# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9818241c-5ba3-44a3-830a-4914f5abc2b5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt Dietikon (im
Folgenden: Durchführungsstelle)
richtete
X._
, geboren
1949
,
ab dem 1. Januar 2002
Zusatzleistungen zu seiner Invalidenrente
aus (Urk.
12
/1
-5,
12/26, 12/28-29, 12/31, 12/34
, 12/42, 12/49-53
, 12/118, 12/125, 12/128-129, 12/134
, 12/136 und 12/141
-142
)
. Die erstmalige Leistungszusprechung erfolgte am 3. April 2002
,
nachdem
der Versicherte
unter anderem
erklärt
hatte,
er habe lediglich ein Konto bei der
Z._
und ein
Mietzins
depot, über weitere Vermö
genswerte verfüge er nicht
,
was er auch
gleichentags schriftlich bestätigte (Urk.
12/1 S. 1 ff.).
1.2
Mit Verfügungen vom 1
7.
und 1
8.
Januar 2011
stellte die Durchführungsstelle
für die Zeit vom
1.
Januar 2009 bis zum 3
1.
Dezember 2010
ein
en
unrechtmässige
n
Bezug von
Ergänzungslei
s
tungen
(
Fr.
8'512.--)
und Beihilfen
(Fr. 7'272.--)
im Gesamtb
etrag von
Fr.
15'784.-- fest, da das
von
Y._
, der Ehefrau des Versicherten,
im fraglichen Zeitraum
erzielte
Erwerbseinkommen und
d
ie
Erhöhung der
BVG-Rente
X._
s
ab
Januar
2009 nicht gemeldet worden
seien, was zu einer Korrektur der Anspruchsberechnungen führe
(Urk.
12/
99 und 12/
119; vgl. auch Urk.
12/118)
.
Mit einer weiteren
Verfügung vom 10.
Oktober 2011
forderte die Durchführungsstelle in der Zeit vom
1.
Januar 2004 bis zum 31. Dezember 2008
ausgerichtete
Ergänzungsleistungen
(Fr.
12'088.--)
, Beihilfen
(
Fr.
9'850.--)
und Gemeindezuschüsse
(
Fr.
5'888.--)
im Gesamtbetrag von
Fr.
27'826.
--
zurück
, da das von
Y._
erzielte Erwerbseinkommen nicht gemeldet
worden
und
die betreffenden Anspruchs
berech
nung
en
entsprechend
zu modifizieren seien
(Urk.
12/125
-126
).
Mit Ver
fügung vom 12.
Oktober 2011 wurden für die Zeit von Febru
ar bis Oktober 2011 weitere Fr.
747.-- Ergänzungs
leistungen zurückgefordert, da
es unzulässig sei, betreffend
Y._
Nichter
werbstätigenbeiträge an die AHV
als Auslagen aufzuführen
(Urk.
12/128
= 12/157
).
Nachdem die Durchführungsstelle am
3.
Januar 2012 Strafanzeige erstattet hatte (
Urk.
12/164), sprach d
ie Staats
anwaltschaft Limmattal/Albis
X._
aufgrund
der unterlassen
en
Mitteilung
der erwähnten
Änderungen
mit Strafbefehl vom
2.
März 2012
des Betruges für schuldig (Urk.
12/185).
1.3
Der Zusatzleistungsanspruch wurde
mit weiteren Verfügungen
per
1.
November 2011 und per
1.
Januar
2012 (
Urk.
12/134), per
1.
Januar 2013 (
Urk.
12/136
)
, per
1.
Juli und per
1.
August 2013 (
Urk.
12/14
1) und per
1.
Januar 2014 (Urk.
12/142) neu berechnet.
Gegen die Verfügung vom 1
2.
Dezember 2013 betreffend
den
Leistungsanspruch ab Januar 2014 (
Urk.
12/142) liess
X._
Einsprache erheben (
Urk.
12/212-213).
A
m 2
8.
April 2014
erklärten
X._
und
Y._
schriftlich,
sie hätten
keine Liegenschaften im In- und/oder Ausland
und bezögen keine Renten aus dem Aus
land
(Urk.
12/203).
Überdies liessen sie am 3
0.
Juli 2014 ihren Rechtsvertreter
erklären
, sie unterhielten k
einerlei
Konti
im Ausland (Urk.
12/206).
Die Durch
führungsstelle berechnete den Zusatzleistungsanspruch mit Verfügung v
om
4.
August 2014
ab Dezember 2012
neu
und richtete
eine Nachzahlung im Betrag von
Fr.
4'638.-- für die Zeit von Dezember 2012 bis August 2014 aus
(Urk.
12/216).
Mit Verfügung vom 1
2.
Dezember 2014 wurde der Zusatzleistungs
anspruch ab Januar 2015 neu
festgelegt
(
Urk.
12/217).
1.
4
Im Juni 2015 leitete die Durchführungsstelle eine weitere Überprüfung des Zusatzleistungsanspruches ein
und verlangte zahlreiche Unterlagen bezüglich der finanziellen Verhältnisse
(
Urk.
12/242).
X._
und
Y._
füllten das Formular zur periodischen Überprüfung des Zusatzleistungsanspruchs aus und bestätigten
am 1
1.
August 2015
mit ihrer Unterschrift
,
X._
sei Eigen
tümer einer
ausländische
n
Liegenschaft und
er und seine Ehefrau
bezögen
koso
varische Renten
(
Urk.
12/258
S. 2 f. und 6
).
Am
1
3.
August 2015
fand eine Besprechung bei der Durchführungsstelle statt
, an welcher
das
Ehepaar
X._/Y._
und sein
Rechtsvertreter
teilnahm
en
. Sie reichten
Kontounterlagen und die Steuererklärung 2014
ein
(Urk.
12/238-240
)
und
machten
nähere
Angaben zur ausländischen Liegenschaft. Diese
lbe
befinde sich in
A._
, Kosovo, sei im Jahr 1973 mit einem Stockwerk erbaut worden,
habe 3 1⁄2-Zimmmer,
verfüge über Wasser und Elektrizität, habe einen Balkon und weise eine Wohnfläche von 80
m
2
auf
.
Investitionen und Renovationen seien keine getätigt worden
. Z
ur Grund
stücksfläche könnten keine genauen Angaben gemacht werden
. Die Unterlagen würden nachgereicht
(Urk. 12/251).
Am
1
7.
August 2015
liess der Rechtsvertreter von
X._
und
Y._
der Durchführungsstelle
eine Liste
der
Ausland
aufenthalte
der Versicherten
in
den Jahren 2014 und 2015 sowie drei Steuerver
anlagungen
«Property
tax
bill
»
vom 1
7.
August 2015
betreffend Grund
stück/Lie
genschaft Kosovo zukommen (Urk.
12/252
; vgl.
Urk.
12/G3
sowie
Urk.
12/231 S. 3, 12/232 S. 2 und 12/233 S. 2
)
.
Am 2
3.
September 2015 trafen die
originalsprachlichen
Bestätigungen betreffend die kosovarischen Renten ein (
Urk.
12/253; vgl.
Urk.
12/
222-
223).
In der Folge wurde auch ein kosovarischer Katasterauszug vom
20.
Juli 2015 eingereicht (
Urk.
12/256 S. 2; vgl.
Urk.
12/234 S. 5-8).
1.
5
Die Durchführungsstelle berechnete mi
t Verfügung vom 2
2.
März 2016 die Ergänzungsleistun
gen ab 1.
Januar 2002
neu
,
indem sie
von Beginn an
die
Liegensch
aften und Grundstücke im Kosovo und
ab Juli bzw. August 2014
die kosovarischen Renten
berücksichtigte
, ferner nahm sie
Änderungen betreffend
d
ie Erwerbseinkünfte
Y._
s
vor
.
D
en
Rückerstattungsanspruch
setzte
die Durchführungsstelle
auf
Fr.
140'197.
-- (
Fr.
139'501.
--
Ergänzungs
leistungen und
Fr.
696.-- Beihilfe
n
)
für die Zeit von Januar 2002 bis März 2016 fest (
Urk.
12/262)
. Mit einer weiteren Verfügung vom selben Datum
ordnete die Durchführungsstelle
die Rückerstattung
von Krankheits- und Behinderun
gs
kosten im Betrag von Fr.
906.--
für die Zeit von Januar 2013 bis
Dezember 2014 an (Urk.
12/264). Schliesslich
erliess die Durchführungsstelle am
22.
März 2016
eine Einstellungs- und Rückerstattungsverfügung
, mit
der
die Rückerstattung von
Fr.
172'000.
--
betreffend die Zeit vom
1.
Januar 2002 bis zum 3
1.
Juli 2015
angeordnet und die Zusa
tzleistungen rückwirkend per 1.
Oktobe
r 200
3 eingestellt wurden (Urk.
12/265)
. Dagegen liessen
X._
und
Y._
am
3.
Mai 2016
Einsprache erheben
(Urk.
12/
270-
272)
. Di
ese wurde mit Entscheid vom 21.
November 2017 abgewiesen (Urk. 2 =
12/291
).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
2
1.
November 2017 erhoben
X._
und
Y._
,
vertreten durch Rechtsanwalt
Eric Stern
, mit Eingabe vom
27
.
Dezember
2017 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Antrag, der angefochtene Ent
scheid sei aufzuheben und
die Sache sei zur Gutheissung der Einsprache, even
tualiter zur Durchführung eines Beweisverfahrens an die Vorinstanz zurückzu
weisen
; unter Kosten- und Entschädi
gungs
folge
n
(zuzüglich Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerde
gegnerin (Urk. 1 S. 2).
Ferner ersuchten sie um Gewäh
rung der unentgeltlichen Prozessführung und Rechtsvertretun
g
(
Urk.
1 S. 2).
Die Durchführungsstelle
schloss am
8.
März 2018 auf Abweisung der Beschwerde
und
beantragte
, das laufende Abklärungsverfahren bezüglich Verkehrswert der Liegenschaften im Beschwerdeverfahren zu berücksichtigen
(Urk. 11
). Mit Verfü
gung vom 4
.
April
201
8
wurde
den Beschwerdeführenden Rechtsanwalt Eric Stern als unentgeltlicher Rechtsvertreter bestellt,
ein zweiter Schriften
wechsel angeordnet und
den Beschwerdeführenden
eine Frist von 30
Tag
en zur Replik angesetzt (Urk. 13
). Diese Frist wurde antragsgemäss
wiederholt
erstreckt, letzt
mals
bis zum
6
.
Juni
201
8
(
Urk. 16 f.
). Mit
Replik
vom
6
.
Juni 2018
wur
de
n
zudem
die
Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung im vorgericht
-
lichen
Verfahren beantragt
(Urk. 18
S. 4
)
und weitere Unterlagen eingereicht (
Urk.
19/1-13).
Mit Verfügung vom 1
1.
Juni 2018 wurde der Beschwerdegegnerin eine Frist von 30
Tagen zur
Duplik
angesetzt
(Urk.
20
).
Sie reichte mit Eingabe vom 1
2.
Juni 2018 (
Urk.
2
2) weitere Unterlagen ein (Urk.
21/1-49).
Davon wurde
den Beschwerdeführe
nden mit Verfügung vom 13
.
August 2018
Kenntnis gegeben
, mit welcher ihnen auch mitgeteilt wurde, dass keine Duplik einge
gangen sei (Urk. 24
).
Am 1
2.
September 2018 reichte die Beschwerdegegnerin eine weitere Stellungnahme (
Urk.
25) und diverse Beilagen ein (
Urk.
26/296 und 26/298-312)
.
Davon wurde der Gegenpartei mit schriftlicher Mitteilung vom 1
7.
September 2018 Kenntnis gegeben (
Urk.
27).
Auf die Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und die im Beschwer
de
verfahren neu eingereichten Unterlagen (Urk.
3/5 S. 1 und S. 3 ff.,
8/2-12,
21/1-4
9
,
26/296 und 26/298-312
ö
) wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen ein
gegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach Art. 4-6 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinter
lasse
nen- und Invalidenversicherung (ELG) erfüllen, Ergänzungsleistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG).
Der Anspruch auf eine jährliche Ergänzungsleistung besteht ab Beginn des Monats, in dem die Anmeldung eingereicht worden ist, sofern sämtliche gesetz
lichen Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 12 A
bs. 1 ELG). Die jährliche Ergän
zungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben (Art. 10 ELG) die anrechenbaren Einnahmen (Art. 11 ELG) übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
Zeitlich massgebend für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung sind in der Regel die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrech
enbaren Einnahmen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Ver
mögen (Art. 23 Abs. 1 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenversicherung; ELV). Bei der Bemessung der jähr
lichen Ergänzungsleistung sind die laufenden Renten, Pensionen und anderen wiederkehrenden Leistungen (Art. 11 Abs. 1
lit
. d ELG) anzurechnen (Art. 23 Abs. 3 ELV).
1.2
Als Einnahmen angerechnet
werden unter anderem zwei Drittel der Erwerbsein
künfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei Ehepaaren
Fr.
1'500.--übersteigen (
Art.
11
Abs.
1
lit
.
a ELG). Überdies werden Einkünfte
aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen
angerechnet
(Art. 11 Abs. 1
lit
. b ELG)
, ebenso
ein Fün
f
zehntel, bei Altersrentnerinnen und Altersrentnern ein Zehntel des Reinver
mögens, soweit es bei Ehepaaren
Fr.
60'000
.--
übersteigt (Art. 11 Abs. 1
lit
. c ELG)
bzw. bis zum
3
1.
Dezember 2010
Fr.
40'000
.--
überstieg (
vgl.
Art.
11
Abs.
1
lit
. c in der bis dahin gültig gewesenen Fassung des ELG)
.
Angerechnet werden auch Renten, Pensionen und andere wiederkehrende Leistungen, einschliesslich Renten der AHV und der IV (
Art.
11
Abs.
1
lit
. d ELG).
Dazu zählen auch Taggel
der der Arbeitslosenversicherung (vgl. BGE 119 V 271 E. 3 und das Urteil des Bundesgerichts 9C_390/2012 vom 2
0.
Juli 2012 mit Hinweisen). Ferner werden
Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist,
als Einnahmen
angerechnet (
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG).
1.3
Im Bereich der Ergänzungsleistungen trägt der Leistungsansprecher die Beweis
last für das (ganze oder teilweise) Fehlen von Einkommen und Vermögen, wobei der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt (BGE 121 V 204 E. 6a und 6b
; vgl. auch das Urteil des
Bundesgerichts P 29/02 vom 1
0.
Dezember 2002 E. 1
).
1.4
Die Vorschriften, die für die jährliche Ergänzungsleistung nach Art. 9 ff. ELG gelten, finden für die kantonale Beihilfe entsprechende Anwendung, soweit nicht etwas Abweichendes bestimmt ist (§ 15 des Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung; ZLG).
1.5
Formell rechtskräftige Verfügungen
oder
Einspracheentscheide
müssen in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungs
träger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war
(
Art.
53 Abs. 1
des Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
)
.
Überdies kann der Versicherungsträger im Rahmen einer Wiedererwägung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder
Einspracheentscheide
zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG).
1.6
Nach
Art.
25
Abs.
1 Satz 1 ATSG in Verbindung mit
Art.
1
Abs.
1 ELG und Art. 2 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten.
Der Rückfor
derungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versiche
rungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung.
Wird der Rücker
stattungsanspruch aus einer
strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist massgebend
(
Art.
25
Abs.
2 Satz 2 ATSG).
1.7
Sofern nicht ein mit höherer Strafe bedrohtes
Verbrechen oder Vergehen gemäss Strafgesetzbuch vorliegt, wird mit Geldstrafe bis zu 180 Tagessätzen bestraft, wer
(
Art.
31
Abs.
1 ELG)
:
a.
durch unwahre oder unvollständige Angaben oder in anderer Weise von einem Kanton oder einer gemeinnützigen Institution für sich oder eine andere Person eine Leistung auf Grund dieses Gesetzes erwirkt, die ihm oder der anderen Person nicht zukommt;
b.
durch unwahre oder unvollständige Angaben oder in anderer Weise unrechtmässig einen Beitrag auf Grund dieses Gesetzes erwirkt;
c.
die Schweigepflicht verletzt oder bei der Durchführung dieses Gesetzes seine amtliche oder berufliche Stellung zum Nachteil Dritter oder zum eigenen Vorteil missbraucht;
d.
die ihm obliegende Meldepflicht (
Art.
31
Abs.
1 ATSG) verletzt.
Falls nicht ein Tatbestand gemäss Absatz 1 vorliegt, wird mit Busse bis zu 5000 Franken bestraft, wer
(
Art.
31
Abs.
2 ELG)
:
a.
in Verletzung der Auskunftspflicht wissentlich unwahre Auskunft erteilt oder die Auskunft verweigert;
b.
sich einer von der zuständigen Stelle angeordneten Kontrolle widersetzt oder diese auf andere Weise verunmöglicht.
Artikel 90
des
Bundesgesetz
es
über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (
AHVG
)
findet Anwendung
(
Art.
31
Abs.
3 ELG)
.
Im Falle einer Strafbarkeit gemäss
Art.
31
Abs.
1 ELG beträgt die Verjährungs
frist sie
ben Jahre (
Art.
97
Abs.
1
lit
. d
des Str
afgesetzbuches
[
StGB
] bzw. Art. 97 Abs. 1
lit
. c StGB in der bis am 31. Dezember 2013 gültig gewesenen Fassung
).
Art.
148a StGB betreffend unrechtmässiger Bezug von Leistungen einer Sozial
versicherung oder der Sozialhilfe
ist
am
1.
Oktober 2016, das heisst nach den hier in Frage stehenden E
reignissen in Kraft getreten
, weshalb dieser Bestim
mung hier keine Relevanz zukommt
.
1.8
Ein Betrug im Sinne von
Art.
146 StGB
mit einer angedrohten Freiheitsstrafe von höchstens fünf Jahren
verjährt in
15 Jahren (
Art.
97
Abs.
1
lit
.
b StGB).
Des Betruges macht sich schuldig, wer in der Absicht, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, jemanden durch Vorspiegelung oder Unter
drückung von Ta
t
sachen arglistig irreführt oder
ihn
in einem Irrtum arglistig bestärkt und so den Irrenden zu einem Verhalten bestimmt, wodurch dieser sich selbst oder einen andern am Vermögen schädigt.
Der Tatbestand erfordert eine arglistige Täuschung. Eine solche liegt vor,
wenn der Täter ein Lügengebäude errichtet oder sich besonderer Machenschaften
oder Kniffe
bedient.
Einfache falsche Angaben erfüllen das Merkmal der Arglist
, wenn deren Überprüfung nicht zumutbar oder nicht bzw. nur mit besonderer Mühe möglich ist
, sowie dann,
wenn der Täter das Op
f
er von der möglichen Überprü
fung abhält oder nach den Umständen voraussieht, dass dieses die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen werde. Das Merkmal ist nicht erfüllt, wenn das Täuschungsopfer den Irrtum mit einem Mindestmass an Aufmerksamkeit hätte vermeiden können. Der Tatbestand erfordert aber nicht, dass das Op
f
er die grösstmögliche Sorgfalt walten lässt und alle erdenklichen Vorkehren trifft, um den Irrtum zu vermeiden. Arglist scheidet nur bei Leichtfertigkeit des Opfers aus, welche das betrügerische Verhalten des Täters in den Hintergrund treten lässt. Die zum Ausschluss der Strafbarkeit
des Täuschenden führende Opferverantwortung kann nur in Ausnahmefällen bejaht werden (vgl. zum Ganzen anstatt Viel
er: Urteil
e
des Bundesgerichts 6
B_1324/2018 vom 2
2.
März 2019 E. 3.2
und 6B_1168/2016 vom 1
7.
März 2017
E. 3.1, je
mit zahlreichen Hinweisen).
Nach der im Bereich der Sozialhilfe ergangenen Rechtsprechung, die auch im Sozialversicherungsrecht Anwendung findet, handelt eine Behörde leichtfertig, wenn sie eingereichte Belege nicht prüft oder es unterlässt, die um Sozialhilfe ersuchende Person aufzufordern, die für die Abklärung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse relevanten Unterlagen einzureichen. Leichtfertigkeit wird namentlich angenommen, wenn die Behörde einen Gesuchsteller nicht zu den von ihm vorgetragenen widersprüchlichen Angaben befragt (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 6B_1168/2016 vom 1
7.
März 2017 E. 3.1 mit Hinweis). Eine
Sozialversicherung
ist
nur dann zu einer näheren Überprüfung der Angaben der versicherten Person verpflichtet, wenn sich aus den eingereichten Unterlagen und den vorhandenen Akten Anhaltspunkte ergeben, wonach diese unzutreffend wären (vgl. das Urteil des Bundesg
erichts 6
B_1324/2018 vom 2
2.
März
2019 E.
3.6 mit Hinweis).
1.9
Bei der
Beurteilung einer Rückforderung unrechtmässig bezogener Sozialversi
cherungsleistungen haben die Rechtsanwendenden beziehungsweise die kanto
nalen Versicherungsgerichte zu prüfen, ob sich die Rückforderung aus einer straf
baren Handlung herleitet. Liegt bereits ein verurteilendes oder freisprechen
des Strafurteil vor, so ist die über den Rückforderungsanspruch befindende Be
hörde daran gebunden. Dasselbe gilt für einen rechtskräftigen Strafbefehl oder eine Ein
stellungsverfügung der zustän
digen strafrechtlichen Untersuchungs
behörden, welche dieselben Wirkungen haben. Fehlt es indessen an einem strafrechtlichen Entscheid, haben die Verwaltung und gegebenenfalls das Sozialversicherungs
gericht vorfrageweise selber darüber zu befinden, ob sich die Rückforderung aus einer strafbaren Hand
lung herleite und der Täter dafür strafbar wäre. Dabei gelten die gleichen beweis
rechtlichen Anforderungen wie im Strafverfahren, so dass der
sonst im Sozial
ver
sicherungs
recht geltende Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit nicht ausreicht (BGE 138 V 74 E. 6.1
mit Hi
nweisen).
2.
Die Beschwerdegegnerin vertrat den Standpunkt, der Beschwerdeführer sei Eigentümer mehrerer Grundstücke
und Liegenschaften
im Kosovo
. Hätte er dieselben nicht erst im August 2015, sondern von Beginn an deklariert, so hätte er die ihm ab Januar 2002 ausgerichteten Zusatzleistungen n
ie
erhalten.
Ferner
bezögen die Beschwerdeführerin seit Juni und der Beschwerdeführer seit Juli 2015 kosovarische Renten, worüber sie die Beschwerdegegnerin ebenfalls erst im August 2015 in Kenntnis gesetzt hätten.
Diese Renten seien als anrechenbare Einnahmen zu berücksichtigen und stünden einem Zusatzleistungsanspruch
ebenfalls
entgegen.
Die Beschwerdeführenden hätten folglich
ab
Januar 2002 unrechtmässig Zusatzleistungen
bezogen, welche
aufgrund des strafrechtlich relevanten Verhaltens zurückzuerstatten sei
en
(
Urk.
2). Im Verfahren äusserte sie sich zur Hauptsache zur Verkehrswertschätzung der Liegenschaften (
Urk.
11 und
25).
Demgegenüber machten die Beschwerdefüh
renden im Wesentlichen geltend,
ihre Vermögenswerte hätten die Freibetragsgrenze
nie überschritten. Mit den Liegen
schaften und Grundstücken im Kosovo sei
auch
kein Ertrag erzielbar. Der Bezug der kosovarischen Renten sei mit einem finanziellen Aufwand verbunden, welcher dieselben deutlich übersteige. Es treffe daher nicht zu, dass zu Unrecht Zusatzleistungen bezogen worden seien (
Urk.
1)
.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, der Beschwerdeführer sei Eigentümer der folgenden Vermögenswerte im Kosovo (
Urk.
2 S. 9 f.
; vgl. auch
Urk.
12/231-234
):
Wert 2015
Wert 2016
Grundstück
e von
15'318 m
2
à
Fr.
2.00/m
2
Fr.
30'596.--
Liegenschaft 92 m
2
, Steuerwert Euro 18'400
Fr.
42'000.--
Fr.
39'872.80
Liegenschaft 80 m
2
, Steuerwert Euro 6'400
Fr.
21'600.--
Fr.
13'868.--
Liegenschaft 172 m
2
, Steuerwert Euro 34'400
Fr.
82'500.--
Fr.
74'544.80
Zur Begründung stützte sie sich
betreffend die landwirtschaftlichen Grundstücke
auf
den Kataste
rauszug vom 2
0.
Juli 2015 (Urk.
12/234 S. 5-8)
und
betreffend die drei letztgenannten
Vermögenswerte
auf die «Property
tax
bill
2015»
vom 17.
August 2015
(Urk.
12/231 S. 3
,
12/232 S. 2
u
nd 12/233 S. 2 =
Urk.
12/270 Beilage 3 S. 3-8
= 12/272 Beilage 3 S. 3-8
)
.
Gemäss den Letztgenannten
sei
eine Fläche von 172 m
2
von der Steuer befreit und
weise einen Schätzwert von
Euro
34'400
auf
, eine Fläche von 92 m
2
dien
e dem Wohnen und
weise einen Schätzwert von
Euro 18'400
auf
und eine Fläche von 80 m
2
diene der Landwirtschaft und
weise einen Schätzwert von
Euro
6'400
auf
(vgl.
Urk.
12/270 Beilage 3).
3.2
3.2.1
Die Beschwerdeführenden hatten am 1
3.
August 2015 gegenüber der Beschwer
degegnerin erklärt, der Beschwerdeführer sei Eigentümer einer Liegenschaft in
A._
, Kosovo, welche im Jahr 1973 mit einem Stockwerk erbaut worden sei, über 3 1⁄2-Zimmmer, einen Balkon, Wasser und Elektrizität verfüge und eine Wohnfläche von 80 m
2
aufweise; Investitionen und Renovationen seien keine getätigt worden (Urk. 12/251).
3.2.2
Im Gegensatz dazu liessen die Beschwerdeführenden mit ihren Einsprachen vom
3.
Mai 2016 vorbringen, der Beschwerdeführer sei Eigentümer einer Liegenschaft
, welche im Jahr 2015 falsch berechnet worden sei: Statt einer Fläche von insge
samt 172 m
2
mit einem Schätzwert von Euro 34'000 seien nur eine Liegenschaft
mit einer Wohnfläche von 92 m
2
mit
einem
Schätzwert von Euro 18'400 und eine landwirtschaftliche Fläche von 80 m
2
mit einem Schätzwert von Euro 6'400 vorhanden.
Zum Beleg verwiesen sie auf die «Property
tax
bill
2015» vom 1
7.
August 2015 (
Urk.
12/270 S. 3
; vgl.
Urk.
12/231 S. 3, 12/232 S. 2 und 12/233 S. 2 =
Urk.
12/270 Beilage 3 S. 3-8 = 12/272 Beilage 3 S. 3-8)
.
Überdies reichten die Beschwerdeführenden
ein Schreiben ein, mit dem das Direktorium für Finanzen und Staatshaushalt der Gemeinde
A._
, Kosovo – gemäss der ebenfalls eingereichten Übersetzung
vom 1
9.
April 2016
am 1
9.
Juni 2016 (richtig: 1
9.
April 2016)
auf Verlangen des Beschwerdeführers Folgendes bestätigte (
Urk.
3/4 = 12/270 Beilage 3 S. 1 f. = 12/272 Beilage 3 S. 1 f.
= 21/12
):
«Auf Grund des schriftliche Verlangen von dem Herrn
X._
, mit der
Protokollnr
. 05-016-11376 des Datums 19.04.2016, der Obgenannte verlangt von Uns dies auszustellen, wie folgt: Bezeichnung, Ausbeutung, sowie den Besitz der Objekten.
Das Gemeinde Büro über die Vermögenssteuer, bezüglich mit dem Programm für den
Ei
n
gentumssteuer
(Property
Taks
System) stellt sich fest, dass die Gemein
schaftseinrichtungen: das Haus und die landwirtschaftliche Anlage haben insge
samt 172 m
2
, wo bei dem Rechnung des Jahres 2015 sind falsch berechnet in der Höhe von 34.000,00 Euro (
«...»
), weil dieser Fläche, bezüglich mit dem UNMIK Angaben haben wir den Beweis, dass diese ist von der Steuer befreit, bezüglich mit der
nr.
«...»
.
Im Bezug mit unseren Angaben haben wir festgestellt, dass der Obengenannte hat eine Wohnfläche für seine persönliche Bedürfnisse in einer Fläche von 92 m
2
,
mit einem Wert von 18.400,00 Euro, sowie besitzt er auch einen Landwirtschaft
liche Anlage in einer Fläche von 80 m
2
, die als Garage benutzt wird und der andere Teil bleibt leer.
Aus dem das ist die Beschreibung von drei Grundstücken, die wirklicher Wert und die ist nicht vermietet, sowie der Obgenannte hat kein Einkommen von dieser Grundstücken.
Die Bescheinigung dient dem Antragstellern als Beweis seine Vermögen zu bestätigen und der Zweck des Ausbeutung.»
Aus der im Beschwerdeverfahren aufgelegten Bestätigung des gleichen Direkto
riums vom 1
0.
Januar 2018 mit Übersetzung vom selben Tag (
Urk.
8/2 mit Beilagen) geht sodann hervor, dass der Beschwerdeführer Eigentümer der weite
ren Eigentumsnummern
«...»
und
«...»
ist und dass diese einen Gesamt
wert von 19'930 Euro (14’720 Euro das Haus und 5’210 Euro die landwirtschaft
liche Anlage) haben (vgl. auch die «Property
tax
bill
» 2018 in der Beilage zu
Urk.
8/2).
3.2.3
Im Beschwerdeverfahren liessen die Beschwerdeführenden
geltend machen,
der Beschwerdeführer sei Eigentümer nicht dreier, sondern z
wei
er
Liegenschaften
mit Wohnflächen
à 92 m
2
und à 80 m
2
, welche zusammengerech
net 172 m
2
ergäben (
Urk.
1 S. 5 und 18 S. 3
)
. Das eine Gebäude sei eine Garage, das andere könne bewohnt werden. Eine wirkliche Werthaltigkeit bzw. Verkäuf
lichkeit oder Vermietbarkeit liege nicht vor. Das bewohnbare Gebäude könne lediglich zu eigenen Wohnzwecken bei Aufenthalten im Kosovo verwendet werden, was auch geschehe. Der Wert dürfte sich auf ma
ximal Fr.
20'000.-- bis 25'000.-- belaufen, weshalb die Freibetragsgrenze ohnehin nicht überschritten wäre
. Ein Ertrag sei
nicht erzielbar
(Urk. 1 S. 5
)
.
Zum Beleg ihrer Ausführungen
reichten
sie
die
«Property
tax
b
ill
2016»
vom 1
9.
April 2016
und
zwei Fotografien
ein (
Urk.
3/5 S. 1
und
S.
3 ff.).
Diesen ist Folgendes zu entnehmen: e
ine Fläche von 0 m
2
sei von der Steuer befreit und habe einen Schätzwert von Euro 0 (
Urk.
3/5 S. 1), eine Fläche von 80 m
2
diene der Landwirtschaft und weise ei
nen Schätzwert von Euro 6'400
auf (
Urk.
3/5
S. 3) – auf der angefügten
Fotografie ist ein
(zweistöckiges)
Gebä
ude
mit dem Vermerk «Baujahr 1980» ersichtlich (
Urk.
3/5 S.
4) –
und eine Fläche von 92 m
2
diene dem Wohnen und weise einen Schätzwert von Euro
18'400
auf (
Urk.
3/5
S. 5) –
auf der
beigelegten
Fotografie ist ein Wohnhaus
mit dem Vermerk «Baujahr
[
viti
i
ndërtimit
]
1980»
abgebildet
(
Urk.
3/5 S. 6).
3.3
Die
aufgezeigte
Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdeführenden
ist ni
cht nur in sich widersprüchlich. Sie ist,
wie die Beschwerdegegnerin richtig erkannte
,
in Anbetracht
der Schätzwerte
in den «Property
tax
bill
»
für das Jahr 2015
betref
fend
92 m
2
(Euro 18'400) und 80 m
2
(Euro
6'400)
auch
nicht nachvollziehbar
,
da
es nicht einleuchtet, weshalb die gesamten 172 m
2
einen Schätzwert von Euro
34'400 (anstatt von Euro 24'800 bei
Euro 18
’
400 + Euro 6'400) ergeben sollen
(
Urk.
11 S.
3
)
.
Überdies wurde jedes einzelne Objekt mit einer eigenen Nummer versehen (Nr.
«...»
,
«...»
und
«...»
).
Soweit sich die Beschwerdeführenden auf einen
Additionsfehler beriefen (Urk.
18 S. 3), ist festzuhalte
n, dass ein solcher
weder mit der
Bestätigung
des Direktoriums für Finanzen und Staatshaushalt der Gemeinde
A._
, Kosovo,
vom 19. April
2016
noch mit der nachträglich beigebrachten
Bestätigung
dieser Behörde
vom 1
0.
Januar 2018 (
Urk.
8/2 =
21/6)
als
überwiegend wahrscheinlich
erscheint. Es ist denn auch nicht einzusehen, weshalb die
172 m
2
in der
«Property
tax
bill
» für das Jahr 2015
als von der
Steuer befreit
bezeichnet wurden
,
wenn dies
für die einz
e
l
nen
Liegenschaften von 92 m
2
und 80 m
2
nicht
ga
lt
.
Auch sonst lässt sich aus den betreffenden Bestätigungen nichts zu Gunsten der
Sachverhaltsdar
-
stellung der Beschwerdeführenden a
bleiten. Vielmehr spricht gegen dieselbe, dass auf der Bestätigung vom 1
0.
Januar 2018
nur
von zwei Liegenschaften
mit den Objekt
nummern
«...»
und
«...»
die Rede ist, wel
che sich auf der Parzelle P-
«...»
befinden sollen (
Urk.
8/2).
Die Letztgenannte
wurde
weder
im Katasterauszug vom 2
0.
Juli 2015
Urk. 12/234 S. 5-8) noch im nachträglich beigebrachten Katasterauszug vom 1
7.
April 2018 (
Urk.
21/3), welcher inhaltlich mit dem ersten identisch ist,
aufgeführt.
Der Erklärungsversuch der Beschwerde
führenden, es handle sich tatsächlich lediglich um zwei
und nicht
um
drei Ver
mögenswerte
, ist daher als
unzutreffend
zu werten
,
zumal auch ihre Vorbringen betreffend die Garage in den Akten keine Stütze finden
. Daran vermag auch die neu eingereichte «Property
tax
bill
2016»
vom 1
9.
April 2016
betreffend eine Fläche von 0 m
2
mit einem
Schätzwert
von Euro 0
und der Objektnummer
«...»
(
Urk.
3/5 S. 1) nichts zu ändern.
3.4
Mit den kosovarischen Katasterauszügen vom 2
0.
Juli 2015 und
vom 1
7.
April 2018 ist belegt, dass der Beschwerdeführer
darüber hinaus
Eigentümer von land
wirtschaftlichen Grundstücken mit einer Fläche
von insgesamt 15'318 m
2
ist
; Liegenschaften
oder
einzelne Parzellen mit einer Fläche
von 80, 92 oder 172 m
2
befinden sich nicht darunter
(
Urk.
12/234 S. 5-8 und
21/3).
Der
Beschwerdeführer
hatte die landwirtschaftlichen Grundstücke
grösstenteils
im Jahr 1994 von seiner Mutter geschenkt erhalten (
Urk.
21/20
-22
).
3.5
Streitgegenstand bildet
insbesondere die Bewertung dieses
Immobiliarvermögens des Beschwerdeführers.
Dienen
Liegenschaften und
Grundstücke
– wie hier –
dem Bezüger oder einer Person,
die in der EL-Berechnung eingeschlossen ist, nicht zu eigenen Wohn
zwecken, so sind diese zum Verkehrswert einzusetzen (
Art.
17 Abs. 4 ELV). Nach der Rechtsprechung ist unter dem Verkehrswert der Verkaufswert im normalen Geschäftsverkehr zu verstehen
(BGE 120 V 10 E. 1)
. Der so ermittelte Verkehrs
wert einer Liegenschaft setzt eine konkrete und aktuelle Liegenschaftsschätzung voraus, was in der Regel nicht praktikabel ist, wenn sie auf Jahre zurück zu erfolgen hat. Es sind daher soweit möglich und sinnvoll andere geeignete Schätzungen
heranzu
ziehen (vgl. die
Urteil
e
des
B
undesgerichts
9C_100/201
9 vom 1
6.
Mai 2019 E. 6.1 und
9C_550
/2017 vom 6.
Dezember 2017 E. 3, je
mit Hinweisen).
Die Beschwerdegegnerin hat weder bezüglich der in den «Property
tax
bill
» aufgeführten Liegenschaften/Grundstücke noch bezüglich der aus den Kataster
auszügen ersichtlichen landwirtschaftlichen Grundstücke eine Verkehrswert
schätzung eingeholt
. Dies haben
die
Beschwerdeführenden zu vertreten, da sie
nach dem
von der Beschwerdegegnerin bereits im Juli 2015 durchgeführten Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
(vgl. Urk.
12/
245)
die
dafür
erforderlichen Angaben
nicht geliefert haben.
Namentlich haben sie es versäumt, die von der Beschwerdegegnerin betreffend die in den «Property
tax
bill
» aufgeführten Liegenschaften/Grundstücke angeforderten
Katasterauszüge, genauen Adresse
n
, aktuelle
n
Fotos sämtlicher vier Fassaden, der Küche, des Wohnbereichs, des WCs und der Zimmer
beizubringen
(
Urk.
12/245 S. 3 f.)
.
Ebenso wenig wurden
die verlangten Unterlagen zur steuerlichen Bewertung der in den Katasterauszügen aufgeführten
landwirtschaftlichen Grundstücke
durch die kosovarischen Behör
den
eingereicht (
Urk.
12/245 S. 1).
Eine seriöse Schätzung im Rahmen einer durch die Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene
n
Expertise war damit nicht mög
lich. Deren Fehlen ist in Anbetracht der Verletzung der Mitwirkungspflicht durch die Beschwerdeführenden nicht zu bemängeln.
Zwar wurde
im Beschwerdeverfahren eine durch die Beschwerdeführenden in Auftrag gegebene Verkehrswertschätzung vom
14./1
5.
April 2018
betreffend landwirtschaftliche Grundstücke von einer Fläche von insgesamt
15’672
m
2
mit einem Marktwert von Euro
15'672
eingereicht (
Urk.
2
1/28-39
).
Bei derselben wurde
zusätzlich zu den in den Katasterauszügen aufgeführten Parzellen
(vgl.
Urk.
12/234 S. 5-8 und 2)
neu eine Parzelle mit der Nr.
P-
«...»
und einer Fläche von 354 m
2
berücksichtigt (
Urk.
21/24
und 21/32
).
Dieselbe lässt sich nicht mit den in den «Property
tax
bill
» erwähnte
n
92 m
2
, 80 m
2
und 172 m
2
(= 344 m
2
)
in Einklang bringen
, wie es von Seiten der Beschwerdeführenden geltend gemacht wurde (
Urk.
26/309 S. 1)
.
Es stellt sich daher die Frage, ob die Beschwerdeführenden entgegen ihrer
Meldepflicht
ein weiteres landwirtschaft
liches Grundstück der Beschwerdegegnerin nicht rechtzeitig gemeldet haben.
Ungeachtet
dessen fällt auf, dass trotz der unterschiedlichen
Lage, Klassierung und Form der einzelnen Parzellen
stets
ein Wert von jeweils Euro 1 pro m
2
ermittelt
wurde
(
Urk.
21/37).
Dies ist weder na
chvollziehbar noch überzeugend.
Es kommt hinzu, dass
sich
die Verkehrswertschätzung aus dem Jahr 2018
nicht zum
hier interessierenden Zeitraum
ab dem
1.
Januar 2002 äussert
. Immerhin ist zu bemerken, dass der von der Beschwerdegegnerin ihren Berechnungen zu Grunde gelegte Wert von
Fr.
2.-- pro m
2
im Jahr 2015
– in Anbetracht der Wechselkurse – nur wenig vom durch den Experten ermittelten Wert
für einen m
2
im Jahr 2018
abweicht.
Namhafte Wertschwankungen im Verlauf der Jahre wurden n
ie
behauptet. Es bestehen auch keinerlei Anhalts
punkt
e
für solche.
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegn
e
rin die landwirtschaftlichen Grundstücke von insgesamt 15'318 m
2
mit einem Betrag von Fr. 30'596.-- bei der Berechnung des Zusatzleistungsanspruches berücksichtigt hat
, zumal keine hypothekarische Belastung bestand (
Urk.
21/38)
.
Es bleibt zu prüfen, ob die Möglichkeit bestanden hätte, den Wert für die in den «Property
tax
bill
» aufgeführten Liegenschaften/Grundstücke praxisgemäss
nach dem
anerkannten Mittelwert zwischen
dem
Steuerwert und
dem
Gebäudever
sicherungswert
zu ermitteln
(vgl.
das Urteil
des Bundesgerichts 9C_550/2017 vom
6.
Dezember 2017 E. 3.3 mit Hinweisen).
Dies war nicht der Fall, da der Sachver
haltsdarstellung der Beschwerdeführenden zufolge keine Versicherungsunter
lagen bezüglich der kosovarischen Liegenschaften existieren (
Urk.
26/309 S. 4).
Ebenso wenig sind Kaufverträge vorhanden (
Urk.
26/309 S. 3), welche bei der Wertermittlung mitberücksichtigt werden könnten.
Un
ter den gegebenen Umständen
ist nicht zu beanstanden
, dass die
Beschwerde
gegnerin
den Verkehrswert
durch eine Verdoppelung der
steuerlichen Schätz
wert
e und eine Umrechnung in
Fr.
ermittelte
und den Wert der Liegenschaften auf
Fr.
146'100.-- (
Fr.
42'000.-- +
Fr.
21'600.-- +
Fr.
82'500.--; vgl. E. 3.1)
im Jahr 2015
fest
setzte
und für die anderen Jahre entsprechend den Wechselkursen anpasste
.
Wesentlich ist allein
, dass die Beschwerdeführenden
– aufgrund der Verletzung ihrer Mitwirkungspflichten –
den ihnen obliegenden Nachweis
(Urteil des Bundesgerichts 9C_540/2009 vom 1
7.
September 2009 E. 3)
nicht zu erbringen vermögen, dass die Liegenschaften und Grundstücke
des Beschwerdeführers
im hier interessierenden Zeitraum ab dem
1.
Januar 2002
den Wert
aus dem Jahr 2015
von insgesamt Fr.
176'696.
-- (Fr. 30'596.-- + Fr. 146'100.--) – jeweils angepasst an die Wechselkurse –
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
unterschritten
.
3.6
Seit
dem
1.
Januar 2002
haben
die Beschwerdeführenden unbestritten ihren Wohnsitz in
B._
. Während dieser Zeit waren
die
Liegenschaften und Grundstücke im Kosovo weder vermietet noch verpachtet. Es war deshalb
korrekt,
dass die Beschwerdegegnerin den Beschwer
deführenden
einen entsprechenden Vermögen
s
ertrag als Einkünfte
angerechnet hat
, auf die
sie verzichtet haben (
Art.
11
Abs.
1
lit
. b und g ELG)
.
Dieser blieb im Quantitativ unb
eanstandet
und kann aufgrund der Verletzung der Mitwirkungs
pflichten der Beschwerdeführenden auch nicht durch eine Expertise überprüft werden.
4
.
4
.1
Es ist
unbestritten und belegt, dass
die Beschwerdeführerin
seit dem
1.
Juli 2014 und
der Beschwerdeführer
seit dem
1.
August 2014 eine kosovarische Rente von Euro
75.-- pro Monat
erhalten
, welche sich in die Schweiz transferieren lässt (Urk.
1 S. 4
f.
,
11 S. 2,
12/270 S. 2,
12/272 S. 3 und
18 S.
3
; vgl.
Urk.
3/3 =
12/270 Beilage 2 =
12/272 Beilage 2
,
8/5,
12/222-223
und 12/236-237
)
.
4
.2
Die Beschwerdef
ührenden
liessen indessen geltend machen,
das Gesuch um Zusprechung von Zusatzleistungen zur AHV sei im Frühjahr 2014 erfolgt, als noch kein Anspruch auf eine kosovarische Rente bestanden habe (
Urk.
1 S. 4 f.). Für
den Rentenbezug bzw. die Aufrechterhaltung des Rentenanspruchs
hätten sich die Beschwerdeführenden
überdies
jeweils in den Kosovo zu begeben. Dies sei mit
Reisekosten
verbunden
, welche als Gestehungskosten zu berücksichtigen seien, so dass
praktisch
kein finanz
ieller Vorteil resultiere (Urk. 1 S. 5,
12/
270 S.
3, 12/272 S.
3 und
18 S. 3).
4.3
Wie die Beschwerdegegnerin richtig erkannte, sind die Renten
ab deren Erhalt
als anrechenbare Einnahmen zu berücksichtigen (
Art.
11
Abs.
1
lit
. d ELG
und Art. 23
Abs.
3 ELV
).
Die Beschwerdeführenden sind für Änderungen in ihren finanziellen Verhältnissen meldepflichtig (
Art.
31
Abs.
1 ATSG
). Für die Beurtei
lung des Zusatzleistungsanspruchs ab Juli und ab August 2014 spielt es folglich keine Rolle, welche Angaben die Beschwerdeführenden im Frühjahr
2014
betref
fend ihre Renteneinnahmen machten und wie sich die Verhältnisse damals präsentierten. Mit Bezug auf die angeführten Reisekosten ist festzuhalten, dass es für den Abzug sogenannter Gewinnungskosten betreffend die
hier zur Diskussion stehenden Renten
– anders als beim Erwerbseinkommen (vgl. Art. 11a ELV) -
an
einer Rechtsgrundlage
mangelt
.
Es ist deshalb darauf zu verzichten, die Beschwerdeführenden dazu anzuhalten, die geltend gemachten Auslagen
zu beziffern und
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu belegen
, da
dieselben
ohnehin unberücksichtigt zu bleiben haben.
Es kann hier auch
offenbleiben, ob die Beschwerdeführenden wie behauptet
für jede einzelne Rente (
Urk.
12/270 S. 3) oder zumindest
zweimal pro Jahr
(
Urk.
1 S. 5)
in den Kosovo reisen und sich den dortigen Beamten persönlich präsentieren müssen, um
die Rentenzahlungen aufrecht zu halten
.
4.4
Die Umrechnung des Eurobetrages in Schweizer Franken durch die Beschwerde
gegnerin wurde zu Recht nicht beanstandet.
5.
5.1
Als Zwischenergebnis ist somit festzuhalten, dass es korrekt war, dass die Beschwerdegegnerin den Zusatzleistungsanspruch ab Januar 2002 neu berech
nete, indem sie
das vom Beschwerdeführer verheimlichte Immobiliarvermögen im Kosovo im Wert von
Fr.
176'696.
-- im Jahr 2015 – angepasst an die jeweiligen Wechselkurse –
berücksichtigte
.
Ebenso war es richtig, dass sie
den Beschwerdeführenden
die
mit demselben erzielbare
n
Einkünfte im Betrag von
Fr.
7'067.-- anrechnete (
Art.
11
Abs.
1
lit
. b und g ELG). Schliesslich war es auch zutreffend
,
bis zum Rentenalter ein Fünfzehntel und danach ein Zehntel der
Vermögenswerte
anzurechnen, soweit
sie bis zum 3
1.
Dezember 2010 den Freibetrag von
Fr.
40'000.-- und anschliessend den Freibetrag von
Fr.
60'000.-- überstiegen (vgl.
Art.
11
Abs.
1
lit
. c ELG in der jeweiligen Fassung).
Lediglich der Vollständigkeit halber bleibt zu bemerken, dass die Beschwerdegeg
nerin bei den Neuberechnungen zu Gunsten der Beschwerdeführenden die Einkünfte der Beschwerdeführerin (teilweise versehentlich aufgeführt unter «Gesuchsteller/in»)
angepasst hat (vgl.
Urk.
12/262 S. 3-6 und 12/262/ S. 19 ff.). Dies wirkt sich im Ergebnis auf den Zusatzleistungsanspruch nicht aus.
5.2
Die bereits rechtskräftig angeordneten Rückforderungen
und
Neuberechnungen wirken sich auf den Rückforderungsbetrag aus
, welcher hier noch
zur Diskussion stehen kann
(vgl. insbesondere
Urk.
12/99, 12/119
, 12/125-126 und 12/128
)
. Es ist
somit lediglich
von folgenden Leistungen der Beschwerdegegnerin auszuge
hen:
1.
Januar 2002 bis 3
1.
März 2003 (
Urk.
12/1)
15 x
Fr.
796.-- EL
Fr.
11'940.-- EL
15 x
Fr.
32.--
BH
Fr.
480.--
BH
1.
April
bis
3
0.
September 2003 (
Urk.
12/2)
6
x
Fr.
1’292
.
-- (
Fr.
1’696.--
-
Fr.
404.--)
EL
Fr.
7
'
752
.-- EL
6
x
Fr.
24
.--
BH
Fr.
144
.--
BH
1.
Oktober bis 3
1.
Dezember 2003 (
Urk.
12/3)
3 x
Fr.
414.-- EL
Fr.
1’242.-- EL
3 x
Fr.
24.-- BH
Fr.
72
.-- BH
1.
Januar
2004
bis 3
1.
Dezember 2005 (
Urk.
12/125
/3-8
)
%1
x
Fr.
556.-- EL
Fr.
13’344.--
EL
1.
Januar bis 3
1.
Dezember 2006 (
Urk.
12/125
/9
)
12 x
Fr.
596.-- EL
Fr.
7’152.--
EL
1.
Januar bis 3
0.
Juni 2008 (
Urk.
12/125
/11-12
)
6 x
Fr.
610.-- EL
Fr.
3'660.-- EL
1.
Juli bis 3
1.
Dezember 2008 (
Urk.
12/125
/13
)
6 x
Fr.
768.-- EL
Fr.
4'608.-- EL
1.
Januar bi
s 3
1.
Dezember 2009 (
Urk.
12/118
/3
)
12 x
Fr.
901.-- EL
Fr.
10'812.-- EL
1.
Januar bis 3
1.
Dezember 2010
(
Urk.
12/1
18
/4-5
)
12
x
Fr.
959
.-- EL
Fr.
11'
508
.-- EL
1.
Januar bis 3
1.
Januar 2011 (
Urk.
12/118
/6
)
1 x
Fr.
1’064.-- EL
Fr.
1'064.-- EL
1.
Februar bis 3
1.
Oktober 2011 (
Urk.
12/128
/3
)
9 x
Fr.
981.-- EL
Fr.
8'829.-- EL
1.
November bis 3
1.
Dezember 2011 (
Urk.
12/134
/3
)
2 x
Fr.
1’108.-- EL
Fr.
2'216.-- EL
1.
Januar bis 3
0.
November 2012 (
Urk.
12/134
/4
)
11 x
Fr.
1'284.-- EL
Fr.
14'124.-- EL
1.
bis 3
1.
Dezember 2012 (
Urk.
12/216
/3
)
1 x
Fr.
748.-- EL
Fr.
748.-- EL
1.
Januar bis 3
0.
Juni 2013 (
Urk.
12/216
/4
)
6 x
Fr.
1’079.-- EL
Fr.
6'474.-- EL
1.
Juli bis 3
1.
Dezember 2013 (
Urk.
12/216
/5-6
)
6 x
Fr.
1’399.-- EL
Fr.
8'394.-- EL
1.
Januar bis 3
1.
Juli 2014 (
Urk.
12/216
/7
)
7 x
Fr.
1’418.-- EL
Fr.
9'926.-- EL
1.
August bis 3
1.
Dezember 2014 (
Urk.
12/216
/8
)
5 x
Fr.
1’278.-- EL
Fr.
6'390.-- EL
1.
Januar bis 3
0.
J
un
i 2015 (
Urk.
12/21
7
)
6
x
Fr.
1’314
.-- EL
Fr.
7
'
884
.-- EL
Mit Schreiben vom 3
0.
Juni 2015 sistierte die Beschwerdegegnerin ihre Zahlun
gen (
Urk.
12/242), weshalb im Juli 2015 keine
Auszahlung
mehr
erfolgt sein
dürfte
(vgl.
auch
Urk.
12/
2
55
,
12/266 S. 2 f.
und 12/289 S. 1
)
, die es hier zu berücksichtigen gölte. Im August 2015 setzten die Beschwerdeführenden
die Beschwerdegegnerin über das
bisher wahrheitswidrig verneinte
Gru
nd
stücks- und Liegenschaftseigentum
im Ausland und die bis anhin nicht gemeldeten Renten
bezüge aus dem Kosovo in Kenntnis (
Urk.
12/258 S. 2 f. und 6). Ab diesem Zeit
punkt
ist folglich von keinem strafrechtlich relevanten Verhalten mehr auszu
gehen
,
womit sich
eine Rückforderung
r
echtfertigen
liesse
.
Es können somit maximal Ergänzungsleistungen von
Fr.
138’0
6
7
.--,
Beihilfen von
Fr.
696.
--
das heisst
Fr.
1
38
'
763
.
--
zurückgefordert werden
, zuzüglich der von Januar 2013 bis Dezember 2014 bezahlten
Krankheits- und Behinderungs
kosten im Betrag von Fr. 906.-- (Urk. 12/264)
, das heisst total Fr. 139'669.--
.
5.3
Es bleibt zu prüfen, ob die am 2
2.
März 2016 verf
ügte Rückforderung zulässig war
oder ob
ihr eine
bereits (teilweise)
eingetretene
Verwirkung
entgegenstand
.
Letzteres lässt sich nur ausschliessen, wenn sich die Rückforderungen aus einer str
afbaren Handlung
herleiten lassen
, für welche eine Verjährungsfrist von 15 Jahren gilt. Dies wäre bei einem Betrug im Sinne von
Art.
146 StGB der Fall.
Der
Beschwerdeführer hat den Entscheid vom
3.
April 2002, mit welchem ihm ab dem
1.
Januar 2002 Zusatzleistungen zugesprochen wurden,
auf
welche
er kein Anrecht gehabt hätte,
mit
falschen Angaben erwirkt. Dies
indem er erklärte, er habe lediglich ein Konto bei der
Z._
und ein Mieterdepot, aber keine weiteren Vermögenswerte (
Urk.
12/1 S. 1 ff.).
Die Überprüfung dieser Erklärung, insbeson
dere der Tatsache, dass nicht irgendwo im Ausland Immobilieneigentum vorhanden ist, war der Beschwerdegegnerin nicht zumutbar und – wenn überhaupt – nur mit besonderer Mühe möglich. Aus den eingereichten Belegen ergaben sich auch keinerlei Anhalt
s
punkte für Nachforschungen in diese Richtung (vgl.
Urk.
12/1). Insbesondere hatte die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer
zuvor
mit Schreiben vom 1
4.
Dezember 2001 ausdrücklich dazu aufgefordert, einen Grundbuchauszug von Liegenschaften und/oder Ferienhäusern im In- und Ausland einzureichen (Urk. 12/1 letzte Seite).
Dies unterliess er und machte statt
dessen wahrheitswidrige Angaben. Unter den gegebenen Umständen ist das Tatbestandsmerkmal der Arglist erfüllt. Ebenso liegt eine unrechtmässige Bereicherung des Beschwerdeführers und eine Schädigung der Beschwerdegeg
nerin im Ausmass der
zu Unrecht
ausgerichteten Zusatzleistungen vor.
Aufgrund des Schreibens vom 1
4.
Dezember 2001 (
Urk.
12/1 letzte Seite) war dem Beschwerdeführer bekannt, dass die geforderten Unterlagen, darunter der Grundbuchauszug von Liegenschaften und/oder Ferienhäusern im In- und Aus
land, einen Einfluss auf seinen Zusatzleistungsanspruch haben k
onnten
. Es ist ihm daher in subjektiver Hinsicht
zumindest
Eventualvorsatz und eine
ent
sprechende
Bereicherungsabsicht vorzuwerfen.
Es erscheint somit gerechtfertigt, von einer 15-jährigen Verjährungsfrist auszu
gehen.
Dies muss umso mehr gelten
,
als
die Beschwerdegegnerin den Beschwer
deführer immer wieder – erfolglos – zum Einreichen von Belegen über
Liegen
schafts
-, Haus-
oder Wohneigentum im In- und Ausland aufgeforde
rt hat (
Urk.
12/2 S. 15 und
12/203 S. 4
). Aus den Steuererklärungen der Beschwerde
führenden
(Urk.
12/12, 12/63
= 12/75
, 12/151
, 12/170-171, 12/193
und 12/240
) und den weiteren von ihnen eingereichten Unterlagen
(Urk.
12/58-62, 12/64—76, 12/78-82
, 12/91-95, 12/98, 12/100-102
, 12/120-124
, 12/130-134, 12/137-138, 12/152-156
, 12/169, 12/186-191, 12/195-202, 12/204
, 12/206-210
und
12/219-230
)
ergaben sich auch nie Hinwei
se für entsprechende Vermögenswerte. Selbst am 2
8.
April 2014
, nachdem der Beschwerdeführer am
2.
März 2012
wegen Betruges
(Sozialversicherungsbetrug) durch Verletzung seiner Meldepflichten gegenüber der Beschwerdegegnerin
schuldig gesprochen worden war
(
Urk.
1
2/185
), bestätigten die Beschwerdeführenden noch schriftlich, sie hätten keine Liegenschaften im In- und/oder Ausland (Urk. 12/203
S. 4
).
Mit Bezug auf den erst verspätet gemeldeten Bezug der kosovarischen Renten
ab Juli bzw. August 2014
liegt
(bis zum 1
1.
August 2015; vgl.
Urk.
12/258 S. 2 f. und 6)
eine Meldepflichtverletzung im Sinne von
Art.
31
Abs.
1 ATSG vor. Dies
bezüglich ist von einem strafbaren Verhalten im Sinne von
Art.
31
Abs.
1 ELG und damit einhergehend von einer siebenjährigen Verjährungsfrist auszug
ehen (vgl.
Art.
97
Abs.
1
lit
. d
StGB
bzw. Art. 97 Abs. 1
lit
. c StGB in der bis am 31. Dezember 2013 gültig gewesenen Fassung)
. Dieselbe
wurde mit der am 2
2.
März 2016 ange
ordneten Rückforderung ebenfalls gewahrt.
5.4
Aus dem Gesagten folgt, dass
die Beschwerde
insoweit teilweise
gutzuheissen
ist
, dass der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin dahingehend
abzuändern
ist, als
der Beschwerdeführer
der
Beschwerdegegnerin
vom
1.
Januar 2002 bis zum 3
0.
Juni 2015 ausgerichtete Zusatzleistungen in einem (weiteren) Betrag von
Fr.
139'669.-- zurückzuerstatten
hat
. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
5.5
Auf das von den Beschwerdeführenden mit der Replik gestellte Begehren, es sei anzuordnen, dass die Beschwerdegegnerin die unentgeltliche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren gewähre (
Urk.
18 S. 4), ist nicht einzutreten.
Denn im
verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat.
Da die
Beschwerdegegnerin diesbezüglich noch keinen Entscheid erlassen hat, fehlt es an einem beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand (BGE 132 V 164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1a).
6.
6.1
Das Verfahren ist kostenlos.
6.2
Nach
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss
§
8 in Verbindung mit
§
7
Abs.
1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht
(
GebV
SVGer
) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
Mit Honorarnote vom 1
9.
August 2019 machte
der Rechtsvertreter
Honorar
und Spesenersatz
, zuzüglich Mehrwertsteuer
,
von insge
samt
Fr.
3'933.10 geltend (Urk. 30). Dabei machte er in der Zeit vom
8.
Januar 2018 (vgl. dazu die Fristan
setzung mit Verfügung gleichen Datums,
Urk.
4) bis am 1
5.
Februar 2018 (
Urk.
7) für die Substantiierung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtsvertretung einen Aufwand von 4.7 Stunden geltend, worunter diverse Korrespondenz mit der Gegenpartei aufgeführt ist. Da die eingereichten Unterlagen (
Urk.
8/1-12) von den Beschwerdeführenden zu beschaffen waren und in der entsprechenden Eingabe nichts Weiteres mehr ausgeführt wurde (
Urk.
7), sind die diesbezüglichen Bemü
hungen nicht angemessen und diese um 2.7 Stunden zu kürzen.
Vom 1
6.
Februar bis 1
9.
März 2018 stand der Rechtsvertreter offenbar in Ver
handlungen mit der Beschwerdegegnerin betreffend eine
Liegenschaften
schätzung
(vgl. dazu auch
Urk.
14).
Da mit
der
formgültige
n
Beschwerdeerhebung (zusammen mit der Beschwerdeantwort)
der Beschwerdegegnerin die
Zuständig
keit
zum Entscheid im Verfahren verwehrt war (BGE 136 V 2 E. 2b), sind die in diesem Zusammenhang im Hinblick auf allfällige Weiterungen des Verwaltungs
verfahrens getätigten Aufwendungen von vornherein nicht im Rahmen des Gerichtsverfahrens zu entschädigen. Dies führt zu einer weiteren Kürzung der Honorarnote um 3.4 Stunden.
Die Kürzung der Kostennote um 6.1 Stunden (2.7 + 3.4) ergibt eine Reduktion der geltend gemachten Forderung um
Fr.
1'445.30 (6.1 Stunden x
Fr.
220.-- x 107.7 %), so dass die Entschädigung von Rechtsanwalt Eric Stern auf insgesamt
Fr.
2'487.80 (
Fr.
3'933.10 ./.
Fr.
1'445.30), inklusive Barauslagen und Mehrwert
steuer festzusetzen ist.
6.3
Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend steht dem unentgeltlichen Rechtsver
treter der Beschwerdeführenden, Rechtsanwalt Eric Stern, eine hälftige Prozess
entschädigung von
Fr.
1'243.90 zu. Im übrigen Umfang von
Fr.
1'243.90 ist er aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
6.4
Die Beschwerdeführenden sind auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden können, sofern sie dazu in der Lage sind
.