# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ecc4d0a5-6494-4227-b875-a386cedbdfe7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 28
I. Sachverhalt
A. X._, A._ Staatsangehöriger, und Y._, B._ Staatsangehörige, heirateten am 23. Juni 2000 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus dieser Ehe gingen die Kinder C._, geboren am _2001, D._, geboren am _2003, und E._, geboren am _2006, hervor. Alle drei Kinder besitzen die B._ Staatsangehörigkeit. Die Familie wohnte bis zur Trennung in einer 5 1/2-Zimmerwohnung in O.1_, welche im hälftigen Miteigentum beider Ehegatten steht. Y._ (nachfolgend Y._) ist technische Operationsassistentin und arbeitet seit ca. fünf Jahren in einer Nebenbeschäftigung im Spital O.2_. X._ ist ausgebildeter IT-Spezialist und alleiniger Inhaber der im November 2009 gegründeten Firma F._ GmbH mit Sitz in O.1_.
B. Am 21. September 2012 liess Y._ beim Bezirksgerichtspräsidenten Imboden ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, worin sie die alleinige Obhut und elterliche Sorge über die drei Kinder unter Einräumung eines Besuchs- und Ferienrechts für den Vater, die Zuweisung der ehelichen Liegenschaft an sich und die Kinder, die Verpflichtung von X._ zu einer monatlichen Unterhaltszahlung ab 1. Oktober 2012 von Fr. 7‘000.-- (Fr. 4‘200.-- [recte wohl Fr. 2‘800.--] für die Ehefrau, Fr. 1‘400.-- für jedes Kind) zuzüglich Kinderzulagen sowie die Zuweisung des Fahrzeugs G._ an sich, beantragte. Was die Zuweisung der Liegenschaft betreffe, sei diese superprovisorisch zu erfolgen, ebenso wie die Verpflichtung zur Zahlung eines Akonto-Unterhalts für den Monat Oktober 2012 in Höhe von Fr. 5‘000.--. Die Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts sei mit der Weisung zu verbinden, dass sich X._ fachärztlich (psychiatrisch) begleiten lasse. Darüber hinaus stellte sie das Begehren, es sei mit Wirkung ab 21. September 2012 Gütertrennung anzuordnen und der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, einen Anwalts- und Gerichtskostenvorschuss von Fr. 6‘000.-- zu ihren Gunsten zu bezahlen.
C. Mit superprovisorischer Verfügung vom 25. September 2012, gleichentags mitgeteilt, wies der Bezirksgerichtspräsident Imboden die eheliche Wohnung Y._ und den Kindern zur alleinigen Benützung zu und verpflichtete X._ unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB, die Wohnung unter Mitnahme seiner persönlichen Effekten und unter Rückgabe der Schlüssel bis spätestens 8. Oktober 2012 zu verlassen. Des Weiteren wurde der Ehemann verpflichtet, mit Beginn ab dem 1. Oktober 2012 an den Unterhalt seiner Ehefrau
Seite 3 — 28
und den drei Kindern akonto den monatlich im Voraus zu leistenden Betrag von Fr. 4‘000.-- zu bezahlen.
D. Mit Schreiben vom 20. November 2012 stellte Y._ zusätzlich das Begehren, es sei zur Überwachung und zum Vollzug des persönlichen Verkehrs zwischen Vater und Kindern eine Beistandschaft anzuordnen. Zudem sei das mit Gesuch vom 21. September 2012 anbegehrte Besuchsrecht des Vaters superprovisorisch anzuordnen und dem Gesuchsgegner zu verbieten, die Kinder ohne ausdrückliche Zustimmung der Mutter über den festgelegten Rahmen hinaus zu besuchen.
E. Am 26. November 2012 erliess der Bezirksgerichtspräsident Imboden eine prozessleitende Verfügung, mit welcher er das Gesuch um Erlass von superprovisorischen Massnahmen teilweise guthiess und die Obhut und elterliche Sorge für die Dauer der Trennung der Mutter zuteilte. Zudem erklärte er X._ für berechtigt, seine Kinder an jedem ersten und dritten Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen sowie drei Wochen Ferien pro Jahr mit ihnen zu verbringen. Solange X._ über keine geeignete Wohnung verfüge, habe er dafür besorgt zu sein, dass seine Kinder am Abend jeweils bis spätestens 20.00 Uhr bei der Mutter seien. Das Gesuch um superprovisorische Errichtung einer Beistandschaft wurde demgegenüber abgewiesen.
F. Mit Vernehmlassung vom 3. Dezember 2012 erklärte sich X._ mit der Obhuts- und Sorgerechtszuteilung an die Mutter und der Anordnung der Gütertrennung einverstanden. In Ergänzung zum superprovisorisch angeordneten Besuchs- und Ferienrecht beantragte er, einen zusätzlichen Tag pro Woche mit den Kindern verbringen zu dürfen. Der von ihm zu bezahlende Unterhaltsbeitrag sei auf Fr. 2‘400.--, nämlich je Fr. 800.-- pro Kind, festzulegen.
G. In ihrer Replik vom 8. Januar 2013 hielt Y._ an ihren bisherigen Begehren fest und erklärte sich mit der superprovisorischen Anordnung des Besuchs- und Ferienrechts einverstanden. Der Antrag des Gesuchgegners, einen zusätzlichen Tag pro Woche mit den Kindern verbringen zu können, sei abzuweisen. Für die Überwachung und den Vollzug des persönlichen Verkehrs sei eine Beistandschaft anzuordnen. Des Weiteren sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, im Zusammenhang mit der Neuinstallation eines Waschautomaten und eines Wäschetrockners Fr. 1‘628.90 zuzüglich 5% Zins seit 5. Oktober 2012
Seite 4 — 28
zu bezahlen. Die Anträge des Gesuchgegners seien vollumfänglich abzuweisen, soweit sie nicht in Übereinstimmung mit ihren Begehren stünden.
H. Mit Duplik vom 1. Februar 2013 hielt X._ an seinen bisherigen Rechtsbegehren fest. Das Gesuch der Ehefrau um Erstattung der Kosten für den Waschautomaten und den Wäschetrockner sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne.
I. Nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung, an welcher beide Parteien mit ihren Rechtsvertretern teilnahmen, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden mit Entscheid vom 18. März 2013, mitgeteilt am 15. April 2013, wie folgt:
„1. Es wird festgestellt, dass die Parteien mit Wirkung ab 21. September 2012 zum Getrenntleben berechtigt sind.
2. Die Kinder C._ (geboren am _2001), D._ (geboren am _2003) und E._ (geboren am _2006) werden für die Dauer der Trennung unter die alleinige elterliche Obhut der Kindsmutter gestellt.
3. Solange X._ über keine kindgerechte Wohnung verfügt, wird ihm das Recht eingeräumt, seine Kinder am ersten und dritten Sonntag im Monat von 8.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu besuchen bzw. zu sich auf Besuch zu nehmen und vier Wochen Ferien mit ihnen zu verbringen.
Nach erfolgtem Bezug einer adäquaten Mietwohnung wird X._ das Recht eingeräumt, seine Kinder an jedem ersten und dritten Wochenende im Monat von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr zu besuchen oder zu sich auf Besuch zu nehmen und drei Wochen Ferien pro Jahr mit ihnen zu verbringen.
Diese Regelung gilt als Minimalanspruch für den Streitfall. Den Ehegatten steht es frei, im gegenseitigen Einvernehmen davon abzuweichen. Die Ferienzeiten sind in gegenseitiger Absprache festzusetzen.
4. Der Antrag auf Errichtung einer Beistandschaft zur Überwachung des Besuchsrechts wird abgelehnt.
5. Die eheliche 5 1⁄2-Zimmerwohnung an der Via Sulé 8d in O.1_ wird für die Dauer der Trennung der Ehefrau und den gemeinsamen Kindern zur Benützung zugewiesen.
6. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Gesuchstellerin Ziff. 5 ihres Rechtsbegehrens (Abholung persönlicher Gegenstände durch den Gesuchsgegner) zurückgezogen hat.
7. X._ wird verpflichtet, seiner Familie mit Wirkung ab 1. Oktober 2012 einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 5‘954.00 (CHF 1‘000.-- für jedes der drei Kinder, CHF 2‘954.00 für die Ehefrau) zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder vertragliche
Seite 5 — 28
Kinderzulagen zu entrichten. Es wird festgehalten, dass die Kinderzulagen heute von Y._ bezogen werden.
X._ ist berechtigt, die von ihm für den Zeitraum Oktober 2012 - März 2013 bereits geleisteten Akontobeiträge von CHF 4‘000.00 pro Monat (total CHF 24‘000.00) zur Verrechnung zu bringen.
8. Gestützt auf die übereinstimmenden Anträge der Parteien wird mit Wirkung ab 21. September 2012 die Gütertrennung angeordnet.
9. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Gesuchstellerin das Begehren um Zuweisung des Fahrzeuges G._ zurückgezogen hat.
10. Der Antrag, wonach sich der Gesuchsgegner im Umfang von CHF 1‘628.90 am erfolgten Neukauf des Waschautomaten/Wäschetrockners zu beteiligen habe, wird abgewiesen.
11. Das Begehren der Gesuchstellerin auf Leistung eines Gerichts- und Anwaltskostenvorschusses durch den Gesuchsgegner wird abgewiesen.
12. In teilweiser Gutheissung der Editionsbegehren wird der Gesuchsgegner verpflichtet, der Gesuchstellerin die Protokolle der Gesellschafterversammlungen 2009/2010 sowie 2012 auszuhändigen.
13. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 6‘750.00 werden zu 1/3 der Gesuchstellerin und zu 2/3 dem Gesuchsgegner auferlegt. Die auf die Gesuchstellerin anfallenden Gerichtskosten von CHF 2‘250.00 werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3‘500.00 verrechnet und die Restanz wird ihr nach Rechtskraft dieses Entscheides erstattet. Die auf den Gesuchsgegner anfallenden Gerichtskosten von CHF 4‘500.00 sind dem Bezirksgericht Imboden mittels des beiliegenden Einzahlungsscheines zu überweisen.
Der Gesuchsgegner hat die Gesuchstellerin überdies ausseramtlich mit CHF 6‘000.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations