# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ace124e0-9453-44df-82e3-618fd78e8ba3
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A/1. A. war Eigentümer des Ferienhauses "B." (Parzelle Nr. C., Plan 2) in der Gemeinde D.. Ca. ab dem Jahr 1997 vermietete er das Ferienhaus zu einem monatlichen Mietzins von Fr. 500.-- an X., ohne einen schriftlichen Mietvertrag abzuschliessen. X. war zum Zeitpunkt des Antritts des Mietverhältnisses hälftiger Miteigentümer der mit einem Einfamilienhaus überbauten Nachbarparzelle (Parzelle Nr. G., Plan 2). Am 16. November 2007 verkauften er und die Miteigentümerin, H., diese Parzelle an I..
Mit Abtretungsvertrag auf Rechnung künftiger Erbschaft vom 12. Juni 2009 trat A. das Ferienhaus rückwirkend auf den 1. Juni 2009 seinem Sohn Y. ab. Dabei übernahm der Letztgenannte das Mietverhältnis mit X.. Am 16. Juni 2009 kündigte Y. dieses Mietverhältnis auf dem amtlichen Formular per 30. September 2009, ohne Angabe von Gründen. Gleichzeitig, mit Mietvertrag vom 16./19. Juni 2009, vermietete Y. das Ferienhaus per 1. Oktober 2009 an E. und F..
A/2. Ab 1. November 2008 hatte X. das von ihm gemietete Ferienhaus gegen ein Entgelt von Fr. 500.-- pro Monat E. und F. zur Verfügung gestellt, wobei das Untermietverhältnis die Garage des Hauses nicht umfasste. Eine vorgängige Zustimmung des damaligen Eigentümers A. war nicht eingeholt worden. Am 13. Mai 2009 kündigte X. das Untermietverhältnis ordentlich auf den 30. September 2009. Da die Untermieter nicht auszogen, instanzierte X. am 28. Oktober 2009 ein Ausweisungsverfahren. Die Kreispräsidentin D. wies das Ausweisungsbegehren mit Verfügung vom 25. November 2009 ab.
B. Mit Schreiben vom 7. Juli 2009 ersuchte X. Y. um eine Begründung für die ihm gegenüber am 16. Juni 2009 ausgesprochene Kündigung. Am gleichen Tag wurde die Kündigung von X. bei der Schlichtungsbehörde im Mietwesen des Bezirkes Hinterrhein angefochten. Der Genannte beantragte hierbei, die Kündigung aufzuheben, eventualiter das Mietverhältnis für die Dauer von 15 Monaten bis zum 30. September 2010 zu erstrecken. Y. stellte in seiner Vernehmlassung vom 25. August 2009 den Antrag, es sei die Gültigkeit der Kündigung vom 16. Juni 2009 festzustellen bzw. die Klage auf Ungültigkeit abzuweisen. Ebenfalls abzuweisen sei die Klage auf Mieterstreckung. Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 24. September 2009 konnte keine Einigung erzielt werden. Mit Entscheid vom 29. September 2009, mitgeteilt gleichentags, erkannte die Schlichtungsbehörde die angefochtene Kündigung als missbräuchlich und erklärte sie für ungültig.
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C/1. Am 29. Oktober 2009 instanzierte Y. beim Bezirksgericht Hinterrhein eine Klage gegen X.. Er stellte folgende Rechtsbegehren:
„1. Die Kündigung vom 16. Juni 2009 sei für gültig zu erklären.
2. Unter voller vermittleramtlicher und gerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten.“
X. beantragte in seiner Prozessantwort vom 23. November 2009, was folgt:
„1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten.“
C/2. Mit Urteil vom 16. Juni 2010, mitgeteilt am 13. Juli 2010, erkannte das Bezirksgericht, wie folgt:
„1. Die Klage wird gutgeheissen. Es wird festgestellt, dass die am 16. Juni 2009 per 30. September 2009 ausgesprochene Kündigung des Mietverhältnisses zwischen Y. und X. gültig ist.
2. Die Kosten des Bezirksgerichtes Hinterrhein, bestehend aus:
- Gerichtsgebühren CHF 5'791.15
- Barauslagen CHF 20.00
total CHF 5'811.15
gehen zu Lasten des Beklagten.
Der Beklagte hat den Kläger überdies ausseramtlich mit CHF 5'141.75 zu entschädigen.
3. (Mitteilung)“
D/1. Gegen das Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein liess X. mit Eingabe vom 31. August 2010 die Berufung zu Handen des Kantonsgerichts von Graubünden erklären. Er stellte folgende Berufungsanträge:
„1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Hinterrhein vom 16. Juni 2010 in Sachen der Parteien aufzuheben und
2. die angefochtene Kündigung des Klägers und Berufungsbeklagten sei als missbräuchlich zu erkennen und damit als ungültig zu erklären;
3. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Klägers und Berufungsbeklagten.“
Y. beantragte anlässlich der mündlichen Berufungsverhandlung vor dem Kantonsgericht von Graubünden vom 7. Dezember 2010 die kostenfällige Abweisung der Berufung.
D/2. Mit Urteil vom 7. Dezember 2010 (ZK2 10 54), mitgeteilt am 7. März 2011, erkannte das Kantonsgericht, wie folgt:
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„1. Die Berufung wird gutgeheissen und das angefochtene Urteil aufgehoben.
2. Die Klage wird abgewiesen.
3. Die Kosten des Bezirksgerichts Hinterrhein von Fr. 5'811.15 gehen zu Lasten des Klägers und Berufungsbeklagten, der den Beklagten und Berufungskläger für das vorinstanzliche Verfahren mit Fr. 9'065.95 aussergerichtlich zu entschädigen hat.
4. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 5'304.--, bestehend aus der Gerichtsgebühr von Fr. 5'000.-- sowie einer Schreibgebühr von Fr. 304.--, gehen zu Lasten des Berufungsbeklagten, der den Berufungskläger für das Berufungsverfahren mit Fr. 3'500.-- aussergerichtlich zu entschädigen hat.

## Considerations