# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 29831007-c54a-4de4-b25e-98c4faa9ba6d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die Y._ mit Sitz in
O._
war
der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, als beitragspflichtige Arbeitgeberin an
ge
schlossen und rechnete mit ihr die paritätischen und FAK-B
eiträge ab (vgl. Urk. 6/145-146
).
Mit
Urteil vom
8. Juli 2011 eröffnete der Konkursrichter des Bezirksgerichts Bülach den Konkurs über die Gesellschaft
.
Am 1. September 2011 meldete die Ausgleichskasse im Konkurs der Y._ eine Forderung von Fr. 25‘859.90 zur Kollokation an. Vom 28. Juni bis 18. Juli 2013 wurden der Kollokationsplan und das Inventar zur Einsicht aufgelegt (Urk. 6/126). Mit Urteil vom 26. August 2013 wurde das Konkursverfahren vom
Konkurs
richter
als geschlossen erklärt (Urk. 11).
Mit Verfügung vom 11. Juli 2014 forderte die Ausgleichskasse von X._ Schaden
ersatz für entgangene bundesrechtliche Sozialversicherungs
beiträge
der Y._ in der Höhe von Fr. 25‘859.70 (Urk. 6/136). Die
dage
gen erhobene Ein
s
prache (Urk.
6/138
) hiess die Ausgleichskasse mit Entscheid
vom 1. September 2015 teilweise gut und reduzierte die geforderte
Schaden
er
satzsumme
auf Fr. 20‘402.25 (Urk. 2).
2.
Mit Eingab
e vom 25. September 2015 erhob X._
Beschwerde
gegen den
Einspr
acheentscheid
vom 1. September 2015. Er stellte ein Begeh
ren um Einsicht in den Bericht der Arbeitgeberkontrolle vom 27. Juli 2011.
Sinngemäss ersuchte er um Aufhebung des angefochtenen Entscheids (Urk. 1, vgl. auch Urk. 6/138).
Die Ausgleichskasse schloss in der Besch
werdeantwort vom 28. Oktober 2015
auf A
bweisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Be
schwerdeführer am 20. Oktober 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7). Mit Verfügung vom 23. März 2017 wurde dem Beschwerdeführer der Bericht der Arbeitgeberkontrolle (samt Beilagen) zugestellt (Urk. 9). Dazu liess er sich nicht mehr vernehmen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetz
es über die Alters- und
Hinter
lasse
nen
versi
cherung
(AHVG) hat ein Arbeitgeber, der durch absichtliche oder
grob
fahr
lässige
Missachtung von Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu
fügt, diesen zu ersetzen. Handelt es sich beim Arbeitgeber um eine juris
ti
sche Person, so haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Ge
schäfts
füh
rung oder Liquidation befassten Personen. Sind mehrere Per
sonen für den gleichen Schaden verantwortlich, so haften sie für den ganzen Schaden so
lida
risch (Art. 52 Abs. 2 AHVG).
1.2
Die Vorschriften über die Arbeitgeberhaftung nach Art. 52 AHVG sowie die da
zu entwickelte Rechtsprechung des Bundesgerichts finden mangels eigener Be
stimmungen sinngemäss Anwendung auf die Invalidenversicherungs- (Art. 66 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung), Erwerbsersatz- (Art. 21 Abs. 2
des Bundesgesetzes über den Erwerbsersatz für
Dienstleis
tende
und bei Mutterschaft) und Arbeitslosenversicherungsbeiträge (Art. 6 des Bun
desgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die
Insolven
zentschädi
gung
) sowie auf jene an die Familienausgleichskassen (FAK)
gemäss dem Bun
desgesetz über die Familienzulagen (Art. 25
lit
. c).
1.3
1.3.1
Der Schaden gilt als eingetreten, sobald anzunehmen ist, dass die geschul
deten Beiträge aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nicht mehr erho
ben werden können (BGE 126 V 443 E. 3a, 121 III 382 E. 3bb, 388 E. 3a, je mit Hinweisen). Dies trifft dann zu, wenn die Beiträge im Sinne von Art. 16 Abs. 1 AHVG verwirkt sind (vgl. beispielsweise BGE 112 V 156, 98 V 26) oder wenn ihre Entrichtung wegen Zahlungsunfähigkeit des beitrags
pflich
tigen Arbeitgebers nicht mehr möglich ist (vgl. beispielsweise BGE 121 V 234, 240). Im ersten Fall gilt der Schaden als eingetreten, sobald die Beiträge verwirkt sind (BGE 123 V 12 E. 5b, 170 E. 2a, 112 V 156 E. 2, 108 V 189 E. 2d, je mit Hinweisen). Im zweiten Fall gilt der Scha
denseintritt als erfolgt, sobald die Beiträge wegen der Zahlungsunfähigkeit des Arbeitgebers nicht mehr im ordent
lichen Verfahren nach Art. 14 ff. AHVG erhoben werden können (BGE 123 V 12 E. 5b, 170 E. 2a, 121 III 382 E. 3bb, 113 V 256, 112 V 156 E. 2).
1.3.2
Der Schadenersatzanspruch verjährt zwei Jahre, nachdem die zuständige
Aus
gleichskasse
vom Schaden Kenntnis erhalten hat, jedenfalls fünf Jahre nach Eintritt des Schadens. Diese Fristen können unterbrochen werden. Der Arbeitgeber kann auf die Einrede der Verjährung verzichten (Art. 52 Abs. 3 AHVG; vgl. auch BGE 131 V 4 oben).
1.3.3
Kenntnis des Schadens im Sinne von Art. 52 Abs. 3 AHVG ist in der Regel von dem Zeitpunkt an gegeben, in welchem die Ausgleichskasse unter Be
ach
tung der ihr zumutbaren Aufmerksamkeit erkennen muss, dass die tat
sächlichen Gegebenheiten nicht mehr erlauben, die Beiträge einzufordern,
wohl aber eine Schadenersatzpflicht begründen können (BGE 131 V 425 E.
3.1
, 129 V 193 E. 2.1, 128 V 15 E. 2a, 126 V 443 E. 3a, 452 E. 2a, 121 III 386 E. 3b, je mit Hinweisen).
Im Falle eines Konkurses oder Nachlassvertrages mit Vermögensabtretung hat
die Kasse nicht notwendigerweise erst Kenntnis des Schadens im Sinne von Art. 52 Abs. 3 AHVG, wenn sie in die Verteilungsliste und Schlussrechnung des Konkursamtes oder Liquidators Einsicht nehmen kann oder einen
Ver
lustschein
erhält; denn wer im Rahmen solcher Verfahren einen Verlust erleidet und auf Ersatz klagen will, hat praxisgemäss in der Regel bereits dann ausreichende Kenntnis des Schadens, wenn die Kollokation der Forde
rungen eröffnet beziehungsweise der Kollokationsplan (und das Inventar) zur Einsicht aufgelegt wird. In diesem Zeitpunkt ist
oder wäre der Gläubiger im Allgemeinen in der Lage, den Stand der Aktiven, die Kollokation seiner For
derung und die voraussichtliche Dividende zu kennen (BGE 126 V 443 E. 3a, 119 V 89 E. 3, je mit Hinweisen).
1.4
Im Konkurs der Y._ wurden - wie erwähnt - am 28. Juni 2013
der Kollokationsplan und das Inventar zu
r Einsicht aufgelegt (Urk. 6/126
). Damit wurde die zweijährige Verjährungsfrist von
Art.
52
Abs.
3 AHVG ausgelöst. Mit dem Erlass der Schadenersa
tzverfügung vom 11. Juli 2014 (Urk. 6/136
) wahrte die Beschwerdegegnerin die genannte Frist. Die streitgegenständliche Forderung ist demnach nicht verjährt.
2.
2.1
Voraussetzung für eine Haftung nach Art. 52 AHVG ist zunächst das Vor
liegen eines Schadens. Dieser besteht darin, dass der AHV ein ihr gesetzlich geschul
de
ter Beitrag entgeht. Die Höhe des Schadens entspricht dabei dem Betrag, dessen die Kasse verlustig geht (Thomas Nussbaumer, Die
Ausgleichs
kasse
als Partei im Schadenersatzprozess nach Artikel 52 AHVG, ZAK 1991 S. 383 ff. und 433 ff.). Verwaltungs- und Betreibungskosten, Veranlagungs-
und Mahnge
bühren sowie die Verzugszinsen bilden Bestandteil des Sch
adens, welcher der Ausgleichskasse zu ersetzen ist (BGE 121 III 382 E. 3bb; vgl. auch BGE 109 V 95 oben, 108 V 189 E. 5). Im Hinblick auf die in Art. 14 Abs. 1 AHVG normierte Beitrags- und Abrechnungspflicht des Arbeitgebers gehören auch die
Arbeitge
berbeiträge
zum massgeblichen Schaden (BGE 98 V 26 E. 5).
2.2
Die Schadenersatzforderung setzt sich gemäss
dem Kontoauszug vom
26. Okto
ber 2015 und der Beitragsübersicht gleichen Datums (Urk. 6/145-146
) aus unbezahlt gebliebenen Beiträgen für das Jahr 2011 sowie Mahngebühren zusammen und ist aufgrund der eingereichten Akten hinreichend sub
stan
ti
iert (vgl. Bundesgerichtsurteil 9C_325/2010 vom 10. Dezember 2010 E.
7.1.1).
Der Beschwerdeführer machte in der Einsprache und in der Beschwerde geltend, die effektiv ausbezahlten Löhne seien geringer gewesen, als von der Ausgleichskasse angenommen (Urk. 1, 6/138). Aufgrund des Berichts der Arbeitgeberkontrolle vom 27. Juli 2011, welcher unter anderem das
Lohn
journal
2011 der Y._ beinhaltet, sind jedoch die Löhne, auf welche die Ausgleichskasse Beiträge erhob, ausgewiesen (Urk. 6/101). Im Übrigen war auch im Konkursverfahren die entsprechende Forderung von Fr. 25‘859.90 (=
Fr. 25‘751.25 plus Verzugszins) anerkannt worden (Urk. 6/121, 6/126, 6/128/
1).
Dem Beschwerdeführer waren der Bericht der Arbeitgeberkontrolle sowie die dazugehörigen Beilagen offenbar zuvor nie zur Einsicht zugestellt worden. Nachdem dies im vorliegenden Verfahren nachgeholt wurde, liess sich der Beschwerdeführer nicht mehr vernehmen, woraus zu schliessen ist, dass er die Höhe der Lohnzahlungen, wie sie sich aus den Akten ergeben, nicht mehr bestreitet.
2.3
Die Beschwerdegegnerin reduzierte im angefochtenen
Einspracheentscheid
die vom Beschwerdeführer geforderte Schadenersatzsumme von Fr. 25‘859.70 auf Fr. 20‘402.25. Dabei berücksichtigte sie
zutreffenderweise
, dass die nach Konkurseröffnung in Rechnung gestellten Beitragsforderungen,
Verzugszins
for
derungen
und Mahnkosten nicht dem Beschwerdeführer angelastet werden können (Urk. 2).
2.4
Das Quantitativ der streitgegenständlichen Forderung ist nach dem Gesagten durch die Akten ausgewiesen
.
Mangels offenku
ndiger Anhaltspunkte für
Be
rech
nungsfehler
ist die Schadensberechnung der Beschwerdegegnerin zu be
stätigen und von einem vorliegend relevanten Schadensbetrag von Fr. 20‘402.25
auszu
gehen.
3.
3.1
Art. 14 Abs. 1 AHVG und die Art. 34 ff. der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV
)
schreiben vor, dass der Arbeitgeber bei je
der Lohnzahlung die Arbeitnehmerbeiträge in Abzug zu bringen und zu
sammen mit den Arbeitgeberbeiträgen der Ausgleichskasse zu entrichten hat. Die Arbeit
geber haben den Ausgleichskassen periodisch
Abrechnungsunter
lagen
über die von ihnen an ihre Arbeitnehmer ausbezahlten Löhne zuzu
stellen, damit die entsprechenden paritätischen Beiträge ermittelt und verfügt werden können. Die Beitragszahlungs- und Abrechnungspflicht des Arbeit
gebers ist eine gesetzlich vorgeschriebene
öffentlichrechtliche
Aufgabe. Die Nichterfüllung dieser
öffent
lichrechtlichen
Aufgabe bedeutet eine Missach
tung von Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG und zieht die volle Schadendeckung nach sich (BGE 118 V 193 E. 2a; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6).
3.2
Aus den Akten ist ersichtlich, dass die Y._ den ihr als Arbeitgeberin obliegenden Zahlungsverpflichtungen nur schleppend und im 2011 nicht mehr beziehungsweise nur unvollständig nachgekommen war. Schliesslich blieben geschuldete Sozialversicherungsbeiträge (inklusive Nebenkosten) in der Höhe von Fr. 25‘859.70 unbezahlt, wovon vorliegend Fr. 20‘402.25
rele
vant sind (vgl. E. 2.3
hievor
). Es bedarf deshalb keiner weite
ren Ausfüh
rungen, dass die Y._
Vorschriften im Sinne von Art. 52 Abs. 1 AHVG verletzt hat, weshalb der von ihr verursachte Schaden grundsätzlich voll zu decken ist.
Zu prüfen bleibt, ob und inwieweit der entstandene Schaden auf ein qualifi
ziert schuldhaftes Verhalten des Beschwerdeführers zurückzuführen ist.
4.
4.1
Die wesentliche Voraussetzung für die Schadenersatzpflicht besteht nach dem Wortlaut des Art. 52 AHVG darin, dass der Arbeitgeber absichtlich oder
grob
fahrlässig
Vorschriften verletzt hat und dass
durch diese Missachtung ein Scha
den verursacht worden ist (BGE 108 V 183 E. 1a). Absicht bezieh
ungsweise Vorsatz und Fahrlässigkeit sind verschiedene Formen des Ver
schul
dens. Art. 52 AHVG statuiert demnach eine Verschuldenshaftung, und zwar handelt es sich um eine Verschuldenshaftung aus öffentlichem Recht. Die Schadenersatzpflicht ist im konkreten Fall nur dann begründet, wenn nicht Umstände gegeben sind, welche das fehlerhafte Verhalten des Arbeit
gebers als gerechtfertigt erscheinen lassen oder sein Verschulden im Sinne von Absicht oder grober Fahrlässigkeit ausschliessen. In diesem Sinne ist es denkbar, dass ein Arbeitgeber zwar in vorsätzlicher Missachtung der AHV-Vorschriften der Ausgleichskasse einen Schaden zufügt, aber trotzdem nicht schadenersatzpflichtig wird, wenn beson
dere Umstände die Nichtbefolgung der einschlägigen Vorschriften als erlaubt oder nicht schuldhaft erscheinen lassen (BGE 108 V 183 E. 1b; ZAK 1985 S. 576 E. 2 und S. 619 E. 3a).
4.2
4.2.1
Grobe Fahrlässigkeit liegt praxisgemäss vor, wenn ein Arbeitgeber das ausser Acht lässt, was jedem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter glei
chen Umständen als beachtlich hätte einleuchten müssen. Das Mass der
zu ver
langenden Sorgfalt ist abzustufen entsprechend der Sorgfaltspflicht, die
in den kaufmännischen Belangen jener Arbeitgeberkategorie, welcher die betreffende Person angehört, üblicherweise erwartet werden kann und muss. Dabei sind an die Sorgfaltspflicht einer Aktiengesellschaft hinsichtlich der Ein
haltung gesetz
licher Vorschriften grundsätzlich strenge Anforderungen zu stellen. Ähnlich ist zu differenzieren, wenn es darum geht, die subsidiäre Haftung der Organe eines Arbeitgebers zu ermitteln (BGE 108 V 199 E. 3a S. 202; ZAK 1985 S. 51 E. 2a, 620 E. 3b; vgl. BGE 132 III 523 E. 4.6 S. 529).
4.2.2
Nicht jedes einer Firma als solcher anzulastende Ver
schulden muss auch ein solches ihrer sämtlichen Organe sein. Vielmehr hat man abzuwägen, ob und inwieweit eine Handlung der Firma einem bestimmten Organ im Hinblick auf dessen rechtliche und faktische Stellung innerhalb der Firma zuzurechnen ist. Ob ein Organ schuldhaft gehandelt hat, hängt demnach entscheidend von der Verantwortung und den Kompetenzen ab, die ihm von der juristischen Person übertragen wurden (BGE 108 V 199 E. 3a; ZAK 1985 S. 620 E. 3b).
Bei einfachen Verhältnissen muss vom einzigen Verwaltungsrat einer Aktien
gesellschaft, der als solcher die Verwaltung der Gesellschaft als einzige Person in Organstellung zu besorgen hat, in der Regel der Überblick über alle wesentlichen Belange der Firma verlangt werden, und dies selbst dann, wenn er seine Befugnisse weitgehend an einen Geschäftsführer delegiert hat. Er kann mit der Delegation der Geschäftsführung nicht zugleich auch seine Ver
antwortung als einziges Verwaltungsorgan an den Ge
schäftsführer delegieren (BGE 108 V 199 E. 3b).
4.3
Bei der Y._ handelte es sich um ein
kleines Unternehmen
(vgl. Urk. 6/61, 6/101).
Bei derart leicht überschaubaren Verhältnissen muss von jedem Verwaltungsrat – insbesondere von einem geschäftsführenden – ver
langt werden, dass er den Überblick über alle wesentlichen Belange des Unter
nehmens hat.
Der Beschwerdeführer muss sich demnach den Vorhalt ge
fallen lassen, dass die Y._
vorliegend relevante Sozialver
siche
rungs
b
eiträge (inklusive Nebenkosten) schuldig blieb, im Jahr 2011
aber
Lohnzah
lungen von Fr. 333‘769.80 (vgl. Urk. 6/101/3 [Lohnjournal], Urk. 6/117-118
) ausrichtete. Mit anderen Worten wurde den Lohnzahlungen Priorität vor der Beitragsentrichtung e
ingeräumt, worauf
die Beit
ragsausstände zurückzufüh
ren sind
. Indem der Beschwerdeführer nic
ht gegen die Praxis der Y._
einschritt beziehungsweise diese Vorgehensweise wählte, verletzte er seine
öffentlichrechtlichen
Pf
lichten als
Verwaltungsrat einer Aktiengesellschaft.
Gründe, welche den Beschwerdeführer entlasten würden, sind nicht ersicht
lich. Er brachte denn auch nichts Entsprechendes vor (Urk. 1, 6/138). Somit ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer die Nichterfüllung der Zah
lungs
pflichten durch die
Konkursitin
gegenüber der Beschwerdegegnerin als qua
li
fi
ziert schuldhaftes Unterlassen anzurechnen ist.
5.
5.1
Schliesslich setzt die Schadenersatzpflicht des Arbeitgebers nach Art. 52 Abs. 1 AHVG voraus, dass zwischen der absichtlichen oder grobfahrlässigen Missach
tung von Vorschriften und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang gegeben ist (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen auf die Lehre, 103 V 120 E. 4). Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhn
lichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein
getretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allge
mein als begünstigt er
scheint (BGE 119 V 401 E. 4a mit Hinweisen; vgl. auch BGE 122 V 189 sowie 119
Ib
334 E. 3c).
5.2
Unter den gegebenen Umst
ä
nden ist das Verhalten beziehungsweise die Passi
vität des Beschwerdeführers ohne Weiteres adäquat kausal für den ein
getretenen Schaden. Es ist davon auszugehen, dass ein pflichtgemässes Ver
halten den Schaden verhindert hätte.
5.3.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.