# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a26a3631-c6d2-45d4-9ff4-beca3c3677f5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960, arbeitete zuletzt
vom 2
2.
September 1986 bis am 1
6.
Oktober 1998
als Textilarbeiter bei der
Z._
. Am 16. Juni 1999 meldete er sich unter Hinweis auf
Rückenbeschwerden mit Aus
strah
lungen in die Beine, Gefühlsstörungen im linken Bein und Fuss
sowie auf
Schwierigkeiten beim Bewegen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Rentenbezug an
(Urk. 6/
1, Urk. 6/
4).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons
Zürich, IV-Stelle, sprach dem Versicherten mit Verfügungen vom 1
6.
April 2003
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 67 %
ab 1. September 1999
sowie ab 1. Oktober 2000 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Invali
den
rente
zu (
Urk. 6/50
/1-11
).
Mit Mitteilung
en
vom 1
9.
Dezember 2005
sowie vom 3
0.
April 2009
bestätigte die IV-Stelle die ganze Rente bei einem un
veränderten Invaliditätsgrad von 100
%
(Urk. 6/71
, Urk. 6/86
).
1.2
Anlässlich der im
Mai 2011
eingeleiteten Rentenrevision
(Urk. 6/
89 ff.)
tätigte die IV-Stelle zahlreiche medizinische und erwerbliche Abklärungen. Insbesondere liess sie das psychiatrische Gutachten von
Dr.
med.
A._
,
Facharzt
für
Psychiatrie und Psychotherapie
, Klinik
B._
, vom 1
2.
Oktober 2011
(Urk. 6/
107)
sowie
das rheumatologische Gutachten des
C._
vom 2
2.
Dezember 2011 mit
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
und interdisziplinärer Schlussbeurteilung
(Urk. 6/
108) erstatten.
Gestützt darauf (vgl. die Stellungnahme des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
vom 1
7.
Januar 2011
[
richtig: 2012
]
,
Urk.
6/113/4-5)
stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 1. Februar 2012 die Herabsetzung seiner bisherigen ganzen Rente auf eine halbe Rente bei einem
In
validitätsgrad
von 58
%
in Aussicht
(Urk. 6/
116).
Mit einem am gleichen Tag er
gangenen Schreiben auferlegte die IV-Stelle dem Versicherten eine
Schadenmin
derungspflicht
. Sie wies
ihn
darauf hin, dass gemäss ihren Abklärungen die Ar
beitsfähigkeit mit
einer einjährigen Behandlung bei einem
Facharzt
für Psychiat
rie wesentlich
verbessert werden könne. Sie erwarte, dass er sich dieser Mass
nahme unterziehe, und werde dies
im Rahmen der im Februar 2013 vorgesehenen Rentenr
evision überprüfen
(Urk. 6/
114).
Gegen den Vorbescheid sowie die Aufer
legung einer Schadenminderungspflicht erhob der
Versicherte
am
5.
März sowie am 2
0.
April 2012 Einwand
(Urk. 6/
118,
Urk.
6/121).
In der Folge holte die IV-Stelle die sein Gutachten erläuternde Stellungnahme von
Dr.
A._
vom 2
3.
Mai 2012 ein
(Urk. 6/
125), wozu der
Ver
sicherte
am
3.
Oktober
sowie am 1
3.
November 2012 unter Beilage der Be
richte des
D._
vom 2
8.
September
und
vom
2
5.
Oktober
2012
Stellung nahm
(Urk. 6/
134
-135
,
Urk.
6/137-138
).
Hernach
reichte der
Versicherte
weitere
medizinische Berichte ein
(Urk. 6/
143-147).
Am
1.
Februar 2013 wurde der
Versicherte
vom RAD-Arzt
Dr.
med.
E._
,
Facharzt
für
Psychiatrie und Psychotherapie
und Neurologie,
psychiatrisch sowie vom RAD-Arzt
Dr.
med.
F._
,
Facharzt
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
un
tersucht (Bericht
e
vom 13.
Februar
und
vom
2
7.
März
2013,
Urk.
6/148
und
Urk.
6/150
).
Zum psychiatrischen RAD-Untersuch
ungs
be
richt nahmen am 1
3.
Mai 2013 wiederum die Ärzte des
D._
sowie am 1
7.
und am 2
2.
Mai 2013 der
Versicherte
Stellung
(Urk. 6/
155
-157
).
Nach der Einholung abschliessender RAD-Stellungnahmen
(Urk. 6/
158/4-8) auferlegte die IV-Stelle dem Versicherten im Rahmen seiner Schadenminderungspflicht die Intensivie
rung seiner psychiat
risch-psychotherapeutischen Behandlung auf mindestens zwei Termine pro Mo
nat
(Urk. 6/
159).
Mit Verfügung vom 2
5.
Juli 2013 setzte sie die bisherige ganze Rente per
1.
September 2013 auf eine halbe Rente herab
(Urk. 6/
160,
Urk.
6/164,
Urk.
2).
Mit Verfügung vom 2
3.
Oktober 2013 setzte die IV-Stelle zudem die Kinderrente zur Rente des Versicherten ebenfalls per
1.
September 2013
entsprechend
herab
(Urk.
8/
6/
29 =
Urk.
8/2).
2.
Gegen die Verfügung vom 2
5.
Juli 2013
(Urk.
2) erhob der
Versicherte
am 16.
September 2013 Beschwerde und
beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganze Rente auszurichten
(Urk.
1 S. 2). Gegen die Verfügung vom 2
3.
Oktober 2013 erhob er am 2
7.
November 2013 ebenfalls Beschwerde beziehungsweise hielt er fest, diese Verfügung betreffend die Kinderrenten gelte als mitangefochten
(Urk.
8/1).
Mit
Beschwerdeantwort
en
vom
2
3.
Oktober 2013 sowie vom 16. Januar 2014
bean
tragte die
IV-Stelle
die
Prozessvereinigung und die Abweisung der Beschwerden (Urk. 5, Urk. 8/5
).
Mit gerichtlicher Verfügung vom
2
2.
Januar 2014
wurde der Prozess Nr.
IV.2013.01083, in dessen Beschwerdeschrift der Beschwerdeführer
die
Verfü
gun
g
betreffend Kinderrente
hatte an
fechten lassen, mit dem vorliegenden Ver
fahren vereinigt und als dadurch erle
digt
abgeschrieben (Urk. 8/7
).
Mit Gerichtsverfügung vom 2
7.
Januar 2015 wurde die
G._
zum Prozess
beigeladen (Urk. 11). Mit Eingabe vom 12. Februar 2015 teilte sie mit, sie sei von
diesem Fall nicht berührt. Der Beschwerdeführer sei ur
sprünglich
IV-Ren
ten
be
züger
der Ostschweizerischen Rentnerpensionskasse gewesen. Diese sei am 1. Mai
2012 im Handelsregister gelöscht worden. Infol
gedessen habe der
Si
cherheits
fonds
BVG alle Rentenfälle übernommen, sodass heute der
Sicher
heitsfonds
BVG
durch ein allfälliges Urteil betroffen sei (Urk. 12).
Infolgedessen lud das hiesige Gericht mit Verfügung vom 1
3.
Februar 2015 den
Sicherheits
fonds
BVG zum
Prozess bei (Urk. 14). Diese verzichtete am 26. Februar 2015 auf das Einreichen einer Stellungnahme (Urk. 16).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den
nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
säc
h
lichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Ren
ten
anspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer
wesent
lichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn
sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesund
heits
zustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine
Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts
9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003
E. 2.2.3).
Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kung
en eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechts
kräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder
welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit
rechts
kon
former
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung be
ruht
(BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundes
ge
richts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E.
1 mit Hin
weisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das
heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflicht
ge
mäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das
So
zial
versicherungsgericht
alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam
men
,
objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Un
ter
lagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zi
ni
sche These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf all
sei
tigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksich
tigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begrün
det sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134
V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
Der Beweisw
ert
der
Berichte
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
nach
Art. 49 Abs. 2
der
Verordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
ist mit jenem
externer medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den
praxisgemässen
Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E.
5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E.
1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen - zu denen die RAD-Berichte gehören - nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässig
keit und Schlüssigkeit bestehen (
Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014
vom 3.
Oktober 2014
,
E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E.
5.2;
135 V 465
E.
4.4
und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den
Standpunkt, gestützt auf das Gutachten
der Klinik
B._
und der
C._
stehe fest,
dass der Beschwerdeführer nun
infolge einer Verbesserung seines psychi
schen
Gesundheitszustands
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu
50
%
arbeits
fähig sei.
Durch die RAD-Untersuchungen sei sie im Übrigen ihrer
Un
tersuch
ungspflicht
nachgekommen.
Sie errechnete einen Invaliditätsgrad von nur mehr
58
% und
setzte
die bisherige
ganze
Rente auf das Ende des der Zu
stellung der
Verfügung folgenden Monats auf
eine halbe Rente herab
(
Urk.
2).
Die
Kinder
rente
zur Rente des Beschwerdeführers kürzte sie ebenfalls entspre
chend (Urk. 8/2).
2.2
Der Beschwerdeführer wendet hiergegen ein, sein Gesundheitszustand habe sich
seit der
Rentenzusprache
keineswegs verbessert. Das Gutachten
von
Dr.
A._
beinhalte lediglich eine andere Beurteilung, was daran zu erkennen sei, dass
er angegeben habe, er könne die Entwicklung der Arbeitsfähigkeit in der Vergan
gen
heit nicht beurteilen
. Die Nachfrage bei
Dr.
A._
sei suggestiv erfolgt
und dessen Antwort mute spekulativ an
. Gemäss den Angaben der behandelnden
Ärzte liege indes keine Verbesserung des Gesundheitszustands vor
(Urk. 1 S.
2-
6
)
.
D
as beste
hende psychotherapeutische Setting sei optimal (Urk. 1 S. 5). Am Gut
achten von
Dr.
A._
bemängelte er weiter, dieser habe den psychischen Be
fund unzu
reichend erhoben
, weswegen er die weiterhin vorhandene
Angst
stö
rung
nicht habe feststellen können
. Eine Verbesserung habe indes weder
Dr.
A._
noch der RAD darlegen können
(Urk. 1 S.
5-
8
).
Ferner wies er auf den nicht ho
hen
beweisrechtlichen Stellenwert der RAD-Untersuchungsberichte hin und kri
tisierte, dass die untersuchenden Ärzte auch die
abschliessende
RAD-Stellung
nah
me ab
gegeben hätten (Urk. 1 S. 7-8).
Er schloss damit, dass gemäss den
D._
-
Berich
ten keine Verbesserung des Gesundheitszustands vorliege und
weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe
, weshalb in Aufhebung der angefoch
te
nen Verfügung eine ganze Rente auszurichten sei
(Urk. 1 S. 8-9).
3.
3.1
Die Zusprechung
der ganzen Rente
mit Wirkung ab dem
1.
September 1999
(vgl.
Urk.
6/50/1-11
) basierte
in erster Linie
auf
dem
rheumatologisch-psychia
tri
schen
Gutachten
des
H._
vom
2
7.
Januar
2002 (Urk. 6/34). Die Gutachter
nannte
n
damals
als Diagnosen mit Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit eine generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.2), eine mittel
gradige depressive Episode (ICD-10: F32.11) sowie ein
lum
bospondylogenes
bis
lumboradikuläres
Restsyndrom S1 links bei Status nach erfolgreicher
Diskus
hernienoperation
L5/S1 links im Jahr 1999 (Urk. 6/34/12).
Aus rheumato
logi
scher
Sicht wurde eine weitgehend volle Arbeitsfähigkeit in einer körperlich nicht ex
trem belastenden Tätigkeit mit der Möglichkeit zum Positionswechsel und ohne schwere Hebe- und Tragbelastung attestiert (Urk. 6/34/9). Hingegen wurde dem
Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht eine vollumfängliche Arbeitsun
fähig
keit in jeglicher Tätigkeit attestiert (Urk. 6/34/11). Die Gutachter führten
diesbezüglich aus, die bereits vor der
Dis
kushernienoperation
vorhandenen Angst
gefühle hätten sich nach der Operation verstärkt, was sich auf die sozialen Kontakte auswirke. Weiter habe der Be
schwerdeführer Vergesslichkeit,
Konzen
tra
tionsstörungen
,
Durchschlafstörun
gen
, Nervosität, Phobien, eine Reduktion von Appetit sowie Libido und Insuffi
zienzgefühle angegeben. Bei der Explo
ra
tion habe er einen gedrückten und ängstlichen Eindruck gemacht. Konzen
tra
tion
und Gedächtnis seien leicht redu
ziert gewesen, das formale Denken eingeengt auf das Vernehmen von Schmer
zen und Angst. Zudem sei ein ausgesprochenes Desinteresse an seiner Umge
bung beobachtbar und der affektive Rapport sei nur eingeschränkt herstellbar gewesen. Der Beschwerdeführer sei im Affekt miss
trau
isch, ängstlich, unsicher und deprimiert gewesen. Antrieb und Psychomo
tori
k seien leicht bis mittelgradig red
u
ziert gewesen
, im sozial-kommunikativen Be
r
eich habe eine mittelschwere bis schwere Einschränkung
bestanden
. Daher
liege
keine Ar
beitsfähigkeit
vor
(Urk. 6/34/11, Urk. 6/34/13)
.
Auf diese Angaben stellte
die Beschwerdegegnerin
damals
ab (
Urk.
6/35
).
3.2
Die
z
ugesprochene
ganze Rente wurde
mit Verfügung vom 1
9.
Dezember 2005 (Urk. 6/71)
ge
stützt auf den Bericht des Hausarztes
Dr.
med.
I._
, Fach
arzt für Allge
meine Medizin,
vom
9.
Dezember 2005 bestätigt, in welchem dem
Beschwerde
führer nach wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert wor
den
war (Urk. 6/67/1-5).
3.3
Die Rentenbestätigung vom 3
0.
April 2009 (Urk. 6/
86) erfolgte aufgrund der Be
richte von
Dr.
I._
vom 1
7.
Januar 2009 (Urk. 6/81/5-6) sowie des
D._
vom
2
4.
März 2009 (Urk. 6/82/7-9), welche weiterhin von einer vollumfängli
chen Arbeits
unfähigkeit in jeglicher Tätigkeit ausgingen.
3.
4
3.
4
.1
Im Rahmen des im
Mai
2011 eingeleiteten Revisionsverfahrens (
Urk.
6/89
ff.), das zur angefochtenen Verfügung vom
2
5.
Juli
2013 (
Urk.
2) führte,
wurde ein
Verlaufsbericht von
Dr.
I._
eingeholt. Dieser hielt fest, der Gesundheitszu
stand
des Beschwerdeführers habe sich eher verschlechtert. Er sei weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig (Urk. 6/94/6).
3.
4
.2
Der
seit 2008
behandelnde Psychiater
Dr.
med.
J._
, Facharzt für
Psy
chiatrie und Psychotherapie
,
D._
,
nannte in seinem Bericht vom
2
9.
Juni 2011
die Diagnose einer
rezidivierenden schweren depressiven Episode (ICD-10: F33.2
) sowie einer generalisierten Angststörung (ICD-10: F41.1), beides beste
hend seit 199
8.
In der angestammten Tätigkeit als Textilarbeiter sei der Be
schwerdeführer wegen der rezidivierenden Depression, der Angst und der Schmerzen seit 1999 zu 100
%
arbeitsunfähig (Urk. 6/95/1-2).
Unter Bezug
nahme auf das Gutachten
von
Dr.
A._
hielt er am 2
8.
September 2012 fest, der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers werde kontinuierlich schlechter (Urk. 6/135/2).
Am 2
5.
Okto
ber 2012 gab er zudem an, die generalisierte Angststörung (ICD-10: F41.1) per
si
stiere weiterhin (Urk. 6/138/1).
3.
4
.3
Dr.
A._
diagnostizierte in seinem psychiatrischen Gutachten vom
12. Okto
ber
2011
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Stö
rung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symp
tomen (ICD-10: F33.11)
,
sowie ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Status nach anam
nestischer generalisierter Angststörung (ICD-10: F41.1).
Eine generalisierte Angststörung habe er anlässlich der Begutachtung nicht feststel
len können und der Beschwerdeführer habe deren Symptome auch nicht spon
tan geschildert. Es sei nicht auszuschliessen, dass er aufgrund der mehrfachen Verhaftungen unter einer posttraumatischen Ängstlichkeit und unter Albträu
men gelitten habe und immer noch leide. Diese wirkten sich indes nicht ein
schränkend auf die Arbeits
fähigkeit aus. Die depressive Symptomatik sei aktuell höchstens mittelgradig aus
geprägt. Ab dem 3
0.
September 2011 sei der Be
schwerdeführer aus psychia
tri
scher Sicht noch zu 50
%
arbeitsunfähig sowie nicht geeignet für Tätigkeiten mit
sehr hohen Anforderungen an die Konzentra
tion oder an die psychische Belast
barkeit sowie für Nachtarbeit. Rückwirkend könne er die Arbeitsfähigkeit wegen widersprüchlicher Angaben nicht beurtei
len (Urk. 6/107/7-9).
Am 2
3.
Mai 2012 führte
Dr.
A._
auf Anfrage der IV-Stelle hin ergänzend
aus, dass er keine generalisierte Angststörung mehr habe feststellen können, deute auf deren Rückbildung hin. Daher sei von einer Verbesserung des Ge
sund
heitszustands und der Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 6/125).
3.4
.4
Dem Gutachten des
C._
vom 2
2.
Dezember 2011, in dessen Rahmen auch eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit durchgeführt wurde, ist zu ent
nehmen, dass die Resultate der Belastbarkeitstests infolge erheblicher
Symptom
ausweitung
, Selbstlimitierung und Inkonsistenz nicht verwertbar seien (Urk. 6/108/7)
. Von den vorliegenden objektiven Befunden her sei der Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht unverändert
(Urk. 6/108/9). Von somatischer Seite her sei ihm eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit ohne wirbelsäulenbelastende
Zwangspositi
onen
zu 100
%
zumutbar.
Unter Mitberücksichtigung der psychischen Krankheit beziehungsweise unter Einbezug von
Dr.
A._
Beurteilung
gingen die Gut
achter von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus (Urk. 6/108/8).
3.
4
.5
In seinem Bericht vom 2
4.
Januar 2013 diagnostizierte
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin, eine beginnende
Fingerpoly
ar
throse
(Urk. 6/143).
3.
4
.6
RAD-Arzt
Dr.
E._
befragte den Beschwerdeführer anlässlich der psychiatri
sche
n Unter
suchung insbesondere detailliert zu seinen Ängsten und Befürchtungen (Urk. 6/
148/4).
Als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
er
in seinem Bericht vom 1
3.
Februar 2013
einzig den Verdacht auf
eine rezidi
vie
rende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode mit so
ma
tischem Syndrom (ICD-10: F33.11; Urk. 6/148/9).
Im psychopathologi
schen Befund seien allenfalls eine deprimierte Stimmungslage und ein leicht ver
min
der
ter Antrieb aufgefallen. Der übrige psychopathologische Befund sei regel
recht
. Die geschilderten Wahrnehmungsstörungen im Sinne von
der
Wahr
nehmung
weisser Schatten hätten nicht objektiviert werden können und seien nicht glaub
haft. Die anamnestischen Angaben hierzu seien im Üb
rigen diskre
pant zu den bei Dr.
A._
gemachten Angaben, wonach er kleine Figuren sehe, die auf ihn zukommen und ihn würgen würden.
Der Beschwerdeführer habe vage und un
prä
zis-ausweichend geantwortet. Weiter hätten Inkonsisten
zen zwischen dem
behaupteten Leidensdruck und der für die Gutachter fehlen
den Erkennbarkeit von
einem
Leidensdruck bestanden. Der Beschwerdeführer habe seine Beschwerden theatralisch überzeichnet und zumindest teilweise be
wusst
aggraviert
. Kognitive
Störungen seien keine zu objektivieren gewesen (Urk. 6/148/10).
Hingegen lägen
diverse psychosoziale Belastungsfaktoren vor. Insgesamt sei das Gutachten von
Dr.
A._
zu bestätigen. Somit sei von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit seit
Oktober 2011 auszugehen (Urk. 6/148/11). Symptome einer Angststörung von Aus
mass und Schwere, die eine Codierung nach ICD-10-Kriterien erlaubten, läge
n gegenwärtig nicht vor (Urk. 6/148/12).
3.4
.
7
Der RAD-Arzt
Dr.
F._
gelangte nach seiner orthopädischen Untersuchung des Beschwerdeführers zum Schluss, mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit lägen eine schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung der
Lendenwir
belsäule
bei
einem
Zustand nach einer Bandscheibenoperation L5/S1 und
lum
boischialgiforme
Beschwerden links mit eher
pseudoradikulärer
Schmerzemp
fin
dung vor. Der beginnenden Fingerpolyarthrose beidseits ohne klinische
Funk
tions
einschränkung
mass er keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu. Er schlos
s, aus orthopädisch-somatischer Sicht habe sich der Gesundheitszustand nicht relevant verändert. Es sei weiterhin eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit gegeben (Urk. 6/150/7-8).
4.
4.1
Dass der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht in
seiner angestammten Tätig
keit nicht mehr, in
einer seinem Leiden angepassten Tätigkeit
hingegen
nach wie
vor zu 100
%
arbeitsfähig ist, ist unbestritten geblieben und deckt sich mit der Aktenlage.
Hiervon gingen sowohl die
C._
-Gutachter als auch
Dr.
F._
aus (Urk.
6/108/8, Urk. 6/150/7-8). Die
Beurteilung
, wonach
wirbelsäulenbelas
tende
Tätigkeiten nicht mehr, angepasste indes uneingeschränkt
zumutbar sind,
über
zeugt
angesichts
der
bestehenden
schmerzbedingt verminderte
n Beweglichkeit der
Wirbelsäule und
der
schmerzhaft eingeschränkten Belastbarkeit der
Lenden
wirbel
säule
bei einem
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom und einer
Seg
ment
de
generation
L5/S1
(Urk. 6/108/5-6, Urk. 6/150/7).
4.2
4.2.1
Aus psychiatrischer Sicht liess die IV-Stelle den Beschwerdeführer sowohl von
Dr.
A._
als auch von
Dr.
E._
untersuchen. Beiden Ärzten standen die me
dizinischen
Vorakten
zur Verfügung (
Urk.
6/107/1-4, Urk. 6/148/1). Sie berück
sichtigten die persönliche Leidensschilderung des Beschwerdeführers, erhoben die
Anamnese und die Befunde (Urk. 6/107/4-7, Urk. 6/148/2-9).
Beide gelangten zum Schluss, dass mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
zig eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
mittelgradige Episode mi
t somatischem Syndrom im Sinne von ICD-10: F33.11 vorlieg
e
. Ferner hiel
ten sie fest, dass anamnestisch früher eine generalisierte Angststörung bestan
den habe, diagnostizierten jedoch aktuell keine solche (Urk. 6/107/7, Urk. 6/148/9).
Auf
Dr.
A._
machte der Beschwerdeführer einen im Affekt deprimierten Eindruck
.
Die affektive Schwingungsfähigkeit erachtete er als re
duziert und den Antrieb als
leicht vermindert und motorisch wenig lebhaft
(Urk. 6/107/7)
.
Ebenso beschrieb
Dr.
E._
den Beschwerdeführer als im Affekt leicht deprimiert mit gedrückter Stimmungslage, reduzierter affektiver
Schwin
gungsfähigkeit
und leicht vermin
der
tem Antrieb (Urk. 6/148/7-8).
Daraus, dass der Beschwerdeführer während des
80-
respektive 120-
minütigen Gesprächs ohne Verzögerung klare und präzise Ant
worten gab, seine Lebensgeschichte und die Entwicklung der Beschwerden fliessend und genau berichtete, schloss
en
Dr.
A._
und
Dr.
E._
auf unauf
fällige
mnestische
Funktionen (Urk. 6/107/6
, Urk. 6/148/7
).
Bei diesen erhobe
nen
Befunden und unter Berücksichtigung des
nach wie vor
Aktivitäten enthalten
den
Tagesablaufs (
Besuche bei der Ehefrau in deren Reisebüro
, Kontakte zu Ange
hörigen, Reisen in die
L._
,
Urk. 6/148/2;
fernsehen, einkaufen, spazieren
,
Urk. 6/148/6, Urk. 6/148/8
) überzeugt die im Umfang von 50
%
attestierte
Rest
ar
beits
fähigkeit
.
Die Befürchtung des Beschwerdeführers, die Beschwerdegegnerin habe im Hin
blick auf die ergänzende Stellungnahme von Dr.
A._
vom 23. Mai 2012 (vgl. Urk.
6/125) auf unzulässige Weise versucht, mittels suggestiver Fragestellung Ein
fluss auf den Experten zu nehmen (Urk.
1 S.
2 f. Ziff.
2 f.), ist unbegründet. In der Anfrage an den Experten vom 18. Mai 2012 ersuchte die
Beschwer
de
gegnerin
diesen um Auskunft darüber, „warum es sich nicht um eine andere Be
ur
teilung des gleichen medizinischen Sachverhaltes, sondern um eine Verbesse
rung
des Gesundheitszustandes handelt, und dass die Auferlegung einer
Scha
den
minderungspflicht
hier nötig erscheint“ (Urk. 6/123). Diese Art der Frage
stellung war durchaus zulässig, attestierte Dr.
A._
doch in seinem Gutachten vom 12. November 2011 eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und er erachtete eine weitere ärztliche Behandlung für nötig sowie unter dem Aspekt der Schadenminderungspflicht auch für zumutbar (Urk. 6/107/9 Ziff. 7 f.). Die Beschwerdegegnerin ersuchte den Experten somit um ergänzende Ausführungen zu Aspekten, zu denen
er
sich in seinem Gutachten bereits geäussert hatte.
4.2.2
Bezüglich
der
Ängstlichkeit hielt
Dr.
A._
fest, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass der Beschwerdeführer unter posttraumatischer Ängstlichkeit
und unter Albträumen leide, jedoch schränke dies seine Arbeitsfähigkeit nicht ein
(Urk. 6/107/8).
Eine generalisierte Angststörung habe er nicht feststellen können und die Symptome einer generalisierten Angststörung seien vom Be
schwerde
füh
rer auch nicht spontan geschildert worden (Urk. 6/107/9).
Eine ge
neralisierte Angststörung, wie sie vom behandelnden Psychiater weiterhin als Diagnose an
geführt wird (v
gl. vorstehende E. 3.3.2), setze
gemäss den klinisch-diagnos
ti
schen
Leitlinien der ICD-10
als wesentliches Symptom eine generali
sierte und anhalt
en
de Angst voraus, die sich nicht auf bestimmte Situationen in der Umgebung
be
schränkt
(
Dilling
/
Mombour
/Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psy
chi
scher Störun
g
en, ICD-10
Kapitel V [F]
, Klinisch-diagnosti
sche Leitlinien,
9.
Auf
lage 201
4
, S.
198
)
. Da die vom Beschwerdeführer geschil
derte Angst des Be
schwerdeführers nur in gewissen Situationen auftritt, so wenn er alleine ist
und insbesondere nachts (Urk. 6/107/5), ist
es
nachvollzieh
bar, dass keine gene
ralisierte Angststörung mehr diagnostiziert wurde. Dass die vom Beschwerde
füh
rer angeführten Ängste nicht als die Arbeitsfähigkeit ein
schränkend beurteilt wurden, ist ebenso plausibel,
zumal der Beschwerdeführer diesen Ängsten durch Einschalten des Lichtes oder durch Treffen mit Personen ausserhalb seiner Woh
nung begegnen kann (Urk. 6/107/5).
Dr.
E._
befragte den Beschwerdeführer detailliert zu seinen Befürchtungen
und Ängsten (Urk. 6/148/4).
Dabei berichtete der Beschwerdeführer, wenn er allei
ne zuhause sei, sehe er weisse Schatten. Zudem habe er selbst mit seiner Ehe
frau Angst, wenn in der Tiefgarage plötzlich das Licht ausgehe.
Panikatta
cken
erleide er indes nicht. Ferner habe er Angst vor Polizisten in Uniform, vor Hun
den und Platzangst in kleinen Räumen (Urk. 6/148/4).
Dass
Dr.
E._
diese
Symptome nicht als generalisierte Angststörung wertete, sondern festhielt, Symptome einer generalisierten Angststörung könne er nicht bestätigen (Urk. 6/148/11),
ist bei den sich auf gewisse Situationen beschränkenden Ängste wiederum nachvollziehbar.
Ebenso ist die Beurteilung in Bezug auf die Ar
beits
fähigkeit
plausibel, wonach sich aus psychiatrischer Sicht einzig die rezidi
vie
rende depressive Störung auswirkt,
zumal der Beschwerdeführer problemlos Zug
, Bus und nötigenfalls Auto fahren kann und keine Angst vor grösseren Men
schenansammlungen hat (Urk. 6/148/4).
Somit überzeugt die Einschätzung von
Dr.
E._
auch insofern, als er von einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgeht (Urk. 6/148/11).
4.2.3
Betreffend die vom Beschwerdeführer erwähnten kleinen Figuren
sowie die Lei
che
seiner Mutter
, welche auf ihn zukämen und ihn würgen wollten (Urk. 6/107/5),
wies
Dr.
A._
darauf hin, dass die behandelnden Psychiater keine antipsychotische Behandlung eingeleitet und diese Schilderungen somit
nicht als Wahnsymptome gewertet hätten (Urk. 6/107/8).
Hinzu kommt, dass
der
Beschwerdeführer bei der RAD-Untersuchung von weissen Schatten sprach, wo
rin
Dr.
E._
eine Diskrepanz erblickte (Urk. 6/148/10). Das Vorliegen von
Wahr
nehmungsstörungen
hielt
Dr.
E._
da
her sowie wegen vager, unpräzis-
aus
wei
chender Antworten bei der gezielten Exploration der spontan angegebe
nen
Wahr
nehmungsstörungen
und aufgrund des Fehlens eines erkennbaren
Lei
dens
drucks
für nicht glaubhaft (Urk. 6/148/10), was einleuchtet.
4.3
Die gegenteiligen Auffassungen des behandelnden Psychiaters und des Hausarz
tes, wonach der Beschwerdeführer weiterhin vollumfänglich arbeitsunfähig sei (vgl. vorstehende E. 3.3.1 und 3.3.2),
erwecken keine Zweifel an der Beurteilung von
Dr.
A._
und
Dr.
E._
. Diesbezüglich
ist anzumerken, dass die psychia
tri
sche Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen kann
. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom
5.
März 2009
, E.
5.1 mit Hinweis)
.
Dem Beschwerdeführer ist
darin
zuzustimmen, dass bei der Abschätzung des Beweiswerts im Rahmen einer freien und umfassenden Beweiswürdigung auch die potentiellen Stärken der Berichte der behandelnden Ärzte nicht vergessen werden dürfen. Auf der anderen Seite lässt es die unter
schiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeutisch tätigen (Fach-)Arz
tes
einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten
fachmedizi
ni
schen
Experten anderersei
ts nicht zu, ein Administrativ
gutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan
delnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Anders ver
hält es
sich nur, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststellbare Gesichts
punkte vor
bringen, welche im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung un
erkannt ge
blie
ben und die geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen
(Urteile des Bundesgerichts 8C_79/2008 vom 1
9.
August 2008
,
E.
4.1 mit Hin
weis
,
und 9C_24/2008 vom 2
7.
Mai 2008
,
E.
2.3.2 mit weiteren Hinweise
n). Solche
Gesichtspunkte bringen
der behandelnde Psychiater
und der Hausarzt
je
doch nicht vor.
Insbesondere legen sie keine detaillierten Befunde dar, welche für das Persistieren der generalisierten Angststörung sprechen würden.
4.4
Dem Einwand des Beschwerdeführers, sein Gesundheitszustand habe sich nicht
verbessert, sondern es handle sich lediglich um eine andere Beurteilung,
ist
nich
t zu folgen.
Dadurch, dass keine generalisierte Angststörung mehr diagnos
tiziert werden kann und nun in einer angepassten Tätigkeit wieder eine 50%ige Ar
beitsfähigkeit besteht, ist von einer Verbesserung der tatsächlichen Verhält
nisse auszugehen. Diese ist denn auch daran ersichtlich, dass bei der ursprüngli
chen
Rentenzusprache
von
viel stärkeren
sozialen Ei
nschränkungen ausgegan
gen wurde. So litt der Beschwerdeführer an mit körperlichen Beschwerden ein
her
geh
enden Ängsten anlässlich sozialer Kontakte (Urk. 6/34/9). Soziale sowie
–
un
ter
dessen ebenfalls nicht mehr vorhandene -
mnestische
Störungen führten dazu,
dass die
H._
-Gutachter das Ausmass der psychischen Belastung als mit
telgross bis gross einschätzten. Der Beschwerdeführer war in sozial-kommuni
kativer Hin
sicht mittelschwer bis schwer eingeschränkt. Beispielsweise wies er
sozialpho
bi
sche
Züge auf (Urk. 6/34/11).
Unterdessen lösen soziale Kontakte hingegen keine
Ängste mehr aus. Nicht einmal grössere Menschenansammlun
gen beunruhigen ihn. Im Gegenteil nutzt er soziale Kontakte gegen seine Ängste, verlässt die Woh
nung
beim Auftreten von Ängsten
gerne und kann problemlos Bus und Zug fahren (vgl. Urk.
6
/107/5 und Urk. 6/148/4
).
Die Kon
taktfähigkeit zu Dritten ist funktionell nur noch allenfalls leicht reduziert (Urk. 6/148/8).
Dass sich durch diese
tatsächliche
Veränderung seine Arbeitsfä
higkeit erhöht hat, ist
nachvoll
ziehbar
.
Nach dem Gesagten ist von einer Ver
besserung der die Arbeitsfähigkeit
beeinträchtigenden Angstproblematik und nun mit
Dr.
A._
und
Dr.
E._
von
einer 50%igen Arbeitsfähigkeit aus psy
chiatrischer Sicht auszugehen. Zu
sätzlich
sind die durch das Rückenleiden be
dingten
Einschränkungen des zumutbaren
Tätig
keitsp
rofils
zu berücksichtigen.
5
.
5
.1
Da
das letzte Arbeitsverhältnis
de
s
Beschwerdeführer
s
bereits über ein Jahrzehnt zurückliegt und die
Z._
in der Zwischenzeit
den Betrieb eingestellt hat und die Gesellschaft
liqui
diert wurde (vgl. das Handels
re
gister des Kantons
M._
)
,
wäre
der Be
schwerdeführer
heute auch
im
Ge
sundheitsfall
nicht mehr
beim gleichen Ar
beitgeber tätig. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin für die Bemessung
nicht nur d
e
s Invaliden- sondern auch
des
Valideneinkommens
zu Recht auf die Tabelle TA 1 der Schweizerischen Lohn
strukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) 2010 abgestellt
(vgl.
Urk. 2 S. 2 und Urk. 6/112)
. Da mangels
abgeschlossener
Ausbildung
(Urk. 6/1/4)
und relevanter Berufs- und Fachkenntnisse sowohl beim Validen
-
als auch beim Invalideneinkommen das Einkommen für einfache und repetitive Tätigkeiten (
An
forderungsniveau
4) heranzuziehen ist,
beträgt
das
Invalidenein
kommen
vor
Vornahme des Leidensabzugs bei einer 50%igen Arbeitsfähigkeit 50
%
des
Vali
den
e
inkommens
. Dabei handelt es sich jedoch nicht um einen Prozentvergleich,
bei welchem kein Leidensabzug vorgenommen werden dürfte (Urteil 9C_109/2013
vom
9.
April 2013, E. 4.2), sondern lediglich um eine Ver
ein
fach
ung der Berechnung. Denn dem Beschwerdeführer ist seine ange
stammte, seit
seiner Niederlassung in der Schweiz ausgeübte (
Urk.
6/
1/3-4
) Tä
tigkeit als
Textil
arbeiter
unbestrittenermassen nicht mehr zumutbar.
5
.2
Die IV-Stelle
hielt
unter Hinweis darauf, dass nur noch eine teilzeitliche Arbeit möglich sei und dass aufgrund der gesundheitlichen Einschränkungen das
Tä
tigkeitsspektrum
eingeschränkt sei,
fest, es sei
ein Leidensa
bzug von 20
%
vor
zunehmen
(
Urk.
2 S. 2).
Bei
den ins Gewicht fallenden Umständen
mit mannig
faltigen Einschränkungen sowohl aus somatischer als auch aus psychiatrischer
Sicht sowie der nur noch teilzeitlichen Arbeitsfähigkeit
des männlichen Be
schwer
deführers
ist ein Abzug von 20
%
angemessen
.
5.3
Das Invalideneinkommen reduziert sich somit um 20
%
, womit es noch 40
%
vom
Valideneinkommen
beträgt (0,8 x 50
%
). Verglichen mit dem
Validenein
kom
men
(100
%
) ergibt sich ein invaliditätsbedingter Minderverdienst und gleichzeitig Invaliditätsgrad von 60
%
.
Die Differenz zum von der IV-Stelle er
rechneten Invaliditätsgrad von 58
%
ergibt sich daraus, dass die IV-Stelle ef
fek
tiv nur einen Abzug von 15
%
vor
genommen hat
, obwohl sie einen von 20
%
für
angemessen befunden hatte (vgl. Urk. 6/112/2).
Somit
hätte
die IV-Stelle die bis
herige ganze Rente
nur
auf eine
Dreiviertelsrente
herab
setzen dür
fen, weshalb die
Beschwerde insoweit teilweise gutzuheissen ist.
Somit hat der Beschwer
de
führer weiterhin Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und eine entsprechende Kinderrente.
6.
6.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr.
1'000.-- festge
setzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr. 800
.-- als ange
messen.
Entsprechend dem teilweisen Obsiegen
des Beschwerdeführers
sind die Kosten
dem Beschwerdeführer
und der Beschwerdegegnerin
je zur Hälfte
aufzu
erlegen.
6.2
Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer gestützt auf § 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) Anspruch auf eine redu
zierte Prozessentschädigung, denn es handelt sich vorliegend nicht um einen Fall,
bei welchem
das Rechtsbegehren keinen Einfluss auf den Prozes
saufwand aus
geübt hätte, da die teilweise Gutheissung gestützt auf eine andere Begrün
dung als die vom Beschwerdeführer geltend gemachte erfolgt.
Die
reduzierte
Prozess
ent
schädigung
ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr.
1‘3
00.-- (inkl. Mehr
wertsteuer und
Baraus
lagen
) festzusetzen.