# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 40d9b3a7-6459-4b4b-a07e-c3e6a60628be
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_004
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Umteilung Prozess Nr. FE210257-... des Bezirksgerichts C._ in Sachen A._ und B._ betreffend Ehescheidung
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1. Prozessverlauf
1.1. Mit Eingabe vom 23. September 2021 übermittelte der Präsident des Be-
zirksgerichts C._, lic. iur. D._, der Verwaltungskommission des Oberge-
richts des Kantons Zürich ein gemeinsames Scheidungsbegehren von A._
(fortan Gesuchstellerin) und B._ (fortan Gesuchsteller) mit dem Ersuchen,
den Prozess einem anderen Bezirksgericht des Kantons Zürich zuzuweisen. Zur
Begründung wurde angeführt, die Gesuchstellerin sei seit Jahren am Bezirksge-
richt C._ als Bezirksrichterin tätig, so dass sich die Durchführung des Pro-
zesses am Bezirksgericht C._ aus Gründen der Unbefangenheit verbiete
(act. 1).
1.2. Mit Verfügung vom 29. September 2021 (act. 3) setzte die Verwaltungs-
kommission den Gesuchstellern Frist zur freigestellten Stellungnahme an. Beide
teilten rechtzeitig mit, auf eine Stellungnahme zu verzichten (act. 4 und 5).
2. Prozessuales
Zuständig zur Behandlung des vorliegenden Gesuchs um Umteilung ist die Ver-
waltungskommission des Obergerichts des Kantons Zürich als unmittelbare Auf-
sichtsbehörde über die ihm unterstellten Gerichte (§ 80 Abs. 1 lit. b GOG).
3. Materielles
3.1. Kann ein Gericht infolge Ausstands nicht mehr durch den Beizug von Er-
satzmitgliedern besetzt werden oder ist der Beizug von solchen nicht angebracht,
so überweist die Aufsichtsbehörde die Streitsache einem anderen Gericht gleicher
sachlicher und funktionaler Zuständigkeit (§ 117 GOG).
3.2. Beim Bezirksgericht C._ handelt es sich um ein ... . Die Gesuchstelle-
rin des besagten Scheidungsverfahrens ist seit Jahren als Bezirksrichterin am
Bezirksgericht C._ tätig. Es ist davon auszugehen, dass zwischen den Be-
zirksrichterinnen und Bezirksrichtern ein kollegiales bzw. teilweise sogar freund-
schaftliches Verhältnis besteht, weshalb es nicht angebracht erscheint, diese ein
Verfahren behandeln zu lassen, das durch eine Kollegin und ihren Ehemann ein-
geleitet wurde. Gegen aussen könnte dadurch der Eindruck erweckt werden, die
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Richterinnen und Richter seien nicht ausreichend unabhängig, auch wenn sie sich
vorliegend selbst nicht zur Frage des Ausstandes geäussert haben. Gleiches gilt
für die juristischen Mitarbeiter des Gerichts, weshalb davon abzusehen ist, für die
Behandlung des Scheidungsverfahrens Ersatzmitglieder heranzuziehen. Demzu-
folge ist das Verfahren an das Bezirksgericht Zürich zur weiteren Behandlung zu
überweisen.

## Considerations