# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d1d8dc0b-6a83-4b8c-8a50-b6662214fac4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1961,
reiste im Mär
z 1993 in die Schweiz ein (Urk.
7/1/3) und
war
zuletzt
im
Y._
als Hausange
stellte (Reinigung)
t
ätig
.
Im Februar 2005 gab sie diese Tätigkeit
aus gesund
heit
lichen Gründen
auf (
Urk.
7/19) und
meldete sich mit Hilfe ihres
Arbeitgeber
s
am 27. April 2006 bei der Eidgenössischen Invali
denversicherung unter
Hinweis auf Knieschmerzen
zum Leis
tungsbezug (berufliche Massnahme
n, Rente) an
(Urk. 7/1)
. Mit Verfügung vom 10. Januar 2007 verneinte
die
Sozial
versi
che
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
den Anspruch auf Arbeitsver
mitt
lung
(
Urk.
7/29
)
.
Am
6. Juni 2007
sprach
sie
der Versicherten
ab Februar 2006 eine
Dreiviertelsrente
zu
(
Urk.
7/43,
Urk.
7/49)
.
1.2
Nach Durchführung einer
2008 eingeleiteten
amtlichen Revision
(
Urk.
7/52 ff.)
stellte die IV-Stelle
die laufende
Dreiviertelsrente
mit Verfügung vom 7. Oktober 2008
per Ende November 2008
ein
(
Urk.
7/69)
.
Dem am 1
9.
Januar 2009 ge
stellten Gesuch um Wi
e
derher
stellung der 30-tägigen Beschwerdefrist (
Urk.
7/70
) gab die IV-Stelle nicht statt
beziehungsweise lehnte eine Wiedererwägung der Verfügung vom 7. Oktober 2008 ab
(
Urk.
7/71).
1
.
3
Mit
Verfügung vom 30. August 2010 trat
die IV-Stelle auf
ein
erneutes
Leistungs
gesuch
der Versicherten vom 10. September 2009 (Urk. 7/75)
nicht
ein
(
Urk.
7/94)
.
Die am 2
8.
September
2010 dagegen erhobene Beschwerde
(
Urk.
7/98
)
h
ies
s
das hiesige Gericht mit Urteil IV.2010.00926 vom
8.
November 2011 gut und wies die Sache an die IV-Stelle zurück, damit diese auf die Neu
anmeldung eintrete
(
Urk.
7/103)
.
1.
4
In der Folge
zog
die IV-Stelle
einen aktuellen Auszug des Individuellen Konto der Versicherten (IK-Auszug vom
9.
Februar 2012,
Urk.
7/110) sowie die Akten der Unfallversicherung (
Urk.
7/109/1-179) bei und tätigte
berufliche und medi
zinische
Abklärungen. Insbesondere
veranlasste
sie
ein Gutachten bei
der
Z._
,
welches am 11. Januar 2013 erstattet
wurde (
Urk.
7/125)
sowie
eine
Untersuchung
(Orthopädie/Psychiatrie)
im
Regio
na
len Ärztlichen Dienst (
RAD), worüber mit Datum vom 23.
und
24.
Oktober 2013 Bericht erstattet wurde (
Urk.
7/136
,
Urk.
7/137
)
. Mit Vorbescheid vom 1
1.
Novem
ber 2013 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung ihres Rentenbegehrens in Aussicht und begründete dies damit, der aufgrund ihrer Ab
klärungen ermittelte IV-Grad von 5
%
sei nicht anspruchsbegründend
(
Urk.
7/142
)
.
Am 1
0.
Dezember 2013 erhob die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Lotti Sigg, Einwand (
Urk.
7/145, mit ergänzender
Einwandbe
grün
dung
vom 3
0.
Januar 2014
[
Urk.
7/148]).
Mit Verfügung vom
6.
Februar 2014
hielt
die IV-Stelle an ihrem Entscheid fest und wies das Rentenbegehren im angekündigten Sinne ab
(
Urk.
2
)
.
2
.
Dagegen erhob
X._
mit Datum vom 1
1.
März 2014 Beschwerde
(mit
ergänzender Eingabe
vom 1
4.
Mai 2014,
[
Urk.
9 und 10
])
und beantragte, es sei
die Verfügung vom
6.
Februar 2014
aufzuheben und ihr eine
Dreiviertelsrente
zu
zusprechen (
Urk.
1 S.
2). Die Beschwerdegegnerin schloss am 2
9.
April 2014 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin am
5.
Mai 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
3
.
Auf
die
Vorbringen der Parteien sowie auf die Akte
n ist, soweit für die
Ent
scheid
findung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsgesetzes [
ATSG
]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
des
gesetzes
über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Be
ur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol
gen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie min
des
tens zu 60 Prozent, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Pro
zent, oder auf eine
Viertelsrente
, wenn sie min
destens zu 40 Prozent invalid sind.
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird
nach Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV
,
(bis
31. Dezember 2011: nach Art. 87 Abs. 4
IVV
) eine neue Anmeldung nur geprüft
, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 (bis 31. Dezember 2011: nach Art. 87 Abs. 3
IVV
) dieser Bestimmung erfüllt sind. Da
nach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Inva
lidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geän
dert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sa
che materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicher
ten Person glaubhaft gemachte Verän
derung des Invaliditätsgrades tatsächlich ein
getreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 ATSG vorzu
gehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch
AHI 2000 S. 309 E.
1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit
Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine
anspruchs
be
grün
den
de
Invalidität zu bejahen, und hernach zu be
schliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
be
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 261 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie
stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK
1986 S.
188 E.
2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist
im Lichte dieser Grundsätze
ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen
beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem
Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psy
chischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in
Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Dar
legung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
perte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutac
h
ten,
3.
Aufl. 1994, S.
24 f.).
Gleichzeitig
darf sich d
ie
Verwaltung - und im Streit
fall das Gericht
–im
Rahmen der freien Beweiswürdigung (
Art.
61
lit
. c ATSG) weder über die
(den beweisrechtlichen Anforderungen genügenden) me
dizinischen Tatsachen
feststellungen hinwegsetzen noch sich die ärztlichen Ein
schätzungen und Schluss
folgerungen zur (Rest-)Arbeitsfähigkeit unbesehen ih
rer konkreten sozial
versicherungsrechtlichen Relevanz und Tragweite zu eigen machen.
Vielmehr haben d
ie rechtsanwendenden Behörden mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit auch invaliditätsfremde Ge
sichts
punkte (insbesondere psychosoziale und soziokultu
relle
Belastungs
faktoren
)
mit berücksichtigt, welche vom
sozialversicherungs
rechtlichen
Standpunkt aus unbeachtlich
sind
(BGE 136 V 279 E. 3.3 mit Hin
weisen)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, gemäss ihren Abklärungen sei die Beschwerdeführerin seit Juni 2005 in ihrer angestammten
Tätigkeit als Reinigungskraft nicht mehr arbeitsfähig. Demgegenüber sei ihr eine
angepasste überwiegend sitzend ausgeübte Arbeit mit leichter
Wechselbe
las
tung
, teils sitzend, teils ebenerdig gehen
d
, auch mit gelegentlichem Heben und Tragen von Lasten bis 10 kg körpernah medizinisch-theoretisch weiterhin zu 100
%
zumutbar. Der
gestützt
d
a
rauf ermittelte Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 5
%
, wesha
lb kein Rentenanspruch bestehe
(
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber
im Wesentlichen
auf den
Standpunkt,
gemäss Gutachten vom 1
1.
Januar 2013 der
Z._
habe sich
aus orthopädischer Sicht bis dato keine Besserung gezeigt. Die prognosti
zierte
Schmerzlinderung nach
totalendoprothetischer
Versorgung sei nicht ein
getre
ten
. Auch die Arbeitsfähigkeit habe keine Veränderung gezeigt, so dass sie weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Sodann habe
sie
seit August 2013 22 kg an Ge
wicht abgenommen, ohne dass sich die Kniebeschwerden verbessert hät
ten. Auf die Zusatzfragen der Beschwerdegegnerin betreffend Arbeitsfäh
igkeit in ange
passter Tätigkeit
hätten die Gutachter
mit Br
i
e
f vom 5.
März 2013 ge
antwortet,
sie (
die Beschwerdeführerin
)
vermöge medizinisch-theoretisch einer sitzend
en Tä
tig
keit ohne körperliche Be
l
a
stung im Ausmass von 50
%
nach
zu
gehen. Dieses Arbeitspensum könne dann in zeitlich festgelegte
n
Intervalle
n
um mögliche 10
%
gesteigert werden.
Das Gutachten vom 1
1.
Januar 2013 vom
Z._
st
im
m
e mit der Stellungnahme des RAD
aus dem
Jahre 2006 überein. Damals habe der RAD gestützt auf das BVK-Gutachten von
Dr.
A._
vom 2
9.
August 2006 festgehalten,
sie (
die Beschwerdeführerin
)
sei aufgrund ausge
wiesener Schmerzen in angepasster Tätigkeit zu 50
%
arbeitsfähig. Auch das Gutachten von
Dr.
B._
im Auf
trag der Unfallversicherung
vom 2008
halte
fest, dass die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit vier bis sechs Stunden arbeitsfähig sei. Vor diesem Hintergrund sei es nicht nachvoll
ziehbar, wenn der RAD in der Untersuchung vom 2
3.
Oktober 2013 entgegen allen Gutachten sowie
mit Blick auf den Umstand
, dass sich deren Gesundheits
zustand seit den früheren Beurteilungen verschlechtert habe,
feststelle,
sie (
die Beschwerdeführerin
)
sei
zu
100
%
arbeitsfähig. Ferner sei es nicht einzusehen, weshalb die
IV-Stelle
trotz umfassendem Gutachten der
Z._
nochmals eine Untersuchung in Auftrag
gegeben habe
.
Letzteres insbesondere, da das Gutach
ten betreffend die Arbeits- und
Erwerbsfähigkeit mit den früheren Gut
achten in Übereinstimmung st
ehe. Weshalb der Rechtsdienst di
e
Über
wind
bar
keit
der Schmerzen geprüft habe, sei ebenfalls nicht erklärbar. So komme die sogenannte „Überwindbarkeitsprüfung“
nur
bei unklaren Beschwerdebildern zur Anwendung, nicht aber bei klar ausgewiesenen somatischen Befunden.
Sodann habe
die
IV-Stelle
keinen Anspr
u
c
h auf die
beliebige
E
i
nhol
ung eines
Zweitgut
achtens
(sog. Second
opinion
), wenn ihr der gutachterlich festgestellte Sachver
halt nicht passe. Offene Fragen oder Zweifel an den gutachterlichen Schlussfol
gerungen seien sodann in erster Linie mit den
Verfasssern
des betreffen
den Gutachtens zu klären.
Es sei daher grundsätzlich auf das Gutachten und die Beur
teilung der
Z._
abzustellen und
ihr (
der Beschwerdeführerin
)
auf
grund ihrer 50%igen Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten
Tätigkeit
unter
Berücksichtigung eines behinderungsbeding
ten Abzugs von 20
%
eine
Drei
vier
tels
rente
zu gewähren
(
Urk.
1
S.
5ff.)
.
2.3
S
trittig und zu prüfen ist, ob seit der anspruchsverneinenden Verfügung vom 7. Oktober 2008 eine revisions
rechtlich relevante
Veränderung eingetreten ist, was davon abhängt, wie der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit im Zeitpunkt der hi
er angefochtenen Verfügung (
6.
Februar
2014) beurteilt werden.
3.
3.1
Im Rahmen der Neuanmeldung der Beschwerdeführerin
vom 1
0.
September 2009
finden sich im Wesentlichen die nachfolgend zitierten Berichte bei den Akten:
3.2
Am 1
1.
Januar 2013 erstattete
n
Dr.
med.
C._
, Oberarzt und Fach
arzt FMH für Orthopädie, Traumatologie des Bewegungsapparates, Chirurgie, Schwe
r
punkt Allg.- und Unfallchirurgie, sowie
Dr.
med.
D._
, Oberarzt und Facharzt FMH für
Orthopädisch
e Chirurgie und Unfallchirurgie,
Z._
,
ein Gutachten im Auftrag der
Be
schwer
degegn
erin
(
Urk.
7/125/1-14)
. Darin
stellten
sie
folgende Diagnose
n
(
Urk.
7/125/8)
:
Knierestbeschwerden beidseits bei
Status nach Knie-Totalprothese links (5°
Varus
) am 08.07.2008 bei
Pangonarthrose
Status nach Knie-
Hemiprothese
rechts am 10.08.2005 bei
Knie
ro
ta
tionstrauma
links vom 04.03.2002 mit Meniskusläs
ion beid
seits, medial mehr als lateral
,
und Rupt
ur des vorderen Kreuzbandes sowie Zerrung des medialen Seitenbandes
Status nach Kniearthroskopie links vom 03.04.2002 mit
Teilmenis
kektomie
medial sowie
Shaving
und
Débridement
des vorderen Kreuz
bandes
D
ie Beschwerdeführe
r
in
, in adipösem, sonst jedoch gutem Allgemeinzustand
,
habe über konstante Beschwerden an beiden Kniegelenken geklagt, die bei Mehr
belastung zunehme
n
würden
(
Urk.
7/125/4)
.
Im Rahmen ihrer Untersuchung stellten die Gutachter betreffend
das rechte Knie
fest,
die
periphere Durchblutung, Motorik und Sensibilität
sei
en
intakt
. Die Fle
xion/Extension betrage
hier
90-0-0° mit
s
tarken Endphasenschmerzen.
Der
Be
reich der
Tuberositas
tibiae
sei
druckdolent
,
ebenso in beiden Kompartimenten
. Mit Bezug auf das linke Knie bestünden diffuse Schmerzen.
Hier betrage die B
eweglich
keit
100-0-0° mit Endphasenschmerz. Das laterale Kompartiment sei
druckdolent
. Das
Balancing
sei indes symmetrisch. Ferner bestehe keine Insta
bilität
(
Urk.
7/125/6).
Die
Röntgenbilder
liessen
eine Prothesenlockerung beid
seits ausschliessen.
Vielmehr sei d
ie Artikulation der
Prothesenkomponente bei Status nach Knie-Totalprothese links
regelrecht
und
bei Status nach
Knie-He
miprothese
medial rechts
kongruent
(
Urk.
7/125/7).
Auf entsprechende Ergänzungsfrage
n
führten die Gutachter
im Wes
e
ntlichen
aus,
der Grad der Arbeits
un
fähigkeit habe sich seit der letzten Revision nicht ver
ändert. Es zeige sich insgesamt eine Verschlechterung des Gesundheitszu
stan
des. Bei persistierenden beidseitigen Kniegelenkbeschwerden, welche ten
denziell
sogar eher progredient als
regredient
seien, sei eine Rückkehr in den ange
s
tam
m
ten Beruf aktuell undenkbar
(
Urk.
7/125/10).
Auf entspreche
nde Zusatzfragen gaben die Gutachter
zusammengefasst
an,
die
prognostizierte Schmerzlinderung nach
totalendoprothetischer
Versorgung links sei nicht eingetreten. Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin habe keine Änderung gezeigt, so dass diese in ihrer angestammten Tätigkeit weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Eine Tätigkeit in s
it
zender Position, ohne körperliche Belastung und in einem reduzierten Prozentsatz könne
probatorisch
erle
r
nt werden
(
Urk.
7/125/10-11
).
Nach
Beizug
einer Stellungnahme durch den
RAD
(
Urk.
7/140/2) ersuchte die
IV-Stelle
die Gutachter
mit Schreiben vom
5.
Februar 2013
u
m Beantwortung der Frage
n
, in welchem P
ensum die Beschwerdeführerin medizinisch-theoretisch einer sitzenden Tätigkeit nachgehen könne
und wie
eine eventuelle zeitliche Be
grenzung der Arbeitszeit
medizinisch
zu begründen
sei
(
Urk.
7/126).
Mit Ant
wort
schreiben vom
5.
März 2013
erwogen die Gutachter
, die Beschwerde
führer
in
könne medizinisch-theoretisch einer sitzenden Tätigkeit im Ausmass von 50
%
nachgehen, ohne körperliche Belastung. Dieses Arbeitspensum könne in zeitlich festgelegten Intervallen um mögliche 10
%
gesteigert werden. Die zeitliche Be
gren
zung der Arbeitszeit sei aus medizinischer Sicht nur durch den Schmerz zu begründen
(
Urk.
7/127)
.
3.3
Nach
weiteren
Stellungnahme
n
des
RAD
sowie des Rechtsdienstes (
Urk.
7/138/1-2,
Urk.
7/140
/3-4
) lud die
IV-Stelle
die Beschwerdeführerin zu einer orthopädische
n
/psychiatrische
n
Untersuchung im RAD ein (
Urk.
7/135):
A
m 23
. Oktober 2013 erstattete
RAD-Ärztin
med.
pract
.
E._
,
Fach
ärztin
FMH
für
Orthopädische C
hirurgie und Traumatologie,
ihre
Beurtei
lung und stellte
gestützt auf die Aktenlage
sowie
eine persönliche
Befragung
und
orthopädische
Untersuchung vom 1
7.
Oktober 2013
folgende Diagnose
n
mi
t Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
7/136/8):
Schmerzhafte Belastungseinschränkung beider Kniegelenke bei
Status nach
Hemiprothese
rechts und Totalprothese links
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigke
it diagnostizierte sie einen beidseitigen
Pes
planovalgus
(Plattfuss) (
Urk.
7/136/8).
Über
ihre Untersuchung berichtete
Dr.
E._
, die Flexion/Extension
beider Kniegelenk
betrage 120-0-0°.
Beidseits bestünde
n
weder
Kapselschwellung
noch
Erguss. Die
Patellaverschieblichkeit
sei
beidseits
fr
ei,
d
as
Zohlen
-Zeichen
eben
falls
beidseits
negativ.
Druckschmerzen
im Bereich der medialen und lateralen
Patell
a
facette
bestünden keine
,
jedoch solche im
medialen und lateralen Gelenk
spalt
und
über der
Tuberositas
tibiae
. Die
Bandfüh
rung
sei
beidseits
stabil.
Beide
Knie seien weder überwärmt noch geschwollen. Ein Gelenkreiben schloss
Dr.
E._
beidseits aus (
Urk.
7/136/7).
Dr.
E._
erwog
,
die
Gutachter
de
r
Z._
seien zum Schluss gekommen, die Beschwerdeführerin sei aufgrund der geklagten Schmerzen nicht in der Lage, eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
auszuführen.
Demgegenüber
habe die Beschwerdeführerin im Rahmen der Untersuchung vom 1
7.
Oktober 2013
an
ge
geben
,
bei Bedarf
Ibrufen
bis zu 2 x 600 mg einzunehmen
, zuletzt eine Tablette am Vortag
(
Urk.
7/136/8-9).
Sodann
habe kein
Schonhinken
beob
achtet werden
können
.
D
ie Schmerzen
seien
denn auch
bei
m
Betasten der Knie
gelenke unter Ablen
kung nicht auslösbar gewesen. Die Beschwerdeführerin habe
erklärt, rechts eine
Unterarm-
Gehstütze zu tragen, um das an diesem Tag beson
ders schmerzhafte rechte Knie zu entlasten. Demgegenüber sei die Gehstützte
für eine wirksame Entlastung des rechten Beins auf der linken Seite zu benut
zen
. Eine wesentliche Kraftaufnahme durch die Stütze sei beim Geh
en nicht fest
stell
bar gewesen (
Urk.
7/136/9).
Zusammengefasst hätten sich daher einerseits Inkonsistenzen hinsichtlich der geklagten Beschwerden gezeigt. Andererseits sei die Schmerztherapie aus medi
zinischer Sicht noch deutlich verbesserungsfähig. In angepasster
– näher
um
schriebener
- Tätigkeit
, sei seit Februar 201
2 eine Arbeitsfähigkeit von 100
% gegeben (Urk.7/135/9).
RAD-Arzt
med.
pract
.
F._
, Facharzt FMH
für
Psych
iatrie und
Psychotherapie,
stellte
nach seiner psychiatrischen Untersuchung vom
17.
Okto
ber
2013
mit
Bericht
vom
2
4.
Oktober 2013
keine Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Ohne dauerhafte Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit dia
gnostizierte er eine Anpassungsstörung mit de
pressiven Sympto
men sowie Angst
und
Panikattacken mit Hyperventilation (
Urk.
7/137/5).
N
ach Angaben der Be
schwerdeführerin
stünden ihre Ängste
im Zusammenhang mit Briefen von der Invalidenversicherung, wirtschaftlichen Unsicherheiten und Sorgen um ihre in
G._
lebenden Kinder
(
Urk.
7/137/4)
.
Dr.
F._
kam zum Schluss,
es bestehe
in einer angepassten Tätigkeit aus
psychiatrischer Sicht eine maximale Einschränkung von 20
%
, welche haupt
säch
lich auf psychosozialen Faktoren
(Analphabetismus, mangelnde Sprachbeherr
schung)
und Schmerzen basieren würde (
Urk.
7/137/6).
3.4
Am
8.
Juli 2008 hatte die Beschwerdeführerin im
Y._
a
m linken Knie eine
Totalendoprothese
vornehmen lassen.
Am
5.
Januar 2009 erstattete
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für ortho
pädische Chirurgie im Auft
rag der Unfallversicherung ein (Ergänzungs-) G
utachten und stellte
darin
folgende Diagnose
n
(
Urk.
7/109/161-162)
:
Am rechten Kniegelenk
Status nach Knieteilprothese im Jahre 2005, baldige Indikation zum Er
satz durch Totalprothese
Rotationstrauma des linken Kniegelenks mit
Meniskusläsion beidseits, Ruptu
r des vorderen Kreuzbandes und Z
er
rung des medialen Seitenbandes
Status nach Arthroskopie,
Teilmeniskektomie
und
Débridement
des vor
deren Kreuzbandes
Entwicklung einer posttraumatischen Gonarthrose links
Status nach Einsetzen einer
Knieendoprothese
links mit insgesamt zu
friedenstel
lendem Resultat
Dr.
B._
berichtete, die Vornahme der
Totalendoprothese
habe nach An
gaben der Beschwerdeführerin zu einer nennenswerten Verbesserung geführt. Gleichzeitig sei es subjektiv zu einer leichten Verschlechterung im rechten Knie gekommen
. Gegen die Schmer
zen nehme sie vier M
al täglich ein
Dafalgan
à
1 g
(
Urk.
7/109/160).
Das linke Knie zeige noch eine Einschränkung der Flexion, bei voller Streckung und weise noch eine mittlere mediale Instabilität auf. Es sei aber ein relativer Endzustand erreicht. Seines Erachten
s best
eh
e
kein
Thera
pie
bedarf
mehr (
Urk.
7/109/162). Die subjektiv beklagten Beschwerden
sei
e
n
teil
weise nachvollziehbar, und zwar wegen der festgestellten leichten bis mitt
leren
medialen Instabilität. Im Übrigen sei die Prothese radiologisch korrekt einge
setzt
worden. Restschmerzen im linken Knie bestünden nach Angaben der Be
schwer
deführerin nach längerem Gehen, beim
Treppenauf
- und Treppenab
stei
gen so
wie beim Knien und in kauernder Stellung
(
Urk.
7/109/163).
Dr.
B._
ka
m
zum Schluss, in
ihrer angestammten
Tätigkeit als Reini
gungs
angestellte
sei die Beschwerdeführerin
insgesamt zu etwa 50
%
einge
schränkt
.
In einer leidensangepassten – näher umschriebenen
– Verweistätigkeit
bestehe
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
7/109/164,
Urk.
7/109/166)
.
Insbe
sondere sei
Sitzen praktisch unbeschränkt
möglich
(
Urk.
7/109/165).
Seit der Operation vom
8.
Juli 20
08
habe sich eine signifikante Linderung der Schmer
zen eingestellt
.
Es sei mit einer weiteren spontanen Verbesserung zu rechnen, schliesslich sei die
Operation erst gut vier Monate her. Erfahrungsgemäss dauere die
Rehabili
tati
ons
zeit
mit weiterer spontaner
Verbesserung bis zu zwei Jahren
(
Urk.
7/109/167).
3.5
Dr.
med.
H._
,
Oberarzt
und Facharzt FMH für
Rheumatologie und
muskuloskelettale
Rehabilitation
,
Y._
, bei dem die Beschwerdeführerin vom
2
5.
September 2002 sowie vom 2
9.
September 2011 bis am 2
7.
Januar 2012 in
am
bulanter Behandlung war,
attestierte der Beschwerdeführerin in
seinem Be
richt vom 2
9.
Februar 2012
grundsätzlich eine 100%ige Arbeits
fähigkeit mit Be
zug
auf eine leichte wechselbelastende, grösstenteils sit
zende Tätigkeit mit Lastenheben von maximal 5 bis 10 kg. Eine Tätigkeit als Putzfrau sei aufgrund der fehlenden Kniebelastbarkeit nicht zumutbar (
Urk.
7/114).
3.6
Dem Bericht des
behandelnde
n
Hausarzt
es
Dr.
med.
I._
, Fac
h
arzt FMH für Allgemeinmedizin
,
vom 1
6.
März 2012
zufolge
best
ehen
weiter
hin invalidisierende Knieschmerzen
sowie die bekannte Adipositas
. Aufg
rund der Gesamtsituation
bestehe
aus seiner Sicht höchstens eine 50%ige Arbeitsfä
higkeit
(
Urk.
7/115/6)
.
Gleichzeitig gab er an,
Umfang
,
Beginn und
Belas
tungsprofil
eine
r
behinderungsang
epasste
n
Tätigkeit
müss
t
e
n
abgeklärt werden (
Urk.
7/115/3
).
Im
Übrigen verwie
s er auf seinen Bericht vom 13.
Oktober 2009
,
d
e
m
im Wesentlichen
zu entnehmen
ist
,
dass
bei der Beschwerdeführerin beid
seits eine invalidisierende Gonarthrose
bestehe
, welche zu einem
schmerz
be
ding
ten
Bewegungsmangel führe (
Urk.
7/78/1).
4.
4.1
Das Gutachten der
Z._
vom
1
1.
Januar
2013 erging in Kenntnis und in Auseinandersetzung
mit der medizinischen Ak
ten
lage und
beruht auf der persönlichen
Anamnese
, den orthopädischen Un
ter
suchungen und erstellten Röntgenaufnahmen vom 2
8.
August 201
2.
Die Ex
perten haben die medizinische Situation schlüssig und inhaltlich überzeugend
dargelegt und ihre Diagnose
n
im Einklang
mit den
erhobenen
Befunde
n
erho
ben.
Das Gutachten
genügt daher den
praxisgemässen
Anforderungen (vgl. E.
1.5
),
womit
hinsichtlich der Befunde und Diagnostik
darauf abgestellt werden kann.
4.2
Die Kritik der Beschwerdeführerin, wonach die
IV-Stelle
die orthopädisch-ps
y
chiatrische Untersuchung
im
RAD gar nicht in Auftrag hätte geben dürfen, da der Sachverhalt schon bei Vorliegen des Gutachtens von 1
1.
Januar 2013 abge
klärt gewesen sei, vermag nicht zu überzeugen.
Die Gutachter beurteilte
n
den Gesundheitszustand
einerseits
lediglich aus or
thopädischer
Sicht.
A
ndererseits
begründeten
sie
ihre
Einschränkung
der
Ar
beitsfähigkeit
ausschliesslich
mit den
geklagten
Schmerzen der
Beschwerdegeg
nerin
, mithin
ohne ausgewiesene funk
tionelle Einschränkung
.
Dass nach Vor
liegen des Gutachtens vom 1
1.
Januar 201
3
weiterer
,
auch
über eine orthopä
dische
Beurteilung hinausgehender
Ab
klä
rungsbedarf
bestand, geht nachvoll
ziehbar aus der Stellungnahme der RAD-Ärzte
Dr.
E._
und
Dr.
med.
J._
, Fachärztin FMH für Arbeitsmedizin und Allgemeinmedizin,
vom 1
6.
Juli 2013 (
Urk.
7/140/3-4
) her
vor. So gelangten diese zum Schluss, dass
eine biomechanische Verursachung
der beklagten
Schmerzen
anhand der im Gutachten vom 11.
Januar 2013
dargestell
ten Befunde nicht
als
gesichert
zu betrachten sei.
Ferner sei unklar, wie die Feststellung der Gutachter, wonach die 50%ige Arbeitsfähigkeit in 10
%
Schritten steigerungsfähig sei, zu interpretie
ren sei.
Aus arbeitsmedizinischer Sicht gebe es keinen somatischen Grund, wes
halb trotz Knieprothesen und den gutachterlich erhobenen Befunden eine vor
wiegend sitzende Tätigkeit zeitlich eingeschränkt sein sollte
.
E
s sei deshalb nach wie vor unklar, wodurch die be
klagten
Knieschmerzen verursacht w
ü
rden, wes
halb e
in
ungeklärtes
Schmerz
syndrom
nicht ausgeschlo
ssen
werden
könne
.
Mit
hin
erachteten die
RAD-Ärzte
ein
e
ergänzende
orthopädische sowie eine
psy
chiatrische B
eurteilung zur
ab
schliessen
den
K
lärung d
es Sachverhalts als not
wendig.
Die Anordnung weiterer Untersuchungen war deshalb durchaus be
rechtigt.
Ergänzend
bleibt
darauf hinzuweisen, dass
unklar
ist
, inwieweit
die
Gutachter der
Z._
bei
der
Arbeitsfähigkeitsbeurtei
lung
invaliditätsfremde Faktoren
haben
einfliessen
l
a
ss
en
.
So waren sie
der Auffassung, dass
eine Umschulung oder Aufnahme einer leichteren Tätigkeit
für die Beschwerdeführerin
, welche über keinerlei schulische oder berufliche Aus
bildung verfüge
und nicht Deutsch spreche
,
sehr unrealistisch erscheine
(
Urk.
7/125/10)
.
Aufgabe der Ärzte im invalidenversicherungsrechtlichen Ver
fahren
ist es
indes, die Arbeitsfähigkeit in medizinisch-theoreti
scher Hinsicht zu beziffern.
Die Einschätzung der
erwerbliche
n
Auswirkungen
sind
dagegen keine me
dizinische
n
Frage
n
.
Die von den Gutachtern attestierte Arbeitsfähigkeit im Um
fang von 50
%
in Bezug auf Verweistätigkeiten kann
auch
deshalb nicht
als
mas
sgebend
angesehen werden.
4.3
Die Unters
uchungsberichte
der
Ärzteschaft des
RAD
beantworten die Frage nach der verbleibenden Arbeitsfähigkeit präzis
e
,
nehmen Stellung zu den abweichen
den
A
rbeitsfähigkeitsbeurteilungen
,
leuchten in der Darlegung der
medizini
schen Zusammenhänge ein und erweisen sich in den Schlussfolgerungen als nachvollziehbar und begründet.
Ihre
Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen
stehen denn
auch
mit den entsprechenden Feststellungen von
Dr.
B._
und
Dr.
H._
im
Einklang.
Ebenso
korrelieren
die
vom RAD erhobenen orthopädi
schen Befunde
(ordentliche Kniegelenksfunktion, keine Prothesenlockerung)
mit
denjenigen im
Gutachten vom 1
1.
Januar 2013.
Das insoweit überzeugende
Beweisergebnis
vermag
durch den Bericht von Dr.
I._
vom 1
6.
März 2012 nicht in Zweifel
gezogen werden. Wes
halb und für welche Tätigkeiten er
der Beschwerdeführerin „aufgrund der
Ge
samt
situation
“ höchstens eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestiert
e
, lässt sich an
hand seines Berichtes nicht nachvollziehen
.
Vielmehr
räumte
Dr.
I._
selbst
ein,
Fragen im
Zusammenhang
mit
eine
r
behinde
rungsangepassten
Tä
tigkeit seien abzuklären
(
Urk.
7/115/3).
4.4
De
m
Einwand, wonach sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit den früheren Beurteilungen verschlechtert habe
,
ist
zunächst
entgegenzuhal
ten,
dass
Dr.
B._
in seine
m
orthopädi
schen Gutachte
n
vom 5.
Januar 2
009 fest
hielt,
das Einsetzen der
Knieendoprothese
links
habe
ein insgesamt zufrieden
stellendes Resultat
gezeigt
(
Urk.
7/109/162) und
es sei
dadurch
zu ei
ner signi
fi
kanten Linderung der Beschwerden gekommen (
Urk.
7/109/167
).
Da
mit
im Ein
klang steht
ferner
das
S
chreiben von
Dr.
med. K._
, leitender Arzt
und
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie
,
Y._
, vom 1
9.
August 2008, wo
nach die Beschwerdeführerin links ein ordentlich gut reha
bilitiertes Gelenk mit noch leichtem Flexionsdefizit
gezeigt
und sich mit dem Operationsresultat zu
frie
den geäussert habe.
Durch die ve
rbesserte Situation links habe s
ich die
Geh
fähigkeit
insgesamt verbessert
(
Urk.
7/113/3).
Schlies
s
lich
verlief die
Pro
thesen
versorgung
auch
gemäss
Gutachten der
Z._
ohne Komplikationen
. Objektivierbare Befunde zur Erklärung der be
klagten Schmerzen vermochten die Gutachter keine zu erheben
(
Urk.
7/125).
4.5
D
ass die Gewichtsreduktion von 22 kg
der Beschwerdeführerin
seit August 2013
zu keinerlei Verbesserung
der Knieproblematik geführt habe
n soll
, ist insofern
uner
heblich, als dass die attestierte Arbeitsfähigkeit nicht vo
m Gewicht ab
häng
ig
gemacht wird
.
Insbesondere
basiert die
Einschätzung der
Arbeitsfähig
keit nicht auf der Hypothese
,
wie sich
der
Gesundheitsschaden
der Beschwer
d
eführerin
ohne die (frühere) Adipositas entwickelt hä
tte. Grundl
a
ge ist vielmehr der ef
fek
tive Gesundheitszustand im Zeitpunkt der Neuanmeldung.
Zusammenfassend
ist mit dem im Sozialversicherungsrecht
massgebenden
Be
weisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass der Beschwe
rde
führerin
eine
angepasste, überwiegend sitzend aus
geübte
Verweistätigkeit
mit leichter Wechselbelastung, teils sitzend, teils eben
erdig gehend, auch mit
kör
per
nahem
gelegentlichen
H
eben
und Tragen
von
Lasten bis
10 kg im Pensum von
100
%
zumutbar ist.
5.
Der von der Beschwerdegegnerin durchgeführte Einkommensvergleich blieb
be
schwerdeweise
unbestritten.
Die den Invaliditätsgrad sowie dessen Bemessung
be
treffenden rechtlichen Grundlagen (
Art.
28 IVG,
Art.
16 ATSG) sind in der an
ge
fochtenen Verfügung zutreffend wiedergegeben. Darauf kann verwiesen wer
den. Zur Berechnung des
Valideneinkommens
knüpfte die
Beschwerdegeg
nerin
zutreffenderweise
an den letzten Lohn
der Beschwerdeführerin
von
Fr.
51‘350.--
(Wert 2005,
inkl. Schichtzulagen,
U
rk.
7/9
/2
), welcher
nach
Mass
gabe
des
(hypo
thetischen) Beginns des Rentenanspruchs
(Ablauf Karenzfrist
,
Art.
29
Abs.
1
IVG
)
an die
Nominallohnentwicklung bis ins
Jahr 2010
a
nzu
passen ist (
Index
stand
2386 [2005] auf 2579 [2010], vgl. die Volks
wirtschaft 1/2-2015 S. 93 Tabelle B10.3).
Es resultiert ein
Valideneinkommen
von
Fr.
55‘504.
-- (
Fr.
51‘350.--
: 2386 x 2579)
.
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens stell
te die Beschwerdegegnerin so
dann zu Recht auf den im Rahmen der
Lohn
strukturerhebung
des Bundesamts für Statistik ermittelten Durchschnittslohn der Frauen, die einfache und repeti
tive Tätigkeiten ausführen,
ab (LSE 2010
, Bundesamt für Statistik,
S. 26
, Tabelle A1, Niveau 4 Total) und er
mit
telte unter B
erücksichtigung der im Jahr 2010
betriebsüblichen durch
schnitt
lichen
Arbeitszeit von wöchentlich 41.6
Stund
en (Die Volks
wirtschaft 1/2-2015 S. 92
Tabelle B9.2
, A-S
) ein Invalideneinkom
men von Fr. 52'728.-- (Fr. 4'225.--: 40 x 41.7
x 12
).
Bei
m
Vergleich des
Validene
inkommens
von
Fr. Fr.
55‘504.--
mit dem
Invali
den
einkommen
von
Fr.
Fr. 52'728.-- ist eine
Erwerbseinbusse
von Fr. 2‘776.-- auszumachen.
Damit beträgt der
Invali
di
täts
grad
nicht rentenbegründende
5
%.
Selbst
bei Berücksichtigung des maximal zulässigen Leidensabzuges
von 25
%
liesse sich
kein rentenanspruchsbegründender Invaliditätsgrad bestimmen.
Zusammenfassend ist festzu
stellen
, dass sich der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin in der Zeit zwischen Ergehen der rentenabweisenden Verfü
gung vom
7.
Oktober 2008 und dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom
6.
Februar 2014 nicht in rentenrelevanter Weise verändert hat. Die angefoch
tene Verfügung erweist sich somit als rechtens. Die Beschwerde ist entsprechend abzuweisen.
6
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzu
legen und ausgangsgemäss von der
Beschwerdeführer
in
zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).