# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c593141e-7b73-49b6-bd47-fc6ad1e8f5cc
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1947, geschieden seit 24. April 1984 sowie Bezü
ger
einer Altersrente, meld
ete sich am 16. August 2011 beim Amt für Zusatz
leis
tungen zur AHV/IV der Stadt Zürich (nachfolgend AZL) zum Bezug von Zusatz
leistungen an (zum Sachverhalt im Folgenden: Urteil des
Sozialversicherungs
gerichts
ZL.2012.00017 vom 21. Juni 2013, Urk. 7/48). Nach entsprechenden Abklärungen sprach ihm das AZL mit Verfügung vom 7./11. Oktober 2011 (Urk. 7/29a, Urk. 7/87/1) ab 1. August 2011 monatliche Ergänzungsleistungen von Fr. 1‘076.- zu. Gleichzeitig verneinte es einen Anspruch auf kanto
nale Bei
hilfen
und
Gemeindezuschüsse. Daran hielt es nach erhobener Einsprache vom 21. November 2011 (Urk. 7/25) mit Entscheid vom 19. Januar 2012 fest
(Urk. 7/33a). Die dagegen erhobene Beschwerde (Urk. 7/33) hiess das Sozialver
sicherungsgericht mit Urteil ZL.2012.00017 vom 21. Juni 2013 in dem Sinne gut, dass es die Sache an das AZL zurückwies, damit diese nach erfolgter Abklärung
über die früheren Wohnsitzverhältnisse
über den Anspruch auf Bei
hilfen und Gemeindezuschüsse ab August 2011 neu verfüge (Urk. 7/48 Disposi
tiv
Ziff.
1). Das AZL nahm daraufhin weitere Abklärungen vor (Urk. 7/52-63). Hernach wies es die Einsprache vom 21. November 2011 nach
Vergleichsbemü
hungen
(Urk. 7/74-76) mit Entscheid vom 18. Juli 2014 erneut ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
2.
September 2014 Beschwerde (
Urk.
1) mit dem Antrag, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids und
in
Gutheis
sung seiner Einsprache vom 21. November 2011 seien ihm
Fr.
4‘840.- zuzüglich eines Zinses von 5 % seit dem 15. Juli 2012,
Fr.
600.- zuzüglich eines Zinses von 5 % seit dem 15. Juli 2013 und rückwirkend seit Juli 2011
Fr.
325.- pro Monat, mindestens aber
Fr.
15‘600.- zuzüglich eines Zinses von 5
%
seit dem 15. Juli 2013 zuzusprechen; eventualiter sei das AZL anzuweisen, die Beihilfen, Gemeindezuschüsse und die Einmalzulage gemäss dem Beschluss des Stadtrates der Stadt Zürich rückwirkend seit 1. Juni 2011 zu gewähren. In der
Beschwer
deantwort
vom 15. Oktober 2014 schloss das AZL auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Gegenstand des angefochtenen Entscheids (
Urk.
2) ist, entsprechend dem Urteil des Sozialversicherungsgerichts ZL.2012.00017 vom 21. Juni 2013 (
Urk.
7/48), der Anspruch auf Beihilfen und Gemeindezuschüsse für die Zeit ab August 2011. Soweit der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) andere
Leis
tungen
beantragt, sind diese nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids, weshalb insoweit auf die Beschwerde nicht einzutreten ist.
2.
Im Rückweisungsurteil vom 21. Juni 2013 (
Urk.
7/48 E. 4 und Dispositiv
Ziff.
1) hat das Gericht
den
Einspracheentscheid
vom 1
9.
Januar 2012 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie
nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen über den Anspruch auf Beihilfen und Gemeindezuschüsse ab August 2011 neu
verfüge
. Entgegen dieser Anordnung hat die Beschwerdegegnerin jedoch nach Abschluss der Abklärungen und Vergleichsbemühungen keine neue Verfügung
,
sondern unmittelbar den ange
fochtenen
Einspracheentscheid
vom 1
8.
Juli 2014 (
Urk.
2) erlassen.
Das Verwaltungsverfahren ist als Einheit zu begreifen, die das
Verfü
gungs
- und das
Einspracheverfahren
umfasst. Mit der Einsprache wird eine Verfügung zwar - einem Rechtsmittel gleich - angefochten. Dabei bleibt jedoch die nämliche Verwaltungsbehörde zuständig. Die Einsprache ist also kein
devolutives
Rechtsmittel. Vielmehr erhält die verfügende Stelle die Möglichkeit, die angefochtene Verfügung nochmals zu überprüfen. Der
Einspracheentscheid
tritt an die Stelle der ursprünglichen Verfügung, die Verfügung wird durch den
Einspracheentscheid
ersetzt (BGE 131 V 407 E. 2.1.2 und 2.1.2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_539/2014 vom 1
8.
Dezember 2014 E. 2.1 mit weiteren Hin
weisen).
Bei einer Rückweisung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung hat die Verwaltung somit das gesamte Verwaltungsverfahren mit Verfügung und - wenn gegen die Verfügung Einsprache erhoben wird -
Einspracheentscheid
nochmals durchzuführen, auch wenn mit dem kantonalen Urteil nur der
Ein
spracheentscheid
aufgehoben wurde. Denn, wie oben ausgeführt, der
Ein
spracheentscheid
ersetzt die Verfügung, so dass auch bei Aufhebung des
Ein
spracheentscheids
durch die Rechtsmittelinstanz keine Verfügung mehr exis
tiert, die Grundlage für einen neuen
Einspracheentscheid
darstellen könnte.
Indem die Beschwerdegegnerin nach dem Rückweisungsentscheid vom 2
1.
Juni 2013 keine neue Verfügung, sondern unmittelbar den
Einspracheentscheid
vom 1
8.
Juli 2014 erlassen hat, hat sie das Verwaltungsverfahren nicht korrekt
durchgeführt. D
er angefochtene Entscheid (
Urk.
2)
ist daher
aufzuheben und die Sache
ist
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach rechts
kräftigem Abschluss des vorliegenden Verfahrens
eine Verfügung und hernach gegebenenfalls einen
Einspracheentscheid
erlasse
.
3.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen
, soweit auf sie einzutreten ist.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens erübrigen sich weitere materielle Erörterun
gen.