# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e3feb9d6-e9cc-5480-818a-b3e680747220
**Court:** ZH_BRK
**Chamber:** ZH_BRK_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
A. Mit Beschluss vom 6. Juli 2020 wies die Baubehörde X das Gesuch von H. S. sowie der A. AG um Erteilung des Hammerschlagrechts zugunsten des Grundstücks Kat.-Nr. 1, L.-Strasse 1, und zulasten des Grundstücks Kat.-Nr. 2, P.-Strasse 1 in X ab.
B. Hiergegen wandten sich H. S. sowie die A. AG mit gemeinsamer  vom 19. August 2020 an das Baurekursgericht des Kantons Zürich und stellten folgende Anträge:
"1. Der Beschluss vom 6. Juli 2020 sei vollumfänglich aufzuheben und es sei den Rekurrenten und ihren Hilfspersonen die Berechtigung zu , das Grundstück der Rekursgegner, Kat.-Nr. 2 während der Dauer der Bauarbeiten auf dem Grundstück L.-Strasse 1 (Kat.-Nr. 1) zu  gegen Zusprechung einer angemessenen Entschädigung,  mit Fr. 3.00 pro Tag der Inanspruchnahme festzulegen sei.
2. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz .
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7,7 % ) zu Lasten der Rekursgegner – unter solidarischer Haftung; eventualiter zu Lasten der Gemeinde X, subeventualiter zu Lasten der Baukommission der Gemeinde X."
C. Mit Verfügung vom 24. August 2020 wurde vom Rekurseingang Vormerk genommen und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet.
D. Die Baukommission X beantragte mit Rekursantwort vom 24. September 2020 die Abweisung des Rekurses, unter Kosten- und  zu Lasten der Rekurrentinnen.
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Die Eigentümer des Grundstücks Kat.-Nr. 2, K. T. und A. P. T. ( 2), stellten mit Stellungnahme vom 24. September 2020 folgende Anträge:
"1. Der Rekurs der Rekurrentinnen vom 19. August 2020 sei  abzuweisen.
2. Eventualiter sei der Rekursgegnerschaft 2 bei partieller oder  Gutheissung des Rekurses der Rekurrentinnen vom 19.  2020 eine Entschädigung durch die Rekurrentinnen von Fr. 179.00 pro Tag, an welchem irgendeine Inanspruchnahme des Grundstücks der Rekursgegnerschaft 2 stattfindet, zuzusprechen.
3. Ebenfalls eventualiter sei die partielle oder vollumfängliche  des Rekurses der Rekurrentinnen vom 19. August 2020 mit der Auflage zu verbinden, dass während der gesamten Dauer der  auf der Liegenschaft L.-Strasse 1, X, jederzeit mittels  gewährleistet wird, dass Personen (insbesondere spielende Kinder) auf dem in Anspruch genommenen Privatweg der Liegenschaft P.-Strasse 1, X, durch den Baustellenverkehr in keiner Weise gefährdet werden.
4. Ebenfalls eventualiter sei die Gutheissung des Rekurses der  vom 19. August 2020 auf den absolut notwendigen Umfang zu beschränken, d.h. ausschliesslich auf solche vorab genau  Transporte, die unmöglich auf irgendeine andere Art und Weise bewerkstelligt werden können. In diesem Zusammenhang sei den  die Auflage zu erteilen, dass jeder einzelne dieser  der Rekursgegnerschaft 2 mit einer Vorlaufzeit von 10 Werktagen schriftlich bekanntgegeben werden muss, ansonsten die  des Grundstücks der Rekursgegnerschaft 2 jeweils verweigert werden darf.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich gesetzlicher MWST von 7,7 % auf der Prozessentschädigung, zu Lasten der , in solidarischer Haftbarkeit."
E. Mit Replik vom 21. Oktober 2020 passte die Rekurrentschaft ihre Anträge wie folgt an:
"1. Der Beschluss vom 6. Juli 2020 sei vollumfänglich aufzuheben und es sei den Rekurrenten und ihren Hilfspersonen die Berechtigung zu , das Grundstück der Rekursgegner, Kat.-Nr. 2 während der Dauer der Bauarbeiten auf dem Grundstück L.-Strasse 1 (Kat.-Nr. 1) zu  gegen Zusprechung einer angemessenen Entschädigung,  mit Fr. 3.00 pro Tag der Inanspruchnahme festzulegen sei.
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Eventualiter sei der Beschluss vom 6. Juli 2020 vollumfänglich  und es sei den Rekurrenten und ihren Hilfspersonen die  zu erteilen, das Grundstück der Rekursgegner, Kat.-Nr. 2  der Dauer der Bauarbeiten auf dem Grundstück L.-Strasse 1 (Kat.-Nr. 1) für den Transport von schweren Lasten, welche nicht von Hand oder mittels Schubkarren auf die Baustelle gebracht werden , zu befahren gegen Zusprechung einer angemessenen , welche mit Fr. 3.00 pro Tag der Inanspruchnahme festzulegen sei.
2. Subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz .
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7,7 % ) zu Lasten der Rekursgegner – unter solidarischer Haftung; eventualiter zu Lasten der Gemeinde X, subeventualiter zu Lasten der Baukommission der Gemeinde X."
F. Die Parteien blieben mit Dupliken vom 16. November 2020 bzw. Triplik vom 4. Dezember 2020 und Quadruplik vom 17. Dezember 2020 bei ihren .

## Considerations

Es kommt in Betracht:
1. Die Rekurrentinnen sind als Gesuchstellerinnen ohne Weiteres im Sinne von § 338a des Planungs- und Baugesetzes (PBG) zur Rekurserhebung legitimiert. Da auch die übrigen formellrechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind, ist auf den Rekurs einzutreten.
2. Das rekurrentische Grundstück, Kat.-Nr. 1, liegt jeweils in zweiter Bautiefe zur westlich verlaufenden L.-Strasse und zur östlich parallel dazu  W.-Strasse. Westlich des Baugrundstücks zweigen die M.-Strasse
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in südlicher Richtung und nordwestlich des Baugrundstücks die P.-Strasse in nördlicher Richtung von der L.-Strasse ab. Von der P.-Strasse wiederum führt von Norden her eine Privatstrasse über die Grundstücke Kat.-Nrn. 2, 3 und 4 bis an die nordwestlichen Eckbereich des Baugrundstücks. Während die Grundstücke Kat.-Nrn. 3 und 4 über ein uneingeschränktes Fuss- und Fahrwegrecht zu Lasten des Grundstücks Kat.-Nr. 2 verfügen, ist dies beim Grundstück Kat.-Nr. 1 nicht der Fall.
Das rekurrentische Grundstück ist im westlichen Bereich mit einem  überbaut. Mit Beschluss vom 17. Juni 2019 wurde der  die Baubewilligung zur Erstellung eines Aussenpools mit Anpassung der Umgebungsgestaltung auf dem östlichen Teil ihres Grundstücks erteilt. Im Baustelleninstallationsplan hielt die Bauherrschaft fest, der Bauplatz werde auf dem Grundstück Kat.-Nr. 4 eingerichtet, welches ebenfalls im  von H. S. stehe und über ein uneingeschränktes Fahrwegrecht über das Grundstück Kat.-Nr. 2 verfüge. Daraufhin wurde die Baufreigabe erteilt und es wurde mit den Bauarbeiten begonnen.
Gegen die Nutzung ihres Grundstücks als Zufahrt setzte sich die  2 zur Wehr. Eine Einigung konnte nicht erzielt werden,  die Rekurrentschaft das strittige Gesuch um Erteilung eines  stellte.
3. Die Rekurrentinnen machen zusammengefasst geltend, das Baugrundstück sei weder von der L.-Strasse noch von der W.-Strasse aus mit Fahrzeugen zugänglich. Auch das Aufstellen eines permanenten Krans sei auf diesen Strassen oder der P.- und der M.-Strasse nicht machbar. Die täglichen Transporte könnten jedoch auch nicht gebündelt und durch einen  erledigt werden. Die einzige Möglichkeit, das Baumaterial auf das Grundstück zu bringen, sei die bestehende Zufahrt über das Grundstück der Rekurrentschaft 2.
4. Die Vorinstanz wies das Gesuch ab. Dies mit der Begründung, das  gelte gemäss Lehre und Rechtsprechung nur für benach-
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barte Grundstücke. Sinn des Hammerschlagsrecht sei es, Bauarbeiten und Reparaturen entlang der Grundstücksgrenze erledigen zu können und es belaste daher grundsätzlich nur gegenseitig unmittelbar  Grundstücke. Es könne hingegen nicht als Ersatz für fehlende Durchfahrtsrechte dienen.
Zudem erweise sich die vorgesehene Beanspruchung des  nicht als zwingend notwendig. Die Baustelle könne mittels eines Krans bedient werden. Praktisch tägliche Transporte seien nicht , zumal die Baustelle über einen Bauplatz auf der Nachbarparzelle , auf welchem auch ein kleiner Kran montiert werden könnte. Für die Realisierung des geplanten Aussenpools erscheine eine gebündelte  mit wenigen Kraneinsatztagen ausreichend.
5. Gemäss § 229 PBG ist jeder Grundeigentümer berechtigt,  zu betreten und vorübergehend zu benutzen, soweit es,  eingeschlossen, für die Erstellung, die Veränderung oder den Unterhalt von Bauten, Anlagen, Ausstattungen und Ausrüstungen nötig ist und soweit dadurch das Eigentum des Betroffenen nicht unzumutbar  oder beeinträchtigt ist (Abs. 1). Dieses Recht ist möglichst  und gegen volle Entschädigung auszuüben (Abs. 2). Nach § 230 Abs. 1 PBG ist die Inanspruchnahme dem Betroffenen vom Ansprecher genau und rechtzeitig schriftlich mitzuteilen (Abs. 1). Stimmt der Betroffene innert 30 Tagen seit der Mitteilung nicht zu oder einigen sich die Beteiligten nicht über die Entschädigung, entscheidet auf Begehren des Ansprechers die örtliche Baubehörde in raschem Verfahren über die Zulässigkeit des Begehrens und über die Entschädigung (Abs. 2).
Mit ihrem Entscheid gemäss § 230 Abs. 2 PBG greift die Behörde  in private Eigentumsrechte von am Bauvorhaben nicht beteiligten  ein. Dieser Eingriff dient vor allem dem privaten Interesse des Bauherrn an der Realisierung seines Bauvorhabens. Daher hat sich die  stets auf das in räumlicher und zeitlicher Hinsicht  zu beschränken.
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Es ist der Sinn des Hammerschlagsrechts, dass es einem  erlaubt, Arbeiten an seiner Grenzbaute oder Grenzvorrichtung auf  grenznah an das Nachbargrundstück anstossenden Seite auszuführen. Die Zweckbestimmung des Hammerschlagsrechts ist nach herrschender Lehre und Praxis auf einen schmalen Landstreifen entlang der Grenze . Das Hammerschlagsrecht wird entsprechend auch Leiterrecht genannt und wird in Anspruch genommen, wenn an der Aussenwand des eigenen Hauses, welches an der Grenze zum Nachbargrundstück steht,  Reparatur vorzunehmen und dazu eine Leiter anzustellen ist, um darauf stehend einen Nagel einzuschlagen. In Art. 695 des Zivilgesetzbuches (ZGB) wird dieses Recht als eine Befugnis des Grundeigentümers , "zum Zweck der Bewirtschaftung oder Vornahme von Ausbesserungen und Bauten das nachbarliche Grundstück zu betreten".
Mit dem Hammerschlagsrecht belastet sind deshalb je gegenseitig nur  aneinanderstossende Grundstücke. Das unterscheidet es  von Weg- und Durchleitungsrechten (Dominik Bachmann, Das Hammerschlagsrecht, in: PBG aktuell 4/2014, S. 9). Über das unmittelbare Nachbargrundstück hinaus greift das Recht nur, wenn das direkt  so schmal ist, dass der zulässige schmale Streifen für den  über dieses hinausreicht (Paul-Henri Steinauer, La mise à  du fonds voisin lors de travaux de construction, in: Baurecht, Zeitschrift für Baurecht und Vergabewesen BR/DC 1990 (Heft 2), S. 32/33).  wird die Meinung des Kantonsgerichts Wallis, wonach auch eine Baupiste über mehrere benachbarte Grundstücke unter das  fallen könne, von der Lehre nicht geteilt (vgl. Dominik , S. 9 zum Entscheid TCV C1 13 49 vom 20. Juni 2013 des  Wallis).
Dieser Lehrmeinung ist grundsätzlich angesichts des Sinnes und Zwecks des Hammerschlagsrechts zu folgen. Es stellt sich die Frage, ob es sich bei der vorliegend strittigen Baustelle um eine Situation handelt, welche  eine andere Sichtweise erforderlich machen würde. Dabei ist festzuhalten, dass der Baubehörde bei der Beantwortung der Frage, ob und in welchem Umfange die Beanspruchung eines Drittgrundstückes  ist, ein erheblicher Ermessensspielraum zukommt.
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6. Die vorliegend strittige Situation besteht darin, dass das Baugrundstück über einen mit einer Dienstbarkeit gesicherten Fussweg (Treppe) von  von der M.-Strasse aus über das Nachbargrundstück Kat.-Nr. 5  ist. Eine Zufahrt mit Fahrzeugen ist zwar von Norden her faktisch vorhanden, jedoch rechtlich nicht gesichert. Da jedoch die Distanz zur nächsten Strasse unbestrittenermassen weniger als 80 m beträgt (§ 4 Abs. 1 der Zugangsnormalien [ZN]), liegt für das Grundstück kein  vor. Von Bundesrechts wegen muss die befahrbare Strasse nicht bis zum Baugrundstück oder gar zu jedem einzelnen Gebäude ; es genügt, wenn Benützer und Besucher mit dem Motorfahrzeug  einem öffentlichen Verkehrsmittel in hinreichende Nähe gelangen und von dort über einen Weg zum Gebäude oder zur Anlage gehen können (BGE 136 III 130, E. 3.3.2; vgl. Eloi Jeannerat in: Heinz Aemisegger/Pierre Moor/Alexander Ruch/Pierre Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung [Praxiskommentar RPG], Art. 19 Rz. 23). Das  ist auch ohne die Nutzung des Grundstücks der  2 erreichbar, wenn auch nur zu Fuss. Zudem befindet sich der  keine 30 m von der westlich verlaufenden L.-Strasse  und wäre mit einem Pneukran ohne Weiteres erreichbar. Die  ca. 20 m zur eigentlichen Baustelle sind mangels Zufahrt so oder so ohne Fahrzeuge zu bewerkstelligen. Zudem wurde ein Teil der Bauarbeiten (mehrheitlicher Aushub, Erstellen der Stützmauern; vgl. Fotos act. 28.1)  ausgeführt. Bei den restlichen Arbeiten werden unbestreitbar noch  und Maschinen benötigt. Dass diese einen monatelangen täglichen Bedarf an einem Kran erforderlich machen sollten, wie es die Bauherrschaft geltend macht, ist jedoch nicht nachvollziehbar, zumal ein Aussenpool und nicht ein ganzes Gebäude erstellt werden soll. Bei entsprechender  der Baustelle liesse sich die Anzahl Tage, an denen ein Kran  würde, minimieren. Dass die dafür nötigen Kosten in keinem  zu den Fr. 3.-- pro Tag, welche die Rekurrentschaft der  2 eventualiter anbietet, stehen, ist offensichtlich. Ebenso erhöht sich der logistische und vermutlich auch der zeitliche Aufwand.  ist festzuhalten, dass es sich nicht um eine Parzelle handelt, auf der ohne die gewünschte Beanspruchung der Zufahrt nicht gebaut werden könnte. Das Grundstück der Rekursgegnerschaft 2, welches sich in einem Abstand von rund 40 m zum Baugrundstück befindet, muss somit nicht zwingend mitbenutzt werden, weshalb eine derart starke Ausweitung des
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Hammerschlagsrechts auch nicht ausnahmsweise als gerechtfertigt . Der Entscheid der Vorinstanz ist somit in diesem Punkt zu .
Nicht auszuschliessen ist, dass das Fahrwegrecht für die Zufahrt zu dem auf dem dienstbarkeitsberechtigten Nachbargrundstück geplanten  genügt, zumal offenbar auch die  für das rekurrentische Gebäude auf dieser Parzelle bestehen.  handelt es sich jedoch um eine privatrechtliche Frage, mit welcher die Parteien auf den Zivilweg zu verweisen sind, da sie keine für die Klärung des Hammerschlagsrechts nötige Grundlage bildet.
7. Die Rekurrentschaft macht weiter geltend, die in Dispositiv-Ziffer 2 des  Beschlusses aufgeführten Kosten seien unverhältnismässig und überhöht. Insbesondere dürften die Leistungen der von der Gemeinde beigezogenen Rechtsanwältin nicht weiterbelastet werden und der geltend gemachte Bearbeitungsaufwand der Gemeinde sei mit 16 Stunden .
8. Gebühren sind ein Entgelt für eine bestimmte, vom Pflichtigen veranlasste Amtshandlung oder für die Benutzung einer öffentlichen Anstalt (- bzw. Benutzungsgebühren). Mit Ausnahme der so genannten  (Gebühren von geringer Höhe für eine keinen besonderen Aufwand erfordernde Verwaltungstätigkeit) bedürfen Gebühren  einer zulässigen Rechtssetzungsdelegation einer Grundlage in einem Gesetz im formellen Sinne, mit welcher die wesentlichen Elemente der  festzulegen sind.
Gebühren unterliegen neben dem Gesetzmässigkeitsprinzip auch dem Kostendeckungsprinzip und dem Äquivalenzprinzip. Das  besagt, dass die Gebührenerträge für einen bestimmten  den Gesamtaufwand nicht oder jedenfalls nicht wesentlich überschreiten dürfen. Hieraus lässt sich indes nicht etwa ableiten, dass für jedes einzelne Geschäft des betreffenden Verwaltungszweiges eine kos-
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tendeckende Gebühr erhoben werden kann oder muss. Im Rahmen der anzuwendenden Gebührenerlasse und der sich aus dem Äquivalenzprinzip ergebenden Schranken sind die Gemeinden bei der Verteilung der  auf einzelne gebührenpflichtige Handlungen vielmehr relativ frei. Aus dem Äquivalenzprinzip, welches namentlich das  (Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Ab. 3 der Bundesverfassung [BV]) konkretisiert, ergibt sich, dass die Höhe der Gebühr im Einzelfall in einem vernünftigen Verhältnis zum Wert der staatlichen Leistung stehen muss. Dieser Wert bestimmt sich nach dem (nicht notwendigerweise ) Nutzen, welchen die Leistung dem Pflichtigen bringt, oder aber nach dem Kostenaufwand der konkreten Inanspruchnahme der Verwaltung im Verhältnis zum gesamten Aufwand des betreffenden Verwaltungszweiges (vgl. Ulrich Häfelin/Georg Müller/Felix Uhlmann, Allgemeines , 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 2758 ff. und 2785 ff.).
Mit dem neuen Gemeindegesetz vom 20. April 2015 (GG), welches am 1. Januar 2018 in Kraft trat, mussten alle Gemeinden des Kantons Zürich ihre Gebühren selbst regeln, da der bisherige § 63 des Gemeindegesetzes und die regierungsrätliche Gebührenverordnung (VOGG) aufgehoben . Gestützt auf diese geänderte Ausgangslage hat die  X am 27. November 2017 eine neue kommunale  (GebVO Gemeinde) erlassen, welche in den Art. 19 und 20 die Berechnung der Baubewilligungsgebühren wie folgt regelt:
"Bauwesen
Art. 19 Grundlage
1 Für baurechtliche Entscheide, für Baukontrollen und für weitere Leistungen im Bauwesen werden Bearbeitungs- und Bewilligungsgebühren erhoben.
2 Die Gebührenansätze, speziell die zu verrechnenden Stundenansätze der Verwaltungsangestellten, die näheren Bestimmungen zu den einzelnen Gebühren sowie  aufgrund höheren oder geringeren Aufwandes  der Gemeinderat im Gebührentarif.
Art. 20 Gebührenbemessung
1 Die Baubewilligungsgebühren bemessen sich nach . Falls aufgrund der Komplexität zusätzliche externe Dienstleistungen (z.B. Raumplaner/Rechtsanwalt/ etc.) für Gutachten und Expertisen notwendig werden, erfolgt die ergänzende Verrechnung nach effekti-
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vem Aufwand der extern beauftragten Firma unter  des Äquivalenzprinzips.
2 Für die notwendige Behandlung der Gesuche durch die Baukommission oder den Gemeinderat werden zusätzlich pauschalisierte Gebühren bis höchstens Fr. 800.-- erhoben.
3 Auch die übrigen Gebühren im Bauwesen werden nach Aufwand bemessen.
Art. 21 Gebührenrahmen
1 Die Gebühr für die Prüfung eines Baugesuches und für den Entscheid über das Vorhaben beträgt bis zu 20'000 Franken.
(...)
6 Ausserhalb von Baubewilligungsverfahren beträgt die  für Kontrollen und behördliche Anordnungen höchstens 10'000 Franken."
9. Zwar ist es zulässig, Hilfspersonen für die Beurteilung eines Baugesuches hinzuzuziehen. Dadurch entsteht jedoch stets nur ein internes Verhältnis zwischen der Gemeinde und dieser Person. Entsprechend sind die  korrekterweise an das kommunale Bauamt zu richten. Diese  dürfen gegebenenfalls auch bei der Bemessung der  mitberücksichtigt werden. Da sich der Aufwand der externen  jedoch je nach Art und Umfang des Auftrages der Gemeinde nicht  mit dem Aufwand decken muss, der bei der  objektiverweise anfällt, darf der mit der Rechnung der Hilfsperson  Betrag nicht einfach an die Bauherrschaft weiterverrechnet . Es ist zu prüfen, ob dieser Aufwand in einem vernünftigen Verhältnis zum kantonalen Rahmen stehe und ob er im Einzelfall der Bedeutung des Geschäfts angemessen ist. Entsprechend ist auch Art. 20 Abs. 1 GebVO anzuwenden. Zwar kann der genannte Aufwand für das konkrete Verfahren als Grundlage herbeigezogen werden, die adäquate Gebührenbemessung ist aber in jedem Fall vorzunehmen und im Rahmen der  zu erläutern.
Infolge dieser Erkenntnisse ist die streitbetroffene Gebührenabrechnung zu korrigieren und das Ergebnis in Bezug auf das Äquivalenzprinzip zu . Die verlangte Gebühr für die Bearbeitung des streitbetroffenen Ge-
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suchs um Inanspruchnahme eines Drittgrundstücks wurde von der  auf Fr. 6'120.-- angesetzt. Sie setzt sich gemäss dem  Entscheid wie folgt zusammen: Fr. 200.-- für zwei , Fr. 2'160.-- für 16 Bearbeitungsstunden à Fr. 135.-- durch die  und Fr. 3'760.-- für die Leistung der beauftragten Rechtsanwältin. Letztere Kosten dürfen wie ausgeführt nicht direkt auf den Gesuchsteller überwälzt werden. Vielmehr ist das Anfallen externer Kosten in der  adäquat zu berücksichtigen. Dabei ist festzuhalten, dass es sich beim strittigen Gesuch um eine Einzelfrage handelt, bei welcher der Rekurrentschaft zuzustimmen ist, dass der Aufwand der Gemeinde und die zusätzliche Leistung der Rechtsanwältin eher hoch erscheinen, auch wenn hierzu Abklärungen und Schriftenwechsel erforderlich waren. Zwar bewegt sich die erhobene Gesamtgebühr im Rahmen von Fr. 10'000.-- gemäss Art. 21 Abs. 6 GebVO. Allerdings erscheint eine Ansetzung in der oberen Hälfte des Rahmens nicht verhältnismässig zum gestellten Gesuch. Unter  des Äquivalenzprinzips ist von einer vollen Verrechnung des gemeindeinternen sowie des externen Aufwandes abzusehen und die  um ein Drittel dieser Kosten (Fr. 5'920.-- / 3 = Fr. 1'973.35) auf Fr. 4'146.65 (Fr. 3'946.65 + Fr. 200.--) zu kürzen.