# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6ded31bb-d9fe-52e1-9f71-93f902bda49e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1985 im Kosovo geborene X._, ohne erlernten Beruf, seit dem Jahr 2010 verheiratet und Mutter eines Sohnes (Jahrgang 2012), immigrierte im Jahre 1998 in die Schweiz und war zuletzt als Verkäuferin bei Z._ in einem Arbeitspensum von 60 % angestellt. Unter Angabe von seit Januar 2013 bestehenden Beeinträchtigungen am Fussgelenk und seit August 2013 bestehender psychischer Krankheit meldete sie sich am 9. September 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/1). Die Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, tätigte Abklärungen in erwerbli
cher und medizinischer Hinsicht, wobei sie unter anderem einen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK, Urk. 7/8 und Urk. 7/9), einen Fragebogen für Arbeitgebende (Urk. 7/10) und Berichte der behandelnden Ärzte einholte (Urk. 7/12, Urk. 7/13 und Urk. 7/15). Nach Vorlage der Unterlagen an den regionalen ärztlichen Dienst (RAD) und dessen Stellungnahme vom 17. März 2014 (vgl. Urk. 7/20/4) stellte sie mit Vorbescheid vom 1. April 2014 (Urk. 7/21) die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht. Auf Einwand der Versi
cherten hin (Urk. 7/24 und Urk. 7/29) sowie nach Eingang einer Anmeldung zum Bezug einer Hilflosenentschädigung (Urk. 7/33) und eines im Auftrag der ElipsLife Versicherungen AG (Krankentaggeldversicherer) erstellten psychiatri
schen Gutachtens vom 7. April 2014 (Urk. 7/37/16-40) und nachdem weitere Berichte der behandelnden Ärzte eingegangen waren (Urk. 7/46/2-6 und Urk. 7/48), veranlasste die IV
Stelle eine psychiatrische Untersuchung durch ihren RAD (Urk. 7/53, Bericht vom 11. Mai 2015). Nach Kritik der Versicherten hieran (Urk. 7/61, vgl. auch Urk. 7/59 und Urk. 7/60) sowie einer erneuten Vor
lage an den RAD (Urk. 7/69) hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 19. Januar 2016 an der Abweisung des Leistungsbegehrens fest (Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 19. Januar 2016 erhob X._ am 11. Februar 2016 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte deren Aufhebung sowie die Zusprache einer angemessenen Rente, eventualiter die Durchführung von weiteren medizinischen Abklärungen, insbesondere einer psychiatrischen Begutachtung. Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 23. März 2016 (Urk. 6) auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 30. März 2016 (Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krank
heitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbsein
kommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali
dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits
markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE
141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl.
Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkran
kungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszu
ständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invali
dität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokul
turellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweis
wert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit beste
hen (BGE 125 V 351 E. 3b/ee mit Hinweis). In solchen Fällen sind jedoch an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE
135 V 465 E. 4.4 mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren ablehnenden Rentenentscheid vom 19. Januar 2016 (Urk. 2) damit, dass kein Gesundheitsschaden mit dauerhafter Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, insbesondere keine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) oder eine Schizophrenie, vorliege. Hierbei stütze sie sich auf den Untersuchungsbericht ihres RAD, med. pract. A._, Psychiatrie und Psychotherapie, vom 11. Mai 2015 (Urk. 7/53) und seine Stellungnahme vom 11. Januar 2016 (Urk. 7/69/6-9).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, auf den Untersuchungsbericht des RAD könne nicht abgestellt werden. Dieser begründe nicht, weshalb er zu einem anderen Ergebnis als die behandelnden Ärzte komme. Diese kämen zum Schluss, dass weiterhin von einer paranoiden Schizo
phrenie und in der Folge von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei (Urk. 1. S. 3).
3.
3.1
Im Austrittsbericht der B._ vom 12. August 2013 (Urk. 7/15/6-8) über den Aufenthalt vom 2. bis 16. April 2013 stellte der zuständige Arzt folgende Diagnose:
1.
Posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
2.
Schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10
F32.3)
3.
Differentialdiagnostisch (DD): Akute vorübergehende psychotische
Störungen, nicht näher bezeichnet mit akuter Belastung (ICD-10 F23.91)
Es wurde festgehalten, der notfallmässige Eintritt per FU (fürsorgerische Unter
bringung) sei durch die Zuweisung der behandelnden Ärztin Dr. med. C._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, wegen Selbst- und Fremdgefährdung erfolgt. Beim Eintritt habe ein klinisches Zustandsbild, gekennzeichnet durch Ängste sowie optische und akustische Sinnestäuschungen im Zusammenhang mit einer Exazerbation von Trauma-Symptomen seit einem familiären Konflikt nach Weihnachten bestanden. Die Medikamenten- und Therapiecompliance sei jederzeit gegeben gewesen und aufgrund von Schlafstörungen und optischen und akustischen Halluzinationen sei eine neuroleptische Medikation eingeleitet worden.
Bei Austritt
sei die Beschwerdeführerin
wach, bewusstseinsklar und zu allen vier Qualitäten orientiert
gewesen
. A
ufmerksamkeit, Konzentration,
Gedächtnisfunktionen
und a
kustische und optische Halluzinationen
seien unverändert gewesen und es hätten sich keine H
inweis
e
auf
eine
akute Selbst- oder Fremdgefährdung
ergeben.
3.2
Dr. C._ erwähnte im Formularbericht vom 27. Dezember 2013 (Urk. 7/13) die Diagnosen einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), einer schweren depressiven Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F32.3) mit leichtgradig ausgeprägter depressiver Symptomatik und einer akuten psychotischen Störung (ICD-10 F23.9), DD eine andere Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis und DD eine Traumafolgestörung (Urk. 7/13/5 Ziff. 1.1). Sie hielt fest, nach der stationären Behandlung im B._ sei es zu einer langsamen Zustandsbesserung unter Medikation mit SSRI und Neuroleptikum gekommen. Ab Mitte Oktober 2013 sei die psychotische Symptomatik bei ver
stärktem Ausmass wiederum aufgetreten und die Neuroleptika seien angepasst worden. Leider spreche die Beschwerdeführerin schlecht auf diese Therapie an. Es bestehe ein schweres psychiatrisches Krankheitsbild mit kompliziertem Ver
lauf mit bleibender 100%iger Arbeitsunfähigkeit im Erwerbsbereich innerhalb der nächsten sechs Monate (Ziff. 1.4).
3.3
Dr.
med.
D._
, FMH Psychiat
rie und Psychotherapie, welcher
am 2
1.
März
eine
Begutachtung im Auftrag de
s
Krankentaggeldversicherers
durchführte,
hielt
im Gutachten vom
7.
April 2014
(Urk. 7/37/16-40) die folgenden Diagnosen fest (S. 15);
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
-
Posttraumatische Belastungsstörung (F 43.1) mit (pseudo-) psychotischen, reaktiven Anteilen (ICD-10 F 23.9)
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
-
Weitgehend remittierte depressive Episode mit geringer Restsymptomatik (ICD-10 F 32.4)
-
Abhängigkeitssyndrom von Tabakwaren, gegenwärtiger Substanzgebrauch (ICD-10 F17.24)
Er berichtete (S. 19 f.), die Beschwerdeführerin sei wach, bewusstseinsklar und allseits orientiert. Im formalen Gedankengang sei sie strukturiert und logisch, teilweise ausweichend und weitschweifig und im inhaltlichen Gedankengang unauffällig. Es bestünden keine objektivierbaren Hinweise auf Wahn, Sinnes
täuschungen oder Ich-Störungen. Anamnestisch seien jedoch, unter Berück
sichtigung transkultureller Aspekte, (pseudo-)psychotische Symptome be
schrieben. Flashbacks seien nicht erkennbar respektive explorierbar und es bestünden keine Hinweise auf Störungen der Konzentrationsfähigkeit, Auf
merk
samkeit oder der Merkfähigkeit (S. 19 f.).
Im Querschnittsbefund sei klinisch-phänomenologisch eine vergleichsweise leicht
gradige ängstlich-depressive Symptomatik feststellbar gewesen. Diese sei überwiegend wahrscheinlich als Begleitsymptomatik der posttraumatischen Belastungsstörung zu verstehen. Eine eigenständige Diagnose einer depressiven Episode entfalle daher; es sei von einer weitgehenden Remission auszugeben (S. 20 f.).
Zu den (pseudo-)psychotischen Symptomen sei zu bemerken, dass diese unter Berücksichtigung transkulturell-psychiatrischer Überlegungen als Ausdruck einer noch ungenügend behandelten posttraumatischen Belastungsstörung (ICD
10 F43.1) zu verstehen seien und diese (pseudo-) psychotischen Symptome als ICD-10 F23.9 codiert werden könnten (S. 21).
Es sei zu bemerken, dass das histrionische Verhalten sowie die mehrfache Weige
rung, Antworten auf angemessene Fragen auch ausserhalb allfälliger Traumati
sierungen zu geben, ungewöhnlich und die Kooperationsbereitschaft deutlich eingeschränkt gewesen sei. Zudem bestünden verschiedene psychosoziale Belastungsfaktoren (spezielle familiäre, häusliche und finanzielle Situation), die möglicherweise einen Anteil an der Entwicklung respektive der Aufrechterhal
tung der psychischen Störung hätten.
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehe eine schwer ausgeprägte Symptomatik einer posttraumatischen Belastungsstörung und es sei von einer Arbeitsunfähig
keit von 50% von 100% für eine angemessene Tätigkeit (angestammte Tätigkeit und Verweistätigkeit) auszugehen, da die Beschwerdeführerin in ihrer Flexibili
tät und ihrer Belastbarkeit gegenwärtig noch deutlich eingeschränkt sei. Für den Haushalt sei hingegen von einer Arbeitsfähigkeit (richtig Arbeitsunfähigkeit, vgl. Urk. 7/53/6) von 20% (von 100%) auszugehen (S. 22).
3.4
Im Austrittsbericht der B._ vom 16. Juli 2014 (Urk. 7/46/2-6) über den Aufent
halt vom 9. April bis 25. Juni 2014 stellte der zuständige Arzt folgende Diag
nose (S. 1):
1.
Paranoide Schizophrenie
2.
Posttraumatische Belastungsstörung
-
Mit Flashbacks, Vermeidungsverhalten, Hyperarousal
-
Wahnhaft-psychotische Verarbeitung der Traumata
-
Exazerbation durch Belastungssituation Ende 2012
Die Zuweisung sei durch die ambulante Psychiatrie zum freiwilligen Eintritt und zur Medikamentenanpassung bei ungenügendem Ansprechen auf die bisherige pharmakotherapeutische Behandlung erfolgt. Gemäss Einweisungsakten bestehe seit Monaten eine psychotische Symptomatik mit Halluzinationen im Sinne von Stimmenhören sowie Wahngedanken, welche diagnostisch am ehesten im Rahmen einer paranoiden Schizophrenie sowie einer posttraumatischen Belas
tungsstörung zu beurteilen sei (S. 2). Die auslösenden Ereignisse, welche zur posttraumatischen Belastungsstörung geführt hätten, seien mehrere traumati
sierende Erlebnisse während des Krieges im Kosovo mit direkter Involvierung in Kriegshandlungen. Aufgrund mehrerer gemessener Medikamentenspiegel unter dem nachweisbaren Bereich und dem Verdacht auf Malcompliance stelle sich die Frage, ob die Beschwerdeführerin von einer anderen antipsychotischen Medi
kation profitieren würde (S. 4).
Im Psychostatus sei die Beschwerdeführerin wach, bewusstseinsklar und zu allen Qualitäten orientiert. Aufmerksamkeits- oder Gedächtnisstörungen bestünden nicht und der formale Gedankengang sei insgesamt gut geordnet. Es ergäben sich Hinweise auf eine leichte residuale Wahnsymptomatik und es seien akustische Halluzinationen weiterhin vorhanden, jedoch in deutlich reduzierter Intensität mit klarer Distanzierung von destruktiven Stimmen beziehungsweise Stimmen gefährlicher Art. Für Ich-Störungen hätten sich keine Hinweise erge
ben und im Affekt sei die Beschwerdeführerin präsent und schwingungsfähig. Der Antrieb sei leicht gemindert und wirke psychomotorisch unauffällig. Es wurde auf das Fehlen von Anhaltspunkten für eine akute Fremdgefährdung hingewiesen und eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 9. April bis 25. Juni 2014 attestiert (S. 4).
3.5
Der RAD-Arzt med. pract. A._, welcher die Beschwerdeführerin am 30. April 2015 untersuchte, vermerkte im Bericht vom 11. Mai 2015 (Urk. 7/53), die Anamnese und Fremdanamnese zeigten die Beschwerdeführerin als eine Per
sönlichkeit, die als jüngste von drei Geschwistern schon frühzeitig kaum Selb
ständigkeit und Autonomie gelernt habe. Sie sei nur mit ihrer älteren Schwester zur Schule gegangen, habe mit dieser das Zimmer geteilt, habe nicht alleine geduscht und nie alleine geschlafen. Wenn die ältere Schwester nicht da gewe
sen sei, habe sie bei der Mutter und später beim Ehemann geschlafen. Den Schulbesuch in der Schweiz habe sie abgebrochen, als die ältere Schwester nicht mehr zur Schule gegangen sei. Ihre Ablehnung, eine Lehre zu absolvieren, sei von der Familie hingenommen worden und ein zweijähriges anschliessendes Verharren zuhause sei von der Familie nicht nur hingenommen, sondern sogar noch unterstützt worden, indem die Eltern ihre Berufstätigkeit und die häusli
chen Anwesenheiten auf sie ausgerichtet hätten. Erfreulicherweise sei es dann der Familie gelungen, sie zu einer Berufstätigkeit zu überreden. Dabei habe sich die Beschwerdeführerin zum Arbeitsort hinbegleiten und wieder abholen lassen. Die Familie habe immerfort und aufopfernd dieses defizitäre Verhalten unter
stützt und daneben hingenommen, dass sie schon als fünfjähriges Kind Tote gesehen habe, wie zum Beispiel einen toten Onkel, wobei eine Behandlung nie als erforderlich erachtet worden sei (S. 5 f.).
Im Rückblick sei festzustellen, dass das ängstliche Vermeidungsverhalten nicht erst seit dem kriegerischen Bus-Ereignis 1996/97 (Bus mit Beschwerdeführerin als Fahrgast wurde beschossen, es gab mehrere Tote, Beschwerdeführerin konnte fliehen, Urk. 7/37/25) bestehe. Auch die „Halluzinationen" bestünden seit der Kindheit und nicht erst seit dem Jahr 1996. Somit könnten diese „Hallu
zinationen" nicht als Symptom einer posttraumatischen Belastungsstörung ver
standen werden. Eine (vermeidende) Persönlichkeitsstörung liege nicht vor, da kaum persönliches Leid erkennbar sei und sie in ihrem familiären Rahmen sozial angepasst leben könne. Sie schildere eindrücklich das Bild des toten Nachbarn im Treppenhaus. Ein schizophrenes Symptom liege hier jedoch nicht vor, da schizophrene Sinnestäuschungen nicht durch Schliessen der Haustür verschwinden würden. Eine beeinträchtigende posttraumatische Belastungsstö
rung liege nicht mehr vor. Die Beschwerdeführerin habe zwar angegeben, dass sie sich an die Kriegsereignisse erinnere, aber tagsüber fielen ihr diese Ereig
nisse nicht mehr ein und nachts schlafe sie meistens gut. Bei der Schilderung dieser Ereignisse seien auch keine vegetativen Symptome erkennbar gewesen (S. 6).
Der RAD stellte keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit nach ICD-10 und hielt als psychiatrische Diagnosen ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Zustand nach posttraumatischer Belas
tungsstörung (ICD-10 F 90.0) sowie vermeidende akzentuierte Persönlichkeits
züge (ICD-10 Z73.1) fest (S. 8).
4.
4.1
Die Angaben der beteiligten Ärzte stimmen insofern überein, als mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin einzig ein psychiatrisches Stö
rungsbild zu beurteilen ist und frühere somatische Leiden nach verschiedenen Unfällen, unter anderem mit mehreren Halswirbelsäulen (HWS-) Distorsionen nach Auffahrunfällen (vgl. Urk. 11/12/1),
im hier massgebenden Beurteilungs
zeitraum
keine Folgen mehr zeigen.
Die behandelnde Psychiaterin Dr. C._ ordnete sodann das Störungsbild anfäng
lich einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) mit depressiver Symptomatik sowie einer akuten psychotischen Störung zu, wobei sie differen
tialdiagnostisch eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis in Betracht zog (E. 3.2 hiervor). Weitgehend die gleichen Diagnosen hielten auch die behandelnden Ärzte des B._ anlässlich des ersten stationären Aufenthaltes im April 2013 fest (E. 3.1).
Der Gutachter Dr. D._, welcher die Beschwerdeführerin im März 2014 unter
sucht hatte, konnte als einzige Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit eine PTBS mit (pseudo-) psychotischen reaktiven Anteilen festhalten, wobei er auf eine weitgehende Remission der depressiven Symptomatik hinwies. Die (pseudo-) psychotischen Symptome ordnete er diagnostisch, unter Berücksichti
gung transkulturell-psychiatrischer Überlegungen, einer Störung nach ICD-10 F23.9 zu. Mit Bezugnahme auf das histrionische Verhalten erwähnte der Gut
achter zudem verschiedene psychosoziale Belastungsfaktoren wie eine spezielle familiäre, häusliche und finanzielle Situation (vgl. E. 3.3 hiervor).
Nach Ankündigung der geplanten Abweisung des Leistungsgesuches anfangs April 2014 (vgl. Urk. 7/21) und einem freiwilligem Eintritt zur stationären Behandlung im B._ vom 9. April bis 25. Juni 2014 diagnostizierten die Klinik
ärzte im Austrittsbericht neben der bisherigen Diagnose einer PTBS nunmehr eine paranoide Schizophrenie, wobei aufgrund mehrerer gemessener Medika
mentenspiegel unter dem nachweisbaren Bereich die Frage einer Malcompliance aufgeworfen wurde (Urk. 7/46/5).
Der RAD, welcher im April 2015 eine Untersuchung durchführte, diagnostizierte einzig noch einen Status nach PTBS sowie akzentuierte Persönlichkeitszüge (E. 3.5 hiervor).
4.2
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, der RAD-Untersuchungsbericht vom 11. Mai 2015 würdige die Berichte der behandelnden Ärzte nicht (Urk. 1 S. 3), kann ihr nicht gefolgt werden. Aus dem Untersuchungsbericht ergibt sich ohne Weiteres, dass sowohl das Gutachten von Dr. D._ — bei welchem der RAD aufgrund von Unklarheiten im Gutachten noch telefonisch nachfragte — diskutiert wurde und auch eine Auseinandersetzung mit den gestellten Diagno
sen in den Berichten des B._ und von Dr. C._ erfolgte (vgl. Urk. 11/53 S. 7 f.). Im Weiteren liess der RAD den Medikamentenspiegel untersuchen (vgl. Urk. 11/52). Die Laboruntersuchungen wiesen hierbei für Risperdal und Zyprexa einen im therapeutischen — eher im mittleren — Bereich liegenden
Medikamen
tenspiegel
aus. Auf eine konsequent durchgeführte hochdosierte Neuroleptika
therapie (vgl.
Stellungnahme
von Dr. C._ vom 10.
Juni 2015
, Urk. 11/59/2, vgl. auch Urk. 1 Ziff. 6) ist damit nicht zu schliessen. In diesem Zusammenhang fällt auch auf, dass selbst die B._ bei mehreren gemessenen
Medikamenten
spiegel
n
unter dem nachweisbaren
Bereich und zumindest anfänglich die Frage einer Malcompliance aufgeworfen hat (Urk. 7/46/5). In ihrer
späteren Stellung
nahme vom
8.
Juni 201
5 zu Händen der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 11/60) wurde dies zwar relativiert und auf weitere Untersuchungen des Medikamen
tenspiegels anlässlich des stationären Aufenthaltes (April/Juni 2014) hingewie
sen. Hierbei konnten aber einzig noch Werte für das Neuroleptikum
Clozapin
nachgewiesen werden, die zudem weit unter dem therapeutischen Referenzbe
reich lagen. Bezüglich einer aktuellen Diagnostik wiesen die B._-Ärzte sodann auf die Berichte von Dr. C._ hin, sodass dieser Stellungnahme nichts Weiteres abzugewinnen ist (vgl. Urk. 11/60).
4.3
V
or diesem Hintergrund
wies der RAD in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 11. Januar 2016 (Urk. 11/69 S. 6 ff.) nachvollziehbar darauf hin, dass nachdem anlässlich der stationären Behandlung keiner der gemessenen Medi
kamentenspiegel im Referenzbereich lag und die Ärzte des B._ bei zweifelhaf
ter Compliance eine Zustandsverbesserung sahen, eine gravierende Schizophre
nie, die sich unter einem untherapeutischen und sogar abnehmenden Medika
mentenspiegel gebessert haben soll, als sehr unwahrscheinlich zu erachten sei. Der RAD legte auch schlüssig dar, dass das psychische Störungsbild nicht als Folge einer posttraumatischen Belastungsstörung gesehen werden kann, nach
dem die Störung biographisch bereits weit vor dem belastenden Ereignis im Jahr 1996/97 bestanden hatte. Dabei konnte er auf die eigens erhobene Anam
nese
sowie auf fremdanamnestische Angaben der in der Untersuchung anwe
senden Schwester der Beschwerdeführerin zurückgreifen (vgl. Urk. 11/53 S. 3 f.). Es wurde auch dargelegt, dass die geschilderten Phänomene nicht als Hallu
zinationen zu werten seien. In diesem Zusammenhang wurde einleuchtend dar
gelegt, dass solche Sinnestäuschungen (Halluzinationen) aus psychopathologi
scher Sicht Ereignisse im Kopf darstellten, welche unabhängig von äusseren Realitäten vorhanden sind und die von Dr. C._ als „Sinnestäuschungen“ geschilderten Symptome und Bilder (vgl. Urk. 11/59 S. 5) gerade diese Voraus
setzungen nicht erfüllen (Urk. 11/69 S. 8). Mit Blick auf das Gutachten von Dr. D._ ist dem RAD auch darin beizupflichten, dass bereits in dieser Exper
tise aufgrund der Untersuchungsbefunde die Störungsbilder lediglich als (pseudo-) psychotische Symptomatik gesehen wurden, wobei mit der Kodierung nach
ICD-10 F23.9
(vgl. Urk. 11/37 S. 18 f.) auf eine nicht näher bezeichnete
akute vorü
bergehende psychotische Störung, hingewiesen wurde (
vgl.
Weltgesundheitsorganisation, Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien, Dilling/Mom
bour/Schmidt [Hrsg.],
9.
Auflage 2014, S. 150).
4.4
Zusammenfassend ist der
sorgfältig abgefasste R
AD-Untersuchungsbe
richt von med. pract. A._ vom 11. Mai 2015 (vgl. E. 3.5 hiervor)
für die streitigen psychischen Belange umfassend, beruht auf einer eigenen Untersu
chung der Beschwerdeführerin und erging unter Berücksichtigung der relevan
ten medizinischen Vorakten wie auch der geklagten Beschwerden. Er leuchtet in der Darlegung und Beurteilung der medizinischen Verhältnisse ein und die darin gezogenen Schlussfolgerungen sind
begründet. Der RAD setzte sich sodann mit den nach seiner Untersuchung erhobenen Kritikpunkten durch die behan
delnden Ärzte, insbesondere der Stellungnahme von Dr. med. C._ vom 10. Juni 2015 (Urk. 11/59), einlässlich auseinander und entkräftete diese über
zeugend. So zeigte Dr. A._ insbesondere auf, dass die beschützende und umsorgende Familienstruktur sei jeher besteht und ein sekundärer Krankheits
gewinn vorliegt. Demgegenüber äusserte sich Dr. C._ diesbezüglich nicht dif
ferenziert, sondern sah die Familienrolle (selbstredend) im Rahmen der schwe
ren Erkrankung der Beschwerdeführerin (Urk. 7/59 S. 2). Dr. A._ verneinte in nachvollziehbarer Weise das Vorliegen von realitäts
unabhängigen Sinnestäu
schungen unter Hinweis auf der Verschwinden der Bilder bei Kontakt mit der Realität (Urk. 7/69/8) und erklärte zum Teil auffälliges Verhalten der Beschwer
deführerin (Verbrennen von Kleidern auf dem Balkon wegen Familienstreits und nicht wegen imperativen Stimmenhörens, Urk. 7/59 S. 6 und Urk. 7/69/8).
Auch die im vorliegenden Beschwerdeverfahren eingereichte weitere Stellung
nahme von Dr. C._ vom 1. Februar 2016 (vgl. Urk. 3) vermag die Beweiswer
tigkeit des RAD-Untersuchungsberichts nicht zu schmälern, beschränkt sich doch diese im Wesentlichen auf einen Verweis auf die vorgängige Stellung
nahme vom 10. Juni 2015 und die Kritik, der RAD habe sich damit nicht ause
inander gesetzt. Dies trifft nach dem oben Gesagten nicht zu.
Damit verbleiben auch keine geringen Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit des RAD
Untersuchungsberichts.
Hierfür ergeben sich auch sonst keine Anhalts
punkte,
sodass die praxisgemässen Anforderungen, welche an beweiskräftige medizini
sche Beric
hte gestellt werden (vgl. E. 1.6
hiervor), erfüllt sind
und auf den Untersuchungsbericht abzustellen ist
.
4.5
Von den beantragten (Urk. 1 S. 2 und S. 5) zusätzlichen Abklärungen der medi
zi
nischen Verhältnisse sind bei der gegebenen Sach- und Rechtslage keine ent
scheidwesentlichen Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d).
4.6
Fehlt es nach dem Dargelegten, insbesondere gestützt auf die medizinische Beur
teilung des RAD, an einem anspruchsbegründenden psychischen Gesund
heitsschaden, so steht der Beschwerdeführerin keine Rente der Invalidenversi
cherung zu. Demzufolge erweist sich die angefochtene Verfügung vom 19. Januar 2016 (Urk. 2) als rechtens, was zur Abweisung der dagegen gerich
teten Beschwerde führt.
5.
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 8
00.-- fe
stzulegen und ausgangsgemäss der
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen (
Art.
69
Abs.
1bis IVG).