# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d8921f00-5269-5f28-ad06-16bb91dd56f5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1935, hat
seit 2011 Anspruch auf Zusatzleistungen zu seiner
AHV-Altersrente
(vgl.
Urk.
7/8 f.). Am
2.
April 2014
ersuchte er um Er
stattung der Kosten für einen Krankentransport (
Fr.
651.50), für einen Rollator (
Fr.
265.--), einen Duschsitz (
Fr.
188.--), eine Urinflasche (
Fr.
35.--) und ver
schiedene nicht nähe
r bezeichnete Krankheitskosten
im Betrag
von
Fr.
266.70 (
Urk.
7/113).
In der Folge teilte die Stadt
Y._
, Amt für Zusatzleistungen (nachfolgend: Durchführungsstelle)
,
X._
mit, die Krankheits- und Behinderungskosten, insbesondere die nicht von der Krankenkasse getragenen Kosten für den Krankentransport, zu übernehmen (Schreiben vom
3.
April 2014; Urk. 7/114), nicht jedoch die Kosten für den Rollator, den Duschsitz und die Urinflasche (Sc
hreiben vom
7.
April 2014; Urk.
7/117). Am 1
1.
April 2014 bat
X._
um die Zustellung einer
einsprachefähigen
Verfügung betref
fend
die nicht übernommenen Kosten für den Rollator, den Duschsitz und die
Urin
flasche
(Urk. 7/118). Diesem Ersuchen kam die Durchführungsstelle mit dem
Erlass der Verfügung vom 1
7.
April 2014 nach. Darin verneinte sie formell ei
nen
Kostenübernahmeanspruch für den Rollator, den Duschsitz und die
Urin
flasche
im Gesamtbetrag von
Fr.
488.-- (Urk. 7/123/15).
Gegen diese Verfügung erhob
X._
am 2
4.
April 2014 Einsprache (Urk. 7/119), welche die
Durch
führungsstelle
mit
Einspracheentscheid
vom
2
0.
Mai 2014 abwies, soweit sie auf diese eintrat (Urk. 2 =
Urk.
7/123).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
0.
Mai 2014 erhob
X._
am 2
9.
Mai 2014 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und die Kosten
für den
Rollator seien zu 75 % sowie die Kosten für den Duschsitz und die Urinflasche vollständig zu übernehmen. Ferner bean
tragte der Beschwerdeführer es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewäh
ren (Urk. 1 S.
1). Die Durchführungsstelle beantragte in der
Beschwer
deant
wort
vom 1
8.
Juni 2014 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Die
Beschwer
deantwort
wurde dem Beschwerdeführer am 2
0.
Juni 2014 zugestellt (Urk. 8). In der Folge ersuchte der Beschwerdeführer in zwei Eingaben vom
3.
September 2014 und 1
7.
Februar 2015 um unverzügliche Zustellung des
Be
schwerdeent
scheides
(Urk. 9,
Urk.
11)
und erhob am 1
8.
Mai und am 8.
August
2015
je eine
Rechtsverzögerungsbeschwerde am Bundesgericht (Urk. 13,
Urk.
115)
. Auf beide Beschwerden trat das Bundesgericht nicht ein (Urteile
9C_358/2015 vom
8.
Juni 2015 und 9C_544/2015 vom 2
0.
August 2015;
Urk.
14,
Urk.
16).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich
,
in den nachfolgenden Ausführungen näher eingegangen.
D
i
e Einzelrichter
in

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
2.1
Die Kantone vergüten den Bezügerinnen und Bezügern einer jährlichen
Ergän
zungsleistung
ausgewiesene, im laufend
en Jahr entstandene Kosten für Hilfs
mittel (
Art.
14
Abs.
1
lit
. f des Bundesgesetzes über
Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
;
ELG).
Die Kantone bezeich
nen die Kosten, die vergütet werden können. Sie können die Vergütung auf
die
im Rahmen einer wirtschaftlichen und zweckmässigen Leistungserbringung er
f
orderlichen Ausgaben beschränken (
Art.
14
Abs.
2 ELG).
2.2
In der Schweiz wohnhafte Bezüger
und Bezügerinnen
von Altersrenten der AHV, die für die Tätigkeit in ihrem Aufgabenbereich, für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontakts mit der Umwelt oder für die Selbstsorge auf Hilfs
mittel angewiesen sind, haben
gemäss
Art.
2
Abs.
1 der
Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Altersversicherung
(HVA)
Anspruch auf die in der Liste im Anhang aufgeführten Leistungen. Die Liste umschreibt Art und Umfang der Leistungen für
jedes H
ilfsmittel abschliessend
.
Es handelt sich um Schuhwerk (o
rthopädische Massschuhe und orthopädische Serienschuhe ein
schliesslich Fertigungskosten), Hilfsmittel für den Kopfbereich (
Gesichtsepithe
sen
,
Perücken,
Hörgeräte für ein Ohr
,
Sprechhilfegeräte nach
Kehlkopfoperatio
nen
),
Rollstühle (ohne motorischen Antrieb) und Hilfsmittel für Sehbehinderte (
Lupen
brillen
).
2.3
Die Anschaffungs- oder Mietkosten für Hilfsmittel werden vergütet, sofern de
ren
Ausführung einfach und zweckmässig ist
(
§
16
Abs.
1 der
Zusatzleistungs
ver
ordnung
;
ZLV)
.
Vergütet wird ein Drittel des Kostenbeitrages der AHV für Hilfs
mittel gemäss HVA
sowie
die Kosten für weitere, vom Kantonalen Sozial
amt bezeichnete
Hilfsmittel,
Pfl
egehilfs
- und Behandlungsgeräte (
§
16
Abs.
3
lit
. a und b ZLV).
Dazu zählen gemäss
Ziff. 2.4.9.1 der Weisungen des Kantonalen Sozialamtes zum
Vollzug der Zusatzleistungen zur AHV/IV vom 2
7.
M
ärz 2013 (Stand
1.
Januar 2016); abrufbar im Internet)
:
kostspielige orthopädische Änderungen
resp.
Schuhzurichtungen an
Konfek
tions
schuhen
automatische Zusätze zu Sanitäreinrichtungen, sofern ein zu Hause lebender Versicherter ohne diesen Behelf allein nicht zur betreffenden Körperhygiene fähig ist
Krankenheber, sofern ärztlich bescheinigt ist, dass ein Krankenheber für die Haus-pflege notwendig ist
Elektrobetten, sofern ärztlich bescheinigt ist, dass ein Elektrobett für die Haus
pflege eine absolute Notwendigkeit darstellt
Nachtstühle bei zu Hause lebenden Personen
Aufzugständer (Bettgalgen) bei zu Hause lebenden Personen
Inkontinenzschutzmittel (Urininkontinenz) bei mittlerer, schwerer oder tota
ler Inkontinenz
.
3.
3.1
Der Beschwerdeführer macht geltend, die Kosten für den Rollator müssten
ge
mäss HVA
übernommen werden, da dieser für die selbständige Fortbewegung und die Selbstsorge sowie den Kontakt mi
t der Umwelt nötig sei (Urk. 1 S. 2).
Richtig ist, dass gemäss
Art.
2
Abs.
1 HVA
Be
züger von Altersrenten der AHV namentlich
für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontakts mit der Um
welt oder für
die Selbstsorge Anspruch auf Hilfsmittel haben. Anspruch be
steht jedoch nur auf die in der Liste im Anhang der HVA abschliessend aufge
führten Hilfsmittel. Rollatoren gehören nicht dazu, sondern ausschliesslich Rollstühle (vgl. vorstehende E.
2.2).
Ein Rollator zählt auch nicht zu
den gemäss
§
16
Abs.
3
lit
. a und b ZLV vom
Kantonalen Sozialamt
bezeichneten
Hilfsmit
tel
n
(vgl. vorstehende E. 2.3
).
Auf eine
Beteiligung an
den
Kosten für den Rollator (
Fr.
265.--) besteht somit
kein Anspruch.
Entgegen dem Antrag des Beschwerdeführers
(Urk. 1 S. 1)
kann die Hilfsmittelliste gemäss HVA nicht einzelfallweise ausser Kraft gesetzt werden
. Dies verbietet das Gebot der rechtsgleichen
Behandlung aller
versicherten Per
sonen.
3.2
Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, gemäss
§
16
Abs.
2
lit
. a ZLV bestehe Anspruch auf die Übernahme der Kosten für den Duschsitz (Urk. 1 S. 2).
Laut
Ziff. 2.4.9.1 der Weisungen des Kantonalen Sozialamtes zum Vollzug der Zusatzleistungen zur AHV/IV besteht ein Anspruch auf Kostenübernahme für
automatische Zusätze zu Sanitäreinrichtungen, sofern ein zu Hause lebender Ver
sicherter ohne diesen Behelf allein nicht zur betreffenden Körperhygiene fä
hig ist
(vgl. vorstehende E. 2.3).
Da es sich beim Duschsitz des Beschwerdeführers nicht um ei
nen automatischen Zusatz zu einer Sanitäreinrichtung handelt, besteht kein Raum für eine
Kosten
übernahme
.
Auch in der Liste gemäss Anhang der HVA sind Duschsitze oder vergleichbare Hilfsmittel nicht
erwähnt
.
3.3
Betreffend Urinflasche macht der Beschwerdeführer geltend, er leide an Harn
drang u
nd müsse nachts mehrfach Wasser
lassen.
Da es aufgrund der Behinde
rung am rechten Bein schwierig sei, jedes Mal die Toilette
aufzusuchen
, sei er für das nächtliche Wasserlassen auf die Urinflasche angewiesen (Urk.
1 S.
2).
Für
Inkontinenzschutzmittel
besteht
bei mittlerer, schwerer oder totaler Inkonti
nenz
gestützt auf
Ziff.
2.4.9.1 der Weisungen des Kantonalen Sozialamtes zum Vollzug der Zusatzleistungen zur AHV/IV
Anspruch auf eine Kostenbeteiligung
(vgl. vorstehende E. 2.3)
. Indessen leidet der Beschwerdeführer nicht an einer Inkontinenz und die Urinflasche ist kein
Inkontinenzschutzmittel
, sondern er
möglicht die Urinentleerung ohne das Aufsuchen einer Toilette.
Es besteht somit auch betreffend Urinflasche kein Anspruch auf eine Ko
stenübernahme
.
3.4
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerdegegnerin betreffend Rollator,
Duschsitz und Urinflasche eine Kostenübernahme respektive -beteiligung zu Recht
verneint hat und demgemäss
ebenso zu R
echt die dagegen erhobene Ein
sprache abgewiesen hat. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als un
be
gründet ist
somit
abzuweisen.
4.
Der Beschwerdeführer unterliegt im
Beschwerdeverfahren, jedoch ist dieses kos
tenlos.
D
e
r
Antrag betreffend Gewährung der unentgeltlichen
Prozessfüh
rung
im
Beschwerdeverfahren (Urk. 1 S. 1) ist daher
gegenstandslos. Die Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung erweist sich in Anbetracht der sachkundig abgefassten Beschwerdeschrift (Urk. 1) und der Einfachheit des Verfahrens ohne zweiten Schriftenwechsel oder weitere Prozessschritte als nicht erforderlich. Das entsprechende Gesuch ist daher abzuweisen.