# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 580ea4c4-5854-47b1-82f1-2d34ca299f52
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A.1. Q., geboren am 03. August 1917, war mit der am 30. November 1922 geborenen P. verheiratet. Aus dieser Ehe gingen fünf Kinder hervor, nämlich X., geboren am 02. Juli 1944, S., geboren am 14. März 1946, Z., geboren am 22. September 1949, Y., geboren am 22. November 1950 und R., geboren am 22. März 1957. Als Q. am 16. Dezember 1990 starb, hinterliess er als Erben die eben genannten Personen, die Ehefrau und die fünf gemeinsamen Kinder. In der Folge wurde weder eine güterrechtliche Auseinandersetzung noch eine Erbteilung durchgeführt. Der letzte Wohnsitz des Erblassers war O..
Am 13. Juni 2005 starb X.. Er hinterliess als Erben seine Ehefrau E., geboren am 03. Juli 1946, sowie die drei gemeinsamen Kinder, W., geboren am 27. Juni 1973, V., geboren am 21. Mai 1976, und T., geboren am 29. Dezember 1977. – Mit Vereinbarung vom 27./28./29. September 2008 trat E. ihren Erbanteil am Nachlass des Q. ihren drei Kindern als Schenkung ab. Die Eintragung im Grundbuch erfolgte am 30. September 2008.
Am 27. März 2007 starb P.. Als Erben hinterliess sie ihre vier noch lebenden Kinder sowie die drei Nachkommen des vorverstorbenen Sohnes X.. Ihren letzten Wohnsitz hatte die Erblasserin in O..
2. Mit öffentlich beurkundetem Vertrag vom 05. Dezember 1977, der am gleichen Tag ins Liegenschaften- und Servitutenregister der Gemeinde O. eingetragen wurde, trat Q. seinem Sohn S. als Erbvorempfang die Parzelle Nr. 55 Plan 5 (Wiese in N.) zu Eigentum ab. In diesem Zusammenhang bestimmt der Vertrag: „Der Anrechnungswert für dieses Grundstück beträgt Fr. 500.00. In der Höhe dieses Anrechnungswertes wird Herrn S. ein Erbvorempfang zuerkannt, welcher Betrag in der späteren Erbteilung des väterlichen Nachlasses gemäss Art. 626 ff. ZGB auszugleichen ist.“
Im gleichen Vertrag trat Q. seinem Sohn X. als Erbvorempfang die Parzelle Nr. 70 Plan 1 (Wiese im M.) zu Eigentum ab. In diesem Zusammenhang bestimmt der Vertrag: „Der Anrechnungswert für dieses Grundstück beträgt Fr. 100.00. In der Höhe dieses Anrechnungswertes wird Herrn X. ein Erbvorempfang zuerkannt, welcher Betrag in der späteren Erbteilung des väterlichen Nachlasses gemäss Art. 626 ff. ZGB auszugleichen ist.“
Am 17. Januar 1983 schloss Q. mit seinem Sohn R. einen öffentlich beurkundeten, am gleichen Tag ins Liegenschaften- und Servitutenregister der Gemeinde O. eingetragenen Vertrag, wonach er ihm als Erbvorbezug von der
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Parzelle Nr. 26 Plan 5 (Wiese L.) ein Teilstück von 680 m2 zu Eigentum abtrat, welches in der Folge als neue Parzelle Nr. 110 Plan 5 geführt wurde. Der Vertrag bestimmt unter anderem: „Der Anrechnungswert beträgt pauschal und fest Fr. 5000.00. In der Höhe dieses Betrages wird Herrn R. ein zinsloser Erbvorbezug zuerkannt, welcher bei der späteren Teilung des väterlichen Nachlasses zur Ausgleichung zu bringen ist.“
Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 31. Juli 1985, der am gleichen Tag ins Liegenschaften- und Servitutenregister der Gemeinde O. eingetragen wurde, erwarb R. von seinem Vater Q. zum Preis von Fr. 25'000.00 die Parzelle Nr. 72 Plan 4 (Stall mit Gebäudegrundfläche und Hofraum). Der Vertrag enthält den Vermerk, dass sich der Verkehrswert der Liegenschaft laut der amtlichen Schätzung vom 26. Oktober 1984 auf Fr. 50'000.00 belaufe.
Am 20. August 1986 schloss Q. mit seinem Sohn S. einen öffentlich beurkundeten, am gleichen Tag ins Liegenschaften- und Servitutenregister der Gemeinde O. eingetragenen Vertrag, wonach er ihm auf Rechnung künftiger Erbschaft das Grundstück Nr. 26 Plan 5 (Wiese L.) zu Eigentum abtrat. Der Vertrag bestimmt unter anderem: „Der Anrechnungswert beträgt pauschal und fest Fr. 5000.00. In der Höhe dieses Betrages wird Herrn S. ein zinsloser Erbvorbezug zuerkannt, welcher bei der späteren Teilung des väterlichen Nachlasses zur Ausgleichung zu bringen ist.“
B. Am 09. September 2008 hatten Z., Y., E., W., V. und T. in Bezug auf den Nachlass des Q. sowie Z., Y., W., V. und T. in Bezug auf den Nachlass der P. beim Kreispräsidenten Schanfigg als Vermittler eine gegen S. und R. gerichtete Teilungs- und Ausgleichungsklage anhängig gemacht. An der Vermittlungsverhandlung vom 24. September 2008 stellten sie dann laut dem Leitschein vom 30. September 2008 die folgenden Anträge:
Rechtsbegehren der Kläger
A) Nachlass des Q., geb. 03.08.1917, gest. 16.12. 1990 / Ausgleichung
1. Feststellung des Nachlasses des Q., geb. 03.08. 1917, gest. 16.12.1990, unter Berücksichtigung sämtlicher Vorbezüge.
2. Die Erben seien zu verpflichten, sämtliche erhaltenen Vorempfänge zur Ausgleichung zu bringen.
So seien insbesondere folgende Verträge der Ausgleichung, eventuell der Herabsetzung zu unterstellen:
a) Kaufvertrag zwischen Q. und R. über Parzelle 72 / Plan 4 in der Gemeinde O. vom 31.07.1985.
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b) Abtretungsvertrag zwischen Q. und R. vom 17. Januar 1983 über ca. 680 m2 Wiesland L. ab Parzelle 26 / Plan 5 in der Gemeinde O..
c) Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft zwischen Q. und S. über Grundstück Nr. 26 / Plan 5 in der Gemeinde O. vom 20.08.1986.
d) Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft zwischen Q. und S. über Parzelle 55 / Plan 5, Wiese N..
e) Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft zwischen Q. und Christian Sprecher über Parzelle 70 Plan 1, Wiese im M..
Die Beklagten seien zu verpflichten, entweder den effektiven Wert dieser Grundstücke zur Ausgleichung zu bringen oder die erworbenen Grundstücke in den Nachlass einzuwerfen.
3. Feststellung der Erbquoten und Erbtreffnisse der Erben.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.
B) Nachlass der P., geb. 30.11.1922, gest. 27.03.2007
1. Feststellung des Nachlasses der P., geb. 30.11.1922, gest. 27.03.2007, unter Berücksichtigung sämtlicher Vorbezüge
2. Die Erben seien zu verpflichten, sämtliche erhaltenen Vorempfänge zur Ausgleichung zu bringen.
3. Feststellung der Erbquoten und Erbtreffnisse der Erben.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.
Rechtsbegehren der Beklagten
1. Feststellung und rechnerische Teilung der Nachlässe der Eheleute Q. sel., geboren am 03.08.1917, gestorben am 16.12.1990, und P. sel., geboren am 30.11.1922, gestorben am 27.03.2007, beide wohnhaft gewesen in O..
2. Soweit die Kläger mehr verlangen, sei die Klage abzuweisen.
3. Alles unter kreisamtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kostenfolge, diese zuzüglich 7.6 % Mehrwertsteuer, zu Lasten der Kläger.
C. Mit Prozesseingabe vom 17. Oktober 2008 unterbreiteten Z., Y., W., V. und T. die Streitsache dem Bezirksgericht Plessur, wobei sie an ihren Rechtsbegehren gemäss Leitschein weitgehend festhielten. Aufgegeben wurde einzig der Antrag, es seien die von der Ausgleichungspflicht betroffenen Verträge eventuell der Herabsetzung zu unterstellen.
In ihrer Prozessantwort vom 18. November 2008 bestätigten auch die Beklagten ihr ursprüngliches Rechtsbegehren.
Es wurde kein zweiter Schriftenwechsel durchgeführt.
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D. Mit Urteil vom 17. März 2009, mitgeteilt am 22. Juni 2009, erkannte das Bezirksgericht Plessur:
„1. Der Nachlass des Ehepaares Q. und P. wird wie folgt festgestellt:
a) Grundstücknummer 71, Plannummer 1, Liegenschaft in der Gemeinde O., Rain, Einfamilienhaus (Assek-Nr. 1A) und Garage (Assek-Nr. 1A-A) an der O.strasse, Gebäudegrundfläche und Umschwung mit einer Fläche von 442 m2. Die Liegenschaft weist einen Wert von CHF 220'000.00 auf. Bei einem allfälligen Verkauf wird der daraus effektiv erzielte Erlös als massgebender Wert eingesetzt. Zusätzlich ist die auf der Liegenschaft lastende Hypothek von CHF 22'000.00 in Abzug zu bringen.
b) Grundstücknummer 150, Plannummer 3, Liegenschaft in der Gemeinde O., K., Wiese und Wald mit einer Fläche von 15'862 m2. Die Parzelle weist einen Wert von CHF 31'772.00 auf.
c) Grundstücknummer 215, Plannummer 5, Liegenschaft in der Gemeinde O., I., Wiese mit einer Fläche von 8'655 m2. Die Parzelle weist einen Wert von CHF 500.00 auf.
d) Grundstücknummer 217, Plannummer 5, Liegenschaft in der Gemeinde O., I., Wiese mit einer Fläche von 12'358 m2. Die Parzelle weist einen Wert von CHF 500.00 auf.
e) Grundstücknummer 220, selbständiges und dauerndes Baurecht auf einer Fläche von 16m2 in der Gemeinde O., gültig bis am 1. Dezember 2058, I., H., belastetes Grundstück: 236 (Liegenschaft). Dieses Baurechtsgrundstück hat keinen Wert.
f) Grundstücknummer 240, selbständiges und dauerndes Baurecht auf einer Fläche von 48m2 in der Gemeinde O., gültig bis am 28. Mai 2079, G., Jagdhütte (Assek-Nr. 55), F., belastetes Grundstück: 236 (Liegenschaft). Dieses Baurechtsgrundstück hat einen Wert von CHF 28'800.00.
g) Sparkonto bei der Graubündner Kantonalbank. Das Konto weist einen Wert von ungefähr CHF 20'000.00 auf
h) Schneeschleuder im Wert von CHF 2'000.00.
i) Folgendes Mobiliar und Inventar gehört zum Nachlass: ein Fauteuil, ein Buffet, ein Tisch, eine Eckbank, drei Stabellen, drei Sitzkissen, zwei Couch Föhre. Der Wert dieses Mobiliars und Inventars beträgt insgesamt CHF 4'000.00.
2. Folgende ausgleichungspflichtige Vorempfänge sind zum Nachlass zu zählen:
a) R. hat die mit Vertrag auf Eigentumsübertragung zufolge Erbvorbezug vom 17. Januar 1983 übertragene Liegenschaft (Parzelle 26, Plan 5) im Betrag von CHF 5'000.00 sowie die mit
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Kaufvertrag vom 31. Juli 1985 erworbene Liegenschaft (Parzelle 72, Plan 4) im Betrag von CHF 25'000.00 zur Ausgleichung zu bringen.
b) S. ist für die mit Vertrag auf Eigentumsübertragung infolge Erbvorempfang vom 5. Dezember 1977 bezogene Liegenschaft (Parzelle 55, Plan 5) im Betrag von CHF 500.00 und für das mit Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft vom 20. August 1986 übertragene Grundstück (Parzelle 26, Plan 5) im Betrag von CHF 5'000.00 ausgleichungspflichtig.
c) Die Erben von X., namentlich W., V. und T., haben die mit Vertrag auf Eigentumsübertragung infolge Erbvorempfang vom 5. Dezember 1977 übereignete Liegenschaft (Parzelle 70, Plan 1) im Betrag von CHF 100.00 auszugleichen.
3. Die Erbquoten der einzelnen Erben lauten wie folgt:
a) S., geb. am 14. März 1946: 1/5
b) Z., geb. am 22. September 1949: 1/5
c) Y., geb. am 22. November 1950: 1/5
d) R., geb. am 22. März 1957: 1/5
e) W., geb. am 27. Juni 1973: 1/15
f) V., geb. am 21. Mai 1976 1/15
g) T., geb. am 29. Dezember 1977: 1/15
4. Die Kosten des Kreisamtes Schanfigg von CHF 200.00 sowie die Kosten des Bezirksgerichts Plessur von CHF 7'873.00 (Gerichtsgebühren CHF 5'500.00, Schreibgebühren CHF 492.00, H.bühren CHF 381.00, Streitwertzuschlag CHF 1'500.00) gehen zu 2⁄3, d.h. CHF 5'248.65, zu Lasten der Kläger und zu 1⁄3, d.h. CHF 2'624.35, zu Lasten der Beklagten. Die Kläger haben die Beklagten ausseramtlich mit CHF 3'278.20 (inkl. Barauslagen und 7.6 % MWST) zu entschädigen.
5. Mitteilung an: ....“
E. Mit Eingabe vom 08. Juli 2009 liessen die Kläger Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden erklären, wobei sie die folgenden Begehren stellten:
„1. Die Ziffern 2 lit. a und lit. b, soweit sie die Verträge auf Eigentumsübertragung zufolge Erbvorbezug vom 17. Januar 1983 resp. 20. August 1986 betreffen, sowie Ziff. 4 des angefochtenen Urteils des Bezirksgerichtes Plessur seien aufzuheben.
2. a) R. habe die mit Vertrag auf Eigentumsübertragung zufolge Erbvorbezug vom 17. Januar 1983 übertragene Liegenschaft (Parzelle 26, Plan 5) im Betrag von Fr. 29'300.00, allenfalls einem Betrag nach richterlichem Ermessen, sowie die mit Kaufvertrag vom 31. Juli 1985 erworbene Liegenschaft (Parzelle 72, Plan 4) im Betrag von Fr. 25'000.00 zur Ausgleichung zu bringen.
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b) S. sei für die mit Vertrag auf Eigentumsübertragung infolge Erbvorempfang vom 5. Dezember 1977 bezogene Liegenschaft (Parzelle 55, Plan 5) im Betrag von Fr. 500.00 und für das mit Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft vom 20. August 1986 übertragene Grundstück (Parzelle 26, Plan 5) im Betrag von Fr. 29'047.00, allenfalls nach richterlichem Ermessen ausgleichungspflichtig.
3. Die Kosten des Kreisamtes Schanfigg von Fr. 200.00 sowie die Kosten des Bezirksgerichtes Plessur von Fr. 7'873.00 seien den Beklagten aufzuerlegen, welche die Kläger aussergerichtlich mit Fr. 10'000.00 zu entschädigen haben.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das Berufungsverfahren zu Lasten der Berufungsbeklagten.“
F. Am 23. Juli 2009 liessen die Beklagten Anschlussberufung einreichen und beantragen:
„1. In Ziff. 2 lit. a des Dispositivs des angefochtenen Urteils sei die Anordnung, wonach R. die mit Kaufvertrag vom 31. Juli 1985 erworbene Liegenschaft (Parzelle 72, Plan 4) im Betrag von Fr. 25'000.00 zur Ausgleichung zu bringen habe, aufzuheben. Das Begehren der Kläger bezüglich Ausgleichungspflicht für diese Liegenschaft sei abzuweisen.
2. In Abänderung von Ziff. 4 des Dispositivs seien die Kosten des Kreisamtes Schanfigg von Fr. 200.00 sowie die Kosten des Bezirksgerichts Plessur von Fr. 7'873.00 vollumfänglich den Klägern aufzuerlegen, welche überdies zu verpflichten seien, die Beklagten ausseramtlich mit insgesamt Fr. 9'834.65 zu entschädigen.
3. Die Berufung der Kläger sei vollumfänglich abzuweisen.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (diese zuzüglich 7,6 % Mehrwertsteuer) für das Verfahren vor Kantonsgericht zu Lasten der Berufungskläger.“
G. Mit Verfügung vom 10. August 2009 ordnete die Vorsitzende der I. Zivilkammer die Durchführung des schriftlichen Berufungsverfahrens an (Art. 224 Abs. 2 ZPO).
In ihrer Berufungsbegründung vom 28. September 2009 bestätigten die Kläger die mit der Berufungserklärung gestellten Anträge. V. und T. liessen dabei vorbringen, dass sie sich am Verfahren vor Kantonsgericht nicht mehr beteiligen und sich dem Urteil, wie immer es auch ausfallen möge, unterziehen würden.
Die Beklagten hielten in ihrer Berufungsantwort und Anschlussberufungsbegründung vom 12. Oktober 2009 sämtliche Begehren ihrer Anschlussberufungserklärung aufrecht, desgleichen den ebenfalls bereits gestellten Antrag auf Abweisung des gegnerischen Rechtsmittels.
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In ihrer Anschlussberufungsantwort vom 13. November 2009 bestätigten die noch am Verfahren beteiligten Kläger ihre Berufungsbegehren. Ausserdem beantragten sie, es sei die Anschlussberufung unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen.
Auf die näheren Ausführungen im angefochtenen Urteil und in den Eingaben ans Kantonsgericht wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
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II. Erwägungen
1. Für die Beurteilung erbrechtlicher Klagen, zu denen unter anderen jene auf Feststellung und Teilung des Nachlasses sowie jene auf Ausgleichung von  gehören (vgl. NICOLAS VON WERDT, Gerichtsstandsgesetz, Kommentar, 2. Aufl., Bern 2005, Art. 18 GestG, N. 8, 13 und 15), sind die Gerichte am letzten Wohnsitz der Erblasserin oder des Erblassers zuständig. Im vorliegenden Fall ist dies O., eine zum Bezirk Plessur gehörende Gemeinde. Damit durfte die Vorinstanz ihre örtliche Zuständigkeit bejahen.
Da die Auseinandersetzung überdies vermögensrechtlicher Natur ist und der Streitwert angesichts des Prozessthemas (Feststellung und Bewertung der gesamten Nachlässe von Q. und P.) offenkundig weit über Fr. 8'000.00 lag, war auch die sachliche Zuständigkeit des Bezirksgerichts Plessur gegeben (Art. 19 Ziff. 1 ZPO). Dem wäre, wie die Ausführungen im übernächsten Absatz zeigen, selbst dann so, wenn einzig jene Posten, welche von den ausgleichungspflichtigen Vorempfängen handeln, als für die Streitwertberechnung massgeblich angesehen würden.
Da der umstrittene Betrag im Zeitpunkt, als das erstinstanzliche Urteil gefällt wurde, die Grenze von Fr. 8'000.00 noch immer überstieg, unterliegt die Streitsache gemäss Art. 218 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 1 ZPO der Berufung an das Kantonsgericht. Auf das innert Frist ergriffene und den gesetzlichen Formerfordernissen entsprechende Rechtsmittel (Art. 219 Abs. 1 ZPO) kann deshalb eingetreten werden. Gleiches gilt für die Anschlussberufung. – Die Beurteilung erfolgt dabei durch die I. Zivilkammer (Art. 2 KGV in Verbindung mit Art. 6 Abs. 1 lit. a KGV).

## Considerations