# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b42321a1-0988-50dd-a10c-d7839c3c053d
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ P.S. ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 1975 in Hornen, Mols (Politische
Gemeinde Quarten). Das Grundstück weist eine Fläche von 802 m auf und liegt am
westlichen Rand von Mols direkt am Ufer des Walensees. Auf dem Grundstück steht
ein Schopf (ehemaliges Wegmacherhäuschen) mit einem Anbau. Nach dem Zonenplan
der Politischen Gemeinde Quarten vom 15. Dezember 1986 liegt es im übrigen
Gemeindegebiet.
Am 24. April 2001 orientierte P.S. durch seinen Schwiegersohn die
Gemeindeverwaltung Quarten über sein Vorhaben, den Schopf zu sanieren. Es sei
vorgesehen, die morschen Balken und Bretter zu ersetzen und das Dach zu reparieren.
Der Schopf solle mit den gleichen Massen bestehen bleiben, und das verwendete
Material werde dem bestehenden gleichen.
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Nachdem der Gemeinderat Quarten davon Kenntnis erhalten hatte, dass weitere
Arbeiten vorgenommen wurden, forderte er P.S. am 18. April 2007 auf, ein Baugesuch
einzureichen und verfügte die Einstellung der Bauarbeiten.
Am 22. Mai 2007 reichte P.S. ein Baugesuch für den Umbau und die Umnutzung des
Holz- und Geräteschopfs in ein Geräte- und Freizeithaus ein. Dieses sah sechs Fenster
in Richtung Norden, wovon drei Dachfenster, sowie ein Fenster in Richtung Osten vor.
Im Erdgeschoss waren eine Küche und ein Badezimmer mit WC und Dusche sowie ein
Aufenthaltsraum vorgesehen.
Das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (abgekürzt AREG) verweigerte mit
raumplanungsrechtlicher Teilverfügung vom 30. August 2007 die nachträgliche
Zustimmung zur Baubewilligung und forderte den Gemeinderat Quarten auf, die
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands anzuordnen. Zur Begründung führte
das AREG im wesentlichen aus, der Einbau von Wohnraum sei nicht durch die
Bestandesgarantie gedeckt.
Mit Verfügung vom 6. September 2007 verweigerte der Gemeinderat Quarten die
nachträgliche Bewilligung für den Umbau des Schopfs (Ziff. 1), erklärte die Verfügung
des AREG zum Bestandteil seines Entscheides (Ziff. 2) und ordnete den Rückbau der
Dachgauben, der gesamten Isolation auf beiden Geschossen, der Küche und der
Dusche, mit Ausnahme des WC (Ziff. 3), sowie bezüglich der äusseren Erscheinung die
Versetzung der Baute in den ursprünglichen Zustand und die Entfernung des Anbaus
(Ziff. 4) an.
B./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 26. September 2007 erhob P.S. Rekurs
mit dem Antrag, die Verfügung des Gemeinderats Quarten vom 6. September 2007 und
die Verfügung des AREG vom 30. August 2007 seien aufzuheben und der Gemeinderat
Quarten sei anzuweisen, das Baugesuch mit Ausnahme der Einbauküche zu bewilligen,
das AREG sei anzuweisen, dieser Bewilligung die Zustimmung zu erteilen und der
Gemeinderat Quarten sei anzuweisen, für die teilweise Beseitigung bzw. Anpassung
der Einbauküche und des provisorischen Schopfanbaus eine angemessene neue Frist
anzusetzen, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wurde im
wesentlichen vorgebracht, bereits vor 1972 sei der Schopf als Badehütte und mithin für
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Freizeitaktivitäten genutzt worden. Es sei unzutreffend, dass eine vollständige
Zweckänderung von einer Nutzung als Abstellraum hin zu einer Wohnnutzung erfolge.
Die Isolation des Gebäudes und der Einbau von Dachlukarnen ermögliche keine
Wohnnutzung. Die Isolation des Gebäudes sei für sich allein betrachtet weder
raumplanerisch noch baupolizeilich relevant. Die sanitären Einrichtungen, Bad mit WC
und Dusche gehörten zur Mindestausstattung einer Badehütte und entsprächen
modernen Hygieneansprüchen.
Am 26. März 2008 führte das Baudepartement in Anwesenheit der Beteiligten einen
Augenschein durch.
Mit Schreiben vom 30. Mai 2008 teilte das Baudepartement den Verfahrensbeteiligten
mit, der Rekurrent schlage als Vergleichslösung den Rückbau der Küche und der
Dachlukarnen vor. Damit sei weiterhin eine primäre Nutzung des Gebäudes als
Ferienhaus möglich, die weit über eine zulässige sekundäre Nutzung als Holz- und
Geräteschopf hinausgehe. Es sei daher keine Möglichkeit ersichtlich, das Verfahren
aufgrund dieser Vergleichslösung abzuschreiben. Es sei vorgesehen, den Rekurs
abzuweisen und die Verfügung des Gemeinderates Quarten vom 6. September 2007
dahingehend zu ergänzen, dass bloss eine sekundäre Nutzung des Gebäudes möglich
sei. In Abänderung von Ziff. 3 des Beschlusses des Gemeinderates Quarten vom
6. September 2007 sei auch das WC zu entfernen sowie der Wasser- und der
Stromanschluss stillzulegen. Den Verfahrensbeteiligten wurde die Möglichkeit
eingeräumt, zur vorgesehenen Ergänzung von Ziff. 3 des Beschlusses des
Gemeinderates Quarten Stellung zu nehmen.
Der Gemeinderat Quarten hielt in der Folge an seinem Entscheid vom 6. September
2007 fest und führte in seiner Stellungnahme vom 2. Juni 2008 aus, der Gemeinderat
habe vom Rückbau des WC bewusst abgesehen. Schon seit Jahrzehnten sei das
Grundstück als Bademöglichkeit genutzt worden. An den Wochenenden seien mehrere
Personen anwesend. Bislang sei die Notdurft in der Natur verrichtet worden, falls das
WC des Nachbargebäudes nicht zur Verfügung gestanden sei. Die Toilette mit
Anschluss an die öffentliche Kanalisation solle bestehen bleiben.
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Der Rekurrent hielt in seiner Stellungnahme vom 19. Juni 2008 fest, es bleibe ihm nur
der Rekursrückzug, um die auch unter Berücksichtigung der öffentlichen
Gewässerschutzinteressen unverständliche reformatio in peius und eine erhebliche
Ausweitung der Streitsache zu vermeiden. Damit werde die angefochtene Verfügung
vom 6. September 2007 rechtskräftig und vollstreckbar. Es werde beantragt, die Frist
für den Rückbau auf Ende Oktober 2008 festzusetzen.
Nachdem der Gemeinderat mit Verfügung vom 20. Juni 2008 die Frist für den Rückbau
bis Ende Oktober 2008 erstreckt hatte, zog der Rekurrent sein Rechtsmittel mit
Schreiben vom 30. Juni 2008 zurück.
Das Baudepartement entschied am 20. August 2008
über die Angelegenheit. Es schrieb den Rekurs von P.S. ab und erstattete ihm den
geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zurück (Ziff. 1). Ausserdem widerrief es
aufsichtsrechtlich die Verfügung des Gemeinderates Quarten vom 20. Juni 2008 sowie
Ziff. 3 der Verfügung des Gemeinderates Quarten vom 6. September 2007 und änderte
diese dahingehend, dass der Rückbau der Dachlukarnen, der gesamten Isolation, der
Küche, des Badezimmers mit WC und Dusche sowie der Installationen (Strom, Wasser)
innert sechs Monaten seit Rechtskraft der Verfügung vorzunehmen sei (Ziff. 2). Auf eine
Gebühr wurde verzichtet (Ziff. 3).
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 5. September 2008 erhob P.S.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht und beantragte, Ziff. 2 des Entscheids des
Baudepartements vom 20. August 2008 sei aufzuheben, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. In seiner Beschwerdeergänzung vom 25. September 2008 hält
der Beschwerdeführer an seinem Rechtsbegehren fest. Zur Begründung macht er
geltend, den Verfahrensbeteiligten sei eine Frist angesetzt worden, um zur
vorgesehenen reformatio in peius Stellung zu nehmen. Innert erstreckter Frist habe er
seinen Rekurs zurückgezogen. Dieser Rückzug habe bewirkt, dass das
Rekursverfahren erledigt und der Streitgegenstand der Rechtsmittelinstanz entzogen
worden sei. Die aufsichtsrechtliche Beurteilung der Streitsache sei deshalb ausserhalb
des Rekurses in einem separaten Verfahren erfolgt, für welches besondere
Eingriffsvoraussetzungen gälten. Die Ankündigung der reformatio in peius sei im
Rekursverfahren erfolgt; ein Hinweis, dass sie notfalls aufsichtsrechtlich verfügt werde,
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finde sich im Schreiben des Baudepartements vom 30. Mai 2008 nicht. Der
Beschwerdeführer habe daher nicht mit aufsichtsrechtlichen Massnahmen rechnen
müssen. Indem ausserhalb des Rekursverfahrens aufsichtsrechtliche Massnahmen
verfügt worden seien, ohne den Beschwerdeführer vorgängig zu den dazu
erforderlichen Voraussetzungen anzuhören, sei ihm das rechtliche Gehör verweigert
worden. Auch materiell sei Ziff. 2 des angefochtenen Entscheids unhaltbar. Auf die
weiteren Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden
Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 21. Oktober 2008 die
Abweisung der Beschwerde. Sie hält fest, der Rekurs sei zugleich Rechtsschutz- und
Aufsichtsmittel. Dementsprechend stehe der Rekursinstanz eine umfassende Kognition
zu, und sie entscheide, ohne an die Anträge der Parteien gebunden zu sein. Der
Beschwerdeführer verkenne die aufsichtsrechtlichen Möglichkeiten einer
Rekursinstanz, soweit er vorbringe, mit dem Erlass einer aufsichtsrechtlichen
Anordnung sei trotz der angekündigten reformatio in peius nicht zu rechnen gewesen.
Die Politische Gemeinde Quarten teilte in ihrer Vernehmlassung vom 30. Oktober 2008
mit, der Gemeinderat halte an seinem Beschluss vom 6. September 2007 fest und
verzichte auf eine weitere Stellungnahme.
Der Beschwerdeführer erhielt Gelegenheit, zur vor-instanzlichen Vernehmlassung
Stellung zu nehmen. Dies tat er mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 1. Dezember
2008.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Zu prüfen ist zunächst, ob auf die Beschwerde eingetreten werden kann.
Angefochten ist der aufsichtsrechtlich angeordnete Widerruf der Verfügung vom
20. Juni 2008 sowie der Ziff. 3 der Verfügung vom 6. September 2007 und deren
Änderung, welche die Anordnung des Rückbaus der Dachlukarnen, der gesamten
Isolation, der Küche, des Badezimmers mit WC und Dusche sowie der Installationen
von Strom und Wasser innert sechs Monaten seit Rechtskraft der Verfügung zum
Gegenstand hat. Aufsichtsrechtliche Anordnungen der Departemente sind
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grundsätzlich nicht mit Beschwerde beim Verwaltungsgericht anfechtbar (Art. 59bis
Abs. 2 lit. a Ziff. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1,
abgekürzt VRP).
Nach der Praxis ist die Anfechtung des Entscheids einer Aufsichtsbehörde zulässig,
wenn im Rahmen eines aufsichtsrechtlichen Verfahrens die Streitsache einer neuen
materiellen Prüfung unterzogen wird und eine Verfügung ergeht (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 574 mit
Hinweisen).
Im vorliegenden Fall besteht die aufsichtsrechtliche Anordnung im Widerruf einer
Verfügung des Gemeinderates und in der Änderung einer solchen Verfügung, die den
Beschwerdeführer unmittelbar in seinen rechtlich geschützten Interessen berührt.
Damit wurde im Rahmen eines aufsichtsrechtlichen Verfahrens eine Verfügung
erlassen, welche gestützt auf Art. 59bis Abs. 1 VRP mit Beschwerde beim
Verwaltungsgericht anfechtbar ist. Die Beschwerdeeingaben vom 5. und
25. September 2008 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auch ist der Beschwerdeführer zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist daher
einzutreten.
2. Die Vorinstanz teilte dem Beschwerdeführer im Rahmen des Rekursverfahrens mit,
es sei vorgesehen, den Rekurs abzuweisen und die Verfügung des Gemeinderates vom
6. September 2007 dahingehend zu ergänzen, dass nur eine sekundäre Nutzung des
Gebäudes möglich sei, und die Entfernung des WC sowie die Stilllegung des Wasser-
und des Stromanschlusses anzuordnen. Dazu wurde dem Beschwerdeführer
Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben. Der Beschwerdeführer zog in der Folge den
Rekurs zurück, nachdem ihm die Beschwerdebeteiligte bezüglich der Vollzugsfrist eine
entsprechende Zusicherung gemacht hatte.
Grundsätzlich war das Baudepartement befugt, eine reformatio in peius vorzunehmen
und die Rechtsstellung des Beschwerdeführers zu verschlechtern. Die Vorinstanz war
als Rekursbehörde an die Anträge der Beteiligten nicht gebunden (Art. 56 Abs. 1 VRP).
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Dies ist grundsätzlich unbestritten. Die Anordnung einer reformatio in peius wurde denn
auch dem Beschwerdeführer angezeigt und diesbezüglich das rechtliche Gehör
gewährt. Mit dem Rückzug des Rekurses fiel aber das Rechtsmittelverfahren dahin. Mit
dem Rückzug des Rechtsmittels wird ein Verfahren gegenstandslos. Sofern die
Rückzugserklärung vorbehaltlos erfolgt und gültig ist, hat die Rechtsmittelinstanz
lediglich noch die Abschreibung des Rechtsmittels vorzunehmen. Insbesondere ist die
Rechtsmittelinstanz nicht befugt, einer Rückzugserklärung deshalb keine Folge zu
leisten, weil die festgestellten Rechtsverletzungen ein Einschreiten von Amtes wegen
notwendig erscheinen lassen oder weil sie eine reformatio in peius vorzunehmen
beabsichtigte. Dadurch würde der in bezug auf die Einleitung und die Beendigung des
Verfahrens geltende Dispositionsgrundsatz verletzt. Die Korrektur eines mangelhaften
Verwaltungsaktes kann in solchen Fällen nur noch mittels aufsichtsrechtlicher
Massnahmen veranlasst werden. Dabei ist aber zu beachten, dass der Rückzug nach
Ablauf der Rechtsmittelfrist den betreffenden Verwaltungsakt rechtskräftig werden
lässt, weshalb eine allfällige aufsichtsrechtliche Aufhebung oder Änderung nur noch im
Rahmen der Vorschriften über den Widerruf gestattet ist (vgl. W.E. Hagmann, Die st.
gallische Verwaltungsrechtspflege und das Rechtsmittelverfahren vor dem
Regierungsrat, Diss. Zürich 1979, S. 200 f. mit Hinweisen). Der Umstand, dass die
Rekursinstanz gleichzeitig auch Aufsichtsinstanz ist, entbindet diese nicht von der
Beachtung der dargelegten prozessualen Grundsätze. Der Einwand der Vorinstanz, der
Beschwerdeführer verkenne die aufsichtsrechtlichen Möglichkeiten einer
Rekursinstanz, welcher zugleich eine aufsichtsrechtliche Funktion zukomme, ist nicht
stichhaltig. Wohl herrscht in bezug auf den Streitgegenstand und dessen Umfang
Offizialmaxime, also der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen, wobei
aber in bezug auf Einleitung und Beendigung des Verfahrens die Dispositionsmaxime
zur Anwendung kommt. Dem Beschwerdeführer wurde Gelegenheit gegeben, zur
beabsichtigten Abweisung des Rekurses und Änderung von Ziff. 3 der Verfügung des
Gemeinderates zu seinen Ungunsten Stellung zu nehmen. Die Einladung zur
Stellungnahme betraf das Rekursverfahren, nicht ein aufsichtsrechtliches Verfahren.
Dem Beschwerdeführer wurde kein aufsichtsrechtliches Einschreiten angekündigt.
Nachdem er den Rekurs zurückgezogen hatte, hätte die Vorinstanz im Rahmen ihres
aufsichtsrechtlichen Vorgehens den Beschwerdeführer zu den beabsichtigten
Massnahmen Stellung nehmen lassen müssen. Indem sie dies unterlassen hat,
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verletzte sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör und
missachtete damit Art. 15 Abs. 2 VRP und Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR
101, abgekürzt BV).
3. Der Beschwerdeführer verzichtete ausdrücklich darauf, einen Antrag auf
Rückweisung der Streitsache wegen Verletzung des rechtlichen Gehörs zu stellen und
verlangt die materielle Prüfung der angefochtenen Ziff. 2 des Entscheids des
Baudepartements bzw. die Aufhebung der angefochtenen Anordnung.
3.1. Zutreffend hält der Beschwerdeführer fest, dass mit dem Rückzug des Rekurses
die Verfügung des Gemeinderates Quarten vom 6. Dezember 2007 sowie die
Teilverfügung des Amtes für Raumentwicklung und Geoinformation vom 30. August
2007 rechtskräftig geworden sind. Die Erledigung des Rekursverfahrens trat mit dem
Rückzug des Rechtsmittels ein; die Abschreibung hatte nur noch deklaratorischen
Charakter (vgl. Hagmann, a.a.O., S. 264). Daraus folgt, dass die Verfügung des
Gemeinderates Quarten vom 6. September 2007 formell rechtskräftig geworden ist.
Das bedeutet einerseits, dass die darin angeordneten Massnahmen umzusetzen sind.
Diese sind im vorliegenden Fall nicht mehr zu prüfen.
Zu klären ist allerdings, was gemäss der Verfügung vom 6. September 2007 tatsächlich
abzubrechen ist.
3.2. Ist der Verzicht auf den Rückbau des WC rechtskräftig, so ist zu prüfen, inwiefern
dieser im aufsichtsrechtlichen Verfahren angeordnet werden kann.
Die aufsichtsrechtliche Anordnung der Vorinstanz, soweit sie nicht bereits in der
Verfügung des Gemeinderates enthalten ist, umfasst den Rückbau des WC sowie der
Installation von Strom und Wasser. Soweit auch der Rückbau des Badezimmers und
der Dusche angeordnet wurde, ergibt sich aus der Verfügung des Gemeinderates, dass
dieser auf die Verfügung des AREG verwies, wonach die Dachgauben, die Isolation, die
Küche und die Dusche mit WC abgebrochen werden müssten.
3.3. Der Beschwerdeführer macht nicht geltend, es sei für die streitigen Einrichtungen
eine Bewilligung zu erteilen. Die Beschwerde richtet sich ausschliesslich gegen die
Anordnung des Abbruchs bzw. der Entfernung der Anlagen.
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Nach Art. 28 Abs. 1 VRP können Verfügungen durch die erlassende Behörde geändert
oder aufgehoben werden, wenn der Widerruf die Betroffenen nicht belastet oder wenn
er aus wichtigen öffentlichen Interessen geboten ist. Mit dem Erfordernis der wichtigen
öffentlichen Interessen verlangt das Gesetz eine Wertabwägung. Abzuwägen ist das
öffentliche Interesse am Widerruf einerseits gegen das schutzwürdige Interesse des
Betroffenen an der Aufrechterhaltung der ergangenen Verfügung anderseits. Dass das
Gesetz nur wichtige öffentliche Interessen als ausreichend erachtet, um einen Widerruf
zu rechtfertigen, macht deutlich, dass das öffentliche Interesse klar überwiegen muss.
Bei der Beurteilung fällt vor allem ins Gewicht, dass ein belastender Widerruf stets eine
Hintanstellung des Grundsatzes von Treu und Glauben sowie des Erfordernisses der
Rechtssicherheit mit sich bringt (vgl. GVP 2007 Nr. 68). Dieses Urteil betraf den
Widerruf einer rechtskräftigen Baubewilligung. Im vorliegenden Fall liegt eine ähnliche
Sachlage vor. Angefochten ist der Widerruf einer rechtskräftigen
Wiederherstellungsverfügung bzw. eines im Rahmen einer solchen Verfügung
angeordneten Verzichts auf die Entfernung gewisser Einrichtungen.
Die Vorinstanz hielt fest, die Entfernung aller dem Wohnen dienenden Einrichtungen,
insbesondere auch des Badezimmers mit WC sowie der Installationen von Strom und
Wasser, sei zweifellos geeignet, eine Wohnnutzung zu unterbinden und die Nutzung
des Neubaus im Rahmen der Bestandesgarantie als Abstellraum zu gewährleisten. Eine
mildere Massnahme als die Entfernung aller dem Wohnen dienenden Einrichtungen sei
in Fällen, in denen illegal Wohnraum ausserhalb der Bauzonen geschaffen worden sei,
regelmässig und auch vorliegend nicht ersichtlich. Würde die Nutzung des Neubaus zu
Wohnzwecken lediglich mit einer Auflage untersagt, wäre dies nicht nur mit einem
erheblichen Kontroll- und Verwaltungsaufwand verbunden, sondern auch die Gefahr
eines Missbrauchs wäre gross. Weiter hielt die Vorinstanz fest, soweit der Rekurrent
gewässerschutzrechtliche Gründe gegen eine Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustands vorbringe, verkenne er, dass weder das eidgenössische noch das kantonale
Gewässerschutzrecht eine Nutzung des betroffenen Grundstücks für Freizeitaktivitäten
oder das Baden im Walensee untersagen würden.
Der Beschwerdeführer machte im wesentlichen geltend, es sei schikanös, ihm die
bestehende Toilette zu verbieten. Er habe seinerzeit die Hütte im Einvernehmen mit der
Behörde an die Kanalisation angeschlossen. Es sei nicht ersichtlich, dass
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nichtlandwirtschaftliche Bauten ausserhalb des Baugebietes nicht an die öffentliche
Kanalisation angeschlossen werden dürften. Unter dem Aspekt der öffentlichen
Hygiene und des Gewässerschutzes sei es völlig unverständlich, wenn in eine Hütte auf
einer Strandliegenschaft, auf welcher Freizeitaktivitäten unbestrittenermassen zulässig
seien, keine Toilette eingebaut werden dürfte. Die Beseitigung der Toilette hätte zur
Folge, dass sich die Benützer der Liegenschaft für die Verrichtung der Notdurft in die
umliegenden Büsche schlagen oder auf den See hinausschwimmen müssten, was mit
der öffentlichen Hygiene und dem Gewässerschutz weit weniger vereinbar wäre als die
Toilette in der umstrittenen Baute.
Die Vorinstanz anerkennt, dass das Gewässerschutzrecht die Nutzung des
Grundstücks für Freizeitaktivitäten und Baden im See nicht verbietet. Hinsichtlich der
Nutzung der Hütte für Freizeitaktivitäten aus raumplanungsrechtlicher Sicht legte sich
die Vorinstanz nicht fest. Sie erwog lediglich, dass die Schaffung von Wohnraum nicht
zulässig sei. In der Androhung der reformatio in peius hielt sie fest, dass eine
sekundäre Nutzung zugelassen werde, ohne konkret darzulegen, was dies bedeutet.
Das AREG ging davon aus, dass die Bestandesgarantie für einen als Abstellraum
nutzbaren Schopf gelte.
Die bereits vor dem 1. Juli 1972 bestehende Nutzung des Schopfs als Abstellraum ist
unbestritten. Entgegen der Vorinstanz lässt sich der vorliegende Streitfall nicht auf die
Frage des Vorhandenseins bzw. des Rückbaus von Wohnraum reduzieren. Die
Zulassung der Nutzung als Abstellraum kann nicht verhindern und verbietet es auch
nicht, dass die Hütte als Badehütte benutzt wird, indem sie zur Unterbringung von
Sachen und als Schutz vor plötzlich aufkommendem Regen oder zum gelegentlichen
Aufenthalt bzw. zum Ausruhen genutzt wird. Dies ist keine Wohnnutzung und auch
keine Nutzung als Ferien- oder Wochenendhaus, und ein Verbot einer solchen
geringfügigen Zweckentfremdung von Abstellraum widerspräche überdies der
verfassungsrechtlich geschützten Eigentumsgarantie (Art. 26 BV).
Das WC ist im vorliegenden Fall kein Bauteil, welches eine Eignung der Hütte zur
Wohnnutzung begründet. Da eine Nutzung des Grundstücks für Freizeitaktivitäten
zulässig ist, besteht kein wichtiges öffentliches Interesse, die Belassung des WC's bzw.
den Verzicht auf den Abbruch des WC's zu widerrufen. Vielmehr besteht aus
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gewässerschutzrechtlichen Gründen ein gewisses öffentliches Interesse, das WC zu
belassen. Zu einem WC gehört selbstredend auch ein Lavabo. Dementsprechend ist
auch der Widerruf der Zulassung des Wasseranschlusses aufzuheben. Dass die
Dusche zu entfernen ist, anerkennt der Beschwerdeführer übrigens selbst
(Beschwerdebegründung Ziff. III/1).
Weiter ordnete die Vorinstanz den Rückbau der Elektrizitätsinstallation an. Über diesen
Punkt spricht sich die Verfügung des Gemeinderates Quarten nicht aus. Da das
Abwasser - dieser Anschluss ist nach der Verfügung des Baudepartements nicht zu
entfernen - wegen des Gefälles der Leitung weggepumpt werden muss, erweist sich
auch der Stromanschluss als zulässig. Dass damit die Möglichkeit besteht, den Schopf
zu beleuchten und Geräte zu betreiben, steht ausser Frage. Diese Möglichkeiten
vermögen aber eine Eignung für eine Wohnnutzung bzw. eine Nutzung als Ferien- oder
Wochenendhaus nicht zu begründen.
Mit dem Rückbau der Dachgauben, der Isolation, der Fenster (die Hütte ist gemäss Ziff.
4 der Verfügung des Gemeinderates äusserlich wieder in den ursprünglichen Zustand
zu versetzen, was die Entfernung der Fenster bedingt), der Küche und der Dusche wird
eine Wohnnutzung hinreichend verhindert. Am Bestand des WC's besteht ein
öffentliches Interesse, da die Freizeitnutzung der Hütte zulässig ist. Jedenfalls ist kein
wichtiges, das genannte öffentliche Interesse sowie die Interessen des
Beschwerdeführers überwiegendes öffentliches Interesse ersichtlich, die rechtskräftig
gewordene Tolerierung des WC's zu widerrufen. Folglich ist der angefochtene
Entscheid des Baudepartements in Ziff. 2 aufzuheben, soweit der Rückbau von WC
und Lavabo sowie der Installationen von Strom und Wasser angeordnet wurde. Dies
entspricht einer Gutheissung der Beschwerde.
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten des Staates (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Dem
Beschwerdeführer ist der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 3'000.--
zurückzuerstatten.
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Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine ausser-amtliche Entschädigung (Art. 98
Abs. 1 und Art. 98bis VRP). Sein Vertreter hat keine Kostennote eingereicht, weshalb
die Entschädigung ermessensweise festzusetzen ist (Art. 6 der Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Im vorliegenden
Fall ist eine Entschädigung von Fr. 2'000.-- zuzügl. MWSt angemessen (Art. 22 Abs. 1
lit. b HonO).
Demnach hat das Verwaltungsgericht