# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d2c5ee53-4d6d-4ad8-853d-1a149941829e
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht / vorläufige Eintragung
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im summarischen Verfahren des
Bezirksgerichtes Meilen vom 13. Februar 2018 (ES170032)
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Rechtsbegehren: (act. 1 sinngemäss)
Es sei auf dem Grundstück des Gesuchsgegners, Kataster-Nr. ..., ... [Adresse], ein Bauhandwerkerpfandrecht für eine Pfandsumme von CHF 33'470.60 nebst Zins zu 5 % seit 6. Juni 2017 einzutragen.
Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 13. Februar 2018: (act. 26 = act. 29 = act. 31)
1. Das Begehren um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts wird abge-
wiesen. Demzufolge wird das Grundbuchamt C._ angewiesen, das mit
Verfügung vom 7. September 2017 vorsorglich vorläufig eingetragene Bau-
handwerkerpfandrecht zugunsten der gesuchstellenden Partei, Kataster-
Nr. ..., ... [Adresse], vollumfänglich zu löschen.
2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 2000.–.
3.-6. [Kostenauflage / Parteientschädigung / Mitteilung / Rechtsmittel / Fristenlauf]
Berufungsanträge: (act. 30 S. 2)
" 1. Das Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 13. Februar 2018 sei vollumfänglich aufzuheben und es sei das Gesuch um Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts gemäss Art. 839 ZGB als  einer vorläufigen Eintragung im Sinne von Art. 961 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB auf dem Grundstück des Berufungsbeklagten -Nr. ..., ... [Adresse], für eine Pfandsumme von Fr. 33'470.60 nebst Zinsen von 5% seit dem 6. Juni 2017 zu bewilligen. Eventualtier sei das Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 13. Februar 2018 vollumfänglich aufzuheben und an die  zurückzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des  (inkl. Kosten und Entschädigungen des ). Es wird darum ersucht, die Kostennote nachreichen zu dürfen."
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## Considerations

Erwägungen:
I. Sachverhalt und Prozessgeschichte
1. Der Gesuchsgegner und Berufungsbeklagte (nachfolgend Gesuchsgegner)
ist Eigentümer der Liegenschaft an der ... [Adresse], Kataster-Nr. ... (act. 2/3).
Die Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (nachfolgend Gesuchstellerin) ist eine
Aktiengesellschaft, welche sanitäre Installationen, Heizungs-, Lüftungs-,
Schwimmbad- und ähnliche Anlagen projektiert, erstellt und unterhält (act. 34).
Als solche soll sie Arbeiten an der Liegenschaft des Gesuchsgegners geleistet
haben, wobei ihre Rechnung Nr. ... vom 6. Juni 2017 in der Höhe von
Fr. 33'470.60 nicht bezahlt worden sei (act. 2/1; act. 14/1-4).
2. Mit Eingabe vom 6. September 2017 stellte die Gesuchstellerin das ein-
gangs erwähnte Rechtsbegehren (act. 1; act. 1A). Mit Verfügung vom
7. September 2017 wies das Bezirksgericht Meilen (fortan Vorinstanz) das
Grundbuchamt C._ superprovisorisch an, das beantragte Bauhandwerker-
pfandrecht vorläufig im Grundbuch einzutragen (act. 3). Gleichzeitig verlangte die
Vorinstanz von der Gesuchstellerin einen Kostenvorschuss, den diese fristgerecht
leistete (vgl. act. 3 i.V.m. act. 6). Sodann setzte die Vorinstanz dem Gesuchsgeg-
ner Frist an, um gegen die provisorische Eintragung des Pfandrechts schriftlich
Einwendungen zu erheben (act. 11). Innert Frist reichte der Gesuchsgegner eine
Stellungnahme ein (act. 13), welche wiederum der Gesuchstellerin zur Stellung-
nahme zugestellt wurde (act. 15). Mit Schreiben vom 4. Dezember 2017 zeigte
Rechtsanwalt lic. iur. et. lic. rer. pol. X._ an, die Gesuchstellerin habe ihn mit
der Wahrung ihrer Interessen beauftragt (act. 17). Innert erstreckter Frist reichte
die – nun anwaltlich vertretene – Gesuchstellerin am 22. Januar 2018 eine Stel-
lungnahme ein (act. 22). Die Eingabe wurde dem Gesuchsgegner mit Kurzbrief
zur Kenntnis gebracht (act. 24), ohne dass er sich dazu vernehmen liess. Mit Ur-
teil vom 13. Februar 2018 (act. 26 = act. 29 = act. 31, nachfolgend zitiert als
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act. 29) entschied die Vorinstanz im eingangs wiedergegebenen Sinn und wies
das Gesuch um vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts ab.
3. Mit Eingabe vom 5. März 2018 erhob die Gesuchstellerin fristgerecht (vgl.
act. 27/2) Berufung gegen den Entscheid der Vorinstanz und stellte dabei die vor-
genannten Anträge (act. 30 S. 2). Mit Verfügung vom 12. März 2018 wurde der
Gesuchstellerin Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses angesetzt, der Beru-
fung superprovisorisch die aufschiebende Wirkung erteilt und dem Gesuchsgeg-
ner Frist angesetzt, zur Erteilung der aufschiebenden Wirkung Stellung zu neh-
men (act. 35). Nach Eingang der Stellungnahme des Gesuchsgegners vom
20. März 2018 wurde die aufschiebende Wirkung mit Verfügung vom 27. März
2018 bestätigt (act. 42). Innert erstreckter Frist leistete die Gesuchstellerin den
Kostenvorschuss (vgl. act. 37; act. 38; act. 44). In der Folge wurde dem Ge-
suchsgegner Frist zur Erstattung der Berufungsantwort angesetzt (act. 45). Dieser
äusserte sich jedoch nicht.
4. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (act. 1-27). Das Verfahren
erweist sich als spruchreif.
II. Rechtliche Vorbemerkungen
1. Mit der Berufung kann unrichtige Rechtsanwendung oder unrichtige Fest-
stellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufung
ist zu begründen (Art. 311 Abs. 1 ZPO), d.h. die Berufung führende Partei hat im
Einzelnen darzulegen, aus welchen Gründen der angefochtene Entscheid ihrer
Meinung nach falsch ist und deshalb abgeändert werden muss (Begründungs-
last).
2. Neue Tatsachen und Beweismittel werden nur berücksichtigt, wenn sie ohne
Verzug vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor der ers-
ten Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 ZPO).
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3. Im Entscheid über die Berufung ist auf die erhobenen Rügen einzugehen.
Die Begründungspflicht (Art. 53 ZPO) verpflichtet das Gericht indes nicht dazu,
sich mit jedem einzelnen Einwand der Parteien eingehend auseinanderzusetzen.
Vielmehr darf sich das Gericht in der Begründung seines Entscheids auf die we-
sentlichen Überlegungen konzentrieren, von welchen es sich hat leiten lassen und
auf die sich sein Entscheid stützt. Dem ist im Folgenden nachzuleben.
III. Zur Berufung im Einzelnen
1.1. Die Vorinstanz erwog, die Gesuchstellerin habe in ihrem Begehren um Ein-
tragung eines Bauhandwerkerpfandrechts die Voraussetzungen für dessen Er-
richtung darzutun. Einerseits habe die Gesuchstellerin darzulegen, auf einem
Grundstück der gesuchsgegnerischen Partei Arbeit geleistet und Material geliefert
zu haben. Andererseits habe sie die Wahrung der Eintragungsfrist glaubhaft zu
machen. Was Letzteres betreffe, habe sie konkret darzutun, welche Arbeiten sie
ausgeführt habe bzw. weshalb ihres Erachtens das Werk noch nicht vollendet sei.
Zur Vollendung der Arbeit führe die Gesuchstellerin aber einzig aus: "noch nicht
vollendet; jedoch letzter Arbeitstag 10.05.2017". Auch ein Blick in die Beilagen,
insbesondere in den entsprechenden Tagesrapport bzw. die E-Mail-
Korrespondenz, bringe keine Klarheit. Offenbar sei an diesem Tag an der Hei-
zung gearbeitet worden. Ob dies aber Vollendungsarbeiten gewesen seien oder
nicht firstauslösende Nachbesserungsarbeiten oder etwas Drittes – laut dem Ge-
suchsgegner sei die Anlage bereits im Jahr 2015 abgenommen worden – bleibe
unbekannt. Aufgrund der Novenschranke seien die Ausführungen der Gesuchstel-
lerin in der Eingabe vom 27. Dezember 2017 zur Wahrung der Frist nicht mehr zu
hören. Auch wenn die Anforderungen an die Glaubhaftmachung tief seien, genüg-
ten die Vorbringen der Gesuchstellerin zur Einhaltung der Frist vorliegend nicht,
was zur Abweisung des Begehrens um Eintragung eines Bauhandwerkerpfand-
rechts führe (act. 29 S. 4 f. E. IV).
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1.2. Dagegen wendet die Gesuchstellerin zusammengefasst ein, die Vorinstanz
habe den Sachverhalt in mehrfacher Hinsicht falsch festgestellt und sei dabei in
Willkür verfallen. So habe die Vorinstanz die Beilagen zu Unrecht nicht berück-
sichtigt und insbesondere den Tagesrapport vom 10. Mai 2017 ignoriert. Aufgrund
des Tagesrapports sei erstellt, dass die letzten Arbeiten, wie im Gesuch darge-
legt, am 10. Mai 2017 erbracht worden seien. Es sei nicht nachvollziehbar, wes-
halb nach Auffassung der Vorinstanz nicht klar sei, ob das Montieren der definiti-
ven Thermometer und Manometer sowie das Entleeren des Boilers und das Fül-
len mit entmineralisiertem Wasser eine Vollendungs- oder Nachbesserungsarbeit
sei, umso mehr als der Gesuchsgegner keinerlei Nachbesserungsarbeiten gel-
tend gemacht habe. Den eingereichten E-Mails sei sodann zu entnehmen, dass
die Arbeiten noch nicht beendet gewesen seien. Die Übergabe sei denn auch erst
am 22. Januar 2018 erfolgt. Aus der Rechnung des von ihr beauftragten Isoleurs
vom 12. Mai 2017 ergebe sich, dass er am 10. Mai 2017 die Isolation der Leitun-
gen der Heizung vorgenommen habe. Die Fertigstellung der Isolation sei einer-
seits offeriert und vertraglich vereinbart. Andererseits handle es sich bei der Isola-
tion der Heizungsleitung nicht um eine untergeordnete, nebensächliche oder ge-
ringfügige Arbeit, sondern um eine unerlässliche und damit funktionelle sowie
notwendige Arbeit. Es sei gerichtsnotorisch, dass es sich bei den erwähnten Ar-
beiten um Vollendungsarbeiten einer Heizungsanlage und nicht um Nachbesse-
rungsarbeiten handle. Alleine aus den von der Berufungsklägerin eingereichten
Unterlagen ergebe sich klar, welche Arbeiten erbracht worden seien und dass
diese Abreiten Vertragsbestandteil bildeten. Die eingereichten Unterlagen seien
weder kompliziert noch umfangreich, weshalb die Vorinstanz auch nicht auf Ex-
pertenwissen oder die Eingabe vom 27. Dezember 2017 angewiesen gewesen
sei, um die Beweismittel zu würdigen und die richtigen Schlüsse zu ziehen
(act. 30 S. 3 ff.).
2. Die Vorinstanz legte in ihrem Entscheid die Voraussetzungen zur Geltend-
machung eines Bauhandwerkerpfandrechts sowie die prozessualen Anforderun-
gen an ein solches Gesuch korrekt dar (vgl. act. 29 S. 3 f. E. III.). Um Wiederho-
lungen zu vermeiden, kann darauf verwiesen werden. Es sei jedoch nochmals be-
tont, dass der Gesuchsteller seinen Anspruch bei der vorläufigen Eintragung nur
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glaubhaft zu machen braucht. Es genügt daher, wenn für das Vorhandensein der
behaupteten Tatsachen gewisse Elemente sprechen, selbst wenn aus Sicht des
Gerichts noch die Möglichkeit der Nichtverwirklichung der Tatsachen besteht
(BGE 130 III 321 E. 3.3.; ferner, statt vieler: ZK ZPO-HUBER, 3. Aufl. 2016, Art.
261 N 25 ZPO). Die besondere Interessenlage bei der vorläufigen Eintragung ei-
nes Bauhandwerkerpfandrechts gebietet es, an die Glaubhaftmachung keine
strengen Anforderungen zu stellen. Die Bewilligung des Gesuchs hat für den
Grundeigentümer nur eine vorübergehende Belastung seiner Liegenschaft zur
Folge, die er zudem durch Leistung einer hinreichenden Sicherheit vermeiden
kann (Art. 839 Abs. 3 ZGB). Demgegenüber kann ein fälschlicherweise verweiger-
ter Eintrag in der Regel nicht mehr nachgeholt werden, weil der Gesuchsteller das
Pfandrecht wegen der kurzen Verwirkungsfrist von Art. 839 Abs. 2 ZGB im Falle
der Verweigerung der vorläufigen Eintragung endgültig verliert, da die Frist in der
Zwischenzeit meist abgelaufen sein wird. Die vorläufige Eintragung eines gesetz-
lichen Pfandrechts darf daher nur dann verweigert werden, wenn der Bestand des
Pfandrechts ausgeschlossen oder höchst unwahrscheinlich ist. Im Zweifelsfalle ist
die vorläufige Eintragung zu bewilligen und die Entscheidung über Bestand und
Umfang des Pfandrechtes dem Gericht im Verfahren um definitive Eintragung
vorzubehalten (BGE 102 Ia 81 E. 2.b.bb; BGE 112 Ib 482 E. 3.b; SCHUMACHER,
Das Bauhandwerkerpfandrecht, 3. Aufl., Zürich 2008, N 1394 f.).
Weiter ist anzufügen, dass das Beweismass der Glaubhaftmachung nichts
an der Behauptungs- und Substanziierungslast der gesuchstellenden Partei än-
dert. Diese muss in ihrem Gesuch mit substanziierten Behauptungen ihren An-
spruch auf ein Bauhandwerkerpfandrecht begründen (OGer ZH, Urteil vom
20. Juni 2014, LF140031, E. II.3.3.). Die Begründung muss auf die Beilagen Be-
zug nehmen. Dabei gelten Sachverhaltselemente durch den Verweis auf die ein-
gereichten Akten grundsätzlich nur dann als behauptet, wenn der entsprechende
Verweis in der Rechtsschrift spezifisch ein bestimmtes Aktenstück nennt und aus
dem Verweis in der Rechtsschrift selbst klar wird, welche Teile des Aktenstücks
als Parteibehauptungen gelten sollen (BK ZPO-HURNI, a.a.O., Art. 55 N 21). Sind
das Gesuch und die eingereichten Unterlagen aber überschaubar, so wäre es
überspitzt formalistisch, das Gesuch eines Laien mit der Begründung abzuweisen,
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er habe nicht hinsichtlich jeder Tatsachenbehauptung präzis auf eine Klagebeila-
ge verwiesen (OGer ZH, Urteil vom 1. April 2015, LF150007, E. 4).
3.1. Die Gesuchstellerin macht im Wesentlichen geltend, ihr Gesuch hinreichend
begründet und sämtliche Eintragungsvoraussetzungen glaubhaft gemacht zu ha-
ben (act. 30 S. 6 E. 7). Dies wurde von der Vorinstanz verneint (act. 29 S. 5
E. IV.). Nachfolgend ist daher zu prüfen, ob die Vorinstanz aufgrund der von der
Gesuchstellerin behaupteten Tatsachen zu Recht zum Schluss gelangte, ein
Pfandanspruch sei nicht glaubhaft gemacht.
3.2. Die Gesuchstellerin reichte ihr Gesuch um vorläufige Eintragung eines Bau-
handwerkerpfandrechts ohne anwaltliche Vertretung auf einem formularähnlichen
Papier ein, welches nur die nötigsten Angaben enthielt (act. 1). Das Gesuch ist
daher vom Umfang her äusserst bescheiden und einfach zu überblicken. Aus dem
Gesuch ergibt sich, dass die Gesuchstellerin behauptet, eine Forderung gegen
den Gesuchsgegner in der Höhe von Fr. 33'470.60 zuzüglich 5% Zins ab 6. Juni
2017 zu haben. Sodann wurde das Pfandobjekt – ein Grundstück in C._ –
bezeichnet und der Gesuchsgegner als Pfandeigentümer angegeben. Ausserdem
erfolgte der Hinweis, die Arbeiten seien noch nicht vollendet, der letzte Arbeitstag
sei jedoch am 10. Mai 2017 gewesen (act. 1). Als Beweismittel verwies die Ge-
suchstellerin auf die eingereichte Rechnung vom 6. Juni 2017. Darin listet die Ge-
suchstellerin auf, was sie geliefert und welche Arbeiten sie ausgeführt habe. Zu-
dem ergibt sich daraus, wie sich der Betrag von Fr. 33'470.60 unter Berücksichti-
gung von Rabatt, Skonto und Teilzahlung zusammensetzt (act. 2/1). Auf die wei-
teren Beilagen verwies die Gesuchstellerin nicht. Da es sich aber um das Gesuch
einer Laiin handelt und die Beilagen überschaubar sind, sind sie auch ohne ent-
sprechenden Verweis zu berücksichtigen. Dies tat die Vorinstanz denn auch, zu-
mal sie sowohl auf den Rapport als auch die E-Mail-Korrespondenz Bezug nahm
(act. 29 S. 5 E. IV). Aus dem eingereichten Wochenrapport ergibt sich, dass am
10. Mai 2017 am Arbeitsplatz "C._ - B._" der Boiler entleert, die Dich-
tung eingesetzt, die komplette Heizung gespült, der definitive Thermometer und
Manometer eingesetzt und der Isoleur instruiert wurde (act. 2/2). Weiter liegt eine
E-Mail Korrespondenz bei, in welcher die Isolation der Heizungsanlage angekün-
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digt sowie die Beendigung der Arbeiten an der Heizungsanlage per 10. Mai 2017
in Aussicht gestellt wurde (act. 2/4). Schliesslich reichte die Gesuchstellerin eine
Rechnung der D._ GmbH ein, welche Arbeiten vom 10. Mai 2017 an der Lie-
genschaft in C._ betrifft (act. 2/5). Dem Gesuch samt Beilagen lässt sich so-
mit entnehmen, dass die Gesuchstellerin auf dem Grundstück des Gesuchsgeg-
ners Arbeiten ausgeführt hat bzw. ausführen liess, welche am 10. Mai 2017 be-
endigt wurden, wofür ihr eine Forderung von Fr. 33'470.60 samt Zins zusteht. Es
liegt ein schlüssiger Tatsachenvortrag vor. Die Gesuchstellerin als Laiin ist somit
ihrer Behauptungslast hinreichend nachgekommen.
3.3. Dem hielt der Gesuchsgegner entgegen, die Fertigstellung, Inbetriebnahme
und Abnahme der Heizung sei im Jahr 2015 erfolgt. Die Frist zur Eintragung des
Bauhandwerkerpfandrechts habe mit der Inbetriebnahme der Heizung zu laufen
begonnen, weshalb die Frist zum Zeitpunkt der Gesuchseinreichung bereits abge-
laufen sei. Zudem bestehe keine Forderung, da bereits verrechnet worden sei
(act. 13). Der Gesuchsgegner bestreitet somit den Bestand der Forderung sowie
die Einhaltung der viermonatigen Eintragungsfrist.
3.4.1. Hinsichtlich der Einhaltung der First macht der Gesuchsgegner geltend,
das Werk sei bereits im Jahr 2015 vollendet worden. Dazu verweist er auf ein
Schreiben der E._ GmbH an die Gesuchstellerin vom 26. November 2015,
welchem sich entnehmen lässt, für das Bauvorhaben seien noch Restleistungen
bzw. Mängel an der Heizungsanlage zu erledigen. Es sei der undichte Warmwas-
serboiler auszutauschen und die Heizung in Betrieb zu nehmen (act. 14/2). Weiter
verweist der Gesuchsgegner auf eine E-Mail der Gesuchstellerin vom 11. De-
zember 2015 mit dem Betreff "C._ - gestrige IBN". Das E-Mail scheint zwei
Protokolle zu den Handtuchheizkörpern ("HTHK abgeg. 10.11.15.pdf, HTHK-Reg.
Elektr. abgeg. 10.11.15.pdf"), ein Abnahmeprotokoll ("Abn. pro. 10.11.14 bt.pdf")
sowie zwei Fotos als Anlagen enthalten zu haben, welche jedoch nicht eingereicht
wurden. Der E-Mail lässt sich weiter entnehmen, dass die Heizung 24 Stunden
reduziert, also auf Nachtabsenkung, laufe und täglich kontrolliert werden müsse.
Weiter heisst es in der E-Mail: "wir haben übergeben" (act. 14/3).
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3.4.2. Die Frist zur Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts beginnt mit
der Vollendung der Arbeit zu laufen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). Das Bundesgericht
legt den Begriff der Vollendungsarbeiten restriktiv aus. Bauarbeiten gelten grund-
sätzlich dann als vollendet, wenn alle Verrichtungen, die Gegenstand des Werk-
vertrages bilden, ausgeführt sind. Nicht in Betracht fallen dabei geringfügige oder
nebensächliche, rein der Vervollkommnung dienende Arbeiten oder Ausbesse-
rungen wie die Behebung von Mängeln, es sei denn, sie sind unerlässlich und
damit funktionell notwendig (BGer 5A_613/2015 vom 22. Januar 2016 E. 4.). So
sind reine Aufräumarbeiten oder der Abtransport von Material nicht als Vollen-
dungsarbeiten zu qualifizieren und deshalb ohne Bedeutung für den Fristenlauf.
Hingegen gelten vertragliche Leistungen, wenn sie für den bestimmungsgemäs-
sen Gebrauch und die Funktionstüchtigkeit notwendig sind (wie die Fertigstellung
eines Kanalisationsanschlusses und die Auffüllung des Kanalisationsgrabens)
oder wenn sie aus Sicherheitsgründen zu erbringen sind, als Vollendungsarbei-
ten, mögen sie auch noch so geringfügig sein (BSK ZGB II-THURNHERR, 5. Aufl.
2015, Art. 839/840 N 29). Die Abnahme des Werks durch den Bauherrn entspricht
daher nicht dem Begriff der Arbeitsvollendung (BGer 5A_208/2010 vom 17. Juni
2010 E 5).
3.4.3. Die vom Gesuchsgegner eingereichten Unterlagen stützen seine Be-
hauptung, wonach bereits im Jahr 2015 die Inbetriebnahme der Heizung erfolgt
sei. Zudem scheint gemäss E-Mail vom 11. Dezember 2015 auch bereits im De-
zember 2015 eine Abnahmen bzw. Übergabe stattgefunden zu haben (act. 14/3).
Ob sich die E-Mail jedoch einzig auf die Handtuchheizkörper oder die ganze Hei-
zungsanlage bezieht, lässt sich nicht nachvollziehen, zumal auch in der von der
Gesuchstellerin eingereichten Mail-Korrespondenz vom 3. Mai 2017 von einer
noch bevorstehenden Übergabe die Rede ist. Der Gesuchsgegner bestritt zudem
nicht, dass am 10. Mai 2017 Arbeiten an der Heizung ausgeführt wurden. Insbe-
sondere blieb unbestritten, dass die Isolation der Heizung an diesem Termin er-
folgte. Die Isolationsarbeiten bildeten gemäss Offerte Bestandteil des Werkver-
trags (vgl. act. 14/1; act. 2/5). Die Arbeiten können sodann nicht als offensichtlich
geringfügige oder nebensächliche, rein der Vervollkommnung dienende Arbeiten,
wie Aufräumarbeiten oder der Abtransport von Material bezeichnet werden. Es
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erscheint deshalb weder ausgeschlossen noch höchst unwahrscheinlich, dass es
sich dabei – trotz einer allfälligen früheren Inbetriebnahme der Heizung – um frist-
auslösende Vollendungsarbeiten handelt. Daher ist im Rahmen der vorläufigen
Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts davon auszugehen, die Eintragungs-
frist sei gewahrt, auch wenn unklar ist, weshalb rund eineinhalb Jahre zwischen
der – allfälligen – Inbetriebnahme und den geltend gemachten Arbeiten verstri-
chen sind. Die Klärung dieser Frage sowie der Entscheid über Bestand und Um-
fang des Pfandrechtes bleibt jedoch dem Gericht im Verfahren um definitive Ein-
tragung des Pfandrechts vorbehalten.
3.5. Der Gesuchsgegner wendete weiter ein, es bestehe zufolge Verrechnung
keine Forderung mehr. Er machte geltend, im Jahr 2015 für Herrn X._ Plat-
tenarbeiten an Objekten in G._ ausgeführt zu haben. Diese Arbeiten seien
am 23. März 2016 abgerechnet worden. Die Höhe der Kosten belaufe sich auf
Fr. 32'387.41. Es sei am 26. Mai 2017 eine Zahlung in der Höhe von Fr. 12'000.–
erfolgt. Zwischen Herrn F._ und Herrn X._ sei vereinbart worden, die
Plattenarbeiten mit der offenen Zahlung in C._ zu verrechnen, weshalb keine
Forderung von Herrn X._ gegen die E._ GmbH bestehe (act. 13). Als
Beweismittel reichte der Gesuchsgegner eine Zusammenstellung offener Beträge
für die Baustelle G._ per 23. März 2016 ein (act. 14/4 Blatt 2). Weiter liegt ein
Schreiben der E._ GmbH vom 23. März 2016 bei den Akten, mit welchem
diese der Gesuchstellerin anzeigte, eine offene Forderung aus einer Baustelle in
G._ in der Höhe von Fr. 32'387.41 mit der Teilrechnung . zu verrechnen
(act. 14/4 Blatt 1). Die – ebenfalls beigelegte – Teilrechnung ... der Gesuchstelle-
rin datiert vom 3. März 2015, betrifft die Liegenschaft des Gesuchsgegners in
C._ und ist an die H._ ... [Ort] adressiert (act. 14/4 Blatt 3). Wie die ver-
schiedenen Firmen und genannten Personen zueinander stehen, wurde vom Ge-
suchsgegner nicht dargelegt.
Die geltend gemachte Forderung für Arbeiten in G._ wurde von der Ge-
suchstellerin nicht anerkannt und es ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht erwiesen,
dass sie tatsächlich im behaupteten Umfang besteht. Der Gesuchsgegner reichte
einzig eine tabellarische Zusammenstellung angeblicher Rechnungen ein
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(act. 14/2 Blatt 2). Zudem ist unklar, in welchem Umfang verrechnet worden sein
soll, zumal gemäss Ausführungen des Gesuchsgegners am 26. Mai 2017 trotz
angeblicher Verrechnung eine Zahlung in der Höhe von Fr. 12'000.– erfolgt sei
(act. 13). Daher vermag der Einwand des Gesuchsgegners – unabhängig von der
Frage, wem die Werklohnforderung gegenüber wem zustünde und wer gegenüber
wem zur Verrechnung legitimiert wäre – den Bestand der von der Gesuchstellerin
glaubhaft gemachten Werklohnforderung und ihr daraus resultierendes Pfand-
recht nicht mit Sicherheit auszuschliessen. Im Verfahren der vorläufigen Eintra-
gung des Bauhandwerkerpfandrechts ist deshalb vom Bestand der Forderung der
Gesuchstellerin in der Höhe von Fr. 33'470.60 auszugehen.
4. Da sämtliche Voraussetzungen für die Eintragung eines Bauhandwerker-
pfandrechts von der Gesuchstellerin glaubhaft gemacht wurden, wäre das Ge-
such gutzuheissen gewesen. Der angefochtene Entscheid ist somit aufzuheben
und die einstweilige Anweisung an das Grundbuchamt C._ ist als vorläufige
Eintragung im Sinne von Art. 961 ZGB zu bestätigen.
5. Der Gesuchstellerin ist sodann Frist anzusetzen, um direkt beim zuständi-
gen Gericht Klage auf definitive Eintragung des Pfandrechts gegen den Gesuchs-
gegner anzuheben.
IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1.1. Die von der Vorinstanz für ihr Verfahren festgesetzte Entscheidgebühr von
Fr. 2'000.– wurde nicht beanstandet, weshalb es dabei bleibt.
1.2. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens sind gestützt auf § 12 Abs. 1 und 2
i.V.m. § 4 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 8 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 2'000.– festzusetzen.
2. Über den Pfandanspruch der Gesuchstellerin ist noch nicht definitiv ent-
schieden. Es wird im ordentlichen Verfahren festzustellen sein, ob die Gesuch-
stellerin endgültig obsiegt. Daher rechtfertigt es sich, hier gestützt auf Art. 104
Abs. 3 ZPO lediglich eine einstweilige Kostenregelung zu treffen. Praxisgemäss
sind die Kosten daher einstweilen von der Gesuchstellerin zu beziehen und mit
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den von ihr geleisteten Kostenvorschüssen zu verrechnen. Vorbehalten bleibt die
endgültige Festsetzung und Verteilung der Prozesskosten durch das ordentliche
Gericht. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin die ordentliche Klage nicht fristge-
recht anhängig macht, sind ihr die Kosten endgültig aufzuerlegen (Art. 106
Abs. 1 ZPO).
3. Auch der Entscheid über die Parteientschädigung ist dem ordentlichen Ver-
fahren vorbehalten. Für den Fall, dass die Gesuchstellerin ihren Anspruch jedoch
nicht prosequieren sollte, ist dem Gesuchsgegner keine Parteientschädigung zu-
zusprechen, da er keine verlangt (act. 13; act. 40).