# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 31708676-0f96-4a81-8609-0a8668fb5873
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. B._, geboren am _ 2016, ist Sohn der unverheirateten Eltern A._, geboren am _ 1991, und C._ (nachfolgend: Mutter), geboren am _ 1991.
B. Seit dem 22. Dezember 2017 ist beim Regionalgericht Albula eine Klage von B._ gegen A._ und (als weitere Verfahrensbeteiligte) gegen seine Mutter betreffend die Regelung der Obhut und des persönlichen Verkehrs sowie des Unterhalts hängig (Proz. Nr. 115-2018-1). Für dieses (Haupt-)Verfahren war B._ vorgängig (nach Scheitern der Einigungsbemühungen vor der KESB Mittelbünden/Moesa) eine Kindesvertretung in der Person von Rechtsanwältin Regula Strässler bestellt und unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden (Proz. Nr. 135-2017-138).
C. Nachdem A._ um vorsorgliche Regelung der Obhut und des Kontaktrechts ersucht hatte, reichten die Eltern eine Vereinbarung vom 19. Januar 2018 ein, worin sie sich vorläufig über die Betreuung von B._ einigten. Anschliessend wurde das Massnahmeverfahren abgeschrieben (Proz. Nr. -4).
D. Mit Entscheid vom 1. Februar 2018 wurde auch A._ die unentgeltliche Rechtspflege mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwältin Laura Oesch gewährt (Proz. Nr. 135-2018-26). Ebenso wurde der Mutter mit Entscheid vom 30. Januar 2018 und Ergänzung vom 12. März 2018 die unentgeltliche Rechtspflege mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt Pius Fryberg gewährt (Proz. Nr. 135-2018-22).
E. Anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 8. Mai 2018 erklärten sich die Eltern damit einverstanden, dass die Kindesvertreterin einen Entwurf bezüglich Unterhaltszahlungen ausarbeite.
F. Die Mutter ersuchte am 18. Juli 2018 im Namen von B._ um Festsetzung von vorsorglichen Unterhaltsbeiträgen (Proz. Nr. 135- 2018-126) und stellte folgende Rechtsbegehren:
1. Der Vater sei zu verpflichten, der Mutter an den Unterhalt des Sohnes B._, geb. _ 2016, mit Wirkung ab 01.01.2018, einen monatlichen im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 1'000.00, zzgl. der vertraglichen und gesetzlichen Kinderzulagen zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
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G. Die Kindesvertreterin ersuchte am 3. August 2018 um Festsetzung von vorsorglichen Unterhaltsbeiträgen für B._ (Proz. Nr. 135-2018-125) und stellte folgende Rechtsbegehren:
1.1 Es sei A._ zu verpflichten, an den Unterhalt seines Sohnes B._, erstmals rückwirkend auf den 1. Mai 2018 und künftig monatlich im Voraus auf den ersten eines jeden Monats vorläufig Barunterhalt von Fr. 639.00 zuzüglich Fr. 200.00 Kinderzulagen und Fr. 307.00 Betreuungsunterhalt, allenfalls einen Beitrag nach richterlichem Ermessen, an C._ zu bezahlen.
1.2 Es sei festzuhalten, dass die Unterhaltsregelung gemäss Ziff. 1.1. auf der Betreuungsregelung vom 19. Januar 2018, genehmigt am 22. Januar 2018, und folgender Kostenaufteilung basiert: Jeder Elternteil trägt die Kosten für Kost und Logis in der Zeit, in welcher B._ B._ bei ihm ist. A._ bezahlt die Juniorkarte für das Kind. Alle übrigen Barkosten einschliesslich der Krankenkassenprämie bezahlt C._, welche ab 2018 auch Anspruch auf die Prämienverbilligung für B._ hat.
1.3 Unterhalt, der für die Zeit ab Mai 2018 nachweislich bezahlt wurde, sei anzurechnen.
2. Es seien dem Gesuchsteller für dieses Verfahren keine Kosten aufzuerlegen.
H. Auf den von ihrem Rechtsvertreter mit separatem Schreiben vom 18. Juli 2018 gestellten, aber nicht näher begründeten Antrag hin wurde der Mutter die unentgeltliche Rechtspflege mit Rechtsvertretung durch Rechtsanwalt Pius Fryberg für die Verfahren betreffend vorsorgliche Massnahmen (Proz. Nr. -125/126) gewährt (Proz. Nr. 135-2018-127). Die Kindesvertreterin ersuchte ihrerseits im Rahmen der Gesuchsbegründung darum, es sei ihr eine Frist zur Einreichung entsprechender Gesuche anzusetzen, falls sich ihre Einsetzung und die gewährte unentgeltliche Rechtspflege im Unterhaltsprozess entgegen ihrer Annahme nicht auf das mit dem Hauptprozess zusammenhängende Massnahmeverfahren erstrecken sollten.
I. A._ liess sich am 30. August 2018 innert erstreckter Frist in einer einzigen Eingabe zu beiden Gesuchen vernehmen und stellte folgende Rechtsbegehren:
Rechtsbegehren materiell
1. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, für die Dauer des Verfahrens folgende Unterhaltsbeiträge zuzüglich Kinderzulage jeweils auf den 1. des Monats zu bezahlen:
- 1.5.18 – 31.7.18: Barunterhalt: CHF 639 sowie Betreuungsunterhalt CHF 176
- 1.8.18 – Verfahrensende: Barunterhalt: CHF 0 sowie Betreuungsunterhalt CHF 0
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2. Der bisher bezahlte Unterhalt von CHF 800 für die Zeit ab Mai 2018 sei anzurechnen.
3. Es seien sämtliche Rechtsbegehren des Gesuchstellers (von beiden Anwälten), welche den Anträgen des Gesuchsgegners widersprechen, abzulehnen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchstellers.
Rechtsbegehren formell
1. Auf das Verfahren Proz. Nr. 135-2018-126 sei nicht einzutreten.
2. Eventualiter: Es seien die Verfahren Proz. Nr. 135-2018-126 und 125 zu vereinigen.
3. Der Gesuchsteller sei nur durch die Kindesvertreterin RA lic. iur. Regula Strässler vertreten zu werden.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von C._.
J. Mit Entscheid vom 22. November 2018, mitgeteilt am 3. Dezember 2018, erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Albula wie folgt:
Proz. Nr. 135-2018-125
1. A._ wird verpflichtet, an den Unterhalt des Sohnes B._, geb. 15.07.2016, vorsorglich jeweils monatlich im Voraus auf den ersten eines jeden Monats folgende Unterhaltsbeiträge – zuzüglich ihm ausbezahlter Kinderzulagen – an C._ zu bezahlen:
a) Für die Monate Mai bis und mit August 2018: Barunterhalt von CHF 639.00 und Betreuungsunterhalt von 313.00 (insgesamt CHF 952.00);
b) Ab September 2018 für die Dauer des Hauptverfahrens: Barunterhalt von CHF 37.50.
2. Es wird festgehalten, dass die Unterhaltsregelung gemäss Ziffer 1. auf der von den Parteien einvernehmlich festgelegten Betreuungsregelung vom 19. Januar 2018, gerichtlich genehmigt am 22. Januar 2018, und auf folgender Kostenaufteilung basiert: Jeder Elternteil trägt die Kosten für Kost und Logis in der Zeit, in welcher B._ bei ihm ist. A._ bezahlt die Juniorkarte für das Kind. Alle übrigen Barkosten, einschliesslich der Krankenkassenprämie, bezahlt C._, welche ab 2018 Anspruch auf die Prämienverbilligung für B._ hat.
3. Die von A._ für die Zeit ab Mai 2018 bezahlten Unterhaltsbeiträge im Umfang von CHF 800.00 sind anzurechnen.
4. B._ wird für das vorliegende Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege mit Vertretung durch Rechtsanwältin lic. iur. Regula Strässler gewährt.
5. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 4'990.20 (Entscheidgebühr CHF 2'600.00, Kosten der Vertretung des Kindes CHF 2'390.20) gehen zu Lasten von A._.
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Proz. Nr. 135-2018-126
6. Auf das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wird nicht eingetreten.
7. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 300.00 gehen zu Lasten von C._. Aufgrund der erteilten Bewilligung zur unentgeltlichen Rechtspflege gehen die Kosten – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
8. Der unentgeltliche Rechtsbeistand Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg wird – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 2'477.45 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.
Proz. Nr. 135-2018-125 und -126

## Considerations