# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8b205226-7a80-474a-8336-ab998fefea18
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Rechtsbegehren, keine kurze Schilderung des Sachverhalts, nicht
nachvollziehbare Begründung, keine Beilage des angefochtenen
Entscheids), setzte der Instruktionsrichter der Beschwerdeführerin am 17.
August 2016 eine kurze Nachfrist zur Verbesserung der Eingabe,
ansonsten dieselbe nicht als Beschwerde entgegengenommen werden
könne.
5. Mit Schreiben vom 23. August 2016 (Poststempel) reichte die
Beschwerdeführerin eine überarbeitete Beschwerde ein unter Beilage
(nur) der Seite 7 des angefochtenen Entscheids. Sie rügte einen
Formfehler im angefochtenen Entscheid, beantragte Asyl und die
unentgeltliche Prozessführung. Die Schweiz dürfe keine Sozialhilfe zur
Existenzbegründung ablehnen. Sie gehöre zu einer benachteiligten
Rasse im Ausland. Auch würden sich in der Schweiz ihre rheumatischen
Beschwerden wesentlich verbessern. Aufgrund ihres Asperger-Syndroms
benötige sie eine 2-Zimmer-Wohnung. Im Fernsehen habe sie gesehen,
dass auch ein Mensch mit wenig Geld in die Schweiz dürfe, weshalb sie
gleich zu behandeln sei.
Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Beschwerdeführerin wird,
soweit erforderlich, im Rahmen der Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Nach Art. 43 Abs. 3 lit. b des kantonalen Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) entscheidet das
Verwaltungsgericht in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn ein
Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder offensichtlich begründet oder
unbegründet ist. Vorliegend teilte der Instruktionsrichter der
Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 17. August 2016 mit, dass ihre
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am 10. August 2016 eingereichte Beschwerde unvollständig abgefasst sei
und ihr daher die Möglichkeit geboten werde, ihre Eingabe bezüglich
Rechtsbegehren, Sachverhalt und Begründung ihrer Kritikpunkte inkl.
Beilage des angefochtenen DJSG-Entscheids vom 4. August 2016 (im
Sinne von Art. 38 VRG) noch nachvollziehbar und formgerecht zu
ergänzen. Es geht vorliegend somit einzig um die Frage, ob die formell-
rechtlichen Voraussetzungen für die Erhebung der Beschwerde korrekt
erfüllt wurden oder das eingelegte Rechtsmittel andernfalls offenkundig
als unvollständig und damit unzulässig zu taxieren sei. Die Beantwortung
dieser Rechtsfrage – Vorliegen der formellen Anspruchsvor-aussetzungen
– fällt deshalb in den Kompetenzbereich des Einzelrichters, zumal im
konkreten Streitfall weder eine Dreier-Besetzung (Normalfall) noch eine
Fünfer-Besetzung des Verwaltungsgerichts erforderlich ist.
2. Anfechtungsobjekt ist der Entscheid des DJSG (Beschwerdegegner) vom
4. August 2016, worin die ablehnende Verfügung des AMZ vom 12. April
2016 betreffend Nichterteilung der nachgesuchte Ausländerbewilligung
(A1) und der Aufenthaltsbewilligungen (zur erwerbslosen Wohnsitznahme
und zur medizinischen Behandlung) inkl. Grenzgängerbewilligung für die
Beschwerdeführerin vollauf bestätigt wurde und dem Gesuch um
unentgeltliche Rechtspflege infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde
vom 20. April 2016 nicht stattgegeben wurde. Gemäss Art. 52 Abs. 1
VRG ist die Beschwerde schriftlich innert 30 Tagen seit Mitteilung des
angefochtenen Entscheids beim Verwaltungsgericht einzureichen. Um auf
die Beschwerde überhaupt eintreten zu können, bedarf es aus formellen
Gründen (als Urteilsvoraussetzungen) sowohl des Nachweises der
Beschwerdelegitimation (Art. 50 VRG) als auch der Geltendmachung
einer Rechtverletzung einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch
des Ermessens (Art. 51 Abs. 1 lit. a VRG) bzw. der Rüge einer
unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des rechtserheblichen
Sachverhalts (Art. 51 Abs. 1 lit. b VRG). Bei Nichtvorliegen oder
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Nichterfüllung bzw. nachträglichen Wegfalles auch bloss einer dieser
formellen Urteilsvoraussetzungen darf auf die Beschwerde im Voraus
nicht eingetreten werden.
3. a) Im konkreten Fall ist unbestritten, dass die Beschwerdeführerin durch die
ablehnende Verfügung des AMZ vom 12. April 2016 sowie den diesen
Erlass bestätigenden Entscheid des DJSG vom 4. August 2016 als
Adressatin der Bewilligungsverweigerungen nachteilig berührt bzw.
betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung hat.
Art. 50 VRG ist folgerichtig als erfüllt zu betrachten. Um die weiteren
Urteilsvoraussetzungen nach Art. 51 VRG beurteilen zu können, ist es
aber unerlässlich, dass vorgängig die Formvorschrift gemäss Art. 38 VRG
eingehalten wird. Hiernach sind Rechtsschriften in einer Amtssprache
abzufassen und sie haben das Rechtsbegehren, den Sachverhalt und
eine Begründung zu enthalten (Art. 38 Abs. 1 VRG). Genügt eine Eingabe
den gesetzlichen Erfordernissen nicht oder ist sie in unziemlicher Form
abgefasst, unleserlich oder unnötig umfangreich, wird eine angemessene
Frist zur Behebung des Mangels angesetzt mit der Androhung, dass auf
die Eingabe sonst nicht eingetreten werde (Art. 38 Abs. 3 VRG). Mit
Schreiben (prozessleitender Verfügung) vom 17. August 2016 machte der
Instruktionsrichter die Beschwerdeführerin in verständlicher Art und Weise
darauf auf-merksam, dass die Formvorschrift von Art. 38 VRG durch ihre
Eingabe vom 10. August 2016 nicht erfüllt werde (unklare
Rechtsbegehren, keine kurze Schilderung des Sachverhalts, nicht
nachvollziehbare Begründung, keine Beilage des angefochtenen
Entscheids) und folglich eine Nachbesserung derselben innert 10 Tagen
zu erfolgen habe, andernfalls die Eingabe vom 10. August 2016 nicht als
Beschwerde entgegengenommen werden könne. Mit handschriftlich
abgefasstem Schreiben vom 26. August 2016 (Poststempel 23. August
2016) unterliess es die Beschwerdeführerin aber auch das zweite Mal, ein
klares Rechtsbegehren zu stellen. Was in Bezug auf den angefochtenen
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Entscheid des DJSG vom 4. August 2016 zu geschehen habe bzw.
inwiefern dieser widerrechtlich sein sollte, kann höchstens erahnt werden;
etwas deutlicher ist einzig das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege
ausgefallen, weil dort von Sozialhilfe zur Existenzsicherung die Rede ist
(finanzielle Bedürftigkeit, da bei ihr nur "wenig Geld" vorhanden sei). Neu
und damit ohnehin nicht darauf einzutreten ist hingegen auf den erst
nachträglich gestellten Antrag auf Gewährung von Asyl mit Nachtrag vom
23./26. August 2016, da eine Ausdehnung der ursprünglich gestellten
Gesuche vor der erstinstanzlichen AMZ sowie den früheren Anträgen vor
dem Beschwerdegegner im Beschwerdeverfahren vor Gericht laut Art. 51
Abs. 2 VRG ausdrücklich verboten ist. Jede andere Betrachtungsweise
würde eine klare Missachtung bzw. Umgehung des gesetzlich
vorgeschriebenen Instanzenzuges bedeuten. Trotz Ergänzung vom
23./26. August 2016 muss die erste (Beschwerde-) Eingabe vom 10.
August 2016 hier aber immer noch als ungenügend taxiert werden, zumal
die festgestellten Formmängel – so wie sie in der prozessleitenden
Verfügung des Instruktionsrichters vom 17. August 2016 detailliert
aufgelistet wurden – mitnichten behoben wurden. Erneut wurde kein
Rechtsbegehren gestellt, der Sachverhalt blieb abermals weitgehend im
Dunkeln und die Begründung der Kritik muss als wirr und nicht
nachvollziehbar bezeichnet werden. Hinzu kommt, dass "weisungswidrig"
nicht einmal der angefochtene Entscheid des DJSG vom 4. August 2016
nachgereicht wurde, sondern sich die Beschwerdeführerin mit Nachtrag
vom 23./26. August 2016 darauf beschränkte, dem streitberufenen
Gericht einzig die Seite 7 desselben (bezüglich
Gebühren/Verfahrenskosten inkl. Entscheiddispositiv) zuzustellen, womit
jedoch die zuvor vom Instruktionsrichter ausdrücklich als "fehlend bzw.
ungenügend eingehalten" taxierten Formvorschriften gemäss Art. 38 Abs.
1 VRG erneut nicht erfüllt wurden, was unerlässlich die in Art. 38 Abs. 3
VRG angedrohte Rechtsfolge des Nichteintretens auf eine derart
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mangelhafte und eben bloss sehr fragmentarische Beschwerdeschrift
haben muss.
b) Selbst wenn der zuständige Einzelrichter mit viel Goodwill aber noch
zugunsten der rechtsunkundigen Beschwerdeführerin sämtliche
fehlenden (Form-) Elemente für eine hinreichende Beschwerde in die
nachgereichte Ergänzungsschrift vom 23./26. August 2016
"hineininterpretieren" wollte, könnte auf die betreffende Beschwerde
mangels jeglicher Substantiierung bzw. fehlender Auseinandersetzung mit
dem vorinstanzlichen Entscheid des DJSG vom 4. August 2016 dennoch
nicht eingetreten werden.
4. a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird auf die Erhebung von
Gerichtskosten gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG verzichtet, zumal das
Rechtsmittelverfahren bereits an den notwendigen
Urteilsvoraussetzungen gescheitert ist und dem Einzelrichter sowohl
aufgrund der eindeutig unvollständigen und mangelhaften Ergänzung
bzw. Nachbesserung vom 23./26. August 2016 als auch der ursächlich
bereits formwidrigen und bloss lückenhaften Beschwerdeschrift vom 10.
August 2016 (Poststempel) kein nennenswerter Arbeitsaufwand
entstanden ist.
b) Dem Antrag der Beschwerdeführerin auf Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege gestützt auf Art. 76 Abs. 1 VRG wird nicht stattgegeben, da
die Beschwerde von vornherein als aussichtslos qualifiziert werden muss.