# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 599560b7-ed1c-4bd7-b44d-b5bec1a8be44
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960, verheiratet und Mutter von inzwischen erwach
senen Kindern, war teilzeitlich
als Raumpflegerin
erwerbstätig gewesen (Urk.
11
/2,
Urk.
11
/6). Sie meldete sich im Jahr 2000 erstmals bei der Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk.
11
/1). Ge
stützt auf die in der Folge durchgeführten medizinischen und erwerblichen Ab
klärungen (Urk.
11
/4/2, Urk.
11
/5-7) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 15. September 2000 den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente (Urk.
11
/10). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das Sozialversicherungs
gericht des Kantons Zürich mit Urteil IV.2000.00599 vom 27. April 2001 in dem Sinne gut, dass es den angefochtenen Entscheid aufhob und die Sache zur Vor
nahme weiterer Abklärungen an die IV-Stelle zurückwies (Urk.
11
/18). Diese tätigte Abklärungen zur erwerblichen Qualifikation und führte eine Hausalt
ab
klä
rung durch (Urk.
11
/24 f.). Sodann holte sie weitere Arztberichte (Urk.
11
/28 f.)
und das polydisziplinäre Gutachten des
Y._
vom 14. November 2002 ein (Urk.
11
/42). Mit Verfügung vom 16. Janu
ar 2003 und hernach mit Einspracheentscheid vom 11. August 2003 ver
neinte die IV-Stelle
ein
en Anspruch der Versicherten auf eine Rente (Urk.
11
/45, Urk.
11
/56). Mit Urteil IV.2003.00310 vom 17. Mä
rz 2004 wies das Sozialversi
che
rungsgericht des Kantons Zürich die dagegen erhobene Beschwerde ab (Urk.
11
/59).
Das Bundesgericht schützte diesen Entscheid mit Urteil I 261/04 vom 23. September 2004 (Urk.
11
/61).
1.2
Im September 2006 meldete sich die Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (Urk.
11
/62). Gestützt auf die durchgeführten Abklärungen, namentlich gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS
Z._
vom 31. März 2008 (Urk.
11
/92) ermittelte die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 19 % und ver
neinte mit in der Folge unangefochten gebliebener Verfügung vom 17. Oktober 2008 den Anspruch der Versicherten auf eine Rente (Urk.
11
/100).
1.3
Im November 2012 ersuchte die Versicherte erneut um die Zusprechung einer Rente (Urk.
11
/104). Die hernach eingereichten und von der IV-Stelle eingeholten ärztlichen Unterlagen behandelnder Ärzte (vgl. Urk.
11/
108 ff.) veranlassten die IV-Stelle dazu, ein weiteres polydisziplinäres Gutachten in Auftrag zu geben. Dieses erstatteten die Ärzte des
A._
am 29. Januar 2014 (Urk.
11
/129). Nach durch
geführtem Vorbescheidverfahren (Urk.
11
/131 ff.) wies die IV-Stelle das Leis
tungsbegehren mit Verfügung vom 12. Mai 2014 ab (Urk.
11
/140).
1.4
Am 2. Juni 2017
(bei de
r IV-Stelle am 4. September 2017
eingegangen) meldete sich die Versicherte wiederum zum Leistungsbezug an (Urk.
11
/142). Die IV-Stelle prüfte die eingereichten Unterlagen (Urk.
11
/141/1-23) und erliess
nach durch
geführtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
11/147 ff.) am
9.
Januar 2018
die Verfü
gung, mit der sie
auf
das Leistungsgesuch nicht ein
trat (
Urk.
11
/163).
Dagegen erhob die Versicherte am
9.
Februar 2018
Beschwerde
(
Urk.
11/166
)
. Mit
Urteil IV.2018.00170 vom
7.
J
uni 2019
hiess
das Sozialversicherungsgericht
die Be
schwerde insoweit teilweise gut, als es die Verfügung vom
9.
Januar 2018 aufhob und die Sache zur Prüfung der
Eintretensvoraussetzungen
bezüglich der Neuan
meldung und zum Neuentscheid darüber betreffend die Zeit ab dem
1.
Januar 2018 zurückwies, im Übrigen aber die Beschwerde abwies
(
Urk.
11/169)
.
1.5
Die IV
-Stelle prüfte den Anspruch der Versicherten in der Folge unter dem Blickwinkel der geänderten Bestimmungen der
Verordnung über die Invaliden
ver
sicherung
(
IVV
;
Urk.
11/171/3) und erliess am 1
7.
September 2019 einen Vor
bescheid, mit dem sie erneut
ein
Nichteintreten auf die Neuanmeldung in Aussicht stellte (
Urk.
11/172). Dagegen erhob die Versicherte innert erstreckter Frist
(
Urk.
11/178 f.) am 2
0.
November 2019 Einwände und reichte hierzu einen ärzt
lichen Bericht ein (
Urk.
11/180,
Urk.
11/181). Die IV-Stelle tätigte daraufhin weitere ärztliche Abklärungen (
Urk.
11/182 ff.)
und gab der Versicherten hernach die Gelegenheit, sich dazu zu äussern (
Urk.
11/192)
, wo
rauf
diese
verzichtete (
Urk.
11/195).
Am 2
8.
September 2020 erliess die IV-Stelle die Verfügung, mit der sie das Leistungsbegehren der Versicherten abwies (
Urk.
2 =
Urk.
11/197).
2.
Gegen die Verfügung vom 2
8.
September 2020
erhob die Versicherte
, vertreten durch Rechtsanwältin
Janine
Girón
,
am
2
7.
Oktober 2020 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Aufhebung der Verfügung sei die Sache mit der Anweisung an die IV-Stelle zurückzuweisen, dass diese auf das Leistungsbegehren eintrete, den Sachverhalt rechtsgenügend abkläre und insbesondere ein Gutachten in Auf
trag gebe
. Ferner ersuchte die Versicherte um die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um die Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung
(
Urk.
1).
Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom 3
0.
November 2020 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
10). Am
4.
Dezember 2020 stellte das Gericht
die Vernehmlassung der IV-Stelle der Versicherten zu und wies des Wei
teren
das Gesuch der Versicherten um Gewährung der unentgeltlichen Prozess
führung und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung ab (
Urk.
12). Gegen diesen Entscheid erhob die Versicherte Beschwerde ans Bundesgericht (
Urk.
14). Mit Urteil 8C_27/2021 vom 1
4.
Januar 2015 trat dieses auf die Be
schwer
den nicht ein (
Urk.
15). Mit Eingabe vom 1
6.
Februar 2021 ersuchte die
Versicherte darum,
neu
Rechtsanw
a
lt
Soluna
Girón
als unentgeltliche
n
Rechts
vertreter zu bestellen
. Zusätzlich reichte die Versicherte einen Arztbericht ein
(
Urk.
16
,
Urk.
17
).
Die Eingabe und der Arztbericht wurden der IV-Stelle am 3
1.
März 2021 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
18).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
Nichterwerbstätige gelten als invalid,
wenn eine Unmöglichkeit vorliegt, sich im bisherige
n Aufga
benbereich zu betätigen (
Art.
8
Abs.
3 ATSG).
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG)
.
1.2
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Ren
ten
revision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invaliditätsbe
messung (
Art.
28a
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entspre
chend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG); dies ist die gemischte Methode der Invaliditätsbemessung (vgl. BGE 141 V 15 E. 3.2 mit Hinweisen).
Nach der bis 3
1.
Dezember 2017 gültigen Gerichts- und Verwaltungspraxis zur Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode (grundlegend BGE 125 V
146; vgl.
Art.
27 und 27
bis
IVV in der seit dem
1.
Januar 2018 geltenden Fassung und Übergangsbestimmung zur Änderung der IVV, in Kraft seit
1.
Januar 2018) wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Auf
gabenbereich (vgl. Art. 27 IVV) ermittelt. Die Invalidität bestimmt sich in der
Folge dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgaben
be
reich
ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei im Erwerbsbereich praxisge
mäss berücksichtigt wird, was die versicherte Person im Gesundheitsfall aus ihrer Teilerwerbstätigkeit erzielen würde. Die Gesamtinvalidität ergibt sich aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten
Teilin
va
liditäten
(BGE 131 V 51 E. 5.5.1, 130 V 393 E
. 3.3, 125 V 146 E. 2b und 5c).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche
Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE
125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art.
87 Abs.
3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn
die Voraus
set
zungen gemäss Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revi
sions
gesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten.
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der ver
sicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie be
i einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzugehen (BGE
117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Inva
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auc
h dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E.
2b
).
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung aus,
mit dem Rückweisungsurteil IV.2018.0017
0
vom
7.
Juni 2019 sei die Anweisung verbun
den gewesen, die Rentenberechnung
anhand der
bekannten Parameter
gestützt auf die
neuen Bestimmungen zur Invaliditätsbemessung
bei Teilerwerbstätigkeit
zu ermitteln. Die entsprechende Berechnung habe denselb
en Invaliditätsgrad er
geben
,
d
er bereits in der Verfügung vom 1
7.
Oktober 2008 ermittelt worden sei. Ein Rentenanspruch sei somit auch unter Berücksichtigung der neuen Bemes
sungsregeln nicht entstanden. Des Weiteren seien aktuelle Berichte der behan
delnden Ärzte eingeholt
und diese seien vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) beurteilt worden.
Die inzwischen erfolgte Operation an der Wirbelsäule sei ohne Komplikationen verlaufen und die Beschwerden hätten hernach gebessert. Die Diagnose eines psychischen Leidens sei aufgrund
der
Berichte nicht nachvoll
ziehbar. Aus medizinischer Sicht bestünden somit keine begründeten Anhalts
punkte für eine massgebliche und dauerhafte Veränderung des gesundheitlichen Zustandes. Der Beschwerdeführerin sei weiterhin eine angepas
ste Tätigkeit im Umfang von 100
% zumutbar. Da aus medizinischer Sicht keine Veränderun
g eingetreten sei, sei auf eine
Haushaltabklärung verzichtet worden
. Es sei sodann weiterhin von der vormals ermittelten Gewichtung von Erwerbstätigkeit und Haus
halttätigkeit auszugehen (
Urk.
2
S.
2). In der Beschwerdeantwort vom
3
0.
November 2020 blieb die Beschwerdegegnerin bei ihrem Standpunkt (
Urk.
10).
2.2
Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihr Gesundheitszustand habe sich seit dem
9.
Januar 2018 verschlechtert und verschlechtere sich
auch
weiterhin. Sie
leide unter starken Rückenschmerzen, die in die Beine ausstrahlten. Am 1
3.
Septem
ber 2019 habe sie sich einer Rückenoperation unterziehen müssen. Der Eingriff habe aber nur teilweise eine Linderung gebracht. Von einer raschen Besserung nach der Operation könne daher nicht gesprochen werden. Sodann be
stehe ein psychisches Leiden.
Der behandelnde
Arzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
habe dargelegt, dass zahlreiche
der für
eine Depression typischen Haupt- und Zusatzs
ymptome
feststellbar seien. Zudem sei gemäss
Dr.
B._
von einer beginnenden dementiellen Entwicklung auszugehen. Die Darlegungen des Psychiaters seien entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin nicht widersprüchlich. Auch die Hausärztin
Dr.
med.
C._
, Fachärztin FMH für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, habe festgestellt, dass eine depressive Störung vorliege. Bei dieser Sachlage sei die Beschwerdegegnerin verpflichtet
,
auf das Leistungsgesuch einzutreten
(
Urk.
1
S.
5-9)
.
Die Beschwerdegegnerin habe gemäss dem Rückweisungsurteil IV.2018
.00170 vom
7.
Juni 2019 den Auftrag zur Prüfung gehabt, ob bei Anwen
dung der geänderten Bestimmungen zur gemischten Methode
für die Zeit
ab dem
1.
Januar 2018
voraussichtlich ein Rentenanspruch
resultiere. Trotz dieses Auf
tra
ges sei die Beschwerdegegnerin zum
Schluss gekommen, dass auf eine
Haus
haltabklärung verzichtet werden könne
,
und sei von einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 55
%
und
von
einer Haushalttätigkeit im Umfang von 45
%
ausge
gangen.
Diese Werte hätten bereits der Verfügung vom 1
7.
Oktober 2008 zu Grund gelegen. Im Rückweisungsurteil IV.2018.00170 vom
7.
Juni 2018 habe das Gericht festgehalten, sowohl im Vorbescheid vom 1
1.
Oktober 2017 als auch in der Verfügung vom
9.
Januar 2018 fehlten Angaben zur angewandten Berech
nungsweise. Diesen Mangel habe die Beschwerdegegnerin mit dem Erlass der nunmehr angefochtenen Verfügung nicht behoben (
Urk.
1 S. 9-11).
3.
Im Rückweisungsurteil IV.2018.00170 vom
7.
Juni 2019
(
Urk.
11/169)
stellte das Gericht zum einen fest,
eine gesundheitliche Verschlechterung sei nicht glaubhaft dargelegt worden, was Voraussetzung für das Eintreten auf eine Neuanmeldung sei (E. 4). Zum anderen sei
für den Zeitraum ab dem
1.
Januar 2018
gestützt auf
Absatz 2 der Übergangsbestimmung der IVV zur Änderung vom
1.
Dezember 2017
zu prüfen, ob die Berechnung des Invaliditätsgrades nach
Art.
27
bis
Abs.
2-4 IVV voraussichtlich zu einem Re
n
tenanspruch führe (E. 6). Die Beschwerdegegnerin nahm in der Folge die betreffende Prüfung vor (
Urk.
11/171/3) und gab der Beschwerdeführerin mit
dem Vorbescheid vom
1
7.
September 2019 davon Kennt
nis, sie gedenke auf das Leistungsbegehren nicht einzutreten (
Urk.
11/172). Im Rahmen der hernach erhobenen Einwände (
Urk.
11/181) reichte die Beschwer
de
führerin verschiedene Arztberichte ein (
Urk.
11/180,
Urk.
11/183
f.). Daraufhin
holte die Beschwerdegegnerin selber ärztliche Berichte (
Urk.
11/187 f.
,
Urk.
11/191
) und
ergänzend
eine Stellungnahme des RAD ein (
Urk.
11/196/5 f.). Zuvor hatte sie der Beschwerdeführerin das rechtliche Gehör gewährt, wovon diese
aber
keinen Gebrauch machte (
Urk.
11/192,
Urk.
11/195).
Mit
der Verfügung vom
28.
September 2020 wies die Beschwerdegegnerin das Leistungsgesuch ab (
Urk.
2
).
D
ie Beschwerdegegnerin
trat somit
auf das Leistungsgesuch ein
und prüfte den Leistungsanspruch
. Ausschlaggebend dafür war
en
nicht d
ie
neuen
Bestimmungen zur Invalidi
t
ätsbemessung nach der gemischten Methode (
Urk.
11/171/3),
son
dern
die
eingereichten
respektive eingeholten
ärztliche
n Berichte.
Nachdem mit dem Rückweisungsurteil IV.2018.000170 vom
7.
Juni 2019 die Verfügung vom
9.
Januar 2018 aufgehoben
worden war
(
Urk.
11/169) und die Beschwerde
geg
nerin mit Verfügung vom 2
8.
September 2020 einen Leistungsanspruch
nunmehr
verneinte
,
ist
nicht die
Eintretensfrage
, sondern der Leistungsanspruch der Be
schwerdeführerin zu beurteilen (vgl. vorstehende E. 1.
4
).
Referenzzeitpunkt
ist
der
12.
Mai 201
4.
Mit der an diesem Tag erlassenen Verfügung hatte
die Beschwerde
gegnerin den Leistungsanspruch der Beschwerdeführerin zuvor letztmals mate
riell beurteilt
(
Urk.
11/140).
4.
4.1
Den gesundheitlichen Zustand im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 1
2.
Mai 2014
und den Verlauf bis zum Erlass der Verfügung vom
9.
Januar 2018 hat das Gericht im Urteil IV.2018.00170 vom
7.
Juni 2019 (
Urk.
11/169) dar
gestellt und gewürdigt. Zum Zustand bei Erlass der Verfügung vom 1
2.
Mai 2014 (
Urk.
11/140) ist dem Urteil zu entnehmen,
gemäss dem Gutachten
der Begutach
tungsstelle
A._
vom 2
9.
Januar 2014
bestehe aufgrund eines Rückenleidens mit degene
rativen Veränderungen im Bereich
der Lendenwirbelsäule eine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit
für
körperlich belastende Tätigkeiten. Leichte bis mittel
schwere Tätigkeiten hingegen könnten weiterhin vollschichtig ausgeübt werden. Da allein körperlich belastende Tätigkeiten
ausgeschlossen
, die ange
stam
mte und jede andere nicht belastende Tätigkeit hingegen weiterhin zumutbar sei
en
, bestehe kein relevanter Gesundheitsschaden (E. 3.3).
4.2
4.2.1
Zum Verlauf seit Mai 2014 bis zum Erlass der Verfügung vom
9.
Januar 2018 ist dem Urteil IV.2018.00170 vom
7.
Juni 2019 zu entnehmen,
die vom behan
deln
den Psychiater Dr. med.
D._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy
chotherapie, gestellte Diagnose einer
rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig schwerer Episode
könne objektiv nicht nachvollzogen werden. Dasselbe gelte für die von
der Hausärztin
Dr.
C._
erwähnten mittelschweren bis schwere
n
depressiven Episoden, wobei hinzukomme, dass
Dr.
C._
keine Psychiaterin sei. Insgesamt er
gäben sich keine
rechtsgenüglichen
Anzeichen für
eine funktionell bedeutsame psychische Erkrankung (E. 4.1).
4.2.2
Dem Rückweisungsurteil lässt sich des Weiteren entnehmen,
nach der Beurteilung im Jahr 2014
sei der Zufallsbefund eines Aneurysmas im Bereich der rechten Halsschlagader erhoben
worden. I
m Oktober 2016
sei das Leiden
mittels einer
endovaskulären
Exploration und
Embolisation
in Narkose behandelt
worden, was zur endgültigen Ausschaltung des Aneurysmas geführt habe.
Der postoperative Verlauf sei komplikationslos geblieben. Eine Beeinträchtigung der funktionellen Leistungsfähigkeit sei nicht gegeben
(E. 4.2)
.
4.2.3
Dem Urteil
ist sodann
zu entnehmen, d
as N
ämliche gelte für die Kopf
schmerz
problematik
in Form einer Migräne ohne Aura
.
Diese sei
im Jahr
2017 Gegenstand einer sta
tionären Behandlung in der Rehaklinik
E._
gewesen. Die Behand
lung habe zu einer Besserung der Problematik geführt. Die Schmerzen hätten abgenommen und
auch hinsichtlich Anfallshäufigkeit sei es zu einer Besserung gekommen
.
Kopfschmerzen träten seither nur noch einmal pro Woche auf. Zu der von
Dr.
C._
im weiteren Verlauf erwähnten drastischen Verschlechterung des Leidens habe die Ärztin keine nähren Ausführungen gemacht. Insbesondere erschliesse sich daraus nicht, inwiefern sie die Angaben der Beschwerdeführerin einer kritischen Würdigung unterzogen habe. Insgesamt sei durch die vorhan
denen ärztlichen Unterlagen eine wesentliche Verschlechterung seit Mai 2014 nicht glaubhaft gemacht worden (E. 4.3).
4.3
4.3.1
Im Verfahren nach der Aufhebung der Verfügung vom
9.
Januar 2018 mit dem Rückweisungsurteil IV.2018.00170 vom
7.
Juni 2019 reichte die Beschwerde
füh
r
erin den Bericht des Stadtspitals
F._
vom 1
6.
September 2019 ein. Diesem ist zu entnehmen, dass sie sich
im Zusammenhang mit ihrem Wirbelsäulenleiden bei Prof.
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Neurochirurgie,
am 1
3.
Septem
ber 2019 einer Mikrodiskektomie auf der Höhe der Wirbel L4/5 beidseits unter
zog
en habe
. Die Beschwerdeführerin habe an progredienten Schmerzausstrah
lungen in beide Beine entlang dem
Dermatom
L5
und
S1
gelitten, wobei eine Rechtsbe
tonung und eine
claudicationelle
Verstärkung vorgelegen habe. Die Wunde sei bis zum Austritt am 1
6.
September 2019 reizlos
geblieben
und die Beschwerde
führerin sei selbständig und frei mobil gewesen (
Urk.
11/180/2).
Am
3.
Dezember 2019 führte Prof.
G._
zur Operation vom 1
3.
September 2019
ergänzend aus, präoperativ habe eine therapieresistente, bilaterale,
claudicatio
nell
verstärkte
Glutealgie
S1
sowie L5 bestanden. Ursache sei eine wachsende, sehr grosse Diskushernie L4/5 median/rechts mit Spinalkanalstenose und
Cauda
kompression
gewesen. Postoperativ seien die lumbalen Rückenschmerzen
leicht
besser geworden und
die ausstrahlenden Schmerzen in die Beine
seien
ver
schwunden. Das Operationsergebnis könne für den Rücken als gebessert und für die Beine als exzellent bezeichnet werden (
Urk.
11/186/1).
4.3.2
Der Psychiater
Dr.
B._
berichtete am 1
6.
Dezember 2019, die Beschwerde
führerin leide an einer rezidivierenden depressiven Störung mit gege
n
wärtig sch
w
erer Episode ohne psychotische Symptome und
an
einem organischen Psy
chosyndrom nach der Aneurysma-Operation im Jahr 201
6.
Er behandle die Be
schwerdeführerin seit Mai 201
9.
Zuvor sei sie bei
Dr.
D._
in Behandlung gewesen. Hinweise auf Handlungs-, Kontroll- oder Gedankenzwänge
könnten nicht
fest
gestellt
werden
. Die Ernährungsgewohnheiten seien unregelmässig und der Appetit gering. Die Schlafstruktur sei
durch Ein- und Durchschlafstörungen geprägt. In der Exploration hätten keine
simulativen
oder
aggravativen
Ten
den
zen festgestellt werden können. Die Kri
tikfähigkeit und die Urteilskraf
t seien nicht beeinträchtigt. Festzus
tellen seien hingegen Interesse
- und Lustlosigkeit,
der Verlust der Lebensfreude, des Selbstwertgefühls und der Zukunftsperspektiven, ein Versagensgefühl, eine Störung der Vitalität und Suizidgedanken. Es bestehe aber weder eine Selbst- noch eine Fremdgefährdung. Aufgrund der psychisch bedingten Störungen sei die Beschwerdeführerin nicht mehr in der Lage, einer Tätigkeit nachzugehen. Auch eine ansonsten angepasste Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar (
Urk.
11/183/2 f.). Die vollständige Arbeitsunfähigkeit bekräftigte
Dr.
B._
im ärztlichen Attest vom 2
2.
Januar 2020 (
Urk.
11/183/5).
In der Stellungnahme vom 1
1.
Februar 2021
bekräftigte
Dr.
B._
auch
seine
übrigen
Angaben
und wies
darüber hinaus
auf eine zwischenzeitliche Zustandsver
schlechterung hin
(
Urk.
17).
4.3.3
PD
Dr.
m
ed.
H._
, Facharzt FMH für Neurochirurgie, berichtete am 1
1.
Dezember 2019 über eine MR-Untersuchung der Beschwerdeführerin. Er führte aus, die Beschwerdeführerin habe abgesehen von der bekannten Migräne über keine neuen Kopfschmerzen berichtet.
G
eklagt habe sie allerdings
über
eine langsame Verschlechterung des Gedächtnisses. Die Beschwerdeführerin sei bei der Untersuchung voll orientiert und im Gespräch und im Verhalten unauffällig gewesen. Die Hirnnerven seien normal und der Gang und der Stand unauffällig gewesen. Normal seien auch der Tonus und die Kraft in den Armen und Beinen gewesen. In der rechten Körperhälfte habe eine leichte Hypästhesie festgestellt werden können.
Der Verlauf seit der operativen Behandlung des Aneurysmas sei erfreul
ic
h
(
Urk.
11/184/1 f.).
4.3.4
Die Hausärztin
Dr.
C._
nannte im Bericht vom 1
6.
März 2020 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die Migräne ohne Aura und die de
pressive Störung mit mittelschweren bis schweren Episoden (
Urk.
11/191/9) und
führte aus, die Beschwerdeführerin
klage
über sehr oft auftretende Kopfschmer
zen mit Sensibilitätsstörungen und starkem Schwitzen. Die depressive Störung führe zu Störungen der Konzentration, zu Vergesslichkeit,
zu
Müdigkeit und zu Schlafstörungen. Ferner bestünden permanente Schmerzen im Nacken- und
Rückenbereich (
Urk.
11/191/9).
Die Prognose
bezüglich des rheumatischen Leidens
und diejenige bezüglich Migräne und depressiver Störung sei ungünstig. Auf
grund der intermittierenden Migräneattacken und der depressiven Störung mit den mittelschweren bis schweren Episoden sei auch für eine angepasste Tätigkeit von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (
Urk.
11/191/11 u. 13).
4.3.5
Die Ärzte der Abteilung für Neurologie des Stadtspitals
F._
berichteten am 1
0.
März 2020 über eine
Untersuchung der Beschwerdeführer
in
im Zusammen
hang mit einer unklaren Minderperfusion der Finger der rechten Hand. Die Ärzte hielten fest, es hätten sich keine Hinweise auf eine neurogene Ursache dieser Beschwerden ergeben, insbesondere sei nicht von einem Karpaltunnelsyndrom oder von einer
Plexusläsion
auszugehen (
Urk.
11/191/17).
4.3.6
RAD-Arzt
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Innere Medizin, führte in der Stellungnahme vom
6.
August 2020 aus,
aus den
aktuellen
ärztlichen Unterlagen ergäben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass es zu einer massgeblichen und dauerhaften Veränderung des gesundheitlichen Zustandes gekommen sei.
Anläss
lich der jüngsten Untersuchungen hätten keine richtungsweisenden neuen Befun
de erhoben werden können. Nach der komplikationslosen Operation einer Dis
kushernie an der Lendenwirbelsäule im September 2019 habe sich der Zustand der Beschwerdeführerin entsprechend gebessert (
Urk.
11/196/5 f.).
RAD-Arzt
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
führte am 1
1.
August 2020 aus,
Dr.
B._
sei neu der behandelnde Psychiater der Beschwerdeführerin. Die Angaben der Beschwerdeführerin, die sehr auffällige Symptome beschrieben habe, würden durch die vom Therapeuten
beschriebenen, deutlich weniger gravierenden
Befunde rela
tiviert. Vor diesem Hintergrund könne die Diagnose einer depressiven Störun
g mit gegenwärtig schwerer
Episode nicht nachvollzogen werden. Auch für das ebenf
alls diagnostizierte organische
Psycho
syndrom fehle es an den dafür erforderlichen Befunden (
Urk.
11/196/6).
4.4
4.4.1
Für die Zeit bis zum Erlass des Rückweisungsurteils IV.2018.00170 vom
7.
Juni 2018 war keine gesundheitliche Veränderung glaubhaft gemacht worden, die An
lass zu einer
erneuten Prüfung des Leistungsanspruchs gegeben hätte (vor
stehende E.
4.2). Im weiteren Verlauf bis zum Erlass der Verfügung vom 2
8.
September 2020 musste sich die Beschwerdeführerin am 1
3.
September 2019
einer Mikrodiskektomie
unterziehen. Prof.
G._
berichtete über einen erfreu
lichen
und
komplikationslosen postoperativen Verlauf mit einer Beschwerdebe
sse
rung insbesondere bezüglich der in die Beine ausstrahlenden Beschwerden. Beeinträchtigungen von längerer Dauer wurden weder im Bericht vom 1
6.
September 20
19 noch im Bericht vom
3.
Dezember 2019 von Prof.
G._
erwähnt. Insbesondere attestierte er keine Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
11/180/2,
Urk.
11/186/1).
Eine dauerhafte Verschlechterung aus rheumatologischer Sicht ist somit nicht ausgewiesen. Es ist nach wie vor davon auszugehen, dass die Be
schwerdeführerin in der Lage ist,
eine leidensangepas
ste, das heisst eine körper
lich
nicht belastende Tätigkeit auszuüben (vgl. vo
r
stehende E. 4.1).
Keine Befunde ergab
ferner
die von
Dr.
H._
im Dezember 2019 durchgeführte neurolo
gische Untersuchung (
Urk.
11/184/2), so dass auch
diesbezüglich
nicht von einem neu aufgetretenen Leiden auszugehen ist.
Auch die neurologische Untersuchung durch die
Ärzte des Stadtspitals
F._
im
März 2020
ergab keine Hinweise für ein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigendes Handleiden
(
Urk.
11/191/17).
4.4.2
Die Hausärztin
Dr.
C._
erwähnte
im Bericht vom 1
6.
März 2020 sehr oft auf
tretende Kopfschmerzen mit Sensibilitätsstörungen und starkem Schwitzen
,
Störungen der Konzentration,
Vergesslichkeit, Müdigkeit, Schlafstörungen und
per
manente Schmerzen im Nacken- und
Rückenbereich (
Urk.
11/191/9) und sie atte
stierte bei insgesamt
ungünstig
er
Prognose
eine vollständige
Arbeitsun
fähigkeit
auch für eine angepasste Tätigkeit
(
Urk.
11/191/11 u. 13).
Für keine der beschriebenen Einschränkungen führte
Dr.
C._
indessen
konkrete Befunde an. Vielmehr gibt ihr Bericht in erster Linie die Angaben der Beschwerdeführerin wieder. Deren subjektive Einschätzung vermag
aber weder
den von
Dr.
C._
erwähnten Schweregrad des Leidens noch die attestierte vollständi
ge Arbeits
unfähigkeit bezüglich
jeglicher Tätigkeit hinreichend zu
untermauern
. Eine erhebliche Ve
rschlechterung
ist damit nicht rechtsgenüglich dargetan.
4.4.3
Der Psychiater
Dr.
B._
erwähnte in seinem Bericht vom 1
6.
Dezember 2019
(
Urk.
11/183)
verschiedene auf eine dep
ressive Symptomatik hinweisende
B
efun
de, unter anderem Interesse
- und Lustlosigkeit, Verlust der Lebensfreude, des Selbstwertgefühls und der Zukunftsperspektiven, ein Versagensgefühl und eine Störung der Vitalität.
Solche
Befunde zählen zu den Symptomen einer depres
si
ven Störung
gemäss
ICD-10
F33 (vgl.
Dilling
/
Mombour
/Schmidt,
Internationale
Klassifikation psychischer Störungen,
ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-
diagno
s
tische Leitlinien, 1
0.
Aufl., Bern 2015, S. 176 ff.). Inwiefern sich
hier
aufgrund dieser Symptome die Diagnose einer depressiven Störung mit
schwergradiger
Episode rechtfertigt, lässt sich
aber
nicht nachvollziehen, zumal
Dr.
B._
weder die
Kritikfähigkeit
noch
die Urteilsk
raft als beeinträchtigt befand. An anderer
Stelle im Bericht bezeichnete er
allerdings
die Urteilsfähigkeit als gänzlich einge
schränkt
, was zum Vorgenannten in einem Widerspruch steht,
und er
er
wähnte
auch
Suizidgedanken, verneinte aber
gleichzeitig
eine Selbst
gefährdung
.
Auch hier ergeben sich Widersprüche.
Im Widerspruch zu den insgesamt wenig ausge
prägten Befunden steht
sodann
auch die abschliessende Einschätzung von
Dr.
B._
, die Beschwerdeführerin sei namentlich bezüglich Anpassung an Regeln und Routinen, bezüglich Planung und Strukturierung von Aufgaben, bezüglich Kompetenz- und Wissensanwendung sowie bezüglich Widerstands-, Durchhalte-, Selbstbehauptungs- und Gruppenfähigkeit erheblich
oder gar voll
stän
dig
beeinträchtigt
(
Urk.
11/183/4). Eine nachvollziehbare und schlüssige Be
ur
teilung
liegt somit insgesamt
nicht vor
und
die attestierte vollständige Arbeits
unfähigkeit
leuchtet
nicht ein. Eine effektive Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes in dem Sinne, dass dadurch bedi
ngt von einer nunmehr
ein
ge
schränkten Arbeits
fähigkeit
aus psychiatrischer Sicht
auszugehen wäre, wird durch die Ausführungen von
Dr.
B._
nicht nahegelegt. Den
kritischen Anmerkungen
des RAD-Arzte
s
Dr.
J._
ist angesichts dessen beizupflichten (
Urk.
11/196/6
).
Zu keinen zusätzlichen Erkenntnissen verhilft
die im Beschwer
de
verfahren eingereichte Stellung
nahme von
Dr.
B._
vom 1
1.
Februar 2021 (
Urk.
17). Zum einen bekräftigte er darin seine früheren Angaben. Soweit er
überdies
auf eine Zustandsverschlechterung hinwies
, handelt es sich um eine Entwicklung nach
Erlass der Verfügung vom
28.
September 202
0.
Di
e
angefoch
tene
Verfügung
definiert
jedoch
den
beschwerdeweise weiterzi
ehbaren Anfech
tungsgegenstand und es fehlt u
mgekehrt an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a)
.
4.5
Weder die von der Beschwerdeführerin eingereichten noch die von der Beschwer
degegnerin eingeholte
n ärztlichen Berichte legen eine Veränderung des gesund
heitlichen Zustandes in dem Sinne nahe, dass von einer Beeinträchtigung der bisherigen vollständigen Arbeitsfähigkeit in der angestammten oder in einer an
deren angepassten Tätigkeit auszugehen wäre. Es ist damit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin zum Schluss kam, es sei weiterhin davon auszu
gehen, dass die Beschwerdeführerin im bisherigen Umfang arbeitsfähig sei (
Urk.
2 S. 2).
5.
5.1
Die Beschwerdeführerin bemängelt, die Beschwerdegegnerin
habe auf eine Haus
haltabklärung verzichtet und sei von
d
er bisherigen Qualifikation entsprechend
einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 55
%
und einer Haushalttätigkeit im Umfang von 45
%
ausgegangen. Zudem
habe die Beschwerdegegnerin den
im
Rückweisungsurteil IV.2018.00170 vom
7.
J
uni 201
9
festgestellten Mangel fehle
n
der
Angaben zur angewandten Berechnungsweise nicht behoben (
Urk.
1 S. 9-11).
5.2
Im Rückweisungsurteil IV.2018.00170 vom
7.
Juni 2019 (
Urk.
11/169) hielt das Gericht fest, weder die
Begründung der
Verfügung vom
9.
Januar 2018 noch
der
Vorbescheid vom 1
1.
Oktober 2017
enthielten Angaben
zur
angewandten Bemes
sungsmethode und
zur Berechnungsweise (E. 6.3).
Ein Blick in die beiden Doku
mente zeigt, dass Bemessungsmethode und Berechnungsweise gänzlich uner
wähnt
geblieben sind (
Urk.
11/147,
Urk.
11/163).
In der Verfügung vom 28.
September 2020 hielt die Beschwerdegegnerin
hingegen
fest, da sich aus medizinischer Sicht keine Veränderungen ergeben hätten, könne auf eine Erhebung im Haushalt ver
zichtet werden. An der bisherigen Qualifikation
entsprechend
einer Erwerbs
tätig
keit im Umfang von 55
%
und einer Haushalttätigkeit von 45
%
sei ebenfalls festzuhalten (
Urk.
2 S. 2).
Somit legte die Beschwerdegegnerin offen, dass sie nach wie vor von einer Teilerwerbstätigkeit mit unveränderten Anteilen bezüglich Erwerbstätigkeit einerseits und Haushalttätigkeit andererseits ausging.
5.3
Die letzte Haushaltabklärung fand am 2
2.
Mai 2008 statt. Anlässlich dieser be
zifferte die Beschwerdegegnerin den Anteil
der
Erwerbstätigkeit mit 55
%
und den Anteil
der
Haushalttätigkeit mit 45
%
(
Urk.
11/94/2 f.) und
sie
ermittelte die gesundheitsbedingten Einschränkungen
für die
j
e
weiligen
Haushaltbereiche
, wo
raus eine Einschränkung im Haushalt von 41,9
%
respektive von 18,86
%
in der
Gewichtung
entsprechend dem Haushaltpensum von 45
%
resultierte
(
Urk.
11
/94/5 ff.).
Die polydisziplinäre Begutachtung durch die Ärzte der MEDAS
Z._
hatte gemäss Gutachten vom 3
1.
März 2008 ergeben, dass der Bes
chwer
deführerin alle körperlich
leichten bis mittelschweren Tätigkeiten mit wechseln
den Positionen und wechselnden Belastungen zumutbar waren (
Urk.
11/92/39).
Im weiteren Verlauf hat sich aus gesundheitlicher Sicht das Leistungsvermögen nicht verändert
.
Die
mit Blick auf die Verfügung vom
1
2.
Mai 2014 (
Urk.
11/140) durchge
führten Abklärungen, namentlich
die Begutachtung durch die
Ärzte der Begutachtungsstelle
A._
,
ergab gemäss Gutachten vom 5.
November 2013, dass der Beschwerdeführerin weiterhin leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten und ohne das Einnehmen von Zwangshaltungen
zeitlich
unbeschränkt
zumutbar waren, wozu die Gutachter auch die bisherige Tätigkeit im Reinigungsbereich zählten
(vgl.
Urk.
11/129/
57 u. 81; vgl. auch
Urk.
11/130/4).
An dieser Zumutbarkeitsbeurteilung änderte sich gemäss den Feststellungen im Rückweisungsurteil IV.2018.000170 vom
7.
Juni 2019
(
Urk.
11/16
9
) auch im weiterem Verlauf nichts. Die Beschwerdeführerin ver
mochte eine Veränderung des gesundheitlichen Zustandes
nicht
glaubhaft darzu
legen (
E. 4)
.
Schliesslich
ist auch bis zum Erlass der Verfügung vom 2
8.
Septem
ber 2020 eine Veränderung des Gesundheitszustandes nicht ausgewiesen (vgl. vorstehende E. 4.4).
Damit lässt sich auch eine
Zunahme der
Beeinträchtigung
in
den einzelnen Haus
haltbereichen
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus
schliessen. Sodann
liegen keine Anhaltspunkte dafür vor
, der Haushalt und dessen Organisation hä
tten sich wesentlich verändert und auch eine
Ä
nderung der Anteile von Haushalttätigkeit und Erwerbstätigkeit wurden nicht geltend ge
macht.
Aus den genannten Gründen
war eine erneute Haushaltabklärung ent
behr
lich.
Entbehrlich war auch ein Einkommensvergleich für den Erwerbsbereich
, da die angestammte Tätigkeit
trotz des Leidens zumutbar ist
(vgl.
Urk.
11/171/3)
. Mangels einer
Verschlechterung
des Gesundheitszustandes
hat sich daran nicht
s
geändert
(vgl. vorstehende E.
4.1). Damit resultiert im Erwerbsbereich
weiterhin
keine Einkommenseinbusse.
Die Invaliditätsbemessung gemäss
Art.
27
bis
Abs.
2 IVV (in Kraft seit
1.
Januar 2018) ergibt
somit
-
wie von der Beschwerdegegnerin
korrekt ermittelt
-
einen Invaliditätsgrad von 18,86
%
(
Urk.
11/171/3,
Urk.
11
/196/7)
,
der auf 19
%
aufzurunden ist
(BGE 130 V 121
)
. Für ei
nen Rentenanspruch erforderlich
ist jedoch ein Invaliditätsgrad von
mindestens
40
%
(
Art.
28
Abs.
2 IVG).
5.4
Da weder eine wesentliche gesundheitliche Verschlechterung ausgewiesen ist noch gestützt auf die seit dem
1.
Januar 2018 gültigen Bestimmungen für die Invaliditätsbemessung bei Teilerwerbstätigkeit ein Invaliditätsgrad von mindes
tens 40
%
resultiert
,
hat die Beschwerdegegnerin mit der Verfügung vom 2
8.
September 20
20
einen Leistungsanspruch
richtigerweise verneint. Dies führt zu
r
Abweisung der Beschwerde.
6.
Mit Eingabe vom 1
6.
Februar 2021
ersuchte
die Beschwerdeführerin
darum
,
es sei neu Rechtsanw
a
lt
Soluna
Girón
als unentgeltliche
r
Rechtsvertreter zu be
stellen, da die bisherige Vertreterin
,
Rechtsanwältin Janine
Girón
,
für eine ge
wisse Zeit büroabwesend sei (
Urk.
16).
Die Beschwerdeführerin ersuchte erstmals bei Erhebung der Beschwerde um die Gewährung der unentgeltlichen Prozess
führung und Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertreterin (
Urk.
1 S. 2).
Dieses Gesuch wurde mit
Verfügung vom
4.
Dezember 2020 abgewiesen (
Urk.
12). Auf die von der Beschwerdeführerin dagegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 8C_27/2021 vom 1
4.
Januar 2021 nicht ein (
Urk.
15). Der Entscheid vom
4.
Dezember 2021 hat damit Bestand und es besteht kein Anlass
,
darauf zurückzukommen.
Die Beschwerdeführerin wies
explizit darauf
hin
, die Verhältnisse hätten sich seither nicht verändert
(
Urk.
16 S. 2)
.
Da jedoch
für Rechtsanw
a
lt
Soluna
Girón
, d
er
in derselben Kanzlei wie Rechtsanwältin Janine
Girón
tätig ist (vgl.
Urk.
16, Briefkopf)
,
eine Vollmacht
vom 2
7.
Oktober 2020
vorliegt
(
Urk.
14 Beilage 1) und bereits die Beschwerde ans Bundesgericht i. V. von ihm unterzeichnet wurde (
Urk.
14 S. S. 8)
, sind Zustellungen an
ihn
zu richten.
7.
Gemäss
Art. 69 Abs.
1
bis
IVG in der hier anwendbaren, bis am 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG (ebenfalls in der hier anwendbaren, bis am 3
1.
Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung;
Art.
83 ATSG) kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfah
rensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt und vorliegend auf Fr.
7
00.-- festgesetzt. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.