# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 970d4c94-05ea-4d79-b42e-a623188cf2c4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1. Die 1959 geborene X._ war zuletzt vom 1. Mai 1999 bis am 28. Februar 2007 als Küchenhilfe bei der Y._ angestellt (Arbeitgeberbericht vom 14. März 2007, Urk. 7/13). Am 20. Februar 2007 meldete sie sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). Die IV-Stelle liess in der Folge einen Auszug aus dem individuellen Konto erstellen (IK-Auszug vom 1. März 2007, Urk. 7/3), holte einen Arbeitgeberbericht (Urk. 7/13) und Arztberichte bei Dr. med. Z._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, (Bericht vom 23. März 2007, Urk. 7/14, und Ergänzung vom 13. November 2007, Urk. 7/19) und bei PD Dr. med. A._, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, (Bericht vom 12. September 2007, Urk. 7/17) ein. Mit Vorbescheid vom 20. November 2007 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/22). Hiergegen liess X._ durch Rechtsanwalt Dr. B._ Einwand erheben (Einwand vom 17. Dezember 2007, Urk. 7/41, und vom 21. Januar 2008, Urk. 7/44). Daraufhin holte die IV-Stelle bei Dr. med. C._, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, einen Bericht ein (Bericht vom 17. März 2008, Urk. 7/45) und gab bei Dr. med. D._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag, welches dieser am 20. August 2008 erstattete (Urk. 7/52). Am 28. Oktober 2008 ersuchte Rechtsanwalt Dr. B._ um seine Bestellung als unentgeltlicher Rechtsvertreter (Urk. 7/55), was von der IV-Stelle mit Verfügung vom 11. Februar 2009 (Urk. 7/68) und vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 8. Februar 2010 (Urk. 7/97) abgelehnt wurde. Am 11. Dezember 2008 gab die IV-Stelle bei Dr. med. E._, Facharzt FMH für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, Leitender Arzt der Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation des Spitals F._ ein Gutachten in Auftrag (Urk. 7/61), welches am 4. März 2009 erstattet wurde (Urk. 7/71). Mit Vorbescheid vom 21. Dezember 2009 stellte die IV-Stelle erneut die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (Urk. 7/92), wogegen Rechtsanwalt Dr. B._ am 14. Januar 2010 im Namen von X._ Einwand erhob (Urk. 7/95). Mit Verfügung vom 20. Juli 2010 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren ab (Urk. 2).
2. Hiergegen liess X._ am 13. September 2010 durch Rechtsanwalt Sebastian Lorentz Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihr eine ganze Rente zuzusprechen, eventualiter sei die Sache unter Feststellung des grundsätzlichen Rentenanspruchs zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 22. Oktober 2010 um Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom 16. Februar 2011 (Urk. 12, mit Bericht vom 11. Oktober 2010 von Dr. med. G._, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie [Urk. 13/3] und Bericht vom 7. Januar 2011 des Instituts J._ [Urk. 13/4]) ebenso an den gestellten Anträgen fest wie die Beschwerdegegnerin mit Duplik vom 2. März 2011 (Urk. 16). Die Duplik wurde der Beschwerdeführerin am 7. März 2011 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 17).
3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat.
1.2 Am 1. Januar 2008 sind die im Zuge der 5. IV-Revision revidierten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 6. Oktober 2006, der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) vom 28. September 2007, des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) sowie das Bundesgesetz über die Schaffung und die Änderung von Erlassen zur Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) vom 6. Oktober 2006 in Kraft getreten. In materiellrechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 20. Juli 2010 ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision: BGE 130 V 445 ff.; Urteil des Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 1). Dies fällt materiellrechtlich jedoch nicht ins Gewicht, weil die 5. IV-Revision hinsichtlich der Invaliditätsbemessung keine substanziellen Änderungen gegenüber der bis 31. Dezember 2007 gültig gewesenen Rechtslage gebracht hat, so dass die zur altrechtlichen Regelung ergangene Rechtsprechung weiterhin massgebend ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2009 vom 19. Mai 2009 E. 2). Im Folgenden werden die massgeblichen Gesetzesbestimmungen - soweit nichts anderes vermerkt ist - in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung zitiert.
1.3 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des Forderbaren wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4 Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1 Dr. med. H._, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, verfasste am 11. Dezember 2006 zuhanden der zuständigen Pensionskasse ein Gutachten über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin. Er diagnostizierte eine intraforaminale Diskushernie rechts L3/L4, eine grössere Diskushernie mit Spinalkanalstenose rechts L4/L5 sowie eine Diskusprotrusion L5/S1, ein generalisiertes, weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom, eine Periarthropathia tendinotica humeroscapularis rechts sowie eine reaktive Depression und Anpassungsstörung. Die Beschwerdeführerin sei sowohl im angestammten Beruf als auch in einer anderen Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/4).
2.2 Dr. Z._ diagnostizierte mit Bericht vom 23. März 2007 (1) eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.11), (2) eine funktionelle Dyspepsie und Colon irritabile, (3) ein reaktives chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom und (4) eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F54). Die Beschwerdeführerin sei in der angestammten Tätigkeit ab sofort zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 7/14/6). Am 13. November 2007 ergänzte er, aus psychiatrischer Sicht sei nur vom 29. Juli bis 24. August 2006 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (Urk. 7/19).
2.3 PD Dr. A._ hielt mit Bericht vom 12. September 2007 als Diagnosen ein Lumbovertebralsyndrom bei muskulärer Insuffizienz der LWS und eine Adipositas fest. Somatisch bestehe keine Arbeitsunfähigkeit. In der angestammten Tätigkeit bestehe seit Mai 2006 eine 60- bis 70%ige Arbeitsfähigkeit, in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine 80- bis 100%ige (Urk. 7/17).
2.4 Die Beschwerdeführerin war vom 22. bis 25. Januar 2007 im Spital I._ hospitalisiert. Mit Bericht vom 25. Januar 2007 hielten die Ärzte des Spitals I._ als Diagnosen (1) ein chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzsyndrom, Differentialdiagnose Fibromyalgie, bei Panvertebralsyndrom mit lumbospondylogenem Syndrom rechtsbetont und aktuell: Schmerzexazerbation, Differentialdiagnose bei Halswirbelimmobilisation, (2) eine chronische Obstipation, (3) eine akute Harnwegsinfektion, (4) eine Noroxin-Unverträglichkeit, (5) ein depressives Zustandsbild und (6) Asthma bronchiale, aktuell beschwerdefrei, fest. Sie hätten mit der Beschwerdeführerin eine Überweisung in die ambulante interdisziplinäre Schmerzsprechstunde des Spitals K._ besprochen. Die Beschwerdeführerin werde in etwa zwei Monaten aufgeboten (Urk. 7/45/10-13).
2.5 Dr. C._ berichtete der Beschwerdegegnerin am 17. März 2008 (Urk. 7/45/3-4). Er nannte dabei folgende Diagnosen: (1) ein chronisches generalisiertes myofasziales Schmerzyndrom, (2) rezidivierende Harnwegsinfekte, (3) eine chronische Obstipation unter Opiaten, (4) eine Periarthropathia humeroscapularis tendinotica rechts bei subacromialem Impingement bei Acromionsporn, (5) einen Verdacht auf eine depressive Episode, (6) Asthma bronchiale mit rezidivierenden Exazerbationen und (7) einen Status nach laparoskopischer Sigmaresektion bei Divertikulitis im Februar 2000. Die Arbeitsfähigkeit könne er nicht genau beurteilen. Dr. C._ legte seinem Bericht auch denjenigen des Spitals K._, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 13. Oktober 2006, bei, welchem die gleichen Diagnosen entnommen werden können (Urk. 7/45/7).
2.6 Dr. D._ hielt in seinem Gutachten vom 20. August 2008 fest, bei der Beschwerdeführerin bestehe keine psychiatrische Erkrankung. Aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht bestehe daher bei der Beschwerdeführerin in der angestammten wie auch in einer angepassten Tätigkeit keine Minderung der Arbeitsfähigkeit. Auch Tätigkeiten im Haushalt seien ohne Einschränkung zumutbar. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch für das Jahr 2006 aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit begründbar (Urk. 7/52).
2.7 Dr. E._ nannte im Gutachten vom 4. März 2009 als Diagnosen (1) chronische Schmerzen am ganzen Körper bei Symptomatik vorwiegend im Bereich des Magen-Darm-Traktes sowie bezüglich der Harnblase, chronischen Kreuzschmerzen bei Status nach Diskushernie L3/4 und L4/5 rechts sowie bei Diskusprotrusion L4/5 beidseits und Diskopathie L2/3 ohne Nervenwurzelkompression, und (2) anamnestisch Colon irritabile, innere Hämorrhoiden (29. Januar 2003), chronische Obstipation, Harnwegsinfekt, Asthma bronchiale (15. Februar 2006), lumbospondylogene Beschwerdehaftigkeit mit Halbseitensymptomatik (26. Mai 2006), generalisiertes weichteilrheumatisches Schmerzsyndrom, Periarthropathia tendinopathica humeroscapularis rechts, reaktive Depression und Anpassungsstörung (11. Dezember 2006) und Adipositas (Urk. 7/71/20). Aus streng rheumatologischer Sicht ergäben sich keine klaren Befunde, welche eine Arbeitsfähigkeit ausschliessen würden. Dementsprechend könne er versicherungsrechtlich keine Arbeitsunfähigkeit attestieren. Jedoch sei aus allgemeiner, nicht speziell ärztlicher Sicht nicht erkennbar, dass irgendeine Arbeit möglich sei (Urk. 7/71/23).
2.8 Dr. G._ nahm am 11. Oktober 2010 zum Gutachten von Dr. D._ Stellung. Er hielt dabei fest, das Gutachten lasse sich kritisch hinterfragen. So habe lediglich ein Begutachtungstermin stattgefunden und dies mit Hilfe eines Dolmetschers. Es erscheine fraglich, ob die Beschwerdeführerin die Fragen in den durchgeführten Testverfahren wirklich inhaltlich verstanden habe. Ausserdem stellten diese Testverfahren lediglich eine Momentaufnahme innerhalb eines kurzen Zeitfensters dar. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen ergäben keine hinreichende Begründung, um eine psychiatrische Erkrankung definitiv auszuschliessen. Es erscheine auch deswegen nicht plausibel, weil die Beschwerdeführerin von diversen Behandlern als psychiatrisch behandlungsbedürftig eingestuft und auch vom Spital I._ eine psychiatrische Behandlung empfohlen worden sei (Urk. 13/3).
2.9 Die Ärzte des Instituts J._, wo die Beschwerdeführerin vom 29. Oktober bis 19. November 2010 hospitalisiert war, hielten mit Bericht vom 7. Januar 2011 als Diagnosen (1) ein lumbospondylogenes chronisches Schmerzsyndrom beidseits, (2) ein myotendinotisches Schmerzsyndrom gluteal, (3) ein zervikozephales Schmerzsyndrom, (4) eine Periarthropathia tendinopathica humeroscapularis rechts, (5) Polyarthralgien der Hände, (6) posteriore Knieschmerzen rechts mit Giving Way, (7) Fussschmerzen rechts mehr als links, (8) Vitamin D-Mangel, (9) rezidivierende Harnwegsinfekte, (10) einen Verdacht auf eine depressive Episode, (11) Hämorrhoiden, (12) anhaltende Oberbauchschmerzen, (13) Asthma bronchiale mit rezidivierenden Exazerbationen und (14) eine arterielle Hypertonie fest. Die körperlichen Beschwerden seien teilweise mit den somatischen Befunden, die umfassend diagnostisch abgeklärt worden seien, korrelierbar, jedoch in keiner Weise so ausgeprägt, dass sie eine vollständige Arbeitsunfähigkeit nach sich ziehen müssten. Inwieweit die psychische Situation, deren sichere differentialdiagnostische Beurteilung im Rahmen eines akut-somatischen Aufenthaltes auch durch eine sehr gute fachpsychiatrische konsiliarische Beurteilung nicht geleistet werden kann, einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe, sei aus ihrer Sicht nicht sicher beurteilbar. Diese Fragestellung sei lediglich in einer gutachterlichen Untersuchung klär- und festlegbar (Urk. 13/4).
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin ging in der rentenablehnenden Verfügung vom 20. Juli 2010 davon aus, dass die Beschwerdeführerin sowohl in der angestammten als auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit uneingeschränkt arbeitsfähig sei (Urk. 2). Sie stützte sich dabei im Wesentlichen auf die Gutachten von Dr. E._ und von Dr. D._ (Feststellungsblatt, Urk. 7/98).
3.2
3.2.1 Dr. E._ hielt in seinem Gutachten vom 4. März 2009 (Urk. 7/71) fest, es imponiere eine schmerzgeplagte Frau mit widersprüchlichen Untersuchungsbefunden und mit Schwierigkeiten, genaue Symptome oder Behinderungen festzuhalten. Die Beschwerdeführerin und noch stärker der begleitende Ehemann gäben an, dass sie gar keine Verrichtungen machen könne, so dass sie auch für jegliche Haushalttätigkeit vollständig behindert sei. Die klinische Untersuchung ergebe widersprüchliche Befunde, und er komme zur Interpretation, dass keine sicheren rheumatologischen pathologischen Befunde vorlägen. Die aktuelle Magnetresonanzuntersuchung der Lendenwirbelsäule ergebe keine nachhaltigen Hinweise für das geschilderte Beschwerdebild. Der initiale Befund von zwei Diskushernien in der Computertomografie der Lendenwirbelsäule vom 22. Januar 2006 sei bereits in der Magnetresonanz-Untersuchung der Lendenwirbelsäule vom 22. Mai 2006 weitgehend rückläufig gewesen, was sich in der heutigen Magnetresonanz-Untersuchung der Lendenwirbelsäule bestätigt habe, so dass also weder bei der heutigen Untersuchung noch in der Bildgebung Zeichen einer radikulären Reizung gefunden worden seien. Die von PD Dr. A._ erwähnte „auffallende Lipomatose der Haltemuskulatur lumbosakral“ sei heute unverändert gegenüber damals vor bald drei Jahren und gemäss ihren Radiologen nicht besonders auffällig, sondern im Zusammenhang mit der Körperkonstitution der Beschwerdeführerin (BMI 30 kg/m
2
) zu erklären (S. 19). Diese Ausführungen von Dr. E._ sind nachvollziehbar und mit den von ihm erhobenen klinischen Befunden vereinbar. Wie von ihm in seiner Beurteilung erwähnt, ergaben sich bei der Erhebung des Wirbelsäulen-, des Gelenk- und des Neurostatus mehrere auffällige Diskrepanzen. So gestaltete sich z.B. die Einschätzung der Wirbelsäulenstatik als schwierig, da sich die Beschwerdeführerin stets krumm hinstellte. Die Beweglichkeit in allen Abschnitten und in alle Richtungen war stets mit Schmerzäusserungen verbunden und aktiv deutlich eingeschränkt, während sich passiv bei mehrmaligen Messversuchen jeweils deutlich divergierende Befunde ergaben. Bei den Schultergelenken zeigte sich aktiv eine Flexion bis (lediglich) 30°, war aber bei Komplexbewegungen oder beim sich Entkleiden problemlos möglich. Die Angaben der rohen Kraft war an allen vier Extremitäten bei der aktiven Prüfung massiv eingeschränkt, während die Komplexbewegungen beim Aus- und Ankleiden problemlos vor sich gingen (Urk. 7/71/14-17). Vor allem bei der Prüfung des Neurostatus zeigte sich ein ausgeprägt widersprüchliches Verhalten der Beschwerdeführerin, das medizinisch objektiv nicht zu erklären war (Urk. 7/71/16-17). Dr. E._ berücksichtigte bei seiner Einschätzung neben seinen eigenen Untersuchungen auch die vorhandenen medizinischen Akten. Er setzte sich zudem auch eingehend mit divergierenden ärztlichen Einschätzungen auseinander (Urk. 7/71/26-27). Es ist daher schlüssig, dass er aus rheumatologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit feststellen konnte. Die von ihm angeführte, nicht speziell ärztlich bedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (E. 2.7) ist sozialversicherungsrechtlich irrelevant. Das Gutachten von Dr. E._ bildet daher eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage für den somatischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin.
3.2.2 Dr. D._ begutachtete die Beschwerdeführerin am 19. August 2008 (Urk. 7/52). Er sah dabei eine Beschwerdeführerin, die im Bewusstsein wach und allseits orientiert war. Im formalen Denken war sie logisch und kohärent. Es bestanden keine Hinweise auf inhaltliche Denkstörungen. Die Intelligenz, Auffassung, Merkfähigkeit und Konzentration waren in der Exploration in der Norm. Das Gedächtnis war intakt. Im Affekt war die Beschwerdeführerin gut moduliert und schwingungsfähig. Hinweise auf Wahnphänomene, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen konnte Dr. D._ nicht feststellen. Mimik und Antrieb waren angemessen. Es gab keine Hinweise für akute Suizidalität (S. 7). Dr. D._ erklärt, dass die diagnostischen Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung nicht erfüllt seien. Selbst wenn eine solche vorliegen würde, wäre sie gemäss Dr. D._ jedoch überwindbar. Dr. D._ setzt sich dabei mit den Förster-Kriterien auseinander (S. 11-12). Er legt im Weiteren dar, dass sich während der Untersuchung keine objektiven Befunde hätten erheben lassen, die auf eine Depression hinweisen würden, weshalb auch keine Depression diagnostiziert werden könne (S. 13). Die Attestierung einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht ist anhand der von Dr. D._ erhobenen Befunde und seiner Erläuterungen ohne Weiteres nachvollziehbar. Dr. D._ setzte sich zudem differenziert mit den abweichenden psychiatrischen Einschätzungen von Dr. Z._, Dr. C._ und Dr. H._ auseinander und erklärt schlüssig, weshalb seine Einschätzung von diesen Beurteilungen abweicht (S. 15-17). Das Gutachten von Dr. D._ bildet daher eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage für den psychiatrischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin.
3.3 Dr. H._ attestierte der Beschwerdeführerin im Gegensatz zu Dr. D._ und Dr. E._ am 11. Dezember 2006 zuhanden der zuständigen Pensionskasse eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (E. 2.1). Dr. H._ begründete die 100%ige Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin mit ihren somatischen Beschwerden, weist er doch darauf hin, dass er auf eine konsiliarische psychiatrische Begutachtung verzichtet habe, da der behandelnde Psychiater keine für die Arbeitsunfähigkeit relevante Depression diagnostiziert habe und der beigezogene Psychiater keine Psychopathologie habe erkennen können (S. 5). Dr. E._ weist zu Recht darauf hin, dass Dr. H._ bei seiner Beurteilung die Magnetresonanz-Untersuchung der Lendenwirbelsäule vom 22. Mai 2006 nicht berücksichtigt hat. Diese Untersuchung ist für eine zuverlässige Beurteilung jedoch unerlässlich, war dabei doch zu sehen, dass die Diskushernie weitgehend rückläufig war (Urk. 7/71 S. 19 und S. 26). Bei der Einschätzung von Dr. H._ gilt es zudem zu beachten, dass er im Gegensatz zu Dr. E._ kein Facharzt für Rheumatologie ist. Die Einschätzung von Dr. H._ vermag daher das Gutachten von Dr. E._ nicht in Frage zu stellen.
3.4 Dr. Z._, welcher Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie ist, attestierte der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht lediglich vom 29. Juli bis 24. August 2006 eine Arbeitsunfähigkeit (E. 2.2). Eine solche kurzfristige Arbeitsunfähigkeit ist nicht invalidisierend, weshalb die Berichte von Dr. Z._ die Gutachten von Dr. D._ und Dr. E._ nicht in Frage stellen.
3.5 PD Dr. A._ hielt in seinem Bericht vom 12. September 2007 fest, in der bisherigen Tätigkeit bestehe seit Mai 2006 eine 60- bis 70%ige Arbeitsfähigkeit und in einer behinderungsangepassten Tätigkeiten eine solche von 80 bis 100 % (E. 2.3). Gleichzeitig führte er aber aus, dass aus somatischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit begründbar sei. PD Dr. A._ erklärt nicht, weshalb aus nicht-somatischen Gründen eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehen soll. Sein Bericht ist daher nicht nachvollziehbar.
3.6 Die Ärzte des Spitals I._ äusserten sich im Bericht vom 25. Januar 2007 nicht zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin (E. 2.4). Hingegen attestierten sie ihr mit Zeugnis vom 25. Januar 2006 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die Zeit vom 21. Januar bis 16. Februar 2006 (Urk. 7/39). Diese Arbeitsunfähigkeit bezog sich jedoch lediglich auf die Zeit der Hospitalisierung, welche durch akute lumbovertebrale Schmerzen und eine subjektiv zunehmende muskuläre Schwäche in beiden Beinen bedingt war. Eine weitergehende, invalidisierende Arbeitsunfähigkeit hielten die Ärzte des Spitals I._ nicht fest. Es kann daher auch aus den Berichten des Spitals I._ kein invalidisierender Gesundheitsschaden abgeleitet werden.
3.7 Dr. C._ hielt mit Bericht vom 17. März 2008 fest, er könne die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin nicht genau beurteilen. Gleichzeitig führte er aber aus, dass eine Invalidenrente indiziert sei (Urk. 7/45/3). Eigene Befunde hat Dr. C._ jedoch nicht erhoben, sondern verweist zu dieser Frage der Beschwerdegegnerin auf die von ihm beigelegten Berichte von PD Dr. A._, der Rheumaklinik des Spitals K._ sowie des Spitals I._ (Urk. 7/45/5-13). Zudem hat er mit der Empfehlung einer IV-Rente insofern seine Kompetenzen überschritten, als es nicht Aufgabe eines Mediziners ist, sich über den Rentenanspruch einer versicherten Person auszusprechen. Dies obliegt allein der Beschwerdegegnerin, bzw. im Streitfall dem zuständigen Gericht. Sein Bericht vermag daher die Gutachten von Dr. D._ und Dr. E._ nicht in Frage zu stellen.
3.8 Die Ärzte des Instituts J._ machten im Bericht vom 7. Januar 2011 (E. 2.9) keine Angaben dazu, inwieweit ihres Erachtens die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin eingeschränkt ist. Sie verwiesen vielmehr darauf, dass dies in einer gutachterlichen Untersuchung abzuklären sei. Dies hat die Beschwerdegegnerin durch die Einholung der Gutachten bei Dr. E._ und Dr. D._ gemacht. Der Bericht der Ärzte des Instituts J._ enthält keine Angaben, welche die Beweiswürdigkeit dieser Gutachten in Frage stellen würde. Vielmehr verwiesen auch sie explizit, wie schon Dr. E._ in seinem Gutachten, auf das auffällig widersprüchliche Verhalten der Beschwerdeführerin während den klinischen Untersuchungen. Eine (klinische) Beurteilung der Beschwerdeführerin sei aufgrund überschiessender Schmerzangaben und bei demonstrativem Schmerzgebaren faktisch nicht möglich. Das Ausmass der von ihr angegebenen Beschwerden sei aufgrund der objektivierbaren Befunde nicht erklärt (Urk. 13/4 S. 7). Dieses Verhalten der Beschwerdeführerin wurde u.a. bereits schon im Bericht der Ärzte der Rheumaklinik des Spitals K._ vom 13. Oktober 2006 festgehalten ("Zusammengefasst handelt es sich um ein lumbospondylogenes Schmerzsyndrom bei Lumbalisation S1, ausgeprägter Haltungsinsuffizienz mit durch Inaktivität bedingter übermässiger Verfettung der Haltungsmuskulatur dorsal, Haltungsinsuffizienz, Fehlhaltung. Die Beschwerden haben sich bei der Patientin generalisiert und führen zu einem ausgeprägten Vermeidungsverhalten, was den Untersuchungsbefunden nicht entspricht und sich in einem widersprüchlichen klinischen Bild offenbart.", Urk. 7/45/8).
3.9 Dr. G._ nahm am 11. Oktober 2010 zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und insbesondere auch zum Gutachten von Dr. D._ Stellung. Eine eigene Einschätzung der Arbeitsfähigkeit gab Dr. G._ nicht ab. Die Kritik von Dr. G._ am Gutachten von Dr. D._ ist nicht schlüssig. So liefert er keine Anhaltspunkte dafür, weshalb die Beschwerdeführerin die durchgeführten Tests trotz Dolmetscher nicht verstanden haben soll. Die Einschätzung von Dr. D._ basierte zudem nicht nur auf den durchgeführten Tests, sondern auch auf seinen eigenen Untersuchungen, namentlich einem Gespräch und insbesondere auch auf den vorhandenen Akten. Der Kritik, das Gutachten würde nur eine Momentaufnahme zeigen, kann daher nicht gefolgt werden, setzte sich doch Dr. D._ auch mit der Anamnese der Beschwerdeführerin auseinander. Es ist zudem nicht zu beanstanden, dass sich Dr. D._ nicht abschliessend dazu äusserte, ob eine somatoforme Schmerzstörung vorliegt, hat er doch erklärt, dass diese - wenn eine solche vorliegen sollte - überwindbar wäre. Der Bericht von Dr. G._ vermag daher das Gutachten von Dr. D._ nicht in Frage zu stellen.
3.10 Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit ausgegangen ist. Die Beschwerde erweist sich demzufolge als unbegründet und ist abzuweisen.
4. Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 600.-- als angemessen, die ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin aufzuerlegen ist.