# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5ebdfc18-3572-4bac-b4dc-0af397fbefdc
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Auszahlung zurückbehaltener Erbteile, Rückforderung übersetzter Willensvollstreckerhonorare und Auszahlung des Restnachlasses
Berufung gegen ein Urteil der I. Abteilung des Bezirksgerichtes Horgen vom 17. Juli 2012; Proz. CP060001
Rechtsbegehren
a) Ursprüngliches (act. 2 S. 2):
1. Es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zu , dem Kläger 1 (E._) Fr. 66'499.45 und dem Kläger 4 (H._) Fr. 33'249.75 aus dem Nachlass von Frau L._ auszurichten und aus dem eigenen Vermögen je 5% Zins auf die genannten Beträge seit 28. Mai 1998 zu bezahlen;
2.1 Es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zu , den Klägern betreffend Nachlass von Frau L._ Fr. 346'842.50 (=17/20 von Fr. 408'050.–) sowie 5% Zins seit 9.  1998 an zuviel bezogenen Willensvollstreckerhonoraren zu bezahlen;
2.2 Es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zu , den Klägern ca. Fr. 28'000.– (=17/20 von ca. Fr. 33'000.–) aus dem noch vorhandenen, unverteilten Nachlassvermögen zu bezahlen;
eventualiter: 3. Es sei für den Nachlass von Frau L._ zur Durchsetzung der
Rechtsbegehren 2.1 und 2.2 ein gesetzlicher Erbenvertreter  Art. 602 Abs. 3 ZGB einzusetzen;
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der .
b) Am 19. April 2007 präzisiertes Rechtsbegehren (act. 47 S. 5)
1. Es sei der Beklagte 1 zu verpflichten, dem Kläger 1 (E._) Fr. 66'499.45 und dem Kläger 4 (H._) Fr. 33'249.75 aus dem Nachlass von Frau L._ auszurichten und es seien die  unter solidarischer Haftung ferner zu verpflichten, aus dem eigenen Vermögen je 5% Zins auf die genannten Beträge seit 28. Mai 1998 zu bezahlen;
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2.1 Es seien die Beklagten unter solidarischer Haftung zu , den Klägern betreffend Nachlass von Frau L._ Fr. 408'050.– sowie 5% Zins seit 9. November 1998 an zuviel  Willensvollstreckerhonoraren zu bezahlen;
2.2 Es sei der Beklagte 1 zu verpflichten, den Klägern ca. Fr. 33'000.– aus dem noch vorhandenen, unverteilten  zu bezahlen;
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der .
Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, I. Abteilung, vom 17. Juli 2012 (act. 190 S. 40 f.):
1. Die Rechtsbegehren Ziffer 1 Halbsatz 1 und Ziffer 2.2 werden als gegenstandslos
geworden abgeschrieben.
2. Die Beklagten werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Klägern insge-
samt Fr. 307'264.55 nebst Zins zu 5 % seit 9. November 1998 zu bezahlen. Zudem
haben sie unter solidarischer Haftung 5% Zins auf Fr. 134'185.80 ab 9. November
1998 bis zur Rückzahlung dieses Betrages durch die Beklagte 2 zu bezahlen.
3. Im Mehrbetrag wird die Klage abgewiesen.
4. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 40'100.00 ; die Barauslagen betragen:
Fr. 1205.00 Zeugenentschädigung
5. Die Gerichtskosten werden im Umfang von 1/11 den Klägern und im Umfang von
10/11 den Beklagten auferlegt, wobei die Kläger unter sich und die Beklagten unter
sich solidarisch haften.
6. Die Beklagten werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Klägern eine
Prozessentschädigung von Fr. 45'000.– zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer und
Fr. 705.– Kosten des Schlichtungsverfahrens zu bezahlen.
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7. Die Beklagten 1 werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, den Klägern eine
Prozessentschädigung von Fr. 1'200.– (zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer) für die
Rechtsbegehren Ziffer 1 und 2.2 zu bezahlen.
8./9. Mitteilung/Rechtsmittel
Berufungsanträge:
der Beklagten, Berufungskläger und Anschlussberufungsbeklagten (vgl. act. 194 S. 2 f. und act. 214 S. 3):
A) Berufung
"1. Es sei Ziff. 2, 3, 4, 5, 6 und 7 des Dispositivs des Urteils vom 17. Juli 2012 ;
2. Es sei davon Kenntnis zu nehmen, dass Frau D._ den Betrag von CHF 232'862.60 am 31. August 2012 zu ihrer Entlastung auf das Konto ... bei der ...bank AG, ..., mit dem Zahlungszweck "Guthaben Kläger D._/L._ gemäss Urteil Bezirksgericht Horgen" einbezahlt hat und damit der ihr gemäss Berechnung des Bezirksgerichtes auferlegten Zahlungspflicht gemäss Dispositiv Ziffer 2 nachgekommen ist;
3. Es sei davon Kenntnis zu nehmen, dass die Erben von Herrn Dr. A._ bereit sind, den Klägern CHF 48'020.80 zzgl. Zins von 5% seit Beendigung der  am 2. Dezember 2008 bis zur Rückzahlung dieses Betrages zu bezahlen;
4. Es sei eine weitergehende Zahlungspflicht der Beklagten abzuweisen;
5. Es seien die erstinstanzlichen Gerichtskosten sowie die Zusprechung einer  im erstinstanzlichen Verfahren mit Bezug Frau D._ im Sinne der nachfolgenden Ausführungen festzulegen und das Verfahren mit  auf ihre Person abzuschreiben;
6. Es seien die erstinstanzlichen Gerichtskosten sowie die Zusprechung einer  im erstinstanzlichen Verfahren entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens mit Bezug auf die Erben Dr. A._ neu ;
7. Es seien die Kläger unter solidarischer Haftung zu verpflichten, den Beklagten 1 eine Prozessentschädigung von CHF 3'300.00 (zzgl. 8% MwSt.) für die  Ziff. 1 und 2 zu bezahlen;
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8. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Berufungsbeklagten und zugunsten der Erben A._."
B) Anschlussberufung
"1. An den mit der Berufung vom 13. September 2012 eingereichten  wird festgehalten.
2. Es seien sowohl die Rechtbegehren der Kläger und Berufungsbeklagten  Berufung als auch die Anschlussberufung vollumfänglich abzuweisen.
der Kläger, Berufungsbeklagten und Anschlussberufungskläger (act. 206 S. 3):
A) Berufung
Es sei die Berufung der Berufungsklägerinnen vom 13.09.2012 gegen das Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 17.07.2012 vollumfänglich abzuweisen,
unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der , mit Bezug auf die Parteientschädigung zuzüglich der gesetzlichen .
B) Anschlussberufung
Es seien die Berufungsklägerinnen zu verpflichten, den Berufungsbeklagten CHF 375'442.85 zu bezahlen einschliesslich 5% Zins auf diesem Betrag seit 09.11.1998 sowie 5% Zins auf CHF 134'185.80 seit 09.11.1998 bis 02.12.2008,  unter Verrechnung der von Frau D._ den Berufungsbeklagten bereits  CHF 232'862.60,
unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der , mit Bezug auf die Parteientschädigung zuzüglich der gesetzlichen .

## Considerations

Erwägungen:
I. (Übersicht zum Sachverhalt/Prozessgeschichte)
1. Am tt.mm.1995 starb L._. Sie hinterliess einen Nachlass im Wert von rund 17 Millionen Franken, der im Wesentlichen aus einer Liegenschaft in J._, ei-
ner Eigentumswohnung in M._ sowie diversen Bankkonten und Wertschriften
bestand. In ihrem Testament vom 15. Februar 1994 setzte sie 15 gemeinnützige
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Organisationen als Erben ein, darunter die Kläger. Weitere 18 gemeinnützige Or-
ganisationen und Privatpersonen bedachte sie als Vermächtnisnehmer. L._
sah zudem in ihrem Testament als gemeinsame Vollstrecker ihres Willens
A._ sowie N._ vor.
1.1. A._ und N._ übernahmen das Mandat als Willensvollstrecker und bezogen dabei in der Folge mehrfach Akontozahlungen an ihr Honorar. Im Ju-
ni/Juli 1997 zahlten sie den Erben einen ersten Anteil am Erbteil aus und stellten
ihnen im Mai 1998 eine Teilungsrechnung zu. Diese wies eine Rückstellung für
das Honorar der Willensvollstreckung im Umfang von Fr. 720'000.- aus (vgl. act.
4/5). Die Kläger 1 und 4 verweigerten die Zustimmung zur Teilungsrechnung, weil
sie mit dem in der Rechnung enthaltenen Willensvollstreckerhonorar nicht einver-
standen waren. A._ und N._ zahlten daraufhin den zustimmenden Er-
ben ihren Anteil aus und behielten die Anteile der Kläger, Berufungsbeklagten
sowie Anschlussberufungskläger 1 und 4 zurück. Weil sie mit der Höhe des Hono-
rars von A._ und N._ nachträglich nicht mehr einverstanden waren, wi-
derriefen einige Erben ihre Zustimmung, so auch die Kläger, Berufungsbeklagten
und Anschlussberufungskläger 2, 3 sowie 5-7 (im Folgenden werden die Parteien
des Berufungsverfahrens der Einfachheit halber lediglich als Kläger und Beklagte
bezeichnet).
1.2 Gegen A._ und N._ wurde von mehreren Personen, darunter die Kläger 4 und 7, eine Strafanzeige wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung einge-
reicht. Während der Strafuntersuchung verstarb N._. Die Beklagte 2 ist seine
Ehefrau und Alleinerbin; als Erbin von N._ wird sie ins Recht gefasst.
A._ wurde im Oktober 2007 erstinstanzlich vom Vorwurf der ungetreuen
Geschäftsbesorgung usw. freigesprochen, trat im Jahr 2009 vom Willensvollstre-
ckermandat zurück und verstarb am tt.mm.2010. Die Beklagten 1 sind seine Er-
ben.
2. - 2.1 Die Klage wurde im Februar 2006 beim Bezirksgericht anhängig gemacht. Die Klageschrift, mit der die Weisung des Friedensrichteramtes J._ vom
3. Dezember 2005 eingereicht wurde, datiert vom 14. Februar 2006 (vgl. act. 1 f.).
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2.1.1 Das Rechtsbegehren wurde in der Folge von den Klägern zweimal präzisiert bzw. modifiziert, letztmals am 19. April 2007 (vgl. act. 47 S. 5). Dabei wurde ers-
tens am Eventualbegehren Ziffer 3 nicht mehr festgehalten und zweitens das
Rechtsbegehren Ziffer 1, erster Halbsatz, sowie Ziffer 2.2, soweit es gegen die
Beklagte 2 gerichtet war, der Sache nach zurückgezogen. Das Verfahren wurde
deshalb vom Bezirksgerichtspräsidenten im zweiten Punkt mit Verfügung vom
19. August 2008 infolge Rückzugs des Begehrens gegenüber der Beklagten 2
abgeschrieben, unter Festsetzung einer entsprechenden Gerichtsgebühr sowie
unter Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger und
zu Gunsten der Beklagten 2 (Zusprechung einer Prozessentschädigung). Zu-
gleich eröffnete der Bezirksgerichtspräsident den Parteien die Möglichkeit der
Einsprache an das Kollegium (vgl. act. 95, dort S. 3 f.). Einsprache wurde jedoch
keine erhoben (vgl. act. 96 ff.).
2.1.2 Ende März 2009 liessen die Kläger das Bezirksgericht sodann wissen, nach dem Rücktritt des Beklagten 2 als Willensvollstrecker sei es zur Auszahlung des
bisher noch unverteilten Nachlasses gemäss den Rechtsbegehren Ziffer 1 und
Ziffer 2.2 an die Kläger 1 und 4 sowie ebenso an die am Prozess unbeteiligten
Erben gekommen (vgl. act. 107).
2.1.3 Das Bezirksgericht führte das gesamte Hauptverfahren schriftlich durch. Diesem folgte ab ca. Ende Mai 2009 ein Beweisverfahren. Ebenso unternahm das
Bezirksgericht erfolglose Bemühungen zur gütlichen Beendigung des Streites.
Am 17. Juli 2012 erging dann das angefochtene Urteil (act. 197 [= act. 190 =
act. 196/1]), dessen Dispositiv in den wesentlichen Punkten diesen Erwägungen
vorangestellt ist.
2.1.4 Für Einzelheiten zum Gang des umfangreichen bezirksgerichtlichen  kann auf die Erwägungen unter Ziffer 1 des angefochtenen Entscheids ver-
wiesen werden (vgl. act. 197 S. 3-10). Das erspart (insoweit unnötige) Wiederho-
lungen.
2.2 Mit Schriftsatz vom 13. September 2012 (act. 194 ff.) liessen die Beklagten rechtzeitig die Berufung erheben. In der Folge wurden die bezirksgerichtlichen
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Akten beigezogen. Nach deren Eingang wurde von den Beklagten u.a. ein Kos-
tenvorschuss i.S. des Art. 98 ZPO erhoben (vgl. act. 198) und – nachdem der
Vorschuss innert erstreckter Frist geleistet worden war – Frist zur Berufungsant-
wort angesetzt. Ende Oktober wurde den Klägern Gelegenheit zur Berufungs-
antwort geboten (vgl. act. 204). Die Kläger nutzten diese Gelegenheit mit Schrift-
satz vom 27. November 2012 (vgl. act. 206). Zugleich erhoben sie Anschlussbe-
rufung, weshalb von ihnen ebenfalls ein Kostenvorschuss einverlangt wurde (vgl.
act. 207). Frist zur Beantwortung der Anschlussberufung konnte den Beklagten
am 21. Dezember 2012 angesetzt werden (vgl. act. 212). Die Antwort der Beklag-
ten (act. 214) ging im Februar 2013 rechtzeitig ein. Die gesetzlich vorgesehenen
Schriftenwechsel waren damit durchgeführt. Da sich die Sache seit da als spruch-
reif erweist, wurde den Klägern lediglich noch ein Doppel von act. 214 zugestellt
(vgl. act. 215).
II. (Anwendbares Verfahrensrecht; weitere prozessuale Fragen)
1. - 1.1 Die Klage wurde beim Bezirksgericht vor dem Inkrafttreten der  Zivilprozessordnung (ZPO) am 1. Januar 2011 anhängig gemacht. Das
bezirksgerichtliche Verfahren folgte daher noch – wie in Art. 404 Abs. 1 ZPO fest-
gehalten – bis zu seinem Abschluss den Regeln des kantonalen Verfahrens-
rechts, namentlich also der ZPO/ZH, des GVG/ZH sowie der dazugehörigen Ne-
benerlasse etwa zu den Gerichts- und Anwaltsgebühren. Das wird im Folgenden
zu beachten sein.
1.2 Das vorliegende Berufungsverfahren untersteht demgegenüber gemäss Art. 405 Abs. 1 ZPO den Regeln der ZPO (und hat die Regeln des kantonalen
Rechts zu Gebühren usw. zu beachten, welche die ZPO ergänzen).
Demnach stellt das Berufungsverfahren im Grundsatz die Fortsetzung des
Prozesses anhand des vor der ersten Instanz vorgetragenen Sachverhaltes dar
(zu den Ausnahmen vgl. Art. 317 ZPO). Mit der Berufung ist daher die unrichtige
Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz sowie eine unrichtige
Rechtsanwendung der Vorinstanz zu rügen (Art. 310 ZPO). Gemäss Art. 311
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Abs. 1 ZPO sind deshalb entsprechende Rügen von der Berufung führenden Par-
tei in der Berufungsschrift und einer allfälligen Anschlussberufungsschrift einzeln
vorzutragen und zu begründen (Begründungslast; vgl. dazu BGE 138 III 375 oder
OGer ZH, Urteil LB110049 vom 5. März 2012, E. 1.1 und E. 1.2, je mit Verwei-
sen). Wiederholungen des bereits vor der ersten Instanz Vorgetragenen genügen
den gesetzlichen Anforderungen an eine Begründung daher ebenso wenig wie
allgemeine Kritik am angefochtenen Entscheid bzw. den erstinstanzlichen Erwä-
gungen (vgl. auch BGE 138 III 375).
Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO sind ferner neue Tatsachen und Beweismittel
im Berufungsverfahren nur dann noch zu berücksichtigen, wenn sie ohne Verzug
vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor der ersten In-
stanz hatten vorgebracht werden können (vgl. dazu BGE 138 III 625). Das heisst
auch, dass eine Partei, die neue Tatsachen und/oder Beweismittel im Berufungs-
verfahren einführen will, der Rechtsmittelinstanz und der Gegenpartei jeweils dar-
zulegen hat, dass dies ohne Verzug erfolgt ist und weshalb es ihr trotz zumutba-
rer Sorgfalt nicht möglich gewesen war, die Tatsache und/oder das Beweismittel
bereits vor erster Instanz vorzubringen (vgl. etwa OGer ZH, Urteil LB110049 vom
5. März 2012, E. 1.1 und E. 1.2). Fehlt es an dergleichen Darlegungen, erweisen
sich eine Berufung bzw. Anschlussberufung und/oder deren Beantwortung in Be-
zug auf die darin vorgetragenen Noven als unbegründet und bleiben diese Noven
nur schon insofern konsequenterweise unbeachtlich (eine Prüfung der Frage,
welche Tatsachenbehauptungen usw. allenfalls unbegründet vorgetragene Noven
darstellen könnten, erweist sich insofern als entbehrlich).
2. Die Beklagten beantragen mit der Berufung die Aufhebung des  Urteils in den Dispositivziffern 2 - 7 (vgl. act. 194 S. 1). Die Kläger beantra-
gen die Abweisung der Berufung sowie die Gutheissung der Anschlussberufung,
welche sich ausschliesslich auf die Gutheissung des vor der Vorinstanz präzisier-
ten Rechtsbegehrens Ziffer 2.1 bezieht (vgl. act. 206 S. 3 und S. 23 f.).
2.1 Unangefochten geblieben ist demnach die vom Bezirksgericht unter  1 getroffene Regelung, mit der die Rechtsbegehren Ziffer 1 Halbsatz 1
und Ziffer 2.2 als gegenstandslos abgeschrieben wurden. Das Urteil ist insoweit
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mit dem Ablauf der Frist zur Berufungsantwort in Rechtskraft erwachsen. Das ist
der guten Ordnung halber vorzumerken. Damit zu verbinden ist jedoch nachfol-
gende Präzisierung.
Das Bezirksgericht hat bereits mit der Verfügung seines Präsidenten vom
19. August 2008 die Klage in Bezug auf das Rechtsbegehren Ziffer 1, erster
Halbsatz, sowie Ziffer 2.2, soweit es gegen die Beklagte 2 gerichtet war, als durch
Rückzug erledigt abgeschrieben. Dabei wurden eine Kostenausscheidung vorge-
nommen (Kostenfestsetzung in Bezug auf den zurückgezogenen Klageteil) und
die Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Kläger geregelt (vgl. vorn
Ziff. I/2.1.1). Die Verfügung erging prozessual korrekt gestützt auf §122 Abs. 3
GVG/ZH und es wurde gegen sie keine Einsprache gemäss § 122 Abs. 4
GVG/ZH erhoben (vgl. a.a.O.). Sie erwuchs daher in Rechtskraft und erledigte in-
soweit das bezirksgerichtliche Verfahren. Die Rechtsbegehren Ziffer 1, erster
Halbsatz, sowie Ziffer 2.2 blieben daher nur noch so weit Gegenstand des be-
zirksgerichtlichen Verfahrens, wie sie sich gegen den Beklagten 1 richteten. In
Dispositivziffer 1 seines Entscheides vom 17. Juli 2012 hat das Bezirksgericht die
Klage daher nur insoweit als gegenstandslos geworden abschreiben können und
auch nur insoweit abgeschrieben; das zeigt die zusätzliche Regelung in Disposi-
tivziffer 7 des Urteils.
2.2 Das Bezirksgericht hat in seinem Urteil vom 17. Juli 2012 die Klage  des übrigen Rechtsbegehrens Ziffer 1, zweiter Halbsatz, mit dem die Kläger 1
und 4 um Zusprechung von 5% Zins auf Fr. 66'499.45 bzw. auf Fr. 33'249.75 seit
dem 28. Mai 1998 verlangten, der Sache nach abgewiesen (vgl. act. 197 S. 36 f.).
Ausdrücklich festgehalten wurde das im Dispositiv des angefochtenen Urteils
nicht. Indessen hat das Bezirksgericht unter Dispositivziffer 2 die Klage einzig in
Bezug auf die Rückerstattung von Honorar gemäss Rechtsbegehren Ziffer 2.1
teilweise gutgeheissen (vgl. dazu act. 197 S. 35 und S. 40). In Dispositivziffer 3
hat es die Klage zudem im Mehrbetrag abgewiesen, mithin ebenso in Bezug auf
das Rechtsbegehren Ziffer 1, zweiter Halbsatz.
Die Beklagten, welche auf Abweisung der Klage hielten und halten, soweit
die geltend gemachten Forderungen nicht ohnehin durch Zahlung usw. unterge-
gangen sind, sind demnach durch die Anordnungen des Bezirksgerichtes in der
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Dispositivziffer 3 offenkundig gar nicht beschwert. Es fehlt ihrem Antrag auf Auf-
hebung der Dispositivziffer 3 somit an der grundlegenden Rechtsmittelvorausset-
zung der Beschwer, weshalb darauf gar nicht einzutreten ist. Weiterungen erübri-
gen sich insoweit (namentlich spielt es keine Rolle mehr, dass die Beklagten mit
dem Antrag, Dispositivziffer 3 sei aufzuheben, keinen Sachantrag verbinden und
begründen, wie anstelle der aufgehobenen Dispositivziffer 3 zu entscheiden wäre;
vgl. dazu auch nachstehende Ziff. II/2.3).
Die Kläger greifen das alles mit ihrer Anschlussberufung, wie einleitend zu
dieser Ziff. II/2 vermerkt, folglich zu Recht nicht weiter auf.
2.3 - 2.3.1 Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz schriftlich und begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Sie hat Berufungsanträge zu enthalten. Bei
diesen darf sich ein Berufungskläger nicht damit begnügen, einzig die Aufhebung
des angefochtenen erstinstanzlichen Entscheides zu beantragen. Er hat ebenso
einen Antrag in der Sache selbst zu stellen, also im Rechtsbegehren anzugeben,
wie im Fall der Gutheissung der Berufung zu entscheiden wäre. Ausführungen
hierzu lediglich in der Begründung genügen nicht. Fehlt es im Rechtsbegehren an
einem Antrag auch zur Sache, so ist die Berufung nicht abzuweisen, sondern es
ist auf sie gar nicht erst einzutreten (vgl. zum Ganzen etwa OGer ZH, LE110051
vom 10. November 2011 [http://www.gerichte-zh.ch/entscheide/entscheide-neue-zpo.html],
ferner etwa HUNGERBÜHLER, in: Dike-Komm-ZPO, Zürich/St. Gallen 2011, Art. 311
N 14, 16 und 17, REETZ/THEILER, in: Kommentar zur Schweizerischen ZPO, Zürich
2010, Art. 311 N 34 f. [unter Verweis auf BGE 133 III 489 E. 3.1], JEANDIN, in:
CPC Commenté, Bâle 2011, Art. 311 N 4, endlich BGer Urteil 4D_61/2011 vom
26. Oktober 2011).
2.3.2 Mit ihrer Berufung verlangen die Beklagten ebenfalls die Aufhebung von Dispositivziffer 4 des angefochtenen Urteils. In dieser Ziffer hat das Bezirksgericht
die Kosten für sein Verfahren festgesetzt, soweit es dieses noch bis zum Ende
durchzuführen hatte, also in Bezug auf das Rechtsbegehren Ziffer 2.1 sowie in
Bezug auf die Rechtsbegehren Ziffer 1 und 2.2 hinsichtlich des bzw. der heutigen
Beklagten 1. Es setzte dabei die Gerichtsgebühr auf Fr. 40'100.- fest und die
Zeugenentschädigungen (Barauslagen) auf Fr. 1'205.- (vgl. act. 197 S. 40).
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Die Beklagten verbinden mit ihrem Antrag auf Aufhebung des angefochte-
nen Urteils in diesem Punkt keinen Antrag zur Höhe der nach ihrer Auffassung zu-
treffend anzusetzenden Gerichtskosten. Es folgt dergleichen ebenso wenig aus
den Berufungsanträgen 5 und 6 der Beklagten, mit denen sie eine Neuregelung
der erstinstanzlichen Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen beantra-
gen, die Gegenstand nicht von Dispositivziffer 4 des angefochtenen Urteils sind,
sondern der Dispositivziffern 5-7. Und es folgt endlich auch nicht aus der Beru-
fungsbegründung (vgl. act. 194, dort insbesondere S. 2-6 und S. 31 ff.), inwiefern
die Kostenfestsetzung des Bezirksgerichtes in Dispositivziffer 4 des angefochte-
nen Urteil unrichtig sein soll bzw. sich auf unzutreffende Tatsachenfeststellungen
usw. abstützen soll (z.B. in der Höhe der Zeugengelder).
Auf die Berufung ist daher, soweit mit ihr die Aufhebung von Dispositivziffer
4 des Urteils vom 17. Juli 2012 verlangt wird, nicht einzutreten. Wiederum zu
Recht greifen die Kläger ebenfalls diesen Punkt mit ihrer Anschlussberufung nicht
weiter auf.
2.4 Im Zusammenhang mit der Anfechtung der Kosten- und  durch das Bezirksgericht lässt sich beim Berufungsantrag 5 erkennen,
dass die Beklagten die Auffassung vertreten, die Beklagte 2 habe Anspruch da-
rauf, dass wenigstens über die von ihr im Zusammenhang mit den Rechtsbegeh-
ren Ziffern 1 und 2.2 bei der Vorinstanz erhobenen Einwände hinsichtlich der Ak-
tiv- und Passivlegitimation entschieden werde (vgl. act. 194 S. 34 f.).
Unter Ziff. II/2 wurde bereits dargelegt, dass das bezirksgerichtliche Verfah-
ren bei den Rechtsbegehren Ziffer 1, erster Halbsatz, und Ziffer 2.2, soweit sie die
Beklagte 2 betreffen, im Jahre 2008 infolge Rückzugs der Klage rechtskräftig ent-
schieden worden ist, unter entsprechender Regelung der Kosten und Entschädi-
gungsfolgen. Ist eine Sache rechtskräftig entschieden worden, steht dem Begeh-
ren um erneute Prüfung der Sache die Rechtskraft entgegen. Soweit ein Gericht
Kenntnis davon hat, dass eine Streitsache bereits rechtskräftig entschieden wor-
den ist, hat es das von Amtes wegen zu berücksichtigen.
Mit dem Berufungsantrag 5 verlangen die Beklagten der Sache nach für die
Beklagte 2 eine erneute Prüfung der bereits im Jahre 2008 rechtskräftig getroffe-
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nen Kosten- und Entschädigungsregelung. Auf diese ist indessen nicht mehr zu-
rückzukommen, und es ist auf die Berufung auch insoweit nicht einzutreten.
3. Im Berufungsverfahren geht es somit, was als Zwischenergebnis festzuhalten ist, einerseits grundsätzlich noch um das präzisierte Rechtsbegehren Ziffer 2.1
sowie anderseits um die vom Bezirksgericht getroffenen Regelungen zu den Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen gemäss den Dispositivziffern 6 und 7 des ange-
fochtenen Entscheides sowie gemäss Dispositivziffer 5, soweit darauf noch einge-
treten werden kann.
3.1 Mit ihrem Berufungsantrag 2 machen die Beklagten eine Zahlung durch die Beklagte 2 an die Kläger im Umfang von Fr. 232'862.60 per 31. August 2012
geltend (vgl. act. 194 S. 2 und S. 5). Die Kläger anerkennen diese Zahlung per
31. August 2012 (vgl. act. 206 S. 4 f.).
In der Dispositivziffer 2 des angefochtenen Urteils verpflichtete das Bezirks-
gericht die Beklagten unter solidarischer Haftung einerseits zur Zahlung von ins-
gesamt Fr. 307'264.55 nebst Zins zu 5% seit 9. November 1998 sowie anderseits
zur Zahlung von 5% Zins auf Fr. 134'185.80 ab 9. November 1998 bis zur Rück-
zahlung des letztgenannten Betrages durch die Beklagte 2. Entgegen der Auffas-
sung der Beklagten (vgl. act. 194 S. 2 und S. 5) hat die Beklagte 2 damit die ihr im
Urteil auferlegte Zahlungspflicht offensichtlich nicht vollständig erfüllt. Es liegt da-
her insoweit eine Teilzahlung vor, welche grundsätzlich den Beklagten insgesamt
anzurechnen ist (vgl. Art. 147 Abs. 1 OR). Die Frage, welche der mehreren im
Raum stehenden Schulden durch die Zahlung genau getilgt wurden, stellt sich
hier daher nicht (und es ist darauf nur im allenfalls noch gegebenen Sachzusam-
menhang jeweils zurückzukommen).
Die Zahlung der Fr. 232'862.60 erfolgte per 31. August 2012, also nach der
schriftlichen Eröffnung des Urteils, aber bevor die Beklagten die Berufung erho-
ben. Die Zahlung führte daher bereits vor Einleitung des Berufungsverfahrens
zum teilweisen Untergang der zwischen den Parteien strittigen Forderungen und
kann daher zwangsläufig keine – auch keine bloss teilweise – Gegenstandslosig-
keit des Berufungsverfahrens nach sich ziehen. Da die Zahlung zudem nach der
Eröffnung des vorinstanzlichen Urteils erfolgte, lässt sie ebenso dieses unberührt
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und es ist dessen Dispositivziffer 2 insoweit in Rechtskraft erwachsen. Der Klar-
heit halber ist davon Vormerk zu nehmen.
3.2 Wie eben unter Ziffer II/3.1 vermerkt, verpflichtete das Bezirksgericht die  in Dispositivziffer 2 des angefochtenen Urteils solidarisch zur Leistung von
mehr als Fr. 307'000.- zuzüglich Zinsen.
Mit dem Berufungsantrag 3 verlangen die Beklagten 1 (Erbinnen des
A._) die gerichtliche Kenntnisnahme zu ihrer Bereitschaft, den Klägern
Fr. 48'020.80 zuzüglich 5% Zins seit dem 2. Dezember 2008 zu bezahlen (vgl. zur
Berechnung dieses Betrages act. 194 S. 28). An die Bereitschaft zur Zahlung
knüpfen die Beklagten 1 keine Bedingungen (vgl. act. 194 S. 2). Im Berufungsan-
trag 3 liegt daher eine teilweise Anerkennung der Klage durch die Beklagten 1,
welche sich auf das Rechtsbegehren 2.1 bzw. die Verpflichtung zur Zahlung ge-
mäss Dispositivziffer 2 des angefochtenen Urteils bezieht. Das Verfahren ist da-
her im Umfang der Anerkennung abzuschreiben.
III. (Zu Berufung und Anschlussberufung)
1. Die Parteien streiten in der Sache über den Umfang einer Rückzahlung von Honorar, das einerseits A._ und anderseits N._ als Willensvollstrecker
bereits je à Konto bezogen haben. Diesen Rahmen gibt die Klage bzw. deren
Rechtsbegehren 2.1 vor. Im Kern dreht sich der Streit indessen um die Frage
nach der Angemessenheit des Honorars der beiden Willensvollstrecker, und da
im Wesentlichen um den angemessenen Aufwand und den angemessenen Hono-
raransatz (Stundenansatz) eines jeden Willensvollstreckers. Bevor auf diesen
Kern eingegangen werden kann, gilt es den Rahmen noch etwas auszuleuchten.
1.1 Unbestritten bzw. von den Beklagten im bezirksgerichtlichen Verfahren  ist, dass von den Willensvollstreckern an ihre Honorare anfängliche Akon-
tozahlungen von insgesamt "CHF 688'050.- zuzüglich Mehrwertsteuer" (act. 57
S. 9) beansprucht worden waren, wovon auf A._ total Fr. 412'830.- entfielen
und auf N._ total Fr. 275'220.- (vgl. etwa act. 2 S. 7, act. 22 S. 4 und act. 57
S. 9). À Konto der "zuzüglichen" Mehrwertsteuer erfolgten gemäss act. 4/6 tat-
- 15 -
sächliche Zahlungen an A._ über insgesamt Fr. 28'080.- und an N._
über insgesamt Fr. 18'720.-. Das wurde so von den Beklagten ebenfalls nicht be-
stritten (vgl. act. 22 S. 4 und act. 57 S. 9). Im Ergebnis haben die zwei Willens-
vollstrecker daher Akontozahlungen für Honorar und Mehrwertsteuer von insge-
samt Fr. 734'850.- bezogen, nämlich A._ Fr. 440'910.- und N._
Fr. 293'940.-. Das hatte im bezirksgerichtlichen Verfahren als erstellt zu gelten;
das Bezirksgericht hat daher in diesem Punkte richtigerweise kein Beweisverfah-
ren durchgeführt, sondern auf den erstellten Sachverhalt abgestellt (vgl. act. 197
S. 35). Im Berufungsverfahren ist dieses Vorgehen sachgerecht kein Thema
mehr, weshalb im Folgenden ebenso auf diesen erstellten Sachverhalt abzustel-
len ist.
1.2 Unstrittig bzw. erstellt ist überdies, dass von den an N._ geleisteten Akontozahlungen die Beklagte 2 den Betrag von Fr. 134'185.80 später an die
Erbschaft wieder zurückerstattete. Auch diesen Sachverhalt hat das Bezirksge-
richt daher zutreffend seinem Urteil zugrunde gelegt (vgl. act. 197 S. 35). Im Beru-
fungsverfahren ist ebenso diese Rückerstattung kein Thema mehr.
2. - 2.1 Das Bezirksgericht hat sich im angefochtenen Urteil in grundsätzlichen Erwägungen mit den wesentlichen Gesichtspunkten befasst, unter denen ein Wil-
lensvollstreckerhonorar zu beurteilen ist und danach – bezogen auf die strittigen
Themen des Aufwandes und des Honoraransatzes – die Rechtsfragen der Be-
weislastverteilung, des Beweismasses und der Angemessenheit von Stundenan-
sätzen erörtert (vgl. act. 197, dort die Erwägungen 4.1 und 4.3.3). Diese grund-
sätzlichen Erwägungen erweisen sich als zutreffend und werden deshalb von den
Parteien so auch gar nicht in Frage gestellt. Zur Vermeidung von Wiederholungen
kann daher vorab auf sie verwiesen werden.
2.1.1 Zur Verdeutlichung und Ergänzung dieser Erwägungen bleibt vorab , dass das Amt des Willensvollstreckers mit der Annahme des Amtes be-
ginnt. Bei der Amtsannahme kann es sich um eine auf die amtliche Mitteilung hin
förmlich Erfolgte handeln oder ausnahmsweise um eine früher erfolgte Tatsächli-
che. Letztere ist dann anzunehmen, wenn der Willensvollstrecker bereits ausser-
amtlich Kenntnis davon erhalten hat, dass er vom Erblasser für das Amt vorgese-
- 16 -
hen worden ist, und seine Tätigkeit daher beginnt. Das Amt des Willensvollstre-
ckers endet allgemein mit der vollständigen Erledigung der Aufgaben, ferner etwa
mit der (rechtskräftigen) Ungültigerklärung der letztwilligen Verfügung, in der der
Willensvollstrecker bezeichnet wurde. Daneben kommen Beendigungsgründe, die
sich auf die Person eines bestimmen Willensvollstreckers beziehen. Es sind das
z.B. die richterliche Ungültigerklärung der Ernennung, die Absetzung durch die
zuständige Aufsichtsbehörde bzw. das Gericht (nicht aber durch Mandatsentzug
bzw. "Absetzung" durch die Erben), ferner der Verlust der Handlungsfähigkeit, der
Tod oder der Rücktritt vom Amt (der ohne Grundangabe möglich ist, da kein
Amtszwang besteht). Da dem Willensvollstrecker für seine Aufwendungen in der
Amtsausübung eine angemessene Vergütung zusteht, bestimmen Amtsbeginn
und Beendigung des Amtes zugleich den Zeitraum, in dem vergütungsberechtige
Aufwendungen grundsätzlich entstehen können.
Der Anspruch des Willensvollstreckers auf angemessene Vergütung wird in
Art. 517 Abs. 3 ZGB geregelt und durch die Grundsätze zur Vergütung des Beauf-
tragten (Art. 394 Abs. 3 und Art. 402 Abs. 1 OR) ergänzt. Er ist daher bundes-
rechtlicher Natur; kantonalrechtliche Tarifordnungen oder von Berufsverbänden
empfohlene Tarife usw. sind insoweit unmassgeblich. Massgeblich sind demge-
genüber insbesondere der sachlich gebotene Aufwand, bemessen in Stunden, die
Kompliziertheit der Verhältnisse und die damit verbundene Verantwortung (vgl.
etwa BGE 129 I 330 [E. 3.2 und 3.3], 117 II 282 [E. 4a-b]). Der Wert des Nach-
lassvermögens mag bei der Verantwortung eine gewisse Rolle spielen, bleibt an-
sonsten jedoch unerheblich. Ebenfalls darauf hat das Bezirksgericht zutreffend
hingewiesen, wie es ferner richtig festgehalten hat, dass Branchentarife bei der
Bestimmung der Angemessenheit von Stundenansätzen allenfalls hilfsweise – als
Orientierungspunkt – beachtet werden können, wenn der Willensvollstrecker
branchenangehörig ist (vgl. act. 197 S. 31). Dabei ist dann allerdings etwa zusätz-
lich zu berücksichtigen, inwieweit in diesen als Orientierungshilfe betrachteten
Honoraransätzen Infrastrukturkosten enthalten sind und inwiefern der Willensvoll-
strecker konkret auf solche Infrastrukturen zurückgegriffen hat oder nicht.
2.1.2 Ergänzend bzw. verdeutlichend hervorzuheben ist zudem, dass das  im Zusammenhang mit der Beweislastverteilung und dem Beweis-
- 17 -
mass richtigerweise ausführt, die Rechtsdurchsetzung dürfe dann bzw. dort nicht
am Beweismass des strikten Beweises und damit an den Beweisschwierigkeiten
scheitern, wenn bzw. wo diese typischerweise bei bestimmten Sachverhalten auf-
treten (vgl. dazu auch BGE 137 III 255 [E. 4.1.2] und 133 III 153 [E. 3.3]). Richtig
erkannt hat das Bezirksgericht dazu, dass ein derart typischer Sachverhalt bei der
Willensvollstreckertätigkeit gegeben ist, weil zwar ein Willensvollstrecker eine
Stundenaufstellung zur Bestimmung seines Honorars erstellen kann und soll, es
ihm indessen naturgemäss nicht möglich ist, im Nachhinein jede einzeln aufge-
wendete Stunde zu beweisen. Es darf daher auch genügen, wenn er die geleiste-
te Arbeit belegt bzw. beweist, woraus dann auf die sinnvollerweise dafür aufge-
wandte Zeit geschlossen werden kann, analog dem in BGE 128 III 271 (E.2.b)
Skizzierten.
2.2 - 2.2.1 Das Bezirksgericht erhob und wertete getreu den eben erwogenen Grundsätzen Beweise. Es nahm alle Beweismittel ab, welche die Parteien zu dem
von den Willensvollstreckern betriebenen Aufwand offeriert hatten (vgl. act. 197
S. 14 ff.), ausgehend von act. 4/13 (Aufstellung der Willensvollstrecker). Es ge-
langte dabei zum Ergebnis, ein bei effizienter Geschäftsbesorgung gebotener
Aufwand von insgesamt 915 Stunden sei ausgewiesen; von diesen Stunden ent-
fielen 661 3⁄4 auf A._ und 253 1⁄4 auf N._. Die Kläger hätten allerdings –
so das Bezirksgericht weiter – in der Replik einen Aufwand von 1'000 Stunden
anerkannt, namentlich in dem sie diesen Aufwand zur Grundlage ihrer Berech-
nung eines angemessenen Gesamthonorars (und damit der Forderung auf Rück-
erstattung) genommen hätten. Das führe zu einer anteilsmässigen Verteilung von
723 Stunden auf A._ und von 277 Stunden auf N._ (vgl. act. 197 27 f.).
Unbeschadet dieser anteilsmässigen Stundenverteilung, welche sich auf die
Anerkennung der Kläger bezog, ist das Bezirksgericht in seinen Erwägungen rich-
tigerweise durchgehend davon ausgegangen, jedem Willensvollstrecker stehe ein
eigener Honoraranspruch zu und jeder Willensvollstrecker habe daher allenfalls
von ihm zu viel à Konto bezogenes Honorar zurückzuerstatten (bzw. es treffe die
entsprechende Verpflichtung die jeweiligen Erben eines Willensvollstreckers).
- 18 -
2.2.2 Die das Honorar bestimmenden angemessenen Stundenansätze bestimmte das Bezirksgericht sachgerecht je Willensvollstrecker mit einlässlichen und sorg-
fältigen Überlegungen (vgl. a.a.O. S. 28 ff.). Dabei gelangte es einerseits im We-
sentlichen zum Ergebnis, das Mandat sei eher einfach, aber zeitintensiv gewesen
und von den bereits pensionierten, nur noch wenig in der Praxis tätigen Willens-
vollstreckern, die z.T. auch untergeordnete, delegierbare Tätigkeiten übernom-
men hätten, unter fehlendem Effizienzdruck geführt worden. Anderseits verneinte
es mit einlässlicher Begründung zum einen die Anwendbarkeit der Honorarord-
nung der Zürcher Rechtsanwälte für die Bestimmung des Stundenansatzes bei
A._ u.a. mit dem Hinweis darauf, dass dieser zwar Inhaber des Anwaltspa-
tentes gewesen sei, jedoch seine berufliche Karriere als Vorgesetzter der Abtei-
lung Willensvollstreckung bei einer Bank beschlossen habe und nicht als "Front-
mann"; danach habe er sich zur Hauptsache mit Verwaltungsratsmandaten be-
fasst, nebst der Betreuung des Nachlasses von L._ (vgl. a.a.O., S. 31 und S.
33). Das Bezirksgericht orientierte sich hingegen (vorab bei N._) an den Ho-
norarempfehlungen der Treuhandkammer. Mit einlässlichen Überlegungen, wel-
che u.a. berücksichtigten, dass die Ansätze gemäss Empfehlungen die Abgeltung
einer Infrastruktur umfassen und daher auch die sog. untergeordneten Arbeiten
durch Dritte (wie Sekretariatsarbeit), gelangte es bei N._ zu einem einheitli-
chen Stundenansatz von Fr. 216.- (vgl. a.a.O., S. 31). Bei A._ gelangte es für
die Zeit, in der A._ auf eine professionelle Struktur zurückgriff (bis. 30. Sep-
tember 1997) zu einem einheitlichen Stundenansatz von Fr. 296.- und danach
(Arbeit zu Hause) zu einem Ansatz von Fr. 207.20. Daraus errechnete es ein Ho-
norar von A._ im Umfang von Fr. 207'636.60 (entsprechend: 651,25 h x
Fr. 296.– plus 71,75 h x Fr. 207.20) und von N._ im Umfang von Fr. 59'832.-
(entsprechend 277 h x Fr. 216.–). Im Ergebnis weiterer Erwägungen (vgl. act. 197
S. 34) billigte das Bezirksgericht schliesslich die Abgeltung von Spesen im Um-
fang von Fr. 6'229.10 für A._ und im Umfang von Fr. 1'794.95 für N._
zu. Endlich hielt es fest, dass auf den so ermittelten gesamthaften Vergütungen
eines jeden Willensvollstreckers die Mehrwertsteuer von 6.5% zu ersetzen sei
(vgl. a.a.O., S. 35).
- 19 -
Das Bezirksgericht hat bei der Ermittlung der grundsätzlichen Honoraransät-
ze, aber ebenso bei der Festsetzung der Spesen usw., jeweils die wesentlichen
Gesichtspunkte aufgegriffen und im Ergebnis angemessen gewichtet. Erneut
kann daher zur Vermeidung von Wiederholungen vorab auf die entsprechenden
Erwägungen verwiesen werden. Soweit es noch der Präzisierungen oder Ergän-
zungen bedürfen sollte, sind diese nachfolgend im jeweils gegebenen Zusam-
menhang anzubringen.
2.3 Mit Blick auf die von den Willensvollstreckern je bereits bezogenen  errechnete das Bezirksgericht die Rückerstattungsverpflichtungen ei-
nes jeden Willensvollstreckers für sich wie folgt (vgl. act. 197 S. 35):
N._:
Bezug à Konto Fr. 293'940.- abzüglich Rückerstattung durch die Beklagte 2 Fr. 134'185.80 (Zwischentotal) (Fr. 159'724.20) abzüglich Vergütung/Spesen inklusive MWSt Fr. 65'632.70 _
Total Rückerstattung Fr. 94'121.50
A._:
Bezug à Konto Fr. 440'910.- abzüglich Vergütung/Spesen inklusive MWSt Fr. 227'766.95 _
Total Rückerstattung Fr. 213'143.05
Danach addierte das Bezirksgericht die zwei Schulden rechnerisch korrekt
auf Fr. 307'264. 55 (zuzüglich Zinsen) und verpflichte die Beklagten zur Zahlung
unter solidarischen Haftung für den gesamten Betrag.
Die Anordnung der solidarische Haftbarkeit der Beklagten über die jeweils
auf sie als Erben von N._ oder von A._ entfallende Schuld hinaus ist im
Berufungsverfahren von keiner Partei mehr näher thematisiert worden. Es hat da-
her sein Bewenden bei der gerichtlich angeordneten Haftung der Beklagten für
die jeweils weitere Schuld.
3. - 3.1 Die Beklagten gehen in ihrer Berufungsschrift über alles gesehen davon aus, wegen der Zahlung von Fr. 232'862.60 durch die Beklagte 2 im August 2012
- 20 -
sowie mit Blick auf die Anerkennung der Klage durch die Beklagten 1 im Umfang
von Fr. 48'020.80 zuzüglich 5% Zins seit dem 2. Januar 2008 liege nichts mehr
im Streit, was sie den Klägern schuldeten. Denn den Bezügen von A._ im
Wert von insgesamt Fr. 440'910.- gemäss vorinstanzlichem Urteil stehe ein Hono-
raranspruch (inklusive Spesen und Kosten sowie Mehrwertsteuer) von
Fr. 392'889.20 gegenüber. Die Differenz zu Gunsten der Kläger entspreche deren
Rückerstattungsanspruch, den die Beklagten anerkannt hätten (vgl. act. 194
S. 28). Den von ihnen ins Feld geführten Honoraranspruch berechnen und be-
gründen die Beklagten mit einer Berechnungsweise, die sowohl hinsichtlich Stun-
denansatz als auch Stundenaufwand von der bezirksgerichtlichen Berechnung
abweicht.
Die Kläger haben vor dem Bezirksgericht ein maximales Honorar für beide
Willensvollstrecker von Fr. 250'000.- als angemessen anerkannt. In diesem Be-
trag war die Abgeltung der Mehrwertsteuer bereits inbegriffen. Ihre Forderung auf
Rückzahlung bezifferten sie ausgehend von den Akontobezügen der Willensvoll-
strecker von insgesamt Fr. 734'850.- auf Fr. 484'850.- (vgl. act. 76 S. 72 und dazu
act. 4/6). In der Anschlussberufung verlangen die Kläger demgegenüber – teilwei-
se unter Anerkennung der bezirksgerichtlichen Berechnung beider Forderungen –
die Rückzahlung von insgesamt Fr. 375'442.85 zuzüglich Zins seit dem 9. No-
vember 1998, sowie die Zinszahlung von 5% auf Fr. 134'185.80 vom 9. Novem-
ber 1998 bis zum 2 Dezember 2008. Die Forderung auf Rückzahlung selbst set-
zen sie dabei folgendermassen fest (vgl. act. 206 S. 23): Ansprüche gegenüber
A._ von total Fr. 281'321.35 (entsprechend Bezug von Fr. 440'910.- gemäss
Urteil abzüglich Honorar, inklusive Spesen und Mehrwertsteuer, von
Fr. 159'588.65) sowie Ansprüche gegenüber N._ gemäss Urteil von Fr.
94'121.50. Das A._ zugebilligte Honorar basiert dabei streckenweise auf an-
deren Berechnungsunterlagen als im angefochtenen Urteil.
Auf die Vorbringen der Parteien zu ihren Standpunkten ist im Folgenden nä-
her einzugehen, soweit das für die Entscheidfindung erheblich ist.
3.2 Die einleitend unter Ziff. III/3.1 erwähnte Zahlung der Beklagten 2 bezieht sich gemäss Sachdarstellung der Beklagten in der Berufungsschrift ausschliesslich auf
die Schuld von N._. Laut den Beklagten setzt sich die Summe, die bezahlt
- 21 -
wurde, aus drei Posten zusammen: noch offener Rückerstattungsanspruch der
Kläger gegenüber N._ bzw. dessen Erben plus zwei Zinspositionen (vgl.
act. 194 S. 5). Welchen Umfang die einzelnen Posten haben, die die Beklagte 2
zur Gesamtsumme addierte, die sie dann per Ende August 2012 zahlte, legen
die Beklagten nicht genauer dar (vgl. a.a.O.). Immerhin lässt sich das ohne Weite-
res aus dem Zusammenhang ihrer Ausführungen erschliessen (5% Zins auf
Fr. 134'185.80 für einen bestimmten Zeitraum, Fr. 94'121.50 Forderung und im
Übrigen Zins zu 5% der Forderung bis zur Zahlung). Das ist mit Blick auf die Re-
gelungen des Art. 86 OR hinreichend klar.
In ihrer Antwort auf die Anschlussberufung haben die Beklagten ihre Sach-
darstellung gewissermassen replicando erweitert, und zwar durch einen vierten, in
der Berufung noch nicht vorgetragenen Posten (Anteil Prozessentschädigung; vgl.
act. 214 S. 5). Dazu gilt: Die Berufung ist innert der gesetzlichen Frist von 30 Ta-
gen vollständig und in Beachtung der unter Ziff. II/1.2 dargelegten Grundsätze zu
begründen. Soweit die Beklagten in der Antwort auf die Anschlussberufung ge-
wissermassen ihre Berufung ergänzen wollen, sind sie damit generell ausge-
schlossen. Sie sind es generell zudem, weil sie selbst jeweils nirgends darlegen,
sie hätten gestützt auf die in der Anschlussberufung vorgetragenen Sachverhalte
das Novenrecht in Einklang mit Art. 317 Abs. 1 ZPO in Anspruch nehmen müs-
sen. Dergleichen wäre zu allem in Bezug auf den hier zur Debatte stehenden neu
vorgebrachten Posten bei einer die Berufung mit üblicher Sorgfalt begründenden
Partei denn auch schlechterdings unerfindlich. (Von daher spielt es gar keine Rol-
le mehr, dass sich das Vortragen eines neuen Postens nicht mit den Regelungen
des Art. 86 OR vertrüge, die bei Zahlungen zu beachten sind.)
3.2.1 Gemäss den Beklagten setzt sich der Betrag von Fr. 232'862.60 zusammen aus erstens dem Betrag von Fr. 94'121.50, den sie für N._ gemäss Urteil zu-
rückzuerstatten haben, zweitens aus dem Zins von 5% auf Fr. 94'121.50 vom
9. November 1998 bis zum Zahlungstag (31. August 2012) – das sind insgesamt
Fr. 64'983.05 (entsprechend der gängigen Zinsberechnung Fr. 94'121.50 x
5% : 360 Zinstage x 4971 Zinstage) – und drittens aus dem Zins von 5% auf Fr. 134'185.80 für die Zeit vom 9. November 1998 bis zum 2. August 2007 (vgl.
act. 194 S. 5 [dort Rz. 11, Sätze nach "Beilage 2"]).
- 22 -
In ihrer Anschlussberufung bestreiten die Kläger letztlich nur die Berechnung
des dritten Postens, des Zinses von 5% auf Fr. 134'185.80. Sie halten dafür, der
Zins sei bis zu dem Tag geschuldet, an dem sie über den Betrag hätten verfügen
können und das sei frühestens (sowie der Einfachheit halber) am 2. Dezember
2008 gewesen, dem Tag des Rücktritt von A._ als Willensvollstrecker (vgl.
act. 206 S. 4 und S. 21 f.).
Die Beklagten haben sich grundsätzlich an die Zinsberechnung im ange-
fochtenen Urteil gehalten. Das Bezirksgericht hat den von den Klägern beanstan-
deten Zinsenlauf auf den Tag der Rückerstattung durch die Beklagte 2 beschränkt
(vgl. act. 197 S. 35 f.) und dabei – hierin im Einklang mit den Klägern – erwogen,
es handle sich beim Zins um Schadens- und nicht um Verzugszins.
Akontobezüge stehen unter dem Vorbehalt der Abrechnung. Diese hat beim
Willensvollstreckermandat, wie vorhin erwähnt, auf dessen Beendigung hin zu er-
folgen, was auch die Fälligkeit des Honorars bestimmt. Die übermässigen Akon-
tobezüge der Willensvollstrecker erfolgten demnach aus der noch unverteilten
Erbmasse und verminderten diese im entsprechenden Umfang zu Unrecht. Von
dieser Überlegung hat sich auch das Bezirksgericht leiten lassen. Von einer Ver-
minderung der Erbmasse kann indessen dann keine Rede mehr sein, sobald bzw.
so weit eine Rückführung von zu viel Bezogenem in die noch unverteilte Erbmas-
se stattgefunden hat.
Unstrittig ist, dass die Rückzahlung bzw. Rückerstattung am 2. August 2007
erfolgt ist (vgl. act. 194 S. 5 und act. 206 S. 4). Geschuldet ist der Zins daher
grundsätzlich bis zu diesem Tag. In der Antwort auf die Anschlussberufung haben
die Beklagten einen Zinsenlauf allerdings über den 2. August 2007 hinaus bis
zum 15. August 2007 anerkannt (vgl. act. 214 S. 5 und dazu act. 206 S. 22 [vor
Rz. 9.2]), weshalb heute dieser Tag in die Berechnung aufzunehmen ist. Das führt
zu einem Zins von Fr. 58'818.10 (entsprechend Fr. 134'185.80 x 5% : 360 x 3156 Zinstage).
3.2.2 Die Zahlung der Beklagten 2 von Ende August 2012 über Fr. 232'862.60 an die Schuld von N._ deckt somit (vgl. Art. 85 Abs. 1 OR) zunächst die Zins-
schuld auf dem unbestrittenermassen im August 2007 rückerstatteten Betrag von
Fr. 134'185.80 mit Valuta Fr. 58'818.10 vollständig ab. Sie deckt weiter den ge-
- 23 -
mäss Urteil geschuldeten Zins auf Fr. 94'121.50 im Total von Fr. 64'983.05 ab
und endlich die Rückzahlung der Forderung im Betrag von Fr. 94'121.50 selbst.
Im Ergebnis resultiert daraus noch ein Überschuss von Fr. 14'939.65. Dieser
bleibt hier in Bezug auf die noch strittige offenen Forderungen der Kläger aller-
dings einstweilen grundsätzlich ohne Belang (vgl. Art. 85 Abs. 1 OR [Anrechnung
an den Zins] sowie den Wortlaut des Berufungsantrages 2).
3.3 Bevor näher auf die umstrittene Forderung auf Rückzahlung einzugehen ist, scheint erneut ein Zwischenfazit angebracht, welches den von den Parteien ge-
pflegten unterschiedlichen Berechnungsweisen (dazu auch nachstehend Ziffer 4)
ebenso Rechnung trägt wie der Zahlung durch die Beklagte 2 vor der Berufung
(vorn Ziff III/3.1) und der Teilanerkennung der Klage durch die Beklagten in der
Berufungsschrift (vgl. vorn Ziff. II/3.2). Das Fazit erfolgt in Form einer tabellari-
schen Übersicht, gestützt auf act. 197 S. 35, 40, act. 194 S. 5, 28, act. 206 S. 23.
Die umstrittenen Positionen sind kursiv gesetzt.
Urteil des Be-
zirksgerichtes
Berufung
(13.09.12)
Anschlussberu-
fung (27.11.12)
Bemerkung
N._
Akontobezüge 293'940.00 - Keine Angaben
Gesamthonorar - 65'632.70 - Keine Angaben
a) Forderung auf
Rückerstattung
(1)- 134'185.80
= 94'121.50
0.00(2) (3) 94'121.50 (1)
Zahlung im August 07 (2)
Wegen Zahlung gemäss Bemerkung
(3)
(3) Zahlung von Fr. 94'121.50
am 31.08.12 durch die Kl. aber anerkannt (!)
A._
Akontobezüge 440'910.00 440'910.00 440'910.00
Gesamthonorar - 227'766.95 - 392'889.20 - 159'588.65
b) Forderung auf
Rückerstattung
= 213'143.05 (4)= 48'020.80 = 281'321.35(5) (4)
Klage insoweit von den Bekl. mit der Berufung an erkannt (5)
Ohne Anerkennung ge- mäss
(4) .
[Total a) u. b)] [307'264.55] [0.00] [375'442.85](6) (6)
Siehe Antrag Anschlussbe- rufung
- 24 -
Die Übersicht erhellt, dass es im Wesentlichen nur noch um den Umfang
des Honorars von A._ geht und den damit zusammenhängenden Umfang ei-
ner allfälligen Rückzahlung von zu viel bezogenen Akontoleistungen. Anzumerken
ist dazu einzig noch, dass die Kläger in der Anschlussberufung bei ihrem Antrag
die Zahlung der Fr. 94'121.50 Ende August 2012 durch die Beklagte 2 auf die
Schuld von N._ bzw. dessen Erben unberücksichtigt liessen (vgl. vorn Ziff.
III/3.3). Unberücksichtigt blieb seitens der Kläger ebenfalls die Anerkennung der
Klage im Umfang von Fr. 48'020.80 durch die Beklagten bereits in der Berufung,
welche sich – allenfalls als Teilanerkennung der Klage – ausschliesslich auf den
Rückerstattungsanspruch der Kläger gegenüber A._ bzw. dessen Erben be-
zog.
4. Im Streit liegen einerseits die Honoraransätze, die bei A._ zur Anwendung kommen sollen, sowie anderseits die Stunden, auf die sich diese Ansätze bezie-
hen sollen.
4.1 Die Kläger anerkennen in der Anschlussberufung die vom Bezirksgericht  Honoraransätze letztlich (vgl. etwa act. 206 S. 19 [Berechnung] und
S. 23 [Berechnung]), den konkret errechneten Grundansatz von Fr. 296.- pro
Stunde gar ausdrücklich (vgl. a.a.O., S. 9).
Die Beklagten erachten diese Ansätze demgegenüber als zu tief (vgl.
act. 194 S. 6 ff.) und beharren darauf, es habe ein Tarif in Anlehnung an die
Honorarverordnung der Zürcher Rechtsanwälte zu gelten (vgl. etwa a.a.O., S. 9
["die Tarife des Zürcher Anwaltsverbandes am ehesten in Frage kommen"]; ähn-
lich ferner a.a.O., S. 6 ["für seine Tätigkeit am ehesten"]). Neben allgemeinen
Ausführungen, die sich auch mit der Rechtssicherheit befassen (vgl. a.a.O.,
S. 12), streichen die Beklagten heraus, dass A._ über Englischkenntnisse
verfügte und Inhaber des Anwaltspatentes war (so etwa a.a.O., S. 8, 9, 13, 15).
Wiederholt heben die Beklagten zudem hervor, aufgrund des hohen Wertes des
Nachlasses rechtfertige sich ein Zuschlag, gemessen an den Bruttoaktiven, bzw.
seien die Bruttoaktiven zu berücksichtigen (vgl. etwa a.a.O., S. 7, 8, 10, 11 [Be-
rechnungen], 14, 15). Wiederholt ist überdies von (Stunden-)Ansätzen die Rede,
- 25 -
die A._ in Rechnung gestellt oder festgesetzt bzw. gewählt habe und die an-
gemessen seien (vgl. etwa a.a.O., S. 7, 11, 17 [Bstb. l]).
4.1.1 Was letzteres betrifft, versuchen die Beklagten in der Berufung den  von Tatsachen zu erwecken, der insoweit offenkundig trügt, wie A._
weder eine Abrechnung erstellt noch dabei einen (Stunden-)Ansatz festgesetzt
oder gewählt hat. Ausgewiesen wurde gemäss erstelltem Sachverhalt in der Tei-
lungsrechnung im Jahre 1998 eine Rückstellung für Honorar, Kosten, und Spesen
durch Akontobezüge im Umfang von 2% des Bruttonachlasses. In der Klageant-
wort verwiesen die Beklagten noch selbst darauf (vgl. act. 57 S. 9) und legten da-
nach Zusammenstellungen zu den Bemühungen nach Stunden vor (vgl. act. 57 S.
10 und dazu act. 59/2-3). Diese nahmen sie selbst zur Grundlage dafür, entspre-
chende Stundenansätze zu behaupten, und zwar gestützt auf die Honorarordnung
der Zürcher Rechtsanwälte sowie auf ein 2004 in Auftrag gegebenes Gutachten,
das die Akontobezüge als angemessenes Honorar für einen Anwalt rechtfertigte
(vgl. a.a.O., S. 11 ff.).
Im angefochtenen Urteil wurde das Fehlen einer konkreten Abrechnung
nach Aufwand durch die Willensvollstrecker zum Ausgangspunkt für die Festset-
zung des angemessen erscheinenden Honorars genommen. Mit diesem Aus-
gangspunkt und den sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Honorarfest-
setzung setzen sich die Beklagten mit ihrem Verweis auf das von A._ in
Rechnung Gestellte usw. erkennbar gar nicht auseinander. Die Kritik der Beklag-
ten am bezirksgerichtlichen Urteil erweist sich daher als unbegründet, soweit sie
nicht ohnehin an der Sache vorbeigeht (wie z.B. dort, wo das Eingreifen des Rich-
ters wegen Missbräuchlichkeit des Honoraransatzes erwähnt wird [vgl. act. 194 S.
11]; denn das setzte vorgängig eine konkrete Festlegung des Ansatzes durch den
Willensvollstrecker voraus).
4.1.2 Die Festsetzung des angemessenen Stundenansatzes durch das  wurde vorhin in Ziff. III/2.2.2 knapp skizziert, unter Verweis auf die zutref-
fenden Überlegungen des Bezirksgerichtes dazu.
Diese Überlegungen berücksichtigen sehr wohl, dass A._ Inhaber des
Anwaltspatentes war (vgl. act. 197 S. 32 f.) und pensionierter Bankdirektor (Gene-
- 26 -
raldirektion O._), als er das Willensvollstreckermandat annahm. Sie berück-
sichtigen jedoch ebenso, dass A._ nach eigenen Angaben nicht als Anwalt
beratend tätig war, sondern neben der Bewältigung des streitgegenständlichen
Willensvollstreckermandates sein Büro für die Ausübung von Verwaltungsrats-
mandaten benutzte (vgl. act. 197 S. 33 mit zutreffendem Verweis auf Vi-Prot. S. 9
["in eigener Sache und für die Verwaltungsratsmandate ... Als Anwalt habe ich
mich jedoch nicht angeboten"]). Damit setzen sich die Beklagten in ihrer Kritik am
bezirksgerichtlichen Urteil nicht auseinander, sieht man davon ab, dass sie – wie
gesehen – sachwidrig darauf beharren, A._ sei als Anwalt tätig gewesen. In-
wiefern es daher falsch gewesen sein sollte, wenn das Bezirksgericht davon aus-
ging, die Honorarordnung für Anwälte sei nicht anwendbar, legen die Beklagten
damit jedenfalls nicht dar. Weiterungen dazu sowie zur Frage der Angemessen-
heit eines Stundenansatzes nach der Honorarordnung für Anwälte, bzw. nach
dem, was bei Anwälten üblich sein soll (auch an Zuschlägen usw.), erübrigen sich
insofern.
Entgegen der Kritik der Beklagten (vgl. act. 194 S. 9 ["Rundweg falsch ist die
Annahme"], S. 10 ["Die Annahme ... nicht haltbar"]) ging das Bezirksgericht eben-
falls nicht davon aus, auf A._ sei die Honorarempfehlung der Treuhandkam-
mer anwendbar. Es ging davon aus, es rechtfertige sich unter den gegebenen
Umständen (zu diesen vgl. act. 197 S. 30 f. und S. 32 f.), namentlich aufgrund der
Arbeiten, welche die Willensvollstrecker zu erbringen hatten und tatsächlich auch
erbrachten, von einem den Honorarempfehlungen für Treuhänder vergleichbaren
Ansatz auszugehen, nämlich von Fr. 300.- pro Stunde. Dabei nahm es sehr wohl
auch Bezug auf die Englischkenntnisse (vgl. act. 197 S. 30), jedoch anders, als
die Beklagten in ihrer Kritik vortragen. Mit Blick auf die Infrastruktur, auf die
A._ zurückgreifen konnte, erhöhte es diesen Grundansatz für die Zeit, in der
A._ das Büro noch nutzte, um Fr. 70.- auf Fr. 370.- pro Stunde. Dass es da-
nach den konkret für angemessen erachteten Ansatz wegen der diversen unter-
geordneten Arbeiten, welche A._ unstrittig auch erledigte, um 20% reduzier-
te, entspricht endlich dem, was die Beklagten bereits in der Klageantwort zuge-
standen (ausgehend aber vom hier grundsätzlich unmassgeblichen Ansatz für
Anwälte von Fr. 480.- pro Stunde; vgl. act. 57 S. 12 [oben und Rz. 16]).
- 27 -
Die von dem Beklagten geübte Kritik am vorinstanzlichen Urteil erweist sich
ebenfalls insoweit als unbegründet.
4.1.3 Die Beklagten setzen mit ihrer Berufung auch im Übrigen den Erwägungen im angefochtenen Entscheid nichts entgegen, was stichhaltig eine Ergänzung der
vom Bezirksgericht beigezogenen Faktoren und/oder eine abweichende Wertung
der massgeblichen Faktoren zur Honorarermittlung gebieten könnte. Insbesonde-
re setzen die Beklagten der Feststellung des Bezirksgerichts, es sei von einem
rein schweizerischen Nachlass und einem eher einfachen, aber zeitintensiven
Mandat auszugehen (vgl. act. 197 S. 30), nichts von Belang entgegen.
Die Beklagten halten endlich die vom Bezirksgericht ermittelten konkreten
Stundenansätze generell für viel zu tief (vgl. etwa act. 194 S. 17). Die rechneri-
sche Ermittlung dieser Ansätze durch das Bezirksgericht (ausgehend vom Grund-
ansatz von Fr. 370.-) auf den Wert von Fr. 296.- mit vorhandener Infrastruktur
bzw. auf den Wert von Fr. 207.20 ohne diese Infrastruktur, wird von den Beklag-
ten jedoch nicht gerügt und bildet daher (vgl. dazu vorn Ziff. II/1.2) auch kein
Thema des Berufungsverfahrens.
Die Berufung der Beklagten erweist sich, soweit sie sich gegen die Festset-
zung des Stundenansatzes durch das Bezirksgericht richtet, insgesamt als unbe-
gründet.
4.2 Die Parteien streiten über die Stunden, die zur Bewältigung des  aufgewendet wurden.
4.2.1 Die Parteien anerkennen an sich über weite Strecken die vom  im Beweisverfahren ermittelten Werte. Soweit das jeweils nicht der Fall ist,
halten sie im Wesentlichen an ihren Standpunkten im bezirksgerichtlichen Verfah-
ren fest (vgl. act. 194 S. 18 ff., act. 206 S. 11 ff.), teilweise unter Verweis auf be-
reits schon einmal Ausgeführtes (vgl. z.B. act. 194 S. 19 [Verweis auf act. 89
S. 20] S. 20 [Verweis auf act. 89 S. 23, Verweis auf "Ausführungen in der Stel-
lungnahme zu Beweisergebnis S. 21/22"], vgl. z.B. act. 214 auf S. 12 f. [Verweise
auf act. 184 S. 24 und 89 S. 19 f. sowie act, 90/2 und 90/3] oder auf S. 19 [Ver-
weis auf act. 89 S. 23 und "auf die Eingabe vom 20. September 2011"]).
- 28 -
Wie weit das mit den Rügeobliegenheiten im Berufungsverfahren vereinbar
sein kann, wurde in den Erwägungen unter Ziff. II/1.2 bereits dargelegt; in den
Erwägungen unter Ziff. III/3.2, vor. 3.2.1, wurde ebenso darauf hingewiesen, dass
die Antwort auf eine Anschlussberufung nicht dazu dienen kann, die Berufung
gewissermassen replicando zu ergänzen (Vorbringen in act. 214 dürfen deshalb
nur soweit berücksichtigt werden, wie sie durch die Anschlussberufung und deren
Begründung veranlasst wurden). Das alles gilt es selbstredend auch im Folgen-
den zu beachten, ohne dass jeweils im Einzelnen nochmals näher darauf einzu-
gehen wäre.
4.2.2 Das Bezirksgericht hat den Stundenaufwand von A._, um den es hier geht, auf insgesamt 723 Stunden festgesetzt (auf N._ entfielen, wie ander-
weitig schon erwähnt, 277 Stunden). Dabei erachtete es 661 1⁄4 Stunden im Er-
gebnis seiner Beweiserhebungen sowie der diesen zu Grunde liegenden Sach-
darstellungen der Parteien für ausgewiesen. Es ging ferner davon aus, die Kläger
hätten anerkannt, dass die Nachlassteilung in 1'000 Stunden hätte erledigt wer-
den können. Deshalb schlug es zu den 661 1⁄4 Stunden als verhältnismässigen
Anteil von nicht ausgewiesenen, aber anerkannten Stunden weitere 66 3⁄4 Stun-
den (vgl. act. 197 S. 27 f.).
Die Kläger wollen das so nicht gelten lassen (vgl. act. 206 S. 18).
4.2.2.1 Das Bezirksgericht hat im angefochtenen Urteil richtig dargelegt, dass die Kläger in der Replikschrift auf Seite 62 festhielten, der Nachlass hätte mit einem
Stundenaufwand von maximal 1'000 Stunden geteilt werden müssen. Gleiches
hatten sie bereits in der Klagebegründung dargelegt, worauf das Bezirksgericht
ebenfalls hinwies (vgl. act. 2 S. 18). Wie das Bezirksgericht endlich ebenfalls zu-
treffend vermerkte, haben die Kläger auf Seite 71 im Zusammenhang mit den
Stundenansätzen – und damit mit der Quantifizierung dessen, was sie im Ergeb-
nis als angemessene Entschädigung beider Willensvollstrecker erachteten – eine
Berechnung vorgelegt. In dieser setzten sie den Stundenaufwand auf 1'000 Stun-
den fest.
Folgerte das Bezirksgericht daraus, ein Aufwand von 1'000 Stunden sei da-
mit anerkannt, ist das nicht zu beanstanden. Denn nach den Grundsätzen des
- 29 -
Vertrauensprinzips, die insoweit massgeblich sind, liegt dieses Verständnis der
Rechnung im Kontext mit den eben zitierten Textpassagen in der Klagebegrün-
dung und auf S. 62 der Replik auf der Hand und darf so verstanden werden. Das
mussten und müssen die Kläger auch heute gegen sich gelten lassen.
4.2.2.2 Hinzu kommt – obwohl das nach dem eben Erwogenen an sich keine  Rolle mehr zu spielen vermag –, dass die Interpretation der Kläger zu ih-
ren eigenen Vorbringen im erstinstanzlichen Hauptverfahren weder schlüssig
noch – gemäss Vertrauensprinzip – haltbar ist. Sie bringen nämlich im Wesentli-
chen bloss vor, es sei ihnen mit der Berechnung um die Verdeutlichung gegan-
gen, dass sich der Nachlass mit einem Aufwand von 1'000 Stunden zu Fr. 150.-
hätte teilen lassen müssen (vgl. act. 206 S. 18). Es sei daher "nicht zulässig,
1'000 Stunden losgelöst vom Kontext zu einem wesentlich höheren Stundenan-
satz zu verrechnen" (vgl. a.a.O.). Gewiss richtig ist, dass die Kläger mit ihrer Be-
rechnung im Zusammenhang mit der Frage nach der massgeblichen Höhe des
Stundenansatzes verdeutlichten, wie hoch das von ihnen als angemessen gewer-
tete Honorar bei einem Ansatz von Fr. 150.- pro Stunde zu stehen kommt. Auf der
Hand liegt zudem, dass ein höherer Stundenansatz zu einem höheren Honorar
führt (und ein tieferer Ansatz zu einem tieferen Honorar). Indessen hat das mit der
Frage, welche Stundenzahl massgeblich ist, auf die ein Ansatz anzuwenden ist,
weder sachlich noch logisch irgendetwas zu tun. Diese Stundenzahl wiederum
haben die Kläger in der Berechnung auf 1'000 festgelegt, und das steht im sachli-
chen und logischen Kontext zu dem, was sie anderweitig zwei Mal vortrugen (und
einmal gar ausdrücklich, nachdem sie aufgrund von Unterlagen der Beklagten zu
einer Addition von unstreitigen 29'790 Minuten [gerundet 496.5 Stunden] gelangt
waren [vgl. act. 72 S. 60], womit sie selbst darlegten, es liege der angemessene
tatsächliche Aufwand höher).
Es kann schon daher offen bleiben, was die Kläger für einen anderen als
den eben erörterten "Kontext" genau meinen wollen. Immerhin: Wenn sie mit dem
"Kontext" ausschliesslich die Berechnung meinen, in der die Stundenzahl 1'000
ein Faktor von vielen ist, kann ihnen unter Hinweis auf das eben zu den Auswir-
kungen der Höhe eines Stundenansatzes auf die Honorarhöhe Ausgeführte bei-
gepflichtet werden. Mehr als das lässt sich aus diesem "Kontext" der Berechnung
- 30 -
allerdings nicht gewinnen. Die Kläger behaupten denn auch nirgends sozusagen
"ausgedeutscht", aus ihrer verdeutlichenden Berechnung des ihnen angemesse-
nen erscheinenden Honorars folge für den Leser, das Berechnungselement der
Stundenanzahl gelte ausschliesslich unter der Bedingung, dass zugleich der An-
satz nur Fr. 150.- betrage. Sie behaupten das zu Recht so nicht, weil das zugleich
hiesse: bei einem anderen, nämlich höheren Ansatz gilt dann auf jeden Fall ir-
gendeine ungenannte tiefere Stundenzahl. Denn das hat mit der Antwort auf die
hier massgebliche Frage nichts zu tun, die da lautet: Wie viel Zeit war in Würdi-
gung aller Umstände (mithin objektiviert unter dem Gesichtspunkt der Angemes-
senheit) aufzuwenden, um den Nachlass zu teilen. Diese Frage wiederum beant-
worteten die Kläger in ihrer Berechnung (und damit in diesem "Kontext") mit der
Stundenzahl 1'000.
Von daher ist es fast schon müssig darauf hinzuweisen, dass die Kläger ih-
rer verdeutlichenden Berechnung angemessenen Honorars (und nicht angemes-
sener Stunden) gar keinen Honoraransatz pro Stunde im Umfang von Fr. 150.- zu
Grunde legten. Sie nahmen einen Ansatz von Fr. 300.- zum Ausgangspunkt.
Dessen Hälfte deklarierten sie dann als Gewinn, "von welchem hier als Basis
ausgegangen wird" (vgl. act. 76 S. 71). Weiterungen zur Stichhaltigkeit der kläge-
rischen Argumentation bzw. Interpretation eigener Sachdarstellungen erübrigen
sich daher auch noch insofern.
4.2.2.3 Es bleibt somit im Berufungsverfahren bei der vom Bezirksgericht  festgestellten Anerkennung der Stundenzahl seitens der Kläger im bezirks-
gerichtlichen Hauptverfahren. Demnach ist im Weiteren auf den vom Bezirksge-
richt ermittelten Wert von 723 Stunden abzustellen. Die Kläger wollen heute nur
einen tieferen Wert gelten lassen, nämlich 508 Stunden (vgl. act. 206 S. 24). Ihre
Anschlussberufung erweist sich insoweit als offenkundig unbegründet.
4.3 Die Beklagten halten in der Berufung fest, die vom Gericht mit Bezug auf A._ anerkannten 723 Stunden erhöhten sich im Ergebnis der von ihnen –
den Beklagten – zuvor in den S. 18 ff. angestellten Überlegungen auf 937 Stun-
den (vgl. act. 194 S. 26). "Von diesen zusätzlichen 326 Stunden" [recte: 214] ha-
be A._ den grossen Teil mit eigener Infrastruktur erbracht (a.a.O.). Es ergebe
- 31 -
sich ein Verhältnis von 800 Stunden mit Infrastruktur und 137 Stunden ohne Infra-
struktur (a.a.O.).
Das ist zunächst zu prüfen. Eine Prüfung erübrigt sich immerhin überall dort,
wo die Beklagten die Ergebnisse des Bezirksgerichts anerkennen, nämlich die
Ergebnisse der Erwägungen 4.2.6, 4.2.8, 4.2.9, 4.2.10, 4.2.16, 4.2.17, 4.2.18,
4.2.20, 4.2.21, 4.2.23, 4.2.24 in act. 197. Diese Ergebnisse basieren im Übrigen
auf den Vorgaben des Bezirksgerichts zur Beweislastverteilung und Beweis-
(mittel)wertung, die bereits unter Ziff. III/2.1.2 dargelegt worden und hier nicht
nochmals zu wiederholen sind. In Erinnerung zu rufen ist einzig nochmals, dass
das Bezirksgericht lediglich einen Aufwand von 661 1⁄4 Stunden als erwiesen
betrachtete (und nicht 723 Stunden; zu diesem Ergebnis gelangte es gemäss An-
erkennung der Kläger). Konsequenterweise ist daher im Folgenden von diesen
661 1⁄4 Stunden auszugehen. Und: es ist nur dann noch näher auf die Vorbringen
in der Anschlussberufung zu den Stundenzahlen einzugehen, wenn sich im Er-
gebnis der Prüfung ein Wert ergibt, der den anerkannten Wert von 723 Stunden
übersteigt.
4.4 - 4.4.1 Die Beklagten machten gemäss Erwägung 4.2.2 des angefochtenen Urteils (act. 197 S. 14 f.) im bezirksgerichtlichen Hauptverfahren einst geltend, es
sei den Willensvollstreckern vor dem Tod der Erblasserin ein mit dem Amt in Zu-
sammenhang stehender Aufwand von 36 Stunden entstanden. Das Bezirksgericht
hielt dazu fest – unter Bezugnahme auf die aus Kalendereinträgen von den Be-
klagten im Nachhinein ermittelten Aufstellungen zum Zeitaufwand (act. 90/2 [und
dazu act. 59/2 sowie 4/13]) –, es seien allerdings nur 33 1⁄4 Stunden dargetan.
Davon hätten die Kläger schliesslich 16 Stunden anerkannt. Diesen von den Klä-
gern anerkannten Wert erachtete das Bezirksgericht als angemessen mit der Be-
gründung, die Besprechung des Mandats habe nicht derart viel Zeit in Anspruch
nehmen können, wie die Beklagten darlegten. Von den 16 Stunden erachtete es
14 Stunden bei A._ als angemessen.
Die Beklagten machen dagegen im Wesentlichen geltend, das Bezirksge-
richt habe anerkannt, dass 33 1⁄4 Stunden geleistet worden seien, verlangen deren
Anrechnung und erachten die Kürzung als willkürlich, zumal die Bestreitung durch
die Kläger nicht substanziiert gewesen sei. Am 3., 13., 14. und 15 März 1995 hät-
- 32 -
ten die Willensvollstrecker die Erblasserin in der Klinik besucht, um deren Anwei-
sungen entgegen zu nehmen (vgl. act. 194 S. 18).
Das Bezirksgericht hat – entgegen der Rüge der Beklagten – nirgends aner-
kannt, es seien 33 1⁄4 Stunden zur Mandatsbesprechung geleistet worden. Der
Sache nach hielt es den Beklagten einzig vor, ihre prozessuale Behauptung von
36 Stunden sei durch die Aufstellung der Willensvollstrecker zum Aufwand wider-
legt. In der Replik vor Bezirksgericht haben sich die Kläger sodann einlässlich
mit den Aufstellungen der Willensvollstrecker zum Aufwand befasst und deren
generelle Verlässlichkeit aus diversen Gründen massiv bezweifelt (vgl. act. 76
S. 10-60); dabei haben sie alle Bemühungen vor dem Tod der Erblasserin als –
wie die Beklagten schreiben (vgl. act. 194 S. 18) – nicht "honorarberechtigt" er-
achtet. Damit befassen sich die Beklagten in der Berufung gar nicht, wenn sie
unsubstanziierte Bestreitungen rügen und dabei offenbar auch verkennen, dass
es den mit der Erblasserin befreundeten bzw. gut bekannten Willensvollstreckern
oblag, im Einzelnen darzutun, welche ihrer nachträglich rekonstruierten Tätigkei-
ten im Zusammenhang mit dem Mandat standen (und nicht z.B. auch Freund-
schaftsdienst gegenüber der Erblasserin waren, was bei Krankenhausbesuchen
ja notorisch ist).
Die Beklagten tragen hingegen noch in der Berufung Sachverhalte und Da-
ten zu Besuchen in der Klinik vor, die sich mit eben diesen Aufstellungen der Wil-
lensvollstrecker streckenweise gar nicht decken (namentlich für den 3. März ist
kein Besuch ausgewiesen; hingegen sind Besuche am 1. und 9. März dargelegt,
die konsequenterweise heute nicht mehr gelten können). Bei derart widersprüchli-
chen Sachdarstellungen noch im Berufungsverfahren erübrigt es sich eigentlich,
noch weiter auf den Vorwurf unsubstanziierter Bestreitung einzugehen. Und es
erübrigt sich das ebenso in Bezug auf den damit verbundenen – pauschalen –
Vorwurf der Willkür an die Adresse des Bezirksgerichts, welches im Ergebnis auf
die Anerkennung der Kläger abstellte, weil es letztlich (wie die Kläger) nicht genau
zu erkennen vermochte, was aufgrund der Aufstellung als effektive mandatsbe-
zogene Bemühungen zu gewichten war und nicht auch oder bloss als Freund-
schaftsdienst.
- 33 -
Hinzu kommt, dass die Beklagten in der Berufung mit keinem Wort darlegen,
weshalb die vom Bezirksgericht unberücksichtigten 17 1⁄4 Stunden alle A._
anzurechnen sind bzw. wären (vgl. act. 194 S. 18). Klarheit dazu schaffen auch
die Ausführungen der Beklagten auf S. 25 f. der Berufung nicht, in denen sie fest-
halten, mit "Bezug auf die vorangegangenen Abschnitte A, H und N betreffen rund
2/3 der nicht anerkannten Stunden Herrn N._" (was heisst: auf A._ ent-
fällt lediglich 1/3). Denn die unter "Abschnitt A" erhobenen und hier behandelten
Rügen der Beklagten gegen das bezirksgerichtliche Urteil lassen dergleichen
ebenso wenig als stichhaltig erkennen wie die Aufstellungen der Willensvollstre-
cker gemäss act. 4/13 bzw. act. 4/12, auf die dort von den Beklagten verwiesen
wird (vgl. act. 194 S. 18): Der Anteil von 1/3 der 33 1⁄4 Stunden, deren Anerken-
nung die Beklagten in act. 194 S. 18 verlangen und A._ anzurechnen sein
soll, umfasst gut 10 Stunden. Dieser Wert liegt indessen unter dem, was das Be-
zirksgericht A._ im Einklang mit den Klägern als angemessenen Aufwand
zuerkannte.
Die Berufung erweist sich somit in diesem Punkt als offensichtlich unbe-
gründet.
4.4.2 Die Beklagten beanstanden die Erwägungen des Bezirksgerichts in Ziffer 4.2.3 des angefochtenen Urteils (act. 197 S. 15 f.). Das Bezirksgericht hat dort
vorab festgehalten, die von den Beklagten geltend gemachten rund 210 Stunden
seien nicht belegt. Aus act. 90/2 folge ein Aufwand von fast 63 1⁄2 Stunden. Für die
Teilnahme an der Abdankungsfeier seien die geltend gemachten 16 Stunden ab-
zuziehen, weil die Willensvollstrecker als mit der Erblasserin bekannt/befreundet
ohnehin daran teilgenommen hätten. Gewisse weitere Leistungen seien zudem
erst später erfolgt. Das Bezirksgericht erachtete im Ergebnis für A._ 40
Stunden als ausgewiesen.
Die Beklagten machen geltend, sie hätten mit der "Beweiseingabe, Seite 30"
(vgl. act. 194 S. 19) 47 Stunden für die Erfüllung persönlicher Angelegenheiten in
Anrechnung gestellt. Die Streichung von darin enthaltenen 16 Stunden für die
Trauerfeiern sei zu Unrecht erfolgt, weil die Willensvollstrecker mit der Organisati-
on und Überwachung der Feiern beauftragt gewesen seien und es deshalb nicht
- 34 -
darauf ankommen könne, dass sie auch ohne diesen Auftrag an den Feiern teil-
genommen hätten. Es seien somit die 47 Stunden zu berücksichtigen.
Die Streichung der 16 Stunden durch das Bezirksgericht erfolgte in Bezug
auf beide Willensvollstrecker. Die Beklagten setzen sich damit nicht auseinander
und legen namentlich nicht fest, welche Stundenzahl für A._ zusätzlich zu
den vom Bezirksgericht als angemessen erachteten 40 Stunden in Anrechnung
gebracht werden müsste. Der Verweis auf die "Beweiseingabe, Seite 30" genügt
dazu jedenfalls nicht (vgl. vorn Ziff. II/1.2 [zu Rügeobliegenheit]), zumal er offen
lässt, wie die 47 Stunden in einen sachlichen Bezug zu den vom Bezirksgericht
als ausgewiesen erachteten rund 63 1⁄2 Stunden stehen (und ebenso zu den einst
geltend gemachten 210 Stunden).
Der Verweis wäre zudem selbst dann untauglich, wenn man ihn berücksich-
tigen wollte. Denn er liesse offen, was unter "Beweiseingabe" gemeint ist. Der
ZPO/ZH ist der Begriff beim ordentlichen Prozess, in dem die Streitsache durch
das Bezirksgericht behandelt wurde, jedenfalls so unbekannt (vgl. §§ 133-148
ZPO/ZH). Die Beweisantretungsschrift der Beklagten, welche immerhin als "Be-
weiseingabe" verstanden werden könnte (und im Verzeichnis zu den act. 119
"Beweismitteleingabe" genannt wird), weist zudem keine 30 Seiten auf, sondern
lediglich 12 (vgl. act. 118). (Um selbst das zu erwähnen: Im Ergebnis nicht anders
verhielte es sich mit act. 146B, welche Eingabe sich ebenfalls mit Beweis[mitteln]
der Beklagten befasst.)
Die Rügen der Beklagten erweisen sich somit als nicht hinreichend begrün-
det bzw. als nicht nachvollziehbar (und es muss deswegen offen gelassen wer-
den, ob die Auffassung des Bezirksgerichts, welche zur Streichung von insgesamt
16 Stunden führte, zutreffen kann).
4.4.3 Die Erwägungen des Bezirksgerichtes in Ziff. 4.2.4 des Urteils (act. 197 S. 16), welche sich mit den von den Willensvollstreckern für die Sicherung des
Nachlasses geltend gemachten 125 Stunden befassen, werden von den Beklag-
ten ebenfalls gerügt. Das Bezirksgericht anerkannte, bei der Sicherung bzw. Sich-
tung des Nachlasses habe es sich um eine zeitaufwendige Arbeit gehandelt und
schätzte dafür – getreu dem zur Feststellung des Angemessenen bereits zuvor
- 35 -
Erwogenen (vgl. act. 197 S. 12 -14) – insgesamt 100 Stunden als angemessen;
davon rechnete es 90 Stunden A._ zu, dem N._ 10 Stunden.
Die Beklagten tragen vor, die Willensvollstrecker hätten zusammen 125
Stunden geltend gemacht. Diese seien ihnen voll anzurechnen. Der Aufwand sei
in der Duplik (act. 89, Seite 20) von ihnen belegt worden. Die Kürzung um 25
Stunden sei willkürlich (vgl. act. 197 S. 19).
4.4.3.1 Richtig daran ist, dass die Beklagten in der Duplik auf S. 20 den Wert von 125 Stunden behauptet haben. In der Duplik verweisen die Beklagten überdies
zum einen auf ihre Darstellung in der Klageantwort (act. 57), und zwar auf S. 26,
dort Ziff. 42. An dieser Stelle findet sich indessen keine Behauptung zu aufge-
wendeten 125 Stunden – aufgelistet werden dort namentlich einige Tätigkeiten
der Willensvollstrecker zu persönlichen Effekten, Wertgegenständen und Gegen-
ständen die gemäss Testament der P._ Kirche vermacht worden sind. Wel-
chen Umfang diese Effekten, Wertgegenstände usw. hatten, wird weder dort noch
in der Duplik näher erwähnt. Die Beklagten verweisen in der Duplik ebenfalls auf
act. 90/2 und die dort handschriftlich mit "S" bezeichneten Bemühungen. Der mit
der Berufung geltend gemachte "Beleg" von 125 Stunden an Bemühungen der
Willensvollstrecker erschöpft sich somit in der Wiederholung von Sachdarstellun-
gen bzw. Behauptungen vor Vorinstanz im Hauptverfahren, denen – weil bestrit-
ten – per se noch keine Stichhaltigkeit zukommt, geschweige denn gar Evidenz
zukommen könnte. Damit genügen die Beklagten der Rügeobliegenheit (vgl. vorn
Ziff. II/1.2) wiederum nicht. Sie legen zudem nicht dar, wie die von ihnen geltend
gemachten 25 Stunden zur Anrechnung bei A._ kommen sollen, also ob ge-
samthaft oder in einem bestimmten Verhältnis oder Anteil, und dann auch noch in
welchem Verhältnis oder Anteil. Endlich befassen sie sich mit den Prämissen,
welche das Bezirksgericht – wie vorhin gesehen – zu seiner Schätzung auf An-
gemessenheit veranlasste, gar nicht.
Die Berufung erweist sich deshalb ebenso in diesem Punkt als unbegründet
und streckenweise (Aufteilung der 25 Stunden oder keine usw.) zugleich nicht
nachvollziehbar.
- 36 -
4.4.3.2 Abrundend kann dem noch beigefügt werden, dass das Bezirksgericht im Ergebnis seiner Wertung der Sachdarstellungen der Beklagten im Hauptverfahren
und der dazu offerierten Beweismittel im Beweisverfahren zu Recht auf Schät-
zungen zurückgegriffen hat (und es dabei zu Gunsten der Beklagten nicht einfach
mit der Anwendung des Regelbeweismasses hat bewenden lassen). Die genaue
Berechnung, wie sich die 125 Stunden zur behaupteten Sicherung und Sichtung
zusammensetzen, und das Mutmassen darüber, welche Bemühungen aus wel-
chem Grund sachlich als Sicherung und Sichtung zu verstehen sind (und andere
vergleichbare Tätigkeiten nicht), überliessen die Beklagten mit ihrem Verweis auf
act. 90/2 in der Duplik letztlich dem Bezirksgericht. Dieses durfte im Übrigen ins-
besondere berücksichtigen, dass die Beklagten ihre Sachbehauptungen zu Be-
mühungen auf erst nachträglich erstellte Aufstellungen abstützten, die insgesamt
einen immensen Aufwand behaupten, von denen die mit "S" bezeichneten Posten
einen Bruchteil bilden. Die mit "S" gekennzeichneten Einträge in act. 90/2 sind
schliesslich alles andere als in sich so schlüssig, dass ihnen nachgerade Über-
zeugungskraft zukommen könnte. So lässt sich aus ihnen z.B. nichts Stichhaltiges
etwa über den Umfang der zu sichernden bzw. sichtenden persönlichen Papiere
im Pult/Büro der Erblasserin sowie etwa zu den Fotos der Erblasserin herleiten
(und daher auch nicht zur Notwendigkeit etwa der Reorganisation von Dossiers;
mit letzterem befasst sich aber z.B. ein Eintrag im November 1995 [150 Minuten]).
Neben Einträgen dazu unter "S" im Juli 1995 (Aufwand insgesamt 510 Minuten)
kommen auch solche im Januar und März 1996 (sic) zu stehen (über insgesamt
360 Minuten). Zugleich wird die Sichtung von Familienakten (180 Minuten) im Juli
1995 aber beispielsweise unter "H" angerechnet. Oder es wird die Sichtung/ Ver-
nichtung von persönlichen Akten und Tagebüchern etc. im April 1995 unter "K"
angerechnet (zusammen mit dem Besuch einer Kirchenpflegerin aus J._
zwecks Wegnahme von Nachlasstücken bei einem Aufwand von 120 Minuten
und 100 Minuten Fahrzeit).
4.4.4 Die Beklagten rügen die Kürzung der von ihnen geltend gemachten 60 Stunden auf 40 Stunden durch das Bezirksgericht in den Erwägungen 4.2.5 des
angefochtenen Urteils (act. 197 S. 16). Die Kürzung sei pauschal und ohne Nen-
- 37 -
nung von Gründen erfolgt. Sie sei ungerechtfertigt, da keine substanziierte Be-
streitung erfolgt sei (vgl. act. 194 S. 19).
Das Bezirksgericht hat sehr wohl einige Gründe für die von ihm vorgenom-
mene Kürzung genannt, welche – aus den schon vorhin dargelegten Gründen –
letztlich das Ergebnis einer Schätzung darstellt. Damit setzen sich die Beklagten
gar nicht auseinander, wie es die Rügeobliegenheit gebieten würde (vgl. vorn
Ziff. II/1.2). Ihre Rügen erweisen sich bereits insofern als unbegründet.
Wenn die Beklagten mit dem Hinweis auf eine unstubstanziierte Bestreitung
bemängeln wollen, das Bezirksgericht habe in diesem Punkt zu Unrecht ein Be-
weisverfahren durchgeführt, so geht ebenso das fehl. Die Kläger haben bereits in
der Klagebegründung gerügt, es gehe nicht an, dass Willensvollstrecker ein Haus
zu einem hohen Stundenlohn selbst räumten, statt solche Tätigkeiten an Hilfsper-
sonen zu delegieren (vgl. act. 2 S. 12 f.). Auf die Möglichkeit der Delegation hat
das Bezirksgericht in seiner Begründung der Kürzung, mit der sich die Beklagten
gar nicht befassen, denn auch hingewiesen. Im Übrigen haben die Kläger in der
Berufungsantwort den vom Bezirksgericht geschätzten Aufwand von 40 Stunden
anerkannt (vgl. act. 206 S. 13 [Ziff. 6.4]), wiewohl sie einst nur 10 Stunden gelten
lassen wollten.
Es bleibt somit ebenfalls in diesem Punkt beim Ergebnis, zu dem das Be-
zirksgericht gelangte (und es erübrigt sich von daher an sich der erneute Hinweis
darauf, dass die Beklagten nicht sachlich nachvollziehbar darlegen, inwiefern
die 20 Stunden, die sie angerechnet haben wollen, ausschliesslich A._ zuzu-
rechnen sind).
4.4.5 Die Beklagten machten im erstinstanzlichen Verfahren einen Aufwand  Willensvollstrecker für Koordination und Organisation im Umfang von insge-
samt 116 Stunden geltend (die Kläger anerkannten lediglich gut 23 Stunden). Das
Bezirksgericht kürzte in den Erwägungen 4.2.7 (vgl. act. 197 S. 17) den Aufwand
für beide Willensvollstrecker zusammen auf geschätzte 60 Stunden. Es anerkann-
te dabei, dass eine Absprache zur Aufgabenteilung und bei wichtigen Entschei-
den notwendig gewesen sei. Allerdings sei zu berücksichtigen, dass die Willens-
vollstrecker ebenfalls bei jeder anderen Tätigkeit auch Koordinationsaufwand be-
trieben hätten. Es könne sich daher bei den geltend gemachten 116 Stunden le-
- 38 -
diglich um die allgemeine Organisation gehandelt haben, welche keiner spezifi-
schen Tätigkeit habe zugeordnet werden können. Vor diesem Hintergrund er-
scheine ein Aufwand von lediglich 60 Stunden als angemessen (a.a.O.), der
gleichmässig auf beide Willensvollstrecker zu verteilen sei.
Die Beklagten anerkennen die "Kürzung um insgesamt 56 Stunden" nicht
(vgl. act. 194 S. 20) und verweisen dazu auf Ausführungen in der Stellungnahme
zum Beweisergebnis, womit sie der Rügeobligenheit (vgl. Ziff. II/1.2) nicht nach-
kommen. Ob sie sodann die Auffassung vertreten, die 56 Stunden seien alle
A._ zuzurechnen, und dann auch noch warum, wird von ihnen aber offen ge-
lassen (es kann das ebenso wenig aus ihren Darstellungen auf S. 25 der Beru-
fungsschrift irgendwie eindeutig sowie sachlich nachvollziehbar entnommen wer-
den, um auch darauf wieder einmal zu verweisen). Die Berufung erweist sich da-
her in diesem Punkt bereits insofern unbegründet.
Die Beklagten rügen zudem als irrige Meinung des Bezirksgerichts dessen
Folgerung, es seien "unter dem Titel Koordination und Organisation lediglich Or-
ganisationsaufgaben" verrechnet worden (vgl. a.a.O. S. 20). Tatsache sei, so die
Beklagten, dass die Willensvollstrecker neben der Organisation und Koordination
immer auch die Zustimmung des anderen zur eigenen Arbeit hätten einholen
müssen (a.a.O.). Abgesehen davon, dass die Beklagten die als irrige Meinung
dargestellte Folgerung des Bezirksgerichts in einem wesentlichen Punkt (allge-
meine Organisation) entstellt wiedergeben, hat das Bezirksgericht sehr wohl be-
dacht, dass es der Zustimmung des jeweils anderen Willensvollstreckers bei wich-
tigen Entscheidungen bedurfte. Über das setzen sich die Beklagten mit ihren Rü-
gen einfach hinweg. Ihre Kritik ist daher bereits insoweit haltlos, und sie ist es
auch im Übrigen: Die gerügte Folgerung basiert nämlich auf der weiteren Feststel-
lung, die Willensvollstrecker hätten praktisch bei jeder anderen Arbeit ebenfalls
Koordinationsaufwand geltend gemacht, was die Beklagten gar nicht in Abrede
stellen. Es ist daher fast müssig darauf hinzuweisen, dass die Beklagten nirgends
näher darlegen, welche Zustimmungen denn unter die 116 geltend gemachten
Stunden fallen und welche vom übrigen Koordinationsaufwand erfasst sind. Und
es bleibt das insoweit ihr Geheiminis, das zu lüften nicht Aufgabe der Berufungs-
instanz ist.
- 39 -
Die Berufung bleibt somit ebenfalls in diesem Punkt insgesamt unbegründet.
4.4.6 Die Beklagten beschweren sich darüber, dass das Bezirksgericht in den  4.2.11 (vgl. act. 197 S. 19) von 62 geltend gemachten Stunden deren
22 strich, und dabei 15 Stunden und 25 Minuten, welche A._ zur Abklärung
von Steuerbefreiungen einzelner Erben aufgewendet hatte.
Das Bezirksgericht erwog, aus der Leistungsaufstellung gehe hervor, dass
einige Tätigkeiten die Steuerfreiheit einzelner Erben betroffen hätten. Es sei je-
doch nicht Aufgabe des Willensvollstreckers, die Erben in Steuerfragen zu bera-
ten. Die Abgeltung der entsprechenden Leistungen (Aufwandumfang 15 Stunden
und 25 Minuten) seien daher von diesen Erben zu beziehen und dürften nicht
dem Nachlass belastet werden.
Bei der Abklärung der Steuerbefreiung einzelner Erben geht es nicht um de-
ren Steuerberatung, sondern – wie die Beklagten der Sache nach richtig geltend
machen – um die Festsetzung des Umfangs der Steuer, die vom Nachlass bezo-
gen wird und für die der Willensvollstrecker neben den Erben solidarisch haftet.
Es ist insoweit nicht zu beanstanden, wenn ein Willensvollstrecker die entspre-
chenden Bemühungen vom Nachlass abgegolten haben will. Das räumen auch
die Kläger in der Berufungsantwort ein (vgl. act. 206 S. 14), wenn sie festhalten
lassen, es reiche zur eigenen Absicherung, die Erben / Vermächtnisnehmer auf-
zufordern, ihre Steuerbefreiung nachzuweisen, was bei gemeinnützigen Organi-
sationen überhaupt kein Problem sei. Ebenso das erfordert allerdings einen Auf-
wand, den das Bezirksgericht durch die Streichung der gut 15 Stunden unberück-
sichtigt gelassen hat. Dass und weshalb dieser Aufwand wesentlich unter 15
Stunden liegen muss, tragen die Kläger mit der Berufungsantwort nicht vor. Die
vom Bezirksgericht gestrichenen 15 Stunden und 25 Minuten sind deshalb in die
Rechnung aufzunehmen. Die Zahl der als nachgewiesen geltenden Stunden er-
höht sich damit von 661 Stunden und 15 Minuten auf 676 Stunden und 40 Minu-
ten. Das liegt unter dem anerkannten Wert von 723 Stunden, der hier massge-
blich ist (vgl. dazu vorn Ziff. III/4.2.2 und 4.3).
4.4.7 Die Schätzung des Aufwandes für Verwaltung und Verkauf von  gemäss den bezirksgerichtlichen Urteilserwägungen 4.2.12 (vgl. act. 197
- 40 -
S. 19 f.) auf insgesamt 46 Stunden wird ebenfalls gerügt (vgl. act. 194 S. 21 f.).
Die Beklagten halten an dem bei der Vorinstanz behaupteten Aufwand beider Wil-
lensvollstrecker vom insgesamt 67 3⁄4 Stunden fest (a.a.O.).
Erneut legen die Beklagten aber gar nicht dar, inwieweit und weshalb die
21 3⁄4 Stunden, die sie angerechnet haben wollen, offenbar ausschliesslich
A._ zuzurechnen sein sollen. Die Berufung erweist sich daher in diesem
Punkt an sich schon unbegründet bzw. nicht nachvollziehbar.
Die übrige Kritik der Beklagten an den vorinstanzlichen Erwägungen erweist
sich zudem nicht als stichhaltig. Das Bezirksgericht hat den angemessenen Auf-
wand nicht aufgrund einzelner Elemente geschätzt, sondern in einer gesamthaf-
ten Gewichtung der von ihm einzeln aufgeführten Gesichtspunkte (ohne sich da-
bei jeweils über "Kürzungen" zu äussern). Diese sind zutreffend und hier nicht zu
wiederholen. Die Beklagten greifen bloss einen dieser Gesichtspunkte heraus,
nämlich die Übertragung der Depotwerte bei der ... [Bank] tel quel an Vermächt-
nisnehmer (Dossier VII, Register 3; vgl. act. 197 S. 20). Diese Übertragung tel
quel bestreiten sie nicht, behaupten jedoch unter Verweis auf Korrespondenz
(Dossier VII, Register) einen grossen Aufwand und halten fest: "Die Kürzung ist
entsprechend unbegründet" (act. 194 S. 22). Das ist unverständlich, lässt nicht
nachvollziehen, was für eine Kürzung die Beklagten genau meinen, zumal sie
nach weiteren Rügen auch noch festhalten, die Kürzung um insgesamt 21 3⁄4
Stunden sei willkürlich.
Was diese weiteren Rügen betrifft, so zielen sie an der Sache vorbei, wird
doch damit keine aktive Bewirtschaftung der bei Banken lagernden Wertschiften
durch die Willensvollstrecker behauptet. Insoweit lag ein blosses Halten von
Wertschriftenbeständen vor, was bekanntermassen keinen grossen Aufwand ver-
ursacht.
Die Berufung erweist sich somit in diesem Punkt als unbegründet.
4.4.8 Die Beklagten rügen, in den Erwägungen 4.2.13 (vgl. act. 197 S. 21 f.) habe das Bezirksgericht ohne nähere Begründung und ohne Rücksicht auf den nach-
gewiesenen erheblichen Zeitaufwand und den hohen Wert der Liegenschaft
eine unangemessene pauschale Kürzung von 86 Stunden und 20 Minuten auf
60 Stunden vorgenommen (vgl. act. 194 S. 22).
- 41 -
Soweit die Beklagten unter nachgewiesenem Aufwand ihre Sachdarstellung
im bezirksgerichtlichen Hauptverfahren meinen, kann auf das vorhin unter
Ziff. III/4.4.3.1 Erwogene verwiesen werden. Was dort zu einer analogen Rüge
der Beklagten ausgeführt wurde, die die eigene Sachdarstellung als Beleg aus-
gibt, gilt sachgemäss ebenso hier, wo von Nachweis die Rede ist.
Das Bezirksgericht hat sodann durchaus Gründe dazu angeführt, weshalb
es einen Aufwand von lediglich 60 Stunden für angemessen erachtete. Neben
anderem erwog es, dass den Willensvollstreckern trotz des Beizugs eines Mak-
lers gewisse Aufgaben zufielen, hingegen andere gerade deswegen nicht (z.B.
Redaktion von Inseraten mit nicht nachvollziehbarer Reisezeit). Damit setzen sich
die Beklagten gar nicht auseinander. Sie lassen auch offen, weshalb und inwie-
fern der hohe Wert der Liegenschaft sich auf den Zeitaufwand der Willensvollstre-
cker hätte auswirken können, geschweige denn ausgewirkt hat. Das wäre denn
auch nicht ersichtlich. Endlich lassen sie wiederum offen, ob und weshalb von den
weiterhin geltend gemachten gut 26 Stunden alles A._ zuzurechnen wäre
oder nur anteilmässig (und dann in welchem Umfang). Das folgt auch nicht sach-
lich hinreichend begründet aus ihren weiteren Ausführungen in act. 194 S. 25 f.
Die Berufung ist damit in diesem Punkt hinsichtlich jeder einzelne Rüge so-
wie erst recht insgesamt unbegründet.
4.4.9 Unbegründet ist die Berufung ebenfalls, soweit mit ihr die Erwägungen 4.2.14 des angefochtenen Urteils (act. 197 S. 21) in Frage gestellt werden. Das
Bezirksgericht hat – ausgehend von den Grundlagen in act. 197 S. 13 f., was wie-
der einmal in Erinnerung zu rufen ist – die Gesichtspunkte aufgelistet, welche es
zur Schätzung des angemessenen Honorars beider Willensvollstrecker auf 60
Stunden führte. Wie beim Aufwand für die Wertschriftenverwaltung usw. hat es
dabei auf Abstriche bei einzelnen Positionen verzichtet, hingegen dargelegt, was
gewiss (und entgegen der Meinung der Kläger) Aufwand verursache, unter Ver-
weis auf diverse Dossiers.
Dem halten die Beklagten einzig entgegen: "Auch hier erfolgte die Kürzung
einzig aufgrund der nicht substanziierten Bemängelung durch die Kläger, welche
immerhin 43 Stunden anerkannten. Die pauschale Kürzung um 20 Stunden ist
somit willkürlich erfolgt" (act. 194 S. 22). Eine hinreichende Auseinandersetzung
- 42 -
mit den bezirksgerichtlichen Erwägungen ist das nicht. Insofern erweist sich die
Berufung als unbegründet.
Nicht auszuschliessen ist immerhin, dass die Beklagten die Auffassung ver-
treten, ein Beweisverfahren wäre gar nicht notwendig gewesen. Immerhin: Sie
anerkennen, dass die Kläger den Aufwand der Willensvollstrecker als unange-
messen bemängelten, also bestritten haben. Die Bestreitungen erfolgten in act.
76 und in act. 97 im Rahmen des Hauptverfahrens, aufgrund der von den Beklag-
ten nachträglich erstellten Auflistungen zum Zeitaufwand der Willensvollstrecker.
Aus diesen Aufstellungen (vgl. act. 59/2-3 und act. 90/2) lässt sich auch mit den
"Spezifikationen" der Beklagten erst in der Duplik (vgl. act. 89 S. 22 [Verkauf
Wertsachen]) nichts zur Quantität/Qualität der Wertsachen herleiten (namentlich
auch nicht zu den einzelnen Wertsachen selbst, um die es ging). Darauf haben
die Kläger in act. 97 S. 7 der Sache nach sehr wohl hingewiesen. Was ihnen also
über alles gesehen an Sachdarstellung vorlag, die sie bestreiten konnten (und
durften), waren die beklagtischen Sachdarstellungen zum Zeitaufwand in
act. 90/2, gekennzeichnet mit dem handschriftlichen Kürzel "..." (vgl. act. 89
S. 22). Da der Substanziierungsgrad einer Bestreitung massgeblich auch vom
Substanziierungsgrad einer Sachdarstellung abhängt, hat das Bezirksgericht zu
Recht von den Klägern, die – anders als die Willensvollstrecker – keine eigene
Kenntnis über die Wertsachen der Erblasserin besassen, nicht mehr an Bestrei-
tungen verlangt, als was sie vorgebracht haben. Das Beweisverfahren wurde zu
Recht durchgeführt.
Der Vollständigkeit halber ist dem noch beizufügen, dass die Beklagten nä-
her darlegen, welcher Anteil der von ihnen unter dem Buchstaben N der Beru-
fungsschrift auf S. 22 geltend gemachten 20 Stunden A._ anzurechnen wä-
ren. Gemäss der Zusammenfassung auf S. 25 würden 2/3 der Stunden N._
anzurechnen sein. Die Rügen der Beklagten würden demnach dann, wenn sie
begründet wären, hier ausschliesslich interessierende Bemühungen von A._
im Umfang 6 Stunden und 40 Minuten betreffen.
4.4.10 Auf S. 23 f. der Berufungsschrift rügen die Beklagten die Erwägungen 4.2.15 im angefochtenen Urteil (vgl. act. 197 S. 21 f.). Sie rügen im Wesentlichen
eine Kürzung des von ihnen für die Erstellung des Steuerinventars behaupteten
- 43 -
Aufwandes von 101 Stunden und 25 Minuten durch das Bezirksgericht auf 60
Stunden (je hälftig den Willensvollstreckern zugerechnet). Diese Kürzung sei mit
einer rechtlich nicht haltbaren Begründung erfolgt (vgl. act. 194 S. 23).
Die Willensvollstrecker hätten – so die Beklagten im Wesentlichen – bei der
Inventarisation mitwirken müssen. Generell habe ein Willensvollstrecker über alle
Verhältnisse, die für die Erstellung des Inventars Bedeutung haben könnten, Aus-
kunft zu geben. Er sei verpflichtet, alle Bücher, Urkunden, Ausweise und Auf-
zeichnung mit Nachlassrelevanz vorzuweisen, Räumlichkeiten und Behältnisse zu
öffnen und sinnvollerweise einen Inventarentwurf zuhanden der Steuerbehörde zu
erstellen (vgl. a.a.O., S. 22 f.). Wörtlich fügen die Beklagten dem bei: "So ist es
auch im vorliegenden Fall geschehen, wobei insgesamt drei Entwürfe für das In-
ventar auf Anordnung der Inventarisierungsbehörde zu erstellen waren (vgl. Mar-
tin Zweifel a.a.O., Seite 187 ff.)".
Das Bezirksgericht hat gestützt auf die im Beweisverfahren erhobenen
Akten u.a. erwogen, die Willensvollstrecker hätten alle für die Inventaraufnahme
notwendigen Unterlagen suchen und zusammenstellen müssen. N._ habe
die Steuererklärungen der Erblasserin jeweils früher erstellt und daher einen
Überblick über deren finanzielle Verhältnisse gehabt. Aus den Akten sei auch die
Notwendigkeit ersichtlich, das Steuerinventar selbst zu erstellen. Aus der Korres-
pondenz mit dem Steueramt gehe hervor, dass die Beanstandungen hauptsäch-
lich die Steuerbefreiung einzelner Erben betroffen hätte (vgl. act. 197 S. 21). Das
Bezirksgericht erachtete daher einen Aufwand von 60 Stunden unter dem Titel
"Steuerinventar" als angemessen und rechnete je 30 Stunden N._ und
A._ zu.
Wo in diesen gerichtlichen Wertungen bzw. Würdigungen von Beweismitteln
zu den Sachverhaltsbehauptungen der Beklagten der gerügte, zur Streichung von
Stunden führende Rechtsfehler liegt, ist nicht ersichtlich. Erkennbar ist hingegen,
dass die Beklagten mit ihren Rügen, die sich im Wesentlichen auf allgemeine
Ausführungen zur Aufgabe eines Willensvollstreckers beschränken, auf die be-
zirksgerichtlichen Erwägungen gar nicht näher eingehen. So klammern sie etwa
aus, dass Beanstandungen des Steueramtes die Thematik der Steuerbefreiungen
beschlugen, für die sie bereits anderweitig Aufwand geltend machten; dieser wur-
- 44 -
de – soweit er A._ betrifft – bereits berücksichtigt (vgl. vorn Ziff. III/4.4.6). Mit
Fug darf zudem bezweifelt werden, dass sich "Martin Zweifel a.a.O." in seiner
Schrift zur Notwendigkeit dreier Entwürfe der beiden Willensvollstrecker zum In-
ventar befasste. Dass es ganz allgemein zum notwendigen und angemessenen
Aufwand eines Willensvollstreckers gehört, drei Entwürfe zu einem Inventar zu
erstellen, wäre zudem nicht ersichtlich. Es ist deshalb der Frage, ob die Beklagten
mit dem Hinweis auf drei Entwürfe nicht ein unzulässiges Novum vortragen, gar
nicht mehr nachzugehen. Immerhin, dass und wo die Beklagten dergleichen im
bezirksgerichtlichen Hauptverfahren bereits behauptet haben, ist aufgrund ihrer
Sachdarstellung in act. 89 S. 23 und act. 57 S. 21 f. nicht erkennbar und es gölte
daher die Schranke von Art. 317 Abs. 1 ZPO (vgl. vorn Ziff. II/1.2).
Die Berufung erweist sich somit auch in diesem Punkt als unbegründet und
es ist müssig darauf hinzuweisen, dass die Beklagten zu allem auch nicht nach-
vollziehbar darlegen, weshalb die vom Bezirksgericht gestrichenen Stunden aus-
schliesslich Bemühungen des A._ betreffen sollen. Aus den gerügten Erwä-
gungen, die u.a. die Vertrautheit von N._ mit der Materie gewichten und wel-
che die Beklagten zu Recht nicht in Abrede stellen, ergibt sich das jedenfalls
ebenso wenig wie im Zusammenhang mit den anderweitig abgegoltenen Aufwen-
dungen zur Steuerbefreiung.
4.4.11 Die Beklagten anerkennen in der Berufungsschrift die vom Bezirksgericht in Erwägung 4.2.19 (act. 197 S. 24) vorgenommene Kürzung von behaupteten 37
Stunden und 17 Minuten für Auskünfte an die Erben um 27 Stunden und 17 Minu-
ten auf 10 Stunden "im Umfang von 10 Stunden" nicht (vgl. act. 194 S. 23). Ergo
stellen sich die Beklagten wohl auf den Standpunkt, eine Kürzung des von ihnen
behaupteten Aufwands um 17 Stunden und 17 Minuten sei rechtens; der von den
Willensvollstreckern erbrachte Aufwand belaufe sich aber insgesamt auf 20 Stun-
den und nicht auf 10 Stunden. Die Differenz von 10 Stunden sei vollumfänglich
A._ als tatsächlich erbrachter Aufwand anzurechen (vgl. neben act. 194 S.
23 ebenso S. 25 f. [Zusammenfassung]).
Die Beklagten argumentieren zur Begründung, selbst bei vollständiger In-
formation sei es üblich, "dass auch nach Erstellung der Teilungsrechnung noch
Einzelfragen bestehen. Zudem ist es weder üblich, noch sinnvoll, jede Auskunft
- 45 -
betreffend Steuerfragen nur gegen Bezahlung durch die jeweiligen Erben abzu-
geben" (act. 194 S. 23 f.).
Darin ist Kritik an den vorinstanzlichen Erwägungen zu erkennen, in deren
Ergebnis der angemessene Aufwand der beiden Willensvollstrecker auf 10 Stun-
den geschätzt wurde, wovon 8 1⁄4 Stunden A._ zugerechnet wurden (vgl. act.
197 S. 24). Nicht zu erkennen ist hingegen, wie die Beklagten darauf kommen, es
seien A._ 10 weitere Stunden anzurechnen, es erhöhte sich dessen ange-
messener Aufwand m.a.W. auf insgesamt 18 1⁄4 Stunden. Denn es fehlen offen-
kundig Angaben dazu, um welche der in act. 90/2 aufgelisteten Stunden es sich
handelt, welche die von den Beklagten als notwendig und angemessen erachte-
ten Bemühungen dieses Willensvollstreckers ausweisen. Das sozusagen mut-
massend an der Stelle einer Partei zu erforschen ist nicht Sache des Berufungs-
gerichts. Die Berufung erweist sich somit ebenfalls in diesem Punkt als (offen-
sichtlich) unbegründet. Weiterungen erübrigen sich daher.
4.4.12 Vergleichbar mit der eben behandelten Rüge ist die Rüge der Beklagten, die sich gegen die Erwägungen 4.2.22 des angefochtenen Urteils (vgl. act. 197
S. 26) richtet. Vorgebracht wird: "Die Beklagten anerkennen die Kürzung von ins-
gesamt 75 Stunden im Umfang von 15 Stunden nicht" (act. 194 S. 24). Um wel-
che 15 Stunden es dabei geht, die wiederum vollumfänglich A._ zugerechnet
werden sollen, wird nicht dargelegt. Es kann insofern auf das unter vorstehender
Ziff. III/4.4.11 Dargelegte verwiesen werden. Das gilt im Wesentlichen auch hier.
Weiterungen erübrigen sich und es bleibt beim Ergebnis unbegründeter Berufung
ebenso in diesem Punkt.
4.4.13 Gerügt werden mit der Berufung schliesslich die Ergebnisse des  aus den Erwägungen 4.2.25 des angefochtenen Urteils (vgl. act. 197
S. 27). Darin hat das Bezirksgericht einen von den Beklagten geltend gemachten
Koordinationsaufwand beider Willensvollstrecker im Umfang von total mehr als
363 Stunden gestrichen. Es begründete das im Wesentlichen damit, die Beklag-
ten hätten den Koordinationsaufwand beider Willensvollstrecker selbst schon
jeweils unter anderen Titeln angerechnet. Dieser Koordinationsaufwand sei vom
- 46 -
Gericht jeweils – mit den erforderlichen Reduktionen – berücksichtigt worden und
daher nicht zusätzlich separat zu entschädigen.
Die Beklagten halten am "Koordinationsaufwand in Bezug auf Herrn Dr.
A._ ... im Umfang von 100 Stunden" fest (act. 194 S. 25). Erneut, nämlich
wie bei den vorhin unter den Ziff. III/4.4.12-13 geprüften Rügen, legen sie in der
Begründung ihrer Auffassung nicht dar, um welche Stunden es jeweils geht. Sie
halten dafür an ihren Ausführungen "in der Beweiseingabe vom 20. September
2011 ... über insgesamt 63 1/3 Stunden fest" (a.a.O.). Das genügt – wie in Ziff.
II/1.2 bereits dargelegt – für eine hinreichende Begründung der Berufung ebenso
wenig wie das erneute Wiedergeben der "Ausführungen betreffend den Koordina-
tionsaufwand", die "zur Vollständigkeit der vorliegenden Eingabe im Anhang I" der
Berufungsschrift beigelegt wurden. Hinzu kommt, dass die Beklagten nicht erklä-
ren, wie sie von den "insgesamt 63 1/3" auf die 100 Stunden kommen, an denen
sie auch festhalten. Selbsterklärend bzw. schlüssig oder nachvollziehbar ist das
nicht (und insoweit trifft das auch auf ihre Berufung zu).
Keine hinreichende Begründung liegt endlich insoweit vor, wie die Beklagten
vortragen, dass "es nicht angehen kann, diese Bemühungen, die von der Erblas-
serin durch die Bestellung von zwei Willensvollstreckern ausdrücklich gewünscht
worden sind, pauschal zu streichen" (act. 194 S. 25). Denn damit ist zum einen
weder dargetan, es habe die Erblasserin mehr als 63 Stunden (zusätzlichen) Ko-
ordinationsaufwand gewünscht. Noch kann darin zum andern eine Auseinander-
setzung mit den Erwägungen im angefochtenen Entscheid erkannt werden, ge-
mäss denen Koordinationsaufwand bereits anderweitig berücksichtigt worden sei.
Den anderweitig bereits vom Bezirksgericht berücksichtigten Koordinationsauf-
wand stellen die Beklagten übrigens in ihren Rügen (vgl. act. 194 S. 24 f.) nicht in
Abrede, und das denn doch zu Recht (vgl. etwa vorn Ziff. III/4.4.5 zum behaupte-
tem Koordinationsaufwand von 116 Stunden).
Entgegen dem, was die Beklagten darlegen, haben die Kläger im Übrigen
den Aufwand der Beklagten durchaus hinreichend bestritten. So etwa in act. 76
S. 60. Dort führen die Kläger aus – nachdem sie Punkt für Punkt anhand der
Stundenaufstellung der Willensvollstrecker darlegten, was sie an angemessenem
Aufwand betrachten –, die Zusammenstellungen zu den Bemühungen der Wil-
- 47 -
lensvollstrecker (vgl. act. 59/2-3) beruhten auf einer mangelhaften usw. Basis, die
schlechthin als untauglich zu qualifizieren sei in Bezug auf die behauptete Anzahl
Stunden und die verrichtete Tätigkeit. Eine analoge Bestreitung findet sich in den
Schlussbemerkungen in act. 97 S. 9, der Stellungnahme der Kläger vom 5. Sep-
tember 2008, die im Nachgang zur Duplik und der Aufstellung der Beklagte in
act. 90/2 zum Abschluss des Hauptverfahrens erstattet worden war. Weder
act. 59/2-3 noch act. 90/2 benennen im Übrigen den zusätzlichen Koordinations-
aufwand, wurde dieser doch – wie vorhin gesehen – selbst nach Angaben der
Beklagten teilweise erst mit einer Beweiseingabe vom 20. September 2011 dar-
gestellt und konnte daher im Hauptverfahren, welches gemäss § 113 ZPO/ZH
dem vollständigen und bestimmten Aufstellen der Behauptungen zum Sachverhalt
dient, gar nicht näher bestritten werden. Der Vorwurf unsubstanziierten Prozessie-
rens fällt insoweit auf die Beklagten zurück. Weiterungen zu deren Rügen an die
Adresse der Kläger erübrigen sich (vgl. auch vorn Ziff. III/4.4.9 zum Substanziie-
rungsgrad).
Die Berufung erweist sich damit auch in diesem Punkt insgesamt unbegründet.
4.4.14 Schliesslich reklamieren die Beklagten einen Aufwand von A._ für Bemühungen zwischen dem 17. April 2007 bis zum 31. Dezember 2008 (act. 194
S. 25) im Umfang von 26 Stunden, den sie mit der Duplik und dort mit act. 90/3
behauptet hätten. Darauf sei das Bezirksgericht gar nicht eingegangen (a.a.O.).
Das trifft zu. Die Position wurde von den Klägern in der Stellungnahme zur Duplik,
die sich mit allerhand befasst (vgl. act. 97), nicht erkennbar bestritten. Sie hatte
daher im bezirksgerichtlichen Verfahren als anerkannt zu gelten, worauf heute
nicht mehr zurückzukommen ist. Damit erhöht sich der Wert der ausgewiesenen
Stunden um weitere 26 Stunden auf insgesamt 702 Stunden und 40 Minuten (vgl.
vorn Ziff. 4.4.6, a.E.). Dieser Wert liegt immer noch unter den 723 Stunden, von
denen das Bezirksgericht in seiner Honorarberechnung ausging. Diese Stunden
wiederum sind hier massgeblich (vgl. dazu vorn Ziff. III/4.2.2, Ziff. 4.3 und Ziff.
4.4.6).
4.5 Im Sinne eines weiteren Zwischenfazits bleibt festzuhalten, dass die  mit ihrer Berufung gegen die Honorarberechnung des Bezirksgerichtes in den
- 48 -
noch streitigen Punkten der A._ zuzurechnenden Stundenzahl und der
A._ zuzubilligenden angemessenen Stundenansätze nicht durchdringen. Die
vom Bezirksgericht ermittelten Stundenansätze wurden von den Klägern im Beru-
fungsverfahren im Übrigen anerkannt (vgl. vorn Ziff. 4.1, vor 4.1.1). Die der Hono-
rarberechnung zugrunde liegende Zahl von 723 Stunden wurde im Ergebnis der
Prüfung der Berufung nicht in Frage gestellt bzw. überschritten (vorn Ziff.
III/4.4.14). Da sie von den Klägern bereits im bezirksgerichtlichen Verfahren aner-
kannt wurden (vgl. vorn Ziff. III/4.2.2), erübrigt sich eine nähere Prüfung der An-
schlussberufung dazu (vgl. vorn Ziff. III/4.3).
Die rechnerische Richtigkeit der bezirksgerichtlichen Honorarfestsetzung auf
S. 33 von act. 197 wird von beiden Parteien im Berufungsverfahren nicht themati-
siert. Somit bleibt es beim Honorar für A._ von Fr. 207'636.60.
4.6 - 4.6.1 Das Bezirksgericht hat den Beklagten in den Erwägungen 4.4 des  Urteils eine Spesenpauschale von 3% auf der Honorarsumme zu-
gebilligt. Anhand des Honorars, das es A._ zuerkannte, errechnete das Be-
zirksgericht die Spesen und setzte dieses auf Fr. 6'229.10 fest (vgl. act. 197 S.
34). Diese rechnerische Seite der Spesenfestsetzung durch das Bezirksgericht ist
im Berufungsverfahren kein Thema. Der pauschale Ansatz von 3% wird zudem
von beiden Parteien im Berufungsverfahren anerkannt. Namentlich die Beklagten
stützen sich in ihrer Berechnung der Spesen, ausgehend von einem anderen An-
satz, gerade auf diesen Prozentsatz (vgl. act. 194 S. 26). Das Honorar von
A._ mit Spesen beläuft sich daher ebenfalls im Ergebnis des Berufungsver-
fahrens auf die vom Bezirksgericht errechneten Fr. 213'865.70 (ohne Mehrwert-
steuer; vgl. act. 197 S. 35 [oben]).
4.6.2 Die Beklagten haben im bezirksgerichtlichen Verfahren zusätzlich den  von Kosten im Umfang von insgesamt Fr. 62'611.65 geltend gemacht (vgl.
act. 57 S. 13 f. und act. 89 S. 36).
Die Beklagten rügen mit der Berufung vorab die entsprechende Feststellung
durch das Bezirksgericht in Erwägung 4.4.2 des angefochtenen Urteils (vgl.
act. 197 S. 34). Das Bezirksgericht habe übersehen, dass sie in ihrer Stellung-
nahme zum Beweisergebnis lediglich noch Anwaltskosten im Umfang von
- 49 -
Fr. 22'802.05 geltend gemacht hätten (vgl. act. 194 S. 27). Welche Relevanz
das hier haben kann, ist unerfindlich: Denn auch wenn die Beklagten den von
ihnen einst geltend gemachten Anspruch nach dem Beweisverfahren reduziert
haben, und somit nur noch dieser reduzierte Betrag näher zu berücksichtigen war,
ändert das an dem, was sie einst verlangten, nichts.
4.6.3 Das Bezirksgericht sprach den Beklagten den Anspruch auf Ersatz aller Kosten und damit auch der verbleibenden Kosten von Fr. 22'802.05 ab. Es erach-
tete alle diese Kosten im Wesentlichen als Folgen des Fehlverhaltens der Wil-
lensvollstrecker bei der Nachlassregelung sowie des daraus resultierenden Eigen-
interesses der Willensvollstrecker, sich anwaltlichen Beistand zu sichern. Das
könne über den Umweg des Willensvollstreckerhonorars nicht doch wieder den
Erben auferlegt werden (vgl. act. 197 S. 34).
Die Beklagten halten das für unzutreffend und verlangen mit der Berufung
weiterhin den Ersatz dieser Kosten, die sich aus 4 Posten zusammensetzen und
in der Berufung als "die folgenden Anwaltskosten" aufgelistet werden (vgl. act.
194 S. 27):
a) Anwaltskosten Dr. V._ für Beratung i.S. Willensvollstrecker Fr. 456.90 b) Anwaltskosten Dr. W._ f. Beratung betr. Mehrwertsteuer Fr. 4'622.50 c) Beteiligung Nachlass an Vergleich mit Bank ... wg. Fehlzahlung Fr. 10'000.00 d) Anwaltskosten Dr. X._ Fr. 7'722.65
Zum Posten a) bringen die Beklagten in der Berufung nichts vor. Sie legen
m.a.W. nicht dar, inwiefern die Erwägungen des Bezirksgerichts unzutreffend sein
sollen. Ihre Berufung bleibt damit offensichtlich unbegründet.
Zum Posten b) wird im Wesentlichen vorgetragen, es handle sich um die
Kosten für den notwendig gewordenen Beizug eines Rechtsvertreters wegen ei-
ner Mehrwertsteuerrevision, die von einem Vertreter einer Klägerschaft wider
besseres Wissen veranlasst worden sei. Unter Verweis auf die Stellungnahme
zum Beweisergebnis (act. 184 S. 29) halten die Beklagten fest, es sei aber richtig
abgerechnet worden. In act. 184 findet sich auf S. 29 allerdings nichts, was das
belegen würde, und es folgt daraus namentlich auch nichts zur behaupteten Not-
wendigkeit des Beizugs eines Anwaltes. Solcherlei folgt ebenso wenig aus den
Darstellungen der Beklagten in act. 184 auf S. 32 f. Dort räumen sie u.a. immerhin
- 50 -
ein, auf den von den Willensvollstreckern getätigten Akontobezügen sei zu viel
Mehrwertsteuer abgerechnet worden. Dass die Erwägungen des Bezirksgerichts,
welche die Kosten auf Fehlverhalten der Willensvollstrecker zurückführen, unrich-
tig sein sollen, wird mit alledem jedenfalls nicht dargetan, zumal schon der massiv
übersetzte Bezug von Akontozahlungen ein Fehlverhalten darstellt, das Überprü-
fungen durch die Erben gestattet. Nach anderen Gründen, die für die Auffassung
der Beklagten sprechen könnten, ist mit Blick auf deren Rügeobliegenheit nicht zu
suchen. Die Rügen der Beklagten bleiben damit unbegründet.
Beim Posten c) geht es – wie dessen Umschreibung zeigt – um eine Zah-
lung zu Lasten des Nachlasses im Zusammenhang mit einem Vergleich, den die
Willensvollstrecker eingingen. Die Beklagten wollen die Zahlung ersetzt haben,
die sie – wie gesehen – in ihrer Berufungsschrift ausdrücklich als Anwaltskosten
umschreiben. Dass und wann die Willensvollstrecker (bzw. allenfalls die Beklag-
ten) eine Zahlung leisteten, sowie endlich an welchen Anwalt, wird in der Beru-
fung nicht dargetan. Die Beklagten machen indessen einen Zusammenhang mit
einer Fehlüberweisung der Bank ... gelten. Diese Fehlzahlung sei nicht von den
Willensvollstreckern verschuldet, sondern Fehlleistung der Bank gewesen, was
"ohne weiteres aus dem diesbezüglichen Dossier (Dossier I Lasche 9) hervor-
geht" (vgl. act. 194 S. 27). In Dossier I unter Lasche 9 (siehe act. 153) finden sich
indessen vor allem die Unterlagen zu den Erbscheinen, nichts jedoch zu Fehlzah-
lungen der Bank ..., Zahlungen der Willensvollstrecker an einen Anwalt usw. Die
Berufung erweist sich insoweit als grundlos. Auch sonst kann den Vorbringen der
Beklagten in act. 194 S. 27 nichts entnommen werden, was im Ergebnis hinrei-
chender Rügen (vgl. auch Ziff. II/1.2) einen Kostenersatz durch Zusprechung der
verlangten Fr. 10'000.- rechtfertigen könnte.
Beim Punkt d) geht es um Honorar des heutigen Rechtsvertreters der Be-
klagten. Es wird geltend gemacht, dessen Bemühungen stünden in keinem Zu-
sammenhang mit Fehlern der Willensvollstrecker. Nachdem die Kläger jedoch
durch Anwälte vertreten worden seien, habe es sich als notwendig erwiesen, die
Willensvollstreckung in rechtlicher Hinsicht durch einen Anwalt abklären zu lassen
(vgl. act. 194 S. 27 f.). Die Willensvollstrecker haben erstelltermassen massiv
übersetzte Akontobezüge getätigt. Darin liegt ebenso ein Teil ihres Fehlverhaltens
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wie in der späteren Verweigerung des Akteneinsichtsrechts (auf letzteres kommt
es heute insoweit nicht mehr an, als die Beklagten darauf verzichteten, die den
Willensvollstreckern deswegen entstandenen Vertretungskosten geltend zu ma-
chen). Zogen die Willensvollstrecker zur Überprüfung ihrer von den Klägern zu
Recht bezweifelten Honoraransprüche usw. einen Anwalt bei, ist es sehr wohl be-
gründet, darin einen mit diesem erstellten Fehlverhalten zu Lasten der Erbmasse
stehenden Anwaltsbeizug im eigenen Interesse zu erkennen. Die Berufung ist
folglich auch in diesem Punkt unbegründet.
5. Es bleibt somit im Ergebnis ebenso der Erwägungen unter Ziff. III/4.6 zu  und Honorar beim Urteil des Bezirksgerichts. Im Ergebnis der Erwägungen
unter Ziff. III ist folglich festzuhalten, dass sowohl der Berufung gegen Dispositiv-
ziffer 2 des angefochtenen Urteils als auch der Anschlussberufung, die sich ge-
gen Dispositivziffer 3 des angefochtenen Urteils richtete, im Quantitativ kein Erfolg
beschieden ist, soweit auf sie hier überhaupt noch einzugehen war.
Der in Dispositivziffer 2 angeordnete Zinsenlauf ist von den Beklagten durch
die Zahlungen im Nachgang zum angefochtenen Urteil grundsätzlich anerkannt
(vgl. act. 194 S. 5). Bezweifeln sie das andernorts (vgl. act. 194 S. 28 ff.), setzen
sie sich damit zum einen in einen sachlich unhaltbaren Widerspruch zur Anerken-
nung, weshalb sie insoweit gar nicht zu hören sind. Zum anderen kann ihren
Überlegungen unter Hinweis auf die Erwägungen unter vorstehender Ziff. III/3.2.1
selbst dann nicht gefolgt werden, wenn man ihren widersprüchlichen Standpunkt
übersehen wollte.
Das führt zu Bestätigung des angefochtenen Urteils auch in diesem Punkt.
IV. (Kosten- und Entschädigungsfolge)
1. Das Berufungsverfahren hat – über alles gesehen – zur Bestätigung des  Urteils in den Dispositivziffern 1-3 geführt, soweit die in diesen
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Dispositivziffern getroffenen Anordnungen nicht ohnehin bereits in Rechtskraft
erwachsen sind oder das Verfahren aufgrund der Anerkennung der Beklagten im
Umfang von Fr. 48'020.80 zuzüglich Zins von 5% auf diesem Betrag seit dem
2. Dezember 2008 (hinsichtlich Dispositivziffer 2) abzuschreiben ist.
Bei diesem in grossem Umfang durch den Eintritt der Rechtskraft bewirkten
Ausgang erweisen sich die Regelungen der Kosten- und Entschädigungsfolgen
des erstinstanzlichen Urteils (Dispositivziffern 4-7) heute folglich nichts als sach-
gemäss und sind daher zu bestätigen. Die auch gegen diese Regelungen geführ-
te Berufung der Beklagten erweist sich von daher als unbegründet und ist abzu-
weisen, soweit auf sie überhaupt einzutreten ist (vgl. vorn Ziff. II/2.3.2, 2.4 und 3).
2. Im Berufungsverfahren haben die Kläger mit ihrer Anschlussberufung auf  angemessenen Gesamthonorar von A._ im Umfang von (gerundet)
Fr. 159'588 beharrt sowie auf einer entsprechenden Rückerstattung (vgl. die An-
träge zur Anschlussberufung sowie das Zwischenfazit mit Übersicht vorn unter
Ziff. III/3.3). Die Beklagten hielten an einem Gesamthonorar von A._ im Um-
fang von (gerundet) Fr. 392'889 fest (vgl. das Zwischenfazit mit Übersicht vorn un-
ter Ziff. III/3.3). Im Ergebnis des Verfahrens bleibt es indessen bei dem von der
Vorinstanz festgelegten Gesamthonorar für A._ von (gerundet) Fr. 213'143.
Das führt zu einem Obsiegen bzw. Unterliegen der Kläger im Berufungsverfahren
von 3⁄4 zu 1⁄4 sowie der Beklagten im umgekehrten Verhältnis. Dem entsprechend
sind die Gerichtskosten den Parteien aufzuerlegen; den Klägern ist zudem eine
auf 1⁄2 reduzierte Parteientschädigung zuzusprechen (zuzüglich der beantragten
Mehrwertsteuer von 8%).
Die Entscheidgebühr ist gestützt auf § 12 Abs. 1-2 i.V.m. § 4 Abs. 1 GebV
OG festzusetzen, die Parteientschädigung gemäss § 13 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 4
Abs. 1 AnwGebV, ausgehend von einem Streitwert von (gerundet) Fr. 233'300
(entsprechend der Differenz zwischen den beantragten bzw. anerkannten Rück-
forderungsansprüchen). Das führt zu einer Entscheidgebühr von Fr. 14'000.- und
der reduzierten Parteientschädigung auf Fr. 4'300.-.
Die Anordnungen zur Liquidation der Prozesskosten sind den Regeln von
Art. 111 Abs. 1 und 2 ZPO entsprechend auszugestalten (Inanspruchnahme
der Vorschüsse beider Parteien [Kläger Fr. 10'400 und Beklagte Fr. 9'550] zur
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Deckung der gesamten Entscheidgebühr; Ersatz der vom Vorschuss der Kläger
dabei zuviel bezogenen Fr. 950.- durch die Beklagten).