# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e860dd3e-69be-4b54-88f7-618c38a81627
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der im Jahre 1974 geborene
X._
war zuletzt
von
1999
bis 2005
als Elektro-Hilfsmonteur
erwerbstätig
(letzter effektiver Arbeitstag:
31. Juli 2003
). Vom 3. September bis 4. Oktober 2004 sowie vom 7. Oktober bis 21. Dezember 2004 war
er
im
Y._
hospitalisiert. Ab Februar
2006
war er
im Rahmen eines Programms der Stiftung
Z._
im Alters-
und Pflegeheim
A._
beschäftigt (Einsatz in den Bereichen Hauswirtschaft, Transportwe
sen, Hauswartung;
Beschäftigungsgrad: 100 %
). Am 6. Mai 2006 zog
sich
der Versicherte
beim Fussballspie
len
eine Knieverletzung zu, welche am 30. August 2006 operativ behandelt
werden musste
.
Vom 10. Januar bis 22. Februar 2007
weilte
er
in der
Klinik B._
und musste a
m 4
. April 2007 erneut operiert
werden
.
V
om 25. Oktober bis 29. November 2007
weilte der Versicherte erneut
in der
Klinik B._
. Für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 6. Mai 2006 sprach ihm die SUVA eine Invalidenrente
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 14 %
und eine Integritätsentschädigung
nach Massgabe ei
ner Integritätseinbusse von 7,5 %
zu
(
Urk.
8/108 S. 2)
.
Unter Hinweis auf Kniebeschwerden meldete sich
der Versicherte
im Juni 2007
bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum
Leis
tungsbezug
an. Diese klärte in der Folge den Sachverhalt ab, insbesondere
ver
anlasste
sie ein psychiatrisches
Gutachten
bei
Dr. med.
C._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
(
Gutachten vom 26. September 2009, Urk. 8
/63
;
Gutachtenergänzungen vom 13. Juli 2
010, Urk.
8
/80,
und
vom
3. Januar 2011, Urk.
8
/87
). Gestützt darauf verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
4.
Au
gust 2011
einen
Rentenanspruch (Urk. 8/90,
Urk.
8/108 S. 2 f.
).
Die dagegen er
hobene Beschwerde
h
ies
s
das hiesige Gericht mit Urteil vom 31. Mai 2013 in dem Sinne gut, dass es die Sache an die IV-Stelle zur Durchführung weiterer medizinischer Abklärung zurückwies (
Urk.
8/108 S. 21
; Prozess IV.2011.01059; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts vom 29. August 2013,
Urk.
8/110
).
Diese veranlasste in der Folge die polydisziplinäre Begutachtung des Versicher
ten (
D._
-Gutachten vom 30. Mai 2014,
Urk.
8/123). Mit Vorbescheid vom
28. Juli 2014 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (
Urk.
8/125).
Im Anschluss daran wurden den Gutachtern ergänzende Fragen gestellt, welche mit Schreiben vom 21. und 24. November 2014 sowie
5. De
zember 2014 beantwortet wurden (
Urk.
8/136, Urk. 8/141).
Mit Verfügung vom 1. Juli 2015 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren des Versicherten ab (
Urk.
8/155 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Vertreter des Versicherten am 27. August 2015 Beschwerde und beantragte, es sei dem Beschwerdeführer, eventuell nach Ergänzung der medizinischen Abklärungen, ab 1. Mai 2007 eine Rente zuzusprechen. Weiter sei die Beschwerdegegnerin zur Erstattung der Kosten des medizinischen Gut
achtens von
Dr.
E._
zu verpflichten; unter Kosten- und
Entschädigungs
folge
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 29. September 2015 beantragte die Beschwerde
-
geg
nerin
die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Be
schwerdeführer mit Verfügung vom
2.
Oktober 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt
also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE
129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472
E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321
E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durchschnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht
erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass seit dem 6. Mai 2007 in der bisherigen Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 70
%
, in einer angepassten Tätigkeit von einer solchen von 80
%
auszugehen sei. Nach Ablauf des Wartejahres sei keine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40
%
gegeben und somit kein Rentenanspruch entstanden (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber machte der Vertreter des Beschwerdeführer
s
im Wesentlichen geltend, dass
die retrospektive Einschätzung der Unfallfolgen des Ereignisses vom 6. Mai 2006 durch die Gutachter des
D._
nicht nachvollzogen werden könne und den echtze
itlichen Berichten widerspr
e
che
. Demgemäss begründe allein schon der somatische Gesundheitsschaden ab Mai 2007 bis mindestens Sommer 2008 eine temporäre rentenbegründende Invalidität
. Weiter könne auf die psychiatrische Einschätzung im Rahmen des
D._
-Gutachtens mangels Schlüssigkeit nicht abgestellt werden. Selbst wenn von einer Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit ausgegangen würde, sei nach Abklingen der Unfallfolgen – ausgehend von einem leidensbedingten Abzug von 25
%
- von einem
Invalidi
tätsgrad
von 44
%
auszugehen.
Da das Gutachten von
Dr.
C._
durch die Gutachter des
D._
nun als unhaltbar bezeichnet werde, sei
die Expertise
von
Dr.
E._
als notwendig für die
fachmedizinisch
e
Abklärung im vorliegen
den Verfahren zu bezeichnen, so dass der angefallene Aufwand in der Höhe von Fr. 6‘500.-- dem Beschwerdeführer zu erstatten sei (
Urk.
1 S. 4 ff.).
3.
3.1
Die für das
D._
-Gutachten vom 30. Mai 2014 verantwortlichen Fachärzte diagnostizierten mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine
retropatelläre
Chondropathie
mit reduziertem
femorotibiale
m
Alignement links und Zustand n
ach zweifacher Voroperation, eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1) sowie eine kombinierte Persönlichkeitsstörung mit Übergang in eine andauernde Persönlichkeitsänderung nach Extrembelastung (ICD-10 F61.0, F62.0). Aufgrund der psychischen Beschwerden
sei in der angestammten Tätig
keit seit mindestens dem 6. Mai 2007 von einer 70%igen Arbeitsfähigkeit aus
zugehen. In einer körperlich leichten Tätigkeit, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden kann und bei der nicht häufig gelaufen werden muss, insbesondere auf Treppen, Leitern, schrägen Ebenen und die nicht mit häufig knienden Positionen verbunden
ist
ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte, ohne Tätigkeiten in grossen Teams, ohne klopfende Lärmbe
lastung und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung könne seit dem 6. Mai 2007 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Einer sofortigen beruflichen Eingliederung würden keine medizinischen Hinderungsgründe ent
gegenstehen (
Urk.
8/123 S. 61 ff.).
3.2
Med.
pract
.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Ober
arzt an der
G._
, führte mit Schreiben vom 1
2.
August 2014 aus, dass das
D._
-Gutachten hinsichtlich der Krankheitsentwicklung, der Diagnosen und der psychischen Beeinträchti
gungen bzw. Einschränkungen als Folge der psychischen Störung fundiert und schlüssig sei. Nicht nachvollziehbar seien jedoch die Schlussfolgerungen des Gutachters hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Aufgrund der beschriebenen Einschränkungen, der fehlenden Ressourcen sowie der un
günstigen Prognose sei in der freien Wirtschaft in sämtlichen Tätigkeiten von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (
Urk.
8/130 S. 7 f.).
An dieser Einschätzung hielt
med.
pract
.
F._
mit Schreiben vom 2
2.
Januar 2015 fest, unter Hinweis darauf, dass sich seit dem Bericht vom 1
2.
August 2014 keine neuen relevanten Aspekte ergeben hätten (
Urk.
8/146
S. 6). Eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit wurde weiter mit Schreiben vom 11. Mai und 29. Mai 2015 bestätigt (
Urk.
8/153).
3.3
Am 24. November 201
4
äusserten sich die
D._
-Gutachter zum Schreiben von
med.
pract
.
F._
vom 1
2.
August 2014
dahingehend, dass trotz der gestell
ten Diagnosen nicht eine entsprechend schwere psychische Störung habe erho
ben werden können, die
eine höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zulas
sen würde. Der Beschwerdeführer verfüge über die notwendigen Ressourcen für den Umgang mit den Beschwerden, so dass diese mit einer zumutbaren
Willens
anstrengung
überwunden werden könnten (
Urk.
8/136 S. 3).
Eine weitere Stellungnahme zur Einschätzung von
med.
pract
.
F._
datiert vom 11. März 2014 (richtig: 2015). Dabei wurde festgehalten, dass für die Zeit des stationären Aufenthalts vom 25. August 2014 bis zum
2.
Dezember 2014 (
G._
,
Urk.
8/146) aufgrund der therapeutischen Aufarbeitung eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit nachvollzogen werden könne. Für die grundsätzliche Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit in der Zeit seit dem 6. Mai 2007 ergebe sich aber keine Änderung (
Urk.
8/149).
4.
4.1
In
diagnostischer
Hinsicht
besteht zwischen den
Gutachter
n des
D._
sowie den
behandelnden Fachärzte
n
des
G._
weitgehend Einigkeit. Strittig ist allein, inwieweit der Beschwerdeführer die nötigen Ressourcen für die Verwertung der seitens
der
D._
-Gutachter
für zumutbar erachteten 80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit hat.
Zu diesem Themenkreis ist generell anzumerken, dass in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen
ist, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag der
therapeutisch tätigen Fachp
erson
en
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170
E. 4
) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelan
gen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung
aufdrängt, weil die anderslautenden Einschätzungen wichtige - und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende - Aspekte benennen, die bei der Begut
achtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil
des Bundesgerichts
8C_677/2014 vom 29. Oktober 2014 E. 7.2
mit Hinweisen, u.a. auf
SVR 2008 IV Nr
. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]
).
Weiter ist für die Sc
hlüssigkeit der Einschätzung der
D._
-Gutachter
auch auf das Gutachten von
Dr.
C._
vom 26. September 2009 hinzuweisen
(
Urk. 8
/63
). Dabei kann der Einschätzung des Vertreters des Beschwerdeführers, dass die Gutachter des
D._
das Gutachten von
Dr.
C._
als unhaltbar ge
wertet hätten, nicht gefolgt werden (
Urk.
1 S. 12). So führten die
D._
-Gut
achter aus, dass dem Gutachten von
Dr.
C._
nur teilweise zugestimmt
wer
den könne
. Die isolierte Angst und depressive Störung sei im Rahmen der post
traumatischen Belastungsstörung zu sehen, weiter sei keine
somatoforme
Schmerzstörung ausgewiesen, dafür von einer Persönlichkeitsstörung seit Jah
ren auszugehen. Allerdings sei typisch, dass gerade die posttraumatische
Belas
tungsstörung
kontrovers diskutiert werde und es aus internationalen Kongres
sen bekannt sei, dass die entsprechende Diagnose entweder zu selten oder zu häufig diagnostiziert werde (
Urk.
8/123 S. 48 f.). Das Gutachten weist damit ausdrücklich darauf hin, dass im vorliegenden diagnostischen Bereich verschie
dene Interpretationen eines Sachverhalts häufiger vorkommen als bei anderen Erkrankungen. Zudem ist anzumerken, dass
im Rahmen der
versicherungsrecht
lichen
Prüfung nicht in erster Linie die gestellte Diagnose von Interesse ist, son
dern die Einschätzung der verbleibenden Arbeitsfähigkeit anhand des klinischen Eindrucks. Gerade in diesem Bereich ist aber zwischen dem
D._
-Gutachten sowie der Einschätzung von
Dr.
C._
von einer grossen Übereinstimmung auszugehen (Arbeitsfähigkeiten von 80 respektive 100
%
). Dass das Gutachten von
Dr.
C._
dabei die von der Rechtsprechung an die Beweiskraft
von medi
zinischen Berichten
gestellten Anforderungen
(E. 1.4
hievor
)
erfüllt,
ist
dem Ur
teil des hiesigen Gerichts vom 31. Mai 2013
zu entnehmen
(
Urk.
8/108 S. 15).
Insgesamt kann aus psychiatrischer Sicht
auf die schlüssige und nachvollzieh
bare Einschätzung der
D._
-Gutachter abgestellt und in einer angepassten Tätigkeit von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Aufgrund der nachfolgenden Ausführungen kann dabei offen bleiben, ob dem Beschwer
deführer auch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (im Sinne der Ausführungen von
Dr.
C._
) zuzumuten wäre
.
4.2
In somatischer Hinsicht ging das hiesige Gericht in seinem Urteil vom 31. Mai 2013 davon aus, dass in der Zeit vom 1. Mai bis 29. November 2007 allenfalls eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht bestanden haben könnte, weshalb weitere Abklärungen angezeigt seien
(
Urk.
8/108 S. 18)
.
Die
D._
-Gutachter gingen diesbezüglich von einer – in einer optimal angepass
ten Tätigkeit – vollständigen Arbeitsfähigkeit
seit dem 6. Mai 2007
aus.
Der Vertreter des Beschwerdeführer
s
führte dazu
im Wesentlichen
aus
, dass nicht einzusehen sei, dass den
D._
-Gutachter
n
allein die retrospektive Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit nicht gelänge, während in einer angepassten Tätigkeit eine Einschätzung möglich sei. Zudem widerspreche die retrospektive Einschätzung den echtzeitlichen ärztlichen Un
terlagen, welche belegen würden, dass für die Zeit ab Mai 2007 bis mindestens Sommer 2008 ein Eintritt in das Erwerbsleben nicht möglich gewesen sei (
Urk.
1 S. 4 ff.).
Was die Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht betrifft, ist zunächst anzumer
ken, dass das hiesige Gericht
in seinem Urteil vom 31. Mai 2013
für die Zeit ab dem 29. November 2007 gestützt auf den Austrittbericht der
Klinik B._
vom
6. Dezember 2007
(vgl.
Urk.
8/28)
von einer vollständigen Arbeitsfä
higkeit in einer angepassten Tätigkeit ausging. Dass es sich damit anders ver
hält, lässt sich dem
D._
-Gutachten nicht entnehmen, so dass von dieser Ein
schätzung weiterhin
auszugehen ist
(
Urk.
8/108 S. 18,
Urk.
8/28)
zumal das Ge
richt an die damalige rechtliche Beurteilung gebunden ist (
§
26
Abs.
2 des Ge
setzes über das Sozialversicherungsgericht,
SVGer
)
. Für die Zeit vom
1.
Mai bis zum 2
9.
November 2007 ist entgegen den Ausführungen des Vertreters des Be
schwerdeführers anzumerken, dass aufgrund der im Zeitpunkt des Urteils vom 3
1.
Mai 2013 vorliegenden Akten eben nicht auf eine beweiskräftig erstellte Ar
beitsunfähigkeit geschlossen werden konnte; andernfalls hätten sich weitere Abklärungen erübrigt. Zutreffend ist, dass sich die
D._
-Gutachter dahinge
hend äusserten, dass die retrospektive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus somatischer Sicht für die angestammte Tätigkeit nicht möglich gewesen sei, da die jetzigen Diagno
sen von den früheren differieren würden
(
Urk.
8/123 S. 23). Dies verhindert aber nicht eine schlüssige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit für eine opti
mal angepasste Tätigkeit. Die angestammte Tätigkeit als Elektromon
teur muss hinsichtlich der Kniebeschwerden als sehr ungünstig bezeichnet wer
den (vgl. etwa
Urk.
8/28 S. 2). Vor diesem Hintergrund wären für eine retro
spektive Einschätzung der Leistungsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit ge
naue Kenntnisse der echtzeitlichen Beschwerden vonnöten, um eine verlässliche Beurteilung vornehmen zu können. Völlig anders verhält es sich jedoch bei der
Einschätzung einer optimal angepassten Tätigkeit, welche auf die
Kniebe
schwerden
in grösstmöglichem Masse Rücksicht nimmt. Eine solche Tätigkeit könnte der Beschwerdeführer auch mit deutlichen Restbeschwerden wahrneh
men, so dass die Einschätzung der
D._
-Gutachter nicht in Frage zu stellen ist.
Hinzuweisen ist dabei auch auf die Tatsache, dass die Operation am
4.
April 2007 durchgeführt wurde und der Beschwerdeführer bei unkompliziertem intra- und postoperativem Verlauf am
5.
April 2007 nach Hause entlassen werden konnte. Dabei wurde die ambulante Fortführung der Physiotherapie mit
Voll
belastung
empfohlen, da trotz
Microfracturing
keine Entlastung nötig sei (
Ope
rationsbericht
vom
4.
April 2007,
Urk.
8/53 S. 111; Austrittsbericht Chirurgie vom 1
2.
April 2007,
Urk.
8/53 S. 110).
Auch vor diesem Hintergrund erscheint die Zumutbarkeit einer optimal angepassten Tätigkeit rund einen Monat nach dem Eingriff als schlüssig.
Daran vermag auch der vom Vertreter des Beschwer
deführers eingereichte Unfallschein UVG nicht
s
zu ändern (
Urk.
3/1). Zum einen steht im Bereich der Unfallversicherung vor der Prüfung eines Rentenanspruchs stets die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit im Vordergrund. Zum an
dern kann auch aus dem Eintrag der
Klinik B._
(50%ige Arbeitsfähig
keit in einer angepassten Tätigkeit in der Zeit vom 2
5.
Oktober bis 2
9.
November 2007
,
Urk.
3/1) nicht
s
zu Gunsten des Beschwerdeführers
abge
leitet
werden. Die genannten Daten entsprechen der
Hospitalisation
in der
Klinik B._
. Die für den Austrittbericht vom
6.
Dezember 2007 verant
wortlichen Fachpersonen gingen ab dem 2
9.
November 2007 von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus; überdies hielten sie fest, dass nur eine minime Verbesserung habe erzielt werden können, so dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch schon vor dem Eintritt in die
Klinik B._
von einer weitgehenden Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätig
keit auszugehen war (
Urk.
8/28 S. 4).
Vor diesem Hintergrund kann den unbe
gründeten Angaben auf dem Unfallschein UVG gegenüber
der
begründeten Einschätzung
im Austrittsbericht unter keinen Umständen ein Vorrang zukom
men, im Gegenteil.
Für die invalidenversicherungsrechtliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit ist dabei weiter nicht von
B
elang, dass
im Rahmen des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens festgehalten wurde, dass die Behandlung fortzuführen sei (
Urk.
1 S. 5).
Insgesamt
stellt das
D._
-Gutachten eine schlüssige und nachvollziehbare Einschätzung des medizinischen Sachverhalts dar, so dass darauf abzustellen ist. In einer optimal angepassten Tätigkeit ist damit seit dem
6.
Mai 2007 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen.
5.
5.1
B
ei
der Ermittlung des
Valideneinkommens
des zuletzt
als Elektro-Hilfsmonteur erwerbstätig gewesenen Beschwerdeführers
kann zu
dessen
Gunsten
(vgl. IK-Auszug,
Urk.
8/13)
– entsprechend den Ausführungen in der Beschwerde (
Urk.
1 S. 11) -
auf den LSE-Tabellenlohn des Wirtschaftszweigs „Baugewerbe“ abge
stellt
werden (
LSE 2006 TA1
Ziff.
45 Kategorie 4)
.
Auszugehen ist dabei von ei
nem monatlichen Einkommen von Fr. 5‘007.--, was nach
Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche
(Die Volkswirt
schaft, 3/4-20
1
5, S. 88) sowie
der Nominall
ohnentwicklung (
Schweizerischer Lohnindex insgesamt (1939 = 100), Männer,
Stand 2006: 2014, Stand 2007: 2047
; www.bfs.admin.ch, Ar
beit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, detail
lierte Daten, Lohnentwicklung
) per 2007
einem
jährlichen Einkommen von
Fr. 63'663.90 entspricht.
5
.2
Für die Ermittlung des Invalideneinkommens ist praxisgemäss auf das Total des Anforderungsniveaus 4 der LSE abzustellen.
Der monatliche Bru
ttolohn (
Zen
tralwert
) männlicher
Arbeitskräfte im privaten Sektor für einfa
che und repeti
tive Tätigkeiten
betrug im Gesamtdurchschnitt Fr. 4'732
.--
(LSE 2006 Tabelle TA1 S. 25),
was nach Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit sowie der Nominallohnentwicklung zu einem Jahreseinkommen von Fr. 60‘167.30 führt und bei einem zumutbaren Pensum von 80
%
einem Einkommen von
Fr. 48‘133.85 entspricht.
Zu prüfen bleibt, inwieweit davon aufgrund der Anforderungen an einen
behin
derungsangepassten
Arbeitsplatz ein leidensbedingter Abzug
vorzunehmen ist
. Der Vertreter des Beschwerdeführers führte diesbezüglich aus, dass
allein auf
grund des nunmehr zumutbaren Pensums von 80
%
ein Abzug von 10
%
ge
rechtfertigt sei. Hinzu komme eine Verminderung des Marktwertes aufgrund der somatischen und psychischen Einschränkungen, durch die eingeschränkte Zu
mutbarkeit für das Arbeitsumfeld, durch die hohen Anforderungen an das Ent
gegenkommen eines Arbeitgebers, durch die über zehnjährige Absenz vom Ar
beitsmarkt sowie den Ausländerstatus. Dies alles führe zu einem Abzug in der Höhe von 25
%
(
Urk.
1 S. 12).
Eine zumutbare Arbeitsfähigkeit besteht vorliegend allein in einer körperlich leichten Tätigkeit, die abwechslungsweise sitzend und stehend ausgeübt werden kann und bei der nicht häufig gelaufen werden muss, insbesondere auf Treppen, Leitern, schrägen Ebenen und die nicht mit häufig knienden Positionen verbun
den
ist,
ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erfor
derliche geistige Flexibilität, ohne vermehrte Kundenkontakte, ohne Tätigkeiten
in grossen Teams, ohne klopfende Lärmbelastung und ohne überdurchschnittli
che Dauerbelastung
.
Zum behinderungsbedingte
n
Abzug vom Tabellenlohn hielt das Bundesgericht fest, dass
d
ie gesundheitlich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht automatisch zu einer Verminderung des hy
pothetischen Invalidenlohnes
führt
, weil der Tabellenlohn im
Anforderungsni
veau
4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten um
fasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.4).
Da der Beschwerdeführer auf eine leichte Tätigkeit angewiesen ist, bei welcher zu
dem weitere Anforderungen, insbesondere an die Wechselbelastung und das Stressniveau
,
erfüllt sein müssen, erscheint in dieser Hinsicht ein
leiden
s
be
dingter
Abzug angezeigt. Gleiches gilt für die Tatsache, dass der Beschwerde
führer nur noch teilzeitlich tätig sein kann.
So anerkennt d
ie Rechtsprechung unter dem Titel Beschäftigungsgrad bei Männern, welche aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbstätig sein können,
bislang
einen Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 (Urteil des Bundesgerichts 8C_20/2012 vom
4.
April 2012 E. 3.2). Damit soll
te
dem Umstand Rechnung getragen wer
den, dass bei Männern statistisch gesehen Teilzeitarbeit vergleichsweise weniger gut
entlöhnt
w
er
d
en
als eine Vollzeittätigkeit (vgl. die nach dem Beschäfti
gungsgrad differenzierenden Tabellen T2* in der LSE 06 S. 16 und T6* in der LSE 04 S. 25; Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 2
8.
Januar 2014
E. 3.1.2 mit Hinweisen).
Dies ist nach den neusten statistischen Erhebungen nicht mehr der Fall (LSE 2012, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Beschäfti
gungsgrad, beruflicher Stellung und Geschlecht [online abrufbar]).
Bezüglich des Alters ist demgegenüber anzumerken, dass der Beschwerdeführe
rin im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung 41-jährig war, so dass noch nicht von einem f
ortgeschrittene
n
Alter
gesprochen werden kann. Weiter stellt d
as
Angewiesensein
auf das Entgegenkommen eines verständnisvollen Arbeit
gebers praxisgemäss kein anerkanntes eigenständiges Abzugskriterium dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_176/2012 vom 3. September 2012 E. 8, Urteil 8C_91/2013 vom 2
2.
August 2013 E. 3.3.4).
Auch aus der mehrjährigen Absenz vom Arbeitsmarkt kann im Bereich des Anforderungsniveaus 4 nicht auf ein vermindertes Einkommen geschlossen werden. Bezüglich des Ausländerstatus hielt das Bundesgericht weiter fest, dass sich selbst bei einer Aufenthaltsbewilli
gung B ein Abzug nicht rechtfertige (Urteil
8C_870/2011
vom 2
4.
August 2012 E. 4.1 mit weiteren Hinweisen).
In Würdigung der vorliegenden Umstände erscheint ein leidensbedingter Abzug in der Höhe von 10
%
als angemessen, was zu einem zumutbaren
Invalidenein
kommen
von Fr. 43‘320.45 sowie zu einem rentenausschliessenden
Invaliditäts
grad
von rund 32
%
führt
([Fr. 63'663.90 - Fr. 43‘320.45] x 100 / Fr. 63'663.90 = 31.95). Selbst wenn man von einem grosszügigen leidensbedingten Abzug von 15
%
ausginge, würde dies noch immer zu einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von rund 36
%
führen ([Fr. 63'663.90 - Fr. 40‘913.75] x 100 / Fr. 63'663.90 = 35.73).
Zusammenfassend führt dies zur Abweisung der Beschwerde.
6
.
6
.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
6
.2
Was die Kosten
für das Gutachten von
Dr.
E._
betrifft (
Urk.
3/2) ist darauf hinzuweisen, dass
im Urteil des hiesigen Gerichts vom 3
1.
Mai 2013 hinsichtlich der psychischen Beschwerden das Gutachten von
Dr.
C._
als umfassend, vollständig und nachvollziehbar bezeichnet wurde (
Urk.
8/108 S. 15). Die Rückweisung erfolgte denn auch lediglich zu weiteren Abklärungen in somati
scher Hinsicht. Zu diesem Zeitpunkt konnte da
mit zur Prüfung der vorliegend
strittigen Rechtsfragen auf das Gutachten von
Dr.
E._
verzichtet werden, so dass eine Kostentragung durch die Beschwerdegegnerin ausser Betracht fällt. Gleiches gilt aus heutiger Sicht. Auch wenn die
D._
-Gutachter von anderen Diagnosen ausgehen, kommt dem Gutachten von
Dr.
C._
noch immer Be
weiskraft zu (vgl. vorstehend E. 4.1), insbesondere was die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit betrifft.
So erfolgte die Rückweisung der Streitsache allein aus somatischen Gründen und nicht aufgrund der Einschätzung von
Dr.
E._
;
die nunmehr vom Vertreter des Beschwerdeführers postulierte Unhaltbarkeit des Gutachtens von
Dr.
C._
wäre dabei allein
die
Folge der Einschätzungen
der
D._
-Gutachter. Insgesamt fällt damit die Übernahme der Kosten des Gutach
tens
von
Dr.
E._
durch die Beschwerdegegnerin ausser Betracht.