# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e0c9ed3a-f73b-4e88-ad64-623fe9af3caa
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1958 geborene
X._
arbeitete von 1997 bis Dezember 2011 in unterschiedlichem Ausmass als Reinigungsangestellte (Urk.
6
/2/5, Urk.
6
/7, Urk.
6
/9, Urk.
6
/15/2, Urk.
6
/22/15
, Urk. 6/33/2
)
.
Am 15. Mai 2011 meldete sie sich wegen Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in die Beine zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk.
6
/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte in der Folge die beruflichen und medizinischen Verhältnisse ab (Urk.
6
/7-9, Urk.
6
/11 und Urk.
6
/15) und verneinte den Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente mit Verfügung vom 16. Januar 2012 (Urk.
6
/20).
Dagegen liess die Versicherte am 13. Februar 2012 Beschwerde erheben (Urk.
6
/22/3-4).
Mit Urteil
IV.2012.00203
vom
17. Juli 2012
hob
das Sozialversi
cherungsgericht des Kantons Zürich
die angefochtene Verfügung vom
16. Januar 2012 auf und wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit diese, nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen, neu verfüge (Urk.
6
/33/11).
1.2
Daraufhin nahm die IV-Stelle weitere medizinische Berichte (Urk.
6
/34, Urk.
6
/37, Urk.
6
/53, Urk.
6
/70) und berufliche Unterlagen (Urk.
6
/38) zu den Akten und liess die Versicherte durch das
Y._
polydis
ziplinär abklären (Gutachten vom 23. Januar 2013, Urk.
6
/50). Gestützt darauf und auf die Stellungnahmen von Dr. med.
Z._
, Facharzt
für Allge
meine Innere Medizin, Rheumatologie und Hämatologie,
vom 28.
Januar
2013
,
18. Februar 2013 (Urk.
6
/57/2-4)
und
1
1.
Juli 2013
(Urk. 6/72/2-3)
verneinte
die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
am 12. Juli 2013
den An
spruch der Versicherten auf eine Invalidenrente
(Urk.
6
/73).
Die dagegen erho
bene Beschwerde wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Ur
teil IV.2013.00761 vom 3
0.
November 2013 ab (Urk. 6/80). Auf die
hier
gegen erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil 9C_58/2014 am 12. Feb
ruar 2014 nicht ein (Urk. 6/82).
1.3
Am
2.
März 2015 meldete sich die Versicherte erneut zum Bezug einer Invaliden
rente an (Urk. 6/84).
Auf diese Neuanmeldung
trat die IV-Stelle nach durchge
führtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
6/90 ff.) mit Verfügung vom 21.
Dezember 2015 nicht ein (Urk. 6/114).
1.4
Am 2
3.
Januar 2018 reichte
Dr.
med. A._
, Facharzt für Allge
meine Innere Medizin, als behandelnder Arzt der Versicherten der IV-Stelle einen Arztbericht samt Beilagen ein (Urk. 6/118), welcher nach Rücksprache mit der
Versicherten (Urk. 6/119-120) als Zusatzgesuch respektive Neuanmeldung
entge
geng
enommen wurde.
Gestützt auf die Stellungnahme ihres Regionalen Ärztli
chen Dienstes (RAD)
vom 2
6.
März 2018 (Urk. 6/124/3) stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Vorbescheid vom
8.
Mai 2018 das Nichteintreten auf ihr neues Leistungsbegehren in Aussicht (Urk. 6/125).
Dagegen erhob die Versicherte am
6.
Juni 2018 (Urk. 6/128) Einwand, wobei sie mit Eingabe vom 19. Juli 2018 (Urk. 6/132) den Arztbericht von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie, vom 1
4.
Juli 2018 nachreichte (Urk. 6/131).
Mit Ver
fügung vom
5.
Oktober 2018 trat die IV-Stelle auf das neue Leistungsbegehren wie angekündigt nicht ein (Urk. 6/135 = Urk. 2).
2.
Hiergegen liess d
ie
Versicherte mit Eingabe vom
8.
November 2018
Beschwerde erheben und beantragen, die
angefochtene
Verfügung sei aufzuheben
und die
Sache sei zur Abklärung des Rentenanspruchs an die Beschwerdegegnerin zu
rückzuweisen (Urk. 1 S. 2
).
In der Beschwerdeantwort vom
1
1.
Dezember 2018
schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk. 5)
. Diese wurde der Beschwerdeführerin am 13. Dezember 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 7).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung; IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat.
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung ver
pflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Dabei wird sie unter anderem zu berücksichtigen haben, ob die frühere Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt, und dement
sprechend an die Glaubhaftmachung höhere oder weniger hohe Anforderungen stellen. Insofern steht ihr ein gewisser Beurteilungsspielraum zu, den das Gericht grundsätzlich zu respektieren hat. Daher hat das Gericht die Behandlung der
Ein
tretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf
Art.
87
Abs.
3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen
unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Eintretensfrage
, wenn die Verwal
tung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E. 2b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.3
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen
änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheb
lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, den vo
n der
Beschwerdeführer
in
im Zusammenhang mit ihrer
Neu
anmeldung einge
reichten Berichten seien keine wesentlichen Verä
nderungen
zu entnehmen. Die somatischen Befunde habe sie bereits bei ihrem
Entscheid
vom 21. Dezember 2015
berücksichtigt.
Aufgrund der neu gestellten Diagnose ergäben sich keine wesentlichen neuen Einschränkungen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit. Die im psychiatrischen Bericht vom 1
4.
Juli 2018 genannten Diagnosen seien nicht neu. Insgesamt lägen keine neuen medizinischen Tatsachen vor
, wes
halb nicht auf die Neuanmeldung einzutreten sei
(Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde vor, ihr Gesundheitszustand habe sich in körperlicher Hinsicht ganz klar wesentlich verschlechtert.
Denn zum Zeitpunkt des
Y._
-Gutachtens hätten erst lumbale Rückenprobleme
vorgele
gen und es sei
noch keine Nervenkompression beziehungsweise
Foraminalstenose
beschrieben worden.
Sodann habe sich die bekannte lumbale Rückenproblematik sowohl bildgebend als auch klinisch verschlechtert, was in Einklang mit der da
mals im rheumatologischen Teilgutachten gestellten Prognose stehe (Urk. 1 S. 6).
Ferner sei eine zervikale Problematik hinzugetrete
n
, welche mit
Schwanksch
w
in
del
und Kopfschmerzen verbunde
n
sei. Sodann sei
eine Diskushernie nachgewie
sen und seit 2017 bestehe eine rheumatoide Arthritis, welche zu zusätzlichen Be
schwerden an Händen und Füssen und damit zu manuellen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit führe
.
Zusammenfassend hielt
sie
fest,
sie
habe eine
für die Invaliditätsbemessung relevante
Verschlechterung
ihr
es Gesundheitszustands
zu
mindest
glaubhaft
gemacht
(Urk. 1 S.
7
).
3.
3.1
Mit Verfügung vom 1
2.
Juli 2013 (Urk. 6/
73)
, welche mit Urteil des Sozialversi
cherungsgerichts des Kantons Zürich IV.201
3
.00
761 vom 30. November 2013
be
stätigt wurde (Urk.
6/80
), wurde der Rentenanspruch de
r Beschwerdeführerin
letztmals materiell beurteilt. Die Verfügung vom
12. Juli 2013
bildet demnach den zeitlichen Ausgangspunkt für die Beurteilung, ob eine seitherige anspruchs
erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades glaubhaft gemacht wurde (BGE 133 V 108 E. 5.4).
Die Angabe der Beschwerdegegnerin, sie habe das Leistungsbegeh
ren der Beschwerdeführerin am 2
1.
Dezember 2015 abgewiesen (
Urk.
2 S. 1), trifft nicht zu. Dabei handelte es sich um ein
en
Nichteintreten
sentscheid
(Urk. 6/114).
3.2
3.2.1
In der leistungsabweisenden Verfügung vom
1
2.
Juli 2013
war die Beschwerde
gegnerin
gestützt auf das
Y._
-Gutachten vom 2
3.
Januar 2013 (vgl. das Fest
stellungsblatt vom 12. Juli 2013, Urk. 6/72)
zum Schluss gekommen, in
ihrer
bis
herigen Tätigkeit als
Mitarbeiterin Reinigungsdienst
sei d
ie
Beschwerdeführer
in
zu
75
% eingeschränkt, jedoch
bestehe in einer
behinderungsangepasste
n Tätig
keit eine 90%ige Arbeitsfähigkeit. Angepasst seien vorwiegend sitzende Tätigkei
ten, wobei die 10%ige Einschränkung auf einen erhöhten Pausenbedarf respek
tive ein etwas verlangsamtes Tempo zurückzuführen sei
.
Im Rahmen eines Ein
kommensvergleichs ermittelte sie einen Invaliditätsgrad von
2
% (Urk.
6/73
/2
).
3.2.2
Im Urteil
IV.201
3
.00
761
vom 3
0.
Novem
ber 201
3
(Urk.
6/80
) hielt d
as
Sozialver
sicherungsgericht fest
,
auf das
Y._
-Gutachten vom 2
3.
Januar 2013 könne ab
gestellt werden
(Urk. 6/
80/9-12)
. Als Diagnosen
mit Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit
l
a
gen
demnach
eine symptomatische Spinalkanalstenose LWK3/4 bis LWK4/5 und eine
erosive
Osteochondrose
LWK4/5 vor (Urk. 6/80/7).
Ohne
Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit
waren eine
lumbosakrale
Übergangsanomalie, eine muskuläre
Dysbalance
am Schultergürtel beidseits, klinische Zeichen eines ver
mehrten Schmerzgebarens, respektive eine Schmerzfehlverarbeitung sowie d
ie
Spreizfüsse mit beginnendem
Hallux
valgus
beidseits (Urk. 6/50/32).
Anlässlich der psychiatrischen Begutachtung klagte die Beschwerdeführerin zwar über eine
depressive Verstimmung, doch vermochte der Gutachter keine objektivierbaren Befunde zu erheben, welche für eine Depression gesprochen hätten (Urk. 6/80/8
,
Urk.
6/80/10
)
.
Die Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2) und die zu jener Zeit re
mittierte reaktive depressive Störung (ICD-10: F32) wurden als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beurteilt (Urk. 6/50/32).
Der psychiatrische Gutachter hatte festgehalten, es könne nicht von einer gravierenden psychischen Störung ausgegangen werden, wobei es sich dabei auch nicht um eine selbständige Stö
rung handeln würde, sondern eine solche im Rahmen der derzeit ungewissen Si
tuation beurteilt werden müsste. Die Beschwerdeführerin
aggraviere
die Körper
beschwerden aufgrund der Belastung, was mit ihren eher geringen Ressourcen in Zusammenhang stehe und ihren Ausdrucksmöglichkeiten entspreche (Urk. 6/50/42).
Das Gericht
schloss mit der IV-Stelle auf eine vollschichtige Ar
beitsfähigkeit mit einer Leistungsfähigkeit von 90
%
in einer vorwiegend sitzen
den Tätigkeit (Urk. 6/80/13)
.
3.3
3.3.1
N
ach dem Vergleichszeitpunkt vom 1
2.
Juli 2013 wurde am
28. August 2013 von
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation
,
D._
, ein Bericht verfasst. Darin führte er aus, an einem mehrjährigen Vorliegen einer
myofaszialen
Nacken- und Schultergürtelproblematik sei nicht zu zweifeln. Im Verlaufe der letzten Monate sei ein neues
,
differenziertes
,
davon abzugrenzendes Schmerzproblem dazuge
kommen. Er führte aus, die Beschwerdeführerin zeige einen sehr starken Leidens
druck mit typischer neuropathischer Schmerzkomponente in den linken Arm. Die Ursache sehe er im Vorliegen einer
Radikulopathie
C7 links, entsprechend der Bildgebung im aktuellen MRI (Urk. 6/118/55).
Im Bericht
des
D._
, Departement Chirurgie,
vom
18. September 2013
wurden
Zervikobrachialgien
links bei zervi
kalem Bandscheibenvorfall der Höhe C6/7 links
, lumbale Spinalkanalstenosen der Segmente L3/4 und L4/5 mit
Foramenstenosen
L4 und L5 rechts, ein chronisches
myofasziales
Schmerzsyndrom, eine Adipositas
per
magna sowie eine arterielle
Hypertonie
als Diagnosen aufgeführt
(Urk. 6/
118/52
).
3.3.2
Dr.
B._
nannte in seinem Bericht vom 1
2.
Dezember 2014 die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11),
chronifiziert
, sowie einer chronischen Schmerzerkrankung, multifakto
riell. Er hielt fest, die depressiven und die Angstsymptome hätten sich
chronifi
ziert
(Urk. 6/83/22-23).
3.3.3
De
n
Bericht
en
des
D._
vom
19. August 2015 sowie vom
4.
September 2015 sind
unter anderen
f
olgende Diagnosen zu entnehmen
:
ein
progredientes
lumboradi
kuläres
Reizsyndrom L4 rechts
mit
Foramenstenosen
, Spinalkanalstenose und Wurzelkompressionen
,
ein
Fibromyalgie-Syndrom
mit
Schwankschwindel
und Kopfschmerzen sowie eine
Metatarsalgie
der Füsse beidseits (Urk. 6/104/1
, Urk. 6/104/7
).
Die Ärzteschaft führte sodann aus, die Beschwerdeführerin habe nach zweiwöchiger multimodaler Komplextherapie bei
exazerbierter
Schmerz
problematik in deutlich gebessertem Zustand entlassen werden können (Urk. 6/104/8).
Ferner wurde eine
durch den Hausarzt definierte
Arbeitsunfähig
keit von 100
%
angegeben und dabei auf eine erhebliche psychische Komponente
und die Notwendigkeit einer multidisziplinären Beurteilung
hingewiesen (Urk. 6/104/3
, Urk. 6/105/2
).
3.3.4
RAD-Arzt med.
pract
.
E._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, führte am 22. September 2015 aus, die am 1
3.
August 2015 durchgeführte
epidurale
In
filtration L4/5 habe eine 100%ige Schmerzreduktion bewirkt. Bei erfolgreicher Therapiemassnahme sei nicht von einer dauerhaften Einschränkung der funktio
nellen Leistungsfähigkeit auszugehen (Urk. 6/113/2).
3.3.
5
Dem Bericht von
Dr.
C._
vom 1
5.
Mai 2017
über die gleichentags erfolgte Untersuchung
ist zu entnehmen,
die Beschwerdeführerin weise seit vier Wochen eine symmetrische Schwellung der kleinen Gelenke an Händen und Füssen mit Morgensteifigkeit und Kraftminderung auf, mit zunehmenden Schmerzen und Funktionsbeeinträchtigung. Möglicherweise liege nun eine rheumatoide Arthritis vor (Urk. 6/118/35-36).
Am 1
8.
September 2017 berichtete
Dr.
C._
,
nun in der
F._
tätig, dank Behandlung habe sich die Morgensteifigkeit gut gebessert und die
Synovitiden
seien objektivierbar deutlich weniger geworden (Urk. 6/118/30).
3.3.
6
Dr.
A._
gab in seinem Bericht vom 2
3.
Januar 2018 an, seit Mai 2017 leide die Beschwerdeführerin an einer rheumatoiden Arthritis mit symmetrischer Schwellung der kleinen Gelenke der Hände und Füsse mit Morgensteifigkeit und Kraftminderung sowie bei MRI-mässig nachzuweisenden
Synovitiden
an
Carpus
(Handwurzel) sowie an den
Metacarpophalangealgelenk
en
(MCP-Gelenke) rechts
betont und zudem
Tenosynovitis
der Fingerbeuger rechts (Urk. 6/118/1). Als wei
tere im Jahr 2017 erstmals diagnostizierte Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine leichte obstruktive Schlafapnoe-/
Hypopnoe
(Urk. 6/118/1, vgl. auch
Urk.
6/118/7). Ferner liege eine Adipositas vor und erst
mals im Juli 2014 sei der Verdacht auf eine neurogene Blasenstörung geäussert
worden (Urk. 6/118/2). Er führte aus, aufgrund der Polymorbidität mit chroni
schen Schmerzen bei neu auch Diagnose einer rheumatoiden Arthritis sowie mit persistierender Depression halte er die Beschwerdeführerin auch in einer behin
derungsangepassten Tätigkeit nicht mehr für arbeitsfähig (Urk. 6/118/3).
3.3.7
In seinem Bericht vom 2
9.
Januar 2018 führte
Dr.
C._
aus,
die Anfang 2017 diagnostizierte rheu
matoide Arthritis mit deutlich
erhöhter humoraler Entzün
dungsaktivität habe mässig zufriedenstellend mit der Basistherapie
Leflunomid
eingestellt werden können. Die Symptome an Händen und Füssen hätten
auf die Behandlung
angesprochen. Seitens der Gelenke sei es bereits recht gut. Proble
matisch seien lediglich die wechselnd notwendigen Analgetika und Antirheuma
tika
. So führe das Voltaren zu Wassereinlagerungen in den Beinen
(Urk. 6/120/9-10). Die Hauptproblematik zeige sich aktuell aber in den Rückenschmerzen mit insbesondere nun im Vordergrund stehenden linksbetonten Isch
i
algien in die Beine. Die Belastungstoleranz sei massiv eingeschränkt, die Gehfähigkeit zeit
weise stark limitiert, insbesondere fürs Treppensteigen. Es träten nun auch zu
nehmend Ruhe- und Nachtschmerzen auf (Urk. 6/120/10).
Als diesbezüglich
e
Diagnose nannte
Dr.
C._
eine massiv
exazerbierte
linksbetonte Ischialgie bei vorbestehender, nun im Verlauf zunehmender
höhergradiger
spinaler Enge L3/4 bei zusätzlich zunehmenden multisegmentalen
osteodiskoligamentären
forami
nalen
Einengungen, insbesondere für die Wurzel L3 links, L4 und L5 beidseits linksbetont (Urk. 6/120/9).
3.3.8
RAD-Arzt med.
pract
.
E._
hielt in seiner Stellungnahme vom 2
6.
März 2018 fest,
für vorwiegend sitzende Tätigkeiten mit erhöhtem Pausenbedarf respektive mit verlangsamtem Arbeitstempo ergäben sich aufgrund der neu gestellten Diag
nose der rheumatoiden Arthritis und bei Ansprechen der Symptome auf die The
rapie keine wesentlichen neuen funktionellen Einschränkungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 6/124/3).
3.3.9
Dr.
B._
nannte in seinem Bericht vom 1
4.
Juli 2018 die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F32.11), sonstiger gemischter Angststörungen (ICD-10: F41.3) sowie chronischer Schmer
zen (Urk. 6/131/1).
Ferner führte er aus, die bisherige Behandlung habe aus psy
chotherapeutischen Gesprächen, Psychoedukation und Psychopharmakotherapie
bestanden
, mit Gesprächsterminen jede zweite Woche. Trotz adäquater Therapie sei es zu keinem Zeitpunkt zu einer Symptombesserung gekommen. Es handle sich um chronische Leiden, welche durch die konsequente Behandlung nicht be
einflussbar seien (Urk. 6/131).
4.
4.1
Am 12. Juli 2013 wurde letztmals eine Verfügung erlassen, die auf einer umfas
senden Sachverhaltsabklärung beruhte (Urk. 6/73 oder vorstehende E. 3.1). Nach
dem diese rund fünf Jahre vor der hier angefochtenen Verfügung vom 5. Oktober 2018 (Urk. 2) ergangen ist beziehungsweise da zwischen der im Referenzzeitpunkt massgebenden Begutachtung Ende 2012/Anfang 2013 (Urk. 6/50/4) und der Neu
anmeldung vom Januar 2018 rund fünf Jahre liegen, sind an die Glaubhaftma
chung nicht allzu hohe Anforderungen zu stellen (vgl. vorstehende E. 1.3, Urteil des Bundesgerichts 9C_286/2009 vom 2
8.
Mai 2009 E. 3.2.3).
Zugleich ist indes darauf hinzuweisen, dass der bisherige Invaliditätsgrad lediglich 2
%
betrug (E. 3.2.1 vorstehend),
sodass beispielsweise ein noch etwas höherer Pausenbedarf nicht ausreicht, um eine anspruchsrelevante Veränderung zu bewirken
. Vielmehr muss hierzu
eine deutliche zusätzliche Einschränkung in der Erwerbsfäh
igkeit glaubhaft gemacht werden
.
4.2
Unbestrittenermassen neu ist die Diagnose der rheumatoiden Arthritis. Diese hatte laut
Dr.
C._
eine Morgensteifigkeit, eine Kraftminderung sowie zunehmende Schmerzen und Funktionsbeeinträchtigung zur Folge. Dabei hat sich die Mor
gensteifigkeit infolge Behandlung
rasch
gut gebessert
,
die
Synovitiden
sind ob
jektivierbar deutlich weniger geworden
und die Schmerzhaftigkeit an Händen und Fingern hat abgenommen
(
Urk.
6/118/30
).
Insgesamt taxierte
Dr.
C._
die medikamentöse Einstellung als «mässig zufriedenstellend», wobei die Situa
tion seitens der Gelenke im Verfügungszeitpunkt bereits recht gut war.
Das als Basistherapie verwendete
Leflunomid
wurde klinisch wie auch labormässig gut vertragen (Urk. 6/120/10). Als Nebenwirkung
des ebenfalls verwendeten Medika
ments Voltaren
wurden Wassereinlagerungen in den Beinen genannt
. Zugleich wurde angegeben, dass Analgetika und Antirheumatika wechselnd notwendig s
eien
(
Urk.
6/120/10
).
Dem Bericht von
Dr.
C._
vom 2
9.
Januar 2018 ist dies
bezüglich zu entnehmen, dass die Analgesie zwischenzeitlich neu auf
Vimovo
anstatt Voltaren und
Tramal
umgestellt wurde (Urk. 6/120/11).
Mithin ist mangels Dauerhaftigkeit nicht von einer andauernden Verminderung der Erwerbsfähigkeit infolge der Wassereinlagerungen auszugehen. Ohnehin standen g
emäss
Dr.
C._
die
Probleme
rund um die rheumatoide Arthritis
nicht im Vordergrund, wes
halb die Rentenrelevanz dieser i
n Form
der neu hinzugetretenen Krankheit ein
getretenen Verschlechterung des Gesundheitszustands
der Beschwerdeführerin
nicht glaubhaft gemacht ist.
Die Beschwerdeführerin argumentiert
, zusätzliche manuelle Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit seien infolge der rheumatoiden Arthritis offensichtlich (Urk.
1 S.
7).
Dr.
C._
berichtete nicht über Einschränkungen bei manuellen
Tätigkeiten und das bisherige Zumutbarkeitsprofil beinhaltete vorwiegend sit
zende Tätigkeiten (Urk. 6/
50/31-32, Urk. 6/50/34
), sodass der Argumentation der Beschwerdeführerin
- in Übereinstimmung mit der Einschätzung durch den RAD (E. 3.3.
8.
vorstehend,
Urk.
6/124/3) -
nicht zu folgen ist.
Vielmehr ist mangels gegenteiliger ärztlicher Berichte davon auszugehen, dass der Beschwerdeführerin
bei unveränderter Leistungsfähigkeit
noch ein genügend breites Spektrum an vor
wiegend sitzenden Verweistätigkeiten
offen steht
.
4.
3
Ebenfalls erst
im Jahr
2017 wurde
eine leichte obstruktive Schlafapnoe-/
Hypopnoe
diagnostiziert
(
Urk.
6/118/7).
Da sich dadurch aber laut den bericht
erstattenden Ärzten des
D._
die geklagte leicht erhöhte Tagesmüdigkeit nicht erklären lässt (Urk. 6/118/8), ist aufgrund dieser neuen Diagnose keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands glaubhaft gemacht.
Ferner
schlief
die Beschwerdeführerin
bereits im Zeitpunkt der
Y._
-Begutachtung nicht gut (
Urk.
6/50/14)
.
4.4
Bezüglich der zervikalen Problematik
macht die Beschwerdeführerin geltend, diese
habe
inzwischen
ein relevantes Ausmass angenommen
. Sie sei mit
Schwankschwindel
und Kopfschmerzen verbunden und im Segment C6/7 sei be
reits Ende 2013 eine Diskushernie nachgewiesen worden
(
Urk.
1 S. 7). Bereits im Jahr 2012, mithin vor dem Vergleichszeitpunkt, wurden eine
beidseitige
Zerviko
brachialgie
sowie
eine
chronifizierte
Zerviko
z
ephalgie
diagnostiziert (Urk. 6/22/16). Die Beschwerdeführerin hatte damals auch über ein
chronifizie
rendes
Kopfschmerz-Syndrom vom Spannungstyp mit muskulärer zervikaler Komponente geklagt (Urk. 6/22/17).
Schwindelattacken wurden
ebenfalls bereits
im Referenzzeitpunkt
dokumentiert (Urk. 6/70/1).
Laut Bericht von Dr.
C._
vom 2
8.
August 2013 lagen damals seit mehreren Jahren eine
myofasziale
Na
cken- und Schultergürtelproblematik vor (Urk. 6/118/55).
Demzufolge ist
nicht von einer relevanten Veränderung diesbezüglich auszugehen.
Zwar wurde
kurz nach dem Vergleichszeitpunkt eine
Radikulopathie
C7 links bildgebend nachge
wiesen (Urk. 6/118/5
5) und laut dem provisorischen Austrittsbericht der
G._
vom 1
1.
Juli 2014 lagen degenerative Veränderungen der ge
samten Wirbelsäule vor (Urk. 6/83/1). D
och finden
diese
Befunde an der Halswir
belsäule
sowie die damit verbundene Ausstrahlung in den linken Arm
im Bericht von Dr.
C._
vom 29. Januar 2018 keine Erwähnung mehr
, ebenso wenig wie eine Diskushernie
(Urk. 6/
120/9).
Dies spricht gegen dadurch verursachte Auswir
kungen in anspruchsrelevantem Ausmass im Zeitpunkt
der Neuanmeldung bezie
hungsweise
im Zeitpunkt
des Erlasses der angefochtenen Verfügung.
Dazu passt, dass
nach der Diagnosestellung
verschiedene Therapiemöglichkeiten genannt wurden, beispielsweise eine Infiltration auf der Höhe C7 (Urk. 6/83/5).
4.5
Im Zeitpunkt
der Neuanmeldung zeigte sich die Hauptproblematik gemäss dem Bericht von
Dr.
C._
vom 2
9.
Januar 2018 in den Rückenschmerzen mit im Vordergrund stehenden linksbetonten Ischialgien in die Beine (Urk. 6/120/10).
Entscheidend ist dabei nicht die diagnostische Einordnung, sondern ob sich das Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts
9C_771/2009
vom 10. September 2010 E. 2.3,
8C_437/2012 vom
5.
September 2012 E. 5.2, 9C_286/2009 vom 28. Mai 2009 E. 3.2.2, 9C_683/2016 vom 30. März 2017 E. 4.1.1, je mit Hinweisen).
Im Vergleichszeitpunkt klagte die Beschwerdeführerin ebenfalls schon über Schmer
zen im lumbalen Bereich mit Ausstrahlung in beide Beine (Urk. 6/50/36).
Ange
sichts dessen, dass
Dr.
C._
die linksbetonte Ischialgie
nun
als massiv
exazer
biert
bezeichnet
e
(Urk. 6/120/9), ist eine Zunahme der Intensität der ausstrahlen
den Rückenschmerzen glaubhaft. Indes gilt dies nicht für deren rentenrelevante Auswirkung auf die
Erwerbs
fähigkeit, zumal
als Folge eine Einschränkung der
Belastungsfähigkeit
mit Gehschwierigkeiten
, insbesondere
beim Treppensteigen
,
genannt w
u
rde
(Urk. 6/120/10). Dies vermag
noch
nicht glaubhaft zu machen
, dass die Beschwerdeführerin in einer vorwiegend sitzenden Tätigkeit massiv stär
ker eingeschränkt
ist
als im Vergleichszeitpunkt.
Ferner bestanden noch Behand
lungsoptionen
: So wurde eine CT-gesteuerte Steroidinfiltration spinal vereinbart und für den Fall, dass diese nicht helfen sollte, die Prüfung einer spinalen De
kompression besprochen (Urk. 6/120/11).
Für eine
anspruchsrelevante
Ver
schlechterung
spricht der Verlauf nicht
.
4.6
Der bereits im Vergleichszeitpunkt behandelnde Psychiater
Dr.
B._
gab
in seinem Bericht vom 1
4.
Juli
2018 lediglich an, es sei trotz
adäquater
Behand
lung nicht zu einer Besserung
der Symptome
gekommen (Urk. 6/
131/2
). Eine Ver
schlechterung
wird nicht genannt und
ist aus einem Vergleich seiner Berichte nicht ersichtlich.
So stellte
Dr.
B._
im Jahr 2018
im Wesentlichen die
selben Diagnosen wie am 8. Februar 2013, wobei es sich damals bei der Angst
störung noch um eine Verdachtsdiagnose
gehandelt hatte
(Urk. 6/53/1).
Allein v
on einer
Chronifizierung
lässt sich nicht darauf schliessen, ob sich das gesund
heitliche Bild oder dessen erwerbliche Auswirkungen verändert haben (Urteil des Bundesgerichts 9C_894/2015 vom 2
5.
April 2016 E. 5.2).
Demnach liegen im psy
chischen Bereich keine Anhaltspunkte für eine erhebliche Sachverhaltsänderung vor.
4.7
Zum Bericht des Hausarztes
Dr.
A._
vom
2
3.
Januar 2018
ist anzumerken, dass dessen Einschätzung, es liege eine vollumf
ängliche Erwerbsunfähigkeit vor
, auf der Annahme basiert, sowohl die rheumatoide Arthritis als auch die Depres
sion würden die Beschwerdeführer
in erheblich
in ihrer Erwerbsfähigkeit
ein
schränken (Urk.
6/
118/3
). Im Sinne vorstehender Erwägungen ist dieser Auffas
sung indes nicht zu folgen,
weshalb sein Bericht nicht ausreicht, um eine renten
relevante Verschlechterung glaubhaft zu machen.
4.8
Allgemein verläuft
das
lumboradikuläre
Reizsyndrom
laut diversen B
erichten der behandelnden Ärzte
progredient (Urk. 6/
104/1,
Urk.
6/104/7
), was auch vom rheumatologischen
Y._
-Gutachter so prognostiziert worden war (Urk. 6/50/29).
Die spinale Enge L3/4 sowie die multisegmentalen
osteodiskoliga
mentären
foraminalen
Einengungen insbesondere für die Wurzel L3
links sowie
L4
und L5 beidseits linksbetont haben
zugenommen (Urk. 6/120/9).
I
nsgesamt
ist nach dem Gesagten eine gewisse
Verschlechterung
des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin
durchaus
glaubhaft. Dass sich diese
Verschlechterung
in einem rentenrelevanten Ausmass auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin i
n angepasster Tätigkeit auswirken würde
, ist
jedoch bei einem Invaliditätsgrad von 2
%
im Vergleichszeitpunkt
nicht glaubhaft gemacht.
Demzufolge
hat die
Verwaltung
den ihr
zustehende
n
Ermessens- und Beurteilungsspielraum (
vgl.
Ur
teil des Bundesgerichts 9C_286/
2009 vom 2
8.
Mai 2009 E. 3.2.3)
bei ihrem
Nicht
eintretensentscheid
nicht überschritten, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist
.
5.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist daher kosten
pflich
tig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten der Beschwer
deführerin aufzuerlegen.