# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 241a8771-29f6-4aa4-a417-8593a8866600
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 13. September 2013 erliess das Betreibungsamt Tägerwilen (Kanton Thurgau) einen Zahlungsbefehl (act. E.1.1) gegen Y._ (Schuldner) für zwei Forderungen von CHF 9'894.40 bzw. CHF 1'218.50 je nebst Zins zu 5% zu Gunsten der deutschen Firma X._GmbH (Gläubigerin).
B. Die Zustellung des Zahlungsbefehls (act. E.1.1) an Y._ erfolgte in Ermatigen am 16. September 2013, wobei der Schuldner dagegen gleichentags Rechtsvorschlag erhob.
C. In der Folge hiess der Einzelrichter des Bezirksgerichts C._ die von der X._GmbH eingereichte Forderungsklage gut und hob den Rechtsvorschlag mit Entscheid vom 11. März 2014 (act. E.1.1) auf, welcher am 1. April 2014 rechtskräftig wurde.
D. Entsprechend dem Arrestgesuch der X._GmbH vom 8. April 2014 erliess der Einzelrichter des Bezirksgerichts Albula am 9. April 2014 einen Arrestbefehl (act. E.1.2) betreffend das Grundstück des Schuldners (Parzelle Nr. _ in O.1_) und über eine Forderungssumme von insgesamt CHF 13'715.90 gestützt auf den Arrestgrund gemäss Art. 271 Abs. 1 Ziff. 4 SchKG.
E. Am 30. April 2014 erfolgte der Arrestvollzug durch das Betreibungsamt Albula (vgl. act. E.1.3) und die Zustellung der Arresturkunde an die Parteien.
F. Am 9. Mai 2014 ging beim Betreibungsamt Albula das Betreibungsbegehren (act. E.1.4) der X._GmbH vom 8. Mai 2014 gegen Y._ ein.
G. Die X._GmbH reichte beim Betreibungsamt Albula am 19. Mai 2014 zudem das Fortsetzungsbegehren (act. E.1.1) betreffend die vor dem Betreibungsamt Tägerwilen eingeleitete Betreibung über die zwei Forderungen in der Höhe von insgesamt CHF 11'112.90 nebst Zins ein.
H. Danach stellte das Betreibungsamt Albula den Zahlungsbefehl gegen Y._ mit Ersuchen vom 19. Mai 2014 (act. E.1.5) an den Präsidenten des Amtsgerichts D._ (D) zur rechtshilfeweisen Aushändigung an den Schuldner an seinem jetzigen Wohnort Konstanz zu.
I. Gleichentags wies das Betreibungsamt Albula das Fortsetzungsbegehren der X._GmbH mit der Begründung zurück, dass der eingeleitete Arrest einen
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eigenen Betreibungsort gemäss Art. 52 SchKG begründe und somit ein neues separates Betreibungsverfahren einzuleiten sei (vgl. act. E.1.6).
J. Am 23. Mai 2014 erhob die X._GmbH Beschwerde (act. A.1) beim Kantonsgericht mit folgenden Begehren:
"1. Es sei die Ungültigkeit der Verfügung betreffend Rückweisung vom 19. Mai 2014 festzustellen.
2. Das Betreibungsamt Alvra/Albula sei anzuweisen, eine Pfändungsankündigung auszustellen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Die Beschwerde wird hauptsächlich damit begründet, dass nach dem Wechsel des Betreibungsortes, das Fortsetzungsbegehren am neuen Ort zugestellt werden könne, ohne dass erneut ein Betreibungsbegehren eingereicht werden müsse.
K. Am 5. Juni 2014 liess das Betreibungsamt Albula dem Kantonsgericht seine Vernehmlassung (act. A.2) zukommen mit dem Antrag auf Abweisung der Beschwerde.
L. Y._ wurde, so wie die X._GmbH, am 26. Mai 2014 zur Vernehmlassung aufgefordert (vgl. act. D.1). Da die Zustellung an ihn erfolglos blieb, wurde er am 18. Juni 2014 erneut zur Stellungnahme aufgefordert. Darauf ersuchte er das Gericht mit Eingabe vom 27. Juni 2014 (act. D.3) um eine Fristerstreckung für eine Beschwerdeantwort, worin er aber bereits die materielle Bemerkung anbrachte, dass zwischen ihm und der X._GmbH kein Vertrag zustande gekommen sei. Mit Verfügung vom 2. Juli 2014 wurde die Frist zur Stellungnahme bis am 18. Juli 2014 erstreckt.
M. In der Folge traf jedoch keine weitere Vernehmlassung von Y._ ein.
N. Auf die weitergehenden Ausführungen in den Rechtsschriften sowie in der angefochtenen Verfügung wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen
1. Einleitend ist festzustellen, dass die Deutsche Post die an Y._ verschickte Fristerstreckungsverfügung am 30. Juli 2014 dem Kantonsgericht retourniert hat, nachdem Y._ die anvisierte Postsendung bis am 17. Juli 2014 nicht abgeholt hatte. Da dieser mit der Zustellung von gerichtlichen Verfügungen
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rechnen musste, gilt die betroffene Verfügung als zugestellt und die Frist zur Vernehmlassung als verstrichen.
2. Gegen jede Verfügung eines Betreibungs- bzw. Konkursamts kann innert einer Frist von 10 Tagen bei der Aufsichtsbehörde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt werden (Art. 17 Abs. 1 und 2 SchKG). Einzige kantonale Aufsichtsbehörde im Kanton Graubünden ist das Kantonsgericht (Art. 11 der Vollziehungsverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs [GVV zum SchKG; BR 220.100]). Die das Fortsetzungsbegehren abweisende Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Albula vom 19. Mai 2014 wurde dem Beschwerdeführer am 20. Mai 2014 zugestellt. Die dagegen erhobene Beschwerde vom 23. Mai 2014 (Datum Poststempel) erweist sich somit als fristgerecht. Die X._GmbH ist hier offensichtlich durch die angefochtene Verfügung beschwert und hat ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung, weshalb sie ohne Weiteres zur Beschwerdeführung legitimiert ist. Auf die frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist demnach einzutreten.

## Considerations