# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a0b4d210-100e-4927-b2ed-cbfb7e1b0dbc
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968, verheiratet und Mutter von drei 1996,
1998 und 2004 geborenen Kindern, ist gelernte Detailhandelsangestellte (
Urk.
7/6/1)
. Nach der Lehre übte sie
verschiedene
Erwerbst
ätigkeiten
aus
,
seit
2007
ist sie
aus
schliesslich
als
Hausfrau und Mutter tätig
(
Urk.
7/1-2 und
Urk.
7/8)
. Mit Ein
gabe vom 2
3.
Juli 2012 meldete sich die Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
aufgrund von Kopf-
,
Rücken- und Gelenkschmerzen sowie
wegen
psychischer Belastung
zum
Bezug von Leistun
gen der Invalidenversicherung an
(
Urk.
7/7 und 7/9)
.
Die IV-Stelle nahm
daraufhin
erwerbliche (
Urk.
7/1-2
und
Urk.
7/11
) und medizinische Abklärungen (
Urk.
7/12
und
Urk.
7/14-15
) vor und teilte der Versicherten a
m 3
0.
Juli 2012 mit, dass von Seiten der Invalidenversicherung keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen zur Ausrichtung gelangten, da sie seit Januar 2007 zu 100
%
im Haushalt tätig sei (
Urk.
7/10).
Mit Vorbescheid vom
7.
Januar 2013 stellte die IV-Stelle
sodann
die Abweisung des
B
egehrens
um Ausrichtung einer Rente
in Aussicht (
Urk.
7/18), wogegen die Versicherte beim hiesigen Gericht Be
schwerde erhob (
Urk.
1 im Verfahren IV.2013.00143). Mit Beschluss vom 1
9.
Februar 2013 trat das Gericht mangels Zuständigkeit nicht auf die Be
schwerde ein und überwies die Akten zur Beurteilung der Einwände gegen d
en Vorbescheid an die IV-Stelle
(
Urk.
7/21,
Urk.
7/23-26
und
Urk.
7/28)
.
Ohne weitere Abklärungen vorzunehmen
,
hielt die IV-Stelle
mit Verfügung vom
2
7.
Mai 2013 an ih
rem Entscheid fest und verneinte einen Rentenanspruch der Versicherten
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
4.
Juni 2013 Beschwerde (
Urk.
1) und bean
tragte eine von der IV-Stelle in Auftrag zu gebende gründliche medizinische Abklärung sowie die Prüfung einer Rente. In prozessualer Hinsicht stellte sie das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort
vom 2
7.
August 2013 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Das Gericht wies
das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung mit Verfügung vom 2
1.
Oktober 2013 ab
.
Die Versicherte verzichtete auf eine Replik
(
Urk.
10
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 1 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erziel
en könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog
. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allge
meine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind, und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemes
sung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in wel
chem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; spezifische Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E. 3.3.1).
Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnüt
zige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung über die Invaliden
versicherung; IVV).
1.5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der An
teil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.6
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode. Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter
werbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, d.h. ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung;
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter,
die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil 9C_915/2012 des Bundesge
richts vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
2.
Die IV-Stelle hatte di
e Verneinung
des Leistungsanspruchs damit beg
ründet, dass
bei der Beschwerdeführerin
aufgrund der Akten
kein Ges
undheitsschaden ausgewiesen sei
,
welcher
eine voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dau
ernde Erwerbsunfähigkeit verursache (
Urk.
2
S. 1
).
Da
gegen
bestreitet die Beschwerdeführerin die
von der Beschwerdegegnerin
lediglich aufgrund der Akten vorgen
ommene medizinische Beurteilung
und beantragt eine von der IV-Stelle zu veranlassende
,
gründliche medizinische Abklärung
. Weiter macht
e die Beschwerdeführerin
geltend, dass sie
von
der
Durchführungsstelle für Zusatzleistungen der Gemeinde
Y._
aufgefordert worden sei, einer zumutbaren Erwerbstätigkeit nachzugehen, andernfalls ihr und ihrem Ehemann, welcher eine ganze Invalidenrente beziehe, im Rahmen der Berechnung der Zusatzleistungen ein hypothetischer Verdienst angerechnet werde.
Aus gesundheitlichen Gründen könne sie aber weder Stellen suchen, noch sich dafür zur Verfügung stellen. Auch den Haushalt könne sie nur mit sehr viel Mühe erledigen (
Urk.
1).
3.
3.1
Die IV-Stelle stützte ihre Beurteilung
in Bezug auf die massgebende Qualifika
tion der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung
gemäss Feststellungsblatt
für den
Beschluss
vom
7.
Januar 2013
(
Urk.
7/16
) auf den eingeholten Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
7/1) sowie auf
die Angaben
der Versicherten im Anmelde
formular. Darin hatte
X._
angegeben
, dass sie
nicht erwerbstätig beziehungsweise
ab dem
1.
Januar 2007 als Hausfrau
tätig sei (
Urk.
7/
7
/4)
.
3.2
Im Rahmen des Einwandverfahrens hatte die Beschwerdeführerin das Schreiben der Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Gemeinde
Y._
(nachfolgend Durchführungsstelle)
vom
6.
Juli 2012 (
Urk.
7/25) ein
gereicht, mit welchem
die Besch
werdeführerin aufgefordert worden war
, sich bei der
regionalen Arbeitsverm
ittlungsstelle (RAV) anzumelden,
ab August 2012 monatlich 15
Stellenbemühungen einzureichen
oder mittels ausführlichem Arztzeugnis nachzuweisen, dass sie aus gesundheitlichen Gründen keiner E
rwerbstätigkeit nachgehen könne
. Falls die Beschwerdeführerin dies
er Auffor
derung nicht nachkomme
,
kündigte die Durchführungsstelle an
, dass
sie ihr
aufgrund der Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht
bei der Berechnung der Zusatzleistungen
ein hypothetisch
es Erwerbseinkommen an
rechnen
werde
.
Nach
dem die Beschwerdeführerin die Anmeldung bei der Invalidenversicherung eingereicht hatte,
wies die Durchführungsstelle
für Zusatzleistungen
die Be
schwerdeführerin mit Schreiben vom 2
4.
September 2012 (
Urk.
7/26)
weiter
darauf hin, dass eine Anmeldung bei der IV-Stelle sie solange nicht von der Verpflichtung zur umgehenden Anmeldung beim RAV, der Einreichung von monatlich 15 Arbeitsbemühungen oder eines ausführlich
en Arztzeugnisses ent
binde, bis ihr
die IV-Stelle eine Rente oder beruflic
he Massnahmen zugesprochen habe
. Sollte dies nicht der Fall sein, werde
ihr
bei der Berechnung der Zusatzleistungen
ab Februar 2013 ein hypothetisches Einkommen angerechnet (
Urk.
7/26).
Mit ihrem Einwand vom
6.
Februar 2013
(
Urk.
7/28),
und unter Beila
ge der vorste
henden Mitteilungen
der Durchführungsstelle hatte die Beschwerdeführe
rin die IV-Stelle darauf hingewiesen, dass sie aufgrund ihrer Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht einer zumutbaren Erwerbstätigkeit nachgehen müsse, aus gesundheitlichen Gründen jedoch nicht dazu in der Lage sei und sich daneben auch noch um ihre drei schulpflichtigen Kinder und den Ehemann kümmern müsse, welcher zu 100
%
invalid sei.
3.3
Trotz dieser verschiedenen Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin – wie von der Durchführungsstelle
gefordert beziehungsweise angedroht
- spätestens ab Februar 2013 und damit vor dem massgebenden Zeitpunkt des
Verfügungserlasses am
2
7.
Mai 2013;
(
Urk.
2) als Teilerwerbstätige
zu qualifizieren
sein könnte
, hat es die Beschwerdegegnerin
bisher
unterlassen, entsprechende Abklärungen vorzunehmen.
So ging sie der vordringlichen Frage
in welchem Umfang die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall einer Erwerbstätigkeit nachginge,
zu wenig nach.
4.
4.1
Im Rahmen
der
medizinischen Abklärungen hatte die IV-Stelle
sowohl
beim behandelnden Hausarzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für All
gemeine Medizin, als auch beim p
sychotherapeutischen A
m
bulatorium
A._
je
einen Bericht einge
holt (
Urk.
7/14 und
Urk.
7/15).
In seinem Bericht vom 1
0.
Oktober 2012 äusserte
Dr.
Z._
den Verdacht auf eine seit zirka 2007 bestehende depressive Entwicklung mit Somatisierung (chronische Rücken-, Fuss- u
nd Knieschmerzen, Kopf- und Nack
enschmerzen, Schlafstörung und rezidivierende Diarrhoe;
Urk.
7/14/1).
Dr.
Z._
führte wei
ter
aus, dass die Beschwerdeführerin in ihrer
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Blumenverkäuferin, Detailhandelsangestellte und seit 2007 als
Hausfrau seit zirka 2011 zu rund 50
%
arbeitsunfähig sei. Körperliche Einschränkungen bestünden aufgrund der diffusen rheumatischen Schmerzen sowie der vermin
derten Leistung und Belastbarkeit
;
I
n psychischer Hinsicht sei die Beschwerde
führerin depressiv und überfordert. Im Umfang von rund 2 – 3 Stunden pro Tag erachtete
Dr.
Z._
eine rein sitzende oder wechselbelastende Tätigkeit ohne Bücken, Über-Kopf-Arbeiten, Kauern, Knien oder auf Leitern/Gerüste
S
teigen und Heben/Tragen von maximal 10 kg als zumutbare leidensangepasste Tätig
keit und gab als zu berücksichtigende Punkte an, dass die Beschwerdeführerin eine Tätigkeit ohne zu grosse körperliche Bela
stung, mit ruhigem, stressfreiem
Arbeitsplatz
mit allgemeiner Rücksichtsnah
m
e
benötige. Weiter gab
Dr.
Z._
an, dass die Prognose von der erst seit kurzem begonnen
en
psychotherapeuti
schen
Behandlung
abhänge (
Urk.
7/14
)
.
Im Rahmen des Einwandverfahrens hatte die Beschwerdeführerin zudem das Arztzeugnis von
Dr.
Z._
vom 1
8.
Oktober 2012 eingereicht (
Urk.
7/23), in welchem dieser zu Handen der Arbeitslosenversicherung
die
seit zirka 2011 bestehende 50%ige Arbeitsunfähigkeit festhielt und ausführte, dass die Be
schwerdeführerin lediglich rückenschonende, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Heben von schweren Lasten ausüben könne (
Urk.
7/23).
4.2
Im Bericht des
p
sychotherapeutischen Ambulatorium
s
A._
vom 3
0.
Oktober 2012 attestierten
Dr.
med.
B._
und Psychotherapeutin
C._
eine seit zirka Juli 2012 bestehende Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21;
Urk.
7/15/2).
Für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Detailhandels
angestellte
erachteten sie die Beschwerdeführerin gestützt auf die Einschät
zung des Hausarztes seit längerem
als
zu 100
%
arbeitsunfähig und beschrieben als bestehende körperliche, geistige und psychische Einschränkungen eine Erschöpfung/grosse Müdigkeit, eine Antriebshemmung und diverse körperliche Beschwerden wie Adipositas, Fersensporn, Kopfschmerzen und Rückenschmer
zen
sowie ein eingeschränktes Konzentrationsvermögen und eine einge
schränk
te Belastbarkeit
. Ab zirka Februar 2013 erachteten sie eine Wiederauf
nahme
der
beruflichen Tätigkeit im Umfang von 20 – 30
%
als möglich (
Urk.
7/15/3 ff.)
.
4
.3
Die IV-Stelle unterbreitete die
B
erichte
von
Dr.
Z._ und des p
sychotherapeu
tischen Ambulatoriums
A._
dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) zur Prü
fung.
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Innere Medizin,
sowie
Dr.
med.
E._
, Fachärztin FMH für Arbeitsmedizin und Allgemeinmedizin, kamen am 1
1.
r
espektive
am
1
2.
Dezember 2012 zum Schluss, das
s bei der Beschwer
deführerin aus
versicherungsmedizinischer Sicht bei einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) ein Gesundheitsschaden mö
glich sei. Da aber gemäs
s
Arztbericht überwiegend wenn nicht sogar aus
schlies
slich psychosoziale Faktoren eine funktionelle Auswirkung auf die Ar
beits
fähigkeit im Haushalt h
ätt
en, sei kein Gesundheitsschaden im gesetzmässi
gen Sinne ausgewiesen. Um einer Chronifizierung Einhalt zu gebieten, seien der Beschwerdeführerin beziehungsweise der Familie
aus klinischer Erfahrung in erster Linie
Entlastungen im psychosozialen Bereich anzubieten. Dies obliege aber anderen Stellen (
Urk.
7/16/2f.).
Gestützt auf diese Beurteilung verneinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch.
4
.4
Da die IV-Stelle davon ausging, dass die Beschwerdeführerin als Hausfrau zu 100
%
im Aufgabenbereich tätig
sei
, aufgrund der Akten hingegen
eher
davon auszugehen ist, dass sie im massgebenden Zeitpunkt des Verfügungserlasses mindestens als Teilerw
erbstätige zu qualifizieren
gewesen wäre
und
die IV-Stelle
wie vorstehend ausgeführt
diesbezüglich ergänzende Sachverhaltsabklärungen vorzunehmen hat, kann im jetzigen Zeitpunkt aufgrund der Akten keine abschliessende Beurteilung der gesundheitlichen Einschränkungen
und von deren Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
vorgenommen werden.
E
in fachärztlicher
Bericht oder ein Gutachten, welches die rechtsprechungsgemässen Vorausset
zungen erfüllt und
gegebenenfalls
auch das Zusammenspiel der verschiedenen
Beschwerden
sowie die Auswirkun
gen derselben auf die Arbe
itsfähigkeit doku
mentiert,
fehlt
bisher
.
D
ie
allfälligen Einschränkungen der Beschwerdeführerin im
Aufgabenbereich oder in einer
leidensangepassten Tätigkeit
können deshalb
im jetzigen Z
eitpunkt
aus medizinischer Sicht
nicht
zuverlässig
beurteilt wer
den
.
Entgegen der Einschätzung der IV-Stelle bestehen aufgrund der Akten
(Berichte der behandelnden Ärzte;
Urk.
7/14,
Urk.
7/15 und
Urk.
7/23) jedoch
verschie
dene Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin an psychischen und/oder somatischen gesundheitlichen Einschränkungen leidet, die sowohl im Aufga
benbereich als auch bei der Ausübung einer Erwerbstätigkeit invalidisierende Auswirkungen haben könn
t
en und daher ebenfalls ergänzende medizinische Abklärungen erforderlich machen.
Dies
e
hat die IV-Stell
e no
ch
zu
tätigen
und entsprechende
medizinische Abklärungen
(allenfalls durch ein polydisziplinäres Gutachten)
zu veranlassen.
5
.
Zusammenfassend erweist sich der Sachverhalt als nicht genügend abgeklärt. Die vorliegenden Akten genügen nicht, um die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation sowie
die Einschränkungen im Aufgabenbereich
beziehungs
weise
die (Rest-)
Arbeitsfähigkeit
in
allfälligen leidensangepassten Tätigkeiten schlüs
sig zu beurteilen und über den Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu ent
scheiden. Die Verfügung vom 27. Mai 2013 ist daher aufzuheben und die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen und neuem Entscheid über den Renten
anspruch an die IV-Stelle zurückzuweisen.
Die IV-Stelle wird zudem vorab zu prüfen haben, ob berufliche Massnahmen anzuordnen sind, falls sich die Quali
fikation als zu 100
%
im Aufgabenbereich Tätige nicht bestätigt, von welcher die IV-Stelle in ihrer Mitteilung vom 3
0.
Juli 2012 ausgegangen war (
Urk.
7/10).
In diesem Sinne ist die Be
schwerde gutzuheissen.
6
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Die Koste
n sind ermes
sensweise auf Fr. 6
00.-- festzusetzen und (aufgrund der rechtsprechungsgemäss ebenfalls als vollständiges Obsiegen geltenden Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung) a
usgangsgemäss der Beschwerdegeg
nerin aufzuerlegen.