# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fe42b1f2-92be-4bcc-a79f-d0651d1cb951
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1980 geborene und zuletzt als
Reinigungsmitarbeiter während 3.5 Stunden wöchentlich
tätige
X._
meldete sich am
3.
Dezember 2010 (Eingangs
datum
) unter Hinweis auf eine Auffahr
kollision als Kleinmotor
rad
fahrer auf
einen
Personenwagen und leichter traumatischer Hirnverletzung
am 2
7.
Juni 2010
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/3).
Ab dem
1.
März
2011 absolvierte
der Versicherte
ein
Aufbautraining bei der
Y._
(
Urk.
6/19
-22), welches allerdings vorzeitig per 2
9.
April 2011 abgebrochen wurde (Abschlussbericht Aufbautraining
Y._
vom
1.
Juni 2011,
Urk.
6/36 S. 2; Mitteilung Abbruch Integrationsmassnahme vom 1
1.
Juli 2011,
Urk.
6/41).
Nach beruflichen und medizinischen Abklärungen
, insbesondere der Einholung des polydisziplinären Gutachtens der
Z._
vom 2
0.
August 2012 (
Urk.
6/59) verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(Vorbescheid vom 2
7.
August 2013,
Urk.
6/73; Einwand vom 2
6.
September 2013,
Urk.
6/77; ergänzende
Einwandbegründung
vom 2
9.
Oktober 2013 samt Beilage,
Urk.
6/79-80) mit Verfügung vom
1.
Februar 2014 (
Urk.
2) einen Anspruch auf eine Invalidenrente.
2.
Der Versicherte erhob hiergegen am 2
8.
Februar 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und es sei ihm insbesondere eine
Dreiviertelsrente
auszurichten. Eventualiter sei er erneut psychiatrisch zu begutachten.
Mit Beschwerdeantwort vom
3.
April 2014 (
Urk.
5 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
6/1-88) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am
7.
April 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung dafür, dass die depressive Störung überwindbar sei (
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor,
es liege eine seit dem
8.
September 2010 nie remittierte Depression
, mithin chronische
Depression
im Sinne eines eigenständigen Krankheitsbildes vor, welche ihn in seiner Leistungsfähigkeit zu 50
%
einschränke. Die Einschränkung werde zumindest vom
Z._
als nicht überwindbar beurteilt. Die Einschätzung des
Z._
werde durch die Beurteilungen der
Klinik A._
sowie des
B._
und der übrigen behandelnden und untersuchenden Ärzte bestätigt (
Urk.
1 S. 5 f.). Es bestehe kein Raum für die Überwindbarkeitsprüfung, da ein eigenständiges Krankheitsbild im psychiatrischen Bereich vorliege. Aber selbst wenn von kei
nem eigenständigen Krankheitsbild ausgegangen würde, sei der Beschwerde
führer gemäss
Z._
in der Möglichkeit der Überwindbarkeit seiner Beschwerden eingeschränkt
(
Urk.
1 S. 6 f.). Des Weiteren sei im Rahmen des
Einkommensver
gleiches
von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Das Invaliden- und das
Valideneinkommen
seien
gestützt auf die LSE festzusetz
en, wobei beim Invalideneinkommen ein Leidensabzug in Höhe von 10
%
vorzunehmen sei, womit ein Invaliditätsgrad von 60
%
resultiere und der Beschwerdeführer dem
nach Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
habe (
Urk.
1 S. 7).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
(
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351
E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
3.
3.1
Die bis zur
polydisziplinären
Begutachtung aufliegen
den Arztberichte wurden in der
Expertise vom
2
0.
August 2012
zusammengefasst (
Urk.
6/59 S. 4 ff.), wes
halb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden.
3.2
3.
2.
1
Die angefochtene Verfügung beruht in medizinischer Hinsicht auf dem
polydiszip
linären
Gutachten der
Z._
vom 2
0.
August 2012 (
Urk.
6/59). Die begutachtenden Ärzte hielten darin folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
6/59 S. 32):
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
Leichte neuropsychologische Funktionsstörung in Form von Verlangsa
mung und exekutiven Einbussen sowie verminderter Belastbarkeit bei
Neurologischerseits
diagnostiziertem Status nach MTBI Grad I
Chronischer Schmerzsymptomatik
Psychiatrischerseits
diagnostizierter mittelgradiger depressiver Epi
sode (ICD-10 F32.1), dissoziative
r
Störung (ICD-10 F44.7) sowie
Per
sönlichkeitsakzentuierung
mit ängstlich vermeidenden und
depen
denten
Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.1)
Chronisches
leichtgradiges
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2)
Schmerzausstrahlung nach
gluteal
links und flächig nach
hochthora
kal
und
nuchal
Beginnende
Osteochondrose
L4/5 und
lumbosakrale
Übergangsanoma
lie
mit
lumbosakralem
Near
t
hros
rechts und dege
nerativen Veränderungen (Röntgen vom 1
3.
April 2011
und 7.
März 2012)
Chronische
Trochanterinsertionsbeschwerden
links
Chronisch rezidivierendes
zervikovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5)
Kopfprotrusions
-Fehlhaltung, Verdacht auf intermittierende
Nacken
muskelverspannungen
Aktuell freie Halswirbelsäulen (HWS)-Beweglichkeit und unauffällige konventionelle Röntgenbefunde der HWS (Röntgen vom
7.
März 2012
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit notierten die Ärzte folgen
des:
Dissoziative Störung, gemischt (ICD-10 F44.7)
Persönlichkeitsakzentuierung mit ängstlich vermeidenden und
dependen
ten
Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73.1)
Chronifizierte
Weichteil-Restbeschwerden am rechten Knie medial
Status nach Kniekontusion rechts mit
Rissquetschwunde (
RQW
),
präpa
te
llärer
traumatischer
Bursaeröffnung
, partiellem Riss des medi
alen
Retinaculums
und mit entsprechender Wundversorgung am 2
7.
Juni 2010 (Mofa-Unfall)
Protrahierte Ausheilung mit
Bone
bruise
am medialen
Femurcondylus
und Zeichen von Bänderzerrung (mediales Kollateralband, vorderes Kreuzband), im Verlauf radiologisch vollständig verheilt, keine Zei
chen von Gonarthrose oder Meniskusläsion im Verlauf (MRI vom 1
4.
September 2010, 1
3.
April 2011)
Status nach Beckenkontusion
gluteal
links am 2
7.
Juni 2010 (Mofa-Unfall)
Konventionell-radiologisch keine Becken-/Hüftgelenksauffälligkeiten (Röntgen vom 1
3.
April 2011 und
7.
März 2012)
Uhrglasnägel an den Fingern (Hypertrophe
Osteoarthrose
HOA)
Status nach MTBI Grad I bei Auffahrunfall mit Motorrad am 2
7.
Juni 2010
Rezidivierende
Abdominalbeschwerden
derzeit asymptomatisch, Differenti
aldiagnose
(DD)
Minimale Form eines
autoinflammatorischen
Syndroms (periodisches Fiebersyndrom) mit rezidivierenden Episoden von
Abdominalschmer
zen
, Durchfall- und Fieberschüben 12/2007 bis Ende 2009 in mehr
monatigen Intervallen (Angaben des Beschwerdeführers)
Laktoseintoleranz
Status nach
Colchicin
-Behandlung über 6 Monate gemäss Angaben 2008/2009
Transitorische Mikrohämaturie und geringe
Proteinurie
2009, aktuell normalisiert
Nierenbiopsie von 2009 mit minimalen
glomerulären
Veränderungen und ultrastrukturellem Nachweis einer „dünnen
glomerulären
Basal
membran
“
3.
2.
2
Aus gesamtmedizinischer Sicht stehe klar die psychiatrische Diagnose einer mittel
gradig-depressiven Episode im Vordergrund. Diese werde
getriggert
und weiterhin unterhalten durch eine ängstlich-vermeidende und
dependente
Per
sönlichkeitsakzentuierung
, zudem lägen gewisse dissoziative Symptome vor. Aufgrund der psychiatrischen Störung, die im Fachgutachten im Detail begrün
det werde, sei der Beschwerdeführer in ze
itlicher Hinsicht aktuell um 50
% in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt für eine angepasste Tätigkeit (
Urk.
6/59
S. 35 f.).
Die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht lasse sich in der neuropsychologischen Untersuchung gut replizieren. Hier fänden sich formal
leichte neuropsychologische Funktionsstörungen mit Verlangsamung der exe
kutiven Funktionen
und einer verminderten Belastbarkeit.
Differentialdiagnos
tisch
seien diese in der Gesamtschau am ehesten im Rahmen der psychiatrischen Diagnose b
edingt, eine Mitwirkung der chro
nischen Schmerzsymptomatik sei anzunehmen, inwieweit die MTBI Grad I mit eine Ro
lle spiele, lasse sich nicht mit
Sicherheit aus diesem Symptomenkomplex abgrenzen. Ausserdem sei eine Nebenwirkung durch das Medikament
Seroquel
durchaus denkbar. Aus Sicht der psychiatrischen und neuropsychologischen Einschätzung resultiere aktuell eine Leistungsfähigkeit von 50
%
. Zur Umsetzung bedürfe der Beschwerd
e
führer jedoch eines erhöhten Zeitbedarfs von zusätzlich ein bis zwei Stunden täglich. Eine zeitliche Präsenz von fünf bis sechs Stunden sei ihm auch heute zumutbar. Aufgrund der Verlangsamung empfählen sie derzeit auf eine Tätigkeit zu ver
zichten, welche das Führen eines Fahrzeuges notwendig mache (
Urk.
6/59
S.
36).
Die rheumatologisch-neurologische Untersuchung finde ein
leichtgradiges
lum
bovertebrales
Schmerzsyndrom, teilweise erklärt durch gewisse degenerative Veränderungen wie eine beginnende
Osteochondrose
L4/5 und eine
lum
bosakrale
Übergangsanomalie mit
lumbosakralem
Nearthros
rechts und dege
nerativen Veränderungen, jedoch ohne Hinweise für ein
radikuläres
Reiz- oder
Ausfallsyndrom. Daneben bestehe ebenfalls ein
chronifziertes
zervikovertebrales
Schmerzsyndorm
, radiologisch ohne Auffälligkeiten, jedoch mit einer
Kopf
protrusionsfehlhaltung
und begleitenden muskulären Verspannungen. Auch dieses sei ohne Hinweise für eine
radikuläre
Reiz- oder Ausfallsymptomatik. Diese Diagnosen hätten lediglich einen qualitativen Einfluss auf die zumutbare Belastung. Sie gingen eher davon aus, dass körperlich schwere oder anhaltend mittelschwere Tätigkeiten als beschwerdeverstärkend ungünstig seien und somit die zuletzt ausgeübte Tätigkeit wie bei der
C._
AG eher nicht geeignet wäre. Alle angepassten Tätigkeiten, welche die im rheumatologischen Gutachten im Detail beschriebenen qualitativen
Limiten
einhalten, seien aus somatischer Sicht vollumfänglich zumutbar. Insgesamt seien die somatischen Befunde eher diskret und sicher nicht massgebend für die zukünftige Reintegra
tion in den Arbeitsprozess. Die Knieverletzung am rechten Knie sei ihres Erach
tens vollständig abgeheilt und habe heute keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit, ebenso die Beckenkontusion
gluteal
links beim Unfall bei radiologisch
blandem
Befund und klinisch wenig eindrücklichen Befunden (
Urk.
6/59 S. 36).
3.
2.
3
Aus gesamtmedizinischer Sicht seien alle Tätigkeiten möglich, die leichter bis mittelschwerer Natur seien, mit einem Gewichtslimit von 15 kg, selten bis 20 kg, ohne gehäufte Zwangshaltungen, wie gebückt oder
Überkopf
zu verrich
tende Tätigkeiten. Ebenso seien häufiges Knien, Kauern oder repetitives Trep
pen-, Gerüst-, oder Leiternsteigen
ungünstig
.
Entsprechend
angepasste Tätig
keiten könnten mit einer Leistungsfähigkeit von 50
%
erbracht werden. Dazu sei ein leicht höherer Zeitbedarf von plus ein bis zwei Stunden notwendig. Die Leistungseinschränkung ergebe sich derzeit vorwiegend aufgrund der psychiat
rischen Diagnosen (
Urk.
6/59 S. 37).
3.3
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera
pie FMH, notierte in seinem zuhanden des Beschwerdeführers erstellten Arztbericht vom 1
5.
Oktober 2013 (
Urk.
6/
7
9) folgende Diagnosen:
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
Persönlichkeitsakzentuierung mit ängstlich vermeidenden und
dependen
ten
Persönlichkeitszügen (ICD-10 Z73)
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) bei chronischem
lumbovertebralem
(ICD-10 M54.2) und chronisch-rezidivierendem
zervikovertebralen
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5).
Der Beschwerdeführer befinde sich seit dem 1
5.
April 2013 in seiner psychiatri
schen und ps
ychotherapeutischen Behandlung (
Urk.
6/79 S. 1).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe aktuell aufgrund der beschriebenen Psychopa
thologie wie der raschen Ermüdbarkeit, der Antriebsstörung, der psychomotori
schen Verlangsamung, der verminderten Stresstoleranz und der kognitiven Einschränkung eine deutliche Beeinträchtigung „bzw. 100
%
der Arbeitsfähig
keit in seinem angestammten Beruf“. Hier handle es sich bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit um eine medizinisch-theoretische Einschätzung. Da der Beschwerdeführer seit 2010 nicht mehr berufstätig sei, könne die Arbeitsfähig
keit nicht aufgrund konkreter Arbeitserfahrung auf dem Hintergrund der aktu
ellen Psychopathologie beurteilt werden (
Urk.
6/79 S. 3).
Die schwere psychopathologische Beeinträchtigung des Beschwerdeführers bestehe nun bereits seit über zwei Jahren. Bisherige ambulante und stationäre sowie teilstationäre
Behandlungversuche
hätten
keine nennenswerte Besserung ergeben
können
. Aufgrund der auffälligen prämorbiden Persönlichkeitsstruktur, körperlichen Begleiterkrankungen,
Chronifizierung
ohne Remission, primärer Krankheitsgewinn (verfestigter
,
therapeutisch nicht mehr angehbarer
innersee
lischer
Verlauf einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden
Kon
fliktbewältigung
), sozialer Rückzug, psychische Stressoren im familiären Umfeld (Ehekonflikt) sowie den bisherigen erfolglosen Behandlungsversuchen müsse mit einem protrahierten und invalidisierenden Verlauf gerechnet werden (
Urk.
6/79 S. 3).
Regelmässige psychiatrisch-psychotherapeutische Einzelgespräche und bei Bedarf Paargespräche seien weiterhin indiziert und würden in einem 1-2 Wochen Setting bei ih
m durchgeführt. Eine angepasste
Tätigkeit (40 - 50
%
) in einem geschützten Raum sei aus therapeutischer Sicht zur Förderung des Selbstwertgefühls sowie der Tagesstruktur sinnvoll (
Urk.
6/79 S. 3).
4.
4.1
Das
polydisziplinäre
Gutachten vom
2
0.
August 2012
erfüllt sämtliche
rechtspre
chungsgemäss
erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl.
E.
2.4
).
Es beruht auf fachärztlichen Untersu
chungen durch die Gutachter (
Urk.
6/59 S. 52 ff.;
Urk.
6/59 S. 63 ff.;
Urk.
6/59 S. 73 ff.;
Urk.
6/59 S. 81 ff.
) und wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
(
Urk.
6/59 S. 4 ff.)
abgegeben. Es würdigt die vorh
andenen Arztberichte sorg
fältig
(
Urk.
6/59 S 4
ff.
;
Urk.
6/59 S. 37 f.
). Es berücksichtigt die vom Beschwer
deführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend ausei
nander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist einleuchtend und das Gutachten ist schlüssig.
Die Beweiskräftigkeit des Gutachtens wurde auch von den Parteien nicht bestritten (
Urk.
2;
Urk.
1 S. 5 f.).
4.2
N
ach der Rechtsprechung
sind
die Aufgaben von Rechtsanwender und
Arztper
son
im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt: Sache des (begut
achtenden) Mediziners ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der sub
jektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträch
tigungen kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende
Beurteilungs
kompetenz
zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können. Nötigenfalls sind, in Ergänzung der medizinischen Unterlagen, für die Ermittlung des erwerblich nutzbaren Leis
tungsvermögens die Fachpersonen der beruflichen Integration und Berufsbera
tung einzuschalten (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen).
Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine medizinische, sondern eine rein juristische Frage ist, können sich Konstellationen
ergeben, bei welchen von der in einem
medizinischen Gutachten festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist,
ohne dass dieses seinen Beweiswert verlöre (Urteil des Bundesgerichtes 9C_651/2014 vom 2
3.
Dezember 2014 E. 5.1 mit Hinweisen).
4.3
4.3.1
Entsprechend dem polydis
ziplinären Gutachten steht die Depression
(vgl.
E.
3.2.2
)
klar im Vordergrund
. Die begutachtenden Ärzte des
Z._
präzisierten dies noch im Schreiben vom
1.
November 2012 zuhanden der Beschwerdegegnerin (
Urk.
6/61):
Die Hauptdiagnose und damit hauptsächlich relevant für die Arbeitsunfähigkeit sei die mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F 32.1). Die zweite genannte Diagnose „leichte neuropsychologische Funktionsstörung in Form von Ver
langsamung und exekutiven Einbussen sowie verminderter Belastbarkeit“ sei dif
f
erentialdiagnostisch in erster Linie der Depression zuzuordnen. Es kämen naturgemäss differentialdiagnostisch andere Faktoren als zusätzlich wirksame Faktoren hinzu, die nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden könnten und die sich naturgemäss aus dem Gesamtkontext der möglichen (Mit-)Ursachen nicht herausisolieren liessen. Als solche Ursachen seien insbesondere die chro
nische Schmerzbelastung 1) chronisches
leichtgradiges
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2) und 2) chronisch rezidivierendes
zervikover
tebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5) denkbar, wie auch der Status nach MTBI sowie die dissoziative Störung (ICD-10 F44.7) und
Persönlichkeitsakzen
tuierung
mit ängstlich vermeidenden und
dependenten
Persön
lichkeitszügen (ICD-10 Z73.1).
Gegenüber der Depression seien die letztgenannten Ursachen für die kognitive Störung jedoch sicher weit untergeordnet. Die Verwirrung möge daher rühren, dass die entsprechenden (DD-Diagnosen) für sich genom
men aus Sicht der Psychiatrie respektive Neurologie als für die Arbeitsfähigkeit unerheblich eingestuft wurden. Die neuropsychologischen Einbussen seien jedoch so überwiegend auf die Depressivität und die Schmerzen zurückzufüh
ren, dass den übrigen Differentialdiagnosen eher theoretische Bedeutung zukomme, die fachspezifische Ausprägung der jeweiligen Störungen, speziell der dissoziativen Störung und der Persönlichkeitsakzentuierung mit ängstlich vermeidenden und
dependenten
Persönlichkeitszügen aus klinisch psychiatri
scher Sicht keine relevante Bedeutung zukomme
(
Urk.
6/61).
Führend sei in
s
gesamt die depressive Störung.
Entsprechend sei in der Gesamtbeurteilung der Arbeitsfähigkeit (für Verweistätigkeiten, da die bisherige aufgrund der somati
schen Befunde nicht mehr möglich erscheine) auf die psychiatrische Einschät
zung abgestützt worden
(
Urk.
6/61)
.
Die im Gutachten genannte Diagnose der mittelgradigen depressiven Störung zieht somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die leichte neuropsychologi
sche Funktionsstörung in Form von Verlangsamung und exekutiven Einbussen sowie verminderter Belastbarkeit nach sich.
4.3.2
Auch gemäss der Beurteilung von
Dr.
D._
vom 1
5.
Oktober 2013 (
Urk.
6/79)
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die depres
sive Störung im Vordergrund steht. So
hielt er dafür, dass sich aufgrund der klinischen Beobachtungen im Rahmen der aktuellen ambulanten Therapie der Verlauf der rezidivierenden depressiven Störung aufgrund einer komplexen Psychopathologie sowie
Komorbiditäten
sehr wechselhaft mit
chronifizierendem
Verlauf mit Veränderungen in der Regulation von Affekten, Veränderungen der Selbstwahrnehmung (Ineffektivität, Schuldgefühle, Schamhaftigkeit), Verände
rungen in Beziehungen zu anderen (Angst vor Menschen, Unfähigkeit anderen Personen zu vertrauen), Somatisierung (chronische Schmerzen) und Verände
rungen von Lebenseinstellungen (Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit) zeige. Seine Fähigkeit, sich in Bezug auf wechselnde Anforderungen der Umwelt angemessen zu verhalten, sei aufgrund des
obgenannten
psychopathologischen Befundes deutlich eingeschränkt. Er habe Schwierigkeiten, sich neuen Situatio
nen erwartungsgemäss anzupassen (
Urk.
6/79 S. 2).
4.3.3
Zusammenfassend festzuhalten ist, dass die depressive Episode bzw. die depres
sive Störung klar im Vordergrund steht.
Auch d
ie im neuropsychologischen Teilgutachten festgehaltene Arbeitsunfähigkeit von 50
%
(vgl.
Urk.
6/59 S. 92)
ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf
die Depression zurückzuführen.
4.4
4.4.1
Im
polydisziplinären Gutachten wurde eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) festgestellt, welche mittlerweile
chronifiziert
sei (
Urk.
6/59
S.
59). Der behand
elnde Psychiater
Dr.
D._
notierte
demgegenüber eine rezidi
vierende depressive Störung, gegenwärtig mittel
gradige Episode (
Urk.
6/79). Wie folgend
gezeigt wird, kann offen bleiben, ob eine depressive Episode oder eine rezidivierende depressive Störung vorliegt:
4.4.2
In den Klinisch-diagnostischen Leitlinien der Internationalen Klassifikation psy
chischer Gesundheitsstörungen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10 Kapitel V (F),
Dilling
/
Mombour
/Schmidt (Herausgeber),
9.
Auflage, Bern 2014, S. 169 f., werden unter F32 die depressiven Episoden (leicht-, mittel-,
schwergradig
) und unter F33 die rezidivierenden Störungen umschrieben.
Bei der typischen leichten (F32.0), mittelgradigen (F32.1) oder schweren Episode (F32.2 und F32.3) leidet laut diesen Leitlinien die betroffene Person gewöhnlich unter den typischen Symptomen von (a) gedrückter Stimmung, (b)
Interessen
verlust
, Freudlosigkeit und (c) Verminderung des Antriebes, erhöhter Ermüdbar
keit. Andere häufige Symptome sind (1) verminderte Konzentration und Auf
merksamkeit, (2) vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, (3) Schuldgefühle und Gefühle der Wertlosigkeit, (4) negative und pessimistische Zukunftsperspektiven, (5) Suizidgedanken, erfolgte Selbstverletzung oder
Sui
zidhandlungen
, (6) Schlafstörungen und (7) verminderter Appetit. Das klinische Beschwerdebild zeigt beträchtliche individuelle Varianten; ein untypisches Beschwerdebild ist besonders in der Jugend häufig. In einigen Fällen stehen zeitweilig Angst,
Gequältsein
und motorische Unruhe mehr im Vordergrund als die Depression (vgl. ICD-10 Kapitel V [F], a.a.O., S. 169-170).
Bei einer rezidivierenden depressiven Störung gemäss ICD-10 F33 handelt es sich gemäss den genannten Leitlinien um eine Störung, die durch wiederholte (leichte, mittelgradige oder schwere) depressive Episoden charakterisiert ist. Die einzelnen Episoden dauern zwischen drei und zwölf Monaten. Die Besserung zwischen den einzelnen Episoden ist dabei im Allgemeinen vollständig, wobei nur (aber immerhin) eine Minderheit von Patienten eine anhaltende Depression entwickelt (für welche ebenfalls die Kategorie F33 verwendet werden sollte; vgl. ICD-10 Kapitel V [F], a.a.O., S. 176 f.). Die Unterscheidung zwischen depressiven Episoden (F32) und rezidivierenden depressiven Störungen (F33) legt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes nahe, dass bei letzteren eher von einer ungünstigen Prognose in Bezug auf die Beurteilung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit auszugehen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_484/2012 vom 2
6.
April 2013 E. 4.3.2.2).
Depressive „Episoden“ sind definitionsgemäss vorübergehender Natur und haben deshalb, zumindest wenn sie leicht bis mittelschwer sind, gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der Regel keine invalidisierende Wir
kung. Die invalidisierende Wirkung einer mittelschweren depressiven „Störung“ ist nach der Rechtsprechung nicht schlechthin auszuschliessen. Deren Ann
ahme bedingt indessen
, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E. 4.2 und 9C_454/20
13 vom 2
9.
Oktober 2013 E. 4.1).
4.4.3
Der Beschwerdeführer besuchte folgende Therapien:
In
den Jahren 2008 bis 2009
sei der Beschwerdeführer
während ca. 2 Monaten bei
Dr.
med.
E._
in psychiatrischer Behandlung gewesen (
Anhang zum Austrittsbericht vom 2
4.
Februar 2011 der
Klinik A._
,
Urk.
6/25
S.
6).
Von
Ende Augus
t
bis Ende Oktober 2010 wurde der Beschwerdeführer von
Dr.
med.
F._
, Psychiatrie und Psychotherapie
,
psychiatrisch behandelt, wobei eine stützende Gesprächstherapie durchgeführt wurde. Der Beschwerde
führer
sei
nach dem letzten Gespräch am 3
0.
Oktober 2010 nicht zu einem wei
teren vereinbarten Termin
erschienen
und
habe
nicht auf die Versuche, ihn telefonisch zu kontaktieren
, reagiert
(Kreisärztliche Untersuchung vom
7.
September 2010,
Urk.
6/23 S. 67; Arztbericht
Dr.
F._
vom 2
0.
Dezember 2010,
Urk.
6/23 S. 32 f.).
Während seines Aufenthaltes in der
Klinik A._
vom 1
6.
November 2010 bis zum 2
3.
Februar 2011 wurde er
pharmakotherapeutisch
mit
Fluctine
und
Valdoxan
antidepressiv und schlafanstossend behandelt, daneben fanden regelmässig psychotherapeutische Gespräche statt. Die depressive Symptomatik sei unter der Behandlung weitgehend remittiert (Austrittsbericht vom 2
4.
Februar 2011,
Urk.
6/25 S. 3).
Während des Aufbautrainings im
Y._
wur
de der Beschwerdeführer von
Dr.
med.
G._
, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, delegiert durch
Psychologin
lic
. phil.
H._
betreut. Nach dem
vorzei
tigen
Abbruch
des Aufbautrainings
wurde eine Anmeldung in der Tagesklinik veranlasst (Abschlussbericht Aufbautraining
Y._
,
Urk.
6/36 S. 2, vgl. auch Arztbericht vom 2
6.
Mai
2011 von
Dr.
G._
,
Urk.
6/46 S. 7 f.).
In
der
B._
erfolgte
vom
5.
Juli bis zum
7.
Oktober 2011
eine teilstationäre Behandlung
(
Urk.
6/51). Dabei nahm der Beschwerdeführer zu 100
%
am Gruppentherapieprogramm der Akuttagesklinik
B._
teil, welches aus dem Besuch des Selbstsicherheitstrainings, der Schmerz-, Angst-, und Entspannungsgruppe, Bewegungstherapie sowie
Ein
zelgesprächen
bestand.
Der Beschwerdeführer erklärte anlässlich der psychiatrischen Untersuchung des
Z._
am 2
7.
Februar 2012, das
s er seit Ende März 2010
zu Frau
H._
, dele
gierte Psychologin von
Dr.
G._
, in die Therapie gehe
. Wann er
Dr.
G._
letztmals gesehen habe, sei ihm nicht erinnerlich (
Urk.
6/59 S. 55).
Er gehe jeweils mittwochs und freitags für je zwei Stunden in die Ergotherapie, jeden zweiten Mittwoch würden sie dort kochen. Am Dienstag, Donnerstag und Frei
tag verbringe er die Nachmittage von 13.30 bis 16.00 Uhr im
I._
(Anmerkung: Tagesstruktur Angebot des Vereins
J._
,
Urk.
6/59 S. 83).
Seit dem 1
5.
April 2013 geht der Beschwerdeführer alle ein bis zwei Wochen zu
Dr.
D._
für psychiatrisch- psychotherapeutische Einzelgespräche sowie Paargespräche bei Bedarf (
Urk.
6/79 S. 3).
4.4.4
Die stationäre Behandlung
in der
Klinik A._
und
die
nur kurze
teilstatio
näre
Behandlung
im
B._
haben
zu keiner nachhaltigen Verbesserung des Gesundheitszustandes führen können. So hielt der begutachtende Psychiater fest, dass eine leitliniengerechte psychiatrisch-psychotherapeutische Behand
lung als geeignet angesehen werden muss, das psychische Zustandsbild und folglich möglicherweise auch die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu verbessern. In dieser sollte insbesondere auf das Erreichen einer vollständigen Remission der inzwischen
chronifizierten
depressiven Episode ein besonderer Wert gelegt werden. Um die Therapieresistenz der depressiven Episode zu über
winden, sollte das gesamte Spekt
ru
m von biologischen und
soziotherapeuti
schen
Massnahmen zur Anwendung kommen. Da es im Rahmen der ambulan
ten sowie teilstationären Behandlung bei dem Versicherten in der Vergangen
heit zu keiner
nennenwerten
Verbesserung des psychischen Zustandsbilds gekommen sei, dränge sich aktuell eine
vollstationäre Behandlung auf (
Urk.
6/59 S. 59).
Dass eine stationäre Behandlung gemäss Empfehlung im Gutachten erfolgte
,
geht
nicht
aus den Akten hervor.
Bei einem
aktuellen
Behandlungsrhytmus
alle ein bis zwei Wochen
sowie bei nur kurzen
vorhergehenden
stationären und teilstationären Behandlungen kann
nicht von einer konsequenten
Depressions
therapie
gesprochen werden kann. Die D
epression des Beschwerdeführers
ist
demnach nicht als resistent ausgewiesen und
damit nicht invalidisierend.
Dies erhellt auch daraus, dass anlässlich der einzigen bisherigen stationären Behandlung in
A._
die Depression bereits einmal weitgehend remit
t
ierte (
Urk.
6/25 S. 9).
4.5
Ergänzend
ist auf Folgendes hinzuweisen:
Der Beschwerdeführer bewältigt
e
bereits im Begutacht
ungsz
eitpunkt einen ausgefüllten Alltag:
Er stehe um 7.00 Uhr auf, wecke die Tochter, wärme ihre Milch und mache sie für den Kinder
garten bereit.
Er begleite sie zu Fuss zum Kindergarten und kehre dann nach Hause zurück. Jeweils mittwochs und freitags gehe er vormittags für 2 Stunden in die Ergotherapie, jeden zweiten Mittwoch würden sie dort zusammen mit anderen Patienten kochen. Wenn er keine Termine habe, erledige er
Haushalts
arbeiten
, die ihm seine Frau aufgetragen habe, ab und zu bereite er das Mittag
essen zu. Mittags hole er die Tochter wie
der aus dem Kindergarten ab. Au
ch seine Frau komme dann von der Arbeit, sie würden zusammen kochen und essen. Nachmittags gehe er zu Fuss einkaufen, mit seiner Tochter spazieren oder habe irgendwelche Termine. Am Dienstag, Donnerstag und Freitag verbringe er die Nachmittage von 13.30 bis 16.00 Uhr im
I._
. Am Abend würden er und seine Ehefrau gemeinsam das Nachtessen zubereiten und zwischen 17.00 und 18.00 Uhr essen. Manchmal würden sie auch von seiner Mutter oder Ver
wandten der Ehefrau zum Nachtessen eingeladen. Wenn er sich nicht gut fühle, esse er meistens nichts und gehe ungefähr um 18.00 Uhr zu Bett. Wenn es ihm besser gehe, spiele er noch ein bisschen mit der Tochter oder schaue den
Fischen im Aquarium zu. Meistens gehe er dann zusammen mit seiner Tochter oder spätestens um 22.00 oder 23.00 Uhr zu Bett (
Urk.
6/59 S. 39 f.).
Dass der Beschwerdeführer einen ausgefüllten Alltag mit Verantwortung für ein Kind
sowie diversen Therapien und Terminen
meistern kann, zei
gt, dass er gute Ressourcen hat.
Auch daraus erhellt, dass dem Beschwerdeführer eine volle Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit bei objektiver Beurteilung mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit – jedenfalls nach einer konseq
uenten T
herapie – sozial-praktisch zumutbar ist.
4.6
Zusammenfassend festzuhalten ist, dass die mittelgradige depressive Episode sowie die
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf basierende
leichte neuropsychologische Funktionsstörun
g in Form von Verlangsamung und exe
kutiven Einbussen sowie verminderter Belastbarkeit nicht invalidisierend sind. B
ei objektiver Betrachtung
ist
vom Beschwerdeführer
forderbar
, dass er seine Arbeitsfähigkeit vollumfänglich verwertet.
5.
5.1
In somatischer Hinsicht is
t der Beschwerdeführer in einer leichten bis mittel
schweren Tätigkeit, mit einem Gewichtslimit von 15 kg, selten bis 20 kg, ohne gehäufte Zwangshaltungen wie gebückt oder
Überkopf
zu verrichtende Tätig
keiten zu 100
%
arbeitsfähig. Ebenso ungünstig seien häufiges Knien, Kauern oder repetitives Treppen-, Gerüst-, oder
Leiternbesteigen
(
Urk.
6/59 S. 37; vgl.
Urk.
6/59 S. 71
;
Urk.
6/59 S. 78)
.
Die
Tätigkeit bei der
C._
AG
kündigte der Beschwerdeführer mit Schreiben vom
2.
Dezember 2008 aus persönlichen Gründen (
Urk.
6/10 S. 12).
Im Jahr 2009
arbeitete er
von Juni bis September bei der
K._
GmbH,
L._
,
und zuletzt bei der
M._
AG
in einem Pen
sum von 3.5 Stunden wöchentlich
(Auszug aus dem individuellen Konto,
Urk.
6/8
;
Fragebogen für den Arbeitgeber,
Urk.
6/11
). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit würde er diese Tätigkeit im Gesundheitsfalle in einem Pen
sum von 100
%
ausüben.
Die Reinigungsarbeiten bei der
M._
AG führte er auch nach seinem Unfall weiter (Auszug aus dem individuellen Konto,
Urk.
6/57), so dass davon auszugehen ist, dass sie gleichzeitig auch eine angepasste Tätigkeit dar
stellt. Da die Validen- und die Invalidentätigkeit identisch sind und der Beschwerdeführer zu 100
%
angepasst arbeitsfähig ist, resultiert keine
Einkom
menseinbusse
und somit auch kein rentenrelevanter Invaliditätsgrad.
5.2
Zu ergänzen ist,
dass selbst bei einem hypothetischen maximalen Leidensabzug von 25
%
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert, ist doch der
Beschwerdeführer in der angepassten
Tätigkeit 100%ig arbeitsfähig, womit ein maximaler
nicht rentenbegründender
Invaliditätsg
rad von 25
%
resultieren würde.
5.3
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
die
mittelgradige depressive Episode sowie die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit darauf basierende leichte neuropsychologische Funktionsstörung in Form von Verlangsamung und exe
kutiven Einbussen sowie verminderter Belastbarkeit mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit nicht invalidisierend sind.
Die somatischen Einschränkungen begründen keinen rentenrelevanten Invaliditätsgrad.
Die Beschwerde ist dem
nach abzuweisen.
6.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 600.-- festzusetzen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.