# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 40cbd4be-7ec5-4380-9053-7342589320e5
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Criminal Procedure

## Facts

I. Sachverhalt
A. Am 15. November 2020 erlitt B._ bei einem Sturz in C._ eine Schenkelhalsfraktur. Er wurde ins Kantonsspital E._ nach D._ überführt und dort gleichentags operiert. In der Folge entwickelte er am 23. November 2020 eine Lungenentzündung, als deren Ursache man einen Covid-Infekt fand. Am 30. November 2020 verstarb B._ im Kantonsspital Graubünden. Gemäss dem Bericht der durchgeführten Legalinspektion ist der Tod auf respiratorisches Versagen durch den Covid-Infekt eingetreten.
B. Mit Verfügung vom 4. Januar 2021, mitgeteilt am 7. Januar 2021, entschied die Staatsanwaltschaft Graubünden (nachfolgend: Staatsanwaltschaft), dass kein Strafverfahren an die Hand genommen werde. Begründend führte sie aus, dass von einer natürlichen Todesursache auszugehen sei.
C. Dagegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), die Ehefrau des verstorbenen B._, am 16. Januar 2021 (Datum Poststempel) mit einer als "Einsprache" betitelten Eingabe Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft. In Nachachtung von Art. 91 Abs. 4 StPO leitete die Staatsanwaltschaft die Beschwerde mit Schreiben vom 20. Januar 2021 zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht von Graubünden weiter.
D. Mit Stellungnahme vom 29. Januar 2021 beantragte die Staatsanwaltschaft die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei.
II. Erwägungen
1.1. Gemäss Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO in Verbindung mit Art. 310 Abs. 2 StPO und Art. 322 Abs. 2 StPO sowie Art. 22 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EGzStPO; BR 350.100) kann gegen Nichtanhandnahmeverfügungen der Staatsanwaltschaft beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde geführt werden. Die Behandlung der Beschwerde fällt in die Zuständigkeit der II. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden (Art. 10 Abs. 1 der Kantonsgerichtsverordnung [KGV; BR 173.110]). Die Beschwerde ist innert 10 Tagen schriftlich und begründet einzureichen (Art. 322 Abs. 2 StPO; Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Beschwerde gegen die am 7. Januar 2021 mitgeteilte und am 8. Januar 2021 von der Beschwerdeführerin in Empfang genommene Nichtanhandnahmeverfügung datiert vom 16. Januar 2021 (Datum Poststempel), womit sie als fristgerecht anzusehen ist. Unerheblich für die Fristwahrung ist dabei, dass die Beschwerde bei der Staatsanwaltschaft und nicht bei der Beschwerdeinstanz eingereicht wurde (Art. 91 Abs. 4 StPO). Dass die
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