# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bfee1464-062f-5fb4-9f0e-9e09efe68cae
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1966
,
war seit
dem Jahr
2004 im
Z._
als
Betriebsmitarbeiterin
tätig
(Urk.
7/9, Urk.
7/16)
.
Nach Meldung zur Früherfassung (Urk. 7/3) meldete sie sich mit Datum vom
13. Juli 2013
unter Hinweis auf eine Diskushernie sowie eine Depression
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7
/
9
). Die
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zog die Akten der
Kranken
taggeldversicherung
(Urk. 7/17
, Urk. 7/18
) sowie
einen Auszug aus dem indi
viduellen Konto (IK-Auszug vom 7. August 2013, Urk. 7/15) bei und
tätigte berufliche und medizinische Abklärungen (Urk.
7
/
5
, Urk.
7
/
16
, Urk.
7
/
2
1
, Urk. 7/22
).
In der Folge gab d
ie IV-Stelle bei der
A._
,
MEDAS
B._
,
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, welches am
11. März 2015
erstattet wurde (Urk.
7/33
).
Am
7. April 2015
nahm der psychiatrische Gutachter
zu
r
Rückfrage der IV-Stelle
(Urk. 7/34)
Stellung (Urk. 7/38).
Mit Vorbescheid vom 19. Juni 2015 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Leistungsgesuchs in Aussicht (Urk. 7/41). Dagegen erhob die Versicherte am 9. Juli 2015 Einwand (Urk. 7/42) und reichte nach mehrmaliger Fristerstreckung mit
Einwandbegründung
vom 30. November 2015 (Urk. 7/58) weitere Arztberichte ein (Urk. 7/57).
Mit Verfügung vom 1
6
. Februar 2016 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren gemäss Vorbe
scheid ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 18. März 2016 Beschwerde und bean
tragte, die Verfügung vom 16. Februar 2016 sei aufzuheben und es seien ihr die ihr zustehenden gesetzlichen Leistungen auszurichten. Eventualiter sei die Beschwer
degegnerin anzuweisen, weitere
Abklärungen vorzunehmen
(Urk. 1)
. Mit Beschwerdeantwort vom
7. April 2016
schloss die
Beschwerde
gegnerin
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
6
, unter Beilage ihrer Akten, Urk.
7
/1-
65
), was der Beschwerdeführerin am 1
3
.
April
2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
8
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegan
gen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Lei
den
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Auf
bietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des
Beweiswer
tes
eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 16. Februar 2016
im Wesentlichen
,
aus ärztlicher Sicht
bestehe seit dem 5. Februar 2013 eine dauerhafte 30%ige Arbeitsunfähigkeit für die bisher ausgeübte Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin in Küche,
Reinigung,
Wäscherei und Restaurant. Für eine der gesundheitlichen Situation optimal angepasste, körperlich leichte Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit.
Während der stationären
Hospitalisationen
habe vorübergehend eine volle Arbeitsunfähig
keit bestanden.
Da der ausgeglichene Arbeitsmarkt eine breite Auswahl an angepassten Hilfstätigkeiten bereitstelle, sei vorliegend keine erhebliche Erwerbsunfähigkeit eingetreten. Das
A._
-Gutachten entspreche den Erfor
dernissen der Rechtsprechung und die Berichte der behandelnden Ärzte ver
möchten das Gutachten nicht zu erschüttern.
Da in der angestammten Tätig
keit eine Arbeitsunfähigkeit von bloss 30
%
bestehe, würde auch ein
Ein
kommensvergleich
den
Sachverhalt nicht verändern
(Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte ihrerseits geltend,
auf das
A._
-
Gutachten könne nicht abgestellt werden. Es setze sich nicht kritisch mit den vorliegen
den Arztberichten auseinander
und die
Schlussfolgerungen würden nicht näher begründe
t
, weshalb das Gutachten an sich nicht nachvollziehbar sei. Da offensichtlich unsauber gearbeitet worden sei, hätten Rückfragen an die Gutachter gestellt werden müssen. Die behandelnden Ärzte seien alle von einer höheren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen
. Es sei festzuhalten, dass bei psychischen Erkrankungen nicht in jedem Fall auf das unabhängige Gutachten abgestellt werden könne. Es sei im Einzelfall möglich, dass die Berichte der behandelnden Ärzte ein umfas
sendere
s
Bild des Gesundheitszustandes vermittelten als ein Gutachten, wel
ches aufgrund einer einmaligen Untersuchung verfasst worden sei
(Urk. 1).
3.
3.1
Vom 1
1.
April bis
8.
Mai 2013 wurde die Beschwerdeführerin in der
C._
stationär behandelt. Im Bericht vom 23. Juli 2013
(Urk. 7/17/1)
führten die behandelnden Ärzte aus, bei der Beschwerdeführerin bestünden
neben einem
cervico
- und
lumbospondylogenem
Syndrom
eine Schmerzgeneralisierung und -ausweitung auf die gesamte rechte Körperhälfte bei zusätzlicher depressiver Störung nach verschiedenen traumatischen Belastungen. Die Beschwerdeführerin habe in leicht gebessertem Allgemeinzustand mit verbesserter
körperlicher
Leistungsfähigkeit entlassen werden könne
n
. Für
die ersten zwei Wochen nach dem Re
habilitationsaufenthalt sei eine 100
%
ige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren
, danach sei ein Wiedereinstieg mit 30-50 % zu empfehlen.
3.2
Vom
29. Mai bis 22.
Juli 2013
war die Beschwerdeführerin
in der psychiatri
schen Klinik des
Spital
s
D._
in stationärer Behandlung
. Im Austrittsbericht vom 24. Juli 2013
(Urk. 7/18/11-13)
nannten
die behandelnden Ärzte
im Wesentlichen die Diagnose mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) und führten aus, diese habe sich in der Folge mehrerer psychosozialer Belastungsfaktoren entwickelt
,
wobei zusätzlich eine chronische Schmerzsymptomatik im Bereich der Wirbelsäule zur Entstehung und Auf
rechterhaltung der Depression beitragen
dürf
t
e. Die psychosozial
en
Belas
tungsfaktoren
und traumatisierenden Erlebnisse
hätten
mit der
Beschwerde
führerin
sowohl psychotherapeutisch als auch
soz
i
alarbeiterisch
bearbeitet werden
können
, so dass diesbezüglich bereits eine leichte Besserung
einge
treten sei
.
Im Arztbericht vom 11. April 2014
(Urk. 7/21) diagnostizierte der behandelnde Psychiater des Spitals
D._
wiederum eine mittelgradig depressive Episode und führte aus, die Beschwerdeführerin sei im Affekt deutlich gedrückt.
3.3
3.
3
.1
Im Oktober 2014 wurde die Beschwerdeführerin von der
A._
polydis
ziplinär
begutachtet. Im Gutachten vom
11. März 2015 (Urk. 7/33)
nannten die Gutachter folgende Diagnosen mit
Relevanz für
die Arbeitsfähigkeit
:
Zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom bei Diskushernie C5/6 ohne Hinweise auf eine Myelopathie,
lumb
o
spondylogenes
Schmerzsyndrom ohne L5-Beteiligung rechts bei
mediolateral
nach rechts gerichteter Diskushernie LWK4/5 sowie
Schulter-Arm-Syndrom rechts mit Funktionseinschränkung der rechten Schulter
. Ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit bestünden unter anderem eine Fehlhaltung der Wirbelsäule mit muskulärer
Dysbalance
, eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.1) sowie chronische Spannungskopfschmerzen (Urk.
7/
33/24).
3.
3
.2
Die Gutachter führten aus, aus internistischer Sicht bestehe bei ereignisarmer Anamnese sowohl in angestammter als auch in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/33/46)
.
Aus orthopädischer Sicht seien
d
ie degenerativen Veränderungen im Bereich der HW
S
und LWS bildgebend nachgewiesen
worden.
E
s
hätten
sich keine Veränderungen für eine
zervi
kale Myelopathie
finden lassen
. Bei der Untersuchung
habe
sich die HWS-Beweg
lichkeit eingeschränkt
gezeigt
, jedoch nicht so hochgradig wie subjektiv
empfunden. Funktionseinschränkungen durch die Degeneration der
Halswir
belsäule
erg
ä
ben sich für Belastungen ausserhalb des Körperlotes und
bei
ständigen
Ü
berkopfarbeiten. Auch Tätigkeiten mit fixierter Kopfposition, wie z
um Beispiel
Tätigkeiten in
Kopfreklination
oder
nicht
unterbrechbare
Bild
schirmtätigkeiten
seien
nicht
zumutbar
(Urk. 7/33/21)
. Trotz der subjektiven Empfindung, die LWS sei
eingesteift
, besteh
e
ein relativ freies Gelenkspiel bei Ablenkung und Entspannung, aber auch im Bereich der rechten Schulter. Die
Beschwerdeführerin
habe
bei der Untersuchung
den rechten Arm normal einsetzen und sich auch gut über
den rechten Arm abstützen können.
Der früher
durch
Dr.
E._
mitgeteilte Befund einer
frozen
shoulder
rechts
sei
aktuell nicht zu verifizieren.
Auch
passiv
sei
eine gute Durchbewegung mög
lich
gewesen
, so dass die demonstrierte Minderbeweg
li
chkeit des rechten Schultergelenkes objektiv nicht nachzuvollziehen
sei
. Etwas eingeschränkt
sei
die Hüftbeweglichkeit rechts
gewesen
, jedoch nur für die Seit
en
bewegung. Degenerative Veränderungen
seien
auch an der LWS vorhanden
. Es
besteh
e eine Diskushernie LWK
4/5 rechts
mediolateral
mit Wurzelkontakt L5 rechts ohne Hinweise für
eine
Neurokompression. Allein schon dadurch besteh
e
trotz der berichteten Befundinkonsistenzen
eine Minderbelastbarkeit
der LWS
. Die Beweglichkeit der LWS
sei
aber b
esser als subjektiv dargestellt
(Urk. 7/33/21-22, Urk. 7/33/41-42)
.
Aus orthopädischer Sicht bestehe in der angestammten
Tätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 70 %, in einer angepassten Tätigkeit von 100 % (Urk. 7/33/42)
.
3.
3
.
3
Es wurde weiter festgehalten, d
ie von der
Beschwerdeführerin
berichteten Schmerzausstrahlungen und motorischen Defizite im Bereich des rechten Armes und des rechten Beines
würden
nicht auf einer
zervikalen
oder
lum
balen Wurzel
kompression
beruhen
. Die Schmerzeinstrahlungen
seien
pseu
doradikulärer
Art und
gingen
von der Degener
ation der Bewegungssegmente HWK4/5/6 und LWK
4/5 aus. Gegen eine
radikuläre
Schmerzsymptomatik
spreche
die mehr diffuse Ausstrahlung ohne Begrenzung auf das
Dermatom
gebiet
einer Nervenwurzel und auch fehlende
radikuläre
Ausfälle
. D
ie
Beschwerdeführerin gebe
eine Schwäche der rechten Hand
an, welche
man
gels pathologischer Untersuchungsbefunde
nicht
habe festgestellt werden können
. Bei einer nervenbedingten Ursache eines Kraftmangels wären Mus
kelatrophien zu erwarten
gewesen
, die aber nicht
vorgelegen hätten
. Inkon
sistent mit der angegebenen Funktionseinschränkung der rechten Hand
sei
auch die
ohne Schwierigkeiten
erfolgte
Benutzung des
Mobiltelefons mit der rechten Hand
. Die demonstrierte motorische Funktionseinschränkung
der rechten Hand sei anhand des neurologischen Befundes somatisch nicht
erklärbar.
Auch die Schmerzeinstrahlungen ins rechte Bein
seien
vorwiegend diffus und
würden
tief im muskulären Ber
eich empfunden. Auch dabei handle
es sich um
pseudoradikuläre
Schmerzen, denn der typisch
radikulär
e
Schmerztyp mit Ausstrahlung und begleitenden
Parästhesien
im Gebiet eines bestimmten
Dermatoms
liege
nicht vor
.
Die
Beschwerdeführerin
habe
auch keine sensiblen Defizite
berichtet und
muskuläre Lähmungen an den Beine
n
und Reflexdifferenzen
lägen
nicht vor. Eine somatische Erklärung für das etwas rechts hinkende Gangbild mit teils verminderter Abrollung des rechten Fusses besteh
e
nicht. Die Einschränkung des Fersen- und Zehenganges sowie das mühsame und vorsichtige Gangbild
seien
insgesamt somatisch weder gelenks- noch nervenbedingt zu erklären. Daher
sei
das hinkende Gangbild im Rahmen der Befundinkonsistenzen und demonstrativen Tendenzen zu sehen
.
Die angegebenen Schlafstörungen würden nicht auf einer neurologi
schen Erkrankung des Schlafes beru
h
en. Sie hätten auf den Tagesablauf keine funktionelle Auswirkung. Es
bestünde
keine Tagesmüdigkeit oder nicht u
nterdrückbare Einschlafneigung
(Urk. 7/33/16-18, Urk. 7/33/22-23)
.
Der neurologische Gutachter hielt fest, dass sich insgesamt keine
versicherungs
medizinisch
relevante Einschränkung de
r
Funktionen, der Arbeitsfähigkeit und der Ressourcen auf neurologischem Fachgebiet
ergebe
. Die Arbeitsfähig
keit in der angestammten sowie in einer angepassten Tätigkeit betrage
aus neurologischer Sicht
100 % (Urk. 7/33/18).
3.3.4
Die Gutachter gaben an, s
owohl hinsichtlich der orthopädischen als auch der neurologischen Be
f
unde
seien erhebliche Widersprüc
he auf
gefallen
.
Die orthopädische
n
und neurologische
n
Untersuchung
en
hätten
deutliche Hin
weise auf eine erhebliche
Ü
berbetonung der Beschwerden, ein demonstrie
rendes bis
aggravierendes
Verhalten und auch ein ausgeprägtes
Vermei
dungsverhalten
gezeigt
, kenntlich durch erhebliche Befundinkonsistenzen und positive
Waddell
-Zeichen. Bei der Konsistenzprüfung
habe
sich
gezeigt
, dass die subjektiven Beschwerden objektiv nicht im geklagten Ausmass bestehen könn
t
en
(
Urk.
7/33/21-22)
.
3.
3
.
5
In psychiatrischer Hinsicht hielten die
Gutachter
fest
,
für die Beschwerde
-
führerin
st
ü
nden
die Schlafstörung mit
dem Fehlen einer Tagesstruktur,
eine
gedrückte Stimmung
sowie Vergesslichkeit, Ü
berforderungsgefühle und diffuse Ängste
im Vordergrund
. Die bestehenden Probleme im psychischen Bereich resultier
t
en dabei vorwiegend aus der problemati
sc
hen
psychoso
-
zialen
Situation. Diese
habe
zu einer Anpassungsstörung mit einer längeren depressiven Reaktion
nach ICD-10
F43.1
geführt
.
Eine primäre depressive Störung lieg
e
nicht vor, weil bei einer depressiven Störung deutlich mehr
Symptome vorhanden und diese über einen längeren Zeitraum weitgehend unbeeinflusst von äusseren Umständen bestehen müssten
.
Nach den Schilderungen der
Beschwerdeführerin seien
aber stets die psychoreaktiven Anteile als dominierend anzusehen. Bei der psychiatrischen Begutachtung
habe
eine nachvollziehbare
Deprimiertheit
und Besorgnis über die schwierige Lebenssituation festgestellt werden
können
, wobei auch nachvollziehbar
sei
, dass die
Beschwerdeführerin
den Tod des dritten Ehemannes noch nicht verarbeitet ha
be
und sich Sorgen wegen der Spielsucht des Sohnes
mach
e
. Die Klagen über Konzentrationsmängel und Gedächtnisschwäche
seien
dabei Ausdruck der psychischen Erkrankung
. Sie
seien aber
der Therapie zugänglich. Eine hirnorganisch bedingte kognitive Störung besteh
e
nach dem Untersuchungsbefund nicht. Die immer wied
er geschilderten Kopfschmerzen i
m Stirn
- und
Schläfenbereich, die nicht immer konsistent
berichtet wür
den,
seien
als chronische Spannungskopfschmerzen einzuordnen
. Diese hätten bei der Beschwerdeführerin
einen vorwiegend psychosomatischen Hintergrund
und seien
somit im Rahmen der psychischen Befindlic
h
keitsstörungen zu sehen. Sie
würden
keine Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit zeigen,
da sie hintergründig
seien
und auch bislang keiner spezif
ischen Schmerztherapie bedurft hätten
, sodass auf einen eher geringen Leidensdruck geschlossen werden
könne. Eine
somatoforme
Störung könne aufgrund
der fehlenden Diagnosekriterien gemäss ICD-10 nicht diagnostiziert werden. Die von der Versicherten geschilderten Beschwerden entspr
ä
chen nicht einem andauernden, schweren und quälenden Schmerz, der durch einen physiologischen Prozess oder eine körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden
könne
. Dieses wichtige Kriterium der
somatoformen
Schmerzstörung gemäss ICD-10
F45.4 sei
nicht
in der geforderten Form vor
handen. Schlechte Stimmung, psychologische und soziale Belastungen könn
t
en durchaus Veränderungen der sympathischen, neuroendokrinen und neuroimmunologischen Funktionen bewirken. Diese
seien
jedoch nicht dau
erhaft, sondern nur vorübergehend und führ
t
en zu einer verstärkten Schmerzwahrnehmung. Das auffallende, auch teilweise
aggravierende
Ver
halten
könne
als dysfunktionales Krankenrollenverhalten gewertet werden. Insgesamt könn
t
en aber keine psychischen
komorbiden
Störungen von
versi
cherungspsychiatrischer
Relevanz festgestellt werden, welche die willentliche Überwindung des im Rahmen der somatischen Begutachtungen beobachtete
n
Schon- und Vermeidungsverhalten
s
verhindern würden.
Die Beschwerde
führerin sei
nach einer No
rm
alisierung des Tagesablaufes in der Lage, eine einfache berufliche Tätigkeit, wie sie sie
bislang ausgeübt hab
e, wieder auf
zunehmen. Somit
sei
die bisherige Tätigkeit idealerweise für eine berufliche Wiedereingliederung geeignet, dies g
elte
auch für eine angepasste berufliche Aufgabe.
Es seien
jedoch Tätigkeiten
zu meiden
, die unter permanentem Zeitdruck erledigt werden müss
t
en und in denen interpersonelle Konflikte programmiert
seien
(Urk. 7/33/23-24, Urk. 7/33/
33-34)
.
D
ie Foerster-
K
rite
rie
n seien
nicht erfüllt
.
Es lägen keine schwerwiegende psychische Störung und kein ausgewiesener sozialer Rückzug vor. Auch liege kein primärer Krankheitsgewinn vor
und
die psychischen Gesundheitsstörungen
seien
nicht verfestigt und n
och therapeutisch
angehbar
. Es lägen chronische körperliche Begleiterkrankungen, vorwiegend in Form degenerativer Skelettleiden, vor. Die Behandlungsergebnisse seien nicht unbefriedigend, es bestünden weitere Therapieoptionen und psychosomatisch-rehabilitative Massnahmen seien noch nicht durchgeführt worden (Urk. 7/33/26).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe in jeglichen Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bei 50%iger Leistungsfähigkeit (Urk. 7/33/35).
3.
3
.
6
Die Gutachter hielten interdisziplinär fest, aufgrund
der beginnenden Degeneration der HWS, der LWS und am rechten Schultergelenk erg
ä
ben sich für die angestammte Tät
igkeit als
angelernt
e Mitarbeiterin in einem Spital
Minderungen der Arbeitsfähigkeit.
A
b dem
5. Februar 2013, also seit Beginn der Symptomatik der Wirbelsäulendegeneration,
besteh
e
in dieser Tätigkeit
nur noch eine Arbeitsfähigkeit von 70
%, bedingt durch eine Min
derun
g der Leistungsfähigkeit auf 70
% bei einer uneingeschränkten
Prä
senzzeit
von 8,5 Stunden pro Tag. In einer ideal angepassten Verweistätigkeit best
ünden
keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit, welche somit 100
% betr
age (Urk. 7/33/24)
.
Der Beschwerdeführerin seien
Tätigkeiten, bei denen die Haltung selbstbestimmt laufend
geändert werden könne
, möglichst im Sitzen mit Bewegungswechsel zum Gehen ohne längeres Stehen
,
bei Wechsel zwischen leichten und mittelschweren Tätigkeiten
zumutbar.
Zu vermeiden seien
mittelschwere bis schwere Arbeiten mit Heben und Tragen von
Gewich
-
ten
über 15
kg, ständige Tätigkeiten ausserhalb des Körperlotes,
Ü
berkopf
-
arbeiten, Kälte
-
und
Nässe-Exposition sowie Zugluft.
Des Weiteren sollten nur Tätigkeiten ohne Zeitdruck un
d Pressionen ausgeführt werden und
keine Tätigkeiten, bei denen interpersonelle Konflikte zu erwarten
seien
. Psychische Einschränkungen
bestünden
nicht. Jedoch
bedürfe
die
Beschwerdeführerin
im jetzigen Zustand einer psychiatrischen Betreuung und Hilfestellung zur beruflichen Wiedereingliederung mit Wiedererlernen einer Tagesstruktur und
eine
s
normalen Tag
-
Nacht
-R
hythmus
. Während der
Hospitalisationen
habe eine Arbeitsfähigkeit von 0 % bestanden
(Urk. 7/33/
24-
2
6
, Urk. 7/33/4
1-4
2)
.
3.
4
Auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin hielt der psychiatrische Gutachter am 7. April 2015
(Urk. 7/38)
fest, in der psychiatrischen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei ein Fehler entstanden. Die Arbeitsfähigkeit sei aus psy
chiatrischen
Gründen
mit 100 % in der angestammten wie auch in der alter
nativen Tätigkeit beurteilt
worden, wie auch im Text klar formuliert
worden sei
. Die in der tabellarischen Zusammenfassung dann fälschlicherweise beschriebene 50%ige Minderung der Leistung bei auch hier korrekt angege
bener Arbeitsfähigkeit von 100 % sei fehlerhaft übertragen worden. Natürlich handle es sich in beiden Fällen um eine Arbeitsfähigkeit von 100 % und um eine Leistungsfähigkeit von 100 %. Betreffend das orthopädische Gutachten lasse sich eine reduzierte Arbeitsfähigkeit um 30 % hinreichend begründen. Bei der Beschwerdeführerin liege ein
zervikospondylogenes
Schmer
zsyndrom
bei Diskushernie C5/6 mit aufgehobenem ventralem
Subarachnoidalraum
und
Myelonverlagerung
ohne Hinweise auf eine Myelopathie vor, ferner ein
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom mit möglicher L5-Kompenente rechts bei
mediolateral
nach rechts gerichteter Diskushernie LWK4/5, aber auch ein Schulter-Arm-Syndrom rechts mit Funktionseinschränkung der rechten Schulter und sensomotorischen Beschwerden in der rechten Hand und im rechten Bein vor. Diese somit mehrere Funktionsbereiche betreffenden zervi
kalen, lumbalen und auch die Schulter betreffenden Pathologien würden bei der Beschwerdeführerin entsprechend in der Gesamtheit zu einer um 30 % verminderten Belastbarkeit führen.
3.
5
Vom 18. Januar bis 14. Februar 2015 war die Beschwerdeführerin
erneut
in der
C._
hospitalisiert
. Im Austrittsbericht vom
2. März 2015
(Urk.
7/57/1-5
)
führten die Ärzte aus, d
ie Beschwerdeführerin habe vermutlich im Rahmen von rezidivierenden Verlustereignissen und von womöglich teils nicht vollständig verarbeiteter Trauerarbeit eine mittel- bis
schwergradige
depressive Episode entwickelt. Diese verstärke die Wahrnehmung der somatischen
zervikospondylogenen
Schmerzen. Im Rahmen dieser zunehmenden Schmerzen habe die Beschwerdeführerin ihren Arbeitsplatz verloren und sich zunehmend sozial zurückgezogen, was vermutlich zu einer Verstärkung der Symptomatik geführt habe.
Während des Aufenthaltes in der Klinik habe die Beschwerdeführerin wieder vermehrt Zugang zu ihren Gefühlen gewinne
n
und im Rahmen der Verbesserung der depressiven Symptomatik eine
Rekonditionierung
erzielen können. Bis zum
1.
März 2015 bestehe eine 100%ige-Arbeitsunfähigkeit.
Bei weiterhin instabiler Psyche und starken Schmerzen erscheine die weitere Arbeitsfähigkeit in nächster Zeit nicht gegeben.
3.
6
Am 18. August 2015 nahm
Dr.
med.
E._
, Fachärztin FMH für Rheumato
logie sowie
Physikalische Medizin und Rehabilitation
, zum Gutachten dahingehend Stellung, dass
sie dieses
als unsorgfältig und tendenziös erachtete (Urk.
7/57/6-7
). D
ie
neurologische
Untersuchung stütze sich vor allem auf Vermutungen, Aggravationstendenz und Widersprüche, ohne bei
den
objektiven Befunden zu bleiben.
D
as psychiatrische Gutachten werde der Beschwerdeführerin nicht gerecht.
Sie würde die Beschwerdeführerin als ein
deutig depressiv erleben. Sie stehe morgens kaum auf, sehe niemanden, müsse sich oft zwingen, einmal täglich aus dem Haus zu gehen und lebe sehr zurückgezogen. Sowohl die Ärzte der Psychiatrie in
D._
als auch dieje
nigen der
C._
hätten die Beschwerdeführerin als mittelgradig schwer depressiv erachtet.
Sie
habe eine p
sychisch
ausgewiesene Komorbidität von erheblicher Schwere, die zu ausgeprägtem sozialem Rückzug in allen Belangen des Lebens führe. Auch die hohe konsequente Behandlungsaktivität mit zwei
maligem stationärem Rehabilita
tionsaufenthalt, psychiatrischer und akutmedizinischer
Hospitalisation
und regelmässiger Psycho- und Physiotherapie habe keine wesentliche Verbesserung der Schmerz- und Depressionssituation gebracht.
3.
7
In der Stellungnahme vom
26. November 2015
(Urk. 7/57/9-10)
nannte
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
die Diagnose Anpassungsstörung beziehungsweise rezidivierende depressive Störungen, mittelschwerer Ausprägung (ICD-10 F43.2 bzw. ICD-10 F33.1), und führte
aus,
die Beschwerdeführerin leide eindeutig unter einer
rezidivierenden
depressiven Störung, meist mittelschweren, zum Teil auch schwereren Ausmasses. Nach diverser Medikation habe sich die jetzige
anti
depressive
Medikation am besten bewährt. Denn
och
seien ein grosser
Lei
densdruck
und Schwankungen in der psychischen Befindlichkeit deutlich geworden.
E
s müsse insgesamt mindestens eine 50%ige Einschränkung berücksichtig werden.
4.
4.1
Vorab ist darauf hinzuweisen, dass dem
Wortlaut der angefochtenen Verfü
gung vom 1
6
. Februar 2016 – wie im Übrigen auch des Feststellungsblattes (Urk. 3/40) sowie des Vorbescheides (Urk. 3/41) –
zwar zu
entnehmen
ist
, dass „in angepasster Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 30 %, in ange
passter Tätigkeit von 20 %“ bestehe (Urk. 2, S. 2). Dabei handelt es sich insofern um zwei offensichtliche Fehler, als sich d
ie Beschwerdegegnerin in
der angefochtenen Verfügung vom 1
6
. Februar 2016 in medizinischer Hin
sicht
ausdrücklich (Urk. 2 S. 2)
auf die polydisziplinäre Begutachtung des
A._
vom 11. März 2015 (Urk. 7/33)
stützte
, anlässlich welcher der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % und in einer adaptierten Tätigkeit von 0 % attestiert worden war (E. 3.
3.
6
).
Damit geht die Beschwerdegegnerin unbestrittenermassen davon aus, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten und nicht in ange
passten Tätigkeiten zu
30
%
arbeitsunfähig ist
, wie sich denn auch aus der Begründung auf S. 3 ergibt;
es handelt sich mithin um einen Verschrieb. Hinsichtlich der genannten 20%igen Arbeitsunfähigkeit in adaptierten Tätig
keiten ist überdies darauf hinzuwiesen, dass
im dem Entscheid zugrunde
lie
genden
A._
-Gutachten an keiner Stelle eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
wurde
.
Mit Blick auf die medizinische Aktenlage und die Einschät
zungen der behandelnden Ärzte (50 % respektive 100 %, vgl. E. 3.
5, E. 3.7
) bestehen
keine
Hinweise, aufgrund derer die Annahme einer 20%igen Arbeitsunfähigkeit durch die Beschwerdegegnerin als nachvollziehbar
zu erachten wäre
.
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre vermeintlich vom Gutachten um 20 % abweichende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in adap
tierten Tätigkeiten denn auch mit keinem Wort
, sondern hielt nach den Ein
wänden der Beschwerdeführerin fest, es bestehe kein Anlass, vom Gutachten des
A._
abzuweichen. Ein IV-Grad von über 40
%
sei damit nicht gegeben.
Es ist somit davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin die Beschwer
deführerin
gestützt auf das Gutachten
in der angestammten Tätigkeit als zu 30 % und in einer angepassten Tätigkeit als zu 0 % arbeitsunfähig erachtete.
4.2
Das
polydisziplinäre Gutachten des
A._
vom 11. März 2015
erfüllt
sämtli
che rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztli
che Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 1.
5
). Es beruht auf fachärztlichen
internistischen
, orthopädischen,
neurologischen
und psychiatrischen Unter
suchungen und wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
(Urk.
7/
33/5-8
) abgegeben. Sowohl die einzelnen Teil
gutachten
als auch die interdisziplinäre
B
eurteilung sind schlüssig. Die Gutachter setzten sich ausführlich mit der persönlichen, beruflichen und gesundheitlichen Entwicklung de
r
Beschwer
deführer
in
auseinander und nahmen zu früheren medizinischen Beurteilun
gen Stellung (Urk.
7
/
33
/
17-18
,
Urk.
7
/
33
/
25,
Urk.
7
/
33/34
, Urk.
7
/
33
/
4
2). Die
von der Beschwerdeführerin
geklagten Beschwerden wurden berücksichtigt und die Gutachter setzten sich mit diesen hinreichend auseinander.
Sowohl in den Teilgutachten als auch in der interdisziplinären Beurteilung wurden d
ie medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation ein
leuchtend dargelegt und die Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Entgegen den Vorbringen de
r
Beschwerdeführer
in
(E. 2.2) kann zur
Ent
scheidfindung
auf das Gutachten abgestellt werden.
4.3
Die Beschwerdeführerin brachte vor,
dass offensichtlich unsauber gearbeitet worden sei und deshalb Rückfragen an die Gutachter gestellt
worden seien
. Diesbezüglich ist
festzuhalten, dass
der Umstand, dass Rückfragen gestellt wurden, für sich alleine
keinen
Einfluss auf den Beweiswert des
G
utachtens
hat, zumal der Gutachter
in
nachvollziehbarer Weise ausführte, dass
die ein
malig angegebene
50%ige Leistungsfähigkeit bei ansonsten durchwegs klar formulierter 100%iger Arbeitsfähigkeit in der Tabelle
fehlerhaft
übernommen worden sei (vgl. E.
3.
4
).
Was die offensichtlich falsche ICD-Kodierung
der
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.1 statt F43.21) betrifft
(vgl. E. 3.3.1, E. 3.3.5)
, ist mit Verweis auf die ausführlichen
fachärztlichen
Ausführungen zur
Diagnose
Anpassungsstörung (
E. 3.3.5, vgl. auch
Urk. 7/33/
33) von einem Versehen auszugehen, welches die Schlüssig
keit der psychiatrischen Beurteilung nicht in Frage zu stellen vermag.
Entge
gen de
m
nicht weiter substantiierten
Vorbringen der Beschwerdeführerin
(E. 2.2)
präsentiert sich
das Gutachten somit
als
vollständig, schlüssig und ohne Hinweise darauf, dass es wi
llkürlich verfasst worden wäre
.
4.4
Gemäss den gutachterlichen Ausführungen besteht bei der Beschwerdeführe
rin eine Anpassungsstörung mit einer depressiven Reaktion. Die Gutachter erachteten dabei die psychoreaktiven Anteile als dominierend und hielten fest, dass die psychischen Probleme vorwiegend aus der problematischen psychosozialen Situa
tion resultierten (vgl. E. 3.3.
5
).
Es finden sich keine Hinweise darauf, dass
die Beschwerdeführerin
bereits früher an einer depres
siven Symptomatik gelitten hätte, womit
die
psychosoziale
n
Belastungsfak
tor
en
durch die schwierige Lebenssituation (Tod des Ehemannes, Spielsucht des Sohnes, Kündigung)
klar im Vordergrund steh
en
(vgl. auch E. 3.1 und
E.
3.2).
E
ntsprechend erweist sich die Diagnose einer Anpassungsstörung als nachvollziehbar
. Da es sich b
ei einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion aber grundsätzlich um ein vorübergehendes und des
halb an sich nicht invalidisierendes Leiden
handelt
(Urteile des Bundesge
richts 9C_4/2013 vom 19. Dezember 2013 E. 2.
2 mit Hinweisen),
verneinten die Gutachter eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
aus psychischer Sicht
zu Recht.
4.
5
4.
5
.1
Die Beschwerdeführerin
führte
gegen die Beweiskraft des
Gutachten
s Berichte der behandelnden Ärzte und insbesondere die Stellungnahme
n
von Dr.
E._
(E. 3.
6
)
und
Dr.
F.
_
(E. 3.
7
) sowie den Austrittsbericht der
C._
(E. 3.
5
)
an
(E. 2.2)
.
Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass ein den Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medizinisches Gutachten nicht in Frage gestellt werden muss und auch kein Anlass zu weiteren Abklärungen besteht, wenn die behandelnden medizinischen Fachpersonen nachher zu einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich, wenn objektiv feststellbare Gesichtspunkte vorgebracht werden, welche im Rahmen der Begutachtung unerkannt geblieben waren und die geeignet sind, zu einer anderen Beurteilung zu führen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts vom 29. Juli 2008, 9C_830/07, E. 4.3 mit Hinweisen).
4.
5
.2
Die Gutachter nahmen zu den ihnen im Zeitpunkt der Begutachtung vorliegenden medizinischen Berich
ten
und insbesondere zu den Berichten
der behandelnden Ärzte aus dem Jahr 2013
Stellung (E. 4.
2
) und berücksichtig
ten sie bei ihrer Beurteilung
(
Urk. 7/33/25
)
. E
ntgegen der
Ansicht der
Beschwerdeführerin beinhalten
diese Berichte denn auch
keine
Hinweise
, welche Anlass dazu geben könnten, an den Ausführ
ungen der Gutachter zu zweifeln, zumal es sich dabei im Wesentlichen um Berichte über die statio
nären Aufenthalte der Beschwerdeführerin handelt, eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit während dieser Behandlungen unbestritten ist (vgl. E.
2.
1, E. 2.
2) und die Beschwerdeführerin darüber hinaus jeweils in verbessertem Gesund
heitszustand entlassen worden war (vgl. E. 3.1, E. 3.2).
4.5.3
Bezüglich des Berichtes
der Rheumatologin
Dr.
E._
(E. 3.2) ist darauf hinzuweisen, dass
es sich bei deren Einschätzung
des
neurologischen sowie des
psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin
um eine
jeweils
fachfremde Beurteilung handelt
e
, welche die Einschätzung
der
entsprechenden
Fachgutachter nicht in Frage zu stellen verm
ag
.
Soweit Dr.
E._
die Foerster-Kriterien
– wiederum im Rahmen einer fachfremden Einschätzung –
als erfüllt erachtete, ist dar
auf hinzuweisen, dass
das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerzstörung vom psychiatrischen Gutachter in nachvollziehbarer Weise ausgesch
l
ossen wurde (vgl. E. 3.3.
5
).
Darüber hinaus
haben
die Gutachter
der körperlichen Schwere der angestammten Tätigkeit
mit Annahme einer aufgrund der orthopädischen Beschwerden um insgesamt 30 % reduzierten Arbeitsfähigkeit
entgegen der
Ansicht von
Dr.
E._
(E. 3.
6
)
genügend Rechnung getragen, zumal sich die von der Ärztin zitierte Stelle
(Urk. 7/33/24
, wonach die Beschwerdeführerin nach Normalisierung des Tagesablaufes nach gutachterlicher Ansicht in der Lage sei, wieder eine einfache berufliche Tätigkeit, wie sie sie bislang ausgeübt habe, aufzunehmen) auf das Fähigkeitsprofil und damit den psychischen Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin bezieht (vgl. auch
die identischen Ausführungen im
psychiatrische
n
Teilgutachten, Urk. 7/33/34).
Darüber hinaus begründete die Ärztin auch ihre Aussage, dass sich die neurologische Untersuchung insbesondere auf Vermutungen stütze und nicht bei den objektiven Befunden
bleibe, nicht näher.
Sodann sind auch dem Bericht von
Dr.
F._
(E. 3.7) keine Gesichtspunkte zu entnehmen, welche die Einschätzung des psychiatrischen Gutachters in Frage zu stellen vermöchten.
Nach dem Gesagten
und u
nter Berücksichtigung der
Erfahrungstatsache
, dass Hausärzte und behandelnde Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc), vermögen
die
Berichte
der behandelnden Ärzte die Ein
schätzung der Gutachter nicht in Frage zu stellen
.
4.
6
Selbst wenn im Übrigen von der Diagnose einer mittelgradig depressiven Episode auszugehen wäre
,
ist festzuhalten, dass mittelgradige
depressiv
e Störungen rezidivierender oder episodischer Natur rechtsprechungsgemäss einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht fallen, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent sind. Nur in dieser seltenen Konstellation ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 ATSG für eine objekti
vierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_399/2016 vom 24. August 2016 E. 4.2 mit Hinweisen).
Vorliegend ist nicht von einer Therapieresistenz auszugehen; vielmehr hielt der psychiatrische Gutachter ausdrücklich fest, dass die
ambulante psychiat
rische Behandlung fortgeführt werden sollte und
das Wiedererlernen einer Tagesstruktur vorrangig sei (Urk. 7/33/24, 35).
Damit wäre auch bei Annahme einer mittelgradig depressiven Episode
keine invalidisierende psy
chische Erkrankung im Sinne des Gesetzes
(vgl. E. 1.2)
gegeben.
4.
7
Nach dem Gesagten
ist
gestützt auf das
Gutachten
des
A._
mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
die Beschwerdeführerin
seit
dem 5. Februar 2013 in der angestammten Tätigkeit als Betriebsmitarbeiterin zu 70 % arbeitsfähig ist und in einer angepassten
leichten bis mittelschweren,
wech
selbelastenden
Tätigkeit
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit besteht
.
Es bleibt
darauf hinzuweisen
, dass
auch
die
vorübergehende
100%ige Arbeitsunfähig
keit
während
der
knapp zweimonatigen
Hospitalisation
der Beschwerdefüh
rerin in
der
C._
vom 18. Januar bis 14. Februar 2015 (E. 3.
5)
mit Verweis auf
Art.
88a Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
) zu keinem
(befristeten) Rentenanspruch führt.
Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (E. 2.2)
sodann
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.
2.2 mit Hinweisen).
5.
5.1
Ausgehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
angepasste
n Tätig
keit bleiben die erwerblichen Auswirkungen der Leistungsbeeinträchtigung zu prüfen.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Ein
kommensvergleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in
Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt wer
den, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestim
men lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130
V
343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Die Beschwerdeführerin arbeitete seit dem Jahr 2004 als Betriebsmitarbeite
-
rin
im
Z._
und war
vorwiegend in der
Reinigung, der Wäscherei und der Küche
tätig
(Urk. 7/16/7)
und e
s ist davon auszugehen, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen weiterhin
diese
Hilfsarbeitert
ätigkeit
ausführen würde.
Gemäss
IK-Auszug
(Urk. 7/15)
erzielte die Beschwerdefüh
rerin
im Jahr 2012 ein Einkommen von Fr. 61‘354
.
--
. Angepasst an die Nominallohnentwicklung
([201
2
]
2630,
[201
4
]
2673
; vgl. BFS Tabelle T39 Entwicklung der Nominallöhne, Konsumentenpreise und Reallöhne, 197
6 -2014
)
bis
zum hypothetischen Rentenbeginn im
Jahr
201
4
(Ablauf des
War
tejahres
im Februar 2014)
ergibt si
ch ein
Valideneinkommen
von Fr.
62
‘
357.
--.
5.
3
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens sind die Tabellen der Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS) heranzu
ziehen. Der monatliche Bruttolohn (Zentralwert) weiblicher Arbeitskräfte im privaten Sektor betrug für einfache Tätigkeiten körperlicher und handwerkli
cher Art im Gesamtdurchschnitt
Fr.
4‘112.--
(LSE 201
2
, Tabelle TA1,
Kom
petenzniveau
1
, S.
35). N
ach Berücksichtigung der durchschnittlichen betriebsüblichen Arbeitszeit (von 41.7 Stunden im Jahr 2012; vgl. BFS-Sta
tistik der betriebsüblichen Arbeitszeit) s
owie Anpassung an die
Nominallohn
entwicklung
per 2014
(vgl. E. 5.
2
)
ergibt sich ein
Inv
alideneinkommen von Fr.
52
‘
282.
--.
Ein zusätzlicher Abzug vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75) ist vorliegend nicht angezeigt. Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen solchen Abzug, wenn die versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit einge
schränkt ist. Sind hingegen – wie vorliegend – leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar, ist allein aus diesem Grund auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit noch kein Abzug gerechtfertigt, da der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_99/2013 vom 5. April 2013 E. 4.1.3 mit Hinweis).
5.
4
Die Gegenüberstellung des
Valideneinkommens
von
Fr.
62
‘
357.
--
mit dem Invalideneinkommen von
Fr.
52
‘
282.
--
ergibt einen Invaliditätsgrad von rund
16 %,
womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente
resultiert
.
5
.5
Damit erweist sich d
ie rentenabweisende Verfügung vom
1
6
. Februar 2016
als rechtens. Die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
8
00.-- festzusetzen und
ausgangsge
mäss
von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).