# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f3a527c7-78da-4158-af87-6d6d51de4a1a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ und A.1._ sind die Eltern von B._, geboren am B._ 2005. Die Eltern leben getrennt und B._ wächst bei ihrer Mutter in C._ auf. A._ lebt seit anfangs 2020 in D._, wo er am 12. März 2021 seine neue Partnerin, E._, geheiratet hat.
B. Für B._ besteht beim Stadtjugendamt C._ seit Januar 2014 eine Beistandschaft nach §§ 1712 ff. BGB, welche die Geltendmachung ihrer Unterhaltsansprüche umfasst. Im durch den Beistand eingeleiteten Unterhaltsverfahren erliess das Amtsgericht C._ (Familiengericht) am 15. April 2014 einen Beschluss, worin es unter anderem die Höhe der von A._ an seine Tochter B._ zu entrichtenden monatlichen Unterhaltszahlung festsetzte.
C. Mit Eingabe vom 18. Februar 2021 (Poststempel) ersuchte B._, vertreten durch das Stadtjugendamt C._, beim Regionalgericht Plessur um superprovisorische Schuldneranweisung für den jeweiligen Arbeitgeber von A._. Als Forderungsgrund gab sie Kinderalimente in der Höhe von EUR 445.50 pro Monat an. Als Grundlage dazu diente der Beschluss des Amtsgerichts C._ vom 15. April 2014.
D. Am 1. März 2021 wies der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur das Gesuch um superprovisorische Schuldneranweisung ab und setzte A._ eine Frist zur schriftlichen Stellungnahme bis zum 12. März 2021. Gleichzeitig erging an B._ die Aufforderung zur Bezeichnung eines Zustellungsdomizils in der Schweiz, welcher das Stadtjugendamt C._ mit Schreiben vom 20. März 2021 nachkam. A._ reichte am 9. März 2021 (Poststempel) eine Stellungnahme ein, wobei er erst nach erfolgter Aufforderung des Regionalgerichts Plessur die für die Beurteilung seiner Leistungsfähigkeit notwendigen Beilagen nachreichte.
E. Auf die Durchführung einer Hauptverhandlung verzichtete der Einzelrichter.
F. Mit Entscheid vom 6. Mai 2021, gleichentags mitgeteilt, erkannte der Einzelrichter des erstinstanzlichen Zivilgerichts am Regionalgericht Plessur was folgt:
1. Der jeweilige Arbeitgeber von A._ bzw. die jeweilige Arbeitslosenkasse,
 zur Zeit die Arbeitslosenkasse Graubünden, Ringstrasse 10, 7001 Chur,
 wird angewiesen,  mit Wirkung ab sofort  von den künftigen Auszahlungen an A._
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 monatlich EUR 444.90 (bei Umrechnung zum aktuellen Tageskurs jeweils per 25. eines Monats gemäss der Website der Schweizerischen Nationalbank (https://www.snb.ch/de/iabout/stat/statrep/id/ current_interest_exchange_rates#t3),
 wobei Spesen für die Überweisung ebenfalls zu Lasten von A._ gehen,
 zuhanden von B._  an das Stadtjugendamt C._, C._, Raiffeisenbank
F._, IBAN G._,  unter Angabe des Buchungszeichens H._  zu überweisen.
Die angewiesenen Arbeitgeber bzw. die angewiesenen Arbeitslosenkassen werden darauf aufmerksam gemacht, dass ein Nichtbefolgen dieser Anweisung eine Doppelzahlung zur Folge haben kann.
2. a) Die Gerichtskosten von CHF 1'000.00 gehen zu Lasten von A._ und sind dem Kanton Graubünden zu bezahlen.
b) Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

## Considerations