# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bec523dc-e3f9-49c0-9e88-6daf4f4c03f0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960, war seit dem
1.
September 2012 beim
Y._
Gip
sergeschäft
als Gipser angestellt
(
Urk.
6/2,
Urk.
6/150)
und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) versichert, als
er
sich
am
5.
November 2012
bei
einem Sturz von der Leiter
an der
linke
n
Schulter ver
letzte (
Urk.
6/2
).
Nach
getätigten
Abklärungen
verneinte die SUVA mit Verfügung vom 2
8.
März 2014 (
Urk.
6/124) ihre Leistungspflicht für die Rückenbeschwerden mangels Kausalzusammenhang
s
.
Die vom
Versicherten am
9.
Mai 2014
erhobene Ein
sprache (
Urk.
6/131
) wies die SUVA am
2
9.
Oktober 2014 ab (
Urk.
6/174
= Urk. 2).
Mit Verfügung vom 2
7.
August 2014
sprach die SUVA dem Versicherten so
dann eine Invalidenrente mit Wirkung ab dem
1.
Juli 2014 bei einem
Invalidi
tätsgrad
von 10
%
sowie eine
Integritätsentschädigung
entsprechend einer Ein
busse der Integrität von
20
%
für die verbliebene Beeinträchtigung
der linken Schulter
aus dem Unfall vom
5.
November 2012 zu
(Urk.
6/162
).
Diese Verfü
gung
erwuchs
unangefochten
in Rechtskraft
.
2.
Der
Versicherte erhob am
1
7.
November 2014
Beschwerde (Urk. 1) gegen den
Einspracheentscheid
vom
2
9.
Oktober 2014
(Urk. 2)
und beantragte, dieser und die dem Entscheid zugrundeliegende Verfügung vom 2
8.
März 2014 seien auf
zuheben (S. 2
Ziff.
1) und er sei einer
bidisziplinären
Begutachtung in den Fachbereichen Neurologie und Wirbelsäulenorthopädie zu unterziehen und über den Leistungsanspruch
sei
neu zu entscheiden (S. 2
Ziff.
2)
.
Mit Beschwerdea
ntwort vom
6.
Januar 2015 (
Urk.
5
) beantragte die SUVA die Abweisung der Beschwerde
, soweit darauf einzutreten sei
. D
ies wurde dem Beschwerdeführer
am
1
3.
April 2015 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
10
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu
mindestens 10
%
(
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts; ATSG
) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Inva
li
den
rente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereig
nis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammen
hangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 1
1.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
status
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
status
quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf
Art.
36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach
Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.6
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar
begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
ach
terin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S.
572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen En
tscheid (
Urk.
2) davon aus, dass
der Beschwerdeführer erst Monate nach dem Unfall vom
5.
November 2012 erstmals
über Rückenbeschwerden geklagt habe. Unbestritten
ermassen
habe sich der Beschwerdeführer beim Unfall Schulterbeschwerden links zugezogen. Es sei nun nicht verständlich, wenn er anlässlich der Schulter
sprechstunden nicht je
weils auch auf die Rückenbeschwerden hingewiesen habe. Dies lege den Schluss nahe, dass die Rückenbeschwerden – sofern sie überhaupt bestanden hätten – nicht intensiv gewesen sein konnten.
Zusammenfassend sei aufgrund der Stel
lungnahmen von
Dr.
med.
Z._
vom 1
0.
Oktober 2013 und vom
5.
März 2014 davon auszugehen, dass
die vom Beschwerdeführer geklagten Rückenbeschwerden nur möglicherweise und nicht mi
t
überwiegender Wahr
scheinlichkeit
als kausal zum Unfall vom
5.
November 2012 zu qualifizieren
seien
(S. 5 unten)
.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise (
Urk.
1) auf den Standpunkt, dass
die Frage des Kausalzusammenhangs zwischen den diag
nostizierten Diskushernien
und dem Unfallereignis nicht ohne weitere
fachme
dizinische
Abklärung in den Gebieten Neurologie und Wirbelsäulenorthopädie beurteilt werden könne (S.
8).
2.3
Strittig und zu prüfen ist
die Unfallkausalität der geltend gemachten Rücken- beziehungsweise
Halswirbelsäulen (
HWS
)
-Beschwerden
und somit die
Leis
tungs
pflicht
der Beschwerdegegnerin aus dem
Ereignis vom
5.
November 2012 auch ü
b
er den 2
3.
März 2014 hinaus.
3.
3.1
Gemäss Akten ist der Beschwerdeführer bei Gipserarbeiten
an der Decke
von
einem
Drei-Tritt
gestürzt (
Urk.
6/2,
Urk.
6/55 S. 1).
Der Beschwerdeführer machte geltend, sich dabei die linke Schulter verletzt zu haben (
Urk.
6/2
Ziff.
9).
Betreffend seinen Gesundheitszustand im Verlauf finden sich im Wesentlichen die nachfolgenden medizinischen Berichte in den Akten:
3.2
Nach seinem Sturz vom Drei-Tritt am
5.
November 2012 wurde der Beschwer
deführer noch am gleichen Tag von seiner Hausärztin
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für
Physikalische Medizin und Rehabilitation,
untersucht (
Urk.
6/11). Sie nannte folgende Diagnosen:
undislozierte
Tuberculum
majus
-Fraktur im Bereich des Ansatzes des
Mus
culus
Supraspinatus
und Läsion der langen
Bizepssehne
links
Thoraxkontusion
links
posttraumatische
Epicondylopathia
humeri
radialis
links
Sie führte aus,
dass eine massive Bewegungseinschränkung mit Schmerzen und diffusen
Druckdolenzen
im Bereich der linken Schulter zervikal sowie thorakal bestünden.
Der Röntgenbefund sei ohne
ossäre
Läsion und die
Magnetresonanz
tomographie
(MRI) der linken Schulter
zeige
eine komplexe
Schulterbinnen
lä
sion
mit
komplettem Riss der
Supraspinatussehne
,
labralem
Abriss der langen
Bizepssehne
sowie
eine
Pulley
-Läsion
(
Ziff.
4).
3.3
Die Ärzte der Uniklinik
B._
berichteten am 1
3.
November 2012 (
Urk.
6/4)
über die Notfallkonsultation des Beschwerdeführers vom
8.
November 2012 und nannten folgende Diagnose:
undislozierte
Tuberculum
majus
-Fraktur im Bereich des Ansatzes des
Mus
culus
Supraspinatus
und Läsion der langen
Bizepssehne
links
Sie führten aus,
es bestehe eine lokale
Druckdolenz
im Bereich des
Tuberculum
majus
der linken Schulter und im Bereich des
Musculus
supraspinatus
, hingegen keine
Dolenz
oder
Druckdolenz
im Bereich des Ellbogen
s
oder des Handgelenks.
3.4
Mittels am 2
0.
November 2012 gemachten Röntgenaufnahmen und durchge
führ
ten MRI (
Urk.
6
/5) des
Thorax und der linken Schulter hätten ein
trans
tendinöser
Riss-subtotaler Abriss der
Supraspinatussehne
am
Tuberculum
majus
humeri
und eine Retraktion der Sehne um 1-1.5 cm festgestellt werden können.
E
inige wenige fadenförmige
bursaseitige
Sehnenkompartimente im äussersten ventralen Sehnenkompartiment
würden
die weitere Retraktion des Muskels ver
hindern. Es liege keine
lipomatöse
Muskelbauchatrophie vor.
3.5
Die Ärzte der Uniklinik
B._
, Orthopädie,
berichteten am
4.
Dezember 2012 (
Urk.
6/16) über die ambulante Schultersprechstunde vom 2
6.
November 2012 und nannten folgende Diagnosen
(S. 1)
:
posttraumatische
Frozen
Shoulder
links bei
Rotatorenmanschetten
-Ruptur (
Supraspinatus
) und ausgeprägter
Bizeps
tendinopathie
Schulter links nach
Sturz von der Leiter am
5.
November 2012
Sie führten aus, dass nochmals eine genaue Durchsicht der
Arthro
-MRI-Bilder von extern vom
6.
Nov
ember 2012 erfolgt sei, wobei do
ch erhebliche degenera
tive Vorveränderungen bestünden, ebenso wie eine
Rotatorenmanschetten
-Rup
tur des
Supraspinatus
. Es zeige sich eine eutrophe Muskulatur ohne fettige Infil
tration, ebenso zeige sich die Sehne kaum
retrahiert
, was für eine frische Ruptur spreche. Es bestehe jedoch eine deutliche
subacromiale
Enge mit gros
sem
Acromionsporn
. Des Weiteren zeige sich auch eine ausgeprägte
Tendino
pathie
der
Bizepssehne
, welche auch klinisch symptomatisch imponiere. Zusätz
lich
zeige sich heute eine adhäsive
K
aps
u
litis
posttraumatisch. Konventionell radio
logisch zeige sich keine Fraktur des
Tuberculum
majus
, im MRI lediglich eine Traumatisierung (S. 2).
Am 1
6.
Januar 2013 berichteten die
Ärzte der Uniklinik
B._
über die Ver
laufs
kontrolle
(
Urk.
6/24) und führten aus,
dass sich die Beweglichkeit, ins
be
sondere die passive Beweglichkeit
,
gebessert habe. Der Beschwerdeführer klage weiterhin vor allem über Schwäche. Nachts würde eine
Schmerzsympto
ma
tik
im Vordergrund stehen. Aktuell seien die Eigenschaften der
Rotatoren
man
schetten
rup
tur
(
Supraspinatus
) sehr günstig für eine operative
Rekonstruk
tion.
Am 2
5.
Februar 2013 berichteten die Ärzte der Uniklinik
B._
über die
Hos
pita
lisation
des Beschwerdeführers vom 2
1.
b
is 2
4.
Februar 2013
bei geplanter Schulteroperation links am 2
1.
Februar 2013
(
Urk.
6/34). Sie führten aus,
es bestehe ein regelrechter Verlauf nach der Schulterarthroskopie
, dem intraarti
ku
lären
Déb
ridement
, der anterio-inferioren
Capsulotomie
, dem
subacromialen
Débri
dement
, der
Acromioplastik
, der
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
und der AC-Resektion der linken Schulter
. Bei Austritt hätten reizlose
Wundverhält
nisse
bestanden und die Durchblutung, Motorik und Sensibilität seien intakt gewe
sen.
Am 3
0.
Mai 2013 berichteten die Ärzte der Uniklinik
B._
über die klinische Verlaufskontrolle drei Monate postoperativ (
Urk.
6/50) und führten aus, dass der Beschwerdeführer intensiv Physiotherapie mache
und der Bewegungsumfang etwas besser geworden sei. Es zeige sich noch deutlich ein protrahierter Verlauf
und es sei von einer
Kapsulitis
auszugehen, weshalb eine
glenohumerale
und
acromioclaviculäre
Infiltration durchzuführen sei
(S. 2)
.
3.6
Mittels einer
am 1
8.
Juni 2013 durchgeführten
Magnetreso
nanztomographie
(MRI;
Urk.
6/59
=
Urk.
6/72
)
hätten beim Beschwerdeführer
eine
breitbasige
, rechts
neuroforaminal
und medial betonte Diskushernie C4/5 mit mindestens mittelgradiger Spinalkanalstenose
und Kompression der Nervenwurzel C5
neu
roforaminal
,
eine mögliche kleine fokale zentral linksseitige Myelopathie auf Höhe HWK 5
, eine mediane bis linksparamediane Diskushernie C5/6 mit mittel
gradiger Spinalkanalstenose und geringer
osteodiskoligamentärer
Einengung des
Neuroforamens
beidseits ohne Neurokompression, eine
Uncovertebralarth
rose
C3/4 bis C5/6 sowie geringe bandscheibenassozi
i
erte
Endplattenverände
rungen
vom ödematösen Typ C4/5 und C5/6
festgestellt werden können.
3.7
Die Ärzte der Uniklinik
B._
berichteten am
2.
Jul
i 2013 (
Urk.
6/77) über die Wirbelsäulensprechstunde
vom 1
8.
Juni 2013
und nannten folgende Diagnose (S. 1):
Diskushernie C4/5 und C5/6 mit
Myelonverlagerung
Als Nebendiagnosen nannten sie die Folgenden:
a
nteriore
adhäsive
Kapsulitis
links mit/bei:
Status nach Schulterarthroskopie
, intraartikulärem
Débridement
, anterio-inferiorer
Capsulotomie
,
subacromialem
Débridement
,
Acro
mioplastik
,
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
, AC-Resektion Schulter links am 2
1.
Februar 2013 bei
Rotatorenmanschetten
-Ruptur, AC-
Arthropathie
Schulter links nach
Sturz von der Leiter am
5.
November 2012
Sie führten aus,
dass bei den im MRI ersichtlichen, grossen Diskushernien C4/5 und C5/6 eine neurophysiologische Untersuchung zum Ausschluss einer Myelo
pa
thie und zur Klärung der linksseitigen Handschwäche zu veranlassen sei (S.
2).
3.8
Die Ärzte der Uniklinik
B._
, Zentrum für Paraplegie, berichteten am 2
2.
Juli 2013 (
Urk.
6/83)
über die neurologische und neurophysiologische Untersuchung des Beschwerdeführers vom 1
2.
Juli 201
3.
Sie nannten folgende
neurologischen
Diagnosen (S. 1):
keine sicheren Anhaltspunkte für eine relevante zervikale
Impuls
lei
tungs
störung
oder
Radikulopathie
bei Diskushernie C4/5 und C5/6 mit
Myelonverlagerung
Sie führten aus
, der Beschwerdeführer klage über persistierende
Zervikobra
chial
gien
ausstrahlend in den linken Arm. Hierdurch werde eine
Minderbeweg
lich
keit
des gesamten linken Armes berichtet
. Es bestünden
eine
Minderinner
vation
des gesamten linken Armes sowie eine deutliche Einschränkung der Armabduktion und Aussenrotation links, sowohl passiv wie auch aktiv (S. 1).
Weiter bestehe eine diffuse Sensibilitätsstörung des gesamten linken Armes unter Einschluss aller Finger. Die Koordination sei unauffällig (S.
2 oben). Zusammenfassend zeige die klinische Untersuchung ein diffuses
Ausfallsyn
drom
mit einer Hypästhesie des gesamten linken Armes, welches keinem
Der
matom
sicher
zuordbar
sei. Zudem würden alle Funktionen minderinnerviert. Die Schulterfunktion sei sicherlich durch die
Kapsulitis
passiv wie aktiv etwas eingeschränkt. Auch hier gehe der Beschwerdeführer aber nicht an seine Gren
zen. Die neurophysiologische Untersuchung könne kein Kom
pressionssyndrom eines
Armnerves
, keine
Radikulopathie
oder spinale Leitungsstörung als Korre
lat einer Myelopathie
objektivieren. MR-tomographisch sei der Befund noch nicht operationswürdig (S. 2 unten).
3.9
Die Ärzte der Uniklinik
B._
, Orthopädie, berichteten am 2
0.
September 2013 (
Urk.
6/87) über
die ambulante Schultersprechstunde sechs Monate postoperativ vom
4.
September 2013 und führten aus, dass aufgrund der starken Schmerz
haftigkeit der Schulter weitere Tests nicht konklusiv
erhebbar
seien.
Die Sen
si
bi
lität des linken Arms sei heute im Vergleich zur Gegenseite nicht einge
schränkt (S. 2).
3.10
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädie und Rheumatologie, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation,
SUVA-
Kreisarzt, nahm am 1
0.
Oktober 2013 Stell
ung (
Urk.
6/90) und führte aus, dass die
dargestellten Schäden der Schulter und auch der zugehörige postoperative Verlauf
unfall
kausal
zum Ereignis vom
5.
November 2012
seien
. Der Aspekt der Kernspinto
mographie der HWS vom 1
8.
Juni 2013 lege den Verdacht älterer Bandschei
benvorfälle nahe, so dass die Unfallkausalität der sekundären spinalen Stenose bezweifelt werden müsse. Hier liege nur eine mögliche, aber keine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausalität vor. Deshalb sei hier nochmals der Radiologe entsprechend zu befragen.
3.11
Die Ärzte der
Uniklinik
B._
, Radiologie, berichteten am
5.
November 2013 (
Urk.
6/94)
und führten aus, dass b
ezugnehmend au
f das MRI vom 1
8.
Juni 2013
zwar degenerative Veränderungen der HWS vor
lägen
, ohne dass jedoch die Kausalität dieser Veränderung beurteilt werden könne. Letztlich könne die Frage der Unfallkausalität der
Bandscheibenvorfälle
mit der MRI-Untersuchung vom 1
8.
Juni 2013 oder auch mit einer zusätzlichen MRI-Untersuchung nicht beantwortet werden.
3.12
SUVA-Kreisarzt
Dr.
Z._
nahm am
5.
März 2014 erneut Stellu
ng (
Urk.
6/112) und führte aus, dass b
ei fehlenden sofortigen richtunggebenden Beschwerden in
engem zeitlichem Zusammenhang mit dem Unfallereignis und der fehlenden Möglichkeit, kernspintomographisch eine ungefähre zeitliche Ein
grenzung des Auftretens der nachgewiesene
n Diskushernien anzugeben,
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der nachgefragte Kausalzusam
menhang zwischen dem Unfallereignis vom
5.
November 2012 und den nach
gewiesenen Diskushernien hergestellt werden
könne
.
Selbst der Begriff des möglichen Kau
sal
zusammenhangs sei hier nicht anzuwenden, da die gleichzei
tig mit darge
stellten degenerativen Veränderungen der HWS eine schon lange bestehende
Diskopathie
nahelegen würden und zudem eine sekundäre spinale Stenose mit degenerativen Veränderungen über lange Zeiträume entstehe, sofern kein
Band
scheibenmassenvorfall
vorliege.
3.13
Am 2
7.
März 2014 beurteilte
SUVA-Kr
eisarzt
Dr.
Z._
den
Integritäts
schaden
des Beschwerdeführers
und führte aus, dass
eine
2
0
%
ige
Integritäts
entschädigung
gerechtfertigt sei
(
Urk.
6/122)
.
3.14
SUVA-Kreisarzt
Dr.
Z._
berichtete am 2
7.
März 2014 sodann über die kreisärztliche Untersuchung des Beschwerdefüh
r
ers (
Urk.
6/123) und f
ü
hrte aus,
dass
die klinisch neurologische Untersuchung der oberen Extremitäten keine Auffälligkeiten ergebe. Inkonsistenzen liessen sich bei der wiederholten
Bewe
gungsprüfung
des linken Schultergelenkes dadurch vermuten, dass jeweils beim zweiten Bewegungsversuch eines Freiheitsgrades das Ausmass der Beweglich
keit durch muskuläre Selbstlimitierung geringer sei als das Bewegungsausmass bei erster Prüfung. Ferner sei auffällig, dass bei der klinisch-neurologischen Untersuchung die Widerstandstests links verzögert und mit deutlich weniger Kraft als rechts
ausgeführt würden, beim Wiederholungsversuch dann aber doch mehr Kraft entwickelt werde. Die Fingerspreizung werde links ganz vermieden, obwohl hier kein Bezug zur Schulterverletzung vorliege und die übrigen neu
rologischen Befunde normal seien (S. 4 Mitte).
Die Ergebnisse des klinischen Untersuchungsganges seien beeinträchtigt durch verschiedentliche
Selbstlimitie
rungen
, die bei der Wiederholung einzelner Abschnitte des gesamten
Untersu
chungsganges
erkennbar würden. Der medizinische Endzustand sei erreicht. Der Beschwerdeführer sei aus kreisärztlicher Sicht nicht mehr in der Lage, die Arbeiten in seiner angestammten Tätigkeit als Gipser auszuführen. Der Beschwerdeführer sei jedoch vollschichtig arbeitsfähig für leichte bis mittel
schwere Arbeiten. Lasten bis 15 kg dürften gelegentlich bis Brusthöhe angeho
ben werden. Arbeiten, die eine
Abspreizung
des linken Oberarmes im Schulter
gelenk über 70° Abduktion erfordern würden, seien zu meiden. Ebenso seien Arbeiten mit Rotationsbewegungen im Schultergelenk aus 70°
Abspreizhaltung
nicht zumutbar. Der Umgang mit Maschinen, die Stösse und Schläge in den
Arm vermitteln würden, sei auszuschliessen. Alle anderen auf die Unfallfolge angepassten Tätigkeiten könnten ganztags ausgeführt werden (S.
5).
3.15
Die Ärzte der Uniklinik
B._
, Orthopädie, berichteten am 2
7.
Juni 2014 (
Urk.
6/146) über die Verlaufskontrolle nach intraartikulärer Steroidinfiltration und führten aus, dass die bestehende
retraktile
Kapsulitis
im Verlauf keine Bes
serung zeige. Verglichen mit den Untersuchungsbefunden der letzten
Verlaufs
kontrolle
im März 2014 sei die Beweglichkeit tendenziell schlechter. Da die letzte Bildgebung von Seiten der
Rotatorenmanschette
2012 erfolgt sei, bestehe die Indikat
ion zur Durchführung eines neuen
MR-
Arthrogramms
, um eine zugrunde liegende
pathomorphologische
Veränderung der Schulter ausschlies
sen zu können.
Am
1
4.
Juli 2014
berichteten die Ärzte der Uniklinik
B._
(
Urk.
6/148)
über das
Arthro
-MRI der linken Schulter, welches am 1
4.
Juli 2014 durchgeführt wurde
(
Urk.
6/153)
. Es zeige sich keine Änderung zum Vorbefund vom letzten Sprechstundenbericht. Im MRI zeigten sich keine Hinweise für eine
Reruptur
der
Rotatorenmanschette
.
Am 1
1.
September 2014 berichteten die Ärzte der Uniklinik
B._
(
Urk.
6/170) und führten aus, von Seiten der Schulter bestehe eine leichte Besserung der Symptomatik mit etwas mehr Beweglichkeit und geringeren Schmerzen
auf
grund
der neuen Medikation. Es bestünden jedoch anhaltende Schmerzen im Nackenbereich. Der Beschwerdeführer habe sich entschieden, sich an der HWS operieren zu lassen.
Am
2
0.
Oktober 2014
berichteten die Ärzte der Uniklinik
B._
(
Urk.
6/173)
und führten aus, dass die neurologische und neurophysiologische Untersuchung keine Hinweise für eine spinale Leitungsstörung zeige. Elektromyographisch zeige sich eine sehr diskrete
chronifizierende
Veränderung der C6-Muskulatur links. Bezüglich des Vorbefundes bestehe ein stationärer Verlauf.
4.
4.1
Unmittelbar nach seinem Unfall am 5. November 2012 standen beim Beschwer
de
führer eine
undislozierte
Tuberculum
majus
-Fraktur im Bereich des Ansatzes des
Musculus
Supraspinatus
sowie eine Läsion der langen
Bizepssehne
links im Vordergrund (vgl. vorstehend E. 3.1 – E. 3.3). Die erstbehandelnde Hausärztin
Dr.
A._
hielt fest,
es bestehe eine massive
Bewegungseinschrän
kung
mit Schmerzen und
Druckdolenzen
im Bereich der linken Schulter zervikal sowie thorakal, wobei der Röntgenbefund
ohne
ossäre
Läsion sei. Mittel
s
eines in der Folge angefertigten MRI der linken Schulter konnte jedoch eine komplexe
Schul
ter
binnenläsion
mit komplettem Riss der
Supraspinatussehne
und
labralem
Abriss der langen
Bizepssehne
sowie eine
Pullex
-Läsion festgestellt werden (
vgl. vorstehend
E. 3.2
, E. 3.4
).
Aus den vorliegenden ärztlichen Berichten geht klar hervor, dass
der
Beschwer
deführer erstmals
im Juni 2013
Beschwerden
an der HWS
beklagte
(vgl. vorste
hend E.
3.6-3.8)
. A
nlässlich der am 1
8.
Juni 2013 durchgeführten MRI-Untersu
chung
konnten sodann eine
breitbasige
, rechts
neuroforaminal
und medial betonte Diskushernie C4/5, eine mediane bis linksparamediane Diskushernie C5/6, eine
Uncovertebralarthrose
C3/4 bis C5/6 sowie geringe
bandscheibenas
soziierte
Endplattenveränderungen C4/5 und C5/6 festgestellt werden
(vgl. vor
ste
hend E. 3.6)
.
Die Ärzte der Uniklinik
B._
bestätigten diese Befunde und nannten als Diagnose eine Diskushernie C4/5 und C5/6 mit
Myelonverlagerung
(vgl. vorstehend E. 3.7)
.
Gemäss dem Bericht von SUVA
-Kreisarzt
Dr.
Z._
leg
t
der Aspekt des MRI vom 1
8.
Juni 2013 den Verdacht älterer Bandscheibenvorfälle nahe
(E.
3.10). Bei fehlenden richtunggebenden Beschwerden
in engem zeitlichem
Zusammenhang mit dem Unfallereignis könne der nachgefragte Kausalzusam
menhang nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit hergestellt werden.
Die im MRI gleichzeitig mit
dargestellten Veränderungen der HWS würden eine schon lange bestehende
Diskopathie
nahelegen. Ausserdem entstehe eine sekundä
re spinale Stenose mit degenerativen Veränderungen über lange Zeit
räu
me (E. 3.12).
Die Ärzte der Uniklinik
B._
, Radiologie, führten
hingegen a
us, dass bezug
nehmend auf das MRI vom 1
8.
Juni 2013 zwar degenerative Veränderungen der HWS vorlägen, die Unfallkausalität dieser Veränderung jedoch nicht beurteilt werden könne (E. 3.11).
4.2
Bei einer Diskushernie (Bandscheibenvorfall, Bandscheibenprolaps) handelt es sich um eine Verlagerung oder um einen Austritt von Gewebe des Nucleus
pul
posus
der Bandscheibe durch Risse im
Anulus
fibrosus
(
Psychrembel
, Klinisches Wörterbuch, 259. Auflage, S. 174).
Zur Beurteilung des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfallereignis vom 5. November 2012 und der Diskushernie ist auf die bundesgerichtliche Recht
sprechung zu verweisen, wonach es
einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des
Unfallversi
cherungsrechts
entspricht
, dass praktisch alle
Diskusher
nien
bei Vorliegen de
generativer Bandscheibenveränderungen entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann ein Band
scheibenvorfall be
trachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer
Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder
radikuläres
Syndrom) unver
züglich und mit so
fortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetreten sind.
In solchen Fällen hat die Unfallversicherung praxisgemäss auch für Rezidive und allfällige Operationen aufzukommen (SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3 [8C_677/2007]; Urteil des Bundesgerichts 8C_209/2014 vom
3.
September 2014, E. 5.2).
Wird die Diskushernie
bei degenerativem Vorzustand
durch den Unfall lediglich a
ktiviert
, nicht aber (weitgehend) verursacht,
hat die Unfallversicherung nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammenhang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom zu erbringen. Nach derzeitigem Wissensstand kann das Errei
chen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und
Lumboischial
gien
nach drei bis vier Monaten erwartet werden, wogegen eine allfällige rich
tunggebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss. Eine traumatische Verschlimme
rung eines klinisch stummen degenerativen Vorzustandes an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3.1 f.; Urteil des Bundesgerichts 8C_326/2013 vom
4.
Juni 2014 E. 2.3).
4.3
In Übereinstimmung mit der Einschätzung der
Beschwerdegegnerin
ist
gestützt auf die Beurteilung von
SUVA-Kreisarzt
Dr.
Z._
davon auszugehen, dass die
geltend gemachte Diskushernie
C4/5 und C5/6 mit
Myelonverlagerung
nicht unfallkausal ist. So sind nebst den erwähnten überzeugenden medizini
schen Einschätzungen von
Dr.
Z._
die von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für di
e
Berücksichtigung einer Diskushernie geforderten Voraussetzungen nicht erfüllt.
Den Vorbringen des Beschwerdeführers, wonach das Unfallereignis geeignet gewesen sei,
eine Diskushernie hervorzurufen (
Urk.
1 S. 6 unten)
,
ist entgegen zu halten, dass er
nach dem Sturz
vo
m Drei-Tritt
unbestrittenermassen in der Lage war, seine Hausärztin selbständig auf
zusuchen, was gegen eine ausgesprochene Schwere des Unfalles spricht.
Ferner
wurde er nach erfolgter Erstuntersuchung bei seiner Hausärztin auch nicht sofort, sondern erst einen Tag später in die Uniklinik
B._
zu weiteren MRI-Untersuchungen überwiesen (vgl.
Urk.
6/55).
Anlässlich der Erstuntersuchung gab der Beschwerdeführer
sodann
keine Beschwerden im Nackenbereich an, es wurden von ihm lediglich die Beschwerden in der linken Schulter erwähnt und weiter abgeklärt.
A
us diesem Grund und bei Beach
tung der Rechtsprechung, wonach als Beispiele für Unfallereignisse von beson
derer Schwere etwa der freie Sturz aus erheblicher Höhe, ein Sprung aus 10 m Höhe, ein Sturz beim Tragen von Lasten oder ein Zusammenstoss bei grosser Geschwindigkeit genannt wer
den (Urteil des Bundesgerichts 8C_811/2012 vom 3. März 2013), kann die Prä
senz eines
adäquaten Traumas in Zweifel gezogen werden. Von einer solchen massivsten Gewalteinwirkung auf den Körper kann im vorliegenden Fall nicht gesprochen werden.
Die Hauptdiagnosen l
auteten wie bereits erwähnt auf eine
undislozierte
Tuber
culum
majus
-Fraktur im Bereich des Ansatzes des
Musculus
Supraspinatus
sowie eine Läsion der langen
Bizepssehne
links. Zwar wurde vom Beschwerde
führer bei der Schilderung des Unfallhergangs erwähnt, nach dem Sturz auf den Rücken und die linke Schulter gefallen zu sein und sich dabei den Kopf anges
tossen zu haben (vgl.
Urk.
6/55). Weder die Hausärztin
Dr.
A._
noch die Ärzte der Uniklinik
B._
erwähnten jedoch i
n den zahlreichen Berichten
vom Beschwerdeführer
geklagte Nackenbeschwerden.
Es ist deshalb davon auszuge
hen, dass der Beschwerdeführer in den Schultersprechstunden nie Rücken- oder Nackenbeschwerden erwähnte.
Auch lieg
en in den Berichten keine Hinweise
auf eine
Dis
kushernien-Symptomatik
- ein unverzügliches vertebrales oder
radiku
läres
Syndrom – vor.
Vielmehr wurden
erstmals im Bericht
der Ärzte der
Uni
kli
nik
B._
vom
2.
Juli 2013
ausdrücklich
Nackenbeschwerden ausstrahlend Rich
tung
Fossa
supraspin
ata
bis zum
Akromion
links erwähnt und sodann
mit
tels am 1
8
.
Juni
201
3
durchgeführte
n MRI der HWS eine
Diskushernie
C4/5 und C5/6
mit
Myelonverlagerung
festgestellt
(
E. 3.
6 und E. 3.7
). Hinzuweisen ist schliesslich auf den Umstand, dass
auf den
Bilder
n
der MRI-Untersuchung neben der
Diskushernie
C4/5 und C5/6
auf gleicher Höhe
bandscheibenassozi
ierte
Endplattenveränderungen vom ödematösen Typ festgestellt werden konn
ten. Diese Knochendeformitäten würden den Verdacht älterer Bandscheibenvor
fälle nahelegen, so dass
der
Bandscheiben
raum
bereits vor dem Unfall patholo
gisch
gewesen sei
(vgl. vorstehend E. 3.
10, E. 3.12
). Somit existierte im Bereich der
Hals
wirbelsäule ein Vorzustand mit einer
Bandschei
benanomalie
, der ins
ge
samt auf eine degenerative Problematik hinweist und
das Beschwerdebild mit
bestimmt.
4.4
Insgesamt ist n
ach dem Gesagten höchstens möglich, kann aber nicht als erstellt gelten, dass sich der Beschwerdeführer beim Ereignis vom
5.
November 2012 eine Diskushernie zugezogen hat.
Es
gibt
denn auch keine Hinweise für eine strukturelle Verschlimmerung der
Dis
kushernie
durch den Unfall und ebenso wenig Hinweise, dass diese Diskushernie aufgrund des Unfalls symptomatisch geworden ist. Einerseits war der Unfall nicht dermassen schwer, dass – im Lichte der Rechtsprechung – von einer der
artigen Einwirkung auf die
Hals
wir
belsäule
ausgegangen werden kann, welche eine Diskushernie hervorzurufen geeignet wäre. Dies umso mehr, als sich an der
Hals
wirbelsä
u
le keine sonstigen (äusserlichen) Verletzungen fanden, welche eine entsprechende Einwirkung naheliegend erscheinen liessen.
Sodann ist nicht ausgewiesen, dass die Symptome der Diskushernie unverzüg
lich nach dem Unfall aufgetreten sind und eine sofortige Arbeitsunfähigkeit hervorgerufen haben. Im Gegenteil sind den echtzeitlichen Arztberichten keine solchen Umst
ände zu entnehmen.
Schliesslich bleibt festzuhalten, dass die Figur
„
post
hoc ergo
propter
hoc“, bei der eine Schädigung bereits deshalb als durch einen Unfall verursacht erachtet wird, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht,
2.
Auflage Bern 1989, S. 460, Anm. 1205), für die Annahme eines Kausalzusammenhangs rechtsprechungsgemäss nicht genügt (BGE 119 V 341 f.
E
. 2b/
bb
).
Di
e diesbezüglichen Vorbringen des
Beschwerde
führer
s
vermögen die Kausalität demgemäss nicht zu be
gründen.
5.
Die
Diskushernie
C3/4 und C5/6
beziehungsweise die geltend gemachten Rücken- und HWS-Beschwerden
steh
en
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gestützt auf die eindeutige medizinische Lage weder unmit
telbar noch aufgrund einer Verschlimmerung eines vorbestehenden
Gesund
heitsschadens
in einem Kau
salzusammenhang mit dem Unfallereignis vom
5
.
November
201
2
.
Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu erwarten, da die organischen Befunde feststehen und die Rechtsprechung die Frage der Verursachung einer Diskushernie durch einen Unfall - bei Verhält
nissen wie den vorliegenden - beantwortet hat. Angesichts dieser klaren und in medizinischer Hinsicht
widerspruchsfreien
Ak
tenlage sind keine weiteren medi
zinischen Abklärungen und somit auch kein Gutachten anzuordnen (
antizipierte Beweiswürdigung, BGE 122 V 157 E. 1d).
Damit hat die Beschwerdegegnerin
ihre diesbezügliche Leistungspflicht
zu Recht
verneint
, weshalb die Be
schwerde abzuweisen ist.