# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 009055f4-d34a-46b5-9537-1d4d4c45cdf4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1959 geborene
X._
war von April 1986 bis September 2004
als Hilfsarbeiter im Tiefbau
bei der
Y._ AG
angestellt; letzter effektiver Arbeitstag war der 12. April 2000 (Urk.
6
/114).
Im April 2000 erlitt er
anlässlich eines Berufsunfalls
eine
Meniskusläsion am linken Knie (
vgl. Urk. 6/7/34) und bezog daraufhin ab dem
1.
Juni 2002
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 27
%
eine Invalidenrente
der Unfallversicherung
(Urk.
6
/140).
Aufgrund einer im
Dezember 2001
unter Hinweis auf den vorgenannten
Unfall
erfolgten Anmeldung
bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung (
vgl.
Urk.
6/5) sprach
ihm
die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, mit Verfügung vom 8. November 2002 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100 % vom 1. April 2001 bis zum 31. März 2002 eine befristete ganze Invalidenrente zu (Urk.
6
/42). Auf Beschwerde
hin (Urk.
6
/49/5ff.) zog die IV
Stelle die angefochtene Verfügung am 27. Februar 2003 bezüglich der Periode nach dem 1. April 2002 in Wiederer
wägung (Urk.
6
/54) und wies das Sozial
versicherungsgericht des Kantons Zürich die Sache mit Urteil IV.2002.00714 vom 8. April 2003 an die IV-Stelle zurück, damit diese weitere medizinische Abklärungen vornehme und hernach über den Rentenanspruch des Versicherten neu verfüge (Urk.
6
/62).
Daraufhin veranlasste die
IV-Stelle das polydisziplinäre Gutachten des Begutachtungsinsti
tuts
Z._
vom 1.
Juni 2004
(Urk.
6
/91). Mit Verfügung vom 20. J
uli 2004 wies sie das Leistungs
begehren (auf Ausrichtung einer Invalidenrente ab dem 1. April 2002) gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 18 % ab (Urk.
6
/94). Die am 16. August 2004 dagegen erhobene Einsprache (Urk.
6
/95) wies die IV-Stelle mit Entscheid vom 5. November 2004 ab (Urk.
6
/106).
Dieser Entscheid verblieb unangefochten.
1.2
Im
April 2005 meldete si
ch der Versicherte
erneut
bei der IV
Stelle zum Leis
tungsbezug an (Urk.
6
/107).
Nach medizinischen und erwerbli
chen Abklärungen verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 26. Juli 2005 einen Rentenanspruch des Versicherten, da eine Verschlechterung des Gesund
heitszustandes nicht ausgewiesen sei (Urk.
6
/126). D
ies wurde letztinstanzlich mit
Urteil des Bundes
gerichts 9C_394/2007 vom 28. August 2007 bestätigt (Urk.
6
/161;
Einsprache
entscheid
vom 17. März 2006, Urk.
6
/155; Urteil des hiesigen Gerichts IV.2006.00388 vom 10. Mai 2007, Urk.
6
/159).
1.3
Im
März 2008 beantragte
der Versicherte
wiederum
Leistungen der Invalidenver
sicherung
und machte hierfür eine Verschlechterung seines Gesun
dheitszustandes geltend (Urk. 6
/165
f.
). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
6
/168) trat die IV
Stelle mit Verfügung vom 4. Juni 2008 auf die Neuanmeldung des
Beschwerdeführers nicht ein (Urk.
6
/170). Die am 8. Juli 2008 dagegen erhobene Beschwerde (Urk.
6
/171/3ff.) wies das hiesige Gericht mit Urteil IV.2008
.00726 vom 30. September 2009 ab
(Urk.
6
/175)
. Auf die gegen den Entscheid des hiesi
gen Gerichts geführte Beschwerde (Urk.
6
/178/2ff.) trat das Bundesgericht mit Urteil vom 21. Dezember 2009 nicht ein (Urk.
6
/177).
1.4
Im
Mai 2011 stellte der Versicherte ein
weiteres
Leistungs
gesuch und machte
hierfür erneut
eine Verschlechterung seines Gesundheitszustandes geltend (Urk.
6
/185
,
Urk.
6
/184/1ff.
)
. Die IV-Stelle
tätigte entsprechende Abklärungen. Insbesondere
gab
sie
ein polydisziplinäres Gutachten beim Zentrum
A._
in Auftrag, welches am 23. Oktober 2012 erstattet wurde (Urk.
6
/203). Zwischenzeitlich erteilte die IV-Stelle dem Versicherten Kostengutsprache für orthopädische Serienschuhe (Mitteilung vom 29
. Dezember 2011 Urk. 6
/195).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/208,
Urk.
6
/210)
wies
sie
das Rentenbegehren
bei einem rentenausschliessenden
Inva
liditätsgrad von 35 %
mit Verfügung vom 17. Dezember 2013 ab (Urk.
6/226
).
Die am
24. Januar 2014
dagegen erhobene
Beschwerde
(
Urk.
6/228) wies das hiesige Gericht mit Urteil IV.2014.00094 vom
5.
August 2015 ab (
Urk.
6/234).
Dieses Urteil verblieb unangefochten.
1.5
Im September 2017
stellte der Versicherte abermals
ein Leistungsgesuch (
Urk.
6/243). Zur Glaubhaftmachung einer wesentlichen Veränderung legte er
die
Bericht
e der behandelnden Ärzte
des Zentrums
B._
resp. des Zentrums
C._
vom
7.
und 1
2.
September
2017 auf
(
Urk.
6/242
). Nach
dem die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 1
8.
Oktober 2017 zunächst Nichteintreten
angezeigt hatte (
Urk.
6/248)
und
auf
Einwände
hin
(
Urk.
6/249,
Urk.
6/255)
,
gewährte sie
dem Versicherten
mit Mitteilung vom 1
7.
Mai 2018
Kostengutsprache für eine Potentialabklärung, zzgl. eine
s
Taggeldes (
Urk.
6/261,
Urk.
6/266, vgl. auch den Schlussber
icht der
D._
AG
vom 1
2.
Juli 2018
,
Urk.
6/269). Daraufhin holte
sie den
Bericht von
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Chirurgie, Wirbelsäulenleiden, Schleudertrauma und orth
opä
dische Traumatologie vom 10. Oktober 2018 (
Urk.
6/276)
und
die medizinische
Stellungnahme
des
B._
vom
8.
Oktober 2018 (
Urk.
6/277
/7ff.) ein. Mit neuem
Vorbeschei
d vom 2
9.
Mai 2019 verneinte die IV-Stelle
einen Rentenanspruch des Versicherten und begründete dies damit, es sei im massgeblichen Zeitraum keine wesentliche Verän
derung eingetreten (
Urk.
6/287), was sie nach dem
am
2
4.
Juni 2019
dagegen erhobenen Einwand
(
Urk.
6/292) mit Verfügung vom
1.
Juli 2019
bestätigte
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
3.
September 2019 Beschwerde und bean
tragte, es sei ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung eine Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2)
. Mit Beschwerdeantwort vom 21.
Oktober 2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), was dem Beschwerdeführer am 2
3.
Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen
Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass die Vorbringen der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Ver
änderung des Invaliditätsgrades
auch tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst
noch zu prüfen, ob die festge
stellte Veränderung genügt, um nunmehr
eine anspruchsbegründende Inva
lidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Anlass
zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkun
gen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen
(hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisions
rechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel
che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, aufgrund der medizinischen Aktenlage habe sich seit
der letzten Leistungsprüfung
Ende 2013 keine wesentliche Veränderung eingestellt. Mithin sei weiterhin von einer rentenausschliessenden Arbeitsfähigkeit auszugehen (
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein,
diversen ärztlichen Berichten sei eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheitszustands seit dem
A._
-Gutachten aus dem Jahre 2012 zu entnehmen. D
ie Erkenntnisse der Potentialabklärung, wonach er auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig
, maximal drei bis vier Stunden einsatzfähig
und in kognitiver Hinsicht unterdurchschnittlich
befähigt sei, sei
en
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu berücksichtigen.
Daraus resultierte eine rentenwirks
ame Erwerbseinbusse. Soweit die Beschwerdegegnerin nicht auf den Schlussbericht der
D._
AG abstellen wollte, hätte sie
eine medi
zinische Neubeurteilung veranlassen müssen (
Urk.
1).
3.
Strittig und zu prüfen ist, ob eine anspruchsrelevante Veränderung im Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers eingetreten ist; zeitlicher Referenzpunkt bildet die
gerichtlich bestätigte
Verfügung
vom 17. Dezember 2013
(
Urk.
6/
226,
E. 1.3), welche sich im Wesentlichen auf
das polydisziplinäre Gutachten des
A._
vom 23. Oktober 2012 (Urk.
6/203
; Urteil des hiesigen Gerichts IV.2014.00092 vom
5.
August 2015,
Urk.
6/234
)
abstützte.
3.1
Darin hielten die beurteilenden Fachärzte
folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit
fest
(Urk. 14/203/49):
-
Diskushernie L4/5
mediolateral
rechts 2003
-
Status nach
Diskushernienoperation
L4/5 rechts 2004
-
Geringe
Rezidivhernie
L4/5 rechts mit Tangierung und leichter Verlage
rung der Wurzel L5 rechts
-
Status nach iatrogener Läsion des
Nervus
occipitalis
major
links, anläss
lich einer
Lipomexzision
im Nacken, Mai 2009 mit
-
persistierender Neuralgie, wahrscheinlich auch Neuromschmerzen
-
Leichte mediale Gonarthrose links mit
Chondropathia
patellae bei
-
Status nach dreimaliger Meniskusoperation unter
Arthroskopiebedin
gungen
-
Leichte
Impingementsymptomatik
der linken Schulter bei Verdacht auf
Supraspinatussehnenläsion
-
Leichtgradige depressive Episode ohne somatisches Syndrom
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierten die Gutachter (1) eine Adipositas (BMI 36), (2) einen Status nach mehrmaligen Inzisionen von
periana
len
Abszessen, (3) einen Status nach Entfernung eines benignen Hals
tumors 1997, (4) einen Status nach unklarer Wangenoperation links 1996, und schliesslich (5) Konflikte in der Beziehung zur Ehefrau (Urk. 14/203/49).
Aus internistischer Hinsicht bestünden beim Beschwerdeführer keine Einschrän
kungen der Arbeitsfähigkeit (Urk. 14/203/50).
Aus orthopädischer Sicht liege subjektiv ein ausgeprägtes,
multilokuläres
Schmerz
syndrom vor, wobei die linke Schulter, die Lendenwirbelsäule und das linke Knie im Vordergrund stünden. Bei klinisch jeweils diskreten Befunden sei die Schmerzreaktion des Beschwerdeführers doch sehr auffällig. Der objektive Schulterbefund sei leichter Natur. Bezüglich der
Diskusherniensymptomatik
sei auf das neurologische Teilgutachten hingewiesen. Aus orthopädischer Sicht bestehe in einer körperlich anspruchsvollen Tätigkeit, zum Beispiel als Bauar
bei
ter, keine
Arbeitsfähigkeit. Hinsichtlich einer Verweistätigkeit werde auf die Schlussbeurteilung verwiesen (Urk. 7/203/35).
Die Befunde im Neurostatus seien insgesamt wenig eindrücklich. Eine nennens
werte radikuläre Läsion lasse sich lumbal im Bereich der operierten Diskusher
nie nicht nachweisen. Sodann sei der Befund in Bezug auf den iatrogen geschä
digten
Nervus
occipitalis
major
links nicht schwer oder zumindest sehr regional umschrieben. Demgegenüber finde sich in einer letzten Magnetresonanz (MR)-Untersuchung vom September 2011 als Ursache der noch immer persistierenden
Lumboischialgie
rechts erneut eine Rezidiv-Diskushernie, welche die Wurzel L5 zumindest rechts tangiere. Dies könne die immer noch geklagten Beschwerden erklären. Die ausgeprägt beklagten lanzinierenden Schmerzen, vom Nacken aus
strahlend in die Schädelkonvexität links, seien mit dem Befund einer iatro
genen Läsion dieses
Nervus
occipitalis
major
links gut zu erklären. Der klinische Befund mit der schmerzhaften Überempfindlichkeit im Bereich der Kopfhaut links sei damit zu vereinbaren. Jedenfalls seien die im neurologischen Gebiet ge
klagten Beschwerden und Behinderungen – ungeachtet des schmerzbetonten Ver
haltens des Beschwerdeführers - anatomisch und funktional erklärbar. So wie sich der Beschwerdeführer präsentiere sowie gestützt auf den Untersu
chungs
befund seien ihm körperlich schwere Arbeiten nicht zumutbar (Urk. 14/203/39f.).
Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung habe der Beschwerdeführer den Untersuchungsraum leicht hinkend betreten, diesen indes ohne Hinken wieder verlassen. Auf entsprechende Frage habe er erklärt, nervös und depressiv zu sein, wenn er Schmerzen habe. Danach habe er sich dahingehend korrigiert, er sei die ganze Zeit nervös. Im Allgemeinen schlafe er gut. Wenn er Temesta nehme, ver
spüre er genügend Energie. Im Moment habe er auch keine Suizid
gedanken. Der psychiatrische Gutachter hielt weiter fest, im Rahmen der Untersuchung habe sich zeitweise ein Zittern des linken Beines feststellen las
sen, welches jedoch bei Ablenkung gestoppt habe. Der affektive Rapport zum Beschwerdeführer sei gut herstellbar. Sein Gedankengang sei in formaler Hin
sicht stark auf das Schmerz
erleben eingeschränkt, in inhaltlicher Hinsicht aber unauffällig. Die affektive Modulationsfähigkeit und die Vitalität seien leicht eingeschränkt. Demgegenüber habe der Beschwerdeführer auch immer wieder lächeln und einige Male auch verhalten, aber dennoch herzhaft lachen können. Zeitweise habe er mit einem Lächeln auf den Lippen gesprochen. Er habe Freude an seinen vier Enkelkindern. Zusammen mit ihnen könne er auch fröhlich sein und lachen. Seine psychosoziale Funktionsfähigkeit in der Beziehung zu seiner Ehefrau, den Söhnen, den Enkel
kindern, den Geschwistern sowie zur Mutter sei nicht beeinträchtigt. Allerdings sei die Beziehung zur Ehefrau seit drei Jahren wegen deren Eifersucht angespannt. Da
s
eheliche Sexualleben sei
intakt. Die subjektiv geklagte Müdigkeit und schnel
lere Ermüdbarkeit wie auch Kon
zentrationsstörungen hätten sich klinisch nicht bestätigen lassen. Für einen leichten Schweregrad der Depression spreche ferner, dass der Beschwerdeführer nach eigenen Angaben anfallende Alltagsarbeiten problemlos bewältigen könne und aktuell nicht mehr mit einem Antidepressivum behandelt werde. Im Ver
gleich zu den Befunden im Bericht des
B._
vom 20. Ja
nuar 2008 lasse sich heute keine psychomotorisch stark angespannte und unru
hige Situation mehr erkennen. Zwar hinterlasse der Beschwerdeführer zeitweise einen etwas ange
spannten und unruhigen, dazwischen aber auch einen völlig entspannten Ein
druck. Die Stimmung sei aber nicht mehr deutlich depressiv resigniert, wie noch im Bericht vom Januar 2008 beschrieben, sondern ernst, jed
och nicht bedrückt. Es sei
davon auszugehen, dass sich die depressive Symp
tomatik anlässlich einer polizeilichen Hausdurchsuchung (im Zusamm
enhang mit einem Strafver
fahren betreffend unrechtmässiges Erwirken wirtschaftlicher Hilfe) und der darauffolgenden Gerichtsverhandlungen im Jahre 2009 vorübergehend leicht intensiviert habe. Im Nachgang des für den
Beschwerdeführer positiven Aus
gangs des Verfahrens mit Entscheid des Bundesgerichts sei diesbezüglich vor etwa einem Jahr wieder Entspannung eingetreten. Auch im Unterschied zu den Berichten des
B._
vom 22. November 2010 und 14. April 2011 lasse sich heute keine stark ausgeprägte gehemmte Depression mehr nachweisen. Ungeachtet des
sen sei die damals attestierte 100%ige Ar
beitsunfähigkeit vor dem Hinter
grund der damals festgestellten, mittelgradigen depressiven Episode sowie anhaltenden somatoformen Schmerzstörung nach den heute gültigen Beurteilungskriterien nicht nachvollziehbar. Hinsichtlich des noch immer geklagten Schmerzsyndroms sei den somatischen Akten zu entnehmen, dass diese Schmerzen durch körperli
che Störungen erklärbar seien. Es könne daher heute nicht von einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung ausgegangen wer
den. Ausserdem sei eine ausge
prägte Verdeutl
ichungs- und Dramatisierungsten
denz festzustellen und seien die Angaben des Beschwerdeführers nicht immer konsistent. Er habe auch nicht immer präzise Angaben machen können (Urk. 14/203/41ff.). Zusammenfassend sei von ei
ner als leichtgradig zu beurtei
lenden depressiven Episode und aus rein psychiatrischer Sicht von einer 20%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus
zugehen (Urk. 14/203/47).
Im Rahmen der Konsensbeurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, der Beschwerdeführer sei aufgrund der orthopädischen und neurologischen Erkran
kungen in einer körperlichen Tätigkeit deutlich eingeschränkt und in seiner angestammten Tätigkeit als Strassenarbeiter nicht mehr einsetzbar. In einer abwechslungsweise stehenden und sitzenden Verweistätigkeit, ohne Heben von
Lasten über 10 kg, ohne längeres Gehen und ohne Überkopfarbeiten, sei er aus polydisziplinärer Sicht zu 70 % arbeitsfähig (Urk. 14/203/51).
4.
Im Rahmen der Neuanmeldu
ng stellte sich die
Aktenlage wie folgt dar:
4.1
Im Bericht vom
7.
September 2019
, welcher
sich auf
den Bericht des
C._
vom 1
2.
Juli 2019 (v
gl.
Urk.
6/242/6ff.) abstützte
,
stellte
Dr.
med
.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
B._
,
folgende Hauptdiagnosen (Urk.
6/242/4):
-
Lumbovertebrales
Syndrom mit Ausstrahlung rechts
-
Cervikozephales
Syndrom
-
Mediale
Meniskushinterhornläsion
Knie links
-
Arthroskopie Knie rechts ca. 2010-2012
-
Chronische Schulterschmerzen links
-
Laterale
Epicondylitis
-
3 Operationen Darmausgang 2004, 2006, 2007
-
Narbenneurom
Nervus
okzipitalis
links nach
Lipomexzision
-
Angiomatöse
Neoplasie
Arteria
carotis
links 1997
-
Occipitalis-Neuralgie links
-
Status nach Suizidversuch (X81)
-
Adipositas
-
Rezidivie
rende depressive Störung,
ggw
. m
ittelgradige Episode (ICD-10: F33.1)
-
Status nach Alkoholmissbrauch bis 2016
-
Status nach Störung durch Medikamente, Vollremission (ICD-10: F13.202)
-
Sta
t
us nach Nikotinkonsum
-
Erniedrigter Vitamin D-S
p
iegel
-
Verdacht auf Testosteronmangel
-
Verdacht auf DM II
D
er Beschwerdeführer
habe
Schmerzen in den Beinen beidseits sowie im Rücken
geklagt
. Zudem leide er an Depressionen mit Nervosität, Konzentrationsstörungen (ca. 30 Minuten TV), Vergesslichkeit (Einkauf, Termine, Wohnung abschliessen), Lust- und Interessenlosigkeit, Aggressionen (gegenüber der Familie)
, Müdigkeit, Gedankenkreisen, Sinnlosigkeitsgedanken, Schlafstörungen (ca. 2 Stunden Durchschlafen) und Appetitvermehrung
. Früher habe
d
er
Beschwerdeführer
im Rahmen eines «inkompletten Selbstheilungsversuchs»
nach eigenen Angaben
mehr
Alkohol getrunken; seit 2013 trinke er nicht mehr. Suizidgedanken bestün
den seit 2004, jedoch aktuell ohne konkrete Ausführungspläne. Zu nicht ausge
führten Suizidideen sei es zul
etzt 2005 (
aus dem Zug springen
) und 2009 («mit dem Auto,
Sprung in die Tiefe») gekommen
(
Urk.
6/242/2)
.
Klinisch
habe
sich eine deutlich depressiv-resignierte Stimmung sowie eine deut
liche Störung des Vitalgefühls (keine körperliche und seelische Frische, keine kör
perliche Ungestörtheit, keine Kraft)
gezeigt
. Sodann sei der Beschwerdeführer affektiv unkontrolliert, motorisch unruhig, im Gesprächsverlauf verbal wortkarg, in seiner Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit (10 Min.) sowie in seiner Gedächtnisleistung verlangsamt bzw. eingeschränkt.
Er
habe sein Symp
tomerleben i
m
Zusammenhang mit zunehmenden Schmerzen geschildert. Die Schmerzen seien 24 St
unden am Tag vorhanden (
Urk.
6/242/3).
Der
Beschwerde
führer
nehme 3 Mal
pro Tag Dafalgan (1g)
sowie
Tilur
bei Bedarf
ein (1 Mal
pro Woche).
Zudem nehme der Beschwerdeführer eine psychiatrisch-psychologische Behandlung wahr (1-2x pro Monat), ohne antidepressive Medikation.
Die in der Vergangenheit durchgeführte intensive Physiotherapie sowie mehrwöchigen
stationären
Rehabilitationen hätt
en keinerlei Besserung erbracht
(
Urk.
6/242/14).
Der Beschwerdeführer sei subjektiv und objektiv f
ür sämtliche Tätigkeiten zu 100
% arbeitsunfähig (
Urk.
6/242/5).
4.2
Im Bericht vom 1
0.
Oktober 2018 hielt
Dr.
E._
– nebst den bereits vorge
nannten Diagnosen (vgl. E. 4.1) -
eine anhaltende Somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
, eine Störung durch Medikamente (ICD-10: F13.2)
sowie Alko
holmissbrauch (ICD-10: F10.1) fest.
Der Beschwerdeführer leide an chronischen, rezidivierenden, therapieresistenten Knieschmerzen links, an einer seit Jahren chronisch rezidivierenden
Lumboischialgie
rechts sowie
an
seit Jahren progre
dienten, jedoch auf physiotherapeutische Behandlungen ansprechende, rezidivie
rende Schulterbeschwerden links. Zu
dem habe er
andauernde Kopf- und Nacken
schmerzen, welche in die linke Schulter und in den linken Arm ausstrahlten
, berichtet
(
Urk.
6/276/2 ff.).
Aufgrund
der in somatischer Hinsicht komplexen Pr
oblematik
seien dem Beschwerdeführer
zurzeit und
bis
auf weiteres
keinerlei
Tätigkeit
en zuzumuten
(
Urk.
6/276/5).
4.3
Vom
4.
Juni bis
3.
Juli 2018 erfolgte die Potentialabklärung durch die
D._
AG. Diese erbrachte im Wesentlichen eine allgemein unterdurchschnittlich
e kognitive Leistungsfähigkeit bei einem «Wert» von 7
7.
Im Rahmen der Testungen hätten sich aufgrund der eingeschränkten Deutschkenntnisse und fehlenden Computer
kenntnisse des Beschwerdeführers zudem Verständnisschwierigkeiten sowie
ein
erhöhter Instruktionsbedarf ergeben. Gleichwohl hätten die – zum Teil auch
sprachfreien - Intelligenztestes bei guter Kooperation planungsgem
äss durch
geführt werden können. Im
handwerklichen Bereich habe der Beschwerdeführer ein gutes Geschick bewiesen
.
Zudem habe er
eine sorgfältige und
motivierte Arbeitsweise gezeigt
.
Alle
rdings hätten
sowohl die kognitiven als auch die hand
werklich-motorischen Abklärungen
den Beschwerdeführer
angestrengt. Daran anschliessend habe er jeweils Schmerzen im Rücken und Arm berichtet. Zudem hätten
dem Beschwerdeführer
Zuckungen im Kopf und im Arm zu schaffen gemacht. Teilweise hätten die Aufgaben auch wegen Schmerzen oder starker Erschöpfung
unterbrochen oder gar
vorzeitig abgebrochen und auf den nächsten Tag verschoben werden müssen
.
Mithin sei der Beschwerdeführer trotz seiner Bemühungen, an der Potentialabklärung teilzunehmen und die vorgegebenen Aufgaben bestmöglich zu bearbeiten, während der gesamten Abklärung sehr ein
genommen gewesen von seinen Schmerzen. Privat erhalte er Unterstützung durch die Söhne und seine Frau. Wenn es
dem Beschwerdeführer
nicht gut gehe, gehe er spazieren oder lege er sich hin.
Im Rahme
n der Potentialabklärung seien ihm
täglich
maxima
l
drei bis vier Stunden
Präsenz möglich
gewesen.
Auf dem ersten Arbeitsmarkt sei der Beschwerdeführer
nich
t einsatzfähig
. Grund dafür seien die starke Erschöpfung, das subjektiv schlechte Befinden, Schmerzen im Rücken, Kopf,
in den Armen und Beinen sowie
Zuckun
gen im Arm und am
Kopf, die eingeschränkte kognitive Leistungsfähigkeit, das verlangsamte Arbeitstempo, das Alter und die eingeschränkten Deutschkenntnisse des Beschwerdeführers.
Emp
fehlenswert seien jedenfalls wechselbelastende (sitzen/stehen), manuelle Tätigkei
ten ohne zeitlichen Druck
(
Urk.
6/269).
4.4
Auf entsprechende Rückfragen hielten
med.
pract
. G._
, Assistenzärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
Dr.
phil. H._
, Klinischer Psychologe und
Mgr
.
I._
,
Eidg. a
nerkannte Psychotherapeutin,
B._
, mit
Schreiben vom
8.
Oktober 2018
fest,
der Beschwerdeführer sei seit 2000 nicht mehr arbeits
fähig als Bauarbeiter; zwei 2004 durchgeführte Arbeitsversuche seien gescheitert. Der Beschwerdeführer leide nach wie vor unter einer stark ausgeprägten Schmerzsymptomatik im Rücken, Kopf, in den Armen und Beinen sowie Zuckun
gen im Arm und Kopf. Aufgrund
der mangelnden
Lebensqualität mit deutlichen Leistungs- und Belastbarkeitseinschränkungen sowie Perspektivlosigkeit gingen die somatischen Beschwerden mit einer klinisch relevanten, reaktiven depressiven Symptomatik einher
. Gestützt auf den Abschlussbericht der
D._
sei beim protrahierten Krankheitsverlauf für die Zukunft von keiner relevanten Verbesse
rung auszugehen. Aktuell persistierten
die chronischen Schmerzen weiterhin.
Zudem sei es durch den plötzlichen Tod des Bruders Ende 2016 zur deutlichen Verstärkung der depressiven Symptomatik gekommen. Der Beschwerdeführer s
ei nach wie vor sehr
angespannt und
leide an deutlichen Schlafstörungen und Schwierigkeiten, den Alltag zu bewältigen. So könne er nur spazieren, liegen, sitzen,
fernsehen
und in den Garten gehen. Zudem sei er unruhig, gereizt und leide an Wutanfällen. Auch sei es im Rahmen der Potentialabklärung zu Frustra
tionen gekommen, anlässlich welchen der Beschwerdeführer teilweise nach Hause geschickt worden sei. Seine Leistungsfähigkeit sei als niedrig eingeschätzt worden.
In klinischer Hinsicht bestünden eine
psychomotorische Anspannung, Unruhe und eine
deutlich
depressiv
-resignierte Stimmung
. Der Beschwerdeführer sei affektiv adäquat kontrolliert und im Gesprächsverlauf verbal mitteilungsaktiv. Seine Aufm
erksamkeit, Konzentration und A
uffassungsgabe seien etwas verlang
samt. Zudem seien Merkfähigkeit und Gedächtnis eingeschränkt.
Zur Aufrechter
haltung einer gewissen Grundaktivität sei die Weiterführung der Behandlung nach wie vor indiziert. Aktuell erfolgten Einzelth
erapien à 30 bis 60 Minuten ca.
1 Mal pro Monat
(
Urk.
6/277/7 ff.)
.
Der Beschwerdeführer sei im ersten Arbeitsmarkt
nicht arbeitsfähig; es bestünden relevante, die Leistungsfähigkeit mindernde Einschränkungen der kognitiven Leistungsfähigkeit (Konzentration, Aufmerksamkeit, Merkfähigkeit, Gedächtnis), starke Schmerzen im Rücken, Kopf, in den Armen beidseits, Zuckungen im Kopf und Arm, Verlangsamung sowie emotional
e Instabilität mit Gereiztheit und
Hoff
nungslosigkeit (
Urk.
6/277/9
).
5.
5.1
In somatischer Hinsicht sind den eingereichten Unterlagen im massgeblichen Zeitraum keine wesentlichen Veränderungen zu entnehmen.
Die in
den Berichten des
B._
und
C._
genannten
somatischen
Diagnosen waren a
llesamt bereits im Referenzzeitpunkt
(
Verfügung vom 1
2.
Dezember 2013
)
bekannt
. Dasselbe gilt für
die im Rahmen der Neuanmeldung
in somatischer Hinsicht
geklagten Leiden (
Urk.
6/242/2,
Urk.
6/242/8 ff.
,
Urk.
6/277/8
); berichtete der Beschwerdeführer doch bereits
anlässlich der gutachterlichen Exploration 2012
Schmerzen
im Bereich der Schultern mit Ausstrahlungen,
des (Hinter-)
Kopfes,
des Rückens und im linken Knie
sowie
neuropathische Schmerzen im Sinne einer Occipitalis-Neu
ralgie
(vgl.
Urk.
6/203/31
ff.
,
Urk.
6/203/42
).
Sodann
vermag
auch
eine allfällige Chronifizierung der beklagten Leiden (Urteil des Bundesgerichts 9C_288/2008 vom 16. Mai 2008 E. 5)
k
eine relevante Gesundheitsveränderung darzustellen.
Die von
Dr.
E._
im Bericht vom 10.
Oktober 2018
festgehaltene Störung durch Medik
amente (ICD-10: F13.2) sowie
Alkoholmissbrauch (ICD-10: F10.1) lassen jeglich
e Begründung vermissen
(vgl.
Urk.
6/276/2 ff.)
und stehen
zudem im
Widerspruch zu den Berichten des
C._
und
B._
sowie eigenen Ausführun
gen des Beschwerdeführers, wonach
die Störung durch Medikamente
vollremit
tiert
und
d
er
Beschwerdeführer
seit 2
013 keinen Alkohol
mehr trinke (vgl.
Urk.
6/242/2,
Urk.
6/242/
4);
die in den Berichten des
C._
und
B._
diesbezüg
lich notierten
«Status nach»-Diagnose
n
(vgl. E. 4.3) bezeichnen
denn auch
begriffsnotwendigerweise die vollständige Remission
.
Mithin ist e
ine Verschlech
terung des somatischen Gesundheitszustandes seit Ende 2013
ist bei
der vorlie
genden medizinischen Aktenlage nicht
ersichtlich
. Daran
vermag auch die
im Rahmen der Potentialabklärung
bei einem «Wert»
von 77 festgestellte
Minderung der kognitiven Fähigkeiten
(vgl. E. 4.3)
nichts zu ändern
.
Insbesondere
gilt eine
durch geringe Intelligenz verursachte Verminderung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit
i
n der Regel nur dann als gesundheitlich verursacht, wenn die Intelli
genz im medizinischen Sinn
e vermindert ist, mithin der In
telligenzquotient (IQ) weniger als 70 beträgt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2013 vom 16. März 2015, E. 3.2.1 mit weiteren Hinweisen).
Wie bei jeder anderen auf den Gesund
heitszustand zurückzuführenden Verminderung der Arbeitsfähigkeit stellt sich zusätzlich die Frag
e, inwiefern sich ein allfälli
ger Intelligenzmangel konkret auf die
zum
utbarerweise
mögliche Leistungs
erbringung auswirkt. Nach der Recht
sprechung
des Bundesgerichts ist aus inva
lidenversicherungsrechtlicher Sicht demna
ch entscheidend, ob die festge
stellten kognitiven Defizite nachvollziehbar und überzeugen
d durch ein medi
zinisch-diagnostisch fassbares Leiden mit Krankheitswert erklärt sind, das mit Blick auf Schweregrad, Dauer und Intensitä
t zugleich als eine die Arbeits
fähigkeit beeinträchtigende Krankheit im gesetzlichen Sinne gelten kann (Urteil des Bundesgerichts 9F_9/2007 vom 15. September 2008, E. 4.2.4.3).
Vorliegend
war der Beschwerdeführer bis zum Unfal
l 2009 ent
sprechend
seiner Ausbildung
und ungeachtet etwaiger
ko
gnitiver Einschränkun
gen
in
beruflich
er Hinsicht
unbestrittenermassen
vollständig
integriert.
Kommt hinzu
, dass die im Schlussbericht der
D._
vom
5.
Juli 2018
postulierte fehlende Eingliederungs
fähigkeit
unter anderen
mit dem
subjekt
iv
schlechten
Befinden, Al
ter sowie
den
eingeschränkten
Deutschkenntnisse
n
des Beschwerdeführers
begründet wurde (vgl.
Urk.
6/269/2)
und damit
invaliditätsfremde Gründe dafür
als
(mit-)verantwortlich
bezeichnet
wurden
.
Schliesslich
ist die Frage nach den noch zumut
baren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen rechtsprechungsgemäss nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteile des Bundes
gerichts 9C_396/2014 vom 15. April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. No
vember 2014 E. 4.2.2; je mit Hinweis)
und
hat die
Beschwerdegegnerin
nach Eingang des
Schlussberichts der
D._
AG
eine medizinische Stellungnahme veranlasst
(
vgl. Bericht vom
8.
Oktober 2018,
Urk.
6/277/7 ff.
;
vgl. hierzu Urteil des Bun
desgerichts 8C_48/2018 vom 27. Juni 2018 E. 4.3.1 mit Hinweisen
).
Damit ist die Vorgehensweise der Beschwerdegegnerin – entgegen den beschwer
deweisen Vorbringen (
Urk.
1) – nicht zu beanstanden.
5.2
In psychiatrischer Hinsicht korrelieren die subjektiven Beschwerdeschilderungen
im Rahmen der
Neuanmeldung weitestgehend mit denjenigen
anlässlich der psy
chiatri
sche
n Exploration 2012
(
Urk.
6/203/44
). Der Beschwerdeführer
berichtete bereits damals
,
er sei nervös, lustlos, unruhig und depressiv (
Urk.
6/203/43). Sodann wurde seitens der
behandelnden Ärzte des
B._
und
C._
bereits Ende 2010/Anfang
2011 eine mittelgradig depressive Episode (ICD-10: F32.1) diagnos
tiziert
(
vgl. Berichte vom 2
2.
November 2010 und 1
4.
April 2011,
Urk.
6/184/3,
Urk.
6/184/6) und eine
deutliche Depression mit Nervosität, Konzentrations
störungen, Lust- und Interessenlosigkeit, Aggression, Müdigkeit, Gedankenk
rei
sen, Schlafstörungen (ca. 2
Stunden am Stück) fest
gehalten (
Urk.
6/184/7).
Davon abgesehen
wirft
die seitens
des
C._
und
B._
in den neu aufgelegten Berichten
postulierte Schwere der depressiven Symptomatik bereits m
it Blick
auf
die
Behandlungskad
enz von 30-60 Minuten pro Monat
und beim Fehlen einer medi
kamentösen Unterstützung
Fragen auf
.
5
.3
Zusammenfassend
haben
sich die Verhältnisse des Beschwerdeführers seit der gerichtlich bestätigten
Verneinung eines Rentenanspruchs
vom 1
7.
Dezember 2013
bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom
1.
Juli
2019 (Urk. 2)
jedenfalls
nicht a
nspruchsrelevant verändert.
Weil es damit
an einem Revisionsgrund fehlt, bleibt kein Raum für eine in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassende Prüfung des Rentenanspruchs.
Die angefochtene Verfügung erweist sich als rechtens und die Beschwerde ist entsprechend abzuweisen.
6
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 700.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdef
ührer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG).