# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 367e4c5b-4aa9-45e2-bf96-68ca0b2cb247
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X. wurde am _ in _ geboren. Er ist Schweizer Staatsangehöriger und wohnt an der _. Nach seiner Lehre als kaufmännischer Angestellter auf dem Grundbuchinspektorat des Kantons Graubünden und verschiedenen weiteren Aus- und Weiterbildungen bildete er sich schliesslich zum Betriebsökonom aus. Seit 1985 führt X. selbständig ein Treuhand- und Immobilienbüro. Er ist mit Y., geborene Z., verheiratet und hat keine Kinder. Im Jahre 2009 versteuerte X. ein Einkommen von Fr. 72‘500.-- und ein Vermögen von Fr. 1‘000.--.
B. Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X. einmal wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln verzeichnet. Das Einzelrichteramt des Kantons Zug verurteilte ihn am 13. Juli 2007 wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Ziff. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu Fr. 160.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren und einer Busse von Fr. 600.--.
C. Mit Strafmandat bei Vergehen und Verbrechen gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Strafrechtspflege des Kantons Graubündens (StPO-GR; BR 350.000) vom 22. November 2010, mitgeteilt am 22. November 2010, wurde X. vom Kreispräsidenten des Kreises Ruis der groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4a Abs.1 lit. b der Verkehrsregelnverordnung (VRV; SR 741.11) in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 250.00, bedingt bei einer Probezeit von 3 Jahren, und einer Busse von Fr. 1‘200.-- , ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 5 Tagen, verurteilt.
D. Gegen dieses Strafmandat erhob X. am 1. Dezember 2010 fristgerecht Einsprache, worauf das Kreisamt Ruis die Akten am 6. Dezember 2010 der Staatsanwaltschaft Graubünden zur Durchführung des ordentlichen Verfahrens überwies.
E. Mit Verfügung vom 7. Juli 2011 wurde X. wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. b VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG in Anklagezustand versetzt. In der Anklageschrift vom gleichen Tag wurde der Anklage folgender Sachverhalt zu Grunde gelegt:
„Am 6. September 2009, um 17.21 Uhr, überschritt der Angeklagte mit dem Personenwagen Audi A6, GR _, auf der Oberalpstrasse, Höhe
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Station Waltensburg/Vuorz, ausserorts, die allgemeine Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h um mindestens 30 km/h (registrierte Fahrgeschwindigkeit 114 km/h abzüglich Sicherheitsmarge von 4 km/h). Die entsprechende Messung erfolgte durch die Kantonspolizei Graubünden, Verkehrsstützpunkt VSP Ilanz, mittels Radargerät Laser Typ Riegl FG 21-P, METAS Nr. 409559.
Bei der Messstelle ist die Oberalpstrasse zweispurig ausgebaut sowie rund 7.0 Meter breit und verläuft gerade und übersichtlich. Die beiden Fahrspuren werden durch eine Leitlinie getrennt. Im Zeitpunkt der Kontrolle herrschte mässiger Verkehr bei guten Strassen- und Sichtverhältnissen. Durch das Verhalten des Angeklagten wurden keine Verkehrsteilnehmer gefährdet.
Eine Nachmessung durch das Bundesamt für Metrologie METAS in Bern ergab, dass die Geschwindigkeitsmessung vom 6. September 2009 korrekt erfolgte. Gemäss dem Gutachten vom 22. Januar 2010 hat die zum Messzeitpunkt gefahrene Mindestgeschwindigkeit des von X. gelenkten Personenwagens 113.3 km/h betragen. Die maximale Messunsicherheit sei dabei bereits berücksichtigt. Die Sicherheitsmarge gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. b der Verordnung des ASTRA zur Strassenverkehrskontrollverordnung (VSKV-ASTRA) vom 22. März 2008 sei somit nicht mehr anzuwenden.“
F. Mit Urteil vom 12. September 2011, mündlich eröffnet am 12. September 2011, im Dispositiv mitgeteilt am 12. September 2011, mit Urteilsbegründung mitgeteilt am 5. Oktober 2011, erkannte das Bezirksgericht Surselva was folgt:
„1.X. ist schuldig der groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4a Abs. 1 lit. b VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG.
2. Dafür wird X. mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je CHF 120.00 und einer Busse von CHF 600.00, ersatzweise bei deren schuldhafter Nichtbezahlung mit einer Freiheitsstrafe von 5 Tagen, bestraft.
3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und dem Verurteilten eine Probezeit von 2 Jahren angesetzt.
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- den Untersuchungskosten des Staatsanwaltschaft von CHF 3‘794.95
- den kreisamtlichen Kosten für das Strafmandatsverfahren von CHF 350.00
- der Gerichtsgebühr von CHF 2‘500.00
Total somit CHF 6‘644.95
gehen zu Lasten des Verurteilten und sind - zusammen mit der Busse von CHF 600.00 - innert 30 Tagen dem Bezirksgericht Surselva zu überweisen.
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5. Das Gericht stellt den Parteien nachträglich ein begründetes Urteil zu, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach Zustellung des vorliegenden Dispositivs verlangt oder eine Partei ein Rechtsmittel ergreift (Art. 82 Abs. 2 lit. a und b StPO). Andernfalls wird das Urteil ohne schriftliche Begründung rechtskräftig.

## Considerations