# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c39194fd-03f3-4b25-b6b1-bf671e438399
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Transportvertrag vom 23. Dezember 1999/13. Januar 2000 beauftragte die A._ AG die Y._ AG als Leader-Transporteur mit der Sammlung von Milch ab Höfen, Sammelplätzen und Sammelstellen sowie deren Transport zu den Abnehmern. Im Rahmen dieses Vertrags verpflichtete sich die Y._ AG, für einen Teil der zugewiesenen Sammeltouren die B._ AG (Vorgängerin der X._) als Transporteur einzusetzen. In der Folge schlossen die Y._ AG und die X._ gestützt auf diese Vereinbarung einen eigenständigen (mündlichen) Transportvertrag ab.
B. Am 22. September 2002 wurde der A._ AG die Nachlassstundung gewährt. Forderungen aus Transportleistungen und Milch- und Rahmlieferungen, die vor diesem Zeitpunkt erbracht worden waren, galten als Forderungen im Nachlass, wurden vorläufig nicht beglichen und waren im Nachlassverfahren anzumelden. Aus diesem Anlass trafen die Y._ AG und die X._ im Rahmen einer Besprechung vom September 2002 eine mündliche Vereinbarung über die zwischen ihnen noch offenen Forderungen aus der Zeit zwischen dem 1. August 2002 und dem 22. September 2002 in Höhe von total Fr. 68‘783.90. Über den Inhalt dieser Vereinbarung sind sich die Parteien uneinig. Die Klägerin stellt sich auf den Standpunkt, sie habe sich bereit erklärt, die erbrachten Leistungen nicht sofort, das heisst noch im Jahre 2002, in Rechnung zu stellen. Damit habe man verhindern wollen, dass die Beklagte, die selbst ebenfalls Transporte für die A._ AG ausgeführt habe und mit Ausfällen habe rechnen müssen, in einen finanziellen Engpass gerate. Die Parteien hätten daher vereinbart, dass die Forderungen vorläufig gestundet und lediglich allfällige Zahlungen aus dem Nachlass der A._ AG an die Klägerin weitergeleitet würden. Alles andere habe man zum damaligen Zeitpunkt offen gelassen. Die Beklagte macht dagegen geltend, die Klägerin habe auf ihre ursprünglichen Forderungen für die fragliche Zeitspanne verzichtet und diese seien gemäss Parteivereinbarung aufgehoben worden. Die Klägerin sollte lediglich den der Dividende aus dem Nachlassverfahren entsprechenden Prozentsatz von ihrer ursprünglichen Forderung erhalten. Die infolge der Nachlassliquidation eingetretenen Verluste hätten demzufolge von den Parteien - bezogen zu den jeweiligen Transportleistungen - im gleichen Verhältnis getragen werden sollen.
C. Im Dezember 2002 erhielt die Y._ AG aufgrund einer Vereinbarung zwischen den Transportunternehmen und der Vereinigung Schweizer
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Milchproduzenten eine Abschlagszahlung in Höhe von 14.57% ihrer für den Zeitraum vom 1. August bis 22. September 2002 anerkannten Gesamtforderung gegenüber der A._ AG von Fr. 328‘376.71. Entsprechend der zwischen den Parteien abgeschlossenen mündlichen Vereinbarung überwies die Y._ AG am 14. Januar 2003 einen dieser Quote entsprechenden Betrag von Fr. 8‘992.30 an die X._, wobei sie auf eine der X._ zustehende Gesamtforderungssumme in Höhe von Fr. 61‘718.-- (Fr. 68‘783.90 abzüglich Mehrwertsteuer und Nebenkosten; vgl. vorinstanzliche Akten act. II./5 sowie act. III./2/3/12) abstellte.
D. Im Februar 2003 erhielt die Y._ AG von der A._ AG in Nachlassliquidation eine erste Abschlagszahlung von 25%. In der Folge überwies sie den Betrag von Fr. 17‘195.-- (25% der Gesamtforderung von Fr. 68‘783.90) an die X._.
E. Im zweiten Quartal des Jahres 2009 erhielt die Y._ AG von der A._ AG eine weitere Abschlagszahlung im Umfang von 12.5%. Die Überweisung des vereinbarten Anteils an die X._ unterblieb jedoch vorerst.
F. Mit E-Mail vom 7. Juli 2009 und vom 11. August 2009 machte die X._ bei der Y._ AG einen Rechnungsausstand von Fr. 46‘010.50 geltend. Da sich die Parteien in der Folge über den Bestand und die Höhe der Forderung nicht einigen konnten, leitete die X._ im Februar 2010 ein Betreibungsverfahren gegen die Y._ AG über den Betrag von Fr. 46‘010.55 ein. In der Betreibung Nr. 2100153 des Betreibungsamtes Kreis Maienfeld erging am 24. Februar 2010, zugestellt am 25. Februar 2010, ein Zahlungsbefehl, gegen welchen die Y._ AG gleichentags Rechtsvorschlag erhob.
G. Mit Vermittlungsbegehren vom 15. Juni 2010 gelangte die X._ an den Kreispräsidenten Maienfeld. Gemäss Leitschein vom 19. August 2010 stellten die Parteien anlässlich der Sühneverhandlung vom 16. August 2010 die folgenden Begehren:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Fr. 46‘010.55, zuzüglich 5% Zins seit dem 7. Juli 2009, zu bezahlen.
2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. 2100153 des Betreibungsamtes Kreis Maienfeld sei zu beseitigen.
3. Die Widerklage sei abzuweisen.
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4. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Widerklageweise sei die Klägerin (Widerbeklagte) zu verpflichten, der Beklagten (und Widerklägerin) Fr. 46‘748.00 zuzüglich Zins zu 5% seit 16. August 2010 zu bezahlen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 7.6% MwSt) zulasten der Klägerin (und Widerbeklagten).“
H. Am 26. August 2010 überwies die Y._ AG entsprechend der erhaltenen zweiten Abschlagszahlung aus dem 2. Quartal 2009 der X._ den Betrag von Fr. 8‘589.-- (12.5% der Gesamtforderung von Fr. 68‘783.90).
I. Mit Prozesseingabe vom 2. September 2010 prosequierte die X._ den Leitschein an das Bezirksgericht Landquart. Dabei hielt sie an dem von ihr anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren fest. Mit Prozessantwort vom 1. November 2010 liess die Y._ AG die vollumfängliche Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% MwSt zulasten der Klägerin beantragen. Von der Erhebung einer Widerklage wie im Vermittlungsverfahren sah die Y._ AG demgegenüber ab.
J. Am 25. Mai 2011 fand die mündliche Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Landquart statt. Aufgrund zwischenzeitlich geleisteter Zahlungen seitens der Y._ AG reduzierte die X._ ihre Forderung auf Fr. 34‘007.60 zuzüglich 5% Zins seit dem 7. Juli 2009. Mit Entscheid vom 25. Mai 2011, mitgeteilt am 6. Juli 2011, erkannte das Bezirksgericht Landquart wie folgt:
„1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Kreispräsidenten Maienfeld als Vermittler im Betrage von Fr. 250.-- sowie die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 3‘000.00 - einer Schreibgebühr von Fr. 582.00 - den Barauslagen von Fr. 218.00 - Streitwertzuschlag (2% von Fr. 46‘010.55) Fr. 920.00
total somit Fr. 4‘720.00
werden zu drei Vierteln der Klägerin X._ und zu einem Viertel der Beklagten Y._ AG auferlegt. Die Klägerin wird zudem gerichtlich verpflichtet, der Beklagten eine aus Verrechnung der gegenseitigen Ansprüche resultierende ausseramtliche Entschädigung von Fr.
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4‘000.-- (Mehrwertsteuer und Barauslagen darin enthalten) zu bezahlen.

## Considerations