# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5cccb1f2-dc09-417c-89ef-8212a6917b67
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1957 geborene
X._
hatte sich am 22. April 2002 bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen
der Invalidenversicherung angemeldet (Urk.
7
/3). Die IV-Stelle traf daraufhin erwerbliche und medizinische Abklärungen und sprach ihr mit durch
Einspracheentscheid
vom 26. Januar 2005 (Urk.
7
/67) bestätigter Verfügung vom 11. August 2004 eine halbe Rente der Invalidenversicherung mit Wirkung ab 1. Januar 2002
zu (Urk. 7/52
-54).
Diese bestätigte sie in der Folge anlässlich des im Jahr 2007 von Amtes wegen durchgeführten Revisionsverfahrens mit Mitteilung vom 15. August 2007 (Urk. 7/77).
1.2
Im Rahmen eines weiteren, im August 2009 eingeleiteten ordentlichen
Revisions
verfahrens
holte die IV-Stelle Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk.
7
/84-85
und Urk.
7
/90) und liess die Versicherte im Oktober 2010 von den Ärzten des
Z._ polydisziplinär be
gutachten (Exper
tise vom 18. November 2010 [Urk. 7/97/2-36]). Am 13. Januar 2011 führte sie zudem eine Abklärung vor Ort durch (Haushaltabklärungsbericht vom 17. Februar
2011 [Urk. 7/104]). Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/111)
verfügte die IV-Stelle am 7. No
vember 2011 die Einstellung der Invalidenrente per 31. Dezember 2011 (Urk. 7/137). Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 15. August 2013 abgewiesen (
Urk.
7/179/1-19; Prozess-Nr. IV.2011.01313).
1.3
Wenige Tage zuvor, am 7. August 2013, hatte die Versicherte bei der IV-Stelle eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands geltend gemacht (
Urk.
7/171). Mit Vorbescheid vom 1
2.
August 2013 stellte die Verwaltung – mangels Glaub
haftmachung einer wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung – das Nichteintreten auf das Leistungsbegehren in Aussicht (
Urk.
7/173). Daran hielt sie – auf Einwand von
X._
hin (
Urk.
7/176-177) – mit Verfügung vom 17. Januar 2014 fest (
Urk.
7/189). Nach
dem die Versicherte dagegen Beschwerde erhoben hatte (Urk. 7/196), beantragte die IV-Stelle mit Eingabe vom 29. April 2014 d
eren
Gutheissung (
Urk.
7/200). Mit Urteil vom 30. April 2014 hob das hiesige Gericht die angefochtene Verfü
gung auf und wies die Sache an die Verwaltung zur materiellen Entscheidung zurück (
Urk.
7/201/1-2; Prozess-Nr. IV.2014.00199).
1.4
In der Folge holte die IV-Stelle Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 7/207, 7/210 und 7/212). Zusätzlich liess sie die Versicherte
am 28. Mai, 2.
und 24. Juni sowie 13. Juli 2016 von den Ärzten und einer Fachpsychologin der
Medas
A._
begutachten (Expertise vom 2
2.
Juli 2015 [
Urk.
7/227/1-37]). Nach durchgefüh
rtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
7/235) wies die IV-Stelle am 10. Mai 2016 das Rentenbeg
ehren ab (Urk.
7/243 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 10. Juni 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine ganze Rente auszurichten (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
Juli 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Be
schwerdeführerin mit Gerichtsverfügung vom 27. Juli 2016 zur Kenntnis ge
bracht wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV])
), so ist im
Beschwerdeverfah
ren
zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch re
levante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen
Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des Leistung
s
begehrens damit,
dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit als Floristin mit einem Pensum von 80
%
nachginge und im Übrigen im Aufga
benbereich Haushalt tätig wäre. Aus medizinischer Sicht sei sie in einer
behin
derungsangepassten
Tätigkeit zu 50
%
arbeitsfähig, was ein
Invalideneinkom
men
von Fr. 25‘900.60 ergebe. Bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 45‘804.75 und einer Einschränkung von 5.20
%
im Aufgabenbereich Haushalt resultiere ein ren
tenausschliessender Gesamtinval
i
dit
ätsgrad von
36
%
(
Urk.
2
; vgl. auch
Urk.
6
).
2.2
Die Beschwerde
führe
rin stellte sich demgegenüber im Wesentlichen auf den Standpunkt, die gutachterlichen Schlussfolgerungen seien nicht nachvollzieh
bar. Es sei vielmehr auf die Beurteilung der behandelnden Fachärzte abzustel
len, die von einer Arbeitsfähigkeit von maximal 30
%
ausgehen würden. Das der angefochtenen Verfügung zugrunde liegende Zumutbarkeitsprofil sei wenig schlüssig, könne sie doch in ihrer angestammten Tätigkeit als Floristin oder als Büroangestellte nicht mehr arbeiten.
Ausserdem würde sie bei guter Gesundheit zu 100
%
arbeiten, sodass sich die Anwendung der gemischten Methode erüb
rige. Der unter Berücksichtigung dieser Gegebenheiten durchgeführte
Einkom
mensvergleich
ergebe einen Anspruch auf eine ganze Rente (
Urk.
1 S. 6).
3.
3.1
Die von der IV-Stelle am 7. November 2011 verfügte (
Urk.
7/137) und vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 15. August 2013 im Prozess Nr. IV.2011.01313 (
Urk.
7/179/1-19) bestätigte Renteneinstellung per 31. Dezember 2011 basierte im Wesentlichen auf dem polydisziplinären Gutachten des
Z._
vom 18. November 2010 (
Urk.
7/97/2-36). Darin stellten die involvierten Experten, nachdem sie die Beschwerdeführerin am
11. Oktober 2010 untersucht hatten, nachstehende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 24 f.):
1.
Psychoneurotische Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.8)
2.
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
3.
Chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom linksbetont (ICD-
10 M54.5)
Status nach
transpedikulärer
dorsolateraler
Spondylodese
Segment L5/S1 im Dezember 2002 bei
Spondylolisthesis
L5/S1 bei degene
rativer Spondylose
konventionell radiologisch guter Sitz der Implantate
deutlich ausgeprägte Wirbelsäulenfehlform und
-
fehlhaltung
mit grobbogig
thorakolumbaler
Skoliose links sowie lumbal
rechtskon
vexer
Skoliose
reaktive
Myogelose
lumbal paravertebral sowie
gluteal
beidseits mit multiplen
Triggerpoints
pseudoradikuläre
Ausstrahlung in die linke untere Extremität
aktuell keine eindeutigen Hinweise für sensible oder motorische
lumboradikuläre
Ausfälle
muskuläre
Dysbalance
mit Abschwächung der abdominellen und rückenstabilisierenden Muskelgruppen
anamnestisch rezidivierende SIG-Blockaden beidseits
anamnestisch frühere allgemeine Hypermobilität
4.
Chronisches
zervikoskapuläres
Schmerzsyndrom rechts betont (ICD-
10 M53.0)
radiomorphologisch
Osteochondrose
in den Segmenten C4/5 sowie C6/7,
Unkarthrose
C4/5 und C6/7
Wirbelsäulenfehlform mit Streckhaltung der Halswirbelsäule mit leichter
Kyphosierung
zwischen C4-C7, rechtskonvexer Skoliose im
zervikothorakalen
Übergang mit hochzervikalem linkskonvexem Gegenschwung
ausgeprägte bilateral identisch ausgeprägte
Myogelose
der gesam
ten Nackenschultermuskulatur
betonte thorakale Hyperkyphose mit leichter bis mässig ausgepräg
ter Schulter- und Halswirbelsäulen-Protraktionsfehlstellung
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit führten sie auf (S. 25):
1.
Probleme bei sexuellem Missbrauch in der Kindheit durch eine Person
innerhalb der engeren Familie (ICD-10 Z61.4)
2.
Intermittierende Polyarthralgien (ICD-10 M25.5)
rechter Ellbogen sowie periphere Finger- und Fussgelenke beidseits unklarer Ätiologie
3.
Vegetative Dystonie mit rezidivierender Hypotonie (ICD-10 F45.9)
4.
Anamnestisch Asthma bronchiale (ICD-10 J45.9)
aktuell ohne Medikation asymptomatisch
anamnestisch rezidivierende
Infektanfälligkeit
5.
Anamnestisch Colon
irritabile
(ICD-10 K58.0)
6.
Anamnestisch
Laktoseintoleranz
(ICD-10 E73)
7.
Status nach Vitamin B12-Mangel (ICD-10 E53.8)
8.
Anamnestisch Vitamin D-Mangel (ICD-10 E55.9)
Zur Frage der Arbeitsfähigkeit hielten die
beteiligten
Gutachter
zusammenfas
send
fest, der Beschwerdeführerin könne die angestammte Arbeit als Floristin sowie jegliche weitere körperlich leichte, wechselbelastende
Tätigkeit mit einer 75%igen Arbeits- und Leistungsfähigkeit
spätestens ab Oktober 2010 (S. 27)
zu
gemutet werden, wobei das Pensum vollschichtig umgesetzt werden könne
(S. 28).
3.2
3.2.1
Die – nach
der Neuanmeldung vom 7.
August
2013
– am
10. Mai 2016
verfügte Rentenverweigerung (
Urk.
2) beruht
auf folgenden medizinischen Berichten:
Die Ärzte des
B._
diagnostizierten am 24. Juli 2014 eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2) und als Differentialdiagnose ein psychophysischer Erschöpfungszustand (ICD-10 F48.0) im Rahmen multipler körperlicher Erkrankungen.
Die Beschwerdeführerin beklage – so die Therapeuten – seit den durchgeführten Bestrahlungen
des Hirntumors
(6. Juni bis 19. Juli 2013
; vgl.
Urk.
7/185/7
) vor allem Müdigkeit, verminderte Konzentrationsfähigkeit und reduzierte emotionale Belastbarkeit. Sie leide an häufigen Kopfschmerzen und Schwindel. Oft sei ihr Kopf „wie ein Bienenhaus“, alles sei ihr zu viel, alles tue weh und sie möchte sich nur noch hinlegen und sich zurückziehen. Sie leide zudem darunter, dass sie auf dem rechten Ohr nicht gut höre.
Die durch das
Schwannom
bedingten Kopfschmerzen, der dadurch aufgetretene Hörverlust und der Schwindel würden sich destabilisierend auf das depressive Zustandsbild auswirken. Das soziale Umfeld (Sohn und Partner) wirke sich stabilisierend aus. Die Beschwerdeführerin sei trotz Schmerzen und somatischer Limitationen sehr bemüht, eine Tagesstruktur aufrecht zu erhalten und positive Aktivitäten aufzu
bauen. Das ständige Ankämpfen gegen die somatischen Symptome im Rahmen des Tumors führe jedoch zu einer starken psychovegetativen Erschöpfung. Sie
würden davon ausgehen, dass aus psychiatrischer Sicht eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit vorliege (
Urk.
7/207/1-7).
3.2.2
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, stellte am 23. September 2014 (
Urk.
7/210/2-7) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S.
2
):
Chronisches Schmerzsyndrom
somatische Schmerzen und Schmerzverarbeitungsstörung
Angst und Depression gemischt
(ICD-10
F41.2
)
Schwannom
Nervus
vestibulocochlearis
re
chts
Schwerhörigkeit und Schwindet re
chts
>
li
nks
Grössenzunahme 6-7/13
Status nach
Spondylodese
bei
Spondylolisthesis
L5/S1 (2002)
fortgeschrittene Skoliose Brust- und Lendenwirbelsäule
degenerative Veränderungen H
als- und Lendenwirbelsäule
Hydrosyringomyelie
zervikothorakaler
Übergang
Haltungsinsuffizienz
Polyarthralgien
Status nach mehreren Interv
entionen am linken Knie
diffuse Druckschmerzhaftigkeiten
Fragliche Polyarthritis
serologisch nicht nachweisbar; Ansprechen auf Cortison
bisher keine Basistherapie
Kavernom im
Gyrus
occipitalis
Knie-Arthrose beidseits links
>
rechts
Als ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit beurteilte er nachstehende Diagnosen (S.
2
):
Rezidivierende Bronchitiden und Asthma bronchiale
Polyallergie
Status nach
unspezifischer
Colitis
Vitamin-D-Mangel
Osteopenie
Er schilderte, es würden verschiedene Symptome vorliegen. Im Vordergrund stünden die Schmerzsymptome und die psychische Belastung, was schon vor vielen Jahren begonnen habe. Entsprechend stehe die Beschwerdeführer
in
schon in psychischer Behandlung seit den 80er-Jahren. Die Schwindelsymptomatik und die Hörstörungen hätten vor circa vier bis fünf Jahren begonnen (S.
3
).
Aufgrund der Schmerzverstärkung in allen Gelenken und Körperbereichen sei der Beschwerdeführerin jegliche Tätigkeit nicht zumutbar (S.
5
).
3.2.3
Dr.
med.
D._
, Klinik
E._
, schilderte
in seinem undatierten Bericht (Eingang bei der Beschwerdegegnerin
am 3. November 2014 [Urk. 7/212/1-5]), es bestehe bei der Beschwerdeführerin in der Gesamtheit wohl kaum eine Arbeitsfähigkeit von über 30
%
(S. 2).
3.2.4
Gestützt auf die Ergebnisse der internistischen, psychiatrischen, rheumatologi
schen, neurologischen und neuropsychologischen Untersuchung nannten die Experten der
Medas
A._
in ihrem Gutachten vom 2
2.
Juli 2015 (
Urk.
7/227/1-37) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S. 30)
:
Chronifizi
ertes
generalisiertes Wei
chteilschmerzsyndrom mit
myofaszia
ler
Schmerzsymptomatik (ICD-10
M79.80
), differentialdiagnostisch
wird das Weichteilschmerzsyn
drom auch
als
Fibromyal
giesyndrom
diskutiert
Chronisch
spondylogene
Syndrome sowohl an der Hals-
als auch an der Lendenwirbelsäul
e
(ICD-10
M51.3) mit einer Mehretagendegeneration an der Halswirbelsäule (aktuell ohne
radikuläre
Schmerzkomponente) und eine
m
Zustand nach
Spondylodese
einer symptomatischen
Spondylo
listhesis
L5/S1 (auch hier aktuell ohne
radikuläre
Kompressionssympto
matik
)
Rezidivierende
depressive Störung, unvollständig remittiert
(ICD-10
F33.8)
Emotional instabile Persönl
ichkeitsstörung (ICD-10
F60.3)
Somatisierungsstö
rung
(ICD-10
F45.4)
Kognitive Minderleistung in den Bereichen Aufmerksamkeit,
Exekutiv
funktionen
und Gedächtnis
(ICD-10 F06.9)
Den nachstehenden Diagnosen massen sie keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit bei (S. 30):
Lu
mbospondylogenes
Schmerzsyndrom (
ICD-10 M54.5
)
Schwannom
(ICD-10
D36.9
)
Syringom
yelie
(ICD-10
G95.0
)
Kavernom
(ICD-10
Q28.28
)
Die rheumatologische Untersuchung habe – so
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Rheumatologie – ein
chronifiziertes
general
isiertes
Wei
ch
teilschmerzsyndrom
mit
myofasz
ialer
Schmerzsymptomatik
ergeben
, höchst
wahrscheinlich im Rahmen einer deutlichen muskulären Haltungsinsuffizienz und einer muskulären
Dysbalance
sowohl des Schulter- als
auch
des Becken
gürtels.
Differential
diagnostisch
könne das
Weichteilschmerzsyndrom auch
als
Fibromyalgiesyndrom
diskutiert
werden
.
Er finde
keine eindeutigen Hinweise für eine zugrunde liegende
inflammatorische
rheumatologische Entität.
Es be
stehe indes der
Verdacht a
uf eine kristallinduzierte
Oligo
- bzw.
Polyarthralgie. An der Wirbelsäule der
Beschwerdeführerin seien
chronisch
spondylogene
Syn
drome sowohl an der Hals- als auch an der Lendenwirbelsäule fest
zustellen
mit einer Mehretagendegeneration an der Halswirbelsäule. Daneben besteh
e
eine
muskuläre Haltungs
insuffizienz sowie vermutlich auch eine allgemeine
Dekon
ditionierung
aufgrund der schmerzbedingten körperlichen Inaktivität.
Gestützt auf die erhobenen Befunde hielt der Gutachter fest, es müsse
von einer mittel
gradigen Reduktion der zumutbaren Belastbarkeit der peripheren Gelenke und auch d
es Achsenskelettes ausge
gangen
werden
,
wobei dies
teilweise mitbedingt durch die allgem
eine
Dekonditionierung
und
die sicher vorliegende muskuläre Haltungsinsuffizienz
sei
.
Die
Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin
als Floris
tin (ohne mechanische Belastung des Achsenskelettes mit der Mögli
chkeit zu Wechselpositionen) sei
zu 50
%
eingeschränkt (
4.5
Arbeitsstunden pro Tag).
Die
se
Einschätzung
gelte
auch für andere, mechanisch leichte bis mittelschwere Arbeitstätigkeiten, welche rückenschonend und die peripheren Gelenke scho
nend durchgeführt werden könn
t
en und es der Versicherten erlauben
würden
, ihre Position immer wieder zu verändern.
Er gehe
davon aus, dass die
Auf
nahme einer Trainingstherapie
möglich sei
zur Optimierung der Kraft
und
der
Kraftausdauer der Schulter- und Beckeng
ür
telmuskelgruppen sowie der Rumpfstabilisatoren
wie auch zur
Verbesserung der kardiovaskulären Leis
tungsfähigkeit
und längerfristig auch
zur
Optimierung der Schmerzverarbeitung
(S. 26 f.).
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, schilderte in seinen psychiatrischen Fachgutachten,
er finde kein
p
sychosenahes
Erleben
bei der Beschwerdeführerin. Die Emotionalität sei geprägt von Ängstlichkeit wie auch
von negativen Affekten wie Angst und Depression.
Die emotionale Belastbarkeit sei
reduziert, die Frustrationstoleranz ebenso. Die
Be
schwerdeführerin wirke
bedrückt und emotional lab
il. Der Antrieb erscheine ge
hemmt und es sei eine
Tendenz zu Somatisierung gegeben
.
Z
wischenmenschli
che Probleme seien
nicht auszuschliessen. Die Anpassung a
n Regeln und Routi
nen erscheine
bei der Beschwerdeführerin
leicht eingeschränkt.
Die Planung und Strukturi
erung von Aufgaben sei
weitgehend erhalten. Die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit dürfte bei
einer
Persönlichkeitsstöru
ng, bei depressiven Kognitionen und
bei
einer
Tendenz zur Somatisierung
reduziert sein
. Dies schränke
auch die Anwendung fachlicher Kompetenzen ein. Die Entscheidungs-
und Urteilsfähigkeit sei grundsätzlich gegeben.
Durchhalte
-, Selbstbehauptungs-
und Durchsetzungs
fähigkeit
seien
deutlich reduz
iert.
Di
e Kontaktfähigkeit zu Dritten sei
vorhanden
.
Spontanaktivitäten seien der Beschwerdeführerin mög
lich.
Selbstversorgung
und Mobilität seien
gegeben
. Gesamthaft leitete
Dr.
G._
eine 50%
ige
Einschränkung
der quantitativen und qualitativ
en Arbeit
s
- und Leistungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin unter Inan
spruchnahme
eines vermehrten
Pausenbedarfs
ab
. Aufgrund der psychiatrischen Komorbidi
tät, ei
nes mehrjährigen Krankheitsverlaufs und
einer
fehlenden
Remission der Symptomatik
seien
die Auswirkungen der
Somatisierungsstörung
mit Schmer
zen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit der
Beschwerdeführerin
nicht mit willentlichen Kräften überwindbar. Ziel sollte es sein, ein
e
Arbeitsfähigkeit
von 50
%
auf psychiatrischem Gebiet zu erhalten
(S. 27 f.).
Dem neurologischen Teilgutachten von
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Neu
rologie, kann entnommen werden, dass
für die Beinbeschwerden und
die
Schwäche des linken Fus
ses kei
n neurologisches Korrelat zu finden ist
.
Es be
stehe
ein erheblicher Hörverlust rechts ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit im bisherigen Beruf.
Der Befund
eines Kavernoms des linken
Gyrus
tem
poro-okzipitalis
medialis
sei
aktuell asymptomatisch, w
obei ein gewisses Risiko bestehe
, dass diese Läsion in Zukunft
einmal symptomatisch werden könne
.
Auch
die thorakale
Hydromyelie
sei
asymptomatisch.
Aus neurologischer
Sicht
bestehe
keine Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit
der Beschwer
deführerin (S. 28).
Im neuropsychologischen Fachgutachten gab
lic
. phil.
I._
, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP, an, es würden verschiedene Vorbefunde vorliegen, welche einen Effekt auf die erfassten kognitiven Störungen haben könnten
.
Es müsse deshalb von einer multimorbiden Genese ausgegangen werden.
M
it überwiegender Wahrscheinlichkeit
würden
die psychischen Störungen zusa
m
men mit den Schmerzen, der Medi
kation und den Schlafstörungen für die kog
nitiven Defizite verantwortlich sein.
In der
Untersuchung
sei aufgefallen,
dass die Ver
sicherte verlangsamter arbeite
, Ausfüh
rungen mehrfach nachkontrolliere
, eine u
mständliche Vorgehensweise zeige und Mühe habe
, sich rasch und plausi
bel wechselnden
Situationen anzupassen. Sie könne
sich verbale und nicht sprachliche Informationen
nicht leicht merken, profitiere
jedoch
gut von Wie
derholungen und könne
sich
später wieder spontan
an Gelerntes erinnern. Sie sei ablenkbar und zeige
bei organisatorischen Aufgaben Schwierigkeiten, sich einen Überblick zu verschaffen. Sie benötig
e
für planerische Aspekte viel Zeit.
Lic
. phil.
I._
hielt weiter fest, aufgrund der im Vordergrund stehenden Ver
langsamung und der weiteren kognitiven Einschränkungen sei das Rendement aus kognitiver Sicht um 30
%
eingeschränkt.
In einer Verweistätigkeit
sollte die
Einschränkung des Rendements nach einer gewissen Einarbeitungszeit 10
%
nicht überschreiten. Die Einschränkung des Rendements erfolge primär auf
grund der Verlangsamung (S. 28 f.).
Zur Frage der
Arbeitsfähigkeit
führten die involvierten Spezialärzte zusammen
fassend aus, unter Berücksichtigung aller Befunde sei die Beschwerdeführerin aus interdisziplinärer Sicht in der bisherigen wie auch einer leidensangepassten Tätigkeit zu 50
%
arbeitsfähig (S. 32 und S. 34).
3.3
Im Beschwerdeverfahren reichte die Beschwerdeführerin
einen Bericht
vom 12.
April 2016 über die im
J._
gleichentags durchgeführte Skelettszintigraphie mit SPECT-CT des Beckens und der Kniegelenke ein.
Daraus geht hervor, dass
ein Jahr postoperativ am linken Knie eine leichte
Synovitis
und auch ein Gelenkserguss
vorlag
. Es zeige sich pathologisch eine erhöhte Speicherung der Spongiosa unter der Prothesenplatte
tibial
mit einer Anreiche
rung bis an die Spitze des Prothesenzapfens und im CT ein Verdacht auf einen beginnenden Lockerungssaum
. Im SPECT-CT des Beckens sei bei
lumbosakraler
dorsaler
Schraubenspondylodese
ein
areaktiver
Befund
lumbosakral
und der lumbalen Facettengelenke zu ersehen. Das
Iliosakralgelenk
und die Symphyse seien
areaktiv
,
l
etztere mit ausgeprägter
Chondrocalzinose
(
Urk.
3/4).
4.
4.1
Unter Hinweis auf die
Ergebnisse des Gutachtens
der
Medas
A._
hielt
die Beschwerdegegnerin
dafür
, dass die Beschwerdeführerin
seit dem Zeitpunkt der Neuanmeldung in ihrer angestammten wie auch in einer behinderungsangepassten Arbeit zu 50
%
eingeschränkt sei (
Urk.
2 und Urk. 7/234 S. 6).
Gestützt darauf ging
sie im Vergleich zur gesundheitlichen Si
tuation anlässlich der Rentenaufhebung
– die
Z._
-Gutachter bescheinigten eine 75%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten wie auch in einer adaptierten Tätigkeit –
von einer Verschlechterung des Gesundheitszustands aus. Im Wider
spruch dazu steht, dass die nämlichen
Medas
-
Experten im erwähnten Gutachten
zugleich
von einer seit der rentenablehnenden Verfügung nicht relevanten Ver
änderung des Gesundheitszustands berichteten (
Urk.
7/227/1-37
S. 35), ohne je
doch au
f die grundsätzliche Diskrepanz
mit der ebenfalls von ihnen abgegebe
nen Beurteilung einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit einzugehen.
H
inzu kommt,
dass
die gutachterliche Beurteilung einer Arbeitsunfähigkeit von 50
%
mit Blick auf die anlässlich der Expertise erhobenen Einschränkungen
nicht ohne
weiteres
nachvollziehbar ist
.
Zudem
handelt es sich bei der offenbar eingetretenen
De
konditionierung
und der muskulären Haltungsinsuffizienz (
Urk.
7/227/
4
0-46
S. 6) um invaliditätsfremde Faktoren, die bei der Anspruchsbeurteilung nicht zu beachten sind.
Gleiches gilt für die psychosozialen Umstände, die das
Be
schwerdebild
ebenfalls mitprägen (
Urk.
7/227/47-62
S. 4, S. 6, S. 8 und S. 12 f.
)
.
Vor diesem Hintergrund ist fraglich, ob gestützt auf das
Medas
-Gutachten
über
haupt
eine
erhebliche
Verschlechterung des Gesundheitszustands ausgewiesen ist.
4.2
Aus dem im Rahmen des Beschwerdeverfahrens aufgelegten Bericht des
J._
über die Skelettszintigraphie vom 1
2.
April 2016 (
Urk.
3/4)
geht
sodann
hervor, dass nach der Erstellung des Gutachtens neue gesundheitliche Umstände hinzutraten, deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin – mangels weiterer Abklärungen – unklar blieben.
Angesichts dessen
bilden auch die Berichte der behandelnden
Ärzte kein
e hinreichende Basis,
um die Frage nach einer erheblichen Veränderung des Ge
sundheitszustands und der sich daraus ergebenden Arbeitsfähigkeit im
massge
benden
Vergleichszeitraum zu beantworten
, zumal die nämlichen Mediziner keine einleuchtende und durch Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit vorgenommen hatten und Schmerzen an sich ohnehin noch keine Arbeitsunfähigkeit begründen (Urteil des Bundesgerichts I 994/06 vom 29. August 2007 E. 3.3 mit Hinweisen)
.
In diesem Zusammenhang ist ergänzend darauf hinzuweisen, dass
bereits
der rheumatologische
Gutachter
von einer noch vorliegenden Funktionsstörung des linken Kniegelenks nach Knie-Totalprothesen-Implantation berichtete
(Urk.
7/227/40-46 S. 4), darauf bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
indes keinen Bezug nahm (
Urk.
7/227
/
40-46 S.
6) und auch
die operative Versorgung des linken Knies mittels einer Totalprothese in der Diagnoseliste nicht aufführte (
Urk.
7/227/1-37 S. 30).
4.3
Nach dem Gesagten
stellen
die Akten keine genügende Grundlage für die Beurteilung der aktuellen Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin
dar.
Da nach der gesetzlichen Konzeption dem Versicherungsträger die Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 69 Abs. 2 IVV) obliegt und es entsprechend dem Untersuchungsgrundsatz in erster Linie
seine
Sache ist, die materielle Wahrheit zu ermitteln (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 478/04 vom 5. Dezember 2006 E. 2.2.4.3), ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (vgl.
hiezu
auch BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hinweisen), damit
sie
abkläre, ob sich der Gesundheitszustand der Versicherten in rente
nrelevanter Weise verändert habe
und hernach erneut über den Rentenanspruch verfüge.
Sofern eine ge
sundheitliche Verschlechterung ausgewiesen ist, drängt sich angesichts des ver
änderten Gesundheitszustands und des Zeitablaufs eine erneute Abklärung vor
Ort (Haushaltabklärungsbericht) auf. Allein deshalb rechtfertigt sich eine
Rück
weisung
der Sache an die Beschwerdegegnerin.
5.
5.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
700.-- festzulegen und, da die
Rückwei
sung
an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsie
gen gilt (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 199/02 vom 10. Februar 2004 E. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 Nr. 10 S. 28 E. 3), ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69
Abs.
1
bis
IVG).
5.2
Die durch
lic
.
iur
.
Y._
vertretene Beschwerdeführerin hat sodann
aus
gangsgemäss
gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht Anspruch auf eine
Pro
zessentschädigung
. Diese ist unter Berücksichtigung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf
Fr.
2‘000.--
(inklusive Mehrwertsteuer und
Bar
auslagen
) festzusetzen.