# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c822bca3-d66b-44bb-8c94-748c71062443
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I. Sachverhalt
A. X., geboren am 22. April 1964, und Y., geboren am 7. Oktober 1967, heirateten am 7. Juli 1989 vor dem Zivilstandsamt B.. Aus der Ehe gingen die Kinder C., geboren am 21. November 1990, und D., geboren am 30. Juni 1992, hervor.
B. Am 4. Februar 1998 schlossen X. und Y. einen Ehevertrag auf Gütertrennung ab. Darin vereinbarten sie im Wesentlichen, das bisher im Miteigentum stehende Einfamilienhaus in F. der Ehefrau zu Alleineigentum zuzuweisen. Dem Ehemann wurde die ganze Beteiligung an der einfachen Gesellschaft „P. Architekturbüro“ zugewiesen. Letztere hatte X., der sich als gelernter Maurer zum diplomierten Polier und Bauleiter weitergebildet hatte, im März 1995 zusammen mit S. und EE. gegründet. Per 1. Juli 1999 wurde die einfache Gesellschaft in die P. AG überführt, an welcher X. nach dem Ausscheiden von EE. zu 50% beteiligt war. Als Angestellter dieser AG erzielte er in den Jahren 2003 bis 2006 ein durchschnittliches Jahreseinkommen von netto rund Fr. 200‘000.--. Daneben war er an diversen Baugesellschaften beteiligt, aus denen ihm zusätzliche Einkünfte in unterschiedlicher Höhe zuflossen. Ende 2006 schied er aus der AG und den Baugesellschaften aus, wobei ihm mehrere Liegenschaften mit einem Verkehrswert von gesamthaft Fr. 3‘784‘000.-- und einer hypothekarischen Belastung von Fr. 2‘478‘800.-- zu Alleineigentum übertragen wurden. Seit April 2007 ist X. unter der Einzelfirma G. als selbständiger Bauleiter und General- bzw. Totalunternehmer tätig. Im September 2009 gründete er zusammen mit zwei Partnern zusätzlich die G. AG, welche im Jahr 2010 in FF. unbenannt wurde.
C. Y., welche vor der Heirat eine Ausbildung als medizinische Praxisassistentin absolviert hatte, übernahm zu Beginn der Ehe die Haushaltführung und Kinderbetreuung. Ab 1997 arbeitete sie im Umfang von 10% auf ihrem erlernten Beruf. Ab 1999 war sie zusätzlich in der Administration der P. AG tätig, wo sie ihr Pensum von anfänglich zwischen 20% und 30% sukzessive auf 60% ausweitete. Im Jahr 2004 gab sie wegen gesundheitlicher Probleme und dem Wunsch, sich wieder vermehrt der Betreuung der Kinder widmen zu können, beide Arbeitsstellen auf. Seit Juni 2006 arbeitet sie zu 50% auf ihrem angestammten Beruf als medizinische Praxisassistentin. Daneben vertreibt sie auf selbständiger Basis -Produkte.
Seite 3 — 50
D. Nachdem sich die Parteien am 7. April 2006 getrennt hatten, ersuchte Y. den Bezirksgerichtspräsidenten Imboden mit Eingabe vom 14. Dezember 2006 um Erlass von Eheschutzmassnahmen. Nach Durchführung des Schriftenwechsels und einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte der Bezirksgerichtspräsident Imboden als Eheschutzrichter mit Verfügung vom 4. April 2007, mitgeteilt am 19. April 2007, wie folgt:
„1. Es wird festgestellt, dass die Parteien mit Wirkung ab 1. April 2006 zum Getrenntleben berechtigt sind.
2. Das Wohnhaus an der Via E. in F. wird für die effektive Dauer der Trennung der Ehefrau und den beiden Kindern zur alleinigen Nutzung zugeteilt.
3. (Ablehnung des Antrags auf Herausgabe von Gegenständen)
4. Die Kinder C., geboren am 21. November 1990, und D., geboren am 30. Juni 1992, werden für die Dauer des Eheschutzverfahrens unter die alleinige Obhut der Mutter gestellt.
5. (Besuchsrecht)
6. a) X. wird verpflichtet, seiner Familie für die effektive Dauer der Trennung monatliche, im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge wie folgt zu entrichten:
- ab 1. April 2006 bis 31. Dezember 2006: Fr. 8'747.-- (Fr. 1'500.-- für jedes Kind, Fr. 5'747.-- für die Ehefrau)
- ab 1. Januar 2007 bis auf weiteres: Fr. 5'650.-- (Fr. 1'000.-- für jedes Kind, Fr. 3'650.-- für die Ehefrau).
b) Soweit die Kinderzulagen nicht direkt von Y. bezogen werden, sind diese zusätzlich zu den in lit. a hiervor genannten Unterhaltsbeiträgen zu entrichten.
c) X. ist berechtigt, bereits entrichteten Unterhalt mit den in lit. a hiervor festgelegten Beiträgen zu verrechnen.
7. (Kosten)

## Considerations