# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bd6087d1-60ca-4924-bd2b-17f29acae6d5
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 6. April 2006 führte die Y._ AG an dem X._ gehörenden Skoda Octavia Combi (Kennzeichen GR _) Reparaturarbeiten aus. Am 21. August 2006 stellte die Y._ AG dafür X._ einen Betrag von Fr. 1‘729.70 in Rechnung (Rechnung Nr. 1062659).
Nachdem die Rechnung offen blieb, mahnte die Y._ AG X._ mit Schreiben vom 1. Dezember 2008. Am 11. Februar 2009 wurde X._ erneut zur Zahlung aufgefordert und am 16. Februar 2009 erfolgte eine letzte Mahnung mit Betreibungsandrohung. Mit Zahlungsbefehl vom 31. Oktober 2011 wurde X._ für einen Betrag von Fr. 1‘729.70 nebst 5% Zins seit dem 20. November 2006 in Betreibung gesetzt. Gegen diesen Zahlungsbefehl erhob X._ am 2. November 2011 Rechtsvorschlag.
Mit Schreiben vom 28. Februar 2012 machte die Y._ AG X._ erneut auf die offenen Rechnungen aufmerksam und forderte letztere auf, den Betrag von insgesamt Fr. 2'400.-- (inklusive Zinsen und Gebühren) zu bezahlen.
Am 4. September 2012 reichte die Y._ AG beim Vermittleramt des Bezirks Hinterrhein ein Vermittlungsbegehren gegen X._ ein. Die Sühneverhandlung wurde auf den 4. Oktober 2012 angesetzt. Die Vorladungen wurden am 6. September 2012 per Einschreiben an beide Parteien verschickt und am 8. September 2012 von X._ (oder einer zur Abholung berechtigten Person) am Postschalter in A._ abgeholt.
B. Der Sühneverhandlung vom 4. Oktober 2012 blieb X._ fern. Die Y._ AG liess sich durch B._ vertreten. Die Garage Y._ liess den Antrag stellen, die Vermittlerin des Kreises Hinterrhein solle im Sinne von Art. 212 ZPO einen Entscheid fällen. Die Vermittlerin des Kreises Hinterrhein leistete diesem Antrag Folge und erkannte mit unbegründetem Entscheid vom 4. Oktober 2012, mitgeteilt am 4. Oktober 2012:
„1. Die Beklagte ist nicht zur Verhandlung erschienen und hat sich weder schriftlich noch mündlich vernehmen lassen.
2. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin Fr. 1‘729.70 nebst Zins von 5% seit dem 20.09.2006 zu bezahlen, zuzüglich Fr. 200.-- Umtriebsentschädigung.
3. Der von der Beklagten in der Betreibung Nr. 20111342 des Betreibungsamtes Thusis vom 02.11.2011 erhobene Rechtsvorschlag wird im Umfang von Fr. 1‘729.70 nebst Zins seit 20.09.2006 beseitigt.
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Von den eingehenden Zahlungen sind die Zahlungsbefehlskosten von Fr. 73.-- vorab in Abzug zu bringen.
4. Die Kosten des Schlichtungsverfahrens von Fr. 300.-- gehen zu Lasten der Beklagten. Sie werden mit dem geleisteten Vorschuss der Klägerin verrechnet. Der Klägerin wird das Rückgriffsrecht auf die Beklagte eingeräumt (Art. 111 ZPO).
5. Eine schriftliche Begründung wird nachgeliefert, wenn dies eine Partei innert 10 Tagen seit der Eröffnung des Entscheides verlangt. Wird keine Begründung verlangt, so gilt dies als Verzicht auf die Anfechtung des Entscheides mit Berufung oder Beschwerde (Art. 239 Abs. 2 ZPO).“
C. Mit Schreiben vom 9. Oktober 2012 verlangte X._ eine Begründung dieses Entscheids. Sie machte geltend, sie habe sich vom August 2012 bis zum 7. Oktober 2012 in der Klinik C._ in D._ aufgehalten, weshalb sie keine Kenntnis von der Vorladung gehabt habe. Am 1. November 2012 wurde der begründete Entscheid der Vermittlerin des Bezirks Hinterrhein X._ mitgeteilt.
D. Dagegen erhob sie am 18. November 2012 Beschwerde an den Einzelrichter des Kantonsgerichts von Graubünden. Sie verlangt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gegenpartei. Die Y._ AG liess sich mit Beschwerdeantwort vom 6. Dezember 2012 dazu vernehmen. Sie beantragt sinngemäss die Abweisung der Beschwerde.
Auf die weiteren Erwägungen im angefochtenen Entscheid und auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, im Folgenden eingegangen.
II. Erwägungen
1.a) Der angefochtene Entscheid der Vermittlerin des Bezirks Hinterrhein vom 4. Oktober 2012 wurde den Parteien am 1. November 2012 mitgeteilt und somit nach Inkrafttreten der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) am 1. Januar 2011 eröffnet. Auf das vorliegende Rechtsmittelverfahren findet demnach die Schweizerische Zivilprozessordnung Anwendung (Art. 405 Abs. 1 ZPO). Da Art. 234 ZPO im Gegensatz zu Art. 128 der alten bündnerischen Zivilprozessordnung (ZPO-GR; BR 320.000) bei Abwesenheit einer Partei an der
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## Considerations