# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cbfea0dc-9622-4ea3-b117-8f551f92c510
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Criminal
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X. reiste im Jahr 2003 in die Schweiz ein und stellte am 7. Juli 2003 unter falschem Namen im Kanton Zürich einen Asylantrag. Mit Entscheid vom 17. Juli 2003 wies ihn das Bundesamt für Migration (BFM) dem Kanton Zürich zu. Mit Verfügung vom 19. August 2003 trat das BFM auf das Asylgesuch von X. nicht ein und forderte ihn auf, die Schweiz unverzüglich zu verlassen. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies die damals zuständige Asylrekurskommission mit Urteil vom 29. September 2003 ab.
B. Im Schweizerischen Strafregister ist X. mit vier Eintragungen verzeichnet (act. III/18): Am 21. Oktober 2005 wurde er von der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland wegen Übertretung des BetmG zu 5 Tagen Haft, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von einem Jahr, verurteilt. Am 8. Juni 2007 wurde er wiederum von der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland wegen Fälschung von Ausweisen im Sinne von Art. 252 StGB sowie einer Übertretung des BG über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer mit einer Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu Fr. 30.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von drei Jahren, und einer Busse von Fr. 400.-- bestraft. Auf den Widerruf der bedingt ausgesprochenen Vorstrafe vom 21. Oktober 2005 wurde verzichtet. Am 4. Juni 2009 verurteilte ihn der Kreispräsident Trins wegen rechtswidrigen Aufenthalts im Sinne von Art. 115 Abs. 1 lit. a AuG zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu Fr. 10.--. Dabei verzichtete der Kreispräsident auf den Widerruf der bedingt ausgesprochenen Vorstrafe vom 8. Juni 2007, wobei er jedoch deren Probezeit um ein Jahr verlängerte. Am 29. September 2010 wurde X. von der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland wegen Vergehens gegen das BetmG im Sinne von Art. 19 Abs. 1 BetmG, rechtswidriger Einreise gemäss Art. 115 Abs. 1 lit. a AuG und rechtswidrigem Aufenthalt gemäss Art. 115 Abs. 1 lit. b AuG sowie wegen mehrfacher Übertretung des BetmG zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu Fr. 30.-- und einer Busse von Fr. 200.-- verurteilt. Die am 8. Juni 2007 bedingt ausgesprochene Geldstrafe wurde widerrufen.
C. Am 8. Mai 2008 brachte die Schweizerin A. ihren Sohn B. zur Welt. Am 6. November 2008 heiratete sie X., der daraufhin als Vater von B. ins Zivilstandsregister eingetragen wurde. Gleichentags reichte A. beim Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht Graubünden (AZP) ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs für ihren Ehemann ein. Dieses Gesuch wies das AZP mit Verfügung vom 12. Dezember 2008 ab. Die
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dagegen erhobene Beschwerde lehnte das Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit Graubünden mit Verfügung vom 21. September 2009 ab.
D. Nach vorgängiger Gewährung des rechtlichen Gehörs untersagte das AZP X. mit Verfügung vom 25. Januar 2011, das Gebiet des Kantons Graubünden zu betreten.
E. Gegen diese Verfügung reichten X. sowie seine Ehefrau A. beim Zwangsmassnahmegericht des Kantons Graubünden Beschwerde ein. Darin machten sie insbesondere geltend, dass sie ihr zweites gemeinsames Kind erwarten würden und eine Trennung der Familie daher unzumutbar sei. Nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Zwangsmassnahmegericht des Kantons Graubünden mit Entscheid vom 16. Februar 2011, mitgeteilt am 14. März 2011, wie folgt:
„1. Die Beschwerden werden teilweise gutgeheissen und die Verfügung des Amtes für Polizeiwesen und Zivilrecht Graubünden vom 25. Januar 2011 wird aufgehoben.
Es wird angeordnet, dass es X. ab dem zehnten Tag der Geburt seines Kindes auf unbestimmte Zeit untersagt ist, das Gebiet des Kantons Graubünden zu betreten. X. wird angewiesen, das Amt für Polizeiwesen und Zivilrecht Graubünden unverzüglich über die Geburt seines Kindes zu informieren.
2. Die Verfahrenskosten betragen CHF 500.00. Sie gehen unter solidarischer Haftung im Umfang von CHF 250.-- zu Lasten von X. und A.. Die rechtlichen CHF 250.00 trägt die Gerichtskasse.

## Considerations