# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 34a525fa-17df-5936-96ea-397e6e71f51b
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die Politische Gemeinde X. ist Eigentümerin der Parzelle Nr. 000, Grundbuch X.
Gemäss dem Zonen- und dem Gemeindestrassenplan der Politischen Gemeinde X.
liegt ein Teil dieses Grundstücks beim nordwestlichsten Grenzpunkt im Halte von
202 m in der Wohnzone WE. Darüber führt der M.-weg, Gemeindeweg erster Klasse,
zur Parzelle Nr. 0001. Ansonsten ist diese Teilfläche abgesehen von einer öffentlichen
Parkbank eine unüberbaute Wiese. Im übrigen ist die Parzelle Nr. 000 keiner
Nutzungszone zugewiesen, sondern als hellgraue Fläche mit dem Hinweis
"Verkehrsfläche VF" ausgeschieden und als Gemeindestrasse zweiter Klasse (O.-
strasse) klassiert. Die angrenzenden Grundstücke sind der Wohnzone WE zugeteilt,
darunter die Parzelle Nr. 0002, welche im Miteigentum von A.Y. und B.Y. steht (act.
9/1/13, www.geoportal.ch).
2
http://www.geoportal.ch
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B. Vom 25. September 2015 bis 8. Oktober 2015 lag ein Baugesuch der Politischen
Gemeinde X. für die Aufstellung von Unterflurbehältern für die Kehrichtbereitstellung
öffentlich auf. Als Standort war unter anderem die Parzelle Nr. 000 (Höhe Parkbänkli)
vorgesehen (act. 2/7 f.). Eine dagegen offenbar am 6. Oktober 2015 erhobene
Einsprache von A.Y. und B.Y. schrieb der Gemeinderat X. mit Verfügung vom
2. Dezember 2015 ab, nachdem er das Baugesuch zurückgezogen hatte (act. 9/1/1/2).
C. Am 30. November 2015 reichte die Politische Gemeinde X. ein Baugesuch für zwei
Unterflurbehälter für die Kehrichtbereitstellung mit Terraingestaltung auf Parzelle Nr.
000 ein. Während der öffentlichen Auflage vom 4. bis 17. Dezember 2015 gingen zwei
Einsprachen ein, darunter diejenige von A.Y. und B.Y. Mit Entscheid vom 11. Januar
2016 wies der Gemeinderat X. die Einsprache der Eheleute A.Y. und B.Y. sowohl in
öffentlich-rechtlicher Hinsicht als auch gemäss Art. 684 des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) ab und bewilligte das Bauvorhaben unter Auflagen
(act. 9/1/4/1-8).
D. Dagegen rekurrierten A.Y. und B.Y. am 1. Februar 2016 an das Baudepartement
(act. 2/1). Am 2. Mai 2016 verfasste das Tiefbauamt einen Amtsbericht (Beilage zu
act. 9/1/8). Am 2. Juni 2016 führte das Baudepartement einen Augenschein durch
(act. 9/1/13). Am 1. September 2016 überwies das Baudepartement die Sache an das
Departement des Innern (act. 9/1). Mit Entscheid vom 29. September 2016 hiess das
Departement des Innern den Rekurs teilweise gut, soweit es darauf eintrat, und
verweigerte die Bewilligung für die Ausscheidung des südwestlichen der beiden
Parkplätze. Im Übrigen wies es den Rekurs ab (act. 2/2).
E. Gegen den Entscheid des Departements des Innern (Vorinstanz) vom 29. September
2016 erhoben die durch ihren Sohn vertretenen A.Y. und B.Y. (Beschwerdeführer) am
21. Oktober 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es
sei der angefochtene Entscheid aufzuheben, soweit der Rekurs vom 1. Februar 2016
abgewiesen und nicht darauf eingetreten worden sei. Eventualiter sei die Sache zu
neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen (act. 1, act. 9/1/13). Am
9. November 2016 bestätigte der Sohn der Beschwerdeführer, dass er die
Rechtsvertretung unentgeltlich wahrnehme (act. 5 f.). Mit Vernehmlassung vom
17. November 2016 (act. 8) schloss die Vorinstanz und mit Stellungnahme vom
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2. Dezember 2016 (act. 11) die Politische Gemeinde X. (Beschwerdegegnerin) auf
Abweisung der Beschwerde.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die
Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer
bescheinigte am 9. November 2016 die Unentgeltlichkeit der Vertretung, weshalb er
ohne Eintrag im Anwaltsregister zur Vertretung berechtigt ist (vgl. Art. 10 des
Anwaltsgesetzes, sGS 963.70, AnwG, und VerwGE B 2005/144 vom 25. Oktober 2005
E. 1b, www.gerichte.sg.ch). Die Beschwerdeeingabe vom 21. Oktober 2016 erfolgte
rechtzeitig (act. 1 und 3) und erfüllt formal und inhaltlich die gesetzlichen
Anforderungen (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP).
Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten.
Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit sich die Beschwerdeführer gegen das
ohnehin gegenstandslose, vom 25. September 2015 bis 8. Oktober 2015 öffentlich
aufgelegte Baugesuch wehren (act. 1, S. 5 lit. B/1 f., S. 6 lit. B/6 in fine, S. 8 lit. B/6).
Verfahrensgegenstand bildet vorliegend einzig das Baugesuch der
Beschwerdegegnerin vom 30. November 2015. Weiter trat Gemeindepräsident P.J.
anlässlich der Gemeinderatssitzung vom 11. Januar 2016 in den Ausstand
(act. 9/1/4/6). Die entsprechende Befangenheitsrüge der Beschwerdeführer (act. 1,
S. 5-7, lit. A/5a und lit. B/3) ist gegenstandslos (Art. 64 in Verbindung mit Art. 57
Abs. 1 VRP). Lediglich der Vollständigkeit halber ist zu bemerken, dass er gar nicht in
den Ausstand hätte treten müssen (vgl. hierzu Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV, Art. 7 VRP, BGE 143 II 588 E. 3.2
und VerwGE B 2015/277; B 2015/280 vom 28. März 2017 E. 4.2 je mit Hinweisen,
bis
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www.gerichte.sg.ch, siehe auch VerwGE B 2013/166 vom 4. Dezember 2014 E. 2.2 ff.
mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 140 I 326 E. 6.2 und 7.2, www.gerichte.sg.ch).
2. Zunächst ziehen die Beschwerdeführer die Unbefangenheit des Bauverwalters N.S.
in Zweifel (act. 1, S. 6 lit. B/3). Diesbezüglich verkennen sie, dass für Vertreter der
Gemeinde eine Ausstandspflicht zu verneinen ist, wenn es sich um ein Projekt der
Gemeinde handelt, weil die Gemeinde öffentliche und nicht private Interessen verfolgt
(vgl. Hinweise unter E. 1 Abs. 2 hiervor). Bereits aus diesem Grund hat die Vorinstanz
den Anschein der Befangenheit des Bauverwalters mit Recht verneint (act. 2/2, S. 9 E.
3.2.3). Dessen ungeachtet blenden die Beschwerdeführer aus, dass N.S. nicht mit der
Behandlung ihrer Einsprache betraut war, sondern das Baugesuch vom
30. November 2015 für die Beschwerdegegnerin bearbeitete (act. 9/1/4/1, act. 9/1/13).
Soweit ersichtlich instruierte U.T. das Einspracheverfahren und bearbeitete die
Einsprache sowie das Baugesuch redaktionell zur Behandlung durch den Gemeinderat
(act. 9/1/4/2 f. und 7). Im Übrigen bestehen keine Anhaltspunkte dafür und wird von
den Beschwerdeführern nicht behauptet, dass U.T. für den Zweckverband
Abfallverwertung B. (ZAB) tätig war und die Zuschlagsverfügungen an die oder die
Verträge mit der G. AG bzw. H. Strassen- und Tiefbau AG (act. 2/7 und 9 sowie act.
9/1/12/8) redaktionell bearbeitete oder gar unterzeichnete.
3. Das vorliegend strittige Bauvorhaben ist zu Recht nicht einem strassenrechtlichen
Verfahren (vgl. Art. 39 ff. des Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG) unterzogen worden
(vgl. hierzu VerwGE B 2013/212; 2013/213 vom 19. Februar 2015 E. 4.1 mit Hinweisen,
www.gerichte.sg.ch). An der erstinstanzlichen Zuständigkeit der Beschwerdegegnerin
hätte sich dadurch ohnehin nichts geändert. Weiter erging der erstinstanzliche
Entscheid der Beschwerdegegnerin am 11. Januar 2016 (act. 9/1/1/7 f.) und damit vor
Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) am 1. Oktober 2017
(nGS 2017-049). Auf das vorliegend strittige Bauvorhaben bleibt somit das bis 30.
September 2017 gültige Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht
(Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015) anwendbar, soweit
das PBG für die Baugesuchsteller nicht günstiger ist (Art. 173 PBG). Ist das
Bauvorhaben unter dem früheren Baurecht bewilligungsfähig, erübrigt es sich zu
prüfen, ob es unter dem neuen bewilligt werden könnte.
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4. Die Beschwerdeführer beanstanden überdies (act. 1, S. 7 f. lit. B/4 f.), die
Bauanzeige sei ihnen nicht rechtzeitig zugestellt und das Bauvorhaben mangelhaft
visiert worden.
Die in Art. 82 Abs. 3 BauG im ordentlichen Verfahren (Art. 81 f. BauG) vorgeschriebene
öffentliche Auflage bildet mit der Visierung (Art. 81 BauG) und der Bauanzeige (Art. 82
Abs. 1 BauG) Voraussetzung und Beginn des Rechtsschutzes im
Baubewilligungsverfahren (vgl. hierzu Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 4 lit. c der Verfassung des
Kantons St. Gallen, sGS 111.1, KV, und Art. 15 f. VRP sowie VerwGE B 2016/161;
2016/162 vom 15. August 2017 E. 4.2, www.gerichte.sg.ch, siehe auch Art. 138 f. PBG
sowie Art. 22 der Verordnung zum PBG, sGS 731.11, PBV). Selbst wenn den
Beschwerdeführern die Bauanzeige am 2. Dezember 2015 (act. 9/1/1/2) nach der
Praxis des Baudepartments zu spät zugestellt wurde (vgl. hierzu B. Heer, St. Gallisches
Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 889, mit Hinweis auf Juristische Mitteilungen
2001/I Nr. 6), ist nicht erkennbar und wird von ihnen auch nicht dargetan, inwiefern sie
das Rechtsbegehren, die Begründung oder die Darstellung des Sachverhalts in ihrer
Einsprache vom 17. Dezember 2015 (act. 9/1/1/6) deswegen nur unzureichend hätten
abfassen können. Damit wurde ein allfälliger Mangel dadurch geheilt, dass die
Beschwerdegegnerin auf die Einsprache eintrat (vgl. BGer 1C_495/2015 vom
1. Februar 2016 E. 4.1, VerwGE B 2013/251 vom 24. März 2015 E. 3.3 und VerwGE
B 2013/37 vom 11. März 2014 E. 2.3 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Dasselbe
gilt, falls die Visierung gemäss der Darstellung der Beschwerdeführer am 3. Dezember
2015 verspätet – Art. 138 PBG schreibt neu vor, dass die Visiere „vor dem
Auflageverfahren“ und nicht gemäss Art. 81 Abs. 1 BauG vor Einreichung des
Baugesuchs aufzustellen sind – erfolgt ist sowie die wesentlichen Abmessungen,
insbesondere in Bezug auf die geplanten Parkplätze und Terrainveränderungen,
angeblich nicht ersichtlich waren (vgl. VerwGE B 2016/188 vom 30. Januar 2018 E. 5.1
mit Hinweisen auf BGer 1C_118/2010 vom 20. Oktober 2010 E. 3.4 mit Hinweis auf
BGE 133 I 201 E. 2.2 und BGer 1C_506/2008 vom 12. Mai 2009 E. 2.2.1 sowie VerwGE
B 2012/238 vom 8. November 2013 E. 2.5.2, www.gerichte.sg.ch, und B. Heer, a.a.O.,
Rz. 886). Sollten Dritte aufgrund der fehlenden Visierung von der Einsprache
abgehalten worden sein, bedeutet dies keinen Rechtsnachteil für die
Beschwerdeführer, der im vorliegenden Verfahren von Belang wäre (vgl. hierzu BGer
1C_103/2016 vom 22. Juni 2017 E. 9 mit Hinweis auf BGer 1C_387/2014 vom
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20. Juni 2016 E. 5.4). Nichtigkeitsgründe liegen nicht vor (vgl. hierzu BGer
1C_236/2013 vom 4. Februar 2014 E. 2.2 mit Hinweisen). Soweit die Beschwerdeführer
der Vorinstanz eine Verletzung der Begründungspflicht vorwerfen, verkennen sie, dass
sich die Behörde nicht mit jeder tatbeständlichen Behauptung und jedem rechtlichen
Einwand auseinandersetzen muss (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV und VerwGE B 2015/309 vom
26. April 2017 E. 2.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
5. Die Beschwerdeführer vertreten weiter die Auffassung (act. 1, S. 8 lit. B/7), über ihre
Einsprache gemäss Art. 684 ZGB sei nicht in einer gesonderten Verfügung entschieden
worden. Diesbezüglich kann ihnen nicht gefolgt werden. Gemäss gefestigter Praxis
wird Art. 86 Abs. 2 BauG resp. neu Art. 157 Abs. 2 PBG Genüge getan, wenn die
zuständige Gemeindebehörde im Dispositiv des Einsprachentscheids gesondert über
die Begründetheit der privatrechtlichen Einsprache nach Art. 684 ZGB befindet und die
Entscheidgründe ohne Weiteres den zugehörigen Erwägungen entnommen werden
können. Werden diese Formvorschriften eingehalten, ist gewährleistet, dass der
Entscheid über die privatrechtliche Einsprache gemäss Art. 684 ZGB gesondert
vollstreckt oder angefochten werden kann (vgl. GVP Nr. 1977 Nr. 5). Demgemäss hat
die Beschwerdegegnerin in Ziffer 3 des Dispositivs des Einspracheentscheids vom 11.
Januar 2016 (act. 9/1/1/7, S. 6) im Sinne von Art. 86 Abs. 2 BauG gesondert über die
privatrechtliche Einsprache gemäss Art. 684 ZGB der Beschwerdeführer entschieden.
Die Beschwerdeführer beanstanden, die Beschwerdegegnerin habe in Erwägung 6 des
Einspracheentscheids vom 11. Januar 2016 (act. 9/1/1/7, S. 6) zu Unrecht gleichzeitig
einen Anspruch auf Schadenersatz gestützt auf Art. 679 ZGB verneint und sie gestützt
auf Art. 84 Abs. 3 BauG (siehe auch Art. 155 Abs. 2 PBG) auf den Zivilrechtsweg
verwiesen. Beim Begehren um Schadenersatz wegen Wertminderung handelt es sich
nicht um eine privatrechtliche Einsprache gemäss Art. 84 Abs. 3 BauG, da sie nicht die
Unterlassung oder Beseitigung von Eigentumsbeschränkungen zum Gegenstand hat
(vgl. B. Heer, a.a.O., Rz. 955). Über eine allfällige Ersatzpflicht der Beschwerdegegnerin
für Schadenersatzansprüche der Beschwerdeführer ist nicht im vorliegenden Verfahren,
das den präventiven Immissionsschutz zum Gegenstand hat, zu befinden (vgl. GVP
1992 Nr. 29). Dieser Einwand bleibt indessen ohne Einfluss auf den Ausgang des
vorinstanzlichen Rekursverfahrens.
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6. Sodann ist die abstrakte Zonenkonformität (Art. 22 Abs. 2 Ingress und lit. a RPG) der
geplanten Sammelstelle zur Entsorgung von Siedlungsabfällen (Art. 3 Abs. 1 der
Technischen Verordnung über Abfälle, SR 814.600, TVA) in der Wohnzone gegeben,
soweit die Beschwerdeführer diese in Frage stellen (act. 1, S. 8 f. lit. B/8). Derartige
Einrichtungen gehören zur Infrastruktur eines Wohnquartiers (vgl. AGVE 1990,
S. 295 ff., S. 299). Sie weisen einen unmittelbaren, funktionalen Bezug zur
Wohnnutzung auf (vgl. VerwGE B 2016/161; 2016/162 vom 15. August 2017 E. 5.1 mit
Hinweisen, a.a.O.). Die strittige Sammelstelle zur Entsorgung von Siedlungsabfällen ist
abstrakt betrachtet in der reinen Wohnzone (Art. 11 BauG) zonenkonform.
7. Die Beschwerdeführer halten überdies dafür (act. 1, S. 15-17), die geplante
Sammelstelle führe zu übermässigen Lärmimmissionen.
7.1. Die streitige Sammelstelle zur Entsorgung von Siedlungsabfällen stellt eine
ortsfeste Anlage im Sinne von Art. 7 Abs. 7 des Bundesgesetzes über den
Umweltschutz (Umweltschutzgesetz; SR 814.01, USG) und Art. 2 Abs. 1 der
Lärmschutz-Verordnung (SR 814.41, LSV) dar. Als neue Anlage hat sie den
Planungswerten zu genügen (vgl. Art. 25 Abs. 1 USG und Art. 7 Abs. 1 lit. b LSV).
Mangels unmittelbar anwendbarer Planungswerte muss sie ein Immissionsniveau
einhalten, bei welchem nach richterlicher Beurteilung höchstens geringfügige
Störungen auftreten (vgl. Art. 40 Abs. 3 LSV in Verbindung mit Art. 15 USG unter
Berücksichtigung von Art. 19 und Art. 23 USG, BGer 1C_283/2016 vom 11.
Januar 2017 E. 6.2, BGer 1C_204/2015 vom 18. Januar 2016 E. 3.6 und BGE 123 II 325
E. 4d/bb je mit Hinweisen sowie B. Heer, a.a.O., Rz. 788). Bei der Beurteilung, ob im
Einzelfall eine unzumutbare Störung vorliegt, sind der Charakter des Lärms, Zeitpunkt
und Häufigkeit seines Auftretens sowie die Lärmempfindlichkeit bzw.
Lärmvorbelastung zu berücksichtigen (vgl. BGer 1C_161-164/2013 vom 27. Februar
2014 E. 3.3 mit Hinweisen). Zudem sind die von einer neuen Anlage erzeugten
Emissionen im Rahmen der Vorsorge soweit zu begrenzen, als dies technisch und
betrieblich möglich sowie wirtschaftlich tragbar ist (Art. 1 Abs. 2 und Art. 11
Abs. 2 USG sowie Art. 7 Abs. 1 lit. a LSV).
7.2. Die mit einem Einfamilienhaus überbaute Liegenschaft Nr. 0002 der
Beschwerdeführer liegt in ca. 10 m Entfernung zur geplanten Sammelstelle südöstlich
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auf der gegenüberliegenden Seite der O.-strasse an einem nach Süden abfallenden
Hang (act. 9/1/4/1, act. 9/1/13, www.geoportal.ch). Am geplanten Standort sollen zwei
Unterflurbehälter (System „Swing-o-Mat“ mit „Baléro“-Einwurfsäulen) installiert werden
(vgl. act. 9/1/1/1, act. 9/1/12/8, www. ... .com). Die 2.6 m tiefen und 1.95 m breiten
Unterflurbehälter bestehen neben der Einwurfsäule und der Plattform aus einem
Betonelement und einem Kunststoffsack („Big Bag“). Der Kunststoffsack mit einem
Volumen von 5 m liegt auf dem Boden der Konstruktion leicht auf. Die Deckel der
Einwurfsäulen sind mit einer Bremsautomatik versehen (act. 9/1/1/1, act. 9/1/12/4-7,
act. 9/1/13). Laut der Erhebung der Kehrichtzusammensetzung 2012 des Bundesamtes
für Umwelt BAFU vom 28. Januar 2014 (S. 20 Abb. 3, www.bafu.admin.ch) setzt sich
der Abfall in Kehrichtsäcken überwiegend aus biogenen Abfällen (32.2 %), Papier
(13.5 %), übrigen Verbundwaren (12.8 %) sowie Kunststoffen (11 %) zusammen. Der
Anteil von Glas (3.5 %), Nichteisen-Metallen und Eisen (je 1.1 %) sowie Elektronik (0.6
%) ist gering. Da der Schliessvorgang der Einwurfsäulen aufgrund der Bremsautomatik
praktisch geräuschlos erfolgt, ist beim Einwurf der Kehrichtsäcke daher – selbst in der
Nacht – nicht mit einer störenden Geräuschentwicklung (Aufeinandertreffen von
Abfallsäcken im Kunststoffsack, Aufprall auf den Boden oder die Seitenwände des
Unterflurbehälters) zu rechnen, selbst wenn die Kehrichtsäcke beim Einwurf beschädigt
werden. Weiter sollen die Unterflurbehälter einmal wöchentlich gemäss der Darstellung
der Beschwerdeführer während 10 Minuten geleert werden (vgl. act. 2/15). Dabei wird
das Entleeren des Kunststoffsacks aus den bereits genannten Gründen keine störende
Geräuschentwicklung verursachen. Auch verursacht der Motorenlärm des
Entsorgungsfahrzeugs während 10 Minuten einmal wöchentlich tagsüber an einem
Werktag keine störenden Lärmimmissionen. Ebenfalls kaum ins Gewicht fällt die
ordentliche jährliche Reinigung der Unterflurbehälter, selbst wenn die Behälter bei
starker Verschmutzung öfters gereinigt werden (act. 9/1/13, S. 6). Gemäss dem
Baugesuch vom 30. November 2015 (act. 9/1/1/1) soll die Sammelstelle von ca. 65
Haushalten benutzt werden, welche gemäss Votum des Bauverwalters am
Augenschein vom 2. Juni 2016 (act. 9/1/13, S. 6) schriftlich benachrichtigt werden (vgl.
auch act. 9/1/1/11). Daraus resultieren gemäss den Berechnungen des Bauverwalters
unter der Annahme, dass 40 bis 60 Haushalte wöchentlich 80 bis 100 35-Liter
Kehrichtsäcke entsorgen (vgl. auch undatiertes Merkblatt zur Nutzung von
Unterflurbehältern der Politischen Gemeinde X. [fortan:Merkblatt], S. 3, www. ... .ch),
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wöchentlich rund 80 zusätzliche Fahrzeugbewegungen auf dem unteren Abschnitt der
O.-strasse. Grundsätzlich erscheinen diese Berechnungen des Bauverwalters
nachvollziehbar und werden von den Beschwerdeführern auch nicht substantiiert
bestritten. Hingegen räumte der Bauverwalter am Augenschein selbst ein, dass am
strittigen Standort Platzreserven für weitere, nordöstlich entlang der O.-strasse
gelegene Haushalte beständen. Obschon in der näheren Umgebung (Parzellen
Nrn. 0003 resp. 0004, rund 200 m bzw. rund 80 m entfernt, vgl. hierzu BGer 2P.
12/2001 vom 25. Juli 2001 E. 2g, wonach eine „Bringdistanz“ von 350 m zumutbar ist)
zwei weitere Unterflurbehälter eingerichtet sind (www.geoportal.ch und Merkblatt, S. 1),
ist folglich mit den Beschwerdeführern im schlechtesten Fall davon auszugehen, dass
der zweite Unterflurbehälter nochmals rund 80 zusätzliche Fahrzeugbewegungen
verursachen kann (vgl. act. 12 und Merkblatt, S. 3, wonach die Einwohnerinnen und
Einwohner sämtliche Unterflurbehälter auf dem Gemeindegebiet benutzen dürfen).
Damit ist wöchentlich insgesamt mit 160 zusätzlichen Fahrten resp. täglich – die
Sammelstelle darf während 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr benutzt werden (vgl.
Merkblatt, S. 2) – ca. 23 Fahrten zu rechnen. Aber selbst unter dieser Annahme sind
unter Berücksichtigung des bei der Benützung der Sammelstelle verursachten Lärms
(Lautäusserungen der Benutzer, Parkiermanöver, Zuschlagen von Autotüren,
Autoradios, Motoren- und Bremsgeräusche) nur geringfügige Lärmimmissionen zu
erwarten, zumal erfahrungsgemäss darauf abzustellen ist, dass die Sammelstelle
hauptsächlich tagsüber (07.00 Uhr bis 19.00 Uhr) frequentiert werden wird und sich die
Benutzer nur für kurze Zeit bei der Sammelstelle aufhalten werden. Zu keinem anderen
Schluss führt der Umstand, dass am Vortag der Abfuhr an der Sammelstelle Sperrgut
bereitgestellt werden kann (vgl. Merkblatt, S. 2) und der Schall von der geplanten
Stützmauer (Blocksteine) nach den Befürchtungen der Beschwerdeführer allenfalls
reflektiert werden könnte. Überdies hat der Bauverwalter am Augenschein einen
durchschnittlichen täglichen Verkehr (DTV) auf dem fraglichen Abschnitt der O.-strasse
von 800 Fahrten ermittelt. Dabei ging er von rund 170 über die O.-strasse
erschlossenen Wohneinheiten aus. Unter der Annahme von durchschnittlich vier
Fahrten pro Haushalt und Tag ist diese Berechnung unter Berücksichtigung des
Verkehrsaufkommens der Besucher, Zulieferer und öffentlichen Dienste ebenfalls nicht
zu beanstanden. Bei täglich zusätzlich 23 (Personenwagen-)Fahrten ist damit mit einer
Steigerung des DTV um rund 2.9 % zu rechnen. Die entsprechende Erhöhung des
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Verkehrslärmpegels wird kaum wahrnehmbar sein und somit nur geringfügige
Lärmimmissionen verursachen (vgl. hierzu BGE 136 II 281 E. 2.3.2, allerdings in Bezug
auf die Rechtsmittelbefugnis, welche eine Verkehrszunahme von 10 % voraussetzt).
Anlass, eine Lärmprognose einzuholen, bestand nicht (vgl. Art. 36 Abs. 1 LSV, R. Wolf,
in: Vereinigung für Umweltrecht und H. Keller [Hrsg.], Kommentar zum
Umweltschutzgesetz, 2. Aufl. 2004, Art. 25 N 95, und BGer 2C_311/2007 vom 21. Juli
2008 E. 3.6). Dies wurde von den Beschwerdeführern auch nicht verlangt. Im Weiteren
hat die Vorinstanz in Erwägung 13.6 des angefochtenen Entscheids (act. 2/2, S. 22 f.)
überzeugend dargetan, dass im unteren Teil der O.-strasse kein Alternativstandort zur
Verfügung steht, welcher über die notwendigen Platzreserven verfügt. Eine
Verschiebung der Sammelstelle als Massnahme im Sinne der vorsorglichen
Emissionsbegrenzung war bei dieser Ausgangslage nicht angezeigt.
8. Die Beschwerdeführer befürchten zudem lästige Gerüche (act. 1, S. 17).
8.1. Die Sammelstelle ist eine neue stationäre Anlage im Sinne von Art. 2 Abs. 1 und
Art. 3 der Luftreinhalte-Verordnung (SR 814.318.142.1, LRV). Ist für bestimmte
Anlagen, wie hier, keine Emissionsbegrenzung festlegt (vgl. Anhänge 1 bis 4 LRV) oder
eine bestimmte Begrenzung als nicht anwendbar erklärt, sind die Emissionen von der
Behörde vorsorglich so weit zu begrenzen, als dies technisch und betrieblich möglich
und wirtschaftlich tragbar ist (Art. 1 Abs. 2 und 11 Abs. 2 USG sowie Art. 4 Abs. 1 LRV).
Als übermässig gelten Immissionen, die einen oder mehrere Immissionsgrenzwerte
nach Anhang 7 LRV überschreiten (Art. 13 USG; Art. 2 Abs. 5 LRV). Bestehen keine
Grenzwerte, ist die Schädlichkeit oder Lästigkeit im Einzelfall zu prüfen, nach den in
Art. 14 USG und Art. 2 Abs. 5 LRV aufgestellten Kriterien (vgl. BGer 1C_260/2016 vom
6. Juni 2017 E. 2.1).
8.2. Wie die Vorinstanz in Erwägung 14.3 des angefochtenen Entscheids (act. 2/2, S.
23 f.) nachvollziehbar ausgeführt hat, spricht der Umstand, dass die Kehrichtsäcke in
den zwei abgedichteten, mit Einwurfklappen versehenen Unterflurbehältern im Erdreich
lagern, nicht besonnt sind und natürlich gekühlt werden, selbst im Sommer gegen
lästige Geruchsimmissionen auf dem etwa 10 m entfernten, hangabwärts
anschliessenden Grundstück Nr. 0002 der Beschwerdeführer, zumal die Behälter
wöchentlich entleert und bei starker Verschmutzung gereinigt werden. Daran ändert
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nichts, wenn die Sammelstelle täglich von 23 und nicht von 12 Benutzern frequentiert
wird. Selbst die Annahme, dass die wöchentliche Leerung der Unterflurbehälter wegen
Kontrollen bisweilen länger als zehn Minuten dauern könnte, lässt keine lästigen
Geruchsimmissionen erwarten. Auch räumen die Beschwerdeführer selbst ein, dass die
bei Kontrollen aufgefundenen nicht gemäss Art. 9 Abs. 1 und Art. 26 des Reglements
über die Abfallentsorgung der Politischen Gemeinde X. (AbfallR, www. ... .ch)
bereitgestellten Kehrichtsäcke (vgl. hierzu auch Art. 31b Abs. 3 USG) durch die
Mitarbeiter des ZAB der Beschwerdegegnerin gemeldet werden müssen (act. 2/16).
Falls die Inhaber dieser Säcke nicht ermittelt werden können, ist die
Beschwerdegegnerin verpflichtet, diese Abfälle auf eigene Kosten zu entsorgen (vgl.
Art. 31b Abs. 1 Satz 1 USG in Verbindung mit Art. 44 lit. a und e des
Einführungsgesetzes zur eidgenössischen Umweltschutzgesetzgebung, sGS 672.1,
EG-USG, und ABl 2010, S. 2340). Damit ist nicht davon auszugehen, dass solche
Säcke über längere Zeit bei der Sammelstelle deponiert bleiben und zu lästigen
Gerüchen führen. Ferner ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdeführern auch
nicht dargetan, zu welchen weiteren Massnahmen zur vorsorglichen
Emissionsbegrenzung die Vorinstanz verpflichtet gewesen wäre.
9. Die Beschwerdeführer bemängeln des Weiteren die Verkehrssicherheit des strittigen
Bauvorhabens (act. 1, S. 9-13 lit. B/9).
9.1. Bauten und Anlagen dürfen nur auf erschlossenem Land errichtet oder geändert
werden (Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG und Art. 49 Abs. 1 BauG), was eine hinreichende
Zufahrt voraussetzt (Art. 19 Abs. 1 RPG, Art. 4 des Wohnbau- und
Eigentumsförderungsgesetzes, SR 843, WEG, und Art. 49 Abs. 2 lit. a BauG, siehe
auch Art. 66 ff. PBG). Die Festlegung des Ausmasses der Erschliessungsanlagen und
die Umschreibung der genügenden Zugänglichkeit ist Sache des kantonalen Rechts.
Den kantonalen und kommunalen Behörden steht dabei ein erhebliches Ermessen zu.
Eine Zufahrt ist dann als hinreichend zu betrachten, wenn sie tatsächlich so beschaffen
ist, dass sie bau- und verkehrstechnisch der bestehenden und der geplanten
Überbauung genügt, den zu erwartenden Fahrzeugen und Fussgängern sicheren Weg
bietet (vgl. auch Art. 71 BauG und Art. 100 StrG) und von den öffentlichen Diensten
ungehindert benützt werden kann und, wenn sie über fremdes Eigentum führt, rechtlich
gesichert ist. In Betracht zu ziehen sind die örtlichen Gegebenheiten sowie die Anlage
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und Zweckbestimmung der Gebäude, denen die Zufahrt zu dienen hat. Auf einer
Strasse, die einer Mehrzahl von Wohnhäusern zu dienen hat und auf der mit
regelmässigem Verkehr zu rechnen ist, müssen Kreuzungsmanöver ohne Gefahr
möglich sein. Zudem ist Radfahrern und Fussgängern genügend Raum zu lassen.
Soweit der Ausbaustandard von Strassen zu beurteilen ist, können die Normen der
Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute (VSS) herangezogen werden (vgl.
VerwGE B 2015/277; 2015/280 vom 28. März 2017 E. 7.3 und VerwGE B 2015/14 vom
20. Januar 2017 E. 11.1 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
9.2. Ausser Frage steht zunächst, dass die O.-strasse für eine hinreichende
Erschliessung der strittigen Sammelstelle genügt. Würde anders entschieden, wäre
auch das Grundstück Nr. 0002 der Beschwerdeführer nicht hinreichend erschlossen.
Nach dem Amtsbericht des Tiefbauamtes vom 2. Mai 2016 und dem Votum des
Vertreters des Tiefbauamtes am Augenschein vom 2. Juni 2016 (Beilage zu act. 9/1/8,
act. 9/1/13, S. 6 f.) genügt die Sammelstelle sodann den Anforderungen an die
Verkehrssicherheit, namentlich auch im Winter. Die O.-strasse sei derart breit
dimensioniert, dass Ausweichmanöver verträglich abgehandelt werden könnten. Sie
weise kein hohes Verkehrsaufkommen auf. Die Situation sei insgesamt übersichtlich,
vorausgesetzt es werde auf die Ausscheidung des südwestlich gelegenen Parkplatzes
verzichtet. Bei der Leerung – oder Reinigung – müsse der Lastwagen nicht auf der
Strasse stehen. Es sei genügend Platz auf dem Vorplatz und Trottoir vorhanden. Der
Leerungsvorgang dauere nur kurze Zeit. Das Begleitpersonal könne die Manöver
absichern. Im Winter müssten die Verkehrsteilnehmer ohnehin besondere Vorsicht
walten lassen. Die geringfügige Verschiebung des Kandelabers verschlechtere die
Beleuchtungssituation nicht.
Anhaltspunkte, welche diese Einschätzung des fachkundigen Tiefbauamtes ernsthaft
erschüttern könnten, bestehen nicht und werden von den Beschwerdeführern auch
nicht aufgezeigt (vgl. hierzu A. M. Binder, Expertenwissen und Verfahrensgarantien,
Zürich 2016, S. 87 f., Kiener/Rütsche/Kuhn, öffentliches Verfahrensrecht, 2. Aufl. 2015,
Rz. 777, K. Plüss, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz
des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 7 Rz. 60 ff., und Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 974 ff.).
Insbesondere ist nicht erkennbar, inwiefern die Liegenschaft der Beschwerdeführer als
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Wendeplatz missbraucht werden könnte und die Verkehrssicherheit, insbesondere
diejenige der Fussgänger resp. Schüler auf dem Trottoir, bei einer Zufahrt von Süden
her auf den verbliebenen, nordöstlich gelegenen Parkplatz bei 23 Anlieferungen pro
Tag nicht gewahrt ist. Im Winter wird die Gemeinde im Übrigen einen zusätzlichen
Winterdienst einführen (act. 9/1/13, S. 5 Ziff. 6). Vor diesem Hintergrund ist eine sichere
und flüssige Verkehrsabwicklung im Sinne von Art. 71 BauG gewährleistet. Die
Erschliessung ist hinreichend. Der Vorinstanz kann – abgesehen vom Benutzerkreis der
Sammelstelle – keine unrichtige und unvollständige Sachverhaltsfeststellung
vorgeworfen werden (vgl. hierzu VerwGE B 2015/309 E. 3.1 vom 26. April 2017,
www.gerichte.sg.ch). Darüber hinaus wurde den Beschwerdeführern die VSS-Normen
SN 640 045 und SN 640 201, auf welche sich der Amtsbericht des Tiefbauamtes vom
2. Mai 2016 in Bezug auf den Ausbaustandard der O.-strasse stützte, von der
Vorinstanz am 21. Juni 2016 zugestellt (act. 9/1/16). Auf den Beizug und die Zustellung
von weiteren, von den Beschwerdeführern im Rekursverfahren am 4. Juli 2016 (act.
9/1/18) zur Edition beantragten VSS-Normen durfte sie in antizipierter
Beweiswürdigung verzichten (vgl. hierzu BGE 141 I 60 E. 3.3 mit Hinweis auf BGE 136 I
229 E. 5.3 und Waldmann/Bickel, in: Waldmann/Weissenberger [Hrsg.],
Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl. 2016, Art. 29 Rz. 88, sowie
G. Steinmann, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender, Die schweizerische
Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, Art. 29 N 48). Eine Verletzung des Anspruchs der
Beschwerdeführer auf rechtliches Gehör (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 6 Ziff. 1 der
Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, SR
0.101, EMRK, sowie Art. 15 und Art. 16 VRP) liegt nicht vor.
10. Des Weiteren rügen die Beschwerdeführer (act. 1, S. 13 lit. B/10), für Kinder
bestehe die Gefahr, in die Unterflurbehälter zu fallen.
Art. 52 BauG (siehe auch Art. 101 PBG) beschränkt sich darauf, die Bauherrschaft auf
die – bereits gestützt auf das Privat- und Strafrecht geltenden – Regeln der Baukunde
zu verweisen (vgl. VerwGE B 2015/14 vom 20. Januar 2017 E. 9 mit Hinweisen, a.a.O.).
Die Beschwerdeführer bestreiten nicht, dass die strittigen Unterflurbehälter beim
Entsorgen der Kehrichtsäcke genügend sicher sind, d.h. niemand in den
Auffangbehälter stürzen kann. Wie die Vorinstanz in Erwägung 10 des angefochtenen
Entscheids (act. 2/2, S. 18) unter Berufung auf den Entscheid des Verwaltungsgerichts
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Zürich VB.2008.00030 vom 23. April 2008 überzeugend dargetan hat, können kleinere
Kinder sodann bei einer Höhe der Einwurfsäule von 0.88 m kaum den Verschlussdeckel
öffnen und in die Einwurfsäule einsteigen. Schulkindern kann überdies von den
Erziehungsverantwortlichen klar gemacht werden, dass sie in der Einwurfsäule nichts
zu suchen haben. Eine solche Instruktion der Kinder liegt in der Verantwortung der
Erziehungsberechtigten, welche den Schulweg vor dem Schulanfang in aller Regel
gemeinsam mit ihren Kindern besichtigen.
11. Die Beschwerdeführer stellen sich weiter auf den Standpunkt (act. 1, S. 14 lit. B/
11), die Sammelstelle sei für Menschen mit Behinderungen nicht zugänglich. Aus dem
Grundriss und dem Schnitt A-A vom 20. November 2015 (Beilage zu act. 9/1/4/1) ergibt
sich, dass die Sammelstelle für Menschen mit Behinderung hindernisfrei zugänglich
und benützbar ist. Eine Verletzung von Art. 55 Abs. 1 und 2 BauG liegt nicht vor (vgl.
siehe auch Art. 2 Abs. 1 und 3 sowie Art. 3 lit. a des Bundesgesetzes über die
Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen,
Behindertengleichstellungsgesetz; SR 151.3, BehiG, und Art. 102 PBG).
12. Soweit die Beschwerdeführer einen Verstoss gegen das Verunstaltungsverbot
(Art. 93 BauG und Art. 99 PBG) und die positive ästhetikklausel von Art. 10 Abs. 2
Satz 2 AbfallR – systematisch betrachtet kann sich dieses Einordnungsgebot nur auf
Unterflurbehälter bei grösseren Überbauungen und Mehrfamilienhäuser nach Art. 10
Abs. 2 Satz 1 AbfallR beziehen – rügen (act. 16, S. 10 Ziff. II/14), wird von ihnen nicht
weiter dargetan und ist auch nicht erkennbar, inwiefern der Schluss der Vorinstanz in
Erwägung 12.3 des angefochtenen Entscheides (act. 2/2, S. 19), die geplante
Sammelstelle, insbesondere die projektierte Stützmauer, passe in das vorliegende
Quartier und verunstalte dieses nicht, rechtsfehlerhaft (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP) sein
sollte (vgl. Juristische Mitteilungen des Baudepartements des Kantons St. Gallen 2008/
I/5, S. 25 ff., 2002/44, S. 32 ff., und B. Heer, a.a.O., Rz. 1024 ff.). Bei der Wiese auf
Parzelle Nr. 000 handelt es sich nicht um ein geschütztes Natur- oder
Landschaftsobjekt (vgl. Anhang I lit. B der Schutzverordnung der Politischen Gemeinde
X., www.geoportal.ch).
13. Ferner ist nicht ersichtlich, inwiefern die Beschwerdegegnerin ihre gesetzliche
Aufgabe, geeignete Unterflurbehälter zu erstellen (vgl. Art. 10 Abs. 1 AbfallR), mit Blick
http://www.geoportal.ch
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auf den Verfassungsgrundsatz der Verhältnismässigkeit (Art. 5 Abs. 3 BV, Art. 8 Abs. 2
KV) im vorliegenden Fall rechtsfehlerhaft ausgeübt haben sollte (act. 1, S. 18 lit. B/16).
Die Beschwerdeführer zeigen nicht auf, inwiefern die geplanten baulichen Massnahmen
auf Parzelle Nr. 000 – neben der Beschaffung der Unterflurbehälter – nicht mit dem
Grundsatz des haushälterischen Umgangs mit öffentlichen Mitteln vereinbar wären,
zumal im unteren Teil der O.-strasse kein Alternativstandort zur Verfügung steht (vgl. E.
7.2 in fine hiervor).
14. Die Beschwerdeführer machen zudem geltend (act. 1, S. 18 lit. B/15), die
Vorinstanz habe bei der Beurteilung nach Art. 684 ZGB die ideellen Immissionen ausser
Acht gelassen. Statt einer malerischen Magerwiese in natürlichem Gelände läge neu
eine Kehrichtanlage auf einem verunstalteten, zerteilten Grundstück direkt in ihrem
Blickfeld. Sie würden in ihrer Lebensqualität und ihrem Wohlbefinden beeinträchtigt.
Neben den in Art. 684 Abs. 2 ZGB beispielhaft als verboten aufgezählten materiellen
Immissionen (Lärm, Strahlung usw.) und den negativen Immissionen (Lichtentzug usw.)
untersagt die Rechtsprechung auch ideelle oder immaterielle Immissionen. Darunter
sind Zustände oder Handlungen auf dem Ausgangsgrundstück zu verstehen, die das
seelische Empfinden der Nachbarn verletzen, unangenehme psychische Eindrücke (wie
zum Beispiel Ekel, Abscheu oder Angst) erwecken. Übermässig und folglich verboten
sind ideelle Immissionen, wenn bei Personen mit normaler durchschnittlicher
Empfindlichkeit ein erhebliches, ständig fühlbares Unbehagen verursacht wird. Die
Immission soll für jeden übermässig sein, der sich in der Lage des Klägers befindet
(vgl. VerwGE B 2015/277; 2015/280 vom 28. März 2017 E. 8 mit Hinweis auf BGer
5A_47/2016 vom 26. September 2016 E. 2.1 und 4.3 mit Hinweisen, a.a.O.).
Die geplante Sammelstelle wird hauptsächlich unterirdisch erstellt. An der Oberfläche
sichtbar sind neben der Stützmauer die Einwurfsäulen, die Plattform und der Parkplatz
(act. 9/1/4/1). Solche Anlagen lösen bei Personen mit normaler durchschnittlicher
Empfindlichkeit kein erhebliches Unbehagen aus. Ferner behaupten die
Beschwerdeführer nicht und es ist auch nicht davon auszugehen, dass der Betrieb der
Sammelstelle für Siedlungsabfälle (täglich im Durchschnitt 23 Anlieferungen, Leerung
einmal wöchentlich, Reinigung einmal jährlich und bei Bedarf) zu einem ständig
fühlbaren Unbehagen führt. Unter diesen Umständen ist der Beschluss der Vorinstanz
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in Erwägung 15.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2.2, S. 24 f.), übermässige
Einwirkungen im Sinne von Art. 684 ZGB seien nicht zu erwarten, nicht zu
beanstanden.
15. Die Beschwerdeführer monieren im Weiteren (act. 1, S. 18 lit. B/17), die von der
Vorinstanz festgesetzte Höhe der amtlichen Kosten für das Rekursverfahren von
insgesamt CHF 3‘000 sei angesichts der Höhe des erhobenen Kostenvorschusses von
CHF 1‘000 unverhältnismässig. Dabei lassen sie ausser Acht, dass der
Kostenvorschuss (Art. 96 Abs. 1 VRP) zwar in aller Regel den mutmasslichen
Verfahrenskosten entsprechen sollte (vgl. Art. 62 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes
über das Bundesgericht, Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG, analog, Cavelti/
Vögeli, a.a.O., Rz. 810, und R. Hirt, die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Lachen/St. Gallen 2004, S. 133), er aber für die
Behörde nicht bindend ist (vgl. T. Geiser, in: Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.],
Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, Art. 62 N 11, sowie K. Plüss, a.a.O., § 15 N 46).
Im Übrigen beanstanden die Beschwerdeführer die Kostenverlegung (Art. 95 Abs. 1
VRP) und die Bemessung der amtlichen Kosten (vgl. hierzu Art. 3 und Art. 11 ff. der
Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren,
Verwaltungsgebührenverordnung, sGS 821.1, VGV, sowie Nrn. 10.01 und 10.05 des
Gebührentarifs für die Kantons- und Gemeindeverwaltung, sGS 821.5, GebT, in der bis
zum 30. September 2017 geltenden Fassung, siehe auch Art. 4 Abs. 2 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, GKV) angesichts der Art ihrer Prozessführung
und des dadurch verursachten Zeit- und Arbeitsaufwands der Vorinstanz zu Recht
nicht, weshalb nicht weiter darauf einzugehen ist (siehe zum Ermessenspielraum der
Vorinstanz VerwGE B 2015/44 vom 28. Juni 2016 und VerwGE B 2013/178 vom
12. Februar 2014 je E. 2.2 mit Hinweis sowie VerwGE B 2011/88 vom 18. Oktober 2011
E. 2.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, und zur Kognition des Verwaltungsgerichts
Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP).
16. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit
darauf einzutreten ist und sie nicht gegenstandslos ist. Dem Ausgang des Verfahrens
entsprechend gehen die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens vollständig
zulasten der Beschwerdeführer (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von
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CHF 3‘500 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 GKV). Sie wird mit dem geleisteten
Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.
Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht zuzusprechen. Die Beschwerdeführer sind
unterlegen. Die Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf Kostenersatz
(Art. 98 VRP; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 825 ff.). Beide haben auch keinen
entsprechenden Antrag gestellt.