# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a1660395-0d5d-4a58-b9b4-c941e447a51d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1970,
seit Oktober 2001 als selbständiger Baumeister tätig, meldete sich u
nter Hinweis auf
chronisch entzündete Ellenbogen
a
m 1
8.
Juli
2011 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/3
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi
nische und erwerbliche Situation ab
, zog Akten des Krankentaggeldversicherers bei (
Urk.
6/2,
Urk.
6/7)
und holte ein
rheumatologisches
Gutachten
mit Evalua
tion der funktionellen Leistungsfähigkeit
ein, das am
1
8.
Juni 2014
erstattet wurde (
Urk.
6/79
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/87
;
Urk.
6/94,
Urk.
6/109
) ver
neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
2
0.
April
2015
einen Rentenan
spruch (
Urk.
6/11
=
Urk.
2)
.
2.
Der Versicherte erhob am
2
2.
Mai 2015
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
2
0.
April 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm
ab Dezember 2011 eine ganze, eventuell eine halbe Rente
zuzusprechen
(
Urk.
1 S.
1
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1.
Juli 2015
(
Urk.
5
) die Ab
weisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
1
4.
Septem
ber 2015
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
.
1.3
Der Einkommensvergleich hat auch bei
Selbständigerwerbenden
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif
fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei
chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuver
lässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der
Invalidi
tätsgrad
nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leistungsfähigkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grund
sätzliche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungsverfahrens zur spezifischen Methode (
Art.
28a
Abs.
2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität
nicht unmittelbar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemes
sen
wird. Vielmehr ist zunächst anhand des Betätigungsvergleichs die
leidens
be
dingte
Behinderung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschrän
kung im funktionellen Leistungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Um
fangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungsvergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz
verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Mass
gabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches
Bemes
sungs
verfahren
; BGE 128 V 29 E.
1; AHI 1998 S.
120 E.
1a und S.
252 E.
2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich ge
wich
teten Betätigungsvergleichs unterscheidet sich von der allgemeinen Me
thode des Einkommensvergleichs
Unselbständigerwerbender
gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kriterien (Betriebs
grösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers usw.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E. 3.3.1 mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbs
tätigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Ver
wertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbil
dung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar
erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November
2014 E. 3
.1 mit Hinweisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).
1.
4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das
heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
gemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam
men
, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
ba
ren Unter
lagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Be
richten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdi
gen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf
die medizinischen Abklärungen
davon aus, dass
keine Diagnose bestehe,
welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers langfris
tig und
dauerhaft ein
schränke. Nachvollziehbar sei lediglich eine Arbeitsunfähigkeit für körperlich schwere Tätigkeiten von 50
%
während maximal sechs Monaten nach der Ope
ration im Jahr 201
0.
Alle übrigen Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer seit jeher zu 100
%
zumutbar.
2.2
Der Beschwerdeführer hält demgegenüber im Wesentlichen fest
(
Urk.
1)
,
die angefochtene Verfügung enthalte praktisch keine Sachverhaltsdarstellung und weise keine genügende Sachverhaltsfeststellung auf, womit diese nur schon aus formellen Gründen aufzuheben sei (S.
2 unten).
Gemäss spezialärztlichen At
tes
ten bestehe eine eingeschränkte Belastungsfähigkeit, so dass nur leichte (und abwechslungsreiche) Tätigkeiten der oberen Extremitäten mit einem Pensum von 50
%
mögliche seien. Repetitive monotone Belastungen wie zum Beispiel das Arbeiten an einem PC seien ebenfalls langfristig nicht möglich (S. 3 Mitte). Weiter sei ein Invalideneinkommen von
Fr.
37‘500.-- zu beziffern, woraus sich ein Invaliditätsgrad von 73
%
und somit Anspruch auf eine ganze Rente ergebe (S. 6).
2.3
Streitig und zu prüfen ist der Invaliditätsgrad
des
Beschwerdeführer
s
und damit zusammenhängend die Frage, ob
er
Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
Soweit
der
Beschwerdeführer eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend macht (vgl.
Urk.
1 S.
2 unten
), darf diese - soweit sie überhaupt vorliegen sollte - als geheilt betrachtet werden, handelt es sich beim hiesigen Gericht doch um eine
Beschwerdeinstanz, die sowohl den Sachverhalt wie die Rechtslage frei über
prüfen kann (BGE 127 V 431 E. 3d/
aa
).
3.
3.1
Dr.
med.
Y._
, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion, PD
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Physikalische Medizin und für Rheumatologie, sowie
A._
, Physiotherapeutin, nannten in der
funk
tionsorientierte
n
medizinische
n
Abklärung des
B._
vom 1
8.
Juni 2014
(
Urk.
6/79)
folgende Diag
nosen:
b
elastungsabhängige Restbeschwerden im Sinne beidseitiger lateraler und medialer
Epicondylopathien
bei/mit
Status nach
Epicondylus
-Operation 1
0.
Dezember
2010 rechts
Status nach
Epicondylus
-Operation 1
4.
Januar
2011 links
Status nach Revision der
Extensorenansätze
radia
l
mit
Miniepikon
dylektomie
,
D
é
bridement
und
Refixation
mit Sehnenplastik radial links sowie Revision der
Flexorenansätze
nach
Nierschl
ulnar
links am
3.
April
2012
Status nach
Epicondylopathie
-Operation radial und medial links im Au
gust 2012 (gemäss Angaben des
Beschwerdeführers
)
z
ervikovertebrale
Beschwerden bei anamnestisch Verdacht au
f
Status nach
HWS-Stauchungstrauma November/Dezember
201
3
anamnestisch-klinisch
regredient
a
ktenanamnestisch mediale Gonarthrose rechts (Szintigraphie 1
9.
März
2013)
aktenanamnestisch Degeneration STT-Gelenk rechts (Szintigraphie 1
9.
März
2013)
a
ktenanamnestisch leichte degenerative Veränderungen der AC-Ge
l
enke
beidseits
und
humero-scapulär
beidseits
(Szintigraphie 1
9.
März
2013)
Die Ärzte führten hierzu aus,
aktuell würden sich klinisch weder anamnestisch noch bei den Befunden irgendwelche sicheren Hinweise für eine aktive ent
zündlich-rheumatische Erkrankung finden. Angesichts der in der Szintigraphie
vom 1
9.
März
2013 dargelegten, verschiedenen, beginnenden degenerativen Ver
änderungen und angesichts der Anamnese einer langjährigen Tätigkeit mit schwerer körperliche
r
Arbeit auf dem Bau und der zusätzlich über Jahre betrie
benen umfangreichen sportlichen Aktivitäten sei beim Beschwerdeführer von degenerativen Veränderungen auszugehen
(S. 8 Mitte)
.
Bei der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit habe der Beschwerde
führer eine gute Leistungsbereitschaft gezeigt, auch die Konsistenz sei gut ge
wesen. Rein von der Gewichtsbelastung her habe sich der Beschwerdeführer bis zu einem knapp mittelschweren Bereich belasten lassen. Beim Behändigen der Gewichte für alle Tragearten sei ersichtlich gewesen, dass der Beschwerdeführer die Ellbogen stets am Oberkörper fixiert und die Belastungen möglichst mit einem rechten Winkel im Ellbogen absolviert habe. In dieser Stellung würden beim Heben und Tragen mehrheitlich die Oberarmmuskeln rekrutiert und die Unterarmflexoren und -extensoren entlastet, was eine nachvollziehbare, adap
tierte Bewegungsausführung bei den beidseitigen
Epikondylopathien
darstellen würde. Mit solcher Bewegungsausführung seien medizinisch plausibel nachvoll
ziehbar jedoch nur geringere Gewichtsbelastungen zu bewältigen
(S. 8 unten f.)
.
Daneben sei zudem ersichtlich gewesen, dass der Beschwerdeführer bei den für ihn höheren Gewichtsbelastungen Ausweichbewegungen gemacht habe. Freies Hantieren mit fast gestreckten und gestreckten Armen habe er möglichst ver
mieden. Bei Überkopfarbeiten sei ersichtlich gewesen, dass der Beschwerde
führer
Ausweichbewegungen mit dem Nacken gemacht und versucht habe,
kom
pen
satorisch vermehrt die Schultermuskulatur zu aktivieren. Diese
Ausgleich
bewegungen
dürften durch die noch vorhandene Nackenproblematik bedingt sei
n
(S. 9 oben).
Das arbeitsbezogen relevante Problem bestehe in einer verminderten
Belas
tungs
toleranz
beider Ellbogen. Des Weiteren würden intermittierende
Nacken
schmerzen
bestehen.
D
ie meisten kumulativen, manuellen Tätigkeiten
würden dem
Beschwerdeführer Mühe bereiten,
i
nsbesondere das freie, körperferne Hantieren mit Krafteinsatz,
was
bei den meisten manuellen Tätigkeiten erfor
derlich
sei
.
Des
W
eiteren
gebe der Beschwerdeführer Beschwerden
bei ruck
arti
gen Bewegungen, Stütz- und Ziehbewegungen, zum Teil bei der Körperpflege (Zähne reinigen und rasieren), Telefonieren mit dem Handy, längeres Arbeiten mit der PC-Maus,
an
(S. 9 unten). Bei den Tests habe sich eine kompensatori
sche Ausgleichsbewegung gezeigt, indem der Beschwerdeführer die Oberarme an den Körper fixiert (Arme in Neutral-0-Stellung) und so die freien Rotationen aus dem Unterarm (Aussen- und Innenrotation) nach Möglichkeit verm
ieden
habe oder auf die Zehenspitzen
gestanden sei
um ein Gewicht auf höherer Ebene zu hantieren
oder Arbeiten über Schulterhöhe zu verrichten. Die
Leis
tungsbereitschaft
des Beschwerdeführers sei als zuverlässig zu beurteilen (S. 9 unten).
Die
vom
Beschwerdeführer
beschriebene Tätigkeit als Bauunternehmer
entspre
che
aufgrund der vorkommenden Gewichtsbelastung schätzungsweise einer bis
zu schweren Tätigkeit. Mühe würden dem Beschwerdeführer die Kumulation von
armbetonten Tätigkeiten, wie Schaufeln, Pickeln, Mauerarbeiten,
Spitzar
beit
, etc. und körperfernes Hantieren der Gewichte
bereiten
.
Die Leistungsfähig
keit
sei
deutlich unter den Anforderungen der bisherigen Tätigkeit und
diese
sei
dem Klienten
somit
nicht mehr zumutbar. Hingegen
sei
ihm die angepasste Tätigkeit im 100% Pensum zumutbar
(S. 10 oben).
Die Belastbarkeit
liege dabei
allgemein im Bereich einer knapp mittelschweren Tätigkeit
,
wobei die Kumulation der armbelastenden Tätigkeiten durch
Kurz
pausen
unterbrochen werden sollte. Gemäss Angaben
des Beschwerdeführers
würde er aktuell ganztags bei verminderter Leistung arbeiten. Mit verminderter Leistung
meine
er, dass er vor allem langsamer arbeite und mehr Pausen ein
schalte.
Dabei würden folgende Einschränkungen bestehen:
Gewichte Heben horizontal
sei
bis
maximal
22.5 kg, Heben Boden zu Taillenhöhe bis
maximal
20 kg und Heben Taillen zu Kopfhöhe bis
maximal
12.5 kg
möglich
. Tragen rechts
sei
bis
maximal
17.5 kg und Tragen links
sei
bis
maximal
15 kg möglich. Krie
chen sollte lediglich manchmal (
das heisst
maximal
3
Stunden
pro Tag) vor
kommen. Ziehen/Stossen und Arbeit über Schulterhöhe sollte lediglich selten (
das heisst
maximal
30
Minuten
) vorkommen
(S. 10 Mitte)
.
Die angestammte Tätigkeit als Maurer/Bauunternehmer
sei
als schwere, zum Teil
unergonomische
und stark repetitive Bewegungen erfordernde Tätigkeit zu taxieren. Aufgrund der aktuellen Anamnese, klinischen Befunde und der ge
zeigten Lei
stungen/Fähigkeiten bei der EF-
Testung
seien
diese Anforderungen deutlich zu hoch. Diese Tätigkeit
sei
dem
Beschwerdeführer
nicht mehr zumut
bar
(S.
10
unten
Ziff.
5.1)
.
Für die jetzige vom Versicherten in Eigeninitiative reorganisierte, angepasste Tätigkeit mit teils Maschinisten-Arbeit, teils manueller Tätigkeit mit niederer Gewichtsbelastung und weniger schneller Arbeitsausführung
sei
der
Beschwer
deführer
gemäss seinen eigenen Angaben und gemäss der Anamnese, den ob
jektiven klinischen Befunde
n
und der EFL-Testung ganztags arbeitsfähig.
Die Anpassung besteh
e
darin, dass der
Beschwerdeführer
mehr
Maschinentätig
keiten
vornehme
(bei
diesen
seien
die
beiden Ellbogen
nicht derart belastet
wie bei den früheren grobmanuellen Tätigkeiten) und während den Arbeitsstun
den Pausen zur Entlastung der Ellbogen einleg
e
. Daneben besteh
e
sie darin, dass viele Tätigkeiten wie Wischen, Gewichte tragen im Gegensatz zu früher in der aktuellen, angepassten Tätigkeit langsamer aus
ge
führ
t
e
r
und weniger Gewichte,
zum Beispiel
pro Trage
-
/Hebeeinsatz
gehoben würden
. Damit
werde
pro Zeitein
heit weniger erledigt
(S. 10 unten
Ziff.
5.2)
.
Der
Beschwerdeführer
gebe
an, dass er im Rahmen seiner angepassten Tätigkeit im Vergleich zu einem anderen Arbeiter, der das gleiche Spektrum an Tätigkei
ten bewältigen
müsse
,
l
eistungseingeschränkt sei. Dies
sei
, an nachfolgendem Beispiel aufgezeigt, nachvollziehbar
. Für einen Transportvorgang, zum Beispiel
mit Bewältigung einer Treppe in den
1.
Stock, bei dem Gewichte oder Material von 50 kg hinaufzubringen
seien
, benötig
e
der Versicherte, da er weniger Gewichte (
zirka
die Hälfte) pro Geheinheit (Treppensteigen in den
1.
Stock) be
wäl
tigen
könne
, doppelt so lang. Somit resultier
e
hier eine Leistungseinbusse von 50
%
.
Dies
sei
gemäss den Angaben auch bei den anderen grobmanuellen
Tä
tigkeiten so (was medizinisch plausibel nachvollziehbar sei). Dement
spre
che
nd stelle der
Beschwerdeführer
seinen Kunden bei den Maschinentätigkeiten, bei
denen er keine Leistungs- und Zeiteinschränkung aufweise, den vollen
Stun
de
n
ansatz
in Rechnung, für die manuellen Tätigkeiten nur noch den halben.
Welcher „Prozentsatz" einer Leistungsminderung resultier
e
,
sei
ohne genaue Kenntnis der Relation der leistungsvermindert ausgeführten Arbeitsstunden zu denen ohne Leistungsminderung (Maschinenbedientätigkeit) nicht
bezifferbar
.
Für eine anderweitige angepasste, knapp mittelschwere Tätigkeit unter Einbezug der
vorgenannten
Einschränkungen
sei
der
Beschwerdeführer
100% arbeitsfähig
(S.
11
oben
)
.
3.2
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), hielt mit Stellungnahme vom 2
4.
Juni 2014 (
Urk.
6/86/3-5) fest, es bestehe keine Diagnose mit dauer
hafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Es bestehe eine vollumfängliche Beweglichkeit der Schulter/Handgelenke, Flexion und Extension beider Ellbogen
seien symmetrisch und uneingeschränkt, bei Beuge
-
und Streckbewegung
erfolge
eine
Schmerzangabe und
Druckdolenz
lokal,
der
Faustschluss und
das
Finger
spreizen
sei
ohne Schmerzen, die Reflexe seien symmetrisch,
es bestünden
keine motorischen Ausfälle
und die
Sensibi
lität
sei
ubiquitär intakt
(S. 4 oben)
.
Aus rein subjektiver Sicht (Schmerzen), nicht aber aufgrund von
Funktionsein
schränkungen
der Ellbogen
, habe der Beschwerdeführer
nach dem
1.
Testtag vermehrt Beschwerden in beiden Ellbogen
verspürt
,
jedoch keine
Schmerzmittel
eingenommen
. Am
2.
Testtag
habe der Beschwerdeführer betreffen Ellbogen eine
Schmerzintensität
von 3-4 und
keinerlei Nackenbeschwerden
angegeben
. Die Selbsteinschätzung der Leistungsfähigkeit im Vergleich zur jeweils getes
teten Leistungsfähigkeit
sei
sowohl am
1.
w
ie auch am
2.
Tag zu tief
gewesen
(S. 4 oben)
.
D
ie bisherige Tätigkeit im Büro (als Bauunternehmer)
sei dem Beschwerdeführer
weiterhin vollschichtig zumutbar
.
F
ür die körperlich schwere Tätigkeit auf dem Bau besteh
e
eine vorübergehende 50%ige Leistungseinschränkung (ausschliess
lich auf Schmerz begründet - in der EFL nicht funktionell
eruierbar
- ein Heben von Boden zu Taille ist mit 22
kg möglich, von Taillen
-
zu Kopfhöhe mit 12
kg, Heben horizontal 22
kg, Tragen rechts und links je 15
kg, Handkraft rechts und links 35
kg). Mit anderen Worten
seien a
rbeiten mit
Arm
v
orhalte und über Schulterhöhe sowie Heben und Tragen über 15
kg als nicht
lei
densangepasste Tätigkeiten zu bezeichnen und dem
Beschwerdeführer
(solange der Schmerz bestehe
) nur eingeschränkt zumutbar. Es
sei
dem Kunden allerdings zumutbar, sämtliche körperlich leichten, wechselbelastenden rein stehend/gehenden Tätig
keiten auf dem Bau auszuführen
(S. 4 Mitte)
.
Betreffend
ä
quivalente Tätigkeit im An
g
estelltenverhältnis in der freien Wirt
schaft
sei
eine optimal leidensangepasste Bürotätigkeit zu 100
%
zumutbar, die bisherige körperlich schwere Tätigkeit (Heben von 50
kg, mit
Armvorhalte und
Ü
berkopftätigkeiten)
seit der O
peration
2010
zu 50
%
und eine
optimal
leidens
ange
passte
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten
seit jeher zu 100
%
(mi
t Ausnahme der Operation und 6-
mon
atigen Rehabilitation)
zumutbar
(S.
4 un
ten)
.
3.3
Am 5.
November
2014 unterbreitete die Beschwerdegegnerin die seitens des Beschwerdeführers im
Vorbescheidverfahren
als Beilagen zu seinen Einwänden (Urk. 6/94) eingereichten Zeugnisse und Berichte der behandelnden Ärzte Dr. med.
D._
, Facharzt für Allge
meine Innere Medizin
, und Dr.
med.
E._
, Facharzt für Handchirurgie und Orthopädische Chirur
gie
(Urk. 6/93) sowie ihr eigenes Feststellungsblatt (Urk. 6/86) dem
B._
zur Stel
lung
nahme (Urk. 6/99/1).
Die Ärzte des
B._
hielten mit
Stellungnahme
vom 2
6.
Januar 2015 (
Urk.
6/104) fest,
i
n
erster
Linie
dürfe
darauf hingewiesen werden, dass bezüglich angegebe
ner Nackenbeschwerden
,
die im November/Dezember 2013 aufgetreten seien, in den neuen Unterlagen keine neuen Tatsachen beigebracht werden. Daher
wür
den sich
diesbezüglich sicher gar keine Änderungen der Beurteilung
ergeben
;
a
uch nicht von Seiten angegebener Hüft- und Kniegelenksbeschwerden sowie Handgelenks- und Rückenbeschwerden.
Die neu beigebrachten Dokumente,
das heisst
die Verlaufsberichte von
Dr.
E._
,
würden sich
ausschliesslich auf die
beidseitige Ellbogenproblematik beziehen
(S. 4 unten)
.
Aus den Arbeitsunfähigkeitszeugnissen, zum Teil attestiert von
Dr.
D._
, zum Teil von
Dr.
E._
,
gehe
nicht hervor, weswegen,
beziehungsweise
we
gen welcher Krankheit der
Beschwerdeführer
in dieser Zeit arbeitsunfähig ge
schrieben wurde. Bei
Dr.
E._
sei
angesichts der Diagnoseauflistung davon auszugeben, dass hier die Ellbogenbeschwerden gemeint sein dürften. Aus den Berichten vom 2
6.
Februar
2013, dessen Zustand
j
a anlässlich der
Verlaufskon
trolle
am 1
4.
Mai
2013 bereits überholt
gewesen seien
, g
ing
en keine neuen Erkenntnisse hervor. Der Bericht vom 1
4.
Mai
2013
sei
bereits in den A
kten des Gutachtens aufgelistet und
ergebe
auch bei der jetzigen Betrachtung keine neuen Aspekte
.
Aus dem Bericht vom 2
2.
September
2014, 4 Monate nach der Begutachtung,
gehe
hervor, dass
sich
der
Beschwerdeführer
nochmals selb
ständig gemeldet
habe
. Es würden vermehrte „
Ü
berlastungsbeschwerden" des Ellbogens bestehen. Als auslösende, beschwerdeverursachende Tätigkeiten
wür
den
Velofahren und häusliche Tätigkeiten an erster Stelle erwähnt. Erst nachher w
ü
rden Tätigkeiten, die möglicherweise bei der Arbeit auftr
ä
ten (Besen behän
digen und Pickeln) aufgelistet. Auch PC-Ar
beiten würden Beschwerden aus
lö
sen. Angesichts des
sen, das
s
der
Beschwerdeführer
schon früher ex
zessiv
Sport
getrieben habe
,
sei
unklar (fraglich), ob die Beschwerden bei der Arbeit oder eben beim
Sporttrei
ben
sich wieder deutlich
vermehrt hätten (S. 5 oben)
.
In der Anamnese des Berichtes vom 2
2.
September
2014 w
erde
auch au
fgeführt, dass bisher keine The
rapien durchgeführt worden seien. Daraus
könne
implizit ges
chlossen werden, dass der Beschwerdeführer
weder Medikamente noch Phy
siotherapien beansprucht ha
be
. Dies
heisse
auch, dass der
Beschwerdeführer
zu dem Zeitpunkt kaum derart hohe Schmerzen haben
könne
,
die das Ausmass bei
der Begutachtung überschritten
.
Worin dann die Motivation des Aufsuchens von
Dr.
E._
bestanden habe
,
gehe
aus diesem Bericht nicht hervor. Es
seien nämlich
gemäss Bericht
keine neue Therapie verordnet worden. Einzig und
allein
habe
Dr.
E._
an seiner Ansicht der Arbeitsfähigkeit und Be
las
tung fest
gehalten
, wie er sie bereits früher, ohne funktionelle Testung, ein
fach
a
b
schätzungsweise
, medizinisch-theoretisch gesehen
hab
e (S. 5 Mitte).
Die am 2
2.
September
2014 von
Dr.
E._
festgehaltenen klinischen Be
funde
mit beidseits freier Beweglichkeit der Ellenbogen
und
Druckdolenzen
an den
Extensorenansätze
am
Epicondylus
radialis
beidseits
, mit angeblich peri
pheren Provokationstests
beidseits
positiv
,
was
nicht klar in der
Be
f
undsauflis
tung
erscheine
, vollständigem und kräftigem Faustschluss s
eien
in keiner Weise als we
sentlich zu bezeichnende Veränderungen der klinischen Befundung gegen
über der
jenigen
bei der Begutachtung
.
Eine neue Bildgebung, die irgendeine rele
vante Aussage hinsichtlich einer Funktionsfähigkeit
machen könnte, liege
nicht vor
(S. 5 unten)
.
Die Schmerz- und Funktions-
Leistungsminderungen
seien
im Detail im Gutach
ten unter Punkt 5.2 „Angepasste Tätigkeit
“
dargelegt
worden
, es
seien
keine neuen Tatsachen aufgezeigt worden, die diese auf einer objektiven
Funktions
testung
basierende Einschränkung zu verändern vermöchten
(S. 6 oben).
4.
4.1
Unbestritten und gemäss vorliegender Aktenlage ausgewiesen ist, dass
der
Be
schwerdeführer
insbesondere an belastungsabhängigen Restbeschwerden im Sinne
beidseitiger lateraler und medialer
Epicondylopathien
bei
Status nach me
hrmaligen operativen Eingriffen
leidet und
entsprechend
eine verminderte Belastungstoleranz beider Ellbogen besteht.
Uneinigkeit besteht hingegen bei der Beurteilung der Auswirkungen dieser
Beschwerden
insbesondere im Hinblick
auf die Arbeitsfähigkeit
in einer ange
passten Tätigkeit
.
Während die Beschwerdegegnerin davon ausging, dass aus versicherungsmedizinischer Sicht keine dauerhaften Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit vorhanden seien,
erachtete sich der Beschwerdeführer
gestützt auf spezialärztliche Atteste
nur noch als zu 50
%
erwerbsfähig (vgl. vorstehend E. 2.1, E. 2.2).
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die
arbeitsmedizinische Beurteilung des
B._
(vorstehend E.
3.1) die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in angemessener Weise berücksichtigt,
in Kenntnis der
Vorakten
erstattet wurde und der konkreten medizinischen Situation Rechnung trägt.
Die Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zur Arbeitsfähigkeit werden aus
führlich
und nachvollziehbar
begründet. Die Beurteilung, welche auf umfang
reichen Untersuchungen und praktischer Erprobung beruht, ist somit nach dem Gesagten für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend, so dass darauf abgestellt werden kann.
Die Gutachter kamen zum Schluss, dass
dem Beschwerdeführer die ange
stammte Tätigkeit als Maurer/Bauunternehmer nicht mehr zumutbar
sei
. In
der jetzigen vom Beschwerdeführer in Eigeninitiative reorganisierten und ange
passten (angestammten) Tätigkeit bestehe eine ganztägige Arbeitsfähigkeit
mit einer Leistungseinbusse von ungefähr 50
%
, dies gestützt auf die Ausführungen des Beschwerdeführers. Eine genaue Bezifferung lasse sich diesbezüglich nicht angeben. Schliesslich
hielten sie fest, dass in einer anderweitigen angepassten knapp mittelschwere
n
Tätigkeit unter Einbezug der entsprechenden Einschrän
kungen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (vgl. vorstehend E. 3.1).
4.3
Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Sozialversicherung recht
mässig eingeholten Gutachten ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht kon
krete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
).
Bei der Untersuchung
durch das
B._
handelt es sich um eine mehrstündige, funktionsorientierte medizinische Abklärung, einschliesslich einer Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit (verteilt auf 2 Tage), die ebenso wie ein medizinisches Gutachten geeignet ist, zur Einschränkung
des
Beschwerdeführer
s
in spezifischen Tätigkeiten Stellung zu nehmen
.
4.4
Angesichts der seit Jahren bestehenden Schmerzproblematik trotz mehreren Operationen und der von der RAD-Ärztin vertretenen Auffassung, wonach dem Beschwerdeführer körperlich schwere Tätigkeiten „solange der Schmerz besteht“
nur eingeschränkt zumutbar seien (vgl.
Urk.
6/86/4 Mitte), ist es vor dem Hin
te
r
grund der vorliegenden medizinischen Abklärungen und den Ergebnissen der arbeitsmedizinischen Abklärungen
erstellt, dass
eine dauerhaf
te
n
Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit
gegeben ist
.
Die
g
egenteilige Einschätzung der
Beschwer
de
gegnerin
(vgl. Urk. 2 S. 2 oben) ist nicht nachvollzie
h
bar.
D
ie vom Beschwerdeführer vorgebrachten
Arbeitsunfähig
keitszeugnisse
und
ärztlichen
Stellungnahmen
(
Urk.
6/
93)
vermögen
die gutachterliche
auf einer objekti
ven Funktionstestung basierende
Beurteilung
nicht in Zweifel zu ziehen.
Wie die Ärzte des
B._
in der Stellungnahme vom 2
6.
Januar 2015 (vorstehend E. 3.3)
richtigerweise
festhielten, ergibt sich aus
den genann
ten Zeugnissen und
Berichten keine wesentliche Veränderung der klinischen Befunde
.
Hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist aus den Berichten
der behandelnden Ärzt
e
(vgl.
Urk.
6/93/17-22)
überdies
nicht eindeutig erkennbar,
inwiefern
nun im Vergleich zur arbeitsmedizinischen Beurteilung, welche den behandelnden Ärzten
offensichtlich
nicht vorlag und
deren
Weiterleitung an diese vom Beschwerdeführer nicht
gewünscht
wurde (vgl.
Urk.
6/80),
eine
ab
weichende
Einschätzung vorliegen soll
.
Aus den Berichten der
behandelnden Ärzte
geht
denn auch
nicht hervor
, ob es sich bei ihrer Einschätzung um die
Arbeitsfähigkeit in der angestammten
, der vom Beschwerdeführer in Eigeniniti
a
tive angepassten angestammten
oder eine
r
anderweitig
angepassten Täti
gkeit handelt.
Es fehlt i
nsbesondere an einer klaren Stellungnahme zu einer
Arbeits
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
, was zur
Beurteilung des
Invaliditäts
grades
jedoch unerlässlich
ist
:
Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Ge
sundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
un
fähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Zur Beurteilung des Invaliditätsgrades reicht es indes auch nicht aus, lediglich auf die vom Beschwerdeführer
in seiner in Eigeninitiative reorganisierten ange
passten Tätigkeit Bezug zu nehmen, da der Beschwerdeführer in dieser Tätigkeit seine Arbeits- und Leistungsfähigkeit offenbar nicht auszuschöpfen vermag und diese daher nicht als optimal angepasste Tätigkeit anzusehen ist. So lassen sich auch aus den ausgestellten
Arbeitsunfähigkeitszeugnissen (vgl.
Urk.
6/93/1-16) keine Angaben zu einer Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit entneh
men, weshalb diese ohnehin nur von untergeordneter Bedeutung sein können.
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, dass
gemäss
spezialärztlichen Attesten selbst bei leichten (und abwechslungsreichen) Tätigkeiten nur eine 50%ige Ar
beitsfähigkeit bestehe
(
Urk.
1 S. 4 Mitte)
, vermag dies
nach dem Gesagten
nicht zu überzeugen
und ist wenig plausibel
. Nachdem der Beschwerdeführer bereits in seiner in Eigeninitiative reorganisierten angepassten Tätigkeit, die
gestützt auf die arbeitsmedizinische Beurteilung
sicherlich mehr als nur eine
r
leichte
n
Tätigkeit entspricht, ein 50%iges Pensum zu absolvieren vermag, ist es nicht plausibel und wird
ärztlicherseits
auch nicht weiter begründet,
dass
er in einer leichten und seinen Einschränkungen
optimal
ange
passten Tätigkeit nicht
in höherem Masse a
rbeitsfähig sein soll
.
Auch die
im aktuellsten Bericht des be
handelnden Arztes
beschriebene erneute Überbelastungsproblematik
(vgl.
Urk.
6/93/22)
vermag für sich allein die von ihm attestierte 50%ige Arbeits
fähig
keit in einer leichten Tätigkeit nicht zu be
gründen, zumal die erneute
Über
belastung mit überwiegender Wahrscheinlich
keit auftrat, weil der Beschwer
deführer nach wie vor seiner nicht optimal ange
passten selbständigen Tätigkeit nachgeht.
4.5
Im Gegensatz zur
vorliegend
eingeholten
funktionsorientieren medizinischen Ab
klärung,
welche
neben einer klinischen Untersuchung sowie der Beurteilung der bildgebenden Untersuchungen und Akten auch eine
Evaluation der
arbeits
bezo
genen
funktionellen Leistungsfähigkeit
beinhaltete, fehlt es den Berichten der behandelnden Ärzte an den
wesentlichen Gesamtinformation
e
n
.
Angesichts der Aussagen des behandelnden
Arztes
, wonach eine Umschulung hier nicht sinnvoll sei (vgl.
Urk.
6/93/18), kann i
m Übrigen nicht ausgeschlos
sen werden, dass
er sich in seinen
Überlegungen auch von
seiner
hausärztlichen Verantwortung leiten
und nicht medizinisch begründete Tatsachen mit
ein
fliessen
liess
.
Rechtsprechungsgemäss
ist daher auch
zu
berücksichtigen, dass
die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person
stehen
und sich zudem in erster Linie auf die Behand
lung zu konzentrieren
haben
. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den
abschliessenden
Entscheid über die Versicherungsansprüche erlauben
den objektiven Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum
je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten
gemäss
BGE 125 V 351 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte
– beziehungsweise
regelmässig
behandelnde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundes
gerichts I 551/06 vom 2. April
2007 E.
4.2) – mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig ge
stützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte nur selten in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 17. Februar 2011 E. 4.1).
4.
6
Die in der arbeitsmedizinischen Beurteilung des
B._
enthaltenen Schlussfolge
rungen sind nach dem Gesagten nachvollziehbar und überzeugend.
Daran ändern auch die vom
Beschwerdeführer
zitierten Berichte seiner behandelnden Ärzte
(
Urk.
6/93
) nichts. Teilweise lagen sie bereits im Zeitpunkt der
Abklärung
vor und wurden entsprechend durch die Gutachter gewürdigt. Zu nach Begut
achtung eingereichten Berichten nahmen die Gutachter ebenfalls ausführlich Stellung
(vorstehend E. 3.3)
und kamen nachvollziehbar zum Schluss, weshalb sich auch aus diesen keine anderweitige Beurteilung begründen lasse.
Vom
Be
schwerdeführer sowie den behandelnden Ärzten wurden folglich keine objektiv feststellbaren Aspekte genannt, welche im Rahmen der
arbeitsmedizinischen Abklärung
unerkannt oder ungewürdigt
geblieben wären und Zweifel an dieser
begründen würden.
Einem Abstellen
auf die arbeitsmedizinische Beurteilung des
B._
(vorstehend E.
3.1
)
steht nach dem Gesagten somit
nichts entgegen.
Dementsprechend ist von einer Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer angepassten Tätigkeit, mit vermehrten Pausen bei
Kumulation von armbelastenden Tätig
keiten, auszugehen.
5.
5.1
Angesichts der obigen Feststellungen, wonach der Beschwerdeführer seine (Rest-)Arbeitsfähigkeit in seiner jetzigen angepassten ursprünglich angestamm
ten Tätigkeit nicht auszuschöpfen vermag,
ist zu beurteilen, ob dem Beschwer
de
führer im Rahmen der ihm obliegenden Selbsteingliederungspflicht die Auf
gabe seiner selbständigen Tätigkeit zumutbar ist.
5.2
Nach der Rechtsprechung gilt im Gebiet der Invalidenversicherung ganz allge
mein der Grundsatz, dass die versicherte Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vorzukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Als Richtschnur bei der Interessenabwägung kann gelten, dass die Anforderungen an die Schadenminderungspflicht zulässiger
weise dort strenger sind, wo eine erhöhte Inanspruchnahme der Invaliden
ver
sicherung in Frage steht. Dies trifft beispielsweise zu, wenn der Verzicht auf
schadenmin
dernde
Vorkehren Rentenleistungen auslösen würde (Urteil des Bun
des
gerichts I 365/03 vom 8. Juli 2004 E. 4.2 mit Hinweisen; BGE 113 V 32). Ein Rentenan
spruch ist dann zu verneinen, wenn die versicherte Person selbst ohne
Einglie
derungsmassnahmen
, nötigenfalls mit einem Berufswechsel,
zumutbarer
weise
in der Lage ist, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Urteil des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. September
2011 E.
2 mit Hin
weisen).
Für die Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit nach Art. 28 Abs. 2 IVG im Allgemeinen, wie bei der Aufgabe der selbstständi
gen Erwerbstätigkeit im Besonderen, sind die gesamten subjektiven und objek
tiven Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen. Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene Leistungsfähigkeit sowie die
weiteren persönlichen Verhältnisse, wie Alter, berufliche Stellung, Verwurze
lu
ng am Wohnort usw. Bei den objektiven Umständen sind insbesondere der aus
ge
glichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer
mass
geblich
(Urteile des Bundesgerichts 8C_460/2011 vom 22. September 2011 E.
2 und I 365/03 vom 8. Juli 2004 E.
4.2, beide mit Hinweisen).
Rechtsprechungs
gemäss
ist eine Betriebsaufgabe nur unter strenger Voraussetzung unzumutbar und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der Invalidenversicherung auf
rechterhalten werden, wenn die versicherte Person darin Arbeit von einer ge
wissen erwerblichen Bedeutung leistet (Urteil des Bundesgerichts 9C_834/2011 vom 2. April 2012 E. 4).
5.3
Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes ist ein theoretischer und abstrak
ter Begriff, welcher dazu dient, den Leistungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen. Er umschliesst einerseits ein bestimmtes Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struk
tur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält, und zwar so
wohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Vorausset
zungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach diesen Gesichts
punkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten, und ob sie ein
rentenausschlies
sendes
Einkommen zu erzielen vermag oder nicht (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S.
321 E.
3b und 1985 S. 462 E.
4b; vgl. auch BGE 130 V 343 E.
3.2). An die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaussichten sind
praxis
gemäss
nicht übermässige Anforderungen zu stellen; diese hat vielmehr nur so weit zu gehen, als im Einzelfall eine zuverlässige Ermittlung des
Invali
ditäts
grades
gewährleistet ist. Für die Invaliditätsbemessung ist nicht darauf ab
zu
stellen, ob eine invalide Person unter den konkreten
Arbeitsmarktverhältnis
sen
vermittelt werden kann, sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeit
s
kraft noch wirtschaftlich nützen könnte, wenn die verfügbaren Arbeits
plätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (AHI 1998 S. 290 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts I 273/04 vom 29. März 2005, I 591/02 vom 5. Mai 2004, I 285/99 vom 1
3.
März
2000 und U 176/98 vom 1
7.
April
2000). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Ent
gegenkommen vonseiten des Arbeitgebers rechnen können (Urteile des Bun
des
gerichts 9C_95/2007 vom 2
9.
August
2007 E.
4.3 und 9C_98/2014 vom 2
2.
Apri
l 2014 E. 3.1, je mit Hinweisen).
5.4
Trotz
den vorhandenen Einschränkungen
bestehen für den Be
schwerdeführer mit Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt Möglichkeiten, eine Stelle zu finden.
Er
ist entgegen seiner Ansicht nach wie vor im Rahmen
eines Vollpensums arbeitsfähig und die ihm zumutbare Tätig
keit unterliegt nicht
derart vielen Einschränkungen, dass eine Anstellung nicht mehr als realistisch zu bezeichnen wäre (vgl. vorstehend E.
3.1
).
Tätigkeiten mit einem solchen, nicht allzu eingeschränkten Anforderungsprofil, sind auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt ausreichend vorhanden, wobei an leichte Montagetätigkeiten oder Kontroll- und Überwachungstätigkeiten zu denken ist. Dabei ist zu berücksichtigen, dass in Industrie und Gewerbe Arbei
ten, welche physische Kraft verlangen, seit vielen Jahren und in ständig
zunehmendem
Ausmass
durch Maschinen verrichtet werden, während den
Über
wachungsfunktionen
wie auch im Dienstleistungsbereich
grosse
und wachsende Bedeutung zukommt. Insgesamt besteht auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt durchaus die entsprechende Nachfrage für den gesundheitlichen Einschränkun
gen des Beschwerdeführers angepasste Tätigkeiten.
Aufgrund der vielseitig einsetzbaren beruflichen Fähigkeiten und der Tatsache,
dass der Beschwerdeführer
in den letzten Jahren dank seiner Motivation
,
im Arbeitsleben zu bleiben
,
immer wieder
bewiesen hat, dass er sich
trotz seiner Ein
schränkungen
beruflich anzupassen und alternative berufliche Wege
(vgl.
Urk.
6/41)
zu finden vermag
,
ist ihm ein (weiterer) Umstellungs- und Einarbei
tungsaufwand
sicherlich
zumutbar. Eine psychische Erkrankung die dem
e
ntge
genstehen würde, ist ebenfalls nicht ausgewiesen.
5.5
Nach dem Gesagten ist die Zumutbarkeit der Aufgabe der selbständigen Er
werb
s
tätigkeit zu bejahen. Zumindest muss sich der Beschwerdeführer im Rahmen der ihm zumutbaren Schadenminderungspflicht anrechnen lassen, was er in einer angepassten Tätigkeit auf dem hypothetisch ausgeglichenen Ar
beitsmarkt zu erzielen noch in der Lage wäre. Zudem ist davon auszugehen, dass dem Be
schwerdeführer auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt geeignete Ar
beitsstellen zur Verfügung stehen, an denen er die ihm verbleibende (Rest)Arbeitsfähigkeit noch verwerten kann und ihm die Verwertung gestützt auf die
Selbstein
gliede
rungs
last
zumutbar ist.
6.
6.1
Damit bleibt die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen der Einschränkungen vorzunehmen. Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns,
mithin auf das Jahr 201
2
, abzustellen (BGE 129 V 222 E. 4.3.1).
6.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE
130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü
hest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensent
wicklung
angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden aus
geglichenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Fes
t
setzung des
Validenlohnes
Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen
Lohnstruk
tur
erhebung
(LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
von selbständig erwerbstätig gewe
senen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem Indi
vi
duellen Konto (IK) ersichtlichen Löhne herangezogen werden. Weist das bis
Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhältnismässig kurz
fristig
in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten Durchschnittsverdienst abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 29. März 2012 E. 3, E. 4.1 f.).
6.3
Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Berechnung des
Valideneinkommens
auf die IK-Auszüge und errechnete ein durchschnittliches
Valideneinkommen
für das Jahr
2009 von
Fr.
134‘934.-- (
Urk.
6/41/7),
was von Seiten des Be
schwer
deführers nicht bestritten wurde.
U
nter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung der
Männer
(Schweizeri
scher Lohnindex insgesamt [1939=100], Männer, Stand 2009: 2‘136, Stand 2012:
2‘188; www.bfs.admin.ch, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, detail
lier
te Daten, Lohnentwicklung) ergibt sich ein
massgebendes
hypotheti
sches
Valideneinkommen
von rund
Fr.
138
‘
218.90
(
Fr.
134
‘
934
.-- x 2‘
188
: 2‘
136
) für das Jahr 20
12
.
6.4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht
. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) heran
ge
zogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardi
sier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochen
arbeitszeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der LSE kann – ausnahmsweise – der Lohn eines einzelnen Sektors („Produktion" oder „Dienst
leistungen") oder gar einer bestimmten Branche herangezogen werden, wenn es als sachgerecht erscheint, um der im Einzelfall zumutbaren erwerblichen Ver
wertung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit Rechnung zu tragen, namentlich bei Personen, die vor der Gesundheitsschädigung lange Zeit im betreffenden Be
reich tätig gewesen waren und bei denen eine Arbeit in anderen Bereichen kaum in Frage kommt (SVR 2008 IV Nr. 20 S. 63, 9C_237/2007 E. 5.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_667/2013 vom 29. April 2014 E. 5.3).
Es besteht kein Grundsatz, wonach stets auf die Tabelle TA1 abzustellen ist. So kann es sich nach den konkreten Umständen des Einzelfalls rechtfertigen, an
statt auf die Tabelle TA1 auf die Tabelle TA7 („Monatlicher Bruttolohn [
Zent
ral
wert
] nach Tätigkeit, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht - Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zusammen") abzustellen, wenn dies eine genauere Festsetzung des Invalideneinkommens erlaubt und dem Ver
sicherten der entsprechende Sektor offen steht und zumutbar ist (SVR 2008 IV Nr. 20 S. 63, 9C_237/2007 E. 5.1). Ferner kann bei qualifizierten Berufsleuten mit Fach- und Hochschulabschluss das Heranziehen der Tabelle TA11 („Monat
licher Bruttolohn [Zentralwert und
Quartilbereich
] nach Ausbildung, beruflicher Stellung und Geschlecht - Privater Sektor und öffentlicher Sektor [Bund] zu
sammen") angezeigt erscheinen (SVR 2011 IV Nr. 55 S. 163, 8C_671/2010 vom
25. Februar
2011 E. 6.4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_841/2013
vom 7. März 2014 E. 4.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_660/2014 vom 5. November 2014 E. 4).
6.
5
Angesichts der Grundausbildung
des Beschwerdeführers
als
Maurer
und
der wei
t
reichenden
Berufs- und Fachkenntnisse mit eigener Bauunternehmung würde es sich vorliegend zur
Festsetzung des Invalideneinkommens
grundsätzlich recht
fer
tigen
,
auf das
An
forderungsniveau
3 abzustellen.
Da der Beschwerdeführer jedoch nur noch in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig ist
und dabei seine beruflichen Vor
kenntnisse
möglicherweise
nicht mehr in gleichem Masse ein
setzen und einbringen kann, ist vorliegend auf das Anforderungsniveau 4
im Durchschnitt aller Tätigkeiten ohne Berücksichtigung eines spezifischen
Sektors
abzustellen
.
Nach dem Gesagten betrug das im Jahr 2010 von Männern im Durchschnitt erzielte Einkommen pro Monat Fr.
4
‘90
1
.-- auf der Basis einer 40-Stunden
woche (LSE 2010, S. 26, TA1, Total, Niveau
4
), mithin Fr.
58
‘
812
.-- im Jahr (Fr.
4
‘90
1
.-- x 12). Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen wöchentli
chen Arbeitszeit von 41,7 Stunden im Jahr 201
2
(Die Volkswirtschaft 3/4 - 2015, S. 88, Tabelle B 9.2, Total) und der Nominallohnentwicklung von 1,0 %
für das Jahr 2011 und 0,8 % für das Jahr 2012
(Die Volkswirtschaft 3/4 – 2015, S. 89, Tabelle B 10.2, Nominal Total) errechnet sich für das Jahr 201
2
ein hypothetisches Invalideneinkommen von Fr.
62‘420
.-- (Fr.
58
‘
812
.-- / 40 x 41,7 x 1,010
x 1.008
).
6.6
Nachdem weder aufgrund des Alters noch aufgrund der gesundheitlichen Ein
schränkungen ein weiterer Abzug vom Tabellenlohn angezeigt ist, ergibt sich beim
Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr.
138
‘
218.90
mit dem
Invaliden
einkommen
von Fr.
62
‘
420
.-- eine
Einkommenseinbusse
von Fr.
75
‘
798.90
und damit einen rentenbegründenden Invaliditätsgrad von rund
5
5
%. Bei diesem Ergebnis steht dem Beschwerdeführer eine
halbe
Rente der Invalidenversiche
rung zu.
Dementsprechend ist die angefochtene Verfügung in teilweiser
Gutheissung
der Beschwerde aufzuheben mit der Feststellung, dass
der
Beschwerdeführer unter Berücksichtigung von
Art.
29
Abs.
1 IVG
ab
Januar
201
2
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente hat.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
9
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie
der
unterliegenden
Beschwerdegegnerin
aufzu
erlegen.
7.2
Nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person Anspruch auf den vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festzusetzen
den Ersatz der Parteikosten. Der
teilweise obsiegende und anwaltli
ch vertretene Beschwerdeführer
hat Anspruch auf eine
Partei
ent
schädigung
, die beim
praxisgemässen
Stundenansatz von
Fr.
2
20
.-- (zuzüg
lich Mehrwertsteuer) ermessensweise auf
Fr.
3
‘
000
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen und von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen ist.