# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b96b808d-19c3-5e8e-b4a3-16b7cb357b18
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1982 geborene
X._
absolvierte eine
Anlehre
als Fahr
zeug
wart
und arbeitete zuletzt
als
Fahrzeugaufbereiter
/Hilfsmechaniker
bei der
Y._
(Urk. 7/2/
7
, 7/54/1
). Am 2. April 2014 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf
eine
Hallux
Valgus
-Korrektur
links
im Jahr 2003 bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leis
tungs
bezug an
und beantragte
eine
Umschulung
(Urk. 7/3)
. Am 8. Mai 2014 fand bei
der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, ein Standort
ges
präch mit dem Versicherten statt (Urk. 7/8).
Das Arbeitsverhältnis mit der
Y._
wurde per 31. August 2014 aus gesundheitlichen Gründen auf
gelöst (Urk. 7/54/3).
Die IV-Stelle tätigte in der Folge erwerbliche
sowie medizi
nische Abklärungen
(Urk. 7/11
-12
, 7/15-16
, 7/
23
)
und zog die Akten der Kran
k
entaggeldversicherung (Urk. 7/
2
1
)
bei
.
Mit Vorbescheid vom 14. August 2015 stell
te die IV-Stelle die Abweisung
des
Leistungsbegehrens
des Versicherten
in
Aussicht (Urk. 7/37).
Nach
Durchführung von Eingliederungsmassnahmen
ver
n
ein
te die
IV-Stelle mit Verfügung vom 24.
April 2018 einen Anspruch
von
X._
auf Umschulung (Urk. 7/153).
Sodann
aktualisierte
sie
die
Aktenlage (Urk. 7/163
-166)
und liess den Versicherten am 20. November 2018 durch
den Regionalen Ärztlichen Dienst
(RAD)
orthopädisch
untersuchen
(Urk. 7/173).
Mit Vorbescheid vom 10.
Dezember 2018
teilte
die IV-Stelle
dem Versicherten
mit, sie werde ihm
vom 1. Dezember 2014 bis am 31. März 2017 eine ganze befristete Invalidenrente
zusprechen
(Urk. 7/177),
wogegen der Ver
sicherte
am 25. Januar 2019
Einwand erhob
(Urk. 7/187)
. Mit Verfügung
en
vom
13. September
2019
sprach
die IV-Stelle
ihm
wie vorbeschieden eine ganze Rente
sowie eine Kinderrente befristet
vom 1. Dezember 2014 bis am 31. März 2017 zu
(Urk. 7/212
[= Urk. 2]
).
2.
Dagegen liess der Versicherte am 9. Oktober 2019 Beschwerde erheben (Urk. 1) und beantragen, es sei
en
die Verfügung
en
vom 13. September 2019 dahingehend zu ändern,
als
ihm auch für die Zeit
nach
dem
1. April 2017 eine Invalidenrente und eine Kinderrente der Invalidenversicherung zuzusprechen sei
en
. Eventualiter seien sein Gesundheitszustand und seine Arbeitsfähigkeit für die Zeit ab dem 1. Januar 2017
zunächst
durch ein unabhängiges medizinisches Gutachten abzu
klären.
In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege.
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 13. Novem
ber 2019 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worüber der Be
schwerdeführer mit Verfügung vom 18. November 2019 in Kenntnis gesetzt wurde
.
Mit genannter Verfügung wurde
dem Beschwerdeführer sodann die unentgelt
liche
Prozessführung
gewährt und Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler als unent
gelt
licher Rechtsvertreter bestellt
(Urk. 8).
3.
Auf die Vorb
r
ingen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften
oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestim
mungen
(Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der Verordnung über
die Invaliden
versicherung [IVV]
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse ein
getreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisions
grund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren
Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl.
BGE
125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis).
1.4
Die
RAD
stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraus
set
zungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invaliden
versicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgaben
bereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfme
thoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der all
gemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Unter
suchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014
vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxis
gemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung
gestützt auf die medizinische Aktenlage fest, dass beim Beschwerdeführer nach Ablauf des Warte
jahres
(Dezember 2014)
bis
am 31. Dezember 2016 eine vollständige
Arbeitsun
fähigkeit für jegliche Tätigkeiten bestanden habe. Für diesen Zeitraum bestehe ein Anspruch auf eine ganze Invalidenrente. Ab dem 1. Januar 2017 habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verbessert, sodass er einer ange
passten Tätigkeit in einem Pensum von 90 % nachgehen könne. Da bei einer Verbesserung der gesundheitlichen Situation eine dreimonatige Frist abzuwarten sei,
sei
die Rentenleistung bis am 31. März 2017
auszurichten
(Urk. 2 S. 3).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, sein Gesundheitszustand habe sich
seit
dem 1. Januar 2017 nicht soweit verbessert, dass er einer der Beein
trächtigung angepassten Tätigkeit zu 90 % nachgehen könne. Die unbegründete Behauptung des RAD widerspreche der Aktenlage sowie dem Bericht der Haus
ärztin und
seinen eigenen
Aussagen
.
Gemäss dem Schlussbericht des Arbeits
trainings habe er das Pensum trotz den Nacken
-
und Fussschmerzen von 50 % auf 60 % steigern können. Länger
als drei bis vier Stunden S
tehen oder
G
ehen könne er kaum.
Bei einer wechselbelastenden Tätigkeit könne er zwar acht Stun
den mit erforderlichen Pausen alle zwei Stunden präsent
sein
, er benötige danach
jedoch je einen Entlastungstag
.
Er habe sich auch in der Zeit zwischen dem 1. Dezember 2016 und 8. August 2018 in Behandlung befunden und
habe
inten
sive Physiotherapie und Spiraldynamiktherapie
in Anspruch genommen
(Urk. 1 S. 4-7)
.
3.
3.1
Aus dem Operationsbericht vom 14. Mai 2014
der
Z._
geht hervor, dass aufgrund eines flexiblen Knick-Senk-Spreizfusses links mit Vorfussde
kom
pensation eine zentrale
Calcaneus
-Osteotomie
nach
Evans
durchgeführt
und ein demineralisierter
allogene
r
Femurkopf
eingesetzt
wurden
(Urk. 7/15/9)
.
Gemäss Austrittsbericht vom 19. Mai 2014
zeigte sich
der
peri
- und postoperative Verlauf komplikationslos
und wurde d
er Beschwerdeführer in gutem Allgemeinzustand und mit reizlosen Wundverhältnissen entlassen (Urk. 7/15/11).
Mit Bericht vom 30. Juni 2014 erklärten die behandelnden Ärzte, der Verlauf sechs Wochen post
operativ sei regelre
cht. Nach der Umstellung auf einen Unterschenkel-Gehgips könne mit einer Teilbelastung mit 15 Kilogramm begonnen werden. Eine Arbeits
fähigkeit bestehe noch nicht, da die
ossäre
Einheilung noch nicht abgeschlossen sei. Sie attestierten dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bis am 25. Juli 2014 (Urk. 7/21/28-29).
Am 7. August 2014 klagte der Beschwerde
führer noch über Restbeschwerden im Fersenbereich, weshalb keine Vollbelas
tung dauerhaft möglich sei. Die Operationsnarbe sei reizlos verheilt und es zeige sich ein Schonhinken links ohne wirkliche Abrollfunktion. Im
Osteotomiebereich
MT I, P I und MT V sei noch eine diskrete
Druckdolenz
vorhanden. Das Rönt
genbild habe eine zunehmende Konsolidierung gezeigt und das Schrauben
mate
rial sei ohne Lockerungszeichen intakt (Urk. 7/16/6).
Am 4. Mai 2015 fand eine komplette
Osteosynthesematerialentfernung
links statt. Der
peri
- und postope
rative Verlauf
sei problemlos gewesen und der Beschwerdeführer habe in gutem Allgemeinzustand mit reiz
losen Wundverhältnissen entlassen werden können (Urk. 7/32/1).
Am 9. Oktober 2015 wurde der Beschwerdeführer
wegen Überlas
tung des lateralen Fussrandes sowie
Metatarsalgie
bei verk
ü
rzter Wadenmus
ku
latur
erneut
operiert.
Auch dieser Verlauf habe sich
problemlos
gestaltet
und postoperativ hätten sich keine sensiblen oder motorischen Ausfälle gezeigt (Urk. 7/47/1
-5
).
3.2
Am
28. Dezember 2016
berichtete
Dr.
med. A._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
B._
,
von einem
leichte
n
Entlastungshin
k
en sowie eine
r
deutliche
n
Hyperkeratose und
Druckdolenz
über de
n
etwas
plantarisiert
tastbaren
Metatars
ale
4 und 5-
Köp
f
chen.
Dr.
A._
erachtet eine Besserung als durchaus denkbar, jedoch sei eine vollständige Beschwerdefreiheit eher unwahrscheinlich
. Eine Arbeitsunfähigkeit bestehe hingegen nicht
(Urk. 7/91/6-7).
Mit Bericht vom 19. September 2018 hielten die behandelnden Ärzte
der
B._
als Diagnose eine
Meta
tarsalgie
4 und 5 bei
Plantarisie
rung
der
Metatarsale
4 und 5-Kö
p
f
chen
sowie
Eversionsschwäche
am linken Fuss fest. Eine neurologische Ursache der
Ever
sions
schwäche
habe ausgeschlossen werden können, weshalb ein intensives
Auf
trainieren
der
Peronealmuskulatur
empfohlen
worden sei
.
Möglich wäre zudem
eine operative Versorgung nach BRT im Bereich de
s proximalen
Metarasale
4 und 5
, um der
Plantarisierung
entgegenzuwirken
;
d
er Beschwerdeführer
sei
einem wei
teren operativen Eingriff
gegenüber
jedoch zurückhaltend eingestellt (Urk. 7/172/18-19).
3.3
Mit Arztzeugnis vom 6. März 2017 zuhanden der Arbeitslosenversicherung attestierte
Dr.
med. C._
, Fachärztin Allgemeine Innere Medizin, ab dem 1. März 2017 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
mit einer um 30 % reduzierten Leistung
. Dem Zeugnis kann sodann entnommen werden, dass der Beschwerde
führer krankheitsbedingt vom 1. März 2014 bis am 28. Februar 2017 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sei
(Urk. 7/112).
Auf Zuweisung von
Dr.
C._
wurde am 10. März 2017 ein MRI der Halswirbelsäule
angefertigt
.
Dieses zeigte
ein geringes seitensymmetrisches
mediobilaterales
bulging
disc
ohne
Myelon
- oder Nervenwurzelkompression bei im Übrigen
unauffällig
en Verhältnissen
(Urk. 7/172/17).
Mit Verlaufsbericht vom 11. September 2018 hielt
Dr.
C._
folgende attestierte
n
Arbeitsunfähigkeiten
für stehende und
gehende
Tätigkeiten
fest
(Urk. 7/164/2
; vgl. auch Urk. 7/112
)
:
-
100 % vom 1
3.
Dezember bis 3
1.
Dezember 2013
-
50 % vom 1. Januar bis 28. Februar 2014
-
100 % vom 1. März 2014 bis 28. Februar 2017
-
30 %
(
relative Arbeitsfähigkeit
für
das
R
egionale Arbeitsvermittlungszentrum [RAV]
)
-
40 % ab dem 1. Januar 2018
(Programm I
nvalidenversicherung
)
Durch die Fussschmerzen links könne der Beschwerdeführer nur eingeschränkte Gehstrecken zurücklegen.
Aktuell sei eine 50%i
ge Arbeitsfähigkeit in einer leichten Tätigkeit realistisch
(Urk. 7/164/3)
.
Dr.
C._
erachtete längerfristig die Ausübung einer Tätigkeit im Umfang von mehr als 60 % als unrealistisch (Urk. 7/164/5).
3.
4
Im Bericht von
Dr.
med. D._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, RAD,
betreffend orthopädische Exploration vom 2
0.
November 2018
wurden
als Diagnosen
eine Funktionseinschränkung des linken Fusses bei
Metatarsalgie
links bei flexiblem Knick-Senk-Spreizfuss links,
Hallux
valgus
- und
Digitus
quintus
varus
(
Bunionette
)-Deformität mit Vorderfussdekom
pen
sa
tion sowie ein
Impingementsyndrom
beider Schultern bei hypertropher Ent
wicklung de
r
Rotatorenmanschetten
-Muskulat
ur und ein degeneratives HWS-Syndrom mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt
(Urk. 7/173/10)
.
Befundmässig stellte
Dr.
D._
fest, auf der rechten Seite zeige sich eine deutliche Senk-Spreiz-Fuss-Bildung im Stand. Unter dem Köpfchen der Os
metatarsale
I, IV und etwas weniger V würden sich vermehrte Druckspitzen zeigen. Auf der linken Seite sei die
Fussform
normal. Druckspitzen würden sich auch hier unter dem Köpfchen des Os
metatarsale
V, IV, III und I bei absteigender Intensität zeigen. Die Zehenkuppe des
Grosszeh
habe einen leichten Kontakt mit der Unterlage; jene der
Zehen
II
bis
V würden im Stand die Unterlage jedoch nicht erreichen (Urk. 7/173/9).
Dr.
D._
führte aus, dass die mehrmals erfolg
ten Operationen
am linken Fuss
nicht die gewünschten Ergebnisse bezüglich der Schmerzfreiheit gebracht hätten. Die Beschwerden in der Halswirbelsäule sowie den Schultern würden zwar die Arbeitsfähigkeit beeinflussen, seien jedoch nicht so belastend wie die Beschwerden im linken Fuss. Die erhobenen
Befunde würden
sodann
mit jenen aus dem Bericht von
Dr.
med.
A._
vom 28. Dezember 2016
übereinstimmen. Es
bestünden
daher Einschränkungen bei regelmässigem mittel
schwere
m und schwerem
Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, bei Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, bei ausschliesslich stehenden Tätigkeiten, bei häufigem Bücken sowie bei Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen und bei Arbeiten mit erhöhten Anforderungen an die Stand- und Gangsicherheit
sowie bei dauerhaftem Gehen und Stehen auf unebenem Grund oder bei Überkopf
arbeiten.
Dr.
D._
erachtet
e
aufgrund der medizinischen Berichterstattung sowie der körperlichen Untersuchung ein
en somatischen
Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit als ausgewiesen. In der bisherigen Tätig
keit als Automechaniker sei der Beschwerdeführer nicht
mehr
arbeitsfähig. In einer angepassten Tätigkeit (überwiegend sitzend ausgeübte
leicht
e
wechselbe
lastende
Tätigkeit
mit gelegentlichem Heben und Tragen von Lasten bis fünf Kilo
gramm, ohne Knien, Kriechen, Hocken, Kauern sowie ohne Arbeiten mit erhöhten Anforderungen an die Stand- und Gangsicherheit und ohne dauerhaftes Gehen und Stehen auf unebenem Grund, ohne Tätigkeiten auf Leitern
oder Gerüsten und
ohne Überkopfarbeiten) bestehe jedoch
seit 1. Januar 2017
eine 90%ige Arbeits
fähigkeit bei einem 100 %
-
Pensum und einem
aufgrund der Schmerzen
vermehr
ten Pausenbedarf von rund 10 %
(Urk. 7/173/
11).
3.
5
Am 1
5.
April 2019 wurde der Beschwerdeführer letztmals vorstellig bei
Dr.
E._
, Facharzt Allgemeinchirurgie und Traumatologie. Der Arzt diagnostizierte eine distale
Metatarsalgie
4 und 5 links bei
Plantarisierung
der entsprechenden
Metatarsaleköpfchen
und konsekutiver lateraler Fussrandüberlastung,
Eversions
- und Extensionsschwäche und Krallenzehen 2-5 sowie
ein
pes
planovalgus
rechts. Er hielt fest, es habe sich nach den
durchgeführten E
ingriffen eine Überlastung der lateralen Säule bei Überkorrektur nach Evans-Osteotomie und zusätzlicher Cotton-Osteotomie entwickelt.
Theoretisch wäre hier e
ine Rückkorrektur der Evans-Osteotomie
durchzuführen
, jedoch sei fraglich, ob dies technisch machbar sei und ob die Schmerzen dadurch wesentlich verbessert werden würden.
Ange
sichts der gesamten Situation sei ein erneuter Eingriff
jedoch risikoreich, weshalb der Beschwerdeführer nach ausführlicher
Besprechung diesen nicht wünsch
e.
Dr.
E._
attestierte dem Beschwerdeführer für eine gehende und stehende Tätig
keit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Für leichte wechselbelastende, vorwiegend sitzende Tätigkeiten sei der Beschwerdeführer jedoch 0 % arbeitsunfähig (Urk. 7/197/1-2).
4.
4.1
Vorliegend ist unbestritten
(Urk. 1 S. 4
-5
)
und du
rch die Akten ausgewiesen (
E.
3.
4
), dass dem Beschwerdeführer seine bisherige, körperlich belastende Tätig
keit als
Fahrzeugaufbereiter
beziehungsweise Hilfsmechaniker
nicht mehr zumut
bar ist. Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit verhält.
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrem Entscheid auf die Beurteilung von Dr.
D._
. Diese erging unter Berücksichtigung der
Vorakten
(
Urk.
7/173/1 und 7/175/7), der Anamnese sowie der vom Beschwerdeführer geklagten Be
schwer
den (Urk. 7/173/1-4). Dr.
D._
erhob den orthopädisch-rheumato
lo
gi
schen Körperstatus (Urk. 7/173/5-9) und würdigte die Aktenlage (Urk. 7/173/11). Damit genügt der Untersuchungsbericht des RAD den an eine beweiskräftige Beurteilungsgrundlage gestellten Anforderungen (E. 1.4) vollumfänglich.
Was der
Beschwerdeführer hiergegen vorbringt, vermag nicht zu überzeugen.
Dr.
D._
attestierte dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eine 90%ige Arbeitsfähigkeit bei einem 100 %-Pensum und einem wegen seinen Schmerzen vermehrten Pausenbedarf von 10 %
.
So
weit
der Beschwerdeführer geltend macht, die Beurteilung von Dr.
D._
widerspreche der Aktenlage
sowie
de
m
Bericht von
Dr.
C._
vom 23. September 2019 (Urk.
1 S. 4), wonach in einer leicht
en
wechselbelastenden, vorwiegend sitzenden Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von bloss 40 % bestehe (vgl. Urk. 3/3)
,
vermag er nicht durchzudringen.
S
o ist
zum einen
anzumerken, dass
in zeitlicher Hinsicht die angefochtene Verfügung Gren
ze
der richterlichen Ü
berprüfungsbefugnis bildet (BGE 130 V 445 E. 1.2)
,
mithin der Bericht vom 2
3
. September 2019 ohnehin
keine
Berücksichtigung zu finden hätte. Zum anderen setzt sich
Dr.
C._
in ihrem Bericht
nicht mit
dem
vom RAD
-Arzt
erhobenen Befund sowie
seiner
Einschätzung auseinander
.
Schliesslich ist i
n Be
zug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behan
delnden Arztpersonen beziehungsweise Therap
euten
auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau
ensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Person einerseits und den begutachtenden fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) lässt es daher nicht zu, dass bei anderslautenden Einschätzungen stets weitere Abklärungen zu veranlassen sind oder die Beurteilung in Frage
gestellt werden kann
.
Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung
aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige – und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende – Aspekte benennen, die bei der Begut
ach
tung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2 mit Hinweisen, u.a. auf SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]).
Aus d
em Bericht
von
Dr.
C._
geht
jedoch
nicht hervor, dass Befunde durch den RAD-Arzt unberücksichtigt geblieben
wären, welche zu einer anderen Einschätzung führen könnten.
Im
Gegenteil
wur
de die Einschätzung von
Dr.
D._
durch den behandelnden Fachar
zt
Dr.
E._
mit Bericht vom 15.
April 2019
nachgerade
bestätigt. Dieser erachtete
ga
r
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leicht
en
wechselbelastenden, vorwiegend sitz
enden Tätigkeit
als gegeben
(E. 3.5).
In Bezug auf
den Einwand
des Beschwerde
führers, wonach die Hausärztin noch Depressionen erwähnt habe und deshalb sicherlich keine angepasste Tätigkeit im Umfang von 90 % möglich gewesen sei (Urk. 1 S. 5-6), ist ihm entgegenzuhalten, dass Dr.
C._
erstmals mit Bericht vom 11. September 2018
die Diagnose
eine
r
Depression aufführte. In der Be
schrei
bung des Befundes
lassen sich
jedoch keinerlei Hinweise auf psycho
pa
thologische Erkrankungen
finden
, die auf eine Arbeitsunfähigkeit hindeuten würden (Urk. 7/164/3). Dem Austritt
s
bericht des
F._
, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
2.
Mai 2017 kann sodann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer bei akuter Krise nach der Trennung von seiner Lebenspartnerin und Mutter des gemeinsamen Sohnes vorstellig wurde. In der Krisenintervention habe der Beschwerdeführer zunehmend stabilisiert werden können (Urk. 7/164/9-10). Es ist daher von einer akuten psychosozialen Belas
tungssituation auszugehen, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nicht relevant und langandauernd beeinflusst hat. Den Akten sind
im Übrigen denn auch
keine Anhaltspunkte dazu zu entnehmen, dass sich der Beschwer
de
führer in spezialärztlicher Behandlung befand oder befindet. Dem vom Beschwer
deführer im Beschwerdeverfahren eingereichten Arztbericht der Hausärztin vom 23. September 2019 sind alsdann keine Angaben mehr zu einer bestehenden Depression zu entnehmen (Urk. 3/3). Einzig aufgrund des Hinweises im Verlaufs
bericht der Hausärztin vom 11. September 2018 kann daher nicht auf eine ver
minderte Arbeitsfähigkeit aus psychischen Gründen geschlossen werden, zumal Dr.
C._
als Allgemeinmedizinerin nicht über die Fachkompetenzen verfügt, um eine psychiatrische Diagnose zu stellen. Die Beschwerdegegnerin war
daher nicht verpflichtet
, weitere Abklärungen diesbezüglich zu tätigen.
Die Einschätzung von
Dr.
D._
, wonach
unter Berücksichtigung der beklag
ten Beschwerden
der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit entspre
chend dem formulierten Belastungsprofil
und unter Berücksichtigung eines er
höhten Pausenbedarfs
in einem 100 % Pensum
zu 90 % leistungsfähig ist
,
vermag angesichts der Aktenlage zu überzeugen
.
4.3
Soweit
Dr.
D._
die medizinisch-theoretische Leistungsfähigkeit von 90 % bereits seit Januar 2017 als gegeben erachtete, ist dies ebenfalls nicht zu bean
standen.
Hierfür
stützte er sich auf den echtzeitlichen Bericht von
Dr.
A._
vom 28. Dezember 2016, welcher bereits zu diesem Zeitpunkt
den
gleichen Befund
erhob
en hatte
(E. 3.2). Der Beschwerdeführer brachte
diesbezüglich
vor, auf den veraltete
n Bericht dürfe nicht abgestellt
werden, denn darin werde zur Arbeitsfähigkeit weder umfassen
d
noch korrekt Stellung genommen
und «keine»
Arbeitsunfähigkeit
genannt,
obschon bereits seit 1. März 2017 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
in
der
bisherigen Tätigkeit
bestehe (Urk. 1 S. 5). Dieser Ansicht kann
nicht gefolgt werden. Dr.
D._
erklär
te diesbezüglich in seiner Stel
lungnahme vom 7. Februar 2019
nachvollziehbar
, die Ausführungen von Dr.
A._
seien im Kontext des gesamten Berichtes zu würdigen (Urk. 7/189/2).
Nachdem
Dr.
A._
in seinem Bericht
fest
gehalten hatte
, der erlernte Beruf
könne
nicht mehr ausgeübt werden, eine Umschulung
stehe
jedoch zur Diskussion (Urk. 7/91/6-7),
ist mit Dr.
D._
davon auszugehen
, dass mit der Beantwor
tung der Frage 1.6
lediglich eine
Arbeitsunfähigkeit
in
eine
r
angepasste
n
Tätigkeit
verneint wurde
.
Es kommt hinzu, dass
Dr.
C._
im Frühjahr 2017
in Bezug auf die
Arbei
tsvermittlung beim RAV eine 100
%ige Arbeitsfähigkeit mit einer um 30 % reduzierten Leistung
attestierte
(Urk. 7/112)
.
Daraus
erhellt
, dass auch
Dr.
C._
im Frühjahr 2017 von einer erheblichen Verbesserung des Gesundheitszustandes
des Beschwerdeführers
ausging.
Zwar
notierte die Haus
ärz
tin im Bericht vom 11. September 2018
, dass längerfristig eine Arbeits
fähig
keit von mehr als 60 % unrealistisch sei und
am
23. September 2019 sah sie in einer wechselbelastenden Tätigkeit nur noch eine Arbeitsfähigke
it von maximal 40 % als gegeben;
aus diesen Berichten geht jedoch nicht hervor, inwiefern die
beklagten
Leiden sich funktionell auf die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
auswirken
und damit die unterschiedliche Bezifferung der
Arbeitsfähigkeit
rechtfertigen würden
. Objektivierbare Befunde
hierfür sind jedenfalls nicht aktenkundig, weshalb davon auszugehen ist,
dass Dr.
C._
vornehmlich
auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführer
s
abstellte.
D
ie fachärztliche Beurteilung
von Dr.
D._
kann damit
nicht in Zweifel gezogen werden
.
Sodann kann auch dem Einwand des Beschwerdeführers, wonach er im Arbeits
training im geschützten Rahmen lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 60 % im Juni 2018 erzielt habe und demnach eine Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt sicher
lich tiefer
zu bewerten
sei (Urk. 1 S. 5), nicht gefolgt werden. Nach der Recht
sprechung ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeits
leistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistungen zu beant
worten (Urteil des Bundesgerichts 8C_334/2018 vom 8. Januar 2019 E. 4.2.1, 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4, je mit Hinweisen).
Einer konkret leis
tungs
orientierten beruflichen Abklärung kann
bei offensichtlicher und erheb
licher Diskrepanz zwischen einer medizinischen Einschätzung und der erbrachten Leistung
z
w
ar nicht jegliche Aussagekraft für die Beurteilung der Restarbeits
fähigkeit abgesprochen werden.
Um ernsthafte Zweifel an den ärztlichen An
nahmen zu begründen
ist jedoch erforderlich, dass
während einer ausführlichen beruflichen Abklärung bei einwandfreiem Arbeitsverhältnis/-einsatz der versi
cherten Person die Leistung effektiv realisiert wurde und gemäss Einschätzung
der Berufsfachleute objektiv realisierbar ist
(Urteile des Bundesgerichts 8C_661/2019 vom 23. Januar 2020 E. 4.2, 8C_48/2018 vom 27. Juni
2018 E. 4.
3.1).
Dem Schlussbericht
des Arbeitstrainings vom 19. Juni 2018
kann
jedoch keine
Einschätzung der Berufsfachleute zur objektiv realisierbaren Restarbeits
fähigkeit entnommen werden
. Daraus
erhe
llt vielmehr
, dass vorwiegend auf die Aussagen des Beschwerdeführers abgestellt wurde (vgl. etwa Urk. 7/156/4, wo
nach der Beschwerdeführer angab, er könne bei dieser wechselbelastenden Tätig
keit zwar acht Stunden präsent sein, benötige danach jedoch je einen Ent
las
tungstag; Urk. 7/156/5, wonach die vollen Einsatztage nach Aussagen des Be
schwerdeführers nur dank den vielen Pausen und dem folgenden Erholungstag zu bewältigen seien
und er nicht in der Lage sei an fünf Wochentagen jeden Tag fünf Stunden am Stück zu arbeiten
).
Sodann wurde darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer bei der vorwiegend sitzenden Tätigkeit des Etikettierens über Nackenschmerzen
geklagt habe
, weshalb er wiederum vermehrt für stehende Arbeiten eingesetzt wurde. Diese Tätigkeit führte jedoch zu belastungsabhängigen Schmerzen in den Füssen, welche mit einer Stehhilfe entlastet werden sollte
n
. Die leihweise abgegebene Stehhilfe (Urk. 7/154/2) konnte jedoch lediglich während des letzten Monats eingesetzt werden
(Urk. 7/156/2)
.
Die ausgeführten Tätig
keiten im Einsatzbetrieb erscheinen daher nicht dem von Dr.
D._
formu
lierten
Belastungsprofil angepasst
, weshalb
nicht
von
einer objektiv
realisierbare
n
Leistung
sfähigkeit in
angepasster
Tätigkeit
ausgegangen werden kann
.
M
it Hand
lungsplan vom
26. April 2017
war
zudem
festgehalten
worden
, dass der Be
schwer
deführer in einer angepassten Tätigkeit bei spezifischem Belastungsprofil
insbesondere für leicht
e
wechselbelastende Tätigkeiten vollumfänglich arbeits
fähig
sei
. Dies nahm der Beschwerdeführer
zumindest
zur Kenntnis
(Urk. 7/114/1). Dass der Beschwerdeführer während des Arbeitstrainings sein Pensum lediglich auf 60 % steigern ko
nnte (vgl. Urk. 7/156/2), ist daher nicht geeignet, die fachärzt
liche Einschätzung von
Dr.
D._
, wonach
bei Tätigkeiten
mit genanntem
Belastungsprofil
seit Januar 2017
eine medizinisch-theoretische
Leistungsfähig
keit von 90 %
erreicht werden könne
,
in Zweifel zu ziehen
.
4.4
Nach dem Gesagten ist entsprechend dem Ergebnis der RAD-Untersuchung von einer andauernden 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit dem 1. März 2014 sowie von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit seit dem 1. Januar 2017 auszugehen.
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer
ab 1. Dezember 2014
eine ganze Invalidenrente sowie eine Kinderrente zu, was vom Beschwerdeführer
zu Recht
nicht beanstandet wird.
Zu prüfen bleibt, wie sich die 90%ige Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit
ab dem 1. Januar 2017
in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
5.3
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothe
tischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invali
den
einkommen
auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten
wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174).
Im Rahmen von Revisionsverfahren ist der Zeitpunkt der Anpassung des Rentenanspruchs massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_486/2019 vom 18. September 2019 E. 7.4).
5.4
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
5.
5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
ge
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.6
Der Beschwerdeführer war bis zur Au
f
lösung des Arbeitsverhältnisses per 31. August 2014 bei der
Y._
in einem 100 %-Pensum angestellt
. Dem Arbeitszeugnis
zufolge wurde
das Arbeitsverhältnis aus gesund
heitlichen Gründen beendet
(Urk.
7/54/3).
Nachdem d
er Beschwerdeführer seit dem Jahr 2008 bei der
Y._
tätig
war
(Urk. 7/11/1)
,
ist
da
von auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall weiterhin für die
Y._
als
Fahrzeugaufbereiter
/Hilfsmechaniker in einem Pensum von
100 % tätig wäre. Gemäss Angaben
aus dem
i
ndividuellen Konto (IK-Auszug) erzielte der Beschwerdeführer im Jahr 2013 ein Jahreseinkommen von Fr. 57'400.--
(Urk. 7/61/3).
Unter Berücksichtigung der Nominallohn
ent
wick
l
ung ist
der Berechnung ein
Valideneinkommen
von gerundet
Fr.
5
8
'
312
.--
(Fr. 57’400.
-- :
2’204 [Jahr 2013] x 2'2
39 [Jahr 2016
])
zugrunde zu legen.
5.7
Der Beschwerdeführer war seit der Kün
digung durch die frühere Arbeit
geberin nicht in einem Anstellungsverhältnis.
Mangels Ausschöpfung seiner Restarbeits
fähigkeit ist für
die Berechnung des Invalideneinkommens daher auf die Tabel
lenlöhne der LSE abzustellen (vgl. E. 5.5
). Dabei ist der monatliche Bruttolohn (Zentralwert), alle Wirtschaftszweige, Total Män
ner, Kompetenzniveau 1, LSE 2016
heranzuziehen.
Das monatliche Ei
nkommen von Fr. 5'340
.-- ist unter Be
rück
sichtigung der durchschnit
tlichen Arbeitszeit im Jahr 2016
von 41,7 Stunden pro Woch
e (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-2018) auf ein Jahreseinkomme
n hochzurechnen. Es ergibt sich
daraus
bei einem 90 %-Pensum
ein
Invalideneinkommen im Jahr 2016
von Fr.
60
’
123
.--
(Fr. 5'3
40
.
--
:
40 x 41,7 x 12
x 90 %
).
5.8
Aus dem Einkommensvergleich ist ersichtlich, dass keine Einkommenseinbusse
mehr
resultiert. Der Beschwerdeführer hat daher keinen Anspruch
mehr
auf eine Invalidenrente
.
In Anwendung von Art. 88
a
Abs. 1 IVV hat die Beschwerde
geg
nerin die Rente zu Rec
ht per 31. März 2017 aufgehoben, was zur Abweisung der
Beschwerde
führt
.
6
.
6
.1
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fah
rensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
I
VG) und ermessensweise auf Fr. 8
00
.--
anzusetzen. Die dem Beschwerdeführer aus
gangsgemäss aufzuerlegenden Kosten sind infolge Gewährung der unentgelt
lichen
Rechtspflege
(Urk. 8) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
6
.2
Mit Verfügung vom 18. November 2019 wurde dem Beschwerdeführer Rechts
anwalt
Dr.
Peter Stadler als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt. Da dieser von der Möglichkeit, eine Honorarnote einzureichen (vgl. Urk. 8 Dispositiv-Ziffer 3), keinen Gebrauch gemacht hat, ist die Entschädigung ermessensweise ohne Rück
sicht auf den
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses festzulegen (
§
34 Abs. 3
des Gesetzes über das Sozialver
siche
rungs
gericht
[
GSVGer
]). Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien ist die Ent
schä
digung von Amtes wegen auf Fr. 1'
8
00.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwert
steuer) festzusetzen.
6
.3
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Entschädigung an den unentgeltlichen Rechtsvertreter verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.