# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 72261cd6-a49b-487c-ba7b-752b95223f2b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Arbeitsvertrag vom 26. Oktober 2009 stellte die Einzelfirma X. Y. per 1. November 2009 als Architekten ein. Es wurde ein monatlicher Bruttolohn in Höhe von Fr. 6‘500.--, inklusive 13. Monatslohn, vereinbart. Am 23. Juni 2010 wurde die Einzelfirma X. in die X. AG überführt. Die AG übernahm sämtliche Aktiven und Passiven der Einzelfirma.
B. Mit Schreiben vom 26. Juli 2010 kündigte die X. AG das Arbeitsverhältnis mit Y. per 30. September 2010. Y. nahm das Kündigungsschreiben am selben Tag entgegen. Am 26. August 2010 löste die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mittels eingeschriebener Postsendung fristlos auf. Der Rechtsvertreter von Y. teilte der X. AG am 2. September 2010 mit, dass die fristlose Kündigung als ungerechtfertigt angesehen und dementsprechend nicht akzeptiert werde.
C. Ebenfalls am 2. September 2010 machte Y. beim Vermittleramt des Kreises Chur eine Forderungsklage aus Arbeitsvertrag anhängig. Nachdem sich die Parteien an der Vermittlungsverhandlung vom 7. Oktober 2010 nicht einigen konnten, wurde am 8. Oktober 2010 der Leitschein mit folgendem Rechtsbegehren ausgestellt:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger folgende Beträge zu bezahlen: a) CHF 13‘000.00 Lohnguthaben/Überstunden b) CHF 10‘000.00 Entschädigung gemäss Art. 337c Abs. 3 OR
CHF 23‘000.00 Total nebst 5 % Zins seit 26.08.2010.
Die Beklagte sei zu verpflichten, vom eingeklagten Betrag die Sozialabzüge sowie die Quellensteuer zu bezahlen.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger ein Arbeitszeugnis auszustellen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“
D. Am 18. Oktober 2010 prosequierte Y. seine Klage mit unverändertem Rechtsbegehren an das Bezirksgericht Plessur. In ihrer Prozessantwort vom 6. Dezember 2010 beantragte die X. AG die kostenfällige Abweisung der Klage. Am 31. Januar 2011 ging die Replik von Y. und am 29. März 2011 die Duplik der X. AG beim Bezirksgericht Plessur ein. Mit Schreiben vom 6. Juni 2011 verzichtete Y. auf eine Stellungnahme gemäss Art. 87 Abs. 2 ZPO-GR.
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E. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur fand am 24. Januar 2012 statt. Mit Urteil vom 24. Januar 2012, mitgeteilt am 5. März 2012, erkannte das Bezirksgericht Plessur wie folgt:
„1. a) Die X. AG wird verpflichtet, Y. für die Monate August und September 2010 Nettolohnguthaben in der Höhe von CHF 9‘877.90 nebst 5 % Zins seit dem 26. August 2010 zu bezahlen.
b) Die X. AG wird weiter verpflichtet, die auf einen Bruttolohn von CHF 13‘000.00 entfallenden Sozialbeiträge sowie die Quellensteuer für die Monate August und September 2010 gemäss den Erwägungen an die entsprechenden Institutionen zu entrichten.
2. Die X. AG wird verpflichtet, Y. eine Entschädigung gemäss Art. 337c Abs. 3 OR in der Höhe von Fr. 6‘050.00 nebst 5 % Zins seit dem 26. August 2010 zu bezahlen.
3. Die X. AG wird verpflichtet, Y. ein wahres, vollständiges und schonendes Arbeitszeugnis auszustellen.
4. a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 6‘780.00 (Gerichtsgebühren CHF 5‘500.00, Schreibgebühren CHF 682.00, Bargebühren CHF 598.00) gehen zu Lasten der Gerichtskasse.
b) Die X. AG hat Y. mit CHF 9‘600.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations