# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 80e54df0-424e-4ad9-b2b9-cca016decb4b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1. Die 1967 geborene X._ arbeitete bei der Y._ als Werkzeugmonteurin und war daneben als Hauswartin tätig, als sie am 17. Oktober 2006 nach einem Zusammenprall mit einem spielenden Hund stürzte (Unfallmeldung vom 24. Oktober 2006, Urk. 8/1). Der erstbehandelnde Arzt Dr. med. Z._, Facharzt FMH für Innere Medizin, diagnostizierte eine laterale Tibiaplateau-Impressionsfraktur, eine horizontale Meniskusläsion medial und eine Schulterkontusion rechts (Arztzeugnis vom 15. November 2006, Urk. 8/2). Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), bei welcher X._ gegen die Folgen von Unfällen versichert war, erbrachte die gesetzlichen Leistungen. Nachdem die Klinik A._ am 12. Januar 2007 bei der Versicherten eine Kniearthroskopie rechts und eine Schulterarthroskopie rechts durchgeführt hatte (Bericht vom 18. Januar 2007, Urk. 8/7), klagte diese weiter über persistierende Schmerzen in der rechten Schulter (Berichte der Klinik A._ vom 7. März 2007, Urk. 8/12, vom 18. April 2007, Urk. 8/14, vom 8. Juni 2007, Urk. 8/17, vom 9. August 2007, Urk. 8/19, und vom 24. September 2007, Urk. 8/20). Die Y._ an die SUVA kündigte das Arbeitsverhältnis mit der Versicherten per Ende März 2007 (Mitteilung der Y._ vom 28. Februar 2007, Urk. 8/11). Am 12. Dezember 2007 nahm Dr. med. B._, Facharzt FMH für Chirurgie, eine kreisärztliche Untersuchung vor (Urk. 8/26). Gestützt auf dessen Beurteilung, wonach der Versicherten eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit ganztags zumutbar ist, teilte die SUVA X._ am 25. Januar 2008 mit, sie würden im Rahmen einer Übergangsfrist noch bis am 31. März 2008 Taggelder leisten, danach stellten sie ihre Taggeldleistungen ein (Urk. 8/30). Nachdem Rechtsanwalt Urs Christen am 26. März 2008 namens der Versicherten um Weiterausrichtung der Taggelder und eventualiter um Erlass einer Verfügung ersucht hatte (Urk. 8/36), nahm Kreisarzt Dr. B._ am 7. April 2008 erneut eine ärztliche Beurteilung vor und kam zum Ergebnis, dass die Beschwerden verursachende Bizepspathologie rechts unfallfremd sei (Urk. 8/38). Mit Verfügung vom 15. April 2008 stellte die SUVA ihre Taggeldleistungen per 31. März 2008 ein und lehnte die Übernahmen der Kosten für die Behandlung der Bizepspathologie ab (Urk. 8/39). Die von der Versicherten durch Rechtsanwalt Urs Christen am 15. Mai 2008 erhobene Einsprache wies die SUVA mit Entscheid vom 28. August 2008 ab (Urk. 2).
2. Die Klinik A._ führte am 19. September 2008 bei X._ erneut eine Schulterarthroskopie durch (Operationsbericht, Urk. 7/3). Am 29. September 2008 liess die Versicherte durch Rechtsanwalt Urs Christen gegen den Einspracheentscheid der SUVA vom 28. August 2008 Beschwerde erheben und beantragen, diese sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen gemäss Unfallversicherungsgesetz über den 31. März 2008 hinaus zu erbringen. Eventualiter sei sie anzuweisen, weitere medizinische Abklärungen vorzunehmen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 27. November 2008 anerkannte die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht ab der Operation vom 19. September 2008 und ersuchte um Abweisung der Beschwerde in Bezug auf Taggeldleistungen für die Zeit vom 1. April 2008 bis am 18. September 2008 (Urk. 6 S. 4). Nachdem die Beschwerdeführerin in der Replik vom 14. Januar 2009 (Urk. 11) und die Beschwerdegegnerin in der Duplik vom 19. Februar 2009 (Urk. 14) an ihren Anträgen festgehalten hatten, wurde der Schriftenwechsel mit Verfügung vom 23. Februar 2009 als geschlossen erklärt (Urk. 16).
3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Antragsgemäss ist davon Vormerk zu nehmen, dass die Beschwerdegegnerin die Unfallkausalität der Bizepspathologie und die damit verbundene Leistungspflicht ab der am 19. September 2008 vorgenommenen Schulterarthroskopie anerkannt hat.
1.2 Strittig und zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdeführerin auch in der Zeit vom 1. April bis am 18. September 2008 Anspruch auf Taggeldleistungen der Beschwerdegegnerin hat.
1.3 Die für die Beurteilung des Streitgegenstandes massgeblichen gesetzlichen Bestimmungen sowie die von der Rechtsprechung erarbeiteten Grundsätze zum für eine Leistungsberechtigung erforderlichen Kausalzusammenhang sind im angefochtenen Einspracheentscheid vom 28. August 2008 richtig wiedergegeben. Darauf kann verwiesen werden.
2.
2.1 Dr. Z._ diagnostizierte im Bericht vom 15. November 2006 eine laterale Tibiaplateau Impressionsfraktur, eine horizontale Meniskusläsion medial und eine Schulterkontusion rechts. Die Beschwerdeführerin sei ab dem 17. Oktober 2006 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 8/2).
2.2 Die Klinik A._ führte am 12. Januar 2007 bei der Beschwerdeführerin unter anderem eine Arthroskopie, eine Coracoplastik, ein Débridement Subscapularis und eine Rotatorenmanschettennaht an/in der rechten Schulter durch. Der Bizeps sei im Anker und im intraartikulären Verlauf unauffällig. Das anteriore und posteriore Poulie sei intakt. Der Supraspinatus habe praktisch eine vollständige transmurale Ruptur auf gut der Hälfte der Breite. Es bestehe keine Retraktion. Der Infraspinatus sei intakt. Der Subscapularis zeige am Oberrand eine intraligamentäre Läsion. Es zeige sich, dass bei Innenrotationen und Adduktion des Armes diese Läsion mit der Rückfläche der Coracoidspitze in Kontakt komme. Sie interpretierten dies als ein subcoracoidales Impingement des Subscapularis. Die Coracoidspitze sei entsprechend an der Rückfläche mit der Kugelfräse reseziert worden, so dass kein mechanischer Konflikt mehr bestehe (Operationsbericht, Urk. 8/8).
2.3 Mit Bericht vom 24. September 2007 diagnostizierte die Klinik A._ (1) eine postoperative frozen shoulder, (2) einen Verdacht auf eine Supraspinatusruptur / Bizepssehnenpathologie bei Status nach Schulterarthroskopie, Coracoplastik, Débridement Subscapularis und Rotatorenmanschettennaht (Supraspinatus) der rechten Schulter und (3) einen Status nach arthroskopischer Teilmeniskektomie medial. Im Vordergrund der Beschwerden stehe die frozen shoulder, welche auch im MRI bestätigt werde. Es handle sich um einen langwierigen Verlauf. Bei einer Besserung der Beschwerden könne die Steigerung der Arbeitsfähigkeit durch den Hausarzt vorgenommen werden, ansonsten bleibe nach wie vor eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für körperlich belastende Tätigkeiten, aber keine Einschränkung für administrative Tätigkeiten beziehungsweise leichte Arbeiten auf Bauchhöhe (Urk. 8/20).
2.4 Kreisarzt Dr. B._ hielt am 12. Dezember 2007 fest, an der rechten Schulter persistiere nach wie vor ein Ruheschmerz geringer Intensität. Eine Schmerzintensivierung trete bei Bewegung und Belastung, insbesondere bei Überkopfarbeiten auf. Inspektorisch bestehe eine geringe Atrophie des Supraspinatus. Die klinischen Tests bestätigten die im MRI vom September 2007 beschriebene intakte Rotatorenmanschette. Bei einer Flexion von 125°, einer Abduktion von 135° und einer Aussenrotation von 20° bestehe im Vergleich zur gesunden linken Schulter immer noch eine relevante Funktionseinbusse. Der Beschwerdeführerin sei eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit den ganzen Tag zumutbar. Überkopfarbeiten seien noch nicht möglich. Das Gewicht von zu hebenden Lasten sei auf Taillenhöhe auf zehn Kilogramm und auf Brusthöhe auf fünf Kilogramm limitiert. Repetitiv weit ausreichende Tätigkeiten mit der rechten oberen Extremität seien ungeeignet. Auf Grund dieses Zumutbarkeitsprofils würde die Beschwerdeführerin die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, bei der sie Kleinwerkzeuge zusammengesetzt und gelötet habe, in vollem Umfang ausüben können (Urk. 8/26).
2.5 Die Klinik A._ teilte Kreisarzt Dr. B._ am 23. Januar 2008 mit, die Beschwerdeführerin gebe weiterhin belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der rechten Schulter an. Klinisch zeige sich eine deutliche Besserung des Bewegungsausmasses im Bereich der rechten Schulter. Sie würden der Beschwerdeführerin die Fortführung der physiotherapeutischen Massnahmen empfehlen. In ihrem Beruf als Schreinerin sei die Beschwerdeführerin zu 100 % arbeitsunfähig. Eine Einschränkung für administrative Tätigkeiten, beziehungsweise Arbeiten auf Bauchhöhe ohne Heben und Tragen von Lasten, bestehe von ihrer Seite aus nicht (Urk. 8/29).
2.6 Am 10. März 2008 hielt Dr. med. C._ von der Klinik A._ fest, die Beschwerdeführerin habe zwar durch die intensive Physiotherapie und Heimtrainingsmassnahmen die Beweglichkeit weiter ausbauen können, jedoch sei immer noch eine Analgesie notwendig, um die Schmerzproblematik auszuhalten. Längeres Heben des Armes über die Horizontale hinaus und Halten in der Position sei weiterhin kaum möglich. Es zeige sich weiterhin eher eine Bizepspathologie. Es bestehe bei dieser Einschränkung immer noch ein kausaler Zusammenhang mit dem Unfallereignis. Aktuell sei die Beschwerdeführerin für belastende oder repetitive Tätigkeiten weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig. Für nicht belastende und nicht repetitive Bewegungen in Bauchhöhe könne versuchsweise eine Arbeitsfähigkeit von 50 % begonnen werden (Urk. 8/36/3).
2.7 Kreisarzt Dr. B._ legte in seiner Beurteilung vom 7. April 2008 dar, der Operateur beschreibe am 12. Januar 2007 eine unauffällige Bizepssehne. Demzufolge handle es sich bei der beschriebenen Bizepspathologie um eine unfallfremde Problematik. Der zuständige Radiologie beschreibe an der langen Bizepssehne im Intervall eine Signalanhebung im Sinne einer Tendinopathie. Hinweise für eine eindeutige Ruptur fehlten somit. Er sehe keine Veranlassung an seiner Zumutbarkeitsbeurteilung vom 12. Dezember 2007, gemäss welcher die Beschwerdeführerin die zuletzt ausgeübte Tätigkeit wieder ausüben könne, eine Änderung vorzunehmen. Über welche Kenntnisse und Erfahrung bezüglich Zumutbarkeitsbeurteilungen der beurteilende Arzt von der Klinik A._ verfüge, entziehe sich seiner Kenntnis. Aufgrund der von der Klinik A._ am 10. März 2008 erhobenen Befunde bestehe kaum mehr eine relevante Funktionseinschränkung (Urk. 8/38).
2.8 Die Klinik A._ führte im Bericht vom 9. Mai 2008 aus, auch wenn intraoperativ keine Bizepspathologie im Sinne einer Ruptur oder Degeneration dargestellt worden sei, so könne die aktuelle klinische Bizepssehnenpathologie als sekundäre Läsion aufbauend auf die primäre operative Behandlung, die postoperative frozen shoulder und die langzeitliche konservative Therapie angesehen werden. Es sei durchaus möglich, dass eine Capsulitis, welche meist auch das Rotatorenintervall betreffe, die Bizepssehne einbeziehen könne. In diesem Punkt stimmten sie nicht komplett mit der Beurteilung von Dr. B._ überein. Auch wenn die Beschwerdeführerin bei der Untersuchung vom 10. März 2008 einen guten Bewegungsumfang gezeigt habe, so sei eine längerfristige Belastbarkeit der Schulter über die Horizontale hinaus nicht möglich und mit Schmerzen verbunden. Daher schätzten sie die Arbeitsunfähigkeit bei belastenden und repetitiven Tätigkeiten sowie Arbeiten über Schulterhöhe hinaus weiterhin auf 100 % ein. Nach dem Untersuch vom 10. März 2008 sei eine Tätigkeit in Bauchhöhe versuchsweise mit einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % möglich gewesen (Urk. 8/42).
2.9 Dr. Z._ hielt mit Bericht vom 11. Mai 2008 fest, seines Erachtens könne eine posttraumatische Bizepssehnenpathologie auch bei ursprünglich normalem Befund postuliert werden. Unter anderem könne auch anlässlich der Physiotherapie eine Reizung der Bizepssehne erfolgen. Der Begriff des Morbus Sudeck erkläre auch einen diffusen Entzündungszustand der Schulter, damit sei die Kausalität weiter gegeben. Eine leichte manuelle Tätigkeit sei bei anhaltenden belastungsabhängigen Schmerzen und der lokalen Schulteraffektion allenfalls versuchsweise zu 50 % auf Zusehen hin möglich (Urk. 8/43/3-4).
2.10 Die Klinik A._ bestätigte mit Bericht vom 13. Juni 2008 ein unverändertes Beschwerdebild, vor allem anterior lokalisiert und über das Tuberculum minus sowie lateral über das Tuberculum majus nach distal zum Insertion des Deltoideus ausstrahlend. Die Beweglichkeit sei stark verbessert, jedoch stark mit Schmerzen verbunden. Insbesondere das Nach-vorne-Greifen bereite der Beschwerdeführerin starke Schmerzen, so dass sie wegen rascher Ermüdbarkeit auch noch nicht Autofahren könne. Es fokussiere sich klar eine Bizepstendinopathie hervor. Diese könne man allenfalls arthroskopisch angehen, wobei nicht alle Beschwerden hiermit erklärt würden. Eine Operation würde sicherlich eine Beschwerdebesserung bringen und die Arbeitsfähigkeit könnte dadurch optimiert werden. Wie weit dies gehe, sei jedoch schwierig abzuschätzen. Insbesondere bei Tätigkeiten mit dem Arm in Flexion bis zur Horizontalen sei Arbeit schwer zumutbar (Urk. 8/46).
2.11 Am 19. September 2008 führte die Klinik A._ bei der Beschwerdeführerin eine erneute Schulterarthroskopie, Biopsien (3x glenohumeral, 2x subacromial), eine Bizepstenotomie und ein subacromiales Débridement rechts durch. Die Bizepssehne sei tendinitisch verändert, etwas aufgequollen. Im Bereich des Supraspinatus würden sich etwas Vernarbungen, jedoch keine Reruptur finden. Der Subscapularis sei unauffällig. Im Bereich des Humeruskopfes finde sich posterosuperior eine Knorpeldefektzone. Das Glenoid habe normale Knorpelüberzüge, das Labrum sei stabil und ohne nennenswerte degenerative Veränderungen (Urk. 7/3).
2.12 Am 3. Oktober 2008 teilte die Klinik A._ der Beschwerdegegnerin mit, die Bizepspathologie sei nicht unmittelbar auf das Unfallereignis vom 17. Oktober 2006 zurückzuführen. Es sei bei der letztmaligen Operation am 19. September 2008 aufgrund der klinischen Beschwerden und des intraoperativen Befundes eine Biopsie-Entnahme zur mikrobiologischen Analyse entnommen worden, in der sich ein Propionibacterium acnes habe nachweisen lassen. Diese Infektion sei mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die Operation vom 12. Januar 2007 zurückzuführen. Bedingt durch die Infektion sei es dann zu einer Entzündung der Bizepssehne gekommen. Bei den nachgewiesenen Keimen handle es sich um wenig virulente, die im Bereich der Schulter für sogenannte low grade Infekte verantwortlich seien. Die derzeit von ihnen attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe bis auf Weiteres. Es werde ihrerseits eine Antibiotika-Therapie eingeleitet, deren Erfolg jedoch sicherlich nur zögerlich sein werde. Es sei deshalb noch keine endgültige Beurteilung der Arbeitsfähigkeit möglich. Aktuell sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit gerechtfertigt (Urk. 7/2).
2.13 Dr. med. D._, Facharzt FMH für Chirurgie, SUVA Versicherungsmedizin, hielt am 18. November 2008 fest, aus den Berichten der Klinik A._ würden sich neue Erkenntnisse ergeben. Bei der Arthroskopie vom 19. September 2008 sei nämlich durch Biopsien eine Infektion mit dem Propionibacterium acnes nachgewiesen worden. Dies sei eine wahrscheinliche Komplikation der Operation vom 12. Januar 2007 und damit auch eine indirekte Unfallfolge. Die Beschwerdegegnerin könne also die Hospitalisation ab dem 18. September 2008 als Rückfall übernehmen. Nach dem kleinen Eingriff (Bizepstenotomie) müsse die Arbeitsunfähigkeit aber bald kritisch überprüft werden. Der mit Antibiotika behandelte Infekt, welcher weiterer Kontrollen bedürfe, rechtfertige seines Erachtens keine wesentliche Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Dass die Bizepssehne primär nicht verletzt worden sei, gehe aus dem Operationsbericht vom 12. Januar 2008 klar hervor (Urk. 8/8). Die sekundäre Tendinopathie erkläre sich aber im Rahmen der postoperativen frozen shoulder und des chronischen low grade Infektes, sei also indirekt ebenfalls unfallkausal. Die von Dr. B._ am 12. Dezember 2007 aufgrund seiner persönlichen Untersuchung erhobene Zumutbarkeit erachte er weiterhin als plausibel, ebenso eine volle Arbeitsfähigkeit bei der früheren leichten Tätigkeit. Dies gelte auch für den Nebenjob als Hauswartin. Die wieder gute Schulter-Beweglichkeit sei auch an der Klinik A._ am 10. März 2008 bestätigt worden. Die damals vom betreuenden Arzt attestierte Arbeitsfähigkeit von lediglich 50 % erachte er als zu wohlwollend. Trotz des nun festgestellten chronischen Infektes sehe er keinen ausreichenden Grund, nachträglich die theoretische Arbeitsfähigkeit bis 18. September 2008 anders zu beurteilen (Urk. 7/1).
2.14 Die Klinik A._ berichtete der Beschwerdegegnerin am 2. Februar 2009, die Beschwerdeführerin verspüre nach wie vor Schmerzen bei geringster Aktivität. Wenn sie den Arm hingegen bequem lagere und ruhig halte, sei sie schmerzfrei. Als gelernte Schreinerin sei sie zu 100 % arbeitsunfähig. Die Beschwerdeführerin habe erst vor kurzem auf eine Antibiotika-Combi-Therapie gewechselt. Aus ihrer Sicht seien die von der Beschwerdeführerin verspürten Schmerzen unspezifisch, klinisch lasse sich keine strukturelle Pathologie eruieren. Somit könnten sie der Beschwerdeführerin aus orthopädischer Sicht keine Therapieoption anbieten. Sie ersuchten eine Rheumatologin ihrer Klinik, die Beschwerdeführerin direkt aufzubieten (Urk. 15).
3.
3.1 Aufgrund der Berichte der Klinik A._ vom 3. Oktober 2008 (Erw. 2.12) und vom 2. Februar 2009 (Erw. 2.14) sowie der Beurteilung von Kreisarzt Dr. D._ vom 18. November 2008 (Erw. 2.13) ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Infektion mit dem Propionibacterium acnes durch die unfallbedingte Operation vom 12. Januar 2007 verursacht worden ist, weshalb die Beschwerdegegnerin nunmehr zu Recht die Unfallkausalität bejaht hat. Fraglich ist, ob die Beschwerdeführerin deswegen zwischen dem 1. April und dem 18. September 2008 arbeitsunfähig war und bejahendenfalls in welchem Ausmass.
3.2
3.2.1 Dr. Z._ attestierte der Beschwerdeführerin unmittelbar nach dem Unfall vom 17. Oktober 2006 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Erw. 2.1). Am 11. Mai 2008 hielt er eine leichte manuelle Tätigkeit zu 50 % versuchsweise auf Zusehen hin für möglich (Erw. 2.9). Dr. Z._ verfasste indessen diese Einschätzung in Unkenntnis der Infektion mit dem Propionibacterium acnes. Dr. Z._ hält in seinem Bericht keine Befunde fest. Er begründet auch nicht, durch welche konkreten Einschränkungen die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin begründet ist. Sein Bericht vom 11. Mai 2008 bildet daher keine genügende Beurteilungsgrundlage für die Arbeitsfähigkeit im fraglichen Zeitraum der Beschwerdeführerin.
3.2.2 Kreisarzt Dr. B._ attestierte der Beschwerdeführerin für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bei der Y._ sowohl am 12. Dezember 2007 (Erw. 2.4) als auch am 7. April 2008 (Erw. 2.7) eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Er äusserte sich nicht zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in ihrer Nebentätigkeit als Hauswartin, da ihm diese Nebentätigkeit nicht bekannt war (Telefonnotiz vom 19. Juni 2008, Urk. 8/47). Dr. B._ berücksichtigte bei seiner Zumutbarkeitsbeurteilung zwar die Funktionseinbussen der rechten Schulter, er verfasste seine Beurteilung jedoch in Unkenntnis der Infektion mit dem Propionibacterium acnes. Da die Beschwerdeführerin neben der Funktionseinbusse insbesondere auch über Schmerzen in der rechten Schulter klagte, welche ihre Arbeitsfähigkeit beeinträchtigten, setzt eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage eine Auseinandersetzung mit der Infektion mit dem Propionibacterium acnes und deren allfällige Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit voraus. Da in den Berichten von Dr. B._ eine solche fehlt, kann nicht auf seine Einschätzung abgestellt werden.
3.2.3 Die Klinik A._ attestierte der Beschwerdeführerin am 23. Januar 2008 für die Tätigkeit als Schreinerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Erw. 2.5). Die Beschwerdeführerin hat jedoch zuletzt gar nicht als Schreinerin gearbeitet, weshalb auf die von der Klinik A._ am 23. Januar 2008 attestierte Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit nicht abgestellt werden kann. Indes attestierte die Klinik A._ damals, gleich wie bereits am 24. September 2007 (Erw. 2.3), für administrative Tätigkeiten, beziehungsweise Arbeiten auf Bauchhöhe ohne Heben und Tragen von Lasten, keine Einschränkung. Demgegenüber hielt sie am 10. März 2008 für nicht belastende, nicht repetitive Bewegungen auf Bauchhöhe lediglich eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % fest (Erw. 2.6). Die Klinik A._ unterliess es jedoch zu erklären, weshalb die Beschwerdeführerin in einer behinderungsangepassten Tätigkeit nicht mehr wie im Bericht vom 23. Januar 2008 attestiert zu 100 % arbeiten könne. Sie hält im Gegenteil fest, durch intensive Physiotherapie und Heimtrainingsmethoden habe die Beweglichkeit weiter ausgebaut werden können (Urk. 8/36/3). Im Bericht vom 9. Mai 2008 ging die Klinik A._ weiterhin von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für belastende und repetitive Tätigkeiten und einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit für eine behinderungsangepasste Tätigkeit aus (Erw. 2.8). Die Klinik A._ verfasste die Berichte vom 24. September 2007, vom 23. Januar 2008, vom 10. März 2008 und vom 9. Mai 2008 in Unkenntnis der Infektion mit dem Propionibacterium acnes. In den weiteren Berichten vom 13. Juni 2008 (Erw. 2.10), vom 19. September 2008 (Erw. 2.11), vom 3. Oktober 2008 (Erw. 2.12) und vom 2. Februar 2009 (Erw. 2.14) äussert sich Klinik A._ lediglich zur Arbeitsfähigkeit in der fälschlich als angestammte Tätigkeit angenommenen Tätigkeit als Schreinerin beziehungsweise überhaupt nicht zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Eine retrospektiv in Kenntnis der Infektion mit dem Propionibacterium acnes verfasste Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 1. April 2008 bis am 18. September 2008 liegt nicht vor. Da die Klinik A._ nicht begründet, weshalb nach der am 24. September 2007 und am 23. Januar 2008 für eine behinderungsangepasste Tätigkeit attestierten 100%-igen Arbeitsfähigkeit wieder eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit eingetreten sein soll, ihre Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bis zur Operation vom 19. September 2008 zudem in Unkenntnis der Infektion mit dem Propionibacterium acnes erfolgte und schliesslich auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen ist, dass Hausärzte und behandelnde Spezialärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 Erw. 3b/cc), bilden die Berichte der Klinik A._ keine zuverlässige Entscheidgrundlage.
3.2.4 Dr. D._, welcher die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in Kenntnis der Infektion mit dem Propionibacterium acnes beurteilte, hielt für die Zeit nach der Operation vom 19. September 2008 fest, dass die Arbeitsunfähigkeit schnell kritisch überprüft werden müsse. Der mit Antibiotika behandelte Infekt, welcher weiterer Kontrollen bedürfe, rechtfertige seines Erachtens keine wesentliche Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit. Für die Zeit vom 1. April 2008 bis am 18. September 2008 erachte er die Beschwerdeführerin als zu 100 % arbeitsfähig (Erw. 2.13). Dr. D._ begründet nicht, weshalb für die Zeit bis zur Operation vom 19. September 2008 im Gegensatz für die Zeit danach keine Arbeitsunfähigkeit vorliegt. Er verweist für die Zeit vor der Operation lediglich darauf, dass die Einschätzung von Dr. B._ trotz der Tatsache, dass diese in Unkenntnis der Infektion mit dem Propionibacterium acnes verfasste wurde, plausibel sei. Dr. D._ untersuchte die Beschwerdeführerin nicht selber und er setzt sich auch nicht mit den abweichenden Einschätzungen von Dr. Z._ und der Klinik A._ auseinander. Die Einschätzung von Dr. D._ bildet daher ebenfalls keine zuverlässige Beurteilungsgrundalge für die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im fraglichen Zeitraum.
3.2.5 Zusammenfassend kann anhand der Aktenlage die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der Zeit vom 1. April bis 18. September 2008 nicht schlüssig beurteilt werden. Der angefochtene Einspracheentscheid vom 28. August 2008 ist demzufolge aufzuheben und die Sache zur Einholung eines Gutachtens, welches sich zur unfallkausalen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin im fraglichen Zeitraum äussert, an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
4. Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung einer Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (vgl. Urteil des Eidg. Versicherungsgerichts vom 10. Februar 2004 i.S. K., U 199/02, Erw. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 Erw. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 Erw. 3), weshalb die Beschwerdeführerin entsprechend dem Ausgang des Verfahrens Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat, wobei eine solche von Fr. 1’800.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen erscheint.