# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c9283532-4355-43b9-9ed3-77aa3f8ceaea
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Abänderung Scheidungsurteil (vorsorgliche Massnahme)
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgerichts Hinwil vom 6. Februar 2014 (FP130019-E)
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Rechtsbegehren: (Urk. 7/52 = Urk. 4/1, sinngemäss)
Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirkes Hinwil bzw. der  seien per sofort anzuweisen, Reisedokumente (Pass und ID) für die  C._ erstellen zu lassen und der Klägerin auszuhändigen.
Verfügung des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am  Hinwil vom 6. Februar 2014:
(Urk. 2 S. 4)
"1. Das Begehren der Klägerin um Erlass vorsorglicher resp. superprovisorischer Mass-
nahmen wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2. Schriftliche Mitteilung an die Parteien (vorab per Fax), an den Beklagten unter Beila-
ge einer Kopie der Eingabe der Klägerin vom 27. Januar 2014.
3. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen von der Zustellung an in
je einem Exemplar für das Gericht und für jede Gegenpartei sowie unter Beilage die-
ses Entscheids beim Obergericht des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach 2401,
8021 Zürich, erklärt werden. In der Berufungsschrift sind die Anträge zu stellen und
zu begründen. Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.
Die gesetzlichen Fristenstillstände gelten nicht (Art. 145 Abs. 2 ZPO i.V.m. Art. 248
lit. d ZPO)."
Berufungsanträge:
der Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 1 ff. sinngemäss):
Die vorinstanzliche Verfügung vom 6. Februar 2014 sei aufzuheben und das  um Anordnung vorsorglicher Massnahmen sei gutzuheissen.
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## Considerations

Erwägungen:
1.1 Die Parteien stehen seit dem 30. August 2013 vor Vorinstanz in einem Verfahren betreffend Abänderung des Scheidungsurteils vom 17. Oktober 2011
(Urk. 7/1).
1.2 Mit Schreiben vom 27. Januar 2014 stellte die Berufungsklägerin und Klägerin (fortan Klägerin) vorgenanntes Begehren (Urk. 7/52 = Urk. 4/1), welches
die Vorinstanz mit Urteil vom 6. Februar 2014 abwies, soweit sie darauf eintrat
(Urk. 2 = Urk. 7/54).
1.3 Hiergegen erhob die Klägerin mit Eingabe vom 10. Februar 2014 ( Poststempel, eingegangen am 12. Februar 2014) innert Frist Berufung mit
vorgenannten Anträgen (Urk. 1).
2.1 Die Klägerin ist der Ansicht, dass ihre Eingabe vom 27. Januar 2014 nicht in das bei der Vorinstanz pendente Verfahren betreffend Abänderung des
Scheidungsurteils vom 29. Februar 2012 (Geschäfts Nr. FP130019-E) hätte ein-
gegliedert werden sollen, habe sie doch elf Tage vor den Sportferien und damit
früh genug das Gesuch um superprovisorische Ausstellung von Pass und Identi-
tätskarte für die Tochter C._ eingegeben (Urk. 1 S. 3). Das Gesuch der Klä-
gerin beschlägt die Ausgestaltung des persönlichen Verkehrs zwischen ihr und
der Tochter C._ im weiteren Sinne, weshalb nach Art. 134 Abs. 4 a.E. ZGB
grundsätzlich die Kindesschutzbehörde zuständig wäre, über das Gesuch zu ent-
scheiden. Die Zuständigkeit der Vorinstanz ist nur und einzig im Rahmen des bei
ihr hängigen Abänderungsverfahrens gegeben, weil u.a. die Änderung der elterli-
chen Sorge Gegenstand des Abänderungsverfahrens ist (Urk. 7/15). Die Vo-
rinstanz hat daher zu Recht das Massnahmenbegehren in das bei ihr hängige
Abänderungsverfahrens integriert.
2.2.1 Sodann bringt die Klägerin sinngemäss vor, dass sich die Vorinstanz eine Rechtsverzögerung habe zu Schulden kommen lassen, da sie den relevan-
ten Zeitraum von 11 Tagen vor Ferienbeginn erneut ungenutzt habe verstreichen
lassen. Dabei habe die Vorinstanz genügend Zeit gehabt, ihr den Entscheid vor
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Beginn der Ferien zuzustellen, nachdem sie diesen superprovisorisch beantragt
und der Vorinstanz mitgeteilt habe, dass sie mit C._ vom 10. bis zum
21. Februar 2014 in die Sportferien fahren wolle (Urk. 1 S. 4).
2.2.2 Die Klägerin verlangte die Ausstellung und Aushändigung des  und der Identitätskarte der Tochter C._ explizit für den Zeitraum der
Ferien vom 10. bis zum 21. Februar 2014 (Urk. 7/52 S. 2). Diese Ferien sind im
heutigen Zeitpunkt verstrichen. Aus diesem Grund fehlt es der Klägerin am
Rechtsschutzinteresse bezüglich der explizit für diese Ferien beantragten Reise-
dokumente. Entsprechend ist das Berufungsverfahren gegenstandslos geworden,
weshalb es abzuschreiben ist (vgl. Art. 59 Abs. 2 lit. a ZPO und Art. 242 ZPO).
2.2.3 Lediglich der Vollständigkeit halber bleibt die Klägerin darauf , dass sich ein separater Entscheid über das Dringlichkeitsbegehren (su-
perprovisorische Anordnung) erübrigt, wenn es generell an den Voraussetzungen
zum Erlass vorsorglicher Massnahmen fehlt. In solchen Fällen kann direkt zum
Endentscheid auf Abweisung des Gesuchs um Anordnung vorsorglicher Mass-
nahmen geschritten werden (J. Zürcher in: DIKE-Komm-ZPO, Zürich/St. Gallen
2011, Art. 265 N 14). Damit aber ist am Vorgehen der Vorinstanz nichts auszu-
setzen, kam sie doch zum Schluss, dass vorliegend kein Anlass zur Anordnung
einer vorsorglichen Massnahme bestehe (Urk. 2 S. 3). Damit wäre die Berufung
selbst dann abzuweisen gewesen, wenn das Rechtsschutzinteresse zu bejahen
gewesen wäre. Im Übrigen würden auch die weiteren Ausführungen der Klägerin
den Anforderungen an eine Berufungsbegründung nicht zu genügen vermögen,
wären doch die Behauptungen in analoger Anwendung von Art. 221 ZPO be-
stimmt und vollständig aufzustellen und die Berufungsklägerin hätte sich mit den
Entscheidgründen im angefochtenen Entscheid auseinanderzusetzen (BGE 138
III 213 E. 2.3; BGer 4A_659/2011 vom 7. Dezember 2011, E. 3; Reetz/Theiler, in:
Sutter-Somm/Hasenböhler/Leuenberger, Kommentar zur Schweizerischen Zivil-
prozessordnung (ZPO), 2. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2013, Art. 311 N 36; Ivo W.
Hungerbühler, DIKE-Komm-ZPO, a.a.O., Art. 311 N 10 ff.). Dies aber hat die Klä-
gerin gerade nicht getan. Insbesondere hat sie sich nicht mit den Erwägungen der
Vorinstanz auseinandergesetzt, wonach sie nicht darlege, inwiefern sich die Situa-
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tion seit Dezember 2013 geändert haben sollte. Damit sei nicht einzusehen, wes-
halb vom Entscheid vom 17. Dezember 2013 im heutigen Zeitpunkt abzurücken
sei. Vielmehr wiederholt die Klägerin das bereits vor Vorinstanz Vorgetragene und
begnügt sich lediglich mit pauschaler Kritik bzw. tätigt Ausführungen zum Verfah-
ren vor der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde, welche für das vorliegende
Beschwerdeverfahren jedoch irrelevant sind.
3.1 Bei diesem Ausgang des Berufungsverfahrens sind die Kosten mit Blick auf die vorangehenden Erwägungen (Ziff. 2.2.3) der Klägerin aufzuerlegen
(Art. 106 Abs. 1 ZPO in Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 lit. e ZPO). Diese sind in
Anwendung von § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG in Verbindung mit § 5 Abs. 1 GebV
OG und § 8 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 800.– festzusetzen.
3.2 Dem Beklagten und Berufungsbeklagten (fortan Beklagter) ist mangels relevanter Umtriebe im Berufungsverfahren keine Parteientschädigung zuzuspre-
chen (vgl. Art. 95 Abs. 3 ZPO).