# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9df9ce82-6c2c-419d-a563-0ce6a53021f6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A., B. sowie C. sind Eigentümer der mit Wohnhäusern überbauten Parzellen Nr. 01 (A.), Nr. 02 (C.) und Nr. 04 (B.) des Grundbuches der Gemeinde M.. Seit Jahren bildet ein zugunsten der Parzellen 01, 02 und 04 eingetragenes Fuss- und Fahrwegrecht, welches die Grundstücke mit dem öffentlichen T.-Weg verbindet, Streitobjekt zwischen den genannten Grundeigentümern und den Eigentümern des dienstbarkeitsbelasteten Grundstücks Nr. 03, R. und S..
B. Mit Eingabe vom 23. April 2010 gelangten A., B. sowie C. an das Kreisamt N. und ersuchten um Erlass eines Amtsbefehls gegen R. und S.. Diesen sei zu befehlen, im Grenzbereich zwischen den Parzellen 02 (C.) und 03 (R. und S.) die in der rechtskräftig festgesetzten Servitutsfläche vorgenommene Erweiterung des sogenannten Grenzmäuerchens und die in diesem Bereich gepflanzte Thujahecke zu entfernen.
C. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2010 hiess die Kreisvizepräsidentin N. das Gesuch gut und verpflichtete R. und S., unter Androhung der Straffolgen von Art. 292 des Strafgesetzbuches, die gemäss Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden vom 14. Juni 1999 festgestellte Servitutsfläche bis spätestens am 31. Dezember 2010 frei zu halten beziehungsweise zu räumen. In Ziff. 1 des Dispositivs wurde die Verpflichtung namentlich dahingehend spezifiziert, als folgende Objekte zu entfernen seien:
„ - Mauer mit diversen losen Steinen auf einer Länge von knapp einem Meter entlang dem abfallenden Strässchen ab Holzpfosten,
- eine Thujahecke hinter dem Holzpfosten,
- lose Verbundsteine/Steine etc. ab Holzpfosten in Richtung T.-Weg,
- Holzpfosten.“
Gleichzeitig wurde die Ersatzvornahme auf Kosten der Gesuchsgegner angedroht, sollten diese ihren Verpflichtungen nicht nachkommen.
D. Eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies der Einzelrichter in Zivilsachen am Kantonsgericht von Graubünden mit Verfügung ERZ 10 266 vom 16. März 2011 ab. In der Folge gelangten R. und S. mit Verfassungsbeschwerde vom 15. April 2011 an das Bundesgericht. Mit Verfügung vom 13. Mai 2011 erkannte dieses der eingereichten Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu, trat schliesslich jedoch mit Urteil vom 27. Juli 2011 auf die Beschwerde nicht ein und setzte den Eheleuten R. und S. eine nicht
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erstreckbare Frist bis am 2. August 2011, um der in Ziff. 1 der Verfügung der Kreispräsidentin N. vom 15. Dezember 2010 spezifizierten Verpflichtung nachzukommen, unter Strafandrohung von Art. 292 StGB.
E. Bereits am 18. März 2011 waren A., B. sowie C. an das Bezirksgericht Landquart gelangt und hatten beantragt, es sei zu der in der Verfügung der Kreisvizepräsidentin vom 15. Dezember 2011 angedrohten Ersatzvornahme zu schreiten, nachdem die Gesuchsgegner ihrer Verpflichtung nicht nachgekommen seien. Mit Schreiben vom 4. Juli 2011 hatte der Rechtsvertreter der Gesuchsteller das Bezirksgericht Landquart sodann darüber informiert, dass aufgrund der vom Bundesgericht bis zum 2. August 2011 angesetzten Nachfrist das hängige Gesuch um Vollzug der Vollstreckung ausgesetzt werden könne. Am 18. August 2011 wandten sich die Gesuchsteller schliesslich erneut an das Bezirksgericht Landquart und ersuchten, dass die Ersatzvornahme nun in die Wege geleitet werde, da die Gesuchsgegner auch innerhalb der Nachfrist ihren Verpflichtungen nicht nachgekommen seien. Der Rechtsvertreter der Gesuchsgegner R. und S. beantragte in seiner Stellungnahme vom 31. August 2011 die Abweisung des Gesuches, soweit darauf einzutreten sei.
F. Mit Eingabe vom 17. Oktober 2011 stellte R. ein Ausstandsbegehren gegen den für die Beurteilung des Falles als Einzelrichter in Zivilsachen zuständigen Vizepräsident des Bezirksgerichts Landquart. Dieser trat auf das Ausstandsbegehren nicht ein und wies dieses mit Schreiben vom 20. Oktober 2011 als rechtsmissbräuchlich zurück.
G. Mit Schreiben vom 18. Oktober 2011 teilte der Rechtsvertreter von R. und S., Rechtsanwalt Lecki, dem Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart mit, dass er diese im vorliegenden Verfahren nicht mehr vertrete.
H. Am 24. Oktober 2011 wurde am T.-Weg in M. ein Augenschein durchgeführt. Anwesend waren dabei die Gesuchsteller sowie deren Rechtsvertreter. Die Gesuchsgegner waren weder anwesend noch vertreten, weshalb in der Folge auch auf die Durchführung einer Hauptverhandlung verzichtet wurde.
I. In seinem Entscheid vom 9. November 2011, mitgeteilt am 11. November 2011, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Landquart Folgendes:
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„ 1. Die Firma X. AG wird beauftragt, auf dem Grundstück Nr. 03 in M., T.- Weg, folgende Gegenstände zu entfernen, soweit sie in die Dienstbarkeitsfläche hineinragen: - Mauer mit diversen losen Steinen auf einer Länge von knapp 1m
entlang dem abfallenden Strässchen ab dem Pfosten - Die Thujahecke hinter dem Pfosten - Lose und einbetonierte Verbundsteine etc. ab dem Pfosten in
Richtung T.-Weg - Metallpfosten
2. Die Kosten für das vorliegende Verfahren in der Höhe von Fr. 1'000.00 sowie die mutmasslichen Kosten der Ersatzvornahme von Fr. 2'241.85 gehen unter solidarischer Haftung zulasten von R. und Cecilia R. und S..
R. und Cecilia R. und S. haben die Gesuchsteller ausseramtlich unter solidarischer Haftung mit Fr. 3'175.10 zu entschädigen.

## Considerations