# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a1d3cb16-45d0-4a37-b129-9f52d2d8f0cb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1984
, hat die Lehre zur Dentalassistentin absol
viert, welche sie im
Juli
2003
mit dem Fähigkeitszeugnis
abschloss
(Urk. 7/1)
.
Im April 2004 meldete sie sich
unter Hinweis auf ein ADHD
,
Rückenprobleme und Allergien
erstmals
bei der
Eidgenössischen Invalidenversicherung
zum Leistungs
bezug (Beruf
sberatung, Umschulung) an (Urk.
7/2). Nach getätigten erw
e
rblichen und medizinischen Abklärungen verneinte die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
mit V
erfügung vom 27.
Januar 2005
mangels Vorlie
gens eines relevanten Gesundheits
schadens bzw.
mangels unmittelbar
drohender
Invalidität
den Anspruch
auf berufliche Massnahmen (Urk.
7/17)
, welche
r
Ent
scheid
unangefochten
blieb
.
Im Jahr 2010 erlangte die Versicherte den Weiterbil
dungstitel
Prophylaxeassistentin
mit Fachausweis SSO (Urk. 7/21).
1.2
Mit Gesuch vom
30.
April 2021 meldete sich die Versicherte, welche
(
hauptbe
ruflich
)
weiterhin
als
Prophylaxeassistentin
tätig und
seit 2014 im Umfang von
80
% als
solche
bei der Y._
AG
angestellt
war, erneut bei der
IV-Stelle zum Leistungsbezug an unter Hinweis auf seit ca
.
einem Jahr
konstant
bestehende gesundheitliche
Beschwerden
im Bereich Nacken
,
Schulter sowie Rückenschmerzen und Kieferschmerzen (Pressen; Urk
.
7/
22
). Nach getätigten Abklärungen in medizinischer sowie erwerblicher Hinsicht verneinte die IV-Stelle mit Vorbescheid
vom 31.
August 2021 den Anspruch auf IV-Leistungen
(Urk. 7/42). Dageg
en erhob die Versicherte am 15.
Septembe
r 2021 sinngemäss Ein
wand (Urk.
7/45). Nach weiteren
medizinischen
Abklärungen
und
nachdem
die Versicherte durch ihren
Hausarzt ergänzende Unterlagen
zum Gesundheitszu
stand
hatte einreichen lassen
,
sowie
nach
Vorlage der Akten an den Regionalen Ärztlichen Dienst
der IV-Stelle
(RAD
; vgl. Urk. 7/
57
)
,
hielt
die
se
mit Verfügung vom 1. Februar 2022 daran fest, dass kein Anspruch auf IV-Leistungen bestehe (Urk. 2).
2.
Dagegen liess
X._
hierorts mit Eingabe vom 1.
März 2022 Beschwerde erheben (Urk. 1) mit den Anträg
en, es sei die Verfügung vom 1.
Februar 2022 aufzuheben (1.), es sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen zur Durchführung eines polydisziplinären Gutachtens (orthopä
disch, psychiatrisch, neurologisch) und zur nachfolgenden Prüfung von berufli
chen Massnahmen (Umschulung) sowie zur Rentenprüfung
(2.), alles unter Kos
ten- und
Entschädigungsfolgen (zzgl.
MwSt
) zu Lasten der Beschwerdegegnerin
(
3.;
Urk. 1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Vernehmlassung vom 21. April 2022 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was
X._
mit Verfügung vom
22. April 2022
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen).
Da der Zeit
punkt des Invaliditätseintritts (Art. 28 Abs. 1 und 1
bis
IVG) und jener des Renten
anspruchs nicht unbedingt identisch sind, fällt eine Invalidenrente unter das neue Recht, wenn der Anspruchsbeginn ab dem 1. Januar 2022 liegt, auch wenn die Invalidität vor diesem Zeitpunkt eingetreten ist. Neurechtliche Invalidenrenten sind somit Renten, auf die gemäss Art. 29 Abs. 1 und 2 IVG der Anspruch ab dem 1. Januar 2022 entsteht (
vgl.
Rz
. 1008
des Kreisschreibens
zu den Übergangsbe
stimmungen zur Einführung des linearen Rentensystems
, K
S ÜB WE IV
, gültig ab 1. Januar 2022
).
Die angefochtene Verfügung erging nach dem 1. Januar 2022.
Da der Rentenanspruch vorliegend ebenfalls frühestmöglich ab diesem Datum entsteht, sind die ab 1. Januar 2022 gültigen Rechtsvorschriften anwendbar.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze od
er teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit
liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatri
sche, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abge
st
ützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit
ist jedoch nicht ohne W
eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Ent
scheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Ar
beitsleistung zu erbrin
gen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2,
1
43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
3
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 Abs. 1
IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhal
ten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbesondere zu berücksichtigen:
a.
das Alter;
b.
der Entwicklungsstand
;
c.
die Fähigkeiten der versicherten Person; und
d.
die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens (Abs. 1
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (lit. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (lit.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe; lit. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (lit. d).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Einglie
derungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Eine Rente nach Abs. 1 wird nicht zugesprochen, solange die Möglichkeiten zur Eingliederung im Sinne von Art. 8 Abs. 1
bis
und 1
ter
nicht ausgeschöpft sind
(
Art. 28 Abs. 1
bis
IVG).
1.5
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe
n, ob im Sinne von Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invalidi
tätsgrades eingetreten ist (BGE
117 V 198 E. 3a mit Hinweis
; Urteil des Bundesgerichts I 659/04 vom 9. Februar 2005 E. 1.1
).
Die analoge Anwendung de
r Grundsätze zur Rentenrevi
sion
gi
lt analog auch dann, wenn es um
Eingliederungsleistungen
geht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_256/2020 vom 4. September 2020 E. 8
mit Hinweisen)
.
1.6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 132 V 93 E. 4 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.
7
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE
145 V 97 E. 8.5,
142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete die angefochtene Verfügung zur Hauptsache damit,
die Prüfung der Akten durch den RAD habe ergeben, dass keine
gesund
heitliche Einschränkung
vorliege, die
sich längerfristig auf die Arbeitsfähigkeit als
Prophylaxeassistentin
auswirke
.
Schon
im Jahr
2004 hätten muskuläre Verspannungen vorgelegen, die mit Physiotherapie und schmerzlindernden Mittel
n
therapiert worden seien.
In der neurologischen Untersuchung habe keine neurologische Ursache der Beschwerden gefunden werden können. Auf die vom
Chiropraktor
ausgestellte Arbeitsunfähigkeit könne nicht abgestellt werden, da eine Arbeitsunfähigkeit ärztlich zu attestieren sei. Längere Arbeitsausfälle lägen nicht vor. Hinweise in den Berichten auf eine psychische Einschränkung blieben schliesslich ohne ärztliche Diagnosestellung und seien gemäss der Versicherten durch Sport am
b
esten zu bewältigen, dies
er
werde auch für die Rückenproble
matik empfohlen
(Urk. 2).
2.2
Die
Beschwerdeführerin
lässt dage
g
en im Wesentlichen geltend machen
,
seit dem 7. Oktober 2021
liege
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vor.
Bei vollständiger Abklärung des Sachverhalts wäre
die IV-Stelle
zur Erkenntnis gelangt, dass organische Schäden vorliegen, die eine 100
%i
ge Arbei
ts
unfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit zur Folge haben und Anlass zu einer Umschulung gäben.
Die der
angefochtenen
Verfügung zugrundeliegende
Akteneinschätzung
des RAD
basiere auf lückenhaften Grundlagen und gehe daher von
falschen
A
nnahmen aus
(Urk. 1)
.
2.3
In Bezug auf berufliche Massnahmen
– der Anspruch auf solche wurde im Jahr
erstmals
2005
verneint
(Urk. 7/17) - liegt eine Neuanmeldung vor.
Diesbezüglich ist als
Vergleichsbasis
die Verfügung vom
27. Januar 2005
heranzuziehen
. Diese stützte
sich in medizinischer H
insicht
auf den hausärztlichen Bericht
von Dr. med. Z._
, Allgemeinpraxis und Sportmedizin,
vom 3.
November 20
1
4
,
worin
dieser
ein
e anhaltende somatoforme
Schmerzstörung (F.45.4) diagnostiziert und
die Ein
holung eines Gutachtens beim behandelnden
Psychiater
empfohlen
hatte
.
A
us organischer Sicht
sei
die Beschwerdeführerin
- sie
leide
vor allem in Stresssitua
tionen
an
auftretenden Muskelverspannungen
-
voll arbeitsfähig (Urk. 7/11
).
Der behandelnde Psychiater konnte
mangels aktueller Behandlung der Versicherten
keine Angaben zur medizinischen Situation machen (Urk. 7/15;
vgl. auch Fest
stellungsblatt für den Beschluss, Urk. 7/
16
).
3.
3.1
PD Dr. med. A._
, Facharzt
FMH
für Radiologie,
vom
Institut B._
, nannte
in seiner Beurteilung
vom
4.
Juni 2021
gestützt auf
die
gleichentags durchgeführte
Bildgebung
(
MRI
)
folgende
Befunde/
Diagnosen
:
Diskrete
Osteochondrose
und linksbetonte
Diskusprotrusion
C5/6 mit Bedrängung der Wurzel C6
foraminal
links > rechts, link
sparamediane
Diskusprotrusion
C
3/4 mit knapp Kontakt zur Radix
anterior
von C4 links,
Diskusprotrusion
und leichte
Spondylarthrosen
C6/7 mit leichter
Foramenstenose
links > rechts
. Angaben zur Arbeitsfähigkeit machte er nicht
(Urk. 7/36/6).
3.2
Dr.
C._
,
Fachchiropraktor
SCG/ECU, nannte in seinem Bericht an die IV-Stelle vom
24. Juni 2021 a
ls Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
N
asen
polypen
2014 OP
sowie eine Nasenverkrümmung
, als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verwies er auf
eine
im Jahr 2019 erfolgte Behandlung bei Dr.
D._
wegen Depressionen
. Bezüglich der objektiv
en Befunde nannte er die im MRI-
Bericht
vom 4.
Juni 2021
wiedergegebenen
Diagnosen
.
Er führte im Wesentlichen aus, d
ie Patientin
habe
mehrfach
beklagt
, dass die ergonomische Arbeitshaltung nicht vereinbar sei mit ihrer Rückengesundheit trotz intensivem Training
(
Jiu Jitsu
Turnierniveau). Bei
längerer Arbeitsbelastung träten rezidivie
rende Schwindel
cervikogen
auf. Zur Arbeitsfähigkeit gab Dr.
C._
an, die bis
herige Tätigkeit als Dentalhygienikerin ohne Pause sei 4 S
td. täglich zumutbar, es bestehe eine reduzierte Belastbarkeit der Nackenschulterregion bei längerem Sitzen über 4 Std.
Bei angepasster
körperlicher
Tätigkeit
und Möglichkeit für Frischluftzugang
sei keine Einschränkung ersichtlich, auch im Haushalt
sei die Beschwerdeführerin nicht eingeschränkt
. Von 9. Juni bis 23. Juni 2021 habe er
(Dr.
C._
)
eine Arbeitsunfähigkeit von 30
% attestiert (Urk. 7/36
).
3.3
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH f
ür Psychiatrie und Psychotherap
ie sowie Facharzt FMH für Neurologie
,
von der E._
,
liess a
m
20. J
uli 20
21
mit elektronischer Zuschrift an die IV-Stelle mitteilen, dass die Patientin seit über einem Jahr nicht mehr in Behandlung sei, weshalb keine Angaben gemacht werden könnten (Urk. 7/37).
3.4
Dr. med.
F._
, Fachärztin FMH für Neurologie, welche die Beschwerde
führerin auf
hausärztliche
Zuweisung
hin
neurologisch
untersucht hatte, diag
nosti
zierte in ihrem Bericht vom 22.
Oktober 2021 ein rechtsbetontes
zervikobra
chiales
und –
zephales
Schmerzsyndrom ohne Hinweis auf
eine neurologische Mitursache,
r
ezidivierende Polypen in Nasennebenhöhlen, leichte Rhinitis
allergica
sowie anamnestisch
eine
Borderline
-Störung
, ED
ca
2019
.
In ihrer Beurteilung führte sie im Wesentlichen aus, a
na
m
n
estisch bestünden langjährige
zervikozephale
und dominant rechtsbetonte
zervikobrachiale
Schmerzen. Weder anamnestisch noch in den aktuellen Untersuchungen fänden sich neurologische Reiz- oder Ausfallsymptome. Elektroneurographisch
finde sich
kein Hinweis für eine periphere Nervenkompression oder Läsion
,
insbesondere nicht des
Nervus
medianus
und
ulnaris
beidseits
. Im aktuellen MRI finde sich keine relevante Kom
pression neuraler Strukturen. Somit finde sich keine neurologische (Mit-) Ursache der Beschwerden
(Urk. 7/53)
.
3.
5
Hausarzt Dr.
med. G._
, Facharzt FMH für Innere Medizin und Facharzt FMH für Pneumologie FMH,
Praxisgemeinschaft H._,
erklärte am 25.
Oktober 2021 telefonisch gegenüber der IV-Stelle, die Kundin sei bei der Neu
rologin gewesen und diese muskelbetonte Geschichte würde sich klar zeigen. Die Beschwerdeführerin könne keine Tätigkeit mehr machen,
die immer in der gleichen Posi
tion ausgeübt werden müsse. Sie müsse eine wechselbelastende Tätigkeit ausüben (Urk. 7/52).
3.6
Im Sprechstundenbericht des Wirbelsä
ulenzentrum
s
der
Universitätsklinik
I._
vom 14. Dezember 2021
,
diagnostizierte Dr.
med.
J._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatolo
gie des Bewegungs
apparates,
Oberarzt Wirbelsäulenchiru
r
gie, eine
Zervikalgie
bei
Osteochondrose
C5/6 mit
neuroforaminaler
Enge C5/6 beidseits. Im Befund nannte er e
in
blandes
Integument zervikal ohne sensomotorische
Defizite im Bereich der oberen Extre
mitäten. Die Schmerzen seien vor allem
interskapulär
beidseitig lokalisiert.
In der Beurteilung führte er aus, d
er Patientin werde eine wohnortsnahe
chiropraktische
Be
han
d
l
ung vorgeschlagen. Weiter unterstütze er die Umschulung in eine wech
selbelastende Arbeitstätigkeit. Angaben zur Arbeitsfähigke
it machte er nicht
(Urk. 7/56).
3.7
Dr. med.
K._
, Fachärztin für Chirurgie, vom RAD, führte in ihrer Stellungahme vom 19. Januar 2022
im Wesentlichen
aus, ein Gesundheitsschaden, der sich län
gerfristig auf die Arbeitsfähigkeit auswirke, habe nicht festg
e
stellt werden können. Die Kundin habe bereits im Jahr 2004 muskuläre Verspannungen im Nackenbereich beklagt, die damals mit Physiotherapie und Analgesie bei Bedarf therapiert worden seien. Auch aktuell beklage die Kundin, dass die Arbeitshaltung mit der Rückengesundheit nicht vereinbar sei. Die körperliche Haltung bei der Arbeit verschlimmere die Schmerzen im Nacken. Bezüglich Beschwerden sei im Herbst 2021 eine fachärztliche neurologische Vorstellung bei Dr.
F._
erfol
g
t, klinisch und elektroneurographisch habe keine neurologische Genese der
Beschwerden festgestellt werden kön
nen. Bildmorphologisch
bestehe
keine rele
vante Kompression neuronaler Strukturen im Bereich der Halswirbelsäule. Jedoch seien diskrete degenerative Veränderungen beschrieben. Diese deckten sich jedoch nicht mit den beschriebenen Beschwerden der Kundin. Aktuell liege nur ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 14. September 2021 für einen Zeitraum von
vier
Tagen vor, das unklare Angaben bezüglich des Grades der A
rbeitsfähigkeit e
n
t
halte. Eine Arbeitsunfähigkeit zu beurteilen und zu bezeugen sei ärztliche Aufgabe. Das
Arbeitsunfähigkeitszeugnis
sei von Herr
n
C._
ausgestellt, der gemäss
Medizinalberuferegister
Chiropraktor
mit Weiterbildung zur Fach
chiro
praktik sei. Es könne daher
weder
auf den Bericht noch die Arbeitsunfähigkeit abgestützt werden. Die im ärztlichen Bericht aufgeführten Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit
,
Nasenverkrümmung und Operation von Nasen
polypen
,
führ
t
e
n
gemäss Akten zu keiner Arbeitsunfähigkeit oder fachärztlicher Behandlung im Zeitraum der Wartefrist.
Die Belastungssituation sei nachvollziehbar, zum aktuellen Zeitpunkt jedoch ohne Krankheitswert. Im Dossier des ersten und auch im aktuellen G
esuch fä
nden sich Hinweise auf eine psychiatrische Krankheitskomponente ohne ärztliche Diagnosestellung, Berichte oder Behandlung. Die Situation scheine, auch im Hinblick auf den fehlenden Arbeitsausfall, kompensiert. Ein Anspruch aus
v
ersi
c
herungsmedizinischer Sicht bestehe jedoch nicht
(Urk. 7/57)
.
3.8
Im Rahmen eines am
9.
Februar 2022
bei der Verwaltung
gestellten Wiedererwä
gungsgesuches
zur Verfügung vom 1. Februar 2022
(Urk. 7/72)
reichte die Beschwerdeführerin diverse
von
Hausarzt
Dr. med. L._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH, bzw.
Dr. G._
ausgestellte
ärztliche
Z
eugnisse ins Recht, gemäss welchen
die Beschwerdeführerin
seit 7. Oktober 2021 aufgrund von Krankheit vollständig arbeitsunfähig ist (Urk. 7/64 ff.).
3.
9
Im
Sprechstundenbericht des Wirbelsäulenzentrum
s der Klinik
I._
vom 22.
Februar 2022
über die am 17. Februar 2022 erfolgte Verlaufskontrolle
gaben die verantwortlich zeichnenden Ärzte
bei unverändert gestellten Diagnosen
an, die Patientin berichte über die bekannten massiven Schmerzen
cervikal
. Sie sei in ihrer Arbeitstätigkeit als
Prophylaxeassistentin
im Dentalbereich seit Oktober 2021 krankgeschrieben, dies aufgrund des Zusammenhangs der
Schmerzexazer
bation
mit der Arbeitstätigkeit.
Im Befund ergäben sich keine neuen Erkenntnisse seit der letztmaligen Beurteilung.
In ihrer Beurteilung führten sie aus, bei der Patientin zeige sich eine chronische
Zervikalgie
bei
Osteochondrose
und
neuro
foraminaler
Enge C5/6 beidseits. Komplett erkläre dies die Beschwerden nicht. Dementsprechend gingen sie von einem Zusammenhang der Tätigkeit als
Pro
phylaxeassistentin
mit den Beschwerden aus. Die Umschulung in eine wechsel
belastende Tätig
keit werde weiterhin empfohlen
und die Weiterführung der etablierten Chiropraktik besprochen. Eine routinemässige Verlaufskontrolle sei nicht vorgesehen (Ur
k.
3/13)
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin legte
der
anspruchsverneinenden Verfügung
vom 1.
Februar 2022
die Beurteilung
von
Dr.
K._
vom RAD vom
19. Januar 2022
zugrunde, welche gestützt auf die Akten keinen dauerhaften Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
sah
.
Jedoch kann
darauf
, wie nachfol
gend ausgeführt,
nicht abgestellt werden.
4.2
Vorab fällt auf, dass
in
den
Ak
ten,
wie sie
Dr.
K._
im Januar 2022
zur
Beurtei
lung
vorgelegt
worden waren
,
zufolge
Fehlens
eines hausärztlichen Berichts
(
auch
)
die seit
7.
Oktober 2021
bestehende
v
olls
t
ändige
Krankschreibung
der Beschwerdeführerin
durch den Hausarzt
nicht dokumentiert
war
.
Die
Stellung
nahme
von Dr.
K._
erging mith
in
– wie die Beschwerdeführerin zu Recht geltend machen lässt -
in Unk
enntnis
eines wesentlichen medizin
i
schen Aspekts
, weshalb
fraglich
ist
, ob
die
Beurteilung
–
sie
fusste
sowohl
in somatischer wie auch psych
i
atrischer Hinsicht
auf der Annahme
, dass die B
eschwerdeführerin weiterhin im Umfang von 80
% arbeitstätig ist
–
in
Kenntnis der länger anhal
tenden
Krankschreibung
gleich
ausgefallen wäre
.
S
chon allein unter diesem Aspekt
bestehen daher
erhebliche Zweifel an der Zuverlässigkeit
der
RAD
-
Beurteilung
vom 19. Januar 2022
.
Fraglich
ist
aber auch
,
ob
Dr.
K._
im Rahmen
ihrer Beurteilung
auch den
Bericht der
Universitätsk
linik
I._
vom
14.
D
ezember 2021
mit
berücksichtigt hat
,
nachdem
sie sich
– trotz
im Ü
brigen detaillierter Stellungnahme -
damit nicht auseinandergesetzt hat
. Auch wenn
Dr.
J._
im genannten Bericht
keine
konkreten
Angaben
zur Arbeitsfä
higkeit
ge
m
acht hatte
,
führte
er
immerhin aus
,
er
unters
tütz
e die
Umschulung
auf eine wechselbelastende Tätigkeit
(E.
3.5
hiervor)
, was
vor dem Hintergrund der von ihm gestellten Diagnosen
und der beruflichen Tätigkeit der Beschwerde
führerin
jedenfalls
als H
inweis auf eine
mögliche
Einschränkung der
arbeitsbe
zogene
n
Leistungsfähigkeit
ver
st
anden werden kan
n
.
D
enn d
ass die Arbeitsfähigkeit
als
Dentalassistentin
/
Prophylaxeassistentin
in
anspruchs
relevantem M
ass
ein
ge
schränkt
sein könnte
oder
dass
eine
anspruchs
relevante
Erwerbseinbusse
u
n
mittelbar
droht
(vgl. E. 1.2 hiervor)
, kann
nach Lage der Akten
jedenfalls
nicht
hinreichend zuverlässig
ausgeschlossen werden
(vgl. etwa die für
die beantragte
Umschulung aus erwerblicher Sicht voraus
gesetzte
leistungsspezifische Invalidität von lediglich ca. 20 %; dazu statt vieler etwa BGE 130 V 488 E. 4.2)
. S
o liegen b
ei der
B
eschwerdeführerin
Pathologien
an
der Halswirbelsäule
vor
,
welc
he bildgebend nachgewiesen sind
(namentlich
durch den
MRI Beri
cht vom 4.
Juni 2021
; E. 3.1 hiervor
)
und welche – auch
wenn
Dr.
F._
aus neurologischer Sicht keine Ursache
für die Beschwerden
finden konnte
(E. 3.4)
–
angesichts der mit
der Tätigkeit als
Prophylaxeassistentin
einhergehende
n
hohe
n
(
unergonomischen
)
Belastung
der Halswirbelsäule
auch aus orthopädischer/rheumatologischer Sicht
durchaus
limitierend sein könnten.
Immerhin
hatte der behandelnde
Chiropraktor
Dr.
C._
b
ereits
im
Bericht vom
24.
Juni 2021
eine reduzierte Belastbarkeit der Nackenschulterregion
beschrieben
sowie
angesichts der
Anforderungen der aktuellen Tätigkeit
(körperlich monotone gebeugte und verdrehte Haltung ohne Frischluft-Pause)
eine Arbeitsfähigkeit von nur
noch 4 Stunden pr
o Tag
attestiert
(
E. 3.2 hiervor
)
. Diese A
ngaben
sind
ent
gegen
der
Auffassung von
RAD-
Ärztin
Dr.
K._
nicht
ausser Acht
zu lassen
.
Gemäss den
hausärztlichen Arbeitsunfähigkeitsz
eugnissen von Dr. L._ bzw. Dr. G._
besteht
seit
dem
7. Oktober 2021
alsdann
nunmehr eine vollstän
d
ige Arbeitsunfähigkeit (E. 3.7), wobei
vor dem Hintergrund
der Verlautbarungen von Dr. G._
gegenüber der IV-Stelle vom 25. Oktober 2021 (E. 3.5) ein Zusam
menhang mit der
Problematik an der Halswirbelsäule
angenommen
bzw.
nicht ausgeschlossen werden kann.
Auch wenn sich die medizinische S
ituation
gestützt auf
den
Bericht
von Dr.
C._
– insoweit ist Dr.
K._
zu folgen
–
bzw
.
gestützt auf
die hausärztlichen Arbeitsunfähigkeitszeugnisse
oder den Bericht des Wirbel
säulenzentrums der Universitätsklinik
I._
vom 14. Dezember 2021
ebenso
wenig
zuverlässig
beurteilen lässt, sind
die Berichte
jedoch
geeignet,
jedenfalls
geringe Zweifel
an der
Beurteilung durch Dr.
K._
zu wecken
.
D
ies gilt um
so mehr, als nun auch im Sprechstundenberich
t des Wirbelsäulenzentrums der Uni
versitätsk
linik
I._
vom 22. Februar 2022 (E. 3.8)
-
selbst
wenn er
keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit enthält
-
jedenfalls ein Zusammenhang zwischen der im Oktober 2021 erfolgten
Schmerzexazerbation
und der Tätigkeit als
Prophylaxeassistentin
hergestellt wird (zur Berücksichtigung von medizinischen Berichten, die
zwar
nach dem Verfügungszeitpunkt datieren, sich jedoch auf den Zeitraum vor Verfügungserlass beziehen resp. Rückschlüsse darauf zulassen vgl.
etwa
Urteil des Bundesgerichts 8C_295/2021 v
om 9. August 2021 E. 3.4).
Nach dem Gesagten
bestehen
jedenfalls
geringe Zweifel
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsint
ernen ärztlichen Feststellungen
und Schlussfolgerungen
von Dr.
K._
,
weshalb
darauf nicht abgestellt werden kann
und ergänzende A
b
k
l
ärungen erforderlich sind
(vgl. E. 1.6 hiervor)
.
4.3
Die angefochtene Verfügung vom 1. Februar 2022 (Urk. 2) ist
daher
aufzuheben und die Sache zu
r Durchführung von
rechtsgenügl
i
c
hen
medizin
i
schen
Ab
k
l
ä
rungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
. Dabei erscheinen
neben Abklärungen in somatischer
Hinsicht
(rheumatologisch, neurologisch)
auch solche in psychiatri
s
cher Hi
n
sicht
angezeigt
. So enthalten
die
medizinischen
Akten
verschiedene
psychiatrische Diagnosen
(somatoforme Schmerzstörung [E.
2.3], Depressionen [E.
3.2],
Borderline
-Störung [E.
3.4])
und somit
Hinweise
auf
eine
mögliche
p
sychische
Problematik
,
und
ergibt sich, dass
die
Beschwerde
führerin
wiederholt
in psychi
a
trischer Beha
n
dlung
stand
(Urk.
7/11/5,
Urk. 7/15
,
Urk.
7/36
/3, Urk. 7/
37
)
. Auch gaben
die verantwortlich zeichnenden Ärzte
der Universitätsk
linik
I._
im Bericht vom
22. Februar 2022
an
, die gestellten Diagnosen
erklär
te
n
die Beschwerden nicht
k
omplett
(
E. 3.5
)
.
4
.4
N
ach rechtskonformer Prüfung der Frage, ob und
gegebenenfalls
in welchem Umfang
eine
gesundheitlich bedingte
Einschränkung
des Leistungsvermögens bzw.
der Arbeitsfähigkeit
besteh
t
-
sowie
in Bezug auf die
beruflichen
Massnah
men
(
da insoweit eine Neuanmeldung vorliegt
)
in
analoger
Berücksichtigung der
Grundsätze
über die Re
ntenre
vision (vgl. E.
1.5
)
-
wird d
ie Verwaltung über
das Leistungsbegehren
neu
zu v
erfügen
haben
.
Anzumerken bleibt
in Bezug auf den Rentenanspruch
, dass
-
nachdem
gemäss
Akten
erst
ab dem
7. Oktober 2021
eine
längere
Arbeitsunfähigkeit
bestand
–
die einjährige Wartezeit nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG (vgl. E. 1
.
4
hievor
)
bei Erlass
der
angefochtenen Verfügung (1. Februar 2022)
no
ch nicht bestanden
war
.
Auch
wenn
die Verwaltung ablehnend verfügt
e
, ohne den Sachverhalt in genügender Weise abgeklärt zu haben
,
war
die Verneinung eines Rentenanspruchs
zumindest
im Verfügungsz
eitpunkt jedenfalls im Ergebnis
korrekt
.
E
ntsprechend ist
die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zu ergänzenden medizinischen Abklärungen und neuem Entscheid über den Leis
tungsanspruch
zunächst
in Form
beruflicher
Eingliederungsmassnahmen
zurück
zuweisen
. In Nachachtung des
mit
Art. 28 Abs. 1
bis
IVG verstärkten Grundsatzes „Eingliederung vor Rente“ wird eine neuerliche Rentenprüfung erst anhand zu nehmen sein, wenn die Eingliederungsmöglichkeiten
, soweit auf diese ein Anspruch besteht,
ausgeschöpft sind.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
). Sie sind vorliegend auf Fr. 600.-- anzusetzen und
, nachdem die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zu weiteren Abklärungen einem Obsiegen gleichkommt (BGE 137 V 57),
ausgangsgemäss
der
unterliegenden
Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Die
obsiegende vertretene Beschwerdeführer
in
hat Anspruch auf eine Prozessent
schädigung. Diese ist gestützt auf Art. 61 lit. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3
des Gesetzes über das Sozi
alversicherungsgericht (GSVGer)
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf
Fr
.
2‘000.
-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.