# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 28bb54ea-c204-412f-bd46-6f5836fe9ab2
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Der am _2006 geborene A._ ist der Sohn der unverheirateten Eltern X._ und Y._. Das Elternpaar hat ein weiteres gemeinsames Kind, die am _2009 geborene B._. X._ und Y._ leben seit mehreren Jahren getrennt und sind mittlerweile beide neue Partnerschaften eingegangen. A._ und B._ wohnen bei der Mutter, welche das alleinige Sorgerecht innehat.
B. Y._ und X._ wandten sich Anfang 2015 beide unabhängig voneinander an die KESB Prättigau/Davos und ersuchten um Unterstützung hinsichtlich der Besuchsregelung. Eine Einigung war zwischen den Eltern bis anhin nicht zustande gekommen. Die KESB Prättigau/Davos eröffnete daraufhin am 24. Februar 2015 ein Abklärungsverfahren.
C. Im Rahmen eines gemeinsamen Gesprächs erläuterten Y._ und X._ gegenüber der KESB ihre Probleme im Zuge der Ausübung des Besuchsrechts des Kindsvaters (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 7).
D. In den folgenden Gesprächen, welche Vertreter der KESB mit A._ führten, kam am 12. März 2015 zum Ausdruck, dass sich der Sohn wegen des gestörten Verhältnisses seiner Eltern untereinander sowie aufgrund des Gesundheitszustandes seines Vaters Sorgen mache. A._ stört sich an gewissen Verhaltensweisen des Vaters während der Besuchszeiten. Er brachte zum Ausdruck, dass er die Besuche beim Vater deswegen aber nicht abbrechen wolle (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 8, 14-16).
E. Am 08. April 2015 teilte X._ der KESB Prättigau/Davos ihre Erfahrungen und Wahrnehmungen bezüglich der psychischen Erkrankung von Y._ mit und äusserte diesbezüglich Sorgen um das Wohl ihres Sohnes (vorinstanzliche Akten, act. 22).
F. Y._ erklärte sich am 08. April 2015 im Rahmen einer Besprechung mit der KESB Prättigau/Davos dazu bereit, sich bezüglich seines Gesundheitszustandes begutachten zu lassen (vorinstanzliche Akten, act. 25). Am 16. April 2015 kam diesbezüglich ein erster Kontakt zwischen der KESB und einem möglichen Gutachter zustande (vorinstanzliche Akten, act. 26). Anlässlich der Anhörung vom 16. April 2015 erklärte sich Y._ mit der Erstellung des Gutachtens durch Dr. C._ einverstanden (vorinstanzliche Akten, act. 28) und
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gab die Zustimmung zur Einholung von weiteren Informationen bei seinem früher behandelnden Arzt, Dr. D._ (vorinstanzliche Akten, act. 27 i.V.m. act. 29).
G. Im Rahmen der Anhörung der Mutter durch die KESB am 16. April 2015 gab jene zu Protokoll, dass sie sich nicht grundsätzlich gegen ein begleitetes Besuchsrecht stelle (vorinstanzliche Akten, act. 30).
H. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 23. April 2015 hat die KESB Prättigau/Davos im Sinne einer vorsorglichen Massnahme eine Beistandschaft bezüglich des persönlichen Verkehrs von Y._ mit seinem Sohn A._ errichtet sowie E._ zur Beiständin von A._ ernannt (vorinstanzliche Akten, act. 34).
I. Das instruierende Mitglied der KESB Prättigau/Davos hat mit verfahrensleitender Verfügung vom 01. Mai 2015 die ambulante Begutachtung von Y._ durch C._ und F._ vom Fachzentrum Forensik Ostschweiz in O.1_ angeordnet. Dem Begutachtungsauftrag wurde ein Fragenkatalog beigegeben, zu dem auch die Mutter von A._ Fragen beifügen durfte (vorinstanzliche Akten, act. 39).
J. Da es für die zwischenzeitlich eingesetzte Beiständin nicht möglich war, mit der Mutter eine Einigung über die Besuche von A._ beim Vater zu finden (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 42), stellte sie am 22. Juni 2015 der KESB Prättigau/Davos einen Antrag um Genehmigung einer sozialpädagogischen Familienbegleitung (SPF) über 9 Stunden pro Monat und des Besuchsrechtsplans (vorinstanzliche Akten, act. 42a).
K. Am 02. Juli 2015 wurden sodann beide Elternteile hinsichtlich der Kindesschutzmassnahmen getrennt voneinander von der KESB Prättigau/Davos angehört. X._ äusserte sich dahingehend, dass sie grundsätzlich nichts gegen Besuche von A._ beim Vater sowie eine sozialpädagogische Familienbegleitung habe; dies werde schon dadurch bestätigt, dass es bei der Ausübung des Besuchsrechts bezüglich B._ kaum Probleme gebe. Sie habe aber Vorbehalte gegen gewisse Verhaltensweisen des Vaters bei den Besuchen von A._ (vorinstanzliche Akten, act. 47). Im Rahmen seiner Anhörung erklärte sich Y._ mit den vorgesehenen Entscheiden der KESB Prättigau/Davos einverstanden (vorinstanzliche Akten, act. 48).
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L. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme entschied die KESB Prättigau/Davos als Kollegialbehörde am 02. Juli 2015, mitgeteilt am 03. Juli 2015, daraufhin Folgendes (vorinstanzliche Akten, act. 53):
"1. Für A._ wird im Sinne vorsorglicher Massnahmen (Art. 445 Abs. 1 ZGB) was folgt angeordnet:
a. Y._ (Vater) wird das Recht auf durch die SPF begleiteten persönlichen Verkehr mit A._ eingeräumt und das Besuchsrecht wird vorläufig für folgende Daten festgesetzt und wie folgt geregelt:
– 17.07.2015 13.00 – 16.00 Uhr – 12.08.2015 13.00 – 16.00 Uhr – 19.08.2015 13.00 – 16.00 Uhr – 05.09.2015 13.00 – 16.00 Uhr – 30.09.2015 13.00 – 16.00 Uhr
b. X._ bzw./und Y._ wird:
1. die Weisung erteilt (Art. 307 Abs. 1 ZGB), im Sinne der Erwägungen und für die Dauer der angeordneten Besuchstermine aktiv an einer von der Beiständin zu organisierenden SPF mitzuwirken. Die Mitwirkung ist während der Dauer des Besuchs durch den Vater (13.00 – 16.00 Uhr) und danach während einer Stunde nach Rückkehr von A._ bei der Mutter erforderlich.
2. die Weisung erteilt (Art. 273 Abs. 2 ZGB), A._ an den unter lit. a genannten Daten an seinem Wohnort jeweils von 13.00 bis 16.00 an die von der Beiständin zu bezeichnenden Person der SPF und Y._ zur Durchführung begleiteter Besuche zu übergeben.
2. E._, Berufsbeistandschaft Prättigau/Davos, wird angewiesen (Art. 50a Abs. 1 EGzZGB), die angeordnete Begleitung der Besuchskontakte durch die SPF sicherzustellen und diese zu organisieren. Ausserdem soll – zusammen mit den Eltern und A._ – nach Möglichkeit ein Besuchsplan ab Oktober 2015 erstellt werden bzw. sind der KESB Prättigau/Davos bei Scheitern einer einvernehmlichen Regelung erneut Anträge zu stellen. Die Beiständin soll einen Bericht der SPF bis Mitte September über den Verlauf der Besuchstermine einholen und der KESB Prättigau/Davos zustellen.
3. (Kosten)

## Considerations