# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a090d212-8c19-4fc2-854e-881f1ae4a30f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1990 geborene
X._
war seit
1.
März 2017 bei der
Z._
als Bauführer angestellt und dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Schadenmeldung vom 14. August 2018 fuhr der Versicherte am 1
2.
J
uli 2018 mit einem Roller auf
ein stehendes Auto
auf
und
zog sich
dabei
eine Prellung des rechten
Handgelenk
s zu
(Urk. 11/1).
Anlässlich einer Röntgenuntersuchung vom 14. August 2018 wurde
keine Frak
tur oder Luxation an der rechten Hand
festgestellt
(Urk. 11/2). Nachdem der Ver
sicherte
in der Folge
weiter
hin
über Schmerzen in der rechten Hand
geklagt hatte
(Urk. 11/4)
,
erfolgte
am 24. Oktober 2018
aufgrund eines Verdachts auf einen
Teilriss
des
Sc
apholunarbandes
rechts
eine diagnostische Handgelenksarthro
skopie (Urk. 11/7)
.
Gestützt
auf die Beurteilung des Kreisarz
tes,
Dr.
med. A._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie,
stell
t
e
die Suva
ihre Ver
sicherungsleistungen mit Verfügung vom 15. Januar 2019 per 12. Oktober 2018 ein (Urk. 11/32). Die hiergegen erhobene Einsprache des Versicherten vom 23. Januar 2019 (Urk. 11/38) hie
s
s die Suva nach Einholung einer weiteren Stel
lungnahme
ihres
Kreisarztes
(Urk. 11/
53
)
teilweise gut und übernahm die Kosten für die
diagnostische Arthroskopie, für eine anschliessend
zweiwöchige postope
rative Arbeitsunfähigkeit und die verordnete Physiotherapie
. Im Übrigen wies sie die Einsprache ab
(
Einspracheentscheid
vom 21. Juni 2019, Urk. 2).
2.
Dagegen liess
X._
mit Eingabe vom 19. August 2019 (Urk. 1) Beschwerde erheben und beantragen,
es seien unter Aufhebung des angefoch
tenen
Einspracheentscheids
die gesetzlichen Leistungen nach dem U
VG auszu
richten. Eventualiter s
e
i
die Sache zur Einholung eines unabhängigen medizini
schen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Subeventualiter
seien die Kosten für die diagnostische Arthroskopie als Abklärungskosten, für eine mindestens sechswöchige postoperative Arbeitsunfähigkeit und für die ver
ordnete Physiotherapie zu übernehmen.
Mit Beschwerdeantwort vom 27. Novem
ber 2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 9) und legte
eine weitere Stellungnahme von Kreisarzt
Dr.
A._
ins Recht (Urk. 10). In der Folge ordnete das hiesige Gericht mit Verfügung vom 28. No
vember 2019 einen zweiten Schriftenwechsel an (Urk. 12). In dessen Rahmen hielten die Parteien mit Replik vom 13. Februar 2020 (Urk. 15) beziehungsweise Duplik vom 25. Februar 2020 (Urk. 19
, unter Auflage der ärztlichen Beurteilung durch
Dr.
A._
vom 24. Februar 2020, Urk. 20
) an ihren Anträgen fest, wovon die Parteien in Kennt
n
is gesetzt wurden (Verfügung vom 14. Februar 2020, Urk. 17 und Verfügung vom 26. Februar 2020, Urk. 21).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ein Unfall ist gemäss Art.
4
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.2
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [
UVG
]
werden –
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskus
risse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Band
läsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h). Ausserdem erbringt die Ver
sicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.3
1.3.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast –
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusam
menhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfall
versicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spät
folgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundes
gerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
vergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
Der Unfallversicherer hat nicht den Beweis für unfallfremde Ursachen zu erbrin
gen. Welche Ursachen (Krankheit, Geburtsgebrechen oder degenerative Verände
rungen) ein nach wie vor geklagtes Leiden hat, ist an sich unerheblich. Entschei
dend ist allein, ob die unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 329 E. 3b). Ebenso wenig muss der Unfallversicherer den negativen Beweis erbringen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder dass die versicherte
Person nun bei voller Gesundheit sei (SVR 2008 UV Nr. 11 34, U 290/06 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_840/2019 vom 1
4.
Februar 2020 E. 3.2 mit Hinwei
sen).
1.4
Nach der Rechtsprechung kommt den Berichten und Gutachten versicherungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungs
verhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid unter Hinweis auf die Ein
schätzung von
Dr.
A._
,
wonach mit Ausnahme des Knochenmarködems multipler
Carpalia
radial betont, der Handgelenksprellung sowie dem Riss der Pars
membranacea
keine Folgen des Unfalls vom 1
2.
Juli 2018 zu erkennen gewesen seien. Der Riss der Pars
membranacea
und das Knochenmarködem seien nach sechs Monaten als abgeheilt zu betrachten. Die Beschwerden im Bereich des TFCC, die
Synovitis
und die DRUG-Instabilität seien ohne Hinweise auf eine trau
m
atische Ursache
nicht auf den Unfall zurückzuführen, sonde
r
n als vorbe
stehende Zufallsbef
unde zu betrachten, zumal klin
isch keine Beschwerden in d
en entsprechenden Bereichen
hätten
fes
tgest
el
lt w
erden können
.
Die diagnostische Handgelenksarthroskopie sei zur Beurteilung des
Scapholunarbands
zwar not
wendig gewesen, aber es seien keine Unfallfolgen behoben beziehungsweise behandelt worden.
Eine unfallkausale Ursache für die
Synovitis
sei nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit festgestellt worden
(Urk. 2).
Die Bandläsion sei zudem überwiegend wahrscheinlich auf
eine Krankheit (
Synovitis
)
zurückzu
führen (Urk. 9).
2.2
Demgegenüber
hielt der Beschwerdeführer dafür, die Aktenbeurteilung des Kreis
arztes vermöge nicht
zu
belegen, dass die Beschwerden am Handgelenk nicht mehr auf den Unfall zurückzuführen seien. Gemäss der Einschä
tzung von
Dr.
B._
sei bei der Bandläsion
klar von Unfallkausalität auszugehen.
Es handle
sich um einen posttraumatischen Fall mit sekundärer
Synovitis
durch Beschädigung der Bänder. Angesichts des Alters des Beschwerdeführers sei es mehr als unwahrscheinlich, dass es sich bei der intraartikulären
Synovitis
um eine rheumatische Erkrankung handle.
Es liege eine Listen
diagnose gemäss
Art.
6
Abs.
2 UVG
vor
,
was
zur Vermutung
führe
, dass es sich um eine unfallähnliche Körperschädigung handle, die vom Unfallversicherer übernommen werden müsse.
Die
Beschwerdegegnerin habe indessen nicht ausgeführt, inwiefern die Körper
schädigung vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzuführen wäre.
Gestützt auf
die Einschätzung de
s
operierenden Chirurgen und den
Reintegrati
onsleitfaden Unfall des Schweizerischen Versicherungsverbands
habe die Beschwer
degegnerin
ihrer Leistungspflicht im Umfang von einer mindestens sechswöchigen Arbeitsunfähigkeit nachzukommen (Urk. 1
und Urk. 15
).
3.
3.1
Der Beschwerdeführer liess sich am 14. August 2018 erstmals nach dem Unfall vom 12. Juli 2018 an der rechten Hand untersuchen.
Dr.
med.
C._
, Fachärztin Radiologie, konnte an der rechten Hand keine Fraktur und keine Luxation feststellen (Urk. 11/2).
D
em ambulanten Bericht des
D._
vom 1
4.
August 2018 (Urk. 11/20)
kann entnommen werden, dass
der Beschwerde
führer von einer anfänglichen Schwellung und Schmerzen an der rechten Hand berichtet
hat
. Er habe dies mit Analgesie behandelt und sich zudem geschont. Aktuell sei es insgesamt deutlich besser, er habe bei Kraftanstrengung (Liegestüt
zen) allerdings noch immer Schmerzen an der rechten Hand. Befundmässig wurde im Bericht festgehalten, dass sich im Seitenvergleich am rechten Handrücken eine diskrete, glatte, feste Erhabenheit zeige (ca. distales Ende Metacarpale II/Os
trapezoideum
). DMS an der rechten Hand sei völlig intakt und die vom Beschwer
deführer beschriebenen Schmerzen würden nur unter Belastung auftreten (kräf
tiger Faustdruck auslösbar).
Als Diagnose wurde eine Kontusion der Mittelhand
knochen rechts
festgehalten
.
3.2
Am 27. August 2018 erfolgte am
E._
eine MRI-
Hand
gelenksuntersuchung (Urk. 11/23), wobei sich ein diffuses Knochenmarks
ödem multipler
Carpalia
radial betont
und an der
Basis des Os metacarpale II ohne abg
renzbare Fraktur oder Fissur sowie
eine vermehrte diffuse Flüssigkeitseinla
gerung in
termetakarpal und am Handrücken,
d
ifferentialdiagnostisch
Hämatom, gezeigt hätten
.
3.3
Am 24. September 2018
(Urk. 11/4)
diagnostizierte
Dr.
med.
Dr.
sc. n
at.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, eine axiale Traumatisierung des rechten Hand
gelenkes mit kernspintomographi
scher
Bone
bruise
, insbesondere der Metakarpal II-Basis und des Os
scaphoid
.
Es liege
der
Ver
dacht auf mindestens einen
Teilriss
des
Scapholunarbandes
am rechten Hand
gelenk vor.
Dr.
B._
empfahl die Durchführung einer diagnostischen Han
dge
lenksarthroskopie für die Be
u
rt
e
i
lung des
Sca
p
holunarbandes
. Bei einem signifi
kantem
Bandriss
von mehr als einem Drittel
sei eine vorübergehende
Draht
sp
i
c
kung des
Scapholunarbandes
nach SL-Band-
Débridement
indiziert
.
Diesfalls
müsse
das Handgelenk
danach
für sechs Wochen
, beziehungsweise bis zur Draht
ent
fernung,
ruhiggestellt werden
. Eine zweiwöchige Arbeitsunfähigkeit sei vor
stellbar, falls nur Büroarbeiten auszuführen wären. Bei fehlender Indika
tion zur Drahtspickung folge eine Handgelenksruhigstellung von zwei Wochen mit einer Arbeitsunfähigkeit von ebenfalls zwei Wochen.
3.4
Anlässlich der
Arthroskopie
vom
24. Oktober 2018
erhob
Dr.
B._
folgende Diagnosen
(
Urk.
11/9)
:
-
Teilriss
der Pars
memb
ranacea
des
Scapholunarbandes
(Typ Watson
and
Weinzweig Grad I und Typ Geissler Grad II) sowie vollständiger Riss des
fovealen
Ansatzes des TFCC sowie
Teilriss
des
S
tyloideus
ulna
Ansatzes mit DRUG
-Instabilität, Handgelenk rechts, bei
-
Status nach diagnostischer Arthroskopie mit Radiokarpal- und
Medio
karpal-Synovektomie
und
arthroskopisch
assistierter
transossärer
Refi
xation
des TFCC Handgelenk rechts am 24.10.2018,
fecit
Dr.
B._
-
Axial Traumatisierung des rechten Handgelenkes mit kernspinto
mographischer
Bone-bruise
, insbesondere der Metakarpal II-Basis und des Os
scaphoid
(MRI vom 27.08.2018).
Der Beschwerdeführer wurde in der Folge für sechs Wochen voll
ständig
arbeits
unfähig geschrieben.
3.5
Kreisarzt
Dr.
A._
erklärte in seiner
ärztlichen Beurteilung
vom 15. Januar 2019 (Urk. 11/31),
anlässlich der MRI-Untersuchung am
E._
hätten
ein diffuses Knochenmarksödem multipler
Carpalia
radial betont ohne abgrenzbare Fraktur oder Fissur sowie eine vermehrte diffuse Flüssigkeitsein
lagerung intermetakarpal und am Handrücken bildgebend dargestellt werden können. Eine Korrelation zu den geklagten Beschwerden und dem Ereignis habe allerdings nicht bildgeben
d
erklärt
werden können. In der Folge habe
Dr.
B._
den Verdacht auf
einen
Teilriss
des
scapholunaren
Bandes
geäussert
und eine diagnostische Handgelenksarthroskopie rechts empfohlen. Die
intraoperativ dar
ge
stellte und operativ behandelte
Synovitis
im Bereich des radiokarpalen und
mediokarpalen
Gelenks
sei
– so
Dr.
A._
-
allerdings
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit
nicht auf das Ereignis vom 12. Juli 2018 zurückzuführen, da eine
Synovitis
nicht innert knapp drei
er
Monate nach einer Prellung eines Hand
gelenks entstehen könne. Auch hätten zu keinem Zeitpunkt Beschwerden im Bereich des TFCC bestanden. Bei de
r
intraoperativ festgestellten DRUG-Instabili
tät mit Riss des
fovealen
Ansatzes und der
Synovitis
handle es sich um Zufallsbefunde.
Die von
Dr.
B._
präoperativ postulierte SL-Instabilität ha
be sich
arthroskopisch
als Teileinriss
des dorsalen Übergangs der Pars
membranacea
des
scap
holunaren
Bandes ohne Instabilit
ä
t
dargestellt und habe
chirurgisch auch nicht behandelt werden müssen
.
Die intraoperativ erhobenen Befunde und chirurgisch behandelten Pathologien seien überwiegend wahrscheinlich nicht auf das Ereignis vom 12. Juli 2018 zurückzuführen, sondern auf Ereignisse, welche zu einem früheren Zeitpunkt stattgefunden hätten oder sie seien auf Überbelas
tungsbeschwerden zurückzuführen. Gemäss dem Bericht von Dr.
B._
leiste der Beschwerdeführer 10 % manuelle Arbeit und sei sportlich sehr aktiv mit Klettern und Krafttraining, wobei Krafttraining auch nach dem Ereignis möglich gewesen sei.
Im Übrigen würden Unfallfolgen
bei
Prellungen
nach vier bis sechs Wochen
keine Rolle
mehr im Beschwerdebild
spielen (Urk. 11/31/5 und 6).
3.6
Erneut zur Aktenlage stellungnehmend hielt
Dr.
A._
am 23. April 2019 (Urk. 11/53) fest,
die präoperativ postulierte SL-Instabilität habe sich
arthrosko
pisch
als Teil-Einriss des dorsalen
Übergangs der Pars
membranacea
des
scapho
lunaren
Bandes ohne Instabilität dargestellt und habe keiner chirurgischen Therapie benötigt. Die weiterhin geklagten Beschwerden am rechten Handgelenk seien nach derzeitige
m
medizinischen Wissensstand überwiegend wahrscheinlich auf den Status nach radiokarpaler und
medi
okarpaler
Synovektomie
sowie
transossäre
r
Refixation
des TFCC zurückzuführen. Die
Synovitis
sei eine Entzün
dung der inneren Schicht der Gelenkskapsel, eine Ursache
dafür
habe nicht gefunden werden können und eine histologische Untersuchung sei nicht erfolgt. Eine
Handgelenkssynovektomie
sei im postoperativen Verlauf mit erheblichen Beschwerden verbunden, da die menschliche Hand zu den empfindlichsten Kör
perregionen zähle und die Entfernung von Bindegewebe mit Schmerzen verbun
den sei. Der Teil-Einriss des dorsalen Übergangs der Pars
membranacea
des
scapholunaren
Bandes ohne Instabilität habe nach derzeitigem medizinischen Wissensstand überwiegend wahrscheinlich den Status quo sine nach vier bis sechs Monaten erreicht.
Bei fehlender Instabilität des
scapholunaren
Ba
ndes und ohne durchgeführte chi
rurgische Intervention sei davon auszugehen, dass
es i
m R
ahmen des Reparaturprozesses
zu einem
Remodeling
der Pars
membrana
cea
/
Membrana
synovialis
gekommen sei. Das Ereignis Handgelenksprellung habe am 12. Juli 2018 stattgefunden, der Status quo sine sei spätestens am 1
2.
Januar
2019 erreicht worden. Das Ereignis habe nur möglich
erw
eise
zu einer vorüberge
henden Verschlimmerung des pathologischen Vorzustandes geführt.
Der Gesund
heitszustand, wie er vor dem Unfall vorgelegen habe, sei spätestens, unter der Annahme eines unfallkausalen Teileinrisses, am 12. Januar 2019 erreicht worden. Zeitgleich sei überwiegend wahrscheinlich auch der Status quo sine nach Kno
chenmarködem erreicht worden, diese
r
sei nach sechs Monaten zu erwarten.
3.7
Mit
Stellungnahme vom 6. August 2019
(Urk. 3/16)
führte
Dr.
B._
unter anderem
aus
, das rechte Handgelenk des Beschwerdeführers sei vor dem Unfall vom 12. Juli 2018 mit hoher Wahrscheinlichkeit gesund gewesen. Aufgrund der verzögert durchgeführten Arthroskopie
habe
arthroskopisch
nicht zwischen degene
r
ativer
und unfallbedingter Beschädigung unterschieden werden
können
. Nur innerhalb der ersten drei Wochen nach dem Ereignis könne aufgrund von Blut im Gelenk definitiv bestätigt werden, ob die Verletzung frisch sei.
Jedoch seien im Alter des Beschwerdeführers keine signifikanten degenerativen Beschä
digungen zu erwarten. Der Beschwerdeführer habe in der Vorgeschichte auch keine signifikante Traumatisierung des Handgelenkes verzeichnet und sei bis vor dem Unfall völlig beschwerdefrei gewesen.
Nach der durchgeführten
arthrosko
pisch
assistierten
trans
ossären
Refixation
des TFCC sei
mit einer sechswöchigen Heilungszeit des Bandes zu rechnen. Je nach
Beruf und betroffener Seite sei
mit einer Arbeitsunfähigkeit von mindestens sechs Wochen bis zu drei Monaten zu rechnen.
Die
Scapholunar
-Bandläsion, welche operativ nicht habe repariert werden müssen, spiele für die Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit im Übrigen keine Rolle.
3.8
Am 25. November 2019 nahm
der
Kreisarzt
Dr.
A._
erneut zur Aktenlage Stellung (Urk. 10) und
führte aus,
Dr.
B._
habe beim Eingriff vom 24. Okto
ber 2018 eine Radiokarpal- und
Mediokarpalsynovektomie
vorgenommen, wobei eine
Synovektomie
/Gelenks
schleimhautentfernung lege
arti
s
bei einer
Synovitis
durchgeführt werde. Eine
Synovitis
sei eine entzündliche Veränderung, eine Krank
heit der Gelenksschleimhaut. Eine histologische Beurteilung über den
Synovialit
i
s
-Score sei nicht erfolgt. Die
Synovektomie
sei im Bereich der Mittel
handknochen und des Handgelenks vorgenommen worden. Eine überwiegend wahrscheinliche unfallkausale Ursache für eine
Synovitis
im Bereich der Mittel
handknochen und des Handgelenks bei Zustand nach Prellung mit
bone
bruise
drei Monate zuvor sei nach derzeitigem medizinischen Wissensstand nicht bekannt. Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der Beschwerdeführer
gelern
ter Maurer sei und er
somit eine manuell schwere Tätigkeit über m
ehrere Jahre ausgeführt habe,
er
zum Operationszeitpunkt 28
Jahre alt gewesen sei, sei ein degeneratives Verschleissleiden im Bereich der Mittelhandknochen und des
Handgelenks nicht aussergewöhnlich und nicht auszuschliessen.
Bei der Hand
gelenksarthroskopie habe
Dr.
B._
einen Abriss des
ulnaren
Ansatzes des TFCC mit dort deutlicher
Synovitis
gefunden, nachdem weder bei den klinischen Untersuchungen im
D._
, der MRI-Untersuchung im
E._
noch bei
der klinischen Untersuchung
bei
Dr.
B._
der Verdacht auf einen Bandausriss im Bereich des triangulären
kartilaginären
Komplexes des Hand
gelenks gestellt werden konnte.
Dr.
B._
habe diese Pathologien adres
siert, indem er den Ansatz des TFCC knöchern fixiert habe. Die überwiegend wahrscheinliche Ursache für die Ablösung des
ulnaren
Ansatzes des TFCC sei die intraoperativ diagnostizierte deutliche
Synovitis
, welche mittelfristig zu einer Resorption/Auflösung von Kapselbandstrukturen führe.
Die präoperativ gestellte Verdachtsdiagnose SL-Bandruptur habe intraoperativ nicht bestätigt werden können. Bei dem intraoperativ dargestellten Abriss beziehungsweise
der
Ablö
sung des
ulnaren
Ansatzes des TFCC handle es sich zwar um eine Listendiagnose (Bandläsionen,
lit
. g), welche
aber
überwiegend wahrscheinlich vorwiegend auf
eine
Krankheit, die
Synovitis
, zurückzuführen sei.
3.9
Mit Stellungnahme
vom 8. Januar 2020 (Urk. 16/1)
führte
Dr.
B._
aus, der Beschwerdeführer habe eine
blendende Anamnese
und die Untersuchung
des
Bewegungsapparates sei, bis auf das rechte Handgelenk, unauffällig gewesen.
Vor diesem Hintergrund erscheine eine Erkrankung aus dem rheumatischen For
menkreis mehr als unwahrscheinlich. Deshalb sei die
Annahme von
Dr.
A._
, wonach die chronische intraartikuläre
Synovitis
auf eine arbeitsbedingte Überbe
lastung zurückzuführen sei, als hoch
illusive
Diagnose
zu erachten
. Bei arbeits
bedingter Überbelastung seien in der Regel hauptsächlich die Sehnen und kaum die Gelenke von einer
Synovitis
betroffen. Das MRI sei damals lediglich nativ durchgeführt worden un
d die Bilder seien zudem nur vo
n mässiger Qualität gewesen.
Für eine genauere Beurteilung der Bänder hätte das MRI mit einer
Arthrographie
des
Distalradioulnargelenkes
und des
Mediokarpalgelenkes
kombi
niert werden müssen. Im Übrigen hielt
Dr.
B._
an seiner Diagnose eines post
trau
matischen Falles mit sekundärer
Synovitis
durch Beschädigung der Bänder fest.
3.10
Dr.
A._
wies in seiner
Beurteilung
vom 24. Februar 2020 (Urk. 20) darauf hin, dass die Anamnese des Beschwerdeführers – entgegen der Ansicht von
Dr.
B._
– nicht als blendend bezeichnet werden könne. Der Beschwerdeführer habe am 15. November 2007 einen Sturz mit einem
Mofa
erlitten und bis zum Unfall vom 12. Juli 2018 seien neun weitere Ere
ignisse
(
Wakeboardunfall
,
Schlit
telunfall
, Sprung ins se
ichte Wasser, Fräsunfall, Schleu
dertrauma,
Vespa
-Unfall)
zu
verzeichnen gewesen. Eine Abklärung, inwiefern eine Krankheit des rheuma
tischen Formenkreises vorgelegen habe oder vorliege, sei nicht erfolgt. Der intra
operative Befund
Synovitis
sei objektivierbar, die Kausalität überwiegend wahr
scheinlich eine chronische Veränderung, welche sich über den Zeitraum von mehr als einem Jahr entwickelt habe, eine überwiegend wahrscheinliche Unfallkausa
lität lasse sich aus dieser Diagnose nicht ableiten. Zwischen dem Ereignis und der Operation seien 101 Tage vergangen, intraoperativ hätten keine Befunde, welche auf eine drei Monate zurückliegende Verletzung hinweisen würden, erhoben werden können. Es hätten sich keine Blutungen oder Blutabbauprodukte wie
eine
Hämosiderinablagerung
gefunden. Die intraoperativ erhobenen Befunde würden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis zurückgeführt werden können, sondern seien nur mögliche Folgen des Ereignisses.
Im Übrigen sei
Synovitis
keine Listendiagnose. Vorliegend fehle es an einem unmittelbaren Geschehen, die Bandläsion «Entspannung des TFCC» sei vielmehr wiederholten, im täglichen Leben erfolgten Mikrotraumata zuzuschreiben. Der Beschwerde
führer sei von 2006 bis 2017 als Maurer tätig gewesen, was eine allmähliche Abnützung bewirkt habe, welche schliesslich das Ausmass einer eine Behandlung erfordernden Schädigung erreicht habe. Damit liege eine Krankheit vor. Die Listen
diagnose Bandläsion sei überwiegend wahrscheinlich auf
eine
Krankheit zurückzuführen.
4.
4.1
Wie die Beschwerdegegnerin richtig erwog, legte Kreisarzt
Dr.
A._
überzeu
gend und nachvollziehbar dar, dass
die radiokarpale
und
mediok
arpale
Synovek
tomie
sowie
die
transossäre
Refixation
des TFCC
Hintergrund der
anhaltenden Beschwerden
des Beschwerdeführers
bildet
e
, wobei die
se
operativ behandelten Patho
logien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf
das Ereignis vom
12. Juli
2018 zurückzuführen sind
(vgl. E. 3.5 und 3.6 hiervor)
. Mit der
Synovek
tomie
wurde eine entzündliche Veränderung der Gelenksschleimhaut (
Synovitis
) im Bereich des Mittelhandknochens
und
des Handgelenks behandelt. Nach der
zeitigem medizinischen Wissenstand ist
gemäss Ausführungen des Kreisarztes
hierfür
eine unfallkausale Ursache bei Zustand nach Prellung mit
bone
bruise
drei Monate zuvor
nicht bekannt
. Anlässlich der klinischen Untersuchungen im
D._
, der MRI-Untersuchung im
E._
und der klinischen Untersuchung
bei
Dr.
B._
ergab sich denn auch kein Verdacht auf einen Bandausriss im Bereich des triangulären
kartilaginären
Komplexes des Hand
gelenks
.
Gemäss
Dr.
A._
ist vorliegend v
ielmehr von einem degenerativen Ver
schleissleiden auszugehen, was insbesondere vor de
m Hintergrund, dass anlässlich der Operation keine Blutungen
oder Blutabbauprodukte gefunden wurden, der Beschwerdeführer a
ls gelernter
Maurer
und Vorarbeiter/Polier
über mehrere Jahre manuell schwere Tätigkeiten ausführte
, seine Anamnese mehrere
Unfall-
Ereignisse aufweist
und
der Beschwerdeführer
in seiner Freizeit unter anderem Klettern und Kraftsport betreibt (vgl. E. 3.10 hiervor
und Urk. 16/2
), plausibel erscheint. Das
Knochenmarködem multipler
Carpalia
radial, die Hand
gelenksprellung und der Riss der Pars
membranacea
sind dagegen
dem Kreisarzt folgend
auf
den Unfall vom 12. Juli 2018 zurückzuführen
(vgl. E. 3.5)
und war der
Status quo sine nach Knochenmarködem
und Riss der Pars
membranacea
nach
sechs
Monaten (
E.
3.6
)
sowie
nach Prellung nach vier bis sechs Wochen (vgl. E. 3.5)
erreicht. In
Bezug auf den
Riss der Pars
membranacea
ist auf die Stellung
nahme
vom 6. August 2018
von
Dr.
B._
zu verweisen, wonach
die
Scapho
lunar-Bandläsion
nicht habe rep
ariert werden müssen und diese für die
Einschät
zung der Arbeitsunfähigkeit keine Rolle gespielt habe (vgl. E. 3.7 hiervor).
Überhaupt lassen sich den
Akten keine Hinweise auf eine
länger dauernde
Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit
aufgrund der unfallbedingten Pathologien entnehmen
.
So
geht
bereits aus
dem Bericht des
D._
vom 14. August 2018
hervor
, dass die Schmerzen des Beschwerdeführers an seiner rechten Hand seit dem Ereignis bereits deutlich besser geworden seien, er
allerdings
bei Kraft
anstren
gung (Liegestützen) noch Schmerzen habe (vgl. E. 3.1).
Dr.
B._
führte
im Bericht vom 24. September 2018 aus, der Beschwerdeführer arbeite als Bau
führer und betreibe sehr aktiv Sport, wobei dies aktuell nur noch mit
dorsoradia
len
Handgelenksschmerzen und Knacken rechts gehen würde
(Urk. 11/4)
.
Eine allfäl
lige
Einschränkung
der
Arbeitsfähigkeit
wird
in beiden Berichten nicht
erwähnt
.
Auch seitens der Arbeitgeberin wurde erst
am Tag der
Operation eine Arbeitsun
fähigkeit
des Beschwerdeführers
bei der Beschwerdegegnerin geltend gemacht (vgl. hierzu Mail der Arbeitgeberin vom 24. Oktober 2018, Urk. 11/5
, wonach der Beschwerdeführer seit 1. September 2018 beim neuen Arbeitgeber angestellt sei
).
Vor diesem Hintergrund ist
es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Taggeldleistungen infolge fehlender Arbeitsunfähigkeit über den 1
2.
Oktober 2018 hinaus einstellte und mangels aktenkundiger Notwen
digkeit hierfür einen weiteren Anspruch auf Heilkosten verneinte.
Dass die anlässlich des Ereignisses vom 1
2.
Juli 2018 ebenfalls erlittene Knieprel
lung innert vier bis sechs Wochen als folgenlos abgeheilt zu betrachten ist (
Urk.
11/53 S. 5), stellte der Beschwerdeführer denn zu Recht nicht in Frage.
4.
2
Wie die Beschwerdegegnerin
indes
zu Recht festhielt, lieferte erst die diagnos
tische Arthroskopie die notwendigen Hinweise zur
abschliessenden
Klärung des vorliegenden medizinischen Sachverhalts und war
mithin
zur Abklärung der Leis
tungspflicht der Beschwerdegegnerin notwendig, weshalb die Kosten gemäss
Art.
45 ATSG für die Operation von der Beschwerdegegnerin übernommen wurden. Der von
Dr.
B._
postulierte Verdacht eines Teilrisses des
Scapho
lunarbandes
am rechten Handgelenk gab zur Durchführung der diagnostischen Handgelenksarthroskopie Anlass.
Dr.
B._
erklärte weiter, dass bei einem signifikante
n
Bandriss
von mehr als einem Drittel eine vorübergehende Draht
spickung des
Scapholunarbandes
nach SL-Band-
Débridement
indiziert sei. In einem solchen Fall müsse danach das Handgelenk für sechs Wochen beziehungs
weise bis zur Drahtentfernung ruhiggestellt werden. Bei fehlender Indikation zur Drahtspickung folge eine Handgelenksruhigstellung von zwei Wochen mit einer Arbeitsunfähigkeit von ebenfalls zwei Wochen (vgl. E. 3.3 hiervor). Eine solche Drahtspickung war anlässlich der Operation vom 2
4.
Oktober 2018 nicht indiziert und der von
Dr.
B._
postulierte Verdacht liess sich nicht bestätigen (vgl. E. 3.4). Vielmehr und wie bereits ausgeführt wurden mit der Operation Pathologien adressiert, welche nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Ereignis vom 1
2.
Juli 2018 zurückzuführen sind, weshalb sich vorliegend Talggeldleis
tungen für eine über zwei Wochen hinausgehende Arbeitsunfähigkeit nicht recht
fertigen lassen. Ebenso wenig besteht Anspruch auf - über die ab 2
5.
Februar 2019 gewährte Serie Physiotherapie hinausgehende - Heilungskosten.
4.
3
Was der Beschwerdeführer gestützt auf die Stellungnahme
Dr.
B._
s dagegen vorbringt, überzeugt nicht.
Dr.
B._
musste in seiner Stellungnahme vom 6. August 2019 selbst einräumen, dass aufgrund der verzögert durchgeführten Arthroskopie nicht zwischen
degenerativer
und unfallbedingter Beschädigung unterschieden werden konnte (vgl. E.
3.7
hiervor).
Seine Aussage, es sei unzu
lässig, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf ein degeneratives Leiden zu schliessen, greift zu kurz. Denn der natürliche Kausalzusammenhang zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit feststehen. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsanspruches nicht
(
vgl. E. 1.3.1
hiervor).
Gegen eine unfallbedingte Verursachung der festgestellten
Bandläsion
und den damit im Zusammenhang stehenden Handgelenksbeschwerden spricht ferner, wie der Kreisarzt zu Recht festhielt, der Umstand,
dass
die
klin
ische Untersuchung am
D._
(vgl. E. 3.1)
,
die
MRI-Untersuchung am
E._
(vgl. E. 3.2)
und
die klinische
Untersuchung
Dr.
B._
s
(vgl. E. 3.3)
kein Ver
dacht auf einen Bandausriss im
Bereich des
tringulären
kartilaginären
Komplexes des rechten Handgelenks
begründete
n
.
Unter Hinweis auf die berufliche Tätigkeit
, die sportliche Freizeitaktivität
und die medizinische Vorgeschichte des Beschwer
de
führers, legte d
er Kreisarzt - entgegen der Ansicht von
Dr.
B._
-
überzeu
gend dar,
dass
ein
degeneratives Verschleissleiden
vorliegend plausibel erscheint
(vgl. E. 4.1 vorstehend)
.
4.
4
Zusammenfassend ist die Beurteilung von
Dr.
B._
nicht geeignet, Zweifel an der ausführlich und überzeugend begründeten kreisärztlichen Einschätzung zu wecken
(vgl. E. 1.4 hiervor)
. Dabei ist auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Haus- und Fachärzte mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5; 125 V 351 E. 3b/cc). Nach dem Gesagten ist gestützt auf die
schlüssige Beurteilung des Kreisarztes erstellt, dass
die
anlässlich der Hand
gelenks
arthroskopie festgestellte
n
Pathologien
nicht mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit auf das Ereignis vom 12. Juli 2018 zurückzuführen
sind
.
Anzu
fügen bleibt, dass der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusam
men
hangs nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden muss. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_160/2012 vom 1
3.
Juni 2012 E.
2 mit weiteren Hinweisen), was nach dem Gesagten zu bejahen ist.
4.5
Soweit der Beschwerdeführer eine Leistungspflicht gestützt auf das Vorliegen einer Listendiagnose gemäss
Art.
6
Abs.
2 UVG geltend macht (
Urk.
1 S. 9 f.), vermag er ebenso wenig durchzudringen. Wie aufgezeigt, ergaben die medizi
nischen Abklärungen, dass der mittels Operation vom 2
4.
Oktober 2018 sanierte Abriss beziehungsweise die Ablösung des
ulnaren
Ansatzes des TFCC zwar als Listendiagnose zu qualifizieren (E. 3.8), jedoch nicht auf das Unfallereignis vom 1
2.
Juli 2018 zurückzuführen ist (E. 4.1) und es sich bei einer
Synovitis
nicht um eine Listendiagnose handelt (E. 3.10). Mit anderen Worten hat die Beschwerde
gegnerin den Nachweis dafür erbracht, dass das Ereignis vom 1
2.
Juli 2018 keine auch nur geringe Teilursache der Bandläsion bildet. Damit ist aber gleichzeitig auch erstellt, dass diese Listenverletzung vorwiegend, das heisst zu mehr als 50
%
(vgl. dazu BGE 146 V 51 E. 8.2.2.1 und E. 9.2) auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen ist, zumal es keinen Hinweis auf ein nach dem fraglichen Unfall eingetretenes initiales Ereignis gibt, das Anlass zu Weiterungen geben könnte.
Die Vermutung der Leistungspflicht gemäss
Art.
6
Abs.
2 UVG ist demnach umgestossen und der Unfallversicherer von seiner Pflicht befreit.
4.
6
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin ihre weitergehende Leistungs
pflicht zu Recht verneint. Dementsprechend ist der angefochtene
Einsprache
entscheid
vom
21. Juni 2019
(
Urk.
2) nicht zu beanstanden, was zur Abweisung der Beschwerde führt.