# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7e6cc6c3-379b-41f5-a87b-c6685dc8ceac
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. ist kaufmännischer Angestellter und seit 1988 bei der H. Versicherungen, St.
Gallen, tätig. Seit 1. April 2000 übt er seine Tätigkeit nicht mehr am Firmensitz an der
Dufourstrasse aus, sondern an einem externen Arbeitsplatz an der
Rorschacherstrasse ... in St. Gallen. Dort betreibt X.Y. ausserdem das Fahrradgeschäft
B. GmbH. Er ist am Stammkapital dieser Gesellschaft von Fr. 30'000.-- mit Fr.
15'000.-- beteiligt und als Geschäftsführer tätig. X.Y. wohnte bis 2005 an der
Austrasse .. in Oberuzwil; seit 2006 ist er in Sonnental wohnhaft.
In der Steuererklärung 2002 deklarierte X.Y. ein steuerbares Einkommen von Fr.
32'571.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 406'233.--. Das kantonale Steueramt
stellte ihm am 16. Dezember 2003 Veranlagungen für die Staats- und Gemeindesteuern
sowie für die direkte Bundessteuer 2001 und 2002 zu. Diese befinden sich nicht bei
den Akten. Am 14. Januar 2004 erhob der Pflichtige Einsprache. Auf dem
Einspracheschreiben befindet sich ein Vermerk des Steuerkommissärs vom 19.
Februar 2004 mit dem Wortlaut "Einsprache telefonisch erledigt". Am 10. Juni 2005
teilte der Steuerkommissär dem Pflichtigen mit, seine Einsprache gegen die
Veranlagungen für die Staats- und Gemeindesteuern sowie für die direkte
Bundessteuer 2002 sei noch nicht bearbeitet, und stellte ihm einen Vorschlag einer
Veranlagungsberechnung zu. In der Folge beantragte der Pflichtige einen Abzug von
Fr. 6'440.-- für die Verwendung eines privaten Motorfahrzeuges für den Arbeitsweg
sowie die Bewertung des Privatwagens mit Fr. 1'000.-- für das steuerbare Vermögen.
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Mit Einspracheentscheid vom 15. August 2005 veranlagte das kantonale Steueramt
den Pflichtigen für das Jahr 2002 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 40'500.--
und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 404'000.--. Der Abzug von Fr. 6'440.-- für die
Verwendung eines privaten Motorfahrzeuges für die Fahrt zum Arbeitsort wurde
verweigert. Als Grund wurde angeführt, die B. GmbH stelle dem Pflichtigen ein
Geschäftsauto für die private Nutzung zur Verfügung. Für diese sei ein Privatanteil von
Fr. 1'500.-- verbucht worden. Die Bewertung des privaten Autos wurde von Fr. 2'700.--
auf Fr. 1'000.-- reduziert.
B./ Gegen den Einspracheentscheid erhob X.Y. mit Eingabe vom 29. August 2005
Rekurs und beantragte die Gewährung des Abzugs für die Verwendung des Privatautos
wie im Jahr 2001, in dem ein Abzug von Fr. 6'785.-- gewährt worden sei. Weiter
beharrte er auf der Reduktion des Vermögens durch eine Bewertung des Privatautos
mit Fr. 1'000.--.
Die Verwaltungsrekurskommission hiess den Rekurs mit Entscheid vom 27. Juni 2006
teilweise gut, soweit sie darauf eintrat, und hob den Einspracheentscheid vom 15.
August 2005 auf. X.Y. wurde für 2002 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr.
39'600.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 404'000.-- veranlagt. Die amtlichen
Kosten von Fr. 800.-- wurden zu drei Vierteln dem Rekurrenten und zu einem Viertel
dem Staat auferlegt. Die Verwaltungsrekurskommission hielt fest, die Berufung des
Pflichtigen auf die Veranlagung 2001 sei nicht massgebend, da die Steuerbehörde bei
jeder Veranlagung den Sachverhalt neu ermitteln und beurteilen könne. Weiter erwog
sie, dem Pflichtigen sei der Arbeitsweg von Oberuzwil nach St. Gallen mit öffentlichen
Verkehrsmitteln zuzumuten. Dies gelte auch im Hinblick auf die unselbständige
Nebenerwerbstätigkeit bei der B. GmbH. Der Abzug für die privaten Autokosten sei
daher zu verweigern; dagegen seien die Kosten für ein Streckenabonnement von
Oberuzwil nach St. Gallen von Fr. 1'089.-- sowie eine Pauschale für die Benützung
eines Fahrrads von Fr. 700.-- zum Abzug zuzulassen. Sodann hielt die
Verwaltungsrekurskommission fest, die Steuerbehörde habe bei den Kosten für die
unselbständige Nebenerwerbstätigkeit einen Abzug von Fr. 1'288.-- gewährt, in der
Veranlagungsberechnung jedoch Fr. 1'988.-- abgezogen, was offensichtlich auf ein
Versehen zurückzuführen sei. Dem Pflichtigen sei entsprechend seiner Deklaration ein
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Pauschalabzug zu gewähren, wobei dieser auf 20 Prozent der Nettoeinkünfte bzw. Fr.
1'103.-- festzusetzen sei.
C./ Mit Eingabe vom 12. Juli 2006 erhob X.Y. Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er
beantragt, seinen Begehren im Rekurs sei zu entsprechen, Punkt 4 des Entscheids der
Verwaltungsrekurskommission sei als nichtig zu betrachten, die Kosten von Fr. 600.--
seien zurückzuerstatten und für seinen Aufwand im Zusammenhang mit dem
Rechtsmittelverfahren sei er mit Fr. 800.-- zu entschädigen.
Die Verwaltungsrekurskommission und das Kantonale Steueramt beantragten in ihren
Vernehmlassungen vom 4. und 19. September 2006 die Abweisung der Beschwerde.
In seiner Stellungnahme zu den Beschwerdevernehmlassungen beantragte der
Beschwerdeführer sinngemäss, der Steuerkommissär sei zu verschiedenen Punkten zu
befragen, insbesondere zur Vereinbarung über die Abzüge für das private
Motorfahrzeug und für Verpflegungs-Mehrkosten sowie die Bewertung des
Motorfahrzeugs. Am 10. und 16. Oktober 2006 reichte der Beschwerdeführer weitere
Unterlagen ein, insbesondere eine Bescheinigung der H. Versicherungen, wonach er für
die Ausübung seiner Haupterwerbstätigkeit auf ein Motorfahrzeug angewiesen sei.
Die von den Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten

## Considerations

Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen
dargelegt und gewürdigt.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1
des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG; Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der Steuerpflichtige ist zur
Beschwerdeführung legitimiert, und seine Beschwerdeeingabe vom 12. Juli 2006
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs.
1 in Verbindung mit Art. 161 StG sowie Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1
VRP). Insoweit ist auf die Beschwerde einzutreten.
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Gegenstand des angefochtenen Rekursentscheids ist die Veranlagung für die Staats-
und Gemeindesteuern des Jahres 2002. Die Verwaltungsrekurskommission ist auf den
Rekurs, soweit er sich gegen die Veranlagung der direkten Bundessteuer 2002 richtete,
nicht eingetreten. Gegenstand des Einspracheentscheids vom 15. August 2005 war
ausschliesslich die Staats- und Gemeindesteuer 2002. Hinsichtlich der direkten
Bundessteuer befindet sich lediglich ein Entwurf für eine Berechnung zur
Einspracheveranlagung in den Akten. Eine definitive Veranlagung für die direkte
Bundessteuer erfolgte offenbar noch nicht (obwohl in der entsprechenden Rubrik im
Veranlagungsprotokoll der Steuererklärung 2002 ein steuerbares Einkommen von Fr.
41'900.-- vermerkt ist).
In der Beschwerde nimmt der Steuerpflichtige wiederum Bezug auf die direkte
Bundessteuer 2002. Diese ist aber wie erwähnt nicht Gegenstand des
Rekursentscheids. Der Beschwerdeführer legt auch nicht dar, inwiefern die
Verwaltungsrekurskommission zu Unrecht nicht auf den Rekurs gegen die direkte
Bundessteuer eingetreten ist. Auf die Beschwerde ist somit nur einzutreten, soweit sie
sich gegen die Veranlagung der Staats- und Gemeindesteuern 2002 richtet.
Festzuhalten ist weiter, dass dem Begehren des Beschwerdeführers, sein Privatwagen
sei mit Fr. 1'000.-- zu bewerten, bereits im Einspracheentscheid vom 15. August 2005
stattgegeben wurde. Darauf hat die Verwaltungsrekurskommission zutreffend
hingewiesen. Da dieser Punkt nicht mehr streitig ist, ist nicht weiter darauf einzugehen.
2./ Der Beschwerdeführer gilt sowohl in bezug auf seine Haupterwerbstätigkeit bei der
H. Versicherungen als auch bezüglich seiner Tätigkeit für die B. GmbH als
unselbständig erwerbstätig. Bei unselbständiger Erwerbstätigkeit können nach Art. 39
Abs. 1 StG die notwendigen Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte (lit.
a), die notwendigen Mehrkosten für Verpflegung ausserhalb der Wohnstätte und bei
Schichtarbeit (lit. b), die übrigen für die Ausübung des Berufes erforderlichen Kosten
(lit. c) sowie die mit dem Beruf zusammenhängenden Weiterbildungs- und
Umschulungskosten abgezogen werden. Für die Berufskosten nach Abs. 1 lit. a bis c
sind in Art. 18 der Steuerverordnung (sGS 811.11, abgekürzt StV) Pauschalen
festgesetzt; dem Pflichtigen steht im Falle von Abs. 1 lit. a und c der Nachweis höherer
Kosten offen.
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Nach Art. 18 Abs. 1 StV werden als notwendige Kosten für Fahrten zwischen Wohn-
und Arbeitsstätte bei Benützung der öffentlichen Verkehrsmittel die tatsächlich
anfallenden Auslagen abgezogen. Nach Art. 18 Abs. 2 StV sind bei Benützung privater
Fahrzeuge als notwendige Kosten die Auslagen abziehbar, die bei Benützung der
öffentlichen Verkehrsmittel angefallen wären. Die Kosten des privaten Fahrzeuges
werden nach Art. 18 Abs. 3 StV gemäss den für die direkte Bundessteuer
massgebenden Pauschalansätzen abgezogen, wenn kein öffentliches Verkehrsmittel
zur Verfügung steht oder soweit dessen Benützung dem Steuerpflichtigen nicht
zugemutet werden kann, sowie für die Anfahrt bis zur nächsten Haltestelle des
öffentlichen Verkehrsmittels. Der Nachweis höherer Kosten bleibt vorbehalten.
Nach der Praxis der Veranlagungsbehörde gilt die Benützung des öffentlichen
Verkehrsmittels in der Regel als nicht zumutbar, wenn sehr schlechte Bahn- und
Busverbindungen oder ein ungünstiger Fahrplan bestehen. Der zeitliche Mehraufwand
kann als Begründung für die Benützung des privaten Verkehrsmittels nur angeführt
werden, wenn bei einmaliger Hin- und Rückfahrt der zeitliche Mehraufwand mehr als
90 Minuten pro Tag beträgt (Steuerbuch [StB] 39 Nr. 3 Ziff. 2.2).
Für einen Steuerpflichtigen, der zufolge unregelmässiger Arbeitszeit oder qualifizierter
Präsenzpflicht die öffentlichen Verkehrsmittel nicht oder nur unter erschwerten
Bedingungen beanspruchen kann oder der zur Mitnahme des Autos an den Arbeitsort
gezwungen ist, weil er es dort für berufliche Fahrten einsetzen muss, kann die
Benützung öffentlicher Verkehrsmittel trotz grundsätzlich guter Verbindungen
unzumutbar sein (StB 39 Nr. 3 Ziff. 2.2).
Aufgrund dieser Vorschriften spielt es keine Rolle, wie der Beschwerdeführer seinen
Arbeitsweg zurücklegt; massgebend für den Abzug der Kosten ist einzig die
Zumutbarkeit der Benützung öffentlicher Verkehrsmittel. Wenn es ein Pflichtiger aus
Bequemlichkeit vorzieht, auch bei Zumutbarkeit des öffentlichen Verkehrsmittels das
Auto zu benützen, so kann er die entsprechenden Mehrkosten nicht von den Steuern
abziehen.
a) Der Beschwerdeführer macht geltend, er benötige einen zeitlichen Mehraufwand von
104 Minuten pro Tag, wenn er anstelle des Privatwagens die öffentlichen
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Verkehrsmittel benütze. Seine Ausführungen sind aber unrealistisch. Der
Beschwerdeführer wohnte im Jahr 2002 an der Austrasse .. in Oberuzwil. Diese
befindet sich einen Kilometer vom Bahnhof Uzwil entfernt. Der Beschwerdeführer
macht bis zur Abfahrt des Zuges nach St. Gallen einen Zeitbedarf von 06.47 Uhr bis
07.12 Uhr geltend, mithin 25 Minuten, was weit übersetzt ist. Eine Wegstrecke von
einem Kilometer kann in etwa einer Viertelstunde zurückgelegt werden. Zudem wurden
dem Beschwerdeführer für diese Strecke die Kosten für die Benützung eines Fahrrads
zum Abzug zugelassen. Sodann hat der Beschwerdeführer in seiner Zeitberechnung
einen Regionalzug eingesetzt. Er hatte aber die Möglichkeit, einen Schnellzug nach St.
Gallen Hauptbahnhof und von dort den Bus an die Rorschacherstrasse ... zu benützen.
Somit kann bzw. konnte er die Wohnung um ca. 06.45 Uhr verlassen, den Schnellzug
Uzwil ab 07.01 Uhr besteigen und in St. Gallen vom Hauptbahnhof aus den Bus
benützen, womit er etwa um 07.30 bis 07.40 Uhr am Arbeitsort war. Der tägliche
Zeitbedarf für den Arbeitsweg mit öffentlichen Verkehrsmitteln liegt damit im Bereich
von rund einer Stunde pro Weg bzw. zwei Stunden pro Tag. Entsprechend gute
Verbindungen mit Bahn und Bus bestehen im übrigen auch bei der Rückfahrt
(Schnellzug 19.11 Uhr ab St. Gallen). Unbegründet ist der Einwand des
Beschwerdeführers, es seien die Geschäftsöffnungszeit von 08.00 Uhr bzw. die
Schliessungszeit von 18.30 Uhr einzuhalten. Die Zeit zwischen Ankunft und
Ladenöffnung bzw. zwischen Ladenschluss und Verlassen des Geschäfts kann nicht
als Arbeitsweg gerechnet werden. In dieser Zeit kann sich der Beschwerdeführer
internen Arbeiten widmen.
Der Zeitaufwand von 20 Minuten mit dem Privatwagen ist demgegenüber zu
optimistisch berechnet. Bei der Verwendung des Privatwagens ist auch zu
berücksichtigen, dass heute besonders zu den Hauptverkehrszeiten mit Behinderungen
im Strassenverkehr, mit ungünstigen Verkehrsverhältnissen wie Stau, Baustellen,
Schneefall und Regen gerechnet werden muss. Der veranschlagte Zeitaufwand von 20
Minuten für die Strecke von Oberuzwil nach St. Gallen mag bei optimalen Verhältnissen
realisierbar sein; im Jahresdurchschnitt und unter Berücksichtigung ungünstiger
Verhältnisse ist er aber zu gering. Selbst bei einem Zeitbedarf von nur 20 Minuten läge
aber der zeitliche Mehrbedarf bei der Verwendung öffentlicher Verkehrsmittel nicht
über 90 Minuten pro Tag. Die Vorinstanz hat somit die Zumutbarkeit der Benützung
öffentlicher Verkehrsmittel zu Recht bejaht.
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b) Der Steuerpflichtige macht im Beschwerdeverfahren erstmals geltend, er sei
verpflichtet, seinen Personenwagen am Arbeitsort zur Verfügung zu halten. Er hat eine
entsprechende Bestätigung der H. Versicherungen ins Recht gelegt. Ob dies rechtzeitig
geschah, kann offen bleiben. Der Beschwerdeführer hätte die Bescheinigung jedenfalls
bereits mit der Beschwerdeschrift einreichen können. Die Bestätigung muss als
Gefälligkeitsbescheinigung qualifiziert werden. Darin wird nämlich ausgeführt, für die
beruflichen Aussendienstfahrten ab St. Gallen werde der Beschwerdeführer
entschädigt. Im Lohnausweis für 2002 sind aber keine solchen Entschädigungen für
Aussendienstfahrten aufgeführt, obwohl Spesenentschädigungen für
Aussendienstmitarbeiter zwingend anzugeben sind. Somit kann die Bescheinigung nur
dahingehend verstanden werden, dass dem Beschwerdeführer solche Fahrten
entschädigt würden, falls er solche überhaupt durchführt. Die fehlende Deklaration im
Lohnausweis zeigt, dass er keine solchen Fahrten ausführte. Es wäre ausserdem
unzulässig, den Beschwerdeführer zu einer Bereithaltung des Privatwagens am
Arbeitsort zu verpflichten, ohne die daraus entstehenden Auslagen zu entschädigen
(vgl. Art. 327a und 327b OR). Wie es sich im vorliegenden Fall genau verhält, kann
allerdings offen bleiben. Der Beschwerdeführer macht nämlich geltend, es stehe ihm
am Geschäftsort ein Geschäftswagen der B. GmbH zur Verfügung. Falls er für die
Ausübung der Haupterwerbstätigkeit bei der H. Versicherungen bzw. für die Fahrten
von der Rorschacherstrasse ... an die Dufourstrasse auf ein Auto angewiesen ist, hat er
die Möglichkeit, dafür den Geschäftswagen zu verwenden. Der Beschwerdeführer
wendet ein, es sei unzutreffend, dass ihm die B. GmbH einen Geschäftswagen zur
Verfügung stelle; das Geschäftsauto diene der Gesellschaft für geschäftliche Zwecke,
und für persönliche Belange stehe ihm sein eigenes Fahrzeug zur Verfügung. Diese
Einwendungen sind nicht stichhaltig. In der Bescheinigung der B. GmbH über
Leistungen an Gesellschafter wurde die Frage nach der privaten Nutzung des
Geschäftsfahrzeuges ausdrücklich bejaht und ein verbuchter Privatanteil von Fr.
1'500.-- deklariert. In der Buchhaltung 2003 wurde sogar ein Privatanteil von Fr.
3'000.-- für das Vorjahr ausgewiesen. Somit bescheinigte die Gesellschaft eine private
Nutzung des Geschäftswagens, weshalb davon auszugehen ist, dass der Pflichtige den
Geschäftswagen auch für private Zwecke verwendet.
Die Kritik des Beschwerdeführers an den Feststellungen der Vorinstanz ist verfehlt. Der
Beschwerdeführer selbst machte widersprüchliche Angaben darüber, ob er den
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Geschäftswagen privat nutzt oder nicht und ob er vom Arbeitgeber verpflichtet ist, ein
Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Ausserdem hat er im Einsprache- und
Rekursverfahren unpräzise Angaben über seinen Arbeitsort gemacht und nicht klar
dargelegt, dass er auch seine Tätigkeit für die H. Versicherungen in seinem
Fahrradgeschäft an der Rorschacherstrasse ausübt.
c) Unbegründet ist die Berufung des Beschwerdeführers auf die Veranlagung 2001 und
auf eine entsprechende Zusicherung des Steuerkommissärs über den Abzug von
Autokosten für das Jahr 2002. Im Einspracheentscheid vom 15. August 2005 wird die
Gewährung einer Zusicherung ausdrücklich bestritten. Weitere Abklärungen erübrigen
sich unter diesen Umständen. Schliesslich war die Veranlagungsbehörde bei der
Ermittlung des steuerbaren Einkommens des Jahres 2002 nicht an die Veranlagung
2001 gebunden. Darauf hat die Vorinstanz zutreffend hingewiesen.
d) Inwiefern die Ermittlung der Berufsunkosten im Zusammenhang mit der
unselbständigen Nebenerwerbstätigkeit fehlerhaft ist, legt der Beschwerdeführer nicht
dar. Die Vorinstanz hat einen Abzug von 20 Prozent der Nettoeinkünfte von Fr. 5'512.--
zuzüglich Fr. 700.-- gewährt. Dies entspricht den gesetzlichen Vorschriften (Art. 22
StV). Höhere Aufwendungen sind jedenfalls nicht ausgewiesen.
e) Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist.
3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist
unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Beschwerdegegner hat keinen Anspruch auf eine
ausseramtliche Entschädigung (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 176).