# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7cde956a-f0a6-4998-bfc6-01aea48feb85
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- das Eidgenössische Starkstrominspektorat (nachfolgend „ESTI“) mit Datum
vom 14. Oktober 2016 gestützt auf Art. 42 lit. a der Verordnung vom 7. No-
vember 2001 über elektrische Niederspannungsinstallationen (NIV;
SR 734.27) i.V.m. Art. 55 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 24. Juni 1902
betreffend die elektrischen Schwach- und Starkstromanlagen (EleG;
SR 734.0) der A. AG mitteile, in ihrem Umfeld eine mögliche Widerhandlung
gegen die Elektrizitätsgesetzgebung abzuklären und entsprechende Unter-
suchungshandlungen, nämlich die Befragung des Verwaltungsrates der
A. AG, durchzuführen (act. 1.4);
- das ESTI in der Folge mit Schreiben vom 23. Oktober 2017 das Verfahren
gegen die A. AG einstellte (act. 1.11);
- die A. AG mit Schreiben vom 27. Oktober 2017 an das ESTI gelangte und
unter anderem die Zusprechung einer Parteientschädigung beantragte
(act. 1.12);
- dieses Begehren die ESTI mit Verfügung vom 20. November 2017 abwies
(Dispositiv-Ziffer 2; act. 1.2);
- dagegen die A. AG mit Beschwerde vom 8. Januar 2018 an die Beschwer-
dekammer des Bundestrafgerichts gelangte und im Hauptpunkt beantragte,
Ziffer 2 der Verfügung vom 20. November 2017 sei aufzuheben, und es sei
der A. AG für das vorinstanzliche Verfahren eine Parteientschädigung von
Fr. 2‘935.10 auszurichten;
- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird.

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- bei Widerhandlungen gegen das EleG das VStrR Anwendung findet (Art. 57
Abs. 1 EleG);
- das ESTI gestützt auf Art. 1 Abs. 1 der „Verordnung des UVEK über die
Übertragung von Untersuchungskompetenzen in Verwaltungsstrafverfahren
an das Eidgenössische Starkstrominspektorat“ bei Widerhandlungen gegen
die Art. 55 und 56 EleG aus eigenem Antrieb oder auf Anzeige hin ermittelt;
es dazu erste Untersuchungshandlungen vornimmt, und insbesondere Be-
fragungen durchführen und Auskünfte bei Behörden einholen kann;
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- Streitgegenstand im vorliegenden Beschwerdeverfahren die Frage der Par-
teientschädigung im vorinstanzlichen Verfahren ist;
- die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts für die Beurteilung von Be-
schwerden gegen Entscheide der Verwaltung betreffend Entschädigungsbe-
gehren zuständig ist (Art. 100 Abs. 4 VStrR) und nicht wie in der Rechtsmit-
telbelehrung der angefochtenen Verfügung angegeben das Bundesverwal-
tungsgericht;
- die Beschwerdefrist 30 Tage beträgt (Art. 100 Abs. 4 VStrR);
- für die Berechnung der Fristen die Artikel 20 – 24 VwVG sinngemäss gel-
ten, sich die Fristen im gerichtlichen Verfahren aber nach der StPO richten
(Art. 31 VStrR);
- das Beschwerdeverfahren als gerichtliches Verfahren im Sinne von Art. 31
Abs. 2 VStrR anzusehen ist (siehe hierzu die Beschlüsse des Bundesstraf-
gerichts BV.2011.4 vom 23. März 2011; BV.2011.2 vom 16. März 2011,
E. 1.3; je m.w.H.), weshalb sich die Fristen nach den Bestimmungen der
StPO richten;
- gemäss Art. 89 Abs. 2 StPO im Strafverfahren keine Gerichtsferien gelten;
- die Beschwerdeführerin geltend machte, die angefochtene Verfügung sei ihr
am 21. November 2017 zugestellt worden;
- die 30-tägige Beschwerdefrist somit am 21. Dezember 2017 abgelaufen ist,
weshalb sich die am 8. Januar 2018 abgeschickte Beschwerde als verspätet
erweist;
- die rechtsanwaltlich vertretene Beschwerdeführerin der Unrichtigkeit der