# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 086b33a5-618d-46da-951a-4df1543154c4
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- A. am 15. Januar 2021 anlässlich einer Zollkontrolle durch Mitarbeitende des Bundesamtes für Zoll und Grenzsicherheit (nachfolgend «BAZG») beim Grenzübergang Z. (TG) angehalten und kontrolliert wurde;
- anlässlich der Kontrolle vom 15. Januar 2021 im Lieferwagen ein  eingebautes Versteck festgestellt wurde, in welchem sich 10.22 Gramm Haschisch sowie EUR 5'200.-- befanden; des Weiteren Barmittel von EUR 4'220.-- in der Bauchtasche von A. aufgefunden wurden (act. 2.1);
- die Analyse der Geldscheine und des im Fahrzeug eingebauten Verstecks mittels Ionenfallenmobilitätsspektrometer ([...]) die Kontamination mit  ergab, weshalb das BAZG das Bargeld und das Fahrzeug gestützt auf Art. 104 Abs. 1 ZG vorläufig sicherstellte (act. 2.2);
- die Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau am 10. Februar 2021 die  des Falles ablehnte (act. 2.3);
- das BAZG in der Folge am 18. Oktober 2022 ein selbständiges  nach Art. 104 Abs. 4 ZG einleitete und zugleich die am 15.  2021 vorläufig sichergestellten Barmittel von total EUR 9'420.-- und das Fahrzeug beschlagnahmte (act. 2.5 und 2.6);
- A. dagegen beim Direktor des BAZG mit Schreiben vom 21. Oktober 2022
Beschwerde einreichen liess; er die Aufhebung der Beschlagnahme ersucht (act. 1);
- der Vizedirektor des BAZG zur Beschwerde am 27. Oktober 2022 Stellung nahm und die Beschwerde von A. gleichentags an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts weiterleitete (act. 2);
- das Gericht A. mit Schreiben vom 31. Oktober 2022 aufforderte, bis zum
11. November 2022 einen Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zu leisten (act. 3);
- die von A. am 11. November 2022 beantragte Fristerstreckung zur Bezahlung des Kostenvorschusses bis zum 25. November 2022 (letztmals) bewilligt wurde (act. 4);
- der Kostenvorschuss innert Frist nicht geleistet wurde, woraufhin das Gericht
A. mit Schreiben vom 30. November 2022 eine Nachfrist im Sinne einer
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Notfrist zur Bezahlung des verlangten Kostenvorschusses bis zum 5.  2022 ansetzte; zugleich darauf hingewiesen wurde, dass bei  des Kostenvorschusses auf die Beschwerde nicht eingetreten werde (act. 6);
- auch innerhalb der angesetzten Nachfrist kein entsprechender  verzeichnet werden konnte (act. 7).

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- das BAZG gemäss Art. 104 Abs. 4 ZG selbständige Einziehung von  und Vermögenswerten nach den Artikeln 69 und 70 StGB anordnen kann; sich das Verfahren nach Art. 66 VStrR richtet;
- gegen Zwangsmassnahmen im Sinne der Art. 45 ff. VStrR und damit  Amtshandlungen bei der Beschwerdekammer des  Beschwerde geführt werden kann (Art. 26 Abs. 1 VStrR); die Beschwerde innert drei Tagen, nachdem dem Beschwerdeführer von der Amtshandlung Kenntnis erhalten hat, bei der zuständigen Behörde schriftlich mit Antrag und kurzer Begründung einzureichen ist (Art. 28 Abs. 3 VStrR);
- gegen im selbständigen Einziehungsverfahren nach Art. 104 Abs. 4 ZG  Beschlagnahmungen bei der Beschwerdekammer Beschwerde geführt werden kann (Beschluss des Bundesstrafgerichts BV.2021.56 vom 31. August 2022 E. 3.4);
- sich die Kostenpflicht im Beschwerdeverfahren vor der Beschwerdekammer
nach Art. 73 des Bundesgesetzes vom 19. März 2010 über die Organisation der Strafbehörden des Bundes (Strafbehördenorganisationsgesetz, StBOG; SR 173.71) richtet (Art. 25 Abs. 4 VStrR);
- Art. 73 StBOG im Wesentlichen nur auf das Reglement des Bundesstrafge-
richts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und  in Bundesstrafverfahren (BStKR; SR 173.713.162) verweist;
- dem BStKR keine Regelung über Erhebung, Sicherstellung und Verteilung von Gerichtskosten entnommen werden kann, weshalb diesbezüglich nach ständiger Rechtsprechung ergänzend die Regeln des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) anzuwenden sind (TPF 2011 25 E. 3);
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- der Instruktionsrichter oder die Instruktionsrichterin des Beschwerdeverfah-
rens eine angemessene Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses setzt, wobei er oder sie der Partei eine Nachfrist ansetzt, wenn diese unbenutzt abläuft (Art. 62 Abs. 3 Satz 1 und Satz 2 BGG analog);
- die Beschwerdekammer auf die Beschwerde nicht eintritt, wenn der  auch innerhalb dieser Nachfrist nicht geleistet wird (Art. 62 Abs. 3 Satz 3 BGG analog);
- der Beschwerdeführer die ihm zur Leistung des Kostenvorschusses  Nachfrist unbenutzt verstreichen liess, weshalb auf seine Beschwerde androhungsgemäss nicht einzutreten ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer als  Partei die Kosten für das Beschwerdeverfahren zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG analog);
- die Gerichtsgebühr dabei auf Fr. 400.-- festzusetzen ist (Art. 73 StBOG und Art. 5 und Art. 8 Abs. 1 BStKR).
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