# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** dd18a9aa-5d0d-43e3-937e-00d38d4e5264
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Mit Einsprache- und Bauentscheid vom 17. Juli 2019 bewilligte die
Gemeinde B._ (nachfolgend Gemeinde) den auf der Parzelle
C._ geplanten Neubau der D._ mit integrierter Autogarage.
Anlässlich der am 22. April 2021 erfolgten Schlussabnahme wurden am
realisierten Neubau diverse Beanstandungen gemacht. So unter anderem
ein fehlendes Geländer an der Innentreppe sowie eine nicht der SIA-Norm
358:2010 (nachfolgende SIA-Norm 358) entsprechende Absturzsicherung
zwischen den Räumen Expo 1 und Expo 2 im Erdgeschoss. Ferner wurde
beanstandet, dass im Zimmer 2 des 2. Obergeschosses eine
Absturzsicherung über dem Schreibtisch fehle und es im Obergeschoss
zwischen dem Studio und dem Luftraum zwar eine Absturzsicherung
gebe, diese jedoch nicht der SIA-Norm 358 entspreche. Überdies wurde
bemängelt, dass die Betonblöcke auf dem Vorplatz der D._ ohne
Bewilligung erstellt worden seien.
2. Mit Schreiben vom 28. Oktober 2021 wurde dem Architekten A._ die
anlässlich der Schlussabnahme vom 22. April 2021 gemachten
Beanstandungen zur Kenntnis gebracht und ihm die Möglichkeit
eingeräumt, sich hierzu vernehmen zu lassen. Von dieser Möglichkeit
machte er mit Schreiben vom 16. November 2021 Gebrauch. Darin vertrat
A._ die Auffassung, dass die Absturzsicherungen im Erdgeschoss
erstellt und der SIA-Norm 358 entsprächen. Zwischen den
Vollbrüstungsmauern im 2. Obergeschoss sei ein Tisch mit einer Höhe von
0.74 m (fix) montiert worden. Bei einem Tisch handle es sich nicht um eine
begehbare Fläche gemäss Dokumentation D 0158 "Aspekte zur
Anwendung der Norm SIA 358". Die auf dem Vorplatz der D._
erstellten Betonblöcke hätten den Zweck, zu verhindern, dass Lastwagen
den Vorplatz als Ausweichzone benützen. Durch das Anbringen einer
Kette könne auch das frontale Einfahren von Lastwagen auf den Vorplatz
verhindert werden.
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3. Am 16. Mai 2022 verfügte die Gemeinde was folgt:
"1. Das Geländer der Halbgeschosstreppe im Erdgeschoss entspricht der SIA Norm 358 und wird bewilligt.
2. Die Absturzsicherung zwischen dem Eingangsbereich und dem unteren Bereich im Erdgeschoss entspricht der SIA Norm 358 und wird bewilligt.
3. Bei den beiden Vollmauerbrüstungen im zweiten Obergeschoss (Zw. dem Raum Studio u. Luftraum / Zimmer 2) mit einem fix montierten Tisch auf einer Höhe von 74 cm muss entweder die Begehbarkeit verhindert werden oder die Absturzsicherung ab der Tischplattenoberkante 1.0 m betragen. Im Zimmer 2 kann alternativ eine Kindersicherung angebracht werden, die das Öffnen des Fensters durch Kinder verhindert. (...)"
4. Für die Anpassung der Absturzsicherung ist bis am 30. Juni 2022 ein Nachtragsgesuch zur Prüfung und Bewilligung einzureichen.
5. Die Betonblöcke auf dem Vorplatz der D._ werden bewilligt. Sie müssen aber wegen der Schneeräumung der öffentlichen Strasse einen minimalen Abstand von 50 cm zum Strassenrand oder der Grundstückgrenze einhalten. (...). Das Anbringen einer Kette zur Absperrung des Vorplatzes wird aufgrund von Art. 3 Abs. 4 QPV E._ nicht bewilligt. (...)"
4. Dagegen erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 25. Mai
2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
mit dem Antrag um Aufhebung der Verfügung vom 16. Mai 2022 und um
Genehmigung der Bauabnahme für den Neubau der D._; eventualiter
sei die Verfügung vom 16. Mai 2022 aufzuheben und zur Neubeurteilung
im Sinne der Erwägungen an die Gemeinde zurückzuweisen. In formeller
Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer die Gewährung der
aufschiebenden Wirkung. Begründung brachte der Beschwerdeführer vor,

## Considerations