# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 63f1d260-5a93-5d27-a598-8952f5c9b6eb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1966,
war seit August 2004 mit einem Beschäftigungsgrad von 8
0 % als Chauffeur und Betreuer im
Brock
enhaus „
Y._
“
des Vereins
Z._
tätig (Urk. 7/6). Am
22. Juni 2006
meldete er sich unter Hinweis auf ein
radikuläres
Ausfallsyndrom bei L4, eine Diskushernie bei L4/L5 sowie eine geschädigte Bandscheibe bei L5/S1
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, I
V-Stelle,
zur Arbeitsvermittlung
an
(Urk. 7/2).
Am 31. Oktober 2006
zog er seine Anmeldung zum Leistungsbezug wieder zurück unter Hinweis darauf, dass er
per 1. Februar 2007 eine neue Arbeitsstelle antreten werde (Urk. 7/12).
Ab Februar 2007 war der Versicherte mit einem Beschäftigungsgrad von 80 % bei den Sozialen Diensten der Stadt
A._
als Sozialarbeiter tätig (Urk. 7/28).
1.2
Am 2. November 2011 meldet
e
sich der Versicherte erneut zum
Bezug von Leis
tungen der Invalidenversicherung
an (Urk. 7/16).
Nach
erwerblich
en und medi
zinischen Abklärungen sowie durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
sprach die IV-Stelle dem Versicherten
mit Verfügung vom 22. Juni 2012
bei einem
Invali
ditätsgrad
von 43 % eine
Viertelsrente
mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2011
zu (Urk. 7/46, 7/41).
1.3
Am 7. Oktober 2013
ersuchte der
Versicherte
die IV-Stelle
um Überprüfung sei
nes Rentenanspruches
unter Hinweis darauf, dass sich sein Gesundh
eitszustand verschlechtert habe
,
wozu er
einen Bericht des Vertrauensarztes der Pensions
kasse, Dr. med.
B._
,
Facharzt
Pneumologie und Innere Medizin FMH, vom 24. September 2013 ein
reichte
(Urk. 7/51-52).
Die IV-Stelle
ordnete
in der Folge
eine polydisziplinäre medizinische Abklärung beim
C._
an
(Urk. 7/54
, 7/57
). Das Gutachten wurde am
10. Juni 2014 erstattet (Urk. 7/63).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
stellte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 6. März 2015 die zuvor ausgerichtete Invalidenrente per Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats ein; einer allfälligen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Urk. 2 [= 7/77]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 24. April 2015 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben
und die Verwaltung zu verpflichten, unter Weiterausrichtung der bisherigen Rente wei
tere medizinische Abklärungen zu tätigen.
In prozessualer Hinsicht
ersuchte er
um
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
(Urk. 1 S. 2).
Letzteres Gesuch zog er mit
Eingabe vom
3. Juni 2015
z
urück (Urk. 8).
Mit Beschwerdeantwort vom 3. Juni 2015 schloss die Beschwerdegegnerin
auf Abw
eisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit
Verfügung vom 16.
Juni 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Gestützt auf das
C._
-Gutachten vom
10. Juni 2014 hielt die IV-
Stelle dafür, dass sich der Gesundheitszustand
des
Beschwerdeführer
s
verbessert habe und ihm
die bisherige Tätigkeit als Sozialarbeiter wieder zu 70 % zumutbar wäre
.
Mit einer solchen Tätigkeit könne er 70 % des ohne Gesundheitsschaden erziel
baren Jahreseinkommen
s
erwirtschaften
, weshalb ein Invaliditätsgrad von 30 % resultiere und kein Anspruch auf eine
Invalidenr
ente mehr bestehe
(Urk. 2).
2.2
Demgegenüber
bringt
der Beschwerdeführer
im Wesentlichen vor
,
e
ntgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin habe sich sein Gesundheitszustand
aus somatischer Sicht
nicht verbessert;
die Einschätzung der
C._
-Gutachter stelle bloss eine revisionsrechtlich unbeachtliche unterschiedliche Beurteilung eines
gleich gebliebenen
, wenn nicht sogar eines sich eher verschlechterten Gesund
heitszustandes dar
.
Ausserdem habe die Beschwerdegegnerin
nicht berücksich
tigt, dass es
zwischen dem Zeitpunkt der Begutachtung und dem Erlass der rentenaufhebenden Verfügung
zu einer Veränderung
seines
Gesundheitszustan
des gekommen sei. Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
habe er insbesondere mitgeteilt, dass er neu in psychotherapeutischer Behandlung
stehe
. Die IV-Stelle habe es jedoch pflichtwidrig unterlassen, bei den behandelnden Ärzten Berichte einzuholen. Der Eintritt einer relevanten gesundheitlichen Verschlechterung sei somit nicht auszuschliessen
(Urk. 1).
3.
3.
1
Dr. med.
D._
,
Facharzt
Rheumaerkrankungen FMH,
teilte mit
undatiertem Bericht (eingegangen bei der IV-Stelle am 8. Juli 2011)
mit,
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bestehe eine Diskushernie
foraminal
bei L4/5
links
bei bekannter Mehretagenpathologie der Lendenwirbelsäule. B
ei bleibenden motorischen Defiziten im linken Bein nach dem ersten
Diskusher
nienereignis
im Jahr 2006
(Schwäche im Oberschenkel)
sei es dem Beschwer
deführer
bei durchgeführter Physiotherapie
und
besser
angepasster Arbeitsstelle bis Herbst 2010
recht
gut gegangen, wenn auch die
Belastungslimiten
es erfor
dert hätten, dass sich der Beschwerdeführer am neuen Arbeitsort nur zu 80 % habe anstellen lassen. In der Folge sei es jedoch
zu einem massiven
radikulären
Rezidiv bei
Rezidivhernie
foraminal
L4/5 links gek
ommen.
In der zuletzt ausge
übten Tätigkeit, welche
einer
optimal angepasste
n Tätigkeit entspreche
, habe vom
27. Dezember 2010 bis 10. April 2011 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden,
vom
11. April bis 8. Mai 2011 eine solche von 50 %, und ab dem 9
. Mai 2011 eine solche von 40 %, was einer
maximalen
täglichen
Arbeitszeit
von
sechs
Stunden bei vier Arbeitstagen
entspreche
. Gemäss Angaben des Beschwerdeführers
komme es
bei Überschreitung der Arbeitszeit von
sechs
Stunden
zu einer Schmerzverstärkung
,
zu stärker und anhaltender auf
tretenden
K
ribbelpar
ästhesien
bis zum Unterschenkel
sowie
vor allem
zu einer
schlechteren muskulären Aussteuerung des linken Beines
, so dass er deutlich stärkere Falltendenzen verspüre
(Urk. 7/25/3)
.
Mit Verlaufsbericht vom 27. Februar 2012
teilte
Dr.
D._
mit
, die Gesamtbe
lastbarkeit sei eher tiefer geworden.
Der Beschwerdeführer arbeite 6,3 Stunden pro Tag an vier Tagen pro Woche.
Die
motorischen
Funktionen beim neurolo
gisch dauergeschädigten Bein sei
en
klar abhängig von der Gesamtbelastung. Wenn der Beschwerdeführer zu lange und
zu angestrengt arbeiten müsse
, bemerke er eine
deutlich
verschlechterte motorische Koordinationsfähigkeit und motorische Kraft, was sich hin und wieder auch in Stürzen äussere (Urk. 7/35/3).
3.2
Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) kam
am 29. März 2012 gestützt auf diese
Beurteilung
zum Schluss, die zumutbare Arbeitszeit betrage
sechs
Stunden pro Tag an vier Tagen pro Woche
(Urk. 7/36/4), woraufhin die IV-Stelle dem Beschwerdeführer bei einem
ermittelten
Invaliditätsgrad von 43 % eine
Vier
telsrente
zusprach (Urk. 7/41).
4.
4.1
Am 5., 6.
u
nd 14.
Mai 2014 wurde der Beschwerdeführer in der
Begutachtungs
stelle
C._
allgemeininternistisch, psychiatrisch, or
tho
pädisch und neurologisch untersucht (Gutachten vom 10. Juni 2014, Urk. 7/63).
Die Gutachter stellten die folgenden Diagnosen
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 7/63/23):
Chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.4/G54.5)
Sensomotorisches
radikuläres
Syndrom L4 links mit leichter
Quadri
zepsschwäche
bei Status nach Diskushernie L4/5
radiologisch
Osteochondrose
und Diskushernie L5/S1 mit möglicher Affektion der Nervenwurzeln L5 und S1 links (MRI vom 29. April 2013)
gute Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule.
Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten
die Gutachter
einen chronischen Nikotinkonsum (ICD-10 F17.1).
Der orthopädische Gutachter führte aus, der Beschwerdeführer
beklage seit vie
len Jahren wechselhaft auftretende linksseitige
Lumboischialgien
. Bei
Beschwerderegredienz
habe
der Beschwerdeführer
die körperliche Belastung bei
der Arbeit jeweils gesteigert, wodurch es zu einer Verschlechterung gekommen sei. Während die anamnestisch zeitweise in erheblicher Dosierung eingenom
men Analgetika nur wenig Linderung bewirkt hätten, komme es unter konser
vativen Therapien manchmal zu einer Verschlechterung. Aus Angst habe der Beschwerdeführer dem bei
bestehender
Diskushernie L4/5 und linksseitiger
Rad
ikulopathie
L4 empfohlenen Wirbelsäuleneingriff nicht zugestimmt. Bei der aktuellen orthopädischen Untersuchung seien folgende Befunde objektivierbar gewesen: Das Gangbild auf der Treppe und
auf
ebenem Terrain sei mitsamt der geprüften Varianten unauffällig gewesen. Bei der Untersuchung der Wirbelsäule habe sich
thorakolumbal
eine deutlich einge
schr
änkte bis aufgehobene Beweg
lichkeit gezeigt, doch
habe
der initial etwas
verme
hrt
e
Finger-Boden-Abstand später im
Langsitz
durch eine weitgehend freie Auslenkung relativiert werden können. Die Beweglichkeit der Halswirbelsäule
und
der Extremitäten
sei
frei
gewesen
. Es bestehe eine deutliche
Quadrizepsatr
ophie
der linken Seite. Der Explorand habe sowohl bei der Anamneseerhebung als auch bei der Untersu
chung im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen eine wiederholt in den link
en Unterschenkel einschiessende
Schmerzhaftigkeit demonstriert, doch habe die gesamte ausführliche Prüfung insgesamt problemlos durchgeführt werden kön
nen. Auffallend seien bei der Untersuchung der unteren Extremitäten im
Lang
sitz
die
wiederholt angegeben Lumbalgien gewesen, während die Vornahme derselben Manöver in sitzender Position praktisch problemlos toleriert
worden sei
en
. Auf radiologischer Ebene würde eine deutliche
Osteochondrose
bei L5/S1 samt Diskushernie mit möglicher Affektion der Nervenwurzeln L5 und S1 links bestehen, im Übrigen
jedoch
keine
höhergradigen
Veränderungen der
Lenden
w
irbelsäule
. In Anbetracht des anamnestisch und klinisch objektiv
weitgehend
blanden
Befundes werde auf die Anfertigung neue
r Bilddokumente verzichtet (Urk. 7/62/18). Der orthopädische
Gutachter
kam zum Schluss
,
für die Tätigkeit
als Sozialarbeiter (stehend und sitzend an Schreibtisch sowie Stehpult, aber auch häufig wechselbelastende Tätigkeit
en
ohne höhere Belastungen)
bestehe
au
f
grund der durchgeführten Untersuchung eine Arbeits
fä
higkeit von 80 %
, wobei ein ganztä
g
iges Pe
n
s
um
zumutbar sei, die Leistungsfähigkeit dabei
auf
grund eines erhöhten Pausenbedarfs
jedoch
um 20 %
reduziert sei
. Das w
ie
der
holte Heben und Tragen von Lasten über 10 kg sollte ve
r
mieden werden. In Anbetracht der erhobenen Befunde sollte es bei einer derar
ti
gen Tätigkeit kaum zu einer wesentlichen Schmerzprovokation kommen
, so dass diese zumutbar sei
.
Für
allfällige
Einschränkungen aus neurologischer Sicht verwies
d
er
orthopädi
sche Gutachter
auf die neurologische Begutachtung (Urk. 7/63/18 f.).
Der neurologische Gutachter führte aus,
bei der aktuellen Untersuchung habe sich das sensomotorisc
he Ausfallsyndrom bei L4 links
mit leichter Atrophie und
Parese des
Quad
ri
z
ep
s
, PSR-Minderung und Sen
s
ibilitätsstörung bestätigt. Im Vordergrund für den Beschwerdeführer stünden die Schmerzen, weswegen im November
2012
eine stationäre Behandlung in der
Klinik E._
stattgefunden habe
.
Bei den
beklagten Schmerzen sei eine gewisse Verd
eu
tlichungstendenz nicht au
s
zuschliessen. Im Vordergrund stehe jedoch
ohnehin das
radikuläre
Syndrom bei L
4.
Auch wenn der letzte MRI-Befund hiermit kongruent eine Diskushernie gezeigt habe, so sehe man einen operativen Eingriff bei der schon lange bestehenden L4-Symptomatik sehr zurückhaltend (Urk. 7/63/22). Der neurologische Gutachter kam zum Schluss, dass T
ätigkeiten mit ständigem Stehen,
Gehen oder Tragen von schweren Lasten wie auch alle rückenbelastenden Tätigkeiten nicht mehr möglich seien, diese Einschränkun
gen jedoch vor allem
orthopädi
sch
erseits
festz
ulegen seien. Tätigkeiten mit An
f
or
derungen an das Gleichgewichtsvermögen seien nicht mehr
zumutbar
.
Sitzende Tätigkeiten mit der Gelegenheit zu Stellungswechsel und kurzen
,
auch betriebsunüblichen Pausen könnten in einem Rahmen von 6-7 Stunden ver
richtet werden. Gesamthaft sei die Arbeitsfähigkeit auf 70 % eingeschränkt (Urk. 7/63/22).
In de
r
Gesamtbeurteilung
hielten
die Gutachter gemeinsam
fest
, aus Sicht des Bewegungsapparates bestehe ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyn
drom
bei aktuell guter Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule. Radiologisch
habe
sich eine
Osteochondrose
sowie eine Diskushernie bei L4/5 mit möglicher Affektion der Nervenwurzel L5 und S1 links gefunden. Aus Sicht des Bewe
gungsappara
tes bestehe für körperlich
andauernde mittelschwere und schwere Tätigkeiten eine bleibende Arbeitsunfähigkeit. Dagegen bestehe für die zuletzt
ausgeübte Tätigkeit als Sozialarb
eiter wie auch für jede andere körperlich leichte und intermittierend mittelschwere, körperlich adap
tierte
Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80 %. Dabei sollte das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 10 kg strikte vermieden werden. Aus neurologischer Sicht könne ein sensomotorisches
radikuläres
Syn
d
rom L5 links mit leichter
Quadrizeps
schwäche
bei Status nach
Dis
kushernie L4/5 eruiert werden, welches zu einer
30%igen
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führe. Tätigk
eiten
mit ständigem Gehen oder Stehen wie auch mit Anforderungen an das
Gleichgewichtsvermö
gen
seien dem Exploranden nicht mehr zumutbar. Aus psychiatrischer wie auch allgemeininternistischer Sicht hätten sich keine Befunde und Diagnosen gefun
d
e
n, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen würden. Somit bestehe aus polydisziplinärer Sicht für jede körperlich mittelschwere und schwere Tätigkei
t eine volle Arbeitsunfähigkeit
. Für die zuletzt ausgeübte Tätig
keit als Sozialarbeiter wie auch für jede andere kö
rper
lich leichte und
intermit
tierend
mittelschwere, adaptierte Tätigkeit bestehe dageg
e
n eine Arbeitsfähigkeit
von 70 %, vollschichtig realisierbar, mit deutlich erhöhtem Pausenbedarf. Die aus neurologischer sowie auch aus Sicht des
Bewegungsapparates
festgestellten Arbeitsunfähigkeiten von 30 % und 20 % könnten nicht addiert werden, da für die entsprechenden Erholungsphasen die gleichen Pausen in Anspruch genom
men werden könn
t
en und überdies dieselbe Erkrankung für die Einschränkung verantwortlich sei (Urk. 7/63/24).
Hinsichtlich des
zeitlichen Verlaufs der Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter
dafür
, d
ie von ihnen festgestellte Arbeitsfähigkeit
gelte mit Sicherheit ab Mai 2014
, nach vorangehend wechseln
dem Verlauf. Gegenüber der ursprünglichen Berentung
im
Jahr 2011 habe sich somit insgesamt eine geringfügige Verbesserung ergeben, so dass sich die Arbeitsunfähigkeit von 40 % auf 30 % verringert habe (Urk. 7/63/25). Die Gut
achter hielten weiter
fest
, es bestehe eine Diskrepanz zwischen ihrer
Beurteilung
und der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers, welcher sich aktuell auf
grund seiner somatischen Beschwerden
als
nicht arbeitsfähig
erachte
. Ein schweres psychisches oder s
omatisches Leiden, welches eine
Arbeitsunfähigkeit von mehr als 30 % begründen würde, könne aus polydisziplinärer Sicht jedoch nicht attestiert werden (Urk. 7/63/25).
4.2
4.2.1
Das
C._
-Gutachten vom 20. Juni 2014 vermag die
an eine beweiskräftige
ärztliche Expertise gestellten Anforderungen vollumfänglich zu erfüllen (E. 1.
3
).
Es
beruht auf
umfassenden
Untersuchungen
(Urk. 7/63/9 f.,
7
/63/12 f.,
7/63/16 f., 7/63/21)
, erfolgte unter Berücksichtigung der geklagten Beschwerden (Urk.
7/63/7, 7/63/10, 7/63/15 f., 7/63/20
) und wurde in nachvollziehbarer Weise sowie in Auseinandersetzung mit den releva
nten
Vorakten
begründet (Urk. 7/63/10, 7/63/13 f., 7/63/18 ff., 7/63/22
)
.
Soweit der Beschwerdeführer bemängelt, dass im Rahmen des Rentenrevis
ionsverfahrens keine aktuellen
Berichte bei den behandelnden Ärzten eingeholt worden seien, ist darauf hin
zuweisen, dass die
C._
-Gutachter
im Besitz
solcher Berichte
waren
und
ihre Beurteilung
unter Berücksichtigung dieser
aktuellen
Berichte abgaben (siehe die entsprechende Auflistung im
C._
-Gutachten,
Urk. 7/63/5 f.).
Gestützt auf die getätigten Untersuchungen und unter Berücksichtigung der
Vorakten
kamen die Gutachter zum Schluss, dass nunmehr eine Arbeitsfähigkeit von 70 % zumutbar sei und sich nach vorangegangenem wechselndem Verlauf eine leichte Verbes
serung aus somatischer Sicht ergeben habe.
Es
handelt es sich somit
-
entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers
-
nicht lediglich um eine andere Beur
teilung eines gleichgebliebenen Gesundheitszustandes.
4.2.2
Was die
abweichende Beurteilung von Dr.
B._
,
Facharzt
Pneumologie und Innere Medizin FMH,
betrifft,
welcher am 24. September 2013 zuhanden der
Pensionskasse der Stadt
A._
dafürgehalten hatte, der Beschwerdeführer sei aufgrund seines Rückenleidens und den damit verbundenen psychischen Belastungen vollständig arbeitsunfähig (Urk. 7/51/1), vermag die
se die
gut
achterliche
Einschätzung
bereits deshalb nicht zu erschüttern, da es sich
dabei
nicht um eine
einschlägige
fachärztliche
Beurteilung
handelt.
4.2.3
Entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers ist es
sodann
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen des
Vorbescheidverfah
rens
keine
n
Bericht beim behandelnden Psych
iater
einholte
. Der Beschwerde
führer wurde im Rahmen der
C._
-Begutachtung eingehend
psychiatrisch untersucht (Urk. 7/63/10 ff.)
und der
psychiatrische
Gutachter begründete nach
vollziehbar, dass
die Arbeitsfähigkeit aus
psychiatrischer Sicht
nicht einge
schränkt sei
(Urk. 7/63/13 f.).
Inwiefern diese Beurteilung nicht mehr zutreffen würde, wurde nicht ausgeführt.
Einzig
durch die
Tatsache, dass sich der Beschwerdeführer im Nachgang zur Begutachtung und nach Erhalt des Vorbe
scheides in psychotherapeutische Behandlung begab
-
wie er geltend machte
– vermag
er
keine Verschlechterung aufzuzeigen und ergab sich somit auch kein Anlass für weitere Abklärungen.
4.3
Gestützt auf das
C._
-Gutachten vom 20. Juni 2014 ist somit mit dem im
Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass sich der Gesundheitszustand seit der
Rentenzusprache
gebessert hat
und dem Beschwerdeführer
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Sozialarbeiter
ab
Mai
2014
zu 70 %
zumutbar ist.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
5.2.1
Die IV-Stelle
ging davon aus, dass der Beschwerdeführer ohne gesundheitliche Einschränkungen zu 100 % erwerbstätig wäre.
Zur
Ermittlung des
Validenein
kommens
stellte sie
auf das gemäss
Arbeitgeber
bericht der Sozialen Dienste der Stadt
A._
durch den Beschwerdeführer
im Jahr 2011
für sein 80%-Pensum
erzielte Einkommen ab
(Fr. 84‘149.--; vgl. Urk. 7/28/3)
, wobei sie dieses
Einkommen
auf ein 100%-Pensum hochrechnete und der
Nominallohnent
wicklung
anpasste (
Fr.
107‘731.--,
vgl.
Urk.
7/66). Beim Invalideneinkommen ging die IV-Stelle davon aus, dass der Beschwerdeführer 70 % dieses Einkom
mens erzielen könnte
(mithin Fr. 75‘411.--)
und ermittelte somit einen
Invali
ditätsgrad
von 30 %
(Urk. 2)
.
5.2.2
Soweit davon ausgegangen wird, dass der Beschwerdeführer ohne gesundheitli
che Einschränkungen zu 100 % erwerbstätig wäre, ist dieser
Einkommensver
gleich
nicht zu beanstanden. Vorliegend erscheint dies jedoch fraglich. Denn aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer bereits seit September 2003 lediglich
noch
zu einem Pensum von 80 % erwerbstätig gewesen war (vgl. Arbeitgeberbericht
e
der
F._
[Urk. 7/8/2]
und
des
Y._
des Vereins
Z._
[Urk. 7/6/2]). Wie es sich damit verhält, kann vorliegend jedoch offen bleiben, da selbst unter der Annahme, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall zu 100 % erwerbstätig wäre, kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert (zur Berechnung bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_178/2015 vom 4. Mai 2016, zur Publikation vor
gesehen).
5.2.3
Die angefochtene rentenaufhebende Verfügung erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss
vom
Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).