# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 66d136f3-e311-411b-8a93-8e94c91aeb6e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren am 1
8.
August 2000, wurde von seinen Eltern unter Hinweis auf eine Sprachstörung
am 1
7.
Februar 2004
bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug angemeldet (
Urk.
5/1). Die
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, erteilte dem Versicherten daraufhin wiederholt Kostengutsprachen für Sonderschulmassnahmen (
Urk.
5/6,
Urk.
5/8,
Urk.
5/14-15,
Urk.
5/24).
1.2
Am 2
9.
Oktober 2015
ersuchten
die Eltern des Versicherten um Massnahmen für die beruf
liche Eingliederung (
Urk.
5/26), worauf d
ie IV-Stelle die medizinische und erwerbliche Situation (
Urk.
5/30,
Urk.
5/37-38) ab
klärte
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
5/42) wies die IV-Stelle
das Leistungsgesuch
mit Verfügung vom
9.
März 2016 (
Urk.
5/43 =
Urk.
2) ab.
2.
Die Eltern des Versicherten erhoben am 2
1.
März 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom
9.
März 2016 (
Urk.
2) und beantragten sinngemäss, die
se sei aufzuheben und
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
de
n
Versicherte
n
bei der
berufliche
n
Eingliederung zu
unterstützen
(
Urk.
1). Die IV-Stelle bean
tragte mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
April 2016 (
Urk.
4) die Abweisung der Beschwerde.
D
ie Eltern des Versicherten
reichten gleichentags
einen
Abklä
rungsb
ericht
(
Urk.
6) ein, worauf die Beschwerdegegnerin mit Stellungnahme vom 3
0.
Mai 2016 (
Urk.
9) die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung des
Leistungs
anspruchs
beantragte. Mit Schreiben vom
3.
Juni 2016 (
Urk.
12) schlossen sich die Eltern des Versicherten dem Antrag auf Rückweisung zur weiteren Abklä
rung und Neubeurteilung an.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
1
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit
Art.
43
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Be
geh
ren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder
fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (
Art.
43
Abs.
2 ATSG).
In Ergänzung und Präzisierung zu
Art.
43
Abs.
1 ATSG hält
Art.
69
Abs.
2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) fest, dass die IV-Stelle, wenn
die versicherungsmässigen Voraussetzungen erfüllt sind, die erforderlichen Unter
lagen, insbesondere über den Gesundheitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versicherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnahmen beschaffen und zu diesem Zwecke Be
richte und Auskünfte verlangen, Gutachten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten
Invaliden
hilfe
beiziehen k
ann
.
1.2
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be
gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheid
relevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bun
desgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
Be
i
ungenügenden Abklärungen
durch den Versicherungsträger holt
die Be
schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im
Ver
waltungsverfahren
anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über
haup
t für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine
Administrativ
expertise
in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref
fende Beweis
erhebung erfolgt alsdann vor der
–
anschliessend
reformatorisch ent
schei
denden
–
Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Ver
wal
tung. E
ine Rückweisung an den Versicherungsträger
bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig unge
klärten
Frage begründet
ist.
Ausserdem
bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück
zu
weisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gut
acht
lichen Ausführungen erforderlich ist (B
GE
137 V 210
E.
4.4.1.
4 mit Hin
weisen; Urteil des Bundesgerichts
8C_815/2012 vom 21.
Oktober 2013 E.
3.4
,
publi
ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S.
3)
.
2.
2.1
D
ie Beschwerdegegnerin
wies
das Leistungsgesuch
gestützt auf die getätigten Abklärungen ab
, da kein Gesundheitsschaden von erheblicher Schwere, Inten
si
tät, Ausprägung und Dauer ausgewiesen sei (
Urk.
2
S. 1)
. Im
Beschwerdever
fah
ren
reichten die Eltern des Versicherten
einen Abklärungsbericht vom 2
1.
April 2016 (
Urk.
6) ein, wonach die Fähigkeitsressourcen des Versicherten im unters
ten Altersnormbereich lägen, seine akustische Merk- und
Speicherfä
higkeit
sehr stark reduziert sei und er an einer schweren ihn beeinträchtigenden, langan
dauernden Spracherwerbsstörung (ICD-10 F80.1 und F80.2) leide (S. 1). Die Beschwerdegegnerin hielt
daraufhin
mit Stellungnahme vom 3
0.
Mai
2016 (
Urk.
9) fest, dass damit neue, bisher unbekannte Tatsachen erhoben würden, weshalb
die
Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zur weiteren Abklärung und Neubeurteilung des Leistungsanspruchs
teilweise gutzuheissen sei
. Die Eltern des Versicherten erklärten sich mit einer Rückweisung zur Abklärung und Neubeurteilung einverstanden (vgl. Schreiben vom
3.
Juni 2016,
Urk.
12).
2.2
Nachdem in Bezug auf die Rückweisung zu
r
weiter
en
Abklärung übereinstim
mende Anträge vorliegen und diese mit der Akten- und Rechtslage im Einklang stehen, ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung vom
9.
März
2016 (
Urk.
2) aufzuheben und die Sache an die
Be
schwerdegegnerin
zurückzuweisen ist, damit diese die notwendigen Abklärun
gen vornehme und hernach über den Leistungsanspruch des Versicherten neu verfüge.
3.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
300.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.