# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 65d3d8c8-f6c2-4b04-82ff-a48761f7118e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 26. November 2010 schlossen die X.-AG als Vermieterin und die Y.-AG als Mieterin einen Mietvertrag über die Liegenschaft A. (Grundstück Nr. 402 im Grundbuch der Gemeinde B.) in B. ab. Als Hauptnutzungszweck wurde unter Vorbehalt der Erteilung der erforderlichen Bewilligungen durch die zuständigen Behörden ein Hotelbetrieb, die Vermietung einzelner Zimmer, Gastronomie und Entertainment, Detailhandel, Kleingewerbe, Wellness, Fitness und Spa vereinbart.
B. Gemäss Mietvertrag vom 26. November 2010 beträgt die Jahresmiete Fr. 1'650’000.-- und ist jeweils am Anfang eines jeden Monats im Umfang von je eines Zwölftels, erstmals per 1. Dezember 2010 für den Monat Dezember 2010, geschuldet. Die Parteien haben für die ersten fünf Jahre eine Staffelung des Mietzinses vereinbart. Im ersten Jahr (1. Dezember 2010 bis 30. November 2011) wurde ein Jahresmietzins von Fr. 1'450'000.-- festgelegt. Dabei waren für die Monate Juli und August 2011 je Fr. 130'000.--, für die Monate September und Oktober 2011 je Fr. 150'000.-- und für den November 2011 Fr. 160'000.-- geschuldet. Für das zweite Vertragsjahr (1. Dezember 2011 bis 30. November 2012) wurde der Jahresmietzins ebenfalls auf Fr. 1'450'000.-- festgelegt, wobei monatlich Fr. 120'833.35 geschuldet sind.
C. Mit Schreiben vom 15. Oktober 2011 forderte die X.-AG die Y.-AG unter Androhung der Kündigung auf, binnen 30 Tagen die Mietzinsausstände samt Verzugszins für die Monate Juli bis Oktober 2011 sowie die ausstehenden Wasserrechnungen im Umfang von insgesamt Fr. 21'621.-- samt Verzugszins zu begleichen. Da die Y.-AG auf das Schreiben nicht reagierte, kündigte die X.-AG am 30. Januar 2012 das Mietverhältnis unter Verwendung des amtlichen Formulars per 29. Februar 2012. Die Y.-AG focht diese Kündigung mit Eingabe vom 2. Februar 2012 bei der Schlichtungsbehörde für Mietverhältnisse des Bezirks Prättigau/Davos an.
D. Mit Schreiben vom 6. Dezember 2011 teilte die X.-AG der Y.-AG mit, dass diese mit der Zahlung der Mietzinsen für die Monate November 2011 und Dezember 2011 in Verzug sei. Die X.-AG forderte die Y.-AG unter Androhung der Kündigung auf, binnen 30 Tagen die Mietzinsausstände samt Verzugszins für die Monate November und Dezember 2011 zu bezahlen. Da die Y.-AG auf das Schreiben nicht reagierte, kündigte die X.-AG am 20. Januar 2012 das Mietverhältnis unter Verwendung des amtlichen Formulars per 31. März 2012. Die
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Y.-AG focht diese Kündigung mit Eingabe vom 30. Januar 2012 bei der Schlichtungsbehörde für Mietverhältnisse des Bezirks Prättigau/Davos an.
E. Nachdem die Y.-AG das Mietobjekt nicht auf den geforderten Termin hin verlassen hatte, reichte die X.-AG am 13. März 2012 ein Gesuch um Ausweisung beim Bezirksgericht Prättigau/Davos ein, wobei sie das folgende Rechtsbegehren stellte:
„1. Der Gesuchsgegnerin sei richterlich zu befehlen, das von ihr gemäss Mietvertrag vom 26. November 2010 gemietete Mietobjekt (A., _ (recte B.)/Grundstück Nr. 402 im Grundbuch der Gemeinde B.)
 am 31. März 2012 und
 eventualiter binnen 10 Tagen seit Rechtskraft des Ausweisungsurteils
vollständig geräumt und einwandfrei gereinigt mit allen Schlüsseln zurückzugeben.
2. Die Gesuchsgegnerin sei bei Widerhandlung gegen den richterlichen Befehl nach Ziffer 1 hiervor Busse nach Art. 292 StGB anzudrohen (Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO).
3. Verlässt die Gesuchsgegnerin das vorerwähnte Mietobjekt nicht innert 10 Tagen seit Rechtskraft des Ausweisungsurteils gereinigt und geräumt, sei die Gesuchstellerin zu berechtigen - nebst der Bestrafung nach Ziffer 2 - auf Kosten der Gesuchsgegnerin polizeiliche Hilfe in Anspruch zu nehmen (Art. 343 Abs. 1 lit. d ZPO).“
F. Mit Stellungnahme vom 26. März 2012 liess die Y.-AG beantragen, es sei auf das Gesuch nicht einzutreten, eventualiter sei das Gesuch vollumfänglich unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer zu Lasten der Gesuchstellerin abzuweisen.
G. Mit Entscheid vom 28. März 2012, mitgeteilt am 30. April 2012, erkannte die Einzelrichterin in Zivilsachen des Bezirksgerichts Prättigau/Davos wie folgt:
„1. Auf das Gesuch wird nicht eingetreten.
2. Die Kosten dieses Verfahrens von CHF 300.-- gehen zu Lasten der X.- AG und werden mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
3. Die X.-AG wird verpflichtet, die Y.-AG ausseramtlich mit pauschal CHF 800.-- (inkl. Spesen und MwSt) zu entschädigen.

## Considerations