# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1c92c151-d9eb-461f-9daa-6eeeecef2156
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X.
_
, geboren 1941, bezog bis zu seiner Pen
sionie
rung eine ganze Invalidenrente von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA Zürich), IV-Stelle (Urk.
12/2
), und
seither
eine Altersrente von der SVA Zürich, Ausgleichskasse (Urk.
12/4
).
Hierzu bezieht er Zusatzleistungen v
om Amt für Zusatz
leistungen zur AHV/IV der Stadt Zürich (nachfolgend: AZL)
(Urk. 11
/
154/1-22
). Mit Verfügung vom 11. Dezem
ber 2008 sprach ihm
das AZL ab Januar 2009 einen Ge
meindezuschuss von Fr. 150.-- pro Monat respektive Fr. 1'800.-- pro Jahr zu (Urk.
11/154/13
). Am 12. Dezember 2008 verfügte das AZL, dass der ab Januar 2009 zu vergütende Gemeindezuschuss nunmehr Fr. 73.-- pro Monat respektive Fr. 876.-- pro Ja
hr betrage, wobei in der
Jahres
berechnung
neu die individuelle Prämien
verbilligung (IPV) von Fr. 924.-- als Ein
nahme berück
sichtigt wurde (
Urk.
11/80,
Urk.
11/154/13a
).
Die dagegen erho
bene Einsprache
(Urk.
11/82
)
wies das
AZL mit
Einsprache
entscheid
vom 29. Januar 2009 ab
(Urk.
11/154/15
).
Der Versicherte erhob hiergegen am 9. März 2009 Beschwerde (Urk. 11/91a), welche das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
im Verfahren Nr. ZL.2009.00023
mit Urteil vom
30. No
vem
ber 2010
abwies (Urk. 11/138 S. 7).
1.2
A
m 2
5
. Februar 2013 verfügte das AZL im Rahmen der periodischen Über
prüfung
wegen einer nicht deklarierten Erhöhung der Rente der beruflichen Vor
sorge und Mietzinsreduktion
eine Neuberechnung der Zusatz
leistungen be
tref
fend die Periode Januar 2008 bis Februar 2013 und setzte den
Gemeinde
zu
schuss
ab Januar 2013
auf monatlich Fr. 112.-- fest (Urk. 12/50,
Urk.
12/69/5). Mit Verfügung vom 27. Feb
ruar 2013 ver
pflichtete es
den Ver
sicher
ten
zur Rückerstattung von Gemeindezuschüssen
für die
Zeit vom 1. Januar 2008 bis 28.
Februar 2013
im Betrag von ins
gesamt Fr. 1‘503.--
und
ordnete die
Rück
er
stattung durch Ver
rechnung mit dem jeweiligen vollen Anspruch auf monat
li
che Gemeindezuschüsse, aktuell Fr. 112.--
an
(Urk. 12/69/4). Die gegen diese
beiden
Verfügungen erhobene Ein
sprache vom 2. April 2013 (Urk. 12/54), ergänzt mit Schrei
ben vom 6. Mai und 7. Juni 2013 (Urk. 12/56, Urk. 12/59),
und
das im
Eventualantrag gestellte
Erlass
gesuch
wies das AZL mit
Einsprache
ent
scheid
vom 17. Juni 2013 (Urk. 2/1) ab und erklärte die Ver
fü
gung vom 21. Juni 2013 (Neuberechnung
Gemeinde
zuschuss
ab 1. Juli 2013, Urk. 2/2) zum integrier
t
en Be
stand
teil
. Ausserdem entzog
es
einer allfälligen Beschwerde dagegen die aufschiebende Wirkung
(Urk. 2/1 S. 3 und S. 6).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 17. Juni 2013 erhob
der Versicherte
mit Eingabe vom 21. August 2013
(Urk. 1), ergänzt mit Eingabe vom 26. August 2013 (Urk. 6),
Beschwerde und beantragte
,
dieser und die Ver
fügung vom 21. Juni 2013 seien aufzuheben, die von der Beschwerdegegnerin durch
ge
führ
ten Berechnungen betreffend die Periode
n
Jan
uar 2008 bis Februar 2013 und ab Juli 2013 seien nochmals von Amtes wegen neu durchzuführen und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen zuzusprechen, insbesondere sei auf die Rücker
stattung der Gemeindezuschüsse im Betrag von Fr. 1‘503.-- zu ver
zich
ten, eventualiter sei diese neu zu berechnen
und ebenfalls eventualiter sei ihm
die Rückerstattungsforderung im Betrag von Fr. 1‘503.-- aufgrund guten Glaubens und gros
ser Härte gemäss Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) zu erlassen. Darüber hinaus seien
seinem Rechtsvertreter sämtliche amtliche
n
Akten in Form von Kopien oder Aus
zügen schriftlich und kostenlos im Rahmen des
datenschutz
rechtlichen
Aus
kunfts
rechts gemäss Art. 8 Abs. 2 Satz 2 der
Verordnung über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV)
zuzustellen (Urk. 1 S. 2). In der Beschwerdeantwort vom 28. August 2013
(Urk. 10), ergänzt mit Eingabe vom 2. September 2013 (Urk. 16),
schloss die Beschwerdegegnerin unter Ver
weis auf die Ausführungen im angefochtenen Ent
scheid und Verzicht auf Wei
terungen auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
10
S. 2
, Urk. 16 S. 2
).
Mit Verfügung vom 5. September 2013 wurde der Antrag des Beschwerdefüh
rers auf Akteneinsicht im Beschwerdeverfahren
mittels kostenloser Zusendung
von Kopien der
Verwaltungsakten
abgewiesen (Urk. 14 S. 5).
Mit Eingabe vom 3. Oktober 2013 nahm der Beschwerdeführer
dazu
Stellung und erklärte, sein Antrag um kostenlose Zu
stellung der Verwaltungsakten in Form von Kopien oder Auszügen betreffe das datenschutzrechtliche Auskunftsrecht gegenüber der Beschwerdegegnerin und stelle keinen Prozessantrag dar (Urk. 19).
Mit weiterer Eingabe gleichen Datums stellte der Beschwerdeführer ausserdem den Antrag, es sei ihm die un
entgeltliche Rechtspflege zu gewähren respektive Rechtsanwalt Matthias
Hor
schik
als unentgeltlichen Rechtsvertreter zu bestellen (Urk. 20 S. 1). Mit Eingabe vom 1
7.
Oktober 2013 nahm die Beschwerdegegnerin zur Ver
nehmlassung des Be
schwerdeführers vom 3. Oktober 2013 Stellung und hielt an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (Urk. 23).
Mit Verfügung vom 14. Januar 2014 wurde dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt Matthias
Horschik
als unentgelt
licher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren ab dem 3. Ok
to
ber 2013 bestellt (Urk. 28 S. 2).
Der Beschwerdeführer ersuchte mit Eingabe vom 16. Ja
nuar 2014 um Berichtigung respektive Wiedererwägung der Ver
fü
gung vom 14. Januar 2014 in dem Sinne, dass ihm die unentgeltliche
Rechts
vertretung
spätestens ab dem
2
1.
August 2013 in diesem Verfahren zu ge
wäh
ren sei (Urk. 29), was mit Verfügung vom 23. Januar 2014 abgewiesen wurde (Urk. 32 S. 4).
Am 2
8.
Januar 2015 holte das Gericht die Auskunft bei der SVA Zürich, IPV,
ein (Urk. 36).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Das System der Zusatzleistungen mit bundesrechtlichen Ergänzungsleistungen, kantonaler Beihilfe und
Gemeinde
zuschüssen
bezweckt eine an
gemessene Deckung des
Existenz
bedarfs
, indem sie bedürftigen Rentnern und Rent
ne
rin
nen der Alters-, Hinterlassenen- und In
validen
ver
sicherung (AHV/IV) ein regel
mäs
siges Mindesteinkommen sichern soll. Es richtet sich nach den anerkannten Ausgaben und den anrechenbaren Einnahmen und deckt grundsätzlich daraus resultierende Fehlbeträge ab (Art. 2 Abs. 2 und 9 ff. des Bundesgesetzes über
Ergän
zungs
leistungen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
ver
sicherung, ELG, SR 831.30; §§ 1, 15, 17 und 20 Abs. 1 des kantona
len Gesetzes über die Zusatz
leistungen zur eidgenös
sischen Alters-, Hinterlasse
nen- und Invaliden
ver
sicherung, ZLG, Ordnungs-Nr. 831.3).
1.2
Die Ergänzungsleistungen bestehen aus der jährlichen Ergänzungsleistung, wel
che monatlich ausbezahlt wird (Art. 3 Abs. 1
lit
. a ELG), und aus der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1
lit
. b ELG). Die jährliche
Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die aner
kannten Aus
gaben
die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
1.3
1.3
.1
Die Gemeinden können Gemeindezuschüsse zu den Bei
hilfen gewähren (§ 20 Abs. 1 ZLG). Die Stadt Zürich gewährt Gemeindezuschüsse nach Massgabe der Verordnung der Stadt Zürich über den Vollzug des ZLG und die Gewährung von
Gemeinde
zuschüssen
(Zusatzleistungsverordnung,
ZVO;
AS 831.110) sowie der
Aus
führungs
bestim
mungen zur Zusatzleistungsverordnung (AZVO, AS 831.111).
1.3
.2
Soweit durch die Zusatzleistungsverordnung nichts anderes gere
gelt ist, finden die Bestim
mungen des ZLG sinngemäss auch für die Gemeindezuschüsse An
wen
dung
. Dies gilt namentlich für die Rückerstattung der recht
mässig be
zo
ge
nen Gemeindezuschüsse
(Art. 12 Abs. 1
ZVO
).
F
ür die Rückerstattung der un
recht
mässig bezogenen Gemeindezuschüsse
werden nach
Art.
12 Ab
s.
2
ZVO
die für die Ergänzungsleistungen geltenden Bestimmungen des Bundes sinn
ge
mäss angewendet
(vgl.
auch
Urteil des Bundesgericht 9C_305/2012
vom 6.
August 2012
E. 3.2
).
1.4
1.
4
.1
Gemäss
Art.
25
Abs.
1 Satz 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG;
in Verbindung mit
Art.
2 ATSG und
Art.
1
Abs.
1 ELG) sind
unrechtmässig
bezogene Ergänzungsleistungen zurückzu
er
stat
ten.
Wer eine Leistung in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurück-erstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (
Art.
25
Abs.
1 Satz 2 ATSG). Die Voraussetzungen des guten Glaubens und des Vorliegens einer grossen Härte müssen kumulativ erfüllt sein.
Über
eine
Rückforderung (
Art.
25
Abs.
1 Satz
1
ATSG)
und – gegebenenfalls Erlass derselben (
Art.
25
Abs.
1 Satz 2 ATSG)
- wird in der Regel in zwei Schritten verfügt
(Art. 3 und 4
der
Verordnung über den Allgemeinen Teil de
s
Sozial
ver
sicherungsrechts
, ATSV
)
. Enthalten die Eingaben der
Anspruchs
berech
tigten sowohl Elemente betreffend Rückforderung als auch betreffend
Erlass
gesuch
, so muss zuerst über die Rechtmässigkeit der ergangenen Rückforderung
ent
schie
den
werden. Erst wenn die Rückerstattungsverfügung rechtskräftig ist, kann über das Erlassgesuch befunden werden (
Carigiet
/Koch,
Ergän
zungs
leis
tun
ge
n
zur AHV/IV,
2.
Aufl. 2009, S. 98 und S. 104
;
Urteil
e
des
Bundes
gerichts P 62/04 vom 6.
Juni 2005
E. 1.2 und
9C_53/2014 vom 2
0.
August 2014
E. 1
).
Auf die Rückerstattung kann bereits im Rahmen der (ersten) Verfügung über die Rück
forderung nur verzichtet werden, wenn offensichtlich ist, dass die Voraus
setzungen für den Erlass gegeben sind (
Art.
3
Abs.
3 ATSV
; Urteil des Bundes
gerichts
9C_387/2011 vom 2
5.
Juli 2011 E. 1.2).
1.
4
.2
Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision mass
ge
benden Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 42 E. 2b, je mit Hin
weisen). Mit der Wiedererwägung kann der Versicherungsträger auf eine formell rechtskräftige Verfügung zurückkommen, wenn diese zweifellos un
rich
tig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (
Art.
53
Abs.
2 ATSG).
Mittels pro
zes
su
aler Revision, welche von der Wiedererwägung unterschieden werden muss, wird
auf rechtskräftige Verfügungen zurückgekommen, wenn diese auf
grund neu ent
deckter, seinerzeit ohne Verschulden u
nbekannt gebliebener
vor
be
standener
Tat
sachen oder Beweis
mittel unrichtig sind (
BGE 127 V 469 E. 2c
,
119 V 184 E. 3a, 477 E. 1a
, Urteil des Bundes
ge
richts P 63/02 vom 8. Mai 2003 E. 5, je mit Hinweisen).
1.4
.3
Bei der Neuberechnung der Ergänzungsleistungen zur Ermittlung des
Rück
er
stat
tungs
betrages
ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im
Rückerstat
tungs
zeit
raum
tatsächlich bestanden haben. Namentlich sind alle
anspruchs
relevanten
Tatsachenänderungen zu berücksichtigen. Eine Nachzahlung von
Er
gänzungs
leistungen
ist jedoch ausgeschlossen (BGE 126 V 23 E. 4b, 42 E. 2b, BGE 122 V 19 E. 5 und E. 5c; Urteil de
s Bundesgerichts P 63/02 vom 8.
Mai 2003 E. 3.3).
1.5
Im Rahmen einer periodischen Überprüfung
, welche mindestens alle vier Jahre vorzunehmen ist (
Art.
30 ELV),
ist die jährliche Ergänzungsleistung zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn eine Änderung der vom ELG anerkannten Ausgaben und anrechenbaren Einnahmen sowie des Vermögens festgestellt wird; macht di
e Änderung weniger als
Fr.
120.--
im Jahr aus, so kann auf eine Anpassung verzichtet werden (
Art.
25
Abs.
1
lit
. d ELV). In diesem Fall ist die jährliche Ergänzungsleistung auf Beginn des Monats, in dem die Änderung gemeldet wurde, neu zu verfügen, frühestens aber auf Beginn des Monats, in dem diese eingetreten ist, und spätestens auf den Beginn des Monats, der auf die neue Verfügung folgt. Vorbehalten bleibt die Rückforderung bei Verletzung der Meldepflicht (
Art.
25
Abs.
2
lit
. d ELV).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt,
im Rahmen der mit Schreiben vom 1
0.
Dezember 2012 einge
leiteten periodischen Überprüfung
seien die Zusatzleistungen aufgrund bisher nicht bekannter Rentenerhöhungen der Pensionskasse und Mietzinsänderungen für die Zeit ab dem
1.
Januar 2008 bis 2
8.
Februar 2013 angepasst worden,
womit
eine Rückforderung von Fr. 1‘503.--
bestehe
.
Die Ab
klärung bei der Pen
sionskasse habe
ergeben, dass die Renten
erhöhung bereits per 2008 erfolgt
sei
. Zudem sei der Mietzins per
1.
Oktober 2009 von
Fr.
962.-- auf Fr. 955.-- gesenkt worden.
Beides
sei
vom Beschwerdeführer erst im Rahmen der perio
di
schen Überprüf
ung am 28. Januar 2013 gemeldet
worden.
Aus den weiteren am 7. Juni 2013 eingereichten Mietzinsänderungsschreiben gehe zudem hervor, dass der Mietzins per
1.
April 2010 und
1.
April 2012 nochmals gesenkt worden sei. Es würde sich auch diesbezüglich zu Unrecht bezogene Gemeindezuschüsse ergeben, welche zurückzuerstatten wären. Infolge Gering
fügigkeit sei auf eine weitere Rückforderung verzichtet und die Anpas
sung an den aktuellen Mietzins erst per
1.
Juli 2013 vorgenommen worden. Die Rückerstattungsverfügung sei am 2
7.
Februar 2013 und damit eindeutig innerhalb eines Jahres nach Kennt
nisnahme im Januar 2013 erfolgt. Die beanstandete Verrechnung der Rück
for
derung sei nach
Art.
27
ELV
zulässig. Insbesondere sei die Verrechnung mit
Beihilfen und Gemeindezuschüssen zulässig, weil da
durch das EL-Existenz
mini
mum nicht unter
schritten werde. Ein Erlass der ver
fügten Rückforderung würde nach
Art.
25
ATSG
nebst der grossen Härte einen guten Glauben voraussetzen. Ein guter Glaube sei aber wegen der
Meldepflicht
verletzung
nicht gegeben. Im Übrigen sei bereits in der Ab
wei
sungsverfügung vom 1
4.
Januar 2010 und davor in den
Einspracheentscheiden
vom 1
6.
Juni 2006 und vom 6. Februar 2008 ausführlich begründet worden, weshalb
die Kosten für die Garage nicht als Ausgabe ange
rechnet worden sei
en
. I
m ange
fochtenen
Einspracheentscheid
werde daher
nicht mehr darauf einge
gangen.
Betreffend die Rüge
des Beschwer
deführers
, es sei ihm die
IPV
für das Jahr 2013 als Ein
nahme ange
rechnet
wor
den
,
ob
schon sie ihm
nicht ausbezahlt worden
sei
, werde ihm em
pfohlen, das ihm zugesandte Formular der SVA Zürich ein
zu
reichen respektive sich hierzu bei den Städtischen Gesund
heits
diensten zu melden.
Betreffend den Antrag,
es seien dem Rechtsvertreter sämt
liche Akten kostenlos in Form von Kopien oder Auszügen zuzustellen, sei fest
zuhalten, dass diesem die gesamten
Verwaltungs
akten
im O
riginal vom 9.
April bis am 12.
Juni 2013 zur Verfügung ge
standen hätten.
Aufgrund von
Art.
8
ATSV
sei der Versicherer nicht verpflichtet Kopien zuzustellen. Dem Begehren nach einem Verzeichnis können nicht ent
sprochen werden, da sie, die Beschwerdegegnerin, ausschliesslich eine Papierablage führe.
Zudem seien sämtliche Aktenstücke durchnummeriert.
Eine Pflicht zur elek
tro
nischen Erfassung des Posteingangs be
stehe in der relevanten Ge
setzgebung nicht
(Urk. 2/1 S. 2)
.
2.2
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, es werde bestritten, dass er die Mel
de
pflicht verletzt habe.
Es sei so gewesen, dass die Beschwerdegegnerin seine Schreiben nicht ordnungsgemäss abgelegt habe.
Er habe die
Beschwerde
geg
ne
rin
immer und jederzeit über seine finanziellen Verhältnisse informiert. Es werde auf seine diversen Schreiben,
und zwar die E-Mail vom 24. Januar 2013 und die
Schrei
ben vom 2
7.
Januar und vom 2
1.
März 2013, verwiesen.
In die
sen Schreiben sei auch mehrmals mitgeteilt worden, dass sich sein Gesund
heits
zustand ver
schlechtert habe beziehungsweise er nicht in der Lage sei, jederzeit und sofort Stellung
zu nehmen
.
Er sei formell zudem nie auf das Mahn- und
Be
denkzeitverfahren
nach
Art.
21
Abs.
4 und
Art.
43
Abs.
3 ATSG aufmerksam ge
macht worden. Es könne daher nicht davon ausgegangen werden, dass er sei
ner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen sei. Zudem sei eine Meldung bei
veränderten Verhältnissen nur dann von Bedeutung, wenn sich die mass
geben
den Verhältnisse geändert hätten.
Hierzu sei
Art.
31 ATSG massgeblich. Tat
säch
lich hätten
sich seine Verhältnisse über all die Jahre
,
seit er Zu
satz
leistungen beziehe
,
nie geändert. Es sei der Beschwerdegegnerin immer be
kannt gewesen, dass er von der Pensionskasse Stadt Zürich Rentenleistungen bezogen habe und
beziehe. Bei den Rentenerhöhungen gehe es nur um
teue
rungs
bedingte
Erhö
hun
gen, die als minim und nicht als massgebende Verhält
nisse im Sinne von
Art.
31 ATSG zu betrachten seien.
Auch seien die ihm vor
ge
worfenen
Mel
de
pflichtverletzungen
betreffend Miete nur als minim zu be
trach
ten, da diese mit den jeweiligen Hypothekarzins- beziehungs
weise
Refe
renz
zinssätzen
zu tun hätten und die Mietzinsunterschiede minim seien. Es sei des Weiteren davon auszugehen, dass sämtliche Rückforderungsansprüche ver
wirkt seien
, da die Beschwerdegegnerin von Anfang an im Bild gewesen
sei
respektive hätte sein müssen, was seine Einkomme
ns- und Vermögenssituation betreffe
. Sodann seien ihm Prämienverbilligungen als Einnahmen angerechnet worden, obschon nicht klar sei, ob er
diese für die Jahre 2012 und 2013 erhalten
werde
.
Die IPV für das Jahr 2012 sei mittlerweile (Urk. 6 S. 1) geleistet worden. Bis heute (
am
3.
Oktober 2013
, Urk. 19 S.
3
) habe er die IP
V
für das Jahr 2013 trotz Ein
hal
tung der Mitwirkungspflicht nicht erhalten.
Im Übrigen liege eine
Rechts
ver
zö
gerung
beziehungsweise eine Rechtsverweigerung nach Art. 29 Abs. 2 der Bun
desverfassung (BV) vor. Auch sei die
Weiterleitungs
pflicht
nach
Art.
30 ATSG in Verbindung mit
Art.
29
Abs.
3 ATSG durch die Beschwerdegegnerin verletzt worden.
Unzu
läs
sig sei es auch
,
wenn ver
meint
liche Rückf
orderungen betref
fend die Perio
de Ja
nuar 2008 bis Februar 2013 mit Leistungen verrechnet wür
den, die nicht in die gleiche Periode fallen würden. Dies sei eine Verletzung des zeitlichen
Kon
gruenzgrundsatzes
, welche analog für das ZLG und die ZVO gel
ten würden.
Diese Frage sei von Amtes wegen zu prüfen.
Vorsorglicherweise
und even
tuali
ter werde schon jetzt der Antrag auf Erlass der
Rückerstat
tungsforderung
ge
stellt. Er sei jederzeit koope
rativ und in gutem Glauben gewesen.
Vor allem würde die Rückzahlung eine grosse Härte darstel
len.
Diesbezüglich seien
noch diverse Arzt
rech
nungen zu berück
sich
tigen. Ge
stützt auf
Art.
8
Abs.
2 ATSV und
Art.
8 Abs.
5 des Bun
desgesetzes über den Datenschutz (DSG) habe er gegenüber der
Beschwerde
gegnerin
ein schriftliches Auskunfts
recht, weshalb diese verpflichtet sei, ihm
Akteneinsicht in Form von Kopien oder Auszügen aller amtlichen Akten
zu gewähren
(Urk.
1 S. 3 ff., Urk. 6, Urk.
19
).
3.
3.1
Der Antrag des Beschwerdeführers auf Akteneinsicht
im Verwaltungsverfahren
in Form von Kopien oder Auszügen aller amtlichen Akten ist als formeller An
trag vorab zu prüfen.
Zur Begründung bringt der Beschwerdeführer im Einzelnen vor, das schrift
li
che Auskunftsrecht sei durch die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Ent
scheid abgewiesen worden, obschon sie die Anwendbarkeit von Art. 8 Abs. 2 Satz 2 ATSV nicht bestreite. Es treffe nicht zu, wie diese ausführe, dass dem Ver
siche
rer in dieser Frage ein Wahlrecht zustehe. Das datenschutzrechtliche Aus
kunftsrecht könne in jedem Fall geltend gemacht werden. Es liege ein Verstoss gegen den datenschutzrechtlichen Persönlichkeitsschutz nach Art. 13 Abs. 2 BV vor. Es genüge nicht, ihm die Akten im Ori
ginal zukommen zu lassen. Denn das Gesetz sehe in Art. 8 Abs. 2 Satz 2 ATSV vor, dass die Akten auch schriftlich beziehungsweise in Form von Kopien der Akten und gratis ver
langt werden könnten. Art. 8 Abs. 2 Satz 3 ATSV stipuliere ausdrücklich, dass Art. 8 Abs. 5 DSG die schrift
liche und kostenlose Zustellung von Kopien oder Auszüge zu
lasse. Vor allem werde der vom Gesetzgeber vorgesehene Zweck der
Kosten
lo
sig
keit
vereitelt, wenn sein Rechtsvertreter das chaotische Dossier der
Be
schwer
de
gegnerin
im Original durch das Sekretariat kopieren lassen müsse. Auch Art. 9 Abs. 1 ATSV sehe eine grundsätzlich unentgeltliche Auskunft vor. Ein beson
ders grosser Arbeitsaufwand bei der beantragten Auskunftserteilung im Sinne einer Ausnahme zur Kostenlosigkeit gemäss Art. 9 Abs. 2 ATSG und Art. 2 Abs. 1
lit
. b der Verordnung über den Datenschutz (DSV) liege nicht vor. Ins
be
sondere sei es Sache der
Beschwerde
gegnerin
als Inhaberin der
Daten
sammlung
, durch eine angemessene Organi
sation die Akten so in Ord
nung zu halten, dass sie mühelos dupliziert und versandt werden könnten. Die
Akten
führung
der Beschwerdegegnerin lasse zu wünschen übrig und stehe mangels Chronologie und Aktenverzeichnis, aus dem hervorgehe, wann welche Schrei
ben ein- und ausgegangen seien, im Wider
spruch zur Recht
sprechung gemäss dem Urteil des Bundesgerichts 8C_7257/2012 vom 27. März 201
3.
Sofern man der Ansicht sei, das kantonale Datenschutzrecht sei anwendbar, bestehe auch gestützt auf § 20 des Gesetzes über die Information und den Datenschutz (IDG) in Verbindung mit § 10 Abs. 2 der Verordnung über die Information und den Datenschutz (IDV) ein Anspruch auf schriftliche und kostenlose Zustellung von Kopien. Er habe damit in jedem Fall ein Anspruch darauf, dass ihm be
zie
hungsweise auch seinem Rechts
ver
treter die Akten in Fotokopie und kosten
los zugestellt würden (Urk. 1 S. 7 ff., Urk. 19).
3
.2
3.2.1
Das Recht auf Akteneinsicht
(
Art.
29
Abs.
2 BV,
Art.
47 ATSG,
Art.
8 ATSV)
ist wie das Recht, angehört zu werden, formeller Natur. Die Verletzung des Rechts auf Akteneinsicht führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung
des
angefochtenen
Entscheids
. Vorbehalten bleiben
praxisgemäss
Fälle, in denen die Verletzung des Akteneinsichtsrechts nicht beson
ders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die Partei, deren rechtli
ches Gehör verletzt wurde, sich vor einer Instanz
äussern
kann, welche sowohl die Tat- als auch die Rechtsf
ragen uneingeschränkt überprüft
. Von einer
Rück
weisung
der Sache zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Ver
waltung ist im Sinne einer Heilung des Mangels selbst bei einer schwer wiegenden Verlet
zung des rechtlichen Gehörs dann abzusehen, wenn und soweit die
Rückwei
sung
zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu un
nötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleich
gestellten) Interesse der betrof
fenen Partei an einer
beförderlichen
Beur
tei
lung der Sa
che nicht zu vereinbaren wären (BGE 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweisen
).
3.
2.2
Der Antrag des Beschwerde
führers betrifft allein die Modalitäten des
Akten
ein
sichtsrechts
, namentlich den Anspruch auf das unent
geltliche Zusenden von Kopien des gesamten Dossiers. Das grundsätzliche Recht auf Einsicht in das von der Beschwerdegegnerin ge
führte und mit der Beschwerdeantwort eingereichte gesamte Aktendossier be
treffend den Be
schwerdeführer (Urk.
11/3a-77
, 80-147,
1
50-154 und
Urk.
12/1-71) wurde von der Beschwerdegegnerin nicht in Zweifel gezogen. Es wurde im Verwaltungsverfahren insofern gewahrt, dass dem Rechts
vertreter des Beschwerdeführers das gesamte Aktendossier im Original zugesandt und un
wider
sprochen mehrere Wochen zur Verfügung gestellt wor
den war (Urk. 2
/1
S. 4).
Der
Beschwerd
eführer konnte
damit
in die ver
schiede
nen Aktenstücke Einsicht nehmen.
Zwar wäre es
wünschbar gewesen, dass
ihm
hierzu ein Aktenverzeichni
s zur Verfügung gestanden hätte. Jedoch
war der Umfang der Unterlagen vorliegend auch ohne ein solches überblickbar
und die Chronologie der mit roten Nummern versehenen Akten im Wesent
lichen ge
wahrt
(
vgl.
Urk.
11/3a-152, Urk. 12/1-187;
zur Aktenführungspflicht:
BGE 138 V 218
E. 8.1.2
). Es ist den
Verwaltungsb
ehörden jedoch in Erinnerung zu rufen, dass in der Regel ein Aktenverzeichnis zu erstellen
ist
, welches eine chronolo
gische Auf
listung sämtlicher in einem Verfahren gemachter Eingaben enthält (vgl. Urteil
e des Bundesgerichts
Urteil 2C_327/2010, 2C_328/2010
vom 1
9.
Mai 2011
E. 3.2 und
8C_319/2010 vom 1
5.
Dezember 2010 E. 2.2).
Eine allfällige Verletzung des Akteneinsichtsrechts wäre vor diesem Hintergrund jedenfalls nicht als schwer einzu
stufen und würde im Rahmen dieses Gerichts
verfahrens geheilt.
Der Be
schwerde
führer
hat im
vor
liegenden
Ver
fahren denn auch keine Ver
letzung des rechtlichen Gehörs
gerügt und keinen Antrag auf
Rückweisung der Sache gestellt
. Er hat somit in keiner Weise angezeigt, dass ihm an einem formell korrekten Verfahren mehr liegt, als an einer
beför
der
li
chen
Verfahrenserledigung. Eine Aufhebung des an
ge
fochtenen Entscheides
allein
wegen des Umstandes, dass die Beschwerdegegnerin die Akten dem Beschwer
deführer nicht in Kopie zugestellt hat, wäre mit einer
beförderlichen
Beur
tei
lung der Sa
che nicht zu vereinbaren (v
gl. auch BGE 132 V 387 E. 6.1).
Ein Anspruch einer versicherten Person auf Zusendung von kostenlosen Kopien des gesamten Akten
dossiers ist aus
Art.
8
f. ATSV nicht abzuleiten. Dies
bezüg
lich wurde die Verordnung als Kann-Vorschrift formuliert.
Da die Akteneinsicht zudem nicht in ihrer materiellen Substanz tangiert ist und es
bloss
um die Art und Weise ihrer Ausübung geht, handelt es sich nicht um ein Problem der
Ver
fahrensbeteiligung
einer Partei,
sondern um ein solches der
zweck
mässigen
Verwaltung und ihres Umgangs mit versicherten Personen und deren Rechts
vertretern. Das Anliegen des Beschwerdeführers ist allenfalls auf dem Weg der Aufsichtsbeschwerde zu verfolgen (BGE 139 V 492 E. 4.2).
Die Akten
einsicht im Hinblick auf die Verfolgung eines
sozialver
sicherungs
recht
lichen
Leistungsanspruchs ist
zudem
verfahrensrechtlicher Natur; sie stützt sich nicht auch auf das datenschutzrechtliche Auskunftsrecht
(BGE
139 V 492
E. 3)
.
3.2
.
3
So
weit
sich der Be
schwerdeführer mit seiner Rüge des Verstosses gegen den datenschutzrechtlichen Persönlichkeitsschutz nach Art. 13 Abs. 2 BV auf das Aus
kunfts
recht im Sinne einer datenschutzrechtlichen Einsicht nach
Art.
8 DSG unabhängig von der ver
fahrens
rechtlichen Akteneinsicht beruft und eigen
stän
dige datenschutzrechtliche Aspekte verfolgt, ist er auf den diesbezüglichen Rechtsmittelweg zu verweisen (vgl.
BGE 123 II 534 E. 1b,
126 II 126
E. 4;
Urteil des Bundesgerichts 8C_192/2008 vom 8. April 2009 E. 3.3).
4.
4.1
In
der Hauptsache
ist strittig und zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht von den für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis 28. Febru
ar 2013 geleisteten Gemeindezu
schüssen Fr. 1‘503.-- vom Beschwerdeführer mit Ver
fü
gung vom 27. Februar 2013 (Urk. 12/69/4) zurückforderte und den Anspruch
auf Gemeindezuschüsse ab dem 1.
Januar 2013 auf Fr. 112.-- pro Monat (Ver
fügung vom 26. Februar 2013, Urk. 12/50
, Urk. 12/69/5) sowie ab dem 1.
Juli 2013 auf Fr. 68.-- (Ver
fügung vom 21. Juni 2013, Urk. 2/2) herabsetzte sowie ob sie
zu Recht das
mit Eventualantrag gestellte
Gesuch
um
Erlass
von der Rückerstattungsverpflich
tung
abge
wiesen hat.
4.2
4.2.1
Es ist unstrittig und ausgewiesen, dass die Rente
nach dem Bundesgesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen
und Invalidenvorsorge (BVG)
der Pen
si
ons
kasse des Be
schwerdeführers, der Pensionskasse Stadt Zürich (nachfolgend: Pensionskasse),
ab dem 1. Januar 2008
von Fr.
11‘638.80
(Urk. 12/19 S. 3)
auf Fr.
11‘883.25 pro Jahr
erhöht wurde
. Dieser Betrag wurde
von der Pen
sions
kas
se
unverändert bis (mindestens) 2013 in dieser Höhe
an den Be
schwerde
führer geleistet
(
Urk. 12/16-18).
Entgegen dem Vorbringen des Be
schwerde
führers war der Grund für die Er
hö
hung der BVG-Rente nicht allein der Teuerungsausgleich, sondern es wurde gemäss den Mitteilungen der Pensions
kasse an die Pensionsberechtigten zum Leistungsausweis 2008 neben der Teuerung von 0,1 % eine einheitliche, dau
ernde und reale Erhöhung der Renten um 2 % beschlossen (Urk. 12/9 S. 2). Da der Unterschied mehr als Fr. 240.-- pro Jahr ausmacht und es sich dabei um eine anhaltende Änderung einer Dauerleistung handelt,
welche zu einer anderen Anspruchshöhe d
er
Gemeindezusch
üsse
während den folgenden
Jahren
führt,
ist die Er
heblich
keit dieser Änderung
respektive der Berichtigung
zu bejahen
(vgl.
BGE 102 V 128,
Kieser
, ATSG-Kommentar,
2.
Aufl. 2009, Art.
53
Rz
34
; vgl. auch
Art.
25
Abs.
1
lit
. d ELV
)
.
Der
im Zeitraum von Januar 2008 bis
Februar 2013
in der ZL-Berechnung
en
der
ur
sprünglichen Leistungsverfügungen der Beschwerdegegnerin
eingesetzte
BVG
-
Ren
tenbetrag
von
Fr. 11‘639.--
(Urk. 11/154/6 S. 3, Urk. 11/154/9 S. 3,
Urk. 11/154/11 S. 3,
Urk. 11/154/13a S. 3,
Urk. 11/154/17 S. 3
, Urk. 12/69/12 S. 3, Urk. 12/69/6-7
)
basierte a
uf
dem nicht
mehr aktuellen, mithin falschen
Rentenb
etrag für das Jahr 200
7.
Dies und d
ie
Höhe der
daraus resultierenden und
zugesprochenen Gemeindezuschüsse waren
daher
zweifellos unrichtig.
4.2.2
Damit
führte
die Beschwerdegegnerin mit Blick auf Art. 53 ATSG zu Recht eine Neuberechnung der Zusatzleistungen
ab Januar 2008 durch
(Urk. 12/69/5),
was
grundsätzlich die Pflicht zur Rückerstattung der
unrechtmässig
bezogenen Leis
tungen zur Folge
hat
(
Art.
25
Abs.
1 Satz 1 ATSG
).
Die Beschwerdegegnerin hatte dabei
von den Ver
hältnissen auszugehen, wie sie im betreffenden Zeitraum tatsächlich be
standen
hatten
, und namentlich alle an
spruchsrelevanten Tatsachen
änderungen zu berücksichtigen
(BGE 126 V 23 E.
4b, 42 E. 2b, BGE 122 V 19 E. 5 und E. 5c; Urteil des Bundesgeri
chts P
63/02 vom 8. Mai 2003 E.
3.3).
Entscheidend ist
insofern
die Anspruchsrelevanz und nicht der Umfang der Tatsachenänderung.
Die
Beschwerdegegnerin
berück
sich
tigte
zu
treffend
die
am 2
8.
Januar 2013 im Rahmen der perio
dischen Über
prü
fung ge
meldete
Mietzinsreduktion
ab
Oktober
2009 von Fr.
962.--
auf Fr. 955.--
pro Monat (Urk. 12/49) respektive von Fr.
11‘544.-- auf
Fr.
11‘460.--
pro Jahr
(Urk. 12/69/5)
.
Die w
eiteren aktenkundigen Mietzinsreduktionen ab April 2010
von Fr.
955.--
auf Fr.
938.-- (Urk. 12/60.4)
und
ab April 2012 von Fr. 926.--
auf Fr.
911.--
(Urk.
12/60.5
) wurde
n der Beschwerdegegnerin
am
12. Juni 2013 (Urk. 12/60.1
i.V.m
. Urk. 12/59), mithin
erst im
Einspracheverfahren
mitgeteilt.
Sie verzichtete auf eine
weitere rückwirkende Korrektur und nahm die
Neube
rechnung
mit einem Mietzins von Fr. 911.-- pro Monat respektive Fr. 10‘932.-- daher mit dem an
gefochtenen
Einspracheentscheid
vom 17. Juni 2013 (Urk. 2/1) ab Juli 2013 vor (Urk. 2/2 S. 3).
Dies
wird
hier
zugunsten des Beschwerde
füh
rers
und
mit Rücksicht auf das
Ermessen der Beschwerdegegnerin so be
lassen
.
4
.3
4.3.1
Nicht zu beanstanden ist sodann, dass die
Beschwerdegegnerin
in der ZL-Berechnung für die Jahre 2012 und 2013 die IPV in der Höhe von Fr.
780.--
(2012; Urk.
12/69/5 S. 10
) und von Fr.
804.--
(2013;
Urk. 12/69/5 S. 11
)
als Einnahme
berücksichtigt
hat
.
Wie bereits im Urteil des Verfahrens Nr. ZL.2009.00023 zwischen den Parteien vom 30. November 2010, E. 3, erläu
tert wurde
(Urk. 11/138 S. 4 ff.)
,
wurden
bei Personen
wie dem Beschwerde
füh
rer
, die aus
schliesslich Anspruch auf Gemeindezuschüsse haben (kein An
spruch auf Ergänzungsleistungen und/oder Beihilfen
, vgl. § 14 des Einfüh
rungsgesetzes zum Kranken
versicherungsgesetz [EG KVG] in der bis Ende 2013 gültig gewese
nen Fassung
), die Prämienverbilligungsbeiträge direkt von
der
SVA Zürich (§ 19 EG KVG
in der bis Ende 2013 gültig gewesenen Fassung
) und nicht (indirekt) über die kom
munalen Durchführungsstellen für Zusatz
leistun
gen zur AHV/IV vergütet.
Um eine doppelte
Berücksichtigung zu vermeiden, ist
- bei gleichzeiti
ger Anrech
nung
der Durchschnittsprämie der
Kranken
pflege
versicherung
als Ausgabe (2012:
Fr.
5‘016.--, 2013: Fr.
5‘112.--
; vgl. V
er
ord
nung des EDI
über die Durchschnittsprämien 2012
respektive 2013
der
Kran
ken
pflege
versicherung
für die Berechnung
der Ergänzungsleistungen
,
SR
831.309.1) -
die IPV
daher
als
Einnahme anzu
rechnen.
Der Beschwerde
führer hat in seiner Eingabe vom
26. August 2013
zudem
erklärt
, dass er die
IPV
für das Jahr 2012 erhalten habe
(Urk. 6)
.
Auch in Bezug auf die IPV für das Jahr 2013 ist von dessen Auszah
lung auszugehen
, nachdem
die
SVA Zürich
, IPV,
bestätigt hat
, dass dem Beschwerdeführer auch die IPV für das Jahr 2013 im Betrag von Fr.
804.-- mit Valuta vom 2
4.
Sep
tember 2013
ausgerichtet
worden sei (E-Mail vom 29. Januar 2015, Urk. 36).
4.3.2
Inwiefern in diesem Zusammenhang eine
für das vorliegende Verfahren rele
vante
Rechts
verzögerung be
ziehungs
weise eine Rechtsverweigerung
nach Art. 29 Abs. 2 BV vorliegen soll, wie dies der Beschwerdeführer geltend macht,
aber
nicht näher begründet (Urk. 6 S. 2), ist n
icht ersichtlich, weshalb darauf nicht weiter einzugehen ist.
4
.4.
Die von der Beschwerdegegnerin
angestellten neuen ZL-Be
rechnungen
(Urk. 12/69/5)
unter Berücksichtigung der BVG-Rente ab Januar 2008 von Fr. 11‘883.25 pro Jahr und des Mietzinses ab Oktober 2009 von Fr. 11‘460.-- für die Zeit vom
1.
Januar 2008 bis 2
8.
Februar 2013
sind nach dem Gesagten korrekt. Es resultiert damit
ein
(um Fr. 1‘503.--)
tieferer Anspruch auf
Gemein
dezuschüsse
(Urk. 12/69/5 S. 12)
.
I
m
übersteigenden
Umfang
hat
der Beschwer
deführer die
Gemeinde
zuschüsse
unrecht
mässig bezogen. Da
bereits
die Voraus
setzungen nach
Art.
53 ATSG erfüllt sind, besteht die Pflicht zur Rückerstattung unab
hän
gig von einer allfälligen Meldepflichtver
letzung
(Art. 24 ELV,
Art.
25
Abs.
2
lit
. d
i.V.m
.
Abs.
1
lit
. d ELV)
. Denn es geht allein darum, nach der Ent
deckung der ursprüng
lich unrichtigen Sachverhaltsfeststellung den rechtmässi
gen Zu
stand wiederher
zustellen
(
Carigiet
/Koch, a.a.O., S. 98)
.
4
.
5
4
.5.1
Aber auch eine
Verletzung der Meldepflicht (Art. 31 ATSG, präzisiert in
Art.
24 ELV) durch den Beschwerdeführer
ist mit der Beschwerdegegnerin
zu be
jahen. Denn
der Beschwerdeführer teilte die Erhöhung seiner BVG-Rente ab Januar 2008 (zur Erheblichkeit vgl. E. 3.1 hiervor) der Beschwerdegegnerin erst im Rahmen der periodischen Über
prüfung im
Januar 2013
mit (Urk.
12/43 S. 3
)
.
Dass
der Beschwerdeführer die Rentenerhöhung im Jahr 2008 mitgeteilt habe, ist nicht ausgewiesen.
Auch die Mietzinsreduktionen
per
Oktober 2009,
April 2010 und
April
2012
wurden
ebenfalls erst im Rahmen der periodischen Über
prüfung (vgl. E. 3.2 hiervor) und damit nicht unverzüglich im Sinne von
Art.
24 ELV mitgeteilt.
4
.5.2
Dem Einwand des Beschwerdeführers, er sei
nie auf das
Mahn- und
Bedenk
zeitverfahren
im Sinne von
Art.
21
Abs.
4 und
Art.
43
Abs.
3 ATSG auf
merk
sam gemacht worden, weshalb nicht davon ausgegangen werden könne, er
sei
seiner
Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen, geht fehl.
Der im Sozial
versicherungsrecht geltende
Untersuchungsgrundsatz
, wonach die
Sozialver
sicherungsträger aus eigener Initiative die notwendigen Abklä
rungen zu tätigen
haben (
Art.
43
Abs.
1 ATSG), entbindet die versicherte Person nicht von ihrer Mitwirkungspflicht. Denn
sie
kennt
den zur Festlegung
sozial
ver
si
cherungs
rechtlicher
Rechte und Pflichten
massgebenden
Sachverhalt am bes
ten. Insofern bilden die Mitwirkungspflichten eine gewisse Ergän
zung und Ein
schrän
kung des Untersuchungsgrundsatzes (
BGE 125 V 193
E. 2
, 122 V 157 E.
1a, je mit Hinweisen
;
Urteil des Bundesgerichts 8C_567/2007 vom
2.
Juli 2008 E. 6.3).
Die
Mitwirkungs
pflicht
- als Korrelat zum Untersuchungsgrundsatz
(BGE 125 V 193 E. 2) - hat allgemeine Bedeutung und gilt auch im Gebiet der
Ergänzungs
leistungen
(
Art. 1 Abs. 1 ELG;
Urteil des Bundesgerichts 9C_180/2009
vom 9.
September 2009
E.
4.2.1).
Die Mitwirkungspflicht besteht
grundsätzlich
somit auch ohne dass ein Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
nach
Art.
43
Abs.
3 ATSG durchgeführt wird. Der Be
schwerdeführer wurde über die Jahre
zudem
wiederholt auf seine
Melde
pflicht
nach
Art.
24 ELV
und auch auf die Folgen einer verspäteten sowie einer vorsätzlichen Verletzung der Melde
pflicht (Rückerstattung, Anwendbarkeit von Strafbestimmungen) hingewiesen
(Urk. 11/6 S. 4
;
Urk.
11/154/1
-2, Urk. 11/154/3-6 etc. je
S. 2
)
.
5
.
5
.1
5
.1.1
In Bezug auf
die Einrede
des Beschwerdeführers
,
sämtliche
Rückforderungs
an
sprüche
seien
ver
wirkt, da die Beschwerdegegnerin von Anfang an im Bild gewe
sen
sei
respektive hätte sein müssen, was seine Einkommens-
und
Ver
mö
gens
situation
betrifft
(Urk.
1 S.
5 f.
)
, ist Folgendes festzuhalten.
5
.1.2
Wie der Rückforderungsanspruch betreffend
unrechtmässig
bezogene
Gemein
dezuschüsse
selbst
(Art. 12
Abs.
2 ZVO)
richtet sich auch dessen Ver
wir
kung
sinngemäss
nach den für die Ergänzungsleistungen geltenden Bestimmungen des Bundes.
Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem das Durchführungsorgan davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung (
Art.
25
Abs.
2 Satz 1 ATSG in Verbindung mit
Art.
2 ATSG und
Art.
1
Abs.
1 ELG). Bei diesen Fristen handelt es sich um Verwirkungsfristen, die immer und von Amtes wegen zu berücksichtigen sind (
BGE
133
V 579
E. 4.1;
128 V 10
E. 1;
101
Ib
348
E. 2b
; Urteil des Bundesgerichts
9C_999/2009 vom
7.
Juni 2010
E. 3.
1
).
5
.1.3
Für den Beginn der relativen einjährigen Verwirkungsfrist
sind
nicht das erst
ma
lige unrichtige Handeln und die daran anknüpfende
unrechtmässige
Leis
tungs
ausrichtung
massgebend
. Abzustellen
ist auf jenen Tag, an dem das
Durchfüh
rungs
organ
später bei der gebotenen und zumutbaren Aufmerksamkeit - etwa aufgrund eines zusätzlichen Indizes - den Fehler hätte erkennen müssen (BGE 124 V 380 E. 1: "
dans
un
deuxième
temps
"; 122 V 270 E. 5a und 5b/
aa
; 110 V 304 E. 2b: "in
un
secondo
tempo") und dass die Voraussetzungen für eine Rückforderung gegeben sind. Dies ist der Fall, wenn alle im konkreten Ein
zelfall erheblichen Umstände zugänglich sind, aus deren Kenntnis sich der
Rückforde
rungsanspruch
dem Grundsatz nach und in seinem
Ausmass
gegen
über
einer
bestimmten rückerstattungspflichtigen Person ergibt (
BGE
139 V 570 E. 3.1,
111 V 14
E. 3
; Urteil des Bundesgerichts
9C_999/2009 vom
7.
Juni 2010
E. 3.2.1
).
Nach der Rechtsprechung gilt in Bezug auf die
Ergänzungsleistung
eine
unrecht
mässige
Leistungsausrichtung spätestens im Rahmen der periodischen, min
destens alle vier Jahre vorzunehmenden Überprüfung der wirtschaftlichen Verhältnisse als erkennbar (
Art.
30 ELV; Urteil
des Bundesgerichts
9C_482/ 2009 vom 1
9.
Februar 2010 E. 3.3.2), sodass die relative einjährige
Ver
wir
kungs
frist
zu laufen beginnt, sobald der Rückforderungsanspruch als solcher und
betragsmässig
feststeht
(
BGE 139 V 570
E. 3.1
; Urteil des Bun
desgerichts
9C_999/2009 vom
7.
Juni 2010
E. 3.2.1)
.
Darüber hinaus ist jedoch nicht - mit Blick darauf, dass die Ergänzungsleistung in der Regel für die Dauer eines Jahres festgesetzt wird (
Art.
9
Abs.
1 ELG; BGE 128 V 39), somit jährlich neu zu berechnen ist - von einer zumutbaren Kenntnis der Durchführungsstelle von einer allfälligen fehlerhaften erstmaligen
An
spruchs
berechnung
und Leistungsfestsetzung von Gesetzes wegen auszugehen. Eine jährliche Verifizierung jeder einzelnen Position in der
Anspruchs
b
erech
nung
stellte einen im Rahmen der Massenverwaltung kaum zu be
wältigen
den Aufwand dar, welchem Umstand der Verordnungsgeber mit
Art.
30 ELV, wo
nach die wirtschaftlichen Verhältnisse periodisch, mindestens alle vier Jahre zu überprüfen sind, in gesetzeskonformer Weise Rechnung getragen hat
(
BGE 139 V 570
E. 3.1)
.
5
.1.4
Verfügt die Durchführungsstelle über genügende Hinweise auf einen möglichen Rückforderungsanspruch, sind die Unterlagen aber noch unvollständig, hat sie die noch erforderlichen Abklärungen innert angemessener Zeit vorzunehmen. Bei Säumnis ist der Beginn der Verwirkungsfrist auf den Zeitpunkt festzusetzen, in welchem die Verwaltung mit zumutbarem Einsatz ihre unvollständige Kennt
nis so zu ergänzen im Stande gewesen wäre, dass der
Rückforderungs
anspruch
hätte geltend gemacht werden können (
Urteil des Bun
desgerichts
9C_999/2009 vom
7.
Juni 2010
E. 3.2.2
mit Hinweis
en
).
5
.2
5
.2.1
Vor dem Hintergrund dieser Rechtsprechung ist entgegen der Ansicht des Be
schwerdeführers nicht die allgemeine Kenntnis seiner Vermögens- und Ein
kom
mensverhältnisse der Beschwerdegegnerin „von Anfang an“
(Urk. 1 S. 5 f.)
für den
Fristen
lauf
der
relativen einjährigen
Verwirkungsfrist
massgeblich
, sondern
die Frage, ab wann die Beschwerdegegnerin von der für die
Rückerstattungs
for
derung
relevante Erhöhung der BVG-Rente und der Mietzinsreduktion per Oktober 2009 bei gebotener und zumutbarer Aufmerksamkeit etwa aufgrund eines zusätzlichen Indizes d
en Fehler (die falschen
Beträge
)
hätte erkennen
müssen und (kumu
lativ) die Voraussetzungen für die Rückforderung gegeben waren.
Die
Be
schwerdegegnerin
hatte erst im Rahmen
der Ende
2012/Anfang 2013 durch
geführten periodischen Überprüfung
(Urk. 12/16-19, Urk. 12/43-49)
Kenntnis von den betreffenden Än
derungen und ihres Umfanges erhalten.
Daher
war die einjährige relative Verwirkungsfrist
mit
der
Rückerstattungs
v
er
fügung
vom
27. Februar 2013 (
zugestellt im März 2013; Urk. 12/69/4, Urk. 12/52-53
) längstens gewahrt
(vgl. zur
Massgeblichkeit
der Zustellung: BGE 119 V 434;
Kieser
, a.a.O.,
Art.
25
Rz
43).
5
.2.2
In Bezug auf die fünfjährige absolute Verwirkungsfrist, die nach Entrichtung
, das heisst ab dem tatsächlichen Bezug (
Kieser
,
a.a.O.
,
Art. 25
Rz
41)
der einzel
nen
(unrechtmässig bezogenen)
Leistung beginnt
(Art. 25
Abs.
2 Satz 1 ATSG)
,
ist hingegen zu beachten, dass
die ersten beiden Monate von
2008 ausserhalb dieser Frist liegen, nachdem die
Auszahlung der
Gemeindezuschüsse gemäss
der Verfügung vom 6. Dezember 2007 jeweils in den ersten 20 Tagen des betref
fen
den Monats erfolgte (Urk. 11/154/6 S. 1).
D
er
Rück
forderungs
anspruch
für die von Januar bis Februar 2008 zu viel geleisteten
Gemeinde
zuschüsse
von ins
gesamt Fr. 3
2
.-- ([2 x Fr. 54.--] - [2 x Fr. 38.--]; Urk. 12/69/5
S. 12
, Urk.
11/154/6
)
ist daher
verwirkt und nicht geschuldet. In diesem Umfang ist die verfügte Rückerstattungsforderung von Fr. 1‘503.-- (Urk. 12/69/4) auf Fr. 1
‘
471.-- zu reduzieren und die Beschwerde insofern teilweise gutzuheissen.
6
.
6
.1
Streitig und zu prüfen ist sodann, ob
die Beschwerdegegnerin die Rück
forde
rung zu Recht mit laufenden Leistungen verrechnet hat.
Die
Be
schwerde
gegne
rin
hatte
am 27. Februar 2013 diesbezüglich
verfügt
, dass die Rück
erstattung durch Ver
rechnung mit dem jeweiligen vollen Anspruch auf monat
liche
Ge
mein
dezuschüsse
, aktuell Fr. 112.-- geltend gemacht werde (Urk.
12/69/4
S. 2).
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
wurde der Be
schwerde dagegen die aufschiebende Wirkung entzogen
und gleichzeitig das Erlassgesuch abgewiesen
(
Urk.
2
/1
S. 6).
6
.2
6.2.1
Das ATSG enthält keine allgemeine Verrechnungsnorm.
Gemäss
Art. 27 ELV können Rückforderungen mit fälligen Ergänzungsleistungen sowie mit fälligen Leistungen auf Grund anderer Sozialversicherungsgesetze verrechnet werden, soweit diese Gesetze eine Verrechnung vorsehen.
Dies gilt
sinngemäss
auch für
Gemeinde
zuschüsse
(
Art.
12
Abs.
2 ZVO
; vgl. zur Auszahlung auch Art. 7 ZVO
i.V.m
. § 22
Abs.
3 ZLG
)
.
Wie im Privatrecht, ist auch im Verwaltungs- und insbesondere im
Sozial
ver
sicherungsrecht
eine Ver
rechnung nur möglich, wenn folgende grund
sätzliche Voraus
setzungen erfüllt sind: Forderung und Gegenforderung, die ver
rechnet werden sollen, müssen zwischen den gleichen Rechtsträgern be
stehen; die zur Verrechnung gebrachte Forderung muss fällig und rechtlich durch
setzbar sein
.
Ausserdem
bedingt die Verrechnung die Gleichartigkeit der sich gegenüberste
henden Forderungen (BGE 132 V 127
E. 6.4.3.1 mit Hin
weisen).
Eine zeitliche Kongruenz der gegenseitigen Forderungen in dem Sinne, dass diese den gleichen Zeitraum beschlagen müssten, wird nicht verlangt (vgl.
BGE 115 V 341
, 111 V 1). Wesentlich für die Zulässigkeit der Verrechnung ist somit nicht, dass Forderung und Gegenforderung im gleichen Zeitpunkt entstanden sind, sondern bloss, dass beide im Zeitpunkt der Verrechnung fällig sind
(
Urteil
e
des
Bundesgerichts I
728/01
vom
9.
Mai 2003
E. 6.2.
1
und
9C_941/2009 vom 1
5.
Dezember 2009 E.
5.1
).
6.2.2
Der
Einwand des Beschwerdeführer, die (ratenweise) Ver
rech
nung des
Rück
er
stat
tungsanspruchs
betreffend die Periode Januar 2008 bis Februar 2013 mit laufenden Leistungen verletze den zeitlichen Kongruenzgrundsatz (Urk. 1 S. 6), ist
angesichts dieser Rechtsprechung
unbehelflich
.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts
sind die Behörden im Rahmen der
gesetzlichen Vorschriften nicht nur befugt, sondern verpflichtet, Rück
forde
run
gen mit fälligen Leistungen zu verrechnen (BGE 115 V 34
1
E. 2a mit Hin
wei
sen).
Da
Art.
27 ELV die Verrechnung von Rückforderungen mit fälligen
Er
gän
zungs
leistungen
ausdrücklich vorsieht, und diese Bestimmung auch auf die
Ge
mein
de
zuschüsse
anwendbar ist, hat die Beschwerdegegnerin die Ver
rech
nung der zu viel bezogenen
Gemeindezuschüsse
mit den laufenden
Ge
meinde
zu
schüssen
grundsätzlich
zu Recht angeor
dnet, zumal kein Anspruch auf
Er
gänzungsleis
tungen
besteht und das vom Bund garantierte Existenz
minimum (vgl. BGE 131 V 249 E. 1.2
) nicht tangiert wird
.
6.
3
6.3.1
Damit noch nicht beantwortet ist indes die Frage
, ob die Beschwerdegegnerin
befugt war, der Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. Februar 2013 trotz des mit der Einsprache gestellten Erlassgesuches (Urk. 12/54 S. 2) die auf
schie
bende Wirkung zu entziehen, mithin die sofortige Vollstreckung der Rück
for
derung anzuordnen.
6.3.2
Das Bundesgericht hat
in BGE 130 V 407 E. 3.4
(Urteil vom 13. Juli 2004)
ent
schieden, dass Einsprachen und Beschwerden gegen
Rückerstattungs
ver
fügun
gen
über
unrechtmässig
be
zogene Ergänzungsleistungen
von Gesetzes wegen auf
schiebende Wirkung zukommt. Das Gericht erwog, es sei wenig sinnvoll, bei Bezügern
von Ergänzungsleistungen
, die weder Vermögen noch
Erwerbsein
kommen
haben, vor dem rechtskräftigen Entscheid der Erlassfrage die Rückfor
derung zu vollstrecken.
Anders als in BGE 130 V 407
verhält es sich dagegen, wenn
- nicht die Ver
pflichtung zu einer Geldleistung, sondern -
(nur)
die Verrechnung
zuviel
ausge
richteter mit fälligen EL-Leistungen in Frage
steht
.
Soweit diese
grund
sätzlich im Einzelfall
zulässig ist, tilgt sie die Gegen
forderung der v
ersicherten
Person
auf laufende
Ergänzungsleistungen
.
Sofern es
somit darum
geht
, ob die Ver
waltung weiterhin ungeschmälerte Versicherungs
leistungen zu er
bringen hat
, ist
der Entzug der aufschiebende
n Wirkung zulässig (ZAK 1977 S.
148). Den gegen eine solche Verrechnung gerichteten Be
schwerden kommt somit nicht von Geset
zes wegen aufschiebende Wirkung zu.
Dabei muss nach der Rechtspre
chung des Bundesgerichts nicht weiter
geprüft werden, ob die auf
schiebende Wirkung die Fälligkeit berührt
(
zum Ganzen:
Urteil des Bun
desgerichts 9C_941/2009 vom 1
5.
Dezember 2009 E. 5.2
)
6.3.3
Hier betrifft
der Streitgegenstand
in erster Linie
die Rück
erstattung von
un
recht
mässig
be
zogene
n
Gemeindezuschüssen, mi
thin eine Verpflichtung des Ver
fügungsempfängers zu einer Geldleistung.
Zwar hat die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid
zugleich das Erlassgesuch abgewiesen (
Urk.
2/1 S. 6). Jedoch war dies unzulässig, wie sich aus dem Nachfolgenden (E. 7 hernach) ergibt. Der Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom 17. Juni 2013 kommt somit
von Gesetzes wegen
aufschiebende Wirkung zu (vgl. BGE 130 V
407;
vgl.
auch
Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kan
tons Zürich ZL.2006.00012 vom 30. Juni 2006 E. 4.2.4;
Carigiet
/Koch, a.a.O. S. 1
09 f.
).
6
.
4
Es
ist
folglich
festzuhalten
, dass angesichts des am
2. April 2013
gestellten
Erlass
gesuches
(Urk.
12/54
S. 2
) weder die sofortige Verrechnung der
Rücker
stattungsforderung
mit dem laufenden Anspruch auf
Gemeindezuschüsse
noch der Entzug der aufschiebenden Wirkung
der
Beschwerde zulässig waren. Der
Ein
spracheentscheid
vom
17. Juni 2013
ist daher
auch
inso
weit aufzuheben, als damit die in der Verfügung vom
27. Februar 2013
angeord
nete Verrechnung
(Urk. 12/69/4 S. 2)
bestätigt wurde, und die
mit dem
Einspracheentscheid
ent
zogene aufschiebende Wirkung
der Beschwerde gegen die Verfügung vom 27. Februar 2013
ist wiederherzustellen. Demgemäss ist die Beschwerdegegnerin
zu verpflichten, dem Beschwerdeführer
die
(
gegebenenfalls
)
mit
dem
Rückerstat
tungsanspruch
bereits
verrechneten
Gemeinde
zuschüsse
aus
zuzahlen.
7
.
7.1
N
icht
in diesem Verfahren zu beur
teilen ist sodann, o
b der Beschwerdeführer die Gemeindezuschüsse, welche von der angefoch
tenen Rück
forderung be
trof
fen sind, im Sinne von Art. 25
Abs.
1 Satz 2 ATSG in gutem Glauben empfan
gen hat
und eine
grosse
Härte vorliegt.
Zwar
entschied
die Beschwerdegegnerin
mit dem angefochtenen
Einsprache
entscheid
(Urk. 2
/1
S. 6
) gleichzeitig über die Einsp
rache gegen die Verfügungen vom 2
6.
und 27. Februar 2013 und über das mit dem
Einsprache
schreiben
vom
2. April
201
3
gestellte
Eventualbegehren auf Erlass der Rückforderung
(Urk.
12/54 S. 2
). Bevor jedoch das Gesuch um Erlass des
Rückerstattungs
betra
ges
zu beurteilen ist, muss rechtskräftig darüber entschieden worden sein, ob und in welcher Höhe eine Rückerstattungspflicht überhaupt besteht. Erst danach ist zu beur
tei
len, ob die Voraus
setzungen zum Erlass des (dann) rechtskräftig festgesetzten Rückerstattungsbetrages gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG (gut
gläubiger Leistungsbezug und Vorliegen einer grossen Härte) vorliegen.
Denn anderenfalls besteht die Gefahr, dass der Entscheid über den Erlass in Rechts
kraft erwächst, ohne dass über die Grundlage dazu - die
Rückerstattungsver
pflichtung
- eben
falls rechts
kräftig entschieden worden ist.
So kann auch a
uf
die Rückerstattung bereits im Rahmen der (ersten) Verfügung über die Rück
for
derung nur verzichtet werden, wenn offensichtlich ist, dass die Voraus
setzun
gen für den Erlass gegeben sind (
Art.
3
Abs.
3 ATSV
; Urteil des Bundes
gerichts
9C_387/2011 vom 2
5.
Juli 2011 E. 1.2), was hier nicht der Fall war.
7.2
Die Beschwerdegegnerin hat im ange
fochtenen
Einspracheentscheid
vom
17
. Juni 201
3
zudem erstmals einen Entscheid über das Erlassgesuch gefällt. Das
Einspracheverfahren
gemäss Art. 52 ATSG wurde diesbezüglich noch nicht durchgeführt, was nach Rechtskraft des Entscheides über die
Rückerstattungs
pflicht
nachzuholen ist. Denn A
rt. 52 Abs. 1 ATSG sieht ausser für prozess- und verfahrensleitende Verfügungen keine weiteren Ausnahmen vor, in denen von der Durchführung des
Einspracheverfahrens
abgesehen wer
den könnte.
7.3
Der angefochtene
Einspracheentscheid
ist somit
auch
in Bezug auf die Ab
wei
sung des Erlassgesuches aufzuheben und die Sache ist
diesbezüglich
an die Beschwerdegegnerin
zu überweisen
, damit sie nach Eintritt der Rechtskraft die
ses Entscheides über das Gesuch auf Erlass der Rückerstattungsverfügung neu verfüge.
8
.
8.1
Von weiteren Sachverhaltsabklärungen und Beweismassnahmen, namentlich der vom Beschwerdeführer beantragten Befragung der Pensionskasse (Urk. 1 S. 5) ist nach dem Gesagten abzusehen, da
hievon
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 136 I 229
E. 5.3; Urteil des Bundesgerichts
9C_724/2009 vom 1
6.
November 2009
E.
3.2.3.1
).
8.2
Der
angefochtene
Einspracheentscheid
vom 17. Juni 2013 (Urk. 2/1
)
ist
in teilwei
ser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und es ist festzustellen
, dass
der
Be
schwerdeführer
betreffend den Zeitraum
vom
1
.
März
2008 bis 28. Februar 2013
die an ihn
zu viel geleistete
n
Gemeindezuschüsse
von insge
samt
Fr.
1‘471
.-- an die Beschwerdegegnerin zurück
zu
erstatten hat.
Es ist zudem festzustellen, dass d
ie Besc
hwerdegegne
rin nach Rechtskraft dieses Entscheides über das Erlassgesuch zu befinden
hat
.
Im Übrigen ist d
ie aufschiebende Wirkung der Beschwerde
wieder
her
zu
stellen
und die Beschwerdegegnerin
ist zu verpflichten
, die
zufolge
der Verrechnung mit der Rückforderung
ein
behaltenen Gemeindezuschüsse ab Januar 2013
an den
Beschwerdeführer
auszuzahlen.
9
.
9.1
Infolge der nur teilweisen Gutheissung der Beschwerde ist eine um die Hälfte reduzierte Prozessentschädigung zuzusprechen; im übrigen Umfang sind die Auslagen des ab 3. Oktober 2013 (Urk. 28 S. 2, Urk. 32 S. 4) als unentgeltli
cher Rechtsvertreter des Be
schwerdeführers bestellten
Rechtsanwalt
s
Matthias
Hor
schik
auf die Gerichtskasse zu nehmen. Der zu entschädigende gesamthafte Aufwand ist nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Be
deutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festzulegen.
9.2
Rechtsanwalt
Matthias
Horschik
hat gemäss der eingereichten Honorarnote vom 1
3.
Januar 2015 (
Urk.
35) ab dem massgebenden Zeitpunkt ab Erstellen der Be
schwerde einen gesamthaften Aufwand von insgesamt 18.25 Stunden geltend gemacht. Da ein Teil des Be
schwerdeinhaltes indes bereits in der Einsprache zu finden ist und der geltend gemachte Aufwand auch angesichts der Bedeutung
der Streitsache zu hoch erscheint, ist dieser angemessen zu kürzen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_757/2014 vom 2
3.
Dezember 2014).
Materiell-rechtlich ging es in der Hauptsache um eine Rückforderung von rund
Fr.
1‘500.--. Es wurde ein zweifacher Schriftenwechsel durchgeführt (
Urk.
1 mit 9 Seiten und Ergänzung
Urk.
6 mit 2 Seiten, Replik
Urk.
19), daneben wurde eine kurze Eingabe zur Akteneinsicht gemacht (
Urk.
19) und es war das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung zu stellen und zu begründen (
Urk.
20). Neben der eher geringen Bedeutung der Streitsache stellten sich keine sehr schwierigen Rechtsfragen, allerdings waren zahlreiche Akten durchzusehen. Für die Beschwerde und ihre Ergänzung mit Aktendurchsicht ist daher ein Aufwand von 5 Stunden und für die übrigen Eingaben noch einmal ein solcher Aufwand anzurechnen, was gesamthaft einen zu be
rücksichtigenden Aufwand von 10
Stunden ergibt. Unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen
Stundenan
satzes
von Fr. 200.--
und der Mehrwertsteuer (Barauslagen wurden keine gel
tend gemacht) sowie des hälftigen Obsiegens ist
Rechtsanwalt Matthias
Hor
schik
eine Prozessentschädigung seitens der Beschwerdegegnerin von Fr. 1‘080.
--
zuzu
sprechen und ein ebensolcher Betrag aufgrund der unentgelt
lichen
Prozessfüh
rung
aus der Gerichtskasse.