# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 510b093d-c262-4d3b-8460-81bdfc948ec0
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _1946, und Y._, geboren am _ 1942, schlossen am _ 1965 in O.1_ die Ehe. Sie sind Eltern der erwachsenen Kinder A._, geboren am _ 1966, und B._, geboren am _ 1969. Am _ 2016 wurde Y._ im Rahmen einer fürsorgerischen Unterbringung in die Psychiatrische C._ eingewiesen. Nach seiner Entlassung am _ 2017 hielt er sich im D._ auf, während X._ im ehelichen Wohnhaus in O.2_ verblieb.
B/a. Am 2. Februar 2017 reichte Y._ beim Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Albula ein Gesuch auf Erlass von Eheschutzmassnahmen ein. Er erhob folgende Rechtsbegehren:
Trennungszeit und Trennungsberechtigung 1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 28.12.2016 getrennt
und hierzu auch berechtigt sind.
Zuteilung Wohnhaus und Parkplatz E._, O.2_ 2. Das eheliche Wohnhaus Liegenschaft Nr. _, Plan _,
F._, sowie das Benutzungsrecht am Autoeinstellplatz Nr. _, lastend auf der Liegenschaft Nr. _, Plan _ (recte _), beides im Grundbuch der Gemeinde O.11_, mitsamt dem sich im Wohnhaus befindlichen Inventar und Mobiliar (mit Ausnahme der persönlichen Effekten der Gesuchsgegnerin) seien für die Dauer der Trennung dem Gesuchsteller zum ausschliesslichen Gebrauch zuzuweisen.
3. Die Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, das eheliche Wohnhaus innert einer richterlich anzuberaumenden kurzen Frist unter Mitnahme ihrer persönlichen Effekten zu verlassen.
Auskunftsbegehren gemäss Art. 170 ZGB 4. Die Gesuchstellerin (recte Gesuchsgegnerin) sei gestützt auf Art. 170
ZGB und unter der ausdrücklich ausformulierten Strafandrohung von Art. 292 StGB richterlich zu verpflichten, die folgenden Unterlagen zu ihren finanziellen Verhältnissen dem Gericht zu Handen des Gesuchstellers auszuhändigen:
- Familienbüchlein
- Grundbuchauszug betreffend Penthousewohnung am O.4_er See
- Erwerbstitel und aktuelle Verkehrswertschätzungen folgender Liegenschaften:
 Industrieanlage in O.7_, P._  Wohnung in O.7_, O.._  Wohnung in O.5_, _strasse  Penthousewohnung in O.4_
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- Kontoauszüge folgender Konti per 31.12.2016:
 Konto B.1_ Nr. _  Konto B.1_ Nr. _  Konto B.1_ Nr. _  Konto B.4_ Banken Nr. _  Konto B.2_ Nr. _  Konto B.2_ Nr. _  Konto B.2_ Nr. _  Konto B.3_
- Belege über Renteneinkünfte der AHV und der 2. Säule des Jahres 2016
- Lückenlose Belege über Mietzinseinnahmen aus der Vermietung sämtlicher Liegenschaften in O.7_ und O.5_ im Jahre 2016
Unterhaltsregelung 5. Von der Zusprechung von Unterhalt an die eine oder andere Partei sei
abzusehen.
Anordnung der Gütertrennung 6. Es sei die Gütertrennung per Datum der vorstehenden
Gesuchseinreichung anzuordnen.
Richterlicher Befehl / Zahlungsanordnung 7. Der Gesuchsgegnerin sei richterlich zu befehlen, einen
Zahlungsauftrag über Fr. 1'557'289.50 zu Gunsten der Steuerverwaltung Graubünden zu Lasten des auf beide Parteien lautenden Kontos Nr. _ bei der B.1_ zu unterzeichnen; eventualiter sei die B.1_, O.2_, richterlich anzuweisen, ab dem auf Y._ und X./Y._ lautenden Konto Nr. _ bei der B.1_ den Betrag von Fr. 1'557'289.50 auf das Konto der Finanzverwaltung Graubünden, 7001 Chur, IBAN CH77 0900 0000 0000 7000 0187 zu überweisen mit Angabe folgenden Zahlungszwecks: _ Steuern 2015.
Kostenfolgen 8. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der
Gesuchsgegnerin.
B/b. In ihrer Stellungnahme vom 20. März 2017 beantragte X._, was folgt:
1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 28. Dezember 2016 getrennt leben.
2. a. Das eheliche Wohnhaus Liegenschaft Nr. _, Plan _, F._, sowie das Benutzungsrecht am Autoeinstellplatz Nr. _, lastend auf der Liegenschaft Nr. _, Plan _ (recte _), beides im Grundbuch der Gemeinde O.11_, mitsamt dem sich im Wohnhaus befindlichen Inventar und Mobiliar (mit Ausnahme der persönlichen Effekten des Gesuchstellers) seien der Gesuchsgegnerin zur alleinigen Benützung zuzuweisen.
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b. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, seine persönlichen Gegenstände innert 10 Tagen seit Rechtskraft des Eheschutzentscheides aus der ehelichen Liegenschaft abzuholen.
3. Der Gesuchsteller sei unter Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB zu verpflichten, die folgenden Unterlagen zu seinen finanziellen Verhältnissen dem Gericht auszuhändigen:
Informationen und Unterlagen zu den Gesellschaften S._ in Liq., T._, G._, U._ in Liq., V._, T._, insbesondere:
- sämtliche Jahresrechnungen, Bilanzen und Revisionsberichte der letzten zehn Jahre;
- Auskunft und Belege zur Gewinnverwendung und zu Dividendenausschüttungen der Gesellschaften in den letzten zehn Jahren;
- Beschlüsse und Belege zur Dividendenausschüttung aus der G._ an den Gesuchsteller für das Geschäftsjahr 2015 in Höhe von CHF 8'003'566.00;
- Auskunft und Belege zur Liquidierung der Gesellschaften S._ und U._.
4. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin ab 1. Januar 2017 monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 18'730.00 zu entrichten, zahlbar jeweils auf den Ersten eines Monats; für die bis zum Urteilszeitpunkt aufgelaufenen Unterhaltszahlungen zzgl. 5% Zinsen seit dem jeweiligen Fälligkeitstag.
5. Sämtliche von den vorgenannten Rechtsbegehren abweichende Rechtsbegehren des Gesuchstellers seien abzuweisen.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Gesuchstellers.
B/c. Die Eheschutzverhandlung wurde am 23. Juni 2017 durchgeführt. Dabei liess Y._ beantragen, Ziffer 7 seines Rechtsbegehrens infolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abzuschreiben. Im Übrigen hielt er unverändert an seinen Anträgen fest. Im Anschluss an den ersten Parteivortrag des Gesuchstellers stellte der Rechtsvertreter der Gesuchsgegnerin ein Verschiebungsgesuch, welches in der Folge gutgeheissen wurde.
B/d. Am 10. Juli 2017 reichte X._ eine Stellungnahme zu den vom Ehemann anlässlich der Eheschutzverhandlung eingereichten neuen Beweisurkunden und zu dessen Parteivortrag ein. Darin änderte bzw. ergänzte sie ihre in der Stellungnahme vom 20. März 2017 gestellten Rechtsbegehren wie folgt:
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1. (unverändert)
2. a.(unverändert)
b.(unverändert)
c.Es sei dem Gesuchsteller unter Androhung der Bestrafung gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall zu verbieten, sich näher als in einem Umkreis von 200 Metern um die Liegenschaft Nr. _ der Gesuchsgegnerin in O.2_ (Gemeinde O.11_) aufzuhalten.
3. Der Gesuchsteller sei unter Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB zu verpflichten, die folgenden Unterlagen zu seinen finanziellen Verhältnissen dem Gericht auszuhändigen:
 Informationen und Unterlagen zur Gesellschaft T._ / Z._, insbesondere:
- Jahresrechnungen, Bilanzen und Revisionsberichte der letzten fünf Jahre;
- Auskunft und Belege zur Gewinnverwendung und zu Dividendenausschüttungen der Gesellschaften in den letzten fünf Jahren.
 Jahresrechnung und Bilanz der G._ für das Jahr 2016 mit Auskunft und Belegen zur Gewinnverwendung und Dividendenausschüttung
 Vollständige Dokumentation zu den Ertragsverhältnissen der G._, insbesondere zu den Vertriebsverhältnissen und Vertragsbeziehungen der Tochtergesellschaften zu Dritten (mit Vollständigkeitserklärung der Revisionsstelle)
 Jahresrechnungen und Bilanzen der , W._ der letzten fünf Jahre
 Vollständige Kontoauszüge zu allen Privatkonten des Gesuchstellers für den Zeitraum vom 01.01.2017-10.07.2017
4. (unverändert)
5. Sämtliche von den vorgenannten Rechtsbegehren abweichende Rechtsbegehren des Gesuchstellers seien abzuweisen. Auf das Rechtsbegehren Ziff. 7 des Gesuchstellers ist mangels Rechtsschutzinteresse nicht einzutreten.
6. (unverändert)
B/e. Am 14. August 2017 wurde die Eheschutzverhandlung fortgesetzt. Mit Entscheid vom 14. August 2017, mitgeteilt am 2. November 2017, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Albula wie folgt:
1. Es wird festgestellt, dass die Parteien seit dem 28. Dezember 2016 getrennt leben und hierzu auch berechtigt sind.
2. a. Das eheliche Wohnhaus Liegenschaft Nr. _, Plan _, F._, sowie das Benutzungsrecht am Autoeinstellplatz Nr. _, lastend auf der Liegenschaft Nr. _, Plan _ (recte _), beides im Grundbuch der Gemeinde O.11_, mitsamt dem sich
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im Wohnhaus befindlichen Inventar und Mobiliar – mit Ausnahme der persönlichen Effekten von X._ – sind für die Dauer der Trennung Y._ zum ausschliesslichen Gebrauch zugewiesen.
b. X._ hat das eheliche Wohnhaus unter Mitnahme ihrer persönlichen Effekten bis spätestens am 24. November 2017 zu verlassen.
c. Der in diesem Zusammenhang gestellte Antrag von X._ auf Verfügung eines Annäherungsverbotes wird als gegenstandslos abgeschrieben.
3. a. Das Auskunftsbegehren von Y._ wird als gegenstandslos abgeschrieben.
b. Y._ ist unter ausdrücklicher Androhung der Bestrafung nach Art. 292 StGB verpflichtet, dem Gericht bis spätestens am 11. Dezember 2017 folgende Unterlagen herauszugeben:
- Jahresrechnung der G._ für das Jahr 2016;
- Jahresrechnung der W._, für das Jahr 2016;
- Kontoauszüge für alle Privatkonten von Y._ für den Zeitraum vom 1. Januar 2017 bis und mit 10. Juli 2017.
Sobald der Revisionsbericht betreffend die Z._ für das Jahr 2016 vorliegt, ist dieser ebenfalls dem Gericht sofort herauszugeben.
Im Übrigen wird das Auskunftsbegehren von X._ abgewiesen beziehungsweise als gegenstandslos abgeschrieben.
4. Ziff. 7 des Rechtsbegehrens von Y._ (Richterlicher Befehl/Zahlungsanordnung) wird als gegenstandslos abgeschrieben.
5. Der Antrag von Y._ auf Anordnung der Gütertrennung wird abgewiesen.
6. Y._ ist verpflichtet, X._ folgenden Trennungsunterhalt, zahlbar monatlich im Voraus je auf den ersten Tag eines jeden Monats, zu leisten:
- CHF 12'800.00 vom 1. Januar 2017 bis und mit Dezember 2017;
- CHF 13'900.00 vom 1. Januar 2018 bis und mit März 2018;
- CHF 5'650.00 ab 1. April 2018.
7. a. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5'000.00 gehen je zur Hälfte, somit zu je CHF 2'500.00, zu Lasten der Parteien und werden mit dem von Y._ geleisteten Vorschuss von CHF 5'000.00 verrechnet. X._ hat Y._ den geleisteten Vorschuss im Umfang von CHF 2'500.00 zu ersetzen.
b. Parteientschädigungen sind nicht geschuldet.

## Considerations