# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 10d7520f-a13b-5a28-9a93-ee6e1fe60d0a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Dem Ehepaar
Y._
, geboren 1942,
und
X._
, gebo
ren 1943,
werden
von
der
Ge
meinde
Z._
,
Durchführungsstelle für Zusatz
leistungen zur AHV/IV (nachfolgend: Durchführungsstelle),
seit April 2019 ver
treten durch die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
Ausgleichskasse (
nachfolgend: SVA;
Urk.
7/232)
,
Zusatzleistungen
(ZL) zur Altersrente
aus
gerich
tet
(Urk. 7/215)
.
Mit Verfügung vom
13.
November 2017
hatte
die Durchführungsstelle
den
Anspruch ab Januar 2017 auf
Fr.
1'675.-- pro Monat
fest
gesetzt
, womit nach Abzug der kantonalen Durchschnittsprämie
der
obligatorische
n
Krankenpflege
versicherung
(Prämienverbilligung, PV)
von Fr. 816.--
, die direkt an den Kran
kenversicherer auszurichten ist,
der Auszahlungsbetrag von Fr. 859.-- resultierte
(Urk. 7/175/1-2). Mit Verfügung vom 2
2.
Dezember 2017
wurde
der
Anspruch
wegen der
Erhöhung der
regionalen
KVG-
Durchschnittprämie
(
von Fr.
816.-- auf Fr.
848.--
)
ab Januar 2018 auf insgesamt
Fr.
1'707.-- festgesetzt
;
der
an
die
Ver
sicherten
auszurichtende monatliche Betrag
blieb dabei
unverändert bei
Fr.
859.--
(
Urk.
7/177).
1.2
Mit Verfügung vom 2
0.
Dezember 2018 wurde der Anspruch
auf Zusatzleistun
gen ab dem 1.
Januar 2019 auf
monatlich
Fr.
1'727.-- (
Fr.
1'424.-- Ergänzungs
leistungen
, Fr.
303.-- Beihilfe
) mit
einem
unveränderten Auszahlungsbetrag von Fr. 859.-- (Fr. 1'727.-- - Fr. 868.-- PV) festgelegt
(
Urk. 7/203).
Dagegen erhob
X._
mit Schreiben vom 3
1.
Januar 2019 Einsprache
, mit welcher er ausserdem bezüglich der Verfügung vom 2
2.
Dezember 2017 rügte, dass diese ihm nicht im Dezember 2017 zugestellt, sondern erst am 1
6.
Mai 2018 überreicht worden sei
(Urk. 7/207
)
.
Mit Verfügung vom 2
9.
März 2019
bestätigte
die SVA für die Zeit ab dem
1.
April 2019 den
bisherigen Anspruch von
Fr.
1'727.-- (
Urk.
7/233, Urk. 7/235). Mit
Einspracheentscheid
vom 2
5.
Juli 2019
wies die SVA die Einsprache vom 3
1.
Januar 2019 ab, soweit sie darauf eintrat (Urk. 2).
1.3
Mit Verfügung vom
2
9.
Juli 2019 setzte die SVA
wegen
Anpassungen in der ZL-Berechnung
betreffend die Höhe
der deutschen Renten, des Mietzinses und des Vermögens den Anspruch auf Zusatzleistungen
ab dem
1.
August 2019 neu auf Fr. 1'585.-- pro Monat fest
, was unter Berücksichtigung der direkten Auszahlung der Prämienpauschale Krankenversicherung einen Auszahlungsbetrag von
Fr.
717.-- ergab
(Urk.
16/6/48
, Urk.
16/6/50
).
Dagegen erhob
X._
mit Schreiben vo
m 14.
September 2019 Einsprache (Urk.
16/6/55
). Mit Schreiben vom 1
0.
Oktober 2019 wies die SVA ihn auf eine mögliche Schlechter
stellung mit rückwirkender Anpassung des Anspruchs auf
Zusatzleistungen
und Rückforderung aufgrund des
Beleges zu den deutschen Renten vom 3
1.
Juli 2019
hin
(Urk.
16/6/57
), welche höhere Rentenbeträge
ab dem 3
1.
Juli 2019
ausweise, und gewährte ihm Gelegenheit zur Stellungnahme respektive Rückzug der Ein
sprache (
Urk.
16/6/66
).
Dazu nahm
X._
mit Schreiben vom
4.
November 2019 Stellung
, in welcher er an seiner Einsprache festhielt
(
Urk.
16/6/69
). Mit
Einspracheentscheid
vom 1
5.
November 2019 (
Urk.
6/2) hiess die SVA die Einsprache vom 14. September 2019 teilweise gut und bestätigte
ausserdem
die neu erlassene Verfügung vom 1
5.
November 2019, mit welcher sie einen Anspruch auf
Zusatzleistungen von
Fr.
1'727.--
vom
1.
April bis 3
0.
Juni 2019
, von
Fr.
1'574.--
ab dem 1. Juli 2019
und von Fr. 1'574.
--
ab dem
1.
August 2019 feststellte
sowie eine Rückforderung von insgesamt
Fr.
197.--
für zu Unrecht bezogenen
Zusatzleistungen
vom
1.
Juli bis 3
0.
November 2019 verfügte
(Urk. 16
/6/
73-76
).
2.
2.1
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
5
.
Juli
201
9
(
Urk.
2) hat
X._
mit Eingabe vom
14. September
2019
Beschwerde
erhoben und
sinn
gemäss
beantragt
,
dieser sei aufzuhe
ben und die Zusatzleistungen seien unter Berücksichtigung des korrekten Umrechnungskurses zur Festsetzung der deut
schen Rentenbeträge nach dem Tageskurs der Europäischen Zentralbank im Sinne von Randziffer 3452.01 der
Wegleitung
des Bundesamtes für Sozialversicherun
gen (BSV)
über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV
, gültig ab 1.
April 2011
(
Rz
3452.01
WEL)
,
neu zu berechnen
. Weiter sei
die
Beschwerdegegnerin
zu ver
pflichten, wegen des widersprüchlichen Verhaltens der Gemeinde
Z._
und des Vertrauensschutzes auch auf seine Einsprache gegen die Verfügung vom 22. Dezember 2017 einzutreten, es sei der Fall vom Gericht dezidiert aufzuarbei
ten und es sei zur
bundesrätlichen
Regelung, wonach ZL-Durchführungsstellen EU-Bürgern von Ergänzu
ngsleistungen an das Migrati
ons
amt zu melden hätten und wodurch er sowie seine Ehefrau als EL-beziehende EU-Bürger indirekt infolge ihrer Staatsangehörigkeit diskriminiert würden, eine klare Stellungnahme abzugeben (Urk. 1).
Mit Eingabe vom
20. September 2019
gab
der
Beschwerdeführer
ausserdem
sein Schreiben vom 19. September 2019 an die
Beschwerdegegnerin
zu den Akten
(Urk. 4). In der Beschwerdeantwort stellte die
Beschwerdegegnerin
den Antrag, das Verfahren sei infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben, da die effektiven Beträge der deutschen Rente selbst unter Berücksichtigung des geltend gemach
ten Umrechnungskurses per 1. November 2018 von 1.1430 höher wären als ursprünglich in der Verfügung vom 20. Dezember 2018 angenommen und da sie
im noch pendenten
Einsprache
verfahren
gegen die Verfügung vom 29. Juli 2019 (Periode ab 1. August 2019) die Umrechnung der Rentenleistungen gemäss
R
z
3452.01 WEL berücksichtigen werde (Urk. 6). Mit Verfügung vom 5. Novem
ber 2019 wurde dem
Beschwerdeführer
Gelegenheit gegeben, dazu Stellung zu nehmen (Urk. 8 S. 2). Mit Eingabe vom 30. November 2019 rügte der
Beschwer
deführer
, dass ihm bei seiner Akteneinsichtnahme am Gericht vom 20. November 2019 (Urk. 10) entgegen der Behauptung in der Verfügung vom 5. November 2019 (Urk. 8 S. 2) nicht die vollständigen Prozessakten vorgelegen hätten, son
dern es hätten die Verfahrensakten vom 2. Februar 2001 bis 13. Oktober 2006, teilweise vom 30. Oktober 2006 bis Februar 2009, im Jahr 2012, insbesondere betreffend ein Einschreiben an ihn vom 26. September 2012, und im Jahr 2017 bis 3. August 2017 gefehlt (Urk. 11). Dazu nahm die
Beschwer
degegnerin
mit Schreiben vom 8. Januar 2020 Stellung (Urk. 13), was dem
Beschwerdeführer
am 23. Januar 2020 zur Kenntnis gegeben wurde (Urk. 14). Mit Eingabe vom 6. Feb
ruar 2020 äusserte sich der
Beschwerdeführer
dazu und beantragte, es sei aufzu
klären, weshalb in den (eingereichten) Verfahrensakten vom 13. Oktober 2006 bis 3. August 2017 165 Seiten fehlen würden und es sei ihm sowie seiner Ehefrau
eine
Gegenleistung für die Bereicherung der Schweiz aus ihrer Finanzierung der Ergänzungsleistungen mit
ihren deutschen Renten im Zeit
raum von Juli 2007 bis Dezember 2019 zu entrichten (Urk. 15).
2.2
Mit Eingabe vom 2. Januar 2020
(
Urk.
16/1)
hat
X._
auch
gegen
den
Ein
spracheentscheid
der
SVA
vom
15. November
2019
(
Urk.
16/2)
Beschwerde erhoben.
Dieses Verfahren
war
am hiesigen Gericht
zunächst
unter der Verfahrensnummer
ZL.2020.00001
eröffnet
worden
.
Der Beschwerdeführer
beantragte sinngemäss,
der
Ein
spracheentscheid
vom 15. November 2019 sei auf
zuheben und es sei anstelle des darin angewandten Umrechnungskurs
es
von Euro zu Schweizer Franken von 1.1162 der Devisenkurs laut der Europäischen Zent
ralbank vom 15. November 2019 von Fr. 1
.
0938 pro Euro anzuwenden sowie das von ihm mit Schreiben vom 14. September 2019 Vorgebrachte und das eigentli
che Thema
«
Vorbezug sowie geleistete Pflichtbeiträge zur AHV/IV
»
sei endgültig aufzuarbeiten (Urk. 1). Die
Beschwerdegegnerin
schloss mit Beschwerdeantwort
vom 10. Februar 2020 auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (Urk.
16/
5).
2.3
Mit Verfügung vom 1
8.
Februar 2020 wurde das
Verfahren
Nr.
ZL.2020.00001 mit diesem Verfahren vereinigt und als dadurch erledigt abgeschrieben. Dessen Akten werden in diese
m
Prozess als Urk.
16/
0-7 geführt. Mit Eingabe vom 17. April 2020 nahm der
Beschwerdeführer
zur Beschwerdeantwort vom 10. Feb
ruar 2020
Stellung (
Urk.
18). Die
Beschwerdegegnerin
präzisierte
mit Eingabe vom 2
6.
Mai 2020
den
in der Beschwerdeantwort
(vom 25. Oktober 201
9
; Urk. 6) erwähnten Tageswährungskurs
und verzichtete im Übrigen auf eine weitere Stel
lungnahme (
Urk.
20
), was
dem
Beschwerdeführer
am 2
9.
Mai 2020 zur Kenntnis gebracht
wurde
(
Urk.
21).
In den
Eingaben vom
1
6.
Juni
und vom 1
6.
Juli 2020 machte
der
Beschwerdeführer
dazu
und
zum Betreff «Vorbezug sowie geleistete Pflichtbeiträge zur AHV/IV» weitere
Ausführungen
(
Urk.
22, Urk. 24),
wovon
die
Beschwerdegegnerin
am
18. Juni und 22.
Juli 2020 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
23, Urk. 25
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2021 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über
Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG)
und der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlasse
nen- und Invalidenversicherung (ELV) in Kraft getreten. Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Da hier der
Anspruch auf Zusatzleistungen
längstens bis zum Erlass des
angefochtenen
Einspracheentscheides
vom
1
5.
November
2019, welcher rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Über
prüfungsbefugnis bildet (BGE 129 V 4 E. 1.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundes
gerichts P 35/04 vom 2
4.
Januar 2005 E. 1), Gegenstand
des Verfahrens bildet,
finden die bis 31. Dezember 2020 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung und werden in dieser Fassung zitiert.
2.
2.1
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach den Art. 4 bis Art. 6 ELG erfüllen, Zusatzleistungen zur Deckung ihres Existenz
bedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 des Gesetzes des Kantons Zürich über die Zusatzleistungen zur AHV/IV, ZLG).
Zweck der Ergänzungsleistungen ist eine angemessene Deckung des Existenzbe
darfs. Bedürftigen Rentnern der Alters- und Hinterlassenen- sowie der Invaliden
versicherung soll ein
regelmässiges
Mindesteinkommen gesichert werden. Die Einkommensgrenzen haben dabei die doppelte Funktion einer
Bedarfslimite
und eines garantierten Mindesteinkommens. Deshalb sind bei der Anspruchsberech
nung - vorbehältlich Art. 11 Abs. 1
lit
. g ELG - nur tatsächlich vereinnahmte Ein
künfte und vorhandene Vermögenswerte zu
berücksichtigen, über die der Leis
tungsansprecher ungeschmälert verfügen kann (BGE 127 V 248 E. 4a, 122 V 19 E. 5a).
2.2
2.2.1
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten
Ausgaben
die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1
ELG). Die anrechenbaren Ausgaben werden nach Art. 10 ELG, die Einnahmen nach
Art. 11 ELG ermittelt.
Die anerkannten Ausgaben und die
anrechenbaren Einnah
men von Ehe
gatten werden zusammengerechnet (Art. 9 Abs. 2 ELG).
2.2.2
G
emäss
Art. 11 Abs. 1
lit
. d ELG
sind
auch Renten, Pensionen und andere wie
derkehrende Leistungen,
einschliesslic
h
der Renten der AHV und der IV, als Ein
nahmen anzurechnen.
Als Ausgabe anerkannt wird
unter anderem
bei allen Versicherten
nach Art. 10 Abs. 3
lit
. d ELG
auch ein jährlicher Pauschalbetrag für die obligatorische Kran
kenpflegeversicherung. Der Pauschalbetrag hat der kantonalen beziehungsweise regionalen Durchschnittsprämie für die obligatorische Krankenpflegeversiche
rung (inkl. Unfalldeckung) zu entsprechen.
Nach Art. 21a ELG ist der jährliche Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung nach
Art. 10 Abs. 3
lit
. d ELG in Ab
weichung von Art. 20
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
direkt dem Krankenversicherer auszuzahlen.
2.3
2.3.1
Die Ergänzungsleistungen werden grundsätzlich jährlich ausgerichtet (
Art.
3 Abs. 1
lit
. a ELG). Basis ist das Kalenderjahr. Zeitlich
massgebend
sind in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechen
ba
ren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen (Art. 23 Abs. 1 ELV).
2.3.2
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann eine Verfügung über Ergän
zungsleistungen in zeitlicher Hinsicht Rechtsbeständigkeit nur für das Kalender
jahr entfalten. Im Rahmen der jährlichen Überprüfung können deshalb die Grund
lagen der Berechnung der Ergänzungsleistungen ohne Bindung an früher berück
sichtigte Berechnungsfaktoren von Jahr zu Jahr neu festgelegt werden (BGE 139 V 570 E. 3.1, 128 V 39 E. 3b; Urteil des Bundesgerichts 9C_333/2014 vom 22. August 2014 E. 4.2).
2.4
Gemäss
Art. 25 Abs. 1
lit
. c ELV ist die jährliche Ergänzungsleistung bei Eintritt einer voraussichtlich länger dauernden Verminderung oder Erhöhung der vom ELG anerkannten Ausgaben und anrechenbaren Einnahmen sowie des Ver
mögens zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben.
Massgebend
sind die neuen,
auf ein Jahr umgerechneten dauernden Ausgaben und Einnahmen und das bei Eintritt der Veränderung vorhandene Vermögen. Macht die Änderung weniger als Fr. 120.-- im Jahr aus, kann auf eine Anpassung verzichtet werden.
Nach Art. 25 Abs. 1
lit
. d ELV ist die jährliche Ergänzungsleistung
ausserdem
bei der periodischen Überprüfung zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn eine Änderung der vom ELG anerkannten Ausgaben und anrechenbaren Einnah
men sowie des Vermögens festgestellt wird; macht die Änderung weniger als Fr. 120.- im Jahr aus, kann auf eine Anpassung verzichtet werden.
2.5
2.5.1
Gemäss
Art.
25
Abs.
1 Satz 1
ATSG (
in Verbindung mit
Art.
2 ATS
G und
Art.
1 Abs.
1 ELG) sind
unrechtmässig
bezogene Ergänzungsleistungen zurückzuer
stat
ten.
Die
Unrechtmässigkeit
des Bezugs von Ergänzungsleistungen ergibt sich dadurch, dass die Berechnungsgrundlagen rückwirkend angepasst werden und aus der Neuberechnung ein tieferer Anspruch resultiert als ursprünglich ausgerichtet (Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV,
2.
Auflage 2009, S. 98). Die Pflicht zur Rückerstattung
unrechtmässig
bezogener Leistungen besteht unab
hängig von einem allfälligen Verschulden
(Müller, Rechtsprechung des Bundes
gerichts zum ELG,
3.
Auflage 2015, S. 354,
Art.
25 ATSG
Rz
8; Urteil des Bun
desgerichts P 63/2004 vom
2.
Februar 2006 E. 2.2.3). Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistungen zur Ermittlung des Rückerstattungsbetrages ist von den Verhältnissen auszugehen, wie
sie im Rückerstattungszeitraum tatsächlich bestanden haben. Namentlich sind alle anspruchsrelevanten Tatsachenänderun
gen zu berücksichtigen (BGE 138 V 298 E. 5, 126 V 23 E. 4b, 42 E. 2b, 122 V 19 E. 5 und E. 5c; Urteil des Bundesgerichts P 63/02 vom
8.
Mai 2003 E. 3.3). Ob ein Leistungsbezug
unrechtmässig
ist, beurteilt sich nach der Sach- und Rechtslage, die zur Zeit der Ausrichtung der zurückzufordernden Leistung bestand (Müller, a.a.O., S. 355,
Art.
25 ATSG
Rz
10).
2.
5
.2
Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision
massgeben
den
Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 42 E. 2b, je mit Hinweisen). Mit der Wiedererwägung kann der Versicherungsträger auf eine formell rechts
kräftige Verfügung zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Bei der pro
zessualen Revision
gemäss
Art.
53
Abs.
1 ATSG sind formell rechtskräftige Ver
fügungen und
Einspracheentscheide
in Revision zu ziehen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringen zuvor nicht möglich gewesen war.
3
.
3.1
Die
Beschwerdegegnerin
führte zur Begründung des angefochtenen
Einsprache
entscheid
es
vom 25.
Juli 2019
(
Urk.
2) betreffend die Einsprache gegen die Ver
fügungen vom 2
2.
Dezember 2017 (
Urk.
7/177) und vom 2
0.
Dezember 2018 (
Urk.
7/203)
aus, die geltend gemachte Leistungserhöhung ab dem
1.
Januar 2019 um 0.85
%
beziehe sich nur auf die AHV- und IV-Renten sowi
e die Hilflosenent
schädigungen; die Ergänzungsleistungen seien von der Erhöhung nicht betroffen.
Die AHV-Rente
n hätten
ab Januar 2019
neu
Fr.
1'176.-- und Fr. 1'215.-- anstatt wie bisher Fr. 1'166.-- und
Fr.
1'205.-- betragen, was in der ZL-Berechnung ab dem 1. Januar 2019 berücksichtigt worden sei. Die Verfügung vom 2
0.
Dezember 2018 habe folglich bereits auf die massgebenden Zahlen abgestellt. Betreffend
die gerügten Umrechnungskurse für die deutschen Renten sei gemäss
Rz
3452.03 der Wegleitung
des Bundesamtes für Sozialversicherungen (BSV)
über die Ergän
zungsleistungen
zur AHV und IV
(WEL) auf den aktuellen Devisenkurs (Verkauf) der Eidgenössischen Zollverwaltung im Zeitpunkt des Anspruchsbeginns der Ergänzungsleistungen abzustellen.
Die deutschen Rentenleistungen würden gemäss dem Rentenausweis vo
m
2
9.
Dezember 2018 Euro 410.91 und Euro 327.70 betragen.
Es sei für die Leistungen ab dem
1.
Januar 2019 ein Umrech
nungskurs von
Euro in Franken von 1.15336 (Stand 1. November 2018) berück
sichtigt worden.
Damit belaufe sich der aktuelle Betrag der deutschen Rentenleis
tungen auf
Fr. 10'222.6
0.
Es sei
en
indes bisher lediglich Fr. 8'817.-- angerechnet worden. Die deutsche Rentenleistung sei folglich höher, als bisher angenommen. Auf eine rückwirkende Anpassung und eine Anpassung im
Einspracheverfahren
werde verzichtet. Jedoch werde die Rentenhöhe im Rahmen der laufenden perio
dischen Überprüfung angepasst. Die Einsprache
vom 3
1.
Januar 2019
gegen die Verfügung vom 2
2.
Dezember 2017 betreffend die Zusatzleistungen ab dem
1.
Januar 2018 sei verspätet erfolgt, da diese dem
Beschwerdeführer
anlässlich des Gesprächs vom 1
6.
Ma
i 2018 ausgehändigt worden sei;
auf
die Einsprache sei daher insofern nicht einzutreten (
Urk.
2 S. 2 f.)
.
In der Beschwerdeantwort
vom 25.
Oktober 2019
(Urk
.
6)
anerkannte die
Beschwerdegegnerin
, die Ausführungen im
Einspracheentscheid
vom 25. Juli 2019 bezüglich des Umrechnungskurses
seien
falsch und die Umrechnung der deutschen Rentenleistung
habe
- anstatt auf
Rz
3452.03 WEL -
gestützt auf
Rz
3452.01 WEL
von 1.1430 per
1.
November 2018 zu erfolgen. Weil die effektive deutsche Rentenleistung (Euro 410.91 und Euro 327.70) indes auch unter Berück
sichtigung dieses Umrechnungskurses jedenfalls höher wäre, als der in der Ver
fügung der Gemeinde
Z._
(
vom
2
0.
Dezember 2018
betreffend Leistungen ab 1.
Januar 2019, Urk.
7/203
) berücksichtigte Betrag
,
sei keine angepasste Ver
fügung zu erlassen. Die Umrechnung der deutschen Rentenleistungen gemäss
Rz
3452.01 WEL werde indes im
Einspracheverfahren
gegen die Verfügung
vom
29. Juli 2019 (
Urk.
16/6/48) betreffend die Periode ab dem
1.
August 2019 berücksichtigt (
Urk.
6 S. 2).
Zur Begründung des
angefochtenen
Einspracheentscheid
s
vom
1
5.
November 2019
(Urk. 16/2) betreffend die Einsprache gegen die Verfügung
vom
29. Juli 2019 (Urk. 16/6/48) erklärte die
Beschwerdegegnerin
sodann,
aufgrund des
vor
gelegten deutschen Rentenausweis
es
per Juli 2019
, welche
r
höhere deutsche Ren
tenbeträge ausweise,
sei festgestellt worden, dass die rückwirkende Anpassung gemäss der Verfügung vom 1
5.
November 2019 (
Urk.
16/6/75)
zu einer Schlech
terstellung und Rückforderung führe. Bezüglich der deutschen Renten
beträge
sei dem Antrag des
Beschwerdeführers
entsprochen worden und die deutschen Ren
ten seien ab dem 1.
Juli 2019 in Anwendung von
Rz
3452.01
mit einem
Tageskurs
von
Fr.
1.1
1
62 pro Euro angerechnet worden. Der neue Mietzins von
Fr.
1'255.35 per
1.
Januar 2019 werde ebenfalls berücksichtigt, allerdings ändere sich der Anspruch auf
Zusatzleistungen dadurch nicht, da das Mietzinsmaximum von
Fr.
1’250.-- pro Monat (respektive
Fr.
15'000.-- pro Jahr) schon vor der Anpas
sung erreicht gewesen sei
(
Urk.
16/2 S. 2).
In der
Beschwerdeantwort vom 1
0.
Februar 2020 führte die
Beschwerdegegnerin
in Ergänzung dazu aus, die deutschen Renten würden jeweils im Juli erhöht. Somit
entstehe der neue Anspruch im Juli. Der erste Tageskurs, welcher dem Monat des Anspruchsbeginns unmittelbar vorausgehe, sei der
3.
Juni 2019 (Mon
tag) gewesen und habe pro Euro Fr.
1.162 (
richtig: Fr.
1.1162; vgl. Stellungnahme vom 2
6.
Mai 2020,
Urk.
20) betragen. Die deutsche Rente sei daher im Einklang mit der Wegleitung ab Juli 2019 mit diesem Betrag anzurechnen. Auf den Antrag, das Thema «Vorbezug und geleistete Pflichtbeiträge zur AHV/IV» sei aufzuarbei
ten, sei nicht einzutreten, da es sich vorliegend um ein Verfahren in Sachen Zusatzleistungen und nicht um (AHV-)Rentenleistungen handle.
Mit Verfügung vom 1
5.
März 2007 habe die SVA die Rentenleistungen berechnet. Diese Verfü
gung sei in Rechtskraft erwachsen. Auf die Wiedererwägungsgesuche vom 2
5.
Mai und
4.
Juli 2012 sowie vom 1
9.
Mai und 1
2.
Juni 2017 sei sie nicht ein
getreten (
Urk.
16/5).
In der Stellungnahme vom
8.
Januar 2020 hat die
Beschwerdegegnerin
zu den Prozessakten erläutert, dem Gericht seien die in der vorliegenden Streitigkeit betreffend Zusatzleistungen relevanten Akten zugestellt worden, wobei sie das Dossier betreffend Zusatzleistungen von der Gemeinde
Z._
erst per 1. April 2019 übernommen habe; die nach der Übernahme (von der Gemeinde
Z._
) erhaltenen Akten seien dann dem Datum entsprechend eingescannt worden.
Die Akten betreffend Beiträge und
(AHV-)
Rentenleistungen
seien dem
Beschwerde
führer
im August
2017
umfassend zugestellt worden. Dieses Dossier enthalte keine Unterlagen zu den Zusatzleistungen
, könne - sofern vom Gericht benötigt - jedoch noch eingereicht werden
(
Urk.
13 S. 1).
3.2
Der
Beschwerdeführer
wendet
dagegen
ein
,
die deutschen Rentenbeträge seien nicht mit dem
aktuellen Devisenkurs
(Verkauf) der Eidgenössischen Zollverwal
tung gemäss
Rz
3452.03 WEL, sondern mit einem Umrechnungskurs per
1.
November 2018 von Fr. 1.1430
pro Euro
nach
Rz
3452.01 WEL
zu berücksich
tigen.
Auch der
in der Verfügung vom 2
9.
Juli 2019 ve
rwendete Euro-Referenz
kurs müsst
e
per
1.
Juli 2019
Fr.
1.1141 pro Euro
lauten
(
Urk.
1 S. 2 f.)
.
Falsch sei auch der von der
Beschwerdegegnerin
im
Einspracheentscheid
vom 15.
Novem
ber 2019
(
Urk.
16/2 S. 2)
angewandte Kurs
von Fr. 1.1162 pro Euro vom
3.
Juni 201
9.
Richtig sei der Devisenkurs laut der Europäischen Zentralbank (EZB) vom 1
5.
November
2019 von
Fr.
1.0938 pro Euro
. Sie seien damit um weitere
Fr.
213.-- betrogen worden; durch die erneute deutsche Rentenerhöhung aus dem Jahr 2019 profitiere
«
das Sozialversicherungssyndikat
»
in der Höhe von Euro 2'520.96
(
Urk.
16/1 S. 2 f.).
In Bezug auf die
Verfügung vom 2
2.
Dezember 2017
sei das in der verspäteten Rechtsausübung liegende, widersprüchliche Verhalten der Gemeindeverwaltung
Z._
, AHV-Zweigstelle,
massgeblich. Auf dieser Verfügung sei mit dem Ver
merk «kein Versand» unmissverständlich zum Ausdruck gebracht worden, dass sie
,
die
Betroffenen
,
davon keine Kenntnis haben sollten.
Es sollte auch der
Beschwerdegegnerin
bekannt sein, dass die Angelegenheit betreffend die Verfü
gung vom 2
2.
Dezember 2017 für ihn verwirkt gewesen sei. In der bewussten langdauernden Nichtausübung eines Rechts könne ein stillschweigend erklärter Verzicht liegen. Die Tätigkeit der AHV-Zweigstelle beruhe für AHV-Rentner wie sie auf dem Gedanken des
Vertrauensschutzes
. Es habe sich um ein illoyales Ver
halten ihnen gegenüber gehandelt
(
Urk.
1 S. 3 f.)
.
Weitere Ansprüche
beziehungsweise ein
weitere
r
Entzug von Versorgungsan
sprüchen in Form von Ergänzungsleistungen
würden
zurückgewiesen,
da sie mit ihren deutschen Renten im Zeitraum von Juli 2007 bis Dezember 2019 die soge
nannten Ergänzungsleistungen mit Fr. 128'380.41 finanziert hätten, auf die die
Beschwerdegegnerin
keinen Anspruch habe. Denn das
bei der Berechnung der Altersrente bisher berücksichtigte individuelle Jahresdurchschnittseinkommen aller Versicherungsjahre
, das mit einem Aufwertungsfaktor angepasst werde, ent
spreche nicht dem individuellen Durchschnittseinkommen. Es sei das Prinzip der Äquivalenz zwischen Beitrag und
Leistung
verletzt
angesichts
des durch ihn in der Schweiz erwirtschafteten Einkommens von mehr als Fr. 9'574’156.70 einer
seits und der
Festlegung von Minimal- und Maximalrenten nach Schweizer Vor
bild
andererseits, wodurch sie eine Art «versteckte Steuer» hätten bezahlen müs
sen und für die sie bis heute keine angemessene Gegenleistung erhalten hätten. Es sei auf den
Eigentumsschutz für Rentenanwartschaften
aufmerksam zu machen; eigentumsgestützt daher, weil sie zum grössten Teil auf seiner Eigenleis
tung beruhen würden. Der Eigentumsschutz, welcher die Renten und Rentenan
wartschaften vor willkürlichen Eingriffen schütze, sei von Seiten der Eidgenossen nicht gewährleistet.
Es könne daher die These nicht aufrechterhalten werden, er und seine Ehefrau würden steuerfinanzierte Leistungen in Form von Ergänzungs
leistungen erhalten.
Sie würden unverzüglich Gegenleistungen erwarten, da sich die Schweiz seit
dem erpressten Rentenvorbezug an ihnen bereichert habe, worauf sie kein Anrecht gehabt habe (
Urk.
15 S. 5).
Das eigentliche Thema
«
Vorbezug und geleistete Pflichtbeiträge zur AHV/IV
»
sei endgültig aufzuarbeiten.
Es sollte bekannt sein, dass bei einer Person, die Renten aus mehr als einem Mitgliedstaat erhält, der auf alle gezahlten Renten
erhobene Betrag an Beiträgen
keinesfalls den Betrag übersteigen dürfe, der bei einer Person erhoben werde, die denselben Betrag an Renten im zuständigen Mitgliedstaat erhalte
(
Urk.
16/1 S. 2).
Weiter
bringt
der
Beschwerdeführer
vor,
es würden
nicht
die gesamten Akten
der
Beschwerdegegner
in vorliegen, wobei vom
2.
Februar 2001 bis
4.
Juli 2017 308 Seiten und insbesondere jene der Jahre 2012 bis 2017 fehlen würden.
Es bestehe
von Seiten des Gerichts und der
Beschwerdegegnerin
kein Interesse an der Auf
klärung etwa betreffend den
zwangsweisen Rentenvorbezu
g, sondern es handle sich um Vertuschung.
Es liege ein Betrug vor, die Judikative habe bisher in ihrem Fall versagt. Das Desinteresse, den Sozialversicherungsbetrug aufzuklären, komme zum Ausdruck seit dem organisierten Rentenvorbezug durch die
beteilig
ten Parteien (Gemeinde
Z._
, AHV-Zweigstelle/112, Bezirksrat Andelfingen, SVA Zürich, Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich). Weder das Gericht noch die
Beschwerdegegnerin
habe sich seinem Anliegen gemäss seinem Schrei
ben vom 19. September 2019 (
Urk.
4)
angenommen. Er rufe erneut in Erinnerung, dass sie weder einen Vorbezug der AHV/IV verlangt hätten, noch von Seiten des Staates Ergänzungsleistungen hätten beanspruchen wollen.
Auf den ergaunerten Etikettenschwindel habe er von Anfang an hin
ge
wiesen, es handle sich um die Struktur eines Sozialsyndikates, das sich als Verhin
derungssyndikat etabliert habe, das Hand in Hand arbeite. Dies beweise die Vergangenheit, denn es sei eines Sozialversicherungsgerichts nicht würdig, sich nicht mit dem stichhaltigen Vor
bringen ihrer Beschwerden auseinanderzusetzen.
Genau mit dieser Methode ver
suche die
Beschwerdegegnerin
auf das Gericht einzuwirken, wenn diese schreibe, dass es im vorliegenden Verfahren Nr. ZL.2019.00080 um Zusatzleistungen gehe und sie dem Gericht die relevanten Akten betreffend Zusatzleistungen zugestellt habe
(
Urk.
11, Urk. 15, Urk. 16/1, Urk. 18)
.
Ferner
bedeute die
Datenmeldung durch die ZL-Durchführungsstellen an das Migrationsamt Zürich
für EL-beziehende Bürger der Europäischen Union (EU) wie ihn und seine Ehefrau eine indirekte Diskriminierung infolge ihrer Staatsangehö
rigkeit. Denn
eine Vorschrift des nationalen Rechts
, sofern sie nicht objektiv gerechtfertigt und in einem angemessenen Verhältnis zum verfolgten Zweck stehe, sei als mittelbar diskriminierend anzusehen, wenn sie sich ihrem Wesen nach eher auf Wanderarbeiter als auf inländische Arbeitnehmer auswirken könne und folglich die Gefahr bestehe, dass sie
Wanderarbeitnehmer besonders benach
teilige
. Diese Gangart gegenüber Rentnern aus der Europäischen Union nehme auch der Bundesrat ins Visier, indem ihnen die Aufenthaltsbewilligung soll ent
zogen werden können, wenn sie Ergänzungsleistungen beziehen. Um diese Rege
lung durchzusetzen,
schlage der Bundesrat einen automatischen Informations
tausch zwischen den kantonalen Behörden über den Bezug von Ergänzungsleis
tungen vor
, was seit dem
9.
Juli 2018 geschehe. Hierzu werde eine klare Stel
lungnahme verlangt (
Urk.
1 S. 3).
3.3
3.3.1
Das Prozessthema
, welche
s
im vorliegenden
Gerichtsverfahren des Verwaltungs
rechts zu beurteilen ist,
wird durch den
Anfechtungsgegenstand
und - anders als im Privatrecht - nicht
durch das
Rechtsbegehren des Beschwerdeführers
bestimmt
.
Der Anfechtungsgegenstand
wiederum
wird
durch den
angefochtenen Entscheid der Verwaltungsbehörde
definiert
(hier:
Einspracheentscheid
e
vom 2
5.
Juli 2019,
Urk.
2
,
und vom 1
5.
November
2019,
Urk.
16/2)
. Denn
i
m verwal
tungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhält
nisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Ver
waltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung beziehungs
weise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfech
tungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und inso
weit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Bei fehlender Sachurteilsvoraussetzung ist auf ein Begehren nicht einzutreten.
Die
angefochtenen
Einspracheentscheide
der
Beschwerdegegnerin
vom 2
5.
Juli 2019 (
Urk.
2)
und vom 15.
November 2019 (
Urk.
16/2
) betreffend die Verfügun
gen vom 22. Dezember 2017 (
Urk.
7/177),
vom 2
0.
Dezember 2018 (Urk.
7/203) und vom 2
9.
Juli 2019
(
Urk.
16/6/48), mit welchen
über den Anspruch auf Zusatzleistungen (Ergänzungsleistungen und Beihilfe) ab
Januar 2018
entschie
den wurde
,
bilde
n
den Anfechtungsgegenstand in diesem Verfahren. Soweit
der
Beschwerdeführer
darüber hinaus Anträge stellt
, fehlt es an einem beschwerde
weise (Art. 56 Abs. 1
ATSG) weiterziehbaren Anfechtungs
gegen
stand
und ist auf die Beschwerde
n
insofern
daher nicht einzutreten
.
3.3.2
Dies betrifft namentlich
die Ausführungen des
Beschwerdeführer
s zu
r schweize
rischen Altersr
ente und den geleisteten AHV/IV
-Beiträgen («
Vorbezug und geleistete Pflichtbeiträge zur AHV/IV»
,
Berechnung der Altersrente
,
Eigentums
schutz für Rentenanwartschaften
,
erpressten Rentenvorbezug
und Manipulation des IK-Auszuges, dadurch reduzierte Altersrenten
,
Äquivalenz zwischen Beitrag und
Rentenl
eistung
).
D
as Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
hat b
ereits
im Urteil vom 16. Dezember 2016
im
Verfahren
Nr.
ZL.2016.00051 zwi
schen
dem
Beschwerdeführer
, seiner Ehefrau
und der Gemeinde
Z._
, Durch
führungsstelle Zusatzleistungen,
dazu festgehalten
, dass
e
ine Über
prüfung der Hö
he und Ber
echnung der AHV-Renten im
ZL-Verfahren durch die Durchfüh
rungs
stellen nicht zulässig
ist
(E. 2.4;
Urk.
7/141/9-10)
. Daran ändert nichts, dass die Gemeinde
Z._
ihre Aufgaben hinsichtlich Zusatzleistungen
(Festsetzung und Auszahlung) in Anwendung von § 7a und 7b ZLG in Verbindung mit
Art.
21
Abs.
2 ELG per
1.
April
2019
(
Urk. 7/2328/1
)
auf die
kantonale Ausgleichskasse respektive die SVA Zürich übertragen hat.
Denn diese hat in dieser Funktion die gesetzlich vorgesehenen Aufgaben betreffend die Zusatzleistungen
(§ 7a und 7b ZLG)
getrennt von
der gesetzlichen
Zuständigkeit in den Verfahren betreffend AHV-Renten (Art. 63 Abs. 1
lit
. b des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinter
lassenenversicherung, AHVG
; Art. 53 ff AHVG) zu erfüllen.
Soweit der
Beschwer
deführer
somit eine Neuberechnung und Neubeurteilung
der
schweizerischen AHV-Renten geltend machen, fehlt es an einem
Anfechtungsgegenstand, da
die
angefochtene
n
Einspracheentscheid
e
der
Beschwer
degegnerin (
Urk. 2, Urk.
16/2
) dazu zu Recht keine Ent
scheidung
enthalten
.
Wie schon im
Urteil ZL.2016.00051 vom 1
6.
Dezember 2016 (E.
2.5.2; Urk.
7/141/
10-11
)
ist zudem hinsichtlich des gerügten, da
«
erpressten
»
Renten
vorbezug
es
erneut auf das
Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich ZL.2007.00030 vom 26. Dezember 2008
hinzuweisen, in welchem
festge
halten worden
war
, dass der Entscheid der Fürsorgekommission
Z._
vom 14.
Novem
ber 2006, mit welchem
der Beschwerdeführe
r
angewies
en wurde, sich für einen vorzei
tigen Bezug der AHV-Ren
te bei der AHV-Zweigstelle anzumel
den, in Rechts
kraft erwachsen sei und jedenfalls nicht im ZL-Verfahren vor dem hiesigen Gericht überprüft werden könne (E. 2.2.1).
Daran hat sich nichts geän
dert.
3.3.3
Ferner wird
auf die
weiterhin geltenden
Erwägungen
im Urteil
ZL.2016.00051 vom 16.
Dezember 2016
verwiesen, mit welchen festgehalten worden ist,
dass d
as
Abkommen vom 21. Juni 1999 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten ande
rerseits über die Freizügigkeit [FZA]
und die (gestützt auf
Art.
8 FZA erlassenen) Koordinierungsverordnungen
keinen An
spruch auf die Freizügigkeit von Leistun
gen aus Steuergeldern eines Mitglied
staates in andere Mitgliedstaaten
begründen würden
, dass
Ergänzungsleistungen zu den beitragsunabhängigen Geldleistungen gehören, welche nur an Versicherte mit Wohnort in der Schweiz gewährt
würden
,
und dass zur Beurteilu
ng des Anspruchs auf Ergänzungsleis
tungen schweizeri
sches Recht anwendbar
sei
(E. 1.5.4
und E. 2.6;
Urk.
7/141/11-12
).
I
m Urteil ZL.2016.00051 vom 16. Dezember 2016
wurde ausserdem festgehalten
,
dass ein Abweichen
von der schweizerischen gesetz
lichen Zuständigkeitsordnung durch
das FZA und die Koordinierungsver
ordnungen nicht geboten
sei
. Insbe
sondere
seien
auch mit dem Erlass der neuen
(für die Schweiz seit April 2012
geltenden)
Koordinierungsverordnungen
(Verordnung [EG] Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April
2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit [
VO 883/2004], Verordnung [EG] Nr. 987/2009 des
Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009 zur Festle
gung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung [EG] Nr. 883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit [
VO 987/2009])
keine Neuerungen eingeführt
w
u
rden
, welche das System AHV einerseits und ZL ande
rerseits in Frage stellen würde
n
. Ebenfalls
sei
mit den neuen Koordinierungsver
ordnungen
weiterhin keine inhaltliche Anglei
chung des schweizerischen Systems sozial
er Sicherheit an die EU-Regelun
gen vorgesehen, sondern ledigli
ch eine Koordinierung der natio
nalen Systeme s
ozialer Sicherheit der verschie
denen Mit
gliedstaaten des FZA (BGE 141 V 246 E. 5.1). Allfällige gesetzliche Änderungen des schweize
rischen Systems sozialer Sicher
heit wären vom schweizerisch
en Gesetzgeber vorzu
nehmen
(
E. 2.7
;
Urk.
7/141/
12
)
. Dies hat weiterhin Gültigkeit.
3.3.4
Es bleibt somit dabei, dass auf die Beschwerde
n
hinsichtlich der Anträge zur schweizerischen Altersrente und den geleisteten AHV/IV-Beiträgen nicht einzu
treten ist.
Dementsprechend sind
auch
die Akten
der SVA Ausgleichskasse in Sachen des
Beschwerdeführer
s betreffend AHV-Rente und AHV-Beiträge nicht zu diesem Verfahren beizuziehen und die
Beschwerdegegnerin
hat zu Recht allein die Akten betreffend Zusatzleistungen eingereicht.
3.4
Der Antrag des
Beschwerdeführer
s
in der Beschwerde vom 1
4.
September 2019
,
es sei zur
bundesrätlichen
Regelung, wonach ZL-Durchführungsstellen
dem Mig
rationsamt die EL-beziehenden EU-Bürger
zu melden hätten und wodurch er sowie seine Ehefrau als EL-beziehende EU-Bürger infolge ihrer Staatsangehörig
keit
indirekt
diskriminiert würden, eine klare Stellungnahme abzugeben (Urk. 1 S.
3
), betrifft in dieser allgemein gerügten Form eine g
enerell-abstrakte
Rechts
quelle
und keinen i
ndividuell-konkreten
Verwaltung
s
akt
(Anwendungsakt)
.
Die
Datenbekanntgabe an die Migrationsbehörden
über Leistungen an Ausländerin
nen und Ausländer
durch die
für die Festsetzung und die Auszahlung der Ergän
zungsleistungen zuständigen Organe
ist mit
Art.
26a ELG (in Kraft seit
1.
Juli 2018) in einem bundesrechtlichen Gesetz vorgeschrieben und entspricht
damit
nicht lediglich einer
bundesrätlichen
Regelung, Verordnung oder bundesamtli
chen Verwaltungsweisung. Die Überprüfung, ob dieses Gesetz für in der Schweiz lebende EU-Bürger wie den
Beschwerdeführer
und seine Ehefrau, welche zu ihrer AHV-Rente Ergänzungsleistungen beziehen, mittelbar oder unmittelbar diskrimi
nierend ist, würde einer abstrakten Normenkontrolle gleichkommen.
Eine generell-abstrakte Regelung
, sei es
eine Verordnung oder
ein Gesetz
des kantonalen oder des Bunderechts
,
kann indes nicht mittels Beschwerde an ein kantonales Verwaltungsgericht - hier an das Sozialversicherungsgericht des Kan
tons
Zürich - angefochten werden
, da es kein Anfechtungsobjekt darstellt
;
mit Beschwerde ans Gericht anfechtbar ist erst
ein
i
ndividuell-konkrete
r
Verwal
tung
s
ak
t
in Form eines
den Beschwerdeführer betreffenden
Einspracheentschei
des
(
oder einer Verfügung
, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist;
Art.
56 ATSG
).
Zur Beurteilung der hier angefochtenen
Einspracheentscheide
vom 2
5.
Juli 2019 und 1
5.
November 2019
(Urk
. 2, Urk.
16/2) ist auch keine vor
frageweise Prüfung von
Art.
26a ELG angezeigt, da diese Entscheide
weder direkt noch indirekt die
Datenbekanntgabe an die Migrationsbehörden
betreffen.
Soweit der
Beschwerdeführer
die
Datenbekanntgabe an die Migrationsbehörden
im Sinne von
Art.
26a ELG grundsätzlich in Frage stellt und als diskriminierend rügt, ist zudem
festzuhalten, dass
solche Rügen nicht mit Beschwerde vorgebracht werden können, weil Bundesgesetze nach
Art.
190
der Bundesverfassung (BV)
für das Gericht
und andere rechtsanwendenden Behörden
massgebend und nicht zu überprüfen sind (
Urteil
des Bundesgericht
2C_48/2
015 vom 2
0.
Januar 2015 E. 2.3).
Auf die Beschwerde
vom 1
4.
September 2019
ist somit auch hinsichtlich dieses
Antrag
es
nicht einzutreten.
3.
5
Nachfolgend z
u
beurteilen
ist
der Anspruch auf Zusatzleistungen (Ergänzungs
leistungen und Beihilfe) bezüglich der verfügten Anspruchsperioden ab Januar 2018 (
Urk.
7/177), ab Januar 2019 (Urk.
7/203) und ab
April
2019 (Urk. 16/6/
75
) bis längstens zum Erlass des
Einspracheentscheides
vom 15. November 2019 (
Urk.
16/2).
4.
4.1
Die Leistungsperiode von Januar bis Dezember 2018 wurde von der Durchfüh
rungsstelle der Gemeinde
Z._
mit Verfügung vom 2
2.
Dezember 2017 fest
gesetzt (
Urk.
7/177).
Es ist unbestritten (
Urk.
2 S. 3), dass die Verfügung vom 2
2.
Dezember 2017 dem
Beschwerdeführer
und seiner Ehefrau nicht unmittelbar zugesandt respektive eröffnet wurde
. Auf der Verfügung vom 22.
Dezember 2017 wurde
denn auch
handschriftlich das Folgende notiert: «Kein Versand nur Revi
sion aufgrund PV-regionale(r) Durchschnittsprämie KVG ab 1.1.1
8.
Keine rech
nerischen/r
elevanten Auswirkungen
»
(
Urk.
7/177/1). Ebenfalls unstrittig ist, dass die Verfügung vom 2
2.
Dezember 2017 dem
Beschwerdeführer
und seiner Ehe
frau
schliesslich
anlässlich eines Gesprächs am 1
6.
Mai 2018 ausgehändigt wurde, was
vom
Beschwerdeführer
i
n der Einsprache vom 31.
Januar 2019 (Urk. 7/207/1) und
von der
Beschwerdegegnerin
im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
2
5.
Juli 2019 (
Urk.
2 S. 3) entsprechend festgehalten wurde.
4.2
Bei dieser Ausgangslage hat die
Beschwerdegegnerin
im angefochtenen
Ein
spracheentscheid
vom 2
5.
Juli 2019 in Anwendung von Art. 52
Abs.
1 ATSG, wonach die Einsprache innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle erho
ben werden kann,
zu Recht
darauf geschlossen
, dass die
erst am
3
1.
Januar
2019
erhobene Einsprache
(Urk.
7/207
)
angesichts der Eröffnung der Verfügung
am
1
6.
Mai 2018
verspätet
e
rfolgt
und daher auf
die Einsprache dagegen
nicht
ein
zutreten
sei
(
Urk.
2 S.
3
).
Was der
Beschwerdeführer
dagegen vorbringt, führt zu keiner anderen Betrach
tungsweise.
Insbesondere
vermag
die
Rüge, es liege mit der
verspäteten Rechts
ausübung
ein widersprüchliche
s
Verhalten der Gemeindeverwaltung
Z._
vor und dieses
illoyale Verhalten
habe
den Vertrauensschutz
verletzt (Urk. 1 S
.
3
f.)
,
nichts daran zu ändern, dass die Einsprache vom 31. Januar 2019 (Urk. 7/207/1) nach der Verfügungseröffnung im Mai 2018 jedenfalls verspätet erfolgt ist
.
Durch
das Verhalten der Durchführungsstelle
wurde auch
kein
Ver
trauensschutz
begründet,
der ein Abweichen vom
Gesetz
rechtfertigen würde
, zumal
keine Zusicherung oder ein sonstiges, bestimmte Erwartungen weckendes Verhalten der
Durchführungsstelle
ersichtlich ist
und durch die späte Eröffnung der Verfügung dem
Beschwerdeführer
und seiner Ehefrau keine
Nachteile
erwuchsen
(
zum Vertrauensprinzip vgl.
Urteil
e
des Bundesgerichts
2C_762/2008 vom
8.
Mai 2009 E. 2.2, 8C_33
2/2011 vom 11. Oktober 2011 E.
5.2 und
8C_
616/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3.2
)
4.3
Soweit sich die Beschwerde
(
Urk.
1) gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
5.
Juli 2019 (
Urk.
2)
auf die Verfügung vom 2
2.
Dezember 2017 und damit auf die Anspruchsperiode vom 1. Januar bis 3
1.
Dezember 2018 bezieht, ist sie
daher
abzuweisen.
5.
5.1
Der
ZL-Anspruch ab Januar
2019
war von
der Durchführungsstelle der Gemeinde
Z._
mit Verfügung vom 20. Dezember 2018 festgesetzt worden
(Urk. 7/203). Bezüglich der deutschen Renten des
Beschwerdeführer
s und seiner Ehefrau hat sie in der ZL-Berechnung den Betrag von insgesamt Fr. 8'817.-- als Einnahme berücksichtigt («Ausl. Rente Deutsche Rentenversicherung Ehepaar», Urk. 7/203/5). Welchen Umrechnungskurs sie zur Bestimmung dieses Betrages verwendet hat
und von welchem Eurobetrag der deutschen Renten sie dabei aus
ging
, geht aus der Verfügung nicht hervor.
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 25.
Juli 2019 hat die
Beschwerde
gegnerin
den
Devisenkurs (Verkauf) der Eidgenöss
ischen Zollverwaltung gemäss
Rz
3452.03 WEL
als massgeblich für die Umrechnung der in Euro ausgewiesenen deutschen Renten (
Urk.
7/180, Urk. 7/229) in Schweizer Franken erachtet (Urk. 2 S. 2), was vom
Beschwerdeführer
zu Recht gerügt wurde (Urk. 1 S. 2 f.). Wie
die
ser zutreffend ausgeführt hat (Urk. 1 S. 2 f.) und
die
Beschwerdegegnerin
in der Beschwerdeantwort vom 25. Oktober 2019 nunmehr anerkannt hat
(Urk.
6 S. 2),
sind die deutschen Renten entsprechend
Rz
3452.01 WEL
nach den Tageskursen umzurechnen, welche durch die Europäische Zentralbank
(EZB)
publiziert wer
den
, da die deutschen Renten in einer Währung von FZA-Mitgliedstaaten ausge
richtet werden.
Massgebend ist der erste verfügbare Tageskurs des Monats, der dem Monat des Anspruchsbeginns unmittelbar vorausgeht (
Rz
3452.01 WEL
mit Verweis auf
Ziff.
3b
des Beschlusses Nr. H3 vom 15.
Oktober 2009 über den Bezugszeitpunkt für die Festlegung der Umrechnungskurse gemäss Artikel 90 der Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates; vgl. dazu
auch
Urteil des Sozialversicherungsgericht
s
ZL.2016.00051
vom 1
6.
Dezem
ber 2016 E. 4.2-3, Urk.
7/141/19-21).
5.2
5.2.1
Der massgebliche erste verfügbare, von der EZB publizierte Tageskurs im Monat vor Anspruchsbeginn respektive vor Beginn der Anspruchsperiode ab
1.
Januar 2019 (Verfügung vom 2
0.
Dezember 2018, Urk. 7/203) betrug
Fr.
1.1323
pro Euro (Wert am 3.
Dezember 2018
; vgl. www.sdw.ecb.europa.eu/quickview.do? SERIES_KEY=120.EXR.D.CHF.EUR.SP00.A
).
Gemäss de
m
Kontoausz
u
g der Volksbank Hochrhein vom 2
9.
Dezember 2018 wurde
n
an den
Beschwerdeführer
und seine Ehefrau am 2
8.
Dezember 2018
die monatlichen Renten der Deutschen Rentenversicherung
von insgesamt Euro 738.61 (Euro 327.70 + Euro 410.91;
Urk.
7/229) ausbezahlt.
Hochgerechnet auf ein Jahr
entspricht dies
dem Betrag von
Euro 8'863.32 (12 x Euro 738.61). Letztere
r
Betrag ist in der ZL-Berechnung ab Januar 2019 - umgerechnet auf Schweizer Franken
–
anzurechnen
(vgl.
Art.
23
Abs.
1 ELV)
.
5.2.2
Unter Berücksichtigung des Währungskurses von
Fr.
1.1323 pro Euro (per 3. Dezember 2018)
entsprechen
Euro 8'863.32
gerundet
Fr.
10'036.-- (1.1323 x Euro 8'863.32), was zu einem ZL-Anspruch ab Januar 2019 von Fr.
15'863.-- pro Jahr (
Fr.
54'591.-- -
Fr.
28'692.-- -
Fr.
10'036.--) respektive (rund)
Fr.
1'322.--
pro Monat (Fr. 15'863.-- : 12)
führen würde.
Die Beschwerdegegnerin rechnete in der Verfügung vom 2
0
. Dezember 201
8 dage
gen ab Januar 201
9
mit
tieferen
Einnahmen
bezüglich der deutschen Rente
(
Fr. 8'817.--
, Urk. 7/203/1). Damit resultierte
zugunsten des
Beschwerdeführer
s und seiner Ehefrau
ein höherer ZL-Anspruch, und zwar von
Fr. 20'724.-- pro Jahr respektive
Fr. 1‘
727.-- pro Monat
(Urk. 7/
203/2).
Die Beschwerde ist somit inso
fern unbegrün
det
, was die
Beschwerdegegnerin
im
Einspracheentscheid
vom 2
5.
Juli 2019 im Ergebnis korrekt festgestellt hat (
Urk.
2 S. 2 f.).
5.3
Die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
5.
Juli 2019
(
Urk.
2)
ist folglich
auch betreffend die Verfügung vom 2
0.
Dezember 2018 (
Urk.
7/203
)
abzuweisen.
6.
6.1
In Bezug auf den
ZL-Anspruch ab dem
1.
April
2019 hat die
Beschwerdegegnerin
in der ZL-Berechnung
zum
Einspracheentscheid
vom 1
5.
November
2019 (Urk.
16/2
) mit Verfügung gleichen Datums (Urk. 16/6/75)
für den Zeitraum vom
1.
April bis 3
0.
Juni 2019 den ab Januar 2019 zugesprochenen Anspruch gemäss der Verfügung vom 2
0.
Dezember 2018 (
Urk.
7/203) von monatlich
Fr.
1'727.-- bestätigt respektive nicht geändert (
Urk.
16/6
/75/1).
Den ZL-Anspruch ab dem
1.
Juli 2019 hat sie auf
Fr.
1
'574.-- pro Monat herab
gesetzt
(
Urk.
16/6/75/1-2)
. Diese Herabsetzung erfolgte aufgrund der Anpassung der deutschen Renten
, welche per
1.
Juli 2019 auf
monatlich Euro
424.-- und Euro 371.18
(insgesamt Euro 795.18)
erhöht
worden waren
(Urk.
16/6
/57)
. I
n der ZL-Berechnung
wurden diese a
b dem 1.
Juli 2019 daher neu
mit Fr. 10'650.-- berücksichtigt
(Urk.
16/6/73/2, Urk. 16/6/76/2)
.
Strittig
und zu prüfen ist diesbezüglich
der zur Umrechnung in Schweizer Fran
ken von der
Beschwerdegegnerin
verwendete
Währungs
kurs
gemäss der Publika
tion der Europäischen Zentralbank per
3.
Juni
2019
von
Fr.
1.1162 pro Euro (Urk. 2 S. 2, Urk. 16/6/75/3
). Der
Beschwerdeführer
macht hierzu geltend, dass
der Devisenkurs laut der Europäischen Zentralbank (EZB
) per 1
5.
November 2019 von Fr.
1.0938 pro Euro
anzuwenden
sei (
Urk.
16/1 S. 2 f.
).
6.2
6.2.1
Rz
3452.01 WEL
, wonach zur Umrechnung von Renten, die
in einer Währung von
FZA-
Mitgliedstaaten
ausgerichtet werden,
der erste verfügbare
EZB-
Ta
-
geskurs
des Monats, der dem Monat des Anspruchsbeginns unmi
ttelbar vor
-
ausgeht, massgeblich ist, stützt sich auf
Ziff.
3b des Beschlusses Nr. H3 vom 15. Oktober 2009 über den Bezugszeitpunkt für die Festlegung der Umrechnungs
kurse gemäss Artikel 90 der Verordnung (EG) Nr. 987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates
(nachfolgend: Beschluss Nr. H3)
.
Laut Ziff. 3b des Beschlusses Nr. H3 verfährt ein Träger eines Mitglied
staats, der zum Zwecke der Fest
stellung eines Anspruchs und der ersten Berechnung der Leistung einen Betrag in die Währung eines anderen Mitgliedstaats umrechnen muss, wie folgt: Wenn der betreffende Träger nach nationalem Recht zum Zwecke der Leistungsberechnung einen Betrag berü
cksichtigt, verwendet er den Umrech
nungskurs, der für den ersten Tag des Monats veröffe
ntlicht wurde, der dem Monat un
mittelbar vorausgeht, in dem die Bestimmung anzuwenden ist.
Gemäss Ziff. 5 des Beschlusses Nr. H3 verwendet ein Träger, der eine L
eistung zahlt, die nach nationa
lem Recht regelmäßig angepasst und die durch Beträge in anderen Währungen beeinflusst wird, bei der Neuberechnung der Leistung den Umrechnungskurs, der am ersten Tag des der Wirksamkeit der Anpassung vorausgehenden Monats gilt, sofern das nationale Recht keine andere Regelung vorsieht.
6.2.2
Aufgrund dieser Bestimmungen ist bei der Neuberechnung der Leistung der Tageskurs des ersten Tages des Monats, welcher der Wirksamkeit der Anpassung vorausgeht, massgeblich. Hier sind die Zusatzleistungen aufgrund der
Erhöhung der deutschen
Renten ab dem
1.
Juli 2019
anzupassen. Daher hat die
Beschwer
degegnerin
zur Umrechnung der deutschen Renten von insgesamt Euro 795.18 (Urk. 16/6/57) in Schweizer Franken zu Recht auf den ersten publizierten
EBZ-
Tageskurs des Vormonates
vom
3.
Juni 2019 von
Fr.
1.1162 pro Euro abgestellt und in der ZL-Berechnung zur Verfügung vom 1
5.
November 2019
korrekt
hin
sichtlich des
ZL-Anspruch
s
ab dem 1.
Juli 2019 den
(gerundeten)
Betrag von
Fr.
10'650.-- als Einnahme angerechnet
(Urk.
16/6/73/2, Urk. 16/6/75/3).
F
ür die Neuberechnung des ZL-Anspruchs per 1. Juli 2019
ist somit
nicht der EZB-Währungskurs zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses per 1
5.
November 2019 massgeblich.
6.3
6.3.1
Zu klären bleibt in diesem Zusammenhang nachfolgend jedoch
,
ob der rückwir
kend per 1. Juli 2019 korrekt ermittelte ZL-Anspruch von monatlich Fr. 1'574.-- (
Urk.
16/2/75/1-2) bis zum Erlass des angefochtenen
Einspracheentscheid
s
vom
1
5.
November 2019 (
Urk.
16/2)
ein weiteres Mal und
namentlich - wie geltend gemacht -
per 1
5.
November 2019
an den stetig schwankenden Währungskurs gemäss der Publikation der Europäischen Zentralbank anzupassen ist.
Diese Frage beurteilt sich nach schweizerischem Recht, wie sich auch aus Ziff. 3b und Ziff. 5 des Beschlusses Nr. H3 ergi
bt (
«
Wenn der Träger nach natio
nalem Recht
zum Zweck der Leistungsberechnung.
..
»
,
«
..
.
die nach nationa
lem Recht regelmässig angepasst...wird...
»
).
Randziffer 3452.04 WEL bestimmt hierzu: Ändert sich ein Umrechnungskurs während des Jahres wesentlich, ist nach Randziffer 3641.01 ff. vorzugehen. Dami
t wird auf die dort er
läuterten Bestimmungen in Art. 25 ff. ELV verwiesen.
Nach
Art. 25 Abs. 1
lit
.
c ELV ist für die Anpass
ung vorausgesetzt, dass die Ver
ände
rung voraussichtlich längere Zeit andauert. Ausserdem ka
nn eine Anpas
sung unterbleiben, wenn die Änderung weniger als Fr. 120.- im Jahr ausmacht.
6.3.2
Im Zeitraum vom
1.
Juli bis 1
5.
November 2019
schwankte
der W
ährungskurs gemäss der Publikation der
Europäischen Zentralbank
(
https://sdw.ecb.europa.eu/quickview.do?SERIES_KEY=120.EXR.D.CHF.EUR.SP00.A
) im Bereich zwischen dem Höchstwert von
Fr.
1.1169
pro Euro (per
2.
Juli
2019
) und dem Tiefstwert von Fr.
1.0829
pro Euro (per
3.
September 20
19
). Per 1
5.
November 2019 betrug der Währungskurs
Fr.
1.0924
pro Euro (und nicht wie vom
Beschwerdeführer
ausgeführt
Fr.
1.0938;
Urk.
16/1 S. 3)
.
Die ersten in den Monate
n
Juli bis November 2019 publizierten Tageskurse Schweizer Franken pro Euro beliefen sich auf die folgenden Beträge: 1.1141 (
1.
Juli 2019), 1.0988 (1. August 2019), 1.0875 (
2.
September 2019), 1.0906 (
1.
Oktober 2019), 1.1013 (1. November 2019).
Der Kurs fiel ab dem 1
2.
Juli 2019 mit
Fr.
1.1087 erstmals
und anhaltend
unter den bisherigen Kurs von jeweils über
Fr.
1.11 p
ro Euro. Jedoch
ergibt erst ein Währungskurs von
≤
Fr.
1.1035237
pro Euro respektive die Berücksichtigung des Betrages
als Einnahme
von
≤
Fr. 10'530.-- (Euro 9'542.16 x
1.1035237
) im Ver
gleich mit dem von der
Beschwerdegegnerin
ab dem 1. Juli 2019 berücksichtigten Betrag von Fr. 10'650.-- (
Urk.
16/6/73/2) die massgebliche
jährliche
Differenz von
Fr.
120.-- und mehr
, ab welcher im Sinne von Art. 25 Abs. 1
lit
.
c ELV
(
e
contrario
)
eine Anpassung vorzunehmen ist
, sofern die Ver
änderung voraus
sichtlich längere Zeit andauert
. D
abei
würde in der ZL-Berechnung der
um
Fr.
120.-- tiefere Einnahmebetrag von Fr. 10'530.-- gleichzeitig eine entspre
chende Erhöhung des
EL-
Anspruchs
um
Fr.
120.-- bedeuten (Ausgaben
von
Fr.
54'591.
-- minus
Einnahmen
von
Fr.
28
'692.-- und von Fr. 10'530.-- = EL-Anspruch von Fr. 15'369.-- [anstatt
Fr.
15'249.--
; zuzüglich unveränderte Bei
hilfe von
Fr.
3'636.--];
vgl.
Urk.
16/6/73/1-2).
D
er Währungskurs (W) von Fr.
1.1035237
pro Euro
berechnet sich
nach folgender Formel
:
F
r. 10'650.-- -
(Euro 9'542.16 x W) =
Fr.
120.-- => (10'650 - 120) : 9'542.16 = W => W =
1.1035237
.
6.3.3
Dieser hier im Sinne von Art. 25 Abs. 1
lit
.
c ELV
für den ZL-Anspruch beachtli
che
Währungskurs
von
≤
Fr.
1.1035237
pro Euro
wurde
im Zeitraum von Juli bis Mitte
November 2019
erstmals am 1
9.
Juli 2019 mit Fr.
1.1033
pro Euro erreicht respektive unterschritten
;
jedoch
lag er bereits am 2
6.
Juli 2019
mit Fr.
1.1053 wieder über diesem Wert
.
Ab dem
1.
August 2019 lag der Währungskurs
während
rund drei Monaten
unter
Fr.
1.1035237
pro Euro
, jedoch war er am 2
8.
und 2
9.
Oktober 2019
wieder
auf
Fr.
1.1041 respektive
Fr.
1.1047
pro Euro
gestiegen.
Es kann daher nicht bereits von einer erheblichen und anhaltenden Veränderung gesprochen werden kann.
Dagegen lag
der
von der E
ZB
publizierte
Währungskurs
ab dem
7.
November 2019
(
Fr.
1.0998
pro Euro
)
anhaltend
(bis heute)
je
unter dem hier massgeblichen Richtwert von Fr.
1.1035237
pro Euro
, welcher eine
beachtliche
Veränderung des ZL-Anspruchs von jährlich
mindestens
Fr.
120.-- gegenüber jenem ab dem
1.
Juli 2019
ausmacht
.
Daher ist eine Anpassung und Neuberechnung des ZL-Anspruchs geboten.
6.3.4
In Anwendung von
Art.
25
Abs.
2
lit
. b
ELV und des Beschlusses Nr. H3
ist
die
Anpassung unter Berücksichtigung
des Tageskur
ses vom
1.
Oktober 2019 von Fr.
1.0906
per
1.
November 2019 vorzunehmen.
Die deutschen Renten
im Betrag
von
insgesamt
Euro 9'542.16
pro Jahr
sind somit
ab dem
1.
November 2019 mit Fr.
10'40
6
.
70
(Euro 9'542.16 x 1.0906) als Ein
nahme in der ZL-Berechnung
zu berücksichtigen
.
Damit resultiert ein Ausgaben
überschuss von Fr.
15'492.30 (Ausgaben von
Fr.
54'591.-- minus Einnahmen von
Fr.
28'692.-- und von Fr. 10'406.70; vgl. Urk. 16/6/73/1-2). Dies entspricht dem EL-Anspruch; zuzüglich
Fr.
3'636.-- Beihilfe resultiert ein ZL-Anspruch von jähr
lich
Fr.
19'128.30.
6.4
Es ist somit festzuhalten, dass d
er monatliche ZL-Anspruch ab dem
1.
November 2019
Fr.
1'595.--
beträgt
(
Fr.
19'128.30 : 12;
zur Rundung auf den nächsten Fran
ken vgl.
Art.
26b ELV)
,
was
eine im Sinne
von
Art. 25 Abs. 1
lit
. c ELV
beachtliche
Veränderung von über Fr. 120.--
pro
Jahr
(nämlich
Fr.
21.-- x 12 =
Fr.
252.--)
ausmacht im Vergleich zum
verfügten
Anspruch von
Fr. 1‘
574
.-- ab 1.
Juli 2019
(
Urk.
2
i.V.m
. Urk. 16/6/75/1-2)
.
Insofern ist d
ie Beschwerde
(
Urk.
16/1) gegen
den
Einspracheentscheid
vom 15.
November 2019 (
Urk.
16/2)
im Ergebnis daher begründet.
7.
Soweit sich der
weitere
Antrag des
Beschwerdeführer
s, es sei ihm sowie seiner Ehefrau eine Gegenleistung für die Bereicherung der Schweiz aus ihrer Finanzie
rung der Ergänzungsleistungen mit ihren deutschen Renten im Zeitraum von Juli 2007 bis Dezember 2019 zu entrichten (Urk. 15), gegen den ZL-Anspruch
der Jahre 2018 und 2019
wendet, sind die Beschwerden gegen den
Einspracheent
scheid
vom 2
5.
Juli
2019 und den
Einspracheentscheid
vom 15.
November 2019 abzuweisen. Denn in den zugrundeliegenden Verfügungen
und ZL-Berechnungen
wurden jeweils die deutschen Renten gestützt auf
Art.
11
Abs.
1
lit
. d ELG berücksichtigt und damit zur Recht als Einnahmen angerechnet.
Im Übrigen ist auf die Beschwerden betreffend diesen Antrag mangels Anfechtungsgegenstand
s
nicht einzutreten.
8
.
8
.1
8
.1.1
Zu prüfen ist des Weiteren die von der
Beschwerdegegnerin
am 15. November 2019 verfügte Rückforderung.
Die
Beschwerdegegnerin
hat
den
Beschwerdeführer
mit der Verfügung
vom 15. November 2019
(
Urk.
16/6/75) zur Rückerstattung von im Zeitraum vom 1.
Juli bis 30. November 2019
zu viel ausgerichtete
n
Zusatzleistungen
im Betrag
von insgesamt
Fr.
197.-- verpflichtet.
Diese Verfügung hat sie mit dem
Ein
spracheentscheid
gleichen Datums bestätigt (
Urk.
2 S. 3).
Hinsichtlich des
Monat
s
November 2019 wurde
von den
Fr.
197.--
der Betrag von
Fr.
11.-- zurückgefordert (
Urk.
16/6/75/2). Da - wie hiervor ausgeführt (E. 6.4) - der Anspruch ab November 2019 um
Fr.
21.-- zu erhöhen ist, entfällt dieser Rück
forderungsbetrag für den Monat November 201
9.
Im Gegenteil wird eine Gut
schrift beachtlich sein. Die verfügte Rückforderung kann daher nicht bestätigt werden.
8
.1.2
Hinzu kommt, dass eine
Rückforderung erstmals
direkt
zusammen mit
dem
Ein
spracheentscheid
vom 15.
November 2019 verfügt wurde, der die
Rückforde
rungsv
erfügung gleichen Datums
gleichzeitig bestätigt
hat
. Damit wurde der in Art. 52
Abs.
1 und Art. 56
Abs.
1 ATSG vorgesehene Rechtsmittelweg verkürzt.
8
.2
Die Sache ist daher bezüglich der
am 15. November 2019 verfügten
Rückforde
rung
von
Fr.
197.--
(
Urk.
16/6/75/2)
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde an die
Beschwerdegegnerin
zur neuen (separaten) Verfügung über den Rückerstat
tungsanspruch im Sinne der Erwägungen zurückzuweisen.
9
.
9
.1
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom 25. Juli 2019 (
Urk.
2) insgesamt, das heisst sowohl betreffend
die
Verfügung vom 2
2.
Dezember 2017
(ZL-Anspruch ab
1.
Januar 2018;
Urk. 7/177) als auch betref
fend
die
Verfügung vom 2
0.
Dezember 201
8
(ZL-Anspruch ab
1.
Januar 2019;
Urk.
7/203) abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
9
.2
Die Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom 15. November 2019 (Urk. 16/2) ist teilweise gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist, und es ist festzustellen, dass der
Beschwerde
führer und seine Ehefrau ab dem 1. November 2019 Anspruch auf Zusatzleistungen von
Fr.
1'595.-- pro Monat ha
ben
(Fr. 1'292.-- Ergänzungsleistung, Fr. 303.-- Beihilfe; inklusive Prämienpauschale Krankenversicherung).
Die Sache ist ausserdem an die
Beschwerdegegner
in
zur
neuen Verfügung über die Rückforderung von im Zeitraum vom 1. Juli bis 30. November 2019 zu viel ausgerichteter Zusatzleistungen im Sinne der Erwä
gungen zurück
zu
weisen.