# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c0f88dc1-d549-4fba-939e-6bb9a24b096d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die französischen Staatsangehörigen AA., geboren am 6. März 1915, und BB., geboren am 29. Oktober 1923, verheirateten sich am 7. Januar 1950. Ihrer Ehe entsprossen die drei Söhne CC., DD. und EE.. Nach dem Entstehen offenbar heftiger Auseinandersetzungen zwischen den Eheleuten im Jahr 1989 übertrug BB. in demselben Jahr umfangreiche Bankguthaben von AA. auf eigene Konten. AA. erwirkte darauf in den Jahren 1990 und 1995 in FF. drei Arreste auf Bankkonten und Bankschliessfächern, welche auf den Namen seiner Ehefrau lauteten. Diese Arreste wurden vom Betreibungsamt FF. am 23. April 1990, 28. Juni 1990 und 5. Mai 1995 vollzogen. Gemäss den später ausgestellten Pfändungsurkunden handelt es sich bei den verarrestierten Vermögenswerten um Bankguthaben, Wertschriften, Gold und Schmuck im damals geschätzten Wert von rund 3.8 Mio. Franken. In der Folge wurden zwei der Arreste durch Betreibungen und Klage in FF. erfolgreich prosequiert. Mit Urteil vom 12. Februar 1999 hiess das Obergericht des Kantons FF. (Cour de Justice) die Klage von AA. gut, verurteilte BB. zur Zahlung von Fr. 2‘170‘000.-- und Fr. 1‘481‘142.79, je zuzüglich Zinsen, und erteilte in zwei der Arrestbetreibungen die definitive Rechtsöffnung. Die von BB. gegen dieses Urteil erhobene staatsrechtliche Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil vom 23. Juni 1999 ab. Einer der Arreste wurde nicht mittels Klage prosequiert, weshalb er dahinfiel, wobei es zu keiner Freigabe von Arrestsubstrat kam.
B. Unterdessen war in GG. im Jahr 1990 ein Ehescheidungsverfahren eingeleitet worden. Mit Verfügung der zweitinstanzlich angerufenen Cour d’Appel de GG. vom 7. Mai 1996 wurde AA. zur Bezahlung von vorsorglichen Unterhaltsbeiträgen an seine Ehefrau von monatlich 40‘000.-- französischen Franken (FF) verpflichtet. Wegen ausstehender Unterhaltszahlungen hob BB. im Jahr 1997 ein Betreibungsverfahren über Fr. 125‘125.60 an, welches am 10. November 1998 mit der Ausstellung eines Pfändungsverlustscheins endete. Auf Gesuch von BB. vom 10. März 1999 um Konkurseröffnung ohne vorgängige Betreibung gemäss Art. 190 Abs. 1 Ziff. 1 SchKG eröffnete der Bezirksgerichtspräsident HH. mit Erkenntnis vom 29. April 1999 antragsgemäss mit Wirkung per 6. Mai 1999 den Konkurs über AA. und beauftragte mit der Durchführung das Konkursamt II.. Die Konkurseröffnung wurde vom Kantonsgerichtsausschuss im Beschwerdeverfahren mit Urteil vom 25. Juni 1999 bestätigt (Verfahren SKG 99 27).
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C. Nachdem AA. in den Arrestbetreibungen in FF. die Fortsetzungsbegehren gestellt hatte und die vollzogenen Arreste vom Betreibungsamt FF. am 14. Juli 1999 in definitive Pfändungen umgewandelt worden waren, stellte das Konkursamt II. als Konkursverwaltung und neue Verfügungsberechtigte im Konkurs über AA. dem Betreibungsamt FF. das Verwertungsbegehren. Der Erlös der betreibungsamtlichen Verwertung in FF. von Fr. 3‘019‘324.80 wurde darauf im Februar 2000 vom Konkursamt II. zur Konkursmasse gezogen. Den in FF. verarrestierten und gepfändeten Schmuck und das entsprechende Gold verwertete das Betreibungsamt FF. erst am 13. August 2007 und am 28. September 2007, woraus - nach Abzug der betreibungsamtlichen Kosten - ein Erlös von Fr. 258‘959.19 resultierte.
D. BB. gab im Konkurs über AA. unter verschiedenen Titeln Forderungen über insgesamt Fr. 12‘740‘850.60 ein. Davon anerkannte die Konkursverwaltung im Kollokationsplan zunächst Forderungen von Fr. 277‘827.35 und liess BB. als Gläubigerin zu. Indessen erklärte die Konkursverwaltung gleichzeitig die vollständige Verrechnung dieser Ansprüche mit Ansprüchen des Konkursiten gegen BB. in der Höhe von Fr. 4‘797‘078.95. Die von BB. gegen den am 28. April 2000 aufgelegten Kollokationsplan erhobene Klage wies das Bezirksgericht HH. mit Urteil vom 11. Dezember 2001 vollumfänglich ab. Ebenso wurde die gegen dieses Urteil von der Konkursmasse AA. und von BB. erhobene Berufung mit Urteil der Zivilkammer des Kantonsgerichts vom 21. September 2004 abgewiesen (Verfahren ZF 02 8) beziehungsweise wurde diese mit Verfügung des Kantonsgerichtspräsidiums vom 26. März 2004 im Sinne der Erwägungen als erledigt abgeschrieben (Verfahren ZF 02 7; auf die gegen diese Verfügung eingelegte Beschwerde trat der Kantonsgerichtsausschuss mit Urteil vom 28. April 2004 im Verfahren ZB 04 23 nicht ein).
E. Am 25. Mai 2002 verstarb AA. in GG. mit letztem Wohnsitz in JJ.. Im bis zu seinem Tod hängigen Ehescheidungsverfahren stellte die Cour de Cassation de GG. am 11. März 2003 fest, dass die Ehe zwischen AA. und BB. durch Tod aufgelöst worden sei, und schrieb die Scheidungsklage als gegenstandslos ab.
F. Am 25. Juli 2002 eröffnete der Kreispräsident II. vier eigenhändige Testamente von AA. sel. Darin wurden im Wesentlichen sämtliche Schenkungen an BB. widerrufen und diese vom Erbe ausgeschlossen. Ferner sollte KK. von EE. und DD. lebenslang eine jährliche Rente von FF 300‘000.-- ausgerichtet werden, welche später durch einen „Niessbrauch von monatlich FF 15‘000.--“ auf Lebenszeit ersetzt wurde. Die Inhaberaktien der WW. waren durch Rechtsanwalt
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Dr. LL. zu verkaufen und der Erlös unter EE. und DD. sowie KK. gleichmässig aufzuteilen. Sein restliches Vermögen vermachte der Erblasser seinen Söhnen EE. und DD.. CC. setzte der Erblasser derweil auf den Pflichtteil, wobei ihm zahlreiche Vorbezüge angerechnet werden sollten. Als Willensvollstrecker bestimmte AA. sel. MM., Rechtsanwalt NN. und OO. sowie - als Ersatzwillensvollstrecker - PP.. Die Abwicklung seines Nachlasses unterstellte der Erblasser dem französischen Recht.
G. Am 12. November 2002 verstarb BB..
H. Am 22. Juli 2003 liess CC. beim Kreisamt II. gegen EE. und DD. sowie KK. ein Vermittlungsbegehren einreichen. Nach erfolgloser Sühneverhandlung vom 17. November 2005 wurde ihm am 29. September 2006 der Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren ausgestellt:
„Klägerisches Rechtsbegehren
1. Es sei der Nachlass des AA. sel. festzustellen, unter Berücksichtigung der güterrechtlichen und weiteren Ansprüche der Ehegattin BB..
2.a Es seien die erbrechtlichen Pflichtteilsansprüche von CC. und BB. festzusetzen.
2.b Die letztwilligen Verfügungen des AA. seien bis zu den Pflichtteilsansprüchen von CC. und den Erben von BB. sel. herabzusetzen.
3. Die Willensvollstrecker seien anzuweisen, die Ansprüche gem. Ziff. 1 sowie Ziff. 2.b vorstehend innert 30 Tagen nach Rechtskraft des Urteils zu tilgen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Beklagtisches Rechtsbegehren EE.
1. Ebenfalls Feststellung und Teilung des Nachlasses.
2. Abweisung allfälliger Herabsetzungsforderungen.
3. Feststellung der Erbquoten und deren Höhe.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Beklagtisches Rechtsbegehren DD.
1. Ebenfalls Feststellung und Teilung des Nachlasses.
2. Abweisung allfälliger Herabsetzungsforderungen.
3. Feststellung der Erbquoten und deren Höhe.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
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Beklagtisches Rechtsbegehren KK.
1. Keines gestellt, er [recte: sie] werde diese [recte: dieses] mit der Prozessantwort stellen.“
I. Mit Gesuch vom 19. Februar 2004 beantragte CC. beim Bezirksgerichtspräsidenten HH., die Willensvollstreckermandate von MM., NN. und des infolge Versterbens von OO. eingesetzten PP. seien durch Erlass einer superprovisorischen Massnahme vorläufig zu sistieren. Dieses Gesuch wurde mit Verfügung vom 23. Februar 2004 abgewiesen (Proz.Nr. 130-2004-20).
K. Mit Verfügung vom 9. April 2004 ordnete das Tribunal de Grande Instance de GG. auf Begehren von EE. vorläufig die Zwangsverwaltung des in Frankreich gelegenen Nachlasses von BB. sel. an und ernannte QQ. zur Nachlassverwalterin. Eine Erweiterung dieses Mandats auf die zur Hälfte zum Nachlass von AA. sel. gehörende Eigentumswohnung an der Avenue de RR. in GG. erfolgte mit Verfügung vom 25. Juni 2004.
L. Mit Gesuch vom 20. Januar 2005 verlangte CC. vom Bezirksgerichtspräsidenten HH., es sei pendente lite ein Treuhänder mit der Verwaltung des Nachlasses von AA. sel. zu beauftragen. Rechtsanwalt NN., dem gemäss dem aufgelegten Kollokations- und Verteilungsplan die Konkursaktiven zu überweisen seien, erfülle aufgrund angeblich unberechtigter Honorarbezüge während des laufenden Konkursverfahrens das Profil eines verlässlichen Willensvollstreckers nicht. Am 2. Februar 2005 verfügte der Bezirksgerichtspräsident HH. superprovisorisch, der Aktivenüberschuss im Konkurs AA. sel. in Höhe von Fr. 3‘075‘118.50 verbleibe bis zum Abschluss des Konkursverfahrens unter der Verwaltung des Konkursamtes II. und anschliessend bis zum Entscheid über den zwischen CC. und EE. et al. hängigen Zivilprozess unter der Verwaltung des Bezirksgerichts HH..
M. Am 7. Februar 2005 verfügte der Bezirksgerichtspräsident HH. den Abschluss des Konkursverfahrens über AA. sel. Dabei resultierte ein Aktivenüberschuss von Fr. 3‘075‘118.50, welcher hauptsächlich aus dem Erlös der betreibungsamtlichen Verwertung in FF. stammte.
N. Mit vorsorglicher Verfügung vom 24. Mai 2005 erkannte der Bezirksgerichtspräsident HH. im Wesentlichen, der Aktivenüberschuss im Konkurs AA. sel. bleibe im Umfang von Fr. 2‘000‘000.-- bis zum Entscheid über den zwischen CC. und EE. et al. hängigen Erbprozess unter der Verwaltung des
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Bezirksgerichts HH.. Der darüber hinausgehende Aktivsaldo sei dem Willensvollstrecker Rechtsanwalt NN. zu überweisen. Die dagegen von CC. erhobene Beschwerde wurde vom Bezirksgerichtsausschuss HH. mit Entscheid vom 25. Juli 2005 abgewiesen, während auf die von EE. und DD. sowie KK. erhobene Beschwerde gar nicht eingetreten wurde (Proz.Nr. 120-2005-16).
O. Am 19. Dezember 2005 erklärten MM., Rechtsanwalt NN. und PP., ihre Ämter als Willensvollstrecker per Ende Dezember 2005 niederzulegen. Ihr Abschlussbericht über den Stand des Nachlasses per Ende November 2005 datiert vom 6. Dezember 2005. Damit schrieb der Kreispräsident II. am 4. Januar 2006 das durch CC. eingeleitete Aufsichtsbeschwerdeverfahren, worin die Absetzung der Willensvollstrecker verlangt wurde, infolge Gegenstandslosigkeit ab.
P. Mit Verfügung vom 18. April 2006 lehnte der Kreispräsident II. das von CC., KK. sowie EE. gestellte Gesuch um Anordnung einer Erbschaftsverwaltung ab, während auf die von CC. anbegehrte Rückerstattung der von Rechtsanwalt NN. als Willensvollstrecker angenommenen Gelder in der Höhe von Fr. 1‘070‘000.-- nicht eingetreten werden konnte. Den dagegen von CC. erhobenen Rekurs lehnte der Kantonsgerichtspräsident am 3. Juli 2006 ab (Verfahren PZ 06 83).
Q. Mit Prozesseingabe vom 18. Oktober 2006 prosequierte CC. die vorliegende Streitsache an das Bezirksgericht HH.. Dabei hielt er an den anlässlich der Sühneverhandlung vom 17. November 2005 gestellten Rechtsbegehren fest. EE. liess in seiner Prozessantwort vom 3. Januar 2007 die Ziffer 2 seines an der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehrens fallen, hielt im Übrigen indes daran fest. In der Sache begehrte DD. mit Prozessantwort vom 17. September 2007 die kosten- und entschädigungspflichtige Feststellung des Nachlasses von AA. sel. unter Hinzurechnung der Vorbezüge von CC.. Weiter sei der Erbteil von DD. festzustellen und der Nachlass von AA. sel. zu teilen. In ihrer Prozessantwort vom 4. Dezember 2006 beantragte KK. die kosten- und entschädigungspflichtige Feststellung des Nachlasses von AA. sel. sowie der erbrechtlichen Pflichtteilsansprüche von CC., EE. und DD. sowie von BB. sel. CC. verzichtete am 29. Oktober 2007 auf die Einreichung einer Replik.
R. Mit im Kontumazverfahren gegen die Beklagten ergangenem Urteil vom 13. Oktober 2009, mitgeteilt am 12. März 2010, erkannte das Bezirksgericht HH. wie folgt:
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„1. Es wird festgestellt, dass der Nachlass des Erblassers AA. am 27. Mai 2002 [recte: 25. Mai 2002] CHF 4‘117‘449.94 betrug.
2. Es wird festgestellt, dass der Nachlass von AA. zu einem Viertel dem Kläger und zu je drei Achteln den Beklagten 1 und 2 zusteht.
3. Es wird festgestellt, dass dem Kläger CHF 877‘584.60 als Vorbezüge an seinem Erbanteil anzurechnen ist.
4. Es wird festgestellt, dass die Beklagten 1 und 2 der Beklagten 3 als Vermächtnis CHF 144‘500.- sowie eine monatliche Rente von CHF 3‘511.74, erstmals zahlbar ab 1. Juni 2002, auszurichten haben.
5. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 15‘000.-, einem reduzierten Streitwertzuschlag von CHF 10‘000.- und Schreibgebühren von CHF 1‘000.-, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 300.- werden zu drei Vierteln dem Kläger und zu je einem Zwölftel den Beklagten 1 bis 3 auferlegt, unter solidarischer Haftung eines jeden für den jeweils gesamten Betrag.
6. Der Kläger wird verpflichtet, die Beklagten 1 bis 3 mit je CHF 8‘000.- ausseramtlich zu entschädigen.
7. Den Beklagten wird eine Wiederherstellungsfrist von einem Monat seit Mitteilung des Urteilsdispositives angesetzt.

## Considerations