# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 973c0b2b-064d-5b9a-931d-874609c6b98e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1954, war als
Angestellter
der
Z._
AG obli
gatorisch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) gegen die Folgen von Unfällen ver
sichert, als er am
2
3.
März 1995 beim Reinigen
der
Drahtbürste an der Schleifmaschine hängen blieb, worauf si
ch die Schleif
scheibe drehte,
gegen seine Hände schlug
und Prellungen verursachte
(
Urk.
8/1/3)
.
Noch am selben Tag diagnostizierte
Dr.
med. A._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, Weichteilquetschungen beidseits über dem Os metacarpale I (
Urk.
8/1/1).
Die Suva wurde mit Unfallmeldung vom 24.
März 1995
(
Urk.
8/3/3) darüber
in Kenntnis gesetzt
und erbrachte in der Folge
die gesetzlichen Versicherungsleistungen (
Urk.
1 S.
3).
Am
9.
Mai 1998
reichte die Arbeitgeberin
des Versicherten
bei der Suva
eine Rückfallmeldung ein
(
Urk.
8/2/5)
.
Die
Suva
lehnte ihre Leistungspflicht
mit Schreiben vom 2
4.
Juni 1998 ab, weil
es sich bei den
geklagten
Handgelenks
beschwerden
links
gemäss den medizinischen Unterlagen
(Arztzeugnis und Röntgenbilder)
um
krankhafte Beschwerden handle
,
für welche die Suva
nicht zuständig sei
(Urk.
8/2/2)
.
1.2
Mit Schadenmeldung vom 2
9.
November 2013
(
Urk.
8/7)
wurde
gegenüber der Suva
geltend gemacht, dass am 1
1.
November 2013 ein Rückfall zum Unfall vom 2
3.
März 1995 eingetreten sei. Der Versicherte habe ständige Schmerzen, vor allem im linken Handgelenk
,
und bedürf
e deswegen dringend einer Opera
tion.
Am
5.
Februar 2014 wurde der Versicherte
von
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Handchirurgie und orthopädische Chirurgie,
operiert (
Urk.
8/36).
Anlässlich seiner
Befragung vom 1
5.
Februar 2014 führte
d
er
Versi
cherte
gegenüber dem Aussendienstmitarbeiter
d
er Suva aus,
dass er
am 9.
November 2013
während der Arbeit
einen Transportwagen aus Metall beid
händig
in einen Raum gestossen
habe
, in welchem Elektromotoren er
hitzt
wer
den
. Beim nachfolgenden
Umdrehen, nach dem Schieben, sei er mit der linken Handaussenseite an den Rahmen des Transportwagens geprallt.
Dabei habe er starke Schmerzen im linken Handgelenk verspürt und im weiteren Verlauf sei eine Schwellung aufgetreten (
Urk.
8/42/2).
1.
3
Im Auftrag der
Suva
nahm
der Kreisarzt
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für Chirurgie,
am
28.
Februar und am
1
4.
März 2014
zur medizin
ischen Akten
lage Stellung (Urk.
8/
44 und 8/53
). Ge
stützt auf dessen Beurteilung
schloss
die Suva
den Fall
m
it Verfügung vom 1
7.
März 2014
per 2
3.
November 2013 ab
, stellte die für das Ereignis vom
9.
November 2013 erbrachten Taggeldleistungen und Heilbehandlungen ein
und verneinte einen Anspruch auf weitere Versi
cherungsleistungen
(
Urk.
8/55)
.
Dagegen
erhob der Versicherte mit Schreiben vom
1
4.
April 2014
Einsprache (Urk. 8/
60
), welche die
Suva m
it Einsprache
entscheid vom
1
8.
Juni 2014
abwies
(Urk. 2 = 8/
68
).
2.
Der
Versicherte
liess
mit Eingabe vom
1
0.
Juli 2014
(Urk. 1)
Be
schwerde
erhe
ben
mit dem Antrag, der Einspracheentscheid vom
18.
Juni 2014
sei aufzuhe
ben und
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Versicherungsleistun
gen (Unfalltaggelder, Deckung der Kosten von ärztlichen Behandlungen) zu erbringen und dem Beschwerdeführer eine Invalidenrente sowie eine
Integritäts
entschädigung
auszurichten
. Die
Be
schwer
degeg
nerin
schloss in der
Beschwer
deantwort
vom
1
5.
Oktober 2014
auf Abwei
su
ng der Beschwerde (Urk. 7 S. 2). Davon wurde der Gegenpartei mi
t Schreiben vom 20.
Oktober 2014 Kenntnis gegeben
(
Urk.
9
).
Auf die Ausführungen der Parteien wird, so
weit erforderlich, in den Erwägun
gen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Ver
siche
rungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher
und ein adäquater
Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit einge
treten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
gen
den
Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge
meinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein
ge
tretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereig
nis
allgemein als begünstigt erscheint (
BGE 129 V 177 E. 3.2,
40
2 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen orga
nischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausali
tät weit
gehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.2
Die Versicherungs
leistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (Art. 11 der Ver
ordnung über die Unfallversicherung, UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfallereignis an. Entsprechend können sie eine
Leistungs
pflicht
der Unfall
-
versicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesund
-
heitsschädigung
ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
1.3
Wird durch den Unfall ein krank
hafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natür
liche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der
Gesundheits
schaden
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Un
fall bestanden hat (
status
quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (
status
quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Be
deutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem
im Sozialversicherungsrecht üblichen
Be
weis
grad
der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich hierbei um eine anspruchs-auf
he
bende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusammen
hang ge
geben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallver
si
cherer
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76). Der Unfall
versicherer hat jedoch nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbrin
gen, sondern nur, dass die unfallbedingten Ursachen des
Gesundheits
schadens
ihre kausale Be
deutung verloren haben (Urteile des Bundesgerichts U 381/04 vom 2. Februar 2006 E. 3.1 und
8C_354/2007 vom 4. August 2008 E. 2.2, je
mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt, gestützt auf die schlüssige Beurteilung
des Kreisarztes
Dr.
C._
vom
1
4.
März 2014 sei davon auszugehen, dass das Anschlagen der linken Hand am
9.
November 2013 zu einer vorübergehenden Verschlimmerung
während
höchstens zwei
er
Wochen geführt habe. Die
danach geklagten
Hand
beschwerden
und die
Operation vom 5.
Februar 2014 sei
en
auf ein Ereignis zurückzuführen, welches bereits mehre
re Jahre vor dem Unfall vom 23.
März 1995 stattgefunden haben müsse. Es liege deshalb auch kein Rückfall zum Unfall vom 2
3.
März 1995 vor.
Der Fallabschluss per 23.
November 2013 sei deshalb nicht zu beanstanden (
Urk.
2 S. 4 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer lässt
demgegenüber im Wesentlichen geltend machen
,
er habe auch nach dem 2
3.
November 2013 an Unfallfolgen gelitten, welche eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin begründeten (
Urk.
1).
3.
Den Akten ist zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer bereits am 27. September 2013 zu
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Innere Medizin
,
in ärztliche Behandlung
begab (
Urk.
8/22)
.
Dieser überwies ihn zur Untersuchung in die Chirurgische Abteilung des Spitals
E._
, anlässlich welcher am 1
5.
Oktober 2013 eine
Tenovaginits
stenosans
, A1
Ringband
,
adominanter
Daumen, und eine
bekannte
Pseudarthrose
nach linker
Scaphoid
fraktur
, SNAC-
Wrist
Grad III, diagnostiziert und Infiltrationen angeordnet wur
den
(
Bericht vom 1
6.
Oktober 2013,
Urk.
8/21).
Am 1
2.
November 2013 wurde das linke Handgelenk computertomographisch untersucht
. Dabei
wurden eine Handgelenksarthrose und eine
Pseu
darth
r
o
se
nach
Scaphoidfraktur
festgestellt. Im Vergle
ich zur Voruntersuchung vom 28.
August 2009
(vgl.
Urk.
8/28)
wurde keine richtungsweisende
Befundände
rung
vermerkt (
Urk.
8/27).
Gemäss dem Bericht der Chirurgischen Abtei
lung des Spitals
E._
vom 19.
November 2013
(
Urk.
8/20)
hatt
e sich das Akutproblem am A1
Ringband
nach der
Kortisoninfiltration
vom 1
5.
Oktober 2013 deutlich verbessert, so dass der Patient in dieser Hinsicht beschwerdefrei sei. Die deutliche Schwellung des Handrückens und die damit verbundenen Schmerzen am
dorso
-radialen Hand
gelenk hätten sich ebenfalls verbessert.
Das
CT des
linken
Handgelenks vom 12. November 2013 bestätige die Vordiagnose eines SNAC-
Wrist
Grad I
I
I basierend auf dem Vor-CT vom September 2009
(richtig wohl: 2
8.
August 2009;
Urk.
8/28)
.
Röntgenologisch
sei eine
geringgradige
Verschlechterung zu erken
nen.
Vom 1
2.
November bis
zur nächsten klinischen Kontrolle am
2.
Dezember 2013 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
8/13/2, 8/13/3 und 8/20/2)
.
Dr.
B._
diagnostizierte am 2
7.
November 2013 einen Karpalkollaps nach
Scaphoidfraktur
(
Urk.
8/19) und attestierte eine bis zur Operation vom 5. Februar 2014 dauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
8/13/1).
Seinem Operationsbericht vom
5.
Februar 2014 zufolge war der operative Ein
griff wegen des Karpalkollapses nach
Scaphoidfraktur
mit chronischen Schmer
zen und Schwellung indiziert (
Urk.
8/36).
4
.
4.1
Die Suva hat das Ereignis vom
9.
November 2013 als Unfall anerkannt und bis zum 2
3.
November 2013 Leistungen erbracht. Weitergehende Leistungen
und
insbesondere die Übernahme der Kosten der Operation vom
5.
Februar 2014
sowie
der am
4.
März 2014 verordneten Ergotherapie
lehnte sie ab
(
Urk.
8/55 und 8/59)
.
Zu prüfen ist, ob nach dem 2
2.
November 2013 tatsächlich keine Unfallfolgen mehr vorlagen.
4
.2
Mit dem Bericht
des Spitals
E._
vom 1
6.
Oktober 2013 (
Urk.
8/21) und der
am 2
8.
August
2009 erstellten CT-Aufnahme (
Urk.
8/28)
, welche
mit
den Ergeb
nissen einer Handgelenksuntersuchung vom
5.
Juni 2009 korrelieren
(vgl.
Urk.
8/26
),
ist belegt, dass der Beschwerdeführe
r bereits vor dem Unfall vom 9.
November 2013 einen krankhaften Vorzustand, namentlich eine
Pseud
-
arthrose nach
Scapho
idfraktur
und degenerative Veränderungen
, aufwies. A
lleine
die Folgen der erlittenen
Scaphoidfraktur
indizierte
n
gemäss
der
Ein
-
schätzung von
Dr.
B._
den operativen Eingriff vom
5.
Februar 2014
(
Urk.
8/36)
.
Dies steht im Einklang mit den Ausführungen von
Dr.
C._
vom 2
8.
Februar 2014, gemäss welchen es aufgrund der
Pseudarthrose
zu einer Arthr
o
se des Handge
lenks und damit
zur Notwendigkeit eines
operativen Eingriff
es
gekommen sei (
Urk.
8/44).
Aus
den medizinischen Unterlagen ergeben
sich
keine
rlei
Anhaltspunkte dafü
r, dass durch den Unfall vom 9.
November 2013 eine richtunggebende Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten sein könnte. Insbesondere
wurden anlässlich der
am 12. November 2013
,
das heisst drei Tage später
durchgeführte
n
computertomographische
n
Untersuchung keine neuen Befunde
erhoben (Urk. 8/27).
Im Bericht der Chirurgischen Abteilung des Spitals
E._
vom 19. November 2013 (
Urk.
8/20) w
urde das Ereignis vom 9.
November 2013 nicht einmal erwähnt.
Es wurden darin lediglich die ab der
Kortisoninfiltration
vom 1
5.
Oktober bis zur Nachuntersuchung am 18. November 2013 eingetrete
nen Verbesserungen festgehalten.
Insbesondere wurde die
Exazerbation der bekannten Problematik
, welche bereits am 15. Oktober 2013 mit einer Infiltra
tion behandelt worden war,
ausdrücklich auf eine physische Arbeitsüberlastung zurückgeführt.
Die von
Dr.
C._
vertretene Auffassung,
dass
der Vorfall
vom
9.
November 2013 den Vorzustand lediglich vorübergehend verschlimmert
e
, erscheint deshalb nachvollziehbar
.
Auch ist einleuchtend, dass
d
as
beschriebene
A
nschlagen
am Transportwagen
, welche
s
nach der Unfallschilderung ohne besondere Krafteinwirkung
erfolgte,
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
keine Beschwerden verursachte, welche
länger als zwei Wochen andauerten.
4.3
An diesem Ergebnis vermögen sämtliche Vorbringen
in der Beschwerdeschrift
nichts zu ändern. Insbesondere ist die Stellungnahme von
Dr.
C._
nicht schon deshalb in Frage zu stellen, weil er den Beschwerdeführer nicht selbst untersucht
hat
(
Urk.
1 S. 3)
.
Nach der Rechtsprechung komm
t
auch reinen
Akten
gut
achten
voller Beweiswert zu, sofern - wie hier - ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich fest
stehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Bundesgerichts 8C_119/2012 vom 3
0.
März 2012 E. 4 mit Hinweis). Ebenfalls rechtfertigt der Umstand allein, dass eine ärztliche Stellungnahme von einer Partei eingeholt wurde, keine Zweifel an ihrem Beweiswert
(BGE 125 V 351 E. 3b/
dd
; zum Gan
zen: Urteil des Bundesgerichts 8C_181/2012 vom
8.
Juni 2012 E. 5.2).
Es mag auch zutreffen, dass
Dr.
B._
in seinem Bericht vom
4.
März 2014 (Urk. 3/1
= 8/52
) festgehalten hat, Unfallfolgen hätten zu einem Karpalkollaps mit erheblicher Arthrose geführt, und in einem weiteren Bericht vom 1
1.
März 2014 (
Urk.
3/2)
erklärte
, es sei sicher, dass es sich um eine posttraumatische Angelegenheit handle (
Urk.
1 S. 3). Den betreffenden
Ausführungen
und den übrigen medizinischen Akten
lässt sich jedoch nicht ansatzweise entnehmen, dass
das Ereignis
vom
9.
November 2013
den Karpalkollaps und die Arthrose bewirkte
.
4
.
4
Nach
dem Gesagten
ist es
nicht zu beanstanden, dass die Besc
hwerdegegnerin die nach dem 23.
November 2013 geklagten Beschwerden ni
cht mehr als Folge des Unfalles vom
9.
November 2013 betrachtete, sondern auf andere Ursachen zurückführte. Die Beschwerdegegnerin ging somit zu Recht davon aus, dass
nach
dem 23.
November 2013 der natürliche Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom
9.
November 2013 und den Restbeschwerden überwiegend wahrscheinlich nicht mehr ausgewiesen respektive weggefallen war.
5
.
5.1
Es bleibt zu prüfen, ob die Suva nach dem 2
3.
November 2013 weitere Leistun
gen zu erbringen hat, weil die ab diesem Zeitpunkt weiter vorhandenen Beschwerden auf einen Rückfall zum Unfall vom 2
3.
März 1995 zurückzuführen sind.
5.2
Unmittelbar n
ach dem Unfallereignis vom 2
3.
März 1995
wurden
Röntgenauf
nahmen
gemacht
(
Urk.
8/42/1).
Dr.
C._
führte am 2
8.
Februar 2014 hierzu aus, dass sich links eine
Pseudarthrose
des
Scaphoids
zeige. Der Unfall hierfür müsse folglich bereits Jahre zurückgelegen haben (
Urk.
8/44).
Am 1
4.
März 2014 beurteilte er die Röntgenbilder vom 2
3.
März 1995 erneut. Dabei
stellte er eine
Pseudarthrose
nach
Sc
ap
h
oidfraktur
sowie
arthrotische
Veränderungen im Radiokarpalgelenk
und
im Bereich der Handwurzel
fest
. Der Zeitpunkt des Unfalles, welcher diese Veränderungen bewirkt habe, müsse weit vor dem 2
3.
März 1995 liegen (
Urk.
8/53/2).
Schliesslich hielt
auch
Dr.
B._
in einem Bericht vom
8.
April 2014 fest, die auf den Bildern aus dem Jahr 1995 ersichtliche
Pseudarthrose
dürfte – in Anbetracht der Qualität des Gelenkes –
im damaligen Zeitpunkt
maximal fünf Jahre alt
gewesen
sein (
Urk.
8/77).
I
m
Zusammenhang mit der Rückfallmeldung vom
9.
Mai 1998
waren
weitere
Röntgenbilder angefertigt worden, die
dem
Suva-Kreisarzt
Dr.
med. F._
zur Beurteilung vorgelegt
wurden
(vgl.
Urk.
8/2/2 und 8/2/3).
Dieser
gelangte am 2
3.
Juni 1998
ebenfalls zum Schluss, er sehe eine
alte
Sc
aphoidfraktur
, die bereits
vor der Kontusion vom 23. März 1995
vorgelegen
habe
. Die Kontusion habe nur vorü
bergehend zu Symptomen geführt und den Vorzustand nicht dau
erhaft verschlechtert
. Die aktuelle Symptomatik sei aufgrund des Vorzustandes eingetreten
(
Urk.
8/2/4).
Eine radiologische Untersuchung des linken Handgelenkes vom
5.
Juni 2009 ergab
eine
Gefügestörung
in den Carpalknochen im Sinne einer
DISI-Fehlstel
lung
bei einer nicht konsolidierten alten
Scaphoidfraktur
im mittleren Drit
tel mit
Pseudarthrosebildung
. Dadurch habe sich eine Radiocarpalgel
e
nksarthrose
radialseits
gebildet
(
Urk.
8/26)
.
Gemäss dem
bereits erwähnten
Operationsbericht von
Dr.
B._
vom 5.
Februar 2014
war der operative Eingriff wegen des Karpalkollapses nach
Scaphoidfraktur
mit chronischen Schmerzen
und Schwellung indiziert (Urk.
8/36).
I
n einem Schreiben vom
4.
März 2014
vertrat
Dr.
B._
die Auffassung, Unfallfolgen hätten
zum
Karpalkollaps mit erheblicher Arthrose
geführt
. Des
halb habe
auch
die
Arthrodese
zwischen
Lunatum
und
Capitatum
mit Resektion der Nachbarknochen der ersten Reihe vorgenommen werden müssen (
Urk.
3/1).
5.
3
Es ist unbestritten und ergibt sich aus den medizinischen Unterlagen,
dass der Beschwerdeführer ei
ne
Scaphoidfraktur
erlitten hat. Diese führte
gemäss
der schlüssigen und insoweit übereinstimmenden Beurteilung von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
zur
Pseudarthrose
und
zu
arthrotischen
Veränderungen, welche
Beschwerden
verursachten
und
den
operativen
Eingriff vom 5.
Februar 2014
indizierten
(
Urk.
8/36
, 8/44
und
8/53
; vgl. auch
Urk.
3/1)
. Wann und auf welche Weise sich der Beschwerdeführer die zur Diskussion stehende Verletzung zuge
zo
gen hat, ist ungewiss.
Dies lässt sich insbesondere nicht anhand der vorlie
genden medizinischen Unterlagen beantworten
, auch wenn
in denselben zum Teil
„
Scaphoidfraktur
vor 18 Jahren“ (
Urk.
8/19
, 8/20/1, 8/21/1, 8/27
und
8/36
) beziehungsweise
„
Scap
h
oidfraktur
vom 23.
März 1995
“
(Urk.
8/22)
festgehalten wird
.
Eine schlüssige und nachvollziehbare Begründung für das
ungefähr oder exakt
festgelegte Datum lässt sich nämlich keinem der betreffenden
Arztbe
richte
entnehmen.
Aufgrund der
Röntgenaufnahmen vom 2
3.
März 1995
, welche
unbestritten (vgl. auch
Urk.
8/77)
bereits eine
Pseudarthrose
und
arthrotische
Veränderungen im Radiokarpalgelenk
und in der Handwurzel
zeig
t
en
,
ist es ausgeschlossen
, dass
der Beschwerdeführer
die
Scaphoidfraktur
an diesem Tag erlitt, zumal
die
dege
nerative
n
Prozesse
, welche die festgestellten Veränderungen bewirken,
einige Zeit beanspruchen.
Der Beschwerdeschrift lässt sich nichts entnehmen, weswe
gen sich
eine andere Einschätzung der
Sachlage aufdrängen würde (Urk.
1).
H
insichtlich der gegen die Aktenbeurteilung von
Dr.
C._
erhobenen Ein
wände (vgl.
Urk.
1 S. 3)
ist
auf die bereits gemachten Ausführungen zu verwei
sen (vgl. E. 3.2.2 hiervor). Es ergibt sich somit, dass es sich bei den vom
Beschwerdeführer geklagten
Handgelenksb
eschwerden, welche
auf die
Scaphoidfraktur
und die dadurch bewirkten
arthrotischen
Veränderungen zurückzuführen waren und
auch
die Operation vom 5. Februar 2014 indizierten, nicht um einen Rückfall zum Unfall vom 2
3.
März 1995 handeln
kann
. Die Suva hat deshalb ihre Leistungspflicht für ei
nen Rückfall zum Unfall vom 23.
März 1995 zu Recht verneint.
6
.
Zusammenfassend
ist
aufgrund der dargelegten Erwägungen
festzuhalten
, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom
1
8.
Juni 2014
(Urk. 2) rechtens und die Beschwerde demzufolge abzuweisen ist.