# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 80e58f2e-aae7-4b96-9795-6d3c403ef830
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Die I. Beschwerdekammer hält fest, dass
- die Bundesanwaltschaft gegen C., die A. AG und die B. S.A., Frankreich, ein gerichtspolizeiliches Ermittlungsverfahren eröffnet hat wegen des  der ungetreuen Geschäftsbesorgung (Art. 158 StGB), der  fremder Amtsträger (Art. 322septies StGB), der qualifizierten  (Art. 305bis Ziff. 2 StGB) und der Verantwortlichkeit des  (Art. 102 StGB);
- die Bundesanwaltschaft in genanntem Verfahren verschiedene  durchgeführt hat; u.a. am 20. September 2010 D. befragte; der an der Einvernahme anwesende Rechtsvertreter der Beschwerdeführer –  Wernli – beantragt hat, D. als Auskunftsperson und nicht als Zeuge einzuvernehmen; der Verfahrensleiter diesem Antrag jedoch nicht  (act. 1.3);
- die A. AG und die B. S.A. daher am 24. September 2010 mit einer Be-
schwerde an die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gelangt sind und beantragen, D. nicht als Zeuge zu befragen, solange er nicht als Beschuldigter einvernommen werde; sie zudem verlangen, der  die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen (act. 1 bzw. BP.2010.51 + BP.2010.53 act. 1);
- die Bundesanwaltschaft in ihrer Stellungnahme zum Gesuch betreffend
aufschiebende Wirkung beantragt, auf die Beschwerde sei nicht ; sofern darauf eingetreten werde, sei das Gesuch um aufschiebende Wirkung abzuweisen; die A. AG und die B. S.A. darüber am 5. Oktober 2010 in Kenntnis gesetzt wurden (BP.2010.51 + BP.2010.53 act. 3, 4);

## Considerations

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass
- gegen Amtshandlungen und wegen Säumnis der Bundesanwaltschaft die Beschwerde nach den Verfahrensvorschriften der Art. 214 ff. BStP an die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zulässig ist (Art. 105bis Abs. 2 BStP i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. a SGG und Art. 9 Abs. 2 des  vom 20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht; SR 173.710);
- eine Beschwerde gegen Amtshandlungen des Bundesanwalts innert fünf
Tagen seit deren Kenntnis durch den Beschwerdeführer einzureichen ist (Art. 217 StPO);
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- sich die Frage stellt, ob die Beschwerdefrist vorliegend gewahrt worden ist, wurde D. laut Beschwerdegegnerin doch bereits als Zeuge vorgeladen und am 23. August 2010 erstmals als solcher befragt; der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer offenbar bereits damals Einwände dagegen erhob, aber anschliessend keine Beschwerde einreichte (act. 1.3 Zeile 29-32; BP.2010.51 + BP.2010.53 act. 3);
- diese Frage vorliegend offen bleiben kann, da sich die Beschwerde als so-
fort unbegründet erweist (vgl. nachfolgend);
- die zuständige Strafbehörde darüber entscheidet, ob eine Person als Zeu-
ge, Auskunftsperson oder Beschuldigter zu befragen ist; dieser Entscheid aufgrund der im Zeitpunkt der Befragung bestehenden Sach- und  getroffen wird; der Einzuvernehmende sich zur Art der Einvernahme zwar äussern kann, er aber kein Wahlrecht hat (SCHMID, Strafprozessrecht, 4. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2004, N. 659h; SCHMID, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 2009, N. 920; /HANSJAKOB/LIEBER, Kommentar zur Schweizerischen , Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 178 N. 10 – 13);
- der Verfahrensleiter vorliegend entschieden hat, D. als Zeuge zu befragen,
er an diesem Entscheid auch nach den Vorbringen des Rechtsvertreters der Beschwerdeführer festgehalten hat (act. 1.3);
- sich die Beschwerde nach dem Gesagten gemäss Art. 219 Abs. 1 BStP als
sofort unbegründet erweist und demnach abzuweisen ist;
- das Gesuch um aufschiebende Wirkung somit gegenstandslos wird;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführer als  Partei die Kosten zu tragen haben (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m. Art. 66 Abs. 1 BGG), wobei die Gerichtsgebühr auf Fr. 500.-- festzusetzen ist (Art. 245 Abs. 2 BStP und Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht; SR 173.711.32), unter Verrechnung des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 3'000.--; die Bundesstrafgerichtskasse anzuweisen ist, den Beschwerdeführern den Restbetrag von insgesamt Fr. 2'500.-- zurückzuerstatten.
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