# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 603adf0e-e6ca-4320-a707-419643f702e2
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend schwere Körperverletzung etc.
(Rückweisung der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts)
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 8. Abteilung, vom 19. August 2015 (DG150107)
Urteil der I. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich
vom 23. Mai 2016 (SB150480)
Urteil der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts
vom 27. April 2017 (6B_1073/2016)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 30. März
2015 ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 26).
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 63 S. 54 ff.)
1. Das Verfahren wird betreffend Amtsanmassung im Sinne von Art. 287 StGB
(Anklagevorwurf lit. C) eingestellt.
2. Der Beschuldigte ist schuldig
- der versuchten schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklagevorwurf lit. A);
- der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB ( lit. A);
- der mehrfachen Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 BetmG (Anklagevorwurf lit. D).
3. Der Beschuldigte wird bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten
(wovon bis und mit heute 34 Tage durch Haft erstanden sind) sowie einer
Busse von Fr. 800.–.
4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird nicht aufgeschoben. Die Busse ist zu
bezahlen.
5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle
eine Ersatzfreiheitsstrafe von 8 Tagen.
6. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._ Schadener-
satz von Fr. 3'037.90 zuzüglich 5 % Zins ab 31. August 2014 zu bezahlen.
7. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte die Schadenersatzforderung des
Privatklägers C._ im Betrag von Fr. 689.50 anerkannt hat, im Übrigen
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wird die Schadenersatzforderung des Privatklägers C._ im Umfang von
Fr. 650.– auf den Zivilweg verwiesen.
8. Es wird vorgemerkt, dass der Beschuldigte anerkennt, aus dem Ereignis
vom 31. August 2014 gegenüber dem Privatkläger C._ dem Grund-
satze nach schadenersatzpflichtig zu sein.
9. Der Beschuldigte wird verpflichtet, dem Privatkläger C._ Fr. 7'000.– zu-
züglich 5 % Zins ab 31. August 2014 als Genugtuung zu bezahlen. Im
Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren abgewiesen.
10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 4'500.– ; die weiteren Auslagen betragen:
Fr. 560.– Auslagen der Polizei
Fr. 8'000.– Gebühr Anklagebehörde
Fr. Kanzleikosten Untersuchung
Fr. 263.80 Auslagen Untersuchung (Gutachten)
Fr. 20.– Auslagen Untersuchung (Entschädigung Zeuge)
Fr. 14'979.15 amtliche Verteidigung
Fr. 7'161.25 unentgeltliche Vertretung des Privatklägers
11. Über die Höhe der Kosten der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten
sowie der unentgeltlichen Vertretung des Privatklägers C._ wird mit se-
paratem Beschluss entschieden.
12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden zu
4/5 dem Beschuldigten auferlegt und zu 1/5 auf die Gerichtskasse ge-
nommen. Die Kosten der unentgeltlichen Vertretung der Privatklägerschaft
werden definitiv auf die Gerichtskasse genommen. Die Kosten der amtlichen
Verteidigung werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt
eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO im Umfang von 4/5.
13. Dem Privatkläger C._ wird keine Umtriebsentschädigung zugespro-
chen.
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14. (Mitteilungen)
15. (Rechtsmittel)
Berufungsanträge im ersten Berufungsverfahren: (Prot. II im Verfahren SB150480 S. 5–7)
a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten:
(Urk. 66 S. 2; Urk. 98 S. 1 f. und S. 3 f.)
prozessuale Anträge:
1. Die Verfügung des Obergerichts vom 11. Mai 2015 (recte: 2016) sei
aufzuheben und die vorliegende Gerichtsverhandlung sei abzubrechen.
2. Es sei ein neuer Gerichtstermin anzusetzen, welche vorab mit dem
Kollege X2._ abzusprechen sei.
3. Eventualiter sei ein Gutachten über die Schuldfähigkeit des Beschul-
digten einzuholen.
4. Eventualiter sei der Privatkläger zu befragen.
Anträge zur Sache:
1. Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 19. August 2015 sei be-
treffend die Ziff. 2 Abs. 1, Ziff. 3, Ziff. 4 und Ziff. 9 aufzuheben.
2. Der Beschuldigte sei wegen einfacher Körperverletzung schuldig zu
sprechen.
3. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten unter
Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren und einer Busse von
Fr. 500.– zu bestrafen.
4. Dem Privatkläger sei keine Genugtuung zuzusprechen, eventualiter auf
ein Minimum herabzusetzen.
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5. Unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten
des Staates.
b) Der Staatsanwaltschaft:
(Urk. 64 S. 2; Urk. 96 S. 1)
1. Es sei festzustellen, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom
19. August 2015 betreffend Ziff. 2 Abs. 2 und 3 unangefochten geblie-
ben und in Rechtskraft erwachsen ist.
2. In Aufhebung des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 19. August
2015 betreffend Ziff. 2 Abs. 1 sei der Beschuldigte wegen
a) vollendeter schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122
StGB (Anklageziffer A.2) sowie wegen
b) versuchter schwerer Körperverletzung im Sinne von Art. 122
StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklageziffer A.3)
schuldig zu sprechen.
3. In Aufhebung des Urteils des Bezirksgerichts Zürich vom 19. August
2015 betreffend Ziff. 3 sei der Beschuldigte mit einer Freiheitsstrafe
von 5 1⁄2 Jahren zu bestrafen.
4. Dem Beschuldigten seien sämtliche Kosten des Berufungsverfahrens
aufzuerlegen. Die Kosten der amtlichen Verteidigung seien auf die
Staatskasse zu nehmen.
c) Des unentgeltlichen Rechtsvertreters des Privatklägers 1, C._:
(Urk. 88 S. 2)
1. Die Berufung der Staatsanwaltschaft sei vollumfänglich gutzuheissen.
2. Die Berufung des Beschuldigten sei vollumfänglich abzuweisen.
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3. In den von der Berufung der Staatsanwaltschaft nicht betroffenen
Ziffern des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei das Urteil der Vor-
instanz zu bestätigen.
d) Des Privatklägers 1, C._, in Ergänzung/Abweichung zu den Anträgen
des unentgeltlichen Rechtsvertreters:
(Prot. II S. 13 f.)
Auf die Zusprechung einer Genugtuung wird verzichtet.
Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 23. Mai 2016: (Urk. 104 S. 28 ff.)

## Considerations