# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9a47b406-04a7-4e03-9753-1b3ffb3345db
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Z._
, geboren 1927,
beantragte bei der Ausgleichskasse für das schweize
rische Bankengewerbe mit am
5.
Januar 2014 unterzeichneter
und am 23. April 2014
dort
eingegangener
Anmeldung
die Ausrichtung
einer
Hilflosen
entschädigung
(
Urk.
11/12
,
Urk.
2 S. 1
).
Mit Verfügung vom 22. Oktober 2014 wies die Ausgleichskasse für das schweizerische Bankenge
werbe das Begehren ab (Urk. 11/10). Die dagegen vom Versicherten erhobene Einsprache vom 24. November 2014 (Urk. 11/8) wies sie mit
Einspracheentscheid
vom 3. Juni 2015 (Urk. 2) ab.
2.
Hiergegen erhob die Ehefrau des Versicherten,
X._
, am 1
8.
Juni 2015 Beschwerde und beantragte,
Z._
sei eine
Hilflosentschädigung
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 1).
Am 20. August 2015 erstattete die
Beschwerde
geg
nerin
die Beschwerdeantwort (Urk. 9, unter Beilage der Stellungnahme der
So
zialversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom 10. August 2015 [Urk. 10/24] und der IV-Akten [Urk. 10/1-24] sowie ihrer Kassenakten [Urk. 11/1-12]).
Mit Verfügung vom 2
4.
August 2015 wurde
Z._
zum Prozess beigeladen und der Beschwerdeführerin je eine Kopie der Beschwerdeantwort der Beschwerdegegnerin vom 2
0.
August 2015 (
Urk.
9) und der Vernehmlassung der IV-Stelle vom
1
0.
August 2015
(
Urk.
10/24) zur Kenntnisnahme zugestellt. Der Beigeladene liess sich innert angesetzter Frist nicht vernehmen, was den Verfahrensbeteiligten am
5.
Oktober 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
14
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die Berechtigung, einen bundessozialversicherungsrechtlichen Anspruch auf dem Rechtsmittelweg geltend zu machen, steht in einem engen Zusammenhang mit der Befugnis, die versicherte Person zum Bezug der entsprechenden Leis
tung anzumelden. Nach dem Grundsatz der Einheit des Prozesses vermittelt das dafür erforderliche Rechtsschutzinteresse bereits den Anspruch auf Erlass einer Verfügung. Ist eine Person berechtigt, die Anmeldung vorzunehmen, kommt ihr deshalb regelmässig auch die Legitimation zu, den streitigen An
spruch im
Ver
waltungsprozess
selbständig zu verfolgen (
BGE 138 V 292 E. 4.3.1 mit Hinweis auf
BGE 130 V 560 E. 4.3).
Da die Beschwerdeführerin als Ehegattin des Beigeladenen gemäss
Art.
67 Abs. 1 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV) befugt ist, diesen zum Bezug einer
Hilflosenentschädigung
anzu
mel
den, ist sie zur Beschwerde gegen den angefochtenen
Einsprache
entscheid
vom 3. Juni 2015 (Urk. 2) legitimiert.
2.
2
.1
2
.1.1
Nach
Art.
43
bis
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversiche
rung
(AHVG) haben Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten oder
Ergän
zungsleistungen
mit Wohnsitz und ge
wöhnlichem Aufenthalt (
Art.
13
des Bun
desgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
) in der Schweiz, die in schwerem, mitt
lerem oder leichtem Grad hilflos (
Art.
9 ATSG) sind, Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
(
Abs.
1 Satz 1). Für die Bemessung der Hilf
losig
keit sind die Bestimmungen des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
sinngemäss anwendbar (
Abs.
5 Satz 1). Ge
stützt auf die ihm in
Art.
43
bis
Abs.
5 Satz 3 AHVG eingeräumte Be
fugnis zum Erlass ergänzender Vorschriften erklärte der Bundesrat in Art. 66
bis
Abs.
1 AHVV für die Bemessung der Hilf
losigkeit
Art.
37
Abs.
1 und
Abs.
2
lit
. a und b sowie
Abs.
3
lit
. a–d
der Verord
nung über die Invalidenversicherung (IVV)
für sinngemäss anwend
bar.
2
.1.2
Die Hilflosigkeit gilt als schwer, wenn die versicherte Person vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen Lebensverrichtungen regel
mässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Überwachung bedarf (
Art.
37 Abs. 1 IVV). Wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist (
lit
. a), oder in mindestens zwei alltäglichen
Le
bensverrichtungen
regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter ange
wiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf
(
lit
. b), gilt die Hilflosigkeit demgegenüber als mittelschwer (
Art.
37 Abs. 2 IVV). Als leicht wird die Hilflo
sigkeit
gemäss
Art.
37
Abs.
3
IVV
eingestuft, wenn die versi
cherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmit
teln
in mindestens zwei
alltäg
-
lichen
Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe
Drit
-
ter
angewiesen ist (
lit
. a), einer andauernden persönlichen Überwachung bedarf (
lit
. b), einer durch Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwendigen Pflege bedarf (
lit
. c) oder
wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher
Dienstleistungen Dritter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann (
Art.
37 Abs. 3
lit
. d IVV).
Die lebenspraktische Begleitung (Art 37
Abs. 2
lit
. c und
Abs.
3
lit
. e IVV,
Art.
38 IVV) findet in der AHV keine Berücksichtigung (
vgl.
Art.
66
bis
Abs.
1 AHVV; BGE 133 V 569).
2
.1.3
Der Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
entsteht am ersten Tag des Monats, in dem sämtliche Voraussetzungen erfüllt sind und die Hilflosigkeit schweren, mittleren oder leichten Grades ununterbrochen während mindestens eines Jahres bestanden hat. Er erlischt am Ende des Monats, in dem die Voraus
setzungen nach Art. 43
bis
Abs.
1 AHVG nicht mehr gegeben sind (Art. 43
bis
Abs. 2 AHVG).
Gemäss Art. 43
bis
Abs. 1
bis
AHVG entfällt bei einem Aufenthalt im Heim der Anspruch auf eine Entschädigung für eine Hilflosigkeit leichten Grades.
2
.2
2
.2.1
Der Versicherungsträger prüft die B
egehren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erfor
derlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind schriftlich festzuhal
ten (
Art.
43
Abs.
1
ATSG
). Kommen die versicherten Personen oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, d
en
Auskunfts- oder
Mitwirkungs
pflichten
in unent
schuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträ
ger aufgrund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichtein
treten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräu
men (
Art.
43
Abs.
3 ATSG).
Geht die Verletzung der Auskunfts- und
Mitwir
kungspflicht
nicht auf die leistungsbeanspruchende Person zurück, sondern liegt sie im Verhalten einer auskunftspflichtigen Drittperson wie beispielsweise des behandelnden Arztes (vgl.
Art.
28
Abs.
3 ATSG), so ist der massgebende Sachverhalt durch andere geeignete Abklärungsmassnahmen soweit möglich zu erstellen (
Art.
43
Abs.
1 ATSG; vgl.
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Aufl., 2015,
N
90 zu
Art.
43
ATSG
).
2
.2.2
Die Bemessung der Hilflosigkeit zuhanden der Ausgleichskasse obliegt der
IV-Stelle (
Art.
43
bis
Abs.
5 AHVG).
D
ie Ausgleichskasse
hat
die Anmeldung der ver
sicherten Person der zuständigen IV-Stelle weiterzuleiten
(
Art.
69
bis
Abs.
3 AHVV)
. Für die Ab
klärung der Hilflosigkeit
sind
die
Art.
69-72
bis
IVV sinn
ge
mäss
anwendbar
(
Art.
69
ter
AHVV). Gemäss
Art.
69
Abs.
2 IVV beschafft die
IV-Stelle, wenn die ver
sicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erfor
der
lichen Unter
lagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit des Versicherten sowie die Zweck
mäs
sig
keit bestimmter Eingliederungsmassnahmen. Zu diesem Zweck
e
können Berichte und Auskünfte verlangt, Gutachten eingeholt, Abklärungen an
Ort und Stelle vorgenommen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten
Invali
denhilfe
beigezogen werden.
2
.3
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des
Einspracheentscheides
ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal
tungsaktes gegeben war (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis).
3.
3
.
1
Die Anmeldung des Beigeladenen zum Bezug einer
Hilflosenentschädigung
wurde von PD Dr. med.
Y._
, Spezialarzt FMH Psychiatrie und Psycho
therapie
,
ausgefüllt (
Urk.
10/1/5
,
Urk.
11/12
). PD
Dr.
Y._
führte
darin
aus, dass der Beigelade
ne
bei der Fortbewegung im Freien sowie bei der Pflege ge
sellschaft
licher Kontakte
seit Januar 2012 insofern und insoweit
eingeschränkt sei
, als eine zu grosse Gangunsicherheit bestehe, um mehr als 100 Meter alleine zu gehen. Es bestehe die Gefahr sich zu verlieren (Desorientierung)
. Hier sei der
der Beigelad
e
ne
völlig auf die Hilfe Dritter angewiesen (
Urk.
10/1/3, Urk. 11/12).
Die IV-Stelle, welche für die Beschwerdegegnerin die Abklärungen hinsichtlich der vom Beigeladenen geltend gemachten Hilflosigkeit durchführte (vgl. Urk. 10/1-24)
,
versuchte vom
Hausarzt
des Beigeladenen
,
Dr.
med.
A._
,
einen Arztbericht ein
zuholen (vgl.
Urk.
10/2-3,
Urk.
10/5). Als sie nach zwei
maliger Auf
forderung keine
Auskunft
erhielt, nahm sie
eine Beurteilung auf
grund der Angaben in der Anmeldung zum Leistungsbezug
vor.
Sie
hielt fest, dass der Beigeladene bei der Fortbe
wegung im Freien als einer der sechs mass
gebenden Lebensverrichtungen
(
vgl. hierzu namentlich
BGE 127 V 94 E.
3c, 125 V 297 E. 4a
)
regelmässig und erhebliche Hilfe benötige. Hingegen sei er beim An- und Auskleiden, beim Aufstehen, Absitzen und Abliegen, beim Essen, bei der Körperpflege, sowie bei der
Notdurftverrichtung
selbständig. Eine dauernde persönliche Überwachung liege nicht vor (
Urk.
10/6/2). Diese Begründung hat die Beschwerdegegnerin für die leistungsablehnende Verfügung vom 2
2.
Okto
ber 2014 übernommen (
Urk.
11/10).
Seine dagegen erhobene Einsprache vom 2
4.
November 2014 begründete der Beigeladene damit, dass bei ihm eine grös
sere Hilfsbedürftigkeit bestehe (
Urk.
11/8). Daraufhin forderte die IV-Stelle den Beigeladenen mit Schreiben vom
3.
Dezember 2014 auf, die Begründung seiner Einsprache zu präzisie
ren und ihr insbesondere mitzuteilen, seit wann (Monat/Jahr)
er
bei einer der massgebenden Lebensverrichtungen regelmässig und erhebliche Hilfe benötigt
e sowie
welche
r
regelmässige
n
und erhebliche
n
Hilfe er
bei der ent
spre
chenden Verrichtung be
dürfe
(
Urk.
10/11).
Als sie vom Beigeladenen keine Antwort erhielt, forderte sie ihn mit Schreiben vom
25. Februar 2015 auf, ihr die „genaue Begründung“ der Einsprache vom 25. No
vember 2014 bis 15.
März 2015 einzureichen
, andernfalls sie aufgrund der Akten entscheide
(
Urk.
10/12).
In der Folge meldete sich PD Dr.
Y._
am 1
0.
März 2015 telefonisch bei der IV-Stelle und
teilte dieser mit
, dass sich der Gesundheit
s
zustand des Beigeladenen im Laufe des Jahres 2014 ver
schlechtert habe und dass es diesem derzeit nicht gut gehe und auch
die
Ehefrau
(Beschwerdeführerin)
mit der Situation überfordert sei (
Urk.
10/13).
3.2
Bezüglich der geltend gemachten Verschlechterung im Jahr 2014 bringt die Beschwerdeführerin
im vorliegenden Verfahren
vor, der Beigeladene benötige seit Mai 2014 die Hilfe Dritter beim An- und Auskleiden, beim Aufstehen, Absitzen und Abliegen, beim Essen, bei der Körperpflege, bei der
Notdurft
ver
richtung
sowie bei der Fortbewegung (Urk. 1 S. 2). Nach einer
Hospitalisation
im Spital
B._
im Mai 2014 sei er in der Folge bis September 2014 in einem Pfleg
e
heim untergebracht worden (Urk. 1 S. 1). Zwischen September 2014 und Januar 2015 sei eine dauernde Überwachung und Betreuung mit zweimal Spitex pro Tag nötig gewesen. Die selbständige Pflege und das Waschen seien dem Beigeladenen nicht möglich gewesen. Einzig von September bis Dezember 2014 sei die Unterstützungsbedürftigkeit etwas geringer gewesen (Urk. 1 S. 2). Seit dem 15. Januar 2015 sei der Beigeladene auf Dauer in einem Pfleg
e
heim untergebracht (Urk. 1 S. 1).
Damit
haben
die Beschwerdeführerin
und PD Dr.
Y._
, welche
die
Beschwerde mitunterzeichnet hat (
Urk.
1
S. 2
),
zumin
dest glaubhaft gemacht, dass sich der
Gesundheitsz
ustand des Beigelade
nen ab der
Hospitalisation
im Mai 2014 verschlechtert hat.
Ob PD
Dr.
Y._
der IV-Stelle dies
so
bereits beim Telefonat vom 1
0.
März 2015 mitteilte, lässt sich der
Telefon
notiz
ihrer
Sachbearbeiterin nicht entnehmen. Sie hat von die
sem
aber
von der Zustandsverschlechterung im Laufe des Jahres 2014 erfahren. Aufgrund dieser Angaben von PD
Dr.
Y._
hätte die IV-Stelle
für die
Beschwerdegeg
nerin
im
Einspracheverfahren
weitere Abklärungen durch
führen müssen, denn d
er
Einspracheentscheid
tritt an die Stel
le der ursprüng
lichen Verfügung. Zeit
lich massgebender Sachverhalt für die Prüfungspflicht der ver
fügenden Instanz – und die Überprüfungsbefugnis des Gerichts – bilden daher die tat
sächlichen Verhältnisse, wie sie bis Erlass des
Einspracheentscheids
be
standen haben (Urteil
e
des Bundesgerichts U 170/00 vom 2
9.
Dezember 2000 E.
2c
und 9C_386/2013 vom 2
0.
September 2013 E. 4
mit weiteren Hinweisen
; vgl. E.
2
.
3
). Die IV-Stelle hätte Ausmass und Beginn der geltend gemachten Verschlech
terung des
Gesundheits
zustande
s des Beigeladenen
und dessen Aus
wirkungen auf seinen Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
abklären müssen, zumal auf
grund der vorliegenden Angaben nicht ausgeschlossen ist, dass die ein
jährige Karenzfrist gemäss
Art.
43
bis
Abs.
2 AHVG –
angenommen es bestehe
tatsächlich ab Mai 201
4
eine Hilflosigkeit
im Sinne des Gesetzes
– im Zeitpunkt des angefochtenen
Ein
spracheentscheids
vom
3.
Juni 2015 (
Urk.
2) abgelaufen gewesen sein könnte. Bei dieser Sachlage hat die
Beschwerdegeg
nerin
be
ziehungsweise die IV-Stelle nicht aufgrund der Akten, welche
hinsicht
lich der geltend gemachten Hilf
losigkeit
einzig die Angaben von
PD
Dr.
Y._
in der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 2
3.
April 2014 (Urk. 10/
1
,
Urk.
11/
12
) enthalten, abstellen dürfen.
Aus
verfahrensrechtlicher
S
icht stand einem Ent
scheid aufgrund der Akten zudem entge
gen, dass die IV-Stelle
die möglichen Abklärungsmassnahmen mit der Mahnung des säumigen Hausarztes nicht erschöpft hatte.
Das Gericht ist aufgrund des Aktenstandes nicht in der Lage zu beur
teilen, ob bis zum Erlass de
s
angefochtenen
Einspracheentscheids
vom 3. Juni 2015 (Urk. 2)
allenfalls
ein
Anspruch
des Bei
gelad
e
nen
auf eine
Hilflosen
en
tschädi
gung
entstanden ist
.
4.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 3. Juni 2015 (Urk. 2)
ist daher auf
zuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen,
damit sie über den Gesundheitszustand des Beigeladenen seit Anfang 2014 und dessen Hilfsbedürftigkeit in den sechs massgeblichen Lebensverrichtungen sowie die Notwendigkeit an Pflege und Überwachung Abklärungen vornehme und her
nach über den Anspruch des Beigeladenen auf eine Hilfslosenentschädigung neu verfüge.