# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2326558e-342f-4f3d-a178-a24c5a20cfc8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ wurde am _1985 als drittes von vier Kindern in O.1_ geboren und wuchs in O.2_ in einfachen Familienverhältnissen auf. Die Eltern besassen einen kleinen Landwirtschaftsbetrieb. 1994 trennten sich die Eltern; 1996 wurde die Ehe geschieden. In der Folge wuchsen X._ und seine Geschwister bei ihrer Mutter in O.1_ auf. Neben der Arbeit im Haushalt war die Mutter aushilfsweise als Taxichauffeuse tätig. X._ war oft alleine. Grenzen wurden ihm keine gesetzt. Zu seinem Vater pflegte er eine gute Beziehung und besuchte ihn regelmässig. In O.1_ besuchte X._ während zwei Jahren die Einführungsklasse. Die zweite bis sechste Klasse absolvierte er in O.3_. Die erste Realschulklasse besuchte er im Therapiehaus A._, die zweite in O.1_. Im Februar 2001 wurde X._ wegen seines Benehmens von der Schule gewiesen. Die Schule schloss er an einer Privatschule in O.4_ ab. Wegen der von ihm in der Schule bereiteten Probleme wurde ihm die Sozialpädagogin B._ aus O.2_ zugeteilt. Im August 2001 begann X._ bei C._ eine Malerlehre. Wegen schwachen Schulleistungen wurde diese nach ca. zwei Jahren abgebrochen und in eine Anlehre umgewandelt. Ende April 2002 wurde jedoch auch das Anlehrverhältnis beendet, weil X._ der Weisung, die Berufsschule zu besuchen, nicht nachkam. In der Folge ging X._ bis zu seiner Einweisung durch die Behörden in das Schul- und Berufsbildungsheim D._ in O.5_ Ende November 2003 keiner Beschäftigung nach. In O.5_ blieb er drei Jahre. Während zwei Jahren versuchte er, die begonnene Malerlehre fortzusetzen. Diese wurde schliesslich in eine Anlehre umgewandelt, welche er nach einem weiteren halben Jahr abschloss. Nach diesem Aufenthalt arbeitete X._ während zweier Wintersaisons auf der E._ am Skilift. Im Sommer arbeitete er hin und wieder als Gerüstbauer bei der Firma F._ Gerüstbau. In dieser Zeit begann X._ harte Drogen zu konsumieren. Zwischen 2005 und 2008 arbeitete er nicht und beging diverse Straftaten, um sich die Drogen zu finanzieren. 2008 begann X._ ein bis heute andauerndes Methadonprogramm. Zuweilen hatte er Rückfälle. Nach Beginn des Methadonprogramms nahm X._ gelegentlich Arbeiten an, unter anderem auch als Fensterbauer. Zwischen April und Dezember 2011 hatte X._ bei G._, Baumontagen, O.6_, eine Festanstellung inne. Zwischen Dezember 2011 und März 2012 war X._ ohne Arbeit. Seit Frühling 2012 arbeitet X._ bei H._, Fensterbau, O.7_, und erzielt ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 4'500.--. Schulden hat X._ in der
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Höhe von rund Fr. 30'000.--. Zusammen mit seiner Ex-Freundin I._ hat X._ zwei Kinder (geboren Januar 2011 und Juli 2013).
B. Im Schweizerischen Strafregister ist X._ seit dem Jahr 2002 mit sechs Einträgen verzeichnet. Dies hauptsächlich wegen Betäubungsmitteldelikten, Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Tätlichkeiten und Verletzung von Verkehrsregeln.
C. Am 22. August 2011 erhoben Y._, vertreten durch seine Mutter J._, sowie K._, vertreten durch seinen Vater L._, Strafanzeige gegen Unbekannt wegen bewaffneten Raubes.
D. Die Staatsanwaltschaft Graubünden eröffnete am 26. August 2011 die Strafuntersuchung gegen X._ wegen Raubes.
E. Am 30. August 2011 führte die Kantonspolizei Graubünden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Graubünden am damaligen Wohnort von X._ und dessen Freundin I._ eine Hausdurchsuchung durch. Sie stellte dabei ein kleines schwarzes Taschenmesser, ein grosses silbriges Taschenmesser, ein , eine kurze Arbeitshose sowie sechs Tabletten Temesta à je 2.5 Milligramm sicher.
F. Mit Verfügung vom 26. Januar 2012 ernannte die Staatsanwaltschaft Graubünden Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge als amtlichen Verteidiger von X._.
G. Am 14. Mai 2012 stellte die Kantonspolizei Graubünden bei X._ anlässlich einer Personendurchsuchung drei Gramm Marihuana sicher.
H. Am 22. Mai 2012 stellte M._ Strafantrag gegen X._ wegen Drohung und Nötigung. Gleichzeitig erklärte er, sich nicht als Strafkläger am Verfahren beteiligen zu wollen.
I. Mit Ausdehnungsverfügung vom 25. Juni 2012 dehnte die Staatsanwaltschaft Graubünden die Strafuntersuchung aus wegen Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG.
J. Am 3. August 2012 führte die Kantonspolizei Graubünden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Graubünden am damaligen Wohnort von X._ und dessen Freundin I._ eine Hausdurchsuchung durch. Sie stellte dabei sieben frische Hanfpflanzen in Töpfen sicher.
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K. Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Graubünden erstellte Dr. med. N._, Facharzt für Psychiatrie/Psychotherapie, Psychiatrische Dienste Graubünden, mit Datum vom 22. April 2013 ein psychiatrisches Gutachten zur Person von X._, wobei er sich darin gemäss Fragestellung der Staatsanwaltschaft insbesondere über die Schuldfähigkeit und die Rückfallgefahr von X._ sowie die Notwendigkeit einer Massnahme äusserte.
L. Mit Ausdehnungsverfügung vom 14. Juni 2013 dehnte die Staatsanwaltschaft Graubünden die Strafuntersuchung aus wegen Drohung gemäss Art. 180 StGB.
M. Mit Ausdehnungsverfügung vom 8. Oktober 2013 dehnte die Staatsanwaltschaft Graubünden die Strafuntersuchung aus wegen Nötigung gemäss Art. 181 StGB.
N. Am 27. Januar 2014 erhob die Staatsanwaltschaft Graubünden Anklage gegen X._. Der Anklageschrift liegt folgender Sachverhalt zugrunde:
"1.1 Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB, versuchte räuberische Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 3 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB
Am 22. August 2011, zwischen 18.33 und 18.37 Uhr, hielten sich Y._ und K._ auf dem Perron der RhB-Station O.7_ auf und warteten auf einen Zug in Richtung Domat/Ems. Der Beschuldigte, der ein Kickboard bei sich hatte, trat zu den beiden hinzu und fragte sie um 40 Rappen für ein Zugsbillet. Y._ und K._ wollten helfen und nahmen ihre Portemonnaies hervor. Plötzlich legte der Beschuldigte Y._ den rechten Arm um den Hals. In der linken Hand hielt er ein Messer mit einer Klingenlänge von ca. 4 - 5 cm gegen Y._s Oberkörper und forderte das Opfer auf, ihm alles Geld zu geben. Dadurch erzwang er vom durch ihn zum Widerstand unfähig gemachten Y._ CHF 20.00 und bereicherte sich ungerechtfertigt.
Danach verlangte der Beschuldigte von K._ ebenfalls Geld. Er drohte ihm, Y._ umzubringen, falls er von ihm kein Geld erhalten sollte. Der dadurch vom Beschuldigten zum Widerstand unfähig gemachte K._ sagte jenem, dass er nur noch wenige Rappen habe, und zeigte dem Beschuldigten, da dieser jenem nicht glaubte, sein weitgehend leeres Portemonnaie. Daraufhin verlangte der Beschuldigte von Y._ oder K._ einen Ausweis, damit er wisse, wer allenfalls die Polizei eingeschaltet habe, er diesen dann finden und ihm etwas antun könne. Der Beschuldigte erhielt von keinem der beiden einen Ausweis. Schliesslich nahm der Beschuldigte K._ Kickboard weg, ging ein Stück weg, brachte dieses jedoch wieder zurück und lief über die Treppe in Richtung Tiefbauamt davon.
1.2 Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB, Nötigung gemäss Art. 181 StGB
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Am 14. Mai 2012, 16.00 Uhr, benutzte M._ beim Hotel P._ in O.7_ die Unterführung in Richtung Stadt. Hinter ihm ging der Beschuldigte, der laut fluchte. Der Abstand betrug anfänglich ca. 15 m. Plötzlich rannte der Beschuldigte auf M._ zu und schrie ihn an, dass er ihn zusammenschlage. Dieser fragte jenen nach dem Warum. Der Beschuldigte wiederholte seine Drohung und zeigte seine Fäuste vor M._ Gesicht. Dieser, vom Beschuldigten in Angst und Schrecken versetzt, nahm seinerseits eine Abwehrstellung mit den Fäusten vor dem Körper ein und wiederholte seine Frage nach dem Warum. Der Beschuldigte zeigte keine grosse Reaktion. M._ entfernte sich in Richtung Stadt.
Plötztlich schrie der Beschuldigte M._ an und verlangte von ihm, hinter ihm zu gehen. M._ entgegnete, dass er dies nicht machen werde. Der Beschuldigte antwortete daraufhin, dass er ihn schlagen werde, falls er seiner Aufforderung nicht nachkomme. Aufgrund dieser Drohung liess M._ den Beschuldigten vorbei und lief mit einem Abstand von ca. 5 m hinterher. Plötzlich drehte sich der Beschuldigte um und forderte M._ auf, ihm die Hand zu geben. Nach dem Grund hierfür gefragt entgegnete der Beschuldigte, dass er sich entschuldigen wolle. M._ traute dem Beschuldigten nicht und weigerte sich, diesem die Hand zu geben. Der Beschuldigte schrie M._ an und forderte ihn auf, ihm die Hand zu geben. Andernfalls würde er ihn töten, er würde ihn kaputt machen. Seine Drohung verstärkte er mit dem Hinweis, eine Waffe zu haben, und fasste gleichzeitig hinter seinen Rücken, wie wenn er in der Hose eine Waffe versteckt gehabt hätte. Diese Geste machte M._ Angst und er gab dem Beschuldigten die Hand. Der Beschuldigte entschuldigte sich beim Opfer für sein Verhalten.
Am 22. Mai 2012 stellte M._ gegen X._ Strafantrag wegen Drohung / Nötigung.
1.3 Mehrfache Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG
1.3.1 In den letzten drei Jahren erwarb der Beschuldigte bis am 22. August 2011 in O.7_ von nicht namentlich bekannten Personen zu einem unbekannten Preis eine unbekannte Menge Benzodiazepine (Dormicum und Temesta) und konsumierte diese.
Anlässlich der Hausdurchsuchung vom 30. August 2011 in seiner Wohnung an der _strasse in O.7_ besass der Beschuldigte zum Eigenkonsum 6 Tabletten Temesta zu 2.5 mg.
In den letzten drei Jahren kaufte der Beschuldigte bis ca. Ende Februar 2011 beim Bahnhof _ in O.7_ eine unbekannte Menge Kokain und konsumierte dieses danach.
In den letzten drei Jahren kaufte der Beschuldigte bis zum 30. August 2011 auf der Gasse in O.7_ ca. 50 Gramm Marihuana für ca. CHF 500.00 und konsumierte dieses danach.
1.3.2 Am 14. Mai 2012 war der Beschuldigte im Besitz von 3 Gramm Marihuana, welches er in der _strasse in O.7_, Höhe Unterführung P._kreisel, anlässlich einer Personenkontrolle vor den
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Augen der Kantonspolizei Graubünden in einer Zigarettenschachtel verpackt hinter sich fallen liess.
1.3.3 Anlässlich einer Kontrolle stellte die Kantonspolizei Graubünden am 3. August 2012 auf dem Balkon der Wohnung des Beschuldigten im 2. Obergeschoss an der _strasse in O.8_ Hanfpflanzen fest, die der Beschuldigte zuvor für den Eigenkonsum angebaut hatte."
O. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur fand am 20. März 2014 statt. Die Schlussanträge der Parteien lauteten wie folgt:
Anträge Staatsanwaltschaft Graubünden:
"1. X._ sei
- des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB,
- der versuchten räuberischen Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 3 in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,
- der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB,
- der Nötigung gemäss Art. 181 StGB sowie
- der mehrfachen Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG
schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er zu verurteilen
- Zu einer Freiheitsstrafe von 16 Monaten.
- Zu einer Busse von CHF 400.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 4 Tagen.
3. Es sei eine ambulante Behandlung gemäss Art. 63 StGB anzuordnen.
4. Die beschlagnahmten Gegenstände: ein kleines schwarzes Sackmesser, sechs Tabletten Temesta 2.5 mg, 3 Gramm Marihuana sowie sieben Hanfpflanzen seien gerichtlich einzuziehen.
5. Kostenfolge sei die gesetzliche."
Anträge Beschuldigter:
"1. Der Angeklagte sei des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB, der versuchten räuberischen Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 3 StGB und der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.
2. Der Angeklagte sei vom Vorwurf der Nötigung zum Nachteil von M._ freizusprechen.
3. Die Verfahren gemäss Ziff. 1.3.1 der Anklageschrift seien infolge Verjährung einzustellen.
4. Der Angeklagte sei vom Vorwurf der mehrfachen Übertretung gegen das BetmG gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG gemäss Ziff. 1.3.2 und 1.3.3 der Anklageschrift freizusprechen.
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5. Eventualiter sei gemäss Art. 19a Abs. 2 sowie 19b BetmG von einer Bestrafung Umgang zu nehmen.
6. Der Angeklagte sei mit einer Geldstrafe zu bestrafen. Die Höhe und die Anzahl der Tagessätze wird dem Ermessen des Gerichts überlassen.
7. Es sei eine ambulante Massnahme gemäss Art. 63 StGB anzuordnen.
8. Eventualiter sei der Angeklagte mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bestrafen, wobei der Vollzug der Strafe mit einer Probezeit von 2 Jahren aufzuschieben ist.
9. Subeventualiter sei der Angeklagte mit einer teilbedingten Freiheitsstrafe von 6 Monaten bedingt und 6 Monaten unbedingt zu bestrafen, wobei der unbedingte Teil zugunsten einer ambulanten Massnahme aufzuschieben sei.
10. Subsubeventualiter sei eine unbedingte Freiheitsstrafe zugunsten einer ambulanten Massnahme aufzuschieben."
P. Gegen das am 20. März 2014 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete und am 21. März 2014 im Dispositiv mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Plessur meldete X._ mit Eingabe vom 25. März 2014 (Datum Poststempel) Berufung an, woraufhin das Bezirksgericht Plessur den Parteien am 3. Juli 2014 das schriftlich begründete Urteil mitteilte. Darin erkannte es wie folgt:
"1. X._ wird vom Vorwurf gemäss Ziffer 1.3.3 der Anklageschrift betreffend Hanfpflanzen freigesprochen.
2. X._ wird vom Vorwurf gemäss Ziffer 1.3.1 der Anklageschrift betreffend Marihuana freigesprochen.
3. Das Verfahren betreffend Ziffer 1.3.1 der Anklageschrift (Kokain) wird infolge Verjährung eingestellt.
4. X._ ist schuldig:
- des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 StGB,
- der versuchten räuberischen Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 3 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB,
- der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB,
- der Nötigung gemäss Art. 181 StGB sowie
- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.
5. a) Dafür wird X._ mit einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten und einer Busse von CHF 300.00 bestraft.
b) Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 3 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.
6. Es wird eine ambulante Behandlung gemäss Art. 63 StGB angeordnet.
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7. Die beschlagnahmten Gegenstände - ein kleines schwarzes Sackmesser, 6 Tabletten Temesta à je 2.5 mg, 3 Gramm Marihuana und 7 frische Hanfpflanzen - werden gestützt auf Art. 69 StGB gerichtlich eingezogen und sind zu vernichten.
8. Von der Teilanerkennung der Zivilklage von Y._ gegen X._ im Umfang von CHF 20.00 wird Vormerk genommen. Die Zivilklage kann folglich in diesem Umfang abgeschrieben werden. Bezüglich der Genugtuungsforderung wird die Klage mangels Bezifferung auf den Zivilweg verwiesen.
9. a) Die Kosten des Verfahrens von CHF 12'954.50 (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 9'354.50, Gerichtsgebühren CHF 3'600.00) gehen zu Lasten von X._.
b) Die Kosten des Strafvollzugs gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. X._ hat sich daran nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.
c) X._ schuldet dem Bezirksgericht Plessur folglich:
Busse CHF 300.00
Verfahrenskosten CHF 12'954.50
Total CHF 13'254.50
In Rechtskraft erwachsene Bussen und Verfahrenskosten sind dem Bezirksgericht Plessur innert 30 Tagen nach der Zustellung des Urteils mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
10. a) Die amtliche Verteidigung wird für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 6'161.40 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung geht zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht von X._ gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO.
b) X._ wird, sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben, gemäss Art. 135 Abs. 4 lit. b StPO verpflichtet, der amtlichen Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Verteidigung und dem vollen Honorar, mithin CHF 1'182.60, zu erstatten.
b) [recte: c)] [Rechtsmittel Entschädigungsentscheid]
11. a) Der amtliche Verteidiger meldete am 25. März 2014 beim Bezirksgericht Plessur die Berufung an.

## Considerations