# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 25b5dd86-6a43-4b0c-b2eb-46340487cf5c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit öffentlicher Urkunde vom 7. Dezember 1968 wurde an der Parzelle Nr._, Plan_, 785 m2, des Grundbuchs der Gemeinde O.1_, unter Anmerkung des entsprechenden Reglements über die Benutzung und Verwaltung der Liegenschaft Stockwerkeigentum begründet. Das darauf erbaute Mehrfamilienhaus „Y._“ umfasste ursprünglich sieben Wohneinheiten (1-Zimmer- bis 6-Zimmerwohnungen, für welche sechs Garagenplätze und ein Aussen-Parkplatz erstellt wurden.
Gemäss Reglement (KB 24 Art. 1 Abs. 3) wurde das Stockwerkeigentum von Dr. L._, C._ (welcher gleichzeitig Architekt war) und Dr. M._ begründet, welche zunächst auch das Eigentum an den Wohnungen übernahmen. Als Verwalter der Stockwerkeigentümergemeinschaft amtete von Beginn weg bis Ende 1994 Dr. M._.
Letzterer erwarb mit Kaufvertrag vom 7. März 1975 (BB 16a) für den Preis von Fr. 2‘200.00 einen zwischen der Liegenschaft Nr._ und der dortigen Zufahrtsstrasse gelegenen Bodenstreifen von zirka 2-3 m Breite und ca. 25 m Länge, welcher in der Folge zu Besucherparkplätzen ausgebaut wurde (heutige Parzelle Nr._). Über die Art und Weise des Erwerbs der Parzelle, welche im vorliegenden Prozess das Streitobjekt bildet, gehen die Auffassungen der Parteien auseinander. Die Kläger stellen sich auf den Standpunkt, der betreffende Bodenstreifen sei von N._ lediglich treuhänderisch für die Stockwerkeigentümergemeinschaft erworben worden, wobei sich die Übertragung der Parkplatzparzelle in der Folge immer wieder verzögert habe. Der Anspruch der Stockwerkeigentümergemeinschaft auf deren Übertragung zu Eigentum bestehe aber weiterhin. Die Witwe des verstorbenen N._ und jetzt im Grundbuch als Eigentümerin der Kleinparzelle Nr._ eingetragene X._ bestreitet dies; sie geht davon aus, die Parkplatzparzelle stehe in ihrem unbelasteten Eigentum.
B. Mit Verfügung vom 9. April 2010 ordnete der Kreispräsident Ilanz die Vormerkung einer Verfügungsbeschränkung gemäss Art. 960 ZGB (Grundbuchsperre) betreffend die Parzelle Nr._ an, nachdem er vorgängig am 12. März 2010 auf Ersuchen der Klägerin bereits deren superprovisorische Anordnung verfügt hatte. Gleichzeitig setzte der Kreispräsident der Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._ Frist zur gerichtlichen Geltendmachung ihrer Ansprüche bis zum 9. Juli 2010 an.
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C. Da zwischen den Parteien keine gütliche Einigung erzielt werden konnte, reichte die Stockwerkeigentümergemeinschaft Y._ am 10. Mai 2010 beim Kreispräsidenten Ilanz als Vermittler Klage auf Zusprechung, eventuell Übertragung des Eigentums am Grundstück Nr._ ein.
Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 2. Juli 2010 bezog die Klägerin am 9. Juli 2010 den Leitschein. Mit Prozesseingabe vom 30. August 2010 unterbreitete sie die Streitsache dem Bezirksgericht Surselva. Ihre Rechtsbegehren lauteten:
„1. Das Eigentum am Grundstück Parzelle Nr._, Gemeinde O.1_, sei der Klägerin zuzusprechen.
2. Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin das Eigentum am Grundstück Parzelle Nr._, Gemeinde O.1_, zu übertragen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“
D. Mit Prozessantwort vom 12. November 2010 liess X._ was folgt beantragen:
„1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, soweit auf diese eingetreten werden kann.
2. Das Grundbuchamt Ilanz sei richterlich anzuweisen, nach Rechtskraft des Urteils die Vormerkung „Verfügungsbeschränkung zuf. Eigentumsansprüche zG. StWEG X._“ zu löschen.
3. Unter vermittleramtlicher, amtlicher und ausseramtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich Mehrwertsteuer nach dem jeweils gültigen Mehrwertsteuersatz (derzeit 7.6%).“
Im weiteren Schriftenwechsel (Replik vom 10. Februar 2011, Duplik vom 16. Mai 2011) bestätigten die Parteien ihre Rechtsbegehren.
E. Mit Entscheid vom 22. August 2012, mitgeteilt am 25. September 2012, erkannte das Bezirksgericht Surselva:
„1. Die Klage wird gutgeheissen, das Eigentum an Grundstück Liegenschaft Nr._ im Grundbuch der Gemeinde O.1_ der Klägerin zugesprochen und das Grundbuchamt Ilanz angewiesen, die Klägerin im Grundbuch als Eigentümerin des Grundstückes Liegenschaft Nr._, Grundbuch der Gemeinde O.1_, einzutragen.
2. Die Kosten des Kreisamtes Ilanz von Fr. 300.00 für das Sühneverfahren, die Kosten des kreisamtlichen Verfahrens zur Eintragung einer Verfügungsbeschränkung von Fr. 535.00 sowie diejenigen des Bezirksgerichts Surselva, bestehend aus:
Gerichtsgebühr Fr. 8‘070.00
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Schreibgebühr Fr. 1‘680.00
Barauslagen Fr. 250.00
total somit Fr. 10‘000.00
gehen zulasten der Beklagten.
Die Beklagte hat die Klägerin zudem ausseramtlich mit Fr. 26‘500.20 zu entschädigen.

## Considerations