# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ee8dc15d-3957-4989-b5ea-14b783e4eafb
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 20
I. Sachverhalt
A. Nach Vorliegen eines kinderpsychologischen Gutachtens des Instituts für Forensisch-Psychologische Begutachtung (IFPB) St. Gallen vom 25. März 2014 kamen die Eheleute X.Y._ anlässlich einer mündlichen Verhandlung vor dem Eheschutzrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos am 20. Mai 2014 überein, einstweilen, das heisst für die Dauer von sechs Monaten, die Situation wie folgt zu regeln:
"1. Auf das Errichten einer Besuchsbeistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB wird verzichtet.
2. Das Besuchsrecht des Vaters Y._ wird unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten, vor allem des Wohls der Kinder A._, geboren am _2009, und B._, geboren am _2011, wie folgt geregelt:
1. Beide Kinder verbringen einen Tag eines jeden zweiten Wochenendes – also Samstag oder Sonntag [die Eltern sprechen sich über den genauen Wochenendtag ab] – beim Vater in O.1_, und zwar von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr. Den Fahrdienst – jeweils Hin- und Rückfahrt – übernehmen die Ehefrau und der Ehemann im Wechsel. Holt der Vater die Kinder an ihrem Wohnort in O.2_ ab, ist er um 09:00 Uhr dort; am selben Abend bringt er sie auf 18:00 Uhr dorthin zurück. Bringt die Mutter die Kinder nach O.1_, so ist sie um 10:00 Uhr dort und holt sie am selben Abend um 17:00 Uhr wiederum ab. Mit dieser Regelung verbleiben dem Vater für den Aufenthalt mit seinen Kindern netto, d.h. ohne Ausübung von Fahrdiensten, sieben Stunden (10:00 bis 17:00 Uhr).
2. Das Besuchsrecht wird begleitet ausgeübt. Die Begleitung übernimmt der Verein "D._" (für die Organisation der Begleitperson zuständig und Ansprechperson hierfür ist Frau C._). Der Ehemann hat "D._" zwecks Organisation der Begleitperson den konkreten Besuchstag jeweils frühzeitig bekanntzugeben. "D._" ist mit einer Kopie dieses Entscheids zu bedienen.
3. Das Besuchsrecht beginnt mit Samstag, 24. Mai 2014, und dauert bis und mit 16. November 2014.
4. Sollte ein Besuchsrecht – wegen Ferien, Krankheit oder ähnlichem – ausfallen, so wird es nachgeholt.
5. Die Kosten der Besuchsrechtsausübung trägt der Ehemann. So auch die Kosten für die Begleitung der Besuche durch "D._".
6. Die Eltern können von dieser Besuchsregelung abweichen, sofern sie sich darüber einigen und diese Einigung dem Kindeswohl nicht zuwiderläuft.
3. Auf ein Ferienrecht des Vaters Y._ wird einstweilen verzichtet.
4. Der Ehemann Y._ bezahlt für die Monate Juni bis November 2014 (fest und unabänderlich) an den Unterhalt von Ehefrau und Kindern
Seite 3 — 20
monatlich im Voraus insgesamt CHF 3'040.00, inklusive Kinderzulagen, wie folgt:
 Für die Kinder A._ und B._ je CHF 1'000.00, zuzüglich Kinderzulage (von derzeit CHF 220.00 pro Kind);
 Für die Ehefrau X._ CHF 600.00.
5. Am Freitag, 21. November 2014, 10:00 Uhr, treffen sich die Parteien zu einer weiteren mündlichen Verhandlung auf der Kanzlei des Bezirksgerichts Prättigau/Davos (neu: Talstrasse 10a, 7250 Klosters). Zu dieser Sitzung wird separat nicht mehr vorgeladen. Auf diesen Zeitpunkt hin beschafft sich der Vorsitzende einen Bericht von "D._". Anlässlich dieser Zusammenkunft soll das weitere Vorgehen (Besuchsrecht, Unterhaltszahlungen etc.) umfassend besprochen werden.
6. Die Gerichtskosten in Höhe von insgesamt CHF 12'600.00 gehen je hälftig zu Lasten der Eheleute X.Y._ und werden mit den von ihnen geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet.
7. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations