# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0281ac2d-8547-4a02-b0c1-fda5cd18c897
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ F., geboren am 19. Oktober 1964, ist Staatsangehöriger von Mazedonien. Er
arbeitete während einigen Jahre als Saisonnier in der Schweiz, bis er am 7. Mai 1992
die Aufenthaltsbewilligung erhielt. Seit 9. April 1999 verfügt er über die
Niederlassungsbewilligung.
Am 24. Mai 1990 heiratete er in G., Mazedonien, die Landsfrau S., geboren am
20. Dezember 1972. Ihre gemeinsamen Kinder kamen am 26. April 1990 und am
22. August 1992 zur Welt. Im Jahr 2000 folgte ihm die Ehefrau zusammen mit den
Kindern im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz nach. Auch sie verfügen über
die Niederlassungsbewilligung.
Im Jahr 1997 verursachte F. auf der Autobahn einen Verkehrsunfall. Das Bezirksamt
Unterrheintal erklärte ihn in der Folge des Führens eines Motorfahrzeugs im
angetrunkenen Zustand und des Nichtbeherrschens des Fahrzeugs schuldig und
bestrafte ihn deswegen mit einer Busse von Fr. 800.--. Im Jahr 2006 büsste ihn das
Untersuchungsamt Altstätten mit Fr. 500.--, weil er mehrfach gegen das
Gastwirtschaftsgesetz verstossen hatte.
Am 2. März 2010 bestätigte das Kantonsgericht St. Gallen das Urteil des Kreisgerichts
Werdenberg-Sargans vom 25. August 2009, das ihn wegen mehrfacher schwerer
Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, mehrfacher Geldwäscherei und
wegen Widerhandlung gegen das Waffengesetz schuldig gesprochen und zu einer
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Freiheitsstrafe von 44 Monaten verurteilt hatte. Die Ersatzforderung hob es wegen
Uneinbringlichkeit auf. Der Verurteilte sass deswegen 156 Tage in Untersuchungshaft.
Unter Berücksichtigung von 293 Tagen vorzeitigen Strafvollzugs wäre die
Freiheitsstrafe ohne vorzeitige Entlassung am 30. April 2012 verbüsst.
B./ Mit Blick auf das erwähnte Verhalten des Verurteilten widerrief das Ausländeramt
(heute Migrationsamt) des Kantons St. Gallen am 10. November 2010 seine
Niederlassungsbewilligung. Dagegen gelangte dieser mit Rekurs seines
Rechtsvertreters vom 25. November 2010 erfolglos an das kantonale Sicherheits- und
Justizdepartement. Die Rekursinstanz begründete ihren Entscheid vom 4. Januar 2011
damit, dass sein Fehlverhalten gravierend sei und sein Verschulden in
ausländerrechtlicher Hinsicht schwer wiege, weshalb ein erhebliches öffentliches
Interesse an seiner Wegweisung bestehe, auch wenn er und seine Familie mittlerweile
seit längerer Zeit in der Schweiz lebten. Angesichts der Schwere der begangenen
Straftaten sei der Widerruf der Niederlassungsbewilligung verhältnismässig, selbst
wenn seine Frau und seine Kinder ihm nicht in ihr gemeinsames Heimatland folgen
würden.
C./ Gegen diesen Entscheid liess der Rekurrent am 20. Januar 2011 beim
Verwaltungsgericht mit dem Antrag Beschwerde erheben, der Rekursentscheid und die
Verfügung des Migrationsamtes seien kostenpflichtig aufzuheben und vom Widerruf
der Niederlassungsverfügung sei abzusehen. Zur Begründung bringt er an, mittlerweile
lebe er seit über zehn Jahren zusammen mit seiner Familie in der Schweiz. Davon
abgesehen, dass sie innerhalb der Familie ein sehr inniges Verhältnis hätten, würden
sich die Kinder in einer schwierigen Lebensphase befinden; es sei allgemein bekannt,
dass der Charakter von 18- und 20-Jährigen noch nicht voll gefestigt sei, weshalb die
jungen Erwachsenen auf besonders intensive Betreuung und moralische Unterstützung
durch ihre Eltern angewiesen seien. Eine endgültige Trennung der Familie werde sich
negativ auf alle Beteiligten auswirken. Er und seine Familie sähen ihre Zukunft in der
Schweiz, weshalb sie für eine Rückkehr keinen Plan B in petto hätten. Aus diesem
Grund hätten sie im Heimatland auch keinerlei Land oder Immobilie erworben.
D./ Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 9. Februar 2011, die
Beschwerde kostenpflichtig abzuweisen und verzichtete ansonsten auf eine
Stellungnahme.
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E./ Am 4. Dezember 2010 stellte der Beschwerdeführer das Gesuch um bedingte
Entlassung aus dem Strafvollzug. Das Justiz- und Sicherheitsdepartement gab dem
Gesuch am 18. Januar 2011 per 9. Februar 2011 unter der Bedingung statt, dass er
ausgeschafft werden könne oder kontrolliert ausreise. Dagegen liess der Gesuchsteller
am 1. Februar 2011 bei der Anklagekammer Beschwerde erheben. Diese wies das
Gesuch am 1. März 2011 ab. Das Gericht bestätigte, dass die Lebensverhältnisse in
der Schweiz keine günstige Prognose gestatten würden, weshalb es zulässig sei, die
bedingte Entlassung mit einer freiwilligen und kontrollierten Ausreise in ein Drittland
oder mit der Ausschaffung zu verbinden. Der Beschwerdeführer teilte in der Folge dem
Migrationsamt am 30. März 2011 mit, dass er so schnell als möglich aus der Schweiz
ausreisen wolle. Am 5. April 2011 flog er kontrolliert aus der Schweiz aus. Mit Eingabe
seines Rechtsvertreters vom 6. April 2011 liess er dem Verwaltungsgericht seine
Enttäuschung darüber mitteilen, dass er das Urteil betreffend seine Wegweisung nicht
in Freiheit in der Schweiz habe abwarten können.
F./ Auf die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen wird,

## Considerations

soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 20. Januar 2011
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer ersucht um Erteilung der aufschiebenden Wirkung des
Rechtsmittels. Der Beschwerde kommt jedoch bereits von Gesetzes wegen
aufschiebende Wirkung zu (Art. 64 VRP in Verbindung mit 51 Abs. 1 VRP). Das Gesuch
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ist somit unnötig und deshalb abzuweisen, bzw. es wird mit dem Entscheid in der
Hauptsache gegenstandslos.
3. Nach Art. 63 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und
Ausländer
(SR 142.20; abgekürzt AuG) in Verbindung mit Art. 62 lit. b AuG kann die
Niederlassungsbewilligung eines Ausländers widerrufen werden, wenn er zu einer
längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt wurde. Eine längerfristige Freiheitsstrafe liegt
vor, wenn die Freiheitsstrafe mehr als ein Jahr beträgt (BGE 135 II 377 E. 4.2). Mit der
Freiheitsstrafe von 44 Monaten bzw. drei Jahren und acht Monaten hat der
Beschwerdeführer den genannten Widerrufsgrund fraglos erfüllt.
4. Art. 63 AuG gewährt der zuständigen Behörde beim Entscheid über den Widerruf der
Niederlassungsbewilligung einen Ermessensspielraum. Der Widerruf einer
Niederlassungsbewilligung ist anzuordnen, wenn er bei sorgfältiger Abwägung der
Interessen verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der Bundesverfassung, SR 101,
abgekürzt BV). Dabei berücksichtigen die Behörden nach Art. 96 Abs. 1 AuG die
öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der
Integration, wobei namentlich die Schwere des Verschuldens, die Dauer der
Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Ausländer und seiner Familie drohenden
Nachteile ins Gewicht fallen (BGE 2C_295/2009 vom 25. September 2009
E. 4.3). Je länger ein Ausländer in der Schweiz lebt, desto strengere Anforderungen
sind an die Voraussetzungen einer Wegweisung nach Art. 66 AuG zu stellen. Eine
solche ist indessen selbst bei einem Ausländer, der bereits in der Schweiz geboren ist
und hier sein ganzes bisheriges Leben verbracht hat (sogenannte Ausländer der
zweiten Generation), insbesondere bei Gewaltdelikten bzw. wiederholter schwerer
Straffälligkeit, nicht ausgeschlossen. Ausschlaggebend ist die Verhältnismässigkeit der
Massnahme im Einzelfall, die praxisgemäss gestützt auf die gesamten wesentlichen
Umstände geprüft werden muss (BGE 2C_160/2009 vom 1. Juli 2009 E. 3.1; BGE 2A.
71/2007 vom 7. Mai 2007 E. 3.2, mit Hinweisen).
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4.1. Ausgangspunkt und Massstab der fremdenpolizeilichen Güterabwägung ist die
Schwere des Verschuldens, das sich nach dem Wortlaut des Gesetzes in einer
längeren Freiheitsstrafe niederschlagen soll. Die Administrativbehörde hat sich dabei
mit den Erwägungen des Strafrichters auseinanderzusetzen, um zu einer eigenen
Gefahrenprognose zu gelangen (Nägeli/Schoch in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser,
Ausländerrecht, 2. Auflage, Basel 2009, Rz. 22.188).
4.2. Das Kantonsgericht bestätigte in seinem Urteil vom 2. März 2010, dass das
Verschulden des Beschwerdeführers schwer wiege. An der Berufungsverhandlung gab
der Beschwerdeführer zu, zwei Mittäter, darunter einen arbeitslosen und
drogensüchtigen, veranlasst zu haben, erhebliche Drogenmengen von Österreich in die
Schweiz einzuführen. Es ist deshalb unverständlich, dass er im vorliegenden Verfahren
erneut behaupten lässt, er habe die beiden nicht angestiftet, für ihn Drogen ins Land zu
schmuggeln. Seine beachtliche kriminelle Energie zeigt sich auch darin, dass er nebst
seiner Rolle als Importeur eigenhändig Drogen verkauft und übergeben hat, obwohl er
selber nicht drogensüchtig war. Dazu kommt, dass er Geld gewaschen und eine Pistole
samt Schallschutzdämpfer und Munition gekauft und besessen hat, obwohl er wusste,
dass Mazedoniern in der Schweiz der Waffenbesitz nicht erlaubt ist. Damit erhöhte sich
seine Einsatzstrafe auf 54 Monate. Das Gericht berücksichtigte sodann seinen
Arbeitswillen, das Teilgeständnis und die stabilen familiären Verhältnissen, weshalb es
die Gesamtstrafe wiederum um zehn Monate reduziert hat.
4.3. Mit Blick auf diese Ausführungen ist der Vorinstanz beizupflichten, dass auch im
Administrativverfahren von einem schweren Verschulden auszugehen ist, das sich
insbesondere bereits in der mehrjährigen Strafdauer wiederspiegelt. Dazu kommt, dass
bei Drogendelikten auch unter neuem Ausländerrecht eine strenge Praxis verfolgt wird
und selbst ein geringes Rückfallrisiko nicht hinzunehmen ist, insbesondere darf auch
generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden (BGE 2C_578/2009
vom 23. Februar 2010 E. 2.4, BGE 2C_28/2010 vom 25. März 2011 E. 2.3). Nebst dem,
dass der Beschwerdeführer ohne Not und als Nichtsüchtiger grosse Mengen an Heroin
gehandelt und damit ein beträchtliches Gefährdungspotential für viele Menschen
geschaffen hat, war er nur teilgeständig, streitet nunmehr im Strafverfahren
Zugegebenes wiederum ab und bezeichnet seine über längere Zeit begangenen Delikte
nach wie vor verharmlosend als Ausrutscher. Auch nahm er nicht von sich aus Abstand
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vom Drogenhandel, sondern erst infolge seiner Verhaftung. Selbst die Tatsache, dass
er seine Ehefrau und Kinder hierher nachziehen und sodann mit seiner Familie in der
Schweiz zusammenleben konnte und hier eine Arbeitsstelle hatte, hielt ihn nicht davon
ab, schwerwiegende Straftaten zu begehen. Unter diesen Umständen qualifizierte die
Anklagekammer sein Wohlverhalten im Strafvollzug verständlicherweise als blosses
Anpassungsverhalten, das prognostisch negativ zu werten ist
(A. Baechtold in: Niggli/Wiprächtiger [Hrsg.] Strafrecht I, Basler Kommentar, 2. Auflage,
Basel 2007, Rz. 11 zu Art. 86 StGB). Der Vorinstanz und der Anklagekammer muss
somit beigepflichtet werden, dass beim Beschwerdeführer ein nicht unerhebliches
Rückfallrisiko besteht, weshalb die Prognose für sein Wohlverhalten in der Schweiz als
ungünstig zu bezeichnen ist. Der Verurteilte hat trotz persönlicher und beruflicher
Perspektiven in der Schweiz bewiesen, dass er sich hier nicht bewähren und in die
herrschende Rechtsordnung integrieren kann und sich auch nicht davon abschrecken
lässt, mit seinem strafbaren Verhalten seine Frau und Kinder in Schwierigkeiten zu
bringen. Dazu kommt, dass er als Hilfsarbeiter keine besonders qualifizierten
Tätigkeiten ausübte, die aus wirtschaftlicher oder arbeitsmarktlicher Sicht eine
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gebieten würden.
Aus dem Gesagten folgt, dass an der Wegweisung des Beschwerdeführers ein grosses
sicherheitspolizeiliches Interesse besteht, das nur durch entsprechend gewichtige
private Interessen aufgewogen werden könnte, d.h. wenn aussergewöhnlich
schwerwiegende Umstände gegen eine Wegweisung sprechen würden.
4.4. Für den Beschwerdeführer spricht, dass er während achtzehn Jahren
ununterbrochen in der Schweiz gelebt hat. Dazu kommen die Jahre, während denen er
vorher hier als Saisonnier gearbeitet hat. Weiter ist er der hiesigen Sprache mächtig
und war bis zur Verhaftung vor zweieinhalb Jahren berufstätig. Schliesslich ist auch
seine vor rund zehn Jahren nachgefolgte Familie hier integriert.
4.5. Diesen Tatsachen steht sein getrübter Leumund bzw. sein Fehlverhalten in den
letzten Jahren gegenüber. Im Jahr 1997 mussten seine Arbeitslosentaggelder
eingestellt werden, weil er einem obligatorischen Seminar mehrere Tage unentschuldigt
ferngeblieben war und zwei zugewiesene Arbeitsstellen nicht angetreten hatte. Das
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vorherige Arbeitsverhältnis wurde aufgelöst, weil er dem Arbeitsplatz zu oft
ferngeblieben war. Weiter ist er im Strafregister und beim Betreibungsamt Buchs
verzeichnet, beim letzteren mit einem offenen Verlustschein von Fr. 11'601.40. Auch
wenn er seine Finanzen in der Zwischenzeit entgegen dem Eintrag wieder in Ordnung
gebracht haben will, bleibt, dass er massiv gegen das Gesetz verstossen und sich
damit erheblich strafbar gemacht hat. Dabei fällt neben den beiden ersten, weniger
gravierenden Verurteilungen vor allem die im letzten Jahr bestätigte mehrjährige
Freiheitsstrafe wegen Drogenhandels, Geldwäscherei und Widerhandlung gegen das
Waffengesetz ins Gewicht.
4.6. Bei der hier vorzunehmenden Interessenabwägung ist sodann entscheidend, dass
der mittlerweile 46-Jährige erst seit seinem achtundzwanzigsten Lebensjahr
fortwährend in der Schweiz lebt. Vorher hatte er - wie seine Ehefrau und seine Kinder
bis ins Jahr 2000 - seinen Lebensmittelpunkt in seiner Heimat, wo er aufgewachsen ist,
die Schule besucht und gearbeitet hat. Die letzten Jahre in der Schweiz hat er im
Strafvollzug verbracht, was die Bedeutung der hiesigen Aufenthaltsdauer entsprechend
relativiert. Zwar leben einige seiner Geschwister ebenfalls in der Schweiz. Ihre
Anwesenheit konnte ihn aber genauso wenig von der Begehung der erwähnten
schweren Straftaten abhalten wie die Tatsache, dass seine Frau und Kinder mittlerweile
in der Schweiz leben. Dazu kommt, dass er nicht in der Lage war, die Geburtsjahre
seiner Geschwister zu nennen, woraus ohne weiteres geschlossen werden darf, dass
die Beziehung zu seinen Verwandten in der Schweiz nicht besonders eng ist.
4.7. Es mag durchaus zutreffen, dass das Heimatland des Beschwerdeführers nicht die
gleichen beruflichen Perspektiven bieten kann wie die Schweiz. Die Wegweisung ist
jedoch seinem kriminellen Verhalten zuzuschreiben und insofern hinzunehmen. Das
fast immer gegebene Interesse, die besseren wirtschaftlichen Verhältnisse in der
Schweiz bzw. die hiesigen Sozialleistungen nutzen zu können, ist für die Abwägung der
Interessen nicht entscheidend (BGE 2C_364/2010 vom 23. September 2010 E. 2.2.8).
Nachdem der Beschwerdeführer die letzten Jahre seines Schweizer Aufenthalts im
Gefängnis verbracht hat und entsprechend vorbestraft ist, ist es ohnehin mehr als
fraglich, ob es für ihn in der Schweiz weiterhin einfacher sein wird als in seiner Heimat,
eine neue Arbeitsstelle zu finden. Seine in verschiedenen Branchen gemachten
Berufserfahrungen jedenfalls wird er auch in seinem Heimatland einsetzen können.
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4.8. Den Kontakt mit Mazedonien hat der Beschwerdeführer nie abgebrochen. Auch
wenn seine dort lebenden Eltern in der Zwischenzeit verstorben sind, verfügt er in
seiner Heimat nach wie vor über persönliche Kontakte zu seinen dort lebenden
Geschwistern, Verwandten, Bekannten und Freunden. Mindestens einmal pro Jahr
reiste er in seine Heimat und verbrachte dort Ferien. Dazu kommt, dass er in
Mazedonien geschäftliche Beziehungen pflegte. So hatte er dort Drogengelder
gewaschen, die er nach Mazedonien überwiesen oder selbst dorthin gebracht hat.
Schliesslich ist er in der Zwischenzeit freiwillig ohne seine Familie in sein Heimatland
zurückgekehrt, einzig damit er von der vorzeitigen Entlassung aus dem Schweizer
Strafvollzug profitieren konnte. Die Ausreise hat er vorgezogen, obgleich ihm während
des Strafvollzugs nebst dem ordentlichem Besuchsrecht auch Urlaubstage gewährt
wurden, die er weiterhin zusammen mit seiner Familie ausserhalb des Gefängnisses
hätte verbringen können.
4.9. Unter den gegebenen Umständen ist der Widerruf der Niederlassung auch mit dem
Anspruch auf Achtung des Familienlebens gemäss Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) vereinbar, zumal die
Wegweisung eines straffälligen Ausländers eine Massnahme darstellt, die für die
nationale Sicherheit und öffentliche Ordnung bzw. zur Verhinderung von strafbaren
Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten
anderer notwendig erscheint, weshalb das grundsätzlich geschützte Recht auf Familie
einge-schränkt werden kann (Art. 8 Ziff. 2 EMRK). Als zulässiges öffentliches Interesse
kommt sodann das Durchsetzen einer restriktiven Einwanderungspolitik in Betracht.
Eine solche ist im Hinblick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen schweizerischer
und ausländischer Wohnbevölkerung, die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen
für die Eingliederung der in der Schweiz fest ansässigen Ausländer und die
Verbesserung der Arbeitsmarktstruktur sowie eine möglichst ausgeglichene
Beschäftigung im Licht von Art. 8 Ziff. 2 EMRK zulässig (BGE 2C_364/2010 vom
23. September 2010 E. 2.2.1).
4.9.1. Davon abgesehen, dass sich der Schutzbereich des Familienlebens in erster
Linie auf die Familie im engeren Sinn, das heisst auf die die Kernfamilie umfassenden
Beziehungen zwischen minderjährigen Kindern und ihren Eltern bezieht, sofern eine
gelebte und intakte Beziehung besteht (Raselli/Hausammmann/Möckli/Urwyler in:
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Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser, a.a.O., Rz. 16.65), begründet der Beschwerdeführer
seinen Einwand, seine erwachsenen Kinder seien im besonderen Mass
betreuungsbedürftig, nicht weiter, und er ist auch nicht glaubwürdig. Sowohl sein Sohn
als auch seine Tochter sind berufstätig. Im Gegensatz zum Beschwerdeführer haben
sie eine Lehre gemacht, die sie beide in diesem Sommer abschliessen werden. In den
vergangenen Jahren, als ihr Vater seine mehrjährige Freiheitsstrafe im geschlossenen
Strafvollzug absitzen musste, haben sie bewiesen, dass sie ihr Leben selbständig zu
meistern vermögen, weshalb es der Beschwerdeführer auch als verantwortbar erachtet
hat, freiwillig in seine Heimat zurückzukehren und seine erwachsenen Kinder in der
Schweiz zurückzulassen. Seine Behauptung, ihm könne die Ausreise nicht zugemutet
werden, weil sein volljähriger Sohn und seine erwachsene Tochter auch weiterhin auf
seine persönliche Betreuung angewiesen seien, erweist sich damit als reine
Schutzbehauptung.
4.9.2. Da die Ehefrau und die erwachsenen Kinder über die Niederlassungsbewilligung
und damit über ein selbständiges Anwesenheitsrecht in der Schweiz verfügen, steht es
ihnen frei zu entscheiden, ob sie dem Beschwerdeführer ins gemeinsame Heimatland
folgen wollen oder nicht. Jedenfalls für die Ehefrau, die ihrerseits bis zum 28. Altersjahr
in Mazedonien gelebt hat und somit mit der dortigen Sprache und den Gepflogenheiten
ihrer Heimat vertraut ist, wäre eine Rückkehr nicht zum Vornherein unzumutbar, auch
wenn sie sich nunmehr seit elf Jahren in der Schweiz aufhält, hier über eine
Arbeitsstelle verfügt und ein soziales Umfeld hat. Die Kinder sind mittlerweile für sich
selber verantwortlich und dazu auch in der Lage, weshalb sie nicht mehr auf die
ständige Gegenwart ihrer Eltern im gleichen Land angewiesen sind. Aber auch für die
Ehefrau ist seine permanente Anwesenheit in der Schweiz nicht zwingend erforderlich.
Es war vielmehr schon bis anhin an ihr, für den Unterhalt der Familie zu sorgen, derweil
der Beschwerdeführer seine Freiheitsstrafe absitzen musste. Sie ist voll berufstätig und
damit in finanzieller Hinsicht selbständig. Seine Behauptung, ihr eheliches Verhältnis
sei besonders innig, muss insofern relativiert werden, als er im Strafverfahren selber
ausgeführt hat, aussereheliche Frauenbeziehungen zu unterhalten.
4.9.3. Damit erweist sich die angefochtene Wegweisung auch dann als
verhältnismässig, wenn sich die Ehefrau und die Kinder dafür entscheiden sollten, dem
Beschwerdeführer nicht in ihr gemeinsames Heimatland zu folgen. Dass die
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Betroffenen in diesem Fall in affektiver Hinsicht beeinträchtigt werden, versteht sich
von selbst. Dieser Umstand lässt jedoch ein Absehen von der verfügten
fremdenpolizeilichen Massnahme angesichts der Schwere der begangenen
(Drogen-)Delikte des Beschwerdeführers gleichwohl nicht als zwingend geboten
erscheinen und ist einzig dem Verhalten des Beschwerdeführers zuzuschreiben. Die
Familie wird ihre Beziehung zumindest mit den heutzutage für jedermann zugänglichen
Kommunikationsmitteln und mittels gegenseitigen Besuchen weiterhin aufrecht
erhalten können. Persönliche Besuche werden künftig selbst in der Schweiz möglich
sein, weil mit Inkrafttreten des neuen Ausländergesetzes per 1. Januar 2008 das
Instrument der Ausweisung mit Ausnahme der sogenannten politischen Ausweisung
gemäss Art. 68 AuG abgeschafft wurde. Anders als die altrechtliche Ausweisung stellt
ein Bewilligungswiderruf keine Fernhaltemassnahme mehr dar. Ein allfälliges
Einreiseverbot müsste vielmehr zusätzlich vom zuständigen Bundesamt verfügt werden
(Art. 67 AuG). Allein durch die hier streitige Massnahme werden Reisen in die Schweiz
zu Besuchszwecken bei Erfüllung der gesetzlichen Einreisevoraussetzungen nicht
verunmöglicht (BGE 2C_650/2010 vom 10. Februar 2011 E. 4.2).
5. Zusammenfassend ergibt sich, dass die (definitive) Ausreise des Beschwerdeführers
auf Grund der erwähnten Umstände im öffentlichen Interesse liegt und
verhältnismässig ist. Insbesondere bedeutet sie für ihn keine unzumutbare Härte,
weshalb die Vorinstanz den Widerruf der Niederlassungsbewilligung zu Recht bestätigt
hat. Dem Beschwerdeführer ist es zumutbar, wie bereits vor dem gewährten
Familiennachzug im Jahr 2000 zeitweilig getrennt von seiner Familie zu leben und seine
Ehefrau und Kinder nur noch im Rahmen von Besuchen persönlich zu treffen, falls
diese sich dazu entschliessen sollten, ihm nicht in ihr Heimatland zu folgen. Die
Beschwerde hält somit vor Bundesrecht wie auch vor Art. 8 EMRK stand, weshalb sie
abzuweisen ist.
6. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom
Beschwerdeführer zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12).
Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
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Der Beschwerdeführer und die Vorinstanz stellen ein Kostenbegehren. Der
Beschwerdeführer ist mit seinen Anträgen unterlegen. Die Vorinstanz hat grundsätzlich
keinen Entschädigungsanspruch (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss., St. Gallen 2004, S. 176). Ausseramtliche Kosten
sind somit keine zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht