# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f2efe9d2-a185-4a4d-9441-ef219b88f348
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts. In
verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragten die Beschwerdeführer u.a. die
Befragung verschiedener Zeugen, die Durchführung eines Augenscheins
sowie die Einholung eines Gutachtens.
6. Mit Vernehmlassung vom 3. Dezember 2018 beantragte die Gemeinde
C._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kosten- und
entschädigungsfällige Abweisung der Beschwerde. Im Wesentlichen
machte sie geltend, dass der Bedarf für die Moloks am Standort E._
gegeben sei. Sie legte einen Lärmbeurteilungsbericht der H._ AG vom
27. November 2018 ins Recht und führte darauf abstellend aus, dass die
von den Moloks ausgehenden Immissionen nicht mehr als geringfügig
störend seien. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte auch sie die
Durchführung eines Augenscheins.
7. Mit freigestellter Stellungnahme (Replik) vom 3. Januar 2019 hielten die
Beschwerdeführer unverändert an ihren gemäss Beschwerde vom 24.
Oktober 2018 gestellten Rechtsbegehren fest.
8. Mit Duplik vom 16. Januar 2019 bestätigte die Beschwerdegegnerin ihre
mit Vernehmlassung vom 3. Dezember 2018 gestellten Rechtsbegehren.
9. Mit Stellungnahme vom 25. Januar 2019 äusserten sich die
Beschwerdeführer zur Duplik der Beschwerdegegnerin.
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10. Mit Schreiben vom 4. Februar 2019 reichte die Beschwerdegegnerin ein
Schreiben der Gemeinde ein, in dem bestätigt wird, dass 134 gültige
Unterschriften für die Beibehaltung der Moloks am Standort E._
eingereicht worden seien. In diesem Zusammenhang legte sie dar, dass
die von den Beschwerdeführern bestrittene (von der Beschwerdegegnerin
mit der Duplik eingereichte) Petition aus Gründen des Datenschutzes
lediglich mit Abdeckung der Namen habe eingereicht werden können.
11. Mit Schreiben vom 22. November 2019 beauftragte der Instruktionsrichter
das Amt für Natur und Umwelt (nachfolgend ANU) mit der Erstellung eines
Amtsberichts zur Immissionsproblematik (Lärm/Geruch/ Erschütterungen)
betreffend die Abfallsammelstelle E._.
12. Mit Schreiben vom 27. November 2019 beantragten die Beschwerdeführer
die Einvernahme zweier weiterer Zeugen.
13. Der Bericht des ANU erging am 12. Dezember 2019. Das Amt kam darin
zum Schluss, dass das von der H._ AG verwendete, von der
Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (nachfolgend
Empa) entwickelte Excel-Berechnungs-Tool zur Lärmbeurteilung von
(Glas-)Sammelstellen für eine grobe Abschätzung der Lärmsituation in
E._ geeignet sei. Die von der H._ AG vorgenommene
Lärmbeurteilung habe ergeben, dass die Lärmimmissionen an der
Schwelle zwischen geringfügig und erheblich störend lägen. Unter
Berücksichtigung der zusätzlichen Lärmimmissionen bei der Entsorgung
von Haushaltskehricht und Altpapier sei nicht auszuschliessen, dass die
durch den Betrieb der Sammelstelle insgesamt verursachten
Lärmimmissionen mehr als nur geringfügig störend seien. Folglich seien
Massnahmen zur Verringerung der Lärmimmissionen angezeigt.
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14. Zum Bericht des ANU vom 12. Dezember 2019 nahmen die
Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 13. Februar 2020 und die
Beschwerdeführer mit Eingabe vom 15. Januar 2020 Stellung. Zur
Stellungnahme der Beschwerdegegnerin äusserten sich die
Beschwerdeführer in einer weiteren Eingabe vom 25. Februar 2020.
15. Mit Verfügung vom 26. Februar 2020 teilte der Instruktionsrichter mit, dass
ein Augenschein vor Ort durchgeführt werde. Dieser wurde auf den 30.
März 2020 angesetzt und infolge des corona-bedingten Lockdowns auf den
25. Mai 2020 verschoben. Das Protokoll des Augenscheins, datiert vom
26./27. Mai 2020, wurde den Parteien am 4. Juni 2020 zugestellt. Diese
nahmen dazu jeweils mit Eingabe vom 15. Juni 2010 Stellung.
16. Mit Schreiben vom 1. Juli 2020 teilten die Beschwerdeführer mit, dass sie
an ihren Beweisanträgen, mithin an der Befragung von Zeugen, festhielten.
Auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung sowie auf die
weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und in den
weiteren Eingaben sowie auf die Ergebnisse des Augenscheins und die
Ausführungen der Parteien dazu wird, soweit entscheidrelevant, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde vom 24. Oktober 2018 richtet sich gegen die
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 25. September 2018 (Akten der
Beschwerdeführer [Bf-act.] 1). Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) können Entscheide
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der Gemeinden mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht das Kantons
Graubünden weitergezogen werden, soweit diese nicht bei einer anderen
Instanz angefochten werden können oder nach kantonalem oder
eidgenössischem Recht endgültig sind. Beides ist hier nicht der Fall (vgl.
dazu Art. 54 ff. des Bundesgesetzes über den Umweltschutz
[Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01], Art. 8 und Art. 53 des Kantonalen
Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über den Umweltschutz
[Umweltschutzgesetz, KUSG; BR 820.100], Art. 33 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über die Raumplanung [RPG; SR 700] und Art. 92 des
Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden [KRG; BR 801.100]),
weshalb das angerufene Verwaltungsgericht zur Beurteilung der
vorliegenden Streitsache örtlich und sachlich zuständig ist.
2.1. Zur Beschwerde legitimiert ist, wer durch den angefochtenen Entscheid
berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner Aufhebung oder
Änderung hat oder wer durch besondere Vorschrift dazu ermächtigt ist
(Art. 54 USG, Art. 50 VRG, Art. 33 Abs. 3 RPG). Die Beschwerdeführer
sind Eigentümer der Parzellen 10277 bzw. 10278, die an die hier
interessierende Parzelle 10271 der Beschwerdegegnerin angrenzen,
womit ihre Beschwerdelegitimation offensichtlich gegeben ist.
2.2. Gemäss Art. 51 Abs. 2 VRG können Parteien Rechtsbegehren, die sie im
vorinstanzlichen Verfahren gestellt haben, nicht ausdehnen (Urteil des
Verwaltungsgerichts [nachfolgend VGU] R 18 12 vom 12. Februar 2019
E.1.2, vgl. dazu auch VGU R 18 94 vom 20. Oktober 2020 E.2 und A 19 27
vom 25. August 2020 E.2.1).
Vorliegend verlangten die Beschwerdeführer im Rahmen des
vorinstanzlichen Verfahrens in materiell-rechtlicher Hinsicht die Entfernung
der fünf Moloks vom Standort E._ und deren gleichzeitige
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Überführung in die bestehenden Abfallsammelstellen Tiefgarage und
Gemeindewerkhof, eventualiter die Belassung eines Kehrichtmoloks und
die Überführung der übrigen vier Moloks in die anderen
Abfallsammelstellen (Einsprache vom 8. Mai 2018: Bf-act. 43 und Akten
der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 8, jeweils S. 2 f.). Im vorliegenden
Beschwerdeverfahren beantragen sie im Hauptbegehren die Aufhebung
bzw. Schliessung der bestehenden Abfallsammelstelle mit fünf Moloks auf
E._ und, nur bei Bedarf, die Erweiterung der bestehenden
Abfallsammelstellen Gemeindewerkhof und/oder Tiefgarage mit der
notwendigen Anzahl an Moloks. Angesichts der Aussagen der
Beschwerdegegnerin, dass mit den an allen drei Abfallsammelstellen
bestehenden Moloks der Bedarf der Gemeindefraktion für die Abfallabgabe
auch zu Spitzenzeiten abgedeckt sei und dass in den Zwischensaisons
jeweils ein Kehrichtmolok pro Standort geschlossen bleibe, kann davon
ausgegangen werden, dass kein Bedarf nach noch mehr Moloks besteht.
Würden also nach dem Hauptbegehren der Beschwerdeführer die Moloks
in E._ entfernt, ist anzunehmen, dass nicht mehr als die betreffenden
fünf Moloks in die übrigen Abfallsammelstellen Tiefgarage und
Gemeindewerkhof überführt werden müssten, was dem Rechtsbegehren
im vorinstanzlichen Verfahren entspricht. Wenn im vorliegenden
Beschwerdeverfahren die Überführung von Moloks nur für den Fall verlangt
wird, dass dafür ein Bedarf besteht, kann davon ausgegangen werden,
dass dies höchstens die erwähnten fünf Moloks und nicht mehr betreffen
würde. In diesem Sinn ist von einer im vorliegenden Beschwerdeverfahren
vorgenommenen zulässigen Änderung bzw. (mit den Worten der
Beschwerdeführer) von einer zulässigen Präzisierung des
Rechtsbegehrens auszugehen.
2.3. Sind die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts sowie die Legitimation der
Beschwerdeführer zu bejahen und erweist sich das gestellte
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Rechtsbegehren als zulässig, ist auf die frist- und formgerecht (vgl. dazu
Art. 52 Abs. 1 VRG) eingereichte Beschwerde einzutreten.
2.4. Die Kontrollbefugnis des Verwaltungsgerichts bezieht sich gemäss Art. 51
Abs. 1 VRG auf Rechtsverletzungen einschliesslich Überschreitung oder
Missbrauch des Ermessens (lit. a) sowie auf unrichtige oder unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts (lit. b).
3. In der angefochtenen Verfügung vom 25. September 2018 (Bf-act. 1) führte
die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen aus, dass mit den drei
Kehrichtmoloks sowie je einem Molok für Glas und Altpapier in E._
keine Überkapazität im Dorfzentrum bestehe, zumal damit der Bedarf von
rund 340 Einwohnern (1/3 der ständigen Wohnbevölkerung) und in
Spitzenzeiten auch der Bedarf der Gäste in den zahlreichen Ferien- und
Zweitwohnungen abgedeckt werde. Der Standort in der Nähe des
Dorfplatzes sei geeignet, weil er sowohl zu Fuss als auch mit Fahrzeugen
gut erreichbar sei. Die fragliche Abfallsammelstelle sei als ortsfeste neue
Anlage zu qualifizieren. Sie liege in der Dorfzone, in der neben
Wohnbauten auch mässig störende Gewerbe- und Landwirtschaftsbetriebe
zulässig seien. Gemäss Zonenschema gelte die Lärmempfindlichkeitsstufe
ES III. Die Beschwerdegegnerin sei der Ansicht, dass der Betrieb dieser
Anlage (z.B. durch Verkehrsaufkommen seitens der Bevölkerung und von
Kehrichtwagen, durch den Betrieb des Glascontainers zwischen 08:00 und
20:00 Uhr, durch Geruch, Fliegen und Insekten) nicht zu übermässigen
Lärm- und Geruchsimmissionen führe und somit dem Vorsorgeprinzip
(Lärm- und Luftreinhaltung) gerecht werde. Die Beschwerdegegnerin wies
zudem darauf hin, dass die bestehenden Moloks seit sieben Jahren
rechtskräftig bewilligt seien und dass sich das Sammelstellenregime der
Gemeinde bewährt habe.
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3.1. In ihrer Beschwerde vom 24. Oktober 2018 und in der Stellungnahme
(Replik) vom 3. Januar 2019 rügen die Beschwerdeführer einerseits eine
Verletzung von Umweltvorschriften (umweltschutzrechtliches Quellen- und
Vorsorgeprinzip), andererseits die unrichtige und unvollständige
Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts sowie die Verletzung der
Begründungspflicht. Zudem machen sie einen Rechtsmissbrauch
(widersprüchliches Verhalten und Ermessensmissbrauch bei der
Festlegung der Abfallstandorte) und die Verletzung des kommunalen
Polizeigesetzes seitens der Beschwerdegegnerin geltend.
Die Beschwerdeführer legen dar, dass eine Konzentration von fünf Moloks
an einem Standort (in einem Wohnquartier) in den Gemeinden des
Engadins nirgends sonst zu finden sei, sodass die fragliche Situation nicht
mit den vom Verwaltungsgericht und anderen Gerichten bis anhin
beurteilten Fällen vergleichbar sei. Von den Moloks, die sich im Abstand
von rund 50 cm von der Wand des Wohnhauses auf Parzelle 20177
(Nr. 152 und Nr. 152A) befänden, würden Geruchs- und Lärmemissionen
sowie Erschütterungen (belästigende und die Gesundheit gefährdende
Aerosole, Gerüche, Dämpfe, Lärm durch Einwerfen des Kehrichts, Lärm
und Staub durch An- und Wegfahren von Autos, Erschütterungen und Lärm
durch die wöchentliche Müllentleerung) ausgehen. Anhand der
Vollzugshilfe "Beurteilung Alltagslärm" des Bundesamtes für Umwelt
(nachfolgend BAFU) müssten die von den Moloks ausgehenden
Lärmemissionen mindestens als "störend" (was einem Wert zwischen
Planungs- und Immissionsgrenzwert entspreche), wenn nicht sogar als
"erheblich störend" (was einem Wert zwischen Immissionsgrenz- und
Alarmwert entspreche) beurteilt werden, womit die Planungswerte
überschritten würden. Hinzu kämen die Geruchsimmissionen, die ebenfalls
als "störend" bis "erheblich störend" zu bezeichnen seien. Würde diese
Beurteilung von der Beschwerdegegnerin bestritten, müsse in
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Nachachtung der Untersuchungsmaxime eine Sachverhaltsabklärung
erfolgen, zumal die Beschwerdegegnerin die Vereinbarkeit der
Sammelstelle E._ mit dem Umweltrecht nicht bzw. nicht im
erforderlichen Mass geprüft habe. Zudem genüge die Regelung der
Einwurfszeiten (nicht erlaubt zwischen 20:00 und 08:00 Uhr) als einzige zur
Bekämpfung der Lärmemissionen an der Quelle ergriffene Massnahme
den umweltschutzrechtlichen Anforderungen nicht. Auch die Angabe der
Beschwerdegegnerin, dass die Auffangsäcke ein- bis zweimal im Jahr
gewaschen würden, sei aus ihrer Sicht zur Bekämpfung der
Geruchsemissionen nicht ausreichend. Vielmehr müssten weitergehende
emissionsbegrenzende Massnahmen ergriffen werden. Darüber hinaus
seien die Voraussetzungen für die Versetzung an einen alternativen
Standort erfüllt (Standort in unmittelbarer Nähe, vergleichsweise
wesentliche Verbesserung durch den Alternativstandort, relative
Ungeeignetheit des gewählten Standorts). Selbst bei Einhaltung der
Planungswerte könnte der Standort E._ mit relativ geringem Aufwand
eingestellt werden bzw. könnte ein Molok für Haushaltskehricht beibehalten
(unter Aufhebung der übrigen vier Moloks) und mit geringem Aufwand an
den mittleren Standort (gemäss ursprünglichem Baugesuch) versetzt
werden, was zu einer wesentlichen Reduktion der Emissionen führen
würde. Diese Massnahmen wären technisch und betrieblich möglich sowie
wirtschaftlich tragbar, zudem wären sie auch verhältnismässig und lägen
im öffentlichen Interesse.
Weiter rügen die Beschwerdeführer, dass die Beschwerdegegnerin den
Bedarf bezüglich der Abfallsammelstelle E._ am fraglichen Standort
nicht dargelegt habe, wobei die gegenteiligen Argumente der
Beschwerdegegnerin nicht überzeugten. Diese stellten auch keine
ausreichende Begründung für die Notwendigkeit der Abfallsammelstelle
E._ dar. Ohnehin habe die Beschwerdegegnerin dazu keinerlei
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Erhebungen angestellt. Indem die Beschwerdegegnerin im Oktober 2017
die Abfallsammelstelle (mit Ausnahme von zwei zu versetzenden Moloks)
wegen des Lärms und des Geruchs habe auflösen wollen, habe sie die
entsprechenden Lärm- und Geruchsimmissionen anerkannt. In der Folge
seien weder Messungen vorgenommen, noch wirksame Massnahmen zur
Bekämpfung dieser Emissionen umgesetzt worden. Das Verhalten der
Beschwerdegegnerin, die das Baugesuch aufgrund des angeblichen
Widerstands in der Bevölkerung zurückgezogen habe, sei widersprüchlich
und rechtsmissbräuchlich. Ferner würden auch Normen des kommunalen
Polizeigesetzes verletzt (u.a. Verbot, Gegenstände und/oder Flüssigkeiten
auf die Strasse zu werfen bzw. zu schütten, Verbot der Verunreinigung
öffentlichen Eigentums, Verbot, Abfälle auf öffentlichen oder privaten
Grund zu werfen, Verbot der Belästigung und Störung von Passanten und
Anwohnern, Verbot der Verunstaltung des Orts- und Landschaftsbildes,
Verbot von übermässigen Einflüssen und Störungen, etc.).
In der Stellungnahme (Replik) vom 3. Januar 2019 rügen die
Beschwerdeführer darüber hinaus, dass die Beschwerdegegnerin bei den
von ihr angegebenen Zahlen zur Kehrichtmenge (Bg-act. 2-4) die
Urheberschaft nicht angegeben habe und diese daher keinen Beweiswert
hätten. Die Beschwerdeführer bestreiten zudem auch, dass die
Beschwerdegegnerin Alternativstandorte rund um das Dorfzentrum
überhaupt geprüft habe. Dass die Beschwerdegegnerin in der
Vernehmlassung die Ergreifung zusätzlicher Massnahmen (besser
sichtbare Hinweisschilder zu den Betriebszeiten, Reduktion der
Betriebszeiten um eine Stunde auf 19:00 Uhr, Anbringung lärmdämmender
Gummi-Rosetten beim Einwurfsloch des Glasmoloks) ankündigte, sei wohl
nur im Hinblick auf das Parteigutachten der H._ AG erfolgt bzw. um
die Grenzwerte unter den (ohnehin nicht anwendbaren) Planungswerten zu
halten. Die von ihr vorgenommene Lärmbeurteilung anhand des
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Berechnungstools des BAFU sei, auch für das Einwerfen von Glasabfall,
korrekt und stehe in Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung. Der Lärmbeurteilungsbericht der H._ AG stelle
lediglich eine Parteibehauptung dar und werde vollumfänglich und im Detail
bestritten. Es wäre zu erwarten gewesen, dass die Beschwerdegegnerin
einen Spezialisten mit der Messung der konkreten Emissionen über einen
längeren, repräsentativen Zeitraum beauftragen würde, was sie bereits im
Vorverfahren zur Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts hätte
tun müssen. Auch die Behauptung der Beschwerdegegnerin, es habe in
der Bevölkerung Widerstand gegen die Aufhebung der Abfallsammelstelle
E._ gegeben (mit über 100 Unterschriften) sei unbelegt geblieben.
3.2. In ihrer Vernehmlassung vom 3. Dezember 2018 und in der Duplik vom 16.
Januar 2019 führt die Beschwerdegegnerin aus, in Tourismusorten müsse
die Abfallentsorgung auf die Spitzenzeiten ausgerichtet sein. Im August
2017 beispielsweise seien 34 Kehrichtmoloks geleert worden, was im
Durchschnitt sieben Moloks pro Woche ausmache. Das bedeute, dass die
neun zur Verfügung stehenden Moloks für Haushaltskehricht nicht zu viel
seien. In den Zwischenzeiten bleibe jeweils ein Kehrichtmolok pro Standort
geschlossen. Zwischen der Abfallsammelstelle Tiefgarage und E._
lägen rund 500 m, von E._ bis zum Werkhof seien es rund 300 m.
Ohne die mittlere Sammelstelle in E._ müsste eine Person im
Dorfzentrum mit einem 4.5-5 kg schweren Abfallsack über 400 m
Fussmarsch zur nächsten Sammelstelle zurücklegen, was für ältere
und/oder behinderte Leute nicht zumutbar sei. Ferner seien, insbesondere
in der Dorfmitte, keine geeigneten Alternativstandorte vorhanden.
Angesichts dieser Rahmenbedingungen habe die Beschwerdegegnerin mit
der Festlegung von drei Abfallsammelstellen ihren Ermessensspielraum
nicht überschritten. Die Lärmimmissionen bei der Entsorgung des
Haushaltskehrichts seien angesichts der Nähe zum belebten Dorfplatz mit
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Geschäften, Post- und Skibushaltestelle sowie des vorherrschenden
lärmträchtigen Verkehrs, der Landwirtschaft und des Gewerbes nach
Empfinden eines Durchschnittsbürgers höchstens geringfügig störend.
Dem von den Beschwerdeführern benutzten Bewertungstool Vollzugshilfe
"Beurteilung Alltagslärm" des BAFU komme lediglich die Funktion einer
unverbindlichen Orientierungshilfe zu. Die diesbezügliche Beurteilung
durch die von ihr beigezogene Lärmspezialistin H._ AG vom 27.
November 2018 sei nachvollziehbar und habe ergeben, dass nicht mehr
als geringfügig störende Immissionen resultierten. Auch die Entsorgung
des Altglases in E._ sei, so auch die plausiblen Abklärungen der
H._ AG, rechtmässig. Was die wöchentlich mit der Leerung der
Moloks verbundenen Erschütterungen betreffe, so seien diese nicht
störender als die durch das Dorf fahrenden Lastwagen,
landwirtschaftlichen Traktoren, Post- und Reisebusse und Baumaschinen.
Geruchsimmissionen habe die Beschwerdegegnerin trotz mehrfacher
Begehung nicht feststellen können. In einem Bergdorf, in dem auch
Landwirtschaftsbetriebe mit Silagefutter, Miststöcken, Jauchegruben etc.
zulässig seien, müsse man Geruchsimmissionen bis zu einem bestimmten
Grad hinnehmen. Der Frage des Ortsbildschutzes sei nicht weiter
nachzugehen, weil es sich um eine bereits vor Jahren bewilligte und
erstellte Anlage handle. Die Beschwerdegegnerin bestreitet des Weiteren,
dass die Normen des kommunalen Polizeigesetzes nicht eingehalten
würden. Ein rechtsmissbräuchliches Verhalten seitens der
Beschwerdegegnerin (namentlich des Vorstands der in der Zwischenzeit
fusionierten Gemeinde) wegen der ursprünglich (im Zuge des damals zu
sanierenden Strassenbereichs) vorgesehenen und danach
fallengelassenen Aufhebung der Abfallsammelstelle liege nicht vor. Die
geplante Aufhebung habe unerwarteterweise erheblichen Widerstand
seitens der lokalen Bevölkerung hervorgerufen, die mit einer Petition an
den Vorstand und persönlichen Vorstössen beim Gemeindepräsidenten die
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fragliche Sammelstelle habe retten wollen. Die Beschwerdegegnerin
bestreitet auch, dass der Sachverhalt unrichtig und unvollständig
festgestellt worden sei. Der quantitative Bedarf der Moloks sei von den
Beschwerdeführern in deren Einsprache nicht in Frage gestellt worden,
zudem sei in der angefochtenen Verfügung dargelegt worden, dass die
Anlage in Bezug auf Immissionen (Lärm, Geruch, etc.) den
umweltschutzrechtlichen Vorgaben, insbesondere dem Vorsorgeprinzip,
genüge. Somit sei auch eine Verletzung der Begründungspflicht zu
verneinen.
4. In beweisrechtlicher Hinsicht verlangten die Beschwerdeführer die Edition
sämtlicher vorinstanzlicher Akten, die Durchführung eines Augenscheins,
die Einholung eines Gutachtens und die Befragung von Zeugen (_
[vgl. dazu Schreiben vom 27. November 2019]). Auch die
Beschwerdegegnerin beantragte die Durchführung eines Augenscheins.
4.1. Die Beschwerdegegnerin legte, trotz entsprechender Aufforderungen des
Gerichts (vgl. Schreiben vom 25. Oktober 2018 und vom 4. Januar 2019)
und entsprechendem Antrag der Beschwerdeführer, mit den
Rechtsschriften nicht die gesamten vorinstanzlichen Akten ins Recht; sie
reichte mit ihrer Vernehmlassung vom 3. Dezember 2018 lediglich einen
Auszug (S. 1-3) der vorinstanzlichen Einsprache der hiesigen
Beschwerdeführer vom 8. Mai 2018 (als Bg-act. 8) und mit Duplik vom
16. Januar 2019 die Petitionsliste (mit den geschwärzten Namen der
Petitionäre; Bg-act. 14) ein. In der Folge liessen die Beschwerdeführer dem
Gericht mit Stellungnahme (Replik) vom 3. Januar 2019 die vollständige
Einsprache vom 8. Mai 2018 (Bf-act. 43) sowie weitere vorinstanzlichen
Akten (Bf-act. 44-51) zukommen. Die Beschwerdeführer machen nicht
geltend, dass weitere entscheidrelevanten Unterlagen fehlten, weshalb auf
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den Antrag auf Edition der (übrigen) vorinstanzlichen Akten nicht mehr
weiter einzugehen ist.
4.2. Der von beiden Parteien verlangte Augenschein wurde am 25. Mai 2020
durchgeführt. Dabei beging das Gericht die drei Abfallsammelstellen
Tiefgarage, E._ und Gemeindewerkhof. In E._ besichtigten die
Mitglieder des Gerichts die fünf im Streit stehenden Moloks, die sich
darüber befindenden Räumlichkeiten des einen Beschwerdeführers
(Eigentümer der Parzelle 10277) und wohnten der Leerung eines Kehricht-
sowie eines Glascontainers mittels zweier Abfalllastwagen (bei laufendem
Motor) bei. Die Parteien nahmen zu dem am 26./27. Mai 2020
ausgefertigten Protokoll des Augenscheins jeweils mit Eingabe vom 15.
Juni 2010 Stellung. Auf die entsprechenden Ausführungen und Anträge
wird angesichts des Ausgangs des Verfahrens (vgl. dazu insbesondere
Erwägungen 6.4 und 6.5), nur soweit erforderlich, in den Erwägungen 4.3.
und 6.3 eingegangen.
4.3. Anlässlich des erwähnten Augenscheins konnte sich das Gesamtgericht
ein Bild der Situation vor Ort sowie der Einwirkungen durch die an Ort und
Stelle durchgeführten Leerungen (eines Kehrichtmoloks und eines
Glasmoloks) machen. Damit bekam das Gericht auch einen eigenen
Eindruck der verschiedenen Einwirkungen (Emissionen/Immissionen). Die
Einvernahme von Zeugen durch das Gericht erscheint daher – zum jetzigen
Zeitpunkt und angesichts des Ausgangs des Verfahrens (vgl. dazu
insbesondere Erwägungen 6.4 und 6.5) – als nicht notwendig. Dasselbe
gilt für die Parteibefragung der Beschwerdeführer; ohnehin wäre
diesbezüglich nicht zu erwarten, dass die Beschwerdeführer etwas
Anderes aussagen würden, als sie bereits in den Rechtsschriften dargelegt
haben.
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4.4. Mit Vernehmlassung vom 3. Dezember 2018 legte die
Beschwerdegegnerin den Lärmbeurteilungsbericht der H._ AG vom
27. November 2018 (Bg-act. 9) inkl. orientierende verbale Beurteilung
Haushaltsabfall anhand der Vollzugshilfe "Beurteilung Alltagslärm" des
BAFU (Bg-act. 10) und inkl. orientierende Beurteilung Glascontainer
anhand des Excel-Berechnungs-Tools (Untersuchungsbericht Empa
Nr. 456'052) für Lärmimmissionen von Glassammelstellen (Bg-act. 11) ins
Recht. Die Beschwerdeführer machen geltend, dabei handle es sich
lediglich um ein Parteigutachten, auf das nicht abgestellt werden könne.
4.4.1. Das Gericht stellt fest, dass der fragliche Lärmbeurteilungsbericht am 27.
November 2018 (Bg-act. 9), mithin nach Erlass der Verfügung vom 25.
September 2018 und nach Beschwerdeerhebung am 24. Oktober 2018,
erstellt wurde. Wann der fragliche Auftrag seitens der Beschwerdegegnerin
erteilt wurde, geht aus dem Bericht nicht hervor. Die darin gemachten
Angaben zu dem im Dorf jährlich anfallenden Altglas (54 t) und zur
durchschnittlich durchgeführten Anzahl an Leerungen (alle 16.6 Tage/22
Mal pro Jahr) entsprechen den von der Beschwerdegegnerin mit
Vernehmlassung vom 3. Dezember 2018 angegebenen Abfallmengen
(Vernehmlassung S. 6 und Bg-act. 4), wobei die Zahlen mangels
Quellenangaben von den Beschwerdeführern bestritten werden.
4.4.2. In beweisrechtlicher Hinsicht statuiert Art. 11 VRG, dass die Behörde,
mithin auch die Beschwerdegegnerin, bereits im Verwaltungsverfahren die
notwendigen Beweise zu erheben hat (Art. 11 Abs. 3 1. Satzteil VRG) bzw.
die am Verfahren Beteiligten verpflichtet sind, an der Feststellung des
Sachverhalts mitzuwirken (Art. 11 Abs. 2 VRG). Als Beweismittel gelten
dabei nebst amtlichen Akten und Urkunden, auch
Sachverständigengutachten (Art. 12 Abs. 1 lit. a, lit. b und lit. g VRG). Für
das Gericht sind folglich, in Beachtung des Untersuchungsgrundsatzes
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(Art. 11 VRG), sämtliche Erkenntnisquellen nutzbar. Aus dem Grundsatz
der freien Beweiswürdigung (Art. 21 VRG) ergibt sich zudem, dass einem
Partei- oder Privatgutachten nicht schon aufgrund seiner Herkunft, mithin
weil es von einer Partei stammt, der Beweiswert abgesprochen werden darf
(vgl. zum Ganzen: VGU V 16 8 vom 26. Juni 2018 E.4.1, V 15 1 vom
8. März 2016 E.6 und V 15 2 vom 15. März 2016 E.3a mit Hinweis auf BGE
137 II 266 E.3.2 und BGE 125 V 351 E.3b/dd). Vielmehr ist ein solches
ebenfalls in die Beweiswürdigung einzubeziehen, sofern es als schlüssig
erscheint, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei ist und
keine Indizien gegen seine Zuverlässigkeit sprechen (VGU V 16 8 vom
26. Juni 2018 E.4.1, V 15 1 vom 8. März 2016 E.6 und V 15 2 vom 15. März
2016 E.3a mit Hinweis auf WALDMANN, in: WALDMANN/WEISSENBERGER
[Hrsg.], Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl., Zürich
2016, Art. 19 N 15 f.). Einem solchen Parteigutachten kommt allerdings
nicht dieselbe Beweiskraft zu wie etwa einem gerichtlich eingeholten
Sachverständigengutachten (VGU V 16 8 vom 26. Juni 2018 E.4.1).
4.4.3. Vorliegend erachtet das Gericht den von der Beschwerdegegnerin, zwar
erst im Beschwerdeverfahren, jedoch immerhin in ihrem amtlichen
Wirkungskreis eingeholten Lärmbeurteilungsbericht der H._ AG vom
27. November 2018 (Bg-act. 9-11) als nachvollziehbar und schlüssig.
Zudem bestehen keine Hinweise auf eine Befangenheit des damit
befassten Lärmspezialisten. Bei der H._ AG handelt es sich gemäss
eigener Beschreibung auf der Website um ein seit 1989 bestehendes,
international tätiges Beratungsunternehmen für Engineering-
Dienstleistungen in den Bereichen Bauphysik, Energie und Akustik
(www.H_.ch), mithin um eine ausgewiesene Spezialistin auch auf dem
Gebiet der Lärmbeurteilung. Für deren Befangenheit liegen, entgegen den
unbelegten Behauptungen der Beschwerdeführer, keine Anhaltspunkte vor
(vgl. auch VGU V 16 8 vom 26. Juni 2018 E.4.2, V 15 1 vom 8. März 2016
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E.6). Nach Ansicht des Gerichts gibt die fragliche Lärmbeurteilung eine
verlässliche Aussenansicht einer sachverständigen Person wieder, die
geeignet ist, das Wissen der entscheidenden Behörden mit den
besonderen Fachkenntnissen eines/r Experten/in zu ergänzen. Folglich
spricht nichts dagegen, den ins Recht gelegten Lärmbeurteilungsbericht
der H._ AG vom 27. November 2018 (Bg-act. 9-11) im vorliegenden
Verfahren zu berücksichtigen.
4.5. Was den Antrag der Beschwerdeführer auf Einholung eines Gutachtens
bzw. weiterer Sachverhaltsabklärungen in Bezug auf Lärm, Gestank,
Erschütterungen, effektive Betriebszeiten, Kontrolle seitens der Gemeinde,
Durchsetzung der Betriebsvorschriften etc. betrifft, so ist weiter unten
darauf einzugehen (vgl. Erwägungen 6. ff., insbesondere 6.2.2 und 6.3).
Festzuhalten ist, dass das Gericht mit Schreiben vom 22. November 2019
beim ANU einen Amtsbericht zur Emissions- bzw. Immissionsproblematik
(Lärm/Geruch/Erschütterungen) einholte. Dieser am 12. Dezember 2019
ausgestellte Amtsbericht konzentrierte sich im Wesentlichen auf den
Lärmbeurteilungsbericht der H._ AG vom 27. November 2018 (Bg-
act. 9). Zudem enthält er rechtliche Ausführungen zur Lärmbeurteilung von
(Glas-)Sammelstellen. Auf die entsprechenden Ausführungen des ANU
kann grundsätzlich abgestellt werden. Er ersetzt jedoch nicht eine
umfassende Beurteilung zu den Auswirkungen von Lärm, Geruch und
Erschütterungen, die von den fünf Moloks in E._ ausgehen (vgl. dazu
Erwägungen 5.5.1. und 5.5.2., 6. ff., insbesondere 6.2.2 und 6.3).
5. Die angefochtene Verfügung vom 25. September 2018 (Bf-act. 1) basiert
auf zwei unterschiedlichen rechtlichen Vorgängen.
5.1.1. Einerseits wurden mit der angefochtenen Verfügung das am 19. April 2018
publizierte Baugesuch infolge Rückzugs abgeschrieben, was
- 20 -
richtigerweise zur Gegenstandslosigkeit der dagegen erhobenen
Einsprache führte (Dispositiv-Ziff. III./1; vgl. zum Baubewilligungsverfahren
Art. 86 ff. KRG und Art. 41 ff. KRVO). Dieser Teil der Verfügung wurde nicht
angefochten; darauf muss folglich nicht mehr eingegangen werden.
Ebensowenig kann im vorliegenden Verfahren auf Rügen eingegangen
werden, welche die ursprüngliche, rechtskräftige Baubewilligung vom
19. April 2011 zur Erstellung der fünf Moloks in E._ betreffen.
5.1.2. Im zweiten Teil der angefochtenen Verfügung wurden die "weiteren
Anträge" der hiesigen Beschwerdeführer abgewiesen (Dispositiv-
Ziff. III./2). Mit diesen hatten sie die Versetzung der bisherigen Moloks
sowie den Ausstand eines Vorstandsmitglieds verlangt (Bf-act. 43). Die
Frage des Ausstands wurde im Rahmen der vorliegenden Beschwerde
vom 24. Oktober 2018 nicht mehr aufgeworfen, darauf muss daher
ebenfalls nicht mehr eingegangen werden. Hingegen wird insofern die
Aufhebung der Dispositiv-Ziff. III./2 verlangt, als die bestehende
Abfallsammelstelle geschlossen werden, eventualiter ein Molok für
Kehricht beibehalten, subeventualiter die Sache zur weiteren Abklärung
und Neubeurteilung durch die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen
werden soll. Dabei geht es, wie nachfolgend dargelegt wird (vgl.
Erwägungen 5.5.1. und 5.5.2., 6. ff., insbesondere 6.2.2 und 6.3), um die
Frage, ob der aktuelle Zustand den einschlägigen Bestimmungen des
Umweltschutzrechts, insbesondere denjenigen über den Schutz vor Lärm
entspricht. Wäre dies nicht der Fall, wären mithin umweltschutzrechtliche
Bestimmungen nicht eingehalten, stellte sich die Frage der
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands.
5.2.1. Die Art. 11 und Art. 12 USG regeln die Emissionsbegrenzungen. Demnach
müssen, nach dem zweistufigen Konzept des USG (vgl. BGE 146 II 17
E.6.2) Luftverunreinigungen, Lärm, Erschütterungen und Strahlen durch
- 21 -
Massnahmen an der Quelle begrenzt werden. Unabhängig von der
bestehenden Umweltbelastung sind Emissionen im Rahmen der Vorsorge
so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich und
wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2 USG). Die Emissionsbegrenzungen
müssen verschärft werden, wenn feststeht oder zu erwarten ist, dass die
Einwirkungen unter Berücksichtigung der bestehenden Umweltbelastung
schädlich oder lästig werden (Art. 11 Abs. 3 USG). Die Schädlichkeit oder
Lästigkeit von Immissionen ist grundsätzlich nach den vom Bundesrat
erlassenen Immissionsgrenzwerten zu beurteilen (Art. 13 Abs. 1 i.V.m.
Art. 14 USG für Luftverunreinigungen und Art. 15 USG für Lärm und
Erschütterungen; vgl. auch die Lärmschutzverordnung [LSV; SR 814.41]
und die Luftreinhalteverordnung [LRV; SR 814.318.142.1]). Fehlen
Belastungsgrenzwerte (z.B. für Sammelstellen, Geruchsimmissionen,
Erschütterungen, etc.), so ist eine Einzelfallbeurteilung vorzunehmen (BGE
146 II 17 E.6.2; Urteile des Bundesgerichts 1C_252/2017 vom 5. Oktober
2018 E.5 und 1C_299/2009 vom 12. Januar 2010 E.2.3.1) (vgl.
Erwägung 5.4.2 f.).
5.2.2. Im Kanton Graubünden vollzieht der Kanton die
Umweltschutzgesetzgebung des Bundes (Art. 2 Abs. 1 KUSG), die
Gemeinden erfüllen die ihnen durch das KUSG übertragenen Aufgaben
(Art. 3 Abs. 1 KUSG), insbesondere sind sie für die Einhaltung der
Emissionsbegrenzungen hinsichtlich Luft und Lärm zuständig (Art. 12 ff.
und Art. 19 ff. KUSG). Zudem überwachen sie die Einhaltung der
Umweltschutzvorschriften (Art. 8 Abs. 1 KUSG).
5.3.1. In Bezug auf Abfallanlagen verlangt Art. 31 USG von den Kantonen eine
Abfallplanung, mit der diese insbesondere den Bedarf an Abfallanlagen
ermitteln, Überkapazitäten vermeiden und die Standorte der Abfallanlagen
festlegen. Dabei sind die Kantone verpflichtet, Siedlungsabfälle, Abfälle
- 22 -
aus dem öffentlichen Strassenunterhalt und der öffentlichen
Abwasserreinigung sowie Abfälle, deren Inhaber nicht ermittelt werden
kann
oder zahlungsunfähig ist, zu entsorgen (Art. 31b Abs. 1 Satz 1 USG). Sie
legen für diese Abfälle Einzugsgebiete fest und sorgen für einen
wirtschaftlichen Betrieb der Abfallanlagen (Art. 31b Abs. 2 USG). Im
Kanton Graubünden fällt die Aufgabe, diese Art von Abfällen, u.a. also auch
von Siedlungsabfällen, zu entsorgen, gemäss Art. 35 KUSG grundsätzlich
den Gemeinden zu. Demnach sind die Gemeinden insbesondere zuständig
für die Sammlung der Siedlungsabfälle und den Transport zu den
Abfallanlagen (Art. 35 Abs. 2 lit. a KUSG), den Bau und Betrieb der
notwendigen Abfallanlagen (lit. b) und die Einrichtung von Sammelstellen
für kleinere Mengen von Sonderabfällen aus Haushalt und Kleingewerbe
(lit. c).
5.3.2. Bei Abfallsammelstellen für Haushaltskehricht, Glas und Altpapier handelt
es sich um Anlagen im Sinne von Art. 7 Abs. 7 USG bzw. Art. 2 Abs. 1 LSV.
Was die mit deren Betrieb zusammenhängende Lärmbelastung betrifft,
besteht gemäss Art. 36 LSV eine Ermittlungspflicht. Da das USG und seine
Ausführungsverordnungen Menschen gegen schädliche und lästige
Einwirkungen schützen und im Sinne der Vorsorge Einwirkungen, die
schädlich oder lästig werden können, frühzeitig begrenzen sollen, sind die
geltenden Belastungsgrenzwerte für Immissionen nicht nur zum
Bewilligungszeitpunkt, sondern auch während der gesamten Betriebsdauer
einzuhalten (Urteile des Bundesgerichts 1C_63/2019 vom 29. Januar 2020
E.5.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 1C_498/2019 vom 21. Oktober
2020 E.4.1). Dabei müssen (Alt-)Anlagen, die den Vorschriften des USG
oder den Umweltvorschriften anderer Bundesgesetze nicht genügen,
saniert werden (Art. 16 Abs. 1 USG; vgl. GRIFFEL, Umweltrecht in a
nutshell, Zürich/St. Gallen 2019, S. 88). Bei Neuanlagen, mithin Anlagen,
- 23 -
die nach dem 1. Januar 1985 erstellt wurden, müssen bzw. mussten die
einschlägigen Vorschriften von Anfang an eingehalten sein; ist dies nicht
der Fall, handelt es sich um ursprünglich rechtswidrige Anlagen, die nicht
der Sanierungspflicht (folglich keine Gewährung der im Sanierungsrecht
vorgesehenen Privilegierungen), sondern der Pflicht zur Wiederherstellung
des rechtmässigen Zustands unterliegen (GRIFFEL, Umweltrecht in a
nutshell, a.a.O., S. 88 f.; GRIFFEL/RAUSCH, Kommentar zum
Umweltschutzgesetz, Ergänzungsband zur 2. Aufl., Zürich 2011, Art. 16 N
10 f.; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 1A.292/2000 vom 2. April 2001
E.2a). Eine solche Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands darf
sogar ohne ausdrückliche gesetzliche Grundlage angeordnet werden,
sofern sie den Grundsätzen der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 2 und
Art. 36 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft [BV; SR 101]) und des Vertrauensschutzes (Art. 5
Abs. 3 und Art. 9 BV) nicht widerspricht (Urteil des Bundesgerichts
1A.292/2000 vom 2. April 2001 E.2a mit Hinweis auf BGE 111 Ib 213 E.6c).
5.4.1. Bei der fraglichen Abfallsammelstelle in E._, bestehend aus den fünf
Moloks für Haushaltskehricht, Glas und Altpapier, handelt es sich nach dem
Gesagten um eine neue Anlage, zumal die Vorschriften des USG im Jahr
1985 und damit vor der Erstellung der Moloks (im Herbst 2011) in Kraft
getreten waren. Zu prüfen war deshalb seitens der Beschwerdegegnerin
der rechtmässige Zustand der Anlage bzw. gegebenenfalls dessen
Wiederherstellung, und nicht, wie die Beschwerdegegnerin in der
angefochtenen Verfügung vom 25. September 2018 ausführt, deren
Sanierung mit z.B. möglichen Erleichterungen/Privilegierungen (Bf-act. 1,
Ziff. E.II.C.2.).
5.4.2. Die Beurteilung ist anhand der in den Anhängen 3 ff. der LSV enthaltenen
Grenzwerte vorzunehmen (Art. 40 Abs. 1 LSV). Fehlen
Belastungsgrenzwerte, so beurteilt die Vollzugsbehörde, wie bereits
- 24 -
erwähnt, die Lärmimmissionen im Rahmen einer Einzelfallbeurteilung
(BGE 146 II 17 E.6.2; Urteile des Bundesgerichts 1C_252/2017 vom 5.
Oktober 2018 E.5 und 1C_299/2009 vom 12. Januar 2010 E.2.3.1; vgl.
auch Erwägung 5.2.1) nach den Art. 15 (Immissionsgrenzwerte für Lärm
und Erschütterungen), wobei sie auch Art. 19 USG (Alarmwerte) und
Art. 23 USG (Planungswerte) berücksichtigt (Art. 40 Abs. 3 LSV) (Urteile
des Bundesgerichts 1C_252/2017 vom 5. Oktober 2018 E.5 und
1C_299/2009 vom 12. Januar 2010 E.2.3.1). Nach Art. 15 USG sind die
Immissionsgrenzwerte für Lärm so festzulegen, dass nach dem Stand der
Wissenschaft oder der Erfahrung Immissionen unterhalb dieser Werte die
Bevölkerung in ihrem Wohlbefinden nicht erheblich stören. Aufgrund des
Verweises auf Art. 23 RPG ist sodann bei nicht bereits bestehenden,
sondern neuen Anlagen eine strengere Beurteilung angezeigt; in diesem
Fall sind die Planungswerte zu berücksichtigen, die unter den
Immissionsgrenzwerten liegen (Art. 23 und 25 Abs. 1 USG, Art. 7 Abs. 1 lit.
b LSV) (Urteil des Bundesgerichts 1C_299/2009 vom 12. Januar 2010
E.2.3.1). Zur Einhaltung der unter den Immissionsgrenzwerten liegenden
Planungswerte (Art. 23 USG) dürfen die Lärmimmissionen höchstens
geringfügig störend sein (Urteil des Bundesgerichts 1C_252/2017 vom 5.
Oktober 2018 E.5).
5.4.3. Was die Beurteilung der fraglichen Emissionen bzw. Immissionen der
Abfallsammelstelle E._ betrifft, ist zu erwähnen, dass Anhang 6 LSV
die Belastungsgrenzwerte für Industrie- und Gewerbelärm enthalten, dass
diese jedoch nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung für die Beurteilung
der Lärmbelastung durch (Glas-)Sammelstellen nicht direkt anwendbar
sind (Urteile des Bundesgerichts 1C_299/2009 vom 12. Januar 2010
E.2.3.2, 1A.159/2005 vom 20. Februar 2006 E.3.2.4 und 1A.36/2000 vom
5. Dezember 2000 E.5d/aa). Bei der daher erforderlichen
Einzelfallbeurteilung (BGE 146 II 17 E.6.2) sind folglich der Charakter des
- 25 -
Lärms, der Zeitpunkt und die Häufigkeit seines Auftretens – mithin die
Öffnungszeiten der Sammelstelle, die zu erwartende Glasmenge – sowie
die Lärmempfindlichkeit bzw. Lärmvorbelastung der betroffenen Wohnzone
zu berücksichtigen (Urteile des Bundesgerichts 1C_252/2017 vom 5.
Oktober 2018 E.5, 1C_299/2009 vom 12. Januar 2010 E.2.3.2, 1A.36/2000
vom 5. Dezember 2000 E.5d/aa und bb). Dabei ist nicht auf das subjektive
Lärmempfinden einzelner Personen abzustellen, sondern eine objektivierte
Betrachtung unter Berücksichtigung von Personen mit erhöhter
Empfindlichkeit (Art. 13 Abs. 2 USG) vorzunehmen (Urteil des
Bundesgerichts 1C_299/2009 vom 12. Januar 2010 E.2.3.1; BGE 133 II
292 E.3.2 und 3.3). Trotzdem dürfen die Belastungsgrenzwerte für
Industrie- und Gewerbelärm gemäss Anhang 6 LSV als Wertungshilfe
herangezogen werden (Urteil des Bundesgerichts 1C_299/2009 vom 12.
Januar 2010 E.2.3.2, Urteil 1A.159/2005 vom 20. Februar 2006 E.3.2.4).
Für die fragliche Zone in E._ gilt gemäss Zonenschema (Art. 64 des
Baugesetzes der fraglichen Gemeindefraktion) die Empfindlichkeitsstufe
ES III (Zone, in der mässig störende Betriebe zugelassen sind, Art. 43
Abs. 1 lit. c LSV), somit ein – (zu Vergleichszwecken bezogen auf Industrie-
und Gewerbelärm gemäss Anhang 6 LSV) orientierungshalber zu
beachtender – Planungswert von 60 dB am Tag bzw. 50 dB in der Nacht,
ein Immissionsgrenzwert von 65 dB am Tag bzw. 55 dB in der Nacht sowie
ein Alarmwert von 70 dB am Tag bzw. 65 dB in der Nacht (Anhang 6 LSV),
wobei die Tageswerte von 07:00 bis 19:00 Uhr gelten.
5.5.1. Die kantonalen Behörden und die Gemeinden überwachen die Einhaltung
der Umweltschutzvorschriften (Art. 8 Abs. 1 KUSG) und sorgen bei
Verstössen gegen diese Vorschriften für die Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustandes auf Kosten des Pflichtigen bzw. erstatten der
Behörde Meldung, wenn der Gesetzesvollzug in die Zuständigkeit einer
anderen Behörde fällt (Art. 8 Abs. 2 KUSG). Erhält die Gemeinde Kenntnis
- 26 -
von Verhaltensweisen oder Zuständen, die möglicherweise gegen die
Umweltschutzgesetzgebung des Bundes oder des Kantons verstossen,
klärt sie den Sachverhalt ab; sie hält die Pflichtigen (Verursacher bzw.
Störer) zur Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes an (Art. 3
KUSV). Die Vollzugsbehörden können Dritte mit der Durchführung von
Untersuchungen sowie mit der Erstellung von Fachgutachten beauftragen
(Art. 7 KUSG).
5.5.2. Die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands erfordert die
Durchführung eines Verwaltungsverfahrens (vgl. für Sanierungen: GRIFFEL,
Umweltrecht in a nutshell, a.a.O., S. 87). Für die Regional- und
Gemeindebehörden richtet sich dieses nach den allgemeinen
Verfahrensgrundsätzen im VRG (vgl. dazu Art. 2 VRG). Demnach hat die
Gemeinde, so Art. 11 VRG, den Sachverhalt von Amtes wegen zu
ermitteln, wobei sie die notwendigen Beweise erhebt (Art. 11 Abs. 3 VRG).
Allenfalls ist gar der Widerruf einer bereits ursprünglich fehlerhaften
Verfügung zu prüfen (vgl. dazu Art. 25 VRG)
6. Fraglich und vorerst zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin
ausreichende Abklärungen zum rechtserheblichen Sachverhalt, mithin zu
den verschiedenen Auswirkungen der von der Abfallsammelstelle in
E._ ausgehenden bzw. mit deren Betrieb in Zusammenhang
stehenden Lärm- und Geruchsimmissionen sowie Erschütterungen
vorgenommen hat.
6.1. Aus der angefochtenen Verfügung vom 25. September 2018 (Bf-act. 1)
geht hervor, dass einerseits wiederholt Geruchs- und Lärmimmissionen
bezüglich der fraglichen fünf Moloks in E._ beklagt wurden, was die
Beschwerdegegnerin ursprünglich bewog, die Sammelstelle gänzlich
aufzuheben. Andererseits gab es gegen die Entfernung der Moloks
Widerstand aus der Bevölkerung, was die Beschwerdegegnerin im Sinne
- 27 -
einer Kompromisslösung zu einer geringfügigen Versetzung der Moloks
(auf der gleichen Parzelle) bewog. Aus der Verfügung vom 25. September
2018 (Bf-act. 1) ist – abgesehen von angeblich mehreren (jedoch nicht
dokumentierten) Augenscheinen – nicht ersichtlich, dass die
Beschwerdegegnerin massgebliche Abklärungen bezüglich der
beanstandeten Emissionen/Immissionen getätigt hätte, obwohl die
hiesigen Beschwerdeführer in ihrer Einsprache vom 8. Mai 2018 (auch
angesichts der Identität der gesuchstellenden und gleichzeitig
bewilligenden Behörde, vgl. Ziff. II.4) den Beizug des ANU verlangt und u.a.
die ungenügenden Abklärungen in Bezug auf die Immissionssituation
gerügt hatten (vgl. Bf-act. 1 Ziff. I.4 [Sachverhalt] sowie Bf-act. 43
insbesondere Ziff. II.6.1, III.5.2, IV.2.1). Weitere vorinstanzliche
Unterlagen, aus denen etwas Anderes hervorgehen würden, legte die
Beschwerdegegnerin nicht vor.
6.2. Während laufendem Beschwerdeverfahren holte die Beschwerdegegnerin
bei der H._ AG einen Lärmbeurteilungsbericht ein, den diese am 27.
November 2018 erstattete (Bg-act. 9-11). In Bezug auf die von den
Beschwerdeführern anhand der Vollzugshilfe des BAFU vorgenommene
Beurteilung kritisierte die H._ AG, dass diese für einen Glascontainer
anstatt für den Haushaltsabfall ausgefüllt worden sei. In Korrektur der
verbalen Beurteilung der Beschwerdeführer, gestützt auf die Vollzugshilfe
des BAFU, kam die H._ AG zur Einstufung des allein vom
Haushaltsabfall ausgehenden Lärms von "höchstens geringfügig störend"
(Bg-act. 10), dies entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführer, die
von mindestens "störend" bzw. "erheblich störend" bzw. von einem
überschrittenen Planungswert ausgingen (Bf-act. 41-42). In Bezug auf den
Glasabfall stützte sich die H._ AG auf das von der Empa entwickelte
Excel-Berechnungs-Tool (Untersuchungsbericht Empa Nr. 456'052), das
die Schallleistungsdaten der wichtigsten lärmrelevanten Ereignisse bei
- 28 -
einer Sammelstelle vorgibt (Anlieferung mit dem Auto, Flascheneinwürfe,
LKW-Anfahrten, Containerleerungen); sie kam unter Berücksichtigung
angepasster Betriebszeiten (08:00 bis 19:00 Uhr) zum (orientierenden)
Ergebnis, dass die Glassammelstelle (am nächstgelegenen Fenster) einen
Wert von 60 dB erzeuge, mithin den Planungswert für die
Empfindlichkeitsstufe ES III (60 dB am Tag von 07:00-19:00 Uhr; vgl. Bg-
act. 9, S. 4) erreiche. Die H._ AG hielt diesbezüglich fest, dass eine
Verbesserung dieser Lärmimmissionen nur mit einem Massnahmenkatalog
erreicht werden könne (Nachrüsten der Molokdeckel und betriebliche
Massnahmen [Einschränkung der Betriebs- und Leerungszeiten]).
Darüber hinaus legte die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihrer Duplik vom
16. Januar 2019 ein Mail der Vertreterin der I._ vom 12. November
2018 (Bg-act. 13) ins Recht, mit der die von ihr angegebenen
Kehrichtmengen (vgl. S. 5 f. der Vernehmlassung vom 3. Dezember 2018
und Bg-act. 2-4) bestätigt wurden.
6.2.1. Die Beschwerdeführer bezeichnen den Lärmbeurteilungsbericht der
H._ AG vom 27. November 2018 (Bg-act. 9) als Parteigutachten (vgl.
dazu Erwägung 4.4) und bestreiten deren Ausführungen. Sie halten fest,
mit der von ihnen vorgenommenen verbalen Beurteilung hätten sie
sämtliche von der Abfallsammelstelle ausgehenden Emissionen
miteinbezogen (Haushaltskehricht und Glas) und nicht nur eine Abfallart,
wie dies die H._ AG gemacht habe. Ferner rügen sie die von der
H._ AG bei der Beurteilung des Glaslärms eingesetzten Zahlen und
den Umstand, dass diese von bereits angepassten Betriebszeiten ausging.
Im Übrigen hätte von einer Lärmexpertin die Vornahme konkreter
Messungen über einen repräsentativen Zeitraum erwartet werden können.
- 29 -
Die Beschwerdegegnerin hält dazu fest, dass nach bundesgerichtlicher
Rechtsprechung die Anwendung der im Anhang 6 LSV statuierten
Belastungsgrenzwerte für Glascontainer und des von der Empa
entwickelten Berechnungstools als Wertungshilfe zulässig seien. Die
Schlussfolgerungen der H._ AG in deren Lärmbeurteilungsbericht
vom 27. November 2018 (Bg-act. 9) seien verständlich, nachvollziehbar
und plausibel. Lärmmessungen vor Ort seien nicht erforderlich gewesen.
6.2.2. Das ANU hielt in seinem Amtsbericht vom 12. Dezember 2019 fest, dass
das von der H._ AG verwendete, von der Empa entwickelte Excel-
Berechnungs-Tool (Untersuchungsbericht Empa Nr. 456'052) nach der
Beurteilungsmethodik von Anhang 6 zur LSV als Entscheidungshilfe
grundsätzlich geeignet sei, eine Grobabschätzung der Lärmsituation durch
(Glas-)Sammelstellen vorzunehmen. Deren Beurteilung habe ergeben,
dass die durch die Sammelstelle verursachten Lärmimmissionen gerade
an der Schwelle zwischen geringfügig und erheblich störend liege, und
dass aufgrund der bei der Lärmbeurteilung vernachlässigten
Berücksichtigung der zusätzlichen Lärmimmissionen durch die Sammlung
von Haushaltskehricht und Altpapier sowie der generellen Unsicherheit in
Bezug auf die Lärmermittlung mehr als nur geringfügig störende
Lärmimmissionen durch den Betrieb der Sammelstelle nicht
ausgeschlossen werden könnten, weshalb die Umsetzung der
aufgeführten Massnahmen zur Verringerung der Lärmimmissionen
angezeigt sei. Hingegen kam das ANU zum Schluss, dass das von den
Beschwerdeführern verwendete Excel-Tool zur Beurteilung von
Lärmimmissionen durch Sammelstellen nicht sachgerecht bzw. nicht
zweckmässig sei (vgl. Ziff. 2, S. 2, Ziff. 5, S. 3).
Aus dem Bericht des ANU vom 12. Dezember 2019 geht also hervor, dass
die Sachverhaltsabklärung seitens der H._ AG in Bezug auf den vom
Glasmolok ausgehenden Lärm mittels Beizug des Excel-Berechnungs-
- 30 -
Tools der Empa (Nr. 456'052) methodisch richtig vorgenommen wurde. Zu
der in Bezug auf den Haushaltsabfall vorgenommenen verbalen
Beurteilung gestützt auf die Vollzugshilfe des BAFU äusserte sich das ANU
nicht inhaltlich, jedoch hielt es fest, dass auch die durch die Sammlung von
Altpapier und Haushaltskehricht hervorgerufenen Lärmimmissionen nicht
vernachlässigt werden dürften, wobei es sich auch zu der dadurch
bewirkten Zunahme nicht konkret äusserte. Angesichts des Schlusses der
H._ AG, dass bei der Glassammelstelle der Planungswert erreicht und
der zusätzliche Abfall als "höchstens geringfügig störend" einzustufen sei,
ergibt sich, dass der (orientierende) Planungswert von 60 dB (bei
theoretischer Berücksichtigung bereits angepasster Betriebszeiten)
überschritten ist. Nähere Abklärungen zum Lärm, der vom Betrieb des
Altpapiermoloks und der Kehrichtmoloks ausgeht, hat die
Beschwerdegegnerin nicht vorgenommen, weshalb im Rahmen der
erforderlichen Einzelfallbeurteilung auch keine Gesamtprüfung erfolgte
bzw. erfolgen konnte.
6.3. Dasselbe gilt in Bezug auf den Geruch und die Erschütterungen, die vom
Betrieb der Sammelstelle ausgehen. Die Beschwerdegegnerin hat keine
entsprechenden Abklärungen getätigt und auch das ANU äusserte sich
nicht dazu. Was den Geruch bzw. Gestank betrifft, konnten die Mitglieder
des Gerichts anlässlich des Augenscheins feststellen, dass insbesondere
bei der Entleerung des Kehrichtmoloks unangenehme Gerüche austraten.
6.4. Das Gericht kommt damit zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin den
rechtserheblichen Sachverhalt nicht genügend abgeklärt hat.
6.4.1. Ist der Sachverhalt nicht genügend ermittelt, ist die angefochtene
Verfügung vom 25. September 2018 (Bf-act. 1) aufzuheben und die Sache
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese wird angehalten, die
- 31 -
fehlenden Sachverhaltsfeststellungen in Bezug auf die vom Betrieb der
Abfallsammelstelle E._ (Glas, Haushaltskehricht und Altpapier)
ausgehenden Emissionen/Immissionen (Lärm, Geruch und
Erschütterungen) zu ergänzen bzw. vorzunehmen, wobei das konkrete
Vorgehen der Beschwerdegegnerin überlassen ist (z.B. Einholung eines
Gutachtens mit konkreten Messungen, Augenschein, Befragungen, etc.).
6.4.2. Die Beschwerdegegnerin wird bei der Ergänzung des Sachverhalts und
neuem Entscheid zu beachten haben, dass der Bedarf der in der fraglichen
Fraktion der Gemeinde bestehenden Moloks nicht (mehr) in Frage gestellt
ist (Stellungnahme [Replik] vom 3. Januar 2019, Ziff. 6.1; vgl. auch VGU
R 14 84 vom 3. März 2015 E.4), dass der Standort E._ im Rahmen
eines im Jahr 2011 durchgeführten Baubewilligungsverfahrens
rechtskräftig festgelegt worden war (vgl. dazu VGU R 15 21 vom 29.
September 2015 E.2a und R 12 42/72 vom 18. Februar 2013 E.4a und b),
dass der Standort in der Dorfmitte offenbar einem Bedürfnis der
Bevölkerung entspricht (für ca. 340 Einwohner, Gehdistanzen zu den
anderen beiden Abfallsammelstellen ca. 300 m bzw. 500 m) und dass der
Gemeinde, die verpflichtet ist, zweckmässige, den gerechtfertigten
Bedürfnissen des Abfalllieferanten entsprechende Entsorgungslösungen
anzubieten, bei der Festlegung des Standorts grundsätzlich ein relativ
erheblicher Ermessensspielraum zusteht (vgl. BGE 143 I 336 E.4.4; VGU
U 17 39 vom 15. Mai 2018 E.5.1). Einem alternativen Standort wäre nach
der Rechtsprechung nur dann der Vorzug zu geben, wenn dieser in
unmittelbarer Nähe vorhanden wäre, zu einer vergleichsweise
wesentlichen Verbesserung führen würde und entsprechend den
gewählten Standort als geradezu ungeeignet erscheinen liesse (VGU R 15
21 vom 29. September 2015 E.2b, R 14 84 vom 3. März 2015 E.4, R 12
42/72 vom 18. Februar 2013 E.4a und b; PVG 2007 Nr. 26 [5. Dezember
2006] E.5c). Dies bedeutet vorliegend, dass eine vollständige Aufhebung
- 32 -
der Abfallsammelstelle E._, auch im Sinne des
Verhältnismässigkeitsprinzips, nur dann gerechtfertigt wäre, wenn
umweltrechtliche Vorschriften verletzt wären und diese Verletzung nicht
anders als mittels Schliessung des Standorts verhindert werden könnte.
Darüber hinaus ist festzuhalten, dass Moloks nach der Rechtsprechung
des Verwaltungsgerichts baurechtlich nicht als Gebäude eingestuft
werden, weshalb, sofern keine weiteren gesetzlichen (auch
umweltrechtlichen) Vorschriften verletzt werden, keine Grenzabstände
einzuhalten sind (PVG 2007 Nr. 26 [5. Dezember 2006] E.5a). Zudem wird
beim erneuten Entscheid das in den Rechtsschriften signalisierte
Entgegenkommen der Beschwerdegegnerin zu beachten sein (angeblich
bereits vorgenommene Massnahmen: Gummidichtung bei den Deckeln,
zusätzliche Kontrollen bei der Einhaltung der Einwurfszeiten; vorgesehene
Massnahmen: Gummirosetten beim Einwurfsloch, Anpassung der
Betriebszeiten, besser sichtbare Beschilderung, regelmässiges
Auswaschen der Moloksäcke, etc.). Was die Beschwerdeführer mit ihren
Ausführungen, auf diese versprochenen Massnahmen sei die Gemeinde
zu behaften bzw. diesbezüglich liege eine Teil-Anerkennung vor (obwohl
sie im Hauptbegehren die Entfernung der Moloks beantragen), im
vorliegenden Beschwerdeverfahren erreichen wollen, bleibt unklar,
weshalb nicht weiter darauf eingegangen wird.
6.5. Zusammenfassend kommt das Gericht zum Schluss, dass die Beschwerde
im Subeventualantrag gutzuheissen ist. Das bedeutet, dass die
Angelegenheit der Beschwerdegegnerin zur Vornahme ausreichender
Abklärungen im Sinne der Erwägungen und zur Neubeurteilung bzw. zum
Neuentscheid zurückzuweisen ist. Im Übrigen ist die Beschwerde
abzuweisen.
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7. Im Rechtsmittelverfahren hat in der Regel die unterliegende Partei die
Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Verfahrenskosten bestehen aus
der Staatsgebühr, den Gebühren für die Ausfertigungen und Mitteilungen
des Entscheids sowie den Barauslagen (Art. 75 Abs. 1 VRG). Die
Staatsgebühr beträgt höchstens Fr. 20'000.--, sie richtet sich nach dem
Umfang und der Schwierigkeit der Sache sowie nach dem Interesse und
der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Kostenpflichtigen (Art. 75 Abs. 2
VRG).
7.1. Im vorliegenden Beschwerdeverfahren wird die Staatsgebühr im Sinne von
Art. 75 Abs. 2 VRG auf Fr. 5‘000.-- festgesetzt. Da der Subeventualantrag
der Beschwerdeführer gutgeheissen wurde, sind die Beschwerdeführer als
obsiegende Partei anzusehen. Diesem Ausgang des Verfahrens
entsprechend wird die Staatsgebühr der unterliegenden
Beschwerdegegnerin auferlegt.
7.2. Gemäss Art. 78 Abs. 1 VRG wird die unterliegende Partei in der Regel
verpflichtet, der obsiegenden Partei alle durch den Rechtsstreit
verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Bund, Kanton und
Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten
Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung
zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art.
78 Abs. 2 VRG). Nach Art. 2 Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung
des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (HV; BR
310.250) setzt die urteilende Instanz die Parteientschädigung der
obsiegenden Partei nach Ermessen fest. Dabei geht sie gemäss Art. 2 Abs.
2 Ziff. 1 HV vom Betrag aus, welcher der entschädigungsberechtigten
Partei für die anwaltliche Vertretung in Rechnung gestellt wird, soweit der
vereinbarte Stundenansatz zuzüglich allfällig vereinbartem
Interessenwertzuschlag üblich ist und keine Erfolgszuschläge enthält. Als
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üblich gilt gemäss Art. 3 Abs. 1 HV ein Stundenansatz von Fr. 210.-- bis
Fr. 270.--. Weiter wird vorausgesetzt, dass der geltend gemachte Aufwand
angemessen und für die Prozessführung erforderlich ist (Art. 2 Abs. 2 Ziff. 2
HV) und die geforderte Entschädigung nicht eine von der Sache
beziehungsweise von den legitimen Rechtsschutzbedürfnissen her nicht
gerechtfertigte Belastung der unterliegenden Partei zur Folge hat (Art. 2
Abs. 2 Ziff. 3 HV). Reichen die Parteien zu Beginn des Verfahrens nicht
eine vollständige, unterschriebene Honorarvereinbarung ein, kann die
urteilende Instanz davon absehen, für die Festsetzung der
Parteientschädigung die Anwaltsrechnung heranzuziehen (Art. 4 Abs. 1
HV).
7.2.1. Vorliegend reichten die Beschwerdeführer am 28. Dezember 2018, mithin
nach Einreichung der Beschwerde, eine Honorarnote über Fr. 12'835.40
(inkl. MWST) ein (Bf-act. 53). Die Forderung setzt sich zusammen aus dem
Honorar von Fr. 11'570.60, den Spesen von Fr. 347.10 und der MWST von
Fr. 917.70. Das Honorar wurde mit einem korrekterweise von der
Honorarvereinbarung abweichenden (vgl. Bf-act. 45 und 47 mit einem Tarif
von Fr. 350.--/h, vgl. dazu VGU R 20 43 vom 1. September 2020 E.1.2.2
mit weiteren Hinweisen) Stundentarif für Rechtsanwalt Metzger von
Fr. 270.-- (Aufwand 4 Stunden 10 Minuten) und für lic. iur. Walker (damals
Praktikantin) von Fr. 202.50 (Aufwand 51 Stunden 35 Minuten) berechnet.
Nach Einreichung der Replik vom 3. Januar 2019 und der Stellungnahme
vom 25. Januar 2019 zur Duplik, den Stellungnahmen zum Amtsbericht
des ANU vom 15. Januar 2020 und vom 25. Februar 2020 sowie nach
Durchführung des Augenscheins vom 25. Mai 2020 und Einreichung der
Stellungnahme vom 15. Juni 2020 zum Protokoll vom 26./27. Mai 2020
teilte der Instruktionsrichter mit Schreiben vom 22. Juni 2020 den Parteien
mit, dass er die Streitsache als spruchreif erachte und dass allfällige
weitere Eingaben bis spätestens am 2. Juli 2020 einzureichen seien. Eine
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weitere Honorarnote reichten die Beschwerdeführer in der Folge nicht mehr
ein. Gestützt auf die vorhandenen Angaben und davon ausgehend, dass
der Hauptteil des anwaltlichen Aufwands mit der Formulierung der
Beschwerde verbunden war, geht das Gericht von einem geschätzten
notwendigen Gesamtaufwand der beschwerdeführerischen
Rechtsvertreter von rund Fr. 15'000.-- aus. Da die Beschwerdeführer mit
ihren Begehren lediglich teilweise durchdringen (Gutheissung des
Subeventualantrags), wird die aussergerichtliche Parteientschädigung auf
Fr. 5'000.-- reduziert.
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