# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** af8ebc50-5d72-4bc8-9553-e40304364de3
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
(folgend: die Versicherte) arbeitete bei Dr. med.
Y._
, Zürich, und war in dieser Eigenschaft bei der AXA Versicherungen AG (folgend: AXA) gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert. Die Versicherte zeigte der AXA mit Schadenmeldungen vom 20. August 2012 (Urk.
8
/A1 und Urk.
9
/A1) zwei Unfälle
an. Am 1
7.
Juni 2012 sei sie in der Badewanne ausgerutscht und habe sich an der Schulte
r links verletzt und am re
chten Fuss drei Zehen gebrochen
.
Die Erstbehandlung
sei
durch ihren Ehemann und Arbeitgeber
Dr.
Y._
erfolgt
(
Urk.
8/A1).
Am 2
8.
Juni 2012 habe
eine Kampfhund-Attacke
stattgefunden
, wobei sie sich an der linken Schulter eine Sehne angerissen bzw. abgerissen habe (
Urk.
9/A1). Der behandelnde Arzt der
Z._
, Obere Extremitäten, diagnosti
zierte am
6.
August 2012 eine Schulterdistorsion links nach Sturz am 1
7.
Juni 2012 mit posttraumatischer Bursitis
subacromialis
und bekannter
transmuraler
Partialläsion der
Supraspinatussehne
(
Urk.
9/M1).
1.2
Mit Verfügung vom 9. Mai 2014 verneinte die AXA ihre Leistungspflicht und hielt fest, dass für das Ereignis vom 17. Juni 2012 kein Leistungsanspruch
bezüglich der linken Schulter
bestehe und dass die Versicherungsleistungen für das Ereignis vom 28. Juni 2012 rückwirkend per 16. August 2012 einge
stellt würden. Zudem führte die AXA aus, dass
entgegenkommenderweise auf die Rückforderung bereits erbrachter Taggeldleistungen verzichtet werde, jedoch
die Heilungskosten von den entsprechenden Leistungserbringern zurückgefordert würden und diese der Krankenkasse die Kosten in Rechnung zu stellen hätten (Urk.
9
/A33). Am 19. Mai 2014 erhob die Helsana Versi
cherungen AG (folgend: Helsana) Einsprache (Urk.
9
/A35; ergänzende
Ein
sprachebegründung
vom 3. Juni 2014, Urk.
9
/A39).
Die Versicherte erhob ihrerseits am 1
1.
Juni 2014 Einsprache (
Urk.
9/A41).
Am 12. Januar 2015 erliess die AXA sodann eine zweite Verfügung, mit der sie Heilbehandlungen im Gesamtbetrag von Fr. 23‘929.40 (abzüglich Selbstbehalt und Franchise) gegenüber der Helsana formell zurückforderte (Urk.
9/A
47). Die Helsana erhob hiergegen am 14. Januar 2015 Einsprache (Urk.
9
/A49).
1.
3
Am 18. Januar 2016
reichte
die Helsana
am hiesigen Gericht
eine
Rechtsver
weigerungs
- und Rech
t
sverzöge
rungsbeschwerde
ein
(
Verfahrensnr
. UV.2016.00020; vgl.
Urk.
8/PR3).
Die AXA erliess daraufhin den
Einspracheentscheid
vom 2
9.
Februar
2016,
in welchem sie
die Einsprachen der Versicherten vom 11. Juni 2014 und der
Helsana
vom 14.
Januar 2015
im Sinne der Erwägungen abwies
und die mit Verfügung vom 9. Mai 2014 erfolgte rückwirkende Einstellung der
Leis
tungspflicht
nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) per 16. August 2012 im Zusammenhang mit den Ereignissen vom 17. und 28. Juni 2012
bestätigte
. Gleichzeitig bestätigte
sie
die mit Verfügung vom 12. Januar 2015 geltend gemachte Rückforderung der Kosten der erbrachten Heilbehandlungsmassnahmen für die Periode August 2012 bis Dezember 2013 im Gesamtbetrag von Fr. 23‘929.40 (abzüglich Selbstbehalt und Fran
chise) zu Lasten der
Helsana
(Urk.
2
).
Der Prozess betreffend Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung wurde entsprechend mit Verfügung vom 3
0.
März 2016 als gegenstandslos gewor
den abgeschrieben (Verfügung vom 3
0.
März 2016,
Urk.
8/PR3).
2
.
Die Helsana erhob am 1
3.
April 2016 Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom 2
9.
Februar 2016 (
Urk.
1) und beantragte, der
Einspracheent
scheid
sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
August 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (
Urk.
7 unter Be
ilage ihrer Akten,
Urk.
8/M1-M5;
Urk.
8/A1;
Urk.
8/PR1-PR7;
Urk.
8/Leistungsübersicht;
Urk.
9/P1-P5;
Urk.
9/A1-A55;
Urk.
9/V1-V8;
Urk.
9/M1-M36), worüber die Beschwerdeführerin am 2
5.
August 2016 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegan
gen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin führte aus
(
Urk.
2)
, dass
die Angaben zum Vorfall vom 2
8.
Juni 2012 widersprüchlich seien. Selbst ausgehend von einem Vor
fall sei gestützt auf die Beurteilungen von
Dr.
med.
A._
, Fach
arzt für orthopädische Chirurgie,
und
Dr.
med.
B._
, Spezial
arzt FMH Chiru
r
gie,
ein
wie von der Beschwerdeführerin gelten
d
gemacht
er
Schlag oder Stoss auf die Schulter nicht geeignet,
eine
Rotatorenmanschet
tenläsion
zu verursachen - was sich auch mit der
versicherungsmedizini
schen
Lehre decke.
Die Läsion der
Su
p
raspinatussehne
links, welche am
4.
September 2012 operiert worden sei, sei demnach vorbestehend gewesen und nicht auf die beiden Ereignisse vom 1
7. oder
28.
Juni 2012 zurückzu
führen. Die Einstellung der Leistung per 1
7.
August 2012 und die rückwir
kende Ablehnung der Leistungspflicht sei
en
demnach zu Recht erfolgt.
Die Rückforderung sei rechtens
, da die Neubeurteilung aufgrund der neu ein
geforderten Akten - im speziellen der Vorzustandsakten und der Anzeige wegen Körperverletzung vom 1
2.
September 2012 - erfolgt sei, welche sie erst erhalten habe, nachdem sie die Kostengutsprache für die Operation vom
4.
September 2012 bereits erteilt gehabt habe. Es sei auch zu betonen, dass die Versicherte den Vorzustand anlässlich der Befragung durch den
Scha
deninspektor
vom 1
7.
Januar 2013 und der telefonischen Rückfrage vom 2
0.
März 2014 nicht angegeben habe.
Die Entdeckung des Vorzustandes sei eine neue Tatsache und lasse die Kostengutsprache für die Operation vom
4.
September 2012 als objektiv mangelhaft und offensichtlich falsch erschei
nen. Damit sei die Rückforderung nicht zu beanstanden.
1.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen im Wesentlichen vor
(
Urk.
1)
,
g
estützt auf die Stellungnahme von
Dr.
B._
heile eine Kontusion, wie sie die Versicherte erlitten habe, innert 2-3 Monaten aus. Die erste Operation sei am
4.
September 2012 erfolgt, womit die Unfallereignisse zumindest
teil
kausal
für die Operation gewesen seien. Selbst wenn aufgrund der
vorbeste
henden
Veränderungen eine Operation später einmal erforderlich gewesen wäre, so seien die Unfallereignisse zumindest in zeitlicher Hinsicht bestim
mend gewesen. Damit sei die Beschwerdegegnerin für die erste und die darauf folgenden Operationen leistungspflichtig.
Selbst wenn die Beschwerdegegnerin nicht mehr leistungspflichtig wäre, so lägen weder die Voraussetzungen einer prozessualen Revision noch einer Wiedererwägung vor. Bei der Rückforderung von Leistungen sei dies aller
dings erforderlich - nur die Leistungseinstellung ex
nunc
et pro
futuro
könne - wenn
materiellrechtlich
begründet und mit überwiegender Wahrscheinlich
keit erstellt - ohne
Rückkommensvoraussetzungen
und damit ohne Bindung an früher ausgerichtete Leistungen erfolgen. Dass die Beschwerdegegnerin nicht im Besitze aller Akten gewesen sei bei der Kostengutsprache für die erste Operation sei auf die Vernachlässigung der Abklärungspflichten nach
Art.
43
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversiche
rungsrechts
(
ATSG
)
zurückzuführen und erfülle als vermeidbare Nachlässig
keit die Voraussetzungen von
Art.
53
Abs.
1 ATSG nicht. Eine
Wiedererwä
gung
nach
Art.
53
Abs.
2 ATSG falle mangels fehlender zweifelloser Unrich
tigkeit ebenfalls nicht in Betracht. Entsprechend sei die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig.
1.3
Mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
August 2016 ergänzte die
Beschwerdegegne
rin
, dass - sofern die Beschwerde
führerin
die Ausrichtung weiterer UVG-Leistungen beantrage - darauf nicht einzutreten sei, da sie die Leistungseinstellung im vorangegangenen
Einspracheverfahren
nicht ange
fochten habe (
Urk.
7). Die Einsprache habe sich lediglich gegen die Rückfor
derung gerichtet, so dass nur diese zu beurteilen bleibe.
Des Weiteren sei - wie gezeigt - die Leistungseinstellung per 1
6.
August 2012 auch materiell nicht zu beanstanden und der erst
im April 2013 und damit
nach der Kostengutsprache
erhaltene Bericht der
Z._
vom 2
0.
Juni 2011 sei eine erhebliche neue Tatsache bzw.
ein
Beweismittel im Sinne von
Art.
53 ATSG, so dass in Anwendung von
Art.
25
i.V.m
.
Art.
2
Abs.
3
der Verordnung über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
(
ATSV
)
die Kosten der zu Unrecht erbrachten
Heilbehandlungsmass
nahmen
für die Periode von August 2012 bis Dezember 2013 von der Beschwerdegegnerin zurückzufordern seien.
Eine Verletzung der
Abklä
rungspflicht
nach
Art.
43 ATSG liege nicht vor.
2.
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistun
gen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bishe
rigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der g
enannten Übergangsbestimmun
gen).
Die
hier zu beurteilende
n Ereignisse haben
sich am
1
7.
und 2
8.
Juni 2012
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert wer
den.
3.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht die
Unfallkausa
lität
der am
4.
September 2012 operierten
Supraspinatussehnen
läsion
der linken Schulter verneinte.
3.1
3.1.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztin
nen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollzieh
bar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
achters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
3.1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedin
gungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119
V
335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf
unfall
fremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund
heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfall
bedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege
ben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese
Beweis
grundsätze
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfol
gen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesge
richts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine
Teilursächlich
keit
für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch
Pflege
leistungen
und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heil
behandlungskosten
nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
3.2
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich bezüglich
Unfallkausalität
im Wesentli
chen auf die Beurteilungen der beratenden Ärzte der Beschwerdegegnerin von
Dr.
A._
vom 2
4.
April 2014 (
Urk.
9/M33) und von
Dr.
B._
vom 1
5.
Juli 2014 (
Urk.
9/M36)
.
Im Bericht von
Dr.
A._
wird die medizinische Aktenanamnese
zusammengefasst (Urk
. 9/M33/1 f
.), weshalb sie an dieser Stelle nicht
noch einmal wiedergegeben wird
. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genommen.
3.2.1
Dr.
A._
führte in seiner Beurteilung vom 2
4.
April 2014 aus
(
Urk.
9/M33/3 f.)
,
es
sei
medizinisch nicht nachvollziehbar, warum der behandelnde Arzt der
Z._
am
6.
August 2012 eine leichte bewegungsabhängige Schmerzsymptomatik und klinisch die
Rotatorenman
schette
als intakt bzw.
unauffällig beschreibe
, 11 Tage später dann aber von einer schmerzhaften Pseudoparalyse gesprochen und festgehalten werde, dass eine Subluxation stattgefunden habe. Hätte primär beim Ereignis mit den Hunden
an der linken Schulter
eine
Rotatorenmanschettenläsion
stattgefun
den, wäre die Versi
cherte früher zum Arzt gegangen und
es hätte wohl schon bei der ersten Untersuchung eine Pseudoparalyse bzw. starke Schmerzhaf
tigkeit bestanden. Dies sei aber
in der Konsultation vom
6.
August 2012 nicht bestätigt
worden. Unerklärlicherweise weise
sie 11 Tage später eine starke Pseudopara
lyse und eine starke Schmerzsym
p
t
omatik
auf
. Dies sei rein medizinisch nicht erklärbar bzw. mache die Kausalität zum Ereignis mit den Hunden praktisch unmöglich.
Zu erwähnen sei, dass die Versicherte offensichtlich schon früher infolge der Schulter rechts in Behandlung und Abklärung gewesen sei, wobei dort eine Teilschädigung der
Rotatorenmanschette
auf degenerativer Basis festgestellt worden sei. Weiter sei zu erwähnen, dass die MRI-Untersuchung ergeben habe, dass
eine vordere
Supraspinatus
-
und obere
Subscapularisschädigung
mit Instabilität der langen
Bizepssehne
vorgelegen habe. Auch dies spreche eher für eine degenerative als für eine posttraumatische Veränderung.
3.2.2
Dr.
B._
hielt
am 1
5.
Juli 2014
dafür, dass er bezüglich Sachverhalt auf die ausführliche Stellungnahme von
Dr.
A._
verweise, er sich dieser Beurteilung anschliessen könne und den Bericht für editierfähig halte
(
Urk.
9/M36
).
A
uch
ein sehr heftiger Schlag von hinten gegen die linke Schulter, insbesondere gegen das Schulterblatt und Schulterdach wie g
eschildert,
sei
aus biomechanischer Sicht nicht geeignet, einen Befund zu verursachen, wie er
sic
h anlässli
ch der Konsultationen vom
6.
und 1
7.
Au
-
gust
2012
präsentiert habe. Ein solcher Schlag sei
aber geeignet, eine bis anhin stumme, krankhaft degenerative Situation zu aktivieren, wobei die schlagbedingte
Kontusionierung
im weiteren Verlauf erfahrungsgemäss bezüg
lich Beschwerden rückgängig sei
und innerhalb von spätesten
s 2-3 Monaten auszuheilen pflege
. Im Gegensatz
dazu hätten
die
vorzustandsbe
dingt
en
Beschwerden persistiert und
im Verlaufe der Zeit überhand
genom
men
. Das
s
vorliegend
ein Vorzustan
d an der linken Schulter bestehe,
sei
unbestritten. Die Versicherte
sei
bereits im Jahre 2011 offenbar wegen rechtsseitigen Schulterbeschwerden in Abklärung in der
Z._
gewesen
. Anlässli
ch einer Konsultation vom 2
0.
Juni
2011
sei
ein
subacro
m
i
ales
Impingment
-Syndrom der rechten Sc
hulter bei Partialruptur der
Sup
raspinatussehne
diagnostiziert worden
. Der Befund
sei
sonographisch
festge
halten
worden
. Wie üblich bei einer Schulter
sonographie wü
rden immer beid
e Schultern untersucht. Dies sei
mit
praktischer Sicherheit am 2
0.
Juni
2011 ebenfalls geschehen und es
sei
deshalb explizit als Nebendiagnose ein
e
nicht symptomatische
transmurale
Ruptur der
rentrodistalen
Supraspinatus
sehne
links
resultiert
. Es
sei
deshalb davon auszuge
h
en, dass diese bis anhin symptomlose und sicher degenerativ bedingte
transmurale
Supraspinatus
seh
ne
durch das Ereignis vom 2
8.
Juni
2012 aktiviert und in
d
er Folge symptomatisch
gewor
de
n sei. Erfahrungsgemäss wü
rden solche degen
erati
ven Lä
sionen sehr häufig auch ohne Traumatisierung im Verlaufe der Zeit
symptomatisch.
Gemäss den Schilderungen der Versicherten im Sinne eines Handkanten
-
schla
ges
gegen die linke Schulter sei von einer Prellverletzung auszugehen, die erfahrungsgemäss innerhalb von spätestens 2-3 Monaten ausheile.
Am
6.
August
2012
hätten
aus klinischer Sicht keine Anhaltspunkte für eine
Rotarotenmanschettenläsion
bestanden
. Es
hätten
gute Kraftverhältnisse
vor
gelegen
und die aktive
Mobilisation sei
unter Schmerzangabe vollständig möglich
gewesen
. Eine Pseudoparalyse
sei
nicht festgestellt
worden
. Erst im weiteren Verlauf, anläss
lich der Untersuchung vom 1
7.
August
2012
hätten
Zeichen einer Pseudoparalyse
bestanden
. Es
sei
nicht auszuschliessen, dass
die bereits
vorzustands
bedingte Partialläsion der
Supraspinatussehne
inner
halb der 10 Tage zwischen diesen Konsultationen ausgeweitet und dam
it die Symptomatik verstärkt habe
. Spontane Ausweitungen von Läsi
onen der
Rotatorenmanschette
seien
in der Literatur wohl bekann
t.
D
er heutige Zustand beziehe
sich ausschliesslich auf den aktenkundigen
Vor
zustand
. Es sei an dieser Stelle nochmals darauf hin
zuweisen
, dass gemäss
Vorakte
V1 2011 die rechte Schulter im Vordergrund
gestanden habe. Es sei
aber in Zusammenhang mit der Schulterabklärung eine Sonographie beider Schultergelenke durchgeführt
worden, wie dies üblich sei
und es
sei
dabei bereits eine Partialruptur
der linken
Supraspinatussehne
mit Erosionen am
Tuberkulum
majus
im Insertionsbereich
diagnostiziert
worden
. Es geh
e
des
halb um die Aktivierung dieses Vorzustandes. Die im August 2012 festge
stellte
Rota
torenmanschettenläsion
links sei
mit Sicherheit vorbestehend und nic
ht durch das Ereignis vom 2
8.
Juni
2012 verursacht
worden
. Für ein krankhaft degeneratives Geschehen der linksseitigen
Rotatorenmanschetten
läsion
(dominanter Arm) spreche
auch das gleichzeitige Vorliegen einer ent
sprechenden krankhaft degenerativen Veränderung rechts. Solche kran
khaft degenerativen Läsionen trä
ten meist doppelseitig und häufig ausgeprägter an der dominanten Schulter auf.
3.3
3.3.1
Die versicherungsmedizinische
n
Beurteilung
en
der
Dres
.
A._
und
B._
sind
für die streitigen Belange umfassend, wurde
n
in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben und
setzen
sich
hinreichend
mit den abweichenden ärztlichen Berichten und Einschätzungen auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und deren Beurteilung
en
sind schlüssig, nachvollziehbar begründet und in sich widerspruchsfrei. Indizien, welche gegen die Zuverläs
sigkeit der Beurteilung
en
sprechen, bestehen keine
(vgl. E. 3.1.1
).
Damit ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Operation vom
4.
September 2012, anlässlich derer eine Arthroskopie der linken Schulter mit
Rotatoren
manschetten
-Rekonstruktion,
Ten
o
d
ese
der langen
Bicepssehne
und
Acriomioplastik
und Resektion AC-Gelenk durch
geführt wurde
(
Urk.
9/M4)
, nicht auf das Ereignis vom 2
8.
Juni 2012 zurück
zuführen ist, da dieses - der Einschätz
ung von
Dr.
B._
entsprechend -
aus
biomechanischer Sicht nicht geeignet
gewesen ist
, einen
die Operation indi
zierenden
Befund, sprich die
Rotatorenmanschetten
-Ruptur,
zu verursachen
(vgl. E. 3.2.2).
3.3.2
Die Beschwerdeführerin brachte dagegen vor, dass gestützt auf die
Stellung
nahme von
Dr.
B._
davon auszugehen sei, dass
die degenerative Läsion durch die Unfälle aktiviert und symptomatisch geworden sei. Eine Kont
usion, wie sie die Versicherte erlitten habe, heile in der Regel nach 2-3 Monaten aus, so dass die Operation vom
4.
September 2012 zumindest
teilkausal auf die Ereignisse
vom 1
7.
und 2
8.
Juni 2012 zurückzuführen seien (
Urk.
1 S. 6).
Dem ist entgegenzuhalten,
dass sich
die Befunde von der Untersuchung vom
6.
August 2012 (vgl.
Urk.
9/M1) bis zur Untersuchung am 1
6.
August 2012 (
Urk.
9/M2) verschlechterten. Bei einer Aktivierung einer
bis anhin stumme
n
, krankhaft degenerative
n Situation wäre - der Einschätzung von
Dr.
B._
folgend - zu erwarten gewesen, dass die Beschwerden im weiteren Ve
rlauf rückgängig gewesen wären und sich nicht
ab der ersten Untersuchung am
6.
August 2012
weiter verschlechterten.
Damit ist mit überwiegender Wahrsc
hein
lichkeit davon auszugehen, dass - sofern die Ereignisse vom 1
7.
und 2
8.
Juni 2012 den stillen Vorzustand überhaupt aktivierten - dies bis zur ersten Untersuchung am
6.
August 2012 bereits am A
bklingen war
und zwischen den Untersuchungen vom
6.
u
nd 1
1.
August 2012
eine
s
pontane Ausweitung
der
Läsi
on
der
Rotatorenman
schette
erfolgt ist, wie dies von
Dr.
B._
beschrieben wurde.
D
ie versicherten Ereignisse vom 1
7.
und 2
8.
Juni 2012
hatten - selbst bei Annahme der
Aktivierung des Vorzustandes
-
entsprechend mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit
keine kausale Bedeutung mehr für
die Operation vom
4.
September 201
2.
D
iese
ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
aus
schlies
slich auf eine spontane Ausweitung der Läsion der
Rotatorenman
schette
nach der ersten Untersuchung am
6.
August 2012 zurückzuführen.
Die Leistungseinstellung per 1
6.
August 2012 erfolgte damit grundsätzlich zu Recht.
3.4
Entsprechend
kann offen gelassen werden, ob
, soweit die Beschwerdeführerin die Ausrichtung weiterer UVG-Leistungen beantragte (
Urk.
7 S. 7)
, überhaupt auf die Beschwerde einzutreten ist.
4.
4.1
Art.
117 der Verordnung über die Krankenversicherung (KVV)
besagt folgen
des: Hat der Krankenversicherer anstelle eines anderen Sozialversicherers zu Unrecht Leistungen ausgerichtet oder hat dies ein anderer Sozialversicherer anstelle des Krankenversicherers getan, so muss der entlastete Versicherer
den Betrag, um den er entlastet wurde, dem anderen Versicherer
rückvergü
ten
, höchstens jedoch bis zu seiner gesetzlichen Leistungspflicht. Diesbezüg
lich hielt das Bundesgericht mit Hinweis auf die Lehre fest, dass
Art.
117 KVV aus Irrtum oder Versehen ausgerichtete Leistungen des
Sozialversiche
rers
beschlage und unbesehen davon sich der Unfallversicherer auch bei Rückforderung faktisch von ihm anerkannter und übernommener Heilkosten gegenüber der Krankenkasse über den
Rückkommenstitel
der prozessualen Revision oder der Wiedererwägung ausweisen müsse (Urt
eile des Bundesge
richts 8C_290/2
010 vom 2
1.
September 2010 und 8C_512/2008 vom 1
4.
Januar 2009, E. 3.3 je mit Hinweisen). Mit der in
Art.
53 ATSG festge
legten und im Rahmen der Rückerstattung nach
Art.
25
Abs.
1 Satz 1 ATSG massgeblichen Ordnung, so das Bundesgericht in den zitierten Entscheiden, sei eine einheitliche Regelung für alle Sozialversicherungszweige geschaffen worden, wobei der Gesetzgeber betont habe, dass keine Ausnahmen vorgese
hen seien. Angesichts dieser Ausgangslage seien konkretisierende Ordnun
gen, welche von
Art.
53 ATSG abweichen würden, ausgeschlossen; allfälligen verordnungsmässigen Bestimmungen gingen mithin die Grundsätze der pro
zessualen Revision oder der Wiedererwägung vor. Im Übrigen habe die Regelung des ATSG als
lex
posterior
Vorrang gegenüber
Art.
117 KVV.
Ein Rückkommen auf die faktische Leistungserbring
u
n
g
setzt demzufolge – unabhängig der gesetzlichen Grundlage der eigentlichen Rückforderung - voraus, dass die Voraussetzungen der prozessualen Revision (wegen
vorbe
standener
neuer Tatsachen oder Beweismittel) oder der Wiedererwägung (wegen zweifelloser Unrichtigkeit der Leistungserbringung und erheblicher Bedeutung der Berichtigung) gegeben sind.
4.
2
4.2.1
Gemäss
Art.
53
Abs.
1 ATSG müssen formell rechtskräftige Verfügungen und
Einspracheentscheide
in Revision gezogen werden, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tat
sachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringung zuvor nicht möglich war. Solche neue Tatsachen oder Beweismittel sind innert 90 Tagen nach ihrer Entdeckung geltend zu machen; zudem gilt eine absolute zehn
jährige Frist, die mit der Eröffnung der Verfügung zu laufen beginnt (
Art.
67
Abs.
1
VwVG
in Verbindung mit
Art.
53
Abs.
1 ATSG; SVR 2012 IV Nr. 36 S. 140, 9C_896/2011 E. 4.2; 2012 UV Nr. 17 S. 63, 8C_434/2011 E. 3, je mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2012 vom 1
2.
Dezember 2012 E.
3).
Ergeben sich aus den neu entdeckten Tatsachen und Beweismitteln (lediglich) gewichtige Indizien für das Vorliegen eines prozessualen Revisionsgrundes, sind innert angemessener Frist zusätzliche Abklärungen vorzunehmen, um diesbezüglich hinreichende Sicherheit zu erhalten. In solchen Fällen beginnt die relative 90-tägige Revisionsfrist erst zu laufen, wenn die Unterlagen die Prüfung der Erheblichkeit des geltend gemachten Revisionsgrundes erlauben oder bei Säumnis in dem Zeitpunkt, in welchem der Versicherungsträger den unvollständigen Sachverhalt mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz hätte hinreichend ergänzen können (
Urteil des Bundesgerichts 9C_896/2011 vom 3
1.
Januar 2012 E. 4.2 mit Hinweis auf
Urteil 8C_434/2011 vom
8.
Dezember 2011 E. 4.2).
4.2.2
Die Beschwerdegegnerin führte aus, dass insbesondere der Bericht der
Z._
vom 2
0.
Juni 2011 als erhebliche neue Tatsache bzw. Beweismittel im Sinne von
Art.
53
Abs.
1 ATSG zu betrachten sei (
Urk.
2
E.
2.8).
Die Beschwerdegegnerin ersuchte die
Z._
am 1
6.
April 2013 um Zustellung von Abklärungsberichten aus den Jahren 200
8-2001 (
Urk.
9/A12). Die
Z._
reichte
am 2
4.
April 2013 die Berichte vom
4.
Dezember 2008, 2
0.
Januar 2009 und 2
0.
Juni 2011 ein (
Urk.
9/V1-V3
; vgl.
Urk.
7 S. 12
).
Im Bericht vom 2
0.
Juni 2011 wurde als Nebendiagnose eine nicht-symptoma
tische
transmurale
Ruptur der
ventrodistalen
Supraspinatussehne
links festgehalten (
Urk.
9/V1), womit die Beschwerdegegnerin seit April 2013
um den Vorzustand der Versicherten wusste und
gehalten war, die zusätzli
chen medizinischen Abklärungen mit dem erforderlichen und zumutbaren Einsatz zügig voranzutreiben.
Die Beschwerdegegnerin holte rund ein Jahr später, nämlich im April 2014 den Bericht von
Dr.
A._
und im Juli 2014 den Bericht von
Dr.
B._
ein (
Urk.
9/M33
und
Urk.
9/M36
). Dies wäre ihr allerdings bereits erheblich früher zumutbar gewesen.
Daran ändert auch ni
chts, dass die Versicherte
nach Eingang der
Vorakten
einen Vorzustand betreffend d
ie
linke Schulter in Abrede stellte (vgl.
Urk.
9/A15), da der Bericht vom 2
0.
Juni 2011 genügend Anlass fü
r weitere Abklärungen gege
ben ha
tte.
Hinzu kommt, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen Ende 2013 ein
stellte, da damals klar geworden sei, dass die Fallübernahme zu Unrecht erfolgt sei. Die letzte Heilbehandlung sei am 3
1.
Januar 2014 abgerechnet worden (
Urk.
7 S. 12).
Selbst wenn man entsprechend zugunsten der Beschwerdegegnerin davon ausgehen würde, dass die 90-tägige Revisionsfrist erst ab dem
1.
Januar 2014
zu laufen begann, so ist sie bei Verfügungserlass am
9.
Mai
2014 (
Urk.
9/A33)
bzw. 1
2.
Januar 2015
(
Urk.
9/A47)
dennoch
längst abgelaufen.
4.3
4.3.1
Nach Art. 53 Abs. 2 ATSG kann der Versicherungsträger auf formell rechtskräf
tige Verfügungen oder
Einspracheentscheide
zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Zweifellose Unrichtigkeit liegt vor, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass der Verwaltungsakt unrichtig war. Es darf nur ein einziger Schluss - derjenige auf dessen Unrichtigkeit - möglich sein, wobei die Sach- und Rechtslage im Zeitpunkt der rechtskräftigen
Leistungs
zusprechung
massgebend ist (BGE 126 V 399 E. 2b/
bb
S. 401, 125 V 383 E. 3 S. 389 f. und E. 6a S. 393; SVR 2006 UV Nr. 17 S. 60 E. 5.2 [U 378/05]; Urteil des Bundesgerichts 8C_862/2010 vom 4. Januar 2011 E. 3). Zweifellose Unrichtigkeit liegt in der Regel vor, wenn eine
Leistungszusprache
auf Grund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung in Bezug auf gewisse Schritte und Elemente notwendigerweise Ermessenszüge aufweist (SVR 2010 AHV Nr. 12 S. 42 E. 3.7 [9C_1094/2009], IV Nr. 5 S. 10 E. 2.2 [8C_1012/2008], 2006 UV Nr. 17 S. 60 E. 5.3 [U 378/05]; Urteil des Bundes
gerichts 8C_171/2011 vom 1. September 2011 E. 3 mit Hinweisen). Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchs
voraussetzungen vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der Leistungszusprechung dargeboten hat, als vertretbar, schei
det die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Rechtsprechungsgemäss ist eine Verfügung unter anderem dann zweifellos unrichtig, wenn ihr ein unhaltbarer Sachverhalt zugrunde gelegt wurde, insbesondere, wenn eine klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes zu einem unvollständigen Sachverhalt führte (vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG; Urteile des Bundesgerichtes 9C_33/2014 vom 26. März 2014 E. 1 und 9C_928/2010 vom 7. Februar 2010 E. 3.4.1, je mit Hinweisen).
4.3.2
Gestützt auf die Berichte der
Z._
vom
6.
und 1
6.
August 2012 sowie vom
5.
September 2012, welche jeweils die Ereignisse vom 1
7.
und 2
8.
Juni 2012 als
ursächliche Ereignisse
für die Schulterbeschwerden anführten (vgl.
Urk.
9/M1-M2;
Urk.
9/M4)
,
erscheint die
Leistungsausrich
tung
bis Ende 2013
durch die Beschwerdegegnerin nicht als zweifellos unrichtig
.
Ein Wiedererwägungs
grund ist damit nicht erstellt
.
4.4
Zusammenfassend erfolgte die rückwirkende Leistungseinstellung durch die Beschwerdegegnerin mangels
Rückkommenstitel
zu Unrecht.
Die faktische Leistungseinstellung durch die Beschwerde
gegnerin
per
Ende
Dezember 2013 ist hingegen nicht zu beanstanden.
5.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens kann offengelassen werden, ob die Beschwerdegegnerin als Trägerin einer Sozialversicherung befugt ist, gegen
über gleichgestellten Trägern eines anderen Sozialversicherungszweiges
ver
fügungsweise
über Rechte und Pflichten zu befinden (vgl. BGE 130 V 215
E.
5.3, 120 V 489 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts U 177/01 vom 23. November 2001 E. 2a mit Hinweisen).