# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 469b07f9-c13a-4a2c-b5a0-367b642ad5e3
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am _ 2018 starb E._, die ihren letzten Wohnsitz in F._ gehabt hatte. Als gesetzliche Erben hinterliess sie fünf Nichten und Neffen (dazu die Bescheinigung des Einzelrichters vom 27. Juni 2018, RG act. II/4). Die Erblasserin hatte am 19. Mai 2010 eine letztwillige Verfügung getroffen (RG act. II/5), welche zunächst nicht bekannt gewesen war. Mit Entscheid vom 4. Mai 2020 (RG act. II/7) eröffnete der Einzelrichter diese Verfügung, welche als Erben je zur Hälfte die "Nachkommen meines verstorbenen Bruders G._ und meines Bruders H._" nennt (RG act. II/5). Er hielt sich dabei nicht mit der Frage auf, ob die Erblasserin ausser den zwei genannten Brüdern weitere Geschwister gehabt hatte, ob also der Kreis der gesetzlichen und der eingesetzten Erben identisch sei. Vielleicht erschien ihm das selbstverständlich, weil er die Verhältnisse selber kannte. Grundsätzlich wäre erwünscht, dass eine  klar stellt, wer im Erbgang welche Funktion hat. Heute spielt es allerdings keine Rolle, weil die Erbenstellung und die Erbquote keines Beteiligten in Frage gestellt worden zu sein scheint. Wesentlich ist, dass die Erblasserin Rechtsanwalt D._, den Ehemann der Nichte I._, als Willensvollstrecker benannt hatte (RG act. II/5). Offenbar hat er das Mandat angenommen und bisher ausgeübt.
Auch der angefochtene Entscheid befasst sich nicht damit, ob die Beschwerdeführerinnen überhaupt Erben in dem Nachlass seien, welchen der Willensvollstrecker zu verwalten und dessen Teilung er vorzubereiten hat, was durchaus relevant wäre. Die Rechtsschriften und die damit eingereichte Erbenbescheinigung (RG act. I/1, I/2 und II/4) schaffen dazu Klarheit: die Erblasserin hatte neben der in der letztwilligen Verfügung genannten vorverstorbenen Brüdern vier weitere Geschwister, welche alle kinderlos vorverstorben sind. Die fünf gesetzlichen Erben/Erbinnen sind die Nachkommen der beiden Brüder G._ und H._ der Erblasserin und damit auch die in der letztwilligen Verfügung Genannten. An der Beschwerde der drei im Rubrum Aufgeführten gegen den Willensvollstrecker beteiligen sich nicht dessen Ehefrau I._ sowie ihre Cousine J._
B. Am 17. Mai 2021 erhoben der Erbe und die Erbinnen A._, B._ und C._ Beschwerde gegen den Willensvollstrecker D._. Sie stellten den Antrag, der Willensvollstrecker sei als solcher per sofort abzusetzen (RG act. I/1 S. 2). Der Beschwerdegegner beantragte Abweisung der Beschwerde, eventuell Nichteintreten (RG act. I/2 S. 2).
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Mit Urteil vom 18. Januar 2022 entschied der Einzelrichter wie folgt:
1. Die Beschwerde der Beschwerdeführer vom 17. Mai 2021 wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3'000.00 werden den Beschwerdeführern, unter solidarischer Haftbarkeit eines jeden für den gesamten Betrag, auferlegt. Sie werden mit dem von den letzteren geleisteten Kostenvorschuss von CHF 1'000.00 verrechnet.
3. Die Beschwerdeführer werden verpflichtet, den Beschwerdegegner mit pauschal CHF 3'000.00, unter solidarischer Haftbarkeit eines jeden für den gesamten Betrag, zu entschädigen.

## Considerations