# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 454495ef-6e71-4c4e-89ef-a8c4ebf44dca
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

Sachverhalt
A. Mit Zahlungsbefehl Nr. D._ des Betreibungsamts C._ vom _ 2019, zugestellt am _ 2019, wurde B._ von A._, vertreten durch Rechtsanwältin Dr. Cécile Ringgenberg, für den Betrag von CHF 1'078.03 zuzüglich Zins von 5 % seit 8. Mai 2018 betrieben. Der dagegen erhobene Rechtsvorschlag wurde vom Bezirksgericht C._ mit Urteil vom 29. Juni 2021 beseitigt und es wurde für die Forderung die definitive Rechtsöffnung erteilt.
B. Mit Postaufgabe vom 13. August 2021 (Postquittung 09.58 Uhr) liess A._ beim Ufficio Esecuzioni Regione Bernina (fortan Betreibungsamt Bernina) das Fortsetzungsbegehren stellen.
C. Mit E-Mail vom 13. August 2021, 10.06 Uhr, erteilte die Gemeinde E._ der Rechtsvertreterin von A._ die Auskunft, dass B._ nicht mehr in E._ wohne. B._ habe die Gemeinde gebeten, den Heimatschein an seine Firmenadresse bei der B._ in F._ zu senden. Auf Anfrage habe er seine neue Wohndresse jedoch nicht bekannt gegeben. Mit E-Mail vom 26. Juli 2021 habe B._ der Gemeinde E._ mitgeteilt, dass er im Moment in G._, DE-78239 K._, wohne, wobei er eine genaue Adresse nicht habe bekannt geben wollen.
D. Mit Schreiben vom 24. August 2021 sandte das Betreibungsamt Bernina die mit dem Fortsetzungsbegehren zugestellten Akten an Rechtsanwältin Ringgenberg zurück. Mangels Wohnsitz von B._ in E._ sei es nicht mehr zuständig.
E. Dagegen erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 6. September 2021 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden (fortan Kantonsgericht). Nach Rückweisung der Eingabe zur Verbesserung erfolgte innert der gesetzten Nachfrist am 17. September 2021 eine neue Eingabe mit folgenden Rechtsbegehren:
I. Es sei festzustellen, dass B._, im Zeitpunkt der Einreichung des Fortsetzungsbegehrens vom 13. August 2021 beim Uffizio Esecuzioni Regione Bernina in G._ weder einen Aufenthalt noch einen Wohnsitz hatte.
II. Es sei festzustellen, dass das Uffizio Esecuzioni Regione Bernina deshalb zuständig bleibe sich mit dem Fortsetzungsbegehren zu befassen.
III. Das Fortsetzungsbegehren sei in der Folge an das Uffizio Esecuzioni Regione Berina zu dessen Behandlung zurück zu erstatten.
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F. Mit Schreiben vom 6. Oktober 2021 beantragte das Betreibungsamt Bernina die Abweisung der Beschwerde.
G. Mit Eingabe vom 23. November 2021 legte das Betreibungsamt Bernina eine Bestätigung der Gemeinde H._ vom 19. November 2021 bei, wonach B._ von I._ herkommend seit 14. Mai 2021 über eine Adresse an der J._ in H._ verfüge.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie auf die Verfahrensakten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.1. Gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder eines Konkursamtes kann nach Art. 17 Abs. 1 SchKG bei der Aufsichtsbehörde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt werden. Im Kontext von Betreibungshandlungen kann sich der Beschwerdeführer somit auf jede Verletzung der Bestimmungen über deren Vollzug berufen. Im Kanton Graubünden amtet das Kantonsgericht nach Art. 13 SchKG in Verbindung mit Art. 13 EGzSchKG (BR 220.000) als einzige Aufsichtsbehörde über die Betreibungs- und Konkursämter. Die interne Zuständigkeit fällt dabei der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zu (Art. 8 Abs. 1 KGV [BR 173.100]). Die Beschwerde ist schriftlich (Art. 17 Abs. 1 EGzSchKG) und binnen einer Frist von zehn Tagen seit Kenntnisnahme des Beschwerdeführers von der angefochtenen Verfügung (Art. 17 Abs. 2 SchKG) einzureichen. Im Übrigen richtet sich das Verfahren gemäss Art. 10 EGzSchKG, soweit das SchKG und das EGzSchKG keine Vorschriften enthalten, nach der ZPO und dem EGzZPO (BR 320.100).
1.2. Die Kantone regeln – unter Beachtung der bundesrechtlichen Minimalvorschriften (Art. 20a Abs. 2 SchKG) – im Weiteren das Verfahren vor der kantonalen Aufsichtsbehörde (Art. 20a Abs. 3 SchKG). Gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG hat die Aufsichtsbehörde den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (vgl. auch Art. 17 Abs. 2 EGzSchKG).
1.3. Zur Beschwerde nach Art. 17 SchKG ist legitimiert, wer durch die angefochtene Verfügung oder ein Untätigwerden eines Vollstreckungsorgans in seinen rechtlich geschützten oder zumindest tatsächlichen Interessen betroffen und dadurch beschwert ist und deshalb ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung hat (Pra 2019 Nr. 57 E. 3.2; Pra 2019 Nr. 33 E. 4.2.2).
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1.4. Vorliegend hat der Beschwerdeführer die Rückweisung des Fortsetzungsbegehrens durch das Betreibungsamt Bernina gerügt. Als Gläubiger ist er zur Erhebung der Beschwerde legitimiert, die im Übrigen nach der Einreichung der verbesserten Eingabe vom 17. September 2021 frist- und formgerecht erfolgt ist.
2. Im Wesentlichen rügt der Beschwerdeführer, die Rückweisung des Fortsetzungsbegehrens mangels Zuständigkeit durch das Betreibungsamt E._ sei zu Unrecht erfolgt. Vielmehr sei das Betreibungsamt E._ für das Fortsetzungsbegehren zuständig, weshalb es diesem zur weiteren Behandlung wieder zurückzuerstatten sei. Zudem sei festzustellen, dass der Schuldner zur Zeit des Fortsetzungsbegehrens weder Wohnsitz noch Aufenthalt in G._ gehabt habe.
2.1. Ein Schuldner ist gemäss Art. 46 Abs. 1 SchKG an seinem Wohnort zu betreiben. Der Wohnsitzbegriff bestimmt sich dabei nach den Regeln des Zivilrechts (Art. 23 ff. ZGB; BGE 120 III 7 E. 2a). Verändert der Schuldner seinen Wohnsitz, nachdem ihm die Pfändung angekündigt oder nachdem ihm die Konkursandrohung oder der Zahlungsbefehl zur Wechselbetreibung zugestellt worden ist, wird die Betreibung am bisherigen Wohnort fortgesetzt (Art. 53 SchKG). Erfolgt der Domizilwechsel vor der Ankündigung der Pfändung, ist eine Betreibung am neuen Domizil des Schuldners fortzusetzen, wobei die Rechtswirksamkeit von am bisherigen Wohnsitz vorgenommenen Betreibungshandlungen durch einen späteren Wohnsitzwechsel nicht berührt wird (Benno Krüsi, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Aufl., Zürich 2017, N 5 zu Art. 53 SchKG). Die Wohnsitzfiktion gemäss Art. 24 Abs. 1 ZGB ist im Betreibungsrecht nicht anwendbar. Gibt der Schuldner seinen bisherigen Wohnsitz auf, ohne einen neuen zu begründen, kann er nur an einem besonderen Betreibungsort nach Art. 48 ff. SchKG betrieben werden, beispielsweise an seinem schweizerischen Aufenthaltsort (Art. 48 SchKG; BGE 119 III 51 E. 2a).
2.2. Liegt das neue Domizil des Schuldners im Ausland, ist eine Fortsetzung der Betreibung in der Schweiz nicht mehr möglich, es sei denn, dass ein besonderer Betreibungsort gemäss Art. 50-52 SchKG für den nämlichen Schuldner in der Schweiz besteht (Krüsi, a.a.O., N 3 zu Art. 53 SchKG). Dies ist Ausfluss des Prinzips der Territorialität, wonach im Zwangsvollstreckungsrecht jeder Staat nur auf seinem eigenen Staatsgebiet Zwangsvollstreckungshandlungen ausüben darf (Krüsi, a.a.O., N 13 zu Art. 46 SchKG). Jede Vereinbarung eines Spezialdomizils ist dabei nichtig (Krüsi, a.a.O., N 8 zu Art. 46 SchKG).
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2.3. Schuldner, welche keinen festen Wohnsitz haben, können dort betrieben werden, wo sie sich aufhalten. Aufenthalt bedeutet Verweilen an einem bestimmten Ort, wobei eine bloss zufällige Anwesenheit nicht genügt. Als Indiz für den Aufenthaltsort des Schuldners gilt, dass er dort seine persönlichen Sachen deponiert hat und ab und zu dort übernachtet. Hat der Schuldner keinen festen Wohnsitz und keinen Aufenthalt mehr, befindet er sich aber noch in der Schweiz und können ihn Zustellungen erreichen, so bleibt der frühere Betreibungsort am letzten Wohnsitz oder Aufenthaltsort bestehen, so lange der Schuldner nicht wenigstens einen neuen Aufenthaltsort begründet (BGE 72 III 38 E. 2). Hält sich jemand an unterschiedlichen Adressen auf, ist anzunehmen, dass diese Person über keinen festen Wohnsitz in der Schweiz oder im Ausland verfügt, weshalb sie an ihrem Aufenthaltsort betrieben werden kann (Krüsi, a.a.O., N 4 zu Art. 48 SchKG m.H.). Wer seine Wohnverhältnisse in offensichtlicher Weise verschleiert, kann ebenfalls am Aufenthaltsort betrieben werden (Ernst F. Schmid, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Art. 1-158 SchKG, 3. Aufl., Basel 2021, N 6 zu Art. 48 SchKG). Ein Schuldner, der sich darauf beruft, an einem anderen Ort in der Schweiz oder im Ausland über einen festen Wohnsitz zu verfügen, muss dies beweisen (BGE 120 III 110 E. 1).
2.4. Vorliegend ist nachgewiesen, dass der Schuldner in E._ keinen zivilrechtlichen Wohnsitz mehr hat. Die Einwohnerkontrolle hat dem Gläubiger auf Anfrage hin mit E-Mails vom 13. August 2021 und vom 23. August 2021 mitgeteilt, dass der Schuldner nicht mehr in E._ wohne bzw. er sich bereits per 14. Mai 2021 abgemeldet habe (act. B.16 und B.17). Im Weiteren liegt eine Bestätigung der Gemeinde H._ vom 19. November 2021 im Recht, wonach der Schuldner seit dem 14. Mai 2021 über eine Adresse in H._ verfügt. Zudem bestehen keine Hinweise, dass der Schuldner sich trotz Abmeldung noch in E._ aufhalten würde. In E._ kann der Schuldner daher nur dann betrieben werden, wenn er weder einen Wohnsitz noch einen Aufenthaltsort in der Schweiz hat, sich aber trotzdem weiterhin in der Schweiz befindet.
2.5. Vorliegend ist aufgrund der Auskunft der Gemeindeverwaltung K._ (act. B.19) davon auszugehen, dass sich B._ gar nicht in der von ihm angegebenen Gemeinde K._ gemeldet hat. Eine tatsächliche Wohnsitznahme im Ausland ist daher nicht belegt, weshalb die Zuständigkeit des Betreibungsamts Bernina grundsätzlich weiterhin bestand, solange kein neuer Wohnsitz oder Aufenthalt des Schuldners in der Schweiz oder im Ausland bekannt war. Ein Aufenthalt des Schuldners ist nicht alleine durch den Umstand
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nachgewiesen, dass er Rechtsanwalt und einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat der B._ mit Domizil in F._ ist (vgl. www.zefix.ch). Unter "www.B._.ch" tritt er als Rechtsanwalt auf und er ist im Anwaltsregister des Kantons L._ eingetragen. Somit verfügt er über eine Geschäftsadresse in F._ und ist folglich dort als Rechtsanwalt beruflich tätig. Gemäss Anwaltsrecht setzt dies zwar eine Erreichbarkeit des Rechtsanwalts am Standort der Kanzlei voraus, und zwar für die Klientschaft, Gerichte und Behörden (Walter Fellmann, in: Fellmann/Zindel [Hrsg.], Kommentar zum Anwaltsgesetz, 2. Aufl., Zürich 2011, N 17 ff. zu Art. 12 BGFA). Ein beruflich begründeter Aufenthalt in F._ kann daraus aber nicht abgeleitet werden, zumal der Vollzug von früheren Pfändungen auf rogatorischem Weg durch die damit beauftragten Betreibungsämter in C._ und F._ erfolglos geblieben waren. Somit bestanden für das Betreibungsamt Bernina keine Hinweise auf die Begründung eines tatsächlichen Aufenthalts am Geschäftsdomizil, weshalb es bis zum Bekanntwerden eines neuen Aufenthalts oder Wohnsitzes weiterhin – als bisheriger Betreibungsort – für die Fortsetzung der Betreibung zuständig blieb. Folglich hat das Betreibungsamt Bernina seine Zuständigkeit für das Fortsetzungsbegehren unzutreffenderweise verneint und dem Beschwerdeführer das Fortsetzungsbegehren sowie die Akten zu Unrecht zurückerstattet. Die Beschwerde ist in diesem Punkt gutzuheissen.
3.1. Aus der vom Betreibungsamt Bernina eingereichten Bestätigung der Gemeinde H._ vom 19. November 2021 geht hervor, dass B._ seit dem 14. Mai 2021 über eine Adresse in H._ verfügt. Ob diese Adresse der Wohnsitznahme oder dem blossen Aufenthalt dient, ist nicht weiter bekannt. Somit ist zwar denkbar, dass B._ einen Wohnsitz oder Aufenthalt in der Schweiz begründet hat und die Zuständigkeit des Betreibungsamts Bernina für die Fortsetzung der Betreibung nicht mehr weiterbesteht. Ein beim unzuständigen Betreibungsamt gestelltes Begehren ist grundsätzlich zurückzuweisen. Im vorliegenden Fall ist dies jedoch unzulässig. Ein nach dem Wohnsitzwechsel des Schuldners beim früher zuständigen Betreibungsamt gestelltes Fortsetzungsbegehren wird von diesem, gestützt auf Art. 32 Abs. 2 SchKG, von Amtes wegen dem neuen Betreibungsamt weitergeleitet, wobei das Betreibungsamt grundsätzlich nicht verpflichtet ist, den neuen Wohnsitz des Schuldners selbst ausfindig zu machen (Nino Sievi, in: Staehelin/Bauer/Lorandi [Hrsg.], Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs I, Art. 1-158 SchKG, 3. Aufl., Basel 2021, N 9 zu Art. 88 SchKG). Die Pflicht zur Weiterleitung des Fortsetzungsbegehrens gilt namentlich dann, wenn die Fristwahrung der Jahresfrist gemäss Art. 88 Abs. 2 SchKG davon abhängt
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(Thomas Winkler, in: Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar, Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz, 2. Aufl., Basel 2014, N 5 zu Art. 88 SchKG).
3.2. Vorliegend hat die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers das Fortsetzungsbegehren bei demjenigen Betreibungsamt eingereicht, dessen Zuständigkeit sich aus dem kurz zuvor erhaltenen Rechtsöffnungsentscheid (act. B.14) ergeben hat. Dass der Schuldner sich aus E._ abgemeldet hatte, erfuhr sie erst kurz nach Aufgabe des Fortsetzungsbegehrens (act. B.14 und B.16). Es ist zudem offensichtlich, dass die Anrufung des zuständigen Betreibungsamts durch häufige Wohnsitz- und Aufenthaltsortswechsel des Schuldners erschwert und es namentlich infolge fehlender Angaben neuer Adressen für den Gläubiger schwierig war, einen neuen Wohnort ausfindig zu machen. Eine Abmeldung an einen angeblichen Wohnsitz in G._ ohne Angabe einer genauen Adresse und bei fehlender Bestätigung der dort zuständigen Behörden sowie bei Fehlen eines Aufenthaltsorts in der Schweiz hätte zudem die Rechtsfolge, dass der frühere Betreibungsort in E._ bestehen bleibt. Insofern war auch für die rechtskundige Vertreterin des Beschwerdeführers nicht ohne Weiteres ersichtlich, welche Betreibungsbehörde zuständig ist. Aufgrund dieser Umstände und nachdem erst mit Eingabe des Betreibungsamts Bernina vom 23. November 2021 Angaben über einen neuen Betreibungsort in H._ bekannt wurden, war es für den Gläubiger zulässig, das Fortsetzungsbegehren beim Betreibungsamt Bernina zu stellen. Dieses wiederum hat, soweit der Schuldner Wohnsitz bzw. Aufenthalt in H._ begründet hat, das Fortsetzungsbegehren zusammen mit den eingereichten Akten in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 SchKG an das zuständige Betreibungsamt in H._ weiterzuleiten. Dementsprechend sind dem Betreibungsamt Bernina diejenigen Urkunden wieder zuzustellen, welche es dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 24. August 2021 zurückgesendet hat.
4. Angesichts dieser Umstände kann offenbleiben, ob der Schuldner zum Zeitpunkt der Einreichung des Fortsetzungsbegehrens weder Wohnsitz noch Aufenthalt in G._ hatte. Soweit der Beschwerdeführer den Antrag stellt, es sei festzustellen, dass der Schuldner keinen Wohnsitz oder Aufenthalt in G._ hat, kann darauf ohnehin nicht eingetreten werden. Derartige Feststellungen sind nicht Sache der Aufsichtsbehörde. Wie der Beschwerdeführer zu Recht ausführen lässt, wäre es Aufgabe des Schuldners, seinen Wohnsitz in G._ nachzuweisen, würde er die Zuständigkeit von schweizerischen Betreibungsbehörden bei Betreibungshandlungen in Abrede stellen.
5. Zusammenfassend ist die Beschwerde somit gutzuheissen, soweit darauf eingetreten werden kann. Dem Betreibungsamt Bernina sind die mit Schreiben
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vom 24. August 2021 zurückerstatteten Unterlagen zur weiteren Bearbeitung des Fortsetzungsbegehrens wieder zuzustellen.
6 Gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 Satz 1 SchKG ist das Beschwerdeverfahren vor der kantonalen Aufsichtsbehörde kostenlos. Die – rein intern zu verbuchenden – Verfahrenskosten von CHF 800.00 verbleiben demnach beim Kanton.
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## Considerations