# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ae8f216f-67cf-4f99-bfff-f0afab9de585
**Court:** ZH_SRK
**Chamber:** ZH_SRK_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Tax

## Facts

hat sich ergeben:
A. A (nachfolgend die Pflichtige) wurde vom kantonalen Steueramt gemäss
Einschätzungsentscheid bzw. Berechnungsmitteilung vom 19. Oktober 2018 für die
Direkte Bundessteuer 2016 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 205'100.-
(satzbestimmend: Fr. 218'200.-) und für die Staats- und Gemeindesteuern 2016 mit
einem steuerbaren Einkommen von Fr. 200'200.- (satzbestimmend: Fr. 213'200.-) und
einem steuerbaren Vermögen von Fr. 2'204'000.- (satzbestimmend: Fr. 3'333'000.-)
veranlagt bzw. eingeschätzt. Abweichend von der Steuererklärung liess das kantonale
Steueramt unter anderem als "Übrige Berufsauslagen" nicht die effektiv geltend ge-
machten Fr. 14'947.- zum Abzug zu, sondern gewährte lediglich den Pauschalabzug in
der Höhe von Fr. 4'000.-.
B. Die dagegen erhobenen Einsprachen vom 20. November 2018, in welchen
die Pflichtige beantragen liess, die übrigen Berufsauslagen von Fr. 4'000.- auf
Fr. 8'347.- zu erhöhen, wies das kantonale Steueramt mit Einspracheentscheiden vom
3. Dezember 2018 ab.
C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 3. Januar 2019 liess die Pflichtige ihren
Einspracheantrag wiederholen.
Das kantonale Steueramt schloss mit Beschwerde- und Rekursantwort vom
31. Januar 2019 auf Abweisung der Rechtsmittel. Die Eidgenössische Steuerverwal-
tung (ESTV) liess sich nicht vernehmen.
Auf die Vorbringen der Pflichtigen wird – soweit rechtserheblich – in den nach-
folgenden Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. a) Das kantonale Steueramt verweigerte der Pflichtigen in den Einsprache-
entscheiden den Abzug von übrigen Berufsauslagen im effektiv geltend gemachten
Umfang von Fr. 8'347.- und gewährte ihr nur den gemäss ihrem Einkommen maximal
zulässigen Pauschalabzug in der Höhe von jeweils Fr. 4'000.-. Es begründete seinen
Entscheid damit, dass die Arbeitgeberin der Pflichtigen, die Universität Zürich, über ein
genehmigtes Spesenreglement verfüge, nach welchem sämtliche Kosten, die zur Aus-
übung des Berufs erforderlich seien, gegen Beleg zurückerstattet würden. Die Beurtei-
lung, welche Kosten tatsächlich für die Ausübung des Berufs notwendig seien, sei
demnach bereits von der Arbeitgeberin vorgenommen und von der Steuerpflichtigen
akzeptiert worden. Mithin seien die von der Arbeitgeberin nicht erstatteten Kosten ei-
gentliche Lebenshaltungskosten und könnten nicht zum Abzug zugelassen werden.
b) Die Pflichtige lässt dem beschwerde- und rekursweise entgegenhalten,
dass ihre effektiven übrigen Berufsauslagen im Umfang von Fr. 8'347.- zum Abzug
zuzulassen seien. Die Begründung des kantonalen Steueramts sei nicht statthaft, da
es nach dessen Auffassung aus steuerlicher Sicht gar keine übrigen Berufsauslagen
mehr gebe, da entweder die Arbeitgeberin die Spesen bezahle und jene Kosten, die
sie nicht bezahle, keine Berufsauslagen seien. Es frage sich demnach, weshalb es
überhaupt einen pauschalen Abzug von maximal Fr. 4'000.- gebe.
2. a) aa) Der Einkommenssteuer unterliegen alle wiederkehrenden und einma-
ligen Einkünfte (Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom
14. Dezember 1990 [DBG] bzw. § 16 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997
[StG]). Steuerbar sind insbesondere alle Einkünfte aus privatrechtlichem oder öffent-
lich-rechtlichem Arbeitsverhältnis mit Einschluss der Nebeneinkünfte wie Entschädi-
gungen für Sonderleistungen, Provisionen, Zulagen, Dienstalters- und Jubiläumsge-
schenke, Gratifikationen, Trinkgelder, Tantiemen, geldwerte Vorteile aus Mitarbeiterbe-
teiligungen und andere geldwerte Vorteile (Art. 17 Abs. 1 DBG bzw. § 17 Abs. 1 StG).
bb) Steuerpflichtiges Einkommen setzt immer – aus Sicht der steuerpflichtigen
Person – zunächst einen Vermögenszugang voraus. Steuerbar ist dieser nur dann,
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wenn er zu einer Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der steuerpflichti-
gen Person führt. Von den Bruttoeinkünften sind somit von Anfang an die mit dem
Vermögenszugang unmittelbar kausal verbundenen Vermögensabgänge abzuziehen.
Kein Reinvermögenszufluss liegt einmal vor, wenn der Vermögenszugang mit einer
korrespondierenden Verpflichtung zur Rückgabe oder zur Übertragung eines anderen
Vermögenswerts belastet ist (wobei vorausgesetzt wird, dass die Verpflichtung zur
Rückzahlung auch tatsächlich eingefordert wird).
b) aa) Kein Einkommen stellen regelmässig Spesenentschädigungen dar. Als
Spesen gelten Auslagen, welche dem Arbeitnehmer bei der Vornahme einzelner
dienstlicher Verrichtungen erwachsen und grundsätzlich während der Arbeitszeit anfal-
len (Erich Bosshard, StR 1995, 561, auch zum Folgenden). Werden die Kosten zu-
nächst vom Arbeitnehmer übernommen und anschliessend vom Arbeitgeber in Form
einer Spesenentschädigung zurückerstattet, so stellt dies in steuerlicher Hinsicht nach
Art. 16 f. DBG bzw. §§ 16 f. StG kein Einkommen dar, da kein Vermögenszugang beim
Arbeitnehmer vorliegt (E. 2 a/bb; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum
DBG, 3. A., 2016, Art. 17 N 52 DBG, und Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A.,
2013, § 17 N 46 ff. StG).
bb) Zu den typischen (echten) Spesen gehören etwa Reisekosten privater
oder öffentlicher Verkehrsmittel im Rahmen eines konkreten Dienstauftrags, Entschä-
digungen für auswärtige Verpflegungskosten, Entschädigungen für auswärtige Über-
nachtungskosten in Hotels usw. oder Entschädigungen für Kleinauslagen, die einen
Zusammenhang zur Arbeitstätigkeit haben (z.B. Telefonspesen, Portospesen, Parkge-
bühren, Trinkgelder; vgl. Bosshard, StR, 1996, 562; Neuer Lohnausweis - Wegleitung
der Schweizerischen Steuerkonferenz und der ESTV zum Ausfüllen des Lohnauswei-
ses bzw. der Rentenbescheinigung [Formular 11]). Die vom Arbeitnehmer beglichenen
Kosten für Arbeitsgeräte und Arbeitskleidung (Spezialkleidung) gehören ebenso dazu
wie die Aufwendungen für geschäftlich verwendetes Papier, Briefmarken, die Organi-
sation von Firmen- und Kundenanlässen, Geschäftsausflügen und den Kauf von Wer-
begeschenken, etc.
cc) Die vom Arbeitgeber bezahlten Spesenentschädigungen sind grundsätz-
lich im Lohnausweis separat auszuweisen. Der Arbeitgeber kann darauf verzichten,
wenn er über ein vom kantonalen Steueramt genehmigtes Spesenreglement verfügt. In
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solchen Fällen ist der Arbeitgeber von der betragsmässigen Bescheinigung der Spesen
in den Lohnausweisen entbunden, sofern es sich dabei nicht um Pauschalspesen, d.h.
Spesen die ungeachtet der effektiven Zahl der Kostenereignisse (Mahlzeiten, Über-
nachtungen usw.) und der effektiven Höhe der Kosten für einen bestimmten Zeitab-
schnitt (z.B. monatlich) pauschal festgelegt werden, handelt. Bei Vorliegen eines ge-
nehmigten Spesenreglements ist dem Arbeitgeber zudem das Auszahlen vom
Reglement abweichender Spesen untersagt (vgl. Neuer Lohnausweis - Wegleitung der
Schweizerischen Steuerkonferenz und der ESTV zum Ausfüllen des Lohnausweises
bzw. der Rentenbescheinigung [Formular 11]).
c) Von den Spesen strikt zu trennen sind Berufskosten. Berufskosten sind
Auslagen, die dem Arbeitnehmer allgemein für die Verrichtung einer Tätigkeit erwach-
sen, diese als Ganzes erst ermöglichen und auch ohne einen konkreten Auftrag
angefallen wären. Berufskosten sind Aufwendungen, die grundsätzlich vor dem eigent-
lichen Arbeitsbeginn oder nach Beendigung der eigentlichen Arbeitstätigkeit anfallen
bzw. allgemein während der Arbeitstätigkeit benötigt werden (ausführlich Bosshard,
StR, 1996, 561, mit weiteren Hinweisen). Berufskosten können, je nach Ausgestaltung
und Umfang, vollumfänglich oder teilweise vom Einkommen abgezogen werden (vgl.
Art. 26 DBG sowie § 26 StG).
3. a) Wenn das kantonale Steueramt nun im Ergebnis die effektiv geltend ge-
machten Berufsauslagen einzig unter Hinweis auf das genehmigte Spesenreglement
den steuerlich nicht abzugsfähigen Lebenshaltungskosten zuordnet (E. 1a), so weicht
es die strikte Trennung von Berufskosten und Spesen auf. Wäre die Argumentation
des Steueramts zutreffend, so wäre tatsächlich fraglich, wieso überhaupt der pauscha-
le Abzug bei den übrigen Berufskosten gesetzlich vorgesehen ist (E. 1b).
b) Die Auffassung des Steueramts basiert auf der Annahme, dass das ge-
nehmigte Spesenreglement sämtliche Kosten, die zur Ausübung des Berufs erforder-
lich sind, regelt, was in dieser Absolutheit unzutreffend ist. Vielmehr regelt das Spesen-
reglement lediglich diejenigen Auslagen, die den Angestellten in Ausübung ihrer
Tätigkeit am Arbeitsort oder auf Dienstreisen anfallen und gemäss Spesenreglement
erstattet werden (vgl. § 3 des Spesenreglements der Universität Zürich bzw. § 64 der
Vollzugsverordnung zum Personalgesetz vom 19. Mai 1999 [VVO]). Es betrifft mithin
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nur die sogenannten echten Spesen und nicht auch die weiteren zur Ausübung des
Berufs notwendigen Auslagen. Unter letzterem Begriff können namentlich auch die
Berufskosten subsumiert werden, die theoretisch auf freiwilliger Basis ebenfalls (teil-
weise) vom Arbeitgeber übernommen werden können, dann allerdings entsprechend
als Lohnbestandteil auszuweisen und, soweit sie nicht abzugsfähig sind, auch vom
Steuerpflichtigen als Einkommen zu versteuern sind (Madeleine Simonek, Die steuer-
rechtliche Rechtsprechung im Jahre 2008, ASA 79, 137 ff.).
c) Da Spesen und Berufsauslagen klar zu trennen sind, hätte das Steueramt
deshalb im Rahmen der Verfahrensleitung den Sachverhalt betreffend die geltend
gemachten Berufskosten detailliert prüfen müssen (Art. 123 Abs. 1 DBG bzw. § 132
Abs. 1 StG) und dies nicht mit dem pauschalen Hinweis auf das genehmigte Spesen-
reglement unterlassen dürfen. Die Nichtqualifikation als Spesen nach dem genehmig-
ten Spesenreglement der Universität Zürich gilt diesbezüglich lediglich als Indiz dafür,
dass die entsprechenden Aufwendungen den Lebenshaltungskosten zuzurechnen
sind. Es rechtfertigt sich indessen nicht, alleine gestützt darauf auf eine eingehende
Prüfung zu verzichten.
d) Trotz der unterlassenen Überprüfung durch das kantonale Steueramt er-
scheint es vorliegend nicht gerechtfertigt, die Sache zunächst zur weiteren Untersu-
chung und zum Neuentscheid zunächst an die Vorinstanz zurückzuweisen (§ 149
Abs. 3 StG; für das Bundessteuerrecht: Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Art 143 N 26 ff.
DBG), da Fehler, die ebenso gut von der Rekurs- bzw. Beschwerdeinstanz behoben
werden können, nicht zu einer Rückweisung führen dürfen (RB 1983 Nr. 56). Im vorlie-
genden Beschwerde- bzw. Rekursverfahren ist demnach zu prüfen, ob die geltend ge-
machten effektiven Berufsauslagen als übrige Berufskosten (und damit abzugsfähige
Gewinnungskosten) i.S.v. Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG bzw. § 26 Abs. 1 lit. c StG zu qualifi-
zieren sind.
4. a) aa) Nach Art. 25 DBG bzw. § 25 StG werden zur Ermittlung des Reinein-
kommens von den gesamten steuerbaren Einkünften die zur Erzielung notwendigen
Aufwendungen abgezogen. Abzugsfähig im Bereich der unselbstständigen Erwerbstä-
tigkeit sind – neben den Auslagen für den Arbeitsweg und den Mehrkosten der auswär-
tigen Verpflegung – die "übrigen für die Ausübung des Berufes erforderlichen Kosten"
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(sog. übrige Berufskosten; Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG bzw. § 26 Abs. 1 lit. c StG). Unter
die übrigen Berufskosten fallen gemäss Art. 7 der Verordnung des EFD über den Ab-
zug der Berufskosten unselbständig Erwerbstätiger bei der direkten Bundessteuer vom
10. Februar 1993 (SR 642.118.1) bzw. der Verfügung der Finanzdirektion über die
Pauschalierung von Berufsauslagen Unselbständigerwerbender vom 19. März 2015
(ZStB Nr. 17/204) beispielsweise Berufskleider, Berufswerkzeuge, Fachliteratur, ein
privates Arbeitszimmer sowie Beiträge an Berufsverbände.
bb) Nur die "notwendigen" Aufwendungen können als Berufskosten einkom-
mensmindernd berücksichtigt werden. Notwendig bzw. abzugsfähig sind diejenigen
Aufwendungen, die ihren Grund in der beruflichen Tätigkeit haben bzw. die durch die
Einkommenserzielung verursacht werden, sei es, dass sie zum Zweck der Einkom-
menserzielung aufgewendet werden oder Folge der einkommenserzielenden Tätigkeit
bilden (Reich/von Ah/Bawand, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bun-
desgesetz über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinde,
3.A., 2017, Art. 9 N 8 f. StHG). Als (berufsnotwendige) Gewinnungskosten gelten indes
nicht sämtliche Aufwendungen, die irgendeinen Zusammenhang zur ausgeübten Tätig-
keit aufweisen bzw. im weiteren Sinn ihren Grund im Arbeitsverhältnis haben. Nach der
Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts erscheinen als berufsnotwendig vielmehr nur
solche Kosten, welche in einem qualifiziert engen, d.h. rechtlich erheblichen (wesentli-
chen) Zusammenhang zur ausgeübten Tätigkeit stehen. Erforderlich ist mit anderen
Worten ein wesentlicher Zusammenhang zwischen Art, Grund und Zweck der Ausgabe
einerseits und der Natur der beruflichen Tätigkeit andererseits, während Aufwendun-
gen, die vorwiegend mit der allgemeinen Lebenshaltung zusammenhängen, sog. Le-
benshaltungskosten, vom Abzug ausgeschlossen sind (RB 1990 Nr. 32 = StE 1991
B 22.3 Nr. 38; RB 1991 Nr. 21 [Leitsatz]; StE 2000 B 22.3 Nr. 71).
cc) Berufskosten können entweder in ihrem effektiven Ausmass oder als Pau-
schalbetrag geltend gemacht werden. Für namentlich Fahrtkosten, Verpflegungskosten
und übrige Berufskosten, sind solche Pauschalen vorgesehen (Richner/Frei/Kaufmann/
Meuter, Art. 26 N 113 ff. DBG und § 26 N 109 ff. StG, auch zum Folgenden). Die steu-
erpflichtige Person hat sämtliche Aufwendungen der entsprechenden Kategorie nach-
zuweisen, wenn sie die effektiven Kosten geltend macht. Es genügt nicht, die den Pau-
schalbetrag übersteigenden Aufwendungen nachzuweisen. Allgemein gilt dabei, dass
steueraufhebende oder –mindernde Tatsachen vom Pflichtigen zu beweisen sind. Auf-
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grund der allgemeinen Beweislastregel (ASA 62, 720 E. 5b; BGE 121 II 257 E. 4c/aa)
ist andernfalls zu Ungunsten des für derartige Tatsachen beweisbelasteten Steuer-
pflichtigen anzunehmen, die behaupteten Tatsachen hätten sich nicht verwirklicht.
b) Die Pflichtige lässt beantragen, ihr seien die übrigen Berufskosten von pau-
schal Fr. 4'000.- auf effektiv Fr. 8'347.- anzupassen. Gemäss ihren Ausführungen setzt
sich dieser Betrag im Einzelnen aus den folgenden Positionen zusammen:
übrige Berufsauslage effektiv Betrag
Bücher und Fachzeitschriften Fr. 326.78
Beiträge und Mitgliedschaften Fr. 927.69
Reiseauslagen Fr. 5'697.33
Repräsentationsspesen Fr. 1'395.20
Total Fr. 8'347.00
Zur beruflichen Notwendigkeit der einzelnen Positionen lässt die Pflichtige
beschwerde- und rekursweise ausführen, dass sie Bücher und Fachzeitschriften für die
diversen Vorträge und Studien im Bereich D und E benötige. Die Mitgliedschaftsbeiträ-
ge dienten ebenfalls der beruflichen Tätigkeit, um sich auf dem Laufenden halten zu
können und um Zugriff auf diverse Fachartikel zu erhalten, die für die Arbeit an der
Universität benötigt würden. Die Auslagen für Reisekosten an Vorträge, Konferenzen
etc. seien ihr zudem von ihrer Arbeitgeberin nur teilweise zurückvergütet worden. Sie
stünden in direktem Zusammenhang mit ihren Studien und Forschungen. Zu den gel-
tend gemachten Repräsentationsspesen lässt die Pflichtige schliesslich ausführen,
dass sie sich als F der Universitätsabteilung regelmässig mit anderen Professoren und
Forschern treffe und austausche. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse würden direkt in
ihre Arbeit als F miteinbezogen, weshalb also auch die Repräsentationsspesen im di-
rekten Zusammenhang mit der unselbständigen Erwerbstätigkeit stünden.
c) Die grösste Position der geltend gemachten Berufsauslagen betrifft die Rei-
seauslagen, weshalb es sich vorliegend rechtfertigt, diese Position zunächst einer ein-
gehenden Untersuchung zu unterziehen. Wie der Detailaufstellung zu entnehmen ist,
setzt sich diese Position aus einer Vielzahl von Forschungsreisen- und -aufenthalten,
Tagungs-, Vortrags- und Sitzungsteilnahmen etc. zusammen, an denen die Pflichtige
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unbestrittenermassen teilnahm. Insgesamt sind ihr in der Steuerperiode 2016 in die-
sem Zusammenhang Aufwendungen über Fr. 18'537.06 entstanden, wobei sie von
ihrer Arbeitgeberin den Betrag über Fr. 12'839.73 zurückerstattet erhielt und sie nun-
mehr die nicht zurückerstattete Differenz über Fr. 5'697.33 als Berufskosten geltend
macht. Gemäss den eingereichten Belegen stehen die der Pflichtigen entstandenen,
nicht zurückerstatteten Reiseauslagen etwa im Zusammenhang mit Transport, Über-
nachtungs- und Verpflegungskosten, Visagebühren etc., wobei ihr einen Grossteil da-
von im Zusammenhang mit einem ca. zweimonatigen Forschungsaufenthalt in den
USA angefallen ist. Der nicht zurückerstattete Betrag und die damit zusammenhän-
gend geltend gemachten Reiseauslagen belaufen sich auf Fr. 4'324.91. Diesbezüglich
eingereicht wurden Quittungen für ein Flugticket (ohne Preisangabe), das ESTA-Visum
(USD 14.-), die Fahrzeugmiete (total USD 2'334.80), die Übernachtungen (Fr. 80.- pro
Nacht pro Person; insgesamt Fr. 9'480.- für zwei Personen bzw. Fr. 4'740.- pro Person
für 59 Übernachtungen) sowie für einen Drucker und Adapter (insgesamt
ca. UDS 80.-). Die Pflichtige führte allgemein nicht näher aus, welche der genannten
Positionen in welchem Umfang von ihrer Arbeitgeberin übernommen wurden bzw. wie
sich die effektiv insgesamt geltend gemachten Fr. 5'697.33 konkret berechnen.
d) aa) Die bei der Pflichtigen angefallenen Reiseauslagen stehen unbestritte-
nermassen im direkten Zusammenhang mit ihrer Tätigkeit im In- und Ausland als Pro-
fessorin der Universität Zürich. Anstellungsverhältnisse von Professoren und Professo-
rinnen sind öffentlich-rechtlicher Natur. Die gesetzlichen Grundlagen für das öffentlich-
rechtliche Anstellungsverhältnis finden sich in der Personalverordnung der Universität
Zürich vom 29. September 2014 (PVO-UZH) sowie im allgemeinen kantonalen Perso-
nalgesetz und den damit zusammenhängenden Verordnungen des Kantons Zürich (§ 2
PVO-UZH). Gestützt auf § 86 der Ausführungsverordnung zum Finanzreglement der
Universität Zürich (Finanzhandbuch, FHB) vom 31. Januar 2013 erliess die Universität
Zürich, ihr vom kantonalen Steueramt genehmigtes Spesenreglement vom
6. Juni 2013. Allgemein kann davon ausgegangen werden, dass die Universität analog
Art. 327a Abs. 1 des Obligationenrechts sämtliche durch die Ausführung der Arbeit
notwendig entstehenden Auslagen ersetzt und bei Arbeiten an auswärtigen Arbeitsor-
ten auch die für den Unterhalt erforderlichen Aufwendungen für Transport, Übernach-
tung, Verpflegung etc. übernimmt. Dies sofern die Auslagen mit entsprechender Quit-
tung geltend gemacht und die allgemeinen Rahmenbedingungen des
Spesenreglements eingehalten werden. Die allgemeinen Rahmenbedingungen betref-
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fen namentlich die Notwendigkeit. Angestellte sind verpflichtet, ihre Spesen möglichst
auf das Notwendigste zu beschränken. Aufwendungen, die nicht notwendig sind, sind
von den Angestellten selbst zu tragen (§ 4 Spesenreglement).
bb) Wenn nun gewisse Auslagen der Pflichtigen mit Bezug auf Forschungsrei-
sen, Vortragsteilnahmen etc. nicht als Spesen gemäss Spesenreglement zu qualifizie-
ren sind, bedeutet dies nicht automatisch, dass diese Ausgaben dennoch standard-
mässig als abzugsfähige Berufsauslagen nach DBG und StG gelten. Gefordert ist
vielmehr auch in solchen Fällen, dass der Pflichtigen die Kosten allgemein bei der Ver-
richtung der dienstlichen Tätigkeit erwachsen und zudem ein wesentlicher Zusammen-
hang zur ausgeübten Tätigkeit besteht (E. 4a/bb). Mit Bezug auf längere beruflich be-
dingte Auslandaufenthalte heisst dies namentlich, dass nicht sämtliche während des
Aufenthalts angefallenen Kosten entweder als Spesen oder als Berufsauslagen geltend
gemacht werden können. Lebenshaltungskosten, die der Pflichtigen anlässlich eines
solchen Aufenthalts – z.B. an Wochenenden, in der Freizeit etc. – entstehen, sind
steuerlich nicht abzugsfähig, auch wenn sie sich letztendlich aus beruflichen Gründen
im Ausland befindet. Beachtlich ist zudem auch, dass die Pflichtige sämtliche Tatsa-
chen zu beweisen hat, welche die Steuerschuld mindert oder aufhebt. Eine gegenteili-
ge Standartvermutung ist gesetzlich nicht vorgesehen. Die Pflichtige hat demnach die
Qualifikation der Auslagen als Berufsauslagen i.S.v. Art. 26 DBG bzw. § 26 StG nach-
zuweisen, respektive die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (E. 4a/cc).
cc) Den geforderten Nachweis vermag die Pflichtige vorliegend nicht im gel-
tend gemachten Umfang zu erbringen. Sie hat lediglich nachgewiesen, dass die unter
der Bezeichnung Reiseauslagen geltend gemachten Aufwendungen von insgesamt
Fr. 5'697.33 in einem direkten Zusammenhang zur beruflichen Tätigkeit stehen. Alleine
damit ist jedoch noch nicht nachgewiesen, dass diese Aufwendungen allesamt als we-
sentliche allgemeine Auslagen für die Verrichtung ihrer dienstlichen Tätigkeit zu qualifi-
zieren sind. Letzteres ist gemäss eingereichter Belege höchstens mit Bezug auf die
ESTA-Gebühr sowie den Auslagen für den während des Forschungsaufenthalts ange-
schafften Drucker und Adapter (insgesamt ca. USD 100.- bzw. Fr. 100.-) zu bejahen
(E. 4c). Vergleichbare weitere derartige Auslagen innerhalb der Position Reiseausla-
gen, sind nicht ersichtlich. Kein Raum besteht hingegen, um die angefallenen, jedoch
nicht nach Spesenreglement vergüteten Auslagen für Transport, Übernachtung etc. als
übrige Berufsauslagen vom steuerbaren Einkommen abzuziehen. Gerade mit Bezug
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auf den längeren Aufenthalt der Pflichtigen ist offensichtlich, dass gewisse Aufwendun-
gen teilweise als Lebenshaltungskosten zu qualifizieren sind (z.B. die teilweise private
Nutzung des Mietautos an Wochenenden). Diese Positionen sind deshalb gesamthaft
in steuerlicher Hinsicht als Mischausgaben zu qualifizieren, die sowohl beruflich als
auch privat veranlasst und entsprechend aufzuteilen sind (Richner/Frei/Kaufmann/
Meuter, Art. 34 N 25 DBG). Vieles spricht dafür, bei der Aufteilung auf das Spesenreg-
lement bzw. die von der Arbeitgeberin vorgenommene Ausscheidung abzustellen und
demnach die (nach geltendem Arbeitsrecht) nicht zurückerstatteten Auslagen steuer-
lich als Lebenshaltungskosten zu qualifizieren. Dem Spesenreglement kommt somit,
zumindest was die geltend gemachten Reiseauslagen anbelangt, ein gewisser Vorprü-
fungscharakter zu, da sowohl bei Spesen wie auch bei Berufsauslagen dem Kriterium
der Notwendigkeit viel Gewicht beigemessen wird (E. 4a/bb).
5. a) Alleine der Umstand, dass der Pflichtigen Aufwendungen anlässlich von
Seminarteilnahmen bzw. Forschungsaufenthalten etc. angefallen sind (sog. Reiseaus-
lagen), führt zusammengefasst nicht zur Vermutung, dass sämtliche in dieser Zeit an-
gefallenen Aufwendungen entweder als Spesen gelten oder aber als übrige Berufsaus-
lagen steuerlich abzugsfähig sind. Auch in solchen Fällen ist grundsätzlich davon
auszugehen, dass die entsprechenden Aufwendungen, soweit nicht bereits durch das
Spesenreglement abgegolten, als nicht abzugsfähige Lebenshaltungskosten gelten. Es
obliegt der Pflichtigen, den geforderten qualifiziert engen rechtlich erheblichen Zusam-
menhang zur Berufstätigkeit und somit die Abzugsfähigkeit i.S.v. Art. 26 DBG bzw.
§ 26 StG nachzuweisen, was ihr vorliegend lediglich mit Bezug auf die ESTA-Gebühr
sowie den in den USA gekauften Drucker und Adapter gelungen ist (insgesamt ca.
USD 100.- bzw. ca. Fr. 100.-). Abgesehen davon besteht kein Grund dafür, die Reise-
auslagen der Pflichtigen im gesamthaft effektiv geltend gemachten Umfang von
Fr. 5'697.33 als übrige Berufsauslagen i.S.v. Art. 26 Abs. 1 lit. c DBG bzw. § 26 Abs. 1
lit. c StG von ihrem steuerbaren Einkommen abzuziehen.
b) Da die geltend gemachten Reiseauslagen höchstens im äusserst be-
schränkten Umfang von ca. USD 100.- bzw. ca. Fr. 100.- als effektive übrige Berufs-
auslagen zum Abzug gebracht werden können, müssen die übrigen effektiv geltend
gemachten Positionen (E. 4b) nicht im Detail auf ihre Notwendigkeit hin überprüft wer-
den. Dies deshalb, weil sie gesamthaft mit Fr. 2'749.67 (Fr. 2'649.67 zzgl. Reiseausla-
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gen von Fr. 100.-) ohnehin unter dem vorliegend der Pflichtigen pauschal zugestande-
nen Abzug von Fr. 4'000.- liegen.
c) Diese Erwägungen führen zur Abweisung von Beschwerde und Rekurs.
6. Ausgangsgemäss sind die Verfahrenskosten der Pflichtigen aufzuerlegen
(Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1 StG). Parteientschädigungen wurden nicht be-
antragt und stehen der Pflichtigen bei diesem Verfahrensausgang auch nicht zu
(Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 - 3 des Bundesgesetzes über das Verwal-
tungsverfahren vom 20. Dezember 1968 und § 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwal-
tungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/6. September 1987).