# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 19e55306-9323-593a-93f8-2ac1687590c8
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ und B._ sind in der Gemeinde C._ wohnhaft und steuerpflichtig. Ihrer Steuererklärung für die Steuerperiode 2014 haben sie die Jahresrechnung des Konsortiums D._ beigelegt, an dem sie zu einem Drittel beteiligt sind. Dieses Konsortium besitzt drei Liegenschaften in C._. Es handelt sich um drei Mehrfamilienhäuser. Die Liegenschaften E._ und F._ befinden sich im Eigentum einer einfachen Gesellschaft, bestehend aus den Steuerpflichtigen und zwei weiteren Miteigentümer. Die Liegenschaft G._ ist ein Mehrfamilienhaus in Stockwerkeigentum. Die aus den Steuerpflichtigen und zwei weiteren Miteigentümer bestehende einfache Gesellschaft ist dabei Eigentümerin von drei Wohnungen. Drei weitere Wohnungen sind im Eigentum von Dritten. Die Liegenschaften im Besitz des Konsortiums haben eine Buchwert von respektive CHF 1'507'963.-, 1'506'060.- und 551'128.-, und einen Brandversicherungswert von respektive CHF 2'055'300.-, 2'156'600.- und 1'044'633.- (d. h. 51 % von CHF 2'048'300.-). In der Jahresrechnung 2014 des Konsortiums wurden unter dem Betriebsaufwand Einlagen in einen "Fonds" von CHF 49'380.- für die drei Liegenschaften aufgeführt. Gleichzeitig wurden Abschreibungen im Betrag von CHF 54'292.- verbucht.
B. In der Veranlagungsanzeige vom 17. Dezember 2015 für die ordentliche Veranlagung der Kantonssteuer und der direkten Bundessteuer 2014 hat die Kantonale Steuerverwaltung den "Fonds" um CHF 30'000.- aufgerechnet, d. h. die Einlagen von je CHF 15'000.- für die Liegenschaften E._ und F._ nicht anerkannt. Sie führte aus, Rückstellungen für zukünftige Reparaturen seien steuerlich nicht abzugsfähig und mit den Abschreibungen würden die durch die Nutzung eingetretenen Wertverminderungen abgegolten und die in Zukunft anfallenden Unterhaltskosten vorweggenommen.
Am 19. Januar 2016 erhoben die Steuerpflichtigen Einsprache gegen die Veranlagung. Sie machten geltend, die Praxis erlaube bei Geschäftsliegenschaften eine Rückstellung bis zur Höhe von 5 % des Gebäudeversicherungswertes für Renovationen, Höhe die vorliegend nicht erreicht sei. Die bisher angewandte Praxis für die Rückstellung "Fonds" sei beizubehalten.
Mit Entscheid vom 26. Februar 2016 wies die Kantonale Steuerverwaltung die Einsprache ab. Sie hielt fest, bei den "Fonds" für die Liegenschaften E._ und F._ handle es sich um Rückstellungen für zukünftige Reparaturen an den entsprechenden Liegenschaften. Solche Rückstellungen würden bei natürlichen Personen nicht akzeptiert. Bei Geschäftsliegenschaften bestehe die Möglichkeit, geschäftsmässig begründete Abschreibungen vorzunehmen, was vorliegend in den vergangenen Jahren regelmässig mit dem maximal zulässigen Abschreibungssatz von 1.5 % des Buchwertes auch geschehen sei. Die beiden Liegenschaften seien somit genügend wertberichtigt worden, so dass die zusätzlichen Rückstellungen nicht begründet seien.
C. Mit Eingabe vom 29. März 2016 erheben die Steuerpflichtigen Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 26. Februar 2016. Sie beantragen, die Aufrechnung der Rückstellung "Fonds" in der Höhe von CHF 10'000.- sei rückgängig zu machen. Sie machen geltend, eine unterschiedliche Beurteilung bezüglich der Bewertung zwischen juristischen und selbständig erwerbenden natürlichen Personen sei unzulässig, die Zuweisung an die Rückstellungen sei von der Kantonalen Steuerverwaltung bis zum 31. Dezember 2013 akzeptiert worden, der Renovationsfonds sei in nachzuholendem Unterhalt hinreichend begründet, und die verbuchten Einlagen in den Renovationsfonds seien in ihrer Höhe nicht übermässig oder unbegründet.
Kantonsgericht KG
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Der mit Verfügung vom 30. März 2016 festgesetzte Kostenvorschuss von CHF 800.- wurde am 13. April 2016 fristgerecht bezahlt.
Mit Eingabe vom 3. Mai 2016 beantragt die Kantonale Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde unter Wiederholung der im Einspracheentscheid erwähnten Ausführungen.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung reichte keine Vernehmlassung ein.

## Considerations

Die einzelnen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten sowie die weiteren Erwägungen des angefochtenen Entscheides werden, soweit wesentlich und notwendig, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Erwägungen