# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 00b499dc-0f79-4b00-a77d-d4b4755d7ffd
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 30. April 2004 schlossen X. & Y. mit der Z.-S.A. einen Mietvertrag über das Restaurant „A.“, welches heute unter dem Namen „X.“ geführt wird, ab. Die Parteien vereinbarten eine feste Mietdauer von fünf Jahren ab Beginn des Mietverhältnisses am 1. Juni 2004. Für den Fall, dass auf den Endtermin hin keine der Parteien das Mietverhältnis unter Einhaltung einer Frist von sechs Monaten kündigte, wurde eine automatische Verlängerung des Mietvertrags um ein weiteres Jahr unter denselben Bedingungen ausgemacht.
B. Nach einigen Unstimmigkeiten betreffend Ausgestaltung des Mietverhältnisses unterbreiteten die Mieter der Vermieterin am 5. September 2007 zwei neue Mietvertragsentwürfe zur Fortführung des Mietverhältnisses unter neuen Vertragsbedingungen. Nachdem zwischen den Parteien keine Einigung erzielt werden konnte, und die Mieter selbst mit Schreiben vom 9. Januar 2008 eine Erneuerung des Mietverhältnisses unter anderem von diversen Investitionen abhängig machten, kündigte die Z.-S.A. das Mietverhältnis mit amtlichem Kündigungsformular vom 8. Februar 2008 (Poststempel) per 31. Mai 2009. Gleichzeitig räumte sie X. & Y. das Recht ein, das Restaurant zu einem Vorzugspreis von Fr. 1'887'000.-- käuflich zu erwerben, wobei das Angebot bis zum 31. Dezember 2008 befristet wurde.
C. Mit Eingabe vom 6. März 2008 fochten X. & Y. die Kündigung bei der Schlichtungsbehörde für Mietverhältnisse des Bezirks Prättigau/Davos an und beantragten deren Aufhebung, eventualiter eine erstmalige Erstreckung des Mietverhältnisses für die Dauer von vier Jahren. Weder an der Schlichtungsverhandlung vom 19. August 2008 noch anlässlich der darauffolgenden aussergerichtlichen Vergleichsgespräche konnten die Parteien eine Einigung erzielen. Mit Entscheid vom 19. August 2008, mitgeteilt am 6. Oktober 2008, erkannte die Schlichtungsbehörde für Mietverhältnisse des Bezirks Prättigau/Davos die Kündigung des Mietverhältnisses für ungültig.
D. Mit Prozesseingabe vom 7. November 2008 unterbreitete die Z.-S.A., damals noch vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Ilario Bondolfi, die Streitsache dem Bezirksgericht Prättigau/Davos, wobei sie das folgende Rechtsbegehren stellen liess:
„1. Es sei der Entscheid der Schlichtungsbehörde für Mietverhältnisse des Bezirks Prättigau/Davos vom 19. August/06. Oktober 2008 im Verfahren 10/08 vollumfänglich aufzuheben.
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2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWSt zulasten der Beklagten.“
E. X. & Y. beantragten in ihrer Prozessantwort vom 15. Dezember 2008 die Abweisung der Klage, eventualiter die erstmalige Erstreckung des Mietverhältnisses für eine angemessene Dauer.
F. Mit Replik vom 16. Februar 2009 respektive Duplik vom 8. März 2009 hielten die Parteien an ihren zuvor gestellten Rechtsbegehren unverändert fest.
G. Mit Stellungnahme vom 15. April 2009 liess die Z.-S.A. dem Bezirksgericht Prättigau/Davos mitteilen, dass sie das Mietverhältnis am 27. März 2009 gestützt auf Art. 257d OR wegen Nichtbezahlens von Nebenkosten nochmals mit amtlichem Kündigungsformular auf den 30. April 2009 gekündigt habe. Es rechtfertige sich daher, das hängige Prozessverfahren bis zur Beurteilung dieser Kündigung auszusetzen beziehungsweise zu sistieren. Mit Verfügung vom 28. Mai 2009 wies das Bezirksgerichtspräsidium Prättigau/Davos das Gesuch der Vermieterin um Sistierung des Verfahrens kostenfällig ab.
H. Mit Urteil vom 3. Juni 2010, mitgeteilt am 7. Juli 2010, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt:
„1. Die Klage der Z.-S.A. gegen X. & Y. wird gutgeheissen, der Entscheid der Schlichtungsbehörde für Mietverhältnisse des Bezirkes Prättigau/Davos vom 19. August 2008 (10/08), wonach die Kündigung des Mietverhältnisses ungültig sei, wird aufgehoben, und es wird festgestellt, dass die vom 7. Februar 2008 datierende, am 8. Februar 2008 auf den 31. Mai 2009 ausgesprochene Kündigung des Mietverhältnisses gültig ist.
2. Das Eventualbegehren von X. & Y. gegen die Z.-S.A. wird gutgeheissen und das zwischen den Parteien bestehende Mietverhältnis wird erstmalig bis zum 31. Mai 2011 erstreckt.
3. Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 4'500.00 - Schreibgebühren von Fr. 1'328.95 - Barauslagen von Fr. 584.90 total somit von Fr. 6'413.85
gehen zu 1/3 (=Fr. 2'137.95) zulasten der Z.-S.A. und zu 2/3 (= Fr. 4'275.90) unter solidarischer Haftbarkeit zulasten von X. & Y.. Sie werden mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet.
4. X. & Y. werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, der Z.-S.A. eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 4'000.00 (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.

## Considerations