# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 883a3b5b-6833-44c8-8359-39c888718521
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Eheschutz
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 1. Juni 2017 (EE160264-L)
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Rechtsbegehren:
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten vor Vorinstanz (Urk. 22 S. 1 f. und Urk. 33 S. 2):
1. Es sei den Parteien das Getrenntleben auf unbestimmte Zeit zu .
2. Die Obhut für den gemeinsamen Sohn C._, geboren tt.mm.2014, sei für die Dauer des Getrenntlebens der Gesuchstellerin zuzuteilen.
3. Dem Gesuchsgegner sei ein gerichtsübliches Besuchsrecht für den Sohn C._ einzuräumen. Auf die Anordnung eines Ferienrechtes sei einstweilen zu verzichten.
4. Der Gesuchstellerin und ihrem Sohn sei die Familienwohnung an der D._-Strasse ... in ... Zürich samt Mobiliar und Hausrat zur  Benutzung zuzuweisen. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, so rasch als möglich, spätestens aber bis 1. Januar 2017, unter Mitnahme seiner persönlichen Gegenstände definitiv aus der Familienwohnung auszuziehen. Weiter sei er zu verpflichten, bei der Umschreibung des Mietvertrags auf die Gesuchstellerin mitzuwirken.
5. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 1.  2017 an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung von C._ monatlich zum Voraus zahlbare angemessene , mindestens jedoch Fr. 2'256.– (Fr. 800.– Barunterhalt und Fr. 1'456.– Betreuungsunterhalt), zuzüglich allfälliger vertraglich  oder gesetzlicher Familienzulagen, zu bezahlen.
6. Der Gesuchsgegner sei weiter zu verpflichten, für ausserordentliche Kosten von C._ (schulische Fördermassnahmen, Therapien, zahnärztliche Behandlungen, etc.) zu 50% aufzukommen, soweit nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, diese Kosten übernehmen.
7. Aufgrund mangelnder wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit des  sei einstweilen auf die Festsetzung von persönlichen  an die Gesuchstellerin zu verzichten.
8. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin für den Monat Dezember 2016 einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'470.– zu .
9. Es sei die Gütertrennung per Datum der Einleitung des  anzuordnen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8% MwSt) zu  des Gesuchsgegners.
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des Gesuchsgegeners und Berufungsklägers vor Vorinstanz (Urk. 24 S. 1 und Urk. 34 S. 2):
1. Es sei den Parteien das Getrenntleben zu bewilligen.
2. Es sei die eheliche Wohnung an der D._-Strasse ..., ... Zürich, samt Mobiliar und Hausrat, für die Dauer des Getrenntlebens, der  zur alleinigen Benützung zuzuweisen. Dem  sei eine angemessene Frist zum Verlassen der ehelichen  einzuräumen.
3. Der Gesuchsgegner sei für berechtigt zu erklären, seine persönlichen Gegenstände (insbesondere seinen TV sowie TV-Möbel) .
4. Die Obhut für den Sohn C._, geb. tt.mm.2014, sei für die Dauer des Getrenntlebens der Gesuchstellerin zuzuteilen.
5. Besuchsrecht: Der Gesuchsgegner sei für berechtigt zu erklären, den Sohn C._ auf eigene Kosten jedes zweite Wochenende zu sich zu nehmen.
Weiter sei der Gesuchsgegner für berechtigt zu erklären, den Sohn C._ über Ostern (Karfreitag bis Ostermontag) und über  (24. bis 26. Dezember) sowie an zwei Wochen pro Jahr zu sich zu nehmen. Die Übergaben erfolgen samstags um 09.30 Uhr und sonntags um 19.30 Uhr, jeweils bei der ehelichen Wohnung (gemäss Ziff. 2); die  gilt analog für Feiertage und Ferien.
6. Auf die Zusprechung von Kinderunterhaltsbeiträgen sei zu verzichten.
Eventualiter seien sie angemessen tief anzusetzen. Vorbehalten  die mit Teil-Trennungsvereinbarung vom 13. Dezember 2016  Unterhaltsbeiträge.
7. Auf eheliche Unterhaltsbeiträge sei zu verzichten. 8. Es sei die Gütertrennung mit Wirkung ab 31. Dezember 2016 an-
zuordnen. 9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. 8% MwSt.) zulasten
der Gesuchstellerin.
Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht , 5. Abteilung, vom 1. Juni 2017:
(Urk. 48 S. 49 ff.)
1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien seit dem 1. Januar 2017 getrennt leben.
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2. Die Obhut über den Sohn C._, geboren am tt.mm.2014, wird der  zugeteilt.
3. Es wird von der Teil-Trennungsvereinbarung der Parteien vom 13.  2016 Vormerk genommen und diese bezüglich Kinderbelange . Sie lautet wie folgt:
1. Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes Die Parteien vereinbaren, ab 1. Januar 2017 auf unbestimmte Zeit getrennt zu leben. 2. Elterliche Sorge, Obhut und Besuchsrecht
a) Elterliche Sorge
Die Aufhebung des gemeinsamen Haushaltes ändert nichts an der  elterlichen Sorge für den Sohn C._, geboren am tt.mm.2014. Entsprechend sind die Parteien verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und Ausbildung miteinander abzusprechen. Den  ist bekannt, dass ein Aufenthaltswechsel des Sohnes der Zustimmung beider Eltern bedarf, wenn der neue Aufenthaltsort im Ausland liegt, oder der Wechsel des Aufenthaltsortes erhebliche Auswirkungen auf die Ausübung der elterlichen Sorge und die persönlichen Kontakte zwischen einem Elternteil und dem Kind hat.
b) Obhut
Die Parteien beantragen, es sei die Obhut für den Sohn der Mutter zuzuteilen.
c) Besuchsrecht
Der Vater ist berechtigt und verpflichtet, die Betreuungsverantwortung für den Sohn auf eigene Kosten wie folgt zu übernehmen:
- an jedem zweiten Wochenende von Samstag, 09:30 Uhr, bis Sonntag, 19:00 Uhr;
- in Jahren mit ungerader Jahreszahl von Karfreitag, 10.00 Uhr, bis , 19.00 Uhr sowie am 25. Dezember und 2. Januar und in Jahren mit gerader Jahreszahl an Pfingstsamstag, 10.00 Uhr, bis Pfingstmontag, 19.00 Uhr sowie am 24. Dezember und 1. Januar.
Die Mutter ist damit einverstanden, dass die Besuchswochenenden bereits am Freitag um 18:00 Uhr beginnen, sofern dies die Arbeitssituation des  zulässt und er dies bis spätestens am Mittwoch um 19:00 Uhr der Mutter verbindlich mitteilt. Der Vater verpflichtet sich den Sohn in der ehelichen Wohnung abzuholen und auch wieder dorthin zurückzubringen.
Ausserdem ist der Vater berechtigt und verpflichtet ab 2018, den Sohn  der Kindergarten- bzw. Schulferien für die Dauer von 2 Wochen pro Jahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Zudem ist der Vater berechtigt und verpflichtet, für das Jahr 2017 ab Oktober den Sohn für eine Woche auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu 
Die Eltern sprechen sich über die Aufteilung der Ferien mindestens drei  im Voraus ab. Können sie sich nicht einigen, so kommt dem Vater in
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Jahren mit gerader Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der  der Ferien zu; in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Mutter.
Weitergehende oder abweichende Wochenend-, Feiertags- oder  nach gegenseitiger Absprache bleiben vorbehalten. 3. Unterhalt Die Parteien beantragen, dass das Gericht über die Anträge betreffend - und Ehegattenunterhalt entscheidet. 4. Wohnung Der Ehemann überlässt der Ehefrau sowie dem Sohn die eheliche Wohnung an der D._-Str. ..., ... Zürich-..., zur Benützung.
Der Ehemann verlässt die Wohnung spätestens per 1. Januar 2017.
Der Ehemann verpflichtet sich bei der Umschreibung des Mietvertrages auf die Ehefrau alleine mitzuwirken. 5. Mobiliar und Hausrat Mobiliar und Hausrat bleiben in der ehelichen Wohnung. Der Ehemann ist  berechtigt, neben seinen persönlichen Gegenständen auch den TV und das TV-Möbel mitzunehmen. Sobald der Ehemann eine unmöblierte  bezieht, ist er berechtigt zusätzlich den Tisch und Stuhl sowie das  mitzunehmen und für die Dauer des Getrenntlebens zu benützen.
Die Ehefrau verpflichtet sich, dem Ehemann die vorgenannten Möbel und Hausratsgegenstände auf erstes Verlangen herauszugeben.
Über die Herausgabe einzelner Hausratsgegenstände verständigen sich die Parteien aussergerichtlich. 6. Gütertrennung Die Parteien beantragen dem Gericht gemeinsam die Anordnung der  mit Wirkung ab 31. August 2016. 7. Vorsorgliche Massnahmen Die Parteien vereinbaren für die weitere Dauer des Eheschutzverfahrens im Sinne von vorsorglichen Massnahmen bezüglich des Unterhalts das :
Der Vater verpflichtet sich, der Mutter für die Dauer des Getrenntlebens unter Anrechnung an seine Unterhaltsverpflichtung ab 1. Januar 2017 monatliche Kinderunterhaltsbeiträge von Fr. 600.– (zuzüglich Familien-, Kinder- und/oder Ausbildungszulagen) für den Sohn zu bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge sind im Voraus zahlbar, und zwar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, erstmals auf den 1. Januar 2017. 8. Kosten- und Entschädigungsfolgen Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten für die Teilvereinbarung je zur Hälfte und verzichten gegenseitig auf eine Parteientschädigung.
4. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, für den Sohn C._ während der Dauer des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge (zuzüglich  und/oder gesetzlicher Familienzulagen) wie folgt zu bezahlen: - für Januar 2017: Fr. 619.–
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- für Februar 2017: Fr. 280.–
- für März - Mai 2017: Fr. 0.– - für Juni 2017: Fr. 715.–
- für Juli 2017 bis Dezember 2017: Fr. 1'430.– (davon Fr. 630.– Betreuungsunterhalt)
- ab Januar 2018: Fr. 1'538.– (davon Fr. 738.– Betreuungsunterhalt)
Die Unterhaltsbeiträge und Familienzulagen sind an die Gesuchstellerin zahlbar, monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, rückwirkend ab 1. Januar 2017. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin umgehend unter Vorlage der entsprechenden Belege mitzuteilen, falls er in den Monaten März 2017 bis Juni 2017 ein Fr. 3'271.–- pro Monat übersteigendes  erzielt hat und er wird weiter verpflichtet, den monatlich Fr. 3'271.– übersteigenden Betrag für die entsprechenden Monate jeweils als  (Bar- und Betreuungsunterhalt) für den Sohn C._ zu .
5. Mit den in Ziffer 4 festgelegten Unterhaltsbeiträgen ist der gebührende  des Sohnes C._ nicht gedeckt: Es fehlen monatlich folgende : - Januar 2017: Fr. 3'263.– (davon Fr. 3'082.– Betreuungsunterhalt)
- Februar 2017: Fr. 3'602.– (davon Fr. 3'082.– Betreuungsunterhalt)
- 1. März 2017 bis 31. Mai 2017: Fr. 3'882.– (davon Fr. 3'082.– Betreuungsunterhalt)
- Juni 2017: Fr. 3'167.– (davon Fr. 3'082.– Betreuungsunterhalt) - Juli 2017 bis Dezember 2017: Fr. 2'452.– (Betreuungsunterhalt)
- Ab 1. Januar 2018: Fr. 2'344.– (Betreuungsunterhalt) 6. Der Antrag der Gesuchstellerin um 50%-ige Beteiligung des Gesuchstellers
an ausserordentlichen Kosten des Sohnes C._ wird abgewiesen. 7. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für den Monat De-
zember 2016 einen Unterhaltsbeitrag in der Höhe von Fr. 1470.– zu .
8. Vom einstweiligen Verzicht der Gesuchstellerin auf Leistung von  Unterhaltsbeiträgen mangels finanzieller Leistungsfähigkeit ab 1.  2017 wird Vormerk genommen.
9. Es wird die Gütertrennung mit Wirkung ab 31. August 2016 angeordnet.
10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'300.–.
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11. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge  der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse genommen. Eine Nachforderung gestützt auf Art. 123 ZPO bleibt .
12. Es werden keine Parteientschädigungen festgesetzt. 13. ... [Mitteilungssatz]
14. ... [Rechtsmittelbelehrung]
Berufungsanträge:
des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 47 S. 2):
"1. Disp. Ziff. 4 Abs. 1 und Disp. Ziff. 5 des Urteils vom 1. Juni 2017 seien jeweils ab dem vierten Spiegelstrich (betreffend Unterhaltsbeiträge ab Juni 2017) aufzuheben und mit Ziff. 3 dieser Anträge zu ersetzen.
2. Disp. Ziff. 4 Abs. 2 und 3 des Urteils vom 1. Juni 2017 seien  und mit Ziff. 3 dieser Anträge zu ersetzen.
3. Es sei der Berufungskläger frühestens per Mai 2017 zu verpflichten, der Berufungsbeklagten für den Sohn C._ während der Dauer des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge von höchstens CHF 411.– zu bezahlen (zuzüglich allfälliger vertraglicher und/oder  Familienzulagen, rückwirkend per 1.1.2017).
4. (...) 5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. gesetzlicher MWST)."
prozessuale Anträge (Urk. 47 S. 2):
(...) "4. Dem Berufungskläger sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewäh-
ren und sei ihm ein unentgeltlicher Rechtsbeistand in der Person des Unterzeichnenden beizugeben.
(...)"
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der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 56 S. 2):
"Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen; das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 5. Abteilung – Einzelgericht, vom 1. Juni 2017 sei zu bestätigen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8% MwSt.) zu  des Berufungsklägers."
prozessuale Anträge (Urk. 56 S. 2):
"Es sei der Berufungsbeklagten für das Berufungsverfahren die  Prozessführung zu bewilligen und ihr in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher Rechtsbeistand beizugeben."

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien sind verheiratet. Aus ihrer Ehe ging der Sohn C._, gebo-
ren am tt.mm.2014, hervor. Mit Eingabe vom 30. August 2016 machte die Ge-
suchstellerin und Berufungsbeklagte (fortan Gesuchstellerin) bei der Vorinstanz
ein Eheschutzverfahren anhängig (Urk. 1). Der weitere Prozessverlauf kann dem
erstinstanzlichen Urteil entnommen werden (Urk. 48 S. 4 ff., E. I.). Am 1. Juni
2017 erliess die Vorinstanz den eingangs wiedergegebenen Entscheid.
2. Hiergegen erhob der Gesuchsgegner und Berufungskläger (fortan Gesuchs-
gegner) mit Eingabe vom 22. Juni 2017 innert Frist (vgl. Urk. 45/2) Berufung, wo-
bei er obgenannte Anträge stellte (Urk. 47 S. 2).
3. Die fristgerechte Berufungsantwort datiert vom 17. August 2017 (Urk. 55 f.).
Wie eingangs wiedergegeben schloss die Gesuchstellerin darin auf kostenfällige
Abweisung der Berufung (Urk. 56 S. 2).
4. Dem Gesuchsgegner wurde die Berufungsantwort zur Kenntnisnahme zu-
gestellt (Urk. 59). Er liess sich in der Folge nicht mehr vernehmen.
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5. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen. Auf die Parteivorbringen ist
nachfolgend nur insoweit einzugehen, als diese entscheidrelevant sind.
II.
A. Vorbemerkungen
1. Die Berufung hemmt den Eintritt der Rechtskraft nur im Umfang der Anträge
(Art. 315 Abs. 1 ZPO). Nicht angefochten wurden die Dispositiv-Ziffern 1 bis 3, 4
Abs. 1 bis und mit dem dritten Spiegelstrich und die Dispositiv-Ziffern 6 bis 12 des
vorinstanzlichen Urteils. In diesem Umfang ist der vorinstanzliche Entscheid in
Rechtskraft erwachsen, was vorzumerken ist.
2. Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind jeweils ab Juni 2017 die Hö-
he der Kinderunterhaltsbeiträge für den Sohn C._ sowie die (mit ihnen ein-
hergehende) Feststellung der Vorinstanz der monatlichen Unterdeckung für des-
sen gebührenden Unterhalt bzw. fehlenden Betreuungsunterhalt. Ferner kritisiert
der Gesuchsgegner seine von der Vorinstanz angeordnete Verpflichtung zur
rückwirkenden Leistung von Familienzulagen ab 1. Januar 2017 (vgl. Urk. 47 S. 3
ff.).
3. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige Fest-
stellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-
fungsinstanz verfügt über eine umfassende Überprüfungsbefugnis der Streitsa-
che, d.h. über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und Rechtsfragen, ein-
schliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemessenheitsprüfung;
BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbe-
gründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstin-
stanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten
ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer
5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetz-
lichen Begründungsanforderungen genügenden Weise beanstandet wird, braucht
die Rechtsmittelinstanz nicht zu überprüfen. Das gilt zumindest solange, als ein
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Mangel nicht geradezu ins Auge springt (BGer 4A_258/2015 vom 21. Oktober
2015, E. 2.4.3; BGer 4A_290/2014 vom 1. September 2014, E. 5).
4. Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO können im Berufungsverfahren neue Tatsa-
chen und Beweismittel (Noven) nur noch berücksichtigt werden, wenn sie kumula-
tiv ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht
schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Dabei hat, wer sich
auf Noven beruft, deren Zulässigkeit darzutun (vgl. BGer 5A_330/2013 vom
24. September 2013, E. 3.5.1 m.w.H.). Das Bundesgericht lehnt eine analoge
Anwendung von Art. 229 Abs. 3 ZPO bei Verfahren, die der Untersuchungsmaxi-
me unterstehen, ab und hält fest, dass einzig Art. 317 Abs. 1 ZPO massgebend
sei (BGE 142 III 413 E. 2.2.2; BGE 138 III 625 E. 2.2). Dies gilt auch in Verfahren
mit Kinderbelangen, in denen gemäss Art. 296 ZPO der Sachverhalt von Amtes
wegen zu erforschen ist und keine Bindung an die Anträge der Parteien besteht.
Unechte Noven, die bei zumutbarer Sorgfalt bereits vor erster Instanz hätten gel-
tend gemacht werden können, können daher grundsätzlich nicht mehr vorge-
bracht werden, es sei denn, eine Partei rüge, die Vorinstanz habe eine bestimmte
Tatsache in Verletzung der Untersuchungsmaxime nicht beachtet (vgl. statt vieler
OGer ZH LE150006 vom 4. März 2015, E. 4.1). Der angefochtene Entscheid da-
tiert vom 1. Juni 2017 (Urk. 48). Soweit die im Rahmen des Berufungsverfahrens
eingereichten Urkunden vor diesem Datum entstanden sind, können sie zufolge
Verspätung grundsätzlich keine Berücksichtigung finden.
5. Zu den Grundzügen und der Ausgestaltung des Eheschutzverfahrens kann
auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz im angefochtenen Entscheid
verwiesen werden (vgl. Urk. 48 S. 7 ff., E. II.A.).
B. Kinderunterhaltsbeiträge
1. Allgemeines
1.1 Was die rechtlichen Prämissen in Bezug auf Kinderunterhalt anbelangt,
kann auf die zutreffenden vorinstanzlichen Ausführungen und die dort aufgeführ-
ten Zitate aus Lehre und Praxis verwiesen werden (Urk. 48 S. 13 ff., E. II.E.A.).
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1.2 Der Gesuchsgegner beanstandet vorliegend hinsichtlich des im angefochte-
nen Entscheid festgelegten Kinderunterhalts das ihm von der Vorinstanz ange-
rechnete hypothetische Netto-Einkommen von Fr. 4'700.– pro Monat ab 15. Juni
2017 sowie jeweils die Höhe der von ihr ab selbigem Datum in seinem Bedarf
eingerechneten monatlichen Auslagen wie die Aufwendungen für die Kranken-
kassenversicherungsprämien, die Mobilitätskosten und die Kosten für auswärtige
Verpflegung. Des Weiteren moniert er die vorinstanzliche Nichtberücksichtigung
von Auslagen für überdurchschnittlichen Kleider- und Wäscheverbrauch und
Zahnarztkosten in seinem Bedarf. Sodann kritisiert der Gesuchsgegner seine von
der Vorinstanz angeordnete Verpflichtung zur rückwirkenden Leistung von Famili-
enzulagen ab 1. Januar 2017 (vgl. Urk. 47 S. 3 ff.).
1.3 Mit Blick auf die Begründung dieser Beanstandungen ist festzustellen und
bereits an dieser Stelle darauf hinzuweisen, dass der Gesuchsgegner – entgegen
der vorerwähnten und ihm obliegenden Pflicht – in keiner Weise dartut, inwiefern
es sich bei seinen neu aufgestellten Behauptungen, neu eingereichten Beweismit-
teln und der neuen Beweisofferte um zulässige Noven handeln soll. Er legt insbe-
sondere nicht dar, weshalb er diese trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor ers-
ter Instanz hätte vorbringen können. Angesichts der im Berufungsverfahren gel-
tenden Novenschranke sind die vor dem vorinstanzlichen Entscheid vom 1. Juni
2017 entstandenen Tatsachen und Beweismittel als unechte Noven vorliegend
nicht zu berücksichtigen. Von vornherein keine Beachtung zu finden haben – wie
auch nachfolgend noch zu zeigen sein wird – die Einsatzverträge E._ vom
21. März 2017 und vom 19. April 2017 (Urk. 50/4-5), die Lohnabrechnungen März
bis Mai 2017 (Urk. 50/6), der vom 28. April bis am 27. Mai 2017 gültige ZVV-
NetzPass (Urk. 50/8a), der Ausdruck aus der Internet-Seite des ZVV über die
ZVV-Netz-Pass-Preise (Urk. 50/9), die Quittung der Pizzeria F._ vom
26. April 2017 (Urk. 50/1 0), die Kostenschätzung der G._ vom 24. April 2017
(Urk. 50/11) und die Nachweise über die persönlichen Arbeitsbemühungen von
Dezember 2016, Januar 2017 und März 2017 (Urk. 54). Dasselbe gilt für die vom
Gesuchsgegner als Beweismittel angerufene schriftliche Auskunft von H._,
Sozialzentrum ... (vgl. Urk. 47 S. 9).
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2. Einkommen ab 15. Juni 2017
2.1 Dem Grundsatze nach unbestritten ist, dass dem Gesuchsgegner ab dem
15. Juni 2017 ein hypothetisches Einkommen anzurechnen ist, weshalb diesbe-
züglich auf die zutreffenden Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden kann
(vgl. Urk. 48 S. 23 ff., E. II.E.A.5.2. lit. d). Vom Gesuchsgegner beanstandet wird
lediglich die ihm von der Vorinstanz angerechnete Höhe desselben.
2.2.1 Der Gesuchsgegner kritisiert zunächst, dass die Vorinstanz wohl erwogen
habe, dass bei strittigen Tatsachen kein strikter Beweis zu führen sei, sondern
solche bei überwiegender Wahrscheinlichkeit als glaubhaft zu gelten hätten. Den-
noch habe sie seine exemplarischen Vorlagen der Stellenbemühungen für die
Monate November 2016 und Februar 2017 (Urk. 25/15 und 35/3) als unzu-
reichend erachtet, um seine ausreichenden Arbeitsbemühungen als glaubhaft zu
werten. Die bloss exemplarische Darlegung seiner Arbeitsbemühungen gründe
darin, dass er die weiteren Nachweise seiner persönlichen Suchbemühungen je-
weils dem RAV habe zukommen lassen, weshalb er diese nicht mehr zur Hand
gehabt habe. Inzwischen habe er Kopien der übrigen Nachweise über das RAV
erhältlich machen können (Urk. 50/4-5). Weiter seien auch die vorinstanzlichen
Ausführungen aktenwidrig, wonach er gemäss seinen eigenen Aussagen lediglich
die erforderliche Anzahl an Arbeitsbemühungen für die Arbeitslosenkasse getätigt
habe. Vielmehr habe er anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 13. Dezem-
ber 2016 zu Protokoll gegeben, dass er für den Erhalt von Arbeitslosentaggeldern
monatlich mindestens zehn Arbeitsbemühungen vorzuweisen habe, er aber dies-
bezüglich nie beim Minimum, sondern beim Maximum sei (Prot. I S. 32 f.). Seine
Suchbemühungen um eine Arbeitsstelle seien daher insgesamt als glaubhaft zu
erachten. Darüber hinaus erwiesen sich auch seine Arbeitsbemühungen in ihrer
Anzahl von elf bis zwölf pro Monat als genügend. Sodann sei in diesem Zusam-
menhang auch zu bemerken, dass die Vorinstanz hinsichtlich der Glaubhaftma-
chung von strittigen Tatsachen bei ihm einen ungleich härteren Massstab ange-
setzt habe als bei der Gesuchstellerin, bei der selbst diejenigen Einkünfte nicht
angerechnet worden seien, die diese selber als richtig bezeichnet habe (Urk. 47
S. 3 f.).
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2.2.2 Die Argumentation des Gesuchsgegners verfängt nicht. Wie die Vorin-
stanz zutreffend erwogen hat, vermögen lediglich zwei exemplarische Nachweise
über seine persönlichen Arbeitsbemühungen (für die Monate November 2016 und
Februar 2017, Urk. 25/15 und 35/3) und seine Aussagen zur Stellensuche für sich
alleine den Anforderungen zur Glaubhaftmachung bezüglich einer ausreichenden
Stellensuche nicht zu genügen bzw. standzuhalten. Dies hätte weiterer Urkunden,
wie namentlich Nachweise der persönlichen Arbeitsbemühungen oder Absage-
schreiben und ähnlichem bedurft, insbesondere für die Monate Dezember 2016,
Januar 2017 und März 2017. Solche wurden vom Gesuchsgegner bei der Vorin-
stanz jedoch keine eingereicht, obschon seine letzte Eingabe vom 10. April 2017
(Urk. 42) datiert (Urk. 48 S. 24 f., E. II.E.A.5.2 lit. dc). Das Eheschutzverfahren ist
seit dem 30. August 2016 rechtshängig und der Gesuchsgegner spätestens seit
dem 19. September 2016 anwaltlich vertreten (vgl. Urk. 7). Unter diesen Umstän-
den ist nicht nachvollziehbar, weshalb es dem um seine Unterhaltspflicht wissen-
den Gesuchsgegner nicht möglich war, bereits vor Vorinstanz zumindest die
nunmehr im vorliegenden Berufungsverfahren beigebrachten Kopien seiner per-
sönlichen Arbeitsbemühungen für die Monate Dezember 2016, Januar 2017 und
März 2017 einzureichen. Wie bereits erwähnt, haben Letztere daher als unechte
Noven vorliegend unberücksichtigt zu bleiben. Aber auch wenn sie berücksichtigt
würden, resultierte nichts anderes als von der Vorinstanz festgestellt. Vor Vorin-
stanz aktenkundig hat sich der Gesuchsgegner gemäss seinen Angaben in den
Monaten November 2016 und Februar 2017 insgesamt 23 Mal um eine Stelle be-
worben (Urk. 25/15 und 35/3). Aus den nunmehr eingereichten Nachweisen für
die Monate Dezember 2016, Januar 2017 und März 2017 würden sich insgesamt
36 Suchbemühungen ergeben (vgl. Urk. 54). Abgesehen vom ausschlagenden
Monat Dezember 2016 mit 14, vermittelten auch die Monate Januar 2017 und
März 2017 mit je 11 elf Bewerbungen kein anderes Bild, mithin ergeben sich
durchschnittlich rund elf Arbeitsbemühungen pro Monat. Ferner wäre auch mitzu-
berücksichtigen, dass der Gesuchsgegner bei mehreren Arbeitgebern mehrmals
vorstellig wurde, wie namentlich bei der I._ AG (im Dezember 2016, Januar
2017, Februar 2017 und März 2017; vgl. Urk. 54) und der J._ AG (im De-
zember 2016, Januar 2017 und Februar 2017; vgl. Urk. 54). Auch mit den nun-
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mehr im vorliegenden Berufungsverfahren beigebrachten Suchbemühungen wäre
festzustellen, dass der Gesuchsgegner nur unwesentlich mehr als die für die Ar-
beitslosenkasse erforderliche Anzahl von zumindest zehn Arbeitsbemühungen
pro Monat tätigte (vgl. Prot. I S. 32). So oder anders wären mit Verweis auf die
weiteren zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz aufgrund der gesamten Situa-
tion intensivierte Arbeitsbemühungen zu erwarten gewesen (vgl. Urk. 48 S. 24 f.,
E. II.E.A.5.2 lit. dc). Nicht ersichtlich ist sodann, dass die Vorinstanz beim Ge-
suchsgegner einen ungleich härteren Massstab hinsichtlich des Glaubhaftma-
chens von strittigen Tatsachen angesetzt haben soll als bei der Gesuchstellerin.
Wohl ist richtig, dass die Gesuchstellerin gemäss ihren eigenen Angaben auch
schon Kinder einer Kollegin gehütet hat und dafür eine kleine Entschädigung er-
halten hat. Wie die Vorinstanz in diesem Zusammenhang aber zutreffend festge-
halten hat, ist jedoch nicht angebracht, dabei von regelmässigen, im vorliegenden
Verfahren zu beachtenden Einkünften zu sprechen, weshalb derzeit bei der Ge-
suchstellerin von keinerlei Einkünften auszugehen ist (vgl. Urk. 48 S. 16 f.,
E. II.E.A.5.1).
2.3.1 Weiter beanstandet der Gesuchsgegner die Höhe des ihm von der Vorin-
stanz angerechneten hypothetischen Netto-Einkommens von Fr. 4'700.– pro Mo-
nat ab 15. Juni 2017. Der vorinstanzlichen Auffassung folgend, nach welcher es
ihm zumutbar sei, auch ausserhalb seines angestammten Berufs im Logistikbe-
reich eine Arbeit zu finden, habe er namentlich auch auf dem Bau als Handlanger
eine Arbeitsstelle gesucht. Darüber hinaus habe er sich nach einer Arbeit im
Stundenlohn umgesehen. Per 21. März 2017 habe er einen kurzen Einsatzvertrag
beim Personaldienstleister E._ erhalten, welcher am 19. April 2017 auf ma-
ximal drei Monate mit Wirkung ab dem 27. März 2017 verlängert worden sei. Die
Einsätze seien jeweils auf kurzfristigen Abruf hin erfolgt. Unter diesem Einsatzver-
trag habe er von März 2017 bis Mitte Juni 2017 ein Einkommen von insgesamt
Fr. 10'193.85 (Fr. 1'035.95 [März] + Fr. 2'798.– [April] + Fr. 4'545.05 [Mai] +
Fr. 1'816.35 [Juni]) generieren können. Dies ergebe für diesen Zeitraum ein
durchschnittliches Monatseinkommen von Fr. 3'397.95. Zwar dürfe davon ausge-
gangen werden, dass er, mit etwas Glück in den nächsten Sommermonaten mög-
licherweise bei ähnlich gelagerten Temporäreinsätzen noch höhere durchschnittli-
- 15 -
che Monatseinkommen werde erzielen können. Allerdings werde er spätestens ab
Spätherbst 2017 auf Baustellen keine Temporäreinsätze mehr finden und deshalb
abermals kein Einkommen mehr erzielen können. Damit könne er auch keine
neue Rahmenfrist eröffnen, welche ihm erneut den Bezug von Arbeitslosentag-
geldern ermögliche. Die allfälligen und sommerbedingten höheren Einkommen
würden voraussichtlich in den Wintermonaten mit sehr tiefen oder keinen Ein-
kommen kompensiert werden. Dementsprechend sei es ihm möglich und zumut-
bar, höchstens ein durchschnittliches Einkommen im Betrag von Fr. 3'500.– bis
Fr. 4'000.– zu erzielen. Folglich sei lediglich ein Einkommen in entsprechender
Höhe angemessen und anrechenbar (Urk. 47 S. 4 f.).
2.3.2 Zunächst ist festzustellen, dass sich der Gesuchsgegner mit den vor-
instanzlichen Erwägungen zur Höhe des ihm anrechenbaren hypothetischen Ein-
kommens in keiner Weise auseinandersetzt. Er begnügt sich damit, das ihm von
der Vorinstanz angerechnete Einkommen in der Höhe von Fr. 4'700.– pauschal in
Abrede zu stellen und mit seinen eigenen Ausführungen ein tieferes Einkommen
zu begründen. Dies im Übrigen, nachdem er vor Vorinstanz zu Protokoll gegeben
hat, er rechne mit einem Einkommen von monatlich Fr. 5'000.– netto bei einem
guten Arbeitgeber und einer Festanstellung (Prot. I S. 7). Mit seinen Vorbringen
vermag er den Anforderungen an die Berufungsbegründung an sich nicht zu ge-
nügen, weshalb grundsätzlich auf die sich als zutreffend erweisenden Erwägun-
gen der Vorinstanz verwiesen werden kann (vgl. Urk. 48 S. 26 ff., E. II.E.A.5.2
lit. df und dg). Die Ausführungen des Gesuchsgegners im Zusammenhang mit
den Einsatzverträgen beim Personaldienstleister E._ erweisen sich vorlie-
gend aber auch als neu vorgebrachte Tatsachen. Ebenfalls neu sind auch, wie
bereits erwähnt, die sie untermauernden Beweismittel wie die Einsatzverträge
E._ vom 21. März 2017 und vom 19. April 2017 (Urk. 50/4-5) und die Lohn-
abrechnungen März bis Juni 2017 (Urk. 50/6). Die neuen Tatsachen und – mit
Ausnahme der Lohnabrechnung Juni 2017, aus welcher allein nichts zu seinen
Gunsten abgeleitet werden kann – auch die neuen Beweismittel hätten ohne Wei-
teres bereits vor Vorinstanz vorgebracht bzw. beigebracht werden können. Die
Zulässigkeit dieser unechten Noven wird vom Gesuchsgegner mit keinem Wort
dargetan, weshalb sie vorliegend unberücksichtigt zu bleiben haben. Sie ver-
- 16 -
möchten aber auch bei deren Berücksichtigung nicht zu überzeugen. So ist nicht
richtig, dass es dem Gesuchsgegner lediglich möglich gewesen sein soll, von
März bis Juni 2017 ein durchschnittliches Einkommen von Fr. 3'397.95 pro Monat
zu generieren. Aus den Lohnabrechnungen März bis Juni 2017 geht hervor, dass
der Gesuchsgegner in den entsprechenden Monaten insgesamt zehn Wochen
gearbeitet und dabei ein Nettoeinkommen von Fr. 10'193.85 erzielt hat, was ei-
nem monatlichen Einkommen von über Fr. 4'000.– entspricht. Für den Monat Mai
2017 wurde ihm im Rahmen einer vollzeitigen Anstellung ein Nettolohn von Fr.
4'543.05 entrichtet (vgl. Urk. 50/6). Daraus erhellt, dass für den Gesuchsgegner
ohne Einbindung eines Personalverleihers bei einer Vollzeitanstellung ein Ein-
kommen von Fr. 4'700.– pro Monat durchaus realistisch ist. Folglich wäre das von
der Vorinstanz dem Gesuchsgegner angerechnete hypothetische Einkommen in
entsprechender Höhe auch unter Berücksichtigung der unechten Noven nicht zu
beanstanden.
3. Bedarf ab 15. Juni 2017
3.1 Krankenkasse
3.1.1 Weiter kritisiert der Gesuchsgegner die vorinstanzliche Auffassung, wo-
nach er seine Prämien für die Krankenkassen-Grundversicherung (KVG) per Ja-
nuar 2018 zu senken habe. Er sei aktenkundig überschuldet. Insbesondere ent-
halte sein Auszug aus dem Betreibungsregister auch etliche Betreibungen der
Krankenkasse (vgl. Urk. 11/4). Damit sei ihm ein Wechsel der Krankenkasse ver-
unmöglicht. Eine Erhöhung der Franchise auf Fr. 2'500.– würde ihm darüber hin-
aus erschweren, noch einen Arzt oder eine Ärztin zu finden, der/die bereit sei, ihn
zu behandeln. Es sei unzumutbar und verstosse gegen verfassungsmässige
Grundrechte (namentlich Art. 10 BV), angesichts dieser prekären finanziellen
Verhältnisse eine Erhöhung der Franchise zu verlangen: Dies umso mehr, als die
Vorinstanz beim Sohn C._ im Bedarf auch die Krankenkassenprämien für die
Zusatzversicherung belasse. Derzeit sei er (der Gesuchsgegner) ausserdem ver-
letzungsbedingt zu 100 Prozent und voraussichtlich für einige Wochen arbeitsun-
fähig, wie sich aus dem Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 21. Juni 2017 ergebe
(vgl. Urk. 50/7). Weiter sei eine individuelle Prämienverbilligung nur bis zu einem
- 17 -
Monatseinkommen von rund Fr. 2'500.– erhältlich, weshalb dies bei seinem, diese
Grenze übersteigenden, Einkommen nicht in Betracht komme (Urk. 47 S. 5 f.).
3.1.2 Auch dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden. Es darf als ge-
richtsnotorisch gelten, dass die Krankenkassen-Grundversicherung (KVG) in der
Schweiz obligatorisch ist. Mithin besteht grundsätzlich ein Beitrittsanspruch. So-
dann kann die frei wählbare Franchise zwischen Fr. 300.– und Fr. 2'500.– jeweils
per 1. Januar des folgenden Kalenderjahres angepasst werden. Richtig ist zwar,
dass säumige, d.h. für ausstehende Prämien und Kostenbeteiligungen gemahnte
versicherte Personen den Versicherer für die Grundversicherung nicht wechseln
können (vgl. https://www.priminfo.admin.ch/downloads/fragen-und-antworten/
Wechsel%20der%20Krankenkasse_de_2018.pdf, eingesehen am 8. November
2017). Damit einhergehend ist dem Gesuchsgegner ein Wechsel des Versiche-
rers verwehrt. Der Gesuchsgegner verkennt aber, dass die vorinstanzlichen Er-
wägungen nicht auf einen Wechsel des Versicherers zielen, sondern auf die Sen-
kung der Prämien für die Krankenkassen-Grundversicherung (KVG). Ihren Erwä-
gungen zufolge soll dies mit einer Erhöhung der Franchise per 2018 von Fr. 300.–
auf Fr. 2'500.– erfolgen, wie dies bis Ende 2016 der Fall gewesen sei (vgl. Urk.
11/8 und Urk. 25/16). Die vom Gesuchsgegner im laufenden Eheschutzverfahren
veranlasste Senkung der Franchise und damit einhergehende Erhöhung der Ver-
sicherungsprämien rechtfertige sich im Lichte der vorliegenden finanziellen Ver-
hältnisse nicht, umso mehr als er keine konkret anfallenden Gesundheitskosten –
ausser der Zahnarztkosten, welche aber im Rahmen des KVG nicht übernommen
werden dürften – geltend gemacht habe (vgl. Urk. 48 S. 31 f., E. II.E.A.6 lit. a).
Diesen sich als zutreffend erweisenden Erwägungen widerspricht der Gesuchs-
gegner vorliegend nicht. Nicht nachvollziehbar ist das Vorbringen des Gesuchs-
gegners, dass ihm durch eine Erhöhung der Franchise und wegen seiner Schul-
den der Gang für eine ärztliche Konsultation erschwert würde. Es entspricht nicht
der Praxis, dass Ärzte vor einer Konsulation oder Behandlung Einsicht in Betrei-
bungsregister tätigen. Weiter bleibt unklar, inwiefern die vom Gesuchsgegner er-
wähnte verletzungsbedingte Arbeitsunfähigkeit vorliegend von Belang sein soll.
Ein Zusammenhang des – ihm im Übrigen lediglich eine einwöchige Arbeitsunfä-
higkeit attestierenden – Arztzeugnisses (vgl. Urk. 50/7) mit seiner Bedarfsposition
- 18 -
Krankenkasse KVG ist nicht auszumachen. Sodann ist nicht zutreffend, dass eine
individuelle Prämienverbilligung nur bis zu einem Monatseinkommen von rund
Fr. 2'500.– erhältlich sein soll. Massgebend für eine solche ist vielmehr das steu-
erbare Gesamteinkommen (vgl. https://www.svazurich.ch/internet/de/home/
produkte/praemienverbilligung/anspruch.html, eingesehen am 8. November
2017). Von daher scheint eine individuelle Prämienverbilligung für den Gesuchs-
gegner nicht von vornherein ausgeschlossen. Nach dem Gesagten ist die vor-
instanzliche Auffassung, nach der es sich für den Gesuchsgegner ab 1. Januar
2018 rechtfertigt, die Krankenkassenkosten auf das Niveau von 2016, nämlich
Fr. 300.– festzusetzen (vgl. Urk. 48 S. 31 f., E. II.E.A.6 lit. a), nicht zu beanstan-
den. Insbesondere kann darin auch keine Verletzung des Rechts auf Leben und
auf persönliche Freiheit gemäss Art. 10 BV erblickt werden. Im Übrigen ist dies-
bezüglich ein Konnex mit der Berücksichtigung der Auslagen für die Krankenkas-
sen-Zusatzversicherung (VVG) im Bedarf des Sohnes C._, die unbestritten
mit Fr. 7.– pro Monat zu Buche schlägt (vgl. Urk. 48 S. 38, E. II.E.A.6 lit. c), nicht
auszumachen. Vielmehr bleibt darauf hinzuweisen, dass bei Kleinkindern regel-
mässig Arztkosten anfallen, die nicht allesamt durch die Krankenkassen gedeckt
sind und dennoch regelmässig im Bedarf der Kinder nicht berücksichtigt werden.
Von einer Ungleichbehandlung kann daher keine Rede sein.
3.2 Fahrkosten
3.2.1 Weiter beanstandet der Gesuchsgegner die ihm von der Vorinstanz in
seinem Bedarf eingerechneten Fahrkosten. Der Arbeitsort der ihm vom Personal-
dienstleister E._ vergebenen Arbeit von Ende März bis Mitte Juni 2017 sei in
... [Ortschaft] gewesen. Es sei davon auszugehen, dass er auch weiterhin nicht
nur in der Gemeinde Zürich Einsätze leisten müsse, weshalb in seinem Bedarf
nunmehr ein ZVV-Netz-Pass im Betrag von monatlich Fr. 242.– für alle Zonen an-
zurechnen sei (Urk. 47 S. 6).
3.2.2 Auch bezüglich der Auslagen für die Fahrten zum Arbeitsplatz ist zu-
nächst darauf hinzuweisen, dass sich seine Vorbringen und Beweismittel als neu
erweisen. Zweifelsohne hätten sie mit Ausnahme des vom 22. Juni 2017 bis 21.
Juli 2017 gültigen ZVV-NetzPasses (vgl. Urk. 50/8a+b und Urk. 50/9; Ziff. II.B.1.3
- 19 -
vorstehend) bereits bei der Vorinstanz vorgebracht bzw. eingereicht werden kön-
nen. Mangels Darlegung von deren Zulässigkeit haben sie im vorliegenden Beru-
fungsverfahren unberücksichtigt zu bleiben. Darüber hinaus ist das Vorbringen,
der Gesuchsgegner arbeite auf dem ganzen Kantonsgebiet, unsubstantiiert und
unbelegt geblieben. Nicht einzusehen ist sodann, weshalb der Gesuchsgegner
am 22. Juni 2017 einen vom 22. Juni 2017 bis 21. Juli 2017 gültigen ZVV-
NetzPass löste (Urk. 50/8b), wenn sein Einsatzvertrag beim Personaldienstleister
E._ per Mitte Juni 2017 endete und ihm überdies ab 21. Juni 2017 bis zum
28. Juni 2017 eine 100-prozentige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (vgl.
Urk. 50/7). So oder anders ist auch die Höhe der ihm von der Vorinstanz in sei-
nem Bedarf – im Übrigen damals unbestritten gebliebenen – eingerechneten
Fahrkosten von Fr. 84.– pro Monat nicht zu kritisieren (vgl. Urk. 48 S. 33,
E. II.E.A.6 lit. a).
3.3 Auswärtige Verpflegung
3.3.1 Der Gesuchsgegner macht weiter geltend, dass er schwere Arbeit auf
dem Bau leiste. Dennoch berücksichtige die Vorinstanz in seinem Bedarf lediglich
Fr. 150.– pro Monat für auswärtige Verpflegung, was bei durchschnittlich 22 Ar-
beitstagen Fr. 6.82 entspreche. Üblicherweise würden pro Monat Fr. 210.– für
Mehrkosten der Verpflegung im Bedarf angerechnet, auch in Mankofällen. In sei-
nem Bedarf sei ebenfalls auf letzteren Betrag abzustellen, habe er doch täglich für
den "Znüni" und das Mittagessen selbst aufzukommen (vgl. Urk. 47 S. 7).
3.3.2 Nach dem Gesagten ergibt sich, dass der Gesuchsgegner über keine
Festanstellung verfügt. Aktenkundig endete seine letzte Erwerbstätigkeit Mitte Ju-
ni 2017. Bereits damit erweisen sich seine geltend gemachten Mehrkosten für
auswärtige Verpflegung weder als substantiiert noch als belegt. Dem vermag
auch die von ihm nunmehr erst im Berufungsverfahren eingereichte und für sich
allein nicht repräsentative Quittung der Pizzeria F._ vom 26. April 2017 (Urk.
50/10) nicht abzuhelfen. Als unechtes Novum, dessen Zulässigkeit vom Ge-
suchsgegner mit keinem Wort dargetan wurde, hat sie hier jedoch ohnehin keine
Berücksichtigung zu finden. Auch die Vorinstanz hat im Übrigen festgehalten,
dass die bereits bei ihr geltend gemachten Nahrungskostenauslagen in der Höhe
- 20 -
von damals Fr. 240.– vom Gesuchsgegner nicht rechtsgenügend glaubhaft ge-
macht wurden und ein Teil der Kosten aus dem Grundbetrag zu bestreiten ist.
Gleichwohl ist sie davon ausgegangen, dass der Gesuchsgegner einer körperli-
chen Arbeit nachgehen werde, weshalb er ausreichend essen müsse und ihm
auch zusätzliche Verpflegungskosten anfallen würden. Dem ist beizupflichten. Es
erscheint auch angemessen, im Bedarf des Gesuchsgegners für auswärtige Ver-
pflegung einen zusätzlichen Betrag von Fr. 7.– pro Tag, mithin Fr. 150.– pro Mo-
nat, zu veranschlagen (vgl. Urk. 48 S. 33, E. II.E.A.6 lit. a). Der Gesuchsgegner
kann bei den sich vorliegend präsentierenden finanziellen Verhältnissen nicht für
sich beanspruchen, sich zum "Znüni" und Mittagessen ausschliesslich im Restau-
rant verpflegen zu dürfen.
3.4 Kleider- und Wäscheverbrauch
3.4.1 Sodann moniert der Gesuchsgegner die vorinstanzliche Nichtberücksich-
tigung von Auslagen für überdurchschnittlichen Kleider- und Wäscheverbrauch in
seinem Bedarf. Er arbeite auf dem Bau und habe sich teure Arbeitskleider für den
bereits erwähnten Temporäreinsatz erwerben müssen. Als Handlanger müsse er
überdies oft neue Arbeitshandschuhe haben. Praxisgemäss würden für Kleider-
und Wäscheverbrauch monatlich Fr. 20.– bis 60.– im Bedarf eingesetzt. Es sei
daher nicht einzusehen, weshalb er gemäss der Vorinstanz entsprechende Aus-
lagen aus seinem Grundbetrag zu finanzieren habe. Für Kleider- und Wäschever-
brauch sei in seinem Bedarf ein Betrag von Fr. 50.– pro Monat einzusetzen (vgl.
Urk. 47 S. 7).
3.4.2 Der vom Gesuchsgegner geltend gemachte Kleider- und Wäschever-
brauch wurde weder im vorinstanzlichen noch im vorliegenden Berufungsverfah-
ren rechtsgenügend substantiiert und belegt. So rechtfertigt sich ein Zuschlag
zum Grundbetrag für Kleider- und Wäscheverbrauch gemäss Ziffer III.3.3 des
Kreisschreibens der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zü-
rich betreffend die Richtlinien für die Berechnung des betreibungsrechtlichen Exis-
tenzminimums vom 16. September 2009 (Kreisschreiben) lediglich, wenn sich ein
solcher als überdurchschnittlich erweist. Wie die Vorinstanz zutreffend darauf hin-
gewiesen hat, ist ein nicht überdurchschnittlicher Kleider- und Wäscheverbrauch
- 21 -
ansonsten gemäss Ziffer II. des Kreisschreibens aus dem Grundbetrag zu finan-
zieren. Dass der Kleider- und Wäscheverbrauch des Gesuchsgegners überdurch-
schnittlich sein soll, legt er nicht dar. Ein solcher ergibt sich auch nicht selbstre-
dend aus einer Arbeit auf dem Bau. Auch Belege über die behaupteten Auslagen
für Kleider im Zusammenhang mit dem Temporäreinsatz des Gesuchsgegners
finden sich keine in den Akten. Dies, obschon die Anschaffung der Arbeitsklei-
dung erst in der jüngeren Vergangenheit erfolgt sein soll. Die vorinstanzliche
Nichtberücksichtigung von Auslagen für überdurchschnittlichen Kleider- und Wä-
scheverbrauch im Bedarf des Gesuchsgegners ist folglich nicht zu beanstanden
(vgl. Urk. 48 S. 33, E. II.E.A.6 lit. a).
3.5 Zahnarztkosten
3.5.1 Schliesslich macht der Gesuchsgegner geltend, dass sich die vor-
instanzliche Nichtberücksichtigung von Zahnarztkosten in seinem Bedarf nicht
rechtfertige, da seine Zähne unstrittig "kaputt" seien. Die von ihm vor Vorinstanz
beigebrachten verschiedenen Rechnungen und Kostenvoranschläge belegten,
dass er sehr wohl Kosten zu leisten habe, welche eine allfällige Kostenübernah-
me durch das Sozialamt übersteigen würden. Angesichts der hohen Kosten für
eine Zahnbehandlung sei es nachvollziehbar, dass er ein etappiertes Vorgehen
gewählt habe bzw. habe wählen müssen, weil die Zahnärzte wegen seiner finan-
ziellen Lage gar nicht gewillt seien, ohne Vorschuss grössere Behandlungen zu
tätigen. Die Vorinstanz argumentiere zu Unrecht, dass er die Rechnung für die
Behandlung vom 29. November 2016 mit den Einkünften aus dem 2016 (logi-
scherweise Dezember 2016) hätte bezahlen können, ohne aufzuzeigen, wie dies
hätte geschehen sollen. Gemäss Dispositiv-Ziffer 7 des angefochtenen Entschei-
des müsse er zusätzlich zu seinen belegten finanziellen Verpflichtungen und sei-
nen Auslagen für seine neue Wohnung inklusive Depot auch noch die Dezem-
bermiete 2016 für die eheliche Wohnung im Betrag von 1'470.– bezahlen. Nach
Ziffer III.5.3 des Kreisschreibens seien die notwendige Auslagen für Zahnarzt im
Bedarf zu berücksichtigen. Die von ihm diesbezüglich geltend gemachten Fr. 50.–
pro Monat seien sehr zurückhaltend kalkuliert. Dies bestätige sich auch in der neu
- 22 -
vorliegenden Kostenschätzung für eine Zahnbehandlung der G._ vom 24.
April 2017 (Urk. 50/11; vgl. Urk. 47 S. 8 f.).
3.5.2 Wie bereits ausgeführt, handelt es sich bei der nunmehr im vorliegenden
Berufungsverfahren erstmals eingereichten Kostenschätzung der G._ vom
24. April 2017 (Urk. 50/11) um ein unechtes Novum. Mangels Darlegung von des-
sen Zulässigkeit, hat sie vorliegend unbeachtet zu bleiben. Sie vermöchte an der
Sachlage aber ohnehin nichts zu ändern. Wie die Vorinstanz zutreffend erwog,
reichte der Gesuchsgegner zwei Kostenschätzungen ins Recht. Die im Abstand
eines knappen Monats erstellten zwei Kostenschätzungen vom 30. November
2016 und 22. Dezember 2016 differieren um mehrere Tausend Franken
(Fr. 1'612.50 vs. Fr. 7'226.65, Urk. 25/18 und Urk. 30/2). Nicht ersichtlich ist, ob
und wenn ja welche Behandlung davon nötig oder sogar dringend ist. Zudem ist
unklar, ob das Sozialamt allenfalls eine Unterstützung leistet (vgl. Urk. 48 S. 34 f.,
E. II.E.A.6 lit. a). Gleich verhält es sich mit der vorgenannten Kostenschätzung
der G._, die wiederum auf einen anderen Betrag, nämlich Fr. 2'913.05, lau-
tet. All diese Kostenschätzungen lassen eine Behandlungsbedürftigkeit, aber nicht
eine aktuell laufende oder dringliche Behandlung erkennen. In Übereinstimmung
mit der Vorinstanz ist weiter festzustellen, dass vom Gesuchsgegner auch nicht
dargetan wurde, in welchem Umfang und Zeitraum diese Kosten zu berücksichti-
gen wären. Insgesamt sind die Kosten damit nicht genügend substantiiert. Vor
dem Hintergrund, dass es vorliegend um die Entrichtung von Kinderunterhaltsbei-
trägen geht und die finanziellen Verhältnisse sehr eng sind, können solche Zahn-
arztkosten nicht berücksichtigt werden (vgl. Urk. 48 S. 34 f., E. II.E.A.6 lit. a). Was
die Zahnbehandlung des Gesuchsgegners vom 29. November 2016 und die dar-
aus resultierende Rechnung über Fr. 509.80 anbelangt (Urk. 25/17), kann grund-
sätzlich auf die zutreffenden vorinstanzlichen Erwägungen verwiesen werden (vgl.
Urk. 48 S. 35, E. II.E.A.6 lit. a). Vorliegend strittig sind Unterhaltsbeiträge ab dem
15. Juni 2017. Bereits hieraus ist nicht einzusehen, weshalb der Rechnungsbe-
trag im Bedarf ab Juni 2017 berücksichtigt werden sollte. Kommt hinzu, dass der
Gesuchsgegner die Rechnung über Fr. 509.80 gemäss eigenen Angaben gar
nicht bezahlt hat (vgl. Prot. I. S. 38). Nicht belegt ist überdies, dass das Sozialamt
für die Zahnbehandlung nicht aufkommt. Auch aus diesen Gründen fällt eine Be-
- 23 -
rücksichtigung der Zahnbehandlungskosten ausser Betracht. Demzufolge ist auch
die vorinstanzliche Nichtberücksichtigung von Zahnarztkosten im Bedarf des Ge-
suchsgegners nicht zu beanstanden.
4. Familienzulagen
4.1 Sodann kritisiert der Gesuchsgegner seine von der Vorinstanz angeordnete
Verpflichtung zur rückwirkenden Leistung von Familienzulagen ab 1. Januar 2017.
Er habe lediglich anfangs 2017 noch Familienzulagen erhalten und diese auch
der Gesuchstellerin weitergeleitet. Danach habe das für die Gesuchstellerin zu-
ständige Sozialamt die Familienzulagen direkt für diese (die Gesuchstellerin) gel-
tend gemacht. Die Familienzulagen könnten deshalb nicht, respektive nicht mehr,
von ihm in der vom Gericht angeordneten Art rückwirkend per 1. Januar 2017 an
die Gesuchstellerin geleistet werden. Daher sei er lediglich zur Leistung allfälliger
Familienzulagen zu verpflichten, nämlich sofern und soweit der Gesuchsgegner
Familienzulagen erhalten habe (oder noch erhältlich machen könnte) und sofern
er diese nicht ohnehin schon an die Gesuchstellerin weitergeleitet habe (Urk. 47
S. 9.).
4.2 Es versteht sich von selbst, dass der Gesuchsgegner lediglich verpflichtet
ist, Familienzulagen an die Gesuchstellerin weiterzuleiten, welche er tatsächlich
erhalten hat bzw. erhältlich machen kann. Weitere Ausführungen hierzu erübrigen
sich. Der Vollständigkeit halber bleibt anzufügen, dass vorliegend von der vom
Gesuchsgegner als Beweismittel angerufenen schriftlichen Auskunft von H._
abzusehen wäre. Die Zulässigkeit dieser, wie bereits erwähnt, verspäteten Be-
weisofferte wurde vom Gesuchsgegner nicht dargetan. Das unechte Novum hätte
keine Beachtung zu finden.
5. Fazit
Nach dem Gesagten vermag der Gesuchsgegner vorliegend mit keiner seiner
Beanstandungen durchzudringen. Seine Kritik an der vorinstanzlichen Berech-
nung der Kinderunterhaltsbeiträge erweist sich als unbegründet.
- 24 -
C. Ergebnis
Da sich auch die übrigen der Unterhaltsberechnung zugrunde liegenden Parame-
ter als zutreffend erweisen bzw. angemessen erscheinen und zudem die Unter-
haltsberechnung als solche nicht zu beanstanden ist, ist die Berufung vollumfäng-
lich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann. Das Urteil des Einzelge-
richts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 1.
Juni 2017 ist – soweit noch nicht in Rechtkraft erwachsen – zu bestätigen.
III.
1. Abschliessend ist über die zweitinstanzlichen Kosten- und Entschädigungs-
folgen zu befinden. Für das vorliegende Berufungsverfahren rechtfertigt es sich in
Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 und § 6 Abs. 2
lit. b GebV OG, eine pauschale Entscheidgebühr von Fr. 3'000.– festzusetzen.
Der Gesuchsgegner unterliegt im vorliegenden Berufungsverfahren vollumfäng-
lich. Ausgangsgemäss sind ihm die Gerichtskosten vollständig aufzuerlegen
(Art. 106 Abs. 1 ZPO).
2. Als Folge der Kostenverteilung hat der Gesuchsgegner die Gesuchstellerin
für ihre Aufwendungen im Berufungsverfahren zu entschädigen (Art. 106 Abs. 1
ZPO). In Anwendung der massgeblichen Bestimmungen (§ 2, § 5 Abs. 1, § 6 Abs.
1 und 3, § 11 und § 13 der Verordnung über die Anwaltsgebühren vom
8. September 2010) ist der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin
eine Parteientschädigung von Fr. 2'500.– zu bezahlen. Zusätzlich zur Parteient-
schädigung ist der beantragte Mehrwertsteuerzusatz von acht Prozent, Fr. 160.–,
geschuldet. Da die Parteientschädigung – wie sogleich zu zeigen sein wird – beim
Gesuchsgegner voraussichtlich nicht einbringlich sein wird, ist sie Rechtsanwalt
lic. iur. Y._ direkt aus der Gerichtskasse auszurichten, wobei der Anspruch
mit der Zahlung an den Kanton übergeht (Art. 122 Abs. 2 ZPO).
3.1 Im Berufungsverfahren ersuchen beide Parteien um Gewährung der unent-
geltlichen Rechtspflege sowie um Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertre-
- 25 -
tung (Urk. 47 S. 2 und Urk. 56 S. 2). Beiden Parteien wurde von der Vorinstanz im
angefochtenen Endentscheid die unentgeltliche Rechtspflege gewährt. Der Ge-
suchstellerin wurde Rechtsanwalt lic. iur. Y._ und dem Gesuchsgegner
Rechtsanwalt lic. iur. X._ als unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt (Urk. 48
S. 47, E. III.A., und S. 49).
3.2 Es ist davon auszugehen, dass sich an der engen finanziellen Situation des
Gesuchsgegners seit der Fällung des vorinstanzlichen Entscheids nichts Wesent-
liches geändert hat. Er ist somit nach wie vor mittellos im Sinne von Art. 117 lit. a
ZPO. Seine Rechtsmittelanträge sind nicht als aussichtslos im Sinne von Art. 117
lit. b ZPO zu betrachten (dazu BGE 138 III 217 Erw. 2.2.4 S. 218), und eine an-
waltliche Verbeiständung des rechtsunkundigen Gesuchsgegners erscheint zur
Wahrung seiner Rechte notwendig, zumal auch die Gesuchstellerin anwaltlich
vertreten ist (Art. 118 Abs. 1 lit. c ZPO). Dem Gesuchsgegner ist deshalb auch für
das Berufungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und in der
Person von Rechtsanwalt lic. iur. X._ ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu
bestellen.
3.3. Nachdem der Gesuchstellerin für das Berufungsverfahren keine Kosten auf-
erlegt werden, ist deren Gesuch gegenstandslos, soweit es sich auf die Befreiung
von den Gerichtskosten (Art. 118 Abs. 1 lit. b ZPO) bezieht. Demgegenüber ist
angesichts der fehlenden Solvenz des Gesuchsgegners bzw. der zu erwartenden
Uneinbringlichkeit der vom Gesuchsgegner zu leistenden Parteientschädigung
über das Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistands (Art. 118
Abs. 1 lit. c ZPO) zu entscheiden (vgl. BGer 5A_407/2014 vom 7. Juli 2014,
E. 2.2. m.w.Hinw.; OGer ZH RT150116 vom 11. November 2015, E. II/C/2). Dies-
bezüglich ist davon auszugehen, dass sich die finanziellen Verhältnisse auch auf
Seiten der Gesuchstellerin nicht wesentlich geändert haben und deshalb auch de-
ren Mittellosigkeit nach wie vor ausser Frage steht. Der in der Berufungsantwort
vertretene Rechtsstandpunkt respektive das dort gestellte Rechtsbegehren war
keineswegs aussichtslos, und die rechtsunkundige Gesuchstellerin war für die
sachgerechte Wahrung ihrer Rechte (auch) vor Berufungsinstanz auf anwaltlichen
Beistand angewiesen. Damit sind die Voraussetzungen für eine unentgeltliche
- 26 -
Rechtsverbeiständung erfüllt, und der Gesuchstellerin ist für das Berufungsverfah-
ren in der Person ihres Rechtsvertreters, Rechtsanwalt lic. iur. Y._, ein un-
entgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen.