# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d59d03f0-431a-57cb-958d-af41ae2c9a74
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Die C._-Gruppe ist eine international tätige Unternehmensgruppe. B._ war vom 7. August 2002 bis am 28. September 2009 Präsident des Verwaltungsrats der D._ AG mit Kollektivunterschrift zu zweien.
In den Jahren 2007 bis 2009 wurde zwischen der D._ AG, der E._ Inc., welche Vertreterin der C._-Produkte in den USA ist, und der "City and County of F._", bzw. dem Internationalen Flughafen von F._, ein umfangreiches Geschäft abgewickelt. So erhielt die E._ Inc. in Zusammenarbeit mit der D._ AG in einer Ausschreibung von "City and County of F._" den Zuschlag, 16 Schneeräumfahrzeuge für insgesamt USD 15‘278‘480.- an den Internationalen Flughafen von F._ zu liefern, und kaufte ihrerseits die fraglichen Fahrzeuge für insgesamt USD 12‘978‘788.- bei der D._ AG. Zudem bezahlte die E._ Inc. einen als Vorfinanzierungsdiscount bezeichneten Betrag von USD 763‘924.- an die G._ Ltd.
B. Am 11. Oktober 2012 reichte die D._ AG eine Verantwortlichkeitsklage im Sinne von Art. 754 OR gegen B._ ein mit dem Rechtsbegehren, dieser sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu verurteilen, ihr mit Zins von 5 % seit wann rechtens den Betrag von CHF 802'120.- zu bezahlen. Sie warf ihm vor, die Zahlung von USD 763'924.- an die G._ Ltd pflichtwidrig ausgelöst zu haben. B._ seinerseits schloss auf Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin.
Das Zivilgericht des Sensebezirks (im Folgenden: das Zivilgericht) wies die Klage mit Entscheid vom 10. Dezember 2014 ab.
Dagegen erhob die D._ AG mit Eingabe vom 5. Februar 2015 beim Kantonsgericht Berufung und beantragte im Hauptpunkt, unter Kosten- und Entschädigungsfolge, B._ zu verpflichten, ihr mit Zins von 5 % seit wann rechtens CHF 802'120.- zu bezahlen. Mit Entscheid vom 2. Juli 2015 hielt das Kantonsgericht fest, B._ habe gegen seine Treuepflicht gegenüber der D._ AG verstossen und somit Art. 717 Abs. 1 OR verletzt. Es hiess die Berufung sodann gut, hob das Urteil vom 10. Dezember 2014 auf und wies die Sache zur Beurteilung der weiteren Haftungsvoraussetzungen, namentlich der Höhe des Schadens, des Verschuldens sowie des natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhangs an das Zivilgericht zurück.
Im September 2015 wurde die D._ AG im Handelsregister gelöscht, da sie mit der A._ AG mit Sitz in H._ fusionierte. Als Rechtsnachfolgerin der D._ AG trat die A._ AG ab diesem Zeitpunkt als Klägerin auf.
Mit Entscheid vom 10. November 2016 wies das Zivilgericht die Klage ab. Die Prozesskosten  der Klägerin auferlegt, welche verpflichtet wurde, dem Staat Gerichtskosten von CHF 35‘000.- und dem Beklagten eine Parteientschädigung von CHF 75‘796.60 zu bezahlen.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 11
C. Dagegen erhob die A._ AG mit Eingabe vom 10. Mai 2017 Berufung und stellte folgende Rechtsbegehren:
1. Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin mit Zins von 5 % seit wann rechtens CHF 802‘120.- zu bezahlen.
2. Eventualiter: Der Berufungsbeklagte sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin mit Zins von 5 % seit wann rechtens USD 763‘924.- zu bezahlen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Berufungsbeklagten.
In seiner Berufungsantwort vom 17. August 2017 schloss B._, unter Kosten- und , auf Abweisung der Berufung, soweit darauf einzutreten sei.

## Considerations

Erwägungen
1.
1.1 Erstinstanzliche End- und Zwischenentscheide in vermögensrechtlichen Streitigkeiten sind mit Berufung anfechtbar, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren  CHF 10'000.- beträgt (Art. 308 ZPO). Vorliegend beträgt der Streitwert CHF 802‘120.-, so dass die Berufung zulässig ist.
Der Streitwert für die Beschwerde an das Bundesgericht beläuft sich ebenfalls auf CHF 802‘120.- (Art. 51 Abs. 1 Bst. a, 74 Abs. 1 Bst. b BGG).