# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9a84b3f2-2130-4e0c-99fc-2095a2339d77
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y.1_ ist Eigentümerin der Parzelle Nr. _, Plan 3, in der Fraktion O.1_/Gemeinde X._. Bis zum 7. Mai 2014 stand die Parzelle Nr. _ im Miteigentum von Y.1_ und Y.2_. Im Südosten der Parzelle Nr. _ befindet sich eine talseitige Mauer. Diese Mauer verläuft parallel zur angrenzenden, im Eigentum der Gemeinde O.1_ (ab 1. Januar 2013 mit der Gemeinde O.2_ zur Gemeinde X._ fusioniert) stehenden Strassenparzelle (_weg O.1_; Parzelle Nr. _). Im Jahr 2012/2013 wurde die Mauer neu realisiert. Für die Bauarbeiten wurde die Meliorationsgenossenschaft O.1_ beigezogen. Letztere war bereits mit der Umsetzung des Meliorationsprojekts ab Grenze der Parzelle Nr. _ (jedoch ohne die Parzelle Nr. _) beauftragt gewesen. Die Meliorationsgenossenschaft O.1_ sollte alsdann im Auftrag der Gemeinde den Bau der Mauer auf der Parzelle Nr. _ sowie die Sanierung des dazu gehörenden Strassenabschnitts im Rahmen der Arbeiten für das benachbarte Meliorationsprojekt ausschreiben und in Auftrag geben. Für die Erstellung der Mauer fordert die Gemeinde X._ von Y.1_ und Y.2_ eine Kostenbeteiligung. Sie stützt sich dabei auf eine (behauptete) Vereinbarung zwischen ihr als Eigentümerin der Strassenparzelle Nr. _ und Y.1_ und Y.2_ als (damalige) Eigentümer der Parzelle Nr. _ (vgl. act. B.1, S. 6; vorinstanzliche act. I./1; act. I./3 und act. II./9, Tract. 4).
B. Am 4. Dezember 2015 leitete die Gemeinde X._ bei der Schlichtungsbehörde des Bezirks Inn (ab 1. Januar 2017 Engiadina Bassa/Val Müstair) ein Schlichtungsverfahren gegen Y.1_ und Y.2_ ein. Da Letztere der Schlichtungsverhandlung vom 21. Dezember 2015 unentschuldigt fernblieben, stellte der Vermittler am 23. Dezember 2015 die Klagebewilligung mit den folgenden Rechtsbegehren aus (vorinstanzliches act. II./2):
1. Die Beklagten seien unter solidarischer Haftbarkeit zu verpflichten, der Klägerin CHF 28'876.60 nebst Zins zu 5 % seit 10.04.2014 zu bezahlen.
2. Unter voller solidarischer gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzügl. 8 % Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten.
C. Mit Eingabe vom 15. März 2016 reichte die Gemeinde X._ beim Bezirksgericht Inn (ab 1. Januar 2017 Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair) Klage mit unverändertem Rechtsbegehren ein (vorinstanzliches act. I./1).
D. In der Folge beantragten Y.1_ und Y.2_ mit Stellungnahme vom 17. Mai 2016, auf die Klage sei mangels sachlicher Zuständigkeit nicht einzutreten. Eventualiter beantragten sie, die Klage sei abzuweisen (vorinstanzliches act. I./2).
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E. Nach eingeholtem zweiten Schriftenwechsel beschränkte das Bezirksgericht Inn mit prozessleitender Verfügung vom 18. November 2016 das Verfahren auf die Frage der sachlichen Zuständigkeit (vorinstanzliches act. IV./1). Gleichzeitig liess das Bezirksgericht Inn den Antrag der Gemeinde X._ auf Edition des Perimeterplans und der Projektpläne der Melioration im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Stützmauer aus den Händen der Meliorationsgenossenschaft O.1_ zu.
F. Mit Schreiben vom 15. Dezember 2016 ersuchte das Bezirksgericht Inn A._, Präsident der Meliorationskommission, um Zustellung der zu edierenden Urkunden (vgl. vorinstanzliche act. I./3, S. 4, act. IV./1, act. V./19 und act. VIII.).
G. Die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair fand am 23. November 2017 statt (vorinstanzliche act. VII./1-3). Mit Entscheid vom 29. November 2017, den Parteien am 11. Januar 2018 mit Begründung mitgeteilt, erkannte das Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair wie folgt (vorinstanzliche act. IV./2 und act. IV./3):
1. Auf die Klage wird nicht eingetreten.
2. Die Kosten des Schlichtungsverfahrens der Schlichtungsbehörde Inn in Höhe von CHF 400.00 und die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3'100.00, total somit CHF 3'500.00, gehen zu Lasten der klagenden Partei und werden mit dem von der klagenden Partei geleisteten Vorschuss von CHF 3'000.00 verrechnet. Der Fehlbetrag in Höhe von CHF 500.00 ist von der klagenden Partei innert 30 Tagen zu bezahlen.
3. Die klagende Partei hat die beklagten Parteien mit CHF 15'341.90 (inkl. Barauslagen, Streitwertzuschlag und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations