# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fadb7de9-657b-40af-a50a-5875d2ef1b04
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1983, meldete sich am 27. Dezember 2007 (Eingangs
datum) unter Hinweis auf einen am 27. Mai 2007 erlittenen Unfall bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbe
zug an (Urk.
6
/3). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklä
rungen und erteilte mit
Mitteilung
vom 20. Januar 2009 Kostengutsprache für eine Umschu
l
ung
im kaufmännischen Bereich
(Urk. 6/34). Mit Verfügung vom 5. Oktober 201
0 hielt die IV
Stelle fest, die beruflichen Massnahmen
würden
abgeschlossen, da
der Beschwerdeführer
auch nach Wiederholung des zweiten Semesters die Büro
fachprüfung nicht bestanden
hab
e
.
Gleichzeitig sicherte sie die
rückwirkend
e
Ausrichtung der
Taggeldleistungen für zwei Tage pro Woche
zu
, falls der Ver
sicherte das Bürofachdiplom im Frühjahr 2011 bestehe (Urk.
6
/63).
A
m 26. Mai 2011
schloss die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen
ab (Urk.
6
/69).
Mit Vorbescheid vom 27. Juli 2011 stellte die IV-Stelle
sodann
die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (Urk.
6
/80), wogegen der Versicherte Einwand erhob (Urk.
6
/88
). In der Folge tätigte d
ie IV-Stelle weitere Abklärungen und
zog
das von der zuständigen Unfallversiche
rung in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten der MEDAS
Y._
(
Medas
)
vom 14. August
2013
bei
(Urk.
6
/109). Am 1. Juli 2015 teilte die IV
Stelle dem Versicherten mit, dass die
wieder an Hand genommenen
Eingliederungsmassnahmen abge
schlossen wü
rden
,
da er in seiner Selbständigkeit eine Tätigkeit gefunden habe, die seiner gesund
heitlichen Situation angepasst sei (Urk.
6
/137). Mit Ver
fügung vom 2. November 2015 wies die IV-Stelle das
B
egehren
um Ausrichtung einer Invalidenrente
ab (Urk.
6/142
).
Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 27. Februar 2017 insofern gutgeheissen, als die angefochtene Ver
fügung aufgehoben und die Sache zu ergänzenden Abklärungen und neuer Ent
scheidung an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde (Urk. 6/154).
Daraufhin tätigte die IV-Stelle weitere
medizinische
Abklärungen (Urk. 6/170-174
, Urk. 6/182-204
) und
beauftragte die
Z._
mit der polydisziplinären Begutachtung des Versicherten (Urk. 6/177-179). Das Gutach
ten in den Disziplinen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates
sowie Psychiatrie wurde sodann am
24. April 2018 erstattet (Urk. 6/205).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 27. Februar 2019, Urk. 6/216) verneinte die IV-Stelle einen An
spruch auf
eine Rente
der Invalidenversicherung mit Verfügung vom 8. April 2019 (Urk. 2 = Urk. 6/217).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am
27. Mai 2019
Beschwerde und bean
tragte,
es sei die Verfügung vom 8. April 2019 aufzuheben und ihm eine Invalidenrente auszurichten (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2019 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5, unter Beilage ihrer Akten Urk. 6/1-218), worüber der
Beschwerdeführer
mit Verfügung vom 8. Juli 2019 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 7).
3.
Zu ergänzen ist, dass
die Unfallversicherung
mit
Einspracheentscheid
vom
3. Dezember 2018
an der Einstellung ihrer Leistungen festhielt und einen An
spruch auf eine höhere Integritätsentschädigung sowie auf eine Invalidenrente verneinte (
Nr. UV.2019.00013)
. Die dage
gen vom Beschwerdeführer am 21. Janu
ar 2019
beim
hiesigen Gericht
erhobene Beschwerde ist Gegen
stand des Verfah
rens Nr. UV.2019
.00
013
und wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
3
.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) be
rechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls rele
vanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art.
28a
).
1.
3
.3
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zu
mut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
1.4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
stellt
sich in
der angefochtenen Verfügung
auf den Standpunkt, es sei davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer
seit spätestens 2009 für mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten voll arbeitsfähig sei.
Aus
psychiatrischer Sicht liege keine Gesundheitsschädigung mit Krankheitswert vor. Zwar sei es zwischen 2011 und spätestens 2013 zu einer vorübergehenden psy
chischen Verschlechterung des Gesundheitszustandes gekommen, dabei hätten abe
r unter anderem psychosoziale Belastungsfaktoren im privaten Bereich, über
mässiger Alkoholkonsum und Konflikte mit dem Arbeitgeber eine zentrale Rolle gespielt. Durch die psychiatrische Behandlung habe sich die Situation wieder stabilisiert.
Es
liege keine langandauernde psychische Erkrankung vor, welche die Arbeitsfähigkeit auf Dauer eingeschränkt habe
. Auch wenn der
Beschwerdeführer
die angestammte Tätigkeit als Metzger n
icht mehr ausüben
könne
, entstehe
ihm keine Erwerbseinbusse
,
womit
ein Rentenanspruch
zu verneinen sei
(Urk. 2 S. 2).
2.2
Dagegen br
ing
t der
Beschwerdeführer
vor,
a
ngesichts der retrospektiven Ein
schät
zung im Gutachten der
Z._
stehe fest, dass ab mindestens Mai 2011 bis spätestens August 2013 und mithin für zwei Jahre und drei Monate eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen bezogen auf sämtliche Tätigkeiten bestand
en habe
. Für diesen Zeitraum bestehe Anspruch auf eine ganze Inva
lidenrente. Zudem sei erstellt, dass ab Ende August 2013 bis Ende Dezember 2014 mindestens eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit
bestanden habe
. Für diesen Zeitraum gelte es somit, den Invaliditätsgrad zu ermitteln. Da im Zusammenhang mit den Eingliederungsmassnahmen über mehrere Jahre Taggeldleist
ungen ausgerichtet wo
rden
seien
, sei der Rentenbeginn au
f Anfang Mai 2011 festzusetzen
(Urk. 1 S. 3-5).
3.
Im
polydisziplinären
Gutachten der
Z._
vom 24. April 2018 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (Urk.
6/205/54
):
-
Status nach distaler intraartikulärer
Tibiafraktur
rechts (27. Mai 2007)
-
Status nach Osteosynthese (5. Juni
2007), Metallentfernung (22. Septem
ber 2008)
-
Posttraumatische OSG-Arthrose
-
Intermittierendes Schmerzsyndrom
Daneben stellten die Gutachter folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
6/205/54
):
-
Lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
-
Patella
Chondropathie
rechts
-
Akzentuierte und narzisstische und impulsive Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)
-
Schädlicher Gebrauch von Cannabis (ICD-10 F12.1)
Klinisch imponiere ein athletischer Körperbau. Die orthopädische Untersuchung sei vollständig unauffällig
gewesen
mit Ausnahme des
palpatorisch
äusserst schmerzhaften Fussgelenks rechts. Eine verbreiterte, etwas druckempfindliche, ventrale Narbe sei gut verheilt. Auffallend am rechten Sprunggelenk sei eine eingeschränkte Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks bei unauffälliger Beweg
lichkeit des unteren Sprunggelenks. Der Fesselumfang rechts sei grösser als links. Es bestehe eine etwas minderentwickelte Wadenmuskulatur rechts.
Auswärtige Röntgenaufnahmen liessen eine Arthrose am rechten oberen Sprunggelenk er
kennen. Den bildgebenden Untersuchungen nach zu urteilen habe sich die Arth
rose am oberen Sprunggelenk zwischen 2013 und 2015 deutlich verschlechtert, seither sei der Röntgenbefund aber stationär geblieben (Urk. 6/205/32).
Der
Beschwerdeführer
wünsche auf keinen Fall eine
Arthrodese
am oberen Sprung
gelenk. Die Schmerzen seien in einer selbständigen Tätigkeit erträglich, er
woll
e auf keinen Fall ein steifes Fussgelenk (Urk. 6/205/29).
Zu Beginn
der psychiatrischen Exploration sei der
Beschwerdeführer
deutlich
dysphorisch
und gereizt gewesen.
Im
Verlauf
habe sich jedoch eine konstruktive Gesprächsatmosphäre entwickelt, so dass die Exploration insgesamt problemlos habe durchgeführt werden können. Eine
Anhedonie
, eine Affektlabilität oder eine reduzierte affektive Schwingungsfähigkeit sei nicht vorhanden.
Der
Beschwerde
führer
habe sich in unauffälligem Allgemein- und muskulösem Ernährungs
zu
stand präsentiert. Anhaltspunkte für das Vorhandensein von Bewusstseins-,
Orien
tierungs
-, Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen seien nicht vorhan
den. Das formale Denken sei unauffällig und Zwänge würden nicht bestehen. Wahn, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen würden ebenfalls nicht bestehen. Affektiv sei der
Beschwerdeführer
explizit nicht deprimiert, nicht affektlabil und affektiv normal schwingungsfähig. Schuld- und Insuffizienzgefühle würden nicht vorliegen und auch keine Ängste bestehen.
Der Antrieb und die
Interessen seien normal ausgebildet
, es bestehe keine erhöhte Ermüdbarkeit und der Beschwerde
führer müsse sich tagsüber nie hinlegen. Suizidversuche se
ien nie aufgetreten und
aktuell
sei der Beschwerdeführer nicht suizidal. Fremdaggressives Verhalten werde
vom
Beschwerdeführer
geschildert und es sei in Form einer gereizten Ausdrucks
weise auch zu Beginn der Exploration zu beobachten
gewesen
. Er gebe jedoch an, seit 2012 in der
A._
nie mehr gewalttätig gegen Dritte gewesen zu sein. Ein sozialer Rückzug finde nicht statt. Schmerzen habe
d
er
Beschwerdeführer
regelmässig im Bereich des
rechten Sprunggelenks, des rechten Knies und des Rückens. Diese Schmerzen seien jedoch tagsüber bei körperlicher Arbeit nicht mehr vorhanden, jedoch nach der Arbeit. Der Appetit des Beschwerdeführers sei normal ausgebildet und Schlafstörungen würden keine bestehen. Das Sexualleben sei intakt
(Urk. 6/205/40).
Zum jetzigen
Zeitpunkt könne keine depressive Episode diagnostiziert werden, da keine
Anhedonie
, keine Reduktion des Antriebs und der Interessen und keine erhöhte Ermüdbarkeit vor
liege, was auch
mittels durchgeführter
Hamilton Depression
Scale
bestätigt worden
sei. Des Weiteren könne zum jetzigen Zeitpunkt auch keine posttraumatische Belastungsstörung diagnostiziert werden, da der
Beschwerdeführer
nicht häufig unter diesbezüglichen Albträumen leide und im Alltag durch Erinnerungen an den Unfall nicht eingeschränkt sei. Eine organische Persönlichkeitsstörung sei in den aktuellen ambulanten psychiatrischen Berichten und im Gutachten 2013 nicht mehr gestellt worden. Aufgrund der Anamnese sei vielmehr davon auszugehen
, dass beim
Beschwerdeführer
bereits vor dem Unfall akzentuierte Per
sönlichkeitszüge mit vor allem narzisstischen und impulsiv
en Anteilen (ICD-10 Z73.1) vor
ge
lege
n
hätten
(Urk. 6/205/43).
In orthopädischer Hinsicht sei der Beschwerdeführer in der angestammten Tätig
keit als Metzger, welche rein stehend mit wiederholt schweren körperlichen Arbeiten
ausgestaltet sei, seit dem Unfall
im Jahr
2007 nicht mehr arbeitsfähig. Dagegen seien wechselnde Tätigkeiten, wie sie der Beschwerdeführer aktuell in seiner Allroundfirma durchführe, teils im Stehen, teils in der Hocke, teils im Sitzen, vollschichtig möglich. Diese selbständige Tätigkeit werde seit 2014 doku
mentiert, aber bereits nach 2008 habe
d
er
Beschwerdeführer
immer wieder ver
schiedene Allroundtätigkeiten praktisch vollschichtig ausgeübt. I
n Bezug auf die Fussproblematik
habe es sich bei diesen Tätigkeiten um adaptierte Arbeiten ge
handelt, welche der Beschwerdeführer laut anamnestischen
Angaben praktisch zu 100 % habe ausüben können. Demnach seien dem Beschwerdeführer adaptierte Tätigkeiten, wie er sie aktuell durchführe, bereits seit 2008, spätestens
seit
2009, volls
chichtig möglich (Urk. 6/205/55-56).
Die jetzige Tätigkeit als Geschäftsführer einer Reinigungs- und Garten
unter
halts
firma könne der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht aktuell zu 100 % leisten, was sich auch darin zeige, dass aus psychiatrischer Sicht keine Einschrän
kungen im Mini-ICF-APP-Rating-Bogen gefunden worden seien. Aktenanamnes
tisch sei davon auszugehen, dass minde
stens ab Dezember 2014 eine 90-
85%ige Arbeitsfähigkeit und ab Mai 2016 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Die Situation vor Dezember 2014 sei aufgrund der divergenten Akten schwieriger zu beurteilen
.
Gemäss Aktenlage sei
ab mindestens Mai 2011 bis mindestens Juni
2012 und höchstens bis August 2013 (Gutachtenserstellung) eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit anzunehmen.
V
on August 2013 bis Dezember 2014
sei die Arbeits
fähigkeit
nicht abschliessend zu beurteilen. Die jetzige Tätigkeit müsse explizit als angepa
sste Tätigkeit beurteilt werden (Urk. 6/205/56-57).
Gesamtmedizinisch sei somit festzuhalten, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit praktisch vollschichtig arbeite. Aus somatischer Sicht sei davon auszugehen, dass seit
etwa
2009 adaptierte Tätigkeiten vollschichtig mög
lich seien. Betreffend Verlauf aus psychiatrischer Sicht werde auf die obigen Fest
stellungen verwiesen. Präzisere Angaben seien auf Grund der Aktenlage nicht möglich (
Urk.
6/205/57).
4.
4.1
Mit Urteil vom
27. Februar 2017 wies das hiesige Gericht die Sache zu ergän
zenden Abklärungen an die
IV-Stelle
zurück. Gestützt auf die damalige Aktenlage blieb
– neben der verlaufsmässigen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit insbesondere aus psychiatrischer Sicht –
unklar, ob
seit
der Begutachtung durch die
Medas
vom 14. August 2013
die prognostizierte Verbesserung auch tatsächlich
einge
treten war, zumal seither keine fachärztliche orthopädische Beurteilung
mehr
erfolgt war
. Infolgedessen stellte das hiesige Gericht im medizinischen Sach
ver
halt wes
entliche Lücken für eine abschliessende Beurteilung des Leistungsan
spruches fest, welche durch ergänzende Abklärungen der IV-Stelle geschlossen werden sollten (Urk. 6/154/18-20).
4.
2
Vor diesem
Hintergrund beauftragte die IV-Stelle die
Z._
mit der poly
dis
ziplinären Begutachtung des
Beschwerdeführer
s.
Das
polydisziplinäre Gutachten der
Z._
vom 24. April 2018
wurde in Kenntnis der
Vorakten
erstattet (Anam
nese; Urk. 6/
205/7-21
; Urk.
6/205/26-29
), ist für die streitigen Belange umfas
sen
d, beruht auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen (Urk.
6/205/29-31
; Urk.
6/205/40-41
), setzt sich mit den geklagten Beschwerden sowie dem Verhal
ten der untersuchten Person auseinander (Urk.
6/205/27-29
; Urk.
6/205/36
) und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
(Urk.
6/205/55-57
).
Ausserdem wurde die psychiatrische Beurteilung unter Beach
tung der Standardindikatoren gemäss BGE 141 V 281 vorgenommen
(Urk. 6/205/45-
51)
. Damit erfüllt das Gutachten sowohl die allgemeinen als auch die sich aus BGE 141 V 281 ergebenden Anforderungen an
eine beweiskräftige medizinische Ent
scheidungsgrundlage (vgl. E. 1.4
und BGE 144 V 50 E. 4.3
und BGE 145 V 361 E. 4.4
).
Von Seiten der
Parteien
wurden gegenüber dem Gutachten der
Z._
keine Ein
wände
erhoben.
Da auch
im Weiteren
keine Gründe ersichtlich sind, welche an der Beweiskraft des Gutachtens zweifeln liessen,
kann
auf die darin enthaltenen Schlussfolgerungen
grundsätzlich
abgestellt werden.
4.3
Wie der
Beschwerdeführer
korrekt
ausführt, konnte aufgrund des mehrjährigen Taggeldbezuges im Rahmen von
Eingliederungsmassnahmen vor Mai 2011 kein
Rentenanspruch entstehen (Art. 29 Abs. 2 IVG; Urk. 1 S. 5
Rn
8).
Aus
orthopä
discher
Sicht
ist g
estützt auf die medizinische Aktenlage ausgewiesen und
unter den Parteien
unbestritten, dass der
Beschwerdeführer
in einer angepassten Tätig
keit
spätestens
seit
2009
wieder vollumfänglich arbeitsfähig
ist
(vgl. E. 2-3)
.
An
lässlich der Begutachtung durch die
Z._
führte der
Beschwerdeführer
aus, die Schmerzen seien in
s
einer selbständigen Tätigkeit erträglich beziehungsweise tagsüber bei der Arbeit
würde er sie vergessen
. Auch der gutachterlich fest
ge
stellte athletische Körperbau untermauert die Annahme einer uneingeschränkten Leistungsfähigkeit in den vergangenen Jahren (E. 3).
Gestützt auf das
Z._
-Gutachten kann
somit
eine aus orthopädischer Sicht nach der Be
gutachtung durch die
Medas
vom 1
4. August 2013 eingetretene
Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes
(vgl. Urk. 6/154/18-19)
ausgeschlossen werden
(
E. 3
)
.
Die Akt
en zeigen im Gegenteil vielmehr unverkennbar auf, dass sich die Prognose der
Medas
-Gutachter, wonach sich die Restarbeitsfähigkeit aus orthopädischer Sicht bei gutem Verlauf stufenweise steigern lasse (Urk. 6/109/33), schon längst realisiert hatte. So legte der Beschwerdeführer nunmehr selber dar, die von ihm ab 2008 verrichteten Tätigkeiten habe er praktisch zu 100 % ausüben können (Urk. 6/205/33); aktuell arbeite er 70 Stunden wöchentlich (Urk. 6/205/37). Dass die Einschätzung der
Medas
-Gutachter im August 2013 mit erheblichen Unsi
cherheiten behaftet war (vgl. Urk. 6/109/34, wonach in einer Tätigkeit im kauf
männischen Bereich im besten Fall eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorhanden sein könnte), hatte sich der Beschwerdeführer infolge nichtkooperativen Verhaltens selber zuzuschreiben (Urk. 6/109/32). Solche Inkonsistenzen waren anlässlich der aktuellen Begutachtung nicht mehr zu erheben (Urk. 6/205/25, 50).
4.
4
4.4.1
Im Bereich der Psychiatrie erachteten die
Z._
-
Gutacht
er ab mindestens Dezember 2014
eine wesentliche Einschr
änkung der Arbeitsfähigkeit als
nicht mehr
gegeben.
Die Gutachter schlossen sowohl eine depressive Episode als auch eine posttraumatische Belastungsstörung und eine organische Persönlich
keits
stö
rung aus. Diagnostisch verblieben in der Folge akzentuierte Persönlich
keitszüge mit vor allem narzisstischen und impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1), welchen als Z-Diagnose kein versicherungsmedizinischer Krankheitswert zukommt (
Urteil des Bundesgerichts 8C_663/2010 vom 15. November 2010, E. 5.2.4
; E. 3
)
.
Auch aufgrund der erhobenen objektiven Befunde erweist sich die gutachterliche Ein
schätzung
als nachvollziehbar und wurde vom
Beschwerdeführer
nicht bestritten
(vgl. Urk. 1 S. 4-5).
4.4.2
A
ufgrund der divergenten Akten
erachteten die
Z._
-Gutachter eine Beur
tei
lung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht vor Dezember 2014 als
schwierig.
Soweit sie hierzu dennoch Stellung nahmen, verwiesen sie zum einen auf die Einschätzung des behandel
nden Psychiaters, Dr. med.
B._
, welcher von April 2012 bis Dezember 2014 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert hatte, erklärten aber zum anderen mit Blick auf die Beurteilung durch die Sachverständigen der
Medas
im August 2013, wonach ab August 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 30 % bestanden habe, der Zeitraum von August 2013 bis Dezember 2014 sei nicht abschliessend beurteilbar (E. 3; Urk. 6/205/51).
Wie im
Rückweisungsentscheid vom 27. Februar 2017 ausgeführt,
lässt weder das
Medas
-
Gutachten eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu, noch kann auf die
Berichte
von Dr.
B._
abgestellt werden, da
die darin enthaltene
Beurteilung
massgeb
lich auf
den
subjektiv geklagten Beschwerden infolge des somatischen Gesund
heitsschaden
s
basierte
(vgl. Urk. 6/154/19 E. 4.2.2).
Ebenso wenig liessen die im Urteilszeitpunkt vom 27. Februar 2017 aufliegenden Akten eine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht im Jahr 2011 zu (Urk. 6/154/18 E.
4.2.1). Daran, dass sich auch mittels Berichten der behandelnde Psychiater eine erhebliche Einschränkung retrospektiv nicht belegen lässt, hat sich nichts ge
än
dert. So berichtete der behandelnde Psychiater Dr.
B._
von einem bereits vor
Beginn der selbständigen Tätigkeit - mithin seit ungefähr 2013 (vgl. Urk. 6/20
5/37) - leicht gebesserten Zustand und führte aus, die Beschäftigung habe dem Be
schwerdeführer geholfen, den psychischen Zustand weiter zu stabilisieren (Be
richt vom 13. November 2017, Urk. 6/174). Unter Verweis auf seinen Bericht vom 7. Dezember 2015 hatte er sodann am 15. September 2017 festgehalten, es be
stehe seit Längerem ein stabilisierter psychischer Zustand mit vollumfänglicher Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/170).
4.4.3
Insgesamt
haben sich, was den psychischen
Gesundheitsz
ustand
des
Beschwer
deführer
s
vor der Begutachtung durch die
Medas
betrifft, keine neuen Erkennt
nisse ergeben, welche
invalidenversicherungsrechtlich
massgebliche Einschrän
kungen
belegen
würden
und erlaubten, die mit Urteil vom 27. Februar 2017 be
nannten Lücken in der Aktenlage zu schliessen
.
Die
von de
m
Z._
-
Gutachtern
aus psychiatrischen Gründen
angenommene
vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit von Mai
2011
bis maximal August 2013 erweist sich
nur schon aufgrund der bei der gutachterlichen
Angabe
mitschwingenden Unsicherheit (vgl. E. 4.4.2 und E. 3)
als
wenig
verlässlich
.
Die betreffende
Einschätzung
lässt sodann ausser Acht, dass der
Beschwerdeführer
seinen eigenen Angaben zufolge
bereits nach 2008 immer wieder verschiedene Allroundtätigkeiten praktisch vollschichtig
ausübte
.
Darüber hinaus lagen der gutachterlichen Einschätzung
durch die
Medas
ausge
prägte
psychosoziale Belastungsfaktoren
zugrunde
:
Anlässlich der psychiatri
sche
n Exploration
im Zuge
des
Medas
-Gutachtens vom 14. August 2013
schilderte der
Beschwerdeführer
detailliert Vorkommnisse im Rahmen seines
in den Jahren 2008 bis 2011 absolvierten Praktikums als Privatassistent.
Die geschilderten Vor
kommnisse lassen eine hernach eingetretene psychiatrische Symptomatik
als nach
vollziehbar erscheinen
(vgl. Urk.
6/109/20-23).
Der
Beschwerdeführer
gab denn auch an, dass es ihm danach psychisch sehr schlecht gegangen sei (vgl. Urk. 6/205/37) und
Dr.
C._
diagnostizierte am
1. September 2011
eine An
passungsstörung bei privater und beruflicher psychologischer Belastung (ICD-10 F43.2; Urk. 6/205/11).
Mit dem
Wegfall dieser schwierigen Lebensumstände
und mit der Aufnahme
einer regelmässigen
Erwerbstätigkeit
sind die Persönlich
keits
züge und depressiven Symptome sowie der Substanzmissbrauch in den Hinter
grund getreten (Urk. 6/205/52) und
hat
sich der Gesundheitszustand des Be
schwer
deführer
s
massgeblich
verbessert
(Urk. 6/205/37, Urk. 6/174,
Urk. 6/205/43 vgl. Urk. 6/109/76
).
Infolgedessen
würde
sich
ein verselbständigter Gesundheits
scha
den vor Dezember 2014 auch
angesichts
der ausgeprägten
psychosozialen Belas
tungs
situation
als nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
erstellt
erweisen
(Urteil des Bundesgerichts 9C_93/2015 vom 29. September 2015 E. 6.2.1).
4.4.4
In Anbetracht der Tatsache, dass
auch
das beweiskräftige (vgl. E. 4.2, E. 1.4)
G
ut
achten
der
Z._
eine invalidenve
rsicherungsrechtlich relevante Einschränkung
der Leistungsfähigkeit
nicht
zu belegen vermochte
,
sind
von weiteren medizi
nischen
Abklärungen
keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_738/2011 vom 20. August 2012 E. 4.4). Da sich der
Be
schwerdeführer
aus dem Vorliegen einer psychiatrischen Pathologie einen Ren
tenanspruch gegenüber der IV-Stelle ableitet, hat er die Folgen der Beweislosig
keit zu tragen (
Urteil des
Bundesgerichts 8C_529/2012 vom 18. Dezember 2012 E. 5.4,
vgl. BGE 141 V 281 E. 6).
Zusammen
fassend
ist
von einer
uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit des Beschwer
de
führer
s in einer angepassten Tätigkeit auszugehen.
5
.
5.
1
Da der
Beschwerdeführer
bei Eintritt des Gesundheitsschadens zu 100 % erwerbs
tätig war (vgl. Urk. 6/14/3, Urk. 6/17/3, Urk. 6/72/1)
,
ist der Invaliditätsgrad
gestützt auf die allgemeine Methode des Einkommensvergleichs zu ermitteln (vgl
.
E.
1.3
.1).
Massgeblicher Zeitpunkt für die Invaliditätsbemessung ist dabei grund
sätzlich der frühestmögliche Rentenbeginn – vorliegend das Jahr 2011 (E. 4.2) –, wobei rentenwirksame Änderungen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind
(BGE 129 V 222 mit Hinweis).
5.
2
Zur Ermittlung des
Valideneinkommens
ist auf das vor Eintritt des Gesund
heits
schadens zuletzt erzielte Einkommen abzustellen (vgl. E. 1.
3
.2
).
Versiche
rungs
schutz besteht grundsätzlich nur im Rahmen eines normalen Einsatzpen
sums von 100 %. Ein Nebeneinkommen ist – wie
regelmässig geleistete Überstunden –
nur dann als
Valideneinkommen
zu berücksichtigen, falls ein solches bereits im Ge
sundheitsfall erzielt wurde und weiterhin erzielt worden wäre (Urteil
e
des Bun
desgerichts 9C_45/2008 vom 3. Juli
2008 E. 4.2
und 8C_744/2012 vom 20. Dezember 2012 E. 2 mit Hinweisen
).
Vorliegend ereignete sich der Unfall am 27. Mai 2007, im Jahr 2006
erwirtschaftete
der Beschwerdeführer
gemäss Auszug aus dem individuellen Konto
(IK)
ein Einkommen von total Fr. 64'871.-- (Fr. 58'750
.--
+ Fr. 6'121
.--
; Urk. 6/8).
Angepasst an die Nominallohnentwick
lung für Männer ins
Jahr 2011
(
vgl. Bundesamt für Statistik, T39 Entwicklung der Nominallöhne, der
Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1942 bis 2018)
ergäbe sich so ein
Valideneinkommen
in der Höhe von
Fr. 69'92
8.--
(Fr. 64'871.-- /
2014 x 2
171
).
Das im IK-Auszug ausgewiesene Einkommen
wurde
von der IV-Stelle vollumfänglich als
Valideneinkommen
berücksichtigt. Damit
rechnete
die IV-Stelle
auch das vom
Beschwerdeführer
zusätzlich zum 100%-Pensum erwirt
schaftete Nebeneinkommen (vgl. Urk. 6/205/22, Urk. 6/205/37, Urk. 6/205/42) in der Höhe von Fr. 6'121.-- vollumfänglich dem
Validenein
kom
men
an.
G
emäss dem Auszug aus dem
IK
erzielte der
Beschwerdeführer
in den Jahren vor dem Unfall stark variierende Einkommen und übte
im Jahr 2006 erstmalig zwei Anstellungen
parallel
aus (vgl. Urk. 6/8)
. Vor diesem Hintergrund ist
mehr als fraglich
,
ob er auch in Zukunft neben
einer
Vollzeitan
s
tellung noch eine
r Neben
erwerbstätigkeit nachgegangen wäre und der Nebenverdienst damit Teil des zu berücksichtigenden
Valideneinkommen
bildet
e
. Wie es sich damit genau verhält kann indes offenbleiben,
zumal – wie hernach noch zu zeigen sein wird – auch
unter Anrechnung des
im Jahr 2006 erzielten
Nebenverdienstes
kein renten
be
gründender Invaliditätsgrad resultiert.
5.
3
Nachdem der Beschwerdeführer zuvor ein
Praktikum
und eine Umschulung besu
cht
hatt
e,
begann
er im
Jahr 2013, eine
Allrounderfirma
im Bereich der Reini
gung und des Gartenunterhalts aufzubauen
(Urk. 6/205/37)
.
Da er
seine Rest
arbeitsfähigkeit
mit dieser Tätigkeit nicht ausschöpft
(vgl. Urteil im Parallel
ver
fah
ren
Nr. UV.2019.00013 E.
5
.4), ist
das Invalideneinkommen anhand der statis
ti
schen Werte der LSE zu ermitteln
(E. 1.3
.3)
.
Vollzeitig zumutbar sind
dem
Beschwerdeführer
wechselnde Tätigkeiten, teils im Stehen, teils in der Hocke, teils im Sitzen (vgl. E. 3). Der Beschwerdeführer ist gelernter
Metzg
er, daneben verfügt er über keine weitere Berufsausbildung. Die von der Invalidenversicherung
unterstützte Umschulung konnte
nicht erfolgreich abgeschlossen werden (vgl.
Urk. 6/57-63
).
Der
Beschwerdeführer
konnte
keine
Berufserfahrung sammeln, welche es rechtfertigen würde, bei ihm Fertigkeiten und Kenntnisse anzunehmen,
die auf dem als ausgeglichen unterstellten Arbeitsmarkt (vgl.
Art.
7
Abs.
1 und 16 ATSG) verwertbar wären
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_732/2018 vom 26. März 2019 E. 8.2.1
).
Unter diesen Umständen liegen keine Gründe vor, welche es nahelegten, den Beschwerdeführer höher als in Kompetenzniveau 1
(
bezieh
ungsweise
tiefer als
in
Anforderungsniveau 4
[bis LSE 2010]
,
vgl.
dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_325/2018 vom 11. September 2018 E. 4.2)
einzustufen. Da
ihm
zwar
schwere
Tätigkeiten
nicht mehr
zumutbar sind, darüber hinaus jedoch keine enge Grenze hinsichtlich der Verwertbarkeit der verbliebenen Arbeits
fähigkeit auszumachen ist, ist auf den Totalwert im Jahr 201
1
abzustellen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_187/2015 vom 20. Mai 2015 E. 3.2.3.1).
Anwendbar ist somit LSE 2010
, TA1, TOTAL, Männer,
Anforderungsniveau 4
, woraus sich
ein Jahreseinkommen von
Fr.
58’812
.-- (Fr.
4’901
.--
x 12)
ergibt
. Angepasst an die Nominallohnentwicklung
von Männern bis ins Jahr 2011
(
vgl. Bundesamt für Statistik, T39 Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der
Reallöhne, 1942 bis 2018)
und die betriebsübliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (
vgl. Bundesamt für Statistik, betriebsübliche Arbeitszeit nach
Wirtschaftsabteilungen,
T03.02.03.01.04.01) resultiert ein Jahreseinkommen
von Fr.
61'882.--
(Fr.
58’812.-- / 2151
x 2
171
/ 40 x 41.7).
5.
4
Da das hier zugrunde gelegte Kompetenzniveau 1
beziehungsweise Anforde
rungs
niveau 4
bereits eine Vielzahl von leichten Tätigkeiten umfasst, besteht vor
lie
gend kein Raum für einen leidensbedingten Abzug vom Tabellenlohn
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2 mit Hinweisen)
.
5.
5
Aus der Gegenüberstellung von Validen- und Invalideneinkommen
resultiert
augenscheinlich
kein
rentenbegründender Invaliditätsgrad
. Dies führt zur Abwei
sung der Beschwerde.
6.
Da
das
Verfahren die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Inva
lidenversicherung zum Inhalt hat, ist es kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind in Anwendung von Art. 69 Abs. 1
bis
IVG auf Fr. 8
00.-- festzusetzen und aus
gangsge
mäss
dem
Beschwerdeführer
aufzuerlegen.
Das Gericht
erkennt
:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
8
00
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4
.