# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 609b5c79-283f-491d-889f-af4618a93bb6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am _ 2003 wurde A._ (nachfolgend: A._) im B._ als Tochter von C._ und D._ geboren. Nachdem die gesamte Familie aus dem B._ geflüchtet war, liess sie sich in der Schweiz nieder. Aufgrund familieninterner Differenzen wurde die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden (nachfolgend: KESB Nordbünden) eingeschaltet.
B. Die KESB Nordbünden errichtete mit Entscheid vom 19. März 2020 vorsorglich eine Erziehungsbeistandschaft sowie eine Beistandschaft mit besonderen Befugnissen für A._. Mit der Mandatsführung wurde E._ beauftragt. Mit gleichem Entscheid entzog die KESB Nordbünden den Eltern vorsorglich das Aufenthaltsbestimmungsrecht für A._ und brachte sie vorsorglich in der F._ (nachfolgend: F._) unter. Am 25. Juni 2020 hob die KESB Nordbünden diese Entscheidungen wieder auf.
C. Am 6. Juli 2020 wurde A._ wegen akuter Suizidalität mit ärztlicher fürsorgerischer Unterbringung in die Klinik G._ eingewiesen. Mit Entscheid vom 8. Juli 2020 wurde den Eltern daraufhin das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen und A._ in der Privatklinik H._ für die Dauer von maximal sechs Wochen untergebracht. Am 29. Juli 2020 übertrug die KESB Nordbünden den Eltern das Aufenthaltsbestimmungsrecht für A._ abermals zurück. Am 11. September 2020 musste A._ jedoch wegen akuter Suizidalität aufgrund eskalierender Konflikte mit den Eltern erneut fürsorgerisch in der H._ untergebracht werden. Nachdem A._ am 9. Oktober 2020 die H._ unerlaubt verlassen hatte, wurde sie von der Polizei auf der Autobahn aufgegriffen, wo sie sich von einem Auto überrollen lassen wollte. Die Unterbringung wurde daher von der KESB Nordbünden mit Entscheid vom 22. Oktober 2020 bestätigt. Auf Antrag der Psychologin und des Oberarztes der H._ wurde ein Wechsel der Unterbringung geprüft. Nach einer vorübergehenden Unterbringung in der Jugendstation der F._ und nach einer Besprechung mit den Eltern wurde eine Unterbringung in der Jugendstätte I._ in Erwägung gezogen. Sowohl A._ als auch ihre Eltern erklärten sich am 9. Dezember 2020 bzw. am 11. Dezember 2020 mit der Unterbringung in dieser Einrichtung einverstanden, woraufhin bei der Stadt Chur eine subsidiäre Kostengutsprache eingeholt wurde.
3 / 10
D. Am 11. Dezember 2020, mitgeteilt am 5. Januar 2021, entschied die KESB Nordbünden unter Entzug der aufschiebenden Wirkung was folgt:
1. Die für A._ mit Entscheid vom 23. November 2020 angeordnete behördliche fürsorgerische Unterbringung in der F._ wird per 13. Januar 2021 aufgehoben und A._ wird gleichentags in der Jugendstätte I._ behördlich untergebracht (Art. 310 ZGB). Das Aufenthaltsbestimmungsrecht der sorgeberechtigten Eltern bleibt entzogen.
2. (Verfahrenskosten)

## Considerations