# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c9e61601-8ce7-4ae8-97de-c36d917d66c0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967, bezieht seit November 1996 eine Rente der Invali
den
versicherung, basierend auf einem Invaliditätsgrad von 41 % (vgl. Urk. 1 S. 2;
Urk.
12/1 S. 7).
Zu
seiner Rente
entrichtet ihm die
Stadt
Y._
,
Sozialver
siche
rungsamt
,
Zusatz
leistungen.
Mit Verfügung vom
2.
Oktober 2014 (
Urk.
12/3) hielt das Sozialversicherungs
amt der Stadt
Y._
fest, dass dem Versicherten
bei der Berechnung der Zusatz
leistungen
ab
1.
Mai 2015
nach Art. 14a ELV
ein Mindesterwerbseinkommen von netto Fr. 34‘883.-- pro
Jahr angerechnet werde.
Die dagegen erhobene Ein
sprache
(im Anhang zu
Urk.
12/4)
wies die Stadt
Y._
mit
Entscheid vom
1
7.
Novem
ber 2014 ab
(
Urk.
12/4 = Urk.
2)
.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
1
7.
November 2014
(
Urk.
2) erhob d
er Ver
si
cherte mit Eingabe vom
5.
Januar 2015
Beschwerde (
Urk.
1) und bean
tragt
e, die
ser sei aufzuheben und es sei von der Anrechnung eines hypotheti
schen Erwerbseinkommens abzusehen
. Eventuell sei ihm ab dem 1. Mai 2015 höchs
tens ein Einkommen von
Fr.
25‘613.-- anzurechnen
(S.
2
oben
).
Mit Schreiben
vom
9.
Januar 2015
(
Urk.
6) reichte der Versicherte Unterlagen zu seine
r Arbeits
suche
ins Recht (
Urk.
7). D
ie Beschwerdegegnerin
ersuchte m
it Vernehmlassung vom
2
3.
Januar 2015
um Abweisung der Beschwerde (
Urk. 10
). Diese Eingabe
wurde der Beschwerdeführerin am
25
. Februar 2015 zur Kenntnis gebracht (Urk. 13).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die gesetzlichen Vor
ausset
zungen nach
Art.
4-6 des Bundesgesetzes über die
Ergänzungsleistun
gen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) erfüllen, Zu
satz
leistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (
Art.
2
Abs.
1 ELG; §
§
1, 13, 15 und 20
Abs.
1 des Gesetzes des Kantons Zürich über die Zusatzleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ZLG).
1.2
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkann
ten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (
Art.
9
Abs.
1 ELG).
Die anrechenbaren Einnahmen werden nach
Art.
11 ELG ermittelt. Zu den anre
chen
baren Einnahmen gehören unter anderem zwei Drittel der Erwerbsein
künfte,
soweit sie bei alleinstehenden Personen jährlich Fr. 1'000.-- und bei Ehepaaren Fr. 1'500.-- übersteigen (
Art.
11
Abs.
1
lit
. a ELG).
Als Einkommen anzurechnen sind unter anderem auch Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet wor
den ist (
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG).
1.3
Eine Verzichtshandlung liegt vor, wenn die versicherte Person ohne rechtliche Verpflichtung auf Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Ge
brauch macht bzw. ihre Rechte nicht durchsetzt oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Ausübung einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht. Es werden demzufolge nicht nur die tatsächlich er
wirt
schafteten Erwerbseinkommen angerechnet. Auch Personen, denen eine Er
werbs
tätigkeit zugemutet werden kann, müssen ihre Erwerbstätigkeit ausnützen. Das Bundesgericht begründet die Anrechnung eines Einkommensverzichts mit dem allgemeinen Grundsatz der Schadenminderungspflicht im
Sozialversiche
rungs
recht
, welcher bei der Leistungsfestsetzung regelmässig und zwingend zu berück
sichtigen sei (
Carigiet
/Koch, Ergänzun
gsleistungen zur AHV/IV, 2. Auf
lage, Zürich/
Basel/Genf 2009, S. 151 mit Verweisen).
1.4
Gemäss
Art.
14a
Abs.
1
der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Al
ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
(
ELV
)
wird bei Invaliden grundsätzlich der Betrag als Erwerbseinkommen angerechnet, den sie im mass
gebenden Zeitabschnitt tatsächlich verdient haben. Invaliden unter 60 Jahren sind jedoch mindestens folgende Beträge anzurechnen (
Art.
14a
Abs.
2 ELV):
der um einen Drittel erhöhte Höchstbetrag für den Lebensbedarf von Al
leinstehenden nach
Art.
10
Abs.
1
lit
. a
Ziff.
1 ELG bei einem
Invalidi
tätsgrad
von 40 bis unter 50 Prozent (
lit
. a)
der Höchstbetrag für den Lebensbedarf nach Buchstabe a bei einem
In
-
vali
ditätsgrad
von 50 bis unter 60 Prozent (
lit
. b)
zwei Drittel des Höchstbetrages für den Lebensbedarf nach Buchstabe a bei einem Invaliditätsgrad von 60 bis unter 70 Prozent (
lit
. c).
Wird der Grenzbetrag in
Art.
14a
Abs.
2 ELV nicht erreicht, insbesondere wenn keine Erwerbstätigkeit ausgeübt wird, gilt die Vermutung eines Verzichts auf Einkünfte im Sinne von
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG.
1.5
Diese Vermutung kann durch den Nachweis, dass invaliditätsfremde Gründe wie Alter, mangelhafte Ausbildung und Sprachkenntnisse, persönliche Umstände oder die Arbeitsmarktsituation die Verwertung der Resterwerbsfähigkeit über
mässig erschweren oder verunmöglichen, widerlegt werden (Urteil
des Bundes
ge
richts
9C_190/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 3.2 mit Hinweisen).
Dabei besteht eine verstärkte Mitwirkungspflicht des EL-Ansprechers oder -Bezügers bei der
Sachverhaltsabklärung durch das Durchführungsorgan der EL (
Art.
43
Abs.
1 ATSG)
in dem Sinne, dass er die Umstände geltend zu machen hat, welche nach seiner Auffassung geeignet sind, die Vermutung eines Einkommensverzichts umzustossen
(Urteil
des Bundesgerichts
9C_
505
/20
13
vom
3
1.
Juli
20
13
E.
2
.2).
Als Beweis gelten insbesondere Belege über erfolglose Stellenbemühungen, wo
mit die EL-berechtigte Person nachweisen kann, dass es ihr trotz Aufbietung allen guten Willens praktisch unmöglich ist, die in der ELV festgelegten hypo
thetischen Erwerbseinkommen tatsächlich zu realisieren (
Carigiet
/Koch, a.a.O., S. 156).
1.6
Die Herabsetzung einer laufenden Ergänzungsleistung infolge der Anrechnung eines Mindesteinkommens nach den
Art.
14a
Abs.
2 ELV und
Art.
14b ELV wird
erst sechs Monate nach Zustellung der entsprechenden Verfügung wirksam (
Art.
25
Abs.
4 ELV).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist einzig die Anrechnung eines hypothetischen
Erwerbs
ein
kommens
.
2.2
Den Akten ist zu entnehmen, dass bisher bei der Berechnung der Zusatzleistun
gen kein hypothetisches Einkommen des Beschwerdeführers berücksichtigt wurde.
Die
Beschwerdegegnerin
hielt in der Verfügung vom
2.
Oktober 2014
(
Urk.
12/3) fest, dass der jüngste Sohn des Beschwerdeführers elf Jahre alt werde
und die Kinderbetreuung geregelt sei. Aufgrund der
Schadenminderungs
pflicht
sei dem Beschwerdeführer eine Teilzeitbeschäftigung möglich und werde erwar
tet
(S. 1)
. Im
Einspracheentscheid
(
Urk.
2) führte sie aus, sie halte sich an den Wert der möglichen Resterwerbsfähigkeit gemäss IV-Stelle im Betrag von Fr. 34‘883.
-- (S. 1)
.
Im Rahmen der Beschwerdeantwort (
Urk.
10)
stellte sich die
Beschwerdegegne
rin
auf den Standpunkt, der Wortlaut von
Art.
14a ELV lasse ganz klar auch die Anrechnung eines höheren hypothetischen Erwerbseinkommens zu. Diese Praxis sei grundsätzlich vom Bundesgericht bestätigt worden (BGE 9C_908/2013 vom 2
2.
Mai 2014). Der Richtwert des Betrages gemäss dem Invalideneinkommen scheine ihr hier realistisch und sie halte an ihrer Praxis, diesen zu übernehmen, fest (S. 2).
2.3
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass
er sich beim zuständigen RAV
(Regionale
s
Arbeitsvermittlung
szentrum
) zur Arbeitsver
mittlung gemeldet habe und sich intensiv um eine Anstellung bemühe. Auf
grund seiner sehr langjährigen Abwesenheit vom Arbeitsmarkt, seines fortge
schrittenen Al
ters und seiner Behinderung habe er aber bis heute keine An
stell
ung finden können. Demgemäss liege ein Fall gemäss Randziffer 3424.05 der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL) vor und es sei auf die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens zu verzichten (S. 3
Ziff.
7).
Sollte er – wie dies zu erwarten sei –
kein tatsächliches Einkommen erzielen können oder nur ein solches, welches unter der Schwelle von
Art.
14
Abs.
1
lit
. a ELV (richtig:
Art.
14a
Abs.
2
lit
. a ELV) bleibe, so könne ihm ge
mäss dieser klaren Bestimmung höchstens der um einen Drittel erhöhte Höchst
betrag für den Lebensbedarf von Alleinstehenden nach
Art.
10
Abs.
1 Buchstabe
a
Ziff.
1 ELG angerechnet werden. Mit
Art.
14a ELV habe der Gesetzgeber ver
bindlich festgelegt, welcher Einkommensverzicht bei
teilinvaliden
Personen, wel
che das 6
0.
Altersjahr noch nicht erreicht haben, angerechnet werden könne. Für
die (vermutungsweise) Anrechnung eines höheren Einkommens bestehe des
halb kein Raum (S. 3 f.
Ziff.
8
).
3.
3.1
Der EL-beziehenden Person darf kein hypothetisches Erwerbseinkommen ange
rechnet werden, wenn sie trotz ausreichender Arbeitsbemühungen keine Stelle findet. Diese Voraussetzung gilt als erfüllt, wenn die Person
beim RAV
zur Stellenvermittlung angemeldet ist sowie qualitativ und quantitativ ausreichende
Stellenbemühungen nachweist (
Rz
3424.05
der Wegleitung über die
Ergän
zungs
leistungen
zur AHV und IV
, Stand
1.
Januar 2015
, nachfolgend: WEL
).
3.2
Wie
erwähnt
(E.
1.6), werden die laufenden Ergänzungsleistungen infolge der An
rechnung eines Mindesteinkommens nach
Art.
14a
Abs.
2 ELV nicht per so
fort herabgesetzt.
Der Sinn der sechsmonatigen Frist nach
Art.
25
Abs.
4 ELV be
steht darin, dass
d
ie EL-berechtigte Person Zeit
hat
, sich auf die neue Situa
tion einzustellen und eine Anstellung zu suchen oder in diesen sechs Monaten den Nachweis zu er
bringen, dass sie nicht in der Lage ist, das hypothetisc
he
Er
werbseinkommen
zu erzielen
(
Carigiet
/Koch, a.a.O., S.
155
Ziff.
4 sowie Fuss
note 480).
3.3
Im Zeitpunkt, in welchem über die vermutliche Anrech
nung eines hypotheti
schen Einkommens informiert wird, ist noch unklar, wie sich die Situation der versicherten Person in den folgenden sechs Monaten ent
wickeln wird. So ist im Fall, dass die versicherte Person während den sechs Monaten eine Arbeitsstelle findet
, das tatsächlich erzielte Einkommen anzurechnen (respektive allenfalls zusätzlich ein hypothetisches Einkommen, soweit
der Grenzbetrag des
Art.
14a
Abs.
2 ELV
nicht erreicht wird). Falls die versicherte Person in dieser Zeit keine Stelle fin
det, ist – soweit sie nicht nachweisen konnte, dass sie nicht in der Lage
ist, das hypothetische Mindesteinkommen zu erzielen – ein
Verzichtseinkom
men
anzu
rechnen, wobei eine neue Verfügung mit der angepassten Berechnung der Zu
satzleistungen erforderlich ist.
Vorliegend
hat
die Beschwerdegegnerin
eine solche
bereits angekündigt
(vgl.
Urk.
2 S. 2
Ziff.
1)
.
3.4
Soweit der Beschwerdeführer Nachweise seiner Arbeitsbemühungen eingereicht
hat
(vgl.
Urk.
7)
, sind diese im vorliegenden Verfahren noch nicht zu berück
sich
tigen.
Das hiesige Gericht hat von den tatsächlichen Verhältnissen auszuge
hen,
wie sie sich bis und mit Erlass des
Einspracheentscheides
(hier: 1
7.
November
2014) entwickelt ha
ben
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_140/2008 vom 25. Febru
ar 2009 E.
8.2.3).
Vorliegend kann (noch)
nicht von der
Unverwert
bar
keit der Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgegan
gen werden.
So können
weder ein allfälliger zwischenzeitlich erfolgter Antritt einer Arbeitsstelle noch weitere Stellenbemühungen nach dem
1
7.
November 2014
berücksichtigt werden.
Die Beschwerdegegnerin
wird
unter Berücksichti
gung der Verhältnisse
bis April 2015 über die Anrechnung eines
hypothetischen Erwerbseinkommens ab
1.
Mai 2015
zu entscheiden
haben
.
Falls der Beschwer
deführer bis zum
1.
Mai 2015 keine Stelle gefunden hat, wird die
Beschwerde
gegnerin
zu prüfen haben, ob
er
die Vermutung des Einkommensverzichts wi
derlegen konnte, was ins
be
son
dere mittels ausreichender, aber erfolgloser
Stel
lenbemühungen
möglich ist (vgl. E. 1.5).
4.
4.1
Vorliegend z
u prüfen
ist
jedoch
die Höhe des allfällig anzurechnenden hypo
the
tischen Einkommens.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich auf das seitens der IV-Stelle
berechne
te Invalideneinkommen in der Höhe von Fr. 34‘883.-- (vgl.
Urk.
12/1 S. 7)
.
4.2
Teili
nvaliden
Personen
wird als Erwerbseinkommen grundsätzlich der Betrag an
gerechnet, den sie im massgebenden Zeit
punkt
tatsächlich verdient haben. Teil
invaliden
Personen
unter 60 Jahren ist
als Nettoerwerbseinkommen jedoch ein
Mindestbetrag, der nach dem Invaliditätsgrad abgestuft ist, anzurechnen
(
Rz
3424.01 f.
WEL)
.
Art.
14a
Abs.
2 ELV stellt eine Vermutung dar, wonach die
teilinvalide
Person die festgelegten Grenzbeträge grundsätzlich erzielen kann
(
Rz
3424.04 WEL).
4.3
Gemäss
Carigiet
/Koch verfügen
Teilinvalide über eine Resterwerbsfähigkeit. Wenn sie diese nicht ausnützen, verletzen sie die Schadenminderungspflicht.
Zur Vereinfachung des Verfahrens wird vermutet, dass es dem beziehungsweise der
teilinvaliden
Versicherten möglich und zumutbar ist, im Rahmen des von
der IV-Stelle festgestellten verbliebenen Leistungsvermögens die in
Art.
14a ELV
festgelegten Grenzbeträge zu erzielen. Die Höhe des anzurechnenden Ver
zichts ist abhängig vom Grad der Invalidität. Die Pauschalbeträge sind anzu
rechnen, wenn die
teilinvalide
v
ersicherte
Person
weniger verdient oder überhaupt kei
ner Erwerbstätigkeit nachgeht (
Carigiet
/Koch, a.a.O.,
S. 152 f.).
4.
4
Nach dem Gesagten sind bei
Teilinvaliden die in
Art.
14a
Abs.
2
ELV festgeleg
ten Pauschalbeträge massgebend.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin besteht a
uch aufgrund des Gesetzeswortlautes
kein Raum für die Anrechnung
eines höheren hypothetischen Einkommens.
Die Formulierung
„
jedoch
mindes
tens“
in
Art.
14a
Abs.
2 ELV b
ezieht sich auf Absatz
1
derselben Bestimmung
und hat die Bedeutung, dass bei einem tieferen effektiven
Verdienst
die
Pau
schal
ansätze
– und nicht das t
atsächlich erzielte
Einkommen – massgebend sind.
4.
5
Soweit sich die Beschwerdegegnerin auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_908/2013
vom 2
2.
Mai 2014
(
publiziert:
BGE 140 V 267)
bezieht, ist festzu
halten,
dass sich daraus nichts für den vorliegenden Fall ableiten lässt. So wurde
im zitierten Entscheid der Ergänzungsleistungsanspruch
eines
s
chwer
sehbeein
trächtigte
n
Versicherte
n beurteilt, dem
e
ine Entschädigung für Hilflo
sigkeit leichten Grades
ausgerichtet wird
. E
ine Invalidenrente
w
urde ihm
bei ei
nem
In
validitätsgrad
von 7.5
%
indessen
nicht zugesprochen
(BGE 140 V 267 E. 4.1)
.
Damit
ist
bereits
fraglich, ob es sich überhaupt um ein
en Teilinvaliden im Sinne von
Art.
14a ELV handelt.
D
ie Pauschalbeträge in
Art.
14a ELV, welche die An
rechnung eines Erwerbseinkommens bei einem Invaliditätsgrad von 40 % bis unter 70 % regeln,
konnt
en jedenfalls
nicht
zur Anwendung kommen
.
4.
6
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
es nicht zulässig ist, zur Festlegung des hypothetischen Erwerbseinkommens von Teilinvaliden auf das seitens der IV-Stelle berechnete Invalideneinkommen abzustellen
.
Vielmehr sind die Pauschal
beträge gemäss
Art.
14a
Abs.
2 ELV massgebend. Demnach ist bei einem
Invali
ditätsgrad
von 40 bis unter 50 Prozent der um einen Drittel erhöhte Höchstbe
trag für den Lebensbedarf von Alleinstehenden anzurechnen
(
mithin
derzeit
Fr. 25‘720.--
,
vgl.
WEL, Anhang 1.4
,
Stand
1.
Januar 2015
).
Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
5
.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten,
dem Beschwerdeführer eine angemessene Prozessentschädigung auszurichten.
Diese
bemisst sich nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streit
wert (§ 34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
Beim
ab
1.
Januar 2015 angewendeten
pra
xisgemässen
Stundenansatz von Fr.
220
.-- (zu
züglich Mehrwertsteuer) sowie unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streit
sache und der Schwierigkeit des Prozesses wird diese auf Fr.
1‘200
.-- (inkl.
Bar
aus
lagen
und Mehrwertsteuer) fest
gelegt.