# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 85417891-82c2-4824-b866-fe01370a0e5c
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2003
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. B, Staatsangehöriger von X, reiste 1998 in die Schweiz ein und heiratete am gleichen Tag in Zürich die Schweizerin F. Gestützt auf diese Heirat wurde ihm am 16. September 1998 eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau erteilt, welche bis 31. August 2000 verlängert wurde. Im November 1999 wurde ihm die selbständige Erwerbstätigkeit als “Q” bewilligt. Die Ehe mit F wurde vom Bezirksgericht Zürich 1999 geschieden. Aus der Ehe sind keine Kinder hervorgegangen.
Nachdem B auf dem am 2. August 2000 gestellten Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung seinen Zivilstand mit "geschieden" bezeichnet hatte, stellte ihm die Direktion für Soziales und Sicherheit (Fremdenpolizei, heute: Migrationsamt) die Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung in Aussicht und gewährte ihm das rechtliche Gehör. Innert erstreckter Frist stellte er, jetzt zusammen mit dem Schweizer A, ein auf Art. 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) gestütztes Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Die beiden machten geltend, sie führten seit zehn Jahren eine eheähnliche Beziehung. Der einzige Zweck der geschiedenen Ehe mit F sei gewesen, das dauerhafte Zusammenleben in der Schweiz zu ermöglichen. Zur Aufnahme des ehelichen Zusammenlebens mit F sei es gar nie gekommen, da B von Anfang an mit A zusammengewohnt habe.
Gestützt auf diesen Sachverhalt wies die Direktion für Soziales und Sicherheit das Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung am 8. Januar 2001 ab und setzte B bis am 31. März 2001 Frist zur Aufgabe der Erwerbstätigkeit und zum Verlassen des zürcherischen Kantonsgebiets. Sie erwog im Wesentlichen, B habe die Aufenthaltsbewilligung durch falsche Angaben bzw. das Verschweigen wesentlicher Tatsachen rechtsmissbräuchlich erschlichen, weshalb eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ausser Betracht falle.
II. Gegen diese Verfügung liessen A und B am 5. Februar 2001 Rekurs beim Regierungsrat erheben. Sie beantragten die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib beim schweizerischen Lebenspartner, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates. Zudem beantragten sie, B die auf den 31. März 2001 angesetzte Ausreisefrist abzunehmen.

## Considerations