# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ea490537-bed0-4c08-8087-45f527192e94
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Im Jahr 1977 übertrug A., von Beruf Landwirt, einem seiner Söhne, B., seinen gesamten Landwirtschaftsbetrieb zu Eigentum, darunter auch das Maiensäss „C.“ (Parzelle Nr. D. im Grundbuch der Gemeinde E.), welches mit einem Stall und einer Hütte bebaut war. Zwischen 1979 und dem Beginn der 80-er Jahre wurde auf dem genannten Grundstück eine Maiensässhütte errichtet, welche in der Folge aufgrund einer mündlichen Vereinbarung von B. mit seinem Bruder X. von deren Familien nach bestimmten Belegungsregeln abwechselnd benützt worden sein soll.
B. Mit Kauf- und Abtretungsvertrag (Erbvorbezug nach Art. 626 ZGB, mit Begründung eines Rückkaufsrechts) vom 5. März 2012 erhielt Y., von Beruf ebenfalls Landwirt und Inhaber eines landwirtschaftlichen Betriebs in E., von seinem Vater B. dessen gesamtes Grundeigentum (19 Grundstücke), darunter auch das Maiensäss „C.“, zu Eigentum übertragen. In der Folge ergaben sich zwischen dem Erwerber und seinem Onkel X. Differenzen hinsichtlich der Benützung der Maiensässhütte. Eine unpräjudizielle Offerte für eine schriftliche Vereinbarung, die für ihn und seine Familie unter Auflagen für einen Teil der Hütte ein unentgeltliches Benützungsrecht nach jeweiliger Voranmeldung und in der Regel für 4 Wochenenden und 2 Wochen pro Jahr vorgesehen hatte, wollte X. nicht annehmen. Mit Schreiben vom 17. September 2012 teilte Y. seinem Onkel mit, da kein Interesse an einer gemeinsamen Nutzung im Sinne der von ihm vorgeschlagenen gütlichen Lösung vorhanden sei, verlange er, wie mündlich besprochen, dass sämtliches Mobiliar/Inventar per 1. November 2012 aus dem Maiensäss entfernt sei.
C. Am 11. Oktober 2012 gelangte X. mit einem Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen an den Präsidenten des Bezirksgerichts F.. Er stellte folgendes Rechtsbegehren:
„1. Es sei dem Gesuchsteller während hängigem Prozess nach wie vor zu gestatten, die Maiensässhütte C., Assek.-Nr. G., auf Parzelle D., Grundbuch der Gemeinde E., wie bis anhin zu benützen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“
Unter Bezugnahme auf das Hauptsacheverfahren führte X. aus, ebenfalls am 11. Oktober 2012 habe er beim Vermittleramt des Bezirkes N. (recte: F.) eine Klage auf Zuweisung von Grundeigentum, eventualiter Forderung eingereicht.
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D. Mit Stellungnahme vom 1. November 2012 beantragte Y. die kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung des Gesuchs. In seiner Replik vom 10. Dezember 2012 verdeutlichte X. sein Rechtsbegehren dahingehend, dass ihm die Hüttenbenützung „stets, ausser während 3 Wochen im Juli und 6 Wochen im November bis Mitte Dezember“ zu gestatten sei. Am 21. Januar 2013 reichte Y. eine Duplik ein. Dazu bezog X. am 31. Januar 2013 nochmals Stellung und teilte insbesondere mit, er habe die ausgesprochene „Kündigung“ vorsorglicherweise angefochten beziehungsweise bei der Schlichtungsbehörde für Mietsachen des Bezirks F. deren Nichtigkeit feststellen lassen.
E. Mit Entscheid vom 6. Februar 2013, mitgeteilt am 13. Februar 2013, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht F. wie folgt:
„1. Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten von CHF 2‘000.00 gehen zu Lasten von X.. Zur Deckung wird der von ihm geleistete Kostenvorschuss von CHF 700.00 herangezogen. Der Fehlbetrag in Höhe von CHF 1‘300.00 ist innert 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheids mittels beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
3. X. ist verpflichtet, Y. eine Parteientschädigung von CHF 2‘000.00 (inklusive Barauslagen und 8 % MWST) zu bezahlen.

## Considerations