# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ae7c8276-a79d-408a-a13c-aba339f64075
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_004
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Das Ehepaar B._ und C._ wurde bis und mit Steuerperiode 2012
gemeinsam und zum Verheiratetentarif veranlagt.
2. Ab der Steuerperiode 2013 bis 2018 wurde C._ getrennt von ihrem
Ehemann und zum Alleinstehendentarif veranlagt. Zur Begründung wurde
in den Verfügungen jeweils ausgeführt, aufgrund der Tatsache, dass
bereits seit längerem getrennte Wohnsitze bestünden und kein
besonderer Grund resp. Nachweis vorliege, dass weiterhin eine
gemeinsame Besteuerung erfolgen solle, werde der Alleinstehendentarif
für die Besteuerung angewendet. Diese Veranlagungsverfügungen
erwuchsen unangefochtenen in Rechtskraft.
3. Auch in der Steuerperiode 2019 wurde C._ zum Alleinstehendentarif
veranlagt. Gegen die Veranlagungsverfügungen des Jahres 2019
betreffend die direkte Bundessteuer sowie die Kantons- und
Gemeindesteuern vom 28. Januar 2021 liess sie durch ihren Sohn,
A._, am 26. Februar 2021 Einsprache erheben mit dem Antrag, die
betreffenden Veranlagungsverfügungen 2019 aufzuheben und die
Veranlagung zum Verheiratetentarif vorzunehmen.
4. Nachdem die Einsprecherin den ihr unterbreiteten Veranlagungsvorschlag
unterzeichnet hatte, erliess die Steuerverwaltung am 10. Juni 2021 die
korrigierten Veranlagungsverfügungen 2019, mit welcher sie gemeinsam
(mit dem in Deutschland wohnhaften Ehemann) zum Verheiratetentarif
veranlagt wurde.
5. Mit Gesuch vom 14. Dezember 2021 ersuchte der Sohn A._ die
Steuerverwaltung um Revision der rechtskräftigen
Veranlagungsverfügungen für die direkte Bundessteuer sowie die
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Kantons- und Gemeindesteuern der Jahre vor 2019. Er beantragte, das
Ehepaar B._ und C._ nach dem Verheiratetentarif zu
veranlagen, da sie im fraglichen Zeitraum nie in getrennter Ehe gelebt
hätten. Das ihm nachträglich bekannt gewordene Urteil des
Bundesgerichts (2C_523/2007) sei als Revisionsgrund zuzulassen.
6. Mit Entscheid vom 27. Januar 2022 trat die Steuerverwaltung nicht auf das
Revisionsgesuch ein. Begründend führte sie im Wesentlichen aus, dass
die Verwirkungsfrist von 90 Tagen seit Entdeckung des Revisionsgrundes
nicht eingehalten sei. Zudem hätte der vorgebrachte Revisionsgrund
bereits im ordentlichen Verfahren geltend gemacht werden können.
7. Gegen diesen Entscheid erhoben B._ und A._ als Nachfolger
der verstorbenen C._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 28.
Februar bzw. 14. März 2022 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit
den Anträgen, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, das
Revisionsgesuch sei gutzuheissen bzw. neu zu beurteilen oder
gegebenenfalls an die Steuerverwaltung zurückzuweisen. Die
Veranlagungsverfügungen ab dem Veranlagungsjahr 2013 bis 2018 seien
zu revidieren und es sei der Verheiratetentarif anzuwenden.
Der Instruktionsrichter leitete die Eingabe als Einsprache gegen den
Revisionsentscheid betreffend die direkte Bundessteuer an die
Steuerverwaltung weiter, soweit sich die Beschwerde gegen den
negativen Revisionsentscheid betreffend die direkte Bundessteuer
richtete.
8. In der Vernehmlassung vom 6. April 2022 beantragte die
Steuerverwaltung (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne.
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9. Am 24. bzw. 25. Mai 2022 reichten die Beschwerdeführer eine Replik mit
faktisch unveränderten Anträgen ein. Auch die Beschwerdegegnerin hielt
in ihrer Duplik vom 3. Juni 2022 an ihren Anträgen fest.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet der
Nichteintretensentscheid der Beschwerdegegnerin vom 27. Januar 2022
betreffend Revision der Veranlagungsverfügungen der Jahre 2013 bis
2018. Gemäss Art. 142 Abs. 3 des Steuergesetzes für den Kanton
Graubünden (StG; BR 720.000) i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. b des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) können
Revisionsentscheide der Steuerverwaltung innert 30 Tagen mit
Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
weitergezogen werden. Das Verwaltungsgericht ist demnach zur
Behandlung der gegen den obgenannten negativen Revisionsentscheid
erhobene Beschwerde zuständig.
1.2. Das Revisionsgesuch betrifft die Veranlagungen 2013-2018 von C._
sel. Als gesetzliche Erben, die in die Rechtsstellung der Erblasserin
eingetreten sind (Art. 12 Abs. 1 StG), sind die Beschwerdeführer deshalb
selbst vom angefochtenen Nichteintretensentscheid berührt und zur
Beschwerdeerhebung befugt (vgl. Art. 50 Abs. 1 VRG).
1.3. Auf die zudem frist- und – nach Verbesserung – formgerecht eingereichte
Beschwerde ist daher unter nachfolgendem Vorbehalt einzutreten.
1.4. Gemäss Art. 149 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die direkte
Bundessteuer (DBG; SR 642.11) können gegen die materielle Abweisung
des Revisionsbegehrens bzw. den Nichteintretensentscheid die gleichen
ordentlichen Rechtsmittel wie gegen die frühere Verfügung resp. den
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früheren Entscheid ergriffen werden. Gegen Veranlagungsverfügungen
betreffend direkte Bundessteuer kann der Steuerpflichtige innert 30 Tagen
nach Zustellung bei der Veranlagungsbehörde schriftlich Einsprache
erheben (Art. 132 Abs. 1 DBG). Zur Prüfung des
Nichteintretensentscheids auf das Revisionsgesuch bezüglich der
direkten Bundessteuer ist demnach die Beschwerdegegnerin zuständig.
Soweit sich die Beschwerde auf den negativen Revisionsentscheid der
direkten Bundessteuer richtet, ist darauf somit nicht einzutreten.
2. Zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das
Revisionsgesuch der Beschwerdeführer vom 14. Dezember 2021 nicht
eingetreten ist. Kommt das Gericht zum Schluss, dass auf das
Revisionsgesuch hätte eingetreten werden müssen, ist die Beschwerde
gutzuheissen und der Fall zur materiellen Beurteilung an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Andernfalls muss die Beschwerde
abgewiesen und der vorinstanzliche Entscheid bestätigt werden (vgl. Urteil
des Verwaltungsgerichts [VGU] A 22 01 E.2 m. H.).
3. Die Beschwerdegegnerin macht zwei Gründe geltend, weshalb auf das
Revisionsgesuch nicht habe eingetreten werden können: Einerseits sei die
Frist von Art. 142 Abs. 1 StG verpasst worden und eine Wiederherstellung
sei nicht möglich; andererseits sei die Revision im vorliegenden Fall
aufgrund von Art. 141 Abs. 2 StG ausgeschlossen.
4. Nachfolgend wird zunächst geprüft, ob überhaupt ein Revisionsgrund
vorliegt.
4.1. Gemäss Art. 141 Abs. 1 StG können rechtskräftige
Veranlagungsverfügungen sowie Einsprache- und Beschwerdeentscheide
auf Antrag oder von Amtes wegen zugunsten des Steuerpflichtigen
revidiert werden, wenn nachträglich erhebliche Tatsachen oder
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entscheidende Beweismittel entdeckt werden (lit. a); die erkennende
Behörde erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel, die ihr
bekannt waren oder bekannt sein mussten, ausser Acht gelassen oder in
anderer Weise Verfahrensgrundsätze verletzt hat (lit. b); ein Verbrechen
oder Vergehen die Verfügung oder den Entscheid beeinflusst hat (lit. c)
(vgl. auch Art. 147 Abs. 1 DBG).
4.2. Die rechtliche Würdigung der erheblichen Tatsachen ist selbst keine
Tatsache im Sinne von Art. 147 Abs. 1 lit. a DBG bzw. Art. 141 Abs. 1 lit.
a StG. Eine unrichtige Rechtsanwendung oder eine falsche Würdigung
des Sachverhaltes durch die entscheidende Behörde berechtigt somit
nicht zur Revision, da das Revisionsverfahren nicht den Zweck verfolgt,
einen als unrichtig erachteten rechtskräftigen Entscheid einer erneuten
rechtlichen Überprüfung zu unterziehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
[BGU] 2P.198/2003 / 2A.346/2003 E.3.2; LOOSER in: Zweifel/Beusch
[Hrsg.], Kommentar DBG, 3. Aufl. 2017, Art. 147 N 9 und 24 m.H.).
4.3. Im vorliegenden Fall bringt die Beschwerdeführer als Revisionsgrund vor,
die Beschwerdegegnerin habe die bereits zurzeit des Erlasses der
Veranlagungsverfügung 2013 bestehende Rechtsprechung des
Bundesgerichts (insbesondere gemäss BGU 2C_253/2007) nicht
beachtet. Gestützt darauf hätte die Beschwerdegegnerin die Erblasserin
nicht getrennt zum Alleinstehendentarif veranlagen dürfen, nur weil der
Ehemann Wohnsitz in Deutschland hatte. Bei dieser Argumentation
übersehen aber die Beschwerdeführer, dass ein Fehler in der
Rechtsanwendung keinen Revisionsgrund darstellt. Die
Beschwerdeführer legen auch nicht dar, dass die Beschwerdegegnerin
erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel, die ihr bekannt
waren oder bekannt sein mussten, ausser Acht gelassen hätte. Die
Beschwerde ist somit bereits deshalb abzuweisen, weil kein
Revisionsgrund vorliegt.
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5. Der Vollständigkeit halber wird noch geprüft, ob die Beschwerdegegnerin
zu Recht den Ausschlussgrund gemäss Art. 141 Abs. 2 StG bejaht hat.
5.1.1. Die Revision ist gemäss Art. 141 Abs. 2 StG ausgeschlossen, wenn der
Antragsteller bei der ihm zumutbaren Sorgfalt schon im ordentlichen
Verfahren hätte geltend machen können, was er als Revisionsgrund
vorbringt (vgl. auch Art. 147 Abs. 1 f. DBG). Bei Art. 141 Abs. 2 StG handelt
es sich nach konstanter Praxis des Verwaltungsgerichts um einen
Nichteintretensgrund.
5.1.2. Tatsachen und Beweismittel im Sinne von Art. 141 Abs. 1 lit. a StG sind
nur dann zu berücksichtigen, wenn sie der betroffenen Steuerpflichtigen
zur Zeit der Veranlagung noch nicht bekannt waren oder nicht beigebracht
werden konnten und diese ihren Sorgfaltspflichten nachgekommen ist. Die
Revisionsmöglichkeit von Entscheiden soll nicht die praktische Bedeutung
der Rechtskraft von Steuerentscheiden aushöhlen, sondern in einzelnen,
sachlich begründeten Ausnahmefällen eine nachträgliche Korrektur
ermöglichen. Die Revision dient nicht dem Zweck, vermeidbare
Unterlassungen während des ordentlichen Verfahrens im Rahmen des
Revisionsverfahrens nachholen zu können, selbst wenn an sich ein
Revisionsgrund vorliegen würde. Aus diesem Grund muss die
Steuerpflichtige, welche die Revision eines rechtskräftigen Entscheids
veranlassen will, nachweisen, dass es ihr trotz sorgfältiger Abklärungen
nicht möglich war, die in Frage stehende Tatsache schon im
Veranlagungsverfahren vorzubringen. Die Revision ist also
ausgeschlossen, wenn die Gesuchstellerin den Revisionsgrund bei der ihr
zumutbaren Sorgfalt schon im ordentlichen Verfahren hätte geltend
machen können (vgl. VGU A 22 01 E.3.2 m.H.).
5.2. Im vorliegenden Fall hätte die Erblasserin bzw. ein allfälliger Vertreter bei
Wahrung der zumutbaren Sorgfalt bereits im Veranlagungsverfahren
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geltend machen können, was vorliegend als Revisionsgrund vorgebracht
wird. Es ist nicht einzusehen, warum sie nicht selbst die einschlägige
Rechtsprechung hätten konsultieren oder einen fachspezialisierten
Dritten, dem diese Rechtsprechung bekannt gewesen sein musste, mit der
Anfechtung der betreffenden Veranlagungen hätten beauftragen können.
Damit wäre eine Einsprache, so wie für 2019, auch für die Vorjahre 2013
bis 2018 möglich gewesen. Die Beschwerdeführer machen geltend, sie
hätten bereits in der Steuererklärung 2017 darauf hingewiesen, dass eine
gemeinsame Besteuerung zu erfolgen habe. In der Steuererklärung 2018
hätten sie zudem eine entsprechend grosse Anzahl an Beilagen der
Steuererklärung beigefügt. Sie machen also sinngemäss geltend, dass
man bereits seit 2017 darauf hingewiesen habe, dass eine gemeinsame
Besteuerung zum Verheiratetentarif zu erfolgen habe. Wenn man aber
diese Bemerkung in den Steuererklärungen – wie behauptet – anbringen
konnte, so galt umso mehr, dass man bei Nichtübernahme der
gemeinsamen Besteuerung und des Verheiratetentarifs gegen die
Veranlagungsverfügungen Einsprache hätte erheben können. Eine
Revision ist demnach, selbst bei Bejahung eines Revisionsgrundes,
mangels Wahrung der zumutbaren Sorgfalt im ordentlichen Verfahren
ausgeschlossen.
6. Nach den oberwähnten Gründe, die bereits zur Abweisung der
Beschwerde führen, erübrigen sich Ausführungen zur Frage, ob eine
Wiederherstellung der Frist zur Einreichung des Revisionsgesuchs
gemäss Art. 142 Abs. 1 StG in Frage kam. Der Vollständigkeit halber wird
nachfolgend auch auf diesen Punkt eingegangen.
6.1. Laut Art. 142. Abs. 1 StG ist das Revisionsgesuch innert 90 Tagen seit
Entdeckung des Revisionsgrundes, spätestens jedoch innert zehn Jahren
seit Eröffnung der Verfügung oder des Entscheides, zu stellen. Hier war
den Beschwerdeführern die Rechtsprechung gemäss BGU 2C_523/2007
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bei Einreichung der Einsprache vom 26. Februar 2021 gegen die
Veranlagung 2019 bekannt (s. Einsprache vom 26. Februar 2021 [Bg-act.
4]). Spätestens jedoch mit der Zustellung des Veranlagungsvorschlags
vom 29. März 2021 mit gemeinsamer Besteuerung und Verheiratetentarif
(Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 29. März 2021 [Bg-act. 7]) hat
hier die Revisionsfrist von 90 Tagen zu laufen begonnen. Das
Revisionsgesuch vom 14. Dezember 2021 ist somit verspätet, was auch
von den Beschwerdeführern anerkannt wird.
6.2. Versäumte Fristen können nur wiederhergestellt werden, wenn die Partei
beweisen kann, dass ihr oder ihrem Vertreter die Einhaltung der Frist
infolge eines unverschuldeten Hindernisses nicht möglich war. Das
Gesuch um Wiederherstellung ist innert zehn Tagen seit Wegfall des
Hindernisses einzureichen (Art. 124 Abs. 3 StG i.V.m. Art. 10 Abs. 1 VRG).
6.3. Wird davon ausgegangen, dass die 90tägige Frist bereits am 26. Februar
2021 (zum Zeitpunkt der Einreichung der Einsprache) zu laufen begann,
sind die ab Ende Juni 2021 dargelegten gesundheitlichen
Einschränkungen der Erblasserin und deren Ehemann
(Beschwerdeführer) irrelevant. Und selbst wenn angenommen wird, dass
die Frist am Empfangstag des Veranlagungsvorschlags vom 29. März
2021 zu laufen begann und diese bei Eintreten der
Gesundheitsverschlechterung der Erblasserin Ende Juni 2021 noch am
Laufen war, kann trotz der gesundheitlichen Einschränkungen nicht
nachvollzogen werden, inwiefern die Erblasserin bzw. ihr Ehemann nicht
einen Dritten mit der Gesuchstellung beauftragen konnten. Immerhin
konnte das Revisionsgesuch im Dezember 2021 durch den Sohn
(Beschwerdeführer) eingereicht werden. Weshalb dies nicht bereits früher
möglich gewesen sein soll, ist nicht erklärlich. Somit kommt auch keine
Wiederherstellung der Frist zur Einreichung des Revisionsgesuches in
Frage.
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7. Zusammengefasst ergibt sich, dass kein Revisionsgrund vorliegt. Selbst
wenn das Vorliegen eines Revisionsgrundes zu bejahen wäre, hätte die
Erblasserin bzw. die Beschwerdeführer ihn bereits im ordentlichen
Verfahren geltend machen können, womit die Beschwerdegegnerin zu
Recht auf das Revisionsgesuch betreffend die Kantons- und
Gemeindesteuern der Jahre 2013 bis 2018 nicht eingetreten ist.
Ausserdem scheint die 90tägige Frist zur Einreichung des
Revisionsgesuchs nicht eingehalten und eine Wiederherstellung
ausgeschlossen zu sein. Die Beschwerde erweist sich somit als
unbegründet und ist abzuweisen, soweit auf diese eingetreten werden
kann.
8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt
auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten der unterliegenden Beschwerdeführer,
die hierfür solidarisch haften (vgl. Art. 72 Abs. 2 VRG). Die Staatsgebühr
wird im Rahmen von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 800.00 festgesetzt.
8.2. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben
betrauten Organisationen steht in der Regel keine Parteientschädigung
zu, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 78 Abs. 2
VRG). Im vorliegenden Fall ist kein Grund ersichtlich, der es rechtfertigen
würde, von diesem Grundsatz abzuweichen.