# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e32e48ec-0632-47d9-90cf-705408c9a13b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Die C._ als Käuferin schloss am 22. Dezember 2020 mit A._ und B._ einen Kaufvertrag über die zwei Miteigentumsanteile Nr. D._ und E._ am Grundstück Nr. F._, Plan Nr. G._, in H._ ab. Die Parteien vereinbarten in Art. 15 der besonderen Bestimmungen des Kaufvertrags, dass der Vertrag suspensiv bedingt sei und nur unter gewissen Bedingungen wirksam werde. Zudem vereinbarten sie gegenseitige Rücktrittsrechte und  was vorliegend zu beurteilen sein wird  gegebenenfalls die Möglichkeit, den Vertrag unabhängig vom Bedingungseintritt einseitig für wirksam zu erklären.
B. Mit Einschreiben vom 19. Februar 2021 zeigte die C._ A._ und B._ an, dass sie "den Kaufvertrag vom 22. Dezember 2020" gestützt auf Art. 15 lit. b der besonderen Bestimmungen des Kaufvertrags "ausüben" wolle.
C. Mit Einschreiben vom 23. Februar 2021 an die C._ "kündigten" A._ und B._ den Kaufvertrag vom 22. Dezember 2020.
D. Am 1. März 2021 ersuchte die C._ das Regionalgericht Plessur um Erlass vorsorglicher Massnahmen gegenüber A._ und B._. Die C._ beantragte namentlich, A._ und B._ sei es unter Straffolgen gemäss Art. 292 StGB zu verbieten, bezüglich den Miteigentumsanteilen D._ und E._ sowie der Liegenschaft Nr. F._ Rechtsgeschäfte jeglicher Art abzuschliessen. Weiter sei das Grundbuchamt H._ anzuweisen, auf die Miteigentumsanteile und die Liegenschaft eine Verfügungsbeschränkung nach Art. 960 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB im Grundbuch vorzumerken. Sämtliche Anordnungen seien schliesslich im Sinne von Art. 265 Abs. 1 ZPO superprovisorisch anzuordnen.
E. Mit Entscheid vom 1. März 2021 hiess der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur das Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen gut und wies das Grundbuchamt H._ an, eine entsprechende Verfügungsbeschränkung im Grundbuch vorzumerken.
F. Mit Schreiben vom 4. März 2021 lud der Vorsitzende die Parteien auf den 18. März 2021 zur Hauptverhandlung vor. Aufgrund der kurzfristigen Ansetzung der Hauptverhandlung verzichtete er darauf, den Gesuchsgegnern Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme zu geben, und teilte mit, dass diese sich an der Verhandlung mündlich dazu äussern könnten.
G. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 18. März 2021 beantragten A._ und B._ im Wesentlichen die vollumfängliche Abweisung des Gesuchs um
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Erlass vorsorglicher Massnahmen. Die angeordneten superprovisorischen Massnahmen seien per sofort und vollumfänglich aufzuheben.
H. Mit Entscheid vom 6. April 2021 erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur, was folgt:
1. a) A._ und B._ wird  vorsorglich 
unter Androhung von Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet,
verboten, Rechtsgeschäfte jeglicher Art bezüglich der Miteigentumsanteile D._ und E._ sowie des Grundstücks Nr. F._ im Grundbuch von H._, abzuschliessen, insbesondere zu verkaufen, zu belasten, das Miteigentum aufzuheben oder sonst wie obligatorisch oder dinglich darüber zu verfügen.
b) A._ wird  vorsorglich 
unter Androhung von Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet,
verboten, Rechtsgeschäfte jeglicher Art bezüglich des Miteigentumsanteils E._ im Grundbuch der Gemeinde H._, abzuschliessen, insbesondere zu verkaufen oder zu belasten oder sonst wie obligatorisch oder dinglich darüber zu verfügen.
c) B._ wird  vorsorglich 
unter Androhung von Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet,
verboten, Rechtsgeschäfte jeglicher Art bezüglich des Miteigentumsanteils D._ im Grundbuch der Gemeinde H._, abzuschliessen, insbesondere zu verkaufen oder zu belasten oder sonst wie obligatorisch oder dinglich darüber zu verfügen.
2. Die mit Entscheid des Regionalgerichts Plessur vom 01.03.2021 superprovisorisch angeordnete Vormerkung einer Verfügungsbeschränkung nach Art. 960 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB auf den Miteigentumsanteilen D._ und E._ sowie auf dem Grundstück Nr. F._ im Grundbuch von H._ zur Sicherung des Anspruchs der C._, mit Sitz in H._, auf Übereignung dieser Grundstücke gemäss Kaufvertrag vom 22.12.2020 wird bestätigt.
3. Der C._ wird eine Frist von 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheids zur Einreichung der Klage angesetzt. Die angeordneten Massnahmen fallen bei ungenutztem Ablauf der Frist ohne weiteres dahin.
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4. a) Die Gerichtskosten von CHF 2'000.00 gehen solidarisch zu Lasten von A._ und B._ und sind dem Kanton Graubünden zu bezahlen.
b) Die solidarisch haftenden A._ und B._ haben der C._ eine Parteientschädigung von CHF F._ (inkl. Interessenwertzuschlag und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations