# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 93fe539d-7255-44cd-98d9-9d439391e7ad
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1964 geborene
X._
meldete sich
unter Hinweis auf Rückenschmer
zen
am 20. Dezember 2005 zum Bezug von Leistungen
der
Invalidenversicherung (IV) an (
Urk.
7/4)
.
Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen gewährte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
am 23. August 2006
(
Urk.
7/15)
berufliche Massnahmen
im Sinne einer beruflichen Abklärung
und
erteilte
eine entsprechende Kostengutsprache
. Mit
Vorbescheid vom 23. Oktober 2006 (Urk.
7
/20)
stellte sie dem Versicherten
den vorzeitigen Abbruch der beruf
lichen Abklärung
in Aussicht.
Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, das Ziel einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit habe nicht erreicht werden kön
nen, da
der Versicherte
sich nicht in der Lage gefühlt habe, die vorgegebene Er
höhung des Arbeitspensums von 50 % auf 100 % zu erfüllen. Bei angemessener Eingliederung sei es diesem möglich, ein rentenausschliessendes Ein
kommen zu erzielen. Auf Opponieren des Versicherten hin
(
Urk.
7/22,
Urk.
7/24 und
Urk.
7/33) verfügte die
IV-Stelle am 17. Januar 2007
(
Urk.
7/37) im angekündig
ten Sinne.
Die
dagegen
erhobene Beschwerde (Urk.
7/48
S. 3-10) hiess das hiesige Gericht mit Urtei
l IV.20
0
7.00281 vom 19. April 2007 (Urk.
7
/50
) in dem Sinne gut, dass es den fraglichen Entscheid
- wegen Gehörsverletzung im Verwaltungsverfahren -
aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese, nach korrekter Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
, über das Leistungsbegehren des Versi
cherten neu verfüge.
1.2
In der Folge erliess die IV-Stelle am 3. August 2007
(
Urk.
7
/54)
einen
inhaltlich gleichlautenden
Vorbescheid, den sie auf Opponieren des Versicherten hin (Urk.
7/61
) mit Entscheid vom 17. Dezember 2007 bestätigte (Urk.
7/73
).
Die hiergegen erhobene Beschwerde (
Urk.
7/80/3-15) hiess das hiesige Gericht mit Urteil IV.2008.00100 vom 3
1.
Juli 2008
(
Urk.
7/88)
in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache zwecks ergänzender medizi
nischer Abklärung
und Neuentscheid an die IV-Stelle zurückwies.
1.3
Die IV-Stelle holte im wieder aufgenommenen Verwaltungsverfahren das Gut
achten der Y._
vom 1
6.
April 2009 (
Urk.
7/96-97) ein
,
veranlasste eine berufliche Abklärung in der Abklärungsstelle
Z._
(
Urk.
7/100 und
Urk.
7/117) sowie ein halbjähriges Arbeitstraining (
Urk.
7/119 und
Urk.
7/148) und gewährte Arbeits
vermittlung (
Urk.
7/150) samt Kostengutsprache zur Zeitüberbrückung
vom 1
3.
September bis 1
2.
Dezember 2010 im Rahmen einer Anstellung (
Urk.
7/160).
Mit Vorbescheid vom 1
1.
März
2011
(
Urk.
7/184)
stellte die IV-Stelle dem Versi
cherten die
Zusprache
einer von Januar bis Oktober 2006 befristeten ganzen Rente in Aussicht.
Auf Einwand vom 1
4.
April 2011 (
Urk.
7/202) hin gewährte die IV-Stelle mit Mitteilung vom 2
2.
Juni 2011 (
Urk.
7/214) Arbeitsvermittlung im Sinne von Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche während eines Jahres. Sodann veranlasste sie die Begutachtung des Versicherten durch
A._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
Dr
. B._
, Fachärz
t
in für Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, sowie
Dr.
C._
, Facharzt für Neurologie FMH (Expertisen vom
3
1.
August,
3.
und
7.
September 2011,
Urk.
7/223).
Nach Eingang weiterer Stellungnahmen des Ver
sicherten (
Urk.
7/229,
Urk.
7/237 und
Urk.
7/241) samt Auflage neuer Arztbe
richte verfügte die IV-Stelle am 2
4.
Februar 2012 (
Urk.
7/242) die
Zusprache
einer ganzen Invalidenrente von Januar bis Oktober 200
6.
Die dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
7/250/3-12) hiess das hiesige Gericht mit Urteil IV.2012.00363 vom 2
1.
September 2012 (
Urk.
7/272) in dem Sinne gut, dass die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache an die IV-Stelle zu
rückgewiesen wurde zu ergänzenden Abklärungen sowie zum Neuentscheid.
1.4
In der Folge veranlasste die IV-Stelle die Begutach
tung des Versicherten beim D._
(Expertise vom 2
1.
Januar 2014,
Urk.
7/308). Nach mehrfachem kontroversem Schriftenwechsel (
Urk.
7/327 und
Urk.
7/330,
Urk.
7/331 und
Urk.
7/
333,
Urk.
7/339-340) ordnete die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
6.
Mai 2015 (
Urk.
7/341) die
erneute
Begutachtung des Versi
cherten
an
und betraute damit die Abklärungsstelle
E._
(Expertise vom 2
9.
Februar 2016 (
Urk.
7/348).
Nach durchgeführtem
Vor
bescheidverfahren
(
Urk.
7/354,
Urk.
7/360,
Urk.
7/366)
sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügung vom
6.
März 2017 (
Urk.
2) eine von Januar bis Ok
tober 2006 befristete ganze Rente der Invalidenversicherung zu.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am
5.
April 2017 (
Urk.
1) Beschwerde mit den folgenden Anträgen (S. 2):
«1.
Die Verfügung der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom
6.
März 2017 betreffend Invalidenrente sei aufzuheben.
2.
Dem Beschwerdeführer sei ab
1.
November 2006 eine ganze Invalidenrente auszurichten.
Ev.
seien für den Zeitraum vom
1.
November 2006 bis 3
1.
Oktober 2010 wei
tere medizinische Abklärungen zu treffen.
3.
Das Gutachten der MEDAS
E._
vom 2
9.
Februar 2016 sei aus dem Recht zu weisen.
4.
Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung sowie
Ver
beiständung
in der Person der Unterzeichnenden für das Beschwerdeverfah
ren zu gewähren.
5.
Es sei ein zweiter Schriftenwechsel anzuordnen.
6.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwerdegegnerin.»
Die IV-Stelle ersuchte am 2
0.
Juni 2017 (
Urk.
6) um Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 2
2.
Juni 2017 (
Urk.
8) zur Kenntnis gebracht wurde unter Hinweis, dass das Gericht die Anordnung eines zweiten Schriften
wechsels nicht als erforderlich erachte.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am
1.
Januar 2008 und am
1.
Januar 2012 sind die im Zuge der Revisionen 5 und 6a geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (IVG), der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) und des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Kraft getreten.
In materiell-rechtlicher Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefoch
tene Verfügung ist am
6.
März 2017 ergangen, betrifft jedoch den Rentenan
spruch des Beschwerdeführers aufgrund seiner Anmeldung vom Dezember 200
5.
Damit ist
ein Sachverhalt zu beurteilen, der vor dem Inkrafttreten der revi
dierten Bestimmungen der 5. IV-Revision am 1. Januar 2008 begonnen hat. Da
her und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die da
mals geltenden Bestimmungen und ab diesem Zeitpunkt auf die neuen Normen der 5. IV-Revision abzustellen (vgl. zur 4. IV-Revision:
BGE 130 V 445
; Urteil des
Bundesgerichts I 428/04 vom 7. Juni 2006 E. 1).
Für den Sachverhalt ab
1.
Januar 2012
gelangen die entsprechend
revidierten Bestimmungen zur Anwendung.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfä
higkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliede
rung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 ATSG).
1.3
Gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG
(in der bis 3
1.
Dezember 2007 gültig gewesenen Fas
sung)
entsteht der Rentenanspruch nach
Art.
28 IVG frühestens in dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person
a.
mindestens zu 40 Prozent bleibend erwerbsunfähig (
Art.
7 ATSG) geworden ist oder
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens zu 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen war.
1.4
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
1 IVG in der seit dem 1. Januar 2004 in Kraft stehenden Fassung).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28
Abs.
2 IVG (respektive seit
1.
Januar 2008
Art.
28a
Abs.
1 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Er
werbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Ar
beitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif
fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.6
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar.
Liegt in diesem Sinne ein Revisions
grund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht um
fassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.
7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung ihrer befristeten
Rentenzuspra
che
aus, nach Ablauf der Wartezeit per Januar 2006 sei dem Beschwerdeführer weder die Ausübung der angestammten Tätigkeit
als Maurer noch eine angepasste möglich gewesen.
Seit
Ende Juli 2006
bestehe wieder eine volle Arbeitsfähigkeit, die Einschränkungen seien gemäss gutachterlicher Einschätzung aus dem Jahr 2011 subjektiv geprägt. Nach einer im Februar 2012 geltend gemachte
n
psychi
sche
n
Gesundheitsverschlechterung sei eine polydisziplinäre Abklärung bei der
Medas
D._
erfolgt. Aufgrund verschiedener widersprüchlicher Angaben des Be
schwerdeführers sei der Schweregrad der im Gutachten aufgeführten Diagnose als nicht nachvollziehbar beurteilt worden und davon auszugehen gewesen, dass zwischenzeitlich eine Verbesserung des Gesundheitszustandes
hätte eingetreten sein können. Im Rahmen der neuen Begutachtung bei der
Medas
E._
sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
bei der Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichtgradig, attestiert worden. Aus Sicht des Rechtsanwenders sei eine leichte depressive Störung nicht schw
e
r genug
, um invalidisierend zu wirken. Zudem zeigten sich im aktuellen Gutachten - wie bereits in den früheren - erhebliche Inkonsistenzen und Diskrepanzen.
Aus somatischer Sicht werde im Gutachten ebenfalls eine 20%ige Arbeitsunfä
higkeit attestiert aufgrund eines erhöhten Pausenbedarf
s
, was nicht berücksich
tigt werden könne
(
Urk.
2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer hielt dagegen,
die medizinische Situation in der Zeit von November 2006 bis Dezember 2010 sei nicht genügend abgeklärt. Die (in den Jahren 2009 respektive 2011) eingeholten Gutachten der
Y._
sowie
von
A._
seien nicht beweiskräftig (
Urk.
1 S. 5). Die erneute Begutachtung durch die
E._
(im Jahr 2016) sei - da eine
second
opinion
- nicht zulässig gewesen, habe doch bereits die
beweiskräftige
Expertise der
D._
(aus dem Jahr 2014
mit Attestierung einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit
) vorgelegen
(
S. 5 und S. 8 ff.).
Weiter sei er von November 2011 bis August 2012 hospitalisiert gewesen, während welcher Zeit ohnehin von einer vollumfänglichen Arbeitsun
fähigkeit auszugehen sei. Auch anschliessend habe keine Arbeitsfähigkeit bestan
den (S. 13).
3.
3.1
3.1.1
Im Gutachten der
Y._
vom 1
6.
April 2009 (
Urk.
7/97) führten
Dr.
F._
, FMH Innere Medizin/Rheumatologie,
Dr.
G._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation/Rheumatologie,
Dr.
H._
, Psy
chiatrie/
Psychotherapie FMH, und Physiotherapeutin
I._
aus, beim Be
schwerdeführer sei es
(am 1
7.
Januar 2005, S. 2)
an
l
ässlich der Arbeit, als er eine Schalltafel an
ge
hob
en habe
, zu akut einschiessenden lumbalen Schmerzen mit Aus
-
strahlungen
in das linke Bein
gekommen
, worauf bei entsprechend bildge
bend nachgewiesener Diskushernie die Diagnose eines
lumboradikulären
Schmerz
-
syndroms
S1 gestellt
worden sei
, ferner
sei
schon damals auch auf Höhe L4/L5 eine linksseitige Diskushernie festzustellen
gewesen
. Unter dem Aspekt der
neurokompressiven
Ursache
seien
verschiedene
infiltrative
Interventionen, phy
siotherapeutische Massnahmen unter ambulanten und einmalig stationären Be
dingungen
erfolgt
, ohne dass die Beschwerden auch unter Weiterattestierung ei
ner vollen Arbeitsunfähigkeit anhaltend
gebe
ssert
hätten
. Im Gegenteil, die Schmerzen
seien
hinsichtlich der empfundenen Intensität stärker
geworden
, was sich auch im Verlauf in den Schmerzangaben auf der visuellen Schmerzskala ablesen l
a
ss
e
mit begleitend dazu progredienten Einschränkungen in den Alltags
funktionen und -aktivitäten. Im Zusammenhang mit den chronischen Schmerzen
sei
der Verdacht auf eine Schmerzverarbeitungsstörung geäussert
worden
, unter
stützt
habe
diese These durch das Verhalten anlässlich der Belastungstests im August 2006
(Rheumaklinik
J._
)
werden können
. Unabhängig von den festgehaltenen strukturell-funktionellen Befunden
hätten
die maladaptive
n
Be
wegungsmuster zu einem Fortschreiten der
Chronifizierung
mit heute Zeichen der Symptomausweitung mit den geforderten Aspekten
geführt
(Schmerzangabe im höheren Intensitätsbereich, ohne aktive Selbsthilfestrategien, muskuläre Gegen
reaktion bei Prüfung der Wirbelsäulenbeweglichkeit,
drei
positive
Waddelzei
chen
, Selbstlimitierung bei schon tiefen Gewichten, äusserst minimale Selbstein
schätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, häufiges Reiben/Halten des Schmerz
bereichs, häufige Schmerzmimik, häufiges Seufze
n, häufig verbale Schmer
zäusse
rung). Die negative Entwicklung der Erkrankung l
a
ss
e
sich auch anhand der Resultate anlässlich der Belastungstests darstellen, insofern
als der Beschwer
deführer
im August 2006 bei jeweiligen Selbstlimitierungen noch bereit
gewesen sei
, Gewichte von bis zu 10 kg zu heben bei heute noch knapp 2.5 kg un
d die eigene Leistungsfähigkeit
damals noch einer leichten Arbeit entspr
o
ch
en habe
, bei heute deutlich tiefer eingeschätztem Belastbarkeitsniveau.
Unter Berücksichtigung der Beurteilung
des psychiatrischen Gutachters sei
das heutige Schmerz- und Krankheitsverhalten ohne
zugrunde
liegende
psychiatri
sche Funktionsstörung und ohne zugrunde
liegende somatoforme Schmerzstö
rung zu beurt
eilen. Daneben fä
nden
sich
seitens der strukturell-funktionellen Be
funde doch Faktoren, welche die Belastungstoleranz der Wirbelsäule herabsetz
t
en. Dabei ha
be
sich hauptsächlich im Rahmen des
dysfunktionellen
Schmerz- und Krankheitsverhaltens (Vermeidung, Schonung) eine
Dekonditionierung
wei
terentwickelt, ferner
seien
eine ungünstige Statik mit
Kopfprotraktion
, kranial verstärkter BWS-Kyphose, leichtgradige rechtskonvexe Skoliose mit Verlagerung des Wirbelsäu
l
enlotes sowie Degenerationen und Diskuspathologien L4/5 aufzu
führen, wobei eine früher sichtbare Diskushernie L5/S1 sich im Verlauf der bi
l
d
gebenden Untersuchung zurück
ge
bildet
hab
e.
Heute lie
ssen sich keine Zeichen einer manifesten
radikulären
oder sensomotorischen Ausfallsymptomatik erken
nen. Eine psychiatrische Diagnose als Erklärung für das dysfunktionale Krank
heitsverhalten l
a
ss
e
sich ausschliessen
(S. 4)
.
3.1.2
Die Gutachter diagnostizierten ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyn
drom mit Ausstrahlung (
spondylogen
) mit/bei
-
Kopfprotraktion
, kranial verstärkter BWS-Kyphose, leichtgradiger Skoliose der LWS mit Verlagerung des Wirbelsäulenlotes
-
Status nach
radikulärem
Reizsyndrom bei Diskushernie L4/5 und L5/S1 (letzte Bildgebung
regrediente
Diskushernie L5/S1)
-
Dysfunktionelle
m
Schmerz- und Krankheitsverhalten ohne
zugrunde
liegende
psychiatrische Erkrankung respektive ohne Hinweise für eine somatoforme Schmerzstörung
(S. 5)
.
3.1.3
Die Ärzte beschrieben das arbeitsbezogene relevante Problem als schmerzhaft verminderte Belastungstoleranz der LWS mit Ausstrahlung in das linke Bein. In
folge erheblicher Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz seien die Resultate der Belastbarkeitstests für die Beurteilung nicht verwertbar. Abge
leitet von den Beobachtungen in der EFL könne man davon ausgehen, dass zu
mindest eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit möglich sein sollte.
Die bishe
rige Tätigkeit als Maurer sei aufgrund der strukturell-funktionellen Befunde seit dem 1
7.
Januar 2005 nicht mehr zumutbar
. E
ine körperlich leichte Tätigkeit mit der Möglichkeit von Wechselbelastungen, höchsten
s
manchmal notwendigen vorgeneigten Rumpfpositionen und not
wendigen Arbeiten über Schulter
höhe und Rotationen im Sitzen sei ganztags zumutbar.
Der Zeitpunkt der Zumutbarkeit ei
ner angepassten Tätigkeit sei schwierig festzulegen. Aufgrund de
s
Bericht
s
der Arbeitssprechstunde des Universitätsspitals
J._
vom August 2006
sei
en
kein
radikuläres
Reizsyndrom mehr vorhanden und eine angepasste Tätigkeit bereits damals ganztags zumutbar
gewesen
. Somit bestehe die heutige Zumutbarkeit zu
mindest seit August 2006 (S. 5 f.).
3.2
3.2.1
Dr.
B._
diagnostizierte in ihrem Gutachten vom
3.
September 2011 (
Urk.
7/223/21-44
S. 21
) ein chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom links mit/bei Fehlhaltung,
Osteochondrose
LWK5/SWK1 mit initialer
Spon
dylar
throse
beidseits, flacher Diskushernie medio-lateral links LWK4/5 mit leich
ter Ir
ritation der absteigenden Nervenwurzel L5 links und flacher Diskushernie medio-lateral links LWK5/SWK1 mit deutlicher Irritation der abste
i
genden Ner
venwurzel S1 links (aktuell ohne
radikuläre
Symptomatik), muskulärer
Dysba
lan
ce
/
Dekonditionierung
sowie aktuell Funktionsstörung des rechten ISG. Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mass sie einem chronisch rezidivierenden
cervicocephalen
Schmerzsyndrom mit/bei Spannungskopfschmerz, Fehlhaltung, multisegmentalen degenerativen Veränderungen (gesamthaft nicht wesentlich über das altersentsprechende Mass hinausgehend) sowie muskulärer
Dysba
lance
/
Dekonditionierung
zu
.
Sie führte aus, unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde lasse sich der ausschliesslich die Arbeitsfähigkeit limitierende Gesundheitsschaden auf orthopädisch-rheumatologischem Fachgebiet durch die eingeschränkte Belast
barkeit der LWS formulieren. Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als angelernter
Maurer lasse sich keine Arbeitsfähigkeit attestieren. In einer optimal dem Leiden angepassten, leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit sei eine unli
mitierte Arbeitsfähigkeit zu attestieren.
Den Zeitpunkt der Zumutbarkeit der um
schriebenen Arbeitstätigkeit legte sie unter Bezugnahme auf den echtzeitlichen Bericht der Ärzte der Arbeitssprechstunde der Rheumaklinik des
J._
auf August 2006 fest.
3.2.2
Dr.
C._
schloss in seinem neurologischen Gutachten vom
6.
September 2011 (
Urk.
7/224
/1-10
)
objektivierbare
lumboradikuläre
neurologische Ausfälle aus und äusserte einen Verdacht auf eine beginnende äthyltoxische
axonale
Poly
neuropathie (S. 8). Er formulierte keine dauernde Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit (S. 9).
3.2.3
A._
führte in ihrem psychiatrischen Gutachten vom
7.
September 2011 (
Urk.
7/223/1-20) aus, durch ein von Passivität geprägtes Krankheitsverhal
ten limitiere sich der Beschwerdeführer in erheblichem Ausmass selbst. Eine zu
sätzliche Symptomausweitung, ein dysfunktionales Krankheitsverständnis und ein sekundärer Krankheitsgewinn unterhielten diesen Prozess. Die Einschränkun
gen seien somit subjektiv geprägt (Passivität, Motivationslosigkeit,
Dekonditio
nierung
, psychosoziale Gründe) und nicht Auswirkung einer etwaigen vorhande
nen psychischen Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Die Ressour
cen seien zwar aktuell aufgrund des
schmerzgetriggerten
Zustandsbildes schein
bar eingeschränkt, je
d
o
c
h hätten sämtliche Eingliederungsversuche und das Ar
beitstraining gezeigt, dass der Beschwerdeführer mehr leisten könne, als er sich seit Jahren subjektiv zutraue
. Somit wäre er entsprechend den Vorgaben des rheumatologischen Gutachtens in vielen Bereichen einsetzbar (S. 18).
Die Expertin stell
t
e entsprechend keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit und nannte als solche ohne Auswirkung einen Verdacht auf schädlichen Gebrauch von Alkohol, eine Persönlichkeitsakzentuierung mit
histrionisch
-nar
zisstischen Zügen bei psychosozialen Problemen (Probleme in Verbindung mit ökonomischen Verhältnissen, in Beziehung zum Ehepartner und zum Sohn sowie in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit
;
S. 13 f.).
3.3
3.3.1
Die Ärzte des
D._
führten in ihrer polydisziplinären Expertise (mit den Diszipli
nen Innere Medizin, Orthopädie, HNO, Neurologie, Psychiatrie, Neuropsycholo
gie) vom 2
1.
Januar 2014 (
Urk.
7/308) aus
(S. 4
9
ff.)
, a
us rein internistischer Sicht könn
t
en keine Befunde angegeben werden, welche Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit hätten.
Im orthopädischen Bereich
sei
das chronische
lumbovertebragene
Syndrom mit degenerativen Wirbelsäulenveränderungen festzuhalten mit
Discopathien
me
diolateral
links L4/L5 und L5/S
1.
Es besteh
e
klinisch eine Fehlstat
i
k der LW
S
, eine ausgeprägte muskuläre
Dysba
l
ance
bei Adipositas. Aus rein or
thopä
discher Sicht l
a
ss
e
sich die Tätigkeit als Maurer nicht zumuten, die Wirbelsäu
l
e
sei
vermindert belas
t
bar. Im Bereich der rechten Schulter
sei
die
Supraspinatussehne
druck
schme
rz
haft ohne Minderung der Abduktionskraft. Die Beweglichkeit der rechten Schulter
sei
nicht eingeschränkt
gewesen. Diagnostisch sei
von einer
Insert
i
ons
tend
i
nose
der
Suprasp
i
natussehne
rechts auszugehen, derzeit ohne grösseren Kr
a
nkheitswert. Die beklagte Schmerzausstrah
l
ung ins linke Bein k
ö
nn
e
aus neu
rologischer Sicht im Sinne eines
i
n
t
ermittierenden
rad
i
kulären
Re
i
zsyndroms in
terpretiert werden. Radiologisch dazu s
e
i
e
n als Korrelat linksseitige Diskushernien L4/L5 und L5/S1 mit Wurzeltang
i
erung L5 und S1 links zu nennen. Ein
r
a
diku
l
äres
sensomotorisches Ausfallsyndrom
habe
klinisch jedoch nicht festgestellt werden
können
. Im Bereich des
N
ervus
cutaneus
femoris
lateralis
links
sei
von einer leichten Neuropathie auszuge
h
en. Zusammenfassend könn
ten die l
umbalen Rückenschmerzen mit Schmerzausstr
a
h
l
ung ins linke Bein von somatischer Seite erklärt werden
. D
ie sonstigen, vom Versicherten beklagten Schmerzen im ganzen Körper, vor allem in der ganzen Wirbelsäule mit Ausstrahlung in den Nacken und Kopf, das Verhalten bei der Untersuchung mit
dem
Erfordernis, während der War
tezeit liegen zu müssen, die Kooperation bei der körperliche
n Untersuchung mit
Giving-way
lie
ss
en
an eine nicht-somatische Komponente mit Symptomverdeut
lichung von Beschwerden denken. Diese Beobachtungen erklär
t
en
sie
mit der ak
tuellen schweren Depression.
Aus ORL-ärztlicher Sicht l
a
ss
e
sich eine Taubheit links bestätigen, diese besteh
e
seit den 90-iger Jahren, ferner
sei
ein rechtsbetonter T
inni
tus seit 2009 bekannt
,
wobei diesbezüglich ein Zusammenhang mit der psychischen Situation anzuneh
men
sei
. Eine Minderung des Geruchssinnes
sei
2011 bemerkt
worden
. Der
Tin
nitus beeinträchtig
e
den Versicherten subjektiv stark und k
ö
nn
e
die Konzentra
tionsfähigkeit weiter einschränken, dies vor allem im Zusammenhang mit der psychischen Situation des Versicherten. Aus ORL-ärztlicher Sicht sollte der Ver
sicherte keine Tätigkeit ausführen, bei der er auf
binaurales
Hören angewiesen
sei
.
Aus psychiatrischer Sicht besteh
e
eine rez
i
div
i
erende depres
si
ve Störung, aktuell
schwergrad
i
g
ohne psychot
i
sche Symptome sowie ein schädlicher Gebrauch von Alkohol und ein schädlicher Gebrauch von Benzod
i
azep
i
nen (
g
emäss Laborun
tersuchung s
e
i der schädliche Gebrauch beider Substanzen aktuell remittiert). Die Diagnose der
schwergradigen
depressiven Störung gründe auf deutlich mehr als
sechs Symptome
n
aus dem affektiven Formenkreis. Die im Mini-ICF aufgelisteten
f
unktionellen Einschränkungen
begründe
te
n eine weitgehende Arbeitsunfähig
keit sowohl in angestammter als auch in einer angepassten Tätigkeit. Die in der neuropsychologischen Untersuchung festgehaltenen Störungen mit insbesondere Verdacht auf Aggravation und Desorientiertheit müss
t
en im Rahmen der schwe
ren Depression beurtei
l
t werden.
3.3.2
Die Gutachter stellten zusammenfassend folgende Diagnose (S. 48 f.):
-
Chronisches
lumbovertebragenes
Syndrom bei links-lateralen
Discushernien
L4/L5 und L5/S1 mit
radikulärer
Irritation und diskreter früherer Läsion in
L
5 und S1 links
-
aktuell kein
radikuläres
Ausfallsyndrom klinisch feststellbar
-
aktivierte Facet
t
enarthrose
-
Fehlstatik der LWS und
lumbosacrale
Hyperlordose
-
muskuläre
Dysbalance
-
Adipositas
-
Rezidivierende depressive Störung, aktuell
schwergradig
, ohne psychotische Symptome
-
Schädlicher Gebrauch von Alkohol (Abhängigkeitssyndrom), gegenwärtig re
mittiert
-
aktuell keine Polyneuropathie nachweisbar
-
Schädlicher Gebrauch von Benzodiazepinen, gegenwärtig remittiert
-
Taubheit links unklarer Genese
-
Minimale Innenohrschwerhörigkeit rechts mit Tinnitus bei 6 kHz und 85 dB
Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit massen sie folgenden Diagnosen zu:
-
Degeneratives
Rotatorensyndrom
der rechten Schulter leichten Grades
-
Verdacht auf initiale mediale Gon
a
rthrose beidseits
-
Fussinsuffizienz beidseits
-
Fehlstatisches und - funktionelles
Cervicalsyndrom
-
Adiposit
a
s, BMI 33.9
-
Leichte Neuropathie des
N.
cutaneus
femoris
lateralis
links, aktuell ohne Be
hinderung
-
Anosmie beidseits
-
Bruxismus
3.3.3
Gesamthaft beurteilt - unter Berücksichtigung der somatischen und psychiatri
schen Faktoren -
erachteten die Gutachter den Beschwerdeführer
für die ange
stammte Tätigkeit als Maurer als 100
%
arbeitsunfähig. Diese Beurteilung g
e
lt
e
ab 200
5.
Damals
seien
die lumbalen Rückenschmerzen auf
getreten
, damals
seien
die degenerativen Veränderungen mit
Discopathien
an der LWS festgestellt
wor
den und d
amals
sei
auch von ärztlicher Seite für die Tätigkeit als Maurer eine volle Arbeitsunfähigkeit angegeben
worden
.
Für adaptierte Tätigkeiten l
a
ss
e
sich aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsfähig
keit mehr attestieren. Bezüglich Zeitpunkt
sei
aufgrund der Akten der Beginn der
Hospitalis
a
tion
i
n
die
K._
zu nehmen: 3
0.
November
2011
(vgl.
Austrittsb
e
richt
vom 1
3.
Februar 2012,
Urk.
7/249)
. Seither ha
be
sich aus psychia
t
rischer Sicht die Situation nicht nennenswert verändert.
Rückblickend hielten die Experten fest, die Rheumatologen des
J._
hätten im August 2006 eine volle Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit bestätigt und im Gutachten von 2011 sei von rheumatologischer Seite eine volle Arbeitsfähigkeit für adaptierte Tätigkeiten attestiert worden; von psychiatrischer Seite sei damals keine Diagnose von invalidisierendem Ausmass festzustellen gewesen. Damit sei eine volle Arbeitsfähigkeit für rückenadaptierte Tätigkeiten für die Zeit ab No
vember 2006 angegeben worden. Erst ab 3
0.
November 2011 mit Eintritt in die Psychiatrie
K._
habe sich der Gesundheitszustand derart verschlechtert, dass keine verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr bestanden habe (S. 51 f.).
3.4
3.4.1
Das Gutachten der Ärzte der
E._
vom 2
9.
Februar 2016 (
Urk.
7/348) basiert auf Untersuchungen in den Fachberei
chen Orthopädie, Innere Medizin, Psychiatrie und Neuropsychologie.
Aus psychiatrischer Sicht wurde festgehalten
(S. 21 f.)
, dass
bei
m Beschwerde
führer
nach Aktenlage und auch nach dem aktuell erhobenen psychischen Befund eine rezidivierende depressive Störung bestand
en habe
, die jedoch unterschiedli
che, schlussendlich in der Ausprägung nicht bestimmbare depressive Episoden beinhaltet haben
möge
, dass aber eine retrospektive versicherungspsychiatrische Bewertung der Arbeitsfähigkeit nicht mit dem hinreichenden Grad der Wahr
scheinlichkeit möglich
sei
. Die Auswirkungen
aggravatorischer
Aspekte und auch der Suchtproblematik, wie auch der psychosozialen Kontextfaktoren, s
e
i
e
n nicht hinreichend abgrenzbar. Umso mehr g
e
lt
e
, dass bei der aktuellen Untersuchung nur noch eine allenfalls leichte depressive Symptomatik besteh
e
, im klinischen Eindruck die Aufmerksamkeitsspanne ebenso wie Kurz- und Langzeitgedächtnis als auch die Merkfähigkeit nicht vermindert s
e
i
e
n, wa
s auch gegen eine versiche
rungs
psychiatrisch relevante depressive Störung spr
e
ch
e
, die Gestik
sei
kaum ein
geschränkt und k
ö
nn
e
eine Antriebshemmung nicht stützen, die Persönlichkeit imponier
e
als vorrangig abhängig se
l
bstunsicher und insbesondere
dysthym
strukturiert, möglicherweise mit emotional-instabilen Komponenten als allenfalls
Persönlichkeitsakzentuierung, aber ohne Zeichen der Persönlichkeitsstörung (was auch früher nicht diagnostiziert w
o
rde
n sei
).
Auffällig bleib
e
, dass zum Teil die Beschwerdepräsentation des Versicherten we
nig einfühlbar und aufgesetzt anmute. Auch besteh
e
weiterhin der Einfluss durch den Gebrauch psychotroper Substanzen (Alkohol, Benzodiazepine, Antriebs
schwäche). Gemäss Hamilton-Depression-
Scale
sei
basierend auf der aktuellen psychopathologischen Untersuchung gegenwärtig mit
einem Punktescore
von 17 nur eine leichte depressive Störung zu attestieren, wobei auch hierbei die Ein
flüsse der o
ben genannten nicht versicherungs
medizinischen Aspekte nicht ab
grenzbar und sogar mit bewertet s
e
i
e
n. Wenn auch rückblickend aufgrund der oben beschriebenen Unsicherheiten die Bewertung des Schweregrad
es der extern diagnostizierten r
ezidivierenden depressiven Störung nicht mehr hinreichend va
lide zu bestimmen
sei, so sei
diese mindestens gegenwärtig
als
weitgehend ge
bessert anzusehen (nur noch mit leichter Symptomatik
,
F33.0). Bei
m Beschwer
deführer
besteh
e
zeitweilig eine reduzierte psychische Stabilität, reduziertes Selbstvertrauen, leichte Antriebsschwäche, zeitweilig reduzierte Impulskontrolle, auch
sei
in diesem Zusammenhang von einem reduzie
rten Durchhaltevermögen auszugehe
n. Die Funktionen der Aufmerksamkeit und des Gedächtnisses s
e
i
e
n intakt und spr
ä
chen somit gegen
eine
ausgeprägtere
affektive oder
Angst-Stö
rung. Die emotionalen Funktionen s
e
i
e
n durch eine Besorgnis mit zeitweilig re
aktiv-depressiven Verstimmungen gekennzeichnet, die höheren kognitiven Funk
tionen s
e
i
e
n bis auf Flexibilität und eine reduzierte Urteilsfähigkeit nicht beein
trächtigt. Dies g
e
lt
e
insbesondere für die Informationsverarbeitung, die
i
ntakt zu sein schein
e
. Daraus erg
ä
ben sich allenfalls leichte Beeinträchtigungen bei der Problem
l
ösung, bei der Wissensanwendung, zeitweilig auch eine mangelnde Auf
merksamkeitsfokussierung. Der
Beschwerdeführer sei
jedoch durch die leichten Störungen durchaus in der Lage einfache, auch komplexe Aufgaben auszuführen, die tägliche Routine zu planen und durchzuführen. Die gegenwä
rt
ig mangelnde Tagess
t
rukturierung s
ei
auf die
Dekonditionie
rung
und das geringe Aktivitäts
ni
veau im Rahmen einer Schonhaltung
zurückzuführen
. In Krisensituationen s
ei
es möglich, dass der Versicherte mit Stress nicht umgehen
könne
. Störungen der Kommunikation s
e
i
e
n allenfalls als geringfügig anzusehen, würden den Versi
cherten in einer einfachen, für ihn in Betracht kommenden beruflichen Tätigkeit nicht beeinträchtigen. Auch wenn der Versicherte ang
e
b
e
, zeitweilig appetitlos zu sein, besteht eine Adipositas (BMI 34)
.
S
omit m
ü
ss
e
davon ausgegangen wer
den, dass er im Stande
sei,
ausreichend Einkäufe zu tätigen und an den Mahlzei
ten teilzunehmen. Es besteh
e
ausreichende Mobilität (f
a
hr
e
PW). Der
Beschwer
deführer
leb
e
weitgehend im Einvernehmen mit seiner Frau und Familie, es be
st
ünd
en regelmässige familiäre Kontakte. Die Beeinträchtigung, sich unzu
reichend an Freizeit- und Erholungsaktivitäten zu beteiligen, wirk
e
sich versiche
rungsmedizinisch nicht aus, sollte aber
resilienzfördernd
besser eingeübt werden.
Aus dem diskutierten objektivierbaren medizinischen Sachverhalt und Fähig
keitsprofil erg
ä
ben sich folgende qualitativen Einschränkungen: Der
Beschwer
deführer
sollte möglichst
(
und nicht ausschliesslich
)
Arbeiten, die ein
em
erhöhte
n
Mass an Konzentration, Aufmerksamkeit und Auffassung bedürf
t
en
,
nicht aus
führen. Arbeiten
,
die einen rege
l
mässigen Umfang mit grösseren Menschenauf
kommen erforder
te
n
,
sollten ebenso wie Schicht- und Akkordarbeit vermieden werden. Vor dem Hintergrund der Abhängigkeitsmissbrauchserkrankungen er
g
e
b
e
sich auch hier, dass Arbeiten mit Kontroll-, Steuerungs- und Sicherungsar
beiten sich ausschliessen
würden
, ebenso das berufliche Führen von Maschinen und Kraftfahrzeugen. Die Auswirkungen de
s aktuell s
chädlichen Gebrauchs von Alko
hol wie auch des Benzodiazepin-
Abhängigkeitssyndroms könn
t
en ebenso wie auch
aggravatorische
Verhaltensweisen und psychosoziale Aspekte dabei nicht versicherungsmedizinisch in der Bewertung der Arbeitsfähigkeit berück
sichtigt werden. Die Auswirkungen der aus der rezidivierenden depressiven Stö
rung mit aktuell weitgehend gebesserter, nur noch leichte
r
affektive
r
Symptoma
tik mit entsprechenden Stimmungsschwankungen und der verminderten Belast
barkeit k
ö
nn
t
e
n
dabei allenfalls noch eine leichte Einschränkung der Leistung um 20
%
begründen.
3.4.2
Die Experten stellten zusammenfassen
d
folgende
Diagnosen
mit Relevanz für die A
rbeitsfähigkeit
als
Maurer
(
S. 23):
-
Chronisches
lumboradikuläres
Syndrom links bei
Osteochondrose
mit linkssei
tiger
foraminaler
bis
paraforaminale
r
Spondylose auf Höhe LWK 5/S1, sodass einerseits die Nervenwurzel von
S
1 links im
Recessus
lateralis
komprimiert, andererseits die Nervenwurzel von L5 links
paraforaminal
tangiert w
e
rd
e
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichtgradig
Als Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit nannten sie:
-
Dysthymia
-
B
enzodiazepinabhängigkei
tssyndrom
-
Psychische und Verhaltensstörung durch Alkohol, schädlicher Gebrauch
-
Adipositas, stammbetont (BMI 34,2 kg/m
2
)
-
L
i
pidstö
ru
ng
-
Leichte Niereninsuffizienz
-
Anosmie
bds
. (anamnestisch)
-
Bruxismus (anamnestisch)
3.4.3
In interdisziplinärer Sicht hielten die Gutachter fest, a
us dem orthopädischen Fachgebiet besteh
e
eine Diagnose mit Beeinträchtigung der A
rbeitsfähigkeit
in angestammter Tätigkeit als Maurer. Die Beschwerden f
ä
nden radiologisch ein Substrat, jedoch g
ing
en die Beschwerden über das zu erwartende Mass hinaus.
Neuropsychologisch kö
nn
e
die Untersuchung nicht verwertet werden wegen In
konsistenzen und nicht nachvollziehbaren Befunden. Aus dem p
sychiatrischen Fachgebiet finde
sich eine Diagnose mit Beeinflussung der A
rbeitsfähigkeit
so
wohl angestammt als auch in Verweistätigkeit, welche eine leichte Minderung der Arbeitsfähigkeit um 20
%
begründe
.
Dabei w
ü
rden die Auswirkungen der auffäl
ligen
aggravatorischen
Verhaltensweisen sowie der Suchtproblematik nicht in der versicherungsmedizinischen Bewertung berücksichtigt.
Interdisziplinär erg
e
b
e
sich somit aus orthopädischer Sicht keine verwertbare
Ar
beitsfähigkeit
mehr in angestammter Tätigkeit als Maurer. Für eine Verweistätig
keit
sei
eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
aus orthopädischer und psychiatrischer Sicht zu attestieren, wobei sich die Bewertungen nicht addier
t
en
,
sondern in die qualitative Anpassung des Arbeitsprof
il
s eing
ingen (S. 22)
.
Zum zeitlichen Verlauf hielten die Gutachter fest, eine
Arbeitsunfähigkeit ha
be
sicherlich
i
n den Zeiten der
Hospitalisation
des Beschwerdeführers
bestanden, auch im Rahmen der teilstationären Behandlungen und in der Zeit der Rekonva
leszenz. Eine durchgehende Arbeitsunfähigkeit l
a
ss
e
Zweifel aufkommen, k
ö
nn
e
jedoch retrospektiv nicht mehr geklärt werden. Die Zweifel begründe
te
n sich ins
besondere auch dadurch, dass nicht nachvollziehbar bleib
e
, dass die depressive Störung in der vo
m Beschwerdeführer
geschilderten Ausprägung ständig vorhan
den
gewesen sei
,
und dass die damit verbundenen Einschränkungen und Behin
derungen an der Teilhabe ständig in so hohem Ausmass bedingt
gewesen seien
. Zudem
sei
en
durch das neuropsychologische Gutachten für dieses psychiatrische Gutachten und schon im neuropsychologischen Vorgutachten für das Gutachten
des
D._
, in beiden vergleichbar und parallel, eine deutliche Aggravationsten
denz und Zweifel an der Glaubwürdigkeit der dargebrachten Symptome und Be
schwerden begründet
worden
. Vor dem Hintergrund der Darstellung des Auftre
tens
des Beschwerdeführers
im neuropsychologischen Gutachten und dem Be
trachten eines üblichen Verlaufes einer depressiven Erkrankung erschein
e
es eher so, dass davon auszuge
h
en
sei
, dass seit 2011 auch Zeiten bestanden h
ätten
, in denen de
r
Beschwerdeführer
zumindest zu einem Teil als arbeitsfähig zu betrach
ten
gewesen sei. Wie angeführt, kö
nn
e
dies retrospektiv jedoch kaum noch geklärt werden, insbesondere, da sich hier
den Akten
kaum entsprechende Beleg
e ent
nehmen lie
ssen und vo
m Beschwerdeführer
auch keine verlässlichen Angaben zu
beziehen s
e
i
e
n, überdies versicherungsmedizinisch nicht berücksichtigungsfähige erhebliche psychosoziale Aspekte mit in die früheren Bewertungen eingeflossen s
e
i
e
n
(S. 24)
.
4.
A
ufgrund der medizinischen Akten ausgewiesen und unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer nach dem Anheben einer Schalltafel am 1
7.
Januar 2005 mit
einschiessenden Schmerzen
und
in der Folge nachgewiesener
Diskushernie L5/S1
sowie L4/5
vollumfänglich arbeitsunfähig war (
Urk.
7/10/6 und E. 3.1.1).
Dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde
führer
nach Ablauf des Wartejahres ab Ja
nuar 2006 eine ganze Rente zugesprochen hat, erweist sich demgemäss als kor
rekt.
5.
5.1
Die Aufhebung der Rente per Ende Oktober 2006 basierte auf der Annahme der Beschwerdegegnerin, der Gesundheitszustand habe sich im Juni 2006 derart ge
bessert, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit vollumfänglich zu
mutbar
gewesen sei und ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resultiere. Hierbei stützte sie sich im Wesentlichen auf das psychiatrisch-neurologische Gut
achten vom September 2011 (E. 3.2).
5.2
D
ie
erwähnte
n
Gutachten der
Dres
.
B._
,
C._
und
A._
ent
sprechen
den
praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise. So sind sie für die streitigen Belange umfassend, geben sie doch Auskunft über die gesundheitlichen Einschränkungen und die verbleibende Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Sie beruhen auf den notwendigen Untersuchungen und be
rücksichtigen die geklagten Beschwerden, namentlich die Rückenbeschwerden und die in psychischer Hinsicht geklagten Beeinträchtigungen. Die Expertisen wurden in Kenntnis der
Vorakten
und in Auseinandersetzung damit abgegeben. So stützte sich namentlich
Dr.
B._
wesentlich auf die Einschätzung der vor
behandelnden Ärzte ab, welche ihre Eindrücke echtzeitlich geschildert hatten. Psychiaterin
A._
setzte sich ebenfalls mit den
Vorakten
auseinan
der und würdigte diese eingehend (
Urk.
7/223/15-18).
Die Gutachten leuchten sodann
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurtei
lung der medizinischen Situation ein und die Schlussfolgerungen der Experten
erscheinen als
begründet
.
5.3
5.3.1
So beschrieb
Dr.
B._
die Rückenpathologie des Beschwerdeführers einge
hend (
Osteochondrose
,
Spondylarthrose
, Diskushernie mit teils Irritation der Ner
venwurzel) und schloss in nachvollziehbarer Weise auf eine vollumfängliche Ar
beitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Maurer. In gleicher Weise schlüssig erscheint ihre Einschätzung, dass in einer der Rückenpathologie ange
passten Tätigkeit
eine volle Arbeitsfähigkeit besteht (E. 3.2.1). Dies korreliert mit der Bestätigung
Dr.
C._
s, wonach keine objektivierbaren
lumboradikulären
neu
rologischen Ausfälle zu verzeichnen waren (E. 3.2.2).
Dr.
B._
verwies
- wie auch die Gutachter der
Y._
(
Ziff.
3.1.3) und des
D._
(
Ziff.
3.3.3) -
für die Bestimmung des Zeitpunkts der Besserung respektive der Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auf die Einschät
zung der behandelnden Ärzte der Rheumaklinik des
J._
.
Diese hatten im Bericht vom 1
7.
August 2006 (
Urk.
7/250/24-32)
über das
Arbeitsassessment
vom
8.
Juni 2006 sowie die Basistests vom 26./2
7.
Juni 2006 eine mindestens leichte Arbeit als ganztags zumutbar erachtet und darauf hingewiesen, dass der Beschwerde
führer eine schlechte Leistungsbereitschaft gezeigt habe, da er sich wegen Schmerzen selbst limitiert habe; dies bei manchen Tests mit groteskem Bewe
gungsmuster. Deshalb hätten keine funktionelle
Limite
oder arbeitsbezogene Probleme beobachtet werden können. Die Tests erlaubten aufgrund der fehlenden Belastungsdauer keine Beurteilung des zumutbaren zeitlichen Umfangs (S. 3 f. und S. 8).
5.3.2
Der Beschwerdeführer entgegnete, zwischen Februar 2005 und Dezember 2007 sei keine Bildgebung
betreffend
Rücken erfolgt. Im Februar
2005
seien verschie
dene Pathologien erkennbar gewesen und erst im Dezember 2007
habe sich eine fast vollständige
Regredienz
des kaudalen
Luxats
linksseitig auf Höhe L5/S1 mit aktuell nur linksausladender
Diskusprotrusion
im gleichen Segment
gezeigt. Da
mit hätte nicht festgehalten werden dürfen,
ihm
sei bereits ab August 2006 eine angepasste Tätigkeit ganztags zumutbar gewesen
. Sodann hätte nicht auf das
Ar
beitsassessment
des
J._
vom 1
7.
August 2006 abgestellt werden dürfen, da es unter anderen Vorzeichen erstellt worden sei; es sei darum gegangen, ob er - in ungekündigter Position stehend - weiterhin als Bauarbeiter arbeiten könne
(
Urk.
1 S. 5 und
Urk.
7/250/5 ff.)
.
5.3.3
Fest steht, dass der behandelnde Rheumatologe
Dr.
L._
bereits am
1.
März 2006 (
Urk.
7/10/5-6) für eine leichte und wechselbelastende Tätigkeit eine volle Ar
beitsfähigkeit attestiert hatte. Er verwies gleichzeitig auf eine vollumfängliche
Arbeitsunfähigkeit (offenkundig in bisheriger Tätigkeit), ging aber aus rheuma
tologischer Sicht von einer Einschränkung von lediglich 50
%
aus. Ihm waren die MRI-Bilder vom Februar 2005 bekannt und er schloss unter Berücksichtigung der erhobenen Befunde und der Krankheitsentwicklung auf seine Einschätzung.
Demgemäss erscheint es als nachvollziehbar, wenn die
J._
-Fachleute ebenfalls auf eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit schlossen. Eine Verschlechterung der Rückensituation ist nicht bekannt, im Gegenteil verbesser
ten sich die Verhältnisse, was durch die bildgebenden Befunde vom Februar 2007 belegt ist
. Dass d
i
e Abklärungen im
J._
nicht der medizinisch-theoretischen Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit im Hinblick auf eine Rente der Invalidenversiche
rung
dienten
, ändert nichts an der Beweiswertigkeit der Ausführungen. Die Fach
leute führten verschiedene Tests durch und kamen zum Schluss, dass der Be
schwerdeführer nicht darlegen konnte, dass er zeitlich nur noch limitiert einer leichten Tätigkeit nachgehen kann. Zu Verifizierung der effektiven
Leistungsli
mite
empfahlen sie wohl eine Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit. Dies hatte aber den weiteren Sinn, die Arbeitsfähigkeit in ei
ner mittelschweren Tätigkeit zu testen.
5.3.4
Bei dieser Aktenlage ist davon auszugehen, dass spätestens im Zeitpunkt der Ab
klärungen im
J._
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in angepasster Tä
tigkeit mehr bestanden hat. Namentlich gibt es keine Hinweise auf eine Ver
schlechterung des Zustandes seit der Berichterstattung durch
Dr.
L._
im März 2006 (
Urk.
7/10/5), indes rechtfertigte es sich, die Infiltration vom Juni 2006 ab
zuwarten, welche
denn auch
eine gewisse Besserung brachte (
Urk.
7/250/26).
Damit ist erstellt, dass der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht ab
Juni
2006 in einer leichten Tätigkeit wieder vollumfänglich arbeitsfähig war.
5.4
5.4.1
In psychiatrischer Hinsicht schloss Gutachter
Dr.
H._
eine psychiatr
ische Er
krankung aus (E. 3.1.1). Dabei thematisierte
er
eine Schmer
z
verarbeitungsstörung und verwies auf ein maladaptives Bewegungsmuster sowie Symptomausweitung
. Eine somatoforme Schmerzstörung erkannte er indes nicht.
5.4.2
Der Beschwerdeführer bestritt
eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit aus psychi
schen Gründen im Zeitpunkt der Rentenaufhebung nicht, sondern brachte viel
mehr einzig vor, die psychische Situation sei seit 2009 Thema und invalidisierend (
Urk.
7/250/11).
5.4.3
Bezogen auf den Zeitpunkt der Renteneinstellung ergeben sich aus psychiatri
scher Sicht in
der
Tat keine abweichenden Gesichtspunkte. Bei
Dr.
M._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, ist er seit September 2008 in Behandlung (
Urk.
7/109/3), davor findet sich keine fachärztliche Diagnosestellung.
5.5
Damit steht fest, dass der Beschwerdeführer ab
Juni
2006 in einer angepassten Tätigkeit wieder vollumfänglich arbeitsfähig war.
6.
6.1
Für die nachfolgende Periode machte der Beschwerdeführer eine Verschlechte
rung aus psychischen Gründen geltend. Ab 2009 sei er deswegen in seiner Ar
beitsfähigkeit eingeschränkt
, im November 2011 sei er hospitalisiert worden und es sei ihm eine ganze Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
7/250/11).
6.2
6.2.1
A._
legte in ihrem Gutachten
vom September 2011
nachvollzieh
bar dar, dass beim Beschwerdeführer keine psychische Erkrankung mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit vorliegt
. Sie verwies insbesondere auf Passivität, Symptomausweitung, dysfunktionales Krankheitsverständnis sowie sekundären Krankheitsgewinn
(E. 3.2.3)
. Dass sie bei dieser Ausgangslage keine psychische Erkrankung erkannte, erscheint als nachvollziehbar
.
Dabei berücksichtigte sie die Angaben des behandelnden Psychiaters
Dr.
M._
, welcher am 1
8.
September 2009 (
Urk.
7/109/7) ein
e
mittelgradige depressive Epi
sode, eine chronische posttraumatische Belastungsstörung sowie ein chronisches Schmerzsyndrom diagnostiziert und - zusammen mit der rheumatologischen Be
einträchtigung - auf eine Arbeitsunfähigkeit von 70
%
geschlossen hatte.
Am 1
8.
September 2009 (
Urk.
7/199) thematisierte er eine andauernde Persönlich
-
keit
sänderung
nach psychischer Erkrankung (S. 2 f.). Hierzu nahm
A._
ausführlich Stellung
und entkräftete letztere Diagnose
mit dem Hinweis
auf das Fehlen einer schweren psychischen Krankheit. Ebenso legte sie dar, dass keine Persönlichkeitsänderung vorliegt bei dokumentierter (teilzeitl
icher) Arbeits
tätigkeit bis Jun
i
2011 (
Urk.
7/223/17).
6.2.2
Die Ärzte der
K._
, wo der Beschwerdeführer
vom
3
0.
November 2011 bis
4.
März 2012 hospitalisiert war und welche ihn
hernach
an die
N._
überwiesen (statio
näre Therapie bis am 1
3.
August 2012), diagnostizierten in ihrem Bericht vom 1
5.
September 2014 (
Urk.
7/320) eine rezidivierend depressive Störung, gegen
wärtig mittelgradige Episode bei vorgängig schwere
r
Episode mit
psychotischen Anteilen, eine somatoforme Störung, nicht näher bezeichnet, sowie ein
Ben
zodiazepinabhängigkeitssyndrom
.
Echtzeitlich hatten sie auf eine gegenwärtig schwere Episode der depressiven Stö
rung verwiesen sowie einen Verdacht auf eine generalisierte Angststörung ge
äussert (
Urk.
7/249
S. 2
).
Sie attestierten eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit (S. 6) und begründeten dies mit schweren Konzentrationsstörungen, Antriebs
mangel, Gedankenkreisen, sozialem Rückzug und Hoffnungslosigkeit,
Verfol
gungs
- und Beobachtungsideen sowie allgemeine Verunsicherung über die eigene Belastungsfähigkeit (S. 5). Sie verwiesen auf
die Relevanz von «sozialpsychiatri
schen Themen» (Finanzen, Beschäftigung, Tagesstruktur, soziale Kontakte) und stellten eine Stabilisierung bei entsprechender Verbesserung in Aussicht.
Nach Austritt aus der
N._
im August 201
2
befanden die Ärzte eine Arbeit lediglich in geschütztem Rahmen
als
möglich (
Urk.
7/287/4 unten).
Die
K._
-Ärzte verwiesen in ihrem neueren Bericht
vom 1
5.
September 2014
(
Urk.
7/320)
weiter
auf die tagesklinische Behandlung vom
7.
Oktober 2013 bis 1
6.
Mai 2014 und attestierten für diese Zeit bis auf
W
eiteres eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit (S. 5).
Im Fokus der Behandlung h
ätten
die Auseinanderset
zung mit dem Weggang des Sohnes aus dem Elternhaus, seine persönlichen Re
aktionstendenzen in Bezug zur eigenen Biographie
und
die psychische Stabilisie
rung durch längerfristige Installation einer unterschwelligen, sinnvollen Tages
struktur gestanden
(S. 4)
.
6.2.3
Die
D._
-Gutachter stützten sich
im Gutachten von 2014
wesentlich auf die Vor
berichte des
K._
ab und schlossen auf eine Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen seit Klinikeintritt im November 201
1.
Den (echtzeitlichen) medizini
schen Berichten entnahmen sie keinen früheren Beginn der Arbeitsunfähigkeit trotz der (gegenteiligen) Einschätzung von
Dr.
M._
(
Urk.
7/308/43,
Urk.
7/109/7 und
Urk.
7/308/51). Dies unter anderem unter Hinweis auf die gutachterliche Ein
schätzung aus dem Jahre 2009 (
Urk.
7/308/48)
, mit welcher diese Ansicht ent
kräftet worden war
.
Das Attest einer vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit
ist zwar, wie die Beschwer
degegnerin festgestellt hat (
Urk.
2), nicht ohne
W
eiteres nachvollziehbar. Der Be
schwerdeführer äusserte sich bei der Untersuchung
zum Teil
widersprüchlich. So gab er an, keine Kollegen zu haben, führte aber gleichzeitig aus, mit solchen unterwegs zu sein (
Urk.
7/308 S. 40 oben und S. 42 oben). Sodann f
u
hr er
trotz (offenbar) massiver Einschränkungen
Auto
(S. 39). Wie es sich damit genau ver
hält, kann indes offenbleiben. Die
D._
-Gutachter beschrieben eindrückliche Be
funde (stark niedergestimmt, im Denken gehemmt und eingeengt, gestörte Kon
zentrationsfähigkeit und Gedächtnisleistungen, Aufmerksamkeits-,
Konzentra
tions
- und Merkfähigkeitsstörungen, antriebsarm, diffuse Ängste, Pseudohalluzi
nationen, passive Todeswünsche, Hoffnungslosigkeit, Insuffizienzgefühle, S. 44) und legten
die psychischen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit - wenn auch nicht restlos überzeugend - so doch nachvollziehbar dar.
Auch die
E._
-Gutachter entkräfteten
im aktuellsten Gutachten von 2016
diese Einschätzung nicht. Sie bezweifelten zwar einen durchgehend
schwergradigen
depressiven Zustand und damit einhergehend eine ununterbrochene vollumfäng
liche Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers
, doch anerkannten sie eine solche jedenfalls für die Dauer der
Hospitalisationen
und teilstationären Behandlungen. Für die übrigen Zeiten konnten sie indes - mangels weiterführender echtzeitlicher Unterlagen - keine konkreten Angaben betreffend Wiedererlangung der Arbeits
fähigkeit machen (E. 3.4.3).
In beweisrechtlicher Hinsicht ist
zu bemerken, dass nach der von allen beteiligten Ärzten bestätigten vollumfänglichen Arbeitsunfähigkeit ab 3
0.
November 2011 die Annahme der Rückgewinnung der Arbeitsfähigkeit mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit erstellt sein muss. Solange dies nicht der Falle ist (oder keine wei
teren Gründe vorliegen), kann keine Rentenrevision erfolgen. Der blosse Verdacht auf eine höhere Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers während (nicht näher) bestimmten Phasen in der Zeit ab November 2011 genügt nicht zur überwiegend wahrscheinlichen Darlegung der Rückgewinnung der Arbeitsfähigkeit.
6.3
Eine Überprüfung der Einschränkungen anhand der praxisgemässen Indikatoren (BGE 143 V 418) ergibt eine deutliche Ausprägung der diagnoserelevan
ten Be
funde bei diagnostizierten
schwere
n
depressive
n
Episoden. Die Behandlungen er
wiesen sich - einstweilen - als erfolglos. Beim Beschwerdeführer liegt mit der Rückenschädigung samt Nervenwurzeltangierung eine erhebliche Komorbidität vor.
Weiter besteht
eine akzentuierte Persönlichkeit,
p
ersönliche Ressourcen sind teilweise vorhanden. Der soziale Kontext zeigt einen mit der Familie zusammen
wohnenden Beschwerdeführer, welcher hieraus Ressourcen ziehen kann,
ausser
häusliche
Aktivitäten bestehen indes keine. Das
Aktivitätenniveau
zeigte eine auch im Privatleben bestehende Einschränkung. Der Beschwerdeführer nahm in jener Periode umfangreiche Behandlungsversuche vor, so dass ein Leidensdruck als ausgewiesen erscheint.
6.
4
Damit ist aufgrund der medizinischen Aktenlage erstellt, dass der Beschwerde
führer ab November 2011 aus psychischen Gründen vol
lumfänglich arbeitsunfä
hig war.
7.
7.1
Eine Veränderung des psychischen Gesundheitszustandes ergib sich erst mit der neuerlichen Begutachtung des Beschwerdeführers durch die
E._
im Februar 201
6.
Die Ärzte legten überzeugend dar, dass bei der Untersuchung nur noch eine allenfalls leichte depressive Symptomatik erkennbar war und namentlich die frü
her eingeschränkte Aufmerksamkeitsspanne, das Kurzzeitgedächtnis wie auch die Merkfähigkeit nicht mehr vermindert waren (
Urk.
7/348
S.
21).
Der psychische Befund zeigte sich im Wesentlichen unauffällig, so die Orientierung, das Ich-Be
wusstsein, Aufmerksamkeit, Konzentration, Gedächtnis, Intelligenz, Psychomo
torik, Zwänge, Phobien, Willen, Realitätsorientierung. Beim Denken zeigte sich eine leichte Verlangsamung, die Affektivität subdepressiv, die Persönlichkeit ak
zentuiert und die Motivationslage leicht eingeschränkt (S. 34 f.). Dass die Ärzte bei diesen Untersuchungsbefunden und
in
der Zusammenschau
mit den
übrigen Akten auf eine Besserung des Gesundheitszustandes schlossen, ist nicht zu bean
standen.
Dies umso mehr, als sie
aggravatorische
Aspekte sowie eine Sucht
problematik benannten, welche nicht hinreichend abgrenzbar seien. Auch ver
wiesen sie auf verschiedene psychosozial belastende Umstände (Auszug des Soh
nes, finanzielle Probleme, Sorge um Angehörige in Mazedonien, Heimweh, Be
ziehungsschwierigkeiten in der Ehe, S. 31 f.).
Diese Umstände führen praxisge
mäss nicht zur Annahme einer invalidenversicherungsrechtlich relevanten Pa
thologie.
7.2
7.2.1
Soweit der Beschwerdeführer
den Antrag stellt, das
E._
-Gutachten vom 2
9.
Februar 2016 aus dem Recht zu weisen (
Urk.
1 S. 2) und dies damit begründet, es entspreche einer unzulässigen «
second
opinion
» (
Urk.
1 S. 8 ff.), ist vorwegzu
schicken, dass der Beschwerdeführer die
mit Verfügung vom 2
6.
Mai 2015 (
Urk.
7/341) erfolgte
Anordnung der neuerlichen Expertise nicht gerichtlich hat klären lassen und sich der Begutachtung unterzogen hat. Damit erweist sich das Vorbringen - nach bekannt gewordenem Ergebnis - als verspätet. Zudem war i
m Zeitpunkt des erstmaligen Thematisierens einer
neuerlichen Begutachtung
am
4.
Februar 2015 (
Urk.
7/327)
über ein
Jahr vergangen und wurde eine Verbesse
rung des Gesundheitszustandes,
welchen bereits die
D._
-Ärzte als möglich er
achtet hatten (
Urk.
7/308/52 und
Urk.
7/319/3), bestätigt. Damit handelt es sich beim
E._
-Gutachten nicht um eine
unzulässige
second
opinion
, sondern um eine Verlaufsbegutachtung.
7.2.2
Dass - wie der Beschwerdeführer vorträgt - der Gesundheitszustand unverändert war und es sich lediglich um eine etwas bessere Episode gehandelt hat (
Urk.
1
S. 10 unten), überzeugt nicht. Im Gegenteil bezweifelten die Gutachter die bis zur Untersuchung angenommene vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit aus psychi
schen Gründen und legten auch in der Längssicht dar, dass der Beschwerdeführer durchaus in der Lage ist, einer Arbeitstätigkeit nachzugehen.
Dies unter Hinweis auf die vorhandene Leistungsfähigkeit bei nur geringen erkennbaren Einschrän
kungen, wobei die höheren kognitiven Funktionen (bis auf Flexibilität und redu
zierte Urteilsfähigkeit) nicht beeinträchtigt waren (
Urk.
7/348/42).
7.3
Damit ist eine Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes ausgewiesen und ist mit den
E._
-Gutachtern von einer Einschränkung von
nurmehr
20
%
auszugehen. Dies bei nur
noch
leicht eingeschränkten psychischen Ressourcen.
7.4
7.4.1
In somatischer Hinsicht schlossen die
E._
-Gutachter ebenfalls auf eine Ein
schränkung von 20
%
und begründeten dies
einlässlich
.
So verwiesen sie auf das
lumbospondylogene
Syndrom m
it
ISG-Schmerzen links
.
Klinisch fanden sich ausser einer massiv eingeschränkten LWS-Beweglichkeit und einer lokalen
Druckdolenz
über dem
l
inken ISG
radikuläre
Zeichen links mit einer leichten Schwäche des Grosszehen-/Fussheber
s
und Grosszehe
n
-/Fusssenker
s
links mit einem fraglich positiven
Lasègue
. Radiologisch fanden sich im MRI vom
8.
Okto
ber 2015 eine
Osteochondrose
mit linksseitiger
foraminaler
bis
paraforaminaler
Spondylose auf Höhe LWK 5/S1, sodass einerseits die Nervenwurzel von S1 links im
Recessus
lateral
i
s
komprimit
t
iert
und anderseits die Nervenwurzel L5 links
paraforaminal
tangiert wurde.
Die Ärzte konnten die Beschwerden überwiegend nachvollziehen und schlossen auf eine verminderte Rückenbelastbarkeit für schwere körperliche Arbeiten
, was
ebenso nachvollziehbar
ist
wie das Attest einer wegen vermehrten Pausenbedarfs um 20
%
reduzierten Arbeitsfähigkeit für leichtere Arbeiten (
Urk.
7/348/20). Dies bei objektivierbarer und ausgewiesener, aber nicht übermässig einschränkender Pathologie
.
7.4.2
Dass
- wie der Beschwerdeführer geltend macht -
die
D._
-Ärzte von einer
50%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit ausgingen und eine Verände
rung in somatischer Hinsicht nicht erstellt ist (
Urk.
1 S. 15), trifft so nicht zu. Vorwegzuschicken ist, dass bei der
D._
-Begutachtung dem somatischen Anteil der Arbeitsunfähigkeit keine Bedeutung zukam, wurde doch dem Beschwerdefüh
rer bereits aus psychischer Sicht eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit attes
tiert. Sodann führte der neurologische Gutachter aus, dass eine - näher bezeich
nete - angepasste Tätigkeit mindestens zu 50
%
möglich sein sollte (
Urk.
7/308/34). Dies
e
Formulierung schliesst eine höhere Arbeitsfähigkeit nicht aus. Sodann legte der Neurologe nicht konkret dar, aus welchen Gründen eine leicht höhere Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit, welche ja gerade Rücksicht auf die Rückenbeschwerden nimmt, nicht gegeben sein sollte.
Schliesslich bleibt zu bemerken, dass bei Vorliegen einer massgeblichen Verän
derung, welche hier in Bezug auf die psychische Komponente gegeben ist, eine umfassende Prüfung des Sachverhaltes zu erfolgen hat
,
wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteh
t (E. 1.6). Ei
ne Änderung
muss mithin
nicht in Bezug auf jedes einzelne Sachverhaltselement nachgewiesen
sein
.
7.5
Zusammenfassend ist erstellt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers
bis zu den Untersuchungen in der
E._
im September 2015 (
Urk.
7/348/1) derart verbessert hat, dass ihm ab dann eine leidensangepasste Tä
tigkeit im Umfang von 80
%
möglich war.
8.
8.1
Der Beschwerdeführer
verwies sodann auf seine vom
5.
April bis
5.
August 2016 dauernde
erneute
ambulanten
Behandlung
und schloss auf eine weitergehende Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
1 S. 14).
8.2
Vorwegzuschicken ist, dass es sich dabei nicht um eine
stationäre Behandlung
, sondern um eine
tagesklinische
Therapie handelte. Die Ärzte der
K._
diagnos
t
i
zierten in ihrem Abschlussbericht vom 1
3.
Januar 2017 (
Urk.
7/365/1-3) eine re
zidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, eine chroni
sche Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren sowie einen Tinnitus
aurium
, recht
e
s Ohr.
Sie verwiesen auf einen progredienten Krankheitsverlauf durch jahrelange
Ar
beits
- und Strukturlosigkeit, Schuld- und Insuffizie
nzgefühle
gegenüber
der Fa
milie sowie
psychosoziale Belastung
. Anlass für die Behandlung waren - bei be
kannter Symptomatik - namentlich eine fehlende Tagesstruktur sowie belastende Familienverhältnisse. Der Beschwerdeführer wollte eine regelmässige Tagesstruk
tur und Unterstützung darin, wieder mehr Lebensqualität und Freude zu erlangen. Wichtig dafür sei, dass er mit seiner Ehefrau weniger Konflikte habe, er länger
fristig wieder einer niederschwelligen Arbeit nachgehen
könne und einen verbes
serten Umg
ang mit seinen chronischen Schmerzen finde.
Im Rahmen der Therapie erfolgte unter anderem die Anschlussplanung mit ver
schiedenen Institutionen. Nach Abschluss des Therapieprogramms zeigte sich ein leicht gebesserter Zustand sowie ein leicht gebesserter Antrieb und eine leicht
aufgehelltere
Stimmung durch die erarbeitete Perspektive.
8.3
Der Grund für die Wiedervorstellung
erschöpft
e
sich allein in psychosozialen Be
lastungsfaktoren, namentlich die Auseinandersetzungen mit der Ehefrau sowie der (erneute) Auszug des Sohnes aus der Wohnung, nachdem dieser im Anschluss an seine Trennung wieder bei den Eltern eingezogen war (
Urk.
7/348/32 unten). Es zeigte sich während der Behandlung, dass die Strukturierung des Tagesablaufs und das Finden einer Beschäftigung einen massgeblichen Erfolg mit sich brach
ten.
Bei dieser Ausgangslage ist davon auszugehen, dass nicht ein verschlechter
ter Gesundheitszustand vorlag, sondern vielmehr eine Akzentuierung der priva
ten Belastungen und der fehlenden Aufgaben. Dies zeigt sich auch darin, dass es d
em Beschwerdeführer
während der Behandlung
möglich
war
, wegen eines To
desfalls in sein Heimatland zu reisen
. Ebenso zeigten sich die Befunde
gegenüber der Untersuchung in der
E._
nicht relevant verändert, mit Ausnahme eines etwas intensiver geschilderten deprimierten Affekts. Dies allerdings unter Hinweis auf einen sich stark leidend präsentierenden Beschwerdeführer (
Urk.
7/365 S. 2).
Bei dieser Ausgangslage kann nicht von einer dauerhaften Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden.
9.
9.1
Aufgrund der erwähnten Arbeitsunfähigkeiten ergeben sich folgende Ansprüche auf Renten der Invalidenversicherung: Nach Ablauf des Wartejahres per Januar 2006 war eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen, weshalb der Be
schwerdeführer ab
1.
Januar 2006 Anspruch auf eine ganze Rente hat.
9.2
9.2.1
Ab Juni 2006 bestand in einer angepassten Tätigkeit eine vollumfängliche Ar
beitsfähigkeit. Dass die entsprechende Berichterstattung der
J._
-Ärzte erst am 1
7.
August 2006
erfolgte
(E. 3.5.1), ändert hieran nichts. Die Rentenanpassung hat demgemäss
nach dreimonatiger Frist gemäss
Art.
88a IVV
per
1.
Oktober 2006 (und nicht wie verfügt per
1.
November 2006) zu erfolgen.
9.2.2
Die Beschwerdegegnerin bemass das
Valideneinkommen
per 2006 mit
Fr.
67'000.-- und das Invalideneinkommen (basierend auf den Löhnen der Lohn
strukturerhebung des Bundesamtes für Statistik, BFS) mit
Fr.
59'197.-- (
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer bemängelte einzig das Invalideneinkommen und schloss sinngemäss auf einen Abzug vom Tabellenlohn.
Die ehemalige Arbeitgeberin bestätigte einen hypothetischen Lohn des Beschwer
deführers per 2006 von
Fr.
5'200.--, was einem Jahreslohn von
Fr.
67'600.-- ent
spricht (
Urk.
7/9/2
Ziff.
16). Nach der
Lohnstrukturerhebung (
LSE
)
2006 betrug der Lohn für Männer in einfachen und repetitiven Tätigkeiten, was für den Be
schwerdeführer einzig in Frage kommt,
Fr.
4'732.-- (Tabelle TA1). Dies ergibt bei einer durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, T03.02.03.01.04.01)
den von der Beschwerdegegnerin ermittelte
Lohn von
Fr.
59'19
7.-- pro Jahr.
Ob ein Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt wäre, kann vorliegend offen blei
ben, denn auch beim höchstmöglichen Abzug von 25
%
resultiert kein rentenbe
gründender Invaliditätsgrad mehr (Invalideneinkommen
Fr.
44'368.--, Invalidi
tätsgrad 34
%
).
9.2.3
Damit hat der Beschwerdeführer ab
1.
Oktober 2006 kein
en
An
spruch mehr
auf eine Rente der Invalidenversicherung.
9.3
9.3.1
Ab 3
0.
November 2011 ist wieder eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit aus
gewiesen. Da es sich um einen neuen Versicherungsfall handelt, ein neuer Ge
sundheitsschaden ausschlaggebend ist und seit der Renteneinstellung über drei Jahre vergangen sind,
hat der Beschwerdeführer die Wartezeit erneut zu bestehen. Denn nach
Art.
29
bis
IVV
werden bei der Berechnung der Wartezeit nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG früher zurückgelegte Zeiten angerechnet, wenn die Rente nach Verminderung des Invaliditätsgrades aufgehoben wurde und dieser in den fol
genden drei Jahren wegen einer auf dasselbe Leiden zurückzuführenden Arbeits
unfähigkeit erneut ein rentenbegründendes Ausmass erreicht. Dies ist vorliegend nicht der Fall.
9.3.2
Demgemäss hat der Beschwerdeführer nach Bestehen der Wartezeit, mithin ab
1.
November 2012, Anrecht auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung.
9.4
9.4.1
Eine erneute Verbesserung wurde von den
E._
-Gutachtern festgestellt, die Un
tersuchungen fanden im September 2015 statt. Ab diesem Zeitpunkt ist eine Ver
besserung ausgewiesen, weshalb die Rentenanpassung per
1.
Januar 2016 zu er
folgten hat.
9.4.2
Die Beschwerdegegnerin führte keinen Einkomme
n
svergl
eich durch, was nach
zuholen ist. Aufgerechnet auf das Jahr 2016 ist von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
75’152.-- auszugehen (
Valideneinkommen
2006 von
Fr.
67'600.--;
Index 2014 auf Index 2239,
BFS
, Tabelle T39).
Nach der LSE 2016 betrug der für Männer in einfachen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art
Fr.
5'340.-- (Tabelle TA1), was bei einer durchschnittli
chen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (BFS, T03.02.03.01.04.01)
Fr.
66'803.-- pro Jahr entspricht.
Bei noch 80%iger Arbeitsfähigkeit reduziert sich der mögliche Lohn auf
Fr.
53'442.--.
Im Hinblick auf einen allfälligen Abzug vom Tabellenlohn ist festzuhalten, dass
das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumut
baren Arbeitspensum tretende qualitative oder quantitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksichtigung der Fähig
keiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person
realistischer
weise
noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarkt
lage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen (Urteil des Bundesge
richts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3.1.1 mit Hinweisen).
Ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände be
rücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG) als ausserordentlich zu bezeichnen sind (
Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. September 2015 E. 4.3.1 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_826/2015 vom 13. April 2016 E. 3.2.1).
Die gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, führt nicht automatisch zu einer V
erminderung
des hypothetischen Invalidenlohns. Vielmehr ist der Umstand allein, dass nur mehr leichte bis mit
telschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätzlichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsniveau 4) bereits eine Viel
zahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesge
richts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.4 und 9C_386/2012 vom 18. September 2012 E. 5.2).
Ob das Merkmal «Alter» einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt, ist jeweils unter Berücksichtigung aller konkreter Umstände des Einzelfalls zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_366/2015 vom 22. September 2015 E. 4.3.2 unter Hinweis auf 9C_455/2013 vom 4. Oktober 2013 E. 4.2). Dies gilt insbesondere im Bereich
der Hilfsarbeiten auf dem hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG), wo sich ein fortgeschrittenes Alter nicht zwingend lohnsenkend auswir
ken muss. Hilfsarbeiten werden auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellen
markt altersunabhängig nachgefragt (Urteile des Bundesgerichts 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E. 4.4.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3). Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als in
validitätsfremder Faktor unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_312/2017 vom 22. November 2017 E. 3.3.2 unter Hinweis auf 8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.3).
Die lange Abwesenheit vom Arbeitsmarkt betrifft das Kriterium der Dienstjahre, dessen Bedeutung im privaten Sektor abnimmt, je niedriger das Anforderungs
profil ist. Mit Blick auf das Kompetenzniveau 1 (bis LSE 2010 Anforderungsni
veau 4) kommt diesem Aspekt keine ins Gewicht fallende Bedeutung zu (vgl. Ur
teile des Bundesgerichts 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.2 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.3 unter Hinweis auf 8C_351/2014 vom 14. August 2014 E. 5.2.4.2).
Unter Berücksichtigung der praxisgemässen Kriterien rechtfertigt sich vorliegend grundsätzlich kein Abzug vom Tabellenlohn. Selbst wenn man einen solchen von 10
%
gewähren möchte, resultierte ein Invalideneinkommen von
Fr.
48'098.-- (
Fr.
53’442.-- x 0.9), was verglichen mit dem
Valideneinkommen
von
Fr.
75’152.-- einen
rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von 36
%
ergibt.
9.4.3
Damit hat der Beschwerdeführer ab
1.
Januar 2016 kein Anrecht auf eine Rente der Invalidenversicherung mehr.
10.
Damit ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen und
festzustellen
, dass der Be
schwerdeführer von Januar bis September 2006 sowie von November 2012 bis Dezember 2015 Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung hat.
Weitergehende Rentenansprüche bestehen nicht.
11.
11.1
Da
die
Voraussetzungen
erfüllt
sind
, ist dem Beschwerdeführer
antragsgemäss
die
unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und Rechtsanwältin
Dr.
Barbara Wyler
als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen.
11.2
Die
Verfahrens
kosten
gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
sind
auf Fr.
1‘000
.-- festzu
setzen.
Die
se
sind
-
ausgangsgemäss
- dem Beschwerdeführer zu 4/5 und der Beschwerdegegnerin zu 1/5 aufzuerlegen.
Der auf den Beschwerdeführer entfal
lende Anteil ist
infolge der bewilligten unentgeltlichen Prozessführung einstwei
len auf
die
Gerichtskasse zu nehmen.
11.3
11.3.1
Nach
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) be
misst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Be
deutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Ob
siegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss
§
8 in Verbindung mit
§
7
Abs.
1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird - auch im Rahmen der un
entgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
11.3.2
Der von Rechtsanw
ä
lt
in
Dr.
Wyler
mit Eingabe vom
2
8.
August 2017
geltend ge
machte Aufwand von
17.33
Stunden und
Fr.
157.60
Barauslagen (
Urk.
13
) ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen, insbesondere aufgrund der Tatsache, dass
sie
den Beschwerdeführer schon im
Vorbescheidverfahren
vertrat und die Akten somit bekannt waren. Sodann ent
spricht die Beschwerdeschrift
ab S. 12 praktisch wortwörtlich dem Einwand vom 1
2.
Dezember 2016 (
ab S. 6,
Urk.
7/360)
. Namentlich erscheint ein Aufwand von
12
Stunden für die Beschwerdeschrift
samt Aktenstudium
als überhöht.
Weiter gehört das Lesen der angefochtenen Verfügung zum Verwaltungsverfahren und erscheint ein Instruktionsaufwand von 1.75 Stunden vorliegend als überhöht. Nicht nachvollziehbar erscheint sodann ein Aufwand von einer halben Stunde für das Prüfen, ob eine (vom Gericht nicht angeordnete,
Urk.
8) «Replik» einge
reicht werden soll. Dies bei
blossem
Verweis der Beschwerdegegnerin auf die hin
länglich bekannten Akten im Rahmen der Beschwerdeantwort (
Urk.
6).
Schliess
lich sind Kosten für Kopien in der Höhe von
Fr.
143.-- nicht nachvollziehbar; das Dossier wurde von der Beschwerdegegnerin auf CD zur Verfügung gestellt (
Urk.
7/358).
Angesichts der zu
rekapitulierenden
370
Aktenstücke der Beschwerdegegnerin, der
17
-seitigen
Beschwerdeschrift
, den Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
sowie der in ähnlichen Fäl
len zugesprochenen Beträgen ist die Entschädigung von Rechtsanw
ä
lt
in
Dr.
Bar
bara Wyler
bei Anwendung des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
220.--
(zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
3'000.--
(inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer) festzusetzen.
11.3.3
Von den Vertretungskosten hat die Beschwerdegegnerin 1/5, mithin
Fr.
600.--, als Prozessentschädigung zu übernehmen. Im Umfang der Differenz von
Fr.
2'400.-- ist Rechtsanwältin
Dr.
Barbara Wyler aus der Gerichtskasse zu ent
schädigen
,
da das «
Überklagen
»
den Prozessaufwand wesentlich beeinflusst
hat
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_568/2010 vom 3. Dezember 2010 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).
11
.4
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der
Kosten
für die
unentgeltliche Rechtspflege
verpflichtet werden kann, sofern er dazu in der Lage ist.