# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2a35a8b2-6ffc-4332-805d-846a777f68b5
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Ehescheidung / Rückweisung
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes im ordentlichen Verfahren des Bezirksgerichtes Uster vom 16. November 2017; Proz. FE150031 Urteil der II. Zivilkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 27. Juli 2018; Proz. LC180006 Urteil Bundesgericht vom 22. August 2019; Proz. 5A_727/2018
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Rechtsbegehren (sinngemäss):
"Es sei die Ehe der Gesuchsteller zu scheiden, unter gerichtlicher  der Nebenfolgen."
Urteil des Bezirksgerichtes: (act. 96 = act. 100 = act. 101 [Aktenexemplar])
1. Die Ehe der Gesuchsteller wird geschieden. 2. Das aus der Ehe der Gesuchsteller hervorgegangene Kind
C._, geboren am tt.mm.2010, wird unter der gemeinsamen elterlichen Sorge der Gesuchsteller belassen.
3. Der Gesuchstellerin wird die alleinige Obhut über C._ .
4. Die Teilvereinbarung der Gesuchsteller über die Kinderbelange vom 2. bzw. 6. Mai 2015 wird im Übrigen hinsichtlich deren Ziffer 1 bis 4 genehmigt. Sie lautet wie folgt: "1. Die gemeinsame Tochter C._, geboren tt.mm.2010, sei unter der gemeinsamen el-
terlichen Sorge der Parteien zu belassen. 2. Der Gesuchsteller / Vater erklärt sich schweren Herzens damit einverstanden, dass die
Gesuchstellerin / Mutter ab August 2015 mit C._ ihren Wohnsitz nach Bern verlegt. C._ wird demzufolge ab August 2015 ihren Wohnsitz bei der Mutter in Bern haben und dort ab 10. August 2015 in den Kindergarten gehen.
3. Die AHV-Erziehungsgutschriften stehen der Gesuchstellerin / Mutter zu. 4. Die Parteien / Eltern sind sich darin einig, dass der Vater und die Tochter C._ mög-
lichst viel Zeit miteinander verbringen sollen. Die Betreuung von C._ durch den  regeln die Eltern möglichst flexibel und im gegenseitigen Einvernehmen unter  der Interessen und Bedürfnisse des Kindes. Sollten sich die Parteien / Eltern nicht einigen können, gilt folgende Minimalregelung: a) Der Vater betreut die Tochter C._ jeweils an zwei aufeinanderfolgenden
Wochenenden, von Freitagabend, 18.30 Uhr bis Sonntagabend 17.00 Uhr. Am dritten Wochenende wird C._ von der Mutter betreut. Die beiden  Wochenenden verbringt C._ erneut beim bzw. mit dem Vater und das sechste Wochenende wieder bei der Mutter, usw. (d.h. somit jedes durch 3 teilbare Wochenende bei der Mutter).
b) An allen Wochenenden des Vaters bringt die Mutter C._ auf eigene Kosten von Bern nach Zürich und übergibt sie um 18.30 Uhr am Hauptbahnhof Zürich dem Vater. Am ersten Sonntag des väterlichen Betreuungswochenendes holt die Mutter auf eigene Kosten C._ wieder am Sonntag, 17.00 Uhr, am  Zürich ab. Am jeweils zweiten Wochenende des Vaters bringt dieser auf eigene Kosten C._ auf 18.00 Uhr an den mütterlichen Wohnsitz in Bern , usw.
c) Der Vater verbringt im Kalenderjahr 5 Wochen Ferien mit der Tochter C._. Davon betreut er C._ während den Sommerferien jeweils an zwei aneinan-
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derhängenden Wochen. Ausnahmsweise wird C._ in den Sommerferien 2015 aufgrund ihrer Einschulung im Kindergarten am 10. August 2015 in Bern lediglich 9 Tage mit dem Vater verbringen, namentlich von Freitagabend, 31. Juli 2015, 18.30 Uhr, bis Sonntag, 9. August 2015, 17.00 Uhr. Bei der Ausübung der Ferienbetreuung durch den Vater übernehmen beide  für die Übergabe von C._ je einen Weg Bern - Zürich bzw. Zürich - Bern auf eigene Kosten.
d) Der Wochenendrhythmus soll unabhängig von den Ferien erhalten bleiben. Das heisst, wenn C._ während den Ferien ein Wochenende beim anderen  verbringt als im Grundrhythmus vorgesehen, wird das entsprechende Wochenende abgetauscht.
e) Die Parteien / Eltern verpflichten sich, ihre Ferienwünsche für die Zeit 1. Januar bis Ende des jeweiligen Schuljahres im September bekannt zu geben bzw.  abzusprechen. Für die Zeit ab Ende des jeweiligen Schuljahres bis 31. Dezember eines jeden Jahres erfolgt die entsprechende Absprache im . Bei den Ferienwünschen haben die Eltern alternierend das Wahlrecht, sofern sich ihre Ferienabsichten überschneiden würden. Die Ferienwochen dauern jeweils von Samstagmittag bis Samstagmittag.
f) Die Betreuung an den Feiertagen wird wie folgt geregelt: C._ verbringt Weihnachten in den ungeraden Kalenderjahren am 24.  bei der Mutter sowie am 25. und 26. Dezember beim Vater. In den  Kalenderjahren erfolgt die Betreuung an den Weihnachtstagen umgekehrt. In den ungeraden Jahren verbringt C._ die Tage vom 25. Dezember bis 2. Januar (des geraden Jahres) beim Vater. Die Ostertage (Gründonnerstag, 14.00 Uhr bis Ostermontag, 17.00 Uhr),  C._ in den geraden Jahren beim Vater und in den ungeraden Jahren bei der Mutter. Die Pfingstfeiertage (Freitagabend, 18.30 Uhr bis Pfingstmontag, 18.00 Uhr), verbringt C._ jedes Jahr beim Vater. Bei den Feiertagen gilt die gleiche Übergaberegelung wie bei den , d.h. die Mutter bringt C._ am Abend zuvor 18.30 Uhr nach Zürich HB und holt sie dort wieder um 17.00 Uhr ab; am folgenden Feiertag bringt die  C._ nach Zürich HB und der Vater bringt sie wieder auf 18.00 Uhr nach Bern zurück.
5. Die Parteien / Eltern unterbreiten die vorliegende Teil-Vereinbarung dem  und ersuchen um deren Genehmigung nach erfolgter Anhörung."
5. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin persönlich monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge gestützt auf Art. 125 ZGB wie folgt zu bezahlen:
- Fr. 181.– rückwirkend ab 5. April 2017 bis 15. November 2017, danach
- Fr. 258.– ab 16. November 2017 bis tt.mm.2020 und danach
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- Fr. 208.– ab 1. Oktober 2020 bis tt.mm.2026. 6. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, an die Kosten des Unterhalts
der Tochter C._ monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden monats zahlbare Unterhaltsbeiträge, zuzüglich  gesetzlicher oder vertraglicher Kinder-/Ausbildungs- /Familien-zulagen, wie folgt zu bezahlen:
- Fr. 1'663.– (davon Betreuungsunterhalt Fr. 258.–) ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis tt.mm.2020, danach
- Fr. 1'784.– (davon Betreuungsunterhalt Fr. 0.–) ab 1. Oktober 2020 bis tt.mm.2026, danach
- Fr. 2'069.– (kein Betreuungsunterhalt) ab 1. Oktober 2026 bis zur Volljährigkeit von C._.
Diese Unterhaltsbeiträge sind auch über die Volljährigkeit hinaus bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung der Tochter geschuldet und an die Gesuchstellerin zahlbar,  die Tochter in ihrem Haushalt lebt und keine eigenen  stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet.
7. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 5 und 6 basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für  (BFS) per Ende Oktober 2017 mit 100.9 Punkten (Basis  2015 = 100 Punkte). Sie sind jährlich auf den 1. Januar dem Indexstand per Ende November des Vorjahres anzupassen, erstmals auf den 1. Januar 2018. Berechnungsart:
(Alter Unterhaltsbeitrag) x (neuer Index)
Neuer Unterhaltsbeitrag =
–––––––––––––––––––––––––––––––––
100.9
8. Die Teilvereinbarung der Gesuchsteller über die güterrechtliche Auseinandersetzung vom 3. bzw. 10. Februar 2016 wird  deren Ziffern 1 und 2 genehmigt. Sie lautet wie folgt: "1. Der Gesuchsteller verpflichtet sich, der Gesuchstellerin eine güterrechtliche Aus-
gleichszahlung von CHF 75'000.– zu bezahlen, zahlbar in 2 Raten: CHF 35'000 bis 31.12.2016 CHF 40'000 bis 31.12.2017
2. Im Übrigen behält jede Partei, was sie derzeit besitzt, bzw. was auf ihren Namen lautet. Die Parteien erklären sich damit güterrechtlich vollumfänglich auseinandergesetzt."
9. Die BVG-Sammelstiftung D._, c/o D._ AG, ... [Adresse], wird angewiesen, vom Berufsvorsorgekonto des Gesuchstellers (A._, geboren am tt. März 1977, Versicherten-Nr. 1) den  von Fr. 13'882.80 auf das Berufsvorsorgekonto der  (B._, geboren am tt. November 1983, Policen-Nr. 2, Versicherten-Nr. 3) bei der E._, ... [Adresse], zu übertragen.
10. Die Erziehungsgutschriften für die Berechnung der AHV/IV- werden allein der Gesuchstellerin angerechnet.
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11. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 8'000.–. 12. Die Kosten werden den Gesuchstellern je zur Hälfte auferlegt und
mit den von ihnen geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. 13. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. 14. [Schriftliche Mitteilung] 15. [Rechtsmittelbelehrung].
Berufungsanträge (Erstberufung) des Gesuchstellers: (act. 99 in Proz.-Nr. LC180006):
1. Disp. Ziff. 6 des Urteils des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Us-
ter vom 16. November 2017 (Geschäfts-Nr.: FE150031) sei  und durch folgende Fassung zu ersetzen:
"Der Gesuchsteller wird verpflichtet, an die Kosten des Unterhalts der Tochter C._ monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge zuzüglich  gesetzlicher oder vertraglicher Kinder-/Ausbildungs- /Familienzulagen, wie folgt zu bezahlen:
- Fr. 1'500.- (davon Betreuungsunterhalt Fr. 258.-) ab  des Scheidungsurteils bis tt.mm.2020,
- Fr. 1'000.- (davon Betreuungsunterhalt Fr. 0.-) ab 1. Oktober 2020 bis 31. August 2023,
- Fr. 750.- (davon Betreuungsunterhalt Fr. 0.-) ab 1.  2023 bis zum Abschluss einer angemessenen .
Diese Unterhaltsbeiträge sind an die Gesuchstellerin zahlbar,  die Tochter in ihrem Haushalt lebt und keine eigenen  stellt bzw. keine anderen Zahlungsempfänger .
Die Unterhaltsbeiträge des Gesuchstellers reduzieren sich ab dem 16. Altersjahr von C._ um einen Drittel und ab der  um die Hälfte eines allfälligen Nettoeinkommens der Tochter.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt) zu Laster der Berufungsbeklagten."
Berufungsanträge (Zweitberufung) der Gesuchstellerin: (act. 99 in Proz.-Nr. LC180007)
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1. Es sei Dispositivziffer 5 des Scheidungsurteils vom 16. November
2017 aufzuheben und wie folgt zu ersetzen: "5. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin per-
sönlich monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines  Monates zahlbare Unterhaltsbeiträge gestützt auf Art. 125 ZGB wie folgt zu bezahlen:
- mindestens CHF 354.- rückwirkend ab 05. April 2017 bis tt.mm.2020 und
- mindestens CHF 295.- ab 1. Oktober 2020 bis tt.mm.2026." 2. Eventualiter sei zusätzlich zu den Beträgen gemäss Berufungsan-
trag Ziffer 1 die Höhe der nachehelichen Unterhaltsbeiträge an die Klägerin persönlich unter Berücksichtigung des  C._s festzustellen und für die weitere Dauer des Konkubinats, längstens bis 31. Juli 2020, zu sistieren.
3. Es sei Dispositivziffer 6 des Scheidungsurteils vom 16. November 2017 aufzuheben und wie folgt zu ersetzen:
"Der Gesuchsteller wird verpflichtet, an die Kosten des Unterhalts der Tochter C._ monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge, zuzüglich  gesetzlicher oder vertraglicher Kinder-/Ausbildungs- /Familien-zulagen wie folgt zu bezahlen:
ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis tt.mm.2020: - CHF 1'271.- Barunterhalt (mit Überschussanteil) und - CHF 1'537.- Betreuungsunterhalt, danach ab 1. Oktober 2020 bis tt.mm.2026: - CHF 1'698.- Barunterhalt (mit Überschussanteil) und - CHF 939.- Betreuungsunterhalt, danach ab 1. Oktober 2026 bis zur Volljährigkeit von C._: - CHF 1'815.- Barunterhalt. Diese Unterhaltsbeiträge sind auch über die Volljährigkeit hinaus
bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung der Tochter geschuldet und an die Gesuchstellerin zahlbar,  die Tochter in ihrem Haushalt lebt und keine eigenen  stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet."
4. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, sämtliche  Kinderkosten (z.B. Kosten für Zahnkorrektur, schulische Fördermassnahmen, Sehhilfen, etc.), die den Betrag von CHF 250.- übersteigen, nach vorgängiger Information und  entsprechender Rechnungen, vollumfänglich zu bezahlen.
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Eventualiter sei der Gesuchsteller zu verpflichten, die  Kinderkosten (z.B. Kosten für Zahnkorrektur,  Fördermassnahmen, Sehhilfen, etc.) die den Betrag von CHF 250.- übersteigen, nach vorgängiger Information und  entsprechender Rechnungen, nach Massgabe seiner  im Verhältnis zur Leistungsfähigkeit der Klägerin zu bezahlen.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zzgl. 7,7% MwSt, zulasten des Berufungsbeklagten."
Beschluss und Urteil des Obergerichtes: (act. 133)

## Considerations