# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ba34540e-f4fd-477b-8536-5592536b98ee
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1962 geborene
X._
, diplomierte Krankenschwester, meldete sich im März 1999 unter Hinweis auf psychische Probleme bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach der Versicherten am 25. August
2000 ab 1. Dezember 1998 eine ganze Rente (Invaliditätsgrad 70 %) zuzüglich
Ehegatten-
sowie Kin
derrente zu (Urk. 6/19-20
), welche am 18. August 2003 und 15. August 2007 im
Zuge
eines von Amtes wegen
eingeleiteten Revisionsverfahren
s
bestäti
gt wurde (Urk. 6/43, Urk. 6/53).
Im Rahmen eines weiteren im Herbst 2009 von Amtes wegen
durchgeführten
Revisionsverfahren
s
gewährte die IV-Stelle d
er Versicherten am 7. Juli 2010
für die Dauer eines Jahres Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche durch
die
Y._
AG
(Urk. 6/63)
.
Am 29. April 2013 hob die IV-Stelle die
bisherige ganze Rente unter Hinweis auf eine Verletzung der Meldepflicht per Ende Mai 2013 v
erfügungsweise
auf
(Urk. 6/107), da die Versicherte
– ungeachtet
dessen
, dass ihr aus medizinischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 70 % bescheinigt worden sei -
seit 2002 ein regelmässiges Einkommen erzielt habe respektive seit mindestens 2009 in ihrem angestammten Beruf mit einem Pensum von 80 bis 100 % tätig gewesen sei
(S. 2)
.
Am 10.
Dezember
2015 meldete sich die Versicherte erneut bei der Invalidenver
sicherung an (Urk. 6/
120-121), wobei die IV-Stelle am 11. April
2017
einen Leis
tungs
anspruch
unter Hinweis auf das Fehlen eines langdauernden
,
erheb
lichen Gesundheitsschadens
verneinte (Urk. 6/166).
1.2
Am
2. Juli 2018
und 21. März
2019
reichte die Versicherte
unter
V
e
rweis
auf einen Treppensturz am
26.
März
2018 mit einhergehenden Prellungen, eine Bandscheibenproblematik
bei
engem Spinalkanal
sowie eine schlechte Psyche
res
pektive einen Bandscheibenvorfall (2012), Diabetes (2007) und e
ine paranoide Schizophrenie (20
01
)
eine
neue
Anmeldung bei der Invalidenversicherung
ein (Urk. 6/172, Urk. 6/185
), worauf die IV-Stelle erwerbliche und medizinische Ab
klärungen tätigte
und unter anderem die Akten des Unfallversicherers beizog
.
Mit Vorbescheid vom 13. August 2019 (Urk. 6/198) stellte die IV-Stelle die Ab
weisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen di
e Versicherte am 31. August 2019
Einwand (Urk. 6/199, Urk. 6/213) erhob.
In der Folge holte die IV-Stelle einen weiteren Arztbericht (Urk. 6/214)
ein
.
Nach Eingang einer Stel
lungnahme der Versicherten dazu wies sie das Leistungsbegehren der Versicher
ten
mit Verfügung vom 17. März 2020 (Urk. 2)
ab.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 17. Mai 2020 Beschwerde (Urk. 1) und bean
tragte, es se
i die Verfügung vom 17. März 202
0 aufzuheben und es sei ihr eine ganze Invalidenrente für sämtliche Tätigkeiten auf dem ersten Arbeitsmarkt zu
zusprechen. Eventuell sei ein psychiatrisches Obergutachten zur Klärung der psy
chischen Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Be
schwerdeführerin
einzuholen
(S. 2).
In formeller Hinsicht stellte sie ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (S. 3).
Mit Beschwerdeantwort vom 24. Juni 2020 (Urk. 5) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am
6. August 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von
der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ih
rem
Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek
ti
vier
ten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine
Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
1
43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art.
87 Abs.
3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn
die Voraussetzungen gemäss Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten.
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie be
i einem Revi
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE
117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auc
h dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E.
2b
).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung vom 17. März 2020 (Urk. 2)
im Wesentlichen
damit, dass keine
relevante
Veränderung der gesundheitlichen Situation vorliege und weiterhin keine dauerhafte gesund
heitliche Beeinträchtigung ausgewiesen sei, welche eine Einschränkung der bis
herigen Tätigkeit begründe (S. 1). Die im Arztbericht der
Klinik Z._
beschriebene Situation sei bereits bekannt gewesen und
der krankheits
bedingte Verlauf
und die erwähnten Unfälle
seien abgeklär
t worden
.
Die psychi
schen Beeinträchtigungen seien bereits ausführlich abgeklärt und widerlegt wor
den
(S. 2).
2.2
Die Beschwerde
führerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1),
dass
gemäss den aktuellen Arztberichten
für die Zeit vom 8. April bis 31. Dezem
ber 2019
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
bestanden habe und von einer lang
fristigen vollen Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen sei
. Trotz Remission der florid-psychotischen Symptomatik sei
en
eine mittelschwer reduzierte Durchhaltefähigkeit, Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit sowie eine Konzentrationsstörung bei komplexer Tätigkeit
festgestellt
worden
. Im Weiteren
sei eine schwere Verwahrlosungstendenz zu beob
achten
und eine Rückkehr auf den Arbeitsmarkt scheine dieses Mal rein objektiv nicht mehr möglich
.
Diese As
pekte seien im psychiatrischen Gutachten vom Februar 2017 nicht berücksichtigt worden (S. 9 f. Ziff. 3).
2.3
Die Beschwerdeführerin beruft sich im vorliegenden Beschwerdeverfahren auf eine
erhebliche
Veränderung ihres
psychischen Gesundheitszustands
.
Eine Ver
schlechterung der somatischen Situation, insbesondere im Zusammenhang mit den Rückenbeschwerden im
Nachgang
an die Treppenstürze vom 26. März und 16. September 2018 (vgl. Urk. 6/178/38, Urk. 6/183/15), wurde
demge
genüber nicht
geltend gemacht
.
Strittig und zu prüfen ist
deshalb
, ob seit der Ver
fügung vom
11. April 2017 (Urk. 6/166)
eine erhebliche Veränderung des
psychi
schen
Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten ist und ihr infol
gedessen ein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung zusteht.
3.
3.1
3.1.1
Die leistungsabweisende Verfügung vom 11. April 2017 (Urk. 6/166) beruhte im Wesentlichen auf dem von der Beschwerdegegnerin veranlassten psychiatrischen Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 4. Februar 2017 (Urk. 6/159/1-57).
3.1.2
In der Expertise
nannte
Dr.
med.
A._
folgende
psychiatrische
Diag
nose
n
(S. 52)
:
-
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
keine
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Personen, die das Gesundhei
tswe
sen aus anderen Gründen in Anspruch nehmen: Person, die Krankheit vortäuscht (Simulantin, ICD-10 Z76.5)
-
akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)
-
Status nach (zeitweiser schwerer) depressiver Episode (ICD-10 F32), gegen
wärtig remittiert
,
(damals) infolge
-
p
sychosozialer Belastungsfaktoren (Probleme mit Bezug auf die primäre Bezugsgruppe, einschliesslich familiärer
U
mstände, ICD-10 Z63
;
Prob
leme in Verbindung mit ökonomischen Verhältnissen, ICD-10 Z59
; Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit, ICD
10 Z56)
Die Gutachterin führte aus, in der Gesamtschau erscheine aus psychiatrisch-dia
gnostischer Sicht in der Zeit vom Dezember
1997 bis April
1999 eine genuine, durch psychosoziale Belastungen ausgelöste, zeitweise schwere depressive Ent
wicklung vorgelegen zu haben. Ab der dritten psychiatrischen Hospitalisation im Sommer 2000 hätten sich
dann
merkwürdige Elemente einge
schlichen, wobei es so erscheine
, als dass die Beschwerdeführerin hier zumindest ihren Zustand ag
gra
viert habe. Der Übergang zur eigentlichen Simulation scheine spätestens im Juli 2001 stattgefunden zu haben, da die Beschwerdeführerin ab dann uneinge
schränkt berufstätig gewesen sei und auf der
psychiatrischen Bühne schwere «S
chizophrenie»-ähnliche Zustände demonstriert habe. Die Aggravation entspre
che dem Verhalten ab Sommer 2000, als die Beschwerdeführerin die damals wohl noch vorhandene, aber abklingende depressive Störung bewusst verschlimmert respektiv
e
überhöht dargestellt habe. Auch
im
2007 sei noch von auslösenden psychosozialen Faktoren die Rede, die allenfalls ein früheres psychisches Leiden wieder hätten anklingen lassen.
In den Jahren
2007 sowie 2015 bis 2016 seien den behandelnden Psychiater
n
die Diskrep
anzen aufgefallen, die Diagnose sei
re
lativiert worden und schliesslich sei im 2015 erstmals
eine Simulation genannt worden. Spätestens in den Jahren 2015 bis 2016 sei aus psychiatrisch-diagnosti
scher Sicht mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einer Simula
tion auszugehen. Dabei handle es sich um ein bewusstes, absichtliches Vortäu
schen einer krankhaften Störung («katatone Schizophrenie») zu klar erkennbaren Zwecken beziehungsweise um materielle und andere unmittelbare Vorteile (Inva
lidenrente) zu erlangen, wobei die Steuerungsfähigkeit erhalten sei. Tatsächlich sei die Beschwerdeführerin stets Meisterin der Situation geblieben, was auch für die Hospitalisationen in den 2000er Jahren gelte, wo sie stets einen schnellen Austritt habe bewirken können
. Abgesehen von der etwa 11⁄2jährigen depressiven Episode von Dezember 1997 bis
April 1999 seien somit keine eigentlichen über
dauernden arbeitsmedizinisch relevanten psychischen Störungen objektivierbar (S. 47).
Die
Gutachterin
hielt ferner fest
, dass
bereits
die F60-Kriterien der Persönlich
keitsstörung nicht erfüllt seien. Auch wenn die Beschwerdeführerin ihre Ziele teilweise mit illegalen Mittel
n
angestrebt habe und einmal ihre Kündigung wegen Belastung der Arbeitsatmosphäre durch unangenehmes Verhalten erfolgt sei, seien ansonsten keinerlei anhaltende oder wiederkehrende pathologi
sche Verhal
tens-, Interaktions-
oder Erfahrungsmuster in den Bereichen der Kognition, Affektivität, Impu
lskontrolle, Bedürfnisbefriedigung
und der Art des Umgangs mit anderen Menschen respektive keinerlei Anhaltspunkte für eine etwaige ge
störte Persönlichkeitsentwicklung/-störung feststellbar.
Im Weiteren sei auch die krimi
nelle Energie der Beschwerdeführerin nicht mit einer etwaigen krankheits
werten dissozialen Psychopathologie gleichzusetzen. Etwaige dissoziale Züge im Sinne von ICD-10 F60.2
seien
– auch retrospektiv –
nicht
ersichtlich (S. 47
f.
).
Es bleibe schliesslich nur die Feststellung eines histrionisch-appellativen Interak
tionsstils mit reaktiver, aber themenadäquater Affektvariabilität anlässlich der B
egutachtung bei einer ansonsten -
bis auf
eine
gelegentliche Dysph
orie und for
dernde Grundhaltung -
normvarianten Beschwerdeführerin. Es seien insbeson
dere keine
schizophrenietypischen
Symptome (Wahn, Ich-Störungen
, Halluzina
tionen) oder formale
Denkstörungen festzustellen. Psychomotorisch lägen schliesslich auch keinerlei Hinweise auf etwaige depressive oder ängstliche Stö
rungen vor. Entsprechend könnten gegenwärtig auch rückblickend für die letzten zehn Jahre keine psychiatrischen Diagnosen beziehungsweise psychische Störun
gen mit Krankheitswert
gestellt
werden
. Anamnestisch habe von Dezember 1997 bis April 1999 eine (zeitweise schwere) depressive Episode (ICD-10 F32.2) als Re
aktion auf psychosoziale
n
Belastungsfaktoren
vorgelegen
. Diese sei seit Jahren stabil remittiert. Die
«ängstliche Depression» in der p
sychiatrischen Klinik
B._
(Dezember 2015 bis Januar 2016) sei simuliert worden und habe weder von der unmittelbar zuvor behandelnde
n
Psychiaterin noch von
den anschlies
send
während
zwei Wochen behandelnden Ärzte
n
der
Klinik
C._
festgestellt worden
können
(S. 48 f.).
Unter dem Titel arbeitsmedizinische Beurteilung
bemerkte die Gutachterin
, dass die Beschwerdeführerin von Dezember
1997 bis April 1999 durch ihr depressives Leiden eingeschränkt gewesen sei. Danach könne eine etwaige andauernde Ar
beitsunfähigkeit aus rein psychiatrischer Sicht nicht mehr objektiviert werden. Im Jahre 2007 habe wohl noch eine akute Belastung
sreaktion stattgefunden,
wobei zu diesem Zeitpunkt die Mechanismen der Aggravation und beginnenden Simu
lati
on
derart prominent gewesen sei
en
, dass
deren Auswirkungen
– einhergehend mit
einer relativ kurzen Re
aktion respektive
mit kurzzeitiger psychiatrischer Hos
pitalisation
mit rascher Zustandsverbesserung
– kaum eine langdauernde Arbeits
fähigkeit zu begründen vermochte
n
. Gegenwär
tig liege keinerlei Psychopathol
o
gie vor, die eine etwaige Arbeits
un
fähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Pflegefachfrau begründen könne (S. 52).
Auch in einer angepassten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsfähig, wobei sie insbesondere in ihrer Fähigkeit zur A
npassung an Regeln und Routinen sowie
zur Planung und Struk
turierung von Aufgaben aus objektiv-psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt sei. Ebenso wenig seien die Belastungsfähigkeit, das Durchhaltevermögen, die Anwendung fachlicher Kompetenzen, Selbstbehauptungsfähigkeit, Kontaktfähig
keit
, Fähigkeit zur Selbstpflege,
Verkehr
sfähigkeit
und
die Urteil
s-/
Entschei
dungsfähigkeit nicht beeinträchtigt
(S. 53).
3.2
3.2.1
Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) präsentierte sich die medizi
nische Sachlage in psychischer Hinsicht wie folgt:
3.2.2
Die
Z._
-Ärzte berich
teten am 4. April 2019 über die siebte
Hospitalisation der Beschwerdeführerin vom 20. Februar bis 27. März 2019 und diagnostizierten in psychiatrischer Hinsicht eine paranoide Schizophrenie
(ICD-10 F20.0)
bei akten
anamnestisch bekannten katatonen
Zustandsbildern (Urk. 6/19
4
S. 1).
Bei Klinik
eintritt habe der Sohn der Beschwerdeführerin von einem stark verminderten Schlafbedürfnis und visuellen, olfaktorischen und taktilen Halluzinationen be
richtet.
D
ie Beschwerdeführerin habe
zudem
die Medikation
Amisulprid
eigen
ständig
abgesetzt, wobei sich
ihr
Zustand
auch nach Wiedereinnahme des Medi
kaments
nicht wesentlich gebessert habe
(S. 1 f.).
Die
Z._
-
Ärzte führten weiter aus
, dass der Befund und die Anamnese für eine paranoide Schizophrenie
sprä
chen
, wobei die Beschwerdeführerin deutlich zerfahren und inkohärent gewesen sei
und ein Beeinträchtigungswahn,
einhergehend mit einer Ein
engung auf so
matische Symptome,
sowie
eine Angst vor Hypoglykämien vorgeherrscht hätten
. Im
Rahmen der stationären Behandlung
sei
die Vormedikation mit
Amisulprid
wieder angesetzt worden und die Beschwerdeführerin
habe
am multimodalen sta
tionsspezifischen Therapieprogramm teilgenommen
. Im Verlauf
habe sich die Symptoma
t
ik
gebessert und die Beschwerdeführerin sei weniger weitschweifig gewesen und habe sich auf Gespräche einlassen könne
n.
Am 27. März 2019 sei
sie
in deutlich gebessertem Zustand, welcher gemäss den Angaben des Sohnes dem stabilen Residuum entsprochen habe, entlassen worden (S. 3).
3.2.3
In
seinem Bericht vom 2. Dezember 2019 (Urk. 6/214/1-4) stellte
Dr.
med.
D._, Oberarzt an der i
ntegrierten Psychiatrie
E._
, als psychi
atrische Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine parano
ide Schizophre
nie (ICD-10 F20.0,
Erstdiagnose 2009; S. 2 Ziff. 2.5).
Er
attestierte für die Zeit vom 8. April bis 31. Dezember 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit für jegliche Tätigkeit (S.
1 Ziff. 1.3) und hielt fest, dass unter Medikation ein positiver klini
scher Verlauf mit Remission der florid-psychotische
n Symptomatik zu beobach
ten sei. Im Zusammenhang mit der Arbeitsfähigkeit
nannte der
E._
-Arzt als re
levante Funktionseinschränkungen
eine mittelschwer reduzierte Durch
halte
fä
higkeit, Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit sowie eine Konzentra
tions
störung bei komplexer Tätigkeit. Mit einer Rückkehr zur Arbeit wäre die Beschwerdefüh
rerin mit grosser Wahrscheinlichkeit deutlich überfordert
,
mit einer Gefahr einer psychotischen
Dekompensation (S. 2 Ziff. 2.2
).
Im Zusammen
hang mit der Un
tersuchung der Beschwerdeführerin am 26. November 2019
ver
wies Dr.
D._
unter anderem auf eine normale Auffassung, eine leicht redu
zierte Konzentration im Gespräch, einen fehlenden klinischen Anhalt für relevante Gedächtnisstörun
gen/Wahn/Sinnestäuschungen, eine leichte formalge
dankliche Weitschweifigkeit
,
insgesamt geo
rdnet und kohärent,
einen leicht
re
duzierten Antrieb sowie
eine reduzierte Durchhaltefähigkeit
(Ziff. 2.4)
. In Anbe
tracht
der Krankenge
schichte und des aktuellen klinischen Befundes inklusive Funktionsstörungen sei von einer langfristigen 100%igen Arbeitsunfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt (einschliesslich angepasste Tätigkeit
en
) auszugehen (S. 3 Ziff. 2.7).
3.2.4
Die Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD),
Dr.
med.
F._
, Fachärztin FMH Psychiatrie und Psychotherapie, wies in ih
rer Stellungnahme vom
3. Feb
ruar 2020
(Urk. 6/217/3)
darauf hin, dass
seitens der
E._
offenbar davon ausge
gangen werde, dass seit
dem Jahre
2009 eine Schizophrenie bestehe
.
Von der
E._
und
Klinik Z._
seien indessen
keine weiteren Unterlagen eingeholt worden, so dass sich die entsprechenden Ärzte nicht genötigt
gesehen hätt
en, ihre Diagnose zu revidieren, obwohl d
ie jeweiligen psychopathologischen Befunde keine klaren Hinweise auf eine psychotische Symptomatik
ergeben hätten
. Die
«Befunde» hät
ten sich vorwiegend auf die Aussagen der Beschwer
deführerin und ihrer Ange
hörigen
gestützt.
E
s sei zudem un
klar,
wie bei de
m
aktuell praktisch unauffälligen
psychopathologischen Befund die Beurteilung zustande gekommen sei, die Be
schwerdeführerin
sei
aufgrund des klinischen Bi
ldes zu 100 % arbeitsunfähig
.
Entsprechend sei
auf das p
sychiatrische Gutachten von Dr.
A._
vom 4. Feb
ruar 2017 abzustellen, in welchem eine Erkrankung aus dem schizophrenen For
menkreis ausgeschlossen und auf eine Simulation hingewiesen worden sei.
Es
hätten sich
somit
keine neuen medizinischen Fakten
ergeben und es
könne wei
terhin auf die RAD-Stellungnahme vom 2. August 2019 abgestellt werden.
4.
4.1
Gemäss
dem
nachvollziehbaren psychiatrischen Gutachten von Dr.
A._
war bei der Beschwerdeführerin eine Diagnose aus dem schizophrenen Formenkreis bis zum Zeitpunkt der gutachterlichen Exploration nicht ausgewiesen und
es war spätestens ab 2015/2016 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Simu
lation eines psychiatrischen Krankheitsbildes durch die Beschwerdeführerin aus
zugehen
(vgl. E. 3.1.2).
Die
Z._
- und
E._
-Ärzte gingen in ihren nach Erlass der leistungsabweisenden Verfügung vom 11. April 2017 (Urk. 6/166) verfassten Berichte
n
von einer para
noiden Schizophrenie aus (vgl. E. 3.2.2-3).
4.2
4.2.1
Die
Z._
-Ärzte stützten ihre
am 4. Ap
ril 2019 (Urk. 6/194) gestellte
Diagnose einer paranoiden Schizophrenie auf den Befund sowie auf die Anamnese respek
tive die ihrer Ansicht nach vorbekannten katatonen Zustandsbilder ab. Als rele
vante Befunde wurden einzig eine deutliche Zerfahrenheit und In
kohärenz der Beschwerdeführerin, ein Beeinträchtigungswahn
sowie die vom Sohn bei Klinik
eintritt geschilderten Sinnestäuschungen aufgeführt (S
. 2f.
)
,
wobei die Ärzte ins
besondere keine Angaben
über deren konkreten Inhalt und Umfang
machten
. Dem
in Frage stehenden
Bericht ist keine nachvollziehbare Herleitung und Be
gründung der Diagnose zu entnehmen
und
die darin erwähnten
psychopatholo
gischen Befunde
lassen
mangels einer näheren Umschreibung der Befunde und ihrer Ausprägung keine klaren Rückschlüsse auf eine
schizophrenietypische
Symptomatik zu (vgl.
Dilling
/
Mombour
/Schmidt
[Hrsg.],
Internationale
Klassifi
kation psychischer Störungen, ICD-10, Kapitel V [F], 10. Aufl., Bern 2015, S. 129, wonach mindestens ein eindeutiges Symptom der Gruppen 1a-1d [wie Gedan
kenlautwerden, Kontrollwahn, k
ommentierende oder dialogische Stimme, anhal
tender, kulturell unangemessener oder völlig unrealistischer Wahn] oder Symp
tome aus mindest
ens zwei der Gruppen 2a–
2d [wie anhaltende Halluzinationen,
Gedankenabreissen
, katatone Symptome, „negative Symptome“ wie auffällige Apathie, Sprachverarmung, verflachte oder inadäquate Affekte] vorliegen müs
sen).
Bezüglich der
Anamnese legt der Bericht nahe, dass die
Z._
-Ärzte nicht über sämtliche Angaben betreffend die Krankheitsgeschichte und Biographie der Beschwerdeführerin verfügten
, so
fehlen
im Bericht
insbesondere Ausführungen betreffend die
Erwerbstätigkeit
während der Zeit der Rentenausrich
tung/Arbeits
vermittlung
sowie
d
ie Delikte/Gefängnisaufenthalte
und die verfügte Re
nten
aufhebung (vgl. S.
2 Mitte). I
nsbesondere
hatten sie
keine Kenntnis vom psych
iatrischen Gutachten
von Dr.
A._
und
der
darin festgestellte
n
Simu
lation
eines psychotischen Krankheitsbildes
(vgl.
S. 3
Mitte
;
E. 3.1.2)
.
Im
Z._
-Bericht finden sich
schliesslich
keine Angaben betreffend Arbeitsfähig
keit.
4.2.2
Nichts anderes gilt mit Bezug auf den Bericht des
E._
-Arztes
vom
2. Dezember
2019 (Urk. 6/2
14/1-4
)
.
Dr.
D._
verneinte einen klinischen Anhalt für Wahn
vorstellungen und Sinnestäuschungen
und
erwähnte
als objektive Befunde
ledig
lich eine leicht reduzierte Konzentrationsfähigkeit,
eine
leicht
e
formalgedankliche Weitschweifigkeit, einen diskret reduzierten Antrieb sowie eine reduzierte Durch
haltefähigkeit und beschrieb im Übrigen einen
(weitgehend)
unauffälligen
psy
chischen
Status
(S. 2 Ziff. 2.4)
.
Im Weiteren berichtete er von einem positiven Verlauf mit Remission der florid-psychotischen Symptomatik unter Medikation, wobei
konkrete
Angaben zum Inhalt und Umfang der
zuvor aufgetretenen Symp
tomatik
fehlen (S. 2 Ziff. 2.2).
Ungeachtet der
mangelnden
psychotischen
Symp
tome
und unter Hinweis auf eine mittelschwer reduzierte Durchhaltefähigkeit, Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit sowie eine Konzentrationsstörung bei komplexer Tätigkeit
postulierte der
E._
-Arzt
ab 8. April 2019
in jeglicher Tätig
keit eine
langfristige
100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.3, S. 3 Ziff. 2.7
).
Die
erwähnten Funktionseinschränkungen
wurden nicht näher umschrieben und
sind zudem nur schwer vereinbar
mit dem
bereits genannten weitgehend u
nauffälligen Psychostatus
(S. 2 Ziff. 2.4).
Es fehlen sodann
konkrete
Ausführungen darüber, weshalb die Beschwerdeführerin auch in einer angepassten Tätigkeit vollumfäng
lich arbeitsunfähig sein soll.
Gleiches
gilt für
die von Dr.
D._
im Zusam
menhang mit ein
er Rückkehr zur Arbeit erwähnte deutliche
Überforderung mit Gefahr einer psychotischen Dekompensation (
S. 2
Ziff.
2.2).
Im Weiteren
finden sich auch im
E._
-Bericht keine Hinweise auf das psychiatrische Gutachten von Dr.
A._
u
nd die bereits erwähnte
Krankheits- und Erwerbsb
iographie der Beschwerdeführerin.
Betreffend
die
von der
Beschwerdeführer
in
geltend ge
mach
te
schwere Verwahrlosungstendenz (Urk. 1 S. 10)
ist
schliesslich
zu festzu
halten, dass der
E._
-Arzt lediglich in pauschaler Weise eine zunehmende Ver
wahrlosung erwähnte
und
diese
zudem lediglich für die Zeit
vor dem
Klinikein
tritt
im
Februar
2019
beschrieb
(S. 2 Ziff.
2.1)
und
sie
für die
Zeitp
eriode
danach nicht mehr thematisiert
wurde
.
4
.3
Nach dem Gesagten ist gestützt auf
die Berichte der
Klinik Z._
und
der
E._
vom 4. April und 2. Dezember 2019 das Vorliegen einer paranoiden Schizophrenie nicht er
stellt
. E
ine (anspruchsrelevante) gesundheitliche Verschlechterung im hier mass
gebenden Beurteilungszeitraum
ist damit
nicht ausgewiesen und von weiteren Abklärungen
ist
in antizipierter Beweiswürdigung (vgl. BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157
E. 1d, 136 I 229 E. 5.3)
abzusehen.
Zum gleichen Ergebnis führt im Übrigen auch ein Vergleich der aktuellen
Z._
- und
E._
-Berichte mit Berichten der glei
chen Institutionen über frühere stationäre Aufenthalte der Beschwerdeführe
rin. So wurden im Bericht der Klinik
Z._
vom
8.
Juli
2003 mit Bezug auf die sechs stationären Aufenthalte der Beschwerdeführerin festge
halten, dass im Vordergrund der Symptomatik immer ein mutistisch
stuporöses
Zustandsbild mit einer ausgeprägten Ambivalenz gestanden habe, wobei die Be
schwerdeführerin ungepflegt und
exsikkotisch
gewirkt habe, da sie mehrere Tage vor Klinikeintritt weder gegessen noch getrunken habe. Innert kurzer Zeit habe jeweils eine recht gute Krankheitsremission erzielt werden können (
Urk.
6/41
Ziff.
1). Mit Bericht vom 1
7.
Februar 2016 führten die Ärzte der
E._
zum zwei
wöchigen Aufenthalt der Beschwerdeführerin in der Klinik aus, das hochdrama
tische Zustandsbild bei Aufnahme sei nach Medikation bereits innerhalb weniger Stunden weitgehend abgeklungen und es habe sich danach eine weitgehend un
auffällige Patientin gezeigt. Im Psychostatus hielten sie eine massive Beeinträch
tigung des Auffassungsvermögens und eine erhebliche Verlangsamung fest, die teils blockiert anmute. Inhaltlich seien bis auf anklingende Vergiftungsideen keine Wahnideen, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen zu explorieren gewe
sen. Die Beschwerdeführerin sei affektiv starr und ihr Antrieb und Psychomotorik seien leicht reduziert gewesen (
Urk.
6/131 S. 2). Auch ein Vergleich mit früheren Befunden ergibt somit keine Veränderung im Sinne einer Verschlechterung.
Damit
ist nach wie vor davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin
die Aus
übung ihrer angestammten Tätigkeit
im Umfang von 100 % zumutbar ist.
Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos
ten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
5.2
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Da der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet wer
den kann und die Beschwerdeführerin bedürftig ist (Urk. 10), ist ihr antragsge
mäss (Urk. 1 S. 3
f.
) die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die der Be
schwerdeführerin auferlegten Gerichtskosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Da zudem die anwaltliche
Verbeiständung
notwendig ist, ist Rechtsanwalt Martin Schnyder, Zürich, als unentgeltlicher Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin zu
bestellen und unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozess
es
und beim praxisgemässen Stundenansatz von Fr. 220.-- (zu
züg
lich Mehrwertsteuer) mit Fr. 1’6
00
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Die Beschwerdeführerin wird auf
die Nachzahlungspflicht gemäss
§ 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) aufmerksam gemacht.