führte das Sicherheits- und Justizdepartement zusammen mit dem
Baudepartement, an welches X._ und Y._ am 7. März 2016 mit separatem Rekurs
gegen den Einspracheentscheid des Gemeinderates Z._ vom 16./19. Februar 2016
betreffend Teilstrassenplan "Brücke_" mit dem zugehörigen Strassenbauprojekt und
strassenbauliche Massnahmen zur Umsetzung der Tempo-30-Zone "G._strasse"
gelangt waren, einen Augenschein durch. Mit Entscheid vom 24. August 2017 wies das
Sicherheits- und Justizdepartement die Rekurse betreffend die Verkehrsanordnungen
ab, soweit es darauf eintrat. Gleichentags wies das Baudepartement den Rekurs
betreffend Teilstrassenplan "Brücke_" ebenfalls ab, soweit es darauf eintrat
(B 2017/186 act. 2, 12/1, 12/8/43 f., B 2017/187 act. 2, 13.1/1 und 26, act. 13.2/1).
D. Gegen den Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz)
betreffend die Verkehrsanordnungen vom 24. August 2017 erhoben X._ und Y._
(Beschwerdeführer) durch ihren Rechtsvertreter am 8. September 2017 Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit den Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben. Eventualiter seien die

## Considerations

Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen des Verwaltungsgerichts
an die Vorinstanz zurückzuweisen (B 2017/187 act. 1). Gleichentags erhoben sie mit
separater Eingabe auch gegen den Entscheid des Baudepartements vom
24. August 2017 betreffend Teilstrassenplan "Brücke_" Beschwerde beim
Verwaltungsgericht (B 2017/186 act. 1). Am 6. November 2017 ergänzten sie ihre
Beschwerde mit einer Begründung (B 2017/187 act. 9). Mit Vernehmlassung vom
20. November 2017 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 12).
Mit Stellungnahme vom 22. Dezember 2017 beantragte die Politische Gemeinde Z._
(Beschwerdegegnerin) durch ihren Rechtsvertreter, es sei die Beschwerde unter
Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen (act. 17).
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die
Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführer sind als Adressaten des angefochtenen Entscheids zur Ergreifung
des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP, vgl.
Wiederkehr/Eggenschwiler, Die allgemeine Beschwerdebefugnis Dritter, Bern 2018,
Rz. 95 f.). Die Beschwerdeeingabe vom 8. September 2017 (act. 1) erfolgte rechtzeitig
und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 6. November 2017 (act. 9) formal und
inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.
Bereits zufolge fehlender Begründung nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit
sich die Beschwerdeführer damit gegen die Verkehrsbeschränkungen bei der
C._brücke wehren (vgl. die Androhung der Säumnisfolgen in der Zwischenverfügung
vom 12. September 2017, act. 4). Selbst wenn darauf eingetreten werden könnte,
vermöchten sie daraus nichts zugunsten ihrer Anliegen ableiten, da nicht ersichtlich ist,
inwiefern sich die verfügten Beschränkungen als unzulässig erweisen sollten (vgl.
hierzu Art. 3 Abs. 4 des Strassenverkehrsgesetzes; SR 741.01, SVG, und Art. 107
Abs. 1 lit. a der Signalisationsverordnung; SR 741.21, SSV, sowie E. 3 des
angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 7 f.) und die Beschwerdeführer auch mit keinem
Wort darlegen, inwiefern die Vorinstanz hinsichtlich der strassenbaulichen
Massnahmen in der strittigen Tempo-30-Zone (trapezförmiger Vertikalversatz an der
G._strasse 0._) zu Unrecht auf ihren Rekurs nicht eingetreten sein sollte (vgl. dazu
act. 2, S. 7 E. 2). Demzufolge hat es mit dem Dargelegten sein Bewenden (vgl. dazu
VerwGE B 2017/29 vom 20. Juli 2018 E. 1, www.gerichte.sg.ch, mit Hinweis auf
Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003,
Rz. 1032).
2. Die Akten des Verfahrens B 2017/186 betreffend Teilstrassenplan "Brücke_" sowie
der zugehörigen Strassenbauprojekte wurden antragsgemäss (act. 9, S. 3-5 lit. C/5,
lit. D/3) beigezogen. Die Beschwerdeführer stellen überdies verschiedene
Beweisanträge (act. 9, S. 3-9 lit. B/1, lit. D/1, 3-11, lit. E/I/2): Es sei ein Augenschein
durchzuführen; sie seien zu befragen; es sei ein Obergutachten zur Tempo-30-Zone
G._strasse und eine Expertise zu den Lärm- und Abgasimmissionen durch den
bis
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geplanten Einbau einer Temposchwelle einzuholen. Auf all die beantragten
prozessualen Vorkehren kann indes verzichtet werden, weil sich die
entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse aus den Verfahrensakten ergeben (vgl.
dazu BGer 8C_649/2017 vom 4. Januar 2018 E. 7.6.2 mit Hinweisen).
3. Grundlage für die Beurteilung der vorliegend streitigen Verkehrsanordnungen bilden
Art. 3 und Art. 32 SVG. Art. 3 SVG regelt die Befugnisse der Kantone und Gemeinden
im Bereich des Strassenverkehrs. Diese Befugnisse bilden Ausnahmen vom Grundsatz,
wonach die Regelung des Strassenverkehrs Sache des Bundes ist (Art. 82 Abs. 1 BV,
vgl. VerwGE B 2006/208 vom 23. Januar 2007 E. 2a, www.gerichte.sg.ch). Die
allgemeine Höchstgeschwindigkeit für Fahrzeuge in Ortschaften wurde vom Bundesrat
auf 50 km/h festgelegt (Art. 4a Abs. 1 lit. a der Verkehrsregelnverordnung; SR 741.11,
VRV, in Verbindung mit Art. 32 Abs. 2 SVG). Sie kann für bestimmte Strassenstrecken
von der zuständigen Behörde aufgrund eines Gutachtens herab- oder heraufgesetzt
werden (Art. 32 Abs. 3 SVG, siehe auch Art. 4a Abs. 5 VRV). Dieses hat aufzuzeigen,
dass die Massnahme nötig, zweck- und verhältnismässig ist und keine anderen
Massnahmen vorzuziehen sind (Art. 108 Abs. 4 Satz 1 SSV). Innerorts können
abweichende Höchstgeschwindigkeiten unter anderem durch die Signalisation einer
Tempo-30-Zone angeordnet werden (Art. 108 Abs. 5 lit. e SSV in Verbindung mit
Art. 22a SSV, vgl. A. Roth, in: Niggli/Probst/Waldmann [Hrsg.], Basler Kommentar,
Strassenverkehrsgesetz, Basel 2014, Art. 49 Rz. 46 und 49 f.). Bei der Einführung von
Tempo-30-Zonen handelt es sich um sog. funktionelle Verkehrsanordnungen im Sinne
von Art. 3 Abs. 4 SVG (vgl. P. Weissenberger, Kommentar zum Strassenverkehrsgesetz
und Ordnungsbussengesetz, 2. Aufl. 2015, Art. 32 SVG Rz. 37). Laut Art. 3 Abs. 4 SVG
sind funktionelle Verkehrsbeschränkungen zulässig, soweit der Schutz der Bewohner
oder gleichermassen Betroffener vor Lärm und Luftverschmutzung, die Beseitigung von
Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen, die Sicherheit, die Erleichterung
oder die Regelung des Verkehrs, der Schutz der Strasse oder andere in den örtlichen
Verhältnissen liegende Gründe dies erfordern. Aus solchen Gründen können
insbesondere in Wohnquartieren der Verkehr beschränkt und das Parkieren besonders
geregelt werden (vgl. BGer 1C_44/2017 vom 19. Juli 2017 E. 3.1 mit Hinweisen, in:
Probst/Werro [Hrsg.], Strassenverkehrsrechts-Tagung 21. Juni 2018, S. 171 ff., S. 175).
Tempo-30-Zonen kennzeichnen Strassen in Quartieren oder Siedlungsbereichen, auf
denen besonders vorsichtig und rücksichtsvoll gefahren werden muss (Art. 22a
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Satz 1 SSV). Sie sind grundsätzlich auf Nebenstrassen mit möglichst gleichartigem
Charakter beschränkt (Art. 2a Abs. 5 SSV, vgl. BGer 1C_121/2017 vom 18. Juli 2017 E.
3.2 mit Hinweisen, in: A. A. Roth, Rechtsprechung unter der Lupe, in:
Strassenverkehr 2/2018, S. 59 ff., S. 62, sowie in: Probst/Werro [Hrsg.], a.a.O.,
S. 173 f.). Die Herabsetzung der zulässigen Geschwindigkeit ist nach Art. 108 Abs.
2 SSV insbesondere dann zulässig, wenn eine Gefahr nur schwer oder nicht rechtzeitig
erkennbar und anders nicht zu beheben ist (lit. a), wenn bestimmte Strassenbenützer
eines besonderen, nicht anders zu erreichenden Schutzes bedürfen (lit. b), auf Strecken
mit grosser Verkehrsbelastung der Verkehrsablauf verbessert werden kann (lit. c) oder
wenn dadurch eine im Sinne der Umweltschutzgesetzgebung übermässige
Umweltbelastung (Lärm, Schadstoffe) vermindert werden kann; dabei ist der Grundsatz
der Verhältnismässigkeit zu wahren (lit. d). Sind auf bestimmten Strassenstrecken
örtliche Verkehrsanordnungen nötig, wird die Massnahme gewählt, die den Zweck mit
den geringsten Einschränkungen erreicht (vgl. Art. 5 Abs. 2 BV und Art 107 Abs. 5
Satz 1 SSV). Verkehrsbeschränkungen der hier in Frage stehenden Art sind
regelmässig mit komplexen Interessenabwägungen verbunden. Die zuständigen
Behörden besitzen dabei einen erheblichen Gestaltungsspielraum (vgl. BGer
1C_117/2017; 1C_118/2017 vom 20. März 2018 E. 3.2 f. sowie VerwGE B 2017/15 vom
6. Oktober 2018 E. 4.1, VerwGE B 2017/114 vom 4. September 2018 E. 2.1, VerwGE
B 2008/115; B 2008/121 vom 19. Februar 2009 E. 2 und VerwGE B 2008/154 vom
18. Dezember 2008 E. 2.2 teilweise mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
4. Die Beschwerdeführer halten das Gutachten Q._ für ungenügend (act. 9, S. 5-10
lit. D/4-10, lit. E/I/1-4).
4.1. Art. 3 der Verordnung über die Tempo-30-Zonen und die Begegnungszonen (SR
741.213.3) umschreibt die Anforderungen an ein Gutachten im Sinne von Art. 32
Abs. 3 SVG und Art. 108 Abs. 4 Satz 1 SSV. Danach handelt es sich um einen
Kurzbericht, der namentlich eine Umschreibung der Ziele, die mit der Anordnung der
Zone erreicht werden sollen (lit. a), eine Beurteilung bestehender und absehbarer
Sicherheitsdefizite sowie Vorschläge für Massnahmen zu deren Behebung (lit. c),
Angaben zum vorhandenen Geschwindigkeitsniveau (50-Prozent-Geschwindigkeit V
und 85-Prozent-Geschwindigkeit V ) (lit. d) und eine Aufzählung und Umschreibung
der Massnahmen, die erforderlich sind, um die angestrebten Ziele zu erreichen (lit. g),
50
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umfasst. Entscheidend ist, dass die zuständige Behörde die erforderlichen
Informationen besitzt, um zu beurteilen, ob eine der Voraussetzungen von Art. 108
Abs. 2 SSV erfüllt und ob die Massnahme gemäss Art. 108 Abs. 4 Satz 1 SSV im
Hinblick auf das betreffende Ziel nötig, zweck- und verhältnismässig ist (vgl. BGE
139 II 145 E. 4.3 mit Hinweisen auf BGE 136 II 539 E. 3.2 und BGer 1C_206/2008 vom
9. Oktober 2008 E. 2.2).
4.2. Die Vorinstanz hat in Erwägung 4a/aa und bb des angefochtenen Entscheids
(act. 2, S. 9 f.) ausgeführt, im Gutachten Q._ seien die konkreten Ziele der vorliegend
streitigen Tempo-30-Zone, nämlich die Erhöhung der Sicherheit, der Schutz von
Kindern und betagten Personen, das Fernhalten von Transitverkehr sowie die Erhöhung
der Wohnqualität, aufgeführt und diese würden in Zusammenhang mit der Einführung
der Tempo-30-Zone gesetzt. Eine Hierarchie der Strassen mit Abbildung liege ebenso
vor wie eine Beurteilung der Sicherheitsdefizite mit Massnahmen zu deren Behebung
einschliesslich zahlreicher Fotos. Auch äussere sich das Gutachten zur bestehenden
sowie angestrebten Qualität des G._quartiers als Wohn-, Lebens- und
Wirtschaftsraum (act. 13.2/22/9, S. 6 und 18) sowie zum vorhandenen
Geschwindigkeitsniveau (Durchschnittsgeschwindigkeit V von 33 resp. 34 km/h an
der G._strasse 0._, und von 53 resp. 44 km/h an der G._strasse 1._, act. 13.2/22/9,
S. 16 f.), wobei das Ingenieurbüro Q._ die erhobenen Messresultate zusätzlich am 8.
und 17. Dezember 2015 erläutert habe (vgl. act. 13.2/22/33 und 36). Ferner bildeten die
möglichen Auswirkungen der Temporeduktion auf das übrige Gemeindegebiet und die
gemäss Konzeptplan Tempo 30 vom 20. August 2015 (act. 13.2/22/8) erforderlichen
(baulichen) Massnahmen, welche beispielhaft mit Bildern hinterlegt seien, Bestandteil
des Gutachtens. Das Gutachten Q._ erweise sich als vollständig und nachvollziehbar.
Diesen schlüssigen Ausführungen der Vorinstanz ist beizupflichten; ihnen ist nichts
hinzuzufügen (vgl. hierzu auch Stellungnahme der Kantonspolizei vom 26. Mai 2016,
act. 13.2/15). Entgegen anderslautender Darstellung der Beschwerdeführer verfügte die
Vorinstanz mit dem erwähnten Gutachten über die notwendigen Informationen für die
Beurteilung, ob eine der Voraussetzungen von Art. 108 Abs. 2 SSV erfüllt und ob die
Massnahme gemäss Art. 108 Abs. 4 Satz 1 SSV im Hinblick auf das angestrebte Ziel
nötig, zweck- und verhältnismässig ist.
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5. Die Beschwerdeführer stellen sich zudem auf den Standpunkt (act. 9, S. 8-13, lit. E),
die aktuelle Wohnqualität im G._quartier sei schon jetzt sehr hoch, das
Verkehrsaufkommen sehr tief. Die Geschwindigkeiten seien mit ca. 30 km/h bereits
heute angepasst. Die Wohnqualität werde bei der Einführung der Tempo-30-Zone nicht
steigen. Die Durchsetzung der Sichtzonen sowie der Strassenabstände für Pflanzen
und Zäune bringe gerade für Betagte, Kinder und Velofahrer wesentlich mehr als die
Anordnung der Tempo-30-Zone, ändere doch die Tempo-30-Zone nichts an den
unübersichtlichen Zufahrten zu den Grundstücken. Letztlich nähmen nur der Lärm und
der Abgasausstoss bei der Einführung der Tempo-30-Zone zu.
Unbestritten blieb vorweg, dass es sich bei der G._strasse um eine
siedlungsorientierte Strasse handelt, welche mit einer Tempo-30-Zone belegt werden
kann; ebenso, dass die von der Gemeinde mit der Einführung der strittigen Tempo-30-
Zone verfolgten Zielsetzungen (vgl. E. 4.2 hiervor) durch Art. 3 Abs. 4 SVG abgedeckt
sind und in einem gewichtigen öffentlichen Interesse stehen (vgl. act. 2, S. 10 f. E. 4b).
Ebenfalls nicht umstritten ist, dass die erforderlichen Sichtweiten gemäss der
Darstellung im Gutachten Q._ (S. 8-14) ab privaten Grundstücken, insbesondere auch
von dort situierten Parkplätzen, an zahlreichen Stellen entlang der G._strasse
entsprechend den massgeblichen Normen nicht eingehalten sind. Wie die Vorinstanz
weiter selbst eingeräumt hat (vgl. act. 2, S. 13 E. 4c/cc/bbb), ist das
Verkehrsaufkommen auf der G._strasse momentan nicht sonderlich hoch. Folglich ist
mit den Beschwerdeführern davon auszugehen, dass die Lärm- und Abgasbelastung
im G._quartier eher tief ist. Damit fallen die Herabsetzungsgründe von Art. 108 Abs. 2
lit. c und d SSV ausser Betracht. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer hat
die Vorinstanz indessen nachvollziehbar dargetan, dass das durchschnittliche
Geschwindigkeitsniveau aller vier Messungen an der G._strasse beträchtliche 41 km/h
betrage. Angesichts der unzureichenden Sichtzonen und Strassenabstände durfte sie
deshalb davon ausgehen, dass diese Zustände nicht nur für Fussgänger, insbesondere
Betagte und Kinder, sondern auch für Velofahrer, für Kinder mit fahrzeugähnlichen
Geräten wie auch für Motorfahrzeuge erhebliche Gefährdungen darstellen. Dies umso
mehr, als die Wahrscheinlichkeit als zu Fuss gehende Person durch den Aufprall bei
einer Kollision mit einem Auto getötet zu werden, bei einer Geschwindigkeit von 50 km/
h rund 70 Prozent gegenüber rund 10 Prozent bei 30 km/h beträgt (vgl. dazu Gutachten
Q._, S. 6 und 14 f.). Ferner durfte die Vorinstanz berücksichtigen, dass im
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Zusammenhang mit der neuen C._brücke künftig ein möglicher Mehrverkehr im Raum
steht, der die bestehende Gefährdungssituation ohne Tempo-30-Zone verschärft. Wie
sich im Verfahren B 2017/186 gezeigt hat, erweist sich der Bau dieser – derzeit zufolge
baulicher Mängel für den Verkehr gesperrten – Brücke nicht als rechtsfehlerhaft.
Darüber hinaus durfte die Vorinstanz in ihre Beurteilung miteinbeziehen, dass über die
G._- und M._strasse Velowege von kantonaler Bedeutung führen, woraus erhöhter
Veloverkehr resultiert. Dasselbe gilt hinsichtlich der Bestimmung dieser Strassen als
Wanderwege bzw. als Bestandteil des überörtlichen Wanderwegnetzes. Bei dieser
Ausgangslage ist der Schluss der Vorinstanz nicht zu beanstanden, wonach die
Entfernung, Verschiebung oder der Schnitt von Bäumen, Hecken und Zäunen im
Plangebiet die Einführung einer Tempo-30-Zone für sich allein nicht als unnötig
erscheinen lässt. Dies umso mehr, als die Knotensichtweiten bei Tempo-50 und
Tempo-30 unterschiedlich sind (vgl. die von den Beschwerdeführern eingereichte Norm
SN 640 273a des Schweizerischen Verbands der Strassen- und Verkehrsfachleute,
VSS, vom 1. August 2010, act. 10, S. 8, Tab. 1). Damit erfüllt die strittige Tempo-30-
Zone zumindest den Herabsetzungsgrund von Art. 108 Abs. 2 lit. b SSV.
Im Übrigen legen die Beschwerdeführer nicht substantiiert dar und es ist auch nicht
erkennbar, welche Nachteile ihnen durch die Anordnung der Tempo-30-Zone
erwachsen sollten. Ein allfälliger Zeitverlust, welcher den Beschwerdeführern auf der
G._strasse aufgrund der geringeren Geschwindigkeit entstehen könnte, vermag
jedenfalls aufgrund seiner Geringfügigkeit das gewichtige Interesse an der Erhöhung
der Sicherheit des umschriebenen Nutzerkreises, wie etwa von betagten Personen und
Kindern, klar nicht zu überwiegen, zumal mit der Massnahme auch einem möglichen
Transitverkehr via die G._strasse über die neue C._brücke entgegengewirkt werden
kann. Ferner trägt die Reduktion der Geschwindigkeit auf der G._strasse zur
Reduktion der ohnehin tiefen Lärmbelastung auf der G._strasse bei (vgl.
BGer 1C_11/2017 vom 2. März 2018 E. 4.4.1 mit Hinweisen, in: URP 2018-7, S. 641 ff.,
S. 649 f., und Eidgenössische Kommission für Lärmbekämpfung EKLB, Tempo 30 als
Lärmschutzmassnahme, Bern 2015, S. 29 Ziff. 5.4, www.eklb.admin.ch). Wie die
Vorinstanz in Erwägung 4c/bb und Erwägung 5 des angefochtenen Entscheids (act. 2,
S. 12 und 14) unter diesen Umständen mit Recht ausführte, erweist sich die strittige
Tempo-30-Zone als verhältnismässig. Eine rechtswidrige Ermessensausübung liegt
nicht vor.
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6. Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit
darauf einzutreten ist. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen
Kosten des Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95
Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von CHF 2'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, GKV). Der geleistete Kostenvorschuss in
gleicher Höhe ist zu verrechnen. Ausseramtliche Kosten sind nicht zuzusprechen. Die
Beschwerdeführer sind unterlegen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98 VRP). Der
Beschwerdegegnerin steht kein Kostenersatz zu (vgl. VerwGE B 2014/203 vom
25. Mai 2016 E. 5.2 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).