# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cb4962d9-702a-4540-8d0b-e92f75b0f894
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1965
, meldete sich am
1
5.
Juli 2010
aufgrund seit dem Unfall vom 19. Januar 2010 bestehende
r
Beschwerden
bei der Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an
(Urk.
7/19
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab, zog Akten des Unfallversicherers bei
und holte bei der
Y._
ein
bidisziplin
äres
Gutachten ein, welches am
21. Februar 2011 erstattet wurde (Urk. 7/47).
Mit Vorbescheid vom 1
2.
April 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/50). Dagegen erhob der Versicherte am 12. Mai 2011 Einwand (7/58).
Zwischenzeitlich
hatte
der Versicherte a
m 6. Mai 2011 erneut einen Unfall
erlit
ten
(Urk. 7/70/1) und sich Frakturen im Bereich des Beckens und des Unter
schenkels rechts zu
gezogen
. Daraufhin veranlasste der Unfallversicherer ein weiteres Gutachten beim
Y._
, welches am 22. Februar 2013 erstattet wurde (Urk. 7
/88).
Mit Vorbescheid vom 30. Januar 2014 wies die IV-Stelle das
Leis
tungsbegehren
erneut ab (Urk. 7/106). Aufgrund der Einwände (Urk. 7/110, Urk. 7/114)
sowie eines zwischenzeitlich
im Auftrag des Unfallversicherers ein
gegangenen
psychiatrischen Gutachtens vom 17. August 2014 (Urk. 7/117),
holte
die IV-Stelle
beim
Z._
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 16. Feb
ruar 2015 erstattet wurde (Urk. 7/131/1-53
).
Nach einer weiteren Stellungnahme des Versicherten (Urk. 7/133), hielt die IV-Stelle an ihrem Vorbescheid fest und
verneinte einen Leistungsanspruch
mit Verfügung vom 29. Mai 2015 (Urk. 7/135 = Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
30. Juni 2015
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 29. Mai 2015 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm
eine ganze Rente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 9. Oktober 2015 (Urk. 6) die teilweise Gutheissung im Sinne einer Rückweisung zur ergänzenden medizi
nischen Abklärung. Mit Schreiben vom 19. Oktober 2015
schloss
sich der Be
schwerdeführer dem Antrag der Beschwerdegegnerin auf Rückweisung
der Sa
che an sie
zur weiteren Abklärung
an
(Urk. 9)
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
1 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) in Verbindung mit
Art.
43 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begeh
ren der versicherten Person, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Soweit ärztliche oder fachliche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (
Art.
43 Abs. 2 ATSG).
In Ergänzung und Präzisierung zu
Art.
43 Abs. 1 ATSG hält
Art.
57 IVG in Ver
bindung mit
Art.
69 Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) fest, dass die IV-Stellen, wenn die versicherungsmässigen Voraussetzun
gen erfüllt sind, die erforderlichen Unterlagen, insbesondere über den Gesund
heitszustand, die Tätigkeit, die Arbeits- und Eingliederungsfähigkeit der versi
cherten Person sowie die Zweckmässigkeit bestimmter Eingliederungsmassnah
men beschaffen und zu diesem Zwecke Berichte und Auskünfte verlangen, Gut
achten einholen, Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen sowie Spezialisten der öffentlichen oder privaten Invalidenhilfe beiziehen können.
1.2
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be
gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 6) auf den Standpunkt, dass die gegenwärtige Aktenlage in Bezug auf den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers keine abschliessende Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit zulasse. Als nicht genügend nachvollziehbar
erachtet
würden
insbesondere die unterschiedliche Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit in der psychiatrischen Beurteilung des
Z._
vom 4. Februar 2015
im Vergleich zur
Beurteilung im Gutachten von
Dr.
A._
vom 17. August 2014 und der Bericht des
B._
,
in welchem
ein kaum mehr vorhandenes Funktionsbild beschrieben worden sei
(S. 1). Dieser Widerspruch lasse sich auf
grund der Aktenlage nicht auflösen, weshalb die Sache zur weiteren medizini
schen Abklärung zurückzuweisen sei (S. 2).
Der Beschwerdeführer erklärte sich mit diesem Antrag der Beschwerdegegnerin einverstanden und ersuchte ebenfalls um Rückweisung der Sache zur weiteren Abklärung und erneutem Entscheid über den Leistungsanspruch (Urk. 9).
2.2
Nachdem in Bezug auf die Rückweisung zu weiteren Abklärungen übereinstim
mende Anträge
(vgl.
Urk. 9) vorliegen und diese mit der Akten- und Rechtslage im Einklang stehen, ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die an
gefochtene Verfügung vom 29. Mai 2015 aufzuheben und die Sache an die
Be
schwerdegegnerin
zur Vornahme der notwendigen Abklärungen und zum neuen Entscheid zurückzuweisen ist.
3.
3.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 400.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
3.2
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
In Anwendung dieser Kriterien ist die Parteientschädigung vorliegen
d
auf Fr.
2‘600.--
(inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen und
ausgangs
gemäss
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.