# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 32580d3e-4477-4c38-a534-12841e2800ad
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1974 geborene
X._
, welcher 1994 eine Lehre als Detail
han
delsangestellter abgeschlossen hatte (
Urk.
16/4/18), erwarb 2002 die Matura (
Urk.
16/4/17) und 2008 einen Master
of
Science in Business Administration der
Z._
(
Urk. 16/
4/5). Nach Abschluss des Studiums
bezog
X._
vom 15. September 2008
bis 31. Dezember 2008
Taggelder der Arbeitslosenversicherung (Urk. 10/1) und war danach
ab
dem
1.
Januar 2009 in einem Vollzeitarbeits
ver
hältnis
als Revisor bei der damalige
n A._
tätig
und dadurch bei der
Y._
-Pensionskasse berufs
vorsorgeversichert (
Urk.
16/4/19,
Urk.
16/4/1-2,
Urk.
16/3/3). Nachdem
X._
das Arbeits
verhältnis per 3
1.
August 2009 gekündigt hatte (
Urk.
16/4/19), bezog er vom
1.
September
2009
bis am 1
2.
Mai 2010
erneut
Taggelder der Arbeitslosen
ver
sicherung (
Urk.
10/1), wodurch er
wieder
bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG berufsvorsorgeversichert war. In der Folge war er selbständig als Berater tätig (vgl.
Urk.
1 S. 4 und
Urk.
16/4/1). Am
9.
Juni 2011 meldete er sich bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Aargau, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
16/7). Ab September 2011 gewährte die Invaliden
versicherung dem Ver
sicherten Fr
ühinterventionsmassnahmen (Urk.
16/30), in deren Rahmen unter anderem eine Potentialabklärung bei der
B._
(
Urk.
16/37,
Urk.
16/39 und
Urk.
16/42) und anschliessend bis Ende Juni 2012 im Sinne von beruflichen Massnahmen ein Aufbautraining im ersten Arbeitsmarkt als Verkäufer bei der Firma
C._
durchgeführt wurde (Urk.
16/44,
Urk.
16/46,
Urk.
16/48 und
Urk.
16/52). Gemäss Schlussbericht
vom 23. Juli 2012
der
D._
, welche für die Durchführung der Massnahmen
zuständig
war, schien eine Integration in den Arbeitsmarkt
in einem Angestelltenverhältnis
trotz Stellenangebot zum da
ma
ligen Zeitpunkt jedoch keine erfolgsver
sprechende Lösung zu sein (Urk.
16/53)
. Die beruflichen Mass
nahmen wurden
aufgrund der Auf
nahme einer selbständigen Erwerbstätigkeit durch den Versicherten
beendet (
Urk.
16/54). Nach durchge
führtem
Vor
bescheidvefahren
(
Urk.
16/55
,
Urk.
16/58 und
Urk.
16/59
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
2
7.
Februar 2013 (
Urk.
16/62) einen Anspruch des Versicherten auf berufliche
Massnahmen und Rentenleistungen.
Die vom Ver
sicherten dagegen erhobene Beschwerde hiess das Versicherungsgericht des Kantons Aargau mit U
rteil vom 2
9.
August 2013 (Urk.
16/69) in dem Sinne gut, dass es die Verfügung vom 2
7.
Februar 2013 aufhob und die Sache zur Einholung eines psychiatrischen Gutachtens an die IV-Stelle zurückwies. In Nachachtung des Urteils gab die IV-Stelle bei
Dr.
med. E._
, Facharzt FMH für Psy
chiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag, welches dieser am 1
1.
Januar 2014 erstattete (
Urk.
16/87)
.
In der Folge holte die IV-Stelle bei
Dr.
E._
weitere Auskünfte ein (
Urk.
16/92, 16/93, 16/97 und 16/101). Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom
5.
Mai
2014,
Urk.
16/102
) sprach die IV-Stelle dem Ver
sicher
ten mit Verfügung vom 31.
Juli 2014 bei einem Invaliditätsgrad von 40
%
mit Wirkung ab Januar 2013 eine
Viertelsrente
zu (Urk. 16/107).
1.2
In der Folge
wandte sich der Versicherte an die
Y._
-Pensions
k
asse und er
suchte um Ausrichtung von Leistungen der beruflichen Vorsorge.
Die
Y._
-Pensions
k
asse
verneinte
jedoch
mit Schreiben vom 6. August 2014
eine Leis
tungs
pflicht
ihrerseits
(
Urk.
2/4).
Mit Mitteilung vom
6.
April 2017 (
Urk.
16/120.5) stellte die Sozialver
siche
rungs
anstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle, an welche der Vers
icherte zuständig
keits
halber von der IV-Stelle des Kantons Aargau überwiesen worden war (
Urk.
16/113),
einen unveränderten Invaliditätsgrad fest.
2.
Mit Eingabe vom 2
9.
Juli 2017 (
Urk.
1) liess
X._
Klage gegen die
Y._
-Pensionskasse (Beklagte 1) und die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (Beklagte 2) erheben und beantragen:
«1.
Die
Y._
-Pensionskasse (Beklagte 1) sei zu verpflichten, dem Kläger eine Rente aus der obligatorischen und überobligatorischen beruflichen Vorsorge rückwirkend ab
1.
Januar 2013 auszurichten zuzüglich Verzugs
zinsen ab Klageerhebung.
2.
Eventualiter sei die Stiftung Auffangeinrichtung BVG (Beklagte 2) zu verpflichten, dem Kläger eine Rente aus der beruflichen Vorsorge rückwir
kend ab
1.
Januar 2013 auszurichten zuzüglich Verzugszinsen ab Klage
erhebung.
3.
Unter Entschädigungsfolgen zulasten der unterliegenden
Beklagten.»
Die Beklagten beantragten mit Klageantworten vom
6.
Oktober 2017 (Beklagte 2,
Urk.
9) und vom 1
6.
Oktober 2017 (Beklagte 1,
Urk.
11) jeweils die Abweisung der gegen sie selber gerichteten Klage.
Nachdem mit Verfügung vom 2
3.
Oktober 2017 (
Urk.
13) die Akten der Eidge
nössischen Invalidenversicherung in Sachen des Klägers
bei
gezogen worden war
en (
Urk.
16/1-132), hielt der Kläger mit Replik vom 2
8.
Februar 2018 (Urk. 21) an seinen Anträgen fest. Während die Beklagte 2 auf das Erstatten einer Duplik ver
zichtete (
Urk.
28), beantrag
t
e die Beklagte 1 mit Duplik vom 2
2.
Mai 2018 (Urk. 30)
erneut die Abweisung der gegen sie gerichteten Klage. Der
Duplikverzicht
der Beklagten 2 sowie die Duplik der Beklagten 1 wurde den Parteien am 2
3.
Mai 2018 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
32).
3.
Auf die Vo
r
bringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zum Entscheid über die strittigen Leistungen ist gegeben (
Art.
73 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, BVG, in Verbindung mit
§
2
Abs.
2
lit
. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
).
1.2
Nach
Art.
24
Abs.
1 BVG hat der Versicherte Anspruch auf eine volle Invaliden
rente, wenn er im Sinne der Invalidenversicherung mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn er mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn er mindestens zur Hälfte und auf eine
Viertelsrente
, wenn er mindestens zu 40 % invalid ist. Gemäss
Abs.
1 von
Art.
26 BVG gelten für den Beginn des Anspruchs auf Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechenden Bestimmungen des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung (
Art.
29 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Die Invalidenleistungen nach BVG werden von der
jenigen Vorsorgeeinrichtung geschuldet, welcher die den Anspruch erhebende Person bei Eintritt des versicherten Ereignisses angeschlossen war. Im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorge fällt dieser Zeitpunkt nicht mit dem Eintritt der
Invalidität nach IVG, sondern mit dem Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zusam
men, deren Ursache zur Invalidität geführt hat (vgl.
Art.
23 BVG).
1.3
Es wird in der Regel, aber nicht in jedem Fall, eine echtzeitlich ärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit zum
rechtsgenüglichen
Nachweis einer berufsvorsorge
recht
lich relevanten Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen verlangt (vgl. Bun
desgerichtsurteile 8C_195/2009 vom 2. September 2009 E. 5 und 9C_96/2008 vom 1
1.
Juni 2008 E. 3.2.2). Die gesundheitliche Beeinträchtigung muss sich auf das Arbeitsverhältnis sinnfällig auswirken oder ausgewirkt haben; die Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen muss mit anderen Worten arbeitsrechtlich in Erscheinung getreten sein, etwa durch einen Abfall der Leistungen mit ent
sprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch ge
häufte aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle (Urteil des Bundesgerichts 9C_394/2012 vom 1
8.
Juli 2012 E. 3.1.1 mit Hinweisen).
1.4
Der Anspruch setzt zudem einen engen zeitlichen und sachlichen Zusammenhang zwischen der während des Vorsorgeverhältnisses bestandenen Arbeitsunfähigkeit und der allenfalls erst später eingetretenen Invalidität voraus (
Art.
28 und 29 IVG in Verbindung mit
Art.
26
Abs.
1 BVG; BGE 134 V 20 E. 3.2).
Der sachliche Konnex ist gegeben, wenn der Gesundheitsschaden, der zur Arbeits
unfähigkeit geführt hat, im Wesentlichen der gleiche ist wie derjenige, auf welchem die Erwerbsunfähigkeit beruht (BGE 134 V 20 E. 3.2).
Um den zeitlichen Konnex zu unterbrechen, was die Leistungspflicht der in Be
tracht fallenden Vorsorgeeinrichtungen entfallen lässt, sind zwei Voraus
setz
un
gen erforderlich, die kumulativ gegeben sein müssen: In einer anderen als der ange
stammten, dem Leiden besser angepassten Tätigkeit muss während einer bestim
mten nach den Umständen zu bemessenden Zeitdauer (BGE 134 V 20 E. 3.2.1) eine (annähernd) vollständige Arbeitsfähigkeit von über 80
%
bestehen (BGE 144 V 58). Diese Tätigkeit muss zudem bezogen auf die angestammte die Erzielung eines den Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung ausschliessenden Einkommens erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_623/2017 vom 2
6.
März 2018 E. 3 mit Hinweisen).
Eine Vorsorgeeinrichtung, die ihre Leistungspflicht damit bestreitet, die Arbeits
fähig
keit sei bereits zu Beginn des Vorsorgeverhältnisses gesundheitlich bedingt eingeschränkt gewesen, trägt hierfür die Beweislast (
Art.
8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuch
e
s, ZGB; Urteil des Bundesgerichts 9C_630/2017 vom
9.
Mai 2018 E.
3). Dasselbe gilt, wenn sie einwendet, die während des Vorsorgeverhältnisses eingetreten Arbeitsunfähigkeit sei in der Folge unterbrochen worden (
Art.
8 ZGB).
1.5
Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invaliden
versicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 123 V 269 E. 2a, 120 V 106 E. 3c, je mit Hinweisen).
Praxisgemäss sind daher die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (
Art.
6 BVG) an die Feststellungen der IV-Organe (Eintritt der inva
lidisierenden Arbeitsunfähigkeit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des
Invaliditätsgrades) gebunden, soweit die IV-rechtliche Betrachtung aufgrund einer
gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (BGE 126 V 309 E. 1 in
fine
). Diese Konzeption fusst auf der Überlegung, die Organe der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge von eigenen aufwändigen Abklä
rung
en freizustellen, und gilt nur bezüglich Feststellungen und Beurteilungen der IV-Organe, welche im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren für die Festle
gung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entscheidend waren (BGE 132 V 1 E. 3.2). So hat beispielsweise eine verspätete Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Invalidenversicherung rechtsprechungsgemäss die freie Überprüfbarkeit des leistungserheblichen Sachverhaltes durch die Vorsorgeeinrichtung beziehungs
weise das Berufsvorsorgegericht zur Folge (Urteil des Bundesgerichts 9C_49/2010 vom 2
3.
Februar 2010 E. 2.1).
Diese Bindungswirkung setzt voraus, dass die Vorsorgeeinrichtung (spätestens) ins
Vorbescheidverfahren
(
Art.
73
ter
der
Verordnung über die Invaliden
versi
che
rung, IVV) einbezogen und ihr die Rentenverfügung formgültig eröffnet wurde (Urteil des Bundesgerichts 9C_81/2010 vom 1
6.
Juni 2010 E. 3.1, mit Hinweisen). Dem BVG-Versicherer steht ein selbständiges Beschwerderecht im Verfahren nach IVG zu. Unterbleibt ein solches Einbeziehen der Vorsorgeeinrichtungen, ist die IV-rechtliche Festsetzung des Invaliditätsgrades (grundsätzlich,
masslich
und zeitlich) berufsvorsorgerechtlich nicht verbindlich (BGE 130 V 270 E. 3.1).
Stellt die Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche Betrach
tungsweise ab, muss sich die versicherte Person diese entgegenhalten lassen, soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente ent
schei
dend war, und zwar ungeachtet dessen, ob der Vorsorgeversicherer im Verfahren der
Invalidenversicherung beteiligt war oder nicht. Vorbehalten sind jene Fälle, in denen eine gesamthafte Prüfung der Aktenlage ergibt, dass die Invaliditäts
bemessung der Invalidenversicherung offensichtlich unhaltbar war (BGE 130 V 270 E. 3.1).
2.
2.1
Der Kläger liess zur Begründung seiner Klage im Wesentlichen ausführen (
Urk.
1 und
Urk.
21), die Diagnosen, welche zur Berentung durch die Invaliden
ver
siche
rung geführt hätten, hätten schon lange vor der Anstellung bei der
A._
und somit der Versicherungsdeckung bei der Beklagten 1 vorgelegen. Sie hätten jedoch nie zu einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit geführt. Er habe sich zwar schon im September 2008 wieder zu
Dr.
med. F._
, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
in Behandlung begeben, erst im Juni 2009 habe dieser jedoch zusätzlich
Remeron
eingesetzt. Gemäss Dr.
med. G._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
könne ab diesem Zeitpunkt medizinisch-theoretisch von einer 60%igen Arbeitsunfähigkeit ausge
gangen werden. Er habe bis zum Austritt aus der
A._
seine medizinisch-theo
retische Arbeitsunfähigkeit zwar mit zusätzlichem
Effort
kompensieren können. Dieser zusätzliche
Effort
habe ihn jedoch gesundheitlich überfordert, weshalb er schliesslich gezwungen gewesen sei, seine Stelle zu kündigen. Eine solche über
mässige Anstrengung sei versicherungsrechtlich einer Arbeitsunfähigkeit gleich
zu
setzen.
Die Invalidenversicherung habe den für sie relevanten Eintritt der durchgehenden Arbeitsunfähigkeit von durchschnittlich 40
%
während eines Jahres auf Januar 2012 festgesetzt. Sie habe sich dabei auf das Gutachten von
Dr.
E._
vom 11. Januar 2014 gestützt. Abgesehen davon, dass für den Bereich der beruflichen Vorsorge nicht der Eintritt der durchschnittlich 40%igen Arbeitsunfähigkeit, sondern der Eintritt der anhaltenden mindestens 20%igen Arbeitsunfähigkeit mass
gebend sei, werde auch der von der Invalidenversicherung festgesetzte Ein
tritt der Arbeitsunfähigkeit durch das Gutachten nicht bedingungslos gestützt.
Dr.
E._
schreibe in seinem Gutachten, eine detaillierte retrograde Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sei ihm nicht möglich, während die vom behandelnden Psychiater
Dr.
F._
attestierte Arbeitsunfähigkeit von 60 bis 80
%
seit anfangs September 2009 für ihn nur teilweise nachvollziehbar sei. An keiner Stelle behaupte
Dr.
E._
jedoch, die 40%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei erst anfangs 2012 eingetreten. Aus seiner Formulierung müsse vielmehr ange
nommen werden, er gehe selber von einer anhaltenden Arbeitsunfähigkeit ab September 2009 aus, welche aber keine 60
%
bis 80
%
betragen habe. Ferner könne davon ausgegangen werden, dass die Angaben von
Dr.
E._
betreffend 40%ige
Arbeitsunfähig
ke
it bereits ab Beginn der Potentialabklärung im Septem
ber 2011 gälten, schreibe er doch in seinem Gutachten, seine Angaben gälten ab Beginn der beruflichen Massnahmen im Januar 201
2.
Ganz offensichtlich sei ihm
entgangen, dass die beruflichen Massnahmen bereits im September 2011 begonnen
hätten.
Sollte die Beklagte 1 nicht leistungspflichtig sein, liege die Leistungspflicht bei der Beklagten
2.
Dass er seit dem
1.
September 2009 in erheblichem Ausmass in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei, ergebe
sich aus den Berichten von Dr.
F._
. Soweit diesen nicht gefolgt werde, stehe jedenfalls fest, dass es im Zusammenhang mit der Steigerung der ADHS-Medikation in der ersten Hälfte 2010 spätestens ab Juni 2010 zu einer psychotischen Entwicklung gekommen
sei
, die spätestens ab Juli 2010 in einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit gegipfelt habe. Nachdem sich die Psychose langsam zu ihrer vollen Ausprägung entwickelt habe, müsse bereits im Juni, spätestens gegen Ende Juni 2010 eine Arbeitsunfähigkeit von beträchtlichem Ausmass vorgelegen habe
n
, sicher aber über 20
%
. Von dieser Arbeitsunfähigkeit habe er sich bis zur Berentung durch die Invalidenversiche
rung nie mehr erholt. Damit sei die massgebliche anhaltende Arbeitsunfähigkeit spätestens im Juni 2010 und somit in der Nachdeckungszeit der Beklagten 2 eingetreten.
2.2
Die Beklagte 1 wendete dagegen im Wesentlichen ein (
Urk.
11 und
Urk.
30), sie sei an den in Rechtskraft erwachsenen Entscheid der Invalidenversicherung ge
bunden. Sowohl der Vorbescheid als auch die Verfügung vom 3
1.
Juli 2014 seien ihr zugestellt worden. Daraus folge die Verbindlichkeitswirkung für sie an die einschlägigen Feststellungen in der Verfügung vom 3
1.
Juli 2014 hinsichtlich der Höhe des
Invaliditätsgrades (40
%
) und
auch
des Beginnes der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit per Januar 201
2.
Eine Leistungspflicht
ihrerseits
bestehe daher nicht.
Eine Leistungspflicht ihrerseits würde auch ohne Bindungswirkung an den invalidenversicherungsrechtlichen Entscheid nicht bestehen. Obschon der Kläger seit seiner Kindheit an einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerks
amkeitsstörung leide, sei es ihm
namentlich möglich gewesen, berufsbegleitend und erfolgreich die Kantonale Maturitätsschule sowie ein Universitätsstudium in Betriebswirt
schaftslehre zu absolvieren. Im Anschluss daran sei
er
vom
1.
Januar bis 3
1.
August 2009 bei der
A._
angestellt und dadurch bei ihr berufsvor
sorge
versichert gewesen. Der Kläger habe bei der
A._
durchgehend ausgezeichnete Arbeit ohne Anzeichen einer Leistungseinschränkung erbracht. Während der achtmonatigen Anstellungszeit sei er einzig an einem Tag krankheitsbedingt von der Arbeit abwesend gewesen. Es lägen
auch keine echtzeitlichen medizinischen Berichte vor, die eine relevante Einbusse am funktionellen Leistungsvermögen während der Versicherungsunterstellung bei ihr belegen würden.
Rechtsprechungsgemäss und entgegen der Meinung des Klägers könne der Nach
weis einer berufsvorsorgerechtlich relevanten Arbeitsunfähigkeit nicht durch nachträgliche medizinische un
d spekulative Überlegungen, wie
dies mit der vom Kläger in Auftrag gegebenen Aktenbeurteilung von
Dr.
G._
vom 1
5.
Juli 2016 versucht worden sei, erbracht werden.
2.3
Die Beklagte 2 machte im Wesentlichen
geltend (
Urk.
9), sie sei nicht
ins invalidenversicherungsrechtliche Verfahren miteinbezogen worden. Sie sei daher nicht an die Feststellungen der IV-Organe gebunden.
Der Kläger sei erstmals vom 1
5.
September 2008 bis zum 3
1.
Dezember 2008 bei ihr versichert gewesen. Obwohl er sich im September 2008 notfallmässig bei seinem Psychiater wegen Angstzuständen gemeldet habe, sei nicht von einem Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit während dieser Zeitspanne auszugehen. Dies werde auch vom Kläger nicht geltend gemacht.
Der Kläger habe
vom
1.
September 2009
bis am 1
2.
Mai 2010
erneut Taggelder
der Arbeitslosenversicherung
bezogen. Da ihres Erachtens keine Nachdeckung nach dem 1
2.
Mai 2010 bestehe, sei der Kläger somit vom 1. September 2009 bis 1
2.
Mai 2010 bei ihr versichert gewesen. Der Kläger habe am 3
1.
August 2009 seinen letzten Arbeitstag bei der
A._
gehabt. Für sie sei es nicht plausibel, dass bereits am nächsten Tag die Arbeitsunfähigkeit eingetreten sein soll. Dies insbesondere in Anbetracht des Gutachtens von Dr.
E._
, welcher die Ein
schätz
ung von Dr.
F._
in Bezug auf die Arbeitsunfähigkeit des Klägers im September 2009 anzweifle. So lasse die Krankengeschichte des Klägers bereits zu früheren Zeitpunkten seiner Biographie die Annahme des Eintritts der relevanten Arbeitsunfähigkeit zu. Diesbezüglich sei beispielsweise belegt, dass er infolge des Therapieabbruchs im August 2006 psychotische Symptome sowie eine Depression entwickelt habe. Ob der Kläger danach wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht habe, bleibe aufgrund der vorliegenden Akten unklar. Anhand der Berichte des behandelnden Psychiaters/Psychotherapeuten lasse sich der Eintritt der Arbeits
unfähigkeit nicht mit überwiegender Wahrsche
inlichkeit feststellen. Zur Klärung
der Sachlage bzw. der Krankengeschichte
wären
die Akten von
Dr.
F._
bei
zuziehen. Der Annahme des Klägers, die Arbeitsunfähigkeit sei im September 2009 eingetreten, sei entgegenzuhalten, dass die
Arbeitsunfähigkeit für Septem
ber 2009 n
icht echtzeitlich belegt sei. D
r
.
F._
beurteile die Arbeitsun
fähig
keit im Bericht vom
3.
November 2015 rückwirkend. Der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit per September 2009 oder Juni 2010 lasse sich jedenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit belegen. Sie sei daher nicht leistungs
pflichtig.
3.
3.1
Es sind insbesondere die folgenden ärztlichen Berichte für die Beurteilung der strittigen Fragen von Belang:
3.2
Dr.
F._
nannte mit Bericht an die IV-S
telle vom 1
5.
August
2011 (Urk.
16/13) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) seit Kind
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung, teils
histrionisch
, teils narzisstisch (ICD-10 F61.0)
-
Status nach akuter vorübergehender psychotischer Störung 2010 (ICD-10 F23.8)
Als Diagnose ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
F._
eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.0), gegenwärtig remittiert.
Der Kläger sei ab der
1.
Schulklasse auffällig gewesen, er sei zum Schulpsychiater geschickt worden, da er unruhig gewesen sei und andere Kinder gestört habe. Er
sei mit Medikamenten, wahrscheinlich Ritalin, behandelt worden. Ab der
7.
Klasse
habe er begonnen Haschisch zu rauchen. Ab etwa 1990 habe er auch Kokain konsumiert, bald regelmässig; später auch Ecstasy und LSD. Es sei zu heftigen Auseinandersetzungen mit den Eltern und Autoritäten gekommen. Ab Februar
1994 sei es zu einer ersten Behandlungsphase (ein halbes Jahr) bei ihm gekommen
. Dies nachdem der Kläger im Zusammenhang mit der Drogenproblematik mit dem Gesetz in Konflikt gekommen sei. Der Kläger habe sich zu jener Zeit als homo
sexuell geoutet und sich von den Drogen distanziert. Ab 1999 habe der Kläger eine langjährige psychoanalytische Behandlung bei ihm aufgenommen. Diese habe sich stabilisierend ausgewirkt, nicht nur bezogen auf die kontinuierliche Arbeitsfähigkeit, sondern vor allem auf die Beziehungsfähigkeit. Unruhe, einge
schränkte Konzentrationsfähigkeit etc. und depressive Einbrüche seien jedoch bestehen geblieben. Schliesslich
sei
der Kläger
der Ansicht gewesen
, er stagniere und habe die Behandlung im Sommer 2006 abgebrochen. Im September 2008 habe sich der Kläger notfallmässig wieder bei ihm gemeldet und sein Befinden nach Abbruch der Behandlung als von
Verfolgungsängsten geprägt, vermutlich zeitweise psychotisch, beschrieben. Später hätten sich eine Depression und eine Reihe somatischer Symptome entwickelt, weshalb er sich im
H._
von Spezialisten habe untersuchen lassen. Nun seien erneut massive Angstzustände,
vor allem Verfolgungsängste aufgetreten. Diese hätten sich unter
Seroquel
beruhigt
.
Nach Aufnahme der Stelle bei
der
A._
per
1.
Januar 2009
habe sich der Kläger sehr gestresst gefühlt. Wiederholt seien Ängste, Unruhe
und
Depersonali
sations
symptome aufgetreten. Auch ein Wechsel des Neuroleptikums auf
Zyprexa
, ergänzt durch
Temesta
, habe sein Befinden auf Dauer nicht verbessert. Er sei erneut depressiv geworden und habe sich genötigt g
esehen
, die Stelle per Ende August 2009 zu kündigen.
Das Ende
der Arbeitsbelastung habe einerseits das Befinden des Klägers verbessert, andererseits habe er sich damit konfrontiert gesehen, den Belastungen des Arbeitslebens als BWL-Absolvent psychisch nicht gewachsen zu sein, was eine längere Trauerreaktion ausgelöst habe. In der Folge sei er arbeitslos geblieben und
sei
keiner bzw. nur sporadischer, selbständiger Berufstätigkeit als Berater nach
gegangen
.
Im Herbst 2009 habe der Kläger bei ihm abgeschlossen, da er
– der Kläger -
nach
I._
umgezogen sei. Der Kläger habe dann
Dr.
J._
aufgesucht. Dieser habe unter der Hypothese der ADHS-Diagnose die Behandlung mit
Concerta
ausgereizt, was zum Vollbild einer Psychose mit vorübergehender
Hospitalisation
in der
K._
geführt habe.
Der Kläger habe sich Mitte September 2010 erneut bei ihm gemeldet. Unter Medikation mit
Seroquel
und
Remeron
sei er recht stabil und zuversichtlicher Stimmungslage.
Dr.
F._
attestierte dem Kläger ab
1.
September 2009 eine 60- bis 80%ige Arbeitsunfähigkeit.
3.3
Dr.
E._
hielt in seinem Gutachten vom 1
1.
Januar 2014 (
Urk.
16/87) als Diag
nosen fest (
Urk.
16/87/13):
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen,
histrionischen
, emotional instabilen und abhängigen Zügen (ICD-10 F61)
-
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ICD-10 F90.0)
-
anamnestisch rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
-
anamnestisch Status nach akuter vorübergehender psychotischer Störung 2009 (ICD-10 F23.8)
-
Status nach
Polytoxikomanie
in der Jugend, gegenwärtig abstinent
Die von
Dr.
F._
attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit als BWL-Absol
vent seit anfangs September 2009 sei für ihn nur teilweise nachvollziehbar. Die effektive Quantifizierung der Beeinträchtigung bezogen auf die Arbeitsfähigkeit sei schwierig. Es bestünden beim Kläger insbesondere interaktionelle Schwierig
keiten. Die Gruppenfähigkeit und die Teamfähigkeit seien aufgrund der erhöhten Kränkbarkeit und der Selbstbezogenheit eingeschränkt. Bei Tätigkeiten, die der Kläger möglichst selbständig und in eigener Regie sowie ohne intensive inter
personelle Kontakte ausüben könne, gehe er von einer schätzungsweisen 40%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus. Eine detaillierte retrograde Beurteilung sei ihm nicht möglich. Aufgrund der Aktenlage habe nach der psychotischen Dekompensation 2010 wahrscheinlich vorübergehend (2 bis 3 Monate) eine höher einzustufende Arbeitsunfähigkeit wie von
Dr.
F._
attestiert bestanden. Spä
tes
tens seit Aufnahme der beruflichen Massnahme anfangs 2012 gehe er jedoch im Durchschnitt von der jetzigen schätzungsweise 40%igen Einschränkung der Arb
eitsfähigkeit aus (Urk.
16/87/14).
3.4
Auf Zusatzfragen der IV-Stelle erklärte
Dr.
E._
mit Stellungnahme vom 31. Januar 2014 (
Urk.
16/93/2-3), aufgrund der kombinierten Persönlichkeits
stö
rung und der Aufmerksamkeitsstörung gehe er für sämtliche Tätigkeiten im ersten Arbeitsmarkt, also auch für die vom Kläger früher ausgeübte Tätigkeit als Ver
käufer
,
von einer etwa 40%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus.
3.5
D
ie Zusatzfrage der IV-Stelle
, ob die Arbeitsfähigkeit von etwa 60
%
auch für die
vom
1.
Januar bis 3
1.
August 2009 ausgeübte Tätigkeit als Revisor bei der
A._
gelte
,
verneinte
Dr.
E._
am 2
5.
April 2014 (
Urk.
16/101)
. In dieser Phase sei der Kläger vorübergehend während wenigen Monaten voll arbeitstätig gewesen. Es habe sich dabei aber um eine Tätigkeit gehandelt, bei welcher der Kläger jeweils in wechselnden Filialen eingesetzten worden sei und die interpersonellen Schwierigkeiten aufgrund der Persönlichkeitsstörung deshalb möglicherweise zumindest kurzzeitig kompensiert gewesen seien.
Auf die Frage, seit wann rückwirkend eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20 % in der Tätigkeit als Revisor bestehe und wie der seitherige Verlauf der
Arbeitsunfähigkeit sei, antwortete
Dr.
E._
, wahrscheinlich seit dem
1.
Sept
em
ber 200
9.
Ab diesem Zeitpunkt sei der Kläger auch von
Dr.
F._
krank
ge
schrieben worden.
Dr.
F._
sei in seinem Bericht ab diesem Zeitpunkt von einer 60- bis 80%igen Arbeitsunfähigkeit ausgegangen. Dies sei wie im Gut
achten beschrieben für ihn nicht nachvollziehbar. Eine detaillierte retrograde Beurteilung sei ihm jedoch nicht
möglich. Spätestens ab Aufnahme der beruf
lichen Mass
nahmen anfangs 2012 gehe er wie beschrieben von einer durch
schnittlichen 40%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus.
3.6
Dr.
F._
erklärte auf Frage des Rechtsvertreters des Klägers mit Bericht vom
3.
November
2015 (
Urk.
2/7), die zweitlet
zte Sitzung bei ihm habe am 29.
September 2009 stattgefunden. Damals habe der Kläger bereits einen Termin bei
Dr.
J._
in
L._
vereinbart gehabt. Ab dann könne er den Kläger nicht mehr konkret beurteilen. Hernach habe er den Kläger vom 1
4.
September 2010 bis am 1
4.
Mai 2013 erneut behandelt und seit dem 2
7.
Februar 2015 stehe er wiederum in seiner Behandlung.
Die Angaben zur Arbeitsfähigkeit im Bericht an die IV-Stelle vom 1
5.
August 2011 hätten sich auf die vom Kläger zuletzt ausgeübte Tätigkeit bezogen. In einer angepassten Tätigkeit könne seines Era
chtens nach einer Phase von 100
%
iger
Arbeitsunfähigkeit (etwa ein Monat) ab Oktober 2009 von einer 50%igen Arbeits
fähigkeit ausgegangen werden. Da der Kläger nach August 2009 kein Anstel
lungs
verhältnis mehr eingegangen sei, handle es sich hierbei jedoch nur um eine theoretische Umschreibung.
Auf die Frage
,
wie sich der Verlauf der Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit ab Wiederaufnahme der Behandlung bis zum 3
1.
Dezember 2012 präsen
tiert habe, erklärte
Dr.
F._
, der Kläger habe etwa seit Beginn 2010 versucht, eine selbständige T
ätigkeit als Berater aufzubauen; d
ies jedoch mit durch
zogenem Erfolg. Gleichzeitig sei er von seinem damaligen Freund gross
zügig unterstützt worden. Was möglich gewesen wäre, könne er nur schätze
n
, Grössenordnung 20 bis 40
%
.
3.7
Dr.
G._
erklärte gestützt auf die Krankengeschichte von
Dr.
J._
inklusive Medikamentenblatt und die Angaben des Klägers mit Stellungnahme vom 1
5.
Juli 2016 (
Urk.
2/8), der Behandlungsbeginn mit
Remeron
im Juni 2009 lasse auf eine Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes per dann schliessen. Bis zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses (mit der
A._
) habe sich der Kläger mittels übermässiger Willensanstrengung, versicherungspsychiatrisch als Dissi
mula
tion zu bezeichnen, noch über Wasser halten können, wenn auch mit Hilfe von Ferieneinlösung. Er habe sich krankheitsbedingt keinesfalls krankschreiben lassen wollen. Der Beginn der Arbeitsunfähigkeit habe im Juni 2009 gelegen. Diese habe aufgrund der medi
kamentösen Situation ab dem 16.
Juni 2009 20
%
betragen, wobei aufgrund der psychischen Symptomatik eine zugrundeliegende Arbeitsunfähigkeit
von 40 % addiert werden sollte, was insgesamt eine Arbeits
unfähigkeit von 60
%
ergebe. Gemäss dem IV-Gutachter sei ab
1.
September 2009 eine andauernde Arbeitsunfähigkeit von 40
%
wahrscheinlich. Der Kläger habe anfangs September 2009 die Neuroleptika abgesetzt, sodass die medikamentös beding
t
e
20
%
Arbeitsunfähigkeit weggefallen seien. Infolge medikamentös indu
zierter Psychose (Ritalin,
Concerta
) sei es ab
1.
Juni 2010 bis zum
Abk
l
ingen
der Psychose etwa Ende September 2010 vorübergehend zu einer 100%igen Arbeits
un
fähigkeit gekommen. Seit 1. Oktober 2010 liege eine 40%ige Arbeitsunfähig
keit vor. Anzufügen sei, dass er bei der Einschätzung des Grades der andauernden Arbeitsunfähigkeit von 40
%
davon ausgegangen sei, dass diese von
Dr.
E._
begründet worden sei. Er stütze sich auf diese Einschätzung, ohne dass er sie überprüft hätte. Er habe jedoch den Eindruck, dass die Arbeitsunfähigkeit von Dr.
E._
mit 40
%
zu tief eingeschätzt worden sei. Seiner Meinung nach liege sie bei 50
%
.
4.
Die IV-Stelle sprach dem Kläger mit Verfügung vom 3
1.
Juli 2014 (
Urk.
16/107) mit Wirkung ab
1.
Januar 201
3
eine
Viertelsrente
zu. Den Beginn des Wartejahres
(
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG)
setzte
sie dabei auf Januar 2012 fest.
Die Beklagte 1 war
zwar
ins invalidenversicherungsrechtliche Verfahren mitein
bezogen worden (vgl.
Urk.
16/102 und
Urk.
16/107). Nachdem der Kläger im Januar 2012
jedoch
nicht mehr bei der Beklagten 1 berufsvorsorgeversichert war und wie nachfolgend zu zeigen, der Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit ohne
hin nicht während der Versicherungsdeckung bei der Bek
lagten 1 einge
tre
ten ist (vgl. E
. 5.2), kann offenbleiben, ob bzw. inwieweit eine Bindungs
wir
kung der Beklagten 1 an den Entscheid der Invalidenversicherung besteht.
Die Beklagte 2 wurde weder ins invalidenversicherungsrechtliche Verfahren mit
einbezogen noch beruft sie sich auf den Entscheid der Invalidenversicherung (
Urk.
9 S. 13), weshalb für sie keine Bindungswirkung an den invalidenversiche
rungsrechtlichen Entscheid besteht.
5.
5.1
Der Kläger war ab dem
1.
Januar 2009 bei der
A._
AG angestellt und ab diesem Zeitpunkt bei der Beklagten 1 berufsvorsorgeversichert (
Urk.
2/3). Das Arbeitsverhältnis mit der
A._
AG endete am 3
1.
August 2009 (
Urk.
16/4/19). Da der
Kläger ab dem
1.
September 2009 Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezog (vgl.
Urk.
10/1), endete das Versicherungsverhältnis mit der Beklagten 1 am 3
1.
August 2009 und war der Kläger ab dem
1.
September 2009 bei der Beklagten 2 berufsvorsorgeversichert (vgl.
Art.
10
Abs.
3 BVG).
Der Kläger bezog in der Folge bis am 1
2.
Mai 2010 Taggelder der Arbeits
losen
versicherung (
Urk.
10/1). Er war dadurch bei der Beklagten 2 berufsvorsorge
versichert. Es kann vorliegend offenbleiben, ob der Kläger nach dem Ende des Taggeldbezugs in den Genuss der Nachdeckung gemäss
Art.
10
Abs.
3 BVG kommt (vom Bundesgericht bisher explizit offengelassen: Urteile 9C_361/2011 vom 1
1.
November 2011 E. 5.2, 9C_162/2013 vom
8.
August 2013 E. 2.4, BGE 140 V 213 E. 2; einen Anspruch auf Nachdeckung verneinend: Stauffer, Beruf
liche Vorsorge,
2.
Auflage,
Rz
. 696), da die die relevante Arbeitsunfähigkeit – wie nachfolgend zu zeigen –
nicht
zwischen dem 1
3.
Mai und dem 1
2.
Juni 2010 eingetreten ist.
5.2
Der Kläger wies während der gesamten Dauer des Arbeitsverhältnisses mit der
A._
keine relevanten krankheitsbedingten Absenzen auf. Wie sie sich aus dem Arbeitszeugnis der
A._
vom 3
1.
August 2009 (
Urk.
16/4/19) ergibt, erbrachte der Kläger gute Arbeitsleistungen
. Auch hinsichtlich persönlichen
Ver
halten
s
wurde dem Kläger ein einwandfreies Arbeitszeugnis ausgestellt. Weiter ist dem Arbeitszeugnis zu entnehmen, dass die Arbeitgebe
rin die vom Kläger eingereichte
Kündigung sehr bedaure. Soweit der Kläger geltend macht, er habe die volle Leistung nur unter Leistung eines zusätzlichen
Efforts
erbringen können, welcher in der Folge zur Dekompensation geführt habe, weshalb er versiche
rungs
rechtlich bereits während der Tätigkeit für die
A._
arbeitsunfähig geworden sei (E. 1.1), verkennt er, dass gemäss konstanter bundesgerichtlicher Rechtsprechung eine relevante Arbeitsunfähigkeit nur vorliegen bzw. eintreten kann, wenn sie sich sinnfällig auf das Arbeitsverhältnis auswirkt (vgl. E. 1.3, zuletzt auch Urteil des Bundesgerichts 9C_52/2018 E. 3.2). Dies war während des Arbeitsverhältnisses des Klägers mit der
A._
– wie dargelegt - gerade nicht der Fall.
Dem Kläger wurde für die Dauer des Arbeitsverhältnisses mit der
A._
zudem weder von seinem ihn damals behandelnden Psychiater
Dr.
F._
noch vom IV-Gutachter
Dr.
E._
eine Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Dr.
F._
hielt in seinem Bericht vom 1
5.
August 2011 (E. 3.2) zwar während der Dauer des Arbeits
verhältnisses auftretende psychische Probleme fest, er attestierte dem Kläger jedoch erst ab dem
1.
September 2009 eine Arbeitsunfähigkeit.
Dr.
E._
hielt in seiner Stellungnahme vom 2
5.
April
2014 (vgl. E. 3.5) ausdrücklich fest, dass während der Dauer des Arbeitsverhältnisses mit der
A._
keine Arbeitsun
fähig
keit vorgelegen habe.
Dr.
G._
attestierte dem Kläger demgegenüber ab dem 1
6.
Juni 2009 eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit.
Dr.
G._
, welcher den Kläger im fraglichen Zeit
raum nicht behandelte, gab diese Einschätzung im Wesentlichen gestützt auf die vom Kläger bezogenen Medikamente ab. Seinem Bericht sind weder Befunde noch eine Auseinandersetzung mit den abweichenden Einschätzungen von Dr.
F._
und
Dr.
E._
zu entnehmen. Der Bericht von
Dr.
G._
ist daher betreffend die Festsetzung der Arbeitsunfähigkeit vor dem
1.
September 2009 nicht nachvollziehbar.
Nach dem Gesagten war der Kläger während der gesamten Versicherungsdauer bei der Beklagten 1 in der Lage, eine gute Arbeitsleistung zu erbringen. Eine Aus
wirkung der bestehenden psychischen Erkrankung auf die Arbeitsfähigkeit zeigte sich nicht. Darüber hinaus wurde dem Kläger für die Dauer der Versicherungs
deckung bei der Beklagten 1 mit Ausnahme von
Dr.
G._
, dessen Ein
schät
zung jedoch nicht nachvollziehbar ist, auch keine Arbeitsunfähigkeit bescheinigt. Die Beklagte 1 ist daher nicht leistungspflichtig, weshalb die gegen sie gerichtete Klage abzuweisen ist.
5.3
5.3.1
Zu prüfen bleibt, ob die Beklagte 2 leistungspflichtig ist. Vorweg ist dabei fest
zuhalten, dass eine allfällig vorbestehende Arbeitsunfähigkeit des Klägers durch die achtmonatige
Arbeitst
ätigkeit für die
A._
, in welcher wie eben dargelegt,
keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestand, unterbrochen worden
wäre (
BGE
144 V 58).
5.3.2
Dr.
F._
setzte den Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit – wie dar
gelegt – auf den
1.
September 2009 und somit auf einen Zeitpunkt während der Versicherungsdeckung bei der Beklagten 2 fest (E. 3.2).
Dr.
F._
attestierte diese Arbeitsunfähigkeit zwar nicht echtzeitlich, seine Einschätzung basiert jedoch auf seinen echtzeitlichen Untersuchungen, stand der Kläger doch im September 2009 in seiner Behandlung.
Der IV-Gutachter
Dr.
E._
hielt in seinem Gutachten vom 1
1.
Januar 2014 fest, dass seines Erachtens spätestens seit Aufnahme der beruflichen Massnahmen anfangs 2012 im Durchschnitt die im Gutachtenszeitpunkt ebenfalls gegebene 40%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe (E. 3.3). In seiner Stellungnahme vom 25. April 2014 (E. 3.5) erklärte er auf die entsprechende Frage, dass wahrschein
lich seit dem
1.
September 2009 eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20
%
bestehe. Gleichzeitig
betonte er jedoch erneut, dass die von Dr.
F._
atte
stierte 60- bis 80%ige Arbeitsunfähigkeit für ihn nicht nachvollziehbar sei und eine detaillierte retrograde Beurteilung nicht möglich sei. Für die Beurteilung, ob die relevante Arbeitsunfähigkeit während der Versicherungsdeckung bei der Be
klag
ten 2 eingetreten ist, ist unerheblich, ob der Kläger ab dem
1.
September 2009 im Umfang von 60 bis 80
%
oder lediglich zu 20
%
arbeitsunfähig war, genügt für deren Eintritt doch eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit (BGE 144 V 58 E. 4.4). Es kann somit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der Kläger ab dem
1.
September 2009 zu mindestens 20
%
arbeitsunfähig war
und somit während der Versicherungsdeckung bei der Beklagten eine relevante Arbeitsunfähigkeit eingetreten ist
. Zu prüfen bleibt, ob diese Arbeitsunfähigkeit in einem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit steht.
5.3.3
Dr.
F._
attestierte dem Kläger mit Bericht vom 1
5.
August 2011 (E. 3.2) eine seit dem
1.
September 2009 ununterbrochen bestehende 60- bis 80%ige Arbeits
unfähigkeit. In seiner Stellungnahme vom
3.
November (E. 3.6) ging er für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Revisor von einer 100%igen und für eine ange
passte Tätigkeit schätzungsweise von einer 60- bis 80%igen Arbeitsunfähigkeit aus.
Dr.
E._
wies in seiner Stellungnahme vom 2
5.
April 2014 (E. 3
.5) zwar explizit darauf hin
, dass er die Arbeitsfähigkeit des Klägers retrospektiv nicht detailliert beurteilen könne und er eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 60 bis 80
%
als nicht plausibel erachte, er erklärte aber gleichzeitig, dass er eine andauernde Arbeits
unfähigkeit von mindestens 20
%
als für wahrscheinlich erachte.
Für die Zeit zwischen dem 2
9.
September 2009 und dem 1
4.
September 2010 ist keine Beurteilung eines Arztes aktenkundig, welcher den Kläger in dieser Zeit behandelte (vgl.
Urk.
1 S. 11). Wie sich dem Bericht von
Dr.
G._
(E. 3.7), welcher die von Dr.
J._
erstellte Krankengeschichte und den Medikamen
ten
bezug des Klägers analysierte, ergibt, erhöhte der Kläger nach dem Ende der Behandlung bei Dr.
F._
seine
Remeron
-Dosis ab dem 2. Oktober 2009 von 30 auf 45mg. Zudem nahm er ab dem 2
0.
November 2009 Ritalin ein, wobei er zunächst 3 x 5mg und ab dem
3.
Dezember 2009 3 x 10mg einnahm. Ab dem
8.
Dezember 2009 wechselte er auf
Concerta
, wobei er mit 36mg startete und die Dosis ab dem 2
4.
März 2010 auf 54 mg, ab dem 2
6.
April 2010 auf 72 mg und ab dem 2
3.
Juni 2010 auf 90 mg steigerte. Am
3.
August 2010 wurde die Ein
nahme gestoppt,
ab dem gleich
en
Zeitpunkt nahm der
Kläger
jedoch
Seroquel
ein
(
Urk.
3/5). Vom 2
5.
August bis
3.
September 2010 war der Kläger in teilstatio
närer Behandlung
in der K._
(
Urk.
12/9). Die steigenden Dosen
der vom Kläger eingenommenen Medikamente lassen darauf schliessen, dass sich sein Gesundheitszustand zwischen September 2009 und September 2010 zumindest nicht wesentlich verbesserte. Dr.
G._
ging in seinem Bericht vom 1
5.
Juli 2016 denn auch davon aus, dass der Kläger ab September 2009 weiterhin arbeitsunfähig war (E. 3.7).
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass zwischen den berichtenden Ärzten Differen
zen betreffend den Umfang der Arbeitsunfähigkeit des Klägers ab dem 1. Septem
ber 2009 bestehen, jedoch Einigkeit darüber
herrscht
, dass der Kläger andauernd zumindest zu 20
%
arbeitsunfähig war. Diese
mindestens 20%
i
ge Arbeitsun
fähigkeit
steh
t in Übereinstimmung mit den
vom Kläger ab September 2009 tatsächlich erbrachten Leistungen. So empfahl die
B._
, welche eine Potentialabklärung vorgenommen hatte,
zwar
die Durchführung eines Aufbau
trainings mit dem Ziel einer 100%igen Arbeitsfähigkeit (
Urk.
16/42). Die
D._
, welche für das in der Folge durchgeführte Aufbautraining zuständig war, kam gemäss ihrem Bericht vom
9.
Juli 2012 jedoch zum Schluss, dass eine Inte
gration in den Arbeitsmarkt in einem angestellten Verhältnis keine erfolgsver
sprechende Lösung sei (
Urk.
16/53). Ein Versuch des Klägers als
Selbständiger
werbender
blieb erfolglos (vgl.
Urk.
(
Urk.
16/87/8). Nichts
relevantes
anderes
ergibt sich auch aus den Angaben des Klägers im Februar 2010 zu Händen der Organe der Arbeitslosenversicherung, er sei aus
gesundheitlichen Gründen zu 100
% arbeitsfähig (
Urk.
12/5), kann Zeiten
, in welchen
als voll vermittlungs
fähiger Stellensuc
hender Taggelder bezogen werden
doch nicht die glei
che Bedeutung zugemessen werden
wie Zeiten effektiver Erwerbstätigkeit (vgl. BGE 134 V 20 E. 3.2.1).
Nach dem Gesagten und in Anbetracht dessen, dass
Dr.
E._
in seiner Stellung
ahme vom 3
1.
Januar 2014 grundsätzlich für sämtliche Tätigkeiten eine gleich grosse Einschränkung festhielt (E. 3.4), ist – nachdem Dr.
F._
auch für eine angepasste Tätigkeit von einer 60- bis 80%oigen Einschränkung ausgegangen ist - mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der zeitliche Zusammenhang zwischen der am
1.
September 2009 eingetretenen und der zur Invalidität führenden Arbeitsunfähigkeit nicht unterbrochen wurde. Da der sachliche Zusammenhang unbestrittenermassen gegeben ist, ist die Beklagte 2
somit
leistungspflichtig.
5.3.4
Der vom Kläger sinngemäss geltend gemachte Invaliditätsgrad von 40
%
wird von der Beklagten 2 zu Recht nicht in Frage gestellt. Der Kläger hat daher An
spruch auf eine
Viertelsrente
(vgl.
Art.
23 des Vorsorgereglements der Beklag
ten
2,
Urk.
10/24). Diese
ist entsprechend der Invalidenrente der Invaliden
ver
sicherung ab
dem
1.
Januar 2013 geschuldet (vgl.
Art.
23
Abs.
1 des Reglements der Beklagten 2).
Auf Invalidenleistungen sind Verzugszinsen geschuldet, wobei grundsätzlich Art. 105
Abs.
1 des Obligationenrechts (OR) anwendbar ist (BGE 119 V 131 E. 4). Danach ist der Verzugszins vom Tage der Anhebung der Betreibung oder der gerichtlichen Klage an geschuldet. Der Zinssatz beträgt 5
%
, sofern das Reglement der Vorsorgeeinrichtung keine andere Regelung kennt (BGE 119 V 131 E. 4c). Ge
mäss
Art.
34 des Vorsorgereglements der Beklagten 2 entspricht der Verzugs
zins dem BVG-Zins. Dieser beträgt seit dem
1.
Januar 2017 1
%
(
Art.
12
lit
. j der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen-
und Invalidenvorsorge, BVV 2).
Dem Kläger sind folglich für die bis zur Klageerhebung
am
7.
August 2017
(vgl.
Poststempel
Urk.
1) fällig gewordenen
Rentenbetreffnisse
ab diesem Zeit
punkt und für die weiteren Rentenleistungen ab deren jeweiligem Fällig
keits
datum Verzugszinsen von
1
%
zuzusprechen.
5.4
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die gegen die Beklagte 2 gerichtete Klage gutzuheissen und diese zu verpflichten ist, dem Kläger mit Wirkung ab dem
1.
Januar 2013 basierend auf einem Invaliditätsgrad von 40
%
eine Viertels-Invalidenrente zuzüglich Verzugszinsen von 1
%
seit dem
7.
August 2017 für die bis dahin fällig gewordenen
Rentenbetreffnisse
sowie für die übrigen ab dem jeweiligen Fälligkeitsdatum auszurichten.
Im Übrigen ist die Klage, soweit sie eine Leistungspflicht der Beklagten 1 betrifft, abzuweisen
.
6.
6.1
Da der Kläger vorliegend mit seiner gegen die Beklagte 2 gerichteten Klage obsiegt, steht ihm eine Prozessentschädigung zu. Nach
§
34
Abs.
3
GSVGer
be
misst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert
.
Sie
ist auf
Fr.
3'4
00.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.
6.2
Der Beklagten 1 steht in ihrer Funktion als Trägerin der beruflichen Vorsorge trotz ihres Obsieg
ens keine Prozessentschädigung
zu (
§
34
Abs.
2
GSVGer
; vgl. statt vieler: BGE 128 V 124 E. 5b).