# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0135fd79-6f79-4af5-b07b-4b64f061d7d0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, gebor
en 1964, welcher nach Abschluss der Realschule von Mai 1980 bis Mai 1981 eine Ausbildung zum uniformierten Postbeamten gemacht hatte (vgl. Urk. 9/185/31), war als Betriebspraktikant bei der Y._ erwerbstätig und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 31. Dezember 1982 von einer Strassenlaterne aus zirka drei Meter
Höhe
auf den Hinterkopf
stürzte
(Urk. 9/1/240 f.
, 9/1/232 f.
)
. Vom 31. Dezember 1982 bis 1. Juni 1983 war der Versicherte im Z._ hospitalisiert, wo er bei einem diagnostizierten Schädelhirntrauma (mit akutem Hämatom, ausgedehnter Kontusion, einer Schädelkalottenfraktur links occipital sowie einem armbetonten Hemisyn
drom rechts), einer Klavikulafraktur links sowie einer trockenen Gangrän des distalen Teiles der linken Daumenendphalanx mehrmals operiert wurde (Urk. 9/1/204 f.). Darauf folgend befand sich der Versicherte bis am 24. August 1983 in der A._ zur Rehabilitation (Urk. 9/1/199 ff.). Ab September 1983 nahm der Versicherte stufenweise wie
der eine Arbeitstätigkeit bei der Y._ auf (Urk. 9/1/183 f., 9/1/92 f.).
Am 27. März 1985 wurde dem Versicherten bei einer diagnostizierten Resorption des Schädelkalottendeckels eine Schädelkalottenplastik eingesetzt (Urk. 9/1/143).
Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen
. Mit Verfügung vom 5. Dezember 1985 sprach sie dem
Versicherten eine Integritätsentschädigung von 40 %
sowie
eine Invalidenrente gestützt auf eine Erwerbsunfähigkeit von 60 %
mit Wirkung
ab dem 1. Oktober 1985
zu
(Urk. 9/1/62 f.)
. Wegen Grob
fahrlässigkeit wurden die Versicherungsleistungen um 10 % gekürzt (Verfü
gung vom 28. Juni 1983, Urk. 9/1/203).
Mangels einer erheblichen Änderung des Invaliditätsgrades wurde die unverän
derte Weiterausrichtung der Rente mit Mitteilungen vom 14. August 1989 (Urk. 9/1/1), 29. Januar 1993 (Urk. 9/4/54), 9. Januar 1998 (Urk. 9/4/5) sowie 15. Februar 2002 (Urk. 9/4/1) bestätigt
.
1.2
Bei einem diagnostizierten neurogenen Fallfuss rechts mit ausgeprägtem Reiz
zustand bei Status nach schwerem Schädel–Hirn-Trauma im Jahr 1982 (Urk. 9/39/131) wurde am 20. August 2004 eine
Arthrorise
durchgeführt (Urk. 9/39/108). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (vgl. Urk. 9/12/1) und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom 4. Dezember 2006 eine zusätzliche Integritätsentschädigung von 20 % zu. Die Rente wurde bei vollständiger Arbeitsfähigkeit im bisherigen Rahmen unverändert weiter ausgerichtet (Urk. 9/37; vgl. Urk. 9/30 und 9/38).
1.3
Mit Schreiben vom 23. Juli 2010
teilte
Dr. med.
B._
, FMH Innere Medizin,
der Suva mit, der Versicherte klage über vermehrte Müdig
keit und leicht progrediente Schmerzen im rechten Bein; er
fühle sich bei seiner Arbeit bei der
Y._, wo er seit über zehn Jahren zu einem 80%-Pensum (50 % der Leistung) arbeitsfähig sei, zunehmend körper
lich überfordert, weshalb um eine Neubeurteilung der Arbeitssituation ersucht werde (Urk. 9/41). Ab März 2011 klagte der Versicherte ausserdem über lumbovertebrale Schmerzen (Urk. 9/57/7), wobei ab diesem Zeitpunkt eine wechselnde Arbeitsunfähigkeit zwischen 50 % und 100 % attestiert wurde (vgl. Urk. 9/115, 9/139/3). Die Suva veranlasste eine orthopädische und neurologische Untersuchung durch die Ärzte PD Dr. med. C._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie FMH, und Dr. med. D._, Fachärztin für Neurologie FMH, von der Abteilung Versicherungsme
dizin der Suva
(
Untersuchungen vom 16. Oktober 2012, Beurteilung
vom
20. November 2012, Urk. 9/111). Gestützt auf diese Beurteilung anerkannte die Suva ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit der Rückfallmeldung vom 23. Juli 2010 respektive der ab 23. März 2011 eingetretenen
Arbeitsun
fähigkeit
und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Urk. 9/116). Die Y._ kündigte das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten per Ende März
2013 (vgl. Urk. 9/111/11
, 9/112
).
Infolge zunehmender Schmerzen in der Schulter- und Oberarmregion rechts fand im Dezember 2012 im Z._ eine Untersuchung statt, wo ein zervikospondylogenes/myofasziales rechtsseitiges Schmerzsyn
drom diagnostiziert wurde (Urk. 9/136/2 f.). Mit Schreiben vom 8. März 2013 verneinte die Suva eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit diesen Beschwerden mangels Kausalzusammenhangs mit dem Unfall vom 31. Dezember 1982 (Urk. 9/145; siehe auch Urk. 9/140 f.).
Da Dr. D._ für eine abschliessende Beurteilung der Leistungsfähigkeit eine neuropsychologische Untersuchung als notwendig erachtet hatte (vgl. Urk. 9/111/23 f.), veranlasste die Suva am Institut für neuropsychologische Diagnostik und Bildgebung des E._ eine neuropsychologische Begutachtung (Untersuchung vom 14. April 2014, Gut
achten vom 28. April 2014 [Urk. 9/204]).
Nach
dem das Dossier Dr. D._ daraufhin zur erneuten Beurteilung vorgelegt worden war (Beurteilung vom 27. August 2014, Urk. 9/217), teilte die Suva dem Versicherten mit Schreiben vom 10. September 2014 mit, die Taggeldleistungen, welche nebst der Rente seit dem 23. März 2011 erbracht worden seien, würden per 30. September 2014 eingestellt werden (Urk. 9/223). Mit Verfügung vom 25. September 2014 sprach die Suva dem Versicherten eine zusätzliche Integritätsentschädi
gung von 40 % zu und verfügte mangels erheblicher Änderung des Invalidi
tätsgrades die Weiterausrichtung der bisherigen Rente (Urk. 9/228). Die vom Versicherten dagegen erhobene Einsprache vom 23. Oktober 2014 (Urk. 9/234) wies die Suva mit Entscheid vom 31. Juli 2015 ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 10. September 2015 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, der Einspracheentscheid vom 31. Juli 2015 sei aufzuheben und es sei ihm eine höhere Invalidenrente zuzusprechen. Ausserdem sei ein medizinisches Gutachten einzuholen. Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Einholung eines versicherungsexternen medizini
schen Administrativgutachtens zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um Durchführung eines zweiten Schriften
wechsels sowie einer öffentlichen Verhandlung (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwer
deantwort vom 19. Oktober 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Mit Eingabe vom 8. Januar 2016 zog der Beschwerdeführer den Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Ver
handlung zurück (Urk. 10/2) und hielt mit Replik vom 16. März 2016 (Urk. 14) im Übrigen an seinen Anträgen fest. Innert Frist ging keine Duplik ein, was den Parteien mit Verfügung vom 18. Mai 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 19).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungsrechts, ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenan
spruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behand
lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.2
Gemäss Art. 21 Abs. 3 UVG hat ein Rentenbezüger b
ei Rückfällen und Spätfol
gen sowie bei der vom Versicherer angeordneten Wiederaufnahme der ärztlichen Behandlung auch Anspruch auf die Pflegeleistungen
und Kosten
vergütungen
. Erleidet er während dieser Zeit eine Verdiensteinbusse, so erhält er ein Taggeld, das nach dem letzten vor der neuen Heilbehandlung erzielten Verdienst bemessen wird.
1.3
Nach Art. 17 Abs. 1 ATSG wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zügers erheblich ändert. Das Institut der Rentenrevision in Art. 17 Abs. 1 ATSG gilt für alle Sozialversicherungen, welche Invalidenrenten ausrichten, und wurde vom Gesetzgeber in Weiterführung der entsprechenden bisherigen Regelungen (Art. 22 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [UVG] und Art. 41 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG], jeweils in den bis 31. Dezember 2002 in Kraft gestandenen, nunmehr aufgehobenen Fassungen) übernommen. Die von der Rechtsprechung zu den Begriffen der Arbeitsunfähigkeit, der Erwerbsunfähigkeit, der Invalidität und der Revision sowie zur Bestimmung des Invaliditätsgrades herausgebildeten Grundsätze haben unter der Herrschaft des ATSG prinzipiell weiterhin Geltung und sind demnach auch im vorliegenden Fall mit einer seit dem Jahr 1985 laufenden Rente massgeblich (BGE 130 V 343 E. 3 mit weiteren Hinweisen).
Im Bereich des Unfallversicherungsrechts wird die Erheblichkeit einer Ände
rung angenommen, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 % ändert (BGE 133 V 545 E. 6.2 mit Hinweisen).
1.4
1.4.1
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswer
tes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechts
anwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
1.4.2
Den
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/bb/ee). Trotz dieser grundsätzli
chen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizini
scher Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versiche
rungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versi
cherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 2.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog,
dass
spätestens im Zeitpunkt der neurologi
schen Beurteilung vom 27. August 2014
der medizinische
Endzustand
erreicht gewesen sei
, weshalb die infolge des am 23. Juli 2010
gemeldeten Rückfalles
gelei
ste
ten Taggeldzahlungen
zu Recht
per Ende September 2014 eingestellt worden seien und eine allfällige Rentenerhöhung per 1. Oktober 2014 zu prüfen sei. Gestützt auf die versicherungsmedizinischen Beurteilun
gen der Dres.
C._
und
D._
sowie das neuropsychologische Gutachten sei davon auszugehen, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 9. August 1985 wesent
lich verschlechtert habe, weshalb zu prüfen sei, ob sich der Invaliditätsgrad seit dem Erlass der ursprünglichen Rentenverfügung
erheblich verändert habe.
Zur Ermittlung des Valideneinkommens stellte die Beschwerdegegnerin auf die Angabe der ehemaligen Arbeitgeberin vom 3. Juli 2014 ab, wonach der Beschwerdeführer
im Jahr 2014 ohne Unfall einen Bruttolohn von Fr. 69‘081.
--
erzielt
hätte
. Zur Be
messung
des Invalideneinkommens
stützte sie sich auf das
standardisierte monatliche Einkommen von Fr. 5‘210.-- für männliche Hilfskräfte gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE 2012, Total in der Tabelle TA1, Kompetenznive
au 1, Männer). U
nter Berücksichtigung der von Dr.
D._
als zumutbar erachteten täglichen Arbeitszeit von 4,5 Stunden
sowie unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 20 %
auf
grund der Einschränkungen in leistungsmässiger und zeitlicher Hinsicht
ermittelte die Beschwerdegegnerin so
ein im Jahr 2014 erzielbares Invaliden
einkommen von Fr. 28‘558.
-- respektive eine Erwerbsunfähigkeit von gerun
det 59 %. Die Beschwerdegegnerin erwog, da sich der Invaliditätsgrad somit nicht erheblich verändert habe, sei die verfügte Weiterausrichtung der bishe
rigen Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsunfähigkeit von 60 % nicht zu beanstanden (Urk. 2, Urk. 8).
2.2
Beschwerdeweise
wurde
demgegenüber im Wesentlichen
vorgebracht
, die
Beschwerdegegnerin
habe die Taggeldleistungen zu Unrecht per Ende Sep
tember 2014 eingestellt
und eine Rentenerhöhung geprüft. D
er Beschwerde
führer
sei
in der angestammten Tätigkeit
auch
nach dem 1. Oktober 2014 zu 100 % arbeitsunfähig gewesen und habe sich weiterhin in medizinischer Behandlung befunden
, weshalb kein medizinischer Endzustand vorgelegen habe.
Weiter wurde vorgebracht, dass auf die Einschätzungen der Ärzte der Abteilung Versicherungsmedizin Suva nicht abgestellt werden könne. Für die Festlegung der Restarbeitsfähigkeit sei eine umfassende Beurteilung aus orthopädischer, neuropsychologischer und neurologischer Hinsicht notwen
dig. Des Weiteren wurden die von der Beschwerdegegnerin ermittelten Ver
gleichseinkommen bemängelt, wobei bezüglich des Invalideneinkommens ausgeführt wurde, dass beim Beschwerdeführer nicht einmal eine 20%ige Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bestehe (Urk. 1).
3.
3.1
3.1.1
Im Rahmen der erstmaligen Rentenzusprache wurde der Beschwerdeführer im Juni 1985 durch Dr. med. F._, Neurologie, Psychiatrie und Psycho
therapie FMH, untersucht. Dr. F._ führte als Diagnosen einen Status nach Schädelfraktur, eine Commotio et Contusio cerebri, ein akutes subdurales Hämatom 31. Dezember 1982 sowie einen posttraumatischen Hirnschaden auf. Er hielt dafür, die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei aufgrund der rechtsseitigen Hemiparese beeinträchtigt. Der Beschwerdeführer könne sich zu Fuss nicht schnell bewegen (Sicherheitsrisiko bei Arbeit auf Bahnhö
fen). Die gestörte Feinmotorik der rechten Hand bewirke auch eine Verlang
samung bei manueller Arbeit. Es bestehe auch noch eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von Seiten des POS. Der Beschwerdeführer sei in den geisti
gen Abläufen verlangsamt, vermindert beweglich und ermüde schneller. Er schätze die unfallbedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit medizi
nisch-theoretisch auf 1/3 (Urk. 9/1/136 f.). Nachdem der Beschwerdeführer im Juli 1985 zwei epileptische Anfälle erlitten hatte, hielt Dr. F._ ergän
zend fest, dass wegen der Schlafregelung wenn immer möglich zu Normalar
beitszeiten gearbeitet werden sollte (Urk. 9/1/124).
3.1.2
Am 14. Oktober 1985 wurde in einer Aktennotiz der Generaldirektion Y._, Suva-Agentur, festgehalten, der Beschwerdeführer könne wegen der Unfall
restfolgen nicht mehr in seinem angestammten Arbeitsgebiet (Umladdienst im Bahnhof) eingesetzt werden; auch ein Einsatz als Briefträger komme nicht mehr in Frage. Es habe ein an die Restkapazität des Versicherten angepasster Arbeitsplatz geschaffen werden können. Bei gleichbleibender Arbeitszeit halte der Beschwerdeführer die betriebsübliche Arbeitszeit von 44 Stunden pro Woche ein. Seine Arbeitsleistung werde auf 50 % geschätzt. Am jetzigen Arbeitsplatz bestünden keine Aufstiegsmöglichkeiten. Aufgrund dessen ergebe sich bei Gegenüberstellung der hypothetischen Laufbahn als Betriebs
beamter in Zürich zur noch wahrscheinlichen eine Lohneinbusse von 57 % (im Oktober 1985) und unter Berücksichtigung dessen, dass bei der hypothe
tischen Laufbahn ein Weiteraufstieg bis in die 16. Besoldungsklasse wahr
scheinlich gewesen wäre, eine Lohneinbusse von 62 % (im Juli 1988). Dem
entsprechend werde eine Dauerrente von 60 % beantragt (Urk. 9/1/81).
3.1.3
Gestützt auf diese Angaben hielt die Suva im Feststellungsblatt vom 30. Oktober 1985 fest,
bei der
Erwerbsfähigkeit sei
der Beschwerdeführer
nicht nur geistig verlangsamt, er sei auch durch die rechtsseitige Hemiparese und durch die gestörte Feinmotorik der rechten Hand bei manueller Arbeit verlangsamt. Dadurch entstehe eine Potenzierung, so dass die beantragte Rente von 60 % zurzeit als angemessen erscheine, wenn auch gemäss Dr.
F._
nur eine medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit von 1/3 vorliegen solle (Urk. 9/1/74).
3.2
Nach einem Erschöpfungszustand im Mai 1995 wurde die Arbeitszeit des Versicherten auf 70 % reduziert (Urk. 9/4/11, 9/4/28), wobei festgehalten wurde, dass sich der bisherige Rentensatz unter Berücksichtigung der einer
seits eher gesteigerten Arbeitsleistung, der zusätzlichen Pausen sowie der reduzierten Arbeitszeit auch heute noch mit dem Resultatmix der genannten Faktoren decke (Urk. 9/4/28). Im Februar 2002 teilte die Arbeitgeberin mit, dass der Beschwerdeführer zu einem zeitlichen Pensum von ungefähr 80 % arbeite; leistungsmässig sei etwa 50 % einzusetzen. Die erwerbliche Situation habe sich nicht verändert (Urk. 9/4/2).
3.3
Nachdem wegen eines neurogenen Fallfusses und
einer
Vorfussüberlastung im August 2004 eine Arthrodese rechts durchgeführt worden war, fand am 27. Juni 2006 eine kreisärztliche Untersuchung b
ei Dr. med. G._
, Fach
ärztin FMH für Orthopädie und Chirurgie, statt (Urk. 9/30). Der
Beschwerde
führer
gab anlässlich der Untersuchung an, dass er von Seiten der Arthrodese weder Probleme im P
rivat- noch im Berufsleben habe. M
it Einlagen und einem Spezialschuh könne er machen, was er gerne machen möchte.
Nur eine Sensibilitätsstörung am lateralen Fussrand s
ei noch etwas störend (Urk. 9/30/1). Gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung sowie eine zusätzli
che
Aktenbeurteilung durch Dr. med.
H._
, Neurologie FMH, v
om 24. Oktober 2006 (Urk. 9/38)
sprach die
Beschwerdegegnerin
dem
Beschwerdeführer
bei einem Status nach subtalarer Arthrodese eine zusätzli
che Integritätsents
chädigung von 20 % zu und verfügte die unveränderte Weiterausrichtung der bisherigen Rente (Urk. 9/37).
3.4
3.4.1
Nachdem im Jahr 2010/2011 über eine Verschlechterung berichtet worden war, wurde der Beschwerdeführer am 16. Oktober 2012 durch die Ärzte PD Dr.
C._
und Dr.
D._
, von der Abteilung Versicherungsmedizin der Suva,
orthopädisch und neurologisch untersucht
(
Beurteilung
vom 20. November 2012, Urk. 9/111).
In der orthopädischen Beurteilung wurde festgehalten, infolge einer traumati
schen Hirnverletzung habe sich beim Beschwerdeführer ein neuro
gener Fallfuss entwickelt, welcher durch eine stellungskorrigierende Verstei
fungsoperation des unteren Sprunggelenkes am 20. August 2004 operativ behandelt worden sei. Subjektiv werde das Ergebnis vom Beschwerdeführer als ausserordentlich erfolgreich eingeschätzt. Auch objektiv sei klinisch und bildgeben
d
von einem exzellenten Resultat zu berichten. Ausdrücklich im Vordergrund stehend seien anlässlich der Untersuchung Beschwerden im Bereich des „Rückens“
beklagt
worden. Die Schmerzlokalisation sei über die gesamte Brust- und Lendenwirbelsäule mittig und ohne Ausstrahlung beschrieben worden. Ursächlich sei vornehmlich eine statisch-degenerative Genese anzunehmen, diffenenzialdiagnostisch sei auch die beschriebene Osteoporose als weiteres ursächliches Element zu diskutieren. Aufgrund der traumatischen Hirnverletzung im Jahr 1982 mit leichtgradiger Hemiparese sei eine Beschwerde auslösende Fehlstatik wenigstens teilursächlich unfall
kausal gegeben. Für das zur Behandlung von Unfallfolgen vom Beschwer
deführer eingenommene Phe
n
obarbital seien vor allem bei Langzeittherapie Auswirkungen auf den Knochenstoffwechsel beschrieben (Urk. 9/111/15). Aus orthopädisch-chirurgischer Sicht beurteilt bestehe als Folge des Unfaller
eignisses aus dem Jahr 1982 ein Fallfuss rechts mit aktuell optimalem Behandlungsergebnis nach stellungskorrigierender Versteifungsoperation. Die beklagten Rückenbeschwerden im Sinne von Thorakolumbalgien seien über
wiegend wahrscheinlich mindestens teilursächlich unfallkausal (Urk. 9/111/15).
Weiter wurde ausgeführt, in der neurologischen Untersuchung
seien zwei Aspekte wesentlich gewesen. Die körperliche Untersuchung habe die vorbe
schriebene leichtgradige Hemisymptomatik rechts bestätigt. Dadurch sei der Beschwerdeführer bei feinmotorischen Tätigkeiten eingeschränkt. Es sei nachvollziehbar, dass er beispielsweise mit rechts nicht länger schreiben könne. Auch hätten sich die Einschränkungen durch Schwierigkeiten beim Zuknöpfen oder Schleifenbinden bestätigt. Durch die Einschränkungen im rechten Bein sei schnelleres Gehen und Rennen nicht mehr möglich. Zudem bestehe eine Unsicherheit im rechten Bein, das heisse, dass der Beschwerde
führer angebe, nicht das Gefühl zu haben, sich auf dieses Bein verlassen zu können. Auch im langsamen Gang sei das Gangbild unphysiologisch. Aus neurologischer Sicht sei ein teilursächlicher Zusammenhang zwischen den Rückenbeschwerden und der Hemisymptomatik aufgrund der veränderten Statik anzunehmen. Im Weiteren seien bei der Untersuchung deutlichere neuropsychologische Funktionsstörungen aufgefallen.
Der Beschwerdeführer sei in der Untersuchung zugewandt, kooperativ und bedacht gewesen, einen guten Eindruck zu hinterlassen. Dieses angestrebte positive Bild sei vermut
lich noch verstärkt, da er berichtet habe, seit mehreren Wochen verliebt zu sein. Dies könne die fast gehobene Stimmungslage zum Untersuchungszeit
punkt erklären. Negative Beschwerden, wie sie möglicherweise im Zusam
menhang mit der erkrankten Mutter vorliegen könnten, seien vom Beschwer
deführer nicht beschrieben worden; er habe dieses Thema ganz vermieden.
Insgesamt habe der Beschwerdeführer eher etwas distanzgemindert und in seiner Reflektion
s
fähigkeit eingeschränkt gewirkt. Zudem seien deutliche
Gedächtnisdefizite aufgefallen
und die Konzentrationsfähigkeit habe mit zunehmender Gesprächsdauer nachgelas
sen. Nach zirka
1,5 Stunden habe der Beschwerdeführer verlangsamt gewirkt und habe auch körperliche Ermü
dungserscheinungen gezeigt, wie vermehrtes Gähnen. Aus neurologischer Sicht sei es gut vorstellbar, dass der Beschwerdeführer neben der Schmerz
problematik in den letzten Jahren zunehmend dekompensiert habe und sich vorbestehende neuropsychologische Einschränkungen deutlicher darstellen würden.
Dieser Prozess sei
vermutlich durch Entwicklungen in der Arbeitsumgebung forciert worden, das heisse, es könne davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer den veränderten Anforderungen nicht mehr gewachsen sei. Aufgrund der gestörten Flexibilität und Umstellfähig
keit und insbesondere auch aufgrund der gestörten Planungsfähigkeit und bei möglicherweise verminderter Unterstützung durch den Arbeitgeber gelinge es dem Beschwerdeführer nicht mehr, seine noch bestehende Leis
tungsfähigkeit in Arbeitsfähigkeit umzusetzen
(Urk. 9/111/22 f.)
. Dr. D._ erachtete zur Verifizierung dieser Annahme eine neuropsychologische Untersuchung als notwendig (Urk. 9/111/23).
Zur Frage der Verschlechterung der gesundheitlichen Situation wurde festge
halten, dass weder im Bericht von Dr. F._, noch in jenem über die ärztli
che Abschlussuntersuchung im Jahr 1985, noch im Bericht über die ärztliche Abschlussuntersuchung aus dem Jahr 2006 über Beschwerden im Bereich des Rückens berichtet worden sei; aus orthopädischer Sicht sei somit eine wesentliche Verschlechterung eingetreten (Urk. 9/111/24). Aus neurologi
scher Sicht sei von einer wesentlichen Verschlechterung der neuropsycholo
gischen Defizite auszugehen; eine begründete Stellungnahme zum Ausmass der Verschlechterung sei erst nach einer spezialisierten neuropsychologischen Untersuchung machbar (Urk. 9/111/25).
Hinsichtlich Leistungsfähigkeit wurde festgehalten, aus orthopädischer Sicht sei dem Beschwerdeführer eine leichte ganztätige Tätigkeit mit Heben und Tragen von Lasten bis 10 kg zuzumuten. Gehen auf unebenem Gelände sowie das Besteigen von Leitern sei zu vermeiden. Gehstrecken über 50 Meter und das Besteigen von Treppen seien dem
Beschwerdeführer
nur selten (1-5 % der Arbeitszeit oder bis 0,5 Stunden auf Basis eines 8-Stunden-Tages) zuzu
muten. Eine neurologische Stellungnahme zur Zumutbarkeit sei erst nach neuropsychologischer Untersuchung machbar (Urk. 8/111/25).
Bezüglich Integritätsschaden im Zusammenhang mit de
n
Wirbelsäulenaffek
-
tio
nen wurde der Integritätsschaden auf 5 % geschätzt, wobei der auf ortho
-
pädischem Fachgebiet zu beurteilende Integritätsschaden
gesamthaft
auf 20 % geschätzt wurde (Urk. 9/111/25).
3.4.2
Am 14. April 2014
fand am Institut für neuropsychologische Diagnostik und Bildgebung des E._ die neuropsychologische Untersuchung statt (Neuropsychologisches Gutachten vom 28. April 2014, Urk. 9/204).
Im Gutachten wurde festgehalten, der Beschwerdeführer habe ab dem Jahr 2010 zunehmend unter lumbospondylogenen Beschwerden gelitten, die auf langdauernde Fehlbelastungen im Rahmen der posttraumatisch veränderten Statik und Belastung zurückgeführt worden seien. Die Schmerzen hätten teilweise eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % begründet. Ab dem Jahr 2012 seien bei der Y._ interne Abläufe verändert worden, mit denen der Beschwerdeführer nicht zurechtgekommen sei, so dass die Situation dekom
pensiert sei. Nach erfolgloser stationärer Rehabilitation in I._ sei dem Beschwerdeführer die Stelle am 1. April 2013 gekündigt worden (Urk. 9/204/14).
Die Gutachter
führten aus
, insgesamt habe die neuropsychologische Untersu
chung eine mittelschwere neuropsychologische Störung mit Defiziten in den exekutiven und attentionalen Funktionen (mittelschwer ausgeprägt), im Gedächtnis (mittelschwer ausgeprägt), in der sozialen Kognition (leicht aus
geprägt) und in der Feinmotorik (schwer ausgeprägt) ergeben (Urk. 9/204/16).
Die Kriterien für eine organische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F07.0) seien aus neuropsychologischer Sicht und insbesondere unter Berücksichtigung fremdanamnestischer Angaben nicht erfüllt (Urk. 9/204/15).
Der Beschwer
deführer sei durch die neuropsychologischen Defizite in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt. Durch die instabile Aufmerksamkeitszuwendung könne es insbesondere bei längeren Aufgaben zu Fehlern kommen, die einen erhöhten kompensatorischen Kontrollaufwand erfordern würden. Aufgrund der exeku
tiven Defizite in der Planung, Flexibilität und Umstellfähigkeit sowie der Schwierigkeiten, Wesentliches zu erfassen, sei der Beschwerdeführer ungenü
gend in der Lage, neue Aufgaben, offene Problemstellungen oder mehrere Aufgaben gleichzeitig effizient zu bearbeiten. Die Beeinträchtigungen im Gedächtnis würden die Aufnahmen neuer Inhalte oder Arbeitsabläufe erschweren. Die bilateralen feinmotorischen Defizite würden zu einer je nach Aufgabe massiven Verlangsamung bei manuellen Anforderungen führen. Die Defizite in der sozialen Kognition
könnten
die Integration in ein Team erschweren und würden Tätigkeiten ausschliessen, bei denen eine kompe
tente soziale Interaktion, z.B. im Rahmen von Kundenkontakten, zentral sei. Die möglichen Einsatzbereiche des
Beschwerdeführers
seien aufgrund der neuropsychologischen Beeinträchtigungen erheblich eingeschränkt. Er sei auf einfache, gut strukturierte und immer wiederkehrende Abläufe angewiesen ohne erhöhte Anforderungen an das Gedächtnis, die Feinmotorik oder die sozialen Kompetenzen. Hinzu würden die Einschränkungen kommen, welche sich aus orthopädischer Sicht ergeben würden und fachärztlich bewertet werden müssten. Falls eine Tätigkeit gefunden werde, welche den oben genannten Ansprüchen gerecht werde, könnte diese vom Beschwerdeführer in durchschnittlicher Geschwindigkeit erledigt werden, wobei aufgrund der verminderten längerfristigen Aufmerksamkeitszuwendung ein erhöhter kom
pensatorischer Kontrollaufwand von 20 % erforderlich wäre. Die zeitliche Belastbarkeit für kognitiv einfache Tätigkeiten werde gestützt auf die Akten
lage auf 80 % geschätzt. Insgesamt ergebe sich aus rein neuropsychologi
scher Sicht eine Leistungsfähigkeit von 64 % für einfache, gut strukturierte Tätigkeiten ohne erhöhte Anforderungen an das Gedächtnis, die Feinmotorik oder die sozial
en Kompetenzen (Urk. 9/204/15 f.).
Abschliessend wurde festgehalten, da der Beschwerdeführer gerne Auto fahre, ergebe sich möglicherweise ein Einsatzbereich in diesem Rahmen (z.B. Kurierdienst mit fixen Routen ohne Tragen schwerer Lasten). Es werde jedoch davon ausgegangen, dass der Beschwerdeführer aufgrund der exekutiven und Gedächtnisschwierigkeiten
sowie der Defizite in der sozialen Kognition nicht hinreichend in der Lage sei, sich eine geeignete Arbeitsstelle selbständig zu suchen. Er wäre dafür auf sehr enge Unterstützung und anfängliche Beglei
tung angewiesen, welche im Rahmen einer RAV-Beratung nicht in ausrei
chendem Mass gewährleistet werden könnte, sondern beispielsweise über die Invalidenversicherung vermittelt werden müsste
(Urk. 9/204/17).
3.4.3
Im Anschluss an die neuropsych
ologische Begutachtung nahm Dr. D._
am 27. August 2014 eine ergänzende neurologisch
e Beurteilung vor (Urk. 9/217). Sie hielt fest, die gut begründete und nachvollziehbare neuropsychologische Begutachtung im April 2014 habe mittelschwere Defizite, die besonders die exekutiven Funktionen und die soziale Kognition betreffen würden, darge
stellt. Diese seien vermutlich seit dem Unfall derart ausgeprägt. Mit zuneh
mendem Alter, sozialen Veränderungen und auch durch die Schmerzen sei es dem Beschwerdeführer jedoch in den letzten Jahren immer weniger gelun
gen, diese Defizite zu kompensieren (Urk. 9/217/3). Im Zeitpunkt des Unfalles seien sowohl die Diagnostik wie auch die Therapie bezüglich neuropsycholo
gischer Defizite noch nicht von der Qualität gewesen, wie sie heute Standard seien. Dies bedeute, dass die Defizite zum damaligen Zeitpunkt nicht voll
umfänglich erfasst worden seien und insbesondere auch keine therapeutische Unterstützung erfolgt sei. Berücksichtige man die verfügte Integritätsent
schädigung im Jahr 1985, seien mit 10 % für hirnorganisch bedingte psy
chische Störungen minimale bis leichte Defizite erfasst gewesen. Die soziale Kognition sei zum damaligen Zeitpunkt beispielsweise überhaupt nicht untersucht worden. Die aktuelle Untersuchung spiegle aus neurologischer Sicht die Realität und das volle Ausmass der psychischen respektive neu
ropsychologischen Folgen der Hirnverletzung im Jahre 1982 wieder. Für diese Defizite alleine sei eine Integritätsentschädigung von 50 % gerechtfer
tigt, womit unter Beachtung der orthopädischen Unfallfolgen und der symp
tomatischen Epilepsie ein Gesamtintegritätsschaden infolge des Unfalles vom 31. Dezember 1982 auf 100 % zu schätzen sei (Urk. 9/217/3).
Zur Leistungsfähigkeit
hielt Dr. D._ fest, in der orthopädischen Beurteilung vom 22. November 2012 habe PD Dr. C._ bereits Stellung zur Leistungsfä
higkeit aus orthopädischer Sicht genommen. Ergänzend könne aus neu
rolo
gischer
Sicht festgestellt werden
,
dass dem
Beschwerdeführer
keine Tätigkei
ten mit erhöhter Unfallgefahr, im Schichtdienst, im Akkord, an rotierenden Maschinen, in Höhe und mit anderen Gründen erhöhter Sturzgefahr zuge
mutet werden könn
t
e
n
. Der Beschwerdeführer sollte die Möglichkeit haben, zwischen stehen, sitzen und allenfalls kürzeren Strecken gehen wechseln zu können. Aufgrund der neuropsychologischen Defizite seien Arbeiten im Team, mit Kundenkontakt und mit Kontrollfunktionen zu vermeiden. Im Weiteren müss
t
en die Arbeitsvorgänge einfach strukturiert sein. Aufgrund der schnellen Ermüdbarkeit und der unfallbedingten Schmerzen sollte die tägliche Arbeitszeit fünf Stunden nicht übersteigen und zudem eine zusätzli
che Pause von einer halben Stunde möglich sein (Urk. 9/217/3 f.).
4.
4.1
4.1.1
Der Beschwerdeführer machte in der Beschwerde geltend, er sei auch ab dem 1. Oktober 2014 weiterhin zu 100 % in seiner angestammten Tätigkeit arbeitsunfähig gewesen und habe sich weiterhin in medizinischer Behand
lung befunden. Somit habe kein medizinischer Endzustand bestanden, wel
cher es der Beschwerdegegnerin erlaubt hätte, die Unfalltaggelder einzustel
len und eine allfällige Rentenerhöhung zu prüfen (Urk. 1 S. 11). Damit ist vorab zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Rückfall zu Recht per 30. September 2014 abgeschlossen hat.
4.1.2
Nach Art. 19 Abs. 1 UVG und der dazu ergangenen Rechtsprechung hat der Unfallversicherer den Fall – unter Einstellung von Heilbehandlung und Tag
geld
sowie Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integri
tätsentschä
digung – abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invali
denversicherung abgeschlossen sind (BGE 134 V 109 E. 4.1). Was unter einer namhaften Besserung
des Gesundheitszustandes in diesem Sinne zu verstehen ist, bestimmt sich nament
lich nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit, wobei die durch weitere Heilbe
handlung zu erwartende
Besserung ins Gewicht fallen muss. Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht
(BGE 134 V 109 E. 4.3).
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist der Zeitpunkt gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG auch bei
Rückfällen und Spätfolgen
für die
Erhöhung der Rente
massgebend
(
BGE 140 V 65 E. 4.2
).
4
.
1
.3
Die Beschwerdegegnerin hielt zu Recht dafür, dass nicht ersichtlich sei, inwie
fern von weiteren Behandlungsmassnahmen noch eine Verbesserung zu erwarten sei. Dr. D._ empfahl zwar am 27. August 2014 bezüglich Schmerzbehandlung noch die Einholung einer Zweitmeinung, da das einge
nommene Schmerzmittel zu hypertonem Blutdruck führe (Urk. 9/217/4). Dass Dr. D._ infolge eines Medikamentenwechsels von einer relevanten Ver
besserung der Leistungsfähigkeit ausging, ergibt sich jedoch nicht aus ihren Ausführungen. Nach erfolgter Konsultation im Schmerzzentrum des J._ am 7. Januar 2015 hielten die untersuchenden Ärzte denn auch fest, von einer deutlichen Verbesserung der Gesamtsituation sei nicht auszugehen, jedoch sei ein Erhalt der Funktion und Lebensqualität des Patienten anzustreben (Urk. 9/250/2). Soweit beschwerdeweise auf diesen Bericht respektive das Überweisungsschreiben vom 16. September 2014 (vgl. Urk. 3/5) verwiesen wird (Urk. 1 S. 11, Urk. 14 S. 10), kann daraus somit nichts zu Gunsten des Beschwerdeführers abgeleitet werden.
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Taggeld
leistungen auf Ende September 2014 einstellte.
4.2
4.2.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch auf eine Rentenerhöhung. Dass sich der Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers seit der Rentenzusprache im Jahr 1985 verschlechtert hat, ist unbestritten
, zumal zu diesem Zeitpunkt noch keine Rückenbeschwerden bestanden (vgl. E. 3.4.1).
Zur Beurteilung der aktuellen Arbeitsfähigkeit stützte sich die Beschwerde
-
geg
nerin auf die Einschätzungen der Dres.
D._
und
C._
vom 20. Novem
-
ber 2012 und 27. August 2014, wonach dem Beschwerdeführer eine leidensangepasste Tätigkeit zu 4,5 Stunden pro Tag (fünf Stunden mit einer halben Stunde Pause) zumutbar sei. Entgegen den Vorbringen in der
Beschwerdeschrift
bestehen keine Indizien, welche gegen die Beweistauglich
keit dieser
Beurteilungen
sprechen würden.
Die Beurteilungen der
Dres.
D._
und
C._
beruhen auf ausführlichen Untersuchungen – wobei D
r.
D._
zur genaueren Abklärungen der neuropsychologischen Einschrän
kungen eine
zusätzliche
Untersuchung
an
geordnet hatte
(E
. 3.4.2) -
erfolgten unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden
und
wurden in nachvoll
ziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den relevanten Vorakten begründet.
4.2.2
Wenn beschwerdeweise bezüglich Beurteilung der Arbeitsfähigkeit auf die nunmehr anerkannte Integritätseinbusse von 100 % verwiesen und vorge
bracht wird, die Erhöhung der Integritätsentschädigung wiederspiegle die wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdefüh
rers (Urk. 1 S. 8, Urk. 14 S. 4), ist erstens darauf hinzuweisen, dass
von einer Integritätseinbusse nicht auf eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit
geschlossen werden kann. Ausserdem ergibt sich aus den medizinischen Berichten, dass die mit Verfügung vom 25. September 2014 zugesprochene zusätzliche Integritätsentschädigung von 40 % nur teilweise aufgrund einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers erfolgte. So
wurde
zwar
aufgrund der
orthopädischen
Verschlechterung
von einer zusätzlichen
Integritätseinbusse von 5 %
ausgegangen
(vgl.
Urk. 9/111/25, 9/222/4). Was jedoch die Erhöhung der Integritätsentschädigung aufgrund der neuropsychologischen Beeinträchtigungen betrifft (vgl. E. 3.4.3 und Urk. 9/222/4), wies Dr.
D._
in ihrem Bericht vom 27. August 2014 darauf hin, dass die festgestellten neuropsychologischen Defizite vermutlich
seit dem Unfall derart ausgeprägt
seien und
zum Zeitpunkt des Unfalls nicht vollumfänglich erfasst worden
seien (
E. 3.4.3). Auch Dr. med.
K._
, Neurologie FMH, welcher den Beschwerdeführer wiederholt
untersucht hatte
, hatte nach einer
neurologischen B
egutachtung im Oktober 2010 dafür
gehalten, die aktuellen Untersuchungen hätten keinen Hinweis auf eine pro
grediente neurologische Pathologie im Rahmen des posttraumatischen Zustandsbildes ergeben (Urk. 9/71/2)
, und führte nach einer weiteren
neu
ropsychologischen Untersuchung
am
9. Juli 2012
aus
, es habe sich ein prak
tisch identischer Befund zur gleichartigen Voruntersuchung vom 6. Oktober 2010 ergeben.
Dr. K._ kam zum Schluss, es sei nicht anzunehmen,
dass eine Progredienz
des organischen Befundes zu dem
vom Beschwerdeführer glaubhaft beschriebenen Leistungseinbruch
führe
. Die Limitierung der Leis
tungsfähigkeit lasse sich leicht nachvollziehen aufgrund der Tatsache, dass er ein grösseres Risiko zur Dekompensation als ein gesunder Mitarbeiter habe, wenn die Anforderungen am Arbeitsplatz stetig wachsen würden oder zu wenig auf die Angepasstheit seines Arbeitsplatzes geachtet werde (Urk. 9/100/2).
4.2.3
Beschwerdeweise wurde weiter vorgebracht,
im Jahr 2014 sei eine zusätzli
che massive gesundheitliche Verschlechterung eingetreten (Urk. 1 S. 9 f., Urk. 14 S. 3 f.). Auch der neuropsychologische Gutachter habe im Gutachten vom 28. April 2014 eine weitere orthopädische Beurteilung angefordert und den Bericht von Dr. C._ angesichts der weiteren unfallbedingten Ver
schlechterung als veraltet angesehen. Dass sich die Beschwerdegegnerin bei ihrem Entscheid auf den Bericht von Dr. C._ vom 20. November 2012 stütze, könne nicht angehen
(Urk. 1 S. 10 f.).
Entgegen diesen Vorbringen ergeben sich keine Hinweise in den Akten, dass es im Jahr 2014 zu einer relevanten gesundheitlichen unfallbedingten Ver
schlechterung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers gekommen wäre und deswegen nicht auf die Beurteilung von Dr. C._ abgestellt werden könnte. Im neuropsychologischen Gutachten vom 28. April 2014 wurde sodann einzig dafürgehalten, dass zu den neurologischen Defiziten die Ein
schränkungen hinzukommen würden, welche sich aus orthopädischer Sicht ergeben würden und fachärztlich beurteilt werden müssten (Urk. 9/204 S. 16). Damit wiesen die neuropsychologischen Gutachter lediglich darauf hin, dass sie die Leistungsfähigkeit – korrekterweise – nur aus neuropsychologi
scher Sicht beurteilen würden; dass sie eine erneute orthopädische Beurtei
lung als notwendig erachtet hätten, ergibt sich nicht aus ihren Ausführun
gen.
4.2.4
Soweit beschwerdeweise weiter geltend gemacht wird, aus den eingereichten Akten der Arbeitslosenkasse gehe klar hervor, dass beim Beschwerdeführer nicht einmal mehr eine 20%ige Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorliege (Urk. 1 S. 12, Urk. 14 S. 5), ist darauf hinzuweisen, dass es sich bei den eingereichten Akten um Entscheide der Arbeitslosen
kasse des Kantons Zürich handelt, mit welchen mangels Vermittlungsfähig
keit ein Leistungsanspruch verneint wurde (vgl. Urk. 3/7, 3/8) und sich aus diesen nicht ergibt, weshalb nicht auf die Beurteilungen der Dres. C._ und D._ abgestellt werden könnte.
4.2.5
Schliesslich vermag auch der Umstand, dass das Arbeitsverhältnis bei der
Y._
durch die Arbeitgeberin per Ende März 2013 aufgelöst
wurde
, den Beweiswert der Beurteilungen der Dres.
C._
und
D._
nicht zu schmälern (vgl. Urk. 1 S. 8, 10)
.
4.2.6
Gestützt auf die Berichte der Dres.
D._
und
C._
vom 20. November 2012
und
27. August 2014 ist somit mit dem im Sozialversicherungsrecht massge
benden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer in angepassten Tätigkeiten zu 4,5 Stunden pro Tag arbeitsfähig ist.
A
ngesichts
dessen besteht kein
Anlass zu einer
weiteren medizinischen Begutachtung.
4.3
4.3.1
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbsein
kommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
4.3.2
Zur Ermittlung des Valideneinkommens stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Angaben der Arbeitgeberin vom 3. Juli 2014
zur mutmasslichen Lohn
entwicklung ohne Unfall
ab, wonach der Beschwerdeführer einen Jah
reslohn von Fr. 69‘081.
-- erzielen würde
(Urk. 9/214/2).
Inwiefern diesen Angaben nicht gefolgt werden kann, wurde nicht substantiiert vorgebracht; es wurde einzig eingewendet, die infolge des Unfallereignisses entgangenen Karriereschritte seien nicht gebührend berücksichtigt geworden (Urk. 1 S. 12). Um welche Karriereschritte es sich dabei gehandelt und welche konkreten Anhaltspunkte hierfür bestanden hätten, wurde nicht ausgeführt. Von weite
ren Abklärungen kann deshalb abgesehen werden.
Inwiefern es dem Beschwerdeführer nicht möglich gewesen sein soll, zu den von der ehemaligen Arbeitgeberin gemachten, der Verfügung vom 25. September 2014 dem Valideneinkommen zugrunde gelegten Angaben Stellung zu nehmen - wie beschwerdeweise weiter bemängelt wurde (Urk. 1 S. 12) - ist nicht ersichtlich.
4.3.3
Da der Beschwerdeführer nicht mehr erwerbstätig
ist
, ist es
sodann
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin das Invalideneinkommen anhand der Tabellenwerte gemäss dem vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen ermittelt
und das standardisierte monatliche Einkommen
von Fr. 5‘210.-- für männliche Hilfskräfte (LSE 2012, Total in der Tabelle TA1, Kompetenzniveau 1, Männer) herangezogen hat.
Unter Berücksichtigung
der
noch zumutbaren Arbeitszeit von 4,5 Stunden pro Tag respektive 22,5 Stunden pro Woche (vgl. E. 4.2.6) sowie der Nomi
nallohnentwicklung bis ins Jahr 2014 (Indexstand 2188 [2012] auf
2220 [2014], vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, T 39: Ent
wicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2014, Männer) resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 35‘681.80 (Fr. 5‘210.-- x 12 : 40 x 22,5: 2188 x 2220).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksich
tigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug ent
wickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskatego
rie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unter
durchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenloh
nes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merk
mal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berück
sichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser angemessen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV
Nr.
31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
Die Beschwerdegegnerin erachtete einen Abzug von 20 % aufgrund der Ein
schränkungen in leistungsmässiger und zeitlicher Hinsicht als angemessen (Urk. 2 S. 15).
Der Beschwerdeführer ist sowohl aus orthopädischer Sicht als auch aus neuro
logischer und neuropsychologischer Sicht erheblich eingeschränkt. Kumuliert ergibt dies ein sehr eingeschränktes Zumutbarkeitsprofil (E. 3.4.1 ff.). Angesichts dessen rechtfertigt sich vorliegend der maximal zulässige Abzug von 25 %.
Bei einem solchen Abzug resultiert ein Invaliden
einkommen von Fr. 26‘761.40, womit im Vergleich zum Valideneinkommen von
Fr. 69‘081.--
eine Erwerbseinbusse von Fr. 42‘3
19
.
60
resultiert, was einem Invaliditätsgrad von gerundet 61 % entspricht.
5.
Der Invaliditätsgrad hat sich somit nicht erheblich geändert (Erheblichkeits
grenze bei 5 %,
vgl.
E. 1.3), weshalb keine Rentenerhöhung vorzunehmen ist.
Der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 31. Juli 2015 erweist sich somit als rechtens und die dagegen gerichtete Beschwerde ist abzuwei
sen.