# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 111aa97f-09d0-4fdf-946b-87eb39bee68a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A.1. C. ist als Architekt für die B. tätig. In dieser Funktion war er in der Villa D. in Z. für die Planung und Ausführung der Eigentumswohnungen bis hin zu deren Rohbau zuständig. Eigentümerin des Wohn- und Geschäftshauses Villa D. war bis zu dessen Verkauf an die E. am 1. September 2007 die F., für welche G. als Verwaltungsratspräsident mit Einzelunterschrift zeichnet.
2. Anfangs des Jahres 2007 kaufte A. von der F. die Stockwerkeigentumseinheit Nr. _, 92/1000 Miteigentum am Grundstück Nr. _, Villa D. in Z., mit Sonderrecht an der 5-Zimmerwohnung Nr. _ im 2. Obergeschoss mit Kellerabteil Nr. _ im 2. Untergeschoss sowie Skikasten Nr. _ im Skiraum des Erdgeschosses. Als Erwerbstitel ist im Grundbuch „Kauf 23.02.2007“ vermerkt.
3. Während des World Economic Forum (WEF) 2007 in Y. fanden zwischen C. und A. mehrere Treffen statt, infolge derer ersterer geltend machte, zwischen seiner Arbeitgeberin, der B., und A. sei auf mündlicher Basis ein Architekturvertrag abgeschlossen worden, dessen Inhalt darauf ausgerichtet gewesen sei, die Rohbauwohnung Nr. _ in bewohnbare Räume zu überführen. In der Folge vermochten die Parteien hierüber sowie über eine allfällige Entschädigung allerdings keine Einigung zu erzielen.
B. Am 15. Oktober 2009 meldete die B. die vorliegende Streitsache beim Kreisamt Y. zur Vermittlung an. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 6. Januar 2010 wurde am 24. Februar 2010 der Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren ausgestellt:
„Rechtsbegehren der Klägerin:
1. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 16‘000.- zuzüglich 5% Zins seit dem 07.05.2009 zu bezahlen.
2. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, die Kosten der Arrestlegung von CHF 669.- zuzüglich 5% Zins seit dem 05.10.2009 zu bezahlen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten des Beklagten.
Rechtsbegehren des Beklagten:
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.“
C. Mit Prozesseingabe vom 17. März 2010 prosequierte die B. den Leitschein mit unverändertem Rechtsbegehren fristgerecht an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. Darin wurde ausgeführt, dass der Beklagte C., welcher als
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Architekt für die Klägerin tätig sei, während des WEF 2007 zu sich gebeten und ihm eröffnet habe, dass er die Wohnung Nr. _ in der Villa D., welche sich noch im Rohbau befinde, kaufen möchte. Der Beklagte habe sodann die Klägerin mit der Architektur des Innenausbaus beauftragt, wobei sich die Kosten um Fr. 200‘000.-- belaufen, den Betrag von Fr. 250‘000.-- jedoch nicht übersteigen sollten. In der Folge hätten drei Treffen stattgefunden, anlässlich welcher der Beklagte C. seine Wünsche betreffend den Ausbau erläutert habe. Zur Vorbereitung dieser Besprechungen und währenddessen habe C. zur besseren Verständigung Skizzen mit Perspektiven erstellt. Diese hätten auch die Sonderwünsche des Beklagten, wozu beispielsweise die arabischen Duschen gehört hätten, festgehalten. Da dem Beklagten Wohnungen bekannt gewesen seien, welche teilweise so eingerichtet gewesen seien, dass sie als Beispiel hätten dienen können, seien diese besichtigt worden. Dabei habe C. Fotos erstellt, welche bei weiteren Besprechungen ebenfalls mit Skizzen versehen worden seien. Aufgrund dessen, dass der Grundriss der Wohnung für die Wünsche des Beklagten nicht optimal gewesen sei, habe C. neue Grundrisspläne erstellt, welche dann auch mit dem Beklagten besprochen worden seien. Nach dem Verkauf der betreffenden Stockwerkeigentumseinheit an den Beklagten habe C. bei verschiedenen Unternehmen die notwendigen Offerten eingeholt und aufgrund diesen die Kosten zusammengestellt. Daraufhin habe der Beklagte die Offerten und die Zusammenstellung kommentiert, Änderungen vorgeschlagen und neue Wünsche angebracht. Da sich der Beklagte nur kurze Zeit in der Schweiz aufgehalten habe, sei er von Dr. iur. H. für die weiteren Verhandlungen vertreten worden. In bautechnischen Angelegenheiten habe der Beklagte zudem eine Ms. I. eingeschaltet. Am 17. September 2007 habe das Büro H. mit C. korrespondiert und darum gebeten, in Zukunft direkt mit Ms. I. zu kommunizieren, da sich das Büro H. in Bausachen nicht auskenne. Am 28. März 2008 habe die Klägerin dem Beklagten eine Honorarrechnung zugestellt und diesem für die vom Architekten erbrachten Leistungen einen Pauschalbetrag von Fr. 19‘500.-- in Rechnung gestellt. Nachdem diese Rechnung von Dr. iur. H. beanstandet worden sei, habe die Klägerin eine neue Rechnung nach Stundenaufwand erstellt, welche ein Total von 97 Stunden zu Fr. 168.-- pro Stunde, insgesamt somit Fr. 16‘296.--, ergeben habe. Die Klägerin habe diese Rechnung auf einen Pauschalbetrag von Fr. 16‘000.-- abgerundet. Auf Begehr der Klägerin sei die fragliche Wohnung des Beklagten am 6. Oktober 2009 mit Arrest belegt worden, wodurch Kosten in Höhe von Fr. 669.-- entstanden seien. Aus dem Dargelegten ergebe sich, dass A. die B. beauftragt habe, die beigelegten Pläne zu erstellen, woraufhin letztere die entsprechenden Arbeiten auftragsgemäss geleistet und das Produkt gemäss den
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Anweisungen des Auftraggebers eingereicht habe. Hierfür sei – unabhängig davon, ob der Vertrag als Auftrag oder als Werkvertrag zu klassifizieren sei – eine Vergütung zu leisten.
D. Mit Prozessantwort vom 16. Juni 2010 hielt auch A. an seinem Rechtsbegehren gemäss Leitschein fest und beantragte die vollumfängliche Abweisung der Klage. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die behaupteten Vertragsgrundlagen neben der Tatsache, dass C. mit dem Beklagten gelegentlich zu Abend gegessen und ihn dabei mit verschiedenen Ideen betreffend den in der Tat noch anstehenden Ausbau einer Wohnung in der Villa D. „belästigt“ habe, reinem Wunschdenken entsprächen. Allenfalls könne dies unter Akquisitionsbemühungen fallen, hingegen sei vom Beklagten mit Sicherheit kein Mandat an eine B. erteilt worden. Er habe von einer solchen Gesellschaft noch nie gehört, weshalb er auch kein Vertragsverhältnis mit dieser eingegangen sein könne. Ein Entgelt für die geltend gemachten „Leistungen“ sei daher nicht geschuldet. Wenn überhaupt seien die „Ideen“ von C. mit der Übernahme der Restaurantkosten mehr als nur abgegolten gewesen. Gerade weil letzterer – notabene ohne jeglichen Auftrag und aus eigener Initiative – verschiedene Aufwendungen vorgenommen habe, sei im Rahmen der Erledigungsbemühungen der vorliegenden Angelegenheit ein Betrag von Fr. 3‘000.-- als einmalige Umtriebsentschädigung offeriert worden. Eine Verpflichtung hierzu habe hingegen nicht bestanden und bestehe weiterhin nicht. Die Klägerin habe an der Erstellung des Mehrfamilienhauses Villa D., in dem auch die Wohnung des Beklagten liege, mitgearbeitet. Dementsprechend habe C., der offenbar bei der Klägerin angestellt gewesen sei, die einschlägigen Pläne etc. zur Verfügung gehabt. Nun versuche er gegenüber dem Beklagten die bereits fürstlich entlöhnten Aufwendungen aus der Realisierung des Bauvorhabens noch zusätzlich zu krönen. Der behauptete Zeitaufwand von 97 Stunden sei allerdings nicht auch nur im Ansatze nachvollziehbar; ebenso wenig sei er substantiiert oder belegt.
E. Mit Urteil vom 20. Oktober 2011, mitgeteilt am 30. November 2011, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt:
„1. Die Klage der B. gegen A. wird teilweise gutgeheissen und A. wird verpflichtet, der B. Fr. 16‘000.00, zuzüglich 5% Zins seit dem 7. Mai 2009, zu bezahlen.
2. Die Kosten des Kreisamtes Y. von Fr. 250.00 trägt A.. Gegen Nachweis, dass die B. diese Fr. 250.00 bezahlt hat, hat A. der B. die Fr. 250.00 zu erstatten.
Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, bestehend aus:
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- einer Gerichtsgebühr von Fr. 2‘700.00
- Schreibgebühren von Fr. 740.00
- Barauslagen von Fr. 60.00
total somit von Fr. 3‘500.00
gehen zulasten des A.. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
3. A. wird verpflichtet, die B. ausseramtlich mit Fr. 6‘470.00 (inkl. Spesen, Mehrwertsteuer und Interessenwertzuschlag) zu entschädigen.

## Considerations