# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 20d4127f-896e-4e4a-832b-7ed887b3e5a2
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ (vormals A._), geboren am _ 1965, und B._, geboren am _ 1957, schlossen am 25. Dezember 2009 in C._ die Ehe. Im Sommer 2015 trennten sich die Ehegatten.
B. Am 29. September 2015 instanzierte B._ beim Regionalgericht Maloja ein Eheschutzverfahren, welches mit Urteil des Bundesgerichts vom 22. November 2018 (5A_629/2017, 5A_668/2017) abgeschlossen wurde. Im fraglichen Verfahren wurde unter anderem festgestellt, dass die Parteien seit 23. Juli 2015 getrennt leben, und die Gütertrennung mit Wirkung ab 22. Oktober 2015 angeordnet. Ausserdem wurde B._ verpflichtet, A._ mit Wirkung ab 1. Oktober 2015 einen monatlich im Voraus zu entrichtenden Unterhaltsbeitrag von CHF 15'000.00 zu bezahlen.
C/a. Mit Klage vom 24. Juli 2017 leitete B._ beim Regionalgericht Maloja das Ehescheidungsverfahren ein (Proz. Nr. 115-2017-31) und beantragte, die Ehe in Anwendung von Art. 114 ZGB zu scheiden sowie die Nebenfolgen zu regeln. Nach ergebnislos verlaufener Einigungsverhandlung vom 6. Februar 2019 reichte B._ am 26. Februar 2019 eine ergänzende Klagebegründung ein. Die Klageantwort von A._ erfolgte mit Datum vom 23. Mai 2019.
C/b. Die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Maloja fand am 20. Februar 2020 statt. Mit Teil-Entscheid vom 20. Februar 2020, mitgeteilt am 28. Februar 2020, schied das Regionalgericht Maloja die Ehe und verwies die Regelung der Nebenfolgen in ein separates Verfahren. Das Kantonsgericht von Graubünden schützte dieses Vorgehen (KGer GR ZK1 20 49 v. 17.6.2021). Auf die von A._ gegen das kantonsgerichtliche Urteil erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 13. Juli 2021 (5A_567/2021) nicht ein.
C/c. Das Verfahren betreffend Regelung der Nebenfolgen der Scheidung ist nach wie vor beim Regionalgericht Maloja hängig.
D/a. Am 24. Januar 2019 hatte B._ beim Regionalgericht Maloja ein Gesuch mit folgenden Anträgen eingereicht:
1. Die Beklagte sei richterlich und unter Hinweis auf Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall zu veranlassen, über ihre Einkommens- und Vermögensverhältnisse umfassend Auskunft zu erteilen, namentlich durch Einreichung der folgenden Belege bzw. Kopien davon:
a. Letzte Steuererklärung
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b. Jahresabschluss mit Belegen
c. Aktuelle Auszüge über Bank-, ggf. Postcheckkonti
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Maloja nahm die Eingabe als Gesuch betreffend vorsorgliche Massnahmen entgegen (Proz. Nr. 135-2019-33). A._ beantragte in ihrer Stellungnahme vom 25. Februar 2019, auf das gegnerische Auskunftsbegehren nicht einzutreten, eventualiter dieses vollumfänglich abzuweisen.
D/b. Mit Entscheid vom 5. März 2019 erkannte der Einzelrichter, was folgt:
1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die Gesuchsgegnerin wird angewiesen, innert 20 Tagen seit Erhalt dieses Entscheides die letzte Steuererklärung, den Jahresabschluss mit Belegen und aktuelle Auszüge über Bank-, gegebenenfalls Postkonti, vorzulegen.
2. Diese Anordnung ergeht unter ausdrücklicher Androhung der Straffolge nach Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
3. Die Prozesskosten bleiben bei der Prozedur.

## Considerations