# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ed357a8a-7657-41e5-a704-a120e7dfdde0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1965,
absolvierte an der Universität
Y._
eine Ausbil
dung zum Pädagogen. In der Schweiz übte er ab 1995 diverse Tätigkeiten als Übersetzer/Pädagoge sowie in der Gastronomie, Reinigung und Produktion aus. Ab September 2003 war er als Taxi
fahrer tätig (Urk.
6
/11
/1-2
und
6
/21
/1
)
. I
m Mai 2009 erlitt er bei einer A
uf
fahr
kollision
(
Urk.
6/20/11
4
)
eine Kontusion der Wirbelsäule, ein stumpfes Bauchtrauma und eine Halswirbelsäulendistor
sion QFT II (Urk.
6/17/5
). Ab Januar 2010 arbeitete er wieder
Teilzeit
als Taxifahrer (Urk.
6
/42
/5
und
6/42/47
)
. S
chliesslich machte er sich als solcher
selbständig, gründete im A
pril 2011 eine
Z._
und
arbeitete wieder Vollzeit
(Urk.
6
/
80
und
6/85
).
Im
Dezember 2011
fuhr er
mit seinem Taxi einen Insel
schutzpfosten an
(Urk.
6
/82
/159
)
.
Dabei zog er sich
eine
Talusluxationsfraktur
Hawkins III am linken
Fuss zu. Es folgten mehrere Operationen (Urk. 6/
83/5
). Im
Oktober
201
3 wurden bei ihm zudem degenerative Veränderungen im rechten Knie fest
ge
stellt (Urk.
6/92/59
).
1.2
Im November 2009
hatte
sich d
er Versicherte erstmals bei der
Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug an
gemeldet
(
Urk.
6/7
, 6/8
).
Gestützt auf
e
in polydisziplinäres Gutachten
des
A._
, das vom 26.
Mai 2011 datiert
(Urk.
6
/65)
,
verneinte
diese
mit Verfügung vom
1. September
2011 einen
Renten
anspruch
des Versicherten
(Urk. 6/70
).
Eine Neuanmeldung
erfolgte im September 2013 (
Urk.
6/74). Die IV-Stelle
zog die Akten
des Unfallversicherers
bei (Urk.
6
/92)
und klärte den medizinischen Sachverhalt (
Urk.
6
/83
, 6/84 und
6
/87)
sowie die erwerblichen Verhältnisse
(Urk.
6
/80 und
6
/85)
weiter
ab
. Gestützt auf Stellungnahme
n
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD
;
Urk.
6/94/4-5 und 6/108/2-3
)
sprach sie dem Versi
cherten
so
dann mit Verfügung vom 2
6.
Juni 2014 eine befristete
ganze Rente für die Monate März bis Mai 2014
zu (
Urk.
6/109,
Urk.
6/119
)
. D
ie
se
Verfügung wurde vom
Sozialversicherungsgericht mit Urteil IV.2014.00837 vom 2
9.
Januar 2016
bestätigt
(
Urk.
6/140).
1.3
Inzwischen
hatte der Versicherte
der IV-Stelle
im September 2015
mitgeteilt, dass sich seine Fuss- und Knie
leiden
verschlechtert hätten und psychische Beschwer
den
hinzu
getreten seien (
Urk.
6/137).
Am 21.
März 2016 wurde
er
abermals
am oberen
Sprunggelenk
links
operiert (
Urk.
6/
156/3
).
Die IV-Stelle
holte Berichte bei den behandelnden Ärzten ein
(insbesondere
Urk.
6/151, 6/160/4, 6/165/7, 6/168 und 6/172)
und
beauftragte schliesslich
Prof.
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie,
und Dr.
med.
C._
, Fach
arzt
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
mit einer Begutachtung des Versicherten
.
Das
orthopädisch-
psychiatrisch
e
Gutachten
wurde
am
7.
Juli 2017
erstattet
(
Urk.
6/177)
,
am 2
4.
August 2017 ergänzt (
Urk.
6/182)
und
dem
RAD
vorgelegt
(
Urk.
6/186/11 ff.)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/188-189) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit
Verfügung vom 1
0.
April 2018 eine befristete ganze Rente für die Monate Juni 2016 bis April 2017
sowie
eine befristete
Viertelsrente
für die Monate Mai bis September 2017 zu (
Urk.
2).
2.
Gegen diesen Entscheid erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
4.
Mai 2018 Beschwerde (
Urk.
1). Darin beantragte er, ihm für die Monate März bis Mai 2016 eine
Viertelsrente
, für die Monate Juni 2016 bis April 2017 eine ganze Rente, für die Monate Mai bis September 2017 eine halbe Rente und ab Oktober 2017 eine unbefristete
Viertelsrente
zuzusprechen
; unter Kosten- und Entschädigungsfol
gen zulasten der IV-Stelle
(
Urk.
1 S. 2).
In der Beschwerdeantwort vom 2
2.
Juni 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5).
Die Beschwer
deantwort wurde dem Versicherten mit Verfügung vom 2
5.
Juni 2018 zur Kennt
nis gebracht (
Urk.
7).
Mit Beschluss vom 1
9.
November 2019 nahm das
Sozialversicherungsgericht Urk.
7/373 und 7/374/1 aus dem Prozess Nr. UV.2019.00102 als
Urk.
8/1-2 zu den Akten und wies den Beschwerdeführer auf ein
e mögliche Schlechterstellung im Endentscheid hin, sollte für die Beurteilung der Dauer der postoperativen Re
konvaleszenz nicht auf die Beurteilung des RAD abgestellt werden. Gleichzeitig gab es dem Beschwerdeführer die Gelegenheit, sich hierzu zu äussern und allen
falls die Beschwerde zurückzuziehen (
Urk.
9). Mit Stellungnahme vom 6. Dezem
ber 2019 hielt der Beschwerdeführer an der Beschwerde fest (
Urk.
11).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
,
IVG)
.
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16
des
Bun
desgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die
Parte
ien sind sich darin einig, dass für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf das
aktuelle
bidisziplinäre
Gutachten
abzustellen
ist
(
Urk.
1
Ziff.
5;
Urk.
2
).
In der angefochtenen Verfügung
ging die Beschwerdegegnerin davon aus, der Beschwerdeführer sei seit Januar 2015 in der angestammten Tätigkeit als Taxi
fahrer voll arbeitsunfähig. Ihrer Invaliditätsbemessung
legte
sie
eine Arbeitsfä
higkeit in angepassten Tätigkeiten von 60
%
vom 27. Januar 2015 bis 2
1.
März 2016, von 0
%
während der postoperativen Rekonvaleszenz vom 22. März 2016 bis 2
4.
Januar 2017, von 50
%
vom 25. Januar 2017 bis 15. Juni 2017 und von 60
%
ab dem 1
6.
Juni 2017 zugrunde
(
Urk.
2)
.
2.2
Gemäss dem ergänzten Gutachten
von Prof.
Dr.
B._
und
Dr.
C._
zeigte das MRI vom
2
6.
Januar 2015
den
nekrotische
n
Untergang des linken Talus mit Kollaps und mehrfacher Fragmentierung
, weshalb
am
21.
März 2016 eine
Arthrodese
des linken oberen Sprunggelenks durchgeführt
wurde
. In der Folge kam es jedoch nicht zu einer knöchernen Ausheilung, sondern gemäss SPECT-CT vom
2
2.
August
2016 bildete sich
vielmehr
eine
Pseudarthrose
unter Resorption des eingebrachten
Allografts
aus (
Urk.
6/177/
172
und 6/182/1
)
.
Ferner
wurde
n
im Gutachten
die
Diagnose
n
(1)
rechtsseitig beginnende lateral betonte Gonarthrose bei
osteochondraler
Läsion der lateralen
Trochlea
femoris
und beginnender retropatellarer
Chondr
omalazie
, (2)
chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom ohne Bewegungseinschränkung und ohne sensorisch-sensible
Radikulopathie
sowie
(3)
ch
ro
nisches
zervikozephales
Schmerzsyndrom ohne
Radikulopa
t
hie
gestellt
(
Urk.
6/177/2
,
6/177/155 f.
und 6/177/171
).
Dr.
C._
stützte
sich
hierbei
auf seine klinischen Befunde (
Urk.
6/177/137-139, 6/177/149 und 6/152 f.)
,
das MRI vom
26.
Januar 2015 (
Urk.
6/177/154 und
6/165/8) und die medizinischen Unterlagen aus den Jahren 2009 bis 2011 (
Urk.
6/177/158
und
6/65/16 ff.
).
Ergänzend
ist
a
uf die bereits im letzten
Gerichtsverfahren
vorliegenden Berichte
zu den Kniebeschwerden
(
vorab
Urk.
6/87 und 6/92/31)
hinzuweisen
.
Im Übrigen verneinte
Prof.
Dr.
B._
i
n Auseinandersetzung mit der Beurteilung des sporadisch behandelnden Psychiaters (
Urk.
6/172)
sowie
unter Hinweis auf die
Befunde und de
n
behandlungsanamnestisch geringen Leidensdruck
ein
inval
idisierendes psychisches Leiden
(
Urk.
6/177/106).
Die Gutachter schlussfolgerten, massgebend sei die Arbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht. Der Beschwerdeführer sei i
n
der
angestammten Tätigkeit als Taxifahrer
nicht mehr arbeitsfähig
. In
angepassten Tätigkeiten
habe
vom 2
7
. Januar 2015 bis 2
1.
März 2016 eine Arbeitsfähi
gkeit von 60
%
und
während der postoperativen Rekonvale
szenz vom 2
2.
März 2016 bis 30.
September 2016 keine Arbeitsfähigkeit
bestand
en
. Seit dem
1.
Oktober 2016
sei
der Beschwerdeführer
wieder
zu
60
%
arbeitsfähig
(
Urk.
6/182/2).
Die
Einschränkung
von 40
%
in einer knie-, sprunggelenks- und rückenadaptierten Tätigkeit mit überwiegend sitzender Körperposition
konkretisierte
Dr.
C._
, indem er
auf eine
reduzierte Belastbarkeit und Durchhaltefähigkeit, mit vermehrten Pausen sowie reduzierter Arbeitsschnelligkeit
hin
wies
(
Urk.
6
/
1
77/
4 f.
).
Die Einschränkung der Leistungsfähigkeit sei massgeblich in der posttraumatischen Arthrose des Sprunggelenks mit sekundärer
Talusnekrose
begründet (
Urk.
6/182/3). In diesem Zusammenhang
setzte
sich
Dr.
C._
auch
mit der Arbeitsfähigkeitseinschätzung
von
Dr.
D._
(
Urk.
6/168/4)
auseinander
(
Urk.
6/177/161)
.
2.
3
Die
Beschwerdegegnerin
legte
das Gutachten
vom 7.
Juli 2017
dem
RAD-Arzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
zur Stellungnahme
vor.
Dieser
erläuterte
a
m 2
1.
Juli 2017
sinngemäss
, dass
dem Gutachten für den Zeitraum ab März 2016 voller Beweiswert zukomme. N
ach der Operation im März 2016
habe
medizinisch
-
theoretisch überwiegend wahrscheinlich
auch in angepassten Tätigkeiten
bis Januar 2017 eine
volle
Arbeitsunfähigkeit bestanden.
Ab dann
sei in angepassten Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
und ab dem Zeitpunkt der Begutachtun
g eine solche von 60
% anzunehmen (
Urk.
6/
186/12
).
Dabei stützt
e
er sich
soweit ersichtlich
auf
Dr.
C._
s Feststellung, dass er
[
der
Gutachter]
mit der Einschätzung von
Dr.
D._
anlässlich d
er Kontrolluntersuchung vom 25.
Januar 2017
einig gehe
, wonach der Beschwerdeführer für mehrheitlich sitzende Tätigkeiten an vier
Stunden pro Tag eingesetzt werden könne (vgl.
Urk.
6/177/5).
Ergänzend
liess Dr.
E._
beim Gutachter rückfragen, ob auch Aussagen zur Arbeitsfähigkeit im Zeitraum vom 3
1.
Mai 2014 (Auslaufen der befristeten Rente) bis 2
1.
März 2016 (
letzte
Operation) möglich seien.
In der
gutachterliche
n
Ergänzung vom 2
4.
August 2017
stellte
Dr.
C._
alsdann
die Arbeitsfähigkeit vor und nach der Operation
vom 2
1.
März 2016
tabellenförmig
, wie in E. 2.2 zusammengefasst,
dar.
Dabei beurteilte er
die Dauer der
postoperativen Rekonvaleszenz
leicht
abweichend vom RAD
-Arzt
, indem er dem Beschwerdeführer bereits ab
1.
Oktober 2017 eine Arbeitsfähigkeit von 60 % in angepassten Tätigkeiten attestierte
. Nach Einsicht in
die
gutachterliche Ergänzung hielt
Dr.
E._
am
4.
September 2017 explizit an seinen
bisherigen
Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit ab dem Datum der letzten Operation fest
, ohne sich näher mit diesem Widerspruch auseinanderzusetzen
(
Urk.
6/186/13
).
In der Folge stellte die Beschwerdegegnerin auf seine Arbeitsfähigkeitseinschätzung ab.
2.
4
D
as Gutachten
beruht im Sinne der vom Bundesgericht postulierten beweisrechtlichen Anforderungen
(
vgl.
BGE 134 V 231 E. 5.1
,
125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c
) auf
allseitigen Untersuchungen
und
setzt sich mit den geklagten Beschwerden sowie den wesentlichen
Vorakten
auseinander
. Zudem sind die
entscheidrelevanten
medizinische
n
Überlegungen
nachvollziehbar
.
Dies wird weder von den Parteien noch
vom
RAD-Arzt
Dr.
E._
in Frage gestellt.
Beanstandet werden
einzig die
daraus gezogenen
Schlussfolgerungen bezüglich der Arbeitsfähigkeit
in angepassten Tätigkeiten
während
einer Zeitspanne von 81⁄2
Monate
n
, wobei hierfür aber keine zureichenden Gründe
vorgebracht werden.
Der
vom RAD-Arzt
zitierte
Operateur,
Dr.
D._
,
hatte
gegenüber der Unfallversicherung
bereits
mit Schreiben vom 22.
November 2016
erklärt, er erachte
das Heben von Lasten bis 10 kg jeweils nur für wenige Sekunden als zumutbar. Es sei nicht zu vergessen, dass der Beschwerdeführer an einer symptomatischen Pseud
o
arthrose leide. Mit einer sitzenden Tätigkeit mit sehr kurzer Gehleistung von wenigen Metern
ganztags sei er
indessen einverstanden, sofern der Beschwerdeführer nicht täglich Analgetika einnehmen müsse (
Urk.
8/2
).
Dementsprechend
erläu
terte
er
auch im
Formularb
ericht vom 2.
Februar 2017
zuhanden der Invalidenversicherung
, dass der Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Taxifahrer rein theoretisch zu 100
%
ausführen könnte, jedoch beim Helfen mit dem Gepäck stark eingeschränkt sei und keine Gehstrecken von über 50 m ohne Schmerzen bewältigen könne. Eine ideal angepasste Tätigkeit hätte entsprechend mehrheitlich sitzend mit nur kurzen Wechseln zum Stehen und Gehen ohne Tragen von grösseren Lasten zu sein. Möglicherweise bestehe ein
e
«
leichte Minderung der Leistungsfähigkeit
»
durch die
chronischen Schmerzen und den regelmässigen Bedarf von Analgetika (
Urk.
6/168/4).
Der
vermeintliche Widerspruch zur Antwort auf
die
Frage
4.2
nach der Belastbarkeit im Rahmen der Wiedereingliederung, wonach der Beschwerdeführer in «mehr mehrheitlich» sitzenden Tätigkeiten an 4 Stunden pro Tag eingesetzt werden könne (
Urk.
6/168/5), lässt sich
dabei
unter Zuhilfenahme
des
Bericht
s
vom 7.
Juli 2016
lösen. Bereits damals
hatte
Dr.
D._
eine «rein sitzende» Tätigkeit
als ganztags
,
eine wechselbelastende indes nur an 4 Stunden pro Tag
als
zumutbar beurteilt
(Urk. 6/152/10)
.
Folglich
lässt sich mit
Dr.
D._
s
Arbeitsfähigkeitseinschätzungen
, die in Kenntnis der
Pseu
darthrose
erfolgten,
keine höhere Arbeitsunfähigkeit
begründen, als
im Gutachten
a
ttestiert wurde.
Nicht zu überzeugen
vermag auch die Argumentation
des Beschwerdeführers
. Er wendete ein
, dass aus dem Vorbehalt von
Dr.
D._
im Zusammenhang mit
einem täglichen
Analgetikabedarf
zu schliessen sei, dass
damals effektiv
ein
sol
cher bestanden habe. Darüber hinaus sei der
Analgetikabedarf
selbst bei der Be
gutachtung noch als wesentlich zu bezeichnen gewesen (
Urk.
11
Ziff.
2)
.
Einer
seits erfolgte der Vorbehalt von
Dr.
D._
im Zusammenhang mit einer vol
len Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten, während im Gutachten nur eine solche von 60
%
angenommen wurde. Andererseits weist ein bis zur Begutach
tung weitgehend unveränderter
Analgetikabedarf
darauf hin, dass in der Zwi
schenzeit
eben
gerade
keine
nennenswerte
gesundheitliche
Besserung oder Adap
tion
an das Leiden
stattgefunden hat, so dass die im Zeitpunkt der Begutachtung festgestellte Arbeitsfähigkeit bereits vorher
Gültigkeit
hat.
Bezüglich der weiteren Einwände (
Urk.
11
Ziff.
3 und 4)
wird
auf das vorstehend Ausgeführte verwiesen. Soweit der RAD
-Arzt
die Berichte von
Dr.
D._
a
nders
interpretierte
, auch in der
Stellungnahme vom
8.
Februar 2017
(
Urk.
6/186/6 f.)
,
und ohne eigene Untersuchung
die Arbeitsfähigkeit abweichend beurteilte, kann ihm nicht gefolgt werden, zumal er keine Aspekte aufzeigte, welche die beiden
untersuchenden
Fachärzte
Dr.
C._
und
Dr.
D._
übersehen haben.
Nach dem Gesagten ist gestützt auf das ergänzte Gutachten
von Prof.
Dr.
B._
und
Dr.
C._
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
vom 2
1.
März 2016 bis zum 3
0.
September 2016 in der Phase der postoperativen Re
konvaleszenz auch in einer adaptierten Tätigkeit vollständig arbeitsunfähig war, ihm eine solche aber ab dem
1.
Oktober 2016 wieder im Umfang von 60
%
zu
mutbar war (
Urk.
6/182/2)
.
2.5
Zu erwähnen ist, dass die Suva als zuständige Unfallversicherung mit Verfügung vom
5.
März 2018
die Taggeldleistungen per Juli 2017 einstellte
sowie
einen Ren
tenanspruch
– und damit ein
en
Mindestinvaliditätsgrad von 10
%
–
verneinte (
Urk.
6/199/2 ff.).
Es braucht
indessen
nicht näher abgeklärt zu werden,
ob
die
im Gutachten auf 40
%
geschätzte Arbeitsunfähigkeit in angepassten Tätigkeiten
letztlich
massgeblich
auf
unfall
fremde Leiden zu
rückzuführen
ist oder sich als
zu wohlwollend erweist.
Wie die nachfolgenden Erwägungen zeigen
, wird der Schwellenwert für einen Rentenanspruch (Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
) auch
unter Berücksichtigung der im Gutachten attestierten Restarbeitsfähigkeit von 60
%
in angepassten Tätigkeiten
ausserhalb der postoperativen Rekonvales
zenz
nicht
überschritten
. Es kann
somit
offen
bleiben
, ob der Beschwerdeführer in angepassten Tätigkeiten allenfalls voll arbeitsfähig wäre.
In diesem Sinne kann auf die medizinischen Schlussfolgerungen im Gutachten
uneingeschränkt
abge
stellt werden.
3.
3.1
D
ie Parteien
stimmen ferner
darin überein, dass das
Valideneinkommen
anhand des vom Beschwerdeführer
angegebenen
Einkommens als
selbständiger
Taxifah
rer
von April bis Dezember 2011 (vgl.
Urk.
6/85)
zu bestimmen und für das Jahr 2016 auf
Fr.
64'981.35 respektive für das Jahr 2017 auf
Fr.
65'371.20 festzuset
zen ist (
Urk.
1
Ziff.
5;
Urk.
2 S. 2
und
Urk.
6/185/1
).
3.2
Dem kann nicht beigepflichtet werden. Als
Selbständigerwerbender
deklarierte der Beschwerdeführer gemäss Auszug aus dem individuellen Konto im Jahr 2011 Einkünfte von insgesamt Fr. 53'094.
--
, davon Fr. 44'000.-- für seine im April 2011 aufgenommene Tätigkeit bei der
F._
(
Urk.
6/132/7)
. Der durchschnittlich
e Monatslohn
von April bis Dezember 2011
betrug somit
Fr.
4'888.
9
0.
Dies entspricht einem Jahreseinkommen von
Fr.
58'666.80
bei einem täglichen Arbeitspensum von nach eigenen Angaben 10 Stunden (
Urk.
6/85/2). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für Männer (
Tabelle T1.10
,
Nominallohnindex, 2011-201
7) resultiert somit ein
Valide
nein
kommen
von Fr. 60'688.45
für
das
Jahr 2016 (
=
Fr.
58'666.8 x 1.008 x 1.007 x 1.008 x 1.004 x 1.007)
und von
Fr.
60’932.20
für das Jahr 2017
(=
Fr.
60'688.45 x 1.004). Mit Blick auf die Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers (
Urk.
6/132 und 6/171) erscheint auch dieses
Valideneinkommen
noch als grosszügig bemes
sen.
3.3
Das Invalideneinkommen
bestimmte
d
ie Beschwerdegegnerin anhand
des Tabel
lenlohnes gemäss
der
vom Bundesamt für Statistik
(BFS)
herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE)
für das Jahr
2014
, Tabelle
TA1
,
Ziff. 5-96, Kompetenzniveau 1
(Zentralwert für Hilfsarbeiten)
für Männer
. Kon
kret veranschlagte sie für das 60%-Pensum im Jahr 2016 ein Jahreseinkommen von
Fr. 40'23
4
.45
, für das 50%-Pensum im Jahr 2017 ein solches von
Fr.
33'727.35
und für das 60%-Pensum im Jahr 2017
ein solches von
Fr. 40'472.80
(vgl. auch
Urk.
6/185).
Dazu erläuterte sie, angesichts der Vielzahl von leichten bis mittelschweren Arbeiten im tiefsten Anforderungsniveau sei kein behinderungsbedingter Abzug angezeigt
(
Urk.
2 S. 2
).
Demgegenüber hielt der Beschwerdeführer dafür,
Männer mit einem Arbeitspen
sum von unter 90
%
würden
im Vergleich zu denjenigen mit einem Arbeitspen
sum von 90
%
oder mehr rund 10
%
weniger verdienen.
Deshalb rechtfertige sich angesichts der quantitativen Einschränkung seiner Restarbeitsfähigkeit
–
selbst
ohne Berücksichtigung
der zahlreichen
funktionellen Einschränkungen
–
ein be
hinderungsbedi
ngter Abzug von mindestens 10
%
(
Urk.
1
Ziff.
6-7).
3.4
Rechtsprechungsgemäss wird unter dem Titel Beschäftigungsgrad bei Männern, die aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbstätig sein können, ein Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 grundsätzlich anerkannt. In neueren Urteilen hat das Bundesgericht allerdings erwogen, dass ein solcher Abzug bei Männern mit Teilzeittätigkeiten nicht mehr automatisch vorzunehmen sei (vgl. dazu Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017 E. 3.2 mit weiteren Hinweisen,
8C_610/2019 vom 2
0.
November 2019 E. 4.2,
8C_699/2017 vom 2
6.
April 2018 E. 3.1, 8C_621/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E.
4.4, 8C_255/2017 vom 1
8.
Dezember 2017 E. 5.2).
In Erwägung 3.2 seines Urteils 8C_805/2016 vom 2
2.
März 2017 zog das Bun
desgericht zusammengefasst in Betracht, dass ein solcher Abzug
stets mit Blick auf den konkreten Beschäftigungsgrad
im Vergleich zu einem Vollzeitpensum
und
anhand der
jeweils aktuellen Werte
zu beurteilen sei.
In der für das Jahr 2014 aktualisierten Tabelle be
laufe
sich die Differ
enz bei den angegebenen Werten von
Fr.
5'714.-
für ein
Teilzeitpensum
von 50-74
%
und
von
Fr.
6'069.- für ein
Vol
l
zeitpensum
zwar auf
Fr.
355.-
beziehungsweise
5,85
%. Allerdings
ergebe
sich daraus einerseits keine überproportionale Lohneinbusse, so dass sich die Verwei
gerung eines (zusätzlichen) Abzugs auch angesichts dieser neueren Zahlen jeden
falls nicht als bundesrechtswidrig erweis
e
(vgl. Urteil
des Bundesgerichts
8C_12/2017 vom 2
8.
Februar 2017 E. 5.5.2 mit Hinweis). Andererseits würden die
se
Werte bestenfalls einen (zusätzlichen) Abzug im Umfang von 5 bis 6
%
erlauben.
Davon zu unterscheiden sind
im Übrigen
jene Versicherten, die grundsätzlich vollzeitlich arbeitsfähig, jedoch krankheitsbedingt reduziert leistungsfähig sind. Bei dieser Konstellation wird in der Regel kein über die Berücksichtigung der eingeschränkten Leistungsfähigkeit und damit das Rendement hinausgehender Abzug anerkannt. Diese Praxis wurde auch in jüngster Zeit vom Bundesgericht wiederholt bestätigt (Urteile des Bundesgerichts 8C_602/2017 vom
1.
März 2018
E. 5.3, 8C_68/2016 vom
3.
März 2016 E. 4.3, 8C_710/2014 vom 1
2.
Mai 2015 E.
4.2). So mag es zutreffen, dass Arbeitskräfte mit reduzierter Leistungsfähigkeit die Infrastruktur des Arbeitgebers ineffizienter und damit kostenintensiver bean
spruchen, als Arbeitskräfte mit uneingeschränkter Leistungsfähigkeit. Es bestehen indessen keine ausreichenden Anhaltspunkte dafür, dass dieser Effekt nicht durch die Vorteile der ganztägigen Präsenz des Arbeitnehmers aufgewogen wird (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_419/2012 vom 2
1.
September 2012 E. 3.2, 8C_344/2012 vom 1
6.
August 2012 E. 3.2, 8C_20/2012 vom
4.
April 2012 E. 3.3; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2018 vom
8.
Mai 2018 E.
4.4).
3.
5
Laut der gestützt auf die LSE 201
6
erstellten Tabelle zu den nach Beschäftigungs
grad, beruflicher Stellung
und Geschlecht
differenzierten monatlichen Durch
schnittsbruttolöhnen
besteht
zwischen dem Durchschnittslohn bei einem Teilzeit
pensum von 50-74
%
proportional bezogen auf ein 100
%
-Pensum (
Fr.
5’875
.-) und dem Durchschnittslohn bei einem V
ollzeitpensum (Fr.
6’130
.-)
auf
der un
tersten Stufe der beruflichen Stellung (ohne Kaderfunktion)
bei Männern kein wesentlicher Unterschied
. Die Differenz beträgt led
iglich Fr.
255.
--
beziehungs
weise 4.1
%
.
Nach der vorstehend dargelegten Rechtsprechung rechtfertigt sich hierfür kein leidensbedingter Abzug, insbesondere nicht in der geltend gemachten Höhe von 10
%
. Es kommt hinzu, dass die Arbeitsfähigkeit von
6
0
%
vom Gut
achter mit vermehrten Pausen sowie einer reduzierten Arbeitsschnelligkeit be
gründet wurde. Mit anderen Worten beträgt die Leistungsfähigkeit des Beschwer
deführers 60
%
, die dafür nötige Präsenzzeit dürfte indes höher sein.
Im Übrigen ist mit den Parteien
(
Urk.
1
Ziff.
6;
Urk.
2)
festzuhalten, dass d
ie Rechtsprechung insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen
gewährt
, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfs
arbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E.
5a/
bb
).
D
er Umstand allein, dass
ihr
– wie dem Beschwerdeführer (vgl. auch
Urk.
6/191/2) –
nur mehr leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind,
ist
auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteile
des Bundesgerichts
9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.4; 9C_386/2012 vom 1
8.
September 2012 E. 5.2).
Selbst
der Umstand, dass eine versicherte Person ge
mäss den medizinischen Angaben auf eine Tätigkeit angewiesen ist, die im Sitzen verrichtet werden kann und die Möglichkeit zu gelegentlichen Positionswechseln bietet,
ist
im Hinblick auf den allein massgeblichen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
16 ATSG) beim Tabellenlohn nicht abzug
srelevant (vgl. BGE 134 V 64 E.
4.2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2012 vom
3.
September 2012 E. 8).
A
llfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen
– wie die reduzierte Leistungsfähigkeit des Be
schwerdeführers –
dürfen zudem
nicht zusätzlich in die Bemessung des leidens
bedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen
(Urteil
des Bundesgerichts
9C_846/2014 vom 2
2.
Januar
2015 E. 4.1.1 mit Hinweisen; vgl. zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 3.2).
4.
Zusammenfassend
rechtfertigt
der in einer angepassten Tätigkeit
dem Beschwer
deführer
noch
mögliche
Mindestbeschäftigungsgrad von
6
0 %
(vgl. E. 2.5)
somit
keinen leidensbedingten Abzug.
Für sich allein genommen keine Auswirkungen auf den verfügten Rentenanspruch ha
t die
gerichtliche F
estsetzung des
Validen
einkommens
, wohl aber das Abstellen auf die
gutachterlich attestierte Arbeitsfä
higkeit von 60
%
bereits ab
1.
Oktober 201
6.
Diesbezüglich wurde dem Beschwer
deführer mit
Beschluss
vom
1
9.
November 2019
die Möglichkeit zur Stellung
nahme und
zum Beschwerderückzug gegeben.
Die angefochtene Verfügung ist folglich im Sinne einer
reformatio
in
peius
aufzuheben und dem Beschwerdefüh
rer
ist
unter Berücksichtigung von
Art.
88a Abs. 1 der
Verordnung über die In
validenversicherung (IVV)
für die Monate Juni bis Dezember 2016 eine befristete gan
ze Invalidenrente zuzusprechen.
5.
Da es um
die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungslei
stungen geht, ist das Verfahren
kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand unabhängig vom Streitwert i
m Rahmen von
Fr.
200.-- bis Fr.
1‘000.-- festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Sie sind auf
Fr.
8
00.-- festzusetzen und de
m
unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.