# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a12e67fe-033b-5897-ad61-8249d4ab5af3
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Eheleute S. und I. X. trennten sich im April 2006. Mit Eheschutzentscheid vom
13. Juni 2006 wurde S. X. verpflichtet, an den Unterhalt seiner Söhne P., geboren
27. April 1989, und S., geboren 20. September 1990, pro Monat je Fr. 900.-- zuzüglich
allfälliger Kinder- und Ausbildungszulagen zu bezahlen. Eine gleichlautende
Vereinbarung wurde auch mit Eheschutzentscheid vom 25. Januar 2007 genehmigt.
Am 26. März 2007 wurde die Vereinbarung dahingehend ergänzt, dass die
Unterhaltspflicht des Vaters für die Söhne bis zum 18. Altersjahr, längstens aber bis
zum ordentlichen Abschluss der Erstausbildung dauere. S. X. kam seinen
Unterhaltspflichten nicht nach, worauf die entsprechenden Unterhaltsbeiträge vom
Sozialamt der Stadt St. Gallen bevorschusst wurden.
Am 5. Dezember 2007 wurde über S. X. der Konkurs eröffnet. In der Folge erwarb I. X.
aus der Konkursmasse die hälftigen Miteigentumsanteile an den Grundstücken W-
Strasse in St. Gallen und V.strasse in St. Gallen. Die jeweils anderen hälftigen
Miteigentumsanteile gehörten ihr bereits vorher. Zudem ist I. X. Eigentümerin einer
Liegenschaft mit zwei Eigentumswohnungen in Herisau und einer Liegenschaft in
Spanien.
Am 18. Juni 2009 wurden die Eheleute S. und I. X. geschieden.
Mit Verfügungen vom 26. Juni 2009 forderte das Sozialamt der Stadt St. Gallen von P.
X. und S. X. je Fr. 2'700.-- für zuviel bevorschusste Unterhaltsbeiträge in den Monaten
Januar bis März 2009 zurück. Die Rückforderung wurde damit begründet, dass das
anrechenbare Einkommen der Mutter im betreffenden Zeitraum die
Bevorschussungsgrenze überschritten habe. Per 31. März 2009 sei das
Anstellungsverhältnis der Mutter gekündigt worden, weshalb ab 1. April 2009 wieder
Anspruch auf die volle Bevorschussung bestehe. Mit Verfügungen vom 21. September
2009 stellte das Sozialamt die Bevorschussung der Unterhaltsbeiträge für P. X. und S.
X. rückwirkend per 30. Juni 2009 ein und forderte zuviel bevorschusste Beiträge von je
Fr. 2'700.-- für die Monate Juli bis September 2009 zurück. Das Sozialamt hielt fest,
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die Anspruchsvoraussetzungen seien rückwirkend ab 1. Juli 2009 nicht mehr erfüllt,
weil das anrechenbare Einkommen der Mutter die Bevorschussungsgrenze
überschreite.
B./ Gegen diese Verfügungen des Sozialamts erhoben P. X. und S. X. durch ihren
Rechtsvertreter Rekurs beim Versicherungsgericht.
Mit Entscheid vom 19. März 2010 sprach das Kreisgericht St. Gallen im Sinn
vorsorglicher Massnahmen P. X. monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 900.-- von Juli
bis September 2009 sowie ab Mai 2010 für die Dauer des Verfahrens und S. X.
monatliche Unterhaltsbeiträge von Fr. 900.-- ab Juli 2009 für die Dauer des Verfahrens,
längstens bis Ende Juli 2010, zu.
Das Sozialamt der Stadt St. Gallen beantragte in seiner Vernehmlassung an das
Versicherungsgericht, die Einstellungsverfügungen vom 21. September 2009 seien
abzuändern, indem für P. X. und S. X. die Unterhaltsbeiträge vom 1. Juli bis
30. September 2009 mit Fr. 605.-- pro Monat teilweise zu bevorschussen und die
zuviel ausbezahlten Vorschüsse von Fr. 885.-- zurückzuerstatten seien. Zur
Begründung brachte das Sozialamt vor, seit Rechtskraft des Scheidungsurteils liege
kein vollstreckbares Urteil betreffend Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen vor.
Den angefochtenen Einstellungsverfügungen seien die Zahlen aus der Steuerperiode
2007 zugrunde gelegt worden. Am 30. September 2009 seien die Zahlen für die
Steuerperiode 2008 eingegangen. Werden diese Zahlen zur Grundlage des Entscheids
erhoben, resultiere im fraglichen Zeitraum ein Anspruch auf teilweise Bevorschussung
von Fr. 605.-- pro Monat.
In der Folge widerrief das Sozialamt am 24. November 2009 die Revisionsverfügungen
vom 26. Juni 2009 und setzte für P. X. und S. X. die Bevorschussung vom 10. Januar
2009 bis 31. März 2009 auf je Fr. 285.40 fest und forderte eine Rückerstattung von je
Fr. 1'843.80.
Mit Entscheid vom 25. Juni 2010 hiess das Versicherungsgericht die Rekurse teilweise
gut und hob die Verfügungen des Sozialamts vom 26. Juni 2009 und vom
21. September 2009 auf. Die Alimentenbevorschussung für P. X. und S. X. wurde für
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Januar bis März 2009 auf monatlich je Fr. 285.40 und für Juli bis September 2009 auf
monatlich je Fr. 605.-- festgesetzt (Ziff. 2.1. und 2.2). P. X. und S. X. wurden
verpflichtet, die Differenz von total Fr. 2'728.80 zu den bereits ausbezahlten
Bevorschussungen für die Monate Januar bis März 2009 und Juli bis September 2009
zurückzuerstatten (Ziff. 2.3 und 2.4). Für die Festsetzung der Ansprüche von P. X. und
S. X. ab 1. Oktober 2009 wurde die Sache an die Vorinstanz zurückgewiesen (Ziff. 2.5).
Die Rekurrenten wurden im Sinn der Erwägungen von der Bezahlung der
Gerichtskosten von je Fr. 500.-- befreit (Ziff. 3), und der Staat wurde verpflichtet, den
Rechtsvertreter der Rekurrenten mit Fr. 3'200.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer)
zu entschädigen (Ziff. 4).
Das Versicherungsgericht erwog, der Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen auf
Alimentenbevorschussung liege eine schematisierte Rechnung zugrunde, indem
beispielsweise der Lebensbedarf nicht konkret ermittelt, sondern diesbezüglich auf
Pauschalen abgestellt werde. Das Gesetz wolle so eine einfache und damit schnelle
Anspruchsprüfung gewährleisten. Es scheine daher sinnvoll, dass die
Sozialversicherungsanstalt für die Ermittlung des anrechenbaren Einkommens auf die
Steuerveranlagungen abgestellt habe. In der Veranlagungsberechnung für die Staats-
und Gemeindesteuern 2008 der Mutter seien für die Liegenschaften V-strasse 4 in
St. Gallen und für die Liegenschaften in Herisau sowie in Spanien Erträge von total
Fr. 101'763.-- ermittelt worden, denen Unterhalts- und Verwaltungskosten von total
Fr. 24'928.-- gegenübergestellt worden seien. Die Schuldzinsen betrügen total
Fr. 46'155.--. Insgesamt habe damit aus den Liegenschaften ein Ertrag von
Fr. 30'680.-- resultiert, was von der Mutter im Steuerverfahren akzeptiert worden sei.
Unter diesen Umständen sei nicht zu beanstanden, dass die Sozialversicherungsanstalt
die durch die Steuerbehörden ermittelten Erträge in ihrer Berechnung übernommen
habe. Ob die Mutter tatsächlich über die betreffenden Erträge (frei) habe verfügen
können, könne für die Qualifikation als Einkommen nicht massgebend sein. So werde
bei der Ermittlung des anrechenbaren Einkommens die Bezahlung von Schulden nur
soweit berücksichtigt, als es um Unterhaltsbeiträge gehe. Im übrigen würden einzig
Schuldzinsen berücksichtigt. Die Berücksichtigung der Amortisationen, wie dies die
Rekurrenten verlangten, würde zu einer Privilegierung von Bankschulden führen. Hinzu
komme, dass es fraglich sei, ob die Zwangsamortisationen keine Vermögensbildung
darstellen würden, wie die Rekurrenten geltend machten. Jedenfalls gehe aus der
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Steuerveranlagung 2008 gerade nicht hervor, dass die Hypotheken den (Steuer-)Wert
der Grundstücke übersteigen würden. Gesamthaft bestehe kein Anlass, von den im
Steuerverfahren ermittelten Zahlen abzuweichen. Die Anrechnung der
Liegenschaftserträge und dadurch auch die Anrechnung eines Vermögensverzehrs von
einem Fünfzehntel des den Betrag von Fr. 30'000.-- übersteigenden Reinvermögens
seien damit zu Recht erfolgt; auch im übrigen sei die auf die Zahlen aus dem Jahr 2008
beruhende Rechnung der Vorinstanz nicht zu bemängeln.
Hinsichtlich der Einstellung der Alimentenbevorschussung ab 1. Oktober 2009 hielt das
Versicherungsgericht fest, seine Kognition sei in zeitlicher Hinsicht auf den Sachverhalt
beschränkt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung entwickelt habe.
In diesem Punkt sei daher die Sache an die Sozialversicherungsanstalt
zurückzuweisen, damit diese darüber entscheide, ob die Rekurrenten gestützt auf den
vorsorglichen Massnahmeentscheid vom 19. März 2010 über September 2009 hinaus
Anspruch auf Alimentenbevorschussung hätten.
C./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 30. August 2010 erhoben P. X. und S. X.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, das Urteil des
Versicherungsgerichts vom 25. Juni 2010, Ziff. 1 bis 2.5, sei aufzuheben und es sei für
das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge.
In ihrer Beschwerdeergänzung vom 22. September 2010 beantragen die
Beschwerdeführer, das Urteil des Versicherungsgerichts vom 25. Juni 2010, Ziff. 1 bis
2.5, sei aufzuheben und es sei ihnen rückwirkend für die Monate Januar bis März 2009
und ab Juli 2009 die Alimentenbevorschussung der Unterhaltsbeiträge von Fr. 900.--
pro Monat zu gewähren, ausserdem sei ihnen für das Beschwerdeverfahren die
unentgeltliche Prozessführung zu gewähren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Zur Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, dem Gesetz über Inkassohilfe und
Vorschüsse für Unterhaltsbeiträge (sGS 911.51, abgekürzt GIVU) und der Verordnung
dazu sei keine Bindung der zuständigen Gemeindebehörden an die Steuerveranlagung
zu entnehmen. Gewiss wolle auch das GIVU eine einfache und schnelle
Anspruchsprüfung gewährleisten, was aber noch keine Bindung an die
Steuerveranlagung bedeute, wenn sich im Einzelfall herausstelle, dass diese den
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tatsächlichen Verhältnissen gar nicht gerecht werde. Die Inkassohilfe und
Bevorschussung seien Teil des öffentlichen Sozialhilferechts und insofern ein
Teilaspekt der Existenzsicherung nach Art. 12 der Bundesverfassung (SR 101,
abgekürzt BV). Das Versicherungsgericht hätte unter dem verfassungsrechtlichen
Aspekt der Beschwerdeführer auf Sicherung ihres Existenzminimums gerade nicht auf
die Steuerveranlagung abstellen dürfen, sondern konkret prüfen müssen, ob ihrer
Mutter wirtschaftlich tatsächlich Erträge aus den Liegenschaften zufliessen würden,
aus denen sie die nicht bezahlten Unterhaltsbeiträge des Vaters kompensieren könnte.
Die Vorinstanz stelle in tatsächlicher Hinsicht nicht in Frage, dass der Mutter der
Beschwerdeführer die Liegenschaftenerträge nicht zur Verfügung stünden; sie
bezeichne die Verwendung der Erträge denn auch als "Zwangsamortisationen". Für die
Vorinstanz sei es dann entgegen ihrer eigenen Feststellung, welche die
Beschwerdeführer belegt hätten, dass ihrer Mutter die Liegenschaftenerträge nicht zur
Verfügung stünden, doch "fraglich", "ob die Zwangsamortisationen keine
Vermögensbildung darstellten". Aus der Steuerveranlagung gehe gerade nicht hervor,
dass die Hypotheken den Gegenwert der Grundstücke übersteigen würden. Die
Vorinstanz habe den Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln. Sie hätte nicht auf die
Steuerveranlagung 2008 abstellen und diese als Hinweis darauf annehmen dürfen,
dass die Hypotheken den Wert der Grundstücke übersteigen würden, woraus sie
ableite, dass die von ihr festgestellten Zwangsamortisationen keine Vermögensbildung
darstellten. Die Feststellung sei offensichtlich falsch; auf der einen Seite würden die
Banken die Liegenschaftenerträge vereinnahmen, welche demzufolge der Mutter der
Beschwerdeführer gar nicht zur Verfügung stehen würden, um den Lebensunterhalt der
Familie und das Existenzminimum zu finanzieren, anderseits sei das Jahr 2008 und die
entsprechende Steuerveranlagung auch deshalb nicht massgebend, weil die Mutter die
Miteigentumsanteile ihres Ehemannes anfangs 2009 erworben habe. Massgebend
seien vielmehr die aus der Sicht der Bank massgebenden Werte. Die Hypotheken
würden offensichtlich den Belehnungswert der Banken übersteigen. Wenn es für die
Vorinstanz rechtlich entscheidend, aber in tatsächlicher Hinsicht "fraglich" gewesen
sei, ob die Hypotheken höher seien als der Steuerwert - oder ein anderer
massgebender Wert - , hätte sie nicht allein auf ihre Vermutung abstellen dürfen,
sondern ein Beweisverfahren eröffnen müssen. Auch die Liegenschaft W.-Strasse bilde
keinen Netto-Vermögenswert. Wenn den Beschwerdeführern die
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Alimentenbevorschussung gewährt werde, würden keineswegs Bankschulden
privilegiert, wie die Vorinstanz befürchte. Die Mutter der Beschwerdeführer habe weder
die Höhe der Bankschulden gewählt noch die Liegenschaften freiwillig zu
Alleineigentum übernommen, sondern sie habe damit Eigentumsanteile ihres
damaligen Ehemannes aus dessen Konkursmasse freihändig zu den auf den
Liegenschaften lastenden bzw. auf den Miteigentumsanteil des Ehemannes
entfallenden Bankschulden übernommen. Dies sei die Bedingung der Banken
gewesen, damit sie den Ehemann aus der Solidarschuldpflicht entlassen hätten. Die
Vorinstanz habe willkürlich Art. 12 BV nicht angewendet. Sie habe zu Unrecht auf die
Ermittlung des anrechenbaren Einkommens gemäss der Steuerveranlagung abgestellt,
die im GIVU und der Verordnung dazu gar nicht vorgesehen sei, und sie habe
schliesslich willkürlich, ohne Durchführung eines Beweisverfahrens und im
Widerspruch zu eigener Tatsachenfeststellung eine indirekte Vermögensbildung
angenommen, welche durch die von den beiden Banken als Amortisation der
Überbelehnung vereinnahmten Erträge entstehen solle.
Die Vorinstanz teilte mit Schreiben vom 1. Oktober 2010 mit, sie verzichte auf eine
Stellungnahme zu den Ausführungen in der Beschwerdeschrift.
Das Sozialamt der Stadt St. Gallen beantragte in seiner Vernehmlassung vom
21. Oktober 2010, die Beschwerde sei abzuweisen und der angefochtene Entscheid in
allen Punkten zu bestätigen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Die Beschwerdeführer erhielten Gelegenheit, zu den Ausführungen der
Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen. Dies taten sie mit Eingabe ihres
Rechtsvertreters vom 11. November 2010 und hielten an ihrem Antrag fest. Sie reichten
ausserdem das Dispositiv des Urteils des Kreisgerichts St. Gallen vom 9. November
2010 ein, in dem die Unterhaltspflichten von S. X. gegenüber seinen Söhnen geregelt
wurde.
In seiner Duplik vom 1. Dezember 2010 hielt die Beschwerdegegnerin an ihrem Antrag
fest. Die Beschwerdeführer äusserten sich mit Eingabe vom 20. Dezember 2010.
Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird in den nachstehenden
Erwägungen eingegangen
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.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 30. August und
22. September 2010 wurden rechtzeitig eingereicht und entsprechen formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs.
1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
In der Beschwerdeerklärung wurde in materieller Hinsicht beantragt, das Urteil des
Versicherungsgerichts vom 25. Juni 2010 sei in Ziff. 1 bis 2.5 aufzuheben. In formeller
Hinsicht wurde um Ansetzung einer Frist zur Ergänzung der Beschwerde ersucht. In
der Folge wurde den Beschwerdeführern eine Frist für die Ergänzung der Beschwerde
hinsichtlich der Darstellung des Sachverhalts und der Begründung sowie des Gesuchs
um unentgeltliche Prozessführung gewährt. Eine Frist für die Ergänzung des
Rechtsbegehrens wurde nicht angesetzt. In der Beschwerdeergänzung wurde in der
Folge beantragt, das Urteil des Versicherungsgerichts vom 25. Juni 2010 sei in Ziff. 1
bis 2.5 aufzuheben und den Beschwerdeführern sei rückwirkend für die Monate Januar
bis März 2009 und ab Juli 2009 die Alimentenbevorschussung der Unterhaltsbeiträge
von Fr. 900.-- pro Monat zu gewähren. Es ist zu prüfen, ob es sich damit um eine
Erweiterung des Rechtsbegehrens handelt; für eine solche wurde keine Frist angesetzt.
Mit der Aufhebung des angefochtenen Urteils in Ziff. 1 bis 2.5 würden auch die
angefochtenen Verfügungen des Sozialamts dahinfallen. Bei den angefochtenen
Verfügungen handelt es sich um Revisionsverfügungen bzw.
Rückforderungsverfügungen sowie um eine Einstellungsverfügung. Mit diesen
Verfügungen wurden von den Beschwerdeführern bereits ausgerichtete Beiträge
zurückgefordert bzw. wurde die Bevorschussung von Beiträgen nachträglich
eingestellt. Mit dem Wegfall dieser Verfügungen würden die Rückforderungen sowie
die Einstellung hinfällig, weshalb es sich beim Rechtsbegehren in der
Beschwerdeergänzung vom 22. September 2010 gegenüber jenem in der
Beschwerdeerklärung nicht um einen erweiterten Antrag handelt.
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In Ziff. 2.5 des angefochtenen Entscheids wurde die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückgewiesen, soweit die Ansprüche ab 1. Oktober 2009 festzusetzen sind. Dieser
Teil des Entscheids ist ausdrücklich angefochten. Ob dies zulässig ist, ist im Rahmen
der materiellen Erwägungen zu prüfen.
2. Gemäss Art. 2 Abs. 1 GIVU hat das Kind für die Dauer der Unterhaltspflicht der
Eltern, längstens aber bis zum vollendeten 25. Altersjahr, Anspruch auf Vorschüsse für
elterliche Unterhaltsbeiträge, wenn diese in einem vollstreckbaren Urteil oder in einem
Unterhaltsvertrag festgesetzt sind (lit. a) und trotz angemessener Inkassoversuche
nicht rechtzeitig eingehen (lit. b). Kein Anspruch auf Vorschüsse besteht, wenn der
Unterhalt des Kindes anderweitig gesichert ist (Art. 3 lit. b GIVU). Der Unterhaltsbeitrag
wird bis zum Betrag der höchsten Waisenrente der eidgenössischen Alters- und
Hinterlassenenversicherung bevorschusst, wenn das anrechenbare Einkommen das
Mindesteinkommen nicht übersteigt (Art. 4 Abs. 1 lit. a GIVU); übersteigt das
anrechenbare Einkommen die Bevorschussungsgrenze nicht, erfolgt eine teilweise
Bevorschussung (Art. 4 Abs. 1 lit. b). Anrechenbar ist gemäss Art. 4bis Abs. 1 GIVU das
Einkommen des obhutsberechtigten Elternteils, des Konkubinatspartners und des
Stiefelternteils. Als anrechenbares Einkommen gelten nach Art. 4bis Abs. 2 GIVU das
Nettoerwerbseinkommen (lit. a), Familien- und Kinderzulagen (lit. b), Unterhaltsbeiträge
(lit. c), Kapitalerträge (lit. d), Sozialversicherungsrenten (lit. e) und
Erwerbsersatzleistungen (lit. f) sowie ein Fünfzehntel des Fr. 30'000.-- übersteigenden
Reinvermögens (lit. g).
Der Betrag nach Art. 4bis Abs. 1 GIVU wird herabgesetzt, um die Kosten aus einer
notwendigen Betreuung des anspruchsberechtigten Kindes durch Dritte (Ziff. 1), die
ungedeckten Kosten aus Krankheit und für medizinische Zwecke (Ziff. 2), die
Schuldzinsen, ausgenommen Hypothekarzinsen (Ziff. 3), die um die Stipendien
verminderten Aus- und Weiterbildungskosten des obhutsberechtigten Elternteils, des
Konkubinatspartners, des Stiefelternteils und des eingetragenen Partners (Ziff. 4) und
um die Unterhaltsbeiträge, die der obhutsberechtigte Elternteil, Konkubinatspartner,
Stiefelternteil und eingetragene Partner leisten müssen (Ziff. 5).
2.1. Die Beschwerdeführer rügen eine Verletzung von Art. 12 BV. Danach hat Anspruch
auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein
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unerlässlich sind, wer in Not gerät und nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen. Damit
ist in der Bundesverfassung ein Grundrecht auf Existenzsicherung verankert (vgl. statt
vieler Bigler-Eggenberger, St. Galler Kommentar zu Art. 12 BV, 2. Aufl., Zürich/
St. Gallen 2008, N 1 ff. mit Hinweisen). Art. 12 BV verschafft nicht einen Anspruch auf
bestimmte materielle Leistungen. Die Bestimmung bezweckt letztlich eine Ergänzung
des sozialen Netzes, wie es vor allem die Sozialversicherungen gestrickt haben. Der
Anspruch aus Art. 12 BV ist objektiv zu beurteilen, d.h. der konkrete Bedarf und die
konkreten Umstände wie Vorhandensein und Intensität der Notlage und deren
absehbare Dauer sind im Einzelfall zu prüfen und zu beachten und die entsprechenden
Leistungen zu erbringen, wobei für deren Bemessung die Höhe des allgemeinen
Lebensstandards und die jeweilige Gesellschaft nicht völlig ausser acht gelassen
werden dürfen (Bigler-Eggenberger, a.a.O., N 9).
2.2. Eine Verletzung des GIVU oder der auf diesem beruhenden Vollzugsverordnung
(sGS 911.511) rügen die Beschwerdeführer nicht. Zu Recht, denn der angefochtene
Entscheid und die Verfügungen des Sozialamts halten sich im Grundsatz an die
Vorschriften des GIVU. Dieses schreibt ausdrücklich vor, dass Kapitalerträge als
Einkommen anzurechnen sind (Art. 4bis Abs. 2 lit. d GIVU) und dass dieser Betrag um
die Schuldzinsen, ausgenommen Hypothekarzinsen, reduziert wird (Art. 4bis Abs. 3
Ziff. 3 GIVU).
Fest steht weiter, dass der Mietwert der selbst genutzten Liegenschaft nicht als
Kapitalertrag nach Art. 4 Abs. 2 lit. d GIVU erfasst wurde, sondern lediglich Erträge aus
fremdvermieteten bzw. fremdgenutzten Liegenschaften. Dementsprechend wurden die
nicht abzugsfähigen Hypothekarzinsen auf jene für die selbst genutzte Liegenschaft
beschränkt. Nach wörtlicher Auslegung von Art. 4bis Abs. 3 Ziff. 3 GIVU wären zwar
jegliche Hypothekarzinsen bei der Bestimmung der Anspruchsvoraussetzungen ausser
acht zu lassen; dies würde aber Sinn und Zweck des Gesetzes widersprechen. Der
Gesetzgeber dachte offenbar gar nicht daran, dass Bezüger von Leistungen gemäss
GIVU fremdfinanzierte vermietete Liegenschaften besitzen.
Zutreffend ist der Standpunkt der Beschwerdeführer, dass das GIVU und die
Vollzugsverordnung keine Bindung der Gemeindebehörden an die Steuerveranlagung
vorschreiben. Vielmehr werden die Anspruchsvoraussetzungen nach spezifischen
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Vorschriften und nach Massgabe der Einkommensgrenzen für den Bezug von
Ergänzungsleistungen festgelegt. Grundsätzlich kann es aber durchaus zweckmässig
sein, dass für die Ermittlung des anrechenbaren Einkommens auf die
Steuerveranlagungen abgestellt wird, zumal Art. 6 lit. b der Vollzugsverordnung zum
GIVU ausdrücklich festhält, dass ein Gesuchsteller auf Verlangen Lohnausweise,
Steuerausweise oder Rentenbescheinigungen beibringen muss. Streitig ist im
vorliegenden Fall letztlich die Frage, ob die Einkünfte aus den vermieteten
Liegenschaften nach Abzug der Schuldzinsen sowie der Unterhalts- und
Verwaltungskosten als Einkommen berücksichtigt werden dürfen, obwohl sie aufgrund
einer vertraglichen Verpflichtung der Eigentümerin zur Amortisation der Schulden
verwendet werden. Vorinstanz und Beschwerdegegnerin bejahten dies mit der
Begründung, es handle sich bei der Amortisation der Hypotheken wirtschaftlich um
eine Reduktion der Verschuldung, während die Beschwerdeführer geltend machen, ihre
Mutter könne über die erzielten Einkünfte gar nicht verfügen.
2.3. Weder im Gesetz noch in der Verordnung ist vorgesehen, dass bei der Ermittlung
der Einkommensgrenzen nur solche Einkünfte berücksichtigt werden dürfen, welche
einem Gesuchsteller bzw. einer unterhaltspflichtigen Person zur freien Verfügung
zufliessen. Art. 4bis Abs. 2 lit. g GIVU bestimmt, dass ein Fünfzehntel des Fr. 30'000.--
übersteigenden Reinvermögens als Einkommen anzurechnen ist. Dies zeigt, dass das
Gesetz die Vermögenswerte einer anspruchsberechtigten Person nicht generell
verschont, sondern davon ausgeht, dass auch Vermögen und nicht nur Einkünfte bei
der Beurteilung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit ins Gewicht fallen. Der
Umstand, dass der Mutter der Beschwerdeführer die Erträge aus den Liegenschaften
nicht zur freien Verfügung stehen, schliesst nach Gesetz und Verordnung eine
Anrechnung im Rahmen der Ermittlung der Voraussetzungen für die Gewährung von
Alimentenbevorschussungen nicht aus.
2.4. Vorinstanz und Beschwerdegegnerin haben nicht schematisch auf die
Steuerveranlagung abgestellt. Sie haben die in der Steuerveranlagung dokumentierten
Tatsachen im Lichte der besonderen Bestimmungen des GIVU beurteilt. Allerdings sind
Kapitalerträge sowohl in steuerrechtlicher als auch in fürsorgerechtlicher Hinsicht
grundsätzlich gleich zu behandeln. Der Mutter der Beschwerdeführer sind aufgrund der
mit den Banken vereinbarten Amortisation der Hypothekarschulden, die bereits seit
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2006 stattfindet, sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich Erträge aus den
Liegenschaften zugeflossen. Das Gesetz stellt nicht darauf ab, ob mit den
zugeflossenen Erträgen die nicht bezahlten Unterhaltsbeiträge des Vaters der
Beschwerdeführer kompensiert werden können. Es ist daher nach den gesetzlichen
Vorschriften nicht ausschlaggebend, ob die Einkünfte der Mutter der Beschwerdeführer
liquide zur Verfügung standen. Das Gesetz behandelt einen Teil des Reinvermögens
bzw. einen theoretisch möglichen Vermögensverzehr als Einkommen. Es widerspricht
daher Sinn und Zweck des Gesetzes nicht, wenn auch solche Vermögenszugänge als
Einkommen angerechnet werden, welche ausschliesslich eine Reduktion der
Verschuldung bewirken.
2.5. Im Rekurs machten die Beschwerdeführer geltend, ihre Mutter habe auf der
Liegenschaft V-strasse im Jahr 2008 zwar einen Bruttoüberschuss von rund
Fr. 15'600.-- erzielt. Davon habe sie Nachsteuern von knapp Fr. 9'000.-- bezahlt.
Daraus folgt, dass trotz der mit den Banken vereinbarten Amortisation der Hypotheken
aus den laufenden Liegenschaftserträgen eine Verwendung von Vermögenserträgen für
andere Zwecke zugelassen wurde.
Nach den Angaben im Rekurs beträgt die Hypothekarschuld auf der Liegenschaft W-
Strasse Fr. 828'000.--. Der amtliche Verkehrswert der Liegenschaft betrug gemäss
Steuererklärung bzw. Veranlagungsberechnung 2008 Fr. 860'000.--. Es ist notorisch,
dass Einfamilienhäuser, und namentlich solche an bevorzugten Lagen, wie die W.-
Strasse eine ist, in aller Regel Marktwerte aufweisen, die erheblich über dem amtlichen
Verkehrswert bzw. dem Steuerwert liegen. Dass die konkursamtliche Schätzung
zwischen Fr. 780'000.-- und Fr. 810'000.-- lag, steht dieser Erfahrungstatsache nicht
entgegen. Bei konkursamtlichen Schätzungen wird wohl dem Umstand grosses
Gewicht beigemessen, dass die Veräusserung rasch zu erfolgen hat, was sich
preismindernd auswirken kann. Die Grundpfandbelastung von knapp 1,2 Mio. Franken
bei der Konkurseröffnung wurde im Rahmen der Übernahme des Miteigentumsanteils
der Mutter der Beschwerdeführers und der Neuregelung der Finanzierung offenbar
reduziert.
Die Liegenschaft in Herisau wurde im Rekurs als "vermutlich überbelastet" bezeichnet.
Die Mutter der Beschwerdeführer versuche seit 2006, die Wohnungen zu verkaufen.
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Sie habe einzig Offerten zum Betrag der Hypothekarschuld erhalten. Soweit
Kaufangebote in der Höhe der hypothekarischen Belastung gemacht wurden, bedeutet
dies, dass diese hypothekarische Belastung zwar aus der Optik eines vernünftigen
Anlageverhaltens womöglich zu hoch ist. Gleichwohl lässt sich nicht behaupten, eine
solche Liegenschaft sei offensichtlich überschuldet.
Selbst wenn anerkannt wird, dass es sich bei den vermieteten Liegenschaften um
Objekte handelt, welche nicht optimal gelegen sind, so fällt doch auf, dass beim
Grundstück V-strasse eine erhebliche Amortisation möglich war und Bruttoeinnahmen
von rund Fr. 100'000.-- erzielt wurden.
Hinzu kommt, dass die Mutter der Beschwerdeführer einen Anspruch auf ein
Grundstück in Spanien geltend macht und dieses in der Steuererklärung mit einem
Wert von Fr. 5'000.-- per Ende 2008 deklarierte. Das Grundstück wurde bei der
Steuerveranlagung mit diesem Wert angerechnet. Nach den vorliegenden Akten
handelt es sich um eine Parzelle, für welche ein bewilligtes Bauprojekt vorliegt. Somit
handelt es sich offenbar um ein Baulandgrundstück bzw. um eine überbaubare
Liegenschaft. Weitere Angaben für eine Beurteilung der Bewertung liegen nicht vor.
Gleichwohl erscheint eine Bewertung mit Fr. 5'000.-- überaus tief.
2.6. Die Mutter der Beschwerdeführer übernahm die Miteigentumsanteile ihres
geschiedenen Ehemannes an den Liegenschaften. Sie tat dies offensichtlich in einer
gewissen Zwangslage. Immerhin boten die Hypothekarbanken Hand für eine
Finanzierung. Auch kann die Mutter der Beschwerdeführer offenbar regelmässig
erhebliche Amortisationen leisten.
Ende 2008 lagen die Steuerwerte der Liegenschaften gemäss
Veranlagungsberechnung bei gesamthaft bei Fr. 1'856'976.-- (wobei den
unterschiedlichen Bewertungen im St. Gallen und Herisau bei der Ausscheidung
Rechnung getragen wurde) und die Verschuldung bei Fr. 1'792'737.--. Im Gesuch um
unentgeltliche Prozessführung wurde die Verschuldung mit diesem Betrag beziffert
bzw. auf die Veranlagung 2008 verwiesen. Dass die Verschuldung nach der
vollständigen Übernahme der Grundstücke anstieg, wird nicht geltend gemacht und ist
nicht ausgewiesen.
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Im Verfahren betr. Bevorschussung von Unterhaltsbeiträgen durften Vorinstanz und
Beschwerdegegnerin auf die Werte gemäss Steuererklärung bzw. Steuerveranlagung
abstellen. Eine eigene Wertbestimmung bzw. Schätzung hätte keine Bewertung
ergeben, welche eine präzisere Bezifferung des Wertes zugelassen hätte, zumal dieser
ohnehin nur annäherungsweise und nicht ziffernmässig genau festgesetzt werden
kann. Auch im Beschwerdeverfahren ist daher auf weitere Erhebungen zur Bewertung
zu verzichten. Im weiteren lässt auch die Amortisationsverpflichtung die Annahme, die
Liegenschaften seien überschuldet, nicht zu. Banken belehnen erfahrungsgemäss
Grundstücke in der Regel nur zu einem Teil ihres Wertes. Die Amortisationspflicht
schliesst daher nicht aus, dass die Liegenschaften einen Netto-Vermögenswert
darstellen.
Die Amortisation der hohen Verschuldung der Liegenschaften lag sowohl im Interesse
der Mutter der Beschwerdeführer als auch im Interesse der Banken. Ob die Mutter der
Beschwerdeführer diese Situation angestrebt hat oder nicht, spielt keine
ausschlaggebende Rolle. Jedenfalls konnte sie das Eigenheim nach der Ehescheidung
halten und zusätzlich die vermietete Liegenschaft in St. Gallen übernehmen, welche
zumindest in den letzten Jahren durchaus eine gewisse Rendite abwarf. Falls ihre frei
verfügbaren Einkünfte für den Lebensunterhalt und für jenen der Söhne nicht genügten,
hätte sie zumindest versuchen können, mit den Banken einen Aufschub der
Amortisationen zu vereinbaren. Da sie trotz der Amortisationsverpflichtung die
Möglichkeit hatte, aus den Liegenschaftserträgen Nachsteuern zu bezahlen, wäre dies
nicht aussichtslos gewesen.
Ausserdem ist die Mutter der Beschwerdeführer Halterin eines Personenwagens
Mercedes Benz C 200, Baujahr 1999. Ob der von ihr deklarierte Wert von lediglich rund
Fr. 1'500.-- angemessen ist, kann offen bleiben. Solche Fahrzeuge erfordern
erfahrungsgemäss erhebliche Kosten für Haltung und Betrieb. Die Mutter der
Beschwerdeführer hat zudem einen Dauerparkplatz im Gebiet Kreuzbleiche für Fr. 90.--
pro Monat gemietet. Die Verwendung des Autos für den Arbeitsweg von der W-Strasse
zum Arbeitsort an der Kreuzackerstrasse erscheint aber nicht notwendig. Die Haltung
des Autos zeigt, dass die Mutter der Beschwerdeführer durchaus in der Lage ist, neben
den notwendigen Lebenshaltungskosten zusätzliche Auslagen zu bestreiten.
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Es liegen bei dieser Sachlage keine Umstände vor, die es im Lichte des
verfassungsmässigen Anspruchs auf Schutz des Existenzminimums gemäss Art. 12 BV
gebieten würden, die Anrechnung der Liegenschaftserträge entgegen dem klaren
Wortlaut des Gesetzes bei der Bemessung der Anspruchsgrundlagen ausser acht zu
lassen. In diesem Punkt erweist sich die Beschwerde als unbegründet.
2.7. Zu prüfen bleibt, ab welchem Zeitpunkt die massgebenden finanziellen Umstände
relevant sind. In der Beschwerde wird vorgebracht, das Jahr 2008 und die
entsprechende Steuerveranlagung seien auch deshalb nicht massgebend, weil die
Mutter der Beschwerdeführer die Miteigentumsanteile ihres Ehemannes Anfang 2009
erworben habe. In wirtschaftlicher Hinsicht, jedenfalls in Bezug auf die Aktiven und
Passiven im Zusammenhang mit dem Grundeigentum, änderte sich die Situation der
Mutter der Beschwerdeführer mit der Übernahme der Miteigentumsanteile des
Ehemannes nicht in ausschlaggebender Weise. Dies wird in der Beschwerde
ausdrücklich festgehalten. Daher ist es nicht zu beanstanden, dass auf die für das Jahr
2008 massgebenden Grundstückswerte abgestellt wird.
2.8. In Ziff. 2.5 des angefochtenen Entscheids wurde die Sache an die
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, soweit die Ansprüche ab 1. Oktober 2009
festzusetzen sind. Dieser Teil des Entscheids ist angefochten. Die Vorinstanz
begründete die Rückweisung damit, ihre Kognition sei in zeitlicher Hinsicht auf den
Sachverhalt beschränkt, wie er sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung
entwickelt habe. Ein Novenverbot besteht im Rekursverfahren allerdings nicht; sowohl
neue Rechtsbegehren als auch neue Tatsachenvorbringen sind im Rekursverfahren
zulässig (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St.
Gallen 2003, Rz. 636 ff.). Eine Anfechtung ist daher zulässig. Im Streitfall ist es
allerdings sachgerecht, wenn bei der Prüfung der Alimentenbevorschussung ab 1.
Oktober 2009 die vorsorglichen Massnahmen im Rahmen des Scheidungsverfahrens
berücksichtigt werden. Auch wird die Beschwerdegegnerin die im
Beschwerdeverfahren erfolgte Beurteilung der Streitfrage berücksichtigen müssen.
2.9. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass der
Beschwerdegegnerin und der Vorinstanz nicht zum Vorwurf gemacht werden kann, sie
hätten durch die gesetzmässige Festlegung der Alimentenbevorschussung bzw. der
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Rückforderung in das Existenzminimum der Beschwerdeführer oder deren Mutter
eingegriffen. Daher ist die Beschwerde abzuweisen.
3. Die Beschwerdeführer beantragen die unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung. Diesem Begehren ist stattzugeben, zumal die Frage der
Bedürftigkeit untrennbar mit der Hauptsache zusammenhängt und die Beschwerde
nicht als geradezu aussichtslos zu qualifizieren ist (Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung
mit Art. 117 der Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR 272). Für das
Beschwerdeverfahren ist der Anspruch des unentgeltlichen Rechtsbeistands auf
Fr. 2'000.-- zuzügl. MWSt festzusetzen (Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, in Verbindung mit Art. 31 Abs. 3 des
Anwaltsgesetzes, sGS 963.70). Als unentgeltlicher Rechtsbeistand ist Rechtsanwalt Dr.
U., zu bestimmen.
Die amtlichen Kosten gehen zufolge der unentgeltlichen Rechtspflege zulasten des
Staates. Eine Gebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95
Abs. 3 VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht