# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 56727660-aed3-487e-833a-5a5dbfc89abb
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Am 17./18. April 1972 bewilligte der damalige Gemeinderat J._ den Neubau von
drei Ferienhäusern auf den Parzellen Nrn. 1_, 2_, 3_ sowie 4_, Grundbuch J._,
welche nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde Z._ seit 6. September 1991
der Wohnzone 2 VG (WE) zugewiesen sind. Das Baugesuch umfasste eine Zufahrt ab
der Q._strasse (Parzelle Nr._), Gemeindestrasse zweiter Klasse, über die Parzelle
Nr. 1_ zu den Grundstücken Nrn. 2_ bis 4_, eine Garage (drei Parkplätze) auf
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Parzelle Nr. 4_ sowie vier Aussenparkplätze auf den Parzellen Nrn. 1_ bis 4_. Erstellt
wurden in der Folge die Ferienhäuser auf den Parzellen Nrn. 1_ (Assek.-Nr._) und 4_
(Assek.-Nr._) mitsamt der Zufahrtsstrasse und einer Doppelgarage auf Parzelle Nr. 4_
(Assek.-Nr._). Die Zufahrt über die Parzelle Nr. 1_ zu den Grundstücken Nrn. 2_ und
4_ wurde rechtlich nicht sichergestellt. Am 18. August 1997 wurden zulasten des
Grundstücks Nr. 2_ und zugunsten der Parzellen Nrn. 1_ und 4_ Fuss- und
Fahrwegrechte sowie zulasten des Grundstücks Nr. 4_ und zugunsten der Parzelle
Nr. 1_ ein Anbaurecht an die bestehende Garage (Assek.-Nr._) sowie ein Ein- und
Ausfahrtsrecht über den Garagenvorplatz zur Garage im Grundbuch eingetragen. Seit
dem 13. November 2009/8. März 2010 sind A._ und B._ Miteigentümer der Parzellen
Nrn. 2_, 3_ und 4_. X._ und Y._ sind seit dem 6. Oktober 2010 Miteigentümer der
Parzellen Nrn. 1_ und 3_ (act. 8/1/1 f. und 9-11, Beilagen zu act. 8/21,
www.geoportal.ch).
B. Am 24. Oktober 2016 verbot das Ehepaar XY_ den Eheleuten AB_, das
Grundstück Nr. 1_ zu befahren und zu betreten. Am 16. November 2016 beantragten
die Eheleute AB_ beim Kreisgericht Toggenburg die Einräumung eines Notwegrechts
im Sinne eines allgemeinen Fuss- und Fahrwegrechts zugunsten der Grundstücke
Nrn. 2_ bis 4_ und zulasten des Grundstücks Nr. 1_. Am 1. Mai 2017 beantragten
sie beim Gemeinderat Z._, die Eintragung der Fuss- und Fahrwegrechte sowie des
Anbaurechts zugunsten der Parzelle Nr. 1_ und zulasten der Grundstücke Nrn. 2_
und 4_ im Grundbuch zu löschen. Mit Beschluss vom 16. Februar 2017 (Vorbescheid)
lehnte der Gemeinderat Z._ ein Gesuch der Eheleute AB_ vom 30. Januar 2017 für
eine neue Zufahrt über die Parzelle Nr. 3_ zur Parzelle Nr. 4_ und drei neue
Parkplätze auf Parzelle Nr. 4_ entlang der Q._strasse ab. Am 1. Juni 2017 erliess er
auf Gesuch der Eheleute AB_ vom 1./18. Mai 2017 hin den Teilstrassenplan Q.,
gemäss welchem ein 3 m breiter Streifen der Zufahrtsstrasse auf den Parzellen
Nrn. 1_ und 2_ sowie ein Teil der Wendefläche ("Garagenvorplatz") auf den Parzellen
Nrn. 2_ und 4_ als Gemeindestrasse dritter Klasse klassiert werden soll. Während der
öffentlichen Auflage vom 17. Juni 2017 bis 16. Juli 2017 erhoben X._ und Y._
Einsprache. Nach Durchführung einer Verhandlung (mit Augenschein) am
23. Oktober 2017 wies der Gemeinderat Z._ die Einsprache mit Entscheid vom
2. November 2017 ab. Gleichzeitig wies er ein Gesuch von A._ und B._ um Entzug
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der aufschiebenden Wirkung eines allfälligen Rekurses ab (act. 8/7/1 f., 9-12 und
13/4 f. und 13, act. 8/8/15).
C. Dagegen rekurrierten die Eheleute XY_ am 28. November 2017 an das
Baudepartement. Am 28. März 2018 führte das Departement einen Augenschein durch.
Am 18. Mai 2018 teilte ein Mitarbeiter der Bauverwaltung Z._ den Eheleuten XY_ mit,
die Baukommission unterstütze die Bauanfrage vom 27. April 2018 für die Erstellung
von Parkplätzen auf den Parzellen Nrn. 1_ und 3_ und die Aussenisolation des
Ferienhauses Assek.-Nr._ grundsätzlich. Mit Entscheid vom 13. Juli 2018 wies das
Departement den Rekurs ab (act. 8/1, 13 und 17/13 f., act. 2).
D. Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 13. Juli 2018 erhoben
X._ und Y._ (Beschwerdeführer) durch ihren Rechtsvertreter am 27. Juli 2018
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es sei der
angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben.
Eventualiter sei die Sache zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen
(act. 1). Mit Vernehmlassung vom 20. September 2018 resp. 9. Oktober 2018
schlossen die Vorinstanz bzw. die Politische Gemeinde Z._ (Beschwerdegegnerin) auf
Abweisung der Beschwerde (act. 7 und 15). Am 28. September 2018 genehmigte das
Baudepartement den Teilstrassenplan Q. (act. 13.1 f.) Mit Beschwerdeantwort vom
15. Oktober 2018 beantragten A._ und B._ (Beschwerdebeteiligte), es sei die
Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen. Zudem ersuchten
sie um Anordnung vorsorglicher Massnahmen (act. 16). Zum Antrag der
Beschwerdebeteiligten auf Anordnung vorsorglicher Massnahmen liessen sich die
Beschwerdeführer am 8. November 2018 vernehmen (act. 19). Die Vorinstanz und die
Beschwerdegegnerin verzichteten stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Am
16. November 2018 verzichteten die Beschwerdebeteiligten auf eine weitere
Stellungnahme (act. 21). Mit Zwischenverfügung vom 22. November 2018 wies der
Abteilungspräsident das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen ab (act. 22).
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die

## Considerations

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. [...]
2. Der strittige Teilstrassenplan (Sondernutzungsplan, vgl. VerwGE B 2012/69;
B 2012/70 vom 19. Dezember 2013 E. 3.2.2 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch) wurde
vom 17. Juni 2017 bis 16. Juli 2017 öffentlich aufgelegt. Damit bleibt das bis
30. September 2017 gültige Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche
Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, Neudruck September 2004, nGS 39-91, in der
Fassung vom 1. Januar 2015) und die bis 30. September 2017 gültige Fassung des
StrG (nGS 39-62, letztmals geändert am 1. Juni 2017, nGS 2017-032) vorliegend
anwendbar (vgl. Art. 174 des Planungs- und Baugesetz; sGS 731.1, PBG, in Kraft
getreten am 1. Oktober 2017, nGS 2017-049, und Art. 127 StrG analog).
3. Die Beschwerdebeteiligten stellen die Beweisanträge (act. 16 S. 2 Ziff. III Rz. 6), sie
seien als Partei zu befragen und es sei ein Augenschein durchzuführen. Auf die
beantragten prozessualen Vorkehren kann verzichtet werden. Die entscheidrelevanten
tatsächlichen Verhältnisse ergeben sich aus den Verfahrensakten (vgl. dazu
BGer 8C_649/2017 vom 4. Januar 2018 E. 7.6.2 mit Hinweisen).
4. Zunächst zweifeln die Beschwerdeführer die Massgeblichkeit der Baubewilligung
vom 17./18. April 1972 (Beilage zu act. 8/21) für das von ihnen bewohnte Ferienhaus
mit Verweis auf den Kaufvertrag vom 6. Oktober 2010 und den Grundbuchauszug vom
4. Juli 2017 (act. 3/1 f.) an (act. 1, S. 8 f. Ziff. III/B/7). Diesbezüglich verkennen sie, dass
die Baubewilligung nicht an eine bestimmte Person gebunden ist, sondern einem
Grundstück anhaftet und zusammen mit diesem auf einen Rechtsnachfolger
übertragen wird (vgl. BGer 1C_277/2012 vom 16. November 2012 E. 5.2 mit
Hinweisen). Folglich kann der Vorinstanz keine rechtsfehlerhafte unrichtige Feststellung
des rechtserheblichen Sachverhalts vorgeworfen werden (vgl. dazu Art. 58 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 12 VRP, VerwGE B 2014/197; B 2015/307 vom 24. August 2017 E.
7.1.1, www.gerichte.sg.ch, und Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton
St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 586 ff.), soweit sie in Sachverhalt lit. A/b f. des
angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 2, siehe auch E. 2.5, S. 7 f.) gestützt auf die
Baugesuchsakten aus dem Jahr 1972 (Beilagen zu act. 8/21) und die Feststellungen
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am Augenschein vom 28. März 2018 (vgl. act. 8/13 sowie Bild unter E. 3.3 des
angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 10) in tatsächlicher Hinsicht im fraglichen Bereich
von einer bestehenden asphaltierten Zufahrt über die Parzelle Nr. 1_ zu den
Grundstücken Nrn. 2_ und 4_ und – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer
– nicht von (unbewilligten) Abstellplätzen für Motorfahrzeuge ausging. Im bewilligten
Situationsplan vom 14. März 1972 wird die Zufahrt auf Parzelle Nr. 1_ ausdrücklich als
solche bezeichnet. Auch wurde sie seit ihrer Erstellung in den 1970er-Jahren bis am
24. Oktober 2016 (act. 8/7/13/4) unbestrittenermassen als solche genutzt. Lediglich der
asphaltierte Platz auf Parzelle Nr. 2_ wird im Situationsplan als "Garagenvorplatz"
bezeichnet.
Soweit die Beschwerdeführer der Vorinstanz in diesem Zusammenhang sowie
hinsichtlich der Verhältnismässigkeitsprüfung eine Verletzung der Begründungspflicht
vorwerfen (act. 1, S. 11 Ziff. III/B/8.3), stossen ihre Vorbringen ins Leere. Die
vorinstanzliche Begründung war (implizit) so abgefasst, dass sich die
Beschwerdeführer über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in
voller Kenntnis der Sache an das Verwaltungsgericht weiterziehen konnten. Die
Begründung genügt den Anforderungen und verletzte auch sonst den Anspruch auf
rechtliches Gehörs der Beschwerdeführer nicht (vgl. Art. 29 Abs. 2 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV, Art. 4
lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen; SR 131.225, sGS 111.1, KV und Art. 6
Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und
Grundfreiheiten; SR 0.101, EMRK, Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1
lit. a VRP sowie BGE 143 III 64 E. 5.2 mit Hinweisen).
5. Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, der Erlass des strittigen
Teilstrassenplans sei unverhältnismässig. Daran bestehe kein (ausreichendes)
öffentliches Interesse. Er sei weder erforderlich noch zumutbar (act. 1, S. 9-16 Ziff. III/
B/8, act. 19 Ziff. II/5 f.).
5.1. Mit dem Erlass des gerügten Teilstrassenplanes wird die Eigentumsfreiheit (Art. 26
Abs. 1 BV) der Beschwerdeführer eingeschränkt. Ein solcher Eingriff ist nur zulässig,
wenn er sich auf eine gesetzliche Grundlage stützt, im öffentlichen Interesse liegt und
verhältnismässig ist (vgl. Art. 36 BV und VerwGE B 2012/136 vom 30. April 2013 E. 2.1,
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VerwGE B 2011/164 vom 11. Dezember 2012 E. 3.1 sowie VerwGE B 2009/30 vom
3. Dezember 2009 E. 4.1 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Für die
öffentlicherklärung einer Strasse ist massgeblich, ob sie der Fein- oder
Groberschliessung mehrerer Grundstücke oder einer grösseren Anzahl von
Wohnstätten dient. Bei Zufahrten und Zugängen zu einzelnen Grundstücken sowie
ausnahmsweise bei Strassen, die lediglich Einzelinteressen dienen und der
ausschliesslichen Verfügungsmacht der privaten Grundeigentümer unterliegen, ist ein
schutzwürdiges Interesse an deren öffentlicherklärung in der Regel zu verneinen (vgl.
VerwGE B 2014/16 vom 30. Juni 2015 E. 2.1 mit Hinweis auf GVP 1991 Nr. 14,
www.gerichte.sg.ch, und GVP 2001 Nr. 98 E. 2b). Bei der Erschliessung von zwei
Grundstücken kann nicht bereits in jedem Fall ein öffentliches Interesse angenommen
werden (vgl. VerwGE B 2000/43 vom 19. September 2000 E. 4b f. mit Hinweisen auf
die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung, in: GVP 2000 Nr. 18, anders: GVP 2001
Nr. 98 [Entscheid Baudepartement] E. 2b und 2g, wonach das öffentliche Interesse an
einer Strasse bejaht werden kann, wenn sie der Erschliessung von mehr als einem
Grundstück dient). Ob eine Strasse als öffentlich bezeichnet und dem Gemeingebrauch
gewidmet werden soll, beurteilt sich im Rahmen von Art. 1 ff. und Art. 7 ff. StrG nach
kantonalem Recht (siehe auch Art. 664 Abs. 3 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches;
SR 210, ZGB). Die genannten Vorschriften belassen der Gemeinde einen grossen
Entscheidungsspielraum. Die Gemeindeautonomie ist aber insofern beschränkt, als es
den Gemeinden verwehrt bleibt, den in Konkretisierung des Strassengesetzes durch
die kantonale Gerichts- und Verwaltungspraxis gezogenen Rahmen zu überschreiten
(vgl. VerwGE B 2014/203 vom 25. Mai 2016 E. 6.1 mit Hinweisen und VerwGE
B 2009/197 vom 15. April 2010 E. 2.3 mit Hinweis, www.gerichte.sg.ch, und zu den
möglichen Strassenkategorien VerwGE B 2012/64 vom 4. April 2013 E. 3.2 mit
Hinweisen, insbesondere auf VerwGE B 2004/91 vom 10. Mai 2005 E. 4a/bb,
www.gerichte.sg.ch, und VerwGE B 2011/9 vom 7. Dezember 2011 E. 4.3.2 und 4.5.5
mit Hinweisen, in: GVP 2011 Nr. 21). Aufgrund des vorausschauenden Charakters der
Klassifikation einer Strasse müssen Wohneinheiten, die in naher Zukunft absehbar
realisiert werden können, bereits bei der Anzahl der erschlossenen Wohneinheiten
mitgezählt werden, insbesondere wenn die Verlängerung der Strasse der Erschliessung
der fraglichen Grundstücke dient und allesamt sich im Baugebiet gemäss örtlichem
Zonenplan befinden. Beim unbestimmten Rechtsbegriff "in naher Zukunft" ist eine
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mittelfristige Perspektive einzunehmen, die deutlich weniger als zehn Jahre betragen
muss. Es müssen konkrete oder realistische Anhaltspunkte für eine mögliche
Überbauung mit einer bestimmten Anzahl von nachher ständig bewohnten
Wohneinheiten bestehen. Ein Baubewilligungsverfahren muss indessen noch nicht
eingeleitet worden sein, sofern sich die fraglichen Parzellen im Baugebiet befinden und
eine Erschliessung über die fragliche Strasse als realistisch erscheint (vgl. VerwGE
B 2011/9 vom 7. Dezember 2011 E. 4.5.5, a.a.O.).
5.2. Gemäss der Vorinstanz (vgl. E. 3.2.3 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 10)
liegt der Erlass des umstrittenen Teilstrassenplans im öffentlichen Interesse, da die
fragliche Zufahrtsstrasse der Feinerschliessung der Grundstücke Nrn. 1_ bis 4_
diene.
Wie aus der in Art. 19 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Raumplanung
(Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG), Art. 5 des Wohnbau- und
Eigentumsförderungsgesetz (SR 843, WEG) und Art. 50 Abs. 1 BauG statuierten
Erschliessungspflicht der Gemeinden ohne weiteres hervorgeht, liegt die Erschliessung
von Bauzonen im öffentlichen Interesse. Land ist erschlossen, wenn unter anderem
eine für die betreffende Nutzung hinreichende Zufahrt besteht (Art. 19 Abs. 1 RPG,
Art. 4 WEG, und Art. 49 Abs. 1 lit. a BauG). Hinreichende Zufahrt besteht, wenn die
Zugänglichkeit sowohl für die Benützer der Bauten als auch für Fahrzeuge der
öffentlichen Dienste gewährleistet ist. Die Zufahrten sollen verkehrssicher sein und
haben sich nach den zonengerechten Baumöglichkeiten jener Flächen zu richten, die
sie erschliessen sollen. Aus bundesrechtlicher Sicht genügt es, wenn eine
Zufahrtsstrasse hinreichend nahe an Bauten und Anlagen heranführt. Die befahrbare
Strasse muss nicht bis zum Baugrundstück oder gar zu jedem einzelnen Gebäude
reichen; vielmehr genügt es, wenn Benützer und Besucher mit dem Motorfahrzeug in
hinreichende Nähe gelangen und von dort über einen Weg zum Gebäude oder zur
Anlage gehen können. Für Erschliessungsanlagen auf fremdem Grund ist deren
rechtliche Sicherstellung nachzuweisen (vgl. BGer 1C_603/2015 vom 5. April 2016
E. 2.1 und BGer 1C_290/2011 vom 1. Februar 2012 E. 3.1 mit Hinweisen, insbesondere
auf BGE 136 III 130 E. 3.3.2). Zu einer hinreichenden Zufahrt in Wohnzonen gehört
auch das Verbindungsstück von der öffentlich zugänglichen Strasse zum
Baugrundstück (Feinerschliessung, vgl. Art. 4 Abs. 2 WEG, BGE 121 I 65 E. 3c mit
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Hinweis auf BGE 116 Ib 159 E. 6b, E. Jeannerat, in: Aemisegger/Moor/Ruch/
Tschannen [Hrsg.], Art. 19 Rz. 23, P. Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes
Umweltrecht, 6. Aufl. 2016, S. 278, Waldmann/Hänni, Raumplanungsgesetz,
Bern 2006, Art. 19 Rz. 20, und B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht,
Bern 2003, Rz. 513). Demgegenüber gehören Hausanschlüsse bzw. Hauszufahrten
nicht zur Feinerschliessung. Sie verbinden ein Grundstück mit der Anlage der
Feinerschliessung (vgl. A. Rey, in: Griffel/Liniger/Rausch/Thurnherr [Hrsg.],
Fachhandbuch öffentliches Baurecht, Zürich 2016, Rz. 3.273, C. Häuptli, in: Baumann/
van den Bergh/Gossweiler/derselbe/Schwaller/Forestier [Hrsg.], Kommentar zum
Baugesetz des Kantons Aargau, Bern 2013, § 32 Rz. 19, Fritzsche/Bösch/Wipf, Zürcher
Planungs- und Baurecht, Band 2, 5. Aufl. 2011, S. 571, und V. Marantelli-Sonanini,
Erschliessung von Bauland, Bern 1997, S. 38 f.; anders: Zaugg/Ludwig, Baugesetz des
Kantons Bern, Band I, 4. Aufl. 2013, Art. 7/8 Rz. 3, und M. Berner, in: R. Walder [Hrsg.],
Luzerner Planungs- und Baurecht, Bern 2012, Rz. 801, wonach Hausanschlüsse/-
zufahrten ebenfalls Teil der Erschliessung sind). Die Festlegung des Ausmasses der
Erschliessungsanlagen und die Umschreibung der genügenden Zugänglichkeit ist
Sache des kantonalen Rechts. Den kantonalen und kommunalen Behörden steht dabei
ein erhebliches Ermessen zu (vgl. VerwGE B 2016/215 vom 22. Februar 2018 E. 9.1 mit
Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, bestätigt mit BGer 1C_219/2018 vom
9. November 2018).
5.3. Im konkreten Fall gehen die Verfahrensbeteiligten darin einig, dass der jahrelange,
widerspruchslose Gebrauch der jeweiligen Grundeigentümer der Parzelle Nr. 4_ allein
keine (formlose) Widmung der fraglichen Zufahrt auf Parzelle Nr. 1_ zum
Gemeingebrauch bewirkte. Wie es sich damit verhält, muss hier demnach vorweg nicht
vertieft werden (vgl. dazu BGer 5A_348/2012 vom 15. August 2012 E. 4.3.3 mit
Hinweisen, allerdings in Bezug auf die Rechtslage im Kanton Zürich, in: BR/CD 4/2012,
S. 232 ff.). Es ist nicht umstritten, dass es an einem Rechtstitel fehlt, der die
Beschwerdeführer als Eigentümer der Parzelle Nr. 1_ verpflichtet, die Zufahrt und den
Zugang zu den Grundstücken Nrn. 2_ bis 4_ zu dulden. Die Grundstücke Nrn. 1_ bis
4_ sind bislang der Wohnzone 2 VG (WE) zugewiesen (vgl. zu den Anforderungen an
RPG-konforme Bauzonen VerwGE B 2017/118 vom 26. November 2018 E. 4.5 mit
Hinweisen, auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit
Entscheid BGer 1C_21/2019 vom 17. Januar 2019 nicht ein). Allerdings wurde weder
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von der Baubewilligung vom 17./18. April 1972 auf Parzelle Nr. 2_ Gebrauch gemacht
noch ist darauf eine Wohneinheit konkret geplant. Überdies gehört die
Beschwerdebeteiligte zu jenen Gemeinden im Kanton St. Gallen, die den
Auszonungsprozess innerhalb eines Jahres nach Genehmigung des Richtplans durch
den Bundesrat am 1. November 2017 hätten starten müssen (vgl. Art. 15 Abs. 2 RPG
und Koordinationsblatt S12 Bauzonendimensionierung des kantonalen Richtplans,
S. 4, www.sg.ch, www.are.admin.ch). Diesbezüglich hat der Gemeindepräsident der
Beschwerdegegnerin an der Einspracheverhandlung vom 23. Oktober 2017 denn auch
eingeräumt, die Gemeinde müsse in naher Zukunft einige Hektaren Bauland auszonen.
Er hielt aber dafür, es sei umso mehr angezeigt, die bestehenden Grundstücke,
darunter die faktisch (voll) erschlossene Bauzonenfraktion Q._, so gut wie möglich zu
nutzen (act. 8/7/2). Allein mit dieser Aussage ist allerdings nicht belegt, dass die
fraglichen Grundstücke im Rahmen des anstehenden Auszonungsprozesses nicht einer
Nichtbauzone zugewiesen werden müssen. Das Gebiet Q._ liegt jedenfalls peripher
(www.geoportal.ch). Es wurde seinerzeit wohl nur eingezont, um die kleine, vom
eigentlichen Siedlungsgebiet isolierte Ferienhaussiedlung raumplanerisch zu
legalisieren. Zudem dürfen die Wohnhäuser auf den Parzellen Nrn. 1_ und 4_ derzeit
lediglich als Ferienhäuser genutzt werden. Vor diesem Hintergrund wäre die
Beschwerdegegnerin verpflichtet gewesen, beim Amt für Raumentwicklung und
Geoinformation (AREG) einen Amtsbericht zur Beantwortung der Frage einzuholen, ob
die Grundstücke Nrn. 8_ bis 4_ im Gebiet Q._ nicht als Auszonungsflächen definiert
werden dürfen (vgl. dazu auch BGer 1C_447/2015 vom 21. Januar 2016 E. 3.5 mit
Hinweisen). Da sie dies unterliess, kann nicht davon ausgegangen werden, dass der
Erlass des umstrittenen Teilstrassenplans der Erschliessung von Grundstücken dient,
welche sich allesamt im Baugebiet befinden, selbst wenn die Beschwerdegegnerin im
Gebiet Q._ noch keine Planungszone (Art. 105 ff. BauG) erlassen hat. Insbesondere
kann bei dieser Ausgangslage eine Überbauung der Parzelle Nr. 2_ (eine Wohneinheit)
im massgebenden Planungszeitraum von 15 Jahren (Art. 15 Abs. 1 RPG) bei der
Beurteilung der hinreichenden strassenmässigen Erschliessung nicht berücksichtigt
werden (vgl. dazu BGer 1C_489/2017 vom 22. Mai 2018 E. 3.5 f. mit Hinweisen).
Folglich kann nicht von der Erschliessung einer "grösseren Anzahl von Wohnstätten"
durch die über die Parzelle Nr. 1_ verlaufende Stichstrasse ausgegangen werden.
Somit durfte die Vorinstanz nicht von einer fehlenden hinreichenden Feinerschliessung
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ausgehen und ein schutzwürdiges Interesse an der öffentlicherklärung der fraglichen
Hauszufahrt bejahen. Auch der ihr und der Beschwerdegegnerin zustehende
weitreichende Ermessensspielraum steht dieser Einschätzung nicht entgegen. Die
Widmung bezweckt demnach einzig die Vermeidung eines allfälligen Zivilprozesses
resp. der Erlass des strittigen Teilstrassenplans dient ausschliesslich dem
Partikularinteresse der Beschwerdebeteiligten. Die Beschwerde ist gutzuheissen und
der angefochtene Entscheid aufzuheben.
Lediglich der Vollständigkeit bleibt zu bemerken, dass die teilweise bereits erfolgte
Umnutzung der Parzelle Nr. 1_ von einem Ferienhaus zu einem ständig bewohnten
(Erst-)Wohnsitz der Beschwerdeführer sowie auch zum Sitz des Einzelunternehmens
M._ (www.zefix.ch) mitsamt den dafür erforderlichen zusätzlichen Parkplätzen bislang,
soweit ersichtlich, von der Beschwerdegegnerin nicht bewilligt wurde. Im Rahmen der
Prüfung der Auszonungsflächen wird die Beschwerdegegnerin auch untersuchen
müssen, ob allenfalls im Gebiet Q._ eine Planungszone zu erlassen ist. Eine solche
könnte sich auf das für die Umnutzung auf Parzelle Nr. 1_ erforderliche
Baubewilligungsverfahren auswirken.
6. [...]