# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4fde3874-8084-4af2-a6fc-467a71ebac6c
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Am 4. Juni 1992 erliess das Gemeindeparlament der Stadt Wil ein
Ruhegehaltsreglement, das am 1. Januar 1993 in Kraft trat (act. G 7.1/1.5). Gemäss
einem Nachtrag vom 28. August 2008 konnten sich - neben vollamtlichen Mitgliedern
des Stadtrates Wil - ab 1. Januar 2009 auch Mitglieder des Stadtrates anschliessen,
deren Beschäftigungsgrad mindestens 50 % betrug (act. G 7.1/1.8). Der Fonds der
Ruhegehaltsordnung wurde durch Beiträge der Versicherten und der Politischen
Gemeinde geäufnet (Art. 2 des Ruhegehaltsreglements). A.A. und B.B. waren seit dem
Jahr 2001 vollamtlich als Stadträte tätig und als Destinatäre der Ruhegehaltsordnung
angeschlossen. C.C. war seit dem Jahr 2009 zu 60 % als Stadtrat tätig und der
Ruhegehaltsordnung angeschlossen. Mit Bericht vom 23. September 2010 beantragte
der Stadtrat dem Stadtparlament, das Ruhegehaltsreglement samt Nachtrag
rückwirkend auf den 31. Dezember 2009 aufzuheben und das angesparte Kapital
vollumfänglich an die Mitglieder des Stadtrates bzw. auf ein Freizügigkeitskonto
auszuzahlen (act. G 7.1/1.10).
b. Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) stimmte der Aufhebung mit Schreiben
vom 8. Februar 2011 zu, wobei sie festhielt, dass keine vollständige Auszahlung des
jeweilig angesparten Kapitals stattfinden könne. Es seien die ganzen
Arbeitnehmerbeiträge, jedoch nur ein Teil der Arbeitgeberbeiträge an die (vollamtlich
tätigen) Destinatäre auszurichten. Der restliche Teil der Arbeitgeberbeiträge der
vollamtlich tätigen Destinatäre und sämtliche Arbeitgeberbeiträge der teilamtlich tätigen
Destinatäre seien für die Sanierung der Pensionskasse Wil zu verwenden (act. G
7.1/1.12). Die GPK holte in der Folge eine Stellungnahme von Rechtsanwalt K.L. ein
und stellte diese am 21. April 2011 dem Stadtrat zu (act. G 7.1./1.15). Daraufhin
veranlasste der Stadtrat ein Rechtsgutachten durch Rechtsanwalt S.T. Dieser äusserte
sich am 16. Juni, 30. September und 24. Oktober 2011 zu den gestellten Fragen (act. G
7.1/1.16, 1.17, 1.19). Am 6. September 2011 reichte die GPK eine Motion ein und
beantragte, das Ruhegehaltsreglement sei rückwirkend per 31. Dezember 2009
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aufzuheben. Es sei zudem eine Auszahlung der Arbeitgeberbeiträge gemäss Art. 3 des
Reglements vorzunehmen. Das Stadtparlament Wil erklärte die Motion in der Folge als
erheblich (act. G 7.1/1.18, 1.20).
c. Am 1. Februar 2012 beantragte der Stadtrat, das Reglement sei samt Nachtrag per
31. Dezember 2012 aufzuheben, das angesparte Kapital sei vollumfänglich an die
Destinatäre auszurichten und die Motion der GPK sei abzuschreiben (act. G 7.1/1.22).
Die vorberatende GPK stellte daraufhin den Antrag, das Reglement sei auf den 8. Juni
2012 aufzuheben und die Sparkapitalien seien nach Art. 3 des Reglements
auszurichten. Der Stadtrat passte seine Anträge in der Folge dahingehend an, dass das
Reglement entsprechend dem Antrag der GPK per 8. Juni 2012 aufzuheben und die
Auszahlung der Sparguthaben gemäss Freizügigkeitsgesetz (FZG; SR 831.42)
vorzunehmen sei. Anlässlich der Sitzung vom 7. Juni 2012 entschied das
Stadtparlament, das Reglement per 8. Juni 2012 aufzuheben und die Auszahlung der
angesparten Kapitalien gemäss Art. 3 des Reglements vorzunehmen (vgl.
Zusammenfassung der Parlamentssitzung vom 07.06.2012; act. G 1.6). Am 18.
Dezember 2012 reichten A.A., B.B., C.C. sowie eine weitere Person, alle vertreten
durch Rechtsanwalt lic. iur. Martin Hubatka, Zürich, gegen die Stadt Wil Klage beim
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen ein (act. G 7.1/1). Mit Entscheid vom 22.
Mai 2014 wies das Versicherungsgericht die Klage ab (act. G 7.0).
B.
a. In der Beschwerde vom 17. Juni 2014 stellte Rechtsanwalt Hubatka für A.A.
(Beschwerdeführer 1), B.B. (Beschwerdeführerin 2) und C.C. (Beschwerdeführer 3)
folgende Rechtsbegehren: Der Entscheid vom 22. Mai 2014 sei aufzuheben und die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 1 Fr. 238'000.30 samt
Zins von 5 % seit dem 1. Januar 2013 auf ein von ihm zu bezeichnendes Konto bar zu
leisten (Ziff. 1). Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 2
Fr. 238'000.30 samt Zins von 5 % seit dem 1. Januar 2013 auf ein von ihr bezeichnetes
Freizügigkeitskonto zu leisten (Ziff. 2). Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
dem Beschwerdeführer 3 Fr. 42'707.30 samt Zins von 5 % seit dem 1. Januar 2013 auf
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ein von ihm bezeichnetes Freizügigkeitskonto zu leisten (Ziff. 3). Eventualiter sei die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 1 Fr. 225‘692.25 samt
Zins von 5 % seit dem 1. Juli 2012 sowie Fr. 2‘784.-- samt Zins zu 5% seit dem 1.
Januar 2013 auf ein von ihm zu bezeichnendes Konto bar zu leisten (Ziff. 1). Die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 2 Fr. 225‘692.25
samt Zins von 5 % seit dem 1. Juli 2012 sowie Fr. 2‘784.-- samt Zins zu 5% seit dem
1. Januar 2013 auf ein von ihr bezeichnetes Freizügigkeitskonto zu leisten (Ziff. 2). Die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 3 Fr. 37‘014.90 samt
Zins von 5 % seit dem 1. Juli 2012 sowie Fr. 2‘784.-- samt Zins zu 5% seit dem 1.
Januar 2013 auf ein von ihm bezeichnetes Freizügigkeitskonto zu leisten (Ziff. 3). In
verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte er die Sistierung des Verfahrens bis 30.
September 2014 für die Führung von Vergleichsverhandlungen (act. G 1). Nach
Bewilligung der Sistierung durch das Verwaltungsgericht (act. G 3) und Mitteilung des
Rechtsvertreters der Beschwerdeführer, dass die Vergleichsverhandlungen gescheitert
seien (act. G 8), wurde die Sistierung am 30. September 2014 aufgehoben (act. G 9). In
der Beschwerdeergänzung vom 22. Dezember 2014 begründete der Rechtsvertreter
der Beschwerdeführer die Beschwerde und passte die Anträge wie folgt an: Die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 1 Fr. 105‘567.30 samt
Zins von 5 % seit dem 1. Januar 2013 bis 30. November 2014 auf ein von ihm
bezeichnetes Konto bar zu leisten (Ziff. 1). Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
der Beschwerdeführerin 2 Fr. 238'000.30 samt Zins von 5 % seit dem 1. Januar 2013
auf ein von ihr bezeichnetes Freizügigkeitskonto zu leisten (Ziff. 2). Die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer 3 Fr. 42'707.30 samt
Zins von 5 % seit dem 1. Januar 2013 auf ein von ihm bezeichnetes
Freizügigkeitskonto zu leisten (Ziff. 3). Eventualiter sei die Beschwerdegegnerin zu
verpflichten, dem Beschwerdeführer 1 Fr. 93‘259.25 samt Zins von 5 % seit dem 1.
Dezember 2014 sowie Zins zu 5% auf Fr. 225‘692.25 seit dem 1. Juli 2012 bis 30.
November 2014 auf ein von ihm zu bezeichnendes Konto bar zu leisten (Ziff. 1). Die
Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, der Beschwerdeführerin 2 Fr. 225‘692.25
samt Zins von 5 % seit dem 1. Juli 2012 auf ein von ihr bezeichnetes
Freizügigkeitskonto zu leisten (Ziff. 2). Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten,
dem Beschwerdeführer 3 Fr. 37‘014.90 samt Zins von 5 % seit dem 1. Juli 2012 auf ein
von ihm bezeichnetes Freizügigkeitskonto zu leisten (Ziff. 3).
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b. Die Vorinstanz verzichtete auf eine Vernehmlassung (act. G 17). Die
Beschwerdegegnerin reichte am 4. März 2015, vertreten durch Rechtsanwalt Prof. Dr.
Ueli Kieser, Zürich, die Beschwerdeantwort ein (act. G 21), mit dem Antrag, die
Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei; unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführer.
c. Mit Stellungnahme (Replik) vom 16. April 2015 bestätigten die Beschwerdeführer
ihren Standpunkt (act. G 25). Der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin äusserte
sich hierzu mit Eingabe vom 13. Mai 2015 (act. G 28).
d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben dieses Verfahrens

## Considerations

wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die im vorinstanzlichen
Verfahren von der Beschwerdegegnerin in Frage gestellte und im angefochtenen
Entscheid in der Folge mit Hinweis auf Art. 65 lit. e des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRP; sGS 951.1; Streitigkeit aus öffentlich-rechtlichen
Versicherungen für Behördenmitglieder, Beamte und öffentliche Angestellte) bejahte
sachliche Zuständigkeit des Versicherungsgerichts blieb im vorliegenden Verfahren zu
Recht unbestritten (vgl. act. G 21 S. 2). Die Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des
Rechtsmittels gegen den vorinstanzlichen Entscheid legitimiert (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 17. Juni 2014 (act. G 1) wurde
rechtzeitig eingereicht und entspricht in Verbindung mit der Beschwerdeergänzung
vom 22. Dezember 2014 (act. G 14) formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
2.
2.1.
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2.1.1. Materiell streitig sind die Kapitalzahlungen, welche die Beschwerdeführer
aufgrund der Aufhebung der Ruhegehaltsordnung durch das Stadtparlament per 8.
Juni 2012 (act. G 7.1/1.6) beanspruchen können. Während die Beschwerdeführer das
angesparte Kapital vollumfänglich, d.h. die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge
einschliesslich Zinsen, in bar ausbezahlt oder dem jeweiligen Freizügigkeitskonto
zugewiesen haben wollen (act. G 14), stellt sich die Beschwerdegegnerin auf den
Standpunkt, dass ein Teil der Arbeitgeberbeiträge nicht auszuzahlen sei (act. G 21).
Verfahrensgegenstand des vorinstanzlichen Verfahrens bildete der Beschluss des
Stadtparlaments vom 7. Juni 2012, mit welchem das Ruhegehaltsreglement auf den 8.
Juni 2012 aufgehoben und gleichzeitig entschieden wurde, dass die Auszahlung der
eigenen Beiträge der Mitglieder des Stadtrats und der Beitragszahlungen der Stadt
gemäss Art. 3 des Ruhegehaltsreglements vorzunehmen sei (act. G 7.1/1.6). Eine
konkrete betragliche Festlegung der Auszahlungen enthielt der erwähnte
Stadtparlamentsbeschluss nicht. Die Beschwerdegegnerin legte in einer separaten
Berechnung lediglich das Total der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträge
einschliesslich Zinsen per 31. Dezember 2012 auf Fr. 238‘000.30 (Beschwerdeführer 1
und 2) bzw. auf Fr. 42‘707.30 (Beschwerdeführer 3) fest (act. G 7.1/1.25). Diese
Beträge klagten die Beschwerdeführer vor Versicherungsgericht ein und verlangten
darüber hinaus auf diesen Beträgen Zins zu 5% ab 1. Januar 2013 (act. G 7.1).
2.1.2. Die Beschwerdeführer verweisen als Begründung für die (betragliche)
Abänderung ihrer Anträge in der Beschwerdeergänzung (vgl. act. G 14 S. 2 f.) auf einen
Beschluss des Stadtrats Wil vom 25. November 2014, mit welchem dieser bzw. die
Beschwerdegegnerin als Lohn deklarierte Zahlungen an den Beschwerdeführer 1 und
die Beschwerdeführerin 2 von je Fr. 132‘433.-- und an den Beschwerdeführer 3 von Fr.
13‘997.30 anerkennt (act. G 15/1). Die Beschwerdeführer bestätigen den Eingang
dieser Zahlungen mit Valuta vom 1. Dezember 2014. Der Beschwerdeführer 1 reduziert
deshalb seine Forderung entsprechend, während die Beschwerdeführer 2 und 3 sich
auf den Standpunkt stellen, dass die Zahlung durch die Beschwerdegegnerin auf ein
Freizügigkeitskonto zu leisten sei; sie selbst könnten dies nicht tun. Bei der Barzahlung
an sie handle es sich um eine „Fehlzahlung“ (act. G 14 S. 4).
Mit Bezug auf die Feststellung im angefochtenen Entscheid der fehlenden steuerlichen
und sozialversicherungsrechtlichen Abzugsfähigkeit der von den Destinatären
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geleisteten Beiträge (act. G 7.0 S. 6) machen die Beschwerdeführer geltend, sie seien
seit dem Jahr 2013 nicht mehr bei der Beschwerdegegnerin angestellt. Es sei nicht
nachvollziehbar, dass sie nun die von ihnen selbst eingezahlten Beiträge auch noch als
Lohn versteuern sollten (act. G 14 S. 7 f. mit Hinweis auf act. G 15/8).
2.2.
2.2.1. Anlässlich einer Arbeitgeberkontrolle durch die Sozialversicherungsanstalt St.
Gallen vom Januar 2010 wurde festgestellt, dass das Ruhegehaltsreglement entgegen
den bisherigen Annahmen die Voraussetzungen der gebundenen Vorsorge im Sinn der
gesetzlichen beruflichen Vorsorge nicht erfüllt (vgl. act. G 7.1/1.10 S. 3 und Art. 56 lit. e
des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, DBG; SR 642.11). Die Beiträge
unterstanden damit der sozialversicherungsrechtlichen Beitragspflicht und waren
steuerlich nicht abzugsfähig. Das Bundesgesetz über die berufliche Alters-,
Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG; SR 831.40) - und damit insbesondere Art.
81 dieses Gesetzes betreffend Abzugsfähigkeit der Beiträge - fand dementsprechend
keine Anwendung. Die SVA erhob nach Angaben der Beschwerdeführer (act. G 25 S. 7
oben) mit Verfügung vom 6. Januar 2010 nachträglich die entsprechenden
Sozialversicherungsbeiträge.
2.2.2. Art. 2 des aufgehobenen Ruhegehaltsreglements sah als Finanzierungs-Modus
eine nichtparitätische Beitragsleistung in dem Sinn vor, dass von den angeschlossenen
Versicherten ein Drittel und durch die Beschwerdegegnerin zwei Drittel der Beiträge zu
erbringen waren (act. G 7.1/1.5). - Als (für die Erhebung von
Sozialversicherungsbeiträgen) massgebender Lohn gilt jedes Entgelt für in
unselbstständiger Stellung auf bestimmte oder unbestimmte Zeit geleistete Arbeit (Art.
5 Abs. 2 erster Satz AHVG [SR 831.10]). Nicht zum massgebenden Lohn gehören u.a.
reglementarische Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen, welche die Voraussetzungen der
Steuerbefreiung nach dem DBG erfüllen (Art. 8 lit. a AHVV [SR 831.101] in der ab 1.
Januar 1997 geltenden Fassung in Verbindung mit Art. 5 Abs. 4 AHVG). Die
Ausgleichskassen haben sich bei der Qualifikation gemeldeter Einkünfte in der Regel
auf die Steuermeldung zu verlassen und eigene Abklärungen nur dann vorzunehmen,
wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben (vgl. BGer
9C/387/2008 vom 14. April 2009, E. 3.2 und 3.3, unter anderen mit Hinweis auf BGE
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134 V 250 E. 3.3 S. 253 f.). Wie dargelegt stufte die SVA die Beitragszahlungen an die
Ruhegehaltsordnung als (beitrags- und steuerpflichtigen) massgebenden Lohn im Sinn
der AHV-Gesetzgebung ein. Die Bindung an die steuer- bzw.
sozialversicherungsrechtliche Qualifikation bewirkt, dass die Beschwerdegegnerin die
Guthaben der Beschwerdeführer aus Auflösung der Ruhegehaltsordnung als Lohn
auszuzahlen hat. Eine Auszahlung auf ein (steuerbefreites) Freizügigkeitskonto (vgl.
Art. 4 Abs. 1 FZG und nachstehende E. 2.4.2 und 3.1) fällt bereits aufgrund der
dargelegten Umstände ausser Betracht. Im vorliegenden Verfahren ist die
sozialversicherungs- und steuerrechtliche Qualifikation der an die Ruhegehaltsordnung
geleisteten Beiträge als massgebender Lohn, da nicht Verfahrensgegenstand, nicht zu
überprüfen. Der von den Beschwerdeführern in diesem Zusammenhang mit einem
Verfahrensantrag verlangte Beizug aller Unterlagen zur Austrittsleistung der bisher
ausgetretenen Versicherten (act. G 25 S. 7) vermöchte daher nichts zur Klärung der
Streitfrage beizutragen, zumal es dabei offenbar ausschliesslich um Austritte vor 2010
bzw. vor dem erwähnten SVA-Entscheid geht. Zum Vorbringen der Beschwerdeführer,
wonach sie die von ihnen während Jahren eingebrachten Beiträge nun „nochmals (!)“
(act. G 14 S. 11) als Lohn zu versteuern hätten, ist (am Rand des
Verfahrensgegenstands) anzumerken, dass eine nachträgliche Besteuerung lediglich
dann zum Zug kommen dürfte, wenn die Beiträge zuvor in den Einzahlungsjahren vom
steuerbaren Einkommen abgezogen worden waren.
2.3. Die Ruhegehaltsordnung sah unter anderem eine Leistungsausrichtung an die
Versicherten bei Ausscheiden nach Ablauf einer oder mehrerer Amtsdauern vor. Art. 3
Abs. 1 des Reglements regelte das Ausscheiden eines Versicherten aus der
Ruhegehaltsordnung vor Eintritt eines Vorsorgefalles (Invalidität, Tod), wobei die Höhe
des mitzugebenden Betrags an die Anzahl Amtsdauern geknüpft war. Dem Grund des
Ausscheidens (Nicht-Wiederwahl, Rücktritt oder Pensionierung) kam für die
Leistungshöhe keine Bedeutung zu.
Das FZG regelt im Rahmen der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenvorsorge die Ansprüche der Versicherten im Freizügigkeitsfall (Art. 1 Abs. 1
FZG). Als Freizügigkeitsfall gilt dabei das Verlassen der Vorsorgeeinrichtung, bevor ein
Vorsorgefall eintritt (Art. 2 Abs. 1 FZG). Gemäss Art. 1 Abs. 2 FZG sind dessen
Bestimmungen anwendbar auf alle Vorsorgeverhältnisse, in denen eine
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Vorsorgeeinrichtung des privaten oder öffentlichen Rechts aufgrund ihrer Vorschriften
(Reglement) bei Erreichen der Altersgrenze, bei Tod oder bei Invalidität (Vorsorgefall)
einen Anspruch auf Leistungen gewährt. Bei der Ruhegehaltsordnung handelte es sich
- wie auch die Beschwerdeführer bestätigen (act. G 14 S. 9) - nicht um eine mit
Rechtspersönlichkeit ausgestattete Vorsorgeeinrichtung im Sinn von Art. 80 BVG. Eine
direkte Anwendbarkeit des FZG fällt somit ausser Betracht. Art. 1 Abs. 3 FZG erklärt
das Gesetz hingegen für sinngemäss anwendbar auf Ruhegehaltsordnungen, nach
denen die Versicherten im Vorsorgefall Anspruch auf Leistungen haben.
2.4.
2.4.1. Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz zum Schluss, Art. 3 des
Reglements enthalte - wie Art. 17 FZG - eine Regelung für den Fall, dass ein
Versicherter vor Eintritt des Vorsorgefalls aus der Vorsorgeordnung ausscheide. Durch
die Regelung in Art. 3 des Reglements würden die Mindestansprüche gemäss Art. 17
FZG jedoch nicht gewahrt. Da das FZG hingegen nur sinngemäss zur Anwendung
gelange und Art. 3 des Reglements eine Spezialregelung enthalte, sei diese für
Austrittsleistungen bei Verlassen der Ruhegehaltsordnung vor Eintritt des Vorsorgefalls
als massgebend zu betrachten. Die sinngemässe Anwendung des FZG schliesse eine
Abweichung von den in Art. 17 FZG geregelten Mindestansprüchen nicht aus. Zudem
habe der Anschluss an die Ruhegehaltsordnung auf absoluter Freiwilligkeit beruht und
die Beschwerdeführer hätten im Zeitpunkt ihres jeweiligen Anschlusses Kenntnis von
dieser Regelung gehabt. Es erscheine deshalb unbillig, bei gesetzlich vorgeschriebener
nur sinngemässer Anwendung des Freizügigkeitsgesetzes von einer Ungültigkeit des
Art. 3 des Reglements auszugehen. Im Unterschied zum Entwurf des Bundesrats habe
denn auch der Gesetzgeber entschieden, andere analoge Regelungen, die beim
Eintreten eines Vorsorgefalls Leistungen gewährten, vom Geltungsbereich des
Gesetzes auszuschliessen. Damit habe der Gesetzgeber dem Arbeitgeber die
Möglichkeit wahren wollen, individuelle, an den Arbeitsvertrag gebundene
Begünstigungen in Abgeltung der Treue des Arbeitnehmers zu gewähren (act. G 7.0, S.
8 f. mit Hinweis auf J.-A. Schneider, in: Schneider/Geiser/Gächter Hrsg., BVG und FZG,
Handkommentar, Bern 2010, Rz. 12 zu Art. 1 FZG). Die Bestimmung in Art. 3 des
Reglements sei damit nicht bundesrechtswidrig (act. G 7.0 S. 9).
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2.4.2. Die Beschwerdeführer halten diesbezüglich fest, dass das FZG gemäss dessen
Art. 1 Abs. 3 nicht subsidiär, sondern sinngemäss bzw. analog anzuwenden sei. Bei
den Bestimmungen des FZG handle es sich um zwingendes Recht, von denen nicht
abgewichen werden könne. Zur Anwendung zu bringen seien insbesondere Art. 15 und
17 FZG. Mit der sinngemässen Anwendung des FZG sei die Erhaltung des
Vorsorgeschutzes (Art. 4 FZG) ebenfalls zu beachten, womit Freizügigkeitsleistungen
grundsätzlich im Vorsorgekreislauf verbleiben bzw. auf ein Freizügigkeitskonto
übertragen werden müssten. Gestützt auf Art. 15 FZG seien den Beschwerdeführern
auch die Arbeitgeberbeiträge mitzugeben. Nachdem alle drei Beschwerdeführer drei
Amtsperioden vollendet hätten, erscheine es in Anwendung des FZG als offensichtlich,
dass die vollen Beiträge sowohl analog Art. 15 FZG als auch gemäss Art. 3 des
Reglements zu gewähren seien. Das FZG gelte auch bei einer Liquidation eines
Ruhegehaltsfonds (act. G 14 S. 9-11).
Die Beschwerdegegnerin führt unter anderem aus, dass die Beschwerdeführer in einen
unauflösbaren Widerspruch geraten würden, wenn sie einerseits die Aufhebung der
Ruhegehaltsordnung hinnehmen (müssten), anderseits jedoch zur Fundierung ihrer
Ansprüche einen Freizügigkeitsfall konstruieren wollten. Die Beschwerdeführer
vermöchten nicht nachvollziehbar darzulegen, weshalb die Auszahlung der Beiträge
nach Art. 3 des Ruhegehaltsreglements unzutreffend erfolgt sei. Es gehe um
Lohnzahlungen, nicht um berufsvorsorgliche Ansprüche. Mit der Abrechnung der
Ansprüche per Aufhebungsdatum habe die Beschwerdegegnerin die rechtlich und
tatsächlich zutreffende Lösung umgesetzt (act. G 21 S. 4-8).
3.
3.1. Die Beschwerdeführer waren bis zum 31. Dezember 2012 Mitglieder des Stadtrats.
Die Beschwerdeführer 1 und 2 waren seit 2001, der Beschwerdeführer 3 seit 2009 der
Ruhegehaltsordnung angeschlossen (vgl. act. G 14 S. 5). Konkret fehlt es - wie der
vorinstanzliche Entscheid zutreffend vermerkt (act. G 7.0 S. 9) - an einem
Freizügigkeitsfall im Sinn von Art. 1 Abs. 1 und Art. 2 Abs. 1 FZG, indem es nicht um
die finanziellen Folgen des Austritts der Beschwerdeführer - sie verblieben nach
dem 8. Juni 2012 weiterhin im Amt - aus der Ruhegehaltsordnung geht, sondern
vielmehr ihre Ansprüche infolge Auflösung der Ruhegehaltsordnung zu beurteilen sind.
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Aus demselben Grund fällt auch eine sinngemässe Anwendung des FZG im Sinn von
Art. 1 Abs. 3 dieses Gesetzes ausser Betracht. Entgegen der Auffassung der
Beschwerdeführer (act. G 25 S. 3) wurde die Ruhegehaltsordnung von ihnen nicht
„verlassen“ (im Sinn von Art. 2 Abs. 1 FZG; Hermann Walser, in: Schneider/Geiser/
Gächter, BVG und FZG, Bern 2010, Rz. 1 zu Art. 2 FZG), sondern sie wurde aufgelöst.
Das Reglement selbst enthält keine eigene Regelung betreffend die Auflösung der
Ruhegehaltsordnung. Der Verweis in Art. 5 Reglement auf das Reglement der
Pensionskasse der Politischen Gemeinde Wil als ergänzende Regelung führt zwar zu
Art. 30 jenes Reglements (Teilliquidation). Die Voraussetzungen einer Teilliquidation,
insbesondere eine Auflösung einer Anschlussvereinbarung mit der Pensionskasse
durch die Arbeitgeberin, lassen sich mit den hier zur Diskussion stehenden
Verhältnissen nicht vergleichen, zumal es nicht nur um eine Kündigung einer
Anschlussvereinbarung (Vertrag), sondern um die vollständige Auflösung und materielle
Liquidierung einer Ruhegehaltsordnung geht. Das BVG und mit ihm die in Art. 53c ff.
BVG enthaltenen Bestimmungen betreffend die Liquidation einer Vorsorgeeinrichtung
sind auf die vorliegende Streitsache wie dargelegt (E. 2.1) nicht anwendbar; dies
bestätigen auch die Beschwerdeführer (act. G 14 S. 13).
Die Vorinstanz führte hinsichtlich der für die Liquidation der Ruhegehaltsordnung
anwendbaren Regelung aus, das Reglement entspreche dem zum Zeitpunkt des
Inkrafttretens der Ruhegehaltsordnung bestehenden politischen Konsens und es
liessen sich daraus die der Regelung zu Grunde liegenden Absichten ableiten.
Sachgemäss sei daher diejenige Lösung, die dem Sinn und Zweck des Reglements am
besten entspreche. Neben Art. 3 des Reglements enthalte dieses keine Bestimmungen
für den Fall eines Ausscheidens vor Eintritt des Vorsorgefalls. Jedenfalls biete das
Reglement keinerlei Grundlage für die Annahme, dass im Falle der Auflösung der
Ruhegehaltsordnung den Versicherten das angesparte Kapital vollumfänglich
ausbezahlt werden solle. Ebenfalls seien im Reglement keine Bestimmungen enthalten,
nach denen die Versicherten ihre sich aus Art. 3 des Reglements ergebenden
Anwartschaften verlieren könnten. Es erscheine somit dem Sinn und Zweck des
Reglements zu entsprechen, Art. 3 auf alle Fälle anzuwenden, in denen ein Versicherter
vor Eintritt des Vorsorgefalls aus der Vorsorgeordnung ausscheide. Die vorliegend zu
beurteilende Liquidation der Ruhegehaltsordnung führe ebenfalls zu einem vorzeitigen
Ausscheiden der Versicherten. Damit erscheine es als sachgerecht, die Auszahlung der
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Beitragszahlungen anlässlich der Auflösung der Ruhegehaltsordnung gemäss Art. 3
des Reglements vorzunehmen. Der anlässlich der Sitzung des Stadtparlaments vom 7.
Juni 2012 angenommene Vorschlag der GPK berücksichtige diese Anwartschaften und
sei daher als angemessen zu beurteilen (act. G 7.0 S. 9 f.).
3.2. Die Vorinstanz begründete die Anwendung von Art. 3 des Reglements als
Grundlage für die Berechnung der Guthaben der Beschwerdeführer einlässlich und
überzeugend. Die Beschwerdeführer vermögen keinen nachvollziehbaren Grund
darzulegen, welcher eine gegenteilige Beurteilung zu rechtfertigen vermöchte.
Insbesondere erschiene es sachlich nicht gerechtfertigt, den Destinatären der
Ruhegehaltsordnung im Fall der Aufhebung der letzteren höhere Leistungen zukommen
zu lassen, als dies bei Eintritt des versicherten Risikos der Fall wäre. Wenn den
Beschwerdeführern 1-3 die von ihnen selbst entrichteten Beiträge, den
Beschwerdeführern 1 und 2 die Beiträge der Beschwerdegegnerin bis Ende 2008
sowie den Beschwerdeführern 1-3 eine Verzinsung bis 8. Juni 2012 mit dem
technischen Zinssatz der Pensionskasse (vgl. Nachtrag I zum Reglement vom 28.
August 2008; act. G 15/3) zugesprochen wurde (act. G 15/1), so steht dies mit dem
Reglement in Einklang und lässt sich demgemäss nicht beanstanden. Dem
Beschwerdeführer 3 stehen deshalb keine Arbeitgeberbeiträge zu, weil er bis zur
Aufhebung der Ruhegehaltsordnung keine volle Amtsdauer absolviert hatte. Die
Beschwerdeführer 1 und 2 haben lediglich bis zum Ende der zweiten Amtsdauer (Ende
2008) Anspruch auf die Arbeitgeberbeiträge, weil bei Aufhebung der
Ruhegehaltsordnung die dritte Amtsdauer nicht abgelaufen war. Die einschlägige
Rechtsprechung betreffend Ansprüche aus beruflicher Vorsorge kann hier insofern
nicht zur Anwendung gelangen, als wie dargelegt (vorstehende E. 2.2) Lohnzahlungen
zur Diskussion stehen.
3.3.
3.3.1. Die Beschwerdeführer vertreten den Standpunkt, die Aufhebung per 8. Juni 2012
sei willkürlich erfolgt. Alle drei Beschwerdeführer hätten bis Ende 2012 drei volle
Amtsdauern absolviert. Es erscheine unbillig, wenn die Beschwerdegegnerin ohne
Übergangsfristen und nur wenige Monate vor Ablauf der Legislatur noch rückwirkend
Ansprüche der Beschwerdeführer schmälern könnte. Dieses Vorgehen habe als
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missbräuchlich zu gelten. Aus dem Grundsatz von Treu und Glauben ergebe sich, dass
gerade in Vorsorgeverhältnissen genügende Übergangsfristen zu gewähren seien. Den
Beschwerdeführern seien bis zum Ablauf der dritten Amtsdauer (31. Dezember 2012)
monatlich Arbeitnehmerbeiträge gemäss Ruhegehaltsreglement vom Lohn abgezogen
worden. Mit der Auflösung des Reglements per 8. Juni 2012 widerspreche sich die
Beschwerdegegnerin selbst (act. G 14 S. 10 f. und 13).
Hinsichtlich des Zeitpunktes der Reglementsaufhebung hielt die Vorinstanz dafür, dass
der Stadtrat selbst ursprünglich eine rückwirkende Aufhebung auf den 31. Dezember
2009 beantragt habe (act. G 7.1/1.10). Zudem habe die Aufhebung der
Ruhegehaltsordnung seit der Arbeitgeberkontrolle durch die SVA St. Gallen im Januar
2010 zur Diskussion gestanden. Über die Tatsache, dass es zu einer Auflösung der
Ruhegehaltsordnung komme, habe von Beginn weg Einigkeit bestanden. Einzig der
Umfang der Rückzahlung habe zu Diskussionen Anlass gegeben. Somit sei den
Klägern schon lange bewusst gewesen, dass es zu einer Auflösung der
Ruhegehaltsordnung kommen werde. Es könne damit nicht als treuwidrig angesehen
werden, wenn das Stadtparlament den Zeitpunkt auf den 8. Juni 2012 festgesetzt
habe. Dies umso weniger, als der Stadtrat sich, gemäss den anlässlich der
Parlamentssitzung vom 7. Juni 2012 geänderten Anträgen, ebenfalls mit einer
Auflösung per 8. Juni 2012 einverstanden erklärt habe. Die durch das Stadtparlament
beschlossene (nicht rückwirkende) Aufhebung auf den 8. Juni 2012 sei nicht zu
beanstanden (act. G 7.0 S. 10). Obwohl die Auflösung auf den 8. Juni 2012
beschlossen worden sei, habe sich die Beschwerdegegnerin entschlossen, bis Ende
2012 die bisherigen Beiträge weiter zu bezahlen und den Ruhegehaltsfonds
vorderhand faktisch nicht zu liquidieren (vgl. Klageantwort vom 10. April 2013, S. 4 f.;
act. G 7.9). Somit sei der Fonds bis zum 31. Dezember 2012 weiterhin mit
Beitragszahlungen der Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin geäufnet
worden. Da die Ruhegehaltsordnung jedoch gemäss Beschluss des Stadtparlaments
auf den 8. Juni 2012 aufgehoben worden sei, seien diese Beitragszahlungen ohne
rechtliche Grundlage erfolgt. Aus diesem Grund würden die nach dem 8. Juni 2012
getätigten Beitragszahlungen wohl zurückzuzahlen sein. Da sich die vorliegende
Streitsache hingegen auf die Liquidation der Ruhegehaltsordnung beschränke, seien
die nach dem Auflösungszeitpunkt noch getätigten Zahlungen nicht Gegenstand dieses
Verfahrens (act. G 7.0 S. 11).
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3.3.2. Die Statuten öffentlich-rechtlicher Vorsorgeeinrichtungen dürfen nach der
Rechtsprechung auch dann geändert werden, wenn sie keinen ausdrücklichen
Abänderungsvorbehalt aufweisen. Allgemeine Schranken bilden das Willkürverbot und
das Gleichbehandlungsgebot. Ein umfassender Schutz besteht nur dort, wo bestimmte
Ansprüche aus dem Dienstverhältnis als wohlerworbene Rechte betrachtet werden
können. Dies trifft dann zu, wenn sich Ansprüche aus zwingenden gesetzlichen
Bestimmungen ergeben, wenn das Gesetz die entsprechenden Beziehungen ein für
allemal festlegt und von den Einwirkungen der gesetzlichen Entwicklung ausnimmt,
oder wenn bestimmte, mit einem einzelnen Anstellungsverhältnis verbundene
Zusicherungen abgegeben werden (BGE 134 I 32 E. 7.2 mit Hinweisen). Aus dem
Grundsatz von Treu und Glauben hat die Rechtsprechung abgeleitet, dass unter
Umständen angemessene Übergangsfristen für neue belastende Regelungen
verfassungsrechtlich geboten sein können. Übergangsfristen haben jedoch nicht den
Zweck, die Betroffenen möglichst lange von der günstigeren bisherigen Regelung
profitieren zu lassen, sondern einzig, ihnen eine angemessene Frist zur Anpassung an
die geänderte Regelung einzuräumen. Dies gilt auch für die Änderung von besoldungs-
oder pensionsrechtlichen Ansprüchen öffentlicher Angestellter: Eine mit Treu und
Glauben begründete Übergangsfrist soll den Betroffenen ermöglichen, ihre
Lebenshaltung an ein allfällig reduziertes Einkommen anzupassen. Die Rechtsprechung
hat allerdings das Fehlen einer Übergangsregelung nur zurückhaltend als
verfassungswidrig beurteilt (BGE 134 I 23 E. 7.6.1 mit Hinweisen).
Vorliegend ergaben sich die Ansprüche aus der aufgehobenen Ruhegehaltsordnung
nicht aus zwingenden gesetzlichen Bestimmungen. Auch wurden von Seiten der
Beschwerdegegnerin keine bestimmten, mit den Anstellungsverhältnissen der
Beschwerdeführer verbundene Zusicherungen betreffend die Dauer der
Ruhegehaltsordnung abgegeben. Im Gegenteil stand die Aufhebung, wie von der
Vorinstanz zutreffend dargelegt, bereits seit 2010 zur Diskussion. Ein konkreter
sachlicher Grund, mit der Aufhebung der Ruhegehaltsordnung noch weiter (über den 8.
Juni 2012 hinaus) zuzuwarten bzw. eine noch längere Übergangsfrist einzuräumen, ist
nicht ersichtlich. Dies umso weniger, als die Voraussetzungen einer Steuer- und
Sozialversicherungsbeitragsbefreiung der an die Ruhegehaltsordnung geleisteten
Beiträge - letztere hatte einen wesentlichen Grund (neben anderen) für die Einführung
der Ruhegehaltsordnung im Jahr 2001 gebildet (vgl. dazu act. G 7.1/1.6 S. 1) - nicht
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erst seit 2012, sondern spätestens im Jahr 2010 nicht mehr gegeben waren (vgl.
vorstehende E. 2.1). Allein der Umstand, dass sich durch eine zeitliche Verschiebung
auf das Ende der Amtsperiode die Leistungsansprüche der Beschwerdeführer erhöhen
würden, stellt offensichtlich keinen sachlichen Grund für eine Verlängerung bis Ende
2012 dar. Im Vorgehen, die Aufhebung unmittelbar nach dem entsprechenden
Parlamentsbeschluss wirksam werden zu lassen, kann insbesondere keine Willkür
erblickt werden. Vielmehr liesse es sich nicht rechtfertigen, die Auflösung allein zur
Erhöhung der Leistungsansprüche der Beschwerdeführer auf einen späteren Zeitpunkt
festzulegen. Das blosse Interesse der Beschwerdeführer an einer Weitergeltung der
bisherigen günstigen Regelung stellt m.a.W. keinen verfassungsrechtlich zwingenden
Grund für eine längere Übergangsdauer dar. Unter diesen Umständen vermöchte auch
der von den Beschwerdeführern beantragte Beizug aller im Zusammenhang mit der
Auflösung des Ruhegehaltsfonds relevanten Unterlagen (act. G 14 S. 3, G 25 S. 2) zu
keinem anderen Ergebnis zu führen. Der entsprechende Verfahrensantrag ist daher
abzuweisen.
4.
4.1. Die Beschwerdeführer bemängeln, dass die Vorinstanz nicht beziffert habe, welche
konkreten Ansprüche bestehen würden. Dies umso mehr, als die mit Valuta vom
1. Dezember 2014 geleisteten Zahlungen der Beschwerdegegnerin weit von der
Berechnung der Forderung der Beschwerdeführer abwichen. Schon das Parlament
habe nie die Ansprüche der Beschwerdeführer beziffert. Diese Frage habe auch die
Geschäftsprüfungskommission gemäss Schreiben vom 18. Juni 2012 offengelassen,
was letztlich der Auslöser der vorliegenden Streitsache gewesen sei. Die
Beschwerdegegnerin wolle - wohl auch in Missachtung des hier angefochtenen
Entscheids - den Beschwerdeführern 1 und 2 lediglich Arbeitgeberbeiträge entrichten,
die dem einfachen Arbeitnehmerbeitrag entsprechen würden. Dem Beschwerdeführer 3
wolle sie keine Arbeitgeberbeiträge entrichten. Dieses Vorgehen sei nicht akzeptabel.
Die Beschwerdeführer würden davon ausgehen, dass dieses Vorgehen nicht dem
vorinstanzlichen Entscheid entspreche. Gänzlich klar sei dies jedoch nicht, da die
Vorinstanz von einer konkreten Berechnung abgesehen habe. Aufgrund des
vorinstanzlichen Entscheids sei die Rechtslage somit unsicher. Mit der Beschwerde
werde somit gefordert, dass der den Beschwerdeführern zustehende Betrag konkret
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beziffert werde. Sodann bestehe eine Verzugszinspflicht seit 1. Januar 2013 bzw. 1.
Juli 2012 (act. G 14 S. 14 f.).
4.2. Ist eine vorsorgerechtliche Leistungsklage nicht lediglich dem Grundsatz nach
erhoben, sondern auch betraglich beziffert worden, hat der kantonale
(Versicherungs-)Richter (Art. 73 BVG) nach der Rechtsprechung über Beginn und Höhe
des Anspruchs zu befinden, wenn er diesen im Grundsatz bejaht, da diese Punkte zum
Streitgegenstand gehören (BGE 129 V 450 E. 3.3). Auch wenn der vorinstanzliche
Entscheid nicht in Anwendung von Art. 73 BVG, sondern auf der Grundlage von Art. 65
lit. e VRP ergangen war (act. G 7.0 S. 6), so handelte es sich dabei - gleich wie bei
vorsorgerechtlichen Streitigkeiten nach Art. 73 BVG (vgl. BGE 129 V 450) - um ein
Verfahren der ursprünglichen Verwaltungsgerichtsbarkeit (ohne vorgängige Verfügung),
in welchem die Beschwerdeführer ihre Anträge konkret beziffert hatten (act. G 7.1). Der
vorinstanzliche Entscheid äusserte sich nun im Wesentlichen zur Frage der
Zusammensetzung (Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge) und zur Form
(Barauszahlung oder Einzahlung auf Freizügigkeitskonto) der Kapitalzahlung, legte die
Beträge jedoch nicht im Einzelnen fest und wies die Klage „in dem den anerkannten
Umfang übersteigenden Teil“ ab. Der von der Beschwerdegegnerin anerkannte Umfang
war dabei zwar vom Betrag her nicht definiert. Jedoch war aufgrund des
vorinstanzlichen Entscheids (act. G 7.0 S. 9 f. E. 5.2 mit Hinweis auf Art. 3 des
Ruhegehaltsreglements sowie act. G 7.1/1.6) ersichtlich, dass es sich dabei um die von
den Beschwerdeführern 1-3 selbst entrichteten Beiträge, die Arbeitgeberbeiträge der
Beschwerdeführer 1 und 2 bis Ende 2008 und die Verzinsung mit dem technischen
Zinssatz der Pensionskasse handelte. Nachdem die Vorinstanz die über den
anerkannten Umfang hinausgehende Forderung der Beschwerdeführer (d.h. die
Arbeitgeberbeiträge für die Beschwerdeführer 1-3 bis Ende 2012) auch nicht dem
Grundsatz nach bejahte, musste sie sich zu deren Höhe auch nicht äussern.
4.3. Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens kann grundsätzlich nur sein,
was bereits Gegenstand des vorinstanzlichen Entscheids gebildet hatte, weshalb auch
in diesem Verfahren die Zusammensetzung bzw. die Bestandteile (Arbeitgeber- und
Arbeitnehmerbeiträge sowie Zinsen) und die Form der Kapitalzahlung (Barauszahlung
oder Überweisung auf ein Freizügigkeitskonto) zu prüfen waren. Diese Prüfung zeigte
wie dargelegt, dass der vorinstanzliche Entscheid diesbezüglich zu bestätigen ist.
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Nachdem sich diese Bestätigung in dem von der Beschwerdegegnerin anerkannten
Umfang bewegt, ist auf die Beträge im Einzelnen nicht einzugehen. Ergänzend ist
immerhin festzuhalten, dass sich der von der Beschwerdegegnerin anerkannte Umfang
nunmehr aus der Berechnung per 30. Juni 2014 (act. G 26) im Detail ergibt. Die
Beschwerdeführer lassen die Berechnung des anerkannten Umfangs (d.h. abgesehen
von den Arbeitgeberbeiträgen und der Verzinsung) unbeanstandet (vgl. act. G 25 S. 7),
und es ergeben sich auch aus den Akten keinerlei Anhaltspunkte auf eine unkorrekte
Berechnung. Während diese Berechnung eine Verzinsung der Ansprüche bis Mitte
2014 beinhaltet, enthält die spätere Auszahlungsberechnung vom November 2014 (act.
G 15/1) allerdings lediglich noch Zinsen bis und mit 8. Juni 2012. Dies mit dem
Hinweis, dass weitere Zahlungen (insbesondere Zinsen ab 9. Juni 2012) „nicht
auszuschliessen“ seien (act. G 15/1 S. 3). Die in der Berechnung vom November 2014
anerkannten Beträge sind gemäss Bestätigung der Beschwerdeführer mit Valuta vom
1. Dezember 2014 bei ihnen eingegangen (act. G 14 S. 4).
4.4. Die Frage der Verzinsung der ausstehenden Beträge ab 1. Januar 2013 (bzw. ab 8.
Juni 2012) wurde im vorinstanzlichen Entscheid trotz ausdrücklichem Antrag der
Beschwerdeführer (vgl. act. G 7.1) nicht geprüft. Die Rechtsprechung anerkennt die
Pflicht zur Entrichtung von Verzugszinsen bei einer verspäteten Überweisung von
reglementarischen Leistungen. Enthalten die Statuten keine Bestimmung über die Höhe
des Verzugszinses, beträgt dieser 5% (Art. 104 Abs. 1 OR). Der Beginn der Zinspflicht
richtet sich nach Art. 105 Abs. 1 OR (BGE 119 V 133 Erw. 4 = Pra 83 (1994) Nr. 67),
wonach ein Schuldner, der mit der Entrichtung von Renten im Verzug ist, erst vom Tag
der Anhebung der Betreibung oder der gerichtlichen Klage an Verzugszinsen zu
bezahlen hat. Diese obligationenrechtlichen Grundsätze haben auch für das
vorliegende Verfahren Gültigkeit.
Vorliegend besteht insofern eine abweichende reglementarische Regelung, als Art. 26
Abs. 3 des Reglements der Pensionskasse der Stadt Wil in Verbindung mit Art. 5 des
aufgehobenen Ruhegehaltsreglements eine Verzinsung der Austrittsleistung ab
Fälligkeit (= Austrittsdatum) mit dem vom Bundesrat festgelegten Mindestzinssatz
(2012 und 2013 = 1.5%; 2014 = 1.75%) vorsieht. Wenn die Austrittsleistung nicht innert
30 Tagen nach Erhalt der notwendigen Unterlagen zur Auszahlung kommt, wird sie laut
der erwähnten Reglementsbestimmung ab diesem Zeitpunkt mit dem Verzugszins
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gemäss Art. 7 FZV (SR 831.425; Mindestzinssatz + 1 %) verzinst. Die
Beschwerdeführer machten die Klage beim Versicherungsgericht am 18. Dezember
2012 (act. G 7/1) anhängig. Nachdem die Kapitalzahlungen unbestritten per 1.
Dezember 2014 bei den Beschwerdeführern eingingen, dauerte die Zinspflicht bis 30.
November 2014. In diesem Umfang ist die Beschwerde somit teilweise gutzuheissen
und die Angelegenheit zur Festlegung der Zinsen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
5.
5.1. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde teilweise gutzuheissen
und die Angelegenheit zur Festlegung der Zinsen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Soweit der vorinstanzliche Entscheid die Beschlüsse des Stadtparlaments vom 7. Juni
2012 betreffend Auflösung der Ruhegehaltsordnung (act. G 7.1/1.6) bestätigte, ist er
nicht zu beanstanden.
5.2.
5.2.1. Ein nur geringfügiges Obsiegen bzw. Unterliegen, wie es hier vorliegt, wird bei
der Kostenverlegung gar nicht berücksichtigt (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St. Gallen 2004, S. 94). Dem
Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens vollständig zulasten der Beschwerdeführer (Art. 95 Abs. 1
VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 5'000.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12); für diese haften die Beschwerdeführer
solidarisch (Art. 96 VRP). Der von den Beschwerdeführern in dieser Höhe geleistete
Kostenvorschuss wird verrechnet.
5.2.2. Mit Blick auf die geschilderten Verhältnisse lässt sich - entgegen der Auffassung
der Beschwerdeführer (act. G 14 S. 15 f.) - auch die Kostenauferlegung im
vorinstanzlichen Entscheid nicht beanstanden, nachdem die Vorinstanz lediglich
Beträge zugunsten der Beschwerdeführer bestätigte, welche von Seiten der
Beschwerdegegnerin anerkannt waren. Das geringfügige Obsiegen aufgrund der
vorinstanzlich nicht behandelten Verzinsungsfrage hat auch hier nicht zur Folge, dass
ein Teil der Kosten von der Beschwerdegegnerin zu tragen wäre.
bis
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5.3.
5.3.1. Nachdem der vorinstanzliche Entscheid im öffentlich-rechtlichen Klageverfahren
ergangen war, in welchem praxisgemäss ein Entschädigungsanspruch des
Gemeinwesens besteht (vgl. Hirt, a.a.O., S. 177), sprach die Vorinstanz der
Beschwerdegegnerin zu Recht eine Parteientschädigung zu. Der von den
Beschwerdeführern in diesem Zusammenhang angestellte Vergleich mit dem nicht
gegebenen Entschädigungsanspruch obsiegender Vorsorgeeinrichtungen (act. G 14 S.
17) ist insofern nicht einschlägig, als die Beschwerdegegnerin vorliegend nicht als
Vorsorgeeinrichtung, sondern als Arbeitgeberin Partei eines Klageverfahrens war.
5.3.2. Bei diesem Verfahrensausgang (kein mehrheitliches Obsiegen) besteht kein
Anspruch der Beschwerdeführer auf die Entschädigung ausseramtlicher Kosten (Art. 98
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP; vgl. R. Hirt, a.a.O., S. 182 ff.). Die
(mehrheitlich obsiegende) Beschwerdegegnerin hat dementsprechend auch Anspruch
auf ausseramtliche Entschädigung für das an das Klageverfahren anschliessende
Beschwerdeverfahren (Art. 98bis VRP). Ihr Rechtsvertreter hat keine Kostennote
eingereicht. Folglich ist die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen. Eine
Entschädigung von pauschal Fr. 3'000.-- (zuzüglich 4% Barauslagen [Fr. 120.--] und
Mehrwertsteuer) für das Beschwerdeverfahren erscheint angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit.
b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75).