# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 22b38758-517e-4143-aab6-fe07807fb048
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Die je mit einem Wohnhaus (Vers.-Nr. 0000 und 0001) überbauten Grundstücke Nr.
002 und 003, Grundbuch Q., stehen im Eigentum der D. Immobilien AG und von E.E.
Die Grundstücke grenzen im Nordwesten an Wald und sind über den L.-weg
(Gemeindestrasse 3. Klasse) erschlossen. A.A. und B.B. sind je zur Hälfte Eigentümer
des an die X.-Strasse (Gemeindestrasse 2. Klasse) grenzenden Grundstücks Nr. 0005,
Grundbuch Q. Die drei erwähnten Grundstücke grenzen aneinander und befinden sich
gemäss Zonenplan der Gemeinde Q. vom 9. April 2001 in der Wohnzone W1a,
überlagert mit dem Hinweis Grundwasserschutzzone. Der südöstliche Bereich des
Grundstücks Nr. 0005 liegt in der Grünzone Freihaltung GRF.
b. Am 7. April 2012 beschloss der Gemeinderat Q. den Teilzonenplan Y., den
Überbauungsplan Y. mit besonderen Vorschriften (besV), den Rodungsplan Y. sowie
den Teilstrassenplan Y. (act. G 9/6/11). Der Teilzonenplan Y. sieht nordwestlich des
Grundstücks Nr. 003 die Einzonung einer Waldfläche von 209 m in die Wohnzone W1a
zur Schaffung einer Zufahrtsstrasse vor. Diese Fläche soll gemäss Rodungsplan Y.
gerodet und in gleichem Umfang wieder aufgeforstet werden. Im Weiteren soll gemäss
Teilzonenplan ein Drittel der Grünzone Freihaltung GRF auf Grundstück Nr. 0005 in die
Wohnzone W1a umgezont werden. Der Überbauungsplan Y. teilt die drei Grundstücke
in drei Baugebiete auf, in welchen die Regelbauweise gilt. Baugebiet A befindet sich
nördlich der Grünzone und umfasst das Grundstück Nr. 0005. Baugebiet C trennt die
Wohnhäuser auf den Grundstücken Nr. 002 und 003 vom Baugebiet B ab, das sich im
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Anschluss an das Grundstück Nr. 0005 bis zu den Wohnhäusern erstreckt. Die
Baugebiete A und B sollen von der X.-Strasse über die Zu- und Wegfahrt der
Tiefgarage erschlossen werden. Die Überbauung des Baugebiets B kann erst erfolgen,
wenn die Zufahrt für das Baugebiet A sichergestellt ist. Für Rettungsfahrzeuge soll eine
mit Schotterrasen befestigte Notzufahrt entlang der Erschliessungsfläche über die
Grünzone führen. Das Baugebiet C soll über die L.-weg erschlossen werden. Der
Teilstrassenplan Y. sieht die Klassierung der neuen Zufahrt zum Grundstück Nr. 003 als
Gemeindestrasse 3. Klasse vor.
c. Innert der Auflagefrist vom 21. August bis 19. September 2012 erhob die K. AG,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG David Brassel, Sargans, als
Baurechtsnehmerin des Grundstücks Nr. 0006, X.-Strasse 04, Q., Einsprache gegen
die vorerwähnten Pläne (act. G 9/6/7). In der Einsprachebegründung vom 3. Oktober
2012 beantragte sie die Aufhebung der vorgesehenen Umzonung der Grünzone
Freihaltung GRF zur Wohnzone W1a auf dem Grundstück Nr. 0005 und die Aufhebung
des Überbauungsplans mit besV. Die einzig zur Erschliessung von privatem Bauland
geplante Umzonung liege nicht im öffentlichen Interesse. Die Erschliessung müsse
über den L.-weg erfolgen, da die X.-Strasse für die Erschliessung eines neuen
Quartiers nicht geeignet sei (act. G 9/6/6). Mit Beschluss vom 18. März 2013 wies der
Gemeinderat die Einsprache ab. Eine Erschliessung sämtlicher Baugebiete des
Überbauungsplans über den L.-weg sei nicht möglich. Ein entsprechendes Vorhaben
würde den Ausbau sowie die Teilneuklassierung des L.-wegs erfordern. Dieser befinde
sich teilweise im Wald und somit ausserhalb der Bauzone. Neuerschliessungen von
Bauzonen über Grundstücke, die ausserhalb der Bauzone liegen würden, seien nicht
zonenkonform und auch nicht standortgebunden, sofern eine
Erschliessungsmöglichkeit über Grundstücke innerhalb der Bauzone bestehe. Zudem
läge ein Ausbau des L.-wegs im Gewässerraum der V. Neue Strassenbauten im
Gewässerraum würden durch die Gewässerschutzverordnung nicht zugelassen. Die Y.-
strasse diene als Gemeindestrasse 2. Klasse der Groberschliessung von Baugebiet.
Das Trottoir der Y.-strasse sei im Jahr 2005 auf zwei Meter erweitert worden. Zur
Abgrenzung von Trottoir und Fahrbahn seien eine Wasserschale platziert und
Strassenpoller erstellt worden. Dies ermögliche sowohl ein Kreuzen zweier Fahrzeuge
als auch den Fussgängerschutz. Durch die Fahrbahnbreite von 4.6 m mit Gegenverkehr
werde vermieden, dass die Strasse mit hohem Tempo befahren werden könne. Von
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einer übermässigen Mehrbelastung der Strasse durch die Überbauung Y. könne nicht
ausgegangen werden. Der im Überbauungsplan Y. ausgeschiedene
Erschliessungsbereich von 23.5 m ermögliche eine Anordnung der Zu- und Wegfahrt,
welche die erforderlichen Sichtbereiche einhalte. Die Notzufahrt über die Grünzone
Freihaltung GRF werde in Art. 7 besV des Überbauungsplans geregelt und verletze den
Zonenzweck nicht (act. G 9/6/4). Den gegen diesen Einspracheentscheid durch die K.
AG erhobenen Rekurs wies das Baudepartement des Kantons St. Gallen - nach
Einholung von Stellungnahmen des Strasseninspektorates (act. G 9/13 Beilage) und
des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG; act. G 9/13) sowie
Durchführung eines Augenscheins (act. G 9/16) - betreffend den Teilzonenplan Y. vom
7. April 2012 mit Entscheid vom 30. April 2014 ab (Dispositiv Ziff. 1). Den Rekurs gegen
den Überbauungsplan Y. mit besV vom 7. April 2012 hiess es im gleichen Entscheid
gut und hob ihn auf (Dispositiv Ziff. 2; act. G 2/2).
B.
a. Gegen diesen Rekursentscheid erhob Rechtsanwalt Brassel für die K. AG mit
Eingabe vom 21. Mai 2014 Beschwerde mit den Rechtsbegehren, der Entscheid sei in
Ziffer 1, Ziffer 3b und Ziffer 4a aufzuheben (Ziff. 1). Es sei die mit dem Teilzonenplan Y.
vorgesehene Umzonung der Grünzone Freihaltung GRF zur Wohnzone W1a auf der
Parzelle Nr. 0005 aufzuheben (Ziff. 2). Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (Ziff. 3).
Diese Rechtsbegehren bestätigte und begründete der Rechtsvertreter mit
Beschwerdeergänzung vom 23. Juni 2014 (act. G 7).
b. Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 29. August 2014 Abweisung
der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen Entscheid und
machte ergänzende Ausführungen zu den Vorbringen in der Beschwerde (act. G 9). Am
30. April 2014 hatte sie den Teilzonenplan Y. genehmigt (act. G 10). A.A., B.B. und C.C.
(Beschwerdegegner 1-3), liessen durch Rechtsanwalt Dr. Walter Locher, St. Gallen, mit
Eingabe vom 6. Oktober 2014 Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdeführerin, beantragen (act. G 17).
Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just, Chur, nahm für die D. Immobilien AG und
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E.E. (Beschwerdegegner 4 und 5), in der Vernehmlassung vom 17. Oktober 2014
Stellung mit Antrag auf Beschwerdeabweisung (act. G 18). Die Beschwerdebeteiligte
verzichtete auf eine Stellungnahme (act. G 20).
c. Mit Repliken vom 19. November 2014 bestätigte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführerin seine Anträge und Ausführungen (act. G 23-25). Der
Rechtsvertreter der Beschwerdegegner 1-3 hielt mit Eingabe vom 8. Dezember 2014
an seinem Standpunkt fest (act. G 27).
d. Auf die Darlegungen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden

## Considerations

Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ist gegeben (Art. 59bis
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführerin, welche als Einsprecherin und Rekurrentin bereits an den
vorangehenden Verfahren teilnahm, ist als Baurechtsnehmerin des Grundstücks Nr.
0006, Grundbuch Q. - dieses ist lediglich durch die X.-Strasse vom Grundstück Nr.
0005 getrennt - zur Anfechtung des Rekursentscheids legitimiert (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Ihre Beschwerdeerklärung und -begründung entsprechen
zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit
Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Die Beschwerdegegner 1-3 lassen festhalten, dass der Einspracheentscheid
vom 18. März 2013 betreffend den Teilzonenplan Y. im Rekursverfahren kein taugliches
Anfechtungsobjekt dargestellt habe, sondern erst der entsprechende Entscheid der
Bürgerschaft. Die Vorinstanz hätte deshalb auf den gegen den Einspracheentscheid
gerichteten Rekurs nicht eintreten dürfen (act. G 17 S. 2 mit Hinweis auf Art. 30bis lit. b
und c des Baugesetzes, sGS 731.1, BauG). - Die (stillschweigende) Zustimmung der
Bürgerschaft zum Teilzonenplan wurde der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 3.