# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 888bc228-1c5d-569f-bb34-f824360a9b9e
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Urban Planning and Environmental

## Facts

I. Sachverhalt
1. Die Beschwerdegegner reichten am 26. Februar 2013 bei der Gemeinde Ipsach ein
nachträgliches Baugesuch ein für zehn Zelte zur Überdachung von Autoabstellplätzen
eines Autohandelsbetriebes auf der Parzelle Ipsach Grundbuchblatt Nr. F._ (BR
G._). Die Parzelle liegt im Wirkungsbereich der Überbauungsordnung (UeO)
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"Gewerbezone H._".1 Nach mehreren Aufforderungen des
Regierungsstatthalteramtes Biel reichten die Beschwerdegegner ein Ausnahmegesuch für
die Unterschreitung des Strassenabstandes sowie die Zustimmungen der
Grundeigentümer zweier Nachbarparzellen zum Näherbau ein.
2. Gegen das Bauvorhaben erhob die Beschwerdeführerin Einsprache und rügte unter
anderem, der von den Überbauungsvorschriften geforderte Grünflächenanteil von 20 %
werde unterschritten. Auch die Gemeinde hielt in einem Schreiben vom 27. November
2013 fest, die Überbauungsvorschrift, wonach 20 % der Grundstücksfläche naturnah zu
gestalten sei, werde nicht eingehalten. Es könne aber eine Ausnahme erteilt und der
einzuhaltende Grünflächenanteil für das Vorhaben auf 10 % reduziert werden. Die
Bauherrschaft müsse allerdings ein begründetes Ausnahmegesuch nachreichen und die
genaue Lage der minimalen Grünfläche nachweisen.
3. Am 15. Januar 2014 reichten die Beschwerdegegner dem Regierungsstatthalteramt
einen Plan ein, gemäss dem die vorhandenen Grünflächen 418.1 m2 bzw. 18 % der
Gesamtfläche des Grundstücks umfassen sollen. In der Folge führte die zuständige
Sachbearbeiterin des Regierungsstatthalteramtes am 12. Juni 2014 eine
Einigungsverhandlung und eine Begehung des Grundstücks durch. Dabei stellte sie fest,
dass die von den Beschwerdegegnern eingereichte Grünflächenberechnung nicht der
tatsächlichen Situation entspricht, der vorhandene Grünflächenteil geringer ist und die
Beschwerdegegner nach wie vor kein Ausnahmegesuch eingereicht hatten. Weiter hielt sie
an der Einigungsverhandlung fest, dass voraussichtlich keine Ausnahme für die
Unterschreitung des Grünflächenanteils erteilt werden könne. Da die Gemeindevertreter
erklärten, es handle sich um eine ältere Überbauungsordnung und der minimale
Grünflächenanteil von 20 % sei nicht mehr zeitgemäss, gab das Regierungsstatthalteramt
der Gemeinde die Gelegenheit abzuklären, ob eine Anpassung der UeO "Gewerbezone
H._" erwünscht und möglich sei.
1 Überbauungsordnung "Gewerbezone H._", beschlossen durch die Gemeinden Bellmund (18.12.1974), Ipsach (15.5.1975) und Sutz-Lattrigen (23.6.1975) und am 3.9.1976 durch die Baudirektion des Kantons Bern genehmigt
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4. Mit Schreiben vom 20. August 2015 teilte die Bau- und Planungskommission der
Gemeinde Ipsach mit, sie wolle die Überbauungsordnung überarbeiten. Eine Voranfrage
beim Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR) habe ergeben, dass eine Revision der
gesamten Planung angezeigt sei. Eine Offerte des Ortsplaners für die Überarbeitung der
Überbauungsordnung liege vor. Die Überarbeitung könne jedoch aufgrund knapper
Ressourcen und vielen anderen Geschäfte voraussichtlich erst im Jahr 2016 an die Hand
genommen werden. Daraufhin sistierte das Regierungsstatthalteramt mit Verfügung vom
18. September 2015 das nachträgliche Baubewilligungsverfahren auf unbestimmte Zeit mit
der Begründung, es sei sinnvoll, zunächst die Revision der UeO "Gewerbezone
H._" abzuwarten.
5. Dagegen reichte die Beschwerdeführerin am 14. Oktober 2015 Beschwerde bei der
Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie beantragt die
Aufhebung der Sistierungsverfügung vom 18. September 2015 und macht insbesondere
geltend, der vorgeschriebene Grünflächenanteil werde nicht eingehalten und es sei nun
noch zusätzlich auf einer der Grünflächen ein Pneulager errichtet worden. Die illegal
errichteten Zelte hielten den Strassenabstand nicht ein. Da sie bis 65 cm an den
Strassenrand reichten und kein Trottoir vorhanden sei, sei ein gefahrloses Kreuzen von
Lastwagen, Autos und Fussgängern nicht möglich.
6. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, holte die
Vorakten ein und führte den Schriftenwechsel durch. Das Regierungsstatthalteramt und die
Gemeinde beantragen in ihren Stellungnahmen die Abweisung der Beschwerde.
7. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Erwägungen
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Angefochten ist eine Sistierungsverfügung in einem nachträglichen
Baubewilligungsverfahren. Bei einer Sistierungsverfügung handelt es sich um eine
Zwischenverfügung gemäss Art. 61 Abs. 1 Bst. c VRPG3, die in einem
Baubewilligungsverfahren ergangen ist. Nach dem Grundsatz der Einheit des Verfahrens
ist die Zwischenverfügung mit dem gleichen Rechtsmittel anfechtbar wie ein Entscheid in
der Hauptsache.4 Bauentscheide können innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde
bei der BVE angefochten werden (Art. 40 Abs. 1 BauG5). Die BVE ist somit für die
Beurteilung der Beschwerde zuständig. Die Beschwerde wurde form- und fristgerecht
eingereicht.
b) Eine Zwischenverfügung über die Sistierung des Verfahrens ist nur dann selbständig
anfechtbar, wenn sie einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken könnte oder
die Gutheissung der Beschwerde sofort einen Endentscheid herbeiführen würde und damit
einen bedeutenden Aufwand an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren
ersparen würde (vgl. Art. 61 Abs. 3 VRPG). Letzteres wird von der Beschwerdeführerin
nicht geltend gemacht. Sie bringt aber vor, die Zelte im Strassenabstand wirkten sich
nachteilig auf die Verkehrssicherheit aus und es bestehe die Gefahr eines Unfalls.
Als nicht wieder gutzumachender Nachteil gemäss Art. 61 Abs. 3 Bst. a VRPG wird ein
schutzwürdiges Interesse an der sofortigen Aufhebung oder Abänderung der
Zwischenverfügung verstanden. Nach der Rechtsprechung ist damit nicht ein irreparabler
Schaden gemeint. Ein hinreichendes Rechtsschutzinteresse an der sofortigen Anfechtung
einer Zwischenverfügung ist schon dann gegeben, wenn ein günstiger Endentscheid für die
betroffene Person nicht jeden Nachteil zu beseitigen vermag. Der Nachteil kann rechtlicher
oder tatsächlicher Natur sein. Der Nachweis, dass die Zwischenverfügung einen nicht
wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann, muss von der betroffenen Person
glaubhaft gemacht werden.6
3 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 4 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 61 N. 7 5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0) 6 BVR 2011 S. 508 E. 1.3; VGE 2013/435 vom 27.02.2014 E. 1.2
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Die Beschwerdeführerin hat als Einsprecherin in einem nachträglichen
Baubewilligungsverfahren ein Interesse daran, dass die Baubewilligungsbehörde rasch
darüber entscheidet, ob die ohne Bewilligung errichteten Bauten bewilligt werden können
oder ob sie allenfalls zu entfernen sind. Würde die Baubewilligungsbehörde nach einer
längeren Verfahrenssistierung den Bauabschlag und die Wiederherstellung verfügen, wäre
dies zwar ein für die Beschwerdeführerin günstiger Endentscheid. Dieser würde aber den
Nachteil, dass die Beschwerdeführerin die sie störenden Bauten längere Zeit dulden
musste, nicht beseitigen. Als Eigentümerin einer Liegenschaft in der Gewerbezone
H._, die über die gleiche Strasse erschlossen wird wie jene der
Beschwerdegegner, könnte sie zudem durch die von ihr geltend gemachte allfällige
Beeinträchtigung der Verkehrssicherheit nachteilig betroffen sein. Sie hat daher ein
schutzwürdiges Interesse daran, dass das Verfahren ohne Unterbruch weitergeführt und
ein Entscheid in der Sache rasch gefällt wird. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Sistierung
a) Die Vorinstanz kam in einer ersten vorläufigen Beurteilung zum Schluss, dass das
umstrittene Bauvorhaben gegen die im Zeitpunkt der Ausführung des Vorhabens und auch
heute noch geltenden Vorschriften der UeO "Gewerbezone H._" zum minimalen
Grünflächenanteil verstösst und eine Ausnahmebewilligung nicht erteilt werden kann. Da
die Gemeinde aber die Absicht äusserte, die UeO anzupassen und die geänderten
Vorschriften für die Bauherrschaft günstiger wären, sistierte die Vorinstanz das
nachträgliche Baubewilligungsverfahren. Die Beschwerdeführerin erachtet dies als falsch.
b) Nachträgliche Baugesuche beurteilen sich grundsätzlich nach dem im Zeitpunkt der
Ausführung des Bauvorhabens anwendbaren Recht oder allenfalls in diesem Zeitpunkt
bereits öffentlich aufgelegten Änderungen der Nutzungsordnung. Gilt im
Beurteilungszeitpunkt anderes Recht, ist dieses dann anzuwenden, wenn es für die
Bauherrschaft günstiger ist oder wenn die Bauherrschaft das Bewilligungserfordernis
missachtet hat, um dem späteren strengeren Recht zuvor zu kommen.7 Wenn während der
Hängigkeit eines nachträglichen Baugesuches milderes Recht noch nicht gilt, eine
entsprechende Rechtsänderung aber bevorsteht, kann dies unter Umständen ein Grund für
7 BGer 1P.768/2000 vom 19.9.2001 E. 2.c; 1C_179/2013 vom 15.8.2013 E. 1.2; Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 46 N. 14a mit Hinweisen
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eine Verfahrenssistierung sein. Art. 38 VRPG nennt zwar als Sistierungsgrund nur die
präjudizielle Bedeutung anderer Verfahren. Die Praxis lässt aber aus Gründen der
Prozessökonomie auch in weiteren Fällen, die das Gesetz nicht erwähnt, die Einstellung
des Verfahrens zu. So kommt gemäss Lehre und Rechtsprechung die Sistierung etwa
auch dann in Betracht, wenn eine Rechtsänderung kurz bevorsteht, die für den
Verfahrensausgang wesentlich ist. Jedoch müssen neue Vorschriften beschlossen oder
zumindest aufgelegt worden sein, um eine Einstellung zu rechtfertigen. Lediglich vage
Aussichten auf eine Rechtsänderung genügen nicht.8 Im Hinblick auf Inkrafttreten von
neuem Recht hat das Bundesgericht beispielsweise entschieden, dass die Verweigerung
einer nachträglichen Baubewilligung und die Anordnung des Abbruches eines
Wohnhauses unverhältnismässig seien, wenn das Bauvorhaben aufgrund eines neuen
Erlasses bewilligt werden könnte, der bereits verabschiedet ist und wahrscheinlich
innerhalb eines Jahres in Kraft treten sollte.9 In einem Fall, in dem zwar bereits ein
Gesetzesentwurf vorlag, aber noch nicht absehbar war, ob und wann dieser im Parlament
verabschiedet wird, hat das Verwaltungsgericht des Kantons Bern dagegen die Sistierung
eines Verfahrens abgelehnt mit der Begründung, die Gesetzesänderung stehe noch nicht
unmittelbar bevor.10
c) Die Vorinstanz hat das Verfahren sistiert, da die Gemeinde Ipsach in Aussicht gestellt
hat, die UeO "Gewerbezone H._" anzupassen und den von den
Überbauungsvorschriften geforderten minimalen Grünflächenanteil zu reduzieren. Die
geplante Änderung der Überbauungsvorschriften wurde aber bisher weder beschlossen,
noch aufgelegt. Die Gemeinde Ipsach hat zwar bereits eine Offerte eines Planers
eingeholt, die von der UeO mitbetroffenen Gemeinden Bellmund und Sutz-Lattrigen
kontaktiert und sich beim AGR nach dem Vorgehen erkundigt. Gleichzeitig hat sie aber
festgehalten, dass das Planänderungsverfahren voraussichtlich erst 2016 an die Hand
genommen werden könne. Die von der Gemeinde beabsichtige Änderung der
Überbauungsvorschriften steht damit nicht unmittelbar bevor. Im Gegenteil: Mit dem
Planänderungsverfahren wurde noch gar nicht begonnen. Zurzeit existiert nicht mehr als
eine Absichtserklärung der Gemeinde Ipsach. Dies rechtfertigt keine Sistierung des
nachträglichen Baubewilligungsverfahrens. Dies umso mehr, als es nicht alleine in der
Hand des Gemeinderates liegt, über die geplanten Änderungen zu entscheiden und die
8 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 38 N. 6; VGE 2014/56 vom 10.12.2014 E. 3.1, 20768 vom 24.9.1999 9 BGer 1C_187/2011 vom 15.3.2012 E. 3.4 10 VGE 2014/56 vom 10.12.2014 E. 3.1
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Aussichten, dass die Überbauungsvorschriften tatsächlich angepasst werden, daher allzu
vage sind. Das AGR hat nämlich in Beantwortung einer Voranfrage der Gemeinde Ipsach
festgehalten, eine Reduktion des Grünflächenanteils von 20 % auf 10 % sei eine
wesentliche Änderung. Die Reduktion hätte allein im Wirkungsbereich der UeO auf dem
Gemeindegebiet von Ipsach zur Folge, dass es rund 4'500 m2 weniger Grünflächen gäbe.
Im gesamten Wirkungsbereich der UeO würde die Grünfläche um 1.2 ha reduziert. Eine
solche Änderung könne nicht im geringfügigen Verfahren nach Art. 122 BauV11 erfolgen,
sondern erfordere ein ordentliches Planänderungsverfahren. Dies gelte auch für den Fall,
dass der Grünflächenanteil nur auf 15 % reduziert werde. Dies bedeutet, dass für die
geplante Anpassung der Überbauungsvorschriften ein Beschluss der Stimmbürger
erforderlich ist (Art. 66 Abs. 2 BauG). Ob diese dereinst einer Verkleinerung des
Grünflächenanteils zustimmen werden, ist im heutigen Zeitpunkt völlig offen. Hinzu kommt,
dass das AGR bei der Beantwortung der Voranfrage festhielt, ein Grünflächenanteil von
nur 10 % entspreche nicht seiner Empfehlung. Für Arbeitszonen würden jeweils eine
Überbauungsziffer von 60 % und eine Grünflächenziffer von 15 % vorgeschlagen. Diese
Aussage des AGR zeigt, dass es unsicher ist, ob eine Reduktion des Grünflächenanteils
auf 10 % überhaupt genehmigt würde. Ebenfalls unsicher ist, ob eine blosse Verringerung
des Grünflächenanteils auf 15 % die umstrittenen Bauten bewilligungsfähig machen würde.
Die Feststellungen anlässlich der Einigungsverhandlung vom 12. Juni 2014 deuten eher
darauf hin, dass der tatsächlich vorhandene Grünflächenanteil nicht wie von den
Beschwerdegegnern angegeben 18 % beträgt, sondern unter 15 % liegt.
Zusammenfassend ergibt sich, dass noch offen ist, ob eine Rechtsänderung tatsächlich
erfolgt, und es noch längere Zeit dauern wird, bis darüber Klarheit herrscht. Daher ist die
Sistierung des nachträglichen Baubewilligungsverfahrens nicht gerechtfertigt. Die
Beschwerde ist gutzuheissen und die Verfügung des Regierungsstatthalteramtes Biel vom
18. September 2015 ist aufzuheben.
3. Kosten
Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das
prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen
11 Bauverordnung vom 6. März 1985 (BauV; BSG 721.1)
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Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG).
Behörden im Sinne von Art. 2 Abs. 1 VRPG werden in der Regel keine Verfahrenskosten
auferlegt (Art. 108 Abs. 2 VRPG). Da die Beschwerde gutgeheissen wird, gelten die
Beschwerdegegner grundsätzlich als unterliegend. Allerdings hat das
Regierungsstatthalteramt Biel das Verfahren von Amtes wegen sistiert; die
Beschwerdegegner haben keinen entsprechenden Antrag gestellt. Auch im
Beschwerdeverfahren haben die Beschwerdegegner keine Anträge gestellt. Diese
Umstände rechtfertigen es, keine Verfahrenskosten zu erheben. Parteikosten werden keine
gesprochen (Art. 104 Abs. 1 VRPG).