# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 84867e45-c4dd-4981-99ae-8eed3256ddcb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1957,
arbeitete
seit 1987 im Alters- und Pflegeheim
Y
._
als Serviceangestellte im Speisessaal und Abwaschküche (
Urk.
5/11), wobei sie seit dem
4.
November 2008 dieser Tätigkeit aus gesund
heitlichen Gründen nicht mehr nachgeht (
Urk.
5/6 S. 7). Am
2.
April 2009 mel
dete sie sich im Wesentlichen wegen eine
s
Bandscheibenvorfall
s
, Migräne und Depression bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte in der Folge medizinische Berichte (
Urk.
5/6,
Urk.
5/8,
Urk.
5/12,
Urk.
5/14,
Urk.
5/17), einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
5/11) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten (IK-Auszug;
Urk.
5/7) ein und zog die Akten der
Krankentag
geldversicherung
bei (
Urk.
5/9). Sie veranlasste zudem ein
psychiatrisches
Gut
achten
beim Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
, welches am 2
9.
September 2010 erstattet wurde (
Urk.
5/27).
Mit Vorbescheid vom 21. Dezember 2010 stellte die IV-Stelle die
Zusprache
einer vom 4. November 2009 bis 31. Dezem
ber 2010 befristeten halben Invalidenrente in Aussicht (Urk. 5/38).
Dagegen erhob die Versicherte am
1.
Februar 2011 Einwände (
Urk.
5/42). Die IV-Stelle holte
daraufhin
einen weiteren medizinischen Bericht ein (
Urk.
5/54) und ver
anlasste ein
polydisziplinäres
Gutachten, welches am
7.
Mai 2012 erstattet wurde (
Urk.
5/64). Nach
erneut
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
5/69-72) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
3.
September 2012 (
Urk.
5/76 =
Urk.
2) einen Rentenanspruch der Versicherten.
2.
Gegen die Verfügung vom 1
3.
September 2012 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am 1
0.
Oktober 2012 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihr eine Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
November 2012 (
Urk.
4) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 2
7.
No
vember 2012 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
6).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
;
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass bei der Beschwerdeführerin seit 2008 eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
in bisheriger und angepasster Tätigkeit vorliege und damit kein Renten
anspruch bestehe (S. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellt sich demgegenüber beschwerdeweise (
Urk.
1) auf den Standpunkt, auf das von der Beschwerdegegnerin eingeholte Gutachten könne nicht abgestellt werden. Diverse behandelnde Ärzte hätten ihr eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
attestiert.
2.3
Strittig und damit zu prüfen ist vorliegend, ob der medizinische Sachverhalt korrekt ermittelt worden und
die
damit verbundene Bestimmung des
Invalidi
tätsgrades
richtig erfolgt ist.
3.
3.1
Dr. med.
Z
._
, Leitender Arzt Manuelle Medizin und
interventionelle
Rheumatologie,
Klinik
A
._
, berichtete am 4. März 2009 über die glei
chentags erfolgte Konsultation (Urk. 5/14/6-7). Er diagnostizierte zur Hauptsa
che ein generalisiertes Schmerzsyndrom mit
Panvertebralsyndrom
, depressiver Entwicklung, allgemeiner
Dekonditionierung
, möglichem
cervico-radikulärem
Reizsyndrom C7 links, einer
Diskusprotrusion
/Hernie C6/7 und einer kleineren
Protrusion
auf der Höhe C5/6 links. Er hielt fest, dass die klinische Diagnose eines Reizsyndroms deutlich erschwert sei, da die Beschwerden schon seit November 2008 bestünden und sich eine Schmerzausweitung im Bereich der ganzen linken Seite, aber auch panvertebral entwickelt habe. Daher sei auch bezüglich einer Infiltration primär Zurückhaltung geboten. Zur Arbeitsfähigkeit äusserte sich Dr.
Z._
nicht. Auch fanden keine weiteren Kontrollen bei ihm statt (vgl. Urk. 5/8/6).
3.2
Dr.
med.
B._
, FMH Allgemeine Medizin, Hausärztin der Beschwer
deführerin, nannte im Bericht vom 1
5.
April 2009 (
Urk.
5/6) zuhanden der
Beschwerdegegnerin
folgende Diagnose
n
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit (Ziff
.
1.1):
Anpassungsstörung mit einer längeren depressiven Reaktion (ICD-10 F43.21)
cervicobrachiales
Syndrom links bei linksbetonter
Diskusmaterialprotru
sion
im Segment HWK 6/7 mit leich
ter Kompression C7-Wurzel links und
minimale
r
Diskusmaterialprotrusion
im
Segement
HWK 5/6
links
betont
ohne abgrenzbare Neurokompression
Die Hausärztin führte in ihrem Bericht weiter aus, dass es sicher einige Monate dauern werde, bis die Beschwerdeführerin wieder in den Arbeitsprozess inte
griert werden könne (
Ziff.
1.4). Weiter gab sie an, dass die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zumutbar sei, dies jedoch mit verminderter Leis
tungsfähigkeit
, wobei sie das Ausmass nicht beurteilen könne
(
Ziff.
1.7)
.
Andernorts
attestierte
sie
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
seit
4.
November 2008 bis auf weiteres (
Ziff.
1.6).
3.
3
Vom 1
4.
April 2009 bis 1
1.
Mai 2009 hielt sich die Beschwerdeführerin statio
när im
C._
auf. Im Bericht vom 3
0.
Juli 2009 (
Urk.
5/12) wurden
hauptsächlich
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1)
genannt
:
Diskushernie im HWS Bereich
mittelschwere depressive Episode
Der Beschwerdeführerin wurde eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
während der
stationären
Behandlung und bis am 3
1.
Mai 2009 attestiert
(Ziff. 1.6)
und es wurde zudem eine orthopädische Konsultation empfohlen
(S. 5)
.
3.
4
Dr.
B._
bestätigte in ihrem Bericht vom 2
4.
August 2009 (
Urk.
5/14) die Diagnose sowie die Arbeitsunfähigkeit, welche sie im Bericht vom 1
5.
April 2009 (vorstehend E. 3.
2
) bereits ausgeführt hatte. Sie hielt weiter fest, dass eine schrittweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich sei (S. 3
Ziff.
3)
. Möglich
erweise könne in einem Monat mit einer langsamen Steigerung der Arbeitsfä
higkeit gerechnet werden (S. 2 Ziff. 1.4).
3.
5
Dr.
med.
D._
, Oberarzt
,
und
Dr.
med.
E._
, Assistenzarzt,
F._
, führten in ihrem Bericht vom 2
0.
Janu
ar 2010 zuhanden der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
5/17) aus, sie würden die Beschwerdeführerin ambulant seit dem
3.
August 2009 behandeln (
Ziff.
1.2) und nannten folgende Diagnose
n
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
cervicoradikuläres
Reizsyndrom C7 links bei
Diskusprotrusion
/Hernie C6/7
Die Ärzte attestierten aktuell eine psychische Arbeitsunfähigkeit von 100
%
, bestehend seit 25. Februar 2009
(S.
4
Ziff.
1.6). Die Beschwerdeführerin könne keine schweren körperlichen Tätigkeiten erledigen und mit dem linken Arm keine kraftvollen Bewegungen ausüben. Bei Aufgaben, die eine ausdauernde Konzentration und Planung benötigten, gerate sie häufig in Angstzustände, die einen Abbruch der Arbeit bedingten (
Ziff.
1.7). Medizinische Massnahmen könnten zu einer vollständigen Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit führen, jedoch sei generell aufgrund der organischen Ursache der Beschwerden von einer somatisch bedingten weiteren Einschränkung auszugehen (
Ziff.
1.8). Zudem rieten die Ärzte zu einem Wiedereinstieg im Rahmen eines
Arbeitsversu
ches
zirka ab Juli 2010 bei zunächst bleibender Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Ziff.
1.9).
Im Verlaufsbericht vom 2. Juli 2010 hielten die behandelnden Ärzte des
F._
bei gleichbleibender Diagnose eine Verbesserung des Gesundheitszustandes fest (Urk. 5/20/2 Ziff. 1 und 2). Dennoch sei aktuell eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit zu attestieren. Die Beschwerdeführerin befinde sich weiterhin im intensiven therapeutischen Rahmen der Tagesklinik und habe sich etwas weniger depressiv gezeigt. Es sei aber auch zu Fehltagen und
k
urzzeitigen schwer depressiven Einbrüchen gekommen (Urk. 5/20/2 oben). Angesichts des Verlaufs sei eine Rückkehr zu einer 100%igen Arbeitstätigkeit nicht mehr zu erwarten. Mittelfristig sei aufgrund der weiterhin vorliegenden linksseitigen Schmerzproblematik an eine maximale Arbeitstätigkeit von 50 % zu denken. Die Ärzte empfehlen eine erneute neurologische beziehungsweise orthopädische Beurteilung (Urk. 50/20/3 Ziff. 4 und 7).
3.
6
RAD-Arzt
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psycho
thera
pie FMH, erstattete seinen psychiatrischen Bericht am 2
9.
Sep
tember 2010 nach Untersuchung der Beschwerdeführerin am 2
0.
September
2010 (
Urk.
5/27).
Dr.
G._
gelangte zu folgenden
Haupt
diagnosen
(S. 6 Ziff.
12)
:
Somatisierungsstörung
(ICD-10 F45.0)
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit abhängig-unreifen und ängstlich-vermeidenden Anteilen (Z73.1).
Dr.
G._
nannte ferner als Nebendiagnosen:
Adipositas
arterielle Hypertonie
Dr.
G._
stellte bei der Beschwerdeführerin eine leicht bist mittelgradige kognitive Einschränkung und mittelgradige affektive Einbussen fest. Während der Untersuchung habe eine deutliche Diskrepanz zwischen den geklagten Beschwerden und objektivierbaren Befunden bestanden (S. 6
Ziff.
13). Sowohl für das kleinschrittige, tippelnde
Gangbild
mit Gangunsicherheit als auch die Schmerzausstrahlungen und
Parästhesien
in die linke Körperhälfte gebe es kein somatisches Korrelat, vor allem nicht für die unteren Extremitäten, so dass von einer Symptomausweitung und Selbstlimitierung ausgegangen werden müsse. Während der ganzen Untersuchung seien keine Schmerzexpressionen beobacht
bar, die nicht mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar gewesen wären (S. 6 unten
Ziff.
13). Dieser Eindruck sei auch durch ein Telefonat am Untersuchungstag mit dem behandelnden Psychiater
des
F._
bestätigt worden, demzufolge sich die Versicherte, wenn sie sich unbeobachtet fühle, durchaus normal und entspannt gehen und normal grosse Schritte machen könne (S. 6 f.
Ziff.
13).
Dr.
G._
führte aus, er könne der Beurteilung einer seit November 2008 bestehenden durchgängigen Arbeitsunfähigkeit von 100
%
nicht vollständig fol
gen. Die Beschwerdeführerin sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für einfache Tätigkeiten ohne grössere Anforderungen an die geistige Flexibilität und das Abstraktionsvermögen, mit leicht reduziertem Leistungsdruck in Bezug auf Zeit und Erfolg, in einem wohlwollenden Umfeld von November 2008 bis Mai 2009 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Von Juni 2009 bis zum 1
9.
Sep
tember 2010 sei eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ausgewiesen. Ab
Unter
suchungsdatum
vom 20. September 2010
sei unter Berücksichtigung der aus
geprägten Verdeutlichungstendenz und Selbstlimitierung, einer stark regres
siven Haltung mit
appellativem
Charakter, eines sekundären Krankheitsgewinns und mangelnder
Medikamentencompliance
mit überwiegender Wahrscheinlich
keit eine Arbeitsunfähigkeit von 30
%
ausgewiesen (S. 7 unten
Ziff.
13).
3.
7
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Psychiatrie, nannte im Bericht vom 1
8.
September 2011 zuhanden der Beschwerdeführerin (
Urk.
5/54) folgende Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
anhaltende depressive Episode von zumindest mittelgradiger Ausprä
gung mit Verdacht auf eher unterdurchschnittliche Intelligenz (ICD-10 F32.11)
Dr.
H._
führte aus, dass die Beschwerdeführerin
, welche er seit Dezember 2010 behandle (S. 2 Ziff. 1.2),
unter Konzentrations- und Merkfähigkeitsstö
rung
en
leide und im formalen Denken verlangsamt sei, und dass eine inhaltli
che Einengung auf den eigenen Gesundheitszustand bestehe. Er bezeichnete die Prognose als eher schlecht (S. 4 unten
Ziff.
1.4), äusserte sich aber nicht zur
Arbeitsunfähigkeit
, sondern verwies diesbezüglich auf die Hausärztin
(S. 5
Ziff.
1.6).
3.
8
Am
7.
Mai 2012 erstatteten
Dr.
med.
I._
, FMH Orthopädische Chirurgie,
Dr.
med.
J._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
Dr.
med.
K._
, FMH Neurologie, und
Dr.
med.
L._
, FMH Innere Medizin
,
des
M._
ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
5/64). Die Gutachter stützten sich auf die ihnen überlassenen Akten (S.
3
ff.), die Angaben der Beschwerdeführerin (S. 8 f.), sowie die am 1
9.
März 2012 (
vgl.
S. 1) erhobenen Befunde.
Zum jetzigen Leiden berichte die Beschwerdeführerin, sie habe von Kopf über Nacken ausgehende Beschwerden, die in den linken Arm ausstrahl
t
en und an den drei Schwurfingern zu Sensibilitätsstörungen führ
t
en. Diese habe sie auch am gesamten linken Bein. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass diese am ganzen Körper vorhanden seien, so auch auf der rechten Seite. Die Beschwerdeführerin habe weiter angegeben, dass sie sich bezüglich der psychi
schen Beschwerden in regelmässiger Gesprächstherapie befinde, jedoch sei die körperliche Problematik stärker ausgeprägt als die seelische. Weiter berichte sie, dass sie innerhalb der letzten Jahre deutlich zugenommen habe, dies wegen
Kon
zentrations
- und Gedächtnisstörungen (S. 8
Ziff.
3.2.1).
Die Gutachter nannten folgende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 23
Ziff.
5.1):
chronisches
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom links
mögliche
radikuläre
Reiz- und sensible Ausfallsymptomatik der Wur
zel C7 links
Diskushernie HWK 6/7 paramedian links sowie
Diskusprotrusion
HWK 5/6 paramedian links (MRI Dezember 2008)
Als
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 23
Ziff.
5.2):
Migräne ohne Aura
Zustand nach längerer depressiver Reaktion
histrionische
Krankheitsverarbeitung ohne sonstige psychiatrische Mor
bi
dität
Anamnestisch
multilokuläres
Schmerzsyndrom, derzeit weitgehend ohne fassbares klinisches Korrelat
m
etabolisches Syndrom
Adipositas mit Body Mass Index 42.5kg/m2
Diabetes mellitus, derzeit medikamentös nicht optimal eingestellt
arterielle
Hyptertonie
, derzeit medikamentös nicht optimal eingestellt
In ihrer Beurteilung führten die Gutachter aus, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit keinem eindeutigen angestammten
Tätig
keitsprofil
zuzuordnen sei und aus diesem Grund die Formulierungen allgemein gehalten würden. Für körperlich leichte Tätigkeiten,
bei welchen
eine Hebe- und
Traglimite
von 10 kg nicht überschritten und keine Zwangshaltungen von Kopf und Nacken oder Bewegungen der Arme oberhalb der Horizontalen verlangt würden, sei eine vollzeitliche Arbeitsfähigkeit mit um 20
%
vermindertem Ren
dement, somit eine theoretisch verwertbare Arbeitsleistung von 80
%
gegeben
(S. 24
Ziff.
6.2).
Aus psychischer Sicht könne einzig die Diagnose eines Zustands nach längerer depressiver Reaktion und einer
histrionischen
Krankheitsverarbeitung ohne sonstige psychiatrische Morbidität gestellt werden, die ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bliebe. Aus internistischer Sicht
bestünden
keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 24 f.
Ziff.
6.2).
Die Gutachter hielten fest, dass au
s
der heutigen Sicht keine Hinweise vorliegen würden, dass für Arbeiten mit de
n
festgehaltenen
Belastungslimiten
in der Ver
gangenheit jemals während längerer Zeit Einschränkungen bestanden hätten, die das von ihnen attestierte Ausmass überschritten hätten. Mit Sicherheit hätten ihre Angaben seit Datum der Untersuchung Geltung (S. 2
5
Ziff.
6.3).
4.
4.1
Unstreitig und ausgewiesen ist die Beschwerdeführerin seit November 2008 auf
grund eines chronischen
zervikobrachialen
Schmerzsyndroms links in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Strittig ist indes das Ausmass der Einschrän
kung. Überdies ist strittig, ob die Beschwerdeführerin an einem psychischen Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit leidet. Die
Beschwer
degegnerin
stellte diesbezüglich auf das
M._
-Gutachten vom 7. Mai 2012 (vgl. vorstehend E. 3.8) ab und ging von einer aus somatischen Gründen bestehenden Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 20 % seit Novem
ber 2008 aus.
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das
M._
-Gutachten vom 7. Mai 2012 für die Beantwortung der hier strittigen Fragen umfassend und nachvollziehbar ist. Es beruht auf allseitigen Untersuchungen sowie einer aus
führlichen Anamnese und berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden sowie sämtliche Befunde in angemessener Weise. Sodann wurde das Gutachten in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit
den
Vorakten
erstellt und trägt der konkreten medizinischen Situation Rech
nung.
4.3
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der medizinische Sachverhalt sei angesichts der unterschiedlichen Beurteilungen der Arbeitsfähigkeit ungenü
gend abgeklärt beziehungsweise fehlerhaft gewürdigt worden, erweisen sich ihre Vorbringen als
unbehelflich
. Denn die
M._
-Gutachter nahmen in begründeter Weise zu den früheren ärztlichen Beurteilungen Stellung.
So machte der orthopädische Teilgutachter darauf aufmerksam, dass sich die von der Beschwerdeführerin angegebenen Beschwerden anlässlich der Untersu
chung nur sehr eingeschränkt objektivieren liessen (Urk. 5/64 S. 19 ff.). Insbe
sondere hätten sich keine organischen Hinweise auf die Ursache des
multiloku
lären
Schmerzsyndroms ergeben, indem durchwegs unauffällige Befunde hätten erhoben werden können und sich auch anamnestisch keine Hinweise auf das Vorliegen eines generalisierten Leidens ergäben. Die wesentliche
Schmerzursa
che
müsse daher auf nichtorganischer Ebene liegen. Dazu passe auch, dass die gemäss Angaben der Beschwerdeführerin regelmässig und auch zuletzt am Untersuchungsmorgen eingenommenen Medikamente im Rahmen der
Serum
spiegelbestimmung
nicht im messbaren Bereich nachweisbar seien. Von Seiten der
muskuloskelettalen
Strukturen bestehe für angepasste Tätigkeiten keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Im Vergleich zur letzten ausführlichen Beurteilung des Bewegungsapparates durch Dr.
Z._
(vgl. vorn E. 3.1) liesse sich bezüglich der Diagnose eine gute Übereinstimmung feststellen.
In neurologischer Hinsicht wurde ein mögliches
radikuläres
Reiz- und sensibles Ausfallsyndrom der Wurzel C7 links bei Diskushernie C6/7 festgestellt (Urk. 5/64 S. 22). Für die geltend gemachten Beschwerden am linken Bein ergebe sich aus neurologischer Sicht indes keine Erklärung. Die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit sei durch ein schmerzbedingt etwas verlangsamtes
Arbeits
tempo
und einen etwas erhöhten Pausenbedarf seit November 2008 leicht eingeschränkt, wobei die Reduktion der Leistungsfähigkeit auf 20 % ein
geschätzt wurde (Urk. 5/64 S. 23). Mangels anderweitiger fachärztlicher neuro
logischer Vorberichte entfiel eine diesbezügliche Stellungnahme.
Anlässlich der psychiatrischen Untersuchung konnte kein eigentliches depressi
ves Geschehen mehr festgestellt werden. In der Betrachtung der Anamnese wür
den sich auch einige Ungereimtheiten ergeben. So sei es nicht recht einsehbar, weshalb mehrwöchige, tagesklinisch sogar mehrmonatige Behandlungen keinen Effekt gezeitigt haben sollen. Im psychischen Befund hätten sich keine vital depressiven Zeichen feststellen lassen. Gewisse demonstrative Elemente spielten hier auch eine Rolle. Der Beschwerdeführerin wurde eine uneingeschränkte
Arbeitsfähigkeit in einer einfachen Tätigkeit attestiert. Der psychiatrische
Teil
gutachter
nahm ausdrücklich zu den früheren psychiatrischen Einschätzungen Stellung. So hielt er bezüglich der Beurteilung durch Dr.
H._
(vgl. vorn E.
3.7) fest, dass anlässlich der aktuellen Untersuchung keine affektive Erkrankung habe festgestellt werden können. Im Übrigen nahm Dr.
H._
keine Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit vor. Sodann ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei der durch ihn gestellten Diagnose einer anhaltenden depressiven Episode mittleren Grades (ICD-10 F32.11) definitionsgemäss um ein vorüber
gehendes Leiden handelt, das in der Regel nicht invalidisierend ist (vgl. Urteil des Bun
desgerichts vom 26. Januar 2007, I
510/06). Dies gilt auch für die durch die Ärzte am
F._
(vgl. vorn E. 3.5) und durch den RAD-Arzt Dr.
G._
gestellte Diagnose (vgl. vorn E. 3.6), zu deren anderweitigen Beurteilungen der Arbeits
fähigkeit der
M._
-Gutachter ebenfalls Stellung nahm. Zudem hielten die Ärzte am
F._
selbst eine Verbesserung des Gesund
heitszustandes fest und eine voll
ständige Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit mittels medizinischer Mass
nahmen im besten Fall für möglich beziehungsweise die Arbeitsfähigkeit für
steigerbar
, wobei ihre Beurteilung auch unter Einbeziehung der linksseitigen Schmerzproblematik erfolgte.
Auch auf die abweichende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch die
Hausärz
tin
Dr.
B._
kann nicht abgestellt werden. So nahm sie keine nachvollzieh
bar begründete, durch Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit vor, hielt indes selbst eine schrittweise Steigerung der Arbeitsfähigkeit für möglich (vgl. vorn. E. 3.4). Sodann handelt es sich bei ihr um keine Fachärztin. Abgesehen davon rechtfertigt nicht zuletzt ihre
auftrags
rechtliche
Vertrauensstellung eine gewisse Zurückhaltung bei der Würdigung ihrer Beurteilung (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
4.4
Nach Gesagtem erfüllt das
M._
-Gutachten die praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines medizinischen Berichts (vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfäng
lich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt und von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten Tätigkeit mit einer Hebe- und
Tragelimite
von 10 kg und ohne Zwangshaltungen von Kopf und Nacken oder Bewegungen der Arme oberhalb der Horizontalen ausgegangen werden kann. Weitere Abklärungen erübrigen sich somit.
Anzumerken bleibt, dass soweit die Beschwerdeführerin trotz der eindeutigen Stellungnahme durch das Bundesgericht (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.3 S. 226 f.) auf eine Befangenheit infolge wirtschaftlicher Abhängigkeit des
M._
von der Beschwerdegegnerin schliessen will (vgl. Urk. 1 S. 2), ohne weitere Ausführun
gen auf die aktuelle Rechtsprechung verwiesen werden kann, wonach die wirt
schaftliche Abhängigkeit alleine zu keiner Befangenheit führt.
4.5
Die Invaliditätsbemessung im engeren Sinn wurde von der Beschwerdeführerin nicht in Frage gestellt und gibt aufgrund der Akten zu keinen Beanstandungen Anlass, so dass sich weitere Ausführungen dazu erübrigen.
Die angefochtene Verfügung vom 13. September 2012 erweist sich daher als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Da es
im vorliegenden Verfahren
um die Bewilligung oder Verweigerung von Ver
sicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1bis IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.