# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 301a1410-b4da-42da-b613-6473384fab01
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Bei der
1991 geborenen
X._
wurde
im Kindesalter
die Diag
nose eines POS (psychoorganisches Syndrom) gestellt und
das Geburts
ge
brechen GG 404 der
Verordnung über Geburtsgebrechen (
GgV
)
anerkannt (Urk.
6/11/2 und
Urk.
6/12).
Die Eidgenössische Invalidenver
sicherung sprach ihr deshalb verschiedentlich Massnahmen (Ergotherapie
,
ambulante und
statio
nä
re Psychotherapie
n und
Sonderschulung
zu
(
Urk.
6
/13
, 6/16, 6/46, 6/52, 6/55
, 6/67, 7/78 f., 7/81, 7/87, 7/90
, 7/100
, 7/112 f., 7/115, 7/117f.
, 7/121
)
.
Im Sommer 2009 trat die Versicherte eine Lehrstelle als Fachangestellt
e
Gesundheit
im Pflegezentrum
Y._
an (
Urk.
7/119 und
Urk.
7/156) und
arbeitet ab 1.
Oktober 2012 als Fachfrau Gesundheit im
Altersheim
Z._
(
Urk.
7/159).
1.2
Am 2
8.
März 2013 erlitt
sie
als Fahrzeuglenkerin eines Motorfahrzeuges auf eisglatter Strasse eine Kollision mit einem Lieferwagen
,
bei der sie sich
eine Commotio cer
e
bri, ein Pneumothorax
,
ein stumpfes Bauchtrauma mit Harn
blasen
ruptur und Beckenring
frakturen zuzog (
Urk.
6/139/221 und Urk.
6/139/25). Die Basler Versicherung als Unfallversicherung erbrachte
die gesetzlichen
Leistungen (Heilbehandlungen und Taggeld
, [vgl.
Urk.
6/139/164
und
Urk.
6/223/2-13
]
).
1.3
Am
5.
November 2013 meldete sich
die Versicherte
unter Angabe von seit dem Unfall bestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen zum Bezug von Leistungen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung
an (
Urk.
6/125 Ziff.
6.2 f.). Die zuständige Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, tätigte Abklärungen in medizinischer und erwerblicher Hinsi
cht,
zog
mehrfach
die Akten der Unfallversicherung bei (
Urk.
6/13
4,
6/139
, 6/174, 6/193
)
,
führte ein Standortgespräch durch (
Urk.
6/143) und gewährt
e
Berufs
beratung (Urk.
6/171).
Nachdem die Versicherte am
9.
April 2015
ein Kind
geboren (
Urk.
7/196
f.) und
am
2
9.
Juni 2015
mit
ge
teil
t
hatte
, dass sie
aufgrund der
Betreuungssi
tuation eine eventuelle Umschulung erstmals um zwei Jahre
verschiebe
und
–
um
nicht in zu hohe Schulden
zu
gerate
n
–
eine
Renten
abklärung wünsche (
Urk.
6/210)
,
schloss die IV-Stelle
die
berufliche
n
Eingliederungs
massnahmen ab und wies
auf
eine
separate Rentenprüfung hin (
Mitteilung vom
6.
Juli 2015 [
Urk.
6/214
]
). Am
1.
Dezember 2015
liess
die IV
Stelle
eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt am Wohnort d
er Versi
cherten durch
führen
(
Urk.
6/226)
und legte den Fall mehrfach ihrem regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vor (
Urk.
6/247).
Mit Vorbescheid vom 1
4.
November 2016 stellte sie
bei einem ermittelten Invalidi
täts
grad von 12
%
die Abweisung eines Anspruchs auf eine Invalidenrente in Aussic
ht (
Urk.
6/249). Daran hielt
sie
nach
dem
Eingang von Einwendungen (
Urk.
6/252 und
Urk.
6/253)
mit Verfü
gung vom 2
9.
März 2017 (
Urk.
2) fest.
2
.
Dagegen erhob die
Versicherte am
1
0.
Mai
2017 Beschwerde mit dem Antrag, die Verfügung
der Beschwerdegegnerin vom 2
9.
März 2017 sei aufzuheben und es seien
ihr
die Leistungen aus IVG auszurichten (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle
bean
tragte
in ihrer Beschwerdeantwort vom
8.
Juni 2017
mit dem Verweis auf die Akten
und Verzicht
auf eine Stellungnahme die Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
5), was der
Beschwerdeführer
in am 1
2.
Juni
2017 zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts (
ATSG)
.
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
un
fähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–
4
der
Verordnung über die Invaliden
ver
sich
e
rung (IVV)
per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbstätigen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich – weiterhin – summiert (
Art.
27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berech
nung des
Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbstätigkeit richtet sich nach
Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads,
den
die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Ein
schränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situa
tion, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäftigungsgrad nach Absatz 3
lit
. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (
Art.
27
bis
Abs. 4 IVV).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anam
nese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
men
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach
Art.
49
Abs.
2 IVV ist mit
jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten
vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (BGE 134 V 231 E.
5.1)
genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (BGE 137 V 210 E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD
Berichte gehö
ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverläs
sigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom
3.
Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E.
4.4 und E. 4.7).
1.5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Massgabe des
Art.
69
Abs.
2 IVV; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Einschränkung im Haushalt dar (Urteil des Bundesgerichts 9C_201/2011 vom 5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen Fachperson, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushalt
führung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahmefällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der ver
sicher
ten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hin
weisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer ver
sicherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhältnissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der ver
sicherten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Betei
lig
ten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Ein
schränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom
6.
April 2004 E. 5.1.2; vgl.
auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdi
gungs
kriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines
Abklärungsberichts, der den mut
masslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Ver
sicher
ten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfahren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht (AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1,
9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die leistungsabweisende Verfügung (
Urk.
2) damit, dass
die Beschwerdeführerin
bei
guter Gesundheit weiterhin als
Fach
angestellte Gesundheit in einem 60%-Pensum tätig wäre.
In dieser Tätigkeit könnte sie
ein Jahreseinkommen von
Fr.
37'026.60 erwirtschaften
. Die medi
zini
sche Beurteilung ergebe, dass die bisherige Tätigkeit als Fachangestellte Gesund
heit nicht mehr zumutbar sei. Für leidensangepasste Tätigkeiten (wech
sel
belasten
d, Hantieren von Lasten bis maximal
15 kg, ergonomisch ein
ge
richteter Arbeitsplatz) sei sie hingegen zu 100
%
arbeitsfähig. In einem 60
%
Pensum
liesse sich gestützt auf die Angaben des Bundesamtes für Statistik
ein Jahreseinkommen von
Fr.
32'275.80
erzielen. D
ie Einschränkung im Haushalt
sei mit
11.8
%
zu veranschlagen. Im Erwerbsbereich ergebe sich ein Teilinvali
ditätsgrad von 7.7
%
und im Haushaltsbereich von 4.72
%
und daraus resultiere
ein
(Gesamt-) Invaliditätsgrad
von 12
%
.
Am 1
4.
November 2016 sei als scha
den
mindernde Massnahme eine psychiatrische Behand
lung auferlegt worden
,
und nachdem am
7.
März 2017
durch die Beschwerdeführerin
mitgeteilt worden
sei
, dass
s
ie seit 2014 nicht mehr in psychiatris
cher Behandlung stehe
,
sei die Mitwirkungspflicht verletzt
worden
.
Es bestehe a
uch
k
ein Anspruch auf berufli
che Massnahmen in Form
einer Umschulung,
da
der
Invaliditätsgrad unter 20
% liege
.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt
(
Urk.
1
S. 3
)
,
beim Beschwerdebild stünden Unfallfolgen im Vordergrund und die
Ein
sprache
abteilung
des
UVG
-Versicherers sei zum Ergebnis ge
langt
, dass
es
zwecks Klärung des medizinischen Sachverhalts einer polydisziplinären Begut
achtung bedürfe.
Die Feststellung des RAD, wonach angepasst eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe, stehe im Gegensatz zu
den
medizinischen Akten, welche das Persistieren erheb
licher Unfallfolgen belegten und damit gegen eine volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit sprächen. So habe
Dr.
med.
A._
im Bericht vom 1
0.
Mai 2015
die Leistungsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit als „ungewiss" qualifiziert und
Dr.
B._
im Bericht vom 2
1.
Januar 2014
nebst den organischen Unfallfolgen eine reaktive mittelgradige depressive Stö
rung diagnostiziert. Auch andere Berichte, wie
jener
von
Dr.
A._
vom 1
4.
März 2015, in welc
hem er
die Einhaltung der C
annabis-Abstinenz bestätigt habe, seien
Befunde wie Konzentrations
-
s
chwierigkeiten, Vergesslichkeit
im All
tag, Schmerzangaben mit Beeint
rächtigung
bei
längerem Laufen, Sitzen und Stehen zu finden,
welche für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit von Rele
vanz seien
(S. 4
f.
).
Sodann seien auch die Feststellungen zur Qualifikation im Abklärungsbericht Beruf und Haushalt mängelbehaftet und die von der Beschwerdeführerin ange
geben
en
Gründe für das Ausmass einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit im
Validenverlauf
nicht unglaubwürdig, sondern aufgrund der konkreten Lebens
verhältnisse, insbesondere der finanziellen Situation nachvollziehbar
.
D
ie angefochtene Verfügung
verneine auch
den Anspruch auf berufliche Mass
nahmen mit dem Hinweis
,
der Invaliditätsgrad liege unter 20
%
. Da
die Ermitt
lung des Invaliditätsgrades aufgrund von Mängel
n
in der medizinischen Abklärung fehlerhaft und willkürlich sei, sei die angefochtene Verfügung auch in diesem Punkt aufzuheben (S. 5).
3.
3.1
Im Assessmentbericht der
C._
vom 2
7.
November 2013
(Urk.
6/139/1
10)
zu Händen des Unfallversicherers
stellte
n
Dr.
med.
B._
, Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dipl.
Psychologin
D._
die
folgenden Diagnosen
(S. 1)
:
-
Reaktive, mittelgradige depressive Störung mit ICD-10 F32.1 nach Unfall vom 2
6.
März 2013
-
Schädel Hirn Trauma (GCS 7) nach Unfall vom 2
6.
März 2013 mit fragli
chem Beitrag zur anhaltenden Reduktion der kognitiven Leistungs
fähigkeit
-
Status nach instabiler Beckenringfraktur nach Unfall vom 2
6.
März 2013 mit anhaltender Schmerzsymptom
atik und Funktionseinschränkung
Die
Beschwerdeführer
in beklage
Schmerzen im Kreuz und im Berei
ch des Steiss
beins und
dass
sie
zu viele Schmerzmittel nehmen
müsse
. Zusätzlich als Selbst
medikation konsumiere sie noch Cannabis, was sie vorher nur sehr vereinzelt bei spezieller Gelegenheit getan habe. Sie
berichte, dass sie
nicht längere Stre
cken laufen
könne
und
nach 15-20 Minuten wieder zehn Minuten ausruhen und sitzen
müsse
. Sie leide sehr unter wechselnden extremen Stimmungs
schwankungen. Ihre Leistungsfähigkeit sei reduziert und sie fürchte um ihre Stelle.
Wenn
von Umschulung die Rede sei, habe sie starke Ängste, dass sie dazu nicht in der Lage und fähig sei. Sie fürchte sich davor, Prüfunge
n nicht bestehen zu können, da ihre
Aufmerksamke
it
sehr stark eingeschränkt
sei
und
die Konzentration und das G
edächtnis noch schlechter
als vor dem Unfall
seien
. Sie habe
bereits
früher Mühe gehabt, sich in der Schule zu ko
nzentrieren und zu lernen. Aber
nun sei alles viel schlimmer. Sie vergesse Termine, verlege Gegen
stände und wis
se nach kurzer Zeit nicht mehr,
warum sie
zum Beispiel
in die Küche gegangen sei. Zudem habe sie starke Ängste bei
der Arbeit, dass sie durch ihre
schlechte Konzentration
Patienten fehlbehandeln könnte.
Auch
empfinde
sie
immer noch im linken Bein eine gewi
sse Taubheit und sie
fühle
sich generell etwas steifer und
weniger beweglich
(S. 3)
.
Sie habe
eine sehr belastende
Kindheit
und wiederkehrende schwere psychische Krisen erlebt und trotz
aller Krisen und einer schwierigen Schulzeit (Konze
ntrations- und Lern-
Schwierigkeiten) eine dreijährige Ausbildung zur Fachangestellten
Gesundheit abschliessen können und
habe
s
e
it Sommer 2012
zu 60
%
gearbeitet
(S. 4).
Es wurde
weiter
erwähnt
, die Beschwerdeführerin habe am 2
6.
März 2013 als Lenkerin eines Personenwagens einen schweren Unfall auf eisglatter Strasse
mit
diverse
n
inneren Verletzungen, mehrfache
n
Beckenbrüche
n
und
ein
em
Schädel Hirn Trauma erlitten. Mit Hilfe der Behandlungen und ununterbrochener Schmerzmedikation habe sie sich körperlich
einigermassen
s
tabilisieren
und im
September 2013 in reduziertem Pensum wieder
beginnen können
zu arbeiten
. D
ie Situation
habe sich dadurch
bezüglich Schmerzen und psychischer Befind
lich
keit deutlich verschlechtert
.
Aus Angst vor
dem Verlust des Arbeits
platzes
habe sie
die Präsenzzeit und
Arbeitsleistung stetig erhöht
, was eine Überdo
sierung des Schmerzmittels und zusätzlichen Cannabiskonsum zur Folge
gehabt habe. Es falle ihr schwer
,
die
derzeitige unfallbedingte Beeinträchtigung der
Leistungsfähigkeit mit den anhaltenden Schmerzen zu akzeptie
ren und eine Balance zu finden. Beim Assessment hätten
sich im Vordergrund
eine deutliche depressive Symp
tomatik mit Verlust von Freude, Verl
ust von Selbstwert, Zukunft
s
ängste, erhebliche Konzentrati
onsstörungen un
d des Öfteren deutliche suizidale
Gedanken
gezeigt. Die erheblichen Konzentrationsstörungen und Ermüdbarkeit könnten teilweise a
uch mit dem SHT
(Cannabis)
im Zusammen
hang stehen. Erst nach einer Änderung
und Reduktion d
er Schmerzmedikation und Ausschleichen des Cannabiskonsums könne diese Frage klarer be
antwortet werden.
Die geschilderte Gesamtsituation der Beschwerdeführerin sei sehr komplex. Es bestünden körperliche Unfallfolgen, welche aus der Sicht des behan
deln
den Arztes an der
Klinik E._
aufgrund des ungüns
tigen Ver
laufes eines
stationären Rehabili
tationsaufenthaltes
bedürften. Im psychi
schen Bereich finde sich eine erhebliche Destabilisierun
g und
eine
Gefährdung der ersten beruflichen Identität und
des
Leben
sentwurfs bei
eingeschränkte
n
Mög
lich
keiten z
ur sportlichen Ausbalancierung
und bei einer
sich
im jugendliche
n
Alter befindenden Beschwerdeführerin ohne familiäre Unter
stützung
und
dem
Hinter
grund langandauernder traumatisierender lebensge
schichtlicher Belastun
gen und Krisen
(S. 7 f.)
.
Aufgrund der suizidalen und stark schwankenden emotionalen Situation sei die unterstützende Behandlung mittels einer schmerzmodulierenden antidepressiven Medikation sehr wichtig
.
Aus psychiatrischer Sicht
sei
derzeit von einer einge
schränkten Arbeitsfähigkeit von 50
%
(die Hälfte des bisherigen 60
%
Pensums) auszugehen. Aus
somatischer Perspektive bestehe laut Auskunft von
Dr.
med.
F._
eben
falls eine stark eingeschränkte Arbeitsfähigkeit i
m Pflegeberuf. Tragen, Heben sowie langes Stehen und Gehen
sei nur sehr eingeschränkt
mög
lich, wobei eine
Neubeurteilung aus somatischer Sicht ein
e genauere Ein
schätzung
ermöglichen
sollte
(S. 9
f.).
3.2
Im Bericht des Universitätsspitals
G._
vom 2
8.
Januar 2014
(
Urk.
6/174/27)
wies der zuständige Oberarzt des Schmerzambulatoriums auf unklare Schmer
zen im Rücken
,
lumbal mit Ausstrahlung ins linke Bein hin. Die Schmerzen
sei
en
als
gemischt
nozizeptiv
-neuropathisch
zu beurteilen
. Die starke Bewegungs-, Belastungs- und Lageabhängigkeit spreche am ehesten für eine mechanische und in diesem Sinne
nozizeptive
Ursache. Die Veränderung der Sensibilität könne keinem
Dermatom
oder Nervenhautast zugeordnet werden, sei jedoch deutlich und reproduzierbar, sodass
es sich
allenfalls
um
gewisse
Kompro
mittierung
en
von Nerven im Rahmen des Beckentraumas handeln
könnte
.
3.3
Im Verlaufsbericht der
C._
vom 2
1.
Februar 2014
(
Urk.
6/174/22-24)
gab
Dr.
B._
an, bisher hätten fünf psy
chotherapeutische Sitzungen bei der Psychotherapeutin
H._
sowie ei
ne psychiatrische Konsultation
bei ihm stattgefunden. Aufgrund der diversen Belastungen
sei
es trotz der regelmässigen Einnahme des Antidepressivums bezüglich der Schmerzen und psychischen Symptomatik zu eine
r Verschlechterung gekommen, so
dass eine stationäre Behandlung dringlicher geworden sei. Die Schmerzen im Kreuz und
im
Bereich des Steissbeins seien unvermindert stark und schränkten sie im Alltag
stark ein und die Einrichtung des neuen
Heims mit Pflege des zugehörigen Garten
s sei so für sie nicht möglich.
Aufgrund des Stellenverlustes g
inge
es ihr auch psychisch noch schlechter
,
und e
motional finde sich eine erhöhte Vulnerabilität und depressive Grundstimmung und der Wunsch
,
so nicht mehr weiterzuleben, wobei konkrete Suizidpläne
verneint worden seien. A
ufgrund der somatischen wie auch aufgrund der psychischen Folgesymptomatik bestehe die Notwendig
ke
it einer stationären Behandlung.
In einem weiteren Bericht vom 1
2.
März 2014
(
Urk.
6/174/17-18)
äusserte
Dr.
B._
aufgrund der aktuellen psychi
schen Situation seine Besorgnis
. I
n der bisherigen Behandlung sei
es
vorerst um den Aufbau eines verlässlich
en
therapeutischen Arbeitsbündnisses gegangen
.
I
m
bisherigen Verlauf
habe
sich
die
labile psychische Verfassung
deutlicher gezeigt
und
es sei leider von einer
Destabilisierung
mit erheblicher
Suizidgefahr auszugehen
. Es bestehe daher nach wie vor die Indikation zu einer stationären Behandlung. Danach könne bei ausreichender psychischer Stabilisation die Reduktion des Can
n
abiskonsums in Angriff genommen werden.
3.4
Im Bericht des Universitätsspitals
G._
vom 1
9.
März 2014
(
Urk.
6/174/9-11)
führt
e
Oberarzt
PD
Dr.
med.
I._
die folgenden Diagnosen auf:
1.
Anhaltendes unspezifisches
lumbospondylogenes
Syndrom links
-
Im Bereich der LWS nach Unfall vom 2
6.
März 2013 ohne Frak
tur
nachweis
-
Mässige
Spondylarthrosen
in
der unteren Lendenwirbelsäule,
ver
mut
lich vorübergehend aktiviert
-
Generalisierte
Hyperlaxität
und muskuläre Insuffizienz
2.
Generalisierte
Hyperlaxität
(
Beighton
-Score 7/9)
3.
Polytrauma am 2
6.
März 2013 mit instabiler vorderer und hinterer Becken
ringfraktur, Thorax und Bauchtrauma mit Harnblasenruptur, kleinem Pneumothorax und Hypothermie nach Unfall mit Intensivpfle
ge
behandlung, Osteosynthese im Bereich des Beckens und Revision der abdominalen Verletzungen, Commotio cerebri
-
Status nach Osteosynthese der Becke
nringfraktur (März 2013) ohne
Lockerungszeichen, etwas vorstehende Becken-Schraube, kli
nisch ohne
radikuläre
Reizung (Mai 2014)
Es bestehe ein chronisches, unspezifisches
lumbosakrales
Schmerzsyndrom, w
obei eine initial nicht auszuschliessende intermittierende S1-Reizung links im Verlauf nicht habe bestätigt werden können.
Es bestehe auch
kein radiolo
gisches
Korrelat dafür. Wahrscheinlich
sei
von einer vorübergehenden
Akti
vierung der über das alters
übliche
Ausmass
hinausge
henden
Spondy
l
arthrosen
auszugehen.
Konkomit
t
ierend
bestünden
eine generalisierte
Hyper
l
axizi
tät
und eine
muskuläre Haltungsinsuffizienz. Hinsichtlich der Becken
frakturen
seien
deutlich untergeordnete und subjektiv kaum beklagte Restb
eschwerden mit aus
lös
baren
Leistenschmerzen links bei forcierter Aussenrotation
vorhanden
.
In beruflicher Hinsicht sei die Eingliederung in einer wechselbe
l
astenden Tätig
keit im mittelschweren Bereich mit Hantieren von Lasten bi
s 15 kg sinnvoll und zumutbar. N
ach Belastbarkeitssteigerung
sei
eventuell auch ein höheres Niveau erreichbar. Im Pflegebereich
seien
dadurch Einschränkungen in qualitativer Hin
sicht
vorhanden
(vorläufig keine Transfers von Leuten mit ungenügender Kooperationsfähigkeit und nur manchmal Einnehmen von
unergonomischen
Haltungen).
Es wurde festgehalten, dass
keine Stellung zu
r
medizinisch-
theoretische
n
Arbeitsfähigkeit
genommen werde.
3.5
Dr.
med.
A._
, Allgemein
e
Medizin
FMH
,
berichtete am 1
4.
März 2015 (
Urk.
6/184), er kenne die Beschwerdeführerin seit dem 2
6.
September 2014
,
als er
sie
anlässlich des Autounfalls vom 2
6.
März 2013 wegen einer Sensibilitäts
minderung im linken Bein behandelt habe. Aufgrund einer Auflage der IV führe er die Kontrolle
der
Cannabisabstinenz durch, wobei sich die monatlichen Tests von November 2014 bis Februar 2015 stets negativ gezeigt hätten. Die Beschwerdeführerin habe anlässlich
einer Anamneseerhebung über Konzentra
tionsschwierigkeiten und Vergesslichkeit
im Allta
g berichtet
,
und dass sie nicht lange l
aufen
, s
itzen oder stehen
könne und
wegen Muskelschmerzen die Posi
tion häufig ändern
müsse
.
Im Formularbericht zu Händen der Invalidenversicherung vom
1
0.
Juli 2015 (
Urk.
6/215) wies
Dr.
A._
darauf hin, die Beschwerdeführerin habe am
9.
April 2015 ein gesundes Kind geboren und über die Arbeitsfähigkeit könne er keine sicheren Angaben machen (
Ziff.
1.11).
3.6
Med.
pract
.
J._
, Facharzt für Arbeitsmedizin,
vom RAD
der Beschwerdegegnerin
führte
in
seiner Aktenbeurteilung vom 12
.
Oktober 2016
(Urk.
6/247/14
f.) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf: Polytrauma März 2013 mit vorderer und hinterer Beckenringfraktur, Thorax- und Bauchtrauma, kleinem Pneumothorax, Commotio cerebri, Osteo
synthese im Bereich des Beckens
und
lumbospondylogenes
Schmerzsyn
drom seit dem Unfall und
Cannabisabusus
.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit
in der
bisherige
n
Tätigkeit als
FaGe
(Fach
angestellte Gesundheit)
bestünden
qualitative
Einschränkungen aufgrund der Unfallverletzungen
(
kein Transfer von Personen mit ungenügender Koope
rations
fähigkeit, keine
unergonomischen
Haltungen, ke
in Tragen von Lasten über 15 kg)
.
Das Belastungsprofil einer angepassten Tätigkeit umschrieb der RAD
-Arzt
als wechselbelastende Tätigkeiten mit Hantieren von Lasten bis maximal 15 kg an einem ergonomisch eingerichteten Arbeitsplatz.
I
n ange
passter Tät
ig
keit gemäss
diesem
Belastungsprofil betrage die Arbeitsfähig
keit spätestens ab März 2014
100
%
unter
Anmerkung, dass l
aut Gesprächsnotiz vom 2
0.
August 2015 die Arbeitsfähigkeit
in einer angepasst
en Tätigkeit von allen Parteien
unbestritten
sei
.
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdeführerin auf
(
Rente
n-) Leistungen
der Invalidenversicherung und in diesem Zusammenhang insbe
sondere die Frage, ob ein invalidisierender Gesundheitsschaden vorliegt, auf
grund dessen sie in ihrem Leistungsvermögen in einem
l
eistungs
be
gründen
den Ausmass eingeschränkt ist.
4.2
Aus den Akten geht hervor, dass bei der Beschwerdeführerin
b
ereits im Kindes
alter
psychische Auffälligkeiten
bestanden
,
weshalb
ihr medizinische
Mass
nahmen
bis zur V
ollendung des 20.
Altersjahr
s
(
3
0.
Juni 2011
)
gewährt
wurden
(vgl. Sachverhalt E. 1.1).
Im
Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 2
8.
März 2013
ist aktenkundig,
dass
auf
eine
im
Vordergrund stehende
psychi
sche
Symptomatik
hingewiesen
wurde. Sodann wurde aufgezeigt, dass
aufgrund der destabilisierten und labilen Verhältnisse
und
der
komplexen Gesamtsi
tuation
für
die Beschwerdeführerin
ein
verlässlic
hes therapeutisches
Arbeits
bünd
nis
von besonderer Bedeutung
ist
.
Im Weiteren wurde
in den medizini
schen Berichte
n aufgrund des Schädel Hirn Traum
a
s mit Einlieferung der Beschwerdeführerin am Unfalltag bei einem
GCS
7 (
Glasgow
Coma
Scale
) die Frage einer
anhaltend
en
Reduktion kognitiver Leistungsfähigkeiten
aufgeworfen
(E. 3.1 und 3.3)
.
Med.
pract
.
J._
beruft sich
bezüglich seiner Einschätzung einer
100%ige
n
Rest
a
r
beitsfähigkeit
in angepasster Tätigkeit auf
eine
Aktennotiz vom 20.
August 2015 (
Urk.
6/218)
.
Die
entsprechende
Notiz
enthält zwar diese Aus
sage, sie
wurde
aber
nicht
von
ärztlicher Seite abgegeben, womit ihr
grund
sätzlich
nicht der
Stellenwert einer
ärztlichen Be
richterstattung zu
kommen kann.
I
nwieweit die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in invalidenver
siche
rungsrechtlich rel
evanter Weise eingeschränkt ist
bleibt
damit ungeklärt und
lässt sich
auch aus
den vorhandenen Akten nicht
rechtsgenügend
ent
nehmen.
Der Beschwerdegegnerin kann auch nicht gefolgt werden
,
insofern sie
ausführt
,
die psychische Störung sei lediglich vorübergehend (
vgl.
Urk.
2 S.
2 unten)
,
oder
soweit sie
sinngemäss die Auffassung vertritt,
mangels psychiatri
scher Behandlung liege keine abklärungsbedürftige psychische Stö
rung vor,
nach
dem sie
dies von fachärztlicher Seite gar nicht abgeklärt
hatte
und
auf
grund der medizinischen Akten
nach wie vor die Diagnose einer depressiven Störung im Raum steht (
Urk.
6/139/1).
Ohne e
ine umfassende polydisziplinäre Abklärung
lässt sich
folglich
nicht
beur
teilen
, ob
–
und
falls ja in welchem Umfang
–
körperliche
und psychische
Beein
trächtigungen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
haben.
4.3
Mangels
einer verlässlichen Beurt
eilung der Restarbeitsfähigkeit
lässt sich auch nicht beantworten, ob
der Beschwerdeführerin ein Anspruch auf Ein
gliede
rungs
massnahmen im Sinne einer Umschulung zusteht.
In diesem Zusammen
hang
fällt
auch
auf, dass der
erwerbliche Sachverhalt
nur lückenhaft abgeklärt wurde respektive wichtige Unterlagen fehl
en. So liegen
insbesondere weder ein Arbeits- noch ein Abschlusszeugnis noch ein anerkannter Fähigkeitsausweis über die abgeschlossene Lehre als FAGE (Fachangestellte Gesundheit) im Pflege
zentrum
Y._
in den Akten
.
Nicht zu beanstanden ist demgegenüber die Qualifikation
,
welche die Beschwer
de
gegnerin mit 60
% im Erwerbsbereich
und 40
% im Haushaltsbereich tätig festgelegt hatte. Wie die Abklärungsperson
unter Berücksichtigung
der Aus
sagen vor Ort sowie
aufgrund von
vorhanden
en
Unterlagen nachvollziehbar dar
legte
(
Urk.
6/226/4)
, arbeitete die Beschwerdeführerin vor dem Unfallereignis im
März 2013 lediglich in einem 60
%
igen
Arbeitspensum. Sodann bekundete
sie noch
im
Juni 2015
selber,
dass sie aufgrund der Betreuungssituation
ihres
am
9.
April 2015 März geborenen
Sohne
s
berufliche Eingliederungs
mass
nahmen (Umschulung)
erstmals um
zwei Jahre verschiebe (
Urk.
6/210).
Daraus ist nicht zu schliessen, dass sie im Gesundheitsfall
–
jedenfalls im Zeitpunkt der ange
fochtenen Verfügung
–
einer Erwerbstätigkeit von mehr als 60
%
nachge
hen würde.
4.4
Angesichts dessen, dass die Beschwerdegegnerin im Verwaltungsverfahren
keine eigenen medizinischen Abklärungen getätigt hat und es bei einer
unzu
reichenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
ohne
rechtsgenügliche
Auseinan
der
setzung mit der Aktenlage
bewenden liess, rechtfertigt es sich im Lichte der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4) nicht, bereits zu diesem Zeitpunkt der Abklärungen ein gerichtliches Gutachten einzuholen,
zumal der Sachverhalt auch in erwerblicher Hinsicht nicht
rechtsgenüglich
abgeklärt und ein gerichtliches Gutachten
auch nicht beantragt wurde. Vielmehr ist die Sache
damit
unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom
2
9.
März 2017
(
Urk.
2) an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die notwendigen Abklärungen veranlasse und hernach über den Leistungs
anspruch der Beschwerdeführerin neu verfüge. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
Die Kosten des Verfahrens gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind auf
Fr.
8
00.-- fest
zusetzen
und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3 GSVGer).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges
Obsiegen (BGE 137 V 57 E.
2.2).
Demzufolge ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine angemessene Prozessentschädigung (inklusive Barauslagen und Mehrw
ert
steuer) in der Höhe von
Fr.
1
‘
8
0
0.
--
zu bezahlen.