# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5aa36a35-f89f-487c-a7df-b8749a430ed6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968, war seit dem
1.
Januar 2014 bei der
A._
GmbH
in der Reinigung
angestellt und über diese bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert, als
sie
sich
am
4.
Februar 2016
am rechten Ellenboge
n verletzte (
Urk.
8/1
Ziff.
1-4,
6
und 9
).
Mit Verfügung vom 2
3.
Februar 2017 (
Urk.
8/49
/1-3
) stellte die Suva die
infolge des
Unfall
es
gewährten Versicherungsleistungen per 3
0.
September 2016 ein. Die am
6.
März 2017 (
Urk.
8/53) von der Versicherten dagegen erhobene Einsprache wies die Suva mit Entscheid vom
7.
A
pril 2017 (
Urk.
8/59 =
Urk.
2) ab.
2.
Die Versicherte erhob am
2
3.
Mai 2017 Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom
7.
April 2017
(
Urk.
2)
und beantragte, dieser sei aufzuheben und es sei die Suva anzuweisen, weiterhin die gesetzlichen Leistungen zu übernehmen. Eventuell seien ergänzende medizin
i
sche Abklärungen durchzuführen und es sei danach
über die weitere Leistungspflicht der Suva zu entscheiden (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2 oben).
Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
8.
Juni 2017 (
Urk.
7) die Ab
weisung der Beschwerde.
Mit Verfügung vom
7.
Juli 2017 forderte das Gericht
Dr.
B._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates,
auf,
zum Befund eines MRI
s
vom 1
2.
Januar 2017
Stellung zu nehmen (
Urk.
9 Dispositiv
Ziff.
1).
Mit Gerichtsverfügung vom 2
0.
Oktober 2017 wurde der Beschwerdeführerin eine Kopie der Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
20 Dispositiv
Ziff.
2).
Dr.
B._
reichte
dem Gericht
am
3.
November 2017 (
Urk.
12)
s
eine
Stellungnahme ein,
die
den Parteien mit Verfügung vom 1
6.
November 2017 zu
gestellt
wurde
(
Urk.
13).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
4.
Februar 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zi
tiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6
Abs.
1 UVG werden –
soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Be
rufskrankheiten gewährt.
1.3
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige
Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (
Art.
6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts, ATSG), so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu.
Wird die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (
Art.
8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG).
Der
Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behand
lung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlos
sen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleis
tungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
Nach
Art.
24
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebli
che Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet.
1.4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des na
türlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise
beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.5
W
ird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfall
e
s genügt nicht.
Da es sich hie
r
bei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kos
tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.6
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Er
folg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.7
Den
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab
klärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hin
weisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/201
6 vom 9. Dezember 2016 E. 2.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte im angefochtenen Entscheid fest
,
gemäss der
kreisärztlichen
Beurteilung von 1
5.
Februar 2017
habe sich die Beschwerdefüh
rerin erst
zwei Monate nach dem
Unfall
in ärztliche Behandlung begeben
. Eine Arbeitsunfähigkeit habe
erst ab September 2016 bestanden.
Ein
MRI
des rechten Ellenbogens zeige
lediglich einen Zustand nach einer leichten Zerrung des
ulna
ren
Kollateralbandes.
Es könne davon ausgegangen werden, dass die festgestellte Zerrung sechs Wochen nach dem Unfall abgeheilt gewesen sei. Die Beschwerden,
die
über diesen Zeitpunkt
hinaus
andauerten, seien Folge
einer
Epicondylitits
(Er
krankung) und nicht Folge des Sturzes (
Urk.
2 S. 4 E. 2).
Ein medizinischer Ak
tenbericht sei zulässig, wenn die Akten ein vollständiges Bild der Anamnese, des Verlaufes und des Status ergeben würden. Dies sei
vorliegend
der Fall (
Urk.
2 S. 5 E. 2).
Die Diagnose einer Strecksehnenpartialruptur lasse sich anhand der bildgebenden Abklärungen nicht verifizieren. Allenfalls handle es sich um eine Differentialdi
agnose
, die aufgrund der bildgebenden Abklärungen aber nicht als gesichert gel
ten könne
(
Urk.
7 S. 4
Ziff.
9).
2.2
Die
Beschwerdeführerin brachte vor,
Dr.
B._
habe am
2.
(richtig: 4.)
Februar 2017 eine traumatische Strecksehnenpar
tialruptur am Ellenbogen rechts
nach dem Sturz vom
4.
Februar 2016 diagnostiziert. Gemäss
dem behandelnden Arzt
liege ein klares Unfallereignis vor (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
3 unten).
Dieser
habe sich seit Monaten intensiv mit den Beschwerden auseinandergesetzt und sich ein dif
ferenziertes Bild über die Frage der Unfallkausalität gemacht (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
6).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin
einen natürlichen Kausal
zusammenhang zwischen den
fortbestehenden
Beschwerden und dem Ereignis vom
4.
Februar 2016 zu Recht
verneint
und ob sie ihre Leistungspflicht
ab dem 3
0.
September 2016 zu Recht abgelehnt hat.
3.
3.1
Die
A._
GmbH
meldete der Beschwerdegegnerin am 1
8.
Februar 2016,
die
Be
schwerdeführerin
habe sich
bei einem Sturz vom
4.
Februar 2016 am rechten Ellenbogen verletzt habe (
Urk.
8/1
Ziff.
1-4,
6
und 9
).
3.2
Dr.
B._
attestierte der Beschwerdeführerin in einem ärztlichen Zeugnis vom 2
1.
April 2016 (
Urk.
8/11 S. 1)
für die Zeit
vom 2
5.
April bis
9.
Mai 2016 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
.
3.3
Dr.
B._
gab
im
Bericht vo
m 2
2.
April 2016 (
Urk.
8/14) an
, die
Be
schwerdeführerin habe ihn am
2
1.
April 2016
wegen
der
Verletzung des rechten Ellenbogens
konsultiert
.
Als Diagnose nannte
Dr.
B._
eine trauma
tische
Strecksehnenpartialruptur
Epikondylus
radialis
, Ellenbogen rechts nach Sturz vom
4.
Februar 201
6.
Zur Anamnese wurde ausgeführt,
es handle sich
um eine rechtsdominante Reini
gungsangestellte.
Die Beschwerdeführerin
sei ausgerutscht und auf den rechten flektierten Ellenbogen gestürzt mit einschiessendem Schmerz. Sie habe bis heute
weitergearbeitet. Es bestünden persistierende, belastungsabhängige, starke Ellen
bogenbeschwerden rechts im
Bereich des
Epicondylus
. In Ruhe bestünden mäs
sige Schmerzen. Nachts wache sie zwei bis dreimal auf.
Im rechten Ellenbogen bestehe eine
Druckdolenz
exquisit auf dem
Epicondylus
radialis
und weniger im Bereich des Radiusköpfchens
. Die Flexion-Extension sei frei. Das Seitenband sei unauffällig. Ein konservatives Vorgehen werde empfoh
len
(S. 1 unten).
3.4
Dr.
B._
führte im Bericht vom 1
5.
Juni 2016 (
Urk.
8/3) aus, die Be
schwerdeführerin habe angegeben,
dass es ihr nicht
besser
gehe
. Sie wünsche eine Arbeitspause. Auf die letzte
Arbeitsp
ause von zwei Wochen habe sie nicht ange
sprochen. Eine Arbeitsunfähigkeit von vier Wochen sei gerechtfertigt (S. 1 unten).
3.5
Dr.
C._
,
P
raktischer Arzt, gab
im
Arztzeugnis vom
6.
Oktober 2016 (
Urk.
8/16) an, die Erstbehandlung sei am
4.
Februar 2016 erfolgt
(
Ziff.
1)
.
Die Patientin sei bei
Dr.
B._
in Behandlung (
Ziff.
7
lit
. a). Sie
sei ausge
rutscht und auf den rechten Ellenbogen gestürzt. Seither bestünden persistierende Schmerzen (
Ziff.
2).
Dr.
C._
attestierte
ab
dem
1.
September 2016 bis auf Wei
teres eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(
Ziff.
8). Der Abschluss der Behandlung
werde
voraussichtlich in sechs Wochen
erfolgen
(
Ziff.
10).
3.6
Gemäss einer Aktennotiz
der Beschwerdegegnerin
vom
7.
Oktober 2016
(
Urk.
8/10)
fand an diesem Tag
ein Telefongespräch
zwischen der Beschwerde
gegnerin und dem Ehemann der Beschwerdeführerin statt.
In der
Aktenn
otiz wurde
dazu
ausgeführt
, gemäss den Angaben des Ehemannes sei die Beschwer
deführerin am
4.
Februar 2016 auf den rechten Ellenbogen gestürzt.
Sie habe die Arbeit aber zunächst nicht ausgesetzt
.
Erst nach einem Termin bei
Dr.
B._
vom 1
5.
Juni 2016 habe sie die Arbeit auf Anraten des Arztes ausgesetzt. Momentan sei sie immer noch arbeitsunfähig geschrieben.
3.7
Dr.
B._
gab
in einem weiteren Bericht
vom 1
0.
November 2016 (
Urk.
8/22) an
, eine Botox-Infiltration habe nicht angesprochen. Die Beschwer
deführerin habe vorübergehend sogar vermehrt
e
Schmerzen gehabt. Es bestehe eine starke
Druckdolenz
beim
Epicondylus
radialis
rechts und
dorso
-radiale
Plica
. Ansons
ten sei die
Druckdolenz
gering und es
bestehe eine freie Beweglichkeit. Bei
der
Handgelenks- und Fingerextension sowie bei der Flexion gegen Wider
stand würden die Schmerzen zunehmen.
Es werde eine Cortison-Infiltration empfohlen. Sollte auch dies nicht ansprechen, werde eine operative Behandlung empfohlen. Für die nächsten sechs Wochen be
stehe eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(S. 1 unten).
3.8
Dr.
D._
,
Facharzt für Radiologie,
führte im Bericht vom 1
2.
Ja
nuar 2017 (
Urk.
8/30) über ein MRI
nativ
des rechten Ellenbogens vom gleichen Tag aus, klinisch bestünden unklare persistierende Schmerzen am Ellenbogen bei
einem
Status nach Sturz auf den rechten Ellenbogen
vo
m
4.
Februar 201
6.
Es
bestünden
eine regelrechte Artikulation der abgebildeten
ossären
Strukturen mit unauffälliger Morphologie und insbesondere eine allseits homogene Signal
intensität des Knochenmarkes.
Ein
Gelenkserguss
bestehe nicht. Soweit
nativ be
urteilbar
bestünden
auch
keine
chondrale
Degeneration oder
eine
Läsion.
Die
Kontinuität der Kollateralbänder
sei erhalten
bei leichtgradiger
Auftreibung
und Hyperintensität im Urspru
ngsbereich des
ulnaren
Kollateralbandes. Weiter
be
stünden
eine leichtgradige
Auf
t
reibung
und Hyperintensität der gemeinsamen
Extensorensehne
, aber ohne abgrenzbaren Einriss bei unauffälliger Darstellung der gemeinsamen
Flexorensehne
. Ansonsten bestehe eine regelrechte Darstellung der Weichteile ohne
eine
anderweitige Läsion oder Signalintensitätsanomalie.
Dr.
D._
führte in
seiner
Beurteilung aus, vermutlich
bestehe ein Status nach leichtgradiger Zerrung im Ursprungsbereich des
ulnaren
Kollateralbandes, ohne einen abgrenzbaren Riss. Weiter bestehe eine leichtgradige
Epicondylitis
radialis
. Eine Degeneration im Ellenbogengelenk bestehe nicht.
3.9
Dr.
E._
,
Facharzt für Neurochirurgie,
Suva-Kreisarzt,
antwortete in einer Stellungnahme vom 2
3.
Januar 2017 (
Urk.
8/31) auf die Fragen der Be
schwerdegegnerin.
Diese
stellte dem Kreisarzt die Frage, ob die aktuellen Be
schwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
in einem kausalen
Zusammen
hang zum Unfall vom
4.
Februar 2016 stünden (
Ziff.
1.1).
Dr.
E._
verneinte
dies und erklärte, e
s
lägen
keine posttraumatisch
en strukturellen Veränderungen vor.
Die Beschwerdegegnerin stellte sodann die Frage, falls
kein kausaler Zusammen
hang bestehe, per wann der
status
quo ante oder der
status
quo sine als erreicht anzusehen
sei
(
Ziff.
1.2).
Dr.
E._
antwortete darauf, es sei davon auszugehen, dass der
status
quo sine nach sechs Monaten erreicht gewesen sei
.
3.10
Dr.
B._
führte im Bericht vom
2.
Februar 2017 (
Urk.
8/40
/4-5
) aus,
das Nativ-MRI des rechten Ellenbogens zeige Signalalterationen im
intratendinö
sen
Bereich der Handgelenks- und der Fingerextensoren bei
Epicondylus
verein
bar mit einer Partialruptur. Ansonsten
bestünden
ein intaktes und zentriertes Ge
lenk und etwas unregelmässige
dorso
-radiale
Pilca
(S. 1 unten).
Es bestünden persistierende Beschwerden nach traumatischer Strecksehnenparti
alruptur im Bereich des
Epicondylus
radialis
. Es bleibe wohl nur noch die Mög
lichkeit einer operativen Behandlung. Die
Befunde seien glaubhaft. Die Patientin
habe auf eine
Cortision
-Infiltration angesprochen (S. 1 f.). Unklar seien aber
zu
sätzliche
Beschwerden im Bereich des Oberarmes sowie im ventralen und dorsalen Bereich des Ellenbogens. Das Schmerzbild habe sich ausge
weitet.
Seines Erachtens liege
ein klares Unfallereignis vor mit Verletzung des rechten Ellenbogens und Hinweisen auf eine Partialruptur der Strecksehnen. Die Be
schwerden im Bereich des
Epicondylus
radialis
seien überwiegend wahrscheinlich unfallbedingt (S. 2).
3.11
Dr.
F._
, Facharzt für Chirurgie, Suva-Kreisarzt, führte in einer Beurteilung vom 1
5.
Februar 2017 (
Urk.
8/45) aus, die Beschwerdeführerin sei am
4.
Februar 2016 angeblich auf ihren rechten Ellenbogen gestürzt.
Die
medizini
sche Behandlung sei erst nach zwei Monaten
begonnen worden
. Eine Arbeitsun
fähigkeit habe erst ab September 2016 bestanden. Ein MRI des rechten Ellenbo
gens vom 1
2.
Januar 2017 zeige lediglich einen Zustand nach einer leichten Zer
rung des
ulnaren
Kollateralbandes. Es sei somit sehr unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin auf den lateralen
Epikondylus
gestürzt sei. Wesentlich wahr
scheinlicher sei eine Zerrung des
ulnaren
Kollateralba
ndes, wie dies im MRI ge
sehen worden sei. Somit habe wahrscheinlich eine
Abspreizbewegung
des Unter
armes nach radial stattgefunden.
Es handle sich also um eine
Epicondylitis
. Dies sei die häufigste
Enthesiopathie
des menschlichen Körpers. Unfallbedingte Schädigungen liessen sich im MRI, ausser einer leichten Zerrung, nicht erkennen. Damit könne davon ausgegangen werden, dass die Zerrung sechs Wochen nach dem Unfall
abgeheilt gewesen sei. Eine traumatische Strecksehnenpartialruptur
Epicondylus
radialis
, wie vom Or
thopäden beschrieben, könne anhand des MRI nicht nachvollzogen werden. Die Beschwerden, die über diesen Zeitpunkt hinaus andauerten, seien somit Folge der
Epicondylitis
(Erkrankung) und nicht Folge des Sturzes.
3.12
Dr.
B._
äusserte sich
in der
Stellungnahme vom
3.
November 2017 (
Urk.
12) zum MRI des rechten Ellenbogens vom 1
2.
Januar 201
7.
Er
führte aus, i
m Bereich des radialen Strecksehnenansatzes fänden sich beim
Epicondylus
ra
dialis
an der Unterfläche des Strecksehnenursprunges Signalveränderungen und Aufhellungen. Diese seien vereinbar
mit einer eher kleinen Partialruptur der Strecksehnen oder auch
tendinopathischen
Veränderungen,
das heisst
einer schä
digungsbedingten Auflockerung der Sehnenqualität. Die Sehnen seien in Konti
nuität. Die Gelenksstrukturen selbst seien in einem guten Zustand. Auf der
ulna
ren
Seite zeige das Kollateralband eine Verbreiterung am Ursprung. In wieweit dies pathologisch sei oder ob es sich um eine Partialruptur handle, sei schwierig abzuschätzen.
Zusammenfassend könne gesagt werden, dass eine Signalalteration im Bereich des radialen Seitenbandursprunges bestehe. Dies
e
sei vereinbar mit einer kleinen Pa
rtialruptur oder mit degenerativen
tendinopathischen
Veränderungen.
4.
4.1
Gemäss
Unfallmeldung vom 1
8.
Februar 2016 verletzte sich die Beschwerdefüh
rerin am
4.
Februar 2016 bei einem Sturz am rechten Ellenbogen (vorstehend
E. 3.1).
Dr.
F._
verneinte
in
der Stellungnahme
vom 1
5.
Februar 2017
, dass auf dem MRI des rechten Ellenbogens vom 1
2.
Januar 2017
eine Strecksehnenparti
alruptur des
Epicondylus
radialis
zu erkennen
sei
(E. 3.11 hiervor).
Er verneinte
damit
, dass
sich
die Beschwerdeführerin
bei dem Unfall
die
von
Dr.
B._
diagnostizierte Verletzung
einer Strecksehnenpartialruptur
zugezogen ha
be
.
Der behandelnde Arzt
beschrieb
i
n der Stellungnahme vom
3.
November 2017 im Bereich
des radialen Strecksehnenansatzes beim
Epicondylus
radialis
an der Un
terfläche des Strecksehnenursprunges Signalveränderungen und Aufhellungen. Diese seien
vereinbar mit einer kleinen Partialruptur der Stecksehnen oder auch mit
tendinopathischen
Veränderungen (E. 3.12 hiervor).
4.2
Zu
m
MRI des rechten Ellenbogens
vom 1
2.
Januar 2017
liegen
divergierende
ärztliche
Einschätzungen dazu vor, ob
bildgebend
eine Strecksehnenpartialruptur des
Epicondylus
radialis
zu erkennen
sei
. Gemäss
Dr.
E._
fehlt es an klar fest
stellbaren posttraumatischen strukturellen Veränderungen
(E. 3.9 hiervor)
.
Auch
Dr.
D._
verneint
e
im Bericht vom 1
2.
Januar 2017 einen abgrenzbaren Einriss der
Extensorensehne
.
Dr.
D._
ging daher
lediglich
von einer
leichtgradige
n
Zerrung im Ursprungsbereich des
ulnaren
Kollateralbandes
aus
(vorstehend
E. 3.8).
Gestützt auf die Beurteilung
en
durch
Dr.
D._
,
Dr.
E._
und
Dr.
F._
be
stehen
Zweifel,
dass sich die Beschwerdeführerin beim Ereignis vom
4.
Februar 2016
eine Strecksehnenpartialruptur des
Epicondylus
radialis
zugezogen hat.
Dr.
D._
und
Dr.
F._
gaben als alternative Erklärung an,
dass es lediglich zu einer
leichten Zerrung gekommen sei
.
Dr.
F._
bezeichnete es zudem als sehr unwahrscheinlich, dass die Beschwerdeführerin auf den
lateraln
Epicondylus
ge
stürzt sei (E. 3.11).
Wie
Dr.
F._
weiter
darlegte,
kann darauf abgestellt werden,
dass
eine
Zerrung
spätestens sechs Wochen nach dem Ereignis abgeheilt
war
.
Die Beurteilung durch Kreisarzt
Dr.
F._
erweist
sich
als schlüssig,
nachvollziehbar
begründet und widerspruchsfrei.
Dass er die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht hat, schadet nicht. Die Beurteilung durch
Dr.
F._
deckt sich zudem mit der Stellungnahme von
Dr.
E._
vom 2
3.
Januar 2017
und dem Bericht von
Dr.
D._
vom 1
2.
Januar 201
7.
Auf die Beurteilung durch
Dr.
F._
kann daher abgestellt werden.
Nach den Angaben des Ehemannes hat
die Beschwerdeführerin
nach dem Unfall zunächst weitergearbeitet
(
vorstehend
E. 3.6)
.
Der Umstand, dass
sie
die körper
lich eher schwere Tätigkeit in der Reinigung
nach dem Unfall
offenbar
fortsetzen konnte
,
lässt
ebenfalls
darauf schliessen, dass
es
nicht zu der
schwereren Verlet
zung einer Strecksehnenpartialruptur gekommen ist.
Die Beschwerdegegnerin hat mit den Beu
rteilungen durch
Dr.
D._
,
Dr.
E._
und
Dr.
F._
den Nachweis erbracht
, dass es bei dem Ereignis
mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit
zu einer Zerrung
im Bereich des
Epicondylus
radilis
ge
kommen ist.
Dr.
B._
erwähnte
in der Stellungnahme vom
3.
No
vember 2017
ebenfalls
die Möglichkeit einer degenerativen Veränderung
(E. 3.12).
Die Schlussfolgerung einer Strecksehnenpartialruptur erscheint daher nicht zwingend.
Es ist daher davon auszugehen,
dass die geklagten Beschwerden nicht
mehr
in einem natürlichen Kausalzusammenhang
zum Ereignis vom
4.
Februar 2016
stehen
.
Weitere medizinische Abklärungen, wie von der Beschwerdeführerin beantragt (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
5), erweisen nicht
als entbehrlich.
4.3
Der medizinische Sachverhalt ist demzufolge als dahingehend erstellt zu erach
ten, dass sich die Beschwerdeführerin bei dem Ereignis vom
4.
Februar 2016 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Zerrung im Bereich des
Epi
condylus
ra
dialis
zugezogen hat, welche nach rund sechs Wochen abgeheilt war.
Für die
über den
3
0.
September 2016
hinaus
andauernden Beschwerden fehlt es
somit
an ei
nem natürlichen Kausalzusammenhang zum Ereignis vom
4.
Februar 201
6.
Die Beschwerdegegnerin hat eine weitere Leistungspflicht daher zu Recht
vernei
nt.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
7.
April 2017 erweist sich
demzu
folge
als rechtens. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.