# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d71daf01-3e72-5cd5-a8aa-937caa9ef829
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_011
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren 1969, Staatsangehörige von B._, eingereist in die Schweiz am 2. März 2002, verheiratet, Mutter von drei (geb. 1989, 2003 und 2007) Kindern, wohnhaft in C._, arbeitete in B._ von 1994 bis Ende Februar 2002 als  bei einem Notariat. In der Schweiz ging sie keiner Erwerbstätigkeit nach.
Am 15. Februar 2013 meldete sie sich namentlich wegen einer seit der Geburt bestehenden  sowie Aneurysmen für den Leistungsbezug bei der Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (nachfolgend: IV-Stelle), Givisiez, an und beantragte eine berufliche Integration bzw. eine Rente.
Mit rechtskräftiger Verfügung vom 9. September 2013 verneinte die IV-Stelle den . Die gesundheitlichen Beschwerden hätten bereits vor der Einreise in die Schweiz .
B. Am 27. September 2018 reichte A._ ein neues Leistungsbegehren ( und Rente) ein und machte eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend.
Mit Verfügung vom 19. Februar 2019 trat die IV-Stelle auf das neue Leistungsgesuch nicht ein. Da es sich um eine Verschlechterung des gleichen Gesundheitszustandes, der bereits vor der  in die Schweiz bestanden habe, handle.
C. Am 21. März 2019 erhebt A._ Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg und  implizit, die IV-Stelle habe auf ihr neues Leistungsbegehren einzutreten. Zur Begründung bringt sie vor, ihr Gesundheitszustand habe sich während ihres Aufenthalts in der Schweiz verschlechtert, weshalb ihrer Ansicht nach die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt seien. Ferner stellt sie Antrag auf teilweise unentgeltliche Rechtspflege (URP-Gesuch).
Seit dem 8. April 2019 wird sie vertreten durch Inclusion Handicap.
Am 6. Mai 2019 reicht sie eine Beschwerdeergänzung ein und bringt vor, entscheidend sei nicht, ob eine Krankheit vorbestanden habe, sondern ab welchem Zeitpunkt sich diese invalidisierend auswirke. Ferner zieht sie das URP-Gesuch zurück.
Am 24. Mai 2019 begleicht die Beschwerdeführerin den Kostenvorschuss von CHF 800.-.
Die IV-Stelle hält in ihren Bemerkungen vom 27. Juni 2019 an ihrer Verfügung fest und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Für den Rentenanspruch gebe es nur einen Eintritt des . Falls die versicherte Person bereits bei der Einreise in die Schweiz zu 40% oder mehr invalid sei, sei der Versicherungsfall bereits eingetreten.

## Considerations

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit sie für die Urteilsfindung  sind, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.
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Erwägungen
1.
Die Beschwerde vom 21. März 2019 gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 19. Februar 2019 ist fristgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Die Beschwerdeführerin hat ein schutzwürdiges Interesse, dass das Kantonsgericht, I. , prüft, ob die IV-Stelle zu Recht auf die Neuanmeldung nicht eingetreten ist.
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
2.1. Gemäss Art. 6 Abs. 2 Satz 1 des Bundesgesetzes vom 19. Juni 1959 über die  (IVG; SR 831.20) sind ausländische Staatsangehörige, vorbehältlich Art. 9 Abs. 3 IVG, nur anspruchsberechtigt, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 des Bundesgesetzes vom 6. Oktober 2000 über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1], welches hier aufgrund von Art. 1 Abs. 1 IVG zur Anwendung kommt) in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten haben. Anspruch auf eine ordentliche Rente haben Versicherte, die bei Eintritt der Invalidität während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet haben (Art. 36 Abs. 1 IVG).
2.2. Das IVG kennt nicht einen einheitlichen Versicherungsfall, sondern folgt dem System des leistungsspezifischen Versicherungsfalles. Ein Gesundheitsschaden kann somit bezüglich  Leistungen der Invalidenversicherung mehrere Invaliditätseintritte auslösen, weshalb der Versicherungsfall im Rahmen jeder gesetzlichen Leistungsnorm autonom bestimmt werden muss (Urteil BGer I 76/05 vom 30. Mai 2006 E. 1.1 mit Hinweisen).
Die Rechtskraft von Verfügungen und (Einsprache- oder Beschwerde-) Entscheiden über  im Bereich der Sozialversicherung ist grundsätzlich zeitlich unbeschränkt. Sie erfasst die Anspruchsvoraussetzungen ebenso wie die Faktoren der Leistungsbemessung, soweit sie im Entscheidzeitpunkt abgeschlossene Sachverhalte betreffen. Es liegt insofern eine abgeurteilte Sache (res iudicata) im Rechtssinne vor. Die betreffenden Anspruchsvoraussetzungen und  können daher vorbehältlich einer prozessualen Revision oder  des rechtskräftigen Entscheids (Art. 53 Abs. 1 und Art. 61 Bst. i bzw. Art. 53 Abs. 2 ATSG) nicht bei jeder neuen Bezugsperiode in Frage gestellt und geprüft werden. Diese Grundsätze gelten auch im Rahmen der Revision einer Dauerleistung im Sinne der Anpassung pro futuro an (nachträgliche) erhebliche Änderungen der tatsächlichen (und allenfalls rechtlichen) Grundlagen der ursprünglichen Leistungszusprechung. Damals bejahte Anspruchsvoraussetzungen und  Leistungsbemessungsfaktoren, welche im Zeitpunkt der Verfügung oder des  abgeschlossene Sachverhalte betreffen, können zufolge Rechtskraft nicht erneut  werden. Vorbehalten bleibt das Zurückkommen auf den ursprünglich leistungszusprechenden Entscheid unter dem Titel Wiedererwägung oder prozessuale Revision. Anders verhält es sich mangels sachlicher Identität bei einem neuen Versicherungsfall, d. h. bei Ablösung der bisherigen Rente durch eine neue Hauptrente, oder wenn zur ursprünglichen gesundheitlichen  eine davon völlig verschiedene Gesundheitsstörung hinzugetreten ist und zu einer Erhöhung des Invaliditätsgrades geführt hat (BGE 136 V 369 E. 3.1.1 mit zahlreichen Hinweisen).
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Für die Umschreibung der Rechtskraft und der damit verbundenen Rechtsbeständigkeit eines den Anspruch auf eine Dauerleistung verneinenden negativen Entscheids muss auf die  zurückgegriffen werden. Betreffen diese, wie etwa die versicherungsmässigen , einen zeitlich abgeschlossenen, späteren Änderungen der Tatsachenlage nicht  Sachverhalt, ist eine Überprüfung zufolge Rechtskraft ausgeschlossen, die  als solche mithin endgültig dahingefallen. Vorbehalten bleibt eine Änderung der den leistungsablehnenden Entscheid tragenden rechtlichen Grundlagen, oder wenn ein neuer  im Sinne der Erhöhung des Invaliditätsgrades aufgrund einer von der ursprünglichen gesundheitlichen Beeinträchtigung völlig verschiedenen Gesundheitsstörung vorliegt (BGE 136 V 369 E. 3.1.2 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung begründet eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes grundsätzlich keinen neuen Versicherungsfall. Bei materieller Verschiedenheit der  entsteht indessen ein neuer Versicherungsfall mit der Folge, dass die der ersten  zugrunde liegende fehlende Versicherteneigenschaft das neue Leistungsgesuch nicht präjudiziert (Urteil BGer 8C_93/2017 vom 30. Mai 2017 E. 4.2 mit Hinweisen).
2.3. Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird gemäss Art. 17 ATSG die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,  oder aufgehoben. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den  Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Der zeitliche Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer  Prüfung des Rentenanspruches mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,  und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustandes) beruht; vorbehalten bleibt die  zur Wiedererwägung (BGE 133 V 108; 130 V 71 E. 3.2.3).
Wurde gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die  (IVV; SR 831.201) eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen nach Abs. 2 erfüllt sind. Dieser  sieht vor, dass wenn ein Gesuch um Revision eingereicht wird, darin glaubhaft zu machen ist, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Der Untersuchungsgrundsatz, wonach die IV-Stelle von Amtes wegen für die richtige und  Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen hat (Art. 43 Abs. 1 ATSG), spielt insoweit nicht. Die versicherte Person trifft somit in Bezug auf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten rechtskräftigen Leistungsverweigerung eine Beweisführungslast. Legt sie ihrem Gesuch keine Beweismittel bei, hat ihr die IV-Stelle eine angemessene Frist anzusetzen, um solche einzureichen, verbunden mit dem Hinweis, dass  auf das erneute Leistungsbegehren nicht eingetreten werden könne. Bei Nichteintreten legt die Beschwerdeinstanz ihrer Überprüfung den Sachverhalt zu Grunde, wie er sich der  bot (Urteil BGer 9C_236/2011 vom 8. Juli 2011 E. 2.1.2).
Mit dem Beweismass des "Glaubhaftmachens" ist nur verlangt, dass die versicherte Person die Änderung eines Elements aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen  glaubwürdig dartut. Die Tatsachenänderung muss also nicht nach dem im  sonst üblichen Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt sein (Urteil BGer 9C_881/2007 vom 22. Februar 2008 E. 2.2 mit Hinweisen). Die Beweisanforderungen sind
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vielmehr herabgesetzt, indem nicht im Sinne eines vollen Beweises die Überzeugung der  begründet zu werden braucht, dass seit der letzten rechtskräftigen Entscheidung tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten ist. Es genügt, dass für den geltend gemachten  Sachumstand wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete  nicht erstellen lassen (Urteil BGer 9C_236/2011 vom 8. Juli 2011 E. 2.1.1). Wenn die dem abermaligen Leistungsersuchen beigelegten ärztlichen Berichte so wenig substanziiert sind, dass sich eine neue Prüfung einzig auf Grund weiterer Erkenntnisse allenfalls rechtfertigen würde, ist die IV-Stelle zur Nachforderung weiterer Angaben nur, aber immerhin dann verpflichtet, wenn den – für sich allein genommen nicht Glaubhaftigkeit begründenden – Arztberichten konkrete Hinweise entnommen werden können, wonach möglicherweise eine mit weiteren Erhebungen  rechtserhebliche Änderung vorliegt (Urteil BGer 8C_341/2011 vom 27. Juni 2011 E. 2.2.2 mit Hinweisen).
2.4. Der Sozialversicherungsrichter prüft objektiv alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen und entscheidet danach, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige  des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf er bei einander  medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum er auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der  für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die  Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtend ist und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind.  für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3cc mit Hinweisen). Dies gilt auch für den behandelnden Spezialarzt und erst recht für den schmerztherapeutisch tätigen Arzt mit seinem besonderen Vertrauensverhältnis und dem Erfordernis, den geklagten Schmerz zunächst bedingungslos zu akzeptieren (Urteil BGer 8C_913/2013 vom 11. April 2014 E. 4.4.3 mit Hinweisen).
3.
Es ist streitig, ob die IV-Stelle zu Recht auf die Neuanmeldung vom 27. September 2018 nicht  ist und damit ob sie zu Recht von einer Verschlechterung des gleichen , der bereits vor der Einreise in die Schweiz bestanden hat, ausgegangen ist.
3.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, insofern die gesundheitliche Verschlechterung während des Aufenthaltes in der Schweiz aufgetreten sei, sei sie der Ansicht, die versicherungsmässigen Voraussetzungen seien erfüllt. Ferner sei aus den Akten nicht ersichtlich, ob die vor der Einreise in die Schweiz bestehenden Beschwerden bereits eine Erwerbsunfähigkeit in einem  Ausmass von mehr als 40% zur Folge hatten. Die IV-Stelle habe es unterlassen,  medizinische Berichte aus B._ sowie Arbeitszeugnisse einzufordern, weshalb es nicht erstellt sei, dass bei der Einreise in die Schweiz eine 40%-ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Demgegenüber ergebe sich aus den aktuellen medizinischen Unterlagen eine  des Gesundheitszustandes.
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3.2. Die letzte materielle Prüfung des Leistungsanspruchs der Beschwerdeführerin erfolgte mit rechtskräftiger Verfügung vom 9. September 2013 (IV-Akten, S. 58 ff). Darin wurde der  verneint mit der Begründung, die gesundheitlichen Einschränkungen hätten bereits vor der Einreise in die Schweiz bestanden. Eine Erwerbstätigkeit sei in der Schweiz nie ausgeübt worden. Die versicherungsmässigen Voraussetzungen für den Bezug einer Rente wie auch für Eingliederungsmassnahmen seien nicht erfüllt. Hierfür stützte sich die IV-Stelle auf nachfolgende Unterlagen:
Dr. med. E._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte am 6. März 2013 (IV-Akten, S. 37 ff.), eine familiäre, dominante polyzystische Nierenerkrankung bestehend seit der Geburt mit einer Niereninsuffizienz Grad II, Hypertonie und renaler Anämie. Zudem bestehe seit November 2003 ein Status nach zerebraler Aneurysmaruptur. Zur Arbeitsfähigkeit äusserte er sich nicht. Für Details verwies er an Dr. med. F._, Facharzt für Nephrologie und Allgemeine Innere Medizin.
Bei diesem ist die Beschwerdeführerin seit dem 24. März 2003 in Behandlung. Der Facharzt bestätigte am 28. März 2013 (IV-Akten, S. 47 ff.) die vom Hausarzt gestellten Diagnosen. Er  keine Arbeitsunfähigkeit, da die Beschwerdeführerin nicht arbeite. Eventuell sei ihr eine  Tätigkeit ohne Gewichtheben (wegen dem Aneurysma) während 2-3h/Tag möglich, was seit ca. Juni 2004 (ca. 6 Monate nach der Aneurysmaruptur) der Fall sei.
Dr. med. G._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stellen Bern/Freiburg/Solothurn (nachfolgend: RAD), erklärte am 15. April 2013 (IV-Akten, S. 52 f.), die beiden Probleme (Aneurysmen und renale Polyzystose) hätten bereits vor der  in die Schweiz vorgelegen. Mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei der Status nach zwei geclippten zerebralen Aneurysmen 2003 und Anwesenheit von zwei zusätzlichen nicht  Aneurysmen der Arteria Carotis interna (vgl. Bericht des H._ vom 16. Januar 2012; IV-Akten, S. 43 ff). Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei die zurzeit kompensierte Niereninsuffizienz bei angeborener und wahrscheinlich geerbter Nierenpolyzystose. Die  Situation sei seit Juni 2004 stabil und die im Bericht des H._ erwähnten  seien nur symptomatisch behandelt worden. Er erachtete ebenfalls eine körperliche leichte Tätigkeit als möglich. In keinem der vorliegenden Berichte sei eine Zeit- oder  medizinisch begründet worden.
3.3. In ihrer Neuanmeldung vom 26. November 2018 (IV-Akten, S. 68 ff.) machte die  eine zystische Nieren- und Lebererkrankung sowie eine Hirnblutung geltend.  der Frage, seit wann diese Beschwerden bestehen würden, gab sie "schleichend" an. Der  waren keine Arztberichte beigelegt.