# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ebf507c6-1d8c-4fd4-b088-664c9a56208f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, meldete sich am 19. Mai 2003 unter Hinweis auf Rückenbeschwerden und Kopfschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle,
sprach ihm mit Verfügung vom 5. September 2003 bei einem
In
validitätsgrad
von 100 % eine ganze Rente ab 1. September 2003 zu (Urk. 8/13).
Nach Eingang eines am 22. September 2004 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 8/20) holte die IV-Stelle medizinische Berichte ein und veranlasste beim
Y._
ein multidisziplinäres Gutachten, das am 8. Dezember 2005 (Urk. 8/31) erstattet wurde.
Mit Verfügung vom 16. Januar 2006 hob die IV-Stelle die bisher ausgerichtete ganze Rente auf (Urk. 8/35). Die dagegen erhobene Einsprache (Urk. 8/36, Urk. 8/42) wies die IV-Stelle mit
Einspracheentscheid
vom 16. Mai 2006 ab und hob die Verfügung vom 5. September 2003 wiedererwägungsweise auf (Urk. 8/48).
Am 1. Februar 2008 reichte die
Z._
ein Gesuch um erneute Leistungs
prüfung ein (Urk. 8/57). Der Versicherte meldete sich
sodann
im Juni 2009 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/69).
Die IV-Stelle sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 14. Juli 2010 bei ei
nem Invaliditätsgrad von 59 % eine halbe Rente ab 1. Februar 2008 zu (Urk. 8/91).
1.2
Nach Eingang eines am 17. Januar 2013 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 8/98) holte die IV-Stelle
medizinische Berichte ein und veranlasste
beim
A._
ein psychiatrisches Gutachten, das am 23. September 2013 erstattet wurde (Urk. 8/116). Zudem holte sie beim
B._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 5. Januar 2015 erstattet wurde (Urk. 8/143). Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk. 8/148, Urk. 8/150
) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 15. Juni 2015 die bisher ausgerichtete halbe Rente auf (Urk. 8/161 = Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am 17. August 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom 15. Juni 2015 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm eine
ganze
Invalidenrente zuzusprechen, e
ventuell sei
ein neues psychiatrisches Gutachten einzuholen und neu zu
verfügen (Urk. 1 S. 2 Ziff. I.1-3
). Zudem sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege
und Rechtsvertretung zu
ge
währen (Urk. 1 S. 2 Ziff. II.
2).
Am 23. September 2015 zog der Versicherte das Gesuch um un
entgeltliche Rechtspflege und Rechtsvertretung zurück (Urk. 8/6).
Die IV-Stelle
beantragte mit Beschwerdeantwort vom 24. September 2015 (Urk. 7) die Ab
weisung der Beschwerde.
Mit Verfügung vom 19. November 2015 wurde die Beschwerdeantwort dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht und die
Pen
sionskasse
PK-SBV, Pensionskasse Schweizerischer Baumeisterverband, zum Prozess beigeladen (Urk. 9). Mit Eingabe vom 14. Dezember
2015
(Urk. 11)
er
klärte letztere, nicht die zuständige Vorsorgeeinrichtung im Fall des Beschwer
deführers zu sein.
Der Beschwerdeführer liess sich mit Eingabe vom 16. Dezember 2015 (Urk. 13) erneut vernehmen. Mit Verfügung vom 17. Dezember 2015 wurde sodann die Swiss Life AG zum Prozess beigeladen (Urk. 14). Mit Eingabe vom 22. Dezember
2015
(Urk. 17) teilte die
BVG-
Sammelstiftung
Swiss Life mit, dass sie
die zu
ständige Pensionskasse sei und auf eine Stellungnahme verzichte. Mit Verfü
gung vom 11. Januar 2016 wurde die Eingabe der Beigeladenen dem Beschwer
deführer und d
er Beschwerdegegnerin zur Kenntnis gebracht
(Urk. 18).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
-
gust
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.4
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt
also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.5
Mit
BGE 141 V 281
hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 u
nd an
schliessende Urteile) ange
passt und festgehalten, dass die Invaliditätsbemessung stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichti
gen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE
130 V 352 begründete Rechtspre
chung die Sicherstellung eines gesetzmässigen
Versi
cherungsvollzuges
mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der Überwindbarkeitsvermutung. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben. Denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuh
alten. Das bishe
rige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein st
rukturier
tes Beweisverfahren er
setzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchti
gung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweisl
ast der rentenansprechenden Per
son (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch
nichts. An die Stelle des bishe
rigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender
somatoformer
Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) trete
n im Re
gelfall beachtliche Stan
dardindikatoren. Diese lassen sich in die Ka
tegorien Schweregrad und Konsis
tenz der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die
Präponderanz
der psychiatri
schen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlich
er Natur. Recht und Medizin wir
ken sowohl bei der Formulierung der
Standardindikato
ren
wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzel
fall zu
sammen. Im Grunde konkre
tisieren die in E. 4 und 5 formulierten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psychosomatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG. Die
Aner
kennung eines rentenbegrün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, w
enn die funktionellen Auswirkun
gen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nach
gewiesen sind. Fehlt e
s da
ran, hat die Folgen der Beweislosigkeit nach wi
e vor die materiell beweisbelas
tete versicherte Person zu tragen (E. 6).
1.6
Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht i
n
BGE 141 V 281
wie folgt:
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
(E. 4.3.1.2)
Komorbiditäten
(E. 4.3.1.3)
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener
Lei
dens
druck
(E. 4.4.2)
Die Antworten, welche die medizinischen Sachverständigen anhand der (im Einzelfall relevanten) Indikatoren geben, verschaffen den Rechtsanwendern In
dizien, wie sie erforderlich sind, um den Beweisnotstand im Zusammenhang mit der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit bei psychosomatischen Störungen zu überbrücken (E. 4.1.3).
1.7
Wie in
BGE 141 V 281
festgehalten (E. 5.2.1), hat sich das Bundesgericht ver
schiedentlich, so auch jüngst, über das Zusammenwirken von Recht und Medi
zin bei der konkreten Rechtsanwendung geäussert. Danach ist es sowohl den begutachtenden Ärzten al
s auch den Organen der Rechtsan
wendung aufgege
ben, die Arbeitsfähigkeit im E
inzelfall mit Blick auf die nor
mativ vorgegebenen Kriterien zu beurteilen. Die medizinischen Fachpersonen und die Organe der Rechtsanwendung prüfen die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (BGE 137 V 64 E. 5.1). Bei der Abschätzu
ng der Folgen aus den diagnosti
zierten gesundheitli
chen Beeinträchtigungen nimmt zuerst der Arzt Stellung zur Arbeitsfähigkeit. Seine Einschätzung ist ein
e wichtige Grundlage für die an
schliessende juristi
sche Beurteilung der Frage, welche Arbeitsle
istung der versi
cherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2; Ulrich Meyer, Der Rechtsbegriff der Arbeitsunfähigkei
t und seine Bedeutung in der So
zialversicherung, nament
lich für den Einkomme
nsvergleich in der Invaliditäts
bemessung, in: Schmerz und Arbeitsunfähigkeit, Schaffhauser/
Schlauri
[Hrsg.], 2003, S. 49).
In diesem Sinne lautet die normativ bestimmte
Gutachterfrage, wie
die sach
-
ver
ständige Person das Leistungsvermögen einschätzt, wenn sie dabei den ein
schlägigen Indikatoren folgt. Die Rechtsanwender überprüfen die betreffen
den Angaben frei, insbesondere dahin, ob die Ärzte sich an die massgebenden nor
mativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das heisst, ob sie ausschliess
lich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitli
chen Beeinträchtigung sind (Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG), sowie, ob die
ver
siche
rungsmedizinische
Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage er
folgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG; vgl. BGE 137 V 64 E. 1.2 in
fine
). Dies sichert die einheitliche und rechtsgleiche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (BGE 140 V 290 E. 3.3.1, 135 V 201 E. 7.1; E. 5.2.2).
Jedenfalls in der Invalidenversicherung tragen Recht und Medizin, je nach ihren fachlichen und funktionellen Zuständigkeiten, zur Feststellung ein und dersel
ben Arbeitsunfähigkeit bei. Das heisst, dass die medizinischen Gutachter nicht, wie häufig anzutreffen, eine quasi freihändige Beurteilung abgeben und dane
ben noch Grundlagen liefern sollen, anhand derer die Rechtsanwender eine von der subjektiven ärztlichen Einschätzung losgelöste Parallelüberprüfung vor
nehmen. Es gibt keine unterschiedlichen Regeln gehorchende, getrennte Prü
fung einer medizinischen und einer rechtlichen Arbeitsfähigkeit (E. 5.2.3).
1.8
In intertemporalrechtlicher Hinsicht ist sinngemäss wie in BGE 137 V 210 (betref
fend die rechtsstaatlichen Anforderungen an die medizinische Begutach
tung) vorzugehen. Nach diesem Entscheid verlieren gemäss altem
Verfahrens
standard
eingeholte Gutachten nicht per se ihren Beweiswert. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Ge
gebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vor
handenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE a.a.O. E. 6 in
initio
). In sinngemässer Anwendung der nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforderungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü
fen, ob die beigezogenen admi
nistrativen und/oder gerichtlichen Sachverständi
gengutachten – gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berich
ten – eine schlüssige Beurteilung im Lichte der massgeblichen Indikatoren er
lauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Um
ständen eine punktuelle Ergänzung genügen (
BGE 141 V 281
E. 8).
1.9
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer Verfügung vom 15. Juni 2015 (Urk. 2)
davon aus, dass sich die medizinische Situation verändert habe.
Gemäss dem
Gutachten der
B._
bestehe
beim Beschwerdeführer eine anhaltende
somato
forme
Schmerzstörung. Diese Diagnose gehöre zu den
pathogenetisch
-ätiolo
gisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage, sofern sie nicht bildgebend nachgewiese
n werden könne. Gemäss aktuell
er
Rechtsprechung gelte bei derartigen Krankheitsbildern, dass diese an sich keinen invalidisierenden Charakter hätten und somit keine dauerhafte Ar
beitsunfähigkeit begründen könnten. Eine eigenständige, vom Schmerzerleben losgelöste, erhebliche psychische Komorbidität sei nicht vorhanden. Bei den ge
stellten psychiatrischen Diagnosen handle es sich um eine reaktive depressive Komponente. Aus den Akten gehe hervor, dass der Beschwerdeführer lediglich einmal alle drei Wochen zu seinem Psychiater in Behandlung gehe. Aus medizi
nischer Sicht sei somit die Diagnose einer schweren Depression, wie sie vom behandelnden Psychiater gestellt werde, nicht nachvollziehbar. Ebenfalls be
stehe keine Verwahrlosung des Beschwerdeführers, was ebenfalls Indiz für eine schwere depressive Phase wäre. Weiter könne festgehalten werden, dass die psychosozialen Belastungsfaktoren wie die finanziellen Probleme und die feh
lende Integration seit Krankheitsbeginn überwiegen würden.
Solche äusseren Umstände könnten jedoch nicht als gesundheitliche Beeinträchtigung im Sinne des Gesetzes verstanden werden. Zusätzlich bestehe kein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens. Der Beschwerdeführer lebe mit seiner Ehefrau und dem Sohn im gleichen Haushalt, reise gelegentlich in die Ferien in den Kosovo und pflege soziale Kontakte (S. 2).
Bei den gesundheitlichen Beeinträchtigungen sei davon auszugehen, dass bei Aufbietung allen guten Willens und einer adäquaten Therapie die Einschrän
kung der Erwerbsfähigkeit überwindbar sei. Es bestehe somit kein IV-relevanter Gesundheitsschaden mehr (S. 2 unten).
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwerdeführer den Standpunkt (Urk. 1), die
Be
schwerdegegnerin
habe die Diagnosen der beiden eingeholten Gutachten un
terschlagen.
Gemäss dem psychiatrischen Gutachten des
A._
habe sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers leicht verschlechtert. Es sei eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom im Rahmen einer
chronifizierten
rezidivierenden depressiven Störung sowie eine anhaltende Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen diag
nostiziert worden. Im Weiteren hätten die Gutachter eine schlechte Prognose für die Steigerung der Arbeitsfähigkeit in der Zukunft angegeben und hätten dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 20 % in angestammter und an
ge
passter Tätigkeit attestiert (S. 4 Ziff. III.4).
In der Folge habe die Beschwerdegegnerin
bei der
B._
ein polydisziplinäres Gutachten eingeholt
, woraus
ersichtlich
sei
, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers mittlerweile sogar noch weiter ve
rschlechtert habe. Die Gutachter
hätten beim Beschwerdeführer in psychiatrischer Hinsicht eine schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen sowie andere akute, vorwiegend wahnhafte psychotische Störungen, eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung
so
wie ein
panvertrebales
Schmerzsyndrom mit/bei röntgenolo
gisch beschriebener struktur
eller Torsionsskoliose der Brustwirbelsäule und
Len
denwirbelsäule
in Verbindung mit einem statisch ungünstigen Hohl-Rundrü
cken sowie röntgenologisch beschriebenen, nach distal zunehmenden lumbalen
Spondylarth
r
osen
diagnostiziert. Im Weiteren sei dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % sowohl in angestammter als auch in angepasster Tätigkeit attestiert worden. Zudem seien Hinweise auf Selbstlimitierung, Aggra
vation oder Simulation klar verneint worden (S. 4 Ziff. III.4).
Aus diesen Umständen sei klarerweise von einer Arbeits
un
fähigkeit des Beschwer
deführers von 100 % sowohl in angestammter als auch in angepasster Tätigkeit auszugehen. Er habe daher Anspruch auf eine
ganze
Invalidenrente (S. 5 Ziff. III.4).
2.3
Streitig ist die revisionsweise Aufhebung der bisher ausgerichteten halben Rente, wobei namentlich zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers wesentlich verbessert respektive sich die für die
Invaliditäts
bemessung
massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat.
Zu vergleichen ist dabei der Sachverhalt im Zeitpunkt der zweiten
Renten
-
zuspra
che
ab Februar 2008 mittels Verfügung vom 14. Juli 2010 mit dem
-
jenigen
, welcher der hier angefochtenen Verfügung vom 15. Juni 2015 zu
grunde lag.
3.
3.1
Der rechtskräftigen
Leistungszusprache
vom 14. Juli 2010 (Urk. 8/91) lag im Wesentlichen
das psychiatrische Gutachten von
Dr.
med.
C._
, Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. August 2009 (Urk. 8/75) zu
grunde.
Dr.
C._
erstattete das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag ge
gebene psychiatrische Gutachten (Urk. 8/75) gestützt auf die ihm überlassenen Akten (S.
4 ff. Ziff. A.1)
, die Angaben des Beschwerdeführer
s (S. 13 f. Ziff. A.2
)
und die durch ihn erhobene Befunde
n
(S. 15 ff. Ziff. A.3).
Der
Gutachter nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S. 21 Ziff. A.4.1):
rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet, im Sinne ei
ner atypischen monopolaren Depression, gegenwärtig mittelgradige Ausprägung (ICD-10 F33.9) bestehend seit 2006
Aus psychiatrischer Sicht lasse sich beim Beschwerdeführer eine
Symptomaus
weitung
feststellen, welche diagnostisch als somatisch nicht ausreichend
ab
stützbare
Schmerzen bei psychologischen Faktoren oder Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifizierten Krankheit
en einzuschätzen sei
. Diese Diagnose ent
spreche keine
r
psychiatrischen Erkrankung im eigentlichen Sinne und keiner unbewussten Konfliktverarbeitung seitens des Beschwerdeführers, sondern vielmehr einer erlernten Verhaltensstörung im Sinne einer dysfunktionalen Ver
arbeitung von Schmerzen
. Beim Beschwerdeführer lägen keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerzstörung vor, insbesondere fän
den sich zum Zeitpunkt der Entstehung der Schmerzproblematik keine psycho
sozialen Belastungen. Es gäbe keine Hinweise für eine Simulation
(S. 27 Ziff. A.5)
.
Aus psychiatrischer Sicht komme der Diagnose einer
Symptomaus
weitung
kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu, da dem Beschwerdeführer die Willensanstrengung, die nötig sei, um die Schmerzen zu überwinden, zugemutet werden könn
e
(S. 30 Ziff. A.5).
Insgesamt bestehe aus psychiatrischer Sicht aktuell durch die rezidivierende depressive Störung eine mittelgradige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 33 Ziff. A.5). Der Beschwerdeführer sei in der Lage, sechs Stunden pro Tag bei ei
ner um 30 % verminderten Leistungsfähigkeit zu arbeiten
, dies gelte für die bis
herige wie auch für eine angepasste Tätigkeit (S. 35 Ziff. C.1
-2
).
3.2
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in ihrer Stellungnahme vom 5. November 2009 (Urk. 8/78/3-4) aus, dass das psychiatrische Gutachten umfassend sei und da
rauf abgestellt werden könne. Der Beschwerdeführer sei seit Anfang 2006 aus psychiatrischer Sicht in körperlich angepassten Tätigkeiten zu 50 % arbeitsfä
hig. Die Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf sei weiterhin zu 100 % einge
schränkt.
3.
3
Den Invaliditätsgrad ermittelte die Beschwerdegegnerin anhand eines
Einkom
mensvergleiches
.
Das
Valideneinkommen
ermittelte sie aufgrund der Angaben im Arbeitgeberfragebogen vom 2. Juni 2003 (Urk. 8/6/1-3), unter Berücksichti
gung der Nominallohnentwicklung aufgerechnet auf das Jahr 2008. Das
Invali
deneinkommen
ermittelte sie unter Annahme einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gestützt auf Tabellenlöhne (Urk. 8/78 S. 4 unten
, Urk. 8/88 S. 1 unten
). Die Beschwerdegegnerin errechnete so einen eine halbe Rente begründenden Invaliditätsgrad von 59 %
ab Februar 2008 (
Urk. 8/78 S. 5 oben,
Urk. 8/88 S. 1 unten, S. 2 oben).
4.
4.1
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in sei
nem Bericht vom 18. Januar 2013 (Urk. 8/
103/
2-4) aus, dass er den Beschw
er
deführer seit 2010 behandle
(Ziff. 3)
und nannte folgende Diagnosen (Ziff. 2):
depressive Episode schweren Grades (ICD-10 F32.2)
Differenzialdiagnose
: Schizophrenie, teils paranoide, teils
simplex
Symp
tomatik (ICD-10 F20.0, F20.6)
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen (ICD-10 F45.41)
Seit einem halben Jahr bestehe eine zunehmende Minus-Symptomatik, die weit über die depressionstypische Antriebshemmung hinausgehe. Diese äussere sich durch Selbstversunkenheit, sozialer Rückzug, Apathie, Sprac
hverarmung bis hin zum
Mutismus
und einer
Affektverflachung. Die nonverbale Kommunikation sei auf ein Minimum reduziert und die kognitiven Leistungen und das soziale Funktionieren sei
en
massiv
gesunken. Laut Ehefrau
des Beschwerdeführers
würde
dieser
, wenn unbeobachtet, vor sich hin murmeln, gelegentlich höre er Stimmen. Der Verlauf sei verschlechternd (Ziff. 3).
Es würden monatliche Sit
zungen stattfinden, mangels verbaler Kommunikation sei eine Psychotherapie im engeren Sinne kaum möglich (Ziff. 4).
4.2
Vom 4. Februar bis 26. April 2013 wurde der Beschwerdeführer in der
F._
, sta
tionär behandelt.
Im Bericht vom 26. April 2013 (Urk. 8/110/6-7) wurden fol
gende Diagnosen genannt (S. 1 Mitte):
rezidivierende depressive Störung, mit einer gegenwärtigen depressiven Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F33.3)
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Beide Störungen würden seit mehreren Jahren bestehen. Es könne sowohl eine
Chronifizierung
als auch eine Verschlechterung der Symptomatik festgestellt werden. Die depressiven Symptome hätten sowohl an Intensität und Häufigkeit zugenommen, mit neu aufgetretener psychotischer Symptome in Form von Halluzinationen und ein nicht systematisierter Wahn. Begleitet zu den psycho
tischen Symptomen bestehe ein Zustand der inneren Unruhe und Anspannung. Ferner bestünden Einschränkungen in den neurokognitiven Funktionen, der Gedankengang sei verlangsamt, das logische, abstrakte und voraussehende Denken sei eingeschränkt.
Psychomotorisch sei der Beschwerdeführer verlang
samt, Gestik und Mimik seien verarmt (S. 1 Mitte).
Der Beschwerdeführer sei zu 100 % arbeitsunfähig. In Anbet
racht des chroni
schen Verlaufes
sowie der nur noch reduzierten therapeutischen Möglichkeiten sei die Prognose insgesamt als ungünstig zu betrachten (S. 1 unten).
4.3
Das
A._
, Privatklinik für Psychiatrie und Psychotherapie, er
stattete das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene psychiatrische Gutachten am 23. September 2013
(Urk. 8/116)
. Die Gutachter stützten sich auf die ihnen überlassenen und zusätzlich angeforderten Akten (S. 3 ff. Ziff. 3),
die Angaben des Beschwerdeführers (S. 7 ff. Ziff. 4.1-4.6),
die Angaben der Ehefrau des Beschwerdeführers
(S. 11
Ziff. 4
.7
)
und auf die durch sie erhobenen Befunde (S. 11 ff. Ziff. 5).
Die
Gutachter nannten die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die
Ar
-
beits
fähigkeit
(S. 13 Ziff. 5.3):
mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom im Rahmen einer
chronifizierten
rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10 F33.10)
anhaltende Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen (ICD-10 F45.4)
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit der Begutachtung durch
Dr.
C._
im August 2009 (
vorstehend
E. 3.
1
) leicht verschlechtert. Die Verschlechterung sei darin zu sehen, als dass sich der Beschwerdeführer subjek
tiv als erschöpfter und antriebsloser erlebe. Es sei ein deutlicher Leidensdruck spürbar, der nicht auf das Erlangen finanzieller Unterstützung abzuzielen scheine. Mittels Beck-Depressions-Inventar habe aufgezeigt werden können, dass es sich im Vergleich zu dem im Gutachten vom August 2009 erwähnten Befund um eine Zunahme der Depressivität handle. Die Verschlechterung des Gesundheitszustandes sei vor allen Dingen subjektiv zu sehen und habe keine wesentliche Auswirkung auf den Alltag des
Beschwerdeführers
im Vergleich zum Zeitpunkt des letzten Gutachtens im 2009 (S. 16 Ziff. 8
.1
).
Aus psychiatrischer Sicht sei eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 80 % gegeben (S. 16 Ziff. 8.2) beziehungsweise sei der Beschwerdeführer in ange
passter Tätigkeit und geschütztem Rahmen zu 20 % arbeitsfähig (S. 17 Ziff. 8.4).
Die Arbeits
un
fähigkeit sei aktuell auf die psychiatrische Diagnose zurückzu
führen, die jedoch vermutlich aufgrund psychosozialer und somatischer Fakto
ren entstanden sei. So sei anzunehmen, dass dem Beschwerdeführer, sowohl vor dem kulturellen Hintergrund als auch aufgrund des niedrigen Bildungsniveaus,
Copingstrategien
gefehlt hätten, um mit den initial vorhandenen Schmerzen umzugehen (S. 17 Ziff. 8.5).
4.4
Vom 10. bis 14. März 2014 wurde der Beschwerdeführer im
G._
stationär behandelt. Im (undatierten) Austrittsbericht (Urk. 8/131/12-13) wurden folgende Diagnosen genannt (S. 1 Mitte):
stuporöses
Zustandsbild
am ehesten im Rahmen Diagnose 2
depressive Erkrankung
aktuell: mittelschwere depressive Episode
Status nach mittelgradiger depressiver Episode mit somatischem Syn
drom im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung
stationärer K
linikaufenthalt (
Z._
) 3.
Dezember 2007 bis
13.
Fe
-
bruar
2008
Obstipation
4.5
Dr.
E._
, nannte in seinem Bericht vom 14. September 2014 (Urk. 8/131/1-3) die folgenden
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 2):
gemischte
schizoaffektive
Störung (ICD-10 F25.2)
chronische Schmerzstörung (ICD-10 F45.41)
Beide Störungen hätten einen negativen Einfluss auf die Erwerb
s
fähigkeit. Es bestehe nunmehr seit langen Jahren eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 2). Seit seinem letzten Bericht vom Januar 2013 (vorstehend E. 4.1) be
stehe ein schwankendes klinisches Bild. Es bestehe weiterhin eine ausgeprägte Minus-Symptomatik, ein Interessen- und Freudenverlust, eine affektive und kommunikative „Versandung“, Apathie, partieller
Mutismus
, zwischendurch paranoid-
halluzinatorisch
. Seit Mai 2014 bestehe ein unklares,
stuporöses
Zu
standsbild
, am ehesten eine Überdosierung, eventuell in suizidaler Absicht. Seither sei der Beschwerdeführer vorwiegend
mutistisch
abgekapselt (Ziff. 3).
4.
6
Die Ärzte des
B._
erstatte
ten am 5. Januar 2015
(Urk. 8/143/1-26)
das von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten gestützt auf die ihnen überlasse
nen Akten (
S. 4 ff. Ziff. C), die von ihnen durchgeführte
n
Untersuchungen (S. 21 Ziff. E) sowie auf ein psychiatrisches (S. 18 ff. Ziff. D.1
, S.
27
ff.
), ein or
thopädisch-
traumatologisches
(S. 20 Ziff. D.2
, S.
36
ff.
) und ein internistisches (S. 20 f. Ziff. D.3,
S.
44
f
f
.
) Teilgutachten.
Die
Gutachter nannten die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die
Ar
-
beits
fähigkeit
(S. 21 Ziff. F.1):
Differentialdiagnose: schwere depressive Episode (ICD-10 F32.3) mit psy
chotischen Symptomen / andere akute, vorwiegend wahnhaft
e
Stö
rung (ICD-10 F23.3)
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
panvertebrales Schmerzsyndrom
mit/bei
röntgenologisch beschriebener struktureller Torsionsskoliose der
Brust
wirbelsäule
und Lendenwirbelsäule in Verbindung mit einem statisch ungünstigen Hohl-Rundrücken
röntgenologisch beschriebenen, nach distal zunehmenden lumbalen
Spondylarthrosen
Aus orthopädischer Sicht bestehe für eine angepasste Tätigkeit eine Arbeits
-
fähig
keit
von 80 %. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei die
psy
chia
-
trische
Situation mit jetzt einem psychotischen Bild führend. Im psychi
schen Befund seien zahlreiche
Pathologika
nachweisbar. Die diagnostische Ein
ordnung müsse gegenwärtig noch offen bleiben. Erst der weitere Verlauf werde hier mehr Klarheit bringen. Die Arbeitsfähigkeit sei hi
er jedoch eindeutig aufge
hoben (S. 22 f. Ziff. G). Die jetzt eindeutig vorliegende
somatoforme
Schmerz
störung
sei vermutlich auch in das psychotische Geschehen miteinzubeziehen. Die durchgeführte Behandlung sei adäquat und beinhalte die not
wendigen
Me
dikamentenspezifika
(S. 34 oben).
Aus interdisziplinärer Sicht bestehe führend wegen der psychiatrischen Erkran
kung eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Es bestehe sowohl für die bisherige als auch für eine
angepasste
Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
. So
wohl für die angestammte
Tätigkeit
als auch
für eine
Verweistätigkeit sei die jetzige Vers
chlechterung mit dem Bericht
der
F._
(vorstehend E. 4.2) ab dem 4. Februar 2013 dokumentiert
(S. 22 f.
Ziff. G).
4.
7
Dr.
med.
H._
,
Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Arbeitsmedizin, RAD, führte in ihrer Stellungnahme vom 16. Januar 2015 (Urk. 8/144/7-11) aus, dass es sich vorliegend um das typische Bild einer
chro
nifizierten
somatoformen
Schmerzstörung handle, im Verlauf mit
Schmerzaus
weitung
und Zunahme der Passivität: Langzeitarbeitslosigkeit und fehlende Aufgabe beziehungsweise
Dekonditionierung
bei fehlender Integration, Anal
phabetismus sowie psychosozialen Belastungsfaktoren mit finanziellem Eng
pass. Eine eigenständige psychiatrische
Komborbidität
sei von Beginn weg nicht vorhanden, es handle sich um eine reaktive depressive Komponente, welche in
tegraler Bestandteil der
somatoformen
Schmerzstörung darstelle. Psychosoziale Belastungsfaktoren würden seit Beginn im Krankheitsgeschehen überwiegen. Eine IV-relevante deutliche Gesundheitsverschlechterung oder neue Diagno
sen/Funktionseinschränkungen seien im Verlauf nicht hinzugekommen
(S. 11)
.
5.
5.1
Der rechtskräftigen
Leistungszusprache
vom 14. Juli 2010 (Urk. 8/91) lag im Wesentlichen das psychiatrische Gutachten von
Dr.
C._
zugrunde, in wel
chem
eine rezidivierende depressive Störung, nicht näher bezeichnet, im Sinne einer atypischen monopolaren Depression, gegenwärtig mittelgradige Ausprä
g
ung, diagnostiziert wurde (
vorstehend
E. 3.
1
).
Die Beschwerdegegnerin erach
tete den Beschwerdeführer als zu 50 % arbeitsfähig in ei
ner angepassten Tätig
keit (
vorstehend
E. 3.3).
Demgegenüber stützte sich die Beschwerdegegnerin beim Erlass der angefochte
nen Verfügung vom 15. Juni 2015 (Urk. 2
) auf das Gutachten der
B._
sowie auf die Stellungnahme der RAD-Ärztin
H._
, wonach beim Beschwerde
führer
eine anhaltende
somatoforme
Sch
merzstörung bestehe, die nicht invali
disierend
sei (
vorstehend E. 2.1, 4.
7
).
5.2
Im Lauf
e
des Revisionsverfahrens gab
die Beschwerdegegnerin beim
A._
ein psychiatrisches
(
vorstehend E. 4.3)
und bei der
B._
ein
polydis
ziplinäres
Gutachten
(
vorstehend
E. 4.6
)
in Auftrag
. Vorab ist festzustellen, dass die beiden genannten Gutachten den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Beweisgrundlag
e (
vorstehend
E. 1.9
)
genü
gen.
Im psychiatrischen Gutachten
des
A._
vom September 2013 wurden eine mittelgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom im Rahmen einer
chronifizierten
rezidivierenden depressiven Störung sowie eine anhaltende Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Anteilen diag
nostiziert. Es wurde weiter festgehalten, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Begutachtung im August 2009, auf welcher die
Leistungszusprache
vom 14. Ju
li 2010 basiert (
vorstehend E. 3.1), leicht
ver
schlechtert
habe. Die Verschlechterung liege darin, als sich der Beschwerdefüh
rer subjektiv als erschöpfter und antriebsloser erlebe. Auch sei ein deutlicher Lei
den
sdruck spürbar und es liege eine Zunahme der Depressivität vor.
Dem Beschwerdeführer wurde sodann eine Arbeitsfähigkeit von 20 % für eine ange
pa
sste Tätigkeit attestiert (
vorstehend E.
4.3
). Im polydisziplinären Gutachten der
B._
vom Januar 2015 wurde dem Beschwerdeführer sodann differential
diagnostisch eine schwere depressive Episode
mit psychotischen Symptomen und eine
andere akute, vorwiegend wahnhaft
e
Störung, eine anhaltende
soma
toforme
Schmerzstörung und ein panvertebrales Schmerzsyndrom mit/bei rönt
genologisch beschriebener struktureller Torsionsskoliose der Brustwirbelsäule und Lendenwirbelsäule in Verbindung mit einem statisch ungünstigen Hohl-Rundrücken und röntgenologisch beschriebenen, nach distal zuneh
menden lumbalen
Spondylarthrose
diagnosti
ziert. Für die Beurteilung der Arbeitsfähig
keit sei die psychiatrische Situation mit einem jetzigen psychotischen Bild füh
rend. Dem Beschwerdeführer wurde sodann wegen der psychiatrischen Erkran
kung eine vollständige Arbeitsunfähigkeit sowohl für die bisherige als auch für eine leidensangepa
sste Tätigkeit attestiert (
vorstehend
E. 4.
6
).
Zusammenfassend kommen beide Gutachten zum Schluss, dass sich der
Ge
-
sund
heitszustand
des Beschwerdeführers seit der letzten Begutachtung im August 2009 in psychischer Hinsicht verschlechtert hat. Dies wird auch durch die anderen ärztlichen Berichten ersichtlich, die im Laufe des
Revisionsverfah
rens
eingegangen sind. So ging
Dr.
E._
in seinem Bericht vom Januar 2013 da
von aus, dass beim Beschwerdeführer eine depressive Episode schweren Grades, differenzialdiagnostisch eine Schizophrenie, teils paranoide, teils
simplex
Symp
-
tomatik
, und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psy
chischen Anteilen vorliege. Seit einem halben Jahr bestehe eine zunehmende Minus-Symptomatik, die weit über die depressionstypische Antriebshemmung hinausgehe. Zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers machte er
jedoch
keine Angaben (vorstehend E. 4.1). In seinem Bericht vom September 2014 diagnosti
zierte
Dr.
E._
sodann eine gemischte
schizoaffektive
Störung und eine chroni
sche Schmerzstörung. Er hielt fest, dass beide Störungen einen negativen Ein
fluss auf die Erwerbstätigkeit hätten. Seit Jahren würde nun eine vollständi
ge Ar
beitsunfähigkeit bestehen (
vorstehend E. 4.
5
).
Der
Beschwerdeführer
wurde zudem
von Februar bis April 2013 in der
F._
stationär behandelt, wobei die Ärzte eine rezidivierende depressive Störung, mit einer gegenwärtigen de
pressiven Episode mit psychotischen Symptomen, sowie eine anhaltende
soma
toforme
Schmerzstörung diagnostizierten. Es wurde festgehalten, dass beide Störungen seit mehreren Jahren bestehen würden und sowohl eine
Chronifizie
rung
als auch eine Verschlechterung der Symptomatik vorliege. Zudem hätten die depressiven Symptome an Intensität und Häufigkeit zugenommen, mit neu aufgetretenen psychotischen Symptomen in Form von Halluzinationen
und ei
nem nicht systematisierten
Wahn. Dem Beschwerdeführer wurde eine Arbeits
unfähigkeit von 100 % attestiert (vorstehend E. 4.2).
Im März 2014 wurde der Beschwerdeführer im
G._
fünf Tage lang hospitalisiert, wobei
ein
stuporöses
Zustandsbild als auch eine mittelschwere depressive Epis
ode diag
nostiziert wurden (
vorstehend E. 4.4).
5.3
Ausserdem wurde beim Beschwerdeführer eine
somatoforme
Schmerzstörung
diagnostiziert
, auf welche die
neue
Rechtsprechung anwendbar ist (vgl. vorste
hend E. 1.5, BGE 141 V 281 E. 4.2).
Bei der Beurteilung des psychischen Ge
sundheitszustandes hat die Beschwerdegegnerin, nach welcher nur eine
soma
toforme
Schmerzstörung vorliegt, die bisherige Überwindbarkeits-Rechtspre
chung angewendet (vgl. vorstehend E. 2.1).
In Nachachtung der jüngsten Rechtsprechungsänderung des Bun
desgerichts (vorstehend E. 1.5) ist nun jedoch
zu prüfen, ob die Gutachter aus
schliesslich Folgen einer gesundheitlichen Beein
trächtigung berücksichtigt haben
und ihre Beurteilung auf objektivierter Grund
lage erfolgt ist
(vorstehend E. 1.
7
). Ob die medizinische Beurteilung de
n
nun
mehr zu beachtenden Indikatoren (vor
stehend E. 1.
6
) im Ergebnis hinreichend Rechnung trägt, ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenhei
ten zu prüfen (vorstehend
E. 1.8
).
Die
Gutachter
des
A._
und der
B._
haben sich – wenn auch, da noch in Unkenntnis der bundesgerichtlichen Terminologie, nur sinn
gemäss – mit dem funktionellem Schweregrad der Beeinträchtigung auseinan
dergesetzt: Die Gesundheitsschädigung betreffend wurde die Ausprägung der relevanten Befunde thematisiert, ebenso der Therapieverlauf und die Frage von
begleitenden Erkrankungen (K
omorbidität). Der Komplex der Persönlichkeit ist direkt in die Diagnostik eingeflossen und der soziale Kontext wurde im
psychi
atrischen beziehungsweise im
polydisziplinären
Gutachten ebenfalls angespro
chen und berücksichtigt. Unter dem Aspekt der Konsistenz erscheinen sowohl der Umfang der bestehenden
Aktivitätseinschränkungen
wie auch der durch wiederholte
Hospitalisationen
belegte Leidensdruck als berücksichtigt.
Die Schlussfolgerungen sind denn auch nachvollziehbar und plausibel. So ver
mochten die Gutachter überzeugend darzulegen, weshalb das gesamte Erschei
nungsbild und das Verhalten des Beschwerdeführers mit dem geltend gemach
ten Gesundheitszustand
übereinstimmt
.
5.4
Insgesamt gibt es demnach keinen Grund, von den nachvollziehbaren und über
zeugenden Schlussfolgerungen der Gutachter des
A._
und der
B._
abzuweichen. Demzufolge ist für die Beurteilung des Gesundheitszu
standes und der Arbeitsfähigkeit auf das polydisziplinäre Gutachten der
B._
vom Januar 2015 –
das heisst auf das neuere eingeholte Gutachten
–
abzustel
len. Der medizinische Sachverhalt ist demnach als dahingehend erstellt zu be
trachten, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
seit der letz
ten Begutachtung im August 2009
erheblich verschlechtert hat.
Es liegt eine verselbständigte psychische Störung vor, wobei das psychotische Leiden im Vordergrund
steht
, die
sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkt. Gestützt auf das
B._
-Gutachten
ist
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit des
Beschwerde
führer
s auch in einer angepassten Tätigkeit auszugehen
.
6.
6.1
Angesichts d
er vollständigen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers
erübrigt sich ein Einkommensvergleich. Der Beschwerdeführer hat demnach Ansp
ruch
auf eine ganze Rente (
vorstehend E. 1.2). Zu prüfen bleibt
die Frage des
Zeit
punkt
s
de
r
Renten
erhöhung
.
6.2
Bei einer Verschlechterung der E
rwerbsfähigkeit ist gemäss Art. 88a Abs.
2
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
die anspruchsbeeinflussende Änderung zu berücksichtigen, sobald sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat.
Nach Art. 88
bis
Abs. 1
IVV
erfolgt die Erhöhung der Ren
ten frühestens, sofern der Versicherte die Revision verlangt, von dem Monat an, in dem das Revisi
onsbegehren gestellt wird (
lit
.
a)
,
und bei einer Revision von Amtes wegen von dem für die
sen vorgesehenen Monat an (
lit
.
b). Für den Zeit
punkt des Beginns einer Rentenerhöhung ist somit massgebend, ob die Verwal
tung oder der Versicherte das Revisionsverfahren in Gang gesetzt hat. Das
Re
visionsgesuch
eines Rentenbezügers, das in Kenntnis des schon von Amtes we
gen eingeleiteten Revisionsverfahrens eingereicht wurde, vermag die Anwend
barkeit von
lit
. b nicht zugunsten von
lit
. a zu verdrängen
(Meyer/
Reichmuth
,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesge
setz
über die Invalidenversicherung (IVG)
, N
111 zu Art. 31).
Gemäss Mitteilung des Beschlusses vom 31. März 2010
(Urk. 8/87 S. 1 unten)
war die
Rentenrevi
sion
auf den 1. Dezember 2012 vorgesehen.
Aus dem Bericht von
Dr.
E._
vom Januar 2013 geht hervor, dass der Beschwer
deführer seit
Juli 2012
an einer zunehmenden
Minus-Symptomatik leide
t
(
vor
stehend E. 4.1).
Gestützt auf diesen Bericht
kann der genaue Zeitpunkt der Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführer
s nicht exakt
eruiert werden.
Es kann jedoch davon ausgegangen werden, dass ein einen Anspruch auf eine ganze Rente begründender Invaliditätsgrad mindestens drei Monate vor der amtlichen Revision vom Dezember 2012
bestanden hat
.
Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und die
bisher ausgerichtete
halbe Rente ist per 1. Dezember 2012 auf eine ganze Rente zu erhöhen.
7.
7
.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und
auf
Fr. 9
00.-- anzusetzen
. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzu
erlegen
.
7.2
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers reichte dem Gericht am 17. De
-
zember
2015
die Honorarnote in Höhe von Fr. 2‘518.40
(inklusiv
e
Bar
auslagen
und
MWSt
)
ein
(Urk. 15)
. Die Höhe der Honorarnote erweist sich als
ange
-
messen. Die dem Beschwerdeführer zuzusprechende Parteientschädigung ist daher auf Fr. 2‘518.40 zu bemessen.