# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ee693d1c-0a01-471d-a910-b92246d220c8
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1961,
absolvierte Ausbildungen als Spitalgehilfin und Krankenpflegerin. Sie war
vom Jahr
1993 bis
zum Jahr
2000 in
einer
christli
che
n
Mission in den
Z._
und in
A._
tätig. Ab August 2006
arbeitete
sie in einem Pensum von ungefähr 20
%
als Präsenznachtwache im Alters- und
Spitexzentrum
B._
.
Sie
meldete sich
am 1
4.
Januar 2007
wegen Fol
gen
eines im Jahr 2001
erlittenen Verkehrsunfalls
(Schlafschwierigkeiten, Schmer
zen,
Ohrengeräusch, Schwindel, Licht- und Lärmempfindlichkeit,
Kon
zen
tra
tions
stö
rung
) bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum
Leis
tungsbezug
an (
Urk.
6/5).
Die Versicherte gab ein neurologisch-psychothera
peutisches
Privat
gut
achten
in Auftrag, welches am 2
5.
August beziehungsweise
8.
Oktober 2007
erstattet wurde (
Urk.
6/22)
,
und die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle, gab bei der
C._
ein polydisziplinäres (internistisches, rheumatologisches, neurologisches, psychiatri
sches, neuropsychologisches) Gutachten in Auftrag, welches am 3
1.
Dezember 2007
erstattet wurde (
Urk.
6/26,
Urk.
6/27,
Urk.
6/28,
Urk.
6/29,
Urk.
6/30,
Urk.
6/31). Am 1
2.
Februar
sowie
am 2
0.
März 2008
be
antwortete der
fallver
ant
wortliche
C._
-Gutachter Rückfr
agen der IV-Stelle (
Urk.
6/34,
Urk.
6/38) und am
6.
Mai 2008 fand eine
A
bklärung
im Aufgaben
bereich
Missionstätigkeit
statt
(
Urk.
6/40). Mit Verfügung vom 1
7.
Juli 2008 wurde der Versicherten
per
1.
Janu
ar 2006
eine halbe Invalidenrente
zugespro
chen (
Urk.
7/48,
Urk.
7/50).
1.2
Im Jahr 2013 leitete die IV-Stelle eine Rentenrevision
nach
lit
. a
Abs.
1 der am
1.
Januar 2012 in Kraft getretenen Schlussbestimmungen der Änderung vom 1
8.
März
2011 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
(
6.
IV-Revi
sion, erstes Massnahmenpaket; kurz:
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
)
ein (
Urk.
6/61). Sie holte Berichte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
6/63,
Urk.
6/66), liess die Versicherte am 2
2.
Juni 2013 einen Fragebogen ausfüllen (
Urk.
6/64) und führte mit
ihr
am 1
6.
Juli 2013 ein Informationsgespräch durch (
Urk.
6/68/7-8). Mit Vorbescheid vom 1
7.
Juli 2013 stellte die IV-Stelle eine Einstellung der halben Invalidenrente in Aussicht, da es sich bei den ge
stellten
Diagnosen um ätiologisch-
pathogenetisch
unklare
syndromale
Zu
standsbilder
ohne
nachweisbare organische Grundlagen handle und deren
Fol
gen überwind
bar seien, weshalb keine Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Gesetzes vorliege
(
Urk.
6/70)
. Am 1
6.
September 2013 liess die Versicherte Einwand er
heben (
Urk.
6/75).
Daraufhin gab die IV-Stelle bei der
Medas
D._
ein
polydiszi
plinäres
(internistisches, neurologisches, psychiatrisch
es
, rheumatologisches, neu
ro
psychologisches) Gutachten in Auftrag, welches am 1
7.
April 2014 erstattet
wurde
(
Urk.
6/87). Zu diesem Gutachten liess die Versi
cherte am
4.
Juli 2014
Stellung nehmen (
Urk.
6/93
) und mit
Verfügung vom 2
3.
Juli 2014 entschied di
e IV-Stelle im Sinne ihres Vorbescheids (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess die Versicherte, vertreten durch
lic
.
iur
.
Y._
,
am 1
5.
September 2014 Beschwerde erheben. Sie beantragte, ihr sei weiterhin e
ine
halbe Invalidenrente auszur
ichten. Eventualiter sei die IV-Stelle zu ver
pflichten, ihr unter Weiterauszahlung der Invalidenrente Massnahmen der Wie
dereingliederung im Sinne der Schlussbestimmungen in Verbindung mit
Art.
8a
IVG
zu gewähren und
subeventualiter
sei die Sache für ergänzende Abklärun
gen
an die IV-Stelle zurückzuweisen (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 1
3.
Okto
ber
2014 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5).
Die
Ver
sicherte
liess mit Eingabe vom 2
8.
April 2014
einen Bericht des Vertrau
ens
arz
tes der Pensionskasse der Stadt Zürich vom 3
1.
März 2015, ein
en
Arztbe
richt
ihres Hausarztes
Dr.
med.
E._
vom 2
2.
Januar 2015, eine Bewertung ei
nes
Schnuppereinsatzes im Pflegedienst des
F._
vom 1
1.
Dezem
ber 2014 und eine Anstellungsverfügung des Alterszentrums
G._
vom 1
2.
März 2015
für eine Beschäftigung als Präsenznachtwache im Um
fang von rund 50
%
per 1
5.
Mai 2015
einreichen (
Urk.
8,
Urk.
9/1-4). Am 1
2.
Mai 2015 verzichtete die IV-Stelle auf eine Stellungnahme zu dieser Eingabe der Ver
sicherten (
Urk.
11).
Mit Verfügung vom 2
9.
Juli 2015 wurde den Par
teien Frist angesetzt, um sich unter dem Blickwinkel der
mit
BGE
141 V 281
vom
3.
Juni
2015 erfolgten
Anpassung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung zur
Invalidi
täts
bemessung
bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursache und bei vergleichbaren psychosomatischen Leiden
erneut zu äussern (
Urk.
12). Mit Eingabe vom 1
0.
August 2015 hielt die IV-Stelle fest, dass die Aufhebung der
Invalidenrente auch unter Berücksichtigung dieser neuen Rechtsprechung
zu Recht erfolgt sei (
Urk.
14). Die Versicherte liess mit Stel
lungnahme vom 1
4.
Okto
ber 2015
vorbringen, dass auf die im Gutachten der
Medas
D._
festge
haltene 50%ige Arbeitsunfähigkeit abzustellen sei. Dieses Gutachten nehme auch im Licht der neu massgeblichen Indikatoren eine schlüssige Beurteilung ihres tatsächlichen Leistungsvermögens vor (
Urk.
17).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Sie kann Folge von
Ge
burts
gebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Erwerbsunfä
hig
keit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Einglie
derung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die
Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Fol
g
en der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsun
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Nach
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
werden Renten, die bei
pathogene
tisch-ätiologisch
unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare
organische Grundlage gesprochen wurden, innerhalb von drei Jahren nach In
kraft
treten dieser Änderung überprüft. Sind die Voraussetzungen nach Artikel 7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt oder aufgehoben, auch wenn die Voraussetzungen von Artikel 17 Absatz 1 ATSG nicht erfüllt sind. Diese Be
stimmung ist verfassungs- und EMRK-konform (BGE 139 V 547 E. 3).
Die in
lit
. a
Abs.
1
SchlB
6.
IV-Revision
vorgesehene Rentenherabsetzung bezie
hungsweise -aufhebung ist nicht auf vor dem
1.
Januar 2008 zugesprochene Renten beschränkt. Erging die fragliche
Rentenzusprache
aber bereits in Be
ach
tung der jeweils relevanten Rechtsprechung zu
pathogenetisch
-ätiologisch unkla
ren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grundlage, bleibt kein Raum für ein Rückkommen unter dem Titel der
Schluss
bestimmung
(BGE 140 V 8 E. 2).
Laufende Renten sind vom Anwendungsbereich von
lit
. a
Abs.
1
SchlB
zur
6.
IV-
Revision nur ausgenommen, wenn und soweit sie auf erklärbaren Be
schwerden, das heisst auf einer nachweisbaren objektivierbaren Grundlage be
ruhen. Lassen sich unklare von erklärbaren Beschwerden trennen, können die
Schlussbe
stim
mungen
der
6.
IV-Revision auf erstere Anwendung finden (BGE 140 V 197 E. 6.2,
in Präzisierung u.a. von
BGE 139 V 547
E. 10.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_738/2013 vom
8.
April 2014 E.
3.1.2.1 mit Hinweis). Demnach ist die
Schluss
bestimmung
bei kombinierten Beschwerden anwendbar, wenn die unklaren und die „erklärbaren" Beschwerden – sowohl diagnostisch als auch hinsichtlich der
funktionellen Folgen – auseinandergehalten werden können. Ein organisch be
gründeter
Teil
der Arbeitsfähigkeit kann bei Anwend
barkeit der
Schlussbe
stim
mung
nur neu beurteilt werden, sofern eine Verände
rung im Sinne von
Art.
17 ATSG eingetreten ist. Insoweit wird im Anwen
dungsbereich der
Schlussbe
stim
mung
vom Grundsatz abgewichen, dass die Verwaltung im Rahmen einer mate
riellen Revision – um eine solche handelt es sich auch hier – den Ren
ten
an
spruch in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend prüft (Urteil des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 2.4.2 mit Hinweisen).
Da der Bestand laufender Renten wesentlich von medizinischen Aspekten ab
hängt,
sind an die entsprechenden Abklärungen besonders hohe Anforderungen zu stellen. Namentlich muss verlangt werden, dass die Untersuchungen im Zeit
punkt der Revision aktuell sind und sich mit der massgeblichen Fragestellung aus
einandersetzen. Soweit die versicherte Person sich – auch mit Bezug auf die Chancen, welche die Wiedereingliederungsmassnahmen bieten – der Beurteilung durch die Verwaltung und deren regionalen ärztlichen Dienst nicht anschliessen kann, dürfte sich in der Regel eine neue, polydisziplinäre Begutachtung als un
umgänglich erweisen (vgl. BGE 139 V 547 E. 10.2).
2.
2.1
Die ursprünglich
mit Verfügung vom 1
7.
Juli 2008 per
1.
Januar 2006
erfolgte
Rentenzusprache
(
Urk.
7/48,
Urk.
7/50) basierte vor allem auf dem
polydiszipli
nären
C._
-Gutachten vom 3
1.
Dezember 2007 (
Urk.
6/26).
Als Diagnosen mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit hielten die
C._
-Gutachter
ein chronisches
zer
vikozephales
Syndrom mit
pseudoradikulärer
Schmerzausstrahlung, ein
unspe
cific
low
back
pain
mit
pseudoradikulärer
Schmerzausstrahlung, ein
en
Status
nach
einer
Operation eines linkstemporal
en
Oligodendroglioms
im Jahr 1988, eine
leichte neuropsychologische
Störung nach
einem am 2
8.
März 2001 erlit
te
nen Halswirbelsäulend
istorsionstrauma und nach
einer
Oligodendrogliom
-Op
era
tion, eine posttraumatische
Belastungsstörung
(ICD-10 F43.1)
, eine
diss
o
ziative
Störung (ICD-10 F4
4
.
7
) und eine
n
Verdacht
auf ein organisches
Psy
chosyn
droms
nach Schädelhirntrauma (ICD-10 F07.2)
fest (
Urk.
6/26/15)
.
Die
C._
-Gutachter
schätzten
, dass
die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätig
keit als Präsenz-Nachtwache maximal 50 % betrage und
aufgrund der psychi
schen Komorbidität auch für körperlich leichte bis intermit
tierend mittel
schwere,
wechselbelastende und rückenadaptierte Tätigkeiten eine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit von 50
%
vorliege. Im Haushalt
sbereich
bestehe eine Einschrän
kung von 20
%
und im Seelsorgebereich
bestehe
eine 50%ige Einschränkung (
Urk.
6/34).
In einer Abklärung der beeinträchtigten Ar
beitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vom
6.
Mai 2008 ermittelte der
Abklä
rungsdienst
der IV-Stelle eine Einschränkung im Umfang von 58,4
%
in der an
gestammten Tätigkeit
in der Missionsarbeit
(
Urk.
6/40).
Mit Verfügung vom 1
7.
Juli 2008 sprach die IV-Stelle der Versicherten basierend auf diesem
Invali
ditätsgrad
von gerundet 58
%
per
1.
Januar 2006 eine
halbe Invalidenrente
zu
(
Urk.
6/4
8
).
2.2
Der Standpunkt der Versicherten
, dass die
Rentenzusprache
sich
auch
auf den
organischen Befund (Hirntumor mit zwei Operationen, bei welchen drei Viertel des Sprachzentrums und das Augenlicht beeinträchtigt wurden; Schlafstö
rung
en; Epilepsie im Kinds-/Jugendalter)
bezogen
habe
(
Urk.
1 S.11),
lässt sich
so
mit
aufgrund der Akten nicht nachvollziehen
.
Bei
der
Rentenzusprache
wurde
auch
nicht
auf die von der Versicherten vorgebrachte Diagnose einer
Persön
lich
keitsstörung
(
Urk.
1 S.
11)
abgestellt.
Entgegen der Ansicht der Versicherten wurde eine sol
che Diagnose von
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Psycho
thera
pie,
im Übrigen
nicht gestellt, sondern in seinem Privatgutachten vom 2
5.
August
2007
ledig
lich
als Differentialdiagnose aufgeführt (
Urk.
6/22/32).
2.
3
Die ursprünglich rentenzusprechende Verfügung erging zwar
am 1
7.
Juli 2008 (
Urk.
6/48,
Urk.
6/50) und somit im Jahr 200
8.
Doch die sogenannten Foerster-Kriterien
(vgl.
BGE 130 V 352
)
waren weder im
C._
-Gutachten, welches bereits am 3
1.
Dezember 2007 verfasst worden war (
Urk.
6/26)
,
noch von der IV-Stelle
berücksichtigt
worden (vgl. internes Feststellungsblatt vom 1
5.
Mai 2008 =
Urk.
6/4
1
).
Die Versicherte stellt sich zwar auf den gegenteiligen
Standpunkt (
Urk.
1 S.
14), hat
jedoch
nichts dazu
aus
geführt
,
wie die Überwindbarkeit von d
en Gutachtern
der
C._
oder
von der
IV-Stelle konkret
geprüft worden sei
.
Auc
h wenn die IV-Stelle ursprünglich eine von Amtes wegen durchzu
führende
Ren
tenrevision
im
Juni 2011
geplant hat
(
Urk.
6/41/8
), so kann eine erstmal
s von Amtes wegen durchgeführte
Rentenrevision im Jahr 2013
, also nach Inkraft
tre
ten der Schlussbestimmung am
1.
Januar 2012,
entgegen der Ansicht der Ver
sicherten (
Urk.
1 S. 12
-13
) nicht als rechtsmissbräuchlich
be
zeichnet
werden.
2.
4
D
a die Invalidenrente der Versicherten aufgrund von
pathogenetisch
-ätiologisch
unklaren
syndromalen
Beschwerdebildern ohne nachweisbare organische Grund
lage
zu
gesprochen
worden war und bei der ursprünglichen
Rentenzuspra
che
keine Überprüfung nach den sogenan
nten Foerster-Kriterien erfolgt war
, leitete die IV-Stelle zu Recht eine Rentenüberprüfung gemäss
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
ein
.
Entgegen der Ansicht der Versicherten (
Urk.
1 S. 13) ist eine solche Überprüfung auch dann zulässig,
wenn die unklaren und die „er
klär
ba
ren" Beschwerden – sowohl diagnostisch als auch hinsichtlich der funkti
onellen
Folgen – auseinandergehalten werden können (Urteil des Bundesge
richts
9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 2.4.2 mit Hinweisen).
Bei der Versi
che
r
ten wirkten sich die somatischen Beschwerden gemäss dem
rheuma
tologi
schen
C._
-Gutachte
r
lediglich insofern aus, als dass
ihr nur noch körper
lich leichte
bis intermittierend mittelschwere, wechselbelastende und
rücken
adaptierte
Tätig
keiten zumutbar waren, solche jedoch zu 100
%
(
Urk.
6/26
/
7-10).
3.
3.1
Im Rahmen der Überprüfung nach
lit
. a
Abs.
1
SchlB
IVG
6.
IV-Revision
gab die IV-Stelle bei der
Medas
D._
ein aktuelles polydisziplinäres Gutachten in Auftrag.
Die Versicherte wurde am 3.,
4.
und
6.
März 2014 von den Gutachtern
der
Medas
D._
untersucht
, welche
am 1
7.
April 2014 ein
polydisziplinä
res
(neurologisches, rheumatologisches, neuropsychologisches, inter
nistisches, psy
chia
trisches) Gutachten
erstatteten
(
Urk.
6/87/2).
Als
Hauptgut
achterin
war med.
pract
.
I._
, Fachärztin für Neurologie, eingesetzt worden (
Urk.
6/87/2).
Die Gutachter fassten zunächst die Auftragsgrundlage und die Aktenlage zusammen (
Urk.
6/87/3-8).
Anschliessend wurde die Anamnese erho
ben (
Urk.
6/87/8-12).
3.
2
Als Hauptdiagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter der
Medas
D._
in der polydisziplinären Zusammenfassung mittelschwere kognitive Störungen und Störungen der Antriebs- und
Selbstre
gu
lationsfähigkeiten
in Verbindung mit
der Differentialdiagnose eines Status nach temporalem
Oligodenrogliom
mit Exstirpation und
Amygdalahippo
kam
pektomie
im Jahr
1988 und nach einer
bei einer Autoseitenkollision im März
2001 erlittenen
Halswirbelsäulendistorsion sowie
in Verbindung
mit der
Diffe
ren
tialdiagnose e
iner dissoziativen Störung fest
(
Urk.
6/87/33).
3.3
Der internistische, der rheumatologische und der psychiatrische Gut
achter hiel
ten fest, dass die Arbeitsfähigkeit aus der Sicht ihres Fachgebiets nicht einge
schränkt sei (
Urk.
6/87/21,
Urk.
6/87/25,
Urk.
6/87/31
). Die neu
ropsychologische Gutachterin
führte hingegen aus
, dass die Versicherte als Präsenznachtwache zu
70
%
arbeitsunfähig sei. Diese Tätigkeit sei aus neu
ropsychologischer Sicht denk
bar ungeeignet, da sie die Normalisierung des Schlaf-Wach-Rhythmus störe und sich auf die neuropsychologischen Funkti
onsfähigkeiten, insbesondere die
Ge
dächtnisfunktionen
, verschlechternd aus
wirken dürfte. In einer angepassten Tätig
keit, welche mehrheitlich von aussen getaktet und geführt sei
sowie
keine höheren und/oder komplexen Anforderun
gen an Sprachleistungen beinhalte, sei die Versicherte zu 50
%
arbeitsfähig (
Urk.
6/87/50).
In der
hauptgutachterlichen Beurteilung und polydisziplinären Zusammenfas
sung
wurde
die Beurteilung der Neuropsychologin bezüglich einer angepassten Tätig
keit übernommen, aber
zugleich
festgehalten
, dass die
Arbeitsfähigkeit
in der
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Präsenznachtwache nicht eingeschränkt sei.
Von
neurologischer Seite her ergebe sich bei chronisch rezidivierenden Kopf
schmer
zen und halbsei
tigen leichten Gefühlsstörungen keine Fähigkeitsstörung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
in
dieser bisher ausgeübten Tätigkeit.
Au
ch aus
psychiat
risch-neurops
ychologischer Sicht bestehe
keine Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
6/87/37)
.
In einer angepassten Tätigkeit
, welche mehrheitlich von aussen getaktet und
geführt sei
sowie
keine höheren und/oder komplexen Anforderungen an
Sprach
lei
stungen
beinhalte, sei die Versicherte mittel- und längerfristig zu 50
%
arbeits
fähig.
Auch in der Arbeit als Pflegeassistentin sowie eventuell im erlern
ten Beruf
als ausgebildete Krankenpflegerin, jedoch im Tagdienst, bestehe eine Arbeitsun
fähigkeit. Aus psychiatrischer, rheumatologischer und internistischer Sicht sei die
Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt (
Urk.
6/87/
38).
Bei der Beantwortung der Zusatzfragen führten die Gutachter aus, dass es sich
aus psychiatrischer Sicht um einen im Wesentlichen unveränderten Gesund
heits
zustand handle, welcher unter Berücksichtigung der aktuellen Rechtspre
chung anders beurteilt werde. Aus internistischer, rheumatologischer und neu
rologi
scher Sicht bestehe keine objektivierbare Veränderung seit der
Rentenzu
spr
ache
. Zwar beständen aus neuro
psychologischer
Sicht
Hinweise auf eine Verschlech
terung der kognitiven Leistungsfähigkeit, insbesondere des Gedächt
nisses, seit dem Jahr 2007, doch diese seien von psychiatrischer Seite her nicht als valid gewertet worden und seien klinisch nicht nachvollziehbar (
Urk.
6/87/39).
3.4
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Anästhesiologie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) hielt in seiner Stellungnahme vom 3
0.
April 2014 fest, dass auf das Gut
achten der
Medas
D._
abgestellt werden könne. Es bestehe keine Ar
beits
unfähigkeit (
Urk.
6/95/4).
4.
4.1
Die IV-Stelle hielt am 1
5.
Juli 2014 a
l
s Resultat einer
internen
Besprechung mit dem Rechtsdienst fest
,
d
ie
neuropsychologische
n
Untersuchungsergebnisse
seien
rechtsprechungsgemäss beweisrechtlich nur insoweit relevant, als dass sie sich
in das Gesamtergebnis der medizinischen Sachverhaltsabklärung schlüssig ein
füg
ten. Die im Gutachten der
Medas
D._
festgehaltene 50%ige Ar
beits
unfähigkeit aus neuropsychologischer Sicht
in einer angepassten Tätigkeit
sei
je
doch
nicht nachvollzieh
bar, weshalb ihr kein Beweiswert zukomme. Da
in
dessen ohnehin
von
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwer
de
bildern
ohne nachweisbare organische Grundlage ausgegangen werde, sei
en
die
psychische Komorbidität und die
Über
windbarkeit
zu prüfen
, weshalb es nicht
rele
vant sei, ob im Gutachten der
Me
das
D._
in der Beurteilung der Ar
beits
fähigkeiten Widersprüche
vorlä
gen
. Die Gutachter
müssten
bezüglich psy
chi
scher Komorbidität und
Überwind
barkeit
nicht an
gefragt werden
, da diese durch
den Rechtsanwender zu
prü
fen seien
(
Urk.
6/95/8).
Diese Ausführungen
über
nahm die IV-Stelle in
der Begrün
dung
ihrer angefochtenen Verfügung vom 2
3.
Juli 2014 (
Urk.
2).
4.2
F
ür die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
kommt es
nicht auf die Diagnose
stellung, sondern auf den Schweregrad der ärztlich attestierten ge
sundheitlichen Beein
trächtigung und dementsprechend auf das Mass ihrer Aus
wirkungen
auf die
Arbeitsfähigkeit an
(vgl. Urteil des Bundessgerichts 9C_826/2011 vom
6.
Februar
2012, E. 3.2).
Es ist daher nicht ausschlaggebend, ob die psychischen Symptome wie im Gutachten der
C._
vom 3
1.
Dezember 2007 (
Urk.
6/26)
und in der Be
urteilung des behandelnden Psychotherapeuten
Dr.
H._
vom 2
0.
Juni 2013 (
Urk.
6/63)
im Rahmen
der Diagnose
einer P
TB
S oder wie im Gutachten der
Medas
D._
im Rahmen
der Diagnose
von mittelschwere
n
kognitive
n
Stö
rungen und Störungen der Antriebs- und Selbstregulationsfähigkeiten
sowie
einer chronischen Anpassungsstörung (DSM-IV-TR309.9)
beurteilt w
u
rden.
Doch
entgegen der Ansicht der Versicherten (
Urk.
1
S.
12)
steht nicht mit über
wie
gen
der Wahrscheinlichkeit fest,
ob
die neuropsychologisch festgestellten Symp
to
me mit organischen Ursachen
zusammenhängen
, was durchaus relevant ist
.
Die neuropsychologi
sche Gutachterin
äusserte zwar eine entsprechende Vermu
tung (
Urk.
6/87/48)
, doch
neuropsychologische Untersuchungsergebnisse
sind
rechtsprechungsge
mäss
stets im Kontext der übrigen
(interdisziplinären) medizinischen
Abklä
run
gsergebnisse
zu würdigen und
beweisrechtlich nur insoweit rel
evant, als sie sich in das
Gesamtergebnis der medizinischen
Sach
verhal
tsabklärung
schlüssig einfügen
(
Urteil des Bundesgerichts I 816/05 vom
1.
Juni 2006 E. 3.2.2 mit weiteren Hinweisen
)
. Zudem äusserte die
neuropsy
cho
logische Gutachterin, wel
che als Psychologin und als Fachpsychologin für Neu
ropsychologie
keine
Fach
ärztin
(
Urk.
6/87/50)
ist
,
lediglich, dass aus neuropsy
chologischer Sicht ein or
ganischer Faktor im Vordergrund zu
stehen scheine
und verwies für die Diag
nose und Differentialdiagnose auf die neurologischen und psychiatrischen
Teil
gutachten
(
Urk.
6/87/48)
.
4.3
Der Hinweis der
neuropsychologische
n
Gutachterin
ist jedoch beachtlich
, dass vor
dem Hintergrund einer epileptischen Erkrankung in der Kindheit und Jugendzeit beim aktuellen Zustandsbild
zu untersuchen sei, ob
eine organische Ursache für
die fluktuie
renden Bewusstseinszustände
gegeben sei
, wobei auch die seit dem
Verkehrsunfall anamnestisch bestehende
Schlafstörung neurologisch untersucht werden sollte (
Urk.
6/87/49).
Zudem
führte
sie
aus
, dass es in den Unterlagen an einer systematischen diagnostischen Erhebung von dissoziativen Symptomen sowie an einem systematisch
en EEG-Monitoring fehle
(
Urk.
7/87/48). Gestützt auf das neuropsychologische
Teilg
utachten
machte die Versicherte in der Be
schwerde
zu Recht
geltend, dass zusätzliche neurologische Abklärungen not
wendig seien (
Urk.
1 S. 13):
In diesem Zusammenhang ist insbesondere darauf hinzuweisen, dass gemäss der neuropsychologischen Gutachterin ein im kogni
ti
ven Bereich konsistentes Resultatprofil vorlag und sich auch unter Einbezug der Anamnese, der subjektiven Angaben, der Vorbefunde sowie der beschrie
benen Schwierig
keiten im Alltag und im Beruf keine Diskrepanzen innerhalb und zwischen sensorischen, kognitiven, motorischen und
verhaltensmässigen
Varia
blen
erhe
ben liessen. Entsprechend stufte sie die mittelschweren kogni
tiven
Störungen und die Störungen der Antriebs- und Selbstregulationsfähigkeiten als authen
tisch ein (
Urk.
6/87/48).
Dieses
Ergebnis
wurde
von den Gutachtern der
Medas
D._
nicht in Frage gestellt
und
wurde in der polydisziplinären Zusam
menfassung in dieser Form wiedergegeben (
Urk.
6/87/36-37)
. Zudem wurden
n
europsychologisch festgestellte
Defizite
unter den
Diagnos
en
mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (
Urk.
6/87/33). D
ie
neurologische Gutachter
in
setzte sich
dagegen
nicht mit der Frage auseinander, ob weitere
Abklärungen, wie sie im neuropsychologischen Teilgutachten vorgeschlagen w
urden
,
notwendig seien oder nicht
. Zudem fiel
ihre
Stellungnahme zur ge
sundheitlichen Situation der Versicherten verhältnismässig knapp aus, wobei es
wie erwähnt
insbesondere an einer
ver
tieften
Auseinandersetzung mit den Ergeb
nissen der neuropsychologischen Testergebnisse fehlte
(
Urk.
6/87/36).
Der Sach
verhalt erscheint somit
in dieser Hinsicht
ungenügend abgeklärt.
4.4
Der behandelnde Arzt
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Neurologie, hielt am 1
9.
April 2011 fest, dass die Versicherte an einer posttraumatischen Migräne und einer Trigeminusneuralgie leide. Dabei führte er aus, dass die von der Versicherten geschilderten Kopfschmerzen weitgehend den Diagnosekriterien einer Migräne (Photophobie, Phonophobie, Übelkeit, starker einseitiger Kopfschmerz mit Ver
stärkung bei körperlicher Anstrengung
)
entsprechen würden (
Urk.
6/74). Dieser Arztbericht von
Dr.
K._
lag den Gutachtern der
Medas
D._
vor (
Urk.
6/87/35). D
ie
neurologische Gutachter
in
der
Medas
D._
hielt
jedoch
fest, dass die diagnostischen Kriterien der International
Headache
Society für eine
Migräne nicht erfüllt seien (
Urk.
6/87/36). Diese der Ansicht von
Dr.
K._
wider
sprechende Verneinung einer Migränediagnose ist ohne
nähere Begrün
dung
er
folgt und daher
nic
ht
nachvollziehbar
, weshalb diese Frage näher abzuklären sein wird
.
4.
5
Die IV-Stelle
erwog
in der
angefochtenen Verfügung
vom 2
3.
Juli 2014
, dass sie sich nicht auf die Arbeitsfähigkeitsangaben
des
Medas
-
Gut
achtens abstütz
e, da die aus neuropsychologischer Sicht festgehaltene Arbeits
unfähigkeit von 50
%
weder organisch noch psychisch erklärbar sei (
Urk.
2 S. 5).
D
ie 50%ige Arbeits
unfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit wurde
jedoch
nicht nur im neuro
psychologischen Teilgutachten, sondern auch in der
haupt
gutachterlichen
Beur
t
ei
lung und polydisziplinären Zusammenfassung aufge
führt. Demgegenüber wurde
für die bisherige Tätigkeit
als Präsenznachtwache
in dieser
hauptgut
ach
terlichen
Beurteilung und polydisziplinären Zusammen
fassung nicht auf das
neuropsychologische Teilgutachten a
bgestellt
,
welches die Arbeits
un
fähigkeit auf
70% einschätzte,
sondern von einer
uneingeschränkten
Arbeitsfähig
keit ausge
gangen. Da vo
n der
neurologischen Gutachter
in
kein Teilgutachten mit eigener
Arbeitsfähigkeitseinschätzung vorliegt
,
sie
aber
die Angaben des neuropsycho
lo
gischen Teilgutachtens zur Arbeitsfähigkeit für eine angepasste Tätigkeit übernommen hat
, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die 50%ige Arbeits
unfähigkeit
in angepasster Tätigkeit
auch aus neurologischer Sicht
entsprechend
eingeschätzt worden ist.
In
Ziffer 9.2.2 des Gutachtens w
urde
indessen
lediglich
ausgeführt, dass die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer, rheu
matologischer und internistischer Sicht nicht eingeschränkt sei, doch
aus
neu
rologische
r
Sicht
fehlt eine entsprechende Beurteilung
.
Trotzdem
wurde in
Ziffer 9.3
des Gutachtens
festgehalten
, die Arbeitsfähigkeit sei weder aus neurologischer, psychiatrischer, internistischer noch rheumatologischer Sicht eingeschränkt (
Urk.
6/87/38)
, was
nicht schlüssig
erscheint
.
Nicht nachvollziehbar ist
zudem
, weshalb die Arbeits
unfähigkeit in einer ideal angepassten Tätigkeit höher sein soll als in der bis
herigen Tätigkeit, denn in einer angepassten Tätigkeit sollte die Arbeitsfähigkeit ja am
besten
ausgeschöpft werden können.
Insgesamt erscheint die
Arbeits
fähig
keitseinschätzung
im Gutachten der
Medas
D._
somit
teils
in sich
widersprüchlich und
teils
nicht nachvollziehbar
, weshalb Rückfragen bei den Gut
achtern notwendig gewesen wären
.
4
.
6
Der psychiatrische Gutachter
der
Medas
D._
setzte sich
mit den
soge
nannten Foerster-Kriterien auseinander (
Urk.
6
/87/
20-21
), welche nach alter, sowohl zum Zeitpunkt der Gutachtenserstellung als auch zum
Verfügungszeit
punkt
noch aktueller, bundesgerichtlicher Rechtsprechung bei
somatoformen
Schmerzstörung
en
relevant waren (
vgl. BGE 130 V 352).
Der
p
sychiatrische Gut
achter brachte sie
bei
der von ihm
diagnostizierten Anpassungsstörung
analog
zur Anwendung (
Urteil des Bundesgerichts 9C_408/2010 vom 2
2.
November 2010
E. 5.2
).
Da
s
Bundes
gericht
hat
inzwischen
seine bisherige Rechtsprechung zur
Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ur
sach
e und bei vergleichbaren psychosomatischen Leiden im Urteil vom
3.
Juni 2015 (BGE 141 V 281) angepasst
u
nd
dabei unter anderem
festgehalten,
dass
die sachverständige Person die Frage zu be
antworten ha
be
, wie sie das
Leis
tungs
vermögen einschätze
, wenn sie dabei den einschlägigen Indikatoren folg
e
.
Erst d
araufhin überprüfen
die
Rechtsanwender die betreffenden Angaben frei, ins
besondere darauf
hin, ob die Ärzte sich an die
massgebenden
normativen Rahmenbedingungen gehalten haben, das
heisst
, ob sie
ausschliesslich
funk
tio
nelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung sind (
Art.
7
Abs.
2 erster Satz ATSG), sowie, ob die
versicherungs
medizinische
Zumutbarkeitsbeurteilung auf objektivierter Grundlage erfolgt ist
(
BGE 141 V 281 E. 5).
Sollte sich bei der weiteren
Sach
verhaltsabklärung
bestätige
n, dass die Versicherte an
Beschwerden leidet, auf welche die
erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung mo
d
ifizierte
Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 zur Anwendung kommt,
wäre daher zu
beantworten
, ob es sich auch nach den
inzwischen
neu
massgebli
chen Indikatoren um Diagnosen ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit han
delt
.
4.
7
D
ie Versicherte
ist
bei
der ursprünglichen
Rentenzusprache
als „
Privatière
“ mit
dem Aufgabenber
ei
ch Mission
sarbeit qualifiziert worden
(
Urk.
6/40,
Urk.
6/41/8,
Urk.
6/48). Falls sie an in versicherungsrechtlicher Hin
sicht relevanten gesund
heitlichen Beschwerden leidet, hätte sich die IV-Stelle somit
erneut
mit der Qualifikation der Versicherten auseinanderzusetzen und
sie
hätte
allenfalls
zu be
gründen, falls sie abweichend von der ursprünglichen Verfügung
von einer im Gesundheitsfall
100%igen
Arbeitstätig
keit
ausgehen
würde
.
4.
8
Die Beschwerde ist somit in dem Sinn gutzuheissen, dass die Sache
unter Auf
heb
ung der angefochtenen Verfügung vom 2
3.
Juli 2014 (
Urk.
2)
zur weiteren Abklärung und neuen Entscheidung über den Rentenanspruch an die IV-Stelle zurückzuweisen ist.
Die von der Versicherten im
Beschwerdevefahren
einge
reichten medizinischen und beruflichen
Berichte (
Urk.
9/1-4) werden bei der er
gänzenden Sachverhaltsabklärung
allenfalls
mitzuberücksichtigen
sein.
5.
5.1
Da es um die Bewilligung oder die Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Nach ständiger Recht
sprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2). Die Kosten sind der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
.
5.2
Weiter hat die durch
lic
.
iur
.
Y._
vertretene Versicherte An
spruch auf eine Prozessentschädigung. Diese bemisst sich gemäss
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Zeitaufwand. Die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine Entschädigung in der Höhe von
Fr.
2‘400.
-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.