# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 314662bd-07ad-4f8c-88ce-d67831c68798
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. X.Y. (geboren 2006) ist der Sohn von A.Y. und B.Y. Die Familie wohnt in Q.,
wo X.Y. ab dem Schuljahr 2011/12 den Kindergarten besuchte. Das Kinderspital
St. Gallen klärte den Knaben offenbar im August 2012 entwicklungspädiatrisch ab und
diagnostizierte eine allgemeine Entwicklungsverzögerung mit einer ausgeprägten
expressiven und rezeptiven Sprachentwicklungsverzögerung (vgl. vi-act. 4a/1, S. 1). Ab
Mitte des zweiten Kindergartenjahres erhielt X.Y. Unterstützung in Form von
heilpädagogischer Früherziehung. Ab dem darauffolgenden Schuljahr 2013/14 verfügte
die Schulgemeinde Q. auf Antrag des Schulpsychologischen Dienstes des Kantons
St. Gallen (SPD) den Sonderschulbesuch in der Sprachheilschule St. Gallen (vi-act. 4a/
2). Dort besuchte X.Y. in der Folge den Sprachheilkindergarten und anschliessend die
erste Einführungsklasse. Aktuell befindet er sich in der zweiten Einführungsklasse.
B. Am 31. März 2015 verfügte die Schulgemeinde gestützt auf ein erneutes
Gutachten des SPD, dass X.Y. ab dem Schuljahr 2015/16 statt die Sprachheilschule
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die Heilpädagogische Schule Heerbrugg (HPS Heerbrugg) besuchen müsse (vi-act. 3a/
3). Dagegen gelangten die Eltern mit Rekurs vom 9. April 2015 an den Erziehungsrat,
der das Rechtsmittel mit Entscheid vom 21. Oktober 2015 abwies.
C. Gegen den Rekursentscheid liessen die Eltern im Namen von X.Y.
(Beschwerdeführer) durch Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Fiechter, Widnau, mit Eingabe
vom 12. November 2015 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben (act. 1). Sie
beantragten sinngemäss, der Rekursentscheid sei aufzuheben, sodass X.Y. weiterhin
die Sprachheilschule besuchen könne. Eventualiter solle er dort die erste
Einführungsklasse wiederholen dürfen. Subeventualiter sei er der Kleinklasse der
Regelschule seines Wohnortes zuzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Nach Einsicht in die Verfahrensakten reichte der Rechtsvertreter am 3. Dezember 2015
eine Beschwerdeergänzung ein (act. 8). Der Erziehungsrat (Vorinstanz) beantragte mit
Vernehmlassung vom 12. Januar 2016 Abweisung der Beschwerde (act. 13). Der
Schulrat verzichtete für die Schulgemeinde Q. (Beschwerdegegnerin) auf eine
Vernehmlassung (act. 15). Der Beschwerdeführer nahm zur Eingabe der Vorinstanz am
4. Februar 2016 Stellung und zog den Eventualantrag (Wiederholung der
Einführungsklasse) zurück, weil dies angesichts der jüngsten Entwicklung ohnehin nicht
notwendig sei (act. 17).
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die

## Considerations

Akten wird – soweit wesentlich – in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
1.1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Als
gesetzliche Vertreter (vgl. Art. 304 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches, SR
210, ZGB) sind die Eltern des Beschwerdeführers zur Ergreifung des Rechtsmittels
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sowohl in eigenem als auch in dessen Namen grundsätzlich legitimiert (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP; BGer 2C_433/2011 vom 1. Juni 2012 E. 1.2;
VerwGE B 2014/247 vom 30. Juni 2015 E. 1.2 und B 2014/113 vom 27. November
2015 E. 1, www.gerichte.sg.ch). Die Beschwerde wurde rechtzeitig erhoben und
entspricht den Anforderungen in inhaltlicher und formeller Hinsicht (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist
grundsätzlich einzutreten.
1.2. Die angefochtene Verfügung bildet Anfechtungsgegenstand des streitigen
Verwaltungsrechtspflegeverfahrens; sie ist dessen objektive Voraussetzung und
sachliche Begrenzung zugleich. Streitgegenstand des Rechtsmittelverfahrens ist jener
Ausschnitt aus dem Anfechtungsgegenstand, den die Beteiligten durch ihre Anträge
zur Entscheidung vor die betreffende Rechtsmittelinstanz bringen (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 579; GVP 2002
Nr. 23 und 1987 Nr. 43). Anfechtungsgegenstand des vorliegenden Verfahrens ist die
Verfügung des Schulrates Q. vom 31. März 2015 mit dem Betreff «Wechsel der
Sonderschule». Ein gegen diese Verfügung gerichtetes Rechtsmittelverfahren kann
lediglich den verfügten Wechsel von der Sprachheilschule an die HPS entfallen lassen
und den weiteren Verbleib an der Sprachheilschule bewirken. Der Subeventualantrag –
Wechsel in die Kleinklasse des örtlichen Schulträgers, d.h. in die Regelschule –
überschreitet den Anfechtungsgegenstand, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Die
Sonderschulbedürftigkeit des Beschwerdeführers an sich ist nämlich nicht Gegenstand
der ursprünglich angefochtenen Verfügung. Zudem wurde dieser Antrag verspätet,
nämlich erst im Lauf des Rekursverfahrens (nach Ablauf der Rekursfrist, vgl. vi-act. 7),
und ohne dass neue Tatsachen hierzu Anlass gegeben hätten (vgl. vi-act. 19a/1)
erhoben. Weil die im Eventualbegehren beantragte Wiederholung der
Einführungsklasse zudem für den Beschwerdeführer selbst nicht mehr in Betracht
kommt, ist auf die Beschwerde lediglich insofern einzutreten, als der Beschwerdeführer
die Aufhebung des Rekursentscheides und somit seinen weiteren Verbleib an der
Sprachheilschule beantragt.
2.
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2.1. Art. 19 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR
101, BV) gewährleistet einen Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen
Grundschulunterricht. Nach Art. 62 Abs. 1 und 2 BV sorgen die für das Schulwesen
zuständigen Kantone für den ausreichenden, allen Kindern offenstehenden, an
öffentlichen Schulen unentgeltlichen obligatorischen Grundschulunterricht. Die
aufgrund von Art. 19 BV garantierte «ausreichende» Grundschulung muss für den
Einzelnen angemessen und geeignet sein bzw. genügen, um ihn auf ein
selbstverantwortliches Leben im Alltag vorzubereiten. Aus der Verfassung ergibt sich
mithin ein Anspruch auf eine den individuellen Fähigkeiten des Kindes und seiner
Persönlichkeitsentwicklung entsprechende unentgeltliche Grundschulausbildung an
einer öffentlichen Schule. Der Anspruch wird verletzt, wenn die Ausbildung des Kindes
in einem Masse eingeschränkt wird, dass die Chancengleichheit nicht mehr gewahrt
ist, und wenn es Lerninhalte nicht vermittelt erhält, die in der hiesigen Wertordnung als
unverzichtbar gelten.
Wie andere soziale Grundrechte gewährleistet auch der Anspruch auf ausreichenden
und unentgeltlichen Grundschulunterricht nur einen Mindeststandard. Dieser umfasst
ein angemessenes, erfahrungsgemäss ausreichendes Bildungsangebot an öffentlichen
Schulen. Ein Mehr an individueller Betreuung, das theoretisch immer möglich wäre,
kann daraus mit Blick auf das beschränkte staatliche Leistungsvermögen nicht
abgeleitet werden. Mit anderen Worten ist der verfassungsmässige Anspruch auf
ausreichenden unentgeltlichen Grundschulunterricht nicht gleichbedeutend mit dem
Anspruch auf die optimale bzw. geeignetste Schulung eines Kindes (zum Ganzen vgl.
z.B. BGE 138 I 162 E. 3 mit Hinweisen; BGer 2P.216/2002 vom 5. Februar 2003 E. 4 f.;
VerwGE B2014/113 vom 27. November 2015 E. 2.1, www.gerichte.sg.ch).
2.2. Die Kantone sorgen auch für eine ausreichende Sonderschulung aller
behinderten Kinder und Jugendlichen bis längstens zum vollendeten 20. Altersjahr (Art.
62 Abs. 3 BV). Ob es sich dabei um einen reinen Verfassungsauftrag handelt oder ob
Art. 62 Abs. 3 BV ein einklagbares verfassungsmässiges Individualrecht auf
ausreichende Sonderschulung begründet, ist umstritten. Die zu Art. 19 BV entwickelten
mitunter einschränkenden Grundsätze kommen jedenfalls auch in diesem Bereich zum
Tragen (vgl. die weiterführenden Bemerkungen und Hinweise von Hänni, in: Waldmann/
Belser/Epiney, Basler Kommentar BV, Basel 2015, N37 f. zu Art. 62 BV sowie
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Ehrenzeller, in: Ders./Schindler/Schweizer/ Vallender [Hrsg.], St. Galler Kommentar BV,
3. Aufl. 2014, N 36 ff. zu Art. 62 BV).
2.3. Die kantonale Schulgesetzgebung konkretisiert diese verfassungsmässigen
Ansprüche und Bildungsaufträge wie folgt: Das im Kanton wohnhafte Kind hat das
Recht, jene öffentliche Schule oder anerkannte private Sonderschule zu besuchen, die
seinen Fähigkeiten entspricht und deren Anforderungen es erfüllt (Art. 51 des
Volksschulgesetzes, sGS 213.1, VSG). Kinder mit besonderem Bildungsbedarf,
namentlich mit Schulschwierigkeiten, Verzögerungen oder Beeinträchtigungen in der
Entwicklung, Behinderungen oder besonderen Begabungen werden durch
sonderpädagogische Massnahmen unterstützt (Art. 34 Abs. 1 VSG). «Besonderer
Bildungsbedarf» ist ein Oberbegriff, an den einzelfallbezogen sonderpädagogische
Massnahmen geknüpft werden (vgl. Botschaft zum XIV. Nachtrag zum VSG, ABl 2013
308 ff., 398). Gemäss Art. 35 VSG orientieren sich sonderpädagogische Massnahmen
am Bedarf der Kinder in Erfüllung des Erziehungs- und Bildungsauftrags, unter
Berücksichtigung des Aufwandes von Schule und Kanton. Massgebend für den
Entscheid, welche (Sonder-)Schule in Frage kommt, ist vorab das Wohl des
(behinderten) Kindes. Deshalb besteht beispielswiese kein Anspruch, ohne Rücksicht
auf die Fähigkeiten eine Schule am Wohnort zu besuchen, wenn dort keine
Sonderschulung möglich ist, die der Behinderung entspricht (BGE 130 I 352 E. 6.1.2
mit Hinweis auf C. Klein, La discrimination des personnes handicapées, Diss. Bern
2002, S. 56 ff.). Die Eltern spielen beim Entscheidungsprozess eine wichtige, rechtlich
gesicherte Rolle, aber letztlich gehen ihre Rechte nicht dem offensichtlichen Wohl des
Kindes vor (H. Plotke, Schweizerisches Schulrecht, 2. Aufl. 2003, S. 467 f. mit Hinweis).
2.4. Einem Kind mit ausgewiesenem Bedarf steht eine ausgewiesene
sonderpädagogische Massnahme zu (Art. 35 Abs. 2 VSG). Schülerinnen und Schüler
mit besonderem Bildungsbedarf besuchen gemäss Art. 35bis Abs. 1 VSG die Regel-
oder die Kleinklasse, wenn sie (kumulativ) vom Unterricht profitieren und das soziale
Gefüge der Klasse wahrnehmen können (lit. a), der Besuch für die Erfüllung des
Erziehungs- und Bildungsauftrags geeignet, erforderlich und zumutbar ist (lit. b) und
nicht überwiegende Interessen der Klasse oder des Umfeldes entgegen stehen (lit. c).
Kinder, die diese Kriterien für die integrative Beschulung an der Regelschule nicht
erfüllen, besuchen eine separate Sonderschule (Abs. 3). Es besteht weder ein
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verfassungs- noch ein bundes- oder kantonalrechtlicher Anspruch, ein Kind mit
ausgewiesener Sonderschulbedürftigkeit in einer Regelklasse zu beschulen (vgl.
VerwGE B 2013/53 vom 12. Juni 2013 E. 3.1, www.gerichte.sg.ch).
2.5. Die Sonderpädagogik im Kanton St. Gallen ist nach dem Gesagten den
Grundsätzen der Verhältnismässigkeit und der Subsidiarität verpflichtet. Die
Volksschule erfüllt ihren Bildungsauftrag, indem sie sowohl integrierende als auch
separierende Angebote vorsieht und diese nach dem Prinzip «so viel Integration wie
möglich, so viel Separation wie nötig» situationsgerecht einsetzt. Die Umsetzung
dieses Prinzips erfolgt unter Berücksichtigung und Abwägung der Interessen der
Schülerinnen und Schüler mit besonderem Bildungsbedarf einerseits sowie der übrigen
Schülerinnen und Schüler und der Lehrpersonen andererseits (Sonderpädagogik-
Konzept des Kantons St. Gallen vom 18. März/4. Mai 2015, Teil «Überblick», Ziff. 3.1,
www.schule.sg.ch). Das Sonderschulangebot richtet sich an Schülerinnen und Schüler
mit Behinderung (geistige Behinderung, Mehrfachbehinderung, Hör-, Seh- oder
Körperbehinderung, Sprachentwicklungsverzögerung) oder mit schwerwiegenden
Lern- und Verhaltensschwierigkeiten, die trotz sonderpädagogischen Massnahmen aus
dem Grundangebot, individuellen Lernzielen und behinderungsspezifischer Beratung
und Unterstützung dem Unterricht in der Regelschule nicht folgen können und/oder
deren Behinderung die Platzierung in einer Sonderschule unumgänglich macht.
Sonderschulen sind spezialisierte Einrichtungen mit einem oder mehreren
Förderschwerpunkten wie kognitiver Entwicklung, sozialer sowie psychisch-
emotionaler Entwicklung, Sprachentwicklung, körperlicher bzw. motorischer
Entwicklung, Hören und Sehen (Sonderpädagogik-Konzept, Teil «Sonderschule»,
a.a.O., Ziff. 3.1 f.).
3.
3.1. Der Schulrat verfügt heilpädagogische Früherziehung für Kinder, die den
Kindergarten besuchen, sonderpädagogische Massnahmen in der Regelschule
(einschliesslich Kindergarten) und den Besuch einer Sonderschule. Er verfügt nicht nur
die Sonderschulung an sich, sondern – nach Absprache mit den Eltern und der
betreffenden Institution – auch die konkrete Platzierung. Er holt das Gutachten der
zentralen Abklärungsstelle (SPD) ein, bevor er den Besuch einer Kleinklasse oder einer
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Sonderschule verfügt (vgl. Art. 36 und 36bis VSG und Botschaft, a.a.O., S. 400 f.).
Durch den Beizug des SPD wird sichergestellt, dass die Abklärung aus einer
unabhängigen Perspektive und die Antragsstellung nach einheitlichen Standards
erfolgen. Der allfällige Bedarf für eine Sonderschulung wird mit einem standardisierten
Abklärungsverfahren erhoben. Aufgrund der Einschätzung der Entwicklungs- und
Bildungsziele sowie des Förderbedarfs werden ein Hauptförderort und allfällige
unterstützende Massnahmen vorgeschlagen. Das Gutachten des SPD an den Schulrat
beinhaltet sämtliche für die Schule relevanten Angaben (Einschätzungen,
Handlungsbedarf, Antrag; vgl. Sonderpädagogik-Konzept, Teil «Regelschule», a.a.O.,
Ziff. 5.5.4).
3.2. Die Wahl der Institution, die die Sonderschulung durchführen soll, liegt also im
Ermessen des Schulrates. Dieser soll anordnen, wie die sonderpädagogische
Massnahme konkret auszugestalten ist. Sein Auswahlermessen hat er pflichtgemäss,
d.h. unter Berücksichtigung der rechtsstaatlichen Grundsätze, namentlich des
Willkürverbots, der Rechtsgleichheit und der Verhältnismässigkeit, auszuüben. Neben
diesen Grundsätzen hat der Schulrat auch den Sinn und Zweck der gesetzlichen
Ordnung zu beachten. Leitlinien bilden im konkreten Fall sowohl das Kindeswohl als
auch die finanzielle Tragbarkeit. Die vorgängige und notwendige schulpsychologische
Abklärung soll die Frage erhellen, welche Beschulungsform bzw. Art der Institution und
Unterbringung den Bedürfnissen des Kindes am besten gerecht wird. Da eine Behörde
in Fachfragen praxisgemäss nur von der Auffassung des Gutachtens abweicht, wenn
gewichtige, zuverlässig begründete Tatsachen oder Indizien – etwa innere
Widersprüche, offensichtliche Lückenhaftigkeit oder irrtümliche tatsächliche
Feststellungen – dessen Überzeugungskraft ernsthaft erschüttern (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 616; Rhinow/
Krähenmann, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, Ergänzungsband, Basel
1990, Nr. 146), sind dessen Schlussfolgerungen und Anträge in der Regel wegweisend.
4.
4.1. Dem Verwaltungsgericht ist die Ermessenskontrolle im Beschwerdeverfahren
verwehrt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP e contrario). Es hat sich daher darauf zu
beschränken, über die Einhaltung des Ermessensspielraums zu wachen und schreitet
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nur ein, wenn die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen über- bzw. unterschritten
oder missbraucht hat. Eine Ermessensüberschreitung liegt vor, wenn die Behörde
Ermessen walten lässt, wo für dieses nach Gesetz kein Raum ist.
Ermessensunterschreitung liegt vor, wo das Gesetz Ermessen einräumt und die
Behörde dieses nicht wahrnimmt. Missbräuchlich wird das Ermessen ausgeübt, wenn
sich die Behörde zwar an den Rahmen des ihr vom Gesetz eingeräumten Ermessens
hält, dabei jedoch die bei der Ermessensausübung zu beachtenden
verfassungsmässigen Grundsätze, insbesondere der Rechtsgleichheit, der
Verhältnismässigkeit oder des Verbots der Willkür, verletzt (Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 740 ff.).
4.2. Der Beschwerdeführer lässt geltend machen, er und sein um drei Jahre älterer
Bruder seien in etwa gleich intelligent. Auch sein Bruder habe anfänglich die
Sprachheilschule besucht, habe nun jedoch an die Regelschule wechseln können.
Diese positive Entwicklung sei auch bei ihm zu erwarten. Er habe keinerlei körperliche
Symptome einer Behinderung und wäre in der HPS somit ein Aussenseiter. Dies sei
während des 3-stündigen Besuches bereits manifest geworden, weil er geweint und
sich zu seinen Eltern zurückgezogen habe. Die Auseinandersetzung mit den
ersichtlichen Behinderungen der anderen Schülerinnen und Schüler habe bei ihm
grosse Bedenken und Unsicherheiten ausgelöst. Weil er den anderen Kindern geistig
und körperlich überlegen sei und Berührungsängste habe, würde er isoliert. Aufgrund
der Abschottung von der regulären Primarschule würde der Kontakt mit anderen
Kindern unterbunden.
In der Beschwerde wird weiter vorgebracht, die vorinstanzliche Feststellung, dass der
Beschwerdeführer in den letzten drei Jahren eher langsame Fortschritte gemacht habe,
widerspreche den früheren schulpsychologischen Beurteilungen. Diese hätten Defizite
vorab bei den sprachlichen Kompetenzen verortet und bestätigt, dass er in der
Mathematik gute Fortschritte erzielt habe. Somit scheine ein Potenzial vorhanden zu
sein, das in der Heilpädagogischen Schule nicht ausgeschöpft werden könne. Dieses
zeige sich auch daran, dass er im Bereich Sprache jüngst gute Fortschritte gemacht
habe (vgl. act. 8 Ziff. 1 f.).
4.3.
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4.3.1. Der Beschwerdeführer wurde seit dem Jahr 2012 regelmässig vom SPD
untersucht. In einem ersten, nicht aktenkundigen Bericht vom 21. November 2012
beantragte dieser nach einer entwicklungspädiatrischen Abklärung durch das
Kinderspital St. Gallen heilpädagogische Früherziehung (vi-act. 4a/1). Hintergrund war
die vom Kinderspital festgestellte schwere allgemeine Entwicklungsverzögerung mit
ausgeprägter expressiver und rezeptiver Sprachentwicklungsverzögerung, aufgrund
derer er im Sommer 2013 die Anforderungen für den Übertritt in die Regelklasse der
örtlichen Primarschule nicht werde erreichen können. Bei der Beurteilung durch das
Kinderspital hatten sich offenbar Hinweise auf ein deutlich unterdurchschnittliches
kognitives Potenzial ergeben.
In ihrem Bericht vom 5. April 2013 führte die Schulpsychologin aus, der aktuelle Befund
weise zwar in eine ähnliche Richtung, sei allerdings mit Vorbehalt zu interpretieren, weil
der Beschwerdeführer sehr grosse Sprachverständnisprobleme habe und sich seit der
ersten Erhebung seiner intellektuellen Fähigkeiten bedeutsame positive Veränderungen
ergeben hätten. Eine heilpädagogische Schule könne den kognitiven
Entwicklungsstand des Beschwerdeführers breiter fördern, wohingegen den
beträchtlichen Sprachschwierigkeiten durch intensive sprachtherapeutische
Unterstützung an der Sprachheilschule begegnet werden könne. Vorerst werde der
Schwerpunkt auf die Sprachentwicklung gelegt, weil die sprachlichen den visuellen
Fähigkeiten aktuell wesentlich unterlägen. Die Schulpsychologin beantragte die
Sonderschulung in einer Schule für Kinder mit Sprachbehinderung. Die
Beschwerdegegnerin wies den Beschwerdeführer gestützt auf diese
Abklärungsergebnisse und den Verlauf im Kindergarten am 27. Mai 2013 der
Sprachheilschule St. Gallen zu (vi-act. 4a/2).
4.3.2. Rund ein Jahr später, am 11. Februar 2014 (Bericht vom 24. Juni 2014 in vi-
act. 4a/3), nahm der SPD erneut eine Standortbestimmung vor. Die Diagnosen eines
kognitiven Entwicklungsrückstandes und deutlich unterdurchschnittlicher intellektueller
Fähigkeiten bestätigten sich. Das Sprachverständnis wird im Bericht mit «deutlich
reduziert» umschrieben. Der damals siebenjährige Beschwerdeführer habe wenig frei
gesprochen, und die Worte seien schwer bis gar nicht zu verstehen gewesen. An
mathematischen Basiskompetenzen habe er einige Grundlagen im Umgang mit Zahlen
und Mengen erworben. Die auch hier noch bestehenden Defizite schrieb die
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Schulpsychologin teilweise dem Sprachstand zu. Die diesbezüglich bestehenden
Probleme zeigten sich auch anlässlich der logopädischen Abklärung vom 24. Februar
2014: Die Wortschatzentwicklung war stark verzögert und die Grundgrammatik noch
nicht erworben. Sowohl in seiner Muttersprache wie auch auf Deutsch wirke der
Beschwerdeführer stark verunsichert und verstehe nicht, was von ihm verlangt werde.
Die bereits früher erkannte Sprachentwicklungsverzögerung, so das Fazit, könne nur
zum Teil mit der kognitiven Entwicklungsverzögerung erklärt werden. Trotz
Fortschritten in einzelnen Bereichen (vor allem bezüglich Arbeitsreife und
Kontaktverhalten) sei der Beschwerdeführer weiterhin auf eine intensive, umfassende
und fachlich differenzierte Förderung und Beschulung angewiesen. Schliesslich hält der
Bericht fest, dass ein Wechsel der Beschulungs- und Fördermassnahmen (z.B.
Übertritt an die HPS) erneut in Erwägung gezogen werden müsse, sollten die
festgestellten Fortschritte nicht weitergehen und sich der Beschwerdeführer nicht
gesamthaft ausreichend weiterentwickeln. Sowohl der SPD als auch die
Sprachheilschule (vgl. vi-act. 4a/4) sprachen sich in jenem Zeitpunkt jedoch für einen
weiteren Verbleib an dieser aus.
4.3.3. Diese Auffassung änderte der SPD jedoch in seinem Bericht vom 23. März
2015 (vi-act. 3a/1): Bei einem Schulbesuch am 7. Januar 2015 habe der
Beschwerdeführer bemüht, aber auch hilflos und überfordert gewirkt. Die einzelnen
Abläufe und im Schulunterricht geforderten Handlungen habe er inhaltlich nicht
nachvollziehen oder in einen Gesamtzusammenhang einordnen können. Im Vergleich
mit den anderen Kindern der Klasse habe sich verdeutlicht, dass er auf mehr
Begleitung und Hilfestellungen angewiesen sei und für das Lernen mehr Zeit brauche.
Dieser Eindruck habe sich bei der Nachbesprechung mit der Lehrperson verdeutlicht.
Der Beschwerdeführer habe trotz Stärken im visuellen Bereich erhebliche
Schwierigkeiten, sein isoliert gelerntes Wissen zu kombinieren und eigenständig in
grösseren Zusammenhängen anzuwenden. Seine Zeichen- und Spielentwicklung sei
nicht altersgerecht. Dem Knaben gelinge es nicht, über basale Fertigkeiten
hinauszukommen und diese weiterzuentwickeln. Hinzu kämen nur minimale
sprachliche Fortschritte. Die Lehrperson sei besorgt gewesen, dass der
Beschwerdeführer im zweiten Jahr der Einführungsklasse noch stärker überfordert
werde, kaum mehr Lernzuwachs mache und der (Leidens-)Druck, den er jetzt schon
verspüre, noch zunehme.
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4.3.4. Die Sprachheilschule verfasste im März 2015 ihrerseits einen Bericht zu
Handen des SPD und der Beschwerdegegnerin (vi-act. 4a/5). Darin kommt ebenfalls
zum Ausdruck, dass in der gesamten Entwicklung ein massiver Rückstand bestehe. Ein
einfaches Gespräch könne nicht geführt werden, der Beschwerdeführer könne selbst
auf kurze Fragen kaum eingehen und verfüge über einen sehr kleinen, undifferenzierten
und nicht altersgemäss entwickelten Wortschatz. Wenn es darum gehe, einzelne Laute
herauszuhören, zu schreiben oder zu lesen, mache er keine wirklichen Fortschritte.
Solche hat er nach dem Bericht einzig in den mathematischen Basisgrundlagen
gemacht, doch auch hier schien er Mühe zu bekunden, wenn Mengen nach
verschiedenen Merkmalen geordnet und Vergleiche angestellt werden mussten, was
schon im Jahr zuvor in ähnlicher Weise festgestellt worden war. Im Fach Mensch und
Umwelt sei der Beschwerdeführer nicht interessiert und verfüge über ein kleines
Allgemeinwissen. Der Entscheid in Bezug auf einen möglichen Verbleib oder Austritt sei
noch ausstehend.
Anlässlich der auf den Schulbesuch folgenden Beratungsgespräche mit den Eltern des
Beschwerdeführers empfahl der SPD schliesslich die weitere Beschulung an der HPS
Heerbrugg (vgl. vi-act. 3a/1). Um langfristig auch die Sprachentwicklung fortzusetzen,
müsse die Denkentwicklung in einer Weise gestärkt werden, wie sie diese Schule
anbiete. Trotz grossem Engagement auch der Eltern seien die erhofften Fortschritte
nicht zu verzeichnen gewesen. Anfangs sei noch unklar und zu differenzieren gewesen,
ob die erheblichen Sprachrückstände die allgemeine Entwicklung des
Beschwerdeführers beeinträchtigen oder ob umgekehrt breitere
Entwicklungsverzögerungen die Ursache auch für die sprachlichen
Entwicklungsdefizite seien. Mittlerweile habe sich jedoch ein klareres Bild gezeigt. Die
geringen Fortschritte in der Sprachentwicklung, die zunehmende Überforderung, die
Lernziele an der Sprachheilschule zu erreichen, wie auch die bisherigen
testdiagnostischen Befunde, welche für einen kognitiven Entwicklungsrückstand
sprechen würden, drängten aus schulpsychologischer Sicht den Wechsel in eine
Schule mit stärker auf die Denkentwicklung ausgerichtetem Unterricht auf. Diese
Auffassung werde von den Lehr- und Förderpersonen und der Schulleitung der
Sprachheilschule geteilt. Die anderweitige Auffassung der Eltern bzw. deren Hoffnung,
der Junge werde mit der Zeit weitere Entwicklungsschritte machen, ändere daran
nichts. Die Sprachheilschule mit ihrem Angebot sei nicht mehr die passende Schule für
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den Beschwerdeführer. Die Beschwerdegegnerin begründete die streitige Verfügung im
wesentlichen mit diesen Ausführungen des SPD (vgl. vi-act. 4a/2).
4.4. Die Vorinstanz liess selbst weitere Beweiserhebungen durchführen. Ein
Experte der vorbereitenden Arbeitsgruppe besuchte den Beschwerdeführer in der
Sprachheilschule und führte Gespräche mit seiner Lehrerin, der Logopädin, der
Ergotherapeutin, der Schulpsychologin und dem Vater. Als besonders bemerkenswert
bezeichnete er den Umstand, dass es ihm anlässlich des Schulbesuchs nicht gelang,
einen kleinen Dialog mit dem Beschwerdeführer zu führen. Auf die Fragen, wie er am
Morgen zur Schule komme und wer sein bester Freund sei, habe dieser nicht oder
schlicht mit «ja» geantwortet. In den Gesprächen mit den Lehr- und Therapiepersonen
bestätigten sich die unter E. 4.3 hiervor referierten Feststellungen. Die Lehrerin
berichtete, dass der Knabe mathematisch eher etwas stärker sei als im Sprachlichen,
die Leistungsschere sei im Vergleich mit den Klassenkameraden im Verlauf des
Schuljahres jedoch stetig gewachsen. Eine so individuelle Betreuung, wie der
Beschwerdeführer nötig habe, könne selbst in der Einführungsklasse der
Sprachheilschule nicht geboten werden. Auch die Schulpsychologin hielt an ihrer
Auffassung fest, dass der Übertritt des Beschwerdeführers in die HPS überfällig und
zwingend für seine Entwicklung sei. Der Vater des Beschwerdeführers lehnte diese
Form der Beschulung nach wie vor ab. Sein Sohn brauche nicht so viel Hilfe und das
dortige Niveau sei ihm nicht angepasst. Aufgrund seiner eigenen Beobachtungen im
Unterricht und den Fachmeinungen der Lehrerin und Therapeutinnen an der
Sprachheilschule sowie der Schulpsychologin empfahl der Experte dem Erziehungsrat
die Abweisung des Rekurses. Dieser hielt schliesslich dafür, die Beschulung des
Beschwerdeführers in der Heilpädagogischen Schule sei zur Sicherstellung eines
ausreichenden Grundschulunterrichts notwendig.
4.5.
4.5.1. Die Vorbringen des Beschwerdeführers vermögen die Überzeugungskraft
dieser Fachmeinungen nicht zu erschüttern. Weder die gutachterlichen Ausführungen
des SPD noch die vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen sind widersprüchlich.
Aus den schulpsychologischen Untersuchungen und Beobachtungen geht hervor, dass
der Beschwerdeführer sowohl seit jeher einen schwerwiegenden Sprachrückstand
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aufwies als auch in seiner allgemeinen Entwicklung erheblich beeinträchtigt war. Erst
der Zeitablauf und die schulische Förderung an der Sprachheilschule drängte nach der
überzeugenden Darstellung der Schulpsychologin den Schluss auf, dass die vom
Kinderspital im Jahr 2012 diagnostizierte Entwicklungsverzögerung bzw. das deutlich
unterdurchschnittliche kognitive Potenzial Ursache auch der verlangsamten
Sprachentwicklung waren und nicht umgekehrt. Die Möglichkeiten der Beschulung an
der Sprachheilschule und an der HPS waren schon im Bericht 2013 gegeneinander
abgewogen worden. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, wurden die von der
Schulpsychologin festgestellten Ursachen und Symptome durch die Lehrerin der
Sprachheilschule, den erziehungsrätlichen Experten und die weiteren Fachpersonen
bestätigt. Trotz punktueller Fortschritte kann der Beschwerdeführer leistungsmässig
nicht mit seinen Klassenkameraden mithalten. Selbst der verhalten positiv verlaufende
Erwerb mathematischer Basiskompetenzen (vgl. vi-act. 4a/3, S. 2) kann darüber nicht
hinwegtäuschen, weil auch hierbei der Abstand zu seinen Mitschülern stetig wächst
(vgl. vi-act. 14). Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Fortschritte im
sprachlichen Bereich sind ebenfalls unter diesen Einschränkungen zu verstehen. Das
Problem, dass er auf viele Wiederholungen angewiesen ist, um Lernzuwachs zu
erzielen, besteht nach dem Kommentar auf der ins Recht gelegten Prüfung nämlich
weiterhin («Wörter, die wir schon oft geübt haben, gehen gut. Neue Wörter sind
schwierig für X.Y.», vgl. act. 9).
4.5.2. Die Angebote der Sprachheilschule richten sich an Kinder und Jugendliche mit
schweren Störungen der Leistungen des Sprech-, Lese- und Schreibvermögens, meist
in Folge von auditiven Wahrnehmungsstörungen, motorischen
Entwicklungsverzögerungen und/oder Hörverlusten (www.sprachheilschule.ch, Rubrik
Angebote/Übersicht). Die HPS Heerbrugg richtet sich hingegen an geistig und/oder
mehrfachbehinderte Kinder (Pädagogisches Konzept vom 16. März 2005, S. 5,
www.hps-heerbrugg.ch). Den Vorinstanzen ist kein Ermessensfehler im Sinne einer
Rechtsverletzung vorzuwerfen, wenn sie den Beschwerdeführer, der in der
Sprachentwicklung trotz Sonderbeschulung an der Sprachheilschule nur geringe
Fortschritte erzielen konnte und von den dortigen Lernzielen zunehmend überfordert
war, nunmehr der Heilpädagogischen Schule Heerbrugg zuwiesen. Um Lernfortschritte
zu erzielen, bedarf er offensichtlich einer engeren Betreuung, als sie bislang
gewährleistet werden konnte. Die vorgesehene Massnahme erscheint angesichts des
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 15/16
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Angebots der neuen Schule bedarfsgerecht und drängt sich aus Sicht des Kindeswohls
auf. Die beim Schulbesuch an der HPS entstandene Verunsicherung des
Beschwerdeführers und seiner Eltern ist nicht geeignet, den weiteren Verbleib an der
Sprachheilschule zu begründen. Seine anfängliche Überforderung hat der
Beschwerdeführer anscheinend rasch überwunden und bereits in der nächsten
Unterrichtssequenz gelöst mitgearbeitet (vi-act. 14, S. 4). Im übrigen ist darauf
hinzuweisen, dass auch die HPS darauf hinwirkt, Kindern im Grenzbereich zwischen
leichter geistiger Behinderung und schwerer Lernbehinderung den Übertritt in eine
Kleinklasse oder eine integrierende Primarschulklasse zu ermöglichen. Der (zeitweilige)
Aufenthalt an der Heilpädagogischen Schule könne einigen Kindern verlorenes
Selbstvertrauen zurückgeben oder aber den Freiraum zu Entwicklungen geben
(Pädagogisches Konzept, a.a.O., S. 20). Sollte sich der Beschwerdeführer ähnlich
entwickeln wie sein Bruder, steht auch ihm später der Übertritt an die Regelschule
offen.
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit
darauf eingetreten werden kann. Der Beschwerdeführer wird ab dem Schuljahr 2016/17
die HPS Heerbrugg besuchen.
6. (...).