# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f030f44b-6091-45f2-8232-a979c675a007
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Der italienische Staatsangehörige M. I., geboren am 27. November 1971, bekundete
seit geraumer Zeit Suchtprobleme. Am 23. März 2010 meldete er sich mit Wirkung auf
Ende Monat beim Einwohneramt der politischen Gemeinde R. ab. Per 1. April 2010
meldete er sich beim Einwohneramt B. unter der Adresse W. an. Er gab an, bei einem
Bekannten zu wohnen.
Am 1. April 2010 trat M. I. freiwillig in die Klinik A. in P. ein und begann eine
Drogenentzugstherapie. Seit dem erfolgreichen Abschluss der stationären
Massnahmen hält sich M. I. in der sozialtherapeutischen Wohngemeinschaft für
Suchtmittelabhängige "W." in Z. auf.
B./ Verschiedentlich beanspruchte M. I. Leistungen der Sozialhilfe. Vom 1. April 2009
bis zum 26. Februar 2010 bezog er von der Gemeinde R. Unterstützungsleistungen im
Betrag von Fr. 6'407.45. Mit Verfügung vom 26. Februar 2010 wurden die Leistungen
per 1. März 2010 eingestellt, weil das Verhalten I.s gegenüber dem regionalen
Arbeitsvermittlungszentrum (fehlende Arbeitsbemühungen, Versäumen von Terminen,
Abbruch von Einsatzprogrammen etc.) zu Kürzungen der Arbeitslosentaggelder Anlass
gegeben hatte.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/13
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Anfang Mai 2010 bewilligte das Sozialamt der Gemeinde B. ein Sozialhilfegesuch M. I.s
und übernahm die Nebenkosten des Klinikaufenthalts in P.
Am 14. Juni 2010 liess M. I. durch den Sozialdienst der Klinik A. das Sozialamt der
Gemeinde B. ersuchen, die Kosten für das betreute Wohnen in Z. zu übernehmen. Mit
Schreiben vom 16. Juni 2010 verneinte die Gemeinde B. ihre Unterstützungspflicht.
Weder könne dem aktuellen Kostengutsprachegesuch stattgegeben werden, noch sei
die Gemeinde verpflichtet, weiterhin für die Nebenkosten des Klinikaufenthaltes
aufzukommen. In der Verfügung vom 7. Juli 2010 bestätigte die Gemeinde B. ihre
diesbezügliche Auffassung, gewährte aber als die erste um Kostengutsprache
angegangene Gemeinde die anbegehrte Gutsprache für das betreute Wohnen. Da sie
jedoch weder örtlich zuständig noch anderweitig verpflichtet sei, die Kosten zu tragen,
verlangte die Gemeinde B. von den Gemeinden R. und P. eine Richtigstellung. Diese
sollten ihre sozialhilferechtlichen Pflichten anerkennen und der Gemeinde B. die bisher
geleisteten und während dem laufenden Verfahren noch zu bevorschussenden Kosten
erstatten. Gegen diese Verfügung könne innert 30 Tagen beim Departement des Innern
"Einsprache" erhoben werden.
C./ Am 21. Juli 2010 erhob die Gemeinde R. "Einsprache bzw. Rekurs" beim
Departement des Innern und stellte gleichzeitig die Richtigkeit der

## Considerations