# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** dc341a95-7e56-4b4b-8820-be6c64fe5140
**Court:** ZH_HG
**Chamber:** ZH_HG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Bauhandwerkerpfandrecht
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Rechtsbegehren: (act. 1)
"1. Das Grundbuchamt C._ sei anzuweisen, zu Gunsten der Gesuchstellerin und zu Lasten des Grundstücks Kat.Nr. 1, Grundbuch Blatt 1, ohne Verzug ein Bauhandwerkerpfandrecht für die Pfandsumme von CHF 367'402.50 zuzüglich Verzugszins von 5% seit dem 20. Juni 2017 gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3, Art. 839 und Art. 961 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB vorläufig als Vormerkung .
2. Im Sinne einer superprovisorischen Verfügung sei das  C._ sofort anzuweisen, das in Ziffer 1 beantragte Bauhandwerkerpfandrecht sofort vorläufig einzutragen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ."
Anträge der Gesuchsgegnerin: (act. 8 S. 2)
"1. Das Gesuch der Gesuchstellerin um provisorische Eintragung  Bauhandwerkerpfandrechts sei vollumfänglich abzuweisen und das Grundbuchamt C._ sei anzuweisen, das aufgrund der Verfügung des Handelsgerichts Zürich vom 21. Juni 2017  der Liegenschaft Kat. Nr. 1, GBBl. 1, ... [Adresse 1],  eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht für die Pfandsumme von CHF 367'402.50 nebst Zins zu 5% seit 20. Juni 2017 sofort zu löschen.
2. Eventualiter sei das zulasten der Gesuchsgegnerin  eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht gemäss Ziff. 1  zu löschen, gegen Übergabe der heute eingereichten  der ZKB vom 3. Juli 2017 im Betrag von CHF 367'402.50 nebst Zins zu 5% seit 20. Juni 2017 an die Gesuchstellerin.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der ."

## Considerations

Das Einzelgericht zieht in Erwägung:
1. Prozessverlauf
Mit Eingabe vom 20. Juni 2017 (überbracht) stellte die Gesuchstellerin beim
Einzelgericht des Handelsgerichts des Kantons Zürich das vorstehend aufgeführ-
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te Begehren (act. 1). Mit Verfügung vom 21. Juni 2017 wurde das Grundbuchamt
C._ angewiesen, das Pfandrecht zugunsten der Gesuchstellerin vorläufig im
Grundbuch einzutragen (act. 4). Gleichzeitig wurde der Gesuchsgegnerin Frist
angesetzt um zum Begehren der Gesuchstellerin Stellung zu nehmen (act. 4). Mit
Eingabe vom 11. Juli 2017 hat die Gesuchsgegnerin ihre Stellungnahme erstattet
(act. 8). Darin beantragte sie die Abweisung des Gesuchs und stellte eventualiter
eine Bankgarantie. Der Gesuchstellerin wurde daraufhin mit Verfügung vom 13.
Juli 2017 der Aktenschluss angezeigt und es wurde ihr Frist zur freigestellten Stel-
lungnahme sowie zur Stellungnahme zur eingereichten Bankgarantie angesetzt
(act. 11). Die Stellungnahme der Gesuchstellerin erging am 28. August 2017 (act.
16). Die Gesuchsgegnerin erstattete mit Eingabe vom 19. September 2017 innert
angesetzter Frist eine freigestellte Stellungnahme (act. 19). Zudem reichte sie am
26. September 2017 ein in einem Parallelverfahren vor dem Bezirksgericht Zürich
ergangenes Urteil ein (act. 21; act. 22). Diese Eingaben wurden der Gesuchstelle-
rin am 29. September 2017 zugestellt (Prot. S. 8). Die Gesuchstellerin hat dazu
nicht Stellung genommen.
2. Massgebliche Akten
2.1. Das Gesetz sieht für das summarische Verfahren keinen doppelten Schrif-
tenwechsel vor (Art. 253 ZPO). Die gesuchstellende Partei hat mithin das gesam-
te Gesuchsfundament (substantiierte Parteibehauptungen und Bezeichnung der
Beweismittel) mit dem Gesuch vorzutragen. Nach Eingang der Gesuchsantwort
ist der Schriftenwechsel grundsätzlich abgeschlossen (vgl. auch Urteil des Bun-
desgerichts vom 16. Juni 2015, 5A_82/2015 E. 4.1). Die Verfügungen vom 13. Ju-
li 2017 (act. 11) und vom 29. August 2017 (act. 17) dienten der Gewährung des
Replikrechts und insbesondere der Stellungnahme zur eingereichten Bankgaran-
tie, führen aber nicht dazu, dass die Parteien den Sachverhalt beliebig ergänzen
können.
2.2. Die Vorbringen der Parteien in den Eingaben vom 28. August 2017 und
vom 19. September 2017 können entsprechend nur soweit berücksichtigt werden
als dass die Voraussetzungen von Art. 229 ZPO eingehalten werden. Dies ist von
der entsprechenden Partei darzulegen.
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3. Parteistandpunkte
3.1. Unbestritten ist, dass die Gesuchstellerin im Rahmen eines Werkvertrages
Arbeiten auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin erbracht hat. Es handelte sich
um die Sanierung und den Umbau eines Bürokomplexes. Das Bauprojekt umfass-
te zwei Gebäudeteile auf benachbarten Grundstücken. Während der Gebäudeteil
auf dem vorliegend in Streit stehenden Grundstück ([Adresse 1]) weiterhin für Bü-
ros genutzt wird, wurden im anderen Gebäudeteil ([Adresse 2]) Eigentumswoh-
nungen erstellt, die in der Zwischenzeit verkauft worden sind (act. 1 Rz. 6 ff.).
3.2. Die Gesuchstellerin erachtet sich aufgrund von ihr auf dem Grundstück der
Gesuchsgegnerin erbrachten Arbeiten (Elektroanlagen) und offenen Rechnungen
im Umfang der Pfandsumme zur Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts
berechtigt. Mehrere Mitarbeiter hätten noch im Februar 2017 verschiedene Arbei-
ten ausgeführt, die letzten Arbeiten seien am 24. Februar 2017 erbracht worden,
womit die Frist gewahrt sei. Bezüglich der beiden Grundstücke handle es sich um
eine architektonische Einheit und auch der Werkvertrag unterscheide nicht zwi-
schen den Arbeiten auf den verschiedenen Grundstücken. Zudem seien die Elekt-
roinstallationen miteinander verbunden bzw. von einender abhängig. Demnach
sei ein einheitlicher Fristenlauf massgebend. Zur Aufteilung der Forderung bringt
die Gesuchstellerin verschiedene Aspekte vor. Das Grundstück [Adresse 1] sei
kleiner (616 m2 gegenüber 1486 m2), dafür sei es dichter überbaut. Gleichzeitig
seien die Elektroinstallationen in den Eigentumswohnungen umfangreicher und
anspruchsvoller. Dementsprechend rechtfertige sich, eine Aufteilung im Verhältnis
1:2 vorzunehmen, was für das vorliegende Grundstück eine Pfandsumme von
CHF 367'402.50 ergebe (act. 1 Rz. 9 ff.).
3.3. Die Gesuchsgegnerin bestreitet einen Anspruch auf Errichtung eines Bau-
handwerkerpfandrechts. Sie macht zusammengefasst geltend, die Forderung sei
unzureichend dem in Frage stehenden Grundstück zugeteilt worden. Die Ge-
suchsgegnerin habe es unterlassen, zu erläutern, welche Arbeiten auf welchem
Grundstück ausgeführt worden seien. Zudem seien die Arbeiten im Leistungsver-
zeichnis auf zwei Lose aufgeteilt worden, welche ausserdem nach den einzelnen
Wohnungen unterscheiden würden. Entsprechend genüge eine grobe Schätzung
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nicht. Weiter werde die Höhe der Forderung bestritten, diese finde im Werkvertrag
keine Stütze. Schliesslich stellt sich die Gesuchsgegnerin auf den Standpunkt, die
Eintragungsfrist sei abgelaufen, unabhängig davon, ob von einer einheitlichen
Frist ausgegangen werde. Die Schlussabnahmen hätten im November 2016, in
Übereinstimmung mit den vorliegenden Sicherheitsnachweisen, stattgefunden.
Dass die Arbeiten bereits früher als am 24. Februar 2017 abgeschlossen gewe-
sen seien, ergebe sich auch aus der Korrespondenz zwischen den Parteien (act.
8 Rz. 5 ff.). Für den Fall, dass wider Erwarten von einem Pfandanspruch der Ge-
suchstellerin ausgegangen werde, hat die Gesuchsgegnerin zudem eine Bankga-
rantie der ZKB eingereicht (act. 25 ff.).
4. Wahrung der Eintragungsvoraussetzungen
4.1. Gemäss Art. 837 Abs. 1 Ziff. 3 ZGB besteht ein Anspruch auf Errichtung
eines gesetzlichen Grundpfandrechtes für Forderungen von Handwerkern und
Unternehmern, die zu Bauten oder anderen Werken auf einem Grundstück Mate-
rial und Arbeit oder Arbeit allein geliefert haben. Ein Anspruch besteht auch für
reine Materiallieferungen, allerdings nur, wenn der Baustoff für das betreffende
einzelne Bauwerk aufgrund einer individuellen Bestellung eigens hergestellt wird.
Der Anspruch auf Errichtung eines Bauhandwerkerpfandrechtes richtet sich ge-
gen den jeweiligen Eigentümer des Grundstückes, auch wenn die Leistungen
nicht in seinem Auftrag erbracht worden sind (siehe BGE 92 II 227; RAINER SCHU-
MACHER, Bauhandwerkerpfandrecht, 3. Aufl., Zürich 2008, N 299 ff. und 869 ff.).
Die Eintragung ins Grundbuch hat bis spätestens vier Monate nach der Vollen-
dung der Arbeiten zu geschehen (Art. 839 Abs. 2 ZGB). Massgebend sind dieje-
nigen Arbeiten, die Gegenstand des Werkvertrages bilden, wobei geringfügige
oder nebensächliche Arbeiten, die rein der Vervollkommnung dienen sowie Aus-
besserungsarbeiten, wie etwa die Mängelbehebung nicht entscheidend sind
(CHRISTOPH THURNHERR, in: HONSELL/VOGT/WIEGAND, Basler Kommentar Zivilge-
setzbuch II, 5. Aufl., Basel 2015, N 29 zu Art. 839/840 ZGB m.w.H.; vgl. dazu
auch SCHUMACHER, a.a.O., N 1101 ff.).
Geht es wie hier lediglich um die vorläufige Eintragung des Pfandrechtes, so
muss die Klägerin ihr Begehren nur glaubhaft machen. An die Glaubhaftmachung
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sind nach konstanter Lehre und Praxis keine strengen Anforderungen zu stellen:
Die vorläufige Eintragung eines gesetzlichen Pfandrechtes darf nur dann verwei-
gert werden, wenn der Bestand des Pfandrechtes ausgeschlossen oder höchst
unwahrscheinlich ist. Im Zweifelsfalle ist die vorläufige Eintragung zu bewilligen
und die Entscheidung über Bestand und Umfang des Pfandrechtes dem ordentli-
chen Gericht vorzubehalten. Dies gilt namentlich bei unklarer oder unsicherer
Rechtslage (BGE 86 I 270; BGE 102 Ia 86; BGE 112 Ib 484, DIETER ZOBL, Das
Bauhandwerkerpfandrecht de lege lata und de lege ferenda, ZSR 101 [1982], II.
Halbband, S. 158; ZR 79 Nr. 80 E. 1; SCHUMACHER, a.a.O., N 1394 ff.).
4.2. Dass die Gesuchstellerin auf dem Grundstück der Gesuchsgegnerin
pfandberechtigte Arbeiten ausgeführt hat, ist anerkannt. Ebenso erscheint glaub-
haft, dass die Restforderung der Gesuchstellerin im geltend gemachten Umfang
besteht. Immerhin legt die Gesuchstellerin schlüssig dar, welche Kosten sie gel-
tend macht (act. 1 Rz. 9 ff.), daran vermögen auch die Ausführungen der Ge-
suchsgegnerin nichts zu ändern (act. 8 Rz. 9 ff.).
Hingegen gelingt es der Gesuchstellerin nicht, glaubhaft zu machen, dass
die Eintragungsfrist gewahrt worden ist. Die Gesuchstellerin hält in ihrem Gesuch
lediglich pauschal fest, dass bis zum 24. Februar 2017 "verrechenbare Stunden
an Werkleistungen erbracht" worden seien (act. 1 Rz. 17). Sie äussert sich aller-
dings nicht dazu, worin diese Leistungen bestanden haben sollen. Dabei verkennt
die Gesuchstellerin, dass nicht jegliche Leistungen, die vom Werkvertrag abge-
deckt sind, auch für die Wahrung der Frist massgebend sind. Wie gezeigt sind nur
diejenigen Arbeiten relevant, die für die Vollendung des Werks massgebend sind.
Hingegen können untergeordnete Arbeiten und Mängelbehebungsarbeiten für die
Fristberechnung nicht berücksichtigt werden. Ein Indiz ist dabei die Abnahme des
Werks. In aller Regel dürfte dieses - und damit die wesentlichen Arbeiten - mit der
Abnahme vollendet sein und spätere Arbeiten dienen lediglich der Ausbesserung.
Vorliegend wird von der Gesuchsgegnerin denn auch geltend gemacht, das Werk
sei bereits im Laufe des Novembers 2016 abgenommen worden. Sie legt dabei
unter Vorlage sämtlicher relevanter Protokolle substantiiert dar, wann welche Ab-
nahme stattgefunden hat (act. 8 Rz. 10 ff.). Dies spricht deutlich dafür, dass im
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Februar 2017 keine massgeblichen Arbeiten mehr durgeführt worden sind. Aber
auch die von der Gesuchstellerin eingereichte Schlusszusammenstellung
(act. 3/15) lässt Zweifel an ihrer eigenen Darstellung aufkommen. Insbesondere
ist höchst fragwürdig, wie bereits am 12. Januar 2017 eine abschliessende Ab-
rechnung zusammengestellt werden kann, wenn danach noch mehr als einen
Monat lang für die Vollendung wesentliche Arbeiten ausgeführt werden müssten.
Entscheidend kommt vorliegend die von der Gesuchsgegnerin eingereichte Kor-
respondenz zwischen den Parteien hinzu. Wie die Gesuchsgegnerin zu Recht
vorbringt, ist in verschiedenen Schreiben der Gesuchstellerin nur noch von der
Mängelbehebung und der Schlussabrechnung die Rede (act. 8 Rz. 15 ff.; act.
10/60-64). Am deutlichsten wird die Gesuchstellerin im Schreiben der Treuhand
D._ AG vom 28. Januar 2017, worin sie schreibt der Bau sei per 30. Novem-
ber 2016 abgeschlossen worden und sie hätte keine Meldungen über Verzug oder
Mängel (act. 10/65). Unter diesen Umständen erscheint nicht glaubhaft, dass
knapp drei Monate später noch wesentliche Vollendungsarbeiten erfolgt sind und
es gelingt der Gesuchstellerin nicht, die Einhaltung der Eintragungsfrist glaubhaft
zu machen.
An dieser Würdigung vermögen auch die Ausführungen der Gesuchstellerin
in ihrer Eingabe vom 28. August 2017 nichts ändern. Vorab ist festzuhalten, dass
es an der Gesuchstellerin gewesen wäre, die Grundlagen für die Eintragung be-
reits in ihrem Gesuch substantiiert zu begründen. Entschuldbar wäre dies einzig,
wenn die Gesuchstellerin nicht mit einem Bestreiten ihrer Darstellung rechnen
musst. Dies ist vorliegend aber klar nicht der Fall, zumal die Gesuchsgegnerin be-
reits mit Schreiben vom 7. Juni 2017 den Ablauf der Frist moniert hatte (act. 3/21).
Zudem ist sie darauf hinzuweisen, dass die Rechtsprechung, wonach die vorläufi-
ge Eintragung nur verweigert werden darf, wenn der Bestand des Pfandrechts mit
Sicherheit ausgeschlossen werden kann, die Gesuchstellerin nicht von ihren Sub-
stantiierungspflichten befreit. Sie hat das Vorliegen der Eintragungsvoraussetzun-
gen zu begründen. Insbesondere hätte sie vorliegend darzulegen, welche für die
Fristauslösung relevanten Arbeiten bis zum 24. Februar 2017 geleistet worden
sind. Dazu macht die Gesuchstellerin aber auch in ihrer Eingabe vom 28. August
2017 keine näheren Ausführungen. Der pauschale Hinweis, diese seien für den
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bestimmungsmässen Gebrauch unerlässlich (act. 16 Rz. 13), kann dafür nicht
genügen. Weiter mag zwar zutreffen, dass nicht sämtliche Sicherheitsnachweise
vorlagen und nicht alle Gebäudeteile abgenommen wurden (act. 16 Rz. 14) - wo-
bei auch dies nicht glaubhaft dargestellt wird, zumal die Gesuchstellerin rund
sechs Monate nach behaupteter Vollendung keinen anderen Abnahmetermin
nennt oder gar belegt -; im Rahmen der Gesamtbeurteilung fällt dies aber nicht
ins Gewicht. Der Fristenlauf im Rahmen der Eintragung eines Bauhandwerker-
pfandrechts wird nicht an der Abnahme sondern an der Vollendung der Arbeiten
gemessen. Diese können sowohl vor als auch erst nach der Abnahme abge-
schlossen werden. Somit kann die Übergabe lediglich ein Indiz für den Beginn
des Fristenlaufs darstellen. Aufgrund der vorgenannten weiteren Umstände, muss
aber vorliegend klar davon ausgegangen werden, dass es sich bei den teilweise
mehr als drei Monate später erfolgten Arbeiten lediglich noch um untergeordnete
Arbeiten gehandelt haben kann, auch wenn gewisse Gebäudeteile bis dahin noch
nicht abgenommen sind. Ausserdem können die von der Gesuchstellerin bemän-
gelten ungenauen Schreiben ihrerseits (act. 16 S. 5) nicht zu ihren Gunsten ge-
wertet werden. Damit die Gesuchstellerin ihren Standpunkt glaubhaft machen
könnte, wäre es an ihr gewesen, die Art der Arbeiten darzulegen; nur so hätte be-
urteilt werden können, ob diese Arbeiten noch als wesentlich anzusehen sind. Die
diesbezüglich offerierte Befragung der eingesetzten Mitarbeiter (act. 16 Rz. 15),
kann nur schon unterlassen werden, weil die Gesuchstellerin die wesentlichen
Behauptungen nicht aufgestellt hat.
4.3. Da es der Gesuchstellerin damit nicht gelingt, die Einhaltung der viermona-
tigen Eintragungsfrist glaubhaft zu machen, ist das Gesuch um Eintragung eines
Bauhandwerkerpfandrechts abzuweisen und das Grundbuchamt C._ ist an-
zuweisen, das mit Verfügung vom 21. Juni 2017 vorläufig eingetragene Pfand-
recht zu löschen.
5. Hinreichende Sicherheit
Im Eventualstandpunkt macht die Gesuchsgegnerin geltend, dass sie mit
der Bankgarantie der ZKB eine genügende Sicherheit im Sinne von Art. 839
Abs. 3 ZGB zu leisten bereit sei, weshalb die vorläufige Eintragung auch aus die-
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sem Grund zu löschen sei (act. 8 Rz. 25 ff.). Nachdem eine Sicherheit nur zu leis-
ten ist, wenn die Voraussetzungen für die Eintragung eines Pfandrechts erfüllt
sind, was hier gerade nicht der Fall ist, ist nicht weiter zu prüfen, ob die einge-
reichte Bankgarantie den Anforderungen an eine hinreichende Sicherheit ent-
spricht. Die eingereichte Bankgarantie ist deshalb der Gesuchsgegnerin wieder
herauszugeben.
6. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Die Höhe der Gerichtsgebühr wird nach der Gebührenverordnung des
Obergerichts bestimmt (Art. 96 ZPO i.V.m. § 199 Abs. 1 GOG) und richtet sich in
erster Linie nach dem Streitwert bzw. nach dem tatsächlichen Streitinteresse (§ 2
Abs. 1 lit. a GebV OG). Es ist von einem Streitwert von CHF 367'402.50 auszuge-
hen, wobei die Gerichtsgebühr in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2, § 8 Abs. 1
GebV OG auf CHF 9'000.– festzusetzen und ausgangsgemäss der Gesuchstelle-
rin aufzuerlegen ist (Art. 106 Abs. 1 ZPO).
Sodann ist der Gesuchsgegnerin in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2 sowie
§ 9 AnwGebV OG eine Parteientschädigung von CHF 10'000.–.