# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** eea732ee-efa5-45fd-be63-74aa5b5858d6
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ M., geb. 1986, Staatsangehörige von Bosnien und Herzegowina, heiratete am
27. Dezember 2007 in ihrem Heimatstaat den in der Schweiz niedergelassenen, in
Altstätten wohnhaften Landsmann O. Am 28. März 2008 reiste sie in die Schweiz ein. In
der Folge erteilte ihr das Ausländeramt eine Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des
Familiennachzugs.
Am 23. September 2008 verliess die Ehefrau den gemeinsamen Haushalt. Am
26. September 2008 reichte der Ehemann in Bosnien und Herzegowina eine
Scheidungsklage ein. Am 16. Oktober 2008 beantragte die Ehefrau beim
Kreisgerichtspräsidium Rheintal Eheschutzmassnahmen.
Nachdem M. dem Ausländeramt auf Anfrage mitgeteilt hatte, dass sich ein vom
Ehemann angestrengtes Ehescheidungsverfahren wegen ihrer Schwangerschaft
verzögere, verlängerte das Ausländeramt die Aufenthaltsbewilligung der Ehefrau bis
27. März 2010.
Am 5. Februar 2009 gebar M. in St. Gallen den Sohn Miralen. Daraufhin reichte sie dem
Ausländeramt ein Schreiben eines Rechtsanwalts aus Bosnien und Herzegowina ein,
wonach gemäss dortigem Recht ein Ehegatte kein Recht auf eine Scheidungsklage
während der Schwangerschaft und bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres des
Kindes habe und eine Ehescheidung frühestens im Jahr 2012 möglich sein werde.
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Mit Verfügung vom 15. April 2009 widerrief das Ausländeramt die
Aufenthaltsbewilligung von M. und setzte ihr eine Frist bis 30. Juni 2009, um
zusammen mit ihrem Sohn die Schweiz zu verlassen. Zur Begründung wurde
angeführt, die eheliche Gemeinschaft bestehe nicht mehr. Zudem habe die
Ehegemeinschaft weniger als drei Jahre gedauert, und weder die behauptete häusliche
Gewalt noch die geltend gemachte Gefährdung der Wiedereingliederung im
Herkunftsland sei glaubhaft gemacht, weshalb die Voraussetzungen für einen Verbleib
in der Schweiz trotz Trennung nicht gegeben seien.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob M. mit Eingabe ihrer
Rechtsvertreterin vom 30. April 2009 Rekurs, der vom Sicherheits- und
Justizdepartement mit Entscheid vom 12. Mai 2010 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 1. und 25. Juni 2010 erhob M.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Entscheid des Sicherheits-
und Justizdepartements vom 12. Mai 2010 sei aufzuheben und es sei von einem
Widerruf der Aufenthaltsbewilligung abzusehen bzw. die Aufenthaltsbewilligung sei zu
verlängern, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im
wesentlichen vorgebracht, die Beschwerdeführerin habe sich von ihrem Ehemann
getrennt, weil sie während der Ehe Opfer ihres gewalttätigen Ehemannes geworden sei.
Die Beratungsstelle gewaltbetroffene Frauen habe in ihrer Stellungnahme vom 26. März
2009 aufgezeigt, dass die Beschwerdeführerin durch ihren Ehemann und ihre
Schwiegereltern gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt gewesen sei. Aus diesem Grund
sei die Beschwerdeführerin auch ins Frauenhaus eingetreten. Die Beratungsstelle
gewaltbetroffene Frauen habe die Schilderungen der Beschwerdeführerin als glaubhaft
gewürdigt; die Sozialarbeiterin der Beratungsstelle sogar als sehr glaubwürdig. Darauf
sei abzustellen. Es sei daher kein Grund ersichtlich, an den behaupteten Übergriffen zu
zweifeln. Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden

## Considerations

Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 7. Juli 2010 unter Hinweis auf
den angefochtenen Entscheid die Abweisung der Beschwerde.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 1. und 25. Juni
2010 wurden rechtzeitig eingereicht und entsprechen formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist daher einzutreten.
2. Die Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin lief am 27. März 2010 ab. Der
Widerruf der Bewilligung wurde damit gegenstandslos. Die Vorinstanz prüfte in der
Folge zu Recht, ob die Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
rechtmässig ist. Eine unterschiedliche Beurteilung ergibt sich daraus nicht. Dies wird in
der Beschwerde denn auch zu Recht nicht geltend gemacht.
2.1. Ausländische Ehegatten und ledige Kinder unter achtzehn Jahren von Personen
mit einer Niederlassungsbewilligung haben Anspruch auf Erteilung und Verlängerung
der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen. Nach einem
ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren haben die
Ehegatten Anspruch auf Erteilung der Niederlassungsbewilligung (Art. 43 Abs. 1 und 2
des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer, SR 142.20, abgekürzt
AuG).
Art. 49 AuG bestimmt, dass das Erfordernis des Zusammenwohnens nach Art. 42 bis
44 AuG nicht besteht, wenn für getrennte Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht
werden und die Familiengemeinschaft weiterbesteht. Nach Art. 50 Abs. 1 AuG besteht
nach Auflösung der Familiengemeinschaft der Anspruch des Ehegatten und der Kinder
auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung nach Art. 42 und 43 AuG
weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden hat und eine
erfolgreiche Integration besteht (lit. a) oder wenn wichtige persönliche Gründe einen
weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b). Wichtige persönliche
Gründe im Sinne von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG können namentlich vorliegen, wenn die
Ehegattin oder der Ehegatte Opfer ehelicher Gewalt wurde und die soziale
Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG).
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2.2. Fest steht, dass sich die Eheleute am 23. September 2008 trennten. Die eheliche
Gemeinschaft seit der Einreise der Ehefrau in die Schweiz am 28. März 2008 dauerte
somit weniger als ein halbes Jahr. Einen Anspruch auf Aufenthalt nach Auflösung der
Familiengemeinschaft nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG kann die Beschwerdeführerin somit
nicht geltend machen. Auch bestehen keine wichtigen Gründe für getrennte Wohnsitze
im Sinn von Art. 49 AuG, da von einem Weiterbestand der Familiengemeinschaft nicht
gesprochen werden kann. Wohl sieht Art. 76 der Verordnung über Zulassung,
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201) vor, dass wichtige Gründe im Sinn von
Art. 49 AuG unter anderem auch in der vorübergehenden Trennung wegen erheblicher
familiärer Probleme bestehen können. Im Streitfall kann allerdings nicht von einer
vorübergehenden Trennung gesprochen werden; aufgrund der nunmehr über zwei
Jahre andauernden Trennung und der Einreichung einer Scheidungsklage durch den
Ehemann ist davon auszugehen, dass die Trennung endgültig ist.
2.3. Die Beschwerdeführerin beruft sich darauf, sie sei Opfer häuslicher Gewalt
geworden, und die soziale Wiedereingliederung in ihrem Herkunftsland erscheine stark
gefährdet. Sie beruft sich auf eine Stellungnahme der Beratungsstelle gewaltbetroffene
Frauen vom 26. März 2009. In dieser Stellungnahme wird ausführlich beschrieben, wie
die Beschwerdeführerin der Sozialarbeiterin der Beratungsstelle ihre Situation
geschildert habe. Abschliessend hält die Sozialarbeiterin folgendes fest:
"Frau M. schilderte die erlebte Gewalt sehr glaubwürdig. Frau M. leidet sehr unter den
Auswirkungen der Gewalt und zeigt Anzeichen einer Traumatisierung. Sie musste sich
vor-übergehend einer ambulanten psychiatrischen Behandlung unterziehen. Die
Gefährdung durch die Ursprungsfamilie, vor allem durch den Vater, ist unserer
Einschätzung nach sehr Ernst zu nehmen. Bei einer allfälligen Rückkehr ins Heimatland
wäre keine Lebensgrundlage für Frau M. und ihren Sohn gegeben und die Sicherheit
nicht gewährleistet.
Aufgrund der erlebten Gewalt durch den Ehemann und dessen Familie und aufgrund
der Gefährdungssituation im Heimatland erachten wir einen weiteren Aufenthalt in der
Schweiz als notwendig. Wir ersuchen Sie deshalb, die besonderen Gründe zu
berücksichtigen und vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung abzusehen. Zur Klärung
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der Gefährdungssituation im Heimatland könnte eine Sozialabklärung der
Ursprungsfamilie herangezogen werden."
Die Vorinstanz erwog, Misshandlungsvorwürfe dürften nicht leichthin zur Verlängerung
der Aufenthaltsbewilligung nach Auflösung der Ehe führen. Es seien konkrete Hinweise
erforderlich, dass derjenige Ehegatte, der sich darauf berufe, vom anderen misshandelt
worden sei. Verbale, tätliche und andere Angriffe müssten sodann so massiv sein, dass
die Fortführung der ehelichen Gemeinschaft für den davon betroffenen Ehegatten
unzumutbar werde. Die Beschwerdeführerin habe kein Strafverfahren gegen den
Ehemann eingeleitet. Von der Ärztin, die das Frauenhaus benachrichtigt habe, fehle
eine Aussage über körperliche Folgen von Gewalt. Gewalt gegen die
Beschwerdeführerin sei nicht belegt, geschweige denn Gewalt der erforderlichen
Intensität. Die Ausführungen der Beratungsstelle würden nicht auf eigenen
Feststellungen beruhen, sondern auf den Schilderungen der Beschwerdeführerin. Für
den Nachweis häuslicher Gewalt reiche dies nicht aus. Ein Bericht des Frauenhauses
sei zwar ein mögliches Indiz. Als einziges Indiz genüge ein solcher Bericht aber nicht,
um eheliche Gewalt hinreichend glaubhaft zu machen. Die Einschränkung der
Bewegungsfreiheit und die Verpflichtung zur Haushaltführung seien im übrigen kein
Ausdruck von ehelicher Gewalt. Auch seien die behaupteten Drohungen der
Familienangehörigen des Ehemannes nicht bewiesen.
Das Verwaltungsgericht erachtet die Beurteilung der Vorinstanz im Ergebnis als
zutreffend. Wohl bildet der Bericht der Beratungsstelle gewaltbetroffene Frauen ein
Indiz für die darin geschilderten Tatsachen. Der Bericht der Beratungsstelle erscheint
aber sehr undifferenziert. Es werden alle denkbaren negativen Verhaltensweisen des
Ehemannes und der Schwiegereltern sowie der eigenen Verwandten vorgetragen. Auch
wird einleitend eher beiläufig erwähnt, die Beschwerdeführerin sei verheiratet worden.
Ob die Heirat gegen ihren Willen erfolgte, wird in dieser Form aber nicht festgehalten.
Nähere Angaben, die auf eine zwangsweise erfolgte Heirat schliessen lassen, werden
nicht gemacht. Trotz der als massiv geschilderten Gewalt reichte die
Beschwerdeführerin weder eine Strafanzeige ein noch wandte sie sich wegen
häuslicher Gewalt an die Polizei. Auch fällt auf, dass die Stellungnahme der
Beratungsstelle Ausführungen enthält, welche nur damit zu erklären sind, Gründe für
die fehlenden Beweise vorzubringen. So wird beispielsweise ausgeführt, die
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Beschwerdeführerin habe praktisch völlig isoliert in der Wohnung der Schwiegerfamilie
gelebt und kaum Kontakte pflegen dürfen. Deshalb habe sie sich niemandem mitteilen
können, und die Verletzungen resp. blauen Flecken seien jeweils nur von
Familienangehörigen des Mannes gesehen worden. Solche Schilderungen erscheinen
als Erklärungen, welche vorbeugend dem Argument entgegentreten sollen, es seien
keine ärztlichen Zeugnisse über die behaupteten Verletzungen erstellt worden. Die
betroffene Frau würde nicht ausführlich solche Details schildern und nur beiläufig und
ohne weitere Erklärungen erwähnen, sie sei gegen ihren Willen verheiratet worden.
Weiter machte die Beschwerdeführerin gegenüber der Beratungsstelle geltend, sie
habe einmal versucht, die Polizei anzurufen; ihr Mann habe ihr aber das Telefon
weggenommen und ihr nachher den Zugang zum Telefon verweigert. Der Ehemann
arbeitete gemäss den vorliegenden Akten in einem Garagebetrieb. Die
Beschwerdeführerin hätte somit zu einer Zeit Hilfe anfordern können, als ihr Ehemann
nicht in der Wohnung war. Auch wird geschildert, die Beschwerdeführerin sei ins Spital
Grabs gebracht worden. Wer sie ins Spital brachte, ihre Angehörigen oder eine
Ambulanz oder sonst jemand, wird nicht näher beschrieben. Auch liegt ein gewisser
Widerspruch darin, dass einerseits die Ehefrau mehrere SMS von Familienangehörigen
ihres Mannes erhalten haben will, was darauf hinweist, dass sie ein eigenes Handy
besitzt oder Zugang zu einem Handy hatte, während gleichzeitig behauptet wird, es sei
ihr der Zugang zum Telefon verweigert worden.
Im vorliegenden Fall sind körperliche Gewaltanwendungen nicht belegt. Die
Beschwerdeführerin reichte wie erwähnt keine Strafanzeige ein. Auch sind keine
Arztzeugnisse eingereicht worden, obschon die Beschwerdeführerin ins Spital gebracht
wurde und nach ihren Angaben eine Ärztin das Frauenhaus Liechtenstein
benachrichtigte. Wenn eine Person auf Anraten eines Spitals in ein Frauenhaus eintritt,
sollten schriftliche Unterlagen zumindest über direkte Schilderungen von
Gewaltbetroffenheit vorhanden sein. Die Beschwerdeführerin lässt es im wesentlichen
bei allgemeinen, stereotyp anmutenden Schilderungen über Gewalttaten und
Misshandlungen sowie allgemein schwierige Familienverhältnisse bewenden.
Widersprüchlich ist im weiteren die Darstellung, die Beschwerdeführerin habe sich trotz
der kurzen Zeit in der Schweiz sehr gut eingelebt; sie habe unmittelbar nach ihrer
Einreise damit begonnen, die deutsche Sprache zu lernen und inzwischen schon
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grosse Fortschritte gemacht. Einerseits wird im Bericht der Beratungsstelle
gewaltbetroffene Frauen geschildert, die Beschwerdeführerin habe praktisch völlig
isoliert in der Wohnung der Schwiegerfamilie gelebt und kaum Kontakte pflegen dürfen.
Anderseits will die Beschwerdeführerin bereits kurz nach der Einreise bereits Deutsch
gelernt haben. Auch diese Vorbringen tragen nicht dazu bei, die Glaubwürdigkeit des
Berichts zu belegen.
Erfahrungsgemäss wehren sich auch Ehefrauen aus dem muslimischen Kulturkreis
mittels Anzeigen gegen gewalttätige Ehemänner. Ausschliesslich gestützt auf einen
Bericht der Beratungsstelle gewaltbetroffene Frauen, wie er im vorliegenden Fall
verfasst wurde und wie ausgeführt widersprüchlich ist, kann aber nicht als hinreichend
glaubhaft angenommen werden, dass die Beschwerdeführerin Opfer ehelicher Gewalt
wurde und ihre soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark gefährdet erscheint.
Besteht kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, ist über die
Erteilung bzw. Verlängerung der Bewilligung nach pflichtgemässem Ermessen zu
entscheiden.
2.4. Nach Art. 96 Abs. 1 AuG berücksichtigen die zuständigen Behörden bei der
Ermessensausübung die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse
sowie den Grad der Integration.
Die Vorinstanz durfte zu Recht annehmen, dass ein gewichtiges öffentliches Interesse
besteht, dass Ausländer, bei denen nach kurzem Aufenthalt in der Schweiz die
familiären Voraussetzungen für die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung wegfallen, die
Schweiz wieder verlassen. Die Beschwerdeführerin lebt erst seit rund zweieinhalb
Jahren in der Schweiz. Die eheliche Gemeinschaft dauerte weniger als ein halbes Jahr.
Vor ihrer Einreise in die Schweiz lebte die Beschwerdeführerin zeitlebens in ihrem
Herkunftsstaat. Ihr Kind ist erst knapp zwei Jahre alt, weshalb ihm die Übersiedlung in
den Herkunftsstaat keine besonderen Probleme bietet. Als alleinerziehende Mutter mit
einem Kleinkind befindet sich die Beschwerdeführerin zweifelsohne in schwierigen
Lebensumständen. Allerdings ist ihr Bosnien und Herzegowina noch vertraut, da sie bis
zur Einreise in die Schweiz zeitlebens dort wohnte. In wirtschaftlicher Hinsicht fällt in
Betracht, dass die Beschwerdeführerin auch in ihrem Herkunftsstaat eine Anstellung im
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Gastgewerbe suchen kann, wie sie sie hier gemäss dem eingereichten Arbeitsvertrag
innehat. Jedenfalls lassen wirtschaftlich ungünstige Verhältnisse eine Rückkehr nicht
unzumutbar erscheinen. Bei dieser Sachlage erweist sich eine Rückkehr der
Beschwerdeführerin nach Bosnien und Herzegowina nicht als unverhältnismässig.
2.5. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass in der
Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung keine Rechtsverletzung zu
erblicken ist. Folglich ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13 Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist anzurechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht