# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5d33f893-7fdb-4ea6-9750-ec5011fd9d16
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am _ 1968 verstarb F._, geboren am _ 1900, mit letztem Wohnsitz in O.1_. Als gesetzliche Erben hinterliess er seine Ehefrau G._ und seine Kinder Y._, geboren am _ 1958 und Z._, geboren am _ 1959, sowie I._, geboren am _ 1960. Letztere verstarb am _ 2004 und hinterliess ihren Ehemann D._ sowie die Kinder A._, geboren am _ 1987, B._, geboren am _ 1987 und C._, geboren am _ 1988.
B. Am 18. Juli 2016 stellten D._, A._, B._ und C._, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Erich Vogel, bei der Einzelrichterin am Bezirksgericht Landquart (ab 1. Januar 2017 Regionalgericht Landquart) ein Gesuch mit dem Antrag, in der Erbschaftssache des am _ 1968 verstorbenen F._ und der Erbschaftssache der am _ 2016 verstorbenen H._ sei Rechtsanwalt K._, _strasse , O.2_, als gesetzlicher Erbenvertreter gemäss Art. 602 Abs. 3 ZGB einzusetzen. Die notwendigen Voraussetzungen hierfür seien gegeben. Der Nachlass von F._ sei bis heute ungeteilt. Bereits vor dem Ableben von H._ habe es zunehmend Probleme mit den Gesuchgegnern gegeben. Diese seien kaum vor Ort gewesen und hätten sich nicht um die anstehenden Belange, auch bezüglich der damals noch lebenden Mutter, gekümmert. Weil H._ mit ihrer bescheidenen AHV-Rente nicht ausgekommen sei, hätten die Gesuchsteller sie regelmässig mit höheren Beträgen bevorschusst. Dies obwohl H._ am Nachlass ihres vorverstorbenen Ehemannes F._ die Nutzniessung inne gehabt hätte.
C. In ihrer Stellungnahme vom 19. August 2016 beantragten Z._ und Y._ (Gesuchgegner), vertreten durch Fürsprecher Roman Manser, die vollumfängliche Abweisung des Gesuches um Einsetzung eines Erbenvertreters. Sie bestritten die Ausführungen der Gesuchsteller pauschal, insbesondere sei das Gesuch nicht begründet worden und die Gesuchsteller hätten keine Beweise ins Recht gelegt, die ihren Standpunkt glaubhaft machen würden. Daher seien die Voraussetzungen für die Einsetzung eines Erbenvertreters nicht gegeben. Zudem verneinten die Gesuchsgegner die drohende Handlungsunfähigkeit der Erbengemeinschaft von F._ respektive jener von H._. Unter anderem mit der Begründung, Z._ habe seit dem Tod ihres Vaters F._ zusammen mit ihrer Mutter H._ die fälligen Rechnungen im Namen der Erbengemeinschaft bezahlt und die Liegenschaft unterhalten. Ferner habe sich D._ im Jahre 2014 einverstanden erklärt, die fälligen Rechnungen im Nachlass des F._ zu
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bezahlen und die Pflege der Liegenschaft (Parzelle Nr. _) in O.1_ weiterzuführen.
Die Gesuchsgegner machten zudem geltend, der von den Gesuchstellern vorgeschlagene Erbenvertreter Rechtsanwalt K._ sei aufgrund seiner Tätigkeit im Anwaltsbüro N._ möglicherweise befangen und habe allenfalls Zugang zu ihren Dossiers.
D. E._ ist seit dem Tod ihrer Mutter H._ Mitglied der Erbengemeinschaft H._ sel., welche ihrerseits am Nachlass von F._ beteiligt ist. Mit Schreiben vom 1. November 2016 verlangte E._ die Abweisung des Gesuchs um Einsetzung eines Erbenvertreters. Dies mit der Begründung, es gäbe keinen Grund für ein solches Gesuch. Zudem sei sie in keiner Weise daran interessiert, durch die Einsetzung eines Erbenvertreters mit weiteren Kosten belastet zu werden.
E. Mit Entscheid vom 21. November 2016, mitgeteilt am 21. November 2016, erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Landquart wie folgt:
„1. Das Gesuch um Einsetzung eines Erbenvertreters für die Erbengemeinschaft von F._, von O.2_, geb. am _ 1900, gestorben _ 1968, mit letztem Wohnsitz in O.1_, wird gutgeheissen.
2. Als Erbenvertretung wird Rechtsanwalt M._, _strasse, O.2_, ernannt.
3. Die Kosten des Mandats des Erbenvertreters gehen zulasten des Nachlasses F._. Die Erben haften ausserdem persönlich.
4. Die Gerichtskosten betragen CHF 400.00 (inklusive Barauslagen) und gehen zu Lasten des Nachlasses F._.
Sie werden den gesuchstellenden Parteien in Rechnung gestellt und mit dem von ihnen geleisteten Gerichtskostenvorschuss von CHF 200.00 verrechnet. Die Erbengemeinschaft hat somit den Restbetrag von CHF 200.00 auf das Postkonto des Gerichts PC 70-2866-6 zu zahlen.
5. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.

## Considerations