# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8ff229df-71ed-4ac5-816e-3a67d6106779
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1978, erlernte den Beruf
einer
kaufmännischen Angestellten (
Urk.
10/1/6) und erwarb – nach einigen Anstellungen und Phasen der Arbeitslosigkeit (
Urk.
10/8) - am 2
8.
Juni 2007 (
Urk.
10/1/2) die Berufsma
turität. Anschliessend arbeitete sie wieder im Bürobereich (
Urk.
10/10), zuletzt seit 1
9.
August 2008 in einem Pensum von 80
%
als Direktionsassistentin bei der
Y._
, welche Stelle ihr per 3
1.
Oktober 2010 gekündigt wurde, da sie krankheitsbedingt nicht mehr zu arbeiten in der Lage war (
Urk.
10/21/1 und
Urk.
1
0/21/10).
Am 1
1.
November 2010 meldete sie sich unter Hinweis auf Depressionen und eine Essstörung bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
10/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog einen Auszug aus dem individuellen Konto der Versicherten (
Urk.
10/8) sowie Akten des Krankentaggeldversicherers (
Urk.
10/11) bei und holte Auskünfte bei den letzten Arbeitgebern (
Urk.
10/10 und
Urk.
10/21) sowie verschiedene Arzt
berichte ein. Mit Verfügung vom 1
6.
August 2011 (
Urk.
10/36) sprach die IV-Stelle der Versicherten basierend auf einem Invaliditätsgrad von 80
%
mit Wir
kung ab
1.
Mai 2011 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu, dies
a
us
gehend von einer Qualifikation der Versicherten als 80
%
im Erwerb und 20
%
im Haushalt Tätige.
1.2
Am
1.
Juni 2011 trat die Versicherte eine Stelle als Mitarbeiterin Rezeption bei der
Z._
zu einem Pensum von 40
%
an (
Urk.
10/37), worauf die IV-Stelle mit Vorbescheid vom
9.
September 2011 (
Urk.
10/41) die Herabsetzung der Rente auf eine halbe gestützt auf einen Invaliditätsgrad von neu 69
%
(bei unveränderter Qualifikation) in Aussicht stellte. Die Versicherte erhöhte in der Folge ihr Arbeitspensum per
1.
Oktober 2011 auf 50
%
(
Urk.
10/43), was sie indes nicht
prästierte (vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit per Mitte Januar 2012,
Urk.
10/45).
Während laufendem
Vorbescheidverfahren
reichte die Versicherte am 1
9.
Februar 2012 (
Urk.
10/48) eine erneute Anmeldung bei der IV-Stelle ein. Diese tätigte
wiederum
medizinische Abklärungen und zog insbesondere
von
N
euem
Akten des Krankentaggeldversicherers bei (
Urk.
10/57 und
Urk.
10/61). Sodann veranlasste sie die Begutachtung der Versicherten durch
Dr.
med.
A._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie (Expertise vom
4.
März 2013,
Urk.
10/78/1-24). Am
5.
Juli 2013 (
Urk.
10/88) auferlegte die IV-Stelle der Ver
sicherten eine Schadenminderungspflicht im Sinne der Durchführung einer psy
chiatrisch-pharmakologischen sowie psychiatrisch-psychologischen Behand
lung.
Mit (neuem) Vorbescheid vom
5.
Juli 2013 (
Urk.
10/90) stellte die IV-Stelle bei einem Invaliditätsgrad von 30
%
die Aufhebung der Rente in Aussicht; dies ge
stützt auf eine Einschränkung von 37
%
im mit 80
%
gewichteten Erwerbsbe
reich (ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
in der angestammten Tä
tigkeit) sowie einer vollumfänglichen Leistungsfähigkeit im Haushaltsbereich. Am 1
2.
August 2013 (
Urk.
10/98) erhob die Versicherte Einwand unter Auflage des Schreibens des leitenden Arztes
Dr.
med.
B._
und der Assistenzärztin
C._
von den Psychiatrischen Diensten der
D._
, Behand
lungszentrum für Angst und Depression, vom
8.
August 2013 (
Urk.
10/97), mit welchem sie unter Hinweis auf die seit
5.
Juli 2013 dauernde stationäre Be
handlung um Überprüfung der Leistungskürzung ersuchten.
In der Folge gingen weitere ärztliche Berichte ein. Am
1.
Juni 2015 trat die Versi
cherte eine Teilzeitstelle i
n
(flexiblem) Umfang zwischen 40
%
und 60
%
als Mitarbeiterin Empfang bei der
E._
an (
Urk.
10/121), per
1.
November 2015 wurde ein fixes Pensum von 50
%
vereinbart (
Urk.
10/127). Mit Verfügung vom
9.
Februar 2016 (
Urk.
2) hob die IV-Stelle die Rente – ent
sprechend
ihrem Vorbescheid – nach Zustellung der Verfügung auf das Ende des folgenden Monats auf.
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am 1
1.
März 2016 (
Urk.
1) Beschwerde mit dem Rechtsbegehren um Aufhebung der Verfügung vom
9.
Februar 2016 und
Zu
sprache
einer
Dreiviertelsrente
ab
1.
Februar 201
6.
In prozessualer Hinsicht er
suchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Bestellung von Fürsprecher Herbert Bracher als unentgeltliche
n
Rechtsvertreter (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle schloss am 2
0.
April 2016 (
Urk.
9) auf Abweisung der Beschwerde, was der
Beschwerdeführerin
am 2
1.
April 2016 (
Urk.
11) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130
V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
-
gust
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisi
onsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung
damit, die Beschwer
deführerin sei seit Dezember 2012 zu 50
%
arbeitsfähig in ihrer bisherigen so
wie in einer behinderungsangepassten Tätigkeit. Bei einer Qualifikation von 80
%
Erwerbstätigkeit
und 20
%
Haushalttätigkeit resultierte im Erwerbs
bereich eine Einbusse von 37
%
respektive gewichtet von 30
%
. Im Haushalt resultiere keine Einbusse.
2.2
Die Beschwerdeführerin hielt dagegen, es sei davon auszugehen, dass sie an der aktuellen 50
%
-
Arbeitsstelle, an welcher sie am Empfang und in den Finanzen tätig sei, ohne für diese die Verantwortung übernehmen zu müssen, gegenwär
tig optimal eingegliedert sei. Nicht haltbar sei die Annahme, sie könnte heute wieder als Direktionsassistentin arbeiten. Auch
wenn
die
intellektuellen Res
sourcen durchaus vorhanden wären, sei sie einer damit verbundenen psychi
schen Belastung krankheitsbedingt nicht gewachsen. Auch die Annahme, sie würde als Gesunde lediglich einer Erwerbstätigkeit von 80
%
nachgehen, sei nicht haltbar. Einerseits habe sie trotz Krankheitsschüben immer wieder 100%-Pensen ausgeübt und anderseits habe das Teilzeitpensum von 80
%
als Direk
tionsassistentin infolge Überlastung vorübergehend zu einer vollständigen ge
sundheitlichen Dekompensation geführt (
Urk.
1 S. 6).
3.
3.1
3.1.1
Im Rahmen der erstmaligen
Rentenzusprache
ergingen folgende ärztliche Ein
schätzungen.
3.1.2
Die Ärzte des
F._
, wo die
Beschwerdeführerin
vom
8.
März bis 1
0.
Mai 2010 hospitalisiert gewesen war, diagnostizierten mit Bericht vom 2
9.
Dezember 2010 (
Urk.
10/16) eine
Bulimia
nervosa
und eine bipolare affek
tive Störung (S. 1). Sie führten aus, die Stimmung der
Beschwerdeführerin
sei zum Ende der stationären Behandlung ausgeglichen gewesen,
s
ie habe jedoch eine leichte motorische und inner
e
Unruhe beklagt, welche als mögliche Anzei
chen einer
hypomanen
Episode gedeutet worden sei. Hinsichtlich der Essstörung habe die
Beschwerdeführerin
zwar Essanfälle und
Laxantiengebrauch
reduzieren können, jedoch noch gewichtsphobische Ängste und Insuffizienzgefühle im Zusammenhang mit ihrer Figur aufgewiesen. Die
Beschwerdeführerin
habe die Behandlung vorzeitig abgebrochen. Prognostisch sei mit einer wiederkehrenden Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vor allem durch depressive Rezidive zu rechnen, sofern nicht prophylaktische Behandlungsmassnahmen eingeleitet würden (S. 2 f.). Die Ärzte attestierten eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit für die Dauer der stationären Behandlung und hielten fest, die Arbeitsfähigkeit sei vor allem während der depressiven Phasen infolge von Antriebsstörungen, erhöhter Erschöpfbarkeit, sozialem Rückzug und Schlafstörungen beeinträchtigt. Aus psychiatrischer Sicht spreche nichts gegen die Ausübung der angestammten Tätigkeit als Buchhalterin. Aufgrund der bei Austritt aus der Klinik unsicheren Prognose sei es aber nicht möglich, die Arbeitsfähigkeit genauer zu beurteilen (S. 3).
3.1.3
Dr.
med.
G._
, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, sowie Psychologin FSP
lic
. phil.
H._
berichteten am 1
2.
März 2011 (
Urk.
10/26) über die seit 2
8.
Mai 2010 – bei bekannter Diagnose - durchgeführten etwa wöchentlichen psychotherapeutischen Behandlungen
(S. 1). Sie führten aus, die
Beschwerde
führerin
habe kaum Antrieb und könne die Wohnung häufig nicht verlassen. Ein zuverlässiges Erscheinen am Arbeitsplatz sei ihr unter diesen Umständen aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich. Sie schlafe aufgrund der starken Müdigkeit überdurchschnittlich viel. Wegen innerer Unruhe, Konzentrations- und Merkfähigkeitsproblemen gelinge es ihr kaum, sich länger auf eine Be
schäftigung einzulassen. Sie gingen von einer aktuellen vollumfänglichen Ar
beitsunfähigkeit aus und hielten eine erneute stationäre Behandlung aufgrund einer depressiven Dekompensation für indiziert. Eine langfristige Prognose sei derzeit nicht möglich. In einem ersten Schritt sei der Aufbau und die Stabili
sierung der Arbeitsfähigkeit auf 50
%
zu erreichen (S. 3).
3.2
3.2.1
Im Rentenrevisionsverfahren wurden folgende ärztliche Stellung
nah
men aufge
legt.
3.2.2
Dr.
G._
und Psychologin
H._
berichteten am
8.
April 2011 (
Urk.
10/57/19-21) zu Händen des Taggeldversicherers. Sie führten aus, die ambulante Be
handlung nach dem stationären Aufenthalt (
8.
März bis 1
0.
Mai 2010) habe sich zunächst positiv entwickelt. Die
Beschwerdeführerin
habe sich emotional stabil gefühlt und sich dem Thema Essstörung zuwenden wollen. Nach wenigen Mo
naten hätten sich aber direkte Zusammenhänge des Essverhaltens zur emotio
nalen Befindlichkeit gezeigt und die Behandlung der bipolaren Störung sei in den Vordergrund getreten. Die
Beschwerdeführerin
habe anfangs submanische Phasen gezeigt, während denen sie in gehobener Stimmung und sozial sehr ak
tiv gewesen sei, wenig Schlaf benötigt habe, sich beruflich zu organisieren be
gonnen und ihre Wohnsituation zu verändern versucht habe. Sie habe mittels störungsspezifischer Psychoedukation gut damit umgehen können. Zunehmend aber hätten sich vorerst leichtgradige, später mittelgradige depressive Phasen eingestellt mit starker Energielosigkeit, erhöhtem
Schlafbedürfnis, Appetitstei
gerung, depressivem Erleben, Ziellosigkeit und Perspektivenlosigkeit sowie sozi
alem Rückzug. Der
Beschwerdeführerin
sei Ende Herbst 2010 eine intensivere teilstationäre Behandlung empfohlen worden, auch zum Erhalt der Tagesstruk
tur, wofür sie sich aber nicht habe entscheiden können. Die langanhaltende mittelgradige depressive Episode habe letztlich nicht mehr genügend stabilisiert werden können, was eine erneute stationäre Behandlung notwendig gemacht habe (S. 2).
3.2.3
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH, Psychosomatik und Psy
chosoziale Medizin SAPPM, diagnostizierte in seinem Gutachten zu Händen des Berufsvorsorgeversicherers vom 1
9.
Juni 2012 (
Urk.
10/78/39-49) die bekannte bipolare affektive Störung, gegenwärt
ig
gemischte Episode, sowie eine Essstö
rung, nicht näher bezeichnet (S. 7).
Er führte aus, anlässlich der Untersuchung, welche in eine „gute Phase“ habe verlegt
werden müssen
und schliesslich am
5.
Juni 2012 stattgefunden habe, habe sich die
Beschwerdeführerin
als gepflegt
e
, intelligente und offene Frau präsentiert, welch
e
im Gespräch wenig nennenswerte psychische Auffälligkeiten gezeigt habe. Sie wirke etwas entmutigt, desil
l
usioniert, ihre Stimmung sei ver
halten. Es sei anzunehmen, dass sie in der gezeigten Verfassung eine ordentli
che Arbeitsleistung als Sachbearbeiterin oder Rezeptionistin erbringen könnte. Limitiert werde die Berufsausübung durch aktuell rund alle zwei bis drei Wo
chen auftretende depressive Krisen, welche zu einer schweren Antriebsstörung führ
t
en, welche es ihr nicht ermöglichten, zu haushalten, einzukaufen oder sich körperlich genügend zu pflegen. In den medizinischen Berichten seien die wie
derkehrenden totalen „Leistungsausfälle“ mehrfach beschrieben. Eine übliche regelmässige Berufsausübung werde so in jeder vorstellbaren
Tätigkeit
weitge
hend verunmöglicht. Zudem komme es durch phasenweise verstärkte depressive Stimmung zu einer zusätzlichen Einschränkung der
Berufstätigkeit. Denkbar wäre eine Restarbeitsfähigkeit von zu Hause aus, welch
e
an den Tagen relativen Wohlergehens erbracht werden müsste. Als Rezeptionistin sei sie längerfristig wegen den häufigen Ausfällen und fehlender Vorausplanung nur als Aushilfe und sporadisch einsetzbar (S. 8 f.).
Dr.
I._
attestierte eine Berufsunfähigkeit von 75
%
bezogen auf ein volles Pensum. Dies jedoch nicht erst seit Mitte Januar 2012, sondern vorbestehend bereits vor dem
1.
Juni 2011, wahrscheinlich seit Frühjahr
201
0.
Die
Beschwer
deführerin
sei angewiesen auf eine medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung. Wünschenswert wären auch sporadische ambulante Kontrollen bei
einem
Facharzt. Wichtig erscheine auch die Aufnahme eines guten Case Mana
gements, welches der
Beschwerdeführerin
helfe, trotz Krankheit eine Teilzeit
stelle zu finden, um ihre Restarbeitsfähigkeit zu verwerten (S. 9).
3.2.4
Dr.
med.
J._
, Leiter des (
K._
), und med.
pract
.
L._
, berichteten am 2
5.
Juli 2012 (
Urk.
10/62/2-6) über die vom Krankentaggeldversicherer ver
anlassten Low Level Assessment
s
(vom 1
0.
und 2
4.
Juli 2012). Eine Arbeitsfä
higkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Rezeptionistin befanden sie zum aktuellen Zeitpunkt nicht oder nur eingeschränkt gegeben, auch wenn sich
die Beschwerdeführerin
Gedanken mache, wieder in diesem Bereich zu arbeiten. Da bis auf weiteres wie in der Vergangenheit von rezidivierenden krankheitsbe
dingten Absenzen auszugehen sei, wäre zunächst eine Anstellung mit flexiblen Arbeitszeiten anzustreben, welche auch eine kurzfristige Anpassung der Prä
senzzeit erlaube. Ein durchgängiger Publikumsverkehr könnte zu einer Über
lastung und damit zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit beitragen. Es werde dringend ein Case Management empfohlen. Die Häufigkeit der psycho
therapeutischen
Behandlung
erscheine als angemessen, die Wirksamkeit des an
gewandten Verfahrens könne nicht beurteilt werden. Grundsätzlich entspreche die medikamentöse Behandlung den medizinischen Richtlinien, dennoch wäre die Übernahme der Psychopharmakotherapie
durch einen Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie von Vorteil. Aufgrund des unzureichenden Anspre
chens und des im Verhältnis zur Dosis relativ niedrigen Lithium-Spiegels wür
den sich weiterhin regelmässige Spiegelkontrollen sowie gegebenenfalls die Ausweitung und Intensivierung der medikamentösen Therapie unter Einbezug von weiteren Augmentationsstrategien empfehlen (S. 1 f.).
3.2.5
Dr.
A._
diagnostizierte in seinem Gutachten vom
4.
März 2013 (
Urk.
10/78/1-24) eine bipolare affektive Störung
sowie einen Verdacht auf eine
Essstörung (S. 10). Er führte aus, die
Beschwerdeführerin
habe anlässlich der Untersuchung vom 1
2.
Dezember 2012 ihr gegenwärtiges Befinden als „durch
zogen“ beschrieben. Es komme vor
,
dass sie drei Tage im Bett liege und nur zum Essen aufstehe. Dann würden einige Tage gut laufen, und sie gehe einkau
fen. Sie versuche sich zu überwinden. Sie sei lärmempfindlich. Viele Menschen und viele Eindrücke seien belastend und dieser Stress mach
e
sie kraftlos und müde. Sie benötige vermehrt Pausen und müsse sich Aktivitäten einteilen. Sie könne nur wenige Kontakte pflegen. Ihr Zustand sei instabil, die Belastbarkeit vermindert. Die
Beschwerdeführerin
leide seit dem 19./2
0.
Altersjahr an mani
schen und depressiven Episoden. Dabei seien in den Akten depressive Verstim
mungen dokumentiert. Manische oder hypomanische Zustände würden auch in den Akten allein aufgrund der Angaben der
Beschwerdeführerin
zu ihrer Vor
geschichte referiert. In manischen Episoden gehe die
Beschwerdeführerin
viel in den Ausgang und verbrauche vermehrt Geld. Sie mache Schulden und zahle ihre Rechnungen nicht. Früher habe sie auch an Essanfällen gelitten. Dies stehe jedoch nicht mehr im Vordergrund der Beschwerden (S. 11).
Die objektiven psychopathologischen Defizite während der Untersuchung schil
derte
Dr.
A._
als sehr gering. Ab und zu nestle die
Beschwerdeführerin
an und mit ihren Fingern. In der Interaktion wirke sie unsicher und leicht nervös. Im Affekt sei sie leicht bedrückt. Auch mit Hilfe der MADRS könne kein rele
vantes depressives
Syndrom objektiviert werden. Die Angaben zur Gültigkeit der Antworten im MMPI-2 zeigten jedoch den Verdacht auf eine Verdeutli
chungstendenz. Das Testprotokoll könne dabei als wahrscheinlich gültig beur
teilt werden. Die
Beschwerdeführerin
zeige sich hier als scheu, distanziert, trau
rig, niedergeschlagen und reizbar. Konzentrationsstörungen, körperliche Be
schwerden und Schlafstörungen würden berichtet. Die Grundhaltung sei dabei kindlich, fordernd und emotional expressiv. Zusammenfassend seien langjährig rezidivierende depressive Zustände fachärztlich dokumentiert. Die
Beschwerde
führerin
nenne zusätzlich (hypo-) manische Episoden. Es könne – in Überein
stimmung mit den Vorberichten – somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als Hauptdiagnose eine bipolare affektive Störung attestiert werden. Der Ver
dacht auf eine Essstörung sei nicht ausreichend dokumentiert. Diese allfällige komorbide Störung sei auch aus Sicht der
Beschwerdeführerin
und der Vorbe
funde zurzeit nicht relevant (S. 13).
Der Gutachter führte weiter aus, die durch die Instabilität der psychischen Befind
lichkeit begründbaren kurz- und mittelfristigen Minderungen der Ar
beitsfähigkeit (unter anderem während der stationären Behandlungen) seien je
weils nachvollziehbar. Eine längerfristige Minderung der Arbeitsfähigkeit werde durch die involvierten Ärzte nicht einheitlich beurteilt, es fänden sich vage An
gaben, wobei Arbeitsversuche für medizinisch zumutbar erachtet worden seien, nur
Dr.
I._
gehe von einer dauerhaften Minderung von 75
%
aus. Die
Be
schwerdeführerin
halte sich selbst zurzeit für 50
%
arbeitsunfähig für ihre ur
sprünglich gelernte und langjährig ausgeübte Tätigkeit im KV-Bereich (S. 13 f.).
Bei einer bipolaren affektiven Störung handle es sich um eine Störung, die durch mindestens zwei Episoden charakterisiert sei, in denen Stimmung und Aktivitätsniveau deutlich gestört seien. Die Störung bestehe einmal in gehobe
ner
Stimmung
, vermehrtem Antrieb
und Aktivität (Hypomanie oder Manie), dann wieder in einer Stimmungssenkung und vermindertem Antrieb und Akti
vität (Depression). Diese diagnostischen Kriterien würden von der
Beschwerde
führerin
– vor allem gemäss ihren Angaben seit der Jugendzeit – erfüllt. Aktuell beschreibe sich die
Beschwerdeführerin
als unregelmässig depressiv verstimmt. Weder ein manisches noch ein depressives Syndrom seien aber zurzeit objektiv ausreichend begründbar. Im Verlauf bipolarer affektiver Störungen kämen epi
sodisch auftretende depressive und manische Zustandsbilder vor, die eine zeit
weise Arbeitsunfähigkeit auch von über 80
%
begründen könnten und so
mit
bei der
Beschwerdeführerin
zu ambulanten und stationären psychiatrisch-psycho
therapeutischen Behandlungen geführt hätten. Andererseits habe die
Beschwer
deführerin
vor 2010 trotz ihrer Erkrankung regelmässig mit einem 100
%
Ar
beitspensum tätig sein können. Die Angaben der
Beschwerdeführerin
zur aktu
ellen tatsächlichen Therapie seien nicht ausreichend dokumentiert. Er –
Dr.
A._
– halte eine fachärztliche intensive psychiatrisch-psychotherapeuti
sche Behandlung für (weiterhin) indiziert und medizinisch zumutbar. Auch sollte (regelmässig) eine kritische Evaluation der Psychopharmakotherapie er
folgen. Es bestünden Optimierungsmöglichkeiten durch weitere Kombinations
therapien wie beispielweise mit zusätzlichen Antipsychotika. Auf eine kontrol
lierte Abstinenz von Alkohol, Psychostimulanzien, Cannabinoiden und so wei
ter sei zudem weiterhin zu achten (S. 14 f.).
Bei der
Beschwerdeführerin
seien Grundfertigkeiten betroffen, weshalb eine An
passung der beruflichen Aufgaben zu keiner wesentlichen Verbesserung der Leistungsfähigkeit führen würde. Eine regelmässige, strukturierte, intensive psy
chotherapeutische und psychopharmakologische Behandlung könne innert ei
nem Jahr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer wesentlichen Steige
rung der Arbeitsfähigkeit führen. Eine Arbeitsfähigkeit von über 80
%
sei prog
nostisch dadurch möglich. Bei seiner –
Dr.
A._
s – Einschätzung der Arbeits
fähigkeit habe er auch krankheitsfremde Gesichtspunkte (Verdeutlichungsten
denz und psychosoziale Aspekte wie Rentenbezug, Lage am Arbeitsmarkt, fi
nanzielle Sorgen, partnerschaftliche Konflikte) mit bedacht und von krankheits
bedingten, objektivierbaren Befunden abgegrenzt. Diese krankheitsfremden Ge
sichtspunkte besässen eine allfällige therapeutische Relevanz und gingen nicht in die Beurteilung der medizinisch-theoretischen Zumutbarkeit einer allfälligen Tätigkeit aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht mit ein (S. 16).
Dr.
A._
attestierte aufgrund der bipolaren affektiven Störung eine langfris
tige Minderung der Arbeitsfähigkeit von 50
%
durch eine Instabilität und ge
minderte Belastbarkeit.
Diese
Einschätzung gelte sowohl für bisherige Arbeits
verhältnisse beziehungsweise Aufgabenbereiche als auch für allfällig
e
ange
passte Tätigkeiten, weil berufliche Basiskomponenten betroffen seien. Die Ar
beitsfähigkeit sei ab Ende 2009 als um 20
%
und mehr gemindert anzunehmen. Für Zeiten stationärer Behandlungen könne bereits aus formaler Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit angenommen werden. Die dazwischen attes
tierten Minderungen in unterschiedlichem Ausmass seien plausibel. Ab Datum der aktuellen Untersuchung (1
2.
Dezember 2012) könne der Selbstbeurteilung der
Beschwerdeführerin
zugestimmt werden, dass eine 50%ige Minderung der Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit vorliege. Der
Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin
habe sich verbessert (S. 16 f.).
3.2.6
Die Ärzte der Psychiatrischen Dienste der
D._
, wo die
Be
schwerdeführerin
vom
5.
Juli bis 1
3.
September 2013 sowie vom 2
4.
November 2014 bis
2.
Februar 2015 hospitalisiert war (
Urk.
10/107/3-4 und
Urk.
10/117)
,
diagnostizierten nach dem ersten Aufenthalt mit Bericht vom
5.
November 2013 (
Urk.
10/101) eine schwere depressive Episode bei Bipolar II-Störung seit An
fang 2010 (Krankheitsbeginn 1998). Sie berichteten von einer Verschlechterung seit Herbst 2012; die
Beschwerdeführerin
leide unter Niedergeschlagenheit be
ziehungsweise einem ausgeprägten Gefühl der Gefühllosigkeit, sie habe Schwierigkeiten mit dem Selbstwertgefühl und fühle sich sehr verunsichert, vor allem wenn sie nach draussen gehe. Ausserdem beklagte sie eine rasche Er
schöpfbarkeit und eine Verschiebung des Tag
e
srhythmus, wobei sie erst gegen 03.00 Uhr einschlafen könne und im Verlauf des Nachmittags aufwache. Es sei in den letzten Wochen mehrmals vorgekommen, dass sie bis zu 20 Stunden am Tag geschlafen habe. Die stete Verschlechterung des Gemütszustandes, welche die
Beschwerdeführerin
seit Oktober 2012 bemerkt habe, sei um die Jahres
wende zu einem Maximum gekommen, weshalb sie ihre Tätigkeit in einem Club in Zürich beendet habe. Es sei daraufhin zunächst zu einer leichten Verbesse
rung gekommen, jedoch habe sie ein erneutes Tief im Frühjahr 2013 erlitten, als es zur Trennung vom damaligen Freund gekommen sei. Im Mai 2013 sei sie von Zürich in den Kanton
Solothurn
(wo sie aufgewachsen ist) gezogen, in diesem Zusammenhang sei eine zunehmende Agoraphobie mit totalem Rückzug zu Hause und Aufhebung des Tag-Nacht-Rhythmus aufgetreten.
Die Ärzte hielten fest, die Behandlungsmassnahmen wie psychiatrisch-psychothe
rapeutische Einzel- und Gruppengespräche, gestalterische und Bewe
gungstherapie kombiniert mit Entspannungsmassnahmen hätten bei der
Be
schwerdeführerin
bis jetzt zu einer Verbesserung der
depressiven Symptomatik beigetragen. Ausserdem habe sie regelmässige Expositionstrainings erhalten, um ihre sta
r
k limitierende Agoraphobie zu behandeln. Jedoch zeige sich, dass die
Beschwerdeführerin
weiterhin sehr ausgeprägte Stimmungsschwankungen habe und aufgrund einer kürzlich stattgefundenen depressiven Krise eine Exazerba
tion des Zustandsbildes stattgefunden habe. Um die Stabilisierung zu erreichen und eine nachhaltige ambulante Weiterbetreuung in die Wege zu leiten
,
bedürfe es des unterstützenden und strukturierenden Rahmens der Depressionsstation sowie der weiteren tagesklinischen Betreuung wie auch der ambulanten Abde
ckung durch die Psychiatrie-Spitex.
Die Ärzte attestierten eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit vom
5.
Juli bis 1
6.
September 2013 (Hospitalisation) aufgrund mangelnder Konzentrationsfä
higkeit, erhöhter Ermüdbarkeit und verminderter Belastbarkeit, agoraphobischer Ängste und Schlafstörungen, was zu einer Verminderung der Leistungsfähigkeit mit Tendenz zur Symptomverstärkung, insbesondere Zunahme der Schlafstö
rungen bei Stress am Arbeitsplatz, vermehrten Fehlern und langsamerem Ar
beiten führe. Sie attestierten eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50
%
und erachteten eine Tätigkeit von mindestens vier Stunden pro Tag in angepasster Tätigkeit, idealerweise im Rahmen eines Arbeitstrainings, als möglich. Dies bei Annahme einer langsamen Verbesserung der Arbeitsfähigkeit.
3.2.7
Der seit
5.
November 2013 behandelnde
Dr.
med.
N._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am
3.
März 2014 (
Urk.
10/104) von einer Stabilisie
rungsphase nach längerem Klinikaufenthalt. Bei Übernahme der ambulanten Behandlung seien noch starke Stimmungsschwankungen zu verzeichnen gewe
sen, die
Beschwerdeführerin
habe sich sozial stark zurückgezogen und beträcht
liche Probleme mit dem Aktivitätsaufbau im privaten Bereich gehabt. Mittler
weile gebe es deutliche Zei
ch
en einer Besserung. Für den Einstieg in ein Auf
bautraining mit dem Ziel, eine passende Einstiegsstelle
zu finden (z.B. 40
%
bis 50
%
)
,
wäre die
Beschwerdeführerin
gegenwärtig hinreichend belastbar und stabil.
Am 2
4.
November 2014 (
Urk.
10/110)
berichtete
Dr.
N._
von einer gegenwär
tig erneut mittel- bis
schwergradigen
depressiven Episode. Anlässlich des letz
ten Termins (vor fünf Tagen) habe sich eine signifikante Verschlechterung der depressiven Symptomatik mit Suizidalität gezeigt. Die Beschwerdeführerin habe geäussert, sie möge nicht mehr, sei zuletzt vor zwei Wochen draussen gewesen und habe seit einer Woche nicht mehr geduscht. Sie sei viel im Bett bei Tag/Nacht-Umkehr. Sie sei extrem reizbar oder sofo
r
t in Tränen. Das Lithium habe sie nicht wie besprochen wieder
genommen
. Sie berichte, den ganzen Vorrat (300 Tabletten) an Lithium gemörsert und zur Einmal-Einnahme vorbe
reitet zu haben, ferner habe sie einen Abschiedsbrief auf ihrem Laptop verfasst.
Dr.
N._
attestierte eine vollumfänglich
e
Arbeitsunfähigkeit für das ganze Jahr 201
4.
Am 1
8.
Mai 2015 (
Urk.
10/120) verwies
Dr.
N._
auf einen stationären Gesund
heitszustand und erachtete ein Integrationsprogramm (zwei Stunden Ar
beit im geschützten Rahmen) für zumutbar.
4.
4.1
Die Beschwerdeführerin stimmt der Einschätzung der Beschwerdegegnerin zu, wonach sie
i
m Umfang von 50
%
arbeitsfähig ist. Dies ist aufgrund der Akten auch ausgewiesen.
Namentlich das Gutachten des
Dr.
A._
vom
4.
März 2013
(E. 3.2.5) ent
spricht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise. So ist es für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersu
chungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden, wurde in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
ein und die Schluss
folgerungen sind begründet (vgl. hierzu: BGE 134 V 231 E. 5.1). In diesem Sinne legte
Dr.
A._
unter Darlegung der anamnestischen Zusammenhänge in nachvollziehbarer Weise dar, dass bei der Diagnose einer
bipolare
n
affektive
n
Störung
wechselnde Zustände vorl
ie
gen und durch die
Instabilität der psychi
schen Befindlichkeit kurz- und mittelfristigen Minderungen der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar
sind
.
Ebenso überzeugend führte er aus, dass langfristig von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen ist, dies aufgrund der Instabilität und der
geminderte
n Belastbarkeit, wobei berufliche Basiskomponenten
(und damit Voraussetzungen zur Bewältigung sämtlicher Berufstätigkeiten)
betroffen sind.
Diese Einschätzung steht im Einklang mit der Beurteilung der Ärzte der
Psychiat
rischen Dienste der
D._
,
welche ebenfalls von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
ausgingen, zunächst allerdings im Rahmen eines Ar
beitstrainings, mit Aussicht auf langsame Verbesserung. Auch sie verwiesen auf den wechselhaften Verlauf des Gesundheitszustandes (E. 3.2.6).
Im gleichen Sinne äusserte sich der behandelnde
Dr.
N._
,
welcher auch eine Arbeitsaufnahme im Umfang von rund 50
%
proklamierte. Nach einer
Ver
schlechterung
der Situation befand er eine Arbeitstätigkeit lediglich noch im Umfang von zwei Stunden täglich als zumutbar (E. 3.2.7). Diese letzte Einschät
zung erwe
i
s
t
sich allerdings als überholt, da die Beschwerdeführerin am
1.
Juni 2015 eine Arbeitstätigkeit als Mitarbeiterin Empfang (flexibel, knapp 50
%
) aufnahm und seit
1.
November 2015 ein fixes Pensum von 50
%
leistet (
Urk.
10/121 und
Urk.
10/127).
Damit ist auch erstellt, dass die pessimistischere Einschätzung des
Dr.
I._
(Arbeitsunfähigkeit von 75
%
) nicht
zutrifft,
jeden
falls nicht in der aktuellen Tätigkeit. Mit dieser Verbesserung der Arbeitsfähig
keit – namentlich aufgrund der verminderten klinischen Auswirkungen der bi
polaren Störung - ist ein Revisionsgrund gegeben und die Rente revidierbar
(E. 3.2.3).
4.2
Allerdings fällt auf, dass die Ärzte bei der Umschreibung der noch zumutbaren Tätigkeit jeweils auf die angestammte im Bürobereich verwiesen und dies in unterschiedlicher Form präzisierten. Während
Dr.
I._
eine Arbeit als Sachbe
arbeiterin oder Rezeptionistin erwähnte (E. 3.2.3), empfahl
Dr.
J._
eine Tätigkeit ohne durchgängigen Publikumsverkehr (E. 3.2.4).
Dr.
A._
er
achtete ebenfalls zu viele Eindrücke als belastend und riet von Stress ab unter dem Hinweis, dass berufliche Basiskomponenten betroffen sind und damit jede Tätigkeit nur noch eingeschränkt möglich ist (E. 3.2.5). Die Ärzte der Psychiat
rischen Dienste der
D._
nannten ebenso wie
Dr.
N._
kein Stellenprofil (E. 3.2.6 f.).
Aufgrund der Schilderungen der Ärzte, namentlich jener des Gutachters
Dr.
A._
ist erstellt, dass der
Beschwerdeführerin
wohl eine Tätigkeit im Bü
robereich zu 50
%
zumutbar ist, diese aber nicht pulsierend sein darf. Wenn bereits Eindrücke und Lärm zu einer Überlastung führen und eine Einteilung der Aktivitäten erforderlich ist, um bestehen zu können, fallen qualifiziertere Ar
beiten wie Direktionssekretärin ausser Betracht. In Frage kommen damit nur
mehr untergeordnete, vorwiegend administrativ-ausführende Tätigkeiten, nicht aber solche, die erhöhte Anforderungen an Belastbarkeit, Konzentration und Durchhaltevermögen stellen.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die festgestellte Leistungseinbusse in erwerblicher Hinsicht und allenfalls im Aufgabenbereich auswirkt.
5.2
5.2.1
Die
Beschwerdegegnerin
q
ualifizierte die
Beschwerdeführerin
als zu 80
%
im Erwerb und zu 20
%
im Haushalt tätig. Dies unte
r Hinweis auf die Ausübung eines
80%-Pensums vor Eintritt des Gesundheitsschadens (
Urk.
2). Zur Qualifi
kation führte die
Beschwerdeführerin
am 1
5.
Juli 2015 aus, es sei von Anfang an von einer Erwerbseinschränkung von 80
%
ausgegangen worden, es wären aber 100
%
. Damals habe sie einfach nur 80
%
an ihrer letzten Arbeitsstelle ge
arbeitet (
Urk.
10/122). Beschwerdeweise ergänzte sie, sie habe trotz Krankheits
schüben immer wieder 100%-Pensen ausgeübt und das Teilzeitpensum von 80
%
als Direktionsassistentin habe infolge Überlastung vorübergehend zu einer vollständigen gesundheitlichen Dekompensation geführt.
5.2.2
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV
;
BGE 133 V 504 E.
3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme ei
ner im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozialversi
cherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erfor
derlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hin
weisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
). Ist jedoch anzuneh
men, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teiler
werbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsät
zen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
IVG
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwen
dung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das Valideneinkommen ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeüb
ten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen
würde, und nicht, was sie bes
tenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversi
cherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren Invaliditäts
-
bemessungs
methode
und damit der Beantwortung der entscheiden
den Status
-
frage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische Willensentscheidungen der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsa
chen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusser
en Indizien erschlossen werden
(vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013
E. 3.1
, je
mit Hinweisen).
5.2.3
Aus der Durchsicht der berufsanamnestischen Angaben ist zu schliessen, dass die
Beschwerdeführerin
vor Eintritt des Gesundheitsschadens praktisch immer vollzeitlich erwerbstätig war. Es finden sich keine Hinweise, dass sie während der Lehre oder
den
nachfolgenden Anstellungen samt Vorbereitung auf die Be
rufsmatura nur teilzeitlich arbeitstätig war. Auch die nachfolgende Anstellung bei der
O._
(
Urk.
10/10)
scheint vollzeitlich gewesen zu sein. Erst die Stelle als Direktionsassistentin bei der
Y._
übte sie nur zu 80
%
aus. An dieser Stelle und im erwähnten Pensum erfolg
t
e dann die Dekompensa
tion.
Bei dieser Ausgangslage erscheint es als überwiegend wahrscheinlich, dass die
Beschwerdeführerin
bei intakter Gesundheit nicht einfach ihr Stellenpensum er
höht hätte. Die
Beschwerdeführerin
war bis zum letzten effektiven Arbeitstag über 15 Monate teilzeitlich tätig und es ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass sie hieran etwas hätte ändern wollen. Angesichts des ordentlichen Ver
dienstes (
Fr.
4‘880.-- pro Monat gegenüber
Fr.
5‘200.-- für ein Vollzeitpensum bei der
O._
,
Urk.
10/21/2 und
Urk.
10/10/2-3) hatte sie dazu auch keine zwingende Veranlassung. Sodann trat sie eine Teilzeitstelle an und legte nicht dar, dass eine Erhöhung des Pensums aus betrieblicher Sicht überhaupt
nicht
in Frage gekommen wäre. Hiervon kann nicht ausgegangen werden. Dass sie die Anstellung zugunsten einer vollzeitlichen gekündigt hätte, wurde ebenfalls nicht dargetan.
5.2.4
Zu bemerken ist allerdings, dass die
Beschwerdeführerin
keine Familienpflichten oder einen sonstigen Aufgabenbereich hatte. Sie begnügte sich freiwillig mit ei
nem reduzierten Pensum.
Mit
BGE 142 V 290
präzisierte das Bundesgericht die geltende Rechtsprechung, wonach sich die Invalidität bei einer hypothetisch im Gesundheitsfall lediglich teilerwerbstätigen versicherten Person ohne Aufgabenbereich im Sinne von Art. 27 IVV nach der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs bemisst und das Valideneinkommen dabei nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen ist, wobei entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte (E. 5 mit weiteren Hinweisen). Die bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich
anhand der Einkom
mensvergleichsmethode zu ermittelnde Einschränkung im allein versicherten erwerblichen Bereich ist proportional - im Umfang der hypothetischen Teiler
werbstätigkeit - zu berücksichtigen. Der Invaliditätsgrad entspricht damit der proportionalen Einschränkung im erwerblichen Bereich und kann dementspre
chend den versicherten Bereich, welcher durch das hypothetische Teilzeitpen
sum definiert wird, nicht übersteigen (E. 7.3).
5.3
Zur Bemessung des
Valideneinkommens
zog die
Beschwerdegegnerin
das
zu
letzt als Direktionsassistentin erzielte Einkommen (
Fr.
63‘440.-- per 2009,
Urk.
10/21/2) heran und rechnete dies per 2016 auf
Fr.
65‘427.-- auf (
Urk.
2
S. 2). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
bis
ins Jahr 2016
(von Index 2552 auf Index 2709, Bundesamt für Statistik, Entwicklung der Nomi
nallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-2016, T39, Frauen) ergibt sich mit einem
Valideneinkommen
von
Fr.
67
‘
34
3
.
-- ein leicht
höher
er Wert.
5.4
5.4.1
Die
Beschwerdegegnerin
berechnete das Invalideneinkommen basierend auf dem Valideneinkommen unter Berücksichtigung der noch 50%igen Arbeitsfä
higkeit und führten rechnerischen
einen
Prozentvergleich durch.
5.4.2
Dies überzeugt indes nicht, kann doch die
Beschwerdeführerin
ausgewiesener
massen keine anspruchsvolleren Administrationsarbeiten mehr ausführen, son
dern ist sie auf entsprechende Rahmenbedingungen angewiesen, wie sie an der im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung ausgeübten Stelle bei der
E._
vorhanden waren. Das dabei erzielte Einkommen von
Fr.
31‘980.-- (Basis 2016:
Fr.
2‘460.-- x 13,
Urk.
8
/7 und [zum Anspruch auf ei
nen 1
3.
Monatslohn]
Urk.
10/127/3) entspricht dem Invalideneinkommen.
Dies steht im
Einklang
mit der Rechtsprechung, dass f
ür die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszu
gehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verblie
bene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zu
dem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Sozi
allohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Dies trifft vorliegend zu.
5.5
Eine Gegenüberstellung des
Valideneinkommens
von
Fr.
67‘343.--
und des Invalidenein
kommens von
Fr.
31‘980.--
führt zu einer Einkommenseinbusse von
Fr.
35‘363.--
und einem Invaliditätsgrad von
52.5
%
respektive gewichtet mit dem Erwerbsanteil von 80
%
von
42
%
. Bei diesem Ergebnis hat die Beschwerdeführerin ab
1.
April 2016 (Ende des der Zustellung der rentenaufhebenden Verfügung folgenden Monats) Anspruch auf eine Viertelsrente der Invalidenversicherung.
Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde.
6.
6.1
Der Antrag der Beschwerdeführerin auf die weitere Ausrichtung der ganzen Rente hat weder den Arbeitsaufwand noch die Wichtigkeit oder die Schwierigkeit des Verfahrens beeinflusst. Das „Überklagen“ rechtfertigt somit keine Kürzung der Prozessentschädi
gung, genauso wenig wie das Aufteilen der Prozesskosten.
6.2
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6.3
Nach Einblick in die Honorarnote von Fürsprecher Herbert Bracher vom 14. Dezember 2017 (Urk. 15) ist die Beschwerdegegnerin im Weiteren zu verpflichten, der Be
schwerdeführerin - unter dem Hinweis, dass der Entschädigung praxisgemäss ein Stundensatz von
Fr.
220.-- zu Grunde zu legen ist - eine Prozessentschädigung im Betrag von Fr. 2‘425.40 (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
6.4
Unter diesen Umständen erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgelt
liche Rechtspflege (
Urk.
1 S. 2) als gegenstandslos.