# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e79291ec-01ca-44bd-96b5-69b5ba13eb6e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Criminal
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

I. Sachverhalt
A. Ab dem 1. Januar 2018 hatte A._ an der _strasse in O.1_ fünf Aussenparkplätze von der B._ gemietet. Der Mietvertrag wurde später auf sieben Parkplätze erhöht. Gemäss Strafanzeige vom 30. Oktober 2019 soll A._ jedoch bis zu 13 Fahrzeuge auf dem Areal parkiert und dort zudem Fahrzeugteile deponiert haben. Die B._ kündigte den Mietvertrag per 31. August 2019 und stellte am 30. Oktober 2019 unter anderem Strafantrag gegen A._ wegen Betrugs.
B. Die Staatsanwaltschaft Graubünden (nachfolgend: Staatsanwaltschaft) eröffnete daraufhin ein Strafverfahren wegen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB etc. gegen A._, stellte dieses jedoch mit Verfügung vom 5. Juni 2020 ein.
C. Mit der Einstellungsverfügung wurden A._ gestützt auf Art. 426 Abs. 2 StPO die Verfahrenskosten von CHF 720.00 auferlegt. Dies mit der Begründung, dass er gemäss Art. 97 OR eine Vertragsverletzung begangen habe, als er sich nicht an den schriftlichen Mietvertrag gehalten habe.
D. A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) erhob mit Eingabe vom 11. Juni 2020 beim Kantonsgericht von Graubünden "Einspruch" gegen die Auferlegung der Kosten, ohne dabei jedoch näher darzulegen, um welches Verfahren es sich handelte, und ohne den angefochtenen Entscheid der Eingabe beizulegen.
E. Auf entsprechende Aufforderung des Kantonsgerichtspräsidenten hin reichte der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 27. Juni 2020 die angefochtene Einstellungsverfügung nach und verwies zur Begründung des Rechtsmittels im Wesentlichen auf seine Stellungnahme vom 11. Juni 2020.
F. Auf die weitere Begründung der Anträge in der Beschwerde sowie auf die Erwägungen in der angefochtenen Einstellungsverfügung wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen
1. Gemäss Art. 322 Abs. 2 sowie Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO in Verbindung mit Art. 22 des Einführungsgesetzes zur Schweizerischen Strafprozessordnung (EGzStPO; BR 350.100) kann gegen Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde geführt
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werden. Die Behandlung der Beschwerde fällt in die Zuständigkeit der II. Strafkammer (Art. 10 Abs. 1 der Kantonsgerichtsverordnung [KGV; BR 173.110]).
2.1. Die Beschwerde ist innert 10 Tagen schriftlich und begründet bei der Beschwerdeinstanz einzureichen (Art. 396 Abs. 1 i.V.m. Art. 385 StPO). Mit der Eingabe vom 11. Juni 2020 (KG act. A.1) wurde diese Frist gewahrt. In der Begründung ist sodann schlüssig zu behaupten, dass und weshalb ein Beschwerdegrund vorliege. Die Anforderungen an die Beschwerdebegründung dürfen zwar nicht überspannt werden, doch hat sich die Begründung zumindest in minimaler Form mit dem angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen (BGE 131 II 449 E. 1.3). Daran mangelt es, wenn die Richtigkeit der tatsächlichen oder rechtlichen Erwägungen der angefochtenen Handlung nur pauschal bestritten wird. Die Gründe, welche einen anderen Entscheid nahelegen, müssen sich grundsätzlich aus der Beschwerdeschrift selbst ergeben. Als ungenügend angesehen werden deshalb allgemeine Verweise auf Ausführungen in Rechtsschriften anderer Verfahren oder gar auf die Gesamtheit der Akten, da es nicht Aufgabe der Beschwerdeinstanz ist, nach Beschwerdegründen samt den dazugehörigen Anträgen zu suchen (vgl. zum Ganzen Patrick Guidon, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, 2. Auflage, Basel 2014, N 9 ff. zu Art. 396 StPO).

## Considerations