# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** da88863d-e8e6-474f-a430-f295a2938f8a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die
1957
geborene
X._
war
als
arbeitslos
e Person
bei der Suva
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert
als sie
am
7.
März
2015 in
Flumserberg
einen Skiunfall
erlitt
(Unfallmeldung vom 1
2.
März 2015,
Urk.
14/3
).
Mit dem REGA
-Helikopter
wurde sie
ins
Y._
ver
bracht, wo der
erstbehandelnde Arzt
eine
distale
Femurspiralfraktur
links
diag
nostizierte
. Diese wurde noch am Unfalltag
osteosynthetisch
versorgt
. Es folgten eine
klinisch-stationäre
muskul
oskele
t
tale
Rehabilitation,
Gehstockentlastung
u
nd später Physiotherapie
. Ausserdem wurde der Versicherten ab dem
7.
März 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
(vgl.
Unfallrap
port/Unfallrechnung des Rettungsdienstes der Bergbahnen
Flum
ser
berg
AG vom 1
8.
März 2015,
Urk.
14/15;
Operationsber
icht,
Urk.
14/4 ff.
,
Urk.
14/20
,
Urk.
14/22
f.
). Die
Suva anerkannte den Schaden
fall und erbrachte Versiche
rungsleistungen (
Urk.
14/7
f.
).
Sowohl die Operation als auch der postoperative Verlauf gestalteten sich komplikationslos.
Am 2
4.
August 2015 nahm
Dr.
med. Z._
, Facharzt
FMH
für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine kreisärztliche Untersuchung vor (
Urk.
14/45).
Im
Mai 2016 wurde das
Osteosynthesematerial
entfernt (
OSME
,
vgl. Operationsbe
richt,
Urk.
14/84 f.)
. Daraufhin
nahm
Dr.
med.
A._
, Facharzt
FMH
für Chirurgie, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung vor. Dabei
hielt
er betreffend die
Femurspiralfraktur
den
Endzustand und ausserdem fest, die Versicherte
beklage nunmehr
Schmerzen im Bereich des linken Schultergelenks (Bericht vom 1
1.
November 2016,
Urk.
14/111).
Mit
Verfügung vom
1
5.
Februar 2017
lehnte die Suva eine Leistungspflicht im Zusammenhang mit den geltend gemachten Schulterbeschwerden ab (
Urk.
14/140; vgl. auch Schreiben vom 2
1.
November 2016,
Urk.
121).
Die
am
4.
März 2017
da
gegen
erhobene Einsprache
(
Urk.
14/144
) wies die
Suva
mit
E
insprachee
ntscheid
vom
3
0.
Mai
2017
ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 3
0.
Juni
2017 Beschwerde
und beantragte, es sei die Bes
chwerdegegnerin in Aufhebung des
angefochtenen
Einspracheent
scheids
vom 3
0.
Mai 2017
zu verpflichten, im Zusammenhang mit den Schulter
beschwerden
Versicherungsleistung
en
zu erbringen
(
Urk.
1
S. 2
).
In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtsvertretung (
Urk.
1 S. 2
, vgl. auch
Urk.
5 S. 2
).
Innert gerichtlich angesetzter Nachfrist
(vgl.
Verfügung vom 1
0.
Juli 2017,
Urk.
3) reichte sie am 2
3.
August 2017 (Eingangsdatum) eine verbesserte
Beschwerdebegründung
nach
(
Urk.
5).
Mit
Beschwerdeantwort vom 22.
September
2017 schloss die Beschwerdegegne
rin auf Abweisung der Beschwer
de (
Urk.
13
), was der Beschwerdeführerin am
2.
Oktober
2017 zur
Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
15
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
7.
März 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
Dies gilt
auch für
die Bestimmungen zu den
unfallähnliche
n Körperschädigungen im Sinne von
Art.
6
Abs.
2 UVG
i. V. m.
Art.
9
Abs.
2 UVV
(vgl. Bundesgerichts
entscheid 8C_325/2017 vom 2
6.
Oktober 2017, E. 2 mit weiteren Hinweisen).
1.
2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der ver
unfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.
3
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat Körperschädigungen, die den Fol
gen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 UVV Gebrauch gemacht und fol
gende Körperschädigungen, sofern sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder
eine Degeneration zurückzuführen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Ein
wirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist abschliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, 2. Auflage, Bern 1989, S. 202).
1.4
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
).
1.5
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.6
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kau
salzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (
BGE
134 V
109 E. 2.1).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin, aufgrund der medi
zinischen Aktenlage seien keine Schulterbeschwerden zeitnah zum Unfallereignis vom
7.
März 2015 dokumentiert. Die bildgebenden Befunde
gemäss
Schulter-MRI vom 3
0.
September 2017 seien unspezifisch und könnten
auch
auf degenerative Prozesse zurückzuführen sein. Jedenfalls sei die Schulterproblematik nicht über
wiegend wahrscheinlich unfallkausal.
Im Übrigen sei das Vorliegen einer unfall
ähnlichen Kö
r
perverletzung nicht zu prüfen, zumal sich vorliegend klarerweise ein Unfall ereignet habe (
Urk.
2 S. 3 ff.).
2.2
Dagegen wandte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen ein, die
Femurfraktur
und deren Behandlung
seien anfänglich
im Vordergrund gestanden. Dies sei der Grund, weshalb die Schulterproblematik erst später untersucht und diagnostiziert worden sei.
L
etztere
sei indes
bereits in früheren medizinischen Bericht
en doku
mentiert
worden
;
in den Pflegeeinträgen vom 1
1.
März 2015
seien
linksseitige
Ellen
bogenschmerzen vermerkt. I
m
Anästhesiebericht vom 1
8.
Mai 2016
sei
ein Problem im Bereich des link
en Arms dokumentiert.
Gestützt auf die fachärztliche Beurt
eilung von
Dr.
med. B._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates sowie Facharzt FMH für Chirurgie,
sei die fest
gestellte Ruptur de
r
Supraspinatussehne
überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom
7.
März 2015 zurückzuführen. Nachdem es die Beschwerdegegnerin versäumt habe, die geklagten Beschwerden im Bereich der schmerzhaften Extre
mität hinreichend zu untersuchen, könne sich die erst spät gestellte Diagnose nicht zum Nachteil der Beschwerdeführerin auswirken. Als Folge dieses Versäum
nisses sei eine Umkehr der Beweislast zu fordern. Eventualiter sei die Kausalitäts
frage gutachterlich abzuklären. Soweit die Kausalität verneint werde, sei
schliess
lich
davon auszugehen, dass mit der Schulterdiagnose
eine unfallähnliche Kör
perschädigung vorliege, für deren Folgen
die Beschwerdegegnerin leistungs
pflichtig sei
(
Urk.
5).
3.
1.%2
Im Operationsbericht des
Y._
wurde eine distale
Femurs
p
i
ralfraktur
links (AO 33 A1) mit Indikation zur Osteosynthese
festgehalten. Die Operation erfolgte
am
7.
März 2015
(
Urk.
14/4).
Daraufhin verblieb
die
Beschwerdeführerin
bis
am
1
8.
April 2015
hospitalisiert
, zunächst auf der Nor
malstation und später in der
RehaClini
c
des
Y._
zwecks The
rapie und Mobilisation
.
Beim Eintritt am Unfalltag habe die Beschwerdeführerin n
ebst immobilisierenden Schmerzen im Bereich d
es linken Oberschenkels
and
er
weitige Beschwerden verneint. Postoperativ habe
sie
starke Schmerzen im Ope
rationsber
e
ich (5/10 auf VAS)
beklagt. Klinisch
habe
sich eine massive Schwel
lung im Bereich des linken Beines mit ausgedehntem Hämatom am Ober- und Unterschenkel sowie
im Bereich der Kniekehle
gezeigt
. Ausserdem notierten die beurteilenden Fachärzte eine deutliche Einschränkung (Extension/Flexion) der
aktive
n
Hüftbeweglichkeit. Im Verlauf der
stationären
Rehabilitation hätten sich die Beweglich- und Belastbarkeit kontinuierlich verbessert. Bei Austritt sei die Beschwerdeführerin an zwei Unterarmstöcken mit Entlastung des linken Beins über eine Strecke von über 300 Meter ohne Pausen mobil gewesen und habe 60 Treppenstufen bewältigen können (
Austrittsberichte vom 1
8.
April und 2
0.
März 2017,
Urk.
14/23
,
Urk.
14/27
).
2.%2
Die ambulante
n
Verlaufskont
rolle
n
im
Y._
sowie beim nachbe
handelnden Hausarzt
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, erwiesen sich als unauffällig. Die Beschwerdeführerin berichtete keine Schmer
zen
(
Berichte vom 2
9.
Mai und 1
7.
Juli 2015,
Urk.
14/34 f.
).
3.%2
Am
2
4.
Juli 2015 fand eine Standortbesprechung am Wohnort der Beschwerde
führerin statt. Dabei schilderte
sie eine
zunehmende Besserung. Neuerdings könne sie beim Gehen auf die Stöcke verzichten, benötige diese aber noch bei der Bewältigung von Treppen
sowie
bei Steigungen. Es bestehe noch eine grosse Kraftlosigkeit
, welche sie beim Gehen und Stehen einschränke und regelmässig
e Pausen sowie Ruhezeiten erfordere
(
Urk.
14/36).
4.%2
Anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 2
4.
August 2015 gab die Beschwerdeführerin an,
es würde immer bessergehen. Unterdessen
könne
sie 30 Minuten
stockfr
ei gehen. Jedoch habe sie noch Restb
eschwerden
. Seit
August 2015 sei sie
wieder
zu 40
%
arbeitstätig
als Betreuerin für behinderte Kinder
.
Subjektive und/oder objektive Hinweise auf
Schulterschmerz
en sind dem Bericht
nicht zu entnehmen.
Klinisch zeigten sich reizlose Narben und ergaben sich beim Untersuch der unteren Extremitäten keinerlei unauffälligen Befunde
.
Dr.
Z._
notierte einen Verlauf
«im Rahmen de
s
zu erwartenden»
(
Urk.
14/45)
.
5.%2
Den Verlaufsberichten
von
Dr.
D._
vom 1
1.
November 2015 und 30.
Dezem
ber 2015
sind keine irgendwie gearteten
Hinweise auf eine Schulterproblematik zu entnehmen. Er notierte ausschliesslich belastungsabhängige Schmerzen im Bereich des
o
beren Sprunggelenks
links
(
Urk.
14/59,
Urk.
14/67).
6.%2
Die bildgebende Nachkontrolle im
Y._
vom 2
7.
Januar 2016 brachte eine vollständige und achsengerechte Konsolidierung der
Femurfraktur
zur Darstellung. Insgesamt gehe es der Beschwerdeführerin nach eigenen Anga
ben ausgezeichnet. Es bestünden lediglich im Bereich des Plattenlagers gewisse Beschwerden (
Urk.
14/68).
7.%2
Am 1
8.
Mai 2016 erfolgte die
Osteosynthesematerialen
tfernung
; Operation und
postoperative
r
Verlauf gestaltete
n sich komplikationslos
(
Urk.
14/84 f.).
8.%2
Im
Verlaufsbericht vom 2
6.
Septem
ber 2016 hielt
Dr.
D._
eine Schulterkon
tusion fest
. Weitere Angaben dazu sind dem Bericht nicht zu entnehmen (
Urk.
14/104).
9.%2
Das am 3
0.
September 2016 am
E._
durchge
führte MRI der linken Schulter brachte
im Wesentlichen
eine Partialruptur der
Supraspinatussehne
(PASTA Läsion)
zur Darstellung (
Urk.
14/110).
10.%2
Im Rahmen der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung
vom 1
1.
Oktober 2016
beklagte die Beschwerdeführerin
mit Bezug auf die vorliegend fragliche Schul
terproblematik
bewegungsabhängige Schmerzen im Bere
ich des linken Schulter
gelenks, Sensibilitätsstörungen a
n der Aussenseite des Oberarms und
Ellenbo
gengelenkes sowie eine Kraftminderung der linken Hand. Klinisch notierte
Dr.
A._
eine Minderung des Muskelreliefs des linken Schultergürtels, eine ein
geschränkte Beweglichkeit des linken Schultergelenks, eine Minderung der Ober- und Unterarmmuskulatur links, eine Minderung der groben Kraft des
linken Arms sowie
eine
endgradige
Beeinträchtigung der Funktionen des linken Arms (Mund
-
,
Nacken-
, Schürzengriff,
Urk.
14/111). Nach
Einsichtnahme in den
radi
ologi
schen Untersuchungsbericht
vom 3
0.
September 2016 (vgl. E. 3.8) kam
Dr.
A._
mit Kurzbeurteilung vom 1
6.
November 2016
zum
Schluss, die erhobenen Befunde
seien nur möglicherweise unfallkausal. So lieferten die früheren medi
zinischen U
nterlagen keinerlei Hinweise
auf
eine Schulterproblematik
(
Urk.
14/120).
Nach einer eingehenden Prüfung der
bisherigen Aktenlage hielt
Dr.
A._
am
8.
Februar 2017 an seiner Einschätzung fest und führte ergänzend aus, wäre es am
7.
März 2015 zu einer Verletzung des linken Schultergelenks gekommen, hätten sich diese Schmerzen
spätestens in der postoperativen Phase
aufgrund der Benützung von Gehstöcken
über einen Zeitraum von über vier Monaten manifestiert und deutlich verstärkt
.
Im Übrigen seien d
ie bildgebenden Schulterbefun
de vom 3
0.
September 2016
unspezifisch. Unter Hinweis auf die aktuelle fachärztliche und gutachterliche Literatur kämen solche Veränderungen durch degenerative Prozesse auch bei beschwerdefreien Patienten vor. Vor die
sem Hintergrund sei die fragliche Schulterproblematik jedenfalls nicht überwie
gend wahrscheinlich unfallkausal (
Urk.
14/135).
11.%2
In dem beschwerdeweise eingereichten Bericht vom
8.
Mai 2017 stellte sich der seit
9.
Januar 2017 be
handelnde
Dr.
med.
B._
auf den Standpunkt, das anlässlich des Skiunfalls vom
7.
März 2015 erlittene Trauma sei so heftig gewe
sen, dass es zu einer
Femurspiralfraktur
gekommen sei. Damit sei die äussere Krafteinwirkung auch geeignet gewesen, eine Schulterverletzung zu bewirken. Die Beschwerdeführerin könne keine Angaben mehr machen über den Hergang des Sturzes. Dies sei angesichts der Schwere des Haupttraumas auch nicht ver
wunderlich. Dass eine Schulterverletzung eine PASTA Läsion zur Folge haben könne
,
sei bekannt und auch in der Literatur dokumentiert. Vor dem Unfall sei die Beschwerdeführerin frei von Schulterbeschwerden gewesen.
Unmittelbar nach dem Unfall habe sie die Schulterbeschwerden denn auch dem Assistenzarzt gemeldet. Dieser habe es offensichtlich versäumt, die Diagnoseliste entsprechend zu ergänzen (
Urk.
6/4).
4.
In Würdigung der hinreichend aufschlussreichen und in allen Belangen den rechtsprechungsgemässen Anforderungen
(vgl. E. 1.7)
als
genügend
zu betrach
tenden
medizinischen
Unterlagen
ist die Unfallkausalität der beklagten Schulter
problematik
jedenfalls nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen
und es liegen keine
rlei
Anhaltspunkte dafür vor, dass weitere Abklärungen andere Erkenntnisse erbrächten
(antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2006 E.2.2 mit
Hinweisen)
.
Zusammen mit der Beschwerdegegnerin ist zunächst festzuhalten, dass die zum Unfall zeitnahen m
edizinischen Unterlagen jegliche
Hinweise auf eine Schulter
problematik vermissen lassen
.
Dies bestätigte denn auch
Dr.
B._
in seiner Stellungnahme vom
8.
Mai 2017 (
Urk.
6/4).
Daran ändern freilich auch die im Pflegebericht vom 1
1.
März 2015 dokumentierten linksseitigen Ellenbogen
schmerzen und die in der Anästhesieverordnung
des
Y._
im Zusammenhang mit der OSME vom 1
8.
Mai 2016
vermerkten linksseitigen Arm
schmerzen unklarer Ätiologie nichts (
Urk.
6/2,
Urk.
6/3).
Ein erster – wenn auch
vager und
wenig aufschlussreicher - Hinweis auf eine Schulterproblematik
erfolgte
erst mit
Verlaufsbericht
von
Dr.
D._
vom 2
6.
September 2016
, mithin 1.5 Jahre nach dem Skiunfall.
Ein
«
zeitlich enger kausaler
Zusammenhang»
- so wie seitens
Dr.
B._
postuliert (
Urk.
6/4 S. 2)
–
ist damit jedenfalls nicht aus
gewiesen
. Ganz abgesehen davon
, dass
die von
Dr.
B._
festgehaltene Eig
nung des erlittenen Traumas, eine Schulterverletzung resp. PASTA Läsion zu ver
ursachen, dem im Sozialversicherungsrecht massgeblichen Beweisgrad der über
wiegenden Wahrsche
inlichkeit nicht standzuhalten
vermag
. Demgegenüber erweist sich die Einschätzung von
Dr.
A._
, wonach sich die Schulterproble
matik spätestens in der postoperativen Phase anlässlich der Gehstockentlastung manifestiert und verschlimmert hätte, als überzeugend und
nachvollziehbar
.
D
ie Beschwerdeführerin erwähnte allerdings
weder
im Rahmen der ärztlichen Ver
laufs- und Nachkontrollen noch anlässlich der Besprechung an ihrem Wohnort Schmerzen im Bereich der Schulter. Im Gegenteil
führte sie aus, es gehe ihr
ins
gesamt
ausgezeichnet (vgl. Bericht
betreffend Nachkontrolle
vom 2
7.
Januar 2016,
Urk.
14/68; Austrittsbericht vom 2
0.
Mai 2016,
Urk.
14/85).
Selbstredend war es der Beschwerdegegnerin
vor diesem Hintergrund nicht
möglich, geschweige denn war sie dazu verpflichtet, Untersuchungen betreffend die rechte Schulter durchzuführen.
Die
Argumentation nach der Formel
«
post
hoc ergo
propter
hoc
»
, nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, ist beweisrechtlich nicht zulässig und vermag zum
Nachweis der Unfallkausalität
nic
ht zu genügen (BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8
C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E.
5.1).
Mithin tragen die Parteien insofern eine Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechts ableiten wollte (BGE 115 V 133 E. 8a).
Nach dem Gesagten ist die Beschwerdegegnerin für die Folgen der
im September 2016
festgestellten
Ruptur der
Supraspinatussehne
nicht leistungspflichtig. Daran
ändert
nichts, dass
es sich dabei grundsätzlich um eine
unfall
ähnlich
e Körper
s
chädigung im Sinne von
Art.
9
Abs.
2
lit
. f UVV
handelt
. Setzt doch die Leis
tungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG in jedem Fall voraus, dass
der fragliche Gesundheitsschaden einem versicherten Ereignis zugeordnet werden kann (vgl. E.
1.5
).
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 3
0.
Mai 2017 (
Urk.
2) erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
5
.1
Die Beschwerdeführerin bezieht Sozialhilfe (
Urk.
12). Da auch die übrigen Voraussetzungen gemäss
§
16
Abs.
1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversi
cherungsgericht (
GSVGer
) zur Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gegeben sind, ist ihrem Gesu
ch vom 3
0.
Juni 2017 und 2
2.
Au
gust 2017 (
Urk.
1 S. 2,
Urk.
5 S.
1) zu entsprechen und ihr in der Person von Rechtsanwalt S
ilvan Meier Rhein
ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen. Die Beschwerdefüh
rerin ist sodann auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzah
lung der ihr erlassenen Gerichtskosten sowie der Auslagen für die unentgeltliche Rechtsvertretung verpflichtet ist, sobald sie dazu in der Lage ist.
5
.2
Rechtsanwalt Silvan Meier Rhein
ist
nach
§
34
Abs.
3
GSVGer
(vgl. auch Verfü
gung vom
2.
Oktober 2017,
Disp
.-Ziffer 2,
Urk.
1
5)
beim gericht
süblichen Ansatz von Fr. 220.--
/Stunde
ermessensweise
mit
Fr.
1‘900.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer)
aus der Gerichtskasse zu entschädigen.