# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6d82d7b2-ab32-4c32-a426-582b47966288
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 15
I. Sachverhalt
A. Mit Verfügung vom 1. September 2017 wurde X._, geboren am _ 1997, durch Dr. med. A._ gestützt auf Art. 426 und Art. 429 f. ZGB für die Dauer von maximal sechs Wochen in der Klinik B._, O.1_, fürsorgerisch untergebracht. Als Grund für die Einweisung führte der Arzt einen manischen Schub und eine aktuell konkrete, akute Selbstgefährdung durch eine Psychose an.
B. Mit Schreiben vom 27. September 2017 beantragte C._, Co-Chefarzt der Klinik B._, bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (nachfolgend: KESB) Nordbünden die Verlängerung der ärztlichen fürsorgerischen Unterbringung von X._. Zur Begründung führte er im Wesentlichen an, dass bei X._ eine Manie verbunden mit der Gefahr von selbst- und fremdgefährdenden Handlungen bestehe. Deshalb sei zur Erreichung der näher umschriebenen Ziele eine weitere fürsorgerische Unterbringung indiziert.
C. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 4. Oktober 2017 beauftragte die KESB Nordbünden Dr. med. D._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, mit der Begutachtung von X._. Das entsprechende Kurzgutachten datiert vom 6. Oktober 2017. Gestützt auf die am 4. Oktober 2017 durchgeführte Exploration von X._ sowie in Kenntnis der Vorakten und der eingeholten Fremdauskünfte gelangte Dr. med. D._ zum Ergebnis, dass X._ an einer bipolaren affektiven Störung, gegenwärtig manische Episode (ICD-10 F31.1), leide. X._ habe sich anlässlich der persönlichen Exploration am 4. Oktober 2017 in einem manischen Zustand mit ausgeprägtem Angetriebensein befunden, habe ausserdem mangelhafte Krankheits- und Behandlungseinsichtigkeit sowie fehlende Absprachefähigkeit gezeigt. Unter diesen Bedingungen bestünden nach Auffassung von Dr. med. D._ zurzeit keine ambulanten Alternativen. Vielmehr sei eine stationäre Behandlung von X._ in der akut geschlossenen Abteilung der Klinik B._ unerlässlich.
D. Am 10. Oktober 2017 wurde X._ von der Kollegialbehörde der KESB Nordbünden im Beisein von E._ (behandelnde Psychologin) und F._ (Bezugsperson) zur vorgesehenen Verlängerung der ärztlich angeordneten fürsorgerischen Unterbringung angehört.
E. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 10. Oktober 2012, mitgeteilt am 12. Oktober 2012, erkannte die KESB Nordbünden wie folgt:
Seite 3 — 15
1. X._ bleibt zur Behandlung und persönlichen Betreuung in der Akutpsychiatrie der Psychiatrischen Diensten Graubünden fürsorgerisch untergebracht (Art. 429 Abs. 2 ZGB).
2. Betreffend Entlassungskompetenz wird verfügt:
a. Zuständig für die Entlassung von X._ ist die ärztliche Leitung der Klinik B._.
b. Die ärztliche Leitung der Klinik B._ wird angewiesen, die KESB Nordbünden mit einem Verlaufsbericht unter Hinweis auf allfällige Vereinbarungen über die Nachbetreuung zu benachrichtigen, sobald sich abzeichnet, dass die Entlassung bevorsteht bzw. spätestens per Mitte März 2018. Nötigenfalls ist um Anordnung einer geeigneten Nachbetreuung zu ersuchen.
3. (Verfahrenskosten).

## Considerations