# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 72acd5ce-59d0-4027-9842-bf5e58c062ea
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Eheschutz
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juli 2014 (EE130028-G)
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Rechtsbegehren:
A. Der Gesuchstellerin (Urk. 76/4 und Urk. 107, sinngemäss):
"1. Die Obhut über die Kinder C._, geb. tt.mm.2005, und D._, geb. tt.mm.2007, sei den Eltern alternierend zu . Die Anmeldung der Kinder am Wohnsitz der Mutter sei beizubehalten.
Eventualiter sei die Obhut über die Kinder der Gesuchstellerin zu belassen.
2. Der von den Parteien gelebte Betreuungsplan, nämlich: - Montag ab Schulschluss bis Dienstag Morgen Schulbeginn
bei der Mutter; - Dienstag ab Schulschluss bis Mittwoch Morgen Schulbeginn
beim Vater;
- Mittwoch ab Schulschluss bis Donnerstag Morgen  bei der Mutter;
- Donnerstag ab Schulschluss bis Freitag Abend 18h beim Vater;
- Freitag Abend 18h bis Montag Morgen Schulbeginn  bei Vater und Mutter
sei gerichtlich zu genehmigen.
Eventualiter sei ein Betreuungsplan entsprechend den Anträgen der Kinderbeiständin an der Verhandlung vom 30. September 2013 durch das Gericht festzusetzen.
3. Der von den Parteien bis November 2014 vereinbarte Feiertags- und Ferienplan sei gerichtlich zu genehmigen, und die Parteien seien danach weiterhin zu berechtigen und zu verpflichten, die Kinder während der Feiertage und Ferienzeiten je hälftig zu  und sich darüber einvernehmlich zu verständigen.
4. Der gesuchsgegnerische Antrag auf Zusprechung von  monatlichen Unterhaltsbeiträgen von CHF 1'375.– für die Dauer des Getrenntlebens rückwirkend ab 1. Juni 2013 sei .
5. Es sei zwischen den Ehegatten per 1. Oktober 2013 die  anzuordnen.
6. Unter den ordentlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuchsgegners."
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B. Des Gesuchsgegners (Urk. 46, Urk. 78 A, S. 8 f., und Urk. 80, sinnge-
mäss):
"1. Die Kinder C._, geb. tt.mm.2005, und D._, geb. tt.mm.2007, seien unter die Obhut des Gesuchsgegners zu .
2. Die Gesuchstellerin sei berechtigt zu erklären, die Kinder C._ und D._
• jeweils am Montag um 8 Uhr bis Dienstag um 8 Uhr,
• jedes zweite Wochenende von Freitag 20 Uhr bis Dienstag 8 Uhr,
• am Mittwoch Nachmittag von 12 Uhr (nach Schulschluss) bis Donnerstag 8 Uhr,
• am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr,
• in geraden Jahren von Ostersamstag bis und mit Ostermontag und in ungeraden Jahren von Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmontag,
auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
Ausserdem sei die Gesuchstellerin für berechtigt zu erklären, die Kinder C._ und D._ während der Hälfte der Schulferien auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, die Ausübung des  mindestens drei Monate im Voraus anzumelden beziehungsweise mit dem Gesuchsgegner abzusprechen.
3. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, nach Übertragung der Obhut über die beiden Kinder C._ und D._ dem  für die Dauer des Getrenntlebens monatliche  von CHF 2'700.– (zuzüglich Kinderzulagen) zu bezahlen, nämlich CHF 1'350.– (zuzüglich Kinderzulagen) für jedes Kind, zahlbar im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
4. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, dem Gesuchsgegner ab 1. Juni 2013 für die Dauer des Getrenntlebens monatliche  von CHF 1'375.– zu bezahlen, zahlbar im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der ."
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C. Der Kinderprozessbeiständin (Urk. 75 und Urk. 78A):
"1. Es seien die Töchter C._, geboren am tt.mm.2005, und D._, geboren am tt.mm.2007, unter die geteilte Obhut der Gesuchsteller zu stellen.
2. Es seien die Gesuchsteller zu verpflichten, die Kinder wie folgt zu betreuen:
- Wöchentlich von Sonntagabend, 20:00 Uhr, bis , Schulbeginn, Mittwochmorgen nach Schulschluss bis Donnerstagmorgen, Schulbeginn, sowie an den ersten drei Wochenenden pro Monat von Freitagabend, 20:00 Uhr, bis Samstagabend, 17:00 Uhr, und an den übrigen Wochenenden von Freitagabend, 20:00 Uhr, bis Sonntagabend, 20:00 Uhr, sowie in geraden Jahren von Gründonnerstag-Abend, 18:00 Uhr, bis und mit Ostermontag und an Weihnachten vom 25. Dezember, 12:00 Uhr, bis und mit 27. Dezember, und in ungeraden Jahren von Pfingstsamstag bis und mit  und an Weihnachten vom 23. Dezember, 18:00 Uhr, bis 25. Dezember, 12:00 Uhr, durch die Gesuchstellerin.
- Dienstagmorgen nach Schulschluss bis Mittwochmorgen Schulbeginn, Donnerstagmorgen nach Schulschluss bis , 20:00 Uhr, sowie an den ersten drei Wochenenden pro Monat von Samstagabend, 17:00 Uhr, bis Sonntagabend, 20:00 Uhr, sowie in ungeraden Jahren von , 18:00 Uhr, bis und mit Ostermontag und an  vom 25. Dezember, 12:00 Uhr, bis und mit 27. Dezember, und in geraden Jahren von Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmontag und an Weihnachten vom 23. Dezember, 18:00 Uhr, bis 25. Dezember, 12:00 Uhr durch den Gesuchsgegner; Allenfalls ist das Wochenendbesuchsrecht alternierend von Freitagabend, 20:00 Uhr, bis Sonntagabend, 20:00 Uhr, zu , abwechselnd durch die Gesuchstellerin und den .
- sowie während der Schulferien jeweils zur Hälfte durch je einen Elternteil.
3. Dem Gesuchsgegner sei die Weisung zu erteilen, während der Kinderbetreuung sich jeglichen Drogenkonsums zu enthalten.
4. Den Kindseltern sei zudem die Weisung zu erteilen, sich bei der Jugend- und Familienberatung in mindestens 10 Treffen  Erziehungsfragen und Umgang in Konfliktsituationen während der Trennung beraten zu lassen."
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Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des Bezirks Meilen vom 7. Juli 2014:
1. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Parteien das Getrenntleben
auf unbestimmte Zeit vereinbart haben.
2. Die Töchter C._, geboren am tt.mm.2005, und D._, geboren am
tt.mm.2007, werden für die Dauer des Getrenntlebens unter die Obhut des
Gesuchsgegners gestellt.
3. Die Gesuchstellerin wird für berechtigt erklärt, die Töchter C._ und
D._
- jeweils wöchentlich am Montagmorgen nach Schulschluss bis Diens-
tagmorgen, Schulbeginn, sowie Mittwochmorgen nach Schulschluss
bis Donnerstagmorgen, Schulbeginn;
- sowie jedes zweite Wochenende von Freitagabend, 18:00 Uhr, bis
Montagmorgen, Schulbeginn;
auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
Ein allenfalls von den vorstehenden Grundsätzen abweichendes Besuchs-
recht regeln die Parteien im gegenseitigen Einvernehmen und unter Berück-
sichtigung der Interessen und Bedürfnisse der Kinder.
4. Die Gesuchstellerin wird – unter Vorbehalt allfällig bereits vereinbarter Feri-
en- und Feiertagsbesuchsrechte – für berechtigt erklärt, die Töchter C._
und D._
- in geraden Jahren je am zweiten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten
und Neujahr sowie von Ostersamstag bis und mit Ostermontag und in
ungeraden Jahren je am ersten Tag der Doppelfeiertage Weihnachten
und Neujahr und von Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmontag;
- ferner während der Hälfte der Schulferien;
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auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
Die Gesuchstellerin hat die Inanspruchnahme dieses Ferienbesuchsrechts
mindestens drei Monate im Voraus dem Gesuchsgegner anzumelden bzw.
mit diesem abzusprechen.
5. Den Parteien wird die Weisung erteilt, sich bei der Jugend- und Familienbe-
ratung in mindestens 10 Treffen bezüglich Erziehungsfragen und Umgang in
Konfliktsituationen während der Trennung beraten zu lassen.
6. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner an den Unterhalt
der Töchter C._ und D._ ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegen-
den Urteils für die Dauer des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge
von je CHF 900.– (zuzüglich Kinderzulagen) pro Kind zu bezahlen, zahlbar
monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats.
7. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner persönlich Unter-
halt wie folgt zu bezahlen:
CHF 1'375.– ab 1. Oktober 2013 bis zum Eintritt der Rechtskraft des vor-
liegenden Urteils;
CHF 1'142.– ab Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils bis zum
31. Dezember 2014;
CHF 825.– ab 1. Januar 2015;
zahlbar monatlich im Voraus, je auf den Ersten eines jeden Monats.
8. Zwischen den Parteien wird mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2013 die Güter-
trennung angeordnet.
9. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
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CHF 6'000.– ; die weiteren Auslagen betragen:
CHF 3'475.45 Gutachterkosten
CHF 5'655.10 Kosten der Vertretung der Kinder
CHF 15'130.55 Total
10. Die Gerichtskosten werden zu 2/3 der Gesuchstellerin und zu 1/3 dem Ge-
suchsgegner auferlegt.
11. Der auf die Gesuchstellerin entfallende Anteil der Gerichtskosten wird mit
dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von CHF 6'000.– ver-
rechnet.
12. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner eine Parteient-
schädigung von CHF 3'000.– (8 % MwSt darin enthalten) zu bezahlen.
13. (Mitteilungssatz)
14. (Rechtsmittelbelehrung)
Berufungsanträge:
der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (Urk. 123):
"1. Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei aufzuheben und durch folgende Regelung zu ersetzen:
Die Töchter C._, geboren am tt.mm.2005, und D._,  am tt.mm.2007, seien für die Dauer des Getrenntlebens  die alternierende Obhut beider Eltern zu stellen.
Eventualiter sei Ziff. 2 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 aufzuheben, an die Vorinstanz zurück zu weisen [und] die Obhut über die Kinder C._ und D._ der  zu belassen.
Subeventualiter sei die Obhut über die Kinder C._ und D._ der Berufungsklägerin ohne vorgängige Rückweisung an die Vorinstanz zu belassen.
2. Ziff. 3 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei aufzuheben und an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung in der Sache zurück zu weisen.
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Eventualiter sei Ziff. 3 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 aufzuheben und durch folgende Regelung zu :
Die von den Parteien vereinbarte Betreuungsregelung sei wie folgt zu genehmigen:
Die Kinder verbringen jeweils wöchentlich Montag nach  bis Dienstag Schulbeginn sowie Mittwoch Schulschluss bis Donnerstag Schulbeginn und jedes zweite Wochenende von Freitag 18h bis Montag Schulbeginn bei der Mutter. Die übrigen Tage, d.h. jeweils Dienstag Schulschluss bis Mittwoch,  und Donnerstag, Schulschluss bis Freitag Abend 18h sowie jedes zweite Wochenende Freitag 18h bis Montag nach  beim Vater.
Einen allenfalls von der vorstehenden Regelung abweichenden Betreuungsplan vereinbaren die Parteien gegenseitig im  und unter Berücksichtigung der Interessen und  der Kinder.
3. Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei aufzuheben und an die Vorinstanz zur neuen Entscheidung in der Sache zurück zu weisen.
Eventualiter sei Ziff. 4 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 aufzuheben und durch folgende Regelung zu :
Die von den Parteien vereinbarte Ferien- und Feiertagsregelung sei wie folgt zu genehmigen:
Weihnachten
Die Kinder verbringen in den geraden Jahren den 24. Dezember von Schulschluss bis zum 25. Dezember 12h bei der Mutter und von 25. Dezember 12h bis 26. Dezember 12h beim Vater; in den ungeraden Jahren umgekehrt.
Ab 26. Dezember 12h gilt der Ferienbetreuungsplan.
Ostern Die Kinder verbringen in den geraden Jahren Ostern von Grün-
donnerstag Schulschluss bis Ostersonntag 12h bei der Mutter und Ostersonntag 12h bis Dienstag nach Ostern beim Vater; in den ungeraden Jahren umgekehrt.
Auffahrt / Pfingsten Die Kinder verbringen in den geraden Jahren von Mittwoch
Schulschluss bis Montag nach Auffahrt bei der Mutter und  von Freitag vor Pfingsten Schulschluss bis Dienstag nach Pfingsten Schulbeginn beim Vater; in den ungeraden Jahren .
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Sechseläuten / Knabenschiessen
Die Kinder verbringen in den geraden Jahren von Mittwoch an Knabenschiessen von Freitag davor Schulschluss bis Dienstag nach Knabenschiessen Schulbeginn bei der Mutter und  von Freitag davor Schulschluss bis Dienstag danach Schulbeginn beim Vater; in den ungeraden Jahren umgekehrt.
Bei einer Kollision mit den Frühlingsferien geht die Ferienregelung vor.
Ferien Die Kinder verbringen die Hälfte der jeweiligen Ferien mit der
Mutter und die Hälfte der Ferien mit dem Vater. Die Parteien  Anfang des Jahres einvernehmlich einen Ferienplan für das Kalenderjahr.
4. Ziff. 5 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei aufzuheben.
5. Ziff. 6 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei aufzuheben und an die Vorinstanz zur Ermittlung des  Sachverhalts und neuen Entscheidung in der Sache  zu weisen.
Eventualiter sei Ziff. 6 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 aufzuheben und durch folgende Regelung zu :
Die Berufungsklägerin sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Töchter C._ und D._ einen Beitrag von je CHF 250.– pro Monat zu bezahlen.
Die Kinderzulagen seien zur Hälfte dem Berufungsbeklagten und zur Hälfte der Berufungsklägerin auszurichten.
6. Ziff. 7 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei aufzuheben und an die Vorinstanz zur Ermittlung des  Sachverhalts und neuen Entscheidung in der Sache  zu weisen.
Eventualiter sei Ziff. 7 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 aufzuheben und durch folgende Regelung zu :
Die Berufungsklägerin sei zu verpflichten, an den Unterhalt des Berufungsbeklagten einen persönlichen Beitrag von CHF 380.– zu entrichten.
7. Ziff. 9 und 10 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 seien aufzuheben und an die Vorinstanz zur neuen  zurück zu weisen.
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Eventualiter seien Ziff. 9 und 10 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 aufzuheben und durch folgende  zu ersetzen:
Der Berufungsbeklagte sei zur Kostentragung der Prozess- (inkl. Gutachter- und Beistandskosten) und Ersatz der Parteikosten zu verpflichten, unter Hinzurechnung der Mwst. von 8%.
Eventualiter sei der Anteil der von der Berufungsklägerin zu  Prozess- und Parteikosten einstweilen auf die Staatskasse zu nehmen.
8. Ziff. 11 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei aufzuheben bzw. eventualiter auf fünf Sitzungen zu .
9. Ziff. 12 des Urteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juli 2014 sei aufzuheben.
10. Unter den ordentlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Berufungsbeklagten zuzüglich Mwst. von 8%.
Verfahrensanträge:
11. Es sei der Berufungsklägerin die unentgeltliche Rechtspflege und die Rechtsverbeiständung durch die unterzeichnende  zu gewähren.
12. Auf die Erhebung eines Prozesskostenvorschusses i.S.v. Art. 98 ZPO sei mit Blick auf das Gesuch der Berufungsklägerin um  der unentgeltlichen Rechtspflege zu verzichten.
13. Unter den ordentlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Berufungsbeklagten zuzüglich Mwst. von 8%."
des Gesuchsgegners und Berufungsbeklagten (Urk. 132 S. 2):
"1. Die Berufung sei abzuweisen und das Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juli 2014 sei vollumfänglich zu bestätigen.
2. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien der Berufungsklägerin aufzuerlegen.
3. Die Berufungsklägerin sei zu verpflichten, dem  für das Berufungsverfahren eine volle Prozessentschädigung zu bezahlen."
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Verfahrensanträge:
"1. Der Antrag auf Einholung eines kinderpsychiatrischen Gutachtens sei abzuweisen.
2. Der Eventualantrag auf Rückweisung der Sache zur Ergänzung des Sachverhalts sei abzuweisen."
der Kinderbeiständin (Urk. 131 S. 3):
"1. Die Kinder C._, geboren am tt.mm.2005, und D._,  am tt.mm.2007, seien für die Dauer des Getrenntlebens  die alternierende Obhut beider Elternteile zu stellen.
2. Die Betreuung der Kinder sei basierend auf den  Anträgen sämtlicher Parteien im Erstverfahren bezüglich /Besuchsrecht festzulegen.
3. Im Übrigen sei die Berufung hinsichtlich der Anträge in  abzuweisen."

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien standen seit dem 27. Mai 2013 vor Vorinstanz in einem Ehe-
schutzverfahren (Urk. 1). Aus der Ehe gingen zwei Kinder, C._, geboren am
tt.mm.2005, und D._, geboren am tt.mm.2007, hervor. Zum Ablauf des
vorinstanzlichen Verfahrens, welches mit dem vorliegend angefochtenen Urteil
vom 7. Juli 2014 einen Abschluss fand (Urk. 115 = Urk. 124), kann auf die Aus-
führungen der Vorinstanz verwiesen werden (vgl. Urk. 124 S. 6 ff.). Mit Eingabe
vom 18. Juli 2014 (Urk. 123) erhob die Gesuchstellerin und Berufungsklägerin
(nachfolgend Gesuchstellerin) innert Frist Berufung, wobei sie oben angeführte
Anträge stellte. Das Gesuch der Gesuchstellerin um Gewährung der unentgeltli-
chen Rechtspflege wurde mit Beschluss vom 24. Juli 2014 abgewiesen und die
Gesuchstellerin wurde zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses verpflichtet
(Urk. 127), welchen sie innert Frist geleistet hat (Urk. 129). Die Kinderbeiständin
sowie der Gesuchsteller und Berufungsbeklagte (nachfolgend Gesuchsteller) er-
statteten mit Eingaben vom 1. September 2014 (Urk. 131) bzw. 8. September
2014 (Urk. 132) innert Frist ihre Berufungsantworten, welche der jeweiligen Ge-
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genseite mit Verfügung vom 10. September 2014 (Urk. 135) zur Kenntnisnahme
zugestellt wurden. Mit Eingabe vom 22. September 2014 reichte die Gesuchstel-
lerin eine unaufgeforderte Stellungnahme ein (Urk. 136). Der Gesuchsgegner
nahm dazu mit Eingabe vom 6. Oktober 2014 unaufgefordert Stellung (Urk. 140).
Diese Eingabe wurde der Gesuchstellerin mit Verfügung vom 8. Oktober 2014 zur
Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 141). Die Parteien wurden auf den 27. November
2014 zur Vergleichsverhandlung vorgeladen (Urk. 142). Die Vergleichsgespräche
blieben erfolglos. Mit Verfügung vom 3. Dezember 2014 wurde der Gesuchstelle-
rin und dem Gesuchsgegner die Honorarnote der Kinderbeiständin vom
2. Dezember 2014 (Urk. 143) zur fakultativen Stellungnahme zugestellt
(Urk. 144). Die Gesuchstellerin beantragt mit Eingabe vom 9. Dezember 2014
(Urk. 145) deren Gutheissung. Eine weitere Stellungnahme ging nicht ein.
2. Die Dispositiv-Ziffern 1 und 8 des vorinstanzlichen Entscheides blieben un-
angefochten, weshalb diese in Rechtskraft erwachsen sind, wovon Vormerk zu
nehmen ist.
II.
1. Prozessuales
Im Streit liegen vorliegend im Wesentlichen die Zuteilung der Obhut über die bei-
den Kinder, die Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge sowie die vorinstanzli-
chen Kosten- und Entschädigungsfolgen. Gemäss Art. 272 ZPO gilt in eherechtli-
chen Summarverfahren der Untersuchungsgrundsatz. Dies bedeutet, dass das
Gericht den Sachverhalt von Amtes wegen feststellt. Betreffend die Belange der
Ehegatten untereinander gilt die Dispositionsmaxime (Art. 58 Abs. 1 ZPO), d.h.
das Gericht ist an die Parteianträge gebunden (Pfänder Baumann, DIKE-Komm-
ZPO, Art. 272 N 2 f.). In Kinderbelangen und somit auch hinsichtlich des Kindes-
unterhaltes gelten demgegenüber die Offizial- und die Untersuchungsmaxime
(Art. 296 Abs. 1 ZPO). Da sowohl die Frage des Einkommens der Parteien wie
auch diejenige des Bedarfs die gesamte Unterhaltsbemessung und damit auch
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die Kinderunterhaltsbeiträge betreffen, sind auf diese Fragen vorliegend grund-
sätzlich die Offizial- und die Untersuchungsmaxime anzuwenden.
2. Obhut
2.1. Mit Urteil vom 21. Juni 2013 (Urk. 30) wurden die gemeinsamen Töchter der
Parteien im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des Eheschutz-
verfahrens unter die Obhut der Gesuchstellerin gestellt. In der Hauptsache hatten
zunächst beide Parteien jeweils die Zusprechung der Obhut an sich selbst bean-
tragt. Anlässlich der Verhandlung vom 30. September 2013 (Urk. 76/2 S. 2) bean-
tragte die Gesuchstellerin neu die Einräumung der gemeinsamen (im Sinne von
alternierenden) Obhut an die Parteien. Auch die Kinderbeiständin sprach sich
aufgrund der bisher gelebten geteilten Betreuung für die alternierende Obhut aus
(Urk. 75). Die Vorinstanz vertritt die Ansicht, dass mangels gleichlautendem An-
trag des Gesuchsgegners dem Antrag der Gesuchstellerin und der Kinderbei-
ständin auf Zusprechung der alternierenden Obhut an die Parteien nicht entspro-
chen werden könne. Mit angefochtenem Urteil wurde die Obhut über die beiden
Kinder dem Gesuchsgegner zugesprochen. Die Vorinstanz hat dazu im Wesentli-
chen erwogen, dass die Töchter C._ und D._ offenbar eine enge und
gute Beziehung zu beiden Elternteilen hätten und beide Parteien gleichermassen
in der Lage zu sein schienen, den Kindern die notwendige Stabilität für deren
harmonische Entfaltung in körperlicher, seelischer und geistiger Hinsicht zu bie-
ten. Doch habe der Gesuchsgegner aufgrund seines geringen Arbeitspensums
weit mehr zeitliche Kapazität, sich um die beiden Töchter persönlich zu kümmern.
Es entspreche auch der bisherigen Lebensplanung der Parteien, dass dieser Bei-
trag mehrheitlich vom Gesuchsgegner geleistet werde, weshalb dem Gesuchs-
gegner die alleinige Obhut über die gemeinsamen Töchter zuzusprechen sei. Der
Gesuchstellerin wurde ein Besuchsrecht gestützt auf den von den Parteien erar-
beiteten Betreuungsplan zugesprochen (Urk. 124 S. 19 ff.).
2.2. Die Gesuchstellerin beantragt wie bereits vor Vorinstanz, dass die Kinder
unter die alternierende Obhut beider Parteien zu stellen seien. Sie kritisiert die
Auffassung der Vorinstanz, wonach für die Zuteilung der Obhut an beide Parteien
auch seit Inkrafttreten der Bestimmungen betreffend die gemeinsame elterliche
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Sorge nach wie vor ein gemeinsamer Antrag beider Ehegatten vorausgesetzt
werde. Seit der genannten Gesetzesänderung könne das Gericht die alternieren-
de Obhut auch anordnen, wenn sie nur ein Elternteil oder die Kinderbeiständin
beantrage. Die Erteilung der alternierenden Obhut sei geboten, wenn die Eltern
sie mit den Kindern bereits lebten, so dass mit der Zusprechung der geteilten Ob-
hut keinerlei faktische Änderung verbunden sei. Die Kinder würden nun bereits
während fast 10 Monaten gemäss dem von den Parteien erarbeiteten Betreu-
ungsplan in zeitlicher Hinsicht annähernd gleich betreut (Urk. 123 S. 11 ff.).
2.3. Auch die Kinderbeiständin vertritt die Auffassung, dass die Anordnung der
alternierenden Obhut neu auch in strittigen Fällen möglich ist. Vorliegend würden
die Parteien seit Monaten de facto eine alternierende Betreuung der Kinder ausü-
ben. Das von der Vorinstanz vorgesehene Besuchsrecht für die Gesuchstellerin
gehe weit über ein übliches Besuchsrecht hinaus und stelle de facto eine alternie-
rende Obhut im altrechtlichen Sinne dar. Die Zuteilung der alleinigen Obhut an
den Gesuchsgegner erscheine im vorliegenden Fall weder sachgerecht noch den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechend. Sowohl C._ als auch D._
hätten in einem Gespräch vom 28. August 2014 bestätigt, dass sie sich gut in der
gelebten Betreuungsregelung eingefunden hätten, sich damit wohl fühlen würden
und mit den Wechseln gut klarkämen (Urk. 131 S. 3 ff.).
2.4. Der Gesuchsgegner macht geltend, dass auch nach neuem Recht für die
Anordnung der alternierenden Obhut ein gemeinsamer Antrag erforderlich sei.
Ausserdem müsse die Anordnung der alternierenden Obhut dem Kindeswohl die-
nen. Diesem werde nur dann entsprochen, wenn die Parteien bezüglich der Kin-
derbelange gesprächs- und kooperationsbereit seien, was vorliegend nicht der
Fall sei. Die Gesuchstellerin habe ihm gegenüber schwere Vorwürfe betreffend
Alkohol- und Cannabismissbrauch erhoben. Mit ihrem Verhalten habe sie gezeigt,
dass sie nicht im Stande sei, ihren persönlichen Konflikt mit dem Gesuchsgegner
und die Kinderbelange auseinanderzuhalten (Urk. 132 S. 3 ff.).
2.5. Am 1. Juli 2014 sind die Änderungen im Sorgerecht in Kraft getreten. Unter
dem alten Recht bestand die Obhut im Wesentlichen aus zwei Elementen: Einer-
seits aus der rechtlichen Obhut, nämlich der Befugnis, den Aufenthaltsort des
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Kindes sowie die Art und Weise seiner Unterbringung zu bestimmen; andererseits
aus der faktischen Obhut, worunter gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung
das tatsächliche Zusammenleben mit dem Kind in häuslicher Gemeinschaft und
die Verantwortung für die tägliche Betreuung, Pflege und Erziehung des Kindes
zu verstehen war. Neu wird die Befugnis, den Aufenthaltsort des Kindes zu be-
stimmen, ausschliesslich der elterlichen Sorge zugeordnet. Das heisst, mit der
Gesetzesänderung entfällt der Begriff der rechtlichen Obhut und wird durch das
Aufenthaltsbestimmungsrecht ersetzt. Nach neuem Recht ist deshalb mit dem
Begriff der Obhut nur noch die faktische Obhut gemeint. Inhaber der Obhut ist nur
noch derjenige Elternteil, der mit dem Kind in häuslicher Gemeinschaft lebt (Be-
richt EJPD, Bundesamt für Justiz, vom 11. Juni 2012, an die Kommission für
Rechtsfragen des Nationalrates 11.070 n ZGB, Die Begriffe "Obhut", "Betreuung"
und "Aufenthaltsort", S. 6). Die Obhut kann nach dem Willen des Gesetzgebers
auch beiden Elternteilen zukommen (Andrea Büchler/Luca Maranta, Das neue
Recht der elterlichen Sorge, in: Jusletter 11. August 2014, Rz. 12 mit weiteren
Hinweisen). Neu sieht Art. 298 Abs. 2 ZGB explizit vor, dass der Richter über die
Zuteilung der Obhut entscheiden kann, wenn keine Aussicht besteht, dass sich
die Eltern diesbezüglich einigen. Entgegen der Darlegung der Vorinstanz ist somit
neu auch in strittigen Fällen die Anordnung einer alternierenden Obhut möglich
(vgl. dazu Gloor/Schweighauser, Die Reform des Rechts der elterlichen Sorge –
eine Würdigung aus praktischer Sicht, FamPra.ch 2014, S. 10; BSK ZGB I-
Schwenzer / Cottier, N 6 f. zu Art. 298 ZBG). Unter welchen Voraussetzungen von
einer häuslichen Gemeinschaft zwischen dem Kind und dem Elternteil ausgegan-
gen werden kann, ist zwar im Einzelnen noch ungeklärt. Jedenfalls ist von einer
häuslichen Gemeinschaft mit beiden Eltern auszugehen, wenn sich ein Kind je-
weils hälftig bei beiden Eltern aufhält (Andrea Büchler/Luca Maranta, a.a.O., Rz.
15). Vorliegend halten sich C._ und D._ bis auf eine Differenz von weni-
gen Stunden hälftig bei der Gesuchstellerin und dem Gesuchsgegner auf. Damit
stehen die beiden Kinder durch die von den Parteien gewählte Betreuungsrege-
lung unter der faktischen Obhut beider Parteien. Das Vorbringen des Gesuchs-
gegners, wonach die alternierende Obhut nicht dem Kindeswohl von D._ und
C._ entspreche (Urk. 132 S. 8), ist widersprüchlich, möchte doch auch der
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Gesuchsgegner die bisherige Betreuungsregelung beibehalten. Auch aus Sicht
des Gerichts besteht kein Anlass, die Betreuungsregelung zu ändern, nachdem
C._ und D._ in einem Gespräch mit der Kinderbeiständin vom
28. August 2014 bestätigt haben, dass sie sich gut in der gelebten Betreuungsre-
gelung eingefunden hätten und sich damit wohl fühlen würden. Ausserdem sei
den Kindern gemäss Kinderbeiständin anzumerken, dass die Konflikte der Partei-
en nicht mehr vor den Kindern ausgetragen würden. C._ habe anlässlich des
Gesprächs vom 28. August 2014 deutlich entlasteter und fröhlicher gewirkt als
beim ersten Gespräch. Nachdem sich die Parteien über die Ausgestaltung der
Betreuungsregelung einig sind und die Kinder durch diese Regelung unter der
faktischen Obhut beider Parteien stehen, sind die Kinder unter die alternierende
Obhut beider Parteien zu stellen. Würde die Obhut lediglich dem Gesuchsgegner
zugeteilt und der Gesuchstellerin ein ausgedehntes Besuchsrecht erteilt, würde
dies den tatsächlichen Verhältnissen zuwiderlaufen.
3. Betreuungsanteile
3.1. Wie erwähnt sind sich die Parteien über die Betreuungsregelung einig, wes-
halb die Betreuungsanteile der Parteien gestützt auf den von ihnen erarbeiteten
Betreuungsplan festzusetzen sind. Danach übernimmt die Gesuchstellerin die Be-
treuung der Töchter C._ und D._ jeweils von Montagmorgen nach
Schulschluss bis Dienstagmorgen, Schulbeginn, von Mittwochmorgen nach
Schulschluss bis Donnerstagmorgen, Schulbeginn, sowie jedes zweite Wochen-
ende von Freitagabend, 18:00 Uhr, bis Montagmorgen, Schulbeginn. Der Ge-
suchsgegner betreut die beiden Töchter C._ und D._ jeweils von Diens-
tagmorgen nach Schulschluss bis Mittwochmorgen, Schulbeginn, von Donners-
tagmorgen nach Schulschluss bis Freitagabend, 18:00 Uhr, sowie jedes zweite
Wochenende von Freitagnachmittag, Schulschluss, bis Montagmorgen, Schulbe-
ginn.
3.2. Mit Bezug auf die Feiertagsbetreuung beanstandet die Gesuchstellerin, dass
sich die von der Vorinstanz getroffene Regelung nicht mit der von den Parteien
einvernehmlich getroffenen Vereinbarung decke (Urk. 123 S. 28 f.). Diesbezüglich
beantragte die Gesuchstellerin vor Vorinstanz, dass die Parteien zu berechtigen
- 18 -
seien, die Kinder während den Feiertagen und Ferienzeiten je hälftig zu betreuen
und sich darüber einvernehmlich zu verständigen (Urk. 107 S. 2 f.). Vor diesem
Hintergrund hat die Vorinstanz hinsichtlich der Feiertagsregelung die gerichtsübli-
che Formulierung ins Dispositiv aufgenommen. Die von den Parteien getroffene
Ferien- und Feiertagsbetreuungsregelung lautet wie folgt (Urk. 123 S. 4 f.):
"Weihnachten
Die Kinder verbringen in den geraden Jahren den 24. Dezember von Schulschluss bis zum 25. Dezember 12h bei der Mutter und von 25. Dezember 12h bis 26. Dezember 12h beim Vater; in den ungeraden Jahren umgekehrt.
Ab 26. Dezember 12h gilt der Ferienbetreuungsplan.
Ostern Die Kinder verbringen in den geraden Jahren Ostern von Grün-
donnerstag Schulschluss bis Ostersonntag 12h bei der Mutter und Ostersonntag 12h bis Dienstag nach Ostern beim Vater; in den ungeraden Jahren umgekehrt.
Auffahrt / Pfingsten Die Kinder verbringen in den geraden Jahren von Mittwoch
Schulschluss bis Montag nach Auffahrt bei der Mutter und  von Freitag vor Pfingsten Schulschluss bis Dienstag nach Pfingsten Schulbeginn beim Vater; in den ungeraden Jahren .
Sechseläuten / Knabenschiessen Die Kinder verbringen in den geraden Jahren von Mittwoch an
Knabenschiessen von Freitag davor Schulschluss bis Dienstag nach Knabenschiessen Schulbeginn bei der Mutter und  von Freitag davor Schulschluss bis Dienstag danach Schulbeginn beim Vater; in den ungeraden Jahren umgekehrt.
Bei einer Kollision mit den Frühlingsferien geht die Ferienregelung vor.
Ferien
Die Kinder verbringen die Hälfte der jeweiligen Ferien mit der Mutter und die Hälfte der Ferien mit dem Vater. Die Parteien  Anfang des Jahres einvernehmlich einen Ferienplan für das Kalenderjahr."
Der Gesuchsgegner widersetzt sich diesem Antrag nicht (Urk. 132 S. 11). Bei der
Betreuungsregelung betreffend das Sechseläutenwochende ist die Formulierung
"von Mittwoch an" zu streichen, andernfalls die Regelung widersprüchlich wäre.
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Weiter ist bei der Betreuungsregelung über die Weihnachtsfeiertage der Passus
"24. Dezember von Schulschluss" durch "24. Dezember, 12.00 Uhr" zu ersetzen,
nachdem am 24. Dezember jeweils bereits Weihnachtsferien sind. Im Übrigen ist
die Ferien- und Feiertagsbetreuungsregelung zu genehmigen.
4. Weisung betreffend Konsultation der Jugend- und Familienberatung
4.1. Die Vorinstanz hat den Parteien die Weisung erteilt, sich bei der Jugend-
und Familienberatung in mindestens 10 Treffen bezüglich Erziehungsfragen und
Umgang in Konfliktsituationen während der Trennung beraten zu lassen.
4.2. Die Gesuchstellerin beantragt, diese Weisung aufzuheben. Sie stellt sich auf
den Standpunkt, dass eine Konsultation der Jugend- und Familienberatung nicht
mehr notwendig sei. Die Parteien hätten wiederholt zusammen zu Abend geges-
sen, einander bei Bedarf unterstützt und die Geburtstage der Kinder gemeinsam
gefeiert. Gelegentliche Meinungsverschiedenheiten würden per E-Mail ausgetra-
gen. Es gebe keine Streitereien mehr vor den Kindern (Urk. 123 S. 31).
4.3. Die Kinderbeiständin erachtet eine Beratung nach wie vor als wünschens-
wert, da gemäss Ausführungen des Gesuchsgegners ein gegenseitiger Aus-
tausch über Erziehungsfragen nicht stattfinde (Urk. 131 S. 6).
4.4. Weil einerseits die Kinderbeiständin die Situation immer noch konfliktbelas-
tet sieht und weil andererseits die Parteien eine anspruchsvolle Betreuungsrege-
lung umzusetzen haben, welche eine gut funktionierende Kommunikation zwi-
schen den Parteien zwingend voraussetzt, ist an der Weisung und an der Anzahl
Beratungstermine festzuhalten.
5. Unterhalt
5.1. Die Vorinstanz verpflichtete die Gesuchstellerin zur Leistung von monatli-
chen Kinderunterhaltsbeiträgen von Fr. 900.– je Kind (zuzüglich Kinderzulagen)
ab Rechtskraft des Entscheids und zu Ehegattenunterhaltsbeiträgen von
Fr. 1'375.– pro Monat ab 1. Oktober 2013 bis zum Eintritt der Rechtskraft des Ur-
teils (erste Phase), von Fr. 1'142.– ab Eintritt der Rechtskraft bis zum
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31. Dezember 2014 (zweite Phase) und von Fr. 825.– ab 1. Januar 2015 für die
weitere Dauer des Getrenntlebens (dritte Phase; Urk. 124 S. 39). Die Vorinstanz
ging von einem Einkommen der Gesuchstellerin von monatlich Fr. 8'446.– (inkl.
Kinderzulagen) und von einem Einkommen des Gesuchsgegners von Fr. 1'324.–
pro Monat (in der ersten und zweiten Phase) sowie von einem hypothetischen
Einkommen von Fr. 2'118.– pro Monat in der dritten Phase aus.
Weiter ging sie von folgenden (erweiterten) Notbedarfen der Parteien aus:
Gesuchstellerin
Gesuchsgegner
Grundbetrag Fr. 1'350.00 (1.10.13 - Rechtskraft)
Fr. 1'200.00 (ab Rechtskraft)
Fr. 1'200.00 (1.10.13 - Rechtskraft)
Fr. 1'350.00 (ab Rechtskraft)
Grundbetrag 1 Tochter Fr. 400.00 Fr. 400.00 Wohnkosten Fr. 2'590.00 Fr. 1'500.00 Krankenversicherung (nur KVG) Fr. 216.00 Fr. 360.00 Krankenversicherung C._ und D._ (nur KVG)
Fr. 176.00 (1.10.13 - Rechtskraft)
Fr. 176.00 (ab Rechtskraft)
Telefon, TV und Internet Fr. 132.00 Fr. 123.00 Billag Fr. 38.00 Fr, 38.00 Haushaltsversicherung Fr. 38.00 Fr. 21.00 Mobilitätskosten Fr. 87.00 Fr. 61.00 Auswärtige Verpflegung Fr. 30.00 Total Notbedarf Fr. 5'027.00
(1.10.13 - Rechtskraft) Fr. 4'701.00 (ab Rechtskraft)
Fr. 3'733.00 (1.10.13 - Rechtskraft) Fr. 4'059.00 (ab Rechtskraft)
Erweiterter Notbedarf:
Krankenversicherung (nur VVG) Fr. 44.00 Fr. 47.00 Krankenversicherung C._ und D._ (nur VVG)
Fr. 44.00
Psychologische Behandlung von C._
Fr. 333.00
Risikoversicherung (ab 1.1.2015: CHF 36.–)
Fr. 166.00
Hobbies Kinder Fr. 100.00 Steuern Fr. 450.00
Fr. 520.00 (ab 1.1.2015)
Fr. 120.00 Fr. 160.00 (ab 1.1.2015)
Total erweiterter Notbedarf Fr. 5'195.00 Fr. 4'869.00
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Fr. 5'265.00 (ab 1.1.2015)
Fr. 4'909.00 (ab 1.1.2015)
5.2. Die Gesuchstellerin beantragt, die Kinderunterhaltsbeiträge auf Fr. 250.– je
Kind zu reduzieren und von der Zusprechung von Ehegattenunterhaltsbeiträgen
abzusehen. Dabei beanstandet sie sowohl die von der Vorinstanz vorgenommene
Bedarfs- als auch die Einkommensberechnung betreffend beide Parteien
(Urk. 123 S. 6).
5.3. Bedarf Gesuchstellerin
5.3.1. Grundbetrag
Die Gesuchstellerin beantragt, dass bei beiden Parteien der gemäss Kreisschrei-
ben der Verwaltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich vom
16. September 2009 betreffend Richtlinien für die Berechnung des betreibungs-
rechtlichen Existenzminimums (zit. Kreisschreiben) vorgesehene Grundbetrag
von Fr. 1'350.– für einen Alleinerziehenden ohne Haushaltgemeinschaft einzuset-
zen sei und die Kindergrundbeträge auf je Fr. 600.– zu erhöhen seien. Mit der vo-
rinstanzlichen Regelung sei der faktisch gelebten geteilten Obhut unzureichend
Rechnung getragen worden.
Da die Parteien die Kinder bis auf eine Differenz von wenigen Stunden je hälftig
betreuen, rechtfertigt es sich, bei beiden Parteien den Grundbetrag von
Fr. 1'350.– für einen Alleinerziehenden ohne Haushaltgemeinschaft (Ziff. II. 2.2)
einzusetzen. Hingegen ist die Erhöhung der Kinderunterhaltsbeiträge auf
Fr. 600.– unbegründet, sind die beiden Kinder doch erst neun- und siebenjährig.
5.3.2. Übrige Kinderkosten
Die Gesuchstellerin möchte die Hobbykosten (Fr. 100.–) und die Krankenkassen-
prämien der Kinder (Fr. 176.– [KVG] und Fr. 44.– [VVG]) im Bedarf der Parteien je
hälftig berücksichtigt wissen. Die Kosten der psychologischen Behandlung von
C._ seien aus dem Bedarf des Gesuchsgegners zu streichen, da C._
seit längerem nicht mehr psychologisch betreut werde (Urk. 123 S. 34).
- 22 -
Zwar teilen sich die Parteien die Betreuungsarbeit hälftig auf. Doch ist es wenig
sachgerecht, die Krankenkassen- und Hobbykosten beiden Parteien hälftig anzu-
rechnen. Nachdem die Krankenkassenrechnungen der Kinder auf die Gesuchstel-
lerin lauten (vgl. Urk. 29/4), sind diese Kosten in ihrem Bedarf zu berücksichtigen.
Belege für Hobbykosten finden sich nicht in den Akten. Aus Praktikabilitätsgrün-
den erscheint es gerechtfertigt, auch diese Kosten in den Bedarf der Gesuchstel-
lerin aufzunehmen. Selbstredend ist die Gesuchstellerin damit auch verpflichtet,
die Hobbys zu bezahlen. Es ist unbestritten geblieben, dass C._ nicht mehr
in psychologischer Behandlung ist, weshalb diese Kosten aus dem erweiterten
Notbedarf, welcher erst ab 1. Januar 2015 Berücksichtigung findet, zu streichen
sind.
5.3.3. Mobilitätskosten
Mit Bezug auf die Mobilitätskosten beanstandet die Gesuchstellerin, dass die von
ihr geltend gemachten Fahrzeugkosten von Fr. 400.– zu Unrecht nicht berück-
sichtigt worden seien, komme ihrem Fahrzeug doch Kompetenzqualität zu. Auf-
grund des längeren Arbeitswegs – mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dauere
dieser 40 Minuten länger –, sei sie gezwungen, die nicht realisierte Arbeitszeit
frühmorgens an den Tagen, an welchen die Kinder vom Gesuchsgegner betreut
würden, nachzuholen. Mit Bezug auf die Kosten für den öffentlichen Verkehr sei
zu berücksichtigen, dass die von der Vorinstanz vorgenommene Berechnung un-
richtig sei. Um von E._ nach F._ zu gelangen, benötige sie ein 4-Zonen-
Abonnement, weshalb sich die Abonnementskosten (zuzüglich des Anteils am
Halbtax von Fr. 13.–) auf Fr. 132.– belaufen würden.
Einem Fahrzeug kommt Kompetenzqualität zu, wenn einem Ehegatten nicht zu-
gemutet werden kann, die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen (z.B. bei
Nacht- oder Schichtarbeit). Für ihren Arbeitsweg benötigt die Gesuchstellerin mit
der schnellsten Verbindung jeweils 40 Minuten (Urk. 89/1). Bereits die Vorinstanz
hat zutreffend ausgeführt, dass eine Zeitersparnis von täglich 40 Minuten nicht zur
Kompetenzqualität eines Fahrzeuges führe. Damit sind der Gesuchstellerin ledig-
lich die Kosten für ein ZVV-Abonnement für vier Zonen in der Höhe von Fr. 132.–
(inkl. des Anteils am Halbtax von monatlich Fr. 13.–) anzurechnen.
- 23 -
5.3.4. Gebundene Vorsorge
Die Gesuchstellerin lässt ausführen, dass sie diese Position im Eheschutzgesuch
geltend gemacht habe, die Position im Plädoyer vom 30. September 2013
(Urk. 76/4) aber versehentlich nicht mehr aufgelistet worden sei. Nach Treu und
Glauben hätte die Vorinstanz diese Bedarfsposition berücksichtigen müssen. Weil
im vorliegenden Verfahren die Untersuchungsmaxime gilt, durfte die Vorinstanz
aufgrund des Umstandes, dass die Gesuchstellerin den Betrag für die gebundene
Vorsorge im Plädoyer vom 30. September 2013 (Urk. 76/4) nicht mehr aufführte,
nicht davon ausgehen, dass sie an dieser Position nicht mehr festhalte. Der Ge-
suchsgegner anerkennt diese Position (Urk. 132 S. 17), weshalb im erweiterten
Notbedarf der Gesuchstellerin ein Betrag von Fr. 36.– für die gebundene Vorsor-
ge zu berücksichtigen ist.
5.3.5. Steuern
Die Vorinstanz berücksichtigte im erweiterten Notbedarf der Gesuchstellerin
Steuern von Fr. 520.– monatlich. Ausgehend von einem steuerbaren Einkommen
von rund Fr. 47'000.– (Nettoeinkommen von Fr. 96'000.– abzüglich mutmassliche
Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträgen von rund Fr. 25'000.– und weitere Ab-
züge von rund Fr. 24'000.– [gestützt auf die Steuererklärung 2011, Urk. 47/9]) ist
gestützt auf den Steuerrechner des Steueramtes des Kantons Zürich
(www.steueramt.zh.ch) von einer mutmasslichen Steuerbelastung von monatlich
Fr. 300.– auszugehen.
5.4. Bedarf Gesuchsgegner
5.4.1. Grundbetrag
Wie bei der Gesuchstellerin ist auch beim Gesuchsgegner der Grundbetrag von
Fr. 1'350.– für einen Alleinerziehenden ohne Haushaltgemeinschaft einzusetzen.
5.4.2. Mietkosten
Mit Bezug auf die Mietkosten hält die Gesuchstellerin daran fest, dass die Mutter
des Gesuchsgegners diesem die Wohnung an der ...strasse in E._ unent-
- 24 -
geltlich zum Gebrauch überlasse (Urk. 123 S. 38). Der Gesuchsgegner bestreitet,
dass er keine Mietkosten bezahlt (Urk. 132 S. 17).
Die Vorinstanz hat es abgelehnt, im Bedarf des Gesuchsgegners die Position
Wohnkosten unberücksichtigt zu lassen, und dabei auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung verwiesen, wonach freiwillige Leistungen Dritter bei der Beurtei-
lung der Leistungsfähigkeit grundsätzlich nicht zu beachten seien, ansonsten sie
indirekt einer anderen Person zukämen als derjenigen, für die sie tatsächlich be-
stimmt seien (Urk. 124 S. 35). Die Gesuchstellerin zeigt nicht auf, weshalb dieser
Grundsatz vorliegend nicht zur Anwendung gelangen soll. Entsprechend sind im
Bedarf des Gesuchsgegners die von ihm geltend gemachten Mietkosten von
Fr. 1'500.– anzurechnen.
5.4.3. Auswärtige Verpflegung
Die Gesuchstellerin bemängelt, dass im Bedarf des Gesuchgegners für auswärti-
ge Verpflegung ein Betrag von Fr. 30.– berücksichtigt worden sei (Urk. 123 S. 39).
Gemäss Ziff. III. 3.2 des Kreisschreibens werden bei Nachweis von Mehrauslagen
für jede Hauptmahlzeit Fr. 5.– bis Fr. 15.– als Auslagen für auswärtige Verpfle-
gung berücksichtigt. Einerseits hat der Gesuchsgegner keine Mehrauslagen
nachgewiesen, andererseits ist der Gesuchstellerin darin zuzustimmen, dass es
dem Gesuchsgegner bei stundenweisen Einsätzen möglich ist, die Hauptmahlzei-
ten zu Hause einzunehmen. Damit bleibt die Position "auswärtige Verpflegung" im
Bedarf des Gesuchsgegners unberücksichtigt.
5.4.4. Steuern
Die Vorinstanz berücksichtigte im erweiterten Notbedarf des Gesuchsgegners ab
1. Januar 2015 Steuern von Fr. 160.– monatlich, was ausgehend von einem steu-
erbaren Einkommen von rund Fr. 35'000.– (Nettoeinkommen von Fr. 25'000.– zu-
züglich mutmassliche Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge von rund
Fr. 25'000.– minus Abzüge von rund Fr. 15'000.– [gestützt auf die Steuererklä-
rung 2011, Urk. 47/9]) realistisch erscheint.
5.5. Insgesamt ergibt sich somit folgender (erweiterter) Notbedarf der Parteien:
- 25 -
Gesuchstellerin
Gesuchsgegner
Grundbetrag Fr. 1'350.00 Fr. 1'350.00 Grundbetrag Tochter Fr. 400.00 Fr. 400.00 Wohnkosten Fr. 2'590.00 Fr. 1'500.00 Krankenversicherung (nur KVG) Fr. 216.00 Fr. 360.00 Krankenversicherung C._ und D._ (nur KVG)
Fr. 176.00
Telefon, TV und Internet Fr. 132.00 Fr. 123.00 Billag Fr. 38.00 Fr. 38.00 Haushaltsversicherung Fr. 38.00 Fr. 21.00 Mobilitätskosten Fr. 132.00 Fr. 61.00 Total Notbedarf Fr. 5'072.00 Fr. 3'853.00
Erweiterter Notbedarf:
Krankenversicherung (nur VVG) Fr. 44.00 Fr. 47.00 Krankenversicherung C._ und D._ (nur VVG)
Fr. 44.00
Risikoversicherung Fr. 36.00 Fr. 36.00 Hobbies Kinder Fr. 100.00 Steuern Fr. 300.00
Fr. 160.00
Total erweiterter Notbedarf Fr. 5'596.00
Fr. 4'096.00
5.6. Einkommen Gesuchstellerin
Die Vorinstanz ging bei der Gesuchstellerin von einem Einkommen in der Höhe
von Fr. 8'446.– aus, bestehend aus einem Grundlohn von Fr. 6'232.–, einem Bo-
nus von durchschnittlich Fr. 1'814.– und Kinderzulagen in der Höhe von Fr. 400.–
(Urk. 124 S. 26 und 38).
Die Gesuchstellerin macht geltend, ihr sei lediglich ein Einkommen von
Fr. 7'864.– anzurechnen, da sich ihr durchschnittlicher Bonus auf Fr. 1'632.– be-
laufe (Urk. 123 S. 39). Zwar ist der Einwand korrekt, dass die Vorinstanz bei der
Bonusberechnung des Jahres 2010 (Urk. 77/10) die Sozialabgaben von 10% und
das Dienstaltersgeschenk in der Höhe von einem halben Monatslohn nicht in Ab-
zug gebracht hat (Urk. 123. S. 39), doch hat die Gesuchstellerin bei ihrer Berech-
nung des variablen Lohnbestandteils das Jahr 2013 ausser Acht gelassen. Der
variable Lohnbestandteil der Jahre 2010 bis 2013 beträgt durchschnittlich
Fr. 1'771.– (Fr. 21'263.– : 12; ermittelt gestützt auf (Fr. 19'800.– [2010] +
- 26 -
Fr. 22'313.– [2011] + Fr. 23'248.– [2012] + Fr. 26'229.– [2013]) : 4)). Damit ist von
einem Nettoeinkommen der Gesuchstellerin in der Höhe von Fr. 8'003.–
(Fr. 1'771.– + Fr. 6'232.–) zuzüglich Fr. 400.– Kinderzulagen auszugehen.
5.7. Einkommen Gesuchsgegner
Die Gesuchstellerin beantragt, dass dem Gesuchsgegner ein Einkommen von
Fr. 2'700.– anzurechnen sei. Sie habe mitgehört, wie der Gesuchsgegner Anfang
Juli 2014 auf entsprechende Frage seiner Tochter D._ hin gesagt habe, er
verdiene derzeit rund Fr. 2'700.– (Urk. 123 S. 40). Dies wird vom Gesuchsgegner
bestritten (Urk. 132 S. 18). Ein Einkommen in genannter Höhe ist damit nicht
glaubhaft gemacht. Selbst wenn der Gesuchsgegner im Juli 2014 tatsächlich ein
Einkommen von Fr. 2'700.– erzielt haben sollte, liesse sich gestützt darauf nichts
ableiten. Aus den Lohnabrechnungen des Jahres 2012 (vgl. Urk. 47/12) ergibt
sich nämlich, dass der Verdienst des Gesuchsgegners, welcher bei einem Unter-
nehmen für Schwimmbadpflege arbeitet, stark von den Jahreszeiten abhängig ist,
weshalb die Vorinstanz zu Recht auf den Durchschnittswert des im Jahre 2012
erzielten Einkommens abgestellt hat.
Weil die Einkommen der Parteien nicht ausreichen, um ihren erweiterten Notbe-
darf zu decken, wird dem Gesuchsgegner von der Vorinstanz zugemutet, sein
Pensum ab dem 1. Januar 2015 auf 40% zu erhöhen. Entsprechend wurde ihm
ein hypothetisches Einkommen von Fr. 2'118.– angerechnet. Die Gesuchstellerin
erachtet eine Pensumserhöhung auf 60% als zumutbar. Sie lässt ausführen, dass
der Gesuchsgegner montags und mittwochs keine und an den übrigen Werktagen
nur halbtags Kinderbetreuungsarbeiten übernehmen müsse. Die aktuelle Betreu-
ungsregelung sei nicht vergleichbar mit der Aufgabenteilung im Kleinkindalter der
Töchter. Damals habe sie nur montags frei gehabt (Urk. 123 S. 40). Betreffend die
Voraussetzungen für die Anrechnung eines hypothetischen Einkommens führte
bereits die Vorinstanz aus (Urk. 124 S. 24), dass gemäss bundesgerichtlicher
Rechtsprechung im Eheschutzverfahren grundsätzlich von den bisherigen aus-
drücklich oder stillschweigend getroffenen Vereinbarungen der Ehegatten über
Aufgabenteilung und Geldleistung auszugehen und eine Ausdehnung der Er-
werbstätigkeit nur zumutbar sei, wenn einerseits die Wiederaufnahme der eheli-
- 27 -
chen Gemeinschaft unwahrscheinlich sei und andererseits die vorhandenen fi-
nanziellen Mittel für zwei getrennte Haushalte nicht ausreichten. Während unge-
trennter Ehe erbrachte die Gesuchstellerin mit ihrer 80%-Arbeitsstelle den Haupt-
verdienst, während sich der Gesuchsgegner mehrheitlich der Betreuung der Kin-
der widmete und durch seinen Nebenverdienst im Umfang von 25% zum Fami-
lieneinkommen beitrug. Mit der Auflösung des Haushaltes hat sich die Rollenver-
teilung der Parteien geändert. Sie sind übereingekommen, die Kinderbetreuungs-
arbeit hälftig aufeinander aufzuteilen. Gestützt auf das dem Gesuchsgegner ange-
rechnete hypothetische Einkommen von Fr. 2'118.– vermögen die Parteien ihren
erweiterten Notbedarf zu decken, wobei ihnen zusätzlich ein Freibetrag von ins-
gesamt Fr. 429.– verbleibt. Vor diesem Hintergrund erscheint es nicht geboten,
dem Gesuchsgegner ein hypothetisches Einkommen gestützt auf ein 60%-
Pensum anzurechnen, zumal in diesem Fall die während der Ehe getroffene Ver-
einbarung der Parteien über Aufgabenteilung und Geldleistungen gänzlich verän-
dert und die Scheidung vorweggenommen würde. Dem Gesuchsgegner war seit
Erlass des vorinstanzlichen Urteils am 7. Juli 2014 bekannt, dass von ihm die Er-
höhung seines Arbeitspensums auf 40% erwartet wird. Zwar wurden die Kinder-
und Ehegattenunterhaltsbeiträge von der Gesuchstellerin angefochten. Da sie je-
doch beantragte, dem Gesuchsgegner ein höheres hypothetisches Erwerbsein-
kommen gestützt auf ein 60%-Pensum anzurechnen, blieb für das Absehen von
der Anrechnung eines hypothetischen Einkommens kein Raum. Der Gesuchs-
gegner musste damit fest mit der Anrechnung eines hypothetischen Einkommens
von mindestens 40% rechnen. Die ihm von der Vorinstanz gewährte sechsmona-
tige Übergangsfrist erscheint ausserdem ausreichend. Damit bleibt es bei der vor-
instanzlichen Einkommensfestsetzung von monatlich Fr. 1'324.– und Fr. 2'118.–
ab 1. Januar 2015.
5.8. Unterhaltsberechnung
5.8.1. Die Vorinstanz hat für die Zeit vom 1. Oktober 2013 bis zur Rechtskraft des
vorliegenden Urteils nur Ehegattenunterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 1'375.–
zugesprochen. Die Kinderunterhaltsbeiträge setzte sie erst ab Rechtskraft des
Entscheids fest, nachdem der Gesuchsgegner die Zusprechung von Kinderunter-
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haltsbeiträgen erst ab Übertragung der Obhut über die beiden Kinder auf ihn be-
antragt hatte (Urk. 46 S. 2). Weil der vorinstanzliche Entscheid mit Ausnahme
der Dispositivziffern 1 und 8 angefochten wurde, ist er bis auf die genannten Zif-
fern noch nicht in Rechtskraft erwachsen. Die Gesuchstellerin ist daher zur Leis-
tung von Kinderunterhaltsbeiträgen ab Datum des Berufungsentscheids bzw. ab
1. Januar 2015 zu verpflichten.
5.8.2. Periode I (vom 1. Oktober 2013 bis zum Eintritt der Rechtskraft bzw. bis
31. Dezember 2014)
In dieser Periode verlangte der Gesuchsgegner vor Vorinstanz wie erwähnt ledig-
lich Ehegattenunterhaltsbeiträge. Auch mit der neuen Unterhaltsberechnung
kann der beantragte Ehegattenunterhaltsbeitrag von Fr. 1'375.– ohne Weiteres
gedeckt werden, weshalb es dabei bleibt.
5.8.3. Periode II (ab 1. Januar 2015 für die weitere Dauer des Getrenntlebens)
Ab 1. Januar 2015 ist dem Gesuchsgegner wie erwähnt ein hypothetisches Net-
toeinkommen von Fr. 2'118.– anzurechnen, weshalb ab jenem Zeitpunkt der er-
weiterte Notbedarf der Parteien von Fr. 5'596.– (Gesuchstellerin) und von
Fr. 4'096.– (Gesuchsgegner) zu berücksichtigen ist. Das Gesamteinkommen be-
trägt Fr. 10'121.–. Der Unterhaltsanspruch des Gesuchsgegners gegenüber der
Gesuchstellerin beläuft sich damit auf gerundet Fr. 2'150.– (Fr. 4'096.– [erweiter-
ter Notbedarf Gesuchsgegner] zuzüglich Fr. 172.– [40% Freibetrag; vgl. Urk. 124
S. 40] abzüglich Fr. 2'118.– [Einkommen]). Die Gesuchstellerin ist daher zu ver-
pflichten, Kinderunterhalt von monatlich je Fr. 900.– (zuzüglich die Hälfte der Kin-
derzulagen) und Ehegattenunterhalt von monatlich Fr. 350.– zu leisten.
6. Vorinstanzliche Kosten- und Entschädigungsfolgen
6.1. Die Vorinstanz setzte die Gerichtskosten auf Fr. 15'130.55 (Fr. 6'000.– Ent-
scheidgebühr, Fr. 3'475.45 Gutachterkosten und Fr. 5'655.10 Kosten der Vertre-
tung der Kinder) fest und auferlegte die Kosten ihres Verfahrens zu 2/3 der Ge-
suchstellerin und zu 1/3 dem Gesuchsgegner, wobei der auf die Gesuchstellerin
entfallende Anteil mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 6'000.–
- 29 -
verrechnet wurde. Entsprechend wurde die Gesuchstellerin zur Leistung einer auf
1/3 reduzierte Parteientschädigung von Fr. 3'000.– (inkl. MwSt.) verpflichtet
(Urk. 124 S. 44, Dispositiv-Ziff. 9-12).
6.2. Die Gesuchstellerin beantragt, die Kosten der Kinderbeiständin und die Gut-
achterkosten den Parteien je hälftig aufzuerlegen. Weiter macht sie geltend, dass
die Unterhaltsfrage bei den Kosten höchstens hälftig zu gewichten sei, weshalb
lediglich die Hälfte der Entscheidgebühr nach Obsiegen und Unterliegen der Par-
teien zu verteilen sei (Urk. 123 S. 44 f.). Der Gesuchstellerin ist darin zuzustim-
men, dass sowohl die Kosten der Kinderbeiständin als auch die Gutachterkosten
(Gutachten betreffend Suchtmittelkonsum des Gesuchsgegners) den Kinderbe-
langen zuzuordnen sind. Weil die Verfahrenskosten mit Bezug auf die Kinderbe-
lange gemäss ständiger Rechtsprechung des Obergerichts den Parteien je zur
Hälfte aufzuerlegen sind, macht die Gesuchstellerin zu Recht geltend, dass die
Gutachterkosten und die Kosten der Kinderbeiständin den Parteien je zur Hälfte
aufzuerlegen sind.
6.3. Mit Bezug auf die Verteilung der unangefochten gebliebenen Entscheidge-
bühr von Fr. 6'000.– rechtfertigt es sich, die Kinderbelange (exkl. Kinderunter-
haltsbeiträge) und die Unterhaltsfrage gleich zu gewichten. Hinsichtlich der Kin-
derbelange sind die Parteien wie erwähnt je zur Hälfte als obsiegende Partei zu
betrachten. Mit Bezug auf die Unterhaltsbeiträge verlangte der Gesuchsgegner im
erstinstanzlichen Verfahren ab 1. Juni 2013 Ehegattenunterhaltsbeiträge von
Fr. 1'375.– und nach Übertragung der Obhut auf ihn Kinderunterhaltsbeiträge von
je Fr. 1'350.– (vgl. Urk. 46 S. 2 und Urk. 80 S. 2). Die Gesuchstellerin stellte sich
auf den Stanpunkt, jede Partei habe für den Kinderunterhalt während ihrer jeweili-
gen Betreuung selbst aufzukommen. Weiter beantragte sie, von einer Verpflich-
tung zur Leistung von Ehegattenunterhaltsbeiträgen abzusehen (Urk. 76/4). Aus-
gehend von einer Gültigkeit der vorliegend getroffenen Unterhaltsregelung von
zwei Jahren ab vorinstanzlichem Urteil verlangt der Gesuchsgegner im erstin-
stanzlichen Verfahren somit Unterhaltsbeiträge von rund Fr. 100'000.–. Im Ergeb-
nis wird die Unterhaltspflicht der Gesuchstellerin nach erfolgter Korrektur des Ur-
teils ab 1. Oktober 2013 bis zum Eintritt der Rechtskraft des vorliegenden Urteils
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auf monatlich Fr. 1'375.–, und ab 1. Januar 2015 für die weitere Dauer des Ge-
trenntlebens auf monatlich Fr. 2'150.– festgesetzt, was ausgehend von der ge-
nannten Gültigkeitsdauer insgesamt rund Fr. 60'000.– ergibt. Im Ergebnis obsiegt
der Gesuchsgegner mit Bezug auf die Unterhaltsfrage somit zu rund 3/5, weshalb
ihm 2/5 der hälftigen Entscheidgebühr von Fr. 3'000.– aufzuerlegen sind.
6.4. Gesamthaft betrachtet halten sich damit Obsiegen und Unterliegen der Par-
teien in etwa die Waage, weshalb die Parteientschädigungen wettzuschlagen
sind.
III.
Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Das vorliegende Berufungsverfahren erweist sich für ein summarisches Ver-
fahren als verhältnismässig aufwändig. Die Entscheidgebühr für das zweitinstanz-
liche Verfahren ist in Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 5
Abs. 1, § 6 Abs. 2 lit. b der Gebührenverordnung des Obergerichts (GebV OG)
auf Fr. 5'500.– festzusetzen.
2. Die Kosten der Kindesvertretung zählen zu den Gerichtskosten (Art. 95 Abs.
2 lit. e ZPO) und sind im Urteilsdispositiv festzusetzen (Kriech, DIKE ZPO-Komm.,
Art. 238 N 8). Als Teil der Prozesskosten sind sie der kostenpflichtigen Partei zu
überbinden, aber gemäss kantonalem Tarif festzusetzen und aus der Gerichts-
kasse auszubezahlen (vgl. Urwyler, DIKE ZPO-Komm., Art. 95 N 15). Die Hono-
rarnote der Kindesvertreterin wurde den Parteien zur fakultativen Stellungnahme
zugestellt (Urk. 144). Die Gesuchstellerin beantragt deren Gutheissung, der Ge-
suchsgegner hat sich dazu nicht geäussert. Das beantragte Honorar von
Fr. 1'740.– (Urk. 143) erscheint als angemessen. Die Barauslagen (Fr. 73.80) sind
zusätzlich zu entschädigen und es ist ein Mehrwertsteuerzuschlag Fr. 145.10 (8%
von Fr. 1'813.80) vorzunehmen. Entsprechend ist die Entschädigung der Kindes-
vertreterin auf total Fr. 1'958.90 festzusetzen.
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3. Umstritten waren im vorliegenden Berufungsverfahren die Zuteilung der Ob-
hut über die Kinder, die Kinder- und Ehegattenunterhaltsbeiträge sowie die vor-
instanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen, wobei letztere aufwandmässig
wenig ins Gewicht fallen. Die beiden anderen Themen sind gleich zu gewichten.
Wie erwähnt sind die Parteien hinsichtlich der Zuteilung der Obhut je zur Hälfte
als obsiegende Partei zu betrachten.
4. Ausgehend von einer weiteren Gültigkeitsdauer der vorliegend getroffenen
Regelung von zwei Jahren ab vorinstanzlichem Urteil sprach die Vorinstanz dem
Gesuchsgegner und den Kindern gesamthaft Unterhaltsleistungen von rund
Fr. 69'000.– zu. Die Gesuchstellerin verlangte die Herabsetzung der Kinderunter-
haltsbeiträge auf monatlich je Fr. 250.– und die Reduktion der Ehegattenunter-
haltsbeiträge auf monatlich Fr. 380.–, was einer Herabsetzung auf rund
Fr. 22'000.– entspricht. In der Berufung umstritten waren somit rund Fr. 47'000.–.
Zugesprochen werden dem Gesuchsgegner und den Kindern nunmehr Unter-
haltsleistungen von rund Fr. 60'000.–. Damit unterliegt die Gesuchstellerin mit
Bezug auf die Unterhaltsfrage zu rund 4/5. Wird weiter berücksichtigt, dass die
Regelung der vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen nach den von
der Gesuchstellerin beantragten Modalitäten erfolgt, ist gesamthaft betrachtet von
einem Obsiegen des Gesuchsgegners von 3/5 auszugehen, weshalb die Ge-
richtskosten der Gesuchstellerin zu 3/5 und dem Gesuchsgegner zu 2/5 aufzuer-
legen sind. Entsprechend der Kostenverteilung ist die Gesuchstellerin zu ver-
pflichten, dem Gesuchsgegner eine auf 1/5 reduzierte Parteientschädigung zu
bezahlen. Die für die Festsetzung der Parteientschädigung massgeblichen Best-
immungen finden sich in der Verordnung über die Anwaltsgebühren vom
8. September 2010 (AnwGebV). Die volle Parteientschädigung ist in Anwendung
von § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 3, § 9 und § 13 der AnwGebV auf Fr. 4'500.– festzuset-
zen und die Gesuchstellerin in Anbetracht des Verfahrensausgangs zu verpflich-
ten, dem Gesuchsteller eine (auf 1/5 reduzierte) Parteientschädigung von
Fr. 900.– zuzüglich 8% Mehrwertsteuer, mithin Fr. 972.–, zu bezahlen.
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