# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ed464afb-28d8-4e8b-9695-8566bea720ae
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 13. Dezember 2007 errichtete die Vormundschaftsbehörde der Kreise A. über X. eine Beistandschaft auf eigenes Begehren gemäss Art. 394 ZGB. Aufgrund einer allgemeinen psycho-physischen Erschöpfung trat er am 18. Februar 2008 in die B. in C. ein, welche er am 15. August 2008 verliess. Da der Beistand anfangs 2008 die ungenügende Kooperation von X. bemängelte und für eine zweckmässige Aufgabenerfüllung eine andere vormundschaftliche Massnahme als notwendig erachtete, wurde der B. ein Gutachten in Auftrag gegeben. Es sollte Auskunft über die Urteils- und Handlungsfähigkeit von X. sowie über allenfalls empfohlene Massnahmen erteilen. Im Gutachten vom 5. September 2008 wurde eine narzisstische Persönlichkeitsstörung diagnostiziert.
B. Die Ehe zwischen X. und seiner Ehefrau wurde mit Urteil vom 24. November 2008 durch das Amtsgericht D. geschieden. X. wurde zu einer güterrechtlichen Ausgleichszahlung von Fr. 580'000.-- an seine Ehefrau verpflichtet. Er verfügte offensichtlich über grosse Vermögenswerte. Sein Vorschlag betrug im September 2001 über Fr. 1'200'000.-- und er war Eigentümer von sechs Liegenschaften in E., welche sein Eigengut darstellten. Gegen das Scheidungsurteil des Amtsgerichts D. vom 24. November 2008 erklärte X. Appellation beim Obergericht des Kantons F.. Aufgrund neuer Urkunden wurde ihm am 30. April 2009 die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und Rechtsanwalt Thomas Wüthrich, F., als Rechtsbeistand bestellt.
C. Am 23. Dezember 2008 reichte X. beim „Amtsgericht G.“ (recte: Bezirksgerichtsausschuss G.) eine Aufsichtsbeschwerde gegen die „Amtsvormundschaft H.“ (recte: Vormundschaftsbehörde der Kreise A.) ein (Verfahren 120-2008-19) und beantragte unter anderem, diese sei raschestmöglich vom fraglichen Auftrag zu entbinden. Vorgeschlagen werde eine „lose Beiratschaft in C.“, um etwas später, wenn sich dies eingespielt habe, eine „komplette Lösung“ ins Auge zu fassen. Mit Schreiben vom 24. Dezember 2008 erfolgte ein „Nachtrag“ zur Aufsichtsbeschwerde vom 23. Dezember 2008, worin X. Ausführungen zu seinem Notbedarf, seiner Flucht aus der B. und zur Verlegung seines Falles machte. Am 30. Januar 2009 folgte ein Protest, da sein Notbedarf zu seinen Ungunsten abgeändert worden sei. Zudem wurde die Bestellung von Rechtsanwalt lic. iur. Andreas Howald beantragt, und zwar „rückwirkend ab Auftrags-Erteilung“ an diesen.
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Mit Gesuch vom 13. Februar 2009 stellte X., vertreten durch Rechtsanwalt Howald, Antrag auf Erteilung der unentgeltlichen Prozessführung für das Verfahren vor der Aufsichtsbehörde (Verfahren 130-2009-16). Als unentgeltlicher Rechtsvertreter sei ihm Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Guyan beizuordnen. Rechtsanwalt Guyan erklärte jedoch auf Anfrage, X. nicht mehr zu vertreten.
Am 2. April 2009 teilte der Bezirksgerichtspräsident G. X. mit, dass gestützt auf das ärztliche Zeugnis von Dr. med. I. vom 5. März 2009 das Verfahren 120- so lange sistiert werde, bis er in der Lage sei, an einer Hauptverhandlung teilzunehmen. Ebenso wurde offenbar mit der Behandlung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege im Verfahren 130-2009-16 zugewartet.
D. Mit ärztlichem Bericht vom 15. August 2009 teilte Dr. med. I. der Vormundschaftsbehörde mit, dass bei X. keine narzisstische Persönlichkeitsstörung, sondern das Chronische Müdigkeitssyndrom (CFS) vorliege.
E. Am 15. August 2009 reichte X. eine „zweite“ Aufsichtsbeschwerde gegen die Vormundschaftsbehörde der Kreise A. ein (Verfahren 120-2009-16). Darin ersuchte er (Antrag 24) unter anderem rückwirkend „ab Beginn der Eskapaden [...] im Herbst 2008“ um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Einsetzung von Rechtsanwalt Howald (Verfahren 130-2009-118). Am 6. September 2009 lieferte X. eine „Nachinformation“ zur Aufsichtsbeschwerde vom 15. August 2009 und entband insbesondere Dr. med. I. von seiner ärztlichen Schweigepflicht. Mit Schreiben vom 19. September 2009 beantragte X. unter anderem die unverzügliche Aufhebung des Beschlusses der Vormundschaftsbehörde A. vom 13. Dezember 2007 sowie wiederum die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege. Am 19. Oktober 2009 ersuchte Rechtsanwalt Wüthrich, ihn als unentgeltlichen Rechtsvertreter im Verfahren -16 einzusetzen.
Mit Schreiben vom 3. September 2009 sistierte der Bezirksgerichtspräsident G. auch das Verfahren 120-2009-16, bis sich X. gesundheitlich in der Lage fühle, an einer Hauptverhandlung teilzunehmen. Im Verfahren 130-2009-118 bezüglich unentgeltliche Rechtspflege rügte der Bezirksgerichtspräsident wiederholt das Fehlen aussagekräftiger Unterlagen und erklärte, das Verfahren bis zu deren Vorliegen pendent zu halten.
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F. Mit Beschwerdeentscheid vom 5. Februar / 21. September 2010, mitgeteilt am 12. November 2010, entschied der Bezirksgerichtsausschuss G. in den Verfahren 120-2008-19 und 120-2009-16 wie folgt:
„1. Die beiden Aufsichtsbeschwerden werden als erledigt abgeschrieben bzw. vollumfänglich abgewiesen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.
2. Die Kosten dieses Verfahrens, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 5'000.-- und Schreibgebühren von CHF 500.--, werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3. Es werden keine ausseramtlichen Entschädigungen zugesprochen.

## Considerations