# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f2e74305-37b3-5039-8ce5-26aeed2cc674
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 19
69
geborene
X._
war
ab
Mitte 1991
zu 100
%
und ab dem 20. Februar 2014 gesundheitsbedingt zu 50
%
als Hilfskoch
sowie ab
Oktober
2015 zu 40
%
als Assistent in der Hotellerie
im Alterszentrum
Y._
tätig
(Urk. 9/9/2,
Urk. 9/13/3
,
Urk. 9/51
).
Am 8
.
Juli
2014 meldete
er sich
wegen
der rheumatischen Erkrankung Morbus Bechterew
(auch: Spondylitis
ankylosans
)
zum Leistungs
bezug an (Urk.
9/2
). Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
klärte die medizinischen un
d erwerblichen Ver
hältnisse ab und übernahm mit Mitteilung vom 1
3.
Mai 2015 die Kosten für Frühin
terventions
massnahmen (Fachkurse, Coaching, Hilfsmittel;
Urk.
9/32).
Ausserdem holte sie das
bidisziplinäre
Gutachten
von Prof.
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie v
on Dr. med.
A._
, Fachärztin
für Innere Medizin, spez. Rheumaerkran
kun
gen, vom
1
8.
März 2016 ein (
Urk.
9/55-57).
Mit Vor
bescheid vom
1
3.
Juni 2016
kündigte sie die Abweisung des Leis
tungs
begehrens bei einem Invaliditätsgrad von 19 % an (Urk.
9/62
). Dagegen erhob der Versi
cherte mit Schreiben
vom 28. Juni 2016 (Urk. 9/65
)
, ergänzt mit Schreiben vom 25. August 2016 (Urk. 9/72)
.
Die IV-Stelle holte daraufhin die Stellungnahme von Prof. Dr.
Z._
vom 2
2.
September 2016 ein (
Urk.
9/79
).
Hierzu äusserte sich der Ver
sicherte mit Schreiben vom 3
1.
Oktober 2016 und
6.
Februar 2017 (
Urk.
9/91).
Mit Verfügung vom
14. Februar 2017
wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren wie an
gekündigt ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der B
eschwerdeführer mit undatierter Eingabe
(Poststempel vom 1
5.
März 2017)
Be
schwerde und beantragte, es
sei ihm eine unbefristete ganze Rente zuzusprechen; eventualiter seien weitere Abklärungen zu tätigen;
sub
even
tualiter
sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur weiteren Abklärung zurück
zuweisen.
In prozessualer Hinsicht stellte der Beschwerdeführer den An
trag, es sei ihm die unentgeltliche Prozess
führung zu gewähren und ein unent
geltlicher Rechtsvertreter in der Person von Rechts
anwalt Bernhard
Zollinger
zu bestellen (
Urk.
1 S. 2).
Mit undatierter Eingabe (
Eingang am
3
0.
März 2017
)
zog der Beschwerdeführer seinen Antrag auf unentgeltliche Prozesspflege zurück
(Urk.
7
).
Die Beschwerde
geg
nerin schloss in der Beschwerde
antwort vom
8.
Mai
2017 auf Ab
weisung der Be
schwerde (Urk. 7). Mit Verfügung vom 6. Februar 2018 wurde den Parteien Gele
genheit gegeben, zur Rechtsprechungsänderung des Bundesge
richts gemäss BGE 143 V 409 und 143 V 418 Stellung zu nehmen (U
rk. 11
S. 2). Die Be
schwerde
gegnerin nahm dazu mit Eingabe vom 5. März 2018 (Urk.
13
), der Be
schwerdeführer mit
undatierter
Eingabe
(
Eingang
vom
7.
März 2018
)
Stellung (Urk. 14
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundes
gesetzes über den Allge
m
ei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Er
werbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kom
men
den ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsun
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beein
träch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheits
schaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Er
werbs
einkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit un
ab
hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie aus
gewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weit
gehend
objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Per
son zu
mutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.2.2
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychoso
ma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tat
säch
liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person in einem struk
turierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funk
tionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 4
18
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis
ver
fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank
heitsbild allenfalls gewisser Anpas
sungen hinsicht
lich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklä
rungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztli
chen Fest
stellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechts
erheblichen Indika
toren auf Arbeitsun
fähigkeit schliessen lassen (E. 7).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad vo
n mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durch
führung der medizi
nischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Validen
einkommen). Der Ein
kommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der In
validi
täts
grad be
stimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mens
ver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stellt
e sich in der angefochtenen Ver
fügung auf den Standpunkt,
gestützt auf die Gutachten von Prof.
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
sei dem Beschwerdeführer
die angestammte Tätigkeit als Hilfskoch nicht mehr zumutbar.
Ab Februar 2015 sei ihm indes ein 100%iges Arbeitspensum in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten unter 10 Kilogramm, ohne Verharren in Zwangshaltungen, ohne dau
erhaften Armvorhaltebelastungen und Überkopfarbeiten zumutbar.
Der Be
richt von
Dr.
med.
B._
vom 2
2.
August 2016
(
Urk.
9/69)
dagegen
sei fragwürdig und
es entstehe der Eindruck, dass dieser aufgrund der Vertrauens
stellung zum Beschwerdeführer zu seinen Gunsten verfasst worden sei.
Der Ein
kommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 19 %, weshalb kein An
spruch auf Leis
tungen der Invalidenversicherung bestehe
.
(Urk. 2 S. 2
f.).
In der Stellungnahme vom 5. März 2018 erklärte die Beschwerdegegnerin zudem, auch nach neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung zu den leichten und mittel
schweren Depressionen sei ein besonderes Augenmerk auf die Frage der Thera
pierbarkeit zu legen (gemäss BGE 143 V 409 in Verbindung mit BGE 141 V 281). Verlauf und Ausgang von Therapien seien wichtige Schweregrad
indika
toren. Da beim Beschwerdeführer noch Möglichkeiten zur Therapieoptimierung bestünden, sei auf einen fehlenden Leidensdruck zu schliessen. Der vorliegende Schweregrad der Störung erreiche somit nicht das erforderliche Ausmass, welche für einen in
validisierenden Gesundheitsschaden vorausgesetzt wäre (Urk.
13
).
2.2
Der
Beschwerdeführer
wendet dagegen ein
,
wie den Berichten von
Dr.
B._
vom 2
2.
August 2016 (
Urk.
9/69) und von
PD
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, spez. Rheumatologie, vom 17.
August 2016 (
Urk.
9/70)
zu entnehmen sei, sei
seine Belastbarkeit
aufgrund seiner psychischen und somatischen Beschwerden stark eingeschränkt. Ins
beson
dere
sei
er sowohl durch die
depressive Störung mit
eingeschränkter Affekt
regu
lierung, sozialen Kontakt- und Konzen
trationsstörungen
als auch durch
die
kör
perlichen Be
schwerden zufolge einer
Fehlform
der Wirbelsäule mit Entzün
dungen und Schmerzen
erheblich beeinträchtigt
.
Die psychische Erkrankung und soma
tisch bedingten Beschwerden würden sich gegenseitig verstärken.
Er sei nur dank einer intensiven medikamentösen Therapie noch in der Lage,
t
eilzeit
zu arbeiten.
Aus psychiatrischer Sicht resultiere eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
in jeglicher Tätigkeit.
Gemäss
PD
Dr.
C._
sei eine zeitliche Präsenz von maximal 60
%
zu
mut
bar, wobei auch in diesem Rahmen die Arbeitsfähigkeit stark reduziert sei.
Auf
grund der stark verminderten Belastbarkeit sei auch bei einfachen Arbeiten eine ganztägige Anwesenheit beziehungsweise ein Pensum von 100
%
nicht mehr zu
mutbar.
Seine Arbeitsfähigkeit sei in jeglicher Tätigkeit um mindestens 50
%
ein
geschränkt
(Urk. 1 S.
4 f.
).
In
seiner weiteren Stellungnahme
machte der Beschwerdeführer geltend,
unter Berücksichtigung eines angemessenen leidensbe
dingten Abzuges vom Inva
liden
einkommen von 25
%
resultiere ein Invaliditätsgrad von 70
%
und somit ein Anspruch auf eine ganze Rente.
Sollte ihm die Rente nicht direkt vom Gericht zugesprochen werden, sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese ein strukturiertes Beweisverfahren anhand der Standardindikatoren durchführe (
Urk.
14 S. 2 f.).
2.3
2.3.1
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente der Invalidenversicherung.
Der
frühest
mögliche
(hypothetische) Beginn einer
allfällige
n Rente ist
aufgrund der Anmeldung vom
8. Juli
2014 (Urk.
9/2
)
und
in An
wendung von Art. 29 Abs. 1
und
Abs.
3
IVG der 1.
Januar
201
5.
Ausserdem bildet die an
gefoch
tene Ver
fügung
vom 1
4.
Februar
2017 (Urk. 2)
recht
sp
re
chungsgemäss die zeit
liche Grenze der richter
lichen Über
prüfungs
be
fugnis (BGE 132 V 220 E. 3.1.1,
122 V 77 E. 2b, Urteil des Bundes
ge
richts
8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2, je mit Hin
weis).
2.3.2
Nicht strittig und ausgewiesen ist, dass der Beschwerdeführer in der an
ge
stamm
ten Tätigkeit als
Hilfskoch
ab
dem 2
0.
Februar 2014
insbesondere
aufgrund seiner Rückenbeschwerden zufolge der rheumatischen Erkrankung Morbus Bechterew
(
respektive Spondylitis
ankylosans
)
sowie einer kongenitalen Übergangs
anomalie der Lendenwirbelsäule (LWS) bei S1
anhaltend in einem Umfang von über 40
%
(
Art.
28
Abs.
1
lit
.
b
IVG)
arbeitsunfähig
war
und ist
(
Urk.
9/1, Urk.
9/19/2
, Urk. 9/56/39-40,
Urk.
9/56/45
)
.
Es sind ihm
schwere bis mittel
schwere, rücken
belastende Tätigkeiten mit Hantieren von Lasten über 10 Kilo
gramm und solche in Kälte, Nässe oder mit grossen Temperatur
schwan
kungen
sowie in Zwangshal
tung
nicht mehr zumutbar (
Urk.
9/21/9,
Urk.
9/22/16-17, Urk.
9/56/
39-40,
Urk. 9/56/
47
, Urk. 9/57
).
Nach insofern einheitlicher ärztlicher Darstellung ist ausserdem ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer
ab
März 2014 bis mindestens Januar 2015
zusätzlich
an einer rezidivierenden depressiven Störung und an einer gene
ralisierten Angststörung
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
litt (
Urk.
9/22/2-4
,
Urk.
9/55/20
-21, Urk. 9/69/2).
2.4
Zu
prüfe
n
bleibt
,
ob nach Ablauf des sogenannten Wartejahres
am 1
9.
Februar 2015 im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG ein
e Invalidität von mindestens 40
% oder mehr bestand.
Dazu
ist hernach zunächst zu klären,
ob
und inwiefern die
Leistungs
fähigkeit respektive der Umfang der Arbeits
fähigkeit in einer leidens
an
gepassten Tätigkeit
ab dem 2
0.
Februar 2015
eingeschränkt
war
.
3.
3.1
3.1.1
Hierzu
stützte sich die Beschwerdegegnerin
auf
das
bidisziplinäre
rheuma
tolo
gisch-psychiatrische Gutachten von Dr.
A._
und Prof.
Dr.
Z._
vom 1
8.
März 2016 (
Urk.
9/55-57). Die Gutachter untersuchten den Beschwerdeführer am 2
5.
Januar und 2
2.
Februar 2016 (
Urk.
9/55/1, Urk. 9/56/1)
und kamen in der
bidisziplinären
Zusammen
fassung zum Schluss,
der
Beschwerdeführer
sei in einer leidensangepassten rückenschonenden Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Dabei könne er mit Lasten bis zu 10 Kilogramm hantieren, er könne aber nicht in Kälte, Nässe oder an Orten mit grossen Temperaturschwankungen arbeiten.
Diese Ein
schränkungen seien durch die verminderte Belastbarkeit und die Beschwerden der LWS
sowie der Wirbelsäule begründet. Dazu seien die folgenden Diagnosen gestellt worden: Verminderte Belastbarkeit und Beschwerden der LWS
bei/mit kongenitaler Übergangsanomali
e (Erstdiagnose etwa 2000) mit weitgehender
Lumbalisation
von S1 mit symmetrischer und kräftiger autoch
thoner Rücken
mus
kultur (Magnetresonanztomographie, MRT, Februar 2016), ohne
radiku
läre
Zeichen; verminderte Belastbarkeit und Beschwerden der
Wirbelsäule
bei/mit Spondylitis
ankylosans
(Erst
manifestation 2003, Erstdiag
nose Oktober 2013) mit/bei HLA-B27 positiv mit TNF-Hemmer-Therapie ab 2013, initial Enbrel, The
rapiewechsel auf
Humira
im Mai 2014 und zu
Simponi
im Juli 2014 mit leichter aktiver Entzündung des Facettengelenks Th4/Th5 rechts und daher deutlicher bildgebender Besserung unter der TNF-Hemmer-Therapie (MRT Feb
ruar 2016 gegenüber MRT Oktober 2013
;
Urk.
9/57
).
Aus dem rheuma
tolo
gischen Teilgutachten von
Dr.
A._
vom 1
6.
März 2016 geht hierzu
zudem
hervor,
es seien beim Beschwerdeführer angeborene struk
tu
relle
Befunde im Bereich der LWS vorhanden
und eine angeborene Tendenz zur Entwicklung einer Spondylitis
ankylosans
(HLA B27 positiv). Letzteres sei nach der Erstdiagnose im Jahr 2013 konsequent mit einem TNF-Hemmer behandelt worden. Seither hätten sich die bildgebenden Befunde im Bereich
der Wirbelsäule und der
Iliosakralgelenke
(ISG)
stark verbessert, sodass nun nur noch eine einzige leicht aktive Entzündung des Facettengelenks Th4/Th5 rechts bildgebend vor
han
den sei.
Es sei ihm
daher
seit jeher
eine
leidens
angepasste Tätigkeit zu 100
%
bezogen auf ein Pensum von 1
00
%
zumutbar
(Urk. 9/56/37
-40
).
Die
Gutachter
hielten
in der
bidi
s
z
iplinären
Zusam
menfassung zudem fest, in der Periode vom
1.
März 2014 bis Januar 2015 habe a
ufgrund der affektiven Symp
tomen
zufolge der Diagnose einer rezidivierenden depres
siven Störung, mittel
gradig (ICD-10 F33.1)
,
eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
bezogen auf ein Pensum von 100
%
bestanden
. In der übrigen Zeit
habe
nie eine lang andauernde Arbeits
un
fähigkeit bestanden
(
Urk.
9/57)
.
D
em
psychiatrisc
hen Teilgutachten von Prof. Dr.
Z._
vom
1.
Februar 2016
ist dazu zu entnehmen,
es sei beim Be
schwer
deführer ab Februar 2014 im Zusammenhang mit dem Auftreten von somatisch-rheumatischen Erkrankungen
nachvollziehbar
zum erneuten Auftreten von Symp
tomen seiner seit dem Jahr 2009 bestehenden Angststörung
und in der Folge zu mittelgradigen depressiven Symptomen gekommen. Daher habe die behandelnde Psychiaterin (
Dr.
B._
)
den Beschwerdeführer zu 50
%
arbeitsunfähig ge
schrieben. Ihr Bericht (vom 9. Februar 2015, Urk. 9/22)
enthalte zum (späteren) Verlauf der depressiven Störung keine belastbaren Aussagen. Ziehe man aber die Untersuchungsbefunde und die Anamneseerhebungen der somatischen Ärzte hinzu, dann
bestünden
seit Januar 2015 keine
be
richtens
wer
ten
psychopathologischen Auffälligkeiten mehr.
Es sei daher medizinisch-theo
retisch davon auszugehen, dass im Zeitraum vom
1.
März 2014 bis Januar 2015 eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer
leidens
ange
passten Tätigkeit um 50
%
vorgelegen habe. Seither sei der Be
schwerdeführer aus psychiatrischer Sicht wieder vollschichtig im z
uletzt ausgeübten Beruf einsetz
bar
(
Urk.
9/55/21)
.
3.1.2
Demgegenüber erklärte die Psychiaterin
Dr.
B._
, bei
welcher
der
Beschwerde
führer
seit Anfang 2010 in psychiatrisch-psycho
logischer Behand
lung
stand
(
Urk.
9/22/2)
,
im Bericht vom
2
2.
August 2016
(
Urk.
9/69)
,
sie habe seit Februar 2015 (Bericht vom
9. Februar 2015, Urk. 9/22) keinen Bericht mehr über den Beschwerdeführer verfassen
müssen
. Es sei von niemandem mehr ver
langt worden. Dies sei der Grund, weshalb Prof.
Dr.
Z._
über den seitherigen Krankheitsverlauf nicht mehr habe orientiert sein können. Gerade 2015 habe sie den Beschwerdeführer am häufigsten gesehen, nämlich 15 Mal. Im Februar 2015 sei er jede Woche vorbe
ige
kommen, weil er einmal mehr a
n
seinem Arbeitsplatz mit dem Arbeitspensum überfordert gewesen sei. Er habe dort eine Präsenz von 50
%
bei einer Leistung von 40
%
. Sie habe ihn krankheitsbedingt für 10 Tage
zu 100% arbeitsunfähig schrei
ben müssen. Die depressive Symptomatik habe sich damals dermassen verstärkt, dass die Medikation mit
Cymbalta
von 60 mg auf 120 mg habe erhöht werden müssen. Seither benötige
der Beschwerdeführer noch immer diese Dosis. Nach 10 Tagen Arbeitsunfähigkeit habe er sein 40%iges Leis
tungspensum mit viel Mühe
wieder aufnehmen
und bewältigen können. Es habe jedoch mehrere Monate bis zum Abklingen der depressiven Episode ge
braucht.
Möglicherweise sei diese depressive Episode durch die emotionale Belastung der Operation einer Narbenhernie (
vom 16.
Dezember 2014
, Urk. 9/19/2-3)
Anfang 2015
ausgelöst worden.
Nach der Begutachtung von Prof.
Dr.
Z._
hab sich die bereits vorher bestehende Symptomatik nicht nur verstärkt, sondern auch noch ausgeweitet.
Besonders stark hätten sich seine Ängste
, aber auch die depressive Stimmung (mit Selbstmordgedanken) und die bekannten Schmerzen verstärkt. Zuerst sei es zum entzündlichen Prozess in der linken Schulter gekom
men, weshalb
PD
Dr.
C._
Cortison ins linke Schulter
gelenk habe spritzen müs
sen. Die Schmerzen seien für den Beschwerdeführer nicht mehr auszuhalten. Schliesslich hätten sich die Schmerzen auf alle Gelenke der linken Körperseite ausgebreitet. Seine Panikattacken seien wieder aus
gebrochen, be
gleitet von Herz
klopfen, Sch
witzen, Atemstörungen, Druck auf der Brust und Muskelverspannun
gen
(
Urk.
9/69).
Der behandelnde Rheumatologe
PD
Dr.
C._
führte in seiner Stellungnahme vom 1
7.
August 2016 sodann aus, das Gutachten von
Dr.
A._
habe keine Widersprüche, es würden aber aus den vorgegebenen Fakten (Anamnese, bildge
bende Verfahren, klinische Untersuchung) unvollständige Schlüsse gezogen. Es sei zwar richtig, dass der Beschwerdeführer, der intensiv behandelt werde, keine
Synovitiden
(
Entzündung der inneren Schicht der Gelenkkapsel
) habe und eine langandauernde Schonung nicht vorliege. Der
Beschwerdeführer
leide aber an einer rezidivierenden
Periarthropathie
der Schulter rechts und links. Die Gelenke seien zwar
voll beweglich
, aber
schmerzhaft im Schub. Allein die
Fehlform
der Wirbelsäule im Sinne einer
Kyphoskoliose
(thorakal rechtskonvex und lumbal linkskonvex) mit Schmerzen im Scheitel der thorakalen Kyphose sei zudem geeignet, eine verminderte Belastbarkeit zu induzieren.
Die MRT-Untersuchung der Wirbelsäule zeige
ferner
nur eine Momentaufnahme. Die Aktivität der Ent
zündung sei wech
selnd.
Dank der intensiven medikamentösen Therapie sei der
Beschwerdeführer
überhaupt in der Lage
,
noch tei
lweise zu arbeiten. Der Schluss (der Gutachterin), dass die gute MRT-Untersuchung zur vollen Arbeits
fähigkeit
führe, greife zu kurz. Beim
Beschwerdeführer
würden drei Probleme vorliegen, die sich gegenseitig verstärken würden (Morbus Bechterew,
Fehlform
der Wirbel
säule, psychische Erkrankung). Die Summe dieser Probleme ergebe eine ver
min
derte Belastbarkeit, was sich auch in den Schmerzen
äussere
(
Urk.
9/70)
.
3.2
3.2.1
Bei dieser Aktenlage kann
entgegen der Ansicht der
Beschwerdegegnerin
nicht
abschliessend
angenommen
werden, dass in der hier zu beurteilenden Zeit ab dem 2
0.
Februar 2015 in psychischer Hinsicht eine anspruchserhebliche Besserung der depressiven Symptomatik eingetreten ist, respektive
,
dass
bereits ab dann
keine erhebliche, die Ressourcen und Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s ein
schränkende psychische, namentlich depressive, eventuell ängstliche Symp
toma
tik mehr bestand.
Denn Prof.
Dr.
Z._
leitete e
ine
Verb
esserung
der
von ihm
bis Januar 2015
aufgrund der
affektiven
Symptomatik
attestierten
50%igen
Arbeits
un
fähigkeit
(Urk. 9/
55/21, Urk. 9/55/24,
Urk. 9/57)
lediglich daraus ab, dass für
die
Zeit
ab Februar 2015, mithin seit dem Bericht von
Dr.
B._
vom
9.
Februar
2015 (
Urk.
9/22/1-7)
,
kein Bericht aus psychiatrischer Sicht
vorliege
und keine Hinweise auf eine psychische Symptomatik aus den somatischen Berichten zu entnehmen gewesen seien
(
Urk.
9/55/21)
.
Mit dem Bericht
von
Dr.
B._
vom 22.
August
2016
, wonach sich die depressive Symptomatik gerade in dieser Zeit ab Februar 2015 erheblich verschlechtert habe (
Urk.
9/
69/
2
),
ist diese Annahme jedoch
massgeblich
in Frage gestellt.
Auch für die Zeit nach der Begutachtung vom 2
5.
Januar 2016 (Urk. 9/55/1)
kann
nicht
ohne Weiteres
abschliessend
angenommen werden
, die von
Dr.
B._
im Bericht vom 2
2.
August
2016 beschriebene Verschlechterung des psychischen, aber auch des somatischen Gesundheitszustandes
(Panikattacken, depressive Symptomatik, entzündliche Prozesse in der linken Schulter und Schmerzzunahme in den Gelenken der linken Körperseite,
Urk.
9/69/1)
habe keine Aus
wirkung auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit gehabt.
3.2.2
Der Bericht von
Dr.
B._
vom 2
2.
August
2016 (
Urk.
9/69) war
den Gutachtern, namentlich
Prof.
Dr.
Z._
,
denn auch
nicht zur Stellungnahme unterbreitet worden
, obschon
er
der
Beschwerdegegnerin
im
Einwandverfahren
zusammen mit jenem von PD Dr.
C._
vom 17. August 2016 eingereicht worden war
(Urk.
9/72/5)
.
Die
ergänzende Stellungnahme von Prof.
Dr.
Z._
vom 22.
September 2016
bezieht
sich
dementsprechend denn auch n
ur auf die Ein
wände
des
Einwandschreibens
(
Urk.
9/75,
Urk.
9/79) und
enthält
keine Aus
füh
rungen zum aktuellen Bericht von
Dr.
B._
.
3.2.3
In somatischer Hinsicht hielt
Dr.
A._
für die Zeit ab Februar 2015
im Übri
gen fest
, dass
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
sowie Vertrauensarzt der Pensionskasse des
Beschwerdeführer
s,
in den Berichten vom 3
1.
Januar und
3.
September 2015
(Urk. 9/21, Urk. 9/44)
noch von einer beidseitigen
Sakroileitis
sowie aktiven Spondylitiden
anterior
Th7 bis Th9 und
entzündlichen Veränderungen an den ventralen Endplatten des
thorakolumbalen
Überganges ausgegangen sei. Da sich die Entzündungen gemäss
dem Ergebnis der MRT-Untersuchung von Februar 2016
deutlich verbessert hätten, habe sich auch die Arbeitsfähigkeit deutlich gebessert
(Urk.
9/56/47).
Ob diese Schlussfolgerung, welche PD
Dr.
C._
in Abrede stellt
e
(
Urk.
9/70)
, zutrifft, kann hier
ausgangsgemäss
zunächst
offen bleiben
.
Selbst wenn man
aber
der Ansicht von
Dr.
A._
folgt, dass vom
(einmaligen)
MRT-Nachweis ge
besserter Entzündungszeichen auf eine verbesserte Arbeitsfähigkeit zu
schliessen
sei, ist zu berücksichtigen, dass eine solche Besse
rung frühestens mit dem MRT von Februar 2016
ausgewiesen ist. Dementsprechend ist auch in somatischer Hin
sicht zweifelhaft, dass bereits ab Februar 2015 von einer
- wie von Dr.
A._
attestierten -
100%igen
Arbeitsfähigkeit in einer leidens
ange
passten rückenscho
nenden Tätigkeit
(
Urk.
9/56/37)
auszugehen ist
und nicht erst ab dem Be
gutach
tungszeitpunkt. Die Argumentation von
Dr.
A._
- vollständige Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit seit jeher einerseits (Urk. 9/56/40) und
erheblicher Verbesserung der bildgebenden Befunde andererseits
(Urk. 9/56/37)
- erweist sich damit jedenfalls als
nicht
ohne Weiteres
schlüssig
.
Des Weiteren ist in somatischer Hinsicht nicht
abschliessend
geklärt, ob nach der Begutachtung und insbesondere seit dem MRT von Februar 2016
trotz der lang
jährigen entzündungshemmenden Medikamente im Zusammenhang mit der Mor
bus Bechterew
neue Entzündung
en respektive eine wechselnde Aktivität der Ent
zündungen aufgetreten sind, namentlich in den Schultergelenken und der Wir
belsäule (Urk. 9/69/1,
Urk.
9/70),
welche die Einschätzung von
Dr.
A._
in Frage stellen würden.
Auch in somatischer Hinsicht kann somit nicht
abschliessend
auf das vorliegende Gutachten (
Urk.
9/55-57) abgestellt werden.
3.
3
3.3.1
Hinzu kommt, dass
das
vorliegende psychisc
he
Be
schwerdebild
gemäss
der jüngs
ten bundesge
richtlichen Rechtsprechung (BGE 143 V 418) unter Berück
sichtigung des mit dem Leitentscheid
BGE 141 V 281
(Urteil des Bundesgerichts vom 3. Juni 2015) prä
zisierten
struk
turierten
,
nor
mativen Prüfungsrasters zu beurteilen
ist
.
Hierbei sind die
funktionellen Auswirkungen
eines Gesundheitsschadens
mit
einem Katalog
von sogenannten Standardindikatoren
vermehrt zu gewichten, wobei den Umstän
den des Einzelfalls Rechnung zu tragen ist (BGE 141 V 281 E. 4). Das Prüfungsraster gestaltet sich wie folgt: Unter die Kategorie
„funk
tio
neller Schweregrad" (E. 4.3)
fällt der K
omplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
mit der Frage nach der
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
,
dem B
ehandlungs- und Eingliederungserfolg oder
der Behandlungs
resistenz (E. 4.3.1.2)
und den
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
, ausserdem der K
om
plex „Per
sön
lichkeit" (Persönlichk
eitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
und der K
omplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
. Unter der Kategorie
„Konsistenz" (Ge
sichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
ist die g
leichmässige Einschränkung des
Aktivitätenni
veaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
und der b
ehandlungs- und eingliederungsanam
nestisch ausgewiesene Leidens
druck (E. 4.4.2)
relevant.
3.3.2
Es bestehen keine
Ausschlussgründe
und
ein konkreter Beweisbedarf
ist gegeben
(vgl. BGE 143 V 418
E. 7.1, 141 V 281 E. 2.2)
,
so dass
von einem strukturierten Beweisverfahren
mit
Gesamtbetrachtung
sämtlicher
Leiden in Berücksichtigung
ihrer
Wechselwirkungen
(BGE
148 V 418 E. 8.1, 141 V 281 E. 4.3.1.3
)
nicht abgesehen werden
darf
.
Daran ändert auch das Vorbringen der Be
schwerde
gegnerin,
dass
auch nach neuer bundesgerichtlicher Rechtsprechung Verlauf
und
Ausgang von Therapien wichtige Schweregradindikatoren
seien (
Urk.
13)
, nichts. Denn dabei handelt es sic
h lediglich um einen Aspekt
(vgl. BGE 141 V 281 E. 4.4.2)
von vielen, der auch gemäss BGE 143 V 409 nicht o
hne W
eiteres
als
alleine ausschlaggebend
anzu
nehmen ist
. Im BGE 143 V 418 hielt das Bundesgericht zudem fest, dass selbst
(
be
i
spiel
s
weise
)
eine derart leichte depressive Beeinträchtigung wie eine
Dysthy
mie
beachtlich ist, wenn sie zusammen mit anderen Befunden auftritt (E. 8.1)
, was hier der Fall ist
.
In
der hier interessierenden Zeit ab Februar 2015
fand
zudem eine psychiatrische Therapie statt. Prof.
Dr.
Z._
beurteilte diese als leit
liniengerecht durch
geführt und die psychiatrische medikamentöse Compliance aufgrund des Medi
kamentenspiegels gegeben (
Urk.
9/55/22).
3.3.3
Der
(
unbegründeten
)
bidisziplinären
Zusammenfassung zu den Gutachten von Dr.
A._
und Prof.
Dr.
Z._
(
Urk.
9/57) ist
zu den Standardindikatoren
nichts zu entnehmen. Prof.
Dr.
Z._
hat
zwar
im psychiatrischen Teilgutach
ten auch
Ausführungen
zu den Ressourcen, zum sozialen Kontext, zur Behand
lung und Eingliederung sowie zur Konsistenz
aus psychiatrischer Sicht
gemacht (
Urk.
9/55/22-23
)
und
auch
Dr.
A._
hat aus somatischer Sicht die
indikato
renrelevanten
Fragen zum Teil beantwortet (
Urk.
9/56/43
-47
)
.
Jedoch ist
selbst
damit insbesondere für die Zeit ab Februar 2015 eine
beweis
rechtliche
Beurtei
lung der Standardindikatoren
und der Arbeitsfähigkeit
nicht abschliessend
mög
lich.
Es
wurde
keine respektive keine nachvollziehbar begründete
Ge
samtbetrach
tung der Leiden
(Angststörung, depressive Leiden, somatisch bedingte
Beschwer
den
)
in Berücksichtigung
ihrer
Wechsel
wirkungen
hinsichtlich der funktionellen
Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigungen
ab Anfang 2015
vorgenom
men.
Hinzu kommt, dass seit der Begutachtung Anfang 2016 bis zur angefochte
nen Verfügung vom 1
4.
Februar 2017 (Urk. 2) mehr als ein Jahr vergangen ist
, bezüglich welches - wie hiervor ausgeführt - den Akten Hinweise auf
möglicher
weise anspruchsrelevante
Verschlechterungen des Gesundheits
zustandes zu ent
nehmen sind.
3.4
3.4.1
Nach dem Gesagten kann bei gegebener Akten- und Rechtslage nicht ab
schlies
send über die Frage
des
Rentenanspruchs ab Februar 2015
entschieden werden.
Die Beschwerdegegnerin hat zur Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
für die Zeit ab
Februar 2015
ergänzende medizinische, insbesondere
auch
psychiatrische Abklärungen vorzunehmen, welche einer Gesamtbetrachtung der funktionellen Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigungen im Sinne der aktuellen Recht
sprechung
Rechnung tragen
. Hernach hat sie neu über den Rentenanspruch ab
Februar 2015
zu entscheiden.
Aufgrund der psychischen Beschwerden
werden
sich die
Experten
gemäss dem mit dem Leitentscheid BGE 141 V 281 präzisierten strukturierten, normativen Prüfungsraster insbesondere zu den entsprechenden Standardindikatoren zu äus
sern
haben
(vgl. BGE 143 V 409, 143 V 418). Dabei mag den Gutachtern der von einer interdisziplinären Arbeitsgruppe ausgearbeitete Fragenkatalog gemäss Anhang zum IV-Rundschreiben Nr. 339 als Leitlinie dienen (vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_421/2015 vom 23. September 2015 E. 5). Zu beachten sind dabei
aber
auch die im BGE 143 V 418 ausgeführten Präzisierungen zu einzelnen Stan
dardindikatoren (E. 5.2.2 [zum diagnoseinhärenten Schweregrad in BGE 141 V 281 E. 2.1.1 und E. 4.3.1.1] und E. 8.1 [zu Komorbiditäten in BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3]).
3.4.2
Die angefochtene Verfügung vom 14. Februar 2017 (Urk. 2) ist somit aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zur ergänzenden medizinischen Abklärung im Sinne der Erwägungen und zum neuen Entscheid über den Ren
tenanspruch des Beschwerdeführers ab Februar 2015 zurückzuweisen.
4.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zu weiterer Abklärung und neuem Entscheid als vollständiges Obsiegen (vgl. ZAK 1987 S. 268 f. E. 5 mit Hinweisen). Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen betrifft, ist das Verfahren kos
tenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unab
hängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), ermes
sensweise auf F
r. 7
00.-- anzusetzen und der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Dem Beschwerdeführer
steht eine Prozessentschädigung zu, welche nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversiche
rungs
gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen auf Fr.
2'200.
-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.