# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 05d9ca61-8436-44ec-8a25-e5f5521edf44
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, ge
boren 1955, war zuletzt vom 1.
August
1997
bis 3
0
.
November
2009 bei
der
Y._
in einem 50%igen Pensum
tätig (Urk.
11
/
7/30
S.
3
Ziff.
2.1
).
Die Versicherte leidet seit Oktober 200
3
an
einer
cataracta
praesenilis
beidseits
(Urk. 11/7/
1 S. 5
Ziff.
7.2
-3
i.V.m
.
Urk.
11/7/16
S. 1 ff.
)
, weshalb
am
3.
Dezember 2003
eine Staroperation am
recht
en
und am 1. September 2004 eine solche am linken
Auge
durchgeführt wurde
(
Urk.
11/7/16 S. 3
-4
ff.
und Urk. 11/7/55
S. 1
)
.
Ab
Juni 2006
war die Versicherte infolge psychischer
Beschwerden
zwischen 20
%
und 100
%
arbeitsunfähig und ab dem 1. Januar 2009 bestand eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
11/7/33,
Urk. 11/7/38 und
Urk.
11/7/57 S. 1).
Am 2
3
. Juni
2009 meldete sich die Versicherte aufgrund ihrer gesundheit
lichen Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
an und bean
tragte berufliche Massnahmen sowie eine Rente (Urk.
11/7
/2
4
). Die
Sozialversi
che
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die persönlichen (Urk.
11/7/25-26
), medizinischen (
Urk. 11/7/33-34
), erwerblichen (Urk.
11/7/28
) und berufli
chen (Urk.
11/7/30
) Verhältnisse der Ve
rsicherten ab und liess sie am 9
.
Dezember
20
10
durch Dr. med.
Z._
, Fach
ärztin
für Psychiatrie und Psycho
therapie
, vom
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
,
psychiatrisch abklären
(
Psychiatrischer Untersuchungsbericht RAD
vom 13.
Dezember 2010
,
Urk.
11/38
)
.
Am 3. Januar 2011 auferlegte die IV-Stelle der Versicherten im Rahmen der Schadenminderungspflicht
die Auflage, sich
eine
r
fachpsychiatri
sche
n
Behandlung
zu unterziehen (
Urk.
11/7/41).
Am
2.
Februar 2011 teilte
sie ihr sodann
mit, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (
Urk.
11/7/44)
.
A
b dem 23. Februar
2011 begab sich die Versicherte in die
A._
in
ambulante
Behandlung (Urk. 11/7/52 ff.)
,
und a
m
2
2.
November 2011
liess
die IV-Stelle
eine
Haushalts
abklärung
durchführen (Haushaltsabklärungsbericht vom
8
.
Dezember
20
11
,
Urk.
11/7/55
).
Nach erfolgtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
11
/
7/58
ff.)
sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom 1
4
.
Mai
2012 (Urk. 2
/2
) ab dem 1.
Mai
2012
ausgehend von einer 50%igen Erwerbstätigkeit und einer ebenfalls 50%igen Tätigkeit im Haushaltsbereich
eine
V
iertelsrente
zu.
2.
Gegen die Verfügung vom
1
4
.
Mai
2012 (Urk. 2
/2)
liess die Versiche
rte, vertre
ten durch Rechtsanwä
lt
in
Stephanie Schwarz
(Urk.
4
), Beschwerde erheben und beantragen, es
sei
ihr ab Mai 2012 eine
halbe Rente übersteigende Rente der
Invalidenversicherung zuzusprechen.
Zudem beantragte sie, es sei festzu
stellen, dass
ihr
im vorangehenden Zeitraum (über den noch nicht verfügt wor
den sei, der aber in der Begründung Er
wähnung
finde)
ab 1. Oktober 2010 bis Ende November 2011 eine ganze Invalidenrente und im Anschluss für die Zeit bis Ende April 2012 eine
halbe Rente übersteigende Rente der Invaliden
versicherung zustehe (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2).
Mit
Beschwerdeant
wort
vom
19
.
Juni
2012 (Urk.
6
) schloss di
e IV-Stelle auf Beschwerdeabwei
sung.
Am 5. Juli 2012 liess
die Versicherte
sodann Kopien der Verfügungen der Invalidenversicherung
vom 11. November 1999 (
Urk.
10 S. 1) sowie vom 5. April 2012 (
Urk.
10 S. 2 ff.) betreffend Invalidenrente des Ehe
mannes einreichen (
Urk.
9).
Am 22
.
August
2012 erliess die IV-Stelle die Rentenverfügungen betreffend die Zeiträume vom 1. Januar
2010
bis 30. November 201
1 (
Urk.
11/2/1-2)
sowie vom 1.
Dezember 2011 bis 30
.
April
2012
(
Urk.
11/
2/
3)
und sprach der Versi
cherten für d
en ersten Zeitraum
eine
Dreiviertelsrente
und für den zweiten eine
Viertelsrente
zu (Urk. 8/2/1-2). Die Beschwerdeführerin, weiterhin vertreten durch
Rechtsanwä
lt
in
Stephanie Schwarz
(Urk.
11/4
)
, liess am
18. September
2012 Be
schwerde erheben
und beantragen, es sei ihr in Abänderung der Verfü
gungen vom 2
2.
August 2012
(
Urk.
11/2/1-3)
von Januar 2010 bis Ende November 2011 eine ganze Invalidenrente und im Anschluss für die Zeit bis Ende April 2012 eine
Viertelsrente
übersteigende Rente zuzusprechen (ab September 2011 nebst Kinderrente)
.
Mit Wirkung ab Mai 2012 sei ihr sodann in Abänderung der Verfügung vom 14. Mai 2012 eine
Viertelsrente
überstei
gende Invalidenrente (samt Kinderrente) zuzusprechen (
Urk.
11/1 S. 2
Ziff.
1-2
).
In
f
ormeller Hinsicht liess sie beantragen,
es seien die Beschwerdeverfahren ge
gen die Verfügungen vom 14. Mai
und 2
2.
August 2012 zu vereinigen
(
Urk. 11/1
S. 3 am Anfang
).
In der Beschwerdeantwort vom
15
.
Oktober 2012 (Urk. 11/6
)
schloss
die IV-Stelle
auf
Beschwerde
abweisung
.
Mit Verfü
gun
gen vom 1
9
.
Oktober
2012 wurde das neue Beschwerdeverfahren Nr. IV.2012.0
1001
mit dem vorliegenden Prozess Nr. IV.2012.00
516
vereinigt (Urk.
12
) und als dadurch
erledigt abgeschrieben (Urk. 11/8
).
Auf die einzelnen Ausführungen der Parteien und die weiteren Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
beziehungsweise - bei Versicherten, die vor der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit nicht erwerbstätig waren – die Unmög
lichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen
(Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (
Abs.
1). Die Rente wird vom Beginn des Monats an aus
bezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Abs.
3).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig
und daneben im Aufgabenbe
reich tätig sind,
wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Die
Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesam
ten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Ver
hältnisse
, allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, der beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung
sowie die persönli
chen Neigungen und Begabungen
.
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu
würdi
gen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (BGE 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b, je mit Hinweisen, Urteil des Bundesgerichts I 266/05 vom 11. April 2006 E. 4.2, vgl. auch BGE 133 V 504 E. 3.3).
Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Ein
kommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Berei
chen ermittelten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.5
Nach Art. 17
Abs.
1 ATSG ist die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich verändert. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.
1.6
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
festzuse
tzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E.
6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d
am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E.
4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versi
cherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die un
bestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfas
sen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hin
weisen).
1.7
Gemäss Art. 88a
Abs.
1
IVV
ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen
,
die
anspruchsbeein
flussende
Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berück
sichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedau
ert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hin
weisen).
2.
2.1
Anlässlich der am 2
2.
November
20
11
durchgeführten Haushaltsabklärung, die de
n
Verfügung
en
vom
14. Mai (
Urk.
2/2) und 2
2.
August 2012
(
Urk.
11/
2/1-3
) zugrunde lag,
stellte die Abklärungsperson fest, dass die Versicherte
vor Eintritt des Gesundheitsschadens stets gezwungen gewesen sei, einer ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit nachzugehen, um die Lebensunterhaltskosten
zu decken
. Dabei habe
sie
von 1992 bis 200
9 in einem 50%ig
en Pensum gearbeitet. Aus diese
n Gründen
erachtete es die Abklärungsperson als erwiesen, dass die Versicherte im Gesundheitsfall zu
50
%
im Beruf und zu 5
0
%
im Haushalt tätig wä
re (Urk.
11/
7/55 S. 3 Ziff. 2.5
).
2.2
Im Beschwerdeverfahren bringt die Beschwerdeführerin hauptsächlich vor,
es könne nicht auf die im Rahmen der
Haushaltsabklärung
getroffene Annahme abgestellt
werden
,
wonach sie
im Gesundheitsfall lediglich zu
5
0
%
arbeiten würde, sondern es sei vielmehr davon auszugehen, dass sie bei guter Gesundheit ein 80%iges Pensum leisten würde
.
Einersei
ts sei zu berücksichtigen, dass sie aus psychischen Gründen im Zeitpunkt der Haushaltsabklärung erschöpft und kraftlos gewesen sei und deshalb die Fragen nur mit Mühe habe beantworten können. Zudem habe
sie die Frage insofern falsch b
eantwortet, als sie lediglich angegeben habe, welches Pensum sie vor dem Eintritt
der psychischen Be
schwerden
habe ausüben könne
n
, nicht aber,
welches Pensum sie ohne jegliche Beschwerden – d.h. auch ohne Augenbeschwerden
–
ausüben würde.
Denn ohne Augenbeschwerden hätte sie bereits im Jahr 2003, als ihre Kinder 13 bzw. 15 Jahre alt gewesen seien
, ihr Pensum auf 80
%
erhöht (
Urk.
1 S. 4-
5
lit
.
3.a
;
Urk.
11/1 S. 5-
6
lit
.
3.
a
).
Zudem h
ab
e
sie schon im
Zeitpunkt,
als
ihre Kinder noch sehr klein gewesen seien, zu 50 % gearbeitet
, da ihr Ehemann
seit
dem Jahr 1999 auf eine Invalidenrente angewiesen sei (
Urk.
10) und sie deshalb die
entstandene
Einkommenseinbusse
habe kompensieren müssen. Sie hätte deshalb ohne gesundheitliche Beeinträchtigung bereits im Oberstufenalter des jüngeren Kindes ihr Arbeitspensum
erhöht, auch im Hinblick auf die Finanz
ierung des Studiums der Tochter
(
Urk.
1 S. 5-6
lit
. 3.b;
Urk.
11/1 S. 6-7
lit
. 3.b).
Zudem ergebe sich aus den im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
eingereichten Un
terlagen (Urk. 11/7/67 S. 3-5), dass eine
Pensum
s
erhöhung
überwiegend wahr
scheinlich gewesen wäre,
da sie auch seitens der Arbeitgeberin aufgrund der grossen Geschäftslast gewünscht worden sei (
Urk.
1 S. 6-7
lit
. 3.c;
Urk.
11/1
S
. 7-8
lit
.
3.c).
2.3
Die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens von der Beschwerdeführerin gemach
ten Aussagen vermögen ihre früheren, anlässlich der Haushaltsabklärung
gemachten Schilderungen nicht zu entkräften. Es besteht kein Anlass, die Glaubhaftigkeit der Aussagen in Zweifel zu ziehen, die die Beschwerdeführerin noch vor dem
Bei
zug
ihrer
Rechtsvertret
erin (vgl.
Anwaltsvollmacht
vom
6
.
Febr
uar 201
2
[
Urk.
11/
7/66])
abgegeben hatte. Dies entspricht auch dem Grundsatz, dass auf die ersten Aussagen und Schilderungen der versicherten Person abzustellen ist (Aussagen der ersten Stunde), da diese erfahrungsgemäss zuverlässiger sind als eine abweichende spätere Sachdarstellung im Rahmen des Rechtsmittelverfahrens, die im Wissen um allfällige
sozialversicherungsrechtli
che
Auswirkungen bewusst oder unbewusst durch nachträgliche Überlegungen beeinflusst sein kann (BGE 121 V 47 E. 2a und 115 V 143 E. 8c; RKUV 1988
S. 363 E. 3b/
aa
).
Was den Einwand betrifft, die Beschwerdeführerin hätte ohne
Augenbeschwer
den
im Jahr 2003 ihr Arbeitspensum auf 80
%
erhöht,
ist darauf hinzuweisen, dass ihr Ehemann bereits ab dem Jahr 1999 eine Invalidenrente
bezog
(
Urk.
10), weshalb bereits in jenem Zeitpunkt zu erwarten gewesen wäre, dass die Versi
cherte
in
einem höheren Pensum arbeite
, um die entstandenen finanziellen Ein
bussen zu kompensieren. Dies ist jedoch nicht erfolgt.
I
m Zusammenhang mit dem vorgebrachten Einwand,
eine
Pensumserhöhung
der Beschwerdeführerin
sei auch aus dem Grund überwiegend wahrscheinlich gewesen,
weil
der Arbeitgeber aufgrund der grossen Geschäftslast eine solche gewünscht habe, ist darauf hinzuweisen, dass die im Dezember 2008 vom Arbeitgeber entworfene Vereinbarung für Mehrarbeit für einen Zeitraum von höchstens 3 Monaten abgeschlossen worden wäre (vgl.
Urk.
11/7/67 S. 4). Dar
aus kann deshalb
auch
nicht geschlosse
n werden, die Versicherte hätte ihr
Arbeitspensum nachhaltig erhöht.
Die Beschwerdeführerin arbeitete von 199
7
bis 2009 und somit während mehr als 1
0
Jahren in einem konstanten 50%igen Pensum.
Eine Erhöhung desselben
im Jahr 2003
erscheint
deshalb
nach dem Gesagten
nicht
als
überwiegend wahrscheinlich.
2.4
Was die einzelnen Einschränkungen im Aufgabenbereich angeht, ist auf die nachvollziehbaren, schlüssigen und nicht bestrittenen Ausführungen des
Ab
klärungsdienstes
zu verweisen (
Urk.
11/
7/55 S. 5 ff.
), welcher die Gewichtung der einzelnen Tätigkeiten und die Bemessung der Einschränkungen sachgerecht vorgen
ommen hat und
bei einem 5
0%igen Anteil der Haushaltstätigkeit auf
grund einer
32,5
%igen Einschränkung ein
en
Teilinvaliditätsgrad von
16,25
%
ermittelt
hat
(
Urk.
11/
7/55 S. 8
)
.
3.
3.1
Was die Einschränkung im Erwerbsbereich angeht,
ging die IV-Stelle aufgrund de
s Berichts
von
Dr.
B._
, Facharzt für Innere Medizin
(Urk.
11/7/33
) vom 1
2.
Mai 2010
,
des
p
sychiatrischen
Untersuchungsbericht
s
vom
RAD
vom 13.
Dezember 2010
(
Urk.
11/
7/
38)
und des Berichts der
A._
vom 29. August 2011 (
Urk.
11/7/52)
davon aus, dass
die Versicherte von Januar 2009 bis Ende August 2011 sowohl in der angestammten als auch in
jeder anderen
Tätigkeit
zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen sei. Anschliessend habe ab September 2011 sowohl in der angestammten als auch in einer leidensangepassten Tätigkeit eine 20%ige Arbeitsfähigkeit bestanden
(
Urk.
11/7/57 S.
5
)
.
3.2
Die medizinische Beurteilung der IV-Stelle erweist sich als richtig und wird von der Beschwerdeführerin nicht bestritten, weshalb darauf abgestellt werden kann. Richtig und unbestritten sind auch die von der IV-Stelle erfolgte Ermittlung des Rentenbeginns ab Januar 2010
, die
festgehaltene, per
1. September 2011 einge
tretene Verbesserung des Gesundheitszustand
s der Beschwerdeführerin (
Urk.
11/7
/57 S. 5)
und das für das Jahr 2011
unter Berücksichtigung der Teu
erung berechnete
Valideneinkommen
in der Höhe von Fr. 41‘299.
--
(Urk.
11/7/56)
.
3.3
Gegen das von der IV-Stelle beruhend auf ein
em
20%ige
n
Arbeitspensum für das Jahr 2011 anhand der
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE)
ermittelte Invalideneinkommen in der Höhe von Fr.
15‘393.
-- (Urk.
11/
7/
57 S. 5)
macht die Beschwerdeführerin hingegen geltend,
es sei
ihr
aufgrund der weiterhin vorhandenen Gesundheitsbeschwerden ein
lei
densbe
dingter
Abzug
zu gewähren
(
Urk.
1 S. 3-4
Ziff.
2 und
Urk.
11/1 S. 4-5
Ziff.
2).
In diesem Zusammenhang ist zunächst zu berücksichtigen, dass
der Hausarzt
Dr.
B._
der Versicherten
in seinem Arztbericht vom 1
2.
Mai 2010 eine Arbeits
unfähigkeit von 60 bis 80
%
attestiert und spezifiziert hatte, dass die Beschwer
deführerin eine ruhige Bürotätigkeit ohne wesentlichen Zeitdruck während 4 bis 6 Stunden pro Tag ausüben könne (
Urk.
11/7/33 S. 3
Ziff.
1.7).
Auch im späte
ren Bericht vom 29. August 2011
attestierte
die
A._
der Versicherten
unter Be
achtung
der bestehenden
psychischen Einschränkungen für eine ruhige Bürotätigkeit eine
Arbeitsfähigkeit von 2 Stunden pro Tag, entsprechend einem 20%igen Pensum, und wies darauf hin, dass unter fortgesetzter fachärztlicher psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung und Weiterführung sowie Optimierung der medikamentösen Therapie eine leichte Steigerung der Arbeits
fähigkeit erreicht werden könne (
Urk.
11/7/52 S. 3-4
Ziff.
1.7-8).
Auch was die geklagten Augenbeschwerden angeht, ist aufgrund des Berichts von
Dr.
C._
, Facharzt für Ophthalmologie
, vom 27. Februar 2012
(Urk. 11/7/70)
von stabilen Verhältnissen auszugehen
. Am rechten Auge
best
ünden
zwar
Glaskörpertrübungen, die
Artisanlinse
sei aber reizlos. Am lin
ken Auge best
ünden
ein diskreter
Nachstar
und eine reizlose
Pseudophakie
. An beiden Augen seien
allerdings
die Papillen vital und die Netzhautmitte sowie die Gefässe seien regelrecht
.
Dr.
C._
wies ausdrücklich darauf hin, dass
die bestehenden Probleme auf das erlittene
Burnout und nicht auf die
Augenprob
leme
zurückzuführen seien.
D
en
bestehenden
gesundheitlichen Einschränkungen
wurde
somit
bereits im Rahmen des medizinisch noch zumutbaren Arbeitspensums von
2
0
%
gebüh
rend Rechnung getragen
, weshalb sich keine zusätzliche Gewährung eines
lei
densbedingten
Abzugs rechtfertigt.
Nicht gefolgt werden kann
auch dem Argument der Beschwerdeführerin
, wo
nach Teilzeitarbeit von Frauen proportional geringer
entlohnt
werde als
Voll
zeitbeschäftigungen
(
Urk.
1 S.
4
Ziff.
2
Abs.
4;
Urk.
11/1 S. 5
Ziff.
2
Abs.
4)
. Gemäss Rechtsprechung des Bundesgerichts steht nicht fest, dass Frauen wegen eines reduzierten Beschäftigungsgrades Lohneinbussen in Kauf zu nehmen ha
ben (Urteil des Bundesgerichts 9C_315
/2012 vom 18.
September 2012 E. 3.2.3). Ein weiterer
Abzug vom Tabellenlohn lässt sich daher
auch
damit nicht begrün
den.
4.
Im Ergebnis ist somit festzuhalten, dass
sowohl
die
Zusprache
einer
Dr
ei
viertels
rente
ab Januar 2010
als auch die
unter Berücksichtigung von Art.
8
8a
Abs.
1 IVV (vgl. obige E. 1.8
)
per 1. Dezember 2011 verfügte Reduktion der Dreivier
tels- auf eine
Viertelsrente
richtig
sind.
Die angefochtenen Verfügungen (
Urk.
2/2
und
Urk.
11/2/1-3) erweisen sich so
mit als richtig, weshalb die Beschwerden abzuweisen sind.
5.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren um die Bewilligung oder die Verweigerung von Invaliditätsleistungen vor dem kantonalen
Versi
cherungsgericht
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrensauf
wand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.-- festgelegt. Die Kosten für das vorliegende Verfahr
en sind
ermes
sensweise
auf
Fr.
1'000.--
festzulegen und der Beschwerdeführerin als unterlie
gender Partei aufzuerlegen.