# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3c2785ed-336a-48ea-bb65-ed4975f7c50b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1968, war zuletzt
von März bis Oktober 2001 als Aushelfer im Zustelldienst bei der
Y._
angestellt (
Urk.
7/16 =
Urk.
7/17
Ziff.
1 und 5). Der Versicherte meldete sich am 1
9.
November 2001 bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/4 =
Urk.
7/5). Mit Verfügung vom 2
5.
September 2002 verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, einen Anspruch auf berufliche Massnahmen und auf eine Rente (
Urk.
7/35).
Nach der Neuanmeldung des Versicherten vom
6.
September 2003 (
Urk.
7/39) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
7.
März 2005 (
Urk.
7/70)
erneut
einen Rentenanspruch.
Die
dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
7/74) hiess die
IV-Stelle mit
Einspracheentscheid
vom 1
8.
Oktober 2005 (
Urk.
7/95) teilweise gut und sprach dem Versicherten ab dem
1.
April 2004 eine halbe Rente
zu (
Urk.
7/106).
Dagegen erhob der Versicherte
am 1
5.
Februar 2007 (
Urk.
7/117/3-10) Bes
chwerde. Mit Urteil vom 2
6.
September 2008 (Prozess Nr. IV.2007.00261) wies das hiesige Gericht die Beschwerde ab und verneinte zudem einen Renten
anspruch (
Urk.
7/133 S. 13 Dispositiv
Ziff.
1).
Auf eine dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 2
6.
November 2008 nicht ein (
Urk.
7/134 =
Urk.
7/135 S. 4 Dispositiv
Ziff.
1).
1.2
Am
1.
April 2010 erfolgte eine weitere Anmeldung des Versicherten (
Urk.
7/152).
Mit Verfügung vom 1
9.
Januar 2012 (
Urk.
7/191) verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung. Die vom Versicherten am 2
0.
Juni 2012
(
Urk.
7/202/3-8)
dagegen erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
2.
November 2013 (Prozess Nr. IV.2012.00659) ab (
Urk.
7/211/1-14 S. 13 Dispositiv
Ziff.
1).
Am 1
5.
Juli 2015
reichte der Versicherte eine weitere Neuanmeldung ein
(
Urk.
7/217).
Mit
Verfügung vom 1
5.
Mär
z 2016 (
Urk.
7/231) trat die IV-Stelle nicht auf das Gesuch
ein.
Die
vom Versicherten am 2
8.
April 2016
(
Urk.
7/239/3)
dagegen erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
9.
April 2017
(Prozess Nr. IV.2016
.
00490) ab (
Urk.
7/244
/1-12
S. 12 Dispositiv
Ziff.
1).
1.3
Der Versicherte meldete sich am 2
5.
Oktober 2019 (
Urk.
7/247) erneut bei der Invalidenversicherung an. Mit V
orbescheid vom 2
1.
November 2019
(
Urk.
7/248) stellte die IV-Stelle in Aussicht, das
s
auf das neue Leistungsbegehren nicht eingetreten werde. Der Versicherte brachte dagegen Einwände (
Urk.
7/257) vor. Am 1
8.
Januar 2021 (
Urk.
7/284) erliess die IV-Stelle einen neuen Vorbescheid. Der Versicherte
erhob dagegen wiederum Einwände (
Urk.
7/290).
Mit Verfügung vom
7.
Oktober 2021 (
Urk.
7/302 =
Urk.
2) verneinte die IV-Stelle erneut einen Rentenanspruch.
2.
Der Versicherte erhob am 1
0.
November 2021 Beschwerde gegen die Verfügung vom
7.
Oktober 2021 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die Sache zur vollständigen Abklärung des medizinischen Sachverhalts mittels eines polydisziplinären Gutachtens
und zu erneutem Entscheid
an die IV-Stelle zurück
zuweisen (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1 Mitte). Verfahrensrechtlich beantragte der Versicherte
,
es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege und die unentgeltliche Rechtsvertretung in der Person seiner Rechtsvertreterin zu gewähren (
Urk.
1 S. 2 unten).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
4.
Januar 2022 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde. Diese wurde
dem Beschwerdeführer
am 2
1.
Januar 2022 zugestellt (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art.
87 Abs.
3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn
die Voraus
setzungen gemäss Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblich
en Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten.
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades auch
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie be
i einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE
117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auc
h dem Gericht (
Urteil des Bundes
gerichts 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1, insbesondere mit Hinweis auf
BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E.
2b
).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art.
17 Abs
.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabe
nbereich von Bedeutung (BGE 141
V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetisc
hen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I
28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.5
Gemäss höchstrichterlicher Rechtsprechung
ist von Amtes wegen zu prüfen
, ob seit der ersten Rentenverfügung zwischenzeitlich eine erneute materielle Prüfung des Rentenanspruchs stattgefunden hat. War dies nicht der Fall, so ist auf die Entwicklung der Verhältnisse seit der ersten Ablehnungsverfügung abzustellen; wie im Revisionsverfahren bleiben allfällige, vorangehende
Nichteintretensver
fügungen
aufgrund des fehlenden Abklärungs- und bloss summarischen Begrün
dungsaufwandes der Verwaltung unbeachtlich. Erfolgte dagegen nach einer ersten Leistungsverweigerung eine erneute materielle Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruchs und wurde dieser nach rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensver
gleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) abermals rechtskräftig verneint, muss sich die leistungsansprechende Person dieses Ergebnis – vorbehältlich der Rechtsprechung zur Wiedererwägung oder prozessualen Revision (vgl. BGE 127 V 466 E. 2c mit Hinweisen) – bei einer weiteren Neuanmeldung entgege
nhalten lassen (BGE 130 V 71 E.
3.2.3
; vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.3 f.
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) fest, sie sei
nach einem neu eingereichten Arztbericht
auf den Vorbescheid vom 2
1.
Novem
ber 2019 zurückgekommen und auf die Neuanmeldung
des Beschwerdeführers
vom
2
5.
Oktober 2019 eingetreten. Nach den psychiatrischen Berichten ergebe sich seit der letzten Verfügung
aber
keine Veränderung (S. 1 unten). Aus somatischer Sicht bestehe keine IV-relevante gesundheitliche Einschränkung. Weder aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht ergebe sich im Vergleich zur Verfügung vom 1
5.
März 2016 eine massgebliche Veränderung (S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte vor,
seit der letzten Beurteilung seien mehrere gesundheitliche Beschwerden hinzugekommen.
Nach einem stationären Aufent
halt im
Spital Z._
seien im
Bericht
der Ärzte des
Spitals Z._
vom
7.
Januar 2020 unklare Abdominal- und Allgemeinbeschwerden und ein unklarer Gewichtsverlust von
8 kg
in drei Monaten beschrieben worden (
Urk.
1 S. 4
Ziff.
6).
Nach unzähligen Abklärungen seien sodann
eine zystische Veränderung und damit
eine
intradukta
le
papillär
muzinöse
Neoplasie
(IPMN)
vom Seitengang-Typ sowie zahlreiche Leberzysten festgestellt worden.
Ein MRI des Schädels vom 1
9.
November 2020 habe sodann
eine
Arachnoidalzyste
ergeben
(S. 4
Ziff.
7). Im Bericht vom
5.
Januar 2021 sei
schliesslich
erstmals eine Anorexie bei Depression bei einem Gewichtsverlust von 13 Kilogramm in 9 Monaten und
aggraviert
durch eine Gastritis festgestellt worden (S. 5
Ziff.
10).
Die Beschwerdegegnerin habe es als nicht nötig erachtet,
beim behandelnden Psychiater
einen aktuellen Bericht einzuholen, obwohl der eindrückliche Gewichtsverlust in der medizinischen Aktenlage letztlich als psychisch bedingt beurteilt werde (S. 5
Ziff.
12).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 2
5.
Oktober 2019 eingetreten. Die letzte materielle Prüfung der Verhältnisse erfolgte mit Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1
9.
Januar 2012 (
Urk.
7/191).
Bei der zeitlich letzten Verfügung
vom
1
5.
März 2016
handelte es sich um ein Nichteintreten
(vgl. E
. 1.5
hiervor)
. Strittig ist daher, ob sich der
Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
verglichen mit den Verhältnissen zum Zeitpunkt der Verfügung vom 1
9.
Januar 2012
massgeblich verschlechtert hat und ob neu ein Rentenanspruch besteht.
Zunächst ist zu prüfen, ob auf die vorliegenden medizinischen Akten abgestellt werden kann.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Facharzt für All
gemeine Innere Medizin, gab im Bericht
vom 2
1.
Januar 2010 (
Urk.
7/160/2-3) an, es bestünden unverändert ein chronisches, lumbal- und zervikal-betontes
Panvertebralsyndrom
, muskuläre Schmerzen der Extremitäten bei
De
konditionierung
und eine leicht
aktive
manubrioste
r
nale
Osteochondrose
. Hinzu komme eine generelle Schwäche, die schon bei geringen körperlichen Anstrengungen auftrete
. Physiotherapie, Massgagen und Analgetika hätten nicht zu einer Linderung der Rücken- und Skelettbeschwerden geführt
(S. 1 Mitte).
3.2
Dr.
med. B._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie,
berichtete am
4.
Februar 2010 (
Urk.
7/160/1),
es sei i
nsgesamt
zu einer V
erschlechterung des Krankheitsbildes gekommen sei.
Dr.
B._
stellte folgende Diagnosen:
-
mittlere bis schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom
(ICD-10 F32.11/F32.21)
-
Borderline
-Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.31)
-
verschwommenes Sehen und Benommenheit haben zugenommen (ICD-10 F44.6)
-
Differentialdiagnose: somatoforme Funktionsstörung (ICD-10 F45.3)
Dr.
B._
führte
weiter
aus, der Beschwerdeführer leide unter Gewaltfantasien. Er sei weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig und auch nicht fähig, leichte Arbeiten auszuführen.
3.3
3.3.1
Dr.
med. C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera
pie, erstattete am 2
2.
April 2011 ein psychiatrisches Gutachten (
Urk.
7/167/5-49).
Der Gutachter
führte aus, der Beschwerdeführer habe keine Ausbildung absolviert.
Er sei
vorwiegend
in unterschiedlichen Funktionen im
Gastroservice
tätig gewesen. 2001
sei er
für kürzere Zeit
bei der
Y._
als Briefzusteller angestellt gewesen
(S. 2 oben).
Der Beschwerdeführer habe Ende
August 1987 die
D._
aus politischen Gründen verlassen
müssen
und sei in die Schweiz eingereist
(S. 6
Ziff.
1.2 unten).
Dr.
C._
gab zum erhobenen Befund an
,
der Beschwerdeführer habe
Ängste
angegeben
und
über wiederkehrend
e hypochondrische Befürchtungen,
panikartige Zustände und diffus aufsteigende Ängste berichtet
. Zwänge im Denken und/oder Verhalten habe er nicht angegeben
(S. 26 f.
Ziff.
3.3).
Eine genuin depressive Stimmungslage bestehe o
bjektivierend
nicht.
Der Antrieb sei leichtgradig angehoben.
Psychomotorisch sei
der Beschwerdeführer sehr
lebhaft,
teilweise ausgesprochen unruhig
und bei
bestimmten
Themen auch agitiert
gewesen
. Bezüglich des Antriebs und der Stimmungslage könne er über keine zirkadianen Besonderheiten berichten
(S. 27 oben). Es seien beträchtliche
Aggra
vations
- und Verdeutlichungstendenzen z
u eruieren. Auch ein
simulatives
Verhalten sei nicht mit Sicherheit auszuschliessen
. Die Compliance sei für die aktuelle Behandlung knapp ausreichend
(S. 27 unten).
Eine Magen- und Darm
spiegelung sei nach den Angaben des Beschwerdeführers ohne Befund geblieben.
Er habe in zwei
Jahren vielleicht 15 kg abgenommen (S. 28 oben).
3.3.2
Dr.
C._
nannte als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (S. 35
Ziff.
4.1):
-
Achse I: klinische Störungen
-
Somatisierungsstörung (ICD-10
F
45.0,
Diagnose
im Juni 2006 in der Klinik
E._
lege
artis
gestellt)
-
schädlicher Gebrauch von Benzodiazepinen (ICD-10 F13.1
)
, iatrogen mitinduziert seit zirka 1-2 Jahren
-
Differentialdiagnose:
low
-dose-Abhängigkeit von Benzodiazepinen
-
Achse II: Persönlichkeitsstörungen
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen, dissozialen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0; als Persönlich
keitsorganisation seit der späten Adoleszenz bestehend)
-
Achse III: medizinische Krankheitsfaktoren
-
lumbal- und
cervicalbetontes
Panvertebral-Syndrom bei
Fehlform
und Fehlhaltung der Wirbelsäule (linkskonvexe
Skoliose) bei dorsalem Überhang
und
Hyperlaxizität
, Erstdiagnose 2002
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte der Gutachter
eine
episodisch paroxysmale Angst (ICD-10 F41.0)
,
Störungen durch Tabak, Abhängigkeitssyndrom, ständiger
Substanzg
ebrauch (ICD-10 F17.25) seit J
ahren, chronische Spannungskopfschmerzen und Myalgien im Bereich der Extremitäten bei
Dekonditionierung
(S. 35
Ziff.
4.2).
Gemäss dem Gutachten
der Klinik
E._
, Psychiatrie
F._
, vom
4.
Juli 2006
zeige der Beschwerdeführer ein Lebensbild, dass durch häufige Umbrüche im beruflichen und interpersonellen Bereich gekennzeichnet sei.
Der Beschwerdekomplex aus chronisch wechselnden körperlichen Sympto
men und
anderen inklusive g
astrointestinalen
Beschwerden ohne adäquates physiologisches Korrelat mit einer Progredienz in
emotionalen Konfliktsituatio
nen,
anhaltenden Schlafstörungen, diffusen Schmerzzuständen etc. liessen aus psychiatrischer Sicht auf die Diagnose einer allgemeinen Somatisierungsstörung schliessen.
Dr.
C._
könne sich
d
er Auffassung der Gutachter der Psychiatrie F._
anschliessen. Das Symptombild
, das der Beschwerdeführer in der Vergangen
heit geboten und in der Begutachtung präsentiert habe,
rechtfertige die Diagnose einer Somatisierungsstörung, während die Diagnose einer anhaltenden somato
formen Schmerzstörung vernachlässigt werden dürfe (S. 30 unten).
D
er Gutachter äusserte sich sodann
zur damaligen Rechtsprechung
bei Vorliegen von somatoformen Störungen (S. 31 oben).
Die medizinischen Faktoren begrün
deten beim Beschwerdeführerin kein invalidisierendes Leiden, da sie in der angestammten sowie in einer angepassten Tätigkeit des freien Arbeitsmarktes eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
gestatten würden.
Eine von
Dr.
B._
postu
lierte mittlere bis schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom bestehe nicht. Hierfür fehlten in sämtlichen Vorberichten jedwede psychopathologisch stringenten Hinweise (S. 31 unten).
Die Schilderungen des Beschwerdeführers zeigten eine maladaptive, sich wieder
holende und biographisch früh einsetzende dysfunktionale Beziehungsgestaltung in der Partnerschaft, im Beruf und in anderen sozialen Bezügen. Diese sei kontaminiert durch Gewalterfahrungen und eigene Gewaltausübung
bis hin zu einer
kurz vor dem Gutachtenszeitpunkt
erfolgten Anzeige wegen Körperver
letzung
(S. 33 oben).
Vorläufig sei
die Diagnose einer kombinierten Persönlich
keitsstörung zu stellen. Auf diesem Boden hab
e sich auch
pathodynamisch
eine Somatisierungsstörung entwickelt (S. 33 Mitte).
Die beim Beschwerdeführer vorhandenen psychischen und Verhaltensstörungen einschliesslich einer
aggra
vierenden
Selbstdarstellung bedingten zwar kein invalidisierendes Leiden, wohl
aber einen Behandlungsauftrag. Es sei die in
der Persönlichkeitsstruktur des Beschwerdeführers wurzelnde Problemat
ik therapeutisch zu bearbeiten
(S. 34 Mitte).
3.3.3
Eine irgendwie bedeutsame Minderung der Arbeitsfähigkeit
sei aus dem gesamten Störungsbild nicht abzuleiten. Probanden mit Persönlichkeitsstörungen seien prinzipiell arbeitsfähig. Dies gelte auch für den Beschwerdeführer. Die Einschrän
kungen
und Handikaps
, die aus der Somatisierungsstörung resultierten, seien durch eine zumutbare Willensanstrengung überwindbar. Eine relevante somatische und/oder psychische Komorbidität bestehe nicht. Auf keinen Fall liege eine mittelschwere oder gar schwere depressive Episode vor. Ein invalidisierendes Leiden
bestehe somit nicht
. Allerdings
handle es sich um einen
Störungskomplex, der eine Behandlung impliziere (S.
39 oben). Nach den Fachbeurteilungen auf rheumatologisch-orthopädisch
em
und internistischem Gebiet bestehe für eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
. Das gelte insbesondere
für die zuletzt ausgeübten Tätigkeiten (S. 39
Ziff.
5.2
unten). Von psychiatrischer Seite bestünden leichte Einschränkungen der Konzentration, die aber durch einen
Benzodiazepinabusus
mindestens mitbewirkt würden und die sich unter anderem in einer Tagesmüdigkeit niederschlagen würden (S. 40 oben).
3.4
Dr.
B._
stellte im Bericht vom 1
7.
Dezember 2011 (
Urk.
7/184) folgende Diagnosen:
-
mittlere bis schwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11/F32.21)
-
verschwommenes Sehen und Benommenheit haben zugenommen (ICD-10 F44.6)
-
somatoforme Funktionsstörung (ICD-10 F45.3)
-
Differentialdiagnose
Borderline
-Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.31)
Dr.
B._
bestätigte eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
.
3.5
Mit Verfügung vom 1
9.
Januar
2012
(
Urk.
7/191) verneinte die Beschwerdegeg
nerin
gestützt auf diese medizinischen Unterlagen
einen Anspruch auf IV-Leistungen.
Eine Beschwerde gegen diese Verfügung wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 1
2.
November 2013 (
Urk.
7/211) abgewiesen.
4.
4.1
Der Beschwerdeführer ist seit August 2015 bei
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, in ambulanter psychiatrischer Behandlung (
Urk.
7/225
Ziff.
1.2).
Dr.
G._
nannte im Bericht vom 2
6.
November 2015 (
Urk.
7/225) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (
Ziff.
1.1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen, dissozialen und narzisstischen Anteilen (ICD-10 F61.0)
Dr.
G._
führte weiter aus
, im Rahmen der Depression bestünden psychische Einschränkungen. Es handle sich um einen Mangel an Konzentration und Aufmerksamkeit, eine rasche Ermüdbarkeit und eine fehlende Belastbarkeit. Der Patient zeige auf der Persönlichkeitsebene grosse Defizite. Er könne sich aktuell auf keine Aufgaben konzentrieren und die Teamfähigkeit sei stark defizi
tär. Aktuell könne er auf dem ersten Arbeitsmarkt keine Leistung erbringen (
Ziff.
1.7).
4.2
Dr.
G._
gab im
Schreiben
vom
6.
F
ebruar 2016 (
Urk.
7/228/1-2) an
, seit dem Gutachten der
Psychiatrie F._
vom
4.
Juli 2006 sei es zu einer Verschlechterung des psychischen Zustandes gekommen. Der Beschwerdeführer habe phasenweise
behandlung
sbedürftige
depressive Episode
n
entwickelt. Der Fokus der Therapie sei daher auf die Aufhellung der Depression gelegt worden (S. 1 unten).
Er
zeige
ein komplexes psychisches Beschwerdebild.
Es handle sich um
ein
depressives Zustandsbild zumindest mittelschweren Grades. In der Anamnese hätten sich mehrere depressive Phasen gezeigt. Es sei deshalb von einer rezidivierenden depressiven Störung auszugehen (ICD-10 F33.11). Zudem seien die Wahrneh
mungen, das Denken und die Affektregulation des Patienten sehr auffällig.
Er weise ein tiefgreifendes und andauerndes Verhaltensmuster auf. Dies sei im Rahmen einer Persönlichkeitsstörung zu verstehen (S. 2).
4.3
Dr.
G._
s
tellte im Verlaufsbericht vom 2
5.
Oktober 2019
(
Urk.
7/246
/
1-2)
folgende Diagnosen (S. 1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelschwere Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)
-
kombinierte
Persönlichkeitsstörung mit emotional instabilen, dissozialen und narzisstische
n Anteilen (ICD
-10 F61.0)
-
Differentialdiagnose Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerz
syndrom und rezidivierenden depressiven Episoden (ICD-10 F62.8)
Dr.
G._
führte zum
Befund vo
m
2.
Oktober 2019
aus, die Konzentration und Aufmerksamkeit liessen mit der Zeit nach. Der Patient wirke rasch müde. Im formalen Denken sei er geordnet, wenngleich stark eingeengt auf seine Sorgen und Ängste. Der Beschwerdeführer äussere ein starkes Misstrauen, das auch im Gespräch spürbar sei (S. 1 unten).
Eine im Jahr 2016 angestrebte stationäre Therapie sei daran gescheitert, dass
beim Patienten
eine minime Gruppenaktivität nicht gegeben gewesen sei (S. 2 oben). Er sei aktuell eine Stunde pro Woche beim
Programm
H._
tätig. Er zeige mittelschwere bis schwere psychische Einschränkungen wie eine Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörung, ein verlangsamtes Tempo, eine rasche Ermüdung, mangelnde Ausdauer und eine reduzierte K
raft. Auf der Persönlichkeitsebene sei er mittelschwer bis schwer eingeschränkt. Die Team- und Gruppenfähigkeit sei
en
nicht gegeben. Der Beschwerdeführer
sei
längerfristig zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 2 Mitte).
4.4
Der Beschwerdeführer war vom 2
9.
Dezember 2019 bis
4.
Januar 2020 im
Spital Z._
hospitalisiert (
Urk.
7/256 S. 1 oben).
Die Ärzte des
Spital
s
Z._
stellten im Austrittsbericht vom
7.
Januar 2020 (
Urk.
7/256/
1-5) folgende Diagnosen (S. 1):
-
unklare Abdominal- und Allgemeinbeschwerden und unklarer Gewichts
verlust von 8 kg in drei Monaten
-
Differentialdiagnose: im Rahmen der Gastritis und Depression
-
CT-Thorax/Abdomen 2
9.
Dezember 2019:
keine
Neoplasie
intrathora
kal oder abdominell,
multiple kleine Zysten in der Leber,
in beiden Nieren sowie einzelne kleine zystische Läsion im Pankreaskopf von
5 mm
-
Abdomen-Sonographie vom 3
0.
Dezember 2019: Normalbefund ohne
Neoplasiehinweis
, normale Gallenwege, steinfreie Gallenblase
-
Typ C-Gastritis und
Refluxösophagitis
(Gastroskopie vom 1
0.
Dezember 2019
-
Pantoprazol
von Patienten sistiert bei ausbleibender Besserung
-
anamnestisch depressive Störung und Angststörungen
-
psychiatrische Medikation aktuell vom Patienten sistiert
-
Pleurakuppenschwielen
beidseits und mehrere pulmonale
Noduli
(CT vom 2
9.
Dezember 2019)
-
chronisches lumbal und zervikal betontes
Panvertebralsyndrom
-
Fehlform
und Fehlhaltung der Wirbelsäule
-
myofasziale
Schmerzen
-
April 2015
exazerbierte
Lumboischialgie
rechts
-
Fibromyalgie-Syndrom
-
anamnestisch verdickte Aortenklappe ohne Herz
vitium
-
anamnestisch Colon
irritabile
-
Periarthropathia
humeroscapularis
vom
Supraspinatustyp
rechts, Juli 2018
-
Periarthopathia
coxae
rechts
-
leichte Energie- und Eisenmangelernährung, Verschlechterung Ernäh
rungszustand
Die Ärzte des
Spital
s
Z._
führten
aus, der Patient
klage
über einen täglich weiter deteriorierenden Zustand mit einer diffusen Verschlechterung des Allgemein
zustandes und einer Schlappheit, einer Gewichtsabnahme, intermittierenden Bauchbeschwerden, Schmerzen an den Extremitäten, vor allem am Oberschenkel, sowie einer Angstüberlagerung und Exazerbation einer jahrelang bekannten Depression (S. 4 Mitte). Grössere Tumore, welche den Gewichtsverlust des Patienten erklären würden, seien bei den Untersuchungen nicht festgestellt worden (S. 5 unten
).
Der
Beschwerdeführer sei zur stationären Abklärung von chronischen
Abdomi
nalbeschwerden
und einem Gewichtsverlust von 8 kg in 3
Monaten
bei psycho
sozialer Dekompensation mit A
ngstzuständen zu
gewiesen worden. Er sei ambulant bereits breit abgeklärt worden. Bisher seien eine
Refluxösophagitis
und eine Gastritis als mitverursachende Faktoren diagnostiziert worden. Der Beschwerdeführer habe die Medikation mit
Esomeprazol
zuletzt nicht mehr genommen und auch die psychiatrische Medikation
vor einigen Wochen
sistiert
, was die Symptomatik verschlechtert habe
(S. 2 oben).
Es liessen sich
lediglich
kleine
pulmoale
Noduli
sowie mehrere kleine Zysten in der Leber und eine zystische Läsion im Pankreaskopf detektieren.
Sonographisch
habe sich im Abdomen ein Normalbefund ergeben.
In einer Koloskopie sei ein kleiner hyperplastischer
Rektumpolyp
abgetragen worden.
Als Ursache der Symptomatik sei am ehesten die unbehandelte Depression sowie die Gastritis anzusehen
(S. 2 Mitte).
4.5
Am 2
3.
Juni 2020 wurde im
Spital Z._
eine Sonographie des Abdomens durchgeführt.
Dr.
med.
I._
führte im Bericht vom 2
4.
Juni 2020 (
Urk.
7/270/6-7) aus, es seien eine winzige Zyste 6 mm
am
Pankreaskopf/
Uncinatus
und eine winzige Zyste am rechten Leberlappen 6 mm festgestellt worden. Es handle sich beim Befund mit hoher Wahrscheinlichkeit um eine Seitenast-IPMN ohne Warnkrite
rien im Sinne einer absoluten oder relativen Indikation für eine Operation. Der Patient sei diesbezüglich auch vollständig beschwerdefrei. Es könne eine jährliche Kontrolle mittels MRI oder
Endosonographie
erfolgen (S. 2 oben).
4.6
Dr.
A._
stellte im Bericht vom
7.
Juli 2020 (
Urk.
7/270/1-5) folgende Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
S. 1
Ziff.
1.1):
-
Kachexie mit dokumentierten Gewichtsverlust anamnestisch 13 kg
-
chronisches lumbal und zervikal betontes
Panvertebralsyndrom
-
Fibromyalgie-Syndrom
-
Depression
-
Typ C-Gastritis und
Refluxösophagitis
-
Lungenemphysem
Dr.
A._
nannte sodann als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
Pankreaskopfzyste von 6mm Grösse
-
verdickte
Aortenklappentaschen
ohne Herzvitium
-
C
olon
irritabile
-
Vitamin D3 Mangel
-
Periarthopathia
humeroscapularis
vom
Supraspinatustyp
rechts
-
Periarthopathia
coxae
rechts
Der Hausarzt führte
zur Anamnese aus,
unverändert
bestünden
ein chronisches, lumbal- und
zervikalbetontes
Panvertebralsyndrom
, muskuläre Schmerzen der Extremitäten bei
Dekonditionierung
und eine leicht aktive
manubrioste
r
nale
Osteochondrose
. Hinzukomme eine generelle Schwäche, die schon bei geringer körperlicher Anstrengung auftrete (S. 2
Ziff.
1.4 Mitte). Seit Dezember 2015 seien neue Symptome hinzugekommen. Der Beschwerdeführer leide an einem starken Gewichtsverlust. Damit
zusammenhängend
seien eine
Tumorangst und
eine
Verschlimmerung der depressiven Verstimmung
aufgetreten
. Somatische Krank
heiten, welche den Gewichtsverlust und die Schwäche erklären könnten, seien nicht mit Sicherheit nachgewiesen worden (S. 2
Ziff.
1.4 unten).
Der Patient habe schnell über 10 kg an Gewicht abgenommen.
Dr.
A._
teile die Meinung des Patienten, dass dieser nicht arbeitsfähig sei (S. 3
Ziff.
1.4 oben).
4.7
Die Ärzte der Klinik und Poliklinik für Innere Medizin, Universitätsspital
J._
, gaben im Bericht vom 3
0.
September 2020 (
Urk.
7/275/2-6) an
,
bis anhin lasse sich keine somatische Ursache eruieren (
Ziff.
2.4). Eine angepasste Tätigkeit sei für zwei bis vier Stunden pro Tag zumutbar (
Ziff.
4.2).
4.8
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Chirurgie,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) de
r Beschwerdegegnerin, nahm am 1
6.
November 2020 (
Urk.
7/283 S. 4
)
Stellung
zum
Bericht von
Dr.
A._
vom
7.
Juli 202
0.
Er führt aus, nach dem Bericht
liege eine Verschlechterung vor. Es handle sich jedoch auch um einen instabilen Gesundheitszustand, da die Ursache für den Gewichtsverlust noch nicht gefunden worden sei und es ebenso schnell zu einem Anstieg des Gewichts kommen könne. Es werde empfohlen
,
in 12 Monaten erneut einen Arztbericht einzuholen.
4.9
Dr.
G
._
stellte im Bericht vom 2
0.
November 2020 (
Urk.
7/280) neu die Diagnose rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode mit Krebsphobie (ICD-10 F33.2, S. 1).
Dr.
G
._
gab an
,
der Gewichtsverlust lasse sich
durch die
somatischen Abklärungen nicht erklären (S. 2 oben).
4.10
Dr.
med.
M._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, RAD,
führte
in
ihrer
Stellungnahme vom
1
1.
Dezember 2020 (
Urk.
7/283 S. 4 f
.) a
us
, eine
Krebsphobie könne keine schwere depressive Symptomatik begründen. Ein
e
solche sollte unter die Diagnose spezifische Phobie (ICD-10 F40.2) eingeordnet werden. Der psychopathologische Befund zeige im Vergleich mit den Arztberich
ten
von
Dr.
G._
vom
2
6.
November 2015 und vom 2
5.
Oktober 2019 leichte Abweichungen. Insgesamt weise
der aktuelle
Zustand
jedoch nicht auf eine massgebliche Verschlechterung hin.
Aus psychiatrischer Sicht habe sich der Gesundheitszustand seit der letzten Verfügung vom 1
5.
März 2016 nicht verschlechtert.
4.11
Dr.
K._
führte in einer weiteren Stellungnahme vom 1
5.
April 2021 (
Urk.
7/300/2-3) aus, in einer Verlaufskontrolle vom
3.
Dezember 2020 sei bei einem Verdacht auf einen
int
raduktalen
papillär
en
muzinösen
Tu
mor (IPMT) ein
MRI des Oberbauchs durchgeführt worden
(vgl. den Bericht vom
3.
Dezember 2020,
Urk.
7/289)
. Dabei sei eine
Progredienz der Grösse
des Tumors
festgestellt worden bei einer zystischen Läsion von heute 9 x 8 x 5 mm. Vor drei Jahren sei diese noch nicht eindeutig abgrenzbar gewesen. In der Beurteilung sei die Läsion als
IPMN
bezeichnet worden. Bei einer
IPMN
des Pankreas
sei die chirurgische Resektion der Hauptpfeiler der therapeutischen Strategie. Das Ziel sei die chirur
gische RO-Resektion. Die
IPMN
befinde sich wie die
duktalen
Adenokarzinome
vorwiegend im Pankreaskopf.
Der häufigste Eingriff sei die
partielle
Pankrea
tikoduodenektomie
. Bei einem diffusen Befall des Pankreasparenchyms sollte in Abhängigkeit vom Allgemeinzustand des Patienten die totale
Pankreatektomie
erwogen werden (S. 2 unten).
Da es sich um eine erstzunehmende Diagnose handle, könne aus versicherungs
medizinischer Sicht von chirurgischen lebenserhaltenden und -verlängernden Interventionen ausgegangen werden. Bei einem Operationsbedarf habe eine Operation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schon stattgefunden. Sollte es sich um ein malignes Geschehen handeln, sei
kein
Gutachten erforder
lich (S. 3 oben).
4.12
Dr.
A._
gab im Schreiben vom 3
1.
Mai 2021 (
Urk.
7/297/4) an, er habe seiner Einschätzung
im Bericht
vom
7.
Juli 2020 nichts hinzuzufügen. Zum Teil seien Abklärungen wiederholt worden, welche keine neuen somatischen Diagno
sen ergeben hätten.
Die neuen Untersuchungen hätten keine schwerwiegende Pathologie ergeben. Die Symptomatik sei noch immer die gleiche. Das Gewicht sei sehr tief, aber stabil. Seines Wissens
habe auch der behandelnde Psychiater
keine neuen relevanten Aspekte festges
tellt.
4.13
Dr.
K._
gab in einer weiteren Stellungnahme vom 1
7.
Juni 2021 (
Urk.
7/300 S. 3 f.) an, nach den neu vorgelegten Arztberichten sei von somatischer Seite keine Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes auszumachen (S. 4 oben).
5.
5.1
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit
ist jedoch nicht ohne W
eiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
1
43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
5.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15
.
Februar 2018 E.
5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_
580/2017 vom 16. Januar 2018 E.
3.1 mit Hinweisen).
5.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrele
vante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
6.
6.1
Der Beschwerdeführer ist seit Jahren in ambulanter psychiatrischer Behandlung.
Dr.
G._
nannte
in den Berichten vom 2
6.
November 2015 und
vom 2
5.
Oktober 2019 als Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegen
wärtig mittelschwere Episode mit somatischem Syndrom
,
und eine kombinierte Persönlichkeitsstörung. Als Differentialdiagnose nannte er eine Persönlichkeits
änderung bei chronischem Schmerzsyndrom und rezidivierenden depressiven Episoden (
vorstehend
E.
4.1 und
4.3). Im Bericht vom 2
0.
November 2020 stellte der behandelnde Psychiater neu die Diagnose eine
r schweren depressiven Episode (E. 4.9).
Wie von den Ärzten des
Spital
s
Z._
festgestellt
,
bestehen v
on somatischer Seite
im Wesentlichen
unklare Abdominal- und Allgemeinbeschwerden
bei einem erheb
lichen Gewichtsverlust
, eine Typ C-Gastritis und
Refluxösophagitis
und
ein
chronisches lumbal und
zervikalbetontes
Panvertrebralsyndrom
(E. 4.4 hiervor).
6
.2
Der
aktuelle
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers ist mit den Verhältnissen zum Zeitpunkt der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1
9.
Januar 2012
(
Urk.
7/191)
und nicht
mit
jenen im Zeitpunkt
der
Verfügung
vom 1
5.
März 2016
(
Urk.
7/231)
zu vergleichen,
da es sich
dabei
um ein Nichteintreten d
er Beschwer
degegnerin handelte.
Nach dem
Bericht
vom
3.
Dezember 2020 (
Urk.
7/289/1) über ein MRI des Ober
bauchs vom gleichen Tag
wurde bei der Untersuchung eine aus zwei
Komponen
ten bestehende reizlose zystische Veränderung angrenzend an den Duc
tus
pancreati
cus
fest
gestellt
. Diese sei
im Vergleich mit der CT-Voruntersuchung von 2019 von 6 auf 9 mm grössenprogredient. Die Läsion
sei
vereinbar mit einer IPMN vom Seitengang-Typ.
Abgesehen
von den bekannten zahlreichen Leberzys
ten
bestehe
eine normale Darstellung
der Oberbauchorgane. RAD-Arzt
Dr.
K._
stellte dazu fest
, gemäss dem Befund
vom
3.
Dezember 2020
bestehe
die
Indikation für eine Operation
, wobei eine solche mit
grosser Wahrscheinlich
keit bereits
stattgefunden habe
(E. 4.11).
Ein MRI des Schädels vom 1
9.
November 2020 ergab als Nebenbefund eine
Arachnoidalzyste
bei einer im Übrigen alters
entsprechenden normalen Darstellung des Hirnparenchyms (
Urk.
7/289/2).
Die
weiteren somatischen Untersuchungen ergaben
in der Folge jedoch
keine neuen Erkenntnisse
.
Dr.
A._
beschrieb am 3
1.
Mai 2
021 einen unveränderten Befund. Zudem gab er an
,
dass
gewisse
Untersuchungen
teils
mehrfach
durchge
führt wurden
(vorstehend E. 4.
12
)
. Eine eindeutige Ursache für den vom Beschwerdeführer angegebenen Gewichtsverlust
und eine Schwäche
konnte nicht gefunden werden.
Anzufügen ist, dass der Beschwerdeführer bereits
im Rahmen der Begutachtung durch
Dr.
C
._
über eine deutliche Abnahme
seines
Gewichts
berichtet hatte (E. 3.3.1).
Der Hausarzt wies zuletzt auf ein tiefes, aber nun stabiles Gewicht hin (E. 4.12).
Des Weiteren
bestand
offenbar
bereits im Januar 2010 eine generelle Schwäche (E. 3.1 hiervor).
Nachdem bereits zahlreiche
Untersuchungen
erfolgt
sind
(vgl. die dokumentierten somatischen Untersuchungen zwischen April 2013 und Dezember 2019,
Urk.
7/270/12-49)
und keine somatische Ursache für
die geklagten Beschwerden
gefunden wurde,
ist einstweilen auf ergänzende somatische Abklärungen zu verzichten.
6.3
Dr.
C
._
verneinte im Gutachten
vom 2
2.
April 2011
eine depressive
Störung (E. 3.3.2).
Dr.
G._
stellte in den Berichten vom 2
6.
Novembe
r 2015 und vom 2
5.
Oktober 2019
neu
die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung. Im Bericht vom 2
0.
November 2020 diagnostizierte er gar eine schwere depressive Episode (
E. 4.1, 4.3 und
E. 4.9).
In Anbetracht der neuen Berichte von
Dr.
G._
ist nicht
auszuschliessen, dass
sich der Gesund
heitszustand
des Beschwerdeführers im Vergleich
zum
Gutachten
szeitpunkt
vom 2
2.
April 2011 verschlechtert haben könnte und neu eine depressive Störung vorliegt.
Um den Gesundheitszustand
zuverlässig
beurteilen
zu können
und
für die
Durchführung eines
strukturierten Beweisverfahrens
ist in Anbetracht der von
Dr.
G._
gestellten Diagnosen ein aktuelles psychiatrisches Gutachten erforderlich.
Die Beschwerdegegnerin ist sodann
an dieser Stelle im Hinblick auf die
Fragestellung bei der
Begutachtung nochmals
darauf hinzuweisen, dass der zeitliche Referenzpunkt für eine Veränderung des Gesundheitszustandes die Verfügung vom 1
9.
Januar 2012
(
Urk.
7/191)
und nicht wie von ihr angenommen
(
Urk.
2 S. 1)
jene vom 1
5.
März 2016
(
Urk.
7/231)
ist (
vgl. vorstehend E. 6.2
).
Auf die Berichte des behandelnden Psychiaters und die von ihm attestierte
volle Arbeitsunfähigkeit
kann
hingegen
nicht
allein
abgestellt werden.
Die behandeln
den Ärztinnen und Ärzte s
tehen
in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person und habe
n
sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den abschlies
senden Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszustande
s
und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte
- beziehungsweise regelmässig behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundes
gerichts I 551/06 vom
2.
April 2007 E. 4.2) - mitunter auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. Urteil des Bundes
gericht 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1). Der Beurteilung der Arbeits
fähigkeit durch den behandelnden Psychiater kann daher nicht
ohne Weiteres
gefolgt werden.
6.4
Zusammenfassend
erweist sich der medizinische Sachverhalt als ungenügend abgeklärt. Die
Sache
ist daher
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie ein
psychiatrisches
Gutachten
veranlasse und hernach erneut über die Leistungsansprüche des Beschwerdeführers und darüber befinde, ob die tatsäch
lichen Verhältnisse seit Erlass der Verfügung vom 1
9.
Januar 2012 eine relevante Entwicklung erfahren habe
. Aus somatischer Sicht besteht dagegen kein Grund für weitere medizinische Abklärungen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
7.
7.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vorliegend sind die Kosten auf
Fr.
700.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.2
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung sowohl für die Frage der Auferlegung der Gerichtskosten wie auch der Parteientschädigung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57; vgl. auch BGE 141 V 281 E. 11.1 mit Hinweis), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer ist bei einem praxisgemässen Stun
denansatz von
Fr.
220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) mit
Fr.
2’000
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
7.3
Bei diesem Ausgang des Verfahrens erweist sich das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung (
Urk.
1 S. 2 unten) als gegenstandlos.