# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a64be599-3dca-529c-8ff8-18d3f8c7e5fa
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 15. Januar 2018 reichte die A._ AG mit Sitz in B._ die Steuererklärung für die Steuerperiode 2017 ein. Sie deklarierte ein im Kanton steuerbares Kapital von CHF 151‘291.- und einen steuerbaren Gewinn von CHF 75‘822.-.
Mit Schreiben vom 21. August 2018 ersuchte die Kantonale Steuerverwaltung (nachfolgend: Steuerverwaltung) die Steuerpflichtige um zusätzliche Auskünfte und Unterlagen zu den , namentlich auch zum Konto „Verpflegungsspesen“. Mit Eingabe vom 19. September 2018 reichte die Steuerpflichtige diverse Unterlagen ins Recht.
Mit ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 15. November 2018 setzte die Steuerverwaltung das im Kanton steuerbare Kapital per 30. Juni 2017 auf CHF 151‘291.- und den steuerbaren Gewinn – unter Aufrechnung von geldwerten Leistungen in der Höhe von CHF 13‘530.- für auswärtige Verpflegungskosten der Direktionsmitglieder – auf CHF 89‘352.- fest, was eine Kantonalsteuer von CHF 7‘832.40 und eine direkte Bundessteuer von CHF 7‘590.50 ergab. Die Aufrechnung der Verpflegungskosten begründete die Steuerverwaltung damit, dass die Steuerpflichtige bereits in der Veranlagung 2016 darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass die Entschädigungen für Verpflegungskosten der Direktionsmitglieder massiv zu hoch seien. Darauf habe es keine Reaktion gegeben. Auf Anfrage seien keine detaillierten Nachweise eingegangen, vielmehr habe sich die Steuerpflichtige darauf beschränkt, auf das Spesenreglement zu verweisen. Aus diesem Grund werde je Direktionsmitglied nur die Hälfte der verbuchten auswärtigen Verpflegungskosten .
Gegen diese Veranlagungsanzeige erhob die Steuerpflichtige am 4. Dezember 2018 Einsprache. Sie machte im Wesentlichen geltend, die pauschale Entschädigung für Verpflegungskosten der Direktionsmitglieder sei in Art. 7 des Zusatz-Spesenreglements für leitendes Personal (: Spesenreglement) geregelt. Das Spesenreglement sei am 23. November 2015 von der Steuerverwaltung genehmigt worden und am 1. Januar 2016 in Kraft getreten. Die  für Verpflegungskosten seien in Treu und Glauben und in Vertrauen auf die Rechtssicherheit gestützt auf das genehmigte Spesenreglement vorgenommen worden. Entsprechend sei der steuerbare Gewinn auf CHF 75‘822.- anzupassen.
Mit Einspracheentscheid vom 12. Februar 2019 wies die Steuerverwaltung die erhobene  ab. Sie erwog, dass gemäss Muster-Spesenreglement der Schweizerischen Steuerkonferenz SSK („Kreisschreiben 25 vom 18. Januar 2008“) Verpflegungskosten für Direktionsmitglieder nur entschädigt würden, wenn diese ihre Tätigkeit ausserhalb ihres sonstigen Arbeitsplatzes ausüben würden. Zwar sei die Höhe der Pauschalbeträge aus diesem Musterreglement korrekt in das Spesenreglement übernommen worden. Allerdings sei festgestellt worden, dass für jeden Tag Verpflegungsspesen ausbezahlt worden seien, weshalb von der Steuerpflichtigen ein detaillierter Nachweis für die geschäftliche Notwendigkeit der auswärtigen Verpflegung verlangt worden sei. Dieser Nachweis sei nicht erbracht worden.
B. Mit Eingabe vom 6. März 2019 erhob die Steuerpflichtige Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie stellt den Antrag, es sei auf die Aufrechnung der auswärtigen Verpflegungskosten der Direktionsmitglieder zu verzichten und der steuerbare Gewinn auf CHF 75‘822.- festzusetzen. Zur Begründung ihres Antrags bringt sie vor, dass das von der Steuerverwaltung genehmigte Spesenreglement dem Muster-Spesenreglement der SSK vorgehe. Die ausgerichteten, von der
Kantonsgericht KG Seite 3 von 10
Steuerverwaltung aber nicht anerkannten Entschädigungen würden dem genehmigten  entsprechen. Dieses sehe bei den auswärtigen Verpflegungskosten der  weder eine Obergrenze, noch eine Einschränkung bezüglich Ort der Verpflegung vor, weshalb auch nicht argumentiert werden könne, die ausgerichteten Entschädigungen seien zu hoch. Komme hinzu, dass der aufgerechnete Betrag von insgesamt CHF 13‘530.-, namentlich die Aufrechnung betreffend C._ in der Höhe von CHF 3‘420.-, nicht nachvollziehbar sei. Schliesslich würden sich auch in zeitlicher Hinsicht diverse Fragen stellen: So sei das Steuerjahr 2016 am 11. Dezember 2017 veranlagt worden. Zu diesem Zeitpunkt sei der Bilanzstichtag (30. Juni 2017) bereits verstrichen gewesen, die Spesenauszahlungen getätigt, die  2016/2017 erstellt, vom Verwaltungsrat verabschiedet (25. September 2017), von der  abschliessend geprüft (13. November 2017) und von der Generalversammlung  (30. November 2017) worden. Die Steuerpflichtige sei somit gar nicht in der Lage gewesen, bereits im Geschäftsjahr 2016/2017 Anpassungen vorzunehmen. Allerdings sei (auf freiwilliger Basis und ohne Präjudiz) eine über das Spesenreglement hinausgehende, strengere Auslegung der massgebenden Bestimmung (Art. 7 des Spesenreglements) eingeführt worden. Diese  sei per 1. Januar 2018 in Kraft getreten.
Der mit Schreiben vom 13. März 2019 auf CHF 800.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 22. März 2019 geleistet.
In ihren Bemerkungen vom 24. April 2019 beantragt die Steuerverwaltung, es sei die Beschwerde teilweise gutzuheissen und für C._ ein Betrag von CHF 1‘800.- (50 Prozent von CHF 3‘600.-) anstatt CHF 3‘420.- aufzurechnen. Darüber hinausgehend sei die Beschwerde .
Die eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

## Considerations

Erwägungen
Prozessuales
1.