# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a711bb7e-fcc2-4b14-8535-ece174cca18a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A.1. An der Hauptstrasse in A. befindet sich ein in Stockwerkeigentum aufgeteiltes Mehrfamilienhaus. Im Parterre befinden sich drei Geschäftsräume, in den Obergeschossen ein Büro und mehrere Wohnungen.
Die Beklagten und Berufungsklägerinnen, F. und G., sind Eigentümerinnen der Stockwerkeigentumseinheit Nr. S 1 im Parterre mit einem Anteil von 375/1000 an der Stammparzelle 1, Hauptbuchblatt 2, Plan 3 im Grundbuch der Gemeinde A.. Zum Zeitpunkt der Begründung des Stockwerkeigentums, im Jahre 1993, befand sich in dieser Stockwerkeigentumseinheit ein Coiffeursalon. Heute wird darin die Bar "X." betrieben.
Die Klägerin und Berufungsbeklagte ist Eigentümerin der angrenzenden Stockwerkeigentumseinheit Nr. S 2 mit einem Anteil von 230/1000 an der Stammparzelle. Ursprünglich befand sich in diesen Räumlichkeiten eine Apotheke, später wurde darin ein Laden mit 24-Stunden-Betrieb, das "Y.", heute der "Z.- Laden" betrieben.
Der dritte Geschäftsraum im Parterre, in welchem sich die Buchhandlung befindet (Nr. S 3 mit einem Anteil von 180/1000), ist zu je 1/8 Miteigentum von F. und G. und zu 3⁄4 Miteigentum von H..
Die Stockwerkeigentumseinheiten Nr. S 4 (Büroräumlichkeiten, 64/1000) im 1. OG und Nr. S 5 (3-Zimmerwohnung, 71/1000) im 2. OG sind Alleineigentum von H.. Die 3 1⁄2 -Zimmerwohnung im 3. OG (Nr. S 6, 80/1000) gehört je zur Hälfte F. und G..
2.1. Zum Zeitpunkt der Begründung von Stockwerkeigentum verfügte jedes der drei Geschäfte im Parterre über einen eigenen Zutritt und war für Kundinnen und Kunden von der Hauptstrasse aus über eine kleine Aussentreppe von zwei Stufen erreichbar. Zu den Büros im 1. OG und den Wohnräumlichkeiten im 2. OG gelangte und gelangt man noch heute ebenfalls von der Hauptstrasse her über eine kleine Aussentreppe und ein Treppenhaus, welches sich senkrecht durch das ganze Gebäude zieht. Der Eingang zum Treppenhaus befindet sich zwischen dem ehemaligen Coiffeurgeschäft und der ehemaligen Apotheke bzw. der Bar "X." und dem Z.-Laden Laden (KB 1).
2.2. Im Herbst 2003 reichten die Berufungsklägerinnen ein Baubewilligungsgesuch für die Umnutzung der Ladenlokalitäten des ehemaligen
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Coiffeursalons in die Bar "X." ein. Das damalige Baugesuch sah als Haupteingang für die Bar den bestehenden Zugang über die Hauptstrasse vor.
2.3. Im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens gab H. gegenüber F. und G. am 30. September 2003 die Erklärung ab, dass sie mit der Umnutzung des bestehenden Coiffeursalons an der Hauptstrasse, A., in eine Bar einverstanden sei und dem Bauvorhaben auf Stammparzelle 1 zustimme.
2.4. Nachdem gegen das Baugesuch mehrere Einsprachen eingegangen waren, erteilte die Baubewilligungsbehörde am 2. Dezember 2003 die Baubewilligung für die Umnutzung des Coiffeursalons in eine Bar. In teilweiser Gutheissung der Einsprachen wurde den Bauherrinnen in Ziff. 1b. folgende Auflage gemacht:
"1.b Die als Notausgang beibehaltene Tür zum Verbindungsflur der neuen Bar und dem Geschäft "Y." hat vom Gang her verschlossen zu bleiben. Die Tür hat auch von der neuen Bar her nicht als allgemeiner Durchgang zum "X." zu dienen. "
In ihren Erwägungen (S. 6 lit. f) ging die Bewilligungsbehörde im Zusammenhang mit der Berechnung der erforderlichen Pflichtparkplätze davon aus, dass der Z.-Laden und die Bar als separate Geschäftsbetriebe zu betrachten seien. Es sei kein Durchbruch vom einen in den anderen Betrieb geplant. Die bestehende Tür zum Verbindungsflur werde als feuerpolizeilicher Notausgang genutzt. F. und G. wurde auferlegt, "dafür zu sorgen, dass sich diese Tür nicht von der Flurseite öffnen lässt, sondern nur als Notausgang konzipiert wird."
2.5. Gegen den Bau- und Einspracheentscheid der Baubewilligungsbehörde vom 2. Dezember 2004 erhoben mehrere Parteien Rekurs an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Dieses hiess den Rekurs im Wesentlichen gut, weil das Umbauvorhaben nicht ausreichend auf seine Übereinstimmung mit dem eidgenössischen Lärmschutzrecht überprüft worden war, und wies die Sache zur erneuten Entscheidung an die Baubewilligungsbehörde zurück.
2.6. Mit Entscheid vom 16. November 2004 entschied die Baubewilligungsbehörde was folgt:
1. Diese Verfügung bildet zusätzlich zu der Baubewilligung (Prot.-Nr. ) vom 2. Dezember 2003 einen integrierenden Bestandteil jener Baubewilligung, welche hiermit, mit Ausnahme des Punktes 1b des Dispositives, durch die Baubehörde bestätigt wird.
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2. Folgende Lärmschutzmassnahmen sind umzusetzen
a) Die Schaufensterfront zur Hauptstrasse muss durch Glas, welches mindestens einen Schallschutzwert von 44 dB(A) aufweist, ersetzt werden. Zudem muss die Eingangstür zur Seite der Hauptstrasse aufgehoben werden.
b) Der neue Zugang zur Bar ist beim bestehenden Eingang zu den Wohnungen zu integrieren und hat zusätzlich mit absorbierenden Materialien ausgerüstet zu werden. Punkt 1.b des Dispositives der Baubewilligung vom 2. Dezember 2003 wird hiermit ausdrücklich aufgehoben
c) (zusätzliche Massnahme)
d) Die revidierten Baupläne müssen umgehend der Baubehörde zur Bewilligung vorgelegt werden.
3. (Frist für die Errichtung der Lärmschutzvorrichtungen)
4. (Gebühren)
5. (ausseramtliche Entschädigung)

## Considerations