# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f78319e0-0b86-4d38-87dc-cc119d47b304
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.Y., geboren 1997, besucht seit dem 10. August 2015 die Tageshandelsschule der
X.-Schule Zürich AG (act. 6/1, act. 12/10a/3, www. .... .ch, www.zefix.ch). Mit
Verfügung vom 23. November 2015 gewährte ihm die Stipendienabteilung des Kantons
St. Gallen (Dienst für Finanzen und Informatik des Bildungsdepartements) für das
Ausbildungsjahr 2015/2016 ein Stipendium in der Höhe von gesamthaft CHF 14‘600
(Auszahlung in Halbjahresraten von je CHF 7‘300 während des Herbstsemesters
2015/2016 resp. des Frühlingssemesters 2016), hinsichtlich der Halbjahresrate für das
Frühlingsemester 2016 unter der Suspensivbedingung, bis 15. Mai 2016 eine nach
Beginn des Frühlingssemesters 2016 ausgestellte Ausbildungsbestätigung der Schule
einzureichen. Bei Säumnis drohte sie ihm an, dass sein Stipendienanspruch für das
Frühlingssemester 2016 entfalle (nicht aktenkundig, unbestritten, vgl. act. 2, S. 2 lit. B).
B. Mit Schreiben vom 31. August 2016 teilte der Vater von A.Y. der Stipendienabteilung
mit, dass er ihr die Ausbildungsbestätigung für das Frühlingssemester 2016 am 6. Mai
2016 zugestellt habe (act. 12/1a/2, Beilagen nicht aktenkundig). Mit Verfügung vom
16. September 2016 verweigerte die Stipendienabteilung A.Y., Stipendien für das
Frühlingssemester 2016 zu gewähren (act. 12/1a/1). Dagegen rekurrierte A.Y. mit
Eingabe vom 3. Oktober 2016 an das Bildungsdepartement (act. 12/1). Mit Entscheid
vom 24. April 2017 wies das Bildungsdepartement den Rekurs ab (act. 2).
C. Gegen den Entscheid des Bildungsdepartements (Vorinstanz) vom 24. April 2017
erhob A.Y. (Beschwerdeführer) am 8. Mai 2017 Beschwerde beim Verwaltungsgericht
sinngemäss mit dem Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben
und ihm seien für das Frühlingssemester 2016 Stipendien zu gewähren (act. 1). Am
31. Mai 2017 / 12. Juni 2017 ersuchte der Beschwerdeführer um unentgeltliche
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Rechtspflege (act. 5 und 6/1-11, act. 8 bis 9.3). Mit Vernehmlassung vom 27. Juni 2017
beantragte die Vorinstanz, es sei die Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten des
Beschwerdeführers abzuweisen (act. 11).
Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge
und die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 8. Mai 2017 (act. 1)
erfolgte rechtzeitig und entspricht formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf
die Beschwerde ist somit – vorbehältlich der Ausführungen in Erwägung 6 –
einzutreten.
2. Die Vorinstanz hat sämtliche Akten einzureichen, die ihr zum Entscheid zur
Verfügung gestanden haben (Art. 52 VRP). Vorliegend fehlen in den vorinstanzlichen
Akten (act. 12) sowohl die Beilagen zum Schreiben des Beschwerdeführers vom
31. August 2016 (act. 12/1a/2) als auch die mit Stellungnahme vom 4. November 2016
(act. 12/6) eingereichten Akten der Stipendienabteilung, welchen kein Aktenverzeichnis
beilag. Da die diesbezüglichen Sachverhaltsfeststellungen im angefochtenen Entscheid
(act. 2, S. 2 f. lit. B bis D) unbestritten sind, konnte davon abgesehen werden, diese
Akten nachzufordern. In künftigen Verfahren sind die Vorinstanz und die
Stipendienabteilung gehalten, sämtliche Akten einzureichen und die Akten mit einem
Verzeichnis zu versehen (vgl. hierzu VerwGE B 2014/80 vom 27. November 2015 E.
3.1.3 mit Hinweisen, insbesondere auf VerwGE B 2014/48 vom 28. Juli 2015 E. 2.1.1
und VerwGE B 2014/71 vom 24. März 2015 E. 2, in: GVP 2015 Nr. 2).
3. Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist zunächst nicht erkennbar und
wird von ihm auch nicht weiter dargetan, inwiefern eine Verletzung des
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Beschleunigungsgebots resp. des Verbots der Rechtsverzögerung gemäss Art. 29 Abs.
1 BV (vgl. hierzu auch Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutze der
Menschenrechte und Grundfreiheiten, SR 0.101, EMRK, BGer 2C_647/2014 vom 19.
März 2015 E. 2.2 mit Hinweisen und Art. 88 Abs. 2 lit. a VRP) durch die Vorinstanz
vorliegen sollte. Die Vorinstanz entschied über den vom Beschwerdeführer am
3. Oktober 2016 eingereichten Rekurs (act. 12/1) am 24. April 2017 (act. 2), nachdem
der Schriftenwechsel am 29. November 2016 abgeschlossen werden konnte
(act. 12/13).
4. Der Beschwerdeführer rügt weiter, die Vorinstanz habe seinen verfassungsmässigen
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, da sie sich mit seinen Darlegungen in Bezug
auf telefonische Angaben der Stipendienabteilung, Weisungen der X.-Schule Zürich AG
sowie den Umstand, dass die Ausbildungsbestätigung für das Frühlingssemester 2016
bei der Stipendienabteilung verloren gegangen sein könnte, nicht auseinandergesetzt
habe (act. 1).
4.1. Die Begründungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör im
Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (SR 101, BV, vgl. BGE 142 I 135 E. 2.1 mit Hinweisen, siehe auch
Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP) soll verhindern, dass sich die
Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und dem Betroffenen ermöglichen, die
Verfügung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist nur möglich, wenn sowohl
der Betroffene wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des
Entscheides ein Bild machen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die
Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf
welche sich ihr Entscheid stützt (vgl. BGer 2C_718/2010 vom 2. März 2011 E. 2.1). Dies
bedeutet indes nicht, dass sich die Behörde mit jeder tatbeständlichen Behauptung
und jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzen muss. Vielmehr kann sie sich auf
die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken (vgl. BGer 1C_218/2015 vom
2. Juni 2016 E. 4.3 mit Hinweis auf BGE 136 I 229 E. 5.2 und BGE 140 II 262 E. 6.2 mit
Hinweis).
4.2. Die Vorinstanz stellte sich in Erwägung 4 f. des angefochtenen Entscheids (act. 2,
S. 8 f.) auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer habe den Beweis, dass der Versand
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der Ausbildungsbestätigung für das Frühlingssemester 2016 rechtzeitig erfolgt sei,
nicht rechtsgenügend erbracht. Die Stipendienabteilung habe ihn mehrmals auf seine
Pflicht zur rechtzeitigen Eingabe der Ausbildungsbestätigung für das Frühlingssemester
2016 und auf die Säumnisfolgen hingewiesen. Es sei allein ihm zuzurechnen, dass er
die Ausbildungsbestätigung nicht fristgerecht eingereicht habe. Aus dieser Begründung
ergibt sich mit genügender Klarheit, weshalb die Vorinstanz die Verfügung der
Stipendienabteilung vom 16. September 2016 (act. 12/1a/1) schützte, mit welcher dem
Beschwerdeführer die Gewährung von Stipendien für das Frühlingssemester 2016
verweigert wurde. Der Beschwerdeführer vermochte den angefochtenen Entscheid
denn auch durchaus sachgerecht anzufechten. Die Vorinstanz begründete ihren
Entscheid insoweit hinreichend. Ihr kann keine Verletzung von Art. 29 Abs. 2 BV
vorgeworfen werden. Ob die Argumentation der Vorinstanz auch inhaltlich zutrifft,
bleibt im Folgenden zu prüfen.
5. Nicht umstritten ist, dass die Suspensivbedingung in der Verfügung vom
23. November 2015, wonach der Beschwerdeführer bis 15. Mai 2016 eine nach Beginn
des Frühlingssemesters 2016 ausgestellte Ausbildungsbestätigung der X.-Schule
Zürich AG einzureichen hatte, gesetzmässig war (vgl. hierzu Art. 5 Abs. 1 BV, BGer
1C_750/2013 vom 28. April 2014 E. 3.1 mit Hinweisen sowie Tschannen/Zimmerli/
Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl. 2014, § 28 Rz. 95 f., Art. 3 und Art. 66
BV, Art. 3 lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen, sGS 111.1, KV, BGer
2C_1000/2014 vom 7. Juli 2015 E. 3 mit Hinweis auf BGer 2P.132/2003 vom 7. August
2003 E. 2, VerwGE B 2015/162 vom 26. Oktober 2016 E. 3.1, www.gerichte.sg.ch,
sowie Art. 12 Abs. 1 lit. a der Interkantonalen Vereinbarung zur Harmonisierung von
Ausbildungsbeiträgen, sGS 211.531, Stipendien-Konkordat, Art. 12 Abs. 1 des
Gesetzes über die staatlichen Stipendien und Studiendarlehen, Stipendiengesetz; sGS
211.5, StipG, und Art. 24 StipG in Verbindung mit Art. 35 der Stipendienverordnung,
sGS 211.51, StipV). Sodann bestreitet der Beschwerdeführer im Unterschied zum
Rekursverfahren (act. 12/1) im Beschwerdeverfahren (act. 1) nicht mehr, dass er die
Ausbildungsbestätigung für das Frühlingssemester 2016 zu spät resp. nicht eingereicht
hat (vgl. hierzu Wegleitung Stipendien des Dienstes für Finanzen und Informatik,
Ausgabe 2016, www.schule.sg.ch, wonach die Stipendienabteilung gestützt auf Art. 35
Abs. 1 StipV für das Frühlingssemester das Ende der Eingabefrist [dies ad quem, vgl.
Art. 2 des Europäischen Übereinkommens über die Berechnung der Fristen, SR
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0.221.122.3, EuFrüb] auf jeweils 15. Mai festgesetzt hat). Lediglich der Vollständigkeit
halber ist diesbezüglich zum einen festzuhalten, dass Art. 35 StipV, auf welchen sich
die strittige Bedingung in der Verfügung vom 23. November 2013 abstützt, im
Unterschied zu Art. 22 Abs. 2 Satz 2 der alten Vollzugsverordnung zum
Stipendiengesetz (nGS 26-81) hinsichtlich der Einhaltung der Eingabefrist keine
Ausnahmen in besonderen Fällen mehr statuiert (vgl. hierzu auch M. Müller, Das
Stipendienrecht des Kantons St. Gallen mit Berücksichtigung der
Stipendiengesetzgebung des Bundes, St. Gallen 1987, S. 246 f.). Insoweit handelt es
sich dabei nicht um eine blosse Ordnungs-, sondern um eine Verwirkungsfrist (vgl.
hierzu Art. 30 VRP). Hinzu kommt, dass in der Verfügung der Stipendienabteilung
vom 23. November 2015 auf die Säumnisfolgen hingewiesen wurde, weshalb die in
dieser Verfügung angesetzte Frist für die Einreichung der Ausbildungsbestätigung
ebenfalls die Folge der Verwirkung nach sich zieht (vgl. VerwGE B 2014/105 vom 27.
April 2016 E. 3 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Zum anderen müssen Eingaben in
Papierform (Art. 130 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung,
Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO) spätestens am letzten Tag der Frist bei der
Behörde oder beim Gericht eingereicht oder zu deren Handen der Schweizerischen
Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder konsularischen Vertretung
übergeben werden (sog. Expeditionsprinzip, vgl. Art. 30 Abs. 1 VRP in Verbindung mit
Art. 143 Abs. 1 ZPO, siehe auch Art. 3 Abs. 1 EuFrüb, Art. 48 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über das Bundesgericht, Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG,
Art. 21 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren,
Verwaltungsverfahrensgesetz; SR 172.021, VwVG, und Art. 91 Abs. 2 der
Schweizerischen Strafprozessordnung, Strafprozessordnung; SR 312.0, StPO). Dem
Absender obliegt der Nachweis, dass er seine Eingabe bis um 24 Uhr des letzten
Tages der laufenden Frist der Post übergeben hat (vgl. Art. 8 des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches, SR 210, ZGB, als allgemeiner Rechtsgrundsatz, BGer 1C_589/2015
vom 16. März 2016 E. 2.2 mit Hinweisen, P. Egli, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.],
Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, Art. 21 N 13, K. Plüss,
in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons
Zürich, 3. Aufl. 2014, § 11 N 41, sowie Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl.
2003, Rz. 629). Wie die Vorinstanz in Erwägung 4 des angefochtenen Entscheids in
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freier Beweiswürdigung (Art. 58 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 3 VRP, vgl. hierzu
Cavelti/Vögeli, Rz. 616) nachvollziehbar ausgeführt hat, vermag der Beschwerdeführer
den Beweis der Rechtzeitigkeit allein durch seine nicht weiter belegte Parteiaussage, er
habe gesehen, dass sein Vater die fragliche Ausbildungsbestätigung für das
Frühlingssemester 2016 am 6. Mai 2016 am Postschalter Langgasse zum Versand per
A-Post aufgegeben habe, nicht zu erbringen (vgl. hierzu K. Plüss, a.a.O., § 11 N 46).
Demzufolge ist es nicht zu beanstanden, dass die Stipendienabteilung dem
Beschwerdeführer, wie in der Verfügung vom 23. November 2015 angedroht (vgl.
hierzu Art. 30 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 147 Abs. 3 ZPO), für das
Frühlingssemester 2016 keine Stipendien gewährte.
6. Im Weiteren ersucht der Beschwerdeführer dem Sinn nach um Wiederherstellung der
Eingabefrist, da er befürchten müsse, nach Ausbildungsende von der X.-Schule
Zürich AG betrieben zu werden (act. 1). In dieser Hinsicht bleibt festzuhalten, dass zum
Entscheid über ein Fristwiederherstellungsgesuch gemäss Art. 30 Abs. 1 VRP in
Verbindung mit Art. 148 Abs. 1 ZPO die Instanz zuständig ist, bei welcher die Frist
verpasst wurde (vgl. VerwGE B 2015/3 vom 28. Juli 2015 E. 2.4, www.gerichte.sg.ch).
Bei der Stipendienabteilung wurde, soweit ersichtlich, innert zehn Tagen seit Wegfall
des Säumnisgrundes resp. innerhalb von sechs Monaten seit Eröffnung der Verfügung
vom 16. September 2016 (act. 12/1a/1) kein Fristwiederherstellungsgesuch gestellt
(vgl. Art. 30 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 148 Abs. 2 und 3 ZPO). Im
angefochtenen Entscheid finden sich diesbezüglich denn auch keine Ausführungen. Im
vorliegenden Verfahren wäre ein ausdrücklich gestelltes Gesuch daher einerseits
verspätet. Andererseits kann Gegenstand des vorliegenden Verfahrens nur bilden, was
bereits im vorinstanzlichen Verfahren behandelt wurde. Dementsprechend kann auf die
Frage der Fristwiederherstellung im konkreten Fall nicht eingetreten werden. Dennoch
erscheint es gerechtfertigt, diesbezüglich Folgendes anzumerken: Bereits im Jahr 2013
wurde der Vater des Beschwerdeführers im Zusammenhang mit einem Stipendium für
den älteren Bruder des Beschwerdeführers für das Frühlingssemester 2013 von der
Stipendienabteilung darauf hingewiesen, fristgerecht eine Ausbildungsbestätigung
einzureichen, was er jedoch unterliess. In der Folge konnte das Stipendium nur
gewährt werden, weil die Stipendienabteilung wegen des Todes der Mutter des
Beschwerdeführers am 31. Mai 2013 (act. 9.1) auf ein unverschuldetes Hindernis
erkannte (act. 12/6, S. 5), welches offenbar zur Wiederherstellung der Frist führte.
ter
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Dieser Sachverhalt war dem Beschwerdeführer bekannt (act. 12/1). Neben seinem
Vater musste somit auch ihm bewusst gewesen sein, dass er sich rechtzeitig um die
Einreichung der Ausbildungsbestätigung für das Frühlingssemester 2016 hätten
kümmern müssen. Insofern ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass der
Beschwerdeführer die geltend gemachte Notsituation seinem eigenen Verhalten
zuzuschreiben hat (vgl. E. 5 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 8 f.). Es wäre ihm
und seinem Vater im konkreten Fall ohne Weiteres zumutbar gewesen, die
Ausbildungsbestätigung fristgerecht einzureichen. Dies umso mehr, da es nicht das
erste Mal war, dass sein Vater es versäumte, ein solches Gesuch rechtzeitig
einzureichen. Diese Nachlässigkeit des Beschwerdeführers und seines Vaters, welcher
den Beschwerdeführer im erstinstanzlichen Verfahren zeitweise vertrat (act. 12/1a/2),
lässt sich angesichts der konkreten Verhältnisse nicht als entschuldbarer Irrtum bzw.
als leichtes Verschulden interpretieren, zumal sich der Beschwerdeführer Fehler seines
Vertreters wie eigene anrechnen lassen muss (vgl. hierzu VerwGE B 2014/37 vom
16. April 2014 E. 3 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, A. Staehelin, in: Sutter-Somm/
Hasenböhler/Leuenberger [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen
Zivilprozessordnung, 3. Aufl. 2016, Art. 148 N 7 ff., sowie VerwGE B 2014/105 vom 27.
April 2016 E. 5.2 mit Hinweisen, a.a.O.).
7. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit
darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang des Verfahrens trägt der Beschwerdeführer
die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von CHF 1‘500 erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, GKV). Auf die Erhebung ist zu verzichten (Art.
97 VRP). Damit ist das Gesuch vom 31. Mai 2017 / 12. Juni 2017 (act. 5 und 6/1-11,
act. 8 bis 9.3) um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos. Der Vorinstanz steht
kein Kostenersatz zu (vgl. VerwGE B 2015/162 vom 26. Oktober 2016 unter
www.gerichte.sg.ch nicht veröffentlichte E. 4 sowie VerwGE B 2014/165 vom 28. Mai
2015 unter www.gerichte.sg.ch nicht veröffentlichte E. 5 mit Hinweis auf R. Hirt, Die
Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St.
Gallen 2004, S. 176 ff., siehe auch VerwGE B 2012/271 vom 12. Juni 2013 ebenfalls
unveröffentlichte E. 7).
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