# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5dc71ae2-4ed3-49a0-8fdf-0bd47f165189
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
A wurde zusammen mit seiner Ehefrau ab dem 1. August 2009 von den Sozialen Diensten der Stadt Zürich finanziell unterstützt. Nachdem die Ehefrau eine Vollzeitstelle antreten konnte, wurde das Ehepaar bereits per Ende Oktober 2009 wieder von der Sozialhilfe abgelöst. Nach der Scheidung am 22. Februar 2010 gelangte A wiederum an die Sozialen Dienste und erhielt für den Februar 2010 Nothilfe. Mit Leistungsentscheid vom 13. April 2010 bewilligte das Team Intake des Sozialzentrums B (nachfolgend Sozialzentrum) ab dem 1. März 2010 ein Monatsbudget in Höhe von Fr. 968.80.
B.
Mit einer als "Einsprache gegen den Leistungsentscheid" betitelten Eingabe wandte sich A am 15. April 2010 an das Sozialzentrum und beantragte, ihm sei der Grundbetrag für einen Einpersonenhaushalt anzurechnen. Des Weiteren beanstandete er, dass er weder im September 2009, Oktober 2009, Februar 2010 noch mit vorliegendem Leistungsentscheid eine Integrationszulage (IZU) erhalten habe.
Das Sozialzentrum überwies die Einsprache zuständigkeitshalber an die Sonderfall- und Einsprachekommission der Sozialbehörde der Stadt Zürich (nachfolgend SEK). Diese hiess am 24. März 2011 die Einsprache insofern gut, als sie A für die Monate März bis Mai 2010 einen Grundbedarf für einen Einpersonenhaushalt zusprach. Auf den Antrag auf Zusprechung von Integrationszulagen trat die SEK mangels Zuständigkeit nicht ein, da A nie eine IZU beim zuständigen Quartierteam geltend gemacht habe.
II.
Gegen diesen Entscheid rekurrierte A am 17. April 2011 beim Bezirksrat Zürich und beantragte die Festlegung der Höhe der Integrationszulagen in angemessener Weise sowie deren Ausrichtung. Mit Beschluss vom 23. Februar 2012 wies der Bezirksrat den Rekurs ab.
III.
A erhob am 4. März 2012 beim Verwaltungsgericht Beschwerde gegen den Beschluss des Bezirksrats sowie Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen das Sozialzentrum. Er beantragte einerseits, dass ihm rückwirkend Integrationszulagen auszuzahlen seien, und andererseits, dass das Sozialzentrum anzuweisen sei, seine im Schreiben vom 15. April 2010 gestellte Frage zu beantworten. Zudem sei Letzteres anzuweisen, Existenzminima bedarfsbezogen zu bemessen und materielle Anreize leistungsbezogen zu gewähren. Der Bezirksrat verzichtete mit Schreiben vom 13. März 2012 auf eine Vernehmlassung, während die Sozialbehörde der Stadt Zürich am 16. März 2012 die Abweisung der Beschwerde beantragte. Der Beschwerdeführer liess sich darauf am 25. März 2012 vernehmen.
Der Einzelrichter

## Considerations

erwägt:
1.
1.1
Das Verwaltungsgericht prüft seine Zuständigkeit von Amtes wegen (§ 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]).
1.2
Der Beschwerdeführer begründet seine Rechtsverweigerungsbeschwerde damit, dass seine Eingabe vom 15. April 2010 an das Sozialzentrum unbeantwortet geblieben sei. Das unrechtmässige Verweigern oder Verzögern einer Anordnung kann mit Rekurs bzw. mit Beschwerde angefochten werden (§ 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. b VRG). Nach § 19b Abs. 2 lit. c VRG sind Anordnungen einer Gemeinde bzw. der Stadt Zürich allerdings zunächst an den zuständigen Bezirksrat als Rekursinstanz weiterzuziehen. Vor Bezirksrat hat der Beschwerdeführer indes keine Rechtsverweigerung geltend gemacht. Das Verwaltungsgericht ist daher zur Beurteilung der Rechtsverweigerungsbeschwerde nicht zuständig.
1.3
Eingaben an eine unzuständige Instanz sind nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 2 Satz 1 VRG an die zuständige Verwaltungsbehörde weiterzuleiten. Wie sich jedoch aus Satz 2 von § 5 Abs. 2 VRG ergibt, dient diese Überweisungspflicht insbesondere der Fristwahrung (Alfred Kölz/Jürg Bosshart/Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 5 N. 32). Die Rechtsverweigerungsbeschwerde ist jedoch nicht fristgebunden (Kölz/Bosshart/Röhl, § 22 N. 26), weshalb eine Überweisung an den Bezirksrat in diesem Fall nicht zwingend erforderlich ist. Auch in Anbetracht nachfolgender Ausführungen ist vorliegend auf eine Überweisung zu verzichten.
1.4