# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 239b3b75-97b3-407e-bd41-ab376dee2477
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1953,
verunfallte im Jahr 1980 bei der Arbeit und er
litt verschiedene Frakturen (Becken, Schambeinast, Unterschenkel) sowie eine
Symphysensprengung
(Urk. 11/9/59).
Nachdem er
im Jahr 2001 und anfangs Jahr
2002
weitere Arbeitsunfälle
bei seiner
T
ätigkeit als Gipser
e
rlitten hatte (Urk. 11/9/6,
Urk.
11/9/13,
Urk.
11/9/75
),
meldete er sich am 10. September 2002
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 11/3).
Nach medizinischen und erwerblichen Abklärun
gen
, ins
be
sondere unter
Beizug
der Akten der
Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt
(
SUVA
;
Urk. 11/9)
,
kam die IV-Stelle zum Schluss,
es liege
weder eine Dauerinvalidität vor
,
noch sei
der Be
schwerdeführer während mindestens eines Jahres
zu 40 % in seiner Arbeitsfä
higkeit eingeschränkt gewesen, weshalb das Leistungsbegehren zurzeit abzu
weisen sei
(Verfügung vom 6. Januar 2003,
Urk.
11/
14)
.
1.2
Am 25. Januar 2010 meldete sich
X._
bei der IV-Stelle unter Hin
weis auf Bein-
und Rückenschmerzen sowie eine
Lungenentzündung erneut zum
Leistungsbezug an (Urk. 11/16). Am 29. Januar 2010 reichte er ein
weiteres
An
mel
deformular
nach
und gab hinsichtlich
gesundheitlicher
Beeinträchtigun
g
en
„Psychiatrische Abklärung betr. Depression,
Alkoholabusus
“
an
(Urk. 11/22/7)
.
Die IV-Stelle tätigte in der Folge erwerbliche und medizinische Abklärungen. Ins
besondere
holte
sie Bericht
e
von Dr. med.
Y._
, FMH für Physikalische Medi
zin und Rehab
ilitation
(
undatiert; Urk. 11/37)
,
sowie von Dr. med. Z._
, Fach
arzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom 4. Juni 2010 (Urk. 11/39
)
ein
.
Am
19. Juli 2010
auferlegte die IV-Stelle dem Versicherten
als Schaden
minderungspflicht
eine - durch einen Facharzt zu bescheinigende
–
sechsmo
na
tige Alkoholabstinenz und diesbezüg
lich die Durchführung einer Entgiftungs- und anschliessende Suchtentwöhnungstherapie in einer Suchtklinik (Urk. 11/41)
.
Nachdem der Hausarzt des Be
schwerdeführers, Dr. med. A._
, Innere Me
di
zin FMH und Allg. Medizin FMH,
der IV-Stelle mitgeteilt hatte, der
Ver
si
cher
te
werde voraussichtlich in der
K
linik
B._
an einem Schmerzpro
gramm teilnehmen, wobei auch dort auf Entzugssymptome geachtet werden
könnt
e (Urk. 11/48), teilte die IV-Stelle dem
Versicherten
mit Schreiben vom 29. November 2010
(Urk. 11/50)
mit, dass sie mit dem Vorgehen einverstanden
sei, die sechsmonatige Alkoholabstinenz
jedoch
durch einen Facharzt beschei
nigt
werden müsse und durch Laborkontrollen nachzuweisen sei.
In der Folge
befand
sich
der
Versicherte
vom 1.-1
4.
Dezember 2010 in der
K
linik
B._
(Bericht
zu
Handen
der IV-Stelle
vom 10. Februar 2011, Urk. 11/53).
Nachdem
die IV-Stelle einen Be
richt
von
Dr.
A._
eingeholt (
Bericht vom 6. April 2011,
Urk. 11/54-55
mit weiteren Berichten
) und der
Regionale Ärztliche Dienst fest
gestellt hatte, dass der Nachweis der Schadensminderungspflicht nicht erbracht worden
sei
(Urk. 11/66/5), liess sie den Versicherten vom 2.-6. Januar 2012
i
n der Einrichtung C._
poly
disziplinär begutach
ten (Gutachten
vom 5. April 2012, Urk. 11/63
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk. 11/67-72) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 29. August 2012 ab (Urk.
2
).
2.
Da
gegen
erhob
X._
am 1. Oktober 2012
Beschwerde
(Urk. 1) und be
antragte
,
die ange
fochtene Verfügung sei aufzuheben und die Sache zwecks
wei
terer Abklärungen an die Vorinstanz
zurückzuweisen
. In prozessualer Hin
sicht
ersuchte
der
Be
schwerdeführer
um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um Bestellung
von Rechtsanwalt Meier Rhein zum
unentgeltlichen
Rechtsbeistand
(Urk. 1 S. 2).
Mit
Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2013
schloss
die Beschwerdegegnerin
unter H
inweis auf die Stellungnahme der Einrichtung C._
vom 3. Januar 2013 (Urk.
9
, Urk.
10
unter Beilage ihrer Akten,
Urk. 11/1-80)
auf Ab
weisung der Beschwerde.
Der Beschwerdeführer
hielt mit
Replik
vom 14. März 2013
(Urk. 15)
an sei
nen Anträgen fest und liess weitere ärztliche Berichte auf
legen (
Bericht von Dr.
A._
vom 4. Februar 2013 [
Urk. 16
/1
], Bericht von
Dr. D._
, Innere Medizin & Rheumatologie FMH, vom 10. Januar 2013
[Urk. 16/2], Be
richt des
S
pitals
E._
, Klinik für Innere Medizin, vom 2
9. Januar 2013 [Urk. 16/3]
).
Am
6. Mai 2013 verzichtete die Beschwerdegegnerin
auf Duplik (Urk. 20), was dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 13. Mai 2013 (Urk. 21) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die
Beschwerdegegnerin hielt dafür,
es liege
gemäss den medizinischen Abklä
rungen
kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor, der eine dauerhafte Arbeits
unfähigkeit begründen würde. Es sei dem Beschwerdeführer aus medizinischer Sicht zumutbar, seine bisherige Tätigkeit als Gipser weiterhin auszuführen, wes
halb das Leistungsbegehren abzuweisen sei (Urk. 2).
1.2
In der Beschwerdeschrift führte d
er Beschwerdeführer
aus,
entgegen der Ansicht der Gutachter de
r Einrichtung C._
sei er
aus somatischer Sicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt
,
was auch der
SUVA-
Kreisarzt Dr.
F._
und
sein Hausarzt Dr.
A._
bestätig
en würden
.
S
odann
sei auch der psychi
atrische
Teil des Gutachtens
nicht schlüssig
.
E
s
sei deshalb erneut
eine Begut
ach
tung durchzuführen
(Urk. 1)
.
Mit der Replik brachte der Beschwerdeführer vor, auch
Dr.
D._
könne sich nicht vorstellen, wie er vollschichtig die Schwerar
beit als Gipser realisieren
sollte. Ausserdem sei am S
pital
E._
zwischen
zeitlich eine koronare Herzerkrankung diagnostiziert worden. Es sei da
von aus
zugehen, dass damit seine Belastungsfähigkeit weiter eingeschränkt sei
(Urk. 15)
.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desge
setzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zu
d
em nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
2.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Drei
viertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Alkoholismus
(wie auch Drogensucht und Medikamentenabhängigkeit)
begrün
det für sich allein keine Invalidität im Sinne des Gesetzes. Vielmehr wird er inva
lidenversicherungsrechtlich erst relevant, wenn er eine Krankheit oder einen Unfall bewirkt hat, in deren Folge ein körperlicher, geistiger oder psychischer, die
Erwerbsfähigkeit beeinträchtigender Gesundheitsschaden eingetreten ist, oder wenn
er selber Folge eines körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschadens ist, dem Krankheitswert zukommt (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008
vom 5. März 2009 E. 2).
Dabei ist das
ganze
für die Alkoholsucht
massgebende Ursachen- und Folgespektrum in eine Gesamtwürdigung einzube
ziehen, was impliziert, dass einer allfälligen Wechselwirkung zwischen Suchtmittelabhängigkeit und psychischer Begleiterkrankung Rechnung zu tragen ist
(Ur
teile des Bundesgerichts I 758/01 vom 5. November 2002 E. 3.2, und I 390/01
vom 19. Juni 2002 E. 2b).
Was die krankheitsbedingten Ursachen der Alkohol
sucht betrifft, ist für die invalidenversicherungsrechtliche Relevanz der Abhängi
gkeit erforderlich, dass dem Alkoholismus eine ausreichend schwere und ihrer Natur nach für die Entwicklung einer Suchtkrankheit geeignete Gesundheitsstörung zugrunde liegt, welche zumindest eine erhebliche Teilursache der Alkohol
sucht darstellt (Urteil des Bundesgerichts I 192/02 vom 23. Oktober 2002 E. 1.2.2
mit Hinweis); es genügt nicht, wenn es sich nur um eine ganz untergeordnete Teilursache handelt (nicht veröffentlichtes Urteil des Bundesge
richts I 130/93 v
om 29. August 1994). Mit dem Erfordernis des Krankheitswerts einer allfälli
gen
verursachenden psychischen Krankheit wird verlangt, dass diese die Arbeits- und
Erwerbsfähigkeit einschränkt (BGE 99 V 28 f. E. 2; Urteil des Bundesgerichts I 940/05 vom 10. März 2006 E. 2.2; erwähntes Urteil I 758/01 E. 3.1). Wenn der er
forderliche Kausalzusammenhang zwischen Alko
holsucht und krankheitswertigem psychischem Gesundheitsschaden besteht, sind für die Frage der noch zu
mutbaren Erwerbstätigkeit die psychischen und die suchtbedingten Beein
träch
ti
gungen gesamthaft zu berücksichtigen. Um diese Frage beantworten zu können,
sind Verwaltung und Gericht auf möglichst detaillierte medizinische Auskünfte
über die Verhältnisse zur Zeit der Entste
hung der Alkoholsucht auf der einen und
der allfälligen psychiatrischen
Komorbidität
auf der andern Seite sowie über den allfälligen ursächlichen Zu
sammenhang zwischen den beiden Aspekten an
gewiesen (vgl. zur Bedeutung medizinischer Auskünfte zur Bestimmung der In
validität BGE 115 V 133 E. 2; BGE 124 V 265 E. 3c mit Hinweis, 99 V 28 E. 2; SVR 2001 IV Nr. 3 S. 7 E. 2b; AHI 2002 S. 30 E. 2a, 2001 S. 228 f. E. 2b mit Hinweisen; Urteile des Bundes
gerichts I 169/06 vom 8. August 2006 E. 2.2 und
4.2 mit Hinweisen und des Bundesgerichts 8C_672/2010 vom 27.
September 2010
E. 2).
2.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen)
, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden
hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem
sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des
strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK
1986 S.
188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist
im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen
beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem
Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psy
chi
schen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Dar
legung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schluss
folgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind,
dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte
oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E.
5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E.
1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S.
30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S.
24 f.).
3.
3.
1
Der Beschwerdeführer wurde
in der Einrichtung C._
vom 2.-
6. Januar 2012 internistisch, rheumatologisch und psychiatrisch begutachtet (Gut
achten vom 5. April 2012, Urk. 11/63).
Im Gutachten wurde festgehalten,
d
er Beschwerdeführer
habe
vor allem
über Schmerzen in den Beinen, die si
ch beim
Gehen verstärken würden, sowie
über Rücken- und Gesässschmerzen
ge
klagt und habe angegeben, an einer
Anstrengungsdyspnoe
zu leiden
(Urk. 11/63/18).
3.1.1
D
er internistische Gutachter
führte aus, es bestehe
sowohl anamnestisch wie auch
klinisch
der dringende Verdacht auf einen
Alkoholabusus
, der jedoch bis
her zu k
einen Organschäden geführt habe, weshalb keine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit vorliege.
Des Weiteren
bestehe ein chronischer
Nikotinabusus
. Hinweise
auf eine COPD seien keine gefunden worden; die Arbeitsfähigkeit sei durch den
Nikotinabusus
nicht eingeschränkt.
Ausserdem
diagnostizierte er
eine arterielle Hypert
onie
(Urk. 11/63/22-
23).
3.1.2
Der rheumatologische Gutachter
hielt fest
,
die vom Beschwerdeführer vorder
gründig geschilderten Beschwerden entsprächen primär den in der klinischen
Untersuchung gefundenen
Druckdolenzen
am lateralen Beckenkamm beidseits über
dem
Piriformis
.
Abgesehen von
diesen
Druckdolenzen
könne kein rele
van
ter pathologischer Befund
, weder
inspektorisch
noch
palpatorisch
,
gefunden wer
den. Bei
den
seit Mai 2002 bekannten degenerativen Veränderungen an der dis
talen Lendenwirbelsäule
(
Diskopathien
LWK4 bis S1 und
Spondylarthrosen
LWK3
bis S1 beidseits
,
asymptomatisch),
seien auch hier keine wesentlichen klinischen Befunde vor
handen. Es hätten sich aber deutlich positive
Waddell
-Zeichen ge
zeigt. Die Re
siduen am rechten Unterschenkel seien sodann klinisch reizlos. Auf
grund der
Beschwielung
der Fusssohlen könne
jedoch
davon ausgegangen wer
den, dass das rechte Bein gegenüber links etwas geschont werde. Zusätzlich be
stünden die
neurologischerseits
bereits beurteilten, o
ffensichtlich nicht organi
schen
Sensibilitätsstö
rungen am rechten Unterschenkel,
sowie
an beiden Beinen
diffuse Krafteinbussen mit Angabe von provozierten Kreuzschmerzen, sogar beim
Grosszehenheber beidseits. Auch diese Befunde würden auf eine nicht-so
mati
sche Problematik hinweisen. Insgesamt könn
t
e
n
im Vergleich zur Akten
lage aus dem Jahr 2002 keine wesentlichen Unterschiede in der klinischen Un
tersuchung
gefunden werden. Der Beschwerdeführer sei damals als 100 % ar
beitsfähig beur
teilt worden und habe laut Aktenlage anschliessend auch wieder
- mit Unterbrüchen - zu
einem vollen Pensum bis ins Jahr 20
07
als Gip
ser (Urk. 11/63/16)
gearbeitet. Aus rein rheumatologischer Sicht gebe es keine Gründe, weshalb
bei
ähn
lichen klinischen Befunde
n
keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehen sollte. Es fän
den sich
denn
auch Zeichen eines vermehrten Schmerzgebarens
.
Auch d
ies sei bereits im Jahr 2002 festgestellt worden
.
I
nsbesondere
sei auf den Bericht des damali
gen Hausarztes Dr.
G._
vom 11. Mai 2002 zu verweisen, worin letzterer festgehalten habe, dass er
den Beschwerdeführer rennend mit zwei Taschen
ge
sehen habe
(Urk. 11/63/27).
Hinsichtlich beruflicher Massnahmen
hielt der rheumatologische Gutachter fest,
aus rein rheumatologischer Sicht
seien
solche
zumutbar. W
enn möglich
seien je
doch
körperliche
Schwerarbeiten
zu unterlassen
. Ausserdem soll
t
e die Tätig
keit
vorzugsweise
rückenadaptiert sein, um allfälligen spezifi
schen Belastungen
der Lendenwirbelsäule entgegenzuwirken, damit die be
kannten m
or
phologi
schen
Veränderungen nicht symptomati
sch würden. Eine Tätigkeit
sollte
idealerweise wechselbelastend, leicht bis mittelschwer sein (Urk. 11/63/27
-
28).
3.1.3
Der psychiatrische Gutachter diagnostizierte eine rezidivierende depressive Stö
rung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
,
sowie
einen
dringende
n
Verdacht auf ein Alkoholabhäng
igkeitssyndrom (ICD-10 F10.24).
Der Gutachter ging -
bei
Ein
räumung von Unsicherheiten – von einem primären Suchtgeschehen aus
.
Wei
ter
hielt er fest, obwohl eine gewisse affektive Verflachung festgestellt wer
den könne, erreiche diese doch nicht das Ausmass eines durch Alkohol be
ding
ten
Restzustandes (ICD-10 F
10.7).
So pflege der Beschwerdeführer sowohl Be
zieh
ungen zu seinen Kollegen
und habe auch eine Freundin, die regelmässig bei ihm
nächtige. Die zurzeit remittierte depressive Störung sei sowohl zum Teil
als
se
kun
där
e
Folge der Substanzabhängigkeit zu deuten, zum Teil aber auch
als
Folge
der schwierigen
psychosozialen Umständen (Unfallfolgen, Arbeitsplatzverlust, Schul
den).
Der Gutachter
notierte
,
der Erfolg
berufliche
r
Massnahmen ersch
eine
ohne vorgängige konsequente Entzugs- beziehungsweise
Entwöhnungs
behandlung
fraglich
zu sein
.
Er
äusserte
jedoch d
i
e Ansicht, dass der Beschwerdeführer n
ach einer solchen
Behandlung
in seiner Arbeitsfähigkeit
aus psychiatrischer Sicht
nicht mehr
erheblich
eingeschränkt wäre
(Urk. 11/63/32
, 3
3
-35
).
3.1.4
In der Konsen
s
konferenz
kamen die Gutachter gemeinsam zum Schluss
, dass dem
Beschwerdeführer die Tätigkeit als Gipser weiterhin vollschichtig zumutbar sei. Sowohl im psychiatrischen
wie auch im somatischen Bereich seien die aktu
ellen
Untersuchungsbefun
de gleich wie diejenige
n
von 2002
, als
sich
der Be
schwerde
führer in der Klinik
H._
zur Rehabilitation aufgehalten habe
. Da
nach habe de
r Beschwerdeführer noch fünf Jahre als Gipser gearbeitet. Die Gut
achter wa
ren sodann der Ansicht, dass dem Beschwerdeführer auch weitere Tä
tigkeiten zu
mutbar seien.
Sie
empfahlen eine Entzugs- und Entwöh
n
ungsbehandlung, führ
ten
jedoch aus, der Beschwerdeführer scheine
dazu
nicht weiter motiviert zu sein und
sei diesbezüglich
auch nicht einsichtig. Die Prognose be
treffend Ar
beitstätigkeit sei als schlecht zu betrachten,
weil sich
der Beschwerdeführer mit seiner aktuellen Situation arrangiert
habe
und keinen Grund
sehe
, ir
gendeiner Tätigkeit nachzugehen (Urk. 11/63/38).
3.2
SUVA-
Kreisarzt Dr.
F._
untersuchte
den Beschwerdeführer am 16. August 2012
(Bericht vom
selben Tag
, Urk.
11/80/13-28
)
.
Dr.
F._
attestierte
eine voll
ständige Arbeitsfähigkeit bei
folgendem
Zumutbarkeitsprofil: Leichte wechselbelastende Tätigkeiten, Zusatzbelastungen vereinzelt bis 10 kg statisch,
kurzstreckig
ge
hend 5-10 kg, Stehen ohne ausschliessliche Belastung des rechten Beines, Gehstrecke von mehreren Dutzend Metern mehrere Male pro Arbeitszeit, Sitzen mit der Möglichkeit aufzustehen und herumzugehen. Als nicht zumutbar
erachtete Dr.
F._
kraftvolle Zug-, Stoss- und Drehbewegungen, axiale Be
las
tungen, bodennahe kauernde, kniende Tätigkeiten,
Leiternarbeiten
, repetitives Treppensteigen, Gerüstarbeiten, Gehen ausschliesslich auf unebenem Unter
grund
,
Zwangshaltungen, Vibrationen, Schläge
(Urk.
11/80/26
)
.
Der Kreisarzt
führte be
zugnehmend auf das Gutachten de
r Einrichtung C._
aus, er könne
die von den Gutachtern attestierte volle Belastungs- und Einsatzfähigkeit des Be
schwerdeführers bezüglich der Tätigkeit als Gipser
weder
nachvollziehen
noch
be
stätigen
(Urk.
11/80
/26
)
.
3.3
Zur Einschätzung des SUVA-Kreisarztes sowie des Hausarztes des Beschwer
de
führers Stellung nehmend, hielt der
rheumatologische Gutachter der Einrichtung C._
am
3.
Ja
nuar 2013 (Urk. 10) dafür, die von Kreisarzt Dr.
F._
erhobenen klini
schen
Befunde seien nicht neu, sondern - wie bereits im Gutachten ausgeführt
–
ver
g
leichbar mit denjenigen aus dem Jahr 2002. Bereits damals sei von einer Arbeits
fähigkeit von 100 % ausgegangen worden. Tatsächlich sei der Beschwer
de
führer anschliessend bis zu seiner Entlassung im Jahr 2007 auch wieder vollschichtig als Gipser tätig gewesen. Weshalb ohne Änderung der Befunde nun
mehr
eine erhebliche Belastungsintoleranz vorliegen sollte, welche die Einsatz
fähigkeit in der ursprünglichen Tätigkeit verunmögliche, lege Dr.
F._
demge
ge
nüber nicht dar. Hinzu komme, dass der Kreisarzt die entsprechend seiner Statuserhebung genannten Zeichen eines vermehrten Schmerzgebarens im Be
reich der Wirbelsäule nicht untersucht habe, was seine Beurteilung möglicher
weise beeinflusst hätte. Zusammenfassend beständen mithin keine Gründe, von der gutachterlichen Beurteilung abzuweichen oder weitere Abklärungen zu tä
tigen.
4.
4.1
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers erfüllt das Gutachten de
r Einrichtung C._
die
an eine beweiskräftige Expertise gestellten Anforderungen (E. 2.5). Es beruht auf
sorgfältigen und umfassenden Abklärungen (Urk. 11/63/16-32), berücksich
tigt die geklagten Beschwerden (Urk. 11/63/18, 24, 30) und die Einschätzung der Gut
achter ist in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den
Vor
akten
(Urk. 11/63/32-35) schlüssig begründet.
4.2
Soweit der Beschwerdeführer die Einschätzung des psychiatrischen Gutachtens als widersprüchlich bezeichnet (Urk. 1 S. 5), kann ihm nicht gefolgt werden.
Mit Blick auf die vom Gutachter erhobene Anam
nese (
der Beschwerdeführer gab an, seine Stimmung sei
ordentlich
,
er habe eine gewisse
Freude
am Kochen sowie
am Kontakt mit Kollegen
, Urk. 11/
63/30
) so
wie die durch den Gutachter erho
benen Befunde (
der Gutachter stellte eine
ge
wisse hintergründige Depressivität,
jedoch keine eigentliche depressive Ver
stimmung
fest
, Urk. 11/
63/31
) ist die Schlussfolgerung,
die depressive Störung sei remittiert (E. 3.1.3)
durchaus
nach
vollziehbar.
Dass
der Gutachter
den Verdacht auf eine Alkoholabhängigkeit
so
dann
au
f suggestive
Annahmen
stützen würde
, ist
nicht
ersichtlich
,
und wird
vom Beschwerdeführer
auch nicht weiter ausgeführt.
Der Beschwerde
führer gab
im Anmeldeformular zuhanden der IV-Stelle zur gesundheitlichen Beeinträch
ti
gung
vielmehr selber
einen
Alkoholabusus
an
(Urk. 11/22
/7
)
.
Eine
Alkoholabhängigkeit
kann
sich
zwar – wie der
psychiatrische
Gutachter an
n
ahm
–
im Er
werbsleben
ein
schränkend
auswirken
, weshalb er berufliche Massnahmen ohne vor
gängige konsequente Entzugs- beziehungsweise Entwöhnungsbehandlung als
fraglich erachtete
(E. 3.1.3).
Invalidenversicherungsrechtlich
ist
die Al
ko
hol
sucht
jedoch
vorlie
gend nicht relevant
und führt
somit
aus versicherungsrechtlicher Sicht zu kei
ner
Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit, da
die Alkohol
abhängigkeit
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit
beim Beschwerdeführer
weder Folgeschä
den mit
K
rankheitswert
zeitigt
e
,
noch selber Folge eines
Gesund
heitsschadens mit Krankheitswert
ist
(E. 2.3)
.
Die Gutachter hielten in
der Konsenskonferenz des
halb zu Recht fest,
dass aufgrund der Alkoholabhängigkeit
keine Einschränkung de
r Ar
beitsfähigkeit des Beschwerdeführers
resultiere
(Urk. 11/63/37).
Mit Schrei
ben vom
19. Juli 2010
(Urk. 11/4
1
)
w
ar
dem Be
schwerdeführer
von der Beschwerdegegnerin im Übrigen
als Schadenminderungspflicht
eine sechs
monatige Alkoholabstinenz auferlegt
wo
rden,
deren Nachweis
der Beschwerdeführer
aber
nie
erbrachte (Urk. 11/66/5
)
. A
llfällige
auf die Alko
hol
sucht zurückzufüh
rende
Einschränkung
en
wären
demnach versicherungsrechtlich
von vorneherein
un
be
achtlich
.
4.3
4.
3
.1
Was sodann den
somatischen
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowie die diesbezügliche Arbeitsfähigkeit betrifft,
vermag der Beschwerdeführer mit seinen Vor
bringen ebenfalls nicht durchzud
ringen.
Während die Gutac
hter
ge
stützt auf ihre Abklärungen
zum Schluss
kamen
, die Tätigkeit als Gipser sei dem Beschwerdeführer weiterhin zumutbar (
E. 3.1.2,
E.
3.1.4
),
wurde diese Schluss
fol
gerung von
SUVA-
Kreisarzt Dr.
F._
stark
in Zweifel gezogen
(E
. 3.2
).
Zu dieser Kritik Stellung nehmend hat der rheumatologische Gutachter nach
vollziehbar dargelegt, dass bei unveränderten Befunden sowie einer bis ins Jahr 2007 uneingeschränkten Tätigkeit als Gipser (E. 3.3) nicht von seiner Ein
schätzung abzuweichen sei, wonach eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in bis
heriger Tätigkeit bestehe. Dem ist angesichts dessen, dass der Beschwerde
führer seine letzte Anstellung als Gipser offensichtlich nicht aus gesundheitli
chen
Gründen verlor (Urk. 11/38/1; Urk. 11/80/26) und der Kreisarzt festhielt, bildgebend seien keine wesentlichen Residuen nachzuweisen (Urk. 11/80/23) sowie -
in Kenntnis einer demonstrativen Komponente (Urk. 11/80/17) - eine ange
passte
Tätigkeit als vollschichtig und vollzeitlich zumutbar erachtete (E. 3.2), nichts an
zufügen.
Selbst wenn aber
davon ausgegangen würde, dass der Beschwerde
führer mit Blick auf die von Dr.
F._
an
geführten Einschränkungen (E. 3.2)
nicht mehr als
Gipser, sondern
nur noch in einer angepassten Tätigkeit vollzeitlich arbeitsfähig
wäre, resultierte kein rentenbegründender Invaliditätsgrad (siehe
nachfolgend,
E. 5).
Weitere Abklärungen erübrigen sich mithin auch aus dieser Sicht.
4.
3
.2
Davon abzuweichen, dass
der
Beschwerdeführer
aus somatischer Sicht
voll
stän
dig arbeitsfähig ist
,
gibt auch
die
übrige
Akten
lage
nicht Anlass
.
Die behandelnde Ärztin Dr. Y._
hielt i
n ihrem Bericht hinsichtlich der Frage nach der zumutbaren Ar
beitsfähigkeit
fest
, diesbezüglich sei eine psychiatrische
A
bklärung bei Dr.
Z._
im Gange. Einschränkend stehe eine
allgemeine Müdigkeit
,
wahrscheinlich im Rahmen einer De
pression
im Vordergrund
(Urk. 11/37/2)
.
Dem
nach schien sie davon auszugehen, dass aus somatischer Sicht keine Ein
schrän
ku
ng der Arbeitsfähigkeit vorliegt
.
Der behandelnde Arzt
Dr.
A._
attestierte dem Beschwerdeführer
sodann
zwar
mit Bericht
vom 6.
April 2011 (Urk. 11/55)
in behinderungsangepasster Tätig
keit eine
eingeschränkte
Arbeitsfähigkeit von 50 %
.
Wie er die Arbeitsfä
higkeit aus somatischer Sicht einschätzte, geht aus diesem Bericht jedoch nicht hervor, da
er
bei
den Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auch psychia
trische Leiden
(depressive Episoden) und einen Alkohol
über
konsum
aufführte
,
sowie bei den Einschrän
kungen „psychisc
h depressive Symptome“ angab.
Was sein
Schreiben
vom 27. September 2012 (Urk. 3/4)
betrifft
,
in
dem er
unter Hinweis auf die Einschätzung des Kreisarztes
zum Gutachten
Stellung
nahm
und dafür
hielt, die
angestammte Tätigkeit
sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumut
bar,
ist auf das hierzu bereits Ausgeführte (E. 4.3.1) zu verweisen.
Die
Ärzte der
K
linik
B._
attestierten mit Bericht vom 10. Feb
ruar 2011
(Urk. 11/53)
sodann
lediglich eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die Dauer des Aufenthaltes bis am 28. Dezember 2010
, wobei sie den weiteren Ver
lauf der Arbeitsfähigkeit offen liessen.
Mit Blick darauf, dass sie sich
nicht zur Arbeitsfäh
igkeit in angepasster Tätigkeit
äusserten und die Arbeitsun
fähig
keit auch nicht begründeten,
vermag
auch diese
r
Bericht
das Gutachten de
r Einrichtung C._
nicht in Zweifel zu ziehen
.
In den
vom Beschwerdeführer
schliesslich
mit der Replik eingereichten Berich
te
n
wird
überhaupt
keine Einschätzung der
Arb
eitsfähigkeit (Bericht des S
pitals
E._
vom 29. Januar 2013, Urk. 16/3), respektive
keine Einschätzung
der
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (Bericht von
Internist und Rheu
ma
tologe
n
D._
vom 10. Januar 2013
, Urk. 16/2)
vorgenommen
.
Da
der Er
lass der angefochtenen Verfügung vom 29. August 2012 (Urk. 2) die Grenze der
richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (vgl. etwa BGE 129 V 356 E. 1, 129 V 169
E. 1, 129 V 4 E. 1.2, je mit Hinweisen)
sind
diese Berichte
im Übrigen im vor
liegenden Verfahren
von vorneherein
unbeachtlich.
4.
4
Zusammenfassend ist somit davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung seiner angestammten Tätigkeit sowohl aus psychiatrischer als auch aus somatischer Sicht vollumfänglich zumutbar ist, was angesichts dessen, dass di
e Alkoholproblematik eine invalidenversicherungsrechtliche Beurteilung ver
un
möglichte (Urk. 11/39/7), der Beschwerde
führer seiner Schadenminderungs
pflicht jedoch nicht nachgekommen ist, auch für den Zeitraum vor der Begut
ach
tung durch d
ie Einrichtung C._
zu gelten hat.
Ein Rentenanspruch lässt sich somit nicht begründen.
4.5
Selbst wenn aber auf die Einschätzung des SUVA-Kreisarztes (E. 3.2) abgestellt und bloss noch eine angepasste Tätigkeit als zumutbar erachtet würde, führte dies
zu keinem Rentenanspruch.
Weil der Beschwerdeführer seine letzte Festanstellung nicht aus gesundheitli
chen
Gründen verlor (vgl. Kündigungsschreiben vom 29. Juni 2007, Urk. 11/38/8), wäre nicht nur das Invaliden- sondern auch das
Valideneinkommen
anhand der
Tabellenwerte zu ermitteln. Mangels Vorliegen einer Berufsausbil
dung (Urk.
11/16/5, Urk.
11/63/15) wäre so
dann für beide Vergleichseinkom
men von den Tabellenwerten für einfache und repetitive Tätigkeiten von Män
nern, Niveau 4
, auszugehen, womit der Einkommensvergleich (E. 2.4) auf einen Prozentvergleich hinausliefe. Bei einer auf eine vollschichtig und ganztätig aus
zuübende,
leichte, wechselbelastende Tätigkeit eingeschränkten Leistungsfähig
keit (vgl. E.
3.2) liesse sich ein über die Höhe von 10 % h
inausgehender Lei
densabzug nich
t rechtfertigen, was zu einem Invaliditätsgrad von 10 % führte.
Der Vollständigkeit halber ist anzufügen, dass keine Gründe ersichtlich und vom
Beschwerdeführer auch nicht dargelegt worden sind, welche gegen die Verwert
barkeit einer solchermassen eingeschränkten Leistungsfähigkeit sprä
chen.
5.
Diese Erwägungen führen zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde.
6.
6.1
Da vorliegend die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und zur unentgeltlichen
Rechtsverbeiständung
gemäss
§ 16 Abs. 1 und 2
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
erfüllt sind (Urk. 23
),
ist de
m
Beschwerdeführer -
antragsgemäss (Urk. 1 S. 2) - die unentgeltliche Pro
zessführung und die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
in der Person von Rechtsanwalt
Silvan Meier Rhein
zu gewähren
.
6.2
Die Kosten des Verfahrens
sind auf Fr. 800
.-- festzulegen und ausgangsgemäss
vom
Beschwerdeführer
zu tragen
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG)
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu neh
men.
6.3
Mit Honorarnote vom
10. Januar 2014
(Urk.
22
) machte Rechtsanwalt
Meier Rhein
einen Aufwand von
8.52
Stunden sowie Barauslagen in Höhe von Fr.
51.10
und insgesamt Fr.
1‘895.50
(inkl.
MWSt
) geltend, was als angemessen erscheint.
Rechtsanwalt
Silvan Meier Rhein
ist daher
mit einem Betrag von
Fr.
1‘895.50
(inkl. Barausl
agen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse zu entschädi
gen.
D
er Beschwerdeführer
ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach
er
zur
Nachzahlung der Gerichtskosten sowie der Entschädigung an Rechtsanwalt Meier
Rhein verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.