# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 69151124-f5a8-560f-aa5f-79970bdab433
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. B._ ist Inhaber der Einzelfirma C._. Er ist zudem Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der D._ GmbH. A._ ist ihrerseits bei der erwähnten Einzelfirma angestellt und arbeitet zudem auch für die GmbH. Sie ist überdies Inhaberin der Einzelfirma E._. Die mit-einander verheirateten Steuerpflichtigen hatten trotz unterschiedlicher Wohnadressen im Jahr 2011 ihr gemeinsames (Haupt-)Steuerdomizil in F._ im Kanton Freiburg, wo sie ein Einfamilienhaus besitzen.
In der Steuererklärung, welche sie am 8. Dezember 2012 für die Steuerperiode 2011 einreichten, deklarierte der Steuerpflichtige ein Einkommen aus unselbstständiger Haupterwerbstätigkeit im Betrag von 41'148 Franken sowie einen Verlust aus selbstständiger Haupterwerbstätigkeit in der Höhe von 15'889 Franken. Die Steuerpflichtige ihrerseits deklarierte ein Einkommen aus unselbstständiger Haupterwerbstätigkeit im Betrag von 90'013 Franken, ein solches aus  Nebenerwerbstätigkeit im Betrag von 2'700 Franken sowie einen Verlust in der Höhe von 43'679 Franken aus selbstständiger Haupterwerbstätigkeit.
In der ordentlichen Veranlagung der direkten Bundessteuer und der Kantonssteuer 2011 vom 16. Mai 2013 bezifferte die Kantonale Steuerverwaltung das Einkommen aus der selbstständigen Haupterwerbstätigkeit des Steuerpflichtigen auf 89'812 Franken, indem sie Rückstellungen im Betrag von 83'321 Franken und eine Spende an die Rudolf Steiner Schule von 11'400 Franken nicht zum Abzug zuliess. Sie wies zudem darauf hin, dass der Ersatz der Waschmaschine im Betrag von 3'657 Franken und das Service-Abonnement für den Heizungsbrenner im Betrag von 404 Franken nicht abzugsfähig sind.
B. Die Steuerpflichtigen erhoben am 17. Juni 2013 Einsprache. Sie beantragten die Berücksichtigung der Rückstellungen in der Höhe von 83'321 Franken, der Spende an die Rudolf Steiner Schule in der Höhe von 11'400 Franken, der Kosten für den Ersatz der Waschmaschine zu 3'657 Franken, sowie des Service-Abonnements für den Heizungsbrenner zu 404 Franken. Sie machten geltend, sie hätten aufgrund der durch den Gesetzgeber und der FINMA vorgegebenen Änderungen für die Finanzbranche die wirtschaftlich erforderlichen Betriebsumstellungen umgesetzt. Die Kosten hätten sich über zwei Jahre verteilt, seien allerdings grösstenteils im Jahr 2012 angefallen, obwohl die Arbeiten mehrheitlich im Jahr 2011 stattgefunden hätten. Sie hätten daher die Kosten der Umstrukturierung auf die zwei Jahre aufgeteilt. Ihre Kinder gingen zwar in die Rudolf Steiner Schule, der geltend gemachte Abzug betreffe jedoch eine abzugsfähige Spende und kein Schulgeld. Die Waschmaschine gehöre zum Inventar des Hauses, so dass die Ersatzanschaffung abzugsfähig sei. Reparaturen am Heizungsbrenner seien abzugsfähig und da das Service-Abonnement die Kosten der anfallenden Reparaturen decke, müsse es ebenfalls zum Abzug zugelassen werden.
Mit Entscheid vom 29. August 2013 wies die Kantonale Steuerverwaltung die Einsprache ab. Sie hielt fest, dass zum Zweck künftiger aktivierungspflichtiger Anschaffungen oder zur Berücksichtigung von Aufwand und Risiken, die erst in künftigen Rechnungsperioden verursacht werden, Rückstellungen zu Lasten des Erfolgs nicht anerkannt würden. Die geltend gemachten Abzüge beträfen jedoch ausnahmslos Aufwendungen und Anschaffungen, die erst in den folgenden Jahren angefallen seien. In Bezug auf den beantragten Spendenabzug hielt die Kantonale Steuerverwaltung fest, dass der geltend gemachten Betrag als Schulgeld und nicht als
Kantonsgericht KG
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freiwillige Zuwendung zu betrachten sei, da die Kinder der Steuerpflichtigen die Rudolf Steiner Schule besuchen. Betreffend die weiteren Abzüge verwies sie schliesslich auf die anwendbaren Richtlinien für den Kostenabzug bei Privatliegenschaften.
C. Mit Eingabe vom 3. Oktober 2013 erheben die Steuerpflichtigen Beschwerde gegen den  vom 29. August 2013. Sie beantragen die Berücksichtigung der von ihnen geltend gemachten Abzüge unter Wiederholung der bereits bei der Vorinstanz erwähnten Argumente.
Der mit Verfügung vom 8. Oktober 2013 festgesetzte Kostenvorschuss von 1'000 Franken wurde am 7. November 2013 fristgerecht bezahlt.
Mit Eingabe vom 2. Dezember 2013 schliesst die Kantonale Steuerverwaltung auf Abweisung der Beschwerde unter Verweisung auf die im Einspracheentscheid erwähnten Ausführungen.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung reichte keine Vernehmlassung ein.
In ihren Gegenbemerkungen vom 10. März 2014 halten auch die Steuerpflichtigen an ihrem Standpunkt fest.

## Considerations

Die einzelnen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten sowie die weiteren Erwägungen des angefochtenen Entscheides werden, soweit wesentlich und notwendig, in den nachstehenden  dargelegt und gewürdigt.
Erwägungen