# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 255aaf07-b414-4bd2-b4ad-ab011876817f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Criminal Procedure

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, L.1_ Staatsangehöriger, wurde am _ 2015 durch die Stadtpolizei kontrolliert. Dabei konnte er sich nicht ausweisen. Ein durchgeführter Fingerscan ergab, dass er im Schengener Informationssystem (SIS II) zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben war. Daraufhin eröffnete das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden noch am selben Tag eine Wegweisungsverfügung, worin ihm eine Ausreisefrist von 24 Stunden sowie das rechtliche Gehör zur Anordnung von Entfernungs- und Fernhaltemassnahmen gewährt wurden.
B. Am 29. Dezember 2015 erliess das Staatssekretariat für Migration (SEM) gegen Y._ ein Einreiseverbot, gültig ab sofort bis 28. Dezember 2017. Dagegen erhob Y._ in der Folge beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Daraufhin kam das SEM am 2. März 2016 auf seinen Entscheid zurück, bestätigte das zweijährige Einreiseverbot und ergänzte den Begründungstext im Sinne einer Erläuterung, woraufhin das Bundesverwaltungsgericht das Verfahren am 19. April 2016 als gegenstandslos geworden abschrieb. Der am 2. März 2016 vom SEM erlassene Entscheid ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
C. Am 17. Dezember 2016 wurde Y._ ohne gültigen Fahrschein im Zug von O.1_ nach O.2_ kontrolliert. Dabei konnte er sich lediglich mit einer Grenzübertrittsbescheinigung, ausgestellt durch die Stadt Mannheim, ausweisen. Deshalb wurde er von den Zugsbegleitern in O.2_ an die Kantonspolizei Graubünden übergeben. Bei der Überprüfung der Personalien konnte festgestellt werden, dass er im automatisierten Fahndungssystem RIPOL mit einem gültigen Einreiseverbot ausgeschrieben war. Y._ wurde daraufhin vorläufig festgenommen.
D. Am 19. Dezember 2016 wurde Y._ das rechtliche Gehör zur Anordnung von Entfernungs- und Fernhaltemassnahmen gewährt. Daraufhin erliess das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden gestützt auf Art. 64 AuG eine Wegweisungsverfügung und versetzte ihn wegen Betretens des Gebiets der Schweiz trotz Einreiseverbot in Ausschaffungshaft. Gleichentags ersuchte es das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden um Überprüfung der Ausschaffungshaft.
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E. Nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung, an welcher auch Y._ teilnahm, erkannte das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden mit Entscheid vom 22. Dezember 2016, gleichentags mündlich eröffnet und schriftlich mitgeteilt, was folgt:
"1. Die vom Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden bis zum 18. März 2017 angeordnete Ausschaffungshaft ist rechtmässig sowie angemessen und wird geschützt.
2.a) Y._ hat die Verfahrenskosten von CHF 500.00 zu übernehmen. Da die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt sind, gehen diese Kosten - unter dem Vorbehalt der Rückforderung - zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
3. Y._ kann gemäss Art. 80 Abs. 5 AuG einen Monat nach der Haftüberprüfung ein Haftentlassungsgesuch beim Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden einreichen.

## Considerations