# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d62ecba7-7bbb-4c14-8fb0-5aacc548eabd
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Die B._ (vormals: H._) projektierte in I._ das J._, welches durch die A._ AG betrieben wird. Die H._ schloss mit der D._ AG am _ 2005 eine Preiszusicherungsvereinbarung ab mit dem Zweck, den Gästen des Hotels einen Bergbahnpass zu einem fixen und ermässigten, aber indexierten Preis abgeben zu können, so dass im Hotel keine Logiernächte ohne Bergbahnpass verkauft werden.
B. Mit Eingabe vom 29. Juni 2018 ersuchten die B._ und die A._ AG das Regionalgericht Plessur um Erlass vorsorglicher Massnahmen gegenüber der D._ AG. Dabei ging es insbesondere darum, dass die D._ AG zu verpflichten sei, umgehend die Preise der Berechtigungskarten für die Sommersaison 2018 und die Wintersaison 2018/2019 bekannt zu geben und zwei voll funktionstüchtige Kartenausgabegeräte auf ihre Kosten zur Verfügung zu stellen und wieder in Betrieb zu nehmen.
C. Mit Entscheid vom 5. Juli 2018 trat der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur auf das Gesuch nicht ein.
D. Gegen diesen Entscheid liessen die B._ und die A._ AG mit Eingabe vom 20. Juli 2018 beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung einreichen. Mit Urteil vom 13. September 2018 hiess das Kantonsgericht die Berufung gut, hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück.
E. Mit Schreiben vom 22. Oktober 2018 teilte die D._ AG mit, dass die B._ und die A._ AG den Betrieb des J._ in I._ eingestellt hätten. Entsprechend gäbe es keine Hotelgäste mehr, für welche die Gesuchstellerinnen gestützt auf die Preiszusicherungsvereinbarung vergünstigte Tagesberechtigungskarten verlangen könnten. Das Gesuch habe demzufolge zwischenzeitlich jedwelche Berechtigung verloren, weshalb es ohne weiteres allein schon aus diesem Grund abzuweisen sei.
F. Mit Stellungnahme vom 26. November 2018 verlangten die B._ und die A._ AG, die D._ AG sei superprovisorisch und vorsorglich zu verpflichten, umgehend die Preise der Berechtigungskarten für die Wintersaison 2018/2019 bekannt zu geben und zwei voll funktionstüchtige Kartenausgabegeräte auf ihre Kosten zur Verfügung zu stellen und wieder in Betrieb zu nehmen.
3 / 22
G. Mit Eingabe vom 20. Dezember 2018 ersuchten die B._ und die A._ AG, den Entscheid betreffend superprovisorische Massnahmen in Wiedererwägung zu ziehen und diese anzuordnen. Der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur wies dieses Gesuch mit prozessleitender Verfügung vom 21. Dezember 2018 ab.
H. Anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 20. Februar 2019 teilte die B._ mit, dass sie sich umfirmiert habe und neu B._ GmbH heisse. Zusammen mit der A._ AG stellte sie das folgende, in Ziff. 1.a) geänderte Rechtsbegehren:
1. Die Gesuchsgegnerin sei (unter impliziter Feststellung des Weiterbestands der Preiszusicherungsvereinbarung vom 25.02.2015) zunächst superprovisorisch und dann vorsorglich zu verurteilen, den Gesuchstellerinnen
a) die Preise gemäss Preiszusicherungsvereinbarung der Berechtigungskarten für die Sommersaison 2019 und die Wintersaison 2019/2020 umgehend bekannt zu geben;
b) zwei voll funktionstüchtige Kartenausgabegeräte (Hersteller: K._, Modellbezeichnung: L._; oder adäquates Produkt) auf ihre Kosten zur Verfügung zu stellen und wieder in Betrieb zu nehmen.
2. Die Massnahmen unter Ziffer 1 hiervor sind unter Androhung von Strafmassnahmen anzuordnen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgegnerin.
I. Die D._ AG liess folgendes, im Kostenpunkt präzisiertes Rechtsbegehren stellen:
1. Das Gesuch der Gesuchstellerinnen 1 und 2 sei, sowohl superprovisorisch als auch vorsorglich, abzuweisen.
2. Eventualiter seien die Gesuchstellerinnen zu verpflichten, eine Sicherheitsleistung von Fr. 800'000.00 zu leisten,
subeventualiter von jeweils Fr. 400'000.00 pro Wintersaison, zahlbar jeweils per 30. November;
Den Gesuchstellerinnen sei Frist zur Einreichung der Klage anzusetzen.
3. Ebenfalls eventualiter sei den Gesuchstellerinnen unter Androhung von Strafmassnahmen zu verbieten, die aus den Kartenausgabegeräten generierten Berechtigungskarten an Nichthotelgäste weiterzugeben.
4. Die Gesuchstellerinnen seien zu verpflichten, die Kosten sowohl für das Verfahren 135-2018-523 wie auch für das heutige Verfahren zu tragen und die Gesuchsgegnerin für beide Verfahren ausseramtlich zu entschädigen.
4 / 22
J. Mit Entscheid vom 20. Februar 2019 trat der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur auf das Gesuch nicht ein.
K. Gegen diesen Entscheid liessen die B._ GmbH und die A._ AG mit Eingabe vom 11. März 2019 beim Kantonsgericht von Graubünden Berufung einreichen.
L. Mit Urteil vom 17. April 2019 (ZK1 19 13) hiess das Kantonsgericht die Berufung gut, hob den angefochtenen Entscheid auf und wies die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurück.
M. Mit Entscheid vom 28. Juni 2019, mitgeteilt am 4. Juli 2019, erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur wie folgt:
1. Die D._ AG wird vorsorglich verpflichtet, der B._ und der A._ AG
a) die Preise gemäss Preiszusicherungsvereinbarung der Berechtigungskarten für die Sommersaison 2019 und die Wintersaison 2019/2020 umgehend bekannt zu geben.
2. Die B._ und die A._ AG werden verpflichtet der D._ AG eine Sicherheitsleistung in Höhe von CHF 400'000.00 pro Wintersaison, jeweils zahlbar per 30.11. auf das Konto des Regionalgerichts Plessur IBAN M._, Konto Nr. F._ zu bezahlen.
3. Nach Eingang der Sicherheitsleistung beim Regionalgericht Plessur und Vorlage des Entsprechenden Nachweises an die D._ AG, wird die D._ AG vorsorglich verpflichtet, der B._ und der A._ AG
a) zwei voll funktionstüchtige Kartenherausgabegeräte (Hersteller: K._, Modelbezeichnung: L._: oder adäquates Produkt) auf ihre Kosten zur Verfügung zu stellen und wieder in Betrieb zu nehmen.
4. Die Massnahmen unter den Ziffer 1.a) und 3.a) ergehen unter dem ausdrücklichen Hinweis auf Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
5. Im Übrigen werden die Rechtsbegehren abgewiesen, soweit überhaupt darauf eingetreten wird.
6.a) Die Gerichtskosten von CHF 4'000.00 gehen je hälftig zu Lasten der B._ und der A._ AG und der D._ AG und werden mit den von der B._ und der A._ AG geleisteten Vorschüssen von im Proz. Nr. 135-2018-883 geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 2'000.00 verrechnet. Den Fehlbetrag von CHF 2'000.00 hat die D._ AG dem Kanton Graubünden nachzuzahlen.
b) Jede Partei trägt ihre Parteikosten selber.

## Considerations