# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 51bafa50-1304-4edd-b97b-81c281a3b8e7
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die Kantonsstrasse Nr. 1, St. Gallen – St. Margrethen – Kantonsgrenze bei
Landquart, führt auf dem Hoheitsgebiet der Politischen Gemeinde X._ ab der Grenze
zur Politischen Gemeinde Y._ als B._strasse (KS1a) zum C._platz im Dorfzentrum.
Am 22. November 2011 genehmigte die Regierung das Projekt "Kantonsstrasse Nr. 1,
X._: Strassenraumgestaltung, Abschnitt D._ bis Knoten E._ – B34.2.001.659". Nebst
der Gesamterneuerung des Strassenoberbaus sowie dem Neubau eines Trottoirs und
Velowegs sieht das Projekt unter anderem vor, beim Knoten B._strasse/F._strasse/
G._strasse einen Kreisel zu erstellen. Für den Bau des Kreisels sollen von Grundstück
Nr. 0001, Grundbuch X._, im Eigentum von A._, 112 m erworben und 235
m vorübergehend beansprucht werden. Nach dem rechtskräftigen Zonenplan der
Politischen Gemeinde X._ ist das Grundstück Nr. 0001 der Zone für öffentliche Bauten
und Anlagen zugewiesen. Nach Angaben von A._ wird es seit 2005 als Parkplatz für
das E._ genutzt (act. 16/1-3, www.geoportal.ch, www.tiefbau.sg.ch).
B. Während der öffentlichen Auflage vom 1. Februar bis 1. März 2012 gingen bei der
Regierung zwölf Einsprachen ein, darunter diejenige von A._, welche sich gegen das
Projekt sowie die Zulässigkeit der Enteignung richtete. Nach Durchführung von
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Einspracheverhandlungen am 13. Juni 2012 (mit Augenschein), 10. Dezember 2012
sowie 19. August 2015 hiess die Regierung die Einsprache von A._ mit Entscheid vom
16. Mai 2017 insofern teilweise gut, als sie den Durchmesser des Kreisels von 35 m auf
32 m reduzierte. Gleichentags genehmigte sie die aufgrund der eingegangenen
Einsprachen erfolgten Projektänderungen (act. 2, act. 16/3-5, 8 und 11, ABl 2012
S. 300).
C. Gegen den Einsprachentscheid der Regierung (Vorinstanz) vom 16. Mai 2017
(zugestellt am 26. Mai 2017) erhob A._ (Beschwerdeführer) durch seinen
Rechtsvertreter am 9. Juni 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Am 25.
September 2017 ergänzte er die Beschwerde mit einer Begründung und dem
Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen aufzuheben und von der Ausführung des Projekts, soweit es den
Kreisel im Bereich des Grundstücks Nr. 0001 sowie den Fussgängerübergang bzw. den
Gehweg über das Grundstück Nr. 0001 betreffe, abzusehen. Eventualiter sei das
Projekt so abzuändern, dass das Grundstück Nr. 0001 nicht in Anspruch genommen
werden müsse, indem der Kreisel um einige Meter auf das Grundstück Nr. 0002
verschoben, der Fussgängerübergang am ursprünglich dafür vorgesehenen Standort
erstellt und auf dem Grundstück Nr. 0001 kein Fussgängerübergang bzw. Gehweg
erstellt werde. Subeventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die
Vorinstanz zurückzuweisen (act. 11). Mit Vernehmlassung vom 6. November 2017
schloss die Vorinstanz auf kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde (act. 15). Die
Politische Gemeinde X._ verzichtete stillschweigend auf eine Stellungnahme (act. 18).
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die

## Considerations

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 9.
Juni 2017 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung vom 25.
September 2017 (act. 11) formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64
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in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 sowie Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit
Art. 45 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten. Die Rechtsprechung erfolgt in
Fünferbesetzung, weil die Regierung als Vorinstanz entschieden hat (Art. 18 Abs. 3
Ingress und lit. b Ziff. 2 des Gerichtsgesetzes, GerG, sGS 941.1, und E. 3 hiernach).
2. Der Beschwerdeführer stellt die Beweisanträge (act. 11, S. 3 Ziff. II/1, S. 5 f. Ziff. IV/3
und 5-8), es sei ein Augenschein durchzuführen; er sei als Partei zu befragen; es seien
Expertisen über den zu erwartenden Verkehr sowie über mögliche Verkehrsführungen
im Bereich des geplanten Kreisels einzuholen. Auf die beantragten prozessualen
Vorkehren kann verzichtet werden. Die entscheidrelevanten tatsächlichen Verhältnisse
ergeben sich aus den Verfahrensakten (vgl. zur antizipierten Beweiswürdigung BGer
8C_649/2017 vom 4. Januar 2018 E. 7.6.2 mit Hinweisen).
3. Laut Art. 31 Abs. 1 StrG gilt auch die Korrektion von Strassen als Strassenbau. Art.
32 StrG bestimmt abschliessend (vgl. P. Schönenberger, in: G. Germann [Hrsg.],
Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz, St. Gallen 1989, Art. 32 Rz. 2), dass
Strassen gebaut werden dürfen, wenn es eine der folgenden Voraussetzungen
erfordert: Zweckbestimmung (lit. a); Verkehrssicherheit (lit. b); Verkehrsaufkommen (lit.
c); Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere von Fussgängern,
Radfahrern und Behinderten (lit. d); Interessen des öffentlichen Verkehrs (lit. e);
Umweltschutz (lit. f). Art. 33 StrG verlangt sodann, dass beim Strassenbau folgende
Aspekte besonders zu beachten sind: Schutz des Menschen und seiner natürlichen
Umwelt (lit. a); Verkehrssicherheit (lit. b); Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer,
insbesondere von Fussgängern, Radfahrern und Behinderten (lit. c); Ortsbild- und
Heimatschutz (lit. d); Natur- und Landschaftsschutz (lit. e); die anerkannten Grundsätze
eines umwelt- und siedlungsgerechten Strassenbaus (lit. f); sparsamer Verbrauch des
Bodens (lit. g). Diese Grundsätze sind bei der Planung, Projektierung und Ausführung
einer Strasse (Art. 31 Abs. 2 StrG) zwingend zu beachten. Im Weiteren beurteilt sich die
Zweckbestimmung im Sinn von Art. 32 lit. a StrG nach den Zielen und Grundsätzen von
Art. 1 und Art. 3 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz;
SR 700, RPG; vgl. VerwGE B 2012/193; 2012/194 vom 11. Juni 2014 E. 3 mit
Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Hinsichtlich der konkreten Ausgestaltung des Projekts
kommt der zuständigen Verwaltungsbehörde mit Blick auf die raumplanungs- und
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strassenrechtlichen Grundsätze, die untereinander kein widerspruchsfreies Zielsystem
bilden, ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die Kognition des Verwaltungsgerichts
ist beschränkt, indem es lediglich zur Rechtskontrolle befugt ist (vgl. Art. 61 Abs. 1 und
2 VRP sowie VerwGE B 2010/7 vom 24. August 2010 E. 3.4 mit Hinweis auf VerwGE B
2007/120; B 2007/124 vom 13. März 2008 E. 4.2 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch,
siehe zur Vereinbarkeit der Kognitionsbeschränkung mit Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG auch
BGE 112 Ib 164 E. 4c/bb mit Hinweisen, in: Pra 75 [1986] Nr. 218).
Art. 48 Abs. 1 StrG legt fest, dass private Rechte enteignet werden, wenn diese sonst
nicht erworben werden können. Soweit das Strassengesetz nichts anderes bestimmt,
gelangt das Enteignungsgesetz (sGS 735.1, EntG) zur Anwendung. Ein
Enteignungsgrund nach Art. 5 lit. a EntG liegt hier anerkanntermassen (vgl. act. 11, S. 9
Ziff. V/9) vor. Bei Vorliegen eines Enteignungsgrundes ist die Enteignung nach Art. 6
Abs. 1 EntG zulässig, wenn der Zweck des Werks auf andere Weise nicht befriedigend
oder nur mit unverhältnismässigem Mehraufwand verwirklicht werden kann. Die
Enteignung darf nicht zu einem Nachteil führen, der in einem Missverhältnis zum
verfolgten Zweck steht (Abs. 2). Durch diese Bestimmung wird der Grundsatz der
Verhältnismässigkeit eines Eingriffs in die Eigentumsgarantie (Art. 26 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV) konkretisiert.
Die Prüfung der Verhältnismässigkeit von Eingriffen in das Eigentumsrecht setzt eine
umfassende Abwägung aller öffentlichen und privaten Interessen voraus (vgl. Art. 5
Abs. 2, Art. 36 Abs. 3 BV). Insbesondere ist zu prüfen, ob adäquate Alternativen zur
vorgesehenen Enteignung bestehen (vgl. VerwGE B 2017/76 vom 16. August 2018 E. 4
mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
4. Verfahrensgegenstand bildet der geplante Bau des Kreisels im Bereich des
Grundstücks Nr. 0001 mit einem reduzierten Durchmesser von 32 m (vgl.
Situationsplans vom 31. August 2016, Teil 2, act. 16/11/04.2) mitsamt dem
Fussgängerübergang und dem getrennt geführten Gehweg über die Parzelle Nr. 0001
(act. 11, S. 5 Ziff. IV/3), wofür von Parzelle Nr. 0001 92 m Land abgetreten (vgl. E. 4a
des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 5, unbestritten) resp. 235 m vorübergehend
beansprucht werden sollen. Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt
(act. 11, S. 5-10 Ziff. IV/5-9, V/6-8, 11 und 14), der strittige Kreisel mitsamt
Fussgängerübergang und Gehweg müsste nicht zwingend auf seinem Grundstück Nr.
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0001 erstellt werden. Zum einen liessen sich den Akten keine Anhaltspunkte für die
Annahme der Vorinstanz entnehmen, auf der bestehenden Zufahrt von der F._strasse
in den fraglichen Kreuzungsbereich seien wegen der zu erwartenden
Verkehrsentwicklung Staubildungen zu erwarten. Zum anderen gäbe es für das Projekt
sehr viel bessere Varianten. So könne der Kreisel ohne weiteres um einige Meter auf
die Parzelle Nr. 0002 der E._ AG verschoben werden, deren Grundstücke in erster
Linie über den Kreisel erschlossen würden. Ebenso könne auf den Bau des Trottoirs
auf Grundstück Nr. 0001 verzichtet werden oder der Fussgängerübergang bzw.
Gehweg am ursprünglich vorgesehenen Standort zum resp. auf dem Grundstück Nr.
0003 der E._ AG realisiert werden. Die Vorinstanz habe weitestgehend auf die
Wünsche und Bedürfnisse der E._ AG Rücksicht genommen, ohne eine
Interessenabwägung zwischen den einzelnen möglichen Varianten für die
Ausgestaltung des Kreisels sowie den Standort des Fussgängerübergangs bzw. des
Gehwegs vorzunehmen.
4.1. Bestandteil der Projektunterlagen bildet der Technische Bericht der Gruner Wepf
Ingenieure AG (ehemals: Gruner + Wepf Ingenieure AG, www.zefix.ch), St. Gallen, vom
22. Dezember 2010 (act. 16/1/2). Selbst wenn es sich dabei um ein Parteigutachten
handeln sollte, ist dieser Technische Bericht in die freie Beweiswürdigung (Art. 21 Abs.
3 VRP, vgl. VerwGE B 2015/60 vom 27. September 2016 E. 3.2 und VerwGE
B 2007/174 vom 12. Februar 2008 E. 5.3 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch)
einzubeziehen, sofern er schlüssig, nachvollziehbar und widerspruchsfrei erscheint und
keine Indizien gegen seine Zuverlässigkeit bestehen (vgl. A. M. Binder, Expertenwissen
und Verfahrensgarantien, Zürich 2016, S. 243 f. mit Hinweisen, insbesondere auf BGer
1C_76/2014 vom 1. September 2014 E. 3.2). Der Beschwerdeführer kritisierte den
Technischen Bericht im vorinstanzlichen Verfahren inhaltlich nicht. Auch hat er im
vorliegenden Verfahren nicht weiter dargetan (act. 11, S. 5 f. Ziff. IV/5 in fine), inwiefern
die darin enthaltene Feststellung der fachkundigen Projektverfasserin (S. 5), durch die
Anordnung des Kreisels werde die Geschwindigkeit verringert, was zur Erhöhung der
Sicherheit beitrage, unzutreffend sein sollte. Somit durfte die Vorinstanz im
angefochtenen Entscheid (act. 2, S. 4 f. E. 3c) davon ausgehen, dass sich die
Geschwindigkeit auf der B._strasse durch den Bau des Kreisels verringert und
verstetigt, wodurch sich die Verkehrssicherheit erhöhe, selbst wenn sie sich dabei nicht
ausdrücklich auf den Technischen Bericht berief (siehe hierzu auch BGer 1C_900/2013;
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1C_912/2013 vom 10. April 2014 E. 5.1 und bfu-Fachdokumentation 2.278, bfu-
Massnahmenkatalog, Infrastruktur-Sicherheitsmassnahmen im Strassenraum, Bern
2017, S. 44 f., www.bfu.ch). Weiter soll nach dem Situationsplan vom 22. Dezember
2010, Teil 4 und 5 (act. 16/1/8 f.), mit dem Kreisel ein Trottoir mit entsprechenden
Querungsstellen ("Fussgängerfurten") erstellt werden, welches auf der Südseite des
Kreisels einen Veloweg inklusive entsprechende Querungsstellen ("Radfurten")
mitumfasst. Demgegenüber ist die B._strasse im Bereich des fraglichen Knotens
bisher, abgesehen von beidseitig markierten Radstreifen, weder mit einem Trottoir
noch mit Übergängen für Velofahrer und Fussgänger versehen (www.geoportal.ch).
Demzufolge erfordern bereits die Verkehrssicherheit und der Schutz der schwächeren
Verkehrsteilnehmer den Neubau des Kreisels (vgl. hierzu Art. 36 Abs. 1 bis 3 BV in
Verbindung mit Art. 32 lit. b und d StrG). Deswegen kann dahingestellt bleiben, ob
auch das Verkehrsaufkommen (Art. 32 lit. c StrG) den Bau des Kreisels erforderlich
macht. Folglich tut nichts zur Sache, dass die Vorinstanz keine konkreten Zahlen resp.
keine Prognose (vgl. hierzu BGE 126 II 522 E. 14 mit Hinweisen) zur
Verkehrsentwicklung auf der F._strasse erstellte, um die von ihr befürchtete
Staubildung (vgl. E. 3c des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 4 f.) nachzuweisen.
Überdies ist nicht von Belang, wie sich die geplanten neun Mehrfamilienhäuser
("Überbauung H._") auf Parzelle Nr. 0004 (vgl. hierzu magazin der Gemeinde X._ Juli
2017, S. 16, www.x._.ch) und der Erlass des Teilzonenplans zur Umnutzung des
Areals I._ (Parzellen Nrn. 000 und 0005, vgl. magazin der Gemeinde X._
Dezember 2017, S. 7, und Medienmitteilung Entwicklung J._-Areal vom 4.
September 2017, a.a.O.) auf die Verkehrsentwicklung auf der F._strasse auswirken. Im
Weiteren behauptet der Beschwerdeführer nicht, dass der Bau des Kreisels nicht im
öffentlichen Interesse liege (vgl. Art. 36 Abs. 2 BV und E. 4d des angefochtenen
Entscheids, act. 2, S. 6) und für die Erhöhung der Verkehrssicherheit und den Schutz
der schwächeren Verkehrsteilnehmer nicht geeignet sei. Zu untersuchen bleibt, ob der
Bau des Kreisels und die damit einhergehende Landabtretung für den
Beschwerdeführer zumutbar sind (Verhältnismässigkeit im engeren Sinn).
4.2. An der Erhöhung der Verkehrssicherheit und dem Schutz der schwächeren
Verkehrsteilnehmer mittels dem Bau des Kreisels besteht ein gewichtiges öffentliches
Interesse (vgl. Art. 33 lit. b und c StrG). Demgegenüber steht der Verlust von 92
m sowie die vorübergehende Beanspruchung von 235 m Land des 2 2
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Beschwerdeführers. Nach den nicht substantiiert bestrittenen Angaben der Vorinstanz
(act. 2, S. 5 E. 4a in fine) geht dem Beschwerdeführer dadurch ein Parkplatz auf der
964 m grossen Parzelle Nr. 0001 verloren (www.geoportal.ch). Dem Beschwerdeführer
verbleiben damit darauf rund 30 Parkplätze (vgl. Beilage zu act. 16/6). Eine Umnutzung
der Parzelle Nr. 0001 ist überdies wenig wahrscheinlich. Die private Nutzung des
Grundstücks Nr. 0001 ist eingeschränkt. Selbst wenn nach Art. 18 Abs. 2 des
Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG, in Kraft ab 1. Oktober 2017, nGS
2017-049, vgl. zum übergangsrecht Art. 173 PBG und VerwGE B 2016/215 vom 22.
Februar 2018 E. 3, www.gerichte.sg.ch) auch untergeordnete private Nutzungen in
Zonen für öffentliche Bauten und Anlagen ausdrücklich (vgl. zur altrechtlichen
Regelung Art. 18 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht,
Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015, sowie VerwGE B
2016/82 vom 7. April 2017 E. 3.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch) zulässig sind, ist
diese Zone in erster Linie für bestehende und künftige öffentliche Bauten und Anlagen
bestimmt. Dementsprechend räumt der Beschwerdeführer in seiner Einsprache vom
22. Februar 2012 (act. 16/3) selbst ein, dass er die Parzelle Nr. 0001 im Jahr 2005 "für
das E._projekt als Parkplatz zur Verfügung stellen" musste. Hinweise dafür, dass der
Betrieb des E._ in absehbarer Zeit eingestellt wird, liegen nicht vor (vgl. aber
Landerwerbs- und Enteignungsverzeichnis vom 24. Januar 2012, Beilage zu act. 16/1,
S. 5, wonach das Parkplatzbenützungsrecht des Vereins V._, X._, an Parzelle Nr.
0003 bis 31. Dezember 2024 befristet ist). Ferner kam die Vorinstanz dem Ansinnen
des Beschwerdeführers, den Kreisel "um einige Meter" auf die Parzelle Nr. 0002 zu
verschieben, insoweit nach, als sie den Durchmesser des Kreisels von 35 m auf 32 m
reduzierte (vgl. act. 2, S. 2 lit. H, S. 4 f. E. 3c). Eine weitergehende Verschiebung des
Kreisels mitsamt dem strittigen Trottoir auf Parzelle Nr. 0001 auf die Parzelle Nr. 0002
erscheint sodann nicht als gleichwertige Alternative, da eine solche Verlegung des
Kreisels neben dem Mehraufwand für die Veränderung der Linienführung der B._-
(allenfalls inklusive Anpassungen der Betonbrücke J._, www.geoportal.ch) sowie der
F._strasse auch eine Verschiebung der G._strasse – inklusive dem für die
Verkehrssicherheit erforderlichen Trottoir – Richtung Osten mit sich bringen würde.
Dafür müsste neben den Parzellen Nrn. 0006, 0007 und 0008 wiederum in erster Linie
die Parzelle Nr. 0001 in Anspruch genommen werden (vgl. Situationsplan vom 31.
August 2016, Teil 2, act. 16/11/04.2). Im Übrigen kann nicht gesagt werden, die
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Vorinstanz hätte die Grundeigentümerin der Parzelle Nr. 0002, für deren Grundstücke
der Kreisel gemäss dem Beschwerdeführer hauptsächlich erstellt wird, gegenüber dem
Beschwerdeführer bevorzugt behandelt, soweit sich aus dem Gebot der
Rechtsgleichheit (Art. 8 Abs. 1 BV) überhaupt ableiten lässt, dass die Grundeigentümer
auf beiden Seiten der Kantonsstrasse gleichmässig zu belasten sind. Die
Grundeigentümerin der Parzelle Nr. 0002 muss für das Projekt noch 192 m abtreten
(vgl. Plan Landerwerb und Enteignung vom 5. Dezember 2011, act. 16/1/20, sowie
Beilage zu 16/6). Schliesslich ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz von der
vom Beschwerdeführer geforderten Verschiebung der Querungsstelle für Fussgänger
und dem Gehweg von Parzelle Nr. 0001 zur Parzelle Nr. 0003 ermessensweise absah,
nachdem die von ihr dafür im Rahmen des Einspracheverfahrens geführten
Verhandlungen am Widerstand der Grundeigentümerin der Parzelle Nr. 0003
gescheitert waren (act. 16/9 Ziff. 2). Auch ist der Vorinstanz zuzustimmen (act. 2, S. 5
E. 4b), dass ein Verzicht auf den Fussgängerübergang aus Verkehrssicherheitsgründen
und zum Schutz der Fussgänger ausser Betracht fällt. Unter diesen Umständen ist es
sachgerecht, das öffentliche Interesse an der Umsetzung des Strassenprojekts als
gewichtiger einzustufen als das private Interesse des Beschwerdeführers an der
Erhaltung seiner Parkfläche bzw. seines Grundeigentums. Demnach durfte die
Vorinstanz die Beeinträchtigung der privaten Rechte des Beschwerdeführers als
zumutbar erachten (vgl. E. 4d des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 6). Die
Beschwerde ist abzuweisen.
5. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten, sowohl hinsichtlich des
Strassenprojekts (Art. 45 Abs. 1 lit. a StrG) als auch der Zulässigkeit der Enteignung
(Art. 45 Abs. 1 lit. b StrG, vgl. VerwGE B 2001/125 vom 22. Januar 2002 E. 3 mit
Hinweisen und Art. 49 EntG analog), gestützt auf Art. 95 Abs. 1 VRP dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen. Eine Entscheidgebühr von CHF 3‘000 ist angemessen
(Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV). Der vom
Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zuzusprechen. Der Beschwerdeführer ist unterlegen
(Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98 VRP). Der Vorinstanz steht kein Kostenersatz
zu (vgl. VerwGE B 2017/59 vom 23. März 2018 E. 7 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch).
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