# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** df0c286c-132e-464c-8944-5936921a42dc
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 16. Oktober 2014 reichte Y._ beim Bezirksgericht Landquart (seit 1. Januar 2017: Regionalgericht Landquart) ein Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen ein. Im Wesentlichen beantragte sie dabei, der X._ sei mit sofortiger Wirkung zu verbieten, gewisse Äusserungen zu tätigen. Eventualiter beantragte sie, die Massnahmen seien provisorisch, d.h. nach Anhörung der Gegenpartei, anzuordnen.
B. Mit Entscheid vom 17. Oktober 2014 wurde der X._ im Sinne einer superprovisorischen Anordnung verboten, gegenüber Dritten oder sonst wie öffentlich die entsprechenden Äusserungen zu tätigen. Gleichzeitig wurde der X._ Frist zur Einreichung einer schriftlichen Stellungnahme bis zum 10. November 2014 eingeräumt.
C. Mit Eingabe vom 10. November 2014 beantragte die X._, es sei das eröffnete Massnahmeverfahren auf die Prüfung der Zuständigkeit zu beschränken bzw. es sei auf das Massnahmegesuch mangels Zuständigkeit des angerufenen Gerichts nicht einzutreten und es seien die superprovisorisch angeordneten Massnahmen zu widerrufen. Eventualiter - für den Fall der Nichtbeschränkung des Verfahrens auf die Unzuständigkeitseinrede und/oder der Bejahung der Zuständigkeit und des Eintretens auf das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen - sei der X._ eine neue Frist für die Einreichung einer umfassenden Stellungnahme zur Sache einzuräumen. Im Übrigen wurde beantragt, dass für den Fall der Aufrechterhaltung der superprovisorisch angeordneten Massnahme Y._ zu verpflichten sei, eine Sicherheitsleistung von CHF 200'000.00 gerichtlich zu hinterlegen, wobei über die Zuständigkeit des angerufenen Gerichtes zu befinden sei, nachdem Y._ die Sicherheitsleistung geleistet habe.
D. Mit Eingabe vom 25. November 2014 reichte die X._ verschiedene Urkunden zu den Akten ein.
E. Am 18. Dezember 2014 reichte Y._ eine auf die Frage der Unzuständigkeit und der geltend gemachten Sicherheitsleistung beschränkte Stellungnahme ein, wobei die sie beantragte, dass auf das Massnahmegesuch einzutreten und auf die Anordnung einer Sicherheitsleistung zu verzichten sei.
F. Mit (unaufgeforderter) Replik vom 29. Dezember 2014 beantragte die X._ erneut, es sei auf das Massnahmegesuch mangels Zuständigkeit des
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angerufenen Massnahmegerichts nicht einzutreten und es sei die superprovisorisch angeordnete Massnahme zu widerrufen. Eventualiter sei das Verfahren bis zur rechtskräftigen Erledigung des Massnahmeverfahrens ERZ 14 390 am Kantonsgericht von Graubünden zu sistieren. Subeventualiter, d.h. für den Fall der Bejahung der Zuständigkeit, des Eintretens auf das Gesuch und des abgewiesenen Sistierungsgesuchs um Erlass vorsorglicher Massnahmen und der Nichtsistierung sei der X._ eine neue Frist für die Einreichung einer umfassenden Stellungnahme zur Sache einzuräumen. Im Weiteren hielt die X._ an ihrem Antrag fest, wonach Y._ zu verpflichten sei, für den Fall der Aufrechterhaltung der superprovisorisch angeordneten Massnahme eine Sicherheitsleistung von CHF 200'000.00 gerichtlich zu hinterlegen, wobei über die Zuständigkeit zu befinden sei, nachdem Y._ die Sicherheitsleistung geleistet habe.
G. Mit Duplik vom 2. Februar 2015 hielt Y._ unverändert an ihren Rechtsbegehren gemäss Stellungnahme vom 18. Dezember 2014 fest.
H. Mit Zwischenentscheid und prozessleitender Verfügung vom 3./4. Februar 2015 wurden die von der X._ erhobene Unzuständigkeitseinrede und das Gesuch um Sicherheitsleistung von CHF 200'000.00 abgewiesen. Gleichzeitig wurde der X._ Frist zur Einreichung einer schriftlichen Stellungnahme bis zum 25. Februar 2015 eingeräumt, um materiell zum Gesuch der Gegenpartei Stellung zu nehmen.
I. Eine von der X._ dagegen erhobene Berufung wies das Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 5. November 2015, mitgeteilt am 12. November 2015, ab.
J. Mit Schreiben vom 23. Dezember 2015 beantragte die X._, das Verfahren sei zufolge eingetretener Gegenstandslosigkeit zu Lasten der Gegenpartei bzw. nach Massgabe der Kostenverteilungsgrundsätze gemäss Entscheid des Kantonsgerichts von Graubünden vom 5. November 2015 abzuschreiben. Eventualiter sei für den Fall der materiellen Fortführung des Prozesses der X._ Frist zur Stellungnahme anzusetzen.
K. Da sich Y._ mit Schreiben vom 21. Januar 2016 gegen eine Abschreibung des Verfahrens wehrte, wurde der X._ Frist zur Einreichung einer Stellungnahme bis zum 15. Februar 2016 gesetzt. Am 7. März 2016 reichte diese innert erstreckter Frist eine "Prozessantwort" ein, wobei sie die kostenfällige Abweisung des Massnahmegesuchs beantragte.
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L. Mit Entscheid vom 5. Dezember 2016, mitgeteilt am 5. Dezember 2016, entschied der Einzelrichter am Bezirksgericht Landquart, was folgt:
"1. Das Gesuch wird gutgeheissen und der X._ und ihren Organen unter Androhung der Bestrafung mit einer Busse gegen eine amtliche Verfügung gemäss Art. 292 StGB richterlich mit sofortiger Wirkung verboten, gegenüber Dritten oder sonst wie öffentlich nachfolgende Äusserungen zu tätigen.
1.1 "Y.1_ bzw. Y._ habe ein absolutes Verkaufsverbot von Produkten der Marke A._ und dürfe diese nicht an Verkaufsberaterinnen und Verkaufsberater und Wiederverkäuferinnen oder Verkäufer sowie deren Partner und Mitarbeiter veräussern."
1.2 "Alle Wiederverkäuferinnen oder Verkäufer, die mit Y.1_ bzw. Y._ bezüglich Produkte der Marke A._ arbeiten oder Produkte der Marke A._ durch Facebook oder andere Webseiten bewerben und verkaufen, seien verfolgbar."
2. Y._ wird zur Einreichung der Klage in der Hauptsache eine Frist bis zum 31. März 2017 gesetzt. Bei ungenutztem Ablauf der Frist fallen die angeordneten Massnahmen gemäss vorstehender Ziff. 1 ohne Weiteres dahin.
3. a)Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'500.00 gehen zu Lasten der gesuchsgegnerischen Partei und werden mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet.
b)Die gesuchsgegnerische Partei hat die Gegenpartei mit CHF 15'284.40 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen und ihr den geleisteten Vorschuss in Höhe von CHF 2'500.00 zu ersetzen.

## Considerations