# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 96284d2c-3f5e-448b-9229-8c9e9767d8f3
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der
1993 geborene
X._
war
vom
22. Januar 2018
bis 31. Mai 2019
als
Bauspengler
-Hilfsarbeiter
bei der
Y._
AG angestellt und im Rahmen dieses Arbeitsverhältnisses bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Un
fällen versichert. Mit Schadenmeldung UVG vom 11. Dezember 2018 liess er der Suva mitteilen, dass
er
am 10. Dezember 2018 als Beifahrer in einem Motorfahr
zeug einen
Verkehrsunfall
bei seitlich-frontaler
Kollision
erlitt
en habe
(Urk. 8/2,
Urk. 8/56
). Die Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld; Urk.
8/24
).
Am
8. Januar 2020 (Urk. 8/145) verfügte sie mangels Vor
liegen
s
adäquater Unfallfolgen die Einstellung der Versicherungsleistungen per
12. Januar 2020 und verneinte einen Anspruch auf weitere Geldleistungen in Fo
rm einer Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung (S. 1). Die hiergegen erhobene Einsprache des Versicherten vom 7. Februar 2020 (mit ergänzender Begründung vom 4. März 2020; Urk. 8/157, Urk. 8/162) beschied die Suva mit Ein
spracheentscheid vom
3. Juni 2020 (Urk. 2) abschlägig.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 6. Juli 2020 (Urk.
1) Beschwerde und bean
tragte, der Einspracheentscheid der
Beschwerdegegnerin
vom 3. Juni 2020 sei auf
zuheben, ihm seien die gesetzlichen Leistungen nach dem
Bundesgesetz ü
ber die Unfallversicherung (UVG; insbesondere Taggelder und Heilkosten) auch nach dem 12. Januar 2020 bis zur Erlangung des medizinischen Endzustandes weiter
hin auszurichten, eventualiter sei der Fall an die
Beschwerdegegnerin
zurückzu
weisen und es sei unter Berücksichtigung der neuen Schmerzrechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 ein umfassendes, neutrales und polydisziplinäres Gutachten im Sinne von Art. 44 des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG)
anzuordnen; alles unter Kosten- und Entschädi
gungs
folgen zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der
Beschwerdegegnerin
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
UVG
setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der
eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule
(HWS)
diagnostiziert und liegt ein
für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwer
de
n wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstö
run
gen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen
, Reizbarkeit, Affektlabili
tät, Depression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kau
sal
zusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- be
ziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu betonen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheit
liche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 E. 4b).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer gewissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beein
trächtigungen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurück
zuführen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtsprechung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störungen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V
98 E.
3b
, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zu
nächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adäquate Kausalzu
sam
menhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträchtigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittleren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu
beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig davon, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herange
zogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bundes
gericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psychischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beurteilung
des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleuder
trauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten ver
zichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht entscheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psychischer Natur be
zeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E.
5d
/
aa
und 367 E.
6a
).
Die Beurteilung der Adäquanz in denjenigen Fällen, in denen die zum typischen Beschwerdebild eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule gehörenden Beein
trächtigungen zwar teilweise gegeben sind, im Vergleich zu einer ausgeprägten psychischen Problematik aber ganz in den Hintergrund treten, ist nach der Praxis des Bundesgerichts nicht nach den für das Schleudertrauma in BGE 117 V 359 entwickelten Kriterien, sondern nach den in BGE 115 V 133 für psychische Fehl
entwicklungen nach einem Unfall aufgestellten Kriterien vorzunehmen (BGE 127 V 102 E.
5b
/
bb
, 123 V 98 E. 2a, RKUV 1995 Nr. U 221 S. 113 ff., SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 1; ferner BGE 134 V 109 E. 10.2 f.).
1.5
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
ge
henden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des
Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.1).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be
griffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender gering
fügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person
prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_363/2020 vom 29. September 2020 E. 3.2 mit Hin
weisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3). Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den thera
peutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose erfasst werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_44/2021 vom 5. März 2021 E. 5.2 mit Hinweisen).
2.
2.
1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Einspracheentscheid vom 3. Juni
2020 (Urk. 2) im Wesentlichen,
dass die vom
Beschwerdeführer
noch ge
klagten Beschwerden einerseits nicht auf einem objektivierbaren organischen Substrat beruhten, welches beim Unfallereignis vom 10. Dezember 2018 gesetzt worden wäre. Andererseits bestehe zwischen diesen Beschwerden und dem Unfall aber auch kein adäquater Kausalzusammenhang. Aus diesen Gründe
n
seien
mit Verfügung vom 8. Januar 2020
zu Recht die Versicherungsleistungen (Heilkosten und Taggeld) per 12. Januar 2020 eingestellt und Anspr
üche
auf weitere Geld
leistungen (Invalidenrente und/oder Integritätsentschädigung) verneint worden (S. 18).
In ihrer Beschwerdeantwort vom 14. September 2020 (Urk. 7) hielt sie ergänzend fest, dass sie bereits im Einspracheentscheid dargelegt habe, dass gemäss Kreisarzt Dr.
Z._
die
Rotatorenmanschette
der rechten Schulter rein degenera
tiver Natur sei (S. 9).
2.2
Dagegen
wandte
der Beschwerdeführer (Urk. 1) zur Hauptsache ein, se
lbst Kreis
arzt Dr. med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
habe noch Ende September 2019 anerkannt, dass mit der Fortsetzung der Heilbehandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erreicht werden könne. Da klar der medizinische Endzustand heute noch nicht eingetreten sei, dürfe die Adäquanzprüfung noch nicht vorgenommen werden (S. 15). Gemäss der Verfü
gung vom 8. Januar 2020 sei fälschlicherweise die – verfrühte – Adäquanz
prü
fung nach BGE 115 V 133 und nicht nach BGE 117 V 359 vorgenommen worden
(S. 16). Demnach würden genügend Adäquanzkriterien erfüllt, weshalb bei fälsc
h
licher Vornahme der Adäquanzprüfung auch das Vorliegen des adäquaten Kau
sal
zusammenhanges bejaht werden müsste (S. 19). Da die Beschwerdegegnerin einen verwertbaren Beweis bis heute nicht angetreten habe, wonach die
Rota
torenmanschettenruptur
vorwiegend auf Abnützung oder Krankheit zurückzu
führen sei, müsse auch dies klar zur Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin
führen (S. 21). Schliesslich habe die Beschwerdegegnerin, da sie den
Beschwer
deführer nie medizinisch untersucht habe, gegen
höchstrichterliche Rechtspre
chung
verstossen, was zwingend – zumindest – zur Gutheissung des Eventual
an
trages 3 führen müsse (S. 22).
3.
3.1
Gemäss dem Austrittsbericht des Spitals
B._
vom 11. Dezember 2018
(Urk. 8/9), in welchem der Beschwerdeführer nach seinem Unfall am 10. Dezem
ber bis 11. Dezember 2018 hospitalisiert war, wurde ein
e
C
ommotio cerebri dia
gnostiziert
.
Seit dem
seitlich/frontalen Zusammenstoss bestünden Schmerzen im Bereich des Sicherheitsgurtes und der HWS. Ein Bewusstseinsverlust habe nicht vorgelegen.
Es bestehe
eine Erei
gnisamnesie
und
eine Nausea ohne
Em
esis
(vgl. auch den Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach
kranio
-zervikalem Be
schleunigungstrauma vom 11. April 2019, Urk. 8/66).
3.2
3.2.1
Chiropraktor Dr.
C._
berichtete am 24. Dezember 201
8
, nach dem Unfall vo
m 10. Dezember 2018 habe sich eine Symptomausweitung eingestellt mit aktu
ell panvertebralen Schmerzen und Schmerzen insbesondere am rechten Kniegelenk und in beiden Händen (Urk. 8/40).
Am 17. Januar 2019 (Urk. 8/44) üb
e
rwies Hausarzt Dr. med.
D._
, FMH Allgemeine Innere Medizin, den Beschwerde
füh
rer zur neurologischen Abklärung an
Dr. med.
E._
, Chefärztin Neurologie des Kantonsspital
s
F._
,
und berichtete hierzu, der Beschwerdeführer leide
an posttraumatischen Nackenschmerzen, Schulterschmerzen und lumbalen Schmer
zen
, welche therapieresistent seien
. Neu sei jedoch ein massiver Konzen
trationsverlust, die Ehefrau berichte über Verwirrungszustände und Vergesslich
keit. Der
Beschwerdeführer
sei zunehmen
d
w
ortkarg und ruhig.
3.2
.2
Dr.
E._
stellte daraufhin am
8. März 2019 (Urk. 8/48)
fest
, somatisch-neurologisch hätten bis auf die vorbestehende Anosmie keine neurologischen Defizite beziehungsweise radikulären Reizsymptome festgestellt werden können (S. 2).
Im neuropsychologischen Screening-Test sei eine Antriebsreduktion aufge
fallen, die höchstwahrscheinlich auch für die subjektiv angegebene Vergesslich
keit erklärend sei.
Vermutlich spielten hier neben dem Trauma auch weitere psychosoziale Faktoren mit. Eine hirnorganische Ursache im Sinne einer Contusio cerebri habe mittels Computertomographie im Dezember 2018 nicht nachge
wie
sen werden können (S.
2 f.
).
Eine psychiatrische/psychologische Mitbetreuung sei zu befürworten (S. 3).
3.3
Mit Bericht vom 14. März 2019 (Urk. 8/64) diagnostizierten die verantwortlichen Ärzte des Kantonsspital
s
F._
ein subacromiales
Impingement
Schulter rechts nach Schulterdistorsion im Rahmen eines Autounfalles am 10. Dezem
ber 2018 mit/bei gelenkseitiger Partialruptur de
r
Supraspinatussehne und der kranialen
Infraspinatussehne
(
Pastaläsion
), Verdacht auf Dislokation eines ausge
rissenen Fragmentes der
Infraspinatussehne
nach
dorsoinferior
in den dorsalen
Recessus
und bei
Riss und Degeneration des
anterioren
Labrum sowie einen Status nach
Halswirbelsäulen (HWS)
-Beschleunigungstrauma im Rahmen des Autounfalles am 10. Dezember 2018 (S. 1). Die aktuellen Beschwerden des
Be
schwerdeführer
s seien am ehesten im Zusammenhang mit eine
m
subacromialen
Impingement
zu sehen. Mit dem
Beschwerdeführer
sei vereinbart worden, eine diagnostisch-therapeutische
subacromiale
Infiltration durchzuführen. Zusätzlich solle er die Physiotherapie besuchen. Ein bis zwei Monate nach der Infiltration würde
n sie
eine erneute klinische Kontrolle
durchführen
, um den Erfolg der Mas
snahmen beurteilen zu können. Bei fehlendem Ansprechen müsse die arthros
kopische Revision und gegebenenfalls
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
/-
débridement
in Erwägung gezogen werden (S. 2).
3.4
Nach ambulantem Assessment
gelangten die verantwortlich zeichnende
n
Ärzte der Rehaklinik
G._
am 16.
April
2019 (Urk. 8/65) zum Schluss, aufgrund der psychischen Diagnose (niedergedrückte, depressive Stimmungslage mit Antriebs
losigkeit am Morgen, Konzentrationsstörungen, vermindertem Selbstwertgefühl und rascher Ermüdbarkeit), welche einen grossen Teil zu der Symptomausweitung
beim
Beschwerdeführer
beitrage, wäre unabhängig vom Unfallkontext sicherlich eine weitere psychiatrisch-psychologische Therapie beziehungsweise weitere Ab
klärung sinnvoll. Anhand der
Assessment-
Abklärungsresultate werde eine inten
sivierte ambulante
Therapie
bestehend aus dreimal wöchentlicher Einzelphysio
therapie mit Betonung aktiver Bewegungstherapie und Training (Nacken, Schult
er rechts und Lendenwirbelsäule [LWS]) empfohlen (S. 4). Aufgrund von weiterhin starken Schmerzen vor allem im Bereich der rechten Schulter und der unteren LWS bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %.
Zumindest rein
medizinisch-theoretisch aus rein unfallkausaler Sicht betrachtet stünde einer baldigen Wiederaufnahme einer neuen Arbeit grundsätzlich nichts im Wege.
In spätestens sechs Wochen könne bei Durchführung der therapeutischen Empfeh
lungen mit Aufnahme einer neuen Arbeit gerechnet werden. Dennoch scheine besonders unter Berücksichtigung der psychischen Problematik eine weitere Abklärung der Symptome und eine psychiatrische Behandlung vorerst sinnvoll (S. 5).
3.5
3.
5
.1
Am 5. September 2019 (Urk. 8/120) berichteten die unterzeichnenden Ärzte der Universitätsklinik
H._
von anhaltenden posttraumatischen Nackenschmerzen
im Sinne eines muskulären paravertebralen Hartspannes. MR-tomographisch zeige
sich keine posttraumatische Läsion
. Eine operative Intervention sei sicher
lich nicht indiziert
(S. 2).
3.5
.
2
Nach interner Überweisung diagnostizierten die zuständigen Ärzte des Wirbel
säulen-Teams
am 24. September 2019 (Urk. 8/126)
hierzu ein chronisches
cervi
kothorakospondylogenes
Schmerzsyndrom
mit/
bei segmentaler Dysfunktion
C2
/3,
C4
/5 sowie
myotendinotischen
Veränderungen in den
Musculi
suboccipitalis
,
tra
pezius
,
splenius
linksbetont
,
bei
segmentaler Dysfunktion
TH9
/10 sowie
myoten
dinotischen
Veränderungen in den
Musculi
erector
spinae
rechts und einen Status
nach Halswirbelsäulendistorsionstrauma vom 10. Dezember 2018 (S. 1). Sie
hielten
fest, dass die Schmerzen als eine Kombination von
facettären
,
myofaszialen
und psychosozialen Komp
onenten zu interpretieren seien. Der Fokus liege auf der Behandlung der seg
mentalen und
myofasziale
n
Befun
de mittels
chiropraktischer
Manipulation
und muskulär
detonisierenden
Massnahmen
. Zur langfristigen Be
schwerdelinderung empfehle sich die Durchführung stabilisierender und aufbau
ender Massnahmen für die Na
c
kenmuskulatur
(S. 3).
3.
6
Gemäss dem behandelnden
Psychiater Dr. med.
I._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psy
chotherapie FMH, bestand
beim Versicherten der Verdacht auf Vorliegen einer organischen depressiven Störung (ICD-10 F06.32
; richtig wohl: F07.02, vgl. nachstehend E.
3.11
) nach Commotio cerebri, differentialdiagnostisch
eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Im Bericht vom 6.
Septem
ber 2019
(Urk. 8/118)
führte er zudem aus, i
m Nachgang zum Unfall habe der Versicherte verschiedene sowohl somatische als auch psychische Symp
tome gezeigt. Im Vordergrund hätten eine Vergesslichkeit, Konzentrationsstörung und in letzter Zeit Antriebsstörung gestanden, weswegen eine psychiatrische Be
ha
ndlung empfohlen worden sei (S.
1
). Bei milder Depressivität und Angstsymp
to
matik sei zuerst versucht worden, die Schlafstörungen mit pflanzlichen Mitteln zu behandeln.
Durch stützende Gespräche, Psychoedukation und schlafan
stossen
de Medikation sei es zu einer positiven Entwicklung gekommen. Der Versicherte habe MTT und Physiotherapie sehr gut mitmachen können (S. 2).
Im Sommer 2019 sei eine Phase mit starker Müdigkeit, Freudlosigkeit, Interesseverlust und Antriebsverlust aufgetreten, welche Phasen ein paar Stunden andauerten und den Beschwerdeführer stark verunsicherten. Deshalb sei dem Versicherten ein Antide
pressivum verschrieben
worden (S. 2
).
Sinnvoll wäre es
,
den Versicherten in die
Berufswelt zu integrieren. Aktuell könnte der Versicherte circa zwei bis drei Stunden pro Tag an einem Beschäftigungsprogramm teilnehmen (S. 2).
3.7
Mit Stellungnahme vom 14. September 2019 (Urk. 8/121) hielt Kreisärztin Dr.
med.
Z._
, Fachärztin Allgemeinchirurgie und Traumatologie, fest, eine anfangs vermutete
ligamentäre
Verletzung an der Halswirbelsäule sei von den Neurochirurgen nicht bestätigt worden. Von einer weiteren Behandlung der Un
fallfolgen könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besse
rung des Gesun
d
heits
zustandes erwartet werden. Die beschriebene Läsion an der
Rotatorenmanschette
der rechten Schulter sei mit überwiegender Wahrscheinlich
keit bei
Impingement
-Konstellation nicht unfallkausal. Eine Kontusion verur
sache keine
Rotatorenmanschetten
-Läsion (S. 1).
3.
8
Kreisarzt Dr. med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, bejahte am 21. September 2019 die Frage, ob von einer weiteren Behandlung der Unfall
folgen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine namhafte Besserung des Ge
sund
heitszustandes erwartet werden könne. Dies sei mit der Fortsetzung der lau
fenden, ambulanten psychiatrischen Behandlung zu erwarten. Einige Aspekte sprächen dafür, dass es beim Verkehrsunfall zu einer Hirnverletzung gekommen sei, weshalb das bereits früher in Erwägung gezogene MRI des Schädels anzu
fertigen sei (Urk. 8/122). Behandlungsdauer und Prognose hingen stark davon ab,
ob es beim Verkehrsunfall zu einer Hirnverletzung gekommen sei (Urk. 8/122 S. 9
und S. 10).
3.9
Der Beschwerdeführer wurde mit dem Hinweis auf ein 2008 erlittenes Schädel
hirntrauma mit mehrtägigem Koma und seitheriger Anosmie sowie mit dem Hin
weis auf den am 10. Dezember 2018 als Beifahrer erlittenen Verkehrsunfall mit Kollision rechts frontal seitlich und der Diagnose einer Commotio cerebri und seitherigen erheblichen neuropsychologischen Auffälligkeiten der MRI-Untersu
chung zugewiesen. Diese
Untersuchung vom 3.
Oktober 2019
ergab einen links
betonten Defekt an der
Fr
ontobasis
mit nicht abgrenzbaren
Nervi
olfactorii
beid
seits als Erklärung der posttraumatischen Anosmie sowie keinen Nachweis einer Scherverletzung (Urk. 8/128).
3
.10
Kreisarzt Dr. med.
J._
, Facharzt für Neurologie, gelangte in der neurolo
gi
schen Beurteilung vom 5. Dezember 2019 (Urk.
8/143) zum Schluss, der Be
schwerdeführer habe sich im Rahmen des Unfalls vom 10. Dezember 2018 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus neurologischer Sicht eine HWS-Distorsion QTF I/LTHV zugezogen. Echtzeitlich hätten mit überwiegender Wahrschein
lich
keit Hinweise für eine relevante Kopfverletzung gefehlt (keine Weichteilver
letzungen, keine Bewusstlosigkeit, Erregungszustand erklärbar durch den Unfall).
Subjektiv sei eine Amnesie bis zum Eintreffen im Krankenzimmer berichtet
worden. Beschwerden hätten echtzeitlich im Nacken- und
Thoraxbereich
und nicht
am Kopf bestanden
(S. 7)
.
Bilddiagnostisch sei eine kraniale Computertomographie vom 10. Dezember 2019 unauffällig gewesen bis auf eine ältere knöcherne Verdichtung als Hinweis auf eine ältere Fraktur frontal links. Korrelierend habe eine kraniale
Magnetreso
nanz
tomographie vom
3.
Oktober
2019
(Urk. 8/128)
in dieser Lokalisation einen kleinen Defekt
frontal links bei fehlenden
Filae
olfactoria
gezeigt
.
Bei Korrelation der Lokalisation der alten Fraktur mit der kleinen Läsion
frontobasal
links und ebenfalls
fehlenden
Filae
olfactoria
sei
diese Läsion auf ein unfallfremdes Unfall
geschehen von 2008 mit
Koma und seitdem bestehender Anosmie zurückzu
führen. Aus neurologischer und versicherungsmedizinischer
Sicht
sei
die frontal links liegende Läsion bei ebenfalls frontal links liegender älterer
Fraktur einem anamnestisch bekannten unfallfremden Schädelhirntrauma mit Koma und Anos
mie
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
und
nicht auf das Unfallgeschehen vom 10.
Dezember
2018 zurückzuführen.
Die zeitliche Entwicklung der neu auf
ge
tretenen kognitiven Beschwerden erst mit einer einen Monat späteren Latenz (gemäss Hausarztbericht vom 17. Januar 2019) stützten die Beurteilung fehlender unfallkausaler kognitiver Beschwerden bei fehlenden unfallkausalen struktu
relle
n
Unfallfolgen. Ebenso wie der Hausarzt eine Symptomausweitung als prob
lematisch beurteilt habe, sei in einem ambulanten Assessment an der
Rehaklinik
G._
vom 10. April 2019 ebenfalls eine erhebliche Symptomausweitung fest
gestellt worden. Die
Neurologin Dr. med.
E._
habe psychosoziale Fakto
ren bei fehlender
Organizität
gesehen
(S. 7)
.
Aus neurologischer Sicht bestehe abgestützt auf den Befund der kranialen Mag
net
resonanztomographie vom 3. Oktober 2019 mit überwiegender Wahrschein
lich
keit keine unfallbedingte organische Grundlage für die geklagten kognitiven und psychiatrischen Störungen, so dass eine neuropsychologische Untersuchung im Zusammenhang mit dem Unfallgeschehen nicht indiziert sei (S. 7).
3.11
Dr.
I._
diagnostizierte im Arztbericht zu Handen der Invalidenversiche
rung vom 21. Februar 2020 (Urk. 8/162
/16-21
) eine organische depressive Stö
rung
(ICD-10 F08.32
; richtig wohl F07.2
) nach Commotio cerebri und führte aus, a
us rein psychiatrischer Sicht sehe die Prognose gut aus. Die aktuelle Leis
tungs
fähig
keit liege bei circa 40 %
. Die Funktionseinschränkungen bestünden in psy
chi
schen Einschränkungen wie Konzentrationsstörungen, mangelnder Belast
bar
keit, rascher Ermüdung, mangelnder Ausdaue
r und verlangsamten Tempo (S. 3
).
4.
4.1
Unter anderem umstritten und zu klären is
t, ob der Fallabschluss per 12. Janu
a
r
2020 zu Recht erfolgt ist.
Der Fallabschluss mit Einstellung der vorüber
ge
henden Leistungen
war
nur zulässig, wenn am 12. Januar 2020 von einer wei
te
ren Behandlung der Unfallfolgen keine namhafte Verbesserung mehr zu erwar
ten war. Vorab festzustellen ist, von welchen kausalen Folgen des Unfalles vom 10.
Dezember 2018 auszugehen ist.
4.1.1
Auch
wenn es sich beim Unfall vom 10.
Dezember 2018 mit mehrheitlich seit
licher Kollision (vgl. unfallanalytisches Gutachten vom 2. April 2019; Urk. 8/60) aufgrund des Hergangs nicht um ein eigentliches Schleudertrauma handelt (Peitschenhieb-Verletzung,
Whiplash
-injury; vgl. Urteil des
Eidg
. Versicherungs
gerichts U 197/04 vom 29. März 2006 E. 2.1, ferner:
Debrunner
/
Ramseier
, Die Begutachtung von Rückenschäden, Bern 1990, S. 52 ff.), ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer im Rahmen dieser Seitenkollision zumindest eine
HWS-Distor
sion und somit eine
schleudertraumaähnliche
Verletzung erlitt und
damit
die für die Unfallkausalität von Schleudertraumata der Halswirbelsäule geltende Recht
sprechung vorliegend anwendbar ist (BGE 134 V 109 E. 2.1). Das typische Be
schwerdebild mit Nackenschmerzen, Ereignisa
mnesie und Übelkeit (Nausea; E.
3.1)
und mithin der natürliche Kausalzusammenhang zwischen Unfallereignis und diesen Beschwerden lag vor, wobei rechtsprechungsgemäss bereits das Leiden der versicherten Person an Nackenschmerzen binnen einer Latenzzeit von 24 bis höchstens 72 Stunden
bei einem H
inzutreten weitere
r
praxisgemässer Beschwer
den erst mit der Zeit genügen w
ürde
(Urteil
e
des
Eidg
. Versicherungsgerichts U 264/97 vom 12.
August
1999,
U 336/06 vom 30. Juli
2007 E. 5.1).
4.1.2
Aus der medizinischen Aktenlage
ergibt sich
weiter
was folgt:
Wie zuvor erwähnt, klagte der Beschwerdeführer schon kurze Zeit nach dem Unfallereignis über diverse Beschwerden, welche von ärztlicher Seite mit der erlittenen HWS-Distorsion in Verbindung gebracht wurde
n
.
Im Behandlungs
verlauf wurden ab Dezember 2018 Röntgenaufnahmen sowie mehrere
Magnet
resonanztomographien
des Schädels, der Hals- und der Lendenwirbelsäule durch
geführt. Dabei liessen sich weder
ossäre
Läsionen der Hals- oder Lendenwirbel
s
äule noch sonstige posttraumatische Pathologien erheben. Auch eine weitere bildgebende Untersuchung wie eine kraniale Computertomographie ergab keine Befunde, mit welchen die geklagten Beschwerden hätten erklärt werden können.
Namentlich
nannte
die Ehefrau des Beschwerdeführers im Telefongespräch vom 29. August 2019 (Urk. 8/113
; vgl. auch ihre Angaben vom 4. September 2019, Urk. 8/117)
starke Nackenbeschwerden, welche durch den ganzen Rücken bis zu
den Beinen strahl
t
en,
sowie
eine Depression mit Stimmungsschwankungen
.
Die nach dem Unfallereignis vom 10
.
Dezember 2018 gemäss Erhebungsblatt für die persönliche oder telefonische Abklärung von HWS- und
leicht
en
traumatischen Hirn-Verletzungen
(
LTHV
)
vom 25. Februar
2019 (Urk. 8/31) geschilderten Kopf
schmerzen sowie
die
stark reduzierte Sicht (S. 4 f.) sch
ie
nen dahingegen nicht mehr von Relevanz, wobei letztere zwischenzeitlich durch eine Laserbehandlung korrigiert wurde (Bericht des Kantonsspital
s
F._
vom 8.
März
2019; Urk.
8/51).
In neurologi
s
cher Hinsicht hat die Beschwerdegegnerin vorweg richtig erkannt, dass keine
traumabedingte
hirnorganische
Grundlage für die geklagten kogni
ti
ven un
d
psychischen
Störungen besteht.
So
beschrieb Kreisarzt Dr.
J._
(E. 3.
10
)
in Würdigung der bestehenden Aktenlage und mit Hinweis auf die vorliegende Bilddokumentation nachvollziehbar ein älteres Unfallgeschehen von 2008 als ursächlich für
die
feststellbaren Läsionen. Dies wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten.
Gleich verhält es sich mit der vom Beschwerdeführe
r
geltend gemachten Läsion des Ligamentum
alare
pars
atlantis
links. Selbst wenn unklar bleibt, inwiefern der Aussage einer leitenden Ärztin der Kernspin-Tomographie überragendes Ge
w
icht zukommen soll, trifft
zwar
zu, dass PD Dr. med.
K._
basierend auf der Bildgebung des MRI der Halswirbelsäule vom 4. Februar 2019 (Bericht vom 4.
Februar 2019; Urk. 8/43) die genannte Läsion erkannte.
Jedoch
vermerkte sie ausdrücklich das Fehlen eines eindeutigen Nachweises
einer Instabilität
mit der Empfehlung weiterer Abklärungen. Diese
ergänzenden Abklärungen
ergaben
ge
mäss Bericht von Chefarzt Dr. med.
L._
und Oberarzt Dr. med.
M._
von der Klinik für Neurochirurgie des
F._
keine zervikale Instabilität, sodass s
ie die Verletzung der Ligamenta
alaria
, welche für sie auch bildgebend nicht eindeutig
ausgewiesen war, ausschliessen konnten (Bericht vom 14. Februar 2019, Urk. 8/
21). I
n der nächst
en
dokumentierten bildgebenden Untersuchung (MRI) der Universi
tätsklinik
H._
vom 23. August 2019 (Urk.
8/112) – wie die Beschwerde
geg
nerin richtig feststellte (Urk. 2 S. 8) –
zeigte sich
eine unauffällige Darstellung der Halswirbelsäule ohne Nachweis von posttraumatischen Veränderungen.
In Bezug auf das chronische
cervikothorakospondylogene
Schmerzsyndrom ver
trat die Beschwerdegegnerin schliesslich unter Hinweis auf die bundesgerichtliche
Praxis den Standpunkt, dass diesen Beschwerden ein organisches Substrat im Sinn
e einer strukturellen Läsion fehlt, weshalb keine objektivierbaren Unfall
folgen mehr bestehen (Urk. 2 S. 11). Dies wird vom Beschwerdeführer zu Recht nicht bestritten, handelt es sich bei segmentalen Dysfunktionen doch um Blockie
run
gen aus dem Bereich der manuellen Medizin bei vorübergehender Einschränkung
der Beweglichkeit.
So zeigten auch die von den zuständigen Ärzten des Kantons
spitals
F._
erhobenen Befunde (Bericht vom 24.
September
2019; Urk.
8/126 S.
2) lediglich
endgradige
schmerzbedingte Einschränkungen der Wirbel
säulenbeweglichkeit mit
Druckdolenzen
, wobei posttraumatische Verände
rungen ausdrücklich verneint wurden. Schmerzen,
Druckdolenzen
, klinisch fest
stell
bare Bewegungseinschränkungen,
Muskulaturverhärtungen
und Verspan
nun
gen vermögen indes für sich allein kein klar fassbares organisches Korrelat eines Beschwerdebildes zu begründen (vgl. etwa Urteil U 9/05 des damaligen Eid
ge
nössischen Versicherungsgerichts vom 3. August 2005 E. 4; Urteile des Bundes
gerichts U 354/06 vom 4. Juli 2007 E. 7.2, U 328/06 vom 25. Juli 2007 E. 5.2 sowie 8C_369/2007 vom 6. Mai 2008 E. 3).
4.1.3
Organisch ausgewiesen sind nach Aktenlage
somit
ausschliesslich ein subacro
miales
Impingement
der
Schulter rechts mit insbesondere einer gelenkseitigen
Partialruptur de
r
Supraspinatussehne und der kranialen
Infraspinatussehne
(
Pasta
läsion
; E. 3.3).
Betreffend die Läsion an der
Rotatorenmanschette
mit gelenkseitiger Partialruptur der Supraspinatussehne und der kranialen
Infraspinatussehn
e
im Sinne einer PASTA-Läsion ist nach bundesgerichtlicher Praxis mit Verweis auf die Fach
lite
ratur ein Anprallereignis des Schultergelenks
jedoch
grundsätzlich nicht geeignet, eine Verletzung der
Rotatorenmanschette
zu bewirken. So erweist sich insbe
son
dere eine direkte Krafteinwirkung auf die Schulter (Sturz, Prellung, Schlag) als ungeeignete
r
Hergang zur Schädigung der
Rotatorenmanschette
(vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_ 855/2018 vom 14. März 2019 E. 6.2.2, 8C_446/2019 vom
22.
Oktober 2019 E. 5). Die genaue Armhaltung des Beschwerdeführers zum Unfal
l
zeitpunkt lässt sich aus den Akten nicht nachvollziehen. Gemäss eigener Aussage war
er
in diesem Zeitpunkt mit seinem Mobiltelefon beschäftigt (Urk. 8/31 S. 1), wobei er, da das Unfallfahrzeug kurz vor dem Zusammenstoss wohl ruckartig nach links gelenkt wurde (Polizeirapport
vom 17. Januar
2019; Urk. 8/47 S. 3), vermutlich die Schulter rechts anschlug. Zudem ist bei einer festgestellten mitt
leren kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) von ca. 7 km/h (Unfallanalytisches Gutachten vom 2. April 2019; Urk. 8/60 S. 2
6
) eine eher geringe Krafteinwirkung
auf das betroffene rechte Schultergelenk
anzunehmen.
Somit erweist sich die – wenn auch knappe – Begründung der Kr
eisärztin Dr.
Z._
(E. 3.6)
, dass eine Kontusion keine
Rotatorenmanschettenläsion
verursacht, gestützt auf diese Angaben als nachvollziehbar, zumal auch keine gegenteiligen Hinweise
vorliegen
.
Die Folgen
einer
beim Unfall erlittenen
mög
lichen
Schulterprellung im Sinne von aufgetretenen Schmerzen sind sodann mittlerweile abgeheilt (
vgl.
Urk.
8/113).
Festzuhalten bleibt, dass
eine Prüfung im Sinne von
Art. 6 Abs. 2 UVG (vgl. Urk. 1 S. 20 f.) nur in Frage
käme
, wollte man das Vorliegen eines Unfalles verneinen (BGE 146 V 51 E. 9.2).
4.2
4.2.1
Hinsichtlich der erlittenen schleudertraumähnlichen Verletzung, der einzigen
aus
gewiesenen
(verbleibenden)
Unfallfolge,
ist den Akten zum Heilverlauf zu ent
nehmen, dass Hausarzt Dr.
D._
den Beschwerdeführer
am
17. Januar 2019
bezüglich
der beklagten
posttraumatischen Nacken
-
, Schulter
-
und lumbalen Schmerzen al
s therapieresistent beurteilte
, im Weiteren ausdrücklich auf den neu aufgetretenen Konzentrationsverlust, die Verwirrungszustände sowie die berich
tete Vergesslichkeit hinwies (E. 3.2.1)
, wobei
Dr.
C._
bereits am 21. Dezem
ber 2018 (Urk. 8/40) auf eine ausgeprägte
myofasziale
Symptomausweitung
ge
schlossen hatte
(S. 2). Letztere wurde durch die Behandler der Rehaklinik
G._
im Rahmen eines ambulanten Assessments bestätigt, welche darüber hinaus
zur Ansicht
gelangten, dass einer baldigen Wiederaufnahme einer neuen Arbeit
rein medizinisch-theoretisch aus rein unfallkausaler Sicht betrachtet
grundsätzlich nichts mehr im Weg steht (E. 3.4).
Hindernis für die baldige Wiederaufnahme der Arbeit war nach Einschätzung der Fachperson
en die psychische Problematik
. Der Bericht des behandelnden Psychiaters Dr.
I._
vom 6. September 2019 (Urk. 8/118) zur in der Folge aufgenommenen psychiatrischen Behandlung lässt sodann ersehen, dass Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen sowie ein gestör
ter Antrieb im Vordergrund standen (S. 1), wobei der Beschwerdeführer zufolge inadäquater Aufarbeitung des Unfallgeschehens depressive Symptome entwick
elte und die berufliche Reintegration grundlegen
d
von der
Weiterentwicklung
der psychischen Situation
beeinflusst w
urde
(S. 2); dies unter Ausschluss unfall
kau
saler hirnorganischer Pathologien (E.
4.1.2
).
Die weitere Arbeitsunfähigkeit
ab April 2019
wurde durch Psychiater Dr.
I._
attestiert (Urk. 8/102, Urk.
8/155) und war
durch die psy
chische Symptomatik bedingt und
nicht
durch die noch geklagten Nackenschmerzen
,
welche als
«
somatisches Symptom
»
der schleudertraumaähnlichen Verletzung verblieben waren.
4.
2.2
In
Anbetracht dieser medizinischen Sachlage
und
unter weiterer Berück
sichti
gung der geringen kollisionsbedingten Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) von 4 bis 10 km/h
sowie
der mangelnden Aktivierung der passiven Sicherheitssysteme
(Airbag
;
Urk. 8/60 S.
1,
15, 24
)
und mithin der
anzunehmenden
nur geringen Krafteinwirkung beim Unfall
wird
eine im Verlauf der ganzen Entwicklung vom Unfall am 10. Dezember 2018 bis zum Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 12. Januar 2020 starke psychische
Beteiligung deutlich
.
In der Gesamtschau ist der Beschwerdegegnerin somit beizupflichten, dass die zum Beschwerdebild eines
Schleudertraumas der Halswirbelsäule gehörenden Beeinträchtigungen zwar teil
weise gegeben waren, im Vergleich zur ausgeprägten psychischen Problematik jedoch rasch ganz in den Hintergrund traten. Praxisgemäss ist die Adäquanz daher im Folgenden nach der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen zu beurteilen (
Urteil des Bundesgerichts
8C_906/2011 vom 6. Juni 2012
E. 3.1
mit Hinweisen
)
.
4.2.3
Steht somit fest, dass die Adäquanz nach Praxis für psychische Unfallfolgen, mit
hin einzig unter Berücksichtigung der physischen Komponente des Gesund
heits
schadens zu prüfen ist, ist
in Präzision von E. 1.5
diese Prüfung in jenem Zeit
punkt vorzunehmen, in dem von der Fortsetzung der auf die somatischen Leiden gerichteten ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszu
standes mehr erwartet werden kann (Urteil des Bundesgerichts 8C_632/2018 vom 10. Mai 2019 E. 7.2.2 mit Hinweisen).
Hierbei
genügt es, um den Fallabschluss hinauszuzögern, praxisgemäss nicht, dass der Versicherte von weiterer Physiotherapie profitieren kann. Auch ärztliche Verlaufskontrollen, die Einnahme von Medikamenten sowie
manualtherapeu
ti
sche
Behandlungen (zum Beispiel Chiropraktik) gelten ebenfalls nicht als konti
nuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung im Sinne der Recht
sprechung (Urteil des Bu
ndesgerichts 8C_674/2019 vom 3.
Dezember 2019 E. 4.3
mit Hinweisen).
Vorliegend imponierte bereits kurz nach dem Unfall vom 10. Dezember
2018 ein anhaltendes Beschwerde- und Befundbild
,
wobei die unter
suchenden Ärzte im Wesentlichen eine
n
konstanten HWS
- und LWS-Status dokumentierten
.
In unfallkausaler somatischer Hinsicht klagte der Beschwerde
führer trotz regelmässiger Physio-, medizinischer Trainingstherapie sowie
chiro
praktischer
Manipulation fortgesetzt über
starke Nackenbeschwerden
sowie
tho
rakolumbale
Schmerzen (Urk. 8/113, Urk. 8/12
6
).
Hausarzt Dr.
D._
attestierte hierzu bereits im Januar 2017 eine Therapieresistenz (E. 3.2.1)
und auch Dr.
Z._
schloss eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus (E. 3.
7
)
.
Nicht bestritten ist ausserdem, dass zum Zeitpunkt des Fallabschlusses per
12. Januar 2020
von ärztlicher Seite – abgesehen von der Physiotherapie – keine medizinischen Behandlungen
mehr
vorgesehen waren.
Eine Indikation für eine operative Intervention wurde dem
nach verneint (
E. 3.5.1
).
Da zu diesem Zeitpunkt
sodann
von keiner physisch be
dingten Arbeitsunfähigkeit mehr auszugehen war
(vgl. E.
4.2.1)
-
die Wieder
aufnahme einer neuen Tätigkeit
war
rein
somatisch
ab
circa Juni
2019
zumutbar (
vgl. Urk. 8/65 S. 5
)
-
, ist damit der per 12. Januar 2020
vorgenommene Fallab
schluss nicht zu beanstanden.
Festzuhalten bleibt, dass sich
im Hinblick auf die
entscheidwesentlichen
Fragen
angesichts der
schlüssigen Aktenlage
keine ergänzenden Abklärungen
in tatsäch
licher Hinsicht aufdrängen
.
5.
5.1
W
ie vorstehend erwogen
hat die
Prüfung der Adäquanz
vorliegend
nach der Psychopraxis zu erfolgen
.
5.1.1
Ausgangspunkt der Adäquanzprüfung bildet das (objektiv erfassbare) Unfaller
eignis. Im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise ist zu untersuchen, ob der Unfall eher als leicht, als mittelschwer oder als schwer erscheint, wobei im mittleren Bereich gegebenenfalls eine weitere Differenzierung nach der Nähe zu den leichten oder schweren Unfällen erfolgt. Abhängig von der Unfallschwere sind je nachdem weitere Kriterien in die Beurteilung einzubeziehen (BGE 134 V 109 E. 10.1; SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26, U 2/07 E. 5.3.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 8C_129/2009 vom 15. September 2009 E. 5.2.1).
5.1.2
Zum Unfallgeschehen vom 10. Dezember 2018 führte die Beschwerdegegnerin aus, diese
s
sei aufgrund des augenfälligen Geschehensablauf
s
mit den sich dabei entwickelnden Kräften praxisgemäss dem Bereich der mittelschweren im Grenz
bereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen. Dies ist nicht zu beanstanden, zumal unbestritten ist, dass die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) nach seitlich-frontaler Kollision zwischen 4 und 10 km/h betrug und zudem
der
Airbag
nicht
aktiviert wurde (Urk. 8/60 S. 15,
S.
24; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_682/2013 vom 14. Februar 2014 E. 10 mit Hinweisen). Die Adäquanz wäre daher zu bejahen, wenn vier der massgeblichen Kriterien oder eines der Kriterien ausgeprägt erfüllt sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_487/2009 vom 7. Dezember 2009 E. 5
).
5.2
5.2
.1
Der Unfall war weder von besonders dramatischen Begleitumständen begleitet, noch war er besonders
e
indrücklich. Der Begleiter des Beschwerdeführers erlitt keinerlei Verletzungen. Der Beschwerdeführer selber erlitt keine schweren Ver
letzungen oder
solche besonderer Art.
So trifft zwar zu, dass
er
wohl bereits 2008 einen Unfall mit anschliessendem Koma erlitt. Eine erheblich vorgeschädigte Halswirbelsäule, wie dies nach vom Beschwerdeführer zitierter Rechtsprechung vorauszusetzen wäre, ist jedoch gerade nicht erstellt, konnten
doch
jegliche erhebliche Strukturveränderungen
bei
den
dem Unfallereignis vom 10. Dezem
ber 2018 nachfolgenden bildgebenden Untersuchungen
gesamthaft
ausgeschlosse
n
werden (
vgl. vorne E. 4.1.2
). Zudem wäre in der Regel vorausgesetzt, dass die versicherte Person aufgrund der Vorschädigung unmittelbar vor dem Unfall min
destens teilweise arbeitsunfähig war (Urteil des Bundesgerichts
8C_757/2013 vom 4. März 2014 E.
4.3 mit Hinweisen, insbes. auf SVR 2007 UV Nr. 1 S. 1). Auch hierfür bestehen keine Anzeichen.
5.2
.2
Die ärztliche Behandlung verlief unauffällig und
dauerte nicht ungewöhnlich lange
.
Dabei ist festzuhalten, dass
eine Behandlungsbedürftigkeit (in Form medi
kamentöser Schmerz- und Physiotherapie) während zwei bis drei Jahren nach einem Schleudertrauma der HWS respektive äquivalenten Verletzungen mit ähn
li
chem Beschwerdebild durchaus üblich
ist, sodass das Kriterium der ungewöhn
lichen Dauer der ärztlichen Behandlung bei der vorliegend massgeblichen gut einjährigen Behandlung der
Schleudertraumafolgen
nicht erfüllt ist
(Urteil des Bundesgerichts
8
C_402/2007 vom 23. April 2008
E. 5.2.3).
5.2.
3
K
örperlich imponierende, organisch jedoch nicht hinreichend erklärbare Beschwer
den sind bei einer Prüfung der Adäquanz nach BGE 115 V 133 nicht in die Beurteilung einzubeziehen
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_825/2008 vom 9.
April 2009 E. 4.6
).
Der Beschwerdeführer leidet hauptsächlich an Nackenschmerzen, welche
occipital
in den Kopf ausstrahlen können sowie
thorakolumbalen
Schmer
zen rechts mit
manchmaligem
Ausstrahlen über das rechte Gesäss und den dorsalen Oberschenkel bis oberhalb vom Knie (Urk. 8/126, Urk. 8/161). Er kann seinen Lebensalltag selber meistern
und von somatischer Seite wird keine Arbeits
unfähigkeit attestiert
(Urk. 3/4 S. 1).
Bereits
kurz nach dem Unfallgeschehen vom 10. Dezember 2018
bestanden
Anhaltspunkte für eine Symptomausweitung (Urk. 8/40, Urk. 8/65).
Die Schmerzen finden ihre Ursache denn auch nach ärzt
licher Beurteilung
unter anderem
in psychosozialen Komponenten
, wobei
nicht von organisch ausgewiesenen Unfallfolgen auszugehen ist
(Urk. 8/126 S. 3
; vgl. E. 4.1.2 am Schluss
). Das
Kriterium
kann demzufolge
nicht als erfüllt betrachtet werden
.
5.2.
4
Mangels entsprechender Anhaltspunkte in den Akten kann nicht von einer ärzt
lichen Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hätte, gesprochen werden.
5.2.
5
Ebenso zu verneinen ist sodann das Kriterium des schwierigen Heilungsverlaufs
und der erheblichen Komplikationen. Hierfür bedürfte es besonderer Gründe, welche
die Heilung beeinträchtigt haben. Dass Beschwerden trotz der durch
geführten Behandlungen persistieren, genügt ebenso wenig (Urteil des Bundesge
richts 8C_1015/2008 vom 6. April 2009 E. 5.4.3) wie der Umstand, dass die ver
sicherte Person unter verschiedenartigen Symptomen leidet, die sich im Rahmen
umfassender medizinischer Untersuchungen keinem organisch nachweisbaren Sub
strat zuordnen lassen, handelt es sich dabei doch gerade um ein für eine Schleudertrauma-Verletzung charakteristisches Phänomen (vgl. BGE 117 V 359 E. 4b).
5.2.
6
Schliesslich ist das Kriterium des Grades und der Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit ebenfalls nicht gegeben, w
urde doch bereits ab April 2019
nurmehr
eine Arbeitsunfähigkeit seitens des Psychiaters attestiert (vgl. vorne
E.
4.2.1).
5.3
Zusammenfassend ist von den sieben relevanten Kriterien keines erfüllt. Damit fehlt es den im Zeitpunkt des Fall
ab
schlusses geltend gemachten Beschwerden an der adäquaten Kausalität zum Unfall vom 10. Dezember 2018. An diesem Ergeb
nis vermögen die weiteren Vorbringen in der Beschwerdeschrift nichts zu ändern.
Angesichts des Fehlens von Unfallfolgen kann auch offenbleiben, wie die weitere Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu beurteilen ist. Dementsprechen
d erüb
rigt sich auch das v
om Beschwerdeführer geforder
te Gutachten nach BGE 141 V 281, welchem namentlich bei einer Beurteilung der Arbeits- und Erwerbsunfähig
keit Bedeutung beizumessen wäre
(Urk. 1 S. 21 f.)
.
6
.
Insgesamt ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per
12. Januar 2020
einstellte und von der Ausrichtung weiterer Leistungen absah. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.