# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 57fdecf4-4e8b-49d6-8893-b81401889a57
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 14
I. Sachverhalt
A. A. ist am 10. Januar 1968 in Torun/Thorn (Polen) geboren. Er ist mit E., geborene F., verheiratet, mit welcher er zwei Kinder im Alter von 4 und 6 Jahren hat. A. ist diplomierter Ingenieur. Er arbeitet für die IT-Firma Hewlett-Packard und ist zudem Dozent an der Hochschule für Technik in Zürich. A. ist im Schweizerischen Zentralstrafregister nicht verzeichnet.
B. Mit Anklageverfügung vom 13. August 2009 versetzte die Staatsanwaltschaft Graubünden A. wegen einfacher Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) sowie wegen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB in Anklagezustand und überwies den Fall dem Bezirksgerichtsausschuss Inn zur Beurteilung. In der Anklageschrift vom gleichen Tag wurde der Anklage folgender Sachverhalt zu Grunde gelegt:
„Am 25. September 2008 deponierte A. drei Kehrichtsäcke an der Kehrichtsammelstelle beim Gemeindehaus von Fuldera. Auf dem Rückweg zu seinem Haus konnte er beobachten, wie B., welcher gegenüber dem Gemeindehaus wohnt, einen dieser Säcke behändigte und sich damit in seine Garage begab. Da er das bereits mehrfach beobachtet hatte, folgte A. B. und stellte ihn in dessen Garage zur Rede. Obwohl B. von ihm verlangte, die Garage zu verlassen, leistete der Angeklagte dieser Aufforderung keine Folge. Vielmehr kam es zu einem Handgemenge, während welchem A. B. einen Faustschlag an den Kopf gab, was zu einer Prellung führte. In der Folge stürzte dieser nach hinten und zog sich durch den Sturz an die dort stehenden Fahrräder etc. Brüche der 6.-8. Rippen links vorne zu.“
C. In der Ergänzung der Anklageschrift stellte die Staatsanwaltschaft Graubünden den Antrag, A. sei im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen und er sei mit einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je Fr. 40.-- bedingt bei einer Probezeit von zwei Jahren und einer Busse von Fr. 600.--, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 15 Tagen, zu bestrafen.
D. Mit Urteil vom 23. April 2010, mitgeteilt am 31. August 2010, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Inn was folgt:
„1. A. ist schuldig der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 1 StGB.
2. A. wird vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB frei gesprochen.
3. Dafür wird er bestraft mit:
Seite 3 — 14
- einer Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je CHF 40.00. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren.
- einer Busse von CHF 600.00, ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von 15 Tagen.
4. Die Verfahrenskosten, bestehend aus:
- der Gerichtsgebühr des Bezirksgerichtsausschusses Inn Fr. 1'500.00
- Barauslagen von Fr. 192.00
- Schreibgebühren von Fr. 370.00
- den Kosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 2'291.00
Total Fr. 4’353.00
gehen zu Lasten von A.. Die Busse und die Verfahrenskosten von insgesamt CHF 4'953.00 sind innert 30 Tagen nach Rechtskraft dem Bezirksgericht Inn zu überweisen.

## Considerations