# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bdbcda61-2f15-4bfd-b62b-96869a114bf1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1973, arbeitete seit dem 1. Dezember 2009 bei der
Z._
GmbH als Servicemitarbeiter und war in
dieser Eigenschaft bei der
Vau
doise
Allgemeine, Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend:
Vaudoise
) ge
gen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 1. Mai 2010 beim Laufen aus
rutschte und sich den kleinen Finger der rechten Hand brach (Urk.
12/
1). Die
Vaudoise
erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen, bis sie diese mit Verfügung vom 22. Dezember 2011 rückwirken
d per 13. April 2011 einstellte, wobei sie auf die Rückforderung der nach diesem Datum erbrachten Leistungen ausdrücklich verzichtete (Urk. 12/117).
Die dagegen von
X._
und von seiner Krankenkasse, der
avanex
Versicherungen AG (nachfolgend:
avanex
), am 9. be
ziehungsweise 10. Januar 2012 erhobenen Einsprachen (Urk.
12/
120, Urk.
12/
121) wies die
Vau
doise
mit
Einspracheentscheid
vom 29. Mai 2012 ab (Urk.
12/
139). Dagegen er
hoben die
avanex
(Urk.
12/
142a) und der Versicherte (Urk.
12/
141a) am 8. Juni re
spektive 2. Juli 2012 Beschwerde. Mit Urteil
UV.2012.00135
vom 30. September 2013 hiess das
Sozialversicherungsg
ericht die Beschwerden in dem Sinne gut, dass der
Ein
spracheentscheid
vom 29. Mai 2012 aufgehoben und die Sache an die
Vaudoise
zurückgewiesen wurde, damit diese, nach Einholung eines handchirurgischen Gutachtens, neu entscheide (Urk.
12/
158a S. 10-11).
1.2
Daraufhin
holte die
Vaudoise
bei Prof. Dr. med.
A._
und Dr. med.
B._
, Klinik für Hand-, und Plastische- und Wiederherstellungschirur
gie, Kantonsspital
C._
, das Gutachten vom 13. Februar 2014 (Urk.
12/
171) ein. Am 16. Mai 2014 beantworteten die Gutachter Zusatzfragen der
Vaudoise
(Urk.
12/
178). Gestützt auf die vom eingeholten Gutachten abweichende Stel
lungnahme ihres beratenden Arztes vom 14. Juli 2014 (Urk.
12/
179) lehnte die
Vaudoise
ihre Leistungspflicht mit Verfügung vom 1. September 2014 man
gels Kausalzusammenhangs der Beschwerden nach dem 13. April 2011 und dem Un
fall vom 1. Mai 2010 erneut ab (Urk.
12/
185), woran sie mit
Ein
sprache
entscheid
vom 21. Oktober 2014 (Urk.
12
/189
) festhielt.
Dagegen erhoben die
avanex
und
X._
am 19. beziehungsweise 21. November 2014
beim Sozialversiche
rungs
gericht
Beschwerde und beantragten jeweils, in Aufhebung des angefoch
tenen
Einspracheentscheids
vom 21. Oktober 2014 sei die Beschwerdegegnerin zu ver
pflichten, die gesetzlichen UVG-Leistungen zu erbringen (Urk. 1
2/190
).
Am 11. März 2015 wurde
X._
in der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie,
D._
an der rechten Hand operiert
(Urk.
12
/
19
5).
Nachdem das Sozialversicherungsgericht die beiden Beschwerde
verfahren vereinigt hatte, hiess es die Beschwerden mit Urteil
UV.2014.
00
269
vom 1
9.
August 2016 gut und
stellte fest, dass
X._
bis 2
5.
Februar 2013 Anspruch auf Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen sowie eine Integritäts
ent
schädigung bei einer Integritätsein
busse von 15
%
habe (
Urk.
12/199). Dieses Urteil erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.3
In der Folge
teilte
X._
der
Vaudoise
mit
, dass er ab dem 10. Januar 2017 erneut wegen des Unfalls vom 1. Mai 2010
arbeitsunfähig sei
(Urk.
12/205-206).
Zude
m machte er am 19. Januar 2017
Lohna
usfälle
wegen einer Operation und ärztlichen Behandlungen im Zeitraum von 1
1.
März bis 3
1.
Juli 2015
geltend
(Urk. 12/207).
Die
Vaudoise
holte die Berichte der Hausärztin
von
X._
(Urk. 12/205, Urk. 12/208), der behandelnden Ärzte der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie
des
D._
(Urk. 12/207a-d
, Urk. 12/209, Urk. 12/218-219,
Urk.
12/221
) und schliesslich die Stellungnahme ihres beratenden Arztes Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie,
vom 4. Mai 2017 (Urk. 12/223) ein.
Hernach verneinte sie ihre Leistungspflicht für den gel
tend gemachten Rückfall mit Verfügung vom 1
6.
Mai 2017 (
Urk.
12/226). Dage
gen erhob
X._
am
8.
Juni 2017 Ein
sprache (
Urk.
12/234; mit
Ein
sprachebegründung
vom
8.
September 2017 [Urk. 12/239]), welche die
Vaudoise
mit
Einspracheentscheid
vom 17. Oktober 2017 abwies (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
7.
November
2017 Beschwerde und beantrag
te, in Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids
vom 1
7.
Oktober 2017 seien ihm die Versicherungsleistungen (Taggelder und Heilungskosten) ab 2015 auszurichten. Eventualiter seien weitere Abklärungen vorzunehmen. In prozes
sualer Hinsicht beantragte er, dass ein zweiter Schriftenwechsel durchzuführen sei (
Urk.
1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
Januar 2018 Abweisung der Beschwerde (
Urk.
11, unter Beilage ihrer Akten [
Urk.
12/1-247]).
Die Parteien hielten
replicando
(
Urk.
14,
Urk.
15/1-20) und
duplicando
(
Urk.
18) jeweils an ihren Anträgen fest. Am
7.
März 2018 wurde dem Beschwerdeführer ein Doppel der Duplik zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
19).
3.
Zu ergänzen ist, dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, die Begehren des Beschwerdeführers um Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung mehrfach, zuletzt mit Verfügung vom 3. Mai 2019 ab
ge
wiesen hat. Die vom Beschwerdeführer gegen die Verfügung der IV-Stelle vom
3. Mai 2019 beim Sozialversicherungsgericht erhobene Beschwerde ist Gegen
stand des Verfahrens Nr. IV.2019.00402 und wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
4.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1
.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1. Mai 2010
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwen
dung finden und in
dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts
,
ATSG
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG
).
Erleidet der Versicherte durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat er Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (
Art.
24
Abs.
1
UVG).
1
.3
Die in Rechtskraft erwachsene Verweigerung weiterer Leistungen durch den obligatorischen Unfallversicherer
schliesst
die spätere Entstehung eines An
spruchs, der sich aus demselben Ereignis herleitet, nicht unter allen Umständen aus. Vielmehr steht ein solcher Entscheid unter dem Vorbehalt späterer An
pas
sung an geänderte unfallkausale Verhältnisse. Dieser in der Invaliden
ver
siche
rung durch das Institut der Neuanmeldung
(
Art.
87
Abs.
3 und 4
der
Verordnung über die Invalidenversicherung
[IVV]
in Verbin
dung mit
Art.
17
Abs.
1 ATSG
) geregelte Grundsatz gilt auch im Unfallver
sicherungsrecht, indem es der ver
si
cherten Person jederzeit freisteht, einen Rückfall oder Spätfolgen eines rechts
kräftig beurteilten Unfallereignisses geltend zu machen (vgl.
Art.
11 UVV
) und erneut Leistungen der Unfallversicherung zu beanspruchen (RKUV 1994 Nr. U 189 S. 138, U 119/92 E. 3a). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wieder
aufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeits
unfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können
(BGE 144 V 245 E. 6.1)
.
Rückf
älle
und
Spätfolgen
stellen
besondere
revisionsrechtliche
Tatbestände
dar
(BGE 127 V 456
E. 4b;
BGE 118 V 293
E. 2d). Diesem Umstand ist auch dann Rechnung zu tragen, wenn zu einem früheren Zeitpunkt ein Leistungsanspruch verneint wurde
.
Unter diesen Titeln kann daher nicht eine uneingeschränkte neu
erliche Prüfung vorgenommen werden. Vielmehr ist von der rechtskräftigen Beurteilung auszugehen, und die Anerkennung eines
Rückfalles
oder von
Spät
folgen
setzt eine nachträgliche Änderung der anspruchsrelevanten Verhält
nisse voraus (Urteil U 55/07 vom 1
3.
November 2007 E. 4.1
; BGE
144 V 245 E.
6.
2
).
1.4
1.4.1
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfall
ereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversicherung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E. 2c in
fine
).
1.4.2
Die Leistungspflicht eines Unfallver
sicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusam
menhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als ein
getreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann.
Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d
as
h
eisst
rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1
.
5
1
.
5
.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1
.
5
.2
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2
.
2
.1
2
.1.1
Prof. Dr.
A._
und Dr.
B._
führten in ihrem Gutachten vom 13. Februar 2014 die folgenden Diagnosen an (Urk.
12
/171 S. 5):
-
Fraktur des
Metakarpaleköpfchens
Dig
V Hand rechts bei Status nach Sturz am 1. Mai 2010 mit/bei
-
Sekundärdislokation um 40 Grad
-
Reposition,
intermedulläre
Schienung mit 2
Kirschnerdrähten
am 19. Mai 2010 (Spital
F._
)
-
Reposition des Spickdrahtes bei Rotationsdislokation und Ante
per
fora
tion der Haut am 1. Juni 2010 (Spital
F._
)
-
Entwicklung eines CRPS
-
Osteosynthese-Materialentfernung Hand rechts am 23. August 2010
-
TFCC
-Läsion,
Lunatumchondromalazie
,
Ulnokarpalarthrose
, Schwanen
hals
deformität
Dig
III/IV Hand rechts mit/bei
-
Handgelenksarthroskopie,
Shaving
ulnar
,
Kortisoninfiltration
am 13. April 2010
fecit
Dr. med.
G._
-
Proximal
Row
Carpektomie
Handgelenk rechts,
Styloidektomie
Radius, PIN/AIN Resektion sowie
SORL
-Rekonstruktion
Dig
III/IV rechts mit PL-Sehne rechts am 5. August 2011
fecit
Dr. me
d.
G._
(
D._
)
Die Gutachter hielten in ihrer Beurteilung fest, dass der Beschwerdeführer auf der rechten Seite im Bereich Hand/Handgelenk über einen - zum auslösenden Ereignis disproportionalen - Dauerschmerz klage. Weiter werde über eine klinisch nachweisbare
Allodynie
, Temperaturdifferenz und motorische Bewe
gungs
ein
schränkungen berichtet. Es gebe keine andere Diagnose, welche die Symptome
und Befunde besser erkläre und damit erfülle der Beschwerdeführer die
Budapest
kri
terien
für ein komplex regionales Schmerzsyndrom. Die vom Beschwerdefüh
rer beschriebenen Symptome sowie die Einschränkungen seien auf das CRPS zurück
zuführen. Der CRPS-Zustand stehe in natürlichem Kausal
zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 1. Mai 201
0.
Die genaue Entste
hung der beschrie
be
nen
TFCC
(Triangulärer
Fibrocartilaginärer
Complex
)
-
Läsion und der
Lunatum
chondro
malazie
,
Ulno
karpalarthrose
sowie Schwanenhals
de
formität
Dig
III/IV Hand rechts bleibe un
klar. Anhand der aktuellen Datenlage sei eine degenerative Genese mit trauma
tischer Verschlechterung wahr
schein
lich und könne damit nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall vom 1. Mai 2010 zurückgeführt werden (Urk.
12
/171 S. 5).
2
.1.2
PD Dr. med.
G._
, Oberarzt,
D._
, Klinik für Plastische Chirurgie und Hand
chirurgie, hielt in seinem Bericht vom 2
4.
Januar 2012 fest, dass das Schmerzbild des Beschwerdeführers ein postoperativer Folgezustand mit CRPS nach Handge
lenks-Operation und SORL-Rekonstruktion der Finger darstelle. Mittlerweile sei unter analgetischer und ergotherapeutischer Behandlung eine Besserung deutlich erkennbar. Zugrunde liege dem Ganzen ein traumatisches Ereignis aus dem Jahre 2010, welches zu
intrartikulären
Problemen bei nicht diagnostizierter
TFCC
-Läsion, mit nachfolgender
Ulnokarpalarthrose
sowie Knorpelglatze des Os
luna
tum
geführt habe. Die nachfolgend
e
Proximal-
Row
-
Carpectomie
habe dann ein CRPS ausgelöst (
Urk.
12/130).
Bei der Untersuchung der rechten Hand
des Beschwerdeführers
vom 26. Februar 2013
im
D._
, Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie, wurde
eine leichte Atrophie, jedoch keine Hyperhidrose,
Druckdolenz
und
Beschwielung
erhoben
. Der Faustschluss war ohne Einschränkung möglich, bei
«
Kralle mit Sperrdistanz von ca. 8 mm. Streckung PIP, MCP, DIP ohne Einschränkung. Dau
men-
Kapandji
8.
aROM
Handgelenk: 25-0-30°. Kraft-
Jamar
bei Wechsel rechts links mit Maximum von 15 kg, links 30
kg.
»
Die Sensibilität sei allseits intakt.
Im Untersuchungsb
ericht
wurde sodann festgehalten,
dass insbesondere die Kraft bei aktuell 15 kg (
Jamar
) in Bezug auf die initiale Verletzung und Zustand nach pro
ximal
row
carpectomy
erfreulich sei. Der Beschwerdeführer berichte noch von undulierenden Schmerzen bei Kraftanwendung im Hand
ge
lenk. Weiter müsse ebenfalls von einem Endpunkt betreffend Resultate aus
gegan
gen werden (Urk.
12
/150 S. 1).
PD
Dr.
G._
führte in seinem Bericht zur Untersuchung im
D._
vom 15. August 2013
aus
, dass sich der zwischenzeitliche Verlauf, trotz langwieriger Rehabili
ta
tion erfreulich gestaltet
hab
e
. Der Beschwerdeführer
sei praktisch schmerzfrei. Er habe nur
geringgradige
Schwellungszustände, zuletzt Anfang
August 2013, jedoch ohne patho
logisches Korrelat. Die Dorsalextension im Handgelenk sei auf
gehoben, jed
och könne der Beschwerdeführer
selbst unter Belastung schmerz
frei flektieren und vollständig rotieren. Auch ein vollständiger Faustschluss sei mög
lich. Die Kraft mit dem
Jamar
-Messgerät habe letztmalig bereits im Februar 2013 15 kg betragen (Urk.
12
/176 S. 1).
2
.2
2
.
2.
1
In seinem Sprechstundenbericht vom 1
5.
Januar 2015
hielt
Dr.
H._
, Ober
arzt, Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie,
D._
, fest, dass die
Com
putertomogramm
(
CT
)-Untersuchung
die klinische Diagnose eines
Ulna-abutment
Synd
roms mit einer Läsion auf dem
ulnaren
Teil der Basis des
Capita
tums
bestä
tigt
habe
. Es bestehe
z
u
dem
eine Reizung des Os
pisiforme
mit dem
Ulnastyloid
. Auf den axialen Aufnahmen
habe
sich im CT auch eine beginnende distale
Radioulnargelenks
-Arthrose
gezeigt
(
Urk.
12/221)
.
2
.2.2
Dem (provisorischen) Austrittsbericht des
D._
vom 1
3.
März 2015 zur
Hospita
li
sation
des Beschwerdeführers von 1
1.
bis 1
3.
März 2015 ist zu entnehmen, das
s
sich bei Zustand nach Proximal
Row
Carpectomy
2011 ein
dolentes
Impingement
zwischen
Ulnastyloid
und Os
pisiforme
(Erbsenbein) gezeigt habe, womit die Indikation zur Verkürzung der
Ulna
(Elle) Exzision des Os
pisiforme
bei der Ope
ration
vo
m 11. März 2015
gegeben gewesen sei
(Urk.
12
/
19
5).
Dem Beschwerdeführer
wurde von den Ärzten des
D._
von 1
1.
März bis
7.
Juni 2015 und von
9.
Juni bis 3
1.
Juli 2015
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
attestiert
(Urk.
12/194
, Urk. 12/207b-d
).
2
.2.
3
Im Bericht vom 1
0.
September 2015 diagnostizierte
Dr.
H._
ein
Ulna-Impak
tionssyndrom
mit chro
nischen Handgelenksschmerzen recht
s
und Funktionsein
schränkungen sowie eine intermittierende
Periarthropathia
humer
oscapularis
beidseits
(
Urk.
12/2
17
)
.
2
.2.4
Nach der Verlaufskontrolle vom 1
2.
November 2015 hielt PD Dr. med.
I._
,
Klinik für Plas
tische Chirurgie und Handchirurgie,
D._
,
fest, dass die Behandlung vorläufig abgeschlossen werde, da keine Handgelenksbeschwerden mehr vorhanden seien (
Urk.
12/217).
2
.2.5
Dr.
H._
erhob am
2.
Dezember 2015
folgende Befunde:
Jamar
20 kg auf der rechten operierten Seite und 35 kg auf der linken Seite, Extension/Flexion des rechten Handgelenks 30-0-20°, Pro-/Supination 70-0-70°. Dazu hielt er fest, dass der Beschwerdeführer begonnen habe, zu 60
%
in der Gastronomie zu arbeiten. Er sei insgesamt zufrieden und habe das Gefühl, dass es mit dem rechten Arm immer
besser gehe
. Die Behandlung in der plastischen Chirurgie und Handchirur
gie des
D._
werde abgeschlossen (Urk. 12/217).
2
.3
2
.3.1
Nach der Untersuchung des Beschwerdeführers vom 2
0.
Dezember 2016 stellte
Dr.
med.
J._
, Facharzt FMH Neurologie, Oberarzt, Klinik für Plas
ti
sche Chirurgie und Handchirurgie,
D._
, die Diagnose
myofasziale
Überlastungs
missempfindungen
bei bekanntem CRPS im rechten Arm sowie Status nach
Ulna
verkürzung
rechts und Exzision des Os
pisiforme
(
Urk.
12/218 S. 1).
2
.
3.
2
Die Hausärztin des Beschwerdeführers, Dr. med.
K._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, stellte in ihrem Bericht vom 29. Januar 2017 die Diag
nose
myofasziale
Überlastungsschmerzen bei
CRPS
rechte Hand bei Status
nach MCP V rechts Fraktur 201
0.
Sie hielt weiter fest, dass der Beschwerdeführer seine Arbeit am 23. Januar 2017 zu 50 % wiederaufgenommen habe (Urk. 12/208).
2
.
3.3
Am 3
1.
Januar 2017 wurde der Beschwerdeführer wegen akuter Exazerbation
ulnarseitiger
Handgelenksschmerzen rechts in der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
D._
vorstellig. Er berichtete, dass er beim Tragen eines Tabletts stärkste einschiessende Schmerzen im
ulnarseitigen
Handgelenk ver
spüre, so dass er das Tablett nicht mehr halten könne.
Dr.
L._
, Oberarzt,
D._
,
hielt dazu fest, dass in der neurologischen Untersuchung bereits eine Läsion des
Nervus
(N.)
ulnaris
ausgeschlossen worden sei. Es bestehe hier der Verdacht auf eine muskuläre Überbelastung
bei
schwer vorgeschädigtem Handgelenk rechts (
Urk. 12/217
).
Dr.
L._
attestierte dem Beschwerdeführer von 3
1.
Januar bis 1
6.
Februar 2017 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Urk.
1
2
/
209
).
2
.
3.4
In seinem Sprechstundenbericht vom 2
1.
Februar 2017 stellte
Dr.
H._
, die Diagnose
myofasziale
Überlastungsmissempfindungen
bei bekanntem CRPS im rechten Arm bei Status nach
Ulnaverkürzung
rechts und Exzision des Os
pisi
forme
am 1
1.
März 201
6.
Dazu hielt er in seiner Beurteilung fest, dass eine Arth
rose des distalen
radioulnar
Gelenkes rechts vorliege
(Urk.
12
/
2
1
9
)
.
2
.3
.
5
Dr.
H._
führte in seiner Stellungnahme vo
m 13. Oktober 2017
aus
, dass die Situation an der rechten Hand und oberen Extremität
des Beschwerdeführers
komplex sei. Die Beschwerden im Bereich des Hand
gelenks, die der Beschwerde
führer noch habe, seien auf den Unfall von 2010
zurückzuführen
. Er habe in seinem letzten Bericht festgehalten, dass der Beschwerdeführer an einer post
trau
matischen distalen
Radioulnargelenksarthrose
leide.
Die Beschwerden im Bereich der rechten Schulter und die Kribbelparästhe
sien seien «schwer zurück
zuführen auf das Trauma von 2010». Das CRPS sei normalweise verbunden mit einem trau
matischen Ereignis
beziehungsweise könne auf ein vorgängiges Trauma zurück
geführt werden (
Urk.
3 S. 1)
.
2
.4
Dr.
E._
gelangte
in seiner Stellungnahme vom
4.
Mai 2017
zum Schlus
s
, dass
die nach dem 2
5.
Februar 2013 erfolg
t
en Konsultationen und Behandlungen nicht in einem
Kausalzusammenhang
zum bei der Beschwerdegegnerin versicherten Unfall vom
1.
Mai 2010 stünden
.
Die
Diagnosen d
istale
Radioulnarge
lenks
arth
rose
sowie Status nach
Ulnaverkürzung
rechts und Exzision des Os
pisi
forme
, welche am 1
1.
März 2015 und damit zwei Jahre nach der Leistungs
ein
stellung durch die Beschwerdegegnerin erfolgt sei und
die
möglichweise
noch folgende
Radioulnargelenksprothese
seien aufgrund der Arthrose gestellt worden
(
Urk.
12/223 S. 2).
3
.
3
.1
Mit Urteil UV.2014.00269 vom 1
9.
August 2016 entschied das Sozialversiche
rungsgericht
- insbesondere aufgrund der Berichte des
D._
vom 26. Februar und 15. August 2013 -
, dass der Beschwerdeführer
aufgrund des Unfalles vom
1.
Mai 2010
bis 2
5.
Februar 2013 Anspruch auf Heilbehandlungs- und Taggeld
leistun
gen der Beschwerdegegnerin habe (
Urk.
12/199 S. 13).
3
.2
Zu prüfen ist zunächst, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund der Hand
gelenks
beschwerden des Beschwerdeführers, die im Jahr 2015 im
D._
behandelt wurden
(E. 3.2 vorstehend)
,
leistungspflichtig ist, mithin, ob diese Beschwerden in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom
1.
Mai 2010 standen.
In den Erwägungen des Urteil UV.2014.00269 vom 1
9.
August 2017 wurde bereits berücksichtigt, dass -
neben den unfallbedingten Schädi
gun
gen
-
g
emäss
dem handchirurgischen Konsilium
vo
n
PD
Dr.
I._
vom 28. Februar 2011
beim
Beschwerdeführer
ebenfalls
eine ungünstige
Ulna
Neutral- bezie
hungsweise leichte
Ulna
Plus-Variante
bestand
(Urk.
12
/77
S. 2
;
Urk.
12/199 S. 10
).
Am 1
5.
Januar 2015
wurde von Dr.
H._
aufgrund bei einer CT-Unter
suchung erhobenen Befunde
, nämlich Läsion auf dem
ulnaren
Teil der Basis des
Capitatums
,
nun
ein
Ulna-abutment
Syndrom diagnostiziert. Zudem bestand gemäss
Dr.
H._
eine Reizung des Os
pisiforme
mit dem
Ulnastyloid
(
Urk.
12/221)
.
In der Folge wurde bei der Operation im
D._
vom 11. März 2015 eine Verkürzung der
Ulna
und eine Exzision des Os
pisiforme
durchgeführt (
Urk.
12/195 S. 1).
E
ine Verletzung de
r
Ulna
beim Unfall vom
1.
Mai 2010
ist
nicht dokumentiert
.
Für seine Stellung
nahme vom 4. Mai 2017 konnte sich Dr.
E._
auf sämtliche Akten der Beschwerdegegnerin, insbesondere die erwähn
ten Berichte der behandelnden Ärzte des
D._
, stützen. Mit Blick darauf ist seine Beurteilung, wonach
die
Ulna
verkürzung
rechts und Exzision des Os
pisiforme
nicht Folgen des Unfalles vom 1.
Mai 2010 seien, nachvoll
zieh
bar
(Urk. 12/223 S. 2)
.
Die Beschwerde
geg
nerin ist bezüglich dieser Behandlungen im
D._
und
der von den Ärzten des
D._
des
wegen attestierten Arbeitsu
nfähigkeit damit mangels Kausal
zusammenhangs zum Unfall vom
1.
Mai 2010 nicht leistungspflichtig.
3
.
3
Werden sodann die
Handgelenksb
eschwerden im Verlauf nach der Operation vom 11. März 2015 (Urk. 12/195 S. 1) betrachtet, so ist zunächst auf die klinische und radio
logische Kontrolle vom 26. März 2015 im
D._
hinzuweisen, bei welcher der Beschwerdeführer angab, dass es
nach der Operation sehr gut gegangen sei und
nur noch mässig Schmerzen bestünden. Bei der Röntgenuntersuchung zeigte sich ein sehr schönes Ergebnis und kein Hinweis auf ein
Impaktionssyndrom
(Urk. 12/217).
Alsdann fand sich b
ei der CT-Untersuchung des Handgelenks vom 2
3.
April 2015 eine gute Stellung und beginnende Konsolidation sowie keine
Impak
tion
der
Ulna
(
Urk.
12/217). Nach der Röntgenuntersuchung vom
9.
Juni 2016 schätzte
Dr.
H._
, dass es nach ca. drei Monate bis zur kompletten Kon
solida
tion dauern werde (
Urk.
12/217). Dies ergab sich dann aufgrund der CT-Untersu
chung vom 1
0.
September 2015, zu welcher
Dr.
H._
festhielt, dass
es zu einer kompletten
Konsolidierung
der
Ulnaverkürzungsosteotomie
gekom
men sei (
Urk.
12/217).
Gemäss
Dr.
H._
waren auch die klinischen Unter
suchungs
befunde des rechten Handgelenks viel besser als vor der Operation (
Urk.
12/217). Allerdings klagte der Beschwerdeführer
damals
über zwei
andere
gesundheitliche Probleme. Bei Belastung bis 15-20 kg verspüre er thorakale Schmerzen linkssei
tig. Der Schmerz daure dann mehr als eine Stunde an. Zudem bestünden progre
diente Schmerzen im Bereich beider Schultern (
Urk.
12/217).
Bei der Verlaufs
kontrolle in der
Klinik für
Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
D._
vom 12. November 2015 berichtete der Beschwerdeführer sodann, dass er seit dem
9.
November 2015 starke Schmer
zen in der rechten Schulter habe. Er könne den Arm nicht mehr richtig bewegen. Vor allem am Morgen sei jede Be
wegung schmerzhaft
. Er berichtete auch über ein diffuses Kribbeln an der gan
zen oberen Extremität
(
Urk.
12/217).
Nach einer weiteren Untersuchung der
Klinik für Plas
tische
Chirurgie und Handchirurgie des
D._
vo
m 2.
Dezember 2015
wurde die Behandlung der Handgelenksbeschwerden
abgeschlossen (Urk. 12/217).
Der nächste Eintrag in der Krankengeschichte erfolgte erst rund ein Jahr später am 1
7.
November 201
6.
Der Beschwerdeführer gab da
mals
bei der Untersuchung durch
Dr.
H._
an, dass das Handgelenk gut und unverändert sei. Er klagte über Kribbelparästhesien beim IV. und V. Finger der rechten Hand
. Diese Beschwerden bestünden aber auch an den Fingern I bis III. Zudem leide er an elektrisierenden Schmer
zen auf der
ulnaren
Seite des Unter
arms rechts (
Urk.
12/217).
Daraufhin veranlasste
Dr.
H._
eine Untersuchung durch den Neurologen Dr.
J._
(Urk.
12/217-218).
Dr.
J._
hielt fest, dass sich
in
seiner Untersuchung (neu
ro
lo
gisch, elektrodiagnostisch, Nerven-Ultraschall) aus neurologischer Sicht keine
wesentlich neuen Aspekte zu den Vorbefunden von 2014 er
g
eben hätten. Es h
ätten
sich ein normaler
Nervus
(N.)
ulnaris
und
medianus
, sowohl klinisch als auch elektrodiagnos
tisch
,
und mit normalem Befund i
m Nervenultraschall gezeigt
. Die etwas schwierig objektivierbaren rechtsseitigen Armsch
merzen inter
pretiere er (
Dr.
J._
)
in erste
r
Linie als
myosfaszial
bei Status nach oder im Rahmen des chronischen CRPS (
Urk.
12/218 S. 2).
Dr.
J._
sprach zwar von einem «be
kannten CRPS im rechten Arm». Seine
m
Bericht ist jedoch nicht zu entnehmen, dass er den Beschwer
deführer dazu untersucht hätte. Aufgrund seines Berichts allein lässt sich das Vorliegen dieses Leidens mithin nicht bestätigen. Mit rechts
kräftigem Urteil UV.2014.00269 vom 19. August 2016
prüfte das Sozial
ver
siche
rungsgericht, ob die verschiedenen ärztlichen Angaben bezüglich Vorlie
gen eines unfallbedingten CRPS des Beschwerdeführers beweiskräftig sind (Urk. 12/199 S. 9-13). Den Gutachtern Prof. Dr.
A._
und Dr.
B._
konnte hinsichtlich ihrer Beurteilung eines nach wie vor bestehenden CRPS nicht gefolgt werden (Urk. 12/199 S. 11). Das Sozialversicherungsgericht
bejahte eine Leis
tungspflicht der Beschwerdegegnerin bis 25. Februar 2013 (Urk. 12/199
S.
13). Gegen ein Wiederauftreten eines CRPS
- unfallkausal oder nicht unfallkausal -
spricht, dass
in den Berichten
des
D._
vor und nach der Operation vom 11. März 2015 (Urk. 12/195 S. 1) nicht von einem
solchen Leiden
die Rede ist. Zudem erfolgte
- soweit ersichtlich -
nach dem Abschluss der Behand
lung des Handge
lenks vom 2. Dezember 2015 (Urk. 12/217)
erst
am 17. November 2016
wieder eine Behandlung in der
Klinik für
Plastische Chirurgie und Handchirurgie des
D._
(Urk. 12/217).
Gestützt darauf war in dieser Zeit keine Behandlung wegen eines
möglichen
CRPS nötig.
Mangels entsprechender Angaben
ist a
ufgrund des Berichts von
Dr.
J._
sodann
nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit erstellt
, dass die vom Beschwerdeführer im November 2016 geklagten Kribbelparästhesien bei den Fingern der rechten Hand und die Schmerzen auf der
ulnaren
Seite des Unterarms rechts (
Urk.
12/217-218) auf den Unfall vom
1.
Mai 2010 zurückzuführen sind. Auch der Bericht der Haus
ärztin des Beschwerde
führers vom 29. Januar 2017 erbringt diesen Nachweis nicht.
Sie diagnostizierte
myofasziale
Überlastungsschmerzen bei
CRPS
rechte Hand bei Status nach MCP V rechts Fraktur 2010
(
Urk.
12/208)
.
Sie verweist auf eine deutliche
Exacerbation
der chronischen Schmerzen in der rechten Hand und im rechten Unterarm bei CRPS (
Urk.
12/208).
W
äre wieder ein CRPS aufgetreten oder hätte ein solches weiterhin bestanden,
so wäre dies in den Berichten von
Dr.
H._
aus dem Jahr 2015 erwähnt worden. In seiner Stellungnahme vom
1
3.
Oktober 2017 - auf welche sich der Beschwerde
führer bezieht - führt
Dr.
H._
nicht aus, das
s
ein CRPS bestehe, welches auf den Unfall vom
1.
Mai 2010 zurückzuführen sei (vgl.
Urk.
3 S. 1). Er hielt aber fest, dass die Beschwerde
n
des Beschwerdeführers im Bereich des Handgelenks sicherlich auf den Unfall aus dem Jahre 2010 zurückzuführen seien. Beim Beschwerdeführer liege eine post
traumatische distale
Radioulnargelenksarthrose
vor (
Urk.
3 S. 1).
Die Verwendung des Begriffs «posttraumatisch»
genügt aber noch nicht für
die Erstellung eines
rechtsgenüglichen
Kausalzusammenhang (Urteil des Bundesgerichts 8C_24/2013 vom 18. Juni 2013 E. 3.2). Ins Gewicht fällt sodann, dass nach der Recht
spre
chung des Bundesgerichts umso strengere Anforde
rungen an den Wahr
schein
lichkeitsbeweis des natürlichen Kausalzusammen
hangs zu stellen
sind
, je grösser der zeitliche Abstand zwischen dem Unfall und dem Auftreten der gesundheitli
chen Beeinträchtigung ist (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_714/2011 vom
4.
Mai 2012 E. 3.2.2). Der Unfall ereignete sich am 1. Mai 2010 (Urk. 12/1). Erst aufgrund der Bilder der (CT)-Untersuchung vom 15. Januar 2015 stellte Dr.
H._
eine beginnende distale
Radioulnargelenks
-Arthrose fest (Urk. 12/221).
Dr.
H._
führte nicht aus, weshalb der Unfall vom
1.
Mai 2010 erst Jahre
später zum Beginn einer solchen
Arthrose geführt haben soll.
Ein
e
nach
vollziehbare Begrün
dung für seine Beurteilung liegt nicht vor.
Die Be
richte von
Dr.
H._
, insbeson
dere dessen Stellungnahme vom 13. Oktober 2017
,
vermögen daher keine Zweifel an der Beurteilung von
Dr.
E._
vom 4. Mai 2017 (Urk. 12/223)
zu begründen
. Gemäss
Dr.
E._
besteht kein Kausalzusam
menhang zwischen den vom Beschwerdeführer geklagten Handgelenks
beschwerden und dem Unfall vom
1.
Mai 201
0.
Darauf ist abzustel
len.
Es besteht keine Leistungs
pflicht der Beschwerdegegnerin.
3
.
4
Der Stellungnahme von
Dr.
H._
vom 1
3.
Oktober 2017 ist
sodann
zu entneh
men, dass die Beschwerden
des Beschwerdeführers, welche seine
rechte Schulter
betref
fen,
und die Kribbelparästhesien beziehungswiese das diffuse Kribbeln an der ganzen oberen Extremität (vgl.
Urk.
3 S. 1) nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom
1.
Mai 2010 zurückzuführen sind (Urk.
3 S.
1). Ein Kausalzu
sammenhang zwi
schen dem Unfall vom
1.
Mai 2010 und den
übrigen Gesund
heitsstörungen, wozu namentlich die
linksseitigen thorakalen Schmerzen und die
Beschwerden
an
der linken Schulter (
vgl. die Verlaufskontrollen im
D._
vom 1
0.
September und
2.
Dezember 2015
[
Urk.
12/
217
]
)
gehören
, ist schliesslich von keinem der behandelnden Ärzte postuliert worden.
Diesbezüglich sind keine wei
teren Aus
führungen nötig.
3
.
5
Zusätzliche
Abklärungen
zu den geltend gemachten Gesundheitsstörungen und deren Ursache sind
nicht
angezeigt
.
4
.
Nach dem Gesagten bestand bezüglich aller vom Beschwerdeführer als Rückfall zum Unfall vom
1.
Mai 2010 geltend gemachten Beschwerden mangels Kausal
zusammenhangs zu diesem Unfall keine Leistungspflicht
der Beschwerdegeg
ne
rin
.
Der angefochtene
Ein
spracheentscheid
vom
1
7.
Oktober 2017 (
Urk.
2) erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.