# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5bb66e64-2364-4711-b9d8-e4de7d5b0f49
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. 1. Im April 1996 unterschrieben Y. und Z. eine Vereinbarung, wonach sie, wie es offenbar bereits seit Dezember 1995 gehandhabt wurde, in der X. in W. ein als V. Studio bezeichnetes Solarium betreiben würden, – vorerst einmal bis Dezember 1999, dann sollte ein neuer Vertrag abgeschlossen werden. Nebst Ausführungen zur Aufgabenverteilung unter den Partnern, zur Finanzierung des Betriebs und zur Verwendung der Überschüsse enthält die Übereinkunft noch den folgenden Passus (Ziff. 11):
„Konkurrenzverbot: Beiden Parteien ist es untersagt, weder Frau Y. noch Herrn Z., alleine im Oberengadin ein Bräunungsstudio zu eröffnen. Vertragsbruch: Entschädigung von Fr. 40'000.00 an den Partner.“
Im gleichen Gebäudekomplex, in welchem das V. Studio untergebracht ist, betreibt Z. ein Stockwerk höher überdies einen Coiffeursalon.
2. Ab dem Jahre 2000 führten Y. und Z. das V. Studio im bisherigen Rahmen weiter. Obwohl über konkrete Vertragsentwürfe verhandelt wurde, kam es in der Folge allerdings nie zur Unterzeichnung einer neuen Vereinbarung.
Mit Schreiben ihres Rechtsvertreters vom 12. Dezember 2003 kündigte Y. vielmehr gegenüber Z. das Gesellschaftsverhältnis auf den 30. Juni 2004.
Am 28. Oktober 2004 schliesslich unterschrieben die Parteien eine Vereinbarung über die Auflösung der zwischen ihnen seit April 1996 bestehenden, als einfache Gesellschaft V. Studio bezeichneten vertraglichen Bindung. Sie hielten fest, dass Y. den Betrieb fortan in eigenem Namen und auf eigene Rechnung führen werde, unter Übernahme der gesamten Einrichtung zu Alleineigentum und gegen Bezahlung von Fr. 24'988.00 an Z. als Entgelt für sein Ausscheiden aus der Gesellschaft. Offen gelassen wurde hingegen, ob Z. zusätzlich zum genannten Betrag noch eine Goodwillentschädigung auszurichten sei, und auf der anderen Seite, ob Y. von ihm wegen angeblicher Verletzung eines Konkurrenzverbots eine Strafzahlung fordern dürfe.
3. Mit schriftlichem Vertrag vom 13./29. November 2003 mieteten T. U. und S. U. in der X. ein Ladenlokal, in welchem sie seit dem 01. Januar 2004 auf dem gleichen Stockwerk wie das V. Studio ganz in dessen Nähe ein eigenes Solarium mit Selbstbedienung betreiben, das N. Studio (auch N. Corner genannt).
Y. wirft Z. vor, das V. Studio in unzulässiger Weise zu konkurrenzieren, indem er sowie sein thailändischer Lebenspartner und seine Angestellten für das neu eröffnete Bräunungsstudio Dienstleistungen erbrächten.
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B. Am 22. April 2005 machte Y. beim Kreispräsidenten Oberengadin als Vermittler eine gegen Z. gerichtete Forderungsklage aus Verletzung eines Konkurrenzverbots anhängig. Laut dem Leitschein vom 16. August 2005 hatten die Parteien an der Sühneverhandlung vom 14. Juli 2005 die folgenden Anträge gestellt:
Klägerisches Rechtsbegehren:
„1. Z. sei zu verpflichten, Y. CHF 40'000.00 zzgl. Zins von 5 % ab 20.12.2003, evtl. ab einem späteren Zeitpunkt, zu bezahlen.
2. Unter amtlicher und ausseramtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. gesetzliche MWSt zulasten von Z..“
Beklagtisches Rechtsbegehren:
„1. Die Klage von Frau Y. betr. Verletzung eines Konkurrenzverbotes sei abzuweisen.
2. Widerklage:
Frau Y. sei zu verpflichten, dem Beklagten und Widerkläger Z. eine Goodwill-Entschädigung von CHF 40'000.00 zu bezahlen.
3. Beides unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich 7.6 % MWSt zu Lasten der Klägerin und Widerbeklagten.“
C. Mit Prozesseingabe vom 07. September 2005 unterbreitete Y. die Streitsache dem Bezirksgericht Maloja, wobei sie an ihrem Rechtsbegehren gemäss Leitschein festhielt.
In seiner Prozessantwort vom 12. Oktober 2005 bestätigte Z. den an der Sühneverhandlung gestellten Antrag, wonach die Klage der Y. unter Kosten- und Entschädigungsfolge abzuweisen sei. Seine Widerklage hielt er demgegenüber nicht länger aufrecht.
Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.
D. Am Tag der erstinstanzlichen Hauptverhandlung wurde in der X. ein Augenschein durchgeführt. Ausserdem schaute sich das Gericht die von der Klägerin zu den Akten gegebenen DVD-Aufnahmen an. In der Folge erkannte das Bezirksgericht Maloja mit Urteil vom 07. Februar 2007, mitgeteilt am 13. März 2007:
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„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 20'000.00, zuzüglich Zins zu 5 % seit 1. Juli 2004, zu bezahlen.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 5000.00, einem Streitwertzuschlag von CHF 500.00 und Schreibgebühren von CHF 500.00, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 220.00 werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
3. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations