# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 26616080-fc11-49c6-a7ff-fb8cef5fc061
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. C._ war Eigentümerin der Stockwerkeinheit Nr. _, 41/1000 Miteigtum an Grundstück Nr. _, Appartementhaus "D._", O.1_, mit Sonderrecht an der 4-Zimmerwohnung Nr. _ im 1. Stock, und Miteigentumsanteil Nr. _. Mit diesem Miteigentumsanteil ist das ausschliessliche und alleinige Benützungsrecht am Garagenplatz Nr. _ verbunden. Am 06. August 2015 ist gegen C._ die Betreibung auf Verwertung des Grundpfandes eingeleitet worden, woraufhin am 16. September 2015 die öffentliche betreibungsamtliche Versteigerung der Stockwerkeinheit Nr. _, Grundbuch O.1_, erfolgte. A._ und B._ erhielten die vorgenannte Stockwerkeinheit im Rahmen der Versteigerung zugeschlagen.
B. A._ und B._ versuchten am 02. Oktober 2015 erfolglos in die ersteigerte Wohnung zu gelangen. Woraufhin ihr Rechtsvertreter C._ und X._ mit jeweils getrennt eingeschriebener Post anwies, die  Nr. _ an der _strasse, O.1_, per Freitag, 23. Oktober 2015, um 14:00 Uhr zu räumen und den Eigentümern (A._ und B._) zu übergeben. Die eingeschriebene Post wurde nicht abgeholt und A._ und B._ standen an besagtem Tag wiederum vor verschlossener Tür.
C. A._ und B._ liessen am 10. November 2015 beim Bezirksgericht Prättigau/Davos ein Gesuch gegen X._ und C._ (recte: C._) betreffend Rechtsschutz in klaren Fällen einreichen. Dabei stellten sie die folgenden Rechtsbegehren (vgl. Vorinstanz act. I/1):
"1. Es seien die beiden Gesuchsgegner X._ und C._ (recte: C._) richterlich anzuweisen, die 4-Zimmerwohnung Nr. _, Stockwerkeigentum Nr. _, 41/100 Miteigentum an der Liegenschaft Nr. _, samt Autoeinstellplatz Nr. _ in der Autoeinstellhalle, Grundbuch der Gemeinde O.1_, umgehend zu räumen und zu verlassen.
2. Die richterliche Anordnung sei mit der Androhung der Straffolgen nach StGB Art. 292 zu verbinden, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
3. Es seien die Gesuchsteller A._ und B._ für den Fall, dass die Gesuchsgegner der richterlichen Anordnung um Räumung der  Nr. _ samt Autoeinstellplatz Nr. _ nicht Folge leisten sollten, unter Beizug von Polizeigewalt zu ermächtigen, die Räumung der erwähnten Wohnung vorzunehmen.
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4. Gerichtliche und aussergerichtliche Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchsgegner."
D. X._ stellte dem Bezirksgericht Prättigau/Davos am 30. Dezember 2015 seine Stellungnahme mit den folgenden Rechtsbegehren zu (vgl. Vorinstanz act. I/4):
"– Das Ausweisungsbegehren, das Gesuch zur umgehenden Räumung der Wohnung Nr. _ im Stockwerkeigentum Nr. _, _strasse, O.1_ sei abzulehnen.
– Bei einer allfälligen Mietvertragskündigung des bestehenden Mietvertrages vom 28.10.2005 (Anlage) ist die Kündigungsfrist aufrecht zu erhalten.
– Sollte das Gesuch zur Räumung der Wohnung Nr. _ im Stockwerkeigentum Nr. _, _strasse, O.1_ als Mietvertragskündigung zu verstehen sein, ist die Kündigungsfrist des Mietvertrages zu beachten.
– Die Beendigung des Mietverhältnisses würde für mich eine besondere Härte zur Folge haben, verbunden mit der Notwendigkeit zur Suche einer geeigneten Ersatzwohnung."
E. C._ reichte mit Eingabe vom 31. Dezember 2015 dem Bezirksgericht Prättigau/Davos ihre Stellungnahme mit folgenden Rechtsbegehren ein (vgl. Vorinstanz act. I/3):
"– Das Gesuch um Räumung der 4-Zimmerwohnung Nr. _ Stockwerkeigentum Nr. _, 41/1000 Miteigentum an der Liegenschaft Nr. _, und Autoeinstellplatz Nr. _ in der Autoeinstellhalle, Grundbuch O.1_ sei abzuweisen.
– Eventualiter sei ein angemessener Zeitraum von 3–4 Monaten zur Räumung der Wohnung Nr. _ Stockwerkeigentum Nr. _, 41/1000 Miteigentum an der Liegenschaft Nr. _, und Autoeinstellplatz Nr. _ in der Autoeinstellhalle einzuräumen.
– Das Verlassen und die Räumung der Wohnung Nr. _ Stockwerkeigentum Nr. _, 41/1000 Miteigentum an der Liegenschaft Nr. _, und Autoeinstellplatz Nr. _ in der Autoeinstellhalle stellt für mich einen grossen Härtefall dar. Da diese Wohnung mein einziger Wohnsitz und Wohnort ist, bin ich gezwungen, eine neue Wohnung zu suchen. Ich benötige eine geeignete Ersatzwohnung. Der regionale Wohnungsmarkt bietet nur sehr wenige freie Wohnungen. Es ist nicht leicht, eine Ersatzwohnung zu finden und erfordert die nötige Zeit. Aktuell kommt erschwerend meine Erkrankung dazu. Ein Umzug ist doppelt belastend."
F. Mit Stellungnahme vom 25. Januar 2016 hielten A._ und B._ unverändert an ihren Rechtsbegehren gemäss Gesuch vom 10. November 2015 fest. Sie bestritten, dass zwischen C._ und X._ ein Mietverhältnis bestehe und forderten sämtliche Akten des Betreibungsamtes O.1_
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betreffend das Betreibungsverfahren gegen C._ zur Edition sowie die Steuererklärungen von C._ und X._ ab der Steuerperiode 2010 und Bankbelege betreffend Mietzinszahlungen ab dem 01. November 2005 (vgl. Vorinstanz act. I/5).
G. Mit Schreiben vom 27. Januar 2016 räumte das Bezirksgericht Prättigau/Davos C._ und X._ Frist zur Einreichung einer Duplik bis zum 08. Februar 2016 ein. Gleichzeitig wurden sie ersucht, innert derselben Frist sämtliche Bankbelege betreffend Mietzinszahlungen ab 01. November 2005 sowie die Steuererklärungen ab der Steuerperiode 2010 zuzustellen. Ausserdem wurden sie darauf hingewiesen, dass die Frist nicht erstreckbar sei und das Verfahren bei Verzicht oder Säumnis zur Einreichung einer Duplik, ohne weiteres fortgeführt werde (vgl. Vorinstanz act. V/9).
H. Mit Schreiben vom 27. Januar 2016 verlangte das Bezirksgericht Prättigau/Davos vom Betreibungsamt Prättigau/Davos sämtliche Akten betreffend das Betreibungs- bzw. Grundpfanverwertungsverfahren gegen C._ (v.a. Steigerungsbedingungen, Lastenverzeichnis, Pfändungsprotokolle, amtliche Publikationen etc. [vgl. Vorinstanz act. V/10]). Welche dem Bezirksgericht Prättigau/Davos am 28. Januar 2016 überbracht wurden (vgl. Vorinstanz act. V/17 und rosa Ordner).
I. Das Bezirksgericht Prättigau/Davos verzichtete in Anwendung von Art. 256 Abs. 1 ZPO auf die Durchführung einer Hauptverhandlung.
J. Mit Entscheid vom 15. Februar 2016, gleichentags mitgeteilt, erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt (vgl. act. E.1):
"1. Das Ausweisungsgesuch wird gutgeheissen und X._ und C._ gerichtlich angewiesen, die 4-Zimmerwohnung Nr. _, Stockwerkeigentum _, samt Autoeinstellplatz Nr. _ in der Autoeinstellhalle, Grundbuch O.1_, an der _strasse, O.1_, innert 10 Tagen nach Rechtskraft des Ausweisungsentscheides (bis Mittag 12.00 Uhr) vollständig geräumt und gereinigt und mit allen Schlüsseln zurückzugeben.
2. Der Ausweisungsbefehl ergeht unter ausdrücklicher Androhung der Straffolge nach Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
3. Verlassen X._ und C._ das Mietobjekt innerhalb der gesetzten Frist nicht oder nicht geräumt, werden A._ und B._ ermächtigt, auf Kosten von X._ und C._ polizeiliche Hilfe in
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Anspruch zu nehmen und die Ersatzvornahme (Zwangsvollstreckung) zu tätigen.
4. Die Kosten des Verfahrens von CHF 450.00 gehen unter solidarischer Haftbarkeit zulasten von X._ und C._ und werden mit dem von A._ und B._ geleisteten Vorschuss verrechnet. A._ und B._ wird das Recht eingeräumt auf X._ und C._ Regress zu nehmen.
5. X._ und C._ haben unter solidarischer Haftbarkeit A._ und B._ mit CHF 1'000.00 ausseramtlich zu entschädigen.
6. Gegen diesen Entscheid kann je nach Beurteilung des Streitwertes zivilrechtliche Berufung oder Beschwerde geführt werden (Art. 308 ff. ZPO). Diese ist beim Kantonsgericht von Graubünden, Poststrasse 14, 7000 Chur, innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 311 und Art. 314 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 7 EGzZPO).

## Considerations