# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4dd4bbea-8ef2-4dc7-a148-d28cb1c3282b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Mit Feststellungsverfügung vom 10. April 2017 (Urk. 3/10) legte die Suva fest, dass Z._, wohnhaft in A._, für seine Tätigkeit als Taxifahrer bei den Sozialversicherungen als unselbstän
digerwerbend gelte, wenn er durch die Y._ vermittelt werde. Die dagegen von der X._. (einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung niederländischen Rechts) und der Y._ erhobene Einsprache vom 11. Mai 2017 (Urk. 3/11) wies die Suva mit Entscheid vom 28. September 2017 (Urk. 2) ab.
2.
Dagegen liessen die X._. und die Y._ mit Eingabe vom 30. Oktober 2017 (Urk. 1/1) Beschwerde an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich erheben mit folgenden Anträgen:
In formeller Hinsicht:
-
Auf die vorliegende Beschwerde sei einzutreten.
In materieller Hinsicht:
-
Der Einspracheentscheid vom 28. September 2017 UID 701-74056.4 der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) bezüglich der sozialversicherungsrechtlichen Stellung von Herrn Z._ sei aufzuheben;
-
Es sei festzustellen, dass Herr Z._ seine Tä
tig
keit als Fahrer im Zusammenhang mit der Uber-App als Selbstständi
gerwerbender ausübte;
-
Es sei festzustellen, dass weder X._. noch Y._ oder eine sonstige Gesellschaft der Uber-Gruppe Arbeit
geber von Herrn Z._ war;
-
Es sei festzustellen, dass Herr Z._ als Selbst
ständig- erwer
bender nicht obligatorisch unfallversichert ist;
-
Es sei festzustellen, dass weder X._. noch Y._ oder eine sonstige Gesellschaft der Uber-Gruppe Sozial
versicherungsbeiträge auf die an Herrn Z._ im Zu
sammenhang mit der Verwendung der Uber-App geleisteten Zahlungen zahlen musste;
-
X._. und Y._ sei eine Entschädi
gung für die durch das Beschwerdeverfahren entstandenen Parteikos
ten zuzusprechen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Zu prüfen ist, ob das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich für die Be
handlung der vorliegenden Beschwerde örtlich zuständig ist
2.
2.1
Nach Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zuständig, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde füh
rende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat.
Der Wortlaut von Art. 58 Abs. 1 ATSG lässt für die Ordnung der örtlichen Zustän
digkeit zwar eine Parallelität der Anknüpfung an die Wohnsitze der ver
sicherten Person oder der Drittperson erkennen, aus der Wortwahl des Gesetz
gebers, der bewusst den „Wohnsitz“ und nicht auch den „Sitz“ nannte, geht je
doch der gesetzgeberische Wille hervor, dass dasjenige Gericht ört
lich zuständig sein soll, dass einen besonderen Bezug zur versicherten Person hat (Ueli Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015, N 16 f. zu Art. 58 ATSG). Mit anderen Worten ist Art. 58 Abs. 1 ATSG nur auf na
türliche Perso
nen anwendbar, da nur sie einen Wohnsitz haben kön
nen; ju
ristische Personen - wie etwa die Beschwerdeführerinnen - haben le
diglich einen Sitz, aber keinen Wohnsitz.
2.2
Befindet sich der Wohnsitz der versicherten Person oder des Beschwerde füh
renden Dritten im Ausland, so ist das Versicherungsgericht desjenigen Kan
tons zuständig, in dem sich ihr letzter schweizerischer Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber Wohnsitz hat; lässt sich keiner dieser Orte ermitteln, so ist das Versicherungsgericht desjenigen Kantons zu
ständig, in dem das Durchführungsorgan seinen Sitz hat (Art. 58 Abs. 2 ATSG).
Auch die Anwendung dieser Bestimmung setzt zunächst voraus, dass es sich bei der versicherten Person oder beim Dritten um eine natürliche Person handelt. Es wird wiederum auf den „Wohnsitz“ abgestellt; lediglich subsidiär auf den „Sitz“ des Durchführungsorgans. Art. 58 Abs. 2 ATSG kommt aller
dings ohnehin nur dann zur Anwendung, falls sich der Wohnsitz der versi
cherten Person oder des Dritten im Ausland befindet. Ein allfälliger auslän
discher Wohnsitz eines Drit
ten ist zudem nur dann massgebend, wenn nicht ein schweizerischer Wohnsitz der versicherten Person selbst besteht (Kieser, a.a.O., N 32 zu Art. 58 ATSG).
3.
Da die versicherte Person, Z._, wie bereits erwähnt, Wohn
sitz in A._ hat, ergibt sich ohne Weiteres aus Art. 58 Abs. 1 ATSG die örtliche Zuständigkeit des Kantons Waadt beziehungs
weise seines Sozialversicherungsgerichts. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass die versicherte Person nicht selbst Beschwerde führt. Da es sich bei den Beschwerdeführe
rinnen nicht um natürliche Personen handelt, können sie keinen Wohnsitz im Sinne des Gesetzes begründen. Die Beschwerdeführerinnen haben ledig
lich Sitze, die aber - wie ausgeführt - zur Begründung der örtlichen Zustän
digkeit nach Art. 58 ATSG nicht ausreichen. Dass es sich bei der gesetz
gebe
rischen Entscheidung, in erster Linie auf den Wohnsitz (und nicht auch auf den Sitz juristischer Personen) abzustellen (vgl. Kieser, a.a.O., N 7 zu Art. 58 und passim), nicht um ein Versehen des Gesetzgebers handelt, geht insbe
son
dere auch aus Art. 58 Abs. 2 ATSG hervor, in welcher Bestim
mung zwi
schen „Wohnsitz“ und „Sitz“ differenziert wird und beide Begriffe genannt werden.
Auf die Beschwerde ist somit mangels örtlicher Zuständigkeit des hiesigen Ge
richts nicht einzutreten. Die Sache ist nach Eintritt der Rechtskraft des vorlie
genden Entscheides an das
Tribunal cantonal, Cour des assurances sociales, des Kantons Waadt
zu überweisen. Angesichts dessen sind die weiteren Eintretens
voraussetzungen (etwa Feststellungsinteresse) sowie die Frage der Beschwerde
legitimation nicht vom hiesigen Gericht zu prüfen.