# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 76c9ff92-83b5-4feb-95cf-5c6bca6e1a58
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2008
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1. Die A._ GmbH mit Sitz in B._ (vgl. Urk. 8/2/3) war der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, seit 1. Januar 2005 als beitragspflichtige Arbeitgeberin angeschlossen (Urk. 8/5). In der Folge kam sie der Beitragspflicht nicht korrekt nach. Bereits im Mai 2005 musste die Arbeitgeberin für ausstehende Beiträge gemahnt werden (Urk. 8/7). Im August, September, Oktober und November 2005 ergingen weitere Mahnungen und die Ausgleichskasse hob Betreibung gegen die A._ GmbH an (Urk. 8/13-16, Urk. 8/17-18, Urk. 8/20, Urk. 8/22, Urk. 8/52-53).
Mit Schreiben vom 24. November 2005 teilte G._, Gesellschafter und Geschäftsführer der A._ GmbH (vgl. Urk. 8/2/3) der Ausgleichskasse mit, der von der Gesellschaft geführte Club C._ sei geschlossen worden. Seit dem 1. Juli 2005 sei kein Personal mehr beschäftigt worden (Urk. 8/23). In der Folge konnte für die noch offen Forderungen in der Höhe von Fr. 10'053.35 eine Zahlungsvereinbarung getroffen werden (Urk. 3/3, Urk. 8/27/1-2).
Nach Durchführung einer Arbeitgeberkontrolle (Urk. 8/34) ergab sich zu Gunsten der A._ GmbH ein Rückerstattungsguthaben in der Höhe von Fr. 10'311.70 (Urk. 3/5). Diesen Betrag überwies am 1. Mai 2006 die Ausgleichskasse zu Gunsten der A._ GmbH in Liq. auf ein Bankkonto bei der Credit Suisse Zürich (vgl. Urk. 3/8-9). Nachforschungen ergaben in der Folge, dass das Überweisungskonto indessen nicht auf die A._ GmbH in Liq. lautete (Urk. 3/10).
Nachdem G._ die erneute Auszahlung des Betrages an ihn beantragte (Urk. 8/41), verneinte die Ausgleichskasse mit Verfügung vom 18. Juli 2006 einen entsprechenden Anspruch (Urk. 8/42). Gegen diese Verfügung erhob G._ am 11. September 2006 Einsprache (Urk. 8/47). Mit Einspracheentscheid vom 12. Oktober 2006 wies die Ausgleichskasse die Einsprache ab (Urk. 8/51 = Urk. 2).
2. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob G._ am 22. November 2006 Beschwerde mit dem Antrag, in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids sei die Ausgleichskasse zu verpflichten, ihm das Guthaben gemäss Gutschriftsanzeige vom 28. April 2006 in der Höhe von Fr. 10'311.70 auszuzahlen (Urk. 1). In der Beschwerdeantwort vom 21. Dezember 2006 beantragte die Ausgleichskasse die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Am 3. Januar 2007 wurde der Schriftenwechsel geschlossen (Urk. 9).

## Considerations

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1. Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
2.1 Unbestritten und durch die Akten dokumentiert ist, dass die Beschwerdegegnerin das Rückerstattungsguthaben in der Höhe von Fr. 10'311.70 am 1. Mai 2006 auf das Konto xxxx bei der Credit Suisse in Zürich überwies (vgl. Urk. 3/9, Urk. 8/37). Nachforschungen ergaben, dass dieses Konto bei der Credit Suisse zwar besteht, dass dieses jedoch nicht auf die A._ GmbH in Liq. lautet (Urk. 3/10).
2.2 In der Beschwerdeantwort führte die Beschwerdegegnerin aus, sie habe die Zahlung auf dasjenige Konto geleistet, das im Formular für die Kassenanmeldung angegeben worden sei. Sie sei nicht gehalten gewesen, die internen Verhältnisse bei ihrer Beitragsschuldnerin abzuklären. Sie habe davon ausgehen dürfen, dass die ihr als Zahlungsadresse angegebene Kontonummer die richtige sei (Urk. 7 S. 3 Ziff. 4.a).
2.3 Bei der Kassenaufnahme wurde, wie die Beschwerdegegnerin zutreffend erwähnte, auf dem Anmeldeformular das nämliche Konto xxxx bei der Credit Suisse Zürich angegeben, auf welches allfällige Guthaben zu überweisen seien. Gemäss den Angaben lautet dieses Konto aber nicht auf die A._ GmbH, sondern auf D._ (Urk. 8/2 S. 2 Ziff. 4). D._ führte seit Juli 2004 den von der A._ GmbH betriebenen Cabaret-Night Club C._ in B._. Er verfügte über die Vollmacht, verpflichtend für die A._ GmbH zu handeln. Diese Vollmacht war ihm vom Beschwerdeführer, dem Gesellschafter und Geschäftsführer der A._ GmbH mit Einzelunterschrift und vom Mitgesellschafter E._ erteilt worden (vgl. Urk. 8/2/3-6). Am 9. Dezember 2004 wurde dies der Beschwerdegegnerin ausdrücklich mitgeteilt und u.a. auch ein Einzahlungsschein zugestellt, der betreffend Bankverbindung dieselben Angaben wie im Anmeldeformular enthielt: Konto xxxx bei der CS in R., lautend auf D._ (Urk. 8/2/7-8).
2.4 Die Beschwerdegegnerin führte mehrfach aus, vor der vorliegend streitigen Überweisung des Guthabens auf das erwähnte Konto bei der Credit Suisse sei ihr bekannt gewesen, dass D._ sich aus dem Betrieb des Nachtclubs zurückgezogen habe (Urk. 7 S. 3 Ziff. 4.b) respektive der Beschwerdeführer habe ihr mitgeteilt, die Zusammenarbeit zwischen der A._ GmbH und D._ sei beendet worden (Urk. 7 S. 2 Ziff. 3). Aus einem Schreiben des Beschwerdeführers an die Beschwerdegegnerin ist zudem klar zu entnehmen, dass es mit D._ zu Unstimmigkeiten gekommen war (vgl. Urk. 8/31/1). Die Beschwerdegegnerin wies überdies selber ausdrücklich darauf hin, der Beschwerdeführer habe den Zahlungsbefehl vom 27. Oktober 2005 (Urk. 8/18) als Geschäftsführer entgegengenommen, worauf fortan die Korrespondenz über ihn gelaufen sei (Urk. 7 S. 2 Ziff. 3).
2.5 Die Beschwerdegegnerin konnte bei dieser Sachlage im Zeitpunkt der Auszahlung (Mai 2006) des Rückerstattungsguthabens nicht mehr davon ausgehen, der Kontoinhaber D._ sei nach wie vor berechtigt, Zahlungen für die A._ GmbH entgegenzunehmen. Dass sie die Zahlung dennoch auf ein ausdrücklich auf diesen lautendes Konto vornahm, ist ein offensichtlicher Fehler. Die Beschwerdegegnerin hätte das Guthaben nicht auf das Konto mit der Nr. xxxx bei der Credit Suisse überweisen dürfen, sondern hätte sich nach der nunmehr geltenden Bankverbindung der A._ GmbH erkundigen müssen.
2.6 Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist aber die Beitragsschuldnerin - respektive nach Eröffnung des Konkurses am 1. März 2006 die Konkursmasse - Berechtigte der Rückerstattung. Es deutet nichts darauf hin, dass der Beschwerdeführer die Beitragszahlungen persönlich und nicht als Organ der A._ GmbH geleistet hat (vgl. Urk. 8/54). In der dokumentierten Korrespondenz ist stets die A._ GmbH als Schuldnerin erwähnt und der Beschwerdeführer ersuchte offensichtlich nicht als Privatmann oder Dritter, sondern in seiner Funktion als Gesellschafter und Geschäftsführer der A._ GmbH mit Einzelunterschrift um die Möglichkeit, die Ausstände in Raten tilgen zu können und zog in diesem Zusammenhang für die A._ GmbH den Rechtsvorschlag in den gegen sie erhobenen Betreibungen zurück (Urk. 8/23-24, Urk. 8/26-27). In dieser Eigenschaft bezahlte er in der Folge auch die Ausstände gemäss Ratentilgungsplan.
2.7 Zusammenfassend ergibt sich, dass die A._ GmbH Berechtigte der Rückerstattung ist und nicht der Beschwerdeführer persönlich. Die Beschwerdegegnerin verneinte einen persönlichen Rückerstattungsanspruch des Beschwerdeführers damit im Ergebnis zu Recht. Die Umstände der offensichtlich irrtümlichen Überweisung auf das Konto von D._ brauchen nicht weiter geklärt zu werden. Anspruchsberechtigt in dieser Angelegenheit ist nicht der Beschwerdeführer persönlich, sondern die Konkursverwaltung der A._ GmbH in Liq.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.