# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ef49fba3-0cc9-5d70-ae41-8e28b32c2440
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2008
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Muhammed A., geb. 1972, ist Staatsangehöriger von Bangladesh. Er reiste am 31.
Oktober 2003 illegal in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Dieses wurde vom
Bundesamt für Migration am 12. November 2003 abgewiesen. Eine gegen diese
Verfügung erhobene Beschwerde wurde von der Schweizerischen
Asylrekurskommission am 26. Februar 2004 abgewiesen. Das Bundesamt für Migration
setzte in der Folge eine Ausreisefrist bis 30. April 2004 an. Muhammed A. befolgte die
Aufforderung zur Ausreise nicht. Am 2. Juli 2004 heiratete er in Horgen Odalis M.,
Staatsangehörige der Dominikanischen Republik. Die Ehefrau ist im Besitz der
Niederlassungsbewilligung. Sie stellte am 12. Juli 2004 ein Gesuch um
Familiennachzug für ihren Ehemann. Nachdem ihr der Kanton Zürich den Zuzug
verweigert hatte, stellte sie am 7. Januar 2005 erneut ein Gesuch um Familiennachzug.
Das Ausländeramt des Kantons St. Gallen erteilte dem Ehemann am 11. Oktober 2005
eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs.
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Im Jahr 2007 leitete das Ausländeramt gegen Muhammed A. Ermittlungen wegen des
Verdachts einer Scheinehe ein. Mit Verfügung vom 17. März 2008 wies das
Ausländeramt sein Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab mit der
Begründung, er sei eine Scheinehe eingegangen.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob Muhammed A. durch seinen
Rechtsvertreter mit Eingabe vom 31. März 2008 Rekurs, der vom Sicherheits- und
Justizdepartement mit Entscheid vom 4. Juli 2008 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 22. Juli 2008 erhob Muhammed A.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 17. März 2008 sei aufzuheben und es sei die
Jahresaufenthaltsbewilligung zu verlängern, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
zu Lasten der Staatskasse. Der Beschwerdeführer bestreitet, eine Scheinehe
eingegangen zu sein. Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids sowie auf die
in der Beschwerde vorgebrachten Ausführungen wird, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen näher eingegangen.
In ihrer Vernehmlassung vom 27. August 2008 beantragt die Vorinstanz unter Hinweis
auf den angefochtenen Entscheid die kostenfällige Abweisung der Beschwerde.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 22. Juli 2008 wurde
rechtzeitig eingereicht (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP).
Das Rechtsbegehren des Beschwerdeführers lautet, die Verfügung des - im Rubrum
als Beschwerdegegnerin bezeichneten - Ausländeramts vom 17. März 2008 sei
aufzuheben und die Jahresaufenthaltsbewilligung sei zu verlängern, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Anfechtungsobjekt im Beschwerdeverfahren kann aber
ausschliesslich der Rekursentscheid vom 4. Juli 2008 sein. Beim Rechtsbegehren des
Beschwerdeführers handelt es sich offenbar um eine versehentliche Bezeichnung des
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Anfechtungsobjekts, da in Ziff. I/2. und II/4. der Beschwerdeschrift ausdrücklich auf
den Rekursentscheid hingewiesen wird. Da die Beschwerdeschrift eine Darstellung des
Sachverhalts und eine Begründung enthält, ist auf die Beschwerde einzutreten (Art. 64
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP).
2. Am 1. Januar 2008 trat das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) in Kraft. Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt für Gesuche,
die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht worden sind, das bisherige Recht
anwendbar. Das Verfahren richtet sich dagegen nach dem neuen Recht (Abs. 2). Im
vorliegenden Fall ist die Abweisung eines vor dem 1. Januar 2008 gestellten Gesuchs
streitig, weshalb die Sache unbestrittenermassen nach früherem Recht zu beurteilen
ist.
3. Nach Art. 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer
(BS 1, 121 mit seither ergangenen Änderungen, abgekürzt ANAG) entscheidet die
zuständige Behörde im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit
dem Ausland nach freiem Ermessen über die Bewilligung von Aufenthalt und
Niederlassung.
3.1. Der Ausländer hat nach Art. 4 ANAG grundsätzlich keinen Anspruch auf Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung. Eine Ausnahme besteht, wenn er nahe Verwandte mit
gesichertem Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat. Hinsichtlich ausländischer
Ehegatten von Ausländern mit einer Niederlassungsbewilligung ist dieser Anspruch in
Art. 17 Abs. 2 ANAG geregelt. Danach hat der ausländische Ehegatte einer
niedergelassenen Ausländerin Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammen wohnen. Dieser Anspruch
erlischt, wenn der Anspruchsberechtigte gegen die öffentliche Ordnung verstossen hat.
Dies ist u.a. beim Eingehen einer Scheinehe regelmässig der Fall. Art. 7 Abs. 2 ANAG
bestimmt, dass kein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für den mit
einer Schweizerin verheirateten Ausländer besteht, wenn die Ehe eingegangen worden
ist, um die Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern und
namentlich jene über die Begrenzung der Zahl der Ausländer zu umgehen. Diese
Bestimmung ist dem früheren Art. 120 Ziff. 4 ZGB betreffend die sogenannte
Bürgerrechtsehe nachgebildet, welcher mit der Revision des Bürgerrechtsgesetzes
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(SR 141.0) vom 23. März 1990 seine Grundlage verloren hat und aufgehoben wurde.
Dem ausländischen Ehegatten eines Schweizer Bürgers wurde im revidierten Art. 7
Abs. 1 ANAG ein Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
eingeräumt. Da die Gefahr, diese Vorschrift könnte durch Eingehung einer blossen
Scheinehe umgangen werden, in gleicher Weise besteht wie im Falle des früheren
Bürgerrechtserwerbs durch Heirat, wurde für solche "Aufenthalts-" bzw.
"Niederlassungsehen" in Art. 7 Abs. 2 ANAG ein ähnlicher Missbrauchstatbestand
geschaffen, wie er in Art. 120 Ziff. 4 ZGB für die früheren Bürgerrechtsehen vorgesehen
war (BGE 122 II 294 mit Hinweisen). Auch bei Ehen mit niedergelassenen Ausländern
kommt dieser Missbrauchstatbestand zur Anwendung.
3.2. Das Bundesgericht hat in verschiedenen Urteilen die Anforderungen an den
Nachweis einer Scheinehe bzw. Ausländerrechtsehe umschrieben. Es erwog, der
Nachweis, dass die Ehe zur Umgehung der Vorschriften über Aufenthalt und
Niederlassung der Ausländer geschlossen wurde und nicht der Begründung einer
Lebensgemeinschaft diene, sei in der Regel nicht direkt zu erbringen und könne nur
durch Indizien geführt werden. Solche Indizien seien etwa darin zu erblicken, dass dem
Ausländer die Wegweisung gedroht habe, etwa weil er ohne Heirat keine
Aufenthaltsbewilligung erhalten hätte oder sie ihm nicht verlängert worden wäre.
Sodann könnten die Umstände und die kurze Dauer der Bekanntschaft sowie die
Tatsache, dass die Ehegatten eine Wohngemeinschaft gar nie aufgenommen hätten,
für das Vorliegen einer Ausländerrechtsehe sprechen. Umgekehrt könne aus einer
gewissen Zeit des Zusammenlebens und des Unterhalts intimer Beziehungen nicht
ohne weiteres abgeleitet werden, es sei eine wirkliche Lebensgemeinschaft gewollt
gewesen. Ein solches Verhalten könne auch nur vorgespiegelt sein, um die Behörde zu
täuschen (BGE 122 II 295 mit Hinweisen auf Literatur und Judikatur). Wenn aber nicht
genügend Anhaltspunkte bestehen, die auf eine Scheinehe hindeuten, so darf nicht
einzig aufgrund dieser ungenügenden Anhaltspunkte die Berufung auf eine bestehende
Ehe als rechtsmissbräuchlich qualifiziert werden (BGE 123 II 49 ff.).
3.3. Der Beschwerdeführer bringt umfangreiche Ausführungen zu den von der
Vorinstanz bzw. vom Ausländeramt festgestellten Indizien vor und macht Gründe
geltend, dass diese Indizien die Annahme einer Scheinehe nicht rechtfertigen und
solche Sachverhalte auch bei normalen Ehen vorkommen können. Dies ist
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grundsätzlich zutreffend. Allein für sich vermag ein einzelnes Indiz den Nachweis einer
Tatsache nicht zu erbringen. Es liegt bei Indizienbeweisen in der Natur der Sache, dass
jedes einzelne Merkmal für sich allein nicht genügen würde, um eine Scheinehe
nachzuweisen. Wenn jedoch eine Vielzahl von Indizien gegeben ist, können sich diese
je nach Art und Anzahl zum rechtsgenüglichen Beweis verdichten. Es ist daher bei den
einzelnen Indizien einer Scheinehe nicht von entscheidender Bedeutung, ob sie auch
bei einer normalen Ehe vorliegen können. Entscheidend ist die Gesamtheit der
vorliegenden Tatumstände. Es ist daher auch nicht erforderlich, bei der Beurteilung der
Indizien auf sämtliche in der Beschwerde vorgebrachten Möglichkeiten einzugehen,
wonach diese Merkmale auch bei normalen Ehen vorliegen können (vgl. VerwGE B
2007/127 vom 5. November 2007, in: www.gerichte.sg.ch).
3.4. Der Beschwerdeführer beantragt, es sei die Befragung seiner Ehefrau zu
wiederholen, es sei Fredy B. einer nochmaligen Befragung zu unterziehen und es sei Ali
R. zu befragen.
Im vorliegenden Fall wurden der Beschwerdeführer und seine Ehefrau im Auftrag des
Ausländeramts von der Kantonspolizei ausführlich befragt. Werden beim Verdacht des
Eingehens einer Scheinehe die Eheleute als direkt Beteiligte im Rahmen des
erstinstanzlichen Verfahrens einvernommen, so vermögen in der Regel weitere
Befragungen und Einvernahmen von Drittpersonen, namentlich solcher aus dem
familiären oder persönlichen Umfeld der Betroffenen, keine neuen und relevanten
Tatsachen hervorzubringen. Gegen eine Wiederholung einer Befragung der Eheleute
spricht, dass die Betroffenen die Fragestellungen kennen und ihre Antworten
aufeinander abstimmen können. Im weiteren hat sich die Ehefrau des
Beschwerdeführers bei der polizeilichen Befragung nie dahingehend geäussert, dass
sie aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage sei, die gestellten Fragen richtig zu
beantworten. Eine Befragung des Vermieters der Eheleute sowie von Mitbewohnern
der Liegenschaft kann schliesslich deshalb unterbleiben, weil angesichts der übrigen
Indizien (vgl. unten E. 3.5.) die Anzahl bzw. Dauer der Aufenthalte des
Beschwerdeführers in der Wohnung der Ehefrau in St. Gallen nicht entscheidend ins
Gewicht fallen.
3.5. Zu prüfen ist im folgenden, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, der
Beschwerdeführer sei eine Scheinehe eingegangen.
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3.5.1. Die Heirat fand rund zwei Monate nach Ablauf der vom Bundesamt für Migration
festgelegten Ausreisefrist statt. Sodann erlangte der Beschwerdeführer mit der Heirat
einer Niedergelassenen die Möglichkeit, in der Schweiz zu verbleiben, was ihm sonst
aufgrund der Ablehnung des Asylgesuchs praktisch verwehrt gewesen wäre. Dies
bildet ein Indiz für das Vorliegen einer Scheinehe. Daran ändert der Umstand nichts,
dass die Heirat eines Ausländers mit einer Schweizerin allein keine Scheinehe zu
begründen vermag (vgl. oben E. 3.3.). Hinzu kommt, dass sich die Ehegatten im
Zeitpunkt der Heirat erst rund ein halbes Jahr kannten. Auch darin ist ein Indiz für eine
Scheinehe zu erblicken.
3.5.2. Zu Recht hat sodann die Vorinstanz in den Angaben der Eheleute zum Ablauf
des Kennenlernens ein Indiz für eine Scheinehe erblickt. Der Beschwerdeführer
erklärte, er habe seine künftige Ehefrau in einem Lokal in Winterthur auf Deutsch
angesprochen, sie nach ihrem Namen gefragt und sei dann mit ihr ins Gespräch
gekommen. Die Ehefrau erklärte hingegen, im Lokal sei eine Drittperson namens B.
zugegen gewesen. Sie sei wegen B. mit dem Beschwerdeführer ins Gespräch
gekommen. B. habe Spanisch gesprochen. So habe er jeweils übersetzen können.
Zuerst habe B. sie angesprochen. Sie seien am Anfang immer zu Dritt und nachher
dann zu Zweit gewesen. Der Beschwerdeführer erwähnte B. nicht. Die Ehefrau versteht
nach eigenen Angaben die Muttersprache ihres Ehemannes nicht. Auch benötigte sie
für die Befragung einen Dolmetscher. Die Eheleute konnten sich somit beim
Kennenlernen nicht in einer gemeinsamen Sprache verständigen. Es ist daher entgegen
den Ausführungen in der Beschwerde durchaus von erheblicher Bedeutung, ob beim
Kennenlernen ein Dolmetscher anwesend war. In den widersprüchlichen Angaben zu
Sachverhalten, die erfahrungsgemäss prägend in Erinnerung bleiben, sowie im
Umstand, dass sich die Eheleute nicht in einer gemeinsamen Sprache verständigen
konnten, sind ebenfalls gewichtige Indizen für eine Scheinehe zu erblicken.
3.5.3. Fest steht, dass bei der Trauung keine Verwandten der Eheleute anwesend
waren. Der Beschwerdeführer erklärte dies damit, dass sie keine Verwandten in der
Schweiz hätten. Darin könnte ein nachvollziehbarer Grund für das Fehlen von
Verwandten liegen. Allerdings ist darin auch ein bei Scheinehen typisches Merkmal zu
erblicken. Auffallend ist nämlich, dass der Ehemann die Namen der von der Ehefrau
eingeladenen Personen nicht nennen konnte, und zudem war auch der Sohn der
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Ehefrau aus der vorherigen Ehe nicht anwesend, obwohl dieser nach ihren Angaben sie
und ihren Ehemann ab und zu besucht. Im weiteren gaben die Ehegatten an, sie hätten
keine Hochzeitsfeier, sondern lediglich zu Siebt während rund zwei Stunden einen
Apéro mit Mittagessen eingenommen. Dies ist typisch, wenn die Eheleute der Heirat
keine besondere Bedeutung zumessen und die Heirat offensichtlich nur dazu dient,
dem Ehegatten eine Aufenthaltsbewilligung zu verschaffen. Ob es sich hingegen beim
Kleid der Ehefrau um einen Hosenanzug oder ein anderes zweiteiliges Kleidungsstück
handelte, ist nicht von erheblicher Bedeutung.
3.5.4. Fest steht weiter, dass die Eheleute nur wenige Angaben zur Person sowie zur
Familie und zu weiteren Eigenschaften des Partners machen konnten. Der
Beschwerdeführer erklärte, seine Ehefrau sei bei ihren Eltern aufgewachsen, während
sie angab, sie habe bei ihrer Mutter gelebt und ihre Eltern hätten sich scheiden lassen,
als sie zwei Jahre alt gewesen sei. Sodann konnte er die Namen der Schwiegereltern
nicht nennen. Ausserdem konnte er keine Angaben über den Schulbesuch und eine
allfällige Ausbildung der Ehefrau machen. Diese wiederum war nicht imstande, die
Namen der Eltern und der Geschwister des Ehemannes zu nennen. Ob sich solche
Wissenslücken auch bei Schweizer Ehegatten beobachten lassen, wie in der
Beschwerde behauptet wird, ist nicht von entscheidender Bedeutung. Solche
Wissenslücken haben indes im Zusammenhang mit weiteren Indizien für eine
Scheinehe, wie sie im Streitfall vorliegen, ein erhebliches Gewicht.
Fest steht weiter, dass die Eheleute nie gemeinsam Ferien machten. Als Grund gaben
sie an, sie könnten sich dies finanziell nicht leisten. Sie reisten aber während der Ehe
drei bzw. vier Mal in den eigenen Heimatstaat, um Verwandte zu besuchen. Als
gemeinsame Freizeitbetätigung in den letzten vierzehn Tagen gab der
Beschwerdeführer an, sie hätten "nichts Spezielles" unternommen. Die Ehefrau gab auf
die Frage nach dem Verbringen der gemeinsamen Freizeit an, "Mit Schlafen. Er geht
viel spazieren und ich schlafe viel". Auch darin hat die Vorinstanz zutreffend Indizien
einer Scheinehe erblickt.
3.5.5. Fest steht weiter, dass die Ehefrau im Mai 2005 im Casino in St. Gallen einen
Gewinn von über Fr. 90'000.-- erzielte. Dieses Ereignis feierte sie zusammen mit drei
Männern, nicht aber mit ihrem Ehemann. Diesem erzählte sie nichts vom Gewinn. Zwei
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der genannten Männer lebten zeitweise in ihrer Wohnung, ohne dass ihr Ehemann
davon wusste. Sie verheimlichte diesem nach eigenen Angaben den Gewinn, da in der
Zeitung gestanden sei, dass sie mit einem der erwähnten drei Männer zusammenlebe.
Das Verhalten der Ehefrau ist, wie in der Beschwerde festgehalten wird, durchaus
nachvollziehbar, aber eben deshalb, weil es zeigt, dass die Ehefrau mit dem
Beschwerdeführer keine Lebensgemeinschaft führt.
3.5.6. Ob in der Tatsache, dass die Ehefrau zeitweise in einem Cabaret tätig war, ein
weiteres Indiz für eine Scheinehe liegt, kann offen bleiben.
3.5.7. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen gelangt das Verwaltungsgericht zum
Schluss, dass die Vorinstanz zu Recht angenommen hat, der Beschwerdeführer habe
mit der Heirat keine Lebensgemeinschaft begründen, sondern ausschliesslich eine
Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz erlangen wollen. Die Vorinstanz hat die
vorliegenden Indizien sorgfältig und zutreffend gewürdigt. Es kann ergänzend auf die
Erwägungen im angefochtenen Entscheid (E. 3 b) verwiesen werden.
3.6. Das Eingehen einer Scheinehe bildet einen Verstoss gegen eine zentrale
ausländerrechtliche Norm (vgl. statt vieler BGE 2A.275/2005 vom 17. Oktober 2005 E.
4.2 mit Hinweisen). Nach der Praxis rechtfertigt daher das Eingehen einer Scheinehe
den Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung (vgl. statt vieler VerwGE B 2005/86 vom 13.
September 2005; B 2006/15 vom 12. April 2006; B 2006/51 vom 8. Juni 2006,
publiziert in: www.gerichte.sg.ch). Umso mehr ist auch die Verweigerung der
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gerechtfertigt. Bei einer Scheinehe ist im
übrigen die Berufung auf Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (SR
0.101) unbehelflich.
Der Beschwerdeführer lebt erst seit rund fünf Jahren in der Schweiz. Seine Eltern und
drei seiner vier Geschwister sowie sein Sohn aus erster Ehe leben im Heimatstaat. Der
Beschwerdeführer pflegt zudem regelmässig Kontakte zu seinen Angehörigen. Auch
reiste er während der Ehe mehrmals nach Bangladesh. Er gab an, seine Eltern hätten
ihm die Schule und ein Studium bezahlt. Die Eltern leben somit offensichtlich in
gesicherten finanziellen Verhältnissen. Zudem übt der Beschwerdeführer in der
Schweiz keine besonders qualifizierte Tätigkeit aus, die aus wirtschaftlicher oder
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arbeitsmarktlicher Sicht eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gebieten würde.
Eine Rückkehr in den Heimatstaat ist daher nicht mit überdurchschnittlichen
Schwierigkeiten verbunden.
3.7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
zu Recht verweigert wurde und die Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist.
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht