# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cbc33d74-a1b3-4331-9525-302165d5bbc4
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Kündigungsschutz / Anfechtung
Berufung gegen ein Urteil des Mietgerichtes Zürich vom 3. November 2017
(MF170004)
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Rechtsbegehren: (act. 1 S. 2)
" 1. Die Kündigung vom 13. Dezember 2016 per 31. März 2017 sei als missbräuchlich zu bezeichnen;
2. eventualiter sei das Mietverhältnis um drei Jahre, das heisst bis zum 31. März 2020 zu erstrecken unter Gewährung des  Auszugsrechts auf das Ende jeden Monats;
3. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt zu  der Beklagten."
Urteil des Mietgerichtes Zürich vom 3. November 2017: (act. 55 S. 14)
1. In Abweisung von Ziffer 1 des Rechtsbegehrens wird die Kündigung vom
13. Dezember 2016 per 31. März 2017 für wirksam und gültig erklärt.
2. In teilweiser Gutheissung von Rechtsbegehren Ziffer 2 wird das Mietverhält-
nis einmalig und definitiv erstreckt bis zum 31. Dezember 2017.
3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 2'250.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 0.00 Barauslagen
Fr. 2'250.00 Kosten total
4. Die Kosten werden zu 7/8 dem Kläger und zu 1/8 der Beklagten auferlegt
und vom Kläger unter Verrechnung seines Kostenvorschusses von
Fr. 2'250.– bezogen. Der Kläger wird für berechtigt erklärt, den Anteil der
Beklagten von dieser zu fordern.
5. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten eine reduzierte Parteientschädi-
gung von Fr. 2'500.– (inkl. MwSt.) zu bezahlen.
6./7. Mitteilungen und Rechtsmittelbelehrung.
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Berufungsanträge: (act. 56 S. 2)
"1. In Abänderung des angefochtenen Urteils sei festzustellen, dass die  vom 13. Dezember 2016 per 31. März 2017 unwirksam und ungültig ist;
2. In Abänderung des angefochtenen Urteils sei eventualiter festzustellen, dass
die Kündigung missbräuchlich ist;
3. In Abänderung des angefochtenen Urteils sei subeventualiter das Mietver-
hältnis um drei Jahre zu erstrecken, d.h. bis zum 31. März 2020, unter  des vorzeitigen Auszugsrechts auf das Ende jeden Monats, wenn dies der Beklagten mindestens einen Monat im Voraus mit  Brief mitgeteilt wird;
4. Alles unter ausgangsgemässer Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich
MwSt. zu Lasten der Beklagten."

## Considerations

Erwägungen:
I.
(Übersicht zum Sachverhalt und Prozessgeschichte)
1. Sachverhalt
1.1. Der Kläger und Berufungskläger ist Mieter (nachfolgend Mieter) und die Be-
klagte und Berufungsbeklagte ist Vermieterin (nachfolgend Vermieterin) der 1-
Zimmerwohnung Nr. ... im EG rechts an der C._-Strasse ..., ... Zürich. Der
monatliche Bruttomietzins beträgt Fr. 556.– (act. 2/2). Mietbeginn war der
15. Dezember 2001 und die Wohnung ist mit einer dreimonatigen Kündigungsfrist
kündbar auf Ende März, Juni und September (act. 20/1).
1.2. Ab Mai 2003 wurde der Mieter durch die Vermieterin mehrfach aufgefordert,
die von ihm im allgemeinen Teil des Kellers gelagerten Gegenstände zu entfernen
sowie seinen Gartensitzplatz aufzuräumen (act. 20/3; act. 20/4; act. 20/5;
act. 20/7; act. 20/9; act. 20/12; act. 20/13; act. 20/19). Mit Einschreiben vom 4. Ju-
li 2013 (act. 20/8), vom 9. Dezember 2015 (act. 20/10) und vom 15. April 2016
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(act. 20/13) teilte die Vermieterin dem Mieter mit, er sei der jeweils letzten Auffor-
derung nicht nachgekommen, weshalb ihm eine letzte Frist gesetzt werde, um
den ordnungsgemässen Zustand herzustellen, ansonsten das Mietverhältnis auf
den nächstmöglichen Termin beendet werde. Am 8. September 2016 teilte die
Vermieterin dem Mieter erneut mit, er sei den wiederholten Aufforderungen, Ord-
nung auf dem Gartensitzplatz und in der Umgebung zu halten, nicht nachgekom-
men. Sie wies ihn darauf hin, die Unterstützung beim Geriatrischen Dienst der
Stadt Zürich angefordert zu haben. Die Vermieterin hoffe, dass mit Unterstützung
der Beratungsstelle eine Lösung gefunden werden könne, ansonsten die Woh-
nung auf den nächst möglichen Termin gekündigt werde (act. 20/19). Mit Ein-
schreiben vom 9. Dezember 2016 teilte die Vermieterin dem Mieter den Aus-
schluss aus der Genossenschaft mit (act. 18/1 = act. 20/21). Anschliessend kün-
digte die Vermieterin das Mietverhältnis mit Formularanzeige vom 13. Dezember
2016 auf den 31. März 2017 (act. 20/22).
Für weitere Einzelheiten zum Schriftenwechsel zwischen den Parteien kann
auf die Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (act. 55 S. 2 ff. E. 1.1.-
1.22).
2. Prozessgeschichte
2.1. Mit Eingabe vom 22. Dezember 2016 focht der Mieter die Kündigung fristge-
recht bei der Schlichtungsbehörde Zürich an. Anlässlich der Schlichtungsverhand-
lung vom 22. Februar 2017 konnte zwischen den Parteien keine Einigung erzielt
werden, weshalb die Schlichtungsbehörde den Parteien einen Urteilsvorschlag
unterbreitete. Da der Mieter den Urteilsvorschlag ablehnte, wurde ihm mit Be-
schluss vom 10. März 2017 die Klagebewilligung erteilt (act. 4).
2.2. Am 21. April 2017 gelangte der Mieter an das Mietgericht Zürich und stellte
ein Gesuch um Gewährung der unentgeltliche Prozessführung und Rechtsverbei-
ständung durch Rechtsanwältin lic. iur. X1._ (act. 1). Das Gesuch wurde ab-
gewiesen und dem Mieter Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses angesetzt
(act. 6), welcher innert Frist einging (act. 9). Am 5. Juli 2017 wurde die Hauptver-
handlung durchgeführt, anlässlich welcher die Parteien je zwei Vorträge erstatte-
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ten und informelle Vergleichsgespräche führten (Prot. S. 4 ff.). Die Vergleichsge-
spräche wurden aussergerichtlich weitergeführt (Prot. S. 34). Mit Eingabe vom
13. Juli 2017 teilte die Rechtsvertreterin des Mieters mit, dass keine Einigung ha-
be erzielt werden können und sie den Mieter nicht mehr vertrete (act. 22). Glei-
chentags liess der Mieter dem Gericht unaufgefordert eine Eingabe mit diversen
Beilagen zukommen (act. 23 und act. 25/1-11). Zwecks Wahrung des rechtlichen
Gehörs wurden die Parteien auf den 18. Oktober 2017 vorgeladen (act. 28;
act. 34). Mit Schreiben vom 6. Oktober 2017 teilte die Vermieterin mit, auf eine
Stellungnahme zur Eingabe des Mieters zu verzichten, wenn keine weitere Ver-
handlung stattfinde (act. 36). Am 16. Oktober 2017 reichte der Mieter eine teilwei-
se verbesserte Eingabe mit Beilagen ein (act. 36; act. 44). Diese wurde mit Verfü-
gung vom 17. Oktober 2017 aus dem Recht gewiesen. Die Ladung für die Ver-
handlung vom 18. Oktober 2017 wurde abgenommen und die Sache für spruch-
reif erklärt (act. 46). Mit Eingabe vom 27. Oktober 2017 forderte der Mieter das
Gericht auf, ihm wegen seines Unvermögens einen Rechtsbeistand zu bestellen
(act. 48). Mit Verfügung und Urteil vom 3. November 2017 wurden sowohl dieses
Gesuch als auch die Klage abgewiesen (act. 51 = act. 56, fortan act. 56).
2.3. Der Entscheid wurde dem Mieter am 7. November 2017 zugestellt (act. 52).
Mit Eingabe vom 6. Dezember 2017 erhob er dagegen fristgerecht Berufung
(act. 56). Die Akten der Vorinstanz wurden beigezogen (act. 1-53). Das Verfahren
ist spruchreif. Eine Berufungsantwort (Art. 312 ZPO) ist nicht einzuholen. Der
Vermieterin ist zusammen mit dem Entscheid das Doppel von act. 56 zur Kennt-
nisnahme zuzustellen.
II.
(Rechtliche Vorbemerkungen)
1. Mit der Berufung sind erstinstanzliche Endentscheide anfechtbar (Art. 308
Abs. 1 lit. a ZPO). In vermögensrechtlichen Angelegenheiten ist die Berufung nur
zulässig, wenn der Streitwert der zuletzt aufrechterhaltenen Rechtsbegehren min-
destens Fr. 10'000.– beträgt (Art. 308 Abs. 2 ZPO). Im Anfechtungs- und Kündi-
gungsschutzverfahren bestimmt sich der Streitwert nach dem Bruttomietzins ab
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Eingang des Rechtsmittels bis zum Ablauf der dreijährigen Sperrfrist von
Art. 271a Abs. 1 lit. e OR zuzüglich der ordentlichen Kündigungsfrist (vgl. PETER
DIGGELMANN, DIKE-Komm-ZPO, Online-Stand 20. Oktober 2013, Art. 91 N 44;
BGE 119 II 147 E. 1). Wird die Kündigung – wie vorliegend – vom Mieter ange-
fochten, entspricht der Streitwert dementsprechend mindestens der dreifachen
Jahresmiete. Der Bruttojahresmietzins beträgt vorliegend Fr. 6'672.– (act. 2/2),
womit der Streitwert der Berufung ohne Weiteres gegeben ist.
2. Die Berufung ist innert der gesetzlichen Rechtsmittelfrist beim Berufungsge-
richt schriftlich und abschliessend begründet einzureichen. Mit der Berufung kann
die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes durch die Vorinstanz sowie eine un-
richtige Rechtsanwendung der Vorinstanz geltend gemacht werden (Art. 310
ZPO). Gemäss Art. 311 Abs. 1 ZPO sind die entsprechenden Beanstandungen
von der Berufung führenden Partei in der Berufungsschrift einzeln vorzutragen
und zu begründen. Zwar besteht keine eigentliche Rügepflicht, aber eine Begrün-
dungslast: Die Berufung führende Partei muss sich sachbezogen und substantiiert
mit den Entscheidgründen des erstinstanzlichen Entscheides auseinandersetzen.
Sie muss darlegen, inwiefern die Vorinstanz das Recht falsch angewendet hat
bzw. welcher Sachverhalt unrichtig festgestellt worden sein soll (vgl. zum Ganzen
etwa HUNGERBÜHLER/BUCHER, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 311 N 29-31,
N 36-39 und N 44; ZK ZPO-REETZ/THEILER, 3. Aufl. 2016, Art. 311 N 36 f.; OGer
ZH NQ110031 vom 9. August 2011 = ZR 110/2011 Nr. 80 S. 246 f.; vgl. OGer ZH
LB110049 vom 5. März 2012 E. 1.1 f., jeweils mit zahlreichen Verweisen, sowie
BGE 138 III 374, E. 4.3.1 = Pra 102 [2013] Nr. 4). Wiederholungen des bereits vor
der ersten Instanz Vorgetragenen genügen den gesetzlichen Anforderungen an
eine Begründung daher ebenso wenig wie allgemeine Kritik am angefochtenen
Entscheid bzw. an den erstinstanzlichen Erwägungen (vgl. auch BGE 138 III 374
E. 4 = Pra 102 [2013] Nr. 4). Die Begründung muss vielmehr dergestalt sein, dass
die Berufungsinstanz sie ohne weiteres verstehen kann. Dies setzt voraus, dass
die kritisierten Passagen des Entscheides wie auch die Akten, auf welche die Kri-
tik abstützt, genau bezeichnet werden (vgl. BGE 138 III 374, E. 4.3.1 = Pra 102
[2013] Nr. 4). Dies gilt auch in Verfahren, in welchen das Gericht den Sachverhalt
– wie hier (Art. 243 Abs. 2 lit. c und Art. 247 Abs. 2 lit. a ZPO) – von Amtes wegen
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festzustellen hat und trotz Rechtsanwendung von Amtes wegen (vgl. OGer ZH
LF140026 vom 13. Mai 2014, E. 5 m.w.H.). Fehlt eine hinreichende Begründung,
tritt die Berufungsinstanz insoweit auf die Berufung nicht ein. Wird von der Beru-
fung führenden Partei hingegen eine genügende Beanstandung vorgebracht, so
wendet die Berufungsinstanz das Recht von Amtes wegen an (Art. 57 ZPO) und
prüft sämtliche Mängel frei und uneingeschränkt – sie ist weder an die Argumente
der Parteien noch an die Begründung des vorinstanzlichen Entscheides gebun-
den (vgl. BGE 133 II 249 E. 1.4.1 m.w.H. sowie ZR 110/2011 Nr. 80). Neue Tat-
sachen und Beweismittel können nur noch in den Schranken von Art. 317 ZPO
vorgetragen werden, und zwar auch in Verfahren, die erstinstanzlich der Untersu-
chungsmaxime unterstehen (vgl. dazu auch BGE 138 III 625 = Pra 102 (2013)
Nr. 26). Bei der Begründung ihrer Entscheidung darf sich die Berufungsinstanz
auf die wesentlichen Überlegungen konzentrieren, von welchen sie sich hat leiten
lassen.
III.
(Zur Berufung im Einzelnen)
1. Unwirksamkeit aufgrund des genossenschaftlichen Verhältnisses
1.1. Gegenstand des Berufungsverfahrens ist die Gültigkeit der von der Vermie-
terin auf amtlich genehmigtem Formular vom 13. Dezember 2016 per 31. März
2017 ausgesprochenen ordentlichen Kündigung (act. 18/22). Dabei ist grundsätz-
lich unbestritten, dass die mietrechtlichen Frist- und Formerfordernisse eingehal-
ten wurden. Umstritten ist indes zunächst, ob eine gegenüber einem Genossen-
schaftsmitglied ausgesprochene Kündigung vor rechtskräftigem Abschluss des
Ausschlussverfahrens gültig ist.
1.2. Der Mieter brachte vorinstanzlich im Wesentlichen vor, dass eine gegenüber
einem Genossenschaftsmitglied ausgesprochene (mietrechtliche) Kündigung nur
gültig sei, wenn zuvor das genossenschaftsrechtliche Ausschlussverfahren
rechtskräftig abgeschlossen sei. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Ausnahmswei-
se könne eine Kündigung vor Abschluss des Ausschlussverfahrens ausgespro-
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chen werden, sofern die Statuten oder ein Gerichtsentscheid der Beschwerde im
Anschlussverfahren die aufschiebende Wirkung entziehen würden. Auch dies sei
vorliegend nicht der Fall (act. 55 S. 10 E. 3.2.1.).
1.3. Die Vorinstanz führte dazu zusammengefasst aus, es liege ein nicht zu-
sammengesetztes Rechtsverhältnis vor. Dies ergebe sich insbesondere aus den
Statuten der Beklagten, wo in Art. 2a festgehalten worden sei, die Vermietung er-
folge "im Allgemeinen" nur an Genossenschafter. Das bedeute, die Rechtsstel-
lung des Genossenschafters und des Mieters könne auseinanderfallen. Gegentei-
liges ergebe sich weder aus dem Mietvertrag, noch werde es seitens der Parteien
begründet geltend gemacht. Somit sei lediglich ein Grund erforderlich, der sowohl
den Ausschluss aus der Genossenschaft wie auch eine Kündigung zu rechtferti-
gen vermöge. Hingegen sei nicht erforderlich, dass das genossenschaftliche Aus-
schlussverfahren rechtskräftig abgeschlossen sei. Aus den Statuten gehe sodann
klar hervor, dass ein hängiges genossenschaftliches Ausschlussverfahren keine
aufschiebende Wirkung für das gerichtliche mietrechtliche Kündigungsschutzver-
fahren habe (act. 55 S. 12 E. 3.2.3.).
1.4.1. Dagegen wendet der Mieter zunächst ein, die Vorinstanz habe die
Formulierung in den Statuten falsch gewürdigt. Die Vorinstanz schliesse aus der
Formulierung, die Vermietung erfolge "im Allgemeinen" nur an Genossenschafter,
dass die Rechtsstellung des Genossenschafters und des Mieters auseinanderfal-
le. Diese Würdigung stelle einen Umkehrschluss der Formulierung "im Allgemei-
nen" dar. In Art. 2a werde explizit darauf Bezug genommen, es sollten den "Mit-
gliedern" moderne, freundliche und gesunde Mietwohnungen verschafft werden.
Werde nun nach dem gleichen Grundsatz mit dem Umkehrschluss argumentiert,
würde dieser Zweck den Mietern, die nicht Mitglieder in der Genossenschaft sei-
en, eben genau nicht angedacht. Die Statuten dienten aber nicht dazu, je nach
gewünschter Auslegung, die Mitglieder auszuspielen. Im vorliegenden Fall spre-
che der Zweck eindeutig die Mitglieder an und nicht anderslautende Personen.
Entsprechend liege ein zusammengesetztes Rechtsverhältnis vor (act. 56 S. 6 f.
RZ. 4).
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1.4.2. Die Wohngenossenschaft und ihre Genossenschaftsmieter sind durch
zwei Rechtsverhältnisse verbunden. Einerseits besteht das körperschaftliche Ver-
hältnis, das durch die Aufnahme der Genossenschaftsmieter in die Genossen-
schaft entsteht (Art. 839 OR). Andererseits liegt ein individuelles Schuldverhältnis
vor, das aus dem Abschluss eines Mietvertrags zwischen der Genossenschaft
und dem Genossenschaftsmieter resultiert (BGE 136 III 65 E. 2.2 S. 68 mit Hin-
weis). Die Parteien können diese beiden Rechtsverhältnisse im Rahmen ihrer
Parteiautonomie so miteinander verknüpfen, dass das eine nicht ohne das andere
fortbestehen kann. Es genügt dann eine Willenserklärung, um beide Verhältnisse
zu beenden. Eine solche Verbindung der Rechtsverhältnisse kann sich beispiels-
weise aus den Statuten der Wohnbaugenossenschaft ergeben (BGer
4A_247/2015, vom 6. Oktober 2015, E. 3.1.).
1.4.3. Die Vorinstanz stellte auf Art. 2a der Statuten ab, wonach die Vermie-
tung der Genossenschaftswohnungen "im Allgemeinen nur an Genossenschafter"
erfolgt (act. 55 S. 12 E. 3.2.3.; act. 18/26 = act. 59/3). Zu Recht leitete sie daraus
ab, die Rechtsstellung des Genossenschafters und des Mieters könne auseinan-
derfallen. Grundsätzlich steht zwar eine Vermietung an Mitglieder der Genossen-
schaft im Vordergrund, eine Vermietung an Nichtmitglieder ist aber nicht ausge-
schlossen, ansonsten auf die Worte "im Allgemeinen" verzichtet worden wäre.
Dass Genossenschafterstellung und Mieterstellung auseinanderfallen können,
zeigt sich auch daraus, dass weder der Eintritt noch der Verlust der Genossen-
schaftsmitgliedschaft an ein Mietverhältnis gebunden sind (act. 59/3 Art. 3 und
Art. 4). Der Erwerb der Anteilscheine verschafft denn auch keinen Anspruch, eine
bestimmte Wohnung mieten zu können (vgl. act. 59/3 Art. 3). Schliesslich implizie-
ren die Formulierungen in Art. 5 und Art. 7 der Statuten der Vermieterin, dass es
möglich ist, nur Genossenschafter und nicht gleichzeitig auch Mieter zu sein
(act. 59/3 Art. 5: "Wurde die Mitgliedschaft in Zusammenhang mit der Miete einer
Wohnung erworben [...]"; act. 59/3 Art. 7: "sofern ein solches [Mietverhältnis] be-
steht [...]"). Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Vor-
instanz zum Schluss kam, es liege kein zusammengesetztes Rechtsverhältnis
vor.
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Daran vermag auch der Einwand des Mieters, der Zweck der Genossen-
schaft spreche eindeutig die Mitglieder an, nichts zu ändern. Nach der gesetzli-
chen Definition hat die Genossenschaft als Hauptzweck, in gemeinsamer Selbst-
hilfe bestimmte wirtschaftliche Interessen ihrer Mitglieder zu fördern oder zu si-
chern (Art. 828 Abs. 1 OR). Der Zweck einer Genossenschaft bezieht sich damit
begriffsnotwendig auf ihre Mitglieder. Folglich ist nicht ersichtlich, was der Mieter
aus der Formulierung, "die Genossenschaft bezwecke, ihren Mitgliedern moder-
ne, freundliche und gesunde Mietwohnungen zu verschaffen", zu seinen Gunsten
ableiten will (act. 56 S. 6 RZ. 4). Insbesondere geht daraus nicht hervor, in wel-
chem Verhältnis Mietvertrag und Mitgliedschaft in der Genossenschaft zueinander
stehen.
1.5.1. Der Mieter wendet weiter ein, aus dem Schreiben vom 9. Dezember
2016 ergebe sich, dass der Ausschluss aufgrund von Verstössen gegen die
Hausordnung erfolgt sei. Ebenfalls würden die Schreiben vom 13. Juni, 5. Juli
sowie 16. August 2016 erwähnt. In dieser Korrespondenz werde dauernd von der
Kündigung des Mietverhältnisses gesprochen. Damit sei der Ausschluss unter
klarer Bezugnahme auf das Mietverhältnis erfolgt. Die Gegenpartei habe vorlie-
gend selber die Grundlage für das zusammengesetzte Rechtsverhältnis geliefert.
Entsprechend sei das gesellschaftsrechtliche Verfahren nicht rechtskräftig abge-
schlossen, weshalb die Kündigung nicht gültig sei (act. 56 S. 7 f. RZ 5).
1.5.2. Ein zusammengesetztes Rechtsverhältnis liegt vor, wenn verschiedene
Parteivereinbarungen nicht als selbstständige Verträge nebeneinander stehen,
sondern nach dem Willen der Parteien miteinander verknüpft und voneinander
abhängig sind (BGE 139 III 49 E. 3.3.). Allein der Umstand, dass neben dem Ge-
nossenschaftsverhältnis ein Mietverhältnis besteht, begründet indessen noch kei-
ne entsprechende Verknüpfung (BGE 134 III 159 E. 5.2.3.). Dazu bedarf es viel-
mehr einer spezifischen Vereinbarung der Parteien (BGE 136 III 65 E. 2.4.1, BGer
4A.247/2015, vom 6. Oktober 2015, E. 3.1.). Eine solche ergibt sich hier weder
aus den Statuten (siehe hiervor E. III. 1.4.3.) noch aus dem Mietvertrag
(act. 59/4). Es ist zutreffend, dass im Schreiben zum Ausschluss des Mieters aus
der Genossenschaft auf das Mietverhältnis Bezug genommen wird (act. 20/21).
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Der Mieter verkennt aber, dass im Stadium der Auflösung der Rechtsverhältnisse
eine gewisse Überschneidung wegen der Übereinstimmung der Ziele vorliegt.
Wer einer Wohngenossenschaft beitritt, tut dies in der Regel, um in den Genuss
einer Wohnung zu kommen, und die Genossenschaft selbst hat zum Zweck, ihren
Mitgliedern Wohnungen zur Verfügung zu stellen. Die einseitige Auflösung des
Mietvertrags durch die Wohngenossenschaft hat zur Folge, dass dem Genossen-
schaftsmieter die Nutzung der Wohnung gegen seinen Willen entzogen wird und
dadurch zumindest sein Hauptinteresse an der Mitgliedschaft in der Genossen-
schaft gegenstandslos wird. Dem wird dadurch Rechnung getragen, dass dem
Mieter grundsätzlich nicht aus einem Grund gekündigt werden kann, der nicht
auch den Ausschluss aus der Gesellschaft erlauben würde (BGE 136 III 35
E. 2.4.2. m.w.H.). Liegt folglich ein Kündigungsgrund vor, ist in der Regel gleich-
zeitig ein Ausschlusstatbestand erfüllt. Vorliegend sehen die Statuten der Vermie-
terin vor, ein Mitglied könne jederzeit ausgeschlossen werden, wenn es in irgend-
einer Weise die Interessen der Genossenschaft schädigt, gefährdet oder die
Hausordnung wiederholt verletzt (act. 59/3 Art. 7 b). Da der Ausschluss aufgrund
von Verstössen gegen die Hausordnung erfolgte, musste die Vermieterin zwangs-
läufig im Schreiben vom 9. Dezember 2016 auf das Mietverhältnis Bezug neh-
men. Daraus lässt sich jedoch nicht schliessen, es liege – gemäss übereinstim-
mender Willenserklärung – ein zusammengesetztes Rechtsverhältnis vor. Viel-
mehr ist bezeichnend, dass Mietverhältnis und Genossenschaftsverhältnis je mit
separatem Schreiben – und eben nicht mit einer einzigen Willenserklärung, wie es
bei einem zusammengesetzten Rechtsverhältnis der Fall wäre – aufgelöst wur-
den.
1.6. Im Übrigen ist ohnehin nicht ersichtlich, was der Mieter aus dem Vorliegen
eines zusammengesetzten Rechtsverhältnisses zu seinen Gunsten abzuleiten
versucht. Er behauptet, das Vorliegen eines zusammengesetzten Rechtsverhält-
nisses führe dazu, dass das gesellschaftsrechtliche Verfahren noch nicht rechts-
kräftig abgeschlossen und deshalb auch die Kündigung nicht gültig sei. Soweit er
damit geltend machen will, es bedürfe vor der Kündigung eines rechtskräftigen
Ausschlusses des Mieters aus der Genossenschaft, verkennt er, dass ein zu-
sammengesetztes Rechtsverhältnis als Einheit aufgefasst wird. Es soll verhindert
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werden, dass die einzelnen Vertragsbestandteile ein unterschiedliches rechtliches
Schicksal trifft (BGE 139 III 49, E. 3.3.). Dies hat zur Folge, dass eine einzige Wil-
lensäusserung genügen würde, um sowohl das Miet- als auch das Genossen-
schaftsverhältnis aufzulösen. Die Anfechtung der Auflösung auf dem Rechtsweg
würde dann ebenfalls in einem einzigen – und nicht in zwei aufeinander folgen-
den – Verfahren erfolgen und anschliessend würde auch nur ein Urteil ergehen
(BGE 139 III 49 E. 3.3.). Ein rechtskräftiger Ausschluss des Mieters aus der Ge-
nossenschaft vor der Kündigung ist bei einem zusammengesetzten Rechtsver-
hältnis also nicht erforderlich.
1.7. Schliesslich beanstandet der Mieter, der Sachverhalt anlässlich der Gene-
ralversammlung sei falsch festgehalten worden, was zu einem negativen Ab-
schlussergebnis beigetragen habe (act. 56 S. 6 ff. RZ 6). Der Mieter legt weder
dar, welche vorinstanzlichen Erwägungen deshalb fehlerhaft sein sollen, noch
zeigt er auf, inwiefern sich sein Einwand auf die Gültigkeit der Kündigung aus-
wirkt. Damit genügt er den Anforderungen an die Begründung einer Berufung
nicht (siehe hiervor II. 2), weshalb sich Weiterungen dazu erübrigen.
1.8. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz zu Recht davon
ausging, es liege kein zusammengesetztes Rechtsverhältnis vor. Folglich können
Miet- und Genossenschaftsverhältnis unabhängig voneinander beendet werden.
Insbesondere ist nicht erforderlich, dass das genossenschaftliche Ausschlussver-
fahren rechtskräftig abgeschlossen ist (vgl. BGE 136 III 65 E. 2.4.2.).
2. Missbräuchlichkeit der Kündigung
2.1. Die Vorinstanz hat die rechtlichen Grundlagen der Anfechtbarkeit einer or-
dentlichen Kündigung zutreffend wiedergegeben (act. 55 S. 12 E. 3.3.1.). Um
Wiederholungen zu vermeiden, kann darauf verwiesen werden. Es sei jedoch
nochmals betont, dass die ordentliche Kündigung eines unbefristeten Mietverhält-
nisses unter Einhaltung der gesetzlichen Fristen und Termine grundsätzlich jeder-
zeit möglich ist, ohne dass ein besonderer Kündigungsgrund vorliegen muss
(Art. 266a Abs. 1 OR). Anfechtbar ist eine (frist- und formgerechte) ordentliche
Kündigung daher nur, wenn sie gegen den Grundsatz von Treu und Glauben
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verstösst (Art. 271 Abs. 1 OR). Als treuwidrig gilt eine Kündigung, wenn sie ohne
objektives, ernsthaftes und schützenswertes Interesse und damit aus reiner Schi-
kane erfolgt oder Interessen der Parteien tangiert, die in einem krassen Missver-
hältnis zueinander stehen (BGE 142 III 91 E. 3.2.1. m.w.H.).
2.2. Missbräuchlichkeit aufgrund widersprüchlichen Verhaltens
2.2.1. Der Mieter brachte im vorinstanzlichen Verfahren zusammengefasst
vor, die Kündigung sei aufgrund widersprüchlichen Verhaltens der Vermieterin
unzulässig. Die Vermieterin habe ständig neue Vorwürfe erhoben, Konsequenzen
seien während neun Monaten aber keine gefolgt. Somit habe er davon ausgehen
können, seine Bemühungen, welche er zwischendurch immer wieder unternom-
men habe, hätten den Ansprüchen der Vermieterin genügt. Sein Garten sei im
Zeitpunkt der Kündigung tadellos aufgeräumt gewesen und die sich im Keller be-
findenden Gegenstände seien ordentlich gestapelt gewesen. Den Anhänger habe
er aus dem Garten genommen und an die Seitenwand der Liegenschaft gestellt.
Offenbar sei das nicht das, was sich die Vermieterin vorgestellt habe. Er habe
aber reagiert und danach seien keine weiteren Reaktionen seitens der Vermiete-
rin mehr erfolgt. Wenn dies schon zehn Jahre so gehe, unterstreiche das, dass er
nicht habe merken können, seine Bemühungen würden nicht ausreichen. Es wer-
de geschätzt, dass die Beklagte mit der Kündigung lange zugewartet habe. Wenn
aber so lange zugewartet und nichts unternommen werde, dann sei es ein treu-
widriges, missbräuchliches Verhalten, wenn plötzlich die Haltung geändert werde
(act. 55 S. 14 f. E. 3.3.2.1.).
2.2.2. Die Vorinstanz erwog dazu, es sei unbestritten geblieben, dass der
Mieter seit dem 19. Mai 2003 zehn Mal wegen Unordnung auf dem Gartensitz-
platz und wegen Gegenständen, die er im allgemeinen Teil des Kellers lagerte,
abgemahnt worden sei. Zudem habe der Mieter in seinem Schreiben an die Ver-
mieterin selber eingeräumt, auf dem Gartensitzplatz Sachen gelagert zu haben
und gleichzeitig noch eine Erklärung dafür abgegeben, weshalb er die Sachen
nicht bzw. nicht sofort entfernen könne. Er habe die Hausordnung verletzt, indem
er einen Anhänger auf seinen Gartensitzplatz gestellt habe. Diese Verletzung ha-
be in der Folge angedauert, da der Mieter der Aufforderung, den Anhänger zu
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entfernen, erst nach rund fünf Monaten nachgekommen sei. Gleich verhalte es
sich mit den anderen auf dem Gartensitzplatz gelagerten Gegenständen. Auch
bezüglich des Kellers bestreite der Mieter nicht, dort Sachen gelagert zu haben.
Dass die Vermieterin jeweils nicht sofort wieder reagiert habe, als der Mieter auch
nach Ablauf der zweiten Frist mit Kündigungsandrohung keine vollständige Ord-
nung auf dem Gartensitzplatz hergestellt habe, dürfe sich nicht zu ihren Unguns-
ten auswirken. Auch wenn teilweise lange Zeitabschnitte verstrichen seien, habe
die Vermieterin den Mieter seit 2003 insgesamt zehn Mal aufgefordert, Ordnung
auf dem Gartensitzplatz zu halten bzw. seine Gegenstände aus den allgemeinen
Kellerräumlichkeiten zu entfernen. Angesichts dessen, dass der Mieter die Haus-
ordnung wiederholt verletzt habe, sei ein missbräuchliches im Sinne eines wider-
sprüchlichen Verhaltens zu verneinen (act. 55 S. 17 ff. E. 3.3.2.2.).
2.2.3. Der Mieter räumt in der Berufungsschrift ein, es sei korrekt, dass er di-
verse Gegenstände auf dem Gartensitzplatz gelagert habe. Bis ins aktuelle Jahr
2017 ergebe sich aber, wenn überhaupt, einmal pro Jahr eine Unordentlichkeit
auf dem Balkon. Die Schreiben der Vermieterin würden zurück auf das Jahr 2003
datieren. Zwischen dem Jahr 2004 und 2010 hätten keine Probleme bestanden.
Erst im Jahr 2016 habe sich die Vermieterin wieder verstärkt damit auseinander-
gesetzt, dass sich die Liegenschaft in einem ordentlichen Zustand präsentiere
(act. 56 S. 9 RZ. 7). Der aktuelle Zustand der Liegenschaft könne kaum als or-
dentlich bezeichnet werden. Werde ihm zum Vorwurf gemacht, er störe das Bild,
dann solle aber das Bild in seiner Gesamtheit gewertet werden. Seine Handlun-
gen, welche lediglich zur vorübergehenden Beeinträchtigung des Liegenschafts-
bildes geführt hätten, seien in Anbetracht der offensichtlichen Baumängel der Lie-
genschaft als minimal zu gewichten (act. 56 S. 10 RZ. 8). Der Mieter anerkennt
damit selbst, dass sein Verhalten seit Jahren immer wieder zu Beanstandungen
führte, weil er sich nicht an die Hausordnung hielt, auch und gerade im Jahr 2016
vor der Kündigung. Insofern bleibt unerfindlich, was dem vorinstanzlichen Urteil
falsch sein soll.
Der Mieter legt auch nicht dar, was am vorinstanzlichen Urteil falsch sein
soll. Sofern er die Missbräuchlichkeit der Kündigung aufgrund widersprüchlichen
- 15 -
Verhaltens geltend machen will, fehlte jegliche Auseinandersetzung mit dem vor-
instanzlichen Entscheid. Die Vorinstanz berücksichtigte im Übrigen sowohl den
Zeitablauf als auch die Anzahl der Verstösse (act. 55 S. 19 E. 3.3.2.2.). Auf diese
Erwägungen nimmt der Mieter keinen Bezug und er verkennt, dass die Berufung
führende Partei im Einzelnen aufzuzeigen hat, welche vorinstanzlichen Erwägun-
gen angefochten werden und sich argumentativ mit den entsprechenden Erwä-
gungen auseinandersetzen und deren Fehlerhaftigkeit aufzeigen sollte (BGer
4A_382/2015 vom 4. Januar 2016, E. 11.3; BGE 142 III 413 ff. E. 2.2.1 m.w.H.).
Er kommt seiner Begründungsobliegenheit folglich nicht nach und es bleibt seine
Berufung entsprechend unbegründet.
2.3. Vorgeschobener Kündigungsgrund
2.3.1. Der Mieter machte vorinstanzlich weiter geltend, der Kündigungsgrund
der Unordnung sei nur vorgeschoben. Es sei davon auszugehen, dass die Ver-
mieterin einen Mieter habe loswerden wollen, welcher jahrelang versucht habe,
sich gegen seinen übergriffigen Nachbarn zu wehren. Er habe phasenweise hefti-
ger und weniger heftig gekämpft. Im Jahr 2016 sei er aktiv gewesen. Er habe da-
mals die Beschwerde an den Vorstand verfasst. Es sei daher nochmals deutlich
geworden, dass er ein Mieter sei, der sich wehre und sich dies nicht gefallen las-
sen wolle. Entsprechend mache es Sinn, dass im Jahr 2016 die Kündigung aus-
gesprochen worden sei (act. 55 S. 21 f. E. 3.3.4.1.).
2.3.2. Die Vorinstanz erwog zusammengefasst, der Mieter habe nicht nach-
vollziehbar dargelegt, weshalb der wahre Kündigungsgrund darin liegen solle,
dass er sich gegen den Nachbarn gewehrt habe. Zum einen sei der Nachbar of-
fenbar Ende mm.2016 verstorben. Wäre wirklich der Nachbarschaftskonflikt der
Kündigungsgrund gewesen, hätte die Vermieterin ja kein Interesse an der Auflö-
sung des Mietverhältnisses mehr gehabt und dies sofort oder anlässlich des Ge-
sprächs vom 27. Januar 2017 thematisiert. Dies habe sie aber nicht gemacht, was
gerade zeige, dass der Kündigungsgrund der wiederholten Verletzung der Haus-
ordnung der Wahrheit entspreche. Weiter ergebe sich auch aus den zahlreichen
Abmahnungen wegen der gelagerten Gegenstände auf dem Gartensitzplatz und
in den allgemeinen Kellerräumlichkeiten, dass für die Vermieterin dieses "Prob-
- 16 -
lem" im Vordergrund gestanden habe und nicht der nachbarschaftliche Konflikt.
Lediglich in einer Abmahnung vom 6. Juni 2013 sei neben den gelagerten Ge-
genständen auch der Nachbarschaftskonflikt erwähnt worden. Die Vermieterin
habe zudem viel Aufwand betrieben, um den Anliegen des Klägers bezüglich des
Nachbarschaftskonflikts gerecht zu werden. Auch aus diesem Grund erscheine es
abwegig, zu behaupten, dieser Konflikt sei der wahre Grund für die Kündigung
gewesen (act. 55 S. 22 f. E. 3.3.4.2).
2.3.3. In der Berufung macht der Mieter nun geltend, die Existenz des Nach-
barschaftsstreits werde nicht in Abrede gestellt und daher von der Vermieterin
anerkannt. Daher müsse davon ausgegangen werden, dass gezielt nach Sorg-
faltspflichtverletzungen gesucht worden sei. Immer habe der Nachbarschaftskon-
flikt den Hauptpunkt dargestellt. Die Unordnung sei kaum oder nur am Rande er-
wähnt worden. Erst nachdem der Nachbarschaftskonflikt weggefallen sei und die
Unordnung im Keller kein Problem mehr dargestellt habe, sei die Unordnung auf
dem Gartensitzplatz mit letzter Mahnung vom 8. September 2016 thematisiert
worden. Wenn die ordentliche Kündigung mit einer Begründung versehen werde,
sei das Nachschieben weiterer Gründe im Anfechtungsverfahren nur insoweit zu-
lässig, als diese die gegebene Begründung ergänzen und verdeutlichen. Die ur-
sprüngliche Begründung der Kündigung sei klar auf den Nachbarschaftskonflikt fi-
xiert gewesen, weshalb die Begründung mit der Unordnung klar unzulässig sei.
Es sei nämlich kein "Nachschieben von weiteren Gründen", sondern es seien
vielmehr komplett neue Gründe (act. 56 S. 11 RZ. 9).
2.3.4. Mit den Erwägungen der Vorinstanz setzt sich der Mieter mit seinen
Vorbringen in der Berufung erneut nicht näher auseinander. Vielmehr beschränkt
er sich auf die Wiederholung seines vorinstanzlichen Standpunkts, der Nachbar-
schaftskonflikt sei der Hauptgrund für die Kündigung gewesen. Damit kommt er
seiner Begründungsobliegenheit wieder nicht nach. Und es ist fast müssig, darauf
hinzuweisen, dass der Nachbarstreit einzig in der Abmahnung vom 6. Juni 2013
thematisiert wurde. In sämtlichen weiteren Schreiben wurde der Mieter stets
– und einzig – wegen der Unordnung im Keller und auf dem Gartensitzplatz ab-
- 17 -
gemahnt (act. 20/8; act. 20/9; act. 20/10; act. 20/12; act. 20/13; act. 20/19; so
auch in der Kündigung: act. 20/21).
Der Mieter gibt, um auch das noch zu erwähnen, die von der Vorinstanz zitierte
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Nachschieben von Kündigungsgründen
wieder. Er zitiert, ein Nachschieben von Kündigungsgründen im Anfechtungsver-
fahren sei soweit zulässig, als diese die gegebene Begründung ergänzen und
verdeutlichen (act. 56 S. 11 RZ. 9 mit Verweis auf act. 55 S. 13). Er schliesst dar-
aus, da die ursprüngliche Begründung der Nachbarschaftskonflikt gewesen sei,
sei das Nachschieben der Begründung der Unordnung klar unzulässig, denn dies
seien keine "weiteren Gründen", sondern komplett neue Gründe (act. 56 S. 11
RZ. 9). Der – anwaltlich vertretene – Mieter übersieht, dass sich die Rechtspre-
chung des Bundesgerichts auf die in der Kündigung angegebene Begründung be-
zieht. Wer eine ordentliche Kündigung begründet, ist an die in der Kündigung an-
gegebene Begründung gebunden (vgl. BGer 4A_342/2007 vom 2. November
2007 E. 2.2.1.). Vorliegend wurde in der Kündigung ausdrücklich und ausschliess-
lich die Unordnung als Begründung angeführt (act. 20/21). Von einem Nachschie-
ben dieser Begründung kann somit keine Rede sein.
2.4. Ungleichbehandlung
2.4.1. Der Mieter machte vorinstanzlich zusammengefasst geltend, es sei
auffallend, dass bei ihm unzulässigerweise andere Anforderungen an die Ord-
nung gestellt würden als bei anderen Mietern. Er verweise hierzu auf die Gärten,
welche er von seinem Küchenfenster aus sehe. Auch im Keller und in der Wasch-
küche hätten sich die Vermieter ab Gegenständen, die anderen Nachbarn gehör-
ten, nicht gestört. Auf den Bildern sei ein Migroswagen zu sehen, welcher nicht
ihm gehöre. Immer wenn etwas rumgestanden sei, soll dies automatisch ihm ge-
hört haben. Auf den Fotos des Kellers seien andere Stühle und Tücher zu sehen,
welche sich schon jahrelang dort befänden und die niemand entferne. In der
Waschküche stünden Putzutensilien herum (act. 55 S. 19 E. 3.3.3.1.).
2.4.2. Die Vorinstanz erwog dazu zusammengefasst, beim Mieter sei wegen
den gelagerten Gegenständen auf dem Gartensitzplatz und in den allgemeinen
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Kellerräumlichkeiten während rund 13 1⁄2 Jahren mit der Kündigung zugewartet
worden. Die Vermieterin habe zwischenzeitlich Zustände, wie sie in act. 20/2 fo-
tografisch dokumentiert wurden, toleriert bzw. von der Kündigung als ultima ratio
abgesehen. Es sei nicht bestritten worden, dass auf dem sechsten Foto alles
ausser dem Migroswagen dem Mieter gehört habe. Dass andere Nachbarn (auch)
bereits während Jahren Gegenstände auf ihrem Gartensitzplatz bzw. in den all-
gemeinen Kellerräumlichkeiten gelagert hätten, sei weder behauptet worden,
noch gebe es Anzeichen dafür. Auch bei den vom Mieter eingereichten Aufnah-
men würde es sich lediglich um Momentaufnahmen handeln. Die Geschäftsführe-
rin der Vermieterin habe eingeräumt, es könne vorkommen, dass wegen eines
Stuhls nicht interveniert werde, aber eigentlich alle Mieter gleich behandelt wür-
den. Dies bestätige das tolerante Verhalten, das auch dem Mieter entgegenge-
bracht worden sei. Erstens sei nicht wegen jeder Kleinigkeit interveniert worden
und zweitens gehe die Vermieterin auch bei gröberen Verletzungen gegen die
Hausordnung schonend vor, in dem mit der drastischen Massnahme einer Kündi-
gung über längere Zeit zugewartet werde (act. 55 S. 20 f. E. 3.3.3.2.).
2.4.3. In der Berufung macht der Mieter geltend, die Vermieterin messe mit
ungleichen Ellen. Es seien dem ehemaligen Nachbarn Handlungen gestattet wor-
den (Versprühen von Pestiziden), während ihm aus ähnlichen Handlungen ein
Strick gedreht werde. Es würden ihm Vorwürfe gemacht, welche für andere Miet-
parteien gar nicht erst in Frage gekommen wären. Aus Beilage 21 werde ersicht-
lich, dass auf der angrenzenden Seite ebenfalls Gegenstände gelagert worden
seien. Aus der Korrespondenz mit der Vermieterin gehe nicht hervor, dass der
ehemalige Nachbar für seinen Verstoss gegen die Hausordnung jemals abge-
mahnt worden sei. Damit werde er – der Mieter – klar ungleich und willkürlich be-
handelt. Der Kündigung mangle es an einem legitimen und nachvollziehbaren Mo-
tiv und sie basiere auf rein willkürlichen Aspekten, welche ihm nicht angelastet
werden könnten (act. 56 S. 12 RZ. 10).
Der Mieter beharrt mit diesen Vorbringen auf seinem bereits vor Vorinstanz ein-
genommenen Standpunkt, er sei im Vergleich zu anderen Mietern ungleich be-
handelt worden, zumal auch andere Mieter unzulässig Gegenstände gelagert hät-
- 19 -
ten. Mit diesem Einwand setzte sich die Vorinstanz bereits auseinander. Sie ver-
neinte – wie gesehen – eine Ungleichbehandlung im Wesentlichen damit, dass
auch dem Mieter während 13 1⁄2 Jahren erhebliche Toleranz entgegengebracht
und nicht wegen jeder Kleinigkeit interveniert worden sei. Auch bei gröberen Ver-
letzungen der Hausordnung sei gegen den Mieter schonend vorgegangen wor-
den, indem mit der drastischen Massnahme der Kündigung über längere Zeit zu-
gewartet wurde (act. 55 S. 20 E. 3.3.3.2.). Dem hält der Mieter nichts von Belang
entgegen. Damit kommt er seiner Begründungsobliegenheit erneut nicht nach und
es bleibt die Berufung wiederum entsprechend unbegründet.
3. Erstreckung
3.1. Der Mieter legt unter dem Titel "Erstreckung" auf fünf Seiten (act. 56 S. 14-
18) die Vorfälle dar, die zur Kündigung führten. Vor diesem Hintergrund weist er
darauf hin, dass bei näherer Betrachtung keine schwerwiegende Pflichtverletzung
vorliegen würde und die Zumutbarkeit der Fortsetzung des Mietverhältnisses noch
immer gegeben sei (act. 56 S. 18 RZ. 16). Soweit der Mieter damit darlegen woll-
te, die Voraussetzungen für die Erstreckung des Mietverhältnisses seien vorlie-
gend erfüllt, kann auf die Erwägungen der Vorinstanz verwiesen werden. Sie be-
jahte die Erstreckbarkeit des Mietverhältnisses mit zutreffender Begründung
(act. 55 S. 23 ff . E. 4.1.), weshalb sich Ausführungen dazu erübrigen. Wollte der
Mieter mit diesen Ausführungen anderes geltend machen, hätte er dies klar auf-
zuzeigen gehabt. Eine Berufungsbegründung muss dergestalt sein, dass die Be-
rufungsinstanz sie ohne Weiteres verstehen kann. Dies setzt voraus, dass die kri-
tisierten Passagen des Entscheides genau bezeichnet werden und deren Fehler-
haftigkeit aufgezeigt wird (vgl. BGE 138 III 374, E. 4.3.1 = Pra 102 [2013] Nr. 4).
Dies tat der Mieter nicht, womit er seiner Begründungsobliegenheit erneut nicht
nachkam.
3.2. Die Vorinstanz legte sodann die rechtlichen Grundlagen der Erstreckung
ausführlich und zutreffend dar. Darauf kann verwiesen werden (act. 55 S. 26
E. 4.2.). Es sei jedoch nochmals darauf hingewiesen, dass das erkennende Ge-
richt bei der konkreten Festlegung der Erstreckungsdauer eine Interessenabwä-
gung vornimmt. Dabei verfügt es über grosses Ermessen. Zentral ist, dass es sich
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nicht von sachfremden Überlegungen leiten lässt, wesentliche Elemente ausser
Acht lässt oder Schlussfolgerungen zieht, die zu einem Ermessensmissbrauch
führen (BGer 4C.343/2004 vom 22. Dezember 2004 E. 4.1 = MRA 3/05 S. 124).
3.3. Die Vorinstanz erwog zu den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnis-
sen des Mieters, der Umstand, dass er 69 Jahre alt sei, begründe für sich allein
noch keine Härte. Der Mieter habe einen rüstigen und fitten Eindruck gemacht,
weshalb er nicht auf eine Alterswohnung angewiesen sei. Insgesamt würden sei-
ne persönlichen Verhältnisse somit keine Härte begründen. Der Mieter verfüge
zwar über ein sehr bescheidenes Einkommen, habe aber ein beträchtliches Ver-
mögenspolster von Fr. 129'607.–. Ein gewisser Verzehr des Vermögens für die
Mietkosten sei durchaus zumutbar (act. 55 S. 27 f. E. 4.3.2.). Zur Standortgebun-
denheit führte die Vorinstanz weiter aus, es sei nicht ersichtlich, weshalb dem
Mieter lediglich aufgrund seines Alters nicht zumutbar wäre, eine Wohnung auf
dem freien Markt zu suchen. Angesichts der Praxisbewilligung durch die kantona-
le Gesundheitsdirektion sei davon auszugehen, dass der Mieter im ganzen Kan-
ton tätig sein könne. Es sei dem Kläger daher ohne Weiteres zumutbar, im gan-
zen Kantonsgebiet Wohnsitz zu nehmen. Der Mieter habe sich nicht darauf be-
schränken dürfen, geltend zu machen, dass er für einen Mietzins unter Fr. 556.–
keine Wohnung finde. Es sei zudem nicht nachvollziehbar, weshalb der Mieter
sich bei der Liste für eine Alterswohnung für eine 2- und 2.5-Zimmerwohnung
anmeldete, wohne er doch aktuell in einer 1-Zimmerwohnung. Soweit der Mieter
Suchbemühungen auf dem freien Markt getätigt habe, sei er bei der Anzahl Be-
werbungen vage geblieben und habe keinerlei Nachweise eingereicht. Durch die
fehlende Standortgebundenheit werde die Härte, die sich aufgrund der knappen
finanziellen Verhältnisse ergebe, relativiert (act. 55 S. 30 E. 4.4.3.). Hinsichtlich
der Vermieterinteressen erwog die Vorinstanz, es sei nachvollziehbar, dass die
Vermieterin einen Schlussstrich ziehen wolle. Über Jahre hinweg sei es immer
wieder zu Beanstandungen wegen Nichteinhaltens der Hausordnung gekommen.
Das Interesse der Vermieterin am Auszug des Mieters sei aber als weniger dring-
lich und nicht sehr gewichtig einzuschätzen und vermöge daher das Interesse des
Mieters an der Erstreckung nicht zu überwiegen. Daraus schloss die Vorinstanz,
- 21 -
es rechtfertige sich eine einmalige und definitive Erstreckung des Mietverhältnis-
ses um neun Monate bis und mit Ende Dezember 2017 (act. 55 S. 32 E. 4.5.3.).
3.4. Der Mieter verlangt mit der Berufung eine Erstreckung des Mietverhältnisses
bis März 2020. Er führt dazu aus, er leide unter der Situation. Müsste er seine
Wohnung per 31. Dezember 2017 verlassen, würde er mit ungewissen Stand-
punkten starten. Das Vorhaben, ihn auf die Strasse zu stellen, stehe in einem
krassen Missverhältnis zum Nutzen. Ein objektives, ernsthaftes und schützens-
wertes Interesse sei nicht ersichtlich (act. 56 S. 18 RZ. 16). Er betreue andere hilf-
lose Menschen unentgeltlich. Er setze sich für Menschen ein, die noch weniger
haben als er. Er versuche insbesondere in Syrien die christliche Minderheit zu un-
terstützen. In der Schweiz helfe er drei Rollstuhlpatienten unentgeltlich. In
D._ setze er sich als Feuerwehrveteran ein. Er sei fest verankert an seinem
Wohnort und er könne sich derzeit, trotz aller bemühten Argumente, keine andere
Wohnung leisten (act. 56 S. 18 f. RZ. 17).
Der Mieter legt damit nicht näher dar, was an den vorinstanzlichen Erwägungen
falsch sein soll. Damit kommt er seiner Begründungsobliegenheit erneut nicht
nach, zumal er insbesondere auch nicht aufzeigt, wo und inwiefern die Vorinstanz
ihr Ermessen missbraucht, sich von sachfremden Überlegungen leiten lassen
oder wesentliche Elemente ausser Acht gelassen hat. Dergleichen ist denn auch
nicht ersichtlich, weshalb die Berufung auch in diesem Punkt unbegründet ist.
3.5. Die Berufung ist somit insgesamt abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.
IV.
(Kosten- und Entschädigungsfolgen)
1. Ausgangsgemäss sind die Prozesskosten dem unterliegenden Mieter aufzu-
erlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO). Der Mieter hat hinsichtlich der Festlegung des
Streitwertes sowie der Bemessung der Gerichtsgebühr und der Parteientschädi-
gung durch die Vorinstanz keine Beanstandungen vorgebracht. Der angefochtene
Entscheid ist daher insofern zu bestätigen.
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2.1. Mit der Vorinstanz ist von einem Streitwert von Fr. 26'688.– auszugehen
(vgl. act. 55 S. 33 E. 5.2.), und die zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in An-
wendung von § 4 Abs. 1 und 2, § 7 lit. a und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf
Fr. 1'500.– festzusetzen.
2.2. Parteientschädigungen sind nicht zuzusprechen; dem Mieter nicht, weil er
unterliegt, der Vermieterin nicht mangels Umtrieben im vorliegenden Verfahren,
die es zu entschädigen gölte.