# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 39e306e2-ac6f-538a-a99c-95ea39ccb401
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 197
2
, verfügt über keine berufliche Ausbildung und war bis
31. Juli 1999
als
Railbar
-Stewar
d
bei der
Y._
an
gestellt
sowie
nach eigenen Angaben
nebenberuflich bis September 1999 als Ver
sicherungsvertreter bei der
Z._
tätig
(
vgl.
Urk. 7/
2
S.
4
, Urk. 7/7
). Am
14
.
März 2001
meldete
er
sich bei der Invalidenversicherung unter Hinweis
auf eine Skoliose
zum Leistungsbezug an (Urk.
7
/
2
).
Die Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
sprach ihm
mit Verfügungen vom 16. Mai 2002 für die Zeit vom 1. Februar bis 30. November 2000
bei
einem Invaliditäts
grad von 100
%
eine ganze und für die Zeit ab 1. Dezember 200
0
bei einem In
validitätsgrad von 59 %
eine halbe
Invalidenrente zu (
Urk. 7
/
36
).
Das Gesuch vom 3. März 2004 (Urk. 7/42) um Rentenerhöhung wies die IV
Stelle am 17. April 2007 (Urk. 7/71) unter Hinweis auf einen Invaliditätsgrad von un
verändert 59 % ab.
Auf ein Rentenerhöhungsgesuch vom 16. November 2007 (Urk. 7/76) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 10. September 2008 (Urk. 7/87) und auf ein mündliches Rentenerhöhungsgesuch vom 10. August 2011 (Urk. 7/91) mit Verfügung vom 31.
Januar 2012 (Urk. 7/103) nicht ein.
Im Zuge eines von Amtes wegen
am
31. Januar
2012
eingeleiteten Revisionsver
fahrens (
vgl.
Urk.
7
/
132 S. 1
)
teilte
die IV-Stelle
dem Versicherten am
24.
Januar
201
4
(Urk.
7
/
133
)
mit,
es bestehe weiterhin ein Anspruch auf eine halbe
Invali
denrente
bei einem
Invaliditätsgrad
von neu
50
%.
1.2
Am
25
. Juni 2018
reichte
die
bevollmächtigte
Hausärztin
Dr.
A._
, Fachärztin für Allgemeine Medizin FMH,
für
de
n
Versicherte
n
diverse Arztbe
richte
bei der IV-Stelle ein
(vgl. Urk. 7/135-137
). Auf Rückfrage der IV-Stelle (Urk. 7/138)
bestätigte
der Versicherte
, eine Verschlechterung seines Gesund
heitszustandes melden zu wollen
(
vgl.
Urk. 7/140
-141). Auf dem am 17. Juli 2018 (
Ur
k.
7/143)
v
on ihm ausgefüllten Revisionsfragebogen gab er an, dass sich sein Gesundheitszustand wegen p
sychische
r
und körperliche
r
Schmerzen, wegen Kopfschmerzen, hinsichtlich der Wirbelsäule und des Blutdruckes verschlechtert habe
.
Nach
ergangenem
Vorbescheid
(Urk. 7/
147
) trat die IV-Stelle mit Verfü
gung vom
24
. September 2018 (Urk. 7/
154
= Urk. 2) auf das Leistungsbegehren mangels
Glaubhaftmachung einer wesentlichen
Veränderung der beruflichen oder medizinischen Situation n
icht ein.
2.
Der Versicherte erhob am 16. Oktober 2018 direkt bei der IV-Stelle
«Rekurs»
(
rich
tig:
Beschwerde
)
gegen deren
Nichteintretensverfügung
vom 24. September 2018 (Urk. 2)
, worauf di
e IV-Stelle die Beschwerde an das hiesige Gericht weiter
leitete
(Urk. 3)
. Der Versicherte beantragte in seiner Beschwerde sinngemäss die Aufhe
bung der Verfügung vom 24. September 2018 (Urk. 2) und
die materielle Prüfung seines
Revisionsgesuch
es.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 19. Dezember 2018 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 21. Dezember 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Eine Rentenrevision im Sinne von Art. 17 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
setzt eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen voraus, die sich auf den Anspruch als solchen oder den Umfang auswirken kann und Anlass gibt, den Invaliditätsgrad neu zu ermitteln. Für eine Rentenanpassung genügt daher nicht «irgendeine» Änderung im Sachverhalt
(vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 5.2 mit Hinweis; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2016 vom
2.
März 2017 E. 6.2 mit Hinweisen).
1.2
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel
che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Da
bei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Re
visionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit
. f der
Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV)
auf dem Weg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauffolgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachver
halt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
1.3
Zur Frage des Bedeutungsgehalts des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV hat das Bundes
gericht in BGE 130 V 64 E. 5.2.5 festgehalten, dass die versicherte Person mit dem Revisionsgesuch die massgebliche Tatsachenänderung glaubhaft machen muss, ihr mithin ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete das am
24
. September 2018 (Urk. 2) verfügte Nichteintreten damit, dass eine wesentliche Veränderung der beruflichen oder medizinischen Situation nicht habe festgestellt werden können.
Der Beschwerde
führer habe nicht glaubhaft darlegen können, dass sich die Verhältnisse seit der letzten Verfügung wesentlich verändert hätten. Gemäss telefonischer Bespre
chung am 3. August 2018 habe der Beschwerdeführer angegeben, ihr einen schriftlichen Einwand zukommen zu lassen. Dies sei nicht geschehen.
2.2
Der
Beschwerdeführer stellte sich
in seiner Beschwerde vom 16.
Oktober 2018 (Urk.
2
)
auf den Standpunkt (Urk. 1),
er habe der Beschwerdegegnerin nach dem Telefonat im August 2018 einen Brief
geschrieben mit allen Angaben über die ihn behandelnden Ärzte. Die Beschwerdegegnerin habe es
aber u
nterlassen, die vorhandenen ärztlichen Berichte einzufordern.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf
das
Revisionsgesuch
des Beschwerdeführers
eingetreten ist und in diesem Zusammen
hang insbesondere, ob
der
Beschwerdeführer eine rentenrelevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft gemacht hat.
Vergleichszeitpunkt bildet die
Mitteilung
vom
24. Januar 2014 (Urk. 7/133)
, mit welcher die Beschwerde
gegnerin
den
weiterhin bestehende
n
Anspruch auf
eine
halbe Invalidenrente be
stätigte
(vgl. E. 1.2)
.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich in
ihrer
Mitteilung vom 24.
Januar 2014 (Urk.
7/133)
in erster Linie auf
das polydisziplinäre
-
internistische, orthopädi
sche, neurologische, psychiatrische
-
Gutachten des Zentrums für Medizinische Begutachtung,
Medizinische Abklärungsstelle der Eidgenössischen Invalidenver
sicherung (MEDAS),
B._
, vom 17. Dezember 2013
ab
(Urk. 7/129).
Darin stellten die Gutachter
beim
Beschwerdeführer folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
29
f.):
-
Chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom bei idiopathischer
thorako
lumbaler
Skoliose
-
nach
Spondylodese
Th8-L1 (November 1987)
-
nach
Skolioserevision
von
ventral und dorsal mit partieller Metallent
fernung und anschliessender Instrumentation Th4-L4 (August 2000)
-
Zeichen einer
corticospinalen
Läsion geringer Ausprägung an bei
den unteren Extremitäten mit Linksbetonung (
postinterventionell
?)
-
Idiopathische
thorak
olumbale
Skoliose
-
Tendomyotisches
Syndrom im Schulter-/Nackenbereich rechts mehr als links
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelschwere Episode
Daneben nannten sie folgende Diagnose
n
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S. 31):
-
Dyspepsie vom
Refluxtyp
-
Diskrete chronische Bronchitis im Rahmen eines langjährigen Niko
tinabusus
-
Adipositas (BMI 30,5)
-
Grosse, im linken oberen
Hemiabdomen
lokalisierte Bauchwandhernie bei:
-
Status nach
linksthorak
oabdominaler
Inzision bei Status nach
Skolio
serevision
Th4 bis L5 (28. April 2000)
-
Störungen durch multiplen Substanzgebrauch und Konsum sonstiger psy
chotroper Substanzen (Cannabis, Codein, Opioide, Analgetika und Niko
tin)
-
Probleme in Verbindung mit der sozialen Umgebung, Anpassungsproblem bei Veränderungen der Lebensumstände (atypische familiäre Situation, alleinlebend)
-
Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung
-
Kleine
Syringomyelie
C5-C7 ohne klinische Manifestation
-
Migräniforme
vasomotorische Kopfschmerzen mit Spannungskompo
nente
Die
MEDAS
-Gutachter führten aus, die letzte ausgeübte Tätigkeit in der freien Wirtschaft des Beschwerdeführers sei diejenige eines
Railbar
-Stewards gewesen. Aufgrund
seiner
Limitationen
sei
die Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit in dieser Tätigkeit nicht mehr gegeben
(
S. 32 Ziff.
10)
.
In ad
a
ptierten Tätigkeiten bestehe eine gewisse Schmerzrestsymptomatik, die organisch erklärt werden könne, sowie eine depressive Symptomatik, die aber weitgehend auch mit den belastenden so
zialen Umständen begründet werden könne. Aufgrund der chronischen Schmerzsymptomatik und der depressiven Symptomatik
sei der Beschwerdefüh
rer
auch in ad
a
ptierten Tätigkeiten zu 50 % in seiner Arbeitsfähigkeit einge
schränkt (S. 33 Ziff. 11).
3.2
Dr. med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie
FMH
, vom Regiona
len Ärztlichen Dienst (RAD) führte in seiner
Stellungnahme
vom
13
.
Januar 2014
(Urk. 7/
132
S.
4
) aus,
es werde empfohlen auf das
MEDAS
-Gutachten abzustellen. Gestützt darauf sei von
einer 0%igen Arbeitsfähigkeit
in
zuletzt ausgeübter und von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen. Das Belastungsprofil sehe so aus, dass wechselbelastende leichte bis mittelschwer
e
Tätigkeiten ohne übermässigen Zeit- und Termind
ruck
zumutbar seien.
3.3
Gestützt auf diese Aktenlage ging die Beschwerdegegnerin von einer Arbeitsfä
higkeit
des
Beschwerdeführer
s
von
50
%
in
angepasster Tätigkeit aus
.
Im Ein
kommensvergleich stellte sie
sowohl für das Validen- als auch für das Invaliden
ei
n
kommen auf
die
Tabelle TA1 des Bundesamtes für Statistik über die Schwei
zerisches Lohnstrukturerhebung (LSE; Totalwert für
Männer
, Hilfsarbeiten [Zentralwert]) ab
, sodass ein Invaliditätsgrad von 50 % resultierte
und weiterhin ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente bestand
(vgl. Urk. 7/131
,
Urk. 7/132 S. 4 f
.). Dies teilte
sie dem Beschwerdeführer am 24. Januar 2014
mit
(
Urk. 7/133
).
4.
4.1
Im
Rahmen
der vorliegend zu beurteilenden
Glaubhaftmachung einer gesund
heitlichen
Verschlechterung
wurden der
Beschwerd
e
gegnerin
folgende medizini
sche
Unterlagen
durch Dr.
A._
eingereicht (vgl. Urk. 7/136)
:
4.2
Oberarzt
Wirbelsäulenchirurgie Dr.
med.
D._
von der
E._
nannte in seinem Sprechstundenbericht vom 18. April 2018 (Urk. 7/135/1-2) fol
gende Diagnosen
:
-
Persistierende paravertebrale Schmerzen mit/bei:
-
Dorsalverlagerung des C7-Lotes
-
Status nach
Skolioserevision
von ventral und dorsal, mit Instrumenta
tion Th4-L4 von ventral August 2000
-
Status nach ausgeprägter idiopathischer Skoliose thorakal Th7-L2 linkskonvex 80°, mit zunehmender Lotdekompensation und chroni
schen lumbalen Schmerzen
-
Status nach
CD-
Spondylodese
Th8
-L
1
(November 1987, im Hause)
-
Kleine
Syringomyelie
C5-C7
-
Narbenbruch linkes Abdomen
Dazu führte Dr.
D._
aus, im Befund fänden sich keine neuen Aspekte.
Die aktuell durchgeführte MRI-Untersuchung der Halswirbelsäule (HWS) ergebe keinen Hin
weis für eine relevante spinale Impulsleitstörung bei vorbestehender Zentralka
nalerweiterung/
Syringomyelie
von Segmentunterkante 4 bis C6 reichend. Es er
gebe sich kein Hinweis für
foraminale
Engen.
Im Vergleich zu den
Voraufnahmen vom März 2017 zeige sich ein stationärer Befund mit kleiner
Syringohydromyelie
C5-C
7.
Es bestehe kein Hinweis auf eine Neurokompression im Bereich der HWS.
4.3
Institutsdirektorin Prof. Dr. med.
F._
, Oberarzt i.V.
G._
, Assistenzärz
tin prakt. med.
H._
und Assistenzarzt
prakt. med.
I._
v
om
J._
des
K._
nannte
n
in
ihrem
Austrittsbericht
vom
9
.
Mai
2018 (Urk. 7/135/
3
-
5
) fol
gende Diagnosen
(verkürzt wiedergegeben)
:
-
Unklare Oberbauchschmerzen, Erstdiagnose 9. Mai 2018
-
Arterielle Hypertonie
-
Aktuell nicht unter medikamentöser Behandlung
Dazu führte
n
die Ärzte des
K._
aus, der Beschwerdeführer sei
,
bei seit drei Wo
chen bestehenden rechtsseitigen Oberbauchschmerzen
,
auf dem Notfall vorstellig geworden.
Bei
blanden
Laborparametern hätten sie
eine
sonographische
Abdo
menuntersuchung
(vgl. Urk. 7/135/6)
durch
geführt
, die keine Anhaltspunkte für eine Cholestase,
Cholelithiasis
oder
Cholezystitis
gezeigt habe
. Nach Rücksprache mit dem diensthabenden
Gas
troen
terologen
hätten sie
daher eine Gastroskopie zur weiteren A
bklärung der unklaren Oberbauchbe
schwerden
geplant.
Der Be
schwerdeführer habe
unter adäquater Schmerztherapie
wieder nach Hause ent
lassen werden
können
.
4.4
Oberarzt Dr. med.
L._
vom
M._
des
K._
hielt in seinem Biopsie-Bericht vom 15. Mai 2018 (Urk. 7/135/7-8) über den endoskopischen Befund fest, dass eine
Antrumgastritis
und eine ausgefranste
Z-Linie mit narbiger Einziehung habe festgestellt werden können. Es bestehe zudem der Verdacht auf eine
Glykogenakanthose
ösophageal
.
5.
5.1
Vorwegzuschicken ist, dass sich die Ärzte in den eingereichten Berichten
weder zur Arbeitsfähigkeit noch zu funktionellen Einschränkungen
äusserten (vgl. E.
4.2-4
). Es ist daher allein anhand der erhobenen Befunde zu eruieren, ob eine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes glaubhaft dargelegt worden ist.
Entscheidend dabei sind
allfällige
zusätzliche funktionelle Einschränkungen mit Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit.
5.2
Betreffend das chronische panvertebrale Schmerzsyndrom fanden sich im Befund von Dr.
D._
keine neuen Aspekte. Das HWS-MRI hat keinen Hinweis für eine relevante spinale Impulsleitstörung oder
foraminale
Engen ergeben. Der Befund bezüglich der kleinen
Syringohydromyelie
C5-C7 zeigte sich stationär. Anhalts
punkte für eine Neurokompression im Bereich der HWS bestehen keine (vgl. E. 4.2). Neue zusätzliche funktionelle Einschränkungen mit Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit wurden keine beschrieben und
sind
somit nicht glaubhaft dar
getan.
Was die
Oberbauchschmerzen
angeht, konnten
die Ärzte des
K._
keine Anhalts
punkte für eine Cholestase,
Cholelithiasis
oder Cholezystitis
finden und die La
borparameter waren unauffällig. Sie
entliessen
den notfallmäs
s
ig vorstellig ge
wordenen Beschwerdeführer denn auch
unter adäquater Schmerztherapie wieder nach Hause
(E. 4.3)
.
D
ie von Dr.
L._
(E. 4.4)
festgestellte
Antrumgastritis
(Ma
genschleimhautentzündung)
lässt sich
in der Regel
medikamentös behandeln und weist
– wenn überhaupt -
auf keine dauerhafte
n
funktionelle
n
Einschränkung
en hin (
vgl. zur
Antrumgastritis
:
https://www.gastritisbehandlung.com/was-ist-eine-antrumgastritis/
)
.
Auch der
von Dr.
L._
geäusserte Verdacht auf eine
Glykogenakanthose
(
b
enigne, flache Lä
sionen mit
Glykogen
einlagerungen
)
ver
ursacht
in der Regel
keine Symptome und bedarf keiner Therapie (vgl.
on
line Ps
ch
y
rembel; Stichwort:
Glykogenakanthose
[
https://www.pschy
-
rem
bel.de/
Glykogenakanthose
/K0R07/
doc
/
])
.
Die ausgefranste Z-Linie (Grenze zwi
schen der Schleimhaut der Speiseröhre und der Schleimhaut des Magens) mit narbiger Einziehung führt
ebenfalls
zu keiner funktionellen Einschränkung.
Die
von den Ärzten des
K._
festgestellte (E. 4.3)
arterielle Hypertonie ist
durch Umstellung der Lebensgewohnheiten sowie allenfalls medikamentös
e Therapie
behandelbar
(vgl. Pschyrembel
, Klinisches Wörterbuch,
25
9.
Aufl., S. 752 f.).
Der
Narbenbruch
des
linke
n
Abdomens
entspricht der
Bauchwandhernie
, welche
be
reits von den
MEDAS
-Gutachtern
festgestellt
wurde (vgl. E. 3.1 und E. 4.2).
Weiter
legte die Beschwerdegegnerin die eingereichten Unterlagen dem RAD vor. Dr.
med
.
N._
äusserte sich als einzige medizinisch
e
Fachperson zur Frage, ob es zu einer wesentlichen gesundheitlichen Veränderung gekommen ist, und legte
überzeugend
dar, dass
sich aus den eingereichten medizinischen Berichten keine objektiven Befunde oder funktionelle
n
Einschränkungen ableiten liessen, die eine dauerhafte
Verschlechterung des Gesundheitszustandes nachvollziehbar begrün
den könnten
(Urk. 7/
146
S. 2).
5.3
Was das Vorbringen des Beschwerdeführers angeht, er habe der Beschwerdegeg
nerin alle Angaben über die ihn behandelnden Ärzte gemacht und diese habe es unterlassen die vorhandenen ärztlichen Berichte einzufordern, ist darauf hin zu weisen, dass
er
für das Glaubhaftmachen eines Revisionsgrundes die Beweislast trägt (vgl. E. 1.3). Folglich
wäre
es an ihm
gelegen,
die dafür notwendigen Be
weismittel (Arztbericht
e
) de
r Beschwerdegegnerin vorzulegen. Anlässlich des Te
lefonates mit Frau
O._
von der Beschwerdegegnerin
a
m 3. August 2018 wurde er
zudem
explizit darauf aufmerksam gemacht, dass er
selb
er
einen Bericht von
dem ihn behandelnden
Dr. med.
P._
vom
Q._
einzureichen hat. Dies sicherte er
denn auch
zu, reichte einen
solchen
jedoch nie ein (vgl. Urk. 7/148). Darüber hinaus ist festzuhalten, dass es sich vorliegend be
reits um das
vierte
vom Beschwerdeführer eingeleitete Revisionsverfahren (Ren
tenerhöhungsgesuch) handelt und er den Verfahrensablauf respektive den Um
stand, dass
er
eine
n
Revisionsgrund glaubhaft machen
muss
,
kennen
muss
.
5.4
Nach dem Gesagten vermochte der Beschwerdeführer mit den im Verwaltungs
verfahren eingereichten Berichten (E. 4.2-4) keine rentenrelevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse glaubhaft zu machen. Es ist daher nicht zu bean
standen, dass die Beschwerdegegnerin auf das Revisionsbegehren nicht eingetre
ten ist. Die Beschwerde ist in der Folge abzuweisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und sind die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ermessensweise auf Fr. 500.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.