# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 92b855b9-47ac-4958-83aa-bce524db6159
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ F. und E. Z., St. Gallen, sind Eigentümer der Grundstücke Nrn. F0100 und F0101,
(Q.-strasse 0 und 0a), Grundbuch St. Fiden, St. Gallen. Nach dem Zonenplan der Stadt
St. Gallen vom 1. November 1980/15. November 2001/9. August 2002 liegen die
Parzellen in der Wohnzone 2a. Sie sind mit einem zweigeschossigen
Doppeleinfamilienhaus überbaut.
Am 16. September 2008 erliess die Stadt St. Gallen den Gestaltungsplan Siedlung "U."
Q.-strasse (Gestaltungsplan "U.") mit besonderen Vorschriften (besV) und den
Beilageplänen 1 bis 12, der vom Baudepartement am 12. November 2008 genehmigt
wurde. Der Gestaltungsplan erfasst folgende Grundstücke: Nrn. F0102, F0103, F0100
bis F0104, F0105, F0106 und F0107HF.
B./ Am 19. Juli 2010 reichten F. und E. Z. ein Baugesuch zwecks Aufstockung des
Doppelhauses und für einen eingeschossigen Anbau auf den Grundstücken Nrn. F0100
und F0101 ein. Geplant ist, das flach geneigte Giebeldach abzubrechen und den
zusätzlichen Wohnzimmern auf der West- und der Südseite Terrassen vorzulagern.
Sodann soll der Gebäudeteil Q.-strasse 0a durch einen eingeschossigen Anbau
erweitert werden.
Das Baugesuch lag vom 21. Juli 2010 bis 3. August 2010 öffentlich auf. Während der
Auflagefirst erhoben die X. AG, St. Gallen, und W. Y., St. Gallen, beide vertreten durch
Rechtsanwalt Dr. A., St. Gallen, Einsprache. Sie beantragten, das Baugesuch sei unter
Kostenfolge abzuweisen. Die Einsprachen wurden im Wesentlichen damit begründet,
der Niveaupunkt sei nicht korrekt berechnet worden, das Attikageschoss sei nicht
regelkonform und die Kamine würden das Einordnungsgebot verletzen.
Am 27. August 2010 erteilte die Baubewilligungskommission der Stadt St. Gallen die
Baubewilligung unter Vorbehalt von Bedingungen und Auflagen (Ziff. 1). Die
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Einsprachen der X. AG und von W. Y. wurden teilweise geschützt, im Übrigen jedoch
abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden konnte (Ziff. 2).
C./ Am 27. September 2010 erhoben die X. AG und W. Y., wiederum vertreten durch
Rechtsanwalt Dr. A., St. Gallen, Rekurs beim Baudepartement (Rekurs Nr. 10-6110).
Sie beantragten, die Baubewilligung sei aufzuheben und den Rekursgegnern sei keine
Bewilligung zu erteilen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen geltend gemacht, das
Attikageschoss sei nicht gemäss den Vorgaben des Gestaltungsplans "U." ausgebildet
worden. Sodann würden unzulässige Aufschüttungen dazu führen, dass der
Niveaupunkt und damit die maximal zulässige Gebäudehöhe nicht korrekt berechnet
werden könnten.
Am 29. September 2010 erhoben F. und E. Z., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. B., St.
Gallen, Rekurs beim Baudepartement (Rekurs Nr. 10-6097). Sie beantragten, Ziff. 1 und
2 des Beschlusses der Baubewilligungskommission vom 27. August 2010 seien
teilweise aufzuheben und die Bewilligung für den geplanten Aussenkamin sei zu
erteilen. Im Wesentlichen wurde geltend gemacht, es sei nicht berücksichtigt worden,
dass bereits bei zwei Liegenschaften im Plangebiet ein Aussenkamin bestehe und auch
bei weiteren Bauten in der Umgebung solche Aussenkamine erstellt worden seien. Aus
diesem Grund entstehe eine einheitliche Gesamtwirkung und von einem Verstoss
gegen die besV des Gestaltungsplans sei nicht auszugehen.
In der Folge beantragte die Baubewilligungskommission, die Rekurse seien
abzuweisen. W. Y. und die X. AG stellten am 6. Dezember 2010 das Rechtsbegehren,
der Rekurs von F. und E. Z. (Nr. 10-6097) sei abzuweisen. F. und E. Z. beantragten in
ihrer Stellungnahme vom 22. Dezember 2010, das von der X. AG und von W. Y.
eingeleitete Rekursverfahren (Nr. 10-6110) sei zufolge Anerkennung abzuschreiben,
eventuell sei der Rekurs abzuweisen.
Nachdem das Baudepartement am 7. Februar 2011 bezüglich beider Rekursverfahren
einen Augenschein durchgeführt hatte, wies es den Rekurs von F. und E. Z. (Nr.

## Considerations

10-6097) im Sinn der Erwägungen ab (Ziff. 1) und den Rekurs von W. Y. und der X. AG
(Nr. 10-6110) ebenfalls, soweit darauf eingetreten werden konnte (Ziff. 2). F. und E. Z.
wurde eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- auferlegt (Ziff. 3), ebenso W. Y. und der X.
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AG (Ziff. 4). Sodann wurden die Begehren der Rekurrenten um Ersatz der
ausseramtlichen Kosten abgewiesen (Ziff. 5 und 6).
D./ Am 5. Januar 2012 erhoben die X. AG und W. Y., wiederum vertreten durch
Rechtsanwalt Dr. A., St. Gallen, Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie stellten
folgende Rechtsbegehren: Die Ziffern 2, 4 und 6 des Entscheids des Baudepartements
vom 20. Dezember 2011 seien aufzuheben (Ziff. 1), der Rekurs der Beschwerdeführer
im Verfahren Nrn. 10-6110/6097 gegen den Beschluss der Baubewilligungskommission
der Stadt St. Gallen vom 27. August 2010 sei zu schützen (Ziff. 2), die Baubewilligung
für die Aufstockung des Doppelhauses und den eingeschossigen Anbau auf den
Parzellen Nrn. F0101 und F0100 sei nicht zu erteilen (Ziff. 3), eventualiter sei die
Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinn der Erwägungen an die Vorinstanz
zurückzuweisen (Ziff. 4). Die Beschwerde wird einerseits damit begründet, der
Sachverhalt sei bezüglich Aufschüttungen und Plandarstellungen unrichtig bzw.
unvollständig festgestellt worden, andererseits damit, der angefochtene Entscheid
verletze Recht, weil das Bauprojekt verbindliche Vorschriften, insbesondere solche des
Gestaltungsplans "U.", verletze.
Das Baudepartement liess sich am 23. Februar 2012 vernehmen und beantragte, die
Beschwerde sei abzuweisen. Auch die Baubewilligungskommission der Stadt St.
Gallen hielt am 5. März 2010 dafür, der Beschwerde sei keine Folge zu geben. Auf eine
Stellungnahme wurde verzichtet. F. und E. Z., wiederum vertreten durch Rechtsanwalt
Dr. B., St. Gallen, liessen sich am 21. März 2012 vernehmen und beantragten, die
Beschwerde sei abzuweisen. W. Y. und die X. AG machten am 2. Mai 2012 von der
Möglichkeit Gebrauch, sich zu neuen tatsächlichen und rechtlichen Argumenten zu
äussern.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Rechtskräftig ist der Entscheid des Baudepartements vom 20. Dezember 2011
insofern geworden, als damit der Rekurs von F. und E. Z. abgewiesen worden ist, weil
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der von ihnen geplante Aussenkamin den erhöhten gestalterischen Voraussetzungen
der besV nicht entspricht und soweit ihrem verfahrensrechtlichen Antrag, der Rekurs
der X. AG und von W. Y. sei infolge Anerkennung abzuschreiben, keine Folge gegeben
worden ist.
3. Die Beschwerdeführerinnen beantragen, es sei ein Augenschein durchzuführen, es
seien die Baubewilligungsakten betreffend den Umbau des Gebäudes auf der Parzelle
Nr. F0108 (T.-strasse 1/3) der X. AG beizuziehen, es sei ein Bericht des Architekten K.,
St. Gallen, einzuholen und es sei eine Expertise zu erstellen.
Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und formrichtig
angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen eine nicht
erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Tatsache
Beweis zu erbringen (BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b).
Im vorliegenden Fall ergeben sich die rechtserheblichen Tatsachen aus den Akten,
weshalb auf die Abnahme der beantragten Beweise verzichtet werden kann.
4. Die Beschwerdeführerinnen stellen sich auf den Standpunkt, aus dem Entscheid der
Beschwerdebeteiligten vom 27. August 2010 ergebe sich, dass das Baugesuch der
Beschwerdegegner als Ganzes mangelhaft sei.
Zutreffend ist zwar, dass die Beschwerdebeteiligte die Einsprache der
Beschwerdeführerinnen insofern geschützt hat, als angeordnet worden ist, der
eingeschossige Anbau sei so zu redimensionieren, dass der vorgeschriebene Abstand
von 3.15 m zum Nachbargrundstück F0109 eingehalten werde (IV.4. Bedingungen und
Auflagen). Sodann hat die Beschwerdebeteiligte festgehalten, an den im Plan
bezeichneten Stellen seien zur Strasse hin geschnittene Laubgehölzhecken zu
pflanzen, um einen einheitlichen Abschluss zu erreichen und im südlichen Eckbereich
des Grundstücks F0101 lege der Gestaltungsplan eine Hecke verbindlich fest, die in
den Plänen nicht ausgewiesen sei. Im Gegensatz zur Auffassung der
Beschwerdeführerinnen kann daraus aber nicht geschlossen werden, das Baugesuch
sei in denjenigen Punkten mangelhaft, die Streitgegenstand des Beschwerdeverfahrens
bilden.
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5. Unbestritten ist, dass für die Frage, ob die Baubewilligung rechtmässig erteilt
worden ist, der Gestaltungsplan "U." mit den besV und den 12 Beilageplänen
massgebend ist. Dementsprechend stellen die Beschwerdeführerinnen nicht in Abrede,
dass der Beilageplan Nr. 12 als Element des Gestaltungsplans rechtsverbindlich ist
(Ziff. III.2.1 der Stellungnahme vom 2. Mai 2012).
Der Gestaltungsplan "U." bezweckt die Realisierung von städtebaulich und
architektonisch vorzüglich gestalteten Wohnraumerweiterungen für die bestehenden
Doppeleinfamilienhäuser der Siedlung "U." (Art. 2 besV). Bauten und Anlagen sind
architektonisch so zu gestalten, dass hinsichtlich Massstäblichkeit, Formensprache,
Materialwahl und Farbgebung eine vorzügliche Gestaltung erzielt wird und eine
einheitliche Gesamtwirkung entsteht. Im Baugesuchsverfahren ist ein Material- und
Farbkonzept einzureichen (Art. 9 Abs. 1 besV). Für die konstruktiven Details, die
Materialisierung, die Ausrichtung der Hauptfensteröffnungen und die Farbgebung sind
die Beilagepläne richtungsweisend (Art. 9 Abs. 3 besV). Als Grundlage dient weiter der
Planungsbericht zum Gestaltungsplan "U." vom September 2008.
6. Die Beschwerdeführerinnen stellen sich auf den Standpunkt, das Attikageschoss
werde nicht entsprechend den besV zum Gestaltungsplan "U." und dem
massgebenden Beilageplan Nr. 12 ausgebildet.
6.1. Gemäss Art. 8 Abs. 1 besV müssen die Attikageschosse im Bereich der Terrassen
gegenüber der Gebäudefassade unter einer Linie von 45° zurückversetzt sein, wobei
der minimale Rücksprung 2.60 m beträgt. Richtungsweisend ist der Beilageplan Nr.12
"Konstruktionsdetail". Unbestritten ist, dass aus den Grundrissen der Baupläne
ersichtlich ist, dass das Projekt der Beschwerdegegner den minimalen Rücksprung von
2.60 m im Sinn von Art. 8 Abs. 1 besV einhält (Ziff. III.6.e der Beschwerdeergänzung
vom 31. Januar 2012).
6.2. Aus Sicht der Vorinstanz ist das Attikageschoss nicht zu beanstanden, weil sich
aus dem Beilageplan Nr. 12 ergebe, dass die Attikalinie ab Oberkante des
Terrassenbodensangesetzt werde, und aus den Planunterlagen der Beschwerdegegner
hervor gehe, dass das Attikageschoss diese Vorgabe von Art. 8 Abs. 1 besV erfülle.
Sodann führt sie aus, aus den Plankopien des Bauprojekts T.-strasse 1/3 der
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Beschwerdeführerin 1, auf das sich die Beschwerdeführerinnen berufen würden, gehe
nicht zweifelsfrei hervor, dass die Attikalinie ab Oberkant des bestehenden
Dachbodenshabe angesetzt werden müssen. Selbst wenn dies der Fall gewesen wäre,
würde eine unrichtige Rechtsanwendung bei der Beurteilung jenes Bauvorhabens nicht
dazu führen, dass bei der Beurteilung des vorliegenden Bauvorhabens eine vom
Gestaltungsplan abweichende Beurteilung erfolgen müsste. Sodann könne aus dem
Beilageplan Nr. 12 nicht geschlossen werden, die dort dargestellte Attikahöhe stelle die
maximal zulässige Höhe dar. Weiter sei fraglich, ob die in Art. 35 Abs. 1 der
Bauordnung der Stadt St. Gallen (sRS 731.1, abgekürzt BO) festgelegte Maximalhöhe
von 3 m im vorliegenden Fall Anwendung finde, abgesehen davon, dass das
Attikageschoss eine Höhe von genau 3 m aufweise.
6.3. Die Beschwerdeführerinnen machen geltend, sie hätten bereits im Rahmen des
Rekursverfahrens darauf hingewiesen, dass der Winkel von 45° im vorliegenden Fall
unzulässigerweise ab Ausserkant Fassadegesetzt werde, was gemäss Gestaltungsplan
nicht zulässig sei. Aus der Skizze des Bauprojekts T.-strasse 1/3 und aus den
Baubewilligungsakten betreffend den Umbau auf der Parzelle F0108 gehe hervor, dass
die Beschwerdeführerin 1 seinerzeit ab Oberkant Dachbodenhabe messen müssen. In
diesem Zusammenhang sei im Rekursverfahren u.a. die massgebende Darstellung der
Architektin I. (Beilage 4 zur Vernehmlassung vom 22. März 2011) eingereicht worden.
Aus einer E-Mail vom 10. Mai 2007 gehe zudem hervor, dass den Beschwerdegegnern
schon damals klar gewesen sei, wie die Ausbildung des Attikageschosses zu erfolgen
habe. Zur besseren Visualisierung hätten die Beschwerdeführerinnen nun von einem
sachkundigen Architekten eine "Schemazeichnung Nordfassade 1:100" ausarbeiten
lassen, welche illustrierte, dass sowohl die Vorinstanz als auch die
Beschwerdebeteilige die massgebenden Vorschriften nicht richtig angewendet hätten,
weshalb die Baubewilligung nicht hätte erteilt werden dürfen.
Gemäss Beilageplan Nr. 12 zum Gestaltungsplan wird die Attikalinie ab Aussenkante
der rückspringenden Aufstockung (rot) gemessen. Fest steht somit, dass die Annahme
der Beschwerdeführerinnen nicht zutrifft, der Winkel von 45° müsse ab Oberkant der
bestehenden Deckegemessen werden. Die Attikalinie des geplanten Attikageschosses
wird ab Oberkant Terrassenbodenangesetzt (vgl. Plan Fassaden/Schnitte 1:100), was
den Vorgaben des Beilageplans Nr. 12 entspricht. Bei dieser Sachlage kann offen
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bleiben, ob es zutrifft, dass die Beschwerdeführerin 1 seinerzeit verpflichtet worden ist,
die Attikalinie ab Oberkant des bestehenden Dachbodens anzusetzen, abgesehen
davon, dass dies aus der von den Beschwerdeführerinnen im Rahmen des
Rekursverfahrens eingereichten Planskizze nicht zweifelsfrei hervorgeht. Sodann
könnte eine gegebenenfalls unrichtige Umsetzung der rechtlichen Vorgaben im Fall des
Umbaus der Liegenschaften T.-strasse 1/3 nicht dazu führen, dass das Bauvorhaben
der Beschwerdegegner ebenfalls abweichend vom Gestaltungsplan "U.", den besV und
den Beilageplänen beurteilt werden müsste. An der Tatsache, dass es rechtlich
zulässig ist, die Attikalinie ab Oberkant Terrassenboden anzusetzen, ändert im
Weiteren nichts, dass im April/Mai 2007 bezüglich der "Aufstockung" ein E-Mail-
Verkehr stattgefunden hat (vgl. act. 20 Rekursakten Z., 10-6097), abgesehen davon,
dass das Verfahren betreffend den Gestaltungsplan "U." zu diesem Zeitpunkt noch gar
nicht formell eingeleitet worden war. Schliesslich vermag auch die "Schemazeichnung
Nordfassade 1:100", welche die Beschwerdeführerinnen im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens eingereicht haben, nichts daran zu ändern, dass der Winkel von
45° gemäss Beilageplan Nr. 12 ab Oberkant Terrassenbodengemessen wird.
6.4. Die Beschwerdeführerinnen rügen weiter, das Attikageschoss verletze den
Gestaltungsplan insofern, als damit die zulässige Maximalhähe von 2.60 m, wie sie sich
aus der von ihnen eingereichten "Schemazeichnung Nordfassade 1:100" ergebe,
überschritten werde. Gemäss den Baugesuchsunterlagen (Plan Fassaden/Schnitte
1:100) werde die Nordfassade (richtig: Nordostfassade) mit 2.68 m vermasst (siehe
auch Beilageplan Nr. 12: der Abstand zwischen Oberkant Boden bis zur Decke beträgt
ebenfalls 2.68 m), weshalb das Attikageschoss 8 cm zu hoch sei. Sie begründen dies
damit, Art. 8 besV schreibe vor, dass die Gebäudefassade unter einer Linie von 45°
zurückversetzt sein müsse, weshalb die Maximalhöhe des Attikageschosses im
konkreten Fall höchstens 2.60 m betragen dürfe.
Zutreffend ist, wie ausgeführt, dass Art. 8 Abs. 1 besV vorschreibt, dass das
Attikageschoss gegenüber der Gebäudefassade unter einer Linie von 45°
zurückversetzt sein muss und dass der minimale Rücksprung 2.60 m beträgt. Daraus
kann aber nicht geschlossen werden, das Attikageschoss dürfe eine Gesamthöhe von
2.60 m nicht überschreiten. Die Festlegung eines minimalen Rücksprungs von 2.60 m
macht deutlich, dass Art. 8 Abs. 1 besV die Höhe des Attikageschosses nicht
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beschränkt, wenn die Attikalinie einen Winkel von 45° einhält, was vorliegend, wie
ausgeführt, zutrifft. In Betracht fällt weiter, dass die Gebäudehöhe durch Art. 6 besV
geregelt wird, wonach für bestehende Bauten und für zweigeschossige Neubauten die
Traufhöhe der bestehenden Bauten als maximale Gebäudehöhe gilt. Auch
diesbezüglich hält das geplante Attikageschoss die Vorgaben des Gestaltungsplanes
ein, indem sich der Terrassen- bzw. Fussboden des Attikageschosses innerhalb der
maximal zulässigen Gebäudehöhe befindet. In Anbetracht der Sonderregelung von Art.
8 Abs. 1 besV und der Vorgaben auf dem Plan Fassaden/Schnitte 1:100 kann weiter
offen bleiben, ob Art. 35 Abs. 1 BO, wonach die Maximalhöhe für Attikageschosse 3 m
beträgt, zur Anwendung kommt, zumal die Vorgaben von Art. 35 Abs. 1 BO nicht
verletzt würden. Massgebend für die Prüfung der Höhe des geplanten
Attikageschosses ist aber nicht der Plan "Nordostfassade", wie die
Beschwerdeführerinnen annehmen, zumal der Ausgangspunkt der Attikalinie anhand
dieses Plans gar nicht bestimmt werden kann. Entscheidgrundlage ist vielmehr der
vermasste Querschnittplan, der den neuen Deckenaufbau von der alten Oberkante
Betondecke (schwarz) zum Terrassen- bzw. Fussboden des Attikageschosses (rot)
ebenso aufzeigt wie die Attikalinie. Danach weist das gestuft zurückversetzte
Attikageschoss eine Höhe von 2.99 m (737.80/734.81) bzw. 2.94 m (737.80/734.65)auf.
6.5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Rügen der Beschwerdeführerinnen, das
Attikageschoss werde nicht entsprechend den massgebenden rechtlichen Vorgaben
ausgebildet, unbegründet sind.
7. Die Beschwerdeführerinnen halten weiter dafür, die Vorinstanz hätte auf den Rekurs
eintreten müssen, soweit damit gerügt worden sei, zufolge nicht bewilligter
Niveauaufschüttungen sei der Niveaupunkt falsch berechnet worden bzw. eine korrekte
Berechnung des Niveaupunktes und damit der maximal zulässigen Gebäudehöhe sei
nicht möglich. Sie bemängeln, die Vorinstanz halte in unzutreffender Weise fest, die
Beschwerdebeteiligte habe sich zu Recht mit dieser Frage nicht befasst, weil gemäss
Baugesuchsunterlagen keine Terrainveränderungen vorgesehen seien und weil die
geltend gemachte Aufschüttung für die Ermittlung des Niveaupunktes bzw. die
Beurteilung der Gebäudehöhe keine Rolle spiele.
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7.1. Die Beschwerdeführerinnen begründen ihre Rüge damit, unbestritten sei, dass die
Beschwerdegegner die Treppenzugänge zu den Hauseingängen vor einigen Jahren
eliminiert hätten, indem das Terrain aufgefüllt worden sei. Sodann hätten die
Beschwerdegegner den Nachweis nicht erbringen können, dass diese Aufschüttungen
bewilligt worden seien. Dementsprechend sei der Zugang zu den Häusern nach den
Plänen "ebenerdig" mit einer Kote von +729.45. Der Verlauf des gewachsenen Terrains
lasse sich demgegenüber nicht feststellen, was unzulässig sei und zur Folge habe,
dass das Baugesuch nicht korrekt beurteilt werden könne. Hinzu komme, dass Art. 9
besV vorschreibe, dass der Fussweg und die Gestaltung des Zugangs zu den Häusern
einheitlich sein müsse. Durch die unzulässige Aufschüttung werde die architektonische
Qualität, welche das Hochparterre bewirke und welche Gegenstand des
Gestaltungsplans sei, aufgehoben, was einen Verstoss gegen Art. 2 besV darstelle.
Somit hätte die Beschwerdebeteiligte im Rahmen des Gesuchsverfahrens die Frage
der Gestaltung des Zugangs zu den Häusern und des Fusswegs prüfen müssen.
7.2. Die Gebäudehöhe bezeichnet den senkrechten Abstand zwischen dem
Niveaupunkt und dem ausgemittelten Schnittpunkt der Fassade mit der Dachoberkante
in der Fassadenmitte (Art. 60 Abs. 1 des Baugesetzes, sGS 731.1, abgekürzt BauG). In
der Wohnzone 2a, die hier zur Diskussion steht, ist eine maximale Gebäudehöhe von
7.5 m zulässig (Tabelle zu Art. 13 im Anhang BO). Als Niveaupunkt gilt der
Schwerpunkt des Gebäudegrundrisses auf dem gewachsenen Boden (Art. 60 Abs. 2
BauG). Der Begriff "gewachsener Boden" ist weder im BauG noch in der BO näher
umschrieben. Folglich handelt es sich um einen unbestimmten und
auslegungsbedürftigen Begriff des kantonalen Rechts (VerwGE B 2008/143 und 149
vom 14. Mai 2009, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch).
7.3. Der Gestaltungsplan "U." legt keine Niveaupunkte fest, und Niveaupunkte sind im
Zusammenhang mit der Festlegung der Gebäudehöhe nicht von Bedeutung. Wie
ausgeführt, gilt für bestehende Bauten und für zweigeschossige Neubauten gemäss
Art. 6 besV die Traufhöhe der bestehenden Bauten als maximale Gebäudehöhe. Damit
wird in Anwendung von Art. 28 BauG eine von den allgemeinen Bestimmungen
abweichende Regelung der Gebäudehöhe getroffen. Somit kommt den geltend
gemachten Aufschüttungen in diesem Zusammenhang keine Bedeutung zu bzw. es
kann offen bleiben, wo das gewachsene Terrain verläuft. Hinzu kommt, dass dies
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selbst dann der Fall wäre, wenn der Niveaupunkt festgelegt werden müsste, handelt es
sich dabei doch um den Schwerpunkt des Gebäudegrundrisses auf dem gewachsenen
Boden. Eine Aufschüttung ausserhalb des Gebäudes ist in diesem Zusammenhang
nicht massgebend. In Betracht fällt weiter, dass die Beschwerdebeteiligte den
Beschwerdeführerinnen am 14. März 2011 mitgeteilt hat, Abklärungen hätten ergeben,
dass die zur Diskussion stehende Aufschüttung im Bereich des Gehwegs an der Q.-
strasse 0/0a an ihrer höchsten Stelle 65 cm betrage, weshalb die Einholung einer
Baubewilligung nicht erforderlich gewesen sei (Art. 78 Abs. 2 lit. g BauG in Verbindung
mit Art. 40 BO). Somit ist der Nachweis erbracht, dass es sich dabei nicht um eine
bewilligungspflichtige und nicht bewilligte Aufschüttung handelt. In dieser Hinsicht hat
die Vorinstanz den Rekurs somit zu Recht abgewiesen. Soweit die
Beschwerdeführerinnen geltend machten, die Aufschüttungen im Zugangsbereich der
Gebäude würden Vorgaben des Gestaltungsplans "U." missachten, ist sie zudem zu
Recht auf den Rekurs nicht eingetreten, weil derartige Fragen nicht Gegenstand des
Baubewilligungs- und demzufolge des Rekursverfahrens waren. Sodann hatte die
Vorinstanz keinen Anlass, die Angelegenheit an die Beschwerdebeteiligte
zurückzuweisen, damit sie den Vorwurf der Beschwerdeführerinnen im Rahmen des zur
Diskussion stehenden Baubewilligungsverfahrens prüfe, zumal aus Art. 9 besV nicht
gefolgert werden kann, der Fussweg und der Zugang zu den Häusern müsse einheitlich
gestaltet werden. Somit erweist sich die Beschwerde auch als unbegründet, soweit
geltend gemacht wird, die Beurteilung des Baugesuchs hätte die Prüfung der Frage
vorausgesetzt, ob im Zugangs- und Eingangsbereich der Liegenschaft der
Beschwerdegegner gestaltungsrechtliche Vorgaben missachtet worden seien.
8. Die Beschwerdeführerinnen vertreten weiter den Standpunkt, die Tatsache, dass ihre
Einsprache insofern geschützt worden sei, als der Anbau den im Gestaltungsplan
vorgeschriebenen Grenzabstand von 3.15 m zum Grundstück F0109 einzuhalten habe,
müsse zur Aufhebung der Baubewilligung führen. Zur Begründung führen sie aus,
damit sei eine unzulässige Vergrösserung des Anbaus gestattet worden, was einem
Verstoss gegen Art.5 Abs.2 besV gleichkomme.
Der eingeschossige Anbau ist im Gestaltungsplan "U." vorgesehen. Die
Beschwerdeführerinnen behaupten nicht, der von den Beschwerdegegnern geplante
Anbau entspreche den Vorgaben des Gestaltungsplans nicht, abgesehen davon, dass
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der Grenzabstand zum Grundstück der Beschwerdeführerin 2, wie von der
Beschwerdebeteiligten festgestellt, nicht eingehalten werde. Dementsprechend hat die
Beschwerdebeteiligte angeordnet, die Beschwerdegegner hätten ein Korrekturgesuch
einzureichen, wonach der Abstand des Anbaus zum Nachbargrundstück 3.15 m und
nicht nur 3 m betrage. Über das Korrekturgesuch wird sodann im Rahmen einer
anfechtbaren Verfügung entschieden. Mit diesem Vorgehen kann den Vorgaben von
Art. 5 Abs.2 besV, wonach Überschreitungen der vorgegebenen Masse nicht erlaubt
und Unterschreitungen nur ausnahmsweise zulässig sind, Rechnung getragen werden.
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerinnen ist es demzufolge nicht
erforderlich, die Baubewilligung aufzuheben und neuerlich ein
Baubewilligungsverfahren durchzuführen.
9. (...).
9.1. (...).
9.2. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht