# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1bd35c3c-5a4b-4b6b-a3f1-69c765f8c0b6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Urteil des Bezirksgerichtspräsidenten Hinterrhein vom 8. April 2002 wurde die Ehe zwischen X. und Y. geschieden. Die elterliche Sorge über die drei gemeinsamen Kinder A., geboren am 13. Juni 1990, B., geboren am 7. August 1992, und C., geboren am 21. Juni 1994, wurde der Mutter zugeteilt. Der Vater wurde verpflichtet, der Mutter an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder monatlich im Voraus einen Unterhaltsbeitrag von je Fr. 500.- zuzüglich der gesetzlichen oder vertraglichen Kinderzulagen zu bezahlen.
B. Y., welche am 21. Mai 2002 Z. geheiratet hatte, verlangte mit Begehren vom 23. September 2009 beim Bezirksgericht Hinterrhein definitive Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. 20091200 des Betreibungsamtes des Kreises Thusis über den Betrag von Fr. 5'500.- nebst Verzugszins und Nebenkosten. Gestützt auf das Scheidungsurteil vom 8. April 2002 wurde X. für die Unterhaltsbeiträge für die Tochter C. für den Zeitraum vom September 2008 bis Juli 2009 betrieben. Mit Rechtsöffnungsentscheid des Bezirksgerichtspräsidiums Hinterrhein vom 14. Oktober 2009, mitgeteilt am 22. Oktober 2009, wurde in Sachen Y., Gesuchstellerin und Gläubigerin, gegen X., Gesuchsgegner und Schuldner, über den Betrag von Fr. 5'500.- nebst 5% Zins seit 10. September 2009 in der Betreibung Nr. 20091200 definitive Rechtsöffnung erteilt. Am 12. März 2010 stellte das Betreibungsamt des Kreises Thusis, gestützt auf Art. 115 SchKG, eine Pfändungsurkunde als Verlustschein über Fr. 6'492.60 aus, da beim Schuldner X. kein pfändbares Vermögen festgestellt und auch kein zukünftiger Lohn gepfändet werden konnte.
C. Mit Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 12. Mai 2010, mitgeteilt am 26. Mai 2010, rechtskräftig am 16. Juni 2010, in Sachen X., Kläger, gegen Y., Beklagte, wurde das Scheidungsurteil vom 8. April 2002 unter anderem dahingehend abgeändert, als die elterliche Sorge über C. per 1. Juni 2009 dem Vater zugeteilt wurde. Zudem wurde die Mutter verpflichtet, dem Vater vom 12. Dezember 2010 bis zum Erreichen der Volljährigkeit von C. an deren Unterhalt monatliche, im Voraus per 1. jeden Monats zahlbare indexierte Unterhaltsbeiträge von Fr. 750.- zu bezahlen.
D. Mit Schreiben vom 18. November 2010 gelangte Alexander Moses, Rechtsvertreter von Y., an Rechtsanwalt Ranzi, Rechtsvertreter von X., und erklärte Verrechnung der laut Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 12. Mai 2010 von Y. geschuldeten Unterhaltsbeiträge an die Tochter C. mit dem Betrag
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von Fr. 5'500.- zuzüglich 5% Zins seit dem 10. September 2009, welcher X. gemäss Rechtsöffnungsentscheid vom 14. Oktober 2009 Y. schuldete.
E. Mit Schreiben vom 15. Februar 2011 wandte sich das Sozialamt der Gemeinde Thusis betreffend Unterhaltspflicht gegenüber der Tochter C. an Y., da X. aufgrund der ausstehenden Alimentenzahlungen bei der Gemeinde Thusis um Inkassohilfe ersucht hatte. Auf dieses Schreiben antwortete Rechtsvertreter Moses im Auftrag von Y. am 17. Februar 2011 dem Sozialamt der Gemeinde Thusis. Moses berief sich wiederum auf die Verrechnung der Unterhaltsverpflichtung von Y. mit der laut Verlustschein vom 12. März 2010 bestehenden Schuld von X.. Allerdings korrigierte er die Forderung, für die vom Bezirksgerichtspräsidium Hinterrhein definitive Rechtsöffnung erteilt wurde, auf Fr. 4'500.- zuzüglich 5% Zins seit dem 10. September 2009, da sich das Rechtsöffnungsbegehren auf Unterhaltsforderungen bis und mit Juli 2009 bezog und das Abänderungsurteil erst später erging. Im Abänderungsurteil wurde dem Vater die elterliche Sorge über C. nämlich per 1. Juni 2009 zugeteilt.
F. Mit Schreiben vom 10. März 2011 erklärte die Gemeinde Thusis gegenüber dem Rechtsvertreter von Y., dass sie mit der Verrechnung der laufenden Unterhaltspflicht nicht einverstanden sei. Gestützt auf Art. 125 Abs. (recte: Ziff.) 2 OR könnten Unterhaltsansprüche gegen den Willen des Gläubigers nicht verrechnet werden. Gemäss der Gemeinde Thusis belief sich der Rückstand der Unterhaltszahlungen von Y. per 24. März 2011 auf Fr. 2'733.90.
G. Mit Zahlungsbefehl des Betreibungsamtes Imboden vom 25. März 2011 (Betreibung Nr. _) wurde Y. von X. für den Betrag von Fr. 2'733.90 zuzüglich Fr. 30.- Mahnkosten betrieben. Als Forderungsurkunde wurde das Alimenteninkasso für C. für die Zeit zwischen dem 12. Dezember 2010 und März 2011 genannt. Gegen diesen Zahlungsbefehl erhob Y. am 28. März 2011 Rechtsvorschlag.
H. Mit Rechtsöffnungsbegehren vom 21. April 2011 gelangte X., vertreten durch die Gemeinde Thusis, an das Bezirksgericht Imboden und verlangte gestützt auf das Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 12. Mai 2010 Rechtsöffnung gegenüber der Schuldnerin Y. im Sinne von Art. 80/82 SchKG für den Betrag über Fr. 2'733.90 nebst Zins zu 5% seit 24. März 2011, zuzüglich Fr. 70.- Kosten der Betreibung und Fr. 30.- Kosten für Mahnung und Betreibung.
I. Die Einzelrichterin SchKG des Bezirksgerichts Imboden erkannte mit Rechtsöffnungsentscheid vom 16. Mai 2011, mitgeteilt am 23. Mai 2011, in
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Sachen X. gegen Y. betreffend Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Imboden, wie folgt:
„1. Das Gesuch betreffend Rechtsöffnung in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Imboden wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens im Betrage von Fr. 200.- gehen zulasten des Gläubigers und gesuchstellenden Partei.
3. Ausseramtlich hat der Gläubiger und gesuchstellende Partei die Schuldnerin und gesuchsgegnerische Partei für ihre Umtriebe mit Fr. 572.70 zu entschädigen.

## Considerations