# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 66ebe4bb-eef2-48ac-a3fb-a0cc72bb6be2
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
Am 22. Juni 2009 wurde in der Gemeinde Küsnacht unter anderem über eine Revision der Verbandsordnung des Zweckverbands Zürcher Planungsgruppe Pfannenstiel (fortan: ZPP) abgestimmt. Die Gemeindeversammlung nahm diese mit 66 zu 27 Stimmen an. Die Revision dient im Wesentlichen der Anpassung der Verbandsordnung an die Erfordernisse der Verfassung des Kantons Zürich vom 27. Februar 2005 (KV, LS 101), welche in Art. 93 in bestimmtem Umfang und bis Ende 2009 (vgl. Art. 144 KV) die Demokratisierung der Zweckverbände verlangt.
II.
Im Vorfeld der Abstimmung vom 22. Juni 2009 war A, Stimmberechtigter in der Gemeinde Küsnacht, mit zwei Stimmrechtsrekursen an den Bezirksrat Meilen gelangt. Mit seinen Rechtsmitteln verlangte er, die bevorstehende Abstimmung über die Revision der Verbandsstatuten sei in der Gemeinde Küsnacht und in anderen Verbandsgemeinden auszusetzen. Vor der Durchführung der entsprechenden Abstimmungen seien sowohl die irreführende Weisung der Gemeinde Küsnacht als auch allfällige irreführende Weisungen anderer Verbandsgemeinden zu berichtigen. Bereits gefällte Annahmebeschlüsse seien aufzuheben. Ferner beantragte er, die ZPP sei anzuweisen, den Stimmberechtigten in allen Gemeinden eine verfassungs- und gesetzeskonforme Verbandsordnung zur Abstimmung vorzulegen.
Nach stillschweigender Vereinigung der beiden Verfahren wies der Bezirksrat Meilen die Stimmrechtsrekurse von A mit Beschluss vom 19. Juni 2009 ab, soweit er darauf eintrat.
III.
Gegen den bezirksrätlichen Beschluss gelangte A am 25./26. Juni 2009 mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht. Weil zwischenzeitlich offenbar zwei Drittel der Verbandsgemeinden die neue Verbandsordnung angenommen hatten und damit deren Änderung verbandsintern beschlossen worden war (vgl. Ziff. 72 der Verbandsordnung der ZPP von 1977 [fortan: ZPP-Verbandsordnung], www.zzp.ch/home/verbandsordnung.html), erneuerte A vor Verwaltungsgericht lediglich seinen Antrag, es seien verfassungs- und gesetzeskonforme Verbandsstatuten auszuarbeiten und den Gemeinden zur Abstimmung zu unterbreiten.
Mit Beschwerdeantwort liess der Gemeinderat Küsnacht die Abweisung der Beschwerde unter Entschädigungsfolge beantragen. Die ZPP beantragte, unter Entschädigungsfolge sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Nichteintreten unter Entschädigungsfolge liess auch der Gemeinderat Zollikon beantragen, soweit sich die Beschwerde gegen die Abstimmung in seiner Gemeinde richte. Der mitbeteiligte Gemeinderat Egg und der Bezirksrat verzichteten je ausdrücklich auf eine Stellungnahme. Die übrigen Gemeinderäte verzichteten stillschweigend auf Beschwerdeantwort.
Die Kammer

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Der Beschwerdeführer beanstandete im Verfahren vor dem Bezirksrat dreierlei:
1.1
Zunächst brachte er vor, ein allfälliger Beschluss der Gemeindeversammlung Küsnacht, mit welchem die Revision der Verbandsordnung der ZPP genehmigt würde, verletzte die politischen Rechte. Dabei handelte es sich um einen Stimmrechtsrekurs im Sinn von § 151a des Gemeindegesetzes vom 6. Juni 1926 (GemeindeG, LS 131.1) in Verbindung mit § 147 ff. des Gesetzes über die politischen Rechte vom 1. September 2003 (GPR, LS 161).
1.1.1
Seit Inkrafttreten der Rechtsweggarantie per 1. Januar 2009 ist das Verwaltungsgericht kantonal zweit- und letztinstanzlich für Beschwerden gegen Anordnungen auf dem Gebiet von Wahlen und Abstimmungen zuständig (vgl. Art. 86 Abs. 2 f. und Art. 88 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 130 Abs. 3 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]; BGr, 12. März 2009, 1C_467/2008, E. 1.3 mit Hinweisen, www.bger.ch; zum Ganzen auch VGr, 30. April 2009, VB.2009.00055, E. 1.2 Abs. 2 f., www.vgrzh.ch).
1.1.2