# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e7a35df5-19ea-40e3-a89d-7ee60cd55fdb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1939, bezieht seit Jahren Ergänzungsleistungen
,
zunächst zu
r
Invalidenrente und
seit
2004
zur AHV-Altersrente (
vgl.
Urk.
5/12, Urk.
5/31-32,
Urk.
5/40,
Urk.
5
/43
,
Urk.
5/56,
Urk.
5/58,
Urk.
5
/63). Mit Verfü
gung vom 3. Januar 2012 setzte die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV (nachfolgend: Durchführungsstelle) die monatlichen Ergänzungsleistunge
n von
X._
ab 1. Januar 2
012 auf
Fr.
1‘
454.-- fest
(Urk.
5
/71
)
.
Mit Verfügung vom 7. Mai 2012
setzte die
Durch
führungsstelle
sodann
den monatlichen Anspruch auf Ergänzungsleistungen ab 1. Juni 2012 auf
Fr.
2‘064.-- fest
(
Urk.
5
/83
).
Die gegen beide Verfügungen er
hobenen Einsprachen (vgl. Urk. 5/80,
Urk.
5
/89
,
Urk.
5
/98) hiess die
Durch
führungsstelle
,
soweit sie au
f diese
eintrat,
mit Einspracheentscheid vom 6.
November 2012 unter Hinweis auf eine am 5. November 2012 erlassene wei
tere Verfügung teilweise gut (Urk. 2). Mit der erwähnten Verfügung vom
5. November 2012 hatte die Durchführungsstelle den
Ergänzungsleistungsan
spruch
von
X._
bereits
ab 1. März 2012
auf Fr.
2‘064.-- festgesetzt (Urk.
5
/14).
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom 6. Novembe
r 2012
erhob
X._
am 6.
Dezember 2012 Beschwerde mit dem sinngemässen Rechtsbegehren,
es sei
rückwirkend auf den Zeitpunkt der Zurücklegung des 60. Altersjahres seiner Ehefrau am 28. August 2008 auf die Anrechnung eines hypothetischen Ein
kommens zu verzichten
. Sodann sei
bei
den anerkannten Ausgaben eine höhere Wohnungsmiete
zu berücksichtigen sowie der Umstand
, dass Forderungen abbezahlt würden, für die Verlustscheine bestünden (Urk. 1). Die
Durchfüh
rungsstelle
beantragte in der Beschwerdeantwort vom 7. Februar 2013 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 4).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die vorliegend relevanten Gesetzesbestimmungen und die anwendbaren Grunds
ätze hat die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid zutreffend a
ufgeführt (Urk. 2 S. 2 f. Ziff. 3). Darauf
wird verwie
sen.
2.
In der Verfügung vom 3. Januar 2012
(Urk. 5/71)
berücksichtigte die
Beschwerde
gegnerin
bei der Berechnung der anrechenbaren Einnahmen ein hypothetisches Erwerbseinkommen der Ehefrau des Beschwerdeführers in der Höhe von
Fr.
11‘
760.-- (
Urk.
5/72/1
). Von einem vergleichbaren hypothetischen Einkommen war die Beschwerdegegnerin bereits be
i früheren Berechnungen
des Ergänzungsleistungsa
nspruchs des Beschwerdeführer
s ausgegangen
(vgl. Urk.
5/40,
Urk.
5/56
).
Bemängelt wird vom Beschwerdeführer nicht die Höhe, sondern die Anrech
nung eines hypothetischen Einkommens überhaupt. Begründet wird dies mit dem Umstand, dass die Ehefrau ihn pfleg
e und im August 2008 bereits 60
Jahre alt geworden sei (Urk. 1).
Diesem Standpunkt
hält
die Beschwerdegegnerin entgegen
(Urk.
2 S.
4 f. Ziff. 4a)
,
dass der Verzicht auf die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens nach Vollendung des 60. Altersjahres auf Teilinvalide respektive er
werbslose Witwen beschränkt ist, was zutreffend ist
(vgl. Art. 14a und Art. 14b der Ver
ordnung über die Ergänzungsleistung zur Alters-, Hinterlassenen- und Invali
denversicherung; ELV).
Hinzu kommt, dass die Behauptung des Beschwerde
führers, die von ihm benötigte Pflege schliesse eine Erwerbstätigkeit seiner Ehefrau gänzlich aus, weder substantiiert noch belegt ist.
Zusammengefasst ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 3. Januar 2012 zu Recht das bisherige, bis dahin nicht beanstandete geringfügige Verzichtseinkommen der Ehefrau angerechnet hat.
Im Übrigen
kam die Beschwerdegegnerin dem Begehren des Beschwerdeführers
insoweit
nach
,
als sie mit Verfügung vom 7. Mai 2012 (Urk. 5/83)
ab 1. Juni 2012
res
pektive mit der im
Einspracheverfah
ren
erlassenen Verfügung vom 5.
November 2012
(Urk. 5/114) bereits
ab 1. März
2012
auf die Anrechnung eines hypotheti
schen Einkommens der Ehefrau ve
rzichtete (vgl.
Urk.
5/84, Urk.
5
/116).
Ein
Verzicht auf die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens
bereits ab Januar 2012
fällt aus den aufgezählten Gründen
indessen
ausser Betracht. Gleich verhält es sich mit dem geforderten rückwirkenden Verzicht.
Einem solchen steht allein schon die Rechtskraft der früheren Leistungsverfügungen im Wege.
3.
Die vom Beschwerdeführer
im
Einspracheverfahren
geltend gemachte höhere Miete meldete dieser
am 29. März 2012 (vgl.
Urk.
5/80). In der Folge
korrigierte die Beschwerdeführerin dies, indem ab März 2012 die anerkannten Ausgaben entsprechend erhöht wurden (
vgl.
Urk.
5/84 und
Urk.
5/116
).
Die
Beschwerde
gegnerin
hat das in diesem Zusammenhang Erforderliche im angefochtenen Einspracheentscheid ausgeführt (
Urk.
2 S. 4 Ziff. 4b).
4.
Betreffend Abzahlung von Schulden führte die Beschwerdegegnerin zutreffend aus, es handle sich um Steuerschulden (Urk. 4 S. 1
lit
. b). Die vom Beschwerde
führer eingereichten Unterlagen (Urk. 3/1-4) bestätigen dies.
Des Weiteren führte die Beschwerdegegnerin aus, belegte Schulden der
leistungs
berechtigten
Person seien vom angerechneten Vermögen abzuziehen. Dies betreffe neben Kleinkr
editen
, Hypothekarschulden und Darlehen. Steuer
schulden aber fielen nicht darunter. Diese
seien Teil des
Betrag
es
für die per
sönlichen
Auslagen (Urk. 4 S. 1
lit
. a-b).
D
er Betrag für den
persönlichen
Lebensbedarf
umfasst
gemäss Art. 10
Abs.
1
lit
. a
des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistung
en
zur Alters-, Hinterlasse
nen- und Invalidenversicherung (
ELG
)
nebst dem
Taschengeld und
den
weitere
n
Ausgaben
für Kleider, Toilet
tenartike
l etc. auch die Steuern
(vgl.
Ziff.
3330.01
der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV; WEL).
Gemeint sind aber
die laufenden Steuern. Vorliegend in Frage stehen indessen Steuer
schulden des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau, für die Verlustscheine bestehen
(vgl.
Urk.
3/1 und
Urk. 3/4)
.
Da es sich um Schulden handelt
, können diese nicht zum Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf gezählt werden, son
dern sie sind vom Vermögen in Abzug zu bringen
(vgl.
Carigiet
/Koch,
Ergän
zungsleistungen
zur AHV/IV,
2.
A., Zürich 2009,
S. 166). Indessen bleibt dies ohne praktische Folgen, da
beim Beschwerdeführer im vornherein
keinerlei Vermögenswerte
zu berücksichtigen
waren
(vgl.
Urk.
5/72,
Urk.
5/84,
Urk.
5/116
je S. 1
).
5.
In Bezug auf die kantonalen Beihilfen, auf die nach Massgabe von §
§
13 ff. des kantonalzürcherischen Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung Anspruch besteht und die dem
Beschwerdeführer auch ausgerichtet
werden
(vgl.
Urk.
5/72,
Urk.
5/84, Urk.
5/116 je S. 2) erfolgten im Beschwerdeverfahren - anders als noch im
Ein
spracheverfahren
(vgl.
Urk.
5/80) - keine Einwände mehr (vgl.
Urk.
1). Weitere Ausführungen dazu erübrigen sich demgemäss.
6.
Zusammenfassend ergibt sich, dass keine der erhobenen Rügen begründet ist. Der angefochtene Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin ist mit anderen Worten nicht zu beanstanden. Dies hat
die Abweisung der
Beschwerde
zur Folge
.