# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 607aa67c-f063-5997-beb6-08a97b2fcbbd
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ ist seit dem Jahr 2000 Eigentümerin der Liegenschaften Art. bbb, ccc und ddd des Grundbuchs der Gemeinde E._ sowie Art. fff des Grundbuchs der Gemeinde G._, bestehend aus einem Wohnhaus mit drei Wohnungen, einem Ökonomiegebäude mit Pferdeboxen, Platz, Wiesen und Felder sowie Wald mit einer Gesamtfläche von 40'815 m2, zum Preis von CHF 720'000.-. Die Liegenschaften in E._ befinden sich in einer Spezialzone (Pferdezone) und sind dem Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) nicht unterstellt. Mit Verfügung vom 14. Februar 2005 hiess das Kantonale Amt für Landwirtschaft jedoch ein Gesuch von A._ um Anerkennung eines Landwirtschaftsbetriebes im Sinne der Verordnung vom 7. Dezember 1998 über  Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen (LBV; SR 910.91) gut und es werden ihr demzufolge Direktzahlungen ausgerichtet.
Die steuerliche Situation von A._ bildete Gegenstand von Rechtsmittelverfahren für die Steuerperioden 2005 (607 2008 62 & 63) und 2006 (607 2009 1 & 2), sowie für die Steuerperiode 2010 (604 2013 57 & 58). Im Entscheid vom 18. Februar 2010 wurde namentlich festgehalten, der Eigenmietwert der drei privat genutzten Pferdeboxen sei im privaten und nicht im  Einkommen zu berücksichtigen. Im Entscheid vom 6. Oktober 2014 wurde diese Einschätzung bestätigt. Gleichzeitig wurde festgehalten, der Mietertrag und -aufwand der zwei vermieteten Pferdeboxen müsse beim privaten Liegenschaftsertrag berücksichtigt werden.
B. In ihrer Steuererklärung für die Steuerperiode 2014 deklarierte A._ insbesondere einen Verlust aus landwirtschaftlicher Tätigkeit von CHF 8'658.-, sowie Einkommen aus Liegenschaften, Grundstücken und Wäldern im Betrag von CHF 9'396.- für die selber benutzte Wohnung, CHF 12'883.- und CHF 10'771.- für zwei vermietete Wohnungen und CHF 1'997.- für den Mietwert von Boxen für 2.6 Pferde.
In der Veranlagungsanzeige vom 21. Januar 2016 setzte die Kantonale Steuerverwaltung den gesamten jährlichen Ertrag aus Privatliegenschaften unter Code 3.310 auf CHF 18'783.- fest (Eigenmietwert der Wohnung CHF 9'396.-, Eigenmietwert der Pferdeboxen CHF 7'680.-, zuzüglich 10 % Anpassung). Die Mietzinseinnahmen unter Code 3.340 wurden unverändert mit CHF 23'654.- übernommen. Der Verlust aus der landwirtschaftlichen Tätigkeit wurde nicht anerkannt unter dem Hinweis, dass eine Tätigkeit, mit welcher auf die Dauer kein Gewinn erzielt werde könne, nicht als selbständige Erwerbstätigkeit bezeichnet werde, so dass von einer Hobbytätigkeit gesprochen werden müsse.
Am 23. Februar 2016 erhob A._ Einsprache gegen diese Veranlagung. Sie beantragte, den Eigenmietwert der Pferdeboxen wie bisher auf die benutzen Boxen zu beschränken und den Ertrag aus Privatliegenschaften somit auf CHF 12'532.- (Wohnung CHF 9'396.-, Pferdeboxen CHF 1'997.-, zuzüglich 10 % Anpassung) zu berichtigen. Sie kritisierte die Berücksichtigung eines Eigenmietwertes für 10 Pferdeboxen, da nur die benutzten Boxen zu berücksichtigen seien. Sie bezog sich auf eine Berechnung der Kantonalen Steuerverwaltung vom 9. Mai 2007, gemäss derer der Eigenmietwert CHF 2'304.-, für 3 Pferdeboxen, und der Mietwert CHF 1'536.-, für 2 Boxen für Pensionspferde, betrug.
Kantonsgericht KG
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Mit Einspracheentscheid vom 29. Juni 2016 wies die Kantonale Steuerverwaltung die Einsprache ab. Sie hielt fest, bis zur Steuerperiode 2013 seien nur 3 Boxen im Eigenmietwert erfasst worden, da ein landwirtschaftlicher Nebenerwerb geltend gemacht wurde. Ab Steuerperiode 2014 stünden hingegen alle 10 Boxen im Eigengebrauch und seien daher im Eigenmietwert zu besteuern.
C. Mit Eingabe vom 2. August 2016 erhebt A._ Beschwerde gegen den Einspracheentscheid vom 29. Juni 2016. Sie beantragt, unter Wiederholung der in ihrer Einsprache aufgeführten Argumente, den Eigenmietwert der Pferdeboxen wie bisher auf die benutzen Boxen zu beschränken und den Ertrag aus Privatliegenschaften somit auf CHF 12'532.- zu berichtigen. Sie weist zudem darauf hin, sie habe bereits für die Steuerperiode 2013 die Berücksichtigung des Eigenmietwertes für die 10 Pferdeboxen angefochten und die Kantonale Steuerverwaltung habe mit Einspracheentscheid vom 25. November 2015 anerkannt, dass es sich um einen Übertragungsfehler handle und den Eigenmietwert der Pferdeboxen auf CHF 2'304.- herabgesetzt. In ihren Gegenbemerkungen vom 14. Oktober 2016 weist die Beschwerdeführerin zudem daraufhin, weder die Gesetzgebung noch die Sachlage habe sich verändert, so dass sie nicht damit habe rechnen müssen, neu würden ihr alle 10 Pferdeboxen angerechnet. Rückwirkend könne sie die Boxen nicht vermieten. Zudem sei die Vermietung von Pferdeboxen ein Verlustgeschäft.
Der mit Verfügung vom 10. August 2016 festgesetzte Kostenvorschuss von CHF 600.- wurde am 22. August 2016 fristgerecht bezahlt.
Mit Eingabe vom 12. September 2016 beantragt die Kantonale Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde unter Wiederholung der im Einspracheentscheid erwähnten Ausführungen. Sie wies zudem darauf hin, dass die Tatsache, dass die Pferdeboxen nicht mehr vermietet werden, nicht dazu führen kann, eine Unternutzung anzunehmen, denn die Boxen stünden der Steuerpflichtigen zur Verfügung, zum Eigengebrauch oder zur Vermietung, so dass der Eigenmietwert berücksichtigt werden müsse. In ihren Gegenbemerkungen vom 16. November 2016 bestand die Kantonale Steuerverwaltung auf ihrem Standpunkt.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung reichte keine Vernehmlassung ein.

## Considerations

Die einzelnen Vorbringen der Verfahrensbeteiligten sowie die weiteren Erwägungen des angefochtenen Entscheides werden, soweit wesentlich und notwendig, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Erwägungen