# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ec5920d0-e7f0-457f-8283-f7510cb49bb8
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1965 geborene
X._
war seit
1.
Oktober 2005 als Gipser bei der
Y._
AG angestellt und in dieser Funktion bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) obligatorisch versichert.
Am 1
2.
Juli 2010 schlug sich der Versicherte während der Arbeit
das rechte Knie an einem
Tritt
an (
Unfallmeldung UVG vom 1
9.
Juli 2010 [
Urk. 10/86
]
).
Mit Unfallmeldung UVG vom
2.
September 2010 wurde der SUVA ein Rückfall gemeldet (
Urk.
10/2). In der Folge klärte die SUVA die medizinischen Verhältnisse ab und
verneinte mit Verfügung vom 2
9.
August 2011 – unter Hinweis auf einen fehlenden
natürlichen
Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis und
den gemeldeten Kniebeschwerden
– ihre Leistungspflicht (
Urk.
10/47). Nachdem
X._
dagegen Einsprache erhoben hatte (
Urk.
10/51), wurden durch
die Unfallversicherung weitere medizinische wie auch erwerbliche Abklärungen in die Wege geleitet
. Mit Schreiben vom 1
3.
April
2012 zog die SUVA die angefochtene Verfügung zurück und gewährte die
gesetzlichen Leistungen
(
Urk.
10/67).
Zwischenzeitlich
hatte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten mit Verfügung vom 26.
Oktober 2011 eine ganze Rente mit Wirkung ab
1.
August 2011
zugesprochen
(
Urk.
10/59). Mit Verfügung vom 1
3.
März 2014 stellte die Unfallversicherung ihre Leistungen – wiederum unter Hinweis auf das Fehlen eines natürlichen Kausalzusammen
hangs zwischen dem Unfall und den geklagten Beschwerden – rückwirkend per 3
1.
Dezember
2013 ein (
Urk.
10/138). Die dagegen erhobene Einsprache vom
1
5.
April
2014 (
Urk.
10/139) samt Ergänzung vom 1
8.
August
2014 (
Urk.
10/156
) wies sie mit Entscheid vom 27.
August 2014 ab (
Urk.
10/157 =
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
7.
August 2014 erhob der Versicherte am 3
0.
September 2014 Beschwerde mit folgendem Rechtsbegehren (
Urk.
1 S. 2):
„1.
Es sei der
Einspracheentscheid
vom 27.08.2014 aufzuheben.
2.
Es sei die Angelegenheit der Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, mit dem Auftrag, ein medizinisches Gutachten zu veranlassen, um die Di
agnose zu sichern und die Kausalität festzustellen.
3.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten eine angemessene IV-Rente und eine angemessene Integritätsentschädigung auszurichten.
4.
Eventualantrag: Es sei ein gerichtliches, polydisziplinäres Gutachten zu veranlassen und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, auf Grund des Resultats dieses Gutachtens die gesetzlichen Leistungen zu erbrin
gen.
5.
Subeventualiter
: Es sei das Beschwerdeverfahren zu sistieren bis das polydisziplinäre Gutachten der IV vorliegt.
6.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der
Beschwer
degegnerin
.“
Mit Beschwerdeantwort vom
5.
Januar 2015 schloss die SUVA auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9). Mit Gerichtsverfügung vom 2
6.
Januar 2015 wurde das Sistierungsgesuch abgewiesen. Gleichzeitig wurde dem Beschwerdeführer das Doppel der Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht (
Urk.
12).
3.
Mit Verfügung vom
2
0.
Juli
2015
stellte die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons
Zürich, IV-Stelle, ihre Rentenleistungen ein. Die dagegen am
14. September 2015
erhobene Beschwerde wurde mit heutigem Urteil des hiesigen Gerichts abgewiesen (Prozess-Nr. IV.2015.
00945
).
4.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach
Art.
10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Inva
lidenrente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fort
setzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen
Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entspre
chende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als
auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
mass
ge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte eine über den 3
1.
Dezember 2013 hinaus be
stehende Leistungspflicht
– insbesondere unter Hinweis auf die im Spital
Z._
durchgeführte magnetresonanztomographische Abklärung
vom
4.
Juli 2014
– mit
der Begründung, der Morbus
Ahlbäck
, welcher erstmals im Zusammenhang
mit dem Unfallereignis diagnostiziert worden, aber nicht unfallkausal sei, sei vollständig ausgeheilt und habe keine Spätfolgen hinterlassen (
Urk.
2 S. 4 f.). Es habe einzig eine vorübergehende Verschlimmerung vorgelegen und spätestens per 31. Dezember 2013
sei der Status quo erreicht gewesen (
Urk.
9 S. 5 ff.).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber gestützt auf die Beurteilungen seines Hausarztes wie auch des Vertrauensarztes der
Kranken
taggeld
versiche
rung
im Wesentlichen
auf den Standpunkt, die aseptische Knochennekrose sei posttraumatisch
und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das
Unfallereig
nis
zurückzuführen. Die von der Beschwerdegegnerin im
Einspracheverfahren
ein
ge
holte chirurgische Einschätzung ihres Vertrauensarztes, wonach der Morbus
Ahlbäck
ausgeheilt sei, sei nicht nachvollziehbar; insbesondere sei nicht klar, wie die betreffende Erkrankung heilen könne
(
Urk.
1 S. 5 ff.).
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
diagnostizierte
in seinem Arztzeugnis UVG vom 1
4.
September 2010 eine posttraumatische aseptische Knochennekrose im medialen
Femurkondylus
rechts. Er ging von einer vollen Arbeitsunfähigkeit für die nächsten acht Wochen aus (
Urk.
10/9).
3.2
Der am Spital
Z._
tätige
Dr.
med.
B._
, Chefarzt,
nannte
in seinem Bericht vom 1
3.
September 2010
nachstehende Diagnose:
Dringender Verdacht auf aseptische Knochennekrose im medialen
Femurkondylus
(Morbus
Ahlbäck
) bei direktem Trauma am 1
2.
Juli 2010
Er empfahl dem Beschwerdeführer, mit dem Rauchen aufzuhören (
Urk.
10/13
; vgl. auch
Urk.
10/11
).
3.3
Die am MRI-Zentrum des Spit
als
Z._
tätigen
Dres
. med.
C._
, Chefarzt, und
D._
, Oberarzt, berichteten am 1
3.
Dezember 2010 übe
r die gleichentags stattgehabte
MR-Untersuchung des rechten Kniegelenks. Beim Morbus
Ahlbäck
, der in der Voruntersuchung vom Oktober 2010 bereits rückläufig gewesen sei, würden sich aktuell keine ödematösen Veränderungen darstellen. Im Bereich des medialen
Femurkondylus
gebe es keine Knorpeldefekte.
Nekrosetypische
Veränderungen seien keine ersichtlich und es würden sich reizlose Verhältnisse am medialen
Femurkondylus
zeigen (
Urk.
14/1
).
3.4
Dem Bericht von
Dr.
B._
vom 1
7.
Dezember 2010 kann entnommen werden, dass im Bereich des
Femurs
eine Abheilung ad
integrum
und reizlose Verhält
nisse vorl
a
gen. Hinweise auf eine nekrotische Veränderung gebe es keine. Neu finde sich ein Knochenmarksödem vor allem im Bereich des medialen
Tibiako
pfes
bei bekannter, deutlicher
Varusachsenfehlstellung
(
Urk.
14/2
).
3.5
Der die Krankentaggeldversicherung beratende
Dr.
med.
E._
, Spezialarzt für Orthopädische Chirurgie, führte in seinem Bericht vom 2
7.
Dezember 2010 aus, jedes Kniegelenkstrauma könne die Entwicklung eines Knochenmarködems aus
lösen. Im Falle des Beschwerdeführers gebe es keine Anhaltspunkte, dass das Knochenmarksödem schon vor dem Trauma bestanden h
abe
, da dieser bis anhin beschwerdefrei gewesen sei. Somit sei mit überzeugender Wahrscheinlichkeit der Zusammenhang
mit dem Kniegelenkstrauma klar (Urk. 10/29/2-3).
3.6
PD
Dr.
med.
F._
, Facharzt
für Orthopädische Chirurgie, gab in seiner
kreis
ärztlichen
Beurteilung vom 2
1.
Januar 2011 an, ein direkter Anprall, der zu einer gravierenden aseptische
n
Osteonekrose
hätte führen können, müsste als direkte Folge auch eine
osteochondrale
Läsion verursachen, welche beim Be
schwerdeführer nicht bestanden habe. Auch sei der Zeitraum zwischen dem Trauma und
dem MRT-Befund zur Begründung einer unfallabhängigen
Osteo
nekrose
grenzwertig zu kurz, um mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit ei
nen Zusammenhang zu bejahen (
Urk.
10/31).
3.7
Dr.
med.
C._
, Chefarzt der Radiologie des Spitals
Z._
,
führte in seinem Bericht vom 1
1.
Februar 2011 über die gleichentags durchgeführte MR-Unter
suchung des Kniegelenks rechts aus, es sei im Verlauf eine tendenzielle Rück
bildung der ödematösen Veränderungen im Bereich des
Tibiakopfes
, vor allem medial bei hier sichtbarer Fraktur ohne Sinterung
,
zu ersehen. Es gebe keine Hinweise auf eine aseptische Knochennekrose. Nebst der
retropatellären
Chon
dropathie
seien keine relevanten Veränderungen der Kniebinnenstrukturen rechts
ersicht
lich (
Urk.
14/5
).
3.8
Das am 3
0.
Dezember 2011 im Spital
Z._
angefertigte MRI zeigte im Ver
gleich mit dem
jenigen vom
3
0.
September 2011 eine Befundbesserung mit
Regredienz
des Knochenmarködems
femoral
und
tibial
sowie eine
Regredienz
des Weichteilödems
prätibial
. Die
retropatelläre
Chondropathie
kam stationär zur Darstellung und es traten zwischenzeitlich keine pathologischen Verände
rungen auf
. Die Frakturen konnten sich im Sinne einer vollständigen Konsoli
dation nicht mehr abgrenzen lassen und es waren keine neuen Frakturen aufge
treten
(
Urk.
10/65).
3.
9
Im an die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers
gerichte
ten Bericht vom 15. Juni 2012 gab
Dr.
B._
an, beim Versicherten sei am 1
2.
Juli 2010 durch ein Trauma mit direktem Schlag auf den
ventromedialen
Bereich des Kniege
lenks rechts eine transiente Osteoporose primär des medialen
Femurkondylus
ausgelöst worden. Eine adäquate Therapie mit
Biphosphonat
und Calcium-Tab
letten habe eine gute Besserung der MR-Befunde im medialen
Femurkondylus
gezeigt. Im Verlaufe sei aber am 1
3.
Dezember 2010 unter Wiederaufnahme der Belastung eine entsprechende transiente Osteoporose und
ein
Knochenmark
ödem
mit
Mikrofrakturierungen
im Sinne von Stressreaktionen im Bereiche des medialen und lateralen
Tibiaplateaus
aufgetreten.
Im August 2011 habe der Beschwerdeführer seine Arbeit mit einer Arbeitsleistung von 60
%
wieder auf
genommen. Es sei dabei zu einem erneuten Schmerz im Kniebereich links ge
kommen mit nachfolgendem Sturz, weshalb die Arbeit habe gestoppt werden müssen. Die Arbeitsunfähigkeit sei durch das Unfallereignis klar
ausgewiesen
. Die unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit sei sicher für die ersten zwei posttrauma
tischen Jahre gegeben (
Urk.
10/73
/2-4
).
3.10
Eine
am 6.
September
2012
neuerlich im MRI-Zentrum des Spital
s
Z._
durch
geführte MRI-Untersuchung zeigte eine deutl
iche
Regredienz
des
Knochenmark
ödems
im
Femur
und Tibia ohne abgrenzbare Frakturen. Ersichtlich war ausser
dem eine stationäre
retropatelläre
Chondropathie
Grad II bis III (
Urk.
10/89).
3.
11
Die Ärzte der
Klinik G._
stellten am
4.
Juli 2013 die Verdachtsdiagnose
einer aseptischen Knochennekrose
im Bereich des medialen
Femurkondylus
Knie
rechts nach Trauma im Juli 2010 (
Urk.
10/121).
3.12
Prof.
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Unfallchirurgie, Kreisarzt, gab am 2
6.
Juli 2013 an, dem Beschwerdeführer könnten körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in Wechselbelastung zugemutet werden (
Urk.
10/122). Auf Nachfrage hin stellte er am
4.
November 2013 klar, dass der Beschwerdeführer rein unfallbedingt in seiner angestammten Tätigkeit weiter arbeiten könne (
Urk.
10/127).
3.13
Das am
4.
Juli 2014 aufgenommene MRI-Bild des Spital
s
Z._
zeigte im Vergleich zum Vorbefund
ein komplett
regredientes
Knochenmarködem im medialen
Femur
sowie der Tibia rechts bei Status nach Morbus
A
hlbäck
. MR-morphologisch gebe es keine Anhaltspunkte für Spätfolgen. Sonst bestehe im
W
esentlichen der Status idem (
Urk.
10/151).
3.14
In seiner am 2
4.
Juli 2014 abgegebenen chirurgischen Beurteilung gab
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Chirurgie, Versicherungsmedizin SUVA, unter Hinweis auf die am
4.
Juli 2014 erfolgte magnetresonanztomographische Ab
klärung des rechten Kniegelenks des Beschwerdeführers an, der Morbus
Ahl
bäck
, welcher erstmals im Zusammenhang mit dem Unfallereignis diagnostiziert worden, aber nicht unfallkausal sei, sei vollständig ausgeheilt und habe keine Spätfolgen hinterlassen. Rückblickend und in der Zusammenschau der mediz
i
nischen Berichte und Bildgebung
en könne festgehalten werden, dass schon im Zeitpunkt der tomographischen Abklärung im September 20
0
1 der Morbus
Ahl
bäck
ausgeheilt gewesen sei. Die aktuellen Bilder würden zudem belegen, dass in der Zwischenzeit weder ein Rezidiv aufgetreten noch eine bleibende
Krank
heitsfolge
entstanden sei (
Urk.
10/
154).
4.
4.1
Streitig und zu prüfen ist, ob
der Unfall vom 1
2.
Juli 2010 noch ursächlich ist für die über den Zeitpunkt der Leistungseinstellung hinaus geklagten Beschwer
den.
Da die Beschwerdegegnerin die bis zum 3
1.
Dezember 2013 gewährten
Leistungen nicht zurückfordert, kann sie die Leistungseinstellung ohne die
Rü
ck
kommensvoraussetzungen
der prozessualen Revision oder der Wiedererwägung und damit ohne Bindung an die früher ausgerichteten Leistungen vornehmen (BGE 130 V 380 E.
2.3.1
und Urteil des Bundesgerichts 8C_794/2008 vom 2
9.
Januar
2009 E.
4
).
Insofern gehen die entsprechenden Vorbringen des Be
schwerdeführers (
Urk.
1 S. 7 ff.) ins Leere. Zu ergänzen ist zudem,
dass sich die massgebenden Kriterien in der Regel (erst) nach Abschluss des normalen, unfallbedingt erforderlichen Heilungsprozesses beurteilen lassen
.
4.
2
Im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 1
2.
Juli 2010 wurde erstmals
die (Verdachts-) Diagnose
Morbus
Ahlbäck
gestellt
.
Im Einklang mit den
versi
cherungsinternen
Medizinern der Beschwerdegegnerin
ist unter Hinweis auf den Unfallhergang, der zu keiner
osteochondralen
Läsion führte,
zu schliessen,
dass
dieser nicht Unfallfolge ist, sondern ein krankhafter Vorzustand bestanden hat, der erst dur
ch die Knieprellung manifest
wurde.
Diesbezüglich hielt auch das
Bundesgericht
fest
, eine traumatisch entstandene
Knochennekrose setze eine gelenknahe Fraktur oder eine Luxation voraus (Urteil des damaligen Eidgenös
sischen Versic
herungsgerichts U 236/98 vom 3.
Januar 2000 E. 4d
).
4.3
Die
Argumentation des Beschwerde
führ
ers, der gestützt auf die Beurteilungen durch die
Dres
.
A._
,
E._
und
B._
davon ausgeht, dass die aseptische Knochennekrose posttraumatisch und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 1
2.
Juli 2011 zurückzuführen sei (
Urk.
1 S. 5),
führt zu keiner anderen Beurteilung. Denn aus der Tatsache, dass eine Nekrose nach dem Unfall (posttraumatisch) auftritt, kann nicht ohne weiteres darauf ge
schlossen werden, dass diese auch durch den Unfall entstanden ist (Urteil des
damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 236/98 vom
3.
Januar 2000
E. 4c).
Bei der Bezeichnung
„posttraumatisch
“
handelt es sich regelmässig um eine zeitliche Angabe, aus der einzig zu lesen ist, dass die gesundheitlichen Störungen nach dem Unfallereignis aufgetreten sind (
vgl.
Urteil des Bundesge
richts 8C_524/2014 vom 2
0.
August 2014 E. 4.3.3 mit weiteren Hinweisen).
Die Begründungen der Ärzte erschöpfen sich zudem im Wesentlichen in der Figur „
post
hoc ergo
propter
hoc“, was rechtsprechungsgemäss für die Annahme einer natürlichen Kausalität nicht genügt (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
).
5.
5.1
Dass die über den 3
1.
Dezember 2013
hinaus
geklagten Beschwerden noch mit dem Unfall vom 1
2.
Juli 2010 zu erklären wären, erscheint
sodann
insbesondere
auf
grund der
Ergebnisse der
MRI-Untersuchungen
nicht als überwiegend wahr
scheinlich. Im zum Unfallereignis zeitnahen MRI-Bild vom
6.
September 2010
(MRI-Zentrum Spital
Z._
)
war zwar ein massives Knochenmarködem, vor allem im medialen
Femurkondylus
, nicht aber ein relevanter Knorpelschaden zu ersehen (Urk.
10/11).
In der Folge wurde eine Knochenaufbautherapie mit
Biphosphonat
und Kalzium-Tabletten
, später mit
Biphosphonat
und Vitamin-D
eing
e
leitet
. Diese Therapie zeigte bezüglich der Knochenmarker ein gutes An
sprechen der
Biphosphonate
(
Urk.
10/73
/2-4
).
Ausserdem wurde der Beschwer
deführer mit den Präparaten
Fosomax
,
Calcimagon
und
Miacalcic
behandelt (
14/3-4
).
In der MRI-Bildgebung von Dezember 2010 konnten dann keine
nekrosetypischen
Veränderungen beobachtet werde
n (
Urk. 14/1-2
) und im Rahmen der Untersuchung vom 1
1.
Februar 2011 bestanden keine Hinweise auf eine aseptische Knochennekrose mehr (
Urk.
14/5
).
Anlässli
ch der MRI-Untersu
chung vom 30.
Dezember 2011
(MRI-Zentrum Spital
Z._
)
war
ein de
utlich
regredientes
Knochenmark
ödem
femoral
und
tibial
wie auch eine
Regredienz
des Weichteilödems
prätibial
ersichtlich
. Die
retropatelläre
Chondropathie
kam stationär zur Dar
stellung (
Urk.
10/65).
Das am
6.
September 2012 aufgenom
me
ne MRI
(MRI-Zentrum Spital
Z._
)
zeigte erneut eine deutliche
Regredienz
des Knochenmarködems in
Femur
und Tibia und eine wiederum stationäre
retro
patelläre
Chondropathie
. Es waren ausserdem keine neu aufgetretenen rele
vanten Knorpeldefekte in sämtlichen Kompartimenten erkennbar (Urk. 10/89
/2
).
Nach Kenntnisnahme des MRI-Befundes vom
4.
Juli 2014 berichteten die Ärzte des MRI-Zentrums des Spitals
Z._
von einem komplett
regredienten
Knochenmarködem
im medialen
Femur
sowie der Tibia rechts bei Status nach Morbus
Ahlbäck
. Anhaltspunkte für Spätfolgen seien MR-morphologisch
keine vor
handen; ansonsten präsentiere sich im Wesentlichen ein Status idem (
Urk.
10/
151).
Die initial bestandene
Knochenmark
veränderung
h
atte
sich damit zurückgebildet. Eine nekrotische Veränderung wurde bereits Ende 2010 ver
neint.
5.2
Hieran ändern auch die Berichte der
Dres
.
E._
und
B._
nichts. Einerseits gaben sie ihre Einschätzungen relativ zeitnah zum Unfallereignis ab, weshalb ihnen der weitere Heilungsverlauf – insbesondere auch die MRI-Bildgebungen – nicht bekannt waren. Andererseits
zogen sie – wie bereits unter E. 4.3 aus
geführt – einen unzulässigen „
post
hoc ergo
propter
hoc“-Schluss.
5.
3
Was die vom Beschwerdeführer aufgeworfene Unterscheidung zwischen dem Knochenmarködem und der Knochennekrose betrifft (
Urk.
1 S. 9), ist darauf hinzuweisen, dass
bereits
im Rahmen der MRI-Untersuchung vom
6.
September 2010 kein relevanter Knorpelschaden
bemerkt
werden konnte
(
Urk.
10/11)
. Di
e
Dres
.
B._
und
C._
, Spital
Z._
,
konnten dann in der Folge
schon
in ihren Berichten vom 17. Dezember 2010 und 1
1.
Februar 2011
überhaupt
keine asep
tische Knochennekrose feststellen
(
Urk.
14/5
und
Urk.
14/2
).
Entgegen dem Beschwerdeführer (
Urk.
1 S.
6
f.
) hatte sich
Dr.
H._
am 4. Novemb
er 2013 erneut zur Arbeitsfähigkeit geäussert und ihn rein unfallbedingt in seiner angestammten Tätigkeit als vo
ll arbeitsfähig beurteilt
(Urk. 10/127).
5.4
Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass der Unfall vom 1
2.
Juli 2010 lediglich vorübergehend und
läng
stens bis Ende Dezember 2013 zu einer Ver
schlimmerung des vorbestehenden Morbus
Ahlbäck
führte beziehungsweise dass der Status quo sine spätestens zu diesem Zeitpunkt wieder erreicht war. Der Heilverlauf lässt zudem auch nicht auf eine richtunggebende Verschlimmerung schliessen. Anlass zu weiteren medizinischen Abklärungen besteht nicht (antizi
pierte Beweiswürdigung, BGE 122 V 157 E.
1d mit Hinweisen).
Die per 3
1.
Dezem
ber 2013 verfügte Leistungseinstellung der Beschwerdegegnerin erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.