# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9a912d83-c597-462c-8ccf-c2d8907ae5ae
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A._ und B._ waren Eigentümer der Liegenschaft Parzelle Nr. _ im Grundbuch der Gemeinde C._. Auf dieser Parzelle stand das Wohnhaus "Z._" mit angrenzendem Stall. A._ und B._ schlossen sich zwecks Realisierung eines Bauvorhabens zur einfachen Gesellschaft EG Z._ zusammen. Ziel der einfachen Gesellschaft war es, das auf der Parzelle Nr. _ stehende Haus mitsamt dem Stallteil umzubauen.
Auf Wunsch von X._ und Y._ wurde in der Folge die damalige Parzelle Nr. _ in zwei Grundstücke aufgeteilt. Der Parzellenanteil mit dem Hausteil, welcher nun von X._ und Y._ bewohnt wird, blieb als Parzelle Nr. _ im Grundbuch der Gemeinde C._ eingetragen. Am hinteren Teil der Parzelle, auf welchem sich der Stallteil befand, entstand die neue Parzelle Nr. _.
Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 30. April 2009 verkauften A._ und B._ die Parzelle Nr. _ zu je hälftigem Miteigentum an X._ und Y._. Der Kaufpreis für die Liegenschaft wurde auf pauschal CHF 1'140'000.-- festgesetzt. Nebst der grundbuchlichen Übertragung der Liegenschaft Parzelle Nr. _ verpflichteten sich A._ und B._ zum Ausbau des auf der Parzelle Nr. _ stehenden Wohnhauses samt Erschliessung. In der Folge entstand zwischen den Parteien nebst dem Streit über das Eigentum an drei antiken Engadiner Truhen auch eine Auseinandersetzung über die Höhe des Werklohnes.
B. Mit Schlichtungsgesuch vom 10. April 2014 liess die einfache Gesellschaft Z._, bestehend aus A._ und B._, beim Vermittleramt des Bezirks Inn eine Forderungsklage in der Höhe von CHF 464'072.50 gegen X._ und Y._ anhängig machen. Nach erfolgloser Schlichtungsverhandlung vom 24. Juni 2014 wurde am 25. Juni 2014 die Klagebewilligung ausgestellt. A._ und B._ prosequierten die Klage am 25. September 2014 an das Bezirksgericht Inn. Sie liessen folgendes beantragen:
"1. Die Beklagten seien unter solidarischer Haftung zu verpflichten, den Klägern einen Betrag von CHF 464'072.50 (ausstehender Werklohn von CHF 436'224.20 zuzüglich der den Klägern durch den Beizug des Experten D._ angefallenen Kosten von CHF 27'848.30) zuzüglich Zins von 5% seit 28. Juli 2011 auf den Betrag von CHF 436'224.20 zu bezahlen.
2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8.0% Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten."
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Mit Schreiben des Bezirksgerichtspräsidenten Inn vom 29. September 2014 wurde X._ und Y._ Frist bis zum 30. Oktober 2014 angesetzt, um eine Klageantwort einzureichen.
C. Am 30. Oktober 2014, demnach am letzten Tag der Frist für die Einreichung einer Klageantwort, liessen X._ und Y._ folgendes Ausstandsgesuch an das Bezirksgericht Inn einreichen:
"1. Der Bezirksgerichtspräsident lic. iur. utr. Orlando Zegg sei zu verpflichten, in den Ausstand zu treten.
2. Den Beklagten sei die Frist für die Einreichung der Klageantwort abzunehmen und nach rechtskräftigem Entscheid über das Ausstandsgesuch neu anzusetzen.
3. Die Kosten seien zum Hauptverfahren Proz. Nr. 115-2014-6 zu schlagen und mit dem Endentscheid zu verteilen."
Der Bezirksgerichtspräsident Inn, lic. iur. utr. Orlando Zegg, beantragte mit Stellungnahme vom 14. November 2015 die kostenfällige Abweisung des Ausstandsgesuchs.
D. Mit Entscheid vom 1. Dezember 2014, mitgeteilt am 8. Dezember 2014, erkannte das Bezirksgericht Inn was folgt:
"1. Das Ausstandsbegehren betreffend den Präsident des Bezirksgerichts Inn, lic. iur. utr. Orlando Zegg, wird abgewiesen.
2. Auf den Antrag um Fristabnahme und neue Ansetzung einer Frist nach Entscheid über den Ausstand wird nicht eingetreten.
3. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'000.00 (Entscheidgebühr) gehen zu Lasten der Gesuchsteller und bleiben bei der Prozedur."
4. Gegen diesen Entscheid kann zivilrechtliche Beschwerde geführt werden (Art. 50 ZPO i.V.m. 319 ff. ZPO). Diese ist beim Kantonsgericht von Graubünden, Poststrasse 24, 7000 Chur, innert 30 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 321 Abs. 1 und 3 ZPO i.V.m. Art. 7 EGzZPO).

## Considerations