# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 541860c5-80da-4d74-873a-7264895fe90c
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhaltselemente ergebe die Berechnung für den Anteil des
Beschwerdeführers ein monatliches Manko von Fr. 569.--. Die
Steuerverwaltung habe der angefochtenen Verfügung somit einen
unvollständigen und fehlerhaften Sachverhalt zugrunde gelegt. Teilweise
sei dies wohl darauf zurückzuführen, dass sie die Verfügung erlassen
hätte, ohne die vom Beschwerdeführer in Aussicht gestellten Unterlagen
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mit zu berücksichtigen. Damit habe die Steuerverwaltung ausserdem das
rechtliche Gehör verletzt.
6. Mit Vernehmlassung vom 14. August 2017 beantragte die
Steuerverwaltung (nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Die Kosten für die
unentgeltliche Rechtspflege von Fr. 15'874.10, welche vom Kanton
Graubünden übernommen wurden, seien mit dem diesbezüglich
ergangenen Entscheid des Bezirksgerichts Imboden in Rechtskraft
erwachsen. Aus diesem Grund könne sowohl ein Erlass als auch eine
Neufestsetzung der URP-Forderung nicht Gegenstand dieses Verfahrens
sein. Vorliegend sei einzig zu prüfen, ob und mit welchen
Zahlungsmodalitäten die bevorschussten URP-Kosten vom
Beschwerdeführer zurückgefordert werden könnten. Daher seien die
Anträge des Beschwerdeführers abzuweisen bzw. sei auf sie nicht
einzutreten. Weiter führte die Beschwerdegegnerin aus, dass sich eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs nicht erblicken lasse. Dem
Beschwerdeführer sei eine Frist bis am 8. Juni 2017 angesetzt worden,
um die geforderten Unterlagen einzureichen. Anlässlich der persönlichen
Vorsprache am 7. Juni 2017 habe er seine finanzielle Situation mündlich
sowie schriftlich dargelegt und versprochen, umgehend die fehlenden
Unterlagen zur individuellen Prämienverbilligung (IPV) nachzureichen.
Der Beschwerdeführer sei ohnehin mit seinen am 12. Juni 2017
nachgereichten Unterlagen zu spät gewesen. Einerseits weil die gesetzte
Frist zur Einreichung von Unterlagen bereits abgelaufen und anderseits
weil die Verfügung zu diesem Zeitpunkt bereits erlassen worden sei. Bei
den nachfolgend eingereichten Unterlagen habe es sich zudem
hauptsächlich um Offerten gehandelt und nicht um Belege über
tatsächlich angefallene Kosten, weshalb sie an der bereits erlassenen
Verfügung nichts mehr hätten zu ändern vermocht. Des Weiteren ergebe
sich bereits aus der Vermögenssituation des Beschwerdeführers, dass er
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zur Rückzahlung der bevorschussten URP-Gelder in der Lage sei. Er
weise für sich allein bereits ein Netto-Vermögen von Fr. 561'262.-- aus,
wovon ein Betrag von Fr. 26'725.-- in Aktien angelegt sei, welche gut
verkäuflich und damit liquidierbar seien. Obwohl rein wertmässig das
Vermögen des Beschwerdeführers durch eine Rückforderung der URP
kaum beeinträchtigt werde, habe die Beschwerdegegnerin von einer
Einmalzahlung abgesehen und monatliche Ratenzahlungen von Fr. 600.--
verfügt. Diese Ratenhöhe sei selbst dann gerechtfertigt, wenn die
Beschwerdeinstanz für den Beschwerdeführer auf einen etwas geringeren
Einkommensüberschuss kommen sollte. Dass für den Beschwerdeführer
hingegen ein monatliches Manko resultieren solle, sei für sie anhand der
eingereichten Unterlagen nicht nachvollziehbar. Die
Existenzminimumberechnung sei auf den zum Verfügungszeitpunkt
bestehenden Informationen und Unterlagen durchgeführt worden. Damals
habe der Beschwerdeführer keine im Raum stehenden
Mietzinsreduktionen vorgebracht. Bezüglich der geltend gemachten
Berufs- und Arztauslagen hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass diese
bereits mit dem Grundbedarf gedeckt seien. Die Letztgenannten seien
teilweise auch über die Krankenkasse abgedeckt, weshalb sie nicht
zusätzlich zu berücksichtigen wären. Auch noch nicht angefallene Kosten,
wie beispielsweise die ins Recht gelegte Kostenschätzung einer
zahnärztlichen Behandlung, seien nicht einzubeziehen. Die Einkünfte aus
Mieteinnahmen seien inklusive Nebenkosten in die Berechnung
einbezogen worden, weil diese so auch bei den Unterhaltskosten
berücksichtigt worden seien. Bezüglich der Unterhaltskosten der
Liegenschaft wird seitens der Beschwerdegegnerin festgehalten, dass
zwar Investitionen getätigt worden seien und weiterhin getätigt werden
würden, aber es nicht sein könne, dass die daraus entstandenen Kosten
über längere Zeit den grössten Teil der Mieteinnahmen beanspruchen
würden – ausser es liege ein Renovationsstau vor. Zudem seien
Investitionen für viele künftige Jahre und würden dem Werterhalt der
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Immobilie dienen, weshalb sie auf die einzelnen Jahre zu verteilen seien
und folglich nicht vollumfänglich berücksichtigt werden könnten. Zudem
seien die noch nicht angefallenen Kosten auch hier nicht einzubeziehen.
7. In der Replik vom 28. August 2017 hielt der Beschwerdeführer im Sinne
einer Präzisierung seines Rechtsbegehrens fest, es sei die Formulierung
"erlassen" dahingehend zu verstehen, dass auf die Rückforderung der
URP-Kosten zu verzichten sei. Weiter führte er aus, dass das
Bezirksgericht Imboden in der Verfügung vom 10. Mai 2010 festgestellt
habe, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage sei, die anfallenden
Kosten zu übernehmen, zumal ihm ein Notgroschen von Fr. 20'000.-- bis
Fr. 30'000.-- zu belassen sei. Da die Prüfung ob und in welchem Umfang
ein Rückforderungsanspruch gegeben sei, nach gleichen Grundsätzen zu
erfolgen habe, wie wenn dieselbe Partei ein Gesuch um URP stellen
würde, müsse die Höhe des Notgroschens auch im vorliegenden
Verfahren in diesem Umfang berücksichtigt werden. Gemeinsam mit
seiner Ehefrau besitze der Beschwerdeführer eine Liegenschaft in
Y._, welche einen Verkehrswert von Fr. 987'000.-- habe und mit
einer Hypothek von Fr. 460'000.-- belastet sei. Der Vermögensanteil des
Beschwerdeführers an dieser Liegenschaft belaufe sich lediglich auf
Fr. 178'500.--, wobei es sich dabei um keine liquiden Mittel handle. Es sei
richtig, dass der Beschwerdeführer über 60 Aktien verfüge, der Betrag
über Fr. 26'725.-- stehe aber in keinem Zusammenhang mit diesen
Aktien. Bei diesem Betrag handle es sich um ein kleines Ersparnis aus
Erbschaft. Die Aktien würden derzeit einen Verkaufserlös von rund
Fr. 4'125.-- ergeben. Diesbezüglich sei in der genannten Verfügung des
Bezirksgerichts Imboden festgehalten, dass die gebundene Mittel in Form
von Aktien bei der Vermögensberechnung nicht zu berücksichtigen seien,
was auch in vorliegender Sache zu gelten habe. Der Beschwerdeführer
verfüge demnach über liquide Mittel von Fr. 26'750.--, wovon bei
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Rückzahlung der URP-Kosten lediglich Fr. 10'850.90 übrig bleiben
würden.
8. Mit Duplik vom 12. September 2017 hielt die Beschwerdegegnerin an
ihren Anträgen und Ausführungen vollumfänglich fest.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten
Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die
Rückforderungsverfügung der Beschwerdegegnerin vom 11. August
2017. Gemäss Art. 12 Abs. 4 des Einführungsgesetzes zur
Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100) bzw.
Art. 77 Abs. 2 i.V.m. Art. 52 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) können Entscheide
bezüglich Rückforderung von bevorschussten Kosten innert 30 Tagen seit
Mitteilung beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
angefochten werden. Die angefochtene Verfügung, welche nach dem
Gesagten ein zulässiges Anfechtungsobjekt darstellt, ist mit dem 12. Juni
2017 datiert, soll aber erst am 13. Juni 2017 um 16:07 Uhr bei der Post
aufgegeben worden sein und konnte dem Beschwerdeführer schliesslich
am 14. Juni 2017 zugestellt werden (vgl. Auszug Track & Trace in den
beschwerdeführerischen Akten [Bf-act. 2]). Die gesetzliche
Beschwerdefrist ist durch den Eingang der Beschwerde am 18. Juli 2017
(Poststempel 14. Juli 2017) beim Verwaltungsgericht jedenfalls
eingehalten, was auch unbestritten ist. Die weiteren Formvorschriften
wurden ebenfalls eingehalten. Ausserdem ist der Beschwerdeführer als
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Adressat der angefochtenen Verfügung von dieser berührt und weist ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung und Änderung auf (Art. 50
VRG). Auf die Beschwerde ist damit einzutreten.
2. a) Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV; SR 101) garantiert den
Parteien das Recht, gehört zu werden. Dieser Anspruch ist formeller
Natur (BGE 137 I 195 E.2.2; PVG 2011 Nr. 31 E.2a), weshalb die Rüge
der Verletzung dieses Anspruchs vorweg, nämlich vor den sich stellenden
materiellen Fragen zu prüfen ist. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist
das Recht der Parteien, in einem vor einer Verwaltungs- oder
Justizbehörde geführten Verfahren mit ihrem Begehren angehört zu
werden, Einblick in die Akten zu erhalten und zu den für die Entscheidung
wesentlichen Punkten Stellung nehmen zu können
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Auflage,
Zürich/St. Gallen 2016, N. 1002). Für das Verfahren in Verwaltungs- und
Verfassungssachen vor den kantonalen Verwaltungs- und
Gerichtsbehörden wiederholt und gewährleistet Art. 16 VRG den
Anspruch auf das rechtliche Gehör. Demnach hat, so Art. 16 Abs. 1 VRG,
die Behörde den von einem Entscheid Betroffenen Gelegenheit zur
schriftlichen oder mündlichen Stellungnahme zu geben. Wird eine
Verletzung des Gehörsanspruchs festgestellt, muss der angefochtene
Entscheid grundsätzlich aufgehoben werden ohne Rücksicht auf die
Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst (BGE 137 I 195
E.2.2 mit Hinweisen; PVG 2011 Nr. 31 E.2a).
b) In seiner Beschwerde rügt der Beschwerdeführer eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs und bringt vor, dass der rechtserhebliche Sachverhalt
unrichtig und unvollständig festgestellt worden sei. Eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs erblickt er namentlich im Umstand, dass die
Beschwerdegegnerin die Verfügung bereits vor Erhalt der zusätzlichen
Unterlagen erlassen habe, obwohl er sich weitere Eingaben vorbehalten
http://links.weblaw.ch/de/BGE-137-I-195 http://links.weblaw.ch/de/GR:%20PVG-2011-31 http://links.weblaw.ch/de/BGE-137-I-195 http://links.weblaw.ch/de/GR:%20PVG-2011-31
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hätte. Demnach seien die am 12. Juni 2017 eingereichten Unterlagen in
der Verfügung unberücksichtigt geblieben. Folglich seien wesentliche
Faktoren bei der Berechnung des Existenzminimums nicht berücksichtigt
worden, weshalb diese Mängel aufweise.
Die Beschwerdegegnerin stellt sich in ihrer Beschwerdeantwort dagegen
auf den Standpunkt, dass der Beschwerdeführer anlässlich des Vortritts
vom 7. Juni 2017 sehr detaillierte Unterlagen vorgelegt habe, woraufhin
sie sich genügend dokumentiert sah und die Verfügung am 12. Juni 2017
erlassen werden konnte. Zudem sei die am 8. Juni 2017 ablaufende
Eingabefrist durch den persönlichen Vortritt des Beschwerdeführers tags
davor wahrgenommen worden. Obschon die IPV Entscheide weiterhin
gefehlt hätten, habe es nicht zum Nachteil des Beschwerdeführers
gereicht, wenn sie diese Belege auf der Einnahmeseite nicht einverlangt
habe und sich mit den vorgebrachten Angaben begnügte. Bei den
nachfolgend eingereichten Unterlagen habe es sich zudem hauptsächlich
um Offerten gehandelt und nicht um Belege über tatsächlich angefallene
Kosten, weshalb sie an der bereits erlassenen Verfügung nichts mehr
hätten zu ändern vermocht. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs lasse
sich nicht erblicken.
c) Aus den Verfahrensakten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer vor
Versand der Verfügung am 12. Juni 2017 nachts weitere Unterlagen
eingereicht hat. Die Beschwerdegegnerin habe diese nicht mehr
berücksichtigen können, weil der am 13. Juni 2017 schliesslich
versandten Entscheid bereits am 12. Juni 2017 der internen Post
übergeben worden sei. Die Frage, ob die Beschwerdegegnerin im
Hinblick darauf, dass der Beschwerdeführer anlässlich der persönlichen
Vorsprache vom 7. Juni 2017 versprach, die fehlenden Unterlagen
umgehend nachzureichen, mit dem Erlass der Verfügung zuwarten hätte
müssen, kann – wie nachfolgend aufgezeigt wird – offen bleiben.
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d) Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann eine nicht besonders
schwerwiegende Gehörsverletzung ausnahmsweise geheilt werden, wenn
die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer
Rechtsmittelinstanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die
Rechtslage frei überprüfen kann. Unter dieser Voraussetzung ist selbst
bei einer schwerwiegenden Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör von einer Heilung des Mangels auszugehen, wenn die
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu einem formalistischen
Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit
dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an
einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären
(zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts [BGer] 1C_184/2016 vom
14. November 2016 E.2.4.1; BGE 138 II 77 E.4.3, BGE 137 I 195 E.2.3.2, BGE 136 V 117 E.4.2.2.2). Der Beschwerdeführer wurde mit Schreiben
vom 5. April 2017 und vom 13. April 2017 sowie vom 4. Mai 2017 über die
Prüfung der Rückforderung der bevorschussten URP-Kosten informiert
und gleichzeitig dazu aufgefordert, das eigens hierfür vorgesehen
Erhebungsformular und weitere Nachweise bzw. Belege einzureichen.
Damit wurde ihm grundsätzlich die Möglichkeit gegeben, sich zur Sache
zu äussern und seine Mitwirkungsrechte wahrzunehmen, von welcher der
Beschwerdeführer schliesslich am 7. Juni 2017 Gebrauch gemacht hat.
Um eine von vorherein nicht heilbare besonders schwerwiegende
Verletzung kann es sich somit im vorliegenden Fall nicht handeln. Zudem
ist darauf hinzuweisen, dass das angerufene Gericht über die volle
Kognition in Sach- und Rechtsfragen verfügt. Daher kann die
Gehörsverletzung im Verwaltungsgerichtsverfahren geheilt werden, zumal
der Beschwerdeführer selbst nach der Vernehmlassung der
Beschwerdegegnerin zu den neuen Unterlagen an der Beschwerde
festgehalten hat. Ausgehend davon ist es insgesamt gerechtfertigt, eine
http://links.weblaw.ch/de/1C_184/2016 http://links.weblaw.ch/de/BGE-138-II-77 http://links.weblaw.ch/de/BGE-137-I-195 http://links.weblaw.ch/de/BGE-136-V-117
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allfällige Gehörverletzung im Rahmen des vorliegenden Verfahrens als
geheilt zu betrachten.
3. a) In der Beschwerde vom 14. Juli 2017 beantragt der Beschwerdeführer
Folgendes: "1. Die angefochtene Verfügung vom 12. Juni 2017 sei aufzuheben und der gesamte
Rückforderungsbetrag von Fr. 15'874.10 zu erlassen.
2. Eventualiter sei die Sache zur Neufestsetzung des Rückforderungsbetrages an die
Vorinstanz zurückzuweisen.
3. [...]"
Mit der Begründung, dass Gegenstand des vorliegenden Verfahrens
einzig und allein die Frage sei, ob und mit welchen Zahlungsmodalitäten
die vom Kanton bevorschussten Kosten vom Beschwerdeführer
zurückgefordert werden könnten, und nicht etwa ein Erlass oder
Neufestsetzung der URP-Forderung, beantragte die Beschwerdegegnerin
mit Vernehmlassung vom 14. August 2018, es seien die Anträge des
Beschwerdeführers von vornherein abzuweisen bzw. darauf nicht
einzutreten. In der Replik vom 28. August 2017 bestritt der
Beschwerdeführer diese Ausführungen der Beschwerdegegnerin und hielt
im Sinne einer Präzisierung seines Rechtsbegehrens fest, dass die
Formulierung "der gesamte Rückforderungsbetrag von Fr. 15'874.10 zu
erlassen" so zu verstehen sei, dass auf die Rückforderung der URP-
Kosten zu verzichten sei. Es ist in der Folge zu prüfen, ob auf die
Beschwerde einzutreten ist.
b) Gegenstand des Beschwerdeverfahrens kann nur sein, was Gegenstand
der angefochtenen Verfügung war oder nach richtiger Gesetzesauslegung
hätte sein sollen. Gegenstände, über welche die erstinstanzlich
verfügende Behörde nicht entschieden hat und über die sie auch nicht
entscheiden musste, darf die zweite Instanz nicht beurteilen, weil sie
dadurch die funktionelle Zuständigkeit der ersten Instanz missachten
würden (Urteil des BGer 1A.352/1999 vom 12. Juli 2000 E. 3.a mit
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Hinweisen). Der Streitgegenstand darf im Laufe des
Beschwerdeverfahrens weder erweitert noch qualitativ verändert werden,
er kann sich also höchstens verengen und um nicht streitige Punkte
reduzieren, nicht aber ausweiten (Urteil des BGer 2A.121/2004 vom
16. März 2005 E.2.1 sowie 2C_642/2007 vom 3. März 2008 E.2.2; statt
vieler: Urteil des Bundesverwaltungsgerichts [BVGer] A-1501/2006 vom
6. November 2008 E.1.4.1 mit Hinweisen; MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER,
Prozessieren vor dem Bundesverwaltungsgericht, 2. Aufl. 2013, Rz.
2.208). Sämtliche Begehren und Eventualbegehren müssen in der
Beschwerde gestellt werden, erst in der Replik beantragte Varianten sind
unzulässig und es ist darauf nicht
einzutreten (MOSER/BEUSCH/KNEUBÜHLER, a. a. O., Rz. 2.215). Zulässig ist
es jedoch, die Rechtsbegehren nach Ablauf der Beschwerdefrist
nachträglich zu präzisieren (vgl. BGE 133 II 30 E.2; Urteil des BVGer
A 8435/2007 vom 4. August 2008 E.3.1).
c) Im vorliegenden Fall hat der Beschwerdeführer sein Rechtsbegehren
Nr. 1 mit seiner Replik vom 28. August 2017 umformuliert, was er als
Präzisierung bezeichnete. In der Beschwerde wird klar und deutlich das
Begehren gestellt, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der
gesamte Rückforderungsbetrag zu erlassen. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers, handelt es sich bei der Umformulierung in der Replik
nicht um eine Präzisierung, sondern um eine Abänderung des
Rechtsbegehrens, wird doch neu beantragt, dass auf die Rückforderung
der URP-Kosten zu verzichten sei. Dieses Begehren wurde erst nach
Ablauf der Beschwerdefrist und damit verspätet vorgebracht, weshalb
darauf nachfolgend nicht einzutreten ist. Zu behandeln ist demgegenüber
der Eventualantrag des Beschwerdeführers, es sei die angefochtene
Verfügung aufzuheben und eventualiter die Sache zur Neubeurteilung an
die Vorinstanz zurückzuweisen. An diesen Anträgen hielt der
http://links.weblaw.ch/2A.121/2004 http://links.weblaw.ch/2C_642/2007 http://links.weblaw.ch/BVGer-A-1501/2006 http://links.weblaw.ch/BGE-133-II-30
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Beschwerdeführer bis zum Abschluss des Schriftenwechsels unverändert
fest. Insofern ist auf die Beschwerde einzutreten.
4. Weiter streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer zu Recht zur
Rückerstattung der im Rahmen des erbrechtlichen Verfahrens vom
Kanton bevorschussten Kosten verpflichtet wurde. Bei der Prüfung ist auf
den Sachverhalt im Urteilszeitpunkt abzustellen, sofern sich zwischen
Entscheid durch die Vorinstanz und Urteilszeitpunkt der Sachverhalt und
somit die Entscheidgrundlage in massgeblichem Ausmass geändert hat.
Dies ergibt sich aus der im Verwaltungsgerichtsverfahren geltenden
Offizialmaxime und des Untersuchungsgrundsatzes. Wobei Letzteres im
Rechtsmittelverfahren durch die Mitwirkungspflicht stark relativiert wird
(Art. 11 Abs. 2 VRG). Sofern daher die beschwerdeführende Partei nicht
geltend macht, der Sachverhalt habe sich seit Erlass der angefochtenen
Verfügung massgeblich verändert, kann sich das Gericht – sofern in den
Akten auch sonst keine offensichtlichen Anhaltspunkte für eine derartige
Änderung vorliegen – auf den von der Vorinstanz festgestellten
Sachverhalt stützen. Im vorliegenden Fall macht weder der
Beschwerdeführer eine massgebliche Veränderung des Sachverhalts
geltend noch bestehen aus den eingereichten Unterlagen offensichtliche
Anhaltspunkte für eine massgebliche Veränderung der
Entscheidgrundlage zwischen der Verfügung durch die
Beschwerdegegnerin und dem Urteilszeitpunkt.
5. Art. 29 Abs. 3 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (BV; SR 101) statuiert einen verfassungsrechtlichen
Anspruch einerseits auf unentgeltliche Prozessführung und anderseits auf
unentgeltliche Verbeiständung. Ersterer betrifft die Befreiung von den
Kosten für das Tätigwerden der Behörden und Gerichte und letzterer
garantiert auch dem Unbemittelten einen Rechtsbeistand. Wird die
unentgeltliche Rechtspflege gewährt, hat dies aber keine definitive
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Übernahme der Kosten durch den Staat zur Folge. Gelangt die bedürftige
Partei im Laufe des Verfahrens oder aufgrund des Prozessausgangs in
den Besitz ausreichender Mittel, kann ihr die unentgeltliche Rechtspflege
verweigert oder wieder entzogen werden. Im Rahmen der unentgeltlichen
Rechtspflege ausbezahlte Beträge können ferner selbst nach Erledigung
des Prozesses zurückverlangt werden, wenn sich die wirtschaftliche
Situation der Begünstigten ausreichend verbessert hat (vgl. STEFAN
MEICHSSNER, Das Grundrecht auf unentgeltliche Rechtspflege [Art. 29
Abs. 3 BV], Diss. Basel 2008, S. 175 f.; BGE 122 I 322 E.2c). Art. 123
Abs. 1 ZPO hält denn auch fest, dass eine Partei, der die unentgeltliche
Rechtspflege gewährt wurde, zur Nachzahlung verpflichtet ist, sobald sie
dazu in der Lage ist. Materielle Voraussetzung der Rückzahlung ist dabei
eine wesentliche Verbesserung der finanziellen Verhältnisse, welche es
dem einstig Mittellosen erlaubt, die vom Staat vorläufig übernommenen
Kosten zurückzuzahlen, ohne dass sein Lebensunterhalt gefährdet
würde. Eine derartige Verbesserung der finanziellen Verhältnisse liegt
vor, falls dem Betreffenden bei den jetzt vorliegenden finanziellen
Verhältnissen die unentgeltliche Rechtspflege nicht mehr erteilt werden
könnte (MEICHSSNER, a.a.O., S. 176 f.; Urteile des Verwaltungsgerichtes
Graubünden U 12 96 vom 15. Januar 2013 E.2 und U 11 12 vom
18. November 2011 E.3). Nachfolgend gilt es zu prüfen, ob ein Gesuch
des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege zum Zeitpunkt
des Verfügungserlasses bzw. im heutigen Zeitpunkt immer noch hätte
bewilligt werden können. Ist dies der Fall, wäre die vorliegend strittige
Rückforderung unzulässig. Haben sich die Vermögens- und
Einkommensverhältnisse seit der Gewährung der unentgeltlichen
Rechtspflege jedoch nachweislich verbessert und würde diese zu diesem
Zeitpunkt nicht mehr gewährt werden, besteht eine gesetzliche
Rückforderungspflicht (HÄFELIN/ HALLER/ KELLER/ TURNHERR,
Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 9. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2016, N.
841).
http://links.weblaw.ch/de/BGE-122-I-322 http://links.weblaw.ch/de/GR:%20GRVG-U-12-96 http://links.weblaw.ch/de/GR:%20GRVG-U-11-12
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6. a) Vorab ist das Vermögen des Beschwerdeführers zu ermitteln. Sind
genügend liquide Mittel vorhanden, erübrigt sich die Berechnung des
zivilprozessualen Notbedarfs. Gemäss bundesgerichtlicher
Rechtsprechung kann einem Gesuchsteller, der über Vermögen verfügt,
zugemutet werden, dieses zur Finanzierung des Prozesses zu
verwenden, soweit es einen angemessenen Vermögensfreibetrag, den
sogenannten "Notgroschen", übersteigt (Urteil des BGer 9C_874/2008
vom 11. Februar 2009 E.2.2.2). Dieser Freibetrag bzw. "Notgroschen",
welchem der Charakter einer Notreserve für laufende und künftige
Bedürfnisse zukommt, bestimmt sich bei der unentgeltlichen Rechtspflege
nicht anhand einer allgemein gültigen Pauschale, sondern ist unter
Würdigung der konkreten Umstände zu bemessen, wobei insbesondere
den Faktoren Alter und Gesundheit Rechnung getragen wird. Es wäre
unverhältnismässig, vom Gesuchsteller für einen normalen Prozess die
Zerstörung seiner wirtschaftlichen Basis zu verlangen und ihn dadurch in
die Sozialhilfeabhängigkeit abzudrängen. In der Lehre wird dabei die
Auffassung vertreten, dass im Normalfall von einem verfassungsrechtlich
gebotenen Freibetrag zwischen Fr. 10'000.-- und Fr. 15'000.--
auszugehen ist, wobei ein "Notgroschen" von über Fr. 20'000.-- nur in
besonderen Fällen in Frage kommt (DANIEL WUFFLI; Die unentgeltliche
Rechtspflege in der Schweizerischen Zivilprozessordnung; Schriften zum
Schweizerischen Zivilprozessrecht, Band 21; Dike Verlag; Zürich/St.
Gallen 2015; N. 181; Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden U 11 12 vom 18. November 2011 E.4c und S 15 7 vom
24. September 2015 E.4b). Eine Partei, welche die unentgeltliche
Rechtspflege beantragt, hat ihre Einkommens- und
Vermögensverhältnisse und mit Blick auf die eheliche Beistandspflicht
auch diejenigen ihres Ehegatten umfassend darzustellen und soweit
möglich auch zu belegen. An die klare und gründliche Darstellung der
finanziellen Situation dürfen umso höhere Anforderungen gestellt werden,
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je komplexer die Verhältnisse sind. Verweigert ein Gesuchsteller die zur
Beurteilung seiner aktuellen Gesamtsituation erforderlichen Angaben und
Belege, so kann die Behörde die Mittellosigkeit verneinen (Urteil des
BGer 5A_36/2013 vom 22. Februar 2013, E.3.3 mit weiteren Hinweisen).
Dieselbe Mitwirkungspflicht gilt folgerichtig bei der Prüfung einer
Rückforderung der bevorschussten URP-Kosten.
b) Beim Vermögen sind nicht nur Barmittel, sondern auch verwertbare
Vermögensgegenstände zu berücksichtigen. Dazu gehören insbesondere
Wertschriften (Sparkonti, Obligationen, Aktien usw.), Antiquitäten,
Sammlungen, Liegenschaften und rückkaufsfähige
Lebensversicherungen. Ergibt sich aus der Summe der veräusserbaren
Güter und vorhandenen Barmitteln ein den Notgroschen übersteigender
Betrag, ist dieser für die Prozessfinanzierung heranzuziehen. Vorliegend
hat die Vorinstanz in der dem Entscheid beigelegten Berechnung der
Vermögens- und Erwerbsverhältnisse dargelegt, dass aufgrund des
vorhandenen liquiden Vermögens des Beschwerdeführers von
Fr. 34'267.75 und seiner Ehefrau von Fr. 38'905.20 sowie der
Liegenschaften in Y._ und X._ genügend finanzielle Mittel
vorhanden seien, um die bevorschussten URP-Kosten zurückzuzahlen.
Hiergegen macht der Beschwerdeführer in seiner Replik vom 28. August
2017 geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht davon ausgegangen sei,
dass sich sein Netto-Vermögen auf Fr. 561'262.-- belaufe. An der
Liegenschaft in Y._ habe seine Ehefrau Fr. 170'000.-- aus ihrer
Erbschaft zur Finanzierung der Liegenschaft geleistet, weshalb sein Anteil
daran lediglich Fr. 178'500.-- betragen würde. Er verfüge zwar über 60
Aktien, welche beim derzeitigen Verkaufserlös rund Fr. 4'125.-- ergeben
würden. Der Betrag von Fr. 26'725.-- stehe entgegen der Ausführungen
der Beschwerdegegnerin nicht mit diesen Aktien im Zusammenhang,
sondern sei eine kleine Ersparnis aus der Erbschaft. Bezüglich der
Aktienanlagen habe bereits das Bezirksgericht Imboden festgehalten,
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dass in dieser Form gebundene Mittel bei der Vermögensberechnung
nicht zu berücksichtigen seien. Schliesslich verfüge er über liquide Mittel
von Fr. 26'750.--, wovon bei der Rückzahlung der URP-Kosten lediglich
Fr. 10'850.90 übrig bleiben würden. Unter Berücksichtigung der Tatsache,
dass bei der Berechnung der Rückforderung der bevorschussten URP-
Kosten dieselben Grundsätze wie bei der Prüfung eines URP-Gesuchs zu
gelten haben, müsse der vom Bezirksgericht Imboden festgelegte
Notgroschen von Fr. 20'000.-- bis Fr. 30'000.-- auch im vorliegenden
Verfahren in diesem Umfang berücksichtigt werden. Demnach wäre der
dem Beschwerdeführer zu belassende Notgroschen nach Rückzahlung
der bevorschussten URP-Kosten nicht mehr vorhanden.
c) Der Beschwerdeführer hält richtigerweise fest, dass die Frage ob und in
welchem Umfang ein Rückforderungsanspruch gegeben ist, nach den
gleichen Grundsätzen zu prüfen ist, wie wenn die gleiche Partei ein
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellen würde. Daraus kann aber
nicht geschlossen werden, dass dem Beschwerdeführer ein Notgroschen
in derselben Höhe zu belassen ist, wie es bei der Erteilung der URP
festgestellt wurde. Der Verfügung des Bezirksgerichts Imboden vom
10. Mai 2010 kommt nämlich für die Rückforderung der URP-Kosten
keine eigenständige Bedeutung zu. Selbst wenn damals grosszügigere
Massstäbe angewandt wurden, gilt es bei einer allfälligen Rückforderung
der unentgeltlichen Rechtspflegekosten zu prüfen, ob der URP-Partei im
Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung bzw. der Prüfung
derselben durch die Rechtsmittelinstanz nach geltendem Recht und
geltender Praxis die unentgeltliche Rechtspflege hätte gewährt werden
müssen. Überdies wurde in besagter Verfügung des Bezirksgerichts
Imboden der zu belassende Notgroschen für die Gesamtfamilie auf
Fr. 20'000-- bis Fr. 30'000.-- festgelegt und somit nicht bloss dem
Beschwerdeführer in dieser Höhe zugesprochen. Nach ständiger Praxis
ist der Anspruch auf unentgeltliche Prozessführung subsidiär zur
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familienrechtlichen Unterstützungs- bzw. Beistandspflicht der Ehegatten
(BGE 85 I 1 E.3; jüngste Urteile des BGer 5A_928/2016 vom 22. Juni
2017 E.8; 5A_315/2016 vom 7. Februar 2017 E.11). Aus den
eherechtlichen Pflichten ergibt sich nämlich, dass der leistungsfähige
Ehegatte seinem bedürftigen Partner im Rahmen des Möglichen
Prozesskostenvorschüsse (sog. provisio ad litem) leisten muss,
unabhängig davon, ob das Einkommen und/oder Vermögen des
prozesskostenvorschusspflichtigen Ehegatten güterrechtlich seinem
Eigengut, seiner Errungenschaft oder dem Gesamtgut zuzuordnen ist.
Demnach sind für die Prüfung der Rückzahlung der bevorschussten URP-
Kosten die Mittel des Beschwerdeführers sowie die Mittel der von ihm
gegenüber unterstützungspflichtigen Person bzw. seiner Ehefrau
massgeblich, denn die eheliche Beistandspflicht umfasst nicht nur den
Lebensunterhalt des anderen Ehegatten, sondern darüber hinaus auch
andere Bedürfnisse, insbesondere den Rechtsschutz (BGE 85 I 1 E.3 mit
Hinweisen). Nach dem Gesagten spielt es somit keine Rolle, ob die
Ehefrau des Beschwerdeführers zur Finanzierung der Liegenschaft in
Y._ Fr. 170'000.-- aus ihrer Erbschaft geleistet hat oder nicht, da
infolge der eherechtlichen Beistandspflicht eine Trennung der
Vermögenswerte zwischen den Ehepartnern für die Beurteilung der
Rückzahlung der bevorschussten Kosten nicht angebracht ist. Stellt man
dennoch auf diese Aussagen des Beschwerdeführers ab, ohne das hierzu
Belege eingereicht wurden, verfügt der Beschwerdeführer über ein Netto-
Vermögen von Fr. 208'850.--, bestehend aus dem Anteil des
Beschwerdeführers an der Liegenschaft in Y._, seinen Aktien und
den Ersparnissen aus Erbschaft (vgl. hierzu Replik des
Beschwerdeführers, Beilage A.3). Bei den Aktien, welche nach Angaben
des Beschwerdeführers einen Verkaufserlös von Fr. 4'125.-- aufweisen,
ist die Liquidierbarkeit sehr hoch, da diese täglich an der Börse verkauft
werden können. Die angebliche Aussage des Bezirksgerichts Imboden,
dass die Aktien nicht leicht verwertbar seien und daher bei der
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Überprüfung der URP-Berechtigung nicht zu berücksichtigen wären, ist
somit offensichtlich falsch. Schliesslich sollten Personen, die in
Aktienanlagen investieren, bei einem Gesuch um URP nicht besser
gestellt sein als andere. Demnach sind die Aktienanlagen entgegen der
Meinung des Beschwerdeführers bei den finanziellen Mitteln zu
berücksichtigen. Anders würde sich die Situation darstellen, würde es sich
nicht um börsenkotierte Aktien handeln, wie z.B. Aktien eines eigenen
Familienbetriebs. Bei der Rückerstattung der durch den Kanton
bevorschussten URP-Kosten in Höhe von Fr. 15'874.10 würden ihm
weiterhin Wertschriften und Guthaben in Höhe von Fr. 15'000.90
verbleiben, weshalb es sich erübrigt die Zumutbarkeit einer allfälligen
Erhöhung der Hypothek oder der Veräusserung der Liegenschaft in
Y._ zu prüfen. Selbst wenn der Notgroschen für den
Beschwerdeführer höher als Fr. 10'000.-- anzusetzen wäre, reicht dieser
Betrag vor dem Hintergrund des finanziellen Polsters seiner Ehefrau und
der ehelichen Beistandspflicht für den Fall unvorhergesehener
Sonderausgaben aus. Das Vermögen der Ehefrau aus Wertschriften
beläuft sich auf Fr. 38'905.20 und daneben verfügt sie über ein Vermögen
in Liegenschaften in Höhe von Fr. 948'000.-- (vgl. hierzu Replik des
Beschwerdeführers, Beilage A.3). Aus den Akten ergibt sich zudem
nichts, woraus sich eine Unmöglichkeit oder Unzumutbarkeit der Ehefrau,
ihrer Beistandspflicht nachzukommen, ergeben würde. Aufgrund dieser
Feststellung kann vorliegend auf eine Überprüfung der
Einkommensverhältnisse verzichtet werden.
7. Zusammenfassend lässt sich nach dem Gesagten festhalten, dass die
Beschwerdegegnerin zu Recht eine Rückerstattung der bevorschussten
Gelder von insgesamt Fr. 15'874.10 verfügte. Die Beschwerdegegnerin
hätte sogar mit Blick auf die zuvor geschilderte Vermögenssituation des
Beschwerdeführers und seiner Ehefrau die Rückzahlung der
bevorschussten Kosten mittels Einmalzahlung verfügen dürfen. Indem sie
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dem Beschwerdeführer aber die Möglichkeit der Ratenzahlung gewährt
hat, war sie äusserst grosszügig. Das Verwaltungsgericht ist jedoch an
die Anträge der Parteien gebunden (Art. 56 Abs. 1 VRG) und die
Beschwerdegegnerin hat keine reformatio in peius beantragt. Daher bleibt
es bei den verfügten Ratenzahlungen. Der angefochtene Entscheid
erweist sich nach dem Gesagten als rechtmässig, und die Beschwerde ist
abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die
Verfahrenskosten gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten des
Beschwerdeführers. Eine aussergerichtliche Entschädigung steht der
Beschwerdegegnerin gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG nicht zu, da sie lediglich
in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegte.