# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7ab1a346-0934-487c-ae3d-63a6ce99a0ac
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend
qualifizierte Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Bülach, I. Abteilung, vom 11. Januar 2012 (DG110106)
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1. Der Beschuldigte wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach, I. Abteilung,
vom 11. Januar 2012 der qualifizierten Widerhandlung gegen das
Betäubungsmittelgesetz schuldig gesprochen und zu einer Freiheitsstrafe von
36 Monaten (teilbedingt) verurteilt (Urk. 28). Gegen dieses Urteil liess der
Beschuldigte mit Eingabe vom 19. Januar 2012 Berufung erheben (Urk. 30). Das
begründete Urteil wurde dem Beschuldigten resp. seinem amtlichen Verteidiger
am 1. Februar 2012 – folglich vor dessen mitgeteilter Abwesenheit (Urk. 30) –
zugestellt (Urk. 32; Urk. 33).
2. Der Beschuldigte liess innerhalb der in Art. 399 Abs. 3 StPO festgelegten
gesetzlichen Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Urteils, somit bis
zum 21. Februar 2012, keine schriftliche Berufungserklärung einreichen. Die
Einreichung einer Berufungserklärung stellt jedoch praxisgemäss eine
Gültigkeitsvoraussetzung dar. Auf die Einholung von Stellungnahmen im Sinne
von Art. 403 Abs. 2 StPO wird verzichtet (ZR 110/2011 Nr. 69). Aufgrund der
Säumnis ist vorliegend auf die Berufung unter Hinweis auf Art. 403 Abs. 1 und
Abs. 3 StPO nicht einzutreten.
3. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens dem
Beschuldigten aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Gerichtskosten sind
dabei auf Fr. 600.-- zu veranschlagen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung sind
gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO auf die Gerichtskasse zu nehmen. Vorbehalten
bleibt eine Rückforderung nach Art. 426 Abs. 1 StPO in Verbindung mit Art. 135
Abs. 4 StPO.

## Considerations