# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0f613086-6803-4861-a501-4de1418e6beb
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Beschwerdeführer vor, dass der Sachverhalt weitgehend demjenigen
entspreche, welcher vom Bundesgericht im Urteil U 528/06 vom
29. Oktober 2007 beurteilt worden sei. Der Sachverhalt sei vorliegend
unvollständig abgeklärt. Es werde bestritten, dass im September 2012
kein Gelenkserguss vorgelegen sei. Ausserdem sei die endgültige
Leistungsablehnung der Beschwerdegegnerin vom 17. September 2013
nicht unangefochten geblieben und somit nicht in Rechtskraft erwachsen,
da der Beschwerdeführer sich am 28. August 2014 gemeldet und erneut
einen Leistungsanspruch gestellt habe. Es sei vorliegend auf den
Arztbericht von Dr. med. F._ vom 19. Juni 2015 abzustellen. Der
Arztbericht von Dr. med. H._ vom 21. Juli 2015 sei lückenhaft und
äussere sich u.a. nicht zur Verschlimmerung des Gesundheitszustandes.
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Die Stellungnahme vom 21. Juli 2015 sei untauglich für die
abschliessende Beurteilung des vorliegenden Sachverhalts. Es werde
zudem bestritten, dass die Ansatztendinitis bzw. Insertionstendinopathie
eine eigenständige Erkrankung darstelle. Der Beschwerdeführer habe am
21. Juni 2012 eine Kniekontusion mit Knochenmarksödem und
Gelenkserguss erlitten. Seither habe er trotz diverser Behandlungen
gesundheitliche Einschränkungen. Im Verlauf der Zeit habe sich zudem
ein Morbus Sudeck entwickelt. Die heutigen gesundheitlichen
Einschränkungen seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kausal
zum Unfallereignis vom 21. Juni 2012, weshalb die Beschwerdegegnerin
leistungspflichtig sei.
15. In ihrer Beschwerdeantwort vom 10. Februar 2016 beantragte die SUVA
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Zur
Begründung brachte sie vor, dass der Sachverhalt, welcher durch das
Bundesgericht im Urteil U 528/06 vom 29. Oktober 2007 zu beurteilen
war, nicht mit dem vorliegenden verglichen werden könne. Im Zeitpunkt
der Rückfallmeldung am 9. August 2013 sei der ursprüngliche Unfall vom
21. Juni 2012 administrativ bereits stillschweigend abgeschlossen
gewesen. Hinsichtlich des Rückfalls hätten die Kreisärzte nicht mehr auf
die Frage einer richtungsgebenden Verschlimmerung einzugehen. Es
gehe nur um die Kausalität der mit dem Rückfall aufgetretenen
Beschwerden und dem ursprünglichen Unfallereignis. Der erste
gemeldete Rückfall sei mit Schreiben vom 17. September 2013 abgelehnt
worden, wohingegen der Beschwerdeführer keine Einwände erhoben
habe. Auch wenn der Beschwerdeführer sich vor Ablauf eines Jahres am
28. August 2014 wieder bei der Unfallversicherung gemeldet habe, so
habe er dies nicht getan, um gegen den leistungsablehnenden Bescheid
vom 17. September 2013 zu opponieren, sondern um eine neue
Unfallmeldung einzureichen bzw. einen Rückfall anzumelden. Erst im
Beschwerdeverfahren sei etwas gegen die damalige Leistungsablehnung
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vorgebracht worden. Betreffend den natürlichen Kausalzusammenhang
sei auf den Arztbericht von Dr. med. H._ vom 21. Juli 2015
abzustellen. In den Akten seien keine Dokumente vorhanden, welche
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
kreisärztlichen Feststellungen aufkommen lassen würden. Die Beurteilung
von Dr. med. H._ vom 21. Juli 2015 decke sich sodann mit der
Beurteilung durch Dr. med. G._ vom 16. April 2015. Auf die
Beurteilung von Dr. med. F._ vom 19. Juni 2015 könne nicht
abgestellt werden, da diese sich einzig auf die beweisrechtlich
unzulässige Argumentation „post hoc, ergo propter hoc“ abstütze.
Ausserdem sei zu berücksichtigen, dass es sich bei Dr. med. F._ um
den behandelnden Arzt des Beschwerdeführers handle. Insgesamt sei
festzuhalten, dass es sich bei der diagnostizierten Insertionstendinopathie
(„Jumper’s Knee“) am linken Knie des Beschwerdeführers um ein
eigenständiges krankhaftes Geschehen handle, weshalb ein natürlicher
Kausalzusammenhang zwischen den als Rückfall gemeldeten
Kniebeschwerden links und dem Unfallereignis vom 21. Juni 2012 nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben sei. Soweit auch ein
fragliches CRPS im Raum stehe, sei darauf hinzuweisen, dass es sich
dabei lediglich um eine Verdachtsdiagnose handle. Selbst bei Annahme
eines CRPS hätte sich dieses in der Folge eines krankhaften Geschehens
entwickelt, weshalb auch hierfür keine Leistungspflicht der
Unfallversicherung bestünde. Der medizinische Sachverhalt zeige sich
somit als richtig und vollständig abgeklärt, womit sich weitere
Abklärungen erübrigen würden.
16. Mit Schreiben vom 22. Februar 2016 verzichtete der Beschwerdeführer
auf eine Replik und reichte die Honorarnote ein.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften und
auf den angefochtenen Entscheid sowie auf die im Recht liegenden
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Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.
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## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Gemäss Art. 56 Abs. 1 i.V.m. Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über
den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1)
i.V.m. Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
(UVG; SR 832.20) kann gegen Einspracheentscheide innerhalb von
30 Tagen (Art. 60 Abs. 1 ATSG) Beschwerde beim Versicherungsgericht
desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur
Zeit der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Im konkreten Fall
befindet sich der Wohnsitz des Beschwerdeführers in Graubünden,
weshalb die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des
Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2
lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100).
Der Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2015, mit welchem die
Beschwerdegegnerin die Einsprache des Beschwerdeführers hinsichtlich
der Versicherungsleistungen abgewiesen hat, stellt demnach ein
taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht dar. Als Adressat des angefochtenen
Einspracheentscheides ist der Beschwerdeführer unmittelbar berührt und
weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 59
ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde vom 1. Dezember 2015 ist deshalb einzutreten.
b) Anfechtungsobjekt ist der Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2015, in
welchem die Beschwerdegegnerin einen natürlichen
Kausalzusammenhang zwischen den am 28. August 2014 gemeldeten
Kniebeschwerden links und dem Unfallereignis vom 21. Juni 2012
verneinte und eine Leistungspflicht aus diesem Grund ablehnte.
Streitgegenstand bildet dabei die Frage, ob die Beschwerdegegnerin die
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gesundheitlichen Folgen des Unfalls vom 21. Juni 2012 hinreichend
abgeklärt und auf dieser Grundlage im angefochtenen Entscheid den
rechtserheblichen Kausalzusammenhang zwischen den derzeitigen
Beschwerden des Beschwerdeführers und dem interessierenden
Unfallereignis verneint hat.
2. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG hat der Unfallversicherer, soweit das Gesetz
nichts anderes bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten zu gewähren. Als Unfall gilt
gemäss Art. 4 ATSG die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Ein-
wirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen
Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder
psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat. Die Leistungspflicht
des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis
und der gesundheitlichen Schädigung ein natürlicher und adäquater
Kausalzusammenhang besteht (BGE 129 V 177 E.3). Dabei hat der
Unfallversicherer nicht nur Versicherungsleistungen für unmittelbar nach
dem Unfall aufgetretene Gesundheitsschäden zu erbringen, sondern ist
auch für Rückfälle und Spätfolgen leistungspflichtig (Art. 11 der
Verordnung über die Unfallversicherung [UVV; SR 832.202]). Bei einem
Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich
geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise
sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man,
wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische
oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten
Krankheitsbild führen können. Rückfälle und Spätfolgen schliessen somit
begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können
sie eine Leistungspflicht des (damaligen) Unfallversicherers nur auslösen,
wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der
seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein
natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V
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293 E.2c). In Bezug auf Rückfälle oder Spätfolgen kann der
Unfallversicherer nicht auf der Anerkennung des natürlichen
Kausalzusammenhanges beim Grundfall und bei früheren Rückfällen
behaftet werden, weil die unfallkausalen Faktoren durch Zeitablauf
wegfallen können. In einem solchen Fall obliegt es dem Versicherten, das
Vorliegen eines natürlichen Kausalzusammenhanges zwischen dem als
Rückfall oder Spätfolge postulierten Beschwerdebild und dem Unfall
nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungspflicht des
Unfallversicherers. Je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall
und dem Auftreten der gesundheitlichen Beeinträchtigung ist, desto
strengere Anforderungen sind an den Wahrscheinlichkeitsbeweis des
natürlichen Kausalzusammenhangs zu stellen (Urteil des Bundesgerichts
8C_947/2010 vom 18. März 2010 E.2.2).
3. Vorliegend sind zwei verschiedene Rückfallmeldungen zu beurteilen:
Einerseits ist zu prüfen, ob, wie von der Beschwerdegegnerin
vorgebracht, die formlose Leistungsablehnung vom 17. September 2013
betreffend Rückfallmeldung vom 9. August 2013 (mit welcher bei der
Beschwerdegegnerin ein Rückfall vom 29. Juli 2013 geltend gemacht
wurde) in Rechtskraft erwachsen ist (nachfolgend E.4 und 5).
Andererseits ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin einen natürlichen
Kausalzusammenhang zwischen den am 28. August 2014 gemeldeten
Kniebeschwerden links und dem Unfallereignis vom 21. Juni 2012 und
damit ihre Leistungspflicht zu Recht verneint hat (nachfolgend E.6 bis 8).
4. Wie die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der formlosen
Leistungsablehnung vom 17. September 2013 zu Recht vorbringt, fand
kein formeller Abschluss des Grundfalls (Unfall vom 21. Juni 2012) statt.
Unbestritten ist, dass der Bagatellunfall vom 21. Juni 2012 keine
Arbeitsunfähigkeit zur Folge hatte und die Beschwerdegegnerin für dieses
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Ereignis lediglich Heilbehandlungsleistungen für die einmalige
Behandlung durch Dr. med. C._ vom 31. Juli 2012
(beschwerdegegnerische Akten Dossier II [Bg-act.] II/17) sowie für die
MRT-Untersuchung im Spital Oberengadin vom 13. September 2012 (Bg-
act. II/15) zu erbringen hatte. Nach diesen Erstbehandlungen standen
keine weiteren Behandlungen zur Diskussion, womit vorliegend von
einem stillschweigend erfolgten Abschluss des Grundfalles ausgegangen
werden kann (vgl. dazu die Urteile des Bundesgerichts 8C_113/2010 vom
7. Juli 2010 E.2.3 sowie 8C_433/2007 vom 26. August 2008 E.2.3 und
8C_102/2008 vom 26. September 2008 E.4.1).
5. a) Der Beschwerdeführer bringt vor, dass die formlose Leistungsablehnung
vom 17. September 2013 (Bg-act. II/19 und 29) betreffend des Rückfalls
vom 9. August 2013 nicht in Rechtskraft erwachsen sei, da er sich am
28. August 2014 und somit 11 Monate später bei der Beschwerdegegnerin
gemeldet und erneut einen Leistungsanspruch gestellt habe, was als
Einsprache zu verstehen sei.
b) Art. 51 Abs. 1 ATSG sieht die Behandlung eines Anspruchs im formlosen
Verfahren ausdrücklich vor in Bezug auf Leistungen, Forderungen und
Anordnungen, die nicht unter Art. 49 Abs. 1 ATSG fallen. Letztere
Bestimmung schreibt für erhebliche Leistungen sowie bei
Nichteinverständnis der versicherten Person die Verfügungsform vor. Die
Beschwerdegegnerin teilte mit Schreiben vom 27. August 2013 (Bg-
act. II/19) dem Beschwerdeführer mit, dass nach ihrer Ansicht die neuen
Beschwerden am Knie links des Beschwerdeführers weder sicher noch
überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 21. Juni 2012
zurückzuführen seien. Bereits kurze Zeit nach diesem Schreiben
signalisierte der Beschwerdeführer bzw. dessen Arbeitgeber mit
Schreiben vom 6. September 2013 (Bg-act. II/21) ein Nichteinverständnis,
indem vorgebracht wurde, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall
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vom 21. Juni 2012 wiederholt an Kniebeschwerden leide und es sich bei
den damals aktuellen Beschwerden gemäss Arztbericht des Spitals
Samedan vom 5. September 2013 (Bg-act. II/22) um die Folgen eines
Unfalls und nicht um eine Krankheit handle. Aufgrund dieser Äusserungen
des Beschwerdeführers bzw. dessen Arbeitsgebers, in welchen klar zum
Ausdruck gebracht wurde, dass keine Übereinstimmung mit der
Einschätzung der Beschwerdegegnerin bestand, hätte die
Beschwerdegegnerin somit am 17. September 2013 anstatt einer
formlosen Mitteilung eine Verfügung gemäss Art. 49 Abs. 1 ATSG
erlassen müssen, da die Voraussetzungen von Art. 51 Abs. 1 ATSG nicht
erfüllt waren.
c) Hat ein Versicherer die (ganze oder teilweise) Verweigerung von
Leistungen zu Unrecht nicht in Verfügungsform, sondern formlos
mitgeteilt und ist die betroffene Person damit nicht einverstanden, hat sie
dies grundsätzlich innerhalb eines Jahres zu erklären (vgl. dazu BGE 134
V 145 E.5.3.2). Diesfalls hat der Versicherer eine Verfügung zu erlassen,
gegen welche Einsprache erhoben werden kann. Falls nicht innerhalb
eines Jahres seit Zugang des Schreibens reagiert und ein
Nichteinverständnis bekundet wird, erlangt der Entscheid rechtliche
Wirksamkeit, wie wenn er zulässigerweise im Rahmen von Art. 51 Abs. 1
ATSG ergangen wäre (BGE 134 V 145 E.5.4).
d) Es ist unbestritten, dass sich der Beschwerdeführer vor Ablauf eines
Jahres (formlose Leistungsablehnung am 17. September 2013, erneute
Meldung am 28. August 2014) wieder bei der Beschwerdegegnerin
meldete (Bg-act. I/1). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt,
bestehen jedoch keine Anzeichen dafür, dass der Beschwerdeführer mit
dieser Meldung vom 28. August 2014 beabsichtigte, gegen die formlose
Leistungsablehnung vom 17. September 2013 zu opponieren. Vielmehr
meldete der Beschwerdeführer ein neues Unfallereignis vom 17. Juli
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2014, welches sich jedoch später als Rückfallmeldung erwies (vgl. Bg-
act. I/31). Der Beschwerdeführer opponierte auch im weiteren Verlauf
nicht gegen die formlose Leistungsablehnung vom 17. September 2013,
obwohl diese mit dem Hinweis versehen war, dass der Beschwerdeführer
bei Nichteinverständnis eine anfechtbare Verfügung verlangen könne (Bg-
act. II/29). Wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbringt, lässt der
nachfolgende Verlauf mit Kniearthroskopie am 8. Januar 2014 (vgl. das
Schreiben von Dr. med. F._, Chefarzt Orthopädische Chirurgie FMH,
vom 19. Juni 2015, Bg-act. I/53) und Schadenmeldung erst am
28. August 2014 (Bg-act. I/1) darauf schliessen, dass selbst der
Beschwerdeführer zu diesem Zeitpunkt keinen Zusammenhang zwischen
seinen aktuellen Beschwerden und dem Unfall vom 21. Juni 2012 sah.
Die formlose Leistungsablehnung vom 17. September 2013 ist somit in
Rechtskraft erwachsen, da der Beschwerdeführer innert Jahresfrist
gegenüber der Beschwerdegegnerin nicht erklärte, dass er mit der
formlosen Leistungsablehnung nicht einverstanden sei, und eine
anfechtbare Verfügung verlange, obwohl er ausdrücklich auf diese
Möglichkeit hingewiesen wurde (vgl. BGE 134 V 145 E.5.4). Der
Vollständigkeit halber ist anzumerken, dass selbst wenn davon
auszugehen wäre, die formlose Leistungsablehnung vom 17. September
2013 betreffend dem Rückfall vom 9. August 2013 sei nicht in Rechtskraft
erwachsen, es nach wie vor um die Beurteilung eines Rückfalls zum
Unfall vom 21. Juni 2012 (Grundfall) gehen und der Beschwerdeführer
beweisbelastet bleiben würde (vgl. vorne E.2). Die Beschwerde ist somit
in dieser Hinsicht abzuweisen.
6. a) Wie bereits in E.3 erwähnt, ist weiter zu prüfen, ob die
Beschwerdegegnerin einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen
den am 28. August 2014 gemeldeten Kniebeschwerden links
(Rückfallmeldung) und dem Unfallereignis vom 21. Juni 2012 zu Recht
verneint hat. Auch wenn das Ereignis vom 17. Juli 2014 anfänglich
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fälschlicherweise als erneuter Unfall mit Knieverletzung gemeldet wurde
(Bg-act. I/1), ist vorliegend unbestritten, dass der Beschwerdeführer am
17. Juli 2014 keinen weiteren Unfall mit Knieverletzung erlitten hatte und
das Ereignis als Rückfall zum Unfall des 21. Juni 2012 zu beurteilen war
(vgl. Bg-act. I/31 sowie Einsprachebegründung vom 16. Februar 2015
[Bg-act. I/40] und Schreiben Beschwerdegegnerin vom 17. April 2015 [Bg-
act. I/45]). Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist der
vorliegende Sachverhalt nicht mit demjenigen, welcher das Bundesgericht
im Urteil U 528/06 vom 29. Oktober 2007 zu beurteilen hatte, ging es
doch in jenem Fall um die Einstellung von Versicherungsleistungen,
während es im vorliegenden Fall um die Beurteilung eines Rückfalls geht.
Bei Rückfällen und Spätfolgen gemäss Art. 11 UVV obliegt es der
versicherten Person, das Vorliegen eines natürlichen
Kausalzusammenhangs zwischen dem neuen Beschwerdebild und dem
ursprünglichen Unfall (welcher sich vorliegend am 21. Juni 2012
ereignete) mit dem im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen (vgl. vorne E.2).
Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich geltend, die Beurteilung des
Kreisarztes Dr. med. H._ vom 21. Juli 2015 (Bg-act. I/56) sei
ungenügend und untauglich für eine abschliessende Beurteilung der
Rückfallkausalität. Gemäss Arztbericht von Dr. med. F._ vom
19. Juni 2015 (Bg-act. I/53) seien die aktuellen Kniebeschwerden
unfallkausal. Somit ist zu prüfen, ob der Bericht bzw. die Stellungnahme
des behandelnden Arztes Dr. med. F._ bzw. die übrige Aktenlage
geeignet ist, die versicherungsinterne Beurteilung des Kreisarztes Dr.
med. H._ vom 21. Juli 2015 zu erschüttern und deshalb weitere
Abklärungen erforderlich sind.
b) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
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Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu
würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht
alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des
Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die
streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht,
auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind
(vgl. BGE 134 V 231 E.5.1, 125 V 351 E.3a m.w.H.). Ausschlaggebend
für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines
Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag
gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 141 III
433 E.2.3; 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c m.w.H.). Dennoch hat es die
Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer
Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen
(vgl. BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b sowie 112 V 30 E.1a m.w.H.).
Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von
externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen
und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten
und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen
gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen,
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solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise
sprechen (vgl. BGE 137 V 210 E.1.3.4 und 125 V 351 E.3b/bb). In Bezug
auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter auch der
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen
eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2,
4.4 und 4.5 sowie 125 V 351 E.3b/cc). Sodann kommt auch den Berichten
und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem
Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon
auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen.
Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. zum Ganzen
BGE 125 V 351 E.3b und 122 V 157 E.1c m.w.H.). Bestehen auch nur
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende
Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.3.2
und 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_397/2012 vom 14. März 2013 E.
5.1).
c) Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt gemäss BGE 135 V 465
das Recht der versicherten Person, mittels eigener Beweismittel die
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen der
versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von der
versicherten Person eingereichten Beweismittel stammen regelmässig
von behandelnden Ärztinnen und Ärzten oder von anderen medizinischen
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Fachpersonen, die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur
versicherten Person stehen. Da sich die behandelnden Ärztinnen und
Ärzte zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben,
verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden
Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven
Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die
materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351
E.3a (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_245/2011 vom 25. August 2011
E.5.3). Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass
Haus- und behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E.3b/cc mit weiteren
Hinweisen), wird im Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig
gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte denn
auch kaum je in Frage kommen (BGE 135 V 465 E.4.5). Die von der
versicherten Person aufgelegten Berichte sind jedoch daraufhin zu
prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und
Schlüssigkeit der Feststellungen versicherungsinterner Ärztinnen und
Ärzte wecken. Um solche Zweifel auszuräumen, wird das Gericht
entweder ein Gerichtsgutachten anzuordnen oder die Sache an den
Versicherungsträger zurückzuweisen haben, damit dieser im Verfahren
nach Art. 44 ATSG eine Begutachtung veranlasst (BGE 135 V 465 E.4.6).
7. a) Um abzuklären, ob die vom Beschwerdeführer am 28. August 2014
geltend gemachten Kniebeschwerden links mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 21. Juni 2012 zurückzuführen sind,
holte die Beschwerdegegnerin unter anderem eine Beurteilung beim
Kreisarzt Dr. med. G._, Facharzt für orthopädische Chirurgie und
Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, ein, welcher in seiner
Beurteilung vom 16. April 2015 (Bg-act. I/44) die Rückfallkausalität der
aktuellen Kniebeschwerden links verneinte. Er legte dar, dass die
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Veränderungen im Bereich des linken Kniegelenks nicht auf ein
Unfallereignis zurückzuführen seien, sondern es sich vielmehr um eine
chronische Problematik handle, wahrscheinlich im Zusammenhang mit
einer lang anhaltenden Überlastung und schliesslich Entwicklung eines
CRPS. Nachdem die Beschwerdegegnerin eine Leistungspflicht in der
Verfügung vom 23. April 2015 (Bg-act. I/48) mit Hinweis auf die
Beurteilung von Dr. med. G._ vom 16. April 2015 (Bg-act. I/44)
verneinte, erhob der Beschwerdeführer Einsprache und reichte ein
Schreiben von Dr. med. F._, Chefarzt orthopädische Chirurgie FMH,
vom 19. Juni 2015 (Bg-act. I/53) ein, in welchem dargelegt wurde, dass
beim Versicherten ein Zustand nach einer Kniedistorsion vom 21. Juni
2012 bestehe. In der MRI-Untersuchung vom 13. September 2012 sei ein
Knochenmarködem am anteromedialen Rand des medialen
Femurkondylus sowie einen Gelenkerguss festgestellt worden. Da der
Versicherte vorher nie bezüglich des linken Kniegelenks in Behandlung
gewesen sei, seien diese Veränderungen eindeutig auf die Kniedistorsion
zurückzuführen. Die Kniearthroskopie und die offenen Revision des
Ligamentum patellae sowie die diversen Infiltrationen im Kniegelenk seien
im Anschluss an die Beschwerdepersistenz bei Zustand nach
Kniedistorsion vom 21. Juni 2012 initiiert worden. Die momentanen
Beschwerden seien somit auf dieses Unfallereignis zurückzuführen.
b) Zu dieser Kausalitätsbeurteilung nahm der Kreisarzt Dr. med. H._,
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie FMH, Stellung. In seiner
entsprechenden Beurteilung vom 21. Juli 2015 (Bg-act. I/56) stellte der
Kreisarzt fest, dass sich der Versicherte am 21. Juni 2012 eine banale
Kniedistorsion zugezogen habe. In der Folge sei die Diagnose eines
„Jumper’s Knee“ gestellt worden. Da der Versicherte in einer körperlich
belastenden Tätigkeit weitergearbeitet habe, sei es durchaus möglich,
dass diese seine Tendinopathie weiter unterhalten habe. Die im MRI
sichtbare Pathologie des Knochenmarködems habe sich im Verlauf der
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Monate entsprechend zurückgebildet. Die hauptsächlich fassbare
Pathologie, welche im MRI vom 17. Juli 2014 sichtbar sei, sei ein
verdicktes Ligamentum patellae mit einer Insertionstendinopathie.
Zusammenfassend sei festzustellen, dass als einzig objektivierbare
Konsequenz einer Kontusion zunächst lediglich ein leichtes Ödem im
Femur sichtbar gewesen sei, welches sich im Verlauf von zehn Monaten
deutlich zurückgebildet habe. Die Mitte 2013 und im Jahr 2014
festgestellte Pathologie im Bereich des Ligamentum patella scheine, wie
Dr. med. F._ selber schreibe, durch die Arthroskopie mit offener
Revision des Ligamentum patellae verursacht oder verstärkt worden. Es
sei festzuhalten, dass bereits im September 2013 ein „Jumper’s Knee“
diagnostiziert worden sei. Wie bereits Dr. G._ festgehalten habe, sei
die heute persistierende Pathologie nicht auf das Unfallereignis vom
21. Juni 2012 zurückzuführen.
8. a) Die Beurteilung des Kreisarztes Dr. med. H._ vom 21. Juli 2015 (Bg-
act. I/56) ist vollständig und nachvollziehbar, insbesondere in Bezug auf
die im vorliegenden Verfahren strittige Frage, ob die am 28. August 2014
gemeldeten Kniebeschwerden links auf das Unfallereignis vom 21. Juni
2012 zurückzuführen sind. Er legt in seiner Beurteilung schlüssig und
nachvollziehbar dar, dass eine Rückfallkausalität zwischen den am
28. August 2014 gemeldeten Kniebeschwerden links und dem
Unfallereignis vom 21. Juni 2012 zu verneinen bzw. nicht überwiegend
wahrscheinlich ist. Die Beurteilung von Dr. med. H._ deckt sich
diesbezüglich mit der von Dr. med. G._ in der Beurteilung vom
16. April 2015 (Bg-act. I/44) geäusserten Einschätzung, wonach die
Veränderungen im Bereich des linken Kniegelenks nicht auf ein
Unfallereignis zurückzuführen seien, sondern es sich vielmehr um eine
chronische Problematik handle, wahrscheinlich im Zusammenhang mit
einer lang anhaltenden Überlastung. Dass es sich bei der Beurteilung von
Dr. med. H._ um ein reines Aktengutachten handelt, ist nicht zu
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beanstanden, da ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen
nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden Sachverhalts
geht (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember
2011 E.3.2.2). Zudem ist die Beurteilung von Dr. med. H._ in der
Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung
der medizinischen Situation einleuchtend und seine Schlussfolgerungen
sind ausführlich begründet.
aa) In seiner Beurteilung setzt sich Dr. med. H._ mit sämtlichen
abweichenden ärztlichen Meinungen und Stellungnahmen wie unter
anderem mit der Beurteilung von Dr. med. F._ vom 19. Juni 2015
(Bg-act. I/53) und vom 8. Juli 2014 (Bg-act. I/16) als auch mit den
bildgebenden Untersuchungen (MRI vom 29. Juli 2013, MRT vom 17. Juli
2014) sowie der von Dr. med. F._ veranlassten second opinion der
Schulthess-Klinik vom 8. Oktober 2014 und 19. November 2014 (Bg-
act. I/25 und 27) auseinander und begründet ausführlich, wie er die
vorhandenen Befunde beurteilt. Dr. med. H._ bespricht im
Gegensatz zu Dr. med. F._ sämtliche relevanten Untersuchungen im
Detail und lässt sie sichtbar in seine Beurteilung einfliessen, während die
Beurteilung von Dr. med. F._ vom 19. Juni 2015 keinerlei
Untersuchungen nach dem 8. Januar 2014 erwähnt, und somit u.a. die
Berichte der Schulthess Klinik vom 8. Oktober und 19. November 2014
2014 (Bg-act. I/25 und 27) nicht (bzw. zumindest nicht sichtbar) in seiner
Beurteilung berücksichtigt. Zudem ist nicht ersichtlich, weshalb Dr. med.
F._ in seiner Beurteilung vom 19. Juni 2015 nur die Ergebnisse der
MRT-Untersuchung vom 13. September 2012 bespricht, anstatt die
Ergebnisse der aktuellen MRT-Untersuchung vom 17. Juli 2014 (Bg-act.
I/17) klar sichtbar in die Beurteilung einfliessen zu lassen.
bb) Dr. med. H._ legt in Einbezug sämtlicher vorliegender
Untersuchungen überzeugend dar, dass es sich bei der erstmals am
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30. Juli 2013 diagnostizierten Insertionstendinopathie („Jumper’s Knee“)
am linken Knie (Bg-act. II/12) um ein eigenständiges krankhaftes
Geschehen handle, welches bei Hobbysportlern öfters vorkomme. Das
„Jumper’s Knee“ sei nicht auf den Unfall vom 21. Juni 2012
zurückzuführen, und entspreche keiner traumatisch bedingten Verletzung.
Zudem sieht Dr. med. H._ es als möglich an, dass der
Beschwerdeführer durch körperlich belastende Tätigkeiten diese
Tendinopathie weiter unterhalten habe.
cc) Dr. med. H._ hat zudem in seiner Beurteilung entgegen der Ansicht
des Beschwerdeführers zum möglicherweise vorhandenen Morbus
Sudeck Syndrom Stellung genommen, und festgehalten, dass sich
gezeigt habe, dass der anfängliche Verdacht auf Morbus Sudeck (CRPS)
(vgl. den Bericht der Schulthess Klinik vom 9. November 2014, Bg-act.
I/27) sich nicht bewahrheitet habe, und als einzig objektivierbare
Konsequenz einer Kontusion zunächst lediglich ein leichtes Ödem im
Femur sichtbar gewesen sei, welches sich im Verlauf von zehn Monaten
nach dem Unfall vom 21. Juni 2012 zurückgebildet habe.
dd) Der Beschwerdeführer kritisiert die kreisärztliche Beurteilung vom 21. Juli
2015 zwar zu Recht, dass im Sachverhalt fälschlicherweise davon
ausgegangen werde, dass der Beschwerdeführer am 17. Juli 2014
nochmals ein Knietrauma erlitten habe, obwohl die Beschwerdegegnerin
bereits in der Verfügung vom 23. April 2015 (Bg-act. I/53) klargestellt
habe, dass es sich diesbezüglich um ein Missverständnis handle und der
Beschwerdeführer am 17. Juli 2014 einen Rückfall habe melden wollen.
Der Beschwerdeführer legt jedoch nicht dar, inwiefern dieses Versehen
einen Einfluss auf die Beurteilung der Rückfallkausalität gehabt haben
soll, und ein solcher ist auch nicht ersichtlich. Die Bemerkung am Ende
der kreisärztlichen Beurteilung vom 21. Juli 2015, dass die Beschwerden
vom 17. Juli 2014 nicht mit der geforderten überwiegenden
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Wahrscheinlichkeit die Voraussetzungen für einen Unfall erfüllen, obwohl
die Meldung vom 17. Juli 2014 als Rückfallmeldung gemeint war, ist zwar
auf dieses Versehen zurückzuführen. Durch diesen Fehler wird der
Beweiswert der kreisärztlichen Beurteilung jedoch nicht in dem Masse
geschmälert, dass nicht mehr darauf abgestellt werden kann,
insbesondere auch deshalb, weil im Schreiben vom 21. Juli 2015 die
Beurteilung im Vordergrund steht, ob die am 28. August 2014 gemeldeten
Kniebeschwerden links auf das Unfallereignis vom 21. Juni 2012
zurückzuführen sind. Dies wird auch dadurch untermauert, dass bereits
Dr. med. G._ in seiner Beurteilung vom 16. April 2015 (Bg-act. I/44)
die Rückfallkausalität der aktuellen Kniebeschwerden links verneinte, und
sich Dr. med. H._ in seiner Beurteilung vom 21. Juli 2015 darauf
bezieht.
ee) Der zudem geäusserte Einwand des Beschwerdeführers, dass Dr. med.
H._ keine Stellung dazu genommen habe, ob es sich allenfalls
vorliegend um einen richtungsändernde Verschlechterung des
Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers handle, vermag ebenfalls
nicht zu überzeugen. Wie bereits erwähnt, ist vorliegend ausschliesslich
zu prüfen, ob die am 28. August 2014 gemeldeten Kniebeschwerden links
auf das Unfallereignis vom 21. Juni 2012 zurückzuführen sind (vgl. vorne
E.2), womit, wie die Beschwerdegegnerin zu Recht festhält, der Kreisarzt
Dr. med. H._ sich auch nicht (mehr) zur Frage einer allfälligen
richtungsgebenden Verschlimmerung zu äussern hatte.
ff) Der Beschwerdeführer kritisiert die kreisärztliche Beurteilung vom 21. Juli
2015 ausserdem dahingehend, dass Dr. med. F._ in seiner
Beurteilung vom 19. Juni 2015 (Bg-act. I/53) zum Schluss gekommen sei,
dass er die Veränderungen (Knochenmarködem am anteromedialen
Rand des medialen Femurcondyls sowie Gelenkerguss) eindeutig auf die
Kniedistorsion zurückführe. Dieser Einwand überzeugt ebenfalls nicht.
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Vorgängig ist zu beachten, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu
Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl.E.6b). In seiner Beurteilung vom
19. Juni 2015 setzt sich Dr. med. F._ in keiner Weise mit möglichen
Ursachen der behaupteten Veränderungen (Knochenmarködem am
anteromedialen Rand des medialen Femurcondyls sowie Gelenkerguss)
auseinander. Ergänzend ist zu beachten, dass Dr. med. F._ in einem
vorgängigen Arztbericht vom 8. Juli 2014 (Bg-act. I/16) bei
diagnostiziertem unklarem, vorderen Knieschmerz links festgehalten
hatte, dass es für ihn nicht klar sei, wie er die Beschwerden des Patienten
beurteilen könne. Im aktuellen Arztbericht vom 19. Juni 2015 leitet er nun
den Zusammenhang der behaupteten Veränderungen mit der
Kniedistorsion vom 21. Juni 2012 einzig daraus her, dass der
Beschwerdeführer vor dem Vorfall vom 21. Juni 2012 noch nie bezüglich
solcher Veränderungen (Knochenmarködem am anteromedialen Rand
des medialen Femurcondyls sowie Gelenkerguss) in Behandlung
gewesen sei. Wie von der Beschwerdegegnerin zu Recht vorgebracht,
handelt es sich dabei um die unzulässige Argumentation „post hoc, ergo
propter hoc“, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung
schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem
aufgetreten ist (BGE 119 V 335 E.2b/bb; Urteil des Bundesgerichts
8C_252/2013 vom 8. Juli 2013 E.3.2). Dr. med. H._ legt dahingegen
in seiner Beurteilung überzeugend dar, dass als einzig objektivierbare
Konsequenz einer Kontusion zunächst ein leichtes Ödem im Femur
sichtbar gewesen sei, welches sich im Verlaufe von zehn Monaten
deutlich zurückgebildet habe, was durch die MRI Untersuchung vom
29. Juli 2013 bestätigt worden sei. Dr. med. F._ und Dr. med.
H._ sind sich einig, dass es im Verlauf Mitte 2013 und 2014 zu einer
Feststellung der Pathologie im Bereich des Ligamentum patellae
gekommen ist, und dass diese Problematik durch die Arthroskopie mit
offener Revision des Ligamentums patellae verursacht oder verstärkt
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worden sein könnte. Es wird somit von beiden Ärzten für möglich
gehalten, dass das momentane Krankheitsbild erst durch die
Kniearthroskopie am 8. Januar 2014 ausgelöst wurde.
gg) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder der Arztbericht des
behandelnden Arztes Dr. med. F._ vom 19. Juni 2015 noch die
übrige medizinische Aktenlage geeignet sind, überzeugend darzulegen,
dass das momentane Krankheitsbild überwiegend wahrscheinlich auf das
Unfallereignis vom 21. Juni 2012 zurückzuführen ist. In der umfassenden
Beurteilung vom 21. Juli 2015 wird durch Dr. med. H._ schlüssig und
nachvollziehbar dargelegt, dass es möglich sei, dass die momentanen
Beschwerden aufgrund einer chronischen Veränderung (i.S. eines
„jumper‘s knee“) in Kombination mit einer körperlich belastenden Tätigkeit
entstanden bzw. verstärkt worden seien. Zudem sei es möglich, dass
diese Beschwerden durch die am 8. Januar 2014 durchgeführte
Kniearthroskopie zumindest verstärkt worden seien, wobei sogar die
Möglichkeit bestehe, dass das Krankheitsbild in seiner momentanen
Ausprägung der Persistenz der Problematik sogar erst durch diese
Kniearthroskopie entstanden sei.
b) In den Akten sind somit keine medizinischen Beurteilungen vorhanden,
die auch nur geringste Zweifel an der Beurteilung von Dr. med. H._
vom 21. Juli 2015 (Bg-act. I/56) wecken könnten (vgl. vorne E.6b). Da die
Aktenlage ausreichend ist, um den medizinischen Sachverhalt beurteilen
zu können und der kreisärztlichen Beurteilung von Dr. med. H._ vom
21. Juli 2015 voller Beweiswert zukommt, sind weitere medizinische
Abklärungen nicht angezeigt, da hiervon keine weiteren Erkenntnisse zu
erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 134 I 140 E.5.3,
127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b, 122 V 157 E.1d). Die
Beschwerdegegnerin hat zu Recht auf die Beurteilung des Kreisarztes Dr.
med. H._ vom 21. Juli 2015 abgestellt. Damit ergibt sich, dass ein
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natürlicher Kausalzusammenhang zwischen den als am 28. August 2014
als Rückfall gemeldeten Kniebeschwerden links und dem Unfallereignis
vom 21. Juni 2012 nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegeben
ist. Eine bloss mögliche Kausalität genügt nicht.
9. a) Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die formlose
Leistungsablehnung vom 17. September 2013 betreffend die mit
Rückfallmeldung vom 9. August 2013 geltend gemachten
Kniebeschwerden links in Rechtskraft erwachsen ist und eine
Rückfallkausalität zwischen den am 28. August 2014 gemeldeten
Kniebeschwerden links und dem Unfall vom 21. Juni 2012 nicht mit dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gegeben ist. Der
angefochtene Einspracheentscheid vom 29. Oktober 2015 erweist sich
somit als rechtens, was zur vollumfänglichen Bestätigung desselben und
zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
b) Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in
Sozialversicherungssachen − ausser bei leichtsinniger oder mutwilliger
Prozessführung − für die Parteien kostenlos. Demnach werden für das
vorliegenden Beschwerdeverfahren keine Kosten erhoben. Der
obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten zu (Umkehrschluss aus Art. 61 lit. g ATSG).