# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** abec0f11-22e6-466a-b840-3af6e3c5cfd3
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die
1968
g
eborene und als PC-Instruktorin selbständig erwerbstätige
X._
bezog ab
1. Oktober 1998 eine
ganze
Rente der Invali
denversicherung
, welche per 1.
Oktober 2002
auf eine
halbe Rente
herabgesetzt wurde
(
Verfügung vom 1
4.
Juli 2005,
Urk. 7/82; vgl. auch
Urk. 7/45 und Urk. 7/52
).
Am 22. Januar 2008 stellte die Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
unter Hinweis auf eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustandes
ein
Rentenerhöhungsg
esuch (Urk. 7/91, Urk. 7/97).
Am 7. Juli 2008 teilte s
ie eine
per 1. Juni 2008 eingetretene Verb
esserung mit (Urk. 7/103).
Nach Vornahme von Abklärungen in erwerblicher und medizini
scher Hinsicht und Durchführung des
Vo
rbescheid
verfahrens
(Urk. 7/117
ff.) sprach die IV-Stelle
der Versicherten
mit Verfügung vom 28. Dezember 2012 eine halbe Rente ab 1. Januar 2013 (Urk.
2/1
) und mit Verfügungen vom 22. Januar 2013 eine ganze Rente vom 1. Februar bis 30. Juni 2008 (Urk.
2/2
), eine
Dreiviertelsrente
vom 1. Juli 2008 bis 31. Oktober 2010 (Urk.
2/3
), eine halbe Rente vom 1. November 2010 bis 31. Mai 2011 (Urk.
2/4
), eine ganze Rente vom 1. Juni bis 30. September 2011 (Urk.
2/5
) und eine halbe Rente vom 1. Oktober 2011 bis 31. Dezember 2012 (Urk.
2/6
). Weiter forderte sie gleichen
tags
die in der fraglichen Periode ausbezahlten Renten im
Betrag von Fr. 93‘589.
zurück (Urk.
2/7
).
2.
Gegen die Verfügungen vom 28. Dezember 2012 und 22. Januar 2013 erhob
X._
am 6. Februar 2013 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren um Zusprechung einer ganzen Invalidenrente durchgehend ab 1. Februar 2008, eventualiter um Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur Abklärung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti
gung im Rahmen der ausserordentlichen Bemessungsmethode (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
12. März 2013 schloss die Verwaltung auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worüber die Beschwerdeführerin am 3. April 2013 ori
entiert wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person so
zial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbe
zügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Invalidenrente ist demgemäss nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 f. E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, 113 V 273 E. 1a mit Hinweisen). Ob eine solche Ände
rung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der letzten, der versicherten Person eröffneten rechtskräftigen Verfü
gung vorlag, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den er
werblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung respektive des
Einspracheentscheides
(BGE 133 V 108 E. 5.4). Dabei stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszu
standes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisions
grund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG und alt
Art.
41 IVG dar (BGE 112 V 371 E. 2b mit Hinweisen; SVR 1996 IV Nr. 70 S. 204 E. 3a; Urteil des Bundes
gerichts 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.1 mit Hinweis).
1.4
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bezie
hungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und
wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten
verfü
gungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
6
Der Einkommensvergleich hat auch bei
Selbständigerwerbenden
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen zif
fernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu verglei
chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuver
lässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der
Invalidi
täts
grad
nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminderten Leis
tungsfähigkeit in der konkreten erwer
blichen Situation zu bestimmen
(ausser
or
dentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 f. E. 1; AHI 1998 S. 120 f. E.
1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unterscheidet sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs
Unselbständigerwerbender
gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen
Kriterien (Betriebsgrösse, Branche, Erfahrung des Betriebsinhabers, etc.) zu er
folgen hat (Urteil des Bundesgerichts I
707/06 vom 9. Juli 2007 E. 3.3.1 mit Hinweis).
1.7
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist ent
scheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforder
lichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person aus
einander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abge
geben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räu
mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer allfälligen anspruchserheblichen Änderung bildet
zunächst
die rentenzusprechende Verfügung vom
14. Juli 2005
(Urk. 7/8
2
).
Diese beruhte auf
den Berichten von med.
prac
t
.
Y._
vom 5. Oktober 1999
(Urk. 7/13 S. 2) sowie vom 28. Januar 2003 (Urk. 7/66), worin folgende
Diagnosen
gestellt wurden
:
-
Reaktive
Polyarthritis
-
Fibromyalgie
-
Reaktive Depressionen
-
Status nach
HWS-
Distorsion
am 28.
06.
1999
Als Befunde lagen
Synovitiden
der
proximalen
Interphalangealgelenk
e
(
PIP
)
beidseits
,
Tendosynovitiden
beider Kniegelenke
,
ein
Hartspann
und
DDO
z
ervi
kal, diffus
sowie ein
auffallend schlecht
er
psychisch
er
Zustand vor (Urk. 7/66 S. 3).
Weiter wurde als erstellt erachtet, dass
die
seit Oktober 1997 weitgehend arbeitsunfähige
Beschwerdeführerin
in der ang
estammten und
leidensange
passter
Tätigkeit
ab Januar 2003 zu
4
0 % arbeitsfähig war
(Urk. 7/
79 S. 4; vgl. auch Urk. 7/66 S. 3)
.
3.
Die Beschwerdegegnerin begründet die
am 2
2.
Januar 2013 verfügten
abgestuf
te
n
Renten
damit, dass der Beschwerdeführerin infolge einer gesundheitlichen Verschlechterung zwischen Ende Oktober 2007 und Ende März 2008 keine berufliche Tätigkeit zumutbar gewesen sei. Ab April 2008 habe sich der Gesundheitszustand gebessert und
es wäre ihr zumutbar gewesen
, die selbstän
dige Erwerbstätigkeit aufzugeben und
eine behinderungsangepasste Tätigkeit
im Anstellungsverhältnis
im Umfang von 50 %
auszuüben.
Ab Mai 2009 habe sich der Gesundheitszustand wieder etwas verschlechtert und die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei nur noch im Umfang von 40 % zumut
bar gewesen. Ab August 2010 sei die Beschwerdeführerin zu 60 % arbeitsfähig gewesen. Infolge eines Skiunfalles am 28. Februar 2011 sei ihr bis Ende Juni 2011 keine berufliche Tätigkeit zumutbar gewesen.
Seit
1. Juli 2011 sei sie
mit Ausnahme einer sich auf den Rentenanspruch nicht auswirkenden 100%ige
n
Arbeitsunfähigkeit vom
1.
bis zum 31. Oktober 2011
wieder zu 60 % arbeits
fähig
(
vgl.
Urk. 2/1 S. 3 ff.
Verfügungsteil 2
)
.
Demgegenüber stellt sich die Beschwerdeführerin
im Wesentlichen
auf dem Standpunkt,
sie habe seit Oktober 2007 keine Arbeitsfähigkeit
von über 25 %
mehr erreicht (Urk. 1 S. 9).
4.
4.1
Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten ist ausgewiesen und
darüber hinaus
auch
unbestritten, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin infolge Auftreten
s
einer
Spondarthropathie
bei
Colitis
ulcerosa
per
Ende Oktober
2007
derart verschlechtert hatte, dass ihr keine Erwerbstätigkeit mehr zumutbar war (Bericht von
med.
pract
.
Y._
vom 28. Januar 2008
,
Urk. 7/93
, Bericht
e
des
Spitals Z._
, Rheumaklinik und Institut für Physikalisc
he Medizin vom 7. Februar 2008,
Urk. 7/96
,
und
vom 7. April 2008
,
Urk. 7/98 S. 7 f.
,
Bericht
von Dr. med.
A._
, Fachar
z
t
für
Ph
ysikalische Medizin und Rehabilitation, speziell Rhe
umatologie, vom 27. April 2008,
Urk. 7/98 S. 1-6)
.
4.2
Weiter
ausgewiesen
und
unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin a
m 28. Februar 2011 beim Skifahren eine Abrissfraktur des
Tuberculum
m
ajus
humeri
rechts mit geringfügiger Dislokation
erlitt
und deswegen
bis Ende Juni 2011 weitgehend
arbeitsunfähig
war
(Bericht
e
des
B._
-
C._
vom 3. März 2011, Urk. 7/157,
und 29. März 2011, Urk. 7/159,
Bericht von
med.
pract
.
Y._
vom 9. Januar 2012, Urk. 7/164)
.
4.3
Insoweit kann festgestellt werden, dass die Zusprechung einer ganzen Rente
für die Zeit
vom 1. Februar bis 30. Juni 2008 (Urk. 2/2) sowie vom 1. Juni bis 30. September 2011 (Urk. 2/4
, vgl. Art. 88a der Verordnung über die Invaliden
versicherung; IVV
) zu Recht erfolgte.
5.
5.1
Der Verlauf der Arbeitsfähigkeit nach Oktober 2008
war
von Phasen der Besse
rung und Phase
n
der erneuten
Exacerbation
der Symptomatik gekennzeichnet.
Dabei gingen die behandelnden Ärzte im Wesentlichen von
den
Diagnosen
einer
Spondarthropathie
bei
Colitis
ulcerosa
, einer
Colitis
ulcerosa
, einer
Sicca
Symptomatik
okulär
und
enoral
(
unklare, diffuse
Sialadenose
der
Glandula
submandibularis
bds
.
), von
Spannungskopfschmerzen
, einer
Osteope
nie
und einer o
rale
n
Aphtose
aus.
5
.
2
In den
Bericht
e
n
des
Z._
, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 7. April
und 28. Mai 2008
(Urk. 7/
101
S. 10 f. beziehungsweise S. 8 f.
)
wurde hinsichtlich der
Spondarthropathie
im Rahmen einer notfallmässigen Selbstzuweisung der Beschwerdeführerin am 5. April 2008 eine erneute Entzündungsaktivität bei starken lumbal betonten Rücken
schmerzen, multiplen
Enthesiopathien
sowie
enoraler
Aphtosis
festgestellt und
diese
mit einer Erhöhung der Steroiddosis behandelt. Mit Bezug auf die
Colitis
ulcerosa
wurde
die Beschwerdeführerin dagegen
als
beschwerdefrei
bezeichnet
.
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit konnten die berichtenden Spitalärzte nach einer einzigen Notfallkonsultation und vor Erreichen eines stabilen Zustandes keine Stellung beziehen.
5
.
3
Unter Verweis auf
d
i
e Angaben der Ärzte des
Z._
im
Bericht
vom 7. April 2008
attestierte
der
behandelnde
Rheumatologe
Dr.
A._
am
27. April 2008 (Urk. 7/98 S. 1-6)
im Anschluss an die 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab 30. Oktober 2007 eine
Arbeitsfähigkeit von 40 % bis 50 % ab 1. April 200
8.
Im Verlaufsbericht vom 22. Juni 2008 (Urk. 7/102) ging Dr.
A._
von einem stationären Zustand bei unveränderter Behandlung und Prognose aus.
5
.
4
Im
Bericht
vom 7. Juli 2009 (Urk. 7/120 S. 23 ff.)
stellten
die Ärzte
des
Z._
, Rheumaklinik und Ins
titut für Physikalische Medizin,
die
fol
gende
n (
neuen
)
Diagnosen
m
it Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
:
Ausgeprägte
erosive
Stomatitis und
Ösophagitis
-
unter Dauersteroidtherap
ie
-
endoskopisch massive
Ösophagitis
, Pharyngitis und Stomatitis (1
9.
Mai 2009)
-
Differentialdiagnose: infektiös, Herpes; andere Ätiologie: im Rahmen der
Grunder
krankung
-
Biopsie auf EBV und CMV negativ
Genitale Ulzerationen
-
klinisch Verdacht auf Herpes (nicht nachweisbar)
-
Differentialdiagnose:
Behçet
Konjunktivitis mit ausgeprägter Blepharitis beidseits mit Benetzungsstörung
Weiter führten sie aus, d
ie
Stomatitis und
Ösophagitis
stell
t
en
ein akutes Prob
lem
dar
, das im März 2009 aufgetreten sei und zu einer
Hospitalisation
in der Rheumaklinik
(
vom 18. Mai bis 4. Juni 2009
)
geführt habe. Dieses Leiden dürfte folgenlos abheilen. Auf dem Hintergrund des Grundleidens seien Rezidive jedoch möglich. Bezüglich der
Colitis
ulcerosa
bestehe aktuell keine relevante Symptomatik. Die
Spondarthropathie
werde nach Abklingen der Akutsituation nochmals evaluiert
. Die Pro
gnose ha
nge vom Langzeitverlauf ab und könne zum jetzigen Zeitpunkt, in der Akutphase eines Infektes, nicht schlüssig beant
wortet werden.
Für die Zeit vom
18. Mai bis 7. Juni 2009 betrage die Arbeits
unfähigkeit 100 %.
Im Rahmen des akuten Infektes bestehe eine generelle
Dekonditionierung
und körperliche Schwächung
. Nach Abheilen des Infektes dürfte der Zustand vor Eintreten des akuten Krankheitsereignisses wieder er
reicht werden.
Aus medizinisch-theoretischen Überlegungen ergäben sich der
zeit keine Anhaltspunkte für eine über das bisherige Ausmass hinausreichende bleibende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
5
.
5
Im
Bericht
vom 17. August 2009 (Urk. 7/131)
attestierte Dr.
A._
aufgrund der während des Spitalaufenthaltes erhobenen Befunde
bis auf weiteres
eine Arbeits
un
fähigkeit
von 80 % für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit. In einer
behin
derungsangepassten
Tätigkeit
b
estehe eine Arbeitsfähigke
it
von zwei bis drei Stunden pro Tag im Jahresdurchschnitt
.
5
.
6
Hausarzt
med.
pract
.
Y._
berichtete am
27. November 2009 (Urk. 7/139)
von einer massiven Verschlechterung der
Colitis
ulcerosa
mit profusen, imperativen Durchfällen und einer ausgeprägten
erosiven
Stomatitis. Diese verursache
mas
sive Einschränkungen sowohl im beruflichen wie
im
persönliche
n
Bereich
. Die Beschwerdeführerin sei je nach Situation zu 10 % bis 20 % arbeitsfähig. Dabei bestehe eine um 50 % verminderte Leistungsfähigkeit.
5
.
7
Die Ärzte
des
Z._
, Rheumaklinik und Institut für Physika
lische Medizin
,
führten im Bericht
vom 3. Dezember 2009 (Urk. 7/142 S. 20 ff.)
aus, die
bekannte Autoimmunkrankheit manifestiere sich aktuel
l vor allem durch rheumatische
Beschwerden des Bewegungsap
parates sowie durch chro
nisch
aphtose
Veränderungen, insbesondere der Mundschleimhäute. Unter der Therapie mit
Salazopyrin
habe sich die gastrointestinale Symptomatik zurück
gebildet. Grundsätzlich könnten die störenden Aphten durch eine zusätzliche Therapie mit einem TNF-Alpha-Hemmer verschwinden, sofern die Beschwerde
führerin auf diese Medikamentengruppe anspreche. Die Krankheit sei deshalb grundsätzlich besserungsfähig, wobei eine längerfristige
Zustandsverschlech
terung
nicht ausgeschlossen werden könne.
Die
Arbeitsfähigkeit lasse sich prak
tisch nur im Rahmen eines interdisziplinären Gutachtens genauer quantifizie
ren.
G
lobal gesehen
müsse vermutlich
von einer bleibenden erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von mindestens 25 % ausgegangen werden. Länger dauernde statische Belastungen seien aus rheumatologischer Sicht zu vermeiden.
5
.
8
Im
Gutachten
des
D._
vom 18. Oktober 2010 (Urk. 7/156)
wurde
folgende
n
Diagnosen
Auswirkung
en
auf die Arbeits
fähigkeit
beigemessen
(S. 25):
1.
Spondarthropathie
bei
Colitis
ulcerosa
(Erstsymptome im Oktober 1997,
Erst
diagnose
im November 2007; ICD-10 M46.99)
-
axialer Befall mit rezidivierendem entzündlichem Rückenschmerz thorakal und lumbal mit akuter Exazerbation im März 2009
-
Romanus-Läsionen BWK 7/8/10, LWK 2/3, keine
Sakroileitis
-
multiple
Enthesiopathien
-
peripherer Befall (seit 1997): zurzeit keine
Synovitiden
oder Daktylitiden;
ini
tial
Daktylitis Finger II/III rechts und Zehen II rechts/IV links, Gonarthritis rechts, zuletzt (Juli 2009) mit Arthritiden MCP-Gelenke II-IV, Hand und Schultergelenke beidseits, OSG rechts
-
chronische
enorale
Aphtose
(seit mindestens 2007) und Gingivitis (bereits 1998 beschrieben)
-
Basistherapie Prednison.
Dauertherapie seit
2
007 (5
20 mg/Tag, aktuell 15 mg/Tag), Status nach
Methotrexat
1998-2002 sowie zweimal im Oktober 2007 (Stopp bei Aphten),
Salazopyrin
1.5 g/Tag Juni bis August 2007 sowie November 2007 bis Februar 2008, erneut ab Juni 2009, aktuell 3 g/Tag
2.
Colitis
ulcerosa
(Erstdiagnose im Juni 2007; ICD-10 K93.0)
-
klinisch
e
sowie endoskopische Abklärungen im Januar bis April 2010 mit wei
ter persistierender chronisch aktiver distaler
Colitis
ulcerosa
; Differential
diagnose: Morbus
C
ro
hn
bei rezidivierenden Halssymptomen und ulzerieren
den Entzündungen im oberen
Gastrointestinaltrakt
-
Histologie vom 29. Juni 2007: stark aktive
Colitis
mit herdförmigen Zeichen chronischer struktureller Veränderungen (Sigma/
Rectum
), Befund mit einer
Colitis
ulcerosa
vereinbar
-
aktuell unter
Salazopyrin
Verschwinden einer chronischen Obstipation
Keine
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
massen die Gutachter
den restlichen
Diagnosen bei (S. 25 f.):
1.
Status nach Stomatitis und
Ösophagitis
unklarer Ätiologie
-
endoskopisch massive
Ösophagitis
, Pharyngitis und Stomatitis (19. Mai 2009)
-
Biopsie auf EBV und CMV negativ
2.
Status nach genitalen Ulzerationen im Mai 2009 (ICD-10 N76.6)
3.
Spannungskopfschmerzen (ICD-10 G44.2)
-
Differentialdiagnose: intermittierende Migräne
4.
Status nach Konjunktivitis mit ausgeprägter Blepharitis beidseits mit
Benetzungs
störung
im Mai 2009 (ICD-10 H10.3)
5.
Sicca
Symptomatik
okulär
und
enoral
, unklare, diffuse
Sialadenose
der
Glan
dula
submandibularis
beidseits (ICD-10 H04.1)
-
positiver Schirmer-Test im November 2007, SS-AVB negativ, HCV, HBV, HIV negativ
6.
Osteopenie
(ICD-10 M81.99)
-
DEXA am 13. November 2007: LWS T-Score total: -1.9, Hüfte: -0.7
-
unter Prednison-Dauertherapie
Laut Gutachten klagte die Beschwerdeführerin über jew
eils morgens ausge
prägte Diarrho
e-Attacken, so dass sie erst gegen Mittag gewisse alltägliche Aktivitäten aufnehmen könne. Weiter bestehe eine chronische, zum Teil ausge
prägte Migräne verbunden mit ausgeprägter Nausea und
Vomitus
. Mit Bezug auf die Haut beschreibe sie ein Exanthem mit multiplen kleinen Follikeln. Den Akten entnahmen die Gutachter zusätzlich eine
intermittierend starke Gingivi
tis, chronische thorakale
und lumbale Rückenbeschwerden sowie
Spannungs
kopfschmerzen
(S. 12).
Die psychiatrische Untersuchung ergab keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit. Es könne keine Diagnose gestellt werden. Es bestehe jedoch eine deutlich ausgeprägte Krankheitsüberzeugung.
Gegen die früher während eines Aufent
haltes im
Z._
in Betracht gezogene Diagnose einer
Persön
lichkeitsstörung
(vgl. dazu Urk. 7/142 S. 22)
mit Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit spreche vor allem auch der Verlauf mit
einer vor der Erkrankung vollen
Arbeitsfähigkeit.
Auch im Spital habe man damals keine eigentliche psychiatri
sche Diagnose stellen können. Die Beschwerdeführerin sei in psychiatrisch-psy
chotherapeutischer Behandlung gewesen und
habe
eine antidepressive Medika
tion zur Schmerzmodulation erhalten. Eine unter den Belastungen durch die chronische somatische Problematik und den damit verbundenen psychosozialen Belastungen mit angespannter finanzieller Situation mögliche depressive Stö
rung wäre rückwirkend als
leichtgradig
und ohne Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit zu beurteilen (S. 18 f.).
Aus
klinisch-
rheumatologischer Sicht
seien die beklagten Beschwerden vollum
fänglich nachvollziehbar.
In Bezug auf die selbständige Tätigkeit als PC-Instruktorin,
im Rahmen derer
die Beschwerdeführerin vor allem intellektuell
und
ohne grössere körperliche Alltagsbelastung
arbeiten müsse, bestehe eine 75
%ige, ganztägig verwertbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Dies gelte ebenfalls für jegliche körperlich leichte, wechselbelastende Verweistätigkeit.
Wegweisend in Bezug auf die zumutbare Arbeits- und Leistungsfähigkeit sei je
doch die
Colitis
ulcerosa
(S. 22
, S. 26
)
.
Dabei sei eine persistierende Entzündung
im distalen
Colon
vorhanden.
Das Ausmass der Diarrhoe variiere. Anfangs 2010 sei diese weniger ausgeprägt, von April b
is August 2010 sei sie häufiger und
im letzten Monat sei die Frequenz wieder
regredient
gewesen. Die Einnahme von
Imodium
helfe über drei bis vier Stunden. In einer Phase mit häufiger Diarrhoe dürfte die Arbeitsunfähigkeit 50 % betragen. Falls die Diarrhoe nicht mehr als zweimal täglich auftrete, bestehe allerdings aus
gastroenterologischer
Sicht keine Einsc
hränkung der Arbeitsfähigkeit. Über die Zeit gemittelt sei
daher
von einer 20
%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen mit intermittierender Akzentu
ierung zwischen Juni 2009 und
Juli 201
0.
Qualitativ müsse der
Toilettenzugang jederzeit gewährt sein
(S. 24
, S. 26 f.
). Aus internistischer und anderweitiger somatischer Sicht bestünden keine weiteren Befunde und Diagnosen, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten. Spannungskopfschmerzen
begründeten
in der Regel keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
. Sie seien allenfalls für punktuelle Ausfälle verantwortlich. Tätigkeiten mit hoher Lärmbelastung sollten vermieden werden
(S. 27)
.
Zusammenfassend resultiere
aus polydisziplinärer Sicht, dass
ab August 2010
für körperlich leichte, bezüglich
des
Bewegungsapparat
s
adaptierte Tätigkeiten eine 60
%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestehe. Das Pensum könne grundsätzlich vollschichtig durchgeführt werden mit einerseits täglicher
Leis
tungseinbusse
, andererseits
mit
ausfallsbedingter Absenz. Dadurch erkläre sich die Situation, dass bei rheumatologisch vorgegebener, täglich 75%iger Leistung aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs sich zusätzlich beziehungsweise über die Zeit
gemittelt ergänzend die 20
%ige Leistungseinbusse aus
gastroenterologi
scher
Sicht anfüge, welche durch die Ausfallfrequenz begründet sei. Deshalb sei die 20 %
ige
Einschränkung aus
gastroenterologischer
Sicht auf die 75%ige Leistungsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht zu beziehen, wodurch sich die Gesamtleistungsfähigkeit von 60 % ergebe
(S. 27).
Aufgrund der anamnestischen Angaben, der Untersuchungsbefunde, der vorlie
genden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten gingen die Gutachter davon aus, dass
zuvor
zwischen Mai 2009 und Juli 2010 bei wechselndem Verlauf über
die Zeit gemittelt eine nur 40
%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit bestand
en habe
. Mindestens mittelschwere und schwere Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin ab Mai 2009 bleibend nicht mehr zumutbar gewesen
(S. 27).
5.9
Laut Bericht des
E._
vom 20. Dezember 2011
(Urk. 7/164 S. 5 f.)
war die Beschwerdeführerin vom 2
2.
bis 26. Oktober 2011 mit einer Pankolitis und dem Nachweis einer Salmonellose im Stuhl im Spital
F._
hospitalisiert gewesen.
Sie habe vier- bis sechsmal täglich
unter Durch
fällen gelitten.
Unter
medikamentöser Therapie habe sich die Situation rasch verbessert.
Aktuell
habe die Beschwerdeführerin ein
bis zwei Stuhlgänge pro Tag.
Die am 15. Dezember 2011 durchgeführte Koloskopie habe
eine schwere distale
Colitis
ulcerosa
ergeben.
5.10
Am 9. Januar 2012 berichtete der Hausarzt
med.
pract
.
Y._
von einer schlei
chenden Verschlechterung der
Colitis
ulcerosa
mit massiver
Exacerbation
im Oktober 2011 mit Pankolitis und Salmonellose
(Urk. 7/164 S. 1 ff.)
. Am 23. Dezember 2011 habe sich die Beschwerdeführerin immer noch in reduzier
tem Allgemeinzustand befunden. Sie habe unter blutigen Durchfällen und neu
unter
einer Konjunktivit
i
s gelitten.
Aus dem bisherigen Verlauf sei leider eine Progredienz der Symptomatik anzunehmen.
6.
6
.1
Das
polydisziplinäre
D._
-Gutachten vom
18. Oktober 2010
erfüllt sämtliche Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage: Es beruht auf einer eingehenden
internistischen, psychiatrischen, rheumatolo
gischen und
gastroenterologischen
Untersuchung, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, setzt sich mit diesen
und den früheren medizinischen Stellung
nahmen
auseinander und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge sowie in Bezug auf die gezogenen Schlussfolgerungen ein.
Bei der Würdigung der Angaben der
behandelnden Ärzte
ist dagegen
der Erfah
rungstatsache Rechnung zu tragen, dass sie mitunter im Hinblick auf ihre
auf
tragsrechtliche
Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Pati
enten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5). Dies gilt für den Hausarzt wie für den behandelnden Spezialarzt mit ihrem besonderen Vertrauensverhältnis (vgl. etwa Bundesgerichtsurteil
e
I 655/05 vom 20. März 2006 E. 5.4 mit Hinweisen
und 8C_98/2014 vom
7.
Mai 2014 E. 3.1
). Dadurch lässt sich die Diskrepanz zwi
schen der Einschätzung der
D._
-Gutachter einerseits und derjenigen der behan
delnden Ärzte
andererseits
, insbesondere des Hausarztes
med.
pract
.
Y._
, der mit Bezug auf das Grundleiden eine etwas höhere Arbeitsunfähigkeit attestierte,
erklären.
6.2
Die Beschwerdeführerin wendet g
egen das
D._
-Gutachten vom 18. Oktober 2010 ein,
die Gutachter
hätten
den
bisherige
n
rheumatologische
n
Befund, wel
cher zur
Zusprache
einer halben Rente geführt habe, bestätigt
;
w
enn sie nun den gleich gebliebenen Gesundheitszustand
(
anders als
in der
bisherige
n
Ein
schätzung
)
nur noch mit einer Arbeitsunfähigkeit von 25 % einschätzten, wäh
rend bisher von einer Arbeitsunfähigkeit von
50 % ausgegangen wo
rden sei, handle es sich
lediglich
um eine andere Beurteilung eines gl
eich gebliebenen Sachverhaltes
(Urk. 1 S. 3, S. 6
)
.
Zunächst ist festzuhalten, dass sich dem
D._
-Gutachten vom 18. Oktober 2010
nicht
entnehmen
lässt, der rheumatologische Befund
sei
seit
der
Rentenzu
spre
chung
unverändert geblieben
.
Vielmehr weisen die Ausführungen auf eine weniger ausgeprägte
rheumatologische Symptomatik
hin
. So
fand
der rheuma
tologische Konsiliararzt keine sicheren
Synovitiden
an den oberen Extremitäten
und weitgehend unauffällige Kniegelenke
(Urk. 7/156 S. 22), während
med.
pract
.
Y._
am 28. Januar 2003 noch von
Synovitiden
der PIP und
Tenosyno
vitiden
beider Kniegelenke
berichtet
hatt
e (Urk. 7/66 S. 3).
Weiter
berücks
ichtigte
med.
pract
.
Y._
bei der
Einschätzung der Arbeitsfähig
keit
auf 40
%
(
vom
28. Januar 2003
)
offensichtlich
auch den
damals
„psychisch auffällig schlechten“ Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin,
die
infolge einer depressiven Störung in psychotherapeutischer und medikamentöser Be
handlung
gestanden hatte
(Urk. 7/66 S. 3).
Da
die Beschwerdegegnerin bei der Rentenzusprechung auf diesen Bericht
abgestellt hatte
(Urk. 7/79 S. 4), war die damalige Depression entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin
mit ein Grund für die
Berentung. Diesbezüglich ist eine eindeutige Besserung ausge
wiesen
;
denn im
späteren Verlauf lassen sich den medizinischen Akten keine Anhaltspunkte für eine
depressive Störung mehr
entnehmen
.
Auch die
Einstel
lung der
Psychotherapie und
der
antidepressive
n
Medikation
weist
auf eine Besserung der Symptomatik
hin
.
Entsprechend
ist es nachvollziehbar, dass
der psychiatrische
Konsiliararzt
des
D._
keine psychiatrische Diagnose stellen konnte (Urk. 7/156 S. 18). Dass er der
2003
vorhanden gewesenen Depression
rückblickend
jegliche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
abspra
ch
(Urk. 7/156 S. 19),
ist
nicht von
massgeblichher
B
edeut
ung
.
6
.
3
D
ie Beschwerdeführerin
wendet
sodann
ein, z
ur bisherigen, grundsätzlich gleich gebliebenen
rheumatologischen
Beeinträchtigung
sei die erstmals i
m Novem
ber 2007 diagnostizierte
Colitis
ulcerosa
hinzugetreten, welche zu einer weiter
ge
hen
den Arbeitsunfähigkeit von wenigstens 20
% führe
(Urk. 1 S. 6 f
f
.).
Dem ist zu entgegnen, dass die
durch das Auftreten der
Colitis
ulcerosa
im Okto
ber 2007
verursachte gesundheitliche
Verschlechterung zu
r Anerkennung
einer 100
%igen Arbeitsunfähigkeit
und ein
er damit einhergehenden befriste
ten Erhöhung der halben auf eine ganze Rente vom 1. Februar bis 30. Juni 2008
führte
(
Urk. 2/
2
).
Dabei stützte sich die Beschwerdegegnerin auf d
ie Angaben der
behandelnden
Ärzte
(vgl. dazu E. 4.1)
.
Der behandelnde Rheumatologe
Dr.
A._
dokumentierte
sodann
eine per 1. April 2008 eingetretene Besserung
und attestierte der Beschwerdeführerin
eine
Arbeitsfähigkeit von 40 % bi
s 50 %
. Dabei
stellte
er auf den Bericht des
Z._
, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 7. April 2008 (Urk. 7/101 S. 10 f.)
ab
, wonach die Beschwerdeführerin mit Bezug auf die
Colitis
ulcerosa
bei der notfallmässigen Selbstzuweisung am 5. April 2008 beschwerdefrei gewesen sei
.
Im Anschluss daran schätzten die
D._
-Gutachter die Arbeitsfähigkeit ab Mai 2009 auf 40 % (Urk. 7/156 S. 24, S. 27).
Dabei
berücksichtigten sie auch die neu aufgetretene ausgeprägte
erosive
Stomatitis und
Ösophagitis
, welche im Mai 2009
zur
Hospitalisation
in der
Rheumaklinik
des
Z._
geführt
hatte und bis mindestens Ende November 2009 symptomatisch war
(
Urk. 7/120 S. 23 ff.
,
Urk. 7/131,
Urk. 7/139
)
.
Die
eingangs genannten
weitgehend
übereinstimmenden
Einschät
zungen
der behandelnden und begutachtenden Ärzte
führten
zur
(rückwirken
den) Herabsetzung
der Rente
per
1. Juli 2008
(Urk. 2/
3
).
Ab dem Zeitpunkt der Untersuchungen i
m
D._
im August 2010 attestier
t
en die Gutachter eine Arbeitsfähigkeit von
nun 60
% und tr
u
gen
da
mit
der weiteren Besserung
hinsichtlich
der inzwischen
medikamentös
angegangenen
Stomatitis und
Ösophagitis
Rechnung
(
Urk. 142 S. 22
)
.
Diese
Erhöhung des
Arbeitsfähig
keitsgrades
schlug sich
ab November 2010
auf die
Höhe der
Rente nieder (Urk. 2/
4-6, Urk. 2/1
).
Hinsichtlich der vom Hausarzt
med.
pract
.
Y._
dokumentierten Verschlechte
rung der
Colitis
ulcerosa
im Oktober 2011 (Urk. 7/164 S. 1 ff.) ist festzuhalten, dass
sich
diese zu einem fünftä
g
igen Spitalaufenthalt führende
Exacerbation
mit häufigen Durchfällen bis im Dezember 2011
auf eine Stuhlfrequenz von ein
bis zweimal pro Tag zurückgebildet hatte, weshalb
entsprechend
der
Einschät
zung der
D._
-Gutachter (Urk. 7/156 S. 24) von keiner weitergehenden Ein
schrän
kung der Arbeitsfähigkeit mehr ausgegangen werden kann.
Die wiederholt
en Rentenanpassungen infolge der
wechselhaften Symptomatik des gastrointestinalen Leidens
zeugen von einer gebührenden
Berücksichtigung des
Verlauf
s
der
Colitis
ulcerosa
durch die Beschwerdegegnerin
, soweit sich diese Erkrankung über längere Zeit auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt hatte
.
6.4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht
ge
stützt auf die Angaben von Dr.
A._
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit
ab April 2008 sowie gestützt auf die Angaben der
D._
-Gutachter
von einer 40%igen Arbeitsfähigkeit
ab Mai 2009
und
von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit
ab August 2010 beziehungsweise Juli 2011 aus
g
ing
.
7.
7.1
Bei der erwerblichen Gewichtung der verbliebenen Restarbeitsfähigkeit g
ing
die Beschwerdegegnerin davon aus, dass
es
der Beschwerdeführerin im Rahmen der Schadenminderungspflicht zumutbar wäre, die selbständige Tätigkeit aufzuge
ben und einer unselbständigen Erwerbstätigkeit nachzugehen. Sie ermittelt
e
demnach
das Invalideneinkommen anhand der statistischen Daten der Schwei
zeri
schen Lohnstrukturerhebung (LSE; Urk. 2/1 S. 4 f.). Gegen dieses Vorgehen wendet die Beschwerdeführerin ein
, es könne ihr nicht zugemutet werden, ihre langjährige selbständige Erwerbstätigkeit aufzugeben. Diese sei von der Beschwerdegegnerin bei der Rentenzusprechung als ideal angepasste Tätigkeit anerkannt
worden
. Hinzu komme, dass sie
wegen des wechselhaften Verlaufs der
Colitis
ulcerosa
keinem Arbeitgeber zumutbar sei
(Urk. 1 S. 10 f.).
7.2
Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles
ihr Zumutbare
selber vor
zukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern. Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversiche
rung geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht, wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Be
rücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; ZAK 1989 S. 214 E. 1c; Bundesgerichtsurteil I 336/03 vom 8. Januar 2004, E. 6.2).
Unter diesem Aspekt kann von einer versicherten Person
aus
solzialversiche
rungs
rechtlicher
Sicht
unter gewissen Umständen verlangt werden, dass sie ihre Tätigkeit als
Selbständigerwerbende
aufgibt und eine gesundheitlich besser an
gepasste unselbständige Tätigkeit aufnimmt. Auch hier sind bei der
Zumutbar
keitsbeurteilung
sämtliche Gegebenheiten des Einzelfalles zu berücksichtigen, in subjektiver Hinsicht etwa die verbliebene Leistungsfähigkeit, das Alter, die be
rufliche Stellung und die Verwurzelung am Wohnort und in objektiver Hin
sicht beispielsweise der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende Aktivitätsdauer (
vgl. etwa
Bundesgerichtsu
rteil
I 336/03 vom 8. Januar 2004, E.
6.2).
7.3
Anlässlich der am 9. Januar 2009 durchgeführten Abklärung an Ort und Stelle gab die Beschwerdeführerin
laut Bericht vom 2. März 2009 (Urk. 7/109)
an,
sie sei Inhaberin einer
Einzelfirma
(
GM Software-Schulung
)
.
Im Jahre
1997 habe sie ihre selbständige Erwerbstätigkeit
aufgenommen
. Ebenfalls in dieses
Jahr
falle ihre erste Arbeitsunfähigkeit. Seither sei sie nie mehr zu 100 % arbeitsfähig
gewesen.
Durch jahrelange gute Arbeit habe sie gute Kontakte knüpfen können und sich einen guten Namen geschaffen. Dadurch habe sie eine gute Auftrags
lage gehabt. Die Nachfrage sei nach wie vor vorhanden. Zu Beginn ihrer Krank
heit habe sie viele Aufträge an andere selbständig erwerbstätige Trainer abge
ge
ben, was in der Branche üblich sei. Dadurch habe sie Kunden verloren. Aktu
ell erteile sie nur noch auf Anfrage Privatlektionen. Dem Abklärungsbericht lässt sich weiter entnehmen,
dass die Betriebsergebnisse der Jahre 2004 bis 2
006 star
ken Schwankungen unterla
gen. 2006 sei der Ertrag
infolge
gesund
heits
be
dingter
Arbeitsausfälle
deutlich zurückgegangen
. Daraus
habe
ein Ver
lust resultiert
. 2007 habe die Beschwerdeführerin versucht, ihre Ausfälle durch Einstellung von Büropersonal zu kompensieren.
Dies habe zu höheren Personal
kosten beziehungsweise zu einem höheren Betriebsaufwand geführt. Der erhoff
te Erfolg sei jedoch ausgeblieben, weshalb man davon Abstand genommen habe.
Die
Erfolgsrechnung 2007 habe noch nicht vorgelegt
werden könne
und könne nicht vor Ende 2009 erwartet werden. Jedoch habe die Beschwerdeführe
rin glaubhaft dar
ge
leg
t
, dass die Zahlen im Jahre 2007 nicht besser sein wür
den. Die 2003 als zweites Standbein gegründete Einzelfirma
(
G._
)
sei zwischenzeitlich vom Ehemann ganz übernommen worden. Sie vertrete ihn nur noch, da er ganztags ausser
Haus
tätig sei.
Diese
r Betrieb
habe 2003 und 2004 einen Verlust erwirtschaftet.
Abschliessend bemerkte die
Abklärungsper
son
, die Gesundheit der Beschwerdeführerin sei stark schwankend. In schlechten Zeiten seien die Durchf
ä
lle und Blutungen sehr stark und sie brauche die un
mit
tel
bare Nähe
zu
einer Toilette. Zudem führten die starken
Weichteilschmer
zen
zu Arbeitsunfähigkeiten beziehungsweise
zu
reduzierter Leistung. Erschwe
rend kämen in diesen Phasen noch Aphten im Mund dazu, welche ihr das
S
prechen vor Publikum verunmöglichten. In guten Zeiten seien sämtl
iche
Beschwerden geringer beziehungsweise mit Medikamenten so zu kontrollieren, dass
d
ie
Beschwerdeführerin
den Anforderungen ihres Beruf
salltages gerecht werden könnte
.
7.4
Diese Ausführungen zeigen, dass
sich auch die erwerbliche Situation insoweit verändert hat, als
für
die
Beschwerdeführer
in
spätestens
seit
dem
Jahre 2007
keine Aussichten
mehr
bestanden, mit
ihrer
selbständigen Tätigkeit
–
selbst
nach Vornahme betrieblicher Anpassungen
–
ein
mehr oder weniger konstantes
Erwerbseinkommen zu erzielen, das
ihrer
verbliebenen Leistungsfähigkeit ent
sprochen hätte.
Es stellt sich somit die Frage, ob es der Beschwerdeführerin
unter dem Aspekt der
Schadenminderungspflicht zugemutet werden kann, die
defizitäre
selbstän
di
ge Erwerbstätigkeit
zugunsten
eine
r –
gesundheitlich besser angepasste
n –
un
selbständige
n
Tätigkeit
aufzugeben
.
Dagegen
spricht hauptsächlich die lang
jährige Täti
gkeit als
S
elbständig
e
rwerbende
, was
d
en Wechsel in einen un
selb
ständigen Erwerb nicht einfach macht.
Die
noch verhältnismässig lange
Aktivi
tätsdauer
der 1968
geborene
n
Beschwerdeführer
in
lässt
einen Berufs
wechsel
in
des
nicht ohne
Weiteres
als u
nzumutbar erscheinen
. Die
Beschwer
de
führer
in
führte
im Rahmen ihrer Einzelfirma lediglich vorübergehend eine
n
bis zwei
Mitarbeiter
,
weshalb
bei einem Wechsel
in eine unselbständige
Tätig
keit
nicht
von einem unzumutbaren Abstieg in eine untergeordnete
Anstel
lu
ngs
position
gespro
chen
werden kann
.
A
ufgrund
d
er
vorhandenen Ressourcen und
d
er
grossen beruflichen Erfahrung
(E. 7.3
hievor
) stünde der Beschwerde
führerin noch
ein relativ breiter Fächer möglicher Tätigkeit
en (etwa Bürotätig
keit
mit
Ei
genverantwortung
)
auf dem als ausgeglichen unterstellten Arbeits
markt offen, der auch (Teilzeit-)Stellen umfasst, bei welchen mit einem gewissen Entgegen
kommen von Seiten des Arbeitgebers
gerechnet werden kann
(bei Phasen
exa
cer
bierender
colitis
ulce
rosa
etwa Arbeitseinsatz erst ab dem späteren Vormittag
beziehungsweise
Möglichkeit von Arbeitsunterbrechungen; arbeitsnahe Toi
lette)
.
7.5
D
ie Invaliditätsbemessung
hat somit
nicht anhand eines (erwerblich gewichte
ten) Betätigungsvergleichs zu erfolgen, sondern vielmehr anhand eines
Ein
kommensvergleichs
, wie
dies
die Beschwerdegegnerin richtig getan hat.
D
ie Beschwerdegegnerin
ging
von der im Abklärungsbericht für
Selbständiger
werbende
vom 2. März 2009
vorgenommenen
Aufteilung der im
Gesundheits
fall
ausgeführten selbständigen Erwerbstätigkeit
(
30 % Organisation/Vor
berei
tung/Administration/Weiterbildung und 70 % PC-Schulung/Kurse
)
aus (Urk. 7/109 S. 8). Das
entsprechende
Einkommen ermittelte sie mangels eines Vergleichseinkommens (
vgl.
Urk. 7/109 S. 7) anhand der in den jeweiligen Peri
oden gültigen statistischen Daten der vom Bundesamt für Statistik herausgege
benen Lohnstrukturerhebung (LSE 2008
beziehungsweise 2010
,
jeweils TA7 Ziff. 23 und Ziff.
36
,
Anforderungsniveau 3
; Urk. 7/167
).
Das
Inva
li
denein
kommen
als kaufmännische Angestellte ermittelte sie ebenfalls auf
grund der
einschlägigen
statistischen Daten (LSE 2008 TA1 Ziff. 50-93 bezie
hungsweise LSE 2010 TA7 Ziff. 45-96, jeweils Anforderungsniveau 3
)
,
unter Vornahme eines leidensbedingten Abzuges
von 10 % (
Urk. 2/1 S. 4 f.).
Dieses Vorgehen
beziehungsweise
die
errechnete
n
Invaliditätsgrad
e
sind nicht zu beanstanden und wurden von der Beschwerdeführerin denn auch nicht
konkret gerügt. Damit
bestehen
die
am
28. Dezember 2012
bzw. 22. Januar 2013
verfügten Rentenzusprachen
zu Recht
.
Hinsichtlich der ebenfalls angefochtenen Verfügung von 22. Januar 2013 be
treffend Rückforderung bereits ausbezahlter Renten respektive Verrech
nung mit den Rentennachzahlungen wird nicht
s
vorgebracht, was diese in Zweifel ziehen könnte. Nach dem Gesagten ist die
Beschwerde abzuweisen.
8.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
800
.-- festzulegen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).