# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5a35eb90-501e-4b1a-914f-594b8cf41c4e
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

medizinischen Sachverhalt nicht vollständig abgeklärt habe, und
andererseits die Suva die Höhe des Invalideneinkommens falsch
berechnet habe.
4. Mit Beschwerdeantwort vom 11. Juli 2017 beantragte die Suva
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Sie
trug im Wesentlichen vor, der Sachverhalt sei umfassend abgeklärt
worden. In den Akten befänden sich umfangreiche und übereinstimmende
fachärztliche Beurteilungen. Weitere medizinische Abklärungen seien
nicht angezeigt. Das aufgrund der LSE-Tabelle und des gewährten
Leidensabzuges ermittelte Invalideneinkommen sei sachgerecht.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie
auf den angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung
(UVG; SR 832.20) i.V.m. Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann gegen
Einspracheentscheide Beschwerde beim Versicherungsgericht
desjenigen Kantons erhoben werden, in dem die versicherte Person zur
Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat. Vorliegend hat der
Beschwerdeführer Wohnsitz in X._ (GR), weshalb die örtliche
Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes des Kantons Graubünden
gegeben ist. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ergibt
sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100), wonach das
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Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht Beschwerden
gegen Einspracheentscheide und Verfügungen in
Sozialversicherungssachen beurteilt, die gemäss Bundesrecht der
Beschwerde unterliegen. Der Einspracheentscheid vom 27. April 2017,
mit welchem die Beschwerdegegnerin die Einsprache des heutigen
Beschwerdeführers abgewiesen und einen Anspruch auf eine
Invalidenrente verneint hat, stellt demnach ein taugliches
Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht dar. Als
formeller und materieller Adressat des angefochtenen
Einspracheentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und weist ein
schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung auf (vgl.
Art. 59 ATSG). Auf die überdies frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde ist somit einzutreten.
2. Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer für die Folgen des
Unfalls vom 28. Juni 2013 Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
Ausgehend von einer Erwerbseinbusse von 3.17 % verneinte die
Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch. Dagegen beantragt der
Beschwerdeführer die Ausrichtung einer Rente bei einer Erwerbseinbusse
von mindestens 50 %.
3. Am 1. Januar 2017 sind die revidierten Bestimmungen des UVG und der
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR 832.202) in Kraft
getreten. Gemäss Abs. 1 der Übergangsbestimmungen zur Änderung
vom 25. September 2015 werden Versicherungsleistungen für Unfälle, die
sich – wie im vorliegenden Fall – vor dem Inkrafttreten ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind,
nach bisherigem Recht gewährt. Deshalb sind vorliegend grundsätzlich
die bis zum 31. Dezember 2016 gültigen Bestimmungen anzuwenden.
Hinsichtlich der für das vorliegende Verfahren anwendbaren
Bestimmungen haben sich indessen mit Inkrafttreten der neuen
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Rechtssätze keine Änderungen ergeben, weshalb nachfolgend auf diese
verwiesen werden kann.
4. Gemäss Art. 6 Abs. 1 UVG werden, soweit das Gesetz nichts anderes
bestimmt, die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen,
Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt. In diesen Fällen hat
der Versicherte in Form von kurzfristigen Versicherungsleistungen
Anspruch auf zweckmässige Behandlung der Unfallfolgen (Art. 10 UVG)
und Taggelder, welche den durch die gesundheitliche Beeinträchtigung
erlittenen Erwerbsausfall ausgleichen sollen (Art. 15 und 16 UVG). Ist der
Versicherte infolge des Unfalls zu 10 % invalid, so kann er eine
Invalidenrente beanspruchen (Art. 18 Abs. 1 UVG), wenn von der
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands des Versicherten zu erwarten ist und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen
sind (Art. 19 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder
längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen.
Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Bei erwerbstätigen
Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG aufgrund eines
Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird zunächst das
Erwerbseinkommen bestimmt, welches die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen
Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
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(sog. Invalideneinkommen). Dieses wird sodann in Beziehung gesetzt
zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2 mit weiteren Hinweisen).
5. a) Vorliegend unbestritten ist, dass sich der Beschwerdeführer beim Unfall
vom 28. Juni 2013 eine schwere Handverletzung links mit diversen
Frakturen im Bereich der Langfinger und schwerem Weichteilschaden
inklusive Sehnenverletzungen im Bereich der Finger III und IV zuzog (vgl.
Operationsbericht vom 2. Juli 2013 bzw. 12. August 2013; Akten der
Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 9 und 15]). Unumstritten ist sodann, dass
dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Bauhilfsarbeiter
aufgrund der Unfallfolgen nicht mehr zumutbar ist. Streitig ist
demgegenüber die Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit. Der
Beschwerdeführer rügt, dass ihm die Ausübung leichter Tätigkeiten
wegen der schweren Verletzungen an seiner linken Hand – entgegen der
Auffassung der Beschwerdegegnerin – nicht vollzeitig zugemutet werden
könne. Die Beschwerdegegnerin stütze sich dabei zu Unrecht lediglich
auf die kreisärztliche Untersuchung von Dr. med. C._ vom 26.
Februar 2016 und auf den Bericht von Dr. med. D._ vom 7. Februar
2016. Das von der Beschwerdegegnerin angenommene
Invalideneinkommen sei sodann unangemessen.
b) Für die Bemessung des Invalideneinkommens ist die Frage entscheidend,
welche Arbeitsleistungen einem Versicherten in welchem Umfang noch
zugemutet werden können, beziehungsweise wie gross die
Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit ist. Für die
Beantwortung dieser Frage sind die Verwaltung und das im
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Beschwerdefall angerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, die Ärzte
und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung stellen (BGE
125 V 256 E.4). Aufgabe der medizinischen Fachleute ist es, den
Gesundheitszustand der versicherten Person zu beurteilen und Stellung
zu nehmen zu der Frage, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten diese arbeitsunfähig ist (BGE 132 V 93 E.4, 125 V 261 E.4).
Arztberichte unterliegen wie sämtliche Beweismittel in
sozialversicherungsrechtlichen Verfahren der freien Beweiswürdigung
(Art. 61 lit. c ATSG). Der Beweiswert der ärztlichen Stellungnahmen hängt
deshalb nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung davon ab, ob sie
für die streitigen Belange umfassend sind, auf allseitigen Untersuchungen
beruhen, die geklagten Beschwerden berücksichtigen, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben wurden, in der Beurteilung der
medizinischen Zusammenhänge und der medizinischen Situation
einleuchten und in den daraus gezogenen Schlussfolgerungen zu
überzeugen vermögen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ärztlicher
Stellungnahmen ist folglich grundsätzlich weder die Herkunft eines
Beweismittels noch dessen Bezeichnung als Bericht oder Gutachten
(BGE 134 V 231 E.5.1). Dennoch hat es das Bundesgericht mit dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug
auf bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien
für die Beweiswürdigung aufzustellen. Danach kommt auch den Berichten
und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem
Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon
auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen.
Allerdings kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer
Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem
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gerichtlichen Gutachten oder einem Gutachten eines
versicherungsexternen Gutachters, welches nach Art. 44 ATSG in Auftrag
gegeben wurde. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen
Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge
Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139
V 225 E. 5.2, 135 V 465 E.4.4).
c) Zur Ermittlung der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers stützte
sich die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid
namentlich auf die kreisärztliche Abschlussbeurteilung von Dr. med.
C._, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie, vom 26.
Februar 2016. Dieser äusserte sich darin unter anderem wie folgt (vgl.
Bg-act. 353 S. 5):
"Bei Herrn A._ besteht seit einigen Wochen eine unveränderte Situation. Er konnte
von der Schmerzeinstellung profitieren und ist in Ruhe schmerzfrei. Leichte Tätigkeiten
kann er mit der Hand ausführen und auch das Tragen von grösseren Gegenständen wie
z.B. Rohre konnte er in der Schlosserei sicher ausführen nach seinen Angaben. Bei der
heutigen Untersuchung konnte sich eine leichte Verbesserung feststellen lassen, jedoch
werden von Seiten des Patienten max. 30 bis 60 Minuten Übung täglich durchgeführt.
Hierbei benützt er einen Ball und ein TENS-Gerät. Auf die Frage und Demonstration hin,
ob er die einzelnen Glieder in Extension/Flexion mit und ohne Widerstand, aktiv und
passiv mit der gesunden Hand mitbeübt, wird dies von seiner Seite verneint. Auch in der
Ergotherapie hatte er in letzter Zeit lediglich Massagen vorgenommen und keine
Handübung mehr. Aufgrund der heutigen Untersuchung gehe ich davon aus, dass bei
entsprechend dezidierter Beübung zumindest kleine Besserungen, vor allem von Dig. II
und V noch möglich sind. Die Kraft und Beweglichkeitsmessung ergab, dass Herr
A._ durchaus leichte Tätigkeiten ausüben kann in einer Vollzeittätigkeit. Die Hand
kann auch zur Unterstützung für mittelschwere Tätigkeiten benutzt werden, jedoch ist
diese für feinmechanische Arbeiten nur eingeschränkt geeignet. Auch vibrierende und
schlagende Tätigkeiten sind mit der linken Hand nicht möglich bei dem Rechtshänder,
der ansonsten eine gesunde rechte Hand hat. Auch sind Arbeiten in Kälte aufgrund der
Hyperreagibilität links nicht geeignet. Somit ist eine ganztägige Arbeit unter den oben
genannten Einschränkungen möglich und zumutbar."
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Zur dieser Einschätzung kam Dr. med. C._ nach Einbeziehung und
Würdigung sämtlicher zuvor ergangener, medizinischer Feststellungen
und Berichte (vgl. Bg-act. 353 S. 1–3). Dass seine Schlussfolgerungen
einleuchten, wird durch den in den Vorakten wiedergegebenen
Krankheitsverlauf des Beschwerdeführers veranschaulicht. So berichtete
zunächst der Operateur, Dr. med. E._, Co-Chefarzt Departement
Chirurgie/Chefarzt Handchirurgie Kantonsspital Graubünden, Facharzt
FMH Allgemein-, Hand- und Unfallchirurgie, in seinen Verlaufsberichten
vom 25. Juni 2014 (Bg-act. 182) bzw. 11. September 2014 (Bg-act. 206)
von einer Verbesserung der Handfunktion in kleinen Schritten und einer
möglichen Steigerung der Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepasster
Tätigkeit. Ferner stellte der Kreisarzt Dr. med. F._ in der
kreisärztlichen Untersuchung vom 6. November 2014 fest, dass bei guter
Primärversorgung und intensiver Nachbehandlung in Anbetracht der
schweren Handverletzung ein gutes Resultat habe erzielt werden können
und dem Beschwerdeführer eine leichte Tätigkeit zumutbar sei (vgl. Bg-
act. 220 S. 4 und 5). In der Folge bestätigte auch Dr. med. D._,
Oberarzt Kantonsspital Graubünden, im Verlaufsbericht vom 7. Februar
2016 (Bg-act. 344) eine Verbesserung. Der Beschwerdeführer sei in der
Lage, Daumen und Zeigefinger der linken Hand zu schliessen. Die Kraft
in der linken Hand sei zwar deutlich vermindert, er könne aber leichtere
Gegenstände halten. Auch das Bedienen z.B. einer Computermaus sei
möglich. Vor dem Hintergrund dieser medizinischen Aktenlage erweist
sich die kreisärztliche Abschlussbeurteilung von Dr. med. C._ vom
26. Februar 2016 als überzeugend, nachvollziehbar und widerspruchsfrei.
Sodann wird im nach einer therapeutischen Behandlung des
Beschwerdeführers erstellten Arztbericht von Dr. med. D._ vom 23.
Juni 2016 (Bg-act. 378) auf die kreisärztliche Untersuchung von Dr. med.
C._ vom 24. Februar 2016 und die in seinem Abschlussbericht vom
26. Februar 2016 attestierte 100%ige Arbeitsfähigkeit hingewiesen. Dr.
med. D._ führte zwar aus, dass die Schmerzsituation nicht
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verbessert werden könne und der Beschwerdeführer über die
eingeschränkte Funktion seiner linken Hand klage. Die Handfunktion sei
aber, bei dem Schweregrad seiner Verletzung, als eher erfreulich zu
erachten. Der Beschwerdeführer sehe das leider nicht so.
d) Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass hier keine der
kreisärztlichen Abschlussbeurteilung von Dr. med. C._ vom 26.
Februar 2016 widersprechenden, medizinischen Einschätzungen
vorliegen. Die erwähnte kreisärztliche Abschlussbeurteilung wird vielmehr
durch die übereinstimmenden medizinischen Akten bestätigt.
e) Der Beschwerdeführer wendet ein, die genannte Abschlussbeurteilung
von Dr. med. C._ vom 26. Februar 2016 beinhalte unzutreffende
Feststellungen, zumal der Beschwerdeführer anlässlich der betreffenden
Untersuchung von Dr. med. C._ vom 24. Februar 2016 nicht gesagt
habe, dass er bei einem Arbeitsversuch grosse Röhren habe halten
können. Der Kreisarzt habe ihn falsch verstanden, zumal er beim
Arbeitsversuch nie grosse Röhre gehalten habe. Ob dieser Einwand
zutrifft oder nicht, kann hier offen gelassen werden, denn diese Tatsache
allein vermag angesichts der aufgezeigten, übereinstimmenden
medizinischen Aktenlage (vgl. vorne E.5c f.) noch keine – auch nur
geringe – Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen Feststellungen von Dr. med. C._ zu wecken.
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers lässt zudem die
Tatsache, dass der Kreisarzt in einem Anstellungsverhältnis zum
Versicherungsträger steht, – wie oben dargelegt (vgl. E.5b) – nicht schon
auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Der
nachvollziehbaren und schlüssigen kreisärztlichen Abschlussbeurteilung
vom 26. Februar 2016 kommt somit voller Beweiswert zu, weshalb die
Beschwerdegegnerin darauf abstellen durfte.
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f) Angesichts der ausführlich und nachvollziehbar begründeten
Abschlussbeurteilung des Kreisarztes Dr. med. C._ vom 26. Februar
2016, worin dem Beschwerdeführer die Ausübung einer
leidensangepassten (leichten) Tätigkeit im Umfang von 100 % zugemutet
wird, erweist sich die Rüge des Beschwerdeführers, die
Beschwerdegegnerin habe den medizinischen Sachverhalt ungenügend
abgeklärt, als unbegründet. Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht
von weiteren medizinischen Abklärungen abgesehen. Die Anordnung des
vom Beschwerdeführer beantragten polydisziplinären Gutachtens ist
folglich nicht angezeigt und in antizipierter Beweiswürdigung abzuweisen
(vgl. BGE 134 I 140 E.5.3, 127 V 491 E.1b, 124 V 90 E.4b, 122 V 157
E.1d).
6. Zu klären ist noch, ob die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen
des Beschwerdeführers korrekt ermittelt hat. Nicht bestritten wird
hingegen das gestützt auf die Angaben der Arbeitgeberin (vgl. Bg-act.
359) festgelegte Valideneinkommen in Höhe von Fr. 55'393.-- (vgl. den
angefochtenen Einspracheentscheid E.5).
a) Gegen das Invalideneinkommen wendet der Beschwerdeführer ein, dass
die Beschwerdegegnerin zu Unrecht die Tabelle 1 und das (tiefste)
Kompetenzniveau 1 für massgeblich erachtet habe. Das
Invalideneinkommen dürfe nicht höher als Fr. 42'000.-- (nach einem
Leidensabzug von 20 %) sein. Inwiefern dies so sein sollte, legt der
Beschwerdeführer indessen nicht dar. Er macht lediglich geltend, er
könne mit seiner kaputten Hand kein monatliches Bruttoeinkommen von
Fr. 4'470.-- erzielen (nach Berücksichtigung eines Leidensabzuges von
20 %). Soweit der Beschwerdeführer damit implizit die Verwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichen Arbeitsmarkt anzweifeln sollte,
ist ihm entgegenzuhalten, dass ihm – trotz seiner Einschränkungen
infolge der Handverletzung – auf dem hypothetischen ausgeglichenen
Arbeitsmarkt genügend leidensangepasste Tätigkeiten offenstehen. Nach
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der Rechtsprechung bietet der ausgeglichene Arbeitsmarkt nämlich sogar
für Personen, welche funktionell als Einarmige zu betrachten sind und
überdies nur noch leichte Arbeiten verrichten können, genügend
realistische Beschäftigungsmöglichkeiten (vgl. Urteile des Bundesgerichts
8C_217/2015 vom 28. August 2015 E.2.2.1, 8C_94/2012 vom 29. März
2012 E.3.2 und 8C_207/2009 vom 8. September 2009 E.3.2). Für den
vorliegenden Fall aufschlussreich ist insbesondere das Urteil
8C_217/2015, in welchem das Bundesgericht die Verwertbarkeit der
Restarbeitsfähigkeit bei einem ehemaligen angelernten Bauarbeiter
bejahte, der seine verletzte Hand gar nicht mehr einsetzen konnte, dem
aber aus medizinischer Sicht jegliche leichte Tätigkeit ohne Einsatz der
verletzten Hand zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkt zumutbar
war. Vorliegend ist der Beschwerdeführer nicht als funktionell Einhändiger
zu betrachten, kann er doch die linke, adominante Hand als Hilfshand
einsetzen, wenn auch mit Einschränkungen (vgl. vorne E.5c). Damit sind
die unfallbedingten Einschränkungen an der linken Hand des
Beschwerdeführers nicht so gravierend wie diejenigen einer funktionell
einhändigen Person. Entsprechend ist umso mehr davon auszugehen,
dass für den Beschwerdeführer genügend realistische
Beschäftigungsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
bestehen. Zu denken ist dabei an alle jene Tätigkeiten, welche nach der
Rechtsprechung für funktionell Einhändige in Frage kommen, nämlich
einfache Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten, sowie an die
Bedienung und Überwachung von halbautomatischen oder automatischen
Maschinen oder Produktionseinheiten, die nicht den Einsatz beider Arme
und beider Hände voraussetzen (vgl. Urteile des Bundesgerichts
8C_217/2015 vom 28. August 2015 E.2.2.1, 8C_94/2012 vom 29. März
2012 E.3.2 und 8C_207/2009 vom 8. September 2009 E.3.2). Persönliche
und berufliche Gegebenheiten (vgl. für deren Berücksichtigung im
Rahmen der Prüfung der Verwertbarkeit BGE 138 V 457 E.3.1), die eine
Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ausschliessen würden, liegen hier
nicht vor. Der Beschwerdeführer war im Verfügungszeitpunkt im Übrigen
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erst 46 Jahre alt und damit nicht in einem fortgeschrittenen Alter, welches
zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten
dazu führen könnte, dass seine Restarbeitsfähigkeit auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt nicht mehr nachgefragt wird (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_28/2017 vom 19. Juni 2017 E.3.2). Nach dem
Gesagten fehlt es hier somit nicht an einer wirtschaftlich verwertbaren
Resterwerbsfähigkeit, die einen Anspruch auf eine (ganze) Invalidenrente
begründen würde.
b) Die Beschwerdegegnerin hat beim Invalideneinkommen einen
Leidensabzug von 20 % gewährt, welchen sie mit den leidensbedingten
Einschränkungen begründet hat. Ein Leidensabzug soll nicht automatisch,
sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür
bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer
persönlicher und beruflicher Merkmale, wie Art und Ausmass der
Behinderung, Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad, ihre Restarbeitsfähigkeit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem
Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung des Leidensabzugs ist
der Einfluss aller Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung
der Umstände im Einzelfall massgebend, wobei der Abzug vom
statistischen Lohn auf insgesamt höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE
134 V 322 E.5.2, 126 V 75 E.5). Hier ist zu bemerken, dass selbst unter
Gewährung eines maximalen Leidensabzuges von 25 % noch keine
rentenbegründende Erwerbseinbusse vorläge. Der Vollständigkeit halber
ist darauf hinzuweisen, dass die Nationalität angesichts der Tatsache,
dass die statistischen Löhne aufgrund der Einkommen der
schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung erfasst
werden, vernachlässigt werden kann (vgl. Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgericht I 39/04 vom 20. Juli 2004 E.2.4). Zudem wäre das
vom Beschwerdeführer geltend gemachte Kriterium der ausländischen
Nationalität erst im Zusammenhang mit einer ungewissen
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Aufenthaltsbewilligung relevant (vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_611/2013 vom 11. Februar 2014 E.3.2.2). Sodann fallen auch die
geltend gemachten fehlenden Sprachkenntnisse und die fehlende
berufliche Qualifikation nicht ins Gewicht, denn bei den Tätigkeiten nach
Kompetenzniveau 1 (vormals Anforderungsniveau 4 [einfache repetitive
Tätigkeiten]) sind weder gute Kenntnisse der deutschen Sprache noch
berufliche Qualifikationen erforderlich. Bescheidene Schulbildung und
berufliche Qualifikation sowie mangelhafte Sprachkenntnisse werden
bereits durch die Verwendung der Tabellenlöhne nach Kompetenzniveau
1 (bzw. vormals Anforderungsniveau 4) abgegolten (vgl. Urteile des
Bundesgerichts 8C_492/2015 vom 17. November 2015 E.3.2.3,
8C_238/2014 vom 1. Juni 2015 E.6.3.2). Der von der
Beschwerdegegnerin gewährte Leidensabzug von 20 % ist somit nicht zu
beanstanden.
c) Gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 (TA1
privater Sektor, Kompetenzniveau 1, Männer, alle Wirtschaftszweige)
resultiert nach Umrechnung auf die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7
Stunden und unter Berücksichtigung der Nominallohnsteigerungen sowie
eines Leidensabzugs von 20 % ein Invalideneinkommen von Fr. 53'642.--
(vgl. den angefochtenen Einspracheentscheid E.4b). Stellt man gemäss
Art. 16 ATSG diesem Invalideneinkommen das unstrittige
Valideneinkommen von Fr. 55'393.-- gegenüber, so ergibt sich eine
Erwerbseinbusse von 3.17 %, was unter der für einen Rentenanspruch
vorausgesetzten Einbusse von mindestens 10 % (Art. 18 Abs. 1 UVG)
liegt. Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin einen Rentenanspruch
des Beschwerdeführers zu Recht verneint.
7. Zusammenfassend erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid
vom 27. April 2017 als rechtens, weshalb dieser zu bestätigen und die
dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
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8. Gemäss Art. 61 lit. a ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren in
Sozialversicherungssachen – ausser im Falle leichtsinniger oder
mutwilliger Prozessführung – für die Parteien kostenlos. Demnach werden
für das vorliegenden Beschwerdeverfahren keine Kosten erhoben. Der
obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).