# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** dbdf4495-7b3f-430d-b060-3c2592bf231f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 17. September 2005 schlossen die B. (Verpächterin) und die A. (Pächterin) einen Pachtvertrag für das S. in X. ab. Der Vertrag wurde für die Dauer vom 1. Dezember 2005 bis am 30. Oktober 2006 abgeschlossen und enthielt die Option zur Verlängerung um fünf Jahre. Nachdem vom Optionsrecht auf Verlängerung Gebrauch gemacht wurde, endete der Pachtvertrag am 30. Oktober 2011.
B. Mit Gesuch vom 20. Oktober 2011 ersuchte die B. das Bezirksgericht Maloja um Anordnung einer superprovisorischen Massnahme. Die Gesuchstellerin beantragte, dass der 27. und 28. Oktober 2011 als Datum festgelegt werde für die Rückgabe der Räumlichkeiten, die Aufnahme eines Inventars und einer Mängelliste sowie für die Durchführung einer Funktionskontrolle sämtlicher Geräte und Anlagen im S.. Sie beantragte zudem die Bezeichnung eines Sachverständigen. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja hiess das Gesuch mit Entscheid vom 21. Oktober 2011 gut und setzte der Gesuchsgegnerin eine Frist zur Stellungnahme bis zum 25. Oktober 2011.
C. In ihrer Stellungnahme vom 25. Oktober 2011 beantragte die Gesuchsgegnerin die Abweisung des Gesuchs und erklärte, die Rückgabe des Pachtobjekts habe am 31. Oktober 2011 zu erfolgen, da der 30. Oktober ein Sonntag sei. Sie wies darauf hin, dass es nicht möglich sei, die Inventaraufnahme am 27. und 28. Oktober 2011 durchzuführen, weil das Inventar zu diesem Zeitpunkt noch nicht vollständig sein werde. Die Anlieferung des Ersatzinventars erfolge erst am 28. resp. 29. Oktober 2011. Zudem sei das erforderliche Personal auf den 29., 30., 31. Oktober 2011 und den 1. November 2011 aufgeboten. Die Gesuchsgegnerin betonte ausserdem, dass das Pachtobjekt über den Sommer geschlossen gewesen sei und sie die Sommersaison bereits am 11. September 2011 beendet habe.
D. Am 31. Oktober und 1. November 2011 erfolgte die Aufnahme des Inventars durch den bezeichneten Sachverständigen. Zudem gab die Gesuchsgegnerin der Gesuchstellerin am 31. Oktober 2011 die Schlüssel für das Pachtobjekt zurück.
E. Mit einem zweiten Gesuch, welches am 18. November 2011 beim Bezirksgericht Maloja einging, stellte die B. am 17. November 2011 folgende Anträge: Die erstellten Inventar-, Mängel- und Fehlbestände-Listen seien als
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Grundlage für die ordentliche Rückgabe festzulegen und es sei der Pächterin eine Frist von maximal zehn Tagen für die Wiederinstandstellung und Reinigung anzusetzen. Nach unbenutztem Ablauf der festgesetzten Frist sei der Verpächterin zu erlauben, zu Lasten der Gesuchsgegnerin Ersatz zu beschaffen bzw. eine Ersatzvornahme durchführen zu lassen. Eventualiter sei in diesem Zusammenhang eine superprovisorische Verfügung zu erlassen. Die Gesuchsgegnerin sei zur Bezahlung von CHF 53'992.33 aus Fehlbeständen und Mängeln zu verpflichten und zur Begleichung von Rechnungen in der Höhe von CHF 10'225.85 (Inventarkosten) und CHF 14'704.68 (Betriebskosten) anzuhalten. Sämtliche Kosten des Amtsbefehlsverfahrens und dieses erneuten Antrages seien der Gesuchsgegnerin zu überbinden, welche zugleich mit einer Busse im Sinne von Art. 292 StGB zu bestrafen sei. Schliesslich sei die Gesuchsgegnerin zu einer ausseramtlichen Entschädigung von CHF 10'382.50 zzgl. MWSt und einer Umtriebsentschädigung von CHF 5'000.– zu verurteilen.
F. In ihrer Stellungnahme vom 2. Dezember 2011 beantragte die Gesuchsgegnerin die Abschreibung des Verfahrens infolge Gegenstandslosigkeit, soweit die Rückgabe des Pachtobjekts betroffen sei. Sie ersuchte zudem um Abweisung des Gesuchs vom 17. November 2011, soweit darauf eingetreten werden könne; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchstellerin.
G. Mit Entscheid vom 8. Dezember 2011 entschied der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja wie folgt:
„1. Das Verfahren wird hinsichtlich der Anträge vom 20. Oktober 2011 zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben, während die Anträge der Gesuchstellerin vom 17. November 2011 abgewiesen werden.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 800.– und Schreibgebühren von CHF 200.–, werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Die Parteikosten werden wettgeschlagen.

## Considerations