# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 51befc29-7f5a-40a4-b469-c7557b99397a
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Y._ verkaufte am 1. Oktober 2012 eine ausschliesslich von ihm selbst bewohnte
Liegenschaft in A._ TG. Die Besteuerung des dabei angefallenen Rohgewinns von in
Höhe von CHF 212'041 wurde aufgeschoben, da Y._ am 27. September 2012 eine
Ersatzliegenschaft in B._ SG erworben hatte und diese ebenfalls ausschliesslich selbst
bewohnte. Am 25. Juni 2013 übertrug Y._ einen Miteigentumsanteil von einem Fünftel
am Grundstück in B._ an seine damalige Lebenspartnerin und heutige Ehefrau. Mit
öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 22. April 2016 veräusserte das Ehepaar Y._
das Grundstück in B._ und die dazugehörenden Autoeinstellplätze zum Preis von
CHF 865'000. Der Grundbucheintrag erfolgte am 2. Mai 2016, der Besitzesantritt am
1. Juni 2016. Zuvor hatte Y._ am 15. Mai 2014 einen Miteigentumsanteil von vier
Fünfteln an einer 4.5 Zimmerwohnung in der Gemeinde C._ SZ erworben. Den
restlichen Miteigentumsanteil von einem Fünftel kaufte seine Partnerin. Der
Erwerbspreis lag bei insgesamt CHF 849'000 (inkl. zugleich erworbene
Autoabstellplätze). Das kantonale Steueramt veranlagte Y._ am 9. November 2016
unter Berücksichtigung seines Miteigentumsanteils von vier Fünfteln mit einem
steuerbaren Grundstückgewinn von CHF 93'942 und einem Steuerbetrag von
CHF 23'148. Den Antrag auf Steueraufschub wies es ab mit der Begründung, die
Ersatzbeschaffungsfrist von einem Jahr sei überschritten worden. Das kantonale
Steueramt wies die vom Steuerpflichtigen gegen diese Veranlagung erhobene
Einsprache mit Entscheid vom 1. Februar 2017 ab. Dagegen erhob Y._ Rekurs bei der
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Verwaltungsrekurskommission, welche mit Entscheid vom 12. Dezember 2017 das
Rechtsmittel ebenfalls abwies.
B. Gegen diesen Entscheid erhob Y._ mit Eingabe vom 10. Januar 2018 (Datum
Poststempel) Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und der
steuerbare Grundstückgewinn 2016 auf CHF 0, eventualiter auf CHF 51'500
festzulegen; der zu viel bezogene Betrag der Grundstückgewinnsteuer sei mit
Vergütungszinsen zurückzuerstatten. Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen
wies die Beschwerde mit Entscheid B 2018/11 vom 9. Juli 2018 ab.
C. Mit einer beim Bundesgericht am 8. August 2018 eingegangenen Eingabe
beantragte Y._ im Wesentlichen, unter Aufhebung des Urteils des Verwaltungsgerichts
des Kantons St. Gallen vom 9. Juli 2018 sei auf die Erhebung von
Grundstückgewinnsteuern für das Jahr 2016 zu verzichten und eventualiter sei der
steuerbare Grundstückgewinn auf CHF 51'500 festzusetzen. Zudem forderte er
Vergütungszinsen für die seiner Ansicht nach zu viel bezogenen
Grundstückgewinnsteuern (Verfahren 2C_648/2018). Mit Urteil vom 25. September
2019 hiess das Bundesgericht die Beschwerde teilweise gut. Der angefochtene
Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 9. Juli 2018 wurde
insoweit aufgehoben, als damit die aufgrund der Handänderung vom 2. Mai 2016
geschuldete Grundstückgewinnsteuer unter Einbezug des gesamten, im Kanton
Thurgau erzielten Gewinnes von CHF 212'041 statt unter Berücksichtigung von
lediglich vier Fünfteln dieses Gewinns bestimmt wurde. Das kantonale Steueramt
wurde angewiesen, die vom Beschwerdeführer aufgrund der Handänderung vom
2. Mai 2016 geschuldete Grundstückgewinnsteuer ausgehend von einer dannzumal
erfolgten Realisation von vier Fünfteln des im Kanton Thurgau erzielten Gewinnes von
CHF 212'041 neu festzusetzen und allenfalls zu viel bezogene Beträge
zurückzuerstatten. Im Übrigen wies das Bundesgericht die Beschwerde ab, soweit
darauf einzutreten war.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
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1. Gemäss Bundesgerichtsurteil 2C_648/2018 vom 25. September 2019 sind die
Kosten- und Entschädigungsfolgen der kantonalen Verfahren (Beschwerde und Rekurs)
neu festzusetzen. Der Beschwerdeführer unterliegt insoweit, als von einem im Kanton
St. Gallen grundsätzlich steuerbaren Grundstückgewinn auszugehen ist. Hingegen
obsiegt er in Bezug auf den Eventualantrag, wonach die vom Beschwerdeführer
aufgrund der Handänderung vom 2. Mai 2016 geschuldete Grundstückgewinnsteuer
ausgehend von einer dannzumal erfolgten Realisation von lediglich vier Fünfteln des im
Kanton Thurgau erzielten Gewinns von CHF 212'041 zu bestimmen ist. Dem
Verfahrensausgang entsprechend erachtete das Bundesgericht den Beschwerdeführer
zu 40 Prozent und den Kanton St. Gallen zu 60 Prozent unterliegend (BGer
2C_648/2018 vom 25. September 2019 E. 8).
2. Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1,
VRP) hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. Es rechtfertigt sich, auch für die
kantonalen Verfahren den vom Bundesgericht festgelegten Kostenverteiler
anzuwenden. Dementsprechend sind die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens
vor Verwaltungsgericht (CHF 1'500) und des Rekursverfahrens vor
Verwaltungsrekurskommission (CHF 800) dem Beschwerdeführer zu zwei Fünfteln und
dem Beschwerdegegner zu drei Fünfteln aufzuerlegen. Der auf den Beschwerdeführer
entfallende Anteil der Entscheidgebühren von CHF 600 bzw. CHF 320 wird mit den
geleisteten Kostenvorschüssen von CHF 1'500 bzw. CHF 800 verrechnet; die
Restbeträge sind im Umfang von CHF 900 bzw. CHF 480 zurückzuerstatten. Auf die
Erhebung der Kostenanteile des Beschwerdegegners von CHF 900 für das
Beschwerdeverfahren und CHF 480 für das Rekursverfahren ist nicht zu verzichten
(Art. 95 Abs. 3 VRP).
3. Nach Art. 98 Abs. 1 VRP besteht im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht
Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten, welche den am Verfahren Beteiligten
gemäss Art. 98 VRP nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt werden. Die
Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272, ZPO) über die
Parteientschädigung finden sachgemäss Anwendung (Art. 98 VRP). Nach Art. 98
Abs. 2 VRP werden im Rekursverfahren ausseramtliche Kosten entschädigt, soweit sie
aufgrund der Sach- oder Rechtslage notwendig und angemessen erscheinen.
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3.1. Eine Partei, die sich nicht vertreten lässt, hat – mangels eines besonderen
Aufwandes – grundsätzlich keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (Art. 98
VRP in Verbindung mit Art. 95 Abs. 3 lit. c ZPO). Dass ihr gleichwohl Kosten für
Umtriebe erwachsen, ist ungewöhnlich und bedarf einer besonderen Begründung.
Darunter fallen insbesondere auch jene Parteien, die selbstständig am Verfahren
teilnehmen und sich bloss im Hintergrund rechtlich beraten und unterstützen lassen
(vgl. zum Ganzen B 2013/178 vom 12. Februar 2014 E. 4.4 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch). Im Beschwerdeverfahren war der Beschwerdeführer im
Gegensatz zum Rekursverfahren nicht vertreten. Er macht jedoch geltend, mit dem
Rechtsmittelverfahren nicht vertraut zu sein, weshalb er beratende, rechtliche
Unterstützung in formeller und materieller Hinsicht benötigt habe. Auch aus Gründen
der Waffengleichheit sei er auf eine rechtliche Unterstützung angewiesen. Diese
Angaben erscheinen glaubhaft, indem er die entsprechende Eingabe in Kopie an die
ihn bereits im Rekurs vertretende und später auch im bundesgerichtlichen
Rechtsmittelverfahren vertretende Rechtsvertreterin zustellte. Im vorliegenden
Beschwerdeverfahren erscheint unter diesen Umständen daher die Zusprechung einer
dem Verfahrensausgang entsprechend anteilsmässigen Umtriebsentschädigung als
gerechtfertigt. Bei unterschiedlichem Mass des Obsiegens und Unterliegens wendet
das Verwaltungsgericht den aus dem Zivilprozessrecht abgeleiteten Grundsatz an,
dass die Prozesskosten verhältnismässig verlegt werden, wobei die Entschädigung der
mehrheitlich obsiegenden Partei multipliziert wird mit der Differenz der Bruchteile, für
welche beide Parteien kostenpflichtig erklärt werden (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, Rz. 832; R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach
st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St. Gallen 2004, S. 183) Der
Staat (Beschwerdegegner) hat folglich den Beschwerdeführer für seine Umtriebe mit
CHF 100 zu entschädigen, ausgehend von einer Umtriebsentschädigung von CHF 500.
3.2. Im Rekursverfahren war der Beschwerdeführer anwaltlich vertreten, weshalb er
Anspruch auf eine reduzierte ausseramtliche Entschädigung hat (Art. 98 Abs. 1 und
2 VRP in Verbindung mit Art. 98 VRP). Seine Rechtsvertreterin hat keine Kostennote
eingereicht. Am 1. Januar 2019 ist der VI. Nachtrag zur Honorarordnung vom 28.
November 2018 in Kraft getreten (nGS 2019-019). Gemäss Art. 30 der
Honorarordnung (sGS 963.75, HonO) wird das Honorar für die Instanz, bei der das
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Verfahren bei Vollzugsbeginn dieses Nachtrags anhängig ist, nach neuem Recht
bemessen. Daraus folgt, dass vorliegend für das Verfahren vor
Verwaltungsrekurskommission die Ansätze in der bis 31. Dezember 2018 gültigen
Fassung der Honorarordnung anzuwenden sind. Gemäss aArt. 22 Abs. 1 Ingress und
lit. b HonO betrug das Honorar in der Verwaltungsrechtspflege vor
Verwaltungsrekurskommission zwischen CHF 1'000 und CHF 12'000. Innerhalb des für
eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen
Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des
Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO
sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, AnwG). Im
Rekursverfahren erscheint ein Honorar von CHF 2'000 als angemessen. Entsprechend
dem Verfahrensausgang hat der Staat (Beschwerdegegner) den Beschwerdeführer
daher für das Rekursverfahren mit einem Honorar von CHF 400 zuzüglich 4 Prozent
Barauslagen, insgesamt also mit CHF 416, das heisst zu einem Fünftel, zu
entschädigen. Hinzuzuzählen ist – nach altem Recht auch ohne ausdrücklichen Antrag
– die Mehrwertsteuer (aArt. 29 HonO), wobei angesichts des Umstandes, dass die
anwaltlichen Leistungen im Rekursverfahren vor dem 31. Dezember 2017 erbracht
wurden, noch der Satz von 8 % zur Anwendung gelangt (vgl. Ziff. 2.1 der MWST-Info
19 zur Steuersatzänderung per 1. Januar 2018, www.estv.admin.ch).
3.3. Nach Art. 98 Abs. 3 VRP werden im erstinstanzlichen Einspracheverfahren
regelmässig keine ausseramtlichen Kosten zugesprochen. Den Beteiligten ist es nach
Meinung des Gesetzgebers möglich und zumutbar, in erstinstanzlichen Verwaltungs-
und Einspracheverfahren ihre Rechte selber und ohne Entschädigung zu wahren (Hirt,
a.a.O., S. 155). Der in der Einsprache vom 4. Dezember 2016 gestellte Antrag des
Beschwerdeführers, ihm sei eine Entschädigung zuzusprechen, ist entsprechend
abzuweisen.
4. Für diesen Entscheid werden weder amtliche Kosten erhoben (Art. 97 VRP) noch
ausseramtliche Kosten entschädigt.