# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** aadddfb5-4cfb-40e9-80a5-d3df8431068a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. B._ war ab dem 7. August 2018 als Arbeitnehmer im Stundenlohn beim Einzelunternehmen A._, angestellt. Seine Tätigkeit als Zimmermann umfasste im Wesentlichen die selbständige Fertigung und Montage von Holzprodukten und Fenstern. Ein schriftlicher Arbeitsvertrag bestand nicht.
B. Die Parteien sind sich einig, dass B._ ab dem 10. April 2019 nicht mehr für A._ arbeitete. Ebenso besteht Einigkeit darüber, dass A._ am 13. April 2019 eine Kündigung auf den 31. Mai 2019 aussprach. Zwischen den Parteien strittig blieb hingegen, ob B._ für den Zeitraum vom 11. April 2019 bis zum 31. Mai 2019 Anspruch auf Lohn hat. Nachdem B._ seinen ehemaligen Arbeitgeber mit Schreiben vom 11. November 2019 vergeblich aufgefordert hatte, die aus seiner Sicht ausstehende Lohnforderung von CHF 11'027.75 brutto bis zum 30. November 2019 zu bezahlen, reichte er bei der Schlichtungsbehörde Maloja am 3. Februar 2020 ein Schlichtungsgesuch gegen A._ ein.
C. Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 11. März 2020 konnten sich die Parteien nicht einigen. In der Folge stellte die Schlichtungsbehörde der Region Maloja dem Kläger am 8. April 2020 die Klagebewilligung aus.
D. Mit (unbegründeter) Klage vom 12. Mai 2020 gelangte B._, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Reto Caflisch, ans Regionalgericht Maloja und stellte folgende Rechtsbegehren:
1. Es sei der Beklagte dazu zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von CHF 11'027.75 (zzgl. 5% Zins seit dem 1. Juni 2019) zu bezahlen.
2. Es sei der Beklagte dazu zu verpflichten, dem Kläger eine Arbeitsbestätigung mit korrektem Ein- und Austrittsdatum auszustellen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7.7% MWSt.) zulasten des Beklagten.
E. Mit Verfügung vom 15. Mai 2020 stellte das Regionalgericht Maloja A._ die Klage von B._ zur Kenntnisnahme zu und teilte mit, dass die übrigen Verfahrensakten beim Regionalgericht eingesehen werden könnten.
F. In der Folge lud das Regionalgericht Maloja die Parteien mit prozessleitender Verfügung vom 21. Juli 2020 zur Hauptverhandlung auf den 15. September 2020 vor. Anlässlich der Hauptverhandlung begründete der Rechtsvertreter von B._ die Klage seines Mandanten. A._ erhielt Gelegenheit zu einer mündlichen Klageantwort, worauf Replik, Duplik, Triplik und Quadruplik folgten. Überdies wurde A._ als beklagte Partei vom Gericht
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befragt. Nachdem sich beide Parteien damit einverstanden erklärten, dass ihnen das Gericht einen Vergleichsvorschlag unterbreiten würde, stellte das Regionalgericht ihnen am 17. September 2020 einen solchen zu.
G. Im an die Zustellung des Vergleichs nachfolgenden Schriftenwechsel erklärte sich B._ mit dem Vergleichsvorschlag des Gerichts grundsätzlich einverstanden, während A._ diesem nicht zustimmte. Es folgte ein zweiter Schriftenwechsel, anlässlich welchem beide Parteien das Gericht um einen Entscheid in der Sache ersuchten.
H. Mit Entscheid vom 15. Dezember 2020, mitgeteilt am 28. Januar 2021, erkannte das Regionalgericht Maloja (Proz. Nr. 115-2020-17) wie folgt:
1. Die Klage wird gutgeheissen und der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger den Betrag von CHF 11'027.75 brutto, zuzüglich 5% Zins seit dem 1. Juni 2019, zu bezahlen.
2. Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger das vorgelegte Arbeitszeugnis mit korrektem Enddatum des Arbeitsverhältnisses 31. Mai 2019 auszustellen.
3. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3'400.- (Entscheidgebühr CHF 3'000.- und Kosten der Schlichtungsbehörde von CHF 400.-) werden auf die Gerichtskasse genommen.
4. Der Beklagte wird verpflichtet, den Kläger mit Pauschal CHF 2'000.- ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations