# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5a6ffb77-28c6-482e-aca5-1482f650f111
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
A, eine 1969 geborene Angehörige eines Nicht-EU/EFTA-Staats, hielt sich von 2002 bis 2005 zu Ausbildungszwecken in der Schweiz auf und kehrte anschliessend ins Heimatland zurück. Dort gebar sie am 15. Januar 2006 das Kind D.
B.
Im Juli 2007 reiste sie erneut in die Schweiz ein und heiratete den 1970 geborenen Schweizer E. In der Folge erteilte ihr das Migrationsamt des Kantons Zürich eine Aufenthaltsbewilligung, die zuletzt bis zum 29. Juli 2010 verlängert wurde. Am 31. Januar 2008 brachte A das Kind F zur Welt, welches mit einem anderen Mann gezeugt worden war. Ende Oktober 2009 zog E ins Ausland. Mit Verfügung vom 1. Februar 2011 wies das Migrationsamt das Gesuch von A um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab. Im Februar 2011 reiste das Kind F, das sich zuvor in der mütterlichen Heimat aufgehalten hatte, wieder in die Schweiz ein. Die Ehe zwischen E und A wurde am 16. Juni 2011 geschieden. Während eines Rekursverfahrens betreffend die Verfügung vom 1. Februar 2011 erteilte das Amt für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich A eine Arbeitsbewilligung. In der Folge erteilte ihr das Migrationsamt eine bis 31. Mai 2012 gültige Kurzaufenthaltsbewilligung. Am 13. April 2012 wies die Sicherheitsdirektion den Rekurs von A gegen die Verfügung vom 1. Februar 2011 ab; dieser Entscheid erwuchs in Rechtskraft. Mit Verfügung vom 27. Juni 2012 trat das Migrationsamt auf ein Gesuch von A um Verlängerung ihrer Kurzaufenthaltsbewilligung nicht ein. Mit Beschluss vom 3. Oktober 2012 hiess der Regierungsrat einen dagegen erhobenen Rekurs gut und verpflichtete das Migrationsamt, die Kurzaufenthaltsbewilligung von A zu verlängern. Nach Ablauf dieser Bewilligung erteilte das Migrationsamt A eine Aufenthaltsbewilligung, die zuletzt bis zum 31. Mai 2017 verlängert wurde.
C.
Am 24. Dezember 2015 liess A sinngemäss um eine Einreise- und Aufenthaltsbewilligung für das Kind D ersuchen. Mit Verfügung vom 14. April 2016 wies das Migrationsamt dieses Gesuch ab.
II.
Die Sicherheitsdirektion wies einen dagegen erhobenen Rekurs mit Entscheid vom 31. Oktober 2016 ab.
III.
A liess am 2. Dezember 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht führen und beantragen, unter Entschädigungsfolge seien der Rekursentscheid und die Verfügung vom 14. April 2016 aufzuheben und sei D eine Einreise- bzw. Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, eventualiter die Angelegenheit an die Sicherheitsdirektion zurückzuweisen. Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 9./14. Dezember 2016 auf eine Vernehmlassung; das Migrationsamt reichte keine Beschwerdeantwort ein.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide einer Direktion über Anordnungen eines Amts etwa betreffend das Aufenthaltsrecht nach § 41 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1, 19a, 19b Abs. 2 lit. b Ziff. 1 sowie §§ 42–44 e contrario des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zuständig.
Weil auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.
2.1
Gemäss Art. 44 des Ausländergesetzes vom 16. Dezember 2005
(
AuG, SR 142.20) kann ausländischen Ehegatten unter 18 Jahren von Personen mit Aufenthaltsbewilligung eine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden, wenn sie mit diesen zusammenwohnen (lit. a), eine bedarfsgerechte Wohnung vorhanden ist (lit. b) und sie nicht auf Sozialhilfe angewiesen sind (lit. c).
Art. 44 AuG legt die Bewilligung des Familiennachzugs ins behördliche Ermessen. Ein Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung kann sich aber aus dem in Art. 8 Abs. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK, SR 0.101) garantierten Schutz des Familienlebens ergeben, wenn eine ausländische Person nahe Verwandte mit einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat und die familiäre Beziehung tatsächlich gelebt wird (BGE
122 II 1 E.
1e; Art. 13 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 [SR 101] entspricht materiell der Garantie von Art.
8 EMRK und gewährt im Bereich des Ausländerrechts keine zusätzlichen Ansprüche [BGE
129 II 215 E.
4.2, 126 II 377 E.
7]).
2.2
Die Beschwerdeführerin
hat – wie die Sicherheitsdirektion mit Entscheid vom 13. April 2012 rechtskräftig feststellte – gestützt auf die frühere Ehe mit einem Schweizer hierzulande keinen Aufenthaltsanspruch. Sie