# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 82109a8d-6b04-4da9-9502-d58317293184
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1975 geborene und 1996 in die Schweiz eingereiste
X._
meldete
sich am
1.
Juli 2009 (Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an, unter Hinweis auf einen Stur
z nach
einem
Sprung beim Fussballspielen am
6.
September 2008 und eine Fron
talkollision mit
einem
PKW am 2
4.
März 2009 (
Urk.
7/1).
Die IV-Stelle tä
tigte berufliche und medizinische Abklärungen, insbesondere holte sie das poly
diszi
pli
näre Gutachten der
P._
(nachfol
gend: MEDAS) vom 2
7.
September 2012
ein
(
Urk.
7/43; ergänzend
e Ausfüh
rung
en
vom 1
8.
März,
6.
Juni und
1
8.
Juni 2013
,
Urk.
7/52
,
Urk.
7/56
und
Urk.
7/60 S. 9
)
.
Nach durchgeführtem Vorbescheid
verfahren (Vorbescheid vom
3.
Januar 2014,
Urk.
7/62; Einwand vom
6.
Februar 2014,
Urk.
7/65) wies die IV-Stelle
den Anspruch auf eine Invalidenrente
mit Verfügung
vom 28.
Februar 2014 (
Urk.
2) ab.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am
3.
April 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und be
antragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Beschwerde
geg
nerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer ab Rentenbegehren eine Vier
tels
rente auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um
Bewilligung der
unentgeltliche
n
Prozessführung und
Bestellung von
Rechtsanwalt
Dr.
Kurt Sintzel
als unentgeltl
ichen
Rechtsbeistand für das vorangegangene
Verwal
tungsver
fah
ren als auch
das vorliegende
Beschwerdeverfahren. Mit Beschwer
deantwort vom 2
0.
Mai 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6
unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
7/1-76
), was dem Be
schwerdeführer am 2
1.
Mai 2014 zur Kennt
nis gebracht wurde
(
Urk.
8)
. Mit Eingabe
vom 1
0.
Juli 20
14 (
Urk.
9
)
teilte der Beschwerdeführer mit, dass er seine Arbeitsstelle gekün
digt habe
,
und
reichte weitere Unterlagen ein (
Urk.
10/1-6;
ergänzende Eingabe
vom 1
7.
Juli 2014,
Urk.
11). Am 1
1.
September 2014
informierte er
, dass er noch
arbeitslos und der Entscheid des Sozialamtes
O._
noch ausstehend sei
(
Urk.
12).
Auf Aufforderung des Gerichts (Urk.
14) reichte er ausserdem den Nach
weis ein, dass seine Rechtsschutzversicherung
eine Kostenübernahme mangel
s Deckung ablehnt (Urk. 17/3).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) dafür,
dass der Beschwerdeführer seit September 2008 in seiner Tätigkeit als Eisenleger
voll arbeitsunfähig sei. Jegliche behinderungsangepassten, das heisse sämtliche
leichten und mittelschweren Tätigkeiten ohne körperliche Belastungsspitzen seien
ihm jedoch zu 100
%
zumutbar. Es sei für das Invaliden- und das Vali
denein
kom
men auf die Angaben des Bundesamtes für Statistik für Hilfsarbeiten abzu
stellen, womit ein Invaliditätsgrad von 0
%
resultiere.
Der Beschwerdeführer
brachte demgegenüber im Wesentlichen vor
, er arbeite halbtags im Bereich des Eisenl
egens, im Speziellen als Planles
er (
Urk.
1 S. 4).
Die Beschwerdegegnerin habe die Arbeitsaufnahme nicht erwähnt und auch nicht
berücksichtigt (
Urk.
1 S.
5).
Er fühle sich ausserstande, Mehrleistungen zu er
bring
en. Im MEDAS
-
Gutachten würden zu Unrecht Diagnosen
mit
wesentlicher
Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit verneint
.
Auch sei zu erwähnen,
dass gemäss Hinweis des Rheumatologen bei den Unfäl
len von 2008 und 2009
möglicherweise
Halswirbelsäulend
istorsionen eingetre
ten seien (
Urk.
1 S. 6). Die Schmerzen hätten mit den beiden Unfällen eine nachweisbare Ursache, so dass es sich nicht um eine somatoforme Schmerzstö
rung handle (
Urk.
1 S. 6 f.). Er leiste das Maximum, da
s
er zu leisten vermöge
,
und e
s sei lebensfremd anzu
nehmen, dass all die vorliegenden Erkrankungen keine Beeinträchtigung der Ar
beitsfähigkeit verursachen würden. Dazu sei seine physische und psychische Belastung viel zu gross. Dies umso mehr, al
s
er auch noch für seine Familie sorgen müsse und er auch sonst unter mannigfaltigen persönlichen Probleme
n
,
insbesondere im Zusammenhang mit dem Tod seines Bruders, dessen Kind er
adoptieren möchte
,
und
unter
seiner gross
en Schul
denlast zu leiden habe
(
Urk.
1
S. 7).
Das Valideneinkommen sei richtig
auf
Fr.
59‘906.-- festgesetzt worden,
das Invalideneinkommen dagegen sei entsprechend dem Verdienst im Jahre 2013
auf
Fr.
35‘059.-- festzuset
zen. Daraus resultiere eine Erwerbseinbusse in Höhe von
Fr.
24‘847.--, was ei
nem Invaliditätsgrad von 41
%
entspreche. Er habe dem
nach Anspruch auf eine Viertelsrente (
Urk.
1 S. 7).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Sie kann Folge von Ge
burts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächti
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teil
weise
Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den aus
ge
g
lichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem
nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG)
.
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen
, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem
sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des
strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen,
ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S.
188 E.
2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E. 1c;
U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.4
In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist auf die Erfah
rungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftrags
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientin
nen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behand
lung
oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschied
liche Natur von Behandlungsauftrag de
r therapeutisch tätigen (Fach-)
Person einerseits und Be
gutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten ander
seits (BGE 124 I 170
E.
4
) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten
stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn
die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Ein
schät
zungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abwei
chende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wich
tige
- und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende - Aspekte benen
nen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Ur
teil
des Bundesgerichts
8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2
mit Hinwei
sen, u.a. auf
SVR 2008 IV Nr
. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]
).
3.
3.1
Die bis zur polydisziplinären Begutachtung aufliegenden Arztberichte wurden in
der Expertise vom 2
7.
September 2012 zusammengefasst (
Urk.
7/43 S. 2
ff.) wes
halb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden.
3.2
3.2.1
Die begutachtenden Ärzte der MEDAS hielten im Gu
tachten vom 2
7.
September 2012
keine Diagnosen mit wesentlicher Einschränkung der Arbeitsfähigkeit fest.
Als
Diagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, aber mit Krankheitswert
,
notierten
sie folgende (
Urk.
7/43 S. 18 f.):
Kopfschmerzen vom Spannungstyp mit Übergang in Migräne, bei
Analgetikaabusus (Mefenacid), mit
m
öglichem, nicht migränebedingtem Vomitus durch Mefenacid
m
öglicher posttraumatischer Komponente, bei
Status nach (wahrscheinlichem) Kopfstoss/Sturz beim Fussball 09/2008
Status nach Kopfanprall frontotemporal rechts bei Auto-Auffahr
kollision 03/2009
Angabe von Schwindel, objektiv nicht-vestibulär
Angabe von sensorischem Hemisyndrom rechts ohne objektivierbares Korrelat
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41), bei
a
bgeklungener Anpassungsstörung nach längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21)
m
anifester Verdeutlichungstendenz (intentionelles Rülpsen)
Nikotinabusus (40 Zigaretten pro Tag, 20 pack years; ICD-10 17.25)
Adduktoreninsertionstendinopathie am rechten Knie
Als Nebenbefunde notierten sie folgende:
Hyperopie und Astigmatismus (Brille)
Akneresiduen über dem kranialen Rückenbereich
Hypercholesterinämie
Leicht erhöhte Blutsenkungsreaktion
Leicht erhöhte Absolutwerte von Eosinophilen und Lymphozyten
Status nach Zirkumzision (Kindheit)
2008 Unfall beim Fussball
2009 Kurzhospitalisation nach Auffahrkollision mit Schädeltrauma (un
angegurtet)
2009 Erste Rehabilitationshospitalisation (
Y._
)
2009 Zweite Rehabilitationshospitalisation (
Y._
)
2009 Beginn der ambulanten psychiatrischen Therapie
3.2.2
Die begutachtenden Ärzte hielten zusammenfassend fest, dass der Beschwerde
führer subjektiv in erster Linie über Kopfweh klage, welches beim Fussball bei einem Kopfstoss/Sturz entstanden sei, wonach er benommen und aus der Nase blutend auf dem Rasen erwacht sei; seither habe ihn das Kopfweh nicht mehr
verlassen. Es sei nach einer selbst verursachten Auffahrkollision am 2
4.
März 2009 auf der Autobahn (unangegurtet) und besonders nach dem SUVA-Ent
scheid, für die Kopfschmerzen nicht mehr zu bezahlen
, noch schlimmer gewor
den
und seither rund um die Uhr vorhanden, so dass er jede Nacht zwei bis drei Mal deswegen aufstehen, Wasser trinken, rauchen und etwa jede zweite Nacht eine zusätzliche Tablette Mefenacid schlucken müsse. Die Hauptlokalisation zeige er
parietookzipital rechts, eine Ausstrahlung führe von dort in die insge
samte recht
e Körperhälfte, die Schmerzen würden durch „falsche“ Kopfbewe
gungen, jegliche körperliche Anstrengung sowie „Nervosität“ verschlimmert. Er habe inzwischen alle früher ausgeübten Sportarten ausser dem ruhigen Brust
schwumm aufgeben müssen, könne aber durchaus noch selber Auto fahren. Als Begleitphänomene liessen sich eine Reihe neurovegetativer Symptome eruieren, er habe Angst vor einer möglichen Lähmung des rechten Beins (
Urk.
7/43 S. 17).
Seine Gemütslage sei durch die beiden genannten Unfälle deutlich verdüstert worden, andererseits fühle er sich schmerzeshalber eher krank als unglücklich (
Urk.
7/43 S. 18).
3.2.3
Objektiv wirke der normosome Beschwerdeführer altersentsprechend und psy
chi
sch etwas flach, wenig schwingungsfähig, aber nicht depressiv
,
und spreche mit etwas monotoner, aber normal lauter Stimme ausnehmend gut Deutsch. Die rechte, dominante Hand sei, trotz „Halbseiten-Missgefühl“ rechts, deutlicher be
schwielt als die linke. Es lägen viele Akneresiduen über dem kranialen Rücken
bereich vor. Die Kopfbeweglichkeit sei allseits leicht eingeschränkt durch Angst vor Exacerbation der Kopfschmerzen. Bei der Untersuchung der Valleix-Punkte rechts sei plötzliches Ächzen, Luftschlucken und Rülpsen aufgetreten, analog
beim Prüfen der Schulterbeweglichkeit. Hypermetropie liege beidseits vor (Brille).
Im Neurostatus gebe er eine Art „Schwere“ der gesamten rechten Körperhäl
fte
an.
Vibration werde aber symmetrisch emp
funden, Berührung und Nadelrad
eher
nicht, die rechte Seite sei „einfach anders“. Der Händedruck links sei kräftiger
als recht
s
, beim Lasègue-Versuch
sei bei 80° beidseits Gegendruck und wiede
rum
Rülpsen aufgetreten, beim Ebenausgang sei ein deutliches Hin
ken mit Lang
phase rechts feststellbar. Es liege eine manifeste Verdeutlichungs
tendenz vor
(
Urk.
7/43 S. 18).
Im Labor seien leicht erhöhte Werte von Blutsenkungsreaktion und absoluten Zahlen von Eosinophilen und Lymphozyten sowie des Gesamtcholesterins bei wegen Nicht-Nüchternheit (Blutentnahme 15.45 Uhr) nicht beurteilbaren Trigly
ceriden festgestellt worden (
Urk.
7/43 S. 18).
3.2.4
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabili
tation, speziell Rheumaerkrankungen,
habe ein sensorisches Ha
l
bseitensyndrom
rechts ohne objektivierbare somatische Ursache am Bewegungsapparat nach zwei
Unfällen 2008 und 2009 und eine Periarthropathie des rechten Knies diag
nos
tiziert und hege den Verdacht auf Symptomausweitung und Chronifizierung. Er veranschlage die momentane Arbeitsunfähigkeit als Eisenleger-Planer auf 50
%
der Norm, reduzierbar durch adäquate Behandlung bis etwa November 2012 auf
0
%
; die Arbeitsunfähigkeit für körperlich leichte und mittelschwere Verweis
tätig
keiten sowi
e für den eigenen Haushalt betra
g
e
0
%
der Norm (
Urk.
7/43 S.
18).
Dr.
med. Ph.
A._
, Facharzt Neurologie FMH,
finde Kopfschmerzen vom Span
nungstyp mit Übergang in Migräne nach zweimaliger leichter traumatischer
Hirnverletzung, in wahrscheinlichem Zusammenhang mit Analgetikaabusus, vaso
vagale Kollapse und nicht-vestibuläre unspezifische Schwindelbeschwer
den, daneben eine Gefühlsveränderung der rechten Körperseite
,
und attestiere, mit Einschränkung von körperlichen Belastungsspitzen, eine volle Arbeitsfähig
keit (
Urk.
7/43 S. 18).
Dr.
med.
B._
, FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
stelle die Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren und diejenige einer abgeklungenen Anpassungsstörung nach längerer
depressiver Reaktion, beide ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/43 S.
18).
3.2.5
Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit auf dem Bau als Eisenleger-Controller werde die momentane Arbeitsfähigkeit auf 50
%
der Norm geschätzt, bis November 2012 sei die Schätzung unter adäquater Therapie schrittweise auf 100
%
zu er
höhen; limitierend sei der Verdacht des Rheumatologen auf mögliche, bei den Unfällen 2008 und 2009 stattgehabte Halswirbelsäulendistorsionen. Die gleiche
Schätzung gelte auch für manuelle Schwerarbeit, währenddem körperlich leichte
und mittelschwere Verweistätigkeiten ohne körperliche Belastungsspit
zen voll zumutbar seien, desgleichen die Führung des eigenen Einpersonen
haushalts. Der mutmassliche Beginn der reduzierten Arbeitsfähigkeit sei der
6.
September 2008
bzw.
der Unfall beim Fussballspiel (
Urk.
7/43 S. 20).
3.2.6
Bezüglich des Verlaufs der Arbeitsfähigkeit führte
Dr.
Z._
im Bericht vom
1
8.
März 2013 (
Urk.
7/52) ergänzend aus, dass der Beschwerdeführer im An
schluss
an die Kopfprellung nach einem Sturz (mit
Halswirbelsäulen- [
HWS-
]
Kontusion?) beim Fussballspiel am
6.
September 2008 für 6.5 Monate von der beruflichen Ausübung als Eisenleger-Planer und Eisenleger vollständig dispen
siert, d.h. eine vollständige Arbeitsunfähigkeit ausgesprochen worden sei. Diese komplette Arbeitsunfähigkeit infolge Nacken- und anhaltender Kopfschmerzen dünke ihn nach einem derartigen Sportunfall extrem lang. Ein Arbeitsversuch mit Anpassung, d.h. ausschliessliche Berufstätigkeit als Eisenleger-Planer mit
Dispens von Hilfsarbeiten beim Eisenlegen selbst, hätte er
spätestens 3-4 Mo
nate
nach der oben erwähnten Prellung
als angemessen und zumutbar erachtet (
Urk.
7/5
2 S. 1).
Am 2
4.
März 2009 sei ein indirektes HWS-Trauma (sogenannte HWS-Distor
sion) und ein direktes Schädeltrauma (Rissquetschwunde [RQW] frontotemporal rechts) mit Commotio cerebri,
Lendenwirbelsäulen
-
(LWS-)
und Kniekontusion links erfolgt. Eine neurologisch-spezialärztliche Untersuchung am
2.
April 2009 aufgrund okzipital betonten, sich über den ganzen Schädel ausbreitenden Kopf
schmerzen sowie Nacken- und Schulterschmerze
n habe ein „generalisiertes chro
nisches therapieresistentes Schmerzsyndrom“ ergeben. Von einer physika
lischen
Therapie, auch von lokalen passiven Anwendungen
,
sei abgeraten wor
den wegen
der Befürchtung einer kontraproduktiven Wirkung. Hier hätte er spätestens 3-4 Wochen nach dem genannten HWS-Trauma vorsichtige lokale Massnahmen wie milde Wärmeapplikationen, detonisierende Massagen, Deh
nungen der verkürz
ten tonischen Muskeln, Entlastungslagerungen mit Kissen
beratung, Entlastungs
übungen im Liegen und Sitzen und muskuläre Relaxation nach Jakobson in Betracht gezogen. Die Dispensierung von der Berufstätigkeit vom 2
4.
M
ä
rz 2009 bis zum
1.
März 2012 (
>
3.5 Jahre) scheine ihm ungewöhn
lich lange. Seines Erachtens wäre ein Arbeitsversuch als Eisenleger-Planer (ohne
Mitarbeit beim
Eisenlegen) gemäss zu erwartendem Heilungsverlauf spätestens 1 Jahr nach dem
leichten Schädelhirntrauma und nach dem indirekten HWS-Trauma vom
2.
Apri
l 2009 angezeigt gewesen. Insofern seien für ihn die Anga
ben zur Arbeitsun
fähig
keit bis zum Zeitpunkt ihrer Begutachtung (Rheumatolo
gisches Konsilium am
5.
Juli 2012) nicht plausibel (
Urk.
7/52 S. 2).
Es habe aus rheumatologischer Sicht keine dauerhafte (über 1 Jahr anhaltende) Arbeitsunfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit bestanden
. Nach den bisherigen Erfahrungen mit Schleudertraumapatienten könnten zwar post
traumatisch Symptome in seltenen Fällen über ein Jahr anhalten, was jedoch
nicht eine anhaltende Arbeitsunfähigkeit mit sich bringe. Die Dispensierung vom
Eisenlegen im engeren Sinn und gleichzeitig die Wiederaufnahme eines re
du
zier
ten Pensums als Eisenleger-Planer vor Ablauf eines Jahres hätte er aus rein rheumatologischer Sichtweise als zumutbar erachtet. Die kreisärztliche Un
ter
suchung am
8.
April 2009 (2 Tage nach
2.
HWS-Trauma) habe nicht voll
ständig durchgeführt werden können wegen starker muskulärer Blockierung und da keine ausreichende Mitarbeit vorgelegen habe. Es seien
im damaligen Bericht
Zeichen der Selbstlimitierung wahrgenommen
worden
,
und
es
habe ge
heissen
,
die Unterschiede zwischen demonstrierter und spontaner HWS-Beweg
lichkeit
seien
beträchtlich.
Bei der Hospitalisation in
Y._
(1
9.
Mai -
9.
Juli 2009) habe sich erneut die Symptomenausweitung in Form einer generalisierten mus
kulären Blockierung in allen Wirbelsäulenabschnitten noch mehr als 2 Mo
nate nach dem zweiten Trauma gezeigt. Die generalisierten muskuloskelettalen Be
schwerden hätten schon damals kein somatisch fassbares Korrelat gezeigt. So sei
auch das jetzt vorliegende Halbseitensyndrom im Rahmen einer Symptome
n
aus
weitung zu interpretieren
(
Urk.
7/52 S. 2).
4.
4.1
Beim MEDAS-
Gutachten waren Ärzte der Fachrichtungen Innere Medizin und Endokrinologie, Neurologie, Psychiatrie und P
sychotherapie und Rheumatologie
(
Urk.
7/42) vertreten, womit es sich für die vorliegend zu beantwortenden Fra
gen
als umfassend erweist. Das Gutachten beruht auf für die streitigen Belange um
fassenden fachärzt
lichen Untersuchungen und wurde
in Kenntnis der Vorakten (
Urk.
7/43 S.
1 ff.) verfasst. Die Gutachter haben detaillierte Befunde (
Urk.
7/43 S.
14 ff.;
Urk.
7/43 S.
25;
Urk.
7/43 S.
31 f.;
Urk.
7/43 S.
37)
und
hieraus
begründete
Di
agnosen (
Urk.
7/43 S.
18 f.) erhoben, die geklagten Beschwerden (
Urk.
7/43 S.
12 ff.;
Urk.
7/43 S.
23 ff.;
Urk.
7/43 S.
28 ff.;
Urk.
7/43 S.
36 f.) berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander
gesetzt.
4.2
Dr.
B._
hielt fest, dass die Diagnose-Kategorie der Schmerzstörung mit so
ma
tischen und psychischen Faktoren, die er gewählt habe, die Problematik noch
am ehe
sten abbilde. Nach Prüfung der Försterkriterien beurteilte er die Schmerz
störung als ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.
Voll
ständig
keits
halber ist darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht mit Urteil 9C_492/2014 vom
3.
Juni
2015
(BGE 141 V 281)
seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditäts
be
messung bei psychosomati
schen Störungen neu gefasst hat.
Das vorliegende MEDAS-Gutachten erlaubt
auch eine schlüssige Beurteilung im Lichte der mass
geblichen Indikatoren gemäss
diesem
Urteil (vgl.
daz
u BGE 141 V 281
E. 1.1.2 am Ende und E. 4.8):
Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht im erwähnten Leitentscheid
BGE 141 V 281
wie folgt:
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –resistenz (E. 4.3.1.2)
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen; E. 4.3.2)
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen ver
gleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Lei
dens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich e
ntscheidend ist der Aspekt der
Konsistenz
(
BGE 141 V 281
E.
4.4).
Der Beschwerdeführer
arbeitete in einem 50%-Pensum
und kontrollierte
dabei die richtige Verlegung des Ei
sens, verlegte allerdings gemäss eigenen Aus
sagen gegenüber
Dr.
B._
auch selbst Eisen (
Urk.
7/43 S. 32). Unter Druck habe er an vereinzelten Tagen prak
tisch volle Pensen geleistet. In der Freizeit
habe er Kontakte zu Kollegen, zum Bruder und der in
C._
lebenden Freun
din (
Urk.
7/43 S.
34).
Er nahm
keine psychi
atrische Behandlung in Anspruch
- so brach er eine bereits wäh
rend des stationären Aufenthalts in
Y._
auf
ge
nommene psychotherapeuti
sche Behandlung nach zwei Konsultation
en
auf
grun
d
fehlender Motivation ab (Bericht vom 1
2.
Mai 2010,
Urk.
7/15/
9). Im Psychia
trie
zentrum
D._
erfolgte nur eine einmalige Konsultation (Bericht vom
8.
N
ovember 2010,
Urk.
7/18
/1
9) und am
E._
, Klinik für
Psychiatrie und Psychotherapie, erfolgte
zwar
eine Abklärung zur empfohlenen Therapie,
allerdings
keine Therapie an sich (
Urk.
7/22/
9;
Urk.
7/40 S. 104).
Aufgrund des Aktivitätenniveaus und des nicht ausgewiesenen Leidensdrucks ist
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt, dass die chronische
Schmerz
störung
funktionelle
Auswirkungen
zeitigt. Auf eine Prüfung der
übri
gen Standardindikatoren
ka
nn demnach
ver
zichtet werden, da die
Schmerz
stö
rung
aufgrund der beweisrechtlich entschei
denden fehlenden Konsistenz
nicht invalidisierend ist.
4.
3
Der Beschwerdeführer brachte vor
,
das Gutachten
werde sein
er Gesamtsituation nicht gerecht
.
Es
verneine zunächst zu Unrecht Diagnosen mit wesentlicher Ein
schränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit, stelle aber doch umfangreiche Diag
nosen mit Krankheitswert, welche die Arbeitsfähigkeit nicht beeinträchti
gen würden.
Der Beschwerdeführer führte allerdings nicht aus, i
nwieweit
ihn
die ge
stellten Diagnosen entgegen dem MEDAS-Gutachten in einer angepassten Tätig
keit einschränken würden,
so dass kein Anlass besteht, die schlüssige Be
urtei
lung
der Ärzte in Zweifel zu ziehen.
Das gleiche gilt für den Arztbericht von
Dr.
med.
F._
, prakt. Arzt, vom 1
1.
Juli 2014 (
Urk.
11), da er darin lediglich fest
hielt, dass die Künd
igung aus medizinischem
Sinne zu verantwor
ten und
die
Ver
richtung
schwere
r
Arbeiten auf der Baustelle auch in Zukunft
unvorstellbar sei
. Zu einer angepassten Tätigkeit oder
diesbezüglichen
Einschränkungen äus
serte er sich nicht.
4.
4
Zusammenfassend haben die begutachtenden Ärzte
die medizinischen Zustände
und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nach
vollziehbar begründet. Das MEDAS-Gutachten erfüllt daher die rechtspre
chung
s
gemässen Anforderungen an beweistaugliche ärztliche Ents
cheidungs
grund
la
gen
(vgl. E. 2.3
).
Demnach
ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer
spätestens
ab
dem Zeitpunkt der
Begutachtung
(die letzte Untersuchung fand am
5.
Juli 2012 statt,
Urk.
7/42 S. 1) in ein
er angepassten Tätigkeit zu 100
% arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, ob
allenfalls
vor der MEDAS-Begutachtung e
ine gesundheitli
che Beeinträchtigung mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit vorlag
. Der
Beschwerdeführer meldete sich am
1.
Juli 2009 bei der Beschwerdegegnerin zum
Leistungsbezug an (
Urk.
7/1). Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ab
lauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (
Art.
29
Abs.
1 IVG), womit
vorliegend ein
Rentenanspruch frühestens a
b
1.
Januar 201
0 zu prüfen bleibt
.
5.2
5.2.1
Dr.
B._
hielt
in psychiatrischer Hinsicht
bezüglich Arbeitsfähigkeit fest, dass
der Beschwerdeführer aktuell im Bauhauptgewerbe in einer Sonderfunktion tä
tig
sei. Aufgrund der psychiatrischen Befunde sei er durchaus in der Lage, das Pen
sum
auszubauen und in vollem Umfang in diesem Bereich tätig zu sein. Auch in Verweistätigkeiten, welche auf seine Persönlichkeitseigenschaften Rücksicht näh
men, sei er vollumfänglich einsatzfähig. Da in vielen Bereichen etwas vage An
gaben vorlägen, könne er nicht ausschlies
sen, dass vorüberge
hend eine An
passungsstörung manifest gewesen sei, die seine Arbeitsfähigkeit eingeschränkt habe, es habe sich aber sicher um keinen überdauernden Zustand gehandelt (
Urk.
7/43 S. 34).
5.2.2
Im Austrittsbericht der Rehaklinik
Y._
vom 1
5.
Oktober 2009 (
Urk.
7/22) wurde dem Beschwerdeführer aufgrund einer mittelschweren allgemeinen und
kognitiven Leistungsminderung infolge einer psychischen Störung mit Krank
heits
wert eine Arbeitsunfähigkeit von 75
%
attestiert.
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
an de
r
Rehaklinik
Y._
, hielt im psychiatrischen Bericht vom
2.
März 2010 (
Urk.
7/18/
61 ff.) eine anhal
tende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) fest. Die Arbeitsfähigkeit betrage weiterhin 25
%
, die Arbeitsunfähigkeit von 75
%
sei psychiatrisch krankheits
be
dingt (
Urk.
7/18/
63).
Im
neuropsychologischen Bericht
vom
2.
März 2010 diag
nos
tizierten die Ärzte der Rehaklinik
Y._
anlässlich der Reevaluation
(
Urk.
7/
15/33 ff.) eine unspezifische neuropsychologische Störung im Rahmen
einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) mit charakte
ris
tischer Verdeutlichung der Beschwerden sowie möglicherweise bestehender be
wusstseinsnaher Aggravation. Sie führten aus, dass der Be
schwerdeführer ein unspezifisches, mittelschweres bis schweres kognitives Be
schwerdebild zeige.
Das Ausmass der präsentierten Beschwerden sei jedoch kei
neswegs vereinbar mit
den am 2
4.
März 2009 und
6.
September 2009 (richtig
:
2008) erlittenen leich
ten traumatischen Hirnverletzungen. Bei leichten trauma
tischen Hirnverletzungen müsse bei länger als drei bis sechs Monate anhalten
den Beschwerden angenom
men werden, dass psychoreaktive Störungen, Medi
kamentennebenwirkungen, ein
sekundärer Krankheitsgewinn oder schwierige psychosoziale Verhältnisse wesent
l
ich zur Aufrechterhaltung der Symptome beitragen würden. Die Beschwerden des Beschwerdeführers dürften hauptsäch
lich auf folgende ätiologische Faktoren zurückzuführen sei: Die kognitiven De
fizite, die Schmerzen und die vegetativen Beschwerden seien als psychische Fehlverarbeitung zu interpretieren und am
ehesten im Rahmen der aus psychi
atrischer Sicht diagnostizierten anhaltenden
somatoformen Schmerzstörung einzuordnen. Er zeige eine
(bei somatoformen Stö
rungen charakteristischerweise vorhandene) stark
akzentuierte Art der Be
schwer
de
darstellung (bewusstseins
ferne Verdeutlichung mit dem primären Motiv
,
den Untersucher vom Vorhan
densein der Beschwerden zu überzeugen). Schliess
lich könne aufgrund der Er
gebnisse eines Symptomvalidierungs
t
ests eine (be
wusst
seinsnahe) Aggravation der Beschwerden nicht ganz ausgeschlossen wer
den
.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung führt die Diagnose der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
nicht zur
Feststellung einer invalidenversiche
rungsrechtlich erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung,
soweit die Leistungs
ein
schränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht
(
mit weiteren Hinweisen: Urteil des Bundesgerichts 9C_492/2014 vom
3.
Juni 2015, E. 2.2.1
).
Vorliegend ist dies
gestützt auf den neuropsychologischen Be
richt vom
2.
März 2010
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
gegeben.
5.2.3
Gestützt auf die weiteren vorliegenden Arztberichte ist ebenfalls mit über
wie
gender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass keine invalidenversicherungsrecht
lich
relevante psychiatrische Gesundheitsbeeinträchtigung vorlag: Noch wäh
rend des
stationären Aufenthalts in
Y._
war
der
Beschwerdeführer zweimal bei
Dr.
H._
, Praxis für Psychotherapie und Psychosomatik, in Be
hand
lung.
Dr.
H._
äusserte sich allerdings nicht konkret zur Arbeitsfähig
keit (
Urk.
7/15/
9;
Urk.
7/18/
47). Die Ärzte des
E._
, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, äusserten sich im Bericht vom 2
1.
Januar 2011 nicht zu allfälligen aktuellen Einschränkungen der Arbeitsf
ä
higkeit (
Urk.
7/19/
47
ff.; vgl.
Urk.
7/40/
104), ebenso wenig die Ärzte des Psychiatrie
zentrums
D._
AG (Bericht vom
8.
November 2010,
Urk.
7/18/
19).
Unter Berücksichtigung der
vorliegenden Arztberichte, insbesondere der
Be
richte
der Ärzte der Rehaklinik
Y._
,
sowie des psychiatrischen Teilgutach
tens ist
demnach
festzuhalten
, dass ab dem
1.
Januar 2010 bis zum Begutach
tenszeitpunkt
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
keine invalidenversiche
rungsrechtlich relevante psychiatrische Gesundheitsbeeinträchtigung vorlag.
5.3
Dr.
A._
hielt fest, dass aufgrund der als stark beschriebenen Kopfschmerzen höchstens eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in Bezug auf körperliche Be
lastungsspitzen formuliert werden könne. In einer derart angepassten Tätig
keit könne jedoch eine bleibende, messbare Arbeitsunfähigkeit nicht angenom
men
wer
den (
Urk.
7/43 S.
27).
Auf
Nach
frage der Beschwerdegegnerin hielt
Dr.
Z._
fest, ein Arbeitsversuch als
Eisenleger-Planer (ohne Mitarbeit beim
Eisenlegen) wäre gemäss zu erwartendem Heilungsverlauf spätestens 1 Jahr nach
dem leichten Schädelhirntrauma und nach dem indirekten HWS-Trauma vom
2.
April 2009
angezeigt gewesen. E
s habe aus rheumatologischer Sicht keine dauerhafte (über 1 Jahr anhaltende) Arbeitsunfähigkeit in einer behinde
rungs
angepassten Tätigkeit bestanden
(vgl. E. 3.2.6
)
.
Ergänzend führte
Dr.
I._
in seiner Stellungnahme aus, dass der Verlauf der Arbeitsunfähigkeit in Prozenten d
er Norm retrograd nicht genauer zu bemessen sei (
Urk.
7/56, vgl. auch
Urk.
7/60
S. 9).
Im Austrittsbericht der
Rehaklinik
Y._
vom 1
5.
Oktober 2009 (
Urk.
7/22) attestierten die Ärzte dem Beschwerdeführer eine mittelschwere allgemeine und kognitive Leistungsminderung infolge einer psychischen Störung mit Krank
heitswert. In einer leichten kognitiven und körperlichen Arbeit sei er zu 25
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/22 S. 1 f.). Sie hielten fest, dass
sie aus neurologischer Sicht
die Beschwerden, welche nach über drei Monaten immer noch vorhanden seien, nicht erklären könnten. Als Folge des Unfalls bestehe bei dem Beschwerdeführer eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung
,
und es lägen psychosoziale Be
lastungsfaktoren vor, welche aus epidemiologischer Sicht die Entwicklung chronischer Schmerzen begünstigen könn
t
e
n
(
Urk.
7/22 S. 3).
D
ie von der Reha
klinik
Y._
attestierte Arbeitsunfähigkeit war somit nicht somatisch, sondern
durch die
fragliche
psychische
Störung mit Krankheitswert
begründet. Demnach
ist
nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
im rentenrele
vanten Zeitpunkt in
somatischer
Hinsicht eine Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit bestand.
5.4
Auf die zahlreichen im Recht liegenden Arztberichte und Auskünfte von
Dr.
F._
(vgl.
Urk.
7/40/
194;
Urk.
7/15/
25;
Urk.
7/18/
91;
Urk.
7/18/
83;
Urk.
7/40/155;
Urk.
7/40/
145;
Urk.
7/18/
37;
Urk.
7/18/
25;
Urk.
7/18/
15;
Urk.
7/16;
Urk.
7/1
8/
2;
Urk.
7/18/
9;
Urk.
7/40/
88;
Urk.
7/40/
93 f.
Urk.
7/20)
kann aufgrund der jeweils
nur sehr knappen Ausführungen sowie unter Hinweis auf die Erfahrungs
tat
sache,
dass behandelnde Ärzte in Zw
eifels
fällen eher zu Gunsten ihrer
Patienten aus
sagen
(E. 2.4)
, nicht abgestellt werden.
5.5
Zusammenfassend
ist
davon auszugehen
, dass der Beschwerdeführer
ab
dem
1.
Janu
ar 2010 (allfälliger An
spruchsbeginn
, vgl. E.
5.1
) in einer angepassten,
körperlich maximal mittel
schweren Tätigkeit ohne körperliche Belastungs
spit
zen
voll arbeitsfähig war.
6
.
6
.1
6
.1.1
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothe
ti
schen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invali
de
n
einkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige renten
wirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass res
pektive bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind. Bevor die Ver
wal
tung über einen Leistungsanspruch befindet, muss sie daher prüfen, ob al
len
fall
s in der dem Rentenbeginn folgenden Zeit eine erhebliche Veränderung der hypo
thetischen Bezugsgrössen eingetreten ist. Gegebenenfalls hat sie vor ihrem Ent
scheid einen weiteren Einkommensvergleich durchzuführen (BGE 129 V 222 E.
4.2
in fine, 128 V 174, Urteil des Bundesgerichts I 156/02 vom 26. Mai 2003).
6
.1.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frü
hest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zu
letzt
erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensent
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass
die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt wor
den wäre. Aus
nah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322
E. 4.1 mit Hinweisen).
Der bei der Bemessung des Invalideneinkommens zu berücksichtigenden ausge
glichenen Arbeitsmarktlage (Art. 16 ATSG) ist grundsätzlich auch bei der Fest
setzung des Validenlohnes Rechnung zu tragen, wobei auf die Ergebnisse der vom
Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstruk
turer
hebung (LSE) abgestellt werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_192/2014 vom
23. September 2014 E. 3.2 mit Hinweisen).
6.1.3
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung zumutbarerweise noch reali
sier
baren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung
pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
s
icherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Er
werbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gege
ben
sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zu
mut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Ar
beits
leistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tat
sächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75
E.
3b/aa mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21. August 2006
E. 4.2).
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil
die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so
kön
nen nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für
Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezo
gen werden (BGE 126 V 75 E.
3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Brut
to
löhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hinweis), wobe
i jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwen
dung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr gene
rell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der mass
gebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenar
beitszeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E.
4.3.2, 126 V 75 E.
3b/bb, 124 V 321 E.
3b/aa;
AHI 2000 S. 81 E. 2a).
6.2
Massgeblicher Zeitpunkt für den Einkommensvergleich ist der hypothetische Rentenbeginn, somit der 1. Januar 2010 (vgl. E. 6.1.1 und E. 5.1).
6.2.1
Beim Valideneinkommen stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Angaben des Bundesamtes für Statistik für Hilfsarbeiten entsprechend der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung für das Jahr 2009 (Einkommensvergleich vom 27. Dezember 2013, Urk. 7/59). Aufgrund der Aktenlage, insbesondere der jeweils nur kurzen Anstellungsverhältnisse (vgl. Auszug aus dem individuellen Konto, Urk. 7/12/15 ff.; Lebenslauf, Urk. 7/44) ist das Abstellen auf den Tabellenlohn richtig. Korrekterweise wäre allerdings das Einkommen für einfache und repetitive Tätigkeiten für Männer (Total Ziff. 02-96) gemäss der Tabelle TA1 (Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftsabteilungen, Anforderungsniveau des Arbeitsplatzes und Geschlecht [1/2] - Privater Sektor) der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2010 des Bundesamtes für Statistik heranzuziehen.
6
.2.2
Bezüglich des Invalideneinkommens führte der Beschwerdeführer aus, es sei auf das tatsächlich erzielte Einkommen
im Jahr 2013 bei der
J._
AG in Höhe von netto
Fr.
35‘059.-- abzustellen
und nicht auf den Tabellenlohn
(
Urk.
1 S.
7; vgl. Lohnausweis
J._
AG 2013,
Urk.
3/3). D
as
Arbeitsverhältnis
wurde per
1.
März 2012
bei der
J._
AG
aufgenommen
(Arbeitsvertrag vom 29.
Februar
2012,
Urk.
3/2). Der Beschwerdeführer führte aus, der Besitzer habe
gewechselt und das Unternehmen habe danach
K._
GmbH geheissen,
bei welcher
er ab dem 2
7.
Januar 2014 angestellt gewesen sei (
Urk.
1 S.
4; Arbeits
vertrag
K._
GmbH vom 2
7.
Januar 2014,
Urk.
3/4). Der Be
schwer
de
führer kün
digte das Arbeitsverhältnis per
1
3.
Juni 2014 (
Urk.
10/1). Beson
ders stabile Ver
hältnisse sind damit nicht gegeben. Auch ist festzuhalten, dass der
Beschwer
deführer die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit nicht in zumutbarer Weise
aus
schöpfte,
da
ihm eine voll
schichtig
e Arbeitsfähigkeit in
angepasster Tätigkeit
zumutbar
ist
.
Demnach ist nicht auf das tatsächlich erzielte Einkommen abzu
stellen, sondern
wiederum auf den Tabellenlohn für männliche Hilfsarbeiter für das Jahr 2010 (vgl. E. 6.2.1).
6
.2.3
Da das Validen- dem Invalideneinkommen
entspri
cht
,
liegt keine Erwerbsein
busse vor. Ein Leidensabzug ist vorliegend nicht gerechtfertigt, da der Be
schwer
deführer zuvor in unterschiedlichen, zumeist nicht schweren Tätigkeiten (Stapler
fahrer, Mitarbeiter Lager und Verkauf, Betriebsmitarbeiter, Allrounder, Fahrer e
tc., vgl.
Urk.
7/44) arbeitete und er gemäss MEDAS-Gutachten in einer leichten bis mittelschweren Verweistätigkeit ohne körperliche Belastungsspitzen vollum
fäng
lich arbeitsfähig ist.
Der Invaliditätsgrad ist demnach in Höhe von 0
%
festzusetzen, womit sich die
angefochtene Verfügung
als rechtens erweist
und
die Beschwerde vollum
fäng
lich
abzuweisen ist
.
7
.
7
.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zu
stän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung – Stell
ung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den be
schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfech
tungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und inso
wei
t keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Soweit der Beschwerdeführer ausführt, es sei ihm für das Verfahren vor der
Be
schwerdegegnerin
die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und Rechts
anwalt
Dr.
Kurt Sintzel als unentgeltlichen Rechtsbeistand zu bestellen, ist fest
zuhalten, dass
die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung nicht darüber entschied
und dies demnach nicht Anfechtungsgegenstand des vorlie
gen
den Verfahrens bildet.
7
.2
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzuset
zen. Ausgangsgemäss sind sie dem
Beschwe
rdeführer
aufzuerlegen.
7
.
3
Der vorliegende Prozess kann nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden. Des Weiteren ist der Beschwerdeführer bedürftig (
Urk.
3/2-7, 10/1-6
). Antragsgemäss (
Urk.
1) ist ihm deshalb die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen. Die dem Beschwerdeführer auferlegten Gerichtskosten sind demnach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Da zudem die anwaltliche Vertretung des Beschwerdeführers geboten war, ist ihm
Rechtsanwalt
Dr.
Kurt Sintzel als unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestel
len. Rechtsanwalt
Dr.
Kurt Sintzel machte mit seiner Honorarnote vom 1
5.
Septem
ber 2015 (
Urk.
13) einen Aufwand von 8 Stunden und 40 Minuten und Baraus
lagen von
Fr.
75.--
geltend, was angemessen erscheint. Unter Be
rücksichtigung eines gerichtsüblichen Stundenansatzes in Höhe von
Fr.
200.-- resultiert eine Entschädigung von insgesamt
Fr.
1‘953
.--
(inklusive Mehrwert
steuer von 8
%
)
,
weshalb
Rechtsanwalt
Dr.
Kurt Sintzel
in diesem Umfang aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.
Kommt der Beschwerdeführer
künftig in günstige wirtschaftliche Verhältnisse, so
kann
ihn
das Gericht zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechts
pflege verpflichten (
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversiche-rungs
gericht, GSVGer).
Das Gericht beschliesst,
In Bewilligung des Gesuchs vom
3.
April 2014
wird de
m
Beschwerdefü
hrer
die unent
geltliche Prozessführung gewährt
und
Rechts
anwalt
Dr.
Kurt Sintzel, Zürich
, als un
entgeltliche
r Rechtsvertreter
für das vorliegende Verfahren bestellt,
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
, zufolge
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse
genommen.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 A
bs. 4 GSVGer hingewiesen.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt
Dr.
Kurt Sintzel,
Zürich,
wird mit
Fr.
1‘953
.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) aus der Gerichts
kasse entschädigt.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16
Abs. 4 GSVGer hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt
Dr.
Kurt Sintzel
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
unter Beilage
je einer Ko
pie von
Urk.
9
,
Urk.
10/1,
Urk.
11 und
Urk.
12
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse
5.