# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 495d1f63-7013-48a0-a476-3eb24115bf68
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1987,
hat
das Wirtschaftsgymnasium absolviert und brach danach zwei Universitätsstudiengänge jeweils im ersten Semester ab (
Urk.
6/1-3, 6/13/2 und 6/17/5).
Seit November 2014 ist er in einem Pensum von ungefähr 50
%
bei der
Y._
AG, Zürich, als Korrektor angestellt (vgl.
Urk.
6/4,
6/7,
6/8/2, 6/17/6 und 6/20).
Am 2
6.
November 2020 meldete die Arbeitgeberin den Versicherten zur Früherfassung bei der Invalidenversicherung an
(
Urk.
6/8)
, nachdem
ihm
aus psychischen Gründen ab dem
5.
Juni 2020 eine Arbeitsun
fähigkeit attestiert worden war (
Urk.
6/5).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte nebst
einem Auszug
aus dem individuellen Konto (IK-Auszug,
Urk.
6/4
; vgl. auch
Urk.
6/20
) insbesondere Berichte der behandeln
den Ärzte ein (
Urk.
6/11 f.
). Zudem führte sie am
7.
Dezember 2020 ein Gespräch mit dem Versicherten (
Urk.
7/13).
Unter Hinweis auf eine Psychose und unter Beilage weiterer ärztlicher Berichte (
Urk.
6/16) meldete sich der Versicherte am 1
7.
Dezember 2020
bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/17).
Nachdem sie weitere Berichte der behandelnden Ärzte eingeholt (
Urk.
6/23/2-13, 6/26/2-6 und 6/27-31)
und Rücksprache mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) genommen hatte (
Urk.
6/33/6), orientierte die IV-Stelle den Versicherten mit Schreiben vom 2
5.
März 2021 über den Abschluss der Eingliederungsmassnahmen, da er seit einigen Wochen wieder die bisherige Erwerbstätigkeit ausführen könne (Urk. 6/32). Mit Vorbescheid vom 1
4.
April 2021 stellte sie dem Versicherten sodann die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (
Urk.
6/35), worauf sie
am 2
5.
Mai 2021
entsprechend verfügte
(
Urk.
2 =
Urk.
6/36).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
1.
Juni 2021 Beschwerde mit dem sinn
gemässen Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und über seinen Leistungsanspruch sei nach weiteren medizinischen Abklärungen neu zu entscheiden (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 3
0.
August 2021 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 3
1.
August 2021 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De
zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
1.4
1.4.1
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4.2
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systemati
siert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1
des Gesetzes über das Soz
ialversicherungsgericht,
GSVGer
).
Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Beschwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen)
medizinischen Sachverhalt über
haupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativ
expertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref
fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen mög
lich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig unge
klärten Frage begründet ist. Ausserdem
bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterli
chen Ausführungen erforderlich ist (B
GE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210
E. 4.4.1.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1)
.
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 2
5.
Mai 2021 hielt die Beschwerdegegnerin fest, zwecks Prüfung des Anspruchs auf Leistungen der Invalidenversicherung verschiedene medizinische Unterlagen eingeholt zu haben. Zunächst sei der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen geprüft worden, worüber separat ent
schieden worden sei. Aus den medizinischen Berichten könne keine langan
dauernde Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit des Beschwerde
führers abgeleitet werden. Es habe zwar eine vorübergehende Einschränkung der Leistungsfähigkeit vorgelegen; diese habe jedoch therapeutisch und medikamen
tös behandelt werden können. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente sei daher nicht entstanden (
Urk.
2).
2.2
Dieser
Argumentation
widersprach der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde
schrift vom 2
1.
Juni 2021 unter Hinweis auf Arztzeugnisse, welche beweisen würden, dass er schon länger als ein halbes Jahr nicht zu 100
%
arbeitsfähig sei.
Darüber hinaus hätten zwar die Akutphasen seiner psychischen Erkrankung durch Medikation und Therapie behandelt werden können. Allerdings bestünden die Hauptprobleme seiner Erkrankung
die chronische Müdigkeit sowie die ver
minderte Leistungsfähigkeit
nach wie vor und würden durch die Medikamente gar noch verstärkt. Aufgrund der ungenauen und unvollständigen Beurteilung beantrage er
die nochmalige Prüfung seines Leistungsanspruchs und die Kontakt
aufnahme mit dem behandelnden Psychiater, welcher über seinen Gesundheits
zustand genauere
Auskünfte erteilen könne (Urk.
1).
3.
3.1
Vom
5.
bis 1
5.
Juni 2020 war der Beschwerdeführer in der Integrierten Psychi
atrie
Y._ (IP Y._)
hospitalisiert, wobei dem diesbezüglichen Austrittsbericht vom 1
7.
Juli 2020 die Diagnose einer akuten vorübergehenden psychotischen Störung, nicht näher bezeichnet (ICD-10 F23.9), zu entnehmen ist.
Der Beschwer
deführer sei aufgrund
eines innerhalb von ein bis zwei Tagen aufgetretenen
maniformen
Zustandsbilds sowie
Selbstgefährdung per ärztlicher Fü
rsorgerischer Unterbringung
(FU)
notfallmässig eingetreten.
Bei Ankunft auf der Station habe er sich in einem
katatonen
Zustand präsentiert und eine Negativ-Symptomatik gezeigt; er habe sich geweigert, die Augen zu öffnen und eine verbale Kommu
nikation sei nicht möglich gewesen (nur Kopfschütteln und Nicken).
Der Beschwerdeführer habe die Einnahme von Medikamenten, Alkohol oder Drogen sowie Suizidgedanken verneint. Nach
mehrmaliger
Ablehnung
d
er Medikamen
teneinnahme
sei er e
inmalig
zwangsmediziert
worden.
Schon am darauffolgenden Tag habe sich ein verändertes Zustandsbild ohne Hin
weise auf ein akut psychotisches Erleben gezeigt. In den somatischen und neuro
logischen Untersuchungen seien keine Auffälligkeiten ersichtlich gewesen.
Auch im weiteren Verlauf des Aufenthalts hätten sich keine psychotischen oder mani
schen Symptome gezeigt. Der Beschwerdeführer habe jedoch von starkem Gedan
kendrängen und Grübeln in den letzten Tagen sowie der Unfähigkeit, abschalten zu können, berichtet.
Ausserdem leide er seit seiner Jugend an Schlafproblemen, erhöhter Müdigkeit und Antriebslosigkeit.
Da in der Familie Multiple Sklerose bekannt sei, habe er nun einen Termin bei einer Neurologin vereinbart. Um den geplanten MRI-Termin wahrnehmen zu können, sei der Beschwerdeführer am 1
5.
Juni 2020 bei fehlenden Hinweisen auf Selbst- oder Fremdgefährdung und aufgehobener F
U
ausgetreten
. Insgesamt sei von einer akut vorübergehenden psychotischen Störung auszugehen. Aufgrund der Patientenanamnese (depressive Phasen in der Vergangenheit), positiver Familienanamnese einer bipolaren Stö
rung sowie dem gezeigten Zustandsbild vor und bei Eintritt werde jedoch die Abklärung einer bipolaren Störung empfohlen
(
Urk.
6/12/1-2 [=
Urk.
6/12/3-4, 6/16/4 f. und 6/29/1 f.]).
Nach Durchführung der MRI-Untersuchung hielt sich der Beschwerdeführer erneut für zwei Tage
vom 1
7.
bis 1
8.
Juni 2020
in der
IP Y._
auf. Gemäss Aus
trittsbericht vom 1
7.
Juli 2020 seien dabei keine Anzeichen einer akut psychoti
schen oder manischen Phase aufgetreten (
Urk.
6/29/1 f.).
3.2
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Neurologie, stellte mit Bericht vom 11. Juni (richtig wohl: Juli) 2020 die D
iagnose einer C
hronischen
Fatigue
unkla
rer Ätiologie.
Aus neurologischer Sicht gebe es keine Erklärung für die vorder
gründig geklagte Müdigkeit; die klinische Untersuchung habe keinerlei fokale neurologische Auffälligkeiten ergeben. Die zerebrale und zervikale Bildgebung sei komplett unauffällig gewesen. Eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems könne weitestgehend ausgeschlossen werden. Auch ein EEG sei unauffällig gewesen, insbesondere ohne Hinweise auf eine vermehrte Müdigkeit oder Schläfrigkeit (
Urk.
6/23/12 f.).
3.3
Zwecks Abklärung der chronischen
Fatigue
-Symptomatik und zum Ausschluss eines obstruktiven Schlafapnoesyndroms wurde der Beschwerdeführer am 10. August 2020 im Kantonsspital
A._
untersucht. Gemäss Bericht vom 1
3.
August 2020
habe sich in der Nacht der Evaluation ein gering erhöhter Apnoe-
Hypopnoe
-Index (AHI) gezeigt, wobei der Beschwerdeführer berichtet habe, in dieser Nacht extrem schlecht geschlafen zu haben. Die genauere Evalu
ation zeige allenfalls einzelne obstruktive Schlafepisoden; insgesamt seien die Kriterien eines definitiv vorliegenden obstruktiven Schlafapnoesyndroms jedoch nicht erfüllt.
Dies entspreche den anamnestischen Angaben des Beschwerdefüh
rers, welcher über führende psychische Probleme berichte.
Dabei stünden vor allem die Entspannung und das Loswerden verschiedenster Gedanken im Vorder
grund. Gelinge dies dem Beschwerdeführer, so habe sich zuletzt auch eine deut
liche Besserung des eigentlichen Schlafes mit besserer Erholsamkeit gezeigt. Die bislang bereits initiierte Behandlung mit Bewegungstherapie, progressiver Mus
kelentspannung und autogenem Training sei aus diesem Grund nur zu begrüssen. Ferner sei der Beschwerdeführer angeleitet worden, seinen aufgrund der berufli
chen Tätigkeit deutlich verschobenen Tagesablauf, welcher mit weniger körperli
cher Aktivität am Abend verbunden sei, möglichst zu optimieren (
Urk. 6/23/
10
f.).
3.4
Nach freiwilligem Eintritt am 2
9.
September 2020 befand sich der Beschwerde
führer bis zum 1
5.
Oktober 2020 erneut in der
IP Y._
zur Krisenintervention.
Laut
Austrittsbericht vom
5.
November 2020
habe
er
mitgeteilt, dass es ihm soweit gut gehe. Am Tag vor Eintritt habe er tausend Gedanken im Kopf gehabt; er merke selber, dass mit ihm etwas nicht stimme und dass er Hilfe brauche. Er wisse aber eigentlich nicht, was mit ihm los sei. Er habe betont, wenig geschlafen zu haben. Je mehr er schlafe, desto müder fühle er sich. Ausserdem habe er Konzentrations
schwierigkeiten und sei zunehmend vergesslich (Urk. 6/23/8).
Nach 16-tägiger
Akutbehandlung sei der Beschwerdeführer in die bestehenden Verhältnisse zu seiner Familie nach Hause ausgetreten. Die psychotische Symptomatik (Gedan
kendrängen, diffuse Ängste, Misstrauen und fo
rmalgedankliche Einengung) sei
im Rahmen einer paranoiden Schizophrenie zu beurteilen. Differentialdiagnos
tisch sei bei positiver Familienanamnese der Mutter und anamnestisch berichte
tem fraglich submanischem Zustandsbild in der Vergangenheit eine bipolare Stö
rung in Erwägung zu ziehen. Unter Medikation sei eine deutliche Stabilisierung eingetreten, sodass die psychotische Symptomatik abgeklungen und der Beschwerdeführer im Kontakt bedeutend weniger misstrauisch aufgetreten sei. Die Prüfung und Weiterführung der Pharmakotherapie unter regelmässigen kli
nischen und laborchemischen Verlaufskontrollen werde empfohlen (Urk.
6/23/9
).
3.5
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neurologie, stellte in seinem Bericht vom 2
5.
Februar 2021 folgende Diagnosen (
Urk.
6/31/1):
-
Konzentrationsstörung und Erschöpfung unklarer Ätiologie
-
Neuropsychologie (02/2021): alters- und bildungsentsprechende kog
nitive Leistung
-
psychophysiologische Aufmerksamkeitsdiagnostik mittels
qEEG
/ERP (01/2021): verminderte
Alertness
und Neuromarker für eine vermin
derte proaktive Kontrolle und eine kortikale Unteraktivierung
-
MRI Schädel (2020): unauffällig
-
Liquor (02/2021): normale Zellzahl,
oligoklonale
Banden negativ
-
Status nach zweimalig akuter vorübergehender psychotischer Störung 2020.
Die ergänzenden Untersuchungen (Neuropsychologie und Liquor) seien unauffäl
lig
gewesen.
Die alleine in der psychophysiologischen Aufmerksamkeitsdiagnos
tik festgestellte Unteraktivierung sei unspezifisch und könne bei Depressionen, Psychosen und auch AD(H)S gefunden werden. Klinisch liege keine Depression vor; die Beschwerden hätten zudem schon vor den psychotischen Episoden bestanden und für eine ADS ergäben sich anamnestisch keine Hinweise. Auch die bei eher wenig spürbarem Affekt in Bezug auf eine Autismus-Spektrums-Störung durchgeführten neuropsychologischen Tests seien unauffällig
ge
blieben (
Urk.
6/
31/1; vgl. auch
Urk.
6/27 und
Urk.
6/30).
3.6
In seinem Bericht vom 1
0.
März 2021 äusserte der behandelnde Psychiater Dr. med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, den dringen
den Verdacht auf eine ernste psychische Erkrankung respektive (differential
diagnostisch) auf eine Störung des schizophrenen Formenkreises, auf eine bipolare affektive Störung oder auf eine
schizoaffektive
Störung.
Der Beschwer
defüh
rer arbeite wieder zu rund 50
%
als Korrektor, wobei nach wie vor eine deutlich verringerte allgemeine Belastbarkeit, eine verminderte Energie und eine rasche Erschöpfbarkeit mit dem Bedarf langer Erholungsphasen vorlägen.
Der Beschwer
deführer lebe noch bei der Mutter und pflege kaum ein soziales Netz.
Bezüglich objektiver Befunde hielt
Dr.
C._
fest, dass der Beschwerdeführer allseits orien
tiert sei. Der formale Gedankengang sei logisch und zugeordnet, zeit
weise aber etwas umständlich. Von der Denkweise her wirke der Beschwerdefüh
rer etwas
rigide
und unflexibel. Er sei
nur mässig spürbar; sein Antrieb sei leicht vermin
dert.
Stimmungsmässig sei er zumeist ausgeglichen; die Stimmung erscheine aber wenig moduliert und auslenkbar. Stimmen-Hören, Beziehungs
ideen und Ich-Störungen würden verneint (
Urk.
6/26/3).
Die prognostische Einschätzung sei aktuell schwierig. Vermutlich liege bereits seit Jahren eine sogenannte Prodromalsymptomatik vor; die eigentliche psychiatri
sche Erkrankung habe sich erstmals im Sommer 2020 in aller Deutlichkeit mani
festiert. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch weiterhin unter einer deutlich verringerten Arbeitsfähigkeit leiden werde. Diese betrage etwa 30-40
%
, wobei dies sowohl
für die aktuelle Tätigkeit als auch für ange
passte Tätigkeiten gelte (
Urk.
6/26/3).
3.7
Im Rahmen eines Standortgesprächs mit der Eingliederungsberatung habe sich
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neu
rologie,
vom RAD
am 2
3.
März 2021 dahingehend geäussert, dass es sich trotz der ausführlichen Arztberichte bisher nicht um eine längerdauernde Episode handle, die einen invalidenversicherungsrechtlich relevanten Gesundheitsscha
den
darstelle. Eine Rentenprüfung sei nicht gerechtfertigt.
Es lägen keine Diagnosen vor, welche die Symptome Müdigkeit, S
chlappheit und
Schlaflosigkeit
«rechtfertigen» würden.
Objektive Anhaltspunkte für längerfristige Einschränkun
gen seien nicht vorhanden. Der einmaligen Episode könnte ein längerfristiger Schlafentzug oder der Konsum von Drogen zugrunde gelegen haben (
Urk.
6/33/6).
4.
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Vorab ist es angezeigt, auf die Begründungsdichte der angefochtenen Verfügung einzugehen. Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begeh
ren der Parteien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten (Art. 49 Abs. 3 Satz 2 ATSG), das heisst eine Darstellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwägungen.
Die Begrün
dung muss so abgefasst sein, dass sich die betroffene Person über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen kann. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt
(BGE 142 II 49 E. 9.2, 136 I 185 E. 2.2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_600/2021 vom 3. März 2022 E. 5.4.1).
Zwar kann sich der Versicherungsträger rechtsprechungsgemäss auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken. Die Begründung der Abwei
sung des Rentenbegehrens in der angefochtenen Verfügung erschöpft sich jedoch im Wesentlichen im Hinweis auf die Behandelbarkeit des vorhandenen Leidens und die Anmerkung, dass aufgrund der medizinischen Abklärungen keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestehe, welche die Arbeits
- respektive Erwerbs
fähigkeit dauerhaft einschränke (Urk. 2 S. 1). Allein
aus dieser allgemein gehaltenen Formulierung
geht insbesondere nicht klar hervor, auf welche ärztli
che Beurteilung sich die Beschwerdegegnerin stützte.
Es
erscheint somit zweifel
haft, ob die angefochtene Verfügung den Anforderungen der Begründungspflicht als Teilgehalt des Anspruchs auf rechtliches Gehör (vgl. Art. 29 Abs. 2 der Bun
desverfassung, BV) überhaupt zu genügen vermag. Letztlich braucht darüber allerdings nicht
abschliessend
entschieden zu werden, da
vorausgesetzt eine
all
-
fällige
Verletzung des Gehörsanspruchs ist einer Heilung nicht zugäng
lich
auch in diesem Fall die Aufhebung des angefochtenen Entscheids samt Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin die Rechtsfolge wäre. Wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen ergibt, ist eine solche Rückweisung bereits aus anderen Gründen unabdingbar.
5.
5.1
Medizinische Grundlage des angefochtenen Entscheids bildet
soweit aus dem Feststellungsblatt der Beschwerdegegnerin ersichtlich
im Wesentlichen
ein
Standortgespräch
mit Dr.
D._
vom
RAD
.
Die in diesem Zusammenhang
allem Anschein nach
von einer Mitarbeiterin der Beschwerdegegnerin
am 23
. März 2021
erstellte, kurz gehaltene
Aktennotiz (Urk. 6/
33/6
) wird der Sache jedoch in keiner Weise gerecht. Es ist daran zu erinnern, dass gemäss bundesgerichtlicher Praxis
e
ine formlos eingeholte und
in einer Aktennotiz festgehaltene mündliche Auskunft nur insoweit ein zulässiges und taugliches Beweismittel dar
stellt
, als damit bloss Nebenpunkte, namentlich Indizien oder Hilfstatsachen, festgestellt werden
.
Sind aber Auskünfte zu wesentlichen Punkten des rechtserheblichen Sachverhaltes einzuholen, kommt grundsätzlich nur die Form einer schriftlichen Anfrage und Auskunft in Betracht
(B
GE 130 II 473 E. 4.2, 117 V 282 E. 4c, je mit Hinweisen)
. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit handelt es sich üblicher
weise
so auch im konkreten Fall
um einen invalidenversicherungsrechtlich entscheidenden Aspekt, weshalb auf die lediglich
in mündlicher Form
beim RAD eingeholte Auskunft nicht abgestellt werden kann. Dies muss umso mehr gelten, als nicht ersichtlich ist, ob und inwiefern der RAD überhaupt Kenntnis von den medizinischen
Vorakten
hatte. Im Übrigen greift auch der Hinweis der Beschwer
degegnerin auf die Therapierbarkeit des Leidens zu kurz, da dieser Umstand bei der Beurteilung, ob sich eine psychische Erkrankung invalidisierend auswirkt, nur einen der grundsätzlich zu berücksichtigenden Faktoren darstellt (vgl. in diesem Zusammenhang BGE 143 V 409 und 418, 141 V 281 E. 4.3.1
und vorstehende E.
1.4
.2).
5.2
5.2.1
Auch die übrige medizinische Aktenlage lässt keine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für den
entscheidrelevanten
Zeitraum zu.
Die vom Beschwer
deführer als Beweismittel vorgelegten Arztzeugnisse
des behandelnden Psychi
aters
(U
rk.
3/1-4)
sind nicht aussagekräftig, da ihnen
weder Befunde noch Diagnosen oder eine Begründung
für die attestierte Arbeitsunfähigkeit
entnom
men werden können.
In Bezug auf den Bericht von
Dr.
C._
vom 10. März 2021 (
Urk.
6/26/2-6)
gilt es
zunächst
auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, wonach behandelnde Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräfte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen, weshalb die
direkte
Zusprechung von Leistungen der Invalidenversicherung im Wesentlichen gestützt
auf
deren Angaben
kaum je in Frage kommt (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc; Urteil des Bundesge
richts
8C_549/2021
vom
7. Januar 2022 E. 7.2
).
Davon abgesehen kann die ab März 2021 bescheinigte Arbeitsu
nfähigkeit von 60-70
%
sowohl für die ange
stammte Tätigkeit als Korrektor bei einer Tageszeitung als auch für angepasste Tätigkeiten
(vgl. Urk. 6/26/2 f.)
nicht ohne Weiteres
nachvollzogen werden.
Zum einen ist der Beschwerdeführer seit März
2021
wieder
im bisherigen
Pensum von rund 50
%
als Korrektor tätig (vgl.
Urk.
6/26/3, 6/33/2), was im Widerspruch zur attestierten Arbeitsunfähigkeit steht.
Zum anderen
finden sich Anhaltspunkte, dass die
angestammte Tätigkeit
mit Zeitdruck
und
Abend- beziehungsweise Nachtarbeit verbunden ist, w
obei sich Letzteres
wiederum
ungünstig auf die Tagesstrukturierung auszuwirken scheint
. Der Beschwerdeführer zog deshalb bereits einen Berufswechsel in
Betracht
(vgl.
Urk.
6/13/2 f., 6/23/11
).
Es steht daher die Frage im Raum, o
b dem Beschwerdeführer unter
verbesserten
Arbeits
bedingungen in einer leidensa
daptierten
Tätigkeit
nicht ein höheres Pensum zuzumuten wäre, als seitens des behandelnden Psychiaters attestiert
wurde
.
Vor diesem Hintergrund sind weitere Abklärungen in psychiatrischer Hinsicht notwendig.
Die beschwerdeweise beantragte erneute Kontaktierung von
Dr.
C._
wird
dabei
für sich allein
nicht ausreichend respektive zielführend sein.
Die Beschwerdegegnerin wird
in Nachachtung des geltenden Untersuchungsgrund
satzes (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG)
ein psychiatrisches Gutachten zu veranlassen haben. Dieses muss
dem Rechtsanwender eine Beurteilung des Nachweises einer funktionellen Leistungseinschränkung erlauben.
Gefordert sind vorab Angaben zur Schwere des Leidens und zu dessen Folgen für die Leistungsfähigkeit, die nach Massgabe der in BGE 141 V 281 definierten Standardindi
katoren (vgl. vor
stehende E. 1.4.2
) abzuhandeln
beziehungsweise dementsprechend auch formal zu strukturieren sind
(Urteil des Bundesgerichts 8C_681/2020 vom 23. Juli 2021 E. 5.2.2).
Vorgängig ist
ausserdem die Einholung früherer Arztberichte
sofern vorhanden
in Erwägung zu ziehen, da sich der Beschwerdeführer wiederholt dahingehend äusserte, bereits seit seiner Jugend
insbesondere
unter erheblicher Müdigkeit, Antriebslosigkeit und verringerter Belastbarkeit zu leiden (vgl.
Urk.
6/12/2,
6/23/12, 6/26/2 und 6/33/4).
5.2.2
In somatischer Hinsicht scheinen demgegenüber derweil keine weiteren
Abklä
rungen
zwingend
angezeigt zu sein.
Der Beschwerdeführer liess sich insbesondere bereits von neurologischer und
pneumologischer
Seite untersuchen.
Dr.
Z._
konnte gemäss Bericht vom 1
1.
Juni 2020 keinerlei fokale neurologische Auffäl
ligkeiten erkennen. Eine Erklärung für die vordergründig geklagte Müdigkeit fand sich weder in der zerebralen und zervikalen Bildgebung noch im Rahmen der Durchführung eines EEG (Urk. 6/23/13).
Laut
Bericht des
Kantonsspitals A._
vom 1
3.
August 2020
wurden des Weiteren die Kriterien eines definitiv vorliegenden obstruktiven Schlafapnoesyndroms nicht erfüllt. Es wurde vielmehr der Verdacht auf eine nicht respiratorische, am ehesten psychisch (mit-)bedingte Schlafstörung geäussert
(Urk. 6/23/10 f.).
Im Übrigen ist festzuhalten, dass
dem Beschwerdeführer
bis
lang
soweit ersichtlich
auch keine Arbeitsunfähigkeit aus somatischen Grün
den
attestiert
wurde.
5.3
Die derzeitige Aktenlage wirft
schliesslich
Fragen in Bezug auf den
invaliden
ver
sicherungsrechtliche
n
Status des Beschwerdeführers auf,
welchem
bei der Metho
denwahl
im Rahmen
der Invaliditätsbemessung
entscheidende Bedeutung zukommt
(vgl. BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15
E. 3.1).
Die Beschwerdegegnerin hat den Beschwerdeführer als vollerwerbstätig qualifiziert, ohne dies näher zu begründen (vgl.
Urk.
6/34/4).
In Anbetracht
von
dessen Erwerbsbiographie ver
mag dies nicht ohne Weiteres zu überzeugen.
So übte der Beschwerdeführer nach bestandener Matura im Jahr 2008 (
Urk.
6/1) und zwei jeweils im ersten Semester abgebrochenen Studiengängen
(vgl.
Urk.
6/13/2
, 6/33/3
) noch nie an
nähernd
ein 100%-Pensum aus, was
sich auch
aus
den
Einträge
n
im IK-Auszug (Urk. 6/20)
ableiten lässt.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist jener Tätigkeit, welche bei Eintritt des Gesundheitsschadens tatsächlich
und unter Umständen seit längerer Zeit
ausgeübt wurde,
bei der Beantwortung der Statusfrage
ein starker
Indizwert
beizumessen
.
Darüber hinaus sind die gesamten persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse
ebenso wie allfällige
Erzie
hungs
- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Bega
bungen zu berücksichtigen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2021 vom 1
5.
März 2022 E. 5.3.2 mit Hinweis
en
).
Die Beschwerdegegnerin wird
je nach Ergebnis der medizinischen
Untersuch
ungen
eingehend abzuklären haben, wel
chem Erwerbspensum der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit nachgehen würde
und entsprechend einen allfälligen Invaliditätsgrad zu bestimmen haben.
6.
Nach dem Gesagten ist zusammenfassend festzuhalten, dass sich der medizinische Sachverhalt für eine abschliessende Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
und damit des Invaliditätsgrades in psychiatrischer Hinsicht als ungenügend abgeklärt erweist. Je nach Ergebnis der ergänzend von der Beschwerdegegnerin zu veranlassenden medizinischen Abklärungen werden im Rahmen
der Ermittlung des Invaliditäts
grades weitere Erhebungen im Hinblick auf den invalidenvers
icherungs
rechtlichen Status des
bis anhin teilerwer
bstätigen Beschwerdeführers
erforderlich sein.
Vor diesem Hintergrund ist die angefochtene Verfügung vom
25
. Mai 2021 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuwei
sen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch neu verfüge.
7
.
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr. 700.-- anzusetzen.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 210 E. 7.1, 137 V 57 E. 2.2), weshalb die Gerichtskosten der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen sind.