# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 39b50565-4ef9-4527-bbc3-11c9727146f4
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Die K.-strasse ist eine Gemeindestrasse zweiter Klasse in X. Sie erschliesst im
Gebiet L. und K. sowohl Wohn- als auch Industriequartiere. Im Jahr 2000 wurde die K.-
strasse vom L. bis zur Bahnunterführung SOB saniert. Die Sanierung der verbleibenden
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Strecke von der Bahnunterführung SOB bis zur Brücke über den M.-bach bildet
Gegenstand des Strassenprojekts „Sanierung K.-strasse 2. Bauetappe“. Diese
beinhaltet eine Totalsanierung und einen Ausbau der vorerwähnten Strecke, Strassen-
und Umgebungsanpassungen sowie eine Erneuerung des Durchlasses des O.-baches
mit Kapazitätssteigerung. Das Projekt weist auf dem ca. 450 m langen Strassenzug ein
durchgehendes Trottoir auf, wobei mit dem Einbau eines Rand-/Wassersteins mit
einem Anschlag von ca. 7 cm der Fussgängerschutz gewährleistet werden soll. Im
Bereich von Ein- und Ausfahrten soll der Randstein abgesenkt werden. Im Hinblick auf
eine Aufhebung des Zubringerdienstes sowie für die Gewährleistung der Durchfahrt für
Lastwagen ohne Einschränkungen soll die Höhenbeschränkung von 3.5 m bei der
Bahnunterführung SOB aufgehoben und ein Lichtraumprofil mit einer Höhe von
mindestens 4.4 m realisiert werden. Letzteres erfordert eine Strassenabsenkung im
Bereich der Bahnunterführung. Gleichzeitig sollen Anpassungen am O.-bach und an
den Vorplätzen der Grundstücke Nr. 000W und 0001W vorgenommen werden (vgl.
Technischer Bericht Q. AG vom 19. August 2011; act. G 8/5 5a/44). Mit Beschluss vom
25. Oktober 2011 genehmigte der Gemeinderat X. das Strassenprojekt „Sanierung K.-
strasse, 2. Etappe“ sowie den Teilstrassenplan „K.-strasse Nr. 0.00“ (act. G 8/5 5a/3).
Innert der Auflagefrist erhoben unter anderen A.Y. und B.Y. als Eigentümer des
Grundstücks Nr. 005W in X., am 30. November 2011 Einsprache gegen das Projekt
samt Teilstrassenplan und Beitragsplan. Zur Begründung hielten sie fest, dass der
gefahrenfreie und ohne zusätzliche Einschränkungen mögliche Werkverkehr (Personen-
und sonstiger Verkehr) zwischen den Fabrikgebäuden auf den Grundstücken Nr. 005W
und 006W mit planerischen Massnahmen zu gewährleisten sei (act. G 8/5 5a/5 f.).
b. Nach Durchführung von Einspracheverhandlungen, welche nicht zu einer
einvernehmlichen Lösung führten, beschloss der Gemeinderat X. am 2. Juli 2013 eine
Projektänderung mit Verzicht auf die im Projekt von 2011 geplante Mittelinsel (act. G
8/5 5a/28 f.). Nachdem sie am 31. Juli 2013 das Grundstück Nr. 006W von zwei
anderen Einsprechern erworben hatten, erhoben A.Y. und B.Y. innert der Auflagefrist
am 2. August 2013 Einsprache gegen die Projektänderung und beantragten die
Umsetzung des Projekts und des Teilstrassenplans gemäss ursprünglicher Planung
vom 25. Oktober 2011 mit Bau einer Mittelinsel, eventualiter mit Realisierung von
anderen, gleichwertigen verkehrsberuhigenden Massnahmen (act. G 8/5 5a/30). Die
anschliessende Einspracheverhandlung vom 18. September 2013 führte nicht zu einer
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Einigung. Mit Entscheid vom 18. März 2014 wies der Gemeinderat X. die Einsprachen
gegen das Strassenprojekt und die Projektänderung samt Teilstrassenplan ab. Zur
Begründung führte er unter anderem aus, der Fussgängerschutz werde beim Bau der
Strasse durch die Schaffung einer sicheren Abgrenzung zwischen Fahrbahn und
neuem Trottoir gewährleistet. Aus dem Neubau des Trottoirs resultiere auch, dass die
Strasse optisch schmaler wirke. Auch werde ein Ausweichen der Fahrzeuge auf die
Vorplätze verhindert. Der Wegfall der ursprünglich geplanten Mittelinsel habe eine
Projektänderung erforderlich gemacht; das Verfahren sei korrekt durchgeführt worden.
Eine Umklassierung der K.-strasse in eine Gemeindestrasse erster Klasse sei nicht
Bestandteil des Strassenprojekts. Die Benützung der Strasse nach den Vorschriften der
Strassenverkehrsgesetzgebung sei ebenfalls nicht Gegenstand des
Einspracheverfahrens. Die Erhöhung des Schwerverkehrs aufgrund des bei der Brücke
SOB (zur Sicherstellung der Erschliessung der Gewerbe- und Industriebetriebe)
erhöhten Durchgangs sei in einem gewissen Ausmass zu dulden. Hinsichtlich des
Wegfalls von Parkplätzen vor dem Gebäude Vers. Nr. 07 wurde auf das fehlende
Nutzungsrecht der Einsprecher für das im Eigentum der Gemeinde stehende
Strassengrundstück hingewiesen. Der Antrag, die Liegenschaft der Einsprecher sei
durch Verkehrsberuhigungsmassnahmen zu schützen, könne durch Warnsignale
„Werkverkehr“ umgesetzt werden (act. G 8/1 Beilage). Den gegen diesen Entscheid
erhobenen Rekurs vom 15. April 2014 (act. G 8/1) wies das Baudepartement des
Kantons St. Gallen, nachdem es am 4. November 2014 einen Augenschein
durchgeführt hatte (act. G 8/19a), mit Entscheid vom 2. Juli 2015 ab (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhoben A.Y. und B.Y. am 28. August 2015 Beschwerde mit
den Rechtsbegehren, der Entscheid sei aufzuheben (Ziff. 1), und es sei die K.-strasse,
2. Bauetappe, gemäss ursprünglichem Projekt und Teilstrassenplan vom 19. August
2011 mit Mittelinsel, eventualiter mit anderen, gleichwertigen verkehrsberuhigenden
Massnahmen, zu realisieren (Ziff. 2); eventualiter sei die Angelegenheit an die
Beschwerdegegnerin zur Durchführung eines korrekten, rechtskonformen Strassenbau-
Projektverfahrens zurückzuweisen (Ziff. 3), unter Kosten- und Entschädigungsfolgen
(Ziff. 4).
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b. In der Vernehmlassung vom 8. Oktober 2015 beantragte die Vorinstanz Abweisung
der Beschwerde unter Kostenfolge, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung
verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen Entscheid und nahm ergänzend zu
Vorbringen in der Beschwerde Stellung (act. G 7). Die Beschwerdegegnerin beantragte
in der Vernehmlassung vom 29. Oktober 2015, auf die Beschwerde sei formell nicht
einzutreten. Eventualiter sei sie unter Kostenfolge abzuweisen (act. G 10).
c. Mit Stellungnahme (Replik) vom 18. November 2015 bestätigten die
Beschwerdeführer ihren Standpunkt (act. G 12).
d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird, soweit für den Entscheid relevant,

## Considerations

in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Sodann entspricht die
Beschwerdeeingabe vom 28. August 2015 (act. G 1) zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1
und 2 VRP). Entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin (act. G 10) ist die
14tägige Beschwerdefrist mit Eingabe vom 28. August 2015 (Poststempel) gewahrt:
Den Beschwerdeführern wurde der Rekursentscheid am 13. Juli 2015 zugestellt, so
dass die Frist am 14. Juli 2014 zu laufen begann und unter Berücksichtigung der von
15. Juli bis und mit 15. August 2015 dauernden Gerichtsferien am 28. August 2015
endete. Nach Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP setzt die
Rechtsmittelbefugnis voraus, dass eine besondere, beachtenswerte, nahe Beziehung
zum Streitgegenstand besteht. Dabei liegt das schutzwürdige Interesse im
"praktischen Nutzen", den ein erfolgreich geführtes Rechtsmittel dem Betroffenen in
seiner rechtlichen oder tatsächlichen Situation einträgt, bzw. in der Abwendung
materieller, ideeller oder sonstiger Nachteile, die ein Bestand der angefochtenen
Verfügung oder des angefochtenen Entscheids mit sich bringen würde (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 391 mit Hinweisen;
BGE 137 II 30 E. 2.2.3). Die Rechtsmittelbefugnis ist vorliegend zu bejahen, nachdem
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die Beschwerdeführer als Eigentümer der durch das Strassenprojekt betroffenen
Grundstücke mit der Prozessführung eigene Interessen im erwähnten Sinn verfolgen
(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 388 mit Hinweisen). Auf die Beschwerde ist damit
einzutreten.
2.
2.1. Als Strassenbau gelten nach Art. 31 Abs. 1 StrG der Neubau, Ausbau und die
Korrektion von Strassen. Nach Art. 33 StrG sind beim Strassenbau folgende Aspekte
zu beachten: Schutz des Menschen und seiner Umwelt (lit. a); Verkehrssicherheit (lit. b);
Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere von Fussgängern,
Radfahrern und Behinderten (lit. c); Ortsbild- und Heimatschutz (lit. d); Natur- und
Landschaftsschutz (lit. e); die anerkannten Grundsätze eines umwelt- und
siedlungsgerechten Strassenbaus (lit. f); sparsamer Verbrauch des Bodens (lit. g).
Diese Grundsätze sind bei der Planung, Projektierung und Ausführung einer Strasse
zwingend zu beachten (P. Schönenberger, in: G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar zum
st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni 1988, Rz. 1 zu Art. 33).
2.2. Streitig ist vorliegend zum einen, inwiefern und in welcher Form beim in Frage
stehenden Strassenprojekt verkehrsberuhigende Massnahmen zu realisieren sind bzw.
ob im Rahmen der Projektänderung zu Recht auf die ursprünglich geplante
Verkehrsinsel verzichtet wurde. Zum anderen beanstanden die Beschwerdeführer, dass
das Planänderungsverfahren vom Juli 2013 nicht ordentlich durchgeführt worden sei
(act. G 1 S. 12 Ziff. 33-38). Mit Bezug auf den letztgenannten Punkt ist vorab
festzuhalten, dass die Projektänderung (mit dem Verzicht auf die ursprünglich geplante
Mittelinsel) vom 4. Juli bis 2. August 2013 öffentlich auflag (act. G 8/5 5a/28 f.). Am 29.
Juli 2013 versandte die Beschwerdegegnerin ein Schreiben an alle betroffenen
Grundeigentümer bzw. Anstösser der K.-strasse im Projektperimeter. Darin wurde
unter Beilage eines Situationsplans auf die Projektänderung und die laufende
Einsprachefrist aufmerksam gemacht (act. G 5/8 ). Am letzten Tag der Frist reichten die
Beschwerdeführer ihre Einsprache ein (act. G 8/5 5a/30). Die Vorinstanz kam
diesbezüglich im angefochtenen Entscheid zum Schluss, mit dem Verzicht auf die
Mittelinsel seien weder zusätzliche Grundeigentümerbeiträge verlangt noch private
Rechte der Beschwerdeführer direkt betroffen worden. Folglich sei auch die Situation
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im Bereich der Grundstücke der Beschwerdeführer gegenüber dem im November/
Dezember 2011 aufgelegten Projekt unverändert geblieben. Der Gemeinderat
(Beschwerdegegnerin) habe daher auf den Versand einer persönlichen Anzeige an die
Beschwerdeführer verzichtet (Art. 42 StrG, e contrario). Es treffe zwar zu, dass das
Schreiben vom 29. Juli 2013 zu spät zugestellt worden sei. Jedoch sei eine Information
der Grundeigentümer bezüglich Projektänderung bzw. eine persönliche Anzeige auch
nicht zwingend notwendig gewesen, da kein Grundeigentümer durch die
Projektänderung private Rechte im Sinn von Art. 42 StrG habe abtreten müssen. Mit
Blick auf die gesetzeskonform veranlasste öffentliche Auflage liege kein
Verfahrensmangel vor. Dass mit der Auflage der Projektänderung der Technische
Bericht nicht neu verfasst und im Projektänderungsbeschluss vom 2. Juli 2013 lediglich
pauschal auf Kosteneinsparungen von rund 80‘000.-- Franken verwiesen worden sei,
könne ebenfalls nicht als Verfahrensmangel gelten. Für die als wesentlich beurteilte
Projektänderung (vgl. Art. 47 Abs. 1 StrG) sei das Planverfahren mit öffentlicher Auflage
erneut durchgeführt worden. Den Beschwerdeführern sei, nachdem sie rechtzeitig
dagegen Einsprache hätten erheben können, damit auch kein Rechtsnachteil
erwachsen. Nach Auflage der Projektänderung habe zur Wahrung des rechtlichen
Gehörs am 18. September 2013 erneut eine Einspracheverhandlung stattgefunden. Der
Vorwurf der Beschwerdeführer, im Einspracheverfahren nicht angehört worden zu sein,
sei nicht berechtigt (act. G 2 S. 13-15).
2.3. Hierzu ist festzuhalten, dass der vorinstanzliche Entscheid die von den
Beschwerdeführern geltend gemachten Verfahrensmängel im Zusammenhang mit der
Eröffnung der Projektänderung prüfte und das rechtliche Gehör mit zutreffender
Begründung als gewahrt erachtete. Die diesbezüglichen Rügen der Beschwerdeführer
(act. G 1 S. 3 Ziff. 3 und S. 12 f. Ziff. 33) erweisen sich als unbegründet. Wenn die
Beschwerdeführer aufgrund der Projektänderung (nicht aufgrund des Strassenprojekts
als solches) keine privaten Rechte im Sinn von Art. 42 StrG abtreten müssen, können
sie entgegen ihrer Auffassung (act. G 2 S. 14 Ziff. 37) auch nicht zum Kreis der
Betroffenen im Sinn dieser Bestimmung gezählt werden. Mutmassungen darüber, ob
bzw. inwiefern weitere Personen ihr Einspracherecht wahrnehmen konnten oder nicht
(act. G 2 S. 14 Ziff. 38), helfen den Beschwerdeführern ebenfalls nicht weiter: Zum
einen fehlt ihnen für solche Vorbringen die Aktivlegitimation; zum anderen wurde die
Projektänderung öffentlich aufgelegt (act. G 8/5 5a/28 S. 2 Ziff. 3). Hinsichtlich des
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weiteren Vorbringens der Beschwerdeführer, dass sich der Amtsbericht vom 13.
September 2014 (vgl. nachstehend E. 3.2) auf eine ihnen bislang nicht bekannte
verkehrsplanerische Stellungnahme der Z. AG vom 14. November 2013 (act. G 8/5 5a/
40) abstütze (act. G 1 III./18), ist festzuhalten, dass eine Verpflichtung zur vorgängigen
Zustellung der - im Amtsbericht explizit erwähnten - verkehrstechnischen
Stellungnahme nicht bestand. Im Übrigen stand den Beschwerdeführern am
Rekursaugenschein sowohl der Amtsbericht als auch die diesem zugrunde liegende
verkehrstechnische Stellungnahme zur Verfügung (vgl. act. G 8/19a S. 2 unten); sie
hatten Gelegenheit, sich hierzu vor Erlass des Rekursentscheids zu äussern (vgl. act. G
8/22).
Die Beschwerdeführer beanstanden im Weiteren, dass ihnen der Einspracheentscheid
vom 18. März 2014 in Kopie, ohne Originalunterschrift, zugestellt worden sei. Die
Vorinstanz habe sich mit diesem Vorbringen überhaupt nicht auseinandergesetzt (act.
G 1 S. 3 Ziff. 3, G 12 S. 5 f.). Die Beschwerdeführer hatten im Rekursverfahren die
Kopie eines unterzeichneten Einspracheentscheids eingereicht (act. G 8/1 Beilage).
Das Fehlen einer Originalunterschrift bzw. das Vorhandensein einer lediglich kopierten
Unterschrift auf einem Einspracheentscheid führt grundsätzlich zu keiner
schwerwiegenden Verletzung von Parteirechten, und den Betroffenen erwachsen aus
einer Heilung dieses Formmangels - von einer solchen ging die Vorinstanz offenbar
stillschweigend aus - keine wesentlichen Nachteile. Wenn wie im vorliegenden Fall
davon ausgegangen werden kann, dass es sich bei der Zustellung einer
Entscheidkopie um ein Versehen handelt, durfte die Vorinstanz aus Gründen der
Rechtssicherheit sowie zur beförderlichen Verfahrenserledigung (Art. 77 Abs. 3 der
Kantonsverfassung, sGS 111.1) auf die Rückweisung aus formellen Gründen
verzichten. Wenn Zweifel an der Identität und Echtheit der zu beurteilenden
Entscheidung bestanden hätten, wären diese durch ein nachträgliches Einholen der
Unterschriften auszuräumen gewesen. Solche Zweifel waren im Rekursverfahren
jedoch nicht behauptet worden und werden es auch im vorliegenden Verfahren nicht.
Da den Beschwerdeführern durch die Heilung des Mangels im Rekursverfahren keine
Nachteile erwuchsen und die Zustellung einer Entscheidkopie auf ein Versehen der
Beschwerdegegnerin zurückzuführen ist, lässt es sich nicht beanstanden, dass die
Rekursinstanz auf ein nachträgliches Einholen eines unterzeichneten
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Originalentscheids verzichtete (vgl. ähnlich auch VerwGE B 2007/200 vom 12. Februar
2008, E. 2.2 f.).
3.
3.1. Vom Grundsatz her unbestritten blieb, dass die Realisierung des Strassenprojekts
mit Blick auf den Zustand der ca. 450 m langen Strecke zwischen der
Bahnunterführung SOB und der Brücke über den M.-bach im Bereich des
Planperimeters unter dem Aspekt der allgemeinen Verkehrssicherheit (Art. 32 lit. b
StrG) erforderlich ist. Die Trottoir-Erstellung erfolgt sodann in Erfüllung des
Erfordernisses nach Art. 32 lit. d StrG. Angesichts der am Rekursaugenschein (act. G
8/19a) festgestellten Verhältnisse und der Ausführungen der Fachorgane
(Kantonspolizei, Verkehrstechnik, Strasseninspektorat) sind die Voraussetzungen nach
Art. 32 StrG somit grundsätzlich gegeben.
3.2. Auf den Parzellen der Beschwerdeführer Nr. 005 und 006 befinden sich die
Handels- und Produktionsstätten der S. Produktions AG und der S. Suisse AG. Sie
liegen je auf der gegenüberliegenden Seite der K.-strasse. Die beiden Betriebe sind
wirtschaftlich eng verbunden. Der Werkverkehr findet über die K.-strasse statt.
Mitarbeiter der beiden Betriebe überqueren die Strasse nach Darlegungen der
Beschwerdeführer mehrmals täglich (mit und ohne Handwagen). Be- und Entladungen
von Lastwagen erfolgen auf beiden Liegenschaften (act. G 1 III./2 f.). Im Amtsbericht
vom 13. September 2014 hielt das kantonale Strasseninspektorat unter anderem fest,
bei der K.-strasse handle es sich aufgrund der Verkehrszahlen, der
verkehrsplanerischen Stellungnahme der Z. AG vom 14. November 2013 sowie der
Funktion - unter Berücksichtigung der Normen der schweizerischen Strassenfachleute
(VSS, SN 640 044) sowie der Aspekte der Verkehrssicherheit - um eine
Quartiersammelstrasse. Massgebend für die Planung dieser Strasse sei die
Fahrzeuggeometrie des Benutzerkreises. Zur Verkehrsberuhigung seien sowohl
betriebliche als auch bauliche Massnahmen möglich. Die vorgesehene Fahrbahnbreite
von 5.8 m (2 x 2.9 m) mit einem Trottoir von 2.2 m Breite erlaube keine übermässigen
Geschwindigkeiten und halte sich an die einschlägigen Normen (VSS, SN 640 201).
Diese Massnahme wirke auf der ganzen Ausbaulänge, zumal die Strasse optisch
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verschmälert werde. Mit dem Einbau einer Mittelinsel könne nur eine partielle Wirkung
erzielt werden (act. G 8/7).
3.3. Im angefochtenen Entscheid führte die Vorinstanz unter anderem gestützt auf
diesen Bericht sowie die Feststellungen der Kantonspolizei, Verkehrstechnik, am
Rekursaugenschein (vgl. act. G 8/19a) aus, die Beschwerdegegnerin habe auch
strassenbauliche Gründe bei der Projektänderung herangezogen und geprüft, ob ein
Verzicht auf die geplante Mittelinsel möglich sei bzw. ob der Ausbau der K.-strasse
auch ohne Mittelinsel den Anforderungen des Strassenbaus entspreche. Die Mittelinsel
sei ursprünglich zwar als zusätzliche Massnahme zur Verkehrsberuhigung vorgesehen
gewesen. Die Sicherheit für Fussgänger werde aber hauptsächlich durch das neue
Trottoir erzielt. Trotz des Verzichts auf die Mittelinsel seien Notwendigkeit und
Zweckmässigkeit des Vorhabens gegeben. Die Auswirkungen des Strassenverkehrs
(unter anderem LKW-Verkehr von F. nach G.) seien, soweit sie in einem
verhältnismässigen Rahmen bleiben würden, von den Anstössern einer öffentlichen
Strasse zu dulden. Die siedlungsorientierte Ausrichtung der Strasse könne auch mit
einem Trottoirbau und mit den im Rahmen des Einspracheverfahrens seitens der
Beschwerdegegnerin vorgeschlagenen Massnahmen verdeutlicht werden. Sodann
bestünden auf dem 450 m langen, weitgehend ebenen Strassenabschnitt gute
Sichtverhältnisse. Beim Strassenprojekt sei - zur Verhinderung von
Geschwindigkeitsüberschreitungen auf der Quartiersammelstrasse - eine möglichst
schmale Fahrbahn und der Bau eines abgesetzten Trottoirs als Fussgängerschutz,
welches die Strasse optisch schmaler wirken lasse, vorgesehen. Der Einbau einer
Mittelinsel würde nur partielle Wirkung im Nahbereich der Insel entfalten, weil
Fahrzeuglenker nach Passieren derselben ihr Fahrzeug wieder beschleunigen würden.
Damit entfalle die Verkehrsberuhigung bereits nach wenigen Metern. Im Rahmen der
Einspracheverhandlungen seien den Beschwerdeführern seitens der
Beschwerdegegnerin mehrere mögliche Verkehrsberuhigungsmassnahmen in
unmittelbarer Nähe ihrer Liegenschaften vorgeschlagen worden. Deren technische
Ausführung sei im Situationsplan 1:500 der Q. AG vom 5. Juni 2013 festgehalten (rote
Pfosten, Bodenmarkungen und Warntafeln „Werkverkehr“). Im Weiteren sei in
Absprache mit den Beschwerdeführern aufgrund der Bedürfnisse des Werkverkehrs
festgelegt worden, wo die Absenkungen der Randsteine für Überfahrten erfolgen
sollten. Dem Begehren der Beschwerdeführer, andere gleichwertige
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verkehrsberuhigende Massnahmen zu prüfen, habe die Beschwerdegegnerin folglich
entsprochen. Die Beschwerdeführer hätten die Vorschläge allerdings ausgeschlagen.
Die K.-strasse erfülle somit die gesetzlichen und technischen Anforderungen auch
ohne eine Mittelinsel (act. G 2 S. 16-18).
Das Projekt führe schliesslich, nachdem die Beschwerdeführer für das Strassenprojekt
weder dauernd noch vorübergehend Boden abzutreten hätten und auch keine anderen
privaten Rechte tangiert seien, zu keinen unverhältnismässigen Eingriffen in das
Eigentum. Wenn die Beschwerdeführer geltend machen würden, dass ihr Werkbetrieb
durch die geplanten baulichen Massnahmen beeinträchtigt werde, würden sie dabei
verkennen, dass die K.-strasse als öffentliche Strasse grundsätzlich jedermann zur
Verfügung stehe und die Anstösser einer öffentlichen Strasse nach Art. 62 StrG keine
besonderen Rechte an derselben hätten. Eine Beschränkung oder Aufhebung von
Einfahrten würden die Beschwerdeführer zu Recht nicht geltend machen (vgl. Art. 65
StrG). Aufgrund der Lage der Industriebauten auf beiden Seiten der K.-strasse ergäben
sich aus dem Betrieb derselben regelmässig Querungen der öffentlichen Strasse;
gelegentlich würden auch Lastwagen auf dem öffentlichen Strassengrundstück
abgestellt bzw. würden in den öffentlichen Strassenraum hineinragen. Dies könne zu
gelegentlichen Verkehrsbehinderungen führen. Zu beachten sei dabei, dass der
Verkehr auf der öffentlichen Strasse durch privaten Werkverkehr nicht behindert
werden dürfe und dass die vom Werkgelände ausfahrenden Fahrzeuge vortrittsbelastet
seien. Es liege demnach, wie am Rekursaugenschein von der Kantonspolizei erläutert,
in der Verantwortung der betriebsführenden Grundeigentümer, für möglichst
reibungslose Lastwagenfahrten zu sorgen; dies gelte auch für das Abstellen von
Lastwagen im Strassenbereich (act. G 2 S. 19).
3.4. Die Beschwerdeführer legen unter anderem dar, die früheren Eigentümerinnen des
Grundstücks Nr. 006 hätten mit der Beschwerdegegnerin im Jahr 1999 im Hinblick auf
den späteren Strassenbau Land abgetauscht. Sie hätten das Land nur abgetauscht,
weil ihnen versichert worden sei, dass die bestehenden Parkierungs- sowie Zu- und
Wegfahrtsmöglichkeiten auch beim Bau einer neuen Strasse gleich benutzt werden
könnten. Bis heute erfolge die Strassenbenützung gleich wie vor dem Landabtausch.
Eine Mittelinsel oder andere verkehrsberuhigende Massnahmen seien zwingend
erforderlich. Unzutreffenderweise gehe die Vorinstanz davon aus, dass es neue
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verkehrsberuhigende Massnahmen gebe, die anstelle der ursprünglich geplanten
Mittelinsel umgesetzt würden. Die Projektänderung von 2013 beinhalte nur den Wegfall
der Mittelinsel, ohne ergänzende verkehrsberuhigende Massnahmen. Im Rahmen des
ursprünglichen Strassenprojekts seien kleinere Anpassungen entlang der
Liegenschaften der Beschwerdeführer immer im Zusatz zu der ursprünglich geplanten
Mittelinsel diskutiert worden. Es habe nie zur Diskussion gestanden, dass diese kleinen
Anpassungen den Wegfall der Mittelinsel möglich machen sollten. Das Fazit des
Amtsberichts treffe nicht zu, da er auf einer falschen tatsächlichen Grundlage beruhe.
Er beziehe sich auf eine erst nach erfolgter Projektänderung erstellte Stellungnahme Z.
AG vom November 2013. Die darin angegebenen Strassendimensionen etc. würden
nicht dem Projekt gemäss technischem Bericht Q. AG von 2011 entsprechen.
Ausserdem werde in der Stellungnahme Z. AG mit veralteten Zahlen (aus dem Jahr
2001) hinsichtlich des Verkehrsaufkommens argumentiert. Im Amtsbericht werde die
künftig zu erwartende Verkehrsbelastung der K.-strasse völlig ausgeklammert. Sodann
sei notorisch, dass auf der K.-strasse gern und häufig gerast werde. Deshalb sei im
ursprünglichen Projekt eine Mittelinsel auch als gerechtfertigt erachtet worden. Eine
Mittelinsel oder andere verkehrsberuhigende Massnahmen seien umso mehr
notwendig, als es nicht beim bisherigen Verkehrsaufkommen bleiben, sondern dieses
massiv zunehmen werde. Mit dem Ausbau der K.-strasse werde weiterer
Durchgangsverkehr auf sie verlagert. Sodann werde die K.-strasse auch von
Schulkindern (zu Fuss oder auf dem Velo) und von vielen Fahrradfahrern benutzt. Auch
deshalb sei sicherzustellen, dass die bisherige Situation mit vielen
Geschwindigkeitsüberschreitungen nicht noch zementiert werde. Der Wegfall allfälliger
Rechte und Nutzungsmöglichkeiten bezüglich der Liegenschaften der
Beschwerdeführer sei selbstverständlich entschädigungspflichtig. Sie würden durch
das vorliegende Strassenprojekt in den bestehenden Parkierungs- sowie Zu- und
Wegfahrtmöglichkeiten auf beiden Liegenschaften beschränkt. Die Annahme der
Vorinstanz, wonach die Beschwerdeführer keine Beschränkung oder Aufhebung von
Zufahrten geltend machen würden, sei aktenwidrig und falsch. Das Strassenprojekt
habe nicht lediglich eine moderate Erhöhung des Schwerverkehrs zur Folge. Die
erhebliche Erhöhung der Gefahrensituation auf ihren Grundstücken hätten sie nicht
einfach hinzunehmen, zumal es möglich sei, die Gefahrensituation mit vertretbarem
Aufwand zu reduzieren oder gar nicht aufkommen zu lassen (act. G 1).
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3.5.
3.5.1. Soweit die Beschwerdeführer einen Augenschein auf ihren Liegenschaften
beantragen (vgl. act. G 1 S. 23, G 12 S. 5 oben), ist festzuhalten, dass sich die
massgeblichen tatsächlichen Verhältnisse für die gerichtliche Überprüfung vollständig
aus den umfangreichen Vorakten samt Plänen und Fotos, dem Protokoll des bereits
durchgeführten Augenscheins (act. G 8/19a) sowie aus dem Geoportal ergeben. Auf
einen Augenschein kann somit verzichtet werden.
Die K.-strasse steht als Gemeindestrasse zweiter Klasse dem allgemeinen
Motorfahrzeugverkehr offen (Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 8 Abs. 2 StrG). Die
Frage, ob inskünftig eine Umklassierung in eine Gemeindestrasse erster Klasse
erfolgen wird oder nicht und inwiefern die Strasse als „Schleichweg“ für den
überörtlichen Verkehr dient, ist vorliegend - da nicht Verfahrensgegenstand - entgegen
der diesbezüglichen Auffassung der Beschwerdeführer (act. G 1 S. 17 Ziff. 47 f. und
Ziff. 51), nicht zu diskutieren. Nach der VSS Norm SN 640 045 "Projektierung,
Grundlagen; Strassentyp Erschliessungsstrassen" vom April 1992, Ziff. 5 Abs. 1,
werden die Sicherheitsanforderungen an Erschliessungsstrassen allgemein durch
geringe Verkehrsmengen und niedrige Geschwindigkeiten angestrebt, weshalb der
Ausbaustandard generell niedrig anzusetzen ist. Der Erschliessungsstrassentyp
"Quartiererschliessungsstrassen" ist zur Erschliessung von Siedlungsgebieten bis 300
Wohneinheiten anzuwenden. Sie ist auf den Grundbegegnungsfall „Lastwagen/
Personenwagen bei stark reduzierter Geschwindigkeit" und auf eine Belastbarkeit von
150 Fahrzeugen pro Stunde auszulegen. Bei Erschliessungsstrassen in Industrie- und
Gewerbegebieten sind die fahrzeuggeometrischen Anforderungen der Lastwagen mit
Anhänger und Sattelschlepper zu beachten (VSS Norm a.a.O., Ziff. 8 Abs. 2 Tabelle 1).
Gemäss VSS Norm SN 640 201 "Geometrisches Normalprofil" vom Oktober 1992
beträgt das für einen Lastwagen erforderliche horizontale Lichtraumprofil 2.7 bis 2.8 m
bei Geschwindigkeiten von 0 bis 40 km/h.
3.5.2. Unbestritten blieb, dass auf der K.-strasse mit einer geplanten Fahrbahn-Breite
von 5.8 m (act. G 8/46) das Kreuzen zwischen Lastwagen und Personenwagen unter
Anwendung der Lichtraum-Werte gemäss der erwähnten VSS Norm 640 201 auf der
ganzen Strecke möglich ist (Begegnung von zwei Lastwagen mit maximal je 2.6 m
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Breite bei entsprechend reduziertem Tempo). Die VSS-Norm 645 045 geht davon aus,
dass Erschliessungsstrassen allen Verkehrsteilnehmern offenstehen (VSS-Norm 645
045 Ziff. 5). Die Überquerung der K.-strasse durch Fussgänger einschliesslich
Handwagen mit Material (vgl. act. G 8/5 5a/23) bleibt somit auch nach der
Strassensanierung möglich (act. G 8/5 5a/26 S. 2). Hinsichtlich des von den
Beschwerdeführern angeführten Landabtausches von 1999 mit zugesicherter
Strassenbenützungsmöglichkeit (act. G 1 S. 5) ist festzuhalten, dass die
Beschwerdegegnerin im Rahmen der Einspracheverhandlungen eine im Interesse der
Beschwerdeführer und des Strassenprojekts liegende Lösung zu erzielen versuchte. In
diesem Rahmen wurde unter anderem bestätigt, dass die Anlieferung durch Lastwagen
an der Längsseite des Gebäudes Vers. Nr. 0008 auch nach der Strassensanierung
weiterhin möglich bleibe und die Benutzung des Trottoirs bis zu einem Meter Breite
tolerierbar sei (vgl. act. G 8/5 5a/23). Insgesamt bleibe die Benutzung (der öffentlichen
Strasse) gewährleistet wie bisher (act. G 8/5 5a/26, G 8/5 5a/27 S. 2 unten). Von dieser
Feststellung ist für das vorliegende Verfahren auszugehen.
Die - von den Beschwerdeführern zu Recht beanstandete (act. G 1 S. 21 Ziff. 61) -
Feststellung im vorinstanzlichen Entscheid (auf S. 19 E. 8.2), wonach die
Beschwerdeführer für das Strassenprojekt weder dauernd noch vorübergehend Boden
abzutreten hätten und auch keine anderen privaten Rechte tangiert seien, bezieht sich
ausschliesslich auf die Projektänderung bzw. die damit weggefallene Mittelinsel (vgl.
act. G 7 S. 3 f.), nicht jedoch auf das Strassenprojekt als Ganzes, für welches vom
Grundstück Nr. 005 der Beschwerdeführer der Erwerb von 18 m Land vorgesehen ist.
Die erwähnte Erwägung 8.2 im vorinstanzlichen Entscheid ist in diesem Sinn zu
präzisieren.
3.5.3. Die fehlende Notwendigkeit einer Mittelinsel wurde im angefochtenen Entscheid
zutreffend damit begründet, dass sich eine zureichende Verkehrsberuhigung auch mit
einer möglichst schmalen Fahrbahn und dem Bau eines abgesetzten Trottoirs, durch
welches die Strasse optisch schmaler wirke, erzielen lasse. Sodann wies die Vorinstanz
auf die örtlich begrenzte Wirkung von Mittelinseln hin und führte die in der
Einspracheverhandlung vom 10. Juni 2013 (act. G 8/5 5a/27) - und damit unmittelbar
vor dem Projektänderungs-Beschluss vom 2. Juli 2013 mit Verzicht auf den Bau der
Mittelinsel (act. G 8/5 5a/28) - diskutierten zusätzlichen
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Verkehrsberuhigungsmassnahmen in unmittelbarer Nähe der Liegenschaften der
Beschwerdeführer auf, deren technische Ausführung im Situationsplan 1:500 der Q. AG
vom 5. Juni 2013 festgehalten sind (rote Pfosten, Bodenmarkungen und Warntafeln
„Werkverkehr“; vorstehende E. 3.3). Der im Einspracheverfahren von den Anwohnern
geäusserte Wunsch, die ursprünglich geplante Mittelinsel in Richtung ihrer
Liegenschaften zu verschieben (vgl. act. G 8/5 5a/6 und 8 [jeweils III.4.]), macht im
Übrigen die örtlich begrenzte Wirkung einer Mittelinsel deutlich, indem die durch die
Insel bewirkte Verkehrsberuhigung im Wesentlichen lediglich den Liegenschaften
zukommt, die sich in unmittelbarer Nähe der Insel befinden (vgl. dazu auch
Stellungnahme des Leiters Verkehrstechnik der Kantonspolizei, H.R., anlässlich des
Rekurs-Augenscheins; act. G 8/19a S. 6). Die von den Beschwerdeführern im Weiteren
ins Feld geführte aktuelle und künftige Verkehrsbelastung (act. G 1 S. 16 f.) bildet für
die Beantwortung der Frage, ob die Mittelinsel anzubringen sei oder nicht, kein
taugliches Kriterium: Zum einen dient eine Mittelinsel insofern nicht der besseren
Bewältigung eines künftigen Mehrverkehrs, als sie den Verkehrsfluss als solchen nicht
zu verbessern vermag. Zum anderen dürfte ein künftig erhöhtes Verkehrsaufkommen
tendenzweise eher tiefere Geschwindigkeiten im betreffenden Strassenbereich
bewirken. Den Bedürfnissen des Werkbetriebs der Beschwerdeführer und ihrem
Anliegen betreffend verkehrsberuhigende Massnahmen, welche unmittelbar im Bereich
ihrer Liegenschaften ihre Wirkung entfalten, trug der vorinstanzliche Entscheid somit
angemessen Rechnung. Im vorliegenden Verfahren stellte die Vorinstanz die
Umsetzung der im Bericht der Q. AG erwähnten Massnahmen in Aussicht mit dem
Hinweis, dass für den Erlass der Signalisation die Kantonspolizei zuständig sei (act. G 7
S. 2 unten). Nachdem der Amtsbericht sich umfassend mit den Planungsgrundlagen
einschliesslich VSS-Normen auseinandersetzte und eine überzeugende Würdigung
vornahm, besteht kein Anlass für die Einholung eines neuen Amtsberichts bzw. eines
Gutachtens betreffend verkehrsberuhigende Massnahmen. Der diesbezügliche Antrag
der Beschwerdeführer (act. G 1 S. 17 Ziff. 45) sowie die weiteren Beweisanträge (act. G
1 S. 23) sind daher abzuweisen.
3.5.4. Insgesamt lässt sich nicht beanstanden, dass die Vorinstanz das Strassenprojekt
K.-strasse 2. Bauetappe in der abgeänderten Variante einschliesslich der
vorgesehenen verkehrsberuhigenden Massnahmen (reduzierte Fahrbahnbreite, neues
Trottoir, Massnahmen im Bereich der Liegenschaften der Beschwerdeführer [rote
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Pfosten, Bodenmarkierungen, Warntafeln „Werkverkehr“]) als rechtmässig bestätigte.
Das Projekt entspricht den Grundsätzen von Art. 32 f. StrG und berücksichtigt die
privaten Interessen der Anstösser in angemessener Weise. Ein Anlass, diesbezüglich in
das Ermessen der Vorinstanz einzugreifen, besteht für das Verwaltungsgericht, dessen
Kognition auf die Korrektur von Rechtsfehlern beschränkt ist (Art. 61 Abs. 1 VRP),
nicht. Insbesondere wies die Vorinstanz (act. G 2 S. 19 E. 8.3) zu Recht darauf hin,
dass die Beschwerdeführer mit ihrem Vorbringen betreffend Beeinträchtigung ihres
Werkbetriebs durch die geplanten baulichen Massnahmen den Charakter der K.-
strasse als öffentliche Strasse verkennen. Letzteres gilt umso mehr, als die Benutzung
der K.-strasse für die Beschwerdeführer bzw. für ihren Werkverkehr wie dargelegt
(vorstehende E. 3.5.2) - im Rahmen der strassenverkehrsrechtlichen Regeln (vgl. dazu
auch E-Mail des Leiters Verkehrstechnik der Kantonspolizei vom 14. November 2014;
act. G 8/18h) - auch nach der Realisierung des Strassenprojekts wie bis anhin möglich
bleiben wird.
3.6. Die Beschwerdeführer rügen im Weiteren, im Einspracheentscheid vom 18. März
2014 seien in einer Art Sammelabweisung gleichzeitig zwei im Jahr 2011 erhobene
Einsprachen zusammen mit der Einsprache aus dem Jahr 2013 abgewiesen worden,
obwohl die Einsprachen und der zugrunde liegende Sachverhalt nicht identisch
gewesen seien. Die Beschwerdegegnerin hätte die Einsprachen aus dem Jahr 2011
gutheissen müssen, da sie letztlich den Anliegen entsprochen habe (act. G 1 S. 12 Ziff.
31 mit Hinweis auf Einspracheentscheid vom 18. März 2014, lit. f [richtig wohl: lit. i]).
Dazu ist festzuhalten, dass Rechtsmittelverfahren, in denen Rügen erhoben werden,
die denselben Streitgegenstand betreffen und zum Teil ähnlich bzw. gleich begründet
werden, nach der Rechtsprechung vereinigt werden (vgl. statt vieler VerwGE B
2009/139, 140 vom 11. Mai 2010, E. 2, in: www.gerichte.sg.ch). In den Einsprachen
von 2011 und 2013 wurden im Wesentlichen identische Rügen erhoben, und es stellten
sich dieselben Rechtsfragen. Es war daher sachgerecht, die Einsprachen in einem
gemeinsamen Entscheid zu erledigen. In den Einsprachen gegen das ursprüngliche
Strassenprojekt vom 30. November 2011 hatten die Einsprecher (und heutigen
Beschwerdeführer) beantragt, zwecks Gewährleistung eines gefahrlosen und ohne
zusätzliche Einschränkungen möglichen Werkverkehrs sei das Strassenprojekt mit
angemessenen, zusätzlichen Massnahmen zu ergänzen (act. G 8/5 5a/6 und 8). Im
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Einspracheentscheid vom 18. März 2014, welcher zum einen die Einsprachen vom 30.
November 2011 (act. G 8/5 5a/6 und 8) gegen den Projekt-Beschluss vom 25.
November 2011 (act. G 8/5 5a/3) und zum anderen die Einsprache vom 2. August 2013
(act. G 8/5 5a/30) gegen den Projektänderungs-Beschluss vom 2. Juli 2013 (act. G 8/5
5a/28) behandelte, wurde unter anderem festgestellt, dass der Antrag, die Liegenschaft
der Einsprechenden sei durch Massnahmen der Verkehrsberuhigung zu schützen,
aufgenommen sei. Zuständig für den Erlass von Signalisationen sei die Kantonspolizei.
Weitere bauliche Massnahmen mit Schwellen seien nicht zweckmässig (act. G 8/1
Beilage, lit. i). Mit Blick auf den Umstand, dass Signalisation und Markierung neuer und
zu korrigierender Verkehrsflächen gesamthaft im Rahmen des Strassen-Projekts zu
planen sind (Art. 28 der Einführungsverordnung zum Eidgenössischen
Strassenverkehrsgesetz, sGS 711.1), wären die Einsprachen von 2011 formell
(teilweise) gutzuheissen gewesen, nachdem der Einspracheentscheid inhaltlich den
Antrag, die Liegenschaft der Einsprechenden sei durch Massnahmen der
Verkehrsberuhigung zu schützen, „aufnahm“ und damit im Ergebnis guthiess.
4.
4.1. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist zusammenfassend festzuhalten, dass
das geänderte Strassenprojekt vom 2. Juli 2013 zu Recht bestätigt und in diesem
Umfang der gegen den Einspracheentscheid vom 18. März 2014 erhobene Rekurs von
der Vorinstanz zu Recht abgewiesen wurde. Hingegen rechtfertigte sich eine
vollumfängliche Abweisung des Rekurses insofern nicht, als die Rekurserhebung mit
Bezug auf die Behandlung der Einsprachen vom 30. November 2011 im
Einspracheentscheid vom 18. März 2014 sich wie dargelegt als berechtigt erwiesen
hatte. Die Tatsache des (teilweise) berechtigterweise erhobenen Rekurses ist bei der
Kostenverlegung zu berücksichtigen. Es rechtfertigt sich mit Blick auf den
Verfahrensausgang, die amtlichen Kosten des Rekursverfahrens (Fr. 3‘500.--) den
Beschwerdeführern im Betrag von Fr. 3‘000.-- und der Beschwerdegegnerin im Betrag
von Fr. 500.-- aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Der im vorinstanzlichen Verfahren von
den Beschwerdeführern geleistete Kostenvorschuss von Fr. 1‘000.-- wird angerechnet.
Auf die Kostenerhebung bei der Beschwerdegegnerin wird verzichtet (Art. 95 Abs. 3
VRP).
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4.2. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist somit Ziff. 1 des angefochtenen
Rekursentscheids aufzuheben und wie folgt neu zu fassen: „Der Rekurs wird in dem
Umfang teilweise gutgeheissen, als die Einsprachen vom 30. November 2011 im
Einspracheentscheid vom 18. März 2014 gutzuheissen gewesen wären“. Im Übrigen ist
die Beschwerde abzuweisen. Ein nur geringfügiges Obsiegen bzw. Unterliegen - wie es
hier vorliegt - wird bei der Kostenverlegung nicht berücksichtigt (VerwGE B 2013/28
vom 12. Februar 2014, E. 7; R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen 2004, S. 94). Die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens sind somit den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1
VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 3'500.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der in gleicher Höhe geleistete
Kostenvorschuss wird verrechnet.
Bei diesem Verfahrensausgang (kein mehrheitliches Obsiegen) besteht kein Anspruch
der Beschwerdeführer auf die Entschädigung ausseramtlicher Kosten (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP; vgl. R. Hirt, a.a.O., S. 182 ff.). Die Vorinstanz und die
Beschwerdegegnerin (vgl. Anträge in act. G 7 und G 10) haben keinen Anspruch auf
ausseramtliche Entschädigung (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 829).