# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 691b1c0c-8eca-4ded-a6b9-7f7548b8e577
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1980, meldete sich unter Hinweis auf Depres
si
o
nen erstmals am 3
0.
März 2004
(Eingangsdatum) bei der eidgenössi
schen Inva
li
denversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/6). Mit Verfügung vom
31
.
März
2005 sprach ihr das Sozialversicherungsamt Schaffhausen ab dem
1.
August 2004
eine ganze Rente zu (
Urk.
7/
31 und Urk. 7/34
). Im Jahr
e
2007 erfolgte eine
revisionsweise Überprüfung der Rente
, wobei die
ganze
Rente bestätigt wurde (
Mitteilung
der mittlerweile zuständige SVA des Kantons Zürich, IV-Stelle,
vom 1
7.
Dezember 2007,
Urk.
7
/48).
Im
Jahr
2010 wurde von Amtes wegen erneut eine Revision der Invalidenrente an
die Hand genommen
(
Revisionsfragebogen,
Urk.
7/58). Nach beruflichen und medizinischen Abklä
rungen, insbesondere der
Ein
holung
d
es interdisziplinären
Gutachtens des
Y._
vom 2
6.
Juli 2011 (
Urk.
7/71
) stellte die IV-Stelle mit
Vorbescheid vom 1
9.
August 2011 die Einstellung der Rente in Aussicht (
Urk.
7/73). Nach Ein
sicht in den Einwand der Versicherten vom 2
3.
August 2011 (
Urk.
7/75-76; ergänzende
Einwandbegründungen
vom 3
0.
August 2011,
Urk.
7/77 und vom 2
8.
Oktober 2011
Urk.
7/85-86)
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass eine weitere psychiatrische sowie eine neuropsychologische Untersuchung not
wendig sei
(Schreiben vom 13. Juli 2012, Urk. 7/92; Schrei
ben vom 31. Oktober
2012, Urk. 7/99)
.
Die psychiatrische Un
tersuchung erfolg
t
e am
3.
September 2012
(Telefonnotiz vom 1
0.
April 2013,
Urk.
7/115).
Nachdem die Versicherte
am
1.
November 2012 mit
geteilt hatte
, dass sie aufgrund ihrer Angst vor Kliniken,
Psychiatrien etc.
nicht an der
neuropsycho
logischen
Untersuchung teilnehmen könne
(
Urk.
7/100-101)
,
erliess die IV-Stelle am
5.
November 2012 eine
Zwi
schen
verfügung
, mit welcher sie an
der
Abklärung durch d
as
Z._
festhielt
und auf die Folgen
einer fehlenden M
itwirkung aufmerksam machte (
Urk.
7/102). Hiergegen erhob die Versicherte am
5.
Dezemb
er 2012 Beschwerde (
Urk.
7/106), welche
d
as hiesige Gericht
mit
in Rechtskraft erwachsenem
Urteil
IV.2012.01281
vom
2
4.
Juni 2013 (
Urk.
7/116) ab
wies
.
Nachdem die Versicherte unentschuldigt zum Beg
utachtungstermin
nicht
er
schie
n
en war
(Telefonnotiz vom 3
1.
Januar 2014,
Urk.
7/120;
E-
Mailverkehr vom 3
1.
Januar 2014,
Urk.
7/121)
,
wurde sie mit Schreiben vom 3
1.
Januar 2014
letztmals aufgefordert, bis 1
4.
Februar 2014
eine Bereitschaftserklärung
zu un
ter
zeichnen und sich mit dem
Z._
in Verbindung zu setzen, um den neuen Termin zu bestätigen (
Urk.
7/122). Die Versicherte holte das Ein
schreiben nicht ab (Telefonnotiz vom 1
8.
Februar 2014,
Urk.
7/123).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 1
9.
Februar 2014,
Urk.
7/126; Einwand vom 2
3.
März 2014,
Urk.
7/130-131) hob die IV-Stelle die Rente mit Verfügung vom 1
0.
April 2014 auf Ende des der Zustellung der Ver
fü
gung folgenden Monats auf (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am
8.
Mai 2014 Beschwerde (
Urk.
1) und bean
tragte sinngemäss, es sei ihr weiterhin eine ganze Rente auszurichten. Mit
Be
schwerdeantwort
vom 1
6.
Juni 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Ab
weisung (
Urk.
6 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
7/1-136), was der Beschwerde
führerin am 1
7.
Juni 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1
.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin weiterhin Anspruch auf eine ganze Rente hat.
2.
2.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG)
. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesent
lichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn
sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund
heits
zustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich ge
bliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkung
en eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräf
tige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche
oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit
rechtskon
former
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung be
ruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesge
richt
s 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
2.
2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsunfähig
keit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
un
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son
bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu ver
werten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objek
tiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
sche
n Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Per
son sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hin
weisen).
2.4
Jede psychogene Störung, ob einfache oder neurotische Form, kann im Einzel
fall Krankheitswert haben, weshalb jeder Einzelfall sorg
fältig geprüft werden muss. Notwendig sind in jedem Fall ein ausführlicher ärztlicher Bericht oder ein entsprechendes fachärztliches Gutachten sowie die Abklärung der erwerblichen
Umstände (AHI 1997 S.
43 E.
5c). Dabei müssen psychiatrische Berichte in der Regel auf einer persönlichen Untersuchung beru
hen (RKUV 2001 Nr. U 438 S.
345,
Urteile des Bundesgerichts 9C_602/2007 vom 11. April 2008 E. 5.3 und I 169/06 vom 8. August
2006 E.
4.4 mit Hin
weisen). Für die verlässliche Beur
tei
lung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatri
sche Fachärzte beizuziehen (BGE 130
V 352 E.
2.2.3., Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit Hinweisen).
2.
5
Wer Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte ertei
len, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Versiche
rungs
leistungen erforderlich sind (Art.
28 Abs. 2 ATSG). Soweit ärztliche oder fach
liche Untersuchungen für die Beurteilung notwendig und zumutbar sind, hat
sich die versicherte Person diesen zu unterziehen (Art. 43 Abs. 2 ATSG). Kom
me
n die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder die Erhe
bung
en einstellen und Nichteintreten beschliessen. Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine ange
mess
ene Bedenkzeit einzuräumen. Gegebenenfalls kann der Versicherungsträger das von der versicherten Person eingereichte Gesuch mit der Begründung ab
wei
sen, der Sachverhalt, aus dem diese ihre Rechte ableiten wolle, sei nicht erwie
sen (vgl. BGE 117 V 261 E.
3b S.
264; SVR 2010 IV Nr.
30 S.
94, 9C_961/2008 E. 3.1).
Gemäss Art. 7b Abs. 1 IVG können die Leistungen nach Art. 21 Abs. 4 ATSG gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte Person den Pflichten nach Art. 7 IVG oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG nicht nachgekommen ist.
2.6
Die Anwendung von Art. 43 Abs. 3 ATSG in einem Fall, bei dem es um laufende Leistungen geht und wo die versicherte Person in unentschuldbarer Weise ihrer Auskunfts- oder Mitwirkungspflicht nicht nachkommt, indem sie
die Ausführungsorgane der Invalidenversicherung daran hindert, den rechtser
heb
lichen Sachverhalt festzustellen, hat eine Umkehr der Beweislast zu Folge. Wäh
rend es grundsätzlich Aufgabe der Verwaltung ist, eine erhebliche Ände
rung
des Invaliditätsgrades abzuklären, wenn sie die Rente reduzieren oder aufhe
ben
will, wird ihr dies bei einer schuldhaften Verletzung der Mitwirkungspflicht durch
die versicherte Person verunmöglicht. In einem solchen Fall obliegt es dieser, nac
h
zuweisen, dass sich ihr Gesundheitszustand oder andere
entscheidwesent
liche
Umstände nicht in einem den Invaliditätsgrad beeinflussenden Ausmass verändert haben (SVR 2010 IV Nr. 30 S. 94, 9C_961/2008 E. 6.3.3).
3.
Die
der angefochtenen Verfügung zugrunde liegende
medizinische Aktenlage präsentiert sich wie folgt:
3.1
Dr.
med.
A._
, FMH Innere Medizin, spez. Allergologie und Klini
sche Immunologie, hielt in ihrem zuhanden der Beschwerdegegnerin er
stellten Ar
ztbericht vom 2
6.
November 2010 als Diagnose
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung seit der Kindheit fest. Sie sei aufgrund von Antriebslosigkeit, in
n
erer Lee
re, intermittierender Nervosi
tät, sozialer Phobie sowie des Umstandes, dass sie einzig Interesse an Pferden habe, eingeschränkt. Die Beschwerdeführerin sei nicht arbeitsfähig, ausser einer zeitweisen Tätigkeit als Pferdetrainerin in privatem Umfang (
Urk.
7/61).
3.2
Im von der Beschwerdegegnerin eingeholten interdisziplinären Gutachten
des
Y._
vom
2
6.
Juli 2011 (
Urk.
7/71) stellten die Ärzte
keine Diagnosen (
Urk.
7/71 S. 20).
Die internistische Untersuchung ergebe das Bild einer 31-jährigen
normosomen
,
klinisch kardiopulmonal kompensierten Beschwerdeführerin in unauffälligem
Al
l
gemeinzustand
. Die klinische Untersuchung sei verweigert worden, es be
stün
den
allerding
s
keine richtungsweisenden Aspekte für eine Links- oder
Rechtsherz
insuffizienz
oder für eine Lungenerkrankung. Eine aktenkundige
Atopie
respek
tive anamnestisch berichtete Neurodermitis rechtfertige keine Einschränkung der
Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Aus internistischer Sicht lasse sich gesamthaft (mit Vorbehalt) demnach keine Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit begründen, weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit noch in ei
ner dem Alter und dem Habitus angepassten Verweistätigkeit
(
Urk.
7/71 S. 22)
.
Im Rahmen der psychiatrischen gutachterlichen Exploration werde ein nahezu unauffälliger psychischer Befundstatus festgestellt. Es werde
versicherungsme
dizinisch
keine psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit gestellt. Die berichtete Symptomatologie, welche im Rahmen der subjektiv berichteten Unzulänglichkeiten interpretiert werde, reiche allerdings nicht aus,
um eine eigenständige anhaltende psychiatrische Störung zu attestieren, denn über
einen spezifischen anhaltenden psychiatrischen Symptomenkomplex mit einem eigenständigen Krankheitswert berichte die Beschwerdeführerin als sol
ches nicht.
Ein regressives Krankheitsmuster mit Krankheitsgewinn, gewisse ge
drückte Tendenzen
aufgrund der sozio-
konstellativen
Umstände oder auch eine allgemeine Angst vor Ärzten wird nicht im Sinne einer psychiatrisch invalidi
sierenden Störung interpretiert. Dieser Sachverhalt werde auch ausdrücklich nicht als phobische Störung gesehen. Eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit und der Leistungsfähigkeit liege bei der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht demnach nicht vor (
Urk.
7/71 S. 23).
Für die Vergangenheit könne nicht ausgeschlossen werden, dass die Versicherte insbesondere im Jahr 2003 oder 2004 an depressiven Einbrüchen gelitten habe.
Zum aktuellen Zeitpunkt könne eine typische spezifische Symptomatologie einer
depressiven Störung nicht mehr ausgemacht werden, sodass zum aktuellen Zeit
punkt eine allfällige damals vorgelegene depressive Episode oder eine gedrückte
Symptomatologie als vollständig remittiert bewertet werden müsse (Urk. 7/71 S.
17).
Zusammenfassend und unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Be
funde
sei die
Beschwerdeführerin
aus gutachterlicher Sicht vollumfänglich ar
beits
fähig
. Es lägen keine Störungen oder Beeinträchtigungen mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit vor (
Urk.
7/71 S. 23).
3.3
Dr.
A._
hielt im Schreiben vom
4.
Oktober 2011
(
Urk.
7/83)
zuhanden des damaligen Vertreters der Beschwerdeführerin fest, dass die Beschwerdefüh
rerin dringend psychiatrische Hilfe brauche, was bis zum he
utigen Tag immer abgelehnt worden sei
. Die letzte Konsultation sei am 2
7.
August 2010 erfolgt. Dabei habe sie sich in Folge eines protrahiert verlauf
enden Prozesses betreffend eine tödliche
Verletzung ihres Pferdes bedrängt gefühlt. Ihres Erachtens (sie sei allerdings nicht Psychiaterin) leide die Beschwerdeführerin an einer
Persön
lich
keits
- und Anpassungsstörung mit depressiven Zügen und sozialem Rück
zug.
Dr.
A._
legte mehrere Schreiben der Beschwerdeführerin bei.
3.4
Dr.
med.
B._
, Spezialarzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie FMH,
hielt in seinem Bericht
vom
2
5.
Oktober 2011 (
Urk.
7/84)
zuhanden des dama
ligen Vertreters der Beschwerdeführerin folgende Diagnosen fest:
Generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) mit Panikattacken (ICD-10 F41.0)
Dysthymie
(ICD-10 F34.1)
Dissoziative Störungen mit
Derealisationserlebnissen
(ICD-10 F44.7)
Verdacht auf emotional instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.3)
Ein Treffen mit der Beschwerdeführerin sei nicht zustande gekommen, weil sie sich vor einer Begegnung mit einem Psychiater fürchte. Sie habe geäussert, sie hab
e Angst, bei einer solchen Begegnung zu brechen. Er stütze sich deshalb auf die ausführlichen Auskünfte der Freundin vom 1
3.
September 2
011 und vom 2
5.
Oktober 2011 sowie
auf
ihm vorliegende
Akten (
Urk.
7/84 S. 1).
Die Beschwerdeführerin habe keine Ausbildung, zur Zeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, in einer angepassten Tätigkeit sei eine Arbeitsfähigkeit von 25
%
denkbar
(
Urk.
7/84 S. 2)
.
Die Beschwerdeführerin brauche dringend eine psychiatrische Behandlung, sei aber zur Zeit auf keine Weise dazu zu bewegen. Es sei auch nicht ganz sicher,
ob sie überhaupt therapiefähig sei. Gründe für die zwangsweise Behandlung
seien
nicht vorhanden, denn es bestehe weder Fremd- noch Selbstgefährdung (
Urk.
7/84
S. 2).
Die psychiatrische Einschätzung sei sicher nicht richtig, weil sie sich aus
schliess
lich auf die Selbstdarstellung der Beschwerdeführerin stütze. Diese habe aber mit ihrer Realität wenig zu tun. Die Beschwerdeführerin habe nachweislich aus Angst vor therapeutischen Interventionen falsche Angaben gemacht und ihre Situation krass geschönt. Es sei leider versäumt worden, Fremdauskünfte einzuholen (
Urk.
7/84 S. 2).
4.
4.1
Im Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
4.
Juni 2013 (
Urk.
7/116) wurde festgehal
ten, dass sich die Beschwerde nicht gegen den für die neuropsychologische Be
gut
achtung vorgesehenen Prof.
C._
als Person richtet, sondern dass die Kli
nik
, an welcher der Experte tätig ist, bei der Beschwerdef
ührerin Ängste und Panik auslöse
. Die Notwendigkeit der neuropsychologischen Abklärung
sei er
stellt und die
Untersuchung
sei
gen
erell als zumutbar zu erachten.
Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
4.2
4.2.
1
Trotz rechtskräftigem Urteil des hiesigen Gerichts und
u
ltimativer
Aufforde
rung
(
Urk.
7/122)
durch die Beschwerdegegnerin, sich der Begutachtung zu un
ter
ziehen,
entzog sich die Beschwerdeführerin
in unentschuldbarer Weise der zu
mut
baren
Untersuchung. Androhungsgemäss ist entsprechend aufgrund der Akten
zu entscheiden (
Art.
43
Abs.
3 ATSG).
4.2.2
Gestützt auf das Gutach
t
en des
Y._
(
Urk.
7/71)
ist die Beschwerdeführerin zu
100 % arbeitsfähig, womit kein i
nvalidenversicherungsrechtlich relevanter
In
va
liditätsgrad
(mehr)
erstellt wäre. Ob
das Gutachten
allerdings
beweiskräftig ist
, kann offen bleiben:
Auf die im Recht liegenden Berichte von
Dr.
A._
(
Urk.
7/61,
Urk.
7/83)
kann nicht abgestellt werden.
Sie verfügt
- wie sie selbst festhielt - über keinen
Facharzttitel in Psychiatrie
(vgl. E. 2.4)
. Des Weiteren ist i
n Bezug auf Berichte von behandelnden Arztpersonen auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Dr.
B._
erstellte seinen Bericht ohne Untersuchung der Beschwerdeführerin
gestützt auf die Aussagen ihrer Freundin und
ihm
vorliegende Akten (
Urk.
7/84).
Da keine persönliche Untersuchung erfolgte, kann allerdings nicht darauf abge
stützt werden, da nur
gestützt auf
Drittaussagen und Akten keine verlässliche Beurteilung erfolgen kann (vgl. E. 2.4).
4.2.3
Zusammenfassend kann
weder auf die Berichte von
Dr.
A._
noch auf den Bericht von
Dr.
B._
abgestellt werden.
Wird das Gutachten des
Y._
als beweiskräftig erachtet und darauf abgestellt, so ist aufgrund der festgestellten, vollständig remittierten depressiven Erkran
kung sowie der nunmehr attestierten 100%igen Arbeitsfähigkeit eine wesent
liche Verbesserung des Gesundheitszustandes ausgewiesen und mangels Vorlie
gens einer aktuellen krankheitswertigen Diagnose kein rentenbegründender
Inva
liditätsgrad
mehr gegeben, womit – gestützt auf diese Akten – eine
Renten
aufhebung
zu Recht erfolgte.
Wird
nicht auf das Gutachte
n des
Y._
abgestellt
,
führt dies zum
selben
Resul
tat
da in diesem Fall auf gar keine ärztliche Stellungnahme abgestellt werden
kann
: V
ermutet wird
Validität, nicht Invalidität.
Ohne aktuelle ärztliche Stellung
nahme kann
der
Nachweis
der Invalidität
nicht
gelingen
,
weshalb
die Beschwer
de
führerin aufgrund der verschuldeten Verletzung der Mitwirkungspflicht
im vor
liegenden Revisionsverfahren die Folgen der Beweislosigkeit
zu tragen
hat
(vgl. E.
2.2).
Diesfalls
wäre die revisionsrechtliche Rentenaufhebung jedenfalls vorläufig - so lange die Mitwirkungspflicht bei der notwendigen Abklärung verweigert wird – rechtens (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 5.6 und I 988/06 vom 28. März 2007 E. 7; vgl. auch BGE 139 V 585 E. 6.3.7.5).
Demnach ist die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen.
5.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
wei
gerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem
Ver
fah
rensaufwand
und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (
Fr.
20
0.-- bis
Fr.
1'000.--) auf
Fr.
400.-- festzusetzen und der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.