# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7de4e342-9a30-4b77-937b-56864b926468
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ I. S., geboren am 27. September 1986, ist Staatsangehöriger von Mazedonien und
war vor seinem vorzeitig angetretenen Strafvollzug im Massnahmenzentrum für junge
Erwachsene K. (abgekürzt MZE K.) wohnhaft in der politischen Gemeinde K. Er reiste
am 11. November 1990 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz ein und
erhielt eine Aufenthaltsbewilligung, gültig bis zum 25. Juli 1991. Kurz nach seiner
Einreise verliess er zusammen mit seiner Mutter und seinen Geschwistern die Schweiz
wieder. Am 4. Februar 2000 reiste er erneut in die Schweiz ein und erhielt eine
Niederlassungsbewilligung.
B./ Seit seiner Volljährigkeit gab das Verhalten von I. S. nicht nur in finanzieller Hinsicht
Anlass zu Klagen (gemäss Akten: offene Verlustscheine in der Höhe von rund
Fr. 44'800.-- und offene Betreibungen von Fr. 4'343.60 und Sozialhilfeunterstützung
durch Übernahme von Krankenkassenprämien in der Höhe von Fr. 5'154.05), sondern
er delinquierte auch mehrmals. Dadurch kam es zu folgenden rechtskräftigen
Verurteilungen:
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1. Mit Strafverfügung des Bezirksamtes Münchwilen vom 14. November 2006 wegen
Überschreitens der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit auf der Autobahn, begangen
am 21. April 2006, zu einer Busse von Fr. 120.--;
2. Mit Verfügung des Statthalteramtes Zürich vom 21. Februar 2007 wegen
geringfügigem Vermögensdelikt (Sachbeschädigung) zu einer Busse von Fr. 400.--, mit
Verfügung vom 9. März 2009 umgewandelt in vier Tage Ersatzfreiheitsstrafe;
3. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn vom 5. April 2007
wegen Verletzung der Verkehrsregeln zu einer Busse von Fr. 420.--, mit Verfügung vom
2. Juni 2008 umgewandelt in fünf Tage Ersatzfreiheitsstrafe;
4. Mit Verfügung des Statthalteramtes des Bezirks Bülach vom 21. Januar 2008
wegen Führens eines nicht betriebssicheren Fahrzeuges zu einer Busse von Fr. 750.--,
mit Verfügung vom 6. Juli 2009 umgewandelt in acht Tage Ersatzfreiheitsstrafe;
5. Mit Strafverfügung des Bezirksamtes Frauenfeld vom 5. Februar 2008 wegen
Führens eines Personenwagens in nicht vorschriftsgemässem Zustand und
Nichttragens der Sicherheitsgurte, begangen am 22. Dezember 2007, zu einer Busse
von Fr. 300.--;
6. Mit Verfügung des Polizeirichteramtes Winterthur vom 10. März 2008 wegen
Überschreitens der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit innerorts zu einer Busse von
Fr. 330.--, mit Verfügung vom 13. Oktober 2008 umgewandelt in vier Tage
Ersatzfreiheitsstrafe;
7. Mit Verfügung des Stadtrichteramtes Zürich vom 7. Mai 2008 wegen Verletzung
der Verkehrsregeln zu einer Busse von Fr. 350.--, mit Verfügung vom 28. August 2008
umgewandelt in vier Tage Ersatzfreiheitsstrafe;
8. Mit Bussenverfügung des Bussenzentrums St. Gallen vom 23. September 2008
wegen Widerhandlung gegen das damals geltende Transportgesetz (AS 1986, 1974),
begangen am 7. April 2008, zu einer Busse von Fr. 60.--;
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9. Mit Urteil des Bezirksgerichtes Horgen vom 11. Juni 2008 wegen mehrfachen
Raubs, Betrugs, mehrfachen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen
Hausfriedensbruchs, Urkundenfälschung, Nichtanzeigens eines Fundes,
Widerhandlung gegen das Waffengesetz (SR 514.54), mehrfacher grober Verletzung
der Verkehrsregeln, mehrfacher Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch,
mehrfachen Fahrens ohne Führerausweis oder trotz Entzug, Fahrens ohne
Fahrzeugausweis, mehrfachen Missbrauchs von Ausweisen und Schildern sowie der
Widerhandlungen gegen Art. 99 Ziff. 3 des Strassenverkehrsgesetz (SR 741.01,
abgekürzt SVG), begangen im Zeitraum Mai sowie September bis November 2006, zu
einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren (unter Anrechnung von 228 Tagen Haft)
sowie einer Busse von Fr. 500.--;
Dieses Urteil wurde mit Entscheid des Obergerichts des Kantons Zürich vom 27. April
2009 mit Ausnahme des Vorwurfs des Fahrens ohne Fahrausweis im Sinne von Art. 96
Ziff. 2 SVG bestätigt und zwar ohne Änderungen am Strafmass.
Am 22. Juli 2008 wurde I. S. erneut verhaftet und in Untersuchungshaft genommen,
bevor er am 28. Juli 2009 gemäss der Erklärung des Bezirksamtes Münchwilen vom 7.
Mai 2009 und gestützt auf Art. 61 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (SR 311.0,
abgekürzt StGB) vorzeitig in das MZE K. eingewiesen wurde. Mit Anklageschrift der
Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau vom 30. April 2010 wurde gegen ihn Anklage
erhoben wegen gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls, bandenmässigen
Raubversuchs, mehrfacher und qualifizierter Sachbeschädigung und des Versuchs
dazu, Betrugs, Hehlerei plus allenfalls geringfügiger Hehlerei, mehrfachen
Hausfriedensbruchs und des Versuchs dazu, Brandstiftung, mehrfacher strafbarer
Vorbereitungshandlungen zu Raub, einfacher und grober Verletzung von
Verkehrsregeln, mehrfacher Entwendung von Personenwagen zum Gebrauch,
mehrfachen Fahrens trotz Entzugs des Führerausweises, mehrfachen Missbrauchs von
Ausweisen und Kontrollschildern sowie wegen mehrfacher Gewässerverschmutzung.
Beantragt wurde unter anderem eine Freiheitsstrafe von 36 Monaten (unter Anrechnung
von 373 Tagen Untersuchungs- und Polizeiverhaft) und eine Busse von Fr. 1'000.--
sowie der Aufschub des Vollzugs der Freiheitsstrafe zur Fortsetzung des laufenden
Vollzugs einer stationären Massnahme für junge Erwachsene (Art. 61 StGB).
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Mit Zusatz-Anklageschrift vom 21. Februar 2011 erhob die Staatsanwaltschaft des
Kantons Thurgau gegen I. S. zusätzlich Anklage wegen Diebstahls und beantragte neu
eine Freiheitsstrafe von 38 Monaten (unter Anrechnung von 406 Tagen Untersuchungs-
und Polizeiverhaft) sowie Aufschub des Vollzugs der Freiheitsstrafe zur Fortsetzung des
laufenden Vollzugs einer stationären Massnahme gemäss Art. 61 StGB (unter
Anrechnung des vom 28. Juli 2009 bis zum 5. November 2010 absolvierten und ab
24. Januar 2011 vorzeitig angetretenen Strafvollzugs). Das Bezirksgericht Münchwilen
fällte am 5. Juli 2011 hinsichtlich der angeklagten Sachverhalte gemäss den
Anklageschriften vom 30. April 2010 und 21. Februar 2011 einen Entscheid gegen I. S.
Eine gegen dieses Urteil eingereichte Berufung beim Obergericht des Kantons Thurgau
zog I. S. kurz vor der Verhandlung am 6. Januar 2012 wieder zurück.
C./ Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs widerrief das Migrationsamt (früher
Ausländeramt) mit Verfügung vom 9. August 2010 die Niederlassungsbewilligung von I.
S. und wies ihn an, die Schweiz am Tag der Entlassung aus dem Straf- bzw.
Massnahmenvollzug zu verlassen. Der Widerruf wurde unter anderem damit begründet,
dass I. S. wiederholt in schwerwiegender Weise das Gastrecht in der Schweiz
missbraucht habe. Daher liege der Widerrufsgrund gemäss Art. 63 des
Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20, abgekürzt AuG)
vor.
D./ Gegen diese Verfügung des Migrationsamtes erhob I. S. mit Eingabe seines
Rechtsvertreters vom 24. August 2010 Rekurs beim Sicherheits- und
Justizdepartement. Er beantragte dabei unter anderem, die angefochtene Verfügung
sei kosten- und entschädigungspflichtig aufzuheben und ihm sei die
Niederlassungsbewilligung zu belassen; eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren
Abklärungen und Beweismassnahmen an die Vorinstanz zurückzuweisen. Der Rekurs
wurde im Wesentlichen damit begründet, dass zu beachten sei, dass sich der Widerruf
der Niederlassungsbewilligung angesichts der Rechte aus Art. 8 der Konvention zum
Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, abgekürzt EMRK) und
Art. 13 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101,
abgekürzt BV), seines langen Aufenthalts in der Schweiz sowie seiner Bewährung im
Massnahmenvollzug unverhältnismässig sei.
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Während des laufenden Rekursverfahrens entwich I. S. am 5. November 2010 aus dem
MZE K. und konnte erst am 22. Dezember 2010 wieder verhaftet werden. In der Folge
sass er bis zum 23. Januar 2011 in Untersuchungshaft und trat anschliessend wieder in
das MZE K. ein.
Das Sicherheits- und Justizdepartement wies den Rekurs mit Entscheid vom 14. April
2011 ab. Der Entscheid wurde im Wesentlichen damit begründet, dass der Widerruf
der Niederlassungsbewilligung angesichts der Schwere des Verschuldens und der
Unbelehrbarkeit und Unverbesserlichkeit von I. S. verhältnismässig sei, da ein
erhebliches öffentliches Interesse an seiner Wegweisung bestehe. Soweit es aufgrund
der Straftaten und des damit verbundenen Verschuldens überhaupt noch auf eine
Rückfallgefahr ankomme, könne selbst ein geringes Risiko nicht hingenommen werden.
Aus Art. 8 EMRK könne I. S. sodann keine Ansprüche herleiten, da er
vierundzwanzigeinhalb Jahre alt sei und keine besondere Abhängigkeit zu
Familienangehörigen bestehe.
E./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 2. Mai 2011 erhebt I. S. Beschwerde an
das Verwaltungsgericht und beantragt unter anderem, dass der Rekursentscheid
aufzuheben sei und dem Beschwerdeführer die Niederlassungsbewilligung zu belassen
sei. Eventualiter sei der angefochtene Rekursentscheid aufzuheben und die Streitsache
sei zu weiteren Abklärungen und Beweisaufnahmen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Als Begründung wird im Wesentlichen vorgebracht, dass sich die Eltern, Geschwister
und weitere Verwandte des Beschwerdeführers in der Schweiz befinden würden und er
keine Beziehungen zu seinem Heimatland habe. Der Widerruf seiner
Niederlassungsbewilligung verstosse daher gegen den Schutz des Familien- und
Privatlebens gemäss Art. 8 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV, da kein hinreichendes
aktuelles öffentliches Interesse vorliege. Sodann sei die Rückfallgefahr lediglich
aufgrund der vom Beschwerdeführer begangenen Straftaten angenommen worden und
nicht effektiv abgeklärt worden.
Mit Eingabe vom 2. Mai 2011 stellte I. S. auch ein Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung und beantragte, es sei ihm zu gestatten, den
Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abzuwarten. Mit Verfügung vom 4. Mai 2011
wies der Präsident des Verwaltungsgerichts das Gesuch um unentgeltliche
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Prozessführung infolge Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab und verlangte einen
Kostenvorschuss für die Beschwerde von Fr. 2'500.--. Auf sein Begehren um
superprovisorische Anweisung an die Vorinstanz, jegliche Vollzugsmassnahmen bis
zum Entscheid des Verwaltungsgerichts zu unterlassen, wurde angesichts der von
Gesetzes wegen bestehenden aufschiebenden Wirkung (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung
mit Art. 51 VRP) nicht eingetreten. Nach Einreichung eines Gesuchs um Erstreckung
der Frist zur Leistung des Kostenvorschusses erhob I. S. mit Eingabe seines
Rechtsvertreters vom 6. Juni 2011 gegen die Verfügung des Präsidenten des
Verwaltungsgerichts Beschwerde an das Bundesgericht. Nach dem Verzicht des
Verwaltungsgerichts wie auch des Sicherheits- und Justizdepartements auf eine
Vernehmlassung und der Gewährung der aufschiebenden Wirkung mit Verfügung vom
5. Juli 2011 wies das Bundesgericht mit Entscheid vom 23. August 2011 die
Beschwerde betreffend unentgeltliche Prozessführung und Verbeiständung ab. Zur
Begründung führte das Bundesgericht im Wesentlichen an, dass das
Verwaltungsgericht angesichts des Aufenthalts des Beschwerdeführers von vierzehn
Jahren in seinem Heimatland, des Verkehrs mit seinen Landsleuten, der
Nichtabhängigkeit von seinen in der Schweiz wohnhaften Eltern sowie angesichts der
massiven Bedrohung seiner Opfer und der physischen Gewalt gegen diese davon
ausgehen durfte, dass das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des
Beschwerdeführers sein privates Interesse an einem Verbleib eindeutig überwiege und
sein Rechtsmittel daher aussichtslos sei.
Am 15. September 2011 setzte das Verwaltungsgericht I. S. eine neue Frist zur Zahlung
des Kostenvorschusses von Fr. 2'500.-- an, der nach nochmaliger Fristerstreckung
bezahlt wurde. Mit Schreiben vom 3. November 2011 beantragt das Sicherheits- und
Justizdepartement die Abweisung der Beschwerde und verweist zur Begründung auf
den angefochtenen Entscheid und die Akten. Der Rechtsvertreter von I. S. erhielt diese
Vernehmlassung zur Kenntnisnahme. Am 13. resp. 27. Dezember 2011 reichte der
Rechtsvertreter ein Diplom von I. S. als Reinigungsfachperson sowie die
Arbeitsqualifikation Dezember 2011 ein. Er teilt im Schreiben sodann mit, dass I. S.
einen unbefristeten Arbeitsvertrag habe abschliessen können und per 3. Januar 2012
extern arbeiten werde. Mit Schreiben vom 13. Januar 2012 wurden dem
Rechtsvertreter Kopien des zwischenzeitlich beim Verwaltungsgericht eingegangenen
Schreibens der Generalstaatsanwaltschaft Thurgau vom 9. Januar 2012 und des
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Vollzugsauftrags vom 20. Januar 2011 zur Kenntnisnahme zugestellt. Am 18. Januar
teilte der Rechtsvertreter von I. S. dem Verwaltungsgericht telefonisch mit, dass sein
Mandant höchstwahrscheinlich Ende März 2012 bedingt entlassen werde.
Auf die weiteren Vorbringen der Beschwerdebeteiligten wird – soweit erforderlich – in

## Considerations

den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Das Verwaltungsgericht hat das Vorliegen der Prozessvoraussetzungen von Amtes
wegen zu prüfen.
1.1. (...).
1.2. Zu den inhaltlichen Anforderungen an eine Beschwerdeschrift gehören nicht nur
Antrag und Darstellung des Sachverhalts, sondern auch eine Begründung der
Vorbringen des Beschwerdeführers (Art. 64 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP).
Dabei ist ein pauschaler Verweis auf die Ausführungen in der Rekursschrift in ständiger
Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts als Begründung ungenügend, da daraus
nicht hervorgeht, in welchen Punkten und aus welchen Gründen der Entscheid der
Vorinstanz angefochten wird. Es kann nach konstanter Rechtsprechung nicht die
Aufgabe der Rechtsmittelinstanz sein, in den vorinstanzlichen Eingaben nach Gründen
zu suchen, weshalb der Entscheid der Vorinstanz unrichtig sein könnte (vgl. anstatt
vieler VwerGE B 2011/186 vom 15. Dezember 2011 E. 2, abrufbar unter
www.gerichte.sg.ch; U. P. Cavelti/Th. Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St.
Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 921 mit Hinweisen). Diese Praxis gilt auch dann, wenn der
Rechtsvertreter nicht nur auf die Ausführungen in der Rekursschrift verweist, sondern
sie zusätzlich in kleiner Schrift in der Beschwerdeschrift wiedergibt. Nur durch die
wortwörtliche Wiedergabe der Ausführungen aus der Rekursschrift kommt der
Beschwerdeführer seiner Begründungspflicht nicht nach. Soweit die Beschwerdeschrift
neben der wortwörtlichen Wiedergabe von Ausführungen vor der Vorinstanz nicht
begründet darlegt, in welchen Punkten und aus welchen Gründen der vorinstanzliche
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Entscheid angefochten wird, ist mangels begründeter Vorbringen darauf nicht
einzutreten.
1.3. Auf die Beschwerde ist einzutreten, soweit sie begründete Vorbringen enthält.
2. Streitgegenstand ist vorliegend der Widerruf der Niederlassungsbewilligung des
Beschwerdeführers.
Die Niederlassungsbewilligung kann unter anderem widerrufen werden, wenn der
Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt oder wenn gegen ihn eine
strafrechtliche Massnahme im Sinne von Art. 64 oder 61 StGB angeordnet wurde
(Art. 63 Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 Abs. 1 lit. b AuG) oder wenn er in
schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen hat
oder diese gefährdet (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG).
2.1. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung liegt der Widerrufsgrund nach Art. 63
Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG vor, wenn gegen eine ausländische
Person eine Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr ausgesprochen wurde (BGE 135 II
379 ff. E. 4.2; 137 II 301 f. E. 2.3.4). Aufgrund der rechtskräftigen Verurteilung des
Beschwerdeführers durch das Obergericht Zürich vom 11: Mai 2008 wegen
mehrfachen Raubs und zahlreichen weiteren Delikten zu einer Freiheitsstrafe von
dreieinhalb Jahren liegt unbestrittenermassen der Widerrufsgrund gemäss Art. 63
Abs. 1 lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG vor. Dies anerkannte auch das
Bundesgericht (BGE 2C_484/2011 vom 23. August 2011 E. 3.2). Hinzu kommt, dass
der Beschwerdeführer am 5. Juli 2011 durch das Bezirksgericht Münchwilen aufgrund
der erwähnten Anklageschriften der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau vom
30. April 2010 und 21. Februar 2011 verurteilt wurde.
2.2. Auch ein schwerwiegender Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung
oder deren schwerwiegende Gefährdung kann einen Widerruf der
Niederlassungsbewilligung rechtfertigen (Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG; Weisungen und
Kreisschreiben des Bundesamtes für Migration, I. Ausländerbereich, Version
30.09.2011, Ziff. 8.3.2c, abrufbar unter www.bfm.admin.ch). Ein solcher Verstoss liegt
unter anderem vor bei Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und behördlichen
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Verfügungen oder bei mutwilliger Nichterfüllung der öffentlich-rechtlichen oder
privatrechtlichen Verpflichtungen (Art. 80 Abs. 1 lit. a und b der Verordnung über
Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit [SR 142.201]). Dabei kann ein Widerruf
auch dann geboten sein, wenn ihn die einzelnen Handlungen für sich allein noch nicht
rechtfertigen, deren wiederholte Begehung aber darauf hinweist, dass die betreffende
Person nicht gewillt ist, sich an die geltende Ordnung zu halten (BGE 137 II 304 E. 3.3;
VerwGE B 2011/150 vom 15. Dezember 2011 E. 2.3, abrufbar unter
www.gerichte.sg.ch). Dies zeigt sich beim Beschwerdeführer neben den zahlreichen
Übertretungen der schweizerischen Rechtsordnung insbesondere darin, dass ihn
selbst laufende Strafverfahren und die erstinstanzliche Verurteilung durch das
Bezirksgericht Horgen nicht davon abhielten, weitere Delikte gemäss den genannten
Anklageschriften vom 30. April 2010 und 21. Februar 2011 zu begehen.
Zudem kann auch eine Verschuldung insofern gegen die öffentliche Ordnung
verstossen, als öffentlich- oder privatrechtliche Pflichten mutwillig nicht erfüllt werden
(VerwGE B 2011/150 vom 15. Dezember 2011 E. 2.2, abrufbar unter
www.gerichte.sg.ch). Angesichts der Verlustscheine von rund Fr. 44'800.--, der offenen
Betreibungen von Fr. 4'343.60 und der Schulden gemäss den Strafurteilen sowie der
erheblichen und wiederholten Delinquenz erscheint die Bejahung des Widerrufsgrunds
nach Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG durch die Vorinstanz vordergründig als nachvollziehbar.
Ob das Verhalten des Beschwerdeführers aber letztlich als schwerwiegender Verstoss
im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten ist, braucht nicht abschliessend
entschieden zu werden, da dieser Widerrufsgrund subsidiär gegenüber Art. 63 Abs. 1
lit. a in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG ist (BGE 2C_515/2009 vom 27. Januar 2010
E. 2.1 mit Hinweis).
3. Beim Entscheid über den Widerruf der Niederlassungsbewilligung ist der Grad der
Integration zu beachten (Art. 96 Abs. 1 AuG), und die Massnahme muss aufgrund der
jeweils im Einzelfall vorzunehmenden Interessenabwägung als verhältnismässig
erscheinen (Art. 5 Abs. 2 BV). Der Widerruf setzt daher voraus, dass das öffentliche
Interesse an der Wegweisung die privaten Interessen des Ausländers am Verbleib in
der Schweiz übersteigt. Zu berücksichtigen sind namentlich die Schwere des
Verschuldens, die Dauer der bisherigen Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem
Ausländer und seiner Familie drohenden Nachteile (BGE 135 II 381 E. 4.3; BGE
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2C_832/2009 vom 29. Juni 2010, E. 4.1; VerwGE B 2009/143 vom 3. Dezember 2009
E. 3.1, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch).
3.1. Nach der Rechtsprechung sind Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des
Verschuldens und die fremdenpolizeiliche Interessenabwägung die vom Strafrichter
verhängten Strafen, d.h. das im Strafurteil zum Ausdruck kommende Verschulden (BGE
129 II 216 E. 3.1; VerwGE B 2011/118 vom 11. August 2011 E. 2.3.2 mit Hinweisen,
abrufbar unter www.gerichte.sg.ch).
3.1.1. Wie bereits erwähnt, wurde der Beschwerdeführer wegen zahlreichen
Übertretungen des Strassenverkehrsrechts gebüsst, wobei die Bussen teilweise in
Ersatzfreiheitsstrafen umgewandelt wurden. Dies fällt indessen aufgrund der Intensität
der Strafmasse nicht entscheidend ins Gewicht. In strafrechtlicher Hinsicht ist
vorwiegend zu berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer unter anderem wegen
mehrfachen Raubs, Betrugs, mehrfachen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung
etc. im Jahr 2009 vom Obergericht Zürich rechtskräftig zu dreieinhalb Jahren
Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Das Obergericht zog bei der Würdigung des
Verschuldens des Beschwerdeführers – wie bereits die Vorinstanz zu Recht ausführt -
unter anderem in Betracht, dass der Beschwerdeführer insgesamt bei seinen Delikten
sowohl gegenüber anderen Personen, deren körperliche Integrität und deren Eigentum
als auch gegenüber der Rechtsordnung als Ganzes ein ignorantes und rücksichtsloses
Verhalten gezeigt habe. Er habe getan, ohne sich um die Rechte anderer zu kümmern
und ohne sein Verhalten zu reflektieren, was sich eben so ergeben habe und sei auch
bereit gewesen, für seine rein egoistischen Vorhaben wesentliche Rechtsgüter von
Dritten, insbesondere deren körperliche Integrität, zu verletzen und zu gefährden. Zu
Gunsten des Beschwerdeführers sei immerhin davon auszugehen, dass er bedingt
durch sein jugendliches Alter bei den Taten die ganze Tragweite seiner Handlungen
noch nicht überblickt habe. Die Tatmehrheit sowie die teilweise mehrfache
Tatbegehung im Bereich der mittelschweren Kriminalität seien als straferhöhend in
ganz erheblichem Masse zu berücksichtigen. Nur leicht strafmindernd sei die teilweise
versuchte Tatbegehung zu veranschlagen, da die Täter jeweils durch Drittumstände an
der Vollendung des Delikts gehindert worden seien. Ebenfalls nur leicht sei die
Vorstrafenlosigkeit zu würdigen. Beim Nachtatverhalten sei zu Gunsten des
Beschwerdeführers berücksichtigt worden, dass er trotz anfänglichen
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Nichtkooperierens letztlich vollumfänglich geständig gewesen sei und sich bei einem
Geschädigten schriftlich entschuldigt habe. Andererseits habe der Beschwerdeführer
trotz laufendem Strafverfahren weiter delinquiert. Von Einsicht könne daher nicht
gesprochen werden. Insgesamt könne somit das Nachtatverhalten des
Beschwerdeführers trotz des Geständnisses nicht strafmindernd berücksichtigt
werden.
Beim Nachtatverhalten ist aufgrund der polizeilichen Befragungsprotokolle zudem zu
berücksichtigen, dass zumindest das Geständnis primär nicht vom Beschwerdeführer
ausging, sondern von seinen Mittätern. Zudem hält der Schlussbericht der
Kantonspolizei Zürich vom 15. Juni 2007 (S. 7) fest, dass die Befragungen mit dem
Beschwerdeführer als bemühend bezeichnet werden müssten, weil er sich sehr
arrogant verhalte und von sich aus überhaupt nichts dazu beigetragen habe, was die
Ermittlungen in irgendeiner Art und Weise beschleunigt hätte.
3.1.2. Fremdenpolizeilich fällt zudem erschwerend ins Gewicht, dass laufende
Strafverfahren oder Aufenthalte im Untersuchungsgefängnis den Beschwerdeführer
nicht davon abhielten, neue Straftaten zu begehen. So hat er sich gemäss der
Anklageschrift vom 30. April 2010 nach seiner Entlassung aus der 228-tägigen
Untersuchungshaft am 27. Juni 2007 an Einbruchdiebstählen am 3./4. September 2007
in G. AR und in A. sowie am 13. September 2007 in H. beteiligt. Weiter hat er sich
gemäss Anklageschrift im Zeitraum November 2007 bis Juni 2008 neben zahlreichen
Verstössen gegen das SVG und der geringfügigen Hehlerei der Beteiligung an rund
dreissig Einbruchdiebstählen resp. Kassen- und Geldwechselautomatenaufbrüchen,
meistens im Raum Ostschweiz, schuldig gemacht. Selbst nach der Eröffnung des
Urteils des Bezirksgerichts Horgen vom 11. Juni 2008 war der Beschwerdeführer am
21. Juli 2008 an einem versuchten Raub auf die Servicefachangestellte des
Restaurants "xxx" in K. beteiligt und hat im Juli 2008 mehrere
Vorbereitungshandlungen zu einem Raub gemacht. Einen grossen Teil dieser Vorwürfe
gestand der Beschwerdeführer im Verlaufe des polizeilichen Ermittlungsverfahrens ein.
Damit ist eindeutig erwiesen, dass sich der Beschwerdeführer trotz laufendem
Strafverfahren und erster Verurteilung nicht an die Rechtsordnung hielt, sondern sich
gewissenlos über sie hinwegsetzte. Dieses Verhalten zeigt seine Unbelehrbarkeit und
dass er die hiesige Rechtsordnung mit Füssen tritt.
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3.1.3. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind solche zahlreichen, wiederholt
begangenen und teilweise gewalttätigen Delikte und die damit verbundene
Geringschätzung der hiesigen Rechtsordnung als gravierend einzustufen. Bei
Gewaltdelikten, Drogendelikten sowie bei wiederholter Straffälligkeit oder Verurteilung
zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und mehr ist von einem schweren
Rechtsverstoss und einem überwiegenden öffentlichen Interesse an der Fernhaltung
des Ausländers auszugehen (BGE 125 II 526 ff. E. 4a; 122 II 436 E. 2c). Angesichts der
Freiheitsstrafen von dreieinhalb Jahren und der jahrelangen Delinquenz gelangte die
Vorinstanz zu Recht zur Auffassung, dass das Verschulden des Beschwerdeführers in
ausländerrechtlicher Hinsicht sowie hinsichtlich der Art der begangenen Delikte als
auch der Tatumstände und der ausgefällten Strafe als schwerwiegend zu betrachten
ist. Hinzu kommt die Verurteilung durch das Bezirksgericht Münchwilen vom 5. Juli
2011 die damit verbundene Delinquenz seit dem ersten Strafverfahren. Daraus wird
eine erhebliche kriminelle Energie des Beschwerdeführers ersichtlich. Angesichts
dieser Fakten kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Beschwerdeführer auch
inskünftig gegen die Rechtsordnung verstossen wird.
3.1.4. Der Beschwerdeführer lässt dagegen vorbringen, dass er die Delikte als knapp
Volljähriger begangen habe. Wie die Vorinstanz ausführte, wurde dieser Aspekt bereits
vom Strafgericht bei der Strafzumessung gewürdigt. Zudem ist zu berücksichtigen,
dass er jeweils trotz laufendem Strafverfahren weiter delinquierte und dabei bereits 22
Jahre alt oder älter war.
3.1.5. Der Beschwerdeführer macht zudem gegen den Entscheid der Vorinstanz
geltend, dass er einen überdurchschnittlichen Massnahmenvollzug aufweise und den
Massnahmenfortschritt im zeitlichen Rahmen rasch und stetig vorantreibe. Er sei
zudem seit Frühjahr 2008 nicht mehr straffällig geworden. Zudem rügt er als Verletzung
seiner Verfahrensgarantien, dass die Rückfallgefahr nicht effektiv abgeklärt worden sei.
Auch wenn der Beschwerdeführer heute angeblich einsichtig ist und er sich - mit
Ausnahme seiner Entweichung aus der MZE K. im November 2010 - grösstenteils im
Massnahmenvollzug bewährt hat, vermag dies nicht die Schwere seines Verschuldens
bei seinen zahlreichen erheblichen Delikten lindern. Im ausländerrechtlichen Verfahren
steht das allgemeine Interesse an der öffentlichen Ordnung und Sicherheit im
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Vordergrund und weniger der bei der strafrechtlichen Beurteilung wichtige
Resozialisierungsgedanke und die Prognose über das künftige Wohlverhalten (BGE
2C_282/2008 vom 11. Juli 2008 E. 3.1; 2A.253/2004 vom 27. August 2004 E. 3.3; 125 II
110 E. 2c). Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist allein aus der Tatsache, dass
der Beschwerdeführer sich im Strafvollzug meistens gut verhalten hat, noch nicht ohne
weiteres der Schluss zu ziehen, es bestehe bei ihm keinerlei Rückfallgefahr mehr bzw.
es gehe von ihm keine konkrete Gefährdung der öffentlichen Ordnung mehr aus
(2C_28/2010 vom 25. März 2011 E. 2.3). Abgesehen davon kommt dem Gesichtspunkt
der Rückfallgefahr ausserhalb des Geltungsbereichs des Freizügigkeitsabkommens
keine vorrangige Bedeutung zu. Eine günstige Prognose hinsichtlich der
Resozialisierungschancen schliesst deshalb eine Wegweisung noch nicht aus;
insbesondere muss bei Gewaltdelikten selbst ein geringes Restrisiko nicht
hingenommen werden, und es darf auch generalpräventiven Gesichtspunkten
Rechnung getragen werden (BGE 2C_282/2008 vom 11. Juli 2008 E. 3.2; 2C_28/2010
vom 25. März 2011 E. 2.3). Erschwerend fällt im vorliegenden Sachverhalt schliesslich
noch ins Gewicht, dass sich der Beschwerdeführer selbst nach seiner ersten
Verurteilung nicht durchwegs wohlverhalten und weitere Straftaten begangen hat. Sein
Verhalten zeigt eindeutige Züge einer Unbelehrbarkeit.
Damit ist zugleich ausgesagt, dass sich die Abklärung der effektiven Rückfallgefahr im
vorliegenden Sachverhalt erübrigt. In diesem Sinne erachtete auch das Bundesgericht
die Annahme der Aussichtlosigkeit der Beschwerde als zulässig, und zwar unabhängig
davon, ob und in welchem Masse eine Rückfallgefahr besteht (BGE 2C_484/2011 vom
23. August 2011 E. 3.2).
Soweit sich der Beschwerdeführer sodann auf einen angeblichen europäischen
"accord commune" beruft, der sich in der klaren und unbedingten Berücksichtigung
der Rückfallgefahr durch die Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für
Menschenrechte zeige, ist darauf nicht weiter einzugehen. Der Beschwerdeführer führt
nämlich weder diesen angeblichen "accord commune" weiter aus, noch legt er dessen
Grundzüge und Rechtsquellen dar. Zudem ist zu berücksichtigen, dass das
Bundesgericht im Zusammenhang mit Straftaten, die die öffentliche Sicherheit und
Ordnung gefährden, in Übereinstimmung mit der in Europa herrschenden
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Rechtsüberzeugung ausländerrechtlich eine strenge Praxis verfolgt (BGE 2C_28/2010
vom 25. März 2011 E. 2.3).
3.1.6. Der Beschwerdeführer macht weiter geltend, dass der angefochtene Entscheid
der Vorinstanz auf einer willkürlichen Sachverhaltsfeststellung und auf einer Verletzung
des rechtlichen Gehörs beruhe.
Eine Verletzung dieser Verfahrensgarantien liege darin, dass der Entscheid über den
Widerruf der Niederlassungsbewilligung angesichts der laufenden Massnahmen
verfrüht sei. Wie bereits die Vorinstanz zu Recht ausführt, fallen die
Arbeitsqualifikationen der Vollzugsinstanz über den Beschwerdeführer zwar
grundsätzlich positiv aus, auch wenn Schwankungen im Arbeitsbereich feststellbar
sind (Qualifikation August 2010 57 Punkte, Qualifikation April 2011 54 Punkte,
Qualifikation Mai 2011 55 Punkte, Qualifikation Dezember 2011 58 Punkte). Dieses
Wohlverhalten wird aber grundsätzlich von jeder Person vorausgesetzt und stellt im
"geschützten" Rahmen des Straf- bzw. Massnahmenvollzugs keine besondere
Leistung dar, zumal verschiedene Erleichterungen oder der Entscheid über die
bedingte Entlassung davon abhängen. Dem Wohlverhalten kommt daher eine
untergeordnete Bedeutung zu (BGE 2A.688/2005 vom 4. April 2006 E. 3.1.3 mit
Hinweis). Zudem fiel der Beschwerdeführer auch im "geschützten" Rahmen der
Vollzugsanstalt negativ auf, indem er aus dem MZE K. am 5. November 2010 entwich
und erst wieder am 22. Dezember 2010 verhaftet werden konnte. Weiter hat er bei der
Arbeitsqualifikation "April 2011" seine Unterschrift verweigert und ist gemäss dem
Bericht des MZE K. vom 5. Juli 2010 bei wenigen Vorkommnissen aufgefallen. Der
Beschwerdeführer stand zudem aufgrund von Aussagen von anderen Insassen des
MZE K. im Verdacht, am 1. Februar 2011 beim Einbruchdiebstahl in das Büro der
Wohngruppe 2 des MZE K. dabei gewesen zu sein, als Bargeld in der Höhe von
insgesamt Fr. 790.--, zwei Mobiltelefone sowie 80 Tabletten Ritalin entwendet worden
seien. Sodann ist für die Beurteilung aus ausländerrechtlicher Sicht das
Nachtatverhalten des Beschwerdeführers ausserhalb eines solchen "geschützten"
Rahmens zu beachten und dieses fällt angesichts wiederholter Delinquenz trotz
laufenden Strafverfahren nicht positiv aus.
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Zum Zeitpunkt des Entscheids über den Widerruf ist zu bemerken, dass nach
bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht vorgeschrieben ist, wann über die
Wegweisung zu befinden ist, wenn der Täter eine längere Freiheitsstrafe zu verbüssen
hat. Die Regelung sollte einfach vor der Entlassung getroffen werden, damit das
weitere Schicksal des Ausländers vor seiner Entlassung durch einen vollstreckbaren
Entscheid geregelt ist (BGE 131 II 329 E. 2.4). Hierzu führt die Vorinstanz in
Übereinstimmung mit der Praxis des Verwaltungsgerichts richtig aus, dass eine
frühzeitige Entscheidung wünschenswert ist, wenn das Wohlverhalten während des
Vollzugs angesichts der Schwere des Verschuldens nicht mehr ins Gewicht fallen
würde, sodass der Ausländer Zeit hat, sich auf die Rückkehr in sein Heimatland
vorzubereiten (VerwGE B 2009/195 vom 16. September 2010 E. 6.1 mit Hinweis; vgl.
ferner B 2009/198 vom 24. Februar 2010 E. 2.2 f., beide abrufbar unter
www.gerichte.sg.ch). Vorliegend ist – wie bereits vorhin ausgeführt - von einer geringen
Bedeutung des Wohlverhaltens in Unfreiheit auszugehen. Zudem besteht gemäss
Aussagen seines Rechtsvertreters die Aussicht, dass der Beschwerdeführer Ende März
2012 bedingt entlassen wird. Aus diesen Gründen rechtfertigt sich zum jetzigen
Zeitpunkt ein Entscheid über den Widerruf der Niederlassungsbewilligung des
Beschwerdeführers.
Als nicht beachtlich erweist sich sodann der Einwand des Beschwerdeführers, dass ein
Entscheid während des Massnahmenvollzugs den Massnahmenzweck, also die
Resozialisierung torpediere. Wie bereits ausgeführt, kommt nach bundesgerichtlicher
Rechtsprechung aus fremdenpolizeilicher Sicht dem Resozialisierungsgedanken
angesichts des schweren Verschuldens des Beschwerdeführers und seiner
Unbelehrbarkeit nur geringe Bedeutung zu.
3.1.7. Es besteht somit aufgrund seines schweren Verschuldens an zahlreichen
erheblichen Delikten mit zahlreichen Geschädigten ein erhebliches öffentliches
Interesse, dass die Behörden die Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers
widerrufen und ihn aus der Schweiz wegweisen.
3.2. Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, dass ein erhebliches privates Interesse an
einem weiteren Verbleib in der Schweiz bestehe. Der Beschwerdeführer lebt seit 12
Jahren in der Schweiz. An sich trifft es zu, dass an den Widerruf einer
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Niederlassungsbewilligung umso strengere Anforderungen zu stellen sind, je länger ein
Ausländer in der Schweiz anwesend war. Zu berücksichtigen ist zudem, in welchem
Alter der Ausländer in die Schweiz eingereist ist. Es ist aber auch in Betracht zu ziehen,
dass bei wiederholter bzw. schwerer Straffälligkeit ein Widerruf der
Niederlassungsbewilligung selbst dann nicht ausgeschlossen ist, wenn ein Ausländer
hier geboren ist und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (BGE
2C_318/2010 vom 16. September 2010 E. 3.3.1.; BGE 130 II 190 E. 4.4.2 mit
Hinweisen; VerwGE B 2009/195 vom 16. September 2010 E. 5.4 mit Hinweis, abrufbar
unter www.gerichte.sg.ch). Nach der Praxis des Bundesgerichts ist eine Wegweisung
im Übrigen umso eher zulässig, wenn sich der Ausländer selbst nach längerer
Anwesenheit in der Schweiz nicht oder nur wenig integriert hat (vgl. BGE 2A.540/2001
vom 4. März 2002).
3.2.1. Von einer gelungenen Integration des Beschwerdeführers in der Schweiz kann
angesichts seiner strafrechtlichen Verurteilungen und seiner wiederholten Delinquenz
während laufenden Strafverfahren keine Rede sein, obwohl er seit dem 14. Lebensjahr
und somit seit über 12 Jahren in der Schweiz lebt. Auch andere Fakten sprechen
gegen eine gelungene Integration: Der Beschwerdeführer ist zwar in günstigen
familiären Verhältnissen aufgewachsen, aber auch dies konnte ihn nicht von der
Begehung zahlreicher erheblicher Delikte abhalten. Er hat in der Schweiz den Rest
seiner Schulzeit sowie Anlehren als Plattenleger und im MZE K. als
Reinigungsfachperson absolviert. Die Anlehre als Reinigungsfachperson begann der
Beschwerdeführer jedoch nur aufgrund erhöhten Druckes des MZE K. und der
zuständigen Behörden, da er andernfalls in den Strafvollzug hätte zurückkehren
müssen (Bericht des MZE K. vom 5. Juli 2010, S. 2). Nach seiner Anlehre zum
Plattenleger wurden die einzelnen Arbeitsverhältnisse jeweils nach kurzer Zeit wieder
aufgelöst. Eine gefestigte berufliche Integration ausserhalb einer geschützten
Umgebung besteht daher nach wie vor nicht, auch wenn er anfangs Januar eine
externe Arbeitsstelle ausserhalb des MZE K. antreten konnte. Hinzu kommt, dass sich
der Beschwerdeführer während des laufenden Strafverfahrens und nach der
Entlassung aus der ersten Untersuchungshaft Gruppen resp. Clans von Bürgern aus
Ex-Jugoslawien anschloss. Diese Gruppen und Clans verübten zahlreiche
Einbruchdiebstähle und andere Delikte und wiesen gemäss Schlussbericht der
Kantonspolizei St. Gallen vom 26. Juni 2009 teilweise mafiöse Strukturen auf. Auch aus
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der Anklageschrift an das Bezirksgericht Münchwilen vom 30. April 2010 ergibt sich,
dass der Beschwerdeführer teilweise in einem Treffpunkt von Männern aus dem Balkan
in W. arbeitete resp. dort häufig verkehrte. Damit fehlt dem Beschwerdeführer auch der
Wille zur gesellschaftlichen Integration.
3.2.2. Der Beschwerdeführer macht sodann noch die Verletzung seines Privat- und
Familienlebens gemäss Art. 8 EMRK und Art. 13 BV geltend, da seine Eltern,
Geschwister, Onkel und Tanten in der Schweiz leben würden und er den grössten Teil
seines Lebens in der Schweiz verbracht habe. Er sei sozial, aber auch finanziell von
seiner Kernfamilie abhängig.
Das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV verankerte Recht auf Achtung des
Familienlebens beschränkt sich grundsätzlich auf die Kernfamilie, d.h. die
Gemeinschaft der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern (vgl. BGE 129 II 11 E. 2
S. 14). Zwar hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in verschiedenen
Entscheiden festgehalten, dass unter bestimmten Voraussetzungen auch die
Beziehung von jungen Erwachsenen zu ihren Eltern vom Begriff des Familienlebens im
Sinne der Konvention erfasst sein kann (vgl. Urteil des EGMR in Sachen Maslov gegen
Österreich vom 23. Juni 2008, Rz. 62 mit Hinweisen). Vorliegend ist aber zu
berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer bereits 25 Jahre alt ist und daher nicht
mehr auf den Schutz und Beistand der Ursprungsfamilie angewiesen ist. Von ihm als
gesundem Menschen mit zwei abgeschlossenen Anlehren kann erwartet werden, dass
er selbst für seinen Lebensunterhalt sorgt. Eine Abhängigkeit von Eltern oder
Geschwistern im Sinne der Rechtsprechung zu Art. 8 EMRK ist daher nicht ersichtlich.
Zudem ergibt sich aus den Akten, dass er vor der Massnahme die meiste Zeit mit
Leuten aus Ex-Jugoslawien, die nicht Familienangehörige sind, verbrachte. Seit dem
Vollzug der Massnahme lebt der Beschwerdeführer sodann nicht mehr bei seinen
Eltern. Deshalb kann er keine Ansprüche aus Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV
ableiten. Auch das Bundesgericht anerkannte, dass der Beschwerdeführer angesichts
seines Alters und Gesundheitszustands nicht auf seine in der Schweiz wohnhaften
Eltern angewiesen ist. Es verneinte ebenfalls einen familiären Anspruch des ledigen und
kinderlosen Beschwerdeführers auf Aufenthalt (BGE 2C_484/2011 vom 23. August
2011 E. 3.2).
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Auch auf die Achtung seines Privatlebens kann sich der Beschwerdeführer nicht
berufen, da dazu besonders intensive, über eine normale Integration hinausgehende
private Bindungen gesellschaftlicher oder beruflicher Natur bzw. entsprechende
vertiefte soziale Beziehungen zum ausserfamiliären resp. ausserhäuslichen Bereich
erforderlich sind (BGE 130 II 286 E. 3.2.1 mit Hinweisen; BGE 2C_832/2009 vom
29. Juni 2010 E. 5). Solche qualifizierten Bindungen des Beschwerdeführers zur
Schweiz sind aus den Akten nicht zu entnehmen und werden von ihm auch nicht
genügend fundiert dargelegt. Zudem hat der Beschwerdeführer - entgegen der
Darstellung in der Beschwerdeschrift - den grössten Teil seines bisherigen Lebens
nicht in der Schweiz verbracht, da er abgesehen von einem Kurzaufenthalt erst im Jahr
2000 in die Schweiz einreiste und vorher vierzehn Jahre in Mazedonien lebte. Sodann
ist zu bemerken, dass selbst wenn der Beschwerdeführer Rechte gemäss Art. 8 EMRK
und Art. 13 BV geltend machen könnte, die Wegweisung angesichts des
überwiegenden öffentlichen Interesses daran als konventionskonform zu betrachten ist.
Der Einwand des Beschwerdeführers, dass die Platzierung in Mazedonien nach dem
Kurzaufenthalt in der Schweiz nur provisorisch gedacht war, ist nicht erheblich, da
einzig der Bezug zur Schweiz seit seiner Einreise im Rahmen des Familiennachzugs im
Jahr 2000 massgebend ist. Hinzu kommt, dass er nach seinem Kurzaufenthalt in der
Schweiz noch zehn Jahre in Mazedonien lebte.
3.2.3. Bei einer Gesamtbetrachtung des bisherigen Verhaltens des Beschwerdeführers
und seiner persönlichen Umstände muss somit davon ausgegangen werden, dass
seine weitere ständige Anwesenheit in der Schweiz eine unzumutbare Beeinträchtigung
der öffentlichen Sicherheit und Ordnung darstellen würde. Deshalb verstösst es nicht
gegen das Bundesrecht und die EMRK, wenn die Verhältnismässigkeit des Widerrufs
der Niederlassungsbewilligung bejaht wird. Dabei darf insbesondere berücksichtigt
werden, dass der Beschwerdeführer in ein Land zurückkehren wird, wo er mit
Ausnahme des Kurzaufenthalts in der Schweiz die ersten vierzehn Jahre seines Lebens
verbracht hat. Zudem ist er der Landessprache seines Heimatlandes mächtig und hat
bis zur 7. Klasse die Schule in Mazedonien absolviert. Zudem verkehrte er gemäss
Feststellung der Vorinstanz auch in der Schweiz mit Landsleuten. Dies zeigt, dass er
die Kultur und Sprache seines Heimatlandes kennt. Kein Kriterium sind sodann die im
Vergleich zur Schweiz allenfalls verminderten Resozialisierungschancen (BGE 2A.
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688/2005 vom 4. April 2006, E. 3.1.3). Aufgrund seiner abgeschlossenen Anlehren und
Schulausbildung in der Schweiz sollte er in seinem Heimatland eine weiterführende
Lehre oder Arbeit finden können.
Selbst wenn er sich in Mazedonien ein neues Beziehungsnetz aufbauen müsste und
die Rückkehr zweifellos mit wirtschaftlichen und persönlichen Schwierigkeiten
verbunden ist, kann ihm die Rückkehr zugemutet werden. Die entsprechenden
Nachteile hat er selbst zu verantworten. Der Kontakt zu Familienangehörigen in der
Schweiz kann er mittels Briefen, Internet oder Telefongesprächen und im Rahmen von
Besuchsaufenthalten von der Heimat aus pflegen.
3.3. Als gänzlich unbehelflich erweist sich schliesslich der Einwand des
Beschwerdeführers, dass mit der Wegweisung gestützt auf die strafrechtlichen
Verurteilungen gegen den Grundsatz der Doppelbestrafung (ne bis in idem) verstossen
werde. Der Dualismus von Strafverfahren und fremdenpolizeilichen Verfahren
entspricht klarer gesetzlicher Grundlage und der bundesgerichtlichen Rechtsprechung.
3.4. Die vom Rechtsvertreter des Beschwerdeführers in der Eingabe vom 2. Mai 2011
gestellten Beweisanträge (Befragungen des Beschwerdeführers, seines Vaters und
weiterer Familienmitglieder sowie der forensisch-therapeutischen Betreuungspersonen
des MZE K.) sind nicht geeignet, neue erhebliche Tatsachen hervorzubringen, die zu
einem anderen Schluss führen würden. Auf weitere Abklärungen kann daher verzichtet
werden. Auch auf die Einforderung von neueren Strafvollzugsberichten als denjenigen
in den Akten kann angesichts der erwähnten geringen Bedeutung des Wohlverhaltens
im Massnahmenvollzug verzichtet werden.
4. Gesamthaft ergibt sich, dass das öffentliche Interesse an der Fernhaltung des
Beschwerdeführers dessen privates Interesse an einem weiteren Verbleib in der
Schweiz überwiegt. Die Schwere seines Verschulden, die nicht erfolgreiche Integration
sowie die wiederholte und erhebliche Delinquenz sowie die erwähnten Praxen des
Verwaltungsgerichts und des Bundesgerichts lassen einen Widerruf der Niederlassung
trotz des relativ langen Aufenthalts in der Schweiz als verhältnismässig erscheinen. Der
angefochtene Entscheid verletzt somit Bundes- und Völkerrecht nicht.
5. (...).
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Demnach hat das Verwaltungsgericht