# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2bc14fb5-5558-4f5b-bf1b-3a97d1e9ee7a
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Entscheid Verwaltungsgericht, 27.11.2015 Steuerrecht. Art. 180 Abs. 1 StG (sGS 811.1), Art. 132 Abs. 1 DBG (SR 642.11). Einhaltung Einsprachefrist.Der Beschwerdegegner hatte seinen Rekurs an die Vorinstanz dahingehend begründet, dass er während der laufenden Rechtsmittelfrist im Ausland auf Montage gewesen sei, aber die Unterlagen sofort nach seiner Rückkehr am 28. Februar 2013 nachgereicht habe, leider 30 Tage über der Frist. Bei dieser Zusage bezog er sich soweit ersichtlich auf das auf der Veranlagung vermerkte Datum. Eine Anerkennung einer verspäteten Rechtsmitteleinreichung konnte hieraus jedoch insofern nicht abgeleitet werden, als er vermerkte, dass die Einsprachefrist von 30 Tagen eingehalten sei, obschon auch dies mehrdeutig ist, weil er den Rekurs als "Einsprache" betitelte. Ausgehend von der (nicht belegten) Annahme, dass die Veranlagungsverfügungen am 3. Januar 2013 versandt wurden, wäre die Zustellung an den Beschwerdegegner - auf der Basis der weiteren (nicht belegbaren) Annahme einer Zustellfrist von sechs Tagen - am 9. Januar 2013 erfolgt und die dreissigtägige Einsprachefrist am 8. Februar 2013 abgelaufen. Eine rund zwanzig Tage "verspätete" Zustellung durch die Post (Ende Januar 2014) lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres ausschliessen. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass eine Zustellfrist von maximal sechs Tagen bei einer B2-Postsendung dem gewöhnlichen Lauf der Dinge entspreche, mag zutreffen; nur ist dadurch der von ihm zu leistende Zustellbeweis im konkreten Fall noch nicht erbracht. Das Datum des Poststempels, welches für die vom Beschwerdeführer als nicht gegeben behauptete Fristwahrung massgebend ist, blieb ebenfalls unbewiesen. Beim konkreten Sachverhalt, bei welchem sich unbewiesene Annahmen des (beweisbelasteten) Beschwerdeführers und mehrdeutige Feststellungen des Beschwerdegegners gegenüberstehen, liess es sich nicht beanstanden, dass die Vorinstanz von der Wahrung der Einsprachefrist ausging (Verwaltungsgericht, B 2014/86 und B 2014/87). Entscheid vom 27. November 2015
Besetzung
Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Rufener, Bietenharder;
Gerichtsschreiber Schmid
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Verfahrensbeteiligte
Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,
Beschwerdeführer,
gegen
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28, 9001 St.
Gallen,
Vorinstanz,
X.Y.,
Beschwerdegegner,
Eidgenössische Steuerverwaltung, Direkte Bundessteuer, Eigerstrasse 65, 3003
Bern,
Beschwerdebeteiligte,
Gegenstand
Nichteintreten (Kantons- und Gemeindesteuern und direkte Bundessteuer 2011)
Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. X.Y. machte in der Steuererklärung 2011 vom 4 Juli 2012 einen Abzug für
Unterhaltsleistungen für seine Tochter im Betrag von Fr. 11'160.-- geltend. Mit
Schreiben vom 9. Juli und 12. September 2012 forderte ihn das Gemeindesteueramt
auf, einen Nachweis über die bezahlten Unterhaltsbeiträge nachzureichen (act. G 7/6/9
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Beilagen). Nachdem beide Aufforderungen unbeantwortet geblieben waren, gelangte
die Steuersachbearbeiterin mit E-Mail vom 11. Oktober 2012 an die auf der
Steuererklärung für Rückfragen als zuständig erklärte Q. AG. Diese stellte in der Folge
die Nachreichung der Unterlagen in Aussicht (act. G 7/6/9 Beilagen). Die Unterlagen
gingen jedoch nicht ein. Am 2. Januar 2013 wurde X.Y. für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2011 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 47'500.-- und einem
steuerbaren Vermögen von Fr. 0.-- sowie für die direkte Bundessteuer mit einem
steuerbaren Einkommen von Fr. 48'500.-- veranlagt. Am 28. Februar 2013 erhob er
dagegen Einsprache und reichte Unterlagen ein, die er im Veranlagungsverfahren nicht
beigebracht hatte (act. G 7/6/1).
b. Das kantonale Steueramt trat auf die Einsprachen mit Entscheiden vom 20. März
2013 nicht ein mit der Begründung, diese seien erst nach Ablauf der Einsprachefrist
und damit verspätet eingereicht worden (act. G 7/6/3). Die gegen diese Entscheide
beim Steueramt eingereichte und von diesem zuständigkeitshalber der
Verwaltungsrekurskommission (VRK) des Kantons St. Gallen überwiesene "Einsprache"
vom 29. April 2013 (act. G 7/1 und 7/2), mit welcher X.Y. geltend machte, er habe die
Frist nicht einhalten können, weil er im Ausland auf Montage gewesen sei, nahm die
VRK als Rekurs (Kantons- und Gemeindesteuer) und Beschwerde (direkte
Bundessteuer) entgegen. Mit Schreiben vom 12. Juni 2013 gewährte sie X.Y. eine Frist,
um den geltend gemachten Auslandaufenthalt mit geeigneten Unterlagen zu belegen.
Die Arbeitgeberin reichte innert Frist eine Bestätigung vom 24. Juni 2013 ein (act. G
7/7). Mit Entscheid vom 10. April 2014 hiess die VRK den Rekurs und die Beschwerde
gut und wies die Streitsachen zur Durchführung des Einspracheverfahrens an das
Steueramt zurück (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob das Steueramt mit Eingabe vom 19. Mai 2014
Beschwerde mit dem Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und die
Einspracheentscheide vom 20. März 2013 seien zu bestätigen (act. G 1).
b. In der Vernehmlassung vom 4. Juni 2014 beantragte die Vorinstanz Abweisung der

## Considerations

Beschwerde. Sie verwies zur Begründung auf die Erwägungen des angefochtenen
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Entscheids und machte ergänzende Ausführungen (act. G 6). Der Beschwerdegegner
verzichtete auf eine Vernehmlassung (act. G 8 f.).
c. Mit Replik vom 21. Juli 2014 bestätigte der Beschwerdeführer seinen Standpunkt
(act. G 11).
d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur
Steuer-Veranlagung mit Bezug auf den konkreten Verfahrensgegenstand einheitlich
sind, erledigte die Vorinstanz den Rekurs betreffend die Kantons- und
Gemeindesteuern einerseits und die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer
anderseits zu Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten Dispositivziffern; unter
diesen Umständen durfte auch der Beschwerdeführer die Beschwerden in einer
gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig,
dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet (vgl.
BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2).
2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 229 in
Verbindung mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und
Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS
815.1; Art. 145 des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der
Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert, und die Eingabe vom 19. Mai 2014
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 229 in
Verbindung mit Art. 194 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP;
Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerden ist somit
einzutreten.
3.
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3.1. Gegen die Steuerveranlagung kann innert dreissig Tagen nach der Zustellung
bzw. Eröffnung derselben Einsprache erhoben werden (Art. 180 Abs. 1 StG; Art. 132
Abs. 1 DBG). Die Einsprachefrist von 30 Tagen hat als gesetzliche Frist grundsätzlich
Verwirkungsfolge (Art 30bis VRP; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum
DBG, 2. A. 2009, Rz. 18 zu Art. 133 DBG). Streitig ist, ob die Vorinstanz die Einhaltung
der Einsprachefrist zu Recht bestätigte. Der Beschwerdegegner hatte mit Einsprache
vom 28. Februar 2013 (Datum des Eingangsstempels; Datum des Poststempels nicht
aktenkundig) geltend gemacht, die verlangten Unterlagen bereits zum zweiten Mal
einzureichen (act. G 7/6/1). Diese Behauptung wird vom Beschwerdeführer bestritten
(act. G 1 S 3 unten). Sie hat daher, da der Beschwerdegegner sie nicht belegen kann,
als beweislos zu gelten.
Die Einsprachefrist beginnt mit dem auf die Eröffnung folgenden Tag und gilt
insbesondere als eingehalten, wenn die Einsprache am letzten Tag der Frist bei der
Veranlagungsbehörde einging oder der schweizerischen Post übergeben wurde (Art.
142 ff. der Schweizerischen Zivilprozessordnung [ZPO; SR 272] i.V.m. Art. 161 StG und
Art. 30 VRP; Art. 133 Abs. 1 DBG). Die vorliegend in Frage stehenden
Veranlagungsverfügungen datieren vom 2. Januar 2013 (act. G 7/6/1). Die Verfügungen
wurden, an einem Ruhetag der Staatsverwaltung (Art. 59 Personalverordnung, sGS
143.11), automatisch erstellt (act. G 3/1) und, wie dies üblich ist, uneingeschrieben und
mit B-Post versandt. An welchem Datum letzteres geschah, ist nicht bekannt. Nach
dem Grundsatz von Art. 8 ZGB trägt die Steuerbehörde die Beweislast für die
Zustellung (BGE 114 III 54; BGE 2A.495/2003 vom 26. Mai 2004, E. 2.2 und BGE 2A.
494/2005 vom 7. Februar 2006, E. 2.1). Erfolgt die Zustellung mit uneingeschriebener
Post, so hat demnach die Steuerbehörde auf geeignete Art den Beweis dafür zu
erbringen, dass und wann die Zustellung erfolgt sei. Dabei ist kein strikter Beweis
vorausgesetzt; im Rahmen der Beweiswürdigung genügt es, dass aufgrund der
konkreten Umstände der Zeitraum hinreichend bestimmt werden kann, in dem die
Sendung in den Machtbereich des Empfängers gelangt sein muss (vgl. BGer 2A.
494/2005 vom 7. Februar 2006, E. 2.1; BGer 2A.271/1999 vom 17. November 1999).
Das Bundesgericht hielt zur Beweislast beim Versand uneingeschriebener
Briefpostsendungen fest, der Beweis dafür, dass es überhaupt zur Zustellung der
Verfügung gekommen sei, obliege der Behörde, die allein in der Lage sei, sich den
Beweis dafür zu sichern. Für den Fall, dass die Rechtsmittelfrist durch den Empfang
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der Verfügung ausgelöst werde, falle der Behörde die Beweislast für das Datum zu, da
sie die Beweislosigkeit durch den uneingeschriebenen Versand verursacht habe (BGE
114 III 53 f.; vgl. auch BGer 5A_264/2007 vom 25. Januar 2008, E. 3.3).
3.2. Im vorliegenden Fall ist die Zustellung als solche nicht bestritten; der
Beschwerdeführer gelangte in den Besitz der Veranlagung. Streitig ist hingegen, wann
die Zustellung erfolgt war. Für diese Tatsache ist nach den dargelegten Grundsätzen
der Beschwerdeführer beweispflichtig; dieser hat demzufolge nachzuweisen, dass der
Beschwerdegegner die Einsprache verspätet erhob (BGE 114 III 54). Die Postaufgabe -
das Versanddatum der Veranlagung ist im konkreten Fall wie erwähnt nicht bekannt
bzw. kann nur vermutungsweise angenommen werden - beweist indes nicht zwingend,
dass der Betroffene die Veranlagung auch innerhalb der folgenden 6 Tage empfangen
hat, denn ein Fehler der Postzustellung liegt nicht derart ausserhalb jeder
Wahrscheinlichkeit, dass mit der Möglichkeit einer grösseren Verspätung nicht
gerechnet werden müsste. Dass ein B-Post-Brief innerhalb des Kantonsgebietes rund
einen Monat bzw. über drei Wochen unterwegs ist, wurde vom Verwaltungsgericht in
einer älteren Praxis noch als unwahrscheinlich betrachtet, weshalb der Betroffene
zumindest glaubhaft machen musste, dass solche aussergewöhnlichen Umstände
vorlagen (vgl. VerwGE vom 6. Juli 2000 i.S. W.B. und vom 24. August 2000 i.S. M.G.;
Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz.
888 mit Hinweisen). Später erachtete es das Verwaltungsgericht - mit Hinweis auf die
bundesgerichtliche Praxis - jedoch nicht für ausserhalb jeder Wahrscheinlichkeit, dass
zwischen der Aufgabe eines Briefes als B-Post und der Zustellung 22 Tage
verstreichen können. Die Sendung gemäss Sachverhalt des kantonalen Urteils war
17 Tage "unterwegs" gewesen (vgl. VerwGE B 2008/22 vom 30. April 2008, E. 2.3 f.,
www.gerichte.sg.ch, mit Hinweis auf BGer 2P.54/2000 vom 5. Juli 2000, in: StE 2001 B
93.6 Nr. 22).
3.3. Gemäss Bestätigung der Arbeitgeberin des Beschwerdegegners vom 24. Juni
2013 hatte dieser in der Zeit von Januar bis Mitte März 2013 diverse Arbeitseinsätze
mit auswärtigen Übernachtungen (act. G 7/7). Die Vorinstanz kam im angefochtenen
Entscheid unter anderem zum Schluss, aufgrund des uneingeschriebenen Versands
und der wiederholten Abwesenheit des Beschwerdegegners im Januar 2013 sei es
durchaus möglich, dass die Zustellung erst im Zeitraum Ende Januar 2013 erfolgt und
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die Einsprache somit rechtzeitig erhoben worden sei. Besondere Umstände, welche
glaubhaft machen würden, dass eine B-Postsendung innerhalb des Kantonsgebiets
einen Monat unterwegs sei, seien mit dem unbekannten Versanddatum und der
mehrfachen Abwesenheit des Beschwerdegegners genügend glaubhaft gemacht,
weshalb davon auszugehen sei, dass die Einsprache nicht verspätet sei (act. G 2 S. 4).
Der Beschwerdeführer wendet ein, der Beschwerdegegner habe im Rekurs selbst
eingeräumt, die 30tägige Frist verpasst zu haben. Es erstaune, dass die Vorinstanz die
vom Beschwerdegegner anerkannte Tatsache der Fristversäumnis von sich aus
anzweifle. Im Übrigen verfange ihre Argumentation auch nicht.
Veranlagungsverfügungen würden jeweils automatisch erstellt und ausgedruckt. (act. G
3/1). Daher sei unerheblich, dass der 2. Januar 2013 ein Ruhetag der Staatsverwaltung
gewesen sei. Die Übergabe zum Versand zuhanden der Post erfolge am
darauffolgenden Tag (act. G 3/2). Anfang 2013 sei lediglich die physische Erstellung
der Veranlagungsverfügungen erfolgt. Die Veranlagungen seien bereits im Dezember
2012 vorgenommen worden. Unerfindlich sei auch, inwiefern die mehrfache
Abwesenheit des Beschwerdegegners für den Zeitpunkt der Zustellung massgebend
sein solle. Die Zustellung stelle eine empfangsbedürftige, nicht aber eine
annahmebedürftige Rechtshandlung dar. Die Frist beginne bereits mit der
ordnungsgemässen Zustellung zu laufen. Beim B2-Postversand betrage die Zustellfrist
maximal sechs Tage. Besondere Umstände, welche gegen eine ordnungsgemässe
Zustellung der Veranlagungsverfügungen sprechen würden, seien nicht dargetan. Auch
eine Wiederherstellung der Einsprachefrist sei ausgeschlossen. Ein die Säumnis
rechtfertigender Grund sei nicht gegeben, seien doch die Montageeinsätze nicht
ausreichend belegt. Zudem sei der Beschwerdegegner während laufender
Rechtsmittelfrist immer wieder an seinen Wohnort zurückgekehrt. Die
Nichteintretensentscheide seien zu Recht ergangen (act. G 1).
3.4. Der vom Beschwerdeführer im vorliegenden Verfahren geschilderte Ablauf bei
der Herstellung von Veranlagungsverfügungen (act. G 3/1) zeigt den "Normalfall" auf,
vermag jedoch die Unsicherheiten bei der Eruierung des Versand- oder
Zustellungsdatums im konkreten Fall nicht auszuräumen, zumal von Seiten des
Verwaltungsrechenzentrums lediglich bestätigt wurde, dass aufgrund der Zustellfrist
von 6 Tagen für B2-Post die Sendung spätestens am 13. Januar 2014 (wohl: 2013)
beim Beschwerdegegner eingetroffen sein "müsste" (act. G 3/2 Beilage). Der
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Beschwerdegegner hatte seinen Rekurs an die Vorinstanz dahingehend begründet,
dass die Unterlagen für die Zahlungen der Alimente 2011 nicht innert 30 Tagen
eingereicht worden seien. Er sei in diesem Zeitraum im Ausland auf Montage gewesen,
habe aber die Unterlagen sofort nach seiner Rückkehr am 28. Februar 2013
nachgereicht, leider 30 Tage über der Frist (act. G 7/2 II. Materielles). Wenn sich der
Beschwerdegegner - was naheliegend erscheint - bei diesem Zugeständnis auf das
Datum der Veranlagung (2. Januar 2013) bezog, so betraf dies nicht den (hier
massgebenden) Zeitpunkt, in welchem die Veranlagung tatsächlich bei ihm
eingegangen war. Nicht ohne Weiteres klar erscheint sodann, ob bzw. inwiefern sich
die erwähnte Anerkennung auf die Einreichung von Unterlagen im
Veranlagungsverfahren bezog (act. G 6). Eine Anerkennung einer verspäteten
Rechtsmitteleinreichung kann hieraus jedoch insofern nicht abgeleitet werden, als er
vermerkte, dass die Einsprachefrist von 30 Tagen eingehalten sei (act. G 7/2 I.
Formelles), obschon auch dies mehrdeutig ist, weil er den Rekurs als "Einsprache"
betitelte. Ausgehend von der (nicht belegten) Annahme, dass die
Veranlagungsverfügungen am 3. Januar 2013 versandt wurden, wäre die Zustellung an
den Beschwerdegegner - auf der Basis der weiteren (nicht belegbaren) Annahme einer
Zustellfrist von sechs Tagen - am 9. Januar 2013 erfolgt und die dreissigtägige
Einsprachefrist am 8. Februar 2013 abgelaufen. Eine rund zwanzig Tage "verspätete"
Zustellung durch die Post (Ende Januar 2013) lässt sich jedoch nicht ohne Weiteres
ausschliessen. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass eine Zustellfrist von
maximal sechs Tagen bei einer B2-Postsendung dem gewöhnlichen Lauf der Dinge
entspreche (act. G 11), mag zutreffen; nur ist dadurch der von ihm zu leistende
Zustellbeweis im konkreten Fall noch nicht erbracht.
Das unbestritten gebliebene und durch die Arbeitgeberin bestätigte Vorbringen des
Beschwerdegegners, dass er in der Zeit von Januar bis Mitte März 2013 im Ausland auf
Montage gewesen sei, weist insofern auf aussergewöhnliche Umstände im erwähnten
Sinn (vorstehende E. 3.2) hin, als ihm die B-Postsendung möglicherweise - zu einem
nachträglich nicht bestimmbaren bzw. beweisbaren Zeitpunkt - während seiner
Abwesenheit zuging, er jedoch sofort nach seiner Rückkehr die Unterlagen nachreichte
bzw. Einsprache erhob (vgl. act. G 7/2 S. 2). Nicht ausgeschlossen werden kann dabei,
dass der Beschwerdegegner die Einsprache längere Zeit - unter Umständen sogar
mehrere Wochen - vor dem 28. Februar 2013 (Datum des von der Steuerverwaltung
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manuell angebrachten Eingangsstempels) der Post übergab; ein Poststempel (Couvert)
befindet sich nicht bei den Akten. Das Datum des Poststempels, welches für die vom
Beschwerdeführer als nicht gegeben behauptete Fristwahrung massgebend ist, blieb
damit ebenfalls unbewiesen.
Bei diesem Sachverhalt, bei welchem sich unbewiesene Annahmen des
(beweisbelasteten) Beschwerdeführers und mehrdeutige Feststellungen des
Beschwerdegegners gegenüberstehen, lässt es sich angesichts der in E. 3.2
geschilderten Gegebenheiten nicht beanstanden, dass die Vorinstanz von der Wahrung
der Einsprachefrist ausging. Die von der Vorinstanz vorerst aufgeworfene Frage, ob mit
dem Hinweis auf die mehrfache Auslandabwesenheit des Beschwerdegegners eine
Wiederherstellung der Einsprachefrist (vgl. dazu act. G 7/7) zu bewilligen wäre, kann
dementsprechend offenbleiben.
4. (...).