# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bae786ab-eba0-41dd-be24-a9f8a3583acc
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt und eine Begründung enthalten müssen. Sie seien unter
Beilage der verfügbaren Beweismittel und des angefochtenen Entscheids
einzureichen. Das Schreiben des Beschwerdeführers enthalte jedoch
lediglich eine wenig übersichtliche Zusammenfassung des Geschehenen,
nicht aber ein Rechtsbegehren und eine Begründung desselben.
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Ausserdem fehle der offenbar Anlass seiner Eingabe beim Gericht
bildende angefochtene Entscheid, nämlich das Schreiben der
Beschwerdegegnerin vom 24. Juni 2020 in Sachen Parzelle 264. Der
Beschwerdeführer wurde zudem darauf hingewiesen, dass eine den
gesetzlichen Vorschriften entsprechende Beschwerde innert der 30-
tägigen Rechtsmittelfrist (zzgl. Gerichtsferien gemäss Art. 39 VRG) seit
Mitteilung des angefochtenen Entscheids beim Verwaltungsgericht
einzureichen sei, damit auf die Beschwerde eingetreten werden könne.
Sofern innert dieser Frist die angeführten Mängel nicht behoben würden,
werde auf die Eingabe nicht eingetreten.
9. Am 11. August 2020 reichte der Beschwerdeführer dem
Verwaltungsgericht eine "ergänzende" Beschwerde ein. Darin verlangte
er, dass von einem Räumungsbefehl abzusehen sei und das Kaufangebot
der E._ GmbH wiederherzustellen sei. Ausserdem habe die
Beschwerdegegnerin nie eine rechtsgültige Antwort auf die Offerte
gegeben. So habe sie am 10. Juli 2020 lediglich eine E-Mail mit einem Bild
eines Briefes ohne Unterschrift an ihn versandt. Ausserdem sei die
Angelegenheit gegebenenfalls der Gemeindeversammlung vorzulegen,
da sie (er, Söhne, Ehefrau) Gemeindeeinwohner seien.
10. Mit Schreiben vom 14. August 2020 gewährte das streitberufene Gericht
der Beschwerdegegnerin die Möglichkeit zur Einreichung einer
Vernehmlassung bis zum 7. September 2020. Von dieser Möglichkeit
machte die Beschwerdegegnerin keinen Gebrauch.
11. Auf die weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers in den
Rechtsschriften wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden
Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Nach Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht Beschwerden gegen
Entscheide von Gemeinden, soweit diese nicht bei einer anderen Instanz
angefochten werden können oder nach kantonalem oder
eidgenössischem Recht endgültig sind. Dies ist hier der Fall. Gemäss Art.
43 Abs. 3 lit. b VRG entscheidet das Verwaltungsgericht sodann in
einzelrichterlicher Kompetzenz, wenn u.A. ein Rechtsmittel offensichtlich
unzulässig und/oder unbegründet ist. Wie die nachfolgenden Erwägungen
zeigen, ist die vom Beschwerdeführer erhobene Beschwerde sowohl
offensichtlich unzulässig als auch offensichtlich unbegründet.
1.1. Zunächst stellt sich im vorliegenden Fall die Frage, ob überhaupt ein
Anfechtungsobjekt oder eine anfechtbare Verfügung vorliegt. Sowohl in
seiner Beschwerde vom 13. Juli 2020 als auch in seiner nachgebesserten
Beschwerde vom 11. August 2020 bezieht sich der Beschwerdeführer auf
ein mutmassliches Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 24. Juni
2020, welches er anficht. Mit Schreiben vom 15. Juli 2020 teilte der
zuständige Instruktionsrichter dem Beschwerdeführer mit, dass das
Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 24. Juni 2020 in Sachen Parzelle
264 fehle und gewährte ihm die Möglichkeit, dieses Schreiben dem
Gericht zukommen zu lassen. Zudem wurde der Beschwerdeführer noch
ausdrücklich darauf aufmerksam gemacht, sofern dies innert der
Rechtsmittelfrist von 30 Tagen seit Mitteilung des angefochtenen
Entscheids nicht erfolge, auf die Eingabe nicht eingetreten werde. Von
dieser Möglichkeit machte der Beschwerdeführer jedoch keinen
Gebrauch. In seiner nachgebesserten Beschwerde teilte er dem
angerufenen Gericht bloss mit, dass ihm die Beschwerdegegnerin nie eine
rechtsgültige Antwort auf die Offerte gegeben habe. Vielmehr habe sie am
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10. Juli 2020 nur eine E-Mail mit einem Bild eines Briefes ohne Unterschrift
an ihn versandt.
1.2. Vorliegendenfalls wäre es nun zu erwarten gewesen, dass der
Beschwerdeführer in Erfüllung der ihn treffenden Mitwirkungspflicht bei der
Ermittlung des Sachverhaltes (Art. 11 Abs. 2 VRG) dem angerufenen
Gericht zumindest eine Kopie des von ihm erwähnten Schreibens der
Beschwerdegegnerin vom 24. Juni 2020 hätte zukommen lassen. Dies
hätte dem angerufenen Gericht ermöglicht, zu überprüfen, ob ein
anfechtbarer Entscheid der Beschwerdegegnerin vorliegt oder nicht.
Schon mangels offensichtlichen Nachweises des Vorliegens eines
Anfechtungsobjektes ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
2. Im Sinne einer Eventualbegründung ist nachfolgend zu prüfen, ob es sich
allenfalls bei der E-Mail der Beschwerdegegnerin vom 10. Juli 2020 um
eine anfechtbare Verfügung handeln könnte.
2.1. Eine Verfügung ist ein individueller, an den Einzelnen gerichteter
Hoheitsakt, durch den eine konkrete verwaltungsrechtliche
Rechtsbeziehung rechtsgestaltend oder feststellend in verbindlicher und
erzwingbarer Weise geregelt wird. Diese Umschreibung entspricht der
Legaldefinition von Art. 5 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das
Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG;
SR 172.021; vgl. HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 7. Aufl., Zürich/St. Gallen 2016, Rz. 849 f.; HETTICH,
Handlungsformen, in: BIAGGINI/HÄNER/SAXER
/SCHOTT, Fachhandbuch Verwaltungsrecht, Zürich/Basel/Genf 2015 Rz.
20.38; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines Verwaltungsrecht,
4. Aufl., Bern 2014, § 28 N 1; Urteil des Verwaltungsgerichts A 19 34 vom
15. April 2020 E.3.1.1). Wie soeben dargelegt, ist eine Verfügung eine
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hoheitliche Anordnung, wobei charakteristisch ist, dass sie einseitig von
Behörden erlassen wird, die eine Verwaltungsaufgabe erfüllen. Mit
anderen Worten handelt es sich in der Regel um ein Staat-Bürger-
Verhältnis (TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 28 N 25). Somit grenzt
sie sich vom Handeln des Gemeinwesens in Form des
verwaltungsrechtlichen und privatrechtlichen Vertrags ab
(HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 855). Ob ein Rechtsverhältnis
zwischen dem Gemeinwesen und einem Privaten dem öffentlichen oder
Zivilrecht angehört, bestimmt sich in erster Linie nach der sogenannten
Subordinationstheorie. Diese geht davon aus, dass das Zivilrecht die
Beziehungen zwischen gleichgeordneten Rechtssubjekten regelt,
während das öffentliche Recht das Verhältnis der Privatperson zur
Staatsgewalt zum Gegenstand hat (PVG 1985 Nr. 7 E.1).
2.2. In casu hat der Beschwerdeführer am 10. April 2019 die
Beschwerdegegnerin angefragt, ob er und seit dem 31. Mai 2020 die Firma
E._ GmbH einen Teil von Parzelle 264, welches der
Beschwerdegegnerin gehört, kaufen könne. Dabei ist entscheidend, ob es
sich beim fraglichen Grundstück um Finanz- oder Verwaltungsvermögen
handelt. Das Verwaltungsvermögen umfasst Vermögenswerte, die dem
Gemeinwesen unmittelbar durch ihren Gebrauchswert zur Erfüllung von
Verwaltungsaufgaben dienen. Die Sachen des Verwaltungsvermögens
sind dabei zweckgebunden und nicht frei realisierbar (vgl.
TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 48 N 13). Das Finanzvermögen
dient hingegen der Erfüllung staatlicher Aufgaben nur mittelbar durch
seinen Vermögenswert oder seine Erträgnisse. Es handelt sich beim
Finanzvermögen um realisierbare Aktiven des Staates, so bspw.
Liegenschaften, die veräussert oder verpachtet werden können (vgl.
HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, a.a.O., Rz. 2203 ff.;
TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O., § 48 N 12). Insbesondere die
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Benutzung des Finanzvermögens durch Private untersteht dem
Privatrecht. Zudem kann das Gemeinwesen grundsätzlich über die
Vermögenswerte seines Finanzvermögens frei verfügen. Dabei gilt der
Grundsatz der Vertragsfreiheit, d.h. es besteht weder eine
Kontrahierungspflicht noch ein Zwang, einer bestimmten Person den
Vorrang zu geben (PVG 1985 Nr. 7 E.1).
2.3. Im vorliegenden Fall haben weder der Beschwerdeführer noch die
Beschwerdegegnerin Dokumente eingereicht, die darüber Aufschluss
geben, ob es sich beim fraglichen Grundstück um Verwaltungs- oder
Finanzvermögen handelt. Obwohl im öffentlichen Recht die
Untersuchungsmaxime gilt (Art. 11 Abs. 1 VRG), ist zu beachten, dass die
Parteien eine Mitwirkungspflicht trifft (vgl. dazu bereits vorstehend unter
Ziff. 1.2.). Es darf in casu davon ausgegangen werden, dass es sich bei
Parzelle 264 um Finanzvermögen der Gemeinde handelt und der
Beschwerdeführer und die Beschwerdegegnerin sich bei allfälligen
Kaufverhandlungen in einem zivilrechtlichen Rechtsverhältnis befinden
würden, für deren Beurteilung nicht das Verwaltungsgericht zuständig
wäre. Dass es sich beim fraglichen Grundstück um Finanzvermögen der
Beschwerdegegnerin handelt, geht schon daraus hervor, dass die
Beschwerdegegnerin in ihrer Korrespondenz sinngemäss eine
Veräusserung von Parzelle 264 an einen Privaten als eine mögliche
Variante betrachtet. Sie hat diesbezüglich den Beschwerdeführer denn
auch in der E-Mail vom 10. Juli 2020 dahingehend informiert, dass er
vorgängig die ihr gegenüber noch offenen Forderungen zu begleichen
hätte, und ihr erst dann eine Kaufofferte unterbreiten könne. Daher fehlt
es an den oben dargelegten Voraussetzungen, damit ein anfechtbarer
Entscheid vorliegen könnte. Vielmehr handelt es sich bei der Anfrage des
Beschwerdeführers (resp. der E._ GmbH) an die
Beschwerdegegnerin vom 31. Mai 2019 um die Unterbreitung einer Offerte
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zum Abschluss eines privatrechtlichen Vertrags. Die Beschwerdegegnerin
trifft jedoch bezüglich dieser Offerte keine Kontrahierungspflicht, womit sie
keine Verpflichtung hat, in Vertragsverhandlungen mit dem
Beschwerdeführer oder anderen Personen (wie etwa mit der E._
GmbH) zu treten. Damit erübrigen sich auch Ausführungen des Gerichtes
darüber, ob die Angelegenheit wie vom Beschwerdeführer beantragt,
gegebenenfalls der Gemeindeversammlung vorzulegen sei.
2.4. Nicht anders verhält es sich bezüglich des dem Beschwerdeführer
gekündigten Pachtverhältnisses und der Räumung von Parzelle 264, da
auch dieses Rechtsverhältnis zivilrechtlicher Natur ist und somit nicht in
die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts fällt. Demnach kommt auch der
E-Mail vom 10. Juli 2020 offensichtlich keine Verfügungsqualität zu,
weshalb auch deswegen auf die Beschwerde nicht eingetreten wird.
3. Bei diesem Ausgang gehen die Verfahrenskosten zulasten des
Beschwerdeführers. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-
rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78
Abs. 2 VRG in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn
sie in ihrem amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen,
besteht vorliegend kein Anlass.
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