# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1946b914-02d9-46c0-ae45-657fd8cafe65
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1961
, war seit 1991 als selbständige Kosmetikerin tätig (Urk. 10/2/5 und Urk. 10/3/1). Am 10. August 2006 (Ein
gangsdatum) meldete sie sich aufgrund ver
schiedener psychischer und soma
tischer Beschwerden bei der
Sozialver
siche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 10
/2
). Die IV-Stelle tätigte medizini
sche und erwerbliche Abklärungen und
liess
das polydisziplinäre Gutachten der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS),
Y._
, vom 8. Dezember 2007 erstellen (Urk. 10/27). Mit Verfü
gung vom 15. August 2008 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 10/42).
Hiergegen erhob d
ie Versicherte am 1
6.
September 2008 Beschwerde (
Urk.
10/43/3 ff.), welche das hiesige Gericht mit Urteil vom 2
1.
Januar 2010 abwies (
Urk.
10/48; Verfahrens-Nr. IV.2008.00963).
1.2
Mit Schreiben vom 1
2.
November 2011
meldete sich die Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/57; vgl. Schreiben vom
6.
Oktober 2011,
Urk.
10/54).
Am 1
0.
Juli 2013 reichte sie ein Zusatzgesuch für die Versorgung mit einem H
örgerät ein (
Urk.
10/88), woraufhin
die IV-Stelle eine Hörgerätepauschale zusprach (Mitteilung vom 2
7.
August 2013,
Urk.
10/91).
Die IV-Stelle tätigte weitere medizinische und erwerbliche Abklärungen und holte insbesondere das psychiatrische Gutachten von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
1.
Juli 2014 ein (
Urk.
10/100). Die IV-Stelle stellte mit Vorbescheid vom
9.
Juli 2014 (
Urk.
10/103) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen die Versicherte am 2
6.
August 2014
Einwand
erhob (
Urk.
10/109; ergänzende
Einwandbegründung
vom
2.
Oktober 2014,
Urk.
10/111). In der Folge über
nahm die IV-Stelle die Kosten für ein Belastbarkeitstraini
n
g in der
A._
vom 1
1.
Mai bis zum 1
0.
August 2015
(Mitteilung vom 2
3.
April 2015,
Urk.
10/120)
und sprach ein Taggeld in Höhe von
Fr.
36.-- (
Grundentschädi
gung
Fr.
44.80 abzüglich
einkommensbedingte
Kürzung in Höhe von
Fr.
8.80) zu (Verfügung vom
5.
August 2015,
Urk.
10/134). Das
Belastbar
keitstraining
wurde
per 1
2.
Juni 2015 frühzeitig abgebrochen (Mitteilung vom 1
8.
Juni 2015,
Urk.
10/129).
Am 2
0.
Januar 2016 erteilte d
ie IV-Stelle erneut Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining in der
A._
für den Zeitraum vom
2.
Februar bis
1.
Mai 2016 (
Urk.
10/138). Mit Verfügung vom 2
9.
Februar 2016 legte die IV-Stelle den Anspruch auf Taggeld
wiederum
in Höhe von
Fr.
36.-- pro Tag fest (
Urk.
2).
2.
D
ie Versicherte
erhob
am 2
1.
März 2016 Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfü
gung vom 2
9.
Februar 2016
und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung insoweit aufzuheben, als dass ihr ein Taggeldanspruch pro Tag grösser als
Fr.
36.-- verweigert werde. Es seien ihr die gesetzlichen Leistun
gen, insbesondere ein korrektes Taggeld, zuzusprechen (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
Mai 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8,
Urk.
9/1-5 und
Urk.
10/1-146). Die Beschwerdeführerin hielt
mit
Replik vom 3
0.
Mai
2016 an ihren Anträgen fest. D
ie Beschwerdegegnerin verzichtete auf eine Duplik (
Schreiben vom 1
0.
Juni 2016,
Urk.
14), was der Beschwerde
führerin am 1
4.
Juni 2016 zur Kenntnis gebracht wurde
(
Urk.
15)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegan
gen.
Der Einzelrichter

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
,
GSVGer
).
2.
Die Beschwerdeführerin brachte vor, dass das für die Berechnung des Taggel
des massgebliche Erwerbseinkommen zu niedrig angesetzt
worden sei. Der letzte Eintrag im Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug)
sei
aus dem Jahr 2012 und liege somit mehr als zwei Jahre zurück, so dass es nicht sachgerecht sei, darauf abzustellen. Vielmehr sei von demjenigen Einkom
men auszugehen, welches sie ohne Invalidität durch ihre selbständige Erwerbstätigkeit unmittelbar vor der Eingliederung erzielt hätte. Sie habe
diesbezüglich mitgeteilt, dass sie bei einem Pensum von 10-20
%
mindestens zwischen
Fr.
500.-- bis
Fr.
700.--
monatlich verdienen
würde, so dass die Beschwerdegegnerin ein durchschnittliches Einkommen von
Fr.
600.-- in Abzug gebracht habe. Entsprechend sei auch das Einkommen
zur Ermittlung der Grundentschädigung
hochzurechnen,
so dass
bei einem Vollzeitpensum zumindest ein Jahresverdienst in Höhe von
Fr.
48‘000.-- resultieren würde. Allerdings sei sie bereits seit frühen Jugendjahren gesundheitlich beeinträch
tigt, weshalb die bis anhin erzielten Einkommen niedriger gewesen seien, als wenn sie bei guter Gesundheit gewesen wäre. In ihrer Branche könne
sie
mindestens
Fr.
5‘00
0.-- monatlich verdienen
, so dass nicht
auf den IK-Aus
zug abzustellen sei
(
Urk.
1 und
Urk.
12).
Die Beschwerdegegnerin verwies in ihrer Beschwerdeantwort vom 2
4.
Mai 2016 (
Urk.
7) auf die Stellungnahme der zus
tändigen Ausgleichskasse (
Urk.
8
). Die Ausgleichskasse Coiffeure &
Esthétique
vertrat mit Schreiben vom
19.
Mai 2016
die Ansicht
, dass ein Leistungsgesuch aus dem Jahre 2006 zum Bezug von IV-Leistungen abgewiesen
worden sei, weil
die Beschwerde
führerin in ihrer angestammten sowie einer gleichwertigen Tätigkeit keine Einschränkungen aufgewiesen habe. Damit sei nicht nachvollziehbar, dass sie seit der Kindheit an einer gesundheitlichen Einschränkung leide. Die Aufgabe bzw. die
Pensumsreduktion
in der selbständigen Tätigkeit sei infolge Gesundheitsschadens per
7.
Juli 2011 erfolgt, womit dieser Zeitpunkt mass
gebend für die Taggeldberechnung sei. Zur Berechnung sei der Durchschnitt der Jahre 2010 und 2011 herangezogen worden und mittels
Nominallohn
entwicklung
bereinigt worden. Ein Einkommen in Höhe von monatlich
Fr.
5‘000.-- sei des Weiteren auch nicht nachvollziehbar, da das durch
schnittliche AHV-pflichtige Einkommen in den letzten 5 Jahren vor Eintreten des Gesundheitsschadens bei ca.
Fr.
16‘700.-- liege.
3.
3.1
Versicherte haben während der Durchführung von Eingliederungsmassnah
men nach Artikel 8 Absatz 3
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (
IVG
)
Anspruch auf ein Taggeld, wenn sie an wenigstens drei aufei
nander folgenden Tagen wegen der Massnahmen verhindert sind, einer Arbeit nachzugehen, oder in ihrer gewohnten Tätigkeit zu mindestens 50
%
arbeitsunfähig sind (
Art.
22
Abs.
1 IVG). Das Taggeld besteht aus einer Grundentschädigung, auf die alle Versicherten Anspruch haben, und einem Kindergeld für Versicherte mit Kindern (
Art.
22
Abs.
2 IVG).
3.2
Die Grundentschädigung beträgt 80
%
des letzten ohne gesundheitliche Ein
schränkung erzielten Erwerbseinkommens, jedoch nicht mehr als 80
%
des Höchstbetrages des Taggeldes nach Artikel 24 Absatz 1 IVG. Bei Massnah
men zur Wiedereingliederung nach Artikel 8a beträgt sie 80
%
des
Erwerbs
einkommens
, das die versicherte Person unmittelbar vor Beginn der Mass
nahme erzielt hat, jedoch nicht mehr als 80 Prozent des Höchstbetrages des Taggeldes (
Art.
23
Abs.
1 und 1
bis
IVG).
Grundlage für die Ermittlung des Erwerbseinkommens nach den Absätzen 1 und 1
bis
bildet das durchschnittliche Einkommen, von dem Beiträge nach dem AHVG erhoben werden (massgebendes Einkommen;
Art.
23
Abs.
3 IVG).
3.3
Der Höchstbetrag des Taggeldes entspricht dem Höchstbetrag des versicher
ten Tagesverdienstes nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung. Das Taggeld wird gekürzt, soweit es das massgebende Erwerbseinkommen einschliesslich der gesetzlichen Kinder- und Ausbildungszulagen übersteigt (
Art.
24
Abs.
1 und 2 IVG). Bestand bis zur Eingliederung Anspruch auf ein Taggeld nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung, so entspricht das Taggeld mindestens dem bisher bezogenen Taggeld der Unfallversiche
rung. Der Bundesrat regelt die Anrechnung eines allfälligen
Erwerbseinkom
mens
und kann für bestimmte Verhältnisse Kürzungen vorsehen. Das Bun
desamt stellt verbindliche Tabellen für die Ermittlung der Taggelder mit auf
gerundeten Beträgen auf (
Art.
24
Abs.
4 und 5 IVG).
3.4
Hat die versicherte Person vor mehr als zwei Jahren zum letzten Mal eine Erwerbstätigkeit ohne gesundheitliche Einschränkung ausgeübt, so ist auf das Erwerbseinkommen abzustellen, das sie durch die gleiche Tätigkeit unmittel
bar vor der Eingliederung erzielt hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
21
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV).
Grundlage für die Bemessung des Taggeldes für
Selbständigerwerbende
bildet das auf den Tag umgerechnete, zuletzt ohne gesundheitliche Beeinträchti
gung erzielte Erwerbseinkommen, von dem Beiträge nach dem Bundesgesetz vom 2
0.
Dezember über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG) erhoben werden (
Art.
21
quater
Abs.
1 IVV).
3.5
Übt eine versicherte Person während der Eingliederung eine Erwerbstätigkeit aus, so wird das Taggeld soweit gekürzt, als es zusammen mit dem aus dieser Tätigkeit erzielten Einkommen das massgebende Erwerbseinkommen über
steigt (
Art.
21
septies
Abs.
1 IVV).
Für die Kürzung des Taggeldes ist das Erwerbseinkommen zu berücksichti
gen, das die versicherte Person mit der während der Eingliederung ausgeüb
ten Tätigkeit erzielt hat. Für Arbeitnehmer entspricht dieses
Erwerbseinkom
men
dem massgebenden Lohn im Sinne von Artikel 5 AHVG, für
Selbststän
digerwerbende
dem Einkommen, von dem Beiträge nach dem AHVG erhoben werden (
Art.
21
septies
Abs.
2 IVV).
4.
Unbestritten und aufgrund der Aktenlage erstellt ist der Anspruch auf ein Taggeld während dem Belastbarkeitstraining vom
2.
Februar bis zum
1.
Mai 2016 (vgl. E. 2.1;
Urk.
10/138). Strittig und zu prüfen ist die Höhe des Tag
geldes.
4.1
4.1.1
Die Beschwerdegegnerin zog das Einkommen der Beschwerdeführerin aus den Jahren 2010 und 2011 heran und ermittelte gestützt darauf ein durch
schnittliches Einkommen in Höhe von
Fr.
19‘900.-- ([
Fr.
15‘400 +
Fr.
24‘400.--
] :
2 =
Fr.
19‘900.--; vgl.
Urk.
8
und
Urk.
9/5
). Sie bereinigte dieses Einkommen um die Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2014 (vgl.
Urk.
8) und setzte das Erwerbseinkommen entsprechend in
der
Höhe von
Fr.
20‘427.30 fest (
Fr.
19‘900.
-- :
2604 x 2673 =
Fr.
20‘427.30). Unter Berücksichtigung der Tabellen zur Ermittlung der IV-Taggelder resultierte daraus eine Grundentschädigung in Höhe von
Fr.
44.80 (Tabellen zur Ermittlung der IV-Taggelder, gültig ab
1.
Januar 2016; vgl. auch Tabellen zur Ermittlung der IV-Taggelder, gültig ab
1.
Januar 2008). Dies ist - wie folgend gezeigt wird - nicht zu beanstanden:
4.1.2
Der letzte Eintrag für ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit im
IK-Auszug
ist
aus dem Jahr 2013 (
Urk.
10/113;
Urk.
9/3 und
Urk.
9/5) und liegt damit über zwei Jahre zurück.
Entsprechend
ist auf das Erwerbseinkommen abzustellen, das die Beschwerde
führerin durch ihre selbständige Tätigkeit im Jahr 2016 erzielt hätte (vgl. E.
3
.4).
4.1.3
Die Beschwerdeführerin erlitt am
7.
Juli 2011 einen Unfall, wobei sie sich
an der
Hand
verletzte
(
Urk.
10/51; vgl. Arztbericht von
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Rheumatologie und Innere Medizin, vom 1
7.
Februar 2012,
Urk.
10/62).
In den letzten fünf Jahren vor dem Unfall (2006-2010) erzielte
sie
gestützt auf den IK-Auszug vom 2
6.
Februar 2016 Einkommen in Höhe zwischen
Fr.
8‘698.-- (2007) und
Fr.
22‘300.--
(2006)
. Das Durchschnittseinkommen der Jahre 2006-2010 (die letzten fünf Jahre vor dem Unfall am
7.
Juli 2011) betrug
Fr.
16‘639.60 ([
Fr.
22‘300.-- +
Fr.
8‘698.-- +
Fr.
19‘300.-- +
Fr.
17‘500.-- +
Fr.
15‘400.--
] :
5 =
Fr.
16‘639.60;
Urk.
9/5) und somit
klarer
weise
weniger als das von der Beschwerdeg
egnerin angerechnete Einkommen zur Bestimmung der Grundentschädigung.
Berücksichtigt man die letzten drei Jahre vor dem Unfall, erzielte die Beschwer
deführerin ein durchschnittliches Einkommen in Höhe von Fr. 17‘400.-- (
[
Fr.
19‘300.--, + 17‘500.-- +
Fr.
15‘400.--] : 3 =
Fr.
17‘400.--;
Urk.
9/5), was ebenfalls klar unter dem von der Beschwerdegegnerin heran
gezogenen Einkommen
von
Fr.
19‘900.-- (vor der Nominallohnbereinigung)
liegt.
4.1.4
D
ie Beschwerdeführerin
brachte vor
,
es
sei auch aus dem IK-Auszug ersicht
lich,
dass sie ein Einkommen von mindestens
Fr.
48'000.-- erwirtschaften würde,
da sie im Jahr 2012 über
Fr.
45‘000.--
abgerechnet
habe
. Dieses Vor
bringen schlägt fehl, da
die abgerechneten Beiträge für das
Jahr 2012 Fr. 21‘100.--
und nicht
Fr.
45‘200.--
betrugen
(
Urk.
9/5).
4.1.5
Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass das Vorbringen der Beschwer
deführerin, sie sei bereits seit ihrer Jugend gesundheitlich einge
schränkt, nicht den im Recht liegenden Akten entspricht:
Im in Rechtskraft erwachsenen Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
1.
Januar 2010 (
Urk.
10/48) wurde festgehalten, dass keine schwerwiegenden physi
schen oder psychischen Pathologien festgestellt werden konnten. Es sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin sowohl in der bisherigen Tätigkeit als selbständige Kosmetikerin sowie auch für andere leichte
wech
selbelastende
Tätigkeiten vollumfänglich arbeitsfähig sei. Ein
Gesundheits
schaden
im invalidenversicherungsrechtlichen Sinne liege daher nicht vor (
Urk.
10/48/12).
4.1.6
T
heoretische Aufstiegsmöglichkeiten, die der Beschwerdeführerin allenfalls offen gestanden wären,
sind
nicht zu berücksichtigen
bei der
Einkommens
bestimmung
(
Kreisschreiben über die Taggelder der Invalidenversicherung [KSTI], gültig ab
1.
Januar 2017, N 3050).
4.1.7
Aus
der von der Versicherten abgeschlossenen Kranken- und Unfalltaggeldver
sicherung können - entgegen den Vorbringen der Beschwer
deführerin - keine Rückschlüsse auf das anrechenbare Einkommen gezogen werden (vgl.
E. 3.4
).
4.1.8
Zusammenfassend
ist - zu Gunsten der Beschwerdeführerin - nicht zu bean
standen, dass die
Beschwerdegegnerin das Durchschnittseinkomme
n aus den Jahren 2010 und 2011 zur Bemessung der Grundentschädigung heranzog, da die Durchschnittseinkommen für drei und fünf Jahre vor dem Unfall im Jahr 2011 erheblich tiefer ausfallen.
4.2
Die Beschwerdeführerin rechnete mit Einkünften aus der selbständigen Erwerbstätigkeit in Höhe von
Fr.
500.-- bis
Fr.
700.-- monatlich
(vgl.
Urk.
3/4-5)
. Dass die Beschwerdegegnerin dies entsprechend bei der Berech
nun
g des Taggeldes berücksichtigte bzw. von der Grundentschädigung in Abzug brachte,
ist nicht zu beanstanden (vgl. E. 3.5).
Für die Kürzung uner
heblich ist dabei, in welchem Pensum die Beschwerdeführerin dieses Ein
kommen erzielt.
4.3
Für die Kürzung des Taggeldes wird der während der Eingliederung erzielte Lohn auf den Tag umgerechnet. Dies erfolgt, indem der Monatslohn durch 30 geteilt wird (KSTI N 3073).
Die Beschwerdegegnerin rechnete gestützt auf die Angaben der Beschwerde
führerin einen Monatslohn von durchschnittlich Fr. 600.-- an, was nicht zu beanstanden ist und pro Tag Fr. 20.-- ergibt. Dieser Tageslohn zusammen mit der Grundentschädigung (Fr. 20.-- + Fr. 44.80 = Fr. 64.80) überschreitet das durchschnittliche Tageseinkommen in der Höhe von Fr. 56.-- (Urk. 2) um Fr. 8.80, weshalb die Beschwerdegegnerin das Taggeld zu Recht um Fr. 8.80 auf Fr. 36.-- kürzte (vgl. E. 3.5).
4.
4
Zusammengefasst erweist sich die Verfügung der Beschwerdegegnerin - zumin
dest nicht zu Ungunsten der Beschwerdeführerin - als rechtens und die Beschwerde ist vollumfänglich abzuweisen.
5.
Der Vollständigkeit halber ist festzuhalten, dass bereits im Rahmen des erstma
ligen und verfrüht abgebrochenen Belastbarkeitstrainings das Taggeld in Höhe von
Fr.
36.-- festgesetzt
wurde
bei einer Grunde
n
tschädigung von
Fr.
44.80 und einer Kürzung in Höhe von
Fr.
8.80 (Verfügung vom
5.
August 2015,
Urk.
10/134). Diese Verfügung blieb unangefochten und erwuchs in Rechtskraft.
Die für die Taggeldberechnung massgeblichen Verhältnisse haben sich zwi
schen der Verfügung vom
5.
August 2015 und der angefochtenen Verfügung - soweit aus den Akten ersichtlich - nicht verändert, so dass die Beschwerde bereits aus diesem Grund abzuweisen wäre.
6.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichti
gung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
600.-- festzusetzen und der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.