# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bfcc8637-9159-45c2-867e-4ab0590a6627
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
A. X. wurde am 11. August 1983 in A. geboren. Zusammen mit einem Bruder und einer Schwester wuchs er in U. bei den Eltern in geordneten Verhältnissen auf. Im Jahre 1999 trat er in das Lehrerseminar in A. ein, welches er bis zum Diplomabschluss als Primarlehrer im Juni 2004 besuchte. Während dieser Zeit hat er weder Einkommen erzielt, noch besitzt er Vermögen. Seit Anfang Juli 2004 besucht er die Rekrutenschule und erhält eine EO-Entschädigung von rund Fr. 1'200.-- im Monat. X. ist ledig und hat keine Kinder.
Im schweizerischen Zentralstrafregister ist er nicht verzeichnet.
B. Am 13. Februar 2003 reichte P. beim Kreisamt Davos eine Ehrverletzungsklage gegen X. ein. Darin führte der Kläger aus, er sei am 11. Februar 2003 in Gegenwart von zwei Polizeibeamten von X. und F. beschimpft worden.
Nachdem anlässlich der Sühneverhandlung vom 5. März 2003 keine Einigung erzielt werden konnte, setzte der Kreispräsident Davos P. Frist zur Ergänzung der Klage an. Letzterer machte von dieser Möglichkeit am 28. März 2003 Gebrauch, wobei er seine Ausführungen dahingehend präzisierte, als er von X. und F. auf übelste Art beschimpft worden sei, wobei „Huerä Usländer, Arschloch“ nur einige der benutzten Ausdrücke gewesen seien.
C. In seiner Klageantwort vom 8. Mai 2003 bestritt X. die gegen ihn erhobenen Vorwürfe vollumfänglich und beantragte, die Untersuchung gegen ihn sei einzustellen.
D. Nach durchgeführter Untersuchung erliess der Kreispräsident Davos am 28. August 2003 die Schlussverfügung. Mit Anklageverfügung des Kreispräsidenten Davos vom 6. November 2003 wurde X. wegen Beschimpfung im Sinne von Art. 177 StGB in Anklagezustand versetzt.
E. Mit Urteil vom 10. Juni 2004, mitgeteilt am 21. Juli 2004, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos:
„1. X. ist schuldig der Beschimpfung gemäss Art. 177 Abs. 1 StGB.
2. Dafür wird er mit einer Busse in Höhe von Fr. 350.00 bestraft.
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3. Das Ersuchen des P. um Ausrichtung einer Genugtuung wird abgewiesen.
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- Aussöhnungsverfahren vor Kreispräsident von Fr. 300.00 - Untersuchungsverfahren des Kreispräsidenten von Fr. 500.00 - der Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.00
total somit von Fr. 1'800.00
gehen zu Lasten des X. und werden mit Rücksicht auf die Bewilligung zur unentgeltlichen Prozessführung vom 10./11. März 2004 (Proz.-Nr. 130-2004-36) direkt beim Kanton Graubünden erhoben. Die Kostenvorschüsse des Strafklägers von insgesamt Fr. 3'560.00 (Fr. 560.00 an die Kreiskasse Davos und Fr. 3'000.00 an die Bezirksgerichtskasse) werden ihm nach Rechtskraft dieses Urteils via Überweisung an seinen Anwalt erstattet.
X. hat die Busse von Fr. 350.00 innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils mittels beigeschlossenem Einzahlungsschein der Bezirksgerichtskasse, PC 70-3922-1, zu überweisen.
5. X. hat P. mit Fr. 800.00 (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations