# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 78b33869-e0c9-4766-9824-caee511e753a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1972,
war
vom 2
9.
Juni 1992 bis 3
1.
Mai 2016 als Fachleiter für die
Z._
angestellt
. In dieser Eigenschaft war er bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert (
Urk.
7/1). Vor dem
Ende der Versicherungsdeckung stürzte der Versicherte am
5.
Juni 2016 beim Auf
steigen auf sein Fahrrad (
Urk.
7/1).
Am nächsten Tag
suchte er
unter anderem
wegen Schulterschmerzen
seinen Hausarzt,
Dr.
med. A._
, Allgemein
medizin FMH, auf (
Urk.
7/7 S. 3).
Dr.
A._
diagnostizierte eine
Kontusion der Schulter links mit AC Luxation
Tossy
I und
attestierte
dem Versicherte
n
zunächst für die Zeit
vom
6.
bis 1
6.
Juni 2016
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
7/7 S. 3)
.
Alsdann veran
lasste
Dr.
A._
die MR-
Arthrogr
aphie
der linken Schulter im B._
vom 1
7.
Juni 2016 (
Urk.
7/7).
Die Suva erbrachte Heilbehandlungs- und
Taggeld
leistungen (
Urk.
7/8,
Urk.
7/16-18).
Sie richtete dem Versicherten
in der Folge
bis 17. Juli 2016 Taggelder aus (Urk. 7/15, Urk. 7/21, Urk. 7/65). Der Versicherte wurde bis 7. November 2016 durch Dr.
A._
hausärztlich betreut (Urk. 7/3 ff., Urk. 7/28).
1.2
Am 10. Juli 2017 wurde der Suva vom neuen Arbeitgeber des Versicherten ein Rückfall zum Unfall vom 5. Juni 2016 mit einer Arbeitsunfähigkeit ab 12. April 2017 gemeldet (Urk. 7/39).
Die Suva gab im
B._
die
MR-Arthro
graphie-Untersuchung
der linken Schulter des Ver
sicher
ten
vom 17. Juli 2017 in
Auftrag
(
Urk.
7/50).
Alsdann wurde der Versicherte am 1
7.
August 2017 durch
Dr.
med. C._
,
Orthopädische
Chirurgie FMH, Sport
medizin, unter
sucht (
Urk.
7/51). Am 2
3.
September 2017 nahm der Suva-Kreisarzt Stel
lung (
Urk.
7/54).
Der neue Hausarzt des Versicherten
,
Dr.
med. D._
, FMH Innere Medizin, Rheumatologie, attestierte dem Versicherten weiterhin
eine unfall
bedingte Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
7/55).
Mit Verfügung vom
8.
November 2017 lehnte die Suva eine Leistungspflicht ab dem 1
2.
April 2017 ab, weil auf
grund der medizinischen Unterlagen kein sicherer oder wahrscheinlicher
Kausal
zusammenhang zwischen dem Ereignis vom 5. Juni 2016 und den gemeldeten Beschwerden
bestehe
(Urk. 7/66). Dagegen erhob der Versicherte am 11. Dezember 2017 Einsprache (Urk. 7/72, unter Beilage der Stel
lungnahme von Dr.
D._
vom 5. Dezember 2017 [Urk. 7/72 S. 9-10]).
Am 3
0.
Mai 2018 gab
Dr.
med. E._
, Spezialärztin für Allgemein
chirurgie und Traumatol
ogie, Mitglied der FMH, Abteilung Versicherungsmedizin der Suva, eine chirurgische Beur
teilung ab
(
Urk.
7/77). Hernach
wies die Suva
die
Einsprache des Versicherten
mit
Einspracheentscheid
vom
1.
Juni 2018 ab (
Urk.
2).
2.
2.1
Dagegen
erhob
X._
am
5.
Juli 2018 Beschwerde. Er stell
t
e folgende Anträge
(
Urk.
1 S. 2)
:
«
1.
Es sei der Einsprache-Entscheid vom
1.
Juni 2018 bzw. die Verfügung vom
8.
November 2017 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer auch nach dem 1
2.
April 2017 UVG-Leistungen nach
Art.
10 und
Art.
16 UVG zu erbringen. Nach Erreichen des Endzustandes sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine
ent
spre
chende Rente und eine
angemessene Integritätsentschädigung auszu
richten.
2.
Eventualiter sei der Einsprache-Entscheid vom
1.
Juni 2018 bzw. die Verfü
gung vom
8.
November 2017 aufzuheben und die Sache zwecks ergänzender
Abklärung des medizinischen und erwerblichen Sachverhaltes sowie der Kau
s
alitätsfrage an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, um anschlies
send neu über einen allfälligen Anspruch des Beschwerdeführers auf weitere Leistungen aus UVG ab 1
2.
April 2017 zu entscheiden.
3.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge
n
zzgl. Mehrwertsteuer zu Lasten der
Gegenpartei
.
»
2.2
Mit Beschwerdeantwort vom 26. Juli 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde
, soweit darauf einzutreten sei
(Urk. 6, unter Beilage der Suva-Akten [Urk. 7/1-81]),
was dem Beschwerdeführer am
6.
August 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am
9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver
siche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der Beschwerdeführer macht einen Rückfall zum
Unfall
vom
5. Juni 2016
gel
tend. D
eshalb
finden auf den vorliegenden Fall
die bis 31. Dezember 2016 gültig
gewesenen Normen Anwendung
. Sie werden nachfolgend in dieser Fas
sung zitiert
.
1.2
Gemäss
Art.
6
Abs.
1
UVG werden
-
soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt
-
die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs
unfällen und Berufs
krank
heiten gewährt
.
Die Versicherung endet grundsätzlich mit dem 3
0.
Tag nach dem Tage, an dem der Anspruch auf mindestens den halben Lohn aufhört (
Art.
3
Abs.
2 UVG).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behand
lung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeits
un
fähig (Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversiche
rungsrechts,
ATSG
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge
schlossen
sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag
geld
leistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (
Art.
24
Abs.
1 UVG). Die Entschädi
gung wird mit der Invalidenrente festgesetzt oder, falls kein Rentenanspruch be
steht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung gewährt (
Art.
24
Abs.
2 UVG).
1.4
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfall
ereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversi
che
rung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
1.5
1.5.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.5.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der
Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich
hiebei
um eine anspruchsauf
hebende Tatfrage handelt, liegt abe
r die entsprechende Beweislast -
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege
ben ist
-
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
vergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.6
1.6.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.6.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.7
1.7.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.7.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
grün
det sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erheb
liche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt,
ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ab dem 1
2.
April 2017 für die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden leistungspflichtig ist, mithin ob diese Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom
5.
Juni 2016 stehen.
2.2
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
1.
Juni 2018 führte die
Beschwerde
gegnerin
im Wesentlichen
aus,
dass die vom Beschwerde
führer geltend gemach
ten Beschwerden
gemäss den Beurteilungen von Kreisarzt
Dr. med. F._
, Facharzt für
Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsap
parates,
vom 2
3.
September und
vom
2
3.
Oktober 2017 nicht unfallkausal
seien
. Als
dann sei
Dr.
E._
von der Suva Abteilung Versicherungsmedizin in
ih
r
er
Beur
teilung vom 3
0.
Mai 2018 zu
folgendem Schluss gekommen: E
s sei aus versiche
rungs
medizinischer Sicht davon auszugehen, dass die Beschwerden mit überwiegender Wahrschein
lichkeit maxi
mal noch 6 Monate
nach dem Unfall
ereignis
als u
nfall
bedingt angesehen werden ko
nnten. Diese Einschätzungen seien schlüssig und überzeugend. Abweichende näher be
gründete Beurteilungen seien nicht vorhan
den.
Dr.
D._
weise
in seiner Beur
teilung vom
5.
Dezember 2017 darauf hin, dass seit dem Unfall nie eine volle Schmerzfreiheit habe
erreicht werden können. Dazu
sei festzuhalten,
dass gemäss konstanter bundesge
richtlicher Praxis der zeitliche Aspekt allein keine wissen
schaftlich genügende Erklärungskraft als Beweis für eine (weiterbestehende) Unfallkausalität besitze (
Urk.
2 S.
3). Im Übrigen könne angesichts des Eintrags in der Krankengeschichte durch
Dr.
A._
vom
7.
November 2016, wonach der Beschwerdeführer nu
n
wieder die Schulter spüre, ohnehin nicht davon ausgegangen werden, dass nie eine Be
schwerde
freiheit bestanden habe. Es sei mithin davon auszugehen, dass mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit
ein Status quo sine
spätestens am 1
2
.
April 2017 erreicht gewesen sei respektive
damals
keine Unfallfolgen mehr gegeben gewesen seien. Ab diesem Zeitpunkt habe somit kein Anspruch auf weitere
Unf
allversicherungs
l
eistungen bestanden (
Urk.
2 S. 4).
2.3
Der Beschwerdeführer lässt demgegenüber im Wesentlichen vorbringen, dass er sei
t
seinem Eintritt ins Erwerbsleben zu 100
%
gearbeitet habe. Vor dem Unfall vom 5. Juni 2016 sei er als Fachleiter bei der
Z._
tätig gewesen (
Urk.
1 S. 6). Er sei Rechtshänder (
Urk.
1 S. 6-7). Gegen eine vorbeste
hende degenerative Entwicklung und Verneinung einer unfallbedingten Struktur
schädigung - wie dies der Kreisarzt behaupte - spreche insbesondere der Umstand, dass seine dominante rechte Hand/Schulter nicht betroffen sei.
Die ent
sprechende konsiliarische Aussage von
Dr.
E._
vom 3
0.
Mai 2018 sei weder nachvoll
zieh
bar noch begründet und schliesse die natürliche Kausalität
zum
Unfall vom
5.
Juni 2016 nicht aus. Vielmehr sei infolge des Unfallereignisses im MRI vom 1
7.
Juni
2016
erstmals eine Strukturschädigung/Fraktur der linken Schulter fest
gestellt worden. Dass die AC-Arthrose vorbestehend sein soll, wider
spr
e
ch
e
der Tatsache einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers vor dem Unfallereignis vom
5.
Juni 201
6.
Im Übrigen sei er vor dem Un
fallereignis nie wegen Schulterbeschwerden - weder links noch rechts - in ärztlicher Behand
lung gestanden.
Von einer Heilung der Unfallfolgen
oder von einer vor
bestehen
den AC-Gelenksarthrose - wie
dies der Kreisarzt in seiner Akten
beurteilung behaupte - könne keine Rede sein. Eine völlige Beschwerde
frei
heit sei
sodann
nie erreicht worden.
Dies sei auch von Dr.
A._
mit Schreiben vom 22. November 2016 bestätigt worden. Ihm seien aufgrund der unfallbedingten Beschwerden der linken Schulter weitere physiotherapeutische Behandlungen verordnet worden. Weitere Nachkontrollen bei Dr.
A._
seien wegen des Stellenantritts bei seiner neuen Arbeitgeberin per
1.
Oktober 2016 zunächst aus
geblieben. Er sei jedoch einmal pro Woche in die Physiotherapie gegangen und habe täglich Analgetika einnehmen müssen, weil die Schulterbeschwerden links bei Belastung wieder zugenommen hätten (
Urk.
1 S. 7).
3.
3.1
Gemäss der Beurteilung von
Dr.
med. G._
,
B._
,
fand sich bei der MR-
Arthrographie
der linken Schulter des Beschwerdeführers vom 1
7.
Juni 2016 keine Läsion der
Rotatorenmanschette
, ein Status nach Trauma
tisierung des AC-Gelenks ohne abgrenzbare Frak
t
urlinie sowie
eine
leichtgradige Zerrung des Ligamen
tum
conoideum
, deutliche
trabekuläre
Mikrofrakturen, aber ohne abgrenzbare Frakturlinie im
Akromion
,
dorsalseits
sowie minimal Flüssig
keit in der Bursa
sub
deltoidea
(
Urk.
7/7 S.
2).
3.2
Nach der Untersuchung des Beschwerdeführers vom 1
2.
Juni 2017 diagnostizierte Dr.
C._
am 1
3.
Juni 2017 einen Verdacht auf posttraumatische AC-Gelenks
arthrose links (
Urk.
7/36 S. 1). In seiner Beurteilung hielt er fest, dass sich beim Beschwerdeführer eine Trauma
tisierung mit posttraumatischer beginnender Arthro
se des AC-Gelenks zeige. Die im MRI beschriebene Bursa sei bei minimen
Impingementzeichen
nicht unbedingt schmerzursächlich (
Urk.
7/36 S. 2).
Dr.
C._
untersuchte den Beschwerdeführer a
m 1
7.
August 2017
ein weiteres Mal und
stellte die Diagnose traumatisierte AC-Gelenksarthrose Schulter links (
Urk.
7/51 S. 1). Dazu
hielt
er
fest, dass beim Beschwerde
führer weiterhin eine
aktivierte AC-Gelenksarthrose posttraumatischer Genese
vorliege
n würde (
Urk.
7/
51
S. 1
).
Nach der Untersuchung vom 2
8.
September 2017 hielt
Dr.
C._
ebenfalls
fest, dass beim Beschwerdeführer ein protrahierter Verlauf bei traumatisierter AC-Gelenksarthrose bestehe (
Urk.
7/58
S. 1
)
.
3.3
Bei
der von
Dr.
med.
H._
befundeten
MR-
Arthrographie
der linken Schulter des Beschwerdeführers
im
B._
vom 1
7.
Juli 2017 zeigte sich, dass die vorbestehende Reizung des AC-Gelenks im Verlauf etwas progredient war, ins
be
sondere betreffend
das laterale
Klavikulaende
,
sowie, dass die Mikrofrakturen im dorsalen Anteil des
Akromions
nahezu vollständig
regre
dient
waren. Zudem fand sich weiterhin kein Anhalt für eine Ruptur der
Rota
torenmanschette
(Urk.
7/50).
3.4
Kreisarzt
Dr.
F._
hielt in seine
n
Stellungnahme
n
vom 23. September
und 2
3.
Oktober
2017 fest, dass die bereits im MRI vom 1
7.
Juni 2016 festgestellte AC-Gelenksarthrose (12 Tage nach Ereignis) nicht unfallkausal sei. Die un
fall
kausale
Mikrofraktuierung
am
Akromion
sei gemäss MRI-Befund vom 1
7.
Juli 2017 vollständig
regredient
. Bei vorbestehender AC-Gelenksarthrose seien die aktuell geklagten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrschein
lichkeit auf das Ereignis vom
5.
Juni 2016 zurückzuführen
(
Urk.
7/54
,
Urk.
7/63 S. 2
).
3.
5
Dr.
E._
führte in ihrer Beurteilung vom 3
0.
Mai 2018 aus, dass der Unfall vom
5.
Juni 2016
beim Beschwerdeführer allerhöchstens eine Zerrung des
Ligamen
tum
conoideum
links, aber sicher eine Verschlimmerung eines Vorzustands, in diesem Fall eine beginnende Arthrose in seinem linken
Acromio
clavikular
(AC)-Gelenk
zur
F
olge hatte
. Es könne davon ausgegangen werden, dass
diese Ver
schlimmerung
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit
nach höchstens sechs Monaten wieder abge
klun
gen sei (
Urk.
7/77 S. 9).
4.
4.1
4.1.1
Auch Aktengutachten können beweiskräftig sein, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die Beurteilung eines an sich fest
steh
en
den medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte fachärztliche Befassung
mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteile des Bundesgerichts 9C_524/2017 vom 2
1.
März 2018 E.
5.1 und 9C_223/2014 vom
4.
Juni 2014 E.
6.1
, je
mit weiteren Hinweisen).
Diese Voraussetzungen sind vor
liegend erfüllt. Massgebend ist im Wesentlichen die ärztliche Beurteilung der Befunde
de
r
bild
gebenden Untersuchungen.
4.1.2
In ihrer chirurgischen Beurteilung vom
3
0.
Mai 2018 befasste sich
Dr.
E._
eingehend mit den Befunden
der MR-
Arthrographie
vom 1
7.
Juni 201
6.
In ihrer schlüssigen und überzeugenden Beurteilung zeigte die Fachärztin für Allge
mein
chirurgie und Traumatologie auf,
dass der Sturz mit dem Fahrrad vom 5. Juni 2016
keine objektivierbaren strukturellen Veränderungen am AC-Gelenk verur
sacht habe (
Urk.
7/77 S. 7).
4.1.3
Dr.
E._
führte sodann aus, dass der Unfall vom
5.
Juni 2016 höchstens eine Zerrung des Ligamentum
conoidem
bewirkt habe, welche spätestens nach Ablauf von 6 bis 8 Wochen abgeheilt sei (
Urk.
7/77 S. 8). Anzufügen ist, dass
gemäss dem
B
efund
der
MR-
Arthrographie
vom 17. Juli 2017 Mikrofrakturen im dorsalen Anteil des
Akromions
nahezu vollständig
regredient
waren.
Des Weiteren
fand sich weiterhin kein Anhalt für eine Ruptur der
Rotatorenmanschette
(Urk. 7/50).
4.1.4
Dr.
E._
wies
ferner
darauf hin, dass auf den Bildern zu
r
MR-
Arthrographie
der linken Schulter des Beschwerdeführers
vom 1
7.
Juni 2016
eine beginnende Arth
rose
im
linken AC-Gelenk
zu sehen sei. Im Bericht des
B._
zur MR-
Arthrograpie
vom 1
7.
Juni 2016 ist nebst der
Aufreibung
und Hyperintensität im Ansatzbereich des Ligamentum
conoideum
auch von einer leichtgradigen
sub
chondralen
T2-Hyperintensität des Knochenmarks der distalen Klavikula und wenig Flüssigkeit im AC-Gelenk die Rede (
Urk.
7/7 S. 2). Wohl spricht
Dr.
G._
, welcher diese MRI-Untersuchung
befundet
hat, im Bericht vom 1
7.
Juni 2016 nicht von einer beginnenden Arthrose, an der eigenen Beurteilung von
Dr.
E._
, dass es sich dabei um degenerative Veränderung handeln würde (
Urk.
7/77 S. 8), vermag dies aber keinen Zweifel zu begründen.
Sodann spricht
d
er Umstand, dass diese Veränderungen bereits 12 Tage nach dem Unfall vom
5
.
Juni 2016 sichtbar gewesen seien,
gemäss Dr.
E._
dafür
, dass sie nicht mit diesem Ereignis im Zusammenhang stünden
. Solche degenerativen Veränderungen würden sich nicht innert Tagen, sondern innert Monaten oder Jahren entwickeln
(
Urk.
7/77 S. 8). Kreisarzt
Dr.
F._
hielt am 2
4.
Oktober 2017 zudem fest, dass auch bei der konventionellen Röntgenuntersuchung vom 1
7.
Juni 2017 im Röntgenbild des linken Schulter
gelenks eine AC-Gelenks
ar
throse nach
weisbar
gewesen sei
(
Urk.
7/62 S. 1).
Aufgrund dieser bild
gebenden Befunde
gelangte er zum Schluss
, dass die AC-Gelenksarthrose nicht Folge des Unfalls vom
5
.
Juni 2016 ist, son
dern vorbestehend war
(
Urk.
7/62 S. 2)
.
Dr.
C._
sprach in seinem Bericht
13. Juni 2017 zunächst davon, dass sich beim Beschwerdeführer eine Trauma
tisierung mit posttrauma
tischer beginnender Arthrose des AC-Gelenks zeige
(Urk. 7/36 S.
2). Nach seiner Unter
suchung des Beschwerdeführers vom 1
7.
August
2017 hielt
Dr.
C._
sodann fest, dass beim Beschwerdeführer ein
e aktivierte AC-Gelenksarthrose
post
traumatischer Genese bestehe (Bericht vom 1
7.
August 2017 [
Urk.
7/51 S. 2]).
Weder in diesen Berichten noch in seinem Bericht vom 2
8.
September 2017
(
Urk.
7/58)
setzte sich
Dr.
C._
aber
mit
den
wenige Tage
nach dem Unfall vom
5
.
Juni 2016 erho
benen
Befunden
zum AC-Gelenk
der bild
gebenden Untersuchungen vom 1
7.
Juni 2016
aus
einander.
Der von
Dr.
C._
verwendete Begriff
«
post
trauma
tisch
»
impliziert
sodann
keinen
rechts
genüg
lichen
Kausalzusammenhang (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_24/2013 vom 1
8.
Juni 2013 E. 3.2).
Weil sich
Dr.
C._
in seinem Bericht vom 1
7.
August 2017
nicht mit der medi
zinischen Vorgeschichte
auseinander
ge
setz
t hat, kann
schliesslich
seine Aussage, wonach
sich
«weiterhin eine aktivierte AC-Gelenk
sarthrose,
post
trau
ma
tischer Genese» zeige (
Urk.
7/51 S. 2), nicht nach
vollzogen werden.
Im Gegensatz dazu vermag die
Beurteilung
von
Dr.
E._
zu überzeugen. Mit
Dr.
E._
ist somit davon auszugehen, dass
bei fehlen
den objektivierbaren struk
turellen Veränderungen am AC-Gelenk die unfallbedingte Verschlimmerung der vorbestehenden AC-Gelenksarth
rose sechs Monate nach dem Unfall vom
5
.
Juni 2016 abge
klungen ist (
Urk.
7/77 S. 9). In diesem Zeitpunkt war der
status
quo sine erreicht und die Beschwerdegegnerin war aufgrund des Unfalls vom
5.
Juni 2016 nicht mehr leistungspflichtig
.
Bei diesem Ergebnis erübrigen sich weitere Abklärungen.
4.1.5
Der Beschwerdeführer stellt sich auf den Standpunkt, dass
er
seit dem Unfall vom
5.
Juni 2016 durchgehend an Schulterbeschwerden gelitten habe (E. 2.2).
In der Krankengeschichte seines früheren Hausarzt
Dr.
A._
vom 2
1.
November 2016 ist zwischen dem 3
0.
Juni 2016 und dem
7.
November 2016 aber keine Konsul
tation eingetragen (
Urk.
7/28 S. 2), was gegen das Vorliegen
von (
behand
lungs
bedürftigen
) Schulterschmerzen spricht.
N
ach der Untersuchung vom
7.
Novem
ber 2016 hielt
Dr.
A._
unter anderem fest, dass das AC-Gelenk indolent sei (
Urk.
7/28 S. 2). Diesbezüglich hat der Beschwerdeführer mithin keine Schmerzen an
ge
geben.
Die Ausführungen des neuen Hausarztes des Beschwerde
führers Dr.
D._
vom 5. Dezember 2017, wonach trotz korrekter Behandlung mit Anal
getika und physikalische
r Therapie nach dem Unfall vom 5
. Juni 2016 nie eine völlige Schmerzfreiheit habe erreicht werden können und der Beschwer
deführer weiterhin nur unter Schmerzen gearbeitet habe (Urk. 7/72 S. 9), beruhen
somit
bloss
auf den subjektiven Aussagen des Beschwerdeführers selbst. Der Beschwer
de
führer begab sich erst am 12. April
2017 zu Dr.
D._
in Behandlung
(Urk. 7/72 S. 9), womit dieser Arzt erst dann aufgrund
eigener
Wahrnehmungen berichten konnte
. Wenn der Beschwerdeführer schliesslich vorbringt, er habe vor dem Unfall vom
5
.
Juni 2016 bezüglich der linken Schulter noch keine Beschwer
den gehabt (E. 2.2), so ist darauf hinzuweisen,
dass die Rechtsfigur
«
post
hoc, ergo
propter
hoc
»
, bei der eine Schädigung bereits deshalb als durch einen Unfall verursacht erachtet wird, weil sie
nach diesem aufgetreten ist, für die Annahme eines Kausal
zu
sammenhangs rechtsprechungsgemäss nicht genügt (BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
mit Hinweis).
4.2
Nach dem Gesagten hat di
e Beschwerde
gegnerin es somit zu Recht abgelehnt, dem Beschwerdeführer ab dem 12. April 2017 Heilbehandlungs- und Taggeld
leistungen zu erbringen.
4.
3
Mangels Kausalzusammenhang hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerde
führer auch keine Rente und keine Integritätsentschädigung
aus
zu
richten
. Die Beschwerde ist auch diesbezüglich abzuweisen (vgl. BGE 144 V 354 E. 4.2).
5.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.