# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5ab6fbe5-af5f-4929-aad8-0a495fb4c59f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1988 geborene
X._
reiste im Juni 1999 in die Schweiz ein und
war seit dem 22. August 2005
bei der
Y._
AG
in Ausbildung. Zuerst absolvierte er eine Anlehre und begann im Jahr 2007 mit
einer verkürzten
Dachdeckerlehre
(Urk. 7/4
und Urk. 7/1
2
)
. Am 23. Mai 2008 erlitt er bei der Arbeit eine Starkstromverletzung mit einem Sturz aus 8 m Höhe und Verbrennung
en
ll
und
lll
Grades
von 44% der Körperoberfläche. Die Suva als zuständige Unfallver
sicherung erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen
(Urk. 7/
3
)
.
Am 25. August 2008 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf die Verbren
nung
en
, Steh- und Geheinschränkungen
bei klinisch rechtsbetonter Paraparese
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungs
bezug an (
Urk.
7/4).
D
ie IV-Stelle
zog
zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse zunächst
einen Auszug
aus dem individuellen Konto
bei (Urk. 7/11)
und holte einen Arbeitgeberbericht (Urk. 7/12) sowie Berichte der behandelnden Ärzte ein
(Urk. 7/1
4
-
1
8
und Urk. 7/
20)
.
Mit Mitteilung vom 9. Dezember 2008 informierte die IV-Stelle den Versicherten, dass der Anspruch auf eine Invalidenrente erst nach Ablauf des Wartejahres geprüft w
e
rde (Urk. 7/24)
.
Danach
erhielt die IV-Stelle
die
neusten
S
UVA
-Akten (Urk. 7/27-29)
,
darunter
den
Rapport vom 27. Februar 2009
über die
Standortbestimmung und Vorgehensplanung mit dem Versicherten (Urk. 7/30)
. Mit Verfügung vom 6. März 2009 teilte die IV-Stelle dem Versicherten wie vorbeschieden mit, dass aufgrund seines Gesundheitszustands zurzeit keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien, weshalb das Leistungsbegehren abgewiesen
und
der Anspruch auf
eine Rente
gepr
ü
ft
werde (Urk. 7/31).
Im Weiteren
zog die IV-Stelle die Akten der Rechtsvertreterin des Versicherten bei (Urk. 7/34)
und
verlangte
zusätzliche
Arzt
berich
te ein (Urk.
7/3
5
-38)
. D
ie Suva veranlasste
im September 2009
in der Rehaklinik
Z._
eine
neurologisch
e und neuropsychologische Untersuchung des Versicherten
(Urk. 7/41)
und liess der IV-Stelle
die neusten Akten
zukommen
(Urk. 7/42)
.
Daraufhin holte die IV-Stelle
erneut
Arztberichte (
Urk.
7/45, Urk.
7/
48-49 und
Urk.
7/
57-58)
sowie
zusätzliche
Akten
der Suva ein (Urk. 7/46
und Urk. 7/
51
-56
)
. Ab Mitte des Jahres 2010
gewährte
sie
dem Versicherten
zwei Kostenübernahmen
zur beruflichen Abklärung
und entsprechende Taggelder (Urk. 7/61-
8
8).
Vom 25. Januar 2011 bis 2
1.
August 2013 wurden von der
IV-Stelle die Kosten
für ein vorbereitendes Arbeitstraining sowie
eine
anschliessende Ausbildung zum Info
rmatik
praktiker
übernommen
(Urk. 7/89-107).
Nach Abschluss der Lehre
erhielt der
Versicherte vom 16.
September 201
3 bis am 3
1.
Dezember 2013 eine befristete Anstellung bei der
A._
AG
. Dabei übernahm
die IV-Stelle die Kosten für ein Jobcoaching sowie ein Warte
zeittaggeld
(Urk.
7/111-11
5
).
Vom 1. Dezember 2013 bis am 31. Mai 2014 wurde ihm ein Arbeitsversuch im Betrieb
B._
AG mit entsprechenden Taggelder
n
zugesprochen
(Urk. 7/116-128)
.
Der Versicherte brach den Arbeitsversuch
per Ende Februar 2014
ab, da
er anschliessend bei der Unternehmung
A._
eine Arbeitsstelle
als Techniker im Aussendienst
antreten konnte
(Urk.
7/
132). Am 26. August 2014 wurde die IV-Stelle
darüber
informiert, dass die
SUVA
den Ver
sicherten interdisziplinär begutachten lassen möchte (Urk. 7/140).
Am 26.
November 2014 informierte die IV-Stelle den Versicherten, dass die Arbeits
vermittlung abgeschlossen sei, da er per 23. Juni 2014 eine neue Arbeitsstelle im 80%-Pensum bei de
r
C._
AG als Systemtechniker/IT-
Support
er
habe antreten können (Urk. 7/142).
Mit Vorbescheid vom 29. Dezember
2014 stellte die IV-Stelle dem V
ersicherten vom
1.
Mai 2009 bis am 3
0.
Juni 2010 eine ganze Inva
lidenrente in Aussicht (
Urk.
7/147).
Dagegen erhob der Versicherte am
2.
Februar
und am
2
0.
März 2015
Einwände (Urk. 7/
1
51
und Urk. 7/
158
).
Mit Verfügung vom 8. Juli 2015 sprach ihm die IV-Stelle wie vorbeschieden
die
befristete
Rente zu
(Urk. 7/
181
).
Am
2.
Februar 2017
reichte
der Versicherte
unter Beilage des
D._
-Gutachtens des Universitätsspital
s
E._
vom 12. Februar 2016 ein Gesuch
um Regulierung de
s
Rentenanspruch
s mit der Suva
ein
(Urk.
7/192-193).
Im Anschluss stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom
11.
August 2017
das Nichteintreten auf das
erneute Leistungsbegehren (Urk. 7/200) und mit
einem separaten Vorbescheid
die Abweisung des
Gesuch
s
um prozessuale
Revi
sion
in Aussicht
(
Urk.
7/201).
Dagegen erhob der Versicherte am
16.
und
am
1
8.
August 2017
Einwände
(
Urk.
7/202 und
7/
204
)
und reichte am
2
2
. September 2017 ein
zusätzliches Wiedererwägungsgesuch ein
(Urk. 7/207). Mit
zwei
Verfü
gungen vom 13. März 2018 entschied die IV-Stelle wie vorbeschieden (Urk.
2/1-2) und teilte dem Versicherten mit separatem Schreiben vom 13. März 2018 das
Nichteintreten auf sein
Wiedererwägungsgesuch
mit
(
Urk.
3
). Am 27. April 2018 verlangte
der
Versicherte eine Begründung sowie eine Verfügung bezüglich de
r
Nichteintretens
mitteilung
auf sein
Wiedererwägungsgesuch (Urk. 7/221).
2.
Gegen die Verfügungen vom 13. März 2018 erhob
der Versicherte am 2
6.
April 2018 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügungen seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen (
Urk.
1). Mit Beschwerdeant
wort vom 15. Mai 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
16. Mai 2018
angezeigt wurde (Urk.
8).
3.
Auf Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforder
lich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 53 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG)
müssen formell rechtskräftige Verfügungen und
Ein
spracheentscheide
in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war (soge
nannte prozessuale Revision; BGE 143 V 105 E. 2.1, 138 V 324 E. 3.2).
1.2
Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von
Art.
53
Abs.
1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; nebst dieser relativen Frist gilt eine absolute 10-jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung resp. des
Einspracheentscheides
zu laufen beginnt (BGE 143 V 105 E. 2.1 mit Hinweisen).
Der Zeitpunkt, in welchem die Partei den angerufenen Revisionsgrund hätte ent
decken können, bestimmt sich grundsätzlich nach dem Prinzip von Treu und Glauben. Praxisgemäss beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist zu laufen, sobald bei der Partei eine sichere Kenntnis über die neue erhebliche Tatsache oder das entscheidende Beweismittel vorhanden ist. Blosse Vermutungen oder gar Gerüchte genügen dagegen nicht und vermögen den Lauf der Revisionsfristen nicht in Gang zu setzen. Die sichere Kenntnis ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht erst dann gegeben, wenn der Revisionsgesuchsteller die neue Tatsache sicher beweisen kann, sondern es genügt ein auf sicheren Grund
lagen fussendes Wissen darüber (BGE 143 V 105 E. 2.4 mit Hinweisen; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_2/2018 vom
1.
März 2018 E. 4).
1.3
Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen.
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer mate
riellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht (BGE 134 V 131 E. 3 mit Hinweisen; BGE 133 V 108 E. 5.4).
1.4
Wurde eine Rente verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der ver
sicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
1.
5
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen
änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheb
lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen. Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2).
2.
2.1
Im angefochtenen Nichteintretens
entscheid
auf das Gesuch um prozessuale Revi
sion
erwog die Beschwerdegegnerin,
dass die Frist zur Geltendmachung neuer Tatsachen und Beweismittel von 90 Tagen am 1. Februar 2017 bereits
verstrichen
gewesen sei. Zudem ergäben sich aus dem Gutachten der Suva keine anderen Tatsachen als diejenigen, welche ihrem Entscheid zugrunde gelegen hätten. Die abweichende Würdigung der Gutachter reiche noch nicht für eine prozessuale Revision
(
Urk.
2/
1).
Im angefochtenen Nichteintr
e
tensentscheid auf das neue Leistungsbegehren hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass sich aus dem Gutachten der Suva keine Hin
weise auf eine gesundheitliche Verschlechterung ergeben
hätten
. Dies sei
eben
falls
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) bestätigt worden. Des Weiteren habe der Beschwerdeführer
auch keine
zusätzlich
en
Anhaltspunkte für eine Ver
schlechterung vorgebracht oder weitere medizinische Unterlagen eingereicht. Aus erwerblicher Sicht sei eine Veränderung eingetreten, da der Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit nicht mehr ausüben könne. In ihrem Entscheid vom 8. Juli 2015
sei
das Invaliditätseinkommen sowohl
anhand
der tatsächlich aus
geübten Tätigkeit
,
wie auch anhand von statistischen Werten ermittelt
worden
. In beiden Fällen würde ein rentenausschliessender IV-Grad resultieren
. Der Ver
lust der Arbeitsstelle allein stelle damit keine wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen dar
(
Urk.
2/2).
2.2
Den Ausführungen zum Nichteintretens
entscheid
auf das Gesuch um prozessuale Revision entgegnete der Beschwerdeführer, dass die Beschwerdegegnerin beim Erlass der Verfügung vom 8. Juli 2015 ausschliesslich die erwerbliche Situation gewürdigt habe. Der medizinische Sachverhalt sei schlicht nicht festgestellt wor
den. Die konkreten Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf die Erwerbsfä
higkeit sei damit unklar gewesen.
Das Gutachten der Suva habe schliesslich neue Tatsachen zu Tage gefördert, welche eine schlüssige Beurteilung des Gesundheits
schadens un
d
seiner erwerblichen Auswirkungen zugelassen
hätte
. Diese Feststel
lung gelte für die Befunderhebung, welche zur Sachverhaltsfeststellung gehöre und nicht mit der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit verwechselt werden könne.
Somit
stellten
die medizinischen Befunde
klar und zweifelsfrei neue Tatsachen dar (Urk. 1/6-8).
Bezüglich des Nichteintretensentscheid
s
auf das neue Leistungsbegehren machte der Beschwerdeführer geltend, dass die Beschwerdeg
egne
r
i
n in ihrer Verfügung vom 8. Juli 2015 den Invaliditätsgrad
anhand
der LSE-Tabellen und auch anhand des damals erzielten Einkommens ermittelt habe. Entscheidend sei, dass sie bei beiden Einkommensvergleichen von einem 80%-Pensum
ausgegangen sei. Im tatsächlichen Verlauf habe sich nun ergeben, dass aus gesundheitlichen Gründen ein solches Pensum nicht möglich sei
. Das Pensum habe angepasst werden müs
sen. Die
entsprechende Anpassung
erg
e
be einen
rechtlich
relevanten neuen
Sach
verhalt
. Es gehe m
ithin nicht um eine Neubeurt
e
i
lung des gleichen Sach
verhalts. D
ie von der IV-
Stelle
getroffenen
Annahmen
und
Hypothesen
betreffend
zumut
bare
s
Pensum hätten sich zwischenzeitlich verändert, weil sich die
Beurteilung
als zu
optimistisch
erwiesen
habe
(
Urk.
1/8-9)
.
Darüber hinaus machte der Beschwerdeführer Ausführungen zur Wiedererwä
gung, da die Beschwerdegegnerin bei Erlass der Verfügung vom
8
. Juli 2015 einem offensichtlichen Irrtum erlegen sei (Urk. 1/
9
-10).
3.
Als erstes ist strittig und zu prüfen
, ob die Beschwerde
gegnerin zu Recht nicht auf das Revisionsgesuch vom 1. Februar
2017
eingetreten ist
(Urk. 7/192)
.
3.1
Neue Tatsachen und Beweismittel im Sinne von
Art.
53
Abs.
1 ATSG sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen (
E. 1.2
).
3.2
Das Gutachten der Suva wurde am 12. Februar 2016 erstellt
(Urk. 7/193)
. Da
d
er
Beschwerdeführer
sein
neues Gesuch, datiert vom
1. Februar 2017
(
Urk.
7
/
192
), indes erst rund ein
Jahr
später einreichte, ist die 90-tägige Revisionsfrist
eindeu
tig
nicht gewahrt.
Die Beschwerdegegnerin ist somit zu Recht auf das
Revisions
begehren
nicht eingetreten
.
4.
Strittig und zu prüfen
bleibt noch
, ob die Beschwerdegegnerin
auf die Neuanmel
dung vom
1.
Februar
2017
(Urk. 7/192)
hätte
eintreten
sollen.
4
.1
In
der
Verfügung vom 8. Juli 2015
(Urk. 7/181)
ermittelte die
B
esch
w
e
rdegegne
rin
den
Invaliditätsgrad des Beschwerdeführers
anhand
seines
tatsächlich erziel
ten jährlichen
Invalideneinkommen
s
von Fr. 48'000.--
als Informatiker System
technik/
IT-
Supporter bei der
C._
AG.
Dabei errechnete sie ein
en
Invaliditäts
grad
von
35% (
Urk.
181/6/7). Um die Arbeitsunfähigkeit zu ermitteln, stützte
sie sich
faktisch auf das 80%-Pensum in dem der Beschwerdeführer tätig war
ab
, ohne die Arbeitsfähigkeit zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses medizinisch abklären zu lassen. Wie das von der S
UVA
in Auftrag gegebene Gutachten auf
zeigt
e
, wurde
dem Beschwerdeführer eben
diese Stelle per 2
1.
Mai 2015 gekün
digt, da er sich aus medizinischer Sicht in einem 80%-Pensum übernommen hatte.
Die Gutachter gehen darin insgesamt unter Berücksichtigung der deutlich zeit- und belastungsabhängig zunehmenden Fatigue und
der damit einhergehen
den Abnahme
der
Konzentration
und kognitiven Leistung von einer Arbeitsfä
higkeit/Leistungsfähigkeit von 70% aus (Urk. 7/193/13-14
und Urk. 7/193/23
)
.
4.2
Da der Beschwerdeführer
diese Anstellung bei der
C._
AG
verloren hat, ist das Invaliditätseinkommen nunmehr
neu
zu ermitteln. Dies stellt eine Veränderung im erwerblichen Sachverhalt dar, die geeignet ist, sich auf den Invaliditätsgrad auszuwirken,
was zur Glaubhaftmachung einer Veränderung ausreicht. Die Beschwerdegegnerin ist somit am
1. Februar
201
7
zu Unrecht nicht auf das neue Leistungsbegehren eingetreten, weshalb die Beschwerde diesbezüglich gutzuheis
sen und die Sache zur materiellen Beurteilung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist.
D
a
ran vermag auch der Einwand der Beschwerdegegnerin,
der Einkommensvergleich sei in der Verfügung auch anhand von reinen Tabel
lenlöhnen
errechnet
worden, nichts
zu
ändern. Richtig ist, dass die Beschwerde
gegnerin d
en
Invaliditätsgrad
ursprünglich im Rahmen des Vorbescheids vom 29. Dezember 2014 anhand von
reinen
Tabellenlöhnen
errechnete
(Urk. 7/147/
2-
3
; entspricht Urk. 7/181/4-5
)
.
Aufgrund des Einwandes des Beschwerdeführers vom 2
0.
März 2015, in welchem der Tabellen
lohn für das Invalid
en
einkommen
wegen
der abgeschlossenen Lehre des Beschwerdeführers als IT Praktiker als zu hoch moniert wurde
(Urk.
7/158/2), korrigierte sie schliesslich in der eigentlichen
Verfügung
das
Invalideneinkommen
(Urk. 7/181/6)
. Somit erfolgte der endgültige Einkommensvergleich
ausschliesslich
anhand des tatsächlich erzielten Invalid
en-
einkommens des Beschwerdeführers von Fr. 48'000.--.
5.
Bei diesem Ausgang des Verfahre
ns erübrige
n sich Erwägungen bezüglich einer
wiedererwägungsweisen Aufhebung
der Verfügung vom 8. Juli 2015
durch die IV-Stelle
(7/181), zumal auch der Beschwerdeführer einräumt, dass es diesbezüg
lich an einer anfechtbaren Verfügung fehlt (vgl. dazu BGE 133 V 50 E. 4.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_210/2017 vom 22. August 2017 E. 8.2 mit weiteren Hin
weisen).
6.
Nach dem Gesagten ist in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die angefoch
tene Verfügung vom
13. März 2018 bezüglich des Nichteintretensentsche
ids auf das neue Leistungsbegeh
ren
aufzuheben
und die Sache zur materiellen Beurtei
lung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos
ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule
gen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
5
00.-- anzusetzen. Der Beschwerdeführer obsiegt im Vergleich zum angefochtenen Entscheid in dem Sinne, dass
auf sein erneutes Leistungsbegehren einzutreten ist
. Mit seinem Antrag
auf eine prozessu
ale Revision
unterliegt er hingegen. Es rechtfertigt sich, die Gerichtskosten ent
sprechend dem Verfahrensausgang den Parteien anteilmässig, dem Beschwerde
führer
zur Hälfte
(Fr.
25
0.--) und
der Beschwerdegegnerin zu
r
anderen Hälfte
(Fr.
25
0.--)
aufzuerlegen.
7.2
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende
b
eschwerdeführende
Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
U
nter Berücksich
tigung dieser Grundsätze erweist sich eine Parteientschädigung von
Fr.
3‘100
.-- (inkl. Barauslage und Mehrwertsteuer) als angemessen.
Bei
einem Teilerfolg, gemessen am Ergebnis der Anfechtung des vorinstanzlichen Entscheides,
besteht
grundsätzlich Anspruch auf eine reduzierte Prozessentschädigung (BGE 117
V
401).
Zufolge
hälftige
n
Obsiegens des Beschwerdeführers hat die Beschwerdegegnerin d
avon einen Betrag von Fr.
1'
5
50.--
als Prozessentschädigung zu bezahlen.