# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a98fa7e0-f758-40a4-945a-957bdc662862
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. X.Y., Jg. 1975, von Mazedonien, reiste am 16. Juni 1990 im Rahmen des
Familiennachzugs in die Schweiz ein. Seit 16. Juli 1990 verfügte er über die
Niederlassungsbewilligung, deren Kontrollfrist letztmals bis 31. März 2013 verlängert
worden war (act. G 8/4 92 ff.). Im Jahr 1994 hatte er die mazedonische
Staatsangehörige A.Y., Jg. 1978, geheiratet. Die drei gemeinsamen Kinder (B.Y. [1994],
C.Y. [1997] und D.Y. [2002]) sind mazedonische Staatsangehörige mit
Niederlassungsbewilligung in der Schweiz. Sie wohnen seit der Scheidung der Eltern
am 31. Mai 2011 bei der Mutter (vgl. act. G 8/14.1 und 8/15.14).
b. Mit Strafbefehlen des Bezirksamtes Baden vom 21. Mai 1997 (Missachtung der
Höchstgeschwindigkeit innerorts), 20. Januar 1998 (Abstellen eines PW ohne
Kontrollschilder auf öffentlichem Grund) und 19. März 1998 (Beschmutzen der
Fahrbahn mit Öl, Inverkehrbringen eines Fahrzeugs in nicht vorschriftsgemässem
Zustand) war X.Y. mit Bussen belegt worden. Im Urteil des Bezirksgerichts Baden vom
30. April 1998 wurde er wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung (infolge
ungenügender Aufmerksamkeit und Missachtung des Vortrittsrechts) zu einer bedingt
aufgeschobenen Gefängnisstrafe von 7 Wochen und einer Busse verurteilt. Im
Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Bülach vom 1. Oktober 1998 erfolgte wegen
Fahrens ohne Haftpflichtversicherung und ohne Fahrzeugausweis und Kontrollschilder
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eine Verurteilung zu einer bedingt aufgeschobenen Gefängnisstrafe von 14 Tagen und
einer Busse. Mit Strafbefehl des Bezirksamtes Baden vom 29. Januar 1999 wurde X.Y.
gebüsst, weil er trotz behördlicher Aufforderung den entzogenen Führerausweis und
die Kontrollschilder nicht abgegeben hatte. Gestützt hierauf wurde er von der
Fremdenpolizei des Kantons Aargau (heute Migrationsamt Aargau) am 6. März 2000
verwarnt (act. G 8/4 12).
Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zug vom 13. November 2009 erfolgte eine
Verurteilung zu einer Busse, weil X.Y. innerorts die Höchstgeschwindigkeit
überschritten hatte (act. G 8/4 41 f.). Mit Urteil des Bezirksgerichts Uster vom 23.
November 2010 wurden ihm wegen Fahrens ohne Haftpflichtversicherung eine bedingt
aufgeschobene Geldstrafe und eine Busse auferlegt (act. G 8/4 43 ff.). Im Urteil des
Bezirksgerichts Winterthur vom 31. Oktober 2013 erfolgte sodann eine Verurteilung
wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz zu fünf Jahren
Freiheitsstrafe (act. G 8/4 119 ff.). Das Obergericht des Kantons Zürich senkte das
Strafmass mit Urteil vom 22. Mai 2014 auf viereinhalb Jahre Freiheitsstrafe (act. G 8/4
202 ff.). Vom 16. September 2011 bis zum 14. September 2014 befand sich X.Y. zuerst
im vorzeitigen und danach im ordentlichen Strafvollzug (act. G 8/4 202 ff.).
c. Am 19. August 2011 hatte X.Y. die mazedonische Staatsangehörige Z.Y., Jg. 1981
geheiratet und am 7. Dezember 2011 ein Gesuch um Familiennachzug für seine Frau
gestellt. Dieses lehnte das Migrationsamt St. Gallen mit Verfügung vom 13. Februar
2012 ab, da sich X.Y. in Untersuchungshaft befand (act. G 8/4 78 ff. und 84 ff.). Mit
Bescheinigung vom 5. März 2015 bestätigte die Q. AG eine Tätigkeit von X.Y. als
Taxifahrer in Zürich (act. G 8/4 262). Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs widerrief
das Migrationsamt mit Verfügung vom 16. April 2015 die Niederlassungsbewilligung
von X.Y. mit der Begründung, er habe in strafrechtlicher Hinsicht zu schweren Klagen
Anlass gegeben. Sodann bestünden Verlustscheine sowie Schulden beim Sozialamt
seiner ehemaligen Wohngemeinde im Kanton Aargau. Von 2001 bis 2003 hätten er und
seine damalige Ehefrau A.Y. beim Sozialamt Wettingen Sozialleistungen von insgesamt
Fr. 23‘093.-- bezogen. Damit erfülle er die Widerrufsgründe nach Art. 63 Abs. 1 lit. a in
Verbindung mit Art. 62 lit. b sowie Art. 63 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die
Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20; AuG). Eine Rückkehr ins Heimatland sei ihm
zumutbar, da er mit der dortigen Sprache und Kultur gut vertraut sei, seine jetzige
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Ehefrau sowie seine Schwester dort leben würden und er den Kontakt zu seinen in der
Schweiz lebenden Kindern auch von Mazedonien aus pflegen könne (act. G 8/1
Beilage). Den gegen diese Verfügung durch Rechtsanwalt lic. iur. René Hegner,
Lachen, für X.Y. erhobenen Rekurs wies das Sicherheits- und Justizdepartement des
Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 1. Dezember 2015 ab (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid Rechtsanwalt Hegner für X.Y. mit Eingabe vom 22.
Dezember 2015 Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben, auf
einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung sei zu verzichten und dem
Beschwerdeführer sei stattdessen lediglich der Widerruf der Niederlassungsbewilligung
anzudrohen (act. G 1).
b. In der Vernehmlassung vom 26. Januar 2016 beantragte die Vorinstanz unter

## Considerations

Verweisung auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und Verzicht auf
ergänzende Bemerkungen Abweisung der Beschwerde (act. G 7).
c. Auf die Vorbringen des Beschwerdeführers in der Beschwerde wird soweit
erforderlich in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2.
2.1. Streitig ist, ob der vom Migrationsamt verfügte Widerruf der
Niederlassungsbewilligung des Beschwerdeführers im vorinstanzlichen Entscheid zu
Recht bestätigt wurde. - Die Niederlassungsbewilligung von Ausländern, die sich seit
mehr als fünfzehn Jahren ununterbrochen und ordnungsgemäss in der Schweiz
aufhalten, kann nur aus Gründen von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG (schwerwiegender
Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung oder Gefährdung der inneren
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oder äusseren Sicherheit) oder Art. 62 lit. b AuG (Verurteilung zu einer längerfristigen
Freiheitsstrafe oder Anordnung einer strafrechtlichen Massnahme) widerrufen werden
(Art. 63 Abs. 2 AuG). Nach einem ununterbrochenen und ordnungsgemässen
Aufenthalt von über fünfzehn Jahren ist ein Widerruf der Niederlassung auch im Falle
dauerhaften, erheblichen und auch in Zukunft zu erwartenden Sozialhilfebezugs (vgl.
Art. 63 Abs. 1 lit. c AuG) ausgeschlossen (vgl. Spescha/Thür/Zünd/Bolzli,
Migrationsrecht, 3. A. 2012, Rz 12 zu Art. 63 AuG). Gegen die öffentliche Sicherheit und
Ordnung im Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG wird gemäss Art. 80 Abs. 1 der
Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201; VZAE) unter
anderem dann verstossen, wenn gesetzliche Vorschriften und behördliche Verfügungen
missachtet (lit. a) oder öffentlich- oder privatrechtliche Verpflichtungen mutwillig nicht
erfüllt werden (lit. b). Von einer Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung im
Sinne von Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG ist auszugehen, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür
bestehen, dass der Aufenthalt des Ausländers in der Schweiz mit erheblicher
Wahrscheinlichkeit zu einem Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung
führt (Art. 80 Abs. 2 VZAE). Ist der Ausländer hinsichtlich seiner Schulden bereits
verwarnt worden, ist ein Widerruf nur angebracht, wenn keine wesentliche
Verbesserung eingetreten ist und das vom Gesetz als unerwünscht bezeichnete
Verhalten fortgesetzt wurde. Die betreffende Person muss also trotz Androhung
ausländerrechtlicher Nachteile weiterhin mutwillig Schulden gemacht haben. Allein aus
einem Anstieg der Betreibungen kann nicht ohne weiteres auf Mutwilligkeit
geschlossen werden (vgl. Entscheid des BGer 2C_273/2010 vom 6. Oktober 2010, E.
3.4).
2.2. Der Widerruf der Niederlassungsbewilligung muss in jedem Fall verhältnismässig
sein (vgl. dazu BGE 139 I 16 E. 2.2; 135 II 377 E. 4.3 und 4.5). Dabei sind namentlich
die Schwere des Delikts und des Verschuldens des Betroffenen, der seit der Tat
vergangene Zeitraum, das Verhalten des Ausländers während diesem, der Grad seiner
Integration bzw. die Dauer der bisherigen Anwesenheit sowie die ihm und seiner
Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (BGE 135 II 377 E. 4.3). Die
Niederlassungsbewilligung eines Ausländers, der sich schon seit langer Zeit hier
aufhält, soll nur mit Zurückhaltung widerrufen werden. Bei wiederholter bzw. schwerer
Straffälligkeit ist dies jedoch selbst dann nicht ausgeschlossen, wenn er hier geboren
ist und sein ganzes bisheriges Leben im Land verbracht hat (vgl. Entscheid des BGer
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2C_562/2011 vom 21. November 2011 E. 3.3 [Widerruf der Niederlassungsbewilligung
eines hier geborenen 43-jährigen Türken]). Bei schweren Straftaten und bei Rückfall
bzw. wiederholter Delinquenz besteht regelmässig ein wesentliches öffentliches
Interesse daran, die Anwesenheit eines Ausländers zu beenden (vgl. BGE 139 I 145 E.
2.4 und 2.5; Entscheid des BGer 2C_903/2010 vom 6. Juni 2011 E. 3.1; BGE 130 II 176
E. 4.4.2). Die ein Jahr überschreitende Dauer einer "längerfristigen" Freiheitsstrafe
(BGE 135 II 377) muss sich dabei zwingend auf ein einziges Strafurteil stützen. Eine
Zusammenrechnung von mehreren kürzeren Strafen, die in ihrer Gesamtheit mehr als
ein Jahr ausmachen, ist nicht zulässig (BGE 137 II 297 E. 2). Eine Person verstösst in
der Regel dann "in schwerwiegender Weise" gegen die öffentliche Sicherheit und
Ordnung, wenn durch ihre Handlungen besonders hochwertige Rechtsgüter wie
namentlich die körperliche, psychische und sexuelle Integrität eines Menschen verletzt
oder gefährdet wurden. Vergleichsweise weniger gravierende Pflichtverletzungen
können gegebenenfalls in ihrer Gesamtheit als "schwerwiegend" bezeichnet werden
(BGE 137 II 297 E. 3).
3.
3.1. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid unter anderem zum Schluss, mit
der Verurteilung zu einer unbedingten viereinhalbjährigen Freiheitsstrafe sei der
Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG erfüllt. Ob auch
der Widerrufsgrund des schwerwiegenden Verstosses gegen die öffentliche Sicherheit
und Ordnung (Art. 63 Abs.1 lit. b und Abs. 2 AuG) gegeben sei, könne offenbleiben
(BGer 2C_771/2011 vom 29. März 2012, E. 3.1). Die Schulden des Beschwerdeführers
und die übrigen Verurteilungen dürften jedoch bei der Verhältnismässigkeitsprüfung
berücksichtigt werden. Sowohl hinsichtlich der Art des Delikts als auch der verhängten
Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren wiege das Verschulden des Beschwerdeführers
schwer. Obwohl er selber nicht drogenabhängig gewesen sei und über ein festes
Arbeitseinkommen verfügt habe, habe er ohne Not wissentlich und willentlich sowie
aus rein finanziellen Motiven die Gesundheit einer Vielzahl von Konsumenten gefährdet.
Zum Zeitpunkt der Tat sei er Vater von drei Kindern gewesen, was ihn nicht davon
abgehalten habe, deliktisch tätig zu werden. Auch habe er nicht von sich aus mit dem
Drogenhandel aufgehört, sondern einzig aufgrund seiner Verhaftung. Dieses Verhalten
lasse eine erhebliche kriminelle Energie erkennen. Dem Beschwerdeführer könne somit
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auch keine positive Prognose hinsichtlich künftigen Wohlverhaltens gestellt werden.
Insgesamt bestehe ein erhebliches öffentliches Interesse am Widerruf der
Niederlassungsbewilligung und an der Wegweisung (act. G 2).
3.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe den weitaus grössten Teil seines
Lebens in der Schweiz verbracht. Die Schweiz sei seine Heimat geworden. Hier würden
auch seine drei Kinder leben. Die Vorinstanzen hätten diesem familiären Umstand zu
wenig Gewicht zugemessen. Obschon er seit Mai 2011 geschieden sei, sei er immer
noch stark mit seinen drei Kindern verbunden und in stetem persönlichem Kontakt.
Eine Wegweisung hätte zur Folge, dass er den persönlichen Kontakt mit ihnen - der
Sohn D.Y. sei erst 13-jährig - nicht mehr leben könnte. Dadurch würde sowohl sein
verfassungsmässiges und auch im Völkerrecht verankertes Recht auf Familie als auch
dasjenige seiner Kinder über Gebühr eingeschränkt. Soweit sich die Vorinstanzen auf
Schulden oder eine vormalige Abhängigkeit von der Fürsorge berufen wollten, würden
sie verkennen, dass diese Gründe für einen Widerruf der Niederlassungsbewilligung
nicht ausreichend wären. Nur ein weiterer Aufenthalt in der Schweiz ermögliche es dem
Beschwerdeführer, seine Schulden abzubauen. Mit einer einzigen Ausnahme seien die
strafrechtlichen Verfehlungen allesamt als sehr lang zurückliegend und/oder als
geringfügig zu bezeichnen. Die Haftstrafe habe er reumütig abgesessen und aus
damaligen Fehlern gelernt. Er sei heute ein anderer Mensch. Es sei ihm
ausländerrechtlich eine zweite Chance zu geben, damit er sich fortan als gesetzestreu
beweisen könne. Er habe sich sogleich nach Beendigung der Haftstrafe im Herbst 2014
um seine berufliche Integration gekümmert. Seine seit Dezember 2014 ausgeübte
Tätigkeit als Taxifahrer ermögliche ihm auch die Zahlung von Alimenten an seinen
Sohn. Der angefochtene Entscheid habe die Interessen der Kinder an der weiteren
Anwesenheit ihres Vaters rechtsfehlerhaft weder abgeklärt noch ausreichend
berücksichtigt. Es sei ausreichend, wenn ihm der Bewilligungswiderruf angedroht
werde (act. G 1).
4.
4.1. Ausgangspunkt und Massstab der Güterabwägung ist die Schwere des
Verschuldens, das sich nach dem Wortlaut des Gesetzes in einer längeren
Freiheitsstrafe niederschlägt. Die Administrativbehörde hat sich dabei mit den
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Erwägungen des Strafrichters auseinanderzusetzen, um zu einer eigenen
Gefahrenprognose zu gelangen (VerwGE B 2011/58 vom 11. August 2011, E. 3.1 mit
Hinweisen; www.gerichte.sg.ch). Aus den Darlegungen im Urteil des Obergerichts vom
22. Mai 2014 ergibt sich, dass der Beschwerdeführers als Mitglied einer Bande
insgesamt 1‘953 g reines Heroin transportierte. Ausgehend von einer Einsatzstrafe im
Bereich von 5 1⁄2 Jahren hielt das Obergericht fest, dass der Qualifikationsgrund der
Bandenmässigkeit zu einem Zuschlag führe. Demgegenüber habe angesichts des
Umstands, dass der Beschwerdeführer die Betäubungsmittel mehrheitlich nur
transportiert habe, eine Strafreduktion zu erfolgen. Ein weiterer Abzug rechtfertige sich
aufgrund der Hierarchiestufe, auf der sich der Beschwerdeführer befunden habe. In
Würdigung dieser Umstände - sowie der Delinquenz während der Probezeit - ergebe
sich eine Freiheitsstrafe von 4 1⁄2 Jahren (act. G 8/4 212).
4.2. Der Vorinstanz ist beizupflichten, dass im migrationsrechtlichen Verfahren von
einem schweren Verschulden des Beschwerdeführers auszugehen ist, das sich
insbesondere bereits in der vom Obergericht Zürich verhängten mehrjährigen
Strafdauer widerspiegelt. Bereits in dieser mehrjährigen Freiheitsstrafe ist ein
Widerrufsgrund gemäss Art. 62 Abs. 1 lit. b erster Satzteil AuG zu erblicken (BGE 135 II
377). Dazu kommt, dass es sich bei qualifizierten gemeingefährlichen Verbrechen und
Vergehen wie bei Drogendelikten und Gewaltvergehen rechtfertigt, eine strenge Praxis
zu verfolgen und selbst ein geringes Rückfallrisiko nicht hinzunehmen ist, wobei auch
generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden darf (Entscheide des
BGer 2C_578/2009 vom 23. Februar 2010 E. 2.4, sowie BGer 2C_28/2010 vom
25. März 2011 E. 2.3). Der im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen Entscheids
40-jährige Beschwerdeführer hält sich seit seinem 15. Lebensjahr in der Schweiz auf.
Das Migrationsamt drohte ihm mit Verfügung vom 6. März 2000 insbesondere wegen
strafrechtlicher Verfehlungen die Wegweisung aus der Schweiz und damit implizit auch
den Widerruf der Niederlassungsbewilligung an (act. G 8/4 12). Selbst wenn die
früheren, relativ lange zurückliegenden Verurteilungen im neuen ausländerrechtlichen
Verfahren nicht zur Begründung eines Widerrufsgrundes im Sinn von Art. 62 Ingress
und lit. b AuG herangezogen werden könnten, musste der Beschwerdeführer seit der
Verwarnung im Jahr 2000 bei erneuten strafrechtlichen Verurteilungen mit dem
Widerruf der Niederlassungsbewilligung rechnen. Mit Blick auf die dargelegten
Umstände sind die vom Beschwerdeführer zu verantwortenden Straftaten insgesamt
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als "schwerwiegende" Verstösse gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung i.S. von
Art. 63 Abs. 1 lit. b AuG zu werten (vgl. BGE 137 II 297 E. 3.4 sowie E. 2.1 und 2.4).
4.3. Das aktenmässig dokumentierte Bestehen von Schuldscheinen im Betrag von gut
73‘000.-- Franken sowie laufenden Betreibungen (act. G 8/28) und der Umstand, dass
es dem Beschwerdeführer nicht gelungen ist, bestehende Ausstände abzubauen, reicht
für sich allein zur Annahme der in Art. 80 Abs. 1 VZAE vorausgesetzten Mutwilligkeit
des Schuldenmachens nicht aus (vgl. Entscheid des BGer 2C_273/2010 vom
6. Oktober 2010, E. 3.3, 3.4. und 4.3). Zu Recht berücksichtigte die Vorinstanz jedoch
das Bestehen von Schulden bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit des Widerrufs
(vgl. Entscheid des BGer 2C_50/2012 vom 28. September 2012, E. 5.1, sowie
nachstehende E. 5).
5.
5.1. Der Beschwerdeführer hielt sich im Zeitpunkt des Erlasses des angefochtenen
Entscheids seit 25 Jahren in der Schweiz auf. Der langen Anwesenheit ist im Rahmen
der Verhältnismässigkeitsprüfung ein entsprechendes Gewicht beizumessen (vgl. BGE
130 II 281 E. 3.2.1; Entscheid des BGer 2C_512/2013 vom 17. Februar 2014, E. 3.1 f.
mit Hinweisen). Der Beschwerdeführer schloss nach Lage der Akten keine berufliche
Ausbildung ab und arbeitet seit Dezember 2014 bei einem Taxiunternehmen. Insoweit
ist er beruflich integriert. Demgegenüber kann er angesichts der Tatsache, dass er trotz
der einige Jahre zuvor ergangenen ausländerrechtlichen Verwarnung - als 36-jähriger
Familienvater von drei Kindern - erneut und diesmal erheblich straffällig wurde, nicht
als sozial integriert gelten. Gegen ihn bestehen wie dargelegt Verlustschein-
Forderungen. Der Beschwerdeführer lebt soweit ersichtlich im Rahmen seiner
Familiengemeinschaft und betrachtet die Schweiz als seine Heimat. Sein
Beziehungsnetz in der Schweiz konnte ihn aber genauso wenig von einer schweren
Straftat abhalten wie seine eigene Familie.
5.2.
5.2.1. Der Widerruf der Niederlassung muss mit dem Anspruch auf Achtung des
Familienlebens nach Art. 13 der Bundesverfassung (SR 101; BV) und Art. 8 Ziff. 1 der
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Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101, EMRK) vereinbar sein. Die
Wegweisung eines straffälligen Ausländers stellt eine Massnahme dar, die für die
nationale Sicherheit und öffentliche Ordnung bzw. zur Verhinderung von strafbaren
Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten
anderer notwendig erscheint, weshalb das grundsätzlich geschützte Recht auf Familie
eingeschränkt werden kann (Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Das in Art. 8 Ziff. 1 EMRK verankerte
Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens kann verletzt sein, wenn einem
Ausländer, dessen Familienangehörige mit gefestigtem Aufenthaltsrecht hier weilen, die
Anwesenheit untersagt und damit das Familienleben vereitelt wird. Das geschützte
Familienleben beschränkt sich in erster Linie auf die Kernfamilie, d.h. die Gemeinschaft
der Ehegatten mit ihren minderjährigen Kindern (vgl. BGE 135 I 143 E. 1.3.2 mit
Hinweisen). In den Schutzbereich von Art. 8 EMRK fallen auch nicht rechtlich
begründete familiäre Verhältnisse, sofern eine genügend nahe, echte und tatsächlich
gelebte Beziehung besteht; entscheidend ist die Qualität des Familienlebens und nicht
dessen rechtliche Begründung (BGE 135 I 143 E. 3.1).
5.2.2. Die frühere Ehefrau des Beschwerdeführers und die bei ihr wohnenden
gemeinsamen Kinder verfügen über die Niederlassungsbewilligung und damit über ein
selbständiges Anwesenheitsrecht in der Schweiz. Die beiden älteren Tochter B.Y. und
C.Y., Jg. 1994 und 1997, sind volljährig, so dass eine Berufung auf den Schutz des
Privat- und Familienlebens mangels eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses
ausser Betracht fällt. Der 2002 geborene Sohn D.Y. steht nicht unter der elterlichen
Sorge des Beschwerdeführers. Diese wurde der Mutter zugeteilt und dem
Beschwerdeführer ein Besuchsrecht eingeräumt (vgl. Entscheid Kreisgericht See-
Gaster vom 27. Februar 2012, act. G 8/14.1). Im Nachgang zu Meldungen der
Primarschule S. wegen Verwahrlosung und schulischer Schwierigkeiten wurde D.Y. am
2. August 2011 in einem Kinderheim platziert (act. G 8/15.3 und 15.7). Dort hielt D.Y.
sich bis Juli 2015 auf. Während des dreijährigen Gefängnisaufenthalts des
Beschwerdeführers ist lediglich ein einziger Besuch seiner Kinder am 19. September
2012 dokumentiert (act. G 8/15.12). Nach konstanter bundesgerichtlicher Praxis kann
der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte ausländische Elternteil den Kontakt zu seinem
Kind von vornherein nur in beschränktem Rahmen pflegen, nämlich durch die
Ausübung des ihm eingeräumten Besuchsrechts. Um dieses wahrnehmen zu können,
ist in der Regel keine dauernde Anwesenheit im Gastland erforderlich. Unter dem
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Gesichtspunkt des Anspruchs auf Familienleben ist es grundsätzlich ausreichend,
wenn das Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland aus ausgeübt
werden kann, wobei allenfalls die Modalitäten des Besuchsrechts entsprechend
auszugestalten sind. Ein weitergehender Anspruch kann nur in Betracht fallen, wenn in
wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung zum Kind
besteht, diese Beziehung wegen der Distanz zum Herkunftsland der ausländischen
Person praktisch nicht aufrechterhalten werden könnte und deren bisheriges Verhalten
in der Schweiz zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hat (sog. "tadelloses Verhalten";
zum Ganzen BGE 139 I 315 E. 2.2 mit Hinweisen).
Den Akten lassen sich keine konkreten Anhaltspunkte entnehmen, dass der
Beschwerdeführer eine besonders enge Beziehung zu seinem Sohn pflegt.
Gegenteiliges wird auch im vorliegenden Verfahren nicht behauptet. Die Vorinstanz war
nicht verpflichtet, den diesbezüglichen Sachverhalt von Amtes wegen weiter zu klären
oder zu aktualisieren. Es wäre vielmehr am Beschwerdeführer gewesen, aufgrund
seiner Mitwirkungspflicht (Art. 90 AuG) alle entscheidwesentlichen Tatsachen
vorzubringen und nachzuweisen sowie allfällige Entwicklungen der tatsächlichen
Umstände mit entsprechenden Belegen zur Kenntnis zu bringen (vgl. Entscheid des
BGer 2C_103/2014 vom 13. Januar 2015, E. 2). Im Weiteren liegt wegen seiner
strafrechtlichen Verfehlungen auch kein "tadelloses Verhalten" im Sinne der zitierten
Rechtsprechung vor (vgl. BGE 141 II 169 E. 5.2.2 S. 181; 139 I 315 E. 2.5 S. 321 f.). In
Anbetracht dieser Umstände ist es dem Beschwerdeführer zumutbar, ein allfälliges
zukünftiges Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her
auszuüben. Im Übrigen können die familiären Beziehungen nicht nur besuchsweise,
sondern auch vom Ausland aus über Briefverkehr, Telefonate, E-Mail oder Internet
(Skype etc.) gepflegt werden. Den Kontakt zu seinen Kindern wird der
Beschwerdeführer zumindest mit den gängigen Kommunikationsmitteln und mit
gegenseitigen Besuchen weiterhin aufrechterhalten können. Anders als die altrechtliche
Ausweisung stellt ein Bewilligungswiderruf keine Fernhaltemassnahme mehr dar. Ein
allfälliges Einreiseverbot müsste vielmehr zusätzlich vom zuständigen Bundesamt
verfügt werden (Art. 67 AuG). Allein durch die hier streitige Massnahme werden Reisen
in die Schweiz zu Besuchszwecken bei Erfüllung der gesetzlichen
Einreisevoraussetzungen nicht verunmöglicht (Entscheid des BGer 2C_650/2010 vom
10. Februar 2011 E. 4.2; VerwGE B 2011/16 vom 31. Mai 2011 E. 4.9.3., abrufbar unter
http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=suv&query_words=%22Art.+8+Abs.+2+EMRK%22+Privat-+und+Familienleben&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-315%3Ade&number_of_ranks=0#page315 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=suv&query_words=%22Art.+8+Abs.+2+EMRK%22+Privat-+und+Familienleben&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F141-II-169%3Ade&number_of_ranks=0#page169 http://relevancy.bger.ch/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=suv&query_words=%22Art.+8+Abs.+2+EMRK%22+Privat-+und+Familienleben&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F139-I-315%3Ade&number_of_ranks=0#page315
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St.Galler Gerichte
www.gerichte.sg.ch). Der verfügte Widerruf der Niederlassungsbewilligung wird sodann
auch nicht zur Trennung der Ehegatten führen, da die jetzige Ehefrau des
Beschwerdeführers nach Lage der Akten in Mazedonien lebt. Zudem gilt der Anspruch
auf Achtung des Familienlebens nicht absolut. Aufgrund der Straffälligkeit des
Beschwerdeführers erwiese sich ein Eingriff in das durch Ziff. 1 geschützte Rechtsgut
gemäss Art. 8 Ziff. 2 EMRK ohnehin als statthaft, wobei die Konvention in diesem
Zusammenhang eine mit dem schweizerischen Recht vergleichbare
Interessenabwägung verlangt (Entscheid des BGer 2C_676/2010 vom 15. April 2011 E.
4). Der Umstand, dass der Beschwerdeführer nur bei weiterem Verbleib in der Schweiz
seine Schulden abbauen und seinen wirtschaftlichen Verpflichtungen gegenüber
seinem Sohn nachkommen könnte (act. G 1 S. 4), stellt für sich allein keinen Grund für
den Verzicht auf den Bewilligungswiderruf dar.
5.3. Die Beendigung seiner Anwesenheit ist für den Beschwerdeführer zweifelsohne mit
einer Härte verbunden. Immerhin dürften ihm die sozio-kulturellen Gegebenheiten
seiner Heimat vertraut sein, auch spricht er unbestrittenermassen die Sprache seines
Herkunftlandes. Zwar sind die privaten Interessen des Beschwerdeführers nach einer
sehr langen Anwesenheit in der Schweiz zweifellos bedeutend; sie vermögen in
Anbetracht der Delinquenz das sicherheitspolizeiliche Interesse an der Wegweisung
indessen nicht zu überwiegen. Von einer im Sinn von Art. 96 Abs. 2 AuG nicht
angemessenen Massnahme, welche lediglich eine erneute Verwarnung des
Beschwerdeführers rechtfertigen würde, kann beim gegebenen Sachverhalt nicht
ausgegangen werden. Somit ergibt sich, dass der Vorinstanz keine
Ermessensverletzung bzw. willkürliche Ermessensausübung vorgeworfen werden kann,
wenn sie das öffentliche Interesse am Widerruf der Niederlassungsbewilligung
schwerer gewichtete als das private Interesse des Beschwerdeführers an der
Verlängerung der Bewilligung. Bei fehlendem Nachweis einer
Ermessensüberschreitung bzw. eines Ermessensmissbrauchs und einer Verletzung des
Verhältnismässigkeitsgrundsatzes lässt sich der angefochtene Entscheid nicht
beanstanden.
6. (...).
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