# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3968948a-89b0-4f14-bfe3-7452b94347c8
**Court:** CH_BGer
**Chamber:** CH_BGer_016
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
Sachverhalt:
A. R._, geboren 1964, erlitt am 28. November 1996 einen Autounfall, bei dem er sich eine inkomplette Berstungsfraktur des ersten Lendenwirbelkörpers sowie eine Keilimpressionsfraktur von Brustwirbelkörper 4 und 5 ohne Neurologie zuzog. Nachdem die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) für die Krankenpflege aufgekommen war und Taggelder entrichtet hatte, sprach sie ihrem Versicherten mit Verfügung vom 11. Februar 2003 und Einspracheentscheid vom 9. Februar 2004 ab 1. Juli 2002 eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 21 % sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 15 % zu.
A. R._, geboren 1964, erlitt am 28. November 1996 einen Autounfall, bei dem er sich eine inkomplette Berstungsfraktur des ersten Lendenwirbelkörpers sowie eine Keilimpressionsfraktur von Brustwirbelkörper 4 und 5 ohne Neurologie zuzog. Nachdem die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) für die Krankenpflege aufgekommen war und Taggelder entrichtet hatte, sprach sie ihrem Versicherten mit Verfügung vom 11. Februar 2003 und Einspracheentscheid vom 9. Februar 2004 ab 1. Juli 2002 eine Invalidenrente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 21 % sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 15 % zu.
B. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 24. Mai 2005 teilweise gut und stellte fest, dass R._ Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 29 % habe (Ziffer 1 des Dispositivs). Im Übrigen wies sie die Beschwerde ab. In Ziffer 4 des Dispositivs sprach sie R._ eine Parteientschädigung zu.
B. Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 24. Mai 2005 teilweise gut und stellte fest, dass R._ Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 29 % habe (Ziffer 1 des Dispositivs). Im Übrigen wies sie die Beschwerde ab. In Ziffer 4 des Dispositivs sprach sie R._ eine Parteientschädigung zu.
C. Die SUVA und R._ führen Verwaltungsgerichtsbeschwerde. Während die SUVA die Aufhebung von Ziffer 1 und 4 des angefochtenen Entscheids beantragt, lässt R._ die Rechtsbegehren stellen, es sei der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben, soweit damit seine Beschwerde abgewiesen wurde, die Sache sei zur Neubeurteilung an die SUVA zurückzuweisen und ein neues medizinisches Gutachten einzuholen, eventualiter sei ihm eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % zuzusprechen, und es seien ihm die Kosten der privaten Begutachtungen durch die Dres. med. H._, G._ und T._ sowie die damit verbundenen Auslagen zu ersetzen.
Die Parteien beantragen Abweisung der gegnerischen Verwaltungsgerichtsbeschwerden und nehmen Stellung zur Vernehmlassung der Gegenpartei. Das Bundesamt für Gesundheit verzichtet auf eine Vernehmlassung.

## Considerations

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:
1. Da den beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden derselbe Sachverhalt zugrunde liegt, sich die gleichen Rechtsfragen stellen und die Rechtsmittel den nämlichen vorinstanzlichen Entscheid betreffen, rechtfertigt es sich, die Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (BGE 123 V 215 Erw. 1, 120 V 466 Erw. 1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 33 Erw. 1, 157 Erw. 1, 126 V 285 Erw. 1; Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bd. I, S. 343 f.).
1. Da den beiden Verwaltungsgerichtsbeschwerden derselbe Sachverhalt zugrunde liegt, sich die gleichen Rechtsfragen stellen und die Rechtsmittel den nämlichen vorinstanzlichen Entscheid betreffen, rechtfertigt es sich, die Verfahren zu vereinigen und in einem einzigen Urteil zu erledigen (BGE 123 V 215 Erw. 1, 120 V 466 Erw. 1 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 127 V 33 Erw. 1, 157 Erw. 1, 126 V 285 Erw. 1; Poudret, Commentaire de la loi fédérale d'organisation judiciaire, Bd. I, S. 343 f.).
2. 2.1 Der Versicherte macht im Wesentlichen geltend, dass der medizinische Sachverhalt nur ungenügend abgeklärt sei und dass die adäquate Kausalität zwischen seinen psychischen Beschwerden und dem erlittenen Unfall zu bejahen sei. Des Weiteren rügt er eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, weil er sich im Einspracheverfahren nicht zur Stellungnahme von Dr. med. S._, SUVA Versicherungsmedizin, vom 7. Oktober 2003 äussern konnte.
2.2 Das kantonale Gericht hat die Bestimmungen und Grundsätze über die Anwendbarkeit des ATSG (BGE 130 V 445), zu den Begriffen der Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG) und der Invalidität (Art. 8 ATSG), zu den Voraussetzungen des Anspruchs auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 Abs. 1 UVG) und zur Ermittlung des Invaliditätsgrades (Art. 16 ATSG) ebenso wie die Rechtsprechung zu dem für die Leistungspflicht des Unfallversicherers vorausgesetzten natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang (BGE 129 V 181 Erw. 3.1 und 3.2 mit Hinweisen), insbesondere auch bei psychischen Beschwerden (BGE 115 V 135 ff. Erw. 4-6), und zur richterlichen Beweiswürdigung von Arztberichten (BGE 125 V 352 Erw. 3a und b mit Hinweisen) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
2.3 Die SUVA hat den Versicherten umfassend abklären lassen. Er hielt sich unter anderem verschiedentlich in der Rehaklinik X._ und in der Klinik Y._ auf, wo er auch begutachtet wurde. Aufgrund der diagnostizierten Schmerzverarbeitungsstörung veranlasste die SUVA des Weiteren eine psychiatrische Begutachtung durch Dr. med. I._, der jedoch keine invalidisierende psychische Störung feststellen konnte (Expertise vom 12. Februar 2001).
Das in der Klinik Y._ erstellte Gutachten vom 21. August 2000 genügt den Anforderungen der Rechtsprechung vollumfänglich. Insbesondere trifft es nicht zu, dass in erster Linie auf die - anlässlich einer stationären Rehabilitation vom 22. November bis zum 14. Dezember 1999 durchgeführte - Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit abgestellt worden ist, nachdem der Versicherte am 2. August 2000 ausführlich befragt und untersucht wurde. Die diesbezüglichen Einwände sind daher unbegründet. Die Ärzte der Klinik Y._ stellten fest, dass der angestammte Beruf als Schlosser wegen des chronischen thorako-lumbospondylogenen Syndroms nicht mehr zumutbar, der Versicherte in einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit jedoch zu 100 % arbeitsfähig sei. In der klinischen Untersuchung bestehe kein Hinweis auf eine radikuläre Schmerz- oder Ausfallssymptomatik und die Paresen und die diffuse Hyposensibilität am linken Arm und an der linken Gesichtshälfte könnten keinem Dermatom zugeordnet werden.
Der Versicherte beruft sich demgegenüber auf die Stellungnahme des Dr. med. H._, Leitender Arzt am Kantonsspital Z._, Neurochirurgie, vom 2. Juni 2003, weil diese aktueller sei. Dies ist jedoch deshalb nicht massgebend, weil Dr. med. H._ keine Verschlechterung des Gesundheitszustands feststellen konnte: Bezüglich "Beurteilung und Einschätzung der Leistungsfähigkeit" geht er mit den Ärzten der Klinik Y._ ausdrücklich einig und stellt auch keine neuen Diagnosen. Für die abweichende Festlegung der Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 % fehlt es an einer schlüssigen Begründung. Zudem schliesst er darin auch die psychogene Überlagerung ein, welche jedoch für die Leistungspflicht der SUVA unbeachtlich ist (dazu sogleich Erwägung 2.4). Die Stellungnahme des Dr. med. H._ vermag die Einschätzung im Gutachten der Klinik Y._ daher nicht zu erschüttern.
2.4 Was die psychische Fehlentwicklung und Adäquanz zum erlittenen Unfall betrifft, kann vollumfänglich auf die in allen Teilen zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden, denen das Eidgenössische Versicherungsgericht nichts beizufügen hat.
2.5 Gleiches gilt bezüglich der geltend gemachten Verletzung des rechtlichen Gehörs. Wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, kann die nicht besonders schwerwiegende Verletzung als geheilt gelten, nachdem sich der Versicherte im vorinstanzlichen Verfahren zur Stellungnahme des Dr. med. S._, SUVA Versicherungsmedizin, vom 7. Oktober 2003 äussern konnte (BGE 116 V 185 Erw. 1b; vgl. auch BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen).
2.5 Gleiches gilt bezüglich der geltend gemachten Verletzung des rechtlichen Gehörs. Wie das kantonale Gericht zutreffend erkannt hat, kann die nicht besonders schwerwiegende Verletzung als geheilt gelten, nachdem sich der Versicherte im vorinstanzlichen Verfahren zur Stellungnahme des Dr. med. S._, SUVA Versicherungsmedizin, vom 7. Oktober 2003 äussern konnte (BGE 116 V 185 Erw. 1b; vgl. auch BGE 127 V 437 Erw. 3d/aa, 126 I 72, 126 V 132 Erw. 2b, je mit Hinweisen).
2.6 Nach Art. 45 ATSG übernimmt der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen getroffen, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das kantonale Gericht zutreffend ausgeführt hat, war der Bericht des Dr. med. H._ vom 2. Juni 2003 zwar Auslöser des Verfahrens, jedoch - wie auch die Stellungnahmen des Dr. med. G._ vom 1. November 2001 sowie der Bericht des Dr. med. T._ vom 9. März 2002 - für die rechtmässige Beurteilung unmassgeblich, weshalb die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme nicht gegeben sind.
2.6 Nach Art. 45 ATSG übernimmt der Versicherungsträger die Kosten der Abklärung, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen getroffen, so übernimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leistungen bilden. Wie das kantonale Gericht zutreffend ausgeführt hat, war der Bericht des Dr. med. H._ vom 2. Juni 2003 zwar Auslöser des Verfahrens, jedoch - wie auch die Stellungnahmen des Dr. med. G._ vom 1. November 2001 sowie der Bericht des Dr. med. T._ vom 9. März 2002 - für die rechtmässige Beurteilung unmassgeblich, weshalb die Voraussetzungen für eine Kostenübernahme nicht gegeben sind.
3. Die SUVA rügt die vorinstanzliche Erhöhung des Invaliditätsgrades von 21 % auf 29 %, welche darauf beruht, dass das kantonale Gericht das von der SUVA ermittelte Invalideneinkommen von Fr 65'000.- um einen leidensbedingten Abzug von 10 % gekürzt hat. Dieser Einwand ist begründet. Die Frage, ob der nach der VSAM-Gehaltserhebung ermittelte Lohn überhaupt einer Kürzung im Sinne der Rechtsprechung von BGE 126 V 78 ff. Erw. 5 betreffend die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung zugänglich ist, kann dabei offen gelassen werden. Die SUVA hat der Einschränkung zufolge des Rückenleidens insofern Rechnung getragen, als sie von einer 35 Stunden-Woche ausging, entsprechend der Einschätzung im Gutachten der Klinik Y._, wonach der Versicherte zu 100 % arbeitsfähig sei, jedoch vermehrt - das heisst über den Tag verteilt etwa eine Stunde zusätzlich - Pausen einlegen müsse. Das Invalideneinkommen zusätzlich prozentual zu kürzen, geht daher nicht an.