# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4bfd7ae8-555b-4fee-9c70-034c83994c56
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Am 19. Juli 2003 ereignete sich auf der E.-Strasse ein Verkehrsunfall. H. fuhr mit seinem Motorrad von F. in Richtung E.. Ausgangs einer Linkskurve, ca. 500 Meter unterhalb der Passhöhe, rutschte ihm das Hinterrad des von ihm gelenkten Motorrades weg und er geriet ins Schleudern. Beim anschliessenden Sturz zog er sich Verletzungen am linken Unterschenkel zu. In der fraglichen Linkskurve konnte eine Flüssigkeitsspur im Ausmass von 68,9 x 0,6 Meter festgestellt werden. Kurz zuvor war die Flüelapassstrecke von A. mit seinem Fahrzeug Caterham Super Seven befahren worden. Ca. 500 Meter unterhalb der Passhöhe bemerkte dieser, dass es aus dem Kühler seines Personenwagens dampfte. Auf einem Ausstellplatz unmittelbar vor der Passhöhe hielt A. sein Fahrzeug an und stellte fest, dass der obere Kühlerschlauch defekt war. Hinter dem Fahrzeug auf der Strasse bemerkte er eine ca. 1 cm breite Tropfspur. Daraufhin liess A. den Caterham Super Seven in eine Garage nach G. abschleppen.
Mit Verfügung vom 18. Mai 2004 stellte die Staatsanwaltschaft Graubünden das gegen A. angehobene Strafverfahren betreffend fahrlässige Körperverletzung nach Art. 125 Abs. 1 StGB ein. Bereits mit Verfügung vom 29. Dezember 2003 hatte der Kreispräsident F. das Strafverfahren gegen H. betreffend Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 31 Abs. 1 SVG (Nichtbeherrschen des Fahrzeugs) eingestellt.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 3. November 2004 instanzierte H. beim Kreispräsidenten F. eine Forderungsklage gegen die I. AG,  von A.. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 24. November 2004 erstellte der Vermittler am 29. November 2004 den folgenden Leitschein:
„Rechtsbegehren des Klägers:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger sFr. 26'293.05 nebst Zins zu 5 % seit 19. Juli 2003 sowie EUR 16'208.70 bzw. sFr. 25'755.60 nebst Zins zu 5 % seit 1. November 2003 zu bezahlen.
2. Dem Kläger sei das Nachklagerecht einzuräumen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“
Mit Prozesseingabe vom 20. Dezember 2004 prosequierte H. den Leitschein mit unveränderten Rechtsbegehren an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. Die Beklagte beantragte in ihrer Prozessantwort vom 14. Februar 2005, was folgt:
„1. Es sei die Klage abzuweisen.
2. Es sei von der Einräumung eines Nachklagerechts zu Gunsten des Klägers abzusehen.
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3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten des Klägers.“
Der Kläger reichte am 2. Mai 2005 eine Replik und die Beklagte am 13. Juni 2005 eine Duplik ein. Mit Eingabe vom 4. Juli 2005 reichte der Kläger sodann seine Stellungnahme nach Art. 87 Abs. 2 ZPO ein.
C. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos fand am 6. April 2006 statt. Mit Urteil vom 6. April 2006, mitgeteilt am 17. Mai 2006, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos, wie folgt:
„1. Die Klage des H. gegen die I. AG wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Kreisamtes F. in Höhe von Fr. 200.00 sowie die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 3'500.00
- einem Interessenwertzuschlag von Fr. 1'000.00
- Schreibgebühren von Fr. 870.00
- Barauslagen von Fr. 230.00
total somit von Fr. 5'600.00
gehen zulasten des H.. Sie werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
3. H. wird verpflichtet, die I. AG ausseramtlich mit Fr. 15'023.10 (inkl. Spesen, Interessenwertzuschlag und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations