# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 03fbbefb-aab8-432b-9fae-053b92764e0d
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Bundesanwaltschaft (nachfolgend "BA") gegen B., C., D., E. und F. eine
Strafuntersuchung wegen Verdachts der qualifizierten Geldwäscherei
(Art. 305bis Ziff. 2 StGB), betreffend B. zudem wegen Verdachts der Gehil-
fenschaft zu gewerbsmässigem Betrug (Art. 146 Abs. 2, Art. 25 StGB), führt
(act. 2);
- die BA im Rahmen dieser Strafuntersuchung am 11. Juni 2018 die Beschlag-
nahme von Vermögenswerten bei der Bank G. aufhob und letztere anwies,
die Vermögenswerte an eine Bankverbindung zugunsten des Betreibungs-
amtes Bern-Mittelland zu überweisen; sie die Aufhebung der Beschlag-
nahme und die Überweisung an das Betreibungsamt Bern-Mittelland unter
diverse "Bedingungen" stellte (act. 2);
- am 20. Juni 2018 aus Deutschland ein Schreiben von A. datiert vom
16. Juni 2018 bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts einging
(act. 1);
- A. darin erklärt, dass sie gegen die Verfügung vom 11. Juni 2018 der BA
Beschwerde erhebe; sie darin gleichzeitig darum ersucht, ihr zu helfen, bei
der Verteilung der verbliebenen Vermögenswerte berücksichtigt zu werden;
sie darin abschliessend fragt, ob es noch eine andere Behörde gebe, an die
sie sich wenden könnte (act. 1);
- die BA am 20. Juni 2018 auf Anfrage die angefochtene Verfügung per Fax
übermittelte (act. 2);
- mit Schreiben vom 21. Juni 2018 A. erläutert wurde, aus ihrem Schreiben
vom 16. Juni 2018 gehe nicht klar hervor, ob sie die in Frage stehende Ver-
fahrenshandlung anfechten wolle; sie ausserdem auf die Begründungsanfor-
derungen gemäss Art. 385 Abs. 1 StPO hingewiesen wurde; ihr gleichzeitig
eine kurze, nicht erstreckbare Nachfrist eingeräumt wurde, ihre Eingabe vom
16. Juni 2018 zu verbessern (act. 3);
- am 2. Juli 2018 innert Nachfrist aus Deutschland ein Schreiben von A. datiert
vom 27. Juni 2018 betreffend "Ihr Schreiben vom 21.06.2018" bei der Be-
schwerdekammer des Bundesstrafgerichts einging (act. 5);
- A. darin erklärt, dass sie die in Frage stehende hoheitliche Verfahrenshand-
lung anfechte; sie eine amtliche Kostenübernahme fordere (act. 5).
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## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gegen Verfügungen und Verfahrenshandlungen der Bundesanwaltschaft bei
der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde nach den
Vorschriften der Art. 393 ff. StPO erhoben werden kann (Art. 393 Abs. 1 lit. a
StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- nach Art. 396 Abs. 1 StPO die Beschwerde zu begründen ist; demnach unter
anderem die Gründe anzugeben sind, die einen anderen Entscheid nahe le-
gen (Art. 385 Abs. 1 lit. b StPO); die Beschwerdebegründung sich mit den
Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen hat (Ur-
teil des Bundesgerichts 6B_1404/2016 vom 13. Juni 2017 E. 1.2.3; GUIDON,
Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 396 StPO N. 9c; DERS., Die Be-
schwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, 2011, N. 392
m.w.H.);
- vorliegend die Beschwerdeführerin auch unter Berücksichtigung ihres
Schreibens vom 27. Juni 2018 sich mit den Erwägungen der angefochtenen
Verfügung vom 11. Juni 2018 nicht auseinandersetzt;
- sich die Beschwerde mithin als offensichtlich unzulässig erweist, weshalb auf
sie ohne weiteren Schriftenwechsel nicht einzutreten ist (Art. 390 Abs. 2
StPO e contrario);
- im Übrigen weder mit der angefochtenen Verfügung noch mit dem vorliegen-
den Beschluss ein Entscheid über einen Schadenersatzanspruch der Be-
schwerdeführerin bzw. dessen Umfang ergangen ist;
- das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Rechtspflege zufolge
Aussichtslosigkeit abzuweisen ist (vgl. Art. 29 Abs. 3 BV; BGE 142 III 138
E. 5.1; 139 III 396 E. 1.2; 134 I 92 E. 3.2; Urteil des Bundesgerichts
1B_164/2017 vom 15. August 2017 E. 2 m.w.H.);
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Gerichts-
kosten zu tragen hat (Art. 428 Abs. 1 StPO);
- aufgrund der Besonderheiten des Falles ausnahmsweise auf die Erhebung
einer Gerichtsgebühr zu verzichten ist (Art. 73 Abs. 2 StBOG und Art. 5 des
Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten,
Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR;
SR 173.713.162]);
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- dieser Beschluss gestützt auf Art. IIIA lit. a des Vertrags vom 13. Novem-
ber 1969 zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und der Bun-
desrepublik Deutschland über die Ergänzung des Europäischen Überein-
kommens über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 und die
Erleichterung seiner Anwendung (SR 0.351.913.61) unmittelbar durch die
Post an die in Deutschland wohnhafte Beschwerdeführerin übersendet wer-
den kann;
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