# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 543fa1cc-ce9d-493b-bda3-d43fd336b2ee
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
Der Gemeinderat B wies am 28. Januar 2008 ein Gesuch von A um Erlass der Staats- und Gemeindesteuern 2003 und 2004 im Gesamtbetrag von Fr. ... ab. Den hiergegen gerichteten Rekurs wies die Finanzdirektion am 6. März 2008 ab. Auf ein weiteres Gesuch vom 13. März 2008 trat die Gemeinde B am 14. März 2008 sinngemäss nicht ein.
Am 12. September 2008 ersuchte A um Erlass der Staats- und Gemeindesteuern 2003 bis 2007. Am 3. November 2008 trat der Gemeinderat B auf das Gesuch mit Bezug auf die Steuerperioden 2003 und 2004 nicht ein, da der ablehnende Entscheid der Finanzdirektion vom 6. März 2008 endgültig sei; hinsichtlich der Steuerperioden 2005 bis 2007 hiess er das Gesuch gut und erliess der Gesuchstellerin die Steuern im Betrag von Fr. ....
II.
Mit Rekurs und "Revision" vom 5. Dezember 2008 beantragte A, es seien ihr die Staats- und Gemeindesteuern 2003 und 2004 in Höhe von Fr. ... zu erlassen. Die Finanzdirektion wies nach Anhörung der Rekurrentin den Rekurs am 5. Februar 2009 ab und hob den Entscheid des Gemeinderats B vom 3. November 2008 auf. Sie erwog, der Gemeinderat sei zu Unrecht auf das Erlassgesuch bezüglich der Steuerperioden 2003 und 2004 nicht eingetreten. Die Voraussetzungen für den Erlass der Staats- und Gemeindesteuern 2003 bis 2007 seien nicht erfüllt.
III.
Mit Beschwerde vom 4. März 2009 beantragte A dem Verwaltungsgericht, es seien ihr die Staats- und Gemeindesteuern 2003 bis 2007 zu erlassen. Ausserdem verlangte sie die Zusprechung einer Parteientschädigung und stellte den Antrag auf Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung.
Die Finanzdirektion schloss auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Gemeinde B reichte keine Beschwerdeantwort ein.
Die Kammer

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen und von den Kantonen laut Art. 130 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz; BGG) nach Ablauf einer Frist von zwei Jahren nach deren Inkrafttreten, also ab 1. Januar 2009, zu gewährleistenden Rechtsweggarantie von Art. 29a der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) hat jede Person bei Rechtsstreitigkeiten Anspruch auf Beurteilung durch eine richterliche Behörde, welche die Streitigkeit unter rechtlichen und tatsächlichen Gesichtspunkten umfassend überprüfen können muss. Da die Finanzdirektion als verwaltungsinterne Rechtsmittelinstanz die Anforderungen an eine richterliche Behörde im Sinn von Art. 29a BV nicht erfüllt, hat das Verwaltungsgericht nach Ablauf der erwähnten Übergangsfrist auf die Beschwerde gegen Erlassentscheide der Finanzdirektion einzutreten.