# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 13a307f1-8153-5af3-a93e-8798932af4a4
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Die je mit einem Wohnhaus (Vers.-Nr. 0000 und 0001) überbauten Grundstücke Nr.
002 und 003, Grundbuch Q., stehen im Eigentum der D. Immobilien AG und von E.E.
Die Grundstücke grenzen im Nordwesten an Wald und sind über den L.-weg
(Gemeindestrasse 3. Klasse) erschlossen. A.A. und B.B. sind je zur Hälfte Eigentümer
des an die X.-Strasse (Gemeindestrasse 2. Klasse) grenzenden Grundstücks Nr. 0005,
Grundbuch Q. Die drei erwähnten Grundstücke grenzen aneinander und befinden sich
gemäss Zonenplan der Gemeinde Q. vom 9. April 2001 in der Wohnzone W1a (mit dem
Hinweis Grundwasserschutzareal). Der südöstliche Bereich des Grundstücks Nr. 0005
liegt in der Grünzone Freihaltung GRF.
b. Am 7. April 2012 beschloss der Gemeinderat Q. den Teilzonenplan Y., den
Überbauungsplan Y. mit besonderen Vorschriften (besV), den Rodungsplan Y. sowie
den Teilstrassenplan Y. (act. G 12/6/11). Der Teilzonenplan Y. sieht nordwestlich des
Grundstücks Nr. 003 die Einzonung einer Waldfläche von 209 m in die Wohnzone W1a
zur Schaffung einer Zufahrtsstrasse vor. Diese Fläche soll gemäss Rodungsplan Y.
gerodet und in gleichem Umfang wieder aufgeforstet werden. Im Weiteren soll gemäss
Teilzonenplan ein Drittel der Grünzone Freihaltung GRF auf Grundstück Nr. 0005 in die
Wohnzone W1a umgezont werden. Der Überbauungsplan Y. teilt die drei Grundstücke
in drei Baugebiete auf, in welchen die Regelbauweise gilt. Baugebiet A befindet sich
nördlich der Grünzone und umfasst das Grundstück Nr. 0005. Baugebiet C trennt die
Wohnhäuser auf den Grundstücken Nr. 002 und 003 vom Baugebiet B ab, das sich im
Anschluss an das Grundstück Nr. 0005 bis zu den Wohnhäusern erstreckt. Die
Baugebiete A und B sollen von der X.-Strasse über die Zu- und Wegfahrt der
Tiefgarage erschlossen werden. Die Überbauung des Baugebiets B kann erst erfolgen,
wenn die Zufahrt für das Baugebiet A sichergestellt ist. Für Rettungsfahrzeuge soll eine
mit Schotterrasen befestigte Notzufahrt entlang der Erschliessungsfläche über die
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Grünzone führen. Das Baugebiet C soll über den L.-weg erschlossen werden. Der
Teilstrassenplan Y. sieht die Klassierung der neuen Zufahrt zum Grundstück Nr. 003 als
Gemeindestrasse 3. Klasse vor.
c. Innert der Auflagefrist vom 21. August bis 19. September 2012 erhob die K. AG,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. HSG David Brassel, Sargans, als
Baurechtsnehmerin des Grundstücks Nr. 0006, X.-Strasse 04, Q., Einsprache gegen
die vorerwähnten Pläne (act. G 12/6/7). In der Einsprachebegründung vom 3. Oktober
2012 beantragte sie die Aufhebung der vorgesehenen Umzonung der Grünzone
Freihaltung GRF zur Wohnzone W1a auf dem Grundstück Nr. 0005 und die Aufhebung
des Überbauungsplans mit besV. Die einzig zur Erschliessung von privatem Bauland
geplante Umzonung liege nicht im öffentlichen Interesse. Die Erschliessung müsse
über den L.-weg erfolgen, da die X.-Strasse für die Erschliessung eines neuen
Quartiers nicht geeignet sei (act. G 12/6/6). Mit Beschluss vom 18. März 2013 wies der
Gemeinderat die Einsprache ab. Eine Erschliessung sämtlicher Baugebiete des
Überbauungsplans über den L.-weg sei nicht möglich. Ein entsprechendes Vorhaben
würde den Ausbau sowie die Teilneuklassierung des L.-wegs erfordern. Dieser befinde
sich teilweise im Wald und somit ausserhalb der Bauzone. Neuerschliessungen von
Bauzonen über Grundstücke, die ausserhalb der Bauzone liegen würden, seien nicht
zonenkonform und auch nicht standortgebunden, sofern eine
Erschliessungsmöglichkeit über Grundstücke innerhalb der Bauzone bestehe. Zudem
läge ein Ausbau des L.-wegs im Gewässerraum der V. Neue Strassenbauten im
Gewässerraum würden durch die Gewässerschutzverordnung nicht zugelassen. Die Y.-
strasse diene als Gemeindestrasse 2. Klasse der Groberschliessung von Baugebiet.
Das Trottoir der Y.-strasse sei im Jahr 2005 auf zwei Meter erweitert worden. Zur
Abgrenzung von Trottoir und Fahrbahn seien eine Wasserschale platziert und
Strassenpoller erstellt worden. Dies ermögliche sowohl ein Kreuzen zweier Fahrzeuge
als auch den Fussgängerschutz. Durch die Fahrbahnbreite von 4.6 m mit Gegenverkehr
werde vermieden, dass die Strasse mit hohem Tempo befahren werden könne. Von
einer übermässigen Mehrbelastung der Strasse durch die Überbauung Y. könne nicht
ausgegangen werden. Der im Überbauungsplan Y. ausgeschiedene
Erschliessungsbereich von 23.5 m ermögliche eine Anordnung der Zu- und Wegfahrt,
welche die erforderlichen Sichtbereiche einhalte. Die Notzufahrt über die Grünzone
Freihaltung GRF werde in Art. 7 besV des Überbauungsplans geregelt und verletze den
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Zonenzweck nicht (act. G 12/6/4). Den gegen diesen Einspracheentscheid durch die K.
AG erhobenen Rekurs gegen den Teilzonenplan Y. vom 7. April 2012 wies das
Baudepartement des Kantons St. Gallen - nach Einholung von Stellungnahmen des
Strasseninspektorates (act. G 12/13 Beilage) und des Amtes für Raumentwicklung und
Geoinformation (AREG; act. G 12/13) sowie Durchführung eines Augenscheins (act. G
12/16) - mit Entscheid vom 30. April 2014 ab (Dispositiv Ziff. 1). Den Rekurs gegen den
Überbauungsplan Y. mit besV vom 7. April 2012 hiess es im gleichen Entscheid gut
und hob ihn auf (Dispositiv Ziff. 2; act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Rekursentscheid erhob Rechtsanwalt Dr. Walter Locher, St. Gallen, für
A.A., B.B. und C.C. mit Eingabe vom 22. Mai 2014 betreffend den Überbauungsplan Y.
Beschwerde (act. G 1). In der Beschwerdebegründung vom 4. Juli 2014 stellte er die
Anträge, der Entscheid sei in Ziffer 2-4 aufzuheben (Ziff. 1), unter Kosten- und
Entschädigungsfolge (Ziff. 2; act. G 7).
b. Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 29. August 2014 Abweisung
der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen Entscheid und
machte ergänzende Ausführungen zu den Vorbringen in der Beschwerde (act. G 10).
Am 30. April 2014 hatte sie den Teilzonenplan Y. genehmigt (act. G 11). Die K. AG
(Beschwerdegegnerin) liess durch Rechtsanwalt Brassel mit Eingabe vom 10. Oktober
2014 Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Rückweisung an die Vorinstanz
beantragen (act. G 18). Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just, Chur, beantragte für
die D. Immobilien AG und E.E. (Beschwerdebeteiligte 1 und 2) in der Vernehmlassung
vom 17. Oktober 2014 Gutheissung der Beschwerde (act. G 19). Die
Beschwerdebeteiligte 3 verzichtete auf eine Stellungnahme (act. G 21).
c. Mit Replik vom 14. November 2014 bestätigte der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführer seine Anträge und Ausführungen (act. G 24).
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d. Auf die Darlegungen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ist gegeben (Art. 59bis
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeführer, welche als Rekursgegner bereits am vorangehenden Verfahren
teilnahmen, sind als Miteigentümer bzw. künftiger Eigentümer (Beschwerdeführer 3)
des an die X.-Strasse (Gemeindestrasse 2. Klasse) grenzenden und Teil des
Überbauungsplans bildenden Grundstücks Nr. 0005, Grundbuch Q., zur Anfechtung
des Rekursentscheids legitimiert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Ihre
Beschwerdeerklärung und -begründung entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1
und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
2.1. Nach Art. 22 Abs. 1 des Baugesetzes (BauG; sGS 731.1) kann der
Überbauungsplan für ein engeres, bestimmt umgrenztes Gebiet, wie für ein Quartier,
die Erschliessung und die besondere Bauweise ordnen. So gehören zum Gegenstand
eines Überbauungsplans regelmässig die Lage bzw. örtliche Festlegung, das Mass, die
Höhe und die Gestaltung der Bauten, die Ausscheidung von Freiflächen sowie die
vorgesehene Erschliessung (GVP 1995 Nr. 93 S. 214; GVP 2003 Nr. 19 S. 73). Ein
Überbauungsplan mit besV, wie er vorliegend zur Diskussion steht, regelt die
besondere Bauweise, vor allem hinsichtlich der Baumasse und der Ausnützungsziffer.
Dabei kann unter Beibehaltung der Zweckbestimmung der Zone von den allgemeinen
Zonenvorschriften abgewichen werden (Art. 23 lit. b BauG). Der zum Erlass von
Sondernutzungsplänen zuständigen Gemeindebehörde (Gemeinderat) kommt ein
Entscheidungsspielraum zu (vgl. Art. 3 Abs. 2 BauG). Die Ausübung des Ermessens hat
gestützt auf allgemeine Rechtsprinzipien zweckmässig und angemessen zu erfolgen
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(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. A. 2003, Rz. 740).
Nach Art. 33 Abs. 3 lit. b des Raumplanungsgesetzes (RPG; SR 700) gewährleistet das
kantonale Recht die volle Überprüfung von Nutzungsplänen durch wenigstens eine
Beschwerdebehörde. Der Anspruch umfasst neben der Rechts- und
Sachverhaltskontrolle auch die Ermessensüberprüfung (BGE 127 II 242; BGE 118 Ib
397). Diese Funktion ist im kantonalen Recht dem Rekursverfahren vor dem
Baudepartement zugedacht (Art. 46 Abs. 1 VRP). Demgegenüber ist die Kognition des
Verwaltungsgerichts bei der Überprüfung der Nutzungsplanung beschränkt, und es ist
lediglich zur Rechtskontrolle befugt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Liegt ein Entscheid
noch innerhalb des Ermessensspielraums bzw. wurden die Verfassungsprinzipien
sowie der Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung beachtet, ist noch keine
Rechtsverletzung gegeben, selbst wenn das Ermessen unzweckmässig gehandhabt
wurde. Anders verhält es sich bei einem qualifizierten Ermessensfehler, wenn die
Verwaltungsbehörde das Ermessen missbraucht bzw. über- oder unterschritten hat.
Dies ist der Fall, wenn Ermessen ausgeübt wird, wo der Rechtssatz keines einräumt
bzw. wo die Behörde auf die Ermessensausübung verzichtet, obschon ihr eine solche
Betätigung aufgetragen ist. Beim Ermessensmissbrauch hält sich die Behörde formell
zwar an den Entscheidungsspielraum, den ihr der Rechtssatz einräumt, der Entscheid
ist aber nicht bloss unzweckmässig oder unangemessen, sondern schlicht unhaltbar;
er steht im Widerspruch zu Verfassungsprinzipien oder zu Sinn und Zweck des
Gesetzes. Solche Entscheide müssen vom Verwaltungsgericht aufgehoben werden
(Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, Zürich 2010, 6. Aufl.,
Rz. 460 ff.; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 740).
2.2. Der Überbauungsplan Y. sieht eine Bebauung nach Regelbauweise sowie eine
Befristung auf 15 Jahre ab Rechtskraft vor (vgl. Art. 1 Abs. 1 und 8 besV; act. G
12/6/11). Die Erschliessung soll für die Teilgebiete A und B von der X.-Strasse über die
Zu- und Wegfahrt der Tiefgarage bzw. den Erschliessungsbereich und für das
Teilgebiet C über den L.-weg erfolgen (Art. 3 Abs. 1 besV). Die Parkierung im Baugebiet
A soll unterirdisch erfolgen. Die Durchfahrt durch die Tiefgarage zum Baugebiet B soll
gewährleistet werden (Art. 3 Abs. 2 besV). Zwischen den im Plan bezeichneten
Richtungspunkten „Notzufahrt“ ist die Befestigung eines Korridors von 4 m
vorgesehen. Der genaue Standort und die Ausgestaltung des Wendeplatzes werden im
Baubewilligungsverfahren festgelegt (Art. 3 Abs. 3 besV). Die Baustellenzufahrt für den
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Baubereich B kann über den L.-weg und die im Plan bezeichnete neue Zufahrt sowie
über den Baubereich C erfolgen. Der genaue Verlauf der temporären Baupisten
innerhalb der Baubereiche B und C sowie allfällige Immissionsschutzmassnahmen
sollen im Baubewilligungsverfahren festgelegt werden (Art. 3 Abs. 4 besV). Bei einer
Neuüberbauung des Baubereichs C soll die Erschliessung über den L.-weg und die
neue Zufahrt erfolgen (Art. 3 Abs. 5 besV). Die Überbauung des Baubereichs B kann
erst erfolgen, wenn die Zufahrt über den Baubereich A sichergestellt ist (Art. 4 besV).
Für den Ersatz der bestehenden Baumreihe ist im Rahmen eines
Umgebungsgestaltungskonzepts eine Neupflanzung vorgesehen (Art. 5 besV). Im
Freihaltegebiet sind keine Bauten und Anlagen gestattet. Das Befestigen von Wegen
und Notzufahrten sowie kleine Terrainveränderungen aufgrund des
Hochwasserschutzes sind zulässig (Art. 7 besV).
2.3.
2.3.1. Grünzonen umfassen Gebiete, die nicht überbaut werden dürfen (Art. 17
BauG). Gemäss Art. 17 des Baureglements der Gemeinde Q. vom 29. August 2000 (mit
Revisionen 2007 und 2010) sind in Grünzonen Bauten und Anlagen zulässig, soweit der
konkrete Zonenzweck solche erfordert (Abs. 1). Aufgrund des Zonenzweckes zulässige
Bauten dürfen bis max. 100 m Grundfläche, 3.0 m Gebäudehöhe und 4.5 m Firsthöhe
aufweisen. Die Grenzabstände müssen allseitig mindestens 4.0 m aufweisen (Abs. 2).
Mit Überbauungs- oder Gestaltungsplan können grössere Bauten zugelassen werden
(Abs. 3). In den Nichtbauzonen GRF und GRS sind keine Bauten und Anlagen zulässig
(Abs. 4). - Die im Überbauungsplan in den Baubereichen A und B anhand von
Richtungspunkten (rot) markierte, über die Grünzone Freihaltung GRF führende
Notzufahrt für Rettungsfahrzeuge erachtete die Vorinstanz als unzulässig mit der
Begründung, dass die Notzufahrt, welche auf einer Breite von 4 m mit Schotter
befestigt werden solle, eine Anlage darstelle. Der Zweck der Notzufahrt habe
Erschliessungscharakter und sei mit dem Zonenzweck der Grünzone Freihaltung GRF
(Art. 17 Abs. 3 BauG) nicht vereinbar. Mit einem Überbauungsplan dürfe der
Zonenzweck nicht geändert werden (Art. 23 lit. b BauG). Die mit dem Teilzonenplan
geschaffene Erschliessungsfläche von 23 x 20 m sei jedoch breit genug, um auch eine
Notzufahrt aufnehmen zu können. Eine separate Notzufahrt über die Grünzone sei
damit nicht nur unzulässig, sondern auch nicht notwendig (act. G 2 S. 23 f.).
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2.3.2. Im Beschwerdeverfahren B 2014/90 (Teilzonenplan Y.) bestätigte sich unter
anderem, dass die Y.- und X.-Strasse für das Gebiet Y. (Grundstücke Nr. 0005, 002
und 003) eine strassenmässig ausreichende Erschliessung darstellt (VerwGE B
2014/90, E. 5.4.2). Vor diesem Hintergrund erweist sich auch die Erschliessung der
Baubereiche A und B über den Erschliessungsbereich zur X.-Strasse als zweckmässig.
Wenn die Beschwerdeführer festhalten lassen, dass eine Notzufahrt im
Erschliessungsbereich, in welchem die Einfahrt in eine Tiefgarage und ein Gehweg
errichtet werde, aus räumlichen Gründen aufgrund verkehrstechnischer Auflagen gar
nicht möglich sei (act. G 7 S. 6 mit Hinweis auf Augenscheinprotokoll), so ist
festzuhalten, dass Gegenstand des vorliegenden Verfahrens ein Überbauungsplan und
die darin geregelte Erschliessung, nicht jedoch ein konkretes Bauprojekt bildet; ein
solches Projekt befindet sich denn auch nicht bei den Akten. Immerhin ist jedoch mit
der Vorinstanz anzumerken, dass nicht dargetan ist, inwiefern die Tiefgarageneinfahrt
(mit Gehweg) die volle Breite der Erschliessungsfläche von 23 m benötigen sollte (act.
G 10 S. 3); dies selbst dann, wenn eine - mit Blick auf die beschränkte Anzahl künftiger
Benützer sich nicht unbedingt aufdrängende - spurgetrennte Ein- und Ausfahrt
vorgesehen wäre. Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer macht zwar geltend, dass
eine Notzufahrt neben der S-förmig geführten Garageneinfahrt auf dem 23 m breiten
Erschliessungsbereich keinen Platz mehr fände (act. G 24 S. 7), begründet dies jedoch
nicht näher. Allein der Umstand der S-förmig geführten Einfahrt vermag nicht zu
erklären, inwiefern auf 23 m Breite kein Raum für eine Notzufahrt verbleiben sollte.
Damit ist davon auszugehen, dass die Breite von 23 m sowohl für eine (S-förmig
geführte; vgl. act. G 8 S. 2) Tiefgarageneinfahrt mit Gehweg als auch eine Notzufahrt
ausreicht. Der Bedarf für eine zusätzliche (zonenwidrige) Notzufahrt über die Grünzone
Freihaltung GRF ist damit nicht ausgewiesen. Eine nicht notwendige, zonenwidrige
Notzufahrt liesse sich auch mit dem Hinweis der Beschwerdeführer nicht rechtfertigen,
dass eine solche lediglich für (seltene) Zufahrten von Feuerwehr und Krankenwagen zur
Verwendung komme (act. G 7 S. 6 f.).
Im vorinstanzlichen Entscheid wurde sodann im Zusammenhang mit der Frage der
Eignung der Tiefgarageneinfahrt zu Recht darauf hingewiesen, dass aufgrund der
Eintragung des Erschliessungsgebiets in der Naturgefahrenkarte des Kantons St.
Gallen Hochwasserschutzmassnahmen (Schutz der Garageneinfahrt etwa mit einer
Rampe oder einem mobilen Dämmbalken) erforderlich sind, diese jedoch - wie in Art. 6
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besV vorgesehen - erst im Baubewilligungsverfahren realisiert werden können (act. G 2
S. 23).
2.4.
2.4.1. Bauten und Anlagen in Waldesnähe sind nur zulässig, wenn sie die Erhaltung,
Pflege und Nutzung des Waldes nicht beeinträchtigen (Art. 17 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über den Wald [Waldgesetz], SR 921.0, WaG). Die Kantone schreiben
einen angemessenen Mindestabstand der Bauten und Anlagen vom Waldrand vor. Sie
berücksichtigen dabei die Lage und die zu erwartende Höhe des Bestandes (Art. 17
Abs. 2 WaG). Nach Art. 58 Abs. 1 BauG gilt gegenüber Wäldern ab Stockgrenze ein
Mindestabstand von 5 m für Strassen; kein Abstand gilt für leicht befestigte
Naturstrassen, die ohne Aushub erstellt werden.
Gemäss Überbauungsplan soll das Baugebiet C ausschliesslich im Norden über den
L.-weg entlang dem Waldrand erschlossen werden. Zudem soll die Baustellenzufahrt
für das Baugebiet B ebenfalls über den L.-weg erfolgen. Sodann soll die Erschliessung
von Süden über die erwähnte Tiefgarageneinfahrt sichergestellt werden, die bis zum
Baugebiet B führt (act. G 12/6/11 [Planungsbericht S. 4]). Der Überbauungsplan legt
die Stockgrenze mit einem Abstand von 2 m vom Waldrand fest. Südwestlich der 5 m
breiten Verkehrsfläche grenzt das mit einer Garage überbaute Grundstück Nr. 008 an
(act. G 12/6/11 [Überbauungsplan]; vgl. auch Planskizze in act. G 20). Die Vorinstanz
führte hierzu im angefochtenen Entscheid aus, für die Erschliessung des ca. 5‘000 m
grossen Baugebiets C sei offensichtlich eine befestigte Strasse angezeigt. Eine
befestigte Strasse habe jedoch den Waldabstand von 5 m einzuhalten; diesfalls
bestünde lediglich noch eine Verkehrsfläche von 2 m Breite, da eine Verschiebung der
Verkehrsfläche aufgrund der bestehenden Garage (Grundstück Nr. 008) nicht möglich
sei. Vorliegend ermögliche die Rodung sowie die geplante Verkehrsfläche lediglich eine
unbefestigte Naturstrasse, weil diese keinen Waldabstand einhalten müsse. Eine nur 2
m breite Verkehrsfläche sei jedoch offensichtlich ungenügend zur (ausschliesslichen)
Erschliessung des Baugebiets C. Es fehle somit an einer hinreichenden Erschliessung
des Baugebiets C, weshalb der Überbauungsplan auch diesbezüglich aufzuheben sei.
Die Erschliessung über den L.-weg könne allenfalls als Notzufahrt oder als
Baustellenzufahrt genutzt werden (act. G 2 S. 24 f.).
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2.4.2. Die Beschwerdeführer lassen geltend machen, die Vorinstanz habe den
Sachverhalt insofern unrichtig bzw. unvollständig festgestellt, als der rechtskräftige
Rodungsplan Y. die Rodung einer Fläche von 209 m zwischen dem L.-weg und dem
Baubereich C ermögliche. Der Sachverhalt sei auch unrichtig festgestellt, weil der
Baubereich C nicht im Umfang von 5‘000 m überbaut werden könne. Das Gebiet C
liege in der Wohnzone W1 und sei somit nur beschränkt bebaubar. Sodann lägen vom
Baubereich C rund 2‘400 m Land in der Gewässerschutzzone 2; dieses sei somit gar
nicht überbaubar. Weiter lägen auf der Südseite des Gebietes C rund 1‘125 m im
15metrigen Waldabstand und seien damit auch nicht überbaubar. Zudem sei im Gebiet
B der kleine und im Gebiet C nach Süden der grosse Grenzabstand einzuhalten. Dies
führe zu einer Fläche von 600 m für den grossen Grenzabstand und rund 100 m für
den kleinen Grenzabstand, die ebenfalls nicht überbaubar seien. Damit reduziere sich
das Baugebiet im Bereich C auf eine Fläche von lediglich knapp 800 m . Dieser
Sachverhalt sei von der Vorinstanz nicht oder nicht vollständig festgestellt worden. Sie
habe sodann ihr Ermessen bei der Überprüfung der Zweckmässigkeit des
Überbauungsplans überschritten, indem sie davon ausgegangen sei, dass für die
Erschliessung eines Baubereichs dieser Grösse eine befestigte Strasse erforderlich sei.
Zudem sei es im Kanton St. Gallen nicht üblich, bei Strassenbauten im Waldbereich
gleichzeitig einen 5 m-Streifen zu roden (act. G 7 S. 2-7).
2.4.3. Der Überbauungsplan sieht zur Erschliessung des Baubereichs C wie erwähnt
eine 5 m breite, zu rodende (vgl. Rodungsplan Y., act. G 12/6/11) Verkehrsfläche im
Wald - als Verbindung zwischen L.-weg und Baubereich - vor (act. G 12/6/11 Beilage
und act. G 20). Dabei bedeutet die von den Beschwerdeführern angeführte Tatsache,
dass der Rodungsplan Y. in Rechtskraft erwachsen ist, lediglich, dass das Waldstück
von 209 m für die Erstellung einer Gemeindestrasse dritter Klasse (vgl.
Teilstrassenplan Y.; act. G 12/6/11 Beilage) gerodet werden kann. Die Frage, ob
dadurch auch eine zureichende Erschliessung des Gebiets Y. ermöglicht wird, ist damit
noch nicht beantwortet. Zur strassenmässigen Ausgestaltung der erwähnten
Verkehrsfläche (Art der Befestigung, Material) äussert sich der Überbauungsplan nicht.
Laut Planungsbericht liegt der nordöstliche Bereich des Perimeters in einer
Grundwasserschutzzone S2 (Unzulässigkeit von Bauten und Anlagen) und das übrige
Plangebiet in einer Grundwasserschutzzone S3 (Bebaubarkeit mit
Gefährdungsvorbehalt). Die Grundwasserfassung L. soll mittelfristig an einen anderen
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Standort verlegt werden. Der in der Grundwasserschutzzone S2 liegende Teil des
Baubereichs C kann so lange (d.h. bis zur Realisierung der erwähnten Verlegung) nicht
überbaut werden (act. G 12/6/11 S. 6). Dies dürfte auch ein Grund (von mehreren) für
die zeitliche Etappierung der Überbauung sein. Aus dem Umstand, dass ein Teil des
Baubereichs C wie dargelegt vorderhand faktisch noch mit einem Bauverbot belegt ist,
folgt entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer nicht eine flächenmässige
Reduktion des rund 5‘000 m grossen Baubereichs des Überbauungsplans. Es wird
denn auch nicht geltend gemacht, dass während des durch den Überbauungsplan
festgelegten 15jährigen Zeitraums für eine Bebauung die Aufhebung und Verlegung der
Grundwasserschutzzone S2 nicht realisiert werden kann. Vielmehr soll gemäss
Darlegungen des Rechtsvertreters der Beschwerdebeteiligten 1 und 2 die Verlegung
des Pumpenstandortes bereits in Diskussion stehen (act. G 19 S. 5).
Hinsichtlich Gewässerabstand zum östlich des Baubereichs C fliessenden Gewässers
hielt die Vorinstanz fest, dass es sich bei diesem Gewässer um einen künstlich
angelegten Kanal handle, bei welchem nach Art. 41a Abs. 5 lit. c der
Gewässerschutzverordnung (SR 814.201) auf die Festlegung eines Gewässerraums
verzichtet werden könne, wenn keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. Dies
blieb vorliegend unbestritten. Unbestritten blieb auch der in diesem Zusammenhang
erfolgte Hinweis der Vorinstanz, wonach der Überbauungsplan keine Baulinie zur
Wahrung des Gewässerraums gegenüber dem Kanal festlege (act. G 10 S. 2). Im
Weiteren trifft es zu, dass sich weder der Überbauungsplan Y. noch der
Teilstrassenplan Y. zur Art der Strassenausführung (Befestigung) äussern (act. G 24 S.
4). Hingegen können aus dem Umstand, dass Grenzabstände einzuhalten sind, nicht
eine Verkleinerung des zu erschliessenden Bereichs und als Folge davon geringere
Anforderungen an die Befestigung der Erschliessungsstrasse abgeleitet werden. Selbst
im Fall der Erstellung von nur wenigen Bauten im rund 5‘000 m grossen Baugebiet C
genügt eine leicht befestigte Naturstrasse, welche ohne Aushub erstellt werden kann
(Art. 58 Abs. 1 BauG), zur Erschliessung nicht, zumal diese nicht nur von den
Anwohnern selbst, sondern auch von Zubringern sowie Müllentsorgungs- und
Winterdiensten - d.h. von Lastwagen mit 18 bis 25 t Gesamtgewicht und einer
Normbreite von mindestens 2.3 m - genutzt wird. Zu Recht verweist die Vorinstanz auf
den Umstand, dass für die Baustellenzufahrt - hier fallen ebenfalls Belastungen mit den
erwähnten Tonnagen an - eine befestigte Strasse nötig sein wird, um das Wurzelwerk
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des Waldes nicht zu beeinträchtigen und die Passierbarkeit auch bei längerdauernden
Regenfällen zu gewährleisten bzw. eine Verschlammung zu verhindern (act. G 10 S. 2).
Eine Ermessensüberschreitung bzw. ein unbegründeter Eingriff in das Ermessen der
Gemeinde kann der Vorinstanz bei diesem Sachverhalt nicht vorgeworfen werden.
2.4.4. Was sodann den Hinweis der Beschwerdeführer betrifft, wonach es im Kanton
St. Gallen nicht üblich sei, bei Strassenbauten im Waldbereich gleichzeitig einen 5 m-
Streifen zu roden (act. G 7 S. 5), ist auf die klare Abstands-Regelung von Art. 58 Abs. 1
BauG zu verweisen. Bei einer Breite der Verkehrsfläche zwischen L.-weg und
Baubereich C von 5 m (vgl. vorstehende E. 2.4.3) wird der Waldabstand von 5 m für
eine befestigte Strasse nicht eingehalten, weil die nordöstliche Grenze der Parzelle Nr.
008 und die Stockgrenze (nach Rodung) lediglich 7 m auseinanderliegen (vgl. act. G
20). Eine lediglich 2 m breite Verkehrsfläche - für Fussgänger, Autos und Lastwagen -
genügt zur Erschliessung des 5‘000 m grossen Gebiets C offensichtlich nicht; für
Lastwagen wäre die Verkehrsfläche mit Blick auf die erwähnte Normbreite gar nicht
befahrbar. Es fehlt dementsprechend auch an einem Anlass für eine Einholung einer
Stellungnahme beim Kantonsforstamt oder für einen Augenschein.
3.
3.1. (...).
3.2. (...).