# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 74922ba2-06a3-5cf5-8ea8-9fe6b2667c99
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Urban Planning and Environmental

## Facts

I. Sachverhalt
1. Der Beschwerdeführer reichte am 22. Juni 2011 bei der Gemeinde Roggwil ein
Baugesuch vom 20. Juni 2011 ein für den Neubau eines Einfamilienhauses auf der
Parzelle Roggwil Grundbuchblatt Nr. Y._. Die Bauparzelle liegt im Perimeter der
Überbauungsordnung (ÜO) ZPP Z._". Bei der vorläufigen materiellen und
formellen Prüfung stellte die Gemeinde fest, dass das Baugesuch mangelhaft war. Deshalb
wies sie es mit Schreiben vom 20. Juli 2011 zur Verbesserung innert drei Monaten zurück.
Sie machte den Beschwerdeführer darauf aufmerksam, dass das Gesuch als
zurückgezogen gelte, wenn es nicht innert dieser Frist wieder eingereicht werde. Der
Beschwerdeführer stellte daraufhin mit E-Mail vom 22. Juni 2011 einige Fragen, ein
verbessertes Baugesuch reichte er jedoch nicht ein. Am 13. Januar 2015 erliess die
Gemeinde eine Abschreibungsverfügung und auferlegte dem Beschwerdeführer die bis
dahin entstandenen Verfahrenskosten.
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2. Gegen diese Abschreibungsverfügung erhob der Beschwerdeführer am 13. Februar
2015 bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) Beschwerde.
Er beantragt, die Abschreibungsverfügung mit Gebührenrechnung sei als gegenstandslos
zu erklären und ersatzlos aufzuheben.
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, edierte die
Vorakten und führte den Schriftenwechsel durch. In ihrer Stellungnahme vom 16. März
2015 beantragt die Gemeinde die Abweisung der Beschwerde. Der Beschwerdeführer
machte mit Schreiben vom 8. April 2015 von der Möglichkeit, Schlussbemerkungen
einzureichen, Gebrauch. Für den Fall, dass auf die Gebührenerhebung eingetreten werde,
verlangte er, dass er eine materielle Stellungnahme nachreichen könne. Mit Verfügung
vom 10. April 2015 gab das Rechtsamt dem Beschwerdeführer Gelegenheit, zu den
Verfahrenskosten des Baubewilligungsverfahrens Stellung nehmen zu können. Von dieser
Möglichkeit machte er keinen Gebrauch. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den
Entscheid wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Erwägungen
1. Prozessvoraussetzungen
a) Angefochten ist eine Abschreibungsverfügung, die in einem
Baubewilligungsverfahren ergangen ist. Dagegen steht das gleiche Rechtsmittel wie gegen
den Sachentscheid offen (Art. 39 Abs. 2 VRPG2). Bauentscheide können nach Art. 40 Abs.
1 BauG3 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVE angefochten
werden. Die BVE ist somit für die Beurteilung der Beschwerde zuständig.
b) Der Beschwerdeführer ist als Baugesuchsteller grundsätzlich beschwerdelegitimiert
(Art. 40 Abs. 2 BauG). Da ihm die Verfahrenskosten auferlegt worden sind, ist er durch die
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191) 2 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
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angefochtene Verfügung besonders berührt. Er hat deshalb ein schutzwürdiges Interesse
an der Aufhebung der Verfügung und ist deshalb befugt, Beschwerde zu führen (Art. 65
Abs. 1 VRPG).
c) Die Beschwerde ist innert der Rechtsmittelfrist eingereicht worden (Art. 40 Abs. 1
BauG). Sie enthält einen Antrag und eine Begründung (Art. 32 Abs. 2 VRPG). Die BVE tritt
daher auf die Beschwerde ein.
2. Abschreibungsverfügung
a) Der Beschwerdeführer macht geltend, er habe beabsichtigt, auf seinem Grundstück
ein Einfamilienhaus zu erstellen. Aufgrund von Vorabklärungen bei der Bauverwaltung
habe er am 22. Juni 2011 die kompletten Unterlagen für sein Bauvorhaben eingereicht. In
der Folge habe er weder eine Eingangsbestätigung noch eine Rückmeldung erhalten. Als
er am 15. Juli 2011 persönlich nachgefragt habe, seien verschiedene Mängel moniert und
ihm die kompletten Unterlagen ausgehändigt worden mit dem Bescheid, diese müssten für
eine definitive Eingabe ergänzt werden. Am 20. Juli 2011 habe er ein Schreiben der
Gemeinde mit der Auflistung der Mängel erhalten. In diesem Schreiben sei sinngemäss
festgehalten, dass das Gesuch als zurückgezogen gelte, wenn die Mängel nicht innert drei
Monaten bereinigt und das Gesuch erneut eingereicht werde. Aus persönlichen Gründen
habe er auf die Einreichung eines Baugesuchs verzichtet. Es sei daher kein Baugesuch
hängig gewesen und es habe auch nie eine Publikation gegeben.
b) Ein Verwaltungsverfahren wird mit der Einreichung eines Gesuchs oder durch
Eröffnung von Amtes wegen hängig (Art. 16 Abs. 1 VRPG). Wird ein Verfahren durch
Einreichung eines Gesuchs angehoben, wird die aufgerufene Behörde auf private
Veranlassung hin tätig. Aufgrund des Verfügungs- oder Dispositionsgrundsatzes verfügt
die gesuchstellende Partei deshalb über den Verfahrensgegenstand. Es hängt somit von
ihrem Willen ab, ob und in welchem Umfang ein Begehren zu behandeln ist. 4 Mit der
Rechtshängigkeit entsteht ein sogenanntes Verfahrens- oder Prozessrechtsverhältnis
zwischen der angerufenen oder tätig gewordenen Behörde und den Beteiligten, das zur
Beachtung der Verfahrensgrundsätze verpflichtet. Die Rechtshängigkeit hat zur Folge,
dass die Behörde die Sache zu behandeln und das Verfahren zu einem Abschluss zu
4 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 16 N. 2
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bringen hat.5 Die Rechtshängigkeit endet mit dem förmlichen Abschluss des Verfahrens.
Die Erledigung kann durch eine Verfügung, einen Entscheid oder ein Urteil in der Sache
oder durch einen Verfahrensabschluss (Prozessentscheid) geschehen.6 Fällt im Verlaufe
des Verfahrens das rechtserhebliche Interesse am Erlass einer Verfügung oder an einem
Entscheid in der Sache weg, insbesondere zufolge Rückzugs der Begehren, Rücknahme
der angefochtenen Verfügung oder Einigung unter den Parteien, so schreibt die
instruierende Behörde das Verfahren als erledigt vom Geschäftsverzeichnis ab (Art. 39
Abs. 1 VRPG).
c) Es ist unbestritten und ergibt sich auch aus den Vorakten, dass der
Beschwerdeführer am 22. Juni 2011 ein Baugesuch für den Neubau eines
Einfamilienhauses einreichte. Damit leitete er ein Baubewilligungsverfahren ein (vgl. Art. 34
Abs. 1 BauG). Ab diesem Zeitpunkt war das Verfahren hängig. Die Gemeinde nahm eine
vorläufige formelle und eine materielle Prüfung vor (vgl. Art. 17 f. BewD7). Aufgrund der
festgestellten Mängel wies sie das Gesuch gestützt auf Art. 18 BewD zur Verbesserung an
den Beschwerdeführer zurück. Dies änderte jedoch nichts an der Rechtshängigkeit des
Baubewilligungsverfahrens. Da der Beschwerdeführer innert Frist kein verbessertes
Baugesuch einreichte, galt dieses als zurückgezogen (Art. 18 Abs. 1 und 2 BewD). Das
rechtserhebliche Interesse an einem Bauentscheid war damit weggefallen. Um das
Verfahren förmlich abzuschliessen, musste es die Gemeinde mittels
Abschreibungsverfügung als erledigt abschreiben. Insofern ist die Beschwerde
unbegründet.
3. Kosten des Baubewilligungsverfahrens
a) Der Beschwerdeführer beantragt, die Gebührenrechnung sei als gegenstandslos zu
erklären und ersatzlos aufzuheben. Insbesondere habe im Zeitpunkt der Auskunftserteilung
noch kein Gebührentarif bestanden. Nach Ablauf der dreimonatigen Frist habe es mehr als
vier Jahre gedauert, bis die Gemeinde eine Abschreibungsverfügung erlassen habe. Bei
der Berechnung der Gebühren habe sie sich auf ein Reglement abgestützt, das erst seit
dem 1. Januar 2014 in Kraft sei. Dieses gelte nicht für die vorher veranlassten
5 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Bern 1997, Art. 16 N. 1 6 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Bern 1997, Art. 16 N. 7 7 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1)
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Dienstleistungen. Die Vorabklärungen seien zum fraglichen Zeitpunkt nicht
gebührenpflichtig gewesen und es sei auch nie eine entsprechende Verfügung oder
Rechtsmittelbelehrung erlassen worden. Er habe die möglichen Folgen einer
Nichtwiedereinreichung gar nicht abschätzen können.
b) Gemäss Art. 52 Abs. 1 BewD tragen die Baugesuchstellenden die amtlichen Kosten
des Baubewilligungsverfahrens. Bei diesen Kosten handelt es sich um eine
Verwaltungsgebühr.8 Sie sind geschuldet, wenn jemand durch sein Verhalten eine
Amtshandlung veranlasst oder verursacht.9 Dies gilt unabhängig davon, ob das
Bauvorhaben bewilligt werden kann oder nicht bzw. ob das Verfahren als erledigt vom
Geschäftsverzeichnis abgeschrieben wird. Durch die Einreichung des Baugesuchs hat der
Beschwerdeführer ein Baubewilligungsverfahren anhängig gemacht und die vorläufige
Prüfung seines Gesuchs veranlasst. Für diese Amtshandlungen ist er deshalb
grundsätzlich kostenpflichtig.
c) Die amtlichen Kosten bestehen aus den Gebühren und den Auslagen, welche die
Gemeinde für ihre Tätigkeit im Baubewilligungsverfahren erheben kann (Art. 69 Abs. 4
Bst. a BauG, Art. 51 BewD). Sie hat ihre Gebühren in einem Gebührentarif näher zu regeln
(vgl. Art. 51 Abs. 3 BewD). Die Gemeinde hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht
und Bestimmungen über die Gebührenerhebung erlassen. Seit 1. Januar 2014 gelten das
Gebührenreglement 2014 und eine Gebührenverordnung 2014.10 Vorher waren das
Gebührenreglement 2010 vom 9. Dezember 2009 sowie der Gebührentarif 2010 vom 28.
Oktober 2009 in Kraft. Sowohl das alte als auch das neue Recht wurde nach den
Vorschriften des Gemeinderechts (vgl. Art. 54 GG11, Art. 37 und 45 GV12) aufgelegt und
publiziert. Sie gelten als bekannt und verpflichten die Einzelne oder den Einzelnen. Es hilft
dem Beschwerdeführer daher nicht, wenn er geltend macht, er sei nicht darüber informiert
worden, dass die Einreichung eines Baugesuchs mit Kosten verbunden sei. Für die
Dienstleistungen, die vor dem 1. Januar 2014 vorgenommen wurden, sind das
Gebührenreglement 2010 und der Gebührentarif 2010 massgebend. Ein Vergleich der
beiden gesetzlichen Grundlagen ergibt allerdings, dass die darin enthaltenen
Bemessungsgrundsätze und Gebühren soweit es das Baubewilligungsverfahren betrifft,
identisch sind. Für die Bemessung der Gebühren ändert sich im Ergebnis nichts. Die
8 Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, N. 2628 9 Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl. 2010, N. 2622 10 Einsehbar unter <http://www.roggwil.ch/de/, Verwaltung, Reglemente> 11 Gemeindegesetz vom 16. März 1998 (GG; BSG 170.11) 12 Gemeindeverordnung vom 16. Dezember 1998 (GV; BSG 170.111)
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Gemeinde verfügte somit bereits im Zeitpunkt der Prüfung des Baugesuchs des
Beschwerdeführers über eine genügende gesetzliche Grundlage für die Erhebung von
Gebühren im Baubewilligungsverfahren.
d) Die Gemeinde hat die Verfahrenskosten auf Fr. 473.30 festgesetzt. Der
Beschwerdeführer bemängelt die einzelnen Positionen der Rechnung nicht. Eine
summarische Überprüfung ergibt Folgendes: In Rechnung gestellt wird unter anderem die
Prüfung gemäss Leitfaden für das Baubewilligungsverfahren (Art 31 Abs. 1
Gebührenreglement 2010). Dabei handelt es sich um die abschliessende materielle
Prüfung für den Bauentscheid. Diese hatte, wie auch dem Schreiben vom 20. Juli 2011 zu
entnehmen ist, im vorliegenden Fall noch gar nicht stattgefunden, wurde doch das Gesuch
aufgrund der vorläufigen Prüfung zur Verbesserung zurückgewiesen. Als der
Beschwerdeführer am 15. Juli 2011 persönlich auf der Bauverwaltung vorsprach, erhielt er
seine Gesuchsunterlagen zurück. Es ist daher auch nicht nachvollziehbar, welche
Unterlagen am 20. Juli 2011 noch hätten geprüft werden können. Beim Aufwand von einer
Stunde, der gemäss Rapport am 20. Juli 2011 für die Prüfung gemäss Leitfaden für das
Baubewilligungsverfahren ausgewiesen ist, dürfte es sich deshalb um den Aufwand für das
Verfassen des Schreibens vom 20. Juli 2011 handeln. Dieses kann aber gemäss Art. 30
Abs. 2 Gebührenreglement 2010 bloss mit einer Pauschale von Fr. 50.00 in Rechnung
gestellt werden. Nicht zu beanstanden sind demgegenüber die in der Rechnung und im
Rapport aufgeführten Positionen "Kontrolle auf Vollständigkeit und inhaltliche Richtigkeit"
(Art. 29 Abs. 1 Gebührenreglement 2010), "Prüfung auf formelle und offensichtliche
materielle Mängel" (Art. 30 Abs. 1 Gebührenreglement 2010) sowie
"Abschreibungsverfügung" (Art. 30 Abs. 3 Gebührenreglement 2010 bzw. Art. 32 Abs. 3
Gebührenreglement 2014). Der rapportierte zeitliche Aufwand kann aufgrund der Vorakten
nachvollzogen werden. Er erscheint plausibel und ist nicht zu beanstanden. Das gilt auch
für die Nebenkosten. Die in Rechnung gestellten Gebühren von insgesamt Fr. 473.30 sind
deshalb um Fr. 120.00 (Prüfung gemäss Leitfaden für das Baubewilligungsverfahren) auf
Fr. 353.30 zu kürzen.
e) Der Beschwerdeführer rügt, nach Ablauf der dreimonatigen Frist seien mehr als vier
Jahre vergangen, bis die Gemeinde eine Abschreibungsverfügung erlassen habe. Sofern
er damit geltend machen sollte, die Inrechnungstellung der Baubewilligungsgebühren sei
nach vier Jahren nicht mehr zulässig, ist festzuhalten, dass diese noch nicht verjährt sind.
Die Gebühren sind zwar auf den Zeitpunkt der erbrachten Dienstleistung fällig (Art. 11
Gebührenreglement 2010 bzw. 2014). Sie verjähren jedoch erst fünf Jahre nach ihrer
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Fälligkeit (Art. 14 Abs. 1 Gebührenreglement 2010 bzw. 2014). Zudem wird die Verjährung
durch jede Einforderungshandlung unterbrochen (Art. 14 Abs. 2 Gebührenreglement 2010
bzw. 2014). Obwohl es nachvollziehbar ist, dass der Beschwerdeführer sich daran stört,
dass die Gemeinde erst im Jahr 2015 das Verfahren abgeschrieben und die Gebühren in
Rechnung gestellt hat, sind die Gebühren noch nicht verjährt und können noch erhoben
werden.
4. Kosten
a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr.
Diese wird festgesetzt auf Fr. 600.00 (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19
Abs. 1 GebV13). Nach Art. 108 Abs. 1 VRPG werden die Verfahrenskosten der
unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale Verhalten einer Partei
gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände rechtfertigten, keine
Verfahrenskosten zu erheben. Der Beschwerdeführer unterliegt mit seinem Begehren, die
Abschreibungsverfügung mit Gebührenrechnung sei aufzuheben, überwiegend. Er obsiegt
lediglich insofern, als keine Kosten für die materielle Prüfung erhoben werden können. Er
hat deshalb drei Viertel der Kosten des Beschwerdeverfahrens, ausmachend Fr. 450.00,
zu bezahlen. Die Gemeinde ist nicht überwiegend in ihren Vermögensinteressen betroffen,
weshalb ihr keine Verfahrenskosten auferlegt werden können (Art. 108 Abs. 2 VRPG). Die
restlichen Verfahrenskosten werden deshalb nicht erhoben.
b) Es sind weder Parteikosten noch eine Parteientschädigung oder ein Auslagenersatz
zu sprechen (Art. 108 Abs. 3 in Verbindung mit Art. 104 Abs. 1, 2 und 4 VRPG).