# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9522f650-70dc-40e4-a2e7-3ec399b8cbc6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _1957, slowakischer Staatsangehöriger, schloss mit der Y._AG am 31. März 2008 einen bis zum 31. Oktober 2008 befristeten Arbeitsvertrag. Demnach war X._ als Nachtportier im Hotel A._ in O.1_ angestellt. Die wöchentliche Arbeitszeit wurde auf 41 Stunden festgelegt (während der Hochsaison 44 Stunden) und ein monatlicher Bruttolohn von CHF 3'500.00 bzw. ein Nettolohn von CHF 2'663.85 vereinbart. Subsidiär wurde der L-GAV 98 (Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes) für anwendbar erklärt.
B. Mit befristetem Arbeitsvertrag vom 3. September 2008 wurde X._ vom 10. November 2008 bis zum 31. Oktober 2009 als Nachportier im Hotel A._ und ausserdem als Springer im letztgenannten Betrieb sowie im Hotel B._ angestellt. Sein monatlicher Bruttolohn betrug CHF 3'500.00; der Nettolohn CHF 2'443.85. Am 19. August 2009 schlossen die Parteien einen neuen Arbeitsvertrag vom 1. November 2009 bis ca. 17. April 2010 ab. Der monatliche Bruttolohn betrug hernach CHF 3'500.00 (unter anderem abzüglich Quellensteuer, Verpflegungskosten und Zimmermiete) und der Nettolohn CHF 2'046.50. Offenbar schlossen die Parteien am 2. März 2010 einen weiteren Arbeitsvertrag ab, welcher jedoch nicht bei den Akten liegt. Mit Schreiben vom 23. April 2010 kündigte die Y._AG den Arbeitsvertrag vom 2. März 2010 auf den 30. Juni 2010 und stellte X._ für diese Zeit frei. Die Freistellung werde mit dem "Aufbrauchen aller Ferien-Feier-Ruhetage sowie Kompensation von Überstunden" verbucht. Sollte der Arbeitnehmer eine neue Arbeit aufnehmen, sei dies der Arbeitgeberin umgehend zu melden (Vorinstanz act. II/2). Mit Schreiben vom 12. Mai 2010 bestätigte die Y._AG die Kündigung, wies den Arbeitnehmer darauf hin, dass er keine neue Stelle annehmen dürfe und untersagte ihm, "eines unserer Hotels zu betreten!"
C. Am 24. Juni 2010 meldete X._ die Streitsache beim Vermittleramt des Bezirks Prättigau/Davos an. Nachdem die Sühneverhandlung vom 9. Juni 2011 erfolglos blieb, stellte der Vermittler den Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren aus:
"Rechtsbegehren der klagenden Partei vom 9. Juni 2011:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 21'000.00 nebst 5% Zins seit 24. Juni 2010, eventuell eine Entschädigung nach richterlichem Ermessen, zu bezahlen.
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2. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
Rechtsbegehren der beklagten Partei vom 9. Juni 2011:
1. Es sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu Lasten des Klägers."
D. Mit Eingabe vom 30. Juni 2011 (Datum des Poststempels) prosequierte X._ die Streitsache am Bezirksgericht Prättigau/Davos unter dem Titel "Kündigung aus Rache ist missbräuchlich". Im Wesentlichen begründete der Kläger sein Rechtsbegehren damit, dass die von der Beklagten ausgesprochene Kündigung missbräuchlich sei und ihm daher die höchst mögliche Entschädigung von sechs Monatslöhnen, nämlich CHF 21'000.00 (6 x CHF 3'500.00), zustehe.
E. In ihrer Prozessantwort vom 22. Juli 2011 verlangte die Beklagte die kostenpflichtige Abweisung der Klage, soweit darauf überhaupt eingetreten werden könne. Sie führte im Wesentlichen aus, dass das Verhalten des Klägers letztlich zur Kündigung geführt habe und dieses vielmehr sogar zu einer fristlosen Kündigung Anlass geboten hätte.
F. Am 18. September 2014 fand vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos die Hauptverhandlung statt, an welcher der Kläger persönlich und der Rechtsvertreter der Beklagten teilnahmen.
G. Mit Entscheid vom 18. September 2014, mitgeteilt am 05. Dezember 2014, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt:
"1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Es werden keine Gerichtskosten gesprochen.
3. X._ hat die Y._AG mit CHF 4'752.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations