# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d85f9858-f113-432c-9861-6040dadc7883
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. über die Parzellen Nrn. F0000 und F0001, Grundbuchkreis St. Fiden, führt ein
rund 94 m langer und rund 2 m breiter privater Fussweg, welcher in Nord-Süd-
Richtung von der A.- bis zur B.-strasse verläuft und das Gebiet "A. Ost" erschliesst.
Dieses Gebiet ist mit Einfamilienhäusern überbaut und gemäss dem Zonenplan der
Stadt St. Gallen der Wohnzone, Bauklasse 2a, zugewiesen. überdies befindet es sich
im Perimeter der Gestaltungspläne "A. Ost I" und "A. Ost II", welche am 5. April resp.
14. September 2005 vom Baudepartement genehmigt wurden. Der Weg ist nach dem
Gemeindestrassenplan der Stadt St. Gallen nicht klassiert (www.geoportal.ch,
www.stadt.sg.ch).
B.
Am 21. Dezember 2010 (act. 13/8/11) genehmigte der Stadtrat St. Gallen den
Teilstrassenplan und das Wegprojekt "A., Fusswegverbindung; A.-strasse bis B.-
strasse". Danach sollte die Fusswegverbindung von der A.- bis zur B.-strasse als
Gemeindeweg erster Klasse eingeteilt und mit einer Beleuchtung versehen werden (act.
13/8/12 und 13). Während der öffentlichen Auflage des Wegprojekts und des
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Teilstrassenplans vom 17. Januar bis 16. Februar 2011 liessen L.X. und M.X., N.E., P.T.
und R.T. sowie S.Q. und K.H., die Eigentümer der Parzellen Nrn. F0002, F0003, F0004
und F0005 (vgl. act. 13/8/1), durch ihren Rechtsvertreter am 16. Februar 2011
Einsprache erheben (act. 13/8/10). Mit Beschluss vom 17. Januar 2012 hiess der
Stadtrat St. Gallen die Einsprache hinsichtlich der Beleuchtung teilweise gut (act.
13/8/1).
C.
Gegen diese Verfügung rekurrierten L.X. und M.X., N.E. und P.T. und R.T. durch ihren
Rechtsvertreter am 2. Februar 2012 beim Baudepartement (act. 13/1). Am 22. Juni
2012 reichte das Strasseninspektorat einen Amtsbericht ein (act. 13/10). Am 28.
August 2012 führte das Baudepartement einen Augenschein durch (act. 13/13). In der
Folge verzichtete der Stadtrat St. Gallen mit Beschluss vom 11. Dezember 2012 auf die
Beleuchtung (act. 13/15). An der Klassierung als Gemeindeweg erster Klasse hielt er
indessen fest. Mit Entscheid vom 23. Dezember 2013 wies das Baudepartement den
Rekurs ab, soweit er nicht als gegenstandslos abgeschrieben wurde (act. 2).
D.
Gegen diesen Entscheid liessen L.X. und M.X., N.E. und P.T. und R.T.
(Beschwerdeführer) durch ihren Rechtsvertreter am 22. Januar 2014 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht erheben. Am 3. März 2014 ergänzten sie ihre Beschwerde mit einer
Begründung und dem Rechtsbegehren (act. 7), der Rekursentscheid des
Baudepartements (Vorinstanz) sei unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
aufzuheben, soweit der Rekurs abgewiesen und sie zur Bezahlung von
Entscheidgebühren verpflichtet worden seien. Sodann sei der Einspracheentscheid des
Stadtrates St. Gallen vom 17. Januar 2012 aufzuheben, soweit dieser nicht infolge
Wiedererwägung betreffend Beleuchtung aufgehoben worden sei. Von der Klassierung
der Wegverbindung zwischen Wendeplatz B.-strasse und A.-strasse als Gemeindeweg
erster Klasse sei abzusehen, eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz
zurückzuweisen. Am 10. April 2014 liess sich die Vorinstanz vernehmen und beantragte
die kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde (act. 12). Mit Vernehmlassung vom
30. April 2014 schloss die Politische Gemeinde St. Gallen (Beschwerdegegnerin) auf
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Abweisung der Beschwerde (act. 15). Mit Replik vom 9. Mai 2014 bestätigten die
Beschwerdeführer ihre Anträge und Ausführungen (act. 17). Am 1. Juni 2015
genehmigte das Baudepartement den Teilstrassenplan "A., Fusswegverbindung; A.-
strasse bis B.-strasse" (act. 20).
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die

## Considerations

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Als Adressaten des
angefochtenen Entscheides sind die Beschwerdeführer hinsichtlich des
Teilstrassenplans "A., Fusswegverbindung; A.-strasse bis B.-strasse" zur Ergreifung
des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Eingabe
ihres Rechtsvertreters vom 22. Januar 2014 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt
zusammen mit der Ergänzung vom 3. März 2014 (act. 7) die formellen und inhaltlichen
Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf
die Beschwerde, soweit damit die Aufhebung der Verfügung des Stadtrates St. Gallen
vom 17. Januar 2012 beantragt wird. Diese ist durch den angefochtenen Entscheid
ersetzt worden bzw. gilt inhaltlich als mitangefochten (sogenannter Devolutiveffekt, vgl.
BGer 2C_17/2012 vom 24. Januar 2012 E. 2.1).
2.
Die Beschwerdeführer machen zunächst geltend, das öffentliche Interesse für die
Übernahme eines Privatweges sei viel kleiner als für die Übernahme einer
Erschliessungsstrasse. Die Überbauungen "A. Ost I" und "A. Ost II" seien bereits über
die B.-strasse bzw. die A.-strasse vollumfänglich erschlossen. Damit bestehe keine
Pflicht der Beschwerdegegnerin, einen solchen Weg öffentlich zu erklären, schon gar
nicht als Gemeindeweg erster Klasse. Wenn die Beschwerdegegnerin den streitigen
Weg zu übernehmen hätte, müsste sie sämtliche anderen internen Wege der
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bestehenden Siedlung A. als Gemeindewege übernehmen. All diese Wege würden
durchgängig von der B.- zur A.-strasse führen und den Bewohnern der verschiedenen
Grundstücke an diesen Strassen dienen. Die Beschwerdegegnerin halte das öffentliche
Interesse für den hier streitigen Weg selbst für beschränkt, da sie diesen
Verbindungsweg nicht selbst gebaut habe. Des Weiteren würde eine Klassierung zu
zusätzlichem Publikumsverkehr auf dem Verbindungsweg führen.
2.1. Wege werden als Strassen im Sinne des Strassengesetzes behandelt, soweit
keine besonderen Bestimmungen gelten (Art. 1 Abs. 2 StrG). Für die öffentlicherklärung
einer Strasse – und damit auch eines Weges – ist massgeblich, ob sie der Fein- oder
Groberschliessung mehrerer Grundstücke oder einer grösseren Anzahl von
Wohnstätten dient. Bei Zufahrten und Zugängen zu einzelnen Grundstücken sowie
ausnahmsweise bei Strassen, die lediglich Einzelinteressen dienen und der
ausschliesslichen Verfügungsmacht der privaten Grundeigentümer unterliegen, ist ein
schutzwürdiges Interesse an deren öffentlicherklärung in der Regel zu verneinen (vgl.
GVP 1991 Nr. 14). Art. 9 Abs. 1 und 2 StrG unterscheidet zwischen Wegen erster,
zweiter und dritter Klasse, wobei Wege dritter Klasse keinen Unterhalt erfordern. Zu
den Wegen erster Klasse gehören jene Wege, deren Kosten für Bau und Unterhalt im
Wesentlichen durch den Gemeingebrauch verursacht werden (G. Germann, in:
Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, St. Gallen 1989,
N 2 f. zu Art. 9). Ob ein Weg als öffentlich zu bezeichnen und welcher der möglichen
Kategorien der Weg zuzuteilen ist, beurteilt sich im Rahmen von Art. 1 ff. und Art. 7 ff.
StrG. Diese Vorschriften lassen der Gemeinde einen grossen Entscheidungsspielraum
(vgl. BGer 1C_46/2010 vom 28. April 2010 E. 2.2). Das Verwaltungsgericht ist gemäss
Art. 61 Abs. 1 VRP auf eine Rechtskontrolle beschränkt.
2.2.
Zeitgleich mit dem streitbetroffenen Teilstrassenplan wurden das Projekt und der
Teilstrassenplan für die Wegverbindung (Gemeindeweg erster Klasse) von der C.-
strasse zur B.-strasse vom 17. Januar bis 16. Februar 2011 öffentlich aufgelegt. Dieses
Planverfahren wurde inzwischen abgeschlossen und der entsprechende
Teilstrassenplan vom Baudepartement am 5. Dezember 2014 genehmigt (vgl.
Beschluss Nr. 2727 des Stadtrates St. Gallen vom 26. Februar 2015, Traktandum 6 der
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27. Sitzung des Stadtparlaments vom 24. März 2015, www.stadt.sg.ch). Diesen Weg
von der C.-strasse zur B.-strasse führt die vorliegend strittige Fusswegverbindung ab
dem Wendeplatz der B.-strasse weiter zur A.-strasse. Demzufolge bildet die
streitbetroffene Fusswegverbindung gemäss der von der Beschwerdegegnerin in ihrer
Vernehmlassung vom 30. April 2014 (act. 15, S. 2) vertretenen Auffassung Teil der
Wegverbindung von der Wohnüberbauung im Gebiet A. zur C.-strasse und dient damit
der Wohnbevölkerung im Gebiet A. als direkter Zugang zum übergeordneten
Strassennetz, insbesondere zur Bushaltestelle D. (www.geoportal.ch). Vor diesem
Hintergrund steht zweifelsfrei fest, dass der strittige Weg nicht nur als Hauszugang
oder lediglich Einzelinteressen dient. Die Voraussetzungen für eine öffentlicherklärung
sind damit klar erfüllt. An diesem Ergebnis vermag der von den Beschwerdeführern
geltend gemachte Vergleich mit den anderen internen Wegen der bestehenden
Siedlung A. nichts zu ändern. Diese Wege können aufgrund ihrer Lage und Funktion
nicht mit dem angefochtenen Weg verglichen werden. Sie führen nicht direkt zur
weitergehenden Wegverbindung von der B.-strasse Richtung C.-strasse und dienen
jeweils in erster Linie als Hauszugänge, auch wenn sie über mehrere Grundstücke
führen. Sodann ist nicht erkennbar, inwiefern eine sichere und direkte
Fusswegverbindung von der Wohnüberbauung A. zum übergeordneten Strassennetz
nicht im öffentlichen Interesse sein sollte, nur weil die Überbauungen "A. Ost I und II"
bereits über die jeweiligen Erschliessungstrassen (B.- bzw. A.-strasse) erschlossen
sind. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer muss und kann im konkreten Fall
überdies nicht geprüft werden, wie sich das ausgewiesene öffentliche Interesse an der
Fusswegverbindung im Verhältnis zu demjenigen bei einer Übernahme irgendeiner
Erschliessungsstrasse verhält. Darüber hinaus vermag die Tatsache, dass die
Beschwerdegegnerin den Verbindungsweg nicht selbst gebaut hat, das öffentliche
Interesse an diesem Weg nicht zu relativieren. Bereits vor Baubeginn bekundete die
Beschwerdegegnerin mit Abschluss des Personaldienstbarkeitsvertrags vom
13. April 2005 (act. 13/8/16) ein öffentliches Interesse an diesem Weg. Die privaten
Grundeigentümer der Parzellen Nrn. F0000 und F0001 wären im übrigen nicht
verpflichtet gewesen, den Weg für die Beschwerdegegnerin zu erstellen. Im Weiteren
ist es mit Blick auf das der Beschwerdegegnerin zustehende Ermessen nicht zu
beanstanden, dass der Weg als Gemeindeweg erster Klasse eingeteilt werden soll. Es
ist nicht ersichtlich und wird von den Beschwerdeführern auch nicht dargetan,
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inwiefern der Unterhalt des Weges, welcher als weiterführende Fussgängerverbindung
zur übergeordneten C.-strasse dient, nicht im Wesentlichen durch den
Gemeingebrauch verursacht wird. Im Übrigen ist die Befürchtung der
Beschwerdeführer unbegründet, die Klassierung führe zu zusätzlichem
Publikumsverkehr. Mangels weitergehender Verbindung Richtung Naherholungsgebiet
W./Z. wird dieser Weg auch nach der Klassierung, wie bisher gestützt auf den
Personaldienstbarkeitsvertrag vom 13. April 2005, einzig der Erschliessung des
Wohngebietes A. dienen. Die Beschwerde erweist sich daher in dieser Hinsicht als
unbegründet.
3.
Die Beschwerdeführer monieren weiter, der Stadtrat habe gegen Treu und Glauben
verstossen, indem er nach Fertigstellung der Überbauungen "A. Ost I und II" den
Verbindungsweg als öffentlichen Weg klassiert habe. Der Stadtrat habe sich in
Erwägung 9 des Einspracheentscheides vom 14. Dezember 2004 (act. 13/8/19)
ausschliesslich mit der Fusswegverbindung für die Bewohner der neuen, aber auch der
bestehenden Siedlung zur C.-strasse auseinandergesetzt. Mit der neuen Siedlung sei
die Überbauung "A. Ost I", mit der bestehenden die Siedlung A. gemeint. Es gehe
demnach darin nur um die Verbindung von der B.-strasse über die südlich der
Neuüberbauung gelegene Parzelle Nr. F0006 zur C.-strasse. Nicht Gegenstand dieser
Erwägung sei die Wegverbindung zwischen B.- und A.-strasse gewesen. Diese
Wegverbindung sei ausschliesslich in Erwägung 10 abgehandelt. Darin habe der
Stadtrat ausdrücklich festgehalten, dass ein privater Weg erstellt werden solle. Dies
ergebe sich auch aus Art. 3 Abs. 5 der besonderen Vorschriften zum Gestaltungsplan
"A. Ost I" (besV) (act. 13/20). Dieser Absatz beziehe sich auf die Richtungspunkte im
Gestaltungsplan und diese Richtungspunkte seien gemäss Erwägung 10 auf der
Nordseite der B.-strasse aus dem Gestaltungsplan entfernt worden. Mit der
Bemerkung betreffend privatem Fussweg in Erwägung 10 sei nicht nur vorerst auf eine
Widmung verzichtet worden, sondern definitiv. Ansonsten würde die Entfernung der
Richtungspunkte keinen Sinn machen. Die Beschwerdeführer bzw. ihre
Rechtsvorgänger hätten sich auf den Beschluss des Stadtrates verlassen dürfen. Sie
hätten aufgrund dieser verbindlichen Festlegungen davon abgesehen, weitere
Rechtsmittel gegen die Gestaltungspläne und Bauprojekte für die Überbauungen "A.
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Ost I und II" zu erheben. Sie seien in ihrem Vertrauen in die stadträtlichen Beschlüsse,
die durch das Stadtparlament sanktioniert worden seien, zu schützen.
3.1.
Der in Art. 9 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101,
BV) verankerte Grundsatz von Treu und Glauben verleiht einer Person Anspruch auf
Schutz des berechtigten Vertrauens in behördliche Zusicherungen oder in anderes,
bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten. Vorausgesetzt ist, dass die Person,
die sich auf den Vertrauensschutz beruft, berechtigterweise auf diese Grundlage
vertrauen durfte und gestützt darauf nachteilige Dispositionen getroffen hat, die sie
nicht mehr rückgängig machen kann. Unter Umständen können auch Unterlassungen
als Dispositionen betrachtet werden. Die getroffenen Dispositionen müssen zudem
kausal zu der ergangenen Auskunft getätigt worden sein. Die Berufung auf Treu und
Glauben scheitert sodann, wenn ihr überwiegende öffentliche Interessen
gegenüberstehen (vgl. BGer 1C_378/2014 vom 23. Dezember 2014 E. 3.2 und VerwGE
B 2013/193 vom 11. November 2014 E. 2.2.1 je mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
3.2.
Wie die Beschwerdeführer zunächst zu Recht vorbringen, betraf Erwägung 9 des
Einspracheentscheides vom 14. Dezember 2004 zum Gestaltungsplan "A. Ost I" und
zum Strassenprojekt "Verlängerung der B.-strasse mit Wendeplatz" (act. 13/8/19, S. 5
f.) einzig die geplante öffentliche Wegverbindung zwischen der B.- und der C.-Strasse
und die damit einhergehende Anpassung von Art. 3 Abs. 5 besV (act. 13/20). Die
Verweise auf Erwägung 9 des Einspracheentscheides vom 14. Dezember 2004 und auf
Art. 3 Abs. 5 besV unter Erwägung 4.1 und 4.3 des angefochtenen Entscheides (act. 2,
S. 9 ff.) sind im Zusammenhang mit dem vorliegend strittigen Weg insofern
missverständlich. Weiter sicherte die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer N.E.
resp. den Rechtsvorgängern der übrigen Beschwerdeführer unter Erwägung 10 des
Einspracheentscheides vom 14. Dezember 2004 zu, die Richtungspunkte im
Gestaltungsplan "A. Ost I" (act. 13/19) für den öffentlichen Fussweg vom Wendeplatz
der B.-strasse Richtung Norden aufzuheben, was sie in der Folge auch veranlasste. Zur
Begründung machte sie geltend, dass kein Bedürfnis für eine zusätzliche öffentliche
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Wegverbindung zum Naherholungsgebiet W./Z. bestehe und die Bauherrschaft einen
privaten Fussweg für die Verbindung der höher gelegenen Gebäude zur B.-strasse und
damit zum Weg Richtung C.-strasse erstellen werde. Im Einspracheentscheid vom
14. Dezember 2004 somit nicht enthalten ist eine ausdrückliche Zusicherung der
Beschwerdegegnerin, den strittigen Fussweg später nicht in einem Planverfahren nach
Art. 39 ff. StrG als Gemeindeweg erster Klasse zu klassieren. Auch implizit kann in der
Aufhebung der Richtungspunkte keine solche Zusicherung erblickt werden. Im
damaligen Einspracheverfahren war in erster Linie die Verbindung zum
Naherholungsgebiet W./Z. resp. zur C.-strasse und nicht diejenige zwischen der B.-
und der A.-strasse strittig. Insbesondere forderte der damalige Rechtsvertreter von
N.E. und den Rechtsvorgängern der übrigen Beschwerdeführer in der Einsprache vom
13. Juli 2004 (vom Amtes wegen beigezogen, den Beschwerdeführern bekannt), den
Weg von der C.-strasse höchstens bis zur A.-strasse zu führen und nicht als
durchgehenden Wanderweg zwischen C. und dem W. auszugestalten (vgl. den
Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2004, S. 2, act. 13/8/19). Dementsprechend
hob die Beschwerdegegnerin die Richtungspunkte auf, um eine Verbindung zum
Naherholungsgebiet W./Z. zu verhindern und nicht etwa um konkludent auf eine
Klassierung des vorliegend strittigen Weges zu verzichten. Auch in der Bemerkung der
Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2004, es werde ein
privater Fussweg für die Verbindung der höher gelegenen Gebäude zur B.-strasse
erstellt, kann keine konkludente Zusicherung eines "definitiven" Verzichts auf eine
nachfolgende Klassierung gesehen werden. Vielmehr liess die Beschwerdegegnerin mit
dieser Formulierung offen, ob sie diesen Weg später zu übernehmen gedenke. Sie war
auch nicht, etwa gestützt auf den Koordinationsgrundsatz oder hinsichtlich der
hinreichenden Erschliessung des Gestaltungsplangebietes, verpflichtet, sich
diesbezüglich im Rahmen des Erlasses des Gestaltungsplans "A. Ost I" festzulegen.
Einzig die damalige private Bauherrschaft – nicht die Beschwerdegegnerin – bestätigte
gemäss dem Einspracheentscheid vom 14. Dezember 2004 (S. 3) mit Stellungnahme
vom 2. November 2004 (von Amtes wegen beigezogen, den Beschwerdeführern
bekannt), dass der Weg zwischen der B.- und der A.-strasse kein öffentlicher, sondern
ein rein privater sein solle. Von der Beschwerdegegnerin haben die Beschwerdeführer
damit keine Zusicherung erhalten, auf welche sie hätten vertrauen dürfen. Wie die
Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin mit
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Blick auf den Vertrauensschutz folglich nicht zu beanstanden. Auch kann der
Beschwerdegegnerin kein widersprüchliches Verhalten vorgeworfen werden (vgl. hierzu
BGer 2C_112/2014 vom 15. September 2014 E. 6.2.2). Die Beschwerde ist daher in
dieser Hinsicht ebenfalls unbegründet.
4.
Die Beschwerdeführer vertreten zudem die Ansicht, die Klassierung verstosse gegen
den Grundsatz der Planbeständigkeit, welcher besage, dass einmal erlassene Pläne in
der Regel 15 Jahre Bestand haben sollten. Auch ein Nichtklassierungsentscheid sei ein
Einteilungsentscheid gemäss Art. 14 StrG. Damit sei Art. 14 Abs. 3 StrG Massstab für
die Dauer der Planbeständigkeit.
Wie die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid unter Erwägung 5 richtigerweise
festhält, stellt der Gemeindestrassenplan einen spezialgesetzlichen
Sondernutzungsplan für das gesamte Gemeindegebiet dar, der als solcher den
Zonenplan überlagert (vgl. VerwGE B 2012/69; 2012/70 vom 19. Dezember 2013 E.
3.2.2 www.gerichte.sg.ch). Nutzungspläne dürfen nur überprüft und gegebenenfalls
angepasst werden, wenn sich die Verhältnisse seit ihrem Erlass bzw. ihrer
Genehmigung durch das Baudepartement erheblich geändert haben oder bedeutsame
neue Bedürfnisse nachgewiesen sind (Art. 21 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die
Raumplanung, Raumplanungsgesetz, SR 700, RPG, Art. 32 Abs. 1 des Gesetzes über
die Raumplanung und das öffentliche Baurecht, Baugesetz, sGS 731.1, BauG).
Im konkreten Fall hat sich die Beschwerdegegnerin erstmals mit Erlass des
Teilstrassenplans "A., Fusswegverbindung; A.-strasse bis B.-strasse" vom 21.
Dezember 2010 (act. 13/8/11) mit der Klassierung des vorliegend strittigen Weges
befasst. Wie hiervor unter Erwägung 3.2 aufgezeigt, liess sie die Frage der Klassierung
im Rahmen des Erlasses des Gestaltungsplans "A. Ost I" offen. Insbesondere erliess
sie keinen konkludenten "Nichtklassierungsentscheid". Bei dieser Sachlage kann von
einer Verletzung des Grundsatzes der Planbeständigkeit keine Rede sein. Eine
bewusste "Nichtklassierung" hätte im Übrigen in einem entsprechenden Verfahren
erfolgen müssen. In Betracht zu ziehen wäre eine analoge Anwendung des
Planverfahrens nach Art. 39 Abs. 2 StrG. Ein solches Vorgehen würde jedoch
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offenkundig nicht dem Willen des Gesetzgebers entsprechen. Nach Art. 7 Abs. 1 StrG
legt der Gemeindestrassenplan den Umfang des Strassen- und Wegnetzes der
Gemeinde und nicht denjenigen der privaten Strassen und Wege im jeweiligen
Gemeindegebiet fest. Zudem besteht gemäss Art. 14 Abs. 2 StrG die Möglichkeit,
öffentliche Strassen und Wege aufzuheben. Würde leichthin auf solche
"Nichtklassierungsentscheide" geschlossen, wären die Gemeinden gezwungen,
umgehend über die (Nicht-)Klassierung sämtlicher Strassen und Wege in ihrem
Gemeindegebiet zu befinden. Auch müsste jede neue Hauszufahrt und jeder neue
Hauszugang auf privatem Grund einem entsprechenden (Nicht-)Klassierungsverfahren
unterzogen werden.
5.
(...).