# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8e92ea4c-69ab-53b2-bc01-d6c7b92033dd
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
A._ ist seit 1. November 2013 Eigentümer der Parzelle Nr. 000_, Grundbuch X._, im
Weiler B._. Nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde X._ ist dieses
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Grundstück der Landwirtschaftszone zugewiesen. Im Jahr 1985 wurde es vom
landwirtschaftlichen Stammgrundstück abparzelliert. Laut dem kantonalen Richtplan
befindet es sich im Landschaftsschutzgebiet E._-F._, im Geotop F._ "X._", im
Gebiet mit lückigem Lebensraumverbund J._-M._-S._ sowie X._-K._ und teilweise
(Nordteil) innerhalb der Fruchtfolgeflächen. Im Übrigen liegt es im Bereich der
regionalen Wildtierkorridore R._-Z._. Es ist mit dem Wohnhaus Assek.-Nr. 002_ mit
angebauter Remise/Scheune Assek.-Nr. 003_ und der freistehenden Scheune Assek.-
Nr. 004_ überbaut. Im nordöstlichen Bereich des Grundstücks innerhalb der
Fruchtfolgeflächen besteht ein Allwetterauslauf mit einer Grundfläche von 875 m
(act. 7.1 resp. 11.1/14, act. 7.3 bzw. 11.2/19, 35, 152, www.geoportal.ch).
B.
Von 1984 bis 31. Oktober 2013 ergingen gegenüber D._, dem Rechtsvorgänger von
A._, betreffend das Grundstück Nr. 000_ folgende Anordnungen:
- Am 27. Juli 1984 stimmte das damalige Amt für Wasser- und Energiewirtschaft
nachträglich der zonenfremden Erweiterung des Wohnhauses Assek.-Nr. 002_ zu.
Hingegen verweigerte es die nachträgliche Zustimmung zur Umwandlung der Scheune/
Remise Assek.-Nr. 003_ in Pferdestallungen (act. 7.3/21-34).
- Am 11. Februar 1988 stimmte das damalige Amt für Umweltschutz nachträglich
der Umnutzung der Scheune/Remise Assek.-Nr. 003_ in einen Pferdestall (sieben
Pferdeboxen plus Sattelkammer im ehemaligen Rinderstall) für die hobbymässige
Pferdehaltung zu. Gleichzeitig untersagte es D._ eine gewerbliche Pferdehaltung.
Keine nachträgliche Zustimmung erteilte es für den zwischenzeitlich erstellten Auslauf-
und Sandplatz mit einer Grundfläche von rund 680 m (act. 7.3/37-46).
- Am 6. November 2006 bewilligte der Gemeinderat X._ gestützt auf die
Zustimmung des damaligen Amtes für Raumentwicklung (ARE SG) vom 28. April 2006
nachträglich die Errichtung eines Sand- und Auslaufplatzes mit einer Fläche von
maximal 300 m . Gleichzeitig ordnete er gemäss der Weisung unter Dispositiv-Ziffer 2
der Verfügung des ARE SG vom 28. April 2006 den Rückbau des bestehenden Auslauf-
und Sandplatzes mit einer Grundfläche von 1'000 m auf eine Fläche von 300 m und
den Rückbau der drei bestehenden Pferdeboxen in der Scheune Assek.-Nr. 004_ bis
30. September 2008 an. Auch forderte er D._ auf, innert 30 Tagen nach Rechtskraft
der Verfügung ein Baugesuch für einen Mistlagerplatz sowie für eine
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brandschutztechnische Nachrüstung nachzureichen (act. 7.3/47-53, 58-65). Den
dagegen von D._ am 22. November 2006 erhobenen Rekurs (act. 7.3/66, 70) schrieb
das Baudepartement eigenen Angaben gemäss zufolge Rückzugs ab (nicht
aktenkundig).
- Mit Entscheid vom 14. März 2011 bewilligte der Gemeinderat X._ gestützt auf
die raumplanungsrechtliche Teilverfügung des Amtes für Raumentwicklung und
Geoinformation (AREG) vom 24. November 2010 nachträglich die Umnutzung des
Wohnhauses Assek.-Nr. 002_ (nichtlandwirtschaftliche Wohnnutzung), die Umnutzung
der Scheunen Assek.-Nr. 003_ (Rückbau der bestehenden sieben Pferdeboxen,
Nutzung als Kleintierstall) und Assek.-Nr. 004_ (Einbau von sieben Pferdeboxen für die
hobbymässige Haltung von maximal sieben Pferden, Verstärkung der Scheunenbinder)
sowie für einen neuen Standplatz der Mistmulde unter dem Vordach der Scheune
Assek.-Nr. 004_. Hingegen verweigerte er die nachträgliche Bewilligung für den
Unterstand an der Scheune Assek.-Nr. 003_ für die Pferdelaufmaschine und den
Auslauf- bzw. Sandplatz mit einer Grundfläche von 875 m . Gleichzeitig ordnete er
gemäss der Anweisung in Dispositiv-Ziff. 7 der Verfügung des AREG vom
24. November 2010 den Abbruch des Unterstandes, den Rückbau der (insgesamt zehn
bestehenden) Pferdeboxen auf maximal sieben und erneut den Rückbau des
Allwetterauslaufes auf eine Fläche von 300 m bis 15. August 2011 an. Im Übrigen
hatte das AREG mit Verfügung vom 24. November 2010 festgestellt, dass die Gebäude
Assek.-Nrn. 002_-004_ nach dem 1. Juli 1972 bis August 1985 landwirtschaftlich
genutzt worden seien (act. 7.3/80-128).
C.
Am 20. Februar 2014 beurteilte das AREG ein Gesuch von A._ vom 7. Januar 2014 um
Vorbescheid (act. 7.1/5/1, act. 7.3/130-147). Am 25. März 2014/3. April 2014 reichte
A._ ein Baugesuch für den Umbau und die Renovation der Scheune Assek.-Nr. 004_
sowie für Umgebungsarbeiten für die hobbymässige Haltung von sieben Pferden auf
Parzelle Nr. 000_ ein. Während der öffentlichen Auflage vom 11. bis 24. April 2014
erhob die Stiftung WWF Schweiz, Zürich (nachfolgend: WWF), vertreten durch den
Verein WWF-Regiobüro Thurgau-St. Gallen-Appenzell, Einsprache. Anlässlich eines
Augenscheins mit Einspracheverhandlung vom 8. Juli 2015 stellte das AREG fest, dass
in der Scheune Assek.-Nr. 004_ bereits zwei Böden, eine Sattelkammer, ein
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Abladeraum und verschiedene Räume in den oberen Geschossen eingebaut worden
waren. Am 14. /24. Juli 2015 reichte A._ ergänzende Unterlagen resp. Korrekturen
seines Baugesuchs nach. Am 17. August 2016/23. September 2016 wies der
Gemeinderat X._ die Einsprache der WWF kostenfällig ab (Dispositiv-Ziff. 1 des
Einspracheentscheids vom 17. August 2016 [nachstehend: Einspracheentscheid]) und
bewilligte das Bauvorhaben (Einbau sieben Pferdeboxen in Scheune Assek.-Nr. 004_,
Erstellung Allwetter- bzw. Sandplatz mit einer Grundfläche von 800 m ) unter
gleichzeitiger Eröffnung aller kantonalen Teilverfügungen, namentlich der
raumplanungsrechtlichen Teilverfügung des AREG vom 29. Juni 2016 (nachstehend:
Teilverfügung), teilweise (Bauabschlag für die zwei zusätzlich eingebauten
Geschossdecken in der Scheune Assek.-Nr. 004_ und die Nutzung des ersten Ober-
und des Dachgeschosses) als Gesamtentscheid (Dispositiv-Ziff. 2 f. des
Einspracheentscheids in Verbindung mit der Baubewilligung vom 23. September 2016
[nachstehend: Baubewilligung] und Dispositiv-Ziff. 1b und 1c der Teilverfügung).
Gleichzeitig ordnete er den Rückbau der Geschossdecken in der Scheune Assek.-
Nr. 004_ sowie des Allwetterauslaufs auf eine Grundfläche von 800 m bis
30. November 2016 an (Dispositiv-Ziff. 4 des Einspracheentsscheids, Ziff. 16 f. der
Nebenbestimmungen zur Baubewilligung und Dispositiv-Ziff. 2 und 4 der
Teilverfügung). Das AREG hatte A._ in der Teilverfügung zusätzlich verpflichtet
(Dispositiv-Ziff. 5 f.), den westlich daran angrenzende Schotterbelag zu entfernen und
die Fläche fachgerecht mit Humus zu rekultivieren sowie die Pferdeboxen in der
Scheune Assek.-Nr. 003_ nach Bezug der Boxen in der Scheune Assek.-Nr. 004_
abzubrechen (act. 7.1/5/2-29 und Pläne 01-07, act. 7.3/148-212).
D.
Dagegen rekurrierten A._ am 6. Oktober 2016 (Verfahren Nr. 005_, act. 7.1/1) und die
WWF am 10. Oktober 2016 (Verfahren Nr. 006_, act. 7.2/1) an das Baudepartement.
Am 24. Mai 2017 führte das Departement einen Augenschein durch (act. 7.1/14). Am
4. April 2019 (act. 7.1/28) drohte der zuständige Sachbearbeiter der Rechtsabteilung
des Baudepartements A._ an, dem Departementsvorsteher voraussichtlich zu
beantragen, seine Rechtsstellung zu verschlechtern (reformatio in peius). Mit Eingabe
vom 26. April 2019 hielt die Politische Gemeinde X._ fest, P._ sei seit dem
26. Juni 2018 nicht mehr in B._ 01_ (Wohnhaus Assek.-Nr. 002_ auf Parzelle
Nr. 000_) gemeldet (act. 7.1/32, www.geoportal.ch). Am 8. und 28. Mai 2019 sowie
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5. Juni 2019 teilte A._ mit, er habe seinen Wohnsitz per 1. Mai 2019 von Q._ nach
X._, B._ 01_, verlegt und halte am Rekurs fest (act. 7.1/34, 36 und 38). Mit
Entscheid vom 27. September 2019 (act. 2) vereinigte das Baudepartement die beiden
Rekursverfahren (Dispositiv-Ziff. 1), wies den Rekurs von A._ ab (Dispositiv-Ziff. 2a),
hiess denjenigen der WWF gut (Dispositiv-Ziff. 2b), und hob die Baubewilligung
(Dispositiv-Ziff. 3), Dispositiv-Ziff. 1 f. des Einspracheentscheids sowie Dispositiv-
Ziff. 1b und 4 der Teilverfügung teilweise hinsichtlich des Umbaus der Scheune Assek.-
Nr. 004_ mit Einbau von sieben Pferdeboxen sowie des Allwetterauslaufs mit einer
Grundfläche von 800 m auf und bestätigte den Bauabschlag für die beiden
Obergeschosse (Dispositiv-Ziff. 3a-3c). überdies bestätigte es den angeordneten
Rückbau der beiden Obergeschosse in der Scheune Assek.-Nr. 004_ innert sechs
Monaten ab Rechtskraft des Entscheides (Dispositiv-Ziff. 3d). Zusätzlich ordnete es
den Rückbau der im Jahr 2015 ohne Baubewilligung in diese Scheune eingebauten
Balken- und Primärstrukturen oder den vollständigen Abbruch der Scheune innert
derselben Frist an (Dispositiv-Ziff. 3e).
E.
Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 27. September 2019
erhob A._ (Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter am 14. Oktober 2019
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren (act. 1), es seien
Dispositiv-Ziffern 2-5 des angefochtenen Entscheids, Dispositiv-Ziffern 2-6 des
Einspracheentscheids, Ziffer 16 der Nebenbestimmungen der Baubewilligung sowie
Ziffern 1c und 2 der Teilverfügung unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
aufzuheben, der Rekurs der WWF (Beschwerdegegnerin) abzuweisen und die zwei
Geschossdecken in der Scheune Assek.-Nr. 004_ zu bewilligen (Ziff. I/1-5 und 9).
Eventualiter sei die Angelegenheit zu neuer Beurteilung im Sinne der Erwägungen an
die Vorinstanz zurückzuweisen (Ziff. I/6). Eventualiter sei der Rückbau des
Allwetterplatzes auf 300 m anzuordnen (Ziff. I/7). Eventualiter sei auf die
Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands betreffend die zwei Geschossdecken,
die Sattelkammer sowie die Balken und Primärstruktur zu verzichten (Ziff. I/8). Mit
Vernehmlassung vom 26. November 2019 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der
Beschwerde (act. 10). Mit Stellungnahme vom 23. Dezember 2019 beantragte die
Politische Gemeinde X._ (Beschwerdebeteiligte), es sei die Beschwerde teilweise
gutzuheissen, soweit der Beschwerdeführer verpflichtet worden sei, die Balken- und
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Primärstruktur der Scheune Assek.-Nr. 004_ zurückzubauen (act. 15). Am
30. Januar 2020 liess sich die Beschwerdegegnerin durch ihre Rechtsvertreterin
vernehmen und beantragte, es sei die Beschwerde unter Kosten- und
Entschädigungsfolge abzuweisen (act. 21). Mit Replik vom 14. Februar 2020 bestätigte
der Beschwerdeführer seine und mit Duplik vom 20. Februar 2020 die
Beschwerdegegnerin ihre Anträge und Ausführungen (act. 24 und 28). Mit Eingabe vom
20. April 2020 behielt der Beschwerdeführer das letzte Wort (act. 34).
Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer
ist zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl. Art. 64 in Verbindung mit Art. 45
Abs. 1 VRP). Die Beschwerde vom 14. Oktober 2019 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und
erfüllt die formellen und inhaltlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47
Abs. 1 sowie Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich
einzutreten. Nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit (Antrag Ziff. I/3-5) die
teilweise Aufhebung des Gesamtentscheides des Rates der Beschwerdebeteiligten
vom 17. August 2016/23. September 2016 (act. 7.3/209 und 211) bzw. der
Teilverfügung (act. 7.3/206) beantragt wird (Devolutiveffekt, vgl. dazu BGer
1C_560/2017 vom 17. Dezember 2018 E. 1.2 mit Hinweis auf BGE 134 II 142 E. 1.4).
Ebenfalls nicht einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit der Beschwerdeführer der
Vorinstanz vorwirft, sie habe die im Rahmen der hobbymässigen Pferdehaltung
zulässige Anzahl an Pferden auf Parzelle Nr. 000_ nicht festgelegt (act. 1, S. 17, 29-31
Ziff. III/B/20, 34 f., act. 24, S. 7 Ziff. III/13). Verfahrensgegenstand bildet das Baugesuch
des Beschwerdeführers vom 25. März 2014/3. April 2014 (act. 7.3/148-153, 167-180),
welches die hobbymässige Haltung von sieben Pferden umfasst. Die Frage, ob weniger
als sieben Pferde hobbymässig auf dem Grundstück Nr. 000_ gehalten werden
dürfen, ist einem allfälligen nachgelagerten Verfahren vorbehalten. Aus demselben
Grund ist der Einwand der Beschwerdebeteiligten in ihrer Stellungnahme vom
23. Dezember 2019 (act. 15) nicht zu hören, eine landwirtschaftliche Nutzung der
Scheune Assek.-Nr. 004_ sei durchaus wieder denkbar (vgl. zum "Nachschieben"
bis
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landwirtschaftlicher Betriebsnotwendigkeit auch VerwGE B 2019/158 vom
20. März 2020 E. 3.3.2 ff. und BGer 1C_514/2019 vom 2. April 2020 E. 3.2 mit Hinweis,
siehe dazu auch Art. 24e Abs. 5 in Verbindung mit Art. 24d Abs. 3 lit. a des
Bundesgesetzes über die Raumplanung, Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG; Art. 43a
lit. a und b der Raumplanungsverordnung; SR 700.1, RPV). Sodann hat im
vorliegenden Verfahren weder die Beschwerdebeteiligte noch die Vorinstanz den
kompletten Rückbau des bestehenden, 875 m grossen Allwetterauslaufs angeordnet,
wenngleich die Vorinstanz die Baubewilligung für den Allwetterauslauf mit einer
Grundfläche von 800 m aufgehoben und in Erwägung 6.5.5 des angefochtenen
Entscheids die Verhältnismässigkeit des gänzlichen Rückbaus des Allwetterauslaufs
bejaht hat (vgl. act. 2, S. 28-31, act. 7.3/209 und 211). Damit hat es mit dem von der
Beschwerdebeteiligten bereits mit Verfügungen vom 14. März 2011 (act. 7.3/128) und
6. November 2006 (act. 7.3/65) angeordneten Rückbau des Allwetterauslaufs auf eine
Grundfläche von 300 m sein Bewenden (zutreffend: act. 21, S. 10 f. Ziff. III/B/7). Aus
diesem Grund ist der diesbezügliche Eventualantrag des Beschwerdeführers (act. 1
Ziff. I/7) gegenstandslos (Art. 64 in Verbindung mit Art. 57 VRP).
2.
Der Beschwerdeführer stellt die Beweisanträge (act. 1, S. 3 f., 6, 8, 15, 18-22 Ziff. I/11,
II/6, III/A/2, III/B/17, 22-25), es sei ein Augenschein durchzuführen und ihm sei vor
Abschluss des Verfahrens erneut Akteneinsicht und Gelegenheit für eine
abschliessende Stellungnahme zu gewähren.
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2
Auf die Durchführung eines Augenscheins (Art. 12 Abs. 1 VRP) kann in antizipierter
Beweiswürdigung verzichtet werden. Es ist nicht ersichtlich, was ein Augenschein an
zusätzlichem Erkenntnisgewinn bringen würde (vgl. dazu BGer 1C_435/2018 vom 15.
Mai 2019 in BGE 145 I 250 nicht publizierte E. 4.4 mit Hinweisen, VerwGE B 2019/35; B
2019/36 vom 29. August 2019 E. 3.5.1 mit Hinweis und B. Märkli, in: Rizvi/Schindler/
Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/
St. Gallen 2020, N 50 ff. zu Art. 12-13 VRP). Die entscheidrelevanten tatsächlichen
Verhältnisse ergeben sich mit hinreichender Klarheit aus den Verfahrensakten,
insbesondere aus dem Augenscheinprotokoll vom 24. Mai 2017 (act. 7.1/14, vgl. hierzu
BGer 1C_13/2018 vom 13. März 2019 E. 3 mit Hinweisen), und dem Geoportal
(www.geoportal.ch), welchem ein offizieller Anstrich anhaftet und welches im Internet
leicht zugänglich ist (vgl. zu nicht beweisbedürftigen notorischen Tatsachen
BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf
BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: Pra 2018 Nr. 61). Folglich kann der Vorinstanz – entgegen
2.1.
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3.
Der erstinstanzliche Entscheid der Beschwerdebeteiligten erging am
17. August 2016/23. September 2016 (act. 7.3/209 und 2011) und damit vor
Inkrafttreten des Planungs- und Baugesetzes (sGS 731.1, PBG) am 1. Oktober 2017
(nGS 2017-049). Auf das strittige Bauvorhaben bleibt somit das bis
30. September 2017 gültige Gesetz über die Raumplanung und das öffentliche
Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in der Fassung vom 1. Januar 2015)
anwendbar, soweit das PBG für die Baugesuchstellerin nicht günstiger ist
(Art. 173 PBG, vgl. allgemein zum anwendbaren Recht bei ohne Bewilligung erstellten
oder geänderten Bauten BGer 1C_22/2019; 1C_476/2019 vom 6. April 2020 E. 8.1 mit
Hinweisen, zur Publikation vorgesehen). Soweit der Beschwerdeführer der Vorinstanz
der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. act. 1, S. 4, 15, 19-21 Ziff. II/3, III/B/17,
23) – auch keine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV, Art. 4
lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen; SR 131.225, sGS 111.1, KV, Art. 6
Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und
Grundfreiheiten; SR 0.101, EMRK) vorgeworfen werden, weil sie im Rekursverfahren in
antizipierter Beweiswürdigung auf die Durchführung eines zweiten Augenscheins
verzichtet hat.
Mit Zwischenverfügungen des Abteilungspräsidenten vom 17. Oktober 2019 (act. 5 f.)
wurde die Vorinstanz angewiesen, dem Beschwerdeführer die Vorakten zur
Einsichtsnahme zuzustellen. Gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer mitgeteilt, dass
er im Verlaufe des Beschwerdeverfahrens sämtliche Eingaben der anderen
Verfahrensbeteiligten und sämtliche verfahrensleitenden Schreiben erhalten werde und
es ihm freistehe, vor Abschluss des Verfahrens wieder Akteneinsicht zu beantragen.
Dadurch wurde sein Zugang zu den Verfahrensakten hinreichend sichergestellt (vgl.
dazu Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 4 lit. c KV, Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 16 Abs. 1 VRP, und
BGE 144 II 427 E. 3.1.1 mit Hinweisen). Zusätzlich wurde er darauf hingewiesen, dass
er bei Abschluss des Schriftenwechsels nicht von Amtes wegen auf die Möglichkeit der
erneuten Akteneinsicht und/oder einer abschliessenden Stellungnahme aufmerksam
gemacht werde. Nach Erhalt der Zwischenverfügungen vom 17. Oktober 2019 hat der
Beschwerdeführer seinen Antrag vom 14. Oktober 2019 auf Akteneinsicht vor
Abschluss des Verfahrens nicht erneuert. Zudem wies er in seinen Eingaben vom
18. Februar 2020 und 20. April 2020 (act. 26.1 f. und 34 f.) selbst darauf hin, dass der
Schriftenwechsel abgeschlossen sei und reichte Kostennoten ein. Demgemäss ist
dieser prozessuale Antrag als hinfällig zu betrachten.
2.2.
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vorhält (act. 1, S. 16 Ziff. III/B/18), sie habe Art. 173 Abs. 2 PBG in Erwägung 3 des
angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 13) nicht zitiert, trifft dies zwar zu, bleibt indessen
ohne Auswirkungen auf den Ausgang des vorliegenden Verfahrens.
4.
Der Beschwerdeführer erhebt verschiedene Sachverhaltsrügen (act. 1, S. 4, 15, 18-23,
25-36 Ziff. II/3, III/B/17, 21-26, 28-33, 35, 40-43, act. 24, S. 4 f., 8 f. Ziff. III/7 f., 11, 13,
16).
Die Behörde ermittelt den Sachverhalt und erhebt die Beweise von Amtes wegen,
wobei vorbehältlich der Wahrung des öffentlichen Interesses nur die von den
Beteiligten angebotenen und die leicht zugänglichen Beweise über erhebliche
Tatsachen aufzunehmen sind (vgl. Art. 12 VRP). Unrichtig ist ein Sachverhalt
festgestellt, wenn aus den vorhandenen Beweismaterialien unrichtige Schlüsse
gezogen werden, insbesondere indem der Sachverhalt falsch oder aktenwidrig
festgestellt wird oder indem Beweise unrichtig gewürdigt werden. Die Unvollständigkeit
des festzustellenden Sachverhalts knüpft demgegenüber beim Umfang der
Beweiserhebung an: Unvollständig ist die Sachverhaltsfestlegung, wenn
entscheidrelevante Umstände nicht oder nicht ausreichend abgeklärt wurden (vgl.
VerwGE B 2018/240 vom 1. Juli 2019 E. 3.1 mit Hinweisen; Märkli, in: Rizvi/Schindler/
Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 7 zu Art. 12-13 VRP).
4.1.
Die Vorinstanz stellte in Sachverhalt lit. G/a und Erwägung 5.6.1 f. und 6.3.2 des
angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 9 f., 19 f., 23 f.) fest, D._ habe die Scheune
Assek.-Nr. 004_ im Jahr 2006 ohne Baubewilligung ausgehöhlt, indem dieser unter
anderem die vormalige etwa 2.30 m hohe Decke des Kuhstalls herausgebrochen habe.
Die dadurch instabil gewordene Gebäudehülle habe dieser – insbesondere nach
Auffassung des Beschwerdeführers – unfachmännisch mit Drahtseilen verspannt und
drei mobile Pferdeboxen eingebaut. Um die Scheune wieder zu stabilisieren, habe der
Beschwerdeführer im Jahr 2015, ebenfalls ohne Baubewilligung, ein komplett neues
Geschoss bzw. einen Holzboden eingebaut. Den noch vorhandenen Boden im zweiten
Obergeschoss habe er ersetzt, weil dieser völlig morsch gewesen sei und
durchzubrechen gedroht habe. Vor Ort habe festgestellt werden können, dass die
Scheune im Innern praktisch vollständig erneuert worden sei. Neu seien nicht bloss die
beiden Geschossböden, sondern auch zahlreiche tragende Längs- und Querbalken der
Scheune. Zudem habe der Beschwerdeführer eine Treppe und einen Warenlift
eingebaut. Mit dem teilweisen Abbruch durch D._ und dem eigenmächtigen
4.2.
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Wiederaufbau durch den Beschwerdeführer sowie den restlichen umfassenden
Sanierungsarbeiten sei die Scheune Assek.-Nr. 004_ nicht mehr in ihrer bewilligten
Ursprungssubstanz erhalten. Daran ändere nichts, dass die Scheune früher ebenfalls
über zwei intakte Zwischenböden verfügt habe. Entscheidend sei, dass diese
zwischenzeitlich vollständig entfernt bzw. verrottet seien. Inwiefern diese
Feststellungen der Vorinstanz aktenwidrig sein sollten (vgl. dazu act. 7.1/14, S. 4 und 7,
act. 7.1/14, act. 7.1/18, S. 4 und 9 Ziff. III/2 und 3g, act. 7.3/2 f., 82, 99 f., 111, 124,
151, 158, 166, 171 f., 176, 202, act. 7.3/63, S. 2 f.), ist nicht ersichtlich und wird vom
Beschwerdeführer auch nicht weiter nachgewiesen. Insbesondere widerlegt er die
Feststellung der Vorinstanz am Augenschein vom 24. Mai 2017 (act. 7.1/14, S. 4) nicht,
wonach der zweite Zwischenboden vor dem Umbau 2015 nicht mehr gefahrlos
begehbar gewesen sei, weil die Bretter nicht dick genug und mit keiner Nut und Feder
verbunden gewesen seien, weshalb der neue Zwischenboden auf bestehende Balken
und eine vormalige Abdeckung aus Holzbrettern verlegt worden sei. Entgegen seiner
Darstellung (act. 1, S. 18-26, 30-35 Ziff. III/B/21-26, 29, 35, 40, 42, act. 24, S. 4-6
Ziff. III/7-9, 11) kann deshalb nicht gesagt werden, der zweite Zwischenboden sei nicht
ersetzt worden resp. die tragenden Konstruktionsteile seien mehrheitlich intakt. Auch
lässt sich den Fotos zum Augenschein vom 24. Mai 2017 (act. 7.1/14) entnehmen, dass
der Warenlift zwischen dem ersten und zweiten Obergeschoss, welcher gemäss dem
Beschwerdeführer (act. 1, S. 22 f. Ziff. III/B/25 f.) seit 1972 bzw. den 1960er-Jahren
bestanden hatte, mehrheitlich erneuert worden und auch diesbezüglich aufgrund der
umfangreichen Umbauten zumindest von einer neubauähnlichen Erneuerung
auszugehen ist. Entgegen der gegenteiligen Behauptung des Beschwerdeführers hat
die Vorinstanz in Erwägung 5.6.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 19 f.)
darüber hinaus zusammengefasst zutreffend dargelegt, mit Ausnahme der
Pferdeboxen, für welche in der ausgehöhlten Scheune Assek.-Nr. 004_ die Binder mit
Verschraubungen und Bauplatten hätten verstärkt und am Bauwerk einzelne
Ausbesserungen hätten vorgenommen werden dürfen, sei am 14. März 2011 von der
Beschwerdebeteiligten eine Zweckänderung der Scheune zur hobbymässigen
Tierhaltung ohne bauliche Massnahmen bewilligt worden (vgl. act. 7.3/128). Entgegen
anderslautender Darstellung des Beschwerdeführers (act. 1, S. 27-31 Ziff. III/B/31-35,
act. 24, S. 8 f. Ziff. III/16) verkannte die Vorinstanz überdies nicht, dass die
Beschwerdebeteiligte am 6. November 2006 den Pferdeauslauf- und Sandplatz
(Allwetterauslauf) auf einer Fläche von 300 m bewilligt hat (vgl. act. 2, S. 3 f.
Sachverhalt lit. B/c). Schliesslich trifft die Feststellung der Vorinstanz in Erwägung 6.4
des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 25 f.) hinsichtlich der widerrechtlichen
Haltung von sieben Pferden zur Freizeitnutzung auf Parzelle Nr. 000_ zu, wonach das
AREG die Beschwerdebeteiligte über Jahre hinweg dazu anhalten musste, die
2
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5.
Der Beschwerdeführer zieht bisweilen in Zweifel (act. 1, S. 19-21, 31-34 Ziff. III/B/23 f.,
36, 40, act. 24, S. 5 f., 9 f. Ziff. 8, 10, 12, 17 f., act. 34), dass der Einbau der neuen
Geschossdecken sowie der erneuerten Balken und Primärstruktur in die Scheune
Assek.-Nr. 004_ der Baubewilligungspflicht unterstanden hat.
Das nachträgliche Baugesuch des Beschwerdeführers vom
25. März 2014/3. April 2014 (act. 7.1/5/2-29 und Pläne 01-07, act. 7.3/148-153,
167-180) für den Umbau der Scheune Assek.-Nr. 004_ sowie für Umgebungsarbeiten
für die hobbymässige Haltung von Pferden auf Parzelle Nr. 000_ umfasst auch den
Ersatz der Geschossdecken sowie den Einbau von erneuerten Balken und erneuerter
Primärstruktur in der Scheune Assek.-Nr. 004_. Ausser Frage steht, dass dieses
Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen baubewilligungspflichtig im Sinne von Art. 22
Abs. 1 RPG und Art. 78 Abs. 1 und 2 lit. a, b und q BauG ist. Selbst wenn die
erneuerten Geschossdecken, Balken und Primärstruktur, wie vom Beschwerdeführer
gefordert, für sich allein betrachtet werden, kann namentlich mit Blick auf den
fundamentalen raumplanerischen Grundsatz der Trennung von Bau- und
Nichtbaugebiet (vgl. dazu BGE 145 II 83 E. 4.1 und BGE 141 II 245 E. 2.1 je mit
Hinweisen) und den Umstand, dass damit statisch wichtige Elemente eines Gebäudes
rechtskräftigen Rückbauverfügungen durchzusetzen (vgl. dazu act. 7.3/63 und 126).
Daran ändert nichts, dass lediglich die Rückbauverfügung vom 14. März 2011
(act. 7.3/128) die Scheune/Remise Assek.-Nr. 004_ betraf (vgl. dazu act. 1, S. 35
Ziff. III/B/42). Die eingehende Beweiswürdigung der Vorinstanz ist weder zu berichtigen
noch zu ergänzen.
Soweit die Interessenabwägung der Vorinstanz anders als diejenige des AREG
ausgefallen ist, ist der Beschwerdeführer daran zu erinnern, dass die rechtliche
Beurteilung des Falls keine Tatfrage darstellt; darauf ist nachfolgend unter rechtlichen
Gesichtspunkten einzugehen (vgl. BGer 1C_248/2019 vom 3. Februar 2020 E. 3.2).
Dasselbe gilt für den Einwand des Beschwerdeführers (act. 1, S. 26 f., 34 Ziff. III/B/30,
34), die Vorinstanz habe unzutreffend ausgeführt (act. 2, S. 17-19 E. 5.5.2 und 5.5.5 f.),
er könne neben seiner vollzeitigen ausserhäuslichen Erwerbstätigkeit ohne P._,
welche zwischenzeitlich nicht mehr auf dem Hof lebe, nicht ohne fremde Hilfe
hobbymässig sieben Pferde betreuen (vgl. dazu act. 7.1/32, 34). Nichts anderes gilt für
seine Rügen, mit der Nutzung der umfassend sanierten Böden werde das Mass der
zulässigen Flächenerweiterung nicht überschritten (vgl. dazu act. 1, S. 22-26 Ziff. III/B/
26, 29, act. 24, S. 4-6 Ziff. III/7, 9, und act. 2, S. 20 f. E. 5.7) und die Haltung von sieben
Pferden auf Parzelle Nr. 000_ sei nicht widerrechtlich (act. 1 S. 34 f. Ziff. III/B/41).
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ersetzt wurden (vgl. dazu BGer 1C_272/2019 vom 28. Januar 2020 E. 5.4 mit
Hinweisen), nicht gesagt werden, es bestände kein Interesse der Öffentlichkeit an einer
vorgängigen Kontrolle dieser baulichen Massnahmen (vgl. dazu BGE 139 II 134 E. 5.2
und BGer 1C_505/2017 vom 15. Mai 2018 E. 5, in: URP 2018, S. 528 ff., und
ZBl 12/2018, S. 650 ff., je mit Hinweisen sowie A. Ruch, in: Aemisegger/Moor/
Derselbe/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung, Rechtsschutz
und Verfahren, Zürich 2020, N 30 ff. zu Art. 22 RPG, siehe auch Art. 136 PBG,
insbesondere Abs. 2 Ingress und lit. g e contrario sowie Abs. 3).
Dem Beschwerdeführer hilft nicht weiter, soweit er sich in diesem Zusammenhang
gestützt auf (mündliche) Auskünfte von Vertretern der Beschwerdebeteiligten (vgl. dazu
act. 7.1/14, S. 8) auf den Vertrauensschutz (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) beruft:
Zunächst ist unklar, wer dem Beschwerdeführer die von ihm ins Feld geführte
Zusicherung, wonach er die defekten und fehlenden Gebäudeteile ohne Baubewilligung
austauschen und einbauen dürfe, erteilt haben sollte. Soweit dies durch den damaligen
Leiter des Bausekretariats erfolgt ist, musste dem Beschwerdeführer klar sein, dass
diesem auf kommunaler Stufe keine Entscheidungskompetenz zukam. Überdies hat
ebendieser am Augenschein präzisiert (act. 7.1/14, S. 8), dass sich die vermeintliche
Zusicherung nicht auf den Einbau der zwei neuen Geschossböden bezogen habe.
Sodann hat das AREG in der raumplanungsrechtlichen Beurteilung vom
20. Februar 2014 (act. 7.3/146, S. 5) festgehalten, neue bauliche Massnahmen an der
Binderkonstruktion seien im Bewilligungsverfahren zu prüfen und zusätzlichen Böden
könnte nicht zugestimmt werden. Selbst wenn der Beschwerdeführer damals noch
nicht anwaltlich vertreten war, musste ihm im Wissen um die Beurteilung des AREG bei
gebührender Aufmerksamkeit ohne weiteres erkennbar gewesen sein, dass die
kommunale Baubehörde nicht allein zuständig war, über die Bewilligungspflicht des
von ihm im Jahr 2015 ausgeführten Einbaus der Geschossdecken, Balken und
Primärstruktur in die Scheune Assek.-Nr. 004_ ausserhalb der Bauzonen zu
entscheiden, und die von ihm ohne Baubewilligung ausgeführten baulichen
Massnahmen gemäss der Einschätzung des AREG bewilligungspflichtig waren (vgl.
BGer 2C_801/2019 vom 29. Januar 2020 E. 5.1 mit Hinweisen sowie zutreffende
E. 6.3.3-6.3.5 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 24 f.).
6.
Nicht umstritten ist, dass für das vorliegend strittige nachträgliche Baugesuch mangels
Zonenkonformität (Art. 20 Abs. 2 BauG in Verbindung mit Art. 16a RPG und
Art. 34 RPV) keine ordentliche Bewilligung nach Art. 22 Abs. 2 RPG sowie Art. 87
Abs. 1 BauG (Art. 146 PBG) erteilt werden kann und die geplante hobbymässige
Tierhaltung keinen Standort ausserhalb der Bauzonen (Art. 24 Ingress und lit. a RPG)
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erfordert (vgl. dazu zutreffende E. 4 bis 5 des angefochtenen Entscheids, act. 2,
S. 14 f.). Der Beschwerdeführer beruft sich vorweg auf die erweiterte
Besitzstandsgarantie nach Art. 24c RPG. Diese Bestimmung treffe keine
Unterscheidung zwischen alleinstehenden sowie nicht alleinstehenden unbewohnten
landwirtschaftlichen Bauten. Auch lasse sich daraus keine Delegation an den
Verordnungsgeber entnehmen, um zu definieren, welche landwirtschaftlichen Bauten
und Anlagen davon erfasst würden. Art. 41 Abs. 2 RPV widerspreche klar dem Wortlaut
von Art. 24c RPG, weshalb dieser Verordnungsbestimmung die Anwendung zu
versagen sei (act. 1, S. 16 f., 32-34 Ziff. III/B/19 f., 40, act. 24, S. 3 f. Ziff. 5 f., act. 34).
Seit der Einfügung der neuen Abs. 2 bis 5 in Art. 24c RPG am 23. Dezember 2011, in
Kraft seit 1. November 2012 (AS 2012 5535), ist in Bezug auf die erweiterte
Besitzstandsgarantie zwischen bestimmungsgemäss nutzbaren altrechtlichen
nichtlandwirtschaftlichen Bauten (Abs. 1) und altrechtlichen landwirtschaftlichen
Wohnbauten einschliesslich ihres Ökonomietrakts (Abs. 3 Satz 1) zu unterscheiden.
Fest steht, dass die Scheune Assek.-Nr. 004_ auf der der Landwirtschaftszone
zugewiesenen Parzelle Nr. 000_ vor dem 1. Juli 1972 erstellt und nach dem
1. Juli 1972 noch landwirtschaftlich genutzt worden ist (vgl. dazu BGE 129 II 396
E. 4.2.2 mit Hinweisen). Zu prüfen bleibt damit, ob ein Anwendungsfall von Art. 24c
Abs. 3 Satz 1 RPG vorliegt: Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung (vgl.
BGer 1C_171/2017 vom 3. Oktober 2017 E. 3.4 mit Hinweisen, insbesondere auf
BGer 1C_784/2013 vom 23. Juni 2014 E. 8.5, in: ZBJV 2018, S. 685, und BR 2018,
S. 120, siehe auch BGer 1C_325/2018 vom 15. März 2019 E. 7.3) geht aus dem klaren
Wortlaut von Art. 24c Abs. 3 Satz 1 RPG hervor, dass die Anwendung der erweiterten
Besitzstandsgarantie gemäss Art. 24c Abs. 2 RPG auf altrechtliche, nach dem
1. Juli 1972 noch landwirtschaftlich genutzte ökonomiebauten, deren Nutzung
zwischenzeitlich aufgegeben worden ist, voraussetzt, dass diese an ein von der
Besitzstandsgarantie geschütztes Wohnhaus angebaut sind. Ein enger räumlicher und
funktionaler Zusammenhang genügt dafür nicht (vgl. dazu auch BGE 145 II 83 E. 5.2.1;
BGer 1C_145/2019 vom 20. Mai 2020 E. 3.2, zur Publikation vorgesehen, und VerwGE
B 2017/189 vom 28. Februar 2019 E. 5.1, bestätigt mit BGer 1C_204/2019 vom
8. April 2020, je mit Hinweisen). Art. 41 Abs. 2 RPV, wonach Art. 24c RPG nicht auf
alleinstehende, unbewohnte landwirtschaftliche Bauten und Anlagen anwendbar ist,
geht damit offensichtlich nicht über die Vorgaben von Art. 24 Abs. 3 Satz 1 RPG hinaus
(ebenso: act. 28, Ziff. 1). Wie die Vorinstanz in Erwägung 5.1 bis 5.3 des angefochtenen
Entscheids (act. 2, S. 15) somit im Ergebnis mit Recht ausgeführt hat, gelangt neben
Art. 24a, Art. 24b, Art. 24d sowie Art. 37a RPG vorliegend auch Art. 24c RPG auf die
unbestrittenermassen nicht an das Wohnhaus Assek.-Nr. 002_ angebaute,
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eigenständige Scheune Assek.-Nr. 004_ auf Parzelle Nr. 000_ nicht zur Anwendung.
Mitunter räumt der Beschwerdeführer selbst ein, dass "klar kein Anwendungsfall von
Art. 24c RPG" vorliege (vgl. act. 1, S. 33 Ziff. III/B/40).
7.
Zu untersuchen ist, ob das strittige Bauvorhaben die Voraussetzungen für eine
Ausnahmebewilligung nach Art. 24e RPG (Fassung vom 22. März 2013, in Kraft seit
1. Mai 2014, AS 2014 905) erfüllt. Der Beschwerdeführer bringt in dieser Hinsicht vor
(act. 1, S. 18-31 Ziff. III/B/21-35, act. 24, S. 4-10 Ziff. 7-16, 18, act. 34), seine
Lebenspartnerin sei in der Lage, sieben Pferde selber zu versorgen. Gemäss der
Baubewilligung vom 14. November 2011 bewege sich die geplante Erweiterung mit
sieben Pferdeboxen im zulässigen Rahmen. Die Haltung von sieben Pferden auf
Parzelle Nr. 000_ sei indirekt bereits am 11. Februar 1988 vom damaligen Amt für
Umweltschutz bewilligt worden. Seither seien stets Pferde auf dem Grundstück
Nr. 000_ gehalten worden, weshalb diese Bewilligung nach wie vor Gültigkeit habe. Es
sei nurmehr die Verlegung dieser sieben Pferde in die Scheune Assek.-Nr. 004_ zu
prüfen. Die gemäss der Baubewilligung vom 14. November 2011 unrechtmässige
Aushöhlung der Scheune Assek.-Nr. 004_ durch seinen Rechtsvorgänger habe er mit
seinen vorgezogenen Sanierungsmassnahmen wiederhergestellt. Die zwei
Zwischenböden in der nach wie vor bestimmungsgemäss nutzbaren Scheune Assek.-
Nr. 004_ seien seit jeher bestehend gewesen. Die beiden Geschossdecken stellten
keine Flächenerweiterung dar. Eine Verlegung des Allwetterauslaufs nach Süden zur
Scheune Assek.-Nr. 004_ hin sei gemäss AREG aus betrieblichen Gründen sowie
wegen der Zugänglichkeit der Gebäude nicht möglich und sinnvoll. Für die Anzahl von
sieben Pferden sei ein Allwetterauslauf im Umfang von mindestens 800 m zu
bewilligen.
2
Sind die allgemeinen Bewilligungsvoraussetzungen nach Art. 24e Abs. 5 in Verbindung
mit Art. 24d Abs. 3 RPG und Art. 43a RPV erfüllt, werden bauliche Massnahmen in
unbewohnten Gebäuden oder Gebäudeteilen, die in ihrer Substanz erhalten sind, laut
Art. 24e Abs. 1 RPG (in Kraft seit 1. Mai 2014, AS 2014 905) bewilligt, wenn sie
Bewohnern oder Bewohnerinnen einer nahe gelegenen Wohnbaute zur hobbymässigen
Tierhaltung dienen und eine tierfreundliche Haltung gewährleisten (vgl. dazu VerwGE
B 2016/127 vom 23. Mai 2018 E. 6.2 mit Hinweisen, bestätigt in BGer 1C_325/2018
vom 15. März 2019, R. Muggli, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], a.a.O.,
N 8-13 zu Art. 24e RPG, und Bundesamt für Raumentwicklung ARE, Wegleitung Pferd
und Raumplanung, Juli 2015 [fortan: Wegleitung], S. 15 f.). Es dürfen nur so viele Tiere
7.1.
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gehalten werden, wie die Bewohnerinnen und Bewohner der nahe gelegenen
Wohnbaute selber betreuen können. Damit wird die zulässige Anzahl Tiere beschränkt.
Die Beschränkung ergibt sich aus dem Umstand, dass die Pferdehaltung durch die
Bewohner der nahe gelegenen Wohnbaute erfolgen muss. Der Aufwand für Pflege und
Betreuung der Tiere muss durch die Bewohner eigenhändig bewältigt werden können
(vgl. Art. 42b Abs. 3 RPV und BGer 1C_347/2017 vom 23. März 2018 E. 4.2 mit Hinweis
auf BGer 1C_179/2013 vom 15. August 2013 E. 3.4, in: BR 2018, S. 300). In ihrer
Substanz erhalten ist eine Baute dann, wenn die tragenden Konstruktionsteile intakt
sind oder lediglich einer leichten Renovation bedürfen (vgl. BGer 1C_516/2016 vom
5. Dezember 2017 E. 7.4 mit Hinweis auf BGer 1C_207/2015 vom 9. September 2015
E. 4.1 und 5, in BR 2018, S. 118). Die hobbymässige Tierhaltung gilt als Erweiterung
der Wohnnutzung der nahe gelegenen Wohnbaute. Sie ist an allfällige Möglichkeiten
zur Erweiterung der Wohnbaute nach Art. 42 Abs. 3 RPV anzurechnen (vgl. Art. 24e
Abs. 6 RPG in Verbindung mit Art. 42b Abs. 1 und 2 RPV). Im Rahmen von Art. 24e
Abs. 1 RPG werden neue Aussenanlagen bewilligt, soweit sie für eine tiergerechte
Haltung notwendig sind. Im Interesse einer tierfreundlichen Haltung können solche
Anlagen grösser als die gesetzlichen Mindestmasse dimensioniert werden, soweit dies
mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vereinbar ist und die Anlage reversibel
erstellt wird (Art. 24e Abs. 2 RPG). Als Aussenanlagen gelten Anlagen, die für eine
tiergerechte Haltung notwendig und weder überdacht noch umwandet sind, namentlich
Allwetterausläufe, Mistlager oder Zäune (Art. 42b Abs. 5 Satz 1 RPV). Der
Allwetterauslauf darf nur aus zwingenden Gründen (z.B. starke Hangneigung) abgesetzt
vom Stall errichtet werden (vgl. Art. 42b Abs. 6 Satz 1 RPV, Muggli, in: Aemisegger/
Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], a.a.O., N 20 zu Art. 24e RPG, und Wegleitung, S. 17).
Für die zulässige Fläche gilt Art. 34b Abs. 3 lit. b RPV (Art. 42b Abs. 6 RPV).
Eigenen Angaben des Beschwerdeführers zufolge (act. 7.1/14, S. 6, siehe auch act. 1,
Ziff. III/B/30) war im Baugesuch vom 25. März 2014/3. April 2014 (act. 7.3/148-153,
167-180) vorgesehen, dass P._, abgesehen von der Ferienvertretung durch W._ und
der gelegentlichen Mithilfe des Beschwerdeführers am Wochenende und während
dessen Freizeit, die sieben Pferde täglich zwischen 06.30 bis 19.00 Uhr hätte betreuen
sollen. P._ wohnt seit dem 26. Juni 2018 nicht mehr im Wohnhaus Assek.-Nr. 002_
auf Parzelle Nr. 000_ (vgl. act. 7.1/32) oder sonst in einer nahegelegenen Wohnbaute
im Sinne von Art. 24e Abs. 1 RPG. Wie die Vorinstanz in Erwägung 5.5 des
angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 16-19) überdies zutreffend dargetan hat, macht
der Beschwerdeführer als Nichtlandwirt nicht geltend, er selbst oder andere Bewohner
einer nahe gelegenen Wohnbaute könnten alle in Frage stehenden sieben Pferde in
7.2.
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ihrer Freizeit betreuen. Soweit der Beschwerdeführer seine Argumentation auf der
nachträglichen Zustimmung des damaligen Amtes für Umweltschutz vom
11. Februar 1988 (act. 7.3/45) oder den nachträglichen Baubewilligungen der
Beschwerdebeteiligten vom 6. November 2006 und 14. März 2011 (act. 7.3/65 und
128) aufbaut, kann ihm auch kein Erfolg beschieden werden. Das streitgegenständliche
Baugesuch bezieht sich nicht auf die damaligen Nutzer des für die Hobbytierhaltung
verwendeten Wohnhauses Assek.-Nr. 002_ auf Parzelle Nr. 000_. Bereits aus diesen
Gründen kann das vorliegend strittige nachträgliche Bauvorhaben nicht bewilligt
werden. Bei diesem Ergebnis kann dahingestellt bleiben, wie es sich mit den übrigen
Bewilligungsvoraussetzungen verhält, welche die Vorinstanz in Erwägung 5.7 bis 5.8
des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 19-22) im Sinne eines obiter dictums, das
nicht in Rechtskraft erwachsen kann (vgl. BGer 1C_372/2016 vom 8. Dezember 2016
E. 5), geprüft hat. Aus prozessökonomischen Überlegungen ist indessen, wenn auch
nur summarisch, auf die diesbezüglichen Rügen des Beschwerdeführers kurz
einzugehen.
Wie bereits unter Erwägung 4.2 hiervor gesagt, hat die Vorinstanz in Sachverhalt lit. G/a
und Erwägung 5.6.1 f. sowie 6.3.2 des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 9 f., 19 f.,
23 f.) zutreffend festgestellt, dass der Beschwerdeführer ein komplett neues Geschoss
bzw. einen Holzboden in die Scheune Assek.-Nr. 004_ eingebaut hat und die Scheune
im Innern praktisch vollständig erneuert worden ist (inklusive Ersatz des baufälligen
bestehenden Geschossbodens). Neu sind demnach nicht bloss die beiden
Geschossböden, sondern auch zahlreiche tragende Längs- und Querbalken der
Scheune. Folglich kann im konkreten Fall nicht mehr nur von einer leichten Renovation
gesprochen werden. Die Bausubstanz ist zum überwiegenden Teil ersetzt worden. Die
Scheune Assek.-Nr. 004_ ist insoweit nicht mehr gemäss Art. 24e Abs. 1 RPG in ihrer
Substanz erhalten. Diesbezüglich kann auch – trotz anderer Ansicht des
Beschwerdeführers – nicht gesagt werden, der Beschwerdeführer habe den im
Jahr 2006 durch seinen Rechtsvorgänger geschaffenen unrechtmässigen Zustand,
insbesondere die Aushöhlung des Gebäudes Assek.-Nr. 004_, gemäss der
zwischenzeitlich erloschenen, nachträglichen Baubewilligung vom 14. März 2011, d.h.
soweit sein Rechtsvorgänger darin zur Gewährleistung der baulichen Sicherheit
verpflichtet worden war (Verstärkung der Binder, einzelne Ausbesserungen am
bestehenden Bauwerk), durch seine über diese Bewilligung hinausgehenden,
eigenmächtigen baulichen Massnahmen im Jahr 2015 sozusagen "wiederhergestellt"
und das Gebäude Assek.-Nr. 004_ dadurch gewissermassen in seiner ursprünglichen
Substanz wiederaufgebaut. Darüber hinaus müssen die zwei neu eingebauten
7.3.
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8.
Der Beschwerdeführer stellt sich schliesslich auf den Standpunkt (act. 1, S. 29-36
Ziff. III/B/34-43, act. 24, S. 3, 5, 8 f. Ziff. III/2, 8, 15-17), es bestehe im vorliegenden Fall
kein Raum für aufsichtsrechtliche Massnahmen. Zudem kenne die
Beschwerdebeteiligte die örtlichen Verhältnisse im Vergleich zur Vorinstanz besser,
Zwischenböden in der Scheune Assek.-Nr. 004_, welche bereits landwirtschaftsfremd
genutzt werden (act. 7.1/14, S. 4), in die Berechnung gemäss Art. 24e RPG in
Verbindung mit Art. 42b Abs. 1 f. und Art. 42 Abs. 3 lit. b RPV miteinbezogen werden.
Die Vorinstanz kam somit in Erwägung 5.7 des angefochtenen Entscheids (act. 2,
S. 20 f.) anhand der Flächenberechnung des AREG vom 29. Juni 2016 (act. 7.3/206,
S. 5 f.) zu Recht zum Schluss, dass die zulässige Geschossfläche um 260 m
überschritten sei. Sodann hat die Vorinstanz in Erwägung 5.8.3 des angefochtenen
Entscheids (act. 2, S. 21 f.) im Rahmen ihrer Interessenabwägung nachvollziehbar
ausgeführt, abgesehen davon, dass der Beschwerdeführer auf Parzelle Nr. 000_ nicht
sieben Pferde halten dürfe, sprächen weder die geltend gemachte Zugänglichkeit noch
die Mistmulden dafür, den Allwetterplatz abgesetzt von der Scheune Assek.-Nr. 004_
zu errichten. Eine direkte Anbindung diene dem Erhalt der Fruchtfolgeflächen und
somit einem wichtigen Anliegen der Raumplanung (Art. 3 Abs. 2 lit. a RPG). Dies umso
mehr, als die vorliegende Bodennutzung (Boden abhumusiert, Platz drainiert, Filz plus
rund 0.30 m dicke Kiesschicht sowie 0.15 m starke Sandschicht darauf verlegt) zu einer
Bodenzerstörung führe. Daran ändert nichts, dass sich der ehemalige Schotterplatz
bzw. "Auslauf begrünt" mitsamt Kreisführungsanlage nicht unmittelbar bei der Scheune
Assek.-Nr. 004_ befindet (vgl. dazu Situationsplan vom 3./27. Juli 2015, act. 7.3/174
und 210, Fotos zum Augenschein vom 24. Mai 2017, act. 7.1/14, www.geoportal.ch).
Auch aus diesen Gründen erwiese sich das strittige Bauvorhaben demzufolge nicht als
bewilligungsfähig. Soweit sich der Beschwerdeführer, welcher sich das Wissen seines
Rechtsvorgängers anrechnen lassen muss (vgl. BGer 1C_171/2017 vom
3. Oktober 2017 E. 4.4 mit Hinweisen), auf die Baubewilligung vom 14. März 2011
(act. 7.3/128) resp. diejenige vom 6. November 2006 (act. 7.3/65) beruft, kann er
daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten. Wie die Vorinstanz in Erwägung 5.6.2 des
angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 19 f.) überzeugend dargetan hat, ist die
nachträgliche Baubewilligung vom 14. März 2011 und damit auch diejenige vom
6. November 2006 längst verwirkt. Im Übrigen liess die Beschwerdebeteiligte in der
nachträglichen Baubewilligung vom 6. November 2006 (act. 7.3/65) unberücksichtigt,
dass H._, der damalige Pächter des Grundstücks Nr. 000_, ein
nichtlandwirtschaftliches Gewerbe (Pferdezucht und -handel) und keine hobbymässige
Pferdehaltung auf Parzelle Nr. 000_ betrieben hatte (vgl. act. 7.3/74), weshalb diese
nachträgliche Bewilligung ursprünglich fehlerhaft ist.
2
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weshalb die Vorinstanz rechtsfehlerhaft in das Ermessen der Beschwerdebeteiligten
eingriffen habe, soweit sie auch den Rückbau der erneuerten Balken und
Primärstruktur angeordnet habe. Dessen ungeachtet sei sein guter Glaube zu bejahen.
Er habe angesichts der Baubewilligung vom 14. März 2011 davon ausgehen dürfen,
dass er die Aushöhlung der Scheune Assek.-Nr. 004_ durch seinen Rechtsvorgänger
habe rückgängig machen dürfen bzw. die bewilligten Bauten und Anlagen Bestand
hätten. Die Beschwerdebeteiligte habe ihm mitgeteilt, er dürfe die defekten und
fehlenden Gebäudeteile ohne Baubewilligung austauschen und einbauen. Er habe sich
mit entsprechender Kostenfolge um die Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustands gekümmert. Da die Geschossdecken bereits mehr als 30 Jahre bestehend
seien, sei der Anspruch der Behörden, die Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustands zu verlangen, verwirkt. Wie die Beschwerdebeteiligte zu Recht ausgeführt
habe, eigne sich die Scheune Assek.-Nr. 004_ im Übrigen hervorragend zur
Pferdehaltung. Die baulichen Vorkehren innerhalb der Scheune Assek.-Nr. 004_
würden nach aussen nicht in Erscheinung treten. Der Abbruch dieser Scheune würde
das Landschaftsbild beeinträchtigen. Der Rückbau sei mit massiven Kosten verbunden.
Die zuständige Gemeindebehörde kann die Entfernung oder die Abänderung
rechtswidrig ausgeführter Bauten und Anlagen sowie die Wiederherstellung des
früheren Zustandes verfügen, wenn die Ausführung den gesetzlichen Vorschriften oder
den genehmigten Plänen nicht entspricht oder sonst ein unrechtmässiger Zustand
geschaffen wurde (Art. 130 Abs. 2 BauG). Nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung müssen formell rechtswidrige Bauten ausserhalb des Baugebiets, die
auch nachträglich nicht legalisiert werden können, grundsätzlich beseitigt werden. Die
Anordnung des Abbruchs bereits erstellter Bauten kann nach den allgemeinen
Prinzipien des Verfassungs- und Verwaltungsrechts (ganz oder teilweise)
ausgeschlossen sein. Dazu gehört namentlich der in Art. 5 Abs. 2 und Art. 36 Abs. 3 BV
festgehaltene Grundsatz der Verhältnismässigkeit (vgl. dazu BGE 140 I 2 E. 9.2.2 mit
Hinweisen). Ist eine Bauherrschaft allerdings nicht gutgläubig (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9
BV), so muss sie in Kauf nehmen, dass ihre Interessen von der Behörde bei der
vorzunehmenden Abwägung nicht oder nur in verringertem Masse berücksichtigt
werden (vgl. BGer 1C_145/2019 vom 20. Mai 2020 E. 5.1 mit Hinweisen, zur
Publikation vorgesehen, sowie VerwGE B 2019/62 vom 26. September 2019 E. 5.2.2
und VerwGE B 2017/189 vom 28. Februar 2019 E. 6.3.2, bestätigt mit
BGer 1C_204/2019 vom 8. April 2020, je mit Hinweisen). Im guten Glauben handelt,
wer angenommen hat und unter Anwendung zumutbarer Sorgfalt annehmen durfte, die
von ihm ausgeübte Nutzung resp. ausgeführte bauliche Massnahme sei rechtmässig
8.1.
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bzw. stehe mit der Baubewilligung in Einklang (vgl. BGE 136 II 359 E. 7.1 mit
Hinweisen). Im Weiteren kann der Anspruch der Behörden auf Wiederherstellung des
rechtmässigen Zustands aufgrund des Zeitablaufs verwirkt sein (vgl. dazu
BGE 136 II 359 E. 7 und 7.1 und BGer 1C_22/2019; 1C_476/2019 vom 6. April 2020
E. 15 und 15.1, zur Publikation vorgesehen, sowie VerwGE B 2019/123 vom
28. Mai 2020 E. 5.1.3 je mit Hinweisen).
Ausser Frage steht vorab, dass die Vorinstanz gestützt auf Art. 158 lit. d in Verbindung
mit Art. 159 Abs. 2 lit. a des Gemeindegesetzes (sGS 151.2, GG) in ihrer Funktion als
Aufsichtsbehörde die Wiederherstellungsverfügung der Beschwerdebeteiligten vom
16. August 2016/23. September 2016 (act. 7.3/209, 211) im Rekursverfahren teilweise
aufheben und durch eine eigene Anordnung ersetzen durfte. Bezüglich der Umsetzung
von Art. 130 Abs. 2 BauG steht der Gemeinde kein Autonomiebereich (Art. 50
Abs. 1 BV, Art. 89 Abs. 1 KV, und Art. 2 Abs. 1 Satz 1 BauG) zu (vgl. VerwGE
B 2016/228 vom 27. Dezember 2018 E. 8.1 mit Hinweis, bestätigt mit
BGer 1C_85/2019 vom 23. Juli 2019). Weiter kann vorliegend keine Rede davon sein,
dass der Anspruch der Behörden auf Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands
verwirkt wäre. Der Beschwerdeführer führte seine eigenmächtigen Umbauten an der
Scheune Assek.-Nr. 004_ auf Parzelle Nr. 000_ im Jahr 2015 aus. Die
Beschwerdebeteiligte verfügte diesbezüglich am 16. August 2016/23. September 2016.
Ferner ist mit der Gewichtung der infrage stehenden öffentlichen und privaten
Interessen die Auslegung unbestimmter Rechtsbegriffe verbunden. Die Auslegung,
welche die Verwaltungsbehörden einem unbestimmten Rechtsbegriff zugrunde legt,
stellt im Gegensatz zur Ausübung von Verwaltungsermessen eine Rechtsfrage dar und
kann daher sowohl von der Vorinstanz als Rekursinstanz als auch dem
Verwaltungsgericht – entgegen der Meinung des Beschwerdeführers – frei, wenn auch
mit einer gewissen Zurückhaltung ("Ohne-Not-Praxis"), überprüft werden (vgl. dazu
Art. 46 Abs. 1 und Art. 61 Abs. 1 VRP, Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG, Art. 3 Abs. 2
Satz. 1 BauG, BGE 145 I 52 E. 3.6 mit Hinweisen und Looser/Looser-Herzog, in: Rizvi/
Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 6 zu Art. 61 VRP).
8.2.
Durch das eigenmächtige Vorgehen des Beschwerdeführers und seines
Rechtsvorgängers wird die rechtsgleiche Anwendung und Durchsetzung des
Grundsatzes der Trennung des Bau- vom Nichtbaugebiet in Frage gestellt. Seit 2005
wurden an der Scheune Assek.-Nr. 004_ und deren Umgebung auf Parzelle Nr. 000_
wiederholt bauliche Massnahmen ohne Baubewilligung vorgenommen. Entgegen der
8.3.
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Anordnungen der Beschwerdebeteiligten vom 6. November 2006 und 14. März 2011
(act. 7.3/65 und 128) wurden in der Zwischenzeit weder die Anzahl Pferdeboxen auf
maximal sieben reduziert noch der Allwetterauslauf auf eine Grundfläche von 300 m
zurückgebaut. Dadurch ist es dem Rechtsvorgänger des Beschwerdeführers bis zu
einem gewissen Punkt gelungen, die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustands
zu verhindern. Indem ihm der Auslauf und die rechtswidrigen Pferdeboxen trotz der
rechtskräftigen Abbruchbefehle nach wie vor uneingeschränkt zur Verfügung standen,
hat dieser bereits mehrere Jahre von der rechtswidrigen Situation profitiert. Dies schafft
indes keinen Anspruch, den rechtswidrigen Zustand auch in Zukunft fortzusetzen.
Diese Umstände dürfen dem Beschwerdeführer als dessen Rechtsnachfolger nicht
zum Vorteil gereichen. Ansonsten würden illegal bauende bzw. rechtswidrig nicht
abbrechende Bauherren bessergestellt werden als diejenigen, die gesetzeskonform
handeln und vorgängig um eine Baubewilligung ersuchen bzw. nach Anordnung eines
Rückbaus diesen fristgerecht vornehmen. Dies gilt es zu verhindern. Am Rückbau der
beiden Geschossdecken und der in die Scheune Assek.-Nr. 004_ eingebauten
Balken- und Primärstrukturen, welche keine bloss geringfügigen Abweichungen vom
Erlaubten darstellen, selbst wenn die baulichen Massnahmen innerhalb des
vorbestehenden Gebäudevolumens realisiert wurden, oder – sofern der vorherige
Zustand nicht wiederhergestellt werden kann – am vollständigen Abbruch der Scheune
besteht demnach ein gewichtiges öffentliches Interesse. Zugleich sind der Rückbau
bzw. der Abbruch der Scheune die einzigen Massnahmen, die sich dazu eignen, den
rechtmässigen Zustand wiederherzustellen. Wie die Vorinstanz überzeugend dargetan
hat (vgl. act. 2, S. 26 f. E. 6.5.1 und 6.5.4), würde eine blosse Nutzungsbeschränkung
ihr Ziel verfehlen. Pferdeboxen könnten an sich ohne weitere bauliche Massnahmen in
die bereits vollständig sanierte Scheune Assek.-Nr. 004_ gestellt werden. Wie bereits
unter Erwägung 5 hiervor ausgeführt, durfte der Beschwerdeführer im Wissen um die
raumplanungsrechtliche Beurteilung des AREG vom 20. Februar 2014 (act. 7.3/146,
S. 5) bei zumutbarer Aufmerksamkeit und Sorgfalt zudem nicht annehmen, er sei zur
Bauausführung berechtigt (ebenso: E. 6.3 des angefochtenen Entscheids, act. 2,
S. 23-25). Ihm kann somit keine Gutgläubigkeit bei den im Jahr 2015 eigenmächtig
vorgenommenen Umbauten zugutegehalten werden. Die Wiederherstellung erscheint
auch zumutbar: Der nicht gutgläubige Beschwerdeführer hat hinsichtlich seiner
Investitionen in den eigenmächtig erfolgten Umbau der Scheune auf eigenes Risiko
gehandelt. Die Vermögenseinbusse wegen der Entfernung der nicht bewilligten
Bauelemente bzw. dem Abbruch der Scheune Assek.-Nr. 004_ erweist sich nicht als
derart gewichtig, um das entgegenstehende öffentliche Interesse zu überwiegen. Auf
die genaue Höhe der Vermögenseinbusse kommt es dabei nicht an. Im Übrigen führen
die Umstände, dass sich die Scheune Assek.-Nr. 004_ grundsätzlich zur
2
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 22/23
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9.
Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf
einzutreten und sie nicht gegenstandslos ist. Dem Ausgang des Verfahrens
entsprechend sind die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von
CHF 4'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12,
GKV). Diese ist mit dem vom Beschwerdeführer geleisteten Kostenvorschuss in
gleicher Höhe zu verrechnen.
Der vollständig unterliegende Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegnerin für das
Beschwerdeverfahren ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und
Art. 98 VRP). Die Rechtsvertreterin der Beschwerdegegnerin hat am
24. Februar 2020 eine Kostennote (act. 29.2) eingereicht, gemäss welcher die
Entschädigungsforderung CHF 8'000 (zuzüglich 4% Barauslagen und
7.7% Mehrwertsteuer) beträgt. Vor Verwaltungsgericht ist die Honorarpauschale
innerhalb des von Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b der Honorarordnung (sGS 963.5,
HonO) festgelegten Rahmens zwischen CHF 1'500 und CHF 15'000 festzulegen.
Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den
besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der
Schwierigkeit des Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten
bemessen (vgl. Art. 19 HonO, Art. 31 Abs. 1 und 2 AnwG und VerwGE B 2017/221 vom
25. Juni 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Die im Beschwerdeverfahren eingereichte
Kostennote ist bei der Festsetzung der Honorarpauschale lediglich zu berücksichtigen
(vgl. VerwGE B 2014/214 vom 27. November 2015 E. 4.2.1).
Mit Blick auf die Bemessungskriterien, insbesondere die in vergleichbaren Fällen
zugesprochenen Entschädigungen (vgl. etwa jüngst VerwGE B 2019/123 vom
28. Mai 2020 E. 7 mit Hinweisen), und die vorliegend gegebenen besonderen
Umstände (Duplik vom 20. Februar 2020, act. 28), erscheint eine ausseramtliche
Entschädigung für das Beschwerdeverfahren in der Höhe von CHF 6'000 angemessen.
Hinzu kommen 4% pauschale Barauslagen (Art. 28 Abs. 1 HonO) in der Höhe von
hobbymässigen oder gewerblichen Pferdehaltung eignet und die eigenmächtig durch
den Beschwerdeführer vorgenommenen baulichen Vorkehren nach aussen nicht in
Erscheinung treten, zu keinem gegenteiligen Schluss. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers und der Beschwerdebeteiligten kann es sodann nicht angehen,
zum angeblichen Schutz des Landschaftsbildes vom Abbruch der Scheune abzusehen.
Der angefochtene Entscheid, namentlich auch der darin angeordnete Rückbau der
erneuerten Balken und Primärstruktur, verletzt das Verhältnismässigkeitsprinzip nicht.
bis
bis
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CHF 240. Ein Mehrwertsteuerzuschlag entfällt (vgl. Art. 29 HonO und VerwGE
B 2016/127 vom 23. Mai 2018 E. 9).