# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 698fbc22-1fdb-4ded-8f10-7fca13f8acc5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1972, war in der Schweiz als ungelernte Verkäuferin tätig und erlitt am 18. November 1999 Verletzungen aufgrund eines Autounfalles. Am 8. Juli 2003 meldete sie sich wegen eines HWS
-
Schleudertraumas bei der E
idgenössischen Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an. Die Sozialver
sicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zog
die Akten der „Zürich“ Versicherungs-Gesellschaft, welche als obligatorischer Unfallve
rsicherer die gesetzlichen Leis
tungen erbracht hatte, bei
,
unter welchen sich insbesondere ein Gutachten des
Y._
vom 23. Dezember 2003 befand. Die IV-Stelle
qualifizierte die Versicherte
als zu 80 % im Erwerbs- und 20 % im Haushaltsbereich tätig, berechnete in der Verfügung vom 30. September 2004 einen Invaliditätsgrad von 35 % und verneinte das
Vorlie
gen eines Rentenanspruchs, was sie mit
Einspracheentscheid
vom
22.
Dezember 2005 bestätigte.
Die dagegen von der Versicherten am 30. Januar
2006 erho
bene Beschwerde
wies das Sozialversicherungsgericht mit Urteil
IV.2006.00118
vom 31. Oktober 2007
ab.
Gegen die
ses Urteil liess die Beschwerde
führerin am 13. Dezember 2007 Beschw
erde beim Bundesgericht erheben, welche
mit Urteil 8C_826/2007 vom 28. Juli 2008 teilweise gutgeheissen
wurde. Das Bundesge
richt wies die
Sache an die IV-Stelle zurück, damit sie über den Anspruch der Versicherten im Sinne der Erwägungen neu verfüge
.
Mit Verfügung vom 12. November 2009 wurde für die Zeit vom 1. Juli 2002 bis Januar 2004 und erneut ab 1. Mai 2005 ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
festgehalten.
1.2
Im Rahmen eines Rentenrevisionsverfahrens stellte die IV-Stelle der Versicher
ten einen Fragebogen zu, den diese am 1.
Juni 2011 ausfüllte
, und holte
Aus
künfte und Stellungnahmen vom behandelnden Arzt und
vom Regionalen Ärzt
lichen Dienst (RAD) vom 21. Mai 2012 ein. Mit drei Verfügungen vom 15. November 2012 wurden die Aufhebung der Rente auf den ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung
,
eine Beratung und Begleitung vom 1. Januar
bis 31. März 2013
und die Weiterausrichtung der Rente ab 1. Januar 2013 für die Dauer von Massnahmen zur Wiedereingliederung,
längstens bis 3
1.
Dezember 2014,
angeordnet. Einer allfälligen Beschwerde ge
gen die Verfü
gung betreffend Aufhebung der Rente en
tzog die IV-Stelle die aufschie
bende Wirkung. Am 21. Dezember 2012 liess die Versicherte
Beschwerde gegen
die
Verfügung vom 15. November 2012
betreffend Renten
aufhebung
erheben
und hauptsächlich die Rückweisung der Sache an die
IV-Stelle
zur medi
zinischen Abklärung sowie die Wiederherstel
lung von deren aufschiebender Wirkung beantragen
. Mit Urteil IV.2012.01318 vom 3
1.
Oktober
2014 hiess das Sozialversicherungsgericht die Beschwerde gut und wies die Sache zur Durchführung einer interdisziplinären Begutachtung unter Berück
sichtigung der massgeblichen Rechtsprechung zur Revision nach der
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision und neuem Entscheid zurück, wobei es die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wieder herstellte, die IV-Stelle mithin zur Weiterausrichtung der bisherigen
Viertelsrente
bis zum neuen Entscheid verpflichtete (vgl. zum Ganzen: Sac
hverhalt und Erwägungen im Urtei
l IV.2012.01318 vom 3
1.
Oktober 2014,
Urk.
8/124).
Bereits mit Vorbescheid vom 2
8.
Februar 2013 war der Versicherten der Abbruch der Wiedereingliederungsmassnahmen mitgeteilt worden, da
sie sich
su
bjektiv nicht in der Lage gefühlt habe
, das damalige Arbeitspensum von 20-25
%
zu steigern (
Urk.
8/115).
Am
5.
Mai 2014
trat sie eine 50%-Stelle bei der Genossenschaft
Z._
an (
Urk.
8/122).
1.3
In Nachachtung der gerichtlichen Auflagen
richtete die IV-Stelle der Versicher
ten rückwirkend ab
1.
März 2013 wieder
um
eine
Viertelsrente
aus (vgl.
Urk.
8/131-136). Nachdem
die Verwaltun
g
zunächst ein
bidisziplinäres
Gutach
ten in Auftrag geben wollte (vgl.
Urk.
8/138 und Einwendungen der Versicher
ten in
Urk.
8/139, 8/147), holte die IV-Stelle letztlich über die
SuisseMED@P
Auftragsnummer 22470 ein polydisziplinäres Gutachten bei der MEDAS
A._
ein (Gutachten vom 2
0.
Mai 2016,
Urk.
8/166)
. Gestützt darauf teilte sie der Versicherten mit Vorbescheid vom 1
5.
Juni 2016 die voraussichtlic
he Renten
einstellung mit (
Urk.
8
/168). Hieran hielt sie mit Verfügung vom 2
8.
Dezember 2016 fest
und stellte die Rente gestützt auf die Schlussbestimmungen der Revi
sion 6a auf den ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung ein
(
Urk.
2).
2.
Gegen diesen Ents
cheid liess
X._
am 2
0.
Januar 2017 Beschwerde erhe
ben und die Aufhebung des angefochtenen Entscheids beantragen. In for
meller Hinsicht liess sie
um
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Rechtsver
tretung
in der Person von Rechtsanwalt
lic
.
iur
. Markus Bischoff ersuchen (
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin schloss in der Ver
nehmlassung vom 2
8.
Februar 2017 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7).
Mit Verfügung vom 2
0.
April 2017 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Prozessführung
bewilligt
und Rechtsanwalt Markus Bischoff als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im Entscheid IV.2012.01318 vom
3
1.
Oktober 2014
wurden die rechtlichen Grundlagen
zum Invaliditätsbegriff (
Art.
7
Abs.
1 und 2, 8
Abs.
1 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG)
richtig wiedergegeben. Darauf wird verwiesen.
1.2
Dasselbe gilt für
die
unter Erwägung 1.2 dargelegten Voraussetzungen für eine Rentenanpassung nach
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision. Hierzu gilt es unter Berücksichtigung der seitherigen
höchstrichterlichen
Rechtsprechung zu ergänzen,
dass
die
in
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
vorgesehene Renten
herabsetzung
beziehungsweise -aufhebung
nicht auf vor dem
1.
Januar 2008 zugesprochene Renten beschränkt
ist
. Erging die fragliche
Rentenzu
sprache
aber bereits in Beachtung der jeweils relevanten Rechtsprechung zu
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage, bleibt kein Raum für ein Rückkommen unter dem Titel der Schlussbestimmung (BGE 140 V 8 E. 2).
Laufende Renten sind vom Anwendungsbereich von
lit
. a
Abs.
1
SchlB
zur
6.
IV-Revision nur ausgenommen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Beschwerden, das heisst auf einer nachweisbaren objektivierbaren Grundlage beruhen. Lassen sich unklare von erklärbaren Beschwerden trennen, können die Schlussbestimmungen der
6.
IV-Revision auf erstere Anwendung finden (BGE 140 V 197 E. 6.2, in Präzisierung u.a. von
BGE 139 V 547
E. 10.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2013 vom
8.
April 2014 E. 3.1.2.1 mit Hinweis). Demnach ist die Schlussbestimmung bei kombinierten Beschwerden anwendbar, wenn die unklaren und die „erklärbaren" Beschwerden – sowohl diagnostisch als auch hinsichtlich der funktionellen Folgen – auseinandergehalten werden können.
Ein organisch begründeter
Teil
der Arbeits
un
fähigkeit kann bei Anwendbarkeit der Schlussbestimmung nur neu beurteilt werden, sofern eine Veränderung im Sinne von
Art.
17 ATSG eingetreten ist. Insoweit wird im Anwendungsbereich der Schlussbestimmung vom Grundsatz abgewichen, dass die Verwaltung im Rahmen einer materiellen Revision – um eine solche handelt es sich auch hier – den Rentenanspruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend prüft (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 2.4.2 mit Hinweisen).
Ist ein „Mischsachverhalt" gegeben, bei dem es unmöglich ist festzustellen, wie gross der Anteil der organisch bedingten Beschwerden bei der Rentenzu
sprechung war, wäre ein Abstellen auf die aktuelle gutachtliche Einschätzung nicht zu vereinbaren mit der Rechtsprechung, wonach der auf erklärbaren Beschwerden beruhende Teil der Invalidität unter dem Rechtstitel der Schluss
bestimmung nicht überprüft werden kann. In einem solchen Fall bestimmt sich die (zu einer
integralen
Neuprüfung führende) Anwendbarkeit der Schlussbe
stimmung nach folgendem Grundsatz: Besteht (im Zeitpunkt der Rentenzu
sprechung und/oder -überprüfung) neben dem
syndromalen
Zustand eine davon unabhängige organische oder psychische Gesundheitsschädigung, so hängt die Anwendbarkeit der Schlussbestimmung davon ab, dass die weitere („
nichtsyn
dromale
") Gesundheitsschädigung die anspruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mitverursacht, das heisst letztlich nicht selbständig zur Begründung des Rentenanspruchs beigetragen hat. Wenn sie die Auswirkungen des unklaren Beschwerdebildes bloss verstärkte, bleibt eine Rentenrevision unter diesem Rechtstitel möglich (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 2.6 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was
vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutl
ich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1,
125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Rente der Beschwerde
führerin mit der a
ngefochtenen Verfügung gestützt auf
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
aufgehoben hat.
Unbestritten ist weiterhin, dass die Beschwerdeführerin als Gesunde zu 80
%
einer
Erwerbstätigkeit und zu 20
%
d
er Haushaltsarbeit nachgehen würde.
2.2
Die
Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung gestützt auf das Gut
achten der MEDAS
A._
vom 2
0.
Mai 2016
und
erwog
, dass eine Gesamtwürdi
gung aller Einschränkungen und Ressourcen der Beschwerdeführerin zum Schluss führe, dass aktuell aufgrund des vermehrten Pausenbedarfs von 1,5 bis 2 Stunden pro Tag eine zirka 25%ige Einschränkung in der aktuellen wie auch einer Verweistätigkeit und im Haushalt bestehe (
Urk.
2).
2.3
Die Beschwerdeführerin lässt dem im Wesentlichen entgegenhalten, das Gutach
ten der MEDAS
A._
sei in mehrerlei Hinsicht nicht stimmig, respektive unvoll
ständig und n
icht nachvollziehbar. So sei
Dr.
B._
, welcher von
einer
min
destens 25%igen Einschränkung ausgegangen sei, bei der Unterzeichnung der Schlussfolgerungen nicht beteiligt gewesen. Weshalb trotz verneinter Verbes
serung des Gesundheitszustandes nunmehr von einer lediglich noch 25%igen Einschränkung ausgegangen werde, werde nicht begründet
. Des W
eitern fehle es an einer aktuellen Haushaltsabklärung
,
und der Einkommensvergleich sei mehrfach fehlerhaft (
Urk.
1).
3.
3.1
Zu prüfen ist in einem ersten Schritt, ob sich die Beschwerdegegnerin bei der Rentenaufhebung zu Recht auf
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
gestützt
hat. Die Beschwerdeführerin bezog vom
1.
Juli 2002 bis Januar 2004 und seit
1.
Mai 2005 ununterbrochen eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung. Im Zeitpunkt der Einleitung der Überprüfung lag somit noch kein
15-jähriger Ren
tenbezug vor (vgl. dazu BGE 139 V 442 E. 4 und 5.1). Bei Inkrafttreten der Änderung war die 1972 geborene Beschwerdeführerin
sodann
noch nicht 55 Jahre alt, weshalb keiner der Ausschlussgründe nach
lit
. a
Abs.
4
SchlB
IVG
6.
IV-Revision gegeben ist. Da die Überprüfung der Rente zudem innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten der IV-Revision 6a (somit bis 3
1.
Dezember 2014) einge
leitet wurde (vgl. dazu: Bucher,
Rentenaufhebung/-herabsetzung und Begleitmassnahmen nach der IV-Revision 6a,
in: Riemer-Kafka Gabriela (Hrsg.), Psyche und Sozialversicherung, Zürich/Basel/Genf 2014, S. 87-129
), ist
lit
. a der Schlussbestimmungen in formeller Hinsicht anwendbar.
Die Anwendbarkeit in materieller Hinsicht ergibt sich ausschliesslich aus der Natur des Gesundheitsschadens, auf dem
die Rentenzus
prechung beruht
e
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_379/2013 vom 1
3.
November 2013 E. 3.2.3)
,
und wurde im Urteil IV.2012.01318 vom 3
1.
Oktober 2014 bejaht. Unter Erwägung 3.2 de
s Rückweisungsentscheids wurde erwogen
, dass die ursp
r
üngliche
Renten
zusprache
zu einem nicht une
rheblichen Teil wegen einer Anp
assungsstörung erfolgt sei, ein Störungsbild, welches von der Rechtsprechung bei der Beurtei
lung der invalidisierenden Wirkung den
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern gleichgestellt werde, was auch auf die ebenfalls diagnostizierte HWS-Distorsion zutreffe. Selbst wenn ein Teil der Einschrän
kungen aus somatischer Sicht erklärbar sein sollte – aus somatischer Sicht sah das
Y._
-Gutachten die Ausübung einer schweren körperlichen Tätigkeit ver
unmöglicht -,
wurde die Prüfung der laufenden Rente unter dem Titel der Schlussbestimmung
lit
. a der Änderung des IVG vom 1
8.
März 2011 als rech
tens beurteilt und die Sache zur ergänzenden
medizinischen
Abklärung und neuem Entscheid unter diesem Titel zurückgewiesen (E. 4.6
und Dispositiv
im Urteil IV.2012.01318 vom 3
1.
Oktober 2014).
4.
4.1
Im Rahmen des nunmehrigen Zurückkommens auf den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin unter dem T
itel von
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
stützte sich die Beschwerdegegnerin auf das Gutachten der MEDAS
A._
vom
2
0.
Mai 201
6.
Di
e Beschwerdeführerin wurde
zwischen dem 2
2.
Dezember 2015
und dem 1
2.
Januar 2016 ort
hopädisch, psychiatrisch
, durch einen Facharzt der Inneren Me
dizin sowie in Form einer Eva
luation der funktionellen Leistungs
fähigkeit (EFL) untersucht (
Urk.
8/166).
Anlässlich
der orthopädischen Begutachtung durch med.
C._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH,
z
er
tifizierte medizinische Gutachter
in
SIM, berichtete die Beschwerdeführerin über chronische Schmerzen und ein Schweregefühl im Bereich des Nackens mit Aus
strahlungen in den Hinterkopf mit Druck auf die Augen und mit Schwindelge
fühl. Daneben habe sie Ausstrahlungen in beide Arme und in alle Fi
nger beid
seits. Es sei
ein Auf und Ab (
Urk.
8/166/11).
Dr.
C._
stellte aus orthopädischer Sicht keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit an der Kasse und am Informationsschalter. Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie chronische
Cervikalgien
ohne
radikuläre
Zeichen bei/mit
Osteochondrose
auf Höhe C5/6 und kleiner Diskushernie auf
Höhe C3/4 und C5/6 sowie eine b
eginnende Gonarthrose links bei/mit medialer Meniskusläsion und vorderer Kreuzbandläsion bei Status nach vorderer Kreuzbandplastik 1988 (
Urk.
8/166/12).
Während der klinischen Untersuchung habe die Beschwerdeführerin ein Schonhin
ken rechts und eine Unfähigkeit des Zehen- und Fersengangs demonstriert, was zu keiner der Beschwerden oder der objektivierbaren Befunde passe. Den im MRI der HWS vom
5.
Januar 2016 erhobenen Befunden im Bereich C3/4 und C5/6 mass
Dr.
C._
keine Bedeutung für die angestammte Tätigkeit bei.
Radi
kuläre
Zeichen verneinte sie
. Objektivierbar, aber nicht im Vordergrund der Beschwerden sei die beginnende Gonarthrose links mit
einer medialen Menisk
usläsion und einer vorderen Kreuzbandläsion. Eingeschränkt sei die Beschwerdeführerin
beim Heben und Tragen von über 10 Kilogram
m wie auch bei Arbeiten in knie
nder und gebückter Haltung, bei monotoner Kopfhal
tung und beim Hantieren mit schlagenden oder vibrierenden Maschinen. Rein sitzende Arbeiten und Arbeiten verbunden mit langen Autofahrten oder viel Treppensteigen sowie Gehen auf unebenem Gelände sei
en
ebenfalls nicht zumutbar.
Aus internistischer Sicht wurden keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ges
tellt (
Urk.
8/166 S. 26)
.
Der psychiatrische Teilgutachter
Dr.
med.
D._
erkannte aufgrund der aktuel
len Untersuchung keine Hinweise auf eine relevante psychische Störung, einzig Anhaltspunkte für eine akzentuierte Persönlichkeit
mit Neigung zu hypochond
rischem,
anankastischem
und ängstlichem Verhalten. Die nach dem Unfall
beschriebenen Ängste bestünden heute nicht mehr; auch nehme die Beschwer
deführerin seit Jahren keine Psychopharmaka mehr
. Eine somatoforme Schmerzstörung wurde ebenso verneint, wie das Vorliegen einer relevanten depressiven Störung. Zusammenfassend stellte
Dr.
D._
die Diagnose Psychi
sche Faktoren und Verhaltensfaktoren bei andernorts klassifizierten Krankheiten gemäss ICD-10 F54 sowie Akzentuierte Persönlichkeit gemäss ICD-10 Z73.
1.
Aus psychiatrischer Sicht ergebe sich gegenwärtig eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit mit allenfalls kurzdauernden qualitativen Einschränkungen. Die im
Y._
am 2
3.
Dezember 2003 gestellte Diagnose einer Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühl- und Sozialverhalten entspreche auch seiner Ansicht. Eine Anpassungsstörung sei jedoch aufgrund des Zeitfaktors definitionsgemäss nicht mehr zu diagnostizieren, weshalb allenfalls von einer F54er-Diagnose auszugehen sei (
Urk.
8/166/32 f.).
Die im
E._
AG durchgeführte EFL führte gemäss
Dr.
B._
zum Schluss, dass die angest
ammte Tätigkeit im Verkauf, welche d
ie
Beschwerdeführerin
zur Zeit
zu 50
%
ausübe, sowohl auf
grund der Belastbarkeitswerte wie auch des zeitlichen Umfangs zumutbar sei. Bezogen auf ein Vollzeitpensum seien Einschränkungen in zeitlicher Hinsicht nachvollziehbar und in diesem Sinne
seien
auch „objektivierbare Beobachtun
gen“ zu Schmerzreaktionen vorhanden, welche auf ein anzunehmendes Problem bei kumulativen Belastungen hindeute
n würden
. Diesbezüglich sei im Rahmen eines Vollzeitpensums und auch bezogen auf ein 80%iges ausserhäusliches Pensum von vermehrten Pausen von 1,5
-
2 Stunden pro Tag entsprechend einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens 25
%
auszugehen. Diese Angaben gälten auch für eine Verweistätigkeit.
Hinsichtlich der Haushaltseinschränkung sei von vergleichbaren
Einschränkun
gen auszugehen, da
sich aufgrund einer gewissen Beschwerdekumulation ver
mehrte Pausen respektive eine höhere Zeitdauer bei der Ausübung der Arbeiten ergebe. Grundsätzlich könnten aber alle Arbeiten ausgeübt werden. Die Leis
tungsbereitschaft der Beschwerdeführerin beurteilte
Dr.
B._
als zuverlässig. Röntgenbefunde standen ihm nicht zur Verfügung (
Urk.
8/166/37 ff.).
Im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung
wurden folgende
Diagnosen
gestellt
(
Urk.
8
/166/16
):
Diagnosen mi
t Relevanz für die Arbeitsfähigkeit
(Verkaufstätigke
it an Kasse und Information)
:
-
Zervikospondylogenes
und -
zephales
Syndrom
bei/mit:
-
Status nach indirektem HWS-Trauma 1999 QTF II
-
Osteochondrose
auf Höhe C5/6 und kleiner DH auf Höhe C3/4 und C5/6
-
leicht reduzierte Funktion und gute Kohärenz in Bezug auf
funktio
nelle Einschränkungen
-
keine
radikulären
Zeichen
Di
agnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit:
-
Beginnende Gonarthrose links bei/mit: medialer
Meniscusläsion
und vorderer Kreuzbandläsion
bei Status nach
vorderer Kreuzbandplastik 1988
-
Status nach
Thrombose linker Unterschenkel (anamnestisch)
-
Akzentuierte Persönlichkeit Z
73.1
-
Psychische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifi
zierten Krankheiten ICD-10
F54.
Die Beschwerdeführerin wurde in der angestammten wie auch einer Verweistätig
keit als zu 75
%
arbeitsfähig im Rahmen einer vollschichtigen Tätigkeit mit vermehrten Pausen erachtet.
Psychiatrisch und medizinisch bestehe kein negatives Zumutbarkeitsprofil. Die zeitliche Einschränkung ergebe sich ausschliesslich aus dem Fachbereich der EFL, welche entsprechend auch federführend in dieser Begutachtung sei. Die
Bewertung der Arbeitsfähigkeit gelte auch retros
pektiv, sicherlich ab dem Jahr 200
0.
Der Gesundheitszustand habe sich nicht verändert (
Urk.
8/166/13 ff.).
4.2
Die
Würdigung des Gutachtens der MEDAS
A._
im Lichte der bisherigen Akten
lage und der
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision führt zum Schluss, dass
entsprechend der
grundsätzlich überzeugende
n
psychiatrische
n
Beurteilung von
Dr.
D._
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen ist, dass aktuell keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigke
it
im Sinne einer Anpassungsstörung oder eines relevanten depressiven Geschehens
mehr vorliegt
. Der ps
ychiatrische Teilgutachter trug den Qualitäts
leitlinien für psychiatrische Gutachten der Eidgenössischen Invalidenversiche
rung (abrufbar unter:
www.swissinsurance-medi
c
ine.ch
)
angemessen Rechnung und
stützte seine Schlussfolgerungen auf eine allseitige Anamnese und eine überzeugende Befunderhebung
mit Zusatzdiagnostik.
Der Ausschluss sowohl eines depressiven Geschehens als auch einer andern für die Arbeitsfähigkeit relevanten psychischen Krankheit korrespondiert insbesondere auch mit der anamnestisch geschilderten Selbstwahrnehmung der Beschwerdeführerin
, gemäss welcher sich ihr psychischer Zustand einige Jahre nach dem Unfall vom Jahr 1999 gebessert habe (vgl.
Urk.
8/166/28).
Was die
Beschwerdenvalidierung
in Bezug auf
das
in den somatischen Gutach
ten diagnostizierte
zervikospondylogene
und –
zephale
Syndrom
anbelangt, ver
neinte
Dr.
D._
das Vorliegen einer somatoformen Schmerzstörung
(
Urk.
8/166/33). Im Rahmen de
r interdisziplinären Beurteilung wurden unter Ziffer 5 (Konsistenz) die Beschwerden als aus orthopädischer Sicht weder kli
nisch noch radiologisch nachvollziehbar erklärt, jedoch darauf verwiesen, dass in den übrigen Fachbereichen keine Inkonsistenzen und im
Rahmen der EFL gewisse
Konstanten in den Einschränkungen hätten festgestellt werden können
(
Urk.
8/166/19). Ob sich der Schluss, dass die Beschwerden radiologisch nicht erklärt werden könnten, rechtfertigt, ist
aber zumindest
fraglich:
Gemäss dem im orthopädischen Teilgutachten wiedergegebenen Befund der M
RI-Untersuchung der HWS des Rönt
geninstituts
F._
in
A._
vom
5.
Januar 2016 (Bericht liegt nicht in den Akten) liegt eine kleine paramediane rechts gelegene Diskushernie im Segment C3/4 bei ansonsten normaler
Darstel
lung der Bandscheibe, allenfalls mit einem Kontakt zu C4 rechts vor. Im Liegen sei kein
e Kompression nachweisbar. Des W
eitern wurde eine mässige
Osteo
chondrose
C5/6 mit Nachweis einer kleinen, etwas paramedian links gelegenen und links bis
intraforaminal
reichenden Diskushernie mit allenfalls Kontakt zu C6 links
intraforaminal
ohne nachweisbare Nervenwurzelkompression be
schrie
ben
(
Urk.
8/166/11).
In den
bisherigen Akten
fanden sich dagegen
keine Anhaltspunkte für ein
degeneratives Geschehen
(vgl.
Urk.
8/21/23 betreffend Röntgenaufna
hmen HWS vom 2
6.
November 2003).
Angesichts dessen sowie der von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwer
den (chronische Schmerzen und Schweregefühl im Bereich des Nackens mit Ausstrahlungen in den Hinterkopf mit Druck auf die Augen und mit Schwindel
gefühl, Ausstrahlungen in beide Arme und alle Finger beidseits, vgl.
Urk.
8/166/7), welche durchaus Assoziationen zu pathologischen Prozessen im Bereich C3/4 und C5/6 zuliessen (vgl.
zum Beispiel:
radikuläres
Sensibilitäts
schema in: Fritze, Die ärztliche Begutachtung, Rechtsfragen, Funktionsprüfun
gen, Beurteilungen, Beispiele, Heidelberg 1996, S. 305;
Rompe
, Neurologische Diagnostik, in: Begutachtung der Haltungs- und Bewegungsorgane, hrsg. von
Rompe
/
Erlenkämper
,
2.
Auflage, Stuttgart 1992, S. 198 f.),
hätten die neu gewonnenen Erkenntnisse aufgrund der MRI-Untersuchung vom
5.
Januar 2016
Anlass zu
einer eingehenden Diskussion und weiterführenden
neurologischen Abklärungen
bilden müssen
.
Zwar wurde eine Nervenwurzelkompression – wenn auch nur im Liegen – ausgeschlossen, doch zeigte sich im MRI immerhin ein Kontakt sowohl
zu
C4 als auch zu C
6.
Dass diese neu erhobenen Befunde zu keiner näheren Diskussion Anlass gaben und sich die neurologisch
e
Unter
suchung der oberen Extremitäten durch den orthopädischen Teilguta
chter im Befund „Reflexe
symm
.
b
ds
. Sensibilität der oberen Extremität intakt und
symm
.“ erschöpfte, überzeugt nicht. Zudem standen
Dr.
B._
die MRI-Befunde im Rahmen seiner EFL-Untersuchung offensichtlich nicht zur Verfü
gung, erklärte er doch
ausdrücklich
, über keine Röntgenbefunde zu verfügen, aktenkundig seien weder posttraumatische Veränderungen noch ein Vorzustand (
Urk.
8/166/
39
).
Dass
Dr.
B._
, welcher von einem konsistent geschilderten, in gewissem Masse objektiv reproduzierbaren Beschwerdebild ausging, welchem aber aktuell ein klinisch und radiologisch dürftiges Befundbild gegenüberstehe (vgl.
Urk.
8/166/39), die neuesten bildgebenden Befunde vom
5.
Januar 2016 bei sei
ner Abklärung vom 1
1.
und 1
2.
Januar 2016 nicht zur Verfügung standen, lässt das Gutachten als klar unvollständig
und ergänzungsbedürftig
erscheinen. Dies gilt umso mehr, als
Dr.
B._
bei der Gesamtbeurteilung als federführend bezeichnet wurde,
das interdisziplinäre Gutachten
jedoch
nicht unterzeichnete (
Urk.
8/166/2)
, der interdisziplinäre Konsens
damit
offensichtlich
nicht unter seiner Mitwirkung erfolgte.
Damit kann bei der gegebenen Aktenlage die laufende
Viertelsrente
nicht gestützt auf
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision aufgeh
oben werden, verlangt ein solches Vorgehen
doch, dass nicht nur
im
Zeitpunkt der Rentenzusprechung, sondern auch im Zeitpunkt der Überprüfung, sofern
neben dem
syndromalen
Zustand eine davon unabhängige organische oder psychische Gesundheitsschä
digung
vorliegt
,
die weitere („
nichtsyndromale
") Gesundheitsschädigung die anspruchserhebliche Arbeitsunfähigkeit nicht mitverursacht, das heisst letztlich nicht selbständig zur Begründung des Rentenans
pruchs beigetragen hat
/beiträgt
, sondern die
Auswirkungen des
unklaren Beschwerdebildes höchs
tens
verstärkt/e
(Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 2.6 mit Hinweisen).
Hierauf
aber lässt die momentane Aktenlage nicht mit dem verlangten Beweisgrad der überwiegenden Wahrs
cheinlichkeit schliessen, steht
doch durchaus die Möglichkeit einer im Wesentlichen organisch verur
sachten Arbeitsunfähigkeit im Raum.
4.3
Eine wiedererwägungsweise Aufhebung der laufenden Rente
wurde bereits im Urteil IV.2012.01318 vom 3
1.
Oktober 2014 (vgl. E. 4.4 desselben) verworfen.
Eine r
evisionsweise
Aufhebung gemäss
Art.
17
Abs.
1 ATSG bedingt das Vorlie
gen einer
wesentliche
n
Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeig
net ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerb
lichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).
Zwar ist nach dem unter E. 4.2
Erwogenen von einer Besserung des psychischen Gesundheitszustandes auszugehen; in Bezug auf den organischen/körperlichen Gesundheitszustand deutet die momentane, ergänzungsbedürftige Aktenlage jedoch eher auf eine Verschlechteru
ng des
selben
hin. Was die erwerblichen Auswirkungen anbelangt, hat die Beschwerdeführerin zwar ihr Arbeitspensum zwischenzeitlich gesteigert, jedoch gemäss Aktenlage nicht über das im Rahmen der ursprünglichen
Rentenzusprache
berücksichtigte zumutbare Mass von 50
%
.
Auch
liegt das im Jahr 2016 erzielte Bruttoe
inkommen
von
Fr.
22‘783.--
(vgl.
Urk.
12/2)
nur wenige hundert Franken über dem mit Urteil IV.2006.00118 vom 3
1.
Oktober 2007 errechneten Invalideneinkommen für das Jahr 2007 von
Fr.
21‘915.65, weshalb
eine revisionsweise Rentenaufhebung
bei der aktuellen Aktenlage
ausser Betracht fällt.
4.4
Damit ist die Sache nicht spruchreif. Das Gutachten der MEDAS
A._
erweist sich insofern als ergänzungsbedürftig, als die im MRI der HWS vom
5.
Januar 2016 erhobenen Befunde
Dr.
B._
zur Beurteilung
und einer neuerlichen Einschätzung
vorzulegen sind. Ausserdem erweist sich eine ergänzende, fach
neurologische Abklärung und eine neuerliche Konsensbeurteilung unter Betei
ligung
sämtlicher
Fachgutachter als unabdingbar.
Je nach Ergebnis dieser von der Beschwerdegegnerin in die Wege zu leitenden
zusätzlichen medizinischen
Abklärungen wird sie
ausserdem
eine Haushaltsab
klärung
zur Abklärung der Einschränkungen im Haushalt
durchzuführen haben
, bedarf es einer solchen doch im Regelfall zur Bestim
mung der Behinderung in diesem Bereich
. Dies gilt umso mehr, falls die ergänzten medizinischen Abklä
rungen zum Schluss auf einen im Wesentlichen physisch bedingten Gesund
heitsschaden führen, ist doch der Abklärungsbericht Haushalt seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung physisch bedingter Beeinträchtigungen zuge
schnitten (Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Auflage,
Art.
28a
Rz
249). Des Weitern drängt sich eine zusätzliche Haus
haltsabklärung auch aufgrund der veränderten persönlichen Verhältnisse der Beschwerdeführerin im Vergleich zur ersten Haushaltsabklärung vom 1
1.
Mai 2004 (
Urk.
8/19)
auf
; die Beschwerdeführerin h
at zwischenzeitlich zwei, jedoch
ältere Kinder
(Jahrgang 2002 und 2006)
und lebt
seit Januar 2017
getrennt von ihrem Ehemann
(vgl.
Urk.
10
).
In Bezug auf den neuerlich durchzuführenden Einkommensvergleich im Rah
men des neuen Entscheids bleibt die Beschwerdegegnerin darauf hinzuweisen, dass auf Seiten des Invalideneinkommens primär von der beruflich-erwerb
lichen Situation auszugehen ist, in welcher die versicherte Person konkret steht (BGE 129 V 472 E. 4.2.1), was
grundsätzlich
auch gilt, wenn die versicherte
Person die Resterwerbsfähigkeit
pensenmässig
nicht ausschöpft (Urteil des Bun
desgerichts 9C_720/2012 vom 1
1.
Februar 2013 E. 2.3.2). Die Beschwerdeführe
rin arbeitet seit Mai 2014 bei
Z._
bei einer ver
einbarten Arbeitsmenge von 10
-
20 Stunden wöchentlich (vgl.
Urk.
8/166).
Dr.
B._
erachtete diese Tätigkeit aufgrund der Ergebnisse der EFL als angepasst (vgl.
Urk.
8/166/41).
Die Beschwerdegegnerin verzichtete bis anhin auf die Abklärung
des tatsächlich erzielten Verdienstes. Dem von der Beschwer
deführerin im gerichtlichen Verfahren liegenden Lohnausweis für das Jahr 2016 (
Urk.
12/2) ist nicht zu entnehmen, welches Pensum die Beschwerdeführerin für das erzielte Bruttoeinkommen von
Fr.
22‘783.-- geleistet hat.
4.5
Zusammenfassend ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass der ange
fochtene Entscheid aufzuheben und die Sache zu ergänzenden medizi
nischen Abklärungen (ergänzende Stellungnahme zu den MRI-Befunden
und neuerliche Beurteilung auch der Arbeitsfähigkeit
durch
Dr.
B._
, neurolo
gische Abklärung, neuerliche Konsensbeurteilung) und
allenfalls
einer Haus
haltsabklärung sowie
zur
Abklärung der aktuellen erwerblichen Verhältnisse an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.
5.
5.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Entsprechend hat die
Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Parteientschädi
gung. Der Rechtsvertreter verzichtete auf die Einreichung einer Kostennote, weshalb das Gericht
die
Entschädigung nach Ermessen festsetzt. Diese ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
Art.
34 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeu
tung der Sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen. In Anwendung dieser Grundsätze rechtfertigt sich die Zusprechung einer
Prozess
entschädigung von
Fr.
3‘2
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer), welche dem unentgeltlichen Rechtsvertreter in diesem Verfahren auszurichten ist.