# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 516a2f00-803a-5c7a-9d3f-0f834822b429
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ A. , geb. 1927, erwarb 1946 den Führerausweis für Personenwagen. Am
5. Dezember 2006 wurde er verwarnt, weil er die signalisierte Höchstgeschwindigkeit
missachtet hatte. Am 14. September 2008, um 15.16 Uhr, lenkte A. den
Personenwagen Volvo in Altstätten innerorts auf der Stoosstrasse Richtung Zentrum.
Mit einem automatischen Verkehrsüberwachungsgerät wurde eine Geschwindigkeit
von 70 km/h gemessen. Nach Abzug der Sicherheitsmarge von 3 km/h wurde eine
Geschwindigkeitsüberschreitung von 17 km/h festgestellt.
Mit Verfügung vom 6. Januar 2009 entzog das Strassenverkehrsamt A. den
Führerausweis wegen leichter Widerhandlung gegen die Strassenverkehrsvorschriften
für die Dauer eines Monats.
B./ Gegen den Ausweisentzug erhob A. mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom
19. Januar 2009 Rekurs, der von der Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom
25. Juni 2009 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 15. Juli 2009 erhob A. Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Entscheid der Verwaltungsrekurskommission
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sei aufzuheben, es sei zu prüfen, ob die Geschwindigkeitsmessanlage von gleicher Art
sei wie diejenige, welche in verschiedenen Kantonen zu krassen Fehlmessungen
geführt habe, falls dies zutreffe, sei der Führerausweisentzug aufzuheben, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge.
Aufgrund der uneinheitlichen Praxis des Bundesgerichts zur Zuständigkeit des
Verwaltungsgerichts übermittelte dieses die Beschwerde am 6. August 2009 dem
Bundesgericht zum Entscheid. Das Bundesgericht entschied über die Angelegenheit
am 6. November 2009 (1C_346/2009). Es hielt fest, die Verwaltungsrekurskommission
sei auf dem Gebiet der Massnahmen im Strassenverkehr kein oberes Gericht im Sinne
von Art. 86 Abs. 2 des Bundesgerichtsgesetzes (SR 173.110). Das Bundesgericht trat
auf die Beschwerde nicht ein und wies die Sache zur weiteren Behandlung an das
Verwaltungsgericht zurück.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 19. November 2009 die
Abweisung der Beschwerde.
Der Beschwerdeführer erhielt Gelegenheit, zur vor-instanzlichen Vernehmlassung
Stellung zu nehmen. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 15. Januar 2010 hielt er
an seinem Antrag fest, es sei zu prüfen, ob die technischen Vorschriften bei der
Messung eingehalten worden seien.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (BGE 1C_346/2009
vom 6. November 2009). Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels
legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die Beschwerdeeingabe vom
15. Juli 2009 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die
Beschwerde ist einzutreten.
2. Nach Art. 16 Abs. 2 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt SVG) wird
nach Widerhandlungen gegen die Strassenverkehrsvorschriften, bei denen das
Verfahren nach dem Ordnungsbussengesetz (SR 741.03, abgekürzt OBG)
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ausgeschlossen ist, der Lernfahr- oder Führerausweis entzogen oder eine Verwarnung
ausgesprochen. Das Gesetz unterscheidet in Art. 16a bis 16c SVG zwischen leichten,
mittelschweren und schweren Widerhandlungen. Eine leichte Widerhandlung begeht,
wer durch Verletzung von Verkehrsregeln eine geringe Gefahr für die Sicherheit anderer
hervorruft und ihn dabei nur ein leichtes Verschulden trifft (Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG).
2.1. Fest steht, dass beim Beschwerdeführer eine Überschreitung der zulässigen
Innerorts-Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h um 17 km/h gemessen wurde. In der
Beschwerde bestreitet der Beschwerdeführer die Korrektheit der Messung. Er verlangt
einen Amtsbericht der Kantonspolizei über das eingesetzte Messgerät, dessen Eichung
und allfällige Funkstörungen sowie über das eingesetzte Personal und über dessen
Schulung.
Fest steht, dass der Beschwerdeführer im Strafverfahren die Messung bzw. die
Korrektheit der Messung nicht bestritten hat und die Bussenverfügung in Rechtskraft
erwachsen ist. Fest steht weiter, dass der Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme
vom 23. Dezember 2008 an das Strassenverkehrsamt die Verkehrsregelverletzung
ausdrücklich anerkannte und festhielt, er habe sich "aktiv zur Regelverletzung
bekannt". Auch im Rekursverfahren brachte er keine Einwendungen gegen die
Korrektheit der Messung vor. Die Bestreitungen in der Beschwerde erschöpfen sich in
allgemeiner Kritik und allgemeinen Hinweisen über angebliche Ungenauigkeiten bei
Radarmessungen sowie bekannten Vorfällen in anderen Kantonen. Konkrete
Umstände, welche Mängel an derjenigen Messung erkennen lassen, welche Grundlage
der dem Beschwerdeführer zur Last gelegten Widerhandlung ist, werden hingegen
nicht vorgebracht und sind aufgrund der Akten nicht ersichtlich. Daher ist auf weitere
Abklärungen zu verzichten, und es ist mit der Vorinstanz und in Übereinstimmung mit
der rechtskräftigen Bussenverfügung davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
eine Geschwindigkeitsüberschreitung um 17 km/h beging.
2.2. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen um 17 km/h im Innerortsbereich ist das
Ordnungsbussenverfahren nicht mehr möglich (Ziff. 303.1 des Anhangs 1 zur
Ordnungsbussenverordnung, SR 741.031). Zu Recht hat die Vorinstanz die
Widerhandlung als leicht im Sinn von Art. 16a Abs. 1 lit. a SVG qualifiziert. Da der
Beschwerdeführer am 5. Dezember 2006 wegen Geschwindigkeitsüberschreitung
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verwarnt wurde, kommt Art. 16a Abs. 2 SVG zur Anwendung. Danach wird nach einer
leichten Widerhandlung der Führerausweis für mindestens einen Monat entzogen,
wenn in den vorangegangenen zwei Jahren der Ausweis entzogen war oder eine
andere Administrativmassnahme verfügt wurde. Mit der Verwarnung vom 5. Dezember
2006 ist diese Voraussetzung erfüllt, weshalb der Führerausweisentzug rechtmässig ist.
Die Mindestentzugsdauer von einem Monat kann nicht unterschritten werden, weshalb
die Vorbringen bezüglich beruflicher Angewiesenheit auf den Ausweis unbegründet
sind. Dieser Umstand wurde berücksichtigt, indem die Mindestentzugsdauer
angeordnet wurde. Es kann im übrigen vollumfänglich auf die zutreffenden Erwägungen
des angefochtenen Entscheids (E. 2a bis d) verwiesen werden.
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde abzuweisen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zu Lasten des Beschwerdeführers (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'500.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht