# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1415049e-9307-4b74-beb5-cf4a59a7c714
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1962, besuchte in seiner Heimat die Grundschule und absolvierte eine Ausbildung zum Koch. Nach seiner Einreise in die Schweiz ar
beitete er seit 1986 als Hilfsmonteur im Bereich Tanksanierungen.
Am 17. März 2003 meldete sich der
Versicherte
infolge
einer
Dis
kushernie
,
Herz
problemen
, Atemproblemen und Schmerzen im Knie bei der In
validenver
sicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/6). Mit
Einspracheentscheid
der
Sozi
alversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
vom 13. Juli 2005
(Urk. 7/
6
9
)
wurde das Gesuch um Ausrichtung einer Invalidenrente abgewiesen. Die dagegen erhobene Beschwerde vom 2. August 2005 wies das hiesige Gericht mit in Rechtskraft erwachsenem Urteil vom 24. August 2006 (Urk. 7/74) ab.
Mit Anmeldung vom 3. März 2012 (Urk. 7/77) ersuchte der
Versicherte
auf
grund einer Diskushernie sowie eines kompletten
Mus
kalabrisses
im rechten Oberschenkel erneut um Ausrichtung einer Invaliden
rente. Zu diesem Zeitpunkt war er bei der
Y._
als
Spezialbauiso
leur
tätig (Urk. 7/90). Die Arbeitgeberin kündigte dieses Arbeitsverhältnis im Mai 2012 (Urk. 7/160/33). Die IV-Stelle zog die Akten der Unfallversicherung (Urk. 7/89) sowie der
Kran
kentaggeldversicherung
(Urk. 7/74, 7/75, 7/86, 7/125) bei und tätigte erwerb
liche (Urk. 7/81, 7/83, 7/90, 7/140) und medizinische (
Urk.
7/88, 7/91, 7/105, 7/160
) Abklärungen. Mit Vorbescheid vom 30. Juli 2012 (Urk. 7/110) wurde die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt. Dagegen wurden am 10. September 2012 (Urk. 7/118), 7. November 2012 (Urk. 7/128), 23. September 2013 (Urk. 7/147) und 29. September 2014 (Urk. 7/163) Einwände erhoben. Mit Verfügung vom 30. November 2012 (Urk. 7/130) wurde der Versicherte im Rahmen der Schadenminderungspflicht zur Teilnahme an einer teilstationären psychiatrischen Therapie verpflichtet. Gestützt auf das im
Einwandverfahren
eingeholte polydisziplinäre Gutachten der
Z._
, Zürich (nachfol
gend:
Z._
) (Urk. 7/160), wurde das Rentengesuch mit Verfügung vom 9. Dezember 2014 (
Urk.
7/165=Urk. 2) wie angekündigt abgewiesen.
2.
Der Beschwerdeführer liess dagegen am 14. Januar 2015 (Urk. 1) Beschwerde erheben. Sein Rechtsvertreter beantragt darin die Zusprechung einer angemes
senen Invalidenrente
.
Mit Beschwerdeantwort vom 19. Februar 2015 (Urk. 6) be
antragt die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Mit Schrei
ben vom 24. Februar 2015 (Urk. 8) wurde dem Beschwerdeführer die
Beschwer
de
antwort
zugestellt.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit er
forderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Für den Einkommensvergleich sind die Ver
hältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenan
spruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf
zeitiden
tischer
Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der
Ver
gleichseinkommen
bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind.
1.
3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.
4
An
spruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
Die Rentenhöhe ist sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiter
hin bestehenden Arbeitsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Somit kommt eine ganze Rente erst in Betracht, wenn die versicherte Person während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 70 % arbeitsunfähig gewesen und weiterhin wenigstens im gleichen Umfang invalid im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG
ist
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_659/2015 vom 22. Februar 2016 E. 3.1).
1.
5
Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähig
keit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufga
benbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).
1.6
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87
Abs.
4 IVV in der bis Ende 2011 gültig gewesenen Fassung; ab 2012: Art. 87
Abs.
3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten erfolgt ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis
)
.
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbe
sondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesund
heitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 2
6.
März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die
IV-Stelle
erwog in der angefochtenen Verfügung vom 9. Dezember 2014 (Urk. 2) sinngemäss
,
dass
dem
Versicherte
n
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Bauisoleur
aufgrund der reduzierten Belastbarkeit der Wirbelsäule und des Sprunggelenks nicht mehr zumutbar sei. Für körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere
,
wechselbelastende Tätigkeiten ohne regelmässige Hebe- und
Tra
gebelastungen
über 15 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten und ohne häufige Zwangshaltungen der Lendenwirbelsäule sei der Versicherte gemäss
Z._
-Gutachten (Urk. 7/160) uneingeschränkt arbeitsfähig.
An der von ihr vorgenommenen Invaliditätsbemessung hielt sie fest.
2.2
In der Beschwerde vom 14. Januar 2015 (Urk. 1) wird vorgebracht,
die attes
tierte volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sei unre
alistisch und unzumutbar. Die volle Arbeitsfähigkeit in mittelschweren,
wech
selbelastend
oder überwiegend sitzend ausgeübten Tätigkeiten ohne häufige
Zwangshaltun
gen
der Lendenwirbelsäule werde nicht begründet.
Der im Gutachten in Bezug auf die verschmutzten und
beschwielten
Hände des Versicherten getroffenen Annahme einer höheren Arbeitsfähigkeit werde mit Nachdruck widersprochen
. Die ausgeprägte athletische Muskulatur weise auf eine über 25 Jahre aus
geübte, schwere und körperlich fordernde Arbeit in der Baubranche hin.
Die in diesen Jahren aufgebaute Muskulatur verschwinde nicht einfach von einem Jahr auf das andere. Die lumbalen Beschwerden bestünden seit November 2002 und hätten sich über die Jahre bis zum letzten Unfall im Jahr 2011 verschlech
tert. Die in somatischer Hinsicht postulierte 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit sei damit, insbesondere gestützt auf das Gutachten nicht hin
reichend begründet und noch abzuklären, allenfalls mittels eines funktio
nelle
n
Belastungstests.
U
nter Verweis auf den der Beschwerdegegnerin eingereichten Austrittsbericht der psychiatrischen Universitätsklinik vom 13. Februar 2014
werde
weiterhin eine mittelgradige Depression geltend gemacht. Es werde beantragt, beim
A._
, einen ausführlichen Bericht über den stationären Aufenthalt sowie die Behandlung des Beschwerdeführers einzuholen. Ein aktueller
Be
handlungs
- und
Verlaufsbe
richt
könne beim behandelnden Psychiater
Dr.
med.
B._
eingeholt werden.
Vom
von der Beschwerdegeg
nerin verwendeten Tabellenlohn
sei aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs, des Alters und der fehlenden Ausbildung ein
leidens
bedingter
Abzug von 20
% vorzunehmen
.
Es
dürfte
ihm
auf
grund der 25jährigen Ausbildung im Baugewerbe bereits zum jetzigen Zeitpunkt unmög
lich sein, eine nur einigermassen seinen Vorkenntnissen als ungelernter
Isoleur
entsprechende Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt zu finden.
2.3
Die
IV-Stelle
ist auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom
3. März 2012
(
Urk.
7/7
7
) eingetreten. Das Gericht hat daher in materiell-rechtlicher Hinsicht zu prüfen
, ob si
ch der Invaliditätsgrad seit dem
abweisenden
Ein
spracheentscheid
vom
1
3.
Juli 200
5
(
Urk.
7/
6
9
), bestätigt mit Urteil vom 28. August 2006
(
Urk.
7/7
3
), bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
9.
Dezember 2014
(
Urk.
2) in leistungsbegründendem Ausmass verändert hat.
Die angefochtene Verfügung bildet dabei rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü
fungsbefugnis (BGE 132 V 220 E.
3.1.1, 122 V 77 E. 2b, Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2009 vom 1
9.
Mai 2009 E.
2, je mit Hinweis).
3.
3.1
Der
Beschwerdeführer
brachte anlässlich der am 13. März 2014 durchgeführten Exploration
(Urk. 7/160)
gegenüber
den
Gutachter
n
vor, er leide
an massiven,
seit Jahren
bestehenden, dauerhaften Schmerzen im Bereich des mittleren und tiefen Rückens. Ohne Stöcke könne er in der Ebene lediglich 300 bis 500 Meter gehen, mit Stöcken nur unwesentlich länger.
Danach halte er die Schmerzen nicht mehr aus und sei massiv erschöpft.
Bei Drehung des Kopfes verspüre er Nackenschmerzen. Die Beine würden ebenfalls mit zirkulärer Verteilung schmerzen. Er leide insbesondere unter Schmerzen im Bereich der ventralen Oberschenkel, wo ein Status nach beidseitigen Muskelrissen vorliege. Beide Kniegelenke seien schmerzhaft, insbesondere bei Belastung. Ebenfalls verspüre er ein Engegefühl im Hals und die Ohren seien nicht gesund. Beim Blick nach oben trete ein diffuser Schwindel auf. Der stechende, brennende, oft auch drückende Schmerz schwanke in der Intensität je nach Wetter.
Der Schmerz nehme am Abend zu, wobei die Schmerzen morgens beim Aufstehen am
s
chlimmsten seien.
Es bestünden zudem nächtliche Schmerzen in den Händen.
Auf der visuellen Analogskala erreiche der Schmerz derzeit einen Wert von 7, bei Bewegung und Aktivität von 8 bis 9.
Er sei wegen der Beschwerden meist traurig und mutlos. Er sei besonders traurig über den Arbeitsverlust und darüber, dass es in den letzten Monaten zu keiner Verbesserung gekommen sei. Er besuche täglich
während eines Halbtages
die Tagesklinik der
C._
. Im Rahmen dieser Therapie finde nach Möglichkeit auch Yoga und Schwimmen statt.
P
sychisch
u
nd physisch
habe er
keine Kraft mehr.
Auch seine finanziellen Probleme belasteten ihn stark. Er habe lange Zeit schwere Arbeit im Tunnelbau geleistet und müsse nun mit dem Sozialamt um
seinen Unterhalt streiten.
Die aktuelle Medikation bestehe aus diversen Psychopharmaka, Analgetika sowie
Medika
menten
gegen Magenbrennen. Bei Bedarf
wende
er zusätzlich
Dafalgan
sowie
Heilmittel
gegen Schlafstörungen und Hämorrhoiden
an
.
D
er
Beschwerdeführer
wurde
von den
Z._
-Gutachtern in internistischer, neurologischer, rheumatologischer sowie psychiatrischer Hinsicht fachärztlich untersucht und beurteilt.
G
emäss Gutachten vom 18. Juni 2014 (Urk. 7/160
/41
)
diagnostizierten sie
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
einen
Zustand nach lumbaler spinaler Operation 201
1.
Als Diagnosen o
hne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
hielten
sie eine rezidivierende depressive Störung, gegen
wärtig leichtgradige depressive Episode (ICD-10: F33.0), eine Adipositas (BMI 29
kg/m
2
), rezidivierende
hämorrhoidale
Beschwerden, eine
Bandlaxizität
des linken oberen Sprunggelenkes lateral,
eine
beschwerdefreie
Varikosis
ohne
Ödembildung
an beiden Unterschenkeln
,
sowie
einen Zustand nach
Karpaltun
neloperationen
beidseits ohne Anhalt für ein behinderungsrelevantes
residuelles
nervales
Defizit
,
fest.
Körperlich schwere Arbeiten, wie sie zuletzt ausgeübt worden seien, schieden aufgrund des spinalen Defekts nach erfolgter lumbaler Operation auf Dauer zu 100 % aus.
Die Bewertung der Gutachter könne auch retrospektiv, ab September 2011 geltend, angenommen werden.
Es sei davon auszugehen, dass der objektive somatische Befund stationär sei und sich auch für eine
höhergradige
vorangehende Depression kein ausreichender aktenkundi
ger Beleg ergebe, da die Aspekte einer bewusstseinsnahen Aggravation offenbar von den Behandlern und
Vorbewertern
nicht ausreichend berücksichtigt worden seien.
Aus psychiatrischer Sicht bestehe kein ausreichender Anhalt für
e
ine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
3.2
3.2.1
Die Begründung der Gutachter zu dieser Einschätzung ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nachvollziehbar und basiert auf ausreichenden Abklä
rungen.
Der internistische
Z._
-
Gutachter
,
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allge
meine Innere Medizin,
berichtet
e
(Urk. 7/160/12 ff.)
, dass der Gang des Versicherten ins Untersuchungszimmer zügig und flüssig erfolgt sei, während die formale Gangprobe langsam und mit schmerzverzerrtem Gesicht absolviert worden sei.
Das Aus- und Ankleiden sowie das Bewegen im Untersuchungs
raum seien langsam, jedoch flüssig und ohne grössere Anstrengungszeichen gelungen. Beim Bein-Anhebe-Versuch im Liegen habe der Explorand bei 40 Grad links lumbale Schmerzen ohne Ausstrahlung angegeben. Im Sitzen am Rand habe er jedoch beim Kraftvergleich der Oberschenkelmuskulatur beide Beine, entsprechend einer Flexionsfähigkeit von 90 Grad, voll ausstrecken kön
nen. Beim einfachen kardiopulmonalen Belastungstest habe von Anfang an eine forcierte Atmung bestanden, welche sich im weiteren Verlauf nicht weiter ver
schlechtert habe. Im Gegensatz dazu sei während der Belastung jederzeit eine verbale Kommunikation möglich gewesen. Nach eineinhalb Stockwerken
Trep
pensteigen
habe der Explorand den Test abgebrochen und beim Erreichen des Untersuchungsraumes prompt wieder normal geatmet. Unmittelbar nach dem Belastungstest habe der Blutdruck 131/80
mmHg
und die Herzfrequenz 90 Schläge pro Minute betragen.
3.2.2
D
er neurologische Gutachter, Prof.
Dr.
E._
, Facharzt für Neurolo
gie,
stellte fest
(Urk. 7/160/22)
, dass sich im klinischen Untersuchungsbefund kein Anhalt für ein behinderungsrelevantes neurales Defizit ergeben habe. Auch seien keine Zeichen einer wesentlichen spinalen Bewegungseinschränkung zu objektivieren gewesen. Insbesondere die
spontane
Mobilität sei frei und unge
hindert gewesen. Diskrepant zu den anamnetischen Angaben zur aktuellen Schmerzstärke sei der klinische Eindruck ohne wesentliche
Schmerzbeeinträch
tigung
.
3.2.3
Der rheumatologische Gutachter,
Dr.
med. F._
, Facharzt für Physika
lische Medizin und Rehabilitation, stellte fest
(Urk. 7/160/27
ff.
)
, dass die Anamnesee
rhebung mit einer Dauer von 45
Minuten in der Sitzbelastung beschwerdefrei bewältigt worden sei. Der nachfolgende Transfer sei sicher und dynamisch erfolgt. Während Gesprächen sei die Blick
wendung zur Dolmetsche
rin mit einer Kopfrotation von rund 70
Grad
nach links vom Exploranden beschwerdefrei ausgeführt worden. Er habe ein rechtsseitig schleifendes Gang
bild
mit gestreckter Haltung des rechten Beins
gezeigt
, die seit drei Jahren überwiegend getragenen Schuhe seien jedoch symmetrisch abge
nutzt gewesen.
Auf der Strasse vor der Klinik sowie teilweise i
m Barfussgang während der Untersuchung sei ein symmetrisches Gangbild gez
eigt worden. Das
Ent
- und Bekleiden sei ohne Ein
schränkung erfolgt, beim Ablegen der Socken auch mit tiefem Hinabbeugen. Beim sitzend ausgeführten Ausziehen der Socken sei ein hohes aktives Hinauf
führen des Beines m
it Hüftflexion beidseits um 150 Grad
gezeigt worden, das An
ziehen sei im
Einbeinstand
mit sicherer Standkontrolle erfolgt. Der vom Versi
cherten getragene Lendengürtel, den er immer trage und der eine
Schmerzlin
derung
herbeiführe
n solle
, sei an einer tieferen Stelle wieder angezogen worden, so dass keine Spannung aufgebaut worden sei. Bei sämtli
chen körperlichen Untersuchungen habe der Beschwerdeführer gegenüber spontanen Bewegungen einen deutlich eingeschränkten Bewegungsumfang gezeigt. Fünf von fünf
Waddell’s
Signs
seien positiv (Urk. 7/160/29 f.).
In der Konsensbeurteilung hielten die Gutachter erhebliche Diskrepanzen zwi
schen den reklamierten Einschränkungen und den objektiven Befunden fest.
Insbesondere seien die
beschwielten
und verschmutzten, kräftigen und musku
lösen Hände als Hinweis auf eine rege Aktivität zu verstehen, was in der Gesamtbewertung der reklamierten Beschwerden nur im Sinne einer
bewusst
seinsnahen
demonstrativen Darbietung von Einschränkungen und Beschwerden verstanden werden könne und eine kritische Relativierung der behaupteten Symptomatik erfordere.
Weder die Aussagen des Versicherten anlässlich der Exploration, dass er auch im Winter häufig auf dem Balkon grilliere (Urk. 7/160/18)
,
noch sein Vorbrin
gen in der Beschwerdeschrift, wonach eine während einer mehr als 25 Jahre dauernden körperlich anstrengenden Tätigkeit in der Baubranche aufgebaute Muskulatur nicht von einem Jahr auf das andere verschwinde (Urk. 1 S. 5 f.), reichen als Erklärung der Diskrepanz zwischen geltend gemachter weitgehender Immobilität und muskulösem Habitus
,
sowie verschmutzte
n und
beschwielten
Hände
n
aus.
Anlässlich der Exploration konnten diverse Divergenzen zwischen den reklamier
ten Beschwerden und dem Verhalten ausserhalb formeller Funktions
prüfungen festgestellt werden. Die gezeigte Beweglichkeit während und aus
serhalb formeller Funktionsprüfungen unterschied sich ebenfalls stark.
Klinisch konnte entgegen der geklagten Beschwerden keine wesentliche
Schmerzbeein
trächtigung
festgestellt werden.
Bei der
vom rheumatologischen Gutachter,
Dr.
F._
,
zur Beschwerdevalidierung durchgeführten Prüfung der
Waddell‘s
Signs
führten alle fünf Teiluntersuchungen zu positiven Resultaten, was
das Vorliegen
einer bewusstseinsnahen demonstrativen Darbietung von Einschrän
kungen und Beschwerden unterstreicht.
Gegen die
detaillierten
Ausführungen
der Gutachter
betreffend bewusstseinsnaher demonstrativer Darbietung anläss
lich der Exploration wird beschwerdeweise zu
R
echt nichts eingewendet.
3.3
Der
Beschwerdeführer macht geltend, dass gestützt auf das Gutachten
die ange
nommene Arbeitsfähig
keit
in somatischer Hinsicht
nicht hinreichend begründet sei.
Neben den
Z._
-Gutachtern stellte auch m
ed.
pract
.
G._
,
Ärztin des Regionalen Ärztlichen Dienstes der Beschwerdegegnerin,
aufgrund der Ergeb
nisse ihrer am 2. Juli 2012 durchgeführten Untersu
chung
,
eine
uneinge
schränkte
Arbeitsfähigkeit in angepasste
r Tätigkeit fest (Urk. 7/105/9)
.
Ebenso bejahte
die Hausärztin des Beschwerdefüh
rers,
Dr.
med.
H._
,
Fachärz
tin
für Physikalische Medizin und
Rehabilitation
,
in ihrem ärztlichen Bericht zuhanden de
s
Krankentaggeldversi
cherers
vom 17. März 2012 (Urk. 7/86/4) eine Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers in angepassten Tätig
keiten. Als angepasst
bezeichnete sie
sämtliche Tätigkeiten ohne
Rückenbelas
tung
. Mit ärztlichem Bericht vom
27. März 2012 zuhanden der IV-Stelle (Urk. 7/88/4)
bezeichnete sie
den Beschwerdeführer als 100
%
arbeitsfähig
für
nicht vorwiegend im Gehen ausgeübte,
wechselbelastende Tätigkeiten ohne
Bücken
, Arbeiten über
Kopf
,
Kauern
,
Knien
,
Rotation im Sit
zen/Stehen
,
Heben/Tragen
, a
uf Leitern/Gerüste S
teigen
, Treppen
S
teigen
.
Auch i
n den
weiteren
medizinischen Akten findet sich
kein
Anhalt für eine soma
tisch
begründete
Auswirkung auf die Erwerbsfähigkeit, welche über die
im Gutachten der
Z._
vom 18. Juni 2014 (Urk. 7/160/39) festgehaltene
Ein
schränkung des Zumutbarkeitsprofils hinausgeht. Damit
sind weitere medizini
sche Abklärungen nicht angezeigt und es ist
in somatischer Hinsicht
auf
das überzeugend begründete
Z._
-Gutachten abzustellen.
3.4
Soweit in der Beschwerde
unter Verweis auf den eingereichten
Austrittsbe
richt
der
A._
vom 13. Februar 2014 (Urk. 7/162) weiterhin eine mittel
gra
dige Depression geltend gemacht w
i
rd
, wird nicht substantiiert aufgezeigt, inwiefern diesem Bericht eine höhere Beweiskraft zukommen soll, als de
r
ent
sprechenden
Beurteilung im polydisziplinären Gutachten der
Z._
.
Dies ist auch nicht ersichtlich.
Gleiches gilt in Bezug auf die Berichte
de
s behandelnden Psychiaters, Dr.
B._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
sowie des
A._
, deren Einholung der Beschwerdeführer beantragt.
De
m
im Recht liegenden
Kurzaustrittsbericht des
A._
vom 13. Februar 2014 (Urk. 7/162) ist
eine
durch die limitierten Deutschkenntnisse
eingeschränkte
T
herapiet
eilnahme des Beschwer
deführers
zu entnehmen
, was sich insbeson
dere auf die psychotherapeutischen Einzelgespräche beziehe. Entsprechend
ist davon auszugehen, dass die anläss
lich dieses stationären Aufenthaltes erfolgte
Therapie von vornherein wenig
erfolgsversprechend
war
und
zudem
eine
ver
lässliche
Anamneseerhebung in deutscher Sprache nicht erfolgen konnte. Aufgrund d
ies
er sprachlich
begründe
t
en Schwierigkeiten
wäre
die Aussagekraft
des
zur Einholung beantragten
ärzt
lichen Berichtes stark eingeschränkt
.
Auch ist dem Hinweis
in der Konsensbeurteilung des
voll beweiskräftigen
polydis
ziplinären
Gutachtens (Urk. 7/160/40)
Rechnung zu tragen
, dass die
vor
bestehenden
psychiatrischen Beurteilungen des Beschwerdeführers ohne Berücksichtigung der erhobenen Zeichen einer bewusstseinsnahen demonstrati
ven Darbietung erfolgt seien.
Dies ist vor dem Hintergrund, dass die
se
Beurtei
lungen des psychischen Gesundheitszustandes
lediglich
gestützt
auf psychiat
rische Untersuchungen
erfolgten
, nachvollziehbar
.
Dies muss auch in Bezug auf die beantragten Berichte gelten,
Schliesslich hielt
Dr.
H._
in seinem
im Auftrag des
Krankentaggeldversiche
rers
erstellten
psychiatrischen Gutachten vom 8. Oktober 2010 (Urk. 7/125/7) fest, dass auch psychosoziale Faktoren eine Rolle spielten, namentlich eine aus
geprägte Krankheitsüberzeugung.
D
er Be
schwerdeführer antwortete
auf die Frage des internistischen Gutachters nach seinen beruflichen Zielen und Wün
schen
,
dass er generell nicht mehr arbeiten könne
(Urk. 7/160/13)
.
D
er Fortbe
stand der subjektiven Krankheitsüberzeugung
ist damit
als überwiegend
w
ahr
schein
lich
zu qualifizieren
. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung
sind
in solchen Konstellationen
unbefriedigende
Behandlungsergebnisse trotz konse
quent durchgeführter Behandlungsbemühungen, welche Voraussetzung für die An
nahme einer invalidisierenden Wirkung einer mittelgradigen depressiven Epi
sode
sind
, zu verneinen
(
Urteil des Bundesgerichts 8
C_285/2009
vom 7
.
August 2009
E.
3.3.2)
.
Dies hat zur
Folge
, dass
selbst bei Bestehen einer mit
telgradigen depressi
ven Episode aus psychiatrischer Sicht kein Rentenanspruch
entstehen könnte
.
Damit ist erstellt, dass die Einholung der beantragten ärztlichen Berichte nichts an der
aufgrund der bestehenden medizinischen Akten
lage
gebildeten Überzeu
gung des Gerichts ändern würde,
dass
der Be
schwerdeführer nicht unter einem invalidisierenden psychischen
Gesundheits
schaden
leidet.
Entsprechend wird i
n Übereinstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur antizipierten Beweiswürdigung auf die beantragte Einho
lung
von
ärztlichen Berichte
n
ve
r
zichtet
(
BGE 136 I 229 E.
5.3).
Zusammenfassend
ist
festzu
halten, dass
keine
Argumente
vorgebracht werden,
welche zu Zweifeln
an der
Feststellung
im polydisziplinären Gutachten
, wonach das psychische Leiden des Beschwerdeführers keine Auswirkung auf
seine
Arbeitsfähigkeit habe,
führen würde
n
.
Solche
sind
auch
in
den
Akten
nicht ersichtlich
.
Entsprechend
kann
vollumfänglich auf das Gutachten der
Z._
vom 18. Juni 2014 (Urk. 7/160) abgestellt werden.
Im Ergebnis
ist von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit in
körperlich leichten bis mittelschweren
Tätigkeit
en
ohne häufige Zwangshaltungen der Lendenwirbelsäule
,
die
entweder
wechselbelastend sind
oder rein sitzend ausgeübt werden können
, auszugehen
.
4
.
Z
wischen den Parteien
besteht
Einigkeit darüber, dass das
Valideneinkommen
als Durchschnitt der letzten fünf Jahreseinkommen des Beschwerdeführers vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit (Jahre 2006 bis 2010) und unter Berücksich
tigung der Nominallohnentwicklung zu bestimmen ist. Dies erweist sich auf
grund der erheblichen Einkommensschwankungen
in diesem Zeitraum
(Urk. 7/140)
als sachgerecht.
Die ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit begann am 16. September 2011 (Urk. 7/88/2) und die Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung erfolgte am 3. März 2012 (Urk. 7/77). Unter kumulativer Berücksichtigung des invalidenversicherungsrechtlichen Wartejahrs (Art. 6 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG)
,
sowie der Frist von sechs Monaten zwischen der Anme
ldung zum Leistungsbezug und der
Entstehung des Rentenanspruchs (Art. 29 IVG)
,
ergibt sich ein frühestmöglicher Rentenbeginn am 1. September 201
2.
Damit sind die
dem Individuellen Konto des Beschwerdeführers
vom 25. Januar 2013 (Urk. 7/140)
zu entnehmenden Jahresbruttoeinkommen
der Jahre 2006 bis 2010 (
2006:
Fr. 74‘603.--
;
2007:
Fr. 75‘405.--
,
2008:
Fr.
98‘095
.--,
2009:
Fr.
81‘123.--
,
2010:
Fr.
103‘404.--
)
in einem ersten Schritt
gemäss dem vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnindex an die bis ins Jahr 2012 eingetretene Nominallohnentwicklung
anzupassen (Veränderung geg
enüber dem Vorjahr: 2007: 1,6 %;
2008: 2,
2
%; 2009: 2,1 %;
2010: 0,
7
%; 2011: 1,0 %;
2012: 0,8 %)
.
2006: Fr. 74‘603.--x 1.016 x 1.0
2
2 x 1.021 x 1.007 x 1.01 x 1.008 = Fr. 81‘084.53
2007:
Fr. 75‘405.-- x 1.022
x 1.021 x 1.007 x 1.01 x 1.008 =
Fr.
80‘665.56
2008:
Fr.
98‘095
.-- x 1.02
1
x 1.007 x 1.01 x 1.008 =
Fr.
102‘679.56
2009:
Fr.
81‘123.-- x 1.007 x 1.01 x 1.008 =
Fr.
83‘167.83
2010:
Fr.
103‘404.-- x 1.01 x 1.008 =
Fr.
105‘273.54
Aus diesen an die Nominallohnentwicklung angepassten
Jahresbruttoein
kommen
ergibt sich ein
Durchschnittswert
von Fr.
90‘
5
7
4.21
, welcher als
Vali
deneinkommen
einzusetzen ist.
5
.
5
.1
D
ie Bestimmung des Invalideneinkommens auf der Grundlage der vom Bundes
amt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung (LSE)
ist ebenfalls unbestritten
. Dies ist aufgrund der Tatsache, dass der Beschwerdeführer zum Verfügungszeitpunkt keiner Erwerbstätigkeit nachging, nicht zu beanstanden (
BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
Da
die Verfügung
auf Neuanmeldung
hin am 9. Dezember 2014
,
und damit
nach dem
22. Oktober 2014
(
Stichtag für die Anwendung der LSE 2012
)
,
erfolgte
, findet
entgegen der angefochtenen Verfügung nicht die
LSE des Jahres 2010
sondern
diejenige des Jahres 2012 Anwendung
(Urteil des Bundesgerichts 9C_632/2015 vom 4. April 2016 E. 2.5.8.1, IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 22. Oktober 2014)
.
Für das vom Beschwerdeführer weiterhin erzielbare Ein
kommen
ist
auf
die
Tabelle T1_skill_level
, Kompetenzniveau 1, Männer,
mit einem Bruttomonatslohn von Fr. 5‘295.-- abzustellen.
Das Kompetenzniveau
1 der LSE 2012
entspricht dem Anforderungsniveau 4 in den LSE vor 2012
(IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 22. Oktober 2014)
, auf welches in der angefochte
nen Verfügung abgestellt wurde
.
Da die LSE
2012
auf einer Wochenarbeitszei
t von 40
Stunden basiert, ist der ermittelte Tabellenwert auf die effektive betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Wochenstunden (
Die Volkswirtschaft 12/2014, S. 92
) umzurechnen.
Das
Invalideneinkommen (jährliche
s
Bruttoein
kommen)
resultiert damit aus der folgenden Rechnung
:
12 x Fr. 5‘295.-- / 40 x 41.7 =
Fr.
66‘240.45
5
.2
Der Beschwerdeführer macht die Berücksichtigung eines leidensbedingten
Ab
zug
s von
20
%
vom
LSE-
Tabellenlohn
geltend. Er begründet dies mit
erhöhtem Pausenbedarf,
seinem
Alter und fehlender Ausbildung
.
Wegen 25jähriger Tätig
keit auf dem Bau dürf
t
e es
ihm
bereits zum jetzigen Zeitpunkt unmöglich sein, eine nur einigermassen sei
nen Vorkenntnissen entsprechende Tätigkeit auf dem freien Arbeitsmarkt zu finden.
Zudem argumentierte der Versicherte, e
rfah
rungsgemäss liessen sich Bauleute wegen der extremen gesund
heitlichen Belastung in ihrem Beruf mit 60 Jahren pensionieren.
Dem
massgeblichen
polydisziplinären Gutachten vom 18. Juni 2014 (Urk. 7/160) ist kein erhöhter Pausenbedarf des Beschwerdeführers zu entneh
men.
Ein leidensbedingter Abzug
entbehrt
e
diesbezüglic
h einer medizinischen Grundlage
und
ist
deshalb
unter diesem Titel
nicht zu berücksichtigen
.
Die fehlende
berufliche
Ausbildung des Beschwerdeführers wird im Rahmen der Berech
nung des Invalideneinkommens bereits durch Abstellen auf das
Kompe
tenz
niveau
1
(einfache Tätigkeiten
körperlicher oder handwerklicher Art
)
berücksichtigt. Für eine nochma
lige Berücksichtigung
in Gestalt ein
es
leidens
bedingten
Abzu
ges besteht entsprechend kein Raum.
Das fortgeschrittene Alter
des Versicherten
führt nicht automatisch zu einem Abzug, zumal sich dieses im Anforderungsniveau 4
(Kompetenzniveau 1)
sogar eher lohnerhöhend auswirkt. Es ist jedoch bezogen auf die durchschnittliche Lebensarbeitszeit als ein
abzugsrele
vanter
Aspekt immer unter Berücksichtigung aller konkreten Umstände des Ein
zelfalles zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.2). Dass das Alter die Stellensuche fak
tisch negativ beeinflussen kann, muss als invaliditätsfremder Faktor unberück
sichtigt bleiben (Urteil des Bundes
gerichts 8C_808/2013 vom
14.
Februar 2014 E. 7.3).
Die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit steht fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige
Sachver
haltsfeststellung
erlauben
(Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 20. Februar 2014 E. 2.2)
.
Dem
damals 52jährigen
Beschwerdeführer verblieb
im Zeitpunkt
,
als ihm
von Seiten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 7/93 vom 1. Mai 2012)
zur Kenntnis gebracht wurde, dass
seine Arbeitsfähigkeit
in
leidensangepassten
Tätigkeit
en
nicht mehr eingeschränkt sei
, eine
Aktivitäts
dauer
von 13 Jahren. Das Alter gibt damit keinen Anlass für einen
leidensbe
dingten
Abzug.
Auch aus
der Praxis des
flexiblen
Al
tersrücktritt
s
im Baugewerbe kann der Beschwerdeführer
nichts
zu seinen Gunsten ableiten, da ihm schwere körper
liche Tätigkeiten gerade nicht mehr zumutbar sind.
Selbst
unter Annahme einer frühzeitigen Pensionierung mit 60 Jahren
würde dem Beschwerdeführer
seit
ihm die
Tatsache der Zumutbarkeit der
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit
bekannt ist
, eine
Aktivitäts
dauer
von acht Jahren verbleiben, w
as zu keinem anderen Ergeb
nis führen würde
.
D
er Umstand, dass
die
versicherte Person gemäss den medizinischen Angaben auf eine Tätigkeit angewiesen ist, die im Sitzen verrichtet werden kann und die Möglichkeit zu gelegentlichen Positionswechseln bietet, ihre
Einsatzmöglich
keiten
daher begrenzt sind, ist im Hinblick auf den allein massgeblichen ausge
glichenen Arbeitsmarkt
nicht
abzugsre
levant
(Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E. 8).
D
er Tabellenlohn im
Anforderungs
ni
veau
4
(Kompetenzniveau 1)
um
fasst
zudem
eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.4).
Im Ergebnis
liegen damit keine Gründe für die Gewährung eines
leidensbeding
ten
Abzugs vom Tabellenlohn vor, womit
von einem
Invaliden
einkommen
von
Fr.
66‘240.45
auszugehen ist.
6.
Aus dem Vergleich des
Valideneinkommens
mit dem Invalideneinkommen
ergibt sich damit eine invaliditätsbedingte Erwerbseinbusse von Fr. 2
4‘333
.
76
(Fr. 90‘574.21 -
Fr.
6
6
‘2
4
0.
45
)
sowie
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von
27
% (Fr. 2
4‘333
.
76
x 100 %
/ Fr. 90‘574.21).
Im Ergebnis
fehlt es
im Ver
gleich zum
Einspracheentscheid
vom 13. Juli 2005
an
der für eine
Rentenzu
sprache
erforderlichen
invaliditätsbegründenden
Änderung des
Invaliditätsgra
des
.
D
ie angefochtene Verfügung
erweist sich
als rechtens
, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7
.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
setzt. Vorliegend erweist sich eine Kos
tenpauschale von Fr. 8
00.-- als ange
messen.
Weil die Beschwerde abzuweisen ist,
sind die Kosten d
em
Beschwerde
führer
aufzuerlegen
und es ist ihm zufolge Unterliegens keine
Parteientschädi
gung
zuzusprechen.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen
nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt
Dr.
Daniel Richter
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.