# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 905eb0a6-2fc4-4d02-a2ef-ba0df538ae9d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958
,
war seit dem
1.
August 2001 in einem Pensum von 40
%
als Telefonistin beim
Y._
tätig (
Urk.
7/11
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.8
9
) und meldete sich am
3.
August 2010
unter Hinweis auf
eine seit dem vierzigsten Lebensjahr bestehende psychische Erkrankung bei der Inval
idenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/3
Ziff.
6.2
-3
).
Mit Verfügung vom
4.
Juli 2011 verneinte d
ie Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
einen Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 7/23
).
1.2
Am
7.
März 2014 meldete
das
Z._
die Versicherte aufgrund einer aktuellen psychischen Destabilisierung
erneut bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/24)
.
Die IV-Stelle klärte den medizinischen und den beruflich-erwerblichen Sachverhalt ab und verneinte nach
durchge
führt
em
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/58,
Urk.
7/59,
Urk.
7/63
)
mit Verfügung vom
6.
März 2015 einen Anspruch auf eine Invalidenrente
(Urk. 7/
67
= Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 2
2.
April 201
5
Beschwerde gegen die Verfügung vom
6.
März 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihr eine Invalidenrente ab dem
frühest
möglichen Zeitpunkt zuzusprechen. Eventuell sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom 2
8.
Mai 2015 (
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde
der Beschwerdeführerin am 3
0.
Juli 2015
zur Kenntnis geb
racht (
Urk.
8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.6
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3 IVG in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betätigungsver
gleich
, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne
Gesundheitsscha
den
, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV). Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil des Bundesgerichts 9C_915/2012 vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
Die gemischte Methode findet auch Anwendung, wenn der (in einem Aufgaben
bereich tätigen) versicherten Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung eine vollzeitliche Erwerbstätigkeit zumutbar wäre, sie aber trotzdem eine solche nicht ausüben würde (vgl. BGE 133 V 504 E. 3.3 in
fine
). Ist jedoch anzuneh
men, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchtigung teiler
werbstätig oder sie arbeitete unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehe
gattin mit, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsät
zen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
). Die gemischte Methode gelangt hier ebenso wenig zur Anwendung wie bei ohne Gesundheitsschaden voll Erwerbstätigen (
Art.
27
bis
IVV). Das
Vali
deneinkommen
ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als
Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie besten
falls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversi
cherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumut
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende – Arbeitspensum unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträchtigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
Bei der Bestimmung der im konkreten Fall anwendbaren
Invaliditätsbemes
sungsmethode
und damit der Beantwortung der entscheidenden Statusfrage handelt es sich um eine hypothetische Beurteilung, die auch hypothetische
Wil
lensentscheidungen
der versicherten Person berücksichtigen muss. Dies gilt auch für die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre. Diese inneren Tatsachen sind indessen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden. Die Beurteilung hypothetischer Geschehensabläufe ist eine Tatfrage, soweit sie auf Beweiswürdigung beruht, selbst wenn darin auch Schlussfolgerungen aus der allgemeinen Lebenserfah
rung mitberücksichtigt werden. Rechtsfragen sind hingegen Folgerungen, die ausschliesslich – losgelöst vom konkreten Sachverhalt – auf die allgemeine Lebenserfahrung gestützt werden oder die Frage, ob aus festgestellten Indizien mit Recht auf bestimmte Rechtsfolgen geschlossen worden ist (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_287/2013 vom
8.
November 2013 E.
3.5
und 8C_511/2013 vom 3
0.
Dezember 2013, je
mit Hinweisen).
1.7
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und
einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.8
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.9
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, bei der Beschwerdeführer
in
liege eine bipolare affektive Störung vor. S
ie sei s
eit min
destens dem 1
4.
Oktober 2013
zu 20
%
und ab dem
1.
Januar 2014 zu 100
%
arbeitsunfähig gewesen. Seit dem
7.
August 2014 sei sie zu 50
%
arbeitsunfähig und seit dem
8.
September 2014 sei keine Arbeitsunfähigkeit mehr ausgestellt
worden. Somit sei das Wartejahr nicht erfüllt, da innerhalb des Wartejahres die ursprüngliche Arbeitsfähigkeit wieder erlangt worden sei
. Selbst bei einer Qua
lifikation als zu 60
%
im Erwerbsbereich und zu 40
%
im Haushalt Tätige bestehe kein rentenbegründender Invaliditätsgrad
(S. 1
f.
).
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
das Wartejahr sei erfüllt
.
Seit 1998 sei ein psychisch instabiler Gesundheit
s
zu
stand
ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit
immer wieder in unterschiedlichem Ausmass beeinträchtige. S
eit August 2001 bestehe eine A
rbeits
fähigkeit
von 40
%
(S. 4
Ziff.
4)
.
Auch sei eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes
ausgewiesen
und von
einer relevanten Arbeitsfähigke
it sei ab dem 1
3.
Oktober 2013
nicht auszugehen
.
Sie habe ihre Tätigkeit am
7.
August 2014
im Umf
ang von 20
%
wieder aufgenommen und ab dem
8.
September 2014 wieder im bis
herigen Umfang von 40
%
gearbeitet. Eine Arbeitsfähigkeit von mehr als 40
%
habe nie vorgelegen
(S. 4 f.
Ziff.
5)
. Sie würde im Gesundheitsfall mehr als 60
%
arbeiten. So hätten sich au
ch die Unterhaltszahlungen
ab September 2014
auf
Fr.
500.-- reduziert
, weshalb
sie
spätestens ab September 2014 als zu 80
%
Erwerbstätige zu qualifizieren
sei
(S. 5 f.
Ziff.
6)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin und in diesem Zusammenhang auch ihre
sozialversicherungsrechtliche
Qualifikation.
3.
Die Beschwerdeführerin leidet seit Jahren an
psychischen Beschwerden
, weshalb
sie sich im August 2010
erstmals bei der Invalidenversicherung zum
Leistung
s
bezug
anmeldete (vgl. Urk. 7/3
Ziff.
6.2-3
). Die ursprüngliche
rentenverneinende Verfügung vom 4.
Juli 2011 (Urk. 7/23
) stützte sich im Wesentlichen auf die
abschliessende
Stellungnahme
von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher
Dienst (RAD), welcher
gestützt auf die
Bericht
e
des
Z._
vom 2
8.
September 2010 (
Urk.
7/15)
und
des b
ehandelnden Psychiaters
Dr.
med.
B._
, Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom
4.
Oktober 2010 (
Urk.
7/14) in seiner Stellungnahme vom
9.
November 2010 (
Urk.
7/20/3) ausführte, bei der 52-jährigen Versicherten sei seit 1998 ein psychischer instabiler
Gesundheits
schaden
ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit immer wieder in unterschiedli
chen
Ausmassen
beeint
rächtige.
Seit dem
1.
August 200
1 bestehe bei der gelern
ten Zahnarztgehilfin eine 40%ige Arbeitsfähigkeit in der bisher ausgeüb
ten Tätigkeit als Telefonistin der
Y._
und in jeder anderen Tätigkeit
. Aufgrund des Krankheitsverlaufes und der Diagnose einer bipolaren Persönlichkeit seien diese Angaben plausibel. Es sei nicht ungewöhnlich, dass im Verlauf der Jahre depressive Phasen im Vordergrund stünden, die zwar durchaus psychosozial
getriggert
seien könnten,
dennoch aber eine eigenständige psychiatrische Erkrankung darstellten.
Dr.
A._
führte aus, die Langzeitbehandlung gestalte sich bei viel
en Betroffenen
erfahrungsgemäss
wegen zunehmender Mal- bis Non-
Responder
schwierig
, was bei der Versicherten eventuell noch durch die Schilddrüsenerkrankung erschwert sei.
Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit, sei es bisherig oder angepasst, sei überwiegend wahrscheinlich nicht möglich.
4.
4.1
Mit der am
7.
Mär
z 2014
durch das
Z._
geltend gemachten Verschlechterung d
es psychischen Gesundheitszustandes der Beschwerdeführe
rin
(
Urk.
7/24)
gingen die folgenden Berichte ein:
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und für Psychotherapie, Vertrauensarzt der Pensionskasse Stadt Zürich, nannte in seinem Bericht vom 2
2.
Mai 2014 (
Urk.
7/31) als Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine bipolare affektive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome (ICD-10 F31.4
)
, bestehend seit Januar 201
4. Dr.
C._
führte aus, es sei zwei Wochen nach der Wiederaufnahme der Tätigkeit im Januar 2014 erneut zu einem schweren Rückfall in die depres
sive Symptomatik gekommen.
Die ersten Symptome seien seit dem 3
0.
Lebensjahr aufgetreten, zu einer vermehrten Symptomatik sei es seit 1998 gekommen
.
Seit dem 1
4.
Oktober 2013 be
stehe mit Unterbrüch
en eine medizi
nisch begründete Arbeitsunfähigkeit von mindestens 20
%
(S. 2
lit
. A
Ziff.
1).
Die Beschwerdeführerin sei durch ein „
Zuvie
lwollen
“ und eine Überforderung
zum wiederholten Male schnell nach der Wiederaufnahme der Arbeit im Januar 2014 und erneut im April 2014 in eine neue psychische Krise geraten, welche zur erneuten stationären Behandlung geführt habe, wo sie sich bis auf weiteres befinde.
Es sei mit einer längeren Arbeitsunfähigkeit zu rechnen
. Es wäre medi
zinisch sinnvoll, wenn die Beschwerdeführerin nach Abschluss der stati
o
nären Behandlung ihre alte Tätigkeit erst nach einem Monat nachgewiesener Stabilität stufenweise wieder aufnehme. Die Rückkehr an ihren Posten als Telefonistin sei sicher aus Sicht des Arbeitgebers ein letzter Versuch, ansonsten müsse über eine Versetzung und Neuorientierung nachgedacht werden (S. 4
lit
. A
Ziff.
3.3).
Dr.
C._
führte aus
,
die Prognose für die bisherige Tätigkeit sei unter Voraussetzung einer stabilisierenden und Phasen vermeidenden Therapie relativ günstig, in Bezug auf den bisherigen Verlauf aber eher fraglich. Prognostisch ungünstig sei, dass der Wechsel
von
hypom
anische
n
und depressive
n
Episoden
so schnell aufeinander folge. Es sei jedoch nicht auszuschliessen, dass die the
rapeutischen Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft seien (S. 6
lit
. A Ziff.
7.1).
4.
2
Dr.
med.
D._
, Oberarzt, und
Dr.
phil.
E._
, Psychologin,
Z._
,
stellten in ihrem Bericht vom
2
3.
Mai 2014 (
Urk.
7/29 =
Urk.
7
/33)
folgende Diagnosen (S. 1)
:
bipolare affektive Störung, gegenwärtig leicht
e
oder mittelgradige depres
sive Episode, bei Bipolar II Störung (ICD-10 F31.3)
chronische
lymphozytäre
Thyreoiditis
Die Fachpersonen
führten aus, die Beschwerdeführerin befinde sich
seit dem 2
4.
April 2014
wieder in stationärer Behandlung. Es handle sich um die
7.
stationäre Behandlung
im
Z._
aufgrund einer depressiven Symptomatik im Rahmen einer bipolaren Erkrankung. Die Abstände zwischen den letzten Aufenthalten seien jeweils kurz gewesen (
5.
stationärer Aufenthalt vom 1
4.
Oktober 2013 bis 1
0.
Januar 2014 und
6.
stationärer Aufenthalt vom 1
1.
Februar bis 2
8.
März 2014). Während dieser Zeit sei der Einstieg in den Arbeitsprozess zweimal versucht worden, habe jedoch nach kurzer Zeit auf
grund der Zustandsverschlechterung wieder abgebrochen werden müssen. Medikamentös seien in den letzten Jahren viele Medikamente ausprobiert wor
den, welche aber insgesamt keine genügende langfristige
stimmungsstabilisie
rende
Wirkung gezeigt hätten. Aktuell sei wiederum mit Lithium begonnen w
orden, was jedoch aufgrund von Nebenwirkungen nur niedrig dosiert werden könne. Die Beschwerdeführerin leide aktuell unter einer depressiven Sympto
matik mit tiefer Stimmung, Hoffnungslosigkeit, Schlafproblemen, Freud- und Interessenverlust, Antriebsproblemen, starker innerer Unruhe, tiefer Verunsi
cherung und starken Selbstwertproblemen, Schuldgefühlen und Selbstvorwürfen und passiv vorhandenen Todeswünschen (S. 1).
Die Fachpersonen
führten aus, aktuell und bis auf
weiteres
sei die Beschwerde
führerin zu 100
%
arbeitsunfähig. Aufgrund des aktuellen Zustandsbildes und der psychischen Entwicklung im letzten Jahr mit mehreren zeitlich nahen hypoma
n
ischen und depressiven Phasen
,
sei von einer weiteren psychischen Instabilität auszugehen. Dadurch sei der W
iedereinstieg in
den Arbeitsprozess zumindest erheblich erschwert und die Arbeitsfähigkeit in Frage gestellt. Mass
nahmen der Invalidenversicherung könnten aber aus ihrer Sicht zum mittel- bis langfristigen Erhalt
zumindest einer Teilarbeitsfähigkeit
beitragen (S. 2).
4.3
Dr.
D._
und
Psychologin
E._
,
Z._
,
nannten in ihrem Austrittsbericht
vom
1.
Jul
i 2014 (
Urk.
7/50/8-13
)
als Diagnose eine
bipolare affektive Störung, gegenwärtig leicht
e
oder mittelgradige depressive Episode, bei Bipolar II Störung (ICD-10 F31.3)
. Die Patientin habe sich vom 2
4.
April bis 2
5.
Juni 2014
zum
8.
Mal in der stationär-psychiatrischen Behandlung befun
den. Sie sei notfallmässig zur Krisenintervention bei Einnahme von
Temesta
in suizidaler Absicht eingetreten (S. 1 Mitte).
Die Fachpersonen führten aus, die bei Eintritt bestanden habende depressive Sympt
omatik habe sich im Verlauf der
stationär-psychiatrischen Behandlung reduziert. Medikamentös zeige die aktuelle Medikation eine gute antidepressive und stimmungsstabilisierende Wirkung. Verhaltenstherapeutisch habe die Pati
entin von einem einzel- und gruppentherapeutischen Angebot profitiert. Diag
nostisch seien keine Veränderungen vorgenommen worden. Die Beschwerde
führerin sei in einem deutlich gebesserten Zustandsbild entlassen worden (S. 5 Mitte). Zur Unterstützung der Tagesstruktur und weiter
e
n Stabilisierung sei sie bei der Tagesklinik angemeldet worden (S. 5 unten).
4.
4
Dr.
B._
nannte in seinem
Bericht vom
1.
September 2014 (
Urk.
7/50/1-7)
als Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine Bipolar II-Störung (F31.80), bestehend seit 1988 (
Ziff.
1.1).
Dr.
B._
führte aus, die Beschwer
deführerin sei seit dem 2
9.
Mai 2009 bei ihm in Behandlung und die letzte Kontrolle sei am 2
6.
August 2014 erfolgt (
Ziff.
1.2).
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit habe vom 1
4.
Januar bis
9.
Februar 2014 und vom
7.
August bis
7.
September 2014 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden
,
und seit
dem
8.
September 2014 bestehe keine Arbeitsunfähigkeit mehr
(
Ziff.
1.6).
Es bestehe eine leichte Affektlabilität sowie
eine
etwas vermin
derte Belastbarkeit, welche sich in einer leicht eingeschränkten Flexibilität und Umstellungsfähigkeit sowie
einer
leicht eingeschränkten
Durchhaltefähigkeit auswirk
ten. Die bisherige Tätigkeit sei
aus medizinischer Sicht noch zumutbar. Die Patientin arbeite ab September 2014 wieder
voll in ihrer 40%-
Anstellung (
Ziff.
1.7).
Dr.
B._
führte aus, nach dem Austritt aus dem
Z._
am 2
8.
März 2014 habe eine leicht
hypomane
Phase mit vermehrter Aktivität, leichter
Logorrhoe
und vermehrten sozialen Kontakten bestanden. Mitte April sei relativ abrupt ein Stimmungswechsel mit depressiver Verstimmung und wie
derum innerer Anspannung und quälendem Gedankenkreisen eingetreten. Die Patientin habe dann zur Beruhigung wieder vermehrt
Temesta
eingenommen
,
und es sei wegen zunehmender Verschlechterung zur Einweisung in das
Z._
am 2
4.
April 2014 gekommen. Der Austritt sei am 2
5.
Juni 2014 in stabilisiertem Zustand erfolgt. Zum psychopathologischen Befund führte
Dr.
B._
aus, die Bes
chwerdeführerin sei bewusstseinsklar und allseits orientiert. Im formalen Denken sei sie geordnet und es bestünden keine Hin
weise für inhaltliche Denkstörungen, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen. Affektiv sei sie
schwingungsfähig und die Stimmung sei gut. Es bestünde kei
ne Störung des Antriebs. Sie sei
psychomotorisch leicht unruhig
,
und es bestünden leichte Einschlafstörungen mit gelegentlich morgendlichem Früherwachen und keine Suizidalität.
A
ufgrund der Grunderkrankung mit den vermehrten
Hospitalisationen
sei die Prognose bezüglic
h einer andauernden 100%igen Arbeitsfähigkeit
schwer ein
schätzbar. Seit Jahren bemühe sich die Patientin, bei der
Y._
auf 60
%
aufzu
stocken, was ihr wegen der vielen Fehltag
e nicht angeboten werden könne (
Ziff.
1.4).
5.
5.1
In der rentenverneinenden Verfügung vom 4. Juli 2011
(
Urk.
7/23)
ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf den Abklärungsbericht vom 1
8.
April 2011 (Urk. 7/18) davon aus, dass die Beschwerdeführerin bei Gesundheit ihre Tätig
keit als Telefonistin im Umfang von 50
%
ausüben würde.
Da die Beschwerde
führeri
n
zum Zeitpunkt des Verfügungserlasses
wieder im Umfang von 40
%
als Telefonistin
t
ätig w
ar - welches Pensum auch
gemäss
Dr.
A._
seit August 2001 in Anbetracht der bipolaren Persönlichkeit
als das absolut mögliche Maximum angesehen wurde
(vgl. vorstehend E. 3)
- resultierte damals kein rentenbegründender Invaliditätsgrad.
5.2
Die Neuanmeldung im März 2014 (
Urk.
7/24) erfolgte
aufgrund
der aufgetrete
nen Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes
der Beschwerde
führerin
, wodurch es
Ende 2013 und im
Jahr 2014
zu erneute
n
stationäre
n
Aufenthalt
en
im
Z._
kam (vgl. vorstehend E. 4.2
-3
).
Ab September 2014 bestand
dagegen
wieder eine Arbeitsfähigkeit von 40
%
(vgl.
vorstehend E. 4.
4
).
Indem
die Beschwerdegegnerin
festhielt
, die Beschwerdeführerin habe das
Warte
jahr
im Sinne von
Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG
nicht erfüllt, weshalb ihr kein Anspruch auf eine Rente zustehe, verkennt sie, dass bereits
Dr.
A._
im November 2011
ausführte
, dass seit August 2001 nie eine höhere Arbeitsfähig
keit als 40
%
sowohl in der angestammten Tätigkeit als Telefonistin, als auch in einer angepassten Tätigkeit bestanden habe und auch nicht mit einer Steigerung zu rechnen sei (vorstehend E. 3).
Auch im Rahmen der Neuanmeldung vom März 2014 (
Urk.
7/24) liegen keine Berichte vor, aus welchen eine höhere Arbeitsfähigkeit zu entnehmen
ist
(vgl. vorstehend E. 4.1-4
). Das Wartejahr ist demnach ohne weiteres als erfüllt zu betrachten und es ist unbestritten, dass die
Beschwerdeführerin
k
ein höheres als das bisher geleistete 40%-Pensum bewältigen kann.
6.
6.1
Ob der Beschwerdeführerin ein Anspruch auf eine Invalidenrente zusteht, hängt in entscheidendem Masse davon ab,
in welchem Umfang die Beschwerdeführe
rin ohne Gesundheitsschaden erwerbstätig wäre.
Massgebend
für die Qualifikation der Beschwerdeführerin ist die Frage, in wel
chem Umfang sie eine Erwerbstätigkeit ausüben würde, wenn keine gesundheit
liche Beeinträchtigung bestünde. Dabei sind im Besonderen ihre persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu be
rücksichtigen (vorstehend E. 1.
6
).
Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht
dürfen
eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen über
zeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen. Die blosse Mög
lichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den Beweisanforderungen nicht. Das Gericht folgt vielmehr jener Sachverhaltsdarstellung, die es von allen mög
lichen Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigt (BGE 126 V 353 E.
5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3).
6.2
Nach durchgeführter Haushaltabklärung führte die Abklärungsperson in ihrem Bericht vom 1
8.
April 2011 aus, die Beschwerdeführerin sei als zu 50
%
im Erwerbsbereich und zu 50
%
im Haushalt Tätige zu qualifizieren.
Laut Beschwerdeführerin würde
sie
ihr Pensum auf höchstens 50
%
steigern, da ansonsten die Unterhaltszahlungen wegfallen würden (vgl.
Urk.
7/18
Ziff.
2.5).
Das bedeutet, dass die Beschwerdeführer
in
zum Zeitpunkt dieser Aussage im Jahr 2011
grundsätzlich mit ein
em Einkommen von
insgesamt
Fr.
63‘967.50
im Gesundheitsfall
zufrieden gewesen wäre (
Fr.
36
‘
774.--
[
Auszug aus dem indivi
duellen Konto
; IK-Auszug,
Urk.
7/49
,
Jahr 2011
]
aufgerechnet auf 50
%
=
Fr.
45
‘
967.5
0 +
Alimentenzahlungen
von 12 x
Fr.
1‘500.--
[vgl.
Urk.
7/2 S. 2
Ziff.
2]
).
Mit Schreiben vom 1
1.
Januar 2015 (
Urk.
3) bestätigte der ehemalige Ehemann
der Beschwerdeführerin
, dass er die
A
l
imentenzahlungen
per
1.
September 2014 auf
Fr.
500.-- habe reduzieren müssen.
Zu prüfen ist vorliegend, inwiefern sich der Wegfall von
Fr.
1‘000.-- monatlich auf
das Arbeitspensum
der Beschwerdeführerin auswirken würde, wollte sie
weiterhin rund
Fr.
63‘967.50 jährlich erzielen.
Es ist
davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
mit
ihrem 40
%-Pensum
im Jahr 2014
rund
Fr.
37‘368.-- verdienen würde (
IK-Auszug;
Urk.
7/49;
Durchschnitt der
letzte
n drei Jahre
). Um
Fr.
63‘967.5
0
abzüglich der
Fr.
6‘000.--
Alimente
nzahlungen
erzielen zu können, müsste sie ihr Pensum auf
rund
62
%
erhöhen
.
6.3
Aufgrund des Gesagte
n
ist demnach von einer Qualifikation
der Beschwerdefüh
rerin
als zu 60
%
Erwerbstätige und zu 40
%
im Haushalt Tätige a
uszugehen.
Dass sie aufgrund der
Reduktion der
Alimentenzahlungen
nun
80
%
arbeiten würde, wie sie beschwerdeweise geltend machte (vorstehend E
. 2.2)
,
erscheint
dagegen
als nicht
überwiegend wahrscheinlich
.
7.
7.1
Bei der Ermittlung des Invaliditätsgrades aufgrund der
gemischte
n
Methode
ist zunächst die Invalidität im erwerblichen Bereich zu prüfen. Nach der Rechtspre
chung ist die Einschränkung im erwerblichen Bereich nach der
Methode
des Einkommensvergleiches auf Grundlage der Teilerwerbstätigkeit, welche die Beschwerdeführerin ohne Behinderung ausüben würde (vorliegend: 60 %), zu ermitteln. Diese Einschränkung im erwerblichen Bereich ist
anschliessend
bei der Festsetzung der Gesamtinvalidität nicht voll in Anschlag zu bringen, son
dern gewichtet mit dem hypothetischen Teilzeitpensum entsprechenden Anteil mit zu berücksichtigen (BGE 125 V 152 E. 4 mit Hinweisen).
7.2
Für den Einkommensvergleich ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeit
punkt des (hypothetischen) Rentenbeginns, mithin auf das Jahr 2014, abzustel
len (BGE 128 V 174, BGE 129 V 222).
Da die Beschwerdeführerin weiterhin in der angestammten Tätigkeit arbeits
fähig ist, kann zur Ermittlung der Einschränkung im Erwerbsbereich ein
Pro
zentvergleich
vorgenommen werden. Wie ausgeführt (vorstehend E. 6
.3
)
,
würde sie im Gesundheitsfall ihre Tätigkeit als Telefonistin im Umfang von 60
%
aus
üben.
Da sie aber lediglich noch in der Lage ist, diese Tätigkeit im Umfang von 40
%
aus
zu
üben, resultiert im Erwerbsbereich somit ein Teilinvaliditätsgrad von 20 %
beziehungsweise von gewichtet 12 % (20
%
x 0,6)
.
7
.3
Betreffend den Haushaltsbereich
kann auf die im Rahmen der Abklärung vom 1
8.
April 2011 ermittelte Einschränkung von 0.5
%
abgestellt werden
(vgl.
Urk.
7/18
Ziff.
8).
Bei der vorliegenden Gewichtung des Haushalts
bereiches mit 4
0 % ergibt sich damit ein
Teilinvaliditätsgrad von 0.2 % (0.5 % x 0.4
).
7
.4
Nach Addition der Teilinvaliditätsgrade im Erwerbs- und Haushaltsbereich resul
tiert
ein Invaliditätsgrad von
12
.
2 % (
12
% + 0.2
%).
Demzufolge besteht kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Invaliden
rente. Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
8.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.