# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e67a573e-8822-4c85-b5bd-759fc98492cf
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y., geboren am ... 1993, wohnhaft in St. Gallen, besuchte im Schuljahr 2011/12
die 6. Klasse am Gymnasium Z. (nachfolgend Gymnasium) in Q.
Mit Schreiben vom 30. August 2011 teilte der Rektor des Gymnasiums X.Y. mit, dass
sie an der Vormaturaprüfung im Fach Biologie die Note 4.5 erreicht habe.
B./ Mit Eingabe vom 11. September 2011 erhob X.Y., vertreten durch ihre Mutter A.B.,
Rekurs beim Erziehungsrat und beantragte, es sei die Vormaturanote im Fach Biologie
für nichtig zu erklären bzw. aufzuheben und die Biologienote neu festzusetzen. Es
seien Musterlösungen, allgemeingültiger Bewertungsschlüssel und Bewertungskriterien
sowie Protokolle der Prüfungen von sämtlichen neun Prüflingen offenzulegen, damit
eine transparente, nachvollziehbare Beurteilung und Neubewertung durch die
Rekursinstanz nach einheitlichen Kriterien erfolgen und auf sämtliche Prüfungen
Anwendung finden könne. Der Rekurs wurde begründet insbesondere mit der sehr
guten Durchschnittsnote von X.Y. im Fach Biologie von 5.83, den ungleichen
Rahmenbedingungen während der Prüfung, der ungleichen Behandlung der
Kandidaten, Bewertungs- bzw. Korrekturfehlern sowie der Abneigung und der
möglichen Befangenheit des Biologielehrers gegenüber X.Y.
Mit Schreiben vom 29. September 2011 nahm das Gymnasium zum Rekurs Stellung
und verwies insbesondere darauf, dass kein Verstoss gegen das Maturitätsreglement
des Gymnasiums Z. vom 25. Juni 2008 gerügt worden sei. Der an der Prüfung
anwesende Experte habe in einer Stellungnahme festgehalten, dass die Vorbereitung
und die Prüfung von X.Y. nicht beeinträchtigt war. Eine Befangenheit des Examinators
liege nicht vor. Die Leistungsbeurteilung von X.Y. sei sowohl im Zustandekommen als
auch im Resultat objektiv richtig. Der Rekurs sei daher abzuweisen.
In der Replik vom 30. Oktober 2011 rügte X.Y. insbesondere verschiedene Korrektur-
und Bewertungsfehler sowie die Unterdrückung der Akten durch die Vorinstanz. Es
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fehlten insbesondere die Stellungnahme des Experten, die Protokolle und Notizblätter
aller neun Prüflinge sowie die Notenskala.
Das Gymnasium hielt in der Duplik vom 17. November 2011 fest, dass die mündliche
Vormaturaprüfung in Biologie vorschriftsmäss und korrekt durchgeführt und bewertet
worden sei und dass es sich beim Examinator und beim Experten um Fachleute mit
besonders grosser und langjähriger Erfahrung handle.
Am 2. Dezember 2011 reichte X.Y. unaufgefordert eine weitere Stellungnahme ein. Sie
äusserte sich erneut ausführlich zu den Stellungnahmen des Experten und des
Examinators. Am 7. Dezember 2011 folgte ein weiteres Schreiben von X.Y., worin sie
den Examinator einer vorsätzlichen Falschbehauptung bezichtigte. Am 8. Dezember
2011 reichte der Examinator eine Richtigstellung zu den Ausführungen von X.Y. vom
2. Dezember 2011 ein. Am 13. Dezember 2011 nahm der Examinator zum Vorwurf der
vorsätzlichen Falschbehauptungen dahingehend Stellung, dass er die Argumentation
von X.Y. nicht nachvollziehen könne. Am 27. Januar sowie am 2. und 9. Februar 2012
reichte X.Y. unaufgefordert weitere Schreiben ein.
Mit Entscheid vom 11. April 2012 wies der Erziehungsrat des Kantons St. Gallen den
Rekurs ab. Begründet wurde der Entscheid insbesondere wie folgt: Es sei keine
Befangenheit des Examinators erkennbar, Leistungsunterschiede zwischen
schriftlichen Einzelthematikprüfungen und mündlichen Gesamtstoffprüfungen seien
nicht ungewöhnlich, die Rahmenbedingungen seien für alle gleich gewesen, die
Rechtsgleichheit sei beachtet worden und die Leistungsbewertung durch den
Examinator und den Experten sei nachvollziehbar. Der Erziehungsrat wies darauf hin,
dass er als Rekursinstanz praxisgemäss und in Übereinstimmung mit der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung seine volle Kognition bei der materiellen
Beurteilung von Prüfungsleistungen beschränke, solange die Durchführung und
Bewertung einer Prüfung nicht gesetz- oder reglementswidrig oder offensichtlich
unhaltbar und damit willkürlich sei.
C./ Mit Eingabe vom 28. April 2012 erhob X.Y. (nachfolgend Beschwerdeführerin)
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit folgenden Anträgen:
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"1. Es sei der angefochtene Entscheid der Vorinstanz aufzuheben und ein neuer

## Considerations

Entscheid im Sinne der Erwägungen des Verwaltungsgerichts auszufällen.
2. Es sei die Vormaturanote der Beschwerdeführerin im Fach Biologie aufzuheben und
neu festzusetzen.
3. Die Beschwerde der Maturandin sei bevorzugt (prioritär) und dringlich zu behandeln.
4. Es sei der Vorinstanz eine kurze Frist für eine Stellungnahme zu gewähren.
5. Es sei die Vorinstanz zu verpflichten, gemäss unseren Ausführungen in Punkt 8 die
Akten vorgängig an das Verwaltungsgericht zu edieren.
6. Es wird um eine dringliche einstweilige Anordnung (dringliche vorsorgliche
Massnahme) während des Prozesses, zur Abwehr eines drohenden, nicht
wiedergutzumachenden Nachteils, ersucht. Infolge rechtzerstörerischen Fristen
(26.6.2012 Maturakonferenz, 28.6.2012 Maturazeugnisübergabe) sei die Semester-
Vornote in Biologie superprovisorisch in das Maturazeugnis einzusetzen. Nach
Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids sei die Note gemäss den Erwägungen des
Gerichts in das Maturazeugnis zur Ausfertigung zu bringen."
D./ Mit Entscheid vom 7. Mai 2012 wies der Präsident des Verwaltungsgerichts das in
der Beschwerde vom 28. April 2012 gestellte Gesuch um superprovisorische
Einsetzung der Vornote im Fach Biologie in das Maturazeugnis ab.
E./ Die Beschwerdeführerin machte mit Schreiben vom 16. Mai 2012 insbesondere
geltend, dass sie durch die mündliche Voraberöffnung der Biologienote durch den
Rektor am 26. August 2011 in ein psychisches Loch gefallen sei, denn der Rektor habe
die Note nicht begründet. Zudem sei sie wegen den inhaltlich widersprüchlichen
Telefongesprächen mit dem Experten und dem Examinator der Biologieprüfung in
einen "fatalen Depressionszustand" versetzt worden.
Das Bildungsdepartement des Kantons St. Gallen verzichtete in seiner Vernehmlassung
vom 4. Juni 2012 auf weitere Ausführungen und beantragte die Abweisung der
Beschwerde unter Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.
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F./ Mit Eingabe vom 18. Oktober 2012 und Verbesserung vom 25. Oktober 2012
reichte X.Y. beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde gegen den Entscheid
vom 11. April 2012 ein und beantragte, dieser sei aufzuheben und ein neuer Entscheid
auszufällen, eventualiter sei das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen zu
verpflichten, einen Entscheid herbeizuführen. Gefordert wurden zudem disziplinarische
Massnahmen (Verweise) gegen das Verwaltungsgericht und das
Erziehungsdepartement bzw. den zuständigen Herrn Regierungsrat. Im Weiteren sei
die Beschwerdeführerin mit CHF 25'000.00 zu entschädigen.
Mit Urteil vom 14. November 2012 trat das Bundesverwaltungsgericht nicht auf die
Beschwerde ein. Begründet wurde der Entscheid damit, dass die Beschwerde sich
nicht auf öffentliches Recht des Bundes abstütze, denn die Erteilung des
Maturazeugnisses durch ein vom Bund und der kantonalen
Erziehungsdirektorenkonferenz anerkanntes Gymnasium unterstehe dem kantonalen
Recht. Zudem handle es sich weder beim Verwaltungsgericht noch beim Regierungsrat
des Kantons St. Gallen um zulässige Vorinstanzen.
G./ Auf die Begründungen der Verfahrensbeteiligten sowie die Ausführungen im
angefochtenen Entscheid wird, soweit notwendig, in den folgenden Erwägungen
eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
1.1 Vorliegend handelt es sich um eine öffentlich-rechtliche Streitigkeit, zumal die
Maturitätsprüfungen gemäss Art. 4 des Maturitätsreglements des Gymnasiums Z. unter
Aufsicht des Erziehungsrates abgenommen werden (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, dargestellt an den Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht, 2. Aufl., St. Gallen 2003, Rz. 480 ff.). Sie stellt sodann eine
Rechtsstreitigkeit im Sinne von Art. 29a der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft vom 18. April 1999 (SR 101, abgekürzt BV) dar, weshalb die
sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts – trotz Art. 23bis des
Maturitätsreglements des Gymnasiums Z., wonach der Entscheid des Erziehungsrates
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abschliessend sei – gegeben ist (Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [sGS 951.1, abgekürzt VRP]).
Die Beschwerdeeingabe vom 28. April 2012 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich
den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 VRP).
1.2 Zu prüfen ist sodann, ob die Beschwerdeführerin zur Ergreifung des Rechtsmittels
legitimiert ist. Gemäss Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP setzt die
Legitimation zur Beschwerde ein eigenes schutzwürdiges Interesse an der Änderung
oder Aufhebung des angefochtenen Aktes voraus. Die Legitimation der
Beschwerdeführerin ist nachfolgend zu prüfen.
1.2.1 Erforderlich ist ein eigenes Interesse, weil die Verwaltungsgerichtsbarkeit vorab
dem Schutz des Bürgers verpflichtet ist. Gegen behördliches Handeln soll nur
einschreiten können, wer auch davon betroffen ist (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 387).
Die Beschwerdeführerin verlangt eine Aufhebung und Neufestsetzung ihrer
Vormaturanote in Biologie. Das eigene Interesse ist offensichtlich gegeben, da es beim
Rekursentscheid um die Bewertung der eigenen Prüfungsleistung geht, welche ein
Bestandteil der gesamten Maturitätsprüfung ist.
1.2.2 Das Rechtsschutzinteresse erfordert die "Schutzwürdigkeit" der geltend
gemachten Interessen. Die Rechtsmittelbefugnis ist nicht nur zu bejahen, wenn der
Betroffene rechtlich geschützte Interessen geltend macht, sondern auch dann, wenn
eine Verfügung oder ein Entscheid ihn in seiner tatsächlichen Interessenstellung mehr
berührt als einen beliebigen Dritten oder die Allgemeinheit. Die Beeinträchtigung seiner
Interessen muss insofern objektivierbar sein, als der Beschwerdeführer in einer
besonderen, beachtenswerten, nahen Beziehung zur Streitsache stehen muss. Das
Rechtsschutzinteresse muss einen praktischen Nutzen beinhalten, d.h. eine
erfolgreiche Beschwerde muss zur Abwendung materieller, ideeller oder sonstiger
Nachteile führen, die der angefochtene Akt mit sich bringen würde. Der Zugang zum
verwaltungsgerichtlichen Verfahren wird also durch den Nachweis eines aktuellen
materiellen oder ideellen Nachteils eröffnet (vgl. GVP 2006 Nr. 77 E. 1; Cavelti/Vögeli,
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a.a.O., Rz. 389 ff.). Das Anfechtungsinteresse muss zudem aktuell sein. Dies erfordert,
dass die rechtliche oder tatsächliche Situation des Beschwerdeführers durch den
Ausgang des Verfahrens beeinflusst wird (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 400 ff.).
Die Beschwerdeführerin erwartet eine Aufhebung und Neufestsetzung ihrer mündlichen
Vormaturanote in Biologie. Fraglich ist, ob und inwieweit der Beschwerdeführerin eine
Korrektur der Vormaturanote einen praktischen Nutzen bringt und dadurch ein ihr
erwachsender Nachteil entfällt.
1.2.2.1 Die Beschwerdeführerin hat im Rechtsmittelverfahren nie geltend gemacht,
dass wegen der angefochtenen Biologienote das Bestehen der Maturitätsprüfung in
Frage gestellt ist. Gemäss der Berichterstattung im St. Galler Tagblatt vom 30. Juni
2012 hat die Beschwerdeführerin die Maturitätsprüfung als Beste mit der Note 5.6
bestanden.
1.2.2.2 Das Maturitätszeugnis wird aufgrund der Leistungen während der Schulzeit
(Erfahrungsnoten) und in den schriftlichen und/oder mündlichen Maturitätsprüfungen
(Prüfungsnoten) gebildet. Das Fach Biologie ist eines von dreizehn Maturitätsfächern
(Art. 5 Maturitätsreglement). Im Fach Biologie findet gemäss Art. 6 f.
Maturitätsreglement eine mündliche Prüfung statt. Die Beschwerdeführerin erhielt in
der mündlichen Prüfung die Note 4.5. Gemäss den Schulzeugnissen erhielt die
Beschwerdeführerin in den letzten zwei Semestern in Biologie die Noten 6.0 und 5.5
(Vorinstanz act. 1a/4). Daraus resultierte die Erfahrungsnote von 5.8 (vgl. Art. 16 Abs. 1
lit. a Maturitätsreglement). Die Maturitätsnote in einem geprüften Fach ist das auf- oder
abgerundete Mittel aus der Prüfungsnote und der Erfahrungsnote (Art. 16 Abs. 1 lit. c
Ziff. 1 und Abs. 2 Maturitätsreglement). Aufgrund der Prüfungsnote und der
Erfahrungsnote ist davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in Biologie die
Maturitätsnote von 5.0 erreicht hat. Dies entspricht dem Prädikat gut. Es ist nicht
ersichtlich, dass der Beschwerdeführerin aus der Biologie-Maturitätsnote von 5.0 ein
Nachteil erwächst. Die Beschwerdeführerin hat erstmals in der Beschwerdeschrift an
das Verwaltungsgericht vorgebracht, dass sie infolge eines geplanten Studiums an der
Universität von Cambridge/GB ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung und
Neufestsetzung der Vormaturanote in Biologie habe, denn sie erfülle einzig im Fach
Biologie die Minimalanforderungen nicht. Die Beschwerdeführerin hat ihre
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Ausführungen dazu allgemein gehalten. Es fehlen insbesondere Angaben und
Unterlagen zum konkreten Studium und zu den Zulassungsbedingungen, welche es
dem Verwaltungsgericht ermöglicht hätten zu überprüfen, ob eine bessere Note in
Biologie für ein Studium an der Universität von Cambridge erforderlich ist.
1.2.2.3 Eine Erhöhung der Prüfungsnote in Biologie hätte sich zudem nicht oder
höchstens um 0.1 Notenpunkte auf die Maturitätsgesamtnote ausgewirkt. Ein konkreter
praktischer Nutzen daraus ist nicht ersichtlich.
1.2.3 Zusammenfassend ist festzuhalten, dass das schutzwürdige Interesse im Sinne
von Art. 45 Abs. 1 VRP fehlt. Die Beschwerdebefugnis ist daher nicht gegeben. Auf die
Beschwerde ist folglich nicht einzutreten.
1.3 Zum gleichen Resultat führt im Übrigen die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur
Anfechtbarkeit von Schulzeugnissen. Gemäss Bundesgericht sind Schulzeugnisse
dann Verfügungen im Sinne von anfechtbaren Hoheitsakten, wenn ihnen eine
rechtsgestaltende oder eine rechtsfeststellende Funktion zukommt. Anfechtbar ist eine
Note beziehungsweise die Gesamtheit der Noten nur, wenn diese unmittelbar
ausschlaggebend ist für das Bestehen einer Prüfung, für den Erwerb eines Diploms
oder für die Berechtigung, eine weitere Ausbildung antreten oder einen Titel tragen zu
dürfen. Ansonsten fehlt einer einzelnen Note die Eigenschaft einer der Anfechtung
zugänglichen Verfügung, denn mit einer Note wird lediglich eine Aussage über eine
Tatsache gemacht, nämlich über die Qualität der an einer Prüfung oder bei einer Arbeit
oder generell im Schulunterricht erbrachten Leistung (BGer 2P.208/2005 vom
8. September 2005, E. 2). Die Praxis der Nichtanfechtbarkeit einzelner Noten einer
Gesamtprüfung wurde in einem neueren Urteil (BGE 136 I 229 E. 2.6) bestätigt, sofern
die angefochtene Einzelnote nicht mit einer weitergehenden Wirkung wie dem
Nichtbestehen verbunden ist und auch sonst keine unmittelbaren Folgen zeitigt.
Vorliegend wurde eine Einzelnote angefochten. Die Beschwerdeführerin hat die
Maturitätsprüfung bestanden. Eine andere Folge, wie der Ausschluss von einer
Weiterbildung oder die Nichterlangung eines Prädikats, wurden von der
Beschwerdeführerin nicht substantiiert geltend gemacht beziehungsweise
nachgewiesen. Entsprechend ist die Einzelnote nicht anfechtbar.
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2. Selbst wenn aber auf die Beschwerde einzutreten wäre, könnte diese nicht
gutgeheissen werden. So sind nämlich einzelne Prüfungsresultate in einem
Rechtsmittelverfahren nur unter sehr restriktiven Voraussetzungen überprüfbar und
korrigierbar. Erforderlich wäre, dass sich die Behörde von sachfremden oder sonstwie
ganz offensichtlich unhaltbaren Erwägungen hat leiten lassen, so dass der Entscheid
unter rechtsstaatlichen Gesichtspunkten als nicht mehr vertretbar und damit als
willkürlich erschiene (vgl. BGE 136 I 229 E. 6.2). Vorliegend sind aber aufgrund der
Vorakten weder gravierende Mängel bei der Prüfungsdurchführung erkennbar, noch ist
die Notenfestsetzung durch den Examinator und den Experten unhaltbar.
3. (...).