# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 871c564c-fe43-4095-b919-101c0ff1d0d4
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 9. Februar 2007 unterbreitete die A. GmbH der Fam. B. ein Angebot betreffend die Fenster einer Liegenschaft in X.. Gemäss Position 25 dieses Angebotes wurde für Fracht-, Fahrt- und Montagekosten ein Betrag von EUR 20‘000.– geschätzt und in den Kosten einkalkuliert.
B. Mit Auftragsbestätigung vom 13. Februar 2007 übertrug die C. AG im Namen ihrer Bauherrschaft der A. GmbH die Lieferung bzw. Ausführung von Arbeiten im Umfang von netto EUR 85‘832.70 laut dem Angebot vom 9. Februar 2007. Gleichentags erstellte die C. AG einen Werkvertrag Nr. 4 „Bauherr“, in welchen das Angebot vom 9. Februar 2007 sowie „Allgemeine Bedingungen für Bauarbeiten“ (nachfolgend: AGB) und die „Ergänzung zu Allgemeine Bedingungen für Bauarbeiten“ datiert vom Januar 2007 (nachfolgend: Ergänzungen zu den AGB) integriert wurden. Dieser Werkvertrag für „Fenster aus Holz/Wintergarten“ beinhaltete eine Auftragssumme Akkord von netto EUR 85‘832.70 inkl. MwSt und wurde der A. GmbH in der Folge unterbreitet. Als Architekt und Bauleitung wurde E. von der C. AG eingesetzt.
C. Am 14. Februar 2007 unterzeichnete die A. GmbH (Unternehmer) als erste Partei den Werkvertrag Nr. 4 „Bauherr“ unverändert. Mit E-Mail gleichen Datums stellte Herr F. dem Architekten E. von der C. AG vorab den unveränderten Werkvertrag und die AGB zu. Er hielt zudem fest: „Auf Seite 7 ist eine ‚Ergänzung zu Allgemeine Bedingungen für Bauarbeiten‘ aufgeführt. Die Reisezeiten für unser Montagepersonal sind in der Position 25 enthalten. Im Gegensatz zu der o. g. Ergänzung gehen wir davon aus, dass die Fahrtzeiten über diese Position vergütet werden.“ Gemäss beim Absender eingegangener Lesebestätigung wurde das E-Mail am 14. Februar 2007 gelesen.
D. Mit E-Mail vom 15. Februar 2007 liess ein Mitarbeiter der C. AG Herrn F. wissen, dass er die Auftragsbestätigung vom 9. Februar 2007 durchgesehen habe und dabei zwei Punkte betreffend die Positionen 5 und 20a festgestellt habe. Feststellungen betreffend andere Punkte wurden in dem E-Mail keine gemacht.
E. Am 19. Februar 2007 respektive am 22. Februar 2007 unterzeichneten schliesslich der Architekt, E., respektive der Bauherr, Fam. B., den Werkvertrag Nr.
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4 „Bauherr“ vom 13. Februar 2007 unverändert. Zum E-Mail vom 14. Februar 2007 hat sich weder der Architekt noch der Bauherr geäussert.
F. Mit Valuta 12. März 2007 leistete B. an die Borrgreve Fensterbau GmbH eine Teilzahlung über EUR 42‘887.50 (beklagtische Akten, act. 3).
G. Am 17. Mai 2007 kontrollierte der Architekt E. die Abrechnung der Position 25 „Fahrt-, Transport- und Montagekosten“. Er kürzte die erfassten (Arbeits-)Zeiten, was eine Kürzung des geltend gemachten Betrags von EUR 28‘563.57 auf EUR 20‘227.32 zur Folge hatte.
H. Am folgenden Tag, dem 18. Mai 2007, stellte der Architekt E. Herrn F. die geprüfte Schlussrechnung per E-Mail zu. Er hielt fest, das Total betrage netto EUR 41‘671.77 und eine 2. Akonto Zahlung von EUR 37‘671.77 werde ihm in den nächsten Tagen überwiesen. Der Rückbehalt von EUR 4‘000.– werde an der Sitzung vom 22. Mai 2007 besprochen. In der geprüften Schlussrechnung, welche sich im Anhang des E-Mails befand, wurden für die Position 25 ohne eine detaillierte Aufstellung gesamthaft EUR 20‘227.32 einberechnet.
I. Mit Valuta 25. Mai 2007 leistet B. an die A. GmbH eine Teilzahlung über EUR 22‘227.32 (beklagtische Akten, act. 6).
J. Mit Schreiben vom 25. August 2008 informierte die A. GmbH die C. AG, die aus dem Werkvertrag Nr. 4 „Bauherr“ beanspruchte Restsumme von EUR 28‘944.52 zzgl. der angefallenen Zinsen werde auf dem Klageweg geltend gemacht.
K. Mit Schreiben vom 4. September 2008 wurde die Forderung von B. bestritten.
L. Mit Prozesseingabe vom 12. Januar 2011 erhob die A. GmbH beim Bezirksgericht Maloja Klage gegen B. mit den folgenden Rechtsbegehren:
„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin EUR 30'352.59 zu zahlen zuzüglich 5% Zinsen seit 21. April 2007.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten."
M. Mit Eingabe vom 23. Februar 2011 beantragte B., die Klage sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin abzuweisen.
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N. Mit Urteil vom 11. Oktober 2011, mitgeteilt am 8. Dezember 2011, erkannte das Bezirksgericht Maloja wie folgt:
„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte verpflichtet, der Klägerin den Betrag von € 9'977.38 zuzüglich Zins zu 5 % seit 21. April 2007 zu bezahlen.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 6'000.-, einem Streitwertzuschlag von CHF 600.- und Schreibgebühren von CHF 1'000.- , sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 300.-, werden zu 2⁄3 der Klägerin und zu 1⁄3 dem Beklagten auferlegt.
3. Die Klägerin wird verpflichtet, den Beklagten mit CHF 2'590.50 inkl. MwSt. zu entschädigen.

## Considerations