# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b9f990a0-2b24-44fb-ad70-c26e957152f4
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
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A. In den Jahren 2012 und 2013 war M._, Inhaber des Einzelunternehmens X._, M._,
A._/SZ (nachfolgend: X._). Zudem war er Geschäftsführer der Y._ GmbH mit Sitz in
B._/SG sowie Gesellschafter und Geschäftsführer der in B._/SG domizilierten
D._ GmbH, die am 2. Oktober 2013 infolge Konkurs aus dem Handelsregister des
Kantons St. Gallen gelöscht wurde (act. 2 Sachverhalt A).
In der Steuererklärung 2012 vom 13. September 2013 deklarierte M._ ein steuerbares
Einkommen von insgesamt CHF 114'000 sowie kein steuerbares Vermögen (act. 11 vi.
8/1.2). Für das Steuerjahr 2013 reichte er keine Steuererklärung ein. In der
Steuerveranlagung vom 29. November 2016 wurde M._ für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2012 mit einem satzbestimmenden steuerbaren Einkommen von
CHF 474'400 und ohne steuerbares Vermögen, für die direkte Bundessteuer 2012 mit
einem steuerbaren Einkommen von CHF 368'200, für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2013 mit einem satzbestimmenden steuerbaren Einkommen von
CHF 269'900 und ohne steuerbares Vermögen sowie für die direkte Bundessteuer
2013 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 261'100 veranlagt. Dabei erfolgten
für das Steuerjahr 2012 zu den deklarierten Einkünften Aufrechnungen von Einkünften
aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Betrag von CHF 94'191 und von Erträgen aus
Beteiligungen in der Höhe von CHF 266'234. Am 18. April 2017 wies das kantonale
Steueramt die gegen die Veranlagungen erhobenen Einsprachen (Kantons- und
Gemeindesteuer sowie direkte Bundessteuer) betreffend das Steuerjahr 2012 sowie
das Steuerjahr 2013 vollumfänglich ab (act. 11 vi. 2).
B. Am 19. Mai 2017 erhob M._ Rekurs und Beschwerde bei der
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen (act. 11 vi. 1). Dabei beantragte
er, die Einspracheentscheide vom 18. April 2017 betreffend die Kantons- und
Gemeindesteuern 2012 und 2013 sowie die direkte Bundessteuer 2012 und 2013 seien
aufzuheben und die Sache sei zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen;
eventualiter seien sowohl die Einspracheentscheide vom 18. April 2017 als auch die
entsprechenden Veranlagungsverfügungen vom 29. November 2016 aufzuheben und
die steuerbaren satzbestimmenden Einkommen der Kantons- und Gemeindesteuern
2012 und 2013 seien unter Vornahme einer neuen Steuerausscheidung auf
CHF 136'482 und CHF 75'028 sowie die steuerbaren Einkommen für die direkte
Bundessteuer 2012 und 2013 auf CHF 132'549 und CHF 72'478 festzusetzen, unter
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Kosten- und Entschädigungsfolge. Im Weiteren bestritt der Beschwerdeführer die
Steuerpflicht für die Steuerjahre 2012 und 2013 im Kanton St. Gallen.
Die Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen stellte in ihrem Entscheid
vom 23. April 2018 fest, dass M._ im Kanton St. Gallen für die Jahre 2012 und 2013
steuerpflichtig ist. Zudem hiess sie den Rekurs und die Beschwerde für das Steuerjahr
2012 teilweise gut, indem sie das steuerbare Einkommen für die Kantons- und
Gemeindesteuern 2012 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 234’400 und ohne
Vermögen sowie für die direkte Bundessteuer ein steuerbares Einkommen von
CHF 234'800 festlegte. Im Übrigen wies sie die Sache zur Steuerausscheidung 2012
und zur Vornahme einer ordentlichen Veranlagung 2013 an die Vorinstanz zurück. Die
Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens von je CHF 800 wurden je zur Hälfte
dem Rekurrenten und Beschwerdeführer und dem Staat auferlegt. Ausseramtliche
Kosten wurden aufgrund des hälftigen Obsiegens nicht entschädigt.
C. M._ (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 25. April 2018 versandten Entscheid
der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) mit Eingabe seines Rechtsvertreters
vom 28. Mai 2018 Beschwerde betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern 2012
und 2013 sowie die direkte Bundessteuern 2012 und 2013. Dabei stellte er die
Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und das steuerbare
Einkommen für das Jahr 2012 für die Kantons- und Gemeindesteuern auf maximal
CHF 140'209 und für die direkte Bundessteuer auf maximal CHF 140'609 festzusetzen,
eventualiter sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Angelegenheit zur
Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen, alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen. In der innerhalb der Nachfrist eingereichten
Beschwerdeergänzung vom 20. Juli 2018 stellte der Beschwerdeführer das zusätzliche
Rechtsbegehren, es sei ihm eine angemessene Entschädigung für seine
ausseramtlichen Kosten zuzusprechen und es seien die Kosten- und
Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuer zu vergüten (act. 7).
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 26. Juli 2018 die Abweisung

## Considerations

der Beschwerde unter Verweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides
(act. 10). Das kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) verzichtete am 14. September
2018 ausdrücklich (act. 15) und die eidgenössische Steuerverwaltung
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(Beschwerdebeteiligte) stillschweigend auf eine Vernehmlassung. Die beiden Schreiben
der Vorinstanz und des Beschwerdegegners wurden dem Beschwerdeführer am
17. September 2018 zur Stellungnahme zugestellt (act. 16). Dieser liess sich innert
angesetzter Frist von 14 Tagen nicht weiter vernehmen.
Auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid und die Ausführungen des
Beschwerdeführers zur Begründung seines Begehrens sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung
des Einkommens natürlicher Personen vereinheitlicht sind, erledigte die Vorinstanz die
Rekurse betreffend die Kantonssteuer 2012 und 2013 einerseits und die Beschwerden
betreffend die direkte Bundessteuer 2012 und 2013 andererseits zu Recht im gleichen
Entscheid, aber mit getrennten Dispositivziffern; unter diesen Umständen durfte auch
der Beschwerdeführer die Beschwerden in einer einzigen Rechtsschrift erheben (BGE
135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die
Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom
10. Oktober 2014 E. 1.2).
2. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1
des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung
zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 des Gesetzes
über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der Beschwerdeführer, der vor
Vorinstanz mit seinen Begehren nicht vollumfänglich durchdrang, ist zur Erhebung der
Rechtsmittel berechtigt. Die Beschwerde wurde mit Eingabe vom 28. Mai 2018 unter
Berücksichtigung des Fristenlaufs am Wochenende rechtzeitig erhoben und erfüllt
zusammen mit der Ergänzung beziehungsweise Verbesserung vom 20. Juli 2018 in
formeller und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 StG
in Verbindung mit Art. 161 StG und Art. 30 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP in Verbindung mit Art. 142 Abs. 3 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO, sowie Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP;
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Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 und Art. 133 Abs. 1 DBG). Auf die Beschwerde ist
somit einzutreten.
3. Im Streit liegt in materieller Hinsicht die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht die
Aufrechnung des Beschwerdegegners im Steuerjahr 2012 von CHF 94'191 bei der
Einkommenssteuer anerkannt hatte. Dabei rechnete dieser in der Jahresrechnung 2012
der X._ verbuchte Aufwände wie folgt auf (act. 2 E. 5a/aa):
- Projekt Türkei (Konto 6570) CHF 65'206
- Privatanteil Telefon (Konto 6510) CHF 3'000
- Reisespesen Türkei (Konten 5820, 5822) CHF 3'979
- Fotokamera (Konto 6100) CHF 429
- Abgaben, Gebühren (Konto 6360) CHF 11'262
- Rechtskosten (Konto 6550) CHF 4'315
- Reisespesen nach T._ (Konto 6640) CHF 6'000
- Total CHF 94'191
3.1. Nach Art. 29 Abs. 1 StG beziehungsweise Art. 16 Abs. 1 DBG unterliegen alle
wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der Einkommenssteuer. Steuerbar sind
dabei alle Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und
Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf sowie aus jeder anderen selbständigen
Erwerbstätigkeit (Art. 31 Abs. 1 StG, Art. 18 Abs. 1 DBG). Bei selbständiger
Erwerbstätigkeit werden die geschäfts- oder berufsmässig begründeten Kosten
abgezogen (Art. 40 Abs. 1 StG, Art. 27 Abs. 1 DBG). Nicht abziehbar sind insbesondere
die Aufwendungen für den Unterhalt des Steuerpflichtigen und seiner Familie sowie der
durch die berufliche Stellung des Steuerpflichtigen bedingte Privataufwand (Art. 47 lit. a
StG, Art. 34 lit. a DBG).
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Voraussetzung für die Abzugsfähigkeit ist, dass der Aufwand mit einer selbständigen
Erwerbstätigkeit direkt zusammenhängt. Es muss sich sodann um geschäftsmässig
begründete Aufwendungen handeln. Ob der Aufwand aber zweckmässig
beziehungsweise vermeidbar gewesen wäre, spielt keine Rolle. Es ist nicht Sache der
Steuerbehörden, die Angemessenheit einer geschäftlichen Aufwendung zu überprüfen.
Einer Aufwendung kann die geschäftsmässige Begründetheit nicht rein deswegen
abgesprochen werden, weil diese zu keinem entsprechenden Ertrag führte. Wesentlich
ist, dass die Aufwendung mit dem objektiven Ziel erfolgte, Erträge aus der
selbständigen Erwerbstätigkeit zu bewirken (Richner/ Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 4 ff. zu Art. 27 DBG mit Hinweisen). Nicht
zum unternehmerischen Aufwand gehören die privaten Lebenshaltungskosten. Wird ein
Aufwandkonto damit belastet, sind sie dem steuerbaren Gewinn hinzuzurechnen
(Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das St. Gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, Rz. II/259 ff.).
Was die Beweislast betrifft, gilt der Grundsatz, dass die Steuerbehörde
steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen und die steuerpflichtige Person
steueraufhebende oder -mindernde Tatsachen zu beweisen haben. Bei der
Verbuchung eines Geschäftsaufwandes ist es grundsätzlich am Steuerpflichtigen, den
Nachweis zu erbringen, dass diese Erfolgsminderung geschäftsmässig begründet ist
(BGer 2C_273/2013 vom 16. Juli 2013 E. 3.3 mit Hinweisen). Nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind besonders strenge Beweiserfordernisse zu
beachten, wenn es um internationale Geschäfts- und Rechtsbeziehungen geht, weil
sich die Verhältnisse des ausländischen Leistungsempfängers der Kontrolle durch die
inländischen Steuerbehörden entziehen. Bei Zahlungen ins Ausland ist somit nicht nur
der Empfänger zu nennen, sondern es sind auch die gesamten Umstände darzulegen,
die im konkreten Fall zu deren Ausrichtung geführt haben. Analoges gilt bei Zahlungen
aus dem Ausland an einen in der Schweiz Steuerpflichtigen. Es sind die Verträge der
jeweiligen Grundgeschäfte vorzuweisen sowie allfällige schriftliche Vereinbarungen,
ferner die lückenlos dokumentierte Korrespondenz mit den Zahlungsempfängern und
allenfalls involvierten Banken. Die geschäftsmässige Begründetheit muss auch in einem
solchen Fall derart nachgewiesen werden, dass sich die Steuerbehörde vergewissern
kann, dass geschäftliche Gründe und nicht die engen persönlichen und wirtschaftlichen
Beziehungen für eine entsprechende Leistung ausschlaggebend waren (BGer
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2C_797/2012 vom 31. Juli 2013 E. 2.2.2 mit Hinweisen; 2C_1113/2018 vom 8. Januar
2019 E. 2.2.3).
3.2. Die Vorinstanz begründete die Anerkennung der Aufrechnung durch den
Beschwerdegegner im Betrag von CHF 94'191 im Wesentlichen damit, dass bezüglich
der Zahlungen an die Q._ A.S. (Konto 6570) im Betrag von CHF 65'206 (Projekt Türkei)
keine ausreichende Klarheit über die Geschäftsbeziehung zwischen der X._ und dieser
türkischen Unternehmung feststellbar seien. Auch sei den Akten nicht zu entnehmen
welcher Art der unter dem Konto 6570 verbuchte «Beratungsaufwand» sei und auf
welcher vertraglichen Basis dieser gegründet habe. Da der Beschwerdeführer es
unterlassen habe, seine Tätigkeit in der Türkei mit der notwendigen Transparenz
darzulegen, sei auch nichts dagegen einzuwenden, dass der Beschwerdegegner die
damit zusammenhängenden Reisespesen nicht als geschäftlich begründet qualifiziert
und dem Einkommen aufgerechnet habe. Zu den weiteren Aufrechnungen wie dem
Privatanteil Telefon etc. lässt sich den Erwägungen der Vorinstanz nichts entnehmen
(act. 2 E. 5a).
Der Beschwerdeführer bringt zur Begründung der Geschäftsmässigkeit der im Streit
liegenden Aufwendungen im Betrag von CHF 94'191 im Wesentlichen vor, dass es sich
beim Projekt Türkei um ein erfolgsversprechendes Investment in ein türkisches
Unternehmen (Q._ A.S., Distrikt C._, T._) gehandelt habe. Dieses habe, wie die
Vorinstanz durchaus richtig festgestellt habe, ein Generalunternehmen betrieben, das
sogar Bauten für den türkischen Staat verwirklicht habe. Die Gesellschaft habe mithin
ein Unternehmen geführt, das ohne weiteres in der gleichen Branche wie das
Einzelunternehmen des Beschwerdeführers (Handel mit ...) tätig gewesen sei und mit
dem dannzumal eine längerfristige Zusammenarbeit angestrebt worden sei. Dieser
Gesellschaft habe der Beschwerdeführer seinerzeit ein Darlehen gewährt. Dieses
Darlehen sei in der Bilanz der Q._ A.S. auch ausdrücklich als solches verbucht
worden, was in der Bilanz der Q._ A.S. für das Geschäftsjahr 2012 ersichtlich sei (act.
8.2). Als sich der Geschäftsgang der Q._ A.S. in der Folge – wider Erwarten – nicht wie
erhofft entwickelt habe, hätten die Darlehen letztlich erfolgswirksam abgeschrieben
werden müssen. Das ändere jedoch nichts daran, dass die Zahlungen einen – wenn
auch risikoreichen – betriebswirtschaftlichen Entscheid dargestellt hätten, der
steuerlich nicht korrigiert werden dürfe (act. 7 Ziff. III/B3). «Eine lückenlose
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Dokumentation» dieser Zahlungen wie die Vorinstanz sie verlange, könne freilich
deshalb nicht ins Recht gelegt werden, weil die Zusammenarbeit zwischen dem
Beschwerdeführer beziehungsweise dessen Einzelunternehmen und der Q._ A.S.
hauptsächlich auf mündlichen Vereinbarungen beruht habe. Die konkreten Umstände
sowie Einzelheiten der Darlehensgewährung könnten daher nicht mittels Urkunden
belegt werden, sondern nur durch entsprechende Befragungen. Es werde daher
beantragt, den Beschwerdeführer als Partei über die entsprechenden Zahlungen
einzuvernehmen. Das sei – notabene – auch im Verwaltungsverfahren ohne Weiteres
nach Art. 12 VRP zulässig. Nach dem Gesagten sei die Tätigkeit des
Beschwerdeführers in der Türkei ohne weiteres geschäftsmässig begründet, weshalb
auch die damit zusammenhängenden weiteren Aufwände (z. B. Reisespesen) als
geschäftsmässig begründete Abzüge zuzulassen seien (act. 7 Ziff. III/B4).
3.3. Aus dem vom Beschwerdeführer ins Recht gelegten act. 8.2 lassen sich die
geltend gemachten, geschäftsmässig begründeten Aufwendungen des Kontos 6570
(Projekt Türkei) nicht herleiten und rechtsgenüglich belegen. Dies ergibt sich
insbesondere aus der Tatsache, dass das ins Recht gelegte Aktenstück nicht in die
Verfahrenssprache Deutsch übersetzt ist und die den geltend gemachten Buchungen
zugrundeliegenden Dokumente nicht beigelegt werden. Im Weiteren handelt es sich bei
dem ins Recht gelegten Buchhaltungsauszug um ein nicht unterschriebenes
Dokument, dessen Ursprung unklar ist. Ebenso lässt sich nicht erkennen, in welcher
Währung die Buchungen erfolgten. Auch aus den unbelegten Behauptungen des
Beschwerdeführers in seiner Beschwerde und Beschwerdeergänzung wird die
Geschäftsmässigkeit der geltend gemachten Abzüge aufgrund fehlender Nachweise
nicht belegt.
Wie oben (E. 4.2) ausführlich dargelegt, verlangt die bundesgerichtliche
Rechtsprechung bei internationalen Geschäfts- und Rechtsbeziehungen umfassende
Nachweise entsprechender Geschäfte beziehungsweise der geltend gemachten
Aufwendungen. Solche werden vom Beschwerdeführer weder im Veranlagungs- und
Einspracheverfahren noch im vorinstanzlichen Verfahren oder im Verfahren vor
Verwaltungsgericht ins Recht gelegt. Auch die angebotene Befragung des
Beschwerdeführers kann die fehlenden notwendigen schriftlichen Nachweise nicht
ersetzen. Zudem ist nicht zu erkennen, welche Sachverhalte der Beschwerdeführer
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mündlich darlegen könnte, die sich nicht in schriftlicher Form in diesem Verfahren
vorbringen liessen. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass die Auskünfte des
Beschwerdeführers seinem Wesen nach blosse Tatsachenbehauptungen sind und
keine tauglichen Beweismittel darstellen (Zweifel/Casanova, Schweizerisches
Steuerverfahrensrecht, direkte Steuern, 2. Aufl. 2018, §14 Rz 14). Aus diesen Gründen
wird auf die angebotene Befragung verzichtet.
3.4. Aus obigen Erwägungen ergibt sich, dass der Beschwerdeführer auch in diesem
Verfahren wiederum nicht die von ihm geforderten Nachweise der geschäftsmässigen
Begründetheit der Aufrechnungen in der Höhe von CHF 94'191 erbringen konnte.
Insbesondere äusserte er sich lediglich zu den Kosten Türkei (Konto 6570,
CHF 65'206), welche jedoch weiterhin unbelegt bleiben. Zu den weiteren im Streit
liegenden Aufrechnungen bringt er keinerlei Begründungen oder Nachweise vor,
weshalb diese geschäftsmässig begründet sein sollen. Einzig führt er dazu in seiner
Beschwerdeergänzung aus: «Nach dem Gesagten war die Tätigkeit in der Türkei ohne
weiteres geschäftsmässig begründet, weshalb auch die damit zusammenhängenden
weiteren Aufwände (z.B. Reisespesen) als geschäftsmässig begründete Abzüge
zuzulassen sind.». Diese Ausführungen, ohne Belege, sind nicht rechtsgenüglich, um
die geltend gemachten Aufwände als geschäftlich begründet zu qualifizieren. Fehlt es
an Nachweisen des Beschwerdeführers, trifft die Beschwerdeinstanz keine weitere
Untersuchungspflicht; namentlich hat sie nichts vorzukehren, um die fehlenden
Grundlagen zu beschaffen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher
Steuergesetz, Zürich 2013, N 52 ff. zu §147 StG/ZH). Es ist dem Beschwerdeführer
nicht gelungen, nachzuweisen, dass die Vorinstanz die vom Beschwerdegegner
erfolgte Aufrechnung im Betrag von CHF 94'191 nicht hätte anerkennen dürfen. Die
Beschwerde ist deshalb in diesem Punkt abzuweisen.
4. Der Beschwerdeführer beantragt, ihm sei eine angemessene Entschädigung für die
ausseramtlichen Kosten im vorinstanzlichen Verfahren zuzusprechen. Er hat das
Begehren erst innerhalb der ihm zur Ergänzung der Beschwerde hinsichtlich der
Darstellung des Sachverhalts und der Begründung angesetzten Nachfrist gestellt.
Allerdings entscheidet das Verwaltungsgericht im steuerrechtlichen
Beschwerdeverfahren gemäss Art. 196 Abs. 2 StG, ohne an die Begehren der
Beteiligten gebunden zu sein. Zudem hat der Beschwerdeführer in der
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Beschwerdeeingabe vom 28. Mai 2018 die Aufhebung des angefochtenen Entscheides
unter Kosten- und Entschädigungsfolge beantragt, so dass das mit der
Beschwerdeergänzung gestellte Begehren lediglich als eine Konkretisierung der bereits
mit der Beschwerdeeingabe gestellten Begehren erscheint. Schliesslich handelt es sich
beim Anspruch auf Ersatz der Prozesskosten um eine rein prozessrechtliche und
akzessorische Nebenforderung (vgl. VerwGE B 2013/97 vom 23. Januar 2015 E. 3,
www.gerichte.sg.ch).
Der Beschwerdeführer leitet seinen Anspruch aus Art. 98 und 98 VRP ab. Gemäss
Art. 98 VRP wird die ausseramtliche Entschädigung den am Verfahren nach
Obsiegen und Unterliegen auferlegt. Nach Art. 98 VRP finden die Vorschriften der
Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (Zivilprozessordnung;
SR 272, ZPO) über die Parteientschädigung sachgemäss Anwendung. Nach ständiger
verwaltungsgerichtlicher Rechtsprechung wird bei teilweisem Obsiegen der aus dem
Zivilprozessrecht abgeleitete Grundsatz angewendet, dass die Prozesskosten
verhältnismässig verlegt werden, wobei die Entschädigung der mehrheitlich
obsiegenden Partei multipliziert wird mit der Differenz der Bruchteile, für welche beide
Parteien kostenpflichtig erklärt werden (vgl. dazu Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 832, R. Hirt,
Die Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen
SZ/St. Gallen 2004, S. 182 ff.). Wenn die Vorinstanz nicht von einem mehrheitlichen
Obsiegen des Beschwerdeführers ausgegangen ist, ist dies mit Blick auf das Ergebnis
des Rekursverfahrens nicht zu beanstanden. Der Beschwerdeführer bestritt in erster
Linie seine Steuerpflicht im Kanton St. Gallen in den Steuerjahren 2012 und 2013;
diesbezüglich – und damit in der Grundsatzfrage – drang er nicht durch. Bei der
Festlegung der Steuerfaktoren für das Steuerjahr 2012 konnte seinem Begehren
hinsichtlich der Aufrechnungen nicht vollständig entsprochen werden. Als berechtigt
erwiesen sich jedoch die Rügen der Verletzung des rechtlichen Gehörs und der
fehlenden formellen Voraussetzung für die Veranlagung nach Ermessen für das
Steuerjahr 2013. Dieser Verfahrensausgang entspricht keinem mehrheitlichen
Obsiegen, so dass die Vorinstanz zu Recht auch keine ausseramtliche Entschädigung
zugesprochen hat. Der Beschwerdeführer begründet denn auch seine Auffassung, es
seien ihm ausseramtliche Kosten zu entschädigen, nicht damit, er habe mehrheitlich
obsiegt, sondern einzig damit, er habe sich zu Recht gegen eine rechtswidrige
Veranlagung gewehrt. Dieser Umstand allein begründet allerdings – wie dargelegt –
bis ter
bis
ter
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noch keinen Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung nach Art. 161 StG in
Verbindung mit Art. 98 Abs. 2 und Art. 98 VRP. Auch bezüglich des vorinstanzlichen
Kostenspruches erweist sich die Beschwerde damit als unbegründet.
5. (...).