# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 63fec653-bd3f-43bc-9f48-93e0b54e6860
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A. und B. (Gesuchsteller) sind je zur Hälfte Miteigentümer der Grundstücke Nrn._ (neue Nr._) in der Gemeinde Z.. Das benachbarte Grundstück Nr._ (neue Nr._) steht im Eigentum von C., D. und E. (Erbengemeinschaft F.; Gesuchsgegner). Am 27. September 2011 stellten die Gesuchsteller beim Vermittleramt des Bezirks Surselva gegen die Gesuchsgegner ein Schlichtungsgesuch und beantragten die Feststellung bzw. Einräumung eines Wasserdurchleitungsrechts zugunsten ihrer Grundstücke Nrn._ (neue Nr._) und zulasten des Grundstücks Nr._ (neue Nr._) der Gesuchsgegner.
B. Mit Eingabe vom 20. Oktober 2011 reichten die Gesuchsteller beim Bezirksgericht Surselva gegen die Gesuchsgegner ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit folgendem Rechtsbegehren ein:
„1. Die Gesuchsgegner seien zu verpflichten, innert einer richterlich anzusetzenden, kurzen Frist die von ihnen eigenmächtig ausgewechselten, alten Vorhängeschlösser an der Quellfassung auf Grundstück Nr._ der Gemeine Z. und am Verteilkasten auf ihrem Grundstücke Nr._ (neue Nr._), Gemeinde Z., wieder anzubringen und den Gesuchstellern jederzeit Zutritt zum Verteilkasten auf ihrem Grundstück Nr._ (neue Nr._), Gemeinde Z., zu gewähren.
Eventuell seien die Gesuchsgegner zu verpflichten, innert einer richterlich anzusetzenden, kurzen Frist das von ihnen eigenmächtig ausgewechselte, alte Vorhängeschloss an der Quellfassung auf Grundstück Nr._ der Gemeinde Z. wieder anzubringen und in vorgängiger Absprache mit den Gesuchstellern den Schieber der bestehenden Wasserleitung zu den Grundstücken Nrn._ (neue Nr._), Gemeinde Z., der Gesuchsteller wieder zu öffnen, so dass das Ferienhaus Vers. Nr._ der Kläger auf Grundstück Nr._ jederzeit das Wasser aus der Quelle auf Grundstück Nr._ der Gemeinde Z. beziehen kann.
2. Die richterlichen Anordnungen gemäss Ziff. 1 seien unter Hinweis auf die Straffolgen von Art. 292 StGB zu erlassen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge solidarisch zu Lasten der Gesuchsgegner.“
Zur Begründung führten die Gesuchsteller im Wesentlichen aus, dass die Quellfassung und die Wasserleitungen zu den Grundstücken der Parteien sowie zum benachbarten Grundstück Nr._ in den siebziger Jahren von den damaligen Rechtsvorgängern beider Parteien gemeinsam erbaut worden seien. Seitdem würden die Wasserleitungen zu den unterliegenden Grundstücken Nr._ sowie Nrn._ durch das obenliegende Grundstück der Gesuchsgegner verlaufen. Diese tatsächliche Durchleitung von Wasser ab der gemeindeeigenen Quelle durch das
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Grundstück Nr._ der Gesuchsgegner sei von diesen bis im Dezember 2010 unwidersprochen geduldet worden. Im Verlaufe des Monats Dezember 2010 habe C. eigenmächtig die bestehende Wasserleitung zum Ferienhaus der Gesuchsteller geschlossen und die Vorhängeschlösser ausgewechselt, so dass ihr Ferienhaus nicht mehr zu Ferienzwecken genutzt werden könne.
C. Mit Stellungnahme vom 23. November 2011 beantragten die Gesuchsgegner die vollumfängliche Abweisung des Gesuchs, unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchsteller. In ihrer Eingabe bestritten die Gesuchsgegner zum einen, dass eine Grunddienstbarkeit zugunsten der Gesuchsteller bestehe, und zum anderen, dass sie dazu verpflichtet werden könnten, eine solche einzuräumen. Zugunsten der Gesuchsteller bestünden auch keine obligatorischen Rechte zulasten der Gesuchsgegner.
D. Mit Entscheid vom 28. November 2011, mitgeteilt gleichentags, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Surselva wie folgt:
„1. Das Gesuch wird gutgeheissen.
2.a) Die gesuchsgegnerische Partei wird angewiesen, innert 20 Tagen seit Mitteilung dieses Entscheids die von ihnen eigenmächtig ausgewechselten, alten Vorhängeschlösser an der Quellfassung auf Grundstück Nr._ der Gemeinde Z. und am Verteilkasten auf ihrem Grundstück Nr._ (neue Nr._), Gemeinde Z., wieder anzubringen und den Gesuchstellern jederzeit Zutritt zum Verteilkasten auf ihrem Grundstück Nr._ (neue Nr._), Gemeinde Z., zu gewähren.
b) Sollten die alten Vorhängeschlösser nicht mehr vorhanden sein, so werden die Gesuchsgegner angewiesen, innert 20 Tagen seit Mitteilung dieses Entscheids die Schlüssel der neu an der Quellfassung auf Grundstück Nr._ der Gemeinde Z. und am Verteilkasten auf ihrem Grundstück Nr._ (neue Nr._) angebrachten Vorhängeschlösser an die Gesuchsteller herauszugeben und den Gesuchstellern jederzeit Zutritt zum Verteilkasten auf ihrem Grundstück Nr._ (neue Nr._), Gemeinde Z., zu gewähren.
3. Dieser Entscheid ergeht unter Androhung der Straffolgen nach Art. 343 Abs. 1 lit. a ZPO i.V.m. Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafandrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
4. (Kosten/aussergerichtliche Entschädigung).

## Considerations