# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b21d7087-a3bf-40cc-a54e-c2356b8fa53c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
19
75
, war zuletzt bis im Juni 200
3
als
M
itarbeiter
in im Schichtbetrieb bei der
Y._
AG
tätig. Die
An
stellung wurde
ihr auf Ende
August
2003
ge
kündigt (Urk.
9/3, Urk. 9/4/1, Urk. 9/4/4
).
Sie leidet an psychischen Beschwerden (Urk. 9/27/6-8).
Am
16. Mai 2004
meldete sich die Versicherte bei der Eidge
nös
sischen In
validenver
siche
rung zum Leistungsbezug an (Urk.
9/2
). Die Sozialver
sicherungsanstalt des
Kan
tons Zürich, IV-Stelle (nach
folgend: IV
-
Stelle), klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab und
holte unter anderem das Gutachten von Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 10. De
zember 200
4 ein (Urk. 9/27)
. Gestützt darauf sprach sie der
Versicherten m
it Verfügung vom
10. März 2005
eine
halbe
Rente
ab Mai 2004 be
i einem Invaliditätsgrad von 50
%
zu (
Urk. 9/34,
Urk.
9/46
).
1.2
Im Februar
2009
leitete die IV-Stelle ein
Revisionsverfahren ein (Urk. 9/51)
, in welchem
die Versicherte
eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes
gel
tend
machte
(Urk.
9/51/2
). Die IV-Stelle
kündigte
mit Vorbescheid vom 10. Sep
tember 2009 die Ab
weisung
des Gesuchs um
Rentenerhöhung
an
(Urk.
9
/61). Dagegen
liess die Versicherte mit Schreiben
ihrer Hausärztin Dr. med.
A._
, Fachärztin für Innere Medizin,
vom 22.
September 2009
Einwände
erheben (Urk.
9
/62).
Daraufhin
holte die IV-Stelle
den
B
ericht
von
Dr. med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 5. Dezem
ber 2009 ein (Urk. 9
/64
/5-7
).
Mit Verfügung vom 2
8. April 2010 lehnte
sie
eine Erhöhung der Invalidenrente
wie angekündigt ab
(Urk.
9
/68).
Die dagegen erhobene Be
schwerde der Versicherten vom 18. Mai 2010 (Urk. 9/69/3-4) hiess das Sozial
versicherungsgericht des Kantons Zür
ich mit Urteil vom 30. Mai 2011
(
Ver
fah
ren Nr. IV.2010.00494
)
in dem Sinne gut, dass die
Sache zur ergänzenden medi
zinischen Abklärung an die Beschwerde
gegnerin
zurückgewiesen wurde (Urk. 9/73/9-10).
1.3
In der Folge holte die IV-Stelle das Gutachten der
psychiatrischen Einrichtung C._
vom 2
2.
Dezember 2011
ein
(Urk. 9/91).
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Arbeitsmedizin und Al
l
gemeinmedizin, vom Regionalen Ärzt
li
chen Dienst (RAD)
,
nahm am 28. Dezember 2011 dazu Stellung
(Urk. 9/93/3-5).
Mit Vorbescheid vom 9. Mai 2012
kün
digte die IV-Stelle die Einstellung der In
validenrente an (Urk. 9/95), wogegen die Versicherte mit Schreiben vom
6. Juni 2012
Einwände erhob (Urk.
9/100
). Mit Ver
fügung vom
3. Juli 2012
hob die IV-Stelle die halbe Rente wie ange
kün
digt auf Ende des der Verfügung folgenden
Monats auf und entzog einer dage
gen erhobenen Be
schwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob di
e Versicherte mit Eingabe vom
25. Juli 2012
Beschwerde
und beantragte, die
Ver
fügung
vom 3. Juli 2012
sei aufz
u
heben und es sei das Ge
such um Ausrichtung einer ganzen Invalidenrente ab Februar 2009 gutzu
heis
sen; eventualiter sei ein Gutachten über die Frage der konkreten medizini
schen Grundlagen der Überwindbarkeit oder Nichtüberwindbarkeit der Schmer
zen ein
zuholen
. In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin darum, es sei der vorliegenden Beschwerde in dem Sinn die aufschiebende Wir
kung zu ertei
len, dass die bisherige halbe Invalidenrente während der Dauer des Verfahrens, das heisst auch nach dem 1. September 2012, ausgerichtet
werde
(Urk. 1 S. 1).
Die Beschwerdegegnerin stellte in der Beschwerdeantwort vom
11. September 2012
den Antrag, die Sache sei zu ergänzenden Abklärungen an sie zurückzu
weisen (Urk.
8 S. 1
). In der Stellungnahme vom
17. Januar 2014
hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest
(Urk.
14 S. 1
). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom
12. Februar 2014
auf ein
e weitere Stellung
nahme (Urk. 16
).
Mit Verfügung vom 20. Mai 2014 wurde die Pensionskasse der
Y._
AG zum Prozess beigeladen und es wurde ihr Gelegenheit gegeben, zu den Eingaben der Parteien und den Verfahrensakten Stellung zu nehmen (Urk. 21). Die Pensionskasse liess sich innert Frist nicht vernehmen.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Am
1. Januar 2012
sind d
ie im Rahmen der IV-Revision 6a
vorgenommenen
Än
de
rungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) und der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten.
In
materiellrechtlicher
Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am
3. Juli 2012 (Urk. 2) ergangen,
wobei ein Sachverhalt zu beur
teilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestim
mungen
der IV-Revision 6a
am 1. Januar 20
12
begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechts
kräftig verfügt wurde, ist entsprechen
d den allgemeinen intertemporal
rechtlichen Re
geln für die Zeit bis 31. Dezember 20
11
auf die damals
seit der 5. IV-Revision
(
ab dem 1. Januar 2008;
AS 2007 5129 ff.
)
geltenden Bestim
mungen und ab
dem 1. Januar 2012
auf die neuen Normen der
IV-Revision 6a
abzustel
len (vgl. zur
5
. IV-Revision: Urteil des Bundesgerichts
8C_829/2008 2
3.
Dezember 2008
E. 2.1
). Im Folgenden werden die massgeb
lichen Gesetzes
bestimmungen - so
weit nichts anderes vermerkt ist - in der seit dem
1.
Januar 20
12
geltenden Fassung zitiert
.
2.
2
.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Be
hand
lung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Er
werbsmög
lich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Er
werbs
un
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
träch
tigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzu
stellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbs
tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung ver
einbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Ver
wer
tung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-prak
tisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2
.2
2
.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erz
ielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog
.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
an
der gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (all
gemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2
.2.2
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind.
2
.3
2
.3.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Än
derung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheits
zustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2
.3.2
Gemäss Schlussbestimmung
a der am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen Än
derung des
IVG vom 18.
März 2011
(IV-Revision 6a; AS 2011 5659; Schluss
be
stimmung a IVG)
werden Renten, die bei
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nach
weisbare orga
nische Grund
lage ge
sprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach In
kraft
treten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraus
setzungen nach
Art.
7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Revisionsvoraussetzungen von
Art.
17
Abs.
1 ATSG nicht erfüllt sind.
Die
Rentenansprüche, die gestützt auf
solche Beschwerdebilder (vgl. dazu
BGE 136 V 279 E. 3; SVR 2008 Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 4.2
) gesprochen wur
den,
sind
zu über
prüfen und unter dem Gesichtspunkt der seit BG
E 130 V 352 verschärften Praxis
neu zu beurteilen (
Gächter
/
Siki
, Sparen um je
den Preis
?,
in:
Jusletter
2
9.
November 2010, S. 2).
Sie sind seit 1. Januar 2012 demnach auch dann revidierbar, wenn keine Änderung im Sachverhalt einge
treten ist. Bei der Überprüfung und Neubeurteilung von laufenden Renten ge
stützt auf Abs. 1 der Schluss
be
stimmung a IVG ist gleich vorzugehen wie dort, wo ein erstmaliges Leistungsgesuch zu beurteilen ist. Die der ursprünglichen
Rentenzusprache
zu
grunde
liegende Diagnose bildet dabei den Anknüpfungs
punkt für die Beant
wortung der Frage, ob eine Rente überhaupt in den Anwen
dungs
bereich der Schlussbestimmung a IVG fällt. Die Frage, ob die bestehende Rente herab
zuset
zen oder aufzuheben ist, beurteilt sich hingegen unabhängig vom Vor
liegen einer Sachverhaltsänderung nach dem Sachverhalt, wie er sich bis zum Zeit
punkt der Neubeurteilung beziehungs
weise des Erlasses der daraus resul
tieren
den Ver
fügung entwickelt hat.
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin führt
e
zur Begründung der
A
ufhebung
der halben Rente
in der angefochtenen Verfügung
im Wesentlichen an, die ursprüngliche
Rentenzusprache
sei aufgrund eines
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwerdebilds ohne nachweisbare organische Grundlage
zu
ge
spro
chen wor
den. Gestützt auf
lit
. a der Schlussbestimmungen der
Änderung vom 18. März 2011 (nachfolgend:
lit
. a
SchlB
est
.
IVG
)
sei die
Rente daher aufzu
he
ben (Urk. 2
).
In der Beschwerdeantwort
stellt sie sich
nunmehr
auf den
Stand
punkt
,
lit
. a
SchlB
est
.
IVG
sei zwar anwendbar, jedoch sei
der
aktuelle
Ge
sund
heitszustand ungenügend abgeklärt
. Namentlich könne auf
das Gutachten
der psychiatrischen Einrichtung C._
vom 22. Dezember
2011
nicht abgestellt werden,
weshalb die Sache an sie
, die Beschwerdegegnerin, zu ergänzenden medizinischen Ab
klä
rungen zurückzu
weisen sei (Urk. 8 S. 2 ff.
).
3
.2
Die Beschwerdeführerin bestreitet, dass die
Rentenzusprache
gestützt auf ein
pathogenetisch
-ätiologisch unklares
syndromales
Beschwerdebild ohne nach
weisbare organische Grundlage erfolgt sei
und aufgrund
von
lit
. a
SchlB
est
.
IVG
zu überprüfen sei
.
Im Urteil vom 30. Mai 2011 habe das Sozialversicherungsgericht Zürich zudem bereits klargestellt, dass eine Ver
schlech
terung des Gesund
heits
zustandes glaubhaft gemacht worden
sei. Gemäss dem Gutachten
der psychiatrischen Einrichtung C._
vom 22. Dezember 2011
seien gegenüber dem Gutachten von D
r.
Z._
vom 10. Dezember 2004
veränderte Diagnosen festgestellt worden und das Ergebnis des
C._-
Gutachtens
stimme weitgehend mit der Einschätzung
von Dr.
B._
vom 5.
Dezember 2009 überein.
Die Überwindbarkeit der psy
chischen Störung sei nicht gegeben
und es handle sich
nicht nur um ein
vorübergehend
es ge
sund
heitliches Problem
.
Eine Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit in abseh
barere Zukunft sei nicht realistisch.
Im Übrigen wären Wiedereingliederungsmassnahmen vorzunehmen, bevor die Rente herabgesetzt wer
den könnte
. Auch verletze die angefochtene Verfügung in mehrfacher Hinsicht Art. 6, 8 und 14 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK
;
Urk.
1 S. 2 ff.
, Urk. 14
).
3.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige halbe Rente zu Recht
per Ende August 2012
aufgehoben hat
(Urk. 2)
oder ob
eine Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes
Anspruch auf eine höhere Rente be
gründe
t
.
4.
4.1
4.1.1
Im Urteil vom 30. Mai 2011
(Verfahren Nr. IV.2010.00494
; Urk. 9/73
)
stellte das hiesige Gericht fest,
dass di
e in den Berichten von Dr.
A._
vom
22. Sep
tem
ber 2009
(Urk.
9/62)
und von Dr.
B._
vom
5. Dezem
ber 2009 (Urk. 9
/64
/5-7) attestierte Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit mehr
maligen
Anfäl
len/Attacken pro Woche
im Vergleich zu jenem Gesundheitszustand, wie er der rentenzusprechenden Verfügung vom
10. März 2005 (Urk. 9/
34, Urk. 9/46
)
gestützt auf das
Gutachten von Dr.
Z._
vom 10. De
zem
ber 2004 (Urk. 9/27)
zugrunde lag,
glaubhaft sei
(Urk. 9/73/
8
)
.
Und zwar hatte
Dr.
A._
im
S
chreiben
vom 22. September 2009
ausgeführt
, aufgrund der
in den letzten fünf Jahren
zum Teil beinahe täglich
auf
tretenden
Panikattacken
sei es
zu ei
ner deutlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen. Die
Pani
k
-
attacken seien häufiger und schwerer, so dass zum Teil jeden dritten Tag Sprit
zen und ein Mehr an Medika
menten notwendig seien
.
Aufgrund der Ver
schlechterung der Gesundheit und der gehäuften Panikattacken sei keine Tätig
keit möglich (Urk. 11/62).
Dr.
B._
hatte
gemäss dem Bericht vom 5. Dezember 2009 die Diagnosen einer
Panikstörung (ICD-10 F41.0), dissoziative
r
Krampf
anfälle (ICD-10 F44.5), eine
r
in
fantile
n
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.4) sowie ein
es
chroni
schen
Kopfschmerzsyndrom
s
gestellt.
Die
Atta
cken
würden
mehrmals pro Woche
auftreten
.
Es bestehe seit der ersten Konsultation bei ihm am 28. Mai 2009 eine
voll
ständige Arbeitsunfähigkeit. Einschränkend seien die
patholo
gischen Ängste und
die
Nervosität der Beschwerdeführerin mit der Folge
einer
chronifizierten
Panikstörung,
von
Kopfschmerzen,
eines
chronisch psy
chischen Stresszustandes und
eines
über
mässigen Medikamentengebrauchs. Aus all diesen Gründen sei die psychische Stresstoleranz für jegliche Tätigkeit in einem Beruf und im Haushalt wie auch für persönliche Interessen praktisch auf null gesun
ken (Urk. 11/64
/5-7
).
4.1.2
Das Gericht wies die Sache
auf dieser Grundlage
zur Ab
klärung der Auswirkung der festgestellten Gesundheitsverschlechterung auf die (ver
bleibende) Arbeits
fä
higkeit an die Beschwerdegegnerin zurück (Urk. 9/73/8-10). Damit war die Beschwerdegegnerin angehalten
,
im Rahmen einer materiellen Revision (Art. 17 ATSG) das neue Leistungsbegehren in tatsächlicher und recht
licher Hinsicht allseitig zu prüfen. Ob sich aufgrund
von
l
it
.
a
SchlB
est
.
IVG,
in welchen Fällen
es
keiner erheb
lichen Veränderung des Gesundheitszustandes im Sinne von Art. 17 ATSG
bedarf,
ohnehin eine Über
prüfung der bisherigen Rente angezeigt hätte, ist damit unerheblich. Denn
bei einer Überp
rüfung
einer Rente gestützt auf
lit
. a
SchlB
est
.
IVG ist
ebenfalls eine all
seitige Prüfung des Renten
an
spruchs vor
zunehmen.
Im Übrigen wird auf die bundes
ge
richtliche Rechtsprechung in BGE 139 V 547 E. 10.1 verwiesen, wonach eine Rente nach Massgabe der
SchlB
est
.
IVG nur dann aufgehoben oder herabgesetzt werden kann, wenn die folgenden drei Voraus
setzungen erfüllt sind:
1.
Die
Rentenzusprache
erfolgte
ausschliesslich
aufgrund der Diagnose eines
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Be
schwerdebildes
ohne nachweisbare organische Grundlage. Nur unter dieser Bedingung kann die Überprüfung der Rente nach den
SchlB
est
.
IVG eingeleitet werden.
2.
A
uch im Revisionszeitpunkt
liegt
ausschliesslich
ein unklares Beschwerdebild vor. Zu klären ist daher ferner, ob sich der Gesundheitszustand
seit der
Rentenzusprache
allenfalls verschlechtert hat und ob neben den nicht objektivierbaren Störungen anhand klinischer psychiatrischer Untersuchungen nunmehr nicht klar eine Diagnose gestellt werden kann.
3.
Schliesslich
ist zu prüfen, ob die "Foerster-Kriterien"
(vgl. dazu BGE
139 V 547 E. 5.3-4
und E.
9.1.1
,
135 V 215 E. 6.1,
131 V 49
E.
1.2
mit Hin
weisen,
130 V 352 und 396
)
als erfüllt zu betrachten sind und eine
Validitätseinbusse
auf diese Weise - trotz des hinsichtlich der invalidisierenden Folgen nicht objektivierbaren Bes
chwerdebildes - nachweisbar ist
(Urteil des Bundes
gerichts
8C_505/2013
vom 8. Januar 2014 E. 4).
4.1.3
B
ereits bei
der
Zusprechung der Rente
lagen
nicht nur Diagnosen mit
pat
hogenetisch
-ätiologisch unklarem
syndromalem
Beschwerdebild
ohne nach
weisbare organische Grundlage
(vgl.
BGE 136 V 279 E. 3.2.1
)
vor
. Bereits damals waren
fachärztlich
namentlich
Störungsbilder
mit affektiv-depressiven und Angst-Symptomen
fest
gestellt worden, welche
Dr.
Z._
im Gutach
ten vom 10. Dezember 2004
unter
der Diagnose einer
Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reak
tion gemischt (ICD-10 F43.22)
zusammenfasste
(Urk. 9/27/7)
und welche nicht unter die
pat
hogenetisch
-ätiologisch unklare
n
syndromalen
Beschwerdebilder
ohne nachweisbare organische Grundlage
fallen (vgl. BGE 139 V 547 E. 7.1.4).
Somit ist die erste Voraussetzung zur An
wen
dung von
lit
. a
SchlB
est
.
IVG
(
BGE 139 V 547 E. 10.1
.1)
zu verneinen.
Darüber hinaus wäre
- wie sich aus dem Folgenden ergibt - auch die zweite Voraus
set
zung
(
BGE 139 V 547 E. 10.1
.2)
nicht gegeben.
4.2
Mit dem Gutachten de
r
psychiatrischen Einrichtung C._
vom
2
2.
Dezember 2011
(Urk. 9/91)
liegt nunmehr eine Fachexpertise vor,
die
alle rechtsprechungsgemäss erforderli
chen Kriterien für beweis
kräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl.
BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c
) erfüllt und die von
Dr.
A._
und Dr.
B._
beschriebene Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes bestätigt
hat
(
Urk.
9/91/
18-20
)
.
Während Dr.
Z._
im Gutachten vom 10. Dezember 2004 noch eine
Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion gemischt (ICD-10 F43.22) im Rahmen einer persistierenden ps
ychosozialen Konflikthaftigkeit,
dissoziative Störungen mit insbesondere dissoziative
n Krampfanfällen (ICD-10 F44.5) und
Trancezustände (ICD-10 F44.3) bei einfach strukturierter
histrionischer
Per
sön
lichkeit (ICD-10 F60.4)
diagnostiziert und eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
bei voller Präsenzzeit
sowohl
in der
bisherige
n
Tätigkeit als
auch in einer
behinderungsangepasste
n
Tätigkeit
attestiert hatte
(Urk. 9/27/7),
kamen
die Gutachter
der psychiatrischen Einrichtung C._
nach zweimaliger
Untersuchung, nach Einsicht in die
Vorakten
und nach Einholung der Fremdauskünfte beim Ehe
mann
und
bei
den behandelnden Ärzten Dr.
B._
sowie
Dr.
A._
nachvoll
ziehbar
zum Schluss, dass
das erho
bene Zustandsbild ein
deutig eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in jeglicher Tätig
keit
begründe, dies bei kontinuierlicher Verschlechterung seit mindestens An
fang 2009.
Das Zustandsbild sei
angesichts der Schwere des Krankheitsbildes
nicht mehr mit einer - wie noch
von Dr.
Z._
attestierten - 50%igen Arbeits
fähigkeit vereinbar. Im Haushalt bestehe eine maximal 20%ige Leistungs
fähigkeit.
In den aktuellen Gutachtensgesprächen habe sich ein schwer depressives Zustandsbild mit starker Einen
gung auf die Erkrankung, Ver
zweiflung, Hoffnungslosigkeit, Affektarmut, tota
ler Freudlosigkeit und passiven
Sterbewünschen gezeigt.
Die Beschwerdeführe
rin präsentiere sich als eine zer
störte Existenz, der keine positiven Emotionen und kein Lebensmut mehr zur Ver
fügung
stünden
und die in ihrer Krankheitswelt gefangen sei.
Seit dem Auftreten der Krankheit zirka im Jahr 2001 scheine es zu einer zu
nehmenden Zustandsverschlechterung mit gleichzeitig zunehmen
der Hoffnungs- und Hilflosigkeit der Beschwerdeführerin gekommen zu sein. Das gegenwärtige Leben und der Tages
ablauf der Beschwerdeführerin würden aus
schliesslich von der mittlerweile chronischen Erkrankung bestimmt. Die Haushaltsführung und Betreuung der jüngsten
(2006 geborenen)
Tochter würden von den Schwieger
eltern und dem Ehemann übernommen. Das soziale Leben der Beschwerde
führerin beschränke sich auf wenige telefonische Kon
takte. Mehrheitlich halte sie sich im abge
dunkelten Zimmer auf und besitze keinerlei geregelte Tages
struktur. Die kleinsten Tätigkeiten führten zur
sofortiger
Erschöpfung.
Diag
nostisch sei die aktuelle Symptomatik als schwere depressive Episode
ohne psychotische Symp
tome
(ICD-10 F32.2) einzu
ordnen.
Zudem sei d
ie von Dr.
B._
gestellte Diagnose (Urk. 9/64/5) einer chronischen Panikstörung
(ICD-41.0)
mit dis
sozia
tiven Krampfanfällen
(ICD-10 F44.5)
und die dies
bezügliche Beurteilung angesichts der Akten
plausibel. Sie
werde von ihnen, den Gutachtern
der psychiatrischen Einrichtung C._
, ge
stützt
, auch wenn während der aktuellen Begutachtung keine Krampfanfälle beobachtbar gewesen seien
.
Die Diagnosen einer
histrionischen
beziehungsweise infantilen Persönlichkeitsstörung seien aufgrund des - soweit bekannten - prämorbiden
Zustandbildes
eher nicht aufrechtzuerhalten. Die als
histrionisch
imponierende Verzweiflung der Beschwerdeführerin be
zie
hungs
weise die krankheitsbedingte Abhängigkeit vom Helfersystem habe sich eher im Verlauf der Erkrankung entwickelt
(
Urk.
9/91/
16
-21
)
.
4.3
4.3.1
Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin
(Urk. 8
S.
3 f.
)
besteht kein Grund
für ergänzende medizinische Abklärungen.
Insbesondere
stimmen die
Ein
schätzungen der
behandelnden
Fachärzte
und der C._
-Gutachter
einer
voll
ständigen Arbeits
unfähigkeit
überein und sind
nachvollziehbar
begründet.
Auch handelt es sich dabei nicht um eine blosse Neubeurteilung desselben Sach
ver
haltes, sondern
es ist eine
Verschlechterung
des
Gesund
heits
zustand
es seit der Rentenzusprechung im Jahr 2005 (Urk. 9/34, Urk. 9/46)
ausgewiesen
.
Namentlich
ist nachvollziehbar, dass
eine
Intensivierung
der depressiven
und Angst-
Symp
tomatik vor
liegt
.
So hatte
Dr.
Z._
noch
den folgenden Psychostatus festgehalten
:
bewusstseinsklar,
hinreichend orientiert, sehr wach
sam, gut her
stellbarer
affektiver Rapport,
Auffassung, Konzentration und Merkfähigkeit soweit beurteilbar nicht eingeschränkt, kein Hinweis auf Ich-Störung oder Sinnes
täuschungen, schein
bar geordnetes formales und in
haltli
ches Denken
mit Reduktion auf das Beschwerdebild,
im affektiven Bereich situationsgemäss an
ge
passt, ängstlich gespannt, ratlos, verzweifelt, deutliches Aggressionspotential, traurig gedrückte Grundstimmung, im Antrieb verhalten, in der Psycho
motorik eher unruhig und gespannt, kein Hinweis auf eine beste
hende Suizi
dalit
ät (Urk.
9/27/5
).
Dagegen
führten die
C._
-Gutachter d
ie fol
genden
weiter
füh
renden und
schwer
wiegende
re
n
Be
funde auf:
wach, bewusstseinsklar, Auf
fassung im Gespräch erhalten, leichte Gedächt
nis
störungen in der Angabe
von Jahreszahlen, im formalen Gedankengang soweit beurteilbar geordnet, aber komplett auf ihre Erkrankung eingeengt,
keine An
haltspunkte für inhaltliche Denkstörungen im Sinne von Wahn, seit zwei bis drei Jahren akustische Hallu
zinationen im Sinne von Stimmenhören, welche ihren Namen rufen würden, frühere Ängste etwa bei Geräuschen im Haus unter Benzodiaze
pin
e-E
innahme nicht mehr aufgetreten, Angst Ehemann zu verlieren, Schuld
gefühle, nervös und angespannt wirkend, keine Hinweise auf Zwänge, im Affekt deutlich depressiv, verzweifelt, hoffnungslos, äussert auch Wut über ihr unge
rechtes Schicksal, zum Teil weinend im Gespräch, reduzierte Schwingungsfähigkeit,
herstellbarer affektiver Rapport, passive Sterbewünsche, stark redu
zier
ter An
trieb, deutlich reduzierte Psychomotorik
,
erhebliche Motivations-, Freud- und Interesse
losig
keit, schnelle Ers
chöpfbarkeit und Überforderungs
gefühle sowie eine erhöhte Licht- und Lärmempfindlichkeit, massiver sozialer Rückzug mit mehr
heitlichem Aufhalten im abgedunkelten Zimmer, vermehrte
Tagesmüdigkeit und Sch
lafen am Tag
bei unter Medikation erhaltenem Nach
t
schlaf, Ge
wichtszunahme bei normalem Appetit (Urk. 9/91/15).
Die von
Dr.
Z._
bei der Begutachtung im Jahr 2003 erho
benen Befunde waren damit
weniger zahlreich und
vor allem im affektiven Bereich weniger
einschneidend
als
die
von den Gutachtern
der psychiatrischen Einrichtung C._
im Jahr 2011
festge
stellte
Symp
tomatik. Entsprechend wurde gemäss dem
C._
-Gutachten
nicht mehr die
Diag
nose einer
Anpassungsstörung mit Angst und depressiver Reaktion ge
mischt (ICD-10 F43.22
;
Urk.
9/27/7
), sondern
die deutlich schwerwiegendere Diagnose einer
schwere
n
depressive
n
Episode ohne psychotische Symp
tome (ICD-10 F32.2) und
unter Berücksichtigung der schriftlichen und telefonischen Aus
künfte des behandelnden Psychiaters (Urk. 9/64/5,
Urk.
9/91/14)
jene des Ver
dachts auf eine
Panikstörung (ICD-10 F
41.0)
mit dis
sozia
tiven Krampf
anfäl
len (ICD-10 F44.5) gestellt (Urk. 9/91/17-18).
4.3.2
Dabei ist entgegen dem Vorbringen der Beschwerdegegnerin
(Urk. 8 S. 3)
auch
nicht zu bean
standen, dass
sich die
C._
-Gutachter auc
h auf die Beurteilungen von Dr.
A._
und Dr.
B._
bezogen und diese als nachvollziehbar erklärten
. Sie begründeten dies
einleuchtend
damit, dass die Befunde übereinstimmen würden und kein Anlass bestehe, an deren Aussagen zu zweifeln (Urk. 9/91/17-18). Dem steht nicht entgegen, dass
im Urteil vom 30.
Mai 2011 zur Klärung der Restarbeitsfähigkeit ergänzende Abklärungen verlangt wurden. Ausdrücklich wurde dort zudem festgehalten,
dass die Arztberichte von Dr.
A._
und
Dr.
B._
bezüg
lich der erheblichen Veränderung des Gesundheitszustandes gerade nicht an Glaub
würdigkeit und Beweiskraft verlieren
würden
und diese lediglich
hin
sichtlich des Vergleichs mit dem
Gutachten von Dr.
Z._
sowie der
Be
grün
dung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit nicht
ausreichen
d
seien
(Urk. 9/73/8).
Auch der
Hinweis der Beschwerdegegnerin
(Urk. 8 S. 3)
auf die Rechtsprechung
gemäss dem Urteil des Bundesgerichts I
510/2006 vom 26. Januar 2007 E. 6.3
, wonach
es sich bei
einer
depressiven Episode mittleren Grades mit somatischen Symptomen (ICD-10 F32.11)
d
efinitionsgemäss
um ein Leiden
vorübergehender Natur
handle, das in
der Regel nicht invalidisierend
sei,
vermag
die
von den psychiatrischen Fachärzten attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht in Zweifel zu ziehen.
Denn
zum einen
wurde mit Verfügung vom 10. März 2005 bereits seit Mai 2003 ein invalidisierendes Leiden anerkannt (Urk. 9/34, U
rk. 9/46
), das im Rahmen der gesundheitlichen Verschlechterung
seit Anfang 2009
jedenfalls nicht weggefallen ist.
Zum anderen
wurde
hier
nicht nur eine leichte oder mit
tel
schwere, sondern nachvollziehbar eine schwere depressive Episode diag
nosti
ziert. Zudem
können
die mittlerweile verfestigten depressiven Symptome vor dem Hintergrund der Panikstörung und der die Beschwerdeführerin seit Jahren belastenden dissoziativen Krampfanfälle
angesichts der vorliegenden fachärztli
chen Beurteilungen nicht
ohne
Weiteres
aus dem
Gesamtz
usammenhang
geris
sen werden.
Schliesslich vermag auch
das von
Dr.
D._
vom RAD in ihre
n
Stellung
nahme
n
vom 28. Dezember 2001 (Urk. 9/93/3-5) und
vom
28. Juni 2012 (Urk. 9/102/
2-3
)
a
us
ge
führte
, worauf sich die Beschwerdegegnerin
berief
(
Urk. 2 S. 2,
Urk. 8 S. 3),
n
icht zu überzeugen
.
Denn
Dr.
D._
ging trotz einhellig anders
lautender ärztlicher Aktenlage
davon
aus
, es liege keine we
sentliche gesund
heitliche Verschlechterung vor und die
(weiterhin)
mass
geb
li
che
n
Diag
nose
n
sei
en
eine Anpassungsstörung im Rahmen einer psycho
sozialen Konflikthaftigkeit und eine dissoziative Störung
, welche
als
pat
hogenetisch
-ätiologisch unklare
syndromale
Beschwerdebilder
ohne nach
weisbare
orga
-
nische Grundlage
aus versicherungsmedizinischer Sicht
keine dauerhafte Arbeitsunfä
higkeit begrün
den
würden
, was - wie dargelegt - nicht zutrifft.
5.
5.1
Im Ergebnis
ist
nach dem Gesagten
auf die Einschätzung g
emäss dem Gut
achten
der psychiatrischen Einrichtung C._
vom 22.
Dezember 2011 (
Urk.
9/91) abzustellen und von einer 100%igen Arbeits
unfähigkeit der Beschwerdeführerin in jeglicher Tätigkeit sei
t Anfang 2009 auszugehen. Ohne
Weiteres
ist daraus auf eine
100%ige Erwerbseinbusse respek
tive einen Invaliditätsgrad von 100 % mit einem Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG) zu schliessen (vgl. Urteil des
Bun
desgerichts
9C_994/2010
vom 12.
April 2011
E. 3.2.3 mit Hinweisen).
Folglich
ist die bis
herige halbe Rente i
n
Anwendung von Art. 88a
Abs.
2
IVV (
Er
höhung der Leistung erst drei Monate nach Ver
schlech
terung der Erwerbs
fähigkeit)
und
mit Blick auf die
Eröffnung des
Revisions
verfahrens
am 23.
Februar 2009
(Urk. 9/51; vgl.
Art.
88
bis
Abs. 1
lit
. b IVV)
ab dem
1.
April 2009
auf eine ganze Rente zu erhöhen.
In
teilweiser
Gutheissung der Beschwerde ist di
e angefochtene Verfügung vom 3.
Juli 2012 somit aufzuheben und es ist festzustellen, dass die Beschwerde
füh
rerin ab dem
1.
April 2009 Anspruch auf eine ganze Rente hat.
5.2
Der
Antrag der Beschwerdeführerin, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei wiederherzustellen (Urk. 1 S. 2
), ist bei diesem Ausgang des Verfahrens gegenstandslos.
6
.
Streitgegenstand des Verfahrens bildet die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen. Das Verfahren ist daher kostenpflichtig. Die Ge
richts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
I
VG) und ermessensweise auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss
sind die Gerichtskosten
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Die Beschwerdeführerin ist
für das vorliegende Verfahren nach
Massgabe
von
Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 de
s Gesetzes über das Sozialversi
cherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen
mit Fr.
2‘8
00.--
(inkl. Mehrwert
steuer und Barauslagen
)
von der Beschwerdegegnerin zu entschädigen.
Das Gericht
erkennt
:
1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird
die angefochtene Verfügung vom
3. Juli 2012
aufgehoben und
es wird festgestellt
,
dass
die Beschwerde
führerin ab dem
1.
April 2009 Anspruch auf eine ganze Rente hat.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 700.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech
nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, der Bes
chwerdeführerin eine Prozessent
schädigung
von
Fr.
2‘8
00
.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwältin Korinna Fröhlich
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
Pensionskasse der
Y._
AG
sowie an:
Gerichtskasse
(im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5.