# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8337f468-2390-443e-9ccb-4d1cbb458dd8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am 18. April 1957 in E. als zweites von vier Kindern geboren. Sie wohnte zunächst in F. und anschliessend auf dem G.. Nach zwei Jahren zog die Familie nach H. um, wo X. ihre Kinder- und Jugendzeit verbrachte und die Schulen besuchte. Nach dem Schulabschluss absolvierte sie eine Lehre als Zahnarztgehilfin. Da X. seit ihrer Kindheit erblich bedingt unter Ekzemen leidet, musste sie ihre Arbeit als Zahnarztgehilfin aufgeben. Es war ihr auch nicht möglich, einer anderen beruflichen Beschäftigung nachzugehen. Gemäss ihren Angaben betreute sie während einigen Jahren hilfsbedürftige Personen. Seit 1988 wohnt X. auf dem Hof I. in J.. Sie ist Mutter eines Sohnes, für dessen Unterhalt sie sorgt. Sie bezieht eine monatliche IV- und Zusatzrente von insgesamt Fr. 3'757.-.
Gemäss Auskunft des Steueramts der Stadt H. vom 7. Juni 2001 versteuerte X. im Jahre 2000 ein Einkommen von Fr. 12'900.-. Steuerbares Vermögen lag nicht vor.
Im schweizerischen Zentralstrafregister ist X. nicht verzeichnet. Mit Strafmandat vom 10. März 2003 verurteilte der Kreispräsident Küblis X. wegen Ungehorsams gegen eine amtliche Verfügung mit einer Busse von Fr. 500.-. Am 19. November 2003 verurteilte der Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden in Bestätigung des Urteils des Bezirksgerichtsausschusses Prättigau/Davos vom 12. Juni 2003, mitgeteilt am 13. August 2003, X. mittlerweile rechtskräftig wegen mehrfacher Nötigung gemäss Art. 181 StGB sowie wegen mehrfachen Nötigungsversuchs gemäss Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB und bestrafte sie mit zehn Tagen Gefängnis bedingt unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren (SB 03 47). Diese strafbaren Handlungen richteten sich unter anderem auch gegen das Ehepaar Z.-B.
Gemäss Leumundsbericht der Kantonspolizei Graubünden vom 10. Februar 2002 sei der Ruf von X. als getrübt zu bezeichnen. X. sei in J. und Umgebung öfters als aufgebrachte und aggressive Persönlichkeit in Erscheinung getreten. Vor allem in Kontakt mit Behörden sei sie immer wieder negativ aufgefallen.
B. Am 16. August 2002 reichte Z. gegen X. eine Ehrverletzungsklage ein. Die durchgeführten Sühneverhandlungen führten zu keiner Einigung. Mit Anklageverfügung vom 5. November 2002 setzte der Kreispräsident Küblis X. betreffend Ehrverletzung in Anklagezustand und überwies den Fall der Strafkammer des Bezirksgerichts Prättigau/Davos zur Beurteilung. Eine von X. hiergegen gerichtete Beschwerde wies der Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden mit
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unangefochten gebliebenem Entscheid vom 13. Januar 2003, mitgeteilt am 15. Januar 2003, kostenfällig ab. Der Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos legte den Erwägungen des ersten Urteils vom 12. Juni 2003, mitgeteilt am 13. August 2003, folgenden Sachverhalt zugrunde:
„Am Nachmittag des 12. August 2002 war die Privatstrafklägerin Z. damit beschäftigt, ihrem Mann beim Ausgraben des westlichen Schopfes zur Hand zu gehen. Während dieser den Aushub abladen ging, stellten sich C. und D. zu einem Schwatz bei ihr ein. Alsdann trat X. vor den Stall. Sie beschuldigte dabei die Privatstrafklägerin, ihr Blumen ausgerissen zu haben. Überdies sagte sie zu den beiden Besucherinnen, sie sollen nach Chur weiterfahren. Um hierher fahren zu dürfen, brauche es eine Bewilligung und sie würden doch nicht mit einer “Kindsmörderin“ reden wollen. Dabei deutete die Privatstrafbeklagte auf Z..“
C. Mit Urteil vom 12. Juni 2003, mitgeteilt am 13. August 2003, welches auch den hier nicht mehr interessierenden Nötigungsvorfall umfasste, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos, was folgt:
„1.X. ist schuldig der üblen Nachrede gemäss Art. 173 StGB.
2. X. ist schuldig der mehrfachen Nötigung gemäss Art. 181 StGB sowie des mehrfachen vollendeten Nötigungsversuchs gemäss Art. 181 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB.
3. Dafür wird X. mit 14 Tagen Gefängnis sowie Fr. 250.00 Busse bestraft.
4. Der Vollzug der Gefängnisstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben. Bei Wohlverhalten wird die Busse nach Ablauf einer Probezeit von einem Jahr gelöscht.
5. Die Adhäsionsklagen der Z. und des B. sowie des Y. werden abgewiesen.
6. Die Kosten des Verfahrens bestehend aus:
- zwei Aussöhnungsverfahren vor Kreispräsident von Fr. 400.00
- Untersuchungsgebühren des Kreispräsidenten von Fr. 200.00
- Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft von
Fr. 2'085.00
- Barauslagen der Staatsanwaltschaft von Fr. 168.20
- der Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.00
Total somit von Fr. 5'053.20 gehen zulasten der X.. Nach Verrechnung mit den von ihr erlegten Kostenvorschüssen (Fr. 60.00 an die Kreiskasse Küblis und Fr. 1'500.- an die Bezirksgerichtskasse) hat X. den Restbetrag von Fr.
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3'493.20 innert 30 Tagen nach Rechtskraft dieses Urteils mittels beigeschlossenem Einzahlungsschein der Bezirksgerichtskasse, PC 70-3922-1, zu überweisen. Der von Z. geleistete Kostenvorschuss von insgesamt Fr. 1'560.00 (Fr. 60.00 an die Kreiskasse Küblis und Fr. 1'500.- an die Bezirksgerichtskasse) wird ihr nach Rechtskraft dieses Urteils erstattet.

## Considerations