# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 71b324cc-a4a3-44e6-ab85-f1b5a1caa73f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. 1. Die Y._AG nahm eigenen Angaben zufolge gestützt auf mündliche Werkverträge diverse Arbeiten auf dem Grundstück Nr. _, O.1_, Grundbuch der Gemeinde A._, im Eigentum der X._AG und weiteren Miteigentümern, und in den einzelnen Stockwerkeinheiten vor. Die letzten wesentlichen Arbeiten seien am 24. Oktober 2013 verrichtet worden und die X._AG als Werkbestellerin schulde der Y._AG Fr. 149'612.45.
2. Mit Gesuch vom 18. Dezember 2013 beantragte die Y._AG, das Grundbuchamt B._ sei superprovisorisch anzuweisen, verschiedene Bauhandwerkerpfandrechte auf den einzelnen Stockwerkeinheiten von Parzelle Nr. _ vorläufig vorzumerken. Mit Entscheid vom 19. Dezember 2013 hiess der Einzelrichter am Bezirksgericht Albula das Gesuch gut und wies das Grundbuchamt B._ an, zu Gunsten der Y._AG die vorläufige Eintragung folgender Bauhandwerkerpfandrechte für die pro Stockwerkeigentumsanteil bezeichnete Pfandsumme zuzüglich 5 % Zins seit dem 18. Dezember 2013 auf den nachfolgend bezeichneten Stockwerkeigentumsblättern im Grundbuch der Gemeinde A._ vorläufig vorzumerken:
"1.1. (...);
1.2. (...);
1.3. Stockwerkeigentum Nr. _, Eigentümer: X._AG (), Pfandsumme: CHF 8'072.00 zuzüglich Zins zu 5% seit dem 18. Dezember 2013;
1.4. (...);
1.5. (...);
1.6. (...);
1.7. (...);
1.8. (...);
1.9. (...);
1.10. (...);
1.11. (...);
1.12. (...);
1.13. (...);
1.14. (...);
1.15. (...);
1.16. (...);
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1.17. (...);
1.18. (...)."
3. Das Grundbuchamt B._ vollzog die Vormerkungen am 20. Dezember 2013.
4. In ihrer Stellungnahme vom 17. Januar 2014 beantragte die X._AG nebst der Abweisung des Gesuches, es sei davon Vormerk zu nehmen, dass sie bereit sei, eine hinreichende Sicherheit gemäss Art. 839 Abs. 3 ZGB in Form einer Barkaution von Fr. 190'000.00 (für die von der Y._AG geltend gemachte Werklohnforderung von Fr. 149'612.45 zuzüglich 5 % Zinsen für die Dauer von mehr als fünf Jahren) zu erbringen. In ihrer Replik vom 31. Januar 2014 erklärte sich die Y._AG mit der Löschung der Vormerkungen gegen Leistung der angebotenen Sicherheit einverstanden.
5. In der Eingabe vom 5. Februar 2014 führte die X._AG aus, dass die Sicherheit vorliegend nur zur Ablösung des einstweilig eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechts geleistet worden sei und der definitive Anspruch auf Eintragung des Bauhandwerkerpfandrechts beziehungsweise nunmehr auf Inanspruchnahme der Sicherheit als bestritten zu gelten habe. Das Verfahren sei somit fortzuführen und der Y._AG Frist anzusetzen, um beim zuständigen Gericht gegen die X._AG auf Feststellung der Forderung und des Rechts auf Inanspruchnahme der Sicherheit zu klagen.
6. Mit Valuta vom 11. Februar 2014 hinterlegte die X._AG für sämtliche beklagten Stockwerkeigentümer auf einem auf das Bezirksgericht Albula lautenden Konto eine Sicherheitsleistung in der Höhe von Fr. 190'000.00.
7. Mit Entscheid ohne schriftliche Begründung des Einzelrichters am Bezirksgericht Albula vom 27. Februar 2014 wurde festgestellt, dass die X._AG und die übrigen Stockwerkeigentümer mit der beim Bezirksgericht Albula erfolgten Hinterlegung von Fr. 190'000.00 für die vorgemerkte Pfandsumme in der Höhe von Fr. 149'612.45 und zukünftigen Verzugszinsen eine hinreichende Sicherheit im Sinne von Art. 839 Abs. 3 ZGB geleistet haben. Das Verfahren wurde als erledigt abgeschrieben. Das Grundbuchamt B._ wurde angewiesen, nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids die vorläufig vorgemerkten Bauhandwerkerpfandrechte zu löschen und der Y._AG wurde eine Frist von vier Monaten ab Rechtskraft des Entscheids angesetzt, um beim zuständigen Gericht Klage im Hauptverfahren anzuheben, ansonsten die Sicherheit dahinfalle. Dieser Entscheid erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
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8. Mit Vermittlungsbegehren vom 8. Juli 2014 machte die Y._AG gegen die X._AG beim Vermittleramt des Bezirks Albula eine Leistungsklage betreffend Werklohnforderung in der Höhe von Fr. 149'612.45 zuzüglich Verzugszins von 5 % seit dem 18. Dezember 2013 rechtshängig. Die Klage wurde am gleichen Tag beim Bezirksgericht Albula eingereicht.
9. Mit Eingabe vom 3. September 2014 erklärte der Rechtsvertreter der X._AG unter anderem, dass die im Verfahren betreffend vorläufige Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts (Proz. Nr. _) erbrachte Barkaution von Fr. 190'000.00 nach Massgabe des noch ausstehenden rechtskräftigen Urteils des Bezirksgerichts Albula in der Werklohnforderungssache der Y._AG gegen die X._AG in Anspruch genommen werden dürfe und es hierfür keines weiteren Richterspruchs bedürfe. Das Verfahren sei infolge Gegenstandslosigkeit unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Y._AG abzuschreiben.
B. Mit Abschreibungsentscheid vom 2. Dezember 2015, mitgeteilt am 3. Dezember 2015, erkannte das Bezirksgericht Albula wie folgt:
"1. Das Verfahren wird infolge Anerkennung als erledigt abgeschrieben.
2. Es wird festgestellt,
a. dass die von der X._AG für C._, D._ und E._, die X._AG, F._, G._ und H._, I._ und J._, die K._AG, L._ und M._, N._, O._, P._, Q._ und R._, S._, T._ und U._, V._ und W._ auf dem Postkonto 70-5374-3 (IBAN CH41 0900 0000 7000 5374 3), lautend auf das Bezirksgericht Albula, hinterlegte Sicherheitsleistung von insgesamt CHF 190'000.00 definitiv gestellt wurde, und
b. dass damit zugunsten der Y._AG Pfandrechte für eine Pfandsumme von insgesamt CHF 149'612.45 zuzüglich 5 % Zinsen seit dem 18. Dezember 2013 begründet wurden, die eine allfällige Forderung (zuzüglich Verzugszinsen) der Y._AG sichern, welche diese der X._AG gegenüber zusteht.
3. Eine Herausgabe der Sicherheitsleistung kann nur erfolgen, wenn und soweit ein rechtskräftiges und vollstreckbares gerichtliches Urteil oder ein gerichtlicher bzw. aussergerichtlicher Vergleich die X._AG zur Bezahlung einer bestimmten Forderung nebst Verzugszinsen an die Y._AG verpflichtet und wenn die X._AG die Y._AG nicht befriedigt.
4. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 2'400.00 gehen zu Lasten der solidarisch haftenden C._, D._ und E._, die X._AG, F._, G._ und H._, I._ und J._, die K._AG, L._ und M._, N._, O._, P._, Q._ und R._, S._, T._ und U._, V._ und
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W._ und werden im Umfang von CHF 2'400.00 mit dem von der Y._AG geleisteten Vorschuss von CHF 18'000.00 verrechnet. Der verbleibende Kostenvorschuss von CHF 15'600.00 wird der Y._AG nach Erhalt eines Einzahlungsscheines zurückerstattet.
Die solidarisch haftenden Beklagten haben die Y._AG mit CHF 11'961.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen und ihr den geleisteten Vorschuss im Umfang von CHF 2'400.00 zu ersetzen.
b) Die Gerichtskosten des vorsorglichen Massnahmenverfahrens (Proz. Nr. _) in Höhe von CHF 2'500.00 gehen ebenfalls zu Lasten der solidarisch haftenden C._, D._ und E._, die X._AG, F._, G._ und H._, I._ und J._, die K._AG, L._ und M._, N._, O._, P._, Q._ und R._, S._, T._ und U._, V._ und W._, wobei diese bereits mit dem Vorschuss verrechnet wurden.
Die solidarisch haftenden Beklagten haben die Y._AG mit CHF 4'125.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen und ihr den geleisteten Vorschuss in Höhe von CHF 2'500.00 zu ersetzen.

## Considerations