# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 65ef04f5-d7cc-4eba-ad76-4f39f9db2b2c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1976, war
seit dem Jahr 1997
ununterbrochen
bei der Schweizerischen Unfall
versicherungsanstalt (Suva)
gegen Unfälle
versichert
(vgl.
Urk.
8/171)
. Wegen chronischer Schmerzen und einer Beweglichkeits
-
minderung im rechten Handgelenk unterzog
er sich
am 20
.
Januar 2012 im
Spital Y._
einer radiologischen Untersuchung, bei
der
eine nicht konsolidierte alte Skaphoidfraktur und eine Radiokarpalarthrose
(Handgelenks
arthrose)
festgestellt wurden
(
Urk.
8/1)
. Am 20. Dezember 2012 wurde eine operativ
e 4-Corner-Fusion
am rechten Handgelenk
durchgeführt
, worauf der Versicherte bis zum 23. Dezember 2012 hospitalisiert blieb
. Im Austrittsbericht vom 21. Dezember 2012 wurde ein SLAC-wrist Grad III als Diagnose festgehal
ten
(
Urk.
8/4)
. In der Folge wurde der Versicherte ergotherapeutisch behandelt
(vgl.
Urk.
8/18)
.
Darüber wurde die Suva mit Unfallmeldung vom 17. April 2013 in Kenntnis gesetzt (vgl. Urk. 8/230).
Mit
ärztlicher Beurteilung vom
gleichen Tag
erachtete der Suv
a-Kreisarzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH
für Chirurgie
, die Skaphoidfraktur für überwiegend wahrscheinlich als unfallbedingt. Aufgrund der
konventionellen
Bilder
vom
20. Januar 2012
schätzte er
das Alter der Skaph
o
i
dpseudarthrose auf etwa zehn bis zwölf Jahre ein.
Somit habe sich der Versicherte die Fraktur mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im Suva-versicherten Zustand zugezogen (
Urk.
8/29).
Die Suva übernahm darauf die Heilbehandlungskosten und richtete dem Versicherten Tag
gelder aus (vgl. Urk. 8/20 und 8/24 ff.).
Aufgrund eines vom Versicherten beschri
e
bene
n Se
nsibil
i
tätsausfalls am
dritten Finger der rechten Hand (vgl.
Urk.
8/36 und 8/58)
erfolgte am 27. Juni 2013 im
Spital Y._
eine Karpaltunnelspaltung und eine Revision des rechten Handgelenks mit Osteotomie der dorsalen Radiuskante
(vgl.
Urk.
8/82 und 8/85)
.
Nachdem
ergotherapeutisch keine weiteren Fortschritte mehr erzielt werden konnten und neurographisch ein demyelinisierendes Karpaltunnel
syndrom festgestellt worden war
(vgl.
Urk.
8/86 und 8/103)
, wurde am 3.
Oktober 2013
im
Spital Y._
wegen persistierender Schmerzen
eine Handgelenksarthrodese dur
c
hgeführt
(vgl.
Urk.
8/117 und 8/122). A
m 14.
Februar 2014 wurde
im Rahmen eines ambulanten operativen Eingriffs
der Kirschnerdraht entfernt
(
Urk.
8/161
und 8/163
)
. Vom 16. April bis zum 21. Mai 2014 hielt sich der Versicherte in der Rehaklinik
A._
au
f
(vgl.
Urk.
8/177 und 8/180)
.
Im
Austrittsbericht vom 26.
Mai 2014
beurteilten
die behandelnden Ärzte
der Rehaklinik
A._
langfristig eine leichte Arbeit ganztags für zumutbar
(
Urk.
8/180 S. 2)
. Aus neurologischer Sicht wurde eine demyelinisie
rende Läsion
des Ramus dorsalis
nervi
ulnaris festgestellt
(Urk. 8/180 S. 3)
.
Am 19. August 2014 wurde die ambulante Ergotherapie sistiert, da keine Fort
schritte mehr erkennbar waren (vgl.
Urk.
8/197).
Am 30.
Oktober 2014 wurde
n
im
Spital Y._
eine Spaltung des 1.
Strecksehnenfaches
des rechten Handgelenks
, eine Handgelenksdenervierung
, ein Wechsel der beiden distalen Schrauben MCIII auf 2,7 LCP,
eine Re-Arthrodese
am Radiokarpalge
lenk und eine Arthrodese CMCII und II
I
mit Beckenkammspongiosa
vorgenom
men
(
Urk.
8/219)
.
In einem Bericht des
Spital
s
Y._
vom
24. Januar 2015
hielten die behandelnden Ärzte fest, dass der Versicherte
bei der letzten Untersuchung am 15. Januar 2015
von einer leichten Verbesserung der Beschwerden
berichtet
habe
; aus handchirurgischer Sicht könnten keine weite
ren Therapieoptionen mehr angeboten werden
, weshalb die Behandlung abge
schlossen werde (
Urk.
8/227)
. Am 20. April 2015 fand die kreisärztliche Abschlussuntersuchung statt, anlässlich welcher
Dr.
med.
B._
, Fach
ärztin FMH für Neurochirurgie,
den medizinischen Endzustand für erreicht erklärte
,
das Zumutbarkeitsprofil formulierte
und den Integritätsschaden auf 15 %
schätzte
(vgl.
Urk.
8/239
und 8/240
)
.
Mit Verfügung vom
24
.
April 2015
s
prach die Suva dem Versicherten
, ausge
hend von einer
1
5%igen Integritätseinbusse
und einem versicherten Jahresver
dienst von
Fr.
106‘800.--
, eine Integritätsentschädigung von Fr.
16
‘
020
.-- zu (Urk.
8/241
). Dagegen liess
d
er
Versicherte
Einsprache erheben
mit dem Antrag, es sei ihm ausgehend von einer Integritätseinbusse von 25 % eine Integritäts
entschädigung zuzusprechen
, da nicht die Arthrose im Vordergrund stehe, son
dern vielmehr die Versteifung des rechten Handgelenks
. Es sei daher die Suva-Tabelle 1, Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitä
ten, Hand, in Streckstellung und Pro- und Supination steif,
massgebend
(
Urk.
8/248)
. Die Suva wies die Einsprache mit Entscheid vom
3
.
August 2015
ab (Urk. 2 =
8
/
258
).
2.
Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom
25. August 2015
(Urk. 1) Beschwerde erheben. Sein
e damalige
Rechtsvertreter
in
, lic. iur.
O._
, beantragte, der Einspracheentscheid vom
3
.
August 2015
sei aufzuheben. Es sei
dem Beschwerdeführer eine 30%ige Integritäts
entschädigung
auszurichten
. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
1 S.
2)
. Die Beschwerdegegnerin beantragte am
18
.
September
2015 die Abweisung der Beschwerde
(Urk.
7
S. 2). Davon hat die Gegenpartei mit Verfü
gung vom
22
.
September
2015 Kenntnis erhalten (Urk.
9
).
Mit Schreiben vom 11. Dezember 2015 teilte lic. iur.
O._
dem Gericht mit, dass sie das Mandat per sofort niederlege und der Beschwerdeführer zukünftig durch Rechtsanwältin
Mirjam Stanek vertreten werde, welche dem Gericht sobald als möglich ihre Vollmacht zukommen lassen werde (
Urk.
10). Nach einer entspre
chenden Nachfrage von Seiten des Gerichts (vgl.
Urk.
11
) wurde die in Aussicht gestellte Vollmacht
, datierend
vom Dezember 2015
,
am
22. März 2016
einge
reicht (vgl.
Urk.
12 und 13
)
.
Auf die Ausführungen in den Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
16‘020.-- beträgt, mithin
Fr. 20‘000.-- nicht übersteigt (vgl. Urk.
1 und
2
), fällt die Beurteilung der Beschwerde in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer]).
2.
2.1
Nach Art. 24 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädi
gung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der kör
perlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet. Die Integritätsentschä
digung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
der Verordnung über die Unfallver
sicherung (
UVV
)
Gebrauch gemacht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des gan
zen Lebens minde
stens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere körperliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der
Integ
ritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und typi
sche Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes
(Ziff. 1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritäts
schäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsun
fähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teil
-
weisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritäts
schaden weniger als
5
%
des
Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (
Ziff.
2).
2.2
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der bundesrät
lichen Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht verbindlich, umso mehr als
Ziff.
1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala ange
gebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
3.
Im angefochtenen Einspracheentscheid vertrat die Beschwerdegegnerin den Stand
punkt
, es sei gestützt auf die Beurteilung ihrer Kreisärzte von eine
m
15%igen Integritäts
schaden
auszugehen. Gemäss der Suva-Tabelle
5
, Integri
tätss
chaden bei Arthrose
n
, bet
rage d
er
Integritäts
schaden
bei Hand
gelenks-Arthrosen mit
Gelenksresektion oder Arthrodese 15
%
(vgl. diesbezüg
lich auch die Suva-Tabelle 1, Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten, Hand, radiocarpale Arthrodese, 15
%
). Eine Arthrodese stelle stets eine operative Gelenkversteifung dar. Die beim Beschwerdeführer durchgeführte Handgelenkarthrodese sei damit ein Synonym für die von ihm einspracheweise geltend gemacht
e
Versteifung seines rechten Handgelenks und dürfe nicht mit der in der Suva-Tabelle 1 ebenfalls aufgeführten
Position
„Hand
,
in Streck
s
tel
lung und Pro- und Supination steif“ gleichgesetzt werden (
Urk.
2).
An diesen
Ausführungen
hielt die Beschwerdegegnerin auch im Beschwerdeverfahren fest (vgl.
Urk.
7).
Demgegenüber wird
von Seiten des Beschwerdeführers
der Standpunkt vertre
ten, die Suva-Tabelle 5
, Integritäts
schaden bei Arthrose
n
, sei vorliegend nicht anwendbar, da die Bewegungseinschränkung im Vordergrund stehe. Gemäss dem kreisärztlichen Untersuchungsbefund betrage die Handgelenksflexion/-extension rechts 0-0-0° und die Ulnar-/Radialduktion rechts 0-0-0°. Der Beschwerdeführer könne sein Handgelenk weder seitlich noch nach oben oder unten bewegen. Diesbezüglich bestehe eine von der Kreisärztin festgehalten
e
Beweglichkeit von 0-0-0°. Faktisch bedeute dies, dass das rechte Handgelenk steif sei, und zwar gemäss der Tabelle 1,
Integritätsschaden bei
Funktionsstö
rungen an den oberen Extremitäten,
Hand, steif
in Beugung oder Streckung von 4
5
°, mit einem Integritätsschaden von 30
%
.
In der Einsprache sei der Beschwerdeführer
noch
von einer Steifigkeit „in Streckstellung und in Pro- und Supination steif“ ausgegangen, wie dies auch in der entsprechenden Tabelle unter „Hand“ widergegeben werde. Dies sei in der Einsprache denn auch wort
wörtlich zitiert worden. Wenn der Kreisarzt in seiner neusten Stellungnahme nun vorbringe, dass diese Bewegung ausschliesslich mit dem Unterarm ausge
führt werden könne, so sei dies zutreffend. Es frage sich dann aber, was genau mit der in der Tabelle unter „Hand“ erwähnten „Pro- und Supination steif“ gemeint sei. Aufgrund des Einspracheentscheids und der nochmaligen Durch
sicht der medizinischen Akten sowie der Konsultation der anwendbaren Tabel
len komme der Beschwerdeführer zum Schluss, dass bei der von der Kreisärztin festgestellten faktischen Bewegungsunfähigkeit in Stre
c
kung und Beugung sowie in Ulnar- und Radialduktion eine 30%ige Integritätsentschädigung zugesprochen
werden
müsse, da der Beschwerdeführer sein rechtes Handgelenk nicht mehr in diese beiden Richtungen bewegen könne. Damit entfalle auch die Diskussion aufgrund der kreisärztlichen Stellungnahme, weshalb in der
fragli
chen
Tabelle unter „Hand“ von Pro- und Supination die Rede sei, wenn die Bewegung aus dem Unterarm/Ellenbogen ausgeführt werde
(
Urk.
1)
.
4
.
4
.1
Der Bericht der Suva-Kreisärztin
Dr.
B._
zur Untersuchung vom 2
0.
April 2015 enthält die folgende Diagnos
e
:
Persistierende belastastungsabhängige Handge
lenksbeschwerden rechts mit/bei
-
Status nach Diagnose einer nicht konsolidierten alten Skaphoidfraktur 2012
-
Status nach 4-Corner-Fusion am 20.12.2012
-
Status nach Karpaltunnelspaltung und Revision des rechten Handgelenks mit Osteotomie der dorsalen Radiuskante am 27.06.2013
-
Status nach Osteosynthesematerialentfernung und Handgelenks
arthro
dese sowie Transfixation Os capitatum zu Os lunatum am 03.10.2013
-
Status nach Kirschnerdrahten
t
fernung am 14.02.2014
-
Status nach Spaltung des
1.
Strecksehnenfachs, radialer Handgelenks
-
dener
vierung, Wechsel der beiden distalen Schrauben und Rearthrodese am Radiokarpalgelenk und Arthrodese CMC-II und CMC-III mit Becken
-
kammspongiose von links unter Belassung der Arthrodese
platte am 30.10.2014.
Die Ellbogenflexion/-extension beidseits betrage 130-0-0° und die Pro-/Supi
-
nation des Unterarms beidseits
sei
90-
0-
90°.
Handgelenksflexion/-extension rechts 0-0-0°, links 70-0-70°. Ulnar-/Radial
–ab
duktion recht
s
0-0-0°, links 50-0-20°.
Der Faustschluss beidseits sei komplett. Opposition Daumen-Kleinfing
erbasis rechts mit Sperrdistanz
1 cm (Provokation von brennenden Schmerzen an der Daumenbasis rechts beim Versuch, die Sperrdistanz zu überwinden), links kom
plett.
Daumenabduktion in der Palmarebene rechts 60°, links 70°. Senkrecht zur Palmarebene rechts 50°, links 70°. Daumen
f
lexion im MCP-Gelenk beidseits 70°, im IP-Gelenk beidseits 50°.
Flexion/Extension der Langfinger im MCP-Gelenk rechts 90-10-0°, links
90-0-0°. Flexion/Extension der Langfinger im PIP-Gelenk beidseits 90-0-0°. Flexion/Extension der Langfinger Dig. II-IV im DIP-Gelenk rechts 80-0-0°, links 90-0-0°, Kleinfinger beidseits 70-0-0°. Abstand Fingerkuppe Dig. II-V rechts
13 cm, links 14 cm. Abstand Dig. I-V rechts 19 cm, links 20 cm (Urk.
8/239
S.
4
).
4
.2
Dr.
B._
schätzte den Integritätsschaden auf
grund der erhobenen Befunde auf
15
%
. Zur Begründung führte sie an, dass
eine Handgelenksarthrodese
gemäss der Feinrastertabelle 5
, Integritätsschaden bei Arthrose
n
,
mit 15
%
bewertet werde. Der Status nach 4-Corner-Fusion sei dabei mitberücksichtigt, da hier
durch keine zusätzlichen funktionellen
Einschränkungen bestünden (Urk.
8/240).
4
.3
Am 2
2.
Mai 2015 vertrat der S
uva
-Kreisarzt
Dr.
C._
, Facharzt FMH für Chirurgie, die Auffassung, dass die Röntgenaufnahmen kurz vor der operati
ven Revision vom
3.
Oktober 2013 eine mässige bis mittelschwere Handge
lenksarthrose erkennen liessen. Die Feinrastertabelle
5
bewerte die mässige Arthrose mit 5-10
%
und die schwere Arthrose mit 10-25
%
. In Anlehnung an
die genannte Tabelle sei die
I
ntegri
tätseinbusse von 15
% im konkreten Fall ausreichend eingeschätzt (
Urk.
8/250).
4
.4
Der Suva-Kreisarzt
Dr.
D._
, Facharzt FMH für Chirurgie, hielt in seiner Aktenbeurteilung vom 2
8.
Juli 2015 (
Urk.
8/257) fest, dass
Dr.
B._
am 2
0.
April 2015 von einem Integritätsschaden bei Arthrose, Status nach Handge
lenksarthrodese, gemäss Feinrastertabelle 5 ausgegangen sei. Dabei dürfe auf die Einschätzung bei Gelenkresektion oder Arthrodese bei Handgelenksarthrose hingewiesen werden.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers habe in der Einsprache völlig zu Recht die bei der Untersuchung durch die Kreisärztin festgestellten Bewegungs
ausmasse im Handgelenk zitiert. Dann
habe sie
jedoch behauptet, aufgrund der Tabelle 1 werde in solchen Fällen (
Hand,
in Streckstellung und Pro- und Supi
nation steif) eine Integritätsentschädigung
von 25
%
zugesprochen. Dies sei falsch. Die Pro- und Supination sei keineswegs steif, es handle sich hier um die Umwendbewegung im Unterarm und die werde mit 90-0-90°, also völlig frei, im kreisärztlichen Untersuchungsbericht angegeben.
Zusammenfassend sei die Beurteilung durch die Kreisärztin
Dr.
B._
bezüglich der Integritätsentschädigung völlig korrekt.
5.
5.1
Zu Recht hat keine der Parteien die anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom
2
0.
April 2015
erhobenen Befunde in Frage gestellt (vgl.
Urk.
1, 2 und 7
).
Aufgrund derselben steht fest, dass der Beschwerdeführer an beiden oberen Extremitäten sowohl die Pro- als auch die Supination korrekt ausführen kann (vgl. Urk. 8/239 S. 4). Bei der Supination handelt es sich um eine Umwend
bewegung des Vorderarmes im Radioulnargelenk, so dass die Handfläche nach oben schaut. Die Pronation ist die gegenseitige Umwendbewegung; die Hand
fläche zeigt nach
unt
en (vgl.
anstatt vieler:
Alfred M. Debrunner, Orthopädie Orthopädische Chirurgie, Patientenorientierte Diagnostik und Therapie des Bewegungsapparates,
4.
Auflage,
Bern 2002, S. 193)
.
Vor diesem Hintergrund war es korrekt, dass die Beschwerdegegnerin den Integritätsschaden nicht anhand der Tabelle 1, Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten, Hand, in Streckstellung und Pro- und Supination steif, ermittelt hat.
5.2
Des Weiteren steht fest, dass der Beschwerdeführer beide Hände zur Faust schlies
sen und seine Daumen und Finger in einem normalen Ausmass bewegen kann (vgl. Urk. 8/239 S. 4). Unter diesen Umständen ist die in der Beschwerde
schrift neu vertreten
e
Auffassung nicht zu teilen, dass die Integritätsentschä
digung anhand der Tabelle 1, Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten, Hand, steif in Beugung oder Streckung von 45°, zu ermit
teln und dementsprechend mit 30
%
zu beziffern ist.
5.3
Beide Parteien haben sodann richtig erkannt, dass der Beschwerdeführer auf
grund der kreisärztlich erhobenen Befunde sein rechtes Handgelenk nicht mehr
nach oben
beugen
oder nach unten
strecken kann
(Flexion
/Extension: 0-0-0°)
.
Ebenso wenig kann er damit
noch
Bewegungen in Richtung Daumen (Radial
-
ab
duktion) oder in Richtung Kleinfinger (Ulnarabduktion)
ausführen
(vgl.
Urk.
8/239 S. 4). Sein Handgelenk ist, infolge der Arth
r
odese, das heisst der operativen Gelenksversteifung, steif.
Aus diesem Grund
ist sowohl gemäss der Tabelle 1, Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitä
ten, Hand, radiocarpale
Arthrodese, als auch gemäss der Tabelle 5, Integritäts
schaden bei Arthrosen, Handgelenk-Arthrose mit Gelenkresektion oder Arthro
dese, von einem Integritätsschaden von 15
%
auszugehen. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einsprache
entscheid die Integritätsentschädigung ausgehend von einer Integritätseinbusse von 15
%
ermittelt hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.