# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 457a4e24-b3ff-5371-90dd-0b232001e3e0
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, C._ und B._ sind die Kinder von D._. Sie liessen am 26. Januar 2016 durch das Betreibungsamt E._ die Invalidenrente von D._ im Betrag von CHF 6‘743.70 verarrestieren (Dossier 10 2016 72, act. 2/15).
B. Am 11. Februar 2016 reichten A._, C._ und B._ (im Folgenden: Kläger, Beschwerdeführer) beim Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks ein Schlichtungsgesuch um Arrestprosequierung gegen D._ (im Folgenden: Beklagter, Beschwerdegegner) ein (a.a.O., act. 1). Der Präsident des Zivilgerichts des Seebezirks (im Folgenden: Gerichtspräsident) bestätigte am 19. Februar 2016 den Eingang der Klage, forderte den Beklagten auf, eine Klageantwort einzureichen und lud die Parteien auf den 30. Mai 2016 zur Verhandlung vor. Den Verhandlungsgegenstand präzisierte er wie folgt:
 Schlichtungsversuch, bei Scheitern:  Hauptverfahren
- Erste Parteivorträge - Beweisabnahme
o Einvernahme der Parteien - Schluss Beweisabnahme - Schlussvorträge
Mit Klageantwort vom 11. April 2016 beantragte der Beklagte, die Arrestprosequierungsklage vom 11. Februar 2016 abzuweisen soweit darauf eingetreten werden könne (a.a.O., act. 7). Er stellte gleichzeitig ein Gesuch um vollständige unentgeltliche Rechtspflege (a.a.O., act. 9). Der Gerichtspräsident entschied am 28. April 2016 auf die Klage einzutreten (a.a.O., act. 14).
An der Sitzung vom 30. Mai 2016 führten die Parteien längere Vergleichsverhandlungen, eine Einigung konnte jedoch nicht erzielt werden; der Gerichtspräsident schlug den Parteien vor, dass direkt zur Hauptsache geschritten werde, was jedoch vom Beklagten abgelehnt wurde. Daraufhin erklärte der Gerichtspräsident, er werde den Klägerinnen die Klagebewilligung erteilen und schritt zur Behandlung des Gesuchs um unentgeltliche Rechtspflege (a.a.O., act. 15). Die Klagebewilligung wurde den Klägern am 6. Juni 2016 erteilt (a.a.O., act. 18) und den Parteien am 7. Juni 2016 per Gerichtsurkunde zugestellt (Dossier 10 2016 72, act. 3).
C. Am 15. Juli 2016 reichten die Kläger beim Präsidenten des Zivilgerichts des Seebezirks die Klage ein, um den Arrest vom 26. Januar 2016 zu prosequieren (Dossier 10 2016 72, act. 1).
Mit Prozessentscheid vom 18. August 2016 trat der Gerichtspräsident auf die Klage nicht ein und stellte fest, dass der Arrest Nr. 69 des Betreibungsamtes E._ dahingefallen sei. Die Prozesskosten auferlegte er den Klägern. Er führte aus, dass die Frist zur Einreichung der Klage nach Eröffnung der Klagebewilligung gemäss Art. 209 Abs. 3 ZPO in der Regel drei Monate betrage, jedoch Art. 209 Abs. 4 ZPO weitere besondere gesetzliche Klagefristen vorbehalte. Laut Art. 279 Abs. 1 SchKG müsse der Gläubiger, der nicht schon vor der Bewilligung des Arrestes Betreibung eingeleitet oder Klage eingereicht habe, dies innert zehn Tagen nach Zustellung der Arresturkunde tun. Daher müsse die klagende Partei gemäss Art. 279 SchKG, um die prozessualen Fristen für die Arrestprosequierungsklage zu wahren, innert zehn Tagen das Schlichtungsgesuch stellen und nach Zustellung der Klagebewilligung ebenfalls innert zehn Tagen die Klageschrift einreichen. Im vorliegenden Fall sei den Klägern die Klagebewilligung am 7. Juni 2016 zugestellt worden und sie hätten die Klage erst am 15. Juli 2016 beim Präsident des Zivilgerichts des Seebezirks eingereicht, womit die Klagefrist von zehn Tagen offensichtlich nicht
Kantonsgericht KG Seite 3 von 6
gewahrt worden sei. Da es sich bei Art. 279 SchKG und 209 Abs. 4 ZPO um gesetzliche Fristen handle, die laut Art. 144 Abs. 1 ZPO nicht erstreckt werden könnten, werde auf die Klage vom 15. Juli 2016 nicht eingetreten und der Arrest falle dahin.
D. Die Kläger erhoben am 1. September 2016 Beschwerde. Sie beantragen, den Entscheid des Präsidenten des Zivilgerichts vom 18. August 2016 aufzuheben, den Präsidenten anzuweisen, auf die Klage vom 15. Juni 2016 einzutreten und die Angelegenheit zur Weiterführung des Verfahrens zurückzuweisen.
Mit Stellungnahme vom 26. September 2016 beantragt der Beklagte die Beschwerde kostenfällig abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne.
Auf die Ausführungen der Parteien wird nachfolgend, soweit erforderlich, ausführlich eingegangen. Im Übrigen wird auf die Akten verwiesen.

## Considerations

Erwägungen
1. a) Mangels Berufungsfähigkeit unterliegt der angefochtene Prozessentscheid vom 18. August 2016 der Beschwerde (Art. 308 Abs. 2 i.V.m. 319 Bst. a ZPO).