# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 69d1ce14-abb8-4fcd-a038-2cc31d0dec39
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Mit Verfügung vom
1.
Oktober 2013
verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, einen Anspruch von
X._
, geboren 1
0.
September 2011, auf medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens gemäss
Ziff.
498 des Anhangs der Verordnung über die Geburtsgebrechen (Hypoglykämie). Zur Begründung machte die IV-Stelle gel
tend,
die Mutter als gesetzliche Vertreterin des Versicherten sei mehrmals gemahnt und auf
ihre
Mitwirkungspflicht aufmerksam gemacht worden. Auf die betreffenden Schreiben habe sie indes nie reagiert. Das Gesuch habe nicht bear
beitet werden können, weil Unterschrift und Angaben über die Krankenkasse gefehlt hätten. Deshalb habe die Krankenkasse auch nicht über den ablehnen
den Entscheid orientiert werden können
.
Am 1
7.
Juli 2013 habe man die Anmeldung erneut erhalten mit Angaben der Krankenkasse und Unterschrift. Diese Anmeldung sei jedoch zu spät erfolgt, da seit dem
1.
Januar 2012 nur noch ein Jahr rückwirkend die Kosten übernommen werden könnten
(
Urk.
2)
.
2.
Gegen diese Verfügung erhob die SWICA Krankenversicherung AG als obligatori
scher Krankenversicherer von
X._
am 2
8.
Oktober 2013 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, es sei die Beschwerde
gegnerin in Aufhebung der angefochtenen Verfügung zu verpflichten, die von der SWICA erbrachten Vorleistungen im Umfang von
Fr.
3‘527.
--
zurückzuer
statten, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beschwerdegeg
nerin (
Urk.
1). In ihrer Vernehmlassung vom 1
4.
Februar 2014 stellte die Beschwerdegegnerin unter Hinweis darauf, die angefochtene Verfügung sei in Wiedererwägung gezogen worden, Antrag auf Abschreibung des Verfahrens (
Urk.
8)
.
Die betreffende Wiedererwägungs
verfügung vom 1
7.
Februar 2014 (
Urk.
11)
liess sie dem Gericht mit Eingabe
vom selben Datum
zukommen.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Nach
Art.
53
Abs.
3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts (ATSG) kann der Versicherungsträger eine Verfügung oder einen
Einspracheentscheid
, gegen die Beschwerde erhoben wurde, so lange wiedererwägen, bis er gegenüber der Beschwerdebehörde Stellung nimmt. Die neue Verfügung oder der neue
Einspracheentscheid
beendet den Streit insoweit, als damit den Anträgen der versicherten Person entsprochen wird (ZAK 1989
S.
563
Erw
. 2a, vgl. auch ZAK 1989 S. 310).
1.3
.
Vorliegend hielt die Beschwerdegegnerin in
ihrer Wiedererwägungsverfügung vom 1
7.
Februar 2014
fest, sie übernehme die Kosten für die Behandlung des Geburt
sgebrechens
Ziff.
498 vom 1
0.
bis 1
7.
September 201
1.
Dabei übernehme sie die Kosten für die Behandlung im Spital und für eine Nachkontrolle. Weitere Nachkontrollen könnten übernommen werden, wenn deren Notwendigkeit und voraussichtliche Dauer von der Intensivbehandlungsstelle begründet dargelegt würden. Die Kosten würden nach IV-Tarif vergütet (
Urk.
11).
Gemäss diesen Ausführungen ist
somit festzustellen, dass den beschwerdeweise gestellten Anträgen von Seiten der Beschwerdegegnerin vollumfänglich entsprochen wurde, was zur Abschreibung des Verfahrens zufolge Gegenstand
s
losigkeit führt.
2.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
)
und auf
Fr.
3
00.--
festzuset
zen
. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
3.
Im Verfahren der Verwal
tun
gsgerichtsbeschwerde darf obsiegenden Behörden oder mit
öf
fent
lichrechtlichen
Aufgaben betrauten Organisationen in der Re
gel keine Parteientschädigung zugesprochen werden. In An
wen
du
ng di
eser Bestimmung
hat das Bundesgericht der SUVA und den privaten UVG
Versiche
rern so
wie
von Son
derfällen abgesehen
den Krankenkassen keine Partei
entschädigungen zuge
sprochen, weil sie als Orga
nisa
tionen mit
öffentlichrechtlichen
Aufgaben zu qua
lifizieren sind (BGE 112 V 356 E. 6 mit Hinweisen).
Vorliegend besteht keine Veranlassung, von diesen Grundsätzen abzuweichen, weshalb die Beschwerde
führerin keinen Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Die Einzelrichterin
verfüg
t:
1.
Der Prozess wird als g
e
genstandslos geworden
abgeschrieben
.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
300.-- werden der Beschwerdegegnerin auferlegt. Rech
nung und Einzahlungsschein werden der Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
SWICA Krankenversicherung AG
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.