# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f59411dd-c851-4948-a2a1-5afedad3497c
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend fahrlässige Körperverletzung
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Uster, Einzelgericht in Strafsachen, vom 23. April 2013 (GG120030)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft See / Oberland vom 20. Juni 2012 ist
diesem Urteil beigeheftet (Urk. 18).
Urteil der Vorinstanz:
1. Die Beschuldigte ist schuldig der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne
von Art. 125 Abs. 1 StGB.
2. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu
Fr. 30.– sowie mit einer Busse von Fr. 400.–.
3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre
festgesetzt. Die Busse ist zu bezahlen.
4. Bezahlt die Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle
eine Ersatzfreiheitsstrafe von 4 Tagen.
5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf
Fr. 1'800.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 1'000.00 Gebühr Strafuntersuchung
Fr. 4'184.70 Auslagen Vorverfahren.
6. Die Kosten werden der Beschuldigten auferlegt.
Wird auf eine schriftliche Begründung des Urteils verzichtet, so reduziert
sich die Gerichtsgebühr um einen Drittel.
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Berufungsanträge:
a) Der Verteidigung der Beschuldigten:
(Urk. 88 S. 1/2)
1. In Aufhebung des Urteils des Einzelgerichtes in Strafsachen des Be-
zirksgerichtes Uster vom 23. April 2013 (Geschäfts-Nr.: GG120030) sei
die Beschuldigte von jeglicher Schuld freizusprechen und es sei ihr
gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO eine Entschädigung für das Vorver-
fahren und das erstinstanzliche Verfahren vor dem Einzelgericht in
Strafsachen des Bezirksgerichtes Uster in der Höhe von insgesamt
Fr. 14'527.80 aus der Staatskasse zu bezahlen.
2. Die Beschuldigte sei gemäss Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO für das Beru-
fungsverfahren mit Fr. 8'681.35 (inkl. MwSt. und Barauslagen) aus der
Staatskasse zu entschädigen.
3. Die Kosten des Vorverfahrens, des erstinstanzlichen Verfahrens sowie
des Berufungsverfahrens seien vollumfänglich auf die Staatskasse zu
nehmen.
b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft See/Oberland:
(Urk. 77, schriftlich)
Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
c) Der Vertreterin der Privatklägerschaft:
(Urk. 85, schriftlich)
Es sei im Sinne der Anklage zu entscheiden.
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## Considerations

Erwägungen:
I. Verfahrensgang
1. Zum Verfahrensgang vor erster Instanz kann auf das angefochtene Urteil
verwiesen werden (Urk. 73 S. 3 f.).
2. Die Beschuldigte A._ wurde mit Urteil des Bezirksgerichts Uster, Ein-
zelgericht in Strafsachen, vom 23. April 2013 der fahrlässigen Körperverletzung
im Sinne von Art. 125 Abs. 1 StGB schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe
von 60 Tagessätzen zu Fr. 30.– sowie mit einer Busse von Fr. 400.– bestraft. Der
Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben und die Probezeit auf zwei Jahre
festgesetzt. Die Verfahrenskosten wurden der Beschuldigten auferlegt (Urk. 73 S.
40).
3. Gegen dieses gleichentags mündlich eröffnete Urteil meldete die Verteidi-
gung mit Eingabe vom 26. April 2013 (Eingang: 29. April 2013; Urk. 66) innert
Frist Berufung an. Das vollständig begründete Urteil wurde von ihr am 24. Sep-
tember 2013 entgegengenommen (Urk. 72 S. 3). Mit Eingabe vom 14. Oktober
2013 (Eingang: 15. Oktober 2013) reichte sie ihre schriftliche Berufungserklärung
fristgerecht ein (Urk. 74).
4. Mit Präsidialverfügung vom 18. Oktober 2013 wurde der Privatklägerin und
der Anklagebehörde Frist zur Erhebung einer Anschlussberufung bzw. zum An-
trag auf Nichteintreten auf die Berufung angesetzt (Urk. 75). Mit Schreiben vom
28. Oktober 2013 verzichtete die Staatsanwaltschaft ausdrücklich auf die Erhe-
bung einer Anschlussberufung und beantragte die Bestätigung des vorinstanzli-
chen Urteils (Urk. 77). Auch die Rechtsvertreterin der Privatklägerin teilte dem
Gericht mit Eingabe vom 31. Oktober 2013 mit, dass seitens der Privatklägerin
keine Anschlussberufung erhoben werde (Urk. 78/1), und verlangte am 27. Feb-
ruar 2014 einen Entscheid im Sinne der Anklage (Urk. 85). Die Beschuldigte
selbst reichte mit Eingabe vom 31. Oktober 2013 das Datenerfassungsblatt und
einen Teil der angeforderten Unterlagen ein (Urk. 79/1-4). Die restlichen Unterla-
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gen liess sie innert erstreckter Frist mit Eingabe vom 22. November 2013 einrei-
chen (Urk. 82; Urk. 83/1-6).
II. Prozessuales
1. Mit ihrer Berufungserklärung liess die Beschuldigte das vorinstanzliche Urteil
vollumfänglich anfechten und beantragte einen Freispruch sowie eine Entschädi-
gung für das Vor- und das erstinstanzliche Hauptverfahren von Fr. 14'527.80. Zu-
dem verlangte sie eine angemessene Entschädigung für das Berufungsverfahren.
Schliesslich seien sämtliche Kosten auf die Staatskasse zu nehmen (Urk. 74
S. 3). An diesen Anträgen wurde anlässlich der Berufungsverhandlung festgehal-
ten, wobei die geltend gemachte Entschädigung für das Berufungsverfahren auf
Fr. 8'681.35 beziffert wurde (Urk. 88 S. 1/2; Urk. 89).
2. Da es sich beim Tatbestand der fahrlässigen Körperverletzung im Sinne von
Art. 125 Abs. 1 StGB um ein Antragsdelikt handelt, ist das Vorliegen eines gülti-
gen Strafantrags Prozessvoraussetzung. Diesbezüglich kann auf den bei den Ak-
ten liegenden, innert Frist gestellten Strafantrag der Privatklägerin vom 3. Juni
2011 (Urk. 2) verwiesen werden.
3. Die Rechtsvertreterin der Privatklägerin erklärte am 11. Juli 2011, dass die-
se als Straf- und Zivilklägerin an dem gegen die Beschuldigte geführten Strafver-
fahren teilnehme (Urk. 13/16). Mit Eingabe vom 5. Juni 2012 zog sie die Zivilklage
jedoch wieder zurück (Urk. 13/17). Damit beteiligt sich die Privatklägerin lediglich
als Strafklägerin am vorliegenden Verfahren.
4.1. Die Beschuldigte liess in ihrer Berufungserklärung, wie auch anlässlich der
heutigen Berufungsverhandlung, die Einvernahme ihres Ehegatten, B._, als
Zeugen beantragen (Urk. 74 S. 4; Urk. 88 S. 2). Zur Begründung bringt die Ver-
teidigung vor, der Ehemann habe von der Beschuldigten "aus erster Hand" erfah-
ren, wie diese den Unfall erlebt habe. Weiter könne er Angaben zu den Aussagen
des Polizeibeamten C._ machen, wonach dieser die Beschuldigte als Unfall-
verursacherin ausgeschlossen habe. Schliesslich sei er auch zugegen gewesen,
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als die Beschuldigte von der Privatklägerin samt Begleitung zu Hause aufgesucht
und dazu gedrängt worden sei, die Schuld für den Unfall vom 26. März 2011 auf
sich zu nehmen. Mit den Aussagen des Ehemannes der Beschuldigten könne ihre
Unschuld bewiesen werden (Urk. 74 S. 5; Urk. 88 S. 6).
Die Verfahrensleitung hat rechtlich erhebliche und erlaubte Beweismittel zuzulas-
sen. Erheblich sind sie dann, wenn sie geeignet sind, das Urteil in bedeutender
Form zu beeinflussen (BSK StPO-Stephenson/Zalunardo-Walser, Art. 331 N 8).
Der Ehemann der Beschuldigten war beim Unfall vom 26. März 2011 nicht zuge-
gen, sondern erlangte sein Wissen darüber einzig aufgrund deren Erzählungen.
Damit handelt es sich bei ihm um einen indirekten Zeugen ("vom Hörensagen").
Zwar wird der Beweis vom Hörensagen durch das Gesetz nicht ausgeschlossen
(BSK StPO-Bähler, Art. 162 N 5). Es muss aber nach dem Prinzip der Unmittel-
barkeit im materiellen Sinne das vorhandene tatnächste Beweismittel erhoben
werden (Donatsch/Hansjakob/Lieber, Kommentar zur Schweizerischen Strafpro-
zessordnung, Zürich 2010, Art. 162 N 9). Dies wurde vorliegend getan: Die Be-
schuldigte wurde mehrfach und ausführlich zum fraglichen Vorfall befragt, wes-
halb die Befragung eines Zeugen vom Hörensagen dazu unterbleiben kann. Zu-
dem wären die Aussagen des Ehemannes zu allfälligen Aussagen des Polizeibe-
amten C._ und den angeblichen Druckversuchen der Privatklägerin nicht ge-
eignet, neue Erkenntnisse zum Unfallhergang zu generieren. Diesbezüglich ist
seine Einvernahme von vornherein beweisungeeignet.
4.2. Des Weiteren beantragt die Verteidigung eine Rekonstruktion der Unfallend-
lage durch das Forensische Institut Zürich samt Augenschein an der Unfallstelle
(Urk. 74 S. 4; Urk. 88 S. 2). Sie begründet diesen Antrag damit, die Vorinstanz
gehe gestützt auf die Fotodokumentation der Kantonspolizei Zürich davon aus,
dass die darin ersichtliche Blutlache auf dem Gehsteig von den Kopfverletzungen
der Privatklägerin herrühre. Auf dem entsprechenden Bild sei jedoch ersichtlich,
dass sich die Blutlache auf dem Boden in etwa auf der Höhe der Hüfte der Privat-
klägerin befinde. Gehe man nun davon aus, dass der Kopf der Privatklägerin auf
der Höhe der Blutlache zu liegen gekommen sei, hätten die Beine der Privatkläge-
rin ungefähr ab Kniehöhe unter das Fahrzeug ragen müssen. Dies würde aber
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gegen die Schlussfolgerung des Forensischen Instituts und der Vorinstanz spre-
chen, wonach es zwischen dem Fahrzeug der Beschuldigten und der Privatkläge-
rin zu einem Zusammenstoss gekommen sei, worauf diese parallel zum Gehsteig
zu Fall gebracht worden sei. Damit hätte sich der Unfall völlig anders als bisher
angenommen abgespielt. Die Privatklägerin hätte sich diesfalls nämlich nicht auf
dem Trottoir, sondern mitten auf der Fahrbahn aufhalten müssen, ansonsten ihre
Beine überrollt worden wären, was aber offensichtlich nicht geschehen sei. Dem-
zufolge sei die Nähe der Blutlache zur Lage des Fahrzeuges der Beschuldigten
nicht als Indiz für eine von dieser verursachte Kollision, sondern vielmehr als ein
Indiz dagegen zu werten. Diese Überlegungen könnten anlässlich eines vor Ort
vorzunehmenden Augenscheines bei Rekonstruktion der höchstwahrscheinlichen
Unfallendlage ohne Weiteres bestätigt werden (Urk. 74 S. 5 f.; Urk. 88 S. 6, S. 13
f.).
Für die Beurteilung des Sachverhalts bedeutsam ist der Augenschein, wenn die
Aussicht besteht, dass sich damit ein für das Verfahren erheblicher Umstand auf-
klären lässt. Dadurch wird – zumindest indirekt – eine antizipierte Beweiswürdi-
gung vorgeschrieben. Entsprechend kann auf einen Augenschein verzichtet wer-
den, wenn nach pflichtgemässem Ermessen davon ausgegangen werden muss,
dessen Durchführung vermöge an der bereits bewiesenen Sachlage nichts zu än-
dern. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn die fragliche Tatsache mit einem
Augenschein von vornherein nicht bewiesen werden kann (Donatsch/Hansjakob/
Lieber, a.a.O., Art. 193 N 18 mit Verweis auf BGE 106 Ia 161 E. 2b und BGE 117
Ia 262 E. 4b). Die Beschuldigte will mit dem Augenschein bzw. der Rekonstruktion
der Unfallendlage einen anderen Unfallablauf als den in der Anklage umschriebe-
nen beweisen. Eine solche Rekonstruktion ist aufgrund der Dynamik der Abläufe
bei Autounfällen und der dabei zahlreichen mitspielenden Zufälle nicht beweis-
tauglich. Dies gilt im vorliegenden Fall umso mehr, als gleich drei für die Ermitt-
lung des genauen Geschehensablaufs wesentliche Eckdaten unbekannt sind. So
kann zunächst nicht bestimmt werden, mit welchem Teil des Fahrzeugs genau die
Beschuldigte die Privatklägerin angefahren haben könnte, konnten an diesem
doch weder Textilfasern von den Kleidern der Privatklägerin noch irgendwelche
Schäden festgestellt werden (Urk. 11/7 S. 6). Zudem wurden an der Hose der Pri-
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vatklägerin nicht nur Spuren von Stossstangenmaterial, sondern auch von Wisch-
spuren festgestellt, welche dem Gutachten des Forensischen Instituts Zürich zu-
folge durch einen Kontakt mit dem rechten Vorderrad des Fahrzeugs der Be-
schuldigten entstanden sein könnten (Urk. 11/7 S. 8). Sodann ist unklar, wo ge-
nau sich die allfällige Kollision zwischen dem Fahrzeug der Beschuldigten und der
Privatklägerin ereignet haben soll. Aus der fotografisch festgehaltenen Endlage
des Fahrzeugs (Urk. 9 S. 2) kann jedenfalls nicht darauf geschlossen werden, da
die Beschuldigte, sollte sie die Privatklägerin – wie in der Anklage umschrieben –
tatsächlich zunächst übersehen haben, aufgrund der entsprechenden Reaktions-
und Bremsschwellzeit nicht unmittelbar am Kollisionspunkt zum Stillstand ge-
kommen sein dürfte. Daher ist die in der Fotodokumentation der Kantonspolizei
Zürich eingezeichnete Kollisionsstelle (Urk. 9 S. 3 ff.) eher als eine Mutmassung
des rapportierenden Polizeibeamten denn als gesicherte Erkenntnis zu betrach-
ten. Schliesslich steht auch die genaue Position der Privatklägerin unmittelbar
nach der Kollision bzw. ihres Sturzes nicht fest, wurde doch die Privatklägerin in
der Folge von der Sanität "leicht versetzt" (Urk. 9 S. 2) und damit ihre Endlage vor
Erstellung der fotografischen Unfallaufnahmen durch die Polizei verändert (Urk. 3
S. 3). Zwar konnte aufgrund der Blutspuren die Endlage des Kopfes der Privat-
klägerin am Unfallort mit Kreide eingezeichnet und fotografisch festgehalten wer-
den (Urk. 9 S. 8). Allerdings wurde ein solches Vorgehen in Bezug auf die Lage
des Rumpfes bzw. der Beine der Privatklägerin unterlassen, so dass ihre ur-
sprüngliche Liegerichtung nicht mehr genau festgestellt werden kann. Daran ver-
mögen auch die Angaben des Zeugen D._, wonach die Privatklägerin am
Übergang vom Trottoir zur Fahrbahn parallel zur Fahrzeugfront auf der Höhe der
Vorderachse gelegen habe und ihre Füsse sich fast beim rechten Vorderrad be-
funden hätten (Urk. 6 S. 8), nichts zu ändern, da er nach eigenen Angaben den
Unfall selbst nicht beobachten konnte (Urk. 6 S. 2, S. 4) und sich erst eine gewis-
se Zeit danach zur Unfallstelle begab, nämlich nachdem die Beschuldigte die Pri-
vatklägerin bereits mehrfach aufzustellen bzw. von ihrem Auto wegzuziehen ver-
sucht hatte (Urk. 1 S. 5; Urk. 5 S. 2; Urk. 6 S. 3, S. 9). Aufgrund der genannten
Umstände kann der genaue Unfallablauf im vorliegenden Fall nicht (mehr) eruiert
werden, weshalb der entsprechende Beweisantrag der Beschuldigten auf Durch-
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führung eines Augenscheins abzuweisen ist. Dazu ist jedoch zu bemerken, dass
die fehlende Nachweisbarkeit gewisser Tatsachen der Beschuldigten aufgrund
der in Art. 6 Abs. 1 StPO verankerten Untersuchungsmaxime selbstverständlich
nicht zum Nachteil gereichen darf.
5. Im Zusammenhang mit dem Unfall vom 26. März 2011 wurden neben der
Beschuldigten auch die Privatklägerin sowie die sich am diesem Tag in der Nähe
der Unfallstelle aufhaltenden D._ und E._ einvernommen. Da E._
jedoch nur polizeilich befragt (Urk. 1 S. 6) und in der Folge keine Konfrontations-
einvernahme zwischen ihr und der Beschuldigten durchgeführt wurde, hatte die
Beschuldigte auch keine Möglichkeit, E._ Ergänzungsfragen zu stellen. So-
mit sind deren Aussagen nicht zu Lasten der Beschuldigten verwertbar und dürfen
deshalb auch nicht in die Beweiswürdigung miteinfliessen (Art. 147 Abs. 1 StPO
i.V.m. Art. 147 Abs. 4 StPO). Demgegenüber sind sämtliche Aussagen der Privat-
klägerin und des Zeugen D._ verwertbar, da diese Personen am 4. Oktober
2011 mit der Beschuldigten konfrontiert wurden und dabei jeweils auf Vorhalt ihre
bei der Polizei gemachten Aussagen bestätigten (Urk. 6 S. 4 ff.; Urk. 7 S. 3).
6. Auf die übrigen Argumente der Beschuldigten und der Verteidigung zur Sa-
che ist im Rahmen der nachstehenden Erwägungen einzugehen. Dabei muss sich
das Gericht nicht ausdrücklich mit jeder tatsächlichen Behauptung und jedem
rechtlichen Einwand auseinandersetzen; vielmehr kann es sich auf die für die
Entscheidfindung wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 133 I 270
E. 3.1 mit Hinweisen; Urteile 6B_526/2009 vom 2. September 2009 E. 3.2 sowie
6B_678/2009 vom 3. November 2009 E. 5.2).
III. Schuldpunkt – eingeklagter Sachverhalt
1. Die Anklagebehörde wirft der Beschuldigten zusammengefasst vor, ihr Fahr-
zeug am 26. März 2011 in Uster auf der F._-strasse in Richtung Verzwei-
gung mit der G._-strasse gelenkt und dabei infolge pflichtwidriger Unauf-
merksamkeit die auf dem Trottoir gehende Privatklägerin übersehen, mit der
Fahrzeugfront berührt und zu Fall gebracht zu haben, wodurch sich diese einen
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doppelten Bruch des Unterschenkels mit Komplikationen links sowie eine Riss-
quetschwunde am Kopf zugezogen habe (Urk. 18 S. 2).
2. Die Beschuldigte bestreitet diesen Vorwurf vollumfänglich. Sie macht insbe-
sondere geltend, an jenem Tag zwar mit ihrem Fahrzeug an der fraglichen Ver-
zweigung vorbeigefahren zu sein, dort aber die Privatklägern nicht angefahren,
sondern diese bereits auf dem Boden liegend angetroffen zu haben, worauf sie
zum Zwecke der Hilfeleistung angehalten habe (Urk. 1 S. 5; Urk. 4 S. 2 ff.; Urk. 8
S. 2 ff.; Urk. 61 S. 3; Prot. I S. 14; Prot. II S. 9 ff.).
3. Die Vorinstanz sah den Sachverhalt als erstellt an und begründete dies da-
mit, dass insbesondere die Aussagen des Zeugen D._, wonach die Beschul-
digte ihr Fahrzeug begutachtet, die Privatklägerin aufzustellen bzw. wegzuziehen
versucht und zu ihm gesagt habe, dass die Privatklägerin ihr ins Auto gelaufen
sein müsse, ein starkes Indiz dafür seien, dass die Beschuldigte mit ihrem Fahr-
zeug in direkter Weise in die Kollision involviert gewesen sei. Zusätzlich bestätig-
ten die durch das Gutachten des Forensischen Instituts gemachten Feststellun-
gen im Sinne der einseitigen Spurenübertragung und der mit der Stossstange des
Fahrzeugs der Beschuldigten korrespondierenden Spurenhöhe, wobei die Spuren
typisch für einen Kollisionskontakt seien, diesen Verdacht. Dieser werde weiter
ergänzt durch die nach dem Unfall vorherrschende Endlage der Privatklägerin
und des Fahrzeugs. Der die Beschuldigte belastenden Indizienkette stünden, da
die Angaben der Privatklägerin widersprüchlich seien und die Aussagen von
E._ die Beschuldigte nicht zu entlasten vermöchten, ihre eigenen Aussagen
entgegen, welche jedoch in keiner Weise überzeugten, sondern als Schutzbe-
hauptungen zu qualifizieren seien. In Würdigung aller Umstände bestehe kein
ernstlicher Zweifel daran, dass die Beschuldigte die Privatklägerin am 26. März
2011, um ca. 14.00 Uhr, angefahren habe (Urk. 73 S. 21 ff.).
4. Die Anklage bzw. die erstinstanzliche Verurteilung stützt sich damit insbe-
sondere auf die Aussagen des Zeugen D._ (Urk. 5; Urk. 6), die Fotodoku-
mentation der Kantonspolizei Zürich (Urk. 9) und den Vorbericht (Urk. 10) bzw.
das Gutachten des Forensischen Instituts Zürich (Urk. 11/7). Daneben liegen der
Polizeirapport (Urk. 1) und das Unfallaufnahmeprotokoll (Urk. 3) der Kantonspoli-
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zei Zürich, die Einvernahmen der Beschuldigten (Urk. 4; Urk. 8; Urk. 61) und der
Privatklägerin (Urk. 7) sowie diverse ärztliche Befunde (Urk. 12/1-9) als Beweis-
mittel bei den Akten. Die Aussagen der Beschuldigten, der Privatklägerin und des
Zeugen D._ sowie die Erkenntnisse des Vorberichts und des Gutachtens des
Forensischen Instituts Zürich sind im vorinstanzlichen Urteil ausführlich und kor-
rekt zusammengefasst, weshalb vorab darauf verwiesen werden kann (Urk. 73
S. 10 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO).
5. Mit den Grundsätzen der Beweiswürdigung, namentlich der Würdigung von
Aussagen, hat sich die Vorinstanz ausführlich und korrekt befasst, so dass eben-
falls auf die entsprechenden Erwägungen zu verweisen ist (Urk. 73 S. 6 ff.; Art. 82
Abs. 4 StPO). Hinsichtlich der generellen Glaubwürdigkeit der Beschuldigten wies
die Vorinstanz zutreffend auf das legitime Interesse einer beschuldigten Person
hin, im Hinblick auf den Verfahrensausgang ihre Rolle in einem für sie möglichst
günstigen Lichte darzustellen (Urk. 73 S. 8). Das ist indessen noch kein Grund,
die Aussagen von beschuldigten Personen mit entsprechender Vorsicht zu würdi-
gen bzw. deren Aussagen an sich zu misstrauen. Entscheidend ist vielmehr der
materielle Gehalt der Ausführungen, mithin die Glaubhaftigkeit der jeweiligen Aus-
sagen und ob diese anhand weiterer (objektiver) Umstände verifizierbar sind.
6. Die Beschuldigte bestritt den Anklagevorwurf während der gesamten Dauer
der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens konsequent. Insoweit erwei-
sen sich ihre Aussagen als konstant. Allerdings lässt sich alleine aus diesem Um-
stand nicht ableiten, dass sie als mögliche Täterin nicht in Frage kommt. Bei nä-
herer Betrachtung ihrer Aussagen fällt nämlich zunächst – wie schon der Vor-
instanz (Urk. 73 S. 25) – auf, dass ihre Aussagen teilweise lebensfremd ausfielen.
So brachte die Beschuldigte vor, sie habe an jenem Tag die Privatklägerin am
Boden liegen sehen und deswegen angehalten, um dieser zu helfen (Urk. 1 S. 5;
Urk. 4 S. 2; Urk. 8 S. 2; Prot. II S. 11). Wie jedoch ihre Hilfeleistung konkret aus-
gesehen haben soll, führte die Beschuldigte in keiner ihrer Einvernahmen aus.
Vielmehr gab sie an, sie habe, nachdem sie aus ihrem Auto ausgestiegen sei, mit
niemandem gesprochen (Urk. 4 S. 5) und die Privatklägerin nicht berührt (Urk. 8
S. 6/7; Urk. 61 S. 3), sondern sei ein wenig herumspaziert und habe sich ihr Auto
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sowie die Schaufenster angeschaut (Urk. 1 S. 5; Urk. 4 S. 5; Prot. II S. 10). Es
war denn auch der Zeuge D._, der "erst einige Zeit später" den Notruf wäh-
len (Urk. 4 S. 3) und der Privatklägerin zur Behandlung der blutenden Kopfwunde
einen "Lumpen" im H._ [Shop] holen musste (Urk. 6 S. 3; Urk. 88 S. 13).
Ebenso lebensfremd ist das Vorbringen der Beschuldigten, das "jeepähnliche"
Fahrzeug, welches vor ihr in Richtung Zentrum verschwunden sei, müsse die Pri-
vatklägerin angefahren haben (Urk. 1 S. 5; Urk. 4 S. 2, S. 3; Urk. 8 S. 2, S. 4;
Prot. II S. 10), obwohl diese – wie anhand der von der Kopfverletzung herrühren-
den Blutspuren am Unfallort erkennbar (Urk. 4 S. 6; Urk. 8 S. 6; Urk. 9 S. 2, S. 4)
– am äussersten rechten Rand der Verzweigung lag, während man in Richtung
Zentrum nach links abbiegen und damit die F._-strasse mittig befahren
muss. Sodann ist es nicht nachvollziehbar, weshalb sich die Beschuldigte am Un-
fallort zugegebenermassen ihr Auto anschauen musste (Urk. 1 S. 5; Urk. 4 S. 5;
Prot. II S. 10), wenn sie doch überzeugt war, die Privatklägerin nicht angefahren
zu haben. Schliesslich lässt sich auch nicht logisch erklären, weshalb die Be-
schuldigte die Privatklägerin, sollte diese tatsächlich zuvor von einem anderen
Fahrzeug angefahren worden sein, nicht bereits beim Heranfahren an die "men-
schenleere" Verzweigung (Urk. 4 S. 2, S. 5), sondern erst unmittelbar vor dem
Einbiegen in die G._-strasse erblickt haben will (Urk. 1 S. 5; Urk. 4 S. 2;
Urk. 8 S. 2; Prot. II S. 11), zumal die Privatklägerin aufgrund der klaren Lichtver-
hältnisse und ihrer auffälligen hellblauen Hose gut erkennbar war (Urk. 9 S. 2).
Der diesbezügliche Erklärungsversuch der Beschuldigten, die Privatklägerin habe
hinter der Hausecke gelegen (Urk. 4 S. 5), ist jedenfalls aufgrund der Gegeben-
heiten und der Spuren am Unfallort (Urk. 9 S. 1 ff.) widerlegt, unabhängig davon,
wie die Endlage des Rumpfes der Privatklägerin nun ganz genau war.
Des Weiteren weisen die Aussagen der Beschuldigten diverse Widersprüche auf.
Dass sie einerseits am Unfallort weder ihr Fahrzeug begutachtet (Urk. 4 S. 5)
noch mit jemandem gesprochen (Urk. 4 S. 5), andererseits dann doch ihr Auto
angeschaut (Urk. 1 S. 5; Urk. 4 S. 5; Urk. 8 S. 2) und mit der Privatklägerin ge-
sprochen haben will (Urk. 8 S. 4; Prot. II S. 10), ist bereits der Vorinstanz aufgefal-
len (Urk. 73 S. 25/26). Sodann mutet seltsam an, wenn die Beschuldigte in der
Einvernahme vom 30. Mai 2011 aussagt, sie fühle sich "pudelwohl", sei "fit wie ein
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Turnschuh" und habe am Tag des Unfalls eine Stunde Walking am Greifensee
gemacht (Urk. 4 S. 3), um dann mit zunehmender Verfahrensdauer geltend zu
machen, sie könne entgegen den Aussagen des Zeugen D._ gar nicht ver-
sucht haben, die Privatklägerin aufzurichten bzw. von ihrem Fahrzeug wegzuzie-
hen, weil sie gesundheitliche Probleme habe (Urk. 8 S. 6/7; Urk. 61 S. 3; Urk. 88
S. 4). Besonders auffällig wird dieser Widerspruch insbesondere dann, wenn die
Beschuldigte vorbringen lässt, sie könne sich aufgrund ihrer Beschwerden nicht
zu einer auf der Strasse liegenden Person "bücken" (Urk. 43/3; Urk. 88 S. 4), sel-
ber aber angibt, sich am Tag des Unfalls zur Privatklägerin hin "gebeugt" zu ha-
ben (Urk. 4 S. 2).
Hingegen kann – mit der Verteidigung (Urk. 88 S. 10) und entgegen der Vorin-
stanz (Urk. 73 S. 26) – aus dem Umstand, dass die Beschuldigte in der Einver-
nahme vom 30. Mai 2011 zu Protokoll gab, die Privatklägerin müsse ihr ins Fahr-
zeug gelaufen sein, als sie da gestanden habe (Urk. 4 S. 4, S. 5), nichts zu Un-
gunsten der Beschuldigten abgeleitet werden. Einerseits handelte es sich bei die-
ser (einzig in der Einvernahme vom 30. Mai 2011 gemachten) Aussage der Be-
schuldigten bloss um eine Mutmassung, wobei die Beschuldigte gleichzeitig vor-
brachte, sie könne sich die Spurenübereinstimmung nicht erklären und es könnte
ja auch ein anderes Fahrzeug mit derselben Stossstange die Privatklägerin umge-
fahren haben (Urk. 4 S. 4). Andererseits kann die im Zusammenhang mit dem
Vorhalt des Vorberichts des Forensischen Instituts Zürich vom 13. Mai 2011
(Urk. 10) durch den einvernehmenden Beamten offen formulierte und mehrfach
wiederholte Frage, was die Beschuldigte zur festgestellten "Spurenübereinstim-
mung" zwischen der Stossstange ihres Fahrzeuges und der Hose der Privatkläge-
rin zu sagen habe (Urk. 4 S. 4), tatsächlich so verstanden werden, als ob im ge-
nannten Vorbericht entweder eine gegenseitige Spurenübereinstimmung oder die
Stossstange der Beschuldigten als ausschliessliche Spurengeberin festgestellt
worden wäre. Da dies jedoch gemäss dem Gutachten des Forensischen Instituts
vom 13. April 2012 nicht den Tatsachen entspricht (Urk. 11/7 S. 6, S. 7), wäre
damit die Verwertbarkeit der Antwort der Beschuldigten auf die vorerwähnte Fra-
ge ohnehin zweifelhaft (Art. 140 Abs. 1 StPO). Ebenso nicht zum Nachteil der Be-
schuldigten wirkt sich schliesslich ihr Vorbringen aus, es könne nicht sein, dass
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sie die Privatklägerin angefahren habe, weil sie die Geräusche ihres Fahrzeuges
kenne und als Musikerin besonders auf Geräusche achte (Urk. 4 S. 4/5). Da die
Beschuldigte vor ihrer Pensionierung tatsächlich Berufsmusikerin war (Urk. 16/3;
Prot. II S. 7), liegt es durchaus im Bereich des Möglichen, dass ihr Gehör als
Wahrnehmungsorgan besonders geschult ist und sie deshalb Geräusche besser
bzw. bewusster wahrnimmt als eine Durchschnittsperson. Insofern ist ihre ent-
sprechende Aussage nicht als Lügensignal zu deuten (Urk. 73 S. 26; Urk. 88
S. 9/10).
Insgesamt ist dennoch festzuhalten, dass die Ausführungen der Beschuldigten
nicht nur diverse Unstimmigkeiten aufweisen, sondern ihre Schilderungen zu den
Geschehnissen am Unfallort generell detailarm und damit unglaubhaft ausfielen.
Folglich lässt sich mit ihren Aussagen der Sachverhalt nicht erstellen. Es lässt
sich aber auch kein anderer Ablauf der Geschehnisse erstellen.
7. Die Aussagen der Privatklägerin taugen ebenfalls kaum zur Wahrheitsfin-
dung. Zwar gilt bei ihr wie bei der Beschuldigten, dass sie aufgrund ihrer Partei-
stellung Interesse an einem für sie positiven Ausgang des Verfahrens haben dürf-
te, indessen wegen ihrer Parteistellung alleine keine wesentlichen Abstriche an ih-
rer Glaubwürdigkeit vorzunehmen sind. Aber auch ihre Aussagen als solche er-
geben kein überzeugendes Bild. So gab die Privatklägerin am 27. März 2011 ge-
genüber der Polizei an, sie könne keine Angaben zum Fahrzeug, welches sie an-
gefahren habe, machen (Urk. 1 S. 6). Am 1. April 2011 erklärte sie dann, sie habe
eher ein dunkleres Auto und kein weisses in Erinnerung, aber sie könne es nicht
genau sagen. Sie habe das Auto nie genau gesehen (Urk. 1 S. 6). In der staats-
anwaltschaftlichen Einvernahme vom 4. Oktober 2011 bestätigte sie zunächst ihre
gegenüber der Polizei gemachten Aussagen, machte dann aber trotzdem geltend,
beim dunklen bzw. braun-gelben Auto müsse es sich um das vorangehende ge-
handelt haben, welches sie nicht angefahren habe (Urk. 7 S. 3, S. 5, S. 6). Nicht
weniger widersprüchlich fielen ihre Aussagen zum Tathergang aus. In der polizei-
lichen Einvernahme vom 27. März 2011 brachte die Privatklägerin vor, dass ein
Auto von der F._-strasse herkommend vor ihr in Richtung Zentrum gefahren
und das nachfolgende Auto dem ersten "einfach nachgezogen" sei (Urk. 1 S. 6).
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Auch diese Aussage bestätigte sie anfänglich bei der Staatsanwaltschaft (Urk. 7
S. 3), gab jedoch später zu Protokoll, dass sie, nachdem das erste Fahrzeug vor-
beigefahren sei, zuerst noch nach links geschaut und kein Fahrzeug gesehen ha-
be. Erst als sie weitergelaufen sei, sei das zweite Fahrzeug "da" gewesen und ihr
ins Bein gefahren (Urk. 7 S. 4, S. 5/6). Auch zur eigentlichen Kollision gab sie un-
terschiedliche Versionen ab. So will sie einmal vom rechten Rad am Unterschen-
kel getroffen worden sein (Urk. 7 S. 6) und ein andermal vom Kotflügel (Urk. 7
S. 7). Weiter erklärte die Privatklägerin gegenüber der Staatsanwaltschaft, sie ha-
be die Beschuldigte nie wahrgenommen und sie könne sich nicht an einen weis-
sen Polo erinnern, da sie einen Schock erlitten habe, um wenige Fragen später
wiederum vorzubringen, es sei die Beschuldigte gewesen, die in sie hineingefah-
ren sei (Urk. 7 S. 4). Ausserdem soll das zweite Auto, welches sie angefahren
habe, in dieselbe Richtung gefahren sein, wie das erste Auto (Urk. 7 S. 8), obwohl
die Beschuldigte nachweislich nicht nach links in Richtung Zentrum, sondern nach
rechts abbog (Urk. 9 S. 2).
Dass die Schilderungen der Privatklägerin reich an Widersprüchen und teilweise
von spekulativer Natur sind, erstaunt vor dem Hintergrund des von ihr im Zusam-
menhang mit dem Unfall vom 26. März 2011 Erlebten nicht. Entgegen der Ansicht
der Verteidigung (Urk. 88 S. 7) kann der Privatklägerin gestützt auf die allgemeine
Lebenserfahrung ohne Weiteres geglaubt werden, wenn sie geltend macht, sich
an gewisse Umstände des Unfalls nicht mehr erinnern zu können, weil sie auf-
grund der Kollision einen Schock erlitten habe, ohnmächtig geworden und erst am
Abend im Spital wieder aufgewacht sei (Urk. 7 S. 3, S. 4, S. 7, S. 8). Zudem
musste die Privatklägerin als damals 81-jährige Frau in der Zeit zwischen dem
Unfall und ihrer staatsanwaltschaftlichen Einvernahme insgesamt zwölf Operatio-
nen unter Vollnarkose über sich ergehen lassen (Urk. 7 S. 1; Urk. 12/3 S. 2).
Wenn die Verteidigung dennoch vorbringt, die Aussagen der Privatklägerin "erster
Stunde", wonach das Unfallfahrzeug Fahrerflucht begangen habe, seien glaubhaft
und vermöchten die Beschuldigte zu entlasten (Urk. 88 S. 7), so verfängt dies aus
mehreren Gründen nicht. Die Privatklägerin erwähnte nämlich in ihrer ersten Ein-
vernahme vom 27. März 2013 im Spital Uster gegenüber der Polizei mit keinem
Wort, dass das Fahrzeug, welches sie angefahren habe, Fahrerflucht begangen
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habe (Urk. 1 S. 6). Auch aus dem von ihr geäusserten Satz, das nachfolgende
Auto sei dem vorausfahrenden "einfach nachgezogen", kann nicht geschlossen
werden, dass die Privatklägerin damit Fahrerflucht meinte. Denn sie sagte anläss-
lich ihrer Einvernahme im Spital Uster nicht aus, das zweite Fahrzeug sei dem
ersten nach der Kollision nachgezogen, sondern das nachfolgende Fahrzeug sei
dem ersten nachgezogen, obwohl sie bereits am Weitergehen gewesen sei
(Urk. 1 S. 6). Damit bezieht sich der von der Privatklägerin gewählte der Ausdruck
"nachziehen" auf die Geschehnisse vor der Kollision und ist so zu verstehen, dass
das zweite Fahrzeug einfach weiterfuhr, obwohl sie sich bereits vor diesem auf
dem Trottoir der G._-strasse befand. Die Privatklägerin kann denn auch gar
nicht wissen, ob das fragliche Fahrzeug nach dem Unfall Fahrerflucht beging oder
nicht, da sie – wie vorstehend dargelegt – bei der Kollision einen Schock erlitten
hatte und sich von da an nicht mehr an die Geschehnisse am Unfallort erinnern
kann (Urk. 7 S. 3, S. 4, S. 6, S. 7). Demzufolge ist auch ihrer Unfallmeldung zu-
handen der ... Versicherungen AG vom 4. April 2011, worin sie angab, dass sie
beim Überqueren der Fahrbahn von einem Auto gestreift und der Fahrer des Au-
tos weiter gefahren sei (Urk. 31 S. 3), keine besondere Bedeutung beizumessen.
Zusammengefasst erweisen sich die Aussagen der Privatklägerin als derart wi-
dersprüchlich und spekulativ, dass sich damit weder der Anklagesachverhalt er-
stellen lässt noch ein anderer Geschehensablauf, wie beispielsweise die Kollision
mit einem vorausfahrenden Geländefahrzeug. Auf ihre Aussagen kann somit nicht
abgestützt werden, sie vermögen die Beschuldigte weder zu belasten noch zu
entlasten.
8. In Bezug auf die Aussagen des Zeugen D._ ist mit der Vorinstanz fest-
zustellen, dass seine Aussagen konstant, detailliert und grundsätzlich stimmig
ausfielen und keine Phantasie- oder Lügensignale aufweisen (Urk. 73 S. 23). So
sagte er sowohl gegenüber der Polizei wie auch der Staatsanwaltschaft nahezu
deckungsgleich aus, wie er an jenem Tag von seinem Geschäft aus zur F._-
strasse geschaut und gesehen habe, wie die Beschuldigte versucht habe, die am
Boden neben dem weissen Polo liegende Privatklägerin aufzustellen. Daraufhin
sei er hinüber zur Unfallstelle gegangen und habe nachgefragt, ob bereits jemand
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den Notarzt verständigt habe. Da dies nicht der Fall gewesen sei, habe er den An-
ruf gemacht. Nach dem Telefonat habe die Beschuldigte immer noch versucht,
die Privatklägerin aufzustellen und von ihrem Fahrzeug wegzubringen. Er habe
deshalb zur Beschuldigten gesagt, sie solle die Privatklägerin liegenlassen. Da
die Privatklägerin aus dem Kopf geblutet habe, habe er im H._ einen Lum-
pen geholt. Anschliessend habe er sich mit der Beschuldigten unterhalten, wobei
diese immer wieder gesagt habe, dass sie gar nicht wisse, wie das genau passiert
sei. Die Privatklägerin müsse ihr irgendwie ins Auto gelaufen sein. Zudem habe
die Beschuldigte die Front ihres weissen Polos angeschaut. Als er den Notarzt
habe kommen hören, habe er gedacht, dass er nicht mehr zwingend gebraucht
werde, und sei gegangen (Urk. 1 S. 5; Urk. 5 S. 2; Urk. 6 S. 2 ff.). Weiter fällt bei
der Betrachtung der Aussagen des Zeugen D._ auf, dass dieser äusserst zu-
rückhaltend aussagte, indem er jeweils angab, wenn sich bei seinen Antworten
nicht sicher war oder zu einzelnen Umständen keine Angaben machen konnte
(Urk. 6 S. 3 ff.), was seine Schilderungen umso glaubhafter erscheinen lässt.
Hingegen konnte der Zeuge D._ zum eigentlichen Unfallhergang keine Aus-
sagen aus eigener Wahrnehmung machen, da er erst später auf das Geschehen
am Unfallort aufmerksam wurde (Urk. 6 S. 2, S. 4, S. 5). So gab er an, sich erst in
Richtung F._-strasse umgedreht zu haben, als er "etwas" (Urk. 5 S. 2; Urk. 6
S. 4) bzw. "aufgeregte Stimmen" (Urk. 6 S. 4) bzw. "Leute, welche laut gespro-
chen haben" gehört habe, wobei vor dem H._ "eine Aufregung" gewesen sei
(Urk. 6 S. 3). Demzufolge müssen sich zu diesem Zeitpunkt bereits mehrere Per-
sonen an der Unfallstelle aufgehalten haben, wie auch seine weiteren Ausführun-
gen zum Ausdruck bringen. So sagte er beispielsweise, dass er, als er dort ange-
kommen sei, gefragt habe, ob bereits "jemand" den Notarzt gewählt habe (Urk. 5
S. 2; Urk. 6 S. 3), oder dass dort "keine anwesende Person den Eindruck" ge-
macht habe, zur Beschuldigten zu gehören (Urk. 5 S. 2). Damit ist – entgegen der
Vorinstanz – eine Verwechslung der Beschuldigten durch den Zeugen D._
mit einer anderen Person am Unfallort nicht deshalb ausgeschlossen, weil nach
dessen Aussagen keine weiteren Personen vor Ort waren (Urk. 73 S. 31). Eine
Verwechslung erscheint aber dennoch unwahrscheinlich, konnte doch der Zeuge
D._ die Beschuldigte anlässlich der staatsanwaltschaftlichen Einvernahme
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vom 4. Oktober 2011 zweifelsfrei als diejenige Person identifizieren, welche die
Privatklägerin an jenem Tag vom Auto weggezogen und zu ihm gesagt habe, die-
se müsse ihr irgendwie ins Auto gelaufen sein (Urk. 6 S. 2, S. 5). Allerdings ist
hierbei ebenfalls festzuhalten, dass es sich bei der Aussage der Beschuldigten,
die Privatklägerin müsse ihr irgendwie ins Auto gelaufen sein, wie schon bei der
gleichen von ihr am 30. Mai 2011 gegenüber der Polizei gemachten Aussage
(Urk. 4 S. 4), bloss um eine Mutmassung handelt und die Beschuldigte gleichzei-
tig vorbrachte, sie wisse nicht, wie das passiert sei (Urk. 5 S. 2; Urk. 6 S. 5). Des-
halb lässt sich alleine daraus nicht ableiten, dass zwingend sie die Privatklägerin
angefahren haben muss. So musste denn auch der Zeuge D._ am Ende sei-
ner polizeilichen Einvernahme eingestehen, er sei aufgrund der Äusserungen der
Beschuldigten am Unfallort einfach davon ausgegangen, dass diese die Lenkerin
des fraglichen Fahrzeugs gewesen sei (Urk. 5 S. 2/3). Folglich sprach er in seiner
staatsanwaltschaftlichen Einvernahme von der Beschuldigten zu Recht nur noch
als "vermeintliche Unfallverursacherin" (Urk. 6 S. 3). Des Weiteren soll die Be-
schuldigte die genannten Worte in Mundart formuliert haben ("Ich weiss nüd, wie
das passiert isch. Sie mues mir irgend wie is Auto gloffä sie."; Urk. 5 S. 2; Urk. 6
S. 5), obwohl sie ursprünglich aus Belgien stammt (Prot. II S. 6) und deshalb – so
auch anlässlich der Berufungsverhandlung – grundsätzlich Hochdeutsch spricht
(Urk. 4 S. 1; Prot. II S. 5). Zudem war an der Berufungsverhandlung der flämische
Akzent im Deutsch der Beschuldigten noch deutlich zu hören und deshalb das
von ihr Gesagte nicht immer einfach zu verstehen, insbesondere dann, wenn sie
schnell sprach. Damit erscheint vorliegend, sollte die Beschuldigte am Unfallort
tatsächlich in Mundart gesprochen haben, nicht ausgeschlossen, dass der Zeuge
D._, welcher bereits aufgrund der Position des Fahrzeugs von einer Beteili-
gung der Beschuldigten am Unfall ausging, als er sich zum Unfallort begab (Urk. 6
S. 7), diese allenfalls falsch verstanden bzw. ihre Aussagen falsch interpretiert
haben könnte.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass sich den Angaben des Zeugen
D._ nichts entnehmen lässt, mit dem sich der Anklagesachverhalt direkt und
zweifelsfrei erstellen liesse. Er hat insbesondere nicht gesehen, ob die Beschul-
digte oder ein anderes Fahrzeug die Privatklägerin angefahren hat.
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9. Aus den medizinischen Akten (Urk. 12/1-9) ergeben sich detaillierte Anga-
ben zum Verletzungsbild der Privatklägerin. Für die Beantwortung der Frage, wer
Unfallverursacher war, lassen sich jedoch keine Angaben entnehmen.
10. Bleibt schliesslich noch das Gutachten des Forensischen Instituts Zürich
vom 13. April 2012 (Urk. 11/7). Dazu kann grundsätzlich auf die Ausführungen der
Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 73 S. 27 ff.; Art. 82 Abs. 4 StPO). Diese führt
im Sinne eines Fazits in zutreffender Weise aus, das Gutachten stelle lediglich
fest, dass eine einseitige Spurenübertragung wie auch eine korrespondierende
und lagegerechte Spurenhöhe in Bezug auf die Stossstange vorliege und dass
die Spurenübertragung typisch für einen Kollisionskontakt sei. Somit komme das
Fahrzeug der Beschuldigten als dasjenige, welches in die Kollision mit der Privat-
klägerin involviert gewesen sei, in Betracht (Urk. 73 S. 29). Allerdings genügt die
blosse Möglichkeit, dass die Privatklägerin vom Fahrzeug der Beschuldigten an-
gefahren worden sein könnte, nicht für einen rechtsgenügenden Nachweis des
Anklagesachverhalts. Das Gutachten hält nämlich ausdrücklich fest, dass am
Fahrzeug der Beschuldigten kein Material von der Hose der Privatklägerin sicher-
gestellt werden konnte und dass der an der Hose der Privatklägerin sichergestell-
te Kunststoff auch von einem anderen Fahrzeug stammen könnte (Urk. 11/7 S. 6).
Zudem waren dem Gutachten zufolge am Unfalltag allein schon im Bezirk Uster
30 Fahrzeuge vom gleichen Typ wie demjenigen der Beschuldigten eingelöst
(Urk. 11/7 S. 7). Auch wenn das Gutachten diese Umstände in der Folge ausführ-
lich behandelt und durchaus schlüssig zu erklären vermag, so beispielsweise,
dass die Spurensicherung am Fahrzeug der Beschuldigten erst sechs Tage nach
dem Unfall erfolgt sei und deshalb daran keine Textilfasern der Hose der Privat-
klägerin sichergestellt werden konnten (Urk. 11/7 S. 6), so ändert das nichts da-
ran, dass damit die Kollision zwischen einem anderen Fahrzeug und der Privat-
klägerin nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden kann.
11. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder die Aussagen der im Zu-
sammenhang mit dem Unfall vom 26. März 2011 einvernommenen Personen
noch die übrigen bei den Akten liegenden Beweismittel einen wesentlichen Bei-
trag für die Erstellung des eingeklagten Sachverhalts zu leisten vermögen. Zwar
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sind vorliegend durchaus Anhaltspunkte gegeben, die für die Täterschaft der Be-
schuldigten sprechen. So ist insbesondere das widersprüchliche und zurückhal-
tende Aussageverhalten der Beschuldigten ein Indiz dafür, dass sich das Ge-
schehen anders als von ihr dargelegt abgespielt haben könnte bzw. sie allenfalls
gewisse (belastende) Tatsachen nicht preisgeben will. Auch die glaubhaften Aus-
sagen des Zeugen D._, wonach die Beschuldigte die Privatklägerin nach
dem Unfall wegzuziehen versucht und sich in der Folge ihr Fahrzeug angeschaut
habe, sowie die Endlage des Fahrzeugs der Beschuldigten, welches in unmittel-
barer Nähe zur Privatklägerin und fast zur Hälfte in die G._-strasse ragend
abgestellt wurde, deuten auf eine Beteiligung der Beschuldigten am Unfall hin.
Jedoch reichen diese einzelnen Hinweise nicht aus, um von einer eigentlichen
"Indizienkette" sprechen und der Beschuldigten den Anklagesachverhalt rechts-
genügend nachweisen zu können. Dies ist unter anderem auch darauf zurückzu-
führen, dass die Untersuchung zu Beginn mangelhaft geführt wurde bzw. die Poli-
zei zunächst nicht in Betracht zog, dass die Beschuldigte allenfalls doch etwas mit
der Verursachung des Unfalls zu tun haben könnte. Insbesondere wurde ver-
säumt, am Unfallort die Endlage des Fahrzeuges und des Rumpfes der Privatklä-
gerin mit Kreide einzuzeichnen sowie umgehend allfällige Spuren am Fahrzeug
der Beschuldigten zu sichern. Zudem hätte damals, als die Erinnerungen an das
am Unfalltag Beobachtete noch frisch waren, nicht nur der Zeuge D._, son-
dern auch die am Unfallort anwesende E._ rechtskonform einvernommen
werden müssen. Somit ist vorliegend zwar eher wenig wahrscheinlich, aber nicht
völlig ausgeschlossen, dass die Privatklägerin doch von einer unbekannten Dritt-
person und nicht von der Beschuldigten angefahren wurde. Da sich – wie oben
erwähnt – die fehlende Nachweisbarkeit von Tatsachen nicht zum Nachteil der
Beschuldigten auswirken darf, ist sie in Anwendung des Grundsatzes "in dubio
pro reo" freizusprechen.
IV. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe
ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Nachdem die Be-
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schuldigte mit ihren Anträgen in der Sache vollumfänglich durchdringt, ist die vor-
instanzliche Kostenfestsetzung zu bestätigen (Dispositiv-Ziffer 5; Urk. 73 S. 40)
und es sind die Kosten der Untersuchung sowie des gerichtlichen Verfahrens bei-
der Instanzen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
2. Wird die beschuldigte Person ganz oder teilweise freigesprochen, so hat sie
nach Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO insbesondere Anspruch auf die Entschädigung ih-
rer Aufwendungen für die angemessene Ausübung ihrer Verfahrensrechte. Die
Beschuldigte macht in diesem Zusammenhang einen Aufwand für die erbetene
Verteidigung in der Höhe von Fr. 14'527.80 für das erstinstanzliche Hauptverfah-
ren (Urk. 64/1-5) und Fr. 8'681.35 für das Berufungsverfahren (Urk. 89) geltend
(Urk. 88 S. 14). Diese Beträge erweisen sich als angemessen, weshalb der Be-
schuldigten eine Prozessentschädigung von insgesamt Fr. 23'209.15 aus der Ge-
richtskasse zuzusprechen ist.