# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0e5a6bf8-9a1e-555f-8774-2d9787f710a7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1983, ist seit
August 2001 als Fachmann
Betriebsunter
halt
bei der Gemeinde
Y._
angestellt und dadurch bei der AXA Versicherun
gen AG (n
achfolgend: AXA) obligatorisch
gegen die Folge
n von Unfällen versi
chert.
Am
1
1.
Februar 2014
schlug der Versicherte
aus Stress und Ärger
mit
der rechten Faust
in eine Wand und verletzte sich
dabei
am kleinen Finger
(
Unfall
meldung
UVG vom 2
0.
Februar
2014,
Urk.
8/A1; vgl. auch Urk.
8/M1)
.
Der erstbehandelnde
Z._
, Assistenzarzt in der Chirurgischen Klinik des Spitals
A._
, diagnostizierte im provisorischen Kurzaustrittsbericht vom 1
3.
Februar 2014 einen traumatischen
Strecksehnenausriss Zone 1
Digitus
V (
Urk.
8/M1). Mit Verfügung vom 17.
November 2014 verneinte die AXA einen Anspruch des Versicherten auf Leistungen aus der obligatorischen Unfallversi
cherung (
Urk.
8/A9). Die dagegen von der CSS
Kranken-Versicherung AG (nachfolgend: CSS)
am 1
9.
November 2014
erhobene Einsprache
(
Urk.
8/A10) wi
es die AXA mit Entscheid vom 9.
Februar 2015 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die CSS am 2
5.
Februar 2015 Beschwerde und beantragte, der angefochtene
Einspracheentscheid
in Sachen
X._
sei aufzuheben
und
die
AXA zu verpflichten, für d
ie Folgen des Ereignisses vom 1
1.
Februar 2014 die gesetzlichen Leistungen nach
dem Bundesgesetz über die Unfallversiche
rung (
UVG
)
zu erbringen
, unter Entschädigungs- und Kostenfolge
(
Urk.
1)
. Die Beschwerdegegnerin beantragte
mit Beschwerdeantwort vom 1
5.
Juni 2015
die
Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). Mit Verfügung vom 1
6.
Juni 2015 wurde
X._
zum Prozess bei
geladen
und
es wurde ihm
Frist zur Stellung
nahme zu den E
ingaben der Parteien angesetzt
(
Urk.
9
)
, welche am 2
6.
August 2015
ungenutzt ab
lief (vgl.
Urk.
10
)
.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art. 6 Abs. 1
UVG
werden die Versicherungsleistungen - soweit dieses Gesetz nichts anderes bestimmt - bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt.
1.2
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat.
1.3
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2
der Verordnung über die Unfall
versicherung (
UVV
)
Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurück
zuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Einwirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
1.4
Bei den unfallähnlichen Körpe
rschädigungen im Sinne von Art.
9
Abs.
2 UVV entfällt im Vergleich zu den eigentlichen Unfällen nach
Art.
4 ATSG einzig das Tatbestandselement der Ungewöhnlichkeit des auf den Körper einwirkenden äusseren Faktors. Alle übrigen Begriffsmerkmale eines Unfalles müssen hinge
gen auch bei den unfallähnlichen Körperschädigungen erfüllt sein. Dies gilt namentlich für das Erfordernis des einwirkenden äusseren Faktors an sich, worunter ein ausserhalb des Körpers liegender, objektiv feststellbarer, sinnfälli
ger
–
eben unfallähnlicher
–
Einfluss auf den Körper zu verstehen ist. Dabei kann die schädigende Einwirkung auch in einer körpereigenen Bewegung bestehen (Urteil des Bundesge
richts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.2 mit Hinweisen auf BGE 139 V 327 E. 3.1, 3.3.1; 129 V 466 E. 2.2, 4.1
;
123 V 43 E.
2b).
Erforderlich für die Bejahung eines äusseren Faktors ist ein gesteigertes
Schädi
gungspotenzial
, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors. Die physiologische Beanspruchung des Skeletts, der Gelenke, Muskeln, Sehnen und Bänder stellt keinen äusseren Fak
tor dar (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_696/2013 vom 1
4.
November 2013 E. 5.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327 E. 3.3.1, 129 V 466 E. 4.2.2, 4.3). Ein äusserer Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial liegt nach der Recht
sprechung vor, wenn die zur Diskussion stehende Betätigung mit einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner Gliedmassen, verbunden ist (Urteil des Bundesge
richts 8C_40/2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3 mit Hinweis auf BGE 139 V 327
E.
3.3.1). Erfüllt ist das Erfordernis des äusseren schädigenden Faktors bei Ände
rungen der Körperlage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu kör
pereigenen Traumen führen können, so etwa beim plötzlichen Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen belastenden Bewegungen oder bei einer wegen äusserer Einflüsse unkontrollierbar gewordenen Positionsände
rung (vgl. BGE 129 V 466 E.
4.2.3, Urteil des Bundesgerichts 8C_40/
2014 vom
8.
Mai 2014 E. 2.2.3).
1.5
Hat der Versicherte den Gesundheitsschaden oder den Tod absichtlich herbeige
führt, so besteht kein Anspruch auf Versicherungsleistungen, mit
Ausnahme der Bestattungskosten (
Art.
37
Abs.
1 UVG).
Die Absicht muss sich auf die Folge des Unfallereignisses, nicht jedoch auf dieses selbst beziehen (
BGE 115 V 152;
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Auflage, Zürich/Basel/Gen
f 2015, N 22
zu
Art.
4).
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin lehnte die Übernahme von Versicherungsleistungen
im angefochtenen Entscheid
ab mit der Begründung
, dass die Voraussetzungen eines Unfalls oder einer unfallähnlichen Körperschädigung nicht erfüllt seien.
Da es dem Versicherten als erwachsener Person
aufgrund seiner
Lebenserfah
rung
allgemein bekannt
gewesen
sei, dass
ein heftiger Schlag gegen eine
Wand
zu einer Verletzung führe
, sei das Vorliegen eines ungewöhnlichen
äusseren
Faktors zu verneinen
.
O
b
sich der Versicherte eine Listenverletzung
gemäss
Art.
9
Abs.
2 UVV zugezogen habe
, könne sodann offen gelassen werden, da er sich absichtlich
verletzt
bzw. die Verletzung zumindest in Kauf genommen habe (was einer Absicht gleichkomme)
. Damit handle es
sich
auch nicht um ein unfallähnliches Ere
ignis
(
Urk.
2
S. 3-4
).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend,
dass
sich der Versi
cherte beim Ereignis vom 1
1.
Februar 2014
unbestrittenermassen
einen trau
matischen
Strecksehnenausriss Zone 1
Digitus
V zugezogen habe,
mithin eine
unfallähnliche
Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2
lit
. f UVV.
Der Versicherte
habe sich im Rahmen eines W
utanfalls abreagieren
,
sich
aber
zu kei
nem Zeitpunkt verletzen wollen.
Entgegen den Darlegungen der
Beschwer
degegnerin
lasse sich
daraus
ein Eventualvorsatz nicht ableiten
, sondern
er
habe
unbewusst,
höchstens aber bewusst fahrlässig
gehandelt
.
Die Vorausset
zungen einer
Leistungspflicht
der Beschwerdegegnerin
unter dem Titel
unfall
ähnliche
Körperschädigung seien damit erfüllt
(
Urk.
1
S. 3-4
).
3.
3.1
Der Unfallmeldung UVG vom 20. Februar 2014 ist zu entnehmen, dass der Versi
cherte am 11. Februar 2014 auf der Zugsfahrt zwischen
B._
und
C._
seinen Stress und Ärger mit einem Handschlag abreagiert und sich auf einer Kante den Finger verletzt habe (Urk. 8/A1). Aus dem provisorischen
Kurz
austrittsbericht
der Chirurgischen Klinik des Spitals
A._
vom 13. Februar 2014 geht sodann hervor, dass der Versicherte aus Wut mit der Faust gegen eine Wand geschlagen habe und seither den Kleinfinger nicht mehr strecken könne (Urk. 8/M1).
3.
2
Unbestritten ist, dass es sich beim Ereignis vom 1
1.
Februar 2014 nicht um einen Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG handelt, da vorliegend die Einwirkung eines ungewöhnlichen
äusseren
Faktors zu verneinen ist (vgl. dazu auch die Kasuistik in
Rumo-Jungo
/Holzer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2012, S. 31 ff.).
Im Weiteren kann als
ausgewiesen gelten,
dass es sich beim
von ärztlic
her Seite mehrfach bestätigten
traumatischen St
recksehnenausriss Zone 1
Digitus
V
an der rechten Hand
(vgl.
Urk.
8/M1
-M6
), den
der Versicherte
am 1
1.
Februar 2014
erlitt
en hat
,
um eine
Körperschädi
gung
im Sinne von Art. 9 Abs. 2
lit
. f UVV handelt. Streitig und zu prüfen ist
nun
, ob das Ereignis vom
1
1.
Februar 2014
als unfallähnlich im Sinne von Art. 9
Abs. 2 UVV zu qualifizieren ist.
3.3
Wie die Beschwerdeführerin zutre
ffend bemerkte (
Urk.
1 S. 3
), unterscheidet sich der
vorliegende Sachverhalt
nur unwesentlich von
demjenigen
, der
BGE 139 V 327
zugrunde lag
. In diesem Entscheid ging es
um ei
ne Versicherte
, die in einem Moment des Zorns
bzw. der Wut
mit der Ferse heftig
gegen den Boden schlug und dabei einen Fersenbeinbruch
erlitt
. Das
Bundesgericht
bejahte
damals
das Vorliegen einer
unfallähnlichen Körperschädigung
(E. 3.3.3)
und
erwog
insbesondere
,
der Schlag gegen den Boden begründe den äusseren Faktor. Ferner sei eine äussere Einwirkung, welche ein erhöhtes
Verletzungsri
siko
bewirke, dann als gegeben anzunehmen, wenn eine alltägliche Geste an den Körper höhere Anforderungen als die physisch normale und psychisch kontrollierte Beanspruchung stelle. Dies sei insbesondere der Fall, wenn ein besonderer Umstand dazu führe, dass eine alltägliche Geste unkontrollierbar werde, wie bei einem Wutausbruch, in welchem eine Person eine nicht beherrschte heftige Bewegung ausführe (E. 3.3.1; vgl.
Pra
10/2013 S. 781).
Auch
im vorliegenden Fall ist
– nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
(
BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
)
– davon auszugehen, dass
der Versicherte
wegen eines
Wut
anfalls
bzw.
seines
Ärgers
in einem unbeherrschten Moment mit der rechten
Hand oder
Faust
gegen
eine
Wand schlug.
Das
Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der Vornahme einer alltäglichen Lebensverrichtung führenden Faktors – das
heisst
eines sogenannt
äusseren
Faktors - ist demnach auch hier zu bejahen.
3.4
Anhaltspunkte dafür, dass sich der Versicherte
absichtlich oder zumindest
eventu
alvorsätzlich
verletzt hat,
sind nicht ersichtlich
.
Was das Vorliegen eines Eventualvorsatzes anbelangt, lässt sich ein solcher nicht, wie
die
Beschwerde
gegnerin
offenbar annimmt
(
Urk.
2 S. 3)
, bereits daraus ableiten, dass
dem Ver
sicherten
die Möglichkeit ein
es Schadenseintritts bewusst sein musste
. Das entsprechende Wissen und Bewusstsein bildet vielmehr das massgebende Krite
rium für die Unterscheidung zwischen bewusster und unbewusster Fahrlässig
keit. Eventualvorsatz liegt dann vor, wenn jemand den Eintritt des Erfolgs für möglich hält, aber dennoch handelt, weil er oder sie den Erfolg für den Fall sei
nes Eintritts in Kauf nimmt (vgl.
Art.
12
Abs.
2 Satz 2 des Schweizerischen Strafgesetzbuches
), sich mit ihm abfindet, mag er auch unerwünscht sein. Sowohl eventualvorsätzlich als auch bewusst fahrlässig Handelnde wissen um die Möglichkeit des Erfolgseintritts. Unterschiede bestehen jedoch beim
Wil
lensmoment
. Die bewusst fahrlässig handelnde Person vertraut (aus pflichtwid
riger Unvorsichtigkeit) darauf, dass der von ihr als möglich vorausgesehene Erfolg nicht eintreten werde. Demgegenüber nimmt, wer eventualvorsätzlich handelt, den Eintritt des als möglich erkannten Erfolgs ernst, rechnet mit ihm und findet sich mit ihm ab (vgl. die strafrechtliche Rechtsprechung: BGE 133
IV
9 E. 4.1 mit Hinweis). Eventualvorsatz ist auch bei gefährlichen Handlungen nur mit Zurückhaltung anzunehmen (vgl. zur Problematik im Strafrecht Martin
Schubarth
, Dolus
eventualis
- positive und negative Indikatoren; Analyse der Rechtsprechung des Bundesgerichtes, AJP 2008 S. 519 ff., 526
Ziff.
30
; Urteil des Bundesgerichts
8C_504/2007
vom 16.
Juni 2008 E. 5.3.2).
Nach Lage der Akten
schlug der Versicherte gegen die Wand
,
um
sich Erleichte
rung von seinem Ärger und seiner Wut zu verschaffen
. Er nahm
es jedoch nicht in Kauf,
sich dadurch zu verletzen, und fand sich auch nicht mit dieser Mög
lichkeit ab.
Da Eventualvorsatz zu verneinen ist, erübrigt
sich die Klärung der vom Bundesge
richt bislang offen gelassenen Frage
, ob ein solcher als absichtliche Herbeiführung des Gesundheitsschadens im Sinne von
Art.
37
Abs.
1 UVG zu betrachten wäre
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts
8C_504/2007
vom 1
6.
Juni 2008 E. 5.
4;
Rumo-Jungo
/Holzer,
a.a.O.
, S. 196).
Art.
37
Abs.
1 UVG, der einen Leistungsausschluss bei absichtlicher Herbeiführung eines
Gesundheitsschaden
s
vorsieht
, findet vorliegend daher keine Anwendung.
3.5
Mit dem in
Art.
4 ATSG enthaltenen Kriterium der Plötzlichkeit wird sodann ein zeitlicher Rahmen gesteckt. Verlangt ist eine Einwirkung während eines kurzen, abgrenzbaren Zeitraums (
Kieser
,
a.a.O.
, N 17 zu
Art.
4). Zur Bejahung der Plötzlichkeit ist nicht erforderlich, dass sich der äussere Faktor in überra
schender Bewegung befindet (
Rumo-Jungo
/Holzer, a.a.O., S. 51).
Der Zusammenprall des rechten Kleinfingers
des Versicherten
erfolgte
offensicht
lich
unmittelbar
mit
dem S
chlag gegen die Wand
, weshalb -
entgegen dem Vorbringen der Beschwerdegegnerin in der Beschwerdeantwort (
Urk.
7 S. 3 f.)
– auch
das Merkmal der Plötzlichkeit
des Ereignisses
erfüllt
ist.
3.6
Es ist somit festzuhalten, dass ein unmittelbares Geschehen vorliegt, welches die Merkmale eines
ausserhalb
des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinnfälligen Vorfalles
sowie
der Plötzlichkeit aufweist und zu einer
nicht beab
sichtigten
Körperschädigung geführt hat. Demzufolge ist das Vorliegen einer unfallähnlichen Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2
lit
. f UVV zu bejahen.
3.7
Zu prüfen bleibt, ob gestützt auf Art. 39 UVG
in Verbindung mit Art. 50
UVV eine Leistungsverweigerung rechtens bleibt.
Bei Nichtberufsunfällen, die auf ein Wagnis zurückgehen, werden die Geldleistun
gen um die Hälfte gekürzt und in besonders schweren Fällen verwei
gert. Wagnisse sind Handlungen, mit denen sich der Versicherte einer besonders grossen Gefahr aussetzt, ohne die Vorkehren zu treffen oder treffen zu können, die das Risiko auf ein vernünftiges Mass beschränken (Art. 50 Abs. 1 und 2 Satz 1 UVV).
So bejahte das Bundesgericht beispielsweise das Begehen eines absoluten Wag
nisses, wenn jemand aus Wut oder Jux ein Trinkglas in der Hand zerdrückt (vgl. Urteil U 122/06 vom 19. September 2006 E. 2.1). Da indes ein Schlag mit
der Hand oder Faust an eine Wand ungleich geringere Verletzungschancen in sich birgt, als ein entsprechender Umgang mit Glas, ist zumindest ein schwerer Fall im Sinne von Art. 50 Abs. 1 UVV zu verneinen, weshalb auch unter diesem Titel die Leistungsverweigerung nicht zu schützen ist.
3.8
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht im Zusam
menhang mit dem Ereignis vom
1
1.
Februar 2014
zu Unrecht verneint, weshalb der angefochtene
Einspracheentscheid
in
Gutheissung
der Beschwerde aufzuheben und festzustellen ist, dass
der Versicherte
Anspruch auf die gesetz
lichen Leistungen hat.
4.
Im Verfahren der Verwaltungsgerichtsbeschwerde darf obsiegenden Behörden oder mit
öf
fent
lichrechtlichen
Aufgaben betrauten Organisationen in der Re
gel keine Parteientschädigung zugesprochen werden. In An
wen
du
ng dieser Bestimmung hat das Bundesgericht der S
chweizerischen
Unfallversicherungs
anstalt
(S
UVA
)
und den privaten UVG-Versiche
rern so
wie - von Sonderfällen abgesehen - den Krankenkassen keine
Partei
entschädigungen
zugesprochen, weil sie als Orga
nisa
tionen mit
öffentlichrechtlichen
Aufgaben zu qua
lifizieren sind (BGE 112 V 356 E. 6 mit Hinweisen).
Da
ein solcher Sonderfall vorliegend nicht gegeben ist, hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine
Partei
entschädigung
.