# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1bec9af6-ca4e-4edd-a700-883936a44535
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ I.H., geb. 1960, ist Staatsangehöriger von Serbien (Kosovo). Zwischen 1986 und
1990 arbeitete er als Saisonnier bei der B. AG in Diepoldsau. Am 16. September 1989
gebar seine Ehefrau die Tochter Shpresa H.. Am 29. November 1990 wurde ihm eine
Jahresaufenthaltsbewilligung erteilt. Am 2. April 1996 wurde er von seiner Ehefrau
geschieden. Am 14. Oktober 1996 heiratete er seine Landsfrau A.A., geb. 1967. Die
Ehefrau reiste am 2. Mai 1997 in die Schweiz ein und erhielt eine
Jahresaufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs. Am 22. Mai 1997
wurde I.H. die Niederlassungsbewilligung erteilt. Am 28. April 1998 wurde die Tochter
Artina geboren.
Am 8. Oktober 1998 stellte I.H. ein Familiennachzugsgesuch für seine aus erster Ehe
stammende Tochter Shpresa H.. Das Ausländeramt trat am 10. Dezember 1998 auf das
Gesuch nicht ein, da der Gesuchsteller die angeforderten Unterlagen nicht eingereicht
hatte.
Am 31. März 1999 stellte I.H. erneut ein Familiennachzugsbegehren für Shpresa H.. Auf
dieses Gesuch trat das Ausländeramt mit Verfügung vom 25. Mai 1999 wiederum nicht
ein, da der Gesuchsteller die verlangten Unterlagen nicht eingereicht hatte.
Am 6. September 2001 wurde die gemeinsame Tochter Arbesa H. geboren.
Am 24. Januar 2005 stellte I.H. ein weiteres Familiennachzugsbegehren für Shpresa H..
Auf dieses trat das Ausländeramt am 4. März 2005 wiederum nicht ein, da die
geforderten Unterlagen nicht eingereicht wurden.
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Am 12. Juni 2006 stellte I.H. abermals ein Familiennachzugsbegehren für Shpresa H..
Das Ausländeramt wies dieses Gesuch mit Verfügung vom 17. August 2006 ab. Es
erwog, aufgrund der konkreten Umstände stehe nicht das familiäre Zusammenleben im
Vordergrund. Vielmehr solle dem nachzuziehenden Kind kurz vor Erreichen der
Mündigkeit eine Arbeitsstelle und der Aufenthalt unter Umgehung der
Kontingentierungsvorschriften verschafft werden. Zudem verfüge der Gesuchsteller
nicht über genügend finanzielle Mittel für den Unterhalt der gesamten Familie.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob I.H. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 1. September 2006 Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement
mit Entscheid vom 10. Januar 2007 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 25. Januar 2007 erhob I.H. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid sei aufzuheben und es
sei der Familiennachzug für Shpresa H. zu bewilligen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, der
Beschwerdeführer habe eine vorrangige familiäre Beziehung zu seiner Tochter. Nach
dem Tod seiner Mutter habe er sich noch aktiver um die Betreuung der Tochter
gekümmert, dies umso mehr, als seine Schwester zufolge Heirat aus dem Elternhaus
ausgezogen sei. Er habe sich denn auch für die formelle Ueber-tragung der elterlichen
Sorge bemüht, und diese sei ihm mit Urteil des Amtsgerichts Kamenicë vom 31. Januar
2006 zugeteilt worden. Zu Unrecht werde ihm vorgeworfen, er hätte die fraglichen
Papiere für den Familiennachzug früher beschaffen können. Er sei der deutschen
Sprache nicht bzw. nur schlecht mächtig und im Umgang mit den beizubringenden
Gesuchen und Papieren relativ hilflos gewesen. Es werde ihm gleichsam unterschoben,
er habe bewusst seine Tochter nicht nachziehen lassen, weil er gewollt habe, dass sie
ihre schulische Ausbildung im Heimatland abschliesse. In Tat und Wahrheit habe er
seine Tochter nicht nachziehen lassen können, weil auf seine Gesuche nicht
eingetreten worden sei. Bei der Tochter sei nach dem Tod seiner Mutter bzw. der
Grossmutter eine neue Betreuungssituation entstanden. Im übrigen verfüge er über ein
genügendes Einkommen, um für seine Familie einschliesslich der Tochter Shpresa
aufzukommen. Auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit wesentlich,

## Considerations

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Am 14. Februar 2007 reichte der Beschwerdeführer weitere Beweismittel ein.
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In ihrer Vernehmlassung vom 20. Februar 2007 beantragt die Vorinstanz die
kostenfällige Abweisung der Beschwerde.
Der Beschwerdeführer nahm mit Eingabe vom 26. März 2007 zur vorinstanzlichen
Vernehmlassung Stellung und reichte weitere Beweismittel ein.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 25. Januar 2007
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2. Nach Art. 17 Abs. 2 Satz 3 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung
der Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) haben ledige Kinder von Ausländern, die
in der Schweiz niedergelassen sind, Anspruch auf Einbezug in die
Niederlassungsbewilligung ihrer Eltern, wenn sie mit diesen zusammen wohnen und
noch nicht achtzehn Jahre alt sind.
2.1. Die Tochter des Beschwerdeführers wurde am 16. September 1989 geboren und
war somit im Zeitpunkt des Familiennachzugsbegehrens weniger als achtzehn Jahre
alt. Sie hat daher auch gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) bzw. Art. 13 Abs. 1 der
Schweizerischen Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) einen Anspruch auf eine
Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs.
2.2. Zweck des Familiennachzugs ist es, das Leben in der Familiengemeinschaft zu
ermöglichen. Der Gesetzeswortlaut verdeutlicht, dass die rechtliche Absicherung des
Zusammenlebens der Gesamtfamilie angestrebt wird. Verlangt ist ausdrücklich, dass
die Kinder mit ihren Eltern zusammenwohnen werden. Die Nachzugsregelung ist mithin
auf Familien zugeschnitten, in denen die leiblichen Eltern einen gemeinsamen ehelichen
Haushalt führen (BGE 129 II 11 E. 3.1.1). Sind die Eltern voneinander getrennt oder
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geschieden und hält sich der eine Elternteil in der Schweiz, der andere aber im Ausland
auf, kann es nicht um eine Zusammenführung der Gesamtfamilie gehen. In solchen
Fällen besteht kein bedingungsloser Anspruch auf Nachzug der Kinder. Der
nachträgliche Nachzug eines Kindes setzt diesfalls voraus, dass eine vorrangige
Bindung des Kindes zu dem in der Schweiz lebenden Elternteil nachgewiesen ist und
besonders stichhaltige familiäre Gründe, z.B. eine Aenderung der
Betreuungsmöglichkeiten, dieses Vorgehen rechtfertigen. Die Verweigerung einer
Bewilligung lässt sich in solchen Fällen nicht beanstanden, wenn die Familientrennung
von den Betroffenen ursprünglich selbst freiwillig herbeigeführt worden ist, für die
Aenderung der bisherigen Verhältnisse keine überwiegenden familiären Interessen
bestehen bzw. sich ein Wechsel nicht als zwingend erweist und die Fortführung und
Pflege der bisherigen familiären Beziehungen nicht behördlich verhindert wird (BGE
129 II 11 E. 3.1.3 mit Hinweisen). Auch bei einer Familie, bei der ein Elternteil
verstorben ist, besteht kein vorbehaltloser Anspruch auf Familiennachzug (BGE 129 II
11 E. 3.3). Ein bedingungsloser bzw. nur unter dem Vorbehalt des Rechtsmissbrauchs
stehender Anspruch des überlebenden Elternteils auf nachträglichen Nachzug der
minderjährigen Kinder mag allenfalls dann gegeben sein, wenn zwischen dem Elternteil
und den Kindern eine Familiengemeinschaft bereits bestanden hat und der
überlebende Elternteil die Rolle, welche an sich den Eltern zukommt, trotz
vorübergehender Betreuung der Kinder durch aussenstehende (nicht zur Kernfamilie
gehörende) Dritte auch tatsächlich ausübt und das Zusammenleben mit den Kindern
anstrebt bzw. sich diese Möglichkeit durch seine persönliche Lebensgestaltung
erkennbar vorbehält (BGE 129 II 11 E. 3.3.1). Stichhaltige Gründe für eine Aenderung
der Betreuungsverhältnisse dürfen nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht
leichthin bejaht werden. Es gelten hohe Beweisanforderungen an den Nachweis der
fehlenden Betreuungsmöglichkeit im Heimatland, zumal es aus integrationspolitischer
Sicht nicht erwünscht ist, dass Jugendliche erst kurz vor Erreichen der Altersgrenze in
die Schweiz geholt werden. Umso höhere Anforderungen sind zu stellen, je älter das
Kind ist bzw. je grösser die ihm in der Schweiz drohenden Integrationsschwierigkeiten
sind (BGE 129 II 11 E. 3.3.1). Wer als verwitweter bzw. wiederverheirateter Elternteil
sein Kind jahrelang im Heimatland in der Obhut der Grosseltern oder anderer naher
Verwandter lässt, hat gleich wie ein getrennter oder geschiedener Elternteil nur dann
einen Anspruch auf nachträglichen Familiennachzug, wenn stichhaltige Gründe eine
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Aenderung der Betreuungsverhältnisse gebieten, wobei wegen der zu erwartenden
Integrationsschwierigkeiten an die Stichhaltigkeit dieser Gründe umso höhere
Anforderungen zu stellen sind, je älter das Kind ist (BGE 133 II 6 ff.; 129 II 11 E. 3.4).
2.3. Fest steht, dass der Beschwerdeführer am 2. April 1996 von seiner ersten Ehefrau
geschieden wurde. Aus dem Scheidungsurteil ist nicht ersichtlich, wem die elterliche
Sorge zugeteilt wurde. Da diese mit Entscheid vom 31. Januar 2006 von der Mutter
zum Beschwerdeführer übertragen wurde, ist davon auszugehen, dass die elterliche
Sorge zuvor der Mutter oblag. Im übrigen macht der Beschwerdeführer teilweise
ungenaue Angaben zu den Betreuungsverhältnissen und den familiären
Gegebenheiten. Im Rahmen des Nachzugs der zweiten Ehefrau reichte er eine
Erklärung ein, Shpresa werde von ihrer Grossmutter betreut, und er gab an, er
verzichte auf einen Nachzug, da seine zweite Ehefrau keine Beziehung zu seiner
Tochter habe. Auch im Rahmen des am 8. Oktober 1998 gestellten
Familiennachzugsbegehrens reichte der Beschwerdeführer eine Erklärung ein, die
Tochter werde von deren Grossmutter betreut. Im Rahmen des 2006 anhängig
gemachten Gesuchs reichte er eine am 25. Mai 2005 ausgestellte Bescheinigung ein,
wonach die Tochter seit 1996 bei seiner Schwester Fatime H. wohne.
In seiner Eingabe vom 31. Juli 2006 an das Ausländeramt liess der Beschwerdeführer
vorbringen, die Tochter habe bis 1998 bei seiner Mutter gelebt. 1998 sei diese
verstorben. Danach habe die Tochter mit seinem Bruder und seiner Schwester
zusammengelebt. Seit ein paar Jahren lebe sein Bruder mit seiner Frau und zwei
Kindern "separat". Die Schwester sei auch nicht mehr zu Hause; sie habe inzwischen
geheiratet.
Im Rekurs war behauptet worden, die Tochter habe nie bei ihrer Mutter gewohnt. Diese
habe wieder geheiratet und mit dem neuen Ehemann eine neue Familie gegründet. Um
ihre Kinder aus erster Ehe, insbesondere um Shpresa, habe sie sich nicht gekümmert.
In der Beschwerde wird ausgeführt, die Tante habe geheiratet und sei aus dem
gemeinsamen Haushalt mit der Grossmutter ausgezogen. Sie habe die Tochter des
Beschwerdeführers nicht mit in die neue Ehe nehmen können. Da es in dieser
Beziehung schon nach kurzer Zeit Probleme gegeben habe, sei die Tante zwar wieder
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zurückgekehrt, sei aber kurze Zeit später bereits wiederum eine neue Beziehung
eingegangen. Sie wohne nicht mehr im Elternhaus und auch nicht mehr in der Nähe.
Aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers ist davon auszugehen, dass die Tochter
nach seiner Scheidung in seinem Elternhaus lebte und von seiner Mutter und
anschliessend von seiner Schwester betreut wurde. Im Rekurs wurden noch weitere
Kinder aus erster Ehe erwähnt. Ob solche überhaupt existieren und wo sie allenfalls
leben, ist aus den Akten und den Angaben des Beschwerdeführers nicht ersichtlich.
Die elterliche Sorge oblag jedenfalls bis zum Jahr 2006 nicht dem Beschwerdeführer,
sondern seiner geschiedenen Ehefrau. Die Vorinstanz ging bei dieser Sachlage zu
Recht davon aus, dass der Beschwerdeführer seine Tochter nie persönlich erzogen
und betreut hat, sondern dass diese Aufgaben von der zwischenzeitlich verstorbenen
Grossmutter und der Tante wahrgenommen wurden.
Aus den vom Beschwerdeführer eingereichten Unterlagen geht zudem hervor, dass die
Tante in derselben Gemeinde, in einem nur wenige Kilometer entfernten Ort, wohnt. Ob
noch weitere Verwandte im Elternhaus des Beschwerdeführers im Dorf Muqiverc leben,
ist aufgrund der Akten und der Angaben des Beschwerdeführers nicht klar. Die Tante
kehrte jedenfalls nach dem Scheitern ihrer Ehe wieder in das Elternhaus zurück. Es ist
nicht ersichtlich, weshalb es der Tante nicht weiterhin möglich sein soll, die Nichte zu
betreuen. Im fraglichen Zeitraum war die Tochter bereits mehr als sechzehn Jahre alt
und benötigte daher keine intensive Betreuung mehr. Der Umstand, dass die Tante mit
einem anderen Mann zusammen wohnt, hindert sie jedenfalls nicht daran, eine gewisse
Aufsicht über die Nichte beizubehalten. Unter diesen Umständen ist jedenfalls eine
Notwendigkeit für eine Aenderung der Betreuungsverhältnisse nicht nachgewiesen.
2.4. Fest steht, dass der Beschwerdeführer im Jahr 1998 erstmals ein
Familiennachzugsgesuch für Shpresa gestellt hat. Er reichte jedoch die geforderten
Unterlagen nicht ein und verzichtete in der Folge darauf, am Gesuch festzuhalten. Auf
die in den Jahren 1999 und 2005 gestellten Gesuche trat das Ausländeramt nicht ein,
da der Beschwerdeführer die geforderten Unterlagen nicht einreichte. In jenen
Verfahren machte der Beschwerdeführer nie geltend, er könne aufgrund der Situation
im Herkunftsstaat die geforderten Papiere nicht beschaffen. Der Beschwerdeführer hat
die Nachzugsbegehren jeweils nicht weiter verfolgt, sobald das Ausländeramt gewisse
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zusätzliche Unterlagen einverlangte. Sein Einwand, das Beibringen der verlangten
Unterlagen sei nicht möglich gewesen bzw. er sei im Umgang mit den beizubringenden
Papieren relativ hilflos, ist nicht stichhaltig. Die Aufforderungen zur Nachreichung
gewisser Unterlagen waren verständlich, und der Beschwerdeführer hätte sie allenfalls
von einer Hilfsperson übersetzen lassen können, falls er den genauen Wortlaut nicht
verstand. Für den Nachzug der Ehefrau konnte er die geforderten Unterlagen trotz der
geltend gemachten Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Papieren jedenfalls auch
beibringen. Erst mit dem Nachzugsbegehren vom 12. Juni 2006 reichte er die
geforderten Unterlagen ein. In diesem Zeitpunkt stand die Tochter kurz vor Vollendung
des siebzehnten Altersjahres. Sie hatte damit ihre schulische Ausbildung bereits
abgeschlossen bzw. stand kurz vor dem Eintritt ins Erwerbsleben. Selbst wenn ein
bedingungsloser Anspruch auf Familiennachzug bestehen würde, müsste das kurz vor
der Volljährigkeit der Tochter gestellte Gesuch als missbräuchlich qualifiziert werden,
nachdem der Beschwerdeführer während Jahren darauf verzichtet hatte, mit seinen
Begehren jeweils auch die vom Ausländeramt geforderten Unterlagen über die
persönlichen und familiären Verhältnisse beizubringen.
2.5. Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass eine
wesentliche Aenderung der bisherigen Betreuungssituation nicht nachgewiesen ist und
überdies ein fundiertes und mit hinreichenden Belegen versehenes
Familiennachzugsbegehren erstmals eingereicht wurde, als die Tochter bereits kurz vor
Vollendung des 17. Altersjahres stand. Stichhaltige Gründe, weshalb das familiäre
Zusammenleben nicht bereits früher ernsthaft angestrebt wurde, liegen nicht vor.
Deshalb ist anzunehmen, dass das Familiennachzugsbegehren nicht in erster Linie
deshalb gestellt wurde, um die Vereinigung mit dem in der Schweiz niedergelassenen
Elternteil zu erwirken, sondern um der Tochter aus erster Ehe eine Aufenthalts- bzw.
Niederlassungsbewilligung unter Umgehung der Kontingentierungsvorschriften zu
verschaffen. Die Vorinstanz hat daher die Abweisung des Nachzugsbegehrens zu
Recht bestätigt, weshalb die Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist.
2.6. Offen bleiben kann, inwiefern die finanziellen Voraussetzungen für die Bewilligung
des Familiennachzugs gegeben sind.
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3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).