# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4b6eaa90-73c3-4399-a4ba-ce39ebfbe8bc
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1965,
meldete sich am
8.
September 2009
unter Hinweis auf
Bandscheibenvorfälle
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug (
Massnahmen für die berufliche Eingliederung;
Urk.
6/4) an
, worauf die
Sozialversicherungsanstalt des Kanto
ns Zürich, IV-Stelle,
unter anderem
beim Krankentaggeldversicherer der Versicherten, der
Swica
Kranken
versicherung AG, medizinische Unterlagen
beizog
(
Urk.
6/30/1-34). Mit Mittei
lung vom
8.
Dezember 2010 (
Urk.
6/31) gab die IV-Stelle der Versicherten
vom Abschluss der
Arbeitsvermittlung
Kenntnis
.
Mit Vorbescheid vom
5.
August 2011 (
Urk.
6/43) stellte die IV-Stelle der Versicherten die Ausrichtung einer ganzen Rente für die Zeit vom
1.
März bis 3
0.
November 2010 in Aussicht, worauf die berufliche Vorsorgeeinrichtung der Versicherten, die
Stiftung Vor
sorge-Einrichtung der
Y._
am 3
0.
August 2011 dagegen Einwand erhob (
Urk.
6/49). Mit Vorbescheid vom 2
7.
September 2011 (
Urk.
6
/52) hob die IV-Stelle den Vorbescheid vom
5.
August 2011 wiedererwägungsweise auf und stellte der Versicherten neu die Ausrichtung einer halben Rente für die Zeit vom
1.
März bis 3
0.
November 2010 in Aussicht. Dagegen erhob die Versicherte am 2
4.
November 2011 Ein
wand (
Urk.
6/57). Mit Verfügung vom
8.
November 2012 (
Urk.
6/65 =
Urk.
2) sprach die IV-Stelle der Versicherte
n
bei einem Invaliditätsgrad von 51
%
für die Zeit vom
1.
März bis 3
0.
November 2010 eine halbe Rente zu.
2.
Gegen die Verfügung vom
8.
November 2012 (
Urk.
2) erhob die Versicherte am
9.
Dezember 2012
Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es sei
ihr eine ganze befristete Rente ab März 2010 zuzusprechen, es sei bei der Bemessung des Invaliditätsgrades auf die Beurteilung ihres behandelnden Rheumatologen,
Dr.
med.
Z._
,
abzustellen und es sei für die Zeit ab Febru
a
r 2011 ein
Inva
li
ditätsgrad
von 30
%
fest
zu
leg
en (
Urk.
2 S. 1).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
2.
Januar 2013
(
Urk. 5
) die Abweisun
g der Beschwerde. Dies wurde der
Beschwerdeführer
in
am
4.
Februar 2013
zur Kenntnis gebracht (
Urk. 7
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Ge
sichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3
des Bundesgesetzes über die Invalidenversiche
rung (
IVG
)
in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungs
vergleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbs
tätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des
Invalidi
tätsgrades
(BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Nei
gungen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
).
1
.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
de
rem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu be
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
)
, in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht
invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invali
di
täts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.
5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
6
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.
7
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer
Re
duktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt vor
aus
, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog an
wendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch er
hebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Be
fris
tung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzuspre
chung
oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der
Rente (BGE 125 V 413 E.
2d am Ende, 369 E.
2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E.
4a,
je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird
be
schwerdeweise
einzig
die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des
Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die un
be
stritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr
den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und
damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen
(Ur
teil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hin
weisen).
1.
8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
be
ruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Für die Umschreibung des Prozessthemas ist nach den Regeln über den
Anfech
tungs
- und Streitgegenstand zu verfahren. Streitgegenstand im System der nachträglichen
Verwal
tungsrechtspflege
ist das Rechtsverhältnis, welches
im Rahmen des durch die Verfügung bestimmten
Anfechtungsgegen
standes
den
aufgrund der Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen
Verfügungs
gegen
stand
bildet. Anfechtungsgegenstand und Streit
gegenstand sind identisch, wenn die Verfügung ins
gesamt angefochten wird. Bezieht sich demgegenüber die Beschwerde nur auf einzelne der durch die Verfügung be
stimmten Rechtsver
hältnisse, gehören die nicht beanstan
deten Rechts
verhältnisse zwar wohl zum Anfechtungs-, nicht aber zum Streitgegenstand.
Mit der verfügungsweisen Zusprechung einer unbefristeten Invalidenrente wird ein im Wesentlichen durch die Anspruchsberechtigung an sich sowie die Höhe und den Beginn der Leistung bestimmtes Rechtsverhältnis geordnet. Diese Grundsätze gelten auch bei der revisionsweisen Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung einer laufenden Rente. Nicht anders verhält es sich bei der rückwir
kenden Zusprechung einer abgestuften und/oder befristeten Rente, wenn also gleichzeitig eine Rente zugesprochen und diese revisionsweise herauf- oder her
abgesetzt und/oder aufgehoben wird (BGE 125 V 413 E. 2d).
2.2
Den Streitgegenstand bestimmende, aber nicht beanstandete Elemente prüft die Beschwerdeinstanz nur, wenn
hiezu
auf Grund
der Vorbringen
der Parteien oder anderer sich aus den Akten ergebender Anhaltspunkte hinreichender Anlass besteht. Zieht
das Gericht
an sich nicht bestrittene Aspekte des streitigen Rechtsverhältnisses in die Prüfung mit ein, hat
es
bei seinem Entscheid je nach
dem die Verfahrensrechte der am Prozess Beteiligten, insbesondere das
Anhö
rungsrecht
der von einer möglichen Schle
chterstellung bedrohten Partei
zu wahren
(BGE 125 V 413 E. 2c mit Hinweisen
).
2.3
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
8.
November 2012
(
Urk.
2
, Verfügungsteil II
)
davon aus, dass die Beschwerde
führerin
im Umfang eines
Beschäftigungsgrades von
80
%
eine Erwerbstä
tigkeit ausgeübt und im restlichen Umfang von 20
%
im Aufgabenbereich Haushalt tätig gewesen wäre
, dass im Zeitraum vom
7.
Februar 2009 bis 1
5.
August
2010
eine Arbeitsunfähigkeit im erwerblichen Bereich von 100
%
und ab 1
6.
August 2010 eine solche von 0
%
bestanden habe, weshalb befristet für die Zeit vom
1.
März 2010 bis 3
0.
November 2010 ein Anspruch auf eine halbe Rente ausge
wiesen sei.
2.4
Die Beschwerdeführerin bestreitet
weder
ihre Qualifikation als Erwerbstätige
im Umfang von 80
%
und als im Aufgabenbereich Haushalt Tätige im Umfang von
20
%
noch (grundsätzlich) die Befristung der ihr zugesprochenen halben Rente
(
Urk
1 S. 1)
.
2.5
Dem Arbeitgeberbericht
der
Y._
vom 2
7.
Oktober 2009 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens bei dieser während der Zeit vom
1.
April 2008 bis 3
1.
Juli 2009 im Rahmen eines
Arbeits
pensums
von 80
%
tätig war (
Urk.
6/15).
Gegenüber dem
Eingliederungsver
antwortlichen
der Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, an welche die Beschwerdegegnerin die Eingliederungsberatung der Beschwerdeführerin auf Grund ihres Wohnortes delegierte (vgl.
Urk.
6/35/2), gab die Beschwerdeführerin sodann an, dass ihr Wunschpensum ein Arbeitspensum von 70
%
darstelle (
Urk.
6/36 S. 2). Unter diesen Umständen ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin als Erwerbstätige im Umfang eines Beschäftigungsgrades von 80
%
und im restlichen Umfang von 20
%
als im Haushalt Tätige
qualifizierte und bei der Invaliditätsbemessung nach der gemischten Methode vorging.
2.6
Im Folgenden
ist
daher einerseits
anhand der medizinischen Akten
zu prüfen, ob die
Beschwerdeführerin
Anspruch
auf eine ganze Rente für die Zeit vom
1.
März bis 3
0.
November 2010
hat. Andererseits ist zu prüfen, ob
sie Anspruch auf Feststellung eines Invaliditätsgrades von 30
%
für die Zeit ab Februar 2011 hat.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
,
Spezialarzt FMH für Physikalische Medizin und Reha
bilitation, speziell Rheumaerkrankungen, stellte in seinem Bericht vom 1
8.
Dezember 2009 (
Urk.
6/1
7
/5-7) die folgenden Diagnosen (S. 1):
persistierendes
lumboradikuläres
Reizsyndrom L5 und S1 rechts sowie L5 links
mit einer Diskushernie L4/5 seit Februar 2009
Status nach rezidivierendem
Lumbovertebralsyndrom
und Status nach
lumboradikulärem
Reizsyndrom L5 und S1 links bei Diskushernie L5/S1 seit dem Jahre 1996
beginnende Polyarthrose mit Fingerendgelenksarthrose und
Gonarthrose
seit dem Jahre 1992
Die Beschwerdeführerin sei bereits im Jahre 1995 wegen Diskushernien statio
när behandelt worden. In der Folge sei sie bis Januar 2009 weitgehend beschwerdefrei gewesen. Wegen einer starken Schmerzzunahme sei sie ab
7.
Februar 2009 arbeitsunfähig gewesen und vom 1
7.
Februar bis 2
1.
April 2009 hospitalisiert worden.
Durch die Diskushernie L4/5 bestehe eine Reizung der Nervenwurzel L5 und S1 rechts mit
Zehenheberschwäche
und Hyposensibilität. Auf Grund der Schmerzen sei die Beschwerdeführerin beim Sitzen und in der Belastbarkeit beeinträchtigt und müsse öfter Arbeitspausen einhalten (S. 2).
Vom
7.
Februar bis 3
0.
April 2009 habe
in der bisherigen Tätigkeit
der Beschwerdeführerin
als Personalentwicklerin
eine Arbeitsunfähigkeit von
100
%, vom
1.
September bis 3
1.
Oktober 2009 eine solche von 70
%
und a
b dem
1.
November 2009 bis auf w
eiteres eine solche von
60
%
bestanden (S. 3).
3.2
Prof.
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Neurologie,
verneinte
in seinem Gutachten vom 1
8.
Januar 2010 (
Urk.
6/30/8-34)
sichere
Anhalt
spunkte
für eine behindernde Läsion am zentralen oder peripheren Nervensystem, der Wirbel
säule oder
der paravertebralen Strukturen und stellte
eine
leichtgradige
, rein sensible Wurzelkompression L5 rechts ohne hinreichenden Anhalt für einen behindernden Effekt
fest
(S. 13)
. Er führte aus,
dass die
degenerativen Verände
rungen der Lendenwirbelsäule der Beschwerdeführerin
Tätigkeiten mit schwerer
körperlicher Belastung ausschlö
ssen. Die Ausübung von Tätigkeiten mit
ab
wechselnd sitzender, stehender und gehender Position, wie beispielsweise Bürotätigkeiten
,
sei der Beschwerdeführerin zuzumuten (S. 14).
Gegenwärtig bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 40
%
. Diese sei mittels Physiotherapie in monatlichen Schritten von 10
%
auf 100
%
zu erhöhen. Ab
1.
Februar 2010 bestehe daher eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
, ab
1.
März 2010 eine solche von 60
%
, ab
1.
April 2010 eine solche von 70
%
, ab
1.
Mai 2010 eine solche von 80
%
, ab
1.
Juni 2010 eine solche von 90
%
und ab
1.
Juli 2010 eine solche von 100
%
(S. 15).
3.3
Dr.
med.
B._
,
Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion, speziell Rheumatologie diagnostizierte in seinem Bericht vom
8.
November 2010 (
Urk.
6/29) eine chronische Lumbalgie links mit sensibel-
radikulärem
Kompressionssyndrom L5 rechts und deutlicher
Dekonditionierung
der stabili
sierenden
Wirbelsäulen
muskulatur
(
Ziff.
1.1)
. Er
stellte fest
, dass
er die Behand
lung der Beschwerdeführerin am 1
6.
August 2010 aufgenommen habe (
Ziff.
1.2) und führte aus, dass die Beschwerdeführerin bei der Ausübung
einer körperlich nicht belastenden Tätigkeit ohne monotone Haltung
nicht in einem
wesentli
che
n Umfang in der
Arbeitsfähigkeit
beeinträchtigt
sei
(
Ziff.
1.7).
3.4
Dr.
Z._
führte
in seinem Bericht
vom 3
0.
Mai 2011 (
Urk.
6/41)
aus, dass
die Beschwerdeführerin
seit dem Auftreten
eines
Rezidivs des
Lumbovertebral
syn
droms
im Februar 2009
eine uneingeschränkte Arbeitsfähig
keit nicht
habe
errei
ch
en
können. Es sei wahrscheinlich von einer
bleibenden
Restarbeits
un
fähigkeit
von 30
%
(im Sinne einer Einschränkung der Leistungsfähigkeit)
aus
zugehen, da die Beschwerdeführerin vermehr
t
Arbeitspausen einhalten müsse und auf eine freie Arbeitseinteilung angewiesen sei.
Vom
7.
Februar bis 3
0.
April 2009 habe in der bisherigen Tätigkeit der Beschwer
deführerin als Personalentwicklerin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %, vom
1.
September bis 3
1.
Oktober 2009 eine solche von 70
%
, vom
1.
November 2009 bis 3
0.
April 2010 eine solche von 60
%
, vom
1.
Mai bis
3
0.
Juni 2010 eine solche von 50
%
, vom
1.
Juli 2010 bis 2
6.
Januar 2011 eine solche von 40
%
und ab 2
7.
Januar 2011 eine s
olche von 30
%
bestanden (S. 2).
3.5
Mit
Schreiben
vom
5.
Dezember 2011 (
Urk.
6/58/1-2)
äusserte
sich
Dr.
Z._
zu sei
ner vorgängigen Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und erwähnte, dass er darin
vergessen habe, zur Arbeitsfähigkeit während der Zeit vom
1.
Mai bis 3
1.
August 2009 Stellung zu nehmen. Während dieser Zeit habe eine Arbeits
unfähigkeit von 80
%
bestanden. Gegenwärtig sei die Beschwerde
führerin wei
terhin im Umfang von 30
%
arbeitsunfähig, da sie, nachdem sie 1.5 Stunden in sitzender Stellung gearbeitet habe,
regelmässig
eine Pause in einer
Entlastungs
stellung
einnehmen müsse.
4.
4.1
In Würdigung der obenerwähnten medizinischen Akten steht fest, dass die betei
ligten Ärzte in ihrer Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
füh
rerin teilweise voneinander abw
ichen. Während
Dr.
Z._
in seinem Bericht vom 3
0.
Mai 2011 (
Urk.
6/41/5-7) eine Restarbeits
un
fähigkeit
von 30
%
für die Zeit ab 2
7.
Januar 2011 feststellte, ging
Prof.
Dr
.
A._
in seinem Gutachten vom 1
8.
Januar 2010 (
Urk.
6/30/8-34) davon aus, dass der Beschwerdeführerin die Ausübung der bisher ausgeübten Bürotätigkeit sowie von Tätigkeiten mit wechselnd sitzender, stehender und gehender Position ab
1.
Juli 2010 oh
ne Einschränkung zuzumuten sei. Damit grundsätzlich übereinstimmend ging auch
Dr.
B._
i
n seinem Bericht vom
8.
November 2010 (
Urk.
6/29) davon aus, dass in der Ausübung körperlich nicht belastender Tätigkeiten ohne monotone Hal
tung keine wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe.
4.2
Das Gutachten
von Prof.
Dr.
A._
vom 1
8.
Januar 2010
(vorstehende E. 3.2)
erfüllt sämtliche nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräftige medizi
nische
Entscheidungs
grundlage
vor
aus
gesetzten Kriterien (vgl. vorstehend
e
E.
1.8
). Denn einerseits
verfügt Prof.
Dr.
A._
als
Facharzt für
Neurologie über eine
auf Grund der Leiden
der Beschwerdeführerin
ange
zeigt
e
ärztliche Spezialisierung. Anderer
seits setzte
sich
der
Gutachter einge
hend mit den geklag
ten Beschwer
den sowie den me
dizini
schen
V
orakten
ausei
nander und führte
eige
ne
spezial
ärztli
che
Untersuchungen durch. Ge
stützt auf die Ergebnisse dieser Unter
su
chungen
kam er
zum Schluss, dass
keine behindernde Läsion am zentralen und peripheren Nervensystem, der Wirbelsäule oder der parave
r
tebralen Strukturen ausgewiesen sei, und dass die bestehende
leichtgradige
, rein sensible
Wurzel
kompression
L5 rechts keinen behindernden Effekt habe,
weshalb die
Beschwer
deführerin auf Grund der bestehenden degenerativen Veränderungen der
Len
den
wirbelsäule
zwar
körperlich schwere
Tätigkeiten auf Dauer nicht mehr
ausüben könne. Es sei
ihr
jedoch
die Ausübung
behinderungsangepasster, wechselbelastender, körperlich leichter Tätigkeiten und insbesondere die Aus
übung von Bürotätigkeiten nach einer gewissen Anpassungszeit im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums ohne Leistungseinschränkung zuzumuten.
Auf diese nach
voll
ziehbare und überzeugende Beurteilung
von Prof.
Dr.
A._
kann
vorliegend
abgestellt werden.
Des Gleichen kann vorliegend auf die nachvollziehbar begründete und mit derje
nigen durch Prof.
Dr.
A._
übereinstimmende Beurteilung durch
Dr.
B._
vom
8.
November 2010
(vorstehende E.
3.3
) abgestellt werden
, welcher fest
stellte, dass die Beschwerdeführerin (ab dem Zeitpunkt der
Behandlungsauf
nahme
vom 1
6.
August 2
010) in der Ausübung körperlich
nicht belastender Tätigkeiten ohne eine monotone Körperhaltung nicht massgeblich in
ihrer
Arbeitsf
ähigkeit beeinträchtigt werde.
4.3
Demgegenüber
vermag
die davon abweichende Beurteilung der
Restarbeits
fä
higkeit
der Beschwerdeführerin
durch
Dr.
Z._
vom 3
0.
Mai 2011 (vorstehende E.
3.4
) nicht zu überzeugen. Denn obwohl
Dr.
Z._
darin im Gegensatz zu sei
nem vorgängigen Bericht vom 1
8.
Dezember 2009 (vorstehende E.
3.1
) keine Reizung der Nervenwurzel L5 und S1 rechts mit
Zehenheberschwäche
und
Hy
posensibilität
infolge der Diskushernie L4/5 mehr feststellte und als objektive
n
Befund einzig noch eine minim abgeschwächte
Zehenheberkraft
beidseits,
Druckdolenzen
und
myofasziale
Muskelhartspanne im Bereich des Rückens, des Gesässes und der Ober- und Unterschenkel feststel
lte, postulierte er - ohne dies
nachvollziehbar zu begründen - eine wahrscheinlich bleibende
Restarbeits
un
fähigkeit
von 30
%
im Sinne einer eingeschränkten Leistungs
fähigkeit durch einen erhöhten Pausenbedarf.
Mangels einer
nachvollziehbaren Begründu
n
g kann auf die Beurteilung der Restarbeits
un
fähigkeit durch
Dr.
Z._
daher nicht abgestellt werden. In
Bezug auf Dr.
Z._
gilt es zudem
die
Erfahrungs
tatsa
che zu be
achten, dass be
han
delnde Ärzte
und Hausärzte
im Hinblick auf ihre
auf
trags
rechtliche
Ver
trauensstellung mitun
ter eher zugunsten ihrer Pati
enten aus
sagen dürften (BGE
125 V 35
1
E. 3b/cc)
,
was die Be
weiskr
aft der
Beurteilung der Restarbeits
un
fähigkeit durch
Dr.
Z._
erheblich mindert
.
4.4
Gestützt auf die nachvollziehbaren Beurteilungen durch Prof.
Dr.
A._
und
Dr.
B._
ist
vorliegend
davon auszugehen, dass die Ausübung
behinderungs
an
gepasster
,
wechselbelastender, körperlich leichter Tätigkeiten und insbesondere die Ausübung der bisherigen Bürotätigkeiten
der Beschwerdeführerin spätestens zum Zeitpunkt der Aufnahme der Behandlung durch
Dr.
B._
,
das heisst am
1
6.
August 2010,
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums ohne
Leis
tungseinschränkung
zuzumuten war.
5.
5.1
Gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG entsteht d
er Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des
Leistungsanspruchs nach
Art.
29
Abs.
1 ATSG
, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 1
8.
Altersjahres folgt.
Laut
Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG
besteht ein
Rentenan
spruch frühestens
ab
dem Zeitpunkt, in dem die versicherte Person während eines Jahres ohne wesent
lichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 % arbeitsunfähig gewesen war.
Bei der Berechnung der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit gilt die
Wartezeit
von einem Jahr in dem Zeitpunkt als eröffnet, in welchem eine erhebliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit vor
liegt. Die Praxis sieht eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
als erheblich an (AHI
1998 S. 124
;
Urteil
des Bun
desgerichts
I 725/05 vom 3
0.
Mai 2006 E. 2
).
Für die Bestimmung des
Renten
beginns
sind somit auch Perioden zu berücksichtigen, während welcher eine Arbeitsun
fä
higkeit von mindestens 20
%
bestanden
hat
.
5.2
Die Rentenhöhe ist sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiter
hin bestehenden Erwerbsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Somit kommt eine ganze Rente erst in Betracht, wenn die versicherte Person während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 70 % arbeitsunfähig gewesen und weiterhin wenigstens im gleichen Umfang invalid im Sinne von Art. 28 Abs. 1
lit
. c IVG ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_718/2008 vom 2. Dezember 2008 E. 4.1.1 und I 392/02 vom 23. Oktober 2003 E. 4.2.1). Die durchschnittliche Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit während eines Jahres und die nach Ablauf der Wartezeit bestehende Erwerbs
unfähigkeit müssen somit kumulativ und in der für die einzelnen
Rentenabstu
fungen
erforderlichen Mindesthöhe gegeben sein, damit eine Rente im entspre
chenden Umfang zugesprochen werden kann (BGE 121 V 264 E. 6b/cc).
5.3
Die Beschwerdeführerin hat ihren Leistungsanspruch am
8.
September 2009 im Sinne von
Art.
29
Abs.
1 ATSG geltend gemacht. Ein Rentenanspruch konnte gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG daher frühestens am
1.
März 2010 entstehen.
5.4
Bei Prüfung der für den Beginn des Rentenanspruchs vorausgesetzten durch
schnit
tlichen Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahrs
nach
Art.
28 Abs. 1
lit
.
b IVG gilt es die Rechtsprechung zu der in
Art.
6 ATSG enthaltenen Defini
tion der Arbeitsunfähigkeit zu beachten
(Urteile des Bundesgerichts 9C_49/2010 vom 2
3.
Februar 2010 E. 1 und 8C_380/2009 vom 1
7.
September 2009 E. 2.1; SVR 2008 BVG Nr. 31 S. 126)
, wonach
unter Arbeitsunfähigkeit
eine Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zu verstehen
ist
. Das heisst, es muss arbeitsrechtlich in Erscheinung treten, dass die versicherte Person an Leistungsvermögen eingebüsst hat, so etwa durch ei
nen Abfall der Leistungen mit entsprechender Feststellung oder gar Ermahnung des Arbeitgebers oder durch gehäufte, aus dem Rahmen fallende gesundheitlich bedingte Arbeitsausfälle. Die Leistungseinbusse muss daher in aller Regel dem seinerzeitigen Arbeitgeber aufgefallen sein. Eine erst nach Jahren rückwirkend festgelegte medizinisch-theoretische Arbeitsunfähigkeit genügt nicht. Vielmehr muss der Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit echtzeitlich nachgewiesen sein. Dieser Nachweis darf nicht durch nachträgliche erwerbliche oder medizinische An
nah
men und spekulative Überlegungen ersetzt werden (Urteil des Bundesge
richts 9C_368/2008 vom 1
1.
September 2008 E. 2 mit Hinweisen).
5.5
Bei der
Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit während des Wartejahres kann auf die echtzeitlichen Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen
des die Beschwerdeführerin be
handelnden Arztes,
Dr.
Z._
,
abgestellt werden.
Dr.
Z._
stellte in seiner Beurteilung
vom
3
0.
Mai 2011 (vorstehende E.
3.4
)
einen Beginn der Arbeits
unfähigkeit am
7.
Februar 2009
fest
. Es ist daher von einem Beginn des
Warte
jahres
zu diesem Zeitpunkt auszugehen.
5.6
Während des Wartejahres im Sinne von
Art.
2
8. Abs.
1
lit
. b IVG vom
7.
Februar 2009 bis
6.
Februar 2010 bestanden gemäss der Beurteilung durch
Dr.
Z._
vom 3
0.
Mai 2011 (vorstehende E.
3.4
)
und ergänzt durch dessen Be
urteilung vom
5.
Dezember 2011 (vorstehende E.
3.5
)
folgende Arbeitsunfähig
keiten:
Zeitraum:
Arbeitsunfähigkeit:
vom
7.
Februar bis 3
0.
April 2009
100 %
vom
1.
Mai bis 3
1.
August 2009
8
0 %
vom
1.
September bis 3
1.
Oktober 2009
7
0 %
vom
1.
November 2009 bis
6.
Februar
2010
6
0 %
5.7
Damit die Wartezeit
fü
r den Anspruch auf eine ganze R
ente
erfüllt ist, muss der Grad der Arbeitsunfähigkeit in der Summe von 12 Monaten mindestens
840
%
betragen (
840
÷
12
=
70
).
Vorliegend war die Beschwerdeführerin
während annähernd dreier Monate
im Umfang von 100
%
, während vier Monaten im Um
fang von 80
%
, während zweier Monate im Umfang von 70
%
und während
rund dreier Monate im Umfang von 60
%
arbeitsunfähig. Daraus resultiert eine durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres von
Art.
28 Abs. 1
lit
. b IVG von rund 78
%
([100 x 3 + 80 x 4 + 70 x 2 + 60 x 3] ÷ 12 Monate).
Demnach war das Wartejahr für den Anspruch auf eine ganze Rente
am
6.
Februar 2010 grundsätzlich besta
nden. Zu prüfen bleibt der Umfang
der
Erwerbsunfähigkeit
zu diesem Zeitpunkt.
6.
6.1
Zu prüfen
ist vorerst der Invaliditätsgrad nach Ablauf des Wartejahres am
6.
Februar 2010.
6
.2
Das
Valideneinkommen
ist dasjenige Einkommen, das die versicherte Person er
zie
len könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG, Art. 28a Abs. 1 IVG). Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
ist
recht
sprechungs
ge
mäss
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
mögli
chen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte (BGE 131 V 53 E. 5.1.2; Urteil des Bundesgerichts vom 5. September 2008, 9C_488/2008, E. 6.4). Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nöti
g
en
falls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Ver
dienst angeknüpft, da erfahrungs
gemäss die bisherige Tätigkeit ohne
Gesund
heits
schaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Erfahrungssatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 135 V 59 E. 3.1).
6.3
Angesichts des in Art. 25 Abs. 1 IVV festgehaltenen Abstellens auf die AHV
recht
lich beitragspflichtigen Ein
kommen bei der Berechnung der IV-recht
lich massgebenden hypothetischen Vergleichseinkommen kann das
Validen
ein
kom
men
Selbstständig- (Urteil des Bundesgerichts 9C_428/2009 vom 13. Okto
ber 2009 E. 3.2.1 mit Hinweisen) wie auch
Unselbstständigerwerbender
(Urteil des Bundesgerichts 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009 E. 2.1.2 mit Hin
weisen) grundsätzlich auf der Basis der Einträge im individuellen Konto bestimmt wer
den. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und ver
hältnismässig kurzfristig in Erscheinung ge
tretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeit
spanne erzielten
Durch
schnitts
verdienst
ab
zustellen (Urteile des Bundesgerichts 8C_576/2008 vom 10. Februar 2009 E. 6.2 und 8C_671/2009 vom 23. Dezember 2009 E. 5.2.1 mit Hinweisen).
6.4
Gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto (Urk.
6/39
) hat
die Beschwer
deführerin vor Eintritt des Gesundheitsschadens in der Zeit vom
1.
April bis 3
1.
Dezember 2008
bei der
Y._
einen AHV-beitragspflichtigen Verdienst von Fr.
74‘999.-- erzielt, was einem Jahresverdienst von rund Fr.
99‘999.
--
ent
spricht.
Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen
Nominallohn
ent
wick
lung
im Jahre 2009 von 2.1 % und im Jahre 2010 von 0.8 % (Die Volkswirt
schaft 7/8-2011 S. 99 Tabelle B10.2)
resul
tiert im Jahre
2010
ein
Validen
ein
kommen
von
rund Fr.
102‘916.--
(Fr.
99‘999.--
x 1.021 x 1.008).
7
.
7
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
desamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standar
disierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E.
3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Die Rechtspre
chung wendet in der Regel die Monatslöhne gemäss LSE-Tabelle TA1, Zeile „Total Privater Sektor", an (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
; nicht in BGE 134 V 545 veröffentlichte E. 5 des Urteils 9C_237/2007 vom 24. August 2007).
7.2
Den Akten ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin
, welche im Rahmen eines befristeten Arbeitsverhältnisses bei der
Y._
beschäftigt war, ohne
Ge
sundheitsschaden
am
6.
Februar 2010 aus invaliditätsfremden Gründen nicht mehr
an ihrem bisherigen Arbeitsplatz
bei der
Y._
tätig gewesen wäre (Urk.
6/15), weshalb das Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen zu bemessen ist. Gemäss der Beurteilung durch
Prof.
Dr.
A._
vom
1
8.
Januar 2010
(vorstehende E.
3.
2
)
bestand a
b
Februar 2010 eine Arbeitsunfähigkeit
von 50
%
in einer
Bürotätigkeit. Da die Beschwerdeführerin eine akademische Aus
bildung als Juristin abgeschlossen hat (vgl.
Urk.
6/4 Ziff. 5.2) und vor Ein
tritt
des Gesundheitsschadens bei der
Y._
als Ausbildungsleiterin tätig war, sind Tabellenlöhne des Anforderungsniveaus 2 (Verrichtung selbstständiger und quali
fizierter Arbeiten) heranzuziehen.
7.3
Den
gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Beschwerdeführerin
wurde mit der medizinisch anerkan
nten Leistungsverminderung von
5
0
%
ausreichend
Rech
nung getragen.
Andere Kriterien, die zu einem
leidensbedingten Abzug
führten,
werden vo
n der Beschwerdeführerin
nicht genannt und sind auch nicht ersichtlich.
7.4
Unter Berücksichtigung des Zentralwerts für
einfache und repetitive
Tätigkeiten (Anforderungsniveau
1+2
) für
Frauen
im gesam
ten privaten Sektor der Tabelle T
A1 der LSE 2010
(
www.bfs.admin.ch
)
von Fr.
6‘671
.
--, einer
durch
schnittli
chen
be
triebs
übli
chen
wö
chent
lichen Arbeits
zeit im Jahre 2010 von 41.6 Stun
den
(Die Volkswirtschaft
12-2012 S. 90
Tabelle B9.2)
und
ei
ner
Rest
arbeitsfä
hig
keit
in zu
mut
baren
behinde
rungs
angepassten
Tätigkeiten von
5
0
%
resultiert
am
6.
Feb
ruar
2010
ein
Inva
li
den
einkommen
von
rund
Fr.
4
1
‘
62
7
.--
(Fr.
6‘671
.
x 12 Monate ÷ 40 Stun
den x 41.
6
Stun
den x
0.
5
).
8
.
8.1
D
er Vergleich des Invalideneinkommens von Fr.
41‘627
.--
mit dem
Validenein
kom
men
von
Fr.
102‘916.--
ergibt
eine
Er
werbs
einbusse
von Fr.
61‘289
.--.
Dar
aus resultiert ein Invaliditätsgrad
im erwerblichen Bereich
von (
gerundet)
6
0
%.
8.2
Bei Anwendung der gemischten Methode zur Invaliditätsbemessung darf auf eine Haushaltabklärung grundsätzlich nicht verzichtet werden. Davon abgese
hen werden kann nur, wenn der zur Erreichung einer rentenbegründenden
Ge
samtinvalidität
erforderliche IV-Grad im Haushaltbereich derart hoch ausfallen müsste, dass eine entsprechende Einschränkung nach den Grundsätzen der anti
zipierten Beweiswürdigung ausgeschlossen werden kann (Urteil des Bundesge
richts 9C_596/2007 vom 1
9.
Mai 2008 E. 4.3 mit Hinweisen).
8.3
Die Beschwerdegegnerin hat auf eine Abklärung der Haushaltverhältnisse vor Ort im Sinne von
Art.
69
Abs.
2 IVV verzichtet, weil sie offensichtlich davon ausging, dass eine solche nicht zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führen würde.
Dies ist vorliegend nicht zu beanstanden. Denn selbst bei Annahme einer
Einschränkung im Haushalt von 5
0
%
resultierte bei einer Ge
wichtung der Erwerbstätigkeit mit 80
%
und der Tätigkeit im Haushalt mit 20 % ein Invaliditätsgrad von 5
8
%
(
6
0
%
x 0.8 + 5
0
%
x 0.2).
Dies aber ist mit Blick auf die Arbeitsfähigkeit
im Umfang von 5
0
%
in der früheren Tätigkeit
und in Anbetracht der Tatsache
, dass die Auswirkungen des Gesundheitsschadens auf
die Leistungsfähigkeit durch geeignete organisatorische Massnahmen - und im Rahmen der Verhältnismässigkeit durch die Mithilfe der Familienangehörigen - möglichst zu mildern sind (vgl. BGE 133 V 504) sowie
des Umstandes, dass
im eigenen Haushalt mehr Spielraum vorhanden ist für eine den gesundheitlichen Beeinträchtigungen Rechnung tragende Einteilung der Arbeit (insbesondere für Pausen) als im Rahmen der Erwerbstätigkeit, höchst unwahrscheinlich
(vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2008 vom 2
8.
Juli 2008 E. 5.2)
.
8.4
Demzufolge war bei einem Invaliditätsgrad von 5
8
%
ab
1.
März 2010 ein An
spruch auf ein
e
halbe Rente ausgewiesen.
9.
9.1
Wie erwähnt (vorstehende E.
4.
4
)
,
hat sich der Gesundhe
itszustand der Be
schwer
deführerin
in der Folge verbessert und es bestand ab 1
6.
August 2010
eine voll
stän
dige Arbeitsfähigkeit in behinderungsangepassten,
wechselbelasten
den
, kör
perlich leichten Tätigkeiten. Im Folgenden gilt es daher die Erwerbs
un
fähigkeit der Beschwerdeführerin
zu
diesem Zeitpunkt zu prüfen.
9.2
Unter Berücksichtigung des Zentralwerts für
einfache und repetitive
Tätigkeiten (Anforderungsniveau
1+2
) für
Frauen
im gesam
ten privaten Sektor der Tabelle
TA1 der LSE 2010 (
www.bfs.admin.ch
) von Fr. 6‘671.--, einer durch
schnittli
chen
be
triebs
übli
chen
wö
chent
l
ichen Arbeits
zeit im Jahre 2010 von 41.6
Stun
den (Die Volkswirtschaft
12-2012 S. 90
Tabelle B9.2)
und
ei
ner
Rest
arbeits
fähigkeit
in zu
mutbaren
behinde
rungs
angepassten
Tätigkeiten von
100
%
resultiert am 1
6.
August 2010
ein
Inva
li
den
einkommen
von
rund
Fr.
83‘
2
54
.--
(Fr.
6‘671
.
x 12 Monate ÷ 40 Stun
den x 41.
6
Stun
den).
9.3
Der Vergleich des Invalideneinkommens von Fr.
83‘254
.--
mit dem
Validenein
kom
men
von
Fr. 102‘916.-- ergibt
eine
Er
werbs
einbusse
von Fr.
19
‘
662
.--.
Dar
aus resultiert ein Invaliditätsgrad von (
gerundet)
19
%.
9.4
Da selbst bei Annahme einer Einschränkung im Haushalt von
5
0
%
bei einer Gewichtung der Erwerbstätigkeit mit 80
%
und der Tätigkeit im Haushalt mit 20 % ein Invaliditätsgrad von
25
%
(
19
%
x 0.8 +
5
0
%
x 0.2) und damit kein einen Rentenanspruch begründender Invaliditätsgrad resultierte, ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die Durchführung einer
Haus
haltabklärung
verzichtete.
9.5
Demzufolge
wird
am 1
6.
August 2010
ein für den Anspruch auf eine Invaliden
rente mindestens vorausgesetzter Invalidit
ätsgrad von 40
%
nicht erreicht.
10.
10.1
Gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen oder bei einer Ver
min
derung der Hilflosigkeit, des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder
des Hilfebedarfs die anspruchsbeeinflussende Änderung für die Herabset
zung oder
Aufhebung der Leistung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem an
genommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit dauern wird. Sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unter
bre
chung drei Monate angedauert hat und voraussichtlich weiterhin an
dauern wird. Die hierzu notwendige Prognose unterliegt dabei dem im
Sozial
versiche
rungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
mit Hinweisen).
Nach der bundesgerichtlichen Praxis zu Art. 88a Abs. 1 IVV ist eine Rente bei Wegfall der Invalidität im Normalfall erst nach Ablauf von drei Monaten seit dem Eintritt der anspruchserheblichen Veränderung aufzuheben (BGE 119 V 98 E. 4a, Urteil des Bundesgerichts I 569/06 vom 20. November 2006 E. 3.3).
1
0.2
Nach Gesagtem ist
im Ergebnis
daher nicht zu beanstanden, dass die
Beschwer
degegnerin
der Beschwerdeführerin mit der angefochtenen Verfügung vom
8.
November 2012 (
Urk.
2)
befristet
für die Zeit vom
1.
März bis 3
0.
November 2010
eine halbe Rente zusprach
. Die
Beschwerde
ist in diesem Punkte daher ab
zuweisen
.
11.
11.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch der Beschwerdeführerin auf Feststellung eines Invaliditätsgrades von 30
%
ab Februar 2011 (
Urk.
1 S. 1).
11.2
Gemäss
Art.
59
ATSG
ist
zur B
eschwerde berechtigt
, wer durch die an
ge
foch
tene Verfügung oder den
Einspracheentscheid
berührt ist und ein
schutzwür
di
ges
In
teresse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Der Begriff des
schutz
wür
di
gen
Interesses für das kantonale Beschwerdeverfahren ist
mate
riellrechtlich
gleich auszulegen wie derjenige nach
Art.
103
lit
. a des bis 3
1.
De
zember 2006
in Kraft gewesenen Bundesgesetzes über die Organisation der
Bundesrechts
pflege
(OG) für das bundesrechtliche
Verwaltungsgerichts
be
schwerdeverfahren
(BGE 130
V 388 E. 2.2, 560 E. 3.2), an welcher Definition sich auch
nach Inkrafttreten des
Art.
89
Abs.
1
lit
. c
des
Bundesgerichtsgesetzes (BGG) am
1.
Januar 2007 nichts geändert hat
(
BGE 130
V 560 E. 3.2; Urteil
des Bundesgerichts 9C_991/2008 vom 18. Mai 2009 E. 2
.1)
.
11.3
Als schutzwürdig im Sinne von
Art.
103
lit
. a OG beziehungsweise Art. 89 Abs. 1
lit
. b und c BGG
gilt jedes praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von
der Verfügung betroffene Person an deren Änderung oder Aufhebung geltend machen
kann. Das schutzwürdige Interesse besteht im praktischen Nut
zen einer Gutheissung der Beschwerde oder - anders ausgedrückt - im Umstand, einen Nach
teil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder anderweitiger Natur zu ver
mei
den, welchen der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde (BGE 131 V 362 E. 2.1 S. 365 f. mit Hinweisen). Das schutzwürdige
Interesse
muss nach der Rechtsprechung
aktuell und praktisch sein (Urteile
des Bundesgerichts
8C_622/2009 vom
3.
Dezember 2009 und 2C_166/2009 vom 3
0.
November 2009;
vgl. auch BGE 123
II 285 E. 4).
11.4
Das Rechtsschutzinteresse wird verneint, wenn sich die Beschwerde nur gegen die Begründung der angefochtenen Verfügung richtet, ohne dass eine Änderung des Dispositivs verlangt wird. Bei einer Verfügung über Versicherungsleistungen bildet grundsätzlich einzig die Leistung Gegenstand des Dispositivs. Die Beant
wor
tung der Frage, welcher Invaliditätsgrad der Rentenzusprechung zugrunde
ge
legt wurde, dient demgegenüber in der Regel lediglich der Begründung der
Leis
tungsverfügung
. Sie könnte nur dann zum Dispositiv gehören, wenn und in
so
weit sie Gegenstand einer Feststellungsverfügung ist. Da in jedem Fall nur das Dispositiv anfechtbar ist, muss bei Anfechtung der Motive einer
Leistungs
ver
fü
gung
im Einzelfall geprüft werden, ob damit nicht sinngemäss die Abän
de
rung
des Dispositivs beantragt wird. Sodann ist zu untersuchen, ob die
be
schwerde
füh
rende
Person allenfalls ein schutzwürdiges Interesse an der soforti
gen Fest
stellung hinsichtlich des angefochtenen Verfügungsbestandteils hat (Urteil des Bundesgerichts 9C_8/2009 vom 30. März 2009 E. 2.1; SVR 2007 IV Nr. 3 S. 8).
11.5
Die Beschwerdeführerin macht ein schutzwürdiges Interesse an der Feststellung eines Invaliditätsgrades von 30
%
geltend mit der Begründung, dass der von der Invalidenversicherung ermittelten Invaliditätsgrad Auswirkungen auf allfällige Leistungen ihrer Pensionskasse habe (
Urk.
1 S. 4).
11.6
Nach der Rechtsprechung sind die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetz
lichen Mindestvorsorge an die Feststellungen der IV-Organe gebunden. Dies gilt, soweit die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise auf Grund der gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar er
scheint. Des Weiteren entfällt eine Bindungswirkung, wenn die
Vorsorgeein
richtung
nicht ins invalidenversicherungsrechtliche Verfahren einbezogen wird. Denn den beruflichen Vorsorgeeinrichtungen steht in diesem Verfahren ein selbstständiges Beschwerderecht zu. Deshalb ist die IV-Stelle verpflichtet, eine Rentenverfügung allen in Betracht fallenden Vorsorgeeinrichtungen von Amtes
wegen zu eröffnen. Unterbleibt ein solches Einbeziehen der
Vorsorgeeinrich
tung
, ist die invalidenversicherungsrechtliche Festsetzung des Invaliditätsgrades berufsvorsorgerechtlich nicht verbindlich. Stellt die Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche Betrachtungsweise ab, muss sich die ver
sicherte Person dies entgegenhalten lassen, soweit diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Rente entscheidend war, und zwar ungeachtet dessen, ob die Vorsorgeeinrichtung im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren betei
ligt war oder nicht; auch hier bleibt die offensichtliche Unhaltbarkeit der
Invali
ditätsbemessung
durch die IV-Stelle vorbehalten (Urteil des Bundesgerichts 9C_8/2009 vom 3
0.
März 2009 E. 3.2; SVR 2007 IV Nr. 3 S. 8, I 808/05 E. 3 mit Hinweisen).
11.7
Da sich die Verbindlichkeitswirkung nur in Bezug auf Feststellungen und Beur
tei
lungen der IV-Organe entfalten kann, die im IV-rechtlichen Verfahren für die Festlegung des Anspruches auf eine Invalidenrente entscheidend waren, besteht namentlich keine Bindungswirkung an einen von der IV-Stelle ermittelten Invaliditätsgrad, welcher die gesetzliche Mindestgrenze von 40
%
nicht erreicht, weil in diesem unterhalb der
Erheblichkeitsschwelle
liegenden Bereich für die Organe der Invalidenversicherung keine Veranlassung besteht, eine genaue Bestimmung des Invaliditätsgrades vorzunehmen (Urteile des Bundesgerichts 9C_8/2009 vom 3
0.
März 2009 E. 3.2 und B 62/00 vom 1
9.
Juli 2001 E. 3a).
11.8
Nach dem Gesagten ist die Vorsorgeeinrichtung der Beschwerdeführerin
für die Zeit ab 1
6.
August 2010
nicht an den Entscheid der IV-Stelle gebunden, weil diese in der angefochtenen Verfügung vom
8.
November 2012 (
Urk.
2)
ab jenem Zeitpunkt
einen Invaliditätsgrad von 0
%
und damit einen
unterhalb des gesetzlichen Mindestmasses von
40
%
liegenden Invaliditätsgrad ermittelt hat. Entfaltet die Rentenverfügung mithin für die berufliche Vorsorge
diesbezüglich
keine Bindungswirkung, ist ein schutzwürdiges Interesse
der Beschwerdeführe
rin
an der Anfechtung derselben und an der Feststellung eines höheren
Invali
ditäts
grades
auch im Hinblick auf die Zusprechung
von Leistungen
der berufli
chen Vorsorge zu verneinen, weshalb
diesbezüglich auf die Beschwerde
nicht
ein
zu
treten ist
.