# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9bd089c6-1c1d-4c8c-9b60-a210edfc340f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1978, arbeitet seit dem
1.
Mai 2009
in einem 70%-Pensum
als Pflegeassistentin im Alterszentrum
Y._
und ist in dieser Eigenschaft bei der
Unfallversicherung Stadt Zürich
gegen die Folgen von Unfällen versichert (
Urk.
8/G1).
Die Versicherte hat am
5.
November 2017 beim Transfer einer Bewohnerin des Alterszentrum
Y._
vom Bett in den Rollstuhl
unter deren Achsel gegriffen. Die Bewohnerin ha
t
sich nach hinten fallen lassen
und die Versicherte wurde mitgerissen,
wobei ein grosser Zug auf
ihre
Hand ent
standen
ist
und ihr linker Arm eingeklemmt wurde
(
Urk.
8/G1
,
Urk.
8/G4
, Urk. 8/M6 S. 1
).
Die Versicherte begab sich am 1
5.
November 2017 zu
Dr.
Z._
, welche eine Handgelenkskontusion
links
und Schul
ter
schmerzen links zugbedingt diagnosti
zierte und
der
Versicherte
n
vo
m
1
5.
Novem
ber 2017 bis
5.
Januar 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attes
tierte (
Urk.
8/M1 S. 2).
Dr.
Z._
über
wies die Versicherte
am
5.
Januar 2018 für eine weitere Beur
teilung
an
Dr.
A._
, Chirurgie FMH, spez. Hand
chirurgie (
Urk.
8/M3).
Dr.
A._
veran
lasste die Untersuchung durch
Dr.
B._
, Neurologie FMH, vom 2
9.
Januar 2018 (
Urk.
8/M5). In seinem Bericht zuhanden der Unfallversicherung Stadt Zürich nannte
Dr.
A._
die Diagnose unklares Schmerzsyndrom Hand/Arm links nach Kon
tusionstrauma. Er attestierte d
e
r
Ver
sicherte
n
ab dem 2
4.
Januar 2018 eine 100%ige Arbeitsun
fähig
keit (
Urk.
8/M4).
Ab dem 1
7.
April 2018 war die Versicherte wieder voll berufs
tätig, klagte aber noch über Restbeschwerden am linken Arm (
Urk.
8/M6 S. 2).
Der beratende Arzt der Unfallversicherung Stadt Zürich, Dr.
C._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
untersuchte
die Versicherte am 3
1.
Mai 2018
(Urk. 8/M6)
und
veranlasste danach
weitere bild
gebende Unter
suchungen
der Schulter (
Urk.
8/G15,
Urk.
8/M7)
. In der Folge teilte die Versi
cherte der Unfallversicherung Stadt Zürich am 2
8.
Juni 2018 mit, dass wieder eine Arbeitsunfähigkeit vorliegen würde
(
Urk.
8/G20, vgl.
Urk.
8/M
10
).
Die Un
fall
versicherung Stadt Zürich legte das Dossier am 1
1.
Juli 2018 noch einmal
Dr.
C._
vor. Er empfahl die Übernahme der Kosten für die Ergotherapie bis Herbst 2018 (
Urk.
8/
M
10 S. 2). Alsdann
gab
Dr.
A._
die MRI-Untersuchung des Handgelenks links vom
6.
September 2018 in Auftrag (Urk.
8/M11) und über
wies die Versicherte überdies für weitere Untersuchungen an die Universitäts
klin
ik
D._
(Urk.
8/M12).
Dr.
Z._
stellt
e
am 6. Oktober 2018 die Diag
nose
posttraumatisches
Karpaltunnelsyndrom
links (Urk. 8/M14)
.
Am 1
2.
Okto
ber 2018
berichtete Dr.
A._
, dass unter konsequenter Ergotherapie immer noch aus
ge
prägte Schmerzen ausgehend vom
Nacken und der Schulter rechts bestün
den (Urk. 8/M13).
Am 23.
Oktober 2018 nahm
Dr.
C._
noch einmal Stellung (Urk. 8/M15).
Gestützt auf
diese
Beur
teilung stellte die Unfallversicherung Stadt Zürich ihre Leistungen mit Verfügung vom 3
0.
Oktober 2018 rückwirkend per
2
3.
Oktober 2018 ein und verneinte einen Anspruch der Ver
sicherten auf eine Integritätsentschädigung (
Urk.
8/G26).
Mit ihrer gegen diese Verfügung am 19. November 2018 erhobene
n
Einsprache beantragte die
Versicherte die
Zu
sprache
einer Integritätsentschädigung (
Urk.
8/J7).
Mit
Einspracheentscheid
vom 1
1.
Dezember 2018 wies die Unfallver
siche
rung Stadt Zürich die Einsprache ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
5.
Januar 2019 Beschwerde und bean
tragte, in Aufhebung der Verfügung vom 3
0.
Oktober 2018 und des
Ein
spra
che
en
t
scheids
vom 1
1.
Dezember 2018 sei ihr eine Integritäts
entschädigung zuzu
sprechen und zu entrichten. Eventualiter sei der Sachverhalt zwecks weiterer Abklärungen zurückzuweisen und alsdann sei ihr eine Integritätsentschädigung zu
zu
sprechen und zu entrichten (
Urk.
1 S. 2)
.
Mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
Febru
ar 2019 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7, unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8
/G1-29, Urk. 8/M1-19, Urk. 8/T1-8 und Urk. 8/
J
1-9
),
was der Beschwerdeführerin
mit einer
am 2
6
.
Februar 2019
versandten Verfügung
zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Inte
gritätsentschädigung hat.
2.
2.1
Gemäss Art. 6 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden - soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt - die Versicherungsleis
tungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.
2.2
2.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.2.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
2.3
2.3.1
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädi
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Inte
gritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht über
steigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen
mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritäts
schäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsent
schädigung nach der ge
samten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtent
schädigung darf den Höchst
betrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Vor
aussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen be
rück
sichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlim
merung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
2.
3.
2
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die
Beurteilung des Integritäts
schadens in erster Linie Aufgabe des Mediziners. Er hat insbesondere den Befund zu erheben sowie dessen Dauerhaftigkeit und Schwere zu beurteilen. Dabei hat er auch den Quervergleich mit anderen in der
Verordnung über die Unfall
ver
siche
rung (UVV)
, Anhang 3, oder den Suva-Tabellen aufgeführten Inte
gritäts
schäden vorzunehmen (Urteil des Bundesgerichts U 344/01 vom 11.
September 2002 E. 6 mit Hinweisen).
2.4
2.4.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.4.2
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
inter
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
3.
Nach der Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 3
1.
Mai 2018 hielt
Dr.
C._
am
6.
Juni 2018 fest, dass die Ergotherapie und die Physiotherapie noch ca. 3
Monate weitergeführt werden sollten. Dann sollte der Endzustand sich definie
ren lassen (
Urk.
8/M6 S. 3). Zudem führte er aus, dass die Beschwerde
führerin voraussichtlich kein Anrecht auf eine Integritätsentschä
digung haben werde. Er möchte zur definitiven Beantwortung aber noch das MRI der Schulter abwarten (
Urk.
8/M6 S. 4).
Alsdann hielt
Dr.
C._
in seiner
Fallbesprechung
vom 1
1.
Juli 2018 fest, dass die Beschwerden der Beschwerdeführerin an der Halswirbelsäule degenerativer Natur seien. Dieser Stellungnahme ist sodann zu entnehmen, dass
Dr.
C._
die Beschwerden an der linken Hand der Beschwerdeführerin damals als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal beur
t
eilte
(
Urk.
8/M10
,
S. 1
der Fall
besprechung
)
.
In seinem Begleitschreiben führte
Dr.
C._
aus, dass das MRI des Schultergelenks unauffällige, altersent
sprechende Befunde gezeigt habe.
Hier liege bildgebend keine posttraumatische Traumatologie vor, sodass von einer leichten post
trauma
tischen Bewegungs
ein
schränkung infolge einer gewissen Ruhigstellung gespro
chen werden könne. Das EMG des linken Arms sei eigentlich auch mehr oder weniger unauffällig. Auf jeden Fall könne man nicht mehr von einem post
traumatischen Karpal
tunnelsyndrom sprechen. Gewisse Restbeschwer
den seien erklärbar. Wenn durch die Hausärztin für die nächsten 2 bis 3 Wochen nochmals eine teilweise Arbeitsunfähigkeit attestiert werde, so soll
e
das halt (durch die Beschwerde
gegnerin) anerkannt werden
(
Urk.
8/M10
,
S. 1
des Begleit
schreiben
s
). Die Ergo
therapie könne von der Beschwerdegegnerin noch bis ca. Herbst 201
8
über
nommen werden (
Urk.
8/M10
,
S. 2
des
Begleitschreibens
).
Der
Fallbesprechung
von
Dr.
C._
vom 1
1.
Juli 2018 ist ferner zu entnehmen, dass er von weiteren drei Monaten Ergotherapie eine namhafte
Besserung des Gesund
heitszustandes der Beschwerdeführerin erwartet hat. Schliesslich hielt er fest, dass die Beschwerde
führerin durch den Unfall vom
5.
November 2017 keine dauernde und erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integri
tät erlitten habe (
Urk.
8/M10
,
S. 2
der Fallbesprechung
).
In der Folge führte
Dr.
C._
in seiner Fallbesprechung vom 2
3.
Oktober 2018
aus
, dass die Schulterbeschwerden und die HWS-Beschwerden nur möglicherweise auf den Unfall vom
5.
November 2017 zurückgeführt werden könnten, da sich bei den Unter
suchun
gen keine posttraumatischen Befunde gezeigt hätten. Die Beschwer
den im Hand
gelenk seien demgegenüber überwie
gend wahrscheinlich auf das Unfall
ereignis vom
5.
November 2017 zurückzu
führen (
Urk.
10/M16).
Jedoch sei durch die Ergotherapie bezüglich der Distorsion des Handgelenks keine namhafte Besserung mehr zu erwarten, sodass für das Handgelenk der Endzustand per 2
3.
Oktober 2018 festgelegt werden könne.
Nach dem Abschluss der Ergotherapie könne der Endzustand der Schulter und der HWS ebenfalls auf den 2
3.
Oktober
2018 festgelegt werden.
Die Beschwerdeführerin habe durch den Unfall vom
5.
November 2017 keine dauernde und erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Integrität erlitten (
Urk.
10/M15 S. 2).
4.
4.1
Der
beratende
Arzt der Beschwerdegegnerin verneinte demnach eine durch das Ereignis vom
5.
November 2017 verursachte Integritätseinbusse. Er hielt fest, dass die Beschwerdeführerin durch dieses Ereignis keine dauernde und er
hebliche Schä
digung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Integrität erlitten habe (
Urk.
8
/M15 S. 2). Dies überzeugt, weil
Dr.
C._
in seinen
Fall
besprechungen auf die
fehlenden objektivierbaren unfallkausalen Befunde hinge
wiesen hat. So führte er in seine
m
Begleitschreiben zur Fallbesprechu
ng vom 1
1.
Juli 201
8
zu
nächst aus
,
dass bezüglich der linken Schulter
im MRI
bildgebend keine post
trau
matische Traumatologie vorliegen würde
(
Urk.
8/M10, S. 1 des Begleitschreibens).
Dazu ist dem Bericht zur
Arthrographie
und zum MRI der linken Schulter der Be
schwerdeführerin in der
E._
vom 2
1.
Juni 2018 zu entnehmen, dass keine pathologischen Veränderungen im Schultergelenk bildgebend mittels MRI fassbar gewesen seien. Bei den Untersuchungen habe sich ein altersentsprechendes Schultergelenk ohne degenerative oder fassbare post
trau
mati
sche
Veränderungen gezeigt (
Urk.
8/M7).
Bei der
Arthro
-MRI-Unter
suchung der linken Schulter in der Universitäts
klinik
D._
vom
9.
Oktober 2018 zeigte sich eine
latrogene
Signalalter
ation der
Subsc
apularissehne
, im Übri
gen jedoch eine unauffällige Darstellung des Schultergelenks (
Urk.
8
/M16).
Dr.
F._
, Oberarzt Orthopädie Universitätsklinik
D._
sprach in seinem Bericht vom 1
2.
Oktober 2018 (
Urk.
8/M12) jedoch nicht von Unfall
fol
gen.
Der Vollständigkeit halber ist sodann zu erwähnen,
dass die Ärzte der
Uni
versitätsklinik
D._
in ihrem Bericht vom 1
3.
Dezember 2018 festhielten, dass die von der Beschwerdeführerin angegebene Schwäche aus schulterortho
pädi
scher Sicht nicht gänzlich erklärt werden könne (
Urk.
8/M19). Anders als die Ärzte der Universitätsklinik
D._
diagnostizierte
Dr.
A._
in seinem Bericht vom 1
2.
Oktober 2018 ei
n
posttraumatisches Schultersyndrom links (
Urk.
8/M13). Der in der Diagnosestellung verwendete Begriff «
posttraumatisch
» impliziert je
doch keinen
rechtsgenüglichen
Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfall vom
5.
November 2017 und den Schulter
-
beziehungsweise Armbeschwerden (Urteil des Bundesgerichts 8C_24/2013 vom 1
8.
Juni 2013 E. 3.2). Befunde, welche Zweifel an der Beurteilung von
Dr.
C._
begründen
könnten, sind dem Bericht von
Dr.
A._
nicht zu entnehmen.
Zwar sprach
Dr.
C._
bezüglich der Schul
ter von einer leichten post
trauma
tischen Bewegungseinschränkung infolge einer gewissen Ruhigstellung (
Urk.
8/M10, S. 1
des Begleitschreibens). Gestützt
auf diese vorübergehende Verschlechterung, die gemäss
Dr.
C._
höchstens bis am 2
3.
Oktober 2018 vorgelegen hat (
Urk.
8
/M15 S. 2),
kann jedoch nicht von einer
dauernde
n
und er
hebliche
n
Schädigung der körperlichen
Integrität
gesprochen werden.
Die Beschwerde
führerin
geht ausführlich auf den
Bericht vom
Dr.
C._
vom
6.
Juni 2018 ein (
Urk.
1 S. 5) und übersieht dabei, dass
dies
nur eine
Zwischen
beurteilung
war
. Daraus kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten.
4.2
Es kommt hinzu, dass sich
Dr.
C._
bezüglich seiner Beurteilung, wonach nicht von einem post
traumatischen Karpaltunnelsyndrom gesprochen werden könne, ebenfalls auf die Akten gestützt hat (
Urk.
8/M10, S. 1
des Begleitschreibens). Die Neurologin
Dr.
B._
hielt in ihrem Bericht vom 2
6.
Februar 2018 fest, dass ein Karpaltunnelsyndrom elektrophysiologisch weitestgehend ausgeschlos
sen wer
den könne (
Urk.
8/M
5
S. 2). Die Beurteilung von
Dr.
C._
steht mithin auch diesbezüglich im Einklang mit den Akten. Etwas
anderes
gilt für
die Beurteilung
der Hausärztin der Beschwerdeführerin, welche in ihrem Bericht vom
6.
Oktober 2018 zwar ein posttraumatisches
Karpaltunnelsyndrom
links diagnostizierte, da
für aber keine Befunde anführte (
Urk.
8/M14). Gemäss
Dr.
C._
waren auch die un
fall
bedingten Handbeschwerden nur vorübergehend. Er hielt fest, dass ab 2
3.
Oktober 2018 bezüglich der Behandlung der Unfallfolgen keine namhafte Besserung mehr erreicht werden könne (
Urk.
8
/M15 S. 2). Somit verneinte er auch bezüglich der Handbeschwerden mit einer schlüssigen und überzeugenden Be
grün
dung eine dauernde und er
hebliche Schädigung der körperlichen Integrität (
Urk.
8
/M15 S. 2).
Diesbezüglich ist
zudem
zu berücksichtigen, dass gemäss
Be
richt von
Dr.
A._
vom 1
0.
September 2018
die ergotherapeutische Behandlung die Handschmerzen lindern konnte (
Urk.
8/M18).
Die Beschwerdeführerin lässt vorbringen, gemäss Bericht vom
6.
September 2018 bestünden chronische post
trau
matische Schmerzen am linken Handrücken (
Urk.
1 S. 6). Die von
Dr.
G._
,
E._
,
befundete
MRI-Untersuchung ergab eine
«
eher fragliche Reizung der Sehne des
Musculus
extensor
policis
longus
bei oben genannten Signalalterationen in dessen Umgebung
»
. Diese seien eventuell zum Te
il technisch bedingt
durch reduzierte Fett
suppressionen
. Ansonsten sei das MRI des Handgelenks unauffällig gewesen (
Urk.
8/M11). Die von der Beschwerdeführerin erwähnten posttraumatischen Schmerzen sind die in
jenem Bericht wiedergegebenen klinischen Angaben der Beschwerdeführerin selbst
und damit keine objektivierbaren Befunde, welche Zweifel an der Beurteilung von
Dr.
C._
begründen könnten.
4.3
Der Vollständigkeit halber ist schliesslich zu erwähnen, dass
laut
Dr.
C._
die HWS-Problematik für die Beschwerden der linken Schulter und des linken Arms nicht verantwortlich gemacht werden könne, weil die Diskushernie C5/6 nach
rechts ausgerichtet sei (
Urk.
8/M6 S. 3). Zudem fanden sich im MRI vom 3
0.
Januar 2018
Sementdegene
rationen
(
Urk.
8/M2)
und kein
e stru
k
t
urelle Veränderung
en
,
die auf den Unfall vom
5.
November 201
7 zurückzuführen wären.
4.4
Zwar ist die Beurteilung des die Beschwerdegegnerin beratenden Arztes
Dr.
C._
inhaltlich sehr knapp ausgefallen. Die Berichte der untersuchenden und behan
delnden Ärztinnen und Ärzte begründen jedoch keine Zweifel an der Beur
teilung von
Dr.
C._
.
Die Beschwerdegegnerin durfte auf
seine Fallbesprechungen ab
stell
en. Sie hat einen Anspruch der Beschwerdeführerin
auf eine Integritätsent
schädigung
gestützt darauf zu Recht verneint.
5.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.