# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 215fa1d1-c9cc-55da-93b5-511b0170567a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren am
7.
Juni 2013
, wurde am
13.
Januar 2014
durch ihre Eltern bei der Invalidenversicherung zum
Leistungsbezug angemeldet (Urk.
5/1
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die medizi
nische Situation ab und sprach der Versicherten mit Mitteilung vom
3. September 2014
(
Urk.
5/
14)
vom
9. Juli 2013 bis zum 30. Juni 2033
medizinische Mass
nahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Ziff.
176
gemäss dem Anhang zur Verordnung über Geburtsgebrechen (GgV-Anhang) zu.
1.2
Mit Gesuch vom 15.
November 2018 (Urk. 5/16) ersuchte der Vater der Versicher
ten um Kostenübernahme für
orthopädische
Spezialschuhe.
Die IV-Stelle erteilte der Ver
sicherten mit Mitteilung
en
vom 7.
Februar 2019 Kostengutsprache für orthopädische Änderungen/Schuhzurichtungen
an Konfektionsschuhen
nach ärztlicher Verordnung vom 1
5.
November 2018
(Urk. 5/21) und
für
jährlich maxi
mal zwei Paar Konfektionsschuhe
(Urk. 5/22)
.
Nach durchgeführtem Vorbe
scheidverfahren (
Urk. 5/23
) lehnte die IV-Stelle das Gesuch
um Kostengutsprache für orthopädische Spezialschuhe für Orthesen
mit Verfügung vom
1
9.
März 2019
ab (Urk.
5/24
=
Urk.
2).
2.
Die Mutte
r der Versicherten erhob am 28.
März 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
9.
März 2019 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien
die Kosten für orthopädische Spezialschuhe für Orthesen durch die IV-Stelle zu übernehmen (Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom
29. April 2019 (Urk. 4
) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde de
r Mutter der Versicherten
am
1
6.
Mai 2019
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
6
).
Mit
Eingabe vom
4.
November 2019 (Urk. 7) reichte die Mutter der Versicherten einen Arztbericht ein (Urk. 8), welcher der
Beschwerdegegnerin am
7.
November 2019 (Urk. 9) zur Kenntnis gebracht wurde.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8
des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8
Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1
bis
). Nach Massgabe der Art. 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Art. 16 Abs. 2 lit. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs
fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit. a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d).
1.3
Gemäss
Art.
21
Abs.
1 IVG hat die versicherte Person im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste Anspruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit im Aufgabenbereich, zur Erhal
tung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit, für die Schulung, die Aus- und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung bedarf. Ferner bestimmt
Art.
21
Abs.
2 IVG, dass Versicherte, die infolge ihrer Invalidität für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, im Rahmen einer vom Bundesrat auf
zustellenden Liste ohne Rücksicht auf die Erwerbsfähigkeit Anspruch auf solche Hilfsmittel haben.
Die Befugnis zur Aufstellung der Hilfsmittelliste und zum Erlass ergänzender Vor
schriften im Sinne von
Art.
21
Abs.
4 IVG hat der Bundesrat in
Art.
14
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
an das Eidgenössische Depar
tement des Innern übertragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufgeführ
ter Hilfsmittelliste erlassen hat. Laut
Art.
2 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbe
wegung, die Herstellung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind (
Abs.
1). Anspruch auf die in dieser Liste mit * bezeichneten Hilfs
mittel besteht nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind (
Abs.
2; BGE 122 V 212 E. 2a).
1.4
Ziffer 4 HVI-Anhang führt unter dem Titel „Schuhwerk und orthopädische Schuheinlagen“ folgende Hilfsmittel auf:
4.01 Orthopädische Massschuhe und orthopädische Serienschuhe einschliesslich Fertigungskosten, sofern eine Versorgung gemäss der Ziffern 4.02-4.04 nicht möglich ist.
Die Kostenbeteiligung der versicherten Person beträgt bis zum
voll
endeten 1
2.
Altersjahr 70 Franken, ab dem vollendeten 1
2.
Altersjahr 120 Fran
ken.
Bei Reparaturkosten beträgt die Kostenbeteiligung 70 Franken pro Kalender
jahr.
4.02 Orthopädische Änderungen und Schuhzurichtungen an Konfektionsschuhen oder orthopädischen Spezialschuhen
4.03 Orthopädische Spezialschuhe
Die Kostenbeteiligung der versicherten Person beträgt bis zum vollendeten 12.
Altersjahr 70 Franken, ab dem vollendeten 1
2.
Altersjahr 120 Franken.
Bei Reparaturkosten beträgt die Kostenbeteiligung 70 Franken pro Kalenderjahr.
4.04 Invaliditätsbedingter Mehrverbrauch von Konfektionsschuhen
4.05* Orthopädische Schuheinlagen, sofern sie eine notwendige Ergänzung einer medizinischen Eingliederungsmassnahme darstellen.
1.5
Eine Hilfsmittelversorgung unterliegt den allgemeinen Anspruchsvoraussetzun
gen gemäss
Art.
8 IVG (Geeignetheit, Erforderlichkeit, Eingliederungswirksam
keit; vgl. BGE 122 V 21
2
E. 2c).
Leistungen, die im Anhang zur HVI aufgeführt sind, werden nicht ohne weiteres, sondern nur soweit erforderlich und lediglich in einfacher und zweckmässiger Ausführung erbracht (
Art.
21
Abs.
3
IVG;
Art.
2
Abs.
4 HVI
, Urteil des Bundesgerichts
9C_272/2018
vom
2
2.
Juni 2018
E. 3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin lehnte die beantragte Kostengutsprache mit der Begrün
dung ab
, dass aus medizinischer Sicht die orthopädischen Spezialschuhe für Orthesen nicht indiziert seien. Die Versicherte benötige aus medizinischer Sicht orthopädische Schuhzurichtung an Konfektionsschuhen (Urk. 2 S. 1).
Mit Beschwerdeantwort
(Urk. 4)
ergänzte die Beschwerdegegnerin,
Dr.
med.
Z._
halte in seinem aktuellen Bericht fest, dass gewöhnliche Konfektionsschuhe mit entsprechenden Anpassungen genügten.
Aufgrund der ausgeprägten Grössen
differenz beider Füsse würde beim Kauf von regulären Konfektions
schuhen jedoch praktisch immer ein zweites Paar erforderlich sein. Daher sei auch Kostengutsprache für Konfektio
nsschuhe gewährt worden.
Dr.
Z._
führe zwar weiter aus, dass aufgrund der unterschiedlichen Breite im Vorfuss der kleinere Fuss auch dann noch nicht optimal versorgt sei. Hierbei sei jedoch auf Folgendes hinzuweisen: Rechtsprechungsgemäss habe eine versicherte Person in der Regel nur Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck notwendigen, nicht aber auf die nach den gegebenen Umständen bestmögliche
n
Massnahme
n
(S. 1 f.)
.
2.2
Die Mutter der Versicherten brachte vor,
die Wachstumsstörung
ihrer Tochter entspreche einem k
ongenitalen Longitudinaldefekt und führe neben einer zuneh
menden Beinlängendifferenz auch zu einer Grössendifferenz der Füsse. Für einen sicheren Auftritt benötige die Versicherte eine korrigierende / aufrichtende Fuss
orthese in Verbindung mit einem für beide Füsse passenden stabilen Schuh. Dies würde mit einem Konfektionsschuh nur umsetzbar sein, wenn jeweils zwei verschiedene Grössen gleichzeitig gekauft werden würden. Aber auch dann sei die unterschiedliche Breite der beiden Füsse (bei vierstrahligem Fuss)
noch nicht berücksichtigt. Die k
osteneffektivste Lösung sei eine Fussbettung nach Mass in Kombination mit einem knöchelübergreifenden, in Länge und Breite angepassten Paar Orthesenschuhe (Urk. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Versicherte
Anspruch auf Kostenübernahme für die beantragten
orthopädische
n
Spezialschuhe für Orthesen
hat
.
3.
3.1
Die Ärzt
innen
des Stadtspitals
A._
nannten mit Bericht vom
2.
April 2014 (Urk. 5/4/4-8)
als Diagnose eine Fussdeformität,
fehlender Dig IV ab Os metacar
pale (Ziff. 1.1). Es liege ein Geburtsgebrechen gemäss
Ziff.
177 GgV
-Anhang
vor (Ziff. 1.3).
3.
2
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
, nannte mit
Bericht vom
4.
April 2014 (Urk. 5/5/5-6)
als Diagnose einen Verdacht auf fibulären Längsdefekt rechts (Ziff. 1.1) und führte aus, die
Versicherte benötige einen Schuhsohlenaufbau rechts
(Ziff. 1.7). Anlässlich der Konsultation vom
7.
Januar 2014 habe sich eine Differenz der Unterschenkellänge von 1 bis 1.5 cm und ein Fuss rechts 1 cm kürzer als
l
in
k
sseits gezeigt (Ziff.
2.4). Über das weitere Wachstum sei mit einer Zunahme der Beinlängendifferenz und auch der Fusslängendifferenz zu rechnen. Entsprechend würden im Verlauf sicherlich operative Therapien notwendig sein. Aufgrund des aktuellen Beinlängenunterschieds könne noch ein Schuhsohlenauf
bau rechtsseitig erfolgen (
Ziff.
2.5
; vgl.
Urk.
5/9/2
).
3.
3
Mit ä
rztliche
r
Verordnung durch die chirurgische Poliklinik
, Kinder
kliniken
C._
,
vom
2.
November 2018
(
Urk. 5/15) wurde festgehalten,
korrigierende Einlagen/Fussbettung sowie Schuhzurichtung
en
(Erhöhung) seien nötig
(S. 1)
.
3.
4
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungsapparates
, nannte mit undatiertem
Bericht
(
Eingang
bei der Beschwerdegegnerin am 5.
Februar 2019
, vgl. Aktenverzeichnis;
Urk. 5/19/5-7)
als Diagnose einen longitudinalen Reduktionsdefekt mit
Beinlängendifferenz von 21
mm
zuungunsten der rechten Seite sowie
Fehlen des
2.
Zehenstrahls
und des Os Cuneiformae mediale rechtsseitig (Ziff. 1.1). Neben der Beinlängendifferenz und der Fehlanlage des Fusses mit deutlicher Verschmälerung insbesondere im Vorfussbereich weiche die Fusslänge um zirka zwei bis drei Schuhgrössen
ab, sodass
Konfektionsschuhe jeweils doppelt gekauft werden
müssten (Ziff. 1.3)
. Aufgrund der unterschiedlichen Breite im Vorfuss
würde
jedoch der kleinere Fuss auch dann noch nicht optimal versorgt
sein (Ziff. 2.1)
. Gewöhnliche Konfektions
schuhe seien nicht ungenügend
(Ziff. 3.1). Eine
Änderung an Konfektionsschuhen
sei nötig (Ziff. 3.2). Dies in Form eines
Beinlängenausgleich
s
(
Ziff.
3
.3
). Auf die Frage, ob eine Versorgung mit Schuheinlagen oder mit Spezialschuhen für Einlagen
sowie Schuheinlagen
ausreichend
sei
, hielt
Dr.
Z._
fest
:
«Ja, wir haben zur Korrektur der unterschiedlichen Schuhgrössen korrigierende Fussorthesen mit Zehenbox verordnet. Damit kann der kleinere Fuss auch in einem deutlich grösseren stabil gebettet
und geführt werden
.»
(
Ziff.
3.5).
3.
5
Nach Verfügungserlass
berichtete
Dr.
Z._
am
2
3.
Oktober 2019 (Urk. 8)
über eine gleichentags durchgeführte planmässige Jahreskontrolle und nannte
als Diagnose einen postaxialen Reduktionsdefekt
des rechten Beines mit einer Bein
längendifferenz von aktuell 15 mm und fehlendem
5.
Zehenstahls bei verschmä
lertem und verkürztem Fuss (S. 1). Die vor einem Jahr verordneten Fussorthesen zum Ausgleich der schmalen und verkürzten Fussform bei fehlendem Zehenstrahl
sowie
der Sohlenaufbau seien von der Beschwerdegegnerin zwischenzeitlich abgelehnt worden, sodass die Versicherte im vergangenen Sommer mit deutlich zu grossem Konfektionsschuh rechts ohne bedarfsgerechte Fussbettung und Unterstützung habe
zurechtkommen
m
üssen. Der vorliegende Längsdef
ekt sei bezüglich der Ober- und Unterschenkelknochen relativ mild, sodass die angren
zenden Knie- und Sprunggelenke eine uneingeschränkte Funktion aufwiesen. Lediglich im Bereich des rechten Fusses ergebe sich eine leichte Valgusinstabilität des Rückfusses, die zwingend durch eine korrigierende und bettende Fussorthese ausgeglichen werden müsse. Unkorrigiert drohe der rechte Fuss im Laufe der nächsten Jahre in eine massive Valgusabduktionsinstabilität abzugleiten, was weitreichende Folgen bis zur operativen Korrektur nach sich zöge. Ferner könne im Rahmen der Bettung des rechten Fusses auch die Beinlängendifferenz ange
glichen werden. Eine Progression der Beinlängendifferenz sei im zeitlichen Verlauf eines Jahres heute nicht festzustellen. Somit dürfte sich das Problem mittel- und langfristig hauptsächlich auf den rechten Fuss beziehen. Hier sei die Beschwerdegegnerin bei kongenitaler Anlagestörung zuständig.
4.
4.1
Mit
von
Dr.
Z._
unterzeichneter
ärztlicher Verordnung
vom 2.
November 2018 wurde festgehalten, korrigierende Einlagen/Fussbettung sowie Schuhzurichtun
g
en
(Erhöhung) seien nötig
(vorstehend E. 3.3).
In der Folge
erteilte
d
ie
Beschwer
degegnerin
der Versicherten
Kostengutsprache für jährlich maximal zwei Paar Konfektionsschuhe
(Urk.
5/22)
und
für orthopädische Änderungen/Schuh
zurichtungen an Konfektionsschuhen nac
h ärztlicher Verordnung
ab
15.
Novem
ber
2018
(
Urk.
5/21
).
In letzterer Verfügung führte die Beschwerde
gegnerin aus, e
s werde g
emäss Kostenvoranschlag
der Firma
D._
AG
vom 15.
November 2018 ein Betrag von Fr.
414.20
für orthopädische Änderun
gen an Konfektionsschuhen
übernommen
.
D
er Kostenvoranschlag
vom 1
5.
November 2018 (Urk. 5/16) umfasst folgende Positionen:
-
Spezialschuhe für Orthesen, Schuhabgabe und Beratung:
Fr.
43.--
-
Spezialschuhe für Orthesen, Kinder u
nd Jugendliche, Halbschuhe: Fr.
400.--
-
Orthopädische Fussbettung, durchgehende Fussbettung: Fr.
269.--
-
Beinverkürzungsausgleich
, Absatz und Sohlenerhöhung
:
Fr.
88.20
-
Basisarbeiten,
Neubesohlu
ng, Gummisohle durchgehend:
Fr.
57.--
Der Betrag der
Kostengutsprache
von
Fr.
414.20
setzt sich
demnach
aus den Positionen Orthopädische Fussbettung (
Fr.
269.--)
, Beinverkürzungsausgleich (Fr.
88.20) und
Basisarbeiten
(
Fr.
57.--) zusammen
.
Indem die Beschwerdegegnerin Kostengutsprache
für Konfektionsschuhe, Ortho
pädische Fussbettung, Beinverkürzungsausgleich und Basisarbeiten gelei
s
tet hat, h
at die
Beschwerdegegnerin
mit den Mitteilungen
vom
7.
Februar 2019
(
Urk.
5/21-22)
der ärztlichen Verordnung vom
2.
November 20
18
entsprochen.
Ebenfalls entsprochen hat sie
de
r
ärztliche
n
Vorgabe
durch
Dr.
Z._
, welcher
im bei der Beschwerdegegnerin am
5.
Februar 2019 eingegangenen Bericht (vorste
hend E. 3.4)
explizit
ausgeführt hat
, dass angepasste Konfektionsschuhe aus
reichen, Spezi
alschuhe nicht angezeigt seien
.
Auf die Frage, ob eine Versorgung mit Schuheinlagen oder mit Spezialschuhen für Einlagen sowie Schuheinlagen ausreichend
sei
, hielt
Dr.
Z._
, wie bereits erwähnt,
fest: «Ja, wir haben zur Korrektur der unterschiedlichen Schuhgrössen korrigierende Fussorthesen mit Zehenbox verordnet. Damit kann der kleinere Fuss auch in einem deutlich grösseren stabil
gebettet und geführt werden.»
.
Es erscheint
nach dem Gesagten
nicht nachvo
llziehbar, weshalb
Dr.
Z._
in einem n
ach
Erlass der angefochtenen Verfügung
verfassten Bericht ausführte,
d
ie vor einem Jahr verordneten Fussorthesen zum Ausgleich der schmalen und verkürzten Fussform bei fehlendem Zehenstrahl sowie der Sohlenaufbau seien von der Beschwerdegegnerin zwischenzeitlich abgelehnt worden, sodass die Versicherte im vergangenen Sommer mit deutlich zu grossem Konfektionsschuh rechts ohne bedarfsgerechte Fussbettung und Unterstützung habe zurechtkom
men müssen
(vorstehend E. 3.5)
.
Im Übrigen
beurteilt das Sozialversicherungs
gericht
n
ach ständiger Rechtsprechung die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsver
fügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
Beschwerdeweise wurde vorgebracht, die Versiche
rt
e benötige für einen sicheren Auftritt eine korrigierende/aufrichtende Fussorthese in Verbindung mit einem für beide Füsse passenden stabilen Schuh. Dies würde mit Konfektionsschuhen nur umsetzbar sein, wenn jeweils zwei verschiedene Grössen glei
chzeitig gekauft wer
den würden
(vorstehend E. 2.2).
Daraus kann die Versicherte nichts zu ihren Gunsten ableiten, hat die Beschwerdegegnerin doch
Kostengutsprache für
jährlich zwei Paar
Konfektionsschuhe
geleistet
(vgl.
Urk.
5/22
)
.
Im Übrigen ist keinen der ärztlichen Berichte oder Verordnungen zu entnehmen, das orthopädische Spezialschuhe für Orthesen nötig wären.
4.2
Angesichts der ärztlichen Verordnung (und der diesbezüglich gewährten Kosten
übernahmen)
besteht mit den gelei
s
teten
Kostengutsprache
n
eine einfache und zweck
mässige Hilfsmittelversorgung. Die angefochtene Verfügung
entspricht mit der Beschränkung auf
die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebenen Um
ständen bestmöglichen Vorkehren,
den rechtlichen Vorgaben.
4.3
Nach dem Gesagten
hat die Beschwerdegegnerin das Gesuch um
Kostengut
sprache für orthopädische Spezialschuhe für Orthesen
zu Recht abgelehnt
.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
3
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Die Einzelrichterin
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
3
00
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Y
._
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.