# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ee6075bc-d6fe-4c19-9663-991036660c2f
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ S.B., geboren am 7. November 1973, Staatsangehörige von Thailand, reiste am 10.
Februar 2000 mit einem Besuchervisum in die Schweiz ein. Am 26. Mai 2000 heiratete
sie den Schweizer Bürger M.B.. In der Folge wurde S.B. eine Aufenthaltsbewilligung
zum "Verbleib beim CH-Ehemann" erteilt, die letztmals bis zum 25. Mai 2004 verlängert
wurde.
Mit Verfügung vom 24. August 2004 lehnte das Ausländeramt das Gesuch von S.B. um
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab und wies sie an, die Schweiz bis 26.
November 2004 zu verlassen. Die Verfügung wurde damit begründet, die Ehe mit M.B.
werde nur noch aufrechterhalten, um ausländerrechtliche Ansprüche nicht untergehen
zu lassen. Die Berufung auf die Ehe sei daher rechtsmissbräuchlich.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramtes vom 24. August 2004 erhob S.B. am 8.
September 2004 Rekurs beim Justiz- und Polizeidepartement. Sie beantragte, die
Verfügung sei aufzuheben und die Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern. Von einer
Wegweisung sei abzusehen, eventuell sei die Wegweisungsfrist längstmöglich zu
erstrecken. Das Justiz- und Polizeidepartement wies den Rekurs am 16. August 2005
ab und lud das Ausländeramt ein, S.B. eine neue Frist zur Ausreise anzusetzen.
C./ Am 30. August 2005 erhob S.B. gegen den Rekursentscheid des Justiz- und
Polizeidepartements vom 16. August 2005 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie
stellt das Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die
Aufenthaltsbewilligung sei ab Rechtskraft des Verfahrens zu verlängern. Auf die zur

## Considerations

Begründung gemachten Ausführungen wird in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Am 15. September 2005 stellte das Justiz- und Polizeidepartement den Antrag, die
Beschwerde sei abzuweisen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). S.B. ist
zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45
Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 30. August 2005 entspricht zeitlich, formal
und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47
Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2./ Nach Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) hat die Ehegattin eines Schweizer Bürgers
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach einem
ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat sie
Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung. Kein solcher Anspruch besteht nach Art.
7 Abs. 2 ANAG, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften über
Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern und namentlich jene über die
Begrenzung der Zahl der Ausländer zu umgehen. Erfasst wird die sogenannte
Scheinehe bzw. Ausländerrechtsehe, bei der die Ehegatten von vornherein keine echte
eheliche Gemeinschaft beabsichtigten (BGE 128 II 151, 127 II 55 mit Hinweisen). Auch
wenn die Ehe nicht bloss zum Schein eingegangen worden ist, heisst dies nicht
zwingend, dass dem ausländischen Ehepartner der Aufenthalt ungeachtet der weiteren
Entwicklung gestattet werden muss. Zu prüfen ist insbesondere, ob sich die Berufung
auf die Ehe nicht anderweitig als rechtsmissbräuchlich erweist (BGE 128 II 151 mit
Hinweisen).
a) Rechtsmissbrauch liegt vor, wenn ein Rechtsinstitut zweckwidrig zur Verwirklichung
von Interessen verwendet wird, die dieses Rechtsinstitut nicht schützen will (BGE 128 II
151, 127 II 56 je mit Hinweisen). Im Zusammenhang mit Art. 7 ANAG ist dies dann der
Fall, wenn sich der Ausländer in einem fremdenpolizeilichen Verfahren auf eine Ehe
beruft, welche nur noch formell und ohne Aussicht auf Aufnahme bzw.
Wiederaufnahme einer ehelichen Gemeinschaft besteht (BGE 128 II 151 mit Hinweis
auf BGE 127 II 56, 123 II 50 f.). Ein Rechtsmissbrauch darf nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht leichthin angenommen werden, namentlich
nicht schon deshalb, weil die Ehegatten nicht mehr zusammenleben oder ein
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Eheschutz- oder Scheidungsverfahren eingeleitet worden ist (BGE 128 II 151). Gerade
weil der ausländische Ehegatte nicht der Willkür des schweizerischen ausgeliefert sein
soll, hat der Gesetzgeber darauf verzichtet, die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung
vom ehelichen Zusammenleben abhängig zu machen. Erforderlich sind konkrete
Hinweise darauf, dass die Führung einer Lebensgemeinschaft nicht mehr beabsichtigt
und nicht mehr zu erwarten ist (BGE 128 II 151, 127 II 57). Wie es sich damit verhält,
entzieht sich in der Regel dem direkten Beweis und ist oft nur durch Indizien zu
ermitteln (BGE 128 II 152, 127 II 57). Die Gründe für das Scheitern der Ehe bzw. für die
Unmöglichkeit der Wiederannäherung der Ehegatten spielen keine Rolle, soweit mit
einer Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft offensichtlich nicht mehr zu
rechnen ist (BGE 128 II 154).
b) Die Beschwerdeführerin hat den Schweizer Bürger M.B. am 26. Mai 2000 geheiratet,
worauf ihr am 30. August 2000 eine Aufenthaltsbewilligung zum "Verbleib beim CH-
Ehemann" erteilt wurde. Am 7. Februar 2002 hatten die Ehegatten ein gemeinsames
Scheidungsbegehren eingereicht, das anlässlich der gemeinsamen Anhörung am 10.
Mai 2002 zurückgezogen worden ist. Unbestritten geblieben ist die Feststellung der
Vorinstanz, wonach die Ehegatten seit Februar 2002, mithin seit dreieinhalb Jahren,
getrennt leben.
Am 21. Februar 2004 erklärte M.B. gegenüber dem Ausländeramt, er werde die
eheliche Gemeinschaft nicht wieder aufnehmen, weil die Ehe mit der
Beschwerdeführerin für ihn seit zwei Jahren erloschen sei. Er habe sich bereits zu
diesem Zeitpunkt scheiden lassen wollen, die Beschwerdeführerin habe aber nicht
eingewilligt, vermutlich aus Angst, die Aufenthaltsbewilligung könnte ihr entzogen
werden. Des weiteren hielt er fest, seit fast zwei Jahren bestehe zwischen ihm und der
Beschwerdeführerin kein Kontakt mehr. Aus den Schilderungen von M.B. durfte die
Vorinstanz schliessen, dass er seit Februar 2002 keinen Ehewillen mehr hat bzw. dass
aus seiner Sicht keine Aussicht auf Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft
besteht.
Auch die Beschwerdeführerin hat in einem am 4. Mai 2004 von ihr unterzeichneten
Schreiben gegenüber dem Ausländeramt zum Ausdruck gebracht, sie könne die Ehe
nicht weiterführen, weil die Liebe nicht mehr da sei und weil es zu viele
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Unstimmigkeiten und Probleme gegeben habe. Des weiteren führte sie aus, sie möchte
sich scheiden lassen, habe aber Angst, die Schweiz verlassen zu müssen. Zutreffend
ist zwar, dass ein Schreiben eines Bekannten der Beschwerdeführerin bei den Akten
liegt, mit welchem dieser bestätigt, er habe diesen Text ohne Unterstützung der
Beschwerdeführerin verfasst, in der Meinung, richtig zu handeln. Diese sei indessen mit
dem Wortlaut nicht einverstanden, was er zu spät erfahren habe. Abgesehen davon,
dass diese berichtigende Erklärung wenig glaubwürdig erscheint, kann diesem
Schreiben hinsichtlich der Beziehung der Beschwerdeführerin zu ihrem Ehemann
entnommen werden, sie seien nicht geschieden und die Beschwerdeführerin lebe seit
Jahren in einer eigenen Wohnung. Zutreffend ist zwar, dass die Beschwerdeführerin
zwei Jahre früher, am 10. Mai 2002, im Rahmen des Scheidungsverfahrens zwar zu
Protokoll gegeben hat, sie liebe ihren Ehemann noch und hoffe auf Besserung bzw. sie
möchte der Ehe nochmals eine Chance geben. Demselben Protokoll kann indessen
auch entnommen werden, dass sie die Trennung möchte, weil sie vom Ehemann aus
verschiedenen Gründen terrorisiert worden sei. Im Rahmen des Rekurs- und des
Beschwerdeverfahrens hat die Beschwerdeführerin letzteres bestätigt, indem sie
geltend macht, sie habe das Scheidungsbegehren "unter massivem Druck" ihres
Ehemannes unterschrieben. Er habe ihr in der Badewanne den Kopf unter das Wasser
gedrückt. Auch sei sie von ihrem Ehemann, der kurz nach Eheschluss eine
Drittbeziehung aufgenommen habe, bedroht und finanziell ausgenützt worden. Unter
diesen Umständen könne nicht erwartet werden, dass sie ein "Geständnis der ewigen
Liebe" abgebe, was in keiner Weise ehrlich wäre. Dementsprechend behauptet die
Beschwerdeführerin nicht, sie habe sich seit der Trennung im Februar 2002 bzw. seit
dem Rückzug des gemeinsamen Scheidungsbegehrens am 10. Mai 2002 ernsthaft um
die Wiederherstellung einer ehelichen Beziehung zu M.B. bemüht. Bei dieser Sachlage
ist mit der Vorinstanz davon auszugehen, dass seit dieser Zeit keine Anhaltspunkte für
eine Wiederaufnahme der Ehegemeinschaft bestehen.
An dieser Beurteilung ändert nichts, dass die Beschwerdeführerin geltend macht, sie
habe ihren Ehemann aus Liebe geheiratet und die Ehe hätte heute noch Bestand, wenn
er sie menschenwürdig behandelt hätte. Die Frage, warum die Ehe nach weniger als
zwei Jahren gescheitert ist bzw. ob diese Tatsache auf ein Fehlverhalten des
schweizerischen Ehemannes zurückzuführen ist, ist nicht entscheidend. Sodann hilft es
der Beschwerdeführerin nicht weiter, wenn sie sich darauf beruft, mit der Zustimmung
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zum Rückzug des gemeinsamen Scheidungsbegehrens habe auch ihr Ehemann zum
Ausdruck gebracht, dass ein Neuanfang geplant gewesen sei, zumal Anhaltspunkte
fehlen, wonach einer solchen Absicht von beiden Seiten je nachgelebt worden sein
könnte.
Die Vorinstanz und das Ausländeramt haben die Berufung der Beschwerdeführerin auf
den formalen Bestand der Ehe somit zu Recht als missbräuchlich qualifiziert. Sie hat
gestützt auf Art. 7 Abs. 1 ANAG keinen Anspruch auf Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung (BGE 128 II 154, 127 II 59).
3./ Nach Art. 4 ANAG entscheidet die Behörde im Rahmen der gesetzlichen
Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen über die
Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung. Art. 4 ANAG wird durch Art. 16 ANAG
und Art. 8 Abs. 1 der Vollziehungsverordnung zum ANAG (SR 142.201) konkretisiert.
Danach haben die Bewilligungsbehörden die geistigen und wirtschaftlichen Interessen
des Landes, den Grad der Ueberfremdung und die Lage des Arbeitsmarktes zu
berücksichtigen. Entsprechend diesen Zielsetzungen ist die Zuwanderung der
Ausländer zu begrenzen. Nach den Weisungen und Erläuterungen über Einreise,
Aufenthalt und Arbeitsmarkt des IMES, 2. Aufl., Bern 2004, Ziff. 654, kann die
Aufenthaltsbewilligung, namentlich zur Vermeidung von Härtefällen, auch nach der
Auflösung der ehelichen Gemeinschaft verlängert werden. Massgebend sind
hauptsächlich folgende Umstände: Dauer der Anwesenheit in der Schweiz, persönliche
Beziehungen zur Schweiz (insbesondere, wenn Kinder vorhanden sind), berufliche
Situation, Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches Verhalten und
Integrationsgrad. Zu berücksichtigen sind ferner die Umstände, die zur Auflösung der
ehelichen Gemeinschaft geführt haben. Steht fest, dass der im Familiennachzug
zugelassenen Person, namentlich wenn sie misshandelt worden ist, eine Fortführung
der ehelichen Beziehung nicht länger zugemutet werden kann, ist dies beim Entscheid
besonders in Rechnung zu stellen. Härtefälle sind zu vermeiden. Erfolgt die Auflösung
der ehelichen Gemeinschaft nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen
Aufenthalt von fünf Jahren, ist die Nichtverlängerung der Bewilligung sodann nur in
Erwägung zu ziehen, wenn die Bewilligung erschlichen wurde oder ein
Ausweisungsgrund oder ein Verstoss gegen die öffentliche Ordnung vorliegt. Ein
Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Aufhebung der ehelichen
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Gemeinschaft besteht auch nach der ständigen Praxis des Ausländeramtes, wenn die
tatsächlich gelebte eheliche Gemeinschaft fünf Jahre gedauert hat (ABl 2001/32).
a) Das Verwaltungsgericht übt lediglich eine Rechtskontrolle aus (Art. 61 Abs. 1 und 2
VRP). Im Streitfall kann somit nur geprüft werden, ob die Vorinstanz ihr Ermessen
überschritten oder missbraucht hat und damit rechtswidrig handelte, als sie die
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verweigerte. Das Verwaltungsgericht hat den
Ermessensspielraum der Verwaltung zu respektieren, wenn diese bei ihrem Entscheid
von sachlichen und vernünftigen Ueberlegungen ausging, die in Einklang mit Sinn und
Zweck des Gesetzes stehen (GVP 1998 Nr. 71 und 1996 Nr. 9). Zu prüfen bleibt somit,
ob die Vorinstanz das ihr in Art. 4 ANAG eingeräumte Ermessen pflichtgemäss
ausgeübt hat bzw. ob in der Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
ein Ermessensmissbrauch bzw. eine Ermessensüberschreitung zu erblicken ist.
b) Die Beschwerdeführerin ist im Alter von rund 27 Jahren in die Schweiz eingereist
und hält sich erst seit Februar 2000 und damit seit rund fünfeinhalb Jahren hier auf. Sie
verbrachte somit den grössten Teil ihres Lebens im Herkunftsland. Sodann dauerten
die ehelichen Beziehungen weniger als zwei Jahre, und die Ehe blieb kinderlos.
Die Vorinstanz geht sodann davon aus, die Beschwerdeführerin sei hier schlecht
integriert, weil sie nur während kurzer Zeit mit ihrem schweizerischen Ehemann
zusammengelebt habe. Auch seien ihre Deutschkenntnisse bescheiden, was sich
daraus ergebe, dass sie ein fremdverfasstes Schreiben an das Ausländeramt
unterschrieben habe, obschon sie dessen Inhalt offenbar nicht verstanden habe. Die
Beschwerdeführerin wendet in diesem Zusammenhang zwar ein, sie habe die Schweiz
trotz Eheproblemen nicht sofort verlassen, weil sie das Leben hier meistern könne und
Heimatgefühle für dieses Land habe. Aus der Tatsache allein, dass sie sich in der
Schweiz auch ohne Unterstützung des Ehemanns zurechtfindet, kann indessen nicht
gefolgert werden, sie sei gut integriert, zumal anlässlich ihrer Anhörung im Rahmen des
Scheidungsverfahrens am 10. Mai 2002 eine Dolmetscherin erforderlich war. Offen
bleiben kann bei dieser Sachlage, ob sie das von einem Bekannten verfasste Schreiben
an das Ausländeramt zufolge mangelnder Deutschkenntnisse oder aus anderen
Gründen unterzeichnet hat.
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Die Vorinstanz geht weiter davon aus, die Beziehungen der Beschwerdeführerin zu
ihrem Herkunftsland seien intakt. Die Eltern und Geschwister würden dort leben, und
sie habe in Thailand ein Haus gebaut. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, über
gute Beziehungen in ihre Heimat zu verfügen und dort ein Haus gebaut zu haben. Die
Tatsache allein, dass sie behauptet, Geschwister zu haben, die in der Schweiz leben,
rechtfertigt es jedenfalls nicht, von einem Härtefall auszugehen und die
Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Hinzu kommt, dass sie zum Beweis keine
näheren Angaben zu Geschwistern macht, sondern "O.H., G." und "M. M., B." angibt.
Unbestritten ist weiter, dass die Beschwerdeführerin seit Dezember 2001 bei der M.
AG, B., angestellt ist und dass sie dort als gewissenhafte und zuverlässige Mitarbeiterin
in der mechanischen Nacharbeit geschätzt wird. Aus der Lage auf dem Arbeitsmarkt
ergeben sich indessen keine zwingenden Gründe für die Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, auch wenn die M. AG der Beschwerdeführerin, die ihre
Arbeitsstelle ohne besondere Qualifikationen angetreten hat, Weiterbildungskurse
finanziert hat. Angesichts des Angebots an Stellensuchenden wird es der M. AG
möglich sein, die Beschwerdeführerin zu ersetzen, auch wenn dies mit einigem
Aufwand verbunden ist. Sodann vermag die Tatsache, dass sich die
Beschwerdeführerin in der Schweiz korrekt verhalten hat und dass die Rückkehr in die
Heimat mit wirtschaftlichen Problemen verbunden sein dürfte, die Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung nicht zu rechtfertigen. Zum einen entspricht es den
Erwartungen, dass sich ausländische Staatsangehörige als Arbeitskräfte bewähren und
nicht von Sozialhilfe abhängig sind, zum andern würde der Vollzug fremdenpolizeilicher
Vorschriften grundsätzlich in Frage gestellt, wenn Angehörige von Ländern mit
niedrigerem Lebensstandard nicht weggewiesen werden könnten.
Was die Umstände, die zum Scheitern der Ehe geführt haben, anbetrifft, geht die
Vorinstanz sodann zu Recht davon aus, die Vorwürfe der Beschwerdeführerin, ihr
Ehemann habe Gewalt angewendet und sie sei betrogen und finanziell ausgenützt
worden, würden durch das Ehescheidungsverfahren, das im Jahr 2002 eingeleitet
worden war, relativiert. Abgesehen davon, dass die Beschwerdeführerin im
Zusammenhang mit der behaupteten körperlichen Misshandlung offenbar weder einen
Arzt aufgesucht noch ein Strafverfahren gegen ihren Ehemann eingeleitet hat, hat sie
im geltend gemachten Fehlverhalten weder einen Trennungs- noch einen
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Scheidungsgrund gesehen. Sie hat das Scheidungsbegehren am 10. Mai 2002
zurückgezogen und ist nach wie vor mit M.B. verheiratet, obschon von einer ehelichen
Beziehung seit diesem Zeitpunkt nicht mehr gesprochen werden kann. Nicht
entscheidend ist die Rüge der Beschwerdeführerin, es dürfe ihr jetzt nicht angelastet
werden, dass sie sich nicht "sofort" habe scheiden lassen, zumal sie seither keinerlei
Anstrengungen zur Wiederaufnahme der ehelichen Gemeinschaft unternommen hat.
Dementsprechend vermögen die Umstände, die nach Darstellung der
Beschwerdeführerin zur Auflösung der ehelichen Beziehung geführt haben, ebenfalls
keinen Härtefall zu begründen.
4./ Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Dem
Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Sie ist mit dem gelleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 98bis VRP).