# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fb6f48b9-6fc3-47b6-adc0-ba2855db73fc
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
Mit Urteil 1C_275/2021 vom 29. März 2022 hiess das Bundesgericht die
gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden
R 20 7 vom 23. März 2021 erhobene Beschwerde der A._ SA, der
B._ SA und der C._ AG gut. Das Bundesgericht hob den
Entscheid des Verwaltungsgerichts auf und stellte fest, dass die das ganze
Gemeindegebiet umfassende Planungszone der Gemeinde D._ zur
Sicherung einer künftigen Regelung der Standorte von Mobilfunkanlagen
in der kommunalen Nutzungsplanung, welche in der Zwischenzeit durch
die Annahme der Teilrevision der Ortsplanung betreffend
Mobilfunkanlagen durch die Gemeindeversammlung abgelöst wurde,
unverhältnismässig war. Zur Neuregelung der Kosten- und
Entschädigungsfolgen der kantonalen Verfahren wies das Bundesgericht
die Sache an das Verwaltungsgericht zurück.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben und Anweisungen des
Bundesgerichts für die Vorinstanz verbindlich (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI,
Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, Rz. 1643).
1.2. Nach der verbindlichen Anweisung des Bundesgerichts sind die Kosten-
und Entschädigungsfolgen der kantonalen Verfahren, d.h. des
Beschwerdeverfahrens vor der Regierung und desjenigen vor dem
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, neu zu regeln.
2. Da die Beschwerdeführerinnen vor dem Bundesgericht vollständig obsiegt
haben, sind sie in den kantonalen Verfahren so zu stellen, als wären sie
mit ihren Beschwerden vor der Regierung und dem Verwaltungsgericht
durchgedrungen.
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2.1.1. Gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) hat im
Rechtsmittelverfahren in der Regel die unterliegende Partei die Kosten zu
tragen. Die Gerichtskosten aus dem verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfahren R 20 7 von insgesamt CHF 3'344.-- (bestehend aus
einer Staatsgebühr von CHF 3'000.-- und Kanzleiauslagen von CHF 344.-
-) gehen somit entsprechend dem Ausgang des bundesgerichtlichen
Verfahrens zu Lasten der Gemeinde D._ als unterliegender
Planungsträgerin (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden [VGU] R 20 33 vom 16. Juni 2020 E.3.1 m.w.H.). Der
Regierung des Kantons Graubünden als Vorinstanz werden keine Kosten
überbunden.
2.1.2. Darüber hinaus hat die Gemeinde D._ die obsiegenden
Beschwerdeführerinnen für das verwaltungsgerichtliche
Beschwerdeverfahren R 20 7 aussergerichtlich zu entschädigen (vgl.
Art. 78 Abs. 1 VRG). Die Parteientschädigung wird gemäss Art. 2
Abs. 1 der Verordnung über die Bemessung des Honorars der
Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte (Honorarverordnung, HV;
BR 310.250) i.V.m. Art. 19 des kantonalen Anwaltsgesetzes (BR 310.100)
durch die urteilende Instanz nach Ermessen festgesetzt. Ausgangspunkt
bildet die Kostennote (Art. 2 Abs. 2 HV). Dabei hat insbesondere der
vereinbarte Stundensatz üblich (vgl. Art. 3 Abs. 1 HV) und der geltend
gemachte Aufwand angemessen und für die Prozessführung erforderlich
zu sein.
Der beschwerdeführerische Rechtsvertreter reichte dem Gericht im
Verfahren R 20 7 mit Schreiben vom 30. März 2020 eine Kostennote über
CHF 3'051.75 ein (Honorar nach Zeitaufwand von CHF 2'751.00-- [=
9.17 h à CHF 300.--] zzgl. 3 % Kleinspesen [= CHF 82.55] und 7.7 %
MWST [= CHF 218.20]). Der geltend gemachte Aufwand von
9.17 Arbeitsstunden erscheint dem Gericht als angemessen. Es liegt
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allerdings keine Honorarvereinbarung im Recht, weshalb der geltend
gemachte Stundenansatz von CHF 300.-- auf CHF 240.-- herabzusetzen
ist (vgl. statt vieler VGU R 17 86 vom 17. April 2018 E.5.2). Zudem sind
bzw. waren die Beschwerdeführerinnen bei Einreichung der Beschwerde
an das Verwaltungsgericht vom 3. Februar 2020
vorsteuerabzugsberechtigt (UID-Registernummern), weshalb keine
Mehrwertsteuer geschuldet ist (vgl. dazu PVG 2015 Nr. 19). Die
Gemeinde D._ hat den Beschwerdeführerinnen somit eine
aussergerichtliche Entschädigung von insgesamt CHF 2'266.80 (exkl.
MWST) zu bezahlen.
2.2. Was die Neuregelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des
Beschwerdeverfahrens vor der Regierung des Kantons Graubünden
PB 15/19 anbelangt, gilt es festzuhalten, dass die Beschwerdeführerinnen
bereits in ihrer Beschwerde an das Verwaltungsgericht vom 3. Februar
2020 die Auferlegung der Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens an die
Beschwerdegegnerin sowie die Zusprache einer Parteientschädigung für
das vorinstanzliche Verfahren verlangt hatten. Gemäss Art. 73 Abs. 3
VRG kann die Rechtsmittelbehörde bei der Aufhebung eines Entscheids
über die Zuteilung der Kosten des Verfahrens vor der Vorinstanz
entscheiden. Vorliegend rechtfertigt es sich allerdings, die Sache gestützt
auf Art. 56 Abs. 3 VRG für die Neuregelung der Kosten- und
Entschädigungsfolgen des vorinstanzlichen Beschwerdeverfahrens PB
15/19 nach Massgabe des Ausgangs des bundesgerichtlichen Verfahrens
und der regierungsrätlichen Praxis an die Regierung des Kantons
Graubünden zurückzuweisen (vgl. auch VGU R 21 51 vom 26. Oktober
2021 E.6 m.w.H.).
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