# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a41e31d6-9179-500d-8c4d-3ad467a14d06
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

I. Sachverhalt
1. Das Regierungsstatthalteramt Bern-Mittelland erteilte der D._ AG als
Grundeigentümerin der Liegenschaft B._strasse in Frauenkappelen
(Grundbuchblatt Nr. C._) mit Gesamtentscheid vom 27. September 2011 unter
anderem die Bewilligung für die Neugestaltung des Büro- und Empfangsbereichs sowie
von Fassadenänderungen. Der Amtsbericht des Amts für Berner Wirtschaft (beco) vom
29. Juni 2011 wurde zum Bestandteil der Bewilligung erklärt. Gemäss Baugesuch war
keine Nutzungsänderung vorgesehen, sondern es sollten wie bisher Revisionen und
Reparaturen aller Verbrennungsmotoren, allgemeine Reparaturarbeiten sowie Handel und
Detailverkauf von Motorenteilen und Motoren vorgenommen werden. Die Parzelle lag im
Zeitpunkt der Baueingabe in der Wohn- und Gewerbezone 2 (heute: Mischzone A) mit
RA Nr. 120/2017/12 2
Lärmempfindlichkeitsstufe ES III. Der Gesamtentscheid vom 27. September 2011 erwuchs
unangefochten in Rechtskraft.
Aufgrund von Lärmklagen aus der Nachbarschaft kurz nach Beginn der Betriebsaufnahme
nahm das beco am 22. November 2011 und am 21. Februar 2012 Schallpegelmessungen
vor und erstellte anschliessend den Fachbericht Immissionsschutz vom 29. Februar 2012.
Gestützt auf diesen Fachbericht erliess die Gemeinde am 7. Mai 2012 folgende Verfügung:
«1. Die D._ AG wird angewiesen, die Abluftanlagen für Abgase, welche bei Motoreneinstellarbeiten entstehen sowie für belastete Abluft, welche beim Waschen, Spritzen und sonstige Tätigkeiten entsteht, gemäss den Angaben im Baugesuch und den Vorgaben des Fachbericht beco vom 29. Juni 2011 innert zwei Monaten nach der Rechtskraft dieser Verfügung zu realisieren. Dies gilt insbesondere bei folgenden Quellen: - Raumabluft Waschraum auf der Westseite des Gebäudes; - am Auspuff gefasste Abgase im Waschraum auf der Westseite des Gebäudes; - Abluft Spritzraum; - die beim Laugenbad entstehenden Dämpfe via Aktivkohlefilter.
2. Die D._ AG wird angewiesen, im Waschraum an der westlichen Gebäudeseite nur mit geschlossenem Tor und nur während der akustischen Tageszeit (Montag bis Samstag: 07.00 bis 19.00 Uhr) Motoren zu waschen und zu testen.
3. Die D._ AG wird angewiesen, die erzeugten Lärmemissionen von Lüftungsanlagen, Prozessabluft, Kompressoren etc. innert zwei Monaten nach Rechtskraft dieser Verfügung soweit zu begrenzen, dass am Immissionsort die nachfolgenden Vorsorgewerte des beco nicht überschritten werden: Wohnzone, ES II Leq Dauerbetrieb, unkorrigiert Tag (07.00 - 19.00 Uhr) ≤ 43 dB(A)
Nacht (19.00 - 07.00 Uhr)≤ 33 dB(A)
Wohn- und Gewerbezone, ES III Leq Dauerbetrieb, unkorrigiert Tag (07.00 - 19.00 Uhr) ≤ 45 dB(A)
Nacht (19.00 - 07.00 Uhr)≤ 35 dB(A)
4. Die Baupolizeibehörde wird nach Ablauf der dafür gesetzten Frist die Einhaltung dieser Vorgaben mit nicht angekündigten Messungen unter Kostenfolge für die Baubewilligungsnehmerin überprüfen.
5. (Strafdrohung)
6. (Kosten)
7. (Rechtsmittelbelehrung)»
Gegen diese Verfügung reichte die D._ AG am 4. Juni 2012 Beschwerde bei der
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein.1 Sie beantragte die
1 Beschwerdeverfahren RA Nr. 120/2012/33
RA Nr. 120/2017/12 3
Änderung von Ziffer 2 dahingehend, dass das Waschen und Testen von Motoren im
Waschraum an der westlichen Gebäudeseite der Liegenschaft bei geschlossenem Tor in
Ausnahmefällen montags bis freitags von 06.00 bis 21.00 Uhr und samstags von 06.00 bis
19.00 Uhr gestattet werde. Die BVE beteiligte die heutige Beschwerdeführerin als
Hauptmieterin der Liegenschaft B._strasse und Verursacherin der Immissionen
von Amtes wegen am Verfahren. Mit Entscheid vom 31. August 2012 wies sie die
Beschwerde ab, soweit darauf eingetreten werden konnte. Zur Begründung führte sie im
Wesentlichen aus, die Beschränkung der Betriebszeiten auf die akustische Tageszeit
entspreche den von der Grundeigentümerin beantragten und mit Gesamtentscheid
bewilligten Betriebszeiten. Aus dem Fachbericht des beco ergebe sich, dass es sich beim
Waschen und Testen von Motoren um sehr lärmintensive Tätigkeiten handle. Die
Beschränkung der Betriebszeiten sei sowohl als vorsorgliche Massnahme als auch als
definitive Wiederherstellungsmassnahme zulässig. Eine Verlängerung der Betriebszeiten
sei eine baubewilligungspflichtige Nutzungsänderung. Das Rechtsbegehren gehe insoweit
über den Streitgegenstand des baupolizeilichen Verfahrens hinaus. Dieser Entscheid der
BVE erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Am 12. Dezember 2012 nahmen die
Gemeinde und das beco gemeinsam eine Bauabnahme vor. Die Besichtigung ergab unter
anderem, dass der Betrieb der Beschwerdeführerin bis auf die Abluftführung des
Laugenbades in Ordnung waren. Der neue Firmeninhaber der Beschwerdeführerin erklärte
sich bereit, diesen Mangel zu beheben.
2. Aufgrund von Reklamationen einer Nachbarin nahm die Gemeinde gemeinsam mit
dem beco und dem Amt für Wasser und Abfall (AWA) am 18. August 2015 eine Kontrolle
bei der Beschwerdeführerin vor. Diese erläuterte, dass auf dem strassenseitigen Platz
(Nordseite) circa einmal pro Woche ein Auto oder ein LKW während fünf bis zehn Minuten
bei laufendem Motor stehe. Circa einmal im Monat werde in der Waschanlage (Tor
Richtung Osten) ein Schiffsmotor geprüft. Die Prüfung erfolge bei geöffnetem Tor und
daure circa 20 Minuten. Anschliessend stehe der Motor während zwei bis drei Stunden und
werde dann noch einmal getestet. Auf der Südseite der Liegenschaft würden circa einmal
pro Woche Abgastests für Dieselfahrzeuge durchgeführt. Die Tests dauerten 10 bis 15
Minuten und würden ausschliesslich tagsüber durchgeführt. Das beco beurteilte den
dadurch verursachten Lärm in Bezug auf die Zeitdauer und die Tageszeiten als
unbedenklich. Lärmmessungen wären unverhältnismässig. Bezüglich Luftreinhaltung hielt
es fest, dass ein Ableiten der Abgase mit einem Schlauch ins Freie grundsätzlich möglich
RA Nr. 120/2017/12 4
sei. Optimaler wäre die Installation einer Absauganlage im Untergeschoss (südseitig) und
im Erdgeschoss (nordseitig). Dies werde aber nicht verlangt. Mit Schreiben vom 28.
September 2015 informierte die Gemeinde die Nachbarin über das Ergebnis der
Betriebskontrolle. Sie sehe sich gestützt darauf nicht veranlasst, weiterführende Auflagen
zu veranlassen.
3. Im Frühling und Sommer 2016 gingen erneut Reklamationen aus der Nachbarschaft
ein. Am 26. Mai 2016 beklagte sich die Nachbarin auf der Westseite des Betriebs.
Während ihrer Ferien habe sie festgestellt, dass sich die Beschwerdeführerin nicht an die
Vorgaben halte und weit mehr als die erlaubten fünf bis zehn Minuten "gäsele". Zudem
werde auch samstags gearbeitet und es würden bereits um 6 Uhr lärmige Arbeiten
ausgeführt. Am 11. und am 13. Juli 2016 führte die Gemeinde Gespräche mit den
betroffenen Nachbarn. Der Nachbarn, der auf der Südseite des Betriebs wohnt, teilte mit,
die Fenster könnten nicht mehr offen gehalten werden wegen des Lärms und des
Gestanks. Alle Abgase der Motorentests auf der Südseite würden in seine Wohnung
gelangen. Im Winter sei die Situation weniger schlimm, da Türen und Fenster auf beiden
Seiten mehrheitlich geschlossen seien. Der Lärm sei im Laufe der Jahre schlimmer
geworden. Am Anfang seien keine Motorräder revidiert worden. Autos und Motorräder
würden mehrmals pro Tag getestet. Gemäss Angaben der Nachbarin, die auf der
Westseite des Betriebs wohnt, habe der frühere Eigentümer auf Einwände der Nachbarn
reagiert und sich an die Vorgaben gehalten. Die Beschwerdeführerin halte die
Arbeitszeiten für lärmige Arbeiten nicht ein. Auch wenn das Tor der westseitigen
Waschanlage geschlossen sei, vibriere es in ihrer Liegenschaft, wenn die Anlage
(Hochdruckreiniger) laufe. Die Tore seien dünn. Daher sei die Lärmbelastung gross. Der
Waschraum auf der Nordseite dröhne weniger schlimm. Motoren würden zum Teil auch am
Samstag getestet. Es gebe starke Geruchsimmissionen vom Waschen und Testen der
Motoren. Seit die Beschwerdeführerin eingezogen sei, würden die Fenster eine starke
Verschmutzung aufweisen (ölige, schwarze Schicht). Im Frühling und im Sommer sei die
Belastung intensiver. Motoren würden täglich mehrmals getestet und laufen gelassen, nicht
nur einmal pro Woche.
Am 21. Juli 2016 besprach die Gemeinde mit dem beco das weitere Vorgehen. Mit
Schreiben vom 18. Oktober 2016 holte sie einen neuen Fachbericht ein. In seinem
Fachbericht vom 19. Dezember 2016 hielt das beco fest, dass es aufgrund der
RA Nr. 120/2017/12 5
Sachverhaltsfeststellungen am 18. August 2015 zur Ansicht gelangte, eine Absauganlage
sei eher unverhältnismässig. Auf Zusehen hin könne von den gesetzlichen Bestimmungen
abgewichen werden. Die Testphasen von Dieselmotoren auf der Südseite sowie das
Laufen lassen von Motoren auf dem Vorplatz sowie im Waschraum auf der Nordseite seien
nur von kurzer Dauer. Zudem würden diese tagsüber und nicht in der akustischen
Nachtzeit ausgeführt. Aus diesen Gründen sei es damals der Ansicht gewesen, dass eine
Überschreitung der geltenden Lärmgrenzwerte nicht zu erwarten sei. Da aber nun
Nachbarn durch Motorenabgase gestört würden, müssten die Abgase vorschriftsgemäss
erfasst und abgeleitet werden. Bezüglich des Lärms würden die Grenzwerte aufgrund der
kurzen Zeitdauer eingehalten. Wenn Motoren im Gebäudeinneren getestet würden,
müssten die Abgase gefasst und mit Hilfe einer Absauganlage über Dach geführt werden.
Somit könnten Türen und Tore geschlossen bleiben. Dies stelle eine wirksame
Lärmschutzmassnahme im Sinne der Vorsorge dar. Aufgrund dieser Beurteilung empfahl
das beco diese zwei Massnahmen.
Die Gemeinde teilte der Beschwerdeführerin und den Nachbarn mit, sie beabsichtige,
gestützt auf den Fachbericht des beco die nötigen baupolizeilichen Massnahmen zu
erlassen. Sie gab ihnen Gelegenheit zur Stellungnahme. Von dieser Möglichkeit machten
die Nachbarin und die Beschwerdeführerin Gebrauch. Die Beschwerdeführerin bestritt
insbesondere die Verhältnismässigkeit der Massnahmen. Am 10. Februar 2017 erliess die
Gemeinde in Ergänzung zum Gesamtentscheid vom 27. September 2011 und zur
baupolizeilichen Verfügung vom 7. Mai 2012 folgende Verfügung:
«Luftreinhaltung 1. Die bei Testläufen von Motoren entstehenden Abgase im südlichen Untergeschoss sowie
im nördlichen alten Waschraum [,] sind mit einer Absauganlage nach der Vollzugshilfe des Bundes «Mindesthöhe von Kaminen über Dach (Kamin Empfehlungen)» über Dach abzuleiten.
2. Das Durchführen von Abgastests ausserhalb des Gebäudes ist nicht erlaubt.
Lärm 3. Wenn Motoren im Gebäudeinnern in Betrieb genommen werden, müssen Türen und
Tore geschlossen bleiben. Der Gesamtbetrieb muss die Planungswerte einhalten, neue Einzelanlagen wie Lüftungsanlagen, Kamine, Kompressoren, Kälteanlagen etc. müssen die Vorsorgewerte einhalten.
4. (Strafdrohung)
5. (Kosten)
6. (Rechtsmittelbelehrung)»
RA Nr. 120/2017/12 6
Die Beschwerdeführerin wandte sich telefonisch an die Gemeinde und stellte eine
Beschwerde gegen diese Verfügung in Aussicht. Vorgängig wünschte sie aber ein
Gespräch. Auf Anraten der Gemeinde stellte sie am 15. Februar 2017 ein Gesuch um
Verlängerung der Beschwerdefrist bis 31. März 2017. Mit Schreiben vom 20. Februar 2017
entsprach die Gemeinde dem Gesuch.
4. Mit einem als "Einsprache Fachbericht Emissionsschutz" betitelten und an das beco
adressierten Schreiben vom 31. März 2017 teilte die Beschwerdeführerin mit, in ihren
Augen sei es aufgrund der Häufigkeit der Tests unverhältnismässig, mehrere
Abgasabsauganlagen zu installieren. Die Zahl der Abgastests werde sich in den nächsten
Jahren vermindern. Aus diesem Grund sei eine so grosse Investition für die kleine Anzahl
an durchgeführten Abgastest wirtschaftlich nicht tragbar. Es sei zwischendurch nötig, ein
Fahrzeug auf dem Vorplatz zu starten, um die nötigen Diagnosen oder Motorentests
durchzuführen. Einige Fehler, hauptsächlich bei Dieselfahrzeugen, könnten nur bei
entsprechender Umgebungstemperatur und Luftbedingungen diagnostiziert werden. Die
Fahrzeuge würden der Verordnung über die technischen Anforderungen an
Strassenfahrzeuge (VTS) entsprechen. Sie seien somit weder zu laut noch würden sie
übermässige Abgase verursachen. Die Beschwerdeführerin sei bemüht, die Lärm- und
Geruchsimmissionen so gering wie möglich zu halten. Es sei jedoch nicht in jedem Fall
möglich, die Abgase entsprechend zu sammeln und abzuleiten.
Mit Schreiben vom 3. April 2017 überwies das beco die Eingabe der Beschwerdeführerin
zuständigkeitshalber an die Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE).
Das Rechtsamt, das die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, gab der
Beschwerdeführerin Gelegenheit mitzuteilen, ob sie ihr Schreiben als Beschwerde
verstanden haben wolle. Wenn ja, habe sie ein rechtsgültig unterzeichnetes Exemplar ihrer
Eingabe einzureichen. Andernfalls gelte die Beschwerde als zurückgezogen. Mit der als
"Einsprache gegen die baupolizeiliche Verfügung" bezeichneten Eingabe vom 18. April
2017 reichte die Beschwerdeführerin eine rechtsgültig unterzeichnete Kopie ihrer Eingabe
ein. Gleichzeitig erhob sie Einsprache gegen die baupolizeiliche Verfügung der Gemeinde
vom 10. Februar 2017. Sie machte geltend, das Gewerbegebäude B._strasse sei
seit seiner Erstellung als Garagenbetrieb und zur Produktion von Fahrzeugteilen genutzt
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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worden. Es handle sich nicht um eine neue ortsfeste Anlage. Es würden seit jeher
Fahrzeugmotoren gebaut, unterhalten und getestet. Das Gebäude sei ursprünglich in einer
Gewerbezone erstellt worden. Die Umzonung in eine Wohn- und Gewerbezone sei später
erfolgt. Gemäss Fachbericht des beco würden die gesetzlichen Vorgaben betreffend
Lärmschutz eingehalten. Das gelte auch für die Luftreinhaltung. Ausser den beiden
Anwohnern würde sich niemand von den Immissionen belästigt fühlen. Beide seien
berufstätig. Die verfügten Massnahmen betreffend Lärm und Luftreinhaltung würden sich
wirtschaftlich nicht umsetzen lassen. Es würden keine amtlichen Messungen der Lärm- und
Abgasimmissionen vorliegen.
5. In ihrer Eingabe vom 3. Mai 2017 teilte die Gemeinde mit, sie habe ihren in der
Verfügung vom 10. Februar 2017 gemachten Erwägungen nichts hinzuzufügen.
In seiner Stellungnahme vom 11. Mai 2017 teilte das beco mit, der Beschwerdeführerin
seien Auflagen zur vorsorglichen Begrenzung der Emissionen durch Luftschadstoffe
auferlegt worden. Die Kamin-Empfehlungen seien im Kanton Bern verbindlich
anzuwenden. Die Behörde könne bei gewissen Anlagen Erleichterungen gewähren.
Übermässige Immissionen dürften jedoch nicht auftreten. Im vorliegenden Fall könne eine
Ausnahme nicht befürwortet werden. Das beco gehe davon aus, dass die verlangten
Lüftungsanlagen technisch und betrieblich machbar seien. Die Beschwerdeführerin zeige
auch nicht auf, welche konkreten wirtschaftlichen Einflüsse der Einbau von
Lüftungsanlagen mit gesetzeskonformen Kaminen auf das Unternehmen zur Folge hätte.
Die Anforderungen der Umweltschutzgesetzgebung müssten unabhängig von der
Nutzungszone vom Betrieb als Ganzes eingehalten werden. Es fehle eine nachvollziehbare
Begründung, warum gewisse Motorentests im Freien durchgeführt werden müssten. Es
liege im Ermessen der Beschwerdeführerin, ob sie die gesetzlichen Anforderungen mit
organisatorischen oder technischen Massnahmen erfüllen könne.
Die anzeigenden Nachbarn verzichten stillschweigend auf die Beteiligung im
Beschwerdeverfahren.
RA Nr. 120/2017/12 8
6. Das Rechtsamt gab den Verfahrensbeteiligten Gelegenheit, Schlussbemerkungen
einzureichen. Von dieser Möglichkeit machten sie keinen Gebrauch. Auf die Rechtschriften
und die Akten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Baupolizeiliche Verfügungen nach Art. 45 bis 48 BauG3 können innert 30 Tagen seit
Eröffnung mit Beschwerde bei der BVE angefochten werden (Art. 49 Abs. 1 BauG). Die
BVE ist daher für die Beurteilung der Beschwerde zuständig. Die Beschwerdeführerin ist
als Adressatin der angefochtenen Wiederherstellungsverfügung besonders berührt. Sie hat
ein schutzwürdiges Interesse an deren Änderung oder Aufhebung. Sie ist deshalb befugt,
Beschwerde zu führen (Art. 65 Abs. 1 VRPG4).
b) Die Rechtsmittelfrist beträgt 30 Tage (Art. 49 Abs. 1 BauG). Dabei handelt es sich um
eine gesetzliche Frist, die nicht erstreckt werden kann (Art. 43 Abs. 1 VRPG). Sie beginnt
am Tag nach der Zustellung der Verfügung zu laufen (Art. 41 Abs. 1 VRPG). Die
baupolizeiliche Verfügung vom 10. Februar 2017 wurde der Beschwerdeführerin gemäss
Sendeverfolgung am 13. Februar 2017 zugestellt. Die Beschwerdefrist begann somit am
14. Februar 2017 zu laufen und endete am 15. März 2017. Sowohl die an das beco
adressierte Einsprache gegen den Fachbericht Emissionsschutz vom 31. März 2017 als
auch die an die BVE adressierte Einsprache gegen die baupolizeiliche Verfügung der
Gemeinde vom 18. April 2017 sind somit verspätet eingereicht worden.
Der in Art. 5 Abs. 3 und 9 BV5 verankerte Grundsatz von Treu und Glauben verleiht einer
Person Anspruch auf Schutz des Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder sonstiges
behördliches Verhalten, auf das sie berechtigterweise vertrauen durfte, sofern sie gestützt
darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie nicht mehr rückgängig machen
kann.6 Es ist grundsätzlich möglich, dass sich in Anwendung des verfassungsmässigen
3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0) 4 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 5 Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (BV; SR 101) 6 BGE 137 I 69 E. 2.5.1; 131 II 627 E. 6.1; 129 I 161 E. 4.1
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Anspruchs auf Vertrauensschutz eine gesetzliche Frist aufgrund einer unrichtigen Auskunft
verlängert.7 Es ist aktenkundig, dass der Vorschlag, die Beschwerdefrist auf Gesuch hin zu
verlängern, von der Gemeinde stammte. Die Beschwerdeführerin stellte daraufhin am
15. Februar 2017 ein Gesuch um Fristverlängerung der Beschwerdemöglichkeit zwecks
persönlichen Gesprächs. Mit Schreiben vom 20. Februar 2017 entsprach die Gemeinde
dem Gesuch und verlängerte die Frist zur Einreichung einer Beschwerde bis zum 31. März
2017. Die Fristverlängerung stammt von der gleichen Behörde, die die angefochtene
Verfügung erlassen hat. Die Beschwerdeführerin konnte als juristischer Laie die
Unzuständigkeit der Gemeinde und die Unrichtigkeit der Auskunft nicht ohne weiteres
erkennen. Im Vertrauen auf die Richtigkeit der Auskunft reichte sie ihre (erste) Eingabe erst
am 31. März 2017 ein. Aus dem verfassungsrechtlichen Vertrauensschutz ergibt sich
somit, dass diese Eingabe als rechtzeitig eingereicht angesehen werden musste.
Demgegenüber ist die an die BVE adressierte Eingabe vom 18. April 2017 verspätet.
c) Parteieingaben müssen gemäss Art. 32 Abs. 2 VRPG bestimmten
Mindestanforderungen an die Form genügen. Antrag, Begründung und Unterschrift
gehören zu den eigentlichen Gültigkeits- und Prozessvoraussetzungen. Die mangelhafte
Unterschrift wurde innert der Nachfrist verbessert (Art. 33 Abs. 2 VRPG). Parteieingaben
sind nach ihrem erkennbaren, wirklichen Sinn auszulegen. Die unrichtige Bezeichnung
einer Eingabe schadet nicht.8 Der Antrag sollte so präzis gefasst sein, dass er unverändert
ins Entscheiddispositiv übernommen werden kann. Die Praxis ist jedoch namentlich bei
Laieneingaben nicht streng. Dem Antragserfordernis ist bereits Genüge getan, wenn sich
aus dem Zusammenhang und unter Zuhilfenahme der Begründung sinngemäss ergibt, was
verlangt wird.9 An die Begründung einer Laienbeschwerde werden praxisgemäss ebenfalls
keine hohen Anforderungen gestellt. Es reicht aus, wenn aus der Rechtsschrift ersichtlich
ist, inwiefern und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird. Die Begründung
muss sich allerdings wenigstens in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid
auseinandersetzen und sinngemäss darauf schliessen lassen, inwieweit dieser unrichtig
sein soll. Es muss sinngemäss erkennbar sein, welche Rechtsnorm oder Grundsätze der
Ermessungsausübung nach Auffassung der opponierenden Partei verletzt oder inwiefern
Sachverhaltselemente unrichtig oder unvollständig festgestellt worden sind10.
7 BGE 115 Ia 12 E. 4 8 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 11 9 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 32 N. 13 10 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 32 N. 15
RA Nr. 120/2017/12 10
Inhaltlich richtet sich die gegen den Fachbericht des beco erhobene Einsprache vom
31. März 2017 gegen die baupolizeiliche Verfügung der Gemeinde. Die
Beschwerdeführerin wendet sich einzig gegen die in den Ziffern 1 und 2 der angefochtenen
Verfügung geregelten Massnahmen betreffend Luftreinhaltung und beantragt sinngemäss
deren Aufhebung. Sie macht geltend, diese seien wirtschaftlich nicht tragbar bzw.
technisch nicht möglich. Die Begründung setzt sich somit in für Laieneingaben
hinreichender Form mit der angefochtenen Verfügung auseinander. Soweit sich die
Beschwerde gegen die Ziffern 1 und 2 richtet, kann darauf eingetreten werden. Die
verspätet eingereichte Eingabe vom 18. April 2017 kann lediglich insoweit berücksichtig
werden, als sie sich innerhalb des mit der Eingabe vom 31. März 2017 festgelegten
Streitgegenstand bewegt. Soweit sie darüber hinausgeht und die Aufhebung der
angefochtenen Verfügung als Ganzes verlangt, kann nicht darauf eingetreten werden.
2. Massnahmen zur Luftreinhaltung
a) Das Umweltschutzgesetz soll unter anderem Menschen gegen schädliche oder
lästige Einwirkungen schützen (Art. 1 Abs. 1 USG11). Zu diesen Einwirkungen gehören
Luftverunreinigungen. Dabei handelt es sich um Veränderungen des natürlichen Zustands
der Luft, namentlich durch Geruch (Art. 7 Abs. 3 USG). Wie andere Einwirkungen werden
Luftverunreinigungen durch Massnahmen bei der Quelle begrenzt
(Emissionsbegrenzungen; Art. 11 Abs. 1 USG). In einer ersten Stufe sind sie im Rahmen
der Vorsorge unabhängig von der bestehenden Umweltbelastung so weit zu begrenzen,
als dies technisch und betrieblich möglich und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 11 Abs. 2
USG; Art. 3 f., Art. 6 und 7 LRV12). Solche Massnahmen haben die Vollzugsbehörden
unabhängig von konkreten Gefahren, Schäden oder bestehenden Umweltbelastungen
anzuordnen. Anders als die Beschwerdeführerin meint, sind deshalb keine Messungen der
Immissionen erforderlich, die die Beanstandungen der Nachbarn beweisen würden. Wenn
feststeht oder zu erwarten ist, dass die Einwirkungen unter Berücksichtigung der
bestehenden Umweltbelastung schädlich oder lästig werden, sind die
Emissionsbegrenzungen gemäss Art. 11 Abs. 3 USG in einer zweiten Stufe zu
verschärfen.
11 Bundesgesetz vom 7. Oktober 1983 über den Umweltschutz (Umweltschutzgesetz, USG; SR 814.01) 12 Luftreinhalte-Verordnung des Bundesrates vom 16. Dezember 1985 (LRV; SR 814.318.142.1)
RA Nr. 120/2017/12 11
b) Beim Betrieb der Beschwerdeführerin handelt es sich um eine Anlage im Sinne von
Art. 7 Abs. 7 USG. Umstritten ist, ob es sich um eine neue oder eine alte Anlage handelt.
Neue stationäre Anlagen sind zunächst alle Anlagen, die bei Inkrafttreten der LRV am
1. März 1986 noch nicht bestanden haben bzw. für die noch keine rechtskräftige
Bewilligung oder Plangenehmigung erteilt wurde (Art. 42 Abs. 1 LRV). Als neue Anlagen
gelten auch Anlagen, die umgebaut, erweitert oder instand gestellt werden, wenn dadurch
höhere oder andere Emissionen zu erwarten sind oder mehr als die Hälfte der Kosten
aufgewendet wird, die eine neue Anlage verursachen würde (Art. 2 Abs. 4 LRV). Es spielt
deshalb keine Rolle, dass das Gewerbegebäude B._strasse ursprünglich in einer
Gewerbezone erstellt worden ist und seither als Garagenbetrieb sowie zur Produktion von
Fahrzeugteilen genutzt wurde. Wesentlich ist, dass die Beschwerdeführerin ihren Betrieb
erst 2011 an die B._strasse verlegt hat und dass damit nicht nur Umbauten,
sondern auch Nutzungsänderungen verbunden waren, die zu zusätzlichen Emissionen
geführt haben. Das beco und die Vorinstanz sind deshalb zu Recht von einer Neuanlage
ausgegangen. Im Übrigen gelten Emissionsbegrenzungen nach Art. 11 USG sowohl für
neue wie auch für bestehende Anlagen. Art. 16 Abs. 1 USG geht vom Grundsatz der
Gleichbehandlung von alten und neuen Anlagen aus und räumt damit grundsätzlich den
Anliegen des Umweltschutzes, zu denen auch eine konsequente Anwendung des
Vorsorgeprinzips gehört, Vorrang ein.13 Deshalb gelten gemäss Art. 7 LRV die
Bestimmungen über die vorsorgliche Emissionsbegrenzung bei neuen stationären Anlagen
in den Art. 3, 4 und 6 LRV auch für bestehende stationäre Anlagen.
c) Die möglichen Massnahmen zur Emissionsbegrenzung sind in Art. 12 Abs. 1 USG
aufgelistet. Im Bereich der Luftreinhaltung ist Art. 6 Abs. 1 LRV massbebend. Danach sind
Emissionen möglichst nahe am Ort ihrer Entstehung möglichst vollständig zu erfassen und
so abzuleiten, dass keine übermässigen Immissionen entstehen. Sie müssen in der Regel
durch Kamine oder Abluftkanäle über Dach ausgestossen werden (Art. 6 Abs. 2 LRV).
Soweit die LRV die Mindesthöhe von Kaminen nicht festlegt, sind die Empfehlungen des
Bundes (Empfehlungen über die Mindesthöhe von Kaminen über Dach, Version 2013)
verbindlich (Art. 89 Abs. 3 BauV14). Gemäss Ziff. 2.4 dieser Empfehlungen kann die
Behörde Ausnahmen gewähren bei Backöfen, Grillanlagen und Pizzaöfen im
Aussenbereich, soweit sie nicht gewerblich genutzt werden, bei unter Denkmalschutz
stehenden Gebäuden, soweit es den Gesundheitsschutz gewährleistet, sowie bei
13 131 II 103 E. 2.1.2 mit weiteren Hinweisen 14 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1)
RA Nr. 120/2017/12 12
freistehenden Gebäuden in der Landwirtschaftszone. Diese Voraussetzungen sind im
vorliegenden Fall unbestritten nicht erfüllt. Es gibt deshalb keinen Grund, von der Regel
abzuweichen, wonach die Emissionen über Dach ausgestossen werden müssen. Es ist
auch unbestritten, dass Abgasabsauganlagen eine technisch und betrieblich mögliche
Massnahmen zur Emissionsbegrenzung sind (vgl. dazu Art. 4 Abs. 2 LRV). Für die
Beurteilung der wirtschaftlichen Tragbarkeit von Emissionsbegrenzungen ist auf einen
mittleren und wirtschaftlich gesunden Betrieb der betreffenden Branche abzustellen. Gibt
es in einer Branche sehr unterschiedliche Klassen von Betriebsgrössen, so ist von einem
mittleren Betrieb der entsprechenden Klasse auszugehen (Art. 4 Abs. 3 LRV). Die
Beschwerdeführerin macht in diesem Zusammenhang lediglich geltend, die Investition für
eine Abgasabsauganlage sei aufgrund der kleinen, eher sinkenden Anzahl an Abgastests
unverhältnismässig und wirtschaftlich nicht tragbar. Sie begründet dies jedoch nicht näher
und macht insbesondere keine Angaben zur Höhe der Investition. Das Einrichten von
Abgasabsauganlagen wird zudem nicht nur wegen der Abgastests sondern vor allem
wegen der Testläufe von Motoren im südlichen Untergeschoss und im nördlichen alten
Waschraum verlangt, deren Anzahl nicht zurückgehen wird. Allein aufgrund des Umstands,
dass die Beschwerdeführerin möglicherweise in Zukunft weniger Abgastest durchführen
wird, ist nicht nachvollziehbar, warum die Abgasabsauganlagen für einen vergleichbaren,
wirtschaftlich gesunden Betrieb wirtschaftlich nicht tragbar sein sollen. Die BVE hat
deshalb keinen Anlass, von der Beurteilung des beco als Fachbehörde abzuweichen,
wonach die geforderten Lüftungsanlagen technisch und betrieblich machbar sowie
wirtschaftlich tragbar sind. Im Übrigen ist die Beschwerdeführerin bereits gemäss den
rechtskräftigen Auflagen zum Gesamtentscheid betreffend Sicherheit und Gesundheit am
Arbeitsplatz verpflichtet, Luft, die in belästigender, gesundheitsgefährdender, brand- oder
explosionsgefährlicher Weise verunreinigt wird, so nahe als möglich an der Stelle, an der
sie verunreinigt wird, abzutrennen.15 Auch die ebenfalls in Rechtskraft erwachsene Ziff. 1
der baupolizeilichen Verfügung vom 7. Mai 2012 verlangt die Installation von Abluftanlagen
für Abgase und belastete Abluft, insbesondere (aber nicht nur) im Waschraum auf der
Westseite. Die Beschwerde gegen Ziff. 1 der angefochtenen Verfügung ist deshalb
unbegründet.
d) Das Verbot, Abgastests ausserhalb des Gebäudes durchzuführen, dient im Rahmen
der Vorsorge nicht nur der Luftreinhaltung, sondern auch dem Lärmschutz. Es stellt eine
betriebliche Massnahme im Sinn von Art. 12 Abs. 1 Bst. c USG dar. Es entspricht zudem
15 Vgl. dazu Amtsbericht des beco vom 29. Juni 2011, Auflage Ziff. 14, Vorakten pag. 12 ff.
RA Nr. 120/2017/12 13
Art. 2 Abs. 1 LHG16, wonach Tätigkeiten im Freien weder schädliche noch lästige
Luftverunreinigungen verursachen dürfen. Im Übrigen enthält auch Art. 42 Abs. 1 SVG17
die Verpflichtung, jede vermeidbare Belästigung von Strassenbenützern und Anwohnern,
namentlich durch Lärm, Staub, Rauch und Geruch, zu unterlassen. Die
Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass es grundsätzlich möglich ist, Abgastests im
Gebäudeinnern durchzuführen. Sie macht einzig geltend, dass es zwischendurch nötig sei,
ein Fahrzeug auf dem Vorplatz zu starten. Insbesondere bei Dieselfahrzeugen könnten
einige Fehler nur bei entsprechender Umgebungstemperatur und Luftbedingungen
diagnostiziert werden. Wie das beco festhält, fehlt jedoch eine nachvollziehbare
Begründung dafür, warum gewisse Motorentests im Freien durchgeführt werden müssen.
Mit dem beco als Fachbehörde ist festzuhalten, dass es Sache der Beschwerdeführerin ist
zu prüfen, ob die gesetzlichen Anforderungen mit organisatorischen oder technischen
Massnahmen erfüllt werden können. Insbesondere erscheint es als möglich und zumutbar,
die fraglichen Fahrzeuge nicht auf dem Vorplatz, sondern auf einer Probefahrt auf
Betriebstemperatur zu bringen und anschliessend die erforderlichen Diagnosen im
Gebäudeinneren durchzuführen. Die Beschwerde gegen Ziff. 2 der angefochtenen
Verfügung ist deshalb unbegründet.
3. Kosten
a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt die Beschwerdeführerin. Sie hat
deshalb die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt
auf eine Pauschalgebühr von Fr. 800.00 (Art. 103 VRPG in Verbindung mit Art. 19 GebV18).
b) Parteikosten sind keine zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 104
VRPG)