# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d53087d7-08dd-4f31-ba95-72e0f21e79ff
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_004
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. A._ bezieht seit dem 1. Februar 2017 Ergänzungsleistungen. Für
die Steuerjahre 2017 bis 2019 unterliess es A._, einen Antrag auf
Nullveranlagung zu stellen. Das entsprechende Feld auf den jeweiligen
Hauptformularen der Steuererklärung wurde von ihr nicht angekreuzt.
2. Die in den Steuererklärungen von A._ deklarierten Werte wurden
durch die Veranlagungsbehörden ohne Korrekturen in die definitiven
Veranlagungsverfügungen des Jahres 2017 vom 9. April 2018, des Jahres
2018 vom 8. April 2019 und des Jahres 2019 vom 25. Februar 2020
übernommen. Die Veranlagungsverfügungen erwuchsen unangefochten
in Rechtskraft.
3. Am 14. September 2021 liess A._ bei der Steuerverwaltung des
Kantons Graubünden ein Revisionsbegehren für die definitiven
Steuerveranlagungen 2017 bis 2019 stellen. Sie beantragte, ihr seien das
Recht auf eine Nullveranlagung zu gewähren und die zu viel bezahlten
Steuern zurückzuerstatten. Zur Begründung wurde ausgeführt, sie habe
aus Unkenntnis das betreffende Feld auf den Steuererklärungen der Jahre
2017, 2018 und 2019 nicht angekreuzt. Die Steuerverwaltung des Kantons
Graubünden hätte aber gewusst, dass sie Ergänzungsleistungen beziehe
und die Pflicht, die Steuererklärungen zur prüfen und auch zugunsten der
Steuerpflichtigen abzuändern.
4. Mit Entscheid vom 20. Dezember 2021 trat die Steuerverwaltung des
Kantons Graubünden auf das Revisionsgesuch vom 14. September 2021
nicht ein. Begründend wurde im Wesentlichen festgehalten, A._
sei es ohne weiteres zumutbar gewesen, innerhalb der Frist Einsprache
gegen die einzelnen Veranlagungsverfügungen zu erheben und geltend
zu machen und zu belegen, dass die Voraussetzungen für eine
Nullveranlagung gegeben und deshalb keine Steuern geschuldet seien.
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5. Gegen diesen Entscheid erhob A._ (nachfolgend:
Beschwerdeführerin) am 30. Dezember 2021 Beschwerde an das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Sie beantragte
sinngemäss, der Entscheid der Steuerverwaltung des Kantons
Graubünden (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) vom 20. Dezember
2021 sei aufzuheben und ihr sei für die Jahre 2017, 2018 und 2019 eine
Nullveranlagung zu gewähren sowie die zu viel bezahlten Steuern
zurückzuerstatten. Sie habe erst im 2021 bemerkt, dass in den
Steuererklärungen 2017 bis 2019 das entsprechende Feld nicht
angekreuzt worden sei. Die Steuerverwaltung müsse die
Steuererklärungen nicht bloss zu Ungunsten der Steuerpflichtigen
anpassen, sondern auch zu deren Gunsten. Mit Eingabe vom 13. Januar
2022 reichte die Beschwerdeführerin weitere Beweismittel ein. Die
Beschwerdegegnerin habe aufgrund der tiefen
Krankenversicherungsprämien und der Steuerbescheinigungen der
Sozialversicherungsanstalt Graubünden (SVA) wissen müssen, dass sie
Ergänzungsleistungen beziehe. Es liege ein Fehler der Steuerbehörden
vor und daher habe eine Korrektur mittels Revision zu erfolgen.
6. Mit Vernehmlassung vom 21. Januar 2022 beantragte die
Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde soweit darauf
eingetreten werden könne. Die definitiven Veranlagungsverfügungen der
Steuerperioden 2017 bis 2019 seien schriftlich sowie mit einer

## Considerations