# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b71c1e5f-ddc6-4964-9568-666e6fc4bb39
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1987, ist seit dem 1. September 2017 bei der
Y._
AG als Polymechaniker EFZ angestellt und dadurch bei der S
uva
o
bli
gatorisch gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert.
Am 4. September 2019
spielte er mit Freunden Fussball, als er nach einem Sprung
einen starken Schmerz i
m
rechten Knie
verspürte
(Urk. 13/1, Urk. 13/16).
Am 6. November 2019 erfolgte im Spital
Z._
ein operativer Eingriff am rech
ten Knie (Urk. 13/25).
Nach Eingang eines vom Versicherten ausgefüllten Fragebogens
zum Unfallher
gang
(Urk. 13/16), diverser medizinisch
er Unterlagen (Urk. 13/11, Urk.
13/19,
Urk. 13/20,
Urk. 13/24, Urk. 13/25, Urk. 13/38) und
Aufnahme
eines
Schaden
rapports durch den
Aussendienst
der Suva
(Urk. 13/27),
verneinte die
se
mit Ver
fügung vom 11. Dezember 2019 ihre Leistungspflicht, da weder ein Unfall noch eine unfallähnliche Körperschädigung vorliege (Urk. 13/36).
Die vom Versicher
ten dagegen am
8. Januar 2020
erhobene Einsprache
(Urk.
13/40) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
17. Februar 2020 ab (Urk. 13/42
= Urk. 2)
.
2.
Dagegen erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Diane
Günthart
, mit Eingabe vom 9. März 2020 Beschwerde mit den Anträgen, es sei der
Ein
spracheentscheid
vom 17. Februar 2020 aufzuheben und es seien ihm die gesetz
lichen und vertraglichen Leistungen zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zwecks Einholung eines radiologischen und knieortho
pädischen Gutachtens zurückzuweisen, damit sie hernach nochmals über seine gesetzlichen Ansprüche entscheide (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 18. Mai 2020 beantragte die Suva die Abweisung der Beschwerde und reichte eine chirurgische Beurteilung
von
Dr. med.
A._
, Facharzt für Chirurgie, Chirurgie und Unfallchirurgie (D) sowie
Viszeralchirurgie
(D)
,
der Abteilung Versicherungsmedizin der Suva,
vom 13. Mai 2020
ein (Urk. 11, Urk. 12/1).
Am 13. Juni 2020 verzichtete der Beschwerdeführer auf eine Replik, was der Beschwerdegegnerin am 1. Juli 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 16, Urk. 17).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskus
risse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Band
läsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h). Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungs
recht, 2. Auflage, Bern 1989, S. 202).
1.
2
Ein Unfall ist gemäss Art. 4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.
3
Nach der Rechtsprechung bezieht sich
das
Begriffsmerkmal der Ungewöhnlichkeit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber. Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Faktor allenfalls schwerwiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äussere Faktor ist ungewöhnlich, wenn er – nach einem objektiven Massstab – den Rahmen des im jeweiligen Lebensbereich Alltäglichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlag
gebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwir
kungen auf den menschlichen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begründen keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.1 und E. 4.3.1 mit Hinweis).
1.
4
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ab
lauf einer Körperbewegung gleichsam «programmwidrig» beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aus
senwelt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhn
licher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1 mit Hinweisen). Ohne besonderes Vorkomm
nis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalles zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2 mit Hinweis).
2.
2.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
zog die Beschwerdegegner
in im Wesent
lichen in Erwägung,
dass kein Unfall im Sinne von
Art. 4 ATSG
vorliege
, denn m
it Blick auf die fehlerhafte Landung nach dem Sprung beim Fussballspielen fehle es an einem ungewöhnlichen äusseren Faktor. Die Landung sei zwar nicht optimal verlaufen, jedoch liege ein solcher Sprung und die darauffolgende Lan
dung mit durchgestrecktem Knie noch in der Spannweite des Üblichen bei der Ausübung des
Fussballsportes
und somit in der gewöhnlichen Bandbreite der Bewegungsmuster dieser Sportart. Solche Sprünge seien im Fussballsport üblich und
bärgen
das inhärente Risiko einer fehlerhaften Landung mit
überstrecktem
Knie (Urk. 2 S. 5 f).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, er habe sich
beim Fussballspielen
nach einem Sprung in die Luft verletzt, als er mit
ausge
strecktem Bein unglücklich auf dem Boden gelandet sei. Dieser Unfallhergang erfülle die Beschreibung einer unvorhersehbaren, unkoordinierten Bewegung. Es sei vorliegend von einer programmwidrigen Bewegung auszugehen, welche zur Verletzung des Knies geführt habe
. Zudem habe die Beschwerdegegnerin die Untersuchungsmaxime verletzt, indem sie nicht weiter nachgefragt habe, als er ihre Frage, ob beim genannten Ereignis etwas Besonderes passiert sei, mit «Ja» beantwortet habe.
Sein rechtes Knie sei ferner vorgeschädigt
und voroperiert (Urk. 1 S. 5).
Der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall und dem eingetretenen Gesundheitsschaden sei unter Verweis auf die Rechtsprechung den
noch gegeben. Zudem halte
sein
behandelnde
r
Arzt in seiner Stellungnahme vom 11. Dezember 2019 fest, an der Unfallkausalität bestünden keine Zweifel, da intra
operativ frische Knorpelschäden hätten festgestellt werden können (Urk. 1 S.
6). Eventualiter sei bei Fehlen des juristischen Unfallbegriffes von einer Listen
diagnose auszugehen (Urk. 1 S. 7).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort
brachte
die Beschwerdegegnerin unter Verweis auf
die
eingereichte
Aktenbeurteilung
von Dr.
A._
ergänzend vor
,
selbst wenn von einem Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG ausgegangen würde, wäre der Knorpel
schaden nicht überwiegend wahrscheinlich auf
diesen
zurückzuführen (Urk. 11 S. 5). Bei einer Knorpelläsion handle es sich ferner nicht um eine der in Art. 6
Abs.
2 ATSG aufgezählten Kö
rperschädigungen. Gemäss der Beurteilung von Dr.
A._
bestünden auch keine Hinweise auf einen Meniskusriss im Bereich der
Pars
intermedia
.
Die im Operationsbericht von Dr. med.
B._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie sowie Knie- und Sprunggelenkschirurgie, dokumentier
ten Veränderungen des Aussenmeniskus seien vorwiegend auf
eine
vermehrte Abnützung, welche mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilkausal die Folge des im Jahr 2014 eingetretenen – nicht bei ihr versicherten – Unfalles sei, zurückzuführen. Somit liege auch bezüglich der Veränderungen am Meniskus keine Listendiagnose vor.
Schliesslich sei
zu Recht auf weitere Abklärungen ver
zichtet worden (
Urk.
11 S. 6).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist zunächst, ob es sich beim Schadensereignis vom 4. Sep
tember 2019 um einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG handelt. Die Beschwer
degegnerin stellte dies insbesondere mit der Begründung in Abrede, es fehle an einem ungewöhnlichen äusseren Faktor (Urk. 2 S. 5 f., Urk. 11 S. 5).
3.2
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Merkmal der
Ungewöhn
lichkeit des äusseren Faktors ohne besonderes Vorkommnis auch bei einer Sport
verletzung zu verneinen (vgl. E. 1.
4
). Der äussere Faktor ist nur dann ungewöhn
lich, wenn er - nach objektivem Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich oder üblich ist, nicht aber, wenn ein Geschehen in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betref
fenden Sports fällt (Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_186/2011 vom 26. Juli 2011 E. 5 und 8C_189/2010 vom 9. Juli 2010 E. 5.1; BGE 130 V 117 E. 2.2). Mit anderen Worten erfüllen Sportunfälle infolge mechanischer Einwirkung eines äusse
ren Faktors auf den Körper - wie beispielsweise ein Sturz oder Z
usammen
stoss - in der Regel den
Unfallbegriff
. Ohne solche Einwirkung kommt es auf die Pro
grammwidrigkeit
des Bewegungsablaufs sowie die sportliche Erfahrung an (Urteil des Bundesgerichts U 505/05 vom 19. September 2006 E. 1.3 mit Hinweis).
3.3
Zum Ereignishergang ist der Unfallmeldung vom
2
6.
September 2019
zu entneh
men, dass sich der
Beschwerdeführer am 4. September 2019 beim Fussballspielen
am rechten Knie
verletzte
(Urk. 13/1).
Befragt nach dem detaillierten Ablauf de
s Schadensereignisses hielt er
im Fragebogen vom
9. Oktober 2019
fest, dass er
sich die Knie
verletzung beim Fussballspielen mit Freunden zugezogen habe. Nach einem Sprung habe er
«
beim Aufkommen
»
einen starken Schmerz im rechten Knie verspürt
. Die Frage, ob sich etwas Besonderes ereignet habe, bejahte er unter Hinweis auf die Landung nach dem Sprung
(Urk. 13/16/1).
Anlässlich der telefo
nischen Besprechung mit der Beschwerdegegnerin ergänzte er
am 16. Oktober 2019
,
er sei bei einem Sprung
«
blöd
»
gelandet:
D
as Knie sei ihm weggeknickt und
er sei
nach der Landung
zu Boden gefallen (Urk. 13/17). Gegenüber der Aussen
dienstmitarbeiterin
der Beschwerdegegnerin
gab er sodann
am 28. November 2019
an, er sei nach
ein
em Sprung unglücklich mit dem rechten Bein gelandet und habe sogleich einen starken Schmerz verspürt. Er
glaube, er
sei mit durchge
strecktem Bein irgendwie gelandet (Urk. 13/27/1).
3.4
Die Beschwerdegegnerin
wies
zu Recht darauf hin, dass
Spr
ü
ng
e
, beispielsweise um einen Kopfball auszuführen oder einen hohen Ball abz
unehmen, im Fussball üblich
sind
und das Risiko einer Landung mit durchgestrecktem Bein
einschlies
sen
(Urk. 2 S. 6). Eine Landung mit durchgestrecktem Bein
nach einem Sprung
ist
jedoch
rechtsprechungsgemäss
nicht als derart programmwidrig oder ausser
gewöhnlich zu beurteilen, dass von einem ungewöhnlichen äusseren Faktor gesprochen werden kann (Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_8
65
/2013 vom 28. Januar 2014 E.
4.1.3
, 8C_267/2019 vom 30. Oktober 2019 E. 5.2
).
Auch besondere Vorkommnisse, welche das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vo
rliegen eines Unfalles begründen
könnten, sind den Akten nicht zu entnehmen. So
fehlen
Hinweise auf ein
en Angriff
eines Gegenspielers
, ein
Aus
glei
ten,
ein
Stolpern oder
ein
reflexartiges Abfangen eines Sturzes
. Der Beschwer
de
führer
gab
zwar am 16. Oktober 2019 telefonisch gegenüber der Beschwerde
geg
nerin a
n
, er sei nach der Landung zu Boden gefallen (Urk. 13/17).
Allerdings finden sich weder
im Fragebogen
zum Unfallhergang vom 9. Oktober 2019 noch
im Gesprächsprotokoll der Aussendienstmitarbeiterin
vom 28. November 2019 Hin
weise auf
einen Sturz
nach der
Landung
.
Auch in seiner Beschwerde brachte er
dies
nicht mehr vor (Urk. 1 S. 4 und 5)
. Vielmehr schilderte er jeweils, dass er mit gestrecktem Bein gelandet sei
(Urk. 1 S. 5, Urk. 13/16/1, Urk. 13/27/1)
, sodass diese Angaben für die Beurteilung massgebend sind.
Ohnehin
wäre, falls man
vom Bewegungsablauf ausginge, wie ihn der
Beschwerde
führer telefonisch geschilderte hatte
(
Urk.
13/17)
,
das Umfallen
als
Folge des schmerzenden Knies
(
nach der «blöden» Landung
)
zu betrachten
und nicht umgekehrt.
Damit liegen keine
Hinweise
vor
für eine unkoordinierte Bewegung in dem Sinne, dass der Bewegungsablauf durch etwas Programmwidriges oder Sinnfälliges gestört wor
den wäre.
3.4
Da es somit am Merkmal eines ungewöhnlichen äusseren Faktors mangelt, gelangte die Beschwerdegegnerin
zu Recht
zum Schluss, dass kein
Unfall im Rechtssinne vorliegt.
Daran ändern
auch die
Ausführungen von Dr.
B._
nichts
, wonach sich der Knorpelschaden
im rechten Knie
intraoperativ frisch traumatisch dargestellt habe
(
Urk. 13/40
).
Der Beschwerdegegnerin ist in diesem Zusammen
hang beizupflichten, dass
den
medizinischen Feststellungen im Rahmen der Beweiswürdigung für oder gegen das Vorliegen eines unfallmässigen Geschehens in der Regel nur di
e Bedeutung von Indizien zukommen
.
Dabei ist ausserdem zu
beachten, dass sich der medizinische Begriff des Traumas nicht mit dem
juristi
schen
Unfallbegriff deckt.
Ein traumatisches Ereignis im medizinischen Sinne
kann
neben dem eigentlichen Unfall im Rechtssinne auch Ereignisse
– wie das V
orliegende
–
umfassen, denen der Charakter der Ungewöhnlichkeit abgeht (Urteil des Bundesgerichts U 199/03 vom 10. Mai 2004 E. 1).
Da kein Unfall im Rechtssinne vorliegt,
kann
somit
auch
die Frage nach der Kausalität (Urk. 1 S. 6, Urk. 11 S. 5)
offen gelassen
werden.
Eine Verletzung
des Untersuchungsgrundsatzes
ist
in diesem Zusammenhang
nicht auszumachen.
Es ist vielmehr von einer vollständigen Sachverhaltserhe
bung durch die Beschwerdegegnerin auszugehen. D
er Beschwerdeführer brachte
denn
auch in seiner Beschwerde keine neuen Sachverhaltselemente vor, welche
die Beschwerdegegnerin
seiner Meinung nach
hätte
abklären
müssen (Urk. 1 S. 5).
4.
4.1
Zu klären bleibt damit, ob der Beschwerdeführer eine Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG
erlitten hat.
4.2
4.2.1
Im MRI-Bericht vom 17. September 2019
hielt Dr. med.
C._
, Fach
arzt für Radiologie, Schwerpunkt diagnostische Neuroradiologie,
eine beginnende laterale Gonarthrose mit
Chondromalazie
Grad IV des lateralen
Femurkondylus
mit 8 x 2 mm Durchmesser und mehreren Knorpeleinrissen (
Chondromalazie
Grad III) bei Status nach lateraler
Teilmeniskektomie
fest (Urk. 13/20).
Ferner
beschrieb er
eine Hyperintensität des lateralen Meniskusvorderhorns
und wertete diese
am ehesten
als postoperative
Residuen bei
einem
Status nach Meniskusoperation
. Ferner erkannte er einen
subchondralen
Osteophyt
im medialen
patellofemoralen
Gleitlager
. Mit Bezug auf die
ihm vorgelegte
MRI-
Bildgebung
aus dem Jahr 2014 hielt er den Status nach Meniskusabriss und Operation fest
(Urk. 13/20).
4.2.2
Dem Bericht von Dr.
B._
vom 30. September 2019 sind die Diagnosen einer trau
matischen Knorpelläsion
des
laterale
n
Femurcondylus
rechts sowie der Status nach Te
ilresektion des Aussenmeniskusv
orderhorns des rechten Kniegelenks im Jahr 2014 (
K
linik
D._
) zu entnehmen.
Das rechte Kniegelenk weise noch eine leichte Schwellung und Kapselverdickung auf. Bei der Innenro
t
ations
bewegung ergebe sich ein leich
t
es Reiben des
lateralen
Gelenkkompartiments. Die Meniskuszeichen seien negativ bei stabilem Kapselbandapparat und leicht
valgi
scher
Beinachse. Aufgrund des blockierenden Gefühls und des intraartikulären Knackens sowie dem Anspruch an das Kniegelenk aufgrund der beruflichen
Tätigkeit werde dem Beschwerdeführer zum operativen Vorgehen geraten (Urk. 13/11/2).
4.2.3
Dr. med.
E._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
nannte
am 8. Oktober 2019 die Diagnose einer traumatischen Knorpelläsion des
Femurkondyl
u
s
lateralis
rechts. Sie stellte weder eine Schwellung noch ein Hämatom des rechten Knies, jedoch einen Druckschmerz im rechten Kniegelenk
spalt fest. Anzeichen für eine Infektion fand sie keine (Urk. 13/14).
4.
2.
4
Am 6. November 2019 unterzog sich der Beschwerdeführer
im Spital
Z._
einer Arthroskopie
am rechten Kniegelenk
(Operationsbericht vom 6. November 2019). Dabei stellte der operierende Dr.
B._
einen dritt- bis
viertgradigen
Knor
pelschaden
des lateralen
Femurkondylus
(
1.5 x 1 cm
)
bei instabilen Knorpelan
teilen
, freie
n
Gelenkkörper
n
sowie eine
r
Rissbildung im Aussenminiskus
der
Pars
intermedia
rechts
fest (Urk. 13/25/1).
Infolge der Operation war der Beschwerdeführer vom 6. bis 8. November 2019 hospitalisiert. Dem Austrittsbericht
des Spitals
Z._
vom 8. November 2019 ist zu entnehmen, dass sich der intraoperative Verlauf komplikationslos gestaltete. Beim Verbandswechsel am ersten Tag postoperativ hätten sich regel
rechte Wundverhältnisse gezeigt. Die während der Operation gelegte Drainage habe bei sistierender Fördermenge zeitnahe gezogen werden können. Die Mobi
lisation unter physiotherapeutischer Anleitung sei problemlos gelungen. Der Beschwerdeführer habe somit in
gutem
Allgemeinzustand und mit reizlosen Wundverhältnissen entlassen werden können (Urk. 13/24/2).
4.
2.
5
Der
Kreisarzt Dr. med.
F._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie, erklärte in seinem Bericht vom 6. November 2019, das Schadensereignis habe nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu zusätzlichen strukturellen, objek
tivierbaren Läsionen geführt. Es sei lediglich ein erheblicher Vorschaden aktiviert worden. Auch der Schaden, welcher operiert worden sei, sei nicht mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit auf das Schadensereignis zurückzuführen. Nach Ein
gang des Aussendienstberichts betreffend den Unfallhergang sowie die Beschwer
den vor dem Unfallereignis und des Operationsberichts sei eine Neubeurteilung vorzunehmen, um die Frage zu klären, ab welchem Zeitpunkt die Unfallfolgen im Beschwerdebild keine Rolle mehr spielen würden (Urk. 13/21/1).
4.2.6
Am 1
2.
Dezember 2019 nannte Dr.
B._
anlässlich der postoperativen Verlaufs
kontrolle
den Status nach
einer
Arthroskopie des rechten Kniegelenks sowie den Status nach
einer
Te
ilresektion des Aussenmeniskusv
orderhorns des rechten Kniegelenks im Jahr 2014 (
K
linik
D._
).
Dem Beschwerdeführer gehe es sehr gut, er habe keine Schmerzen. Es werde noch an Unterarmgehstöcken teil
belastet. Insgesamt ergebe sich ein erfreulicher und
stadiengerechter
Verlauf nach der
genannten Operation. Es erfolge nun ein schrittweiser Übergang in die Voll
belastung (Urk. 13/38/1).
Im Nachgang zur leistungsabweisenden Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. Dezember 2019 bat Dr.
B._
sie
um die Offenlegung
ihrer
Argumentation
.
Er fügte an, d
er Knorpelschaden habe sich intraoperativ frisch traumatisch darge
stellt. Eine Ablehnung
der Leistungspflicht
sei daher aus medizinischer Sicht in keiner Weise nachzuvollziehen. Er habe dem Beschwerdeführer geraten, Ein
spruch zu erheben, da die Ablehnung
jeglicher medizinischen
Grundlage
entbehre (Urk. 13/40).
4.
2
.
7
Der Versicherungsarzt Dr.
A._
führte in seiner Aktenbeurteilung vom 13. Mai 2020 aus,
es sei nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Knorpelschaden des lateralen
Femurkondylus
im rechten Kniegelenk die Folge des Ereignisses vom 4. September 2019 sei. Ein Knochenbruch sei nicht objektiviert. Der im vorlie
genden Fall dokumentierte Knorpelschaden des
Femurkondylus
entspreche keiner Listendiagnose. Zudem habe
der Beschwerdeführer bereits im Jahr 2014 einen Unfall erlitten.
Dr.
C._
habe im Zusammenhang mit
den
damals erstellten
MRI-Bildern einen Meniskusabriss und damit eine schwere Verletzung des Knie
gelenks als Befund genannt.
Es sei eine Teilresektion des lateralen Meniskus, vor
wiegend des Vorderhorns, erfolgt. Es könne weiter von einer
Refixation
des Meniskusrests im Jahr 2014 ausgegangen werden. Ferner
sei eine Extrusion des Meniskus
sichtbar, was ein Zeichen für eine chronische Instabilität des Meniskus sein könne.
Die Meniskusresektion zusammen mit der
Valgusdeformität
(X-Bein) hätten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu der für das Alter des Beschwer
deführers ungewöhnlichen, bereits deutlich ausgeprägten Gonarthrose beigetra
gen. Weder Dr.
E._
noch Dr.
B._
würden als Befund ihrer klinischen Unter
suchung positive Meniskuszeichen erwähnen. Klinisch bestehe somit nicht der Verdacht auf einen Meniskusriss. Auch
Dr.
C._
beschreibe
im Befund der MRI-Untersuchung vom 17.
September 2019
keinen Meniskusriss. Er
habe hin
gegen
eine Hyperintensität im Bereich des Vorderhorns des Aussenmeniskus
dokumentiert
und diese Veränderung nachvollziehbar als Residuum der Resektion des Meniskus (die wiederum zufolge eines Traumas erfolgt sei)
interpretiert
.
Betreffend den Aussenmeniskus halte
Dr.
B._
mit seinem Bericht vom 30. Sep
tember 2019 fest,
dass lediglich eine leichte Substanzminderung des Aussen
meniskus
v
orderhorns bestehe. Bei eigener Einsicht in die Bildgebung könne bestätigt werden, dass keine Hinweise für einen Meniskusriss im Bereich der Pars
intermedia
best
ünd
en. Der Meniskus sei jedoch nach der Resektion verschmälert (Urk. 12/1 S. 7).
Im Operationsbericht habe
Dr.
B._
eine Rissbildung des Aussen
meniskus
der
Pars
intermedia
mit deutlicher
Auffaserung
bis in das Vorderhorn beschrieben. Eine
Auffaserung
entspreche einem Verschleissleiden
und erfülle nicht die Kriterien für die Bezeichnung als Meniskusriss. Der
Auffaserung
liege eine Texturstörung des Meniskus zugrunde. Im vorliegenden Fall sei bereits eine fortgeschrittene lateral betonte Gonarthrose objektiviert worden, welche zu einem kontinuierlich fortschreitenden Meniskusverschleiss beitrage. Die instabile Rand
zone des Meniskus sei nach
den
Resektionen anfällig für eine
Auffaserung
. A
uch eine O- oder X-Beindeformität
könne
zu einem frühzeitigen Gelenkverschleiss (einer Arthrose) beitragen. Im vorliegenden Fall sei die X-Beindeformität jedoch als nicht sehr ausgeprägt beschrieben. Zudem sei bekannt, dass ein intensiv betriebener Fussballsport eine vorzeitige Abnützung der Menisken begünstige. Die im vorliegenden Fall
im
Operationsbericht von
Dr.
B._
dokumentierte Verän
derung des Aussenmeniskus sei vorwiegend auf eine vermehrte Abnützung zurückzuführen, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zumindest teilkausal die Folge des im Jahr 2014 eingetretenen Unfalles sei
. Eine Listendiagnose gemäss Art. 6
Abs.
2 UVG liege nicht vor
(Urk. 12/1 S. 8).
4.3
Die Beschwerdegegnerin weist vorab richtigerweise darauf hin, dass Art. 6 A
bs.
2 UVG in seiner abschliessenden Aufzählung
den
im vorliegenden Fall gemäss übereinstimmender ärztlicher Beurteilung vorliegenden
Knorpelschaden
(Urk. 12/1 S. 7, Urk. 13/11/1, Urk. 13/20, Urk. 13/25/1)
nicht erwähnt.
Insbeson
dere handelt es sich
bei einem Knorpelschaden
nicht um einen Meniskusriss gemäss Art. 6
Abs.
2
lit
. c UVG (Urteil des Bundesgerichts 8C_865/2013 vom 13. März 2014 E. 4.2, vgl. E. 1.1 hiervor).
Diesbezüglich
fällt
also eine Leistungs
pflicht der Beschwerdegegnerin
von vornherein ausser Betracht, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.
Eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin könnte einzig mit Bezug auf die dokumentierte Veränderung des Aussenmeniskus gegeben sein. Diesbezüglich
führte Dr.
A._
jedoch
überzeugend
aus, dass
es sich bei der Veränderung im Aussenmeniskus nicht um einen Meniskusriss
im Sinne von Art. 6
Abs.
2
lit
. c UVG
hand
elt
.
Er wies darauf hin, dass weder Dr.
E._
noch Dr.
B._
in ihrer Untersuchung positive Meniskuszeichen
hätten
feststellen
können (Urk. 13/11/1, Urk. 13/14,
Urk.
12/1 S. 7).
Dr.
B._
berichtete denn auch am 30. September 2019 lediglich über eine leichte Substa
nzminderung des Aussen
meniskusv
orderhorns und eine intakte Darstellung der weiteren Kniebinnenstruk
turen (Urk. 13/11/2).
A
uch Dr.
C._
erkannte
in seiner MR-tomographischen Beurteilung keinen Meniskusriss
.
Die Hyperintensität des lateralen Meniskusvor
derhorns beurteilte er denn auch im Rahmen eines postoperativen Residuums bei Status nach Meniskusoperation (im Jahr 2014, Urk. 13/20).
Dr.
A._
kam damit
– auch nach eigener Einsichtnahme in die Bildgebung –
zur nachvollziehbaren Schlussfolgerung, dass
aus klinischer Sicht
kein
Verdacht auf einen Meniskusriss
im Bereich der Pars
intermedia
bestehe
, der Meniskus jedoch nach der Resektion aus dem Jahr 2014 verschmälert sei
(Urk. 12/1 S. 7).
Betreffend die im Opera
tionsbericht von Dr.
B._
dokumentierte Rissbildung im Aussenmeniskus der Pars
intermedia
rechts mit deutlicher
Auffaserung
bis in das Vorderhorn (Urk. 13/25/2) erklärte Dr.
A._
schlüssig
,
dass
eine
Auffaserung
des Meniskus einem Ver
schleissleiden entspreche, welches nicht die Kriterien
eines
Meniskusriss
es
erfülle (Urk. 12/1 S. 8).
Dafür spricht auch die Tatsache, dass beim Beschwerdeführer eine bereits fortgeschrittene lateral betonte Gonarthrose festgestellt wurde
, wel
che
gemäss Dr.
A._
zu einem kontinuierlich fortschreitenden Meniskusver
schleiss
beitrage
(Urk. 13/20
, Urk. 12/1 S. 8
).
Ferner wies Dr.
A._
darauf hin, dass die instabile Randzone des Meniskus nach der Resektion aus dem Jahr 2014 anfällig für eine
Auffaserung
sei (Urk. 12/1 S. 8).
Zwar äusserte
d
er Beschwerde
führer
am 30. September 2019 gegenüber Dr.
B._
, er habe nach dem Ereignis vom 4. September 2019 ein blockierendes Gefühl im Kniegelenk gehabt, welches seit
her anhalte. Im Rahmen der Untersuchung liess sich
jedoch
lediglich ein leichtes Reiben des lateralen Gelenkskompartiments objektivieren (Urk. 13/11/1). Diesbe
züglich führte Dr.
A._
nachvollziehbar aus, dass Dr.
E._
keine Kniegelenksblockade dokumentiert habe und eine solche auch sicherlich zu einem früheren Operationstermin geführt
h
ätte
. Ferner gehe eine Gonarthrose typischer
weise mit einem Gelenkreiben und einem Gefühl der gehemmten Funktion einher (Urk. 12/1 S. 9).
Die Schlussfolgerung von Dr.
A._
, wonach es sich bei der im Operationsbericht von Dr.
B._
dokumentierten Veränderung des Aussenmeniskus erstens nicht um einen Meniskusriss handle und zweitens diese Veränderung vor
wiegend
durch eine
vermehrte Abnützung
bedingt
sei,
welche
zumindest teilkau
sal auf den Unfall aus dem Jahr 2014 zurückzuführen sei
(Urk. 12/1 S. 8)
, erweist sich demnach als einleuchtend, weshalb darauf abzustellen ist.
5.
Zusammenfassend ist fest
zuhalten, dass das Ereignis vom 4. September 2019 weder als Unfall im Sinne von
Ar
t. 4
ATSG
zu qualifizieren ist,
noch
die Voraus
setzunge
n einer Körperschädigung gemäss
Art. 6
Abs. 2
UVG
erfüllt sind. Die Beschwerdegegnerin hat folglich den Anspruch auf Leistungen der Unfallversi
cherung im
angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) zu Recht verneint, wes
halb die
Beschwerde abzuweisen ist.