# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bcda8822-1815-5639-9bff-0e754ac3f027
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. B._, geboren im Jahr 1994, reichte am 14. Februar 2013 beim Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks (nachfolgend: Vorinstanz) eine Unterhaltsklage gegen ihre Eltern, A._ und C._, ein, nachdem der Vater die Unterhaltszahlungen aufgrund ihrer Volljährigkeit eingestellt hatte (act. 1). Sie verlangte namentlich, ihre Eltern seien solidarisch zu verpflichten, an ihren Unterhalt rückwirkend ab dem 1. November 2012 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 2‘300.- nebst Ausbildungs- und allfälligen Arbeitgeberzulagen zu bezahlen.
Mit Entscheid vom 21. März 2013 erliess die Vorinstanz vorsorgliche Massnahmen und verpflichtete A._ an den Unterhalt seiner Tochter rückwirkend ab dem 1. November 2012 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 2‘000.- zu bezahlen (act. 16). Die dagegen erhobene Berufung wurde mit Urteil vom 29. September 2013 teilweise gutgeheissen und der Unterhaltsbeitrag auf CHF 1‘695.- gesenkt (act. 43).
Mit Entscheid vom 21. März 2014 hiess die Vorinstanz die Klage vom 14. Februar 2013 teilweise gut und verpflichtete A._, B._ ab dem 1. November 2012 bis 31. August 2013 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von CHF 1‘840.- und ab dem 1. September 2013 einen Unterhaltsbeitrag von CHF 1‘825.- zu bezahlen. Zudem wurde A._ verpflichtet, B._ einen Betrag von CHF 7‘876.15 zu bezahlen.
B. Gegen diesen Entscheid erhob A._ (Berufungskläger) am 30. Mai 2014 Berufung und verlangte hauptsächlich unter Kosten- und Entschädigungsfolgen den erstinstanzlichen Entscheid aufzuheben und die Klage abzuweisen. Mit Eingabe vom 11. Juli 2014 beantragte B._ (Berufungsbeklagte 1) namentlich, A._ habe ihr einen Prozesskostenvorschuss von CHF 2‘500.- zu bezahlen, subsidiär sei ihr die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. C._ (Berufungsbeklagte 2) hat ihre Antwort am 31. Juli 2014 eingereicht und beantragte die Berufung unter Kosten- und Entschädigungsfolge vollumfänglich abzuweisen. Am 3. September 2014 reichte B._ ihre Berufungsantwort ein und schloss auf Abweisung der Berufung. Am 15. September 2014 trat der I. Zivilappellationshof des Kantonsgerichts auf die Berufung nicht ein.

## Considerations

C. Mit Urteil vom 29. Januar 2015 hiess das Bundesgericht die von A._ gegen das Urteil vom 15. September 2014 erhobene Beschwerde teilweise gut, hob dieses auf und wies die Sache zur weiteren Behandlung im Sinne der Erwägungen an das Kantonsgericht zurück.
D. Mit Eingabe vom 26. Februar 2015 beantragt B._ eine Provisio ad litem, subsidiär die Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege, auf eine Parteiverhandlung zu verzichten und aufgrund des aktuellen Aktenstandes zu entscheiden. Im gleichen Sinne beantragt C._ ein Urteil aufgrund der Akten zu fällen. Im Übrigen bestätigt sie vollumfänglich ihre Stellungnahme zur Berufung vom 31. Juli 2014 (Eingabe vom 30. März 2015). A._ bestätigt die in seiner Rechtsschrift vom 30. Mai 2014 gestellten Rechtsbegehren und Beweisanträge, verlangt die Prüfung des Anscheins der Befangenheit der bisher in der zweiten Instanz mitwirkenden Richter und macht Noven geltend (Eingabe vom 26. März 2015). Mit Eingabe vom 30. April 2015 äusserten sich B._ und mit Eingabe vom 15. Juli 2015 A._ erneut zur Sache.
Mit Eingabe vom 8. September, vom 7. Oktober und vom 13. November 2015 äusserte sich B._ zu den ausstehenden Unterhaltsbeiträgen und teils zu der Situation betreffend die Familienzulage. Die Eingaben von A._ dazu folgten am 14. September und am
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25. November 2015. Mit Eingabe vom 7. Dezember 2015 äusserte sich C._, nachdem ihr die Frist zweimal erstreckt worden war, zu ihren aktuellen finanziellen Verhältnissen und der Frage der Familienzulage.
Am 21. Dezember 2015 beantragte B._, ihr sei nunmehr eine Proviso ad litem von CHF 8‘000.-, nicht CHF 2‘500.-, zuzusprechen. A._ ersuchte am 15. Januar 2016 um Abweisung des Gesuchs. Mit Entscheid vom 27. Januar 2016 wurde B._ die unentgeltliche Rechtspflege gewährt, unter Vorbehalt der Zusprechung einer Provisio ad litem zu ihren Gunsten.
E. Mit Gesuch um Abänderung der vorsorglichen Massnahmen vom 24. November 2015 (101 15 275) beantragte A._, bis zum Nachweis der Aufnahme ihres Studiums sei der Unterhalt von B._ zu sistieren. Weiter sei der vorsorglich verordnete Unterhalt von bisher monatlich CHF 1‘695.- ab Datum des Nachweises der Aufnahme eines Studiums, eventualiter ab 1. Juli 2015 auf den Betrag von CHF 400.- herabzusetzen, für die Dauer des Prozesses. Die Massnahme sei vorsorglich zu verfügen. Mit Eingabe vom 15. Februar 2016 nahm B._ Stellung dazu und beantragte, der monatliche Unterhaltsbeitrag sei für die Dauer des Verfahrens rückwirkend auf den 1. September 2015 auf CHF 2‘100.- inkl. allfällige Ausbildungszulagen festzusetzen und A._ sei zu verpflichten, ihr Zahnarztkosten von CHF 1‘085.- zu erstatten; zudem verkündete B._ C._ den Streit. C._ lehnte den Eintritt mit Eingabe vom 21. März 2016 ab. Mit Eingabe vom 23. März 2016 erläuterte B._, weshalb sie in der Gesuchsantwort vom 15. Februar 2016 beantragte, ihr sei ein vorsorglicher Unterhaltsbeitrag von CHF 2‘100.- inklusive allfälliger Ausbildungszulagen zuzusprechen.
Erwägungen
1. Zunächst macht der Berufungskläger infolge Kassation und Rückweisung des Urteils des I. Zivilappellationshofs des Kantonsgerichts vom 15. Dezember 2014 durch das Bundesgericht, den Anschein der Befangenheit - und damit einen Ausstandsgrund - der am bisherigen Verfahren mitwirkenden Richter der Berufungsinstanz geltend, ohne dies jedoch näher zu begründen. Der Ausstand wird auch nicht beantragt.
Im Rahmen eines Zivilprozesses liegt bei der Mitwirkung der Gerichtspersonen bei einer erneuten Beurteilung der Sache nach einer Rückweisung gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung keine unzulässige Vorbefassung vor: Vom Richter darf erwartet werden, dass er die Streitsache auch nach Aufhebung des Entscheids objektiv und unparteiisch behandelt (BGE 131 I 113 E. 3.6 mit Hinweisen). Selbst die Tatsache, dass ein Urteil vom Bundesgericht zum zweiten Mal aufgehoben und zurückgewiesen wird, vermag für sich allein noch keinen Anschein der Befangenheit zu erwecken (Urteil BGer 4A_381/2009 vom 16. Oktober 2009 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Vielmehr müssten zur Annahme von Befangenheit des/der betreffenden Richter weitere Gründe hinzutreten. Solche werden vom Berufungskläger nicht glaubhaft gemacht (vgl. Art. 49 Abs. 1 ZPO) und sind im Übrigen auch nicht ersichtlich, womit das (unbegründete) Gesuch um „Prüfung des Anscheins der Befangenheit von Amtes wegen“ abzuweisen ist, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann. Dies gilt umso mehr, als es sich beim kassierten Urteil um einen Prozess- und nicht um einen Sachentscheid handelt.
2. a) Erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide in vermögensrechtlichen Streitigkeiten sind mit Berufung anfechtbar, wenn der Streitwert mindestens CHF 10'000.- beträgt
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