# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 83e0738b-6651-5843-a87e-8e584cdaafc7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965, meldete sich erstmals am 3
1.
Januar
2007 (Ein
gan
gsdatum) unter Hinweis auf Rückenschmerzen im Hals und
in
der
Lenden
wirb
elsäule
(LWS) sowie verminderte
Belastbarkeit der LWS
bei der Sozialver
s
icherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
12/5)
. Nach erwerblichen und medizinischen Abklärungen
wies die IV-Stelle
das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 2
8.
Februar 2008 ab (
Urk.
12/43).
Mit Schreiben vom
26. März
2009 teilte der Versicherte mit, dass sich sein Ge
sundheitszustand in den letzten Monaten erheblich ver
schlechtert habe (
Urk.
12/50
). Die IV-Stelle holte das polydisziplinäre Gutachten der
Y._
vom
8.
März
2010 ein (
Urk.
12/65) und
wies mit Verfügung vom
7.
Dezember
2010 das Leistungsbegehren erneut ab (
Urk.
12/82).
Der Versicherte teilte mit Schreiben vom 1
1
.
Dezember 2014 unter Beilage des Berichtes des
Z._
vom 1
6.
Oktober 2014
(
Urk.
12/89) sowie des Berichtes des
A._
vom
9.
September 2014 (
Urk.
12/89/5 ff.) mit, dass sich sein Gesundheits
zu
stand in den letzten 12 Monaten verschlechtert habe (
Urk.
12/90). Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom
8.
April 2015,
Urk.
12/92; Einwand vom 1
1.
Mai 2015,
Urk.
12/93; ergänzende
Einwandbe
gründung
vom 1
9.
Juni 2015,
Urk.
12/97) trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 3
0.
Juli 2015
auf das L
eistungsbegehren nicht
ein (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am
7.
September 2015 Beschwerde und bean
tragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihm eine
Drei
viertelsrente
zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um unentgeltli
che Prozessführung (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
November
2015 (
Urk.
11
unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
12/1-101) schloss die
Beschwerdegeg
nerin
auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
7.
Novem
ber 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
13).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
In der angefochtenen Verfügung hielt die Beschwerdegegnerin dafür, dass mit dem neuen Gesuch nicht glaubhaft dargelegt worden sei, dass sich die tatsächli
chen Verhältnisse seit der letzten Verfügung
wesentlich
v
e
r
ändert hätten. Es liege lediglich eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts vor. Deshalb könne
auf
das neue Gesuch
nicht
eingetreten werden. Des Weiteren entsprächen die im Bericht des
Z._
vom 1
6.
Oktober 2014 erhobenen Befunde nicht dem klini
schen Bild der gestellten psychiatrischen Diagnose, womit eine Verschlechte
rung nicht ausgewiesen sei. Eine angepasste Tätigkeit sei weiterhin zu 100
%
zumutbar (
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, die Ärzte des
A._
hätten festgestellt, dass er an mehreren Krankheiten leide, welche im Jahr
2010 nicht bestanden hätten (unter anderem mittelgradige depressive Epi
sode, Verschlechterung
der
Wirbelbeschwerden etc.), welche in einem solchen Masse fortgeschritten seien, dass er nicht arbeitsfähig sei. Insbesondere habe der Orthopäde
Dr.
med.
B._
eine deutliche klinische Verschlech
terung diag
nostiziert. Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liege entspre
chend der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch bei gleichbleibender Diag
nose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und seinen Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert habe (
Urk.
1).
2.
2.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird
nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die
Neuan
mel
dung
ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invalidi
täts
grades
auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in ana
loger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der
Invaliditäts
grad
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän
derung
erfah
ren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zu
nächst noch
zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine
anspruchs
begründende
Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im
Beschwer
de
fall
obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
2.2
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens
im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV
sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die
Tatsa
chenänderung
muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.
5b) er
stellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechts
erheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Ab
klä
rung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine
Sachverhaltsän
derung
, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Inva
lidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig
erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni
2013 E. 2.3
mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
3.
3.1
Die Verfügung vom
7.
Dezember 2010 (
Urk.
12/82
) basierte auf einer umfassen
den materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachver
haltsabklärung
, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkommensver
gleich
s
, womit sie als zeitlicher Referenzpunkt heranzuziehen ist.
In medizini
scher Hinsicht stützte sich die Verfügung auf das Gutachten des
Y._
vom
8.
März 2010 (
Urk.
12/65).
Die begutachtenden Ärzte des
Y._
hielten folgende Diagnosen mit Auswirkun
gen auf die Arbeitsfähigkeit fest (
Urk.
12/65/27):
Lumbospondylogenes
und
residuelles
radikuläres
sensomotorisches Aus
fallsyndrom
S
1
links
Status nach dorsa
ler Dekompression,
Ossikelentfern
ung
Facettenge
lenk
bei
dseits
bei
Claudicatio
spinalis
bei
Spinalkanalstenose L3/4,
Diskopathie
L3/4 und atypischer
Lyse
L3 im 07/2006
beginnende
Osteochondrose
L5/S1,
Diskopathie
L1/2, anlagebedingt en
ger Spinalkanal
Asymmetrie Facettengelenke L4/5
Status nach Diskographie L3/4 und L4/5
Status nach Facettengelenksinfiltration L5/S1 beidseits, L4/5 beidseits und L3/4 beidseits (diagnostisch
)
Status
nach Facettengelenksinfiltration L5/S1 beidseits (therapeutisch)
Status nach Wurzelinfiltration S1 links 02/2006
Gleitinstabilität L3/4, leichte
Retrolisthese
L3/4
Ze
rv
ikospondylogenes
Schmerzsyndrom bei
Spondylarthrose
C2/3 und C3/4
Status
nach zervikalen Infiltrationen (nicht näher bezeichnet)
H
ypermobilität C4/5 (
R
etrolisthese
C4/5 maximal Grad 1
nach Maier
ding)
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit notierten sie folgende Diagnosen (
Urk.
12/65/28):
Anpassungsstörung mit länger
er depressiver Reaktion (ICD-10
F43.21)
Verdacht auf Status nach
Vaskulitis
unklarer Ätiologie
a
ktenanamnestisch Status nach passagerer Erhöhung des atypischen ANCA-Titers
Verdacht auf ältere
Vaskulitis
-bedingte Infarkte im Caput
nuclei
cau
dati
, Kapselknie und
frontalem Marklager links (MRI
Neurokranium
)
Verdacht auf ältere
Vaskulitis
-bedingte Gefässveränderung A. cerebri
media
links
intramedulläre
kleine T2-Hyperintensität, nicht
kontra
stmittelaufneh
mend
, oberhalb Ni
veau Bandscheibe C4/5 links
aktuell kein Hinweis für aktive
Vaskulitis
Status nach Instabilität am linken Sprunggelenk
offe
ne
Refixation
am
Lig
.
fibulo-cal
caneare
mit Straffung und Aug
mentation über dem
Periostlappen
links am 17.02.2009
Status nach Abszess inguinal
und am Gesäss mit lokaler operativer Entfer
nung
Hypercholesterinämie
anamnestisch
Statin
-Unverträglichkeit
Codein-induzierte Obstipation
Status nach Nikotinabusus (ca. 10
py
)
Die Ärzte konstatierten
(
Urk.
12/65/28 ff.)
, dass der Beschwerdeführer s
eit ca. 2005
an zunehmenden lumbalen Rückenschmerzen mit Schmerzausstrahlung in das linke Bein
leide
. Im Verlauf
habe
die Diagnose einer Spinalkanalstenose gestellt werden
können
.
Initial habe
der
Beschwerdeführer
eine konservative
The
rapie mit Infiltration, Physiotherapie und medikamentöser analgetischer Th
e
rapie
erhalten
, da es hierunter jedoch zu keiner Schmerzbesserung
gekom
men sei
,
sei am
3.
Juli
2006 eine Dekompressionsoperation
erfolgt
. Hierunter
hätten sich
die Rückenschmerzen passager nur leicht gebessert. Ca. 2007
sei
es zu einer
erneuten
Schmerzexaz
erbation
der lumbalen Rückensch
merzen
ge
kommen
. Mittels
radiologischer Bildgebung (MRI der LWS, CT der LWS)
habe
2007 eine
erneute Spinalkan
alenge sowie eine sekundäre In
s
tabilität gesehen werden
könne
n
. Es
seien
erneute Infiltrationen,
medikamentöse analgetische The
rapie und
manualtherapeutische
Massnahmen
erfolgt
. Hierunter
sei
es je
doch zu keiner Besserung der Schmerzen
gekommen
. So
sei
04/2009 durch PD
Dr.
med.
C._
die In
dikation für eine operative Sta
bilisation (
Spondylodese
) empfohlen
worden
. Eine erneute Operation
sei
durch den
Beschwerdeführer
je
doch bisher abgelehnt
worden
, insbesondere
da nach
der
1.
Operation keine wesentlic
he Schmerz
besserung eingetreten
sei. Neben den
Schmerzen im LWS-Bereich leide
er
auch unter Schmerzen im Nacken-Schulter-Bereich. Hier
habe
ei
n
zervi
cooccipitales
Schmerzsyn
drom diagnostiziert werden
können
bei
Spon
dylar
thro
sen
C2/3 und C3/4 und einer Instabilität C4/5 (
R
etrolisthese
C4/5 ma
ximal Grad 1 nach Maierding). I
n einem MRI der HWS von 09/2006
hätten
sich
akten
anamnestisch
keine Diskushernien oder
Protrusionen
gezeigt. Es
habe sich ledig
lich der Nachweis einer T2-Hyperintensität
intramedullär
gefunden
, obe
r
halb des Niveaus der Bandschei
ben C4/5 differenzialdiagnostisch im Rahmen einer älteren
vask
ulitischen
Läsion. Unter konser
vativer medikamentöser Anal
gesie, rezidivierenden Infiltrationen und Physiotherapie
sei
es bis dato zu keiner Besse
rung der
zervikooccipitalen
Schmerzen
gekommen
. Im neurologischen wie auch i
m rheumatologischen Gutachten kö
nn
e aktuell die Diagnose ei
nes
lum
bo
spondylogenen
und
residuellen
radikulären
sensomotorischen
Ausfallssyn
droms
S1 links gefunden werden bei Status nach dorsaler Dekompress
ion im Juli 200
6
.
Im Weiteren we
rd
e
aus rheumatologischer Sicht aktuell die Diagnose eines
zervikospondylogenen
Schmerzsyndroms bei
Spondyl
arthrose
C2/3 und C3/4 be
i Hypermobilität
C4/5 gestellt.
In den vorliegenden
Akten
sei
der Verdacht auf eine somatoforme
Schmerzstö
rung
gestellt
worden
.
I
m aktuell durchgeführ
ten psychiatrischen Gutachten kö
nn
e
di
ese Diagnose jedoch nicht bestä
tigt werden. Es f
inde
sich lediglich eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion, welche jedoch keinen Einfl
uss auf die Arbeitsfähigkeit habe
.
Schmerzen könnten in einem sol
chen Zustan
d verstärkt wahrgenommen werden.
Im weiteren habe
sich in einem MRI der HWS 09/2006
,
wie oben erwähnt
,
der Nachweis von
intramedullären
klei
nen T2-Hyperintensitäten oberhalb des Bandscheibenniveaus C4/5 links sowie in einem MRI des
Neu
rokraniums
von 09/2006, ältere
,
wahrscheinlich
vaskuli
tisch
be
dingte Infarkte im Caput
nuclei
caudati
, dem Kapselknie und frontalen Marklager links
gefunden. Zusätz
lich
habe
sich eine am ehesten
vaskulitisch
bedingte Gefässveränderung der linken A. cerebri
media
gefunden
. Insgesamt
sei
man damals am ehesten von einer
vask
ulitischen
Genese dieser bildge
bend gesehenen Veränderungen aus
gegangen -
insbesondere, da laut Akten
passager der atypische AN
CA-Titer erhöht
gewesen sei
. Klinische Beschwerden oder neu
rologische Ausfälle
habe
er
zu keinem Zeitpunkt
gehabt
. Auch aktuell f
inde
sich laboranalytisch (ANA, CRP, BSG normal) kein
Hinweis für eine aktive
Vas
ku
litis
. Auch ein MRI des
Neurokraniums
vom 2
7.
Oktober
2009
habe
im We
sent
lichen einen unveränderten Befund im Vergleich
zu einem Verlaufs-MRI vom 2
2.
August
2007
gezeigt
, welches der
Beschwerdeführer
in der
D._
selbst ver
an
lasst
habe. Letztlich bleibe
es unklar, ob die im MRI gesehenen
Mikro
ischä
mien
vaskulitischer
oder
embolischer
Genese s
eien
. Aus dieser Diag
nose e
rgebe
sich jedoch keine Eins
chränkung der Arbeitsfähigkeit (
Urk.
12/65/
29 f.).
In seinem angestammten Beruf als Arbeiter in einer Papierbeschichtungsfabrik, welcher als mittelschwere bis s
chwere Tätigkeit einzustufen sei
,
sei der Be
schwer
deführer
aufgrund des
lumbospondylogenen
und
zervikospondylogenen
Schmerzsyndroms 100
%
arbeitsunfähig. F
ür leichte Tätigkeiten mit
Wechsel
belastun
g
, Vermeidung von Überkopfarbei
ten, von Zwangshaltungen, von Ar
bei
ten mit repetitiven Wirbelsäulendrehungen
und -b
eugungen, sowie von He
ben
und Tragen von Lasten > 10 kg
sei er
medizinisch-theoretisch 100
%
ar
beits
fähig, es sollte jedoch die Möglichkeit zu regelmässigen Pausen gegeben sein. Anhand der
Aktenlage
sei davon auszugeh
en, dass die oben atte
stierte Ar
beitsfähigkeit mindes
tens seit der
Rückenoperation 07/2006 bestehe
. Danach
sei er praktisch durchge
hend 100
%
arbeitsunfähig geschrieben gewesen und auch ein
Wieder
ein
gliederungsversuch
12/2008
sei aufgrund der Rückenschmerzen gescheitert (
Urk.
12/65/30).
3.2
Im Rahmen der Neuanmeldung reichte der Beschwerdeführer
den Bericht der Ärzte
des
A._
vom
9.
September 2014 und
den Bericht von
Dr.
med.
E._
,
Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und
Dr.
phil.
F._
des
Z._
vom 1
6.
Oktober 2014
ei
n (
Urk.
12/89;
Urk.
3/1-2).
3.2.1
Die Ärzte des
A._
hielten in ihrem Bericht zur Interdisziplinären
Schmerzbe
handlung
folgende
, nachfolgend gekürzt wiedergegebenen,
Diagnosen fest (
Urk.
12/89/5, vgl.
Urk.
3/1):
Cervikocepha
les
Syndrom
Thorakovertebrales
Syndrom
Persistierendes
lumbo-radikuläres
Reizsyndrom S1 links
Chronische Kopfschmerzen links betont (Erstdiagnose 2000,
G._
3.
März 2014)
Beinschmerzen links
Prostatahyperplasie Stadium I
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Adipositas
Arterielle Hypertonie, behandelt
Hyperlipidämie
, behandelt
Status nach Nikotinabusus
Penicillinallergie
Die Ärzte konstatierten in Bezug auf eine Verschlechterung der Symptomatik seit 2010, dass der Beschwerdeführer aus anästhesiologischer Sicht keine Ver
schlechterung geäussert habe. Aus orthopädisch-chirurgischer Sicht hätten bei Spritzen
cercikal
die Kopfschmerzen nicht gebessert, lumbal habe er jeweils mit Kortison nur während zwei Wochen eine Besserung gespürt. Aus Wirbelsäulen-chirurgischer Sicht liege eine deutliche klinische Verschlechterung vor. Aus rheumatologischer Sicht sei die Verschlechterung der Symptomatik seit 2010
bland
. Psychosomatisch aus psychiatrischer Sicht bestünden deutlich mehr Schmerzen und ei
ne Depression (
Urk.
12/89/11
).
Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer subjektiv
auch für ange
passte Tätigkeiten 100
%
arbeitsunfähig.
Das positive Leistungsbild bestehe aus 60 Minuten Autofahren, ca. 30 Minuten Gehen, wenig Mit
hilfe im Haushalt.
Als negatives Leistungsbild sei anzuführen, dass aufgrund von Schmerz
en kein län
geres Sitzen und Stehen, keine längeren einseitigen Tätigkeiten, kein St
ress und kein Publikumsverkehr (wegen
Aggressionen)
möglich sei
.
Objektiver beurteilt sei der Beschwerdeführer
auch für angepasste Tätigkeiten 100
%
arbeitsunfä
hig, dies aufgrund der Fremdanamnes
e, der neuropsychologisch bestäti
gten Depres
sion sowie der anderen Diagnosen, des positiven und
negativen Leistungsbilde
s. Psychiatrisch
bestünden kognitive Defizite, neuropsychologisch bestehe eine
Depression
(
Urk.
12/89/11)
.
Aus somatischer Sicht konstatierten die Ärzte in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers folgendes (
Urk.
12/89/11 f.):
Aus schmerztherapeutischer
Sicht
sei der Beschwerdeführer
für
die
bisherige Tätigkeit als
Produktionsmitar
beiter
sowie unter Berücksichtigung der Persönlichkeit des
Beschwerdeführers
100
%
arbeitsunfähig.
Aus Wirbelsäulen-chirurgischer Sicht bestehe eine ver
minderte Belastbarke
it des Achsenorgans: Für alle Tätigkeiten mit schwerem Heben oder
Tragen von Lasten sowie in WS-belastenden Täti
gkeiten und in Zwangshaltung, für langanda
uern
des reines Stehen, insbesondere in
vorüberge
neigter
Körperhaltung, für alle Tätigkeiten mit repetitiven Rumpf- oder
HWS-rotierenden Stereotypien sowie Arbeiten üb
erwiegend im Überkopfbereich sei
der Beschwerdeführer
auf Grund der medizinischen Diagnose nicht geeign
et. Zumutbar erschie
nen körperlich
leichte Tätigkeiten in WS-adaptiert
en
Wechsel
posi
ti
onen
mit der Möglichkeit zum Wechseln zwischen Sitzen, Stehen und Gehen,
sowie ohne
Heben von schweren Lasten, nicht mehr als 5
kg kurzfristig und 2
kg längerfristig. I
n einer solchen,
der Behinderung angepassten Tätigkeit
sei der Beschwerdeführer
aus somatischer Sicht 30
%
arbeitsfähig.
Aus rein or
t
h
opädischer Sicht
könne aufgrund des Rückenleidens ohne nachweisbare
radi
kuläre
Symptome in einer gut
angepassten Arbeit nur in der
Eingliede
rungs
phase
eine Arbeitszeiteinschränku
ng von 50
%
attestiert werden.
Internis
tisch kardiologisch bestehe eine vollumfängl
iche Arbeitsfähigkeit.
Von Seiten des rheumatologischen Fachgebietes sei der Beschwerdeführer bis auf Tätig
keiten ohne Heben und Tragen von Lasten, längeren Zwangshaltungen, Kälte- und Nässeexposition und Tätigkeiten, die häufiges Bücken erforderten,
zu 100
%
ar
beitsfähig. Unter Berücksichtigung aller Facetten der Persönlichkeit des Be
schwerdeführers sei er aus schmerztherapeutischer Sicht zu 100
%
arbeitsun
fä
hig.
Konsensual
aus somatisch und psychiatrischer Sicht sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht zwischen 50-100
%
und aus psychiat
ri
scher Sicht zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Auch in angepassten Tätigkeiten sei er vollumfänglich arbeitsunfähig, eine Arbeitstätigkeit sei ihm nicht zuzumuten
(
Urk.
12/89/12)
.
3.2.2
Im Bericht vom 1
6.
Oktober 2014 zuhanden des Vertreters des Beschwerde
führers nahmen
Dr.
E._
und
Dr.
phil
.
F._
Stellung zur Verschlechte
rung
des gesundheitlichen Zustands und bezogen sich dabei auf den Bericht der In
te
r
disziplinären Schmerzbehandlung
A._
vom
9.
Septemb
er
2014 (
Urk.
12/8
9;
Urk.
3/2):
Im Jahr
2010
seien
die Symptome wie folgt beschrieben
worden
: Schme
rzen, Schmerzen Ohr links, Bein links
, Rückenschmerzen, aktive
Vaskulitis
, keine durchgehende Niedergeschlagenheit, weniger Lust zum Reden, keine
Konzen
trationsst
örungen
, Einschlafstörungen. 2014 seien
die Symptome folgendermas
sen:
Der Beschwerdeführer beklage
, seit 2006 unter Kopf- und LWS-Schmerzen zu leiden. Er verstehe sein Verhalten nicht mehr,
habe
Aggressionen,
sei
in eine Scheibe gelaufen,
leide unter
Depressionen mit Lust- und Interesselosigkeit (keine Lust,
aufzustehen, zu spazieren, gehe
nur in der Wohnung hin und her, keine Lust, mit der Familie zu sprechen), Müdigkeit, Rückzug, Antriebslosigkeit (häufig keine Bewegung mehr), Gedankenkreisen, Existenzängste,
Konzentra
tions
störungen
(neuropsychologisch bestätigt, siehe unten), Vergesslichkeit (neu
ro
psychologisch bestätigt, siehe unten), Sinnlosigkeitsgedanken, Schlafstö
rungen
(siehe
Tagesablauf 2014), kein
e Appetitveränderung. Damit seien
die ICD-10 Kriterien für eine mittelgradige depressive Episode vollständig erf
üllt. Eine
An
passungsstörung
sei
schon nur wegen der langen Dauer seit 2006 nicht mehr zu rechtfertigen (2 Jahres-Frist). Gelegentlich
trinke er
Alkohol, kein Ni
kotin, keine Drog
en, kein Medikamentenmissbrauch.
Suizidideen
seien
anam
nestisch vorha
nden, Suizidversuche
oder
akute Suizidalität
liege nicht vor
(
Urk.
12/89/2)
.
Bezüglich des Tagesablaufes hielten
Dr.
E._
und
Dr.
phil.
F._
fest, dass im
2010 nur Einschlafstörungen beschrieben
seien
.
Im Jahr
2014
bestünden
deutliche Schlafs
törungen:
Die
Bettruhe
sei um
ca. 23
.00
Uhr,
dann bestünden
Einschlafstörungen
für
ca. eine Stunde
. Er schlafe dann 3 Stunden durch, stehe auf, nehme die Medikamente, gehe auf die Toilette und versuche erneut, zu schlafen, so bis am Morgen
.
Die Ehefrau berichte
, der
Beschwerdeführer
sei sehr nervös, er schreie sofort, widerspreche häufig. Im
Haushalt kö
nn
e
er nur sehr wenig mithelfen. Geschirr
einräumen, Geschirr versorgen sei möglich, leichtes Kochen ebe
nfalls. Die schwe
ren Arbeiten wü
rde
n von der Ehefrau
und Kindern erledigt,
manchmal helfe er mit
beim Einkauf. Autofahren gehe noch ca.
20 Min. In der
D._
sei die Situa
tion nicht besser, viel mehr Schmerzen und Depression. Die Reise dort
hin werde im Flugzeug zurückgelegt.
Dr.
E._
und
Dr.
phil.
F._
konstatierten, dass
nun eindeutige objektive kognitive Einschränkungen in Zusammenhang mit den progredienten
zentral
nervösen
Veränderungen (18.02.14 MRI Kopf,
G._
03.03.14)
vorhanden seien
: Unveränderte hochgradige Steno
se der
Arteria
cerebri
media
links im M1
-Seg
ment abgangsnah mit unveränderten
lenticulostriatären
Kollateralen. Keine
piale
Kollateralisierung
. Unveränderte Zeichen einer Hypoperfusion li
nks
mit multiplen alten Infarkten im
Gyrus
frontalis
superior
und
medius
links
, im Caput
nuclei
caudati
und im
Putamen
, sow
ie diskreter Atrophie
fronal
links
im Seitenvergleich. Neuropsyc
hologische Einschränkungen bestünden gemäss den Angaben des
Z._
vom 0
7.
Januar 20
13
folgende
:
Deutliche Einschränkung der Konzentration (VIGIL), deutliche
Ermüdungszei
che
n
über die Zeit, deutliche Einschränkungen des
Langzeitgedächtnisses (FVW). Im November 20
13
habe der Beschwerdeführer im
Z._
folgende Resultate
erreicht
: Die Konz
entration und Aufmerksam
keit sei
deutlich eingeschränkt (VIGIL, D
AUF). Das Kurzzeitgedächtnis sei
unter dem
Durchschnitt (CO
RSI), das Langzeitgedächtnis sei
ebenfalls eingeschrän
kt (FVW).
Die Reaktionszeit sei
ebenfalls deutlich erhöht und unter dem Durch
schnitt (RT). Komplexe Anforderungen
könne der Beschwerdeführer
durch
schnittlich gut bewältig
en (DT). Das logische Denken sei im Durchschnitt (SPM). Es gebe
kein Hinweis auf eine mögliche hirnorganische Mitbeteiligung (PERSEV).
Der Beschwerdeführer sei äusserl
ich gepflegt, altersentsprechend,
bewusstseins
klar
und allseits orientiert; in der emotionellen Kontaktaufnahme abwartend, gehemmt, sach
lich, aktiv im Spontanverhalten. Die
Stimmung
sei
deutlich de
pressiv-resigniert, affektiv unkontrolliert;
er sei
im Gesprächsverlauf ve
rbal mitteilungsaktiv, schildere sein Symptomerl
eben und -verhalten im Zusammen
hang mit unbekannten Ursachen.
Er sei k
ognitiv in Aufmerksamkeit, Konzent
ration, Merkfähigkeit und Gedächtnis verlangsamt bzw. deutlich eingeschränkt (
s. neuropsychologische Testung)
. Es
bestehe eine deutliche Vergesslichkeit. Das
Denken
sei
formal beweglich, inhaltlich problemzentriert.
Anhaltspunkte für psychotische Erl
ebnisweisen
(Wahn, Wahrnehmungs- oder Ich-
Störungen)
lägen keine vor
. Anamnestisch
bestünden
deutl
ichere Suizidgedanken/-wünsche, aber
keine SV, keine konkreten Ausführungspläne, aktuell keine akute Suizidalität
(
Urk.
12/89/3)
.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit wiederholten sie ihre Ausführungen aus dem Bericht des
A._
vom
9.
September 2014 (
Urk.
12/89/4; vgl. E. 3.2.1).
4.
4.1
Der Beschwerdeführer bringt vor, dass sich sein psychischer Gesundheitszustand verschlechtert habe.
4.1.1
Im Bericht von
Dr.
E._
und
Dr.
phil.
F._
wurden zahlreiche, auch nicht psychiatrische Diagnosen gestellt
(
Urk.
12/89/3 f.)
und sie hielten fest, dass
der Beschwerdeführer
aus ihrer Sicht vollumfänglich arbeitsunfähig sei aufgrund der Fremdanamnese, der neuropsychologisch bestätigten Depression, der neu
ro
psychologisch bestätigten kognitiven Einschränkungen sowie der anderen Diag
nosen, des
subjektiven
positiven und negativen Leistungsbildes.
Daraus geht hervor, dass
Dr.
E._
und
Dr.
phil.
F._
zur Beurteilung der Arbeitsfähig
keit nicht nur den psychischen Gesundheitszustand mit den entsprechenden
Befun
den bzw. Diagnosen
(mittelgradige depressive Episode und anhaltende soma
toforme Schmerzstörung)
und allfällig daraus
resultierende
Einschrän
kung
en
berück
sichtigten, sondern auch die subjektive Einschätzung des Beschwer
de
führers
in Bezug auf das negative und positive Leistungsbild
sowie ausserhalb ihres Fach
bereiches liegende Diagnosen
in ihre
Einschätzung miteinbezogen
.
Hinzu kommt, dass zwar eine somatoforme Schmerzstörung diagnostiz
iert wird - eine Herleitung dieser Diagnose allerdings weder
gestützt auf die Befunde
noch
auf die
weiteren Ausführungen im Bericht nachvollziehbar ist. Damit
sind
der
Bericht von
Dr.
E._
und
Dr.
phil.
F._
sowie ihre Ausführungen im Bericht des
A._
für eine zuverlässige Beurteilung allfälliger aus dem psychi
schen Gesundheitszustand resultierender Einschränkungen bzw. zur Glaubhaft
machung einer Verschlechterung nicht beweiskräftig
.
4.1.2
Vollständigkeitshalber ist
festzuhalten, dass d
epressive „Episoden“
definitions
gemäss
vorübergehender Natur
sind
und deshalb, zumindest wenn sie leicht bis mittelschwer sind, gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung in der Regel keine invalidisierende Wirkung
haben
. Die invalidisierende Wirkung einer mit
tel
schweren depressiven „Störung“ ist nach der Rechtsprechung nicht schlecht
hin auszuschliessen.
Zu deren Annahme ist indes
erforderlich, dass eine konse
quente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resis
ten
t ausweist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_774/2013 vom
3.
April 2014 E. 4.2 und 9C_454/2013 vom 2
9.
Oktober 2013 E.
4.1).
Im vorliegenden Fall di
agnos
tizierten
Dr.
E._
und
Dr.
phil.
F._
eine mittelgradige
depressive
Episode,
welche in der Regel kein
e invalidisierende Wirkung hat
,
so dass ge
stützt darauf
eine invalidenversicherungsrechtlich relevante andauernde Ver
schlechterung nicht
glaubhaft gemacht
ist. Dies gilt umso mehr unter Berück
sichtigung der aktuellen Behandlung: D
ie Ärzte des
A._
hielten fest
, dass keine stationären Behandlungen erfolgt seien. Ambulante Behandlungen erfolgten im
Z._
(
Urk.
12/89/9). Aus psychiatrischer Sicht erfolge
Einzel
therapie
, bisher mit un
genügendem Erfolg (
Urk.
12/89/11). Damit ist eine ausreichende Therapie, die die mittelgradige depressive Episode als resistent ausweis
en würde
, nicht glaub
haft gemacht.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Angaben von
Dr.
E._
und
Dr.
phil
F._
in ihrem Bericht vom 1
6.
Oktober 2014 und im Bericht über die inter
disziplinäre Schmerzbehandlung vom
9.
September 2014
nicht
nachvollziehbar sind, allerdings selbst
unter Berücksichtigung ihrer
Ausführungen in psychiat
rischer Hinsicht
unter Beachtung
der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zu depressiven Episoden keine invalidenversicherungsrechtlich relevante
, potentiell leistungsbegründende (vgl. E. 2.2)
Ver
schlechterung glaubhaft gemacht ist.
4.2
Zu klären bleibt, ob in somatischer Hinsicht eine Veränderung glaubhaft ge
macht wurde.
Vorab
ist festzuhalten, dass selbst bei veränderten Diagnosen aus invalidenver
sicherungsrechtlicher Sicht gilt, dass nicht die Diagnosen und deren Anzahl entscheidend ist, sondern die Auswirkungen der gesundheitlichen Beeinträchti
gungen auf die Arbeitsfähigkeit (vgl. BGE 136 V 279 E.3.2.1). Eine Änderung der erhobenen Diagnosen sagt als solche nichts aus über die Ent
wicklung des Invaliditätsgrades.
Die Ärzte des
A._
führten in Bezug auf eine allfällige somatische Veränderung seit 2010 aus, aus rheumatologischer Sicht sei dies
bland
. Aus Wirbelsäulen-
chirur
gischer Sicht liege eine deutliche klinische Verschl
echterung vor (
Urk.
12/89/1
1). In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit kamen die Ärzte aus rheu
matologischer,
orhthopädisch
-chirurgischer und Wirbelsäulen-chirurgischer Sicht zwar auf ähnliche qualitative Einschränkungen, in Bezug auf die zeitliche Zumutbarkeit widersprachen sich die Einschätzungen allerdings erheblich:
Von Seiten des rheumatol
o
gischen Fachgebietes wurde in einer angepassten Tätigkeit eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit attestiert, auch aus ortho
pädisch-chirurgischer Sicht wurde festgehalten, dass in einer gut angepassten Ar
beit nur in der Eingliederungsphase eine Arbeitszeiteinschränkung von 50
%
attestiert werden könne (
Urk.
12/89/
11). Der Rheumatologe hielt ergänzend fest, dass unter Berücksichtigung aller Facetten der Persönlichkeit des Beschwerde
führers aus schmerztherapeutischer Sicht eine vollumfängliche Arbeitsunfähig
keit vorliege. Aus Wirbelsäulen-ch
ir
urgischer Sicht wurde hingegen festgehal
ten, dass eine angepasste Tätigkeit aus somatischer Sicht zu 30
%
zumutbar sei (
Urk.
12/89/10). Dies ist allerdings - unter Berücksichtigung der aus rheumato
logischer und orthopädisch
-
chirurgischer Sicht nach einer Eingliederungsphase vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit, als auch der fehlen
den Begründung - nicht nachvollziehbar bzw. glaubhaft gemacht
.
Damit ist aus somatischer Sicht nicht glaubhaft gemacht, dass sich der Gesund
heitszustand in erheblicher Weise verändert hat, da das von den Ärzten
des
A._
attestierte
Anforderungsprofil in
qualitativer Hinsicht nicht erheblich vom
Anfor
derungsprofil
des noch im
Y._
-Gutachten attestierten Anforderungsprofil abweicht (vgl. E. 3.1) und die in quantitativer Hinsicht aus wirbelsäulen-chirur
gischer Hinsicht
attestierte Einschränkung
nicht nachvollzie
hbar ist.
4.3
Z
usammenfassend
ist
e
ine rechtserhebliche Sachverhaltsänderung
nicht glaub
haft gemacht, so dass die Beschwerdegegnerin zu Recht nicht auf die Neuan
meldung eingetreten ist. Die angefochtene Verfügung ist demnach zu schützen und die Beschwerde
ist
vollumfänglich abzuweisen.
5.
5.1
Gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) wird einer Partei, der die nötigen Mittel fehlen und deren Begehren nicht of
fen
sichtlich aussichtslos erscheint, in kostenpflichtigen Verfahren auf Gesuch die Bezahlung von Verfahrenskosten erlassen.
Der Beschwerdeführer
verfügt zusammen mit seiner Ehefrau
über ein
Familien
einkommen
von monatlich Fr.
4‘368.--
(
Urk.
9/12
)
, wozu noch ein
Haushalts
beitrag
des volljährigen Sohnes in Höhe von
Fr.
1‘000.-- kommt (
Urk.
8)
. Das nach dem Kreisschreiben des Obergerichts vom 16. September 2009 berechnete Existenzminimum beträgt rund Fr.
4‘237.50
(Grundbetrag Ehepaar: Fr. 1‘700.--; Wohnen: Fr.
1‘455
.--
[
Urk.
8] zzgl.
Fr.
110.-- [
Urk.
9/6];
Krankenkasse KVG
626.50 [
Urk.
9/2 und
Urk.
9/4],
abzüglich IPV
Fr.
154
.--
[
Urk.
9/5
]
; Fahrtkosten
Fr.
500.-- [
Urk.
8]
). Unter Berücksichtigung einer geschätzten Steuerbelastung von Fr.
15
0.-- und des
usanzgemäss
gewährten Freibetrages von Fr. 600.-- für ein Ehepaar
verbleibt
ein Überschuss von Fr
.
380.50
(
Fr.
5‘368.-- -
Fr.
4‘237.50
-
Fr.
600.--
-
Fr.
150.--)
Eine prozessuale Bedürftigkeit de
s
Beschwerde
führers
ist damit nicht ausge
wiesen, weshalb das betreffende Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechts
pflege abzuweisen ist.
5
.2
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG) und auf Fr.
6
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie de
m
Bes
chwerdeführer
auf
zuerlegen.
Das Gericht beschliesst
,
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zu
gestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Milosav Milovanovic
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.