# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4350ede4-b5b3-46a6-aac8-b0c1e0756415
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Eingabe vom 3. Dezember 2015 reichte Rechtsanwalt lic. iur. HSG Hermann Just als Vertreter von A._, B._ und C._ und D._ beim Bezirksgericht Landquart ein Gesuch um Erteilung von Rechtsschutz in klaren Fällen (Besitzesstörung) gegen X._ und Y._ ein. X._ und Y._ sollen unter anderem verpflichtet werden, innert zehn Tagen die Feldsteine und die im Boden befestigten Stahlstangen, welche im Bereich der rechtskräftig festgesetzten Servitutsfläche zu Gunsten der Parzellen _, _ und _, Grundbuch O.1_, platziert wurden, zu entfernen.
B. Die in dieser Sache vorsitzende Bezirksgerichtsvizepräsidentin lic. iur. E._ bestätigte mit Schreiben vom 23. Dezember 2015 den Eingang des Gesuches.
C. Mit Eingabe vom 22. Januar 2016 stellte X._ gegen die Vizepräsidentin lic. iur. E._ ein Ausstandsbegehren, welches Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Hübner am 4. Februar 2016 vom Bezirksgericht Landquart zur Verbesserung zugestellt wurde. Am 7. März 2016 reichte Rechtsanwalt Dr. iur. Peter Hübner das verbesserte Ausstandsbegehren mit Begründung ein. Die vom Ausstandsgesuch betroffene Vizepräsidentin sei nachweislich bereits in früheren Verfahren zwischen den nämlichen Prozessparteien in derselben Sache tätig gewesen. So habe sie den Vorsitz in verschiedenen Verfahren betreffend Feststellung und Verlegung der strittigen Dienstbarkeit geführt. Sie sei somit gemäss Art. 47 Abs. 1 lit. b ZPO bereits in der gleichen Sache tätig gewesen und als vorbefasst im Sinne der genannten Gesetzesbestimmung zu betrachten.
D. Die Bezirksgerichtsvizepräsidentin lic. iur. E._ beantragte in ihrer Stellungnahme vom 16. März 2016 sinngemäss die Abweisung des Ausstandsgesuchs. Sie habe in früheren Verfahren betreffend Feststellung und Verlegung der seit Jahren strittigen Dienstbarkeit den Vorsitz im Kollegialgericht gehabt. Das Verfahren beim Bezirksgericht Landquart sei mit der Klageschrift von Y._ eingeleitet und mit Urteil des Bezirksgerichts Landquart vom 5. Februar 2003 abgeschlossen worden. Es seien bereits damals Ausstandsbegehren von X._ gegen sie gestellt worden, welche vom Bezirksgerichtskollegium in einem Beiurteil abgewiesen worden seien. X._ habe aufgrund der Klageabweisung im Urteil vom 5. Februar 2003 seinen Unmut über den Verlauf und den Ausgang des Verfahrens mit dem Verteilen von Flugblättern und Internetauftritten bekundet, in denen er sie in ihren Persönlichkeitsrechten wiederholt und massiv verletzt
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habe. Seit dem Jahr 2003 hätten viele verschiedene Verfahren in Sachen X._ stattgefunden, in welchen sie jedoch nach Abschluss des Verfahrens im Februar 2003 weder Einsitz im Kollegialgericht gehabt noch als Einzelrichterin geamtet habe. Der bis zum Jahr 2012 amtierende Gerichtspräsident habe dem Vorwurf des Anscheins der Befangenheit eines Richters keinen Vorschub leisten wollen und die manifestierte Feindschaft von X._ ihr gegenüber bei der Wahl der Zusammensetzung des Gerichts berücksichtigt. Eine tatsächliche subjektive Befangenheit in Sachen X._, die eine Mitteilung des Ausstands ihrerseits ohne entsprechendes Gesuch erforderlich gemacht hätte, liege im jetzigen Verfahren betreffend Rechtsschutz in klaren Fällen ihres Erachtens nicht vor. Die Beurteilung, ob bei objektiver Betrachtung Gegebenheiten vorliegen, die den Anschein der Befangenheit oder die Gefahr der Voreingenommenheit zu begründen vermögen, obliege dem Kollegialgericht.
E. Mit Entscheid vom 12. April 2016, mitgeteilt am 12. Mai 2016, erkannte das Bezirksgericht Landquart wie folgt:
"1. Das Gesuch um Ausstand der Vizepräsidentin des Bezirksgerichts Landquart im Verfahren der Gesuchsteller A._, B._ und C._ und D._ gegen X._ und Y._ betreffend Rechtsschutz in klaren Fällen (Besitzesstörung) wird abgewiesen.
2. Die Verfahrenskosten in der Höhe von CHF 1'000.00 gehen zulasten von X._.

## Considerations