# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b4a9467d-3620-42e5-aaae-591f77615faf
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1981 geborene
X._
meldete sich am 2
4.
März 2012 bei der
Sozial
versicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis
tungen der Invalidenversicherung an (Urk. 9/2). Die IV-Stelle traf daraufhin erwerbliche und medizinische Abklärungen
und
zog die Akten der Unfallversi
cherung (Urk. 9/8) bei. Nachdem die Verwaltung mit Vor
bescheid vom 1
1.
Mai 2012 die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt hatte (Urk. 9/10), legte der Versicherte einen Bericht von Dr. med.
Y._
, Ärztlicher Leiter der
Z._
, vom 2
3.
Mai 2012 auf (Urk. 9/16). Mit Verfügung vom
9.
Oktober 2012 hielt die Verwaltung an ihrer im Vorbescheid angekün
digten
Leistungs
ablehnung
fest (Urk. 9/26). Die gegen diesen Entscheid von
X._
am 1
2.
November 2012 im Prozess Nr. IV.2012.01187 erhobene Beschwerde (
Urk.
9/31/3-25) hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 2
8.
November 2013 (
Urk.
9/40) in dem Sinne gut, dass es die angefochtene Verfügung aufhob und die Sache an die IV-Stelle zurückwies, damit diese die Auswirkungen der Leiden somatischer Natur auf die Arbeitsfähigkeit umfassend abkläre und hernach
erneut
über den Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenver
sicherung befinde.
Im Übrigen tra
t
es auf die Beschwerde nicht ein.
1.2
In der Folge holte die Verwaltung Berichte der
Dres
. med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie, und
B._
, Praktischer Arzt, ein (Berichte vom 22. April und 1
0.
November 2014 [
Urk.
9/52 und
Urk.
9/62]). Zusätzlich stellte erstgenannter Arzt – auf Nachfrage der IV-Stelle hin (Urk. 9/53) –
dieser
den von
lic
. phil.
C._
, Fachpsychologin für Psychothe
rapie FSP, am 2
2.
April 2013 verfassten Verlaufsbericht zu (Urk.
9/54).
Zwi
schenzeitlich hatte
X._
mitgeteilt, dass er ab
1.
April 2014 als
baulei
tender
Sanitärmonteur in einem Pensum von 100
%
angestellt sei (Urk.
9
/49
-50
).
Mit Vorbescheid
vom 1
6.
Januar 2015 teilte die IV-Stelle
dem Versicherten mit, dass kein Rentenanspruch bestehe (
Urk.
9/65). Auf
hiegegen
erhobenen Ein
wand
hin
(
Urk.
9/70) verfügte
s
ie – nach Einholung einer präzisierenden Aus
kunft von
Dr.
A._
(
Urk.
9/72) – am 2
8.
April 2015 die angekündigte
Leistungs
ablehnung
(
Urk.
9/75 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
1.
Juni 2015 Beschwerde und beantragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung vom
1.
Dezember 2011 bis am 3
1.
März 2014 mindestens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2). Am 2
3.
Juni 2015 machte er eine weitere Eingabe (
Urk.
7). Mit Beschwerdeantwort vom 2
4.
Juni 2015 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8). Mit Verfügung vom
2.
Juli
2015 wurde
n
dem
Beschwerdeführer das Doppel der Beschwerdeantwort und der Beschwerdegegnerin das Doppel der Eingabe vom 2
3.
Juni 2015 zugestellt (
Urk.
10).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
das Festhalten an der Rentenverweigerung damit, seit
1.
März
2012 bestehe – nachdem sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers gebessert habe – keine Einschränkung der Erwerbsfähigkeit mehr. Zwar sei es im Dezember 2012 zu einer erneuten temporären Erwerbsun
fähigkeit gekommen, die jedoch nicht länger
dauernd gewesen sei und deshalb keinen Anspruch au
f
eine Invalidenrente begründe (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die Beschwerdegegnerin sei der im Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
8.
November 2013 enthaltenen Aufforderung nach Abklärung der Auswirkungen
seiner
Gesundheitsstörungen
nicht nachgekommen. Vor dem Hintergrund des betref
fenden Entscheids seien die durchgeführten medizinischen Abklärungen unge
nügend und kämen einer Rechtsverweigerung gleich, zumal auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte letztlich nicht abgestellt worden sei. Die
Beschwerde
gegnerin
sei daher zu verpflichten, den somatischen und psychischen Gesund
heitszustand zwischen dem 2
9.
Dezember 2010 und 31. März 2014 im Rahmen eines
plurid
isziplinären
Gutachtens (neurologisch, rheumatologisch und psychi
atrisch) rückwirkend abzuklären
. Gestützt auf die Beurteilung der behandelnden Ärzte habe er vom
1.
Dezember 2011 bis 31. März 2014 Anspruch auf mindes
tens eine halbe Invalidenrente
(
Urk.
1 S.
5
f.).
3.
3.1
Aus den seit dem Rückweisungsentscheid (Urk. 9/40) ergangenen medizinischen Berichten geht im Wesentlichen Folgendes hervor:
Die Fachpsychologin
C._
nannte am 2
2.
April 2013 (
Urk.
9/54) nachste
hende Diagnosen (S. 1):
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.22) hat sich ausgeweitet zu
mittelgradiger depressiver Episode mit somatischem Syndrom, teil
weise, insuffizient remittiert (ICD-10 F.32.11)
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
Sie
führte aus
,
der Beschwerdeführer sei ein wacher, bewusstseinsklarer, allseits orientierter und gepflegter Patient mit einer reduzierten Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit. Er verfüge über intakte Gedächtnisleistungen. Hin
weise auf formale Denkstörungen, Befürchtungen, Zwänge, wahnhaftes Erleben, Sinnestäuschungen und Ich-Störungen seien keine ersichtlich. Die Stimmung sei gedrückt und die emotionale Schwingungsfähigkeit nach oben eingegrenzt. Es bestehe eine erhöhte Ermüdbarkeit mit Aktivitätseinschränkung sowie eine reduzierte Belastbarkeit. Es liege eine chronische Schmerzstörung (Nacken-Schulter-Bereich) als Folge des unverschuldeten Verkehrsunfalls vor. Die ver
schiedenen Einschränkungen im Alltagsleben sowie der Verlust der Arbeitsstelle hätten zu einer depressiven Reaktion mit Enttäuschungen und Verbitterung geführt (S. 2).
Die Fachpsychologin berichtete weiter,
die Medikamente würden vom Hausarzt
Dr.
A._
verordnet. Der in der gleichen Praxis tätige
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, habe zudem bei Bedarf
Insidon
50mg zur Stimmungsaufhellung und Stimmungsstabilisierung sowie Magnesium als Anti-Stress-Mittel und zur Verbesserung der
neuromus
kulären
Überleitung empfohlen
. D
er Beschwerdeführer sei nach dem
Unfaller
ei
gnis
in seiner bisherigen T
ätigkeit zu 50
%
arbeitsfähig gewesen. Aktuell sei er auf Stellensuche. Diese
sei
aufgrund der körperlichen Einschränkungen schwierig. Auf
sein psychische
s
Befinden würde sich eine Berufstätigkeit als sehr günstig erweisen. Sofern die
Arbeit
abwechslungsreich gestaltet werden könne, sollte ein Teilzeitpensum für den Wiedereinstieg mit einer späteren Erhöhung des Arbeitspensums möglich
sein (S. 3).
3.2
Dr.
A._
stellte in seinem Bericht vom 2
2.
April 2014 (
Urk.
9/
52/
2-6) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
Posttraumatisches
Zervi
kalsyndrom
nach Autounfall am 2
9.
Dezember 2010 mit
persistierenden
myofaszialen
Beschwerden/Nackenschmerzen und mus
ku
lären Verspannungen
occipital
, vorwiegend linksseitig
Verdacht auf Kompressionssyndrom der oberen
Thoraxapertur
linksbe
tont
(spezial
ärztliche Untersuchung vom 2
1.
November
2011 Dr.
E._
)
St
atus nach vorausgehendem
H
alswirbelsäulen
-Trauma 2001/2003 mit ver
zögerter p
osttraumatischer Rehabilitation
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion und mitte
lgradiger depressiver Episode (
C._
, Fachpsychologin in der
F._
,
Bericht vom 2
2.
April
2013)
Er berichtete von einer diskret eingeschränkten Rotation der Halswirbelsäule
. Die
Lateroflexion
sei uneingeschränkt und schmerzfrei möglich. Elevation, Abduktion und Rotation beider Schultern sei
en
frei. Es erfolge eine
Bedarfs
therapie
mit
Mefenacid
(S. 2). Nach dem Autounfall vom 2
9.
Dezember 2010 sei es dem Beschwerdeführer nach einer initialen Arbeitsunfähigkeit von drei Monaten gelungen, die Arbeitsfähigkeit sukzessive zu steigern. Im Dezember 2011 (richtig wohl: 2012) habe sich eine Verschlechterung des Gesundheitszu
stands eingestellt. In dieser Zeit habe auch eine vermehrte familiäre Belastung (Trennung von der Ehefrau) bestanden. Der weitere Verlauf im Jahr 2012 (rich
tig wohl: 2013) habe keine wesentliche Veränderung des Zustandsbilds mit verminderter Belastungstoleranz gezeigt (persistierende
myofasziale
Beschwer
den im Nacken-, Schulter- und Kopfbereich und begleitende depressive Episo
den). Der Gesundheitszustand habe sich ab Januar 2014 wesentlich gebessert
und es sei zur Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit
gekommen (
Urk.
9/52 S. 2 ff.).
Den von
Dr.
A._
ausgestellten Arbeitsunfähigkeitszeugnissen kann
vom 1. März 2012 bis am 3
1.
März 2014
mehrheitlich eine 50%ige Arbeitsunfähig
keit entnommen werden (
Urk.
9/69
; siehe auch
Urk.
9/43/3-13
).
Der Beschwer
deführer habe – so der nämliche Arzt – seine Arbeit per
1.
April 2014 wieder vollzeitlich aufgenommen und sei seither zu 100
%
arbeitsfähig (vgl. Bericht vom 1
9.
Mai 2014 [
Urk.
9/55/6-7]).
3.3
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Rheumatologie,
Regionaler Ärztlicher Dienst der IV-Stelle (RAD)
, führte in seiner aufgrund der Akten verfassten Stellungnahme vom 4. November 2014 aus, der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit werde im Bericht von
Dr.
A._
vom 2
2.
April 2014 beschrieben. Laut der Beurteilung des Kreisarztes bestehe ab
9.
Januar 2012 wieder eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
. Diese Beurteilung werde von der
Z._
am 2
8.
Februar 2012 geteilt. Einen Tag später
ergänzte
der betreffende Arzt
gemäss Telefonnotiz der Kundenberaterin
, die Diagnose eines Syndroms der oberen
Thoraxapertur
beidseits sei
invalidenversicherungs
rechtlich
relevant. Bezüglich der Angaben zur Arbeitsfähigkeit könne bis zur Einstellung der Taggelder
durch die Unfallversicherung
am 2
9.
Februar 2012
mit dieser
koordiniert werden
(Urk.
9/
66
S. 5).
3.4
Der praktische Arzt
B._
teilte – unter Beilage des Dokumentationsfragebogens für Erstkonsultation nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungstrauma – am 10. November 2014 mit, der Beschwerdeführer sei einzig nach seinem Verkehrs
unfall am 2
9.
Dezember 2012 sowie am
3.
Januar 2013 zur Nachkontrolle im
H._
in Behandlung gestanden. Dazumal hätten leichte linksseitige Beschwerden der Halswirbelsäule, rein muskulär, bestanden. Ein Arbeitsunfähigkeitszeugnis sei nicht ausgestellt worden (
Urk.
9/62).
4.
4.1
Die Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin mit Urteil vom 28. November 2013 zur weiteren Abklärung der Auswirkungen der Leiden somatischer Natur auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
9/40) war in erster L
inie des
halb erfolgt, weil
gestützt auf die damals aktenkundigen medizinischen Berichte nicht klar war, ob und gegebenenfalls inwieweit das durch
Dr.
med.
E._
, Fachärztin FMG für Neurologie, diagnostizierte Kompressionssyndrom der obe
ren
Thoraxapertur
den Beschwerdeführer in seiner Leistungsfähigkeit ein
schränkt.
4.2
Aufgrund
des
im Rahmen der Abklärung
des somatischen Gesundheitszustands
eingereichten
Berichts von
lic
. phil.
C._
,
F._
,
vom 2
2.
April 2013
(
Urk.
9/54)
ist zwar
ausgewiesen, dass der Beschwe
rdeführer
zwischenzeitlich
unter einer psychischen Beeinträchtigung litt. Daraus geht aber weiterhin keine psychische Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hervor. Denn die betreffende Psyc
hologin verwies darauf, dass es
für den Beschwerdeführer wegen den
körperlichen Einschränkungen schwierig sei, eine neue Arbeitsstelle zu finden.
Sie unterstrich
ihre
Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit s
odann damit,
dass
sie die Aufnahme
eine
r
Berufstätigkeit
als
sehr günstig
für
das psychische Befinden
beurteilte (S. 3).
In Übereinstimmung damit steht, dass der ebenfalls im
F._
tätige
Psychiater
Dr.
D._
die Einnahme von
Insidon
zur Stimmungsaufhellung und Stimmungsstabilisierung einzig bei Bedarf für nötig hielt
und zudem
lediglich
die Einnahme von Magnesium als Anti-Stress-Mineral und zur Verbesserung der neuromuskulären Überleitung empfahl (S. 3).
4.3
Betreffend die Abklärung der Auswirkungen der Leiden somatischer Natur auf die Arbeitsfähigkeit t
raf die Beschwerdegegnerin
in Nachachtung des
Rückwei
sungsentscheids
wohl weitere Abklärungen; ob und gegebenenfalls inwieweit der Beschwerdeführer in seiner angestammten respektive einer
leidensange
passten
Tätigkeit in invalidenversicherungsrechtlich bedeutsamer Weise einge
schränkt ist, lässt sich indes auch aufgrund der Berichte von Dr.
A._
vom 2
2.
April 2014 (
Urk.
9/
52/
2-6) und des praktischen Arztes
B._
vom 1
0.
November 2014 (
Urk.
9/62) nicht zuverlässig beurteilen.
So genügt der
Haus
arzt
bericht
der im Urteil vom 2
8.
November 2013 geforderten umfassenden Abklärung der physischen Leiden nicht, zumal
Dr.
A._
– unter Hinweis auf
den Bericht von
Dr.
E._
vom 2
1.
November 2011 –
hinsichtlich des
Kom
pressionssyndrom
s
der oberen
Thoraxapertur
weiterhin von einer
Verdachts
diagnose
ausgeht, obwohl Letztgenannte die gestellte Diagnose am 19. Oktober 2012
– durch entsprechende Provokationsmanöver wie Hochhalten der Arme und Zug der Arme nach unten als auch mittels
Adson
-Test
s
–
bestätigt hatte
respektive ergänzend
den Ausschluss des Halsrippensyndroms durch eine klä
rende Untersuchung empfahl
(
Urk.
9/30/1-3).
Vor diesem Hintergrund erscheint
zudem
nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin auf die Einho
lung eines Berichts von Dr.
E._
verzichtet hat,
obschon
der RAD-Arzt hin
sichtlich der
Umsetzung des Rückweisungsurteils die Einholung aktueller Berichte bei allen behandelnden Ärzten
empfohlen hatte
(
Urk.
9/66 S. 3).
Auch die Aktenbeurteilungen der RAD-Ärzte bilden keine zuverlässige Grund
lage für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in der streitbetroffenen Periode. Vor dem Hintergrund, dass das hiesige Gericht bereits im Urteil vom 2
8.
November 2013 festhielt, dass die vom Kreisarzt
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Chirurgie, am 2
8.
Dezember 2011 abgegebene Beur
teilung des Gesundheitszustands
im Zeitpunkt des Erlasses der damals ange
fochtenen Verfügung nicht mehr aktuell und ihm namentlich der weitere Ver
lauf der Gesundheitsstörung in den folgenden Monaten unbekannt war (Urk. 9/40 S. 8
f.)
, vermag nicht einzuleuchten, dass
Dr.
G._
bei der Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit wiederum auf den Zeitpunkt der Einstellung der Taggelder der Unfallversicherung verwies (
Urk.
9/66 S. 5
; siehe auch die Stel
lungnahme der Kundenberaterin vom 1
3.
Januar 2015 [
Urk.
9/66 S. 6]). D
ie
von der ebenfalls im RAD tätigen Praktischen Ärztin Dr. med.
J._
abgegebenen
Beurteilungen, die sich einzig zur Arbeitsfähigkeit äussern
(Urk. 9/74/2)
,
stellen gleicherweise keine verlässlichen Grundlagen dar, vor allem da ihnen eine umfassende Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführer
s
in einer leidensangepassten Tätigkeit fehlt.
4.4
Nach dem Gesagten lässt sich auch gestützt auf die seit dem
Rückweisungsent
scheid
vom 2
8.
November 2013 ergangenen medizinischen Berichte nicht beur
teilen, ob und gegebenenfalls inwieweit der Beschwerdeführer aufgrund der somatischen Beeinträchtigungen in – invalidenv
ersicherungsrechtlich relevante
r
Weise – in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war.
Da nach der gesetzlichen Konzeption dem Versicherungsträger die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts (
vgl.
Art.
43
Abs.
1
ATSG
in Verbindung mit
Art.
69
Abs.
2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]
) obliegt und entsprechend dem Untersuchungsgrundsatz es in erster Linie Sache der zuständigen Behörde ist, die materielle Wahrheit zu ermitteln (Urteil des
damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts
I 478/04 vom 5.
Dezember 2006 E. 2.2.4.3), ist die Sache
abermals
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (vgl.
hiezu
auch BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hinweisen), damit diese fundierte Abklärungen treffe und hernach über den Rentenanspruch neu befinde.
Dabei steht es der
IV-Stelle
frei, ob sie die Beurteilung des Leistungsanspruchs unter Berücksichtigung der Neu
anmeldung vom 1
0.
Juni 201
5 (vgl.
Urk.
9/81) vornimmt.
5.
5.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und, da die
Rückwei
sung
an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsie
gen gilt (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts
U 199/02 vom 10. Februar 2004 E. 6, mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999
IV Nr. 10 S. 28 E. 3), ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
5.2
Der anwaltlich vertretene Beschwerdeführer hat sodann ausgangsgemäss ge
stützt auf
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) Anspruch auf eine
Prozessent
schädigung
. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr.
1‘8
00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.