# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 85ee5068-c664-4c68-be5c-c0c3a74b6f9f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ wurde am _1962 in der L.1_ geboren und wuchs zusammen mit sieben Geschwistern und zwei Stiefgeschwistern in geordneten Familienverhältnissen in O.1_ auf, wo er fünf Jahre die Grundschule, drei Jahre die Oberstufe und weitere drei Jahre das Gymnasium besuchte. Parallel zur Oberstufe arbeitete er als Karosseriespengler. Nach der Schule wechselte er in die Hotellerie und war als Allrounder tätig. Von 1979 bis 1982 arbeitete er als Kellner in L.2_ und kehrte dann anfangs 1983 bis Ende 1984 in die L.1_ zurück, um den Militärdienst zu absolvieren. 1985 reiste er als Tourist in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Seit 1985 wohnt er in O.2_ und hatte verschiedene Stellen, vorwiegend als Kellner, Hilfskoch und Schichtarbeiter bei verschiedenen Betrieben inne, so auch bei der Zementfabrik O.3_. Seit 1993 ist er im Besitz der Niederlassungsbewilligung C. Ab 1995 begann er nebenbei selbständig zu arbeiten. So übernahm er das Restaurant A._ in der _strasse in O.2_ und eröffnete zusammen mit seiner Ehefrau einen Kiosk an der _strasse und später die B._ Bar beim _platz in O.2_. Letzteren Betrieb übergab er im Jahr 2000 seiner Frau. Zwischen 2000 und 2003 war er im Kebab-Restaurant (C._) seines Bruders in der _strasse beschäftigt. Im Jahr 2004 wurde die D._ Einkaufsgenossenschaft gegründet, für welche er ab Oktober 2004 bis zum 31. Mai 2007 tätig war. In diesem Rahmen führte X._ den Imbiss-Stand seiner Ehefrau auf dem Parkplatz E._ in O.2_.
X._ verheiratete sich im Jahre 1986 ein erstes Mal. Dieser Ehe entspross im Jahre 1987 eine Tochter, die heute beim Vater lebt. Nach der Scheidung 1993 heiratete er 1995 F._. Mit ihr hat er fünf gemeinsame Kinder (Jahrgang 1998, 2000, 2002, 2008 und 2011). Gemäss eigenen Angaben half X._ bis Oktober 2013 am Imbiss-Stand seiner Ehefrau in O.4_ aus. Derzeit arbeitet er am Imbiss-Stand beim E._ in O.2_. Gemäss Auskunft der Steuerverwaltung Graubünden versteuerte X._ im Jahr 2008 ein Einkommen von Fr. 41'988.-- und ein Vermögen von Fr. 117'019.--. Im Betreibungsregisterauszug des Kreises O.2_ vom 2. August 2011 ist X._ für den Zeitraum vom 1. Januar 2000 bis zum 2. August 2011 mit 112 Betreibungen über total Fr. 587'185.45 und 61 Verlustscheinen im Umfang von total Fr. 357'554.25 verzeichnet und für den Zeitraum vom 1. Januar 2005 bis zum 6. November 2013 mit Betreibungen über Fr. 391'534.22 und Verlustscheinen über Fr. 159'898.50.
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B. Im Schweizerischen Strafregister ist X._ zweimal verzeichnet. Am 20. September 2005 verurteilte ihn die II. Strafkammer des Obergerichts des Kantons Zürich wegen Freiheitsberaubung und Entführung sowie Nötigung zu 12 Monaten Gefängnis. Der Vollzug der Strafe wurde aufgeschoben bei einer Probezeit von 3 Jahren. Am 7. Mai 2010 wurde X._ vom Kreispräsidenten O.2_ wegen Misswirtschaft und Unterlassung der Buchführung zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu Fr. 40.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 2 Jahren, und zu einer Busse von Fr. 300.-- verurteilt. Der Kreispräsident O.2_ verlängerte die Probezeit gemäss Urteil vom 20. September 2005 des Obergerichts des Kantons Zürich um 1 Jahr.
C. Mit Schreiben vom 28. Oktober 2010 erstattete die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden bzw. die IV-Stelle des Kantons Graubünden (nachfolgend: IV-Stelle) Strafanzeige gegen X._ wegen Betrugs nach Art. 146 Abs. 1 StGB, eventuell wegen widerrechtlichen Erwirkens von Leistungen oder Beiträgen gemäss Art. 70 IVG i.V.m. Art. 87 Abs. 1 AHVG.
D. Die Staatsanwaltschaft Graubünden eröffnete am 23. Februar 2011 die Strafuntersuchung gegen X._ wegen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB.
E. Am 23. März 2011 konstituierte sich die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden bei der Staatsanwaltschaft Graubünden als Strafklägerin im vorliegenden Verfahren, führte aber aus, sie wolle am Beweisverfahren nicht teilnehmen.
F. In der Parteimitteilung vom 15. September 2011 kündigte die Staatsanwaltschaft Graubünden den Abschluss der Untersuchung an und stellte in Aussicht, dass sie beim Gericht Anklage erheben werde.
G. Mit Verfügung vom 16. November 2011 ernannte die Staatsanwaltschaft Graubünden Rechtsanwalt lic. iur. Andrin Perl als amtlichen Verteidiger von X._.
H. Am 14. November 2013 erhob die Staatsanwaltschaft Graubünden Anklage gegen X._. Der Anklageschrift liegt folgender Sachverhalt zugrunde:
"1.1 Ab April 2004 nahm der Beschuldigte anlässlich der ersten Vorbereitungshandlungen zur Gründung der "D._ Einkaufsgenossenschaft" seine Tätigkeit im Rahmen der noch zu gründenden Einkaufsgenossenschaft auf. Vom 1. Oktober 2004, Beginn der operativen Tätigkeit der Genossenschaft, bis zum 31. Mai 2007, Auflösung der Genossenschaft, arbeitete er als Geschäftsführer des Imbiss-Standes der Genossenschaft beim E._ an der
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_strasse in O.2_. Der Beschuldigte, welcher über einen Führerausweis verfügte, war in der Regel täglich im Imbiss-Stand und arbeitete mit. Er war in diesem Zeitraum arbeitsfähig und -tätig.
1.2 Ungeachtet seiner Arbeitstätigkeit und -fähigkeit meldete sich der Beschuldigte am 14. September 2004 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Graubünden (SVA) zum Bezug von IV-Leistungen an, indem er in O.2_ das entsprechende Antragsformular ausfüllte und der IV-Stelle in O.2_ einreichte. Dabei täuschte er der SVA vorsätzlich und wahrheitswidrig vor, dass er seit dem 7. März 2003 bis auf Weiteres voll arbeitsunfähig sei. Als Behinderung nannte er eine seit März 2003 bestehende und von Dr. med. G._ aufgrund seiner eigenen tatsachenwidrigen Aussagen diagnostizierte Depression. Aufgrund der Anmeldung des Beschuldigten gab die SVA ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag. Daraufhin wurde der Beschuldigte von den Ärzten der Psychiatrischen Dienste Graubünden am 18. März 2005 und 5. August 2005 in O.2_ eingehend untersucht. Er verschwieg dabei gegenüber den Ärzten, dass er seit dem 5. April 2004 und spätestens seit dem 1. Oktober 2004 als Geschäftsführer des  der "D._ Einkaufsgenossenschaft" arbeitsfähig und -tätig war. Sodann stellte er vorhandene Symptome bewusst übertrieben dar (Aggravation). Obwohl der Beschuldigte wusste, dass sich die Gutachter auf seine Aussagen abstützen werden und er folglich tatsachengetreue sowie vollständige Angaben zu machen hatte, verschwieg er seine Arbeitstätigkeit und -fähigkeit und machte falsche Angaben.
1.3 Aufgrund der falschen, unvollständigen und übertriebenen Aussagen des Beschuldigten anlässlich der psychiatrischen Untersuchungen vom 18. März 2005 und 5. August 2005 hielten die Ärzte der Psychiatrischen Dienste Graubünden im Gutachten vom 24. Februar 2006 namentlich fest:
- der Beschuldigte befand sich von März bis Juni 2002 in Untersuchungshaft, diese Zeit, für welche deutliche Erinnerungslücken bestehen, sei für den Beschuldigten schwer belastend gewesen (S. 3) und werde von ihm als Beginn der Beschwerden wahrgenommen (S. 5);
- ein Arbeitsversuch im Juli 2004 sei wegen der Depression des Beschuldigten gescheitert (S. 3);
- die Familie leide unter der jetzigen Erkrankung des Beschuldigten, dieser könne sich nicht um die Kinder kümmern und vermeide Kontakte zur Ursprungfamilie in der L.1_ (S. 3);
- der Beschuldigte sei mit der Erkrankung seit 2003 bis anhin arbeitsunfähig (S. 5);
- der Beschuldigte müsse sich erheblich für Konzentration anstrengen, sei vergesslich, habe Schlafstörungen, spüre eine gewisse Gleichgültigkeit, könne keine Freude empfinden, weise Interessen- und Antriebslosigkeit auf, tendiere zum sozialen Rückzug, sei anderen gegenüber misstrauischer geworden und habe Schwierigkeiten Kontakt aufzunehmen, habe
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Bewusstseinsverluste von 2-3 Stunden und finde sich dann an einem anderen Ort wieder (S. 6/7).
Die Gutachter berücksichtigten weiter die fremdanamnestischen Angaben des Psychiaters des Beschuldigten, Dr. med. G._. Dabei machte der Beschuldigte zwischen März 2003 und August 2005 auch gegenüber seinem Psychiater unvollständige Angaben hinsichtlich seiner Arbeitstätigkeit und übertriebene Aussagen hinsichtlich seiner Symptome, was beim Psychiater zu einer falschen Diagnose führte.
Aufgrund dieser Beobachtungen kamen die Ärzte der psychiatrischen Dienste Graubünden im Gutachten vom 24. Februar 2006 zum irrigen Schluss, der Beschuldigte leide an einer posttraumatischen Belastungsstörung, einer mittleren depressiven Episode, einer dissoziativen Amnesie sowie einer dissoziativen Fugue. Er sei aktuell zu 100% als arbeitsunfähig einzustufen. Nach Stabilisierung seines Zustandes in ein bis zwei Jahren könne die Arbeitsbelastung auf 20% bis max. 50% gesteigert werden. Am 11. August 2006 ergänzten die Ärzte, welche sich aufgrund der Vorspiegelungen des Beschuldigten weiterhin im Irrtum über dessen wahren Gesundheitszustand befanden, ihr Gutachten dahingehend, dass die Restarbeitsfähigkeit des Beschuldigten in einem geschützten Bereich zu verwerten sei, wobei das Pensum nach Möglichkeit über sechs Monate von 20% auf 50% zu steigern sei.
1.4 Am 27. Februar 2007 gab der Beschuldigte bei einer persönlichen Vorsprache in O.2_ dem Mitarbeiter der SVA tatsachenwidrig an, seit dem 1. Januar 2007 im Imbiss-Stand, den seine Frau für die "D._ Einkaufsgenossenschaft" führe, lediglich auszuhelfen und einfache Arbeiten zu erledigen, wie den Keller aufräumen oder Kaffee ausschenken. Im Januar 2007 habe er so insgesamt 42 Stunden zu einem Stundenlohn von CHF 20.00 gearbeitet. Es gebe Wochen, während denen er gar nicht arbeiten könne, die vorangehende Woche habe er an zwei Tagen je vier Stunden gearbeitet. Diese Angaben gegenüber der SVA waren falsch, denn der Beschuldigte führte das Geschäft selbst. Er war für die Administration, Buchhaltung sowie Unterzeichnung von Arbeitsverträgen verantwortlich und trat als Ansprechpartner gegen aussen auf. Um diese Aufgaben wahrzunehmen, hielt er sich in der Regel täglich im Imbiss-Stand auf. Schliesslich teilte ihm die SVA mit, Änderungen der Arbeitstätigkeit bzw. des Arbeitspensums seien unverzüglich der SVA zu melden. Dieser Aufforderung kam der Beschuldigte nicht nach.
1.5 Der Beschuldigte war sich stets bewusst, dass seine Angaben gegenüber den Ärzten und den Mitarbeitern der SVA falsch oder unvollständig und übertrieben waren und er so ein falsches Bild vermittelte, welches die SVA zur Leistung einer Rente veranlassen würde, die ihm von Gesetzes wegen nicht zustand. Er wusste, dass die Ärzte und die SVA, welche bei der Beurteilung seines psychischen Zustandes auf seine Aussagen angewiesen waren, die Unwahrheit und Unvollständigkeit seiner Angaben nicht erkennen oder überprüfen konnten. Zudem ging er davon aus, dass eine detaillierte Prüfung ausbleiben werde oder gar unmöglich sei, da es in den Beobachtungen der verschiedenen Personen keine Widersprüche gab, zumal er gegenüber allen Beteiligten die gleichen falschen oder
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unvollständigen und übertriebenen Aussagen machte. Mit seinem Vorgehen beabsichtigte er, sich zulasten der SVA unrechtmässig zu bereichern.
1.6 Im Irrtum über die wahre Sachlage sprach die derart arglistig getäuschte SVA am 30. Oktober 2007 dem Beschuldigten gestützt auf das Gutachten vom 24. Februar 2006, dessen Ergänzung vom 11. August 2006 und den Aussagen des Beschuldigten eine ganze  (IV-Grad 100%) rückwirkend ab dem 1. März 2004 zu. Die SVA leistete dem Beschuldigten im Zeitraum vom 1. März 2004 bis 30. Juni 2009 Rentenleistungen (inkl. Kinderrenten und Nachzahlungen) im Umfang von insgesamt CHF 190'003.00. Da der Beschuldigte darauf keinen Anspruch hatte, wurde die SVA im erwähnten Umfang geschädigt und der Beschuldigte in gleichem Umfang unrechtmässig bereichert. Dabei wusste der Beschuldigte, dass er auf diese Rentenleistungen keinen Anspruch hatte.
1.7 Mit Urteil vom 29. Juni 2010 stellte das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden fest, dass dem Beschuldigten rückwirkend vom 1. März 2004 bis zum 31. Mai 2007 kein Anspruch auf eine IV-Rente zukommt. Die SVA verfügte am 10. November 2011 zudem rechtskräftig, dass dem Beschuldigten auch für die Zeit seit 1. Juni 2007 kein Anspruch auf IV-Leistungen zukommt."
I. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur fand am 19. Februar 2014 statt. Die Schlussanträge der Parteien lauteten wie folgt:
Anträge Staatsanwaltschaft Graubünden:
"1. Der Beschuldigte sei des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er mit einer Freiheitsstrafe von 24 Monaten und einer Busse von CHF 2'000.00, ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von 20 Tagen, zu bestrafen.
3. Der Vollzug der Freiheitsstrafe sei aufzuschieben, unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren.
4. Auf den Widerruf der vom Obergericht des Kantons Zürich bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 12 Monaten sei zu verzichten. Es sei eine Verwarnung auszusprechen.
5. Die Verfahrenskosten seien dem Beschuldigten aufzuerlegen."
Anträge Beschuldigter:
"1. Der Beschuldigte sei von der Anklage vollumfänglich freizusprechen.
2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge."
J. Gegen das am 19. Februar 2014 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete und am 21. Februar 2014 im Dispositiv mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Plessur meldete X._ mit Eingabe vom 25. Februar 2014 (Datum Poststempel)
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Berufung an, woraufhin das Bezirksgericht Plessur den Parteien am 9. April 2014 das schriftlich begründete Urteil mitteilte. Darin erkannte es wie folgt:
"1. X._ ist des Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB schuldig.
2. a)Dafür wird X._ mit einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten und einer Busse von CHF 1'000.00 bestraft.
b) Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von 3 Jahren aufgeschoben.
c) Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 10 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.
3. a)Auf den Widerruf der vom Obergericht des Kantons Zürich am 20. September 2005 bedingt ausgesprochenen Freiheitsstrafe von 12 Monaten wird verzichtet.
b) X._ wird im Sinne von Art. 46 Abs. 2 StGB verwarnt.
4. a)Die Kosten des Verfahrens von CHF 6'318.20 (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 2'718.20 und Gerichtsgebühren CHF 3'600.00) gehen zu Lasten von X._.
b) Die Kosten der gerichtlich bestellten Übersetzerin von CHF 250.00 gehen zu Lasten der Gerichtskasse.
c) X._ schuldet dem Bezirksgericht Plessur folglich:
Busse CHF 1'000.00
Verfahrenskosten CHF 6'318.20
Total CHF 7'318.20
In Rechtskraft erwachsene Bussen und Verfahrenskosten sind dem Bezirksgericht Plessur innert 30 Tagen nach der Zustellung des Urteils mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
5. a)Die amtliche Verteidigung wird für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 5'452.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung geht zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht der beschuldigten Person gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

## Considerations