# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 55da400e-33b0-492d-bd3a-686337fee366
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
A. A. wird im Kanton Basel-Landschaft aufgrund von DNA-, Schuh- und  Spuren sowie weiteren Tatzusammenhängen der  Begehung von 85 Einbruchdiebstählen bzw.  und 3 Fahrraddiebstählen (Art. 139 Ziff. 2, Art. 144, Art. 186, Art. 22 StGB) in der Zeitspanne vom 9. September bis zum 5. Oktober 2008 beschuldigt. A. wurde am 5. Oktober 2008 in Z. / BL verhaftet und  sich seither in Untersuchungshaft.
Im Kanton Bern wird A. aufgrund von DNA-Spuren und weiteren  verdächtigt, im Zeitraum vom 3. bis am 11. Juni 2008 36 Einbruchdiebstähle bzw. Einbruchdiebstahlsversuche begangen zu .
Mit Urteil vom 29. Mai 2008 verurteilte der Kanton Genf bzw. das Tribunal de police Genève A. wegen 41 Einbruchdiebstählen bzw. Versuchen dazu, welche er zwischen dem 22. August 2006 und dem 16. Januar 2008  hatte. Nachträglich konnte A. aufgrund von Fingerabdrücken der Begehung eines versuchten und drei vollendeter Einbruchdiebstähle  werden. Drei dieser Delikte sind bereits verjährt, sodass im Kanton Genf einzig der Einbruchdiebstahl zwischen dem 14. und 15. Juni 2007 noch gerichtsstandsrelevant ist.
Abklärungen bei der Kantonspolizei Aargau ergaben, dass A. im Kanton Aargau aufgrund einer DNA-Spur und weiteren Tatzusammenhängen 22 Einbruchdiebstähle bzw. Einbruchdiebstahlsversuche vorgeworfen , begangen in der Zeitspanne vom 26. August bis am 7. September 2008.
Letztlich besteht gegen A. im Kanton Freiburg der Vorwurf des , da die Abklärungen zum Fahrrad, welches bei der Anhaltung von A. sichergestellt worden war, ergaben, dass dieses zwischen dem 26. und dem 29. April 2008 in Y. / FR gestohlen worden war.
B. Zwischen dem 11. Dezember 2008 und dem 23. Januar 2009 erfolgten zwi-
schen den Kantonen Basel-Landschaft, Bern und Genf gegenseitige , wobei alle Kantone jeweils ihre Zuständigkeit  (act. 6.1; Akten Kt. Bern, Beilagen 2, 4, 5).
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C. Mit Gesuch vom 5. Februar 2009 gelangte der Kanton Basel-Landschaft bzw. das Bezirksstatthalteramt Arlesheim an die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit folgenden Anträgen (act. 1):
1. Es seien die Behörden des Kantons Bern zur gesamthaften Verfolgung und Be-
urteilung im vorliegenden Verfahren für berechtigt und verpflichtet zu erklären.
2. Es seien eventualiter die Behörden des Kantons Genf zur gesamthaften Verfol-
gung und Beurteilung im vorliegenden Verfahren für berechtigt und verpflichtet zu erklären.
In der Gesuchsantwort vom 10. Februar 2009 des Kantons Bern beantragt dessen Generalprokuratur, die Behörden des Kantons Basel-Landschaft, allenfalls des Kantons Genf, seien für berechtigt und verpflichtet zu , A. zu verfolgen und zu beurteilen (act. 3).
Der Procureur général des Kantons Genf hält in der Gesuchsantwort vom 11. Februar 2009 unter Verweis auf frühere Korrespondenz an der  des Gerichtsstandes im Kanton Genf fest (act. 6).
Die Kantone Freiburg und Aargau wurden von der I. Beschwerdekammer ebenfalls zu einer Gesuchsantwort eingeladen (act. 4). Sowohl der  der Strafkammer des Kantonsgerichts des Kantons Freiburg wie auch die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau verzichteten mit Eingaben vom 12. bzw. 13. Februar 2009 auf eine Gesuchsantwort (act. 5; act. 7).
Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird  erforderlich in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen.

## Considerations

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Die Zuständigkeit der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zum
Entscheid über Gerichtsstandsstreitigkeiten ergibt sich aus Art. 345 StGB i.V.m. Art. 279 Abs. 1 BStP, Art. 28 Abs. 1 lit. g SGG und Art. 9 Abs. 2 des Reglements für das Bundesstrafgericht vom 20. Juni 2006, SR 173.710. Voraussetzung für die Anrufung der I. Beschwerdekammer ist allerdings, dass ein Streit über einen interkantonalen Gerichtsstand vorliegt und dass die Kantone über diesen Streit einen Meinungsaustausch durchgeführt . Eine Frist für die Anrufung der I. Beschwerdekammer besteht für die
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Kantone grundsätzlich nicht, das Prinzip von Treu und Glauben bildet  die zeitliche Grenze zur Einreichung des Gesuchs. Die Behörden, welche berechtigt sind, ihren Kanton im Meinungsaustausch und im  vor der I. Beschwerdekammer zu vertreten, bestimmen sich nach dem jeweiligen kantonalen Prozessrecht (SCHWERI/BÄNZIGER, Interkantonale Gerichtsstandsbestimmung in Strafsachen, 2. Aufl., Bern 2004, N. 561 ff., 599, 623; GUIDON/BÄNZIGER, Die aktuelle Rechtsprechung des  zum interkantonalen Gerichtsstand in Strafsachen, in:  21. Mai 2007 [Rz 5], [Rz 11], [Rz 15]; TPF BG.2004.8 vom 27. Mai 2004 E. 1.1 und TPF BG.2004.9 vom 26. Mai 2004 E. 2.2).
1.2 Vor Einreichung des Gesuchs haben die ernstlich in Betracht kommenden
Kantone einen abschliessenden und erfolglosen Meinungsaustausch durchgeführt. Damit liegt ein endgültiger Gerichtsstandskonflikt im Sinne eines negativen Kompetenzkonfliktes vor. Die jeweiligen Behörden der Kantone Bern, Genf, Freiburg und Aargau sind nach ihren kantonalen  berechtigt, bei interkantonalen  ihre Kantone vor der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zu vertreten (Art. 9 des Gesetzes über das Strafverfahren [StrV] vom 15. März 1995 [BSG 321.1] des Kantons Bern; art. 4 al. 2 du code de  pénale [CPP] du 29 septembre 1977 [E 4 20] du canton de Genève; Art. 26 Abs. 2 der Strafprozessordnung [StPO] vom 14. November 1996 [SGF 32.1] des Kantons Freiburg; § 33 Abs. 2 des Gesetzes über die  [Strafprozessordnung, StPO] vom 11. November 1958 [SAR 251.100] des Kantons Aargau). Der Strafprozessordnung des  Basel-Landschaft lässt sich keine ausdrückliche Regelung betreffend interkantonale Anstände über die örtliche Zuständigkeit entnehmen,  sind aber im Ermittlungsstadium die Bezirksstatthalterämter – wie das hier zur Frage stehende Bezirksstatthalteramt Arlesheim – legitimiert, den Kanton Basel-Landschaft bei interkantonalen Gerichtsstandsanständen sowohl gegenüber anderen Kantonen als auch gegenüber der I.  des Bundesstrafgerichts zu vertreten (SCHWERI/, a.a.O., Anhang II, S. 213). Auch die übrigen  sind vorliegend erfüllt, sodass auf das Gesuch einzutreten ist.
2. 2.1 Hat ein Täter in verschiedenen Kantonen Delikte begangen, sind diejenigen
Behörden örtlich zuständig, denen nach den Art. 340-343 StGB die  der mit der schwersten Strafe bedrohten Tat zusteht (Art. 344 Abs. 1 Satz 1 StGB). Voraussetzung ist jedoch, dass der Täter in den  Kantonen gleichzeitig verfolgt wird (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN,
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Schweizerisches Strafprozessrecht, 6. Aufl., Basel 2005, § 33 N. 15), was vorliegend der Fall ist. Grundlage zur Beurteilung der Frage, welche Tat als die schwerste zu qualifizieren ist, sind einerseits die im Zeitpunkt der  bekannten Handlungen, andererseits deren  Qualifikation, so wie sie aufgrund der gesamten Aktenlage bei  Würdigung möglich ist. Der Gerichtsstand bestimmt sich mit anderen Worten nicht nach dem, was dem Täter schliesslich nachgewiesen werden kann, sondern danach, was ihm vorgeworfen wird, d.h. was aufgrund der Aktenlage überhaupt in Frage kommt. Die I. Beschwerdekammer prüft  frei, wie die Gegenstand der Untersuchung bildenden Tatsachen  zu würdigen sind und ist somit nicht an die rechtliche Würdigung der Kantone gebunden (SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 286 ff., m.w.H.; NAY/THOMMEN, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 2007, Vor Art. 340 StGB N. 12, m.w.H.; HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., § 33 N. 45). Dabei gilt der Grundsatz „in dubio pro duriore“, wonach im Zweifelsfall auf den für den Beschuldigten ungünstigeren Sachverhalt abzustellen und das schwerere Delikt anzunehmen ist (GUIDON/BÄNZIGER, a.a.O., [Rz 42], m.w.H.). Nur wenn in dieser Phase der schwerere Tatbestand schon sicher  werden kann, ist er nicht mehr gerichtsstandsrelevant (TPF BG.2006.18 vom 12. Mai 2006 E. 2.1; TPF BK_G 076/04 vom 27. Oktober 2004 E. 3.4).
2.2 Bei den vorliegenden Straftaten handelt es sich in allen fünf Kantonen
durchwegs um Diebstähle (Art. 139 StGB), seien es Einbruch- oder . Angesichts der Vielzahl der Delikte ist jeweils zu prüfen, ob eine gewerbsmässige Begehung in Frage kommt, wobei formell bis anhin lediglich der Kanton Basel-Landschaft das Verfahren wegen  führt. Die neuere bundesgerichtliche Rechtsprechung geht für die Umschreibung der Gewerbsmässigkeit vom Begriff des berufsmässigen Handelns aus. Der Täter handelt berufsmässig, wenn sich aus der Zeit und den Mitteln, die er für die deliktische Tätigkeit aufwendet, aus der  der Einzelakte innerhalb eines bestimmten Zeitraumes sowie aus den angestrebten und erzielten Einkünften ergibt, dass er die deliktische  nach der Art eines Berufs ausübt (NIGGLI/RIEDO, Basler Kommentar, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 139 StGB N. 83). Gewerbsmässigkeit setzt laut Bundesgericht ein Dreifaches voraus: Sie kann zunächst nur dann  werden, wenn der Täter bereits mehrfach delinquiert hat (NIGGLI/RIEDO, a.a.O., Art. 139 StGB N. 89). Wie viele Straftaten  sind, lässt sich nicht genau beziffern. Man wird vielmehr  müssen, in welchem Zeitraum und mit welchem Deliktsbetrag diese verübt wurden (NIGGLI/RIEDO, a.a.O., Art. 139 StGB N. 91). Ferner muss der Täter in der Absicht handeln, ein Erwerbseinkommen zu erzielen
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(NIGGLI/RIEDO, a.a.O., Art. 139 StGB N. 92), und er muss zur Verübung  Vielzahl von Delikten der fraglichen Art bereit sein (NIGGLI/RIEDO, a.a.O., Art. 139 StGB N. 101).
2.3 Die A. vorgeworfenen 88, 36 und 22 Diebstähle, begangen in kurzen Tat-
zeiträumen von 9 bis 27 Tagen, weisen klar auf seine mehrfache  in den Kantonen Basel-Landschaft, Bern und Aargau hin.  entfällt diese im Kanton Freiburg, wo ein einzelnes Delikt (ein ) begangen wurde, was für die Gewerbsmässigkeit nicht ausreicht (vgl. NIGGLI/RIEDO, a.a.O., Art. 139 StGB N. 89). Auch im Kanton Genf  lediglich ein gerichtsstandsrelevantes Delikt, jedoch ist dieses  in die dort am 29. Mai 2008 bereits abgeurteilte Serie von 41  und versuchten Einbruchdiebstählen von A. einzuordnen. Doch obwohl dieser Kontext das mehrfache Delinquieren von A. im Kanton Genf aufzeigt, kann der fragliche Einbruchdiebstahl auch unter dieser  nicht als gewerbsmässig qualifiziert werden, wurde A. doch  der vorgenannten Deliktsserie von der Genfer Justiz nicht wegen gewerbsmässiger Begehung, sondern wegen mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB verurteilt (Akten Kt. Bern, Abgriff zur , Jugement du Tribunal de Police vom 29. Mai 2008). A. ist  Staatsangehöriger, der sich ohne Wohnsitz und ohne Arbeit in der Schweiz aufhält. Die deliktische Tätigkeit erscheint bisher als seine einzige Einnahmequelle. 36 Delikte innerhalb von 9 Tagen (Juni 2008) mit einer Deliktssumme von Fr. 6'195 im Kanton Bern, 22 Delikte innerhalb von 13 Tagen (August/September 2008) mit einer Deliktssumme von  Fr. 6'852 im Kanton Aargau und 88 Delikte innerhalb von 27 Tagen (September/Oktober 2008) mit einer Deliktssumme von Fr. 14'657 im  Basel-Landschaft lassen das Bestreben von A. erkennen, aus der  Tätigkeit mit einer gewissen Regelmässigkeit Vermögensvorteile zu erzielen, die geeignet sind, einen namhaften Teil der Kosten zur  seiner Lebensgestaltung zu decken (vgl. NIGGLI/RIEDO, a.a.O., Art. 139 StGB N. 92-94). Auch ein Handeln in einer offensichtlichen  Notlage ändert nichts daran, dass es ihm darum geht, durch die  seinen Lebensunterhalt zu finanzieren (vgl. NIGGLI/RIEDO, a.a.O., Art. 139 StGB N. 97). Schliesslich besteht soziale Gefährlichkeit auch  dann, wenn der Täter aufgrund der konkreten Lebensumstände  auf weiteres Delinquieren angewiesen ist (NIGGLI/RIEDO, a.a.O., Art. 139 StGB N. 88). Letztlich hat A. nebst den aktuellen drei  auch durch in der Vergangenheit begangene Diebstähle in Spanien und Frankreich (Akten Kt. Basel-Landschaft, Ordner 1, Zur Person,  aus Frankreich und Spanien) sowie durch die Serie von 2006 bis 2008 in Genf seine Bereitschaft zur Verübung einer Vielzahl von
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Diebstählen im Sinne von Art. 139 StGB bereits offenbart (vgl. NIGGLI/RIEDO, a.a.O., Art. 139 StGB N. 102/103). Insgesamt bestehen  genügend Anhaltspunkte für die Gewerbsmässigkeit in den Kantonen Bern, Aargau und Basel-Landschaft.
2.4 Demnach stehen sich gewerbsmässiger Diebstahl im Sinne von Art. 139
Ziff. 2 StGB in den Kantonen Basel-Landschaft, Bern und Aargau und  Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in den Kantonen Genf und Freiburg gegenüber, wobei die Zuständigkeit Letzterer aufgrund der  Strafdrohung zurücksteht. Die mit der höchsten Strafe bedrohte Tat wurde gleichsam in den Kantonen Bern, Aargau und Basel-Landschaft vollendet, weshalb sich im Verhältnis dieser drei Kantone in Bezug auf die Strafdrohung kein Unterschied ergibt.
2.5 Sind die in den verschiedenen Kantonen begangenen Delikte mit der glei-
chen Strafe bedroht, so sind zu deren Verfolgung die Behörden jenes Ortes zuständig, an dem die Untersuchung zuerst angehoben wurde (Art. 344 Abs. 1 Satz 2 StGB).
2.6 Im Vergleich zwischen den Kantonen Bern, Aargau und Basel-Landschaft
erfolgte die erste Anzeige am 4. Juni 2008 im Kanton Bern. Mithin wurde die Untersuchung zuerst im Kanton Bern angehoben (vgl. SCHWERI/, a.a.O., N. 141), weshalb sich der gesetzliche Gerichtsstand im Kanton Bern befindet.
3. 3.1 Wo es zweckmässig erscheint, kann die I. Beschwerdekammer von den
gesetzlichen Gerichtsstandsregeln abweichen und gemäss Art. 263 Abs. 3 BStP den Gerichtsstand beim Zusammentreffen mehrerer strafbarer  anders als in Art. 344 StGB bestimmen. Von dieser Möglichkeit ist jedoch zurückhaltend Gebrauch zu machen. Die Überlegungen, die den gesetzlichen Gerichtsstand als unzweckmässig erscheinen lassen, müssen sich gebieterisch aufdrängen. Nach der Praxis darf vom gesetzlichen  also nur ausnahmsweise abgewichen werden, wenn triftige Gründe – insbesondere solche der Zweckmässigkeit, Wirtschaftlichkeit und Prozessökonomie – es gebieten und ein örtlicher Anknüpfungspunkt in demjenigen Kanton besteht, der die Strafverfolgung übernehmen soll (HAUSER/SCHWERI/HARTMANN, a.a.O., § 34 N. 45; SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 428, 435, 437 m.w.H.; NAY/THOMMEN, a.a.O., Vor Art. 340 StGB N. 18 f.; BGE 121 IV 224 E. 3a m.w.H., 123 IV 23 E. 2a, 117 IV 87 E. 2a, 120 IV 280 E. 2b; TPF BG.2005.6 vom 6. Juni 2005 E. 2.2; BK_G 166/04
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vom 11. November 2004 E. 3.2; BG.2005.8 vom 18. Mai 2005 E. 3.1; BG.2004.20 vom 14. März 2005 E. 3.2).
Ein triftiger Grund für das Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand  zum Beispiel dann, wenn in einem Kanton ein offensichtliches Schwergewicht der deliktischen Tätigkeit liegt. Dazu genügt es allerdings nicht, dass in einem Kanton einige Delikte mehr verübt wurden und / oder die Deliktssumme etwas höher ist als in dem nach Art. 344 StGB  Kanton, sondern das Übergewicht muss so offensichtlich und  sein, dass sich das Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand  aufdrängt. Wenn mehr als zwei Drittel einer grösseren Anzahl von vergleichbaren Straftaten auf einen einzelnen Kanton entfallen, kann in der Regel davon ausgegangen werden, dass in diesem Kanton ein  besteht, das ein Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand . Die genannten Regeln gelten indessen nicht absolut, sondern müssen einer Überprüfung vor allem nach prozessökonomischen Gesichtspunkten standhalten. Insbesondere sollen grobe Verfahrensverzögerungen und deshalb nach Möglichkeit ein unnötiger prozessualer Aufwand verhindert werden (NAY/THOMMEN, a.a.O., Vor Art. 340 StGB N. 18; SCHWERI/, a.a.O., N. 458, 460).
3.2 Der Gesuchssteller bringt mit Verweis auf die gefestigte Rechtsprechung
vor, dass A. nicht zwei Drittel, sondern nur etwas mehr als die Hälfte der ihm angelasteten Delikte im Kanton Basel-Landschaft ausgeführt habe und deshalb nicht von einem offensichtlichen und gerichtsstandsrelevanten  im Kanton Basel-Landschaft auszugehen sei. Zudem seien  Zweckmässigkeitsgründe ersichtlich, welche für die Zuständigkeit des Kantons Basel-Landschaft sprechen würden (act. 1, S. 4, Ziff. 3).
Dahingegen macht der Gesuchsgegner 1 insbesondere geltend, dass bei einer Gesamtbetrachtung aller Kantone auf den Kanton Basel-Landschaft immerhin eine Deliktsanzahl zwischen einem und zwei Drittel aller  entfalle und die Prozessökonomie deutlich für den Kanton  und nicht für den Kanton Bern spreche (act. 3, S. 3).
3.3 Bei der Anwendung der Zwei-Drittel-Regel sind alle verübten Delikte zu be-
rücksichtigen, nicht nur jene, die in den beiden meistbetroffenen Kantonen bzw. den Kantonen, welche die Gerichtsstandsfrage diskutieren, begangen wurden (SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 458; GUIDON/BÄNZIGER, a.a.O., [Rz 46]; TPF BK_G 014/04 vom 6. Mai 2004 E. 3). Die Bildung von  von Kantonen ist kein taugliches Kriterium, um ein Schwergewicht  Tätigkeit herauszukristallisieren (TPF BG.2007.3 vom 15. Februar
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2007 E. 3.2 m.w.H.). Für die Beurteilung zu berücksichtigen bzw.  sind zudem nur gleichartige bzw. gleich gelagerte deliktische Handlungen oder verschiedene Tatbestände, deren Strafdrohungen sich nicht wesentlich unterscheiden. Gleichartigkeit nimmt die Rechtsprechung an bei Handlungen, die teils einer leichteren, teils einer schwereren Form desselben Verbrechens oder Vergehens angehören (BGE 117 IV 90 E. 4c). Im vorliegenden Fall handelt es sich um 148 Diebstähle und damit  um eine grössere Anzahl von vergleichbaren Straftaten, wovon 88 auf den Kanton Basel-Landschaft, 36 auf den Kanton Bern, 22 auf den Kanton Aargau und jeweils eine auf die Kantone Genf und Freiburg entfallen. Dass es sich dabei teils um eine gewerbsmässige, teils um eine einfache, teils um eine vollendete oder versuchte Begehung der Diebstähle handelt,  gemäss der vorgenannten Rechtsprechung nichts an deren . Auf den Kanton Basel-Landschaft entfallen rund 59% und damit weniger als zwei Drittel aller vergleichbaren Straftaten. Auch unter der , dass zwar mehr als die Hälfte der 148 Delikte im Kanton Basel-Landschaft ausgeführt wurden, ist kein Schwergewicht der  Tätigkeit im Kanton Basel-Landschaft anzunehmen, da auf den  Bern als gesetzlicher Gerichtsstand mit 36 Fällen ein verhältnismässig grosser Teil der restlichen Delikte entfällt und A. sich in den anderen  vergangen hat, bevor er seine deliktische Tätigkeit in das  von Basel-Landschaft verlegte, in das schliesslich die  Mehrheit der ihm zur Last gelegten Verfehlungen fällt (vgl. /BÄNZIGER, a.a.O., N. 472). Insgesamt liegt demnach kein offensichtliches Schwergewicht der deliktischen Tätigkeit im Kanton Basel-Landschaft vor, weshalb sich ein Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand nicht .
Die vom Gesuchsgegner 1 vorgebrachten Zweckmässigkeitsgründe, dass der Beschuldigte im Kanton Basel-Landschaft inhaftiert sei, durch einen Basler Rechtsanwalt (wohl amtlich) verteidigt werde und die basel- Kantonspolizei sowie das dortige Bezirksstatthalteramt  Aktenkenntnisse hätten, wohingegen im Kanton Bern sich ein  neu einlesen, der eigenen Polizei vielleicht neue  geben und dem Beschuldigten einen anderen Verteidiger bestellen müsste (act. 2, S. 3), stellen keine groben Verfahrensverzögerungen dar, welche der vorgenannten Lösung entgegenstehen würden (vgl.  SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 525), zumal gemäss dem  auch die polizeiliche Ermittlungsarbeit im Kanton Basel-Landschaft  und dem Beschuldigten das rechtliche Gehör bereits  gewährt worden sei (act. 1, S. 4, Ziff. 3).
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3.4 Gestützt auf die vorangehenden Ausführungen bestehen vorliegend keine triftigen Gründe für ein Abweichen vom gesetzlichen Gerichtsstand.  sind die Behörden des Kantons Bern berechtigt und verpflichtet, die A. zur Last gelegten Straftaten zu verfolgen und zu beurteilen. Der  des Gesuchs ist somit gutzuheissen.
4. Es sind keine Gerichtskosten zu erheben (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m.
Art. 66 Abs. 4 BGG).
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