# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d9fe57b2-f750-4ea2-b6a7-04f0b0591c15
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _1956, von O.1_, und Y._, geboren am _1955, von O.1_, heirateten am 19. Oktober 1991 in O.2_ (B._). Aus der Ehe ging das Kind A._, geboren am _1997, hervor.
B. Seit dem 11. Juni 2010 leben die Ehegatten getrennt. Am 7. Oktober 2010/1. März 2011 erliess der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur eine Eheschutzverfügung, wobei er Y._ insbesondere verpflichtete, an den Unterhalt der Ehefrau und der Tochter A._ monatlich im Voraus insgesamt CHF 2'230.00 zu bezahlen.
C. Am 9. Dezember 2011 reichte X._ beim Bezirksgericht Plessur ein gemeinsames Scheidungsbegehren vom 5./8. Dezember 2011 ein mit dem gleichzeitigen Antrag, die strittigen Scheidungsfolgen zu beurteilen, sofern keine Einigung zu Stande kommen sollte.
Am 10. Februar 2012 wurden die Ehegatten gemeinsam angehört und bekräftigten den Scheidungswillen. Über die Regelung der Nebenfolgen wurde keine Einigung erzielt. Mit Eingabe vom 2. Mai 2012 reichte X._ ihre begründeten Anträge betreffend Nebenfolgen der Ehescheidung ein.
D. Am 25. April 2012 reichte Y._ beim Bezirksgericht Plessur ein Gesuch um Abänderung der Eheschutzverfügung vom 1. März 2011 ein. Mit Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 23. Mai 2012 wurde dieses Gesuch abgewiesen.
E. Mit Klageantwort vom 2. Juli 2012 stellte und begründete Y._ seine Anträge betreffend Nebenfolgen der Ehescheidung, nachdem ihm das Gericht mit Schreiben vom 7. Mai 2012 die Eingabe der Ehefrau vom 2. Mai 2012 zugestellt hatte. Die Replik von X._ datiert vom 5. September 2012 und die Duplik von Y._ datiert vom 15. November 2012.
F. Am 15. März 2013 reichte Y._ erneut ein Gesuch um Abänderung der Eheschutzverfügung/vorsorglichen Massnahmen vom 1. März 2011 ein. X._ nahm mit Eingabe vom 5. April 2013 dazu Stellung.
G. Am 8. Mai 2013 fand vorerst im Verfahren betreffend Abänderung vorsorglicher Massnahmen eine mündliche Verhandlung und anschliessend im Verfahren betreffend Ehescheidung eine weitere gemeinsame Anhörung der
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Parteien statt. Dabei liess Y._ den sinngemässen Antrag um Sistierung des von ihm eingeleiteten Verfahrens betreffend Abänderung der Eheschutzverfügung/vorsorglichen Massnahmen stellen, zumal sich abzeichne, dass eine Einigung erzielt werde.
H. Mit Eingabe vom 19. August 2013 reichte Y._ erneut ein Gesuch um Abänderung der Eheschutzverfügung/vorsorglichen Massnahmen ein, zu welchem X._ am 13. September 2013 Stellung nahm.
I. Die Hauptverhandlung betreffend Ehescheidung, zu der mit prozessleitender Verfügung vom 27. September 2013 vorgeladen wurde, fand am 13. November 2013 statt. Mit Entscheid vom 27. September 2013, mitgeteilt ohne Begründung am 26. November 2013, erkannte das Bezirksgericht Plessur:
"1. Die Schreiben von C._ und von D._, jeweils vom 14. Oktober 2013 (Poststempel), werden aus dem Recht gewiesen.
2. Die Ehe von X._ und Y._ wird geschieden.
3. Die aus der Ehe hervorgegangene Tochter A._, geboren am _1997, wird unter die Obhut von X._ gestellt. Die alleinige elterliche Sorge wird X._ zugeteilt.
4. Die für A._ errichtete Beistandschaft wird bestätigt. Die Beiständin wird insbesondere mit der Regelung und Überwachung des Besuchsrechts von Y._ beauftragt.
5. Von einer gerichtlichen Regelung des Besuchs- und Ferienrechts von Y._ wird Umgang genommen. Eine allfällige Ausübung des Besuchsrechts hat Y._ mit der Beiständin von A._ abzusprechen und hat sich dabei an Weisungen und Empfehlungen der Beiständin zu halten.
6.a) Y._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von A._ ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung (auch über die Mündigkeit hinaus, Art. 277 Abs. 2 ZGB) monatlich im Voraus einen Beitrag von CHF 600.00, zuzüglich allfälliger Ausbildungszulagen, zu bezahlen.
b) Die Unterhaltsbeiträge basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Oktober 2013 von 99.1 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100 Punkte). Sie sind jeweils auf den 1. Januar jedes Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2015, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:
Neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index alter Index
c) Weist Y._ nach, dass sich sein Einkommen nicht im Umfang der Teuerung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge nur proportional zur tatsächlichen Einkommenssteigerung angepasst. Bei unverändertem Einkommen entfällt eine Anpassung.
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7.a) In güterrechtlicher Hinsicht wird die Bank._ angewiesen, vom Konto der Säule 3a von Y._ (_) den Betrag von CHF 31'123.15 auf ein bei der Bank._ auf den Namen von X._, geb. _1956, _, zu eröffnendes Konto der Säule 3a zu überweisen.
b) In Bezug auf sämtliche Vermögenswerte der Parteien in den O.3_, welche am 9. Dezember 2011 Bestand hatten, wird festgehalten, dass diese Errungenschaft darstellen. Sowohl Y._ als auch X._ haben Anspruch auf die Hälfte deren Nettowertes. In Bezug auf den Wert dieser Vermögenswerte ist der 13. November 2013 massgebend.
8. Die E._ Freizügigkeitsstiftung der Bank._ wird angewiesen, vom Konto Nr. _ zu Lasten von Y._ (AHV-Nr. _) den Betrag von CHF 84'731.25 auf das Freizügigkeitskonto von X._ bei der E._ Freizügigkeitsstiftung der Bank._ (AHV-Nr. _) zu überweisen.
9. Die Ehegatten schulden sich ab Rechtskraft des Scheidungsurteils gegenseitig keine nachehelichen Unterhaltsbeiträge.
10. Das Verfahren betreffend Ehescheidung im unstreitigen Verfahren (Proz. Nr. 135-2011-866) wird abgeschrieben.
11.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 6'210.00 (Entscheidgebühr CHF 6'000.00, Kosten der Übersetzung CHF 210.00) werden X._ und Y._ je hälftig auferlegt. Sie gehen - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b) Die Parteikosten werden wettgeschlagen.
c) Die unentgeltliche Rechtsbeiständin von X._, lic. iur. Karin Caviezel, wird für die Verfahren betreffend Abänderung Eheschutz/vorsorgliche Massnahmen sowie betreffend Ehescheidung - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zu Lasten des Kantons Graubünden mit insgesamt CHF 14'192.70 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Mit Entscheid vom 22. März 2013 wurde die Zwischenabrechnung von Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel genehmigt und ihr in der Folge der Betrag von CHF 8'352.60 ausbezahlt. Die noch zu bezahlende Entschädigung beträgt somit CHF 5'840.10.
d) Der unentgeltliche Rechtsbeistand von Y._, lic. iur. Diego Quinter, wird für die Verfahren betreffend Abänderung Eheschutz/vorsorgliche Massnahmen sowie betreffend Ehescheidung - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zu Lasten des Kantons Graubünden mit insgesamt CHF 19'324.55 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Mit Entscheid vom 26. Februar 2013 wurde die Zwischenabrechnung von Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter genehmigt und ihm in der Folge der Betrag von CHF 10'269.30 ausbezahlt. Die noch zu bezahlende Entschädigung beträgt somit CHF 9'055.25.

## Considerations