# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d1560ae6-b50c-5311-b11f-1d06767aae54
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1947, bezieht
seit Juni 2010
eine
Altersrente der Alters- und
Hinterlassenen
ver
sicherung
(AHV)
und Zusatzleistungen (
Urk.
6/1
und 6/A-C)
.
Das
Amt
für Zusatz
leistungen zur AHV/IV der Stadt Zürich (nach
folgend: AZL)
sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 1
2.
Dezember 2013
(
Urk.
6/V13)
ab
Januar
201
4
Zusatzleistungen von
Fr.
3
‘
081
.-- pro Monat
und mit Verfügung vom 1
2.
Dezember 2014 (
Urk.
6/V15)
ab Januar 2015
Zusatz
leistungen von
Fr.
3‘102.-- pro Monat zu
. Sie setz
t
en sich aus
Ergänzungsleis
tungen
, Beihilfen und Gemeindezuschüsse
n zusammen
.
Bei der periodischen
Überprüfung des Anspruchs auf
Zusatzleistungen
erklärte der Versicherte am
7.
April 2015
, dass zwei Personen die von
ihm gemietete
2
1⁄2-Zimmerwohnung bewohnten (
Urk.
6/48).
Das AZL holte darauf eine Auskunft bei der Einwohnerkontrolle ein, die ergab, dass
Y._
, geboren
im Januar
1990, am
1.
November 2014 eingezogen war (
Urk.
6/52).
A
m
5
.
Mai
201
5
verfügte das AZL eine Neuberechnung der Zusatz
leistungen
ab November 2014
,
verpflichtete
den Ver
sicher
ten zur Rückerstattung
von
Ergän
zungsleistungen
und Gemeindezuschüssen
für die
Zeit vo
m
1.
November
20
14
bis
zum 3
1.
Mai 2015
im Betrag von ins
gesamt Fr.
6
‘
720
.
-- und ordnete die Rück
er
stattung durch Ver
rechnung mit dem jeweiligen vollen Anspruch auf monat
li
che Beihilfen, aktuell Fr. 202.--
,
an
(Urk.
6/V16 und 6/V17
). Die
dagegen
erhobene Ein
sprache vom
26
.
Mai 2015
(Urk.
6
/54) wies das AZL mit
Einspracheent
scheid
vom 22
. Juni 201
5
ab
(Urk. 2
= 6/V19
)
.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 22. Juni 2015 erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
7.
Juli 2015 (
Urk.
1) Beschwerde mit dem Antrag,
es sei auf eine Aufteilung des Mietzinses zu verzichten und
es sei ganz oder teilweise von der Rückforderung abzusehen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des AZL.
Ferner
ersuchte
er u
m unentgeltliche Prozessführung
.
Am 1
0.
September 2015 schloss das AZL auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5).
Mit Verfügung vom 1
3.
Januar 2016 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet und dem Beschwerdeführer Frist zum Einreichen einer Replik angesetzt (
Urk.
12).
Mit
Verfügung vom 23.
Februar 2016
wurde der Gegenpartei davon
Kenntnis gegeben
, dass keine Replik eingereicht worden war
(
Urk.
14).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach Art. 4-6 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlasse
nen- und Invalidenversicherung (ELG) erfüllen,
Ergänzungs
leistungen
zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2
Abs.
1 ELG). Sie bestehen aus der jährli
chen Ergänzungsleistung und der Vergütung von Krankheits- und
Behinderungs
kosten
(Art. 3
Abs.
1 ELG).
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben (Art. 10 ELG) die anrechenbaren Einnahmen (Art. 11 ELG) übersteigen (Art. 9
Abs.
1 ELG).
Zu den anerkannten Ausgaben gehört unter anderem der Mietzins einer Woh
nung und die damit zusammenhängenden Nebenkosten; wird eine Schluss
abrechnung für die Nebenkosten erstellt, so ist weder eine Nach- noch eine Rück
zahlung zu berücksichtigen; als jährlicher Höchstbetrag werden bei a
lleinstehen
den Personen 13‘200
Franken anerkannt (Art. 10
Abs.
1
lit
. b Ziff. 1 ELG).
Wird eine Wohnung auch von Personen bewohnt, welche nicht in die E
L
-Berech
nung eingeschlossen sind, dann ist der Mietzins auf die einzelnen Personen auf
zuteilen. Die Mietzinsanteile der Personen, welche nicht in die E
L
-Berechnung eingeschlossen sind, werden bei der Berechnung der jährlichen
Ergänzungsleis
tung
ausser Acht gelassen (Art. 16 c
Abs.
1 der Verordnung über die
Ergän
zungsleistungen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
versicherung
; ELV). Die Aufteilung hat grundsätzlich zu gleichen Teilen zu erfolgen (Art. 16 c
Abs.
2 ELV).
1.2
Die Kanton
e
könne
n
über den Rahmen des ELG hinausgehende Leistungen gewäh
ren und dafür besondere Voraussetzungen festlegen, wobei die Erhebung von Arbeitgeberbeiträgen ausgeschlossen ist (vgl. Art. 2
Abs.
2 ELG).
Im Kanton
Zürich
können nach Massgabe der Vorschriften des ELG und aufgrund des Zusatzleistungsgesetzes (ZLG) nebst den Ergänzungsleistungen gemäss ELG
auch Beihilfen und Zuschüsse ausgerichtet werden (
§
1
Abs.
1 ZLG).
Die Ausrichtung von Beihilfen setzt voraus, dass die Person die Voraussetzungen für Ergänzungsleistungen gemäss Art. 4-6 ELG erfüllt und in den letzten 25 Jah
ren vor der Gesuchstellung während einer Mindestdauer im Kanton gewohnt hat. Diese beträgt für Personen mit Schweizer Bürgerrecht zehn Jahre, für andere
15 Jahre (
§
13
Abs.
1 ZLG). Die Vorschriften, die für die jährliche Ergänzungs
-
leis
tung
nach Art. 9 ff. ELG
gelten
, finden entsprechend Anwendung, soweit für die Beihilfe nichts anderes bestimmt ist (
§
15 ZLG). Der jährliche Höchstanspruch auf Beihilfe beträgt für Alleinstehende 2
‘
420 Franken
(
§
16 Abs.
1 ZLG). Für die Berechnung der Beihilfe wird auf die Bedarfsrechnung für die jährliche
Ergän
zungsleistung
abgestellt, wobei die tatsächlich ausgerichteten
Ergän
z
ung
s
leistun
gen
als anrechenbare Einnahmen behandelt werden und der Betrag für den all
gemeinen Lebensbedarf bei zu Hause wohnenden Personen um den Höchstbetrag der Beihilfe erhöht wird (
§
17
Abs.
1
lit
. a und b
ZLG).
Die Gemeinden können Gemeindezuschüsse zu den Beihilfen gewähren, die nicht als Einkommen anzurechnen sind (
§
20
Abs.
1 ZLG).
Die Stadt Zürich gewährt Gemeindezuschüsse nach Massgabe
ihrer
Verordnung über den Vollzug des
Gesetzes über die Zusa
t
z
leistungen zur eidgenössischen Alter
s
-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung und die
Gewährung von Gemeinde
zuschüssen (Zusatzleistungsverordnung) sowie der
Ausführungsb
estimmungen zur
Zusatz
leist
ungsverordnung
(AZVO
).
Anspruchsberechtig
t
sind Personen, die unter Vor
behalt von Art. 4
der Zusatzleistungsverordnung
alle persönlichen Voraussetzun
gen zum Bezug der gesetzlichen Beihilfe erfüllen und seit mindestens fünf Jahren zivilrechtlichen Wohnsitz in der Stadt haben. Ausgenommen hiervon sind frühere Empfängerinnen und Empfänger des jährlichen Gemeindezuschusses, die in die Stadt zurückkehren (vgl. Art. 2 der Zusatzleistungsverordnung).
Der Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf liegt beim jährlichen Gemeindezuschuss für Alleinstehende
Fr.
3'900
.--
über der Beihilfe (Art. 3
Abs.
1
der
Zusatzleistungs
verordnung
).
Für die Berechnung des jährlichen Gemeindezuschusses wird auf die Bedarfsberechnung für die gesetzliche Beihilfe abgestellt, wobei die tatsächlich ausgerichtete Beihilfe
als Einnahme angerechnet wird
(Art. 4
Abs.
1
Zusatzleis
tungsverordnung
). Bei zu Hause wohnenden Personen wird der Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf gemäss Art. 3
Abs.
1 erhöht und der ermittele Bedarf um den Mietzinsanteil, der nach Abzug des im Einzelfall möglichen gesetzlichen Mietzinsabzuges verbleibt, erhöht, höchstens jedoch um
Fr.
3‘300.-- (Art. 4
Abs.
2
der
Zusatzleistungs
verordnung
).
Der jährliche Gemeindezuschuss kann verweigert oder gekürzt werden, wenn er für den Unterhalt nicht oder nur
teilweise benötigt wird (Art. 6
der
Zusatzleis
tungsverordnung
). Ob Letzteres zutrifft, ist primär auf
g
rund einer wirtschaftli
chen Betrachtungsweise
zu
entscheiden (Art. 1
Abs.
1 AZVO). Der jährliche Gemeindezuschuss wird namentlich verweigert bei Alleinstehenden, die mit anderen volljährigen Personen im gleichen Haushalt leben, welche nicht in der gleichen Berechnung der Zusatzleistungen einbezogen sind und keinen Anspruch auf eine Kinder- bzw. Waisenrente zur AHV/IV begründen (Art. 2
lit
.
a AZVO). Auf eine Anwendung von Art. 2 AZVO kann verzichtet werden, wenn damit ein
Sozialhi
lfebezug verhindert werden kann
oder die pauschale Verweigerung des jährlichen Gemeindezuschusses zu einem stossenden Ergebnis führen würde (vgl. Art. 3 AZVO).
1.3
Ergänzungleistungen
, Beihilfen und Gemeindezuschüsse werden in monatlichen Raten des
Jahresbetreffnisses
ausgerichtet (vgl.
§
22
Abs.
1 und 2 ZLG und Art. 7 der Zusatzleistungsverordnung).
Der Ansp
ruchsberechtigte hat von jeder Ä
nderung der persönlichen und v
on jeder ins Gewicht fallenden Ä
nderung der wirtschaftlichen Verhältnisse der kantonalen Durchführungsstelle unverzüglich Mitteilung zu machen (Art. 24 ELV
; vgl. auch
§
20a ZLG in Verbindung mit Art. 31
Abs.
1 ATSG
, teilweise in Verbindung mit Art. 12
Abs.
1 der Zusatzleistungsverordnung
).
1.
4
Die jährliche Ergänzungsleistung ist unter anderem bei Eintritt einer voraussicht
lich längere Zeit dauernden Verminderung oder Erhöhung der vom ELG aner
kannten Ausgaben und anrechenbaren Einnahmen sowie des Vermöge
ns
zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben
;
massgebend sind die neuen
,
auf ein Jahr umgerechneten dauernden Ausgaben und Einnahmen und das bei Eintritt der Veränderung
vorhandene Vermögen; macht die Ä
nderung weniger als 120 Fran
k
en im Jahr aus, so kann auf eine Anpassung verzichtet werden (Art. 25
Abs.
1
lit
. c ELV).
Bei
Verminderung des Ausgabenüberschusses
ist die jährliche Ergänzungsleistung
spätestens auf den Beginn des Monats, der auf die neue Verfügung folgt
, zu verfügen
; vorbehalten bleibt die Rückforderung bei Verlet
zung der Meldepflicht (Art. 25
Abs.
2
lit
. c ELV).
Unrechtmässig bezogene Leis
tungen sind zurückzuerstatten (Art. 1
Abs.
1 ELG in Verbindung mit Art. 25
Abs.
1 ATSG).
Rückforderungen könnten mit fälligen Ergänzungsleistungen sowie mit fälligen Leistungen auf
g
rund anderer Sozialversicherungsgesetze ver
rechnet werden, soweit diese Gesetze eine Verrechnung vorsehen (Art. 27 ELV).
Dies
e Grundsätze
g
e
lt
en
sinngemäss für die Beihilfen (vgl.
§
15 ZLG) und für die Gemeindezuschüsse (vgl.
Art.
12 der Zusatzleistungsverordnung).
2.
Strittig und zu prüfen ist,
ob das AZL
zwischen dem
1.
November 2014 und dem 3
0.
Mai 2015 ausgerichtete
Ergänzungsleistungen und Gemeindezuschüsse im
Betrag
von
insgesamt
Fr.
6‘720.-- zurückfordern durfte, weil
Y._
seit dem
1.
November 2014 in der Wohnung des Beschwerdeführers lebt (vgl.
Urk.
1 und 2).
3.
3.1
Vorab ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer – zu Recht – nicht geltend gemacht hat, dass sein Sohn
Y._
Anspruch auf eine
Kinder
rente
der AHV
habe
, weshalb
die Ergänzungsle
istung für sie beide
zusammen hätte festgelegt werden müssen
(
Urk.
1 und 6/54
; vgl.
Art.
7
Abs.
1
lit
.
b ELV und Art.
22
ter
Abs.
1 in Verbindung mit
Art.
25 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
; AHVG,
in Verbindung mit Art.
49
bis
und 49
ter
der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
;
AHVV
)
.
Dar
über hinaus
ist unbestritten und
mit der Auskunft des Einwohnermeldeamtes
(
Urk.
6/52)
belegt, dass
Y._
seit dem 1.
November 2014 in der 2 1⁄2-Zimmerwohnung des Beschwerdeführers lebt
.
Das AZL hat daher
richtig erkannt, dass die vom Beschwerdeführer gemietete Wohnung
nicht nur von ihm, sondern
auch von
einer
weiteren
Person bewohnt
wird
, welche nicht in die Ergänzungsleistungsberechnung eingeschl
ossen ist. Unter diesen Umständen ist
der Mietzins
ab November 2014
auf die einzelnen Personen aufzuteilen und der Anteil von
Y._
bei der Berechnung der jährlichen
Ergän
zungsleistung
des Beschwerdeführers ausser Acht zu lassen
(vgl.
Art.
16 c
Abs.
1 ELV)
.
Gegen die Aufteilung wendet der Beschwerdeführer ein
,
dass er
von
Y._
gar keine Mietzinszahlungen erhalten
habe (Urk.
6/54)
. Für
die
zur Diskussion stehende
Mietzinsaufteilung
und die dementsprechend
erforderliche Neuberechnung
der
Ergänzungsleistungen ab November 2014
spielt dies indessen keine
Rolle. Es müssen weder Geldleistungen
erfolgt sein
noch
muss überhaupt
eine Entgeltlichkeitsvereinbarung vorliegen, damit die Aufteilung des Mietzinses erfolgen kann (BGE 127 V 10 E. 6b).
Diese Grundsätze dürften dem Beschwerde
führer bereits damals erläutert worden sein, als er einem Freund unentgeltlich seine Wohnadresse zur Verfügung gestellt hatte (vgl. Urk. 6/32, 6/34 und 6/36).
Für den Fall, dass eine Aufteilung vorzunehmen sei, beantragt der Beschwerde
führer,
dass
diese nicht – dem Grundsatz von
Art.
16 c
Abs.
2 ELV folgend – hälftig
erfolge. Es
sei
Y._
ein geringerer Mietanteil anzu
rechnen, da er
lediglich ein Zimmer nutze, oft unterwegs und praktisch nur zum
Schlafen und zum Erledigen der Hausaufgaben
in der Wohnung
sei (
Urk.
1 S. 1). Der Beschwerdeführer hat insoweit richtig erkannt, dass die konkreten Verhält
nisse des Einzelfalls ein Abweichen von der allgemeinen Regel
des Aufteilens zu gleichen Teilen
rechtfertigen können, etwa, wenn eine Person den
grössten
Teil der Wohnung belegt (BGE 127 V 10 E. 2b mit Hinweisen). Im hier zu beurteilen
den Fall handelt es sich um eine 2
1⁄2-Zimmerwohnung, wovon
1 1⁄2-Zimmer vom Beschwerdeführer und ein Zimmer von
Y._
genutzt werden
(
Urk.
1 S. 1)
.
Es liegen somit keine erheblichen Unterschiede
in der Nutzung der zur Verfügung stehenden
Räumlichkeiten
vor.
Der Behauptung
, dass
Y._
sein Zimmer
vorwiegend zum Schlafen und zum Erledig
en sei
ner Hausaufgaben verwende (
Urk.
1 S. 1), ist
zu entgegnen
, dass
ein derartiger
Gebrauch weder unüblich noch
als
stark eingeschränkt
zu qualifizieren wäre
. Jedenfalls drängt sich deswegen keine andere Verteilung der Mietkosten auf. Zu denselben ist ferner festzuhalten, dass sie sich auf
Fr.
1‘270.-- pro Monat belau
fen (Urk. 6/10 und 6/49). Die Hälfte, das heisst ein Betrag von
Fr.
635.--, wäre in der Stadt Zürich ohne
Weiteres
auc
h für ein Zimmer
in einer Wohngemeinschaft
zu bezahlen, so dass sich auch in
dieser
Hinsicht keine besonderen Aspekte erge
ben.
Das gemeinsame Wohnen beruht
überdies
weder auf einer
rechtlichen
noch auf einer
moralischen Pflicht, die zu einer anderen Mietzinsaufteilung Anlass geben könnte (BGE 130 V 263 E. 5.3
und 105 V 271 E. 2
). Wie der Beschwerdeführer selbst ausführte, ist er rechtlich nicht dazu verpflichtet, seinen mündigen Sohn finanziell oder auf andere Weise zu unterstützen.
Er verspürt
zwar
die moralische Verpflichtung,
ihm
eine kostenlose Wohnmöglichkeit zu verschaffen, da
er
im zweiten Lehrjahr als Zimmermann lediglich
Fr.
1‘200.-- pro Monat verdient
(Urk.
1 S. 1).
Dies
ist
im ergänzungsleistungsrechtlichen Sinne
jedoch
ir
relevant, da es nicht
dem
Sinn und Zweck von Ergänzungsleistungen
entspricht
,
Dritt
personen
indirekt mitzufinanzieren (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 9C_44/2015 vom 1
1.
März 2015
; vgl. auch
Urk.
2 S. 1 f.
).
Aus dem Gesagten folgt, dass der Mietzins ab November 2014 hälftig aufzuteilen ist.
Die
anerkannten Ausgaben
des Beschwerdeführers haben sich folglich
im Umfang des
Y._
ab November 2014 anzurechnenden
Mietanteils
von
Fr.
635.--
pro Monat
für
voraussichtlich längere Zeit dauernd
auf
Fr.
635.-- pro Monat bzw.
Fr.
7'620.-- pro Jahr
reduziert
.
Diese Veränderung ist derart erheblich, dass die Ergänzungsleistungsansprüche ab November 2014 neu zu berechnen sind. Dies hat auch das AZL richtig erkannt. Seine Berechnungen
,
wonach
der Ergänzungsleistungsanspruch ab November 201
4
Fr.
1‘919.-- (Urk.
6/V16 S. 3)
anstatt
Fr.
2‘384.-- (
Urk.
6/V13 S.
3) und ab Januar 2015
Fr.
1‘940.-- (
Urk.
6/V16 S. 4 f.)
anstatt
Fr.
2‘405.--
(
Urk.
6/V15 S. 3)
beträgt,
sind
korrekt. Sie wurde
n
daher zu Recht
vom Beschwerdeführer nicht weiter in Frage gestellt (vgl.
Urk.
1 und
6/54).
Es wurden folglich
Fr.
465.-- pro Monat zu viel an Ergänzungsleistungen ausbezahlt.
3.2
Der
alleinstehendene
Beschwerdeführer lebt seit dem
1.
November 2014 mit dem volljährigen
Y._
zusammen. Dieser ist, wie einleitend bemerkt, nicht in die gleiche Berechnung der Zusatzleistungen einbezogen und
begründet
keinen Anspruch auf eine Kinder
rente zur AHV, was bereits genügt, um den jährlichen Gemeindezuschuss zu verweigern
(
Art.
2
lit
. a AZVO).
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass das AZL ab November 2014 den An
-
spruch
auf
den
Gemeindezuschuss von
ursprünglich
Fr.
495.-- pro Monat
(vgl. Urk.
6/V13 S. 3 und 6/V15 S. 3)
auf
Fr.
0.-- reduziert hat
(vgl.
Urk.
V/16
S. 3 ff.). Dies muss umso mehr gelten, als auch
keine Ausnahmekonstellation im Sinne von
Art.
3 AZVO vorliegt.
3.
3
Indem der Beschwerdeführer dem AZL als Durchführungsstelle den Einzug von
Y._
am
1.
November 2014
nicht umgehend, sondern erst im April 2015 gemeldet
hat, hat er die ihm obliegende Meldepflicht verletzt. Daran vermag auch nichts zu ändern, dass der Beschwerdeführer
geltend macht
, alle (übrigen) Ämter der Stadt Zürich hätten davon gewusst, dass
Y._
bei ihm lebe (
Urk.
6/54).
Unter diesen Umständen war es auch gerechtfertigt, dass das AZL
die Zusatzleistungen rückwirkend ab
1.
November 2014 herabsetzte und
die Rückforderung
der bereits ausbezahlten Beträge
ange
ordnet hat
, soweit sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf
Ergänzungsleis
tungen
und Gemeindezuschüsse ab November 2014 überstiegen
.
Namentlich hat der Beschwerdeführer
betreffend den Zeitraum
vom
1.
November 2014 bis Ende Mai 2015 Ergänzungsleistungen von
Fr.
3‘255.-- (7 x
Fr.
465.--) und
Gemeinde
zuschüsse
von
Fr.
3‘465.-- (7 x
Fr.
495.--)
, das heisst insgesamt Fr. 6‘720.--
zurückzuerstatten.
Die Verrechnung mit
den monatlichen Beihilfen von aktuell
Fr.
202.--
hat der Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage gestellt.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
4.
Der Beschwerdeführer unterliegt im Beschwerdeverfahren. Dieses ist kostenlos und es sind dem Beschwerdeführer keine Kosten aufzuerlegen (vgl. § 33 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
)
. Der Antrag betreffend Gewährung
der unentgeltlichen Prozessfüh
rung im
Beschwerdeverfahren (Urk. 1 S. 2) ist daher gegenstandslos.
Eine Prozessentschädigung steht dem Beschwer
deführer bei diesem Ausgang des Verfahrens nicht zu.