# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 223cd480-a062-5f02-8239-aad6efd8a4e9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1961 geborene
X._
, absolvierte eine Lehre als Orgelbauer
(Urk. 7/1/1), ist ausgebildeter Pflegefachmann
(Urk. 7/1/2-3) und besitzt ein
Lehr
diplom
in Gesang (Urk. 7/1/4-5).
Ab
dem 1. Mai 1995 arbeitete er zu
min
des
tens
80 % als Pflegefachmann am
Y._
(Urk. 7/2/4, Urk. 7/10/2, Urk. 7/12/4),
war daneben
seit dem 1. September 1989
stets
auch als
Orgelbauer
und
Klavierstimmer
tätig (Urk. 7/2/4
, Urk. 7/10/2
)
und engagiert
e
sich in der
E._
Kirche (Urk. 7/7, Urk. 7/10/2
, Urk. 7/12/4
)
.
Am 24. Septem
ber 2013 meldete er sich bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2).
Dabei gab er an, er habe
an
fast allen Fingern
wunde Fingerkuppen
die
sich nicht schl
ö
ssen
,
und eine Händedesinfektion nach Spitalvorgabe sei nicht
möglich. Zudem leide er an chronisch
er
Depression (Urk. 7/2/5).
Die
Sozial
versicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
nahm vorerst berufliche Abklärungen vor, wozu sie einen
Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug)
einholte (Urk. 7/7),
de
n
Versicherten
zu einem Standortgespräch einlud (Urk. 7/13
)
und die Kosten für
eine Standortbestimmung und Laufbahnberatung beim
Laufbahn
zentrum
der Stadt
Z._
übernahm
(Urk. 7/16).
Ebenfalls ge
währte sie ihm
In
tegrationsmassnahmen
bei seinem Arbeitgeber, dem
Y._
, in der Zeit vom 13. November 2013 bis zum 12. Mai 2014
,
und sprach ihm wäh
rend der Dauer der Massnahme ein Taggeld zu (Urk. 7/17
, Urk. 7/18
).
Auch holte
sie medizinische
Berichte ein (Urk. 7/12, Urk. 7/25
). Mit Mitteilung vom 28. Mai 2014 schloss die IV-Stelle die berufliche Eingliederung ab, da der Versi
cherte eine befristete Teilzeitanstellung im
Y._
im Projekt Intranet aufnahm, sodass die Fortsetzung der beruflichen Ein
gliederung nicht mehr angezeigt war beziehungsweise
der Versicherte
darauf ver
zichtete (Urk. 7/40). Daraufhin holte die IV-Stelle bei der
Beamtenver
siche
rungskasse
des Kantons Zürich
(
BVK
)
den vertrauensärztlichen Untersuchungs- und Begutachtungsbericht vom 16. Dezember 2013 ein (Urk. 7/42).
Mit Vorbe
scheid vom 3.
Juli 2015 teilte die IV-Stelle mit, dass sie gedenke, das
Leis
tungs
begehren
abzuweisen (Urk. 7/55). Dagegen liess der Ver
sicherte mit Eingabe vom
13. Juli 2015 Einwand erheben (Urk. 7/56). Am 23. September 2015 verfügte die
IV-Stelle im angekündigten Sinn und verneinte einen Rentenanspruch
(Urk. 7/59
= Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 23. September 2015 (Urk. 2) liess der Versicherte, ver
treten durch Rechtsanwalt Tobias
Figi
, Beschwerde erheben und beantragen, es sei die Verfügung aufzuheben, und es sei ihm eine angemessene Inva
li
den
rente aus einem korrekten Vergleich zwischen Validen- und
I
nvalidenein
kom
men
auszurichten. Eventualiter sei der Fall an die
Be
schwerdegegnerin
zurück
zu
weisen, und es sei diese anzuweisen, ein neutrales, polydisziplinäres Gut
ach
ten erstellen zu lassen.
Subeventualiter
seien ihm Ein
gliederungs
mass
nah
men (insbesondere berufliche Massnahmen) zuzusprechen. Es sei, da bis dato dem Unterzeichner keine Akteneinsicht gewährt worden sei, ein zweiter
Schriften
wechsel
anzuordnen; alles unter Kosten- und
Entschädi
gungsfolge
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle schloss in der
Beschwerde
antwort
vom 26. November 2015 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Verfügung vom 7. Dezember 2015 wurde ein zweiter Schriftenwechsel ange
ord
net (Urk. 8).
Am 16. Dezember 2015 liess der Beschwerdeführer Replik er
statten (Urk. 10).
Mit Schreiben vom 26. Januar 2016 verzichtete die IV-Stelle auf eine Duplik (Urk. 13), was dem Beschwerdeführer am 28. Januar 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 14).
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung – Stellung genommen hat.
Insoweit bestimmt die Verfügung
den
beschwer
deweise
weiterziehbaren Anfechtu
ngsgegenstand
(BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a)
.
1.2
Es kommt häufig vor, dass die Verwaltung nur über den Rentenanspruch ver
fügt, nicht dagegen über
Massnahmen
beruflicher
Art.
In dieser Situation kön
nen im nachfolgenden Beschwerdeverfahren letztere nur Gegenstand der erst
instanzlichen gerichtlichen Beurteilung bilden, wenn die
rechtsprechungsge
mässen
Voraussetzungen für eine
Ausdehnung des Prozesses
über den Streitge
genstand hinaus - Beschwerdeantrag, Prozesserklärung der Verwaltung,
Tatbe
standsgesamtheit
und Spruchreife - erfüllt sind. Anders verhält es sich jedoch, wenn die Verwaltung aus
materiellrechtlichen
Gründen, insbesondere wegen
des
Grundsatzes „Eingliederung vor Rente“, auch über die beruflichen
Mass
nah
men
hätte verfügen müssen, dies jedoch in Verletzung des
Untersuchungs
grund
satzes
und/oder der Rechtsanwendung von Amtes wegen unterlassen hat.
Dies
falls
ist die berufliche Eingliederung auch Prozessthema
des
gegen die Ren
ten
(
ablehnungs
)
verfügung
eingeleiteten Beschwerdeverfahrens (
Meyer/
Reich
muth
,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung
(IVG)
, 3. Auflage, Zürich/
Basel/
Genf
2014
,
Art.
15 ff. N 2).
1.3
Der
Beschwerdeführer
unterliess
es, nach der Mitteilung vom 2
8
.
Mai 2014
(Urk.
7
/
40
), erneut
Eingliederungsmassnahmen
zu beantragen. Die IV-Stelle prüfte daher den Anspruch auf solche
Massnahmen
vor Verfügungserlass nicht mehr. Dazu war sie, da nur noch ein Rentenanspruch geltend gemacht wurde
(vgl. Urk. 7/48)
, auch nach dem Grundsatz „Eingliederung vor Rente“ nicht ver
pflichtet. Auf den Antrag betreffend
Eingliederungsmassnahmen
ist daher nicht einzutreten. Dem
Beschwerdeführer
steht es jedoch offen, bei der IV-Stelle ein neues Gesuch betreffend die Durchführung solcher
Massnahmen
zu stellen.
Ge
mäss
seinen eigenen Angaben hat
e
r nach Verfügungserlass bereits ein solches Gesuch mit E-Mail vom 28. Oktober 2015 und eingeschriebenem Brief vom 10. Dezember 2015 gestellt (Urk. 10 S. 4).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2
.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2
.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2
.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2
.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE
130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid fest, dass der Be
schwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Krankenpfleger eingeschränkt sei. Hingegen sei es ihm möglich, die von ihm gelernte Tätigkeit als Orgel- und Tasteninstrumentenbauer zu 100 % auszuüben. Gemäss dem
IK-Auszug
handle es sich beim Einkommen aus der Tätigkeit
in der
E._
Kirche
um ein AHV-pflichtiges Einkommen. Dieses Einkommen sei jedoch im
Einkommens
vergleich
beim Invalideneinkommen
nicht berücksichtigt worden (Urk. 2).
3
.
2
Der Beschwerdeführer liess in der Beschwerdeschrift vom 26. Oktober 2015 (Urk. 1) ausführen,
anhand des von der BVK
in Auftrag gegebenen
Gutachtens sei erstellt, dass
er
aufgrund seines Leidens seine angestammte Tätigkeit als dipl
o
mierter
Pflege
fachmann
nicht mehr verrichten könne, weshalb ihm
die
Stelle im
Y._
gekündigt worden sei.
Das von der
Beschwer
degegne
rin
angenommene Invalideneinkommen sei viel zu hoch.
Aufgrund der somati
schen
L
eiden könne er seine ursprünglich erlernte Tätigkeit als Orgel- und
Tas
taturenbauer
nur noch in einem kleinen Teilzeitpensum von 30 % bis maximal 40 % verrichten
. Überdies rechtfertige sich ein
leidensbedingte
r
Abzug von mindestens 10 %.
Die Annahme einer 100%igen Erwerbsfähigkeit sei nach
weis
lich falsch. Auch sei der medizinische Sachverhalt von der
Beschwerde
gegnerin
nicht umfassend überprüft worden, weshalb sich ein neu
t
rales
poly
disziplinäres
Gutachten aufdränge
.
In der Replik
(Urk. 10)
hielt der Beschwerde
führer an den ge
stellten Rechtsbegehren fest und
machte weitere Ausführungen zum
Invalideneinkommen.
4
.
4
.1
Dem psychiatrischen Gutachten von Dr. med.
A._
, Facharzt für Psy
chia
trie und Psychotherapie FMH, vom 21. Oktober 2013
, das ebenfalls zu
Handen
der BVK erstellt wurde,
sind
keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits
fähig
keit zu entnehmen. Als
Diagnosen
ohne Ein
fluss auf die Arbeits
fähig
keit werden
ein Status nach
einer
mittelgradige
n
de
pressive
n
Episode (ICD-10: F32.1), im Sinne eines „Burnout“ infolge multipler psychosozialer Belastungsfaktoren
,
und akzentuierte perfektionistische
Persön
lichkeitszüge
(ICD-10: Z73) genannt (Urk. 7/12/7).
Im Rahmen der Exploration zeigte sich auf psychiatrischem Fachgebiet ein wei
testgehend unauffälliger Beschwerdeführer, ohne relevante psychopathologische Befunde oder psychische Funktionsstörungen, die für eine akute oder chroni
sche psychische Erkrankung sprechen würden.
Im Sinne einer Restsymptomatik,
bei vorausgegangener, vermutlich mittelgradiger depressiver Störung, sei noch eine
leichtgradig
dysphorische
Grundstimmung erkennbar. Es zeigten sich zu
dem gewisse akzentuierte perfektionistische Persönlichkeitszüge, die sich vor allem anhand der eigenanamnestischen Angaben ergaben. Die bisherige
Le
bensbewährung
und Beschwerdeschilderung spreche dabei jedoch gegen das Vorli
e
gen einer „Persönlichkeitsstörung“, eine längere psychische Störung im Sinne einer bipolaren Störung
, da sich
unter anderem keine Hinweise auf manische oder hypomanische Episoden
fänden
. Auch spreche sie gegen
eine
Dys
thymi
e
,
weil unter anderem
Hinweise auf einen gesicherten, mehrjährigen Ver
lauf entsprechender Symptome fehlten (Urk. 7/12/8).
Vor dem Hintergrund von Anzahl und Schwere der geschilderten Symptome müsse
für den
Zeitraum Februar bis September 2013 von ei
ner depressiven Epi
sode ausgegangen werden, die hinsichtlich des
Schweregra
des
als mittelgradig zu bezeichnen sei. Mittlerweile und unter psychotherapeu
tischer Behandlung sei eine
weitestgehende
Remission der affektiven Störung eingetreten. Der Be
schwer
deführer fahre wieder selbständig Auto, habe soziale Kontakte und gehe wieder Freizeitbeschäftigungen nach. Sein äusseres Erschei
nungsbild wirke nicht vernachlässigt, eine Tagesstruktur sei gegeben und
er
zeige klinisch keine kognitiven Beeinträchtigungen.
Invaliditätsfremde (psy
chosoziale)
Belastungs
faktoren
seien bei einer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit miteinzubeziehen. Die zurückliegende psychiatrische Problematik habe einen deutlich reaktiven Cha
rak
ter
.
D
ie Familienanamnese sei betreffend
psychi
sche
Erkrankungen unauf
fällig.
Die psychische Dekompensation im Mai 2013 und
die
bis September 2013 bestandene depressive Symptomatik wäre
n
ohne die genannten psychosozialen
Belastungsfaktoren mit überwiegender Wahrschein
lichkeit ausgeblieben (Urk. 7/12/9).
Aus psychiatrischer Sicht lasse sich aufgrund
weitestgehender
Remission der affektiven Störung seit September 2013 keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit mehr begründen (Urk. 7/12/9-10). Limitierender Faktor sei derzeit aus
schliess
lich die dermatologische Problematik der Hände (Urk. 7/12/8).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit beziehungsweise in einer dem Alter, der Qualifi
kation und der dermatologischen Problematik angepassten Verweistätigkeit sei aus versicherungsmedizinisch-psychiatrischer Sicht keine Berufsinvalidität aus
ge
wiesen (Urk. 7/12/10).
4
.
2
Dr. med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH,
erhob im
Gut
achten vom
16.
Dezember 2013
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit ein Handekzem mit Pulpitis
sicca
und
R
hagadenbildung
irritativ
toxischer Ge
nese, vor allem an Daumen, Zeige- und
Ringfingern beider Hände
. Die
mykologische
n
Kulturen und der Prick Test im Juni 2013 seien negativ gewe
sen. Es
liege
der Typ IV
,
wobei die
Sensibilisierungen auf Tolubalsam ohne Re
levan
z seien und eine
verminderte Alkaliresistenz
bestehe, vor
(Urk. 7/42/10).
Beim Beschwerdeführer habe
sich
im
Jahr
2012 ein Handekzem mit Pulpitis
sicca
mit Rh
a
gaden an den Fingerkuppen mit hartnäckigem Heilverlauf
ent
wickelt
. Anfang
2013 habe sich aufgrund des dermatolo
gischen Leidens und wegen Überforderung im Rahmen psychosozi
aler Belastungsfaktoren
(Pflege der
dementen Mutter, nebenberuflich ausgeübte Erwerbstätigkeiten mit eigener Firm
a für Orgelbau, Stimmen von Instrumenten, Tätigkeiten als Musikpädagoge und in der Kirchenpflege)
eine depressive Ent
wicklung eingestellt. Primär
aus psy
chischen Gründen
sei der Beschwerdeführer
vom 23. März bis zum 11. April 2013
und ab dem 3. Mai 2013 zu 100 % ar
beitsunfähig geschrieben worden. Unter ambulanter Psychotherapie habe sich
die
Situation
g
ebessert. Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit sei aber wegen de
r
nun vordergründigen dermatologischen
Beschwerden bestehen geblieben
.
T
rotz Hautschutzmassnahmen
,
wie Tragen nicht
vinylhaltiger Handschuhe,
der
Fort
setzung der
topisch
steroidhaltigen und
rück
fettenden
Therapien,
dem
Meiden von
irritativ
toxischen Substanzen
und
dem
Meiden von Arbeiten im
Feuchtmi
lieu
, sei es
immer wieder zu schmerzhaften
Rezidiven
mit teils Superinfektionen gekommen. Ab Juni 2013 sei eine Therapie in der Dermatologischen Klinik des
C._
erfolgt, wo die Erkrankung auf eine
irritativ
toxische Genese zurückgeführt worden sei.
Aus dermatologischer Sicht habe sich nach lokaler und systemischer Therapie eine Stabilisierung der Situation mit schnel
lerem Abheilen der Ekzeme und niedri
gerer
Rezidivfrequenz
eingestellt. Seitens der Dermatologen sei
ein Kausal
zu
sammenhang
zwischen der beruflichen Tätig
keit als Pflegefachmann und
dem
damit einhergehend
en
Kontakt mit
irritativen
Substanzen, wie Desinfektions
mittel, als wahrscheinlich erachtet worden. Emp
fohlen worden sei eine Tätigkeit ohne Kontakt mit
irritativen
Substanzen. Seit Oktober 2013 arbeite der Be
schwerdeführer zu 30 %
in einer
angepassten
Tätig
keit
im rein administrativen Bereich (Urk. 7/42/11).
A
ktuell klage der Beschwerdeführer
über
Fingerkuppenekzeme
mit Rhagaden vor allem an Daumen, Ring- und Zeigefinge
rn
beider Hände. Im
Entzündungs
sta
dium
würden die Fingerkuppen sehr stark schmerzen
. Aktuell schmerzten sie
bei grösserem Druck
. In den Fingerkuppen sei ein leicht pel
ziges Gefühl vor
han
den. Unter Therapie und Expositionsprophylaxe habe sich die Situation stark gebessert
.
A
ber bei Kontakt mit Desinfektionsmitteln, dem feuchten Milieu in
Handschuhen und
dem
häufig
en
Waschen der Hände
,
wür
den die Ekzeme sofort
exazerbieren
. In geeigneten Handschuhen könnte er nur wenige Minuten arbei
ten. Schreibarbeiten am
Computer
sowie allgemein admi
nistrative Arbeiten
seien gut möglich. In geeigneten Handschuhen könnte er die Gartenarbeiten, den
Haushalt und die Pflege der
Mutter weitgehend selbst ver
richten. Auch Kontakt mit Metallen vertrage der Beschwerdeführer gut
.
W
egen Schmerzen bei starkem Druck auf die Fingerkuppen sei er für mechanische Ar
beiten im Bereich
des
Orgelbau
s
eingeschränkt. Das Stimmen von Instrumenten gehe hingegen gut (Urk. 7/42/
11-
12).
Die Hauterkrankung sei ausgewiesen
.
D
ie vom Beschwerdeführer
g
eklagten Be
schwerden passten zu den objektivierbaren Befunden und seien somit plausibel und nachvollziehbar. Aufgrund der beruflichen Hygienemassnahmen mit regel
mässigen Händedesinfektionen (Zimmerwechsel, Blutentnahmen,
Patienten
kon
takte
und andere pflegerische Tätigkeiten), häufigem Waschen der Hände und häufigem Tragen von Handschuhen mit feuchtem Hautmilieu
,
sei der Be
schwer
deführer wegen Verschlechterung des Ekzems
als Pflegefachmann
nicht mehr vollschichtig arbeitsfähig (Urk. 7/42/13).
5
.
5
.1
D
ie
medizinisch-therapeutischen Massnahmen
seien
ausge
schöpft worden
, ohne eine vollständige Abheilung der Ekzeme
zu erreic
hen.
Prognostisch sei mit einem langwierigen Verlauf oder gar
mit
Chronizi
tät des Leidens zu rechnen. Insgesamt bestehe für die Tätigkeit als
Pfle
gefachmann
eine Restarbeitsfähigkeit von 30 %
.
Für eine angepasste Tätigkeit ohne Arbeiten mit
irritativ
toxischen Su
bstanzen, ohne repetitiv starke
mechanische Beanspruchung der Hände, ohne repetitives Arbeiten mit den Händen in feuchtem Milieu
,
mit Meiden von repe
titiven
Was
serkontakten
soweit möglich und
mit
Meiden von Arbeiten in Nitril- und
Vi
nylhandschuhen
,
bestehe unter Einhaltung der therapeutischen Mass
nahmen mit häufig
em
Rückfett
en
der Hände, Tragen von
Baumwoll
hand
schuhe
n
nachts und regelmässigem Gebrauch hautschonend rückfettender
Pflege
pro
dukte
ohne Minderung der Alkaliresistenz seit September 2013 eine Arbeits
fähig
keit von 100 % (Urk. 7/42/13-14).
5
.2
Sowohl das psychiatrische Gutachten von Dr.
A._
als auch das inter
nistische Gutachten von Dr.
B._
erfüllen die von der Rechtsprechung
geforderten Voraussetzungen an eine beweiskräftige medizinische
Entschei
dungs
grundlage
. Es kann vollumfänglich auf die beiden Expertisen abgestellt werden, so dass insgesamt
von einer
70
%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen
ist, was vom Besch
w
erdeführer grundsätzlich auch nicht bestritten wird
.
6.
6.1
6.1.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü
hestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
6.
1
.2
Die Beschwerdegegnerin bemass das
Valideneinkommen
anhand der
Einkom
menszahlen
des Jahres 2012, welche im
IK-Auszug
ersichtlich sind. Demnach verdiente der Beschwerdeführer als Pflegefachmann Fr. 98‘430.--. Für seine Tätigkeit für die
E._
Kirchengutsverwaltung erhielt er Fr. 8‘200.-- und die
D._
Körperschaft
zahlte
ihm Fr. 2‘150.-- (Urk. 7/7/1). Ins
gesamt ergibt dies ein Einkommen von Fr. 108‘780.--. Diese
r
Betrag
ist unbe
stritten
(vgl. Urk. 1 S. 4)
und ergibt sich aus dem IK-Auszug, weshalb darauf ab
zustellen ist.
Nachfolgend werden zwei verschiedene Berechnungen durchgeführt. Einmal wird
die Berechnung ohne das Einkommen aus der Tätigkeit
bei
der
E._
Kirche
und einmal mit diesem Einkommen durchgeführt.
Konsequenter
weise und entgegen den Ausführungen der IV-Stelle ist das Einkommen aus
der Tätig
keit bei der
E._
Kirche
sowohl im Validen- als auch im
Invaliden
ein
kommen
zu berücksichtigen
, da die gesundheitliche Einschränkung des Beschwer
deführer
s
auf diese Tätigkeit keinen Einfluss hat.
6.
1
.3
Wird das Einkommen des Jahres 2012 von Fr.
9
8
‘43
0.-- an die
Nominallohn
entwicklung
angepasst (Bundesamt für Statistik [BFS], Schweizerischer
Lohnin
dex
nach Branche [Basis 201
0
= 100; im Internet abrufbar unter http:/
www.bfs.admin.ch], Nominallohnindex 2011-2014, [T1.1.
10], Männer
, Total
: 101.
7
;
2014: 10
3
.
2
]
),
resultiert
daraus
ein Bruttoeinkommen für das Jahr 2014 von Fr. 99‘
882
.
--.
Wird das
Einkommen aus der
E.
_
Kirche
einbezogen,
so beträgt das Bruttoeinkommen
im Jahr 2012 Fr. 108‘780.--
. Daraus
ergibt
sich – angepasst an die Nominallohnentwicklung
-
im Jahr 2014
ein Bruttoeinkommen von
Fr. 1
10
‘
384
.--.
6.
2
6.2
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
ment
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
des
amt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E.
3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die stan
dar
disierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen,
dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, wes
halb
der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochen
arbeitszeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E
. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
6.
2
.2
Zur Berechnung des Invalideneinkommens stützte sich die Beschwerdegegnerin
auf statistische Werte. Sie nahm an, der Beschwerdeführer sei in der von ihm gelernten Tätigkeit als Orgel- und Tasteninstrumentenbauer zu 100 % arbeits
fähig und zog den Lohn für Präzisionshandwerker aus der
Lohnstruktur
er
heb
ung
2012, Tabelle 17
S. 45
,
Ziff.
73 hinzu (Urk. 2 S. 2).
Dieser Vorgehensweise der IV-Stelle kann nicht gefolgt werden, da Dr.
B._
in seiner vertrauensärztlichen Untersuchung und Begutachtung vom 16. Dezem
ber 2013 festgehalten hat, dass der Beschwerdeführer wegen Schmerzen bei starkem Druck auf die Fingerkuppen auch für mechanische Arbeiten im Bereich
des
Orgelbau
s
eingeschränkt sei. Das Stimmen von Instru
menten gehe hingegen gut (vgl. Urk. 7/42/12). Somit ist es dem Beschwerde
führer nicht mehr vollumfänglich möglich
,
als Orgelbauer zu arbeiten
, weshalb nicht auf
den Lohn für Präzisionshandwerker
,
sondern
auf statistische Werte
für Dienstleistungen allgemein
abzustellen
ist
.
Zu Gunsten des Beschwer
deführers wird nachfolgend
die Berechnung mit dem Kompetenzniveau 1 (ein
fache Tätig
keiten körperlicher oder handwerklicher Art) durchgeführt.
Aufgrund seiner Aus
bildungen
ist
ihm auch eine Tätigkeit in einem höheren
Kompetenz
niveau
zu
mutbar
.
6.
2
.3
Zur Festsetzung des Invalideneinkommens ist auf die
Tabelle T1_skill_level,
S. 30-31 der
L
ohnstrukturerhebung 2012 abzustellen. Der standardisierte Monats
l
ohn (Vollzeitäquivalent basierend auf 4 1/3 Wochen à 40 Arbeitsstunden) für einfache Tätigkeiten kör
perlicher und handwerklicher Art (Kompetenzniveau 1)
für Männer betrug
im Sektor 3,
Ziff.
45-96,
Fr. 5‘065.--
.
Dieser Betrag ist auf die im Jahr 201
3 (Jahr 2014 ist nicht bekannt)
betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stun
den hochzurechnen (Die Volkswirtschaft, 3/4-2015, Tabelle 9.2) sowie an die Nominallohnentwicklung anzupassen (Bundesamt für Statistik [BFS], Schweize
rischer Lohnindex nach Branche [Basis 201
0
= 100; im Internet abrufbar],
No
minallohnindex
Männer
[T1.1.10],
Sektor 3 Dienstleis
tungen, Ziff. 45-96
;
2012:
101.
8
; 2014: 103.
3
])
.
Daraus resultiert ein jährliches Bruttoeinkommen von Fr.
64‘297.--
(Fr. 5‘065.
--
x 12 : 40 x 41.7 : 101.8 x 103.3).
Wird das Einkom
men aus der
Tätigkeit bei der
E._
Kirche
hin
zu
gerechnet (
Fr. 8‘200.-- und Fr. 2‘150.--,
ohne eine Anpassung an die
Nominal
lohnentwicklung
vorzu
nehmen), so resultiert ein Bruttoeinkommen von Fr. 74‘647.--.
6.2
.
4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte da
für bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
mei
nen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der
Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Die Beschwerdegegnerin
gewährte
zu Recht
keinen leidensbedingten Abzug.
We
der das
Alter des Beschwerdeführers
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts
9
C_
366
/201
5
vom 22
.
Septemb
er
201
5
,
E.
4.3.2 mit Hinweisen
)
noch die lange Betriebszu
gehörigkeit führen zu einem leidensbedingten Abzug, da
im Rahmen des
An
forderungsniveaus
4 (LSE 2012 = Kompetenzniveau 1) der langen Betriebszu
gehörig
keit keine relevante Bedeutung zukommt (
Urteil des Bundesgerichts
9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.1). Da der
Beschwerde
führer
in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist,
ist entge
gen
seinen
Ausführungen
auch diesbezüglich kein
leidens
bedingter
Abzug zu gewähren. Weitere Faktoren
,
die zu einem Abzug führen könnten, sind nicht ersichtlich.
6.3
Eine Gegenüberstellung der beiden Vergleichseinkommen ergibt einen
Invalidi
tätsgrad
von
gerundet
36
% ([Fr. 99‘882.-- – Fr. 64‘297.--] : Fr. 99‘882.-- x 100), welcher keinen Rentenanspruch begründet.
Mit Einbezug des Einkommens aus der
E._
Kirche
ergibt sich einen Invaliditätsgrad von gerundet 3
2
% ([
Fr. 110‘384.--
–
Fr. 74‘647.--
] :
Fr. 110‘384.--
x 100)
.
Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
7.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Sie sind auf Fr.
7
00.--
festzusetzen
. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterlie
genden Beschwerdeführer aufzuerlegen.