# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 85965e77-7cc6-4f58-992b-55f7368d689b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt:
A. X._ wurde am _1968 in O.1_ / L.1_ geboren und wuchs dort zusammen mit seinem Bruder bei den Eltern auf. In O.1_ besuchte er acht Jahre die Grund- und vier Jahre die Mittelschule und absolvierte an der Universität ein Studium als Sportlehrer, welches er im Jahre 1996 abschloss. Danach arbeitete er als Sportlehrer an verschiedenen Schulen in O.1_. Bei Beginn des L.1_krieges im Jahre 1999 musste X._ flüchten; er hielt sich danach in O.2_ / L.1_ auf. Ende 1999 kam er als Flüchtling nach O.3_ / L.2_, wo er unter anderem als Bauarbeiter bis 2004 arbeitete.
Im Jahre 2004 heiratete er A._. Die gemeinsamen Töchter kamen in den Jahren 2004 und 2008 auf die Welt. Bis zu seiner Verhaftung am 9. Februar 2012 wohnte X._ mit seiner Familie in einer Mietwohnung in O.3_ und ging Gelegenheitsjobs in O.3_, O.4_ und O.5_ nach, wofür er ca. EUR 200.00 bis 300.00 pro Monat verdiente. X._ hat kein Vermögen und Schulden in unbestimmter Höhe.
X._ weist drei Vorstrafen in L.2_ auf. Am 18. Februar 1994 wurde er zu einer bedingten Freiheitsstrafe von drei Monaten wegen Widerhandlungen gegen das L.2_ Filmgesetz verurteilt. Am 18. November 2005 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten wegen Personenflucht verurteilt. Am 10. April 2006 wurde er zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren wegen Betäubungsmittelhandel und -herstellung verurteilt. Diese Freiheitsstrafe verbüsste er vom 15. Dezember 2006 bis 12. Mai 2011 in der Strafanstalt in O.3_.
Anlässlich seiner Einvernahme vor der I. Strafkammer des Kantonsgerichts von Graubünden am 11. Februar 2014 führte X._ im Zusammenhang mit der Befragung zur Person aus, dass der Hintergrund dieser Vorstrafen ein politischer sei. Die Verurteilung wegen Rauschgiftherstellung und -distribution entspreche nicht der Wahrheit, auch wenn es so in seinem Vorstrafenregister stehen würde. Dies würde sich überprüfen lassen. Er sei aber mehrere Jahre in O.3_ im Gefängnis gewesen.
B. Am 30. April 2013 erhob die Staatsanwaltschaft Graubünden Anklage gegen X._. Der Anklageschrift vom 30. April 2013 liegt folgender Sachverhalt zu Grunde (vgl. act. E.1/17):
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"- Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB,
- mehrfacher Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB,
- versuchter Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 22 Abs. 1 StGB,
- mehrfache räuberische Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 156 Ziff. 3 StGB, Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB,
- mehrfache Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB,
- mehrfacher Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB.
Vor dem 12. Oktober 2011 fanden sich B._ und X._ mit dem Willen zusammen, inskünftig gemeinsam und arbeitsteilig in der Schweiz mehrere Raubtaten zu begehen, um sich auf diese Weise einen ihnen nicht gebührenden Vermögensvorteil zu verschaffen. Die Beschuldigten hatten abgemacht und waren sich einig, dass X._ die Opfer überwältigt und B._ die Aneignung der Vermögensgegenstände sowie die Geldbezüge mit den gestohlenen Bankkarten übernimmt. In der Regel suchte B._ die Tatorte aus. Zur Begehung der Taten führten die Beschuldigten Klebeband, Kabelbinder und Plastikschnüre sowie ein Messer mit sich. Die Beschuldigten haben ihre Opfer gefesselt, teilweise geknebelt und geschlagen und auf diese Art und Weise zum Widerstand unfähig gemacht oder von ihnen die Pincodes von Bankkarten mit der Drohung erpresst, sie bei falscher Angabe des Codes zu verletzen oder zu töten. Auf diese Weise begingen die Beschuldigten im Zeitraum 12. Oktober 2011 bis 9. Februar 2012 gemeinsam 8 Raubdelikte in den Kantonen Graubünden (4 Fälle), St. Gallen (1 Fall), Thurgau (2 Fälle) und Zürich (1 Fall). Dabei leistete jeder der beiden Beschuldigten den ihm gemäss vorgängiger Absprache zugeteilten Tatbeitrag. Der erbeutete Gesamtdeliktsbetrag beläuft sich auf CHF 31'158.94, der Sachschaden auf CHF 750.00. In den Fällen, in denen die Beschuldigten Sachschaden verursachten oder ohne Recht in fremde Räumlichkeiten eindrangen, stellten die Geschädigten Strafanträge wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs.
B._ ist geständig, an den 8 Raubdelikten beteiligt gewesen zu sein, während X._ nur hinsichtlich des Raubdelikts vom 9. Februar 2012 in O.6_ geständig ist.
Im Einzelnen verübten die Beschuldigten folgende Delikte:
1. Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB sowie Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB.
Nach gemeinsamer Entschlussfassung und in Absprache mit B._, die Mitarbeiterin im Tankstellenshop in O.8_ zu überwältigen und dort einen Diebstahl zu begehen, betrat am 19. Oktober 2011, um 21.34 Uhr, X._ ohne Recht den P._ Tankstellenshop an der _strasse in O.8_, zog sich eine Sturmmaske über das Gesicht und überwältigte die Verkäuferin Y.9_, geb. am _1962, im Eingangsbereich. Er tat dies, indem er sie mit Handschuhen bekleidet am Arm packte und von sich abdrehte, ihr dann von hinten den Mund zuhielt und sie durch den Laden in den
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Aufenthaltsraum drängte. Dort fesselte X._ Y.9_ mit dem mitgebrachten Paketklebeband die Hände gekreuzt auf den Rücken, indem er ihr das Klebeband fest um die Handgelenke wickelte. Danach drückte er sie zu Boden und fesselte ihre Füsse mit dem Klebeband zusammen, wodurch er Y.9_ zum Widerstand unfähig machte. Sechs Sekunden nach X._ betrat der ebenfalls maskierte B._ den Tankstellenshop und ging zielstrebig zum Kassabereich. B._ entwendete aus der Kasse sowie aus dem offenstehenden Kleintresor unterhalb der Registrierkasse Bargeld in Höhe von insgesamt CHF 1'795.30 und verliess damit das Geschäft. Kurz nach B._ verliess auch X._ den Tankstellenshop und liess Y.9_ gefesselt im Aufenthaltsraum zurück. Die beiden Beschuldigten hatten den Tankstellenshop einzig deshalb betreten, um den Diebstahl zu begehen. Y.9_ konnte die Fesseln nicht selber lösen. Nach ein paar Minuten betrat eine Kundin den Tankstellenshop und befreite Y.9_ von der Fesselung. X._ fügte Y.9_ eine Schürfung über der Lippe zu. B._ wusste, dass X._ die Verkäuferin mit Gewalt zum Widerstand unfähig macht und sie fesselt.
2. Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB sowie Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB.
Am Freitag, 28. Oktober 2011, ca. 20.00 Uhr, klingelten die beiden maskierten Beschuldigten an der Haustüre des abgelegenen Einfamilienhauses von Y.1_, geb. am _1952, an der _strasse in O.13_. Als Y.1_ die Tür öffnete, drängten sie ihn mit Körpergewalt ins Haus zurück und betraten ohne Recht dessen Haus. Dann drückten sie ihn zu Boden und fesselten ihm mittels Klebeband die Beine an den Fussgelenken fest zusammen. Anschliessend fesselten die Beschuldigten Y.1_ die Hände mit Klebeband hinten auf den Rücken, indem sie ihm das Klebeband mehrmals fest um die Handgelenke wickelten. Zudem stülpten sie ihm ein Stofftuch (Kissenbezug) über den Kopf. Dadurch machten die Beschuldigten Y.1_ zum Widerstand unfähig. Danach wurde Y.1_ nach Kreditkarten gefragt und einer der Beschuldigten schlug ihm mit der Faust zwei Mal auf den Kopf. Während X._ die ganze Zeit beim gefesselten Y.1_ blieb und auf ihm kniete, durchsuchte B._ das Haus nach Wertgegenständen. Im Obergeschoss des Hauses stahl B._ aus dem Schlafzimmerschrank und dem Nachttisch von Y.1_ Bargeld in Höhe von ca. CHF 10'213.65 (darunter auch US-Dollar, Canada Dollar, Euro, Real und Travellercheck), zwei Goldmünzen im Wert von ca. CHF 120.00, eine Goldkette im Wert von ca. CHF 100.00, 2 Eheringe mit Gravur im Wert von CHF 970.00, eine Armbanduhr Marke Omega im Wert von ca. CHF 200.00 sowie eine Taschenuhr der Marke TMC im Wert von ca. CHF 200.00 (Gesamtdeliktsbetrag CHF 11'803.65). Bevor die Beschuldigten das Haus verliessen, fesselten sie den bereits zum Widerstand unfähig gemachten Y.1_ zusätzlich mittels Klebeband an einen Stuhl und platzierten ihn am Ende des Hausganges, von wo aus er die Haustüre nicht sehen konnte. Ausserdem wurde ihm der Kissenbezug vom Kopf genommen, auf den Mund gelegt und mehrmals mit Klebeband umwickelt, so dass eine Atmung durch den Mund für Y.1_ nicht mehr möglich war. Anschliessend verliessen die Beschuldigten das Haus und liessen
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Y.1_ geknebelt und an den Stuhl gefesselt zurück. Die Haustüre sperrten die Beschuldigten mit dem Schlüssel von Y.1_ von aussen ab und verliessen den Tatort. Als Y.1_ hörte, dass die Haustüre abgeschlossen wurde, bekam er Panik. Durch die Knebelung und Fesselung hatte er Mühe mit der Atmung, sodass eine stark erhöhte, konkrete Erstickungsgefahr bestand. Dadurch brachten die Beschuldigten ihr Opfer in unmittelbare Lebensgefahr, was sie wussten oder zumindest in Kauf nahmen. Im Verlaufe der Nacht konnte sich Y.1_ von der Knebelung befreien. Er versuchte zudem während der ganzen Nacht, die Fesseln an Händen und Füssen zu lösen, was ihm jedoch nicht gelang. Als Y.1_ gefesselt auf dem Stuhl sass und um Hilfe rief, ging ihm durch den Kopf, dass bis Montag niemand kommen würde und er bis dann tot sein werde. Bis am Morgen gelang es Y.1_, sich mit dem Stuhl langsam in Richtung Hauseingang zu verschieben, wo er am 29. Oktober 2011, ca. 09.45 Uhr, also über 12 Stunden nach der Fesselung, von der zufällig vorbeikommenden Postbotin S._ befreit wurde. Um Y.1_ befreien zu können, musste S._ das Fenster der Eingangstüre einschlagen. Durch den Überfall erlitt Y.1_ eine Quetschung der linken Schulter, ein Druckgeschwür im Steissbeinbereich, eine leichte akute Belastungsreaktion sowie Schwellungen beider Hände und Füsse. Durch ihre Vorgehensweise fügten die Beschuldigten dem Opfer unnötige und besonders schwere Leiden in physischer und psychischer Hinsicht zu, was sie wussten oder in Kauf nahmen.
3. Räuberische Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 156 Ziff. 3 StGB, Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB.
Am 8. November 2011, ca. 18.00 Uhr, packte X._ Y.2_, geb. am _1944, auf dem Rastplatz Ost in O.9_ im Wald hinter dem Rastplatz von hinten und schlug ihn zu Boden. Anschliessend fesselten X._ und B._ Y.2_ mittels Kabelbinden die Hände auf den Rücken und banden ihm mit seinem Ledergurt die Beine zusammen. Die Kabelbinder wurden von den Beschuldigten so fest angezogen, dass Y.2_ starke Schmerzen verspürte. Anschliessend durchsuchten sie seine Kleider nach Wertgegenständen und rissen ihm dabei das Hemd auf. Aus der Hosentasche entwendeten sie seinen Autoschlüssel. Als Y.2_ bäuchlings auf dem Boden lag, drückte ihm einer der Beschuldigten immer wieder den Kopf gegen den Boden, damit er nichts sehen konnte. B._ durchsuchte dann das Fahrzeug von Y.2_, welches auf dem Parkplatz des Rastplatzes stand, und entwendete daraus die Bank- und Kreditkarten von Y.2_ sowie dessen Pass. X._ kniete auf dem Rumpf des gefesselten Y.2_. Dadurch und weil Y.2_ die Hände auf den Rücken gebunden waren, bestand eine stark erhöhte, konkrete Erstickungsgefahr, was die Beschuldigten zumindest in Kauf nahmen. In dieser Lage wurde Y.2_ gezwungen, die Pincodes seiner Bankkarten anzugeben. Als Y.2_ sich weigerte, hielt X._ ihm die Klinge eines Messers an die rechte Halsseite und brachte ihn in unmittelbare Lebensgefahr. Gleichzeitig drohte B._ ihm, dass er tot sei, wenn er die Pincodes nicht angebe. Die Beschuldigten wussten, dass eine unbedachte Bewegung des Opfers ausreichte, um Y.2_ mit dem Messer an der Halsschlagader zu verletzen. Sie nahmen somit zumindest in Kauf, dass sie Y.2_ mit
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dem Messer, welches sie ihm direkt an den Hals hielten, lebensgefährlich verletzen konnten. Nachdem Y.2_ beide Pincodes angegeben hatte, entfernte sich B._, um mit den Karten Geld abzuheben. Während B._ die Geldbezüge tätigte, blieb X._ bei Y.2_. X._ zog den gefesselten Y.2_, der bäuchlings mit aufgerissenem Hemd auf dem Boden lag, ca. 5 bis 6 Meter weiter weg in Richtung Lichtschatten des Trafohauses, damit er nicht entdeckt werden konnte. Nach einer Weile kehrte B._ auf den Rastplatz zurück. X._ entfernte sich dann von Y.2_. Durch ihre Vorgehensweise fügten X._ und B._ Y.2_ neben Schürfungen und Schwellungen an Händen und Füssen zwei Rippenbrüche, eine Nierenverletzung sowie ein Hämatom und eine Schwellung des Jochbogens zu. Mit diesen Verletzungen lag Y.2_ ca. eineinhalb Stunden mit den Händen auf den Rücken gefesselt und leicht bekleidet in Bauchlage im Wald. Er fror und hatte Todesangst. Durch ihre Vorgehensweise fügten die Beschuldigten dem Opfer unnötige und besonders schwere Leiden in physischer und psychischer Hinsicht zu, was sie wussten oder in Kauf nahmen. Nach einer Weile gelang es Y.2_, die Fussfesselung zu lösen. Durch Hilferufe wurde ein Passant auf ihn aufmerksam und benachrichtigte die Polizei.
Mit den entwendeten Bank- und Kreditkarten tätigte B._ in Absprache mit X._ am 8. November 2011 folgende Geldbezüge:
- 18.26 Uhr Bezug von CHF 1'000.00 mit der _ Karte Nr. _ beim Bankomat der Bank._ in O.19_, _strasse.
- 18.28 Uhr Bezug von CHF 629.90 mit der _ Karte Nr. _ beim Bankomat der Bank._ in O.19_, _strasse.
- 18.29 Uhr Bezug von CHF 1'000.00 mit der _ Karte Nr. _ beim Bankomat der Bank._ in O.19_, _strasse.
- 18.31 Uhr Bezug von CHF 67.49 mit der _ Karte Nr. _ beim Bankomat der Bank._ in O.19_, _strasse.
- 19.32 Uhr Bezug EUR 200.00 (CHF 255.90) mit der Masterkarte Nr. _ bei der Bank._, _strasse.
- 19.32 Uhr Bezug EUR 300.00 (CHF 383.85) mit der Masterkarte Nr. _ bei der Bank._, _strasse.
- 19.32 Uhr Bezug EUR 300.00 (CHF 383.85) mit der Masterkarte Nr. _ bei der Bank._, _strasse.
Zudem tätigte B._ 5 Bezugsversuche im Betrag von CHF 1'000.00 und EUR 1'500.00.
Auf diese Weise erwirtschafteten die Beschuldigten einen ihnen nicht gebührenden Vermögensvorteil in Höhe von CHF 2'697.39 und EUR 800.00 (CHF 1'023.60).
4. Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB, räuberische Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 156 Ziff. 3 StGB, Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB sowie Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB.
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Als Y.3_, geb. am _1941, am 24. November 2011, ca. 20.00 Uhr, auf dem Rastplatz Q._, Autobahn _, in O.7_, nach dem Verlassen der Toilettenanlage auf dem Parkplatz herumlief, gab X._ ihm ein Zeichen, dass er mit ihm mitkommen solle. Y.3_ folgte X._ in den Wald. In der Nähe des Wildschutzzaunes wurde Y.3_ von X._ überwältigt, indem er ihn am Kragen packte und ihm zwei Mal mit der Faust auf den Kopf schlug. Dann näherte sich B._ Y.3_ von hinten. Als Y.3_ um Hilfe schrie, wurde ihm von einem der Beschuldigten die Klinge eines Messers an die linke Halsseite gehalten, was zu einer unmittelbaren Lebensgefahr für Y.3_ führte, weil eine unbedachte Bewegung des Opfers ausgereicht hätte, um dieses mit dem Messer an der Halsschlagader zu verletzen. Die Beschuldigten wussten dies und nahmen zumindest in Kauf, dass sie Y.3_ mit dem Messer, welches sie ihm direkt an den Hals hielten, lebensgefährlich verletzen konnten. Anschliessend wurde Y.3_ von den Beschuldigten auf den Boden gedrückt und X._ kniete auf seinem Rücken. Mittels einer Plastikschnur fesselten die Beschuldigten Y.3_ die Hände auf den Rücken und die Beine oberhalb der Fussknöchel zusammen. Anschliessend wurde er geknebelt, indem ihm einer der Beschuldigten ein übel riechendes Stück Stoff in den Mund steckte und mit Plastikschnur festband. Derart widerstandsunfähig gemacht, stahlen die Beschuldigten Y.3_ das Portemonnaie aus der Gesässtasche, in dem sich CHF 700.00 befanden. Als Y.3_ gefesselt am Boden lag und um Hilfe schrie, wurde ihm erneut von einem der Beschuldigten auf gleiche Weise wie kurz zuvor ein Messer an den Hals gehalten. Unter der Androhung, ihn zu töten, wurde Y.3_ von den Beschuldigten gezwungen, anzugeben, wo sich seine Bankkarte befindet. Als er angab, dass die Bankkarte in seinem Fahrzeug sei, wurde ihm der Autoschlüssel entwendet und B._ durchsuchte das Fahrzeug nach Wertgegenständen und der Bankkarte. Währenddessen hielt X._ Y.3_ am Boden fest, indem er auf ihm kniete. Dadurch und weil Y.3_ die Hände auf den Rücken gebunden waren und er geknebelt war, bestand eine stark erhöhte, konkrete Erstickungsgefahr, was die Beschuldigten zumindest in Kauf nahmen. Kurze Zeit später kam B._ zum Opfer zurück und verlangte den Pincode der entwendeten Bankkarte. Y.3_ musste den Pincode drei Mal wiederholen. Die Beschuldigten drohten ihm, dass sie ihn umbringen würden, wenn er den falschen Code angebe. Danach entfernte sich zuerst B._ vom Tatort. X._ zog Handschuhe an und begann, mit den Handschuhen über den Körper von Y.3_ zu streichen, der dadurch in noch grössere Panik geriet, weil er nicht wusste, was mit ihm geschah. Schliesslich entfernte sich auch X._, und Y.3_ wurde gefesselt und geknebelt auf dem Boden liegend im Wald zurückgelassen. Es war kalt und Y.3_ dachte, dass er sterben müsse, weil ihn niemand finden würde. Durch das Alleinlassen des verletzten, gefesselten und mit einem stinkigen Gegenstand geknebelten Opfers in einer kalten Winternacht im Wald setzten die Beschuldigten Y.3_ einer erhöhten Erstickungsgefahr und somit einer unmittelbaren Lebensgefahr aus, was beide Beschuldigte wussten oder aufgrund der Umstände zumindest in Kauf nahmen. Y.3_ gelang es kurze Zeit danach, die Knebelung und Fesselung zu lösen und sich zu befreien. Die Beschuldigten fügten Y.3_ eine Unterblutung der Augenbindehaut, eine
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Rissquetschwunde an der Stirn, Fesselspuren an Händen und Füssen, eine Quetschung der rechten Schulter und mehrere Hautabschürfungen über den Schläfen- und Stirnbeinen zu. Während des Überfalls hatte Y.3_ Panik und Angst und fühlte sich den Beschuldigten vollkommen ausgeliefert. Durch ihre Vorgehensweise fügten die Beschuldigten dem Opfer unnötige und besonders schwere Leiden in physischer und psychischer Hinsicht zu, was sie wussten oder in Kauf nahmen.
Direkt nach dem Überfall bezog B._ in O.17_ bei der Bank._, _strasse, mit der entwendeten Maestro Karte Nr. _ von Y.3_ CHF 1'000.00. Aus dem Portemonnaie von Y.3_ entwendeten die Beschuldigten Bargeld in Höhe von CHF 700.00, seine Identitätskarte (CHF 70.00), seine R._ Tankkarte (CHF 30.00), seinen Führerausweis (CHF 70.00) sowie seine Maestro Karte der Bank._ (CHF 50.00) und sein Mobiltelefon Sony Ericsson (CHF 39.00). Die Beschuldigten erwirtschafteten einen ihnen nicht gebührenden Vermögensvorteil von insgesamt CHF 1'959.00. Zudem beschädigten sie bei der Überwältigung des Opfers unter Anrichtung eines Sachschadens in Höhe von CHF 400.00 die Sehbrille und das Mobiltelefon von Y.3_.
5. Versuchter Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 22 Abs. 1 StGB.
Am 11. Dezember 2011 fuhr Y.5_, geb. am _1951, mit dem Geschäftsfahrzeug Opel Combo, Kontrollschild _, auf der Autobahn _ von O.20_ herkommend in Richtung O.6_. Um ca. 22.00 Uhr hielt er auf dem Rastplatz I._ in O.14_ an, um die Toilette aufzusuchen. Beim Verlassen der Toilette schlug X._ Y.5_ derart fest zu Boden, so dass Y.5_ das Bewusstsein verlor. Als Y.5_ wieder zu sich kam, befand er sich im ca. 100 Meter entfernten Unterholz des Rastplatzes. Die Beschuldigten stülpten ihm eine Kappe über das Gesicht und zogen diese bis unter das Kinn, so dass Y.5_ nur schwer atmen konnte. Zudem fesselten sie ihn an Händen und Füssen mittels Klebeband und machten ihn dadurch zum Widerstand unfähig in der Absicht, ihn zu bestehlen. Danach forderte X._ Y.5_ in gebrochenem Englisch auf, sein Portemonnaie und die Bankkarten herauszugeben, und durchsuchte ihn nach Wertgegenständen. B._ suchte das Fahrzeug von Y.5_ nach Wertgegenständen ab. Als Y.5_ um Hilfe schrie, erhielt er von X._ zwei bis drei Schläge gegen die Rippen. Weil Y.5_ keine Wertgegenstände bei sich oder im Auto hatte, entfernten sich die Beschuldigten. Der Fahrzeugschlüssel wurde Y.5_ wieder in die Jackentasche zurückgelegt und die Kappe von seinem Gesicht entfernt. Y.5_ wurde gefesselt im Wald des Rastplatzes zurückgelassen. Die Beschuldigten hatten die Fesselung so fest angebracht, dass Y.5_ sie nicht selber lösen konnte. Y.5_ hatte Angst und Panik und fror wegen der Kälte. Nach einer gewissen Zeit gelang es ihm, aufzustehen und mit kleinen Schritten auf den Parkplatz zu laufen. Dort wurde er nach einer Weile von einem Passanten gefunden und von den Fesseln befreit. Die Beschuldigten fügten Y.5_ durch den Überfall eine beidseitige Rippenkontusion, eine beidseitige Flankenkontusion, Prellungen über der Nase und im
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Mittelgesicht links, Fesselspuren an Händen und Beinen sowie eine Kontusion des rechten Grundhandgelenkes zu.
6. Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB, räuberische Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 156 Ziff. 3 StGB, Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB sowie Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB.
Am 14. Dezember 2011, um 08.40 Uhr, wurde Y.6_, geb. am _1938, beim Verlassen ihres Einfamilienhauses an der _strasse in O.10_ von X._ und B._ an der Haustüre überrascht und von X._ mit Körpergewalt ins Haus zurückgedrängt. Dann betraten X._ und B._ ohne Recht das Haus von Y.6_. X._ drängte Y.6_ in die Küche auf einen Stuhl, stülpte ihr eine schwarze Wollmütze über den Kopf und zog ihr diese bis unter die Augen, so dass Y.6_ nichts mehr sehen konnte. Anschliessend fesselte er mittels mitgebrachten Klebebands ihre Arme auf den Rücken und die Beine und den Oberkörper an den Stuhl und machte sie dadurch zum Widerstand unfähig. Gleichzeitig fragte X._ nach Geld und Kreditkarten. Er zwang Y.6_ sodann anzugeben, wo sich die Kreditkarten befanden und die entsprechenden Pincodes bekanntzugeben. Danach nahm X._ eine Stoffserviette vom Esstisch und knebelte Y.6_, obwohl sie bereits durch die Fesselung widerstandsunfähig war. Für die Knebelung legte X._ ihr die Serviette auf den Mund und befestigte sie mit Klebeband. Dazu band er das Klebeband mehrmals rings um den Kopf von Y.6_. Bevor er die Knebelung machte, gab er Y.6_ auf ihren Wunsch hin ein Glas Wasser. Obwohl sie ihn anflehte, sie nicht zu knebeln, führte X._ die Knebelung aus. Während X._ das Opfer fesselte und knebelte, durchsuchte B._ das Haus nach Wertgegenständen und Kreditkarten. Bevor die Beschuldigten das Haus durch den Haupteingang verliessen, nahm X._ dem Opfer die Wollmütze weg und warf ihr ein rotes Tuch über den Kopf. Zudem drohte X._ Y.6_, dass sie zurückkommen würden, wenn die Pincodes nicht stimmten. Y.6_ wurde am Stuhl gefesselt und geknebelt, mit einem Tuch über dem Kopf in der Küche zurückgelassen. Nach ca. einer Viertelstunde gelang es ihr, mit dem Stuhl bis zur Tür zu rutschen, diese zu öffnen und um Hilfe zu rufen. B._ wusste, dass X._ das Opfer mit Gewalt zum Widerstand unfähig macht, indem er sie fesselt und knebelt. Durch ihre Vorgehensweise fügten die Beschuldigten dem Opfer unnötige und besonders schwere Leiden in physischer und psychischer Hinsicht zu, was sie wussten oder in Kauf nahmen.
Die Beschuldigten entwendeten aus dem Haus von Y.6_ Bargeld in Höhe von CHF 1'720.00, 4 Bank- und Kreditkarten (CHF 200.00), 3 Goldmünzen (CHF 900.00) und ein Mobiltelefon (CHF 100.00). Mit den entwendeten Kreditkarten machte B._ gleichentags zwischen 09.05 Uhr und 09.44 Uhr folgende Bezüge:
- Um 09.05 Uhr wurden mit der _ Maestro Karte Nr. _ beim Bankomat der Bank._ in O.10_, _strasse, CHF 1'000.00 bezogen.
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- Um 09.18 Uhr wurden mit der CS Maestro Karte Nr. _beim _ Bankomat in O.21_, _strasse, CHF 1'000.00 bezogen.
- Um 09.19 Uhr wurden mit der CS Maestro Karte Nr. _beim _ Bankomat in O.21_, _strasse, CHF 1'000.00 bezogen.
- Um 09.20 Uhr wurden mit der CS Maestro Karte Nr. _beim _ Bankomat in O.21_, _strasse, CHF 3'000.00 bezogen.
- Um 09.25 Uhr wurden mit der _ Maestro Karte Nr. _ beim Bankomat der Bank._ in O.21_, _strasse, CHF 1'000.00 bezogen.
- Um 09.31 Uhr wurden mit der _ Maestro Karte Nr. _ beim Bankomat der Bank._ in O.22_, _strasse, CHF 500.00 bezogen.
- Um 09.34 Uhr wurden mit der PostFinanceCard Nr. _ beim Bankomat der Bank._ in O.22_, _strasse, CHF 350.00 bezogen.
Zudem tätigte B._ 7 Bezugsversuche im Betrag von CHF 1'750.00 und EUR 1'700.00.
Auf diese Weise erwirtschafteten die Beschuldigten einen ihnen nicht gebührenden Vermögensvorteil von insgesamt CHF 10'770.00.
7. Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB.
Am Abend des 24. Dezember 2011 lenkte Y.8_, geb. am _1959, seinen Personenwagen VW Polo, Kontrollschild _, von O.23_ herkommend auf der A1 Richtung O.24_. Ca. um 19.00 Uhr fuhr er in O.11_ auf den Rastplatz "K._". Als Y.8_ auf dem Rastplatz herumlief, packte X._ ihn auf einmal von hinten, hielt ihm mit einer Hand den Mund zu und zog ihn mit grosser Körperkraft zurück. Danach drohte X._, dass etwas passieren werde, falls Y.8_ schreie. Zudem forderte X._ unter Todesdrohung das Mobiltelefon und Kreditkarten von Y.8_. Dann kam B._ hinzu und forderte ihn auf, die Autoschlüssel herauszugeben. Anschliessend wickelte X._ Y.8_ durchsichtiges Klebeband mehrmals um den Mund, so dass er nicht mehr sprechen konnte. Y.8_ musste die Arme nahe am Körper halten und X._ fesselte ihn, indem er ihm mehrmals Klebeband fest um die Brust wickelte, so dass Y.8_ die Arme nicht mehr bewegen konnte. Dadurch machte X._ Y.8_ zum Widerstand unfähig. Danach fasste X._ die Hände von Y.8_, drückte sie und hob sie fest an. In dieser Position wurde Y.8_ von X._ vom Parkplatz weg ins ca. 50 Meter entfernte Unterholz des Rastplatzes geführt, wo er von X._ auf den Boden in die Hocke gedrückt wurde und ihm die Hände mit Klebeband auf den Rücken zusammengebunden wurden. X._ fesselte Y.8_ weiter, indem er ihm das Klebeband mehrmals fest um die Beine band. Während X._ das Opfer in den Wald führte und fesselte, durchsuchte B._ das Fahrzeug von Y.8_ nach
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Wertgegenständen. Als beim Fahrzeug von Y.8_ der Alarm ausbrach, lief B._ in das Gebüsch zurück und steckte Y.8_ den Autoschlüssel wieder in die Jackentasche. Weil B._ im Fahrzeug von Y.8_ keine Wertgegenstände finden konnte, durchsuchte X._ Y.8_ nach Wertgegenständen und entwendete dem aufgrund der Fesselung und Knebelung zum Widerstand unfähig gemachten Y.8_ seine Armbanduhr der Marke Fossil (Wert CHF 180.00). Er bedrohte ihn erneut und sagte, dass er fünf Minuten warten müsse, sonst passiere etwas. Y.8_ hatte grosse Angst und war in Panik, weil er dachte, dass die Täter ihn umbringen würden. Anschliessend liessen die Beschuldigten Y.8_ gefesselt und geknebelt im Gebüsch zurück und entfernten sich vom Rastplatz "K._". Y.8_ gelang es, die Fussfesseln zu lösen und sich zum Parkplatz zu bewegen, wo er von einer Passantin gefunden wurde und anschliessend durch die herbeigerufenen Polizisten von den übrigen Fesseln und der Knebelung befreit wurde. Durch ihre Vorgehensweise fügten die Beschuldigten dem Opfer unnötige und besonders schwere Leiden in physischer und psychischer Hinsicht zu, was sie wussten oder in Kauf nahmen.
8. Raub gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB, räuberische Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 156 Ziff. 3 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB, Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB sowie Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB.
Am 9. Februar 2012, ca. 12.00 Uhr, räumte die Verkäuferin Y.4_, geb. am _1971, vor dem Geschäft N._ Forst und Garten an der _strasse in O.6_ die Auslagen in das Verkaufslokal. Die beiden Beschuldigten vereinbarten, dass X._ zuerst die Verkäuferin überwältigen und B._, der draussen ca. 10 Meter neben dem Geschäft wartete, eine Minute nach X._ das Geschäft betreten würde, um das Geld aus der Kasse zu entwenden. Als Y.4_ mit dem Palettenroller die Palette mit den Schneeschaufeln ins Verkaufslokal fuhr, packte X._ sie dort von hinten, hielt ihr den Mund zu und drückte ihr den Kopf nach unten, so dass Y.4_ einen lauten Knacks im Genick verspürte. Dann zog er ihr eine Kappe über das Gesicht bis zum Kinn und drängte sie durch das Verkaufslokal in den Abstellraum im hinteren Bereich des Geschäfts. Dort musste Y.4_ auf dem Boden knien. Durch die Kappe konnte Y.4_ nichts sehen und sie hatte Mühe mit der Atmung. X._ fesselte ihr die Arme mittels Klebeband auf den Rücken. Dann riss er sie im Zimmer herum, so dass sie sich den Kopf an der Wand anschlug. Danach fixierte er sie mit seinen Knien auf ihren Oberschenkeln und fesselte mit durchsichtigem Klebeband die Beine auf Höhe der Fussgelenke fest zusammen. Anschliessend fesselte er auch ihre Oberschenkel zusammen. Dadurch machte X._ Y.4_ zum Widerstand unfähig. Y.4_ hatte Panik. Als sie gefesselt und mit der Kappe über dem Gesicht am Boden sass und den Kopf nach unten hielt, schlug X._ ihr immer wieder auf den Kopf, weil sie wimmerte und weinte. Unter Todesdrohung wurde sie von X._ nach Bargeld und Kreditkarten gefragt. X._ stahl daraufhin Bargeld in Höhe von CHF 140.00 und zwei Kreditkarten (Wert je CHF 50.00) aus der Handtasche von Y.4_. Danach zwang er sie, die Pincodes anzugeben. Er drohte ihr, zurückzukommen und sie umzubringen,
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wenn sie ihm die falschen Pincodes angeben würde oder kein Geld auf dem Konto sei. Y.4_ gab ihm die Pincodes der Bank._karte und der Tiroler Hypobankkarte an, musste diese jedoch mehrmals wiederholen, weil X._ sie nicht verstand. X._ fragte Y.4_ nach weiteren Kreditkarten, insbesondere auch nach Geschäftskreditkarten. Als Y.4_ erklärte, dass sie nicht die Geschäftsführerin, sondern nur die Verkäuferin sei, nahm X._ ihren Schal, steckte ihr diesen in den Mund, nahm die Enden nach hinten, überkreuzte diese und zog den Schal vorne beim Hals an. Dadurch bestand für Y.4_ eine stark erhöhte, konkrete Erstickungsgefahr, was X._ wusste oder in Kauf nahm. Y.4_ hatte nämlich das Gefühl, sich übergeben zu müssen und versuchte zu husten. Dann wurde ihr schwarz vor den Augen und sie sackte zusammen. X._ merkte, dass Y.4_ zusammensackte, öffnete deshalb den Schal ein wenig und band ihn vorne am Mund zusammen. Zudem drückte er ihr mehrmals den Kopf nach unten und forderte sie auf, den Kopf unten zu halten. Bevor er den Abstellraum verliess und die Schiebetür schloss, zog er ihr die Kappe aus und warf eine schwere Winter-Lederjacke über sie. Y.4_ wurde gefesselt, geknebelt und mit einer schweren Winter-Lederjacke über dem Kopf auf dem Boden sitzend im Abstellraum zurückgelassen. Durch die Knebelung und die Lederjacke über dem Kopf hatte sie Mühe mit der Atmung. Zudem befand sie sich in einem Panikzustand und hatte Todesangst, weil X._ ihr drohte, dass er zurückkomme und sie umbringe. Durch sein Verhalten setzte X._ Y.4_ einer erhöhten Erstickungsgefahr aus und brachte sie in unmittelbare Lebensgefahr, was von X._ und B._, der wusste, dass sein Mittäter das Opfer fesseln und knebeln würde, zumindest in Kauf genommen wurde.
Wie vereinbart, betrat B._ ca. eine Minute nach X._ das Geschäft und brach unter Anrichtung eines Sachschadens in Höhe von CHF 350.00 mit einem Sägeschwert einer Motorsäge die Kasse auf und entwendete daraus Bargeld in Höhe von insgesamt CHF 490.00. Danach verliess zuerst B._ das Geschäft und kurz darauf X._, der die Ladentür abschloss. Als Y.4_ hörte, dass die Geschäftstür mit dem Schlüssel geschlossen wurde, bekam sie Panik. Zudem hatte sie Atemnot und ihr war sehr heiss unter der Jacke. Y.4_ gelang es in der Folge, die Knebelung zu lösen, mit den Füssen die Schiebetür des Aufenthaltsraumes zu öffnen und bis zur Ladentür zu kriechen. Da die Ladentür geschlossen war, musste Y.4_ die Schaufensterscheibe mit den Füssen einschlagen. Dadurch wurden Passanten auf sie aufmerksam und konnten sie von den Fesseln befreien. Durch ihre Vorgehensweise fügten die Beschuldigten dem Opfer unnötige und besonders schwere Leiden in physischer und psychischer Hinsicht zu, was sie wussten oder in Kauf nahmen.
Mit den von X._ aus dem Portemonnaie von Y.4_ entwendeten Tiroler Hypobankkarte versuchte B._ gleichentags um 12.14 Uhr beim Aussenbankomaten der Bank._ an der _strasse in O.6_ einen Geldbezug von CHF 1'000.00 zu tätigen. Weil der Maximalbetrag der Karte CHF 500.00 betrug, gab B._ diesen Betrag ein. Da dieser Betrag nicht ausbezahlt werden konnte, wurde die Auszahlung von CHF 200.00 vorgeschlagen und
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B._ erhielt diesen Betrag. Um 12.16 Uhr führte B._ die Karte erneut ein. Weil er drei Mal den falschen Pincode eingab, wurde die Transaktion um 12.17 Uhr abgebrochen. Während B._ die Geldbezüge bzw. Bezugsversuche tätigte, wartete X._ auf dem dortigen Parkplatz im Fahrzeug auf B._. Insgesamt erwirtschafteten die Beschuldigten einen ihnen nicht gebührenden Vermögensvorteil von CHF 930.00 (CHF 140.00 Bargeld aus dem Portemonnaie Koch, CHF 490.00 Bargeld aus Registrierkasse, 2 Maestro-Karten à CHF 50.00, CHF 200.00 Bezug Bankomat)."
C. Gegen die beiden Beschuldigten wurden gemäss Anklageschrift vom 30. April 2013 folgende Zwangsmassnahmen im Sinne von Art. 326 Abs. 1 lit. b StPO angeordnet (vgl. act. E.1/17):
"X._:
- Vorläufige Festnahme und Untersuchungs- sowie Sicherheitshaft (seit 9. Februar 2012), Dossier 5
- Beschlagnahme gemäss nachstehender Ziff. 2
B._:
- Vorläufige Festnahme und Untersuchungshaft sowie vorzeitiger Strafvollzug (seit 9. Februar 2012), Dossier 3
- Beschlagnahme gemäss nachstehender Ziff. 2"
Gestützt auf Art. 326 Abs. 1 lit. c StPO wurden folgende Gegenstände und Vermögenswerte beschlagnahmt:
"Beide Beschuldigte:
div. Quittungen, div. Notizzettel, div. Visitenkarten, 1 Fahrzeugschlüssel VW, 1 Mütze, 1 Paar Handschuhe, 1 Paar Schuhe, 1 Küchenmesser, 1 Metallrohr, 1 Geissfuss, 1 Sonnenbrille, div. Jacken, 1 Filzstift, 1 Gilet (Dossier 22, act. 12)
X._:
4 Mobiltelefone, 4 Rollen Paketklebeband, 2 Paar Skihandschuhe (Dossier 6, act. 1 S. 15)"
D. Die Geschädigten machten im Rahmen der Strafuntersuchung folgende Zivilklagen geltend, welche teilweise betragsmässig beziffert, angepasst oder zurückgezogen wurden (vgl. act. E.1/17 und angefochtenes Urteil, S. 18 f.). Ausser in einem Fall richteten sich die Forderungen jeweils gegen beide Beschuldigte.
- Y.1_: Schadenersatz im Sinne eines Teilanspruchs Fr. 7'747.80 nebst Zins von 5% seit 29. Oktober 2011, unter ausdrücklichem Vorbehalt des
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Nachklagerechts; Genugtuung von mindestens Fr. 12'000.00 nebst Zins von 5% seit 29. Oktober 2011; ausseramtliche Entschädigung: Fr. 2'012.50.
- Y.2_: Betrag vor der Vorinstanz mit Fr. 864.00 beziffert.
- Y.3_: Schadenersatz und Genugtuung Fr. 1'000.00. Vor der Vorinstanz wurde erklärt, dass die Fr. 1'000.00 eine Genugtuungsforderung darstellen würden, nachdem die Versicherung den Selbstbehalt von Fr. 200.00 bezahlt habe.
- Y.5_: Betrag nicht beziffert; gemäss Aktennotiz der Staatsanwaltschaft Graubünden teilte Y.5_ telefonisch mit, dass er auf die Geltendmachung einer Schadenersatz- und Genugtuungsforderung verzichte.
- Y.6_: Betrag nicht beziffert; in einem Schreiben vom 18. Februar 2013 an die Staatsanwaltschaft Graubünden erklärte sie sinngemäss den Verzicht auf die Geltendmachung einer Forderung.
- Y.4_: unter ausdrücklichem Nachklagevorbehalt Schadenersatz Fr. 1'065.00 gegenüber beiden Beschuldigten; diese Forderung wurde gemäss Schreiben vom 5. August 2013 auf Fr. 651.00 reduziert; weiter wurde – und dies allein gegenüber X._ – eine Genugtuung von Fr. 4'000.00 gefordert; ausseramtliche Entschädigung: Fr. 5'659.90.
- Y.7_: Betrag vor der Vorinstanz nicht beziffert.
E. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Landquart fand am 14. August 2013 statt. Die Schlussanträge der Parteien lauteten wie folgt:
Anträge Staatsanwaltschaft Graubünden (vgl. act. E.1/9):
"1. Die Beschuldigten seien schuldig zu sprechen
- des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB,
- des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB,
- des versuchten Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 22 Abs. 1 StGB,
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- der mehrfachen räuberischen Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 156 Ziff. 3 StGB, Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB,
- der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB,
- des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB.
2. Dafür sei X._ mit einer Freiheitsstrafe von 13 Jahren, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- und Sicherheitshaft, zu bestrafen.
3. Dafür sei B._ mit einer Freiheitsstrafe von 11 Jahren, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- und Sicherheitshaft, zu bestrafen.
4. X._ sei gestützt auf Art. 231 Abs. 1 lit. a StPO in Sicherheitshaft zu behalten.
5. a) Die Beschlagnahme der bei X._ sichergestellten 4 Mobiltelefone, das Klebeband und die Handschuhe, sei nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens aufzuheben.
b) Die übrigen in der Anklageschrift aufgeführten beschlagnahmten Gegenstände seien gestützt auf Art. 68 StGB einzuziehen.
6. Kostenfolge sei die gesetzliche."
. Anträge Privatkläger:
(siehe vorstehende Lit. D.)
Anträge beschuldigte Personen:
X._ (sinngemässe Wiedergabe der Anträge; vgl. act. E.1/11):
"1. Es sei X._ für den Raub vom 9. Februar 2012 allerhöchstens mit einer Freiheitsstrafe von einem Jahr zu bestrafen, dies unter Gewährung des bedingten Strafvollzuges.
2. Die Zivilforderung von Y.4_ wird grundsätzlich anerkannt; die Höhe der Genugtuungssumme ist vom Gericht festzulegen.
3. Kostenauferlegung, wenn überhaupt, höchstens 1/10 zu Lasten von X._ und Zugrundelegung eines Stundenansatzes von CHF 250.00 für die amtliche Verteidigung."
B._ (vgl. act. E.1/10):
"1. Der Angeschuldigte sei für die von ihm eingestandene Beteiligung an den 8 Raubüberfällen angemessen mit nicht mehr als 5 Jahren Freiheitsstrafe zu bestrafen.
2. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Beschuldigte die gegen ihn gerichteten und bis heute bezifferten Schadenersatz- und Genugtuungsforderungen anerkennt.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
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F. Gegen das am 15. August 2013 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete und am 19. August 2013 im Dispositiv mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Landquart meldeten sowohl B._ als auch X._ mit Eingaben vom 16. und 21./22. August 2013 Berufung an (vgl. act. E.1/1 und 2), woraufhin das Bezirksgericht Landquart den Parteien am 8. November 2013 das schriftlich begründete Urteil mitteilte (vgl. act. E.1/6). Darin erkannte es wie folgt:
"1. X._ ist schuldig
- des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB,
- des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB,
- des versuchten Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 22 Abs. 1 StGB,
- der mehrfachen räuberischen Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 156 Ziff. 3 StGB, Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB,
- der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB,
- des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB.
2. Dafür wird X._ unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungs- und Sicherheitshaft (554 Tage, bis und mit 15. August 2013) mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 13 Jahren bestraft.
3. B._ ist schuldig
- des Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB,
- des mehrfachen Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB,
- des versuchten Raubes gemäss Art. 140 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Verbindung mit Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 22 Abs. 1 StGB,
- der mehrfachen räuberischen Erpressung gemäss Art. 156 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 156 Ziff. 3 StGB, Art. 140 Ziff. 3 Abs. 2 StGB und Art. 140 Ziff. 4 StGB,
- der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB,
- des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB.
4. Dafür wird B._ unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft (270 Tage) mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 11 Jahren bestraft.
5. Angesichts der Verurteilung zu einer längeren unbedingten Freiheitsstrafe in Verbindung mit einer offensichtlich bestehenden
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Fluchtgefahr wird X._ bis zum definitiven Antritt der zu verbüssenden Strafe, längstens aber für die Dauer von sechs Monaten, in Sicherheitshaft behalten (vgl. Art. 231 Abs. 1 lit. a StPO). Vorbehalten bleibt eine Verlängerung der Sicherheitshaft durch die zuständige Instanz. Da sich B._ bereits im vorzeitigen Strafvollzug befindet, kann bei ihm auf die Anordnung von Sicherheitshaft verzichtet werden.
6. a) Die Beschlagnahme der bei X._ sichergestellten 4 Mobiltelefone, der 4 Rollen Paketklebeband und der 2 Paar Skihandschuhe wird nach rechtskräftigem Abschluss des Verfahrens aufgehoben.
b) Die beschlagnahmten div. Quittungen, div. Notizzettel, div. Visitenkarten, 1 Fahrzeugschlüssel VW, 1 Paar Handschuhe, 1 Paar Schuhe, 1 Küchenmesser, 1 Metallrohr, 1 Geissfuss, 1 Gabelschlüssel, 1 Sonnenbrille, div. Jacken, 1 Filzstift und 1 Gilet werden gerichtlich eingezogen.
7. Die adhäsionsweise geltend gemachten Zivilforderungen werden wie folgt gutgeheissen:
a) X._ und B._ werden unter solidarischer Haftung gerichtlich verpflichtet, Y.1_ Schadenersatz im Umfang von CHF 1'477.80 nebst Zins von 5% seit 29. Oktober 2011 und eine Genugtuungssumme von CHF 8'000.-- nebst Zins von 5% seit 29. Oktober 2011 zu bezahlen. Das beantragte Nachklagerecht im Sinne von Art. 46 Abs. 2 OR bleibt ausdrücklich vorbehalten.
Weiter werden sie unter solidarischer Haftung gerichtlich verpflichtet, Y.1_ eine ausseramtliche Entschädigung in Höhe von CHF 2'012.50 zu bezahlen.
Da B._ die gesamte Forderung von Y.1_ anerkannt hat, wird er weiter verpflichtet, dem Geschädigten Schadenersatz in Höhe von CHF 6'270.-- (Differenz zur geltend gemachten Schadenersatzsumme von CHF 7'747.80) nebst Zins von 5% seit 29. Oktober 2011 sowie eine Genugtuungssumme von CHF 4'000.--(Differenz zur geltend gemachten Genugtuungssumme von CHF 12'000.--) nebst Zins von 5% seit 29. Oktober 2011 zu bezahlen.
b) X._ und B._ (dieser hat die Forderung anerkannt) werden unter solidarischer Haftung gerichtlich verpflichtet, Y.2_ Schadenersatz in Höhe von CHF 864.-- zu bezahlen.
c) X._ und B._ (dieser hat die Forderung anerkannt) werden unter solidarischer Haftung gerichtlich verpflichtet, Y.3_ eine Genugtuungssumme von CHF 1'000.-- zu bezahlen.
d) X._ und B._ (beide haben diese Forderung anerkannt) werden unter solidarischer Haftung gerichtlich verpflichtet, Y.4_ Schadenersatz in Höhe von CHF 651.-- zu bezahlen. Das von B._ nicht anerkannte Nachklagerecht bleibt ausdrücklich vorbehalten.
X._, welcher die Bezahlung einer vom Gericht festzulegenden Genugtuungssumme anerkannt hat, wird gerichtlich verpflichtet, Y.4_ eine Genugtuungssumme von CHF 4'000.-- zu leisten.
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Beide Verurteilten werden zudem gerichtlich verpflichtet, Y.4_ unter solidarischer Haftung eine ausseramtliche Entschädigung in Höhe von CHF 5'659.90 auszurichten.
e) Im Übrigen werden die adhäsionsweise geltend gemachten Zivilforderungen, soweit sie die vorstehend zugesprochenen oder anerkannten Beträge übersteigen, inklusive den weiteren geltend gemachten Zivilforderungen (Y.5_, Y.6_ und Y.7_) gestützt auf Art. 126 Abs. 2 StPO auf den Zivilweg verwiesen, soweit sie nicht zurückgezogen wurden. Sollte X._ auf dem Zivilweg zur Bezahlung weitergehender als der vorstehend zu seinen Lasten zugesprochenen Beträge verpflichtet werden, besteht eine solidarische Haftung mit B._ bis zu jenem Betrag, welchen B._ vor Schranken anerkannt hat bzw. bis zu dessen Bezahlung er vorstehend verpflichtet wurde.
8. a) Die Verfahrenskosten bezüglich X._, bestehend aus:
- der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 10'325.00 - den Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 53'063.55
- den Kosten gemäss Art. 47 StPO (Rechtshilfe) CHF 330.00
- der Gerichtsgebühr des Bezirksgerichts Landquart (1/2 Anteil) CHF 7'500.00
total somit CHF CHF 71'218.55
werden vollumfänglich X._ auferlegt.
b) Die Verfahrenskosten bezüglich B._, bestehend aus: - der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 10'425.00
- den Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 23'847.35
- den Kosten gemäss Art. 47 StPO (Rechtshilfe) CHF 330.00
- der Gerichtsgebühr des Bezirksgerichts Landquart (1/2 Anteil) CHF 7'500.00
total somit CHF CHF 42'102.35
werden vollumfänglich B._ auferlegt.
9. a) RA lic. iur. et oec. Pius Fryberg wird als amtlicher Verteidiger von X._ zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 16'923.60 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
b) RA lic. iur. Guido Ranzi wird als amtlicher Verteidiger von B._ zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 41'320.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
c) Da beide Verurteilten zur Tragung der Verfahrenskosten verpflichtet wurden, sind sie – sobald es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben – verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für ihren amtlichen Verteidiger zurückzuzahlen (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO) und ihrem Verteidigung die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten (Art. 135 Abs. 4 lit. b StPO). Der Anspruch des Kantons verjährt in 10 Jahren nach Rechtskraft des Entscheids (Art. 135 Abs. 5 StPO).

## Considerations