# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 59c6e076-ec51-41cf-bd1b-053af0eed58d
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y., geb. 1989, nach eigenen Angaben irakischer Staatsangehöriger, reiste am
18. Juni 2007 illegal in die Schweiz ein und stellte am 22. Juni 2007 ein Asylgesuch.
Das Bundesamt für Migration trat mit Verfügung vom 23. Januar 2009 auf das
Asylgesuch nicht ein. Es stellte fest, der Gesuchsteller habe falsche Angaben zu seiner
Herkunft gemacht und gefälschte Identitätspapiere eingereicht. Es lägen keine
entschuldbaren Gründe vor, die es dem Gesuchsteller verunmöglicht hätten, Reise-
oder Identitätspapiere einzureichen. Eine vom Gesuchsteller gegen den negativen
Asylentscheid erhobene Beschwerde wurde vom Bundesverwaltungsgericht mit Urteil
vom 5. Februar 2009 abgewiesen, soweit darauf einzutreten war. Das Ausländeramt
setzte in der Folge eine Ausreisefrist bis 23. Februar 2009 an. Am 20. Februar 2009
stellte X.Y. durch seinen Rechtsvertreter beim Bundesverwaltungsgericht ein Gesuch
um Gewährung von Asyl, eventuell vorläufige Aufnahme. Gleichentags stellte er durch
seinen Rechtsvertreter ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung.
Das Bundesverwaltungsgericht behandelte die Eingabe als Revisionsgesuch und wies
dieses mit Entscheid vom 21. April 2009 ab, soweit es darauf eintrat.
Das Ausländeramt entschied mit Verfügung vom 23. Juli 2009, es könne kein Verfahren
um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung eingeleitet werden. X.Y. halte sich noch nicht
fünf Jahre in der Schweiz auf, weshalb der Grundsatz der Ausschliesslichkeit des
Asylverfahrens gemäss Art. 14 Abs. 1 des Asylgesetzes (SR 142.31, abgekürzt AsylG)
zur Anwendung komme.
B./ Mit Eingabe vom 5. August 2009 erhob X.Y. durch seinen Rechtsvertreter Rekurs
beim Sicherheits- und Justizdepartement mit dem Antrag, die Verfügung des
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/7
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St.Galler Gerichte
Ausländeramts sei aufzuheben, es sei auf einen humanitären Härtefall zu erkennen und
das Bundesamt für Migration um Zustimmung zur Erteilung einer Bewilligung zu
ersuchen, eventualiter sei das Verfahren zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den Rekurs mit Entscheid vom
7. Oktober 2009 ab. Es erwog, eine Ausnahme vom Grundsatz der Ausschliesslichkeit
des Asylverfahrens liege nicht vor, weshalb kein Verfahren um Erteilung einer
fremdenpolizeilichen Aufenthaltsbewilligung eingeleitet werden könne, solange der
Rekurrent nicht aus der Schweiz ausgereist sei.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 19. Oktober 2009 stellte X.Y. beim
Sicherheits- und Justizdepartement ein Gesuch um Revision und beantragte, "es sei
revisionsweise das zuvor rekursweise bei Ihnen geltend gemachte Aufenthaltsbegehren
materiell gutzuheissen", das Verfahren sei bis zum Eintreffen der neuen Dokumente

## Considerations