# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f248e777-34d9-4000-9466-9bbba9f38fcc
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die Ehefrau von X._, A._, meldete sich am 22. Juni 2016 per  bei der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Mittelbünden/Moesa (nachfolgend KESB Mittelbünden/Moesa) und ersuchte sie um Unterstützung betreffend ihren Ehemann. Dieser vernachlässige sich insbesondere im Bereich der Hygiene und sei aufbrausend. Sie sei mit ihren Kräften und Nerven am Ende (KESB act. 1). Im Telefonat vom 29. Juni 2016 teilte A._ der KESB Mittelbünden/Moesa mit, dass sie sich von ihrem Mann trennen wolle. Sein Zustand habe sich seit seiner Pensionierung mit 61 Jahren stetig verschlechtert, er lehne medizinische Massnahmen ab, dusche nicht mehr und habe schon mehrmals in der Küche uriniert. Zudem lebe er vollständig zurückgezogen und habe sogar den Kontakt zu seinen Kindern abgebrochen. A._ befürchtet im Weiteren, dass X._ nach ihrem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung nicht mehr in der Lage sein würde, seine Angelegenheiten selbständig zu erledigen (KESB act. 2).
B. Anlässlich eines Hausbesuchs von B._ und C._ der KESB Mittelbünden/Moesa bei X._ und seiner Ehefrau am 6. Juli 2016 erklärten diese, dass A._ seit rund 30 Jahren sämtliche finanziellen und administrativen Angelegenheiten für X._ erledige. A._ betonte nochmals, dass sie sich trennen wolle, da ein Zusammenleben sehr schwierig geworden sei. Sie vermute, dass eine Trennung im Herbst 2016 geschehen werde; auf alle Fälle sei eine solche nur noch eine Frage der Zeit (KESB act. 4). A._ forderte für ihren Mann Unterstützung in administrativen (v.a. finanziellen) Angelegenheiten sowie im Haushalt. X._ gab an, so lange als möglich zu Hause bleiben zu wollen (KESB act. 4a).
C. An seiner Anhörung vom 18. Juli 2016 zur beabsichtigten Errichtung einer Beistandschaft bestätigte X._ nochmals, dass seine Ehefrau bislang sämtliche administrative Aufgaben für ihn erledigt habe. Einkäufe und den Haushalt besorge er aber selber. Zusätzlich werde er von der D._ unterstützt; zu seinen vier Kindern bestehe kein Kontakt mehr. Gesundheitlich gehe es ihm dem Alter entsprechend gut, er sei aber schwerhörig (KESB act. 7).
D. X._ erklärte sich am gleichen Tag mit der Errichtung einer Beistandschaft in den Bereichen der Vermögensverwaltung (umfassende Vertretung sowohl bezüglich Vermögen als auch Einkommen), Wohnen, Medizin und Gesundheit, öffentliche Verwaltung sowie Versicherungen schriftlich
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einverstanden. Ebenfalls stimmte er einem Zugriffsentzug auf das zu errichtende Betriebskonto bei der E._ zu (vgl. schriftliche und unterzeichnete Einverständniserklärung vom 18. Juli 2016 in KESB act. 8).
E. Die Kollegialbehörde der KESB Mittelbünden/Moesa entschied am 10. August 2016, mitgeteilt am 18. August 2016, was folgt (act. B.1):
"1. Für X._ wird eine Beistandschaft nach Erwachsenenschutzrecht (Art. 390 ZGB) errichtet.
2. Die Beistandsperson erhält die Aufgaben und Kompetenzen, X._ im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) in den nachfolgend aufgelisteten Bereichen zu beraten, zu unterstützen und soweit nötig bei allen damit verbundenen Handlungen (Administration, Rechtsverkehr) zu vertreten:
a. Vermögensverwaltung (Art. 395 ZGB): Verwaltung des gesamten Einkommens und Vermögens (insbesondere Bestreitung der Lebenskosten, Geltendmachung von Forderungen und Leistungsansprüchen, sorgfältige Verwaltung sämtlicher verwalteter Mobilien und Immobilien, Verkehr mit Banken, Post und ähnlichen Finanzinstituten)
b. Wohnen: stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft für X._ besorgt zu sein (insbesondere Mietverhältnis, Wohnungssuche, evtl. Wohnbegleitung organisieren)
c. Medizin und Gesundheit: unter Berücksichtigung einer allfälligen Patientenverfügung für das gesundheitliche Wohl von X._ sowie für hinreichende medizinische Betreuung besorgt zu sein (insbesondere Verkehr mit Ärzten und anderem medizinischen Betreuungspersonal, Prävention), wobei das Vertretungsrecht für medizinische Massnahmen bei Urteilsunfähigkeit (Art. 378 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB) ausdrücklich ausgeschlossen ist
d. öffentliche Verwaltung: insbesondere Verkehr mit Steuerbehörden, Gemeinden, Betreibungsamt
e. Versicherungen: stets für eine ausreichende und geeignete Versicherungsdeckung und Leistungssituation besorgt zu
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sein (insbesondere Sozialversicherungen, private Versicherungen, Krankenkassen).
3. X._ wird der Zugriff auf das bei der E._ zu errichtende "Betriebskonto" entzogen (Art. 395 Abs. 3 ZGB). Die Beistandsperson wird angewiesen, das "Betriebskonto" auf den Namen von X._ zu eröffnen und der KESB die Kontodetails spätestens mit der Einreichung des Eingangsinventars mitzuteilen.
4. F._ (E._) wird zur Beiständin von X._ ernannt.
5. Die Beistandsperson wird aufgefordert, unverzüglich nach Erhalt der Ernennungsurkunde:
a. sich die zur Erfüllung der Aufgaben nötigen Kenntnisse zu verschaffen und mit X._ persönlich Kontakt aufzunehmen
b. ein Betriebskonto zu eröffnen, über das grundsätzlich sämtliche Einnahmen und Ausgaben abgewickelt werden, und die KESB zusammen mit der Einreichung des Inventars über die Eröffnung zu informieren
c. ein persönliches Konto zu eröffnen, auf das X._ regelmässig Beträge zur freien Verfügung überwiesen werden, und die KESB zusammen mit der Einreichung des Inventars über die Eröffnung zu informieren
d. in Zusammenarbeit mit der KESB im Sinne der Erwägungen per Datum dieses Entscheids ein Inventar über sämtliche zu verwaltenden Vermögenswerte aufzunehmen und dieses zusammen mit einem Budget, das über die mutmasslichen Einnahmen und Ausgaben Auskunft gibt, spätestens zwei Monate nach Erhalt der Ernennungsurkunde zur Genehmigung einzureichen.
6. Die Beistandsperson ist gehalten:
a. Der KESB alle zwei Jahre (erstmals per 31.07.2018) die Rechnung samt Belegen sowie einen schriftlichen Rechenschaftsbericht (Ausführungen über die Rechnungsführung und Vermögensentwicklung, die Lage
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von X._ und die Ausübung der Beistandschaft) und ein aktuelles Budget einzureichen.
b. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der Lebensumstände von X._ während der Rechenschaftsperiode die KESB mit einem Zwischenbericht zu informieren und allenfalls eine geeignete Anpassung oder die Aufhebung der Massnahme vorzuschlagen.
7. Die Kosten im Verfahren werden auf Fr. 1'000.-- festgesetzt und beim Verfahren belassen.

## Considerations