# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 41b725cd-c5b3-4b39-bb29-cf221d29ce31
**Court:** ZH_HG
**Chamber:** ZH_HG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend vorsorgliche Massnahmen
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Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
"1. Das Handelsregisteramt Zürich sei in Form einer vorsorglichen Massnahme superprovisorisch anzuweisen, keine  der Gesuchsgegnerin, im Handelsregister einzutragen, insbesondere nicht Beschlüsse zur Abwahl der  Mitglieder des Verwaltungsrats.
2. Das Handelsregisteramt Zürich sei in Form einer vorsorglichen Massnahme anzuweisen, keine  der Gesuchsgegnerin im Handelsregister einzutragen und  Generalversammlungsbeschlüsse der Gesuchsgegnerin, von denen das Amt Kenntnis erhält, den gegenwärtigen  der Verwaltungsrates der Gesellschaft unverzüglich .
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der C._ AG, ... [UID-Nr.], D._-strasse ..., E._;  der Parteientschädigung zuzüglich der gesetzlichen  (von derzeit 7.7%)."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Mit Eingabe vom 12. März 2021, eingegangen am 15. März 2021, stellte der
Gesuchsteller das Massnahmebegehren mit den oben genannten Rechtsbegeh-
ren (act. 1).
2. Das Gericht trifft die notwendigen vorsorglichen Massnahmen, wenn die ge-
suchstellende Partei glaubhaft macht, dass ein ihr zustehender Anspruch verletzt
ist oder eine Verletzung zu befürchten ist (Verfügungsanspruch bzw. Hauptsa-
chenprognose) und dass ihr aus der Verletzung ein nicht leicht wieder gutzuma-
chender Nachteil droht (Verfügungsgrund bzw. Nachteilsprognose) (Art. 261
Abs. 1 ZPO). Zudem ist Dringlichkeit und Verhältnismassigkeit der Massnahme
vorausgesetzt. Bei besonderer Dringlichkeit kann das Gericht die vorsorgliche
Massnahme sofort und ohne Anhörung der Gegenpartei anordnen (Art. 265
Abs. 1 ZPO).
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3. Die Gesuchsgegnerin ist eine Aktiengesellschaft mit einem Aktienkapital von
CHF 500'000.00, welches in 50'000 Inhaberaktien à CHF 10.00 eingeteilt ist
(act. 1 Rz. 4 mit Hinweis auf act. 3/2). Der Gesuchsteller macht geltend, er sei Al-
leinaktionär der Gesuchsgegnerin. Jedenfalls sei er per 31. August 2020 als ein-
ziger Aktionär im Aktienbuch eingetragen worden (act. 1 Rz. 5 f. mit Hinweis auf
act. 3/3). Am 10. März 2021 habe er (der Gesuchsteller) erfahren, dass die
C._ AG plane, am 12. März 2020 (recte: 2021) eine ausserordentliche Gene-
ralversammlung der Gesuchsgegnerin durchzuführen, um die bisherigen Verwal-
tungsräte abzuwählen (act. 1 Rz. 7). In Bezug auf die "Geschichte der Aktien" der
Gesuchsgegnerin bestünden Unklarheiten, weil die Übertragungskette der Aktien
lückenhaft sei und weil unklar sei, ob Aktienzertifikate ausgegeben worden seien
(act. 1 Rz. 8). Sicher sei aber, dass die C._ AG bei einem allfälligen Erwerb
der Aktien ihre Meldepflicht nach Art. 697i ff. OR gegenüber der Gesuchsgegnerin
nicht erfüllt habe (act. 1 Rz. 9). Am 12. März 2021 habe F._ als einzelzeich-
nungsberechtigter Verwaltungsrat der C._ AG eine Universalversammlung
der Gesuchsgegnerin durchgeführt und dabei ihn (den Gesuchsteller) als Verwal-
tungsrat abgewählt und zwei neue Personen in den Verwaltungsrat gewählt (act.
1 Rz. 10). Diese Universalversammlung sei wegen Verletzung der Meldepflicht
nach Art. 697i ff. OR gemäss Art. 706b OR nichtig. Daher sei das Handelsregis-
teramt Zürich vorsorglich und superprovisorisch anzuweisen, keine Generalver-
sammlungsbeschlüsse der Gesuchsgegnerin im Handelsregister einzutragen.
4. Aufgrund der Darstellungen des Gesuchstellers kann dem Massnahmege-
such nicht entsprochen werden.
a. Einstweilen ist nur behauptet, aber nicht glaubhaft gemacht, dass am
12. März 2021 eine angeblich nichtige Universalversammlung der Gesuchsgegne-
rin durchgeführt wurde, an welcher der Gesuchsteller (so act. 1 Rz. 10) bzw. alle
gegenwärtigen Mitglieder des Verwaltungsrates (so act. 1 Rz. 7 und Rechtsbe-
gehren Ziff. 1) abgewählt wurden. Dies wird erst klar, wenn allfällige Beschlüsse
der behaupteten Universalversammlung zur Eintragung im Handelsregister an-
gemeldet werden (Art. 15 ff. HRegV). Aufgrund der notwendigen Belege wird
dann auch klar, WAS, WANN, von WEM und WIE beschlossen worden ist. Insbe-
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sondere das Protokoll der angeblichen Universalversammlung wird Klarheit über
die Vorgänge schaffen (Art. 23 HRegV). Heute werden nur Mutmassungen, aber
keine glaubhaft gemachten Behauptungen vorgetragen. Damit fehlt es bereits am
Verfügungsanspruch bzw. an einer positiven Hauptsachenprognose.
b. Weiter ist zu berücksichtigen, dass der Gesuchsteller bei einer allfälligen
Anmeldung der Eintragung beim Handelsregisteramt eine Registersperre bean-
tragen könnte. Gemäss Art. 162 HRegV nimmt das Handelsregisteramt auf
schriftlichen Einspruch eines Dritten die Eintragung ins Tagesregister vorläufig
nicht vor. Legitimiert zum Einspruch ist jede von der betroffenen Gesellschaft ver-
schiedene Person, wozu auch ein Verwaltungsrat der Gesellschaft gehört (AN-
TONIO CARBONARA, in: Siffert/Turin [Hrsg.], Handelsregisterverordnung, Art. 162
N 26 mit zahlreichen Hinweisen). Aufgrund der Möglichkeit einer Registersperre
droht somit kein nicht leicht wieder gutzumachender Nachteil, weshalb es auch
am Verfügungsgrund fehlt. Aus den gleichen Gründen fehlt es auch an der zeitli-
chen Dringlichkeit und der Verhältnismässigkeit der beantragten Massnahme.
c. Das Massnahmegesuch ist abzuweisen. Daraus folgt ohne weiteres, dass
auch das Dringlichkeitsbegehren abzuweisen ist.
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Gesuchsteller kostenpflichtig
(Art. 106 ZPO). Der Gesuchsteller beziffert den Streitwert auf CHF 500'000.00
(act. 1 Rz. 3), wovon auszugehen ist. Bei diesem Streitwert ist die Gerichtsgebühr
in Anwendung von § 4 Abs. 1 i.V.m. § 8 Abs. 1 GebV OG auf CHF 10'500.00 fest-
zusetzen. Mangels Umtrieben ist der Gesuchsgegnerin keine Parteientschädi-
gung zuzusprechen.
Der Einzelrichter erkennt:
1. Das Begehren um Erlass superprovisorischer Massnahmen wird abgewie-
sen.
2. Das Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen wird abgewiesen.
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3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 10'500.00 und dem Gesuch-
steller auferlegt.
4. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.
5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien (an den Gesuchsteller vorab als ange-
hängtes Dokument an X2._@X1._-X2._.ch) sowie an die
Obergerichtskasse.
6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb
von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht,
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-
schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder
Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42
und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-
wert beträgt CHF 500'000.00. Es liegt ein Entscheid betreffend vorsorgliche
Massnahmen vor (Art. 98 BGG).

## Considerations