# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 78a3e265-4434-45ec-95aa-8a9dded8514c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Am 27. März 2011 meldeten die Eltern des am 18. Juli 2001 geborenen
X._
ihren Sohn zum Bezug von IV-Leistungen für minderjährige Versicherte an und ersuchten unter Hinweis auf ein ADHS um Übernahme der Kosten für medizinische Massnahmen (Urk. 8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, holte daraufhin den Arztberich
t von
A._
, Ärzt
in für Psychiatrie und Psychotherapie vom 28. Juni 2011
(Urk. 8/5/1-
3
;
unter Beilage des Fragebogens zum infantilen POS vom
30. Juni 2011 [Urk. 8/5/
4
-6] und des Auszugs aus der
Entwicklungsgeschichte der
staat
lichen
therapeutisch-prophylaktischen Einrichtung der Stadt Done
z
k, Ukraine
,
vom
1
8. Juli 2003 [Urk. 8/5/7-11
]
) ein. Mit Vorbescheid vom 4. August 2011 teilte die IV-Stelle den Eltern des Versicherten mit, dass sie gedenke, das
Leis
tungsbegehren
abzuweisen, da kein Geburtsgebrechen vorliege
(Urk. 8/
7
)
. Hier
gegen erhoben die Eltern mit Eingabe vom 22. August 2011 Einwand (Urk. 8/11)
u
nd legten das Schreiben der
behandelnde
n
Ärztin
A._
und de
r
behandelnde
n
Psychotherapeutin
B._
,
lic
. phil. Psychotherapeutin SPV, vom 22. August 2011 (Urk. 8/11/2-3)
sowie
deren
(undatierten)
ergänzten Bericht (Urk. 8/10) bei. Mit Schreiben vom 6. Dezember 2011
reichten
die Ärztin
rsp
. Psychotherapeutin
den
Abklärungs
bericht
über die Intelligenz des
X._
von
C._
,
dipl.
Psy
chologin FH, Neuropsychologin für Kinder und Psychotherapeutin ASP, vom 3. Dezember 2011 (Urk. 11/18) nach (Urk. 8/19). Nachdem die Eltern hierzu keine Stellung bezogen hatten (vgl. Urk. 8/20), wies die IV-Stelle das
Leistungs
begehren
mit Verfügung
(richtig: Vorbescheid)
vom 13. Februar 2012 ab (Urk.
8/22). An dieser Abweisung hielt sie nach Ein
w
and der Eltern vom 2. März 2012 (Urk. 8/13) mit Verfügung vom 21. März 2012 fest (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
vertreten durch
die Eltern
Y._
und
Z._
am
6. Mai 2012
Beschwerde und beantragte
die Übernahme der Kosten für medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Nr. 404 sowie die Übernahme
der
Kosten der neuropsycho
logischen Tests (Urk. 1). Der Beschwerde legten sie den Abklärungsbericht zur visuellen Wahrnehmung
und
Merkfähigkeit von
C._
vom 4. Mai 2012 (Urk. 3/1-2) bei. Mit Beschwerdeantwort vom 19. Juni 2012, welche de
n Eltern des
Beschwerdeführer
s
am 21. Juni 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9), schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 7)
.
3.
Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Versicherte haben bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Behandlung von Geburtsgebrechen (Art. 3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) notwendigen medizini
schen Massnahmen (Art. 13 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung, IVG). Der Bundesrat bezeichnet die Gebrechen, für welche diese Mass
nahmen gewährt werden. Er kann die Leistung ausschliessen, wenn das Gebre
chen von geringfügiger Bedeutung ist (Art. 13 Abs. 2 IVG).
Als Geburtsgebrechen gelten diejenigen Krankheiten, die bei vollendeter Geburt bestehen (Art. 3 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 Satz 1 der Ver
ordnung über Geburtsgebrechen,
GgV
). Die blosse Veranlagung zu einem Leiden gilt nicht als Geburtsgebrechen. Der Zeitpunkt, in dem ein Geburtsgebrechen als solches erkannt wird, ist unerheblich (Art. 1 Abs. 1
GgV
). Die Geburtsgebrechen sind in der Liste im Anhang aufgeführt. Das Eidgenössische Departement des Innern kann die Liste jährlich anpassen, sofern die Mehrausgaben einer solchen Anpassung für die Versicherung insgesamt drei Millionen Franken pro Jahr nicht übersteigen (Art. 1 Abs. 2
GgV
). Als medizinische Massnahmen, die für die Behandlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vor
kehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft ange
zeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (Art. 2 Abs. 3
GgV
).
Für die Annahme einer Leistungspflicht der Invalidenversicherung aufgrund von Art. 13 IVG genügt nach konstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts in beweisrechtlicher Hinsicht, dass es ein Facharzt oder eine Fachärztin zumindest für wahrscheinlich hält, es liege ein im Anhang der
GgV
enthaltenes Gebrechen vor (BGE 100 V 104 E. 2 in
fine
).
1.2
Als Geburtsgebrechen gemäss Ziffer 404
GgV
Anhang gelten kongenitale Hirn
störungen mit vorwiegend psychischen und kognitiven Symptomen bei norma
ler Intelligenz (kongenitales infantiles Psychosyndrom, kongenitales
hirndiffu
ses
psychoorganisches Syndrom, kongenitales hirnlokales Psychosyndrom), sofern sie mit bereits gestellter Diagnose als solche vor Vollendung des 9.
Altersjahres behandelt worden sind.
1.3
Das POS ist ein komplexes Leiden. Damit die Voraussetzungen für dessen Diag
nose erfüllt sind, müssen kumulativ eine Reihe von Symptomen nachgewiesen sein (BGE 122 V 117 E. 2f;
Rz
404.5 des Kreisschreibens des BSV über medizi
nische Eingliederungsmassnahmen [KSME]): Störungen des Verhaltens im Sinne krankhafter Beeinträchtigungen der Affektivität oder der Kontaktfähigkeit, des Antriebes, des Erfassens (perzeptive, kognitive oder Wahrnehmungsstörungen), der Konzentrations- sowie der Merkfähigkeit. Bei allen diesen Symptomen han
delt es sich um nicht leicht fass- und messbare Elemente. Obwohl sie zu einem Geburtsgebrechen gehören können, treten sie nicht schon bei Säuglingen, son
dern erst in den nachfolgenden Lebensjahren in unterschiedlicher Schwere und zu unterschiedlichen Zeitspannen auf. In vielen Fällen, in welchen schlussend
lich ein
POS
diagnostiziert wird, sind anfänglich nur einzelne der genannten Symptome augenfällig und führen bereits zu Behandlungen, welche mangels ausdrücklicher POS-Diagnose von der Krankenkasse oder gegebenenfalls von der Invalidenversicherung, jedoch nicht unter Ziff. 404
GgV
Anhang, über
nommen werden (Urteil A. vom 19. August 2004, I 508/03).
2.
2.1
Ärztin
A._
diagnostizierte
im
Bericht vom 28. Juni 2011
(Urk. 8/5/1
3)
und dem undatierten Ergänzungsbericht
(Urk. 8/10)
eine einfache
Aufmerk
samkeitsstörung
(ICD-10: F90.0)
,
eine reaktive Bindungsstörung
durch elterliche Vernachlässigung
(F94.1)
sowie eine stereotype Bewegungsstörung (pers
i
stieren
des Kopfanschlagen, F
98.4).
Im dritten Lebensjahr
sei der Beschwer
de
führer als Kind einer HIV-positiven und drogenabhängigen Mutter mit einem Geburtsgewicht von 2‘300 Gramm aus der Ukraine
in einem mangelernährten Zustand mit vielen psychischen Symptomen in der Schweiz
adoptiert worden. Er habe be
reits als Zweijähriger unter Hos
pital
ismus-Symptomen wie Kopfan
schlagen zur Selbstvergewisserung sowie einer
Asperger
-Symptomatik im leichten Sinn (z.B. Tanzbär ähnliche Stereotypien)
gelitten
. Er habe noch lange den Blickkontakt bei abgedrehtem Kopf vermieden. Noch heute esse er wahllos Nahrung auf, die er irgendwo sehe. Er sei äusserst angepa
ss
t und zum Teil
dis
tanzlos
. Er verfüge über eine schlechte Impulskontrolle und leide unter einem grossen Aufmerksamkeitsdefizit.
Zu den im Fragebogen zum Infantilen POS
(Urk. 8/5/4-6
, zu den Fragen vgl. Urk. 8/14
)
aufgezählten Störungen
Stellung nehmend
erachtete Ärztin
A._
eine Verhaltensstörung im Sinne krankhafter Beeinträchtigung der Affektivität oder Kontaktfähigkeit (Ziff. 3.1 des Fragebogens) als gegeben. Diese äussere sich in den Hospitalismus-Symptomen wie Kopf
an
sch
l
agen zur
Selbst
vergewisserung
, Vermeiden des Blickkontaktes bei abgedrehtem Kopf, wahllo
sem Essen von Nahrung, einer äusserste
n
Angepasstheit
und
zum Teil
Distanz
losigkeit
,
einer schlechten
Impulskontrolle
und einem
grossen
Aufmerksam
keitsdefizit
.
Die Antriebsstörung (Ziff. 3.2 des Fragebogens) äussere sich in einer schnellen Ermüdbarkeit und Ablenkbarkeit bei Reizen. Störungen des Erfassens und Erkennens (Ziff. 3.3 des Fragebogens) äusserten sich nur im emotionalen Bereich durch mangelnde
Mentalisierungsfähigkeit
. Die
Konzentrationsstörun
gen
(Ziff. 3.4 des Fragebogens) seien sehr stark ausgebildet. Gedächtnis- und Merkfähigkeitsstörungen (Ziff. 3.5 des Fragebogens) bestünden nicht kognitiv, der Beschwerdeführer könne die Bezugspersonen noch nicht genügend verin
nerlichen, so dass er sich
z.B.
nicht an Anweisungen in Abwesenheit der
anweisenden
Personen erinnern könne. Es liege eine mangelnde Objekt-Kon
stanz vor.
2.2
Die Abklärung der Intelligenz ergab laut Bericht der Psychologin
C._
vom 3. Dezember 2011 (Urk. 8/18)
, dass die Intelligenz und Gesamtentwicklung des Beschwerdeführers im mittleren Durchschnitt seiner Altersgruppe liegt. Sein Entwicklungsprofil sei etwas unausgeglichen, wobei der sprachliche Bereich dem visuell-räumlichen überlegen sei. Der Beschwerdeführer habe die Figuren der visuellen Wahrnehmung beispielsweise alle sprachlich benannt, habe aber versagt, wenn er keinen Begriff gefunden habe. Es sei möglich, dass hier eine Teilleistu
ngsschwäche vorliege. Auffallend
seien auch die ausgeprägten
Ver
ständnisverzögerungen
bei neuen Aufgaben gewesen, welche mehrmals die Wiederholung der Aufgabenstellung notwendig gemacht hätten. Daneben sei eine geringe Flexibilität des Denkens aufgefallen, welche es dem Beschwerde
führer verunmöglicht habe, spontane Reaktionen wieder zu verwerfen und nach einer besser passenden Lösung zu suche
n. Wenn er davon ausgegangen sei
, eine Aufgabe verstanden zu haben,
sei
er durch keine Kontrollmechanismen gebremst worden. Die reduzierte Impulskontrolle habe zur
dreinschiessenden
Arbeitsweise geführt, welche für mehrere Flüchti
gkeitsfehler verantwortlich sei. Zusammen mit der motorischen Ungeschicktheit könne dies in vielen Fällen als Ursache für seine zum Teil leicht reduzierten Leistungen angesehen werden.
2.3
Über die Abklärung zur visuellen Wahrnehmung und Merkfähigkeit berichtete Psycho
lo
gin
C._
am 4. Mai 2012 (Urk. 3/1), der Beschwer
d
eführer habe eine visuelle Teilleistungsschwäche und eine reduzierte visuelle und figurale Merkfähigkeit, die er aber sprachlich und durch systematisches Vorgehen teil
weise kompensieren könne. Auffallend sei, dass Analyse-Synthese-Prozesse, d.h. das Zerlegen einer Figur in ihre Einzelteile und das anschliessende
Wieder
zusammenfügen
, nicht funktionierten. Der Beschwerdeführer erkenne nur Ein
zelteile, welche er in mühseliger
visu
o
motorischer
Kleinarbeit systematisch
zusammenfüge und erst so lerne, einen Teil der Struktur zu erfassen. Auch das räumliche Vorstellungsvermögen sei von dieser Wahrnehmungsstörung betrof
fen. Es habe sich gezeigt, dass der Beschwerdeführer sehr gut gefördert sei und bereits seit 1 3⁄4 Jahren zwei Stunden pro Woche Therapie erhalten und dabei gelernt habe, sich visuelle Darbietungen sprachlich zu merken und seine Schwächen mit sehr systematischem Vorgehen und logischem Denken teilweise zu kompensieren. Seine hohe Intelligenz komme ihm dabei zugute.
3.
3.1
Streitig und zu
prüfen
ist, ob die Invalidenversicherung die medizinischen Mass
nahmen zur Behandlung des POS zu übernehmen hat. Dies kann nach Ziff.
404
GgV
Anhang nur dann der Fall sein, wenn die Diagnosestellung und der Behandlungsbeginn vor dem vollendeten 9. Altersjahr, d.h. vor dem 18. Juli 2010, erfolgt sind.
3.1
Die Beschwerdegegnerin geht davon aus, dass
sich
beim Beschwerdeführer eine Störung des Erkennens und Erfassens sowie eine Merkfähigkei
tsstörung nicht eruieren lasse
n
(Urk. 2)
.
Dagegen wendet der Beschwerdeführer im Wesentlichen ein, die neuropsychologischen Tests hätten ergeben, dass er eine visuelle
Teil
leistungsschwäche
und eine reduzierte visuelle und figurale Merkfähigkeit habe
(Urk. 1)
.
3.2
Vorab ist festzustellen, dass
Ärztin
A._
laut ihre
n
Bericht
en
(
E.
2.1
) im Juni 2010 eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung, eine reak
tive Bindungsstörung durch elterliche Vernachlässigung und eine stereotype Bewegungsstörung, nicht aber
ausdrücklich
ein POS diagnostizierte. Sie bejahte
indessen einerseits d
as Vorliegen
eines
Geburtsgebrechens
Ziff. 404
und
erach
tete andererseits sämtliche
Kriterien zum infantilen POS
als erfüllt
. Zu den strit
tigen Punkten f
ührte
sie
aus, dass
eine Störung des Erfassens und Erken
nens nur im emotionalen Bereich vorliege
und
sich
in einer mangelnden
Mentali
sierungsfähigkeit
äussere
.
Eine
Störung der Merkfähigkeit
liege nicht kognitiv vor,
d
er Beschwerdeführer könne aber die Bezugspersonen noch nicht genügend verinnerlichen, so dass zum Beispiel Anweisungen in Abwesenheit der
Personen nicht erinnert w
ü
rden.
Erst
aus
dem
nach Verfügungserlass erstatteten Bericht
über
die
von Psycholo
gin
C._
durchgeführten
Abklärung zur visuellen Wahrnehmung und Merkfähigkeit (E. 2.3) geht hervor, dass der Beschwerdeführer unter einer visu
ellen Teilleistungsschwäche und einer reduzierten visuellen und figuralen Merkfähigkeit leidet.
Auch wenn Ärztin
A._
vor dieser Abklärung noch davon
ausgegangen war, dass eine Störung des Erfassens und Erkennens nur im emotionalen Bereich vorliege und die Störung der Merkfähigkeit nicht kognitiv
sei
, sondern
auf die mangelhafte Verinnerlichung von Personen zurückzuführen s
ei
, hat sie die Symptome der Störung des Erfassens und Erken
nens sowie der Merkfähigkeit vor Vollendung des 9. Altersjahres des Beschwer
deführers er
kannt
. Dass diese (auch)
die kognitiven Bereiche betreffen,
ist dabei unerheblich. Die von ihr
erhobenen Symptome
sind
durch
die neuropsycholo
gische Testung
spezifiziert und
bestätigt
worden
,
womit sich die von
ihr vor Vollendung des 9.
Altersjahres
des Beschwerdeführers gestellte Diagnose eines POS als zutreffend
erweist
. Dass die
beweisrechtliche Frage, ob die rechtzeitig gestellte Diagnose eines POS zutraf, erst mit nach dem 9. Altersjahr vorgenom
menen ergänzenden Abklärungen beantwortet wurde,
lässt die Rechtsprechung zu (BGE 122
V 117 E. 2f und 123 E. 3c/cc).
3.4
Nach dem Dargelegten ist davon auszugehen, dass die Diagnose POS
vor Voll
en
dung des 9. Altersjahres
gestellt und die Behandlung desselben
vor diesem Zeitpunkt
begonnen wurde, weshalb der Beschwerdeführer Anspruch hat auf medizinische Massnahmen.
4.
4.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen bzw. zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung – Stel
lung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise
weiter
ziehbaren
Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem
Anfech
tungsgegenstand
und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und inso
weit keine Verfügung ergangen ist (BGE 119
Ib
36 E. 1b, 118 V 313 E.
3b, je mit Hinweisen
)
.
4.2
Hinsichtlich des Begehrens, die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Abklärungskosten zu übernehmen hat die Beschwerdegegnerin nicht verfügt, weshalb ein diesbezüglicher Anspruch nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden kann. Auf die Beschwerde ist insoweit nicht ein
zutreten. Es bleibt dem Beschwerdeführer unbenommen, das Gesuch um Über
nahme der Abklärungskosten bei der Beschwerdegegnerin direkt geltend zu machen.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.