# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7b82b38f-a0cc-5f4f-9247-5f62a7f62965
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
60
,
war zuletzt als Raumpflegerin tätig (
Urk.
5/5-7,
Urk.
5/25) und meldete sich am 2
9.
April 2004 unter Hinweis auf eine Hypertonie, einen Diabetes mellitus und ein
Zervikalsyndrom
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
5/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach
ihr mit Verfügung vom
5.
Oktober 2005
bei einem Invaliditätsgrad von
100
%
eine ganze
Rente ab
Februar 2005
zu (Urk.
5/37
).
Die dagegen erhobene Einsprache (
Urk.
5/38,
Urk.
5/42) wies die IV-Stelle mit Entscheid vom 2
2.
Dezember 2005 (
Urk.
5/48) ab. Dagegen erhob die Versicherte am 2
7.
Januar 2006 Beschwerde (
Urk.
5/53
/3-6
), welche vom hiesigen Gericht im Verfahren IV.2006.00105 mit Urteil vom
8.
März 2007 abgewiesen und der Beginn der Arbeitsunfähigkeit und somit die Eröffnung des Wartejahres bestätigt wurde (
Urk.
5/64).
1.2
Mit Verfügung vom 1
8.
Mai 2006 (
Urk.
5/62,
Urk.
5/60) wurde der Versicherten mit Wirkung ab dem
1.
Juli 2005 eine Entschädigung für Hilflosigkeit leichten Grades zugesprochen.
1.3
Mit Mitteilung
vom
1
7.
März 2011 (
Urk.
5/81)
teilte die IV-Stelle der Versicherten
nach Einholung eines orthopädisch-psychiatrischen Gutachtens (
Urk.
5/76)
mit, der Rentenanspruch sei unverändert
(vgl. auch
Urk.
5/80/5)
.
1.4
Nach Eingang ein
es am 1
4.
April 2014
ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk.
5/82
) ho
lte die IV-Stelle unter anderem bei der Medizinischen Abklärungs
stelle (MEDAS)
Y._
ein
orthopädisch-psychiatrisches
Gut
achten ein, das am
9.
Dezember 2015 erstattet wurde (Urk. 5/96
)
. Sie
ver
anlasste
zudem
eine Erweiterung
des Gutachtens
durch ein
e neurologische
Beurteilung m
it psychiatri
scher
Reevaluation
, die am 2
1.
September 2016 erstattet wurde
(
Urk.
5/107).
Nach
durc
hgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
5/
113,
Urk.
5/116)
h
ob die IV
Stelle mit Verfügung vom
3.
Februar 2017
die bisher
aus
gerichtete Rente auf (
Urk.
5/125
= Urk. 2).
Die Hilflosenent
schädigung wurde mit Verfügung vom 18.
Januar 2017 aufgehoben (
Urk.
5/118).
2.
Die Versicherte erhob am
2
0.
Februar 2017
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfü
gung vom
3.
Februar 2017 (
Urk.
2) und beantragte sinngemäss, diese sei aufzu
heben und es sei ihr weiterhin eine Rente auszurichten.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 3
1.
März 2017 (
Urk.
4) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am 1
2.
Mai 2017 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
6).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
ti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Renten
bezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsäch
lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Ren
tenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund
heitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hin
weisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und
I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheits
zustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisions
grund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einsprache
entscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Renten
an
spruchs mit rechtskon
former Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesge
richts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Aufhebung der bisher ausgerichteten ganzen Rente in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) damit, dass
sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin gestützt auf das eingeholte Gutach
ten verbessert habe und der Beschwerdeführerin seit dem
1.
März 2015 wieder ein 70%iges Arbeitspensum in ihrer bisherigen Tätigkeit als Raumpflegerin zumutbar sei. Ab dem 2
4.
November 2015 sei ihr sodann ein 100%iges Pensum auch in anderen Tätigkeiten zumutbar
(
S. 1).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
machte demgegenüber beschwerdeweise (Urk. 1) geltend, dass
sie nicht in der Lage sei, 70
%
zu arbeiten. Ihr Langzeitzucker sei sehr hoch und schwer einstellbar. Sie sei verlangsamt und vergesslich.
Ihr ganzer Körper schmerze und es sei ihr oft schwindlig. Sie könne nicht lange stehen oder gehen. Somit sei sie nicht in der Lage zu arbeiten.
2.3
Streitig
und zu prüfen
ist die revisionsweise
Aufhebung
der bis
her ausgerichteten ganzen Rente
, wobei namentlich zu prüfen ist, ob
sich der Gesund
heitszustand der
Beschwerdeführer
in
wesentlich verbessert respektive sich die für die Invalidi
tätsbemessung massgebende Arbeitsfähigkeit verändert hat, und ob zur Beant
wortung dieser Frage auf das von der Bes
chwerdegegnerin eingeholte
Gutachten abgestellt werden kann.
3.
3.1
Der erstmaligen
Rentenzusprache
mit Verfügung vom
5.
Oktober 2005 (Urk. 5/37) lagen im Wesentlichen die nachfolgenden Berichte zugrunde.
3.2
Die Ärzte des
Z._
berichteten am 1
8.
Februar 2005 (
Urk.
5/20) und nannten
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fä
higkeit (S. 1):
-
a
rterielle Hypertonie
-
Diabetes mellitus Typ 2
Sie führten aus, dass die Beschwerdeführerin von ihnen nie eine Arbeitsunfähig
keit attestiert bekommen habe. Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin sei besserungsfähig (S. 1). Die schwierige Einstellung des Diabetes mellitus und der arteriellen Hypertonie würden im Rahmen einer
Malcompliance
gesehen. Diese könnte sich durch eine schwere Depression erklären, weshalb eine psychi
atrische Evaluation empfohlen werde (S. 3).
3.3
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 1
7.
März 2005 (
Urk.
5/21/1-2) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
lit
. A):
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
arterielle Hypertonie
-
depressive Verstimmung, Somatisierungsstörung
-
rezidivierende Panikattacken bis Stupor
-
zervikocepha
l
es
Syndrom
Er führte aus, die Beschwerdeführerin sei seit dem 2
7.
Februar 2004 zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 1
lit
. B).
Der Gesundheitszustand sei sich verschlechternd und die Beschwerdeführerin sei bei den alltäglichen Lebensverrichtungen auf Hilfe von Drittpersonen angewiesen (S. 2
lit
. C).
3.4
Die Ärzte der
Psych
iatrischen
Poliklinik
des
Z._
berichteten am
5.
April
2005 (
Urk.
5/22/5-8)
und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit
(S. 2)
:
-
mittelgradige depr
essive
Episode
(ICD-10 F32.1), bestehend
seit Herbst 2004
-
V
erdacht auf
dissoziative Bewegungsstörung
(ICD-10 F44.4), bestehend
seit Dezember 2004
-
V
erdacht auf somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4), bestehend
seit 2004
-
Diabetes mellitus seit
zirka
10 Jahren
Sie führten aus, es habe vom
1.
Februar bis
5.
April 2005 eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit bestanden. Diese sei ihr jedoch ab
sofort 6-12
Stunden pro
Woche zumutbar (
S. 1 unten)
.
3.5
Die Ärzte der
B._
berichteten am
2
4.
Juni
2005 (
Urk.
5/26/5-7)
über den s
tationär
en Aufenthalt der Beschwerde
führerin vom
1
8.
März bis
2
9.
April
2005
und
nannten folgende
Diagnosen m
it Aus
wirkung auf
die Arbeitsfähigkeit (S. 1
lit
. A
):
-
dissoziative Krampfanfälle (
ICD-10
F44.5) seit Mitte 2004
-
vorwiegend depressive Anpassungsstörung (
ICD-10
F43.21) seit 2003
-
undifferenzierte Somatisierungsstörung (
ICD-10
F45.1) seit 2003
Sie führten aus, die Arbeitsfähigkeit
sei bereits ab Beginn 2003 krankheitsbedingt eingeschränkt gewesen. Ab Mitte 2004
habe
w
egen des
Beginn
s
von dissoziativen Krampfanfällen
eine
vollständige Einschränkung der A
rbeitsfähigkeit
bestand
en
(S. 1
lit
. B)
.
3.6
Dr.
med.
C._
, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am
1
5.
Juli
2005
Stellung
(
Urk.
5/28/2 unten)
und führte aus, es bestehe
keine relevante Rest-A
rbeitsfähigkeit
mehr
. Es seien keine weiteren Abklärungen nötig.
4.
4.1
Der Rentenrevision von 2008 (vgl.
Urk.
5/65 ff.) lagen im Wesentlichen die nach
folgenden Berichte zugrunde.
4.2
Die Ärzte des
Z._
, Innere Medizin,
berichteten am
3.
April
2009 (
Urk.
5/71/11 oben)
über den stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 2
2.
Februar bis
2.
März
2009 wegen
eines
Myokardinfarkt
s (vgl. auch
Urk.
5/71/6-9) und führten aus,
dass dieser
Myokardinfark
t
die A
rbeitsfähigkeit
langfristig
nicht beeinflussen
sollte.
4.3
Die Ärzte des
D._
erstatteten ihr orthopädisch-psychiatrisches Gutachten am 2
2.
Oktober 2010 (
Urk.
5/76) gestützt auf die Akten sowie die Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 1
4.
September 2010 und nannten
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
22
Ziff.
7.1):
-
subacromiales
Impingement
bei
Hypertrophie des
Acromioclavicula
gelenks
rechts mit
Tendinose
der Suprasp
i
natussehne
-
V
erdacht auf
Impingement
der linken Schulter
-
mediale D
iskushernie
C3/4 und
breitbasige
D
iskushernie
C5/6 links
medi
olateral
mit leichter
Myelonkompression
-
rezidiv
ierende
depr
essive
Störung mit mittelgradigen depr
essiven
Episo
den (
ICD-10
F33.10)
,
bestehend seit etwa 2004
-
dissoziative Anfälle (ICD-10 F44.5), bestehend seit 2004
-
anhaltende
somatoforme Schmerzstörung
(
ICD-10
F45.4) bestehend seit 2004
S
ie führten aus, aus orthopädischer Sicht bestehe in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit eine
6
5%
ige
A
rbeitsfähigkeit und in einer angepassten Tätigkeit eine
100%
ige
A
rbeitsfähigkeit (
S. 7).
Aus
b
idisziplinär
er
Sicht bestehe eine
50%
ige
A
rbeitsunfähigkeit
als Reinigungs
kraft seit mindestens
Januar
2005, da bei mittelgradiger depr
essiver
Störung
die
emotionale Belastbarkeit,
die
geistige Flexibilität,
der
Antrieb,
die
Interessen,
Moti
vation, Anpassungsfähigkeit, Kontaktfähigkeit und Dauerbelast
barkeit ein
geschränkt seien (S. 2
2.
f.
Ziff.
8.1).
In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine
60%
ige
A
rbeitsfähigkeit
(S. 23
Ziff.
8.2
). Die
A
rbeitsfähigkeit sei
primär durch
ein
psych
isches
Leiden mit Krankheitswert eingeschränkt. Daneben
liessen sich
erhebliche psychosoz
iale
Faktoren (finanz
ielle
Probleme, mangelnde Sprachbe
herrschung, mangelnde Integration
) erheben (
S. 24
Ziff.
8.7).
In ihrer Ergänzung vom 2
0.
b
eziehungsweise 2
3.
Februar 2011 (
Urk.
5/78-79) führten die Gutachter aus, dass in den vorliegenden Unterlagen keine somatische Begutachtung
ersichtlich sei. Es sei somit unklar, auf welcher Grundlage der Beschwerdeführerin eine Rente zugesprochen worden sei. Eine Beurteilung und ein Vergleich des somatischen Gesundheitszustandes damals und jetzt sei nicht möglich
(
Urk.
5/78).
Aus p
sych
iatrischer Sicht
lägen seit 2004 eine anhaltende mittelgradige depressive Störung i
n
Z
usammenhang
mit der körperlichen Beschwerdesympto
matik und psychosoz
ialen
Belastungen sowie seit 2004
ein rezidivierende
s
disso
ziative
s
anfallsartige
s
Geschehen und zusätzlich eine anhaltende
somatoforme Schmerzstörung v
or
.
Im Wesentlichen
handle es sich um einen
unveränderte
n
G
esundheitszustand s
eit der Rentenverfügung
von Oktober
200
5.
Allerdings seien die
Auswirkungen auf die A
rbeitsfähigkeit
aufgrund der zumutbaren Restaktivi
täten anders eingeschätzt
worden, womit es sich um eine andere Einschätzung des unveränderten Gesundheitszustandes handle (
Urk.
5/79 S. 2)
.
5.
5.1
Der
hier angefochtenen Verfügung vom
20. März 2017 (Urk. 2)
lagen im Wesent
lichen folgende Berichte
zugrunde
.
5.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am
3
0.
Juli
2014 (
Urk.
5/84)
und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1)
:
-
metabol
isches
Syndrom
-
insulinpflichtiger Diabetes mellitus Typ 2
-
arterielle Hypertonie
-
Depression (
ICD-10
F33.0)
-
Anpassungsstörung (
ICD-10
F43.2)
-
koronare Herzkrankheit
In der bisherigen Tätigkeit als Reinigungskraft bestehe eine
60%
ige
A
rbeits
fähig
keit
mit Einschränkungen (
S. 2
Ziff.
1.7). Angepasste
, wechselbelastende
Tätig
keiten gem
äss beschriebenem Profil seien der Beschwerdeführerin
5
Stunden pro Tag mit zirka 60
%
iger
L
eistungsfähigkeit zumutbar (S. 3 f.)
.
5.3
Die Ärzte der
Y._
erstatteten ihr orthopädisch-psychiatri
sches Gutachten am
9.
Dezember 2015 gestützt auf die Akten sowie die Unter
su
chungen der Beschwerdeführerin vom 2
4.
November und
2.
Dezember 2015
(
Urk.
5/96
). Sie nannten folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf A
rbei
t
s
fähigkeit (S.
3
Ziff.
1.1):
-
dringender V
erdacht auf
eine
progrediente Demenzerkrankung
(ICD-10 F03)
-
Funktionsstörungen von HWS und LWS bei kernspintomographisch nach
gewiesenen Bandscheibenschäden an
der
HWS und LWS
-
geringe Funktionsstörung des rechten Schultergelenkes bei Schulterenge und Aufbrauchveränderungen der Supraspinatussehne
Als Diagnosen
o
hne Auswirkung auf
die
A
rbeitsfähigkeit nannten sie die Folgen
den (S. 3
Ziff.
1.2)
:
-
Dysthymia
(ICD-10 F34.1)
-
Knick-Senkfuss beidseits
-
Grossze
hengrundgelenkarthrose rechts
Sie führten aus, dass
aus orthopädischer Sicht eine Besserung der Funktionsein
schränkungen festzustellen sei, die spätestens ab dem Begutachtungszeitpunkt gelte (S. 3
Ziff.
2). Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit werde mit 70
%
beurteilt
. In einer angepassten Tätigkeit sei die Arbeitsfähigkeit nicht ein
geschränkt
(S. 4
Ziff.
3.1
und 3.2
).
Psychiatrischerseits
werde
die Situation verkompliziert durch Hinweise auf eine sich wahrscheinlich ab März 2015 abzeichnende Demenzerkrankung, die jedoch zunächst einer diagnostischen Bestätigung durch weitere fachärztliche
Abklärun
gen erfordere.
Die gesamthafte Arbeitsunfähigkeit ab März 2015 müsse daher zunächst offenbleiben (S. 3
Ziff.
2 unten).
5.4
Die Ärzte der
Y._
erstatteten ihr neurologisch-neuro
psy
chologisches Gutachten am 2
1.
September 2016 gestützt auf die Akten sowie die Untersuchungen der Beschwerdeführerin vom 1
1.
Juli
und
1
2.
September
201
6
(
Urk.
5/
107
)
und nahmen zugleich eine psychiatrische
Reevaluation
vor.
Sie
nannten keine
Diagnosen mit Auswirkung auf A
rbei
t
s
fähigkeit
(S. 8
Ziff.
4.1). Als Diagnosen ohne Auswirkung auf Arbeitsfähigkei
t nannten sie die Folgenden (S.
8
Ziff.
4.2)
:
-
Diabetes mellitus mit
-
mässig ausgeprägter zerebraler Mikroangiopathie
-
beginnender diabetischer Polyneuropathie der Beine
-
inzidentelles Aneurysma der linken
Arteria
carotis
interna
-
Dysthymie
Sie führten aus, dass
sich in de
m
im Rahmen der Demenzabklärung zusätzlich veranlassten MRI des Schädels mässig ausgeprägte
mikroangiopathische
Verän
derungen, passend zum vaskulären Risikoprofil gezeigt hätten. Es hätten sich dagegen keine typischen fokalen Atrophien gezeigt, wie sie bei einer primären Demenzerkrankung erwartet würden. Der Nebenbefund eines inzidentellen Aneurysmas sei kontrollbedürftig, begründe jedoch keine Arbeitsunf
ä
higkeit
(S.
8
Ziff.
5.1)
.
Bei der neuropsychologischen Untersuchung habe sich eine hoch auf
fällige Beschwerdevalidierung im Sinne einer eindeutig kognitiv gesteuerten Ant
wortverzerrung gefunden. Insofern hätten keine validen neuropsychologischen Befunde erhoben werden könne, welche das authentische Leistungsvermögen widerspiegeln würden (S. 8 f.
Ziff.
5.1).
Die Verhaltensbeobachtung bei der neurologischen und neuropsychologischen Untersuchung habe keine Hinweise auf ein höhergradiges demenzielles Bild ergeben. Die Beschwerdeschilderung sei insgesamt vage geblieben. Bei
negativem
Analgetikaspiegel
im Serum sei der tatsächliche Leidensdruck in Bezug auf Schmerzen fraglich beziehungsweise nicht authentisch.
Bei der neuropsycho
logi
schen Untersuchung seien weitere Inkonsistenzen aufgefallen. So habe die Beschwerdeführerin bei Fragen und Aufgaben regelmässig angegeben nichts zu wissen oder alles vergessen zu haben und die meisten Aufgaben nicht bearbeiten zu können.
Bei der neurologischen und neuropsychologischen Untersuchung habe sie jedoch spontan daran gedacht, ihren Blutzucker zu kontrollieren und sei in der Lage gewesen, eine entsprechende Insulindosis zu verabreichen. Dabei sei sie in der Handhabung des Geräts sicher gewesen. Davon unabhängig sei auch die Bedienung ihres Smartphones schnell und problemlos gelungen. Diese Beobachtungen sprächen gegen eine derzeit bestehende relevante demenzielle Symptomatik (S. 9
Ziff.
5.2).
Aufgrund der
die Arbeitsfähigkeit nicht tangierenden psychiatrischen
Diagnose einer Dysthymie und nach zwischenzeitlichem Ausschluss einer relevanten demenziellen Symptomatik
sei
aus psych
iatrischer
Sicht
ab März 2015 von einer
volle
n
A
rbeitsfähigkeit auszugehen
. Von März 2010 bis Ende Februar 2015 habe demnach aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden, danach eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Aus orthopädischer Sicht bestehe seit min
destens November 2015 und weiterhin eine 70%ige Arbeitsfähigkeit, zuvor sei von einer 65%igen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit gemäss Vor
gutachten auszugehen
(S. 10
Ziff.
6.1)
.
5.5
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, RAD, nahm am 2
5.
Oktober
2016
Stellung
(
Urk.
5/112/8)
und führte aus, dass
ab März 2015 psychiatrisch
von
eine
r
volle
n
Arbeitsfähigkeit und somatisch
von
eine
r
70%ige
n
Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit
auszugehen sei
.
Für eine den Ske
lettbefunden angepasste Tätigkeit könne ab mindestens dem 2
4.
November 2015 von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden.
6.
6.1
Der
Renten
zusprache
vom
5.
Oktober 2005
(Urk.
5
/
37
)
lag
en
die vorgenannten Berichte (vgl. vorstehend E. 3.2-3.5)
zugrunde, welche im
April beziehungsweise
Juni 2005
aus psychiatrischer Sicht insbesondere eine
mittelgradige depr
essive
Episode
(ICD-10 F32.1),
dissoziative Krampfanfälle (
ICD-10
F44.5)
, eine
vor
wiegend depressive Anpassungsstörung (
ICD-10 F43.21) sowie eine
undifferen
zierte Somatisierungsstörung (
ICD-10 F45.1)
und aus somatischer Sicht im März 2005 einen Diabetes mellitus Typ 2, eine arterielle Hypertonie sowie ein
zerviko
cephales
Syndrom
als mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
diagnostizierten.
Beim Erlass der angefochtenen Verfügung vom
3.
Februar 2017
(Urk. 2) stützte sich die Beschwerdegegnerin auf das
orthopädisch-psychiatrische
MEDAS
-Gut
achten vom
Dezember
2015
(vorstehend E.
5
.
3) sowie die
neurologische-neu
ropsychologische Ergänzung mit psychiatrischer
Reevaluation
vom September 2016 (vorstehend E. 5.4)
wonach keine für die Ar
beitsfähigkeit relevante
n
psychiatrischen Diagnosen
mehr
vorliegen.
Die Gutachter diagno
sti
zierten jedoch
Funktionsstörungen von HWS und LWS bei kernspintomo
graphisch nachge
wiesenen Bandscheibenschäden an
der
HWS und LWS
sowie
eine
geringe Funk
tions
störung des rechten Schultergelenkes bei Schulterenge und Auf
brauchver
änderungen der Supraspinatussehne
mit
Aus
w
irkung auf die Arbeitsfähigkeit und nannten als Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine Dysthymie (ICD-10 F34.1), einen Knick-Senkfuss beidseits, eine
Grossze
hengrundge
lenkarthrose rechts, einen Diabetes mellitus sowie ein inzidentelles Aneurysma der linken
Arteria
carotis
interna
.
Der vorerst als mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit diagnostizierte
dringende V
erdacht auf
eine
progrediente Demenzer
krankung
(ICD-10 F03)
wurde
von den MEDAS-Gutachtern
nach fachärztlicher
Abklärung nicht bestätigt.
6.2
Das
bi
disziplinäre
MEDAS
-Gutachten vom
Dezember
201
5
sowie die Ergänzung vom September 2016
umfass
en
die Fach
richtungen
Orthopädie, Psychiatrie, Neu
rologie und Neuropsychologie.
Die Gutachter verfügen über die
ent
sprechenden Facharzttitel und waren somit in ihren Fachgebieten grund
sätzlich zur Beur
tei
lung des Gesundheitszustandes und der Arbeits
fähigkeit der
Beschwer
de
führer
in befähigt.
Die Gutachter berücksichtigten die geklagten B
eschwerden und das Verhalten der
Beschwerdeführer
in
und erstellten ihren jeweiligen Teil des Gutachtens in Kennt
nis der
Vorakten
(vorstehend E.
5
.
3
und E.
5
.
4
).
Die gestellten Diagnosen
sowie
die Schlussfolgerungen zur Arbeitsfähigkeit werden im Gutachten ausführ
lich be
gründet und sind nachvollziehbar. Damit erfüllt das
MEDAS
-Gutachten
die bun
desgerichtlichen Anforde
rungen an ein medizinisches Gutachten (vorstehend E. 1.
4
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abzustellen ist.
6.3
Gemäss dem
MEDAS
-Gutachten
liegen keine für die Arbeits
fähigkeit relevanten
psychiatrischen
Diagnosen vor (vorstehend E.
5
.
3 und E. 5.4
). Der
psychiatrische Gutachter beurteilte
die von der Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung vom
2.
Dezember 2015 demonstrierten Beschwerden und Befunde
wie die redu
zierte Konzentrationsspanne,
bruchstückhafte
Schilderung der Beschwerdeent
wicklung, Beeinträchtigung des Gedächtnisses, Verminderung des Denkvermö
gens sowie Apathie
zunächst im Lichte einer mögl
ichen Demenzerkrankung und kam
zum Schluss,
es seien
zur Bestätigung oder zum Ausschluss einer klinisch relevanten Diagnose weiterführende Abklärungen in den Fachgebieten Neurolo
gie und Neuropsychologie notwendig (vgl.
Urk.
5/96/23-39
S. 12 f.
).
Der
Gutach
ter machte anlässlich d
i
es
es
ersten Begutachtungstermins
zudem bereits
auf Diskrepanzen zwischen der subjektiv geschilderten Intensität
und
der Vagheit der Beschwerden
, der Intensität der bisherigen Inanspruchnahme therapeutischer Hilfe sowie
zwischen eigenen Angaben und fremdanamnestischen Informationen aufmerksam (
Urk.
5/96/23-39
S. 15).
Nachdem der neurologische und der neu
ropsychologische Gutachter
eine Demenzerkrankung
nachvollziehbar
mit der Begründung der im MRI des Schädels fehlenden typischen fokalen Atrophien sowie der hoch auffälligen Beschwerdevalidierung im Sinne einer eindeutig kognitiv gesteuerten Antwortverzerrung und weiteren Inkonsistenzen aus
ge
schlossen
hatten
(vgl.
Urk.
5/107/1-11 S. 8 f.), beurteilte der psychiatrische Gut
achter
die Beschwer
de
führerin bei der die Arbeitsfähigkeit nicht tangierenden Diagnose einer Dysthymie ab März 2015 als zu 100
%
arbeitsfähig
(
Urk.
5/107/22-23 S. 2)
.
Diese Einschätzung des psychiatrischen Gutachters erscheint insbesondere vor dem Hintergrund nachvollziehbar, dass die Beschwer
deführerin anlässlich der neurologischen und neuropsychologischen Untersu
chung spontan daran gedacht habe, ihren Blutzucker zu messen und auch in der Lage gewesen sei, eine entsprechende Insulindosis zu verabreichen, wobei sie in der Handhabung des Gerätes sicher gewesen sei,
obwohl dies
gemäss
den Anga
ben
des Ehemannes
gar
nicht möglich sei
(vgl.
Urk.
5/107/1-21 S. 9)
.
Dem orthopädischen Teilgutachten
(
Urk.
5/96/7-21)
ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführerin aufgrund der
objektivierten degenerativen Veränderungen des rechten Schultereckgelenks sowie der degenerativen Veränderungen der Bandscheiben der HWS und LWS häufige Überkopfarbeiten mit dem rechten Arm, ständige Zwangshaltungen der HWS und Tätigkeiten mit häufigem Bücken, Heben oder Tragen schwerer Lasten über 10
k
g
nicht mehr zumutbar seien (S. 9, S. 11
).
Der orthopädische Gutachter machte auf eine erhebliche Diskrepanz zwi
schen den dargebotenen Beschwerden und den von ihm objektivierbaren körper
lichen Untersuchungsbefunden aufmerksam. Es bestünden erhebliche Verdeutli
chungstendenzen (S. 10).
Weiter nahm d
er orthopädische Gutachter zur Verän
derung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin
ausdrücklich Stellung und begründete einlässlich und sorgfältig, dass sich der Gesundheitszu
stand
spätestens seit der Verifizierung der Befunde im November 2015 verbessert habe
(S. 11).
So habe sich sowohl die Beweglichkeit der oberen Extremitäten als auch diejenige der HWS und LWS erheblich verbessert. Nervenwurzeler
scheinungen zeige die Beschwerdeführerin aktuell nicht (S. 10).
Das
MEDAS-
Gutachten
sowie die Ergänzung
leuchte
n
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vor
genommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit
werden ausführlich begründet. So zeigten die Gutachter in nachvollziehbarer Weise auf, dass bei der Beschwerde
führerin aktuell aufgrund der er
hobe
nen, objektiven somatischen Befunde und einer fehlenden klinisch rele
van
ten, leistungsbeeinträchtigenden psychischen Stö
rung
eine 30%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit i
n der angestammten, bis
herigen Tätigkeit als Raumpflegerin und Zimmermädchen vorliege. In einer leidensangepassten Tätigkeit sei sie nicht eingeschränkt (S. 11).
6.4
Nach
dem Gesagten wurde im
MEDAS
-Gutachten
schlüssig begründet, dass
aktuell
lediglich aus somatischer
Sicht eine objektivierbare Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
für die angestammte Tätigkeit
im Umfang von 30
%
beste
ht (vgl. vorstehend E. 5.3)
.
Vor diesem Hinter
grund ist dem
MEDAS
-Gutachten
folgend von einer
70%igen
Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführer
in auszugehen.
6.5
Die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf die medizinische
Aktenlage
sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Ein
wände brachte sie nicht vor.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die Beurteilung durch die Gutachter umzustossen ver
möchten. Auf weitere Ab
klä
rungen kann deshalb verzichtet werden (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157).
6.6
Nach der Würdigung der medizinischen Akten ist zusammenfassend festzuhal
ten, dass auf die überzeugende, nachvollziehba
re und ausführ
lich begründete Ein
schätzung der
MEDAS
-Gutachter abzustellen und der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt ist, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdefüh
re
rin seit der
Rentenzusprache
im
Oktober 2005
wesentlich verbessert hat und be
züglich der Arbeitsfähigkeit von einer
7
0%igen Zumutbarkeit
der angestammten Tätigkeit
auszugehen ist (vgl. auch vorstehend E.
5
.
3 und E. 5.4
).
7
.
7.1
Zu prüfen bleibt, wi
e sich das Leistungsvermögen der Beschwerdeführerin
in wirt
schaftlicher Hinsicht auswirkt.
7.2
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom
mens
vergleichs gemäss
Art.
28a
Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe
rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe
rungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invaliden
einkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentver
gleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Ver
hältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen
Validen- und Invalidenein
kommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwert
e von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs.
2 IVG) eindeutig über- oder untersch
r
eitet (Urteil des Bun
desgerichts 8C_333/2013 vom 11.
Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
7.
3
Da
der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit gemäss MEDAS-Gutachten noch zu 70
%
zumutbar ist,
kann rechnerisch ein Pro
zent
vergleich vorge
nom
men werden. Eine möglichst genaue Bezifferung und Gegen
überstellung der beiden hypothetischen Erwerbseinkommen, um aus der Einkommensdifferenz den Inva
liditätsgrad bestimmen zu können, erübrigt sich somit. Der Invalidi
täts
grad ent
spr
i
ch
t
mithin der
attestierten Arbeitsunfähig
keit von
30
%.
7.4
Im Regelfall ist eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten. Nach langjährigem Rentenbezug können ausnahmsweise Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leistungsfähigkeit und medizinisch möglichen Leistungsentfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervor
geht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotenzials ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnahmen allein vermittels Eigenanstrengung der versicherten Person nicht möglich ist. Diese Rechtsprechung ist grundsätzlich auf Fälle zu beschränken, in denen die (revisions- oder wiedererwägungsweise) Her
absetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versicherte Person betrifft, welche das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat. Die Übernahme der beiden Abgrenzungskriterien (vgl.
lit
. a
Abs.
4 der Schlussbestimmungen der Änderung vom 1
8.
März 2011 [
6.
IV-Revision, erstes Massnahmenpaket]) bedeutet nicht, dass die darunter fallenden Rentnerin
nen und Rentner im jeweiligen revisions- (Art. 17 Abs. 1 ATSG) beziehungsweise gegebenenfalls wiedererwägungsrechtlichen (Art. 53 Abs. 2
ATSG) Kontext einen Besitzstandsanspruch geltend machen könnten; es wird ihnen lediglich zugestan
den, dass – von Ausnahmen abgesehen – aufgrund des fortgeschrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die Selbsteingliederung nicht mehr zumutbar ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_39/2012 vom 24. April 2012 E. 5.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteile Bundesgerichts 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.4 und 9C_412/2014 vom 20. Oktober 2014 E. 3.1).
Die 1960 geborene Beschwerdeführerin bezog seit 2005 eine ganze Rente und war im Zeitpunkt der Rentenaufhebung bald 57 Jahre alt, weshalb sie grund
sätz
lich unter den vom Bundesgericht besonders geschützten
Bezügerkreis
fällt. Sie fühlt sich jedoch nicht in der Lage zu arbeiten (vgl. Urk. 5/122/1 und Urk. 1), weshalb die Beschwerdegegnerin nicht gehalten war, Eingliederungs
massnahmen zu veranlassen:
Fehlt es am Eingliederungswillen bzw. an der subjektiven Ein
gliederungsfähigkeit, so entfällt der Anspruch auf Eingliederungs
mass
nahmen, ohne dass zunächst ein Mahn- und
Bedenkzeit
verfahren
durch
geführt werden müsste (Urteil des Bundesgerichts 8C_569/2015 vom 1
7.
Februar 2016 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_19/2016 vom
4.
April 2016 E. 5.2.3).
7.
5
Die Beschwerdegegnerin hat somit zu Recht eine revisionsrelevante Sach
verhalt
s
änderung angenommen und eine Renteneinstellung verfügt. Die Be
schwer
de
gegnerin hat in Übereinstimmung mit Art. 88
bis
Abs. 2
lit
. a
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
die Rentenaufhebung auf den ersten Tag des zweiten der Zustellung der ange
foch
tenen Verfügung vom
3.
Februar 2017 fol
gend
l:\juris_dms\prod\dossier\00283455.docm
en Monats verfügt.
Die angefochtene Verfügung vom
3.
Februar 2017
(Urk. 2) erweist sich deshalb al
s rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV
Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig v
om Streitwert festzu
legen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr. 8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Ver
fahrens sind sie de
r
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerle
gen.