# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c899946e-8e81-4039-96b7-59c07b794566
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1987 geborene
X._
absolvierte eine Ausbildung zur
„
Kauf
frau
erweiter
t
e Grundbil
dung
“
(Urk.
8/
3/1
) und
arbeitete zuletzt
vom 1. Juni 2008 bis 31.
Juli
2009 (letzter effektiver Arbeitstag: 26. März 2009)
mit einem Pen
sum von
100 %
als
„
Ad
ministratorin
1
“
bei d
er
X._
(Urk. 8
/
15
/2-5
)
.
Am 29. Juli
20
09
meldete sie sich bei der Invalidenversicherung zu
m
Leistungs
bezug
an (Urk.
8/4
).
Nach Abklärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse
stellte
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
m
it Vorbescheid vom 30. Juni 2010
(Urk. 8/26)
unter Hinweis auf
einen fehlenden
versicherungsrele
vanten
Gesundheitsschaden die Abweisung des Leistungsbegehrens
in Aussicht
, wogegen
die
Versicherte
am 22. Juli 2010 Einwand (Urk. 8/31) erhob
. In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrische Begutachtung durch
Dr.
med.
Z._
, Leitende Ärztin, und
Dr.
med.
A._
, Assistenzärztin
,
B._
; Expertise vom 24. Mai
2011
und
Ergänzung vom
13.
September 2011 [Urk. 8/60 und Urk. 8/64]).
Am
19. Oktober 2011
auferlegte
die IV-Stelle der Versicherten
eine
Schadenminderungspflicht
(Teilnahme an einer störungsspezifi
schen-psychiatrischen Therapie)
unter dem Hinweis, dass eine diesbezügliche Überprüfung im Rahmen der amtlichen Revision per September 2012 vorgesehen sei
(Urk. 8/68
).
Mit Verfügung
en
vom
3.
Feb
r
uar
201
2
(Urk. 8/
79-80
)
sprach ihr die IV-Stelle bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente
mit Wirkung ab 1. Februar 2010
respektive
– nach der Geburt einer Tochter (Urk. 8/54/4) -
mit Kinderrente ab 1. September 2010
zu
.
1.2
Im
September
2012 leitete die IV-Stelle eine revisionsweise Überprüfung des Rente
nanspruchs in die Wege (Urk.
8/83
) und klärte erneut die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse
der Versicherten
ab. Mit Mitteilungen vom 31. Juli 2013 (Urk. 8/90) und vom 11. November/10. Dezember 2013
(Urk. 8/95
und Urk. 8/98)
gewährte
ihr die IV-Stelle
Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche durch eine Eingliederungsberaterin sowie einen Arbeitsversuch im
C._
vom
6. Januar bis 4. Juli 201
4.
Der
Arbeitsversuch wurde
unter Hinweis darauf, dass sich die Versicherte aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation nicht in der Lage gesehen habe,
diesen
anzu
treten,
mit Mitteilung vom 6. März 2014 (Urk. 8/100)
abgebrochen
und die
Ein
gliederungsberatung
abgeschlossen.
Am 23. April 2014
nahm
die IV-Stelle eine
Haushalt
s
a
bklärung
vor
(Urk. 8/112)
. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/118)
hob die IV-Stelle am 9. März
2015 (Urk. 2) die
rentenzuspre
chen
den
Verfügungen vom 3. Februar
2012
(Urk. 8/79-80)
wiedererwägungsweise auf und
stellte
gleichzeitig
die Ausrichtung der Rente auf Ende des nach der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
ein
.
2.
Gegen die Verfügung vom 9. März
2015 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 13. April
2015 unter Auflage des Berichts des
D._
vom 8. Mai 2009 (Urk. 3/3) sowie einer Rechnung betreffend Kinderbetreuung vom 1. April 20
14 (Urk. 3/4
) Beschwerde (Urk. 1) und beantragte die Aufhebung der Verfügung sowie die
Weitera
usrichtung der bisherigen
ganzen
Rente (S. 2). Mit Ver
nehmlassung vom 7. Mai 2015 (Urk. 7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 12. Mai 2015 zur K
enntnis gebracht wurde (Urk. 9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
tels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hin
weisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszu
stan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
sprache
ent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs
mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invalidi
täts
bemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.4
Der Revisionsordnung gemäss
Art.
17 ATSG geht jedoch der Grund
satz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf eine formell rechts
kräf
tige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterli
cher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrich
tig und ihre Be
rich
tigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E. 2a;
Art.
53
Abs.
2
ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine
Renten
ver
fü
gung
auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des
Art.
17
Abs.
1
ATSG nicht erfüllt sind. Wird die zweifellose Unrichtigkeit der ursprüng
lichen Rentenverfügung erst vom Gericht festgestellt, so kann es die auf
Art.
17
Abs.
1 ATSG gestützte Revisionsverfügung der Verwaltung mit die
ser Begrün
dung schützen (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen). Nach der Rechtsprechung lässt sich eine allgemein gültige
betragliche
Grenze für die Voraussetzung der Erheblichkeit der Berichtigung nicht festlegen. Massgebend sind vielmehr die gesamten Umstände des Einzelfalles. Bei periodischen Leis
tungen ist die Erheb
lich
keit der Berichtigung zu bejahen (BGE 119 V 475 E. 1c; Urteil des Bundes
gerichts 9C_11/2008 vom 29. April 2008 E. 4.2 mit Hinwei
sen
)
.
Zweifellose Unrichtigkeit im wiedererwägungsrechtlichen Sinne liegt etwa vor, wenn die Verfügung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlas
sen oder wenn
massgebliche
Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wurden. Weiter kann eine zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen
Renten
verfügung
auch bei unrich
tiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sach
verhalts gegeben sein. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige
Sachver
haltsabklärung
aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61
lit
. c ATSG). Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient somit der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung
einschliesslich
unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdi
gung des Sachverhalts. Eine auf keiner nachvollziehbaren ärztlichen Einschät
zung der
massgeblichen
Arbeitsfähigkeit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die entsprechende Verfügung zweifellos unri
chtig im
wiedererwägungsrechtli
chen Sinne (Urteil des Bundesgerichts 8C_947/2010 vo
m 1. April
20
11 E.
2.2.1 mit weiteren Hinwei
sen). Auch klar unzutreff
ende An
nah
men, die für die Diag
nosestellung von entscheidender Bedeutung sind, könne
n in gleicher Weise wie das Fehlen einer nachvollziehbaren fachärztli
chen Einschätzung der Arbeitsfä
higkeit eine Leistungszusprechung als zwe
ifel
los unrichtig im wiedererwä
gungsrechtlichen Sinne erscheinen lassen (Urteil des Bundesgerichts 9C_86/2013 vom 30. April 2013 E. 2.1 mit Hinweisen).
1
.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt, in Kenntnis der
Vor
ak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
rentenaufhebenden
Entscheid (Urk. 2) damit, dass im Zeitpunkt der
Rentenzusprache
keine lang dauernde, zu einer In
validität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
im Sinne von
Art. 4 Abs. 1 IVG vorgelegen habe. Bei den damals gestellten Diagnosen
ein
er
Panik
störung
und
ein
er depressiven Episode (mittleren Grades)
habe
es sich um keine
stabile
n
, dauerhafte
n
und austherapierte
n
psychische
n
Leiden gehandelt, weshalb
der damali
gen Einschätzung
der
100%ige
n
Arbeitsunfähigkeit nicht hätte ge
folgt werden dürfen.
Im Weiteren
sei
die Tatsache, dass die Beschwerde
führerin bei der
Rentenzusprache
ein bereits fünfmonatiges Kind
gehabt habe
, nicht be
rücksichtigt worden und
sie
sei
ohne Abklärung weiterhin als voll erwerbs
tätig qualifiziert worden.
Entsprechend sei der Sachverhalt bei der
Renten
zusprache
aufgrund des nicht stabilen Gesundheitszustandes und der nicht abge
klärten Qualifikation offensichtlich falsch beurteilt worden, weshalb die ursprüng
lichen Verfügungen in Wiedererwägung zu ziehen
seien
und die Inva
lidenrente mit Wirkung für die Zukunft einzustellen sei
.
Schliesslich hätten die Abklärungen
im
Revisionsver
fahren
keine Veränderung beziehungsweise Verschlechterung de
s Gesundheits
zustand
e
s ergeben
(S. 2-3).
2.2
Die Beschwerd
eführerin
stellte sich demgegenü
ber
auf den Stand
punkt, es fehle an der zweifel
los
en Unrichtigkeit der ursprünglichen
Rentenzusprache
. Für eine Wiedererwägung bleibe kein Raum, nachdem der
medizinische
Sachverhalt im damaligen Zeitpunkt g
utachterlich
und im
Einwandverfahren
rechtlich über
prüft worden sei
und sich die Beschwerdegegnerin nach umfassender
Beweis
würdigung
zur
Zusprache
einer
ganzen Rente entschieden habe
.
Sie
sei zudem
der ihr von der Beschwerdegegnerin auferlegten Schadensminderungspfl
icht nachgekommen, indem sie sich einer entsprechenden Therapie unterzogen habe
(Urk. 1
S. 5
-7
)
. Im Weiteren gehe die Beschwerdegegnerin zu Unrecht davon
aus, die qualifikationsrechtliche Beurteilung sei im Zeitpunkt der ursprüngli
che
n
Rentenzusprache
falsch gewesen. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass sie
ohne gesundheitliche Einschränkungen
auch
nach der Geburt ihres ersten Kindes
weiterhin zu 100 % erwerbstätig gewesen
wäre
(S. 8
-11
)
.
Was schliess
lich die revisionsweise Überprüfung der Rente betreffe, so könne
weder
auf
den Bericht
von Prof.
Dr.
med.
E._
, F
MH
für Psychiatrie und Psychotherapie,
noch
auf
jenen von
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychothe
rapie, ab
ge
stellt werden, da diese Berichte nicht aktuell seien, die Situation im
Berichts
zeitpunkt
nicht richtig abbildeten respektive
die entsprechende Be
handlung nur kurz gedauert habe. Im Übrigen h
ab
e im Zeitpunkt
des Erlasses
der ange
foch
tenen Verfügung keine Arbeitsfähigkeit bestanden
(
S. 12-14).
3
.
Im Rahmen der
Rentenzusprache
vom
3
. Februar 201
2
(Urk. 8/79-80)
stützte sich die Beschwerdegegnerin in medizinischer Hinsicht auf das von ihr in Auf
trag gegebene psychiatrische Gutachten des
B._
vom 24. Mai 2011
samt Ergän
zung vom 13. September 2011
(Urk. 8/60
und Urk. 8/64
;
Urk. 8/67 S. 2-3)
.
Die
B._
-
Gutachterinnen
Dr.
Z._
und
Dr.
A._
stellten
dabei
folgende Diag
nosen
(
Urk. 8/60
S.
23
):
Panikstörung
(episodisch paroxysmale Angst
,
ICD-10 F
41.0) seit Oktober 200
8
Diagnose
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit: Status nach mittel
gradi
ger depressiver Episode (ICD-10 F32.1) mit Suizidversuch 05/2009
Die
Dres
.
Z._
und
A._
führten aus
, die Beschwerdeführerin habe
sich nach der
Hospitalisation
im
D._
im Mai 2009 gemäss eigenen An
gaben in ihrem Alltag mit Dingen
konfrontiert, die ihr zuvor schwer gefallen seien
,
wie beispiel
s
weise in Läden zu gehen, Kollegen zu treffen und
sich
ohne
Begleitung ihrer Mutter
in die Therapie zu begeben. Bei wichtigen Terminen und Treffen mit fremden Leuten sowie in Situationen,
in denen
sie nicht wisse, ob sie jederzeit wieder weggehen könne, nehme sie das Medikament
Xanax
ein
, wel
ches bewirke, dass die innere Unruhe weniger werde und sie wieder tief durch
atmen könne
(S. 12).
Sie begleite
unter anderem
ihren Ehemann zu Vor
stel
lungsgesprächen und führe dort auch Übersetzungen durch. Diese Termine könne sie gut wahrnehmen, da sie dort nicht die Hauptperson sei, und
sie
be
nötige dafür auch keine Einnahme von
Xanax
(S. 14).
Im Weiteren wurde darauf hin
ge
wiesen, dass
ein
Vermeidungsverhalten
bestehe
, namentlich in Bezug auf Interaktionssituationen (Unterhaltung mit Fremden), in welchen die Beschwerdeführerin das Gefühl habe, es könnten Panikattacken auftreten. Sie befürchte, die Situationen nicht verl
assen zu können, ohne dass dies
e
vom Gegenüber beobachtet würden und eine
entsprechende
negative Be
wertung erfolge.
A
us Angst vor einer peinlichen Situation und
einer
negativen
Beurteilung
vermeide
sie
das Aufsuchen von Leistungssituationen, in denen sie eine Handlung durchführen müsse, die von fremden Personen beobachtet oder bewertet werden könnte (Essen und Trinken vor ihr unbekannten Personen
;
S. 17 und S. 19).
B
eim Auftreten der Angstsymptomatik
komme es gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin
zu vegetativen Begleitsymptomen wie Herz
klopfen, Zittern und Schwitzen
(S. 17)
.
Die Gutachterinne
n
wiesen
ferner
darauf hin,
bei der Beschwerdeführerin
be
stehe
eine ausgeprägte Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst, ICD-10 F41.0; S. 19).
Die
Diagnose einer sozialen Phobie sowie einer generalisierten Angststörung
könne hingegen
nicht gestellt werden. Gleichermassen seien zum Zeitpunkt der Untersuchung keine
Hinweise für eine depressive Symptomatik ersichtlich gewesen (S. 20
und S. 21
), wobei es schwierig sei,
Angaben zum früheren Verlauf der depressiven Erkrankung zu machen. Es sei davon auszuge
hen, dass die Beschwerdeführer
in
komorbid
unter depressiven Symptomen zum einen im Rahmen der Interruptio (05/200
9
), zum anderen im Zusammenhang mit der Angststörung erkrankt
sei
, welche in Bezug auf die Intensität fluktuiert habe (S. 24).
Die
Dres
.
Z._
und
A._
hielten
weiter
fest
, die Beschwerdeführerin sei auf
grund der ausgeprägten Angstsymptomatik aktuell in ihrer angestammten Tätigkeit als Kauffrau
zu 100 % arbeitsunfähig. Voraussetzung für die Wieder
auf
nahme ihr
er Tätigkeit sei eine intensive,
am ehesten ambulante
,
Psycho
therapie für die Dauer von drei bis vier Monate
n
, um mit einem
schrittweisen
Integrati
onsversuch
zu beginnen. Es sei davon auszugehen, dass
sie
nach besag
ter The
rapie in ihrer angestammten Tätigkeit
wieder
zu 50 % arbeitsfähig sein werde. Anschliessend könne im Rahmen eines Rehabilitationsprogramms mit zuneh
mender Stundenanzahl und Anforderung über drei bis sechs Monate ver
sucht werden, das ursprüngliche Arbeitspensum wieder aufzubauen, wobei gegen
wär
tig noch nicht beur
teilt werden könne, ob eine 100
%ige Arbeits
fähig
keit er
reicht werden könne (S. 22
und S. 25
).
Eine angepasste Tätigkeit sei nicht indi
ziert. Die Beschwerdeführerin sei qualifiziert, habe eine abge
schlossene Aus
bil
dung und einige Jahre Berufserfahrung.
Schliesslich
sei sie als Hausfrau zu 100 % arbeitsfähig (S. 24).
Am 13. September
2011
ergänzten
die
Dres
.
Z._
und
A._
ihr Gutachten
(Urk. 8/64)
und
wiesen darauf hin
, dass
die Beschwerdeführerin
seit dem 26. Febru
ar 2009 in ihrer bisherigen Tätigkeit vollumfänglich arbeitsunfähig sei
. Im Weiteren sei die Angststörung bisher nicht ausreichend behandelt worden
(vgl. auch Urk.
8/
60 S. 21-22)
. Bei der psychischen Erkrankung der Beschwer
deführerin handle es sich um ein vorübergehendes Leiden, welches mit einer störungsspezifischen Therapie nach aktuellen Behandlungsrichtlinien nicht zu ei
nem andauernden und invalidisierenden Gesundheitsschaden führen müsse (S. 2).
4.
4.1
Im Rahmen des Revisionsverfahrens
holte die Beschwerdegegnerin folgende Berichte ein:
4.2
Die Hausärztin der Beschwerdeführerin,
Dr.
med.
G._
, FMH Allgemeine Medi
zin und Fähigkeitsausweis für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin (APPM) sowie für Manuelle Medizin (SAMM), führte in ihrem Bericht vom 5. Oktober 2012 (Urk. 8/83/4) folgende Diagnosen auf:
Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst
,
ICD-10 F41.0) seit Oktober 2008
Status nach mittelgradiger depressiver Episode (ICD-10 F 31.1) mit Suizid
versuch 05/2009
Dr.
G._
wies darauf hin, dass sich die Beschwerdeführerin bezüglich der
Panik
störung
und vor allem der mittelgradigen depressiven Episode stabilisiert habe. D
a d
ie Panikstörung
vor allem zum Tragen
komme
, wenn die Beschwer
defüh
rerin in Kontakt mit ihr fremden Menschen oder einer fremden Umgebung komme
, habe bis jetzt keine Arbeitsfähigkeit erreicht werden können. Die Be
schwerden der Angststörung seien auch bei bester Willensanstrengung der Beschwerdeführerin immer noch nicht überwindbar. Eine der Be
hinderung ange
passte Tätigkeit müsse im Sinne einer Arbeit gesehen werden, bei welcher
die Beschwerdeführerin
nicht mit Situationen konfrontiert werde, welche
Panik
atta
cken
a
uslöse. Entsprechend schlug Dr.
G._
eine Berentung für weitere zwölf Monate vor, damit in dieser Zeit versucht werden könne, die Beschwer
deführe
rin so zu stabilisieren, dass die Arbeitsaufnahme in einer
behinderungs
an
ge
passten
Tätigkeit oder im ersten Arbeitsmarkt diskutiert werden könne.
4.
3
Prof.
Dr.
E._
, welcher die Beschwerdeführerin seit 22. September 2011 betreut,
nannte
in seinem Bericht vom 2. November 201
2
(Urk. 8/85) folgende Diagnose
mit Auswirkungen
auf
die Arbeitsfähigkeit (S. 1 Ziff. 1.1):
Panikstörung mit Agoraphobie, zum grossen Teil in Remission, mit überdau
ernder Angst vor der Angst (ICD-10 F41.0)
Der Arzt führte aus, die Beschwerdeführer
in
leide gemäss eigenen Angaben
weiterhin
an
gelegen
tlich auftretende
n
Panikattacken
, welche sie mit dem Medi
ka
ment
Xanax
gut
beherrsche
. Sie habe gelernt, sich mit angstauslösenden Situa
tionen zu konfrontieren (S. 2 Ziff. 1.4).
I
n Situationen mit fremden Menschen - namentlich wenn es sehr viele Personen seien und die Beschwer
deführerin den Eindruck habe, sie könne die jeweilige Situation nicht schnell verlassen –
be
stehe
nach wie
vor eine niedrige Angstschwelle
(S. 3 Ziff. 1.7)
.
Prof.
Dr.
E._
wies weiter darauf hin
,
dass eine Tätigkeit im Gross
raum
büro und mit vielen Menschen ungeeignet sei
. E
ine möglichst selbständige Arbeit im Einzel
büro
mit wenig persönlichem Kontakt mit anderen Personen (Telefonie
ren möglich) und
mit
möglichst flexibler Arbeits- und Arbeitszeitgestaltung
sei hingegen
zumutbar
. Unter Berücksichtigung dieser Voraussetzungen sei eine Tätigkeit im KV-Bereich
geeignet
, wobei der zeitliche Rahmen
noch unklar und ein schrittweiser Wiedereinstieg empfehlenswert sei (S. 3 Ziff. 1.7 und S. 4 Ziff. 1.9).
4
.
4
Dr.
F._
, welche die Beschwerdeführerin seit 11. März 201
4
betreut,
wies
in ihrem Bericht vom 20. Oktober 2014 (Urk. 8/109)
auf die von
Dr.
G._
gestellte
Diagnose einer generalisierten Angststörung mit
Panikatta
cken
hin
, welche sich nach dem Arbeitsversuch im Januar 2014 akzentuiert hätten
. Die Ärztin hielt
fest, Ziel der Therapie sei eine erneute Aufnahme einer Arbeitsintegration gewesen, wobei allein die Vorstellung, einen Arbeitsplatz zu haben, welchen
d
ie
Beschwerdeführerin
nicht jederzeit verlassen könne,
letzte
rer
grosse
Angst be
reite. Im Alltag zeige sie indessen aktuell wenig Symptoma
tik und führe den Haushalt und kümmere sich um die vierjährige Tochter. Es komme nur in besonderen Situationen zu Panikattacken, beispielsweise in den Ferien, wenn sie in fremder Umgebung andere Menschen um etwas bitten müsse oder wenn kör
perliche Symptome (Bauchschmerzen) aufträten, welche sie sich nicht erklären könne.
Sie
fühle sich schnell bedroht und könne die Situa
tion nicht objektiv beurteilen.
Im Weiteren führte
Dr.
F._
aus, dass Versuche, eine unterstütz
ende antidepressive Psychopharmakotherapie einzuleiten
, damit das Thema Integration leichter angegangen werden könne, gescheitert seien, da es schon nach wenigen Einnahmen in Kleinstdosierungen zu starken Nebenwir
kungen
gekommen sei
.
Schliesslich wies
die Ärztin
darauf hin,
dass sie
in den ver
gangenen Monaten wenig Interesse für einen konstruktiven Aufbau eines erneuten Arbeitsversuchs seitens der Beschwerdeführerin wahrgenommen und aufgrund der
e
n
erneuten
Schwangerschaft keine diesbezügliche Änderung er
wartet
habe
,
weshalb
sie
einen Abbruch der Therapie vor
geschlagen habe
.
5
.
5
.1
Die ursprüngliche
Rentenzusprache
beruhte auf der
Stellungnahme von Dr.
med.
H._
, Praktischer Arzt FMH, des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RA
D) der Beschwerdegegnerin vom 19. September
2011 (Urk. 8/67 S. 3), wel
cher sich seinerseits auf das Gutachten
der
B._
vom 24. Mai 2011 (Urk. 8/60) und dessen Ergänzung vom 13. September 2011 (Urk. 8/64) abstützte.
Das
B._
-Gutachten
ist umfassend und beruht auf den erforderlichen Untersuchungen. Es wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben (Urk. 8/60 S.
2-8 und S. 15-16)
und leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zu
sammen
hänge ein.
D
ie Schlussfolgerungen
der Gutachte
rinnen
sind auch
in einer Weise begründet, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann.
Die Gutachterinnen befassten sich insbesondere mit den vorhandenen
Arztbe
richten
von
Dr.
G._
sowie des
damals
behandelnden Psy
chiaters
Dr.
med.
I._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
und den darin erwähnten – teil
weise abweichenden – Diagnos
en respektive
Arbeitsfähigkeitsschätzungen
und würdigten diese in einleuchtender Weise (S. 19
und S. 21 sowie
Urk. 8/64).
Sie legten schlüssig dar
, dass die Beschwerdeführerin an einer Panikstörung
(epi
sodisch paroxysmale Angst) leidet,
und verneinten das Vorliegen
eine
r
sozi
a
le
n
Phobie,
einer
generalisierte
n
Angststörung
sowie
eine
r depressive
n
Symp
tomatik
(Urk. 8/60 S.
20 und S. 21)
. Im Gutachten wird einleuchtend beschrie
ben, dass die Beschwerdeführerin
aufgrund der ausgeprägten Angstsymptomatik in ihrer angestammten Tätigkeit seit Februar 2009
zu 100 % arbeitsunfähig ist.
Das Gutachten erfüllt demnach die praxisgemässen Kriterien
an
den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c). Die ge
stützt auf das
B._
-Gutachten
vom 24. Mai 2011 erfolgte
Rentenzusprache
Der
Hinweis
der Beschwerdegegnerin, wonach es sich bei den im Zusammen
hang mit der ursprünglichen
Rentenzusprache
gestellten Diagnosen der
Panik
störung
und der depressiven Episode nicht um stabile, dauerhafte und
austhera
pierte
Leiden gehandelt habe (Urk. 2 S. 2)
,
erweist sich als nicht stichhaltig
. Bei der
Rentenzusprache
im Februar 2012
stand
die Panikstöru
ng im Vordergrund. Entsprechend
verneinten
die
B._
-Gutachterinnen in
ihrer Expertise
vom 24. Mai 2011
namentlich
das Vorliegen
eine
r
depressive
n
Symptomat
ik
im Zeitpunkt der Untersuchung und
massen
der
mittelgradigen depressiven Episode keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
zu
(Urk.
8/
64 S. 20 und S. 23
).
Soweit
sich
die Beschwerdegegnerin mit ihrem Hinweis, bei der Panikstörung handle es sich um ein nicht austherapiertes psychiatrisches Leiden (Urk. 2 S. 2), sinn
gemäss
auf
die im Zusammenhang
mit leichten bis mittelgradigen
depressiven Störun
gen begründete Rechtsprechung, wonach solche
Erkrankungen
grund
sätz
lich als therapeutisch
angehbar
gelten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_68/2013 vom 14. Mai 2013 E. 3.5 mit weiteren Hinweisen),
stützen
wollte,
ist Fo
lgendes zu
bemerken
: Bei de
r
diagnostizierten
Panikstöru
ng (ICD-10 F
41
.
0
) handelt es sich um ein
im Verhältnis zu depressiven Störungen eigenständiges psychisches Lei
den, auf welches die erwähnte
Praxis
keine
Anwendung findet. Gleichermassen geht der
Einwand
, bei der Panikstörung handle es sich um ein nicht „stabiles“ und nicht „dauerhaftes“ Leiden, ins Leere. Auch wenn die
B._
-Gutachterinnen darauf hinw
iesen,
bei Durchführung einer optimalen Therapie
sei zu erwarten
, dass die Beschwerdeführerin nach drei bis vier Monaten in ihrer angestammten Tät
i
gkeit zu 50 % arbeitsfähig sei,
kann nicht gesagt werden
,
dass eine solche Besserung
bei entsprechender Therapie
auch
tatsächlich eintritt. Im Übrigen hielten die Gutachterinnen fest, dass die Frage, ob eine 100%ige Arbeitsfähig
keit
je
wieder erreicht werden könne, im Zeitpunkt der
Gutachtens
e
rstattung
nicht
beurteilt werden könne (
Urk.
8/
60 S. 24).
5.
2
Ebenso wenig
liegt eine zweifellose Unrichtigkeit mit Bezug
auf die der
Ren
tenzusprache
zugrundegelegten
Qualifikation der Beschwerdeführerin
als voll Erwerbs
tätige
vor
(
Urk. 8/24 S. 4 und
Urk.
8/67 S. 4)
.
Der Umstand, dass diese Qualifikation ohne Abklärung durch den Aussendienst der Beschwerdegegnerin erfolgt
e
(vgl. Urk. 2 S.
2
)
,
führt nicht zur zweifellosen Unrichtigkeit der
ur
sprünglichen Rentenverfügung
,
da
nicht
ohne Weiteres
davon ausgegangen werden
kann, dass eine entsprechende Abklärung zu einer anderen Qualifi
ka
tion geführt
hätte
.
Im Übrigen
ist
de
r
blosse
Umstand
, dass die Beschwerde
führerin bei der
Rentenzusprache
seit fünf Monaten Mutter war (Urk. 2 S.
2
), für eine wiedererwägungsweise Aufhebung der
Rentenverfügung nicht ausreichend, zumal
die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des Verfügungserlasses Kenntnis von der Geburt des ersten Kindes hatte (Urk. 8/54 S. 4 und Urk. 8/80).
6
.
Ob seit der ursprünglichen
Renten
zusprache
im Februar 2012 eine relevante
Veränderung des Gesundheits
zustand
e
s der Beschwerdeführerin und dessen Aus
wir
kungen auf die Arbeitsfä
higkeit eingetreten ist, welche eine revisionsweise Aufhebung der Rente im Sinne v
on Art.
17 Abs. 1 ATSG rechtfertigen würde, wurde von der
Beschwer
degegnerin
bislang noch
nicht
rechtsgenüglich
abge
klärt.
Die
von der
Be
schwerdegegnerin
im Revisionsverfahren eingeholte
n
Bericht
e
von Prof. Dr.
E._
und Dr.
G._
datieren
vom
5. Oktober respek
t
ive 2.
November
2012 (vgl. E. 4.
2-3
)
. Entsprechend wurden sie vor dem Abbruc
h des
Arbeits
versuchs
im
C._
am 6. März 2014 (Urk. 8/100) und mehr als zwei Jahre vor Erlass der angefochtenen Verfügung am
9.
März 2015 (Urk. 2) verfasst. Im
Gegensatz
zu den
B._
-Gut
achterinnen, welche eine Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
in der ange
stammten Tä
tigkeit
verneinten, attestierte Prof. Dr.
E._
unter bestimmten Vorausset
zungen (selbständige Arbeit im Einzelbüro mit wenig persönlichem Kontakt und mit flexibler Arbeits- und Arbeitszeitgestaltung) eine Arbeitsfähig
keit im ange
stammten
Bereich,
was nachvollziehbar erscheint, wirkt sich die Erkrankung doch vorweg im zwischenmenschlichen Kontakt aus, nicht aber bei der selbständigen Arbeit an einem Pult.
Betreffend Umfang der Arbeitsfähigkeit machte er hingegen keine Angaben, hielt er doch einzig fest, dass letzterer „noch zu bestimmen“
sei
und ein schrittweiser Wiedereinstieg empfehlenswert ersch
eine (Urk.
8/85 S.
4 Ziff. 1.9). Dr.
G._
– welche nicht im Fachbereich Psychiatrie und Psychothe
rapie spezialisiert ist -
sprach von einer „Stabilisie
rung“ der Panikstörung und der depressiven Episode,
was auf eine Verbesserung schliessen lässt.
Der Bericht von Dr.
F._
(vgl. E. 4.4)
datiert
zwar
vom 20. Okt
o
ber 2014
(und somit nach dem Abbruch des
Arbeits
versuchs
respektive
fünf Monate vor Erlass der angefochtenen Verfügung)
, die Ärztin äusserte sich
aber
nicht zur Arbeitsfähig
keit respektive zu deren Umfang. Sie hielt dies
bezüglich
lediglich
fest, dass der Beschwerdeführerin allein die Vorstellung, einen Arbeitsplatz zu haben, welchen sie n
icht jederzeit verlassen könne,
grosse Angst bereite.
Im Weiteren lässt
auch die Stellungnahme der RAD-Ärztin Dr. med.
J._
, FMH Arbeitsmedizin und FMH Allgemeinmedi
zin, vom 26. November 2012, wonach bei der Beschwerdeführerin unter Hin
weis auf eine
deutliche Verbesserung des Gesundh
eitszustands mindestens eine 50
%ige Ar
beits
fähigkeit mit allmählicher Steigerung
smöglichkeit
auf 100 % bestehe, keine klare
n
Rückschlüsse auf den Ges
undheitszustand im Zeitpunkt des
Erlasses der angefochtenen Verfügung
zu.
Auch
diese
Einschätzung
erfolgte vor
dem Ab
bruch des Arbeitsversuchs
respektive mehr als zwei Jahre vor Erlass der ange
fochtenen Verfügung
und
beruht
überdies
auf einer reinen und
zudem
fach
frem
den Aktenbeurteilung, wobei d
ie
postulierte
Arbeitsfähigkeit
von 50 % nicht
nachvollziehbar begründet wurde
(Urk. 8/119 S. 3). Schliesslich unterliess es die Beschwerdegegnerin,
ein
en Bericht von
Dr.
med.
K._
, FMH Psychiatrie, einzu
holen, bei welcher die Beschwerde
führerin gemäss eigenen Angaben seit Novem
ber 2014 in Behandlung stand (vgl. Urk. 8/110).
7.
Zusammenfassend ist festzuhalten,
dass eine Aufhebung der ursprünglichen Verfügungen vom 3. Februar 201
2
(Urk. 8/79-80) unter dem Titel
Wiedererwä
gung
ausser Betracht fällt und aufgrund der vorliegenden Akten nicht ab
schliessend beurteilt werden kann, ob die ganze Rente allenfalls gestützt auf Art. 17 Abs. 1 ATSG aufzuheben oder herabzusetzen ist. Die angefochtene Verfügung ist deshalb aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zu
rückzuweisen, damit sie
die erforderlichen
medizinischen
und erwerblichen
Abklärungen
(samt Klärung der Qualifikation)
vo
r
nehme und hernach neu ver
füge.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
8
.
8
.1
Die Kosten des Verfahrens
gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr. 700.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unter
liegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8
.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen
(BGE 137 V 57 E.
2.2)
, weshalb d
ie
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese ist
basierend auf der Honorarnote von
Rechtsanwä
ltin Stephanie Schwarz
vom 2. Oktober 2015 (Urk. 11) und
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses und beim
mas
sgebenden
Stundenansatz von Fr.
220.-- (zuzü
glich Mehr
wertsteuer) auf Fr.
2
‘
447.30
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest
zulegen.