# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a50af11b-329c-4375-927c-36849bec2876
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1979 geborene
X._
arbeitete
seit
1.
Februar 2019
vollzeitlich
als
LKW-
Chauffeur
für die
Y._
GmbH
(Urk. 7/106)
und war bei der Suva obligatorisch unfallversichert, als
ihm
am 2
8.
Mai 2019 beim
Ent
laden
des LKW
ein circa 40 Kilogramm wiegender
verpackter Fernseher
auf
den rechten Arm
fiel und
diesen
verdrehte (Unfallmeldung vom
3.
Juni 2019,
Urk.
7/1
; U
rk.
7/8 S. 1
)
.
Der Versicherte begab sich
umgehend
ins Spital
Z._
(Urk. 7/8 S. 1), wo
eine
vollständige
Ruptur der
distalen
Bi
zepssehne
rechts
diagnostiziert
(Urk. 7/9)
und
ihm eine
vollständige
Arbeitsunfähigkeit attestiert
wurde
(Urk. 7/13 S. 2-3
,
Urk.
7/17 S. 1
).
Am 3.
Juni 2019 wurde der Versicherte
operiert
(
distale
Bizepssehnen-Reinsertion
;
Urk. 7/15 S. 1)
.
D
ie Suva erbrachte
vorerst
Versicherungsl
eistungen.
Vom 2
7.
Januar bis am
9.
März 2020 befand sich der Versicherte in ambulanter Rehabilitation in der Rehaklinik
A._
, in
deren
Austrittsbericht vom 1
7.
März 2020 eine
vollständige
Arbeitsfähigkeit
in leichter Tätigkeit attestiert wurde
(Urk. 7/96).
1.2
Nachdem neu eine Hyperintensität in der
Scapula
rechts mit Verdacht auf Knochenödem
,
eine SLAP-Läsion sowie eine AC-Gelenksarthrose in der rechten Schulter
diagnostiziert worden war
en
(
Urk.
7/95 S. 1
,
Urk. 7/114 S. 2
,
Urk.
7/115 S. 2
)
, verneinte die Suva m
it
Schreiben vom
3.
Juni 2020 (Urk. 7/
136 S. 1-2
)
so
wie hernach mit
Verfügung vom 1
6.
Juni 2020
einen
Leistungs
anspruch des Ver
sicherten
für geltend gemachte Beschwerden
der rechten Schulter
(Urk. 7/
147 S. 1-2)
. Dies gestützt auf die kreisärztliche
Aktenb
eurteilung vom
2.
Juni 2020 (
Urk.
7/133)
mit der Begründung, dass diese Beschwerden nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 2
8.
Mai 2019 zurückgeführt werden könnten
(Urk. 7/147 S. 1)
. Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft
.
1.3
Im weiteren Verlauf legte die Suva das Dossier erneut ihrem
Kreisarzt
Dr.
med. B._
, Facharzt
für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungs
apparates, vor, welcher am
2
2.
Juni 2020
Stellung nahm
(Urk. 7/154)
. Infolge
dessen
informierte die Suva den Versicherten
am 2
4.
Ju
n
i 2020
dahingehend, dass sie ihre
Taggeldl
eistungen per 3
1.
Juli 2020 einstellen werde, da
keine nam
hafte Besserung seines Gesundheitszustands mehr zu erwarten sei
und in an
gepasster Tätigkeit
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
bestehe
(Urk. 7/160).
Mit Verfügung vom
2.
Juli 2020
(Urk. 7/166)
verneinte die Suva den Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente, da keine Erwerbseinbuss
e von
mindestens 10 % vorliege, sondern lediglich eine dem vorgenommenen Leidens
abzug entsprechende von 5
%
.
Gestützt auf die kreisärztliche
Aktenb
eurteilung richtete sie dem Versicherten sodann keine Integritätsentschädigung aus. Da
gegen erhob der Versicherte am
2
7.
Juli 2020
Ein
sprache
(Urk. 7/180
S. 1-2)
, welche die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 12. Januar 2021 abwies (Urk. 7/
266
=
Urk.
2).
Mit Schreiben vom
4.
Januar 2021 lehnte die Suva sodann die Übernahme von Versicherungsleistungen - namentlich der Kosten des Eingriffs vom 1
4.
Januar 2021 - im Rahmen
eines
gemeldeten Rückfalls ab (Urk. 7/263 S. 1).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
2.
Januar 2021 erhob der Versicherte mit Eingabe vom
1
0.
Februar 2021 Beschwerde und beantragte, die Suva habe die Kosten und Aufwendungen für die Behandlung und Besserung der durch den Unfall vom 2
8.
Mai 2019 verursachten Beeinträchtigung einschliesslich aller bis
her entstandene
r
Aufwendungen und Kosten zu übernehmen. Des Weiteren sei sein tatsächlicher Verdienstausfall, der durch die Beeinträchtigung entstanden sei, unter Berücksichtigung des Lohns, welchen er mit der neuen
Anstellung
bei der
C._
GmbH
erhalten hätte, neu zu bewerten und gestützt darauf sein Rentenanspruch neu zu evaluieren (
Urk.
1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
4.
April 2021 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer am 2
0.
April 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Auf die Ausführungen der Parteien und die
eingereicht
en Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei den im Einzelnen in Abs. 2 auf
geführten Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind. Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie An
spruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (
Art.
18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
1.
2
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der
Integritäts
e
ntschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36
Verordnung über die Unfallversicherung (UVV)
Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden an
gemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
1.
3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Auch dem reinen Aktengutachten kann voller Beweiswert zukommen, sofern der Untersuchungsbefund lückenlos vorliegt, namentlich ein vollständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergibt, und zudem nicht umstritten
ist. Weiter sind unfallversicherungsintern eingeholte ärztliche Berichte dann nich
t zu berücksichtigen, wenn an der Richtigkeit der Schlussfolgerungen auch nur geringe Zweifel bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_724/2013 vom 31. März 2014 E. 4.2.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
führte
im angefochte
nen
Einspracheentscheid
vom 12.
Januar 2021
aus
,
in seiner angestammten Tätigkeit als Chauffeur
, im Rahmen derer er
schwere Waren ein- und ausladen
müsse
, sei
d
er
Beschwerdeführer
nicht mehr arbeitsfähig
. Hingegen könne er laut dem Bericht der Rehaklinik
A._
, dessen Ergebnisse auch vom Kreisarzt bestätigt worden seien, vollzeitlich eine leichtere Tätigkeit ausüben, bei welcher er den rechten Arm nicht belasten müsse, respektive ohne wiederholten Krafteinsatz des rechten Ellbogens sowie ohne repetitive häufige
Umwendbewegungen
des rechten Vorderarms (
Urk.
2 S. 3).
Am
2.
Dezember 2020 sei der Kreisarzt gestützt auf die medizinischen Dokumente zum Schluss gelangt, die Unfallfolgen seien unverändert geblieben.
Bei der daraufhin erfolgten Rentenprüfung habe sie d
as Invalideneinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne, Kompetenzniveau 1
, festgesetzt und wegen der bestehenden funktionellen Einschränkungen einen grosszügigen leidens
bedingten Abzug von 5
%
vorgenommen
(
Urk.
2 S. 4)
. Im Unfallzeitpunkt sei der Beschwerdeführer für die
Y._
GmbH tätig gewesen, habe
der
Arbeit
geberin
jedoch
bereits
am 1
7.
Mai 2019
- mithin vor dem Unfallereignis -
die Kündigung des Arbeitsverhältnisses in Aussicht gestellt
gehabt, weshalb für die Ermittlung des
Valideneinkommens
auf die Tabellenlöhne abzustellen sei
, i
n Ab
weichung von der zugrundliegenden Verfügung jedoch nicht auf das Total, sondern auf die Ziffern 49-5
2.
Ohnehin
resultiere
aber
kein Rentenanspruch.
Das vom Beschwerdeführer behauptete
Valideneinkommen
sei nicht rechtsgenügend erstellt (
Urk.
2 S. 5).
S
ein
en Erläuterungen, er habe im Zeitpunkt des Unfalls bereits mit einem anderen Arbeitgeber einen um 30
%
höheren Lohn vereinb
art gehabt, sei nicht zu folgen
. Zusammenfassend resultiere keine Erwerbseinbusse, oder nach der Berechnung der Sparte Versicherungsleistungen eine
solche
von lediglich 5
%
, weshalb kein Rentenanspruch bestehe (
Urk.
2 S. 5).
Des Weiteren stellte sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, laut der kreisärztlichen Beurteilung vom 2
2.
Juni 2020
liege im Lichte der klinischen und radiologischen
B
efunde keine erhebliche Schädigung vor, welche zum Anspruch auf eine Integritätse
ntschädigung führen würde (Urk.
2 S. 6).
2.2
Der Beschwerdeführer wandte hiergegen in seiner Beschwerde vom 1
0.
Februar 2021 zusammengefasst ein,
die Beschwerdegegnerin habe den tatsächlichen Gesundheitszustand seines rechten Arms aufgrund des Unfalls vom 2
8.
Mai 2019 nie berücksichtigt, obwohl dessen tatsächliche Verschlechterung, die Notwendig
keit einer Rehabilitationstherapie sowie seine Arbeitsunfähigkeit belegt seien
. Die motorische Einschränkung seines rechten Arms habe allmählich zugenommen und am 1
4.
Januar 2021 sei eine weitere Operation erforderlich geworden. Ent
gegen seinem Wunsch sei er vom Kreisarzt nie untersucht worden.
Zum
Validen
einkommen
führte er aus, er habe am
6.
Mai 2019 ein Jobangebot erhalten, mit der
C._
GmbH, vertreten durch Herrn
D._
, einen Arbeits
vertrag abgeschlossen und hätte dort sofort nach Ablauf seiner Kündigungsfrist beginnen können
. Die Beschwerdegegnerin habe einen auch von der Arbeit
geberin unterzeichneten Vertrag erhalten.
Des Weiteren machte er geltend, er müsse aufgrund des Unfalls täglich Schmerzmedikamente einnehmen, wobei die Beschwerdegegnerin die Kostenbeteiligung daran zu Unrecht verweigere
(
Urk.
1)
.
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort vom 1
4.
April 2021 fügte die Beschwerdegegnerin ergänzend an, die Voraussetzungen für eine Aktenbeurteilung seien erfüllt. Der Betriebsinhaber der
C._
GmbH habe bestritten, den vom Beschwerdeführer eingereichten Vertrag erstellt und unterzeichnet zu haben und
ausgeführt, er erziele
selber
einen geringeren Lohn als denjenigen, den der Beschwerdeführer für sich in Anspruch nehme
. Abschliessend
bemerkte
d
ie
Beschwerdegegnerin
, dass der per 14.
Januar 2021 anerkannte Rückfall nicht Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilde (
Urk.
6).
3.
3.1
Die Ärzte der Rehaklinik
A._
, wo sich der Beschwerdeführer vom 2
7.
Januar bis am
9.
März 2020 in ambulanter Rehabilitation befand, hielten in ihrem Aus
trittsbericht vom 1
7.
März 2020 fest, beim Austritt hätten noch ein Kraftdefizit des rechten Arms,
Hypästhesien
im Bereich der
Digiti
I und II der rechten Hand sowie
Dysästhesien
im Bereich der Narbe vorgelegen (Urk. 7/96 S. 1)
, d
ies zehn Monate nach einem Unfall mit distaler
Bicepssehnenruptur
rechts, welche operativ mittels drei
er
Fadenanker
reinseriert
worden sei (Urk. 7/96 S. 2). Das Ausmass der physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und
den
bildgebenden Abklärungen sowie den Diagnosen aus somatischer Sicht erklären
(Urk. 7/96
S. 3).
Aus unfallkausaler Sicht sei die schwere Tätigkeit als LKW-Chauffeur aktuell nicht mehr zumutbar. Hingegen könne eine leichte Tätigkeit ganztags ausgeübt werden. Dabei seien der wiederholte Krafteinsatz des rechten Ellbogens sowie repetitive häufige
Umwendbewegungen
des rechten Vorderarmes zu ver
meiden (Urk. 7/96 S. 2).
Hinsichtlich des medizinischen Prozedere
s
empfehle man eine Abschlusskontrolle beim Operateur
im Spital
Z._
unter Vorlage der aktuellen MR-Bilder
,
eine ambulante, physiotherapeutisch begleitete Medizinische Trainingstherapie
(MTT)
sowie die Fortsetzung des instruierten Heimprogramms zwecks weiterer Kräftigung der rechten Oberarmmuskulatur
(Urk. 7/96 S. 2).
3.
2
Am 2
4.
März 2020
konsultierte der Beschwerdeführer den Operateur
Dr.
med. E._
, Facharzt
für Chirurgie,
im Spital
Z._
. Dabei berichtete er
laut dem gleichentags verfassten Bericht
über eine Kraftzunahme des betroffenen Armes unter physiotherapeutischem Training, jedoch bei persistierender Kraft
minderung im Seitenvergleich
,
und
über krampfartige
Schmerzen im Oberarm bei stärkerer
Be
lastung (zum Beispiel beim B
e
nutzen einer Bohrmaschine). S
odann klag
te er über eine Kraftminderung beim Faus
t
schluss sowie bei
S
upinations
bewegung
en
(Urk. 7/89 S. 1).
Dr.
E._
attestierte dem Beschwerdeführer für den März 2020 eine unfallbedingte 100%ige Arbeitsunfähigkeit sowie für den April 2020 eine krankheitsbedingte (Urk. 7/89 S. 2).
Am
7.
April 2020 gab
Dr.
E._
zudem an, bei den vorliegenden Befunden sei keine chirurgische Intervention indiziert
. Die belastungsabhängige Schmerzsymptomatik sei weiter
hin physiotherapeutisch zu behandeln
(Urk. 7/94 S. 2).
3.
3
Der
Kreisarzt
Dr.
B._
gelangte am 2
2.
Juni 2020 gestützt auf die vor
handenen Akten zum Schluss, der versicherungsmedizinische Endzustand sei erreicht. Seit der durchgeführten Operation am Ellbogengelenk sei mehr als ein Jahr vergangen und die noch zu erwartende mögliche Besserung durch die weitere Heilbehandlung falle nicht ins Gewicht
. Es könne vollumfänglich auf das Zumutbarkeitsprofil der Rehaklinik
A._
abgestellt werden. Eine erhebliche und dauernde Schädigung der körperlichen Integrität sei dem Beschwerdeführer nicht entstanden
(Urk. 7/154
S. 7
-8
)
.
4.
4.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Ver
fügung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat.
Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Die Beschwerdegegnerin hatte sich weder in der
Verfügung vom
2.
Juli 2020 (
Urk.
7/166)
noch im
beschwerdeweise angefochtenen
Einspracheentscheid
zum vom Beschwerdeführer
im Sommer 2020
geltend gemachten Rückfall
zum Unfall vom 2
8.
Mai 2019
(vgl.
Urk.
7/198)
geäussert
,
weshalb
ihre
Auffassung zutrifft
, wonach d
ies
er nicht
zum Anfechtungs
gegenstand
des vorliegenden Verfahrens
gehört
(vgl. Urk. 6 S. 3
sowie
Urk.
7/263 S. 1
)
.
4.2
Der Fallabschluss hat in Form einer Verfügung zu erfolgen, wenn und solange die (weitere) Erbringung erheblicher Leistungen zur Diskussion steht (
BGE 132 V 412
E. 4, Art. 124 UVV
)
. Erlässt der Versicherer stattdessen nur ein einfaches Schreiben, erlangt dieses in der Regel jedenfalls dann rechtliche Verbindlichkeit, wenn die versicherte Person nicht innerhalb eines Jahres Einwände erhebt (
BGE 134 V 145
).
Der Zeitpunkt des Fallabschlusses wurde vom Beschwerdeführer sinngemäss in seiner Einsprache vom
2
7.
Juli 2020
mit
beanstandet, indem er
auch die fehlende Übernahme von Kosten der Heilbehandlung monierte (Urk. 7/180 S. 2, vgl. auch
Urk.
1 S. 2). Demnach sind im vorliegenden Verfahren nicht nur der Anspruch auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung, sondern auch der Zeit
punkt des Fallabschlusses zu überprüfen.
4.3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundes
gerichts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.1).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des
Begriffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Fest
stellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_64/2021 vom 14. April 2021 E. 3.2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3). Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen Aus
künfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose erfasst werden (Urteile des Bundes
gerichts 8C_682/2021 vom 13. April 2022 E. 5.1 und 8C_604/2021 vom 25. Januar 2022 E. 5.2, je mit Hinweisen).
4.4
Am
7.
April 2020 hielt der Operateur
Dr.
E._
fest, bei den vorliegenden Befunden sei keine chirurgische Intervention indiziert (Urk. 7/94 S. 2).
Empfohlen wurden noch eine ambulante, physiotherapeutisch begleitete
m
edizinische Trainingstherapie sowie die Fortsetzung des instruierten Heim
programms zwecks weiterer Kräftigung der rechten Oberarmmuskulatur (Urk. 7/96 S. 2) respektive die Weiterführung von Physiotherapie (Urk. 7/94 S. 2).
Dabei ging es laut
Dr.
E._
um eine Behandlung der belastungsabhängigen Schmerzsymptomatik (Urk. 7/94 S. 2)
. Sofern es sich dabei nicht um eine auf die Heilung des Gesundheitsschadens, sondern um eine auf die blosse Symptom
bekämpfung gerichtete Massnahme handelt, steht diese einem Fallabschluss rechtsprechungsgemäss nicht entgegen (Urteil des Bundesgerichts 8C_363/2020 vom 2
9.
September 2020 E. 4.1 mit Hinweis).
Jedenfalls fehlt es an konkreten Hinweisen darauf, dass durch eine weitere medizinische Massnahme eine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustands - beispielsweise in Form einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit - zu erwarten gewesen wäre.
Dass der Beschwerdeführer von weiterer Physiotherapie hätte profitieren können, genügt praxisgemäss nicht, um den Fallabschluss hinauszuzögern; respektive reichen
ärztlicherseits
vorgeschlagene Massnahmen in Form von Physio- und Ergo
therapie sowie Krafttraining
hierfür
praxisgemäss nicht
aus
(Urteile des Bundes
gerichts 8C_604/2021 vom 2
5.
Januar 2022 E. 9.2, 8C_682/2021
vom 13.
April 2022 E. 5.3.2, je mit Hinweis).
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass der mit einer Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen einhergehende Fallabschluss per Ende Juli 2020 zulässig war.
4.5
Die k
reisärztliche Beurteilung
vom
2
2.
Juni 2020
stützte
sich hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit
vollumfänglich
auf den Austrittsbericht der Rehaklinik
A._
vom 17. März 2020 (Urk. 7/154 S. 8).
Der genannte Bericht vom 1
7.
März 2020 (Urk. 7/96)
basiert auf während eines längeren Zeitraums von sechs Wochen gemachten Beobachtungen, auf den erhobenen Befunden (
Urk.
7/96 S. 7-8), auf durchgeführten Assessments (Urk. 7/96 S. 8-9) sowie einer MRI-Untersuchung (
Urk.
7/96 S. 10). Sodann berücksichtigten die berichtenden Ärzte
die
Vorakten
(Urk. 7/96 S. 4-6)
,
die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden (Urk. 7/96 S. 6)
sowie
die erhobene
Anamnese
(Urk. 7/96 S. 6-7)
.
Damit liegt ein lückenloser Untersuchungsbefund vor, welcher die Vornahme einer Aktenbeurteilung erlaubt.
Der Beschwerdeführer dringt daher mit seinem Begehren nach einer kreisärzt
lichen Untersuchung nicht durch.
D
ie von der Recht
sprechung gestellten formellen Voraussetzungen an ein beweiskräftiges Gutachten sind erfüllt (vgl. vorstehende E. 1.3).
Auch inhaltlich überzeugt die Beurteilung, wonach aufgrund des Kraftdefizits des rechten Arms (vgl.
Urk.
7/96 S. 1
und S. 7
)
sowie der bei bestimmten Belastungen auftretenden Schmerzen
und
der rascheren Ermüdung (
Urk.
7/96 S. 6-7) die an
gestammte schwere Tätigkeit
(vgl.
Urk.
7/
50 S. 1)
nicht mehr zumutbar ist, eine leidensadaptierte indes vollzeitlich
(Urk. 7/
96 S. 2).
Das Attest einer Arbeitsunfähigkeit durch
Dr.
med. F._
, Fachärztin für Neurochirurgie, in
ihrem
Bericht vom 2
7.
April 2020 erfolgte
ausschliesslich
aufgrund der neu
erhoben
en Befunde in der Schulter (Urk. 7/114 S. 2).
Hin
sichtlich der rechten Schulter wurde die natürliche Unfallkausalität
indes
mit unangefochten gebliebener Verfügung vom
1
6.
Juni 2020 verneint (vgl.
Ziff.
1.2 des Sachverhalts), weshalb diese Beurteilung keine
auch nur geringen
Zweifel an jener der Rehaklinik
A._
bezüglich der unfallbedingten Erwerbsfähigkeit zu erwecken vermag. Überdies attestierte auch
Dr.
E._
lediglich bis Ende März 2020 eine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit (Urk. 7/94 S. 2).
4.6
Die Erheblichkeit eines Integritätsschadens ist zu bejahen
, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augen
fällig oder stark beeinträchtigt wird
(E. 1.2 vorstehend). Dies
wäre
beispielsweise beim Verlust von Gliedmassen
oder Organen
, beim Eintritt einer B
lindheit,
einer Para- oder
Tetraplegie
der Fall (vgl. Anhang 3
UVV).
Auch eine deutliche
Funktionsstörung des Ellbogens wie etwa eine stark eingeschränkte Beweglich
keit (vgl.
Suva-
T
abelle 1,
Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten
) aufgrund des Unfallereignisses
könnte zu einer Integritäts
entschädigung führen,
wurde vorliegend
indes
nicht
dauerhaft
beschrieben.
Über
dies müsste der Integritätsschaden mindestens 5
%
des Höchstbetrages des ver
sicherten Verdienstes ergeben, damit er zu entschädigen wäre (Ziffer 2 von An
hang 3).
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin dem Beschwerdeführer gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung
durch
Dr.
B._
vom 2
2.
Juni 2020 (Urk. 7/154 S. 8) keine Integritätsentschädigung zugesprochen hat.
5.
5.1
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
5.2
5.2.1
Am von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen
Einkommensvergleich
(Urk. 2 S. 4-5) beanstandet der Beschwerdeführer,
dass nicht berücksichtigt worden sei, dass er im Gesundheitsfall
eine besser bezahlte Erwerbstätigkeit a
ufgenommen hätte. Herr
D._
habe den Arbeitsvertrag
für die
C._
GmbH
bereits unterzeichnet gehabt
(Urk. 1, Urk. 3/4).
5.
2.2
Die Beschwerdegegnerin führte hingegen aus, der eingereichte Arbeitsvertrag sei nur vom Beschwerdeführer und nicht auch vom angeblichen Arbeitgeber unter
zeichnet. Letzterer habe am 2
1.
August 2020 ihr gegenüber angegeben, hierfür hätte der Beschwerdeführer 50 und nicht
wie im Vertrag aufgeführt 40
Stunden pro Woche arbeiten müssen. Am 1
7.
September 2020 habe Herr
D._
erklärt, im Lohn von Fr. 6'800.-- pro Monat respektive
Fr.
81'600.-- pro Jahr (12 x Fr. 6'800.--) seien nicht nur der dreizehnte Monatslohn sowie monatliche Spesen von Fr. 1'050.-- und ein eventueller Bonus enthalten, sondern auch alle zusätz
lich zu leistenden Arbeitsstunden. Die Lohnangaben seien falsch und realitäts
fern. Er würde jemandem ohne Qualifikationen und ohne fundierte Deutsch
kenntnisse keinen solchen Lohn ausrichten und er wolle nichts mehr zu tun haben mit dem Beschwerdeführer (
Urk.
2 S. 5).
5.3
Aus den Akten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer das Arbeitsverhältnis mit der
Y._
GmbH
am 1
7.
Mai 2019 sinngem
äss gekündigt hat (Urk. 7/108). Im August 2020 reichte der Beschwerdeführer
die letzte Seite
des
angeblichen
Arbeitsv
ertrag
s
mit der
C._
GmbH
vom
6.
Mai 2019
ohne Unterschrift seitens der angeblichen
zukünftigen
Arbeitgeberin ein (
Urk.
7/184 S. 2).
Im September 2020 reichte die
C._
GmbH den
selben Vertrag vollständig und zusätzlich
- soweit erkennbar -
mit dem Namen
«
D._
»
für die
C._
GmbH
unterzeichnet ein
(
Urk.
7/206)
,
wobei Herr
D._
der Beschwerdegegnerin
zuvor am 2
1.
August 2020
mitgeteilt
hatte, der Lohn gelte für 50 und nicht
wie im Vertrag aufgeführt für 40 Stunden pro Woche (Urk.
7/200).
Am 1
7.
September 2020 gab
D._
an, der Beschwerdeführer hätte e
i
nen AHV-pflichtigen Lohn von Fr. 5'750.-- pro Monat respektive Fr. 69'000.-- pro Jahr erzielt (Urk. 7/213 S. 1).
Im weiteren Verlauf
bestritt
D._
am 17. September 2020
, d
ies
en Arbeitsvertrag
überhaupt
erstellt oder
unterzeichnet zu haben
. Vielmehr gab er an, die
Angelegenheit aus Zeitgründen
dem Beschwerdeführer zur Bearbeitung übergeben zu haben
. Die Lohnangaben seien illusorisch und falsch. Zudem sei auch der Vertrag falsch. Wenn er Verträge erstelle, notiere er immer auch die gesetzlichen Bestimmungen, welche hier fehlten. Auch die Firmenunterschrift auf dem Vertrag stamme nicht von ihm
(Urk.
7/
214
)
.
Anlässlich eines weiteren Telefongesprächs bekräftigte
Herr
D._
am 28. September 2020
, der angegebene Lohn von
Fr.
6'800.-- stimme nicht. Nicht einmal er als Betriebs
inhaber verdiene so viel. Er zahle sicher nicht jemandem, der keine Ausbildung habe und nicht richtig Deutsch könne,
einen solchen Lohn
(Urk. 7/
218
).
In den Jahren 2018 und 2019 betrug der höchste von der
C._
GmbH unfallversicherte Jahreslohn Fr.
63'600.-- (Urk. 7/208
und
Urk.
7/209 S. 1), wobei es sich um den Lohn des einzigen Gesellschafters und Geschäfts
führers
D._
handelt (vgl. Auszug aus dem Handelsregister des Kantons Zürich
[im Internet abrufbar]
und
Urk.
7/209 S. 3)
.
5.4
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung an
gepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die
bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (vgl. BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1; vgl. auch
Rumo-Jungo
/Holzer, in:
Murer
/Stauffer [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundes
gerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfall
versicherun
g, 4.
Aufl
age
2012, S.
127
).
Hätte die versicherte Person ihre bisherige Stelle auch ohne den Unfall in der Zeit bis zum Rentenbeginn verloren, so sollte nur in Ausnahmefällen (namentlich dann, wenn beide Vergleichseinkommen auf dieser Basis ermittelt werden können) auf unverbindliche
Salärempfehlungen
von Branchenverbänden ab
gestellt werden. Denkbar ist demgegenüber, dem
Valideneinkommen
gesamt
arbeitsvertraglich festgesetzt Löhne zu Grund
e
zu legen; bei deren Verwendung ist allerdings zu beachten, dass diese mehr oder weniger stark unter den in einer Branche durchschnittlich bezahlten Löhnen liegen können und oftmals Minimal
löhne darstellen. Liegen keine entsprechenden Daten vor, so kann auf die Zahlen der
vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohn
strukturerhebung (LSE)
zurückgegriffen werden
(
Rumo-Jungo
/Holzer, a.a.O., S. 128
mit Hinweisen
).
5.5
Mit Blick auf die gesamte Lohnsituation in der
C._
GmbH sowie angesich
ts der Äusserungen von
D._
steht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall
nicht
zu den von ihm geltend gemachten Konditionen für die
C._
GmbH arbeiten würde. Daher hat die Beschwerdegegnerin zu Recht auf die LSE abgestellt (vgl. vorstehende E. 5.4 am Ende).
Das
von der Beschwerdegegnerin
angenommene
Valideneinkommen
von Fr. 68'992.-- (Urk. 7/166 S. 2
, vgl. auch
Urk.
7/163 S. 2
) respektive
von
monatlich Fr. 5'295.-- (
Urk.
2 S. 5), was bereits ohne Anpassung an die Nominallohn
entwicklung sowie ohne Hochrechnung auf die branchenübliche wöchentliche Arbeitszeit einen Jahreslohn von Fr. 63'540.-- ergibt, ist mit Blick auf den Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers (IK-Auszug; Urk. 7/129
S. 2
) als realistisch zu bewerten. Dessen exakte Höhe kann
offen bleiben
, da
- im Ver
gleich zum auf identischer Basis berechneten Invalideneinkommen -
selbst beim ursprünglich
unter Annahme eines 5%igen Leidensabzugs
berechneten Invaliditätsgrad von 5
%
kein Anspruch auf eine Invalidenrente resultiert.
Gleiches gölte für den Fall, dass
man auf die Angabe von
D._
abstellen würde, wonach das Bruttojahreseinkommen Fr. 69'000.-- und somit
un
wesentlich
mehr betragen hätte (Urk. 7/213 S. 1).
Folglich hat die Beschwerdegegnerin bei einem Invaliditätsgrad von 0
%
oder
(gegebenenfalls gerundet)
5
%
(vgl.
Urk.
2 S. 5) zu Recht den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente verneint.
All dies führt zur Abweisung der Beschwerde.