# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d1e71b12-88a2-50dc-916b-433b6af4220d
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Die Steuerpflichtigen sind Eigentümer einer von ihnen seit Februar 2015 selbst bewohnten Liegenschaft am C._ in D._.
In ihrer Steuererklärung, welche sie am 30. August 2017 für die Steuerperiode 2016 einreichten, deklarierten die Steuerpflichtigen für diese Liegenschaft Unterhaltskosten von insgesamt CHF 44‘294.- sowie ein Einkommen (Eigenmietwert) von CHF 16‘346.-.
In der Veranlagungsanzeige vom 18. Januar 2018 gewährte die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) den Steuerpflichtigen unter Code 4.310 einen Abzug von CHF 1‘784.-. In der Begründung wies sie darauf hin, dass die ausgeführten Arbeiten an der neugebauten Liegenschaft Gestehungskosten resp. Mehrwert darstellen würden. Sie seien deshalb nicht zum Abzug zugelassen, weshalb ein Pauschalabzug von 10 Prozent gewährt werde. Unter Berücksichtigung der übrigen Steuerfaktoren ergab sich ein steuerbares Einkommen von CHF 57‘271.- (Kanton; geschuldete Steuer: CHF 3‘350.05) resp. CHF 61‘271.- (Bund; geschuldete Steuer nach Steuerabzug: CHF 209.-).
B. Am 5. Februar 2018 erhoben die Steuerpflichtigen Einsprache gegen die Steuerveranlagung. Sie stellten den Antrag, es sei der Abzug der Liegenschaftsunterhaltskosten auf CHF 29‘379.- . In der Begründung führten sie unter anderem aus, dass sie im Februar 2015 in ein schlüsselfertiges Haus eingezogen seien. Allerdings sei das Haus zu diesem Zeitpunkt in einem schlechten Zustand gewesen. Nach einer Bestandesaufnahme durch die Fima E._ AG in F._ hätten sie sich dazu entschieden, die mangelhaften baulichen Einrichtungen zu . Des Weiteren habe die Kanalisation wieder freigelegt und repariert sowie das notwendige Retentionsbecken erstellt werden müssen. Da der Totalunternehmer in der Zwischenzeit Konkurs angemeldet habe, seien die von ihnen selbst zu tragenden Kosten (mit Ausnahme der Kosten für die Erstellung des Retentionsbeckens, welche als Gestehungskosten zu qualifizieren und nicht abzugsberechtigt seien) als Unterhaltskosten zum Abzug zuzulassen.
Mit Einspracheentscheid vom 20. August 2018 wies die Steuerverwaltung die Einsprache ab. Sie verwies auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach die Behebung von ursprünglichen Mängeln keine Erhaltung oder Wiederherstellung eines zuvor bestehenden Wertes darstelle. Entsprechende Aufwendungen könnten deshalb nicht als abzugsfähige Unterhaltskosten  werden (vgl. Urteile BGer 2C_57/2008 vom 11. Dezember 2008 E. 2.3 ff.; 2C_677/2009 E. 3.3 und 3.4). Auf jeden Fall seien nachträgliche, faktisch ergänzende Anlagekosten auszuschliessen, da diese als solche ja auch nicht abzugsfähig gewesen wären, wenn der Bauherr das  Werk schon bei der Überbauung der Liegenschaft erstellt hätte.
C. Gegen den Einspracheentscheid reichten die Steuerpflichtigen mit Eingabe vom 7.  2018 (Datum der Postaufgabe) bei der Steuerverwaltung Beschwerde ein. Sie beantragen sinngemäss, es seien Liegenschaftsunterhaltskosten im Gesamtbetrag von CHF 29‘379.- zum Abzug zuzulassen. In der Begründung der Beschwerde präzisieren sie, dass das Haus zum  ihres Einzugs noch gar nicht schlüsselfertig und der Totalunternehmer auch noch nicht in Konkurs gewesen sei. Die Kanalisation sei zwar fertiggestellt, habe jedoch saniert und repariert werden müssen. Auch das von der Gemeinde vorgeschriebene Retentionsbecken sowie diverse Spenglerei- und Abdichtungsarbeiten hätten saniert und repariert werden müssen. Da beim Bau des Hauses auf vieles habe verzichtet werden müssen (Solaranlage, Regenwasserversorgung,
Kantonsgericht KG Seite 3 von 8
Balkon etc.), könne von einem Mehrwert keine Rede sein. Es werde beantragt, dass ein  vor Ort vorgenommen werde.
Am 10. September 2018 leitete die Steuerverwaltung die Eingabe zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht Freiburg weiter.
Nachdem mit Verfügung vom 13. September 2018 ein Kostenvorschuss von CHF 800.- einverlangt worden war, teilten die Beschwerdeführer mit Eingabe vom 18. September 2018 mit, nicht in der Lage zu sein, den einverlangten Kostenvorschuss zu bezahlen. Sodann wiesen sie erneut darauf hin, dass sie ein schlüsselfertiges und nicht ein nicht fertiges Haus gekauft hätten. Allerdings habe der Totalunternehmer vor Bauende Konkurs angemeldet. Schliesslich forderten sie die  abermals dazu auf, einen Augenschein vor Ort vorzunehmen.
Mit Eingabe vom 6. Dezember 2018 beantragten die Beschwerdeführer, es sei ihnen für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren.
In ihren Bemerkungen vom 13. Februar 2019 schliesst die Steuerverwaltung, unter Berufung auf einen Bericht des Amtes für Liegenschaftsbewertung vom 12. Februar 2019, auf Abweisung der Beschwerde.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
In einer spontanen Eingabe vom 5. März 2019 hielten die Beschwerdeführer an ihrer  fest.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

## Considerations

Erwägungen
Prozessuales
1.