# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2bb85fe0-bfc6-45e0-880b-c3e53f46860e
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend
versuchte vorsätzliche Tötung etc. (Rückweisung der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts)
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 1. September 2011 (DG100536)
Urteil der I. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 19. Dezember 2012 (SB120130)
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Urteil der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts vom 24. Oktober 2013 (6B_251/2013)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 7. Juli 2010
(Urk. 26) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 91 und 94)
"Es wird erkannt:
1. Der Beschuldigte A._ ist schuldig
− der mehrfachen versuchten vorsätzlichen Tötung im Sinne von Art. 111 StGB
in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,
− der mehrfachen Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB,
− der Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a
WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. a, Art. 8 und Art. 27 WG.
2. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Jahren Freiheitsstrafe, wovon 815 Tage durch
Haft erstanden sind.
3. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen.
4. Es wird eine vollzugsbegleitende ambulante Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB
(Suchtbehandlung) angeordnet.
5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 25. März 2010 beschlagnahmte und
bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkautions-Nr. ... lagernde Revolver,
Marke "Rossi" wird (samt allfälliger Munition) eingezogen und der Lagerbehörde zur
gutscheinenden Verwendung überlassen.
6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger B._
aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatz- und genug-
tuungspflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges der Zivilansprüche wird
der Geschädigte auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
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7. Das Schadenersatzbegehren der Subrogationsklägerin C._ AG wird abgewie-
sen.
8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 7'500.– ; die weiteren Auslagen betragen:
Fr. 954.– Kosten der Kantonspolizei
Fr. Kanzleikosten Untersuchung
Fr. 22'739.65 Auslagen Untersuchung
Fr. amtliche Verteidigung Untersuchung
Fr. 37'874.45 amtliche Verteidigung
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
9. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem
Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden einstweilen
auf die Staatskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss
Art. 135 Abs. 4 StPO.
10. (Mitteilungen.)
11. (Rechtsmittel.)"
Berufungsanträge im ersten Berufungsverfahren:
a) der Verteidigung des Beschuldigten A._ (Urk. 113):
1. Es sei der erstinstanzliche Schuldspruch teilweise aufzuheben.
Es sei A._ in Anklagepunkt II.2. (Schussabgabe auf der D._-
Strasse) freizusprechen in Sachen versuchte vorsätzliche Tötung z.N. von
E._.
Falls dies verfahrensrechtlich noch möglich ist, sei A._ freizusprechen
betreffend Gefährdung des Lebens zum Nachteil von B._.
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In allen anderen Punkten sei der erstinstanzliche Schuldspruch zu
bestätigen.
2. Es sei in Abweisung der Berufung der Staatsanwaltschaft und in Aufhebung
von Ziff. 2 des angefochtenen Urteils die Strafe zu reduzieren auf 7 Jahre.
Eventualiter – für den Fall der Bestätigung des erstinstanzlichen Schuld-
spruchs – sei die Strafe um sechs Monate zu reduzieren.
Alles unter Anrechnung aller erstandenen Haft.
3. Falls verfahrensrechtlich noch möglich, seien die Zivilforderungen von
B._ in teilweiser Aufhebung von Ziff. 6 des erstinstanzlichen Urteils
abzuweisen.
4. Regelung der zweitinstanzlichen Kostenfolgen ausgangsgemäss.
Bei Gutheissung des Hauptantrages im Schuldpunkt Aufhebung der erst-
instanzlichen Kostenregelung und Ersatz durch eine ausgangsgemässe
Kostenregelung.
b) der Staatsanwaltschaft (Urk. 115):
Das Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom 1. September 2011 in Sachen
A._ sei grundsätzlich zu bestätigen, mit Ausnahme des Strafpunktes:
Hier sei der Beschuldigte A._ mit einer Freiheitsstrafe von 14 Jahren zu
bestrafen.
Beschluss und Urteil des Obergerichts vom 19. Dezember 2012:
(Urk. 117c)
"Es wird beschlossen:
1. Es wird festgestellt, dass das Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 2. Abteilung, vom
1. September 2011 wie folgt in Rechtskraft erwachsen ist:
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"Es wird erkannt:
1. Der Beschuldigte A._ ist schuldig
- (...)
- der mehrfachen Gefährdung des Lebens im Sinne von Art. 129 StGB,
- der Widerhandlung gegen das Waffengesetz im Sinne von Art. 33 Abs. 1 lit. a
WG in Verbindung mit Art. 4 Abs. 1 lit. a, Art. 8 und Art. 27 WG.
2.-3. (...)
4. Es wird eine vollzugsbegleitende ambulante Behandlung im Sinne von Art. 63 StGB
(Suchtbehandlung) angeordnet.
5. Der mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 25. März 2010 beschlagnahmte und
bei der Bezirksgerichtskasse unter der Sachkautions-Nr. ... lagernde Revolver, Marke
"Rossi" wird (samt allfälliger Munition) eingezogen und der Lagerbehörde zur
gutscheinenden Verwendung überlassen.
6. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber dem Privatkläger B._ aus
dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatz- und genugtuungs-
pflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges der Zivilansprüche wird der Ge-
schädigte auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
7. Das Schadenersatzbegehren der Subrogationsklägerin C._ AG wird abgewie-
sen.
8. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 7'500.– ; die weiteren Auslagen betragen:
Fr. 954.– Kosten der Kantonspolizei
Fr. Kanzleikosten Untersuchung
Fr. 22'739.65 Auslagen Untersuchung
Fr. amtliche Verteidigung Untersuchung
Fr. 37'874.45 amtliche Verteidigung
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten."
9. (...)
10. (Mitteilungen.)
11. (Rechtsmittel.)"
2. Schriftliche Mitteilung mit nachfolgendem Urteil.
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## Considerations