# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1e1bc289-20dd-49ab-b714-5266ab1ff48d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die
Z._
GmbH war seit ihrer Gründung im August 2008 der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), Ausgleichskasse, als beitrags
pflich
tige Arbeitgeberin angeschlossen (
Urk.
6/3), wobei
A._
seit der Gründung bis am 1
0.
März 2014 als Gesellschafter und Geschäftsführer im Handelsregister eingetragen war. Folgend war
X._
vom 10. März 2014 bis
9.
April 2015 (Tagebucheintrag) als Gesellschafter und Ge
schäftsführer der
Z._
GmbH mit Einzelzeichnungsberechtigung im Handelsregister eingetragen. Ab dem
9.
April 2015 bis zur Löschung der Gesellschaft amtete
Y._
als Gesellschafterin und Geschäftsführerin mit Einzelzeichnungsberechtigung (vgl. Internet-Handels
register
auszug des Kantons Zürich, Urk. 6/95/5).
Am 1
7.
Januar 2017 wurde über die Gesellschaft der Konkurs eröffnet (
Urk.
6/76); das Verfahren wurde am 1
8.
Mai 2017 mangels Aktiven eingestellt (
Urk.
6/
95/5
). Mit Verfügungen vom 1
0.
Mai 2019 verpflichtete die Ausgleichskasse
X._
und
Y._
als
Solidarhafter
für die ihr aufgrund des Konkurses der
Z._
GmbH entgangenen Beiträge von
Fr.
15'322.80 Schaden
ersatz zu leisten (
Urk.
6/95/7-13). Die Verfügung an
Y._
wurde ihr
am
9.
April 2020 amtlich zugestellt (vgl.
Urk.
6/93-94 im Prozess AK.2020.00021). Am 2
1.
Mai 2019 (
Urk.
6/97) beziehungsweise
4.
Mai 2020 (Urk. 6/96 im Prozess AK.2020.00021) erhoben
X._
und
Y._
jeweils Einsprache gegen die sie betreffende Verfügung, welche die Ausgleichskasse mit
Einspracheentscheiden
vom 2
5.
Mai 2020 (
Urk.
6/10 = Urk. 2) respektive 1
7.
Juni 2020 (
Urk.
6/97 im Prozess AK.2020.00021) jeweils abwies.
2.
2.1
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
5.
Mai 2020 erhob
X._
am 17. Juni 2020 Beschwerde (
Urk.
1) und be
antragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass er keinen Schadenersatz schulde
und dass kein Ar
beits
verhältnis zwischen der
Z._
GmbH und
B._
bestanden
habe. Eventualiter sei die Sache zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
August 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5, unter Beilage der Kassenakten [Urk
.
6/1
105]), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
8.
August 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
2.
2
Am 1
7.
August 2020 erhob
Y._
Beschwerde gegen den
Einsprache
entscheid
der Beschwerdegegnerin vom 1
7.
Juni 2020
(angelegt unter der Pro
zessnummer AK.2020.00021)
und beantragte, der ange
fochtene
Entscheid sei auf
zuheben
und es sei festzustellen, dass sie kein Schaden
ersatz schulde und das Arbeitsverhältnis, von dem die Beschwerde
gegne
rin ausgehe, nicht bestanden habe
, eventuell sei die Streitsache an die
Beschwer
de
gegnerin
zurückzuweise
n zwecks Vornahme zusätzlicher Sach
ver
halts
a
bklä
run
gen
(
Urk.
1 im Prozess AK.2020.00021).
Die Beschwerdegegnerin beantragte in der Beschwerdeantwort vom 2
5. Sep
tem
ber 2020 - unter Einreichung ihrer Akten (
Urk.
6/1-99 im Prozess AK.2020.00021)
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5 im Prozess AK.2020.00021), was der Beschwerdeführerin am 2
9.
September 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7 im Prozess AK.2020.00021).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
der Solidarforderung
Fr.
20'000.-- bzw.
3
0’000.-- nicht über
steigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
,
GSVGer
, in der
bis
1.
Juni 2020
gültig gewesen und seit
herigen
Fassung
).
1.2
Da Gegenstand der separat angelegten Beschwerdeverfahren eine Schaden
ersatz
forderung ist, für welche die Beschwerdeführenden durch die ange
fochtenen Ent
scheide solidarisch in Haftung genommen wurden, sind sie jeweils vom anderen Verfahren betroffen. Sie haben denn auch inhaltlich identische Beschwerde
schriften aufgelegt
und eine Vereinigung beantragt
. Es rechtfertigt sich daher beide Beschwerdeverfahren mit diesem Urteil zu vereinigen.
Der Prozess Nr.
AK.2020.00021
ist mit dem vorliegenden Prozess Nr.
AK.202
0
.00015
zu vereini
gen und unter dieser Prozessnummer weiterzu
führen. Das Verfahren Nr.
AK.2020.00021
ist als dadurch erledigt abzuschreiben; dessen Akten werden im vorliegenden Prozess als
Urk.
8
/
0
-
8
geführt und nachfolgend
so
zitiert.
2.
2.1
Nach Art. 52 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenen
versicherung
(AHVG)
hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder grob
fahr
lässige Missachtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zufügt, diesen zu ersetzen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsfüh
rung oder Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden solida
risch (Art. 52 Abs. 2 AHVG).
2.2
Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach Art. 52 AHVG sowie die dazu entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Bestim
mungen sinngemäss Anwendung auf die Invalidenversicherungs- (Art. 66 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung), Erwerbsersatz- (Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für Dienstleistende
,
bei Mutterschaft
und
bei
Vaterschaft
) und Arbeitslosenversicherungsbeiträge (Art. 6 des Bundes
gesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzent
schädigung) sowie auf jene an die Familienausgleichskassen (FAK) gemäss dem Bundesgesetz über die Familienzulagen (Art. 25
lit
. c).
3.
3.1
Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vorliegen eines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschuldeter Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse verlustig geht (Thomas Nussbaumer, Die Ausgleichskasse als Partei im Schadenersatzprozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Verwaltungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs- und Mahngebühren sowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Schadens, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb; vgl. auch BGE 109 V 95 oben, 108 V 189 E. 5). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG normierte Beitrags- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers gehören auch die Arbeitgeberbeiträge zum massgeblichen Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).
3.2
3.2.1
Die
Konkursitin
deklarierte mit Formular vom
3.
März 2013 für das Jahr 2012 eine beitragspflichtige Lohnsumme von
Fr.
64'000.-- (
Urk.
6/38). Für das Jahr 2013 deklarierte sie mit Formular vom
5.
Dezember 2013 eine beitragspflichtige Lohnsumme in der Höhe von
Fr.
69'000.-- (
Urk.
6/43) und fü
r
das
Jahr 201
4
meldete
A._
im Namen der
Konkursitin
Ende März 2015 schliess
lich
, keine Löhne mehr ausbezahlt zu haben
(Urk. 6/56).
Aus den von
B._
eingereichten Lohnausweisen
(Bescheinigungen zu Händen der Steuerbehörde)
ergibt sich, dass ihm
die
Z._
GmbH
in den Jahren 2010 bis 2014 Löhne ausbezahlt hatte (
Urk.
6/62). I
m Jahr 2012
bezog er
ein
en
Lohn von 32'000.--
,
i
m Jahr 2013
einen solchen
von Fr. 28'000.
- und im Jahr 2014 schliesslich einen
solchen
von Fr. 32'250.--
. Mit Ausnahme der
Lohnzahlungen
2010 und
2014 wurde
darauf
kein Abzug von Sozialversiche
rungsbeiträgen deklariert
(Urk. 6/61/5-7).
Diese Lohnzahlungen figurieren nicht in den Lohnbescheinigungen der
Konkursitin
zu Händen der Beschwerdegegnerin
(Urk.
6/17,
Urk.
6/27,
Urk.
6/38,
Urk.
6/43)
.
Bis zur Löschung der Firma im Handelsregister (3
1.
August 2017)
wurden
die Lohnzahlung
en
nicht mehr abge
rech
net
bzw.
die darauf entfallenden Lohnbeiträge
konnten
nicht mehr nach
gefordert werden (vgl.
T
elefonverkehr
zwischen der Beschwerdegegnerin und
A._
,
Urk.
7/68)
.
3.2.2
Werden Beiträge nicht innert fünf Jahren nach Ablauf des Kalenderjahres, für welches sie geschuldet sind, durch Erlass einer Verfügung geltend gemacht, so können sie nicht mehr eingefordert oder entrichtet werden (
Art.
16
Abs.
1 Satz 1 AHVG).
Gemäss
Art.
30
ter
Abs.
2 AHVG werden die von einem Arbeitnehmer erzielten Erwerbseinkommen, von welchen der Arbeitgeber die gesetzlichen Beiträge abgezogen hat,
jedoch
in das individuelle Konto (des Arbeitnehmers) eingetragen, selbst wenn der Arbeitgeber die entsprechenden Beiträge der Aus
gleichskasse nicht entrichtet hat.
Ist ein aus der Nichtzahlung von Beiträge
n
ent
standener Schaden aufgrund von
Art.
78
Abs.
1 und
Art.
52 oder 70 AHVG ersetzt worden, so werden die entsprechenden Erwerbseinkommen in die indivi
duellen Konten der Versicherten eingetragen
(
Art.
138
Abs.
3 AHVV)
.
3.2.3
Der
von der Beschwerdegegnerin geltend gemachte
Schaden gegenüber den Beschwer
deführenden
beinhaltet nicht entrichtete Beiträge inklusive Verzugs
zinsen und Verwaltungskosten auf
den
von der
Konkur
sitin
nicht
abgerechneten
Löhnen
der Jahre 2012 bis 201
4.
Ge
stützt auf
die
von
B._
einge
reichten
Lohn
ausweis
e
, gemäss wel
che
n
er
i
n den Jahren 2010 bis 2014
von
der
Z._
GmbH
einen Lohn in der Höhe von
insgesamt
Fr.
158
'
875.-- bezogen hat, darauf aber keine AHV-Beiträge
abgeführt
wurden (Urk.
6/
61/
3
-7
), forderte die Aus
gleichskasse
von den solidarisch haftenden Beschwerdeführern
Schaden
ersatz
im Umfang der
entgangenen
Lohn
beiträge für
B._
in der Höhe
von
total Fr. 15'322.80 ein (vgl. Ver
fügungen vom 1
0.
Mai 2019, Urk.
6/
95/7-13
).
Gemäss Kontoauszug vom
8.
Mai 2019 (
Urk.
6/88)
setzt sich der
von der Be
schwerdegegnerin geltend gemachte Schaden in Höhe von
Fr.
15'322.80
aus nicht
bezahlten Beiträgen
(inkl. Verwaltungskosten und Ver
zugszinsen)
von
Fr.
5'514.85
für das Jahr
2012, Fr. 4'622.85
für das Jahr
2013
und
Fr.
5'185.10
für das Jahr
2014
zusammen
(vgl. auch
Urk.
6/84)
.
Die auf die
nicht deklarierten
Lohnzahlungen der Jahre 2010 und 2011 entfallenden Beiträge schrieb die Beschwerdegegnerin als verjährt ab
, ohne von den Beschwerde
führenden oder dem vormaligen Geschäftsführer Schadenersatz zu verlangen
(vgl. E. 3.
2
.2 hiervor)
.
3.2.
4
Soweit die Beschwerdeführenden geltend machten, zwischen der
Z._
GmbH und
B._
habe kein Arbeitsverhältnis bestanden, mithin
seien
auch keine Arbeitgeberbeiträge geschuldet (
Urk.
1 S. 3,
Urk.
8
/
1 S. 3), und dies
bezüglich auf die Buchhaltung per 3
1.
Juli 2011 (Urk. 3/4) und den Kontoauszug per
9.
Juli 2012 (
Urk.
3/5) verwiesen sowie eine Übersicht der Buchungen zwischen dem 4. Au
gust 2009 und 2
6.
März 2014 (Urk. 3/3) ins Recht legten, können sie daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten. Weder ist aus dem beige
legten Kontoauszug ersicht
lich,
wo
für
die Zahlungen
verwendet wurde
n
, noch lässt sich etwas aus der Zwischen
bilanz lesen, beziehen sich die Lohndeklara
tionen doch jeweils auf ein Kalender
jahr. Im Schreiben vom 14. Juli 2017 (
Urk.
6/78/2) führte
B._
aus, er sei in der Zeit von 2009 bis 2015 für die
Z._
GmbH tätig gewesen. Anfänglich und zum Schluss mit einigen spontanen Einsätzen, wobei seine Ein
künfte in den Jahren 2009 und 2015 unter Fr. 2'000.-
- gelegen
hätten
. Den Lohn habe er jeweils bar erhalten. Dieses Arbeitsverhältnis wird durch das Arbeits
zeugnis vom
4.
Juli 2015, wonach er vom
1.
September 2009 bis 31. Mai 2015 als Allrounder in der
Z._
GmbH tätig gewesen sei (Urk. 6/78/3), sowie durch die von ihm eingereichten Lohn
aus
weise
zu Händen der Steuerbehörden
(Urk. 6/61/3-7), welche von der
Konkursitin
aus
ge
stellt und vom da
maligen resp. ehemaligen Ge
sell
schafter und Geschäfts
führer
A._
unter
zeichnet wurden,
ausgewiesen
. Ange
sichts dessen
hat
die Be
schwerde
gegnerin
das durch die Lohn
aus
weise bestätigte Ein
kommen
von
B._
zu Recht
als mass
gebend er
achtet. Die Beschwerdeführenden können
nichts zu
ihren
Gunsten gegen die Berechnung der Beschwerdegegnerin betreffend die Beiträge für
die
Jahr
e
201
2 bis 2014
vor
bringen, rechnete sie auf den ausbezahlten
L
öhnen doch lediglich die AHV/IV/EO/ALV-Arbeitnehmerbeiträge auf
(vgl.
Urk.
6/84).
Im Umfang der
auf den von der
Konkursitin
nicht deklarierten Löhnen entfallenden Beiträge inklu
sive Verwal
tungs
kosten
und Verzugszinsen
von
total
Fr.
1
5
‘
322.80
ist der Beschwer
degegnerin ein Schaden entstanden, der nach dem Gesagten ausge
wiesen ist
(vgl. Kontoauszug,
Urk.
6/88).
4.
4.1
Art. 14 Abs. 1 AHVG und die Art. 34 ff.
der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV)
schreiben vor, dass der Arbeitgeber bei jeder Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zusammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Arbeitgeber haben den Ausgleichskassen periodisch Abrechnungsunterlagen über die von ihnen an ihre Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzustellen, damit die entspre
chenden paritätischen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die
Bei
tragszahlungs
- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers ist eine gesetzlich vorge
schriebene
öffentlichrechtliche
Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser
öffent
lichrechtlichen
Aufgabe bedeutet eine Missachtung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG und zieht die volle Schadendeckung nach sich (BGE 118 V 193 E. 2a; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).
4.2
Nach
Art.
34
Abs.
1
lit
. a AHVV haben die Arbeitgeber der Ausgleichskasse die Beiträge monatlich oder, bei jährlichen Lohnsummen unter 200‘000 Franken, vierteljährlich zu bezahlen. Die für eine Zahlungsperiode geschuldeten Beiträge sind innert zehn Tagen nach deren Ablauf zu bezahlen (
Art.
34
Abs.
3
1.
Satz AHVV). Gemäss
Art.
35
Abs.
1 AHVV haben die Arbeitgeber im laufenden Jahr periodisch
Akontobeiträge
zu entrichten. Diese werden von der Ausgleichskasse auf Grund der voraussichtlichen Lohnsumme des Beitragsjahres festgesetzt, wobei sich die Ausgleichskasse dabei auf die letzte bekannte Lohnsumme unter Berück
sich
tigung der zu erwartenden Lohnentwicklung stützt und die Angaben der Arbeitgeber berücksichtigt. Die Arbeitgeber haben der Ausgleichskasse die für die Festsetzung der
Akontobeiträge
erforderlichen Auskünfte zu erteilen und auf Ver
langen Unterlagen einzureichen (vgl. die Wegleitung über den Bezug der Beiträge in
der AHV, IV und EO [WBB]
Rz
. 2048
ff., Stand
1.
Januar 202
1). Gemäss Art.
36 AHVV haben die Arbeitgeber die Löhne innert 30 Tagen nach Ab
lauf der Abrech
nungs
periode abzurechnen (
Abs.
2). Die Ausgleichskasse nimmt den Aus
gleich zwischen den geleisteten
Akontobeiträgen
und den tat
sächlich ge
schul
deten Beiträgen aufgrund der Abrechnung der Arbeitgeber vor. Ausstehende Beiträge sind innert 30 Tagen ab Rechnungsstellung zu bezahlen. Überschüssige Beiträge werden von der Ausgleichskasse zurück
erstattet oder verrechnet (Abs.
4). Die Abrechnungsperiode
umfasst das Kalenderjahr (Abs.
3).
4.3
Die Gesellschaft richtete in den Jahren 2012 bis 2014 Lohnzah
lungen von insge
samt Fr. 225’250.--
(
Fr. 133'000.-- [Urk. 6/38,
Urk.
6/43,
Urk.
6/56] und
undekla
riert
Fr. 92'250.--
[
Urk.
6/
61/5-7
])
aus,
worauf sie die
Sozial
versicherungsbei
träge in der Höhe von Fr. 15'322.80 schuldig
blieb.
Damit kam
die Gesell
schaft ihren
Abrechnungs- und
Zah
lungspflichten nicht nach.
Zu prüfen bleibt, inwieweit diese Missachtung
öffentlichrechtlicher
Arbeitgeber
pflichten auf grobfahrlässiges
oder vorsätzliches Verhalten der
Beschwerde
füh
ren
den
zurückzuführen ist
.
5.
5.1
Die wesentliche Voraussetzung für die Schadenersatzpflicht besteht nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeitgeber absichtlich oder grob
fahrlässig Vorschriften verletzt hat und dass durch diese Missachtung ein Schaden verursacht worden ist (BGE 108 V 183 E. 1a). Absicht beziehungsweise Vorsatz und Fahrlässigkeit sind verschiedene Formen des Verschuldens. Art. 52 AHVG statuiert demnach eine Verschuldenshaftung, und zwar handelt es sich um eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des Arbeitgebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im Sinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vor
sätzlicher Missachtung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig wird, wenn besondere Um
stände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen (BGE 108 V 183 E. 1b; ZAK 1985 S. 576 E. 2 und S.
619 E. 3a).
5.2
5.2.1
Grobe Fahrlässigkeit liegt praxisgemäss vor, wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter gleichen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Das Mass der zu ver
langen
den Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorg
faltspflicht, die in den kauf
männischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher die betreffende Person angehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss (BGE 112 V 156 E. 4 mit Hinweisen; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).
5.2.2
Nicht jedes einer Firma als solcher anzulastende Ver
schulden muss auch ein solches ihrer sämtlichen Organe sein. Vielmehr hat man abzuwägen, ob und inwieweit eine Handlung der Firma einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, hängt demnach entscheidend von der Ver
antwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person über
tragen wurden (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 620 E. 3b). Bei einfachen Verhältnissen muss vom einzigen Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft, der
als solcher die Verwaltung der Gesellschaft als einzige Person in Organstellung zu besorgen hat, in der Regel der Überblick über alle wesentlichen Belange der Firma verlangt werden, und dies selbst dann, wenn er seine Befugnisse weitge
hend an einen Geschäftsführer delegiert hat. Er kann mit der Delegation der Geschäftsführung nicht zugleich auch seine Verantwortung als einziges Verwal
tungsorgan an den Ge
schäftsführer delegieren (BGE 108 V 199 E. 3b).
5.2.3
Formell eingesetzte Geschäftsführer einer GmbH wie auch Personen, die faktisch die Funktion eines Geschäftsführers ausüben, haften für den der Ausgleichskasse zufolge nicht bezahlter Bundessozialversicherungsbeiträge entstandenen Scha
den nach den gleichen Grundsätzen wie Organe einer Aktiengesellschaft. Dage
gen besteht für den blossen Gesellschafter einer GmbH vorbehältlich einer abweichenden statutarischen Regelung keine Pflicht zur Kontrolle oder Über
wachung der Geschäftsführung, weshalb ihm das Fehlverhalten der Gesellschaft auch nicht angerechnet werden darf (BGE 126 V 237 ff.).
5.2.4
Die Organhaftung aus Art. 52 AHVG besteht nicht für Beitragsforderungen, die nach der Publikation der Löschung der Organstellung der betreffenden Person im
Handelsregister fällig werden, weil die betreffende Person im Zeitpunkt der Fälligkeit nicht mehr Organ ist. Für die vor der Publikation fälligen Beitragsforde
rungen haftet das Organ, wenn es durch eine vorsätzliche oder grobfahrlässige Handlung beziehungsweise Unterlassung bewirkt hat, dass die Beiträge im Zeit
punkt der Fälligkeit nicht bezahlt werden konnten. Ein Verschulden des Organs kann nur so lange in Frage kommen, als es die Möglichkeit hat, durch Hand
lungen oder Unterlassungen die Geschäftsführung massgeblich zu beeinflussen. Das ist faktisch längstens bis zum effektiven Ausscheiden aus dem Verwaltungs
rat der Fall (BGE 126 V 61 E. 4a, 123 V 172 E. 3a).
5.2.5
Rechtsprechungsgemäss tritt ein Organ einer Gesellschaft mit der Mandats
über
nahme in die Verant
wortung sowohl für die laufenden als auch für die ver
fallenen, von der Unternehmung in früheren Jahren schuldig gebliebenen Sozial
ver
siche
rungs
abgaben ein, und es ist seine Pflicht, nicht nur für die Bezahlung der lau
fenden, sondern gerade auch für die Begleichung verfallener Abgaben besorgt zu sein (ZAK 1992 S. 254 f. E. 7b). Die Schadenersatzpflicht eines neu manda
tier
ten Organs entfällt nach der Recht
sprechung nur dort, wo die Unter
nehmung bei der Mandatsübernahme bereits zahlungs
unfähig oder der Schaden bereits ein
ge
treten war. Denn in einem sol
chen Fall fehlt es am erforderlichen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen dem säumigen Verhalten des neuen Organs und dem Schadenseintritt (vgl. BGE 119 V 401 E. 4c).
5.3
5.3.1
Der Beschwerdeführer
war
vo
m
10. März 2014 bis
9.
April 2015 als Gesellschafter und Ge
schäftsführer der
Z._
GmbH mit Einzelzeichnungs
berech
ti
gung im Handelsregister eingetragen. Ihm kommt somit für diese Zeit for
melle Organ
eigen
schaft zu.
Bei der Gesellschaft handelt es sich um ein kleineres Unternehmen mit zeitweise höchstens zwei Angestellten (vgl.
Urk.
6/8-9,
Urk.
6/17,
Urk.
6/27,
Urk.
6/38, und Urk. 6/43) und einfacher Verwaltungsstruktur
. Bei derart leicht überschau
baren Verhältnissen muss von jedem Geschäftsführungs
mitglied einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung verlangt werden, dass es den Überblick über alle wesent
lich
en Belange des Unternehmens hat. In diesen Konstellationen werden praxis
gemäss auch erhöhte Anforderungen an Kenntnis und Erledigung von
Abrech
nungs
- und Zahlungsverkehr mit der Ausgleichskasse gestellt.
Denn
vom Geschäfts
führer einer GmbH
wird von Gesetzes wegen (Art.
812
Abs.
1 des Obliga
tionenrechts [OR], in Verbindu
ng mit Art. 810 Abs. 2 und Art.
716a
Abs.
1 OR) verlangt, dass er den Überblick über alle wesentlichen Belange der Firma wahrt und sämtliche gesetzlichen Pflichten einhält, worunter auch die Abrech
nung und die Abgabe der Sozialversicherungsbeiträge fallen.
Aus der Beschwerde geht hervor, dass beabsichtigt gewesen sei, den Beschwerdeführer zwar als einzigen Gesellschafter einzusetzen, dass er jedoch lediglich eine Art Strohmann gewesen sei, da
A._
gemäss Arbeitslosenkassen keine Aufgaben im Be
trieb habe ausüben dürfen. Ob dies zutrifft oder nicht
kann letztlich offen
bleiben. So oder anders muss sich der Be
schwerdeführer anrechnen lassen, dass er als einzi
ges Organ seinen Über
wachungs
aufgaben nicht nachgekommen ist
(vgl.
E. 5.3.2 nachfolgend
)
.
5.3.2
Aus den Akten ergibt sich, dass die Gesellschaft die
unvollständigen
Lohn
dekla
rationen 2012 und 2013 im März resp. Dezember 2013 einreichte
und diese
jeweils von
A._
unterzeichnet waren (Urk. 6/38,
Urk.
6/43). Der Be
schwer
de
führer war
erst
ab März 2014 formelles Organ der Gesellschaft. Es ist
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nach
gewiesen, dass dieser bei seinem Ein
tritt in die Gesellschaft Kenntnis der falschen Lohndeklarationen der Jahre 2012 und 2013
bzw. der entrichteten Schwarzarbeit
hatte. Ausserdem ist es ihm nicht als grobfahrlässiges Verhal
ten zuzu
schreiben, dass er nicht überprüft hat, in
wie
weit die vergangenen, bereits abge
schlossenen Jahre korrekt abge
rechnet wurden, ergibt sich aus den Akten doch kein Anlass dazu. Eine Haftung des Beschwerde
führers für den der Beschwerde
gegnerin entstandenen Schaden aufgrund nicht bezahlter Lohnbeiträge für die Jahre 2012 und 2013 besteht ent
sprechend nicht (vgl. E. 5.1 vorstehend). Dass er es jedoch bis zu seinem Austritt im April 2015
unterliess, im Jahr 2014 die Lohn
zahlungen an den einzigen Arbeitnehmer zu deklarieren (vgl. E.
3.2
), ist ihm als grobfahrlässiges Verschulden anzurechnen. Er wusste
vom einzigen Arbeit
nehmer und den Lohnzahlungen der
Gesellschaft oder hätte darum wissen müssen
und hätte mit allem Nachdruck dafür sorgen müssen, dass dieser ange
meldet und die laufenden Beiträge bezahlt würden
. Indem er es aber zuliess, dass der vorgängige Geschäftsführer
formal
seine Befugnisse überschritt und für das Jahr 2014 eine falsche Lohnbeschei
nigung ausfüllte resp. der Beschwerdegegnerin fälschlicherweise mitteilte, dass im Jahr 2014 keine Löhne mehr ausbezahlt
worden waren
(
Urk.
6/56), ist er seinen Überwachungsaufgaben nicht nachgekommen. N
ach der Rechtsprechung begründet die Nichtausübung von
verwaltungsrätlichen
Kon
troll
rechten Grob
fahrlässigkeit hinsichtlich der Schadensverschuldung selbst und gerade dann, wenn sich jemand einer Firma als blosser Strohmann für
den Ver
waltungsrat
zur V
erfügung stellt (BGE 112 V 3 E
. 1b; Urteil des Bundesgerichts H 201/01 vom
2.
Juli 2002 E. 4b).
Nach dem Gesagten haftet der Beschwerdeführer nur für die nicht bezahlten Lohn
beiträge 2014 in der Höhe von Fr.
4'418.25
zuzüglich der Verwaltungs
kosten (
Fr.
132.85) und Verzugszinsen, wobei
letzter
e
nur bis zu seinem Aus
schei
den aus der Gesellschaft am
9.
April 2015 geschuldet sind, verlor er danach doch die formelle Organstellung und konnte die Geschäfts
führung nicht mehr beein
flussen (vgl. E. 5.2.4). Insofern hat der Beschwerdeführer gemäss
Art.
41
bis
Abs. 1
lit
. b AHVV ab
1.
Januar 2015 bis
9.
April 2015 (= 99 Tage) 5
%
Verzugs
zinsen auf
Fr.
4'551.10, was
Fr.
62.58 ergibt, zu entrichten.
5.4
Die Beschwerdeführerin
war
vo
m
9.
April 2015 bis zur Löschung der Gesellschaft aus dem Handelsregister als Gesellschafterin und Ge
schäftsführerin der
Z._
GmbH mit Einzelzeichnungs
berech
ti
gung im Handelsregister einge
tragen. Ihr kommt somit für diese Zeit for
melle Organ
eigen
schaft zu. Angesichts dessen, dass die
falschen
Lohndeklarationen der hier massgebenden Jahre 2012 bis 2014 vor ihrem Eintritt in die Gesellschaft bereits bei der Beschwerdegegnerin einge
reicht wurden und gemäss Aktenlage für die Beschwerdeführerin kein Anlass bestand, vergangene und bereits abgeschlossene Jahresabrechnungen auf ihre Korrektheit hin zu überprüfen, entfällt vorliegend eine Schadenersatzpflicht der Beschwerdeführerin (vgl. E. 5.1 hiervor).
Insbesondere kommt ihr auch auf
grund des Umstandes, dass sie nach Lage der Akten Ehefrau des vormaligen Geschäftsführers
A
._
wurde, keine Garantenstellung für vergan
gene Beitragsjahre zu und kann ihr selber für die falschen Abrechnungen kein grobfahrlässiges Verschulden nachgewiesen werden.
6.
6.1
Schliesslich setzt die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers nach Art. 52 Abs. 1 AHVG voraus, dass zwischen der absichtlichen oder grobfahrlässigen Miss
achtung von Vorschriften und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang gegeben ist (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen auf die Lehre, 103 V 120 E. 4).
Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein
getretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allge
mein als begünstigt erscheint (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 V 189 sowie 119
Ib
334 E. 3c).
6.2
Unter den gegebenen Umständen ist das Verhalten beziehungsweise die Passivität des Beschwerdeführers ohne Weiteres auch als adäquat kausal für den bei der
Beschwerdegegnerin eingetretenen
resp.
vorlie
gend re
levanten Schaden von Fr. 4'613.7
0
zu betrachten
. Die Erinnerung zur Einreichung der Lohndeklaration 2014 vom 13. März 2015 (
Urk.
6/54) wurde zwar zu Händen der falschen Person adressiert, war
A._
formal
doch bereits aus der Gesellschaft aus
ge
schieden und nicht mehr Organ der Gesellschaft, die Kausalität zur Unter
lassung der Meldung aller bezahlten Löhne, wird dadurch jedoch nicht unter
brochen, zu
mal das Schreiben an die Firmenadresse geschickt wurde.
7.
Nach dem Gesagten ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin keine Haftung nach
Art.
52 AHVG trifft, weil sie im massgebenden Zeitpunkt
des widerrecht
lichen Verhaltens der Arbeitgeberin
kein Organ der
konkursiten
Gesellschaft war. Ihre Beschwerde ist gutzuheissen
und der sie betreffende
Einspracheentscheid
vom 1
7.
Juni 2020 ist aufzuheben
.
Der Beschwerdeführer haftet
für die Unterlassungen im Zeitraum seiner
Organ
stellung
. In teilweiser Gutheissung seiner Be
schwer
de ist der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 2
5.
Mai 2020 dahingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführer verpflichtet wird, Schaden
ersatz in der Höhe von
Fr.
4'613.
7
0 zu bezahlen.
8
.
Die Beschwerdeführenden beantragen die Ausrichtung einer Parteientschädigung (
Urk.
1,
Urk.
8/
1). Die Beschwerdeführenden sind nicht anwaltlich
oder
sonstwie
entgeltlich
vertreten, sodass ihnen daraus auch keine Kosten erwachsen sind, die
eine Entschädigung rechtfertigen. Es ergibt sich auch nicht aus den Akten, dass die Beschwerdeführenden im Gerichtsverfahren einen erheblichen Aufwand hätten leisten müssen
oder ausserordentliche Ausgaben hätten tätigen müssen
.
Es besteht daher kein Anspruch auf
eine Partei
ent
schädigung (vgl. BGE 117 V 407)
und
d
as Begehren um
Zusprache
ist daher abzuweisen (
§
7
Abs.
1 der Ver
ordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialver
sicherungsgericht)
.
Die Einzelrichterin
verfügt
:
Der Prozess Nr. AK.2020.00021 in Sachen
Y._
gegen die Beschwerde
gegne
rin wird mit dem vorliegenden Prozess Nr. AK.2020.00015 in Sachen
X._
gegen die Beschwerdegegnerin vereinigt und unter dieser Prozess
nummer weiter
geführt.
Der Prozess Nr. AK.2020.00021 wird als dadurch erledigt abge
schrieben.
Und erkennt:
1.
1.1
I
n Gutheissung der Beschwerde der Beschwerdeführerin
wird der
Einspracheentscheid
der
Beschwerdegegnerin vom 1
7.
Juni 2020
aufgehoben un
d es wird festgestellt, dass die
Beschwerdeführer
in
keinen Schadenersatz zu leisten hat.
1.2
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde des Beschwerdeführers wird der
Einsprache
entscheid
vom
2
5.
Mai 2020
insoweit abgeändert, als der Beschwerdeführ
er ver
pflichtet wird, der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, Schaden
ersatz im Umfang von
Fr.
4
'
613.70
zu bezahlen. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen
.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
E
ine
Partei
entschädigung
wird nicht
zugesprochen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X._
-
Y._
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
5.
Da der Streitwert unter Fr. 30'000.-- liegt, kann gegen diesen Entscheid innert
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundesgericht Beschwerde nach Art. 82 ff. in Ver
bindung mit Art. 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG) eingereicht werden, wenn sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt (Art. 85 Abs. 2 BGG), wobei in der Beschwerde auszuführen ist, warum diese Voraussetzung erfüllt ist (Art. 42 Abs. 2 Satz 2 BGG).
Soweit keine Beschwerde nach Art. 82 ff. BGG zulässig ist, kann gegen diesen Entscheid innert der gleichen Frist von
30 Tagen
seit der Zustellung beim Bundes
gericht die sub
sidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG erhoben werden. Gerügt werden kann nach Art 116 BGG die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten.
Werden sowohl die Beschwerde als auch die subsidiäre Verfassungsbeschwerde erho
ben, sind beide Rechtsmittel in der gleichen Rechtsschrift einzureichen (Art. 119 Abs. 1 BGG).
Die Fristen stehen während folgender Zeiten still: vom siebenten Tag vor Ostern bis und mit dem siebenten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit 15. August sowie vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar (Art. 46 BGG).
Die Beschwerdeschrift ist dem Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, zuzu
stellen.
Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweis
mittel und die Unterschrift zu enthalten; der angefochtene Entscheid sowie die als Beweismittel angerufenen Urkunden sind beizulegen, soweit die Partei sie in Händen hat (Art. 42 BGG).
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
Die EinzelrichterinDie Gerichtsschreiberin
Arnold GramignaStadler