# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f54cd4c5-d0f6-4445-b3b9-4f34895f6475
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1964 geborene X._ meldete sich am 2. März 2009 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 6/4). Die IV-Stelle tätigte medizinische und beruflich-erwerbliche Abklärungen und liess den Versicherten im Medizinischen Zentrum Y._ interdisziplinär begutachten (Expertise vom 12. März 2010, Urk. 6/30). Mit Verfügung vom 20. September 2010 (Urk. 6/41) wies die
IV-Stelle das Leistungsbegehren von X._ ab.
1.2
Mit Neuanmeldung vom 7. Dezember 2015 machte X._ eine Verschlechterung seines Rückenleidens geltend (Urk. 6/47). In der Folge tätigte die IV-Stelle wiederum erwerbliche (IK-Auszug, Urk. 6/51; Arbeit
geberbericht Urk. 6/53) und medizinische Abklärungen (Urk. 6/54-55) und führ
te ein Standortgespräch durch (Urk. 6/52). Nach durchgeführtem Vorbescheid
verfahren (Urk. 6/59-68) wies sie das Leistungsgesuch des Versicherten mit Ver
fügung vom 20. September 2016 ab (Urk. 2 [=Urk. 6/70]).
2.
Dagegen erhob X._ am 20. Oktober 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Rente, auszurichten. Eventualiter seien umfassende medizinische Abklärungen durchzuführen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 18. November 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5 unter Auflage ihrer Akten, Urk. 6/1-72), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 22. November 2016 angezeigt wurde. Am 30. Januar 2017 nahm der Beschwerdeführer hierzu Stellung (Urk. 11).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV, so ist im Beschwerdeverfah
ren zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17
des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
,
eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsren
te und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsan
spruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizini
schen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundes
amtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärzt
lich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bun
desgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin zusammengefasst, die bisherige Tätigkeit als Hilfsmechaniker von Kaffeemaschinen sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar, wohingegen in einer angepassten wechselbelastenden und rückenadaptierten Tätigkeit eine vollständige Arbeits
fähigkeit bestehe, womit es an einem Rentenanspruch mangle. Soweit Dr. med. Z._ die bereits bekannten Diagnosen nenne, in leichter, angepasster Tätigkeit jedoch bloss noch eine Restarbeitsfähigkeit von 30 % für zumutbar erachte, fehle hierfür jegliche Begründung (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber liess der Beschwerdeführer im Wesentlichen vorbringen, es habe eine Schmerzexazerbation und damit eine Verschlechterung seines Gesundheits
zustandes stattgefunden. Entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin seien die Ärzte der Universitätsklinik A._ nicht davon ausgegangen, dass in angepasster Tätigkeit eine vollständige Arbeitsfähigkeit bestehe, sondern hätten gegenteils darauf hingewiesen, dass es zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit einer detaillierten arbeitsmedizinischen Untersuchung bedürfe (Urk. 1 S. 5). Diese notwendigen Abklärungen habe nun Dr. Z._ vorgenommen und dabei festgestellt, dass in angepasster Tätigkeit eine Restarbeitsfähigkeit von 30 % bestehe (Urk. 1 S. 8). Im Übrigen habe sich die Beschwerdegegnerin mit dem einwandweise vorgebrachten Argument, die Einschätzung des RAD sei willkürlich, nicht auseinandergesetzt, weshalb eine Verletzung des rechtlichen Gehörs vorliege (Urk. 1 S. 6). Nachdem die Ärzte des Y._ im März 2010 festgestellt hätten, dass die degenerativen Veränderungen nicht zu verbessern seien und nicht ausgeschlossen werden könne, dass diese in Zukunft an Ausprägung zunähmen, könne nicht ohne weitere medizinische Abklärungen von einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausge
gangen werden (Urk. 1 S. 7). Aufgrund der divergierenden Beurteilungen der behandelnden Ärzte zu jener des RAD sei zumindest ein externes Gutachten in Auftrag zu geben, sollten die medizinischen Unterlagen für eine Leistungszu
sprache nicht genügen (Urk. 1 S. 9).
3.
3.1
Zu prüfen ist vorab die formelle Rüge, wonach das rechtliche Gehör verletzt worden sei. Der Beschwerdeführer liess hiezu ausführen, es habe in der Verfü
gung vom 20. September 2016 keine Auseinandersetzung mit seinen Einwänden betreffend das Argument der Willkürlichkeit im Zusammenhang mit der Ein
schätzung des RAD stattgefunden. Damit habe die Beschwerdegegnerin gegen die ihr obliegende Begründungspflicht verstossen und sein rechtliches Gehör verletzt (Urk. 1 S. 6).
3.2
Der
Anspruch auf
rechtliches
Gehör verlangt, dass Entscheide sachgerecht ange
foc
hten werden können. Hierfür muss dem Betroffenen bekannt sein, von wel
chen Überlegungen sich die Behörde hat leiten lassen und worauf sie ihren Ent
scheid stützt. Nicht erforderlich ist hingegen, dass sich die Verfügung mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Soweit eine Verfügung sachgerecht angefochten werden kann, liegt somit keine
Verletzung
der Begründungspflicht vor (BGE 134 I 83 E. 4.1 mit Hinweisen).
3.3
Mit Blick auf diese Grundsätze liegt keine Verletzung des rechtlichen Gehörs vor. Zur Begründung seines Antrags im Einwandverfahren, es sei ihm eine Ren
te der Invalidenversicherung auszurichten (Einwand vom 4. Mai 2016, Urk. 6/60/2), hat der Beschwerdeführer mit Einwandergänzung vom 16. Juni 2016 (Urk. 6/63) vorgebracht, die Ärzte der Universitätsklinik A._ hätten die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit nicht festlegen können, weshalb der RAD zu Unrecht von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätig
keit ausgegangen, mithin eine detaillierte Abklärung der Restarbeitsfähigkeit vorzunehmen und ihm, dem Beschwerdeführer, eine Nachfrist zur Beibringung weiterer medizinischer Unterlagen zu gewähren sei. Am 30. August 2016 hat der Beschwerdeführer sodann den Bericht von Dr. Z._ vom 19. Juli 2016 auf
gelegt und damit eine Restarbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 30 % geltend gemacht (Urk. 6/68). Die Erwägungen in der Verfügung vom 20. September 2016 (Urk. 2) zu diesen Einwendungen sind zwar knappgehalten. Es wird aber zusammenfassend ausgeführt, für die Einschätzung von Dr. Z._, es bestehe bloss noch eine Restarbeitsfähigkeit von 30 %, fehle jegliche Begrün
dung und diese zeitliche Reduktion der Arbeitsfähigkeit sei aus orthopädischer Sicht weder aus den bekannten Diagnosen noch aus den Befunden begründbar. Damit war für den Beschwerdeführer erkennbar, dass die Beschwerdegegnerin ihren Entscheid nicht auf dem Bericht von Dr. Z._ abstellen, sondern die Ein
schätzung des RAD zugrunde legen würde. Eine sachgerechte Anfechtung war damit ohne weiteres möglich
und der Beschwerdeführer konnte sein Anliegen mit der Beschwerde gegen die Verfügung vom 20. September 2016 vor einer Beschwerdeinstanz vortragen, die sowohl den Sachverhalt als auch die Rechts
lage frei überprüft (vgl. BGE 127 V 431 E. 3d/aa).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Begründung ihrer Verfügung vom 20. September 2010 (Urk. 6/41; 6/33/4-5), mit welcher sie einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung verneinte, auf das interdisziplinäre Gut
achten des Y._ vom 12. März 2010 (Urk. 6/30). Danach bestand mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit folgende Diagnose (Urk. 6/30/27):
-
(1) Chronisch rezidivierendes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom mit/bei:
-
residuellem, sensiblem S1-Syndrom links
-
Status nach Diskushernienoperation LWK 5/ SWK 1 links
-
Fehlhaltung
-
muskulärer Dysbalance / myostatischer Insuffizienz
-
deutlicher Osteochondrose LWK 5/ SWK 1 mit diskreter ventraler Spondylose und Retroposition LWK 5 auf SWK 1 sowie initialer Spondylarthrose beidseits und initialer Osteochondrose LWK 3/4 und LWK 4/5.
Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit benannten die Gutachter eine (2) essentielle Hypertonie, eine (3) schwere Hypertriglyzeridämie, ein (4) chroni
sches Hämorrhoidalleiden, einen (5) Status nach offener Appendektomie sowie einen (6) klinischen Verdacht auf Innenmeniskusläsion. Die Gutachter hielten fest, es habe eine ausgeprägte Insuffizienz insbesondere der wirbelsäulenstabili
sierenden Muskulatur imponiert, was zusammen mit der daraus resultierenden schlaffen Fehlhaltung und den degenerativen Veränderungen zu einer ständigen Fehl- und Überbelastung des Achsenorgans führe. Aufgrund der eingeschränk
ten Belastbarkeit des Achsenorgans beziehungsweise der LWS sei die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Autolackierer mit regelhaft auftretenden wirbelsäulenbe
lastenden Bewegungsmustern nicht mehr zumutbar. In einer dem Leiden opti
mal angepassten leichten, wechselbelastenden Tätigkeit sei aus rheumatolo
gisch-versicherungsmedizinischer Sicht eine unlimitierte Arbeitsfähigkeit von 100 % zu attestieren (Urk. 6/30/31). Hinsichtlich psychiatrischem Gesundheits
zustand ergibt sich aus dem Gutachten, dass der Beschwerdeführer mit seinem Leben zufrieden sei, er aber hintergründig dennoch traurig gewirkt habe. In der Schilderung des Tagesablaufs, der sozialen Aktivitäten und der Interessen habe der Versicherte leicht reduziert imponiert, jedoch ohne einen Leidensdruck anzugeben. Es sei daher sicherlich auch eine depressive Verstimmung erkenn
bar, welcher aber nicht das Ausmass einer depressiven Episode von Krankheits
wert zukomme (Urk. 6/30/31).
Betreffend Therapieoptionen erklärten die Gutachter, dass die degenerativen Veränderungen nicht zu verbessern seien und zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden könne, dass diese in Zukunft an Ausprägung zunähmen. Da wirbelsäulenchirurgische Therapieoptionen fehlten, sei aus therapeutischer Sicht dringend eine muskuläre Rekonditionierung unter schwerpunktmässiger segmentaler Stabilisierung und Haltungsschulung indiziert. Zu empfehlen sei überdies auch eine primär konservative, physiotherapeutische aktive Therapie zur Kräftigung der kniegelenksstabilisierenden Muskulatur. Berufliche Mass
nahmen wären theoretisch indiziert, in Anbetracht der Gesamtsituation (lang
jährige Arbeitslosigkeit und Abhängigkeit vom Sozialamt, fehlende Motivation von Seiten des Versicherten usw.) demgegenüber wenig erfolgsversprechend (Urk. 6/30/33).
4.2
4.2.1
Mit Arztzeugnissen vom 26. Juni (Urk. 6/44/6), 29. Juli (Urk. 6/44/5) und 1. September 2015 (Urk. 44/4) wurde von den Ärzten der Universitätsklinik A._ eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % beziehungsweise ab 21. September 2015 eine solche von 100 % attestiert (Urk. 6/44/3-1).
4.2.2
Am 8. Mai 2015 (Urk. 6/44/7) berichteten die Ärzte der Universitätsklinik A._ von chronischen Lumbalgien bei Status nach Diskushernienoperation L5/S1 links 1995 in Lugano und einer Segmentdegeneration L4/5 und L5/S1. Sie notierten, die MRI-Untersuchung der LWS vom 7. Mai 2015 habe einen im Vergleich zur Voruntersuchung aus dem Jahr 2007 leicht grössenpro
gredienten, mediolateral rechtsgelegenen Bandscheibenvorfall mit einer breitba
sigen Bandscheibenvorwölbung auf Höhe L4/5 gezeigt.
4.2.3
Mit Bericht vom 27. Januar 2016 (Urk. 6/55/6-10) nahmen die Ärzte der Uni
versitätsklinik A._ Stellung zu Fragen der Beschwerdegegnerin. Sie hielten fest, aufgrund der beschriebenen belastungsabhängigen Beschwerdesymptoma
tik sei von einer verminderten Arbeitsfähigkeit in Berufen mit schwerer körper
lichen Belastung auszugehen. Zur genauen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bis heute sowie auf längere Sicht bedürfe es allerdings einer detaillierten arbeits
medizinischen Untersuchung. Aus dem Bericht ergibt sich ferner, dass nach einer Schmerzexazerbation am 8. Mai 2015 eine weitere Sprechstundenkontrolle durch Selbstzuweisung erfolgt sei, in deren Rahmen nach wie vor chronische Lumbalgiebeschwerden ohne motorische Defizite mit Hypästhesien im Bereich des lateralen Oberschenkels sowie der lateralen Fusskante links (seit der Opera
tion 1995) festgestellt worden seien. Aufgrund der persistierenden Schmerz-symptomatik sei eine Facettengelenksinfiltration L4/5 und L5/S1 ver
einbart und eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 11. Mai bis zum 31. Mai 2015 attestiert worden. Im Rahmen der Verlaufskontrolle vom 29. Mai 2015 sei
en nach wie vor Rückenschmerzen bei Belastung, vorwiegend bei schwerem Heben beruflich bedingt, beschrieben worden, weshalb eine Physiotherapiever
ordnung und später chiropraktische Massnahmen verordnet worden seien. Diese hätten allerdings nicht zu einer Beschwerdebesserung geführt.
5.
5.1
Die Aktenlage dokumentiert einen seit Herbst 2010 weitgehend unveränderten Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Nach wie vor besteht eine belas
tungsabhängige Beschwerdesymptomatik, die zu einer verminderten Arbeitsfä
higkeit in körperlich schweren Tätigkeiten führt (E. 4.1; E. 4.2.3) und zuvor im Erstanmeldungsverfahren die Gutachter des Y._ zur Feststellung veranlasst hatte, wirbelsäulenbelastende Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar (E. 4.1). Der bereits im Oktober 2007 (Urk. 6/30/49) von den Ärzten der Universitätsklinik A._ aktenkundig gemachte Bandscheibenvor
fall zeigt sich nur leicht grössenprogredient (E. 4.2.2), ohne dass sich die klini
sche Symptomatik erheblich verschlechtert hätte. So hielten denn die Ärzte der Universitätsklinik A._ im Januar 2016 ausdrücklich fest, die chronischen Lumbalgiebeschwerden dauerten seit der Operation im Jahr 1995 an (E. 4.2.3). Die von ihnen genannte Diagnose von chronischen Lumbalgien war ebenso bekannt wie das Vorliegen einer Segmentdegeneration L4/5 und L5/S1 (vgl. hierzu Urk. 6/30/21). Entgegen den Darlegungen des Beschwerdeführers (E. 2.2) lässt sich sodann auch nicht aus dem Bericht von Dr. Z._ vom 19. Juli 2016 schliessen, dass eine relevante gesundheitliche Verschlechterung eingetreten wäre. Seiner Einschätzung legte Dr. Z._ nicht nur den – schon vorgängig erwähnten (E. 4.2.2) - MRI-Befund der Universitätsklinik A._ vom 7. Mai 2015 zugrunde, sondern hielt auch wie deren Ärzte fest, der Beschwerdeführer leide seit Jahren an therapieresistenten lumbalen Schmerzen (Urk. 6/67/3). Seine Beurteilung, in leidensangepasster Tätigkeit bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von 30 %, stellt damit eine andere Beurteilung des gleichgebliebenen Sachver
halts dar und ist infolgedessen im vorliegenden Neuanmeldungsverfahren nicht geeignet, eine Verschlechterung auszuweisen (E. 1.1). Nachdem es mithin an einer relevanten Verschlechterung des Gesundheitszustandes aus orthopädischer Sicht fehlt, ist es auch unerheblich, dass sich die Ärzte der Universitätsklinik A._ ausser Stande sahen, ein Belastungsprofil für behinderungsangepasste Tätigkeiten zu formulieren und sie hierfür die Durchführung einer arbeitsmedi
zinischen Untersuchung empfahlen (Urk. 6/55/9). Immerhin ist an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass sie eine verminderte Leistungsfähigkeit nur bei stark körperlicher Belastung annahmen, demgegenüber bei Tätigkeiten ohne körperli
che Belastung von einer Erhöhung der Arbeitsfähigkeit ausgingen (Urk. 6/55/9). Hat sich in rheumatologisch-orthopädischer Hinsicht eine wesentliche Verände
rung nicht zugetragen, so ist unverändert auf die Einschätzung der Y._-Gutachter abzustellen. Danach ist dem Beschwerdeführer eine dem Leiden opti
mal angepasste leichte, wechselbelastende Tätigkeit zu 100 % zumutbar (E. 4.1). Dass die bis im Oktober 2015 ausgeübte Tätigkeit als Hilfsmechaniker von Kaf
feemaschinen (Urk. 6/53), die den Angaben des Beschwerdeführers zufolge auch das Heben und Tragen von schweren Kaffeemaschinen umfasste (Urk. 6/52/2), dem im Herbst 2010 formulierten Anforderungsprofil nicht entsprach und hier
für eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestehen soll, vermag ebenso wenig etwas daran zu ändern, dass es an einem Revisionsgrund mangelt. Eine erhebli
che Verschlechterung des Gesundheitszustandes ist in orthopädischer Hinsicht nicht ausgewiesen, womit sich eine detaillierte, arbeitsmedizinische Untersu
chung erübrigt, würde sich eine solche höchstens – wie bereits die Beurteilung von Dr. Z._ - in einer anderen Beurteilung des gleichgebliebenen Sachver
halts erschöpfen.
5.2
Soweit der Beschwerdeführer vorbringen lässt, es bestünden über die aus ortho
pädischer Sicht hinaus geklagten Beschwerden Gesundheitsprobleme psychi
scher Art sowie eine kardiologische Problematik (Urk. 1 S. 8-9), kann er nichts zu seinen Gunsten daraus ableiten. Die im Neuanmeldungsverfahren beige
brachten medizinischen Unterlagen enthalten keinerlei Hinweise auf einen psy
chopathologischen Zustand, welcher geeignet wäre, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu beeinträchtigen. Einen solchen hat er denn anlässlich der Neuanmeldung weder geltend gemacht, noch befindet sich der Beschwerdefüh
rer in psychiatrischer Behandlung (Urk. 6/47/5). Seinen eigenen Angaben zufol
ge hat er die bisherige Tätigkeit aufgrund anhaltender Rückenbeschwerden beendet (Urk. 6/52/5). Schliesslich vermag eine behandlungsbedürftige – und einer Behandlung zugängliche - Hypertonie (Urk. 6/54/10) keinen invalidisie
renden Gesundheitsschaden zu begründen (Urk. 1 S. 9). Da von weitergehenden Abklärungen keine relevanten Erkenntnisse zu erwarten sind, ist in antizipie
render Beweiswürdigung darauf zu verzichten.
5.3
Nach dem Gesagten
ergibt sich weder aus den Berichten der Universitätsklinik A._
eine
anspruchs
relevante Gesundheitsverschlechterung
, das heisst eine solche, die einen Renten
anspruch
begründen könnte
(vgl. BGE 141 V 9 E. 5.2),
noch
ist eine solche
in der abweichenden Beurteilung von Dr.
Z._
zu
erbli
cken
.
Damit mangelt es an einer wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse, die Voraussetzung für eine Überprüfung des Rentenanspruchs wäre. Aus diesem Grund ist die Beschwerde abzuweisen.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).