# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 762f1353-55c8-4bc8-a9ee-2976135505db
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am 11. August 1983 in Gaza/Palästina geboren und wuchs als Einzelkind bei seinen Eltern auf. Als er fünf Jahre alt war, zogen seine Eltern von Palästina nach Algerien. Im Alter von sechs Jahren trat er in die Moschee von Algier ein, wo er lesen und schreiben lernte. Eine Ausbildung absolvierte er nicht, er betätigte sich aber mit dem Verkauf von Kleidern. Etwa im Oktober 2003 reiste X. in Vallorbe in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Seit ca. Mitte Oktober 2003 lebt er in Landquart. Gemäss eigenen Angaben erhält er alle zwei Wochen Fr. 145.- ausbezahlt.
X. wurde am 30. Juli 2004 vom Kreispräsidenten Fünf Dörfer wegen unvollendeten Diebstahlversuch, mehrfacher Entwendung zum Gebrauch sowie Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz mit 20 Tagen Gefängnis (Probezeit zwei Jahre) und mit einer Busse von Fr. 300.- bestraft. Ebenfalls am 30. Juli 2004 wurde er vom Juge d’instruction de l’arrondissement de Lausanne wegen Tätlichkeiten, Diebstahls, Sachbeschädigung sowie Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz mit 20 Tagen Gefängnis, unter Anrechnung von 20 Tagen Haft, bestraft.
B. Mit Anklageverfügung vom 2. November 2004 wurde X. wegen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, wegen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB sowie mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Anklagezustand versetzt. Dieser Anklage legte die Staatsanwaltschaft Graubünden gemäss Anklageschrift vom 2. November 2004 folgenden Sachverhalt zu Grunde:
1. „Am 13. Mai 2004, zwischen 10.00 Uhr und 12.00 Uhr, schlug X. mit einem Stein die hintere linke Scheibe des an der C. in D. stehenden Opel Omega B26 Kombi, Kennzeichen A., von B., ein. Anschliessend entwendete er aus dem Fahrzeug ein Mobiltelefon Nokia im Wert von ca. Fr. 450.-- sowie einen Taschencomputer der Marke Palm im Wert von ca. Fr. 200.--. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. Fr. 600.--.“
X. bestreitet die Tat; er will sich daran nicht erinnern können. Die Kantonspolizei Graubünden konnte an der Rückenlehne des Fahrersitzes einen kleinen Blutspritzer feststellen und sichern. Die durchgeführte  ergab, dass der Blutspritzer von X. stammt.
B. stellte am 13. Mai 2004 Strafantrag gegen Unbekannt unter anderem wegen Sachbeschädigung.
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2. „Zwischen dem 04. März 2004 und dem 29. September 2004 konsumierte X. in D. in mehreren Malen Marihuana und Haschisch.“
C. In der schriftlichen Ergänzung der Anklageschrift stellte die Staatsanwaltschaft folgende Anträge:
„1. X. sei
- des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB,
- der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB sowie
- der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG
schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er, als Zusatzstrafe zum Strafmandat des Kreispräsidenten Fünf Dörfer sowie zum Entscheid des Juge d’instruction de l’ arrondissement de Lausanne vom 30. Juli 2004 mit 20 Tagen Gefängnis zu bestrafen.
3. Kostenfolge sei die gesetzliche.“
X. bestritt vor dem Bezirksgerichtsausschuss Plessur den ihm zur Last gelegten Diebstahl und die ihm zur Last gelegte Sachbeschädigung, derweil er die mehrfache Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zugestand.
D. Mit Urteil vom 1. Februar 2005, mitgeteilt am 14. April 2005, hat der Bezirksgerichtsausschuss Plessur wie folgt erkannt:
„1. X. wird vom Vorwurf der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB und des Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB freigesprochen.
2. X. ist schuldig der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG. Da es sich um einen leichten Fall gemäss Art. 19a Ziff. 2 BetmG handelt, wird von einer Bestrafung abgesehen.
3. Die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 1'481.50 gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. Die Kosten dieses Verfahrens von Fr. 2'000.-- gehen zu Lasten der Gerichtskasse.
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## Considerations