# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 819be269-d3c6-4ff0-9e5e-8aa61f4423c7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1955, war
von
1979
bis
April
2017
bei der
Y._
angestellt
und über diese bei der AXA Versicherungen
AG (nachfolgend: AXA) im Rahmen einer kollektiven Krankentaggeldversicherung nach dem Bun
desgesetz über den Versicherungsvertrag (VVG) gegen die wirtschaftlichen Fol
gen krankheitsbedingter Arbeitsunfähi
gkeit versichert (vgl.
Urk.
9/1-2,
Urk.
9/13-14).
Am
8.
Juni 2017 meldete die Arbeitgeberin der AXA eine seit
2.
März 2017 be
stehende
Arbeitsunfähigkeit des Versicherten (
Urk.
9/1).
Nach Abklärungen zur medizinischen Situation
teilte die AXA dem Versicherten mit
Schreiben vom 1
2.
September 2017 (
Urk.
9/5) mit, gestützt auf d
as
von ihr veranlasste psychiat
rische
Gutachten vom
5.
September 2017
(
Urk.
9/4) sei ein Anspruch auf Leistun
gen aus der Krankent
aggeldversicherung zu verneinen. Auf eine Rückforderung der in der Zeit vom
1.
Mai bis 3
1.
Juli 2017 bereits erbrachten Taggeldleistungen werde entgegenkommenderweise verzichtet. Nach
dem der Versicherte hiergegen Einwände erhoben und weitere ärztliche
Berichte
eingereicht hatte, unterbreitete die AXA diese ihrem beratenden Arzt, welcher am
1.
Februar 2018 eine Stellung
nahme verfasste (
Urk.
9/11). Mit
Schreiben vom
2.
März 2018 (
Urk.
9/12)
hielt die AXA
an ihrem Entscheid
fest.
2.
Am 2
4.
September 2018 erhob der
Versicherte Klage gegen die AXA und bean
tragte, diese sei zu
verpflichten, ihm
Fr.
67'485.96
zuzüglich Zinsen zu 5
%
auf näher genannte Beträge
ab näher genannten Zeitpunkten
zu bezahlen (
Urk.
1 S. 2 Mitte). Mit Klageantwort vom 2
1.
Januar 2019 (
Urk.
8) beantragte die AXA die Abweisung der Klage.
Nachdem die Parteien innert der mit Verfügung vom 2
0.
Februar 2019 (
Urk.
10) angesetzten Frist keine Hauptverhandlung verlangt hatten, wurde
mit Verfügung vom 2
6.
März 2019 (
Urk.
12)
ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet. Gleichzei
tig wurde der Kläger aufgefordert, das Kündigungsschreiben der
Y._
einzureichen. Der Kläger liess sich innert
angesetzter
Frist nicht vernehmen, was der Beklagten am 1
1.
Juni 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
14).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitigkeiten aus einer Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung unterstehen gemäss
Art.
2
Abs.
2 Satz 2 des Bundesgesetzes vom 2
6.
September 2014 betreffend die Aufsicht über die soziale Krankenversicherung (Krankenver
sicherungsaufsichtsgesetz, KVAG) dem
VVG
.
Sie
sind privatrechtlicher Natur (
BGE 138 III
2 E. 1.1).
Kollektive Kranken
taggeld
versicherungen werden vom Bundesgericht wie alle weiteren
Taggeld
versicherungen in ständiger Praxis unter den Begriff der Zusatzversicherung zur sozialen Krankenversicherung subsumiert (
BGE 142 V 448
E. 4.1).
1.2
Das Sozialversicherungsgericht ist als einzige kantonale Gerichtsinstanz für Kla
gen über Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversiche
rung nach dem
Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG)
zuständig (Art. 7
der Schwe
izerischen Zivilprozessordnung ZPO,
in Verbindung mit § 2 Abs. 2
lit
. b des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsg
ericht,
GSVGer
; BGE 138 III 2
E. 1.2.2
), ohne dass vorgängig ein Schlichtungsverfahren durchzuführen ist (BGE 138 III 558
E. 4
).
1.3
Gemäss Art. 243 Abs. 2
lit
.
f ZPO
werden
Ansprüche aus einer Zusatzversiche
rung zur sozialen Krankenversicherung nach dem KVG ohne Rücksicht auf den Streitwert im vereinfachten Verfahren n
ach Art. 243 ff. ZPO beurteilt
. Gemäss Art. 247 Abs. 2
lit
.
a in Verbindung mit Art. 243 Abs. 2
lit
.
f ZPO stellt das Ge
richt im Verfahren betreffend Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozia
l
en Krankenversicherung nach dem KVG den Sa
chverhalt von Amtes wegen fest.
1.4
Gemäss
Art.
8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs (ZGB) hat, wo es das Gesetz nicht anders bestimmt, derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache
zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet. Demgemäss hat die Partei, die einen An
spruch geltend macht, die rechtsbegründe
nden Tatsachen zu beweisen, wäh
rend
die Beweislast für die rechtsaufhebend
en beziehungsweise
rechtsvernichtenden oder rechtshindernden Tatsachen bei der Partei liegt, die den Untergang des An
spruchs behauptet oder dessen Entstehung oder Durchsetzbarkeit bestreitet. Diese Grundregel kann durch abweichende gesetzliche Beweislastvorschriften ver
drängt werden und ist im Einzelfall zu konkretisie
ren (BGE 128 III 271 E. 2a/
aa
).
1.5
Es obliegt der versicherten Person zu beweisen, dass sie (weiterhin)
mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit
arbeitsunfähig ist und daher Anspruch auf
Taggeld
er hat, wenn die Versicherung zunächst
Taggeld
er ausbezahlt hat und sodann gel
tend macht, die Umstände hätten sich geändert oder die Leistungen seien von vornherein zu Unrecht erbracht worden und die versicherte Person sei (wieder) arbeits
fähig (BGE 141 III 241 E. 3.1).
Den Versicherer trifft demgegenüber die
Beweis
last für Tatsachen, die ihn zu einer Kürzung oder Verweigerung der ver
traglich vorgesehenen Leistung berechtigen oder die den Versicherungsvertrag gegenüber dem Anspruchsberechtigten unverbind
lich machen (BGE 130 III 321 E.
3.1).
1.6
Da der Nachweis rechtsbegründender Tatsachen im Bereich des Versicherungs
vertrags regelmässig mit Schwierigkeiten verbunden ist, geniesst der beweis
pflichtige Anspruchsberechtigte insofern eine Beweiserleichterung, als er in der Regel nur eine überwiegende Wahrscheinlichkeit für das Bestehen des geltend gemachten Versicherungsanspruchs darzutun hat. Allerdings kann der Versiche
rer im Rahmen des Gegenbeweises Indizien geltend machen, welche die Glaub
würdigkeit des Ansprechers erschüttern oder erhebliche Zweifel an seinen Schil
derungen erwecken. Gelingt der Gegenbeweis, dürfen die vom Anspruchsberech
tigten behaupteten Tatsachen nicht als überwiegend wahrscheinlich und damit nicht als bewiesen anerkannt werden. Der Hauptbeweis ist vielmehr gescheitert (BGE 130 III 321 E. 3.4).
1.7
Nach Art. 168 Abs. 1 ZPO sind als Beweismittel zulässig: Zeugnis (
lit
. a), Urkunde (
lit
. b), Augenschein (
lit
. c), Gutachten (
lit
. d), schriftliche Auskunft (
lit
. e) sowie Parteibefragung und Beweisaussage (
lit
. f). Diese Aufzählung ist abschliessend; im Zivilprozessrecht besteht insofern ein
numeru
s
clausus der Beweismittel, vor
behalten bleiben nach Art. 168 Abs. 2 ZPO lediglich die Bestimmungen über Kin
derbelange in familienrechtlichen Angelegenheiten (BGE 141 III 433 E. 2.5.1).
Art. 168 Abs. 1
lit
. d ZPO lässt einzig vom Gericht eingeholte Gutachten als Be
weismittel zu. Privatgutachten sind zwar zulässig, aber nicht als Beweismittel, sondern nur als Parteibehauptungen (BGE 141 III 433 E. 2.5.2)
.
Auch Berichte von Fachärzten, welche die Taggeldversicherer beraten, sind als
blosse Parteibe
hauptungen zu qualifizieren (Urteil des Bundesgerichts 4A_571/
2016 vom 23. März 2017, E. 3.2 am Ende).
2
.
2
.1
Der Taggeldanspruch des Klägers ist unstreitig gemäss der zw
ischen der
Y._
und der Beklagten abgeschlossenen Police Nr.
«...»
(
Urk.
9/14
) so
wie nach den in der Police zur Vertragsgrundlage
erklärten Allgemeinen Ver
tragsbedingungen (AVB), Ausgabe 07.2010 (
Urk.
9/13), zu beurteilen.
Gemäss Police wurde für das gesamte Personal mit effektiven Löhnen ein Kran
kentaggeld in der Höhe von 80
%
des versicherten Lohnes für eine
Leistungs
dauer von 730 Tagen
abzüglich einer
Wartefrist
von 60 Tagen
vereinbart
(
Urk.
9/14
S. 2).
2
.2
Nach
Art.
B1
Abs.
1 AVB erbringt die Beklagte die in der Police aufgeführten Leistungen für die wirtschaftlichen Folgen der krankhe
itsbedingten Arbeitsunfä
higkeit (
Urk.
9/13 S. 7).
Gemäss
Art.
B8
Abs.
1 AVB setzt der Anspruch des Personals auf Taggeld v
oraus
, dass die versicherte Person nach är
ztlich
er Feststellung a
rbeitsunfähig
ist, wobei die Beklagte das Taggeld nach Ablauf der vereinbarten Wartefrist längstens wäh
rend der in der Police aufgeführten Leistungsdauer ausrichtet.
Gemäss
Art.
B8
Abs.
2 AVB bezahlt die Beklagte b
ei voller Arbeitsunfähigkeit das
in der Police aufgeführte Tag
geld. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit richtet sich die Höhe nach dem Ausmass der Arb
eitsunfähigkeit; weniger als 25
%
ergeben jedoch keinen Anspruch
(
Urk.
9/13 S. 8).
2
.3
Art.
A4
Abs.
1 AVB definiert Krankheit als jede Beeinträchtigung der körperli
chen, geistigen oder psychischen Gesundheit, die nicht Folge eines Unfalls ist und die eine medizinische Untersuchung oder Behandlung erfordert und eine Arbeits
unfähigkeit zur Folge hat
(
Urk.
9/13 S. 6).
Art.
A4
Abs.
2 AVB
definiert
Arbeitsunfähigkeit als die durch eine
Krankheit
be
dingte
,
volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbe
reich zumutbare Arbeit zu leisten.
Bei langer Dauer wird auch die
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder
Aufgabenb
ereich berücksichtigt (
Urk.
9/13
S. 6).
2.4
Nach
Art.
B4
Abs.
2 AVB erlischt der Versicherungsschutz für den einzelnen Ver
sicherten unter anderem mit seinem Ausscheiden aus dem Kreis der versicherten Personen (
Urk.
9/13 S. 7).
Art.
B 8
Ziff.
7 AVB bestimmt, dass die Beklagte nach Erlöschen des Versiche
rungsschutzes für Rückfälle und laufende Krankheiten, die während der Versi
cherungsdauer eingetreten sind, noch bis zum Ablauf der vereinbarten Leistungs
dauer Leistungen bezahlt (
Urk.
9/13 S. 9).
3
.
3
.1
Der Kläger
begründete seine Klage (
Urk.
1)
zusammengefasst
damit, aufgrund ei
ner schweren reaktiven
Depression
sei er
v
om
2.
März 2017 bis 3
1.
März 2018
z
u 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Dies
, nachdem ih
m nach 38-jähriger Tätigkeit bei der
Y._
, bei welcher er sich
zum leitenden Angestellten hochgear
beitet habe,
im August 2016
ohne jegliche Vorwarnung per Ende Februar 2017 gekündigt worden
sei
.
Trotz
lege
artis
durchgeführter Behan
d
l
ung habe sich
zu
nächst keine Verbesserung s
eines
Gesundheitszustands eingestellt. Erst seit April 2018 sei er wieder soweit genesen, dass er wieder eine Tätigkeit aufnehmen könne. Die Arbeit sei für ihn Ein und Alles gewesen
und für die Karriere habe e
r seine privaten Belange
hinten
angestellt
. Umso mehr habe er die Beendigung des Arbeitsverhältnisses – ohne dass ihm etwas vorzuwerfen gewesen wäre – als be
schämend und kränkend empfunden und habe sich daher trotz seines desolaten se
e
lischen Zustands zunächst auch davor gescheut, einen Arzt aufzusuchen. Erst
im März
2017
, als sich sein Gesundheits
zustand aufgrund der dann erfolgt
en Be
end
igung des Arbei
tsverhältnisses nochmals versc
h
lechtert habe, habe er sich dazu ü
b
erwinden können
(S. 3 ff.)
.
3
.2
Die Beklagte
(
Urk.
8)
hielt dagegen,
gemäss dem
von ihr eingeholte
n
psychiatri
sche
n Gutachten sowie d
e
r
Stellungnahme ihres beratenden Arztes
liege keine psychiatrische Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vor (
Ziff.
2.2 ff.). Eine krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit des Klägers sei zu keinem Zeitpunkt
ausgewiesen
(
Ziff.
2.7 ff.).
Sollte entgegen dieser
Ansicht von einer krankheits
bedingten Arbeitsunfähigkeit ausgegangen werden, so habe eine solche frühes
tens im
August 2017 beziehungsweise
Oktober 2017 vorgelegen, als der Versi
cherungsschutz für den Kläger bereits erloschen sei (
Ziff.
2.13)
.
3.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
für die Zeit vom
2.
März 2017 bis 3
1.
März 2018
eine
anspruchsbegründende Arbeitsunfähigkeit
rechtsgenüglich
nachgewiesen ist.
4
.
4
.1
Dr.
med. Z._
,
Facharzt für Allgemeinmedizin und Innere
Medizin,
be
richtete am 1
3.
Juni
2017 (
Urk.
9/3)
, der
Kläger
stehe seit
2.
März
2017
in seiner Behandlung (
Ziff.
1). Nach
38-jähriger Tätigkeit
in der Firma, die er mit aufgebaut habe,
sei ihm von einem Tag auf den andern gekündigt worden. Die
nicht be
gründete Kündigung
sei
völlig überraschend gekommen.
Man habe keine
Gesprä
che
mit ihm
geführt
, sondern ihn vor
vollendete Tatsachen gestellt (
Ziff.
3).
Beim
Kläger
sei die Diagnose einer schweren reaktiven Depression zu stellen (
Ziff.
4). Seit dem
2.
März 2017 sei er zu 100
%
arbeitsunfähig
für
jeglic
he
Tätigkeit
en
und in absehbarer Zeit sei nicht mit einer Erhöhung der Arbeitsfähigk
eit zu rechnen (
Ziff.
5-7). Es fänden
eine Gesprächstherapie sowie eine intensive Bewegungsthe
ra
pie statt. Ausserdem werde der Kläger
medikamentös mit Citalopram 20 mg behandelt. Er sei weiterhin depressiv und grüble den ganzen Tag. Er könne nicht abschalten, der Schlaf sei erheblich gestört (
Ziff.
8-9).
4
.2
Am
5.
September 2017 erstattete
Dr.
med. A._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie,
nach am 2
8.
August 2017
durchgeführter
Kurzu
n
tersuchung
des Klägers
ein Gutachten im Auftrag der Beklagten (
Urk.
9/4).
Dr.
A._
konnte keine psychiatrische Diagnose nach ICD-10 stellen (S. 3
Ziff.
7). Er führte aus, die vom Kläger anlässlich der Untersuchung geschilderten Beschwerden und festgestellten ps
ychischen Befunde einer
leichtgradigen Durch
schlafstörung, einer Reizbarkeit
sowie eines
Gedankenreisen
s
schränkten den
Klä
ger
bei der Ausübung der bisherigen Tätigkeit am bisherigen Arbeitsort nicht ein (S. 3 ff.
Ziff.
8). Ohne Beeinträchtigung von arbeitsrelevanten Fähigkeiten bestehe am angestammten Arbeitsplatz aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit (S. 5 unten).
Der
Kläge
r suche einmal pro Monat
seinen Hausarzt
auf. Die Prog
nose sei gut (S. 5
Ziff.
9
). Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit sei vom Hausarzt an
fangs März 2017 gerade im Moment attestiert
worden, als die Frist der Freistel
lung abgelaufen gewesen sei und die Arbeitslosigkeit eingetreten wäre.
Dr.
Z._
habe eine reaktive schwere Depression diagnostiziert
– wobei in seinem Bericht jeglicher Befund fehle -
und diese mit der Kündigung
begründet. Diese sei aber berei
ts sechs Monate
vorher erfolgt. Auf die Freistellung habe der Kläger mit Empörung und Wut reagiert. Eine medizinische Behandlung sei damals nicht not
wendig geworden. Die im Bericht von
Dr.
Z._
gestellte Diagnose könne nicht bestätigt werden, eine depressive Symptomatik nach ICD-10 sei nicht zu eruieren. Es bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (S. 5 f.
Ziff.
10).
4
.3
Am
5.
Oktober
2017 (
Urk.
9/6)
berichtete
Dr.
Z._
,
die erfolgte Kündigung stelle oh
n
e Zwei
fel eine schwere traumatische psychische Belastung dar. Insbesondere sei auch
die
Übermittlung der
Nachricht traumatisierend gewesen, da
sie völlig gefühllos und herablassend erfolgt sei. T
rotz leitliniengerechter Behandlung daure die
depressive Episode an.
4
.4
Am 1
1.
Oktober 2017 (
Urk.
9/7) berichtete
B._
,
Arzt für Neuro
logie und Psychiatrie, nach am 1
0.
Oktober
2017
erfolgter Untersuchung
des Klä
gers
. Als Diagnose nannte er eine
Anpassungsstörung, depressiv.
Er führte aus,
seit seiner Entlassung im April grüble der Kläger. Er sei in depressiver Stim
mungslage, schlafe schlecht durch, werde bei Kleinigkeiten nervös, sei gereizt bis aggressiv, konzentrationsgemindert und denke, das Leben sei es nicht wert, ohne akut suizidal zu sein. I
n der Untersuchung spürbar gewesen sei eine verhaltene Wut, grosse Enttäuschung und Trauer. In dem halben Jahr seit der Entlassung habe sich der Kläger nicht gefangen, sei fixiert auf die erlebte Kränkung und könne sich nur mit Mühe ein wenig auf Aktivitäten einlassen, die ihm
gut täten
, wie beispielsweise Joggen. Insgesamt bestehe eine m
ittel- bis
schwergradige
be
handlungsbedürftige
Depression.
Es bestehe keine Arbeitsfähigkeit. Er habe
dem Kläger
eine psychotherapeutische Behandlung sowie eine (näher
umschriebene
)
Änderung der Medikation em
pfohlen
.
4
.5
C._
,
diplomierte
Psychologin
und psychologische
Psychotherapeutin, berichtete am
5.
November 2
017 (
Urk.
9/8),
der Kläger stehe seit
2.
Oktober 2017 in ihrer ambulanten verhaltenstherapeutischen Behandlung
(S. 1 Mitte)
.
Zum psy
chopathologischen Befund führte sie unter anderem aus, der Kläger habe auf Nachfrage breitwillig über seine derzeitige Belastungssituation und die damit ein
hergehende depressive Symptomatik berichtet. Dabei sei das Kränkungserleben aktualisiert und es seien Ärger und Verletzung spürbar geworden, bei steigender motorischer Unruhe. Es liege eine Störung der Affektivität mit deprimierter,
dys
phorischer
Stimmung und Gefühlen von Enttäuschung, Gereiztheit sowi
e Insuf
fizienzgefühlen vor.
Im berichteten Sozialkontakt werde ein allgemeines soziales Rückzugsverha
l
ten d
eut
lich.
Der Antrieb sei verm
indert, bei gleich
zei
tig beste
hender Unruhe.
Um etwas zu tun, gehe der Kläger täglich mit dem Hund spazie
ren, zu allem Weiteren könne er sich nicht aufraffen (S. 1 unten, S. 2 oben).
In der Zusammenschau des berichteten Beschwerdebildes, des psychopathologi
schen Befundes, der biographischen Angaben und der testdiagnostischen Ergeb
nisse (Beck
Depressions
Inventar mit
einem Summenscor
e
von 31 als Hinweis auf
eine schwere depressive Episode;
Beck An
g
stinventar mit einem Summenscore von 9 als Ausdruck einer milden Angst) liege die Diagnose einer s
chwere
n
de
pressive
n
Episode
, ohne psych
otische Symptome
(ICD-10 F32.2)
, vor (S. 2).
4
.6
Am 2
2.
November 2017 (
Urk.
9/9) berichtete
B._
(vorstehend
E. 4
.4), in Übereinstimmung mit der Einschätzung der Psychotherapeutin
C._
(vorstehend E.
4
.5) diagnostiziere er eine depressive Störung. Eine Erfolgs
beurteilung der von ihm empfohlenen und zwischenzeitlich aufgenommenen me
dikamentösen Therapie lasse sich erst in etwa vier Wochen durchführen. Die auf
genommene Psychotherapie entlaste den Kläger, eine leichte Linderung des Be
schwerdebildes sei schon zu verzeichnen.
4
.7
In seiner Aktenbeurteilung vom
1.
Februar 2018 (
Urk.
9/11) führte d
er beratende Arzt der Beklagten,
Dr.
med. D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
therapie, aus, eine Arbeitsunfähigkeit sei
anhand der medizinischen Akten
nicht ausgewiesen.
Der medizinische Sachverhalt sei im Gutachten von
Dr.
A._
(vorstehend E. 4
.2)
nachv
ollziehbar erhoben und dargestellt
worden
. D
ie
nach
folgenden medizinischen
Berichte
wiesen – näher dargelegte (vgl. S. 1 ff.)
-
er
hebliche Mängel in der Befunderhebung und in der
diagnostischen Beurteilung auf, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne. Die gutachterliche Beurtei
lung der Fähigkeitsbeeinträchtigung und damit einhergehend der psychophysi
schen Leistungsfähigkeit als medizinische Grundlage der Arbeitsfähigkeit werde dadurch nicht gewichtig in Zweifel gezogen (S. 5
Ziff.
1-2).
5.
5.1
Zu prüfen ist, ob der Kläger mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit den Beweis für die von ihm behauptete
krankheitsbedingte
Arbeitsunfä
higkei
t erbringen kann
, oder ob der Beklagten der Gegenbeweis gelingt, mithin hinreichende Indizien den Hauptbeweis scheitern lassen (
vgl.
vors
t
ehend E. 1.
5-
6).
5.2
Zur Begründu
ng seines Standpunkts berief
sich der Kläger auf die Berichte von
Dr.
Z._
(vorstehend E. 4.1, E. 4.3), von
B._
(vorstehend
E. 4.4, E. 4.6) sowie von
C._
(vorstehend E. 4.5).
Die Beklagte verneinte ihre Leistungspflicht dagegen gestützt auf die Beurteilun
gen von
Dr.
A._
(vorstehend E. 4.2) und
Dr.
D._
(vorstehend E. 4.7).
5.3
In der Klageschrift sowie anlässlich der im August 2017 durchgeführten Begut
achtung gab der Kläger an,
die Kündigung
durch die
Y._
sei
im August 2016 auf Ende Februar 2017
erfolgt,
unter sofortiger Freistellung
(
Urk.
1 S. 3 oben
,
Urk.
9/4 S. 1 unten
). Gemäss einer von der Beklagten eingeholten te
lefonischen Auskunft der
ehemaligen Arbeitgeberin endete das Arbeitsverhältnis am 3
0.
April 2017 (
Urk.
9/17). So zu verstehen ist demnach wohl auch
ihre
An
gabe auf der Krankmeldung vom
8.
Juni 2017, in welcher festgehalten wurde, das Arbeitsverhältnis sei «am» 3
0.
April 2017 gekündigt worden (
Urk.
9/1
Ziff.
3).
Anlässlich eines Telefongesprächs mit der Beklagten vom 1
2.
Juni 2017
hatte
auch der Kläger v
on einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses per 3
0.
April 2017
gesprochen
(
Urk.
9/2).
Nachdem der Kläger der Aufforderung des Gerichts zur Einreichung der Kündigung nicht nachgekommen ist
(vgl.
Urk.
12-14)
, ist ge
stützt auf die Aktenlage davon auszugehen, dass die
Kündigung im August 2016 ausgesprochen wurde und der
Kläge
r bis Ende April
2017
bei der
Y._
angestellt
war
, womit er bis zu diesem Zeitpunkt bei der Beklagten versichert war (vgl.
Art.
B4
Abs.
2 AVB)
, wovon im Ü
brigen auch die Beklagte ausging
(vgl.
Urk.
8 S. 14
Ziff.
2.13).
5.4
Ausweislich der Akten begab sich der Kläger nach im August 2016
erfolgter Kün
digung
erstmals am
2.
März 2017 in ärztliche Behandlung beim Allgemeinmedi
ziner und Internisten
Dr.
Z._
. Dieser diagnostizierte ein
e schwere reaktive De
pression
und attestierte dem Kläger eine volle Arbeitsunfähigkeit seit Behand
lungsbeginn (vorstehend E. 4.1).
Der Bericht von
Dr.
Z._
wurde sowohl von
Dr.
A._
(vorstehend E. 4.2) als auch von
Dr.
D._
(vorstehend E. 4.6) kritisch gewürdigt.
Beide
Psychiater
bemängelten, dass die gestellte Diagnose einer schweren reaktiven Depression nicht befunduntermauert und angesichts der bereits rund sechs Monate vor Be
handlungsaufnahme erfolgten Kündigung in Frage zu stellen sei.
Dr.
D._
führte hierzu
aus, gemäss den Kriterien der ICD-10 könne eine plötzliche Lebens
veränderung, welche vom Betroffenen eine erhebliche Anpassung an eine geän
derte Lebenssituation abfordere, zu einer vorübergehend krankheitswertigen Symptomatik führen, die unter dem Kapitel der Anpassungsstörungen (ICD-10 F43.2) eingeordnet sei. In diesem Kapitel sei ein gewichtiger Krankheitsaspekt aufgenommen worden, der bei allen sogenannten reaktiven Störungen zu berück
sichtigen sei. Eine reaktive Störung entwickle sich in unmittelbarer zeitlicher Ab
folge zum auslösenden Ereignis.
Gemäss Leitlinien manifestiere sich bei einer Anpassungsstörung die Symptomatik mit Krankheitswert innerhalb eines Monats.
A
ufgrund der im August 2016 erfolgten K
ün
d
i
gung hätte
daher
eine erste ärztli
ch
e Behandlung ei
gen
t
lich im September oder spätestens Oktober 2016 doku
mentiert sein müssen. Dabei gelte es
zu berücksichtigen, dass eine schwere De
pression
, wie sie
Dr.
Z._
diagnosti
z
iert habe, ein für den Betroffenen äusserst quälender Leidenszustand darstelle
und bei einer entsprechend
schwerwiegenden Erkrankungssymptomatik viel früher
um
ärztliche Hilfe, Behandlung und Bei
stand nachgesucht werde, als dies im vorliegenden Fall geschehen sei
(
Urk.
9/11 S. 2 Mitte)
.
Dr.
Z._
habe sich
nicht
klärend
zum
zeitlichen Verlauf geäussert. Zudem gelte es zu berücksichtigen, dass es auch im normalpsychologischen Er
leben bei einem plötzlichen Ereignis wie einer unvorhergesehenen Kündigung zu einer R
e
aktion mit manifester Verunsicherung,
s
chmerzlicher Erschütterung und einem anhaltenden Empfinden von Kränkung und Hera
bwürdigung kommen könne.
Solche
auch länger anhaltende Gefühle
, Empfindungen und Gedanken seien normalpsychologische Reaktionen auf eine aussergewöhnliche Situation und stellten keine psychiatrische Beeinträchtigung mit Krankheitswert dar (
Urk.
9/11 S. 2 unten).
5.5
Die von den
beiden
Fachpsychiatern am Bericht
vo
n
Dr.
Z._
geübte Kritik er
weist sich als
überzeugen
d
und
vermag
Zweifel daran
zu erwecken
, dass beim Kläger
im Zuge der Kündigung
ein
zu einer Arbeitsunfähigkeit führendes
krank
heitswertiges
psychisches
Leiden
in Form einer schweren reaktiven Depression auftrat
.
Dies
nicht zuletzt
auch vor dem Hintergrund der Tatsache, dass
der
Kläger
als Behandlungsmassnahme einzig einmal monatlich seinen Hausarzt
Dr.
Z._
aufsuchte (vgl. vorstehend E. 4.2) und bis zum Medikationswechsel durch
B._
im Oktober 2017 (vgl. vorstehend E. 4.4) eine von
Dr.
Z._
initi
ierte Behandlung mit Citalopram weiterführte, obwohl damit keine massgebliche Zustandsverbesserung erzielt werden konnte (vgl. vorstehend E. 4.3)
. Dies lässt
nich
t auf einen massgeblichen psychischen Leidensdr
uck schliessen
,
wie er bei einem
schweren depressiven Leiden
aber zu erwarten wäre
.
Dementsprechend wies denn auch
Dr.
D._
d
arauf hin, dass bei einer schweren depressiven Er
krankung
selbst
im Rahmen eines psychotherapeutischen Vorgehens monatliche Konsultationen a
ls nicht angemessen einzustufen
wären
und bei ausbleibendem Behandlungserfolg mit Citalopram viel früher eine Neuevaluation und Änderung der Medikation hätte erfolgen müssen (
Urk.
9/11 S. 3 oben).
Der Kläger begründete die zeitliche Latenz zwischen der Kündigung und Behand
lungsaufnahme bei
Dr.
Z._
damit, dass er sich aufgrund der als beschämend und kränkend empfundenen Kündigung davor gescheut habe, einen Arzt aufzu
suchen. Diesen Umstand muss er sich jedoch
entgegen halten
lassen
.
Ärztliche
Berichte, welche den von ihm erwähnten «desolaten seelischen Zustand»
(vgl. vorsteh
e
n
d
E. 3.1) dokumentieren und ihm krankheitsbedingt eine Arbeitsunfä
higkeit attestieren, liegen keine vor.
5.6
Am
5.
Oktober 2017
(vorstehend E. 4.3)
berichtete
Dr.
Z._
, die depressive Epi
sode
des Klägers
halte an.
Abgesehen davon, dass auch
diesem Bericht keinerlei Befunde
zu entnehmen sind und
die
Diagnostik
nicht
unter Berücksichtigung der Kriterien gemäss den ICD-10
erfolgte,
wird
d
er
Bericht
durch
das
am
5.
September 2017 durch
Dr.
A._
erstattete Gutachten (vorstehend E. 4.2) in Frage
ge
stellt
. Denn
darin legte
Dr.
A._
in Würdigung der vom Kläger geschilderten Beschwerden und des durch ihn erhobenen psychopathologischen Befundes in nachvollziehbarer und schlüssig begründeter Weise dar, dass anlässlich der am 2
8.
August 2017 durchgeführten Untersuchung keine depressive Symptomatik zu erheben war und keine die Arbeitsfähigkeit einschränkenden Fähigkeits- bezie
hungsweise Kapazitätsstörungen vorlagen (vgl.
Urk.
9/4 S. 3 ff.
Ziff.
6 ff.).
Auch
Dr.
D._
gelangte zum Schluss, dass das Gutachten auf einer umfassenden Be
funderhebung basiert und die gezogenen Schlussfolgerungen nachvollziehbar sind (
Urk.
9/11 S. 3 unten). Dabei wies er nicht zuletzt darauf hin, dass der Kläger anlässlich der Begutachtung angegeben habe, dass er sich schon wiederholt um eine neue Anstellung bemüht und er sich für die gleiche Tätigkeit bei einem neuen Arbeitgeber als zu 100
%
leistungsfähig eingeschätzt habe (vgl. dazu
Urk.
9/4
S. 2 oben, S. 2
Ziff.
2
lit
. e), was mit einer schweren Depression nicht vereinbar sei. Weiter hielt er fest, dass sich auch im vom Kläger geschilderten Tagesablauf - mit unter anderem Hausarbeiten, eineinhalbstündigen Spaziergängen mit dem Hund, Lektüre von Fachmagazinen und Gartenarbeiten (vgl. dazu
Urk.
9/4 S. 2 f.) - keine Hinweise auf
eine krankheitsbedingte Fähigkeit
sbeeinträchtigung, die auf eine schwer
e De
p
res
sion hinweisen würde, fänd
en (
Urk.
9/11 S. 3 unten).
5.7
Dass beim Kläger bis zu seinem Ausscheiden aus dem Kreis der
versicherten Per
sonen
Ende April 2017 (vgl. vorstehend E. 5.3) eine (anhaltende) krankheitsbe
dingte Arbeitsunfähigkeit vorlag,
kann schliesslich auch gestützt auf die Berichte von
B._
vom 1
1.
Oktober 2017 (vorstehend E. 4.4) und vom 2
2.
November 2017 (vorstehend E. 4.6) sowie von
C._
vom
5.
Novem
ber 2017 (vorstehend E. 4.5) nicht als erwiesen erachtet werden.
In seiner Stel
lungnahme vom
1.
Februar 2018
(vorstehend E. 4.7)
wies
Dr.
D._
in
überzeu
gender Weise darauf hin, dass der (knapp gehaltene) Bericht von
B._
vom 1
1.
Oktober 2017 erhebliche Mängel wie etwa eine ungenaue anamnestische Erhebung des chronologischen Verlaufs sowie eine fehlende diag
nostische Zuordnung im Rahmen der ICD-10 aufweist und darin insbesondere zwei sich gegenseitig ausschliessende Diagnosen
– nämlich eine Anpassungsstö
rung sowie eine mittel- bis
schwergradige
Depression -
ohne klärende Befundlage genannt werden (
Urk.
9/11 S. 3 f.).
Soweit
B._
im
Bericht vom 2
2.
November 2017 (vorstehend E. 4.6)
alsdann die Diagnose einer
depressive
n
Störung
nannte, ist diese
ebenfalls nicht anhand objektiv erhobener Befunde her
geleitet und
fehlt nicht zuletzt
eine Aussage zum Schweregrad
der Störung.
Was den Bericht der behandelnden Psychologin
C._
vom
5.
November 2017 (vorstehend E. 4.5) anbelangt, so vermochte
Dr.
D._
auch diesbezüglich nachvollziehbar auf inhaltliche Unzulänglichkeiten hinzuweisen, die einem Ab
stellen auf diesen Bericht
entgegen stehen
. So etwa
die
fe
hlende Ana
mnese
,
ein psychopathologischer Status, in welchem objektive Befunde und
sub
jek
t
iv
e Dar
legung
en vermis
cht
werden,
eine fehlende
krit
eriengelei
t
ete
Herleitung
der g
e
stellten Diagnose einer schweren depressiven Episode sowie mangelnde differen
tialdiagnostische Überlegungen bei vom behandelnden Psychiater diagnostizier
ter Anpassungsstörung.
5.8
Zusammengefasst ist somit festzuhalten, dass v
or dem Hintergrund der überzeu
genden
Darlegungen
durch
Dr.
A._
und
Dr.
D._
die vom Kläger behaup
tete krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit
nicht als mit dem massgebenden Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erwiesen erachtet werden kann.
5.9
Auf die Einholung des vom Kläger beantragten (Gerichts-) Gutachtens (
vgl.
Urk.
1 S. 7
Ziff.
VIII
) ist in antizip
i
erter Beweiswürdigung
(vgl. Urteile des Bun
desge
richts 4A_571/2016 vom 2
3.
März 2
017 E. 4.1, 4A_626/2015 vom 2
4.
Mai 2016
E. 2.4 und 4A_491/2014 vom 3
0.
März 2015 E. 2.5)
zu verzichten.
Es
ist – nicht zuletzt mangels echtzeitlichen psychiatrischen Berichten
in der Zeit zwischen der Kündigung im August 2016 und der Aufnahme der psychiatrischen Behandlung bei
B._
im Oktober 2017
– nicht davon auszugehen, dass eine Begutachtung neue Erkenntnisse in Bezug auf die
aus psychiatrischer Sicht be
stehende
Arbeitsfähigkeit des Klägers ab März 2017 bringt.
Ebenso
wenig
sind von der beantragten (vgl.
Urk.
1 S. 7
Ziff.
VIII
) Befragung der den Kläger behan
delnden Ärzte
massgebliche neue
Erkenntnisse
zu erwarten.
Die
Klage
ist
nach dem Gesagten
abzuweisen
.