# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6a022375-9d75-4ac6-86b0-6b94b4855c90
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _ 1964, und Y._, geboren am _ 1961, heirateten am _ 2009. Sie haben keine gemeinsamen Kinder.
B. Y._ stellte am 25. Februar 2015 ein Eheschutzgesuch und verlangte die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes sowie die Zuteilung der Liegenschaften in O.1_ und O.2_ an die Parteien. Mit Eingabe vom 17. April 2015 beantragte X._ weitere Regelungen betreffend das Getrenntleben. Sie beantragte insbesondere, Y._ sei zur Leistung eines Unterhaltsbeitrages von monatlich CHF 32'900.00 (unter dem Vorbehalt der Rektifikation) sowie zur Auskunftserteilung über sein Einkommen und Vermögen zu verpflichten. Dieser äusserte sich am 26. Mai 2015 zu den Anträgen von X._ betreffend das Getrennteben und anerkannte einen Unterhaltsanspruch von monatlich CHF 5'000.00 (unter dem Vorbehalt der Rektifikation). Er verneinte hingegen seine Auskunftspflicht. Im Weiteren stellte er selber ein Begehren um Auskunftserteilung. Mit Stellungnahme vom 17. Juni 2015 lehnte es X._ ab, Auskunft über den Ausgang ihrer vormaligen Scheidung zu geben. Ihre Kontoverbindung bei der B.1_ legte sie offen.
C. Im Rahmen der Eheschutzverhandlung vom 18. August 2015 vereinbarten die Parteien unter anderem, ihre Auskunftsbegehren noch zu präzisieren sowie sich anschliessend zu den vorhandenen Unterlagen und weiteren Stellungnahmen der jeweiligen Gegenseite zu äussern. X._ konkretisierte ihre Auskunftsbegehren am 2. Oktober 2015, Y._ am 6. Oktober 2015. In der Folge äusserte sich keine Partei zu der Eingabe der anderen Seite.
D. Mit prozessleitender Verfügung vom 30. Oktober 2015 forderte der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja (ab dem 1. Januar 2017: Regionalgericht Maloja) die Parteien auf, den jeweiligen Auskunftsbegehren der Gegenseite nachzukommen und entschied wie folgt (vgl. vorinstanzliche Akten, act. I.12):
1. Die Gesuchsgegnerin wird angehalten, den Auskunfts- und Editionsbegehren des Gesuchstellers vom 6. Oktober 2015 innert 20 Tagen nachzukommen.
2. Der Gesuchsteller wird angehalten, den Auskunfts- und Editionsbegehren der Gesuchsgegnerin vom 2. Oktober 2015 innert 20 Tagen nachzukommen.
3. Die Kosten dieser Verfügung bleiben bei der Prozedur.
4. Diese Verfügung ist nur dann mit zivilrechtlicher Beschwerde anfechtbar (vgl. Art. 319 ff. ZPO), wenn durch sie ein nicht leicht
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wiedergutzumachender Nachteil droht (Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO). Sie ist beim Kantonsgericht von Graubünden innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 321 Abs. 2 und 3 ZPO i.V.m. Art. 7 EGzZPO).
5. (Mitteilung).
E. X._ legte am 7. Dezember 2015 Unterlagen über ihre Bankkonten ins Recht und sprach sich zu den übrigen Auskunftsbegehren von Y._ aus. Dieser erteilte am 17. Dezember 2015 Auskünfte zu Bezügen über eine Kreditkarte, soweit sie seiner Ansicht nach X._ beträfen. Er verneinte hingegen einen Anspruch von X._ auf umfassende Auskunft über die Trusts, da lediglich die erhaltenen Ausschüttungen relevant seien, welche sich aus den Steuererklärungen ergäben. Zudem äusserte er sich zu den Auskunftsbegehren betreffend die Wohnungen in O.1_, die Hypothek über CHF 1 Mio. und weitere Bankkonten. Am 29. Januar 2016 stellte Y._ zusätzliche Auskunftsbegehren bezüglich der Bankguthaben von X._. Er verlangte Aufschluss über den Marktwert von verschenkten Kunstgegenständen und über den Verbleib eines Diamantringes. X._ beanstandete mit Eingabe vom 1. Februar 2016, die von der Gegenpartei vorgelegten Kontoauszüge seien unvollständig und die Steuererklärungen würden keine korrekten Angaben über Trustausschüttungen enthalten. Es seien deshalb Nachsteuerverfahren durchgeführt worden. Sie habe Anspruch auf Information über sämtliche Bezüge von Y._ aus den Trusts. Auf der Grundlage dieses Gesamteinkommens könne der allgemeine Lebensaufwand der Ehegatten ermittelt werden. Y._ habe über weitere Gesellschaften allgemeine Lebenshaltungskosten bezahlen lassen. Er habe keinen Finanzierungsnachweis für die Wohnungen in O.1_ erbracht und die verlangten Bankkontoauszüge fehlten.
F. Am 26. September 2016 (vgl. vorinstanzliche Akten, act. I.20) stellte X._ ein Auskunftsbegehren betreffend Kreditkartenabrechnungen, Bankauszüge, Ausgabenbelege einer Holdinggesellschaft sowie Trustunterlagen. Y._ beantragte am 14. November 2016 die Abweisung der gegnerischen Anträge, eventualiter die Gutheissung der Begehren, soweit sie die Kreditkartenabrechnungen der A._ und C._ im Zeitraum vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2014 betrafen. Y._ verlangte seinerseits Auskunft über drei Bankkonten, weitere Namen- und Nummernkonten, Kunstgegenstände und Schmuck sowie die Vorlage der Steuererklärung 2015. X._ beantragte am 12. Dezember 2016, es sei auf diese Begehren nicht
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einzutreten, eventualiter seien diese abzuweisen. In der Folge hielten beide Parteien an ihren Anträgen fest.
G. Mit Entscheid vom 16. März 2017, mitgeteilt am 21. März 2017, entschied der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja wie folgt (vgl. act. B.1):
1. Die Auskunftsbegehren der Parteien werden abgewiesen.
2. Die Prozesskosten bleiben bei der Prozedur.

## Considerations