# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d7c5aa71-78b8-4a95-b6d0-3c26be381bb0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960, war von
1998 bis 2003 als Lagermitarbeiter bei der
Y._
AG tätig
(Urk. 8/10)
. Unter Hinweis auf
einen Unfall
beantragte
er am 24. Juni
2003 bei der Invalidenversicherung
berufliche Mass
nahmen
(Urk. 8/9).
Mit Verfügung vom
3.
November 2003
(Urk. 8/20) und Einspracheentscheid vom 19. Februar 2004 (Urk. 8/33)
lehnte die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
eine Kostengutsprache für berufliche Massnahmen ab
.
1.2
Von 2007 bis 2012
war der Versicherte
als Lagermitarbeiter bei der
Z._ AG
tätig (8/64).
Am 8. März 2013 meldete
er
sich unter Hinweis auf Schmerzen im Kopf und an der linken Hand, ein Schleude
rtrauma sowie Schmerzen in der l
inken Hüfte erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 8/44).
Die IV-Stelle klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der Krankenversicherung (Urk. 8/58)
und Unfallversicherung (Urk.
8/63)
bei
und veranlasste beim
A._
ein interdis
ziplinäres Gutachten, welches am 2. März 2015 erstattet wurde (Urk. 8/82).
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 8/92-99, Urk. 8/101) ver
neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
4.
Februar 2016 (Urk. 8/102 = Urk. 2
)
bei einem Invaliditätsgrad von 7 %
einen Rentenanspruch.
2.
Der Versicherte erhob am 7. März 2016 Beschwerde gegen die Verfügung vom 4. Februar 2016 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm
ab 1. September 2013
eine ganze Rente zuzusprechen. Eventuell solle
ei
ne
erneut
e
interdisziplinär
e
Begutachtung erfolgen
(Urk. 1 S. 2).
Zudem reichte er einen Arztbericht ein (Urk. 3).
Die IV-Stelle beantragte mit Be
schwer
de
antwort vom
11. April
2016 (Urk.
7
) die Abweisung der Beschwerde. Mit Ver
fügung vom 15. Juni 2016 wurde das Gesuch um unentgeltli
che Rechts
ver
tretung und unentgeltliche Prozessführung (vgl. Urk. 1 S. 2) abgewiesen und
dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht (Urk. 13
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreivier
telsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensver
gleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr
zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Validen
ein
kommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu er
fol
gen
,
dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig mög
lichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und ge
gebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Be
urteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) ge
stützt auf die medizinischen Abklärungen - insbesondere gestützt auf das
interdisziplinäre Gutachten des
A._
(
A._
; Urk. 8/82) - davon aus, dass
der Beschwerdeführer
in einer angepass
t
en Tätigkeit seit September 2003 zu 100 % arbeitsfähig sei.
Unter Berück
sich
tigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % ergebe
der
Einkom
mens
vergleich einen Invaliditätsgrad von 7 % (S. 2).
Mit dem Tabellenlohn im Anforderungsniveau 1 seien eine Vielzahl von leichten und mittelschwe
ren Tätigkeiten berücksichtigt und ein höherer
Abzug
als 10 % nicht begrün
det
(S. 3)
.
2.2
Demgegenüber vertrat der Beschwerdeführer die Ansicht
(Urk. 1)
, dass
das
A._
-Gutachten den Anforderungen an ein Gutachten in mehrfacher Hin
sicht nicht genüge
(S. 4 Ziff. 4.1)
.
Auf das allgemeinmedizinische und inter
nistische Teilgutachten könne nicht abgestellt werden, da die Einschätzung von einer
vollen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit auf eineinhalb Seiten nicht ansatzweise schlüssig begründet sei und unter Berücksichtigung des eingereichten aktuellen Berichtes von
Dr.
med.
B._
vom 19. Februar 2016 nicht nachvollziehbar sei.
Der Bericht
datiere nur 15 Tage nach Verfügungserlass und sei zu beachten
(S. 4 f. Ziff. 4.2)
. Der kardiologi
sche Teil des Gutachtens sei äusserst kurz gehalten und die Attestierung einer vollen Arbeitsfähigkeit nicht schlüssig und nachvollziehbar begründet
(S. 5 Ziff. 4.3)
. Die Diagnose des psychiatrische
n
Gutachters sei
ebenfalls
weder schlüssig noch nachvollziehbar. Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Bericht des behandelnden Psychiaters
Dr.
med.
C._
fehle vollständig. Ge
stützt auf dessen Bericht sei von einer
60%igen
Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aus psychiatrischer Sicht seit 27. April 2
012 auszugehen
(S. 5 ff. Ziff. 4.4)
. Weshalb der Beschwerdeführer aus orthopädischer Sicht in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sein solle, werde nicht schlüssig und nachvollziehbar begründet. Gestützt auf die Einschätzung von Prof.
Dr.
med.
D._
sei von einer mindestens 50%igen Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit auszugehen
. Das orthopädische Teilgutachten habe sich offensichtlich nicht eingehend mit dem Bericht von Prof.
Dr.
D._
aus
einandergesetzt und müsse daher als nicht verwertbar erachtet werden
(S. 7 f. Ziff. 4.5)
. Ein Leidensabzug von 25 % erscheine angemessen. Die verschiede
nen Teilarbeitsunfähigkeiten seien zu addieren. Insgesamt er
g
ebe sich ein offensichtlicher Invaliditätsgrad von 100 %
(S. 8 Ziff. 5)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist ein Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
3.
3.1
Der
Verfügung
vom 3. November 20
0
3 (Urk. 8/20)
lagen im Wesentlichen die folgenden Berichte zugrunde.
3.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychothe
rapie
, Rehaklinik
F._
, nannte mit Bericht vom 17. Februar 2003 (Urk. 8/15/14-18
) als Diagnose eine Anpassungsstörung mit möglichem de
pressivem Ein
schlag (ICD-10 F43.2) bei auffälliger Persönlichkeit mit
impul
siven Zügen (ICD-10 F60.8; S. 1)
.
3
.
3
Die Ärzte der Rehaklinik
F._
nannten mit
Austrittsb
ericht vom 18. März 2003 (Urk. 8/15/7-9) die folgenden Diagnosen (S. 1 Mitte):
-
Zustand nach Unterarmschaftfraktur links am
2.
April 2002
-
Plattenosteosynthese Radius, Ulna links
am
2.
April 2002
-
Zustand nach Daumendistorsion rechts 2
7.
August 2001
-
konservative Behandlung
Als Lieferwagenchauffeur bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 %, welche rasch zu steigern sei (S. 1 unten). Aufgrund ihrer Beobachtungen sowie auf
grund der objektivierbaren Befunde seien die vom Beschwerdeführer angege
benen Beschwerden nicht nachvollziehbar (S. 2 Mitte).
3.4
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin
,
nannte mit Bericht vom 13.
September 2003
die folgenden Diagnosen
(Urk. 8/15/5-
6
S. 1
Mitte
):
-
Status nach Unterarmschaftfraktur links am
2.
April 2002
-
Anpassungsstörung mit möglichem depressivem Einschlag
-
chronische Cephalea
Der Beschwerdeführer sei bis heute zu 50 %, das heisse ganztags
bei
leichte
r
Ar
beit, arbeitsfähig als Lagerist
.
I
n einem körperlich weniger strengen Beruf
sei er voll arbeitsfä
hig
(S. 1 oben).
3.5
Dr.
G._
führte mit Bericht vom 16. September 2003 (Urk. 8/15/1-4) aus, der Beschwerdeführer sei seit Juni 2003 halbtags in der bisherigen Tätig
keit arbeitsfähig. In einer angepassten Tätigkeit sei er seit 1
5.
November 2002 ganztags arbeitsfähig (S. 4).
3.6
Die Beschwerdegegnerin lehnte einen
Anspruch auf eine Kostengutsprache
für berufliche Massnahmen
mit Verfügung vom 3. November
2003 (Urk. 8/20
) ab. Sie führte dazu aus, dass dem Beschwerdeführer eine behin
derungs
an
ge
passte Erwerbstätigkeit zu 100 % zumutbar sei
,
und berechnete eine nicht
anspruchs
begründende Einkommensdifferenz.
4.
4.1
Prof.
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Anästhesiologie
,
H._
, führte mit Bericht vom 19. Oktober
2006 (Urk. 8/46/8-9
=
Urk.
8/60/27-28
) aus, der Beschwerdeführer klage über Schmerzen im Ober
armbereich links mit Ausstrahlung in die Schulter und Thorax vorne und hinten. Zusätz
lich bestünden Schmerzen im Nacken- und Kopfbereich. Vor allem links in der Schläfe und Stirn. Über diese Beschwerden klage der Be
schwerdeführer seit seinem Arbeitsunfall im Jahre 2002, wo er auch eine Radiusfraktur erlit
ten habe. Die Schmerzen hätten sich verstärkt, insbe
son
dere im Bereich der Halswirbelsäule (HWS) nach einer Distorsion in Folge eines Autounfalls im März 2006
(S. 1 Mitte)
. Dem
Beschwerdeführer sei eine tiefdosierte antide
pressive Medikation mit Surmontil vorgeschlagen worden. Zusätzlich sei ein intravenöser Lidocain-Test vorgesehen, um den Anteil von neuropathischen Schmerzen besser evaluieren zu können
(S. 2 oben)
.
4.2
Die Fachpersonen des interdisziplinären Schmerz-Konsiliums
nannten mit Be
richt vom 10. März 2009 (Urk. 8/46/10-14 = Urk. 8/60/22-26)
folgende Diagnosen (S. 4 oben):
-
chronische
s
cervico-vertebrales Syndrom und cervico-spondylogenes Syndrom
-
chronische Spannungskopfschmerzen mit Tendenz zu migräniformen Exazerbationen
-
Status nach Unterarmfraktur links
2.
April 2002, Plattenosteosynthese Radius und Ulna links
2.
April 2002
-
Status nach Halswirbelsäule (HWS) - Distorsionstrauma Mai 2005
-
Schallleitungsschwerhörigkeit links
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fak
toren,
ICD-10 F45.41
Es bestehe ein therapieresistentes Schmerzsyndrom, welches durch die aktu
ellen psychosozialen Umstände mitverursacht sein dürfte. Aktuell bestehe keine eindeutige psychiatrische Diagnose. Angesichts der sehr angespannten Lebenssituation sei eine akute Dekompensation zu befürchten. Eine psycho
soziologische/psychotherapeutische Begleitung werde vom Beschwerdeführer zurzeit nicht erwünscht (S. 4 oben).
4.3
Dr.
med
.
I._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
matologie, nannte mit Bericht vom 12. Mai 2012 (Urk. 8/63/7-8)
als Diagnosen unklare Schmerzen gluteal links nach Gesässkontusion,
ein Cervi
kal
syndrom (CVS) und ein l
umbovertebrales Syndrom (LVS), intermittierend
lumbospondylogenes Syndrom
(LSS)
,
links. Er führte
aus, der Be
schwerde
führer
habe von einem Unfaller
eignis am 2
4.
November 2011 berichtet. Er habe Ware von grosser Höhe her
untergereicht und sei retour nach hinten
gegangen. Dabei sei er mit der lin
ken Gesässseite gegen einen Transport
wa
gen
gestossen. Er habe dabei eine Rolle mit einem Gewicht von zirka 15-20 kg getragen. Er sei dann etwas auf die Seite gekippt und habe starke Schmerzen im linken Gesäss verspürt, auch ausstrahlend nach vorne in den Unterbauch. Er habe sich während 10-15 Minuten hinsetzen müssen und habe danach weitergearbeitet (S. 1 Mitte). Bei der klinischen Untersuchung habe er eine auffällige Diskrepanz in der
Schmerzangabe bei gewissen Untersuchungs
gängen gefunden. Die neurolo
gische Untersuchung sei unauffällig gewesen. Die Ultraschalluntersuchung habe fast ein halbes Jahr nach dem Unfaller
eignis einen unauffälligen Be
fund gezeigt. Insgesamt sei der Befund mit dem glutealen Schmerz etwas be
fremdend
(S. 2 Mitte)
.
4.4
Dr.
med.
J._
, Facharzt für
Radiologie
, führte mi
t Bericht vom 25.
Juli 2012 (Urk.
8
/63/9) aus, das MRI des Beckens und der Beckengürtel
muskulatur sei normal, es seien keine erfassbaren posttraumatischen Verän
derungen, insbesondere kein Nachweis eines posttraumatischen Seroms fest
gestellt worden. Ebenfalls bestehe kein Hinweis auf eine durchgemachte ossäre Läsion des Beckengürtels, des Sakrums und des Os Coxis. Es bestehe eine minimale Osteochondrose der unteren Lendenwirbelsäule.
4.5
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Chirurgie,
nannte
mit Be
richt vom 2
0.
September 2012 (Urk. 8/63
/10-12
)
als Diagnose eine Kontu
sion gluteal links ohne Nachweis einer bleibenden Verletzung (S. 2
Ziff. 1
). Spätestens sechs Wochen nach dem Ereignis sei der Status quo ante erreicht worden (S. 2 Ziff. 5).
4.6
Die Ärzte des S
tadts
pital
s
L._
nannten mit Bericht vom 10. Februar 2013
(Urk. 8/46/3-4
=
Urk. 8/58/7-8 =
Urk. 8/60/20)
die folgenden Diagnosen (S. 1):
-
akuter Vorderwandinfarkt bei koronarer Eingefässerkrankung
-
erfolgreiche Rekanalisation des mittleren
Ramus interventricularis anterior
(RIVA;
Absorb Stent, beschichtet)
-
mittelschwer eingeschränkte
linksventrikuläre (
LV
)
Funktion (
Ejek
tionsfraktion [
EF
]
35 %)
-
cardiovaskuläre Risikofaktoren (c
vRF
)
: pers
istierender
Nikotinabu
sus (kumulativ zirka 25-30 py)
-
anamnestisch
gastroesophageal reflux disease
(GERD)
-
Status nach
zweim
al
iger
Gastroskopie
Der Beschwerdeführer habe am 1
0.
Februar 2013 in ordentlichem Allgemein
zustand zurück nach
M._
auf die Normalabteilung verlegt werden können (S. 2 oben).
Angaben zur Arbeitsfähigkeit wurden keine gemacht.
4.7
Die Fachpersonen des
N._
führten mit Bericht vom 13. Juni 2013 (Urk.
8/60/16-19
) aus, der Beschwerdeführer sei am 2
7.
Mai 2013 und 16. Juni 2013 zu zwei Vorgesprächen bei ihnen gewe
sen und nannten folgende
, hier gekürzt angeführten
Diagnosen:
-
mittelgradige depressive Episode, ICD-10 F32.1
-
anhaltende somatoforme Schmerzstörung, ICD-10 F45.5
-
Status nach drei Unfällen
-
Status nach Vorderwandinfarkt am 9. Februar 2013
Realistische Ziele seien
die
Aktivierung des Beschwerdeführers,
die
Wieder
herstel
lung der Arbeitsfähigkeit und die
Redu
ktion
der Depression. Wegen der
bisher er
folglosen stationären und ambulanten Behandlung sei eine Inten
sivierung der Behandlung über die gemäss Krankenversicherungsgesetz (KVG
) mögli
chen zwei Sitzungen pro Woche hinaus indiziert und notwendig. Dafür biete sich eine stationäre Behandlung in einer psychiatrischen Klinik über einen längeren Zeitraum an oder alternativ zur Vermeidung einer stationären eine ambulante Behandlung tagesklinisch mit den gleichen Behandlungs
bau
stei
nen wie stationär über acht Wochen. Eine Weiterführung der ambulanten Behandlung in bisherigem Rahmen werde die Chronifizierung verstärken (S. 3 f.)
.
4.8
Dr.
med.
O._
, Fachärztin für Neurologie, berichtete am 11. Juli
2013
(Urk.
8/60/7-8
) über einen am 27. Juni 2013 durchgeführten neuropsy
chologischen Untersuch. Der Beschwerdeführer habe angegeben, dass es ihm nicht gut gehe. Er habe viele Probleme. Unter anderem sei es im Juli 2012 im Zusammenhang mit Missverständnissen am Arbeitsplatz zur fristlosen Kün
digung gekommen. Zudem sei er durch den Herzinfarkt im Februar 2013 be
lastet. Im Anschluss an einen Arbeitsunfall 2002 sei er während längerer Zeit beruflich ausgefallen. Niemand habe sich damals um ihn gekümmert. Zu
sätzlich würde er noch unter den Folgen eines Verkehrsunfalls 2005 leiden. 2003 sei er zudem unschuldig im Gefängnis gesessen, nachdem ihm Waffen
besitz vorgeworfen worden sei. Er fühle sich ungerecht behandelt durch frühere Arbeitgeber, aber auch durch Versicherungen (S. 7 Mitte).
Anlässlich der aktuellen Untersuchung habe sich eine leichte sprachliche Gedächtnis
schwäche sowie ein leicht eingeschränktes sprachliches konzeptuelles Denken bei ansonsten durchwegs unauffälligen kognitiven Funktionen gezeigt. Der Beschwerdeführer wirke zwar frust
r
iert, resigniert und enttäuscht über den bisherigen Verlauf. Die Impulskontrolle während der Untersuchung sei aber durchwegs gegeben
gewesen
(S. 8 Mitte).
4.9
Prof.
Dr.
D._
führte mit Bericht vom 14. Oktober 2013 (Urk. 8/59)
aus, den Beschwerdeführer seit 2008 zu behandeln (S. 1 Ziff. 1.2) und nannte die fol
genden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):
-
chronisches
cervicovertebrales Syndrom
-
chronisches cervico-spondylogenes Syndrom
-
Tendenz zu migräniformer Exacerbation
-
Status nach Unterarmfraktur Plattenosteosynthese 2002
-
Radius und Ulna links, Status nach Halswirbelsäule
n
(HWS)
-
Distor
sionstrauma 2005
-
Status nach Hüftverletzung 2011
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto
ren, ICD-10 F45.41
-
Leistenhernie beidseits links operiert 2012
-
Status nach Myokardinfarkt
Ejektionsfraktion (
EF
)
35 % 2013
Für schwere körperliche Arbeiten, längeres Stehen und das Tragen von schwe
ren Lasten über dem Kopf sei der Beschwerdeführer nicht arbeitsfähig (Ziff. 1.6). Als Lagerist sei er zu 50 % arbeitsfähig. Wegen schweren Schmer
zen könne
er
keine schweren Arbeiten mehr lei
s
ten. In einer behinderungs
angepassten Tätigkeit könne er vier Stunden pro Tag arbeiten, jedoch mit Pausen und ohne das Tragen von schweren Lasten (Ziff. 1.7). Es bestehe ein therapieresistentes Schmerzsyndrom, welches durch die aktuellen psycho
sozia
len Umstände mitverursacht sein dürfte. Mit einer Zurückbildung der Schmerzen sei nicht zu rechnen (Ziff. 1.4).
4.10
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, führte mit Bericht vom
27./
28. Oktober 2013 (Urk. 8/60/3-6 = Urk. 8/61) aus, den Be
schwerdeführer seit Dezember 2012 zu behandeln (S. 1 Ziff. 1.2) und nannte
die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1
):
-
depressive Episode mittleren, intermittierend auch schweren Grades, ICD-10 F32.2/F32.3
-
Verdacht auf emotional instabile Persönlichkeitsstörung, impulsiver Ty
pus, ICD-10 F60.3
-
chronische Schmerzstörung, ICD-10 F45.41
-
diverse internistische und rheumatologische Leiden
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagerist bestehe seit zirka 1.5 Jahren eine Arbeitsunfähigkeit von 60-70 %
(S. 2 Ziff. 1.6)
.
4.11
Dr.
C._
führte m
it Schreiben vom 6.
Februar 2015 (Urk. 8/8
8
) aus, der Beschwerdeführer stehe weiterhin in seiner Betreuung. Es sei vereinbart worden, dass ab heute ein Arbeitsversuch zu 20 % stattfinden solle.
4.1
2
Die
Gutachter
des
A._
stellten in ihrem am
2. März 2015
gestützt auf die
ihnen überlassenen Akten
, Erhebung der Anamnese
und
Durchführung einer
allgemeinmedizinischen,
internistischen, orthopädischen, kardiologischen, und psychiatrischen Untersuchung erstatteten
interdisziplinäre
n
Gutachten (Urk. 8/82)
folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 40 Ziff. 7):
-
chronisches zervikobrachiales Schmerzsyndrom links
-
Status nach einem Auffahrunfall (1
5.
März 2006)
-
geringe Funktionsstörung, keine Radikulopathie
-
Periarthropathie der linken Schulter
-
klinisch Tendinose der Supraspinatussehne
-
leichtes Impingement
-
Status nach einer Radius- und Ulna-Fraktur links (Unfall
2.
April 2002)
-
Status nach einer Plattenosteosynthese und subsequenter Metall
ent
fernung
-
residuelles Unterarm-Schmerzsyndrom
-
Verdacht auf posttraumatische Nervus ulnaris Neuropathie
-
chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom
-
Klinisch Verdacht auf Piriformis-Syndrom links
-
Status nach einem Sturz und
Kontusion
der
linke
n
Hüftregion (24.
November 2011)
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie die folgenden (S. 40 f. Ziff. 8):
GER
D
laut Akten
Status nach einer Herniotomie inguinal links März 2012, rechts
,
März 2014
koronare 1-Gefäss-Erkrankung
Status nach einem akutem Vorderwandinfarkt Februar 2013 mit er
folgre
i
cher Rekanalisation (ABSORB Stent, beschichtet), initial mittelschwer eingeschränkte LV-Funktion (35 %)
aktuell ergometrisch keine Ischämiehinweise, bei physisch stark redu
zierter Leistungsfähigkeit
LVEF echokardiographisch erhalten (57 %). Keine typische Angina pectoris
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und emotional instabilen Zügen (ICD-10 F60.9)
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.11)
Aus allgemeinmedizinischer und internistischer Sicht würden keine Ein
schrän
kungen resultieren. Im Vordergrund stünden die Schmerzen von Seiten
des linken Armes und eine gewisse Schmerzgeneralisierung
(S. 17 Ziff. 4.1.3)
.
Als medizinische Massnahmen wurden eine Therapie mit Proto
nenpumpen
blockern (Pantoprazol) und eine Behandlung der kardiovaskulä
ren Risikofak
toren aufgeführt (S. 18 Ziff. 4.1.5).
Aus orthopädischer Sicht wurde ausgeführt, klinisch würden
sich die ver
schie
denen Schmerzen nur teilweise objektivieren lassen. Im Bereich der Hals
wirbelsäule beobachte
man eine endgradige Bewegungseinschränkung nach links, die Schu
lter- Nackenmuskula
tur
sei
nicht vermehrt tonisiert und die
radiologisch dokumentierten Veränderungen an der Halswirbelsäule wür
den di
e
demonstrierte Bewegungseinschränkung nicht erklären. Im Bereich der linken Schulter
fände
sich klinisch ein Impingement mit Verdacht auf Tendinopathie der
Supraspinatussehne. R
a
diologisch
fände
sich am Schulter
ge
lenk keine Pat
hologie. Am linken Unterarm
sei
eine endgradige Streck
hem
mung am linken Ellbogen festzustellen und eine endgradig einge
schrän
kte Supination. Hinzu komm
e
eine Klopfüberempfindlichkeit des Ner
vus ulnaris mit Hypästhesie der Fingerkuppen vier und fünf links und einer geringen Minderentwicklung der kleinen Handmuskeln. Insgesamt schein
e hier eine
posttraumaische Nervus ulnaris-Neuropathie vorzuliegen. Bezüglich der Lum
bal
region
sei
der Befund relativ bla
nd mit Ausnahme einer gewissen musku
lären Dysbalance. Palpatorisch
scheine
eine Piriformis- Tendomyopa
thie der linken Hüfte nach Kon
t
usion vorzuliegen. Die vom Versicherten
g
e
klagten Symptome
würden
also nur teilweise objektiviert werden können, eine zu
sätz
liche nicht-organische Kompone
nte im Sinne einer psychogenen Ü
berla
ge
rung schein
e
auch vorzuliegen
(S. 24 Ziff. 4.2.5)
.
Aus diesen Beobachtungen
ergebe
sich aus rein orthopädischer Sicht eine vollständige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für schwere körperliche und schwere manuelle Tätigkeiten. Eine Einschr
änkung der Arbeit
sfähigkeit in seiner früheren Tätigkeit als Lastwagenchauffeur und Lagerist
bestehe
seit Austritt aus
der Rehaklinik
F._
im März 200
3.
Bis zur Kündigung im Oktober 2012 habe er noch zu 50 % in diesem Beruf gearbeitet. Diese Tätig
keit dürfte aus rein orthopädischer Sicht aktuell im gleichen Ausmass mög
lich
sein.
Leichte bis mittelschwere, den verschiedenen Leiden adaptierte Tätig
keiten seien dem Versicherten vollschichtig möglich. Bereits 2003 sei diese Einschätzung von der Hausärztin geäussert worden. Danach sei es ledig
lich zu temporären Phasen von Arbeitsunfähigkeit in Folge der Unfälle von 2005 und 2011 gekommen. Retrospektiv sei die Dauer der verschiedenen tempo
rä
ren Arbeitsunfähigkeiten, angestammt sowie adaptiert, nach diesen Unfäl
len aus der Aktenlage nicht ersichtlich. Es würden die erwähnten Ein
schät
zungen der Hausärztin,
Dr.
P._
, ab 1
6.
September 2003 gelten (S. 24 f.)
.
D
er kardiologische Gutachter
führte aus, dass nach einem akuten Vorder
wandinfarkt bei koronarer 1-Gefäss-Erkrankung eine erfolgreiche Rekanali
sation (mittlerer RIVA, ABSORB Stent, beschichtet) vorgenommen worden sei. Damals habe der LV-EF Wert um 35 % betragen. Die letzte kardiologi
sche Kontrolle im Herbst 2014 sei unauffällig gewesen (S. 26 Ziff. 4.3.1). Jetzt habe sich der LV
-
EF
Wert normalisiert. Aktuell bestünden ergometrisch
keine Ischämiehinweise (S. 27 Ziff. 4.3.4). Rein kardiologisch bestehe eine vo
lle Arbeitsfähigkeit, ohne schwere körperliche Anstrengungen
mit der Gefahr von Blutdrucksteigerungen
(S. 27 Ziff. 4.3.5
, S. 41 Ziff. 9
). Eine medi
ka
mentöse Therapie sei wichtig und korrekt zur Prävention und zur Stabili
sie
rung der LV
-
E
F
(S. 27 Ziff. 4.3.7).
Die psychiatrische Gutachterin führte aus
,
der Versicherte sei
unter guten Verhältnissen aufgewachsen
und habe
eine gute Schulbildung absol
vieren
können
. D
essen Lebenslauf
sei
jedoch immer wieder durch persönliche Insta
bilität, beziehungsweise durch äussere Umstände beeinträchtigt worden (S. 33
Ziff. 4.4.5)
.
1986
sei der Beschwerdeführer
in
die Schweiz
geflohen
. Hier
habe
er anfäng
lich einen enormen Arbeitseinsatz an den Arbeitsstellen, die er innehatte,
ge
zeigt.
2002
habe
er dann einen Arbeitsunfall
erlitten,
der ihn in seiner Unversehrbarkeit und Allmächtigkeit beeinträchtigt und
der sein Gerech
tig
keitsgefühl stark beeinträchtigt habe
. Der Versicherte
habe
sich von Ar
beit
geber, Vorgesetzten sowie von Ärzten schlecht und ungerecht behandelt
gefühlt
, hader
e
mit der Umgebung und
habe
sein zuvor bestehendes Grös
sen
selbst nie mehr wieder
herstelle
n können.
Bereits vor diesem S
tell
enver
lust
sei
es laut Akten im Leben des Versicherten immer wieder zu Auseinan
der
setzungen mit Mitmenschen
gekommen
. So
sei
im Bericht der Rehaklinik
F._
von 2003 erwähnt
,
dass es anamnestisch klare
Hinweise auf eine
Störung der Impulskontrolle gebe. Es habe im August 2001 eine aktenkun
di
ge Schlägerei im Wohnhaus des Versicherten nach längeren Auseinander
setz
ungen mit dem Nachbarn
gegeben
. Der Versicherte selbst beurteil
e sich als unstet und launenhaft. A
uch die Trennung von der ersten Ehefrau g
ebe
er als Folge seiner Untreue und seiner charakter
lichen Eigenschaften an.
In den Schilderungen des Versicherten selbst
falle
auf, dass er sich immer wieder als Opfer der anderen
sehe
, d
a
ss er trotz
offenbar eher überdurchschnittl
icher Intelligenz eigene Anteile nur sehr schlecht benennen und reflektieren
könne (S. 34)
.
Der Arbeitsunfall 2002 f
alle
zeitlich zusammen mit grösseren familiären Schwierigkeiten: Damals
sei
der Sohn durch dissoziales Verhalten aufgefallen und
habe offenbar jugendst
rafrechtlich platziert werden
müssen
. Der Versi
cherte
habe
sich gegen diese Massnahme
gewehrt
und in seiner Schilderung
sei
eine Auseinandersetzung mit dem damals zuständigen Sozialarbeiter der Grund
gewesen
, dass die Polizei bei ihm zu Hause eindrang und ihn ins Gefängnis mitnahm. Laut Akten
sei
die Auseinandersetzung mit dem Nach
barn der Grund, weshalb die Polizei ihn festgenommen
habe
und er 17 Tage in Untersuchungshaft
habe
verbringen
müssen (S. 34 unten)
.
Auch an den Arbeitsplätzen komm
e
es immer wieder zu Auseinandersetzun
gen. In der Wahrnehmung des Versicherten
gebe
es zahlreiche Personen, die ihm geschadet
hätten
, beziehungsweise
hätten
schaden woll
en. Der Versi
cherte fühl
e
sich von der Welt und den anderen Menschen immer wieder ungerecht behandelt und
habe
sich als Kompromiss in eine Identität als chronisch Kranker geflüchtet. Die Unfähigkeit, die eigenen Anteile am Be
ziehungs
geschehen zu sehen und die Schuld immer bei den anderen zu sehen,
würde
auf eine Persönlichkeitsstörung hin
deuten
. Auch die Tatsache, dass der Versicherte immer wieder in gröbere zwischenmenschliche Konflikte ve
r
wickelt
gewesen sei
, dass er sich mit Behörden und Vorgesetzten immer wieder
angelegt habe
, dass er ein
übermässiges Gerecht
igkeitsgefühl
habe
,
würden
auf ein
e gestörte Persönlichkeitsstrukt
ur hin
deuten
(S. 35 oben)
.
Die Gründe für seine Arbeitsunfähigkei
t
, die der Versicherte in der aktuellen Untersuchung benenn
e
,
seien
nicht nachvollziehbar
.
Er berichte
zwar über chronische Kopfschmerzen und früher bestehende Schlafstörungen, die sich jedoch gebessert h
ätten. Er leide unter Konzentrationsstörungen, die j
edoch objektiv in der Untersuchung nicht
hätten
bestätigt werden können. Es be
stehe generell ein Mangel
an
Motivation und Antrieb. Der Versicherte
habe
aber auch
gesagt
, dass er wieder arbeiten wolle, falls er dazu Gelegen
heit hätte
(S. 35 Mitte)
.
Eine mittelgradige oder schwere Depression im engeren Sinne
könne
klinisch nicht diagnostiziert werden. Im Beck'schen Depressionsinventar (BDI)
fänden
sich 25 von 63 Punkten, was einer leichten depressiven Episode
entspreche
. Auch klinisch
fänden
sich aktuell keine Hinweise auf ein schwereres depres
sives Geschehen. Der Versicherte
habe
nach eigenen Angaben alle An
t
i
depressiva (Valdoxan) aufgrund von Nebenwirkungen abgesetzt. Auch die Kriterien für eine somatoforme Schmerzstörung
seien
nicht erfüllt. Die Schmer
zen, die der Versicherte
angebe
,
hätten
somatische Ursachen,
seien
jedoch nicht übe
rw
ertig oder nicht Ausdruck einer Konversion eines inner
seelischen Konfliktes
(S. 35
unten
)
.
Limit
ierend für die Arbeitsfähigkei
t
sei
aus psychischer Sicht
die Persönlich
keit
sstörung, die einerseits dazu führ
e
, dass der Versicherte immer wieder in
massive zwischenmenschliche Probleme gerate, andererseits dazu geführt habe
,
dass die Identität als Kranker, versehrter zerstörter
Mann gefestigt sei und zu einem passiv-aggressiven Verhaltensmuster geführt habe. Allerdings sei hier anzumerken, dass die Persönlichkeitsstörung vorbestehend sei und der Versicherte trotz dieser Persönlichkeitsstörung viele Jahre gearbeitet habe. Sie
,
die Gutachter,
würden psychosoziale Gründe als gewichtig für die Arbeitsunfähig
keit halten, so die damaligen Konflikte mit dem Sohn, die Stellenverluste aus strukturellen Gründen, und andere IV-fremde Faktoren. Aus psychischen Gründen sei der Versicherte aufgrund seiner Persön
lich
keitsproblematik in der freien Wirtschaft leicht eingeschränkt. Limitieren
d
seien dabei seine Probleme im zwischenmenschlichen Bereich. Diese Prob
leme seien jedoch überwindbar (S. 35
f.
)
. Die psychiatrisch-psycho
thera
peu
tische Behandlung solle weitergeführt werden (S. 37 Ziff. 4.4.7).
Zusammenfassend führten die Gutachter aus, dass bezüglich Konsistenz
prüfung erwähnt werden müsse, dass bei der klinischen Untersuchung eine nicht-somatische Komponente aufgefallen sei. Sie sei im Sinne einer Ver
deutlichung der Schmerzsymptomatik zu verstehen, was mit der kombinier
ten Persönlichkeitsstörung erklärt werden müsse (S. 42 Mitte).
Gesamthaft beurteilt, unter Berücksichtigung der somatischen und psychischen Aspekte, sei der Versicherte für die angestammte Tätigkeit als Lastwagenchauf
feur/
Magaziner seit November 200
2
als zu 50 % eingeschränkt zu beurteilen. Ab diesem Zeitpunkt habe er wieder 50 % gearbeitet
(S. 43 Ziff. 10)
. In einer körperlich leichten bis intermittierend mittelschweren Tätigkeit sei au
s
somatischer Sicht seit September 2003 eine volle Arbeitsfähigkeit gegeben, da damals die Hausärztin
Dr.
P._
eine volle Arbeitsfähigkeit in einem kör
perlich wenig strengen Beruf
als
möglich erachtet habe.
Die in den psy
chiat
rischen Berichten des
A._
und auch von
Dr.
C._
genannte depressive Episode sei im Rahmen der im Vordergrund stehenden Persönlichkeitsstörung zu sehen und könne nicht als eigenstän
dige Diagnose angeführt werden. In diesem Sinne sei von psychiatrischer Seit
e die heute angegebene Arbeitsfähigkeit gültig (S. 44 Ziff. 11).
4.1
3
Dr.
med.
Q._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, Regionaler
Ärztlicher Dienst (RAD),
führte mit Stellungnahme vom 6. März
2015
(Urk. 8/91
/4)
aus, dass das MEDAS-Gutachten umfassend und schlüssig sei und seit November 2002 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in ange
stammter Tätigkeit und seit September 2003 von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen sei.
4.1
4
Dr. med.
B._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
führte mit Bericht vom 19.
Februar 2016
(Urk. 3)
aus, dass der Be
schwerdeführer seit Juni 2013 in ihrer Behandlung stehe
(S. 1)
,
und nannte fol
gende, hier gekürzt angeführten
Diagnosen (S. 2):
-
chronisches cervicocephales und cervicovertebrales Schmerzsyndrom
-
koronare Einasterkrankung
-
Prostatahyperplasie, Erstdiagnose September 2013 Uroviva
-
chronische Rhinosinusitis
-
mittelgradige Depression
-
Dysfunktion der Meibomdrüsen, Sicca Symptomatik
-
Hyperopie und Presbyopie
Der Beschwerdeführer
habe 2013 einen Herzinfarkt erlitten und müsse dies
be
züglich nachkontrolliert werden. Zudem müsse er regelmässig lebens
läng
lich Medikamente einnehmen. Nach einer Leistenhernienoperation sei es zu einer schlechten Vernarbung gekommen und der Beschwerdeführer habe seit
her chronische Schmerzen in der rechten Leiste. Nach mehreren Ver
kehrs
unfällen leide er an Schmerzen im Kopf und in der gesamten Wirbel
säule. Seit 2013 bestehe eine ausgeprägte Nasenatmungsbehinderung, welche von vier verschiedenen Halsnasenohrenärzten beurteilt und nie zufrieden
stellend habe gelöst werden können. Es bestehe eine Depression. Der Ge
sundheits
zu
stand habe sich in den let
zten drei Jahren verschlechtert, da
d
ie Nasenat
mungsbehinderung aufgetreten, es zu einer Schmerzauswei
tung gekommen
sei
und
sich
die Depression trotz verschiedener Medikati
onsversuche nicht ver
bessert
habe
(S. 1)
.
Aus allgemein-internistischer Sicht be
stehe in einer sehr leichten, wechselbelastenden Tätigkeit in einem hypoal
lergenen, trockenen, warmen Umfeld eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (S. 2 oben).
5.
5.1
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass
das interdisziplinäre
Gutachten der
A._
(vorstehend E. 4.1
2
) die vom Beschwerdeführer geklag
te
n Beschwerden in angemessener Weise
berücksichtigt
,
es
in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den Vorakten erstattet
wurde
und der konkreten medizinischen Situation Rechnung
trägt
. Die Beurteilung leuchtet in der Dar
legung der medizinischen Zusammenhänge ein und die Schlussfolgerun
gen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begrün
det. Die Beur
teilung durch die Gutachter der
A._
ist nach dem Gesagten für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend. Das Gutachten erfüllt damit
die praxisgemässen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entschei
dungs
grund
lagen
(vorstehend E.
1.
5
) vollumfänglich, so dass für die Ent
scheidfindung darauf abgestellt werden kann.
Im
Gutachten
wurde
nachvollziehbar ausgeführt, dass der Beschwerdeführer an einem chronischen zervikobrachialen Schmerzsyndrom links, einer Peri
arthropathie der linken Schulter
, einem residuellen Unterarm-Schmerzsyn
drom
und einem chronischen lumbovertebralen Schmerzsyndrom leidet
so
wie
dass
klinisch ein Verdacht auf ein Piriformis-Syndrom links besteht.
Weitere Diagnosen, welche sich auf die Arbeitsfähig
keit auswirken, wurden keine genannt.
Die Beurteilung einer
vollständigen
Arbeitsunfähigkeit für schwere körperliche und schwere manuelle Tätigkeiten erscheint schlüssig. Ebenso die Feststellung, der Beschwerdeführer sei in sei
ner früheren Tätigkeit als Last
wagenchauffeur und Lagerist
seit November 2002 noch zu 50 % arbeitsfähig, hat er
doch
ab diesem Zeitpunkt wieder zu 50 % als Lagerist gearbeitet. Schliesslich überzeugt auch die Annahme der Gutachter, dass der Beschwer
de
führer
in einer körperlich leichten bis inter
mittierend mittelschweren Tätig
keit seit September 2003 zu 100 % arbeitsfä
hig ist. Bereits zu diesem Zeitpunkt ging
die Hausärztin
Dr.
P._
von einer
vollen
Arbeitsfähigkeit in einem körperlich weniger strengen Beruf aus (vgl. vorstehend E. 3.4)
. S
eit
her
erlitt der Beschwerdeführer zwar mehrere Unfälle, diese hatten jedoch nur kurzzeitige Arbeitsunfähigkeiten zur Folge.
5.2
Nachfolgend ist auf die Einwände des Beschwerdeführers (vorstehend E. 2.2) einzugehen.
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, das orthopädische Teilgutachten sei nicht verwertbar, da sich der Gutachter nicht eingehend mit dem Bericht von Prof.
Dr.
D._
vom 14. Oktober 2013
(vorstehend E. 4.9)
auseinandergesetzt habe (
vorstehend E. 2.2)
,
kann er daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Zunächst gilt es zu berücksichtigen, dass das Gericht nach der Recht
sprechung Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach
Art.
44 ATSG eingeholt wurden und den einschlägigen An
forderungen entsprechen, vollen Beweiswert zuerkennt, solange - wie vor
lie
gend - keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise spre
chen. Demgegenüber stehen die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person und haben sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den abschliessenden Entscheid über die Versi
cherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesund
heits
zu
standes und erfüllen deshalb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten gemäss BGE 125 V 351 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte - beziehungsweise regel
mässig be
handelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 551/06 vom 2. April 2007 E. 4.2) - mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauens
stellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig gestützt auf die Angaben der behan
delnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. das Urteil des Bundes
gerichts 8C_1055/2010 vom 1
7.
Februar 2011 E. 4.1).
Zudem wurde d
er
erwähnte Bericht durch den orthopädischen Gutachter be
rücksichtigt
und floss in dessen Beurteilung ein
(vgl. Urk. 8/82/19)
.
L
etzterer
kam in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit
allen
vorhandenen Akten und
nach
Aufnahme des orthopädischen Status nachvollziehbar zum Schluss,
dass
dem Beschwerdeführer eine angepasste
, leichte bis mittelschwere, den
ver
schiedenen
Leiden adaptierte
Tätigkeit zu 100 % zumutbar ist
(vgl. vor
steh
end E. 4.1
2
)
.
Des Weiteren
stellte der orthopädische Gutachter, wie be
reits
frühere
Ärzte
(vgl.
vorstehend
E. 3.3 und
E.
4.3)
,
fest, dass die vom Be
schwerdeführer g
eklagten Symptome nur teilweise objektiviert werden kön
nen.
Schliesslich begründete
Prof
.
D._
nicht schlüssig, weshalb dem Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste Tätigkeit nur noch während vier Stunden täglich zumutbar sein soll. Er wies primär auf die starken Schmerzen des Beschwerdeführers hin
, was indes a
ngesichts der von mehre
ren Ärzten festgestellten Diskrepanzen
zwischen
der Schmerzangabe
und
den
objektiven Befunden
nicht zu überzeugen
vermag
.
5.3
Der B
eschwerdeführer bringt vor, auf das allgemeinmedizinische und inter
nis
tische Teilgutachten könne ebenfalls nicht abgestellt werden, da die Ein
schätzung einer vollen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
auf einein
halb Seiten
nicht ansatzweise schlüssig begründet und unter Be
rück
sichti
gung
des
eingereichten aktuellen Berichtes von Dr.
B._
(vor
stehend E. 4.14)
nicht nachvollziehbar sei
(
vorstehend E. 2.2)
.
Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sach
verhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
Ob der vom Beschwerdeführer
nach Verfügungserlass
eingereichte aktuelle Bericht von Dr.
B._
vom 19. Februar 2016 (vorstehend E. 4.1
4
) vorliegend Berücksichtigung finden kann, kann letztlich offen bleiben,
zumal er nicht geeignet
ist, die Diagnosen und Schlussf
olgerungen im
A._
-Gut
achten in Zweifel zu ziehen
. So ent
hält der Bericht keine von der Ärztin erhobenen Befunde
,
vielmehr nennt
sie vorwiegend
subjektive
Schmerz
äusse
rungen des Beschwerdeführers und fasst dessen Krankengeschichte zusammen. Die verschiedenen Diagnosen
wurden
nur rudimentär begründet und
es wurde
nicht genügend dargelegt, wie sie zur Ein
schätzung einer nur
50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gelangt.
Wie erwähnt
,
erfüllt
demgegenüber
das Gutachten die praxisgemässen Kriterien für beweis
kräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen vollumfänglich (vorste
hend E. 5.1),
insbesondere ist nachvollziehbar dargelegt, dass
aus allgemein
medizinischer und internistischer Sicht
keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit festgestellt werden konnte und folglich keine Arbeits
unfähigkeit resultiert. D
er Beschwerdeführer vermag demnach auch das all
gemein
medi
zinische und internistische Teilgutachten nicht in Frage zu stel
len.
5.4
Auch die Einwände zum kardiologischen Teil des Gutachtens
(
vorstehend E. 2
.2
)
erweisen sich nicht als stichhaltig.
Nach dem akuten Vorderwandin
farkt im Jahr 2013 wurde eine erfolgreiche Rekanalisation vorgenommen und bereits die letzte kardiologische Kontrolle im Herbst 2014 war unauf
fällig. Der Kardiologe konnte ergometrisch keine Ischämiehinweise feststelle
n. Auch ergab eine Echokardiographie, dass sich die LVEF-Werte im Gegensatz zu 2013, als der Beschwerdeführer einen akuten Vorderwandinfarkt erlitt, normalisiert haben
(vgl. vorstehend E. 4.12)
.
Die kardiologische Beurteilun
g, wonach der Beschwerdeführer
ohne schwere körperliche Anstrengungen voll arbeitsfähig sei, ist
demnach
schlüssig.
5.
5
Der Beschwerdeführer macht
weiter
geltend, gestützt auf den Bericht des be
handelnden Psychiaters
Dr.
C._
vom
27.
/28.
Oktober 2013 (vgl.
vorstehend E. 4.10) sei von einer 60%igen Arbeitsunfähigkeit seit 2
7.
April 2012 auszu
gehen (vgl. vorstehend E. 2.2).
Der psychiatrische Gutachter
nannte
– im Gegensatz zu Dr.
C._
-
keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit.
Nach eingehender Be
fund
aufnahme führte er a
ls Diag
nose
ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit
eine kombinierte Persön
lichkeitsstörung mit narzisstischen und emotio
nal instabilen Zügen sowie eine leichte depressive Episode
auf
.
Die Diagnose des behandelnden Arztes
Dr.
C._
, dass eine depressive Episode mittleren,
intermittierend auch schwe
ren Grades vorliegen soll, konnte er
, unter ande
re
m aufgrund fehlender kli
nischer Hinweise auf ein schwereres depressiven Ge
schehen,
nicht bestätigen. Vielmehr begründete der psychiatrische Gut
ach
ter nachvollziehbar, dass die von
Dr.
C._
und den Ärzten des
N._
(vorstehend
E. 4.7)
genannte depres
sive Episode im Rahmen der im Vordergrund stehen
de
n Persönlichkeitsstö
rung zu sehen sei und nicht als eigenständige Diag
nose angeführt werden könne.
Die Persönlichkeitsstörung erachtete er indes eben
falls nicht als inva
lidisierend.
Auch eine somatoforme Schmerzstörung konnte
vom psychiatri
schen Gutachter nicht bestätigt werden. Zudem stellten die Gutachter fest, dass sich im Bericht von
Dr.
C._
keine Befunde fänden, welche die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60-70 % rechtfertig
t
en
(Urk. 8/82 S. 44 oben). Wie erwähnt (vorstehend E. 5.2)
,
gilt es zu beachten,
dass
das
Gericht nach der Rechtsprechung Gutachten externer Spezialärzte, welche von Versicherungsträgern im Verfahren nach
Art.
44 ATSG eingeholt wurden und den einschlägigen Anforderungen entsprechen, vollen Beweis
wert zuerkennt, solange - wie vorliegend - keine konkreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. Zudem kommt ein direktes Ab
stellen einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte - beziehungsweise regelmässig behandelnde Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftrags
rechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, nur selten in Frage.
Die Berichte von
Dr.
C._
und den Ärzten des
N._
vermögen nach dem Gesagten das schlüssige Gutachten nicht in Frage zu stellen.
5.
6
Zusammenfassend
ist
fest
zu
halten, dass sich die Einwände des Beschwerde
führers als nicht stichhaltig erweisen. Das
A._
-Gutachten genügt den recht
sprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizi
nische Beweis
grundlage vollumfänglich, weshalb darauf abzustellen ist.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 8) erfolgt sodann eine Gesamtbeurteilung der in den einzelnen Fachgebieten festgestellten Arbeits
un
fähigkeiten, nicht jedoch eine Addition der Einschränkungen (Urteil des Bundesgerichts I 314/03 vom 17. November 2003, E. 4.2).
Der medizinische Sachverhalt ist somit dahingehend erstellt, dass der Be
schwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Lastwagenchauf
feur/
Magaziner seit November 200
2
zu 50 % und in einer angepassten Tätig
keit seit September 2003 voll arbeitsfähig ist.
6
.
6.1
Die Beschwerdegegnerin ist b
eim Einkommensvergleich von einer
vollen Ar
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen und ermittelte
-
unter Gewährung eines leidensbedingten Abzuges von 10 % vom statisti
schen
Tabellenlohn - einen Invaliditätsgrad von 7 %.
Bis auf die Höhe des leidens
bedingten Abzuges erhob der Beschwerdeführer keine Einwände ge
gen den Einkommensvergleich.
Auf den Einkommensvergleich kann vorlie
gend abge
stellt werden. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
er
scheint e
in leidens
bedingter Abzug
von 10 %
als
angemessen
. Im Übrigen würde selbst
bei einem maximalen Abzug von 25 % ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren.
6.2
Nach dem Gesagten
erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule
gen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
m unterliegenden Beschwerdeführer
auf
zuerlegen.