# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 168a16dd-8479-4fc5-9b19-8d87dd5a4bf9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1976,
war
seit dem
1.
April 2011 bei der
Y._
als Portfoliomanager Immobilie angestellt und dadurch bei der AXA Versicherungen AG (
nachfolgend
: AXA) obligatorisch gegen die Folgen von Be
rufs- und
Nichtberufsunfällen versichert, als er sich am
7.
Juni 2017
beim Hal
lenfussball
in einem Zweikampf das rechte Knie verdrehte (
Urk.
3/1, 7/A1).
Am 1
6.
Juni 2017 begab er sich in die
Z._
in ärztliche Behandlung, wobei in erster Linie eine Kniedistorsion mit Verdacht auf eine mediale Menis
kusläsion sowie eine
femoropatellare
Chondropathie
diagnostiziert wurde
n
(
Urk.
7/M1).
Nach Eingang eines vom Versicherten ausgefüllten Fragebogens (
Urk.
7/A2) er
suchte ihn die AXA
mit E-M
ail vom 1
5.
August 2017 um eine genaue Schilde
rung, weshalb und wie
er sich das Knie verdreht hab
e (
Urk.
7/A3).
Der Versicherte antwortete am 2
8.
August 2017 ebenfalls mittels E
-M
ail (
Urk.
7/A5), worauf ihm die AXA mit Schreiben vom
5.
September 2017 mitteilte, dass sie die Leistungs
übernahme ablehne (
Urk.
7/A6). Mit Verfügung vom 1
8.
September 2017 ver
neinte sie ihre Leistungspflicht sodann mit der Begründung, dass weder ein Unfall noch eine Körperschädigung
im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 des Bundesgesetztes über die Unfallversicherung (UVG)
vorliege (
Urk.
7/A8). Sowohl der Versicherte als auch der zuständige Krankenversicherer
erhoben dagegen Einsprache (
Urk.
7/A
9, 7/A14). Diejenige des Versicherten wies die AXA mit
Einspracheentscheid
vom 1
0.
November 2017 ab (
Urk.
7/A11 = Urk. 2).
Mit E-M
ail vom 2
7.
November 2017
zog der zuständige Krankenversicherer seine Einsprache sinngemäss zurück und teilte
mit, dass er d
en
Entscheid
vom 10. November 2017
akzeptiere (
Urk.
7/A15).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
0.
November 2017 erhob
X._
am
1.
Dezember 2017 Beschwerde mit dem sinngemässen Rechtsbegehren,
dieser
sei aufzuheben und die AXA sei zu verpflichten,
ihm die gesetzlichen Leistungen
der Unfallversicherung auszurichten
(
Urk.
1 S. 2).
Mit B
eschwerdeantwort vom 26.
Januar 2018 (
Urk.
6) schloss die AXA auf Abweisung der Beschwerde, wo
rüber der Versicherte mit Verfügung vom 2
9.
Januar 2018 (
Urk.
8) in Kenntnis gesetzt wurde.
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen UVG und der Ver
ordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende
Vorfall hat sich am
7.
Juni 2017 ereignet, weshalb die seit
1.
Januar 2017 in Kraft stehenden Normen Anwendung finden und in dieser Fas
sung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei
folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskusrisse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Bandläsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h)
.
)
.
Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
Die Aufzählung in
Art.
6
Abs.
2 UVG entspricht jener der unfallähnlichen Körper
schädigungen gemäss
Art.
9
Abs.
2 der bis Ende 2016 gültig gewesenen UVV, die das Bundesgericht als abschliessend qualifiziert hat (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E.
2b). Es ist davon auszugehen, dass
der Gesetzgeber
die den Unfällen gleichge
stellten Körperschädigungen in
Art.
6
Abs.
2 UVG ebenfalls abschliessend aufge
zählt
hat
.
1
.3
1.3.1
Ein Unfall ist gemäss Art. 4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Kör
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat.
1.3.2
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen äusseren Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei Körperbewegungen gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der äusseren Einwirkung lediglich dann erfüllt ist, wenn ein in der Aussenwelt begründeter Umstand den natürlichen Ab
lauf einer Körperbewegung gleichsam «programmwidrig» beeinflusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche äussere Faktor zu bejahen; denn der äussere Faktor – Veränderung zwischen Körper und Aus
senwelt – ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein ungewöhn
licher Faktor (BGE 130 V 117 E. 2.1 mit Hinweisen). Ohne besonderes Vorkomm
nis ist bei einer Sportverletzung das Merkmal der Ungewöhnlichkeit und damit das Vorliegen eines Unfalles zu verneinen (BGE 130 V 117 E. 2.2 mit Hinweis).
2.
2.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
0.
November 2017 zog die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen in Erwägung,
dass mangels eines unge
wöhnlichen äusseren Faktors kein Unfall im Sinne von
Art.
4 ATSG
vorliege. Einerseits erfülle der vom Versicherten
be
schriebene Zweikampf im Hallenfuss
ball ohne Körperkontakt diese Voraussetzung nicht. Andererseits
fehle es mit Blick auf den Bewegungsablauf an einem programmwidrigen Geschehen, wie etwa in Form eines Sturzes oder eines Ausgleitens. Überdies liege auch keine Körperschädigung im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 UVG vor, da weder eine Meniskus
läsion
gesichert
, noch eine Verrenkung eines Gelenks diagnostiziert worden sei.
Im Ergebnis
bestehe
daher
kein Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung (
Urk.
2 S. 4 f.).
2.2
Demgegenüber vertrat der Versicherte in
seiner Beschwerdeschrift vom 1.
Dezem
ber 2017
zusammengefasst
den Standpunkt,
ein äusserer Faktor sei gegeben, da die Einwirkung des Gegenspielers im Zweikampf nicht üblich sei im Hallenfuss
ball. Im Weiteren sei zu berücksichti
gen, dass der Hallenboden am 7.
Juni 2017 nicht im üblichen Zustand, sondern rutschig gewesen sei. Dadurch sei die Stand
festigkeit nicht gegeben gewesen, wodurch die Einwirkung des Gegenspielers einen erhöhten Einfluss
gehabt habe. So habe das rechte Bein
nach dieser Ein
wirkung nicht mehr den benötigten Halt auf dem Boden gefunden, wodurch sich die Verdrehung des Knies verstärkt habe
. Gemäss der Auffassung der behandeln
den Ärztin sei es zu einer solchen Verdrehung gekommen; auch eine Verletzung
des
Meniskus sei diagnostiziert worden. Gestützt auf
Art.
6 Abs. 2 UVG bestehe daher eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin (zum Ganzen
Urk.
1 S. 2).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort vom 2
6.
Januar 2018 (
Urk.
6) hielt die AXA daran fest, dass kein Unfall im
Rechtssinne
vorliege. Entgegen der Argumentation des Versicherten
sei auch nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen, dass er eine Meniskusläsion im Sinne von Art. 6
Abs.
2
lit
. c UVG erlitten habe. Die behandelnde Ärztin habe in diesem Zusammenhang bloss eine Verdachts
diagnose gestellt, was jedoch nicht ausreiche
, um eine Leistungspflicht der Un
fallversicherung zu begründen.
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist zunächst, ob es sich beim Schadensereignis vom
7.
Juni 2017 um einen Unfall im Sinne von
Art.
4 ATSG handelt. Die Beschwerdegegne
rin stellte dies insbesondere mit der Begründung in Abrede, es fehle an einem ungewöhnliche
n äusseren Faktor (vgl.
Urk.
2 S. 4
).
3.2
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Merkmal der
Ungewöhn
lichkeit des äusseren Faktors ohne besonderes Vorkommnis auch bei einer Sport
verletzung zu verneinen (vgl. E. 1.3.2). Der äussere Faktor ist nur dann unge
wöhnlich, wenn er - nach objektivem Massstab - nicht mehr im Rahmen dessen liegt, was für den jeweiligen Lebensbereich alltäglich oder üblich ist, nicht aber, wenn ein Geschehen in die gewöhnliche Bandbreite der Bewegungsmuster des betreffenden Sports fällt (Urteil des Bundesgerichts 8C_186/2011 vom 26. Juli 2011 E. 5 und 8C_189/2010 vom 9. Juli 2010 E. 5.1; BGE 130 V 117 E. 2.2). Mit anderen Worten erfüllen Sportunfälle infolge mechanischer Einwirkung eines äusseren Faktors auf den Körper - wie beispielsweise ein Sturz oder Zusammen
stoss - in der Regel den Unfallbegriff. Ohne solche Einwirkung kommt es auf die Programmwidrigkeit
des Bewegungsablaufs sowie die sportliche Erfahrung an (Urteil des Bundesgerichts U 505/05 vom 19. September 2006 E. 1.3 mit Hinweis).
3.3
Zum Ereignishergang ist der Unfallmeldung vom
2
0.
Juni 2017 zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer am
7.
Juni 2017 beim Hallenfussball in einem Zweikampf
das rechte Knie verdreht habe (
Urk.
3/1, 7/A1).
Befragt nach dem de
taillierten Ablauf des Schadensereignisses hielt der Versicherte auch im Fragebo
gen vom 2
8.
Juni 2017 fest, dass er sich beim Fussball in der Halle das Knie verdreht habe (
Urk.
7/A2).
Mit E-Mail vom 2
8.
August 2017 führte er sodann aus,
dass er während eines Fussballmatch
s
in der Halle
bei einem Gegenstoss
versucht habe, den Ball zu kontrollieren und sich in einem Zweikampf das Knie verdreht habe (
Urk.
7/A5)
.
In seiner Einsprache vom 2
0.
September 2017 wies der Versi
cherte schliesslich darauf hin, dass die Einwirkung des Gegenspielers im Zwei
kampf al
s
ungewöhnlicher äusserer Faktor zu werten sei, da im Hallenfussball grundsätzlich aufgrund der Verletzungsgefahr ohne Körperkontakt gespielt werde (
Urk.
7/A9).
Der vom Beschwerdeführer erwähnte Zweikampf im Fussball ist nicht als unge
wöhnlich einzustufen, selbst wenn Körperkontakt bei Varianten des Hallenfuss
balls grundsätzlich verboten ist und als Foulspiel gewertet wird (vgl.
https://www.sportunterricht.ch/lektion/spielen/spielen50.php
;
zuletzt besucht am 2
8.
Februar 2019). Entscheidend ist, dass sich gemäss der Aktenlage bei diesem Zweikampf nichts Besonderes zugetragen hat. Auf mehrfache Nachfrage der AXA bezüglich des genauen Ereignishergangs schilderte der Versicherte
beispielsweise
weder einen Schlag des Gegenspielers, noch eine von diesem ausgeführte Grät
sche (vgl. Urteile des Bundesgerichts
U 505/05 vom 19. September 2006
E. 3.1 und U 165/03 vom 3
0.
Dezember 2003 E. 2.2.2 mit Hinweis).
Anhaltspunkte für
einen Zusammenstoss oder einen Sturz finden sich darüber hinaus ebenso wenig wie für ein Ausgleiten, ein Stolpern oder ein reflexartiges Abfangen eines Sturzes.
Hinweise für eine unkoordinierte Bewegung in dem Sinne, dass der Bewegungs
ablauf durch etwas Programmwidriges oder Sinnfälliges gestört worden wäre, liegen folglich nicht vor. Da es somit am Merkmal eines ungewöhnlichen äusse
ren Faktors mangelt, gelangte die Beschwerdegegnerin berechtigterweise zum Schluss, dass kein Unfall im Rechtssinne vorliegt (vgl. Urteile des Bundesgerichts U 611/06 vom 1
2.
März 2007 E. 4.2 mit Hinweisen und 8C_186/2011 vom 2
6.
Juli 2011 E. 6.2 f.).
Daran vermag
auch
der Umstand nichts zu ändern, das
s
es sich beim Fussballspiel gemäss Rechtsprechung um ein Geschehen mit gesteigertem Gefährdungspoten
tial handelt (
Urteil des Bundesgerichts 8C_483/2017
vom 3.
November 2017 E.
6.2 mit Hinweisen).
Gleiches gilt für die
vom Versicherten erst im Beschwerde
verfahren
geschilderte Besonderheit, dass der Hallenboden am
7.
Juni 2017 rut
schig gewesen sei (
Urk.
1 S. 2). So ist in der Regel auf die «Aussagen der ersten Stunde» abzustellen, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zu
kommt als späteren
Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträgli
chen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis). Vorliegend gibt es keinen Anlass, von diesem Grundsatz abzuweichen, da
dem
Versicherte
n
im Ver
waltungsverfahren mehrfach
die Möglichkeit eröffnet worden war,
detailliert von
Besonderheiten des Ereignishergangs zu
berichten
(
Urk.
7/A2 f.).
Er wies dabei
jedoch
nicht auf einen rutschigen Hallenboden hin, sondern wiederholte im We
sentlichen die Schilderung in der Unfallmeldung (vgl.
Urk.
7/A2, 7/A5).
Diese Angaben sind für die Beurteilung massgebend.
4.
4.1
Zu klären bleibt damit, ob der Beschwerdeführer eine Körperschädigung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG erlitten hat.
4.2
Dem
Bericht der
Z._
vom 1
6.
Juni 2017
ist folgende Diagnose zu entnehmen:
-
Kniedistorsion rechts im Zweikampf beim Hallenfussball am
7.
Juni 2017 mit/bei
-
Verdacht auf mediale Meniskusläsion und
femoropatellare
Chondropa
thie
,
-
Muskelverkürzung
ischiocrural
und Wade beidseits.
Gemäss Schilderung des Versicherten habe das rechte Knie nach dem Ereignis vom
7.
Juni 2017 mit intermittierendem Zwicken geschmerzt. Subjektiv sei auch eine Schwellung aufgetreten. Gehen sei nur hinkend
und
mit einer Art Instabili
tätsgefühl
möglich gewesen
.
Schmerzprovozierend seien länger anhaltende Posi
tionen wie Sitzen und Laufen. Knieblockaden seien nicht vorhanden.
Im Rahmen der Befunderhebung habe sich unter anderem beim Gehen ein minimes Aus
weichhinken feststellen lassen. Im Stand sei rechts eine Schonhaltung eingenom
men worden.
Inspektorisch
hätten eine suprapatellare Schwellung und ein Erguss vorgelegen. Der Meniskustest sei medial positiv und lateral negativ ausgefallen. Die Seitenbänder seien stabil gewesen. Die Prüfung der Kniegelenksbeweglichkeit habe ein Streckdefizit von fünf bis zehn Grad ergeben. Zudem habe der Muskel
längentest beidseits deutliche Verkürzungen der
ischiocruralen
Muskulatur und an der Wade gezeigt. Zu empfehlen sei vor diesem Hintergrund ein kontrollierter Belastungsaufbau im schmerzfreien Rahmen
mit lokaler Weichteilbehandlung so
wie
ein
Stabilisationstraining mit Erlernen von Heimübungen. Sollten die Beschwerden persistieren, sei gegebenenfalls
eine Evaluation mittels Magnetre
sonanztomographie (MRI) durchzuführen (zum Ganzen
Urk.
7/M1).
4.3
Die Beschwerdegegnerin hat einerseits zutreffend ausgeführt (vgl.
Urk.
2 S. 5
)
, dass eine Kniedistorsion gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung nicht unter die Kategorie «Verrenkungen von Gelenken» im Sinne von
Art.
6 Abs. 2
lit
. b UVG zu subsumieren ist. Von diesem Begriff werden einzig eigentliche Gelenks
verrenkungen (Luxationen) umfasst, nicht jedoch unvollständige Verrenkungen (Subluxationen) oder Torsionen und Distorsionen (Urteil des Bundesgerichts 8C_1000/2008 vom 2
7.
Februar 2009 E. 2.3).
Andererseits ist der Beschwerdegeg
nerin beizupflichten
(vgl.
Urk.
6 S. 2)
,
dass
eine Listenverletzung im Sinne von
Art.
6
Abs.
2
lit
. c UVG nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit erstellt ist,
da
die blosse Verdachtsdiagnose einer Meniskusläsion
in diesem Zusammenhang nicht ausreicht (vgl. Urteile des Bundesgerichts
U
322/02 vom
7.
Oktober 2003 E. 5.4 und 8C_454/2013 vom 2
4.
September 2013 E. 6.3).
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin das Vorliegen einer Körperschä
digung im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 UVG zu Recht verneint.
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das Ereignis vom
7.
Juni 2017 weder als Unfall im Sinne von
Art.
4 ATSG zu qualifizieren ist,
noch
dass die Voraus
setzungen einer Körperschädigung gemäss
Art.
6
Abs.
2 UVG erfüllt sind. Die Beschwerdegegnerin hat folglich den Anspruch auf Leistungen der Unfallversi
cherung im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
0.
November 2017 (
Urk.
2) zu Recht verneint, weshalb die
Beschwerde abzuweisen ist. Das
Verfahren ist kos
tenlos (
Art.
1
Abs.
1 UVG in Verbindung mit
Art.
61
lit
. a ATSG).