# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6e73ae59-b2f2-40be-a9d5-05375546f214
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1956 geborene
X._
war bei der
Y._
AG, Bauunternehmung, als Maurer (Kategorie B) angestellt und bei der Schweizerischen
Unfallve
rsi
cherungsanstalt
(SUVA)
versichert, als er am 1
0.
Mai 1982 ausrutschte und hierbei eine laterale Meniskusläsion am rechten Knie erlitt. Nach durchgeführter
Meniskektomie
konnte der Versicherte seine bisherige Tätigkeit noch im selben Jahr wieder uneingeschränkt aufnehmen. In den Jahre
n
1986 und 1993 traten jedoch Rückfälle auf und es entwickelte sich eine
laterale
Gona
rthrose
des rechten Kniegelenks, was
die SUVA als Unfallfolge anerkannte und eine
Integ
ritätsentschädigung
auf der Basis einer 20%igen Integritätseinbusse sowie rückwirkend ab
1.
Februar 1998 eine Rente zusprach (
Einspra
cheentscheid
vom 3
1.
Januar 2002
,
Urk.
11/106), deren Höhe das damalige Eidgenössische
Versi
cherungsgericht
(heute Bundesgericht)
letztinstanzlich
auf 25
%
festlegte (Urteil vom 2
5.
März 2004, U 233/03
,
Urk.
11/113
; Ausführungsverfügung der SUVA vom 2
2.
März 2006,
Urk.
11/115
).
Ferner entwickelten sich nach dem Unfall vom Mai 1982 Beschwerden im linken Sprung
g
elenk (Juli 1994), Schmerzen im rechten Ellbogen und Schultergelenk
im Rahmen einer
Epicondylopathie
bzw. einer
ankylosierenden
Periarthropathie
(November 1995/April 1996), was schliesslich zur Arbeitsaufgabe führte, Muskelschmerzen im linken Arm/der linken Schulter (November 1997) und seit anfangs 1998 Beschwerden auch im lin
ken Knie.
2.
Bereits im Laufe des erstinstanzlichen Verfahrens vor dem hiesigen Gericht (Pro
zess-Nr. UV.2002.00058) liess
X._
einen zweiten versicherten Unfall in Form eines Zeckenbisses mit anschliessender
Lyme
-Borreliose im Sta
dium II oder III geltend machen,
was
die Einsatzfähigkeit des rechten Knies weiter schmälere. Hierauf trat das Gericht – bestätigt durch das Urteil des Eid
genössischen Versicherungsgerichts vom 2
5.
März 2004 - mangels
Anfech
tungs
objekt
nicht ein (Urteil v
om 2
2.
August 2003,
Urk.
11/112
). Am
1.
Oktober 2003 liess der Versicherte durch seinen damaligen Rechtsvertreter wegen einer massiven Verschlechterung des Zustandes im rechten Knie
, mitverurs
acht durch die
Lyme
-Borreliose,
bei der SUVA ein
Revisionsgesuch stellen (
Urk.
12
/
1
).
Mit Schreiben vom 2
2.
Juni 2004 (
Urk.
12/37)
verneinte die SUVA ihre
Leistungs
pflicht
, da nicht wahrscheinlich sei, dass die geltend gemachten Beschwerden des Bewegungsapparates
durch eine Borreliose verursacht seien. Nachdem die SUVA vorerst auf das am 1
2.
Juli 2005 erneut gestellte Revisionsbegehren
(
Urk.
12/48)
nicht eingetreten war
(Verfügung vom 1
4.
Oktober 2005
[
Urk.
12/51],
Einspracheentscheid
vom 1
5.
März 2006 [
Urk.
12/55])
, wies das
hiesige Gericht die Sache mit Urteil vom
6.
Juli 2007 (Prozess Nr.
UV.2006.00211) zur materiellen Entscheidung zurück (
Urk.
12/56). Nach weite
ren medizinischen Abklärungen lehnte die SUVA ihre Leistungspflicht er
neut ab
(Verfügung vom 2
3.
November 2007 [
Urk.
12/70],
Einspracheentscheid
vom 3
1.
Oktober 2008 [
Urk.
12/89]), bestätigt mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 1
6.
Juni 2010 (UV.2008.00407
,
Urk.
1
2/94
)
. Das hiergegen erhobene Rechtsmittel hiess das Bundesgericht mit Urteil vom
9.
Juni 2011 (
8C_695/2010
,
Urk.
12/100
) gut
und verpflichtete die SUVA, eine versicherungsexterne Expertise zur Frage, ob der Zeckenbiss mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit einen massgeblichen Ursachenanteil am Beschwerdebild
hat, einzuholen und anschliessend erneut über den Leistungsanspruch des Versicherten zu verfügen. Die SUVA
beauftragte
Prof.
Dr.
Z._
, Klinikdirektor der Rheumaklinik des
A._
,
mit der Begutachtung des Versicherten. Im Gutachten vom 1
7.
April 2012 (
Urk.
12/122)
kam Prof.
Dr.
Z._
im Wesentlichen zur Schlussfolgerung, dass es sich bei den Kniebeschwerden rechts um eine aktivier
te Arthrose handle, ausgelöst bzw. gefördert durch die laterale totale
Meniskektomie
im Jahre 1982 bei vorausgegangenem Distorsionstrauma. Eine entzündliche Genese der Gelenkserkrankungen – insbesondere das Vorliegen einer
Lyme
-Borreliose – schloss der Experte aus.
Zum
Gutachten vom 1
7.
April 2012 nahm
en
X._
bzw. sein behandelnder Arzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Innere Medizin FMH, wiederholt Stellung
bzw. stellten Ergän
zungsfragen
(
Urk.
12/127-128
,
Urk.
12/131,
Urk.
12/134-135,
Urk.
12/143,
Urk.
12/148/2
)
,
was zu
entsprechenden
Weiterungen durch den Gutachter
führte (
Stellungnahmen vom
5.
November 2012
[
Urk.
12/140]
und
9.
Januar 2013
[
Urk.
12/146/1]). Mit Verfügung vom 1
1.
Februar 2013 lehnte die SUVA ihre Leistungspflicht für die geklagten Beschwerden ab, weil kein sicherer oder wahrscheinlicher Kausalzusammenhang zu einem Zeckenbiss bestehe (
Urk.
12/150). Hiergegen erhob der Versicherte am 1
8.
März 2013 Einsprache (
Urk.
12/154).
3.
Gestützt auf die mit Schreiben vom 1
6.
Juli 2009 von
Dr.
B._
vorgebrachte massive Zustandsverschlechterung im rechten Knie (
Urk.
11/133
) sowie das von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, in Auftrag gege
bene Gutachten des
C._
vom
2
5.
August 2009 (
Urk.
11/140) prüfte die SUVA eine unfallbedingte
revisions
rechtliche
Verschlechterung bezüglich des rechten Kniegelenkes. Hierzu erfolgte am 1
6.
Juni 2010 eine kreisärztliche Untersuchung bei
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie (
Urk.
11/161). In der Folge
ersuchte die SUVA die ehemalige
Arbeitgeberin, die
Bauunternehmung
Y._
AG, um Angaben über die mutmassliche Lohnentwicklung (
Urk.
11/163,
Urk.
11/166) und legte die Akten
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Chirurgie, vor, um zur Frage des Zeit
punkts der Verschlechterung Stellung zu nehmen (Stellungnahme vom
1.
September 2010,
Urk.
11/168). Mit Verfügung vom 2
2.
September 2010 (
Urk.
11/171) bejahte die SUVA eine revisionsrechtlich relevante Verschlechte
rung
betreffend das rechte Knie
und erhöhte die Rente
per
1.
August 2009 um 4
%
auf 29
%
. Ferner setzte sie eine zusätzliche Integritätsentschädigung ge
stützt auf eine zusätzliche Einbusse von 10
%
fest. Auch
gegen diese Verfügung
erhob der Versicherte Einsprache und beantragte eine höhere Invalidenrente (Einsprache vom 2
0.
Oktober 2010,
Urk.
11/173). Dieses Verfahren wurde sis
tiert bis zur Klärung der Kausalitätsfrage in Zusammenhang mit dem Zeckenbiss (vgl.
Urk.
11/176).
4.
Mit Entscheid vom 2
2.
Oktober 2013 wies die SUVA die Einsprache
vom 1
8.
März 2013
gegen ihre Verfügung vom 1
1.
Februar 2013 (Folgen
eines
Zeckenbisses) ab
und hiess die Einsprache vom 2
0.
Oktober 2010 gegen die Verfügung vom 2
2.
September 2010 bezüglich der revisionsweisen Erhöhung der Rente insoweit teilweise gut, als sie die Rente per
1.
August 2009 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 31
%
festsetzte
(
Urk.
12/158)
.
Hiergegen erhob
X._
am 2
1.
November 2013 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung des
Einspracheentscheides
vom 2
2.
Oktober 2013 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die Rente aufgrund der Folgen des Unfalls vom 1
0.
Mai 1982 rückwirkend und an
gemessen zu erhöhen (bei einem Invaliditätsgrad von deutlich über 31
%
). Das gleichzeitig gestellte Begehren um Bestellung seines Vertreters zum unentgeltli
chen Rechtsbeistand wurde am 2
0.
Januar 2014 zurückgezogen (
Urk.
8). Mit Beschwerdeantwort vom
4.
Februar 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (
Urk.
10), was dem Beschwerdeführer zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
13).
Auf die Ausführungen der Parteien sowie die Akten wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Beschwerdeführer lässt nicht mehr vorbringen, dass die Folgen des zu einem unbekannten Z
eitpunkt erlittenen Zeckenstiches
mit
stattgehabte
r
Lyme
-
Borreliose ursächlich zu den geklagten Beschwerden sind.
Angesichts der Schlussfolgerung
en
von Prof.
Z._
im Gutachten vom 17.
April 2012
sowie der ergänzenden Stellungnahmen
besteht auch kein A
nlass, von einem hinrei
chend ausgewiesenen
Kausalzusammenhang
zwischen den
vom Beschwerde
führer geklagten Beschwerden
und
einem Zeckenstich auszugehen, weshalb die Beschwerdegegnerin diesbezüglich zu Recht Unfallfolgen ausschloss und den Anspruch auf
weitergehende
Versicherungsleistungen verneinte.
Ebenso über
einstimmend gehen die Parteien davon aus, dass eine revisionsbegründende Änderung im unfallbedingten Gesundheitsschaden (rechtes Knie) mit einherge
hender Veränderung der Arbeitsfähigkeit eingetreten ist.
Strittig und zu prüfen
bleibt
jedoch,
in welchem Ausmass sich
die durch den Unfall vom 1
0.
Mai 1982 verursachte Schädigung des
rechten
Knies
verschlimmert
hat
bzw. in welchem Ausmass sich die dadurch eingeschränkte Arbeitsfähigkeit vermindert hat und
damit die Höhe des Rentenanspruchs
.
1.2
Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass sich die Beschwerden im Bereich des rechten Knies seit
Zusprache
der Rente,
jedenfalls seit August 2009, ver
schlimmert hätten, was der Beschwerdeführer nicht substantiell bestreitet
(
Urk.
1 S. 8)
. Hinsichtlich der weiterhin zumutbaren Arbeitsfähigkeit stützt
sich die Beschwerdegegnerin
im Wesentlichen
auf
die
Beurteilung ihres Kreisarztes
Dr.
D._
vom 1
6.
Juni 2010 (
Urk.
11/161). Diese Zumutbarkeitsbeurteilung er
achtet der Beschwerdeführer als
nicht
taugliche Grundlage zur Bemessung des Invalideneinkommens, weil sie weder schlüssig, noch nachvollziehbar noch differenziert begründet sei. Insbesondere setze sich
Dr.
D._
nicht mi
t
der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die Gutachter des
C._
auseinander und begründe seine anderslautende Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit nicht. Hinsichtlich des rechten Knies seien keine diskrepanten Untersuchungsbefunde festgestellt worden. Auch Prof.
Z._
erkläre die Kniebeschwerden in vollem Umfang durch die Befunde einer fortgeschrittenen
Pangonarthrose
. Die akten
kundige Aktivierung der Arthrose und die rezidivierenden Ergüsse führten zu einer zunehmenden funktionellen Einschränkung im rechten Knie. Dadurch sei der Beschwerdeführer auch in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht mehr
wie im Jahre 2002 – voll arbeitsfähig.
Das Ausmass der Restarbeitsfähigkeit sei durch ein Gerichtsgutachten festzustellen.
Die im
C._
-Gutachten umschrie
bene Rest
arbeitsfähigkeit beziehe sich
zwar
a
uf beide Knie
gelenke, was
aber
für das Zumutbarkeitsprofil ohne Bedeutung
sei
. Dieses sei auch für die
unfall
be
dingte
, nur das rechte Knie zu berücksichtigende Restarbeitsfähigkeit zu beach
ten. Die blosse Teilarbeitsfähigkeit
müsse zu einem
höheren
leidens
bedingten Abzug führen.
Somit erweise sich das von der Beschwerdegegnerin bezifferte
Invali
deneinkommen
als klar zu hoch
(
Urk.
1
S.
6 ff.)
. Ferner sei
für das
Vali
denein
kommen
das
auf der Basis 2001 erhobene Jahreseinkommen
nicht nur im Aus
mass der gemäss Landesmantelvertrag des Bauhauptgewerbes obligatori
schen Mindestbeträge anzupassen, sondern entsprechend der vom Baumeister
verband ermittelten
,
effektiv in der Lohnklasse B gewährten Lohnerhöhungen hochzu
rechnen.
Aufgrund dieser repräsentativeren Lohnentwicklung
errechne sich
ein
Valideneinkommen
von
Fr.
77‘252.13
(
Urk.
1 S. 4 f.)
.
2.
2.1
Die Revision einer Invalidenrente der Unfallversicherung richtet sich – vom vor
liegend nicht erfüllten Spezialfall von
Art.
22 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) abgesehen – nach
Art.
17
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG). Gemäss dieser Norm wird die Rente dann von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich ändert. Im Bereich der obliga
torischen Unfallversicherung ist die erforderliche Erheblichkeit der
Sachver
halts
änderung
gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5
%
verändert (BGE 133 V 545 E. 6.2 S. 547).
Ist
aufgrund gegebener Revisionsgründe nach
Art.
17 ATSG der Invaliditätsgrad neu zu bestimmen,
kann die Verwaltung - und im Streitfall das Gericht - das Einkommen, das der Versicherte erzielen könnte, wäre er nicht invalid gewor
den, als Vergleichsgrösse beim Einkommensvergleich ohne Bindung an die der ursprünglichen Rentenverfügung zu Grunde liegende Qualifikation frei über
prüfen (
BGE 139 V 28 E. 3.3.1 S. 30;
RKUV 2005 S. 40, U 339/03 E. 3.2; Urteil des
Eidg
. Versicherungsgerichts U 183/02 vom 2
6.
Mai 2003 E. 6.2 mit Hin
weis).
2.2
.
2.2.1
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss
Art.
16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Ar
beitsmarktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
2.2.2
Bei der Ermittlung des Einkommens, das der Versicherte erzielen könnte, wäre er nicht invalid geworden (
Art.
16 ATSG), ist in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten
Lohn anzuknüpfen, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre; Ausnahmen müs
sen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 S.
325 f. mit Hinweis). Auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte darf nur unter Mitberücksichtigung der für die
Entlöhnung
im Einzelfall relevanten persönli
chen und beruflichen Faktoren abgestellt werden (
BGE 139 V 28 E. 3.3.2 S. 30;
Urteil des
Eidg
. Versicherungsgerichts I 97/00 vom 2
9.
August 2002 E. 1.2;
Ulrich Meyer/Marco
Reichmuth
, Rechtsprechu
ng des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Aufl. 2014
, S
. 329 ff. und Peter
Omlin
, Die Invalidität in der obligatorischen Unfallversicherung, 1995, S. 180).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausge
glichenen Arbeitsmarktlage (Art.
16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Fest
setzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
turerhebung
(LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E.
3.2 mit Hinweisen).
2.2.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtspre
chung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebs
zugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchs
tens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Ver
gleichs
einkommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des
soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
2.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinan
der
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U.
Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte unterliegen wie andere Beweismittel der freien richterlichen Beweiswürdigung. Es kann ihnen Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indi
zien gegen ihre Zuverlässig
keit bestehen
(BGE 123 V 331 E. 1c mit Hinweisen).
3.
3.1
Die Gutachter des
C._
untersuchten den Beschwerdeführer im Juli 2009
poly
disziplinär
und mussten zu Händen der Invalidenversicherung eine
interdiszip
linäre
Einschätzung der Restarbeitsfähigkeit abgeben (Gutachten vom 2
5.
August 2009
,
Urk.
11/140
). Dem rheumatologischen Untersuchungsbericht
(S. 22)
ist zu entnehmen, dass
der
Beschwerdeführer über im Vordergrund ste
hende, bilateral rechts betonte, subjektiv kaum zu tolerierende
Schultergelenk
beschwerden
mit Ausstrahlung in Ober- und Unterarm bis in alle Finger
klage
. Der Beschwerdeführer beklage ferner chronische zervikale Beschwerden mit kapuzenartigen Kopfschmerzen vor allem front
al betont mit häufigen
Schwin
del
symptomen
. Intermittierend
bestünden
lumbal betonte Rückenbeschwerden, welche nach wenigen Schritten zunehmen, sich aber auch beim Sitzen länger als 15 Minuten deutlich akzentuieren würden.
Seit Jahren beklag
e er chronische bilaterale Kniegelenkbeschwerden mit anhaltenden Kniegelenksergüssen, links mehr als rechts. Anamnestisch seien die Kniegelenke in den vergangenen Jah
ren mehrfach punktiert worden, letztmals vor zwei Jahren. Eine nächste
Knie
gelenkspunktion
links war im Zeitpun
kt der Exploration geplant. Im Weiteren klag
e der Beschwerdeführer über chronische OSG-Schmerzen
linksbetont und chronische
Fussschmerzen vor allem am medialen Fussgewölbe.
Hinsichtlich des einzig hier interessierenden Kniegelenkes rechts hielt der rheu
matologische Gutachter im Befund eine Flexion/Extension von 110/0/0
°
sowie ein eindeutiger Erguss im
Recessus
suprapatelaris
, keine Überwärmung, diffuse
peripatelläre
sowie
periartikuläre
Druckdolenz
, keinen eindeutigen anatomi
schen Strukturen zuzuordnen, keine sicheren Meniskuszeichen
fest
. Die
Kapsel
bandstabilität
konnte bei massiver Gegenabwehr schmerzbedingt nicht geprüft werden (S. 24). Der rechtsseitige Befund am Kniegelenk fand in der Diagnose
Gonarthrose
beidseits (ICD-10 M17.0) mit Status nach
Arthrotomie
und
Teil
meniskektomie
rechts 1982 nach Knietrauma Aufnahme
(S. 25)
.
Nur im
linken Kniegelenk (unfallfremd) diagnostizierte der rheumatologische Gutachter aus
serdem eine chronische Gonarthritis (ICD-10 M 13.1)
.
Ferner ergaben sich die unfallfremden Diagnosen einer chronischen
Periarthropathia
humero-sca
pularis
tendinotica
beidseits rechts betont (ICD-10 M75.4), Ellbogenarthrose rechts (ICD-10 M 19.9) sowie (ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit) ein chro
nisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M 54.4) und ein chronisches
multilokuläres
Schmerzsyndrom (ICD-10 R 52.9).
Zur Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht führte der
C._
-
Gutachter aus
(S. 28)
,
dass dem Beschwerdeführer eine körperlich nur sehr leichte,
wechselbe
lastende Tätigkeit zu maximal vier Stunden pro Tag zugemutet werden könne, dies mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit von 20
%
und unter folgenden strikt einzuhaltenden Arbeitsplatzbedingungen: die Tätigkeiten sollten mehr
heitlich sitzend durchgeführt werden, wobei dem Beschwerdeführer die Mög
lichkeit gegeben werden müsse, die Arbeitsposition regelmässig selbständig wechseln zu können. Fein- oder grobmotorische manuelle Arbeiten in
Schulter
neutralstellung
seien in dieser Zeit mit einer
Tragelimite
von 10 kg möglich. Das berufsbedingte Zurücklegen von Gehstrecken, Treppensteigen sei nicht zumutbar.
Diese Einschätzung fand schliesslich auch in die interdisziplinäre Beurteilung Eingang (S. 31).
In Auseinandersetzung mit früheren Einschätzun
gen der Arbeitsfähigkeit führten die Gutachter aus, es sei aus ihrer Sicht nicht nachvollziehbar, dass das
F._ (
Gutachten vom 1
2.
Juli 2007) im Rahmen einer behinderungsangepasste
n Tätigkeit eine adaptierte 100%
ige Arbeitsfähigkeit attestiert habe. Auch wenn im Status deut
liche Inkonsistenzen festzustellen
gewesen seien
und aus rein rheumatologi
sc
her Sicht der Verdacht auf ein
chronisches
multilokuläres
Schmerzsyndrom gestellt werden müsse,
bestünden
dennoch multiple klar
erhebbare
patho
logi
sche Befunde, die eine 100%
ige Arbeitsfähigkeit, auch für leichte Tätigkeiten, aus ihrer Sicht nicht zuliessen
(S. 28).
3.2
Dr.
D._
untersuchte den Beschwerdeführer am 1
6.
Juni 2010
(
Urk.
11/161)
.
Zu
den objektiven Befunden führte der Kreisarzt aus, die voll
e Streckung sei dem Beschwerdeführer in beiden Kniegelenken nicht möglich, auch nicht im Liegen. Der freie Gang sei nur unter Schmerzen zu demonstrieren, ein seitenbetontes Schonhinken sei nicht zu erkennen. Das Treppensteigen geschehe nur unter Anstrengung und Schmerzangaben beidseits, sowohl ab- als auch aufwärts werde jeweils das rechte Bein vorangesetzt mit Nachzug des linken. Im Bereich des rechten Kniegelenks würden sich kleinere
zirkumscripte
Rötungen finden, die wahrscheinlich auf die (getragene) Manschette zurückzuführen seien. Das linke Knie sei allenfalls minim kühler. Der Untersuchungsbefund sei weitgehend symmetrisch. Nahezu jegliche Palpation sei im Bereich der Patella, der
femoro
tibialen
Gelenkspalten, aber auch proximal und distal diffus ubiquitär stark schmerzhaft. Jegliche Manipulation am Gelenk provoziere Schmerzäusserungen. Eine differenzierte Untersuchung mit funktionellen Tests sei nicht möglich. Ein wesentlicher Erguss sei nicht festzustellen bei Kapselverdickung suprapatellar. Die Beweglichkeit werde stark schmerzhaft beschrieben mit
endgradiger
Ver
stärkung und Flexion/Extension 90-20-0 beidseits. Das am 1
0.
Juni 2010 an
ge
fertigte Röntgenbild
(rechtes Knie)
ergab eine lateral betonte
Pangonarthrose
mit deutlichen
Osteophyten
und leicht verminderter Gelenkspalthöhe. Auch im
Femoropatellargelenk
fanden sich deutliche degenerative Veränderungen mit
knöchernen Anbauten
superolateral
. In der Beurte
ilung führt
Dr.
D._
aus, die he
ftigen anamnestischen und klinischen Befunde liessen sich radiologisch nur teilweise erklären. Rein unfallabhängig ortho
pädisch-somatisch in Bezug auf das rechte Kniegelenk sei dem Beschwe
rdeführer eine ganztäg
ige Arbeit unter Vermeiden von
knieenden
Tätigkeiten und in Kniebeuge, Gehen über 50 m, Gehen auf unebenem Gelände, Treppen und Leitern Besteigen sowie Heben und Tragen von Lasten über 5 kg
, zuzumuten
. Anzustreben wäre eine wechselnd belastende Arbeit mit frei wählbarer Stellung. Zusammenfassend stellte
Dr.
D._
fest, dass im Vergleich zur letztmaligen Beurteilung eine Verschlech
terung des Gesundheitszustandes des rechten Kniegelenkes zu dokumentieren sei. Das Ausmass der Beschwerden und der klinische Befund
liessen
sich jedoch nur teilweise rein orthopädisch-somatisch erklären. Eine Änderung des
Integri
tätsschadens
und der Zumutbarkeit rein unfallabhängig sei gleichwohl zu bescheinigen (
Urk.
11/161).
3.3
Anlässlich der Begutachtung durch Prof.
Z._
am 3
1.
März 2012 (Gutachten vom 1
7.
April 2012,
Urk.
12/122) klagte der Beschwerdeführer an erster Stelle über Knieschmerzen links als Dauerschmerz, auch in der Nacht, und an zweiter Stelle Knieschmerzen rechts, etwas weniger als links (S. 30).
Die Flexion/Ex
ten
sion im r
echten Knie mass er mit 120/0/0
bei wenig Erguss
und
keiner Über
wärmung (S. 32). Hinsichtlich der Kniebeschwerden erklärte Prof.
Z._
diese
seien
in vollem Umfang durch die Befunde einer fortgeschrittenen
Pangon
arthrose
beidseits erklärbar
(S. 37)
.
Das
Gang
b
ild
sei insbesondere wegen der Ergussbildung erheblich behindert (S. 42).
4.
Vorab ist festzuhalten, dass bei der Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit als Grund
lage für die hier zu überprüfende Unfallversicherungsrente einzig die funktionellen und leistungsmässigen Einschränkungen, welche aus der Beein
trächtigung des rechten Kniegelenkes resultieren, zu beachten sind. Was die objektivierbaren Befunde am rechten Kniegelenk betrifft, erweisen sich die ärzt
lichen Beurteilungen als übereinstimmend.
Die einhellig diagnostizierte
Pangonarthrose
, welche nach Aktenlage erstmals im April 1999 wegen Erguss
bildung punktiert wurde (vgl.
Urk.
12/122/ S. 37), zeitigt funktionelle Ein
schränkungen, über deren Ausmass keine zu
Dr.
D._
abweichende ärztliche Stellungnahme vorliegt.
Dem Beschwerdeführer ist darin beizupflichten, dass E
inschränkungen beim Gehen, Knie
n und Leitern- oder Treppensteigen
wohl weitestgehend
unabhängig davon bestehen, ob ein oder beide Kniegelenke
von
eine
r
Pangonarthrose
betroffen sind. Dies muss indes nicht auch für die Ein
schätzung des zeitlichen Einsatzes gelten
.
Die
Gutachter des
C._
hielten
denn
auch
keine weitergehenden Einschränkungen in diesen Funktionen
,
als von
Dr.
D._
umschrieben
, fest.
Entgegen
de
n
Vorbringen des Beschw
erdeführers besteht kein Anlass
,
die Einschätzung von
Dr.
D._
, wonach unter den umschrieb
enen Einschränkungen ein ganztäg
iger Einsatz zumutbar ist,
als
nicht
schlüssig zu qualifizieren.
Soweit die
C._
-Gutachter auch bei angepasster Tätigkeit lediglich ein
en
Einsatz von vier Stunden postulierten, begründe
te
n sie dies
in Abweichung zur Einschätzung der
F._
-Gutachter
einzig
damit, dass multiple klar
erhebbare
pathologische Befunde
vorlägen (E. 3.1
in
fine
). Die multiplen Befunde (insbesondere auch hinsichtlich der oberen
Extermitäten
)
sind aber aus unfallversicherungsrechtlicher Sicht nicht zu beachten. Damit kann die Einschätzung der
C._
-Gutachter nicht der hypothetisch zu beurteilen
de
n
unfallversicherungsrechtliche
n
Leistungseinschränkung
gleichgesetzt wer
den
,
und es bestehen keine der Zumutbarkeitsbeurteilung
durch
Kreisarztes
Dr.
D._
widersprechende Einschätzungen.
Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass dessen Feststellung, die Beschwerden könnten nur teilweise mit den objektiven Befunden erklärt werden, durchaus seine Stütze
auch
im Gutachten des
C._
fin
det, wo im rheumatologischen Untersuchungsbericht von diffuse
n
, anatomi
schen Strukturen nicht zuord
e
nbare
n
Druckdolenzen
und massive
r
Gegen
abwehr
die Rede ist, was sich in Einklang bringen lässt mit den durch
Dr.
D._
geschilderten Erhebungen.
Aus diesen kann daher nicht geschlossen werden
, dass
Dr.
D._
keine sorgfältige, objektive und korrekte Befunderhebu
ng durch
geführt
hat
. Angesichts der übereinstimmenden Diagnosen und Befunderhebung und des Umstandes, dass in den vorhandenen ärztlichen Berichte keinerlei Hin
weise darauf bestehen, dass der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit nicht vollschichtig einsetzbar ist, sind von weiteren medizinischen Abklärungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung: vgl. BGE 124 V 90 E. 4b; 122 V 157 E. 1d). Dem Antrag auf Einholen eines
Gerichtsgut
achtens
ist daher nicht zu folgen.
5
.
5.1
Das
Valideneinkommen
bemass die Beschwerdegegnerin ausgehend von einem im Jahr
1998
zu Grunde gelegten
Monatslohn von
Fr.
4‘940
.—
und erhöhte diesen entsprechend der jeweiligen Anpassungen des Landesmantelvertrages für das Bauhauptgewerbe (vgl.
Urk.
2 S. 20),
was für das massgebende Jahr 2009 einen Monatslohn von
Fr.
5‘804.82
oder einen Jahreslohn von
Fr.
75‘462.66
ergab
.
Den
Basiswert
1998
von jährlich
Fr.
64‘220
.--
(13 x
Fr.
4‘940
.--)
ent
nahm sie der vom Eidgenössischen
Versicherunsgericht
mit Urteil U 233/03
vom 2
5.
März 2004
letztinstanzlich
bestätigten Invaliditätsbemessung.
Das mutmassliche Jahreseinkommen
1998
seinerseits gründet
e
auf damals erhobe
ne
n
Auskünfte
n
der Arbeitgeberfirma
(
Urk.
11/33)
und liegt über dem Mindest
lohn
eines Maurers B
(vgl.
Urk.
11/163
) wie auch über dem Durchschnittslohn 2002 gemäss den vom Beschwerdeführer aufgelegten
Erhebungen des Schwei
zerischen Baumeisterverbandes
von
Fr.
4‘700.-- (vgl.
Urk.
3). Ausgehend von der Annahme, der Beschwerdeführer wäre ohne Gesundheitsschaden
bei seiner früheren Arbeitgeberin
verblieben, ist von diesem (für den Beschwerdeführer günstigeren) Wert
auszugehen.
Nach Auskunft der Arbeitgeberin
vom 2
9.
Juli 2010 (
Urk.
11/166)
passte sie die Nominallöhne 2002 bis 2009 wie folgt an: 0
%
(2002 und 2003
), 0
,
2
%
(2004; entspricht monatlich –
Fr.
10.50), 0,6
%
(2005; entspricht monatlich
Fr.
31.40), 1,9
%
(2006; entspricht mo
natlich
Fr.
99.95), 1,2
%
(2007;
entspricht monatlich
Fr.
64.35), 1,7
%
(2008; entspricht monatlich
Fr.
92.20) sowie 2,2
%
(
2009; entspricht monatlich
Fr.
121.40). Effektiv erhöhte die Beschwerdegegnerin die Nominallöhne gestützt auf die jeweiligen Anpas
sungen des Landesmantelvertrages für das Bauhauptgewerbe (vgl.
Urk.
2 S. 20
: 1998/99
Fr.
0
.--, 2000
Fr.
100.--, 2001
Fr.
200.--, 2002
Fr.
80.--, 2003
Fr.
65.--, 2004
Fr.
20.--, 2005
Fr.
80.--, 2006
Fr.
106.--, 2007
Fr.
0.--, 2008
Fr.
100.--, 2009
Fr.
113.82 [2
%
]
), womit
im Durchschnitt
eine höhere Anpassung erfolgte
, als gemäss Angaben der Arbeitgeberin, und nominell auch eine höhere als gemäss der vom Beschwerdeführ
er aufgelegten Tabelle (
Urk.
3
)
, und bemass das
Valideneinkommen
, Basis 2009, mit
Fr.
75‘462.6
6.
Gestützt auf die Auskunft der ehemaligen Arbeitgeberin ergäbe sich
für das Jahr 2009
ein solches von lediglich
Fr.
73‘304.4
4.
Damit ging die Beschwerdegegnerin im
Einspracheent
sc
heid
zu seinen Gunsten von einem
höheren
Valideneinkommen
aus.
Der Beschwerdeführer kann aus den Erhebungen des SBV über
die durchschnittlich gewährten
, prozentualen
Nominallohnerhöhungen
nichts zu seinen Gunsten ableiten. Diese durchschnittlich gewährten Lohnanpassungen basieren auf weit tieferen Durchschnittslö
hnen
, womit die nominelle Anpassung tiefer ausfällt.
Die konkreten Angaben der Arbeitgeberin hingegen beziehen sich auf den
mutmasslichen
Lohn des Beschwerdeführers
als Ganzjahresangestellter in
Lohn
klasse
Maurer B
und sind daher jedenfalls präziser.
Es ist jedoch nicht zu bean
standen, wenn die Beschwerdegegnerin die Zusatzvereinbarungen zum
Landes
mantelvertrag
des Bauhauptgewerbes betreffend Nominallohnerhöhungen heranzog, denn diese bildeten bereits Grundlage für die Festlegung des
Validen
einkommens
bei der erstmaligen Invaliditätsbemessung 1998 und führen zu einer revisionsrechtlich relevanten Erhöhung des Invaliditätsgrades von über 5
%
.
Es bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass der Lohn des Beschwerde
führers im Gesundheitsfall eine darüberhinausgehende Entwicklung vollzogen hätte.
5
.2
Für die Festsetzung des
Invalideneinkommen
s
zog
die Beschwerdegegnerin die
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) heran und stellte auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A), Zentralwert (Median), ab, welche sie auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit sowie entsprechend dem Nominallohnindex, Männer, 2009 aufrechnete. Diese Vorgehensweise entspricht der Praxis und ist den vorliegenden Umständen angemessen (BGE 129 V 472 E.
4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a). Ferner berücksichtigte die Beschwerdegegnerin einen – im Vergleich zur Bemessung bei der erstmaligen
Rentenzusprache
– leicht höheren Malus-Abzug von 15
%
. Damit
zollte
sie der zwischenzeitlichen Verschlimmerung Rechnung. Es besteht kein Anlass den ermessen
s
weise festgesetzten Abzug zu korrigieren. Es sind nebst den gesundheitlichen Einschränkungen keine weiteren Gesichtspunkte hinzugekommen, die einen unterdurchschnittlichen erwerblichen Erfolg erwar
ten lassen
. Dem Einwand des Beschwerdeführers, er sei bloss noch teilzeitlich einsatzfähig, ist nicht zu folgen (vgl. E. 4).
5
.3
Aus der Gegenüberstellung des
Valideinkommens
von
Fr.
75‘462.66
und des so ermittelten Invalideneinkommens von 52‘050.24 ergibt sich eine
Einkommens
einbusse
von
Fr.
23‘412.42, was einem Invaliditätsgrad von 31
%
entspricht.
Damit erweist sich der angefochtene
Einspracheentscheid
auch in Bezug auf die Invaliditätsbemessung als rechtens.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.