# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 46aa9b55-6bb2-49d2-9de2-5ec443120934
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1959 geborene
X._
, Vater von vier Kindern (Jahrgang 1982, 1987
,
1989, 1991), ohne Berufsbildung,
war
im August 1980 als Saisonier in die Schweiz ein
gereist
und arbeitete bis zum Unfall vom 1. Juni 1985 als Hilfs
arbeiter-Dachdecker bei der Unternehmung
Y._
. Danach war er ab dem 3
0.
Juni 1986 noch in einem 50%-Pensum als Hilfsarbeiter-Dachdecker mit leichter Arbeit beim selben Arbeitgeber tätig (Urk. 7/1, Urk. 7/4
und
Urk.
7/100). Am 1
1
. Februar 1987 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte bei der Diagnose einer komplexen Instabilität des rechten Knies nach lateraler
Tibiakopf
-Impressionsfraktur rechts mit medialem Seitenbandausriss und Läsion des vorderen Kreuzbandes bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). Mit Verfügung vom 16. Dezember 1987 wurde ihm mit Wirkung ab 1. Mai 1986 eine halbe Rente zugesprochen (
Urk.
7/16). Ab Juli 1988 arbeitete der Versicherte in unterschiedlichen Hilfstätigkeiten bei der Unternehmung
Z._
(Urk.
7/46/4 und
Urk.
7/48). Im Dezember 1988 wurde das erste Revisionsverfahren von Amtes wegen eingeleitet (
Urk.
7/18 ff.). Mit Mitteilung vom 13. Dezember 1989 informierte die Invaliden
versicherung den Versicherten, dass er aufgrund eines unveränderten Invalidi
tätsgrades weiterhin Anspruch auf eine halbe Rente habe (Urk. 7/21). Im Rahmen eines weiteren, im November 1991 eingeleiteten Revisionsverfahren (Urk. 7/25 ff.) reduzierte sich der bemessene Invaliditätsgrad von bisher 50
%
auf 48
%
und dem Versicherten wurde mit Verfügung vom 10.
November
1993
ab 1. Dezember 1993 eine
Viertelrene
zugesprochen (Urk. 7/42). Da jedoch die Anspruchsvoraus
setzungen des wirtschaftlichen Härtefalles gegeben waren, wurde dem Versi
cherten mit Verfügung vom 9. März 1994 rückwirkend per 1. Dezember 1993 wiederum eine halbe Rente zugesprochen (Urk. 7/44). Nach Aufgabe der Erwerbs
tätigkeit bei der Firma
Z._
im März 1995 aus gesundheitlichen Grün
den verlangte der Versicherte eine Überprüfung seines Rentenanspruchs (Urk. 7/53 ff.). Mit Verfügung vom 12.
Februar 1996 wurde die bisherige Rente bestätigt, weil sich bezüglich des Invaliditätsgrads keine re
ntenbeeinflussende Änderung ergeben hatte
(Urk. 7/56). Nachdem der Versicherte per
1.
Juli 1996 bei der
A._
AG eine Tätigkeit als Ressortleiter Hotelreinigungen in einem 50%-Pensum gefunden hatte (
Urk.
7/58 ff.), wurde anlässlich der Rentenrevision mit Mitteilung vom 2
1.
April 1998 ein reduzierter Invaliditätsgrad von 40
%
ermittelt (
Urk.
7/69). Da die Voraussetzungen eines Härtefalls noch immer erfüllt waren, hatte der
Versicherte mit Mitteilung vom 7
. Juli 1999 weiterhin Ansp
ruch auf eine halbe Rente (Urk.
7/76). Nach einem weiteren Revisionsverfahren im November 2002 (Urk.
7/82 ff.) wurde die bisherige Invalidenrente mit Mitteilung vom 2
1.
Februar
2003 bestätigt (Urk.
7/91).
Wegen
der
4.
IV-Revision (Überfüh
rung der Härtefallrenten in die Ergänzungsleistungen) bestand nur noch ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
und die zu viel ausgerichteten Renten wurden mit Verfügung vom
3.
Februar 2005 zurückgefordert (Urk.
7/93). Im
März
2008 leitete die Sozialversicherungsanstalt, IV-Stelle, eine weitere Rentenrevision von Amtes wegen ein (Urk.
7/105 ff.). Mit Mitteilung vom 2
1.
April 2009 informierte sie den Versicherten, dass bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 42
%
keine Änderung festgestellt worden sei, die sich auf die bisherige
Viertelsrente
auswirke (
Urk.
7/115).
Schliesslich
stellte die IV-Stelle infolge des im Juli 2012 eingelei
teten amtlichen Revisionsverfahrens (
Urk.
7/125 ff.) mit Verfügung vom 31. Januar 2013 wie vorbeschieden die Invalidenrente
bei einem Invaliditätsgrad von 34
%
nach Zustellung der Verfügung auf Ende des folgenden Monats ein (
Urk.
7/137).
In der Zwischenzeit arbeitete der Versicherte seit dem Jahr 2007 in einem 50%-Pensum für die
B._
GmbH
,
a
ls er am 2
5.
August 2014 einen Berufsunfall erlitt. Die Suva als zuständige Unfallversicherung erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Urk. 7/146/27). Am 2
0.
März 2015 (Eingangs
datum) meldete er sich mit Hinweis auf eine Operation an der Schulter sowie einer
Rotatorenmanschettenruptur
rechts bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/139). Zunächst zog die IV-Stelle einen Auszug aus de
m individuellen Konto bei (Urk.
7/142
), verlangte die Akten der Unfallversicherung SUVA ein (
Urk.
7/146-14 und
Urk.
7/151-156) und holte Berichte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
7/149-150). Mit Verfügung vom 20. Juni 2017 wurde dem Versicherten wie vorbeschieden
für den Zeitraum
vom
1.
September 2015 bis Ende Februar 2016 eine
Viertelsrente
zugesprochen (
Urk.
7/169).
Am 3
0.
Januar 2019 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte mit Hinweis auf eine Bewegungseinschränkung an der Hand nach dem Unfall im Jahr 2014 erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/179). Die IV-Stelle verlangte danach die neuen Akten der Suva ein (
Urk.
7/182), zog einen Auszug aus dem individuellen Konto bei (
Urk.
7/184) und holte Berichte der behan
delnden Ärzte
ein (
Urk.
7/185-186,
Urk.
7/188 und
Urk.
7/191). Mit Mitteilung vom 1
6.
Mai 2019 informierte die IV-Stelle den Versicherten, dass er bei seiner aktuellen Arbeit gut eingegliedert sei, weshalb nun der Rentenanspruch geprüft werde (Urk. 7/190). Mit Vorbescheid vom 2
5.
Oktober 2019 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Ablehnung des Leistungsgesuchs in Aussicht (Urk. 7/193). Dagegen erhob der Versicherte am
5.
Dezember 2019 Einwand (Urk. 7/199). Daraufhin holte die IV-Stellen die
neuen
Unfallakten bei der Suva ein (
Urk.
7/204
und
Urk. 7/208-209). Mit Verfügung vom
5.
Juni 2020 verneinte
sie
einen Rentenanspruch (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
der
Versicherte am
8.
Juli 2020 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung seien die gesetzlichen Leistungen zu erbringen und es sei ihm ab
1.
Juli 2019 ganze Invalidenrente auszurichten, even
tualiter sei die Sache zur weiteren Sachverhaltsabklärung und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2
6.
August 2020 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung
1.
September 2020 angezeigt wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundes
gesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwal
tung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärzt
liche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
4
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk
tionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
beurteilen die RAD die medi
zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfme
thoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der all
gemeinen fachl
ichen Weisungen des Bundesamtes frei
wählen (Abs. 1). Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwal
tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei
den haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu
nehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hin
weisen).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit
jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten
vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1).
Soll ein Versicherungsfall ohne Einho
lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswür
digung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest
stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen).
Reine Aktengutachten sind beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befas
sung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundes
gerichts 8C_750/2020 vom 23. April 2021 E. 4 mit Hinweisen
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend fest
gestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechts
mittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheid
-
relevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes
gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, zur Leistungsprüfung seien die Berichte der behandelnden Ärzte eingefordert worden. Daraus gehe hervor, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiter seit dem 1
7.
April 2018 nicht mehr zumutbar sei. Bis am 1
0.
Mai 2019 sei er auch in angepassten Tätigkeit
en arbeitsunfähig gewesen. Seit
d
em
seien ihm wieder leichte Tätigkeiten, wie zum Beispiel die Arbeit als Büromitarbeiter, zu 75
%
zumutbar. Bei
m Einkommen ohne gesundheitliche
Einschränkung seien die Angaben aus dem individuellen Konto herangezogen worden. Das Einkommen betrage für das Jahr
Fr.
57'723.2
5.
Da
s Einkommen mit gesundheitlicher
Einschränkung werde nach statistischen Werten ermittelt und betrage
Fr.
42'196.6
5.
Aus dem entsprechenden Einkommensvergleich resultiere ein
Invaliditätsgrad von 27 %. Somit liege der Invaliditätsgrad unter 40 %, weshalb kein Anspruch auf eine
Invalidenr
ente bestehe (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, der Entscheid der Beschwerdegegnerin
beruhe
offensichtlich auf dem
Einsprache
entscheid
der Suva vom
2.
Juni 2020
und
berücksichtige lediglich die Unfälle aus de
n Jahren 1985 und 2014 sowie d
en
daraus folgenden
unfallbedingten Einschränkungen im Zusammenhang mit dem rechten Knie bzw. der rechten Schulter. Den von der Beschwerdegegnerin eingeholten Akten im Suva-Verfahren sei sodann zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer seit seiner Schulterope
ration vom 1
7.
Oktober 2019 zu 100
%
arbeitsunfähig geschrieben worden sei. Der Beschwerdeführe sei auch im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung aufgrund der linksseitigen Schulterbeschwerden nach wie vor zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen und die Suva erbringe bis heute die Taggeld
leistungen aufgrund einer vollen Arbeitsunfähigkeit. Diese Einschränkungen seien nicht berü
cksichtigt worden. Damit stützt
die Beschwerdegegnerin ihren Entscheid nicht nur auf einen falschen S
achverhalt ab, sondern verletzt
auch den ihr obliegenden Untersuchungsgrundsatz. Sie wäre gehalten gewesen, weitere Abklärungen hinsichtlich der beiden im Jahr
2019 erlittenen Unfälle und der
dadurch verursachten Einschränkungen der funktionellen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers zu tätigen. Ferner sei aufgrund der Akten davon auszugehen,
dass sich die Beschwerdegegnerin bei der Annahme, wonach eine leichte ange
passte Tätigkeit noch zu 75
%
zumutbar sei, auf den Bericht von
Dr.
med.
C._
, Facharzt Innere Medizin, vom 1
0.
Mai 2019 abstütze. In diesem Zusammen
hang sei je
doch zu beachten, dass
Dr.
C._
im Oktober 2019 einen weiteren Bericht zu den Akten gere
i
cht habe, in welchem er festgehalten habe, dass sich der Gesundheitszustand verschlechtert habe (Urk.
7/191). Die Beschwerdegegnerin greife zur Bestimmung des
Valideneinkommens
auf die Einkommen des Beschwerdeführers im Jahr 2017 zurück und habe ausgeführt, dass er damals
Fr.
57‘180.-- verdient habe. Zum damaligen Zeitpunkt sei er jedoch in seiner Belastbarkeit bereits eingeschränkt gewesen. Es könne sich dabei nicht um das
Valideneinkommen
handeln, welches im Rahmen des Einkommensvergleichs von Relevanz sei. Vielmehr habe die IV-Stelle in der Verfügung vom 3
1.
Januar 2013 festgehalten, dass er ohne Gesundheitsschaden im Jahr 2011 ein Jahresein
kommen von Fr 70‘608.50 hätte erzielen können. Dieses Jahreseinkommen sei nun der Nominallohnentwicklung anzupassen. Unter Berücksichtigung einer Nominallohnentwicklung für das Jahr 2019 von 0.5
%
sei somit von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
74‘069.
--
auszugehen. Ausgehend von einem Invali
deneinkommen von
Fr.
39‘383.70, resultiere somit ein Invaliditätsgrad von 47
%
. Gegenüber der Suva habe der Arbeitgeber des Beschwerdeführers am 3
0.
Januar 2020 sogar einen Lohn von
Fr.
135‘200.-- inkl. 1
3.
Monatslohn bestätigt (
Urk.
7/28/44). Ausgehend von diesem
Valideneinkommen
würde
sogar
ein IV-Grad von 71
%
resultieren
(
Urk.
1).
3.
3.1
Am
4.
Oktober 2016 führte
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine kreisärzt
liche Untersuchung durch und hielt folgende Diagnosen fest (Urk. 7/154/199):
-
Rotatorenmanschettenruptur
(
Supraspinatus
transmural
total und
Subs
ka
p
ularisoberrand
) Schulter rechts
-
Status nach Arthroskopie,
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
,
Biszeps
tenotomie
und
Subskapularis-Débridement
rechts (13.02.2015)
Es liege eine geringe Funktionseinschränkung des rechten Schultergelenks nach operativ versorgter
transmural
totaler
Supraspinatusruptur
und partieller
Subs
kapularisruptur
am 2
5.
August 2014 vor. Der Beschwerdeführer berichte, er habe noch einmal einen spürbaren Beschwerderückgang verspürt. Der Beschwerde
verlauf sei jetzt aber konstant. Er bedaure, dass die Physiotherapie nicht weiter
laufe, weil er unter dieser Behandlung Fortschritte gemacht habe. Klinisch lägen
lediglich ein deutliches Innenrotationsdefizit sowie Schmerzprovokationen bei einphasiger Abduktion und endphasiger abgespreizter Aussenration vor.
Sämt
liche
Widerstandsteste
seien
nahezu negativ aus
gefallen
. Der medizinische End
zustand sei erreicht. Eine Integritätsentschädigung sei nicht geschuldet, weil der Schaden die
Erheblichkeitsgrenze
nicht erreiche. Es bestehe eine Arbeitsunfähig
keit für die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit von 10
%
, weil häufiger abverlangte Überkopfarbeiten nur noch sporadisch zugemutet werden könnten. Das Zumutbarkeitsprofil setze sich wie folgt zusammen: Der Beschwerdeführer sei ganztägig einsatzbar für mittelschwere körperliche Arbeiten ohne repetitive Überkopfarbeiten, Tätigkeiten oberhalb der Schulterhorizontalen dürften nur sporadisch abverlangt werden und dies ohne Gewichtsbelastung. Der Umgang mit Arbeitsgeräten, die Vibrationen und Schläge in den rechten Arm einleiteten, sei ungeeignet (
Urk.
7/154/199-200).
3.2
Am
2.
November 2016 erstel
lte
Dr.
D._
eine kreisär
z
t
liche Gesamt-Zumutbarkeitsbeurteilung für sämtliche relevante
n
bei der Suva versicherten Unfallfolgen (Fälle 07.52983.85.2 Knie rechts und 15.2103.14.5 Schulter rechts), die wie folgt lautete: Der Beschwerdeführer sei ganztägig einsetzbar für mittel
schwere körperliche Arbeiten ohne repetitive Überkopfarbeiten, Tätigkeiten ober
halb der Schulterhorizontalen dürften nur sporadisch abverlangt werden und dies ohne Gewichtsbelastung. Der Umgang mit Arbeitsgeräten, die Vibrationen und Schläge in den rechten Arm einleiteten, sei ungeeignet. Hinknien und Hocken sei ungeeignet. Treppenlaufen sei lediglich sporadisch abzuverlangen. Leitern dürf
ten nicht bestiegen werden. Ein Wechsel
rhythmus
zwischen Stehen, Gehen und Sitzen sei geeignet. Das Gehen auf unebenem Boden sei ungeeignet (Urk. 7/154/236).
3.3
Gestützt auf diese kreisärztliche Beurteilung und die detaillierte Taggeldübersicht mit Eingangsdatum vom 2
5.
November 2016 erfolgte die
Zusprache
der vom
1.
September 2015 bis Ende Februar 2016 befristeten
Viertelsrente
(
Urk.
7/169; vgl. Feststellungsblatt für den Beschluss vom 2
4.
Januar 2017,
Urk.
7/159).
4.
Im Zusammenhang mit der Neuanmeldung
des Beschwerdeführers
vom
30.
Januar 2019 (
Urk.
7/179)
präsentiert sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen folgendermassen:
4.1
Im Bericht der Klinik
E._
vom 1
1.
Juli 2018 wurden folgende Diagnosen aufgeführt (
Urk.
7/185/7):
-
Posttraumatische symptomatische
Pangonarthrose
rechts bei:
-
St. n. Osteosynthese
Tibiaplateaufraktur
1985
-
St. n. Osteosynthese-Materialentfernung und Kniearthroskopie 1986
-
Kniearthroskopie und
Débridement
1993
-
St. n. Kniegelenksinfiltration rechts 2014
Es sei eine weitere Kniegelenksinfiltration auf Wunsch des Beschwerdeführers durch
ge
führt worden. Andernfalls sei bei diesem ausgeprägten Befund allenfalls ein Kniegelenksersatz zu diskutieren.
4.2
Im Bericht der
Universitätsklinik
F._
vom
2.
November 2018 wurden folgende Diagnosen erhoben (
Urk.
7/186/1):
-
SLAC-
W
r
ist
ll
links mit/bei
-
ulnokarpalem
Impaktationssyndrom
links (
adominant
)
-
Diabetes mellitus
ll
-
Arterielle Hypertonie
Beim Beschwerdeführer sei am heutigen Tag eine ultraschallgesteuerte
Korti
soninfiltration
mit
Triamcort
und Lokalanästhesie
radiocarpal
erfolgt.
4.3
Dr.
C._
notierte im Bericht vom 1
0.
Mai 2019 mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit folgende Diagnosen (7/188/3):
-
Posttraumatische
Pangonarthrose
rechts
-
SLAC-
Wr
ist
ll
links
-
Verdacht auf traumatische
Rotatorenmanschettenläsion
links
-
dd
:
Subscapularis
- und/oder
Supraspinatusläsion
Für den Zeitraum vom
1
0.
Mai bis am 3
1.
Mai 2019 hielt
Dr.
C._
eine Arbeits
unfähigkeit von 25
%
für Büroarbeit fest (
Urk.
7/188/2). Die bisherige sowie auch eine leidensangepasste Tätigkeit seien dem Beschwerdeführer sechs bis sechseinhalb
S
tunden pro Tag möglich (
Urk.
7/188/5).
4.4
Im Bericht vom
4.
Juli 2019 hielt
Dr.
C._
folgende Diagnosen fest (
Urk.
7/204/86):
-
Subtotale
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
mit:
-
Sehnenretraktion ohne relevante Volumenminderung
-
Ausgeprägte
Tendinopathie
der
Subscapularis
mehr als der
Infraspinatus
sehne
mit:
-
g
elenksseitigen Partialrupturen
-
Ausgeprägte
Tendinopathie
der langen
Bizepssehne
-
Ausgedehnte
anteriore
Labrumläsion
-
Aktivierte AC-Gelenksarthrose
Anlässlich der Konsultation am 2
1.
Juni 2019 seien die genannten Befunde der MR-
Arthrographie
der linken Schulter besprochen worden. Schliesslich habe sich der Beschwerdeführer am
2.
Juli 2019 für die diesbezügliche Überweisung an die
orthopädische Uniklinik
F._
entschieden. Zusätzlich habe der Beschwerde
führer unabhängig von der Schultersymptomatik über Schmerzen im Bereich des Knies links medial geklagt. Die klinischen Abklärungen hätten einen hoch
gradigen Verdacht auf eine Meniskusläsion medial ergeben. Die entsprechende MRI-Untersuchung vom 2
7.
Juni 2019 habe den Befund bestätigt (
Urk.
7/204/86).
4.5
Im Bericht de
s
F._
vom 2
3.
Juli 2019 wurden folgende Diagnosen aufgeführt (
Urk.
7/191/6):
-
Traumatische
anterosuperiore
Rotatorenmanschettenruptur
links mit/bei
-
St. n. Schulterkontusion links (04.02.2019)
-
Rotatorenmanschetten
-R
uptur (
Supraspinatus
transmural
total und
Subs
capularis-Oberrand
) Schulter rechts
-
St. n. Schulterarthroskopie,
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion rechts,
Bizepstenotomie
,
subacromialem
Débridement
rechts (13.02.2015)
-
SLAC-Wirst
ll
links mit/bei
-
ulnok
a
r
palem
Impaktationssyndrom
links (
adominant
)
-
Diabetes mellitus
ll
-
Arterielle Hypertonie
Im Einvernehmen mit dem Beschwerdeführer habe man sich auf einen Opera
tionstermin mit SDS im Vorlauf am 2
2.
August 2018 mit
Bizepstenotomie
und AC-Gelenksresektion geeinigt. Postoperativ werde eine Ruhigstellung in der Abduktionsschiene für sechs Wochen und eine Arbeitsunfähigkeit für rund drei Monate bestehen (
Urk.
7/191/7).
4.6
Dr.
med.
G._
, Facharzt Orthop
ädische
Chirurgie und Traumatologie, speziell Schulter- und Ellbogenchirurgie, erhob in seinem Bericht vom 1
6.
September 2019 die Diagnose einer traumatischen Ruptur der
Rotatoren
manschette
links (
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
, kraniale Partial
ruptur der
Subscapularissehne
) Stand nach Sturz auf eisiger Treppe am
4.
Februar 201
9.
Dem Beschwerdeführer sei empfohlen worden, sich nicht in zu vielen Kliniken gleichzeitig behandeln zu lassen. Mit den Handgelenken sei er in der Klinik
E._
in Behandlung und die rechte Schulter
sei
im
F._
behandelt worden. Offenbar hätten auch betreffend
die
Schulter links Konsultationen
im
F._
stattgefunden, so dass der Beschwerdeführer mit der Empfehlung
, sich dort operieren zu lassen,
an d
e
n
F._
zurückverwiesen worden sei. Dies sei auch sinnvoller wegen de
r
laufenden Arbeitsunfähigkeitszeugnisse. Ob der Beschwerdeführer mit all seinen körperlichen Beschwerden (Schulter links, Hand
gelenke beidseits, Knie rechts) im Alter von 60 Jahren als Reinigungskraft wieder arbeitsfähig sein
werde
, sei schwierig vorauszusagen (
Urk.
7/191/4-5).
4.7
Im Bericht vom
2.
Oktober 2019 (Eingangsdatum) nannte
Dr.
C._
die Diagnose einer traumatischen Ruptur der
Rotatorenmanschette
links nach Treppensturz am
4.
Februar 201
9.
Es sei dem Beschwerdeführer nur Büroarbeit zumutbar. Dies während ca. sechs Stunden pro Tag (
Urk.
7/191/1-3).
4.8
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Chirurgie, führte
in seiner Stellungnahme vom
1
4.
Oktober 2019
für den RAD
aus, die vorliegenden Arztberichte seien schlüssig, die angeführten medizinischen Faktoren nachvollziehbar und es könne auf diese abgestellt werden. Gemäss dem Arztbericht von
Dr.
med.
C._
vom 23. September 2019 (ELAR 23.09.2019) könne der folgende medizinische Sachverhalt festgestellt werden
(
Urk.
7/200/4
):
-
Traumatische Ruptur der
Rotatorenmanschette
links (
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
, kraniale Partialruptur der
Subscapularissehne
) bei:
-
Zustand nach Sturz auf eisiger Treppe (04.02.2019)
Als Diagnosen ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verblieben:
-
Zustand nach
arthroskopischer
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion rechts
-
Handgelenkbeschwerden beidseits
-
Anamnestische Gonarthrose rechts
-
Arterielle Hypertonie
-
Diabetes mellitus Typ
ll
Es bestünden folgende funktionelle Einschränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Reinigungsarbeiter: Tätigkeiten mit häufigen Schlägen und Vibra
tionen auf die linke Schulter sowie Überkopfarbeiten und Arbeiten in ständiger Armvorhalte, insbesondere repetitive Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Beim Heben, Tragen und Transportieren von Lasten sei ein Gewichtslimit von 5-8 kg (unter günstigen Hebeln) zu beachten. Dem Beschwer
deführer seien leichte angepasste Tätigkeiten ohne Heben, Tragen und Transpor
tieren von
Lasten <
(richtig wohl:
> )
5 kg
,
ohne (beidseitiges) Arbeiten in Armvorhalte und Über
kopfarbeiten zumutbar. In der bisherigen Tätigkeit als Reinigungsarbeiter bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit seit dem 1
7.
April 2018 bis auf weiteres. In ange
passter Tätigkeit als Büromitarbeiter gemäss Belastungsprofil habe vom 17. April 2018 bis am 1
0.
Mai 2019 eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden und ab dem 1
1.
Mai 2019 eine 25%ige. Eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes sei abhängig vom therapeutischen Verlauf der geplanten Operation an der linken Schulter, wobei nach der Operation mit einer dreimonatigen Rekonvaleszenz zu rechnen sei (
Urk.
7/200/4-5).
4.9
Im
Bericht vom
7.
Dezember 2019 des
F._
wurden die Dia
gnosen um die Bursitis
olecrani
links sowie St
. n.
arthroskopischer
partieller
Rotatoren
manschettenrekon
st
ru
k
t
ion
,
Bizepstenotomie
,
Microfracturing
posterosuperiore
Knorpelläsion,
Humeruskopf
,
Unterflächenacromioplastik
, AC-Resektion links
Supraspinatus
/
Infraspinatus
partiell (17.10.2019) erweitert. Dem Beschwerde
führer sei eine Therapie mittels NSAR und
Voltarenumschlägen
verordnet worden (
Urk.
7/204/13).
4.10
Im Bericht de
s
F._
vom 2
5.
März 2020 wurde f
estgehalten, es zeige sich ein regelrechter
Verlauf viereinhalb Monate postoperativ. Ab sofort bestehe
freie
Beweglichkeit der Schulter mit langsamem Kraftaufbau. Es werde noch ein ärzt
liches Zeugnis ausgestellt mit einer Arbeitsunfähigkeit für s
echs Wochen. Dann erfolge eine
Ree
valuation
der Arbeitsfähigkeit beim Hausarzt (Urk. 7/208/29).
5
.
5
.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in ihrem ablehnenden Rentenentscheid vom
5.
Juni 2020 auf die Stellungnahme des RAD vom
14. Oktober 2019
(E.
4
.
10
).
5
.2
Die letzte umfassende Abklärung des gesamten Gesundheitszustands des Beschwerdeführers fand gemäss den vorliegenden Akten im Rahmen der kreis
ärztlichen Untersuchung vom
4.
Oktober 2016 sowie der erstatteten kreisärzt
lichen Gesamt-Zumutbarkeitsbeurteilung vom
2.
November 2016 bezüglich der unfallbedingten Einschränkungen am rechten Knie sowie an der rechten Schulter statt
. Zum damaligen Zeitpunkt wurde dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit gemäss Belastungsprofil uneingeschränkt zugemutet
(E.
3.1-3.2).
Gemäss
einhelliger ärztlicher Einschätzung leidet der Beschwerdeführer daneben neu auch an
degenerativen Veränderungen an den Händen sowie an den Folgen einer traumatischen Ruptur der
Rotatorenmanschette
links seit dem Sturz auf
eine
r
eisige
n
Treppe am
4.
Februar 2019
,
wobei sich zumindest die Ruptur der
Rotatorenmanschette
einschränkend auf die Arbeitsfähigkeit a
uswirkt
(E.
4.3
ff.).
E
inzig Dr.
C._
nahm
zur Auswirkung sämtlicher gesundheitlicher
Beeinträch
tigungen
des Beschwerdeführers auf
die
Arbeits- und Leistungsfähigkeit
Stellung
.
Dr.
C._
ging
dabei
sowohl
bei der bisherigen als auch bei der angepassten Tätig
keit von Büroarbeit aus.
So
führte er
in seinem Bericht vom 1
0.
Mai 2019
(E.
4
.
3
)
aus, der Beschwerdeführer sei
in seiner aktuellen Tätigkeit
75
%
arbeitsfähig
,
er verrichte
Büroarbeit,
und
notierte gleichzeitig
, dem Beschwerdeführer könne
die bisherige
sowie eine angepasste Tätigkeit
während sechs bis sechseinhalbstunden pro Tag zugemutet werden
.
Nachdem
im Verlauf ab Mai 2019
von einer stetige
n Zunahme der Beschwerden auszugehen ist
-
die Zunahme der Schulterprobleme links wird auch durch die Operation am 17.
Oktober 2019 belegt
-
und
Dr.
C._
entsprechend
von einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes
ausging
, attestierte er dem Beschwerdeführer in seinem Bericht vom Oktober 2019
(E.
4.7
)
eine
leicht
zusätzlich reduzierte
Arbeitsfähigkeit von sechs Stunden pro Tag in
bisherigen und
angepassten Tätigkeiten.
Der
RAD-Arzt
übernahm
die
Einschät
zung bezüglich der Arbeits- und Leistungsfähigkeit
von
Dr.
C._
vom 10.
Mai 2019
in angepassten Tätigkeit
en
ab dem 1
1.
Mai 201
9.
Sodann ging der RAD-Arzt bei der bisherigen Tätigkeit von einer Tätigkeit als Reinigungsmitarbeiter aus, obwohl
der Beschwerdeführer der Suva bei der Erstellung des bisherigen Jobprofils
angegeben hatte
,
er sei
seit dem
1.
Januar 2015
als Teamleiter
neben der Reinigung 50
%
in der Kontrolle und Abnahme tätig (
Urk.
7/204/91)
und
Dr.
C._
davon ausging
, der Beschwerdeführer verrichte
ausschliesslich
Büro
arbeit. Demn
ach kann angesichts dieser Zweifel an der Zuverlässig
keit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Abklärungen des RAD nicht darauf abgestellt werden.
Hinzu kommt, dass
der
vorliegende
n
Akten
lage bezüglich der traumatischen Ruptur der
Rotatorenmanschette
links nur unvollständige Angaben zu entnehmen sind.
Sie enthalten
weder
den aktuellen Bericht vom Juni
2020 zum Ergebnis der Operation, noch
eine medizinische
Einschätzung zur Leistungsfähigkeit nach dem operativen Eingriff an der linken Schulte
r sowie der e
ntwickelten Ellbogenbeschwerden (E.
4.
9
)
.
Sodann wurden die neuen Berichte de
s
F._
auch nicht dem RAD-Arzt zur aktuellen Einschät
zung
vorgelegt, obwohl dieser in seiner Stellungnahme vom 1
4.
Oktober 2019 festhielt, eine wesentliche Änderung des Gesundheitszustandes sei nach der Operation möglich (E.
4.
8
)
.
Im Übrigen unterliess die Beschwerdegegnerin Abklä
rungen, ob
und in welchem Umfang
der Beschwerdeführer nach der Rekonva
leszenz wieder in der Unternehmung seines Sohnes
B._
GmbH zu arbeiten begann, zumal der Beschwerdeführer anlässlich des Gesprächs vom 7. März 2019 angab, bei seiner Arbeit gut von seiner Familie unterstützt zu werden, weshalb keine beruflichen Massnahmen notwendig seien (
Urk.
7/183/2 und
Urk.
7/190).
5.3
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte,
die Beschwerdegegnerin habe auch die durch die Verletzung de
s
linken Knies verursachten Beschwerden und d
ie
daraus
resultierenden Einschränkungen der
f
unktionellen
Leistungsfähigkeit
nicht berücksichtigt
(
Urk.
1 S. 7)
, ist darauf hinzuweisen,
dass der Hausarzt
dies
bezüglich
in seinem Bericht vom
4.
Juli 2019
(E.
4.4
)
eine Meniskusläsion medial
am linken Knie
aufführte
, in seinen weiteren Arztberichten jedoch keine
diesbe
züglichen operativen Eingriffe oder Beeinträchtigungen
mehr
nannte
, in den Akten keine dokumentiert sind
und auch der Beschwerdeführer selber
anlässlich seiner Besprechung mit der Suva am
9.
Januar 2020
angab,
der Unfall vom 1
4.
Juni 2019 mit dem linken Knie sei abgeschlossen. Er befinde sich diesbe
züglich nicht in ärztlicher Behandlung. Der Unfall habe keine Arbeitsunfähigkeit zur Folge gehabt (
Urk.
7/208/72).
Demnach
ist
überwiegend wahrscheinlich
von einer spontanen Stabilisie
rung der Beschwerden auszugehen.
6.
Zusammengefasst erweist sich sowohl der medizinische als auch der erwerbliche Sachverhalt als unklar. Die Beschwerde ist daher in dem Sinne gutzuheissen, dass die angefochtene Verfügung aufzuheben und die Sache zur zusätzlichen Abklä
rung und zum anschliessendem Neuentscheid an die Verwaltung zurückzuweisen ist.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1bis IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Kosten der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.
7
.2
Überdies hat
der
obsiegende Beschwerdeführer Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten (
§
34
Abs.
1
GSVGer
in Verbindung mit
Art.
61
lit
. g ATSG). Die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
). Nach Massgabe dieser Kriterien erweist sich eine Parteientschädigung von
Fr.
2’900
.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.