# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 495f8b83-f37f-4115-899c-051ac8a3f4b2
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
A._, geboren 1988, und B._, geboren 1993, heirateten am 10. April 2018 im
gemeinsamen Heimatland Kosovo. A._ reiste am 4. August 2018 im Rahmen eines
Familiennachzuges zu seiner niedergelassenen Ehefrau in die Schweiz und erhielt eine
Aufenthaltsbewilligung. Im Juli 2019 kam das gemeinsame Kind C._ zur Welt. Das
Kind besitzt, wie seine Mutter, ebenfalls eine Niederlassungsbewilligung. Die Eheleute
B._ und A._ leben seit dem 23. Mai 2020 getrennt, nachdem B._ mit dem Sohn
vorübergehend im Frauenhaus unterkam. Das Kreisgericht X._ regelte mit Entscheid
vom 6. Juli 2020 betreffend Eheschutzmassnahmen das Getrenntleben.
B.
Mit Verfügung vom 10. September 2021 sah das Migrationsamt von einer Verlängerung
der Aufenthaltsbewilligung von A._ ab und wies ihn aus der Schweiz weg. Er habe die
Schweiz spätestens 60 Tage nach Rechtskraft der Verfügung zu verlassen. Danach
könne die Wegweisung zwangsweise vollzogen werden. Der Begründung ist zu
entnehmen, die gemeinsam gelebte Ehe mit B._ habe keine drei Jahre gedauert. A._
könne aus dem Gesetz keinen Anspruch auf Verlängerung der Bewilligung ableiten. Der
Eingriff erweise sich als zulässig und dem Vollzug der Wegweisung stünden keine
Hindernisse entgegen.
C.
Am 21. September 2021 erhob A._ beim Sicherheits- und Justizdepartement dagegen
Rekurs und beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und die aufschiebende Wirkung
sei anzuordnen. Er machte sinngemäss geltend, Anspruch auf eine
Aufenthaltsbewilligung zu haben, und rügte unter anderem eine fehlende
© Kanton St.Gallen 2023 Seite 3/19
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte

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