# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6122d706-441a-5a98-9f25-ee62f13d241b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1941 geborene
X._
, zuletzt als Allrounder in einer biotech
nologischen Firma tätig, meldete sich am 5. Juli 2005 (Eingangsdatum)
bei der Sozialversich
erungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zur
Hörgeräteversor
gung
an
(Urk.
7/2-3). Mit Verfügung vom 27. März 2006 erteilte ihm diese Kostengutsprache
für
eine
Hilfsmittelv
ersorgung mit einem Hörgerät im Ge
samt
betrag von Fr. 2‘915.95
gemäss Indikationsstufe 3
(Urk. 7/8).
1.2
Am 16. April 2014 (Eingangsdatum)
machte der Versicherte
, gemeinsam mit seinem
Hör
berater
,
eine Verschlechterung seines Ge
hörs geltend und beantragte eine Neubeurteilung der Situation durch
einen
Expertena
rzt. Das bisherige
Hör
system
genüge den heutigen Anforderungen nicht mehr
(Urk.
7/15
). Nach
er
folg
ter medizinischer Abklärung (är
ztliche E
xpertise
vom 9. Mai
2014
, Urk. 7/18)
teilte die
IV-Stelle dem Versicherten
am 19. Mai 2014 mit (Urk. 7/19
), dass eine Pauschale für eine
beid
seitige Hörgeräteversorgung
mit zwei in der Schweiz zu
gelassenen Hörgeräten im Betrag von Fr. 1‘650.--
ver
gütet werde
. Am 18. Juni 2014 (Eingangsdatum) beantragte der Versicherte eine
Härtefall
prü
fung
, da er einen ausgeprägt asymmetrischen Hörverlust habe und das schlech
ter hörende rechte Ohr nicht mehr mit einem herkömmlichen Hör
gerät versorgt werden könne (Urk. 7/20).
Die
aufgrund des Erreichens des AHV-Ren
tenalters des Ver
sicherten mittlerweile zuständige Ausgleichskasse der
Sozi
al
versicherungsan
sta
lt
des Kantons Zürich
wies das
B
egehren
um einen höheren Kostenbeitrag
mit Ver
fügung vom 19. Juni 2014 ab
,
insbesondere verneinte sie den Anspruch auf
Hörgeräteversorgung aufgrund eines
Härtefall
s
(Urk. 7/21).
Die dagege
n erho
bene Einsprache des Versi
cherten vom 30. Juni 2014 (Urk. 7/22) wies die
Aus
gleichskasse
mit Entscheid vom 16. September 2014 ab (Urk. 2 [= Urk. 7/24]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 15. Oktober 2014 Beschwerde und bean
tragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es
sei festzustellen, dass die Voraussetzungen für die Anwendung der Härtefallregelung
d
er IV erfüllt
seien
; eventuell sei die Sache zur neuen Härtefallprüfung an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen (Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom
20. November 2014
schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung
der Beschwerde (Urk. 6), was dem
Be
schwerdeführer
am
24. November
2014 angezeigt wurde (Urk. 8).
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
1.2.1
Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) sind auf den ersten Teil des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG) anwendbar, soweit das AHVG nicht ausdrücklich eine Abw
eichung vom ATSG vorsieht (Art. 1 Abs.
1 AHVG).
1.2.2
Gemäss Art.
14 ATSG gehören zu den Sachleistungen der Sozialversicherung auch Hilfsmittel.
Der Bundesrat bestimmt, unter welchen Voraussetzungen Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz, die für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kon
taktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge kostspieliger Geräte bedürfen, Anspruch auf Hilfsmittel haben (Art. 43
quater
Abs. 1 AHVG). Er bestimmt, in
welchen Fällen Bezügerinnen und Bezüger von Altersrenten Anspruch auf Hilfs
mittel für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder der Tätigkeit in ihrem Auf
gabenbereich haben (Art. 43
quater
Abs. 2 AHVG). Er bezeichnet die Hilfsmit
tel, welche die Versicherung abgibt oder an welche sie einen Kostenbeitrag ge
währt; er regelt die Abgabe sowie das Verfahren und bestimmt, welche Vor
schriften des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) anwendbar sind (Art. 43
quater
Abs. 3 AHVG). In Art. 66
ter
der Verordnung über die
Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV) delegierte der Bundesrat seine Kompe
tenz zur Regelung der Voraussetzungen für die Abgabe von Hilfsmitteln an Altersrentnerinnen und -rentner, zur Bestimmung der Art der abzugebenden Hilfsmittel sowie des Abgabeverfahrens an das Eidgenössische Departement des Innern. Dieses erliess die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Altersversicherung (HVA) mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste.
1.2.3
Gemäss
Art.
2
Abs.
1 HVA
haben i
n der Schweiz wohnhafte
Bezügerinnen und
Bezüger von Altersrenten der AHV, die für die Tätigkeit in ihrem Aufgabenbe
reich, für die Fortbewegung, für die Herstellung des Kontakts mit der Umwelt oder für die Selbstsorge auf Hilfsmittel angewiesen sind,
Anspruch auf die in der Liste im Anhang aufgeführten Leistungen, wobei die Liste Art und Umfang der Leistungen für jedes Hilfsmittel abschliessend umschreibt.
Gemäss Ziffer 5.57
HVA
Anhang besteht Anspruch auf Hörgeräte
für ein Ohr, sofern Versicherte hochgradig schwerhörig sind, das Hörvermögen durch ein solches Gerät namhaft verbessert wird und die Versicherten sich wesentlich besser mit ihrer Umwelt verständigen können. Die Leistung der Versicherung kann höchstens alle fünf Jahre beansprucht werden. Ein früherer Ersatz vor Ablauf dieser Frist ist möglich, wenn eine wesentliche Veränderung der Hör
fähigkeit dies erfordert. Hörgeräte sind durch Fachpersonen abzugeben.
Die
Pau
schale beträgt 630 Franken.
Das Bundesamt für Sozialversicherungen erstellt
eine Liste der Hörgeräte, die den Anforderungen der Versicherung genügen und für die eine Pauschalvergütung zugelassen ist.
Bestand ein Anspruch schon ge
genüber der Invalidenversicherung, so gilt er mindestens im gleichen Umfang gegenüber der AHV, sofern die erforderlichen Voraussetzungen weiterhin erfüllt sind
(vgl. auch die in Art. 4 HVA normierte Besitzstandsgarantie
auf Art und Umfang beschränkt
)
.
Für den Kauf eines Hörgerätes wird die Pauschale gegen Vorlage des gesamten Rechnungs
betrages und der entsprechenden Belege aus
gerichtet.
Gemäss
Rz
.
1003
des
Kreisschreiben
s
über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Altersversicherung (KSHA
; gültig ab 1.
Januar 2013
)
bleibt
Versicherten, denen bis zum Entstehen
ei
nes Anspruchs im AHV-Alter bereits von der Inva
lidenversicherung
Hilfsmittel zugesprochen wurden,
der
Anspruch auf diese Leis
tungen in Art und Umfang erhalten,
solange die massgebenden Voraus
setz
ungen der Invalidenversicherung
weiterhi
n erfüllt sind und soweit das KSHA
nicht et
was anderes bestimmt. Bei Hörge
räten erstreckt sich der Anspruch min
de
stens auf die glei
che Versorgung, die von der IV zugestanden wurde. Bei Personen, die Anspruc
h auf die
Besitz
standwahrung
ha
ben, erstreckt sich der Anspruch auch auf Reparaturen, teil
weisen Ersatz, allfällige Betriebs- und Unter
halts- sowie Reisekosten.
Leistungs
begehren
solcher Versicherter sind nach den Weisungen im KHMI zu behandeln.
Gemäss
Rz
. 2013 KSHA
ist betreffend der
Besitzstandsgarantie zu beachten, dass der Anspruch gegenüber der AHV grundsät
zlich im glei
chen Umfang weiterbesteht wie gegenüber der IV. Tritt bei Versicherten im Besitzs
tand im AHV-Rentenalter eine be
achtliche Verschlechterung des Hörvermögens auf, so kön
nen auf Empfehlunge
n des Expertenarztes (med. Indi
kation) zwei Hörgeräte a
b
gegeben werden.
1.2.4
Gemäss Ziff.
5.07
des Anhangs der
Verordnung des EDI über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung
(HVI
Anhang
)
sind Hörgeräte bei Schwerhörigkeit abzugeben, sofern das Hörvermögen durch ein solches Gerät namhaft verbessert wird und die versicherte Person sich wesentlich besser mit
der Umwelt verständigen kann. Die versicherte Person hat Anspruch auf eine Pauschalvergütung, die höchstens alle 6 Jahre beansprucht werden kann. Die Pauschale für eine m
onaurale Versorgung beträgt Fr.
840.-- und fü
r eine
binaurale
Versorgung Fr.
1‘650.--, jeweils ohne Reparaturen und Batteriekosten. Hörgeräte sind durch Fachpersonen abzugeben. F
erner werden unter
der
Ziff.
5.07 des HVI-Anhangs auch die Pauschalen für die Batteriekosten und Re
paraturen geregelt und das Bundesamt beauftragt, eine Liste der den Anforde
rungen genügenden Hörgeräte zu erstellen. In
Ziff.
5.07.2*
des HVI-Anhangs
wird das Bundesamt
beauftragt
festzulegen, in welchen Fälle
n über die Pau
schale nach Ziff.
5.07 liegende Beiträge an monaurale und
binaurale
Versor
gungen ausgerichtet werden können (Härtefallregelung).
Die Kennzeichnung dieser Ziffer mit einem Stern (*) verweist darauf, dass der Anspruch auf dieses Hilfsmittel nur besteht, soweit dieses für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung oder die funktionelle Angewöhnung notwendig ist (Art. 2 Abs. 2 HVI).
Gemäss Ziff.
5.07.2
*
(Härtefallregelung)
des Kreisschreibens über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (KHMI)
haben
d
ie Versicher
ten Anspruch auf eine einfache und zweckmässige, nicht auf die bestmög
liche Ver
sorgung. Die Pauschal
vergütung entspricht einer defi
nierten Geldleistung, wobei im Einzelfall die effektiven Kosten höher oder tiefer ausfallen können
(
Rz
. 2052*)
.
Die Härtefallregelung kann nur dann zur Anwendung kommen, wenn der Versorgungsaufwand und die daraus resultierenden Kosten eine
durch
schnittliche, einfache und zweckmässige Versorgung in unzumutbarer Weise
übersteigen. Voraussetzung ist, dass die versicherte Person einer Er
werbstätigkeit/Tätigkeit im Aufgabenber
eich nachgeht oder in Schulung/
Aus
bildung steht. Eine
Zusprache
der Härtefallregelung bedeutet, dass die
invalidi
tätsbedingten
Mehrkosten über dem Pauschalbetrag, indes immer noch im Rahmen einer einfachen und zweckmässigen Versorgung, durch die IV über
nommen werden können. Ein Antrag um Prüfung einer Härtefallregelung ist durch die versicherte Person bei der IV-Stelle einzureichen
(
Rz
. 2053*)
.
1.2.5
Das Pauschalsystem für die Hilfsmittelversorgung mit Hörgerät
en
gilt sowohl in der Invalidenversicherung als auch in der Altersversicherung
seit dem 1. Juli 2011
(
Rz
. 2016 KSHA und
Rz
. 2066 KHMI)
. Davor
wurde die Finanzierung für Hörgeräteve
rsorgungen durch einen Tarifver
trag mit
den
Akustikerverbänden
geregelt (vgl. das Faktenblatt des Bundesamtes für Sozial
versicherungen vom 25. Mai 2011
[
http://www.news.admin.ch/NSBSubscriber/message/attachments/24328.pdf
]).
2.
2.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
16. September
2014 erwog die
Be
schwer
degegnerin
,
seitens der Invalidenversicherung seien
dem Beschwerde
führer
zwei Hörgeräte zugesprochen worden, auf welche er weiterhin im Rah
men der Besitzstandsgarantie Anspruch habe.
Deshalb
sei
ihm m
it Mitte
ilung vom 19. Mai 2014
erneut
Kostengutsprache für zwei Hörgeräte erteilt
worden
.
E
in Anspruch
auf eine Hörgeräteversorgung im Rahmen eines Härtefalls habe
gegenüber der Invalidenversicherung nie bestanden
,
weshalb diesbezüglich auch
kein Besitzstand geltend gemacht werden könne
. Eine erstmalige
Zuspra
che
im AHV-Alter könne nicht erfolgen, da die Härtefallregelung in der AHV-Gesetz
gebung nicht vorgesehen sei (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer
im Wesentlichen vor, dass ihm
von der Invalidenversicherung
bloss deshalb keine Hörgeräteversorgung
im Rahmen eines Härtefalles zugesprochen worden sei, weil die Härtefallregelung vor seiner Pensionierung noch gar nicht existiert habe. Hätte eine solche bestanden, hätte er Anspruch gehabt, da er bereits seit Geburt am rechten Ohr stark hörbehindert sei. Es liege eine Ungleichbehandlung im Vergleich zu jüngeren Personen mit denselben Hörproblemen vor. Es werde Gleiches aufgrund nicht relevanter Kriterien (Alter beziehungsweise Zeitpunkt der Pensionierung vor Erlass der
Här
tefallregelung
) ungleich behandelt (Urk. 1).
3.
3.1
Die angefochtene Verfügung beinhaltet
die Abweisung eines
Leistungsbe
gehrens
auf Hörgeräteversorgung im Rahmen der Härtefallregelung (
Urk.
2). Gleich
zeitig gewährte die Beschwerdegegnerin mit Mitteilung vom
19. Mai 2014
allerdings
Kostengutsprache für
eine Hörgerätepauschale im Rahmen einer
Be
sitzstandsgarantie
(Urk. 7/19).
Auch wenn dieser Teil der Hilfsmittelversorgung nicht angefochten
wurde, so ist die Kostengutsprache
dennoch Teil des zu be
urtei
lenden Rechtsverhältnisses, näm
lich des Anspruchs auf
Hörgeräteversor
gung
. Die Mit
teilung vom
19. Mai
2014 ist demnach, we
nn auch nicht Teil des Streitge
genstande
s, als integraler Teil des
angefochtenen
Einspracheentscheids
vom
16. September 2014
zu beachten und damit der richterlichen Prüfu
ng un
terworfen.
3.2
Der Beschwerdeführer, welcher bereits
gegenüber der Invalidenversicherung
einen Anspruch auf eine Hilfsmittelversorgung
mit
einem Hörgerät
hatte
, hat gemäss der
Besitzstandsgarantie (E. 1.2.3)
weiterhin Anspruch auf die
höheren
Leistungen der IV.
A
us der Verfügung
der IV-Stelle
vom 27. März
2006
(Urk. 7/8)
geht
hervor,
dass die
Kostengutsprache für
eine monaurale (einseitige)
Ver
sorgung
mit
einem
Hörgerät
erteilt
wurde.
Der
damalige Experte,
Dr.
med.
Y._
,
Facharzt FMH für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten, hatte
in seinem Bericht vom 12. September 2005
die
Versorgung des linken Ohres
empfohlen
; der Beschwerdeführer sei seit Geburt auf der rechten Seite taub
(Urk. 7/4).
Dementsprechend erfolgte eine monaurale Versorgung (vgl. Urk. 7/6
/
2
„Indikation: IV mono“).
Die zugesprochenen Kosten von Fr. 2‘915.95
entspra
chen
denn auch
dem Maximalbetrag für eine monaurale Versorgung der
Indi
kationsstufe
3 (variabler Maximalpreis für das Hörgerät von Fr.
1'305.-- +
fixe Pauschale für die Dienstleistung
von Fr.
1'405.
-- zuzüglich Mehrwertsteuer von damals 7,6 % auf den genannten Beträgen von insgesamt Fr. 205.96 [vgl. Urteil
des
Bundesgerichts
I 233/05
vom 1. Februar
2006
]
).
3.3
Seit der Erstversorgung mit einem Hörgerät sind mittlerweile mehr als 6 Jahre verstrichen, sodass Anspruch auf ein neues Hörgerät besteht.
Dr.
med.
Z._
,
ebenfalls
Facharzt FMH für Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten,
erachtete in seiner Expertise vom 9. Mai 2014 die Voraussetzungen für eine
binaurale
Ver
sorgung als erfüllt
,
empfahl
aus nicht nachvollziehbaren Gründen
allerdings nur
eine monaurale Versorgung des linken Ohres
(Urk. 7/18
).
Einem Vergleich der beiden Expertisen von
Dr.
Y._
und
Dr.
Z._
lässt sich eine beachtliche Verschlechterung des Hörvermögens des Beschwerdeführers
entnehmen:
w
äh
rend
er
auf dem rechten Ohr unverändert
fast taub
ist, hat
sein Hörvermögen
nun
auch
auf dem linken Ohr deutlich
abgenommen
(
Urk. 7/4 und Urk. 7/18). Es ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwer
deführer i
n der Mitteilung vom 19. Mai 2014 (Urk. 7/19)
im Rahmen der
Be
sitzstandsgarantie
(vgl. E. 1.2.3
, insbesondere
Rz
. 2013 KSHA
)
Kostengutsprache für eine
binaurale
Hörgeräteversorgung (Ziff.
1
der Mitteilung
)
erteilte. Die
Be
schwerdegegnerin
wie
s
sodann in zulässiger Weise
darauf hin, dass
bei Bezug
nur
eines Hörgerätes
auch
bloss die
Pauschale für ein Hörgerät vergütet
werde (Ziff. 4
der Mitteilung
).
Sie
gab die Pauschalen in ihrer Mitteilung
sodann
kor
rekt wieder, weshalb darauf verwiesen werden kann (vgl. auch E. 1.2.4 bezie
hungsweise Ziff.
5.07
HVI
-Anhang
). Nach Vorlage der Rechnung(en)
durch den Beschwerdeführer
hat die
Beschwerdegegnerin
folglich
(sofern nicht bereits erfolgt)
darüber zu
befinden
, ob
die konkrete Hörgeräteversorgung einer monauralen oder einer
binaurale
n
Versorgung
entspricht.
Aufgrund der Schil
de
rungen des Beschwerdeführers
sowie seines Hörberaters
(
Urk. 7/20 und Urk. 7/22; vgl. auch die
in der Expertise
von Dr.
Z._
angegebenen Werte) ist allerdings davon auszugehen, dass er eine sogenannte
Cros
- oder
Bicros
-Ver
sorgung
und somit ein beidseitiges Hörsystem
benötigt
, was einer
binauralen
Hörgeräteversorgung entspricht
.
3.4
Die Beschwerdegegnerin erteilte dem Beschwerdeführer in der angefochtenen Verfügung keine Kostengutsprache für einen Härtefall
nach Ziff. 5.07.2
*
des HV
I-
Anhangs
im AHV-Alter.
D
ies er
weist sich im Ergebnis als korrekt.
In der AHV-Gesetzgebung existiert keine Härtefallregelung
für die
Hörgerätever
sor
gung
. In Frage käme somit einzig ein Anspruch aus Besitzstandswahrung.
Wie der Beschwerdeführer zu Recht be
merkt, bestand die sogenannte
Härtefall
regelung
im Jahr 2006, als
ihm
die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. März 2006 Kostengutsprache für eine
Hörgeräte
versorgung
erteilt hatte (Urk. 7/8), noch gar nicht; die Härtefallregelung wurde erst am 1. Juli 2011 mit der Abschaffung des Tarifvertrages und der Einführung des Pauschalsystems in der Invaliden
ver
sicherung eingeführt (E.
1.2.
5). Demge
mäss konnte die IV-Stelle dem Beschwer
deführer am 27. März 2006 auch noch keine Kostengutsprache für einen Härtefall erteilen. Bereits ab dem 1.
Septem
ber 2006 bezog der Beschwerde
führer s
chliesslich
eine Rente der AHV (Urk. 7/
9
).
Mit der Einführung des Pauschalsystems wurde die Vergütung der
Hörgeräte
versorgung
in der Invalidenversicherung umfassend neu geregelt. Damit wäre das neue Vergütungssystem der Invalidenversicherung grundsätzlich auch
zur Besitzstandswahrung
im Rahmen eines Anspruchs gegenüber der AHV umfas
send anwendbar.
Voraussetzung für den Erhalt des bisherigen Anspruchs ist allerdings, dass die massgebenden Voraussetzungen der Invalidenversicherung weiterhin erfüllt sind (
vgl. E. 1.2.3; insbesondere
Ziff. 5.57 HVA Anhang
und
Rz
. 1003
KSHA)
. Gemäss der in der Invalidenversicherung
seit dem 1. Juli 2011
gelten
den Härtefallregelung wird für deren Anwendung vorausgesetzt
, dass die
versi
cherte Person einer Erwerbstätigkeit/Tätigkeit im Aufgabenbereich nachgeht
ode
r in Schulung/
Ausbildung steht (E. 1.2.4).
Es wird somit bereits in der Inva
lidenversicherung zwischen dem
soeben beschriebenen
Personenkreis und sämt
lichen übrigen Personen, welche Anspruch auf eine Hörgeräteversorgung haben, unterschieden.
Die
Ungleichbehandlung
in der Invalidenversicherung
ergibt sich aus der Zweckbe
stimmung
der Hörgeräteversorgung und setzt sich somit im AHV-Alter fort. Damit
entfällt
grundsätzlich mit Wegfall der Zweckbestimmung im AHV-Alter auch eine
Besitzstandswahrung
in Bezug auf die
Härtefall
regelung
;
es sei denn, eine anspruchsberechtigte Person erfülle noch immer die erforderlichen Krite
rien
einer Erwerbstätigkeit
. Der Beschwerdeführer
, welcher
nach eigenen Angaben pensioniert ist
,
hat somit auch keinen Anspruch auf eine Härtefallregelung aus Besitzstand
.
4.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.