# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d495c269-e7fe-4945-a8ed-06b2e69fe771
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. B._ arbeitete ab dem _ 2010 bei der A._ AG als LKW-Fahrer im internationalen Bereich. Zwischen den Parteien ist strittig, ob das Arbeitsverhältnis am 01. Januar 2013 auf die C._ übergegangen ist. Ab 19. September 2016 bis und mit 20. Januar 2017 war B._ zu 100 % krankgeschrieben. Unbestrittenermassen endete das Arbeitsverhältnis am 31. Januar 2017.
B. B._ macht gegenüber der A._ AG Lohnausstände geltend. Diese begründet er einerseits damit , dass Lohn und Spesen für das Jahr 2015 nicht vertragsgemäss in Schweizer Franken ausbezahlt, sondern in Euro berechnet und dann in CHF ausbezahlt worden seien. Dies habe zu einer Differenz geführt, die auszugleichen sei. Andererseits macht er geltend, während seiner Krankheit sei die Lohnzahlung nur teilweise beziehungsweise gar nicht erfolgt. Schliesslich verlangt er die während des ganzen Arbeitsverhältnisses getätigten Krankentaggeldabzüge zurück.
C. Da sich die Parteien nicht einigen konnten, stellte B._ am 16. Januar 2018 beim Vermittleramt der Region Landquart ein Schlichtungsgesuch. Auch anlässlich der Sühneverhandlung vom 14. Februar 2018 kam keine Einigung zustande, weshalb am selben Tag die Klagebewilligung ausgestellt wurde. Sie enthält das folgende klägerische Rechtsbegehren:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 7‘647.15 nebst Zins zu 5 % seit dem 1.7.2015 sowie Euro 8‘990.20 nebst Zins zu 5 % seit dem 1.2.2017 zu bezahlen.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 1‘328.90 nebst Zins zu 5 % seit dem 1.7.2013 sowie Euro 255.70 nebst Zins zu 5 % seit dem 15.5.2016 zu bezahlen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.7 % MWST zu Lasten der Beklagten.
D. Mit Eingabe vom 16. Mai 2018 reichte B._ beim Regionalgericht Landquart Klage ein. Dabei hielt er an dem anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren fest.
In ihrer Klageantwort vom 26. Juni 2018 stellte die A._ AG das folgende Rechtsbegehren:
1. Auf die Klage sei nicht einzutreten.
2. Eventualiter sei die Klage abzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.7 % MWST zu Lasten des Klägers.
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Die Replik datiert vom 10. August 2018 und die Duplik vom 1. Oktober 2018; beide Parteien hielten an ihren Rechtsbegehren fest. In der Duplik stellte die A._ AG zudem den formellen Antrag, das Verfahren auf die Frage der Passivlegitimation zu beschränken.
E. Am 5. Oktober 2018 erliess das Regionalgericht Landquart eine Beweisverfügung, in welcher die von den Parteien eingelegten Urkunden, die Editionsbegehren sowie die benannten Zeugen als relevant erklärt wurden. Vorbehalten blieben die beantragten Parteibefragungen, die – falls erforderlich – im Rahmen der Hauptverhandlung erfolgen würden.
F. Im weiteren Verlauf wurden die Editionen angeordnet und die Zeugen einvernommen. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 29. Mai 2019 wurden zudem sowohl B._ als auch D._, einziger Verwaltungsrat der A._ AG, je als Partei befragt.
G. Mit Urteil vom 29. Mai 2019, schriftlich mitgeteilt am 1. Mai 2020, entschied das Regionalgericht Landquart:
1. Die beklagte Partei wird verpflichtet, der klagenden Partei Lohnausstände von CHF 768.87 nebst Zins zu 5 % seit 01. Februar 2015, CHF 489.43 nebst Zins zu 5 % seit 01. März 2015, CHF 561.33 nebst Zins zu 5 % seit 01. April 2015, CHF 644.99 nebst Zins zu 5 % seit 01. Mai 2015, CHF 636.69 nebst Zins zu 5 % seit 01. Juni 2015, CHF 616.29 nebst Zins zu 5 % seit 01. Juli 2015, CHF 534.24 nebst Zins zu 5 % seit 01. August 2015, CHF 491.02 nebst Zins zu 5 % seit 01. September 2015, CHF 434.28 nebst Zins zu 5 % seit 01. Oktober 2015, CHF 452.68 nebst Zins zu 5 % seit 01. November 2015, CHF 468.18 nebst Zins zu 5 % seit 01. Dezember 2015, CHF 1‘549.17 nebst Zins zu 5 % seit 01. Januar 2016 sowie EUR 8‘990.20 nebst Zins zu 5 % seit 01. Februar 2017 zu bezahlen.
2. Die beklagte Partei wird verpflichtet, der klagenden Partei die geleisteten Krankentaggeldprämien von CHF 1‘328.90 nebst Zins zu 5 % seit dem 1. Juli 2013 sowie EUR 255.70 nebst Zins zu 5 % seit dem 15. Mai 2016 zurückzuerstatten.
3. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5‘000.00 werden auf die Gerichtskasse genommen.
4. Die beklagte Partei hat die klagende Partei mit CHF 5‘000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations