# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bdd1d051-b8fe-4b74-86a7-a9e5207c3d8e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1956 geborene
X._
, von Beruf
Maschinen
technike
rin
,
reiste 1998
aus
Y._
in die Schweiz ein und war zuletzt bis Ende Mai 2006 als Raumpflegerin
im Stundenlohn (ca. 100
%
) bei der
Z._
GmbH tätig
(Urk.
11/1/1
+2
,
Urk.
11/6/2
,
Urk.
11/25/1
).
Hernach
bezog sie Leistungen der Arbeitslosenversicherung (
Urk.
11/18+19). Nach einer
M
eldung
zur Früherfassung
im
April 20
08
(
Urk.
11/4)
sowie nach Durchführung eines persönlichen Beratungsgesprächs
(vgl.
Urk.
11/5+6)
meldete sich die Versicherte
mit Datum vom 1
3.
Mai 2008
bei der Eidgenössischen
Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
11/8
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog
einen Auszug
aus dem Indiv
iduellen Konto (IK-Auszug vom 2
3.
Mai 2008,
Urk.
11/10) bei und tätigte medizi
nische Abklärungen. Aus
serdem b
eauftragte sie ihren Abklärungs
dienst mit der Abklärung der beein
trächtigten Arbeitsfä
higkeit im Haushalt (Abklärungsbericht vom 2.
Dezember 2008,
Urk.
11/25). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfah
ren
(Vorbescheid vom
1
6.
Januar 2009, Urk. 11/29; telefonischer Einwand vom 25.
Februar 2009,
Urk.
11/37
und Schreiben vom 1
7.
März 2009,
Urk.
11/34
) verneinte die IV
Stelle mit unangefochten
gebliebener Verfü
gung vom
1
3.
Juli 2009
einen Ren
ten
anspruch der Versicherten
bei einem Invaliditätsgrad von 12
%
(Urk. 11/38
).
2
.
Mit
Schreiben vom 3
0.
November 2012, am
1
3.
Dezember 2012 nachträglich von der Versicherten ge
zeichnet, ersuchte
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Innere Medizin und Kardiologie,
um „Neubeurteilung einer Invalidenrente“
(Urk.
11/42
+44
). Seinem Schreiben legte er den Austrittsbericht der
B._
vom 1
2.
Oktober 2012 bei (
Urk.
11/43). Nachdem die IV
Stelle zunächst mit Vorbescheid vom 2
4.
Januar 2013 (
Urk.
11/48) Nichtein
treten auf das neue Leistungsbegehren angezeigt hatte, gab sie nach Eingang weiterer medizinischer Unterlagen (
Urk.
11/54/1-13,
Urk.
11/57, Urk.
11/61) die polydisziplinäre Expertise beim
C._
GmbH vom 2
8.
August 2014 (
Urk.
11/75/1-79) in Auftrag.
Nach Durchführung eines
neuen
Vorbescheidverfahrens
(
Vorbescheid vom 2
9.
Oktober
2014;
Urk.
11/80
; Einwand
vo
m 1.
Dezember 2014,
Urk.
11/84
)
sowie
nach
Beizug
einer
Stellung
nahme
der beurteilenden Gutachter
zu den
einwandweise
gegen die Expertise vorgebrachten Beanstandungen
(
Stellung
nahme vom 1
2.
Februar 2015,
Urk.
11/90
)
resp.
internen Stellungnahme (Urk.
11/92/4) sprach die IV-Stelle
mit Verfügung vom
1
5.
Jun
i 2015 befristet für die Periode vom
1.
März 2014 bis 3
1.
August
2014 eine ganze Rente
gestützt auf ei
nen Invaliditätsgrad von 100
%
zu. Darüber hinaus verneinte sie einen Rentenanspruch (
Urk.
2).
3
.
Dagegen erhob
X._
am 1
4.
Juli 2015 Beschwerde und beantragte
sinn
gemäss
, es sei die angefochtene Verfügung
in Bezug auf die Verweigerung einer Rente ab dem
1.
September 2014
aufzuheben und ihr ab diesem Zeitpunkt
weiterhin
eine
ganze Rente
zuzusprechen
. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
1 S. 1).
Ausserdem
legte
sie diverse
Arztberichte bei
(
Urk.
3/1-4).
Mit Beschwerdeantwort vom
8.
September
2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
10), wa
s der Beschwerdeführerin am 10.
September 2015 (Urk.
12) zur Kenntnis geb
racht wurde. Mit Eingabe vom 8.
November 2015
wies die Beschwerdeführerin weitere Arztberichte ins Recht (
Urk.
13,
Urk.
14/1-
9).
4
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG)
.
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein
(
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit k
önnen in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht
als Fol
gen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens und damit
invalidenversiche
rungsrechtlich
nicht als relevant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verblei
bende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forder
baren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychi
scher Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähig
keit (Art. 6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
An diesem Grundsatz ändert auch
das Urteil des Bundesgerichts BGE 141 V 281,
insbesondere E. 3.7,
nichts.
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach
Art.
29
Abs.
1 ATSG (
Art.
29
Abs.
1 IVG).
1.
4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäf
tigungs
grad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E.
4.1.2).
1.
6
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades ver
wei
gert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der
Verordnung über
die Invalidenversicherung,
IVV), so ist im
Beschwerde
verfahren
zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den
Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.
7
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gege
ben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Ren
tenzusprechung
oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhe
bung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE
130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Renten
anspruch für den gesamten
verfü
gungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.
8
Gemäss
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
minderung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herab
setzung oder Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu
Art.
88a
Abs.
1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit
dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1.
9
Bei der gleichzeitigen Zusprechung einer
Viertels-
und der diese ablösenden ganzen Rente richtet sich der Zeitpunkt des Wechsels von der
Viertels-
zur ganzen Rente ausschliesslich nach
Art.
88a
Abs.
2 IVV und nicht nach
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG. Daraus folgt, dass der Wechsel von der
Viertels-
zur ganzen Rente eine relevante Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit von lediglich drei Monaten, nicht aber eine durchschnittlich mindestens
7
0 % betragende Arbeits
unfähigkeit während eines Jahres voraussetzt (vgl. BGE 121 V 264 E. 6a noch bezüglich der altrechtlichen Bestimmungen).
1.
10
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
1
1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, gemäss Gut
ach
ten sei im Oktober 2012 eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten. Zu diesem Zeitpunkt sei die Beschwerdeführerin in der bisherigen Tätigkeit als Raumpflegerin
zu
100
%
arbeitsunfähig gewesen. In einer ange
passten Tätigkeit habe indes eine 60%ige Arbeitsfähigkeit bestanden. Der darauf gestützt nach Massgabe der allgemeinen Methode eruierte
Einkommensver
gleich
ergebe einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 29
%
. Im Dezember 2013 sei eine zusätzliche, temporäre gesundheitliche Verschlechte
rung eingetreten, so dass auch in einer adaptierten Tätigkeit eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bestanden habe. Aus dem auf dieser Grundlage ermittelten Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 100
%
. Das der zusätz
lichen Verschlechterung zugrundeliegende Leiden habe
in der Folge
erfolgreich behandelt werden können, weshalb ab Juni 2014 wieder von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden könne. Bei dieser Sachlage habe die Beschwerdeführerin befristet vo
m
1.
März 2014 (Eintritt Verschlechterung plus 3 Monate) bis 3
1.
August 2014 (Eintritt Verbesserung plus 3 Monate) Anspruch auf eine ganze Rente (
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen im Wesentlichen vor, die Fest
stellungen des kardiologischen Gutachters seien widersprüchlich. Ausserdem sei das
C._
gesamtschweizerisch als „versicherungsfreundliche Adresse“
bekannt
.
In diesem Zusammenhang
verwies
die Beschwerdeführerin
auf den beigelegten Entscheid IV.2014/115 des Versic
herungsgerichts des Kantons St.
Gallen vom 2
0.
November 2013 (
Urk.
3/4). Sodann hätten zahlreiche Ärzte bestätigt, dass sie (die Beschwerdeführerin) nicht arbeitsfähig sei (
Urk.
1 S. 3 f.). Auch sei es im Sommer 2014 nicht wie behauptet zu einer Verbesserung ihrer gesundheitlichen Situation gekommen. Schliesslich habe sie zufolge ihrer somatischen und psy
chischen Beschwerden Anspruch auf einen leidensbedingten Abzug im Umfang von 20
%
(
Urk.
1 S. 4).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung eingetreten. A
ufgrund
der im März 2012 diagnostizierten
Hypertensiven
Herzkrankheit (HHK) und des zeitgleich festgestellten Vorhofflimmerns sowie
der
Hospitalisation
in der
B._
im September/Oktober 2012 mit der manifest gewordenen Verschlechterung der
c
hronisch obstruktive
n
Lungenerkrankung (englisch
chro
nic
obstructive
pulmonary
disease
, COPD;
vgl.
Urk.
11/43) ist seit der rechts
kräftigen
negativen Verfügung
vom 1
3.
Juli 2009
(
Urk.
11/38) eine wesentliche Verschlechterung
d
es Gesundheitszustandes
der Beschwerdeführerin
eingetreten.
Strittig und zu prüfen
sind die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit und damit zusammenhängend
, ob die Beschwerdege
gnerin die ab
1.
März 2014 zuge
sprochene ganze Invalidenrente zu Recht per 3
1.
August
2014 eingestellt hat, mithin, ob sich der Gesundheitszustand de
r
Beschwerdeführer
in
bis zu diesem Zeitpunkt in rentenausschliessender Weise verbessert und diese Besse
rung ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate angedauert hat und voraus
sichtlich weiterhin andauern wird. Dabei
ist
mit Verweis auf die eingangs erläuterte Rechtslage (E. 1.
7
) auch die zuvor befristet z
ugesprochene Rente und für de
ren
Zusprache
massgeblichen Umstände zu prüfen.
3.
Im Rahmen der Neuanmeldung liegen im Wesentlichen die nachfolgend zitier
ten medizinischen Unterlagen bei den Akten.
3.1
Die medizinische Aktenlage betreffend den Zeitraum vor der Begutachtung wurde im Gutachten des
C._
vom 1
8.
August
2014 vollständig zitiert (Urk.
11/75/4-9). Auf die betreffenden Ausführungen wird verwiesen.
D
ie beur
teilenden Fachärzte
stellten
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
11/75/31):
COPD, Diagnose 2007 (ICD-10 J44.9)
3/2007 mittelschwere obstruktive Ventilationsstörung, partielle Reversi
bilität
9/2012 mittelschwere obstruktive Ventilationsstörung, partielle Reversi
bilität, Diffusionskapazität i.N.
12/2012 Unterlappenpneumonie rechts basal
2/2013 Thorax
Rtg
i.N., mittelschwere irreversible Obstruktion, CO
Diffusionskapazität leichtgradig eingeschränkt, ABGA i.N.
2/2014
transösophageale
Echokardiogra
f
ie: keine pulmonal art. Hyper
tonie
3/2014 Thorax
Rtg
: Belüftungsstörung
anteriores
Oberlappensegment rechts,
Plethysmographie
: schwere Obstruktion, sp02 92%
Nikotinabusus bis 8/2013, ca. 30 pack-
years
Paroxysmates
Vorhofflimmem
/-flattern (ED 3/2012, im Rahmen
Dg
2)
unter OAK,
Cordarone
EHRA III
Status nach erfolglosen Therapieversuchen mit
Dronedaron
und
Flecainid
erfolgreiche
Pulmonalvenenisolation
am 10.02.2014 (Kardiologie
D._
)
seither im Sinusrhythmus
Hypertensive
Herzkrankheit (ED 3/2012)
c
MRI
7/2012: keine Ischämie
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter folgende Diagnosen fest (
Urk.
11/75/79 f.):
Somatisierungsstörung (ICO-10 F45.0)
unspezifisches
multilokuläres
Schmerzsyndrom (ICD-10 R52.9)
funktionelles sensomotorisches
Hemisyndrom
links mit Gangstörung
rezidivierende S
türze mit l
aut Eigenangabe zum Teil Bewusstlosigkeit, funktionell
Chronisches
zervikovertebrales
Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2)
radiologisch leichte degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule ohne Hinweis für Diskushernie oder Neurokompression (Röntgen 25.05.2009, MRI 02.03.2009 und 14.12.2009)
unter Ablenkung freie Beweglichkeit der Halswirbelsäule
Rezidivierende
gastritische
Beschwerden (IC D-10 K29.7)
wiederholte Einnahme von NSAID
Dauerbehandlung mit PPI
Im Rahmen der allgemeininternistischen Untersuchung hielt der beurteilende Facharzt fest, die Beschwerdeführerin befinde sich in einem unauffälligen All
gemein- und übergewichtigen Ernährungszustand (BMI 26.5 kg/m
2
). Aus
allge
meininternistischer
Sicht bestünden keinerlei Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, auch
nicht retrospektiv (
Urk.
11/79/ S. 8
f.).
3.2
Anlässlich der psychiatrischen Exploration gab die Beschwerdeführerin an, sie sei müde und leide überall an Schmerzen. Die Beschwerden hätten 2006 ange
fangen. Damals habe sie noch als Raumpflegerin gearbeitet. Kurze Zeit bevor sie diese Tätigkeit beendet habe, habe sie angefangen, an Schmerzen zu leiden. Sie habe wenig Kraft
, verspüre Druck auf der Brust und
habe das Gefühl, sie bekomme manchmal zu wenig Luft. Man habe eine Herzkrankheit, ein Vorhof
flimmern festgestellt. Dies sei wohl der Grund für ihre Beschwerden. Sie sei verschiedentlich in somatischer und psychiatrischer, gruppentherapeutischer Behandlung
gewesen
, ohne
Beschwerderegredienz
. Seit fünf Jahren sei sie unsi
cher auf den Beinen und leide an Taubheitsgefühlen und Zittern (
Urk.
11/75 S.
11 f.). Der psychiatrische Gutachter hielt
weiter
fest, die Beschwerdeführerin habe sich verlangsamt, schwankend und unökonomisch bewegt. Ihr Verhalten sei sehr demonstrativ. Ferner habe sie eine ausgeprägte Mimik und Gestik gezeigt. Ihre Stimmung sei
klagsam
und herabgesetzt, nicht aber depressiv im eigentlichen Sinne. Hinweise auf Antriebs- und Konzentrationsstörungen
hätten nicht festgestellt werden können
. Die allseits orientierte Beschwerdeführerin
habe sich differenziert ausgedrü
ckt und
e
inen wachen, bewusstseinsklaren Ein
druck gemacht. Merkfähigkeit und Gedächtnisleitungen seien intakt. Wahn
haftes Denken, illusionäre Verkennungen, irgendwie geartete Halluzinationen sowie Zwangsgedanken seien nicht vorhanden (
Urk.
11/79 S.
13 f.). In seiner Beurteilung kam der psychiatrische Gutachter zum Schluss, die Beschwerde
führerin habe noch während der Kündigungszeit ihrer letzten Arbeitsstelle angefangen, an zahlreichen somatischen Beschwerden zu leiden. Bis auf eine chronische Lungenerkrankung und ein intermittierendes Vorhofflimmern hätten indes keine objektivierbaren somatischen Befunde erhoben werden können. Die von der Beschwerdeführerin beschriebenen Symptome und Beschwerden seien demnach grösstenteils psychisch überlagert. Es könne daher eine Somati
sierungsstörung diagnostiziert werden, deren Hintergründe schwer zu benennen und weitestgehend im psychosozialen Kontext zu
suchen
seien. Die Beschwer
deführer
in
sei relativ spät in die Schweiz emigriert, habe sich von 1998 bis 2004 um die Kinder ihres Ehemannes sowie um den Haushalt gekümmert und her
nach eine unqualifizierte Arbeit ausüben müssen.
Sie sei
davon überzeugt, auf
grund ihrer Beschwerden nicht mehr arbeiten zu können. Letztere würden ihr selbst und ihrem Umfeld die Rechtfertigung dafür liefern, keiner Arbeit mehr nachzugehen. Die Beschwerden würden auch dazu führen, dass sich ihr Ehe
mann und dessen Kinder um sie und um den Haushalt kümmerten, so dass die Beschwerdeführerin keinerlei Tätigkeiten mehr nachgehen müsse. Eigentliche depressive Symptome hätten nicht festgestellt werden können. Die in den
Vor
akten
diagnostizierte Angststörung könne nicht bestätigt werden. Die Beschwer
deführerin leide nicht unter Ängsten in ihrer Wohnung und klage auch sonst nicht über Ängste. Da auch keine Hinweise für unbewusste Konflikte vorliegen würden, könne auch die Diagnose einer dissoziativen Störung nicht bestätigt werden. Ausser der Somatisierungsstörung bestünden keine weiteren psychiatri
schen Störungen. Es bestünden auch keinerlei Hinweise dafür, dass die Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin aus psychiatrischer Sicht jemals eingesch
ränkt gewesen sei (
Urk.
11/79/S. 13
f.).
3.3
Anlässlich der orthopädischen Untersuchung habe die Beschwerdeführerin
über permanente Müdigkeit und Schwierigkeiten beim Bewegen geklagt. Sie spüre die linke Seite nicht und könne diese beim Laufen nicht kontrollieren. Da das Bein „locker“ sei, gelinge das Einhalten der gewünschten Richtung nicht. Weiter habe sie bei Drehung des Kopfes Nackenschmerzen
,
samt Ausstrahlung in alle Extremitäten. Dieser Umstand nehme ihr „die ganze Kraft“. Schulter, Arme und Hände unter linksseitiger Betonung würden ebenso schmerzen wie der gesamte Körper ohne
punctum
maximum
. Manchmal sei sogar die Nasenspitze ein
schliesslich eines Einschlafgefühls betroffen. Die 24 Stunden täglich bestehende Symptomatik habe vor vier Jahren ohne fassbare Ursache angefangen und nehme stetig zu. Anlässlich der Befunderhebung sei der adipösen Beschwerde
führerin das
Ent
- und Ankleiden im Sitzen ohne relevante Einschränkungen gelungen. Aufgrund des Schwindels habe sie sich die Schuhe indes vom Ehe
mann schliessen lassen wollen. Weiter habe sie ein grotesk anmutendes Gang
bild mit linksseitigem Hinken
demonstriert. Gleichzeitig habe sie auf dieser Seite die Gangarten problemlos durchführen können. Bei der Untersuchung der Wir
belsäule habe die Beschwerdeführerin eine weitgehend aufgehobene Beweglich
keit sämtlicher Abschnitte gezeigt. Doch habe der initial massiv
vermehrte
Finger-Boden-Abstand später durch eine verbesserte Auslenkung im
Langsitz
relativiert werden können. Auch die bei der expliziten Prüfung aufgehobene Kopfrotation habe sich unter Ablenkung als frei erwiesen.
Die
oberen und unteren Extremitäten
seien ebenfalls frei
beweglich
- mit Ausnahme der unter massiver Gegenspannung verminderten Schulterabduktion. Auffallend seien die sehr diffusen, sprunghaften und wechselnden Angaben während der Anamnese und körperliche
n
Untersuchung gewesen. So habe die Beschwerdeführerin bei
fünf von fünf positiven
Waddell
-Zeichen völlig diffuse und nicht reproduzier
bare Angaben zu
Druckdolenzen
an Stamm und Extremitäten gemacht. Zusammenfassend könnten die beklagten völlig diffusen Beschwerden auf Eben
e
des Bewegungsapparates keinesfalls nachvollzogen werden. Anam
nestisch und klinisch stehe ganz klar eine nicht-organische
Beschwerdekompo
nente
im Vordergrund. Für körperlich leichte oder zumindest mittelschwere Verrichtungen einschliesslich sämtlicher bislang ausgeübter Tätigkeiten bestehe aus orthopädischer Sicht eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Es könne auch im zeitlichen Verlauf keine längerdauernde Arbeitsunfähigkeit im invalidisierenden Sinne attestiert werden (
Urk.
11/75 S.
20).
3.4
Im Rahmen der klinisch-neurologischen Untersuchung
nannte die Beschwerde
führerin als Hauptbeschwerden Probleme mit dem Herz, Ganzkörperschmerzen sowie fehlende Kraft auf der linken Seite (
Urk.
11/75 S.
22). Der neurologische Gutachter stellte formal zwar ein „sensomotorisches
Hemisyndrom
“ links in Kombination mit einer Gangstörung fest. Letzteres sei indes nicht konsistent. So habe die Kraftprüfung sehr wechselnde Befunde ergeben, zum Teil mit
sakka
dierter
Innervention
. Demzufolge sei die sensomotorische
Hemisympto
matik
links organisch nicht erklärbar und als „pseudoneurologisch“ zu taxieren. Für den beklagten Schwindel lasse sich auch kein organisches Korrelat finden. Im Gegenteil habe die Beschwerdeführerin anlässlich der erschwerten Stand- und Gangprüfungen ihr gut funktionierendes Gleichgewichtsorgan demon
striert. Unter Berücksichtigung der Gesamtsituation sowie aktenkundigen Bericht
er
stattung des
E._
aus den Jahren 2009, gemäss welcher im Nachgang ausgedehnter Abklärungen eine somatoforme Schmerzstörung festgestellt worden sei, ohne Hinweise auf eine epileptische Genese der geklagten rezidivierenden allgemeinen Kraftlosigkeit sowie Gang
störungen, seien auch die rezidivierenden Stürze mit der fraglichen Bewusstlosigkeit als funktionell und organisch nicht erklärbar zu werten. Zusammengefasst würden mehrere organisch nicht erklärbare, funktionelle „pseudoneurologische“ Auffälligkeiten vorliegen. Letzteres stütze die Annahme einer Somatisierungsstörung. Das formal bestehende „
Ganzkörperschmerzsyn
drom
“ sei auch in diesem Lichte zu interpretieren. Schliesslich sei erwähnens
wert, dass sich aus neurologischer Sicht keine Anhaltspunkte für das Vorliegen einer
radikulären
Reiz- oder Ausfallsymptomatik als allfällige Erklärung für die Beschwerden im Bereich der Extremitäten finden liessen. Aus neurologischer Sicht ergebe sich weder aktuell noch retrospektive eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (
Urk.
11/75 S. 25).
3.5
Gegenüber dem kardiologischen Gutachter gab die Beschwerdeführerin nebst den vorgängig bereits wiedergegebenen Beschwerden insbesondere an, seit etwa
drei Jahren unter rezidivierenden
Palpitationen
zu leiden. Das Herz würde oft stolpern, dann wieder sehr schnell rasen (bis 175/min
.), wobei ihr schwindelig werde, sie
beim Laufen schwanke und auch Kopfschmerzen
bekomme
. Sie breche auch regelmässig zusammen. Solche Episoden würden mitunter 20
Minuten andauern. Im Zusammenhang mit dem Vorhofflimmern sei eine Abla
tion geplant. Der kardiologische Gutachter kam zum Schluss, das seit März 2012 bekannte paroxy
s
male Vorhofflimmern und die
Hypertensive
Herzkrankeit
(HHK) verursachten offenbar starke Symptome von Dyspnoe über Kopfschmer
zen und Schwindel zu Synkopen. Eine funktionelle Komponente sei allerdings nicht auszuschliessen. Verschiedene Therapieversuche seien bis dato erfolglos gewesen. Aktuell erhalte die Beschwerdeführerin
Cordarone
. Eine
Pulmonal
venenisolation
sei für den 1
0.
Februar 2014 vorgesehen. Aktuell sei die Beschwerdeführerin initial im
n
ormokarden
Sinusrhythmus. Der Blutdruck sei normal und die Beschwerdeführerin kardiopulmonal kompensiert. Das durch
geführte
transthorakale Echokardiogramm
(TTE) habe eine normale LV
Funktion gezeigt. Die geplante Testung der Leistungsfähigkeit auf dem Fahrradergometer habe nicht durchgeführt werden können. Bereits beim Ein
richten auf dem Ergometer resp. bei geringer Belastung davor sei es zu einem
tachykarden
Vorhofflattern mit einer Frequenz um 135/min. gekommen, wobei die Beschwerdeführerin Schwindel, Dyspnoe und Kopfschmerzen angegeben habe und sich habe hinlegen müssen. Zusammenfassend bestehe eine HHK (aktuell keine LV-Hypertrophie, normale
diastole
Funktion) und ein paroxysmales, symptomatische
s
Vorhofflimmern/-flattern, welches medika
mentös ungenügend habe kontrolliert werden können. Aktuell bestehe eine sehr labile Situation mit häufigen Episoden von paroxysmalem Vorhofflimmern,
welches
bereits bei geringer körperliche
r
oder emotio
naler Belastung ausgelöst werde
und zu starken Symptomen führen würde
. Aus kardiologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin
im Moment
zu
100
%
arbeitsunfähig, zumal jederzeit mit einer neuen Episode gerechnet werden müsse. Nach erfolgter Ablation sei eine
Reevaluation
vorzunehmen: Aufgrund der nachträglich beigebrachten medizinischen Unterlagen beurteilte der kardiologische Gutachter die
Elektro
ablation
des Vorhofflimmers als erfolgreich. Weiter zeige sich aufgrund der Berichte des
D._
ein persistierender
Sinusrythmus
, womit auch von einem erfolgreichen Unterfangen betreffend die Radiofrequenzablation ausgegangen werden könne. Entsprechend sei aus rein kardiologischer Sicht ab Mai 2014 eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit gegeben für körperlich leichte Tätigkeiten (
Urk.
11/75 S. 26 ff.).
3.6
Der
pneumologische
Gutachter
hielt
fest, im März 2007 sei erstmals
ein
COPD
diagnostiziert worden bei Nikotinabusus von ca. 30 pack-
years
. Bereits bei der
Diagnosestellung sei eine mittelschwere obstruktive Ventilationsstörung festge
stellt worden. Seither sei es mehrmals jährlich zu COPD Exazerbationen gekommen. Im
Dezember 2012 habe sich bei COPD
Exazerbation eine
Unter
lappenpneumonie
rechts gezeigt. Neben Inhalationstherapien seit 2007 sei im Dezember 2013 eine Behandlung mit einem
Phosphodiesterase
-Inhibitor vorge
nommen worden.
Trotzdem sei es zu erneuten COPD
Exazerbationen gekom
men, zuletzt im März 2014 bei radiologisch vorgefundener Belüftungsstörung im rechten Lungenoberlappen. Unter Exazerbationen seien auch im März 2014 lungenfunktionell wiederholt schwere Obstruktionen dokumentiert (
Urk.
11/75 S. 29 f.).
Im Untersuchungszeitpunkt habe im klinis
ch
cardiopulmonalen
Status
eine COPD Exazerbation mit schwerer Obstruktion bei FEV1 auf 0,97 l (41
%
), eine erniedrigte Sauerstoffsättigung von 92
%
sowie radiologisch eine
Belüf
tungsstörung
im rechten Lungenoberlappen bestanden. Aus rein
pneumologi
scher
Sicht resultiere daraus eine Arbeitsunfähigkeit für mittelschwere und schwere körperliche Arbeiten. Für körperlich leichte Arbeiten bestehe dagegen eine 60%ige Arbeitsfähigkeit, wobei vermehrte Arbeitsausfälle aufgrund von COPD Exazerbationen bereits einberechnet seien (
Urk.
11/75 S.
30).
3.7
Im Rahmen der abschliessenden Konsensbeurteilung hielten die beurteilenden Fachärzte fest, aktuell halte sich die Beschwerdeführerin für gänzlich arbeits
unfähig, was aufgrund der Untersuchung teilweise nachvollzogen werden könne, insbesondere aus kardiologischer Sicht zum Zeitpunkt der Untersuchung. Darüber hinaus bestehe eine deutliche Überlagerungskomponente, was sich vor alle
m
an den Befunden aus orthopädischer und neurologischer Sicht sowie indirekt aus dem Umstand ergebe, dass das als eingenommen angegebene Schmerzmittel Paracetamol auch nicht in Spuren habe nachgewiesen werden können. Die Gutachter kamen zum Schluss, die Beschwerdeführerin sei aus interdisziplinärer Sicht seit Oktober 2012 für schwere, mittelschwere und damit auch für die in der Schweiz angestammte Tätigkeit als Raumpflegerin arbeits
unfähig. Hinsichtlich einer körperlich leichten, vor allem
inhalativ
adaptierten Tätigkeit bestehe ebenfalls seit Oktober 2012, temporär unterbrochen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit von Dezember 2013 bis Mai 2014, eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 60
%
. Dabei seien mehrwöchige Ausfälle während des Jahres bei Exazerbationen bereits einberechnet. Ansonsten könne das Pen
sum vollschichtig umgesetzt werden
, jedoch
mit deutlich erhöhtem
Pausenbe
darf
(
Urk.
11/75 S. 32 f.).
4.
4.1
Das Gutachten des
C._
erging in Kenntnis und in Auseinan
dersetzung mit den
Vorakten
, den beklagten Beschwerden sowie
gestützt auf die klinischen Unter
suchungen vom 20, 2
2.
und 2
4.
Januar und
5.
März 2014
und der kardiologi
schen
Re
evaluation
nach erfolgreicher Ablation
. Es leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation und Zusammenhänge ein und liefert nachvoll
ziehbare Schlussfolgerungen. Insbesondere haben die Gutachter betreffend all
fällige Diskrepanzen zu den früheren Einschätzungen Stellung bezogen (vgl.
Urk.
11/75 S. 16 und 21) und ihre Diagnosen im Einklang mit den erhobenen Befunden plausibel begründet. Darüber hinaus hat der psychiatrische Gutachter in Übereinstimmung mit den Berichten der beurteilenden Fachärzteschaft der psychiatrischen Polyklinik des
D._
sowie der
B._
(vgl.
Urk.
11/23,
Urk.
11/41,
Urk.
11/43) keinerlei Befunde aus dem depressiven Formenkreis erhoben. Ebenso korrelieren die Beurteilungen des neurologischen und kardiologischen Gutachters weitestgehend mit den ent
sprechenden Einschätzungen aus den
Vorakten
(vgl.
Urk.
11/75 S. 25 und 27). Das Gutachten erfüllt die an eine beweistaugliche Entscheidungsgrundlage gestellten Anforderungen, womit darauf abgestellt werden kann.
Dem Beweiswert des
C._
-Gutachtens vermag die von der Beschwerdeführerin erbetene Stellungnahme des behandelnden Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
G._
, vom 11.
De
zember 2014, worin
dieser
weitestgehend gestützt auf die subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin unter anderem eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10, F32.1) diagnostiziert, keinerlei Abbruch zu tun. Selbst bei Annahme einer depressiven Symptomatik könnte mit der angegebenen zwei- bis dreiwöchigen ambulanten Behandlungskadenz zufolge
unausgeschöpfter
Behandlungs
ressourcen
von einer invalidisierenden Leidensresistenz nicht die Rede sein. Ferner mangelt es dem Bericht von
Dr.
F._
an einer differenzierten Auseinandersetzung mit den subjektiv beklagten Beschwerden sowie an einer plausiblen Erklärung für die postulierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Kommt hinzu, dass das
Geri
cht der Erfahrungstatsache Rech
nung zu tragen
hat
, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher
zu Gunsten ihrer Pati
entinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Auch die von
Dr.
F._
geäusserte Kritik am Gutachten
des
C._
, womit er vornehmlich geltend macht, es seien Angaben im Rahmen der Anamnese falsch wiedergegeben worden (so etwa betreffend den Arbeitsort, die Uhrzeit des Einschlafens etc., vgl.
Urk.
11/87/2),
ist
nicht geeignet, die medizinischen Feststellungen im
C._
-Gutachten in Zwei
fel zu ziehen.
Zutreffend ist
zwar
, dass die
C._
-Gutachter auf die Erhebung ei
ner Fremdanamnese durch den Ehemann
der Beschwerdeführerin verzichteten. Allerdings ist nicht ersichtlich,
inwiefern die fremdanamnesti
schen Angaben, welche in der Stellungnahme von
Dr.
F._
aufgeführt wer
den, die objektive und nachvoll
ziehbare psy
chiatrische Beurteilung des
C._
-Gutachter
s
erschüttern könnten.
In psychiatrischer Hinsicht ist sodann festzuhalten, dass der begutachtende Fach
arzt
im
Wesentlichen nur Befunde erhob
, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen
der Beschwerdeführerin
ihre hinreichende Erklärung finden
(vgl.
Urk.
11/75 S. 16), womit
– auch
angesichts
unausge
schöpfter
Behandlungsressourcen -
kein invalidisierender psychischer
Gesund
heitsschaden
gegeben
ist
(BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 2
3.
März 2009 E. 2).
In diesem Zusammenhang sind ausser
dem die gutachterlichen Hinweise auf die Verdeutlichungstendenz, das demonstrative Verhalten sowie die fehlende Motivation der Beschwerdeführerin, sich aktiv um ihre Genesung zu bemühen und die ihr verbleibende
Restarbeits
fähigkeit
zu verwerten, zu erwähnen (Urk. 11/75 S. 15 und 20).
Inwiefern die Feststellungen des kardiologischen Gutachters auf den Seiten 27 und 29 widersprüchlich sein sollen – so wie beschwerdeweise moniert (vgl. Urk.
1 S. 3) -, ist nicht einsichtig. Vielmehr erhellt aus der kardiologischen Beurteilung einleuchtend und nachvollziehbar begründet, dass die Beschwer
deführerin im Zeitpunkt der Untersuchung aufgrund ihrer sehr labilen Situation mit häufigen Episoden von paroxysmalem Vorhofflimmern, die bereits bei geringer körperlicher oder emotionaler Belastung ausgelöst und zu starken Symptomen führen würden, aus rein kardiologischer Sicht 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
11/75 S. 27), jedoch ab drei Monate nach der erfolgreichen Elektro- und Radiofrequenzablation vom Februar 2014, sprich ab Mai 2014, für eine körper
lich leichte Tätigkeit wieder uneingeschränkt arbeitsfähig
war
(
Urk.
11/75 S.
28).
Sodann können
Ausstandsgründe
ausschliesslich gegen natürliche Personen vor
liegen; ein
Ausstandsbegehren
gegen das
C._
als solches ist demnach von vornherein ausgeschlossen (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.3.3 mit Hinweisen). Das Vorbringen der Beschwerdeführerin, das begutachtende
C._
sei eine „
versiche
rungsfreundliche
Scheinabklärungsmaschinerie“, richtet sich gegen das
C._
als Ganzes bzw. gegen eine Organisation. Da dies keine personenbezogenen
Aus
standsgründe
bezüglich der einzelnen mit Schreiben vom
8.
Januar 2014 bekanntgegebenen begutachtenden Ärzte (
Urk.
11/71) darstellt, ist darauf nicht weiter einzugehen. Daran vermag auch der beschwerdeweise eingereichte Ent
scheid des Versicherungsgerichts IV.2014/115 des Kantons St. Gallen vom 2
0.
November 2014 betreffend die Beschwerde gegen
die Anordnung eines Verlaufsgutachten durch die zuständige IV-Stelle
nichts zu ändern (
Urk.
3/4). Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin hat das genannte
Versiche
rungsgericht
das
C._
nicht prinzipiell als „unzuverlässige
Begutachtungs
adresse
“ taxiert. Vielmehr hat es im
konkreten
– und gänzlich anders gelagerten - Fall entschieden, dass die Wahl der Fachstelle betreffend ein beabsichtigtes (Verlaufs-)Gutachten nach dem Zufallsprinzip,
jedoch unter Ausschluss des
C._
zu erfolgen hat,
weil
es dieses im konkreten Fall als vorbefasst erachtete (vgl.
Urk.
3/4 S. 6).
Die mit Eingabe vom
8.
November 2015 (
Urk.
13+14/1-9) von der Beschwerde
führerin nachträglich eingereichten Arztberichte beziehen sich auf einen Sach
verhalt, der sich nach Erlass der angefochtenen Verfügung ereignet hat. Demgegenüber beurteilt das Sozial
versicherungsgericht
n
ach ständiger Rechtspre
chung die Gesetzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gege
ben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
Soweit die Beschwerdeführerin sinngemäss eine Ver
schlechterung geltend machen will, ist sie damit auf die Neuanmeldung zu ver
weisen.
4.2
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass die Beschwer
deführerin
jedenfalls
ab
Oktober
2012
(
Hospitalisation
in der
B.
_
, vgl.
Urk.
11/43
)
in einer körperlich leichten,
inhalativ
angepassten Tätigkeit im Umfang von 60
%
arbeitsfähig war, sich ihr Gesundheitszustand im Dezember 2013 zufolge 100%iger Arbeitsunfähigkeit in rentenwirksamer Weise zunächst verschlechterte, und sich im Nachgang der erfolgreichen Behandlung der dieser temporären Verschlechterung zugrundeliegenden Leiden in erhebli
cher Weise wieder verbesserte, so dass der Beschwerdeführerin jedenfalls seit Mai 2014 eine leidensangepasste Verweistätigkeit mit vermehrtem Pausenbedarf wiederum im Umfang von 60
%
zuzumuten ist.
5.
5.1
Unbestritten ist, dass
die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall einer
vollzeitli
chen
Erwerbstätigkeit nachginge, womit
die allgemeine Methode der
Invalidi
tätsbemessung
zur Anwendung kommt
(vgl.
Abklärungsbericht vom
2.
De
zember 2008,
Urk.
11/25,
E. 1.4
)
.
5.2
Bei der Ermittlung des ohne Gesundheitsschaden erzielbaren Einkommens (
Validen
einkommen
) ist entscheidend, was die versicherte Person aufgrund ihrer
beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit ohne den Gesundheitsschaden, aber sonst bei unveränderten Ver
hältnissen verdienen würde (RKUV 1993 Nr. U 168 S. 100 E. 3b mit Hinweisen).
Da die Beschwerdeführerin ihre letzte Arbeitsstelle aus leidensfremden Gründen verlor (vgl. Arbeitszeugnis,
Urk.
11/1/2), ist
entgegen der Beschwerdegegnerin
zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf die
Tabe
llenlöhne gemäss den vom Bundes
amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
abzustellen.
Mangels einer
in der Schweiz verwertbare
n
Berufsausbildung ist
dabei
vom Tabellenlohn für einfache und repetitive Hilfsarbeiten auszuge
hen.
5.
3
Die Beschwerdeführerin hat
nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine ne
ue Erwerbstätigkeit aufgenommen.
Aufgrund
des medizinischen Belastungsprofils
ist zur Ermittlung des Invalideneinkommens auf den
Lohn für einfach
e
und repetitive Hilfsarbeiten
abzustellen. Da
zur Bestimmung des Invaliden- und des
Valideneinkommens
somit
vom gleichen Tabellenl
ohn
auszugehen ist
, erübrigt sich ein ziffernmässiger Einkommensvergleich und kann eine Gegenüber
stellung blosser Prozentzahlen vorgenommen werden. Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100
%
zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprech
end kleineren Prozentsatz veran
schlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sogenannter Prozentvergleich; BGE 114 V 310 E. 3a S. 313; Urteil I
921/05 vom 2
4.
November 2006 E. 5.2).
Unter Hinweis auf das unter E. 1.
5
Gesagte rechtferti
gt sich
höchstens
aufgrund der qualitativen Einschränkung des
möglichen Tätigkeitsspektrums ein leidensbedingter Abzug vom
Tabellen
lohn
von
maximal
10
%
, wobei angesichts de
s
Ergebnisses (vgl. E. 5.3.1) offen bleiben kann, ob überhaupt ein Abzug begründet ist.
Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin das ihr zumutbare Arbeitspensum von 60
% nur mit ver
mehrte
n
Pausen ausüben kann, führt nicht zu einem zusätzlichen Abzug (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28.
Januar 2014 E.
3.1.2 mit Hin
weisen). Dasselbe gilt für
das
zeitl
ich zumut
bare Arbeitspensum. K
ann sich
doch
eine bloss teilzeitlich ausgeübte Beschäf
tigung im Vergleich zu einer
Vollzeit
beschäftigung
bei Frauen sogar pro
portional lohnerhöhend auswirken. So weisen die Statistiken 2008 und 2010 bei Frauen im Anforderungsniveau 4 für Teilzeitarbeit zwischen 50
%
und 89
%
höhere Löhne als für Vollbeschäftigung aus (Urteil des Bundesgerichts 8C_712/2012 vom 3
0.
November 2012 E. 4.2.2 mit Hinweisen). Dass das Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann, muss als
invaliditäts
fremder
Faktor ebenso unberücksichtigt bleiben (Urteil des Bundesgerichts 8C_808/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E. 7.3).
5.
4
Der Beschwerdeführerin wurde für
ihre
bisherige Tätigkeit eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit seit Oktober 2012 attestiert. Damit bestand für die Dauer des Wartejahres bis zum
1.
Oktober 2013 eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit von mindestens 40
%
(
vgl.
E. 1.
3
).
Nach Ablauf der Wartezeit am
1.
Oktober 2013
war der Beschwerdeführ
erin
eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten,
inhalativ
adaptierten Tätigkeit zumutbar. Nach Gewährung eines leidensbedingten Abzuges von 10
%
ergibt sich
aufgrund des Prozentvergleichs
ein
Invaliditätsgrad von 46
%
(100
60 x 0.9)
, woraus
ab dem 1. Oktober
2013 (
Art.
29
Abs.
3 IVG)
ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
resultiert
, wobei sich die Beschwerdeführerin im Dezember 2012 rechtzeitig angemeldet hat (E. 1.3).
Von Dezember 2013 bis Mai 2014 bestand vorübergehend
eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit,
deren Folgen hinsichtlic
h des Rentenanspruchs ab dem 1.
März
2014
zu berücksichtigen waren
(
Art.
88a
Abs.
2 IVV, E. 1.9
) und
womit a
b
dem
1.
März 2014
ein Anspruch auf eine ganze Rente
bestand
.
Im Nachgang der erfolgreichen Elektro- und Radiofrequenzablation
wurde der Beschwerde
führerin ab
dem
1.
Juni 2014 im Sinne einer relevan
ten Verbesse
rung wiederum eine
6
0%i
ge Arbeitsfähigkeit attestiert, deren Folgen
aufgrund des Prozentvergleichs und unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzu
ges von 10
%
gestützt auf einen
Invaliditätsgrad von 46
%
(100
- 60 x 0.9) ab dem
1.
September
20
14
(
Art.
88a
Abs.
1 IVV, E. 1.
8
) die Herabsetzung auf eine
Viertelsrente
auslöste.
5.
5
Die angefochtene Verfügung vom
1
5.
Juni 2015
ist daher in
teilweiser
Gut
heis
sung der Beschwerde
insoweit
aufzuheben
,
als sie einen Rentenanspruch vor dem
1.
März 2014 und nach dem 3
1.
August 2014 verneint.
Es ist festzustellen, dass die
Beschwerdefüh
rerin
befristet
vom
1.
Oktober
201
3 bis zum 3
0.
Februar 2014 sowie unbefristet ab dem
1.
September 2014 Anspruch auf eine
Viertel
rente
hat
.
Der Anspruch auf eine
befristete
ganze Rente
vom
1.
März 2014 bis 3
1.
August 2014 ist zu bestätigen.
6.
6.1
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Verfahren für die unterliegende
Partei kostenpflichtig. Die Kos
ten sind unabhängig vom Streitwert nach dem
Verfah-rensaufwand
festzulegen und vorliegend auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Da die Beschwerdeführerin bezüglich des Rentenanspruchs an sich obsiegt (vgl. unte
n E. 6.2), sind die Kosten voll
umfänglich der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Mithin erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
1 S. 2) als gegenstandslos.
6.2
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts rechtfertigt der Umstand allein, dass einem Beschwerdeführer in einem Beschwerdeverfahren eine geringere Teilrente als beantragt zugesprochen wird, noch keine Reduktion der
Parteient
-schädigung, jedenfalls soweit der Aufwand nicht vom beantragten Umfang der Rente beeinflusst wird (Urteil des Bundesgerichts 9C_466/2007 vom 2
5.
Januar 2008 E. 5). Entsprechend
steht
der Beschwerdeführerin
eine volle
Prozessent
schädigung
(
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
])
zu, die beim praxisgemässen Stun
denansatz von Fr. 145
.--
ermessensweise auf Fr.
800
.--
(inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer) festzusetzen und von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen ist.