# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b2b30aed-1091-4c21-8c95-322b12e8f0f1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die im
Jahre 1963 geborene
X._
meldete sich am
28
.
September 2012
(Urk. 13/22 S. 49)
beim zu
ständigen Regionalen Arbeits
ver
mitt
lungs
zentrum (RAV) zur Arbeitsvermitt
lung an
und stellte am 30. September 2012 (Urk. 13/23 S.
56-
59) Antrag auf
Arbeits
losen
entschädigung
ab 1. Oktober
201
2.
Aufgrund
einer Meldung des
RAV
Y._
vom
8. August 2013
(Urk.
13/19 S. 43
) stellte das Amt für Wirt
schaft und Arbeit (AWA) die Ver
si
cherte mit Verfügung
Nr.
327038456
vom
13
.
August
2013 (Urk.
13
/
1
8 S. 41
) wegen un
genü
gender persönlicher Arbeits
be
mühungen
in der
Kontrollperiode Mai 2013
für die
Dauer von sieben
Tagen
ab dem 1. Juni 2013
in der An
spruchs
be
rechtigung ein.
Auf die dagegen erhobene Einsprache
vom 2. November 2013
(
Eingangsdatum: 13. November 2013
[Urk. 13/15 S. 36]
) – trat das AWA
mit Ein
spracheentscheid Nr. 327537365 vom 29. November 2013 (Urk. 13/11 S.
3
0
)
nicht ein. Als Be
grün
dung führte
es
an, das
s
die
dagegen er
hobene
Ein
sprache nicht mehr innert ge
setz
licher Frist erfolgt sei
.
D
ieser Ein
sprache
entscheid
erwuchs un
an
ge
fochten in Rechtskraft (vgl. dazu Urk. 1
3
/8
S. 25)
.
1.2
D
ie Arbeits
losen
kasse
des Kantons Zürich
forderte
m
it Verfügung
Nr. 3600004194 vom 16. Oktober 2013 (Urk. 13/16 S. 38)
die im Juni 2013
zu viel ausbezahlte
n
Versicherungs
leistungen
im
Betrag
von Fr.
1‘844
.40 zurück
. Nach Ein
sprache de
r
Ver
si
cher
ten
vom
2.
November 2013
(Urk.
13/15 S. 36
)
respektive 30. Dezember 2013 (Urk
. 13/11 S. 3
2
)
hielt
die Arbeits
losen
kas
se des Kantons Zürich
mit
Ein
spracheentscheid Nr. 549 vom 26. Februar 2014
(
Urk. 2
)
an ihrem Ent
scheid
fest
.
2.
Hiegegen erhob die Versicherte am 1.
April
201
4
(Urk. 1
, vgl. dazu Urk. 7
) Be
schwer
de und
be
an
tragte
sinngemäss
die nochmalige Prüfung des Entscheides.
Die
Beschwerdegegnerin
schloss in der Be
schwerde
antwort vom 2
0
.
Mai
2014 (Urk.
12
) auf Abweisung der Be
schwerde.
Replicando
erneuerte
die Beschwer
deführerin
unter Auflage verschiedener Unterlagen (Urk. 18/1-4, Urk. 18/6, Urk. 18/7) sinn
gemäss ihren Antrag auf erneute Prüfung des Entscheides (Replik vom 31. Mai 2015
[Urk. 17]
). Am
2.
Juni 2014 (Urk. 19) machte die Beschwer
deführerin eine weitere Eingabe und legte
zusätzliche
Unterlagen auf
. Am
25. Juni 2014 (Urk. 23) teilte die Be
schwerdegegnerin ihren Verzicht auf eine Dup
lik mit, wovon die Be
schwerde
führerin am 27. Juni 2014 (Urk. 24) in Kenntnis gesetzt wurde.
Am 10. April 2015 (Urk. 26) teilte
die Beschwerdeführerin
dem hiesigen Gericht mit, dass sie ihre Rechts
schutzversicherung eingeschalten habe. Gleichzeitig ersuchte sie das Ge
richt
darum
, sich mit ihrer Versicherung in Verbindung zu setzen. Mit Schreiben vom 8. Juni 2015 (Urk. 27)
wurde
der Be
schwerde
führerin mit
geteilt
, dass
sich das Gericht nicht mit
ihrer Rechtsschutzversicherung in Ver
bindung setzen werden, ihr es aber unbenommen bleibe, sich unter Vorlage einer entsprechenden Voll
macht jederzeit an uns zu wenden.
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Nach Art. 95 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die obligatorische Arbeitslosenversi
cherung und die Insolvenzentschädigung (AVIG)
in Verbin
dung mit Art. 25 Abs. 1 Satz 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG)
sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten.
Eine Rückforderung rechtsbeständig zugesprochener Kassenleistungen unterliegt den üblichen Rückkommensvoraussetzungen entweder der prozessualen Revi
sion wegen vorbestandener neuer Tatsachen oder Beweismittel (Art. 53 Abs. 1 ATSG) oder der Wiedererwägung wegen zweifelloser Unrichtigkeit und erheb
li
cher Bedeutung der Berichtigung (Art. 53 Abs. 2 ATSG), unabhängig davon, ob die zur Rückforderung Anlass gebenden Leistungen förmlich oder formlos ver
fügt worden sind (BGE 129 V 110 E. 1.1 mit Hinweisen).
Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Ver
sicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ab
lauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (Art. 25 Abs. 2 ATSG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im Einspracheentscheid vom 26. Februar 2014 (Urk. 2
S. 2 f.
Ziff.
1 und 3
) auf den Standpunkt,
gestützt auf den rechts
kräftigen Ein
sprache
ent
scheid Nr. 327537365 vom 2
9.
November 2013 stehe fest, d
ass die Be
schwer
de
führerin
infolge der Einstellung in der Anspruchsbe
rechtigung
im Juni 2013
ledig
lich einen Anspruch auf 13 anstatt der ausge
richteten 20 Tag
gelder ge
habt
h
ätte
. Des
halb sei die Beschwerdeführerin für die
für
sieben Tage zu viel ausbezahlte Arbeits
losen
ent
schädigung in Höhe von
Fr.
1
‘
844.40 rück
er
stattungs
pflichtig.
In der Vernehmlassung vom 2
0.
Mai 2014 (Urk. 12) hielt die
Be
schwerde
gegne
rin
an ihren bisherigen Anträgen und Ausführungen fest.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber
sinngemäss
auf den Stand
punkt
(Urk. 7)
,
von der Rückerstattung in der Höhe von
Fr.
1‘844.40 sei abzu
se
hen (S. 1).
Insbesondere führte sie aus, dass sie seit
Eintritt in die Arbeits
losig
keit jeden Monat, auch im Mai 2013, über das vom RAV geforderte Mass hinaus Arbeits
bemühungen ge
tätigt
habe (
Urk.
17 S. 1 und
3, vgl. dazu auch Urk. 7 S.
3, vgl. Urk. 19 S. 1 und
3)
.
3.
3.1
Mit Verfügung Nr. 327038456 vom 1
3.
August 2013
(Urk. 13/
1
8 S. 41)
stellte
das AWA
d
ie Beschwerdeführerin für die Dauer von sieben Tagen ab
1.
Juni 2013 in der An
spruchsberechtigung ein. Als Begründung hielt
das AWA fest
,
die Be
schwer
de
führerin habe für die Kontrollperiode Mai 2013 keine per
sön
li
chen Arbeits
be
müh
ungen
nachgewiesen.
Auf die
Einsprache vom
2.
November 2013 (Urk. 13/15 S. 36; Eingangsdatum: 1
3.
November 2013)
gegen die Verfü
gung Nr.
3600004194 vom 1
6.
Oktober 2013 (Urk. 13/16 S. 38)
, welche zugleich als Ein
sprache gegen die Verfügung Nr. 327038456 vom 1
3.
August 2013 (Urk. 13/18 S. 41) behandelt wurde,
trat das AWA mit
Einspracheentscheid
Nr.
327537365
vom 2
9.
November 2013
(Urk. 13/11 S. 30)
nicht
ein
.
Als Be
grün
dung führte es an, das
s
die Eins
p
rache nicht innert gesetzlicher Frist er
ho
ben worden
sei.
Dieser
Einspracheentscheid
erwuchs unangefochten
in Rechts
kraft
(vgl. dazu auch Abklärungsprotokoll vom 2
1.
Februar 2014 [Urk. 13/8/25]).
D
ie
Auszahlung der Tagegelder
für die
sieben
Einstellt
age in Höhe von Fr. 1‘844.40
erfolgte
demnach
zu unrecht
und
ist
damit im Sinne der vorstehend an
ge
führten Recht
sprechung (E. 1.2 hievor)
als zweifel
los
unrichtig zu quali
fizieren
. Nach
dem sich der Rück
forderungsbetrag auf
Fr.
1‘844.40 be
läuft, ist eben
falls die für die Wieder
erwägung erforderliche erhebliche Bedeu
tung aus
gewiesen.
3.2
Soweit die Beschwerdeführerin vorbringt, dass sie sich im Kontrollmonat Mai 2013 rechtsgenüglich um Arbeit bemüht habe und
deshalb von der Einstellung in der Anspruchsberechtigung für die Dauer von sieben Tage ab
1.
Juni 2013 ab
zusehen sei,
kann sie nichts zu ihren Gunsten ableiten,
da
darüber in
zwischen rechtskräftig entschieden wurde. Soweit die Beschwerdeführerin dem
nach die Nichteinstellung in der Anspr
u
chsberechtigung oder eine Reduktion der sieben Einstelltage ab
1.
Juni 2014 beantragt
,
kann
dar
auf nicht eingetreten werden, weil ein solcher Anspruch nicht Gegenstand
des angefochtenen Ein
sprache
ent
scheides Nr. 549 vom 2
6.
Februar 2014
(Urk. 2)
bildet.
4
.
Nachdem die für die Wiedererwägung erforderlichen Voraussetzungen der zwei
fel
losen Unrichtigkeit und der erheblichen Bedeutung der Berichtigung gegeben sind, ist der angefochtene Einspracheentscheid
Nr. 549
vom 2
6.
Februar 2014 zu schützen und die
dagegen erhobene
Beschwerde
ab
zu
weisen, soweit darauf einzutreten ist.
D
ie Einzelrichterin
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
X._
Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich
seco - Direktion für Arbeit
Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA)
4.