# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 41cc6f40-2e70-48af-89ce-723ae3577be9
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A. ist gemäss eigenen Angaben X. Staatsangehöriger aus dem Y. und entstammt der dortigen Minderheit der Roma. Am 17. September 2001 reiste A. mit seiner Familie in die Schweiz ein, wo die Eltern ein Asylgesuch stellten. Mit Verfügung vom 8. November 2001 lehnte das Bundesamt für Flüchtlinge (seit dem 1. Januar 2005: Bundesamt für Migration [BFM]) das Asylgesuch ab. Gleichzeitig wurde der ganzen Familie A. die vorläufige Aufnahme erteilt.
B. Als A. und B. das Zivilstandsamt C. um Durchführung des Ehevorbereitungsverfahrens ersuchten, wurde A. zur Einreichung der notwendigen Dokumente aufgefordert. Darauf gab er an, als Angehöriger der Minderheitengruppe der Z. Roma im Y. keine Zivilstandsdokumente zum Nachweis des Personenstandes beschaffen zu können. Auf die Aufforderung vom 25. Januar 2011, die benötigten Zivilstandsdokumente und Nachweise über die Identität zu beschaffen, reichte A. dem Zivilstandsamt eine Bescheinigung einer Y. Gemeindebehörde ein, wonach er nicht im Geburtenbuch eingetragen sei. Eine Prüfung dieser Bescheinigung durch die schweizerische Vertretung in D. ergab Zweifel an der Korrektheit des Dokuments. Auf nochmalige Aufforderung vom 2. Mai 2011 reichte A. eine Erklärung von Angehörigen beziehungsweise Bekannten in E. (Y.) ein, wonach es ihm nicht möglich sei, in den Y. zurückzukehren, da er und seine engste Familie dort gesucht und mit dem Tod bedroht würden.
C. Mit Verfügung vom 9. Juni 2011 erwog das Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht Graubünden, der Personenstand und die Identität von A. stünden nicht unbestritten fest, und forderte diesen auf, zur Feststellung des Personenstandes und der Identität das zuständige Gericht anzurufen. Erst nach gerichtlicher Feststellung des Personenstandes und der Identität könne das Gesuch um Ehevorbereitung entgegen genommen werden.
D. Am 6. Juli 2011 stellte A. beim Einzelrichter des Bezirksgerichts C. folgendes Rechtsbegehren mündlich zu Protokoll:
Es sei A. wie folgt im Zivilstandsregister einzutragen:
A., geboren am 2. April 1989, ledig, Vater: F., Mutter: G.
E. In der Folge holte der Einzelrichter am Bezirksgericht C. vom Zivilstandamt C. und vom Zivilstandsamt H. Informationen über die Grundlagen der
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Trauungsermächtigung im Zusammenhang mit dem Ehevorbereitungsverfahren des Bruders von A., I., ein.
F. In seiner Vernehmlassung vom 29. Juli 2011 beantragte das Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht Graubünden, auf das Gesuch sei unter Kostenfolge nicht einzutreten, eventualiter sei es abzuweisen.
G. Mit Entscheid vom 20. September 2011, mitgeteilt am 28. September 2011, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht C. wie folgt:
“1. Die Klage auf Feststellung der Identität und des Personenstandes wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 500.00 gehen zu Lasten von A. und werden mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet. Den Fehlbetrag in Höhe von CHF 400.00 hat A. dem Gericht innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.

## Considerations