# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 41f50fbc-9d3e-5e43-af52-83d49548b623
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. N.A. (1974) stammt aus Serbien. Seit dem Jahr 1984 hält er sich mit
Ausnahme von zwei Unterbrüchen (1987/88 und 1997/98) in der Schweiz auf. Ende
Dezember 1990 verheiratete er sich mit seiner Landsfrau S.A. (1973). Bereits 1988 war
in Österreich, wo die künftige Ehefrau damals wohnte, der gemeinsame Sohn B.
geboren worden. Ehefrau und Sohn reisten im Februar 1991 im Familiennachzug in die
Schweiz ein. Hier kamen die beiden weiteren Kinder des Ehepaares, C. (1991) und D.
(2000), zur Welt. S.A. und die drei Kinder verfügen seit März 2002 über die
Niederlassungsbewilligung.
B. Zeit seiner Anwesenheit kämpfte N.A. mit finanziellen Problemen, weswegen
er am 5. Dezember 1991 erstmals fremdenpolizeilich verwarnt bzw. die
Aufenthaltsbewilligung nur auf Zusehen und Wohlverhalten hin verlängert wurde (Akten
Migrationsamt, Dossier N.A., S. 340). Aus gleichem Grund wies die kantonale
Fremdenpolizei (heute: Migrationsamt) ein erneutes Verlängerungsgesuch mit
Verfügung vom 9. Juli 1996 ab (Doss. N.A., S. 356) und wies N.A. in der Folge an, die
Schweiz bis 15. Januar 1997 zu verlassen (Doss. N.A., S. 366). Das Bundesamt für
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Ausländerfragen verhängte am 21. Januar 1997 eine Einreisesperre bis 31. Januar 2000
(Doss. N.A., S. 198). N.A. wurde am 21. Februar 1997 nach Belgrad ausgeschafft (vgl.
Doss. N.A., S. 201, 208 und 211).
Bereits am 21. November 1998 – die mit den Kindern in der Schweiz verbliebene
Ehefrau hatte inzwischen mit Hilfe des Sozialdienstes der Dompfarrei und der
Fachstelle für Schuldenfragen eine umfassende Schuldensanierung in Angriff
genommen – hob das Bundesamt für Ausländerfragen die Einreisesperre wieder auf
und das Migrationsamt bewilligte für N.A. den Familiennachzug (Doss. N.A., S. 221 und
224). Bedingung war unter anderem, dass auch er seine Schulden saniere. Für den Fall,
dass er die Schulden nicht konsequent zurückzahle, drohte ihm das Migrationsamt die
erneute Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung an (Doss. N.A., S. 224).
In der Folge verlängerte das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung regelmässig. Am
5. November 2011 verwarnte es N.A. hingegen erneut, wiederum wegen Klagen in
finanzieller Hinsicht. Beim Betreibungsamt St. Margrethen sei er mit Verlustscheinen
von Fr. 49'257.07 und offenen Betreibungen von Fr. 33'149.55 verzeichnet, gehe seit
längerer Zeit keiner Erwerbstätigkeit mehr nach, sei ausgesteuert und lebe vom
Einkommen seiner Ehefrau. Das Migrationsamt hielt ihn an, sich künftig in jeder
Beziehung klaglos zu verhalten (Tilgung der Schulden, keine neuen Schulden,
Nachgehen einer Tätigkeit), ansonsten müsse er damit rechnen, dass die Bewilligung
nicht mehr verlängert oder widerrufen werde (Doss. N.A., S. 69 ff.).
Am 14. Juni 2012 stellte N.A. dem Migrationsamt ein Gesuch um erneute Verlängerung
seiner Aufenthaltsbewilligung (Doss. N.A., S. 67). In einem Verfügungsentwurf vom
30. November 2012 stellte das Amt N.A. die Nichtverlängerung in Aussicht und gab
ihm Gelegenheit zur Stellungnahme (Doss. N.A., S. 34 ff.). Das Amt hielt ihm vor, dass
er noch immer ohne Arbeit sei und keine diesbezüglichen Bemühungen nachweisen
könne. Die Verlustscheine seien inzwischen auf einen Betrag von Fr. 74'172.42
angewachsen, und für Forderungen von insgesamt Fr. 37'653.20 sei sein Lohn
(vorsorglich) gepfändet. N.A. nahm hierzu, obwohl vertreten durch Rechtsanwalt lic.iur.
Daniel J. Senn, St. Gallen, selbst Stellung (Doss. N.A., S. 24). Mit Verfügung vom
5. Februar 2013 wies das Migrationsamt das Verlängerungsgesuch ab und wies N.A.
an, die Schweiz bis spätestens 19. April 2013 zu verlassen (Doss. N.A., S. 16 ff.).
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C. Den gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs wies das Sicherheits- und
Justizdepartement mit Entscheid vom 23. April 2014 ab (act. 2).
D. Gegen den Rekursentscheid erhob N.A. (Beschwerdeführer) mit Eingabe
seines heutigen Rechtsvertreters (Rechtsanwalt lic.iur. Andreas Fäh, St. Gallen) vom
6. Mai 2014 und Ergänzung vom 20. Juni 2014 Beschwerde beim Verwaltungsgericht
(act. 1 und 8). Er liess beantragen, der Entscheid des Sicherheits- und
Justizdepartements (Vorinstanz) vom 23. April 2014 sei aufzuheben und die
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers sei zu verlängern. Die Vorinstanz liess
sich am 25. Juni 2014 vernehmen (act. 11). Sie beantragte die Abweisung der
Beschwerde und verwies zur Begründung auf den angefochtenen Entscheid. Darauf
und auf die Vorbringen des Beschwerdeführers wird – soweit notwendig – in den
Erwägungen weiter eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2.
2.1. Die Aufenthaltsbewilligung ist befristet und kann verlängert werden, wenn
keine Widerrufsgründe vorliegen (Art. 33 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die
Ausländerinnen und Ausländer, SR 142.20, AuG). Bewilligungserteilung und -
verlängerung liegen im Ermessen der zuständigen Migrationsbehörden, es sei denn
eine Sondernorm des Landesrechts oder eines bi- oder multilateralen Staatsvertrags
räume der betreffenden Person einen Anspruch auf Aufenthalt ein (vgl. z.B. Zünd/Hugi
Yar, Aufenthaltsbeendende Massnahmen im schweizerischen Ausländerrecht,
insbesondere unter dem Aspekt des Privat- und Familienlebens, in: EuGRZ 40/2013,
S. 1 ff., Ziff. 7 mit Hinweisen).
Ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter 18 Jahren von Personen mit
Niederlassungsbewilligung haben Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (Art. 43 Abs. 1 AuG).
Dieser Grundsatz ergibt sich bereits aus der völker- bzw. verfassungsrechtlich
garantierten Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 8 Ziff. 1 der Konvention zum
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Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, SR 0.101, EMRK und Art. 13 Abs. 1
der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV). Es kann
die entsprechenden Garantien verletzen, wenn einem Ausländer, dessen
Familienangehörige hier leben, die Anwesenheit untersagt und damit das Familienleben
vereitelt wird. Der sich in der Schweiz aufhaltende Angehörige muss dabei aber
seinerseits über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht verfügen. Dies ist der Fall, wenn er
das Schweizer Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung besitzt oder über eine
Aufenthaltsbewilligung verfügt, die ihrerseits auf einem gefestigten Rechtsanspruch
beruht (BGE 130 II 281 E. 3.1 mit Hinweisen). Das geschützte Recht ist berührt, wenn
eine staatliche Entfernungs- oder Fernhaltemassnahme eine nahe, echte und
tatsächlich gelebte familiäre Beziehung einer in der Schweiz gefestigt
anwesenheitsberechtigten Person beeinträchtigt, ohne dass es dieser – besondere
Umstände vorbehalten – ohne Schwierigkeiten möglich bzw. von vornherein zuzumuten
wäre, das entsprechende Familienleben andernorts zu pflegen (BGE 139 I 330 E. 2.1
mit Hinweisen und 135 I 153 E. 2.1; vgl. auch VerwGE B 2013/247 vom 24. März 2015
E. 2.1, www.gerichte.sg.ch).
2.2. Der Anspruch gilt auch dann nicht absolut: Liegt eine aufenthaltsbeendende
oder -verweigernde Massnahme im Schutz- und Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK,
erweist sich diese als zulässig, falls sie gesetzlich vorgesehen ist, einem legitimen
Zweck im Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK entspricht und zu dessen Realisierung in einer
demokratischen Gesellschaft «notwendig» erscheint. Sowohl bei positiven als auch bei
negativen staatlichen Massnahmen muss im Anwendungsbereich von Art. 8 EMRK
jeweils ein angemessener Ausgleich zwischen den widerstreitenden Interessen des
Einzelnen und jenen der Gemeinschaft beachtet werden. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist
ein Eingriff in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut statthaft, soweit er einen Akt
bildet, der sich in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die
öffentliche Ruhe und Ordnung, für das wirtschaftliche Wohl des Landes und zur
Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral
sowie der Rechte und Freiheiten anderer als nötig erweist. Die Konvention verlangt,
dass die individuellen Interessen an der Erteilung bzw. am Erhalt des
Anwesenheitsrechts und die öffentlichen Interessen an dessen Verweigerung
gegeneinander abgewogen werden. Das öffentliche Interesse überwiegt, wenn die
Massnahme durch ein «herausragendes soziales Bedürfnis» gerechtfertigt und in
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Bezug auf das rechtmässig verfolgte Ziel verhältnismässig erscheint bzw. einer «fairen»
Interessenabwägung entspricht (BGE 139 I 330 E. 2.2 mit Hinweis auf Zünd/Hugi Yar,
a.a.O., Ziff. 17 mit Hinweisen).
3.
3.1. Die Ehefrau des Beschwerdeführers und die noch minderjährige Tochter D.
verfügen seit März 2002 über die Niederlassungsbewilligung. Der Beschwerdeführer
lebt mit ihnen im gleichen Haushalt, woraus sich grundsätzlich ein Anspruch auf
Erteilung bzw. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ergibt.
3.2. Dieser Anspruch erlischt, wenn ein Widerrufsgrund vorliegt, etwa wenn die
Ausländerin oder der Ausländer erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche
Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im Ausland verstossen hat oder diese
gefährdet oder die innere oder die äussere Sicherheit gefährdet (Art. 51 Abs. 2 Ingress
und lit. b in Verbindung mit Art. 62 lit. c AuG). Ein solcher Verstoss liegt u.a. vor, wenn
gesetzliche Vorschriften und behördliche Verfügungen missachtet oder öffentlich- oder
privatrechtliche Verpflichtungen mutwillig nicht erfüllt werden (Art. 62 lit. c AuG in
Verbindung mit Art. 80 Abs. 1 lit. a und b der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt
und Erwerbstätigkeit [SR 142.201, VZAE]. Von einer Gefährdung der öffentlichen
Sicherheit und Ordnung im Sinne von Art. 62 lit. c AuG ist auszugehen, wenn konkrete
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Aufenthalt der ausländischen Person in der
Schweiz mit erheblicher Wahrscheinlichkeit zu einem Verstoss gegen die öffentliche
Sicherheit und Ordnung führen wird (Art. 80 Abs. 2 VZAE). Mutwilligkeit im erwähnten
Sinn setzt absichtliches, böswilliges oder zumindest leichtfertiges Handeln voraus (S.
Hunziker, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Handkommentar zum Bundesgesetz
über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010, N 37 zu Art. 62 AuG). Von
Mutwilligkeit ist nicht leichthin auszugehen, zumal die Beendigung des Aufenthalts kein
taugliches Instrument zur Eintreibung bestehender Schulden ist. Eine Wegweisung aus
der Schweiz führt regelmässig dazu, dass die Gläubiger keine reellen Aussichten auf
Befriedigung ihrer Forderungen mehr haben. Andererseits bringt ein weiterer Aufenthalt
die Gefahr mit sich, dass weitere uneinbringliche Schulden geäufnet werden (BGer
2C_780/2013 vom 2. Mai 2014 E. 3.4.2; 2C_273/2010 vom 6. Oktober 2010 E. 3.3;
2C_329/2009 vom 14. September 2009 E. 4.2.5.). Nach der Rechtsprechung kann eine
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Verschuldung in bedeutendem Umfang zudem auf die Unfähigkeit der ausländischen
Person hinweisen, sich der geltenden Ordnung anzupassen, und ihre Wegweisung
rechtfertigen, wenn sie nichts unternimmt, um ihr Verhalten zu ändern (BGE 131 II 339
E. 5 in fine; 122 II 385 E. 3b; BGer 2C_305/2007 vom 6. November 2007 E. 2.4 und 3.1;
VerwGE B 2013/247 vom 24. März 2015 E. 3.3; B 2014/184 vom 14. Februar 2015 E.
4.1, www.gerichte.sg.ch).
3.3. Der Beschwerdeführer wurde seiner Verschuldung wegen bereits
ausländerrechtlich verwarnt. Bei Fortsetzung des Fehlverhaltens kann dies nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts dann zu einer definitiven Massnahme führen,
wenn keine wesentliche Besserung erkennbar ist bzw. das verpönte Verhalten
ungeachtet der Verwarnung fortgesetzt wurde. Dabei ist ein Vergleich zu ziehen
zwischen der Ausgangslage im Zeitpunkt der Verwarnung und der Situation, in der die
angedrohte Massnahme verwirklicht werden soll. Das frühere Verhalten ist zwar nicht
unbedeutend, kann für sich allein die definitive Massnahme jedoch nicht begründen.
Das Fehlverhalten muss vielmehr angedauert haben oder wiederholt worden sein.
Erforderlich ist somit eine Gesamtbetrachtung unter Einschluss des früheren
Fehlverhaltens, womit die Wirkungslosigkeit der (blossen) Androhung nahegelegt
werden muss. Soll die Aufenthaltsbewilligung der ausländischen Person wegen
Schuldenwirtschaft widerrufen bzw. nicht mehr verlängert werden, muss diese deshalb
auch nach der Androhung ausländerrechtlicher Folgen weiterhin mutwillig Schulden
gemacht haben. Entscheidend ist auch hier der Gesichtspunkt der Mutwilligkeit einer
allfälligen Neuverschuldung. Wer einem betreibungsrechtlichen Verwertungsverfahren,
insbesondere der Lohnpfändung, unterliegt, hat von vornherein keine Möglichkeit,
ausserhalb des Betreibungsverfahrens Schulden zu tilgen. Dieser Umstand muss
zusätzlich berücksichtigt werden. In solchen Fällen kann es nämlich zu weiteren
Betreibungen kommen bzw. der betriebene Gesamtbetrag kann angewachsen sein,
ohne dass allein deswegen Mutwilligkeit anzunehmen wäre. Es kommt vielmehr darauf
an, welche Anstrengungen zur Sanierung unternommen worden sind (zum Ganzen vgl.
BGer 2C_273/2010 vom 6. Oktober 2010 E. 3.4 und VerwGE B 2014/184 vom
19. Februar 2015 E. 4.2, a.a.O.).
3.4. Die Verschuldung des Beschwerdeführers ist von den Ausländerbehörden
immer wieder thematisiert worden. Im Jahr 1995 beabsichtigte die Fremdenpolizei, die
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Aufenthaltsbewilligung nicht mehr zu verlängern, weil er Schulden in der Höhe von
Fr. 35'792.35 eingegangen war (Doss. N.A., S. 352). Weil im darauffolgenden Jahr
erneut Betreibungen über Fr. 11'099.-- hinzugekommen waren und der
Beschwerdeführer keiner Erwerbstätigkeit nachging, wurde sein Verlängerungsgesuch
am 9. Juli 1996 abgewiesen (Doss. N.A., S. 356). Während seiner Landesabwesenheit
vom Februar 1997 bis November 1998 (Einreisesperre bzw. Militärdienst in Serbien)
sanierte seine Ehefrau die Schulden im Rahmen privater Nachlassvereinbarungen (vgl.
Doss. N.A., S. 255 ff.). Den Akten ist zu entnehmen, dass das Ehepaar nach der
erneuten Einreise des Beschwerdeführers bereits im Jahr 2001 die letzten Raten
bezahlen konnte (Doss. N.A., S. 301). Aus den Betreibungsregisterauskünften ergibt
sich, dass es in den Jahren 1998 und 1999 lediglich zu je einer Betreibung gekommen
war und der Beschwerdeführer diese Forderungen beglichen hatte. In den Jahren 2000
bis 2003 wurden keine neuen Betreibungen eingeleitet (vgl. Doss. N.A., S. 294 und
165). Am 7. Januar 2003 bestanden noch drei offene Verlustscheine über einen
Gesamtbetrag von Fr. 1'062.80 (Doss. N.A., S. 165); das Ehepaar war also praktisch
frei von Schulden.
In der Folge kam es jedoch wieder vermehrt zu Betreibungen, und ab September 2006
konnte der Beschwerdeführer seine finanziellen Verpflichtungen offenbar nicht mehr
erfüllen: Der Betreibungsregisterauszug der Stadt St. Gallen, wo die Familie bis im
September 2007 wohnte, weist für die Periode vom 1. Januar 2004 bis 13. September
2007 ein Forderungstotal von Fr. 35'474.65 aus, und es wurden für 14 Forderungen
über insgesamt Fr. 17'663.90 Verlustscheine ausgestellt (Doss. N.A., S. 114). Am neuen
Wohnort St. Margrethen wurde der Beschwerdeführer in der Zeit vom 17. September
2007 bis 30. November 2009 für Forderungen von total Fr. 35'701.52 betrieben, und für
deren 13 wurden Verlustscheine ausgestellt (Fr. 19'992.00; vgl. Doss. N.A., S. 122). Bis
Ende November 2010 wuchsen die dort registrierten Verlustscheine auf insgesamt
Fr. 37'483.67 an (25 Stück), bei einem gesamthaft betriebenen Betrag von
Fr. 63'402.07 (Doss. N.A., S. 107). Einer Pfändungsurkunde vom 28. Februar 2011 ist
zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer keine pfändbaren Vermögenswerte besass,
arbeitslos und ausgesteuert war. Es wurde eine vorsorgliche Pfändung verfügt für den
Fall, dass er wieder erwerbstätig würde. Das Einkommen der Ehefrau betrug zu diesem
Zeitpunkt ca. Fr. 4'600.-- pro Monat (Doss. N.A., S. 85). Am 21. Juni 2011 berichtete
das Betreibungsamt St. Margrethen von 35 Verlustscheinen über insgesamt
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Fr. 49'257.07 und total betriebenen Forderungen von Fr. 76'620.87 (Doss. N.A., S. 76).
Gleichentags gab es dem Migrationsamt bekannt, der heutige Beschwerdeführer sei
ohne Stelle und Verdienst und leiste keine Zahlungen, seit er Betreibungen habe (Doss.
N.A., S. 74). Gestützt auf diese Auskünfte und weil sein Verhalten in finanzieller Hinsicht
immer wieder zu Klagen Anlass gegeben habe, verwarnte ihn das Migrationsamt mit
Verfügung vom 5. Dezember 2011 und hielt ihn an, sich künftig in jeder Beziehung
klaglos zu verhalten, d.h. die Schulden zu tilgen, keine neuen mehr einzugehen und
einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Ansonsten müsse er damit rechnen, dass seine
Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verlängert resp. widerrufen werde. Unter diesen
Vorbehalten verlängerte es die Bewilligung (Doss. N.A., S. 69 ff.).
3.5. Inzwischen hat sich die finanzielle Situation des Beschwerdeführers weiter
verschlechtert, wie sich aus den Betreibungsregisterauszügen vom 4. Juni 2012 (Doss.
N.A., S. 59), vom 28. November 2012 (Doss. N.A., S. 40) und vom 10. Februar 2014 (vi-
act. 14) ergibt. Anfang 2014 lauteten auf den Beschwerdeführer 43 Verlustscheine über
einen Betrag von Fr. 134'715.37. Für weitere Forderungen im Betrag von Fr. 12'098.30
war sein Lohn gepfändet bzw. Betreibungen eingeleitet worden (vi-act. 14). Dass es
dem Beschwerdeführer trotz entsprechender Auflagen und Verwarnungen bislang nicht
gelungen ist, sich aus seiner Schuldenwirtschaft zu befreien, reicht indessen für sich
allein zur Annahme der in Art. 80 Abs. 1 lit. b VZAE vorausgesetzten Mutwilligkeit des
Schuldenmachens nicht aus. Entscheidend ist, ob der Schuldenzuwachs als
erheblicher oder wiederholter Verstoss gegen die öffentliche Ordnung beurteilt werden
muss (BGer 2C_273/2010 vom 6. Oktober 2010 E. 3.3, 3.4 und 4.3). Die Verschuldung
des Beschwerdeführers ist seit der Verwarnung zwar angestiegen, sie hat sich aber
nicht übermässig verschlechtert. Lässt sich in Bezug auf die vor der Verwarnung
eingegangenen Schuldverhältnisse teilweise eine gewisse Mutwilligkeit nicht von der
Hand weisen – es bestehen Hinweise auf Kleinkredite (Betreibung der Cashgate AG
über Fr. 13'030.95 vom 16. Juli 2010) sowie auf einen angesichts der Finanzlage
fragwürdigen Autokauf (Betreibung der Q.-Garage über Fr. 30'000.-- vom 11. Juli 2011,
vgl. vi-act. 14) – lassen sich die seit Ende 2011 eingeleiteten Betreibungen (knapp
Fr. 20'000.--) fast ausnahmslos auf Forderungen der Krankenkasse Progrès
Versicherungen AG zurückführen (vgl. vi-act. 14). Es handelt sich dabei um notwendige
Kosten der Lebenshaltung, was die Vorinstanz in ihrer Beurteilung nicht berücksichtigte
(vgl. E. 3.c.bb des angefochtenen Entscheids).
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3.6. Was die Erwerbssituation des Beschwerdeführers betrifft, kann im
wesentlichen auf die zutreffenden und unbestrittenen vorinstanzlichen Ausführungen
verwiesen werden (E. 3.c.aa des angefochtenen Entscheids mit Hinweisen auf die
Akten). Nach der Wiedereinreise im November 1998 war der Beschwerdeführer ab April
1999 bei der Z. Reinigungsservice tätig. Im November 2002 war er auf Stellensuche; ab
Januar 2003 hatte er Arbeit als Chauffeur bei einer Firma in Oberbüren und wechselte
auf Oktober desselben Jahres zur X. AG. Im November und Dezember 2004 wies ihm
das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) im Rahmen eines Einsatzprogramms
Arbeit in einer Projektwerkstatt zu. Ab Januar 2005 arbeitete der Beschwerdeführer in
Teilzeit bei der W. Reinigung AG; von März bis September dieses Jahres wurde er
erneut in der Projektwerkstatt eingesetzt. Im November 2005 war er auf Stellensuche.
Daran änderte sich mit Ausnahme eines kurzen Zwischenverdienstes, den er im
Februar/März 2006 als Chauffeur bei einer Firma in Abtwil erzielen konnte, bis Ende
November 2008 nichts. Von Anfang Dezember 2008 bis Ende Dezember 2009 fand er
eine Anstellung als Allrounder bei einer Pizzeria in St. Gallen.
Dem Beschwerdeführer ist es, wie die Vorinstanz zutreffend folgerte, seit seiner
(Wieder-) Einreise nicht gelungen, auf längere Sicht eine geregelte Arbeitsstelle zu
finden und wirtschaftlich in der Schweiz Fuss zu fassen. Seit Ende Dezember 2009 bis
zum Zeitpunkt der Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung (5. Februar 2013)
ging der Beschwerdeführer trotz zwischenzeitlich erfolgter Verwarnung und prekären
wirtschaftlichen Verhältnissen keiner Arbeit mehr nach, wodurch seine Verschuldung
zunahm. Über ernsthafte Bemühungen, hieran etwas zu ändern, ist nichts
dokumentiert. Dies änderte sich erst während des Rekursverfahrens, als er einen
Einsatzvertrag mit einer Temporärfirma (Arbeitsbeginn: 24. April 2013) und am 23. Mai
2013 schliesslich einen Arbeitsvertrag mit der O. GmbH (Pensum: 20-40 %) einreichte
(vi-act. 9a bzw. 11). Mit letzterer Tätigkeit erzielte der Beschwerdeführer einen
monatlichen Nettoverdienst von ca. Fr. 1'300.--, wovon im Jahr 2013 insgesamt
Fr. 3'287.56 gepfändet werden konnten (vi-act. 14). Seit 1. Juni 2014 arbeitet er zu
100% bei der O. GmbH zu einem Monatslohn von Fr. 3'200.-- (brutto, inkl. 13.
Monatslohn; act. 9).
3.7. Der Beschwerdeführer versäumte es trotz fremdenpolizeilicher Auflagen und
einer formellen Verwarnung bis ins Rekursverfahren, sein Verhalten zu ändern und sich
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ins Wirtschaftsleben zu integrieren. Auch die seit der Verwarnung weiter angehäuften
Schulden sind auf mangelhafte Arbeitsbemühungen bzw. langjährige Erwerbslosigkeit
zurückzuführen. Anstrengungen des Beschwerdeführers, hieran etwas zu ändern, sind
über weite Strecken nicht wahrnehmbar. Eine professionelle Schuldenberatung hat er –
soweit ersichtlich – nicht mehr in Anspruch genommen. Auch lässt sich den Akten nicht
entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer (wie von seinen Gläubigern
vorgeschlagen vgl. vi-act. 9) mit dem Betreibungsamt bzw. dem Nachlassgericht
zwecks einvernehmlicher privater Schuldenbereinigung in Verbindung gesetzt hätte.
Weil er das verpönte Verhalten auch nach der Verwarnung leichtfertig fortgesetzt hat,
bejahte die Vorinstanz zu Recht einen ausländerrechtlich relevanten Verstoss gegen die
öffentliche Ordnung im Sinne des Widerrufsgrundes von Art. 62 lit. c AuG. Von
untergeordneter Bedeutung ist, dass der Beschwerdeführer während des
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens eine Vollzeitstelle angenommen hat und dabei
Fr. 3'200.-- monatlich verdient. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit erfolgte – obwohl
grundsätzlich zu begrüssen – reichlich spät und offensichtlich erst unter dem Druck der
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung (vgl. BGer 2C_345/2011 vom 3. Oktober
2011 E. 2.2 mit Hinweisen).
4.
4.1. Der gesetzte Widerrufsgrund führt nicht zwingend zur Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung. Die Fernhaltung einer ausländischen Person rechtfertigt sich
nur, wenn auch die im Einzelfall vorzunehmende Interessenabwägung dafür spricht. Die
öffentlichen Interessen an seiner Wegweisung und die persönlichen Verhältnisse des
Ausländers sowie der Grad seiner Integration sind zu berücksichtigen (Art. 96 AuG).
Wird in das durch Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützte Rechtsgut eingegriffen, ist zudem
eine konventionsrechtliche Verhältnismässigkeitsprüfung nach Ziff. 2 vorzunehmen (vgl.
E. 2.2 hiervor). Diese entspricht jener nach Art. 96 Abs. 1 AuG und kann in einem
einzigen Schritt erfolgen (BGer 2C_872/2013 vom 1. Mai 2014 E. 2.2.3). Es wird auf die
aktuellen Verhältnisse abgestellt.
4.2. Die Vorinstanz hat – zumindest sinngemäss – erwogen, der Schutzbereich von
Art. 8 Ziff. 1 EMRK sei nicht tangiert, weil es der Ehefrau und der gemeinsamen
minderjährigen Tochter D. zuzumuten sei, mit dem Beschwerdeführer nach Serbien
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auszureisen. Die Ehefrau sei mit 17 1/2 Jahren zum Beschwerdeführer in die Schweiz
eingereist und halte sich seit 23 Jahren hier auf. Angesichts der gemeinsamen
Staatsangehörigkeit sei es ihr grundsätzlich zuzumuten, ihm in die Heimat zu folgen.
Für die 14-jährige Tochter D. sei eine Ausreise aus der Schweiz zweifellos mit gewissen
Schwierigkeiten verbunden. Da sie in Serbien jedoch mit ihren Eltern zusammenleben
würde, sei auch ihr die Ausreise grundsätzlich zumutbar.
4.3. Der Beschwerdeführer ist mit einer in der Schweiz niederlassungsberechtigten
Bürgerin von Serbien verheiratet und lebt mit ihr in ungetrennter Ehe. Die gemeinsame
Tochter war im Zeitpunkt des angefochtenen Entscheids 14 Jahre alt. Somit ergibt sich
– entgegen den Erwägungen der Vorinstanz, welche den Schutzbereich von Art. 8
EMRK zu Unrecht nicht tangiert sah – die Notwendigkeit einer Interessenabwägung im
Sinne von Art. 8 Ziff. 2 EMRK. Denn der Schutzbereich von Art. 8 Ziff. 1 EMRK ist nur
dann nicht berührt, wenn es den betroffenen Familienmitgliedern – besondere
Umstände vorbehalten – «ohne Schwierigkeiten» möglich wäre, mit dem
Beschwerdeführer auszureisen. Wenn aber deren Ausreise wie hier mit offensichtlichen
Schwierigkeiten verbunden ist und nicht von vornherein ohne weiteres zumutbar
erscheint, ist der Schutzbereich berührt und eine Interessenabwägung nach Art. 8 Ziff.
2 EMRK geboten (BGE 135 I 153 E. 2.1; BGer 2C_147/2014 vom 26. September 2014
E. 5.3 und 2C_155/2014 vom 28. Oktober 2014 E. 5.3). Schwierigkeiten bestehen nicht
nur bei der Tochter, welche die gesamte Schulbildung in der Schweiz absolviert hat
und ohne daran anschliessende Berufsbildung die Gefahr läuft, wie ihre Eltern von
Armut betroffen zu werden, sondern entgegen der Auffassung der Vorinstanz auch bei
der Ehefrau, welche nota bene nicht aus Serbien, sondern einst aus dem grenznahen
Österreich in die Schweiz eingereist ist und dort vorher gewohnt hat (Doss. N.A.,
S. 324).
4.4. Je länger eine ausländische Person in der Schweiz anwesend war, desto
strengere Anforderungen sind an fremdenpolizeiliche Massnahmen zu stellen. Die
Aufenthaltsberechtigung eines Ausländers, der sich schon seit langer Zeit hier aufhält,
soll aus Gründen der Verhältnismässigkeit nur mit Zurückhaltung widerrufen oder nicht
mehr verlängert werden. Neben der Dauer des Aufenthalts und dem Alter bei der
Einreise ist bei der Interessenabwägung auch der bisherige, nach dem nationalen
Recht mehr oder weniger gefestigte Aufenthaltsstatus zu berücksichtigen, wobei die
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Schranken der Verhältnismässigkeit bei der Nichtverlängerung einer
Aufenthaltsbewilligung in der Regel weniger hoch sind als beim Widerruf einer
Niederlassungsbewilligung. Hinsichtlich der familiären Verhältnisse sind neben der
Dauer der ehelichen Beziehung jene Gesichtspunkte relevant, die Rückschlüsse auf die
Intensität der Ehe zulassen, namentlich die Geburt und das Alter allfälliger Kinder sowie
die Kenntnis der Tatsache, dass die Beziehung unter Umständen nicht in der Schweiz
gelebt werden kann (zum Ganzen vgl. BGer 2C_685/2014 vom 13. Februar 2015 E. 5.3
mit vielen Hinweisen).
4.5. Die öffentlichen Interessen am Widerruf bzw. der Nichtverlängerung einer
Bewilligung sind umso gewichtiger, je mehr sich eine ausländische Person verschuldet
hat und sich trotz Verwarnung nicht um Schuldentilgung bemüht. A priori ist im
Rahmen der Interessenabwägung indessen zu berücksichtigen, dass das öffentliche
Interesse an der Fernhaltung ausländischer Personen, welches einzig dem Schutz
potenzieller Gläubiger dient, von geringerem Gewicht ist als das öffentliche Interesse,
straffällige oder dauernd sozialhilfeabhängige Ausländerinnen und Ausländer aus der
Schweiz fernzuhalten (Hunziker, in: Kommentar AuG, a.a.O., N 36 zu Art. 62 AuG).
Unter diesen Gesichtspunkten lässt sich schwerlich vertreten, dass das öffentliche
Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers konkret «erheblich» sein soll
(wovon die Vorinstanz aber ausging). Der Beschwerdeführer bezog während seiner
Anwesenheit weder Sozialhilfe noch geriet er mit dem Strafrecht in Konflikt. Zwar hat er
mit Verlustscheinen von ca. Fr. 135'000.-- einen beträchtlichen Schuldenberg
angehäuft. Dass er dies trotz früherer Wegweisung wieder tat, zeugt von Ignoranz,
Gleichgültigkeit und Leichtfertigkeit. Daran ändert auch nichts, dass seit der
Verwarnung im Jahr 2011 mehrheitlich Forderungen der Krankenversicherung in
Betreibung gesetzt worden sind (vgl. vi-act. 14). Der Beschwerdeführer weiss offenbar,
dass diese Ausstände keinen Einfluss auf die Versicherungsleistungen haben und hat
das Geld seiner Familie anderweitig verwendet. Gegen den Beschwerdeführer spricht
zudem, dass er erst unter dem Druck des Verfahrens Arbeitsbemühungen aufnahm.
Trotzdem ist von einem nicht allzu grossen öffentlichen Interesse an seiner Fernhaltung
auszugehen.
4.6. Dem öffentlichen Interesse an der Beendigung des Aufenthalts sind die
privaten Interessen des Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz
gegenüberzustellen.
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Der Beschwerdeführer hält sich – unter Berücksichtigung der beiden Unterbrüche –
mittlerweile seit ca. 28 Jahren in der Schweiz auf, wohin er als Zehnjähriger mit seinen
Eltern immigrierte. Weil er aber bereits im Kindesalter aus seinem Heimatland
ausgewandert ist, wäre die Wiedereingliederung im Heimatstaat an beträchtliche
Schwierigkeiten geknüpft. Hieran ändert auch das nach seiner Ausschaffung
zwangsweise dort verbrachte Lebensjahr wenig, selbst wenn er damals (1997/98) zum
Militärdienst eingezogen worden ist. Immerhin scheinen gewisse soziale Kontakte noch
vorhanden zu sein: Der Beschwerdeführer reiste zuletzt im Jahr 2011 wegen eines
Todesfalles nach Serbien (Doss. N.A., S. 96). Mit Blick auf die dargestellte Erwerbs-
bzw. Schuldensituation kann zwar trotz der langen Aufenthaltsdauer in wirtschaftlicher
Hinsicht nicht von einer gefestigten Integration ausgegangen werden. Entscheidend ist
konkret jedoch die familiäre Situation: Der Beschwerdeführer lebt in einer langjährigen
und jedenfalls lebensprägenden Ehe. Das Eheleben fand ausnahmslos in der Schweiz
statt. Seine Ehepartnerin verfügt über ein gefestigtes Anwesenheitsrecht in der
Schweiz. Aus der Beziehung sind drei Kinder hervorgegangen, wovon eines noch
minderjährig ist. Mithin handelt es sich um eine intakte «Kernfamilie» im Sinne des
Konventions- und Verfassungsrechts. Die Fernhaltung des Beschwerdeführers und der
damit verbundene Eingriff ins Familienleben müsste einem «herausragenden sozialen
Bedürfnis» entsprechen, was hier gemessen am nicht allzu hohen Gewicht der
öffentlichen Interessen nicht zu vertreten ist. Die wohl leichtfertig herbeigeführte
Verschuldung bzw. die schlechte wirtschaftliche Integration können den mit
einschneidenden Folgen verknüpften Eingriff in das Familienleben derzeit (noch) nicht
rechtfertigen. Dies könnte sich indessen ohne weiteres ändern, wenn der
Beschwerdeführer sich weiter in ähnlich starkem Ausmass verschulden bzw. die
Schuldenlast nicht abbauen und seine Erwerbstätigkeit wieder aufgeben würde. Weiter
ist für die nahe Zukunft zu bedenken, dass die für ihn sprechenden familiären Bande
lockerer werden, wenn seine Tochter volljährig wird, und gegebenenfalls seiner
Fernhaltung nicht mehr entgegenstehen würden.
5. Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen, der angefochtene Entscheid
aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, dem Beschwerdeführer eine weitere
befristete Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. An der bereits ausgesprochenen
Verwarnung vom 5. Dezember 2011 und den damit verknüpften Bedingungen ändert
sich selbstverständlich nichts: Der Beschwerdeführer wird sich anhaltend und
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nachhaltig bemühen müssen, die Schulden zu sanieren, keine neuen Schulden
einzugehen und einer Tätigkeit nachzugehen. Andernfalls muss er damit rechnen, dass
seine Bewilligung nicht mehr verlängert wird.
6.
6.1. Bei diesem Verfahrensausgang gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zu Lasten des Staates (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- erscheint angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung der Kosten wird verzichtet
(Art. 95 Abs. 3 VRP). Der vom Beschwerdeführer geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 2'000.-- ist ihm zurückzuerstatten.
6.2. Neu zu verlegen sind auch die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens, wobei
diese Kostenverlegung in der Regel in Bezug auf die Beteiligten und deren Anteile
analog dem Entscheid des Verwaltungsgerichts vorgenommen wird (vgl. R. Hirt, Die
Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St.
Gallen 2004, S. 103). Durch die Aufhebung des Rekursentscheids fällt auch der
entsprechende Kostenspruch dahin. Die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens gehen
zu Lasten des Staates. Auf deren Erhebung ist ebenfalls zu verzichten. Der
Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- ist dem Beschwerdeführer zurückzuerstatten.
6.3. Bei diesem Verfahrensausgang hat der Beschwerdeführer Anspruch auf
Entschädigung seiner ausseramtlichen Kosten für das Beschwerdeverfahren. Gleiches
gilt für das Rekursverfahren, erschien doch auch hierfür der Beizug eines
Rechtsvertreters angesichts der Bedeutung des Falles und der Komplexität der
Rechtslage notwendig (vgl. Art. 98 Abs. 1 und 2 sowie Art. 98bis VRP). Eine
Entschädigung von je Fr. 1'500.-- für das Rekurs- und das Beschwerdeverfahren,
insgesamt Fr. 3'000.-- (zuzüglich Barauslagen und Mehrwertsteuer), erscheint
angemessen (Art. 6, 19, 22 Abs. 1 Ingress und lit. a bzw. b sowie Art. 28bis Abs. 1 und
Art. 29 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75). Die
mit dem Wechsel des Rechtsvertreters verbundenen zusätzlichen
Instruktionsaufwände hat der Beschwerdeführer selbst zu tragen.