# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7374d12f-d4c5-40dc-a11a-054d509d431d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1970 geborene
X._
war
seit dem 6. Oktober 2010
als Mitar
bei
ter
Reinigungs
dienst im
Y._
tätig (Urk.
7/10
).
Am 20. Januar 2014 erlitt er einen
Treppensturz für dessen
Folgen die Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG die gesetzlichen Leistungen
erbrachte
.
Mit Verfügung vom 26. Januar 2015 stellte sie die Leistungen per 31. Juli 2014 ein.
Am 28. August 2014 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf eine isthmische
Lyse
L3 und Segmentinstabilität L3/4 mit Diskusdegeneration bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis
tungen der Invalidenversicherung an (Urk. 7/3).
Die IV-Stelle zog die Akten des Unfallversicherers sowie des Krankentaggeldversicherers
bei und tätigte medizi
nische und erwerbliche Abklärungen.
Die von der
Unfallversicherung (
Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
)
mit Verfügung vom
26. Januar 2015
per 31
.
Juli 2014
vorgenommene Leistungs
ein
stellung wurde mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich UV.2015.0122 vom 20. Dezember 2016 bestätigt.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
sprach die IV-Stelle dem Versicher
ten m
it Verfügung vom
15. September 2016
eine
vom 1. Februar
bis 31. Okto
ber 2015 befristete ganze
Invalidenrente
zu
.
Einen Anspruch auf berufliche Ein
gliederungsmassnahmen verneinte sie
(
Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
17. Oktober 2016
Beschwerde und beantragte,
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine unbefristete ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventualiter seien weitere medizinische Abklärungen
anzuordnen.
Subeventualiter
seien ihm berufliche Massnahmen zu gewähren. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeant
wort vom 22. November 2016 beantragte die Beschwerdeg
eg
nerin die Ab
wei
sung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 25. November 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für
die
Entscheidfindung
erforderlich, in den n
achfolgenden Erwägungen
einzu
-
ge
hen
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des ana
log anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a
der Verord
nung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
festzuse
tzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E.
6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstu
fung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich
des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente
(BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273
E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der ver
sicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die
unbe
stritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben
(BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt
nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nach
vollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indi
zien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf
BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kom
mt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger
Sachverständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gut
achtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anfor
derungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/201
6 vom 9. Dezember 2016 E. 2.4).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, die Abklärungen hätten ergeben, dass
der Beschwerdeführer seit dem 20. Januar 2014 (Beginn der einjährigen Wartezeit) in seiner Arbeitsfähigkeit erheblich eingeschränkt
gewesen sei und ihm vorerst keine Erwerbstätigkeit zu
mutbar gewesen sei. Seit dem 2.
Oktober 2015 bestehe in einer angepassten Tätigkeit eine volle Arbeits
fähigkeit. Bei einem Invaliditätsgrad von 4 % bestehe ab 1. November 2015 kein Anspruch mehr auf eine Invalidenrente.
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen im Wesentlichen geltend,
es sei nicht na
chvollziehbar, weshalb er ab 2.
Oktober 2015 in einer behinderungs
ange
passten Tätigkeit arbeitsfähig sein solle. Der RAD begründe dies nicht.
Es sei ein unabhängiges medizinisches Gutachten betreffend die Erwerbsfähigkeit einzu
holen (Urk. 1 S. 3 f.)
.
2
.3
Streitig und zu prüfen ist
, ob
der Beschwerdeführer auch über den
31. Oktober 2015 hinaus Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH Innere Medizin und Rheumatologie, stellte
anlässlich der Erstkonsultation vom 23. Januar 2014 die Diagnose einer Distor
sion der Lendenwirbelsäule
(LWS
,
Urk. 7/9 S. 31).
3.2
Am 24. Februar 2014 wurde eine radiologische Untersuchung im Röntgeninsti
tut
A._
durchgeführt. Die Schrägaufnahmen der LWS, Funktionsaufnah
men
in Inklination und
Reklination
, ergaben eine
Osteochondrose
und
Spondy
lolis
thesis
in Höhe LWK 3/4 und entsprechende L3-Wirbelbogenspondylolysen. Die
Antelisthesis
von LWK 3 gegenüber LWK 4 betrage in
Reklination
etwa 6 mm und max. 9 mm bei Inklination, Grad 1 nach
Meyerding
. Ansonsten bestehe ein unauffälliger Knochen- und Gelenkbefund, kein Frakturnachweis und keine sonstigen
ossären
Läsionen (Urk. 7/9 S. 29). Die Aufnahmen der LWS in zwei
Ebenen zeigten keinen Frakturnachweis, geringe
Osteochondrose
in Höhe
LWK
3/
4 mit begleitender segmentaler
Gefügestörung
,
Retrolisthesis
von LWK 4 gegenüber LWK 3 um 6 mm, insbesondere dorsal Höhenabnahme des Zwischen
wirbelraumes hinweisend auf eine
Discopathie-Discushernie
und ansonsten einen unauffälligen Knochen- und Gelenkbefund (Urk. 7/9 S. 28).
3.3
Am 19. März 2014 wurde eine MR-Untersuchung der Lendenwirbelsäule in der Universitätsklinik
B._
durchgeführt. Diese ergab eine isthmische
Lyse
L3 beidseits mit
Anterolisthese
Grad I und leichter
Forameneinengung
beidseits sowie eine paramedian linksseitige flache
Discushernie
L5/S1 mit Kontakt zur Wurzel S1 links. Es waren keine Frakturen oder
bone
bruise
sichtbar (Urk. 7/9 S.
26).
3.4
Im Bericht der Universitätsklinik
B._
, Orthopädie, vom 15. Juli 2014 wurde die Diagnose einer isthmischen
Lyse
L3 und Segmentinstabilität L3/4 mit Diskusdegeneration bei Status nach Treppensturz am 20. Januar 2014 genannt. (Urk.
7
/
9
S.
7
). Am 16. Juli 2014 wurde eine CT-Untersuchung der Lenden
wirbelsäule mit Infiltration der
Lysezone
durchgeführt (Urk.
7/9 S. 10
). Am 12. August 2014 erfolgte eine Verlaufskontrolle, welche ergab, dass die Infil
tration nur einige Tage eine B
eschwerdelinderung erbracht hab
e
und e
s wurde die Indikation für eine operative Stabilisierung des Segmentes L3/4 gestellt (Urk.
7
/9 S. 4
).
3.5
Am
11. September 2014
erfolgte die
Dekompression und
Spondylodese
L3/4
in der Universitätsklinik
B._
(Urk. 7/11).
Im Bericht
der Universitätsklinik
B._
vom 25. September 2014
betreffend die Konsultation vom 23. Septem
ber 2014
wurde ein
regelrechter Verlauf
festgehalten
(Urk. 7/14 S. 6).
3.6
Im Bericht der Universitätsklinik
B._
vom
24
. Februar 2015 wurde die Diag
nose einer persistierenden Lumbalgie mit Verdacht auf Facettengelenksarthrose L4/5 beidseits genannt (Urk. 7/22 S. 5). Es wurde ausgeführt,
es bestehe nach
Spondylodese
eine Überreizung der Facettengelenke
4
/5, welche klinisch mit einem
Reklinationsschmerz
korreliere.
Radiologisch habe sich ein intakt sitzen
des
Spondylodese
-Material ohne Anzeichen auf Lockerung gezeigt.
Es wurde eine
100%-
ige
Arbeitsunfähigkeit für insgesamt sechs Monate bis am 11. März 2015
attestiert. Danach sei ein Arbeitsversuch zu 50 % möglich (Urk. 7/22 S. 6).
3.7
Dr.
Z._
führt in seinem Bericht vom 1. März 2015 zuhanden der
Visana
aus, der Beschwerdeführer sei aktuell
auch
in einer angepassten Tätigkeit noch nicht arbeitsfähig (Urk. 7/22 S. 3).
3.8
Am
15. September 2015
wurde der Beschwerdeführer im Auftrag der
Visana
Krankentaggeldversicherung von
Prof.
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neu
rologie FMH, untersucht.
In seinem Bericht vom
1.
Oktober 2015 stellte Dr.
C._
die Diagnose eines leichtgradigen lumbalen
Vertebralsyndroms
nach
Spondylodese
-Operation 201
4.
Er führte aus, der erhobene klinische Befund zeige
ein allenfalls leichtgradiges lumbales
Vertebralsyndrom
im Sinne eines Defekts nach der stattgehabten lumbalen Versteifungsoperation
. Auffällig sei vor allem eine recht grobe Diskrepanz zwischen der im formalen Untersuchungsgang demonstrierten eingeschränkten Beweglichkeit sowie dem schleppenden Gang
bild einerseits und dem deutlich freieren und flüssigeren Gangbild ausserhalb der formalen Untersuchung andererseits. Auch seien der muskulöse Habitus und die
Beschwielung
der Fusssohlen nicht mit der reklamierten weitgehenden Un
tä
tigkeit und Immobilisation vereinbar. Zuletzt habe der Beschwerdeführer auch nicht seinen anamnestischen Angaben zur aktuellen Schmerzintensität
ent
-
sprechend
namhaft schmerzbeeinträchtigt gewirkt. Es ergebe sich
eine qualita
tive Minderung der Ar
beitsfähigkeit dergestalt, dass körperlich
schwere Arbeiten sowie Tätigkeiten mit häufiger lumbaler Zwangshaltung zu vermeiden bezieh
ungsweise nur mit einem auf etwa 50 % reduzierten Rendement als leistbar anzusehen seien. In körperlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastend oder überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeiten sei jedoch von einer unein
geschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen. Soweit die angestammte Tätigkeit also tatsächlich überwiegend körperlich schwere Tätigkeiten und Arbeiten mit häufiger Zwangshaltung der Lendenwirbelsäule beinhalte, sei hier die Arbeits
fähigkeit mit 50 % (aufgrund eines auf 50 % reduz
ierten Rendements) bei erhal
ten
er Leistungsfähigkeit hinsichtlich des Pensums (Pensum 100 %) zu schätzen. Die Prognose sei günstig, da ein stabiler postoperativer Status bestehe und objektive Hinweise für eine gravierende Beeinträchtigung fehlten. Der kräftige muskulöse Habitus spreche bereits für eine rege Aktivität (Urk. 7/31 S. 11 ff.).
3.9
Im Bericht der Univ
ersitätsklinik
B._
vom
18.
November 2015
zuhanden der IV-Stelle betreffend die Untersuchung vom
15. September 2015
wurde die Diag
nose einer unklaren Lumbalgie genannt. Es wurde ausgeführt,
das
Röntgen der Wirbelsäule
vom 15. September 2015 habe eine stationäre Lage der
Spondy
lodese
sowie des Cage-
Interponats
LWK 3/ LWK 4, eine intakte
Spondylodese
, kei
ne Lockerungszeichen, ein regel
r
e
chtes dorsales und ventrales Alignement
und eine diskrete ventrale Spondylose ergeben. Gegenwärtig seien keine Be
han
d
lungen verordnet worden. Der Beschwerdeführer sei aus wirbelsäulen
chi
rur
gischer Sicht in seiner Tätigkeit als Grundreinigungspersonal
uneinge
schränkt arbeitsfähig
. Sowohl aus der klinischen als auch aus der radiologischen Unter
suchung seien die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden nicht nach
vollziehbar (Urk. 7/27).
3.10
RAD-Arzt
Dr.
med.
D._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie,
nannte in seiner Stellungnahme vom 2. Februar 2016 als Diagnose mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein leichtgradiges lumbales
Vertebralsyndrom
bei Status nach Dekompression mit
Spondylodese
L3/4 am 11. September 2014 bei isthmischer
Lyse
L3 und Segmentinstabilität L3/
4.
In seiner bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiter Reinigungsdienst sei
der Beschwer
de
führer seit dem 2
0. Januar 2014 100% arbeitsunfähig. In einer leichten wechsel
bel
astenden Tätigkeit ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne wirbelsäu
lenbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten (Bücken, Hocken, Kauern, Knien,
Überkopfarbeit, Arbeiten in weiter Armvorhalte) ohne häufige Rumpfrotationen, ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände sei der Beschwerdeführer
ab dem 1. Oktober 2015 zu 100 % arbeitsfähig
(Urk. 7/46 S. 4 f.).
4.
4.1
Im angefochtenen Entscheid stützte sich die Beschwerdegegnerin in erster Linie auf
das Gutachten
von
Prof.
Dr.
C._
, welches
für die streitigen Belange um
fassend ist, auf einer fachärztlichen Untersuchung
beruht, in Kenntnis der
relevanten
Vorakten
abgegeben wurde und die vom Beschwerdefüh
rer geklagten Beschwerden berücksichtigt. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist einleuchtend und die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nach
vollziehbar.
Das Gutachten
erfüllt somit die rechtsprechungsgemäss
erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E.
1.5
)
Prof.
Dr.
C._
kommt zum Schluss,
dass
allenfalls
ein leichtgradiges lumbales
Vertebralsyndrom
im Sinne eines Defekts nach der stattgehabten lumbalen Versteifungsoperation
vorliege
.
Körperlich schwere Arbeiten sowie Tätigkeiten mit häufiger lumbaler Zwangshaltung seien zu vermeiden beziehungsweise nur mit einem auf etwa 50 % reduzierten Rendement als leistbar anzusehen. In kör
perlich leichten bis mittelschweren, wechselbelastend oder überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeiten sei jedoch von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen.
Die behandelnden Fachärzte der Universitätsklinik
B._
hielten in ihrem Be
richt vom 18.
November
2015 fest,
es bestehe nach
Spondylodese
eine Überrei
zung der Facettengelenke
4
/5, welche klinisch mit einem
Reklinationsschmerz
korreliere
. Sie attestierten eine
100%-
ige
Arbeitsunfähigkeit für insgesamt sechs
Monate seit dem Operationsdatum, d.h. bis
1
1.
März 201
5.
Danach sei ein
Arbeit
s
versuch zu 50 % möglich
(Urk. 7/22 S. 5 f.)
.
Anlässlich der Untersuchung vom
15. September 2015
diagnostizierten sie sodann eine unklare Lumbalgie und hielten fest, die vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden seien nicht nachvollziehbar. Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht sei er in seiner Tätigkeit als Grundreinigungspersonal
uneingeschränkt arbeitsfähig
(Urk. 7/27
).
Es sind keine medizinischen Berichte ersichtlich,
welche
die
im Wesentlichen übereinstimmenden
Beurteilung
en
von
Prof.
Dr.
C._
und der
behandelnden Ärzte der
Universitätsklinik
B._
in Frage zu stellen vermöchten. Es bestehen auch keinerlei Anhaltspunkte, dass sich der Sachverhalt bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung aus medizinischer Sicht verändert hätte und auch der Beschwerdeführer hat keine Berichte eingereicht, die auf einen abweichenden medizinischen Sachverhalt hindeuten würden.
Im
Bericht
des Hausarztes
Dr.
Z._
vom 22. September 2016
wird lediglich auf Wunsch des Beschwerde
füh
r
ers eine Behandlung durch Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) emp
fohlen (Urk. 3/3). Daraus
kann
der Beschwerdeführer
nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Es besteht kein weiterer Abklärungsbedarf.
Gestützt auf die medizinische Aktenlage
ist davon auszugehen,
dass dem Beschwerdeführer
bis
September 2015
weder die angestammte noch
eine behin
derungsangepasste Tätigkeit zumutbar war. Dies insbesonder
e
aufgrund des operativen Eingriffs vom
11. September 2014
und der damit verbundenen Reha
bilitation. Spätestens ab
15. September
2015
ist
jedoch
in einer behinderungs
angepassten Tätigkeit mit dem von
RAD-Arzt
Dr.
D._
detailliert umschrie
benen Belastungsprofil
(vgl. E. 3.10)
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr ausgewie
sen, weshalb ab diesem Zeitpunkt von einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen ist.
Die Wartezeit, während welcher die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit nach Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG mindestens 40 % betragen muss, begann vorliegend am 20. Januar 2014 und endete am 19. Januar 201
5.
Der Beschwerdeführer hat sich
am 28. August 2014 bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 7/
3). Da der Rentenanspruch gemäss Art. 29 Abs. 1 IVG frühestens sechs Monate nach Geltendmachung entsteht, hat der Beschwerdeführer ab 1. Februar 2015 Anspruch auf eine Rente.
4.2
Von
Februar
bis September
2015
bestand eine Erwerbsunfähigkeit von 100 %
für jegliche Tätigkeit
und damit auch ein Invaliditätsgrad von 100 %.
Für die Zeit seit Eintritt der gesundheitlichen Verbesserung
kann auf den von der Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 15. September 2016 vorgenommenen Einkommensvergleich, der einen Invaliditätsgrad von 4 % ergab
(Urk. 2)
, verwiesen werden.
Die Grundlagen dieses Einkommens
vergleichs wurden vom Beschwerdeführer nicht beanstandet.
Soweit
er
geltend macht, es sei ein leidensbedingter Abzug von 25 % und nicht von lediglich 10 % zu gewähren, kann
offen bleiben
, ob dies gerechtfertigt wäre, zumal auch beim maximalen Abzug von 25 % ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultieren würde.
4.3
Nach dem Gesagten
hat die Beschwerdegegnerin
den ab 1. Februar 2015 besteh
enden Rentenanspruch
zu Recht
per 31. Oktober 2015 befristet (Urteil des Bun
desgerichts 8C_670/2011 vom 10. Februar 2012 E. 5.1)
.
5.
E
inen Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Eingliederungs
m
assnah
men
hat die Beschwerdegegnerin
zu Recht verneint,
zumal
bezüglich der in Frage kommenden Verweistätigkeiten die Eingliederungsfähigkeit gegeben ist. Es ist nicht ersichtlich, welche Massnahmen behinderungsbedingt notwendig wären, um die Aufnahme einer solchen Tätigkeit sicherzustellen. Im Übrigen fehlt es am Eingliederungswillen, da
sich der Beschwerdeführer sub
jektiv nicht arbeitsfähig fühlt
(
vgl.
Urk.
7/25, 7/26 und Urk. 7/36
).
6
.
Diese Erwägungen führen zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde.
7.
7
.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzusetzen und
dem
Beschwer
-
deführer
aufzuerlegen (Art. 69
Abs. 1
bis
IVG). Entsprechend besteht auch kein Anspruch auf eine Parteientschädigung.
7
.2
Der Beschwerdeführer stellte ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtspflege für das vorliegende Verfahren (Urk. 1). Die Voraussetzungen gem
äss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) sind erfüllt
(Urk. 3/6)
, weshalb dem Gesuch zu entsprechen ist.
Somit sind
d
ie dem Beschwerdeführer auferlegten Prozesskosten
einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Dem Beschwerdeführer
ist
in der Person von Rechtsanwalt
Abdullah
Karakök
ein
unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren zu bestellen,
welcher aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.
Rechtsanwalt
Karakök
machte
mit Honorarnote vom 20. Februar 2018 einen Gesamtaufwand von 9
Stunden
40 Minuten und Ba
rauslagen von Fr. 40.50 geltend
(Urk. 10)
.
Nach
§
34
Abs.
3
GSVGer
bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss
§
8 in Ver
bindung mit
§
7
Abs.
1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Ent
schädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird – auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung – namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
Der von Rechtsanwalt
Karakök
geltend gemachte Aufwand von
9
Stunden
40 Minuten
ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht ange
messen. In Würdigung der Umstände
, dass
ihm
die Akten
bereits aus
dem Verwaltungsverfahren bekannt waren (vgl. seine Eingabe vom 25. Juli 2016
[Urk. 7/61], mit welcher er sich durch Vorlage einer Vollmacht vom 11. Juli 2016 [Urk. 7/62] als Vertreter des Beschwerdeführers ausgewiesen hatte) und die Beschwerde vom 17. Oktober 2016 weitgehend mit dem Einwand vom 25. Juli 2016 (Urk. 7/61) übereinstimmt,
sind für das Aktenstudium im Beschwerdever
fahren und für das Abfassen der Beschwerdeschrift je
2 Stunden sowie zusätz
lich für das Lesen und Besprechung des Endentscheids 1 Stunde zu entschä
di
gen
(ins
gesamt
5
Stunden anstelle der geltend gemachten
7 Stunden 30 Minuten; vgl.
die
in Urk. 10
aufgeführten
Positionen
mit Datum vom 21. September 2016 von 3 Stunden 30 Minuten, vom 13. und 14. Oktober 2016 von je 1 Stunde 30
Minuten und vom 17. Oktober 2016 von 1 Stunde).
Insgesamt rechtfertigt
sich somit ein Aufwand von 7 Stunden und 10 Minuten
, was unte
r Berücksichtigung des gerichts
üblichen Ansatzes von
Fr.
220.
-- sowie der Barauslagen von 40.50 zuzüglich Mehrwertsteuer von 8 % eine Entschä
digung von aufgerundet Fr. 1'750.--
ergibt.
In dieser Höhe ist Rechtsanwalt
Karakök
aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
ist der Beschwerdeführer
zur Nachzahlung
ver
pflichtet, s
obald er
da
zu in der Lage ist.