# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f392d349-2d4e-40e6-967b-8452e34b5a90
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

unverändert gebliebenen Sachverhalts, was revisionsrechtlich
unbeachtlich sei.
27. Dagegen liess A._ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 6. Januar
2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
erheben und neben der Aufhebung der angefochtenen Verfügung
beantragen, ihr sei rückwirkend ab dem 1. Mai 2013, eventuell ab dem
1. April 2014, eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter sei ihr
ab dem 1. März 2018 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Zur
Begründung brachte sie im Wesentlichen vor, sie warte noch heute darauf,
dass im Rahmen des im April 2013 eingeleiteten Revisionsverfahrens
korrekt verfügt werde. Da die damaligen Arztberichte eindeutig eine
seinerzeitige 100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen hätten, sei die
Rente rückwirkend anzupassen. Zudem würden im aktuellen
Revisionsverfahren im Gegensatz zu RAD-Arzt Dr. med. P._
sämtliche behandelnden Ärzte mit gewichtigen psychiatrischen Diagnosen
eine nochmalige Verschlechterung des Gesundheitszustands bestätigen.
Sie sei heute zweifellos zu 100 % arbeitsunfähig.
28. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in der
Vernehmlassung vom 22. Januar 2020 auf Abweisung der Beschwerde.
Die Beschwerdeführerin vertiefte in der Replik vom 27. Januar 2020 bei
unveränderten Rechtsbegehren ihren Standpunkt punktuell. Die
Beschwerdegegnerin duplizierte am 31. Januar 2020.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle
des Kantons Graubünden vom 3. Dezember 2019. Eine solche Anordnung,
die laut Bundesrecht der Beschwerde an das Versicherungsgericht am Ort
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der verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann beim Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden als das örtlich und sachlich zuständige
Versicherungsgericht angefochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2 lit. a des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100] i.V.m.
Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
[IVG; SR 831.20] sowie Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als formelle und
materielle Verfügungsadressatin ist die Beschwerdeführerin von der
angefochtenen Verfügung unmittelbar betroffen und hat ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung. Sie ist
somit zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59
ATSG). Die Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht
(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 39 Abs. 1 ATSG
sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist somit – unter Vorbehalt der
nachstehenden Erwägungen – einzutreten.
2. Streitgegenstand bildet der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin.
Unbestritten ist, dass sie vom 1. Oktober 2017 bis 28. Februar 2018
aufgrund der seinerzeitigen Verschlechterung der depressiven
Symptomatik Anspruch auf eine ganze Invalidenrente hat. Die
Beschwerdeführerin beantragte in ihrer Beschwerde vom 6. Januar 2020
im Hauptbegehren, ihr sei rückwirkend ab dem 1. Mai 2013, eventuell ab
dem 1. April 2014, eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Die
Beschwerdegegnerin hielt dem in der Vernehmlassung entgegen, es sei
lediglich der Rentenanspruch ab dem Revisionsbegehren im Oktober 2017
streitig. Somit ist zunächst näher auf den Streitgegenstand einzugehen.
2.1. Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin der
Beschwerdeführerin am 26. März 2014 mitteilte, dass weiterhin ein
Anspruch auf die bisherige Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von
66 % bestehe, wobei sie anmerkte, es könne schriftlich eine
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beschwerdefähige Verfügung verlangt werden. Auf das entsprechende
Schreiben der Beschwerdeführerin vom 3. April 2014 (Bg-act. 146) und
nachdem sie mit RAD-Arzt Dr. med. P._ hatte sprechen können (Bf-
act. 14 oder Bg-act. 144), stellte die Beschwerdegegnerin ihr den
Vorbescheid vom 8. April 2014 (weiterhin Anspruch auf die bisherige
Invalidenrente) zu und machte sie darauf aufmerksam, dass sie 30 Tage
Zeit habe, allenfalls gegen den Entscheid bei der Beschwerdegegnerin
Einwand zu erheben und entsprechende ärztliche Berichte zur Prüfung
einzureichen (vgl. Bg-act. 148). Nachdem kein Einwand eingegangen war,
stellte die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin am 16. Juni 2014
das mit "Mitteilung: Unveränderte Invalidenrente" bezeichnete Schreiben
zu (Bg-act. 149). Darin wies sie wiederum auf die Mitteilung vom 26. März
2014 (weiterhin Anspruch auf die bisherige Invalidenrente) sowie das
Schreiben der Beschwerdeführerin vom 3. April 2014 mit der Bitte um
Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung hin. Zwar wurde das Schreiben
vom 16. Juni 2014 nicht als Verfügung bezeichnet und enthielt zudem
dieselben Ausführungen wie im Vorbescheid, wonach die
Beschwerdeführerin innert 30-tägiger Frist allenfalls gegen den Entscheid
Einwand erheben und entsprechende ärztliche Berichte zur Prüfung