# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 88c1c408-3f16-4f31-8d01-2fd354de1e9a
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend
Ehrverletzung
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Andelfingen vom 13. Juli 2011 (DF100001)
- 2 -
Da der Privatkläger im Nachgang zur vorinstanzlichen mündlichen Urteils-
eröffnung am 13. Juli 2011 Berufung anmeldete (Prot. I S. 9),
da das begründete Urteil des Bezirksgerichtes Andelfingen vom 13. Juli
2011 dem Privatkläger als Gerichtsurkunde an die von ihm neu angegebene
Adresse zugesandt worden war (Urk. 15), er es jedoch zweimal nicht abholte
(Urk. 25/1),
da das Urteil in Anwendung von Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO somit am
28. Februar 2012 als dem Privatkläger zugestellt gilt (Urk. 25/1),
da der Privatkläger innerhalb der in Art. 399 Abs. 3 StPO festgelegten
gesetzlichen Frist von 20 Tagen ab Zustellung des begründeten Urteils - mithin
bis zum 19. März 2012 - keine schriftliche Berufungserklärung einreichte,
da die Einreichung einer Berufungserklärung praxisgemäss eine Gültigkeits-
voraussetzung darstellt und bei deren Nichteinreichung auf die Einholung von
Stellungnahmen im Sinne von Art. 403 Abs. 2 StPO verzichtet wird (ZR 110
[2011] Nr. 69),
da allein aufgrund der Berufungsanmeldung dem Beschuldigten im
Berufungsverfahren keine wesentlichen Aufwendungen entstanden, die zu ent-
schädigen wären,
unter Hinweis auf Art. 403 Abs. 1 und Abs. 3 StPO, Art. 428 Abs. 1 StPO
und Art. 436 Abs. 1 StPO

## Considerations