# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 73e2333d-a1d5-49a0-b71d-cfa8604ca5bb
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 13
I. Sachverhalt
A. Y._, geb. _1959, und X._, geb. am _1959, sind seit dem 28. Juli 2000 miteinander verheiratet. Die Ehe blieb kinderlos.
B. Am 09. März 2015 reichte Y._ gegen X._ ein Gesuch um Erlass eheschutzrechtlicher Massnahmen (Vorinstanz act. I/1) beim Bezirksgericht Imboden ein und stellte dabei folgende Rechtbegehren:
"1. Es sei festzustellen, dass die Parteien in getrennten Haushalten leben.
2. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab dem 1. Oktober 2014 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 6'200.00 zu bezahlen.
3. Die eheliche Wohnung in O.1_ sei der Gesuchstellerin zur alleinigen Verfügung zuzuweisen.
4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für das vorliegende Eheschutzverfahren der Gesuchstellerin den Betrag von Fr. 3'500.00 als Prozesskostenvorschuss zu bezahlen.
5. Es sei die Gütertrennung per 1. Februar 2015 auszusprechen.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge nebst 8% Mehrwertsteuer zulasten des Gesuchsgegners."
In der Begründung ging sie im Wesentlichen davon aus, dass X._ ein monatliches Einkommen von CHF 13'500.00 erziele und sie selbst nicht berufstätig sei. Ausgehend von einem Bedarf der Gesuchstellerin in der Höhe von CHF 4'582.00 und einem Überschussanteil aus dem Einkommen des Gesuchsgegners ergebe sich ein Unterhaltsbeitrag zu ihren Gunsten von CHF 6'211.00.00
C. In der Stellungnahme vom 24. März 2015 (Vorinstanz act. I/2) beantragte X._ was folgt:
"1 Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 19.08.2013 getrennt leben.
2 Es sei festzustellen, dass der Ehemann seiner ehelichen Unterhaltspflicht gebührend nachkommt, und, dass der Ehefrau keinen über den ihr seit dem 01.10.2014 laufend, per 01. jeden Monats entrichteten Unterhalt in Höhe von insgesamt CHF 5'000.00 hinausreichenden Unterhalt zusteht.
3 In Übereinstimmung mit dem Antrag der Gesuchstellerin vom 09.03.2015 – Rechtsbegehren Ziff. 3 – sei die eheliche Wohnung der Gesuchstellerin zur alleinigen Verfügung zuzuweisen.
4 Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchstellerin."
Seite 3 — 13
Der Gesuchsgegner führte insbesondere an, dass er ein massgebliches Einkommen in der Höhe von CHF 8'400.00 pro Monat erziele und die Gesuchstellerin über ein solches in der Höhe von CHF 400.00 pro Monat verfüge, woraus er einen Unterhaltsbeitrag von CHF 4'092.50 zugunsten der Ehefrau errechnete.
D. In ihrer Replik vom 09. April 2015 (Vorinstanz act. I/3) verzichtete die Gesuchstellerin auf die Stellung neuer Rechtsbegehren und beschränkte sich im Wesentlichen darauf, die Edition der Jahresrechnung 2014 aus den Händen des Gesuchsgegners zu verlangen.
E. Am 13. Mai 2015 fand vor dem Einzelrichter des Bezirksgerichts Imboden die Hauptverhandlung statt, an welcher die Parteien mit ihren jeweiligen Rechtsvertretern teilnahmen (Vorinstanz act. I/5). Anlässlich der Hauptverhandlung schlossen die Parteien eine Trennungsvereinbarung (Vorinstanz act. I/5) mit folgenden Wortlaut ab:
"Trennungsvereinbarung
zwischen
Y._, Ehefrau
vertreten durch
Rechtsanwältin lic. iur. Elisabeth Blumer, Quaderstrasse 5, Postfach 26, 7002 Chur
und
X._, Ehemann
vertreten durch
Rechtsanwältin Daniela Bifl, Advokatur & Rechtsberatung TRIAS, Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln
(Proz. Nr. 135-2015-95)
1. Die Parteien vereinbaren ab 1. April 2014 und auf unbestimmte Zeit eine Trennung ihrer Ehe.
2. Die eheliche Wohnung A._ wird Y._ zur alleinigen Benützung zugewiesen.
X._ erklärt, dass seine noch im Keller der ehelichen Wohnung vorhandenen Gegenstände von seiner Ehefrau Y._ zu Eigentum beansprucht werden können. Jene Gegenstände, die sie nicht zu Eigentum beanspruchen will, kann sie unter Kostenfolge zu Lasten von X._ und gegen Vorlage entsprechender Belege entsorgen lassen.
Seite 4 — 13
Es wird davon Vormerk genommen, dass X._ den sich noch bei ihm befindlichen Wohnungsschlüssel der Ehefrau anlässlich der Eheschutzverhandlung ausgehändigt hat.
3. X._ verpflichtet sich, an den Unterhalt seiner Ehefrau Y._, beginnend ab 1. Juni 2015 und für die effektive Dauer der Trennung, einen monatlich zum voraus zahlbaren Beitrag von CHF 5'600.00 zu bezahlen.
4. Die Parteien beantragen dem Gericht, dass ab 1. April 2014 der Güterstand der Gütertrennung angeordnet wird.
5. Y._ erteilt hiermit X._ die Vollmacht und Ermächtigung, die Firma B._ mit Sitz in O.1_ (Firmennummer CHF-_) im Handelsregister löschen zu lassen.
6. Im Zusammenhang mit der Liquidation der B._ vereinbaren die Parteien was folgt:
a) Y._ übergibt X._ bis spätestens 15. Mai 2015 die bei ihr sich befindliche VISA-Karte.
b) X._ bezahlt Y._ per Saldo aller Ansprüche den Betrag von CHF 3'000.00. Davon sind per 15. Mai 2015 CHF 500.00, per 1. Juli 2015 CHF 1'000.00, per 1. August 2015 CHF 1'000.00 und per 1. September 2015 CHF 500.00 fällig.
c) Y._ verpflichtet sich, bis spätestens Ende Mai 2015 gegenüber der SVA Graubünden die Erklärung abzugeben, dass sie in der eingangs erwähnten Firma keine Mitarbeiter beschäftigt hatte. Sollte diese Frist unbenutzt verstreichen, geht eine allfällige damit verbundene Busse zu Lasten von Y._.
7. Die Kosten des Eheschutzverfahrens in Höhe von CHF 1'500.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten von Y._ und X._. Diese werden mit dem von X._ geleisteten Vorschuss von CHF 3'500.00 verrechnet. X._ steht im Umfang des von ihm geleisteten und von der Gegenpartei zu tragenden Gerichtskostenanteils ein güterrechtlicher Ersatzanspruch von CHF 750.00 zu.
Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen. Die Restanz von CHF 2'000.00 aus dem von X._ geleisteten Vorschuss wird an die Anwaltskosten der Ehefrau angerechnet. X._ steht in diesem Umfang ebenfalls ein güterrechtlicher Ersatzanspruch zu.
8. Y._ zieht hiermit ihr Gesuch um Erlass von Eheschutzmassnahmen sowie das Gesuch um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege zurück.
O.1_, 13. Mai 2015
[Unterschriften]"
Seite 5 — 13
F. Mit Entscheid vom 13. Mai 2015, mitgeteilt am 02. Juni 2015, schrieb der Einzelrichter des Bezirksgerichts Imboden das Verfahren als durch Vergleich erledigt am Geschäftsverzeichnis ab und gab den Wortlaut der Trennungsvereinbarung wörtlich im Entscheid wieder. Im Einzelnen verfügte er:
"1. Das Verfahren betreffend Erlass von Eheschutzmassnahmen wird als durch Vergleich erledigt am Geschäftsverzeichnis abgeschrieben.
2. Es wird festgestellt, dass die Ehegatten mit Wirkung ab 1. April 2014 getrennt leben und sie ab diesem Zeitpunkt die Gütertrennung vereinbart haben.
3. X._ wird verpflichtet, Y._ mit Wirkung ab 1. Juni 2015 und für die Dauer des Getrenntlebens einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 5'600.00 zu entrichten.
4. Im Übrigen wird die von den Parteien am 13. Mai 2015 abgeschlossene Trennungsvereinbarung richterlich genehmigt.
5.a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 1'500.00 werden den Parteien je hälftig auferlegt und mit dem von X._ geleisteten Vorschuss von CHF 3'500 verrechnet. X._ steht im Umfang des von ihm geleisteten und von der Gegenpartei zu tragenden Gerichtskostenanteils ein güterrechtlicher Ersatzanspruch von CHF 750.00 zu.
Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.
Die Restanz von CHF 2'000.00 aus dem von X._ geleisteten Vorschuss wird an die Anwaltskosten der Ehefrau angerechnet. X._ steht in diesem Umfang ebenfalls ein güterrechtlicher Ersatzanspruch zu.

## Considerations