# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c278950f-df8b-41c2-9352-3bed8b08dcbc
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1980, war seit
Mai 2009
bei der
Y._
AG als Bauarbeiter angestellt und über diese bei der Suva
obligatorisch
gegen die Folgen von Unf
ällen versichert, als er am 17.
November 2012 beim Fahrradfahren
vom Pedal rutschte, hie
r
bei
stürzte,
auf die linke S
chulter fiel
und sich dabei Frakturen am
linken
Oberarm (richtig: Schlüsselbein)
zuzog
(vgl. Unfallmeldung UVG vom 1
9.
November 20
12; Urk.
7/3
). Am 17.
November
2012
erfolgte
im
Spital Z._
eine offene Reposition
und Stabilisation mit Plattenosteosynthese
der
stark
dislozierten mehrfragmentären
Claviculafraktur
zur Wiederherstellung der anatomischen Verhältnisse des Schultergürtels (vgl. Operationsbericht
vom 20
.
November 20
12
; Urk.
7/15).
Bis zum 14
.
April 2013
bestand unfallbedingt eine
(überwiegend)
volle Arbeitsfähigkeit
(Urk.
7/30
, vgl.
auch
Urk.
7/163
)
.
Am
4
.
D
ezember 2013 erfolgt
e
im
Spital Z._
die
Entfernung des
Osteo
syn
these
mat
er
ials
(vgl. Urk.
7/49), in der Folge war
der Versicherte
wiederum voll
ständig
arbeitsunfähig, bis er am
10.
März 2014 seine T
ätigkeit voll
um
fänglich wieder
aufnahm (
Urk.
7/
59). Die Suva erbrachte
nach getätigten Abklärungen
die gesetzlichen Leistungen.
1.2
Am 31.
August 2015 meldete der Versicherte
, welcher seit
dem
1
9.
Januar
2015 nach
zwei
Operation
en
am rechten Ellbogen (am 18.
Januar 2015
und
am
1
8
.
Juni 2015
)
erneut zu
100
% arbeitsunfähig war (vgl. Urk.
7/61
, Urk.
7/66
und Urk.
7/71)
,
der Suva unter Hinweis darauf, dass er
wieder
von der Schulter,
vom
Schlüsselbein
und
vom
Schulterblatt aus Schmerzen habe
,
welche ihm auch Kopf
schmerzen bereiten würden, sowie unter Hinweis
dar
auf
, dass er
deswegen
bei der
H
aus
ä
r
z
t
in und
der
Klinik H._
in Behandlung stehe
und auf einen Termin
bei einem Schulterspezialisten der
Klinik
B._
warte
,
einen Rückfall (Urk.
7/60 und
Suva
Rückfallmeldung vom 8.
September 2015
, Urk.
7/
61
)
. Die Suva holte bei den behande
lnden Ärzten Berichte ein (Urk.
7/64 ff.
; vgl. auch den zu den Akten genommenen Bericht der Klinik
C._
,
Urk.
7/73) und füh
rte mit dem Versicherten am 16.
Oktober 2015
an dessen Wohnort
ein Gespräch (Urk. 7/71)
.
N
ach Vorlage der Akten an ihren Kreisarzt
, welcher die Schulter
be
schwerden als überwiegend wahrscheinlich unfallkausal erachtete
(Urk.
7/77)
,
übernahm sie daraufhin
mit
Schreiben vom 11.
Januar 2016
die
Ver
sicheru
n
gs
leistungen für die S
chulterbeschwerden, verneinte jedoch
bezü
glich
der
Ellbogen
beschwerden eine Leistungspflicht (Urk.
7/
79
)
; mit
Schreiben vom 29.
Februar 2016
verneinte sie ferner einen Anspruch auf
Versicherungsleistungen in B
ezug auf
das
kostotransversale
und
zervikocephale
Schmerzsyndrom (U
rk.
7/83). A
m 27.
Juni
2016 wurde der Versicherte kreisärztlich untersucht
;
Kreisarzt
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
O
rthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates,
gelangte zum Schluss, dass die Beschwerden überwiegend wahrschein
lich mehrheitlich auf die unfallunabhängig bestehende
periscapulare
Symptoma
tik zurückgeführt werden könne.
Jedoch sollte
zur differe
n
tialdiagnostischen Abklärung der Beschwerde
symptomatik
die ausstehende Stufendiagnostik des möglicherweise durch die
Clavikulafraktur
alterierten
Acromioklavikulargelenkes
komplettiert werden; deshalb die Empfehlung an die Administration der Suva, einen erneuten Behandlungstermin zur Durchführung der ausstehenden probato
rischen AC
Gelenksinfiltration links in die Wege zu leiten
(Urk
.
7/100). Nach Ein
holung von weiteren ärzt
l
ichen Berichten
schloss die Suva den Sc
hadenfall
nach Wieder
vorlage an den befassten Kreisarzt (Urk. 7/121)
mit Schreiben vom 13.
April 2017 ab
unter Hinweis darauf, dass sich der Versicherte der AC-Gelenksinfiltration nicht unterziehen möchte
und andere
Behandlung
en
gemäss kreisärztlicher Einschätzung nicht zu einer Verbesserung führen würden
(Urk.
7/125)
. Dies bestätigte sie
mit Schreiben vom 1
8.
September 2017 (Urk.
7/146).
1.3
Am 26.
November 2019 meldete
X._
unter Hinweis auf
den Unfall im Jahr 2012
erhebliche Armschmerzen rechts
und Beschwerden am Schlüsselbein,
an der
Schulter und der HWS
erneut einen Rückfall
an
(Urk.
7/148)
. N
ach
Beizug
der IV
Akten (
Urk.
7/149) und
Hinweis der S
uva
an den Versicherten
,
dass
sie die Rückfallkausalität nur prüfen könne, wenn aktuelle medizinische Unterlagen vor
liegen würden (U
rk.
7/151)
,
reichte der Versicherte
einen aktuellen medizin
i
schen Bericht des zuständigen Oper
at
eurs des
Spitals Z._
ein (
Bericht vom 1
2.
Februar 2020,
Urk.
7/152). Nach V
or
l
a
ge an den Kreisarzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische
Chirurgie und Traumatologie
,
(
Urk.
7/154)
verneinte
die Suva
mit Schreiben vom 5.
Mai 2020
mangels eines
sicheren oder
über
wiegend wahrscheinlichen Kausalzusammenhangs
zum Unfall vom 17.
Novem
ber 2012 einen Anspruch auf V
ersi
cherungsleistungen (Urk.
7/156). Nach Einrei
chung eines weiteren Berich
t
s d
es
Spitals Z._
durch den Versicherten
(
vom 1
5.
Mai 2020;
Urk. 7
/167)
veranlasste
die Suva
nach Wiede
rvorlage an
Dr.
E._
(Urk.
7/168)
mit Schreiben vom 24.
A
ugust 2020
eine bilanzierende Untersuchung durch die U
n
i
v
ersitätsklinik
C._
(
Urk.
7/170; vgl. entspre
chende Untersuchungsberichte
von
Dr.
med.
F._
, Oberarzt Orthopädie, und PD
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Neurologie,
U
rk.
7/175
und
Urk.
7/177
-179). Nach Vorlage der Untersuchungsb
erichte an
ihre Versicherungsmediziner
Dr.
E._
(Urk.
7/180) und
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Neurol
o
gie (Urk.
7/182)
,
verneinte
die Suva mit Verfügung vo
m
13.
November 2020 mangels eines sicheren oder überwiegend
wahrscheinlichen Zusammenhangs
der gemel
deten Schulterbeschwerden mit dem
Ereignis
vom 17.
November 2012 einen Anspruch auf Versich
eru
n
g
sleistungen (Urk.
7/183). Dageg
e
n erhob
X._
am
14.
D
ezember
2020 Einsprache (U
rk.
7/190), welche die Suva mit
Entscheid
v
om 1
9.
Januar 2021 abwies (Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
hierorts am
1
8.
Februar 2021 Beschwerde (
Urk.
1) mit den Anträgen, es sei der
Einsp
racheentscheid
der Suva vom 19.
Januar (wohl: 2021) aufzuheben (1.), es sei festzustellen, dass zwischen d
em Ereignis vom 17.
November 2012 und den gemeldeten Schulterbeschwerden ein adäquater Kausalzusammenhang bestehe (2.) und die Sache sei an die Vorinstanz zurück
zuweisen, damit diese die de
m Beschwerdeführer zustehenden
Versicherungs
leistungen ausrichte (3.), unter Entschädigungsfolgen zulast
en der Beschwerde
gegnerin (Urk. 1 S.
2).
Die Suva beantragte mit Vernehmlassung vom
5.
März 2021 die
Abweisung der Beschwerde (Urk.
6), was dem Beschwe
rdeführer mit Verfügung vom 16.
März 2021 zur Kenntnis gebracht w
urde (Urk.
8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
UV170760
Übergangsrecht UVG-Revision, in Kraft seit 1. Januar 2017
09.2019
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
bro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am 1
7.
November 2012 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) abge
schlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Tag
geld
leistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.
4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (
Urteil des Bundesgerichts 8C_75/2016 vom 18. April 2016 E. 2.2 mit Hinweis auf
BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.
5
Die in Rechtskraft erwachsene Verweigerung weiterer Leistungen durch den obligatorischen Unfallversicherer schliesst die spätere Entstehung eines Anspruchs, der sich aus demselben Ereignis herleitet, nicht unter allen Umständen aus. Vielmehr steht ein solcher Entscheid unter dem Vorbehalt späterer Anpassung an geänderte unfallkausale Verhältnisse. Dieser in der Invalidenver
sicherung durch das Institut der Neuanmeldung geregelte Grundsatz gilt auch im Unfallversicherungsrecht, indem es der versicherten Person jederzeit freisteht, einen Rückfall oder Spätfolgen eines rechtskräftig beurteilten Unfallereignisses geltend zu machen (vgl. Art. 11
UVV) und erneut Leistungen der Unfallversiche
rung zu beanspruchen. Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederauf
flackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behand
lung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spät
fol
gen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders
gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 144 V 245 E. 6.1, 118 V 293 E. 2c, je mit Hinweisen)
.
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfall
er
eignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfall
ver
si
cherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwer
den und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesund
heitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
). Es obliegt dem Leistungsansprecher, das Vorliegen eines Kausal
zu
sammenhangs zwischen dem als Rückfall oder Spätfolge geltend gemachten Beschwerdebild und dem Unfall nachzuweisen. Nur wenn die Unfallkausalität mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt ist, entsteht eine erneute Leistungs
pflicht des Unfallversicherers; dabei sind an den Wahr
scheinlichkeitsbeweis umso strengere Anforderungen zu stellen, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesund
heitlichen Beeinträchtigung ist. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Lasten der versicherten Person aus (Urteile
des Bundesgerichts 8C_627/2020 vom 10. Dezember 2020 E. 2.3 und 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.2, je mit Hinweisen).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
N
ach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten ver
siche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin begründete den
Einspracheentscheid
vom 19. Januar 2021
im Wesentlichen damit,
dass gestützt auf die kreisärztli
chen Stellung
nahmen von
Dr.
H._
und
Dr.
E._
die als Rückfall gemeldeten Schul
ter
beschwerden links nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 17.
November 2012 zurückzuführen seien, so dass kein Anspr
u
ch auf Ver
sicherungsleis
t
ungen der Suva bestehe (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer lässt dagegen im Wesentlichen vorbringen, dass im Bericht von
Dr.
F._
(
C._
) ein kausaler Zusammenhang postuliert
worden
und die posttraumatische S
chädigung auch neuroph
y
s
iologisch bestätigt worden sei. Auch Suva
-
Arzt
Dr.
H._
gehe
davon aus, dass die noch vorhandenen Ein
schränkungen möglicherweise durch den Unfall verursacht worden seien. S
oweit er festhalte, differenzialdiagnostisch komme eine Läsion des M.
thoracicus
longus
im Rahmen eines
Parsonage
–Turner Syndroms in Betracht, das bei Heroin
ab
hängigen gehäuft beschrieben werde, sei f
estzuhalten, dass ein
Parsonage
–Turner Syndrom auch von einem Trauma herrühren könne und Heroinkonsum nur eine von the
oretisch möglichen Ursachen sei
(
Urk.
1).
2.3
Strittig ist
nach dem Gesagten
, ob die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden an der linken Schulter Folge des Unfalls vom 17. November 2012 sind.
3.
3.1
3.1.1
Im Austrittsbericht
vom 18.
November 2012
diagnostizierte
Dr.
med.
I._
,
Fach
arzt für Chirurgie FMH
und
leitender Arzt an
der
chirurgische
n
Klinik
des
Spitals Z._
,
eine dislozi
erte mehrfragmentäre
Claviculaf
raktur
links
v
om 17.
November
2012 sowie als Nebendiagnose ein
en
Status nach
i.v.
He
roinabusus
bis 2008, aktuell unter Methadon 100mg täglich. Konventionell-radiologisch
habe
sich die oben genannte D
iag
n
o
se
gezeigt
. Es sei eine stationäre Aufnahme zur operativen Versorgung erfolgt, bei ausgeprägter
Schmerzsymptomatik hätten opiathaltige Medikamente verabreicht werden müssen. Der intra
-
und postopera
tive Verlauf habe sich komplikationslos gestaltet, so dass der Patient am Folgetag in gutem Allgemeinzu
st
and
und
mit
reizlosen Wunderverhältnissen habe nach Haus
e entlassen werden können (Urk.
7/16).
Am 4.
Dezember
2013 erfolgte – wiederum im
Spital Z._
–
bei störendem
Osteosynthesematerial
die
Impl
a
n
tatentf
ernung
Clavicula links durch
Dr.
I._
(
vgl. Austrittsbericht vom
5.
Dezember 2013;
Ur
k.
7/48). In
der Folge wurde durch
med.
pract
.
J._
,
Klinikärztin
Innere
Medizin
am Zentrum
K._
,
bis zum 9.
März 2014 eine vollständige Arbeit
s
unfähigkeit att
e
stiert (Urk.
7/50 ff.)
3.1.
2
Am 12.
Februar 2014 diagnostizierte med.
pract
.
J._
im ärztlichen Zwischenb
ericht zuhanden der S
uva einen S
tatus nach Fraktur Clavicula link
s, St. nach Entfernung
Osteosyn
thesematerial
am 4
. Februar 2013 (richtig: 4. Dezember
2013
), persistierende Schmerzen im Bereich Schulter links mit
muscel
spasmus
interscapulär
. Der Patient habe eine
sehr niedrige Schmerz
schwelle, aufgrund
dessen
sei jede Verletzung bei ihm mit erhöhter Schmerz
empfindlichkeit verbunden. Zur
z
eit objektiv noch Bewegung im Schu
lter
bereich links eingeschränkt. Ab 24.
Februar 2014 sei die Arbeitsauf
nahme zu 50
% vor
gesehen (Urk
.
7/54).
3.2
3.2
.1
Aufgrund der im Rahmen der Rückfallmeldung vom 2
6.
November 2019 erfolg
ten Wiedervorstellung des Versicherten beim
zuständige
n
Operateur
Dr.
I._
hielt
dieser
in
seinem Bericht vom 1
2.
Februar 2020 zuhanden der Suva
im vor
liegend interessierenden Zusammenhang im Wesentlichen
fest, der Patient
berichte
über persistierende starke Schmerzen im Bereich des linken Schulter
gürtels und des Nackens, welche es schwierig mach
t
en
,
zu liegen. Dadurch
habe dieser
S
chwierigkeiten beim Schlafen, zudem auch Schwierigkeiten
,
den linken Arm zu bewegen und belasten. Im Untersuch ergebe sich bezüglich Ellbogen und Hand links eine unauffällige Bew
e
glichkeit,
glenohumeral
links Abduktio
n 90 Grad
,
Anteversion 90 Grad, uneingeschränkte
R
otation.
Kombinierte Beweglich
keit
im Schultergelenk normal, wobei das Schulterblatt bei der Anteve
r
sion eine deutliche Ausweichbewegung nach medial zeige. Der Bewegung
sumfang sei aber insgesamt frei
.
Der Patient suche ihn auf
,
weil er eine entsprechende Befundauf
nahme zu
Handen
der Suva benötige. Aktuelle
Behandlungen würden seit 2013
durch ihn (
Dr.
I._
)
nicht durchge
f
ührt, eine einmalige Vorstellung im Jahr 2016 und Überw
eisung an die
Klinik
L._
. Er empfehle eine ausgiebige
orthopädische und psy
chosoziale Befunderhebung (Urk.
7/152
; vgl. auch
Nach
trag vom 15. Mai 2020, Urk.
7/167
).
3.2
.
2
In seiner
Beurteilung
vom 20.
August 2020
hielt
Kreisarzt
Dr.
E._
fest,
er
empfehle,
nachdem der Vers
icherte gemäss Bericht vom
C._
vom
9.
Januar 20
17 ei
ne damals geplante AC-Infiltrat
i
o
n links nicht habe durchführen lasse
n
, jedoch keine Nachkontrolle erfolgt sei, im
C._
eine bilanzierende Unter
suchung in
k
l
.
Rx
-Aufnahme C
lavicula und AC-Gelenk, verbunden mit der konkreten Fragestellung, ob die geklagten
Scapuladyskinesien
mit überwiegender Wahrsche
inlichkeit
auf die verheilte
Claviculafraktur
aus
dem Jahr
2
012 zurück
zuführen seien, oder
o
b
ni
c
ht überwiegend andere Faktoren
hierfür
in Frage kämen. Bei Status nach
Heroinabusus
(2008) gemäss
Zentrum K._
Bericht müsse auch a
n eine
h
eroin-
i
nduzierte resp
ektive
b
ehandlungsinduzierte
Spätdyski
nesie
(z.B.
nach Neuroleptika-Gabe)
gedacht werden. Die vom
Zentrum K._
Ärzt
i
n
med
.
pract
.
J._
beschriebene Unfallfallfolge (als Konsequenz der Clavicula Fraktur) mit der unglücklichen Entwicklung eines chronis
c
hen
Schulterschmerzsyndroms mit Irradiation
occipital
mit sekundärer Auslösung von schwerer
Cephalea
sei aus fachorthopädischer Sicht lediglich möglich,
aber nicht überwiegend wahr
schein
lich unfallkausal (
Urk.
7/168).
3.2
.3
Dr.
med.
F._
, Oberarzt Orthopädie an der Universitätsklinik
C._
, stellte in
seinem Bericht vom 16.
September 2020 über die Erstkonsultation die fol
gen
den Diagnosen:
-
1.
Scapuladyskinesie
(lateral
scapular
wi
nging
) mit
Myogelose
M.
levator
scapulae
und Verdacht auf
AC-
Gelenkarthropathie
links mit/bei
-
St. n. OSME Clavi
cula links am 4.
12.2013 (
Spital Z._
) bei störendem
Osteosynthesematerial
-
St. n. dislozierter mehrfragmentärer
Claviculafraktur
lin
k
s mit Osteo
synthese am 17.11.2012
(
Spital Z._
)
-
Anamnestisch seither chronische Schulterschmerzen links
-
2.
Chronisches unfallbedingtes
kostotransversales
und
zervikozephales
Schmerzsy
n
drom mit/
bei
-
(..)
-
3.
Chronisches
lumbosacrales
Schmerzsyndrom linksbetont
mit/bei
-
(..)
-
4.
Verdacht auf Neuropathie des
N.
ulnaris
(rechts)
mit/bei
-
(..)
-
5.
Leicht
gradige B
ursitis
trochanterica
links
mit/bei
-
(..)
-
6.
Hypakusis links bei St. n. Unfall
-
7.
S
ubstanz
störung
-
(..)
Dr.
F._
führte
im W
esentlichen aus, d
er Patient werde
von der Suva
zuge
wiesen zur bilanzierenden Untersuchung bezüglich der linken Schulter. Man müsse die Anamnese von den umfänglichen Vorberichten als bekannt voraus
setzen: Schmerzen im Bereich der linken Schulter seit der
C
laviculafra
k
t
ur
201
2.
Im weiteren Verlauf
obgenannte
Diagnosestellungen durch die Kollegen der Rheumatologie und Wirbelsäulenchirurgie.
Bezüglich
der linken Schulter sei in der Klinik
C._
im 2017 die Infiltration des Gelenkes empfohlen worden, was durch den Patienten (mit Cortison) offenbar nicht gewünscht worden sei.
Bezüglich
kostotrans
v
ersalem
und
zervikoz
ephalem
Schmerzsyndrom sei durch die Rheumatologie der aktive Aufbau insbe
s
ondere der Schultergürtelmuskulatur diskutiert worden, diese sei nicht durchgeführt worden, gemäss Patient nütze dies nichts. Der Patient klage aktuell über s
tärkste Schulterschmerzen links
sowie auch über Schmerzen paravertebral links. Das letzte MRI der HWS habe im 12/2019 stattgefunden, hier keine Pathologien. Schmerzen bestünden in Ruhe und auch in der Nacht. Kein
Heroinabusus
seit 2008, aktuell Methadon 160mg
/d
.
Bezüglich Beurteilung/P
r
ozedere hielt
Dr.
F._
fest, b
ei gewünschter bilanzierender Untersuchung durch die
Suva
seien nun zur weiteren Diagnostik mehrere Untersuchungen veranlasst worden: CT der C
la
vicula beidseits mit CARD-Analyse bezüglich Länge und
Malrotation,
Arthro
-
MRI der linken Schul
ter, sowie eine Infiltration des AC-Gelenks nur mit LA ohne Kor
tison, sowie
eine neurophysiologische Untersuchung (insbesondere des
N.
thoracicus
longus
)
. Danach erneute Besprechung in
der Schultersprechstunde (Urk.
7/175).
3
.2
.4
PD
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Neurologie und leitender Arzt Parapl
e
gie an der Universitätsklinik
C._
, diagnos
ti
zierte
in seinem Bericht vom 21.
Oktober 2020
zusätzlich zu den
bereits
von
Dr.
F._
gestellten Diagnosen
leichte chronisch
axonale
/neurogene Schädigungszeichen im Nadel EMG (21.10.2020) als Ausdruck einer latent
en/älteren
N.
thoracicus
longus
–Schädigung links
.
Anamnestisch führte er im Wesentlichen aus, der Patient
berichte
über mehr
jährige Schmerzen im Bereich der linken Schulter, vor allem am Unterrand des Schulterblattes links. Diese sehe er
(der Versicherte)
im Zusammenhang mit der Fraktur der linken Klavikula im Jahre 201
2.
Er beschreibe vom Schulterblatt aus
gehende Schmerzen bis in den Nacken und Hinterkopf links. Die Frage bestehe nach neurogener Ursache der leichten
Skapuladyskinesie
links. Dies sei be
reits 2016 im Rahmen einer früh
eren neurologischen Unte
r
suchung vorbeschrieben, jedoch nicht abgeklärt worden.
Gestützt auf den
klinisch-neurologischen Untersuchungsbefund sowie durchge
führte neurophysiologische Zusatzuntersuchungen (Nadel EMG) hi
elt PD
Dr.
G._
fest,
n
adelmyographisch
könne eine leichte, wahrscheinlich alte Schädigung des
N.
thoracicus
links konstatiert werden. Es fänden sich keine
floriden
Denervierungszeichen
im EMG bei guter Rekrutierung des M
.
serratus
a
nterior
lin
k
s und relativ guter Stabilisation der
Scapula
. Die ausstrahlenden Schmerzen seien in diesem Zusammenhang nicht erklärt (
Urk.
7/177).
3.2
.5
Nach durchgeführten
weiteren
Untersuchungen (AC-
Gelenksinfiltration vom 21.
Oktober 2020; CT Clavicula CARD
beidseits vom 22.
September 2020, MRI
Schulter links vom 22.
September 2020) hielt
der Orthopäde
Dr.
F._
bei gestel
lten nämlichen Diagnosen im Bericht vom 21. Oktober 2020 in der Beurteilung abschliessend
fest, beim Patienten
bestehe eine posttraumatische Schädigung des
Nervus
thoracicus
longus
mit korrespondierendem Ausfall beziehungsweise Insuffizienz des
Musculus
serratus
anterior
, welches ein laterales
Scapular-Winging
zur Folge habe. Da der Unfall nun 8 Jahre zurückliege, könne davon ausgegangen werden, dass sich die Muskelfunktion nicht weiter erhole (
Urk.
7/179).
3.2
.6
Kreisarzt
Dr.
H._
, Facharzt für Neurologie, hielt nach Vorlage der Berichte der Universitätsklinik
C._
in seiner Beurteilung vom 12.
November 2020 fest,
im Bericht von
PD
Dr.
G._
vom 2
1.
Oktober 2020
werde
klinisch eine leichte
Scapula
a
lata
beschrieben,
besonders bei Anteversion des Armes. Eine
höhergra
dige
Parese an der Schultermuskulatur habe er nicht gefunden, bei allerdings eingeschränkter Beurteilbarkeit durch eine Schmerzhemmung. Im EMG habe sich ein leicht pathologischer Befund im Sinne eines chronisch neurogenen Umbaus im M.
s
erratus
anterior
gefunden.
Floride
Denervierungszeichen
seien nicht nach
weisbar gewesen. Die bestehenden Schmerzen seien von PD
Dr.
G._
nicht im Zusammenhang mit diesem Befund gesehen worden. D
ie Kausalität zum U
nfall vom 17.
November 2012
werde
of
fen
gelassen. H
ingegen werde im
ortho
pädischen Bericht des
C._
s
ein kausaler Zusammenhang postuliert, dieser letztlich aber nicht begründet.
Eine traumatische Läsion des M.
(
wohl
: N.
)
thoracicus
l
ongus
mit nachfolgender isolierter Parese des
Musculus
serratus
anterior
und
Scapula
alata
sei prinzipiell möglich und werde in der Literatur beschrieben nach Schulterbelastungen bei Transportarbeitern oder im Rahmen von «Rucksac
klähmungen». Der Unfall vom 17.
November 2012 habe nicht zu einer
S
capulafraktur
oder einer Verletzung der dorsalen Schulterweichteile geführt, sondern zu einer
Klavikulafraktur
. So sei eine traumatische Verursachung der jetzt festgestellten chronische
n
Nervenläsion
des M. (wohl: N.)
thoraci
c
us
longus
allenfalls möglich, jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich auf den U
nfall vom 17.
November 2012 zu beziehen. Differential
diagnostisch komme eine Läsion des
N.
thoracicus
longus
im Rahmen eines
Par
s
onage
-Turner-Syndroms (neurologische
S
chulteramyot
rophie
) in Betracht
, das bei Heroinabhängigen gehäuft beschrieben wor
den sei (Urk.
7/182).
4.
4.1
D
er Neurologe
PD
Dr.
G._
von
der Klinik
C._
kons
t
atierte
gest
ützt auf
die
durchgefü
hrte Nadel-
Myographie
eine (alte) Verletzung des
N.
thoraci
c
us
longus
,
äusserte sich
jedoch
nicht zur Unfallkausalität
.
Der Orthopäde
Dr.
F._
ging
– ohne dies näher zu begründen
–
von einer post
trauma
ti
sche
n
Genese der
Nervenläsion aus
und
(
folglich
)
auch des
da
mit korrespon
dierenden
Ausfall
s
beziehungsweise
der
Insuffizienz des
Musculus
serratus
anterior
,
die
ein laterales
Scapular-Winging
zur Folge
hat
. Auch wenn vor diesem Hintergrund
– es liegt
trotz entsprechender Fragestellung
(vgl. Schreiben der Suva vom 24. August 2020; Urk. 7/170)
insbesondere aus neurologischer Sicht
keine
fundierte
Stellungnahme zur Unfallkausalität der
B
eschwerden
an der linken Schulter
vor
–
die
bei
der Klinik
C._
eingeholten
Berichte
für
die
Beant
wor
tung der
sich hier stellenden Frage
nicht
hinreichend
aussagek
rä
ftig
sind
, sind sie
jedenfalls
geeignet,
zumindest
geringe Zweifel an der
kreisärztlichen
Ein
schätzung
zu
wecken. Denn wenn
Dr.
H._
–
im Gegensa
t
z
zu den Schluss
folgerungen von
Dr.
F._
–
allein
gestützt auf die Akten
dafür
hält, dass die Unfallkausalität nicht
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
ausge
wiesen
sei
,
überzeugt dies nicht, was im
Lichte der nun
von
PD
Dr.
G._
festgestellten
(alten)
Schädigung des
N.
thoraci
c
us
longus
schon daher
gilt
,
als
es
mit Blick
auf die
beim Unfall erlittene mehrfragmentäre
Claviculaf
raktur
(vgl.
Operations
bericht vom 20. November 2012
; Urk. 7/
15
)
die
sich
jedenfalls
dem medizinischen L
aien stell
ende
Frage
zu beantworten gilt
, ob
die
(alte)
Schädigung
des
–
soweit ersichtlich
unter der
C
lavicula liegenden
(vgl. dazu etwa
www.ken
hub.com/de/
library
/
anatomie
/
nervus-thoracicus-longus
)
–
N.
thora
ci
c
us
long
us
allenfalls überwiegend wahrscheinlich
auf eine
durch
beim Unfall
erfolgte
Kompression des Nerven unter der Clavicula zurückzuführen oder
etwa
durch
die
aufgrund der Fraktur
stark
dislozierten Fragmente
der Clavi
cula
verursacht
wor
den ist
(und falls nein
,
weshalb nicht
)
.
Z
u berücksichtigen
ist immerhin
, dass
der Beschwerdeführer
aktenkundig
jedenfalls
bereits
im April
2013
über
seit dem Unfall
anhaltende
Schulterbeschwerden geklagt hatte (vgl.
etwa
Angaben anläss
lich
des Gesprächs vom 9.
April 2013,
Urk.
7/
3
1
)
, welche
nach der Entfernung
de
s
Osteosynthesemateri
als
im Dezember 2013
persistierten
(
Urk.
7/
54
)
,
und die Beschwerden, deren unfal
lkausale G
enes
e
sel
bst
Dr.
H._
als möglich erach
tet
,
jedenfalls
im
Rahmen des ersten Rückfalls
auch
vom
damaligen K
reisarzt
Dr.
med.
M._
,
Facharzt für N
eurochirurgie
,
noch
als
überwiegend
unfallkausal erachtet
worden sind
(
Urk.
7/77)
.
4.
2
Bestehen jedoch vor
diesem Hintergrund
jedenfalls
geringe Zweifel an der Zuver
lässigkeit und
der
Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest
stellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen
. Die
Sache
ist daher
in Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheides
an die Beschwerde
gegnerin zurückzuweisen, damit
sie eine den
rechtsprechungs
gemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige E
xpert
ise genüge
n
de
(vgl. E.
1.
6
hiervor) externe
Begutach
tung
v
eranl
a
s
se
und hernach über den Leistungsanspruch neu entscheide.
5.
Die Rückweisung eine
r Sache kommt einem Obsiegen des Beschwerdeführers
gleich.
Ausgangsgemäss
ist die Beschwerdegegne
rin demnach zu verpflichten, dem Beschwerdeführer
eine angemessene Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwendung von Art. 61
lit
. g
des Bundesgesetzes über den Allge
mei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts
namentlich unter Berück
sichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr.
1‘600.
-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen ist.