# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3ae07423-b40a-5e58-b427-c32b855c6942
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
De
r
1970 geborene
X._
,
zuletzt als Betriebsmitarbeiter
bei der
Y._
tätig
(
Be
- und Entladen der Flugzeuge;
Urk. 6/166),
erlitt
am 20. Oktober 2007
einen
Arbeitsunfall, bei welchem er
sich einen Trüm
merbruc
h am linken Fuss zuzog (Urk. 6/5/1
)
. Am
25. September 2009
sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
dem Versicherten
vom 1. Oktober 2008 bis 31. Mai 2009
eine ganze Rente (Invaliditätsgrad: 100 %)
zu
(Urk. 6/77).
A
m
6
. November 2009
meldete sich der Versicherte
unter Hinweis
auf eine am 24. August 2009 erlittene
Hirnblutung
sowie auf Kopfschmerzen, Konzentrati
onsstörungen und eine diskrete Gangunsicherheit erneut bei der Invalidenversi
cherung an (Urk. 6/87
, Urk. 6/93/1-2
).
Mit Verfügung vom 17. Mai 2013
(Urk. 6/159)
verneinte die IV-Stelle
bei einem
Invaliditätsgrad von 22 % einen
Leistungsanspruch.
Am 11. Februar 2018 kontaktierte der Versicherte die IV-Stelle zwecks Bespre
chung seiner beruflichen Situation (Urk. 6/160). Mit Mitteilung vom 12. Juni 2018 (Urk. 6/165) informierte die IV-Stelle den Versicherten darüber, dass sie
ihm
vom 25. April bis 24. September 2018
Beratung und Unterstützung bei der Stel
lensuche durch
das
Z._
in
A._
gewähre.
Diese Massnahme wurde
am 2. Oktober 2018 bis 31. Oktober 2018
verlängert
(Urk. 6/170).
Am 20. November 2018 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass sie
die
Kosten
eines Arbeitstrainings (Einsatzbetrieb:
B._
)
durch
das
Z._
übernehme
(Urk. 6/173).
Mit
Mitteilung
en
vom
7.
und 11.
Februar 2019 (Urk.
6
/
180-181
)
informierte die IV-Stelle den Versicherten über die Wahrnehmung der Mitwirkungspflicht im Rahmen
der beruflichen Mass
nahmen und hielt ihn unter anderem
zur aktiven
und konstruktiven Mitarbeit
– inklusive
Vorlage von
acht
Bewerbungen pro Monat -
beim Finden einer Festan
stellung an
.
Am 7. März 2019 teilte die
IV-Stelle dem Versicherten mit, dass die Arbeitsvermittlung vorzeitig beendet und der Arbeitsversuch per 15. März 2019 abgebrochen w
erde, da er seiner Mitwirkungspflicht betreffend die Vorlage von Bewerbungen nicht nachgekommen sei (Urk. 6/190).
Mit Vorbescheid vom 4. April 2019 (Urk. 6/197) stellte die IV-Stelle
die Einstellung
der beruflichen Massnahmen
per 15. März 2019
in Aussicht
, wogegen
der Versicherte am 18. April 2019 Einwand (Urk. 6/199) erhob.
Am 15. Juli 2019
stellte
die IV-Stelle die
beruflichen Massnahmen per 15. März 2019 ein
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte
am 9. August 2019 Beschwerde (Urk. 1)
und beantragte die Aufhebung der Verfügung vom
15. Juli 201
9.
Am 21. Oktober 2019
machte er eine weitere
Eingabe (Urk. 4).
Mit Beschwerdeantwort vom 29. Oktober 2019 (Urk. 5) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Seitens des Beschwerdeführers ist innert Frist keine Replik einge
gangen (Urk. 7-8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8
Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (
lit
. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung (
lit
.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
1.2
Arbeitsunfähige (
Art.
6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben gemäss
Art.
18
Abs.
1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b). Die IV-Stelle ver
anlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (
Abs.
2).
1.3
Als erste dieser Anspruchsvoraussetzungen genügt der Eintritt einer (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit, welche sich nicht bereits zu einer Erwerbsunfähigkeit oder gar einer Invalidität verdichtet haben muss. Die Arbeitsunfähigkeit muss so beschaffen
sein, dass sie die versicherte Person bei der Arbeitssuche erheblich behindert. Zwischen dem Gesundheitsschaden und der Notwendigkeit der Arbeitsvermittlung muss demnach ein Kausalzusammenhang bestehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_966/2011 vom 4. Mai 2012 E. 3.2 mit Hinweisen, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_142/2015 vom 5. Juni 2015 E. 4.3).
1.4
Weiter muss eine Eingliederungsfähigkeit bestehen, es braucht demnach die objektive Möglichkeit und die subjektive Bereitschaft der versicherten Person
,
von einem durchschnittlichen Arbeitgeber angestellt zu werden. Vorausgesetzt ist immer der Eingliederungswille der versicherten Person, das heisst ihre Bereit
schaft und das entsprechende Verhalten, arbeiten zu wollen. Erschwert oder ver
unmöglicht die versicherte Person die Eingliederung, kann diese eingestellt wer
den. Dies ist etwa der Fall, wenn die versicherte Person das Ergebnis der Vermitt
lung aus eigenem Verschulden vereitelt,
ihre
Arbeitssuche zu passiv angeht oder überhaupt kein Interesse an der Vermittlung zeigt (Meyer
U.
/
Reichmuth
M.
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, N 5 und 8 zu Art. 18 IVG). Nach der Rechtsprechung ist nur dann von fehlendem Einglie
derungswillen
beziehungsweise
fehlender subjektiver Eingliederungsfähigkeit auszugehen, wenn er mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit feststeht. Dabei sind insbesondere die gegenüber der Verwaltung und den medi
zinischen Experten gemachten Aussagen betreffend Krankheitsüberzeugung
res
pektive
Arbeitsmotivation zu berücksichtigen. Ebenfalls von Belang sein können die im
Vorbescheidverfahren
und vor kantonalem Versicherungsgericht gemach
ten Ausführungen
beziehungsweise
gestellten Anträge (Urteil des Bundesgerichts 9C_231/2015 vom 7. September 2015 E. 4.2).
Fehlt es am Eingliederungswillen respektive der subjektiven Eingliederungsfähig
keit, so entfällt der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen ohne Weiteres (das heisst, ohne dass zunächst ein Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
durchzuführen ist [vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_19/2016 vom 4. April 2016 E. 5.2.3]). Geht es jedoch um die Einstellung einmal zugesprochener beruflicher Eingliederungs
massnahmen aufgrund fehlender subjektiver Eingliederungsbereitschaft, ist diese zwingend erst nach Durchführung eines Mahn- und
Bedenkzeitverfahrens
anzu
ordnen (Urteil des Bundesgerichts 9C_783/2015 vom
7.
April 2016 E. 4.8.2
mit Hinweisen
; Urteil des Bundesgerichts 9C_765/2013 vom 21. Januar 2014 E. 3.4
mit Hinweisen
). Im Rahmen des Mahn- und
Bedenkzeitverfahrens
ist der versi
cherten Person unter substantiierter
Bezugnahme auf das von ihr geforderte Ver
halten schriftlich mitzuteilen, welche Folgen ihre Widersetzlichkeit nach sich zie
hen kann, und sie ist aufzufordern, ihrer Schadenminderungspflicht nachzukom
men (
Kieser
U.
, ATSG-Kommentar, 3. Auflage
2015, Art. 21 N 133 ff. mit Hin
weisen
).
1.5
Solange die materiellen Voraussetzungen erfüllt sind, ist der Anspruch auf Arbeitsvermittlung grundsätzlich in zeitlicher Hinsicht nicht begrenzt, sondern besteht bis zur erfolgreichen Eingliederung. Er wird indessen nach Massgabe des Verhältnismässigkeitsprinzips begrenzt. Der Verhältnismässigkeitsgrundsatz ist in Form des angemessenen Mitteleinsatzes wegleitend für die Frage, wie lange der Anspruch auf Arbeitsvermittlung dauert, und zwar grundsätzlich so lange, wie der Versicherte nicht platziert und eingegliedert ist (Urteil des Bundesgericht
s
8C_19/2011 vom 9. Juni 2011 E. 2.2 mit Hinweisen).
Die Arbeitsvermittlung ist aber nur solange zu erbringen, als der dafür notwendige Aufwand nicht unver
hältnismässig ist. Die Gewährung der Arbeitsvermittlung wird dann unverhält
nismässig, wenn von weiteren Bemühungen der Verwaltung keinerlei Erfolg mehr erwartet werden kann, obwohl sich die IV-Stelle vorher intensiv bemüht hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_16/2008 vom 2. September 2008 E. 3.1 mit Hin
weisen)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung vom 15. Juli 2019 (Urk. 2) damit, dass vom Beschwerdeführer keine relevanten Gründe
genannt
worden seien, weshalb er ihren Forderungen im Schreiben betreffend Wahrnehmung der Mitwirkungspflicht vom 11. Februar 2019 nicht nachgekom
men sei
. Insbesondere habe er die Nichteinhaltung der aktiven und konstruktiven Mitwirkung beim Finden einer Festanstellung nicht begr
ündet und bis zum Zeit
punkt des angefochtenen Entscheids
keine Bewerbungen im Rahmen eines schriftlichen Stellennachweises vorgelegt (S. 1).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1),
die Kundenberaterin der Beschwerdegegnerin könne offenbar nicht nachvollziehen
, dass er aufgrund der Hirnblutung nicht mehr voll belastbar sei und sich Sachen nicht mehr merken könne und/oder vergesse. Er habe Konzentrationsprobleme und es sei ihm oft schwindlig. In seiner Eingabe vom 21. Oktober 2019 (Urk. 4) präzisierte er, dass ihm das System zur Arbeitsintegration nie richtig erklärt wor
den sei
und
er
gesundheitshalber
im
Roomservice
respektive als Zimmermädchen
nicht
habe arbeiten
können
.
Er habe zudem die Beschwerdegegnerin um einen anderen Kundenberater gebe
te
n,
wobei
seinem
Wunsch nicht nachgekommen worden sei.
Im Zusammenhang mit der
Aufforderung
der Beschwerdegegnerin
,
wonach
er sich auf acht Stellen bewerben müsse,
hielt
er Folgendes fest: Er habe keine Ahnung gehabt
, wie er dies angehen müsse und
habe
weder von der Beschwerdegegnerin noch vom
Z._
Unterstützung erhalten
. Er sei davon ausgegangen, dass er sich nur auf Stellen bewerben könne, welche für ihn passten
, wobei die ausgeschriebenen Stellen für qualifizierte und jüngere Ange
stellte
gewesen
seien. Er
habe trotz intensiver Suche nichts gefunden und
nicht gewusst, dass er sich
ohne Aussicht auf Anstellung
e
infach irgendwo bewerben könne,
nur um acht Bewerbungen vorweisen zu können.
3.
3.1
In dem
im
Zusammenhang mit der Verfügung vom 17. Mai 2013 (Urk. 6/159)
seitens der Beschwerdegegnerin
eingeholten
poly
disziplinären Gutachten der
C._
vom 17. Dezember 2012 (Urk. 6/151/1-77) wurde als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit Restbewegungs-, Belastungs- und zeitweise Ruheschmerzen im Bereich des proximalen und dista
len Mittelfusses, plantar am Grundgelenk
Digitus
V am linken Fuss bei Status nach Osteosynthese einer Luxationsfraktur im
Chopart
- und
Lisfranc
-Gelenk bei einem Überrolltrauma am 20. Oktober 2007 gestellt
. Als Diagnosen ohne Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit wurden ein chronischer Spannungskopfschmerz,
eine
leichte Sensibilitätsstörung am linken Fussrücken ohne funktionelle Rele
vanz, eine leichte depressive Episode
ohne somatisches Syndrom,
eine chronische Prostatitis
sowie der Status nach
präpontiner
Subarachnoidalblutung
am 24. August 2009 ohne Nachweis einer Blutungsquelle, MR-tomographisch mit vollständiger Resorption und ohne Nachweis von strukturellen
intracraniellen
Schädigungen
genannt (S. 64).
Die Gutachter attestierten
in der angestammten Tätigkeit als Gepäcktransporte
u
r eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit respektive
in
einer
Verweistätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 100 %
.
Im Zusammenhang mit dem
Belastungsprofil wurde eine weitgehend sitzend ausgeübte Tätigkeit ohne lange Wegstrecken, ohne repetitives Begehen von Treppen/Leitern, ohne
wieder
holtes
Benutzen eines Pedals
respektive ohne Zwangsstellungen mit dem linken Fuss und
ohne Umlagern von Gewichten im Bereich von 15 bis 20 kg
über län
gere Gehstrecken
genannt
(S. 41, S. 75)
.
Gemäss den Angaben des Beschwerde
führers
vom
Februar 2016
(Urk. 6/162)
blieb
sein
Gesundheitszustand seit der Ver
fügung im Jahr 2013 unverändert
.
3.2
3.2.1
Ab April 2018 wurde zusammen mit dem
Z._
und dem Beschwerde
führer dessen berufliche Ei
ngliederung geplant (Urk. 6/165
)
, wobei in der
vom Beschwerdeführer unterzeichneten
Zielvereinbarung vom 12. Juni 2018 (Urk. 6/168)
insbesondere
seine
aktive Mitarbeit
beim Finden eines passenden Trainingsplatzes im ersten Arbeitsmarkt aufgeführt wurde.
Im Protokoll
über
das Gespräch mit dem Beschwerdeführer und dem
Z._
vom 19. September 2018 (Urk. 6/172/4) wurde seitens der Beschwerdegeg
nerin festgehalten, dass bis anhin kein passender Trainingsplatz habe gefunden werden können. Dies habe gemäss den Angaben vom
Z._
damit zu tun, dass – obschon
es
mit sechs Arbeitgebern habe Kontakt herstellen können – der Beschwerdeführer die potentiellen Tätigkeiten abgelehnt habe oder für ein Vorstellungsgespräch nicht erreichbar gewesen sei
(vgl. Urk. 6/172/3, Urk. 6/171)
.
Im Weiteren habe
er
kaum eigene Bemühungen vorlegen können
und habe dem
Z._
einzig eine Kontaktp
erson beim Flughafen gemel
det
. Zudem sei nicht klar, welche Tätigkeiten oder Unternehmen den Beschwer
deführer interessierten.
Die Beschwerdegegnerin hielt weiter fest, dass
die Ein
gliederungsberatung
im Sinne einer letzten Chance
um einen Monat verlängert
werde
, wobei der Beschwerdeführer
dem
Z._
in dieser Zeit
fünf potentielle Arbeitgeber zu melden habe, bei denen er sich ein Arbeitstraining vorstellen könne. Der Beschwerdeführer habe zugesichert, dies zu tun. Sollte dies wiederum nicht erfolgen, so werde die Eingliederungsberatung beendet.
3.2.2
Am
2. Oktober 2018
teilte
die Beschwerdegegnerin de
m
Beschwerdeführer
schriftlich
mit
, dass er dem
Z._
wöchentlich fünf potentie
lle Arbeit
geber zu melden habe,
wobei das Internet zu konsultieren, Rundgänge in Gewerbe- oder Industriequartiere
n
zu machen und Stelleninserate zu lesen seien
(Urk. 6/170)
.
Im Protokoll betreffend das Gespräch mit dem Beschwerdeführer und dem
Z._
vom 6. Februar 2019 (Urk. 6/191
/
3-4)
führte die Beschwerdegegnerin aus
, de
r
Beschwerdeführer
sei
darauf hingewiesen
worden
, dass er aktiv bei der
Stellensuche mitarbeiten müsse
, was er
bis anhin nicht oder nur sehr mangelhaft
getan habe. E
r
solle
dem
Z._
mögliche Täti
gkeiten oder Firmen mel
den
, für die er sich interessiere. Der Beschwerdeführer sei indessen der Meinung gewesen, dass das
Z._
für ihn Stellen suchen müsse
und sei nicht einsichtig, dass er sich aktiv an der Stellensuche beteiligen müsse.
3.2.3
Am
7.
und 11. Februar 2019
wies die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer auf seine Verpflicht
ung zur konstruktiven Mitwirkung betreffend Wahrung seines Leistungsanspruchs gegenüber der Invalidenversicherung sowie
auf
die
Folgen seiner Widersetzlichkeit
hin. Dem Beschwerdeführer wurde dabei
insbesondere
mitgeteilt, dass er dem
Z._
jeweils am Monatsende acht Bewerbun
gen im Rahmen eines schriftlichen Stellennachweises vorzulegen habe, erstmals am 28. Februar 2019 (Urk. 6/180-181).
Am 5. März 2019 wurde die Beschwerdegegnerin vom
Z._
darüber informiert, dass der Beschwerdeführer bis 28. Februar 2019 keine Stellen gesucht
und
sich dahingehend geäussert habe, dass
die Mitteilung der Beschwerdegegne
rin (
Urk. 6/181) für ih
n keine Relevanz habe, da diese
von der Eingliederungsbe
raterin
D._
komme und er einen Beraterwechsel wolle
(
Urk. 6/191/5;
vgl. Urk. 6/185, Urk. 6/189
, Urk. 6/191/5
)
. Zudem habe er den Inhalt
dieser Mitteilung
nicht genau verstanden. Das
Z._
habe dem Beschwerdeführer gesagt, dass er sich jederzeit hätte melden können, um das Schreiben zu besprechen, was der Beschwerdeführer indessen nicht getan habe. Zudem sei der Beschwerdefüh
rer vom
Z._
mehrfach darauf hingewiesen worden, seinen Verpfli
ch
tungen nachzukommen und aktiv
bei der Stellens
uche mitzuarbeiten
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin hat mit Verfügung vom 12. Juni 2018 (Urk. 6/165) den Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitsvermittlung anerkannt; eine Wieder
erwägung dieser Verfügung (Art.
53 Abs. 2 ATSG) ist nicht vorgenommen wor
den und drängt sich aufgrund der Akten auch nicht auf. Es
ist somit davon aus
zugehen, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich Anspruch auf Arbeitsvermitt
lung hat, und es stellt sich
bloss noch die Frage, ob die Arbeitsvermittlung ein
gestellt
werden durfte
.
4.
2
4.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin verneint
e in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2)
jedoch
die subjektive Eingliederungsfähigkeit, indem sie dem Beschwerdeführer aufgrund seines passiven Verhaltens mit fehlender Vorlage von Bewerbungen den Eingliederu
ngswillen aberkannte
.
Den aufliegenden Akten kann eine schwierige
bis
fehlende Kooperationsbereit
schaft des Beschwerdeführers entnommen werden.
Seine
Mitwirkung bei der Suche nach
einem geeigneten Trainingsplatz beschränkte sich auf ein Minimum, indem er lediglich seine frü
here Arbeitgeberin kontaktierte
und im Üb
rigen keine Eigenbemühungen vorwies
.
Der Beschwerdeführer war sodann
für interessierte Unternehmen wiederholt nicht erreichbar
und
lehnte die vom
Z._
vorgeschlagenen
Firmen
mehrheitlich ab, da die
Tätigkeiten
aus seiner Sicht nicht machbar
waren
respektive er gewisse
Verrichtungen
(beispielsweise Reinigung von Autos,
Arbeiten
am Fliessband) nicht ausführen wollte
(Urk. 7/172/
3
; vgl. E. 3.2
.1
hievor
). Im Weiteren
wirkte
er
auch bei der Suche nach einer Festanstel
lung nicht aktiv mit und legte insbesondere keine entsprechenden Bewerbungen im Rahmen eines schriftlichen Stellennachweises vor (vgl. E. 3.
2.
3
hievor
).
Dieses
Verhalten stellt die notwendige
Mitwirkung
im Hinblick auf eine Integra
tion im Arbeitsmarkt in Frage, erschwert doch der Beschwerdeführer dadurch sei
ne
Eingliederung im Arbeitsmarkt
. Nach dem Gesagten fehlt es dem Beschwer
deführer
mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit
am Eingliederungswillen respektive der subjektiven Eingliederungsfähigkeit (vgl. E. 1.4
hievor
), wobei er
seit
Beginn der Arbeitsvermittlung im April 2018
sowohl
sei
tens der Beschwerdegegnerin als auch
des
Z._
s wiederholt auf seine aktive Mitwirkungspflicht bei der Suche nach einem Trainingsplatz
res
pektive
einer
Festanstellung
sowie die Konseque
nzen
bei fehlenden
Eigenbemü
hungen hingewiesen
wurde, zuletzt am 11. Februar 2019
(Urk. 6/168,
Urk. 6/170,
Urk
. 6/171 S. 6, Urk. 6/172/4
, Urk. 6/180-181, Urk. 6/
191/4-6
).
4
.
2
.2
An dieser
Beurteilung vermag der Hinweis des Beschwerdeführers, wonach er sich aufgrund der Hirnblutung gewisse Sachen nicht mehr merken könne oder ver
gesse (
Urk. 1,
Urk. 6/210), nichts zu ändern
.
Er
beschränkte sich dabei auf den pauschalen Hinweis, dass er nicht mehr voll belastbar sei, und legte insbesondere nicht dar, inwiefern ihn
allfällige
Nachwirkungen der Hirnblutung
bei
der Wahr
nehmung seiner Mitwirkungspflichten im Rahmen der Arbeitsvermittlung konk
ret beeinträchtigt haben.
In diesem Zusammenhang ist
zu berücksichtigen, dass im Gutachten vom 17. Dezember 2012 (Urk. 6/151/1-77) eine im Verlauf voll
ständig resorbierte
Subarachnoidalblutung
ohne Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit diagnostiziert wurde (vgl. E. 3.1
hievor
) und in der Leistungsbeurteilung der
B._
keine Hinweise auf
Gedächtnisschwierigkeiten
gemacht wurden, son
dern vielmehr von gewissenhafter und gründlicher Arbeitsverrichtung g
espro
chen wurde (Urk. 6/191/3
).
Ins Leere geht sodann der Einwand, das System zur Arbeitsintegration sei ihm nie richtig erklärt worden (Urk. 4). Vorliegend steht
die Frage nach
de
m
Einglie
derungswille
n
des Beschwerdeführers
im Vordergrund, wobei
aufgrund der Pro
tokoll
e
der Beschwerdegegnerin und des
Z._
s
ersichtlich ist, dass die Mitwirkungspflicht des Beschwerdeführers wiederholt thematisiert
und erklärt
wurde
(vgl. E. 3.2
hievor
),
er
am 12. Juni 2018
eine entsprechende Zielvereinba
rung (Urk. 6/168) unterzeichnet
und
am
19.
September 201
8
zugesichert
hat
, dem
Z._
pro Woche fünf potentielle Arbeitgeber zu melden (Urk. 6/172
/4)
. Was den Hinweis betreffend fehlenden Lohn während des Arbeits
trainings angeht, so
ist der Beschwerdeführer
darauf hinzuweisen, dass ihm für die Dauer des Arbeitstrainings ein
IV-
Taggeld von Fr. 155.20 zugesprochen wurde (Urk. 6/187).
Wenn der Beschwerdeführer
sodann
vorbringt, er
habe
kei
nen Wunsch betreffend die von ihm zu verrichtenden Arbeit angeben
können
, so
scheint
er
zu verkennen, dass es bei einer Eingliederung in
s
Arbeitsleben durch die Invalidenversicherung nicht um den subjektiv bestmöglichen Arbeitsplatz geht.
Im Weiteren vermag der Beschwerdeführer auch aus dem Hinweis, er habe bei der Beschwerdegegnerin um einen anderen Kundenbetreuer ersucht
(Urk. 4)
, nicht
s
zu seinen Gunsten abzule
iten. Entgegen
seiner Auffassung
(Urk. 6/191/5
) ändert der Umstand, dass die Mitteilung der Beschwerdegegnerin vom 11. Feb
ruar 2019 (Urk. 6/181) von der
bisherigen
Kundenbetreuerin unterzeichnet wor
den ist, nichts an deren Verbindlichkeit
für den Beschwerdeführer
.
Ebenso wenig überzeugt der vom Beschwerdeführer
vorgebrachte
Einwand, er habe keine Ahnung gehabt, wie er betreffend Stellennachweis vorzugehen habe (Urk. 4
,
Urk. 6/210
)
. Bei entsprechenden Unklarheiten hätte sich
eine zur Mittei
lung vom 11. Februar 2019 zeitnahe
Kontaktaufnahme mit der Beschwerdegeg
nerin oder dem
Z._
aufgedrängt, wobei eine solche
indessen
nicht aktenkundig ist.
4
.3
Nach dem Gesagten ist ein mangelnder Eingliederungswille respektive eine feh
lende subjektive Eingliederungsfähigkeit mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Prüfung der Verhältnismässigkeit der
Leistungseinstellung
(vgl. E. 1.5
hievor
). Die Einstellung der Arbeitsvermittlung erweist sich somit als recht
en
s, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos
ten
sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.