# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b0ef8fe3-fbcc-42de-b63c-ee9a16ef85c4
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. An der Urnenabstimmung vom 13. Juni 2021 beschloss die Gemeinde
B._ die Teilrevision der Ortsplanung, welche die Erschliessung
des UNESCO Welterbe C._ zum Gegenstand hat. Anpassungen
diesbezüglich sollen insbesondere im Zonenplan sowie im Generellen
Erschliessungsplan vorgenommen werden. Unter anderem werden die
Bahnachsen der geplanten touristischen Transport- bzw.
Zubringeranlagen (Gondelbahnen) im GEP verzeichnet – konkret die
Aufhebung der rückgebauten und Neuverzeichnung der geplanten
Anlagen. Weiter werden Anpassungen des Gefahrenzonenplanes sowie
eine Zonierung der Talstation mit teilweiser Zuweisung zur ZÖBA
vorgenommen.
2. Der Genehmigungsbeschluss der Regierung des Kantons Graubünden
vom 30. November 2021 wurde am 17. Dezember 2021 im
Kantonsamtsblatt sowie in der Lokalzeitung "D._" als offizielles
Publikationsorgan und auf der Webseite der Gemeinde B._
publiziert, mit der Bekanntgabe, die an der Urnenabstimmung vom 13.
Juni 2021 beschlossene Teilrevision der Ortsplanung sei unter
Vorbehalten und Anweisungen zum Zonen- sowie zum Generellen
Erschliessungsplan genehmigt worden.
3. Mit als "Gesuch an das Verwaltungsgericht Graubünden zum Thema
C._" bezeichneter Eingabe vom 31. Januar 2022 (Datum
Poststempel) an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden bat
A._ um Zustellung einer Begründung zu seiner "Beschwerde vom
2. November 2021".
4. Am 3. Februar 2022 (Datum Poststempel) gelangte A._
(nachfolgend: Beschwerdeführer) sodann mit einer auf den 3. November
2021 datierten "Beschwerde in der Sache C._" an das
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Verwaltungsgericht. Der Beschwerdeführer sieht sich in verschiedener
Hinsicht mit dem beschlossenen Projekt nicht einverstanden. So sei es
technisch nicht möglich, mache viele Falschaussagen, sei betrügerisch,
weise keine Pläne aus und beanspruche den im Jahr 2020 bewilligten
Kredit in Höhe von CHF 20 Millionen für dieses – seines Erachtens –
grundverschiedene Projekt. Es erschliesse zudem die C._ nicht.
5. Mit Schreiben vom 4. Februar 2022 gewährte der Instruktionsrichter der
Gemeinde B._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin/Gemeinde)
eine Frist bis zum 28. Februar 2022 zur Einreichung einer auf die Frage
des Eintretens beschränkte Vernehmlassung.
6. In ihrer Vernehmlassung vom 21. Februar 2022 beantragte die
Beschwerdegegnerin, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Falls auf
die Beschwerde eingetreten werde, sei ihr eine angemessene Frist zur
Einreichung einer Vernehmlassung in der Sache zu gewähren; unter
gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung führte sie
im Wesentlichen die fehlende Beschwerdelegitimation des
Beschwerdeführers sowie die verspätete Einreichung der Beschwerde an.
7. Mit erneuter Eingabe vom 21. Februar 2022 (Datum Poststempel) stellte
der Beschwerdeführer dem Verwaltungsgericht ein auf den 12. Februar
2022 datiertes und an den Gemeindevorstand B._ adressiertes
Schreiben zu. Darin äusserte er sich erneut kritisch gegenüber dem Inhalt
des beschlossenen Projektes und hielt fest, dass er gegen den
Gemeindevorstand, den Gemeindeschreiber und den Bausekretär
gerichtlich vorgehen werde, wenn nicht bis am 18. Februar 2022 eine
schriftliche Erklärung bei ihm eintreffe, wonach das Vorhaben
zurückgezogen werde. Andernfalls werde er diesen Brief als zusätzliche
Information zu seiner Beschwerde an das Verwaltungsgericht senden.
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8. Am 23. Februar 2022 gewährte der Instruktionsrichter dem
Beschwerdeführer eine Frist bis zum 7. März 2022 zur freiwilligen
Einreichung einer Replik zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin.
Eine solche ging beim Gericht bis dato nicht ein.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. b des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) entscheidet das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden in einzelrichterlicher
Kompetenz, wenn ein Rechtsmittel offensichtlich unzulässig oder
offensichtlich begründet oder unbegründet ist.
2. Anfechtungsobjekt ist vorliegend der Genehmigungsbeschluss der
Regierung des Kantons Graubünden vom 30. November 2021, im
Kantonsamtsblatt öffentlich publiziert am 17. Dezember 2021, mit
welchem die Regierung die am 13. Juni 2021 beschlossene Teilrevision
der Ortsplanung der Gemeinde B._ im Sinne der Erwägungen
unter Auflagen und Hinweisen genehmigte. Nach Art. 102 Abs. 1 des
Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100)
i.V.m. Art. 49 Abs. 1 lit. d VRG können unter anderem Entscheide der
Regierung über die Genehmigung von kommunalen Grundordnungen mit
Beschwerde an das Verwaltungsgericht weitergezogen werden.
3. Gemäss Art. 52 Abs. 1 VRG ist die Beschwerde schriftlich innert 30 Tagen
seit Mitteilung des angefochtenen Entscheids beim Verwaltungsgericht
einzureichen. Sodann beginnen gemäss Art. 7 Abs. 1 VRG Fristen, die
durch eine Mitteilung, eine amtliche Publikation oder den Eintritt eines
Ereignisses ausgelöst werden, am folgenden Tag zu laufen. Da die
Publikation am 17. Dezember 2021 an einem Freitag erfolgte und die
gesetzlichen und gerichtlich bestimmten Fristen gemäss Art. 39 Abs. 1 lit.
c VRG vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar im Rahmen der
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Gerichtsferien stillstehen, begann vorliegend die Frist – wie die
Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom 21. Februar 2022 (S.
3) zutreffend ausführte – am Montag, 3. Januar 2022 zu laufen und endete
folglich am 1. Februar 2022. Damit erging die Beschwerde vom 3. Februar
2022 (Datum Poststempel) verspätet und es kann auf die Beschwerde
bereits wegen Nichteinhaltung der dreissigtägigen Beschwerdefrist nicht
eingetreten werden.
4.1. Darüber hinaus bedarf es aus formellen Gründen als
Urteilsvoraussetzungen weiter, um auf die Beschwerde überhaupt
eintreten zu können, des Nachweises der Beschwerdelegitimation (Art. 50
VRG) sowie der Geltendmachung einer Rechtsverletzung einschliesslich
Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens (Art. 51 Abs. 1 lit. a VRG)
bzw. der Rüge einer unrichtigen oder unvollständigen Feststellung des
rechtserheblichen Sachverhalts (Art. 51 Abs. 1 lit. b VRG). Bei
Nichtvorliegen oder Nichterfüllung bzw. nachträglichen Wegfalles auch nur
einer dieser formellen Voraussetzungen darf auf die Beschwerde vorweg
nicht eingetreten werden.
4.2.1. Gemäss Art. 33 Abs. 3 lit. a des Bundesgesetzes über die Raumplanung
(RPG; SR 700) hat das kantonale Recht die Beschwerdelegitimation
gegen Verfügungen und Nutzungspläne, die sich auf das RPG oder seine
eidgenössischen oder kantonalen Ausführungsbestimmungen stützen,
mindestens im gleichen Umfang wie für die Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten an das Bundesgericht zu gewährleisten (vgl.
Art. 89 Abs. 1 und Art. 111 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das
Bundesgericht [BGG; SR 173.110]; BGE 141 II 50 E.2.2 und 136 II 281
E.2.1 f.; Urteil des Bundesgerichts 1C_547/2019 vom 16. April 2020 E.3.1
f.). Gemäss Art. 89 Abs. 1 BGG ist zur Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten berechtigt, wer vor der Vorinstanz am Verfahren
teilgenommen oder keine Möglichkeit zur Teilnahme erhalten hat (lit. a;
formelle Beschwer), wer durch den angefochtenen Entscheid oder Erlass
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besonders berührt ist (lit. b; materielle Beschwer) und ein schutzwürdiges
Interesse an dessen Aufhebung oder Änderung hat (lit. c; materielle
Beschwer). Die Legitimationserfordernisse zu den Art. 89 i.V.m. Art. 111
Abs. 1 BGG gelten somit auch für das kantonale Rechtsmittelverfahren
nach Art. 33 RPG und damit ebenso für die Legitimation zur
Beschwerdeerhebung gemäss Art. 50 VRG (vgl. auch AEMISEGGER/HAAG,
in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], Praxiskommentar RPG:
Baubewilligung, Rechtschutz und Verfahren, Zürich/Basel/Genf 2020, Art.
33 Rz. 13, 60 und 64, mit weiteren Hinweisen; HÄNNI, Planungs-, Bau- und
besonderes Umweltschutzrecht, 6. Aufl., Bern 2016, S. 562 f.). Zur
Beschwerde legitimiert ist nach Art. 50 VRG, wer vom angefochtenen
Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an seiner
Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch besondere Vorschrift dazu
ermächtigt ist.
4.2.2. Aus den Akten geht offenkundig vor, dass der Beschwerdeführer auch
diese Prozessvoraussetzung nicht zu erfüllen vermag. Seine formelle
Beschwer ist vorliegend zu verneinen, da er nicht Partei im
vorinstanzlichen Verfahren war. Die Beschwerdegegnerin brachte in ihrer
Vernehmlassung vom 21. Februar 2022 vor, der Beschwerdeführer habe
gegen den Beschluss der Stimmberechtigten der Gemeinde B._
keine Planungsbeschwerde erhoben, was denn auch – wie im Übrigen
sämtliche Ausführungen der Beschwerdegegnerin zur Frage des
Eintretens – nicht bestritten wurde. Dieser Ansicht ist zu folgen. Ferner
fehlt es dem Beschwerdeführer auch an der materiellen Beschwer, da er
nicht in einer hinreichend nahen Beziehung zur Streitsache steht und er
somit nicht besonders davon berührt ist (vgl. BGE 144 I 43 E.2.1). Auch
könnte der Beschwerdeführer einer Aufhebung oder Änderung des
angefochtenen Genehmigungsbeschlusses keinen praktischen
tatsächlichen Nutzen abgewinnen. Es liegt kein schutzwürdiges Interesse
vor, da eine Gutheissung der Beschwerde die tatsächliche oder rechtliche
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Situation des Beschwerdeführers nicht beeinflussen würde (vgl. BGE 141
II 50 E.2.1, 137 II 30 E.2.2.2; Urteile des Bundesgerichts 1C_125/2019
vom 20. Februar 2020 E.6.3, 1C_236/2010 vom 16. Juli 2010 E.1.4, mit
Hinweisen). Im Ergebnis ist der Beschwerdeführer nicht zur Beschwerde
legitimiert, weshalb auch aus diesem Grund nicht auf die Beschwerde
eingetreten werden kann.
5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der Beschwerdeführer nicht zur
Beschwerde legitimiert ist und darüber hinaus die Beschwerde verspätet
erfolgte. Dies führt als Folge der Nichterfüllung der
Prozessvoraussetzungen zu einem Nichteintreten auf die Beschwerde
vom 3. Februar 2022 als offensichtlich unzulässiges Rechtsmittel. Selbst
wenn die Prozessvoraussetzungen gegeben wären und auf die
Beschwerde eingetreten werden könnte, wäre diese als offensichtlich
unbegründet abzuweisen, zumal sie sich lediglich auf ungenügend
substantiierte Rügen sowie auf Kritik rein appellatorischer Natur seitens
des Beschwerdeführers am geplanten und bereits beschlossenen Projekt
beschränkt.
6. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Partei die
Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Staatsgebühr wird vorliegend
im Sinne von Art. 75 Abs. 2 VRG auf CHF 400.-- festgesetzt und
zusammen mit den Kanzleiausgaben dem Beschwerdeführer auferlegt.
Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben
betrauten Organisationen wird in der Regel keine Parteientschädigung
zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art.
78 Abs. 2 VRG). Davon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass.