# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 320f4afb-0723-462c-b97e-d9105e7784bb
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _1989, fuhr am Abend des 22. Februar 2005 gegen 18.45 Uhr in Begleitung ihrer Kollegin A._ und deren Mutter B._ von der Talstation in O.1_ mit der Seilbahn nach O.2_ hinauf, um auf dem beleuchteten Nachtschlittelweg zu schlitteln. X._ war mit Snowboardschuhen und einem Skihelm ausgerüstet. Die beleuchtete Nachtschlittelbahn von O.2_ nach O.1_ hinunter führte teilweise auch über die Skipiste. X._ sass hinter A._ auf einem an der Talstation in O.1_ gemieteten Holzschlitten. In einer Rechtskurve im Bereich der Örtlichkeit O.3_ verunfallten die beiden Mädchen, als sie vom Schlittelweg abkamen und über das am Rand der Piste angebrachte Stocknetz hinaus fuhren. Während A._ nur leicht verletzt wurde, schlug X._ mit dem Kopf an der Wand des sich dahinter befindlichen Stalles, dessen Eigentümer der Landwirt C._ war, auf. Sie erlitt dabei ein schweres Schädelhirntrauma mit diffusen Blutungen, eine Milzverletzung, einen Bruch des rechten Daumens sowie eine Unterkühlung. X._ wurde mit der Rega ins Kantonsspital nach O.4_ geflogen, wo sie während rund zwei Wochen bis zum 8. März 2005 hospitalisiert war. In der Folge wurde sie ins Rehabilitationszentrum des Kinderspitals O.5_ nach O.6_ überführt, wo sie sich bis zum 16. September 2005 aufhielt. Als Folge des Unfalls trug X._ leichte neuropsychologische Funktionsstörungen mit verstärkter Ermüdbarkeit, verminderter Belastbarkeit und leichter Persönlichkeitsveränderung davon. Seit dem Jahre 2006 leidet sie zudem unter chronischen posttraumatischen Kopfschmerzen in Form von  und Spannungskopfschmerzen. Aufgrund der gesundheitlichen Beschwerden konnte sie ihren Wunsch, ein Medizinstudium zu absolvieren und Ärztin zu werden, nicht verwirklichen. Des Weiteren musste sie auf gewisse sportliche Aktivitäten verzichten.
B. Mit Schreiben vom 27. Mai 2011 reichte X._ beim Vermittleramt des Bezirks Surselva ein Schlichtungsgesuch gegen die Betreiberin der Schlittelpiste, die Y._AG, ein. Anlässlich der am 29. Juni 2011 durchgeführten Schlichtungsverhandlung konnten die Parteien keine Einigung erzielen, weshalb der Vermittler der Gesuchstellerin die Klagebewilligung mit folgenden Rechtsbegehren ausstellte:
„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 50‘000.00 zuzüglich Zins von 5% seit dem 22.2.2005 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich der gesetzlich geschuldeten Mehrwertsteuer zulasten der Beklagten.“
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C. Mit Eingabe vom 6. September 2011 reichte X._ beim Bezirksgericht Surselva eine (Teil-)Klage ein, wobei ihre Rechtsbegehren unverändert blieben. Am 27. Oktober 2011 liess die Y._AG dem Bezirksgericht ihre Klageantwort zukommen mit dem Antrag, die Klage unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Klägerin abzuweisen.
D. Der zweite Schriftenwechsel brachte keine wesentlichen neuen Erkenntnisse; die Klägerin und die Beklagte hielten in der Replik und Duplik an ihren Rechtsbegehren unverändert fest.
E. Nach der Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Bezirksgericht Surselva mit Entscheid vom 13. Februar 2013, mitgeteilt am 2. Mai 2013, was folgt:
„1. Die Klage wird abgewiesen.
2.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 14‘500.80 (Entscheidgebühr CHF 12‘000.00, Kosten der Beweisführung CHF 2‘500.80) gehen zu Lasten der Klägerin und werden mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet. Der Restbetrag/Überschuss in Höhe von CHF 4‘499.20 wird der Klägerin erstattet.
b) Die Klägerin hat die Beklagte mit CHF 27‘145.60 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations