# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 38f6e35d-b4b4-4e62-914a-f05ad34b34cc
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der
im Jahre 1978
geborene
X._
war seit dem
1.
Juli 2007
als Softwareentwickler für die
Y._
AG
tätig und als solche
r
bei der
Züri
ch Versicherungs-Gesellschaft
AG (
Zürich
) obligatorisch gegen die Folgen von Be
triebs- und Nichtbetriebsunfällen versichert.
Nach einer
Kreuzbandver
letzung
im
Jahre 1994 wurde 1996 eine vordere Kreuzbandplastik mit
Menis
kektomie
am linken Knie durchgefü
hrt, wobei es
durch sportliche Überbelastung
ab
2010 wie
der vermehrt zu Beschwerden
kam (
Urk.
8/2), welche
Ende
2011 wieder ver
schwanden (
Urk.
1 S.
4
,
Urk. 3/5,
Urk.
8/1
).
Am
2
5.
Oktober
2012
verletzte sich der Versicherte zu Hause bei Pickelarbeiten in der Hocke
erneut
am linken Knie (
Urk.
7/21)
, nachdem er in der Zeit zuvor beschwerdefrei und sportlich aktiv
ge
wesen
war (
Urk.
1 S. 4).
Die Erstbehandlung
fand am
8.
November 2012 bei
Dr.
med.
Z._
, Fach
arzt FMH für Chirurgie, statt
(Urk. 8/1)
. Im Rahmen der wei
teren Abklärungen wurde
eine Röntgen- und
MRI
-Untersuchung
durchgeführt
;
weiter wurde ein CT
des
linken
Knies
erstellt. Aufgrund der bildgebenden Ver
fahren stellte
Dr.
Z._
eine
posterolaterale
Meniskusrissbildung fest, wobei ein ope
ratives Vorgehen ins Auge gefasst wurde (
Urk.
8/5).
Mit Schreiben vom 2
9.
Januar 2013 wies die Zürich das Leistungsbegehren des Versicherten form
los
ab (
Urk.
7/10) und hielt
an die
ser Einschätzung
mit Verfügung vom
5.
März 2013
und
Einspracheentscheid
vom 1
2.
Juni 2013
fest (
Urk.
7/14,
Urk. 7/1
= Urk. 2).
2.
Gegen den genannten
Einspracheentscheid
erhob
der Versicherte
am
1
0.
Juli 2013
Be
schwerde und beantragte die
Leistungs
übernahme durch die
Beschwer
d
e
gegnerin
(Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom
7.
August
2013 beantragte die
Beschwerde
geg
nerin
die Ab
weisung der Beschwerde (Urk. 6), wovon dem Beschwerdeführer am 9. August 2013 Kenntnis gegeben wurde (Urk. 9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
–
so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Be
rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der
Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind,
in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung
ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gen
de Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Kör
per, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund
heit oder de
n Tod zur Folge hat.
1.3
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat
Körper
schädigungen
, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, so
fern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurückzu
führen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleich
gestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten
Körper
schädigungen
ist ab
schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei
ze
risches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S.
202).
Bei den unfallähnlichen Körperschädigungen im Sinne von
Art.
9
Abs.
2 UVV entfällt im Vergleich zu den eigentlichen Unfällen nach
Art.
4 ATSG einzig das Tatbestandselement der Ungewöhnlichkeit des auf den Körper einwirkenden äusse
ren Faktors. Alle übrigen Begriffsmerkmale eines Unfalles müssen hinge
gen auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen erfüllt sein. Dies gilt namentlich für das Erfordernis des einwirkenden äusseren Faktors an sich, wo
runter ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälliger - eben unfallähnlicher - Einfluss auf den Körper zu verstehen ist. Dabei kann die schädigende Einwirkung auch in einer körpereigenen Bewegung bestehen (Urteil
des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.2 mit Hinweisen auf BGE
139 V 327 E. 3.1, 3.3.1; 129 V 466 E. 2.2, 4.1
;
123 V 43 E. 2b).
Erforderlich für die Bejahung eines äusseren Faktors ist ein gesteigertes
Schädi
gungspoten
zial
, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es
durch Hin
zutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der Vornahme der alltäglichen
Lebens
verrichtung
führenden Faktors. Die physiologische Beanspruchung des Ske
letts, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Fak
to
r dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 1
4.
November 2013 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E.
3.3.1, 129 V 466 E.
4.2.2, 4.3). Ein äusserer
Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial liegt nach der Rechtsprechung vor,
wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als physiolo
gisch
normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbe
son
dere seiner Gliedmassen, verbunden ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014
vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E.
3.3.1). Erfüllt ist das
Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Änderungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen füh
ren können, so etwa beim plötzlichen Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen be
lastenden Bewegungen oder bei einer wegen äusserer Einflüsse un
kontrollierbar gewordenen Positionsänderung (vgl. BGE 129 V 466 E. 4.2.3, Urteil des Bundes
ge
richts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3).
Der Zweck des Instituts der unfallähnlichen Körperschädigung besteht nicht da
rin, krankhafte oder degenerative Körperschäden von der obligatorischen Un
fall
versi
cherung auszuschliessen, sondern darin, die oft schwierige Abgren
zung zwischen Unfall und Krankheit zugunsten der Versicherten zu vermeiden. Die
so
zialen Unfallversicherer haben somit ein Risiko zu übernehmen, das nach der gel
tenden begrifflichen Abgrenzung von Unfällen und Krankheiten den letz
te
re
n zuzuordnen wäre. Hinzu kommt, dass es für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammen
hangs praxisgemäss genügt, wenn das schädigende Ge
schehen eine
Teilursache bildet. Ein degenerativer oder pathologischer
Vorzu
stand
schliesst daher eine unfallähnliche Körperschädigung nicht aus, sofern ein
unfallähn
liches
Ereignis den vorbestehenden Gesundheitsschaden verschlimmert oder mani
fest werden lässt. Bei
den
in
Art.
9
Abs.
2
lit
. a bis h UVV abschlies
send erwähnten Verletzungen muss aber eine schädigende, äussere Einwirkung wenigs
tens im Sinne eines Auslösungsfaktors zu den (vor- oder überwiegend) krank
haften oder degenerativen Ursachen hinzutreten, damit eine
unfallähnli
che
Körperschädigung vorliegt (vgl. BGE 123 V 43 S. 45 E. 2b mit Hinweisen, insbes. auf BGE 116 V 155 E. 6c, 117 V 360 E. 4a, 114 V 301 E. 3c; RKUV 1988 Nr. U 57 S. 373 E. 4b).
Schmerzen als Symptome einer Schädigung nach
Art.
9
Abs.
2 UVV fallen als massgebender äusserer Faktor nicht in Betracht, wenn sie bei einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass ein davon unterscheidbares äusseres
Moment mitspielen würde. Wer also etwa beim blossen Aufstehen, Absitzen, A
bliegen, bei Bewegungen im Raum, Handreichungen und so weiter einen ein
schiessenden Schmerz verspürt, kann allein deswegen noch keine unfallähnliche Körperschädigung geltend machen. Ein äusserer Faktor ist nicht gegeben, wenn die versicherte Person einzig das erstmalige Auftreten von Schmerzen angibt, aber keine gleichzeitig mitwirkende äussere Komponente zu benennen vermag.
Auch ist das Erfordernis eines äusseren schädigenden Faktors nicht erfüllt, wenn
das Auftreten von Schmerzen bloss mit einem von der versicherten Per
son be
schriebenen gewöhnlichen Bewegungsablauf einhergeht. Verlangt wird vielmehr ein Geschehen, welchem ein gesteigertes Gefährdungspotenzial inne
wohnt, was zutrifft, wenn die als Schmerzauslöser angegebene Betätigung im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen wird, wie dies bei vielen sportlichen Aktivitäten der Fall ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3 mit Hinweis auf
BGE 129 V 466 E. 4.2.1, 4.2.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen
E
inspracheentscheid
damit, dass aufgrund der Sachverhaltsschilderung ein ungewöhnlicher äusserer Faktor im Sinne einer Programmwidrigkeit
zu verneinen sei
, so dass das Vorlie
gen eines Unfalles im Rechtssinne verneint werden müsse. Im Rahmen der Prü
fung eines unfallähnlichen Geschehens sei anzumerken,
dass es vorliegend an
einem plötzlichen schädigenden Ereignis mangle. Das wiederholte Ausholen und
Schlagen mit dem Pickel, selbst in der Hocke, könne nicht als Tätigkeit mit ge
stei
gerter Gefahrenlage bezeichnet werden. Die Voraussetzungen für die An
nah
me
einer unfallähnlichen Körperschädigung seien unter diesem Aspekt nicht ge
geben (
Urk.
2
,
vgl. auch Urk. 6 S. 3 f.
).
2.2
Der Beschwerdeführer
machte
demgegenüber im Wesentlichen geltend, dass die in der Hocke ausgeführten Pickelarbeiten in einer sehr instabilen Position aus
geführt worden seien, wobei es immer wieder zu unkontrollierten Bewegungen gekommen sei. Die beschriebene Arbeit sei nicht alltäglich und weise ein gestei
g
ertes Gefährdungspotential auf, vergleichbar mit einem
Verdrehtrauma
beim Fussballspielen oder Skifahren (
Urk.
1).
3.
3.1
Im Rahmen
der Schilderung des Unfallhergangs führte der Beschwerdeführer aus, dass er unter der Treppe an der Kellerwand Pickelarbeiten ausgeführt habe, wo
bei er in der Hocke den Pickel mit möglichst viel Schwung in die Wand habe schlagen müssen. Dabei sei eine Drehbewegung des Oberkörpers nötig gewesen,
bei an Ort bleibenden Füssen. Bei der Ausholbewegung sei es zu einem hör
ba
ren
Knackgeräusch im linken Knie gekommen. In der gleichen Woche habe er diese
Tätigkeit bereits mehrmals durchgeführt; vor dem Ereignis vom 2
5.
Oktober 2012
hätten keine Beschwerden bestanden. Die Beschwerden seien sofort nach dem
Ereignis aufgetreten, die Erstbehandlung habe am
8.
November 2012 bei
Dr.
Z._
stattgefunden (
Urk.
7/25).
3.2
Dr.
Z._
hielt in seinem Bericht vom
8.
November 2012 fest, dass der Be
schwerdeführer am 2
5.
Oktober 2012 am operierten linken Kniegelenk ein mas
si
ves Distorsionstrauma erlitten habe bei folgenden Befunden: Normales
Gang
bild
, minimer Erguss, 135/0/5°, deutliche
sagitale
Instabilität mi
t weichem
Lach
man
(++ bis +++;
Urk.
8/1).
3.3
Die MRI-Untersuchung vom 1
7.
November 2012 ergab - soweit einsehbar - eine
vollständig erhaltene VKB-Plastik, ein
en
Knorpelschaden am medialen
femora
len
Gleitlager sowie ein
en
Erguss (
Urk.
8/3).
3.4
In seinem Bericht vom 2
1.
November 2012 hielt
Dr.
Z._
fest, dass das MRI ein
sehr steiles,
tibial
weit hinten liegendes, aber durchgehendes vorderes Kreuz
band zeige. Die Knorpelsituation sei ordentlich, im Gegensatz zur Beur
teilung der Radiologin bestehe doch eine
posterolaterale
Meniskusrissbildung (
Urk.
8/5).
Nachdem am 2
1.
Dezember 2012 ein CT des linken Knies erstellt w
o
rde
n war (Urk.
8/4)
, hielt
Dr.
Z._
in seinem Bericht vom
7.
Januar 2013 fest, dass die bildgebende Un
tersuchung eine minimale Kanalerweiterung
tibial
zeige, wobei
der Kanal aber wirklich sehr ungünstig (zu weit hinten) liege und mit einem neuen korrekten Kanal sicherlich in Konflikt kommen würde. Der
femorale
Kanal
sollte
umgeh
bar
sein. In einer ersten Sitzung solle nun eine Arthroskopie mit
Me
niskussa
nierung
(Resektion oder Naht) sowie das Auffüllen der Bohrkanäle
er
folgen
, dann wenn nötig in zwei Monaten eine VKB-
Ersatzplatik
erstellt wer
de
n (
Urk.
8/5).
3.5
Nach der Untersuchung vom 28. Februar 2013 in der
Klinik A._
, die zur
Diagnose einer Transplantatinsuffizienz führte (Differentialdiagnose:
Reruptur
im
Rahmen eines
Verdrehtraumas
vom 25.
Oktober
2012; Urk.
3/5), erfolgte dort am
8. April 2013 der von Dr.
Z._
empfohlene Eingriff am linken Knie (Urk. 3/6-8).
4.
4.1
Unbestritten und durch die Akten belegt ist vorliegend, dass die am 2
5.
Oktober
2012 erlittene Knieverletzung nicht durch die Einwirkung eines ungewöhnli
che
n äusseren Faktors zustande gekommen ist. Vor diesem Hintergrund ver
neinte die Beschwerdegegnerin zu Recht das Vo
rliegen eines Unfalles im
versi
cherungs
recht
lichen
Sinn.
4.2
Zu prüfen bleibt, ob die erlittene Verletzung als unfallähnliche
Körperschädi
gung
im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 UVG
zu qualifizieren ist.
Dabei ist zu beach
ten
, dass die
schädigende Einwirkung auch in einer körpereigenen Bewe
gung be
stehen kann, allerdings nur in jenen Fällen, in denen ein gesteigertes
Gefähr
dungs
potential
zu bejahen ist. Ein solches ist
bei
alltäglichen
Lebensver
rich
tung
en
zu verneinen, so dass etwa blosses Aufstehen und Weggehen nicht zu einer Leistungspflic
ht des Unfallversicherers führt
.
Das Bundesgericht äusserte sich bereits mehrfach zu diesem Themenkreis und hielt etwa fest, dass die schädi
gende äussere Einwirkung in einer körpereigenen Bewegung bestehen könne, wie dem plötzlichen Aufstehen aus der Hocke (BGE
116 V 148 E. 2c mit Hin
weisen) oder einem Fehlschlag beim Fussballspiel (RKUV
1990 Nr. U 112 S.
375 E.
3), im Aufheben oder Abstellen von Gewichten von 40 bis
50 kg (BGE 116 V 149 E. 4), im Umlagern eines Heizkörpers von über 5 m
Länge und einem Ge
wicht von über 100 kg von einem Wagen auf einen
Arbeits
bock
(nicht publi
zierte E. 3b von BGE 123 V 43), im Bruch eines Rückenwirbels
zufolge Kon
traktionen bei einem epileptischen Anfall (SVR 1998 UV Nr. 22 S.
81),
im Ver
schieben eines schweren Wäschekorbes mit dem linken Fuss,
Aus
führung einer ruckartigen Bewegung und Verdrehung des rechten Knies (RKUV
2000 Nr. U 385 S.
267), in einem Sprung von einer Verpackungskiste
(RKUV 2001 Nr. U 435 S. 332), im Bemühen, balgende Hunde zu trennen, wo
rauf
die versicherte Person auf unebenem Gelände ausrutschte und sich das Knie
ver
drehte (Urteil U 127/00 vom 27. Juni 2001), im Stolpern, einer unkoordi
nier
ten
Ausweichbe
wegung
des Beines und daraufhin erfolgtem Anschlagen des linken
Knies an ei
nem Anhängerwagen (Urteil U 158/00 vom 27. Juni 2001), im
Miss
tritt
beim Volleyballspiel mit einschiessendem Zwick im linken Knie (Urteil U
92/00 vom 27. Juni 2001), in einem Sprung aus einer Höhe von 60 cm aus
einem Bahngepäckwagen (Urteil U 266/00 vom 21. September 2001), im Er
lei
den e
iner Zerrung der Adduktorenmuskeln im Rahmen eines
Fussball
trai
ning
s
(Ur
teil
U 20/00 vom 10. Dezember 2001) und in einem brüsken Umdrehen beim Kochen
in Richtung Küchenschrank mit einschiessenden Schmerzen im Knie (Ur
teil U
5/02
vom 21. Oktober 2002).
Hingegen hat das Gericht den äusse
ren schädigenden Faktor bei vermehrter Ar
beitsbelastung, welche zu kontinu
ier
li
cher Zunahme und Verschlechterung der
Kniebeschwerden führte (Urteil U 198/0
0 vom 30. August 2001), und bei wieder
h
olten Anstrengungen wie bei Ar
beiten mit Hammer oder Bohrer (erwähnt in de
r nicht publizierten E. 3b von
BGE 123 V 43) verneint; ebenso verneint hat das Gericht den äusseren Faktor beim
Auftreten von Schmerzen
„
nachts bei Dreh
be
wegungen und nach länge
rem Gehen" (Urteil U 458/00 vom 24. Oktober 2001; BGE 129 V 466 E. 4.1). Wei
ter hat das Bundesgericht den äusseren schädi
gen
den Faktor verneint bei einem Knacken im Knie beim in die Hocke gehen ohne unkontrollierte Bewe
gung (Urteil 8C_186/2008 vom 4. November 2008 E. 3.3 mit weiteren Hinwei
sen
).
Darüber hinaus hat das hiesige Gericht das Vorl
iegen einer unfallähnlichen Kör
perschädigung in den folgenden Fällen verneint: leichtes Verdrehen des Knies beim
Treppensteigen
(
Urteil UV.2012.00261 vom
9.
April 2013
)
,
Drehung des Knies
unter
Belastung bei Patiententransfer
(
Urteil UV.2011.00070 vom 1
3.
Juli
2012)
,
Aufstehen von einem Stuhl
(
Urteil UV.2007.00332 vom 2
5.
November 2008
)
,
Verdrehen des Knies mit
anhaltendem stechendem Schmerz
(
Urteil
UV.2006.00213 vom 1
1.
Mai 2007
)
,
Absitzen bei beengten Platzverhältnissen mit
Abdrehung
des Knies
(
Urteil UV.2004.00234 vom 1
4.
Februar 2006
)
.
Die Kasuistik zeigt, dass ein gesteigertes Gefährdungspotential etwa bei sportli
chen Aktivitäten mit ausserplanmässigem Bewegungsablauf angenommen wird oder immer dann, wenn eine plötzliche, brüske, ruckartige oder unkontrollierte B
ewegung durchgeführt wurde. Die vom Beschwerdeführer durchgeführte
Aus
holbewegung
mit dem Pickel kann
indes
nicht als plötzlich oder unkontrolliert bezeichnet werden. So musste die Bewegung im Rahmen der Arbeiten ständig
wiederholt werden
beziehungsweise
wurde im Verlauf der Woche bereits mehr
fach
ausge
führt. Wie die Kasuistik zeigt, ist aber bei wiederholten Anstreng
ungen wie bei Arbeiten mit Hammer oder Bohrer ein gesteigertes
Gefährdungs
po
tential
zu verneinen.
Vor diesem Hintergrund ist auch
hier
das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 UVG zu ver
neinen.
Offen bleiben kann bei dieser Sachlage, ob
sich der Beschwer
de
füh
rer
die erlittene Meniskusverletzung
am
2
5.
Oktober 2012
zugezogen
oder
diese
allenfalls schon seit Juli 2011 bestanden hat (kleine Horizontalläsion, MRI vom 1
3.
Juli 2011;
Urk.
8/2).
Zusammenfassend führt dies in Bestätigung des angefochtenen
Einspracheent
scheids
zur Abweisung der Beschwerde.