# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** aae46cd5-d1dc-4f14-8129-79ea8679be01
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die X. AG ist Eigentümerin der Parzellen Nrn. 000, 001, 002, 0003, 0004 und
0005, Grundbuch Q. (vgl. Landerwerbsplan vom 10. Januar 2013 und
Beschwerdeergänzung vom 17. Januar 2014, S. 6 f., mitsamt Beilagen, act. 14/6/1/8
sowie act. 8 und 9). Nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde Q. sind die
Grundstücke Nr. 000, 002 bzw. 0004, soweit sie sich innerhalb der Bauzonen befinden,
der Wohnzone WE, der Industriezone I A resp. der Gewerbe-Industrie-Zone GI A
zugewiesen. über die Grundstücke Nrn. 002 und 0004 sowie über die Parzellen Nrn.
006 und 0007 führt die rund 1100 m lange und ca. 4 m breite (Belagsbreite) A.-strasse,
welche gemäss dem rechtskräftigem Gemeindestrassenplan der Politischen Gemeinde
Q. als Gemeindestrasse zweiter Klasse eingeteilt ist. Sie erschliesst ab der B.-strasse
die bestehende Wohnüberbauung auf den Grundstücken Nrn. 008, 0009, 0010, 0011,
0012, 0013, 0014, 0015, 0016, 0017, 0018 und 0019 (Wohnzone W2), das
Gewerbeareal auf der Parzelle Nr. 002, den Parkplatz auf den Grundstücken Nrn. 0007
(unter der Autobahnbrücke) und 0004, teilweise die Wohn- und Gewerbezone WG4 auf
Parzelle Nr. 028 und die Wohnzone WE auf Parzelle Nr. 000 sowie das
Naherholungsgebiet entlang der Goldach, insbesondere den Vitaparcours und die
Wanderwege. Auch dient sie dem Langsamverkehr sowie einzelnen
landwirtschaftlichen Anstössern und der Forstwirtschaft als Verbindungsstrasse nach
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B. und ins Gebiet C. Weiter verläuft sie ab der Abzweigung D. Richtung Ortszentrum in
einem Abstand von mindestens rund 14 m entlang der Goldach (vgl. übersichtsplan
vom 10. Januar 2013, act. 14/6/1/4, sowie Technischer Bericht vom 7. Juni 2012, S. 3
f., act. 14/6/1/1, Plandarstellung vom Juli 2013, act. 9/3, www.geoportal.ch).
B.
Am 29. Mai 2012 genehmigte der Gemeinderat Q. den Teilstrassenplan "Gehweg A.-
strasse" und das Strassenbauprojekt "A.-strasse", unterteilt in die Abschnitte West
(Bereich Gewerbeareal bis Abzweigung D.), Mitte (Abzweigung D. bis
Grundstücksgrenze Parzellen Nrn. 020/0017) und Ost (Grundstücksgrenze Parzellen
Nrn. 020/0017 bis Trafostation auf Parzelle Nr. 021). Gleichzeitig beschloss er, lediglich
für die Abschnitte Ost und Mitte das Planverfahren durchzuführen (act. 14/6/2).
Gemäss dem Strassenbauprojekt (Abschnitte Mitte und Ost) soll die Fahrbahn auf einer
Strecke von 588 m ab der Abzweigung D. bis zur Einmündung in den D.-weg, Parzelle
Nr. 022, auf 5.0 bis 5.80 m verbreitert und mit einem 0.5 bis 0.75 m breiten Bankett
versehen werden. Entlang der Parzelle Nr. 020 soll die Fahrbahn um ca. 2.0 m nach
Norden verlegt werden. Ansonsten bleibt die Linienführung unverändert. Weiter soll ab
der Abzweigung D. ein 2.0 m breiter und 375 m langer Gehweg erstellt werden. Dafür
müssen auf den Grundstücken Nrn. 023, 0010 und 0024 286 m Wald dauernd und
582 m Wald vorübergehend gerodet werden. Ab der Abzweigung D. soll der Gehweg
auf einer Länge von 195 m nördlich, anschliessend bis zum Vorplatz des Gebäudes
Assek.-Nr. 0025 auf Parzelle Nr. 0010 südlich der Fahrbahn verlaufen. Ab diesem
Vorplatz soll die Strasse auf einer Länge von rund 240 m in einen 3.5 m breiten
Fahrbereich (Nordseite) und in einen 1.5 m breiten Fussgängerbereich (Südseite)
aufgeteilt werden. Der Fussgängerbereich soll überfahrbar ausgestaltet werden. Die
rein optische Trennung soll durch ein 0.4 m breites "Trennband" (Natur- oder
Betonsteinpflästerung oder Betonplatten) erfolgen und auf Belagshöhe ohne Absatz
liegen. Zusätzlich sollen vier Schutzpoller zur Verkehrsberuhigung je am Anfang und
am Ende des Fussgängerbereichs sowie auf Höhe der Grundstücke Nrn. 0009 und
0012 in einem Abstand von mindestens 43 m eingesetzt werden. Entlang der Parzelle
Nr. 021 ist ein 2.0 m breites und 62 m langes Trottoir projektiert. überdies soll das
Gelände zwischen der A.-strasse und der Goldach entlang der Grundstücke Nrn. 020,
001, 0026 und 0027 gesichert werden (vgl. Situationspläne, Normal- und Querprofile,
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http://www.geoportal.ch
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Rodungsplan und Technischer Bericht, S. 3 f., alle je vom 7. Juni 2012, sowie
Rodungsgesuch vom 8. Juni 2012, act. 14/6/1/1, 5-7, 10, 11.1 und 12-16,
www.geoportal.ch). Der Teilstrassenplan "Gehweg A.-strasse" sieht vor, den
Gemeindestrassenplan ohne Umklassierung an die vorgesehene Verbreiterung der A.-
strasse, insbesondere an die neuen Gehwege und das neue Trottoir resp. an die
Änderung der Linienführung, anzupassen (act. 14/6/1/9).
C. Während der öffentlichen Auflage des Teilstrassenplans "Gehweg A.-strasse"
und der Abschnitte Mitte und Ost des Strassenbauprojektes "A.-strasse" vom 13. Juni
bis 13. Juli 2012 liess die X. AG durch ihren Rechtsvertreter Einsprache erheben
(act. 14/6/3 und 4). Mit Verfügung vom 8. Januar 2013 hiess der Gemeinderat Q. diese
Einsprache insofern teilweise gut, als er auf die gemäss Strassenprojekt "A.-strasse"
vorgesehene Erstellung eines Gehwegs auf der Nordseite der A.-strasse ab der Grenze
der Grundstücke Nrn. 001 und 0026 Richtung Westen und auf die entsprechenden
Festsetzungen im Teilstrassenplan "Gehweg A.-strasse" verzichtete (Ziff. 1). Im Übrigen
wies er die Einsprache ab (Ziff. 4, act. 14/6/8).
D.
Dagegen rekurrierte die X. AG durch ihren Rechtsvertreter am 25. Januar 2013 beim
Baudepartement (act. 14/1). Mit Rekursergänzung vom 26. Februar 2013 beantragte
sie, Ziff. 4 des Einspracheentscheides des Gemeinderates Q. sei unter Kosten- und
Entschädigungsfolge aufzuheben und das Strassenprojekt an die Vorinstanz zur neuen
Entscheidung zurückzuweisen. Die Vorinstanz sei anzuweisen, das Projekt insoweit
anzupassen, als auch im östlichen Teil des Projektes innerhalb des überbauten
Gebietes der Neubau eines Trottoirs vorzusehen sei (act. 14/4). Am 8. Juli 2013 führte
das Baudepartement einen Augenschein durch (act. 14/8). Am 13. August 2013 reichte
das Strasseninspektorat einen Amtsbericht ein (act. 14/13). Mit Entscheid vom
18. November 2013 (expediert am 21. November 2013) wies das Baudepartement den
Rekurs ab (act. 2).
E. Gegen diesen Entscheid liess die X. AG (Beschwerdeführerin) am 5.
Dezember 2013 durch ihren Rechtsvertreter Beschwerde beim Verwaltungsgericht
erheben (act. 1). Am 17. Januar 2014 ergänzte die Beschwerdeführerin ihre
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Beschwerde mit einer Begründung und dem Rechtsbegehren, der Rekursentscheid
und Ziff. 4 des Einspracheentscheides des Gemeinderates Q. vom 8. Januar 2013
seien unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und das Strassenbauprojekt
zur neuen Entscheidung an die Politische Gemeinde Q. (Beschwerdegegnerin)
zurückzuweisen. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, das Projekt insoweit
anzupassen, als im noch strittigen Bereich zwischen der Verzweigung D.-weg bis und
mit Grundstück Nr. 0010 die Fahrbahnbreite auf 4.20 m und die Gehwegbreite auf 1.0
m zu bemessen seien (act. 8). Mit Vernehmlassung vom 25. Februar 2014 schloss das
Baudepartement (Vorinstanz) auf Abweisung der Beschwerde (act. 13). Die
Beschwerdegegnerin liess sich am 11. März 2014 vernehmen und beantragte, die
Beschwerde sei abzuweisen (act. 16). Überdies reichte sie die Ergebnisse einer vom
27. Februar bis 5. März 2014 an der A.-strasse durchgeführten Verkehrszählung ein
(act. 17). Am 11. April 2014 reichte die Beschwerdeführerin eine Replik ein und
bestätigte ihre Anträge und Ausführungen (act. 21). Eine Genehmigung des
Teilstrassenplans "Gehweg A.-strasse" durch das Baudepartement und eine
Rodungsbewilligung des Kantonsforstamtes liegen nicht vor.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die

## Considerations

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Als Adressatin des
Rekursentscheides ist die Beschwerdeführerin zur Ergreifung des Rechtsmittels
berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom
5. Dezember 2013 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung
vom 17. Januar 2014 (act. 8) die formellen und inhaltlichen Voraussetzungen (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist
somit grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf den Antrag der
Beschwerdeführerin, Ziff. 4 des Einspracheentscheides des Gemeinderates Q. vom 8.
Januar 2013 sei aufzuheben. Dieser Dispositivpunkt des Einspracheentscheides ist
durch den angefochtenen Entscheid ersetzt worden bzw. gilt inhaltlich als
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mitangefochten (sogenannter Devolutiveffekt, vgl. BGer 2C_17/2012 vom 24. Januar
2012, E. 2.1).
Anfechtungsgegenstand bildet vorliegend der Rekursentscheid der Vorinstanz vom
18. November 2013. Bezüglich des Verfahrensgegenstands verwies die
Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerdeergänzung vom 17. Januar 2014 (act. 8, S. 4)
auf Erwägung 3.1 des Rekursentscheides (act. 2, S. 6). Danach waren im
Rekursverfahren einzig die Aufteilung der A.-strasse in einen Fahr- und einen
Fussgängerbereich im östlichen Abschnitt ab der Verzweigung D.-weg bis und mit
Grundstück Nr. 0010 sowie die entsprechenden Festsetzungen im Teilstrassenplan
"Gehweg A.-strasse" angefochten. Soweit die Beschwerdeführerin damit insinuieren
will, dass die Vorinstanz für den Abschnitt Mitte sinngemäss gestützt auf Art. 51
Abs. 1 VRP die Rechtskraft erklärt hat, ist Folgendes festzuhalten: Wie aus den
Situationsplänen je vom 7. Juni 2012 hervorgeht, beschlägt der Fahr- und
Fussgängerbereich sowohl den Abschnitt Ost als auch den Abschnitt Mitte des
Strassenprojekts (vgl. act. 14/6/1/5 und 13). Mit anderen Worten können die beiden
öffentlich aufgelegten Abschnitte Ost und Mitte des Strassenprojekts "A.-strasse" nicht
aufgeteilt werden. Folglich ist das Strassenprojekt gesamthaft zu beurteilen. Bei dieser
Sachlage ist eine Teilrechtskraft des Strassenprojekts und des Teilstrassenplans
ausgeschlossen (vgl. ABl 2006, S. 837). Verfahrensgegenstand bildet somit der
Teilstrassenplan "Gehweg A.-strasse" und die öffentlich aufgelegten Abschnitte Mitte
und Ost des Strassenprojektes "A.-strasse" (vgl. GVP 2002 Nr. 23).
Nach Art. 61 Abs. 3 VRP sind neue Begehren unzulässig. Nicht beschränkt ist die
Möglichkeit, das Rechtsbegehren zu reduzieren oder die Rechtsbegehren dem
Entscheid der Vorinstanz anzupassen (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, N 647). Die Beschwerdeführerin reichte im
Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht ein im Vergleich zum Rekursverfahren
verändertes Rechtsbegehren ein. Wurde im Rekursverfahren die Erstellung eines
Trottoirs im östlichen Teil des Projekts beantragt (act. 14/4), so wird im
Beschwerdeverfahren im genannten Bereich eine Fahrbahnbreite von 4.20 m sowie die
Bemessung des Fussgängerbereichs auf 1.0 m verlangt (act. 8). Angesichts dessen,
dass die Beschwerdeführerin im Vergleich zum vorinstanzlichen Verfahren nicht mehr
auf den Neubau eines Trottoirs, sondern lediglich auf einer Reduktion des
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Fussgängerbereichs von 1.5 m auf 1.0 m bei einer Fahrbahnbreite von 4.20 m besteht,
ist dieses Rechtsbegehren zulässig.
2.
Soweit die Beschwerdeführerin und die Vorinstanz einen Augenschein und das
Einholen einer Amtsauskunft der Beschwerdegegnerin sowie von Gutachten zu den
Baumöglichkeiten gemäss geltender Zonenordnung verlangen (act. 8, S. 7, 9 und 12,
act. 13, act. 21, S. 6), ist festzuhalten, dass sich die vorliegend entscheidenden
tatsächlichen Verhältnisse aus den Projektunterlagen (act. 14/6/1), dem Amtsbericht
des Strasseninspektorates (act. 14/13), der Aktennotiz zum Rekursaugenschein vom 8.
Juli 2013 (act. 14/8), den übrigen Verfahrensakten sowie dem öffentlich zugänglichen
Geoportal (www.geoportal.ch) ergeben. Auf die Durchführung eines Augenscheins und
auf das Einholen einer Amtsauskunft sowie von Gutachten zu den Baumöglichkeiten
gemäss geltender Zonenordnung durch das Gericht kann daher verzichtet werden,
zumal die Sache ohnehin an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen ist (vgl.
Erwägung 3 und 4.3.2 hiernach).
3.
Von Amtes wegen zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die Koordinationspflicht
beachtet hat.
3.1.
Art. 25a des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, SR 700,
RPG) und auf kantonaler Ebene das Gesetz über die Verfahrenskoordination in
Bausachen (sGS 731.2, VKoG) schreiben die materielle und formelle Koordination vor.
Die Koordinationsgrundsätze finden auf Sondernutzungspläne und damit auch auf
Strassenpläne und –projekte nach dem Strassengesetz sachgemäss Anwendung (Art.
25a Abs. 4 RPG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 2 lit. a VKoG). Die Koordination bezweckt
die inhaltliche und zeitliche Abstimmung von Verfügungen und die zügige Abwicklung
der Verfahren (Art. 2 VKoG, vgl. VerwGE B 2013/232; 2013/267 vom 16. April 2014 E.
2.2 f. mit Hinweisen und VerwGE B 2008/33 vom 14. Oktober 2008 E. 4.1 ff.,
www.gerichte.sg.ch). Die Aufsplittung einer Bewilligung in mehrere Zwischen- oder
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Teilverfügungen kann unter Umständen gegen das Gebot der materiellen Koordination
und der umfassenden Interessenabwägung verstossen, wenn sich einzelne Aspekte
oder Anlageteile nicht sinnvoll isoliert beurteilen lassen, sondern eine Gesamtschau
verlangen (vgl. BGer 1C_150/2009 vom 8. September 2009 E. 2.2). Die politische
Gemeinde entscheidet im eigenen Zuständigkeitsbereich und eröffnet Verfügungen,
Stellungnahmen und Gebührenforderungen gemeinsam und gleichzeitig als
Gesamtentscheid (Art. 4 lit. f VKoG). Das Rodungsverfahren richtet sich nach dem
VKoG (Art. 12 der Verordnung zum Einführungsgesetz zur eidgenössischen
Waldgesetzgebung, sGS 651.11, Vo EG WaG).
3.2.
Im konkreten Fall rügt die Beschwerdeführerin in erster Linie, der vorgesehene Ausbau
der A.-strasse gewährleiste keine hinreichende strassenmässige Erschliessung des
Gewerbeareals auf Parzelle Nr. 002. Massgebend für die Beurteilung dieser Rüge ist
auch die konkrete Ausgestaltung des bereits projektierten Abschnitts West des
Strassenbauprojektes "A.-strasse" (vgl. Technischer Bericht vom 7. Juni 2012, act.
14/6/1/1, und übersichtsplan vom 10. Januar 2013, act. 14/6/1/4). Die Aufsplittung des
Strassenbauprojekts in die Abschnitte Mitte und Ost einerseits und in den Abschnitt
West andererseits lässt eine umfassende Beurteilung der hinreichenden
strassenmässigen Erschliessung der Parzelle Nr. 002 nicht zu. Vor diesem Hintergrund
verletzt der von der Beschwerdegegnerin am 29. Mai 2012 (act. 14/6/2) beschlossene
Verzicht auf die gemeinsame öffentliche Auflage des Abschnitts West und der
Abschnitte Mitte und Ost des Strassenbauprojekts "A.-strasse" den Grundsatz der
materiellen Koordination. Im Übrigen wäre eine gleichzeitige öffentliche Auflage aller
Abschnitte allfälligen, einvernehmlichen Projektänderungen bezüglich des Abschnitts
West nicht entgegengestanden. Darüber hinaus liegt eine Rodungsbewilligung des
Kantonsforstamtes, um welche die Beschwerdegegnerin am 8. Juni 2012 (act.
14/6/1/10, 11 und 11.1) für die Realisierung des Strassenbauprojektes "A.-strasse"
ersuchte, nicht bei den Akten (vgl. Art. 4 ff. des Bundesgesetzes über den Wald,
Waldgesetz, SR 921.0, WaG, und Art. 7 der Verordnung über den Wald,
Waldverordnung, SR 921.01, WaV, Art. 2 Vo EG WaG). Daraus ergibt sich, dass die
Beschwerdegegnerin ihren Einspracheentscheid nicht zusammen mit der
Rodungsbewilligung als Gesamtentscheid eröffnet hat. Auch in dieser Hinsicht ist der
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Koordinationsgrundsatz verletzt. Aus diesen Gründen ist die Beschwerde teilweise
gutzuheissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache an die
Beschwerdegegnerin zur korrekten Verfahrensabwicklung zurückzuweisen. Dabei wird
die Beschwerdegegnerin auch dem Umstand Rechnung tragen müssen, dass die A.-
strasse auf dem Abschnitt Mitte lediglich einen Mindestabstand von ca. 14 m zur
Goldach aufweist (vgl. hierzu Art. 36a des Bundesgesetzes über den Schutz der
Gewässer, Gewässerschutzgesetz, SR 814.20, GSchG, und Art. 41a und 41c sowie die
Übergangsbestimmungen der Gewässerschutzverordnung, SR 814.201, GSchV, sowie
VerwGE B 2013/153 vom 24. März 2015 E. 5.1. ff., www.gerichte.sg.ch). Im
Technischen Bericht vom 7. Juni 2012 (act. 14/6/1/1) in planungs- und
umweltrechtlicher Hinsicht nicht weiter thematisiert wurde überdies die Problematik,
dass die Erschliessung der Industriezone bzw. der Gewerbe-Industrie-Zone auf den
Parzellen Nrn. 002 resp. 0004 durch ein Wohngebiet (Wohnzone W2) führt und in
Zukunft gemäss Angaben der Beschwerdeführerin mit regem Schwerverkehr zur
Parzelle Nr. 002 zu rechnen ist.
4.
Aus verfahrensökonomischen Gründen ist auf weitere Einwände der
Beschwerdeführerin einzugehen. Vorbehalten bleibt dabei, dass der Abschnitt West
des Strassenbauprojektes "A.-strasse" den öffentlich-rechtlichen Vorschriften
entspricht.
4.1.
Die Beschwerdeführerin macht zunächst geltend, die Vorinstanz habe sich im
angefochtenen Rekursentscheid mit ihren Rügen bezüglich der Einhaltung der
massgebenden Normen der Vereinigung Schweizerischer Strassenfachleute (VSS)
nicht auseinandergesetzt. Dadurch sei sie ihrer Begründungspflicht nicht
nachgekommen, weshalb sie den Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches
Gehör verletzt habe.
Die in Art. 58 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP verankerte Pflicht,
Rekursentscheide zu begründen, ist Ausfluss des verfassungsmässigen Anspruchs auf
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rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (SR 101, BV). Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
verlangt das rechtliche Gehör nicht, dass sich die Behörde mit allen
Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen
ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen
Punkte beschränken (BGE 140 II 262 E. 6.2 mit Hinweisen). Die Vorinstanz stellte sich
in Erwägung 5.6 ff. des angefochtenen Entscheides auf den Standpunkt, dass die
Beschwerdeführerin selbst eine Strassenbreite (recte: Fahrbahnbreite) von 5 m als
genügend erachtet habe und die A.-strasse nach dem Ausbau unter Einbezug des
Fussgängerbereichs, welcher von Fahrzeugen benutzt werden könne, eine solche
Breite aufweisen werde (vgl. E. 5.6 ff. des angefochtenen Rekursentscheides, act. 2, S.
10 ff., sowie Vernehmlassung der Vorinstanz vom 25. Februar 2014, act. 13). Gestützt
darauf ging sie offenbar davon aus, dass die Qualifikation der A.-strasse gemäss der
VSS-Norm 640 045 vom April 1992 nicht entscheidrelevant sei. Sie war deshalb nicht
verpflichtet, die Argumentation der Beschwerdeführerin hinsichtlich VSS-Normen
ausdrücklich zu widerlegen. Die Vorinstanz hat ihre Begründungspflicht somit nicht
verletzt.
4.2.
Art. 61 Abs. 3 VRP regelt das sogenannte Novenverbot. Ausdruck des Novenverbots
ist, dass das Verwaltungsgericht Tatsachen, die nach Abschluss des Rekursverfahrens
eingetreten sind (echte Noven), grundsätzlich nicht mehr berücksichtigt. Da seine
Kognition auf die Rechtskontrolle beschränkt ist, ist das Verwaltungsgericht an das
bestimmte, sich aus den Rechtsbegehren ergebende tatsächliche Fundament
gebunden. Dies führt dazu, dass im Beschwerdeverfahren bei einer unrichtigen oder
unvollständigen Sachverhaltsfeststellung durch die Vorinstanz grundsätzlich eine
Rückweisung der Angelegenheit erfolgt. Anders liegt der Fall, wenn vorab in
Baustreitigkeiten der Gesuchsteller im Verlauf des Rekurs- oder Beschwerdeverfahrens
gewisse Zugeständnisse macht bzw. das Bauprojekt abändert. Auch wenn darin eine
Änderung des Klagefundaments liegt, rechtfertigt sich deren Berücksichtigung, wenn
es sich dabei um eine geringfügige Änderung handelt, die keine neuen Prüfungen in
bautechnischer oder baurechtlicher Hinsicht erfordert. Alsdann ergibt sich eine
Einschränkung des Novenverbots aus Art. 6 Ziff. 1 der Konvention zum Schutze der
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Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK). Soweit die Vorinstanz des
Verwaltungsgerichts keine richterliche Behörde ist, hat das Verwaltungsgericht auch
echte Noven zu berücksichtigen (vgl. VerwGE B 2013/8; B 2013/137 vom 22. Mai 2013
E. 1.5.3 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Die jederzeitige Berücksichtigung von
Parteivorbringen zum Sachverhalt ergibt sich auch aus dem vom Bundesgericht aus
der Rechtsweggarantie (Art. 29a BV und Art. 110 des Bundesgesetzes über das
Bundesgericht, Bundesgerichtsgesetz, SR 173.110, BGG) abgeleiteten Erfordernis,
dass auf die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt des Entscheides abzustellen ist.
Nur so ist das Recht auf eine Sachverhaltskontrolle durch eine kantonale
Gerichtsinstanz gewährleistet (vgl. M. Donatsch, in: A. Griffel [Hrgs.]: Kommentar zum
Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, Zürich 2014, § 52 N 29 mit
Hinweis auf BGE 135 II 369 E. 3.3, sowie A. Dolge in: Bundesgerichtsgesetz, Zürich/St.
Gallen 2013, Art. 110 N 6). Die von der Beschwerdegegnerin erst im
Beschwerdeverfahren eingereichte Verkehrszählung (act. 17), welche vom 27. Februar
bis 5. März 2014 und damit nach Abschluss des Rekursverfahrens erhoben wurde
(echtes Novum), kann demnach im vorliegenden Verfahren berücksichtigt werden.
Daran ändert das Argument der Beschwerdeführerin in ihrer Replik vom 11. April 2011
(act. 21, S. 5) nichts, die Beschwerdegegnerin habe mit dieser Verkehrszählung die
funktionelle Zuständigkeit (Devolutiveffekt) des Verwaltungsgerichts übergangen. Der
Verwaltung ist es zwar grundsätzlich verwehrt, nach Einreichung eines Rechtsmittels
weitere oder zusätzliche Abklärungen zu treffen, jedoch nur soweit sie den
Streitgegenstand betreffen und auf eine allfällige Änderung der angefochtenen
Verfügung durch Erlass einer neuen abzielen (BGE 127 V 228 E. 2b aa). Letztgenannter
Punkt ist vorliegend nicht erfüllt.
4.3.
Die Beschwerdeführerin moniert weiter, die Vorinstanz habe es unterlassen, das
aktuelle und das sich aufgrund der Erschliessungs- und der weiteren Funktionen der
A.-strasse und der möglichen zonenkonformen Überbauung des erschlossenen
Gebietes ergebende Verkehrsaufkommen zu ermitteln. Die Verkehrszählung aus dem
Jahr 2005 sei eine absolut untaugliche Entscheidungsgrundlage für die korrekte
Dimensionierung der A.-strasse, zumal die Neuausrichtung der Nutzung der Parzelle
Nr. 002 im Jahr 2005 erst ganz am Anfang gestanden habe. Am 30. August 2006
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hätten auf Parzelle Nr. 002 total rund 60 Parkplätze existiert. Auf dem Grundstück Nr.
001 seien 26 Parkplätze ausgeschieden gewesen. Heute verfüge das Gewerbeareal
über 240 Parkplätze, welche alle vermietet seien. Die Zahl der Parkplätze habe sich seit
dem Jahr 2005 vervierfacht. Dazu komme der sich stetig stark entwickelnde Liefer- und
Lastwagenverkehr der eingemieteten Betriebe. Ihren Antrag auf Durchführung einer
aktuellen Verkehrszählung habe die Vorinstanz ohne jede Begründung abgelehnt.
4.3.1.
Nach Art. 12 VRP gilt der Untersuchungsgrundsatz. Verwaltungsbehörden haben den
rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen zu ermitteln und die Beweise zu
erheben. Dieses Prinzip gilt auch im Verwaltungsjustizverfahren, wobei die
Untersuchungspflicht durch den Verfahrensgegenstand beschränkt wird. Dazu
kommen verschiedene Mitwirkungspflichten der Beteiligten (vgl. VerwGE B 2011/106
vom 20. März 2012 E. 5.3, www.gerichte.sg.ch). Sind die durch den
Untersuchungsgrundsatz gebotenen Beweise erhoben worden, erfolgt die
Beweiswürdigung. Ziel dieser Würdigung ist die Feststellung des im Streitfall relevanten
Sachverhalts. Eine besondere Form der Beweiswürdigung stellt die antizipierte
Beweiswürdigung dar. Sie nimmt das Ergebnis weiterer Beweiserhebungen vorweg,
indem festgestellt wird, dass aufgrund des bereits vorliegenden Beweisergebnisses
auszuschliessen sei, dass weitere Beweiserhebungen daran etwas ändern könnten.
Eine antizipierte Beweiswürdigung ist zulässig, wenn aufgrund der bereits
abgenommenen Beweise der rechtlich erhebliche Sachverhalt für genügend geklärt
erachtet wird und ohne Willkür vorweg die Annahme getroffen werden kann, die
rechtliche Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert (vgl.
VerwGE B 2007/174 vom 12. Februar 2008 E. 5.4 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
4.3.2.
Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid (vgl. Erwägung 5.3, act. 2, S. 9),
anlässlich der im Juli 2005 durchgeführten Verkehrsmessungen (act. 14/6/9) seien
innerhalb von drei Werktagen und zwei Wochenendtagen in Richtung Gewerbeareal
insgesamt 1295 Fahrzeuge sowie innerhalb von zwei Werktagen in Richtung
Dorfzentrum 566 Fahrzeuge erfasst worden. Wie die Beschwerdegegnerin richtig
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ausgeführt habe, könne selbst bei einer Verdoppelung der im Jahr 2005 ermittelten
Verkehrsfrequenzen immer noch von einer schwach befahrenen Strasse ohne
motorisierten Durchgangsverkehr ausgegangen werden. Gestützt darauf verzichtete die
Vorinstanz auf weitere Beweiserhebungen. Die Aussagekraft der Verkehrsmessungen,
auf welche sich die Vorinstanz resp. die Beschwerdegegnerin abstützte, ist jedoch
gering, da diese nur während zwei resp. fünf Tagen durchgeführt wurden. Für
aussagekräftige Daten müssten nach Auskunft des kantonalen Tiefbauamtes vom 12.
Juni 2015 nach der Praxis im Kanton St. Gallen für den durchschnittlichen täglichen
Verkehr (DTV) während mindestens zwei Wochen Messungen durchgeführt werden.
Zudem fehlen Angaben darüber, ob die im Juli ermittelten Werte im jährlichen
Durchschnitt, etwa im Vergleich zu den Wintermonaten, eher zu tief oder zu hoch sind.
Auch im Amtsbericht des Strasseninspektorates vom 13. August 2013 (act. 14/13) sind
keine entsprechenden Angaben vorhanden. An denselben Mängeln leidet auch die
Verkehrszählung aus dem Jahr 2014, welche nur während sieben Tagen erhoben
wurde (act. 17). Gestützt auf die Resultate der Verkehrsmessungen vom Juli 2005 und
die Verkehrszählung aus dem Jahr 2014 lässt sich somit das relevante
Verkehrsaufkommen auf der A.-strasse nicht ermitteln. Die Vorinstanz resp. die
Beschwerdegegnerin hat den Sachverhalt diesbezüglich nicht ausreichend abgeklärt,
was die Beschwerdeführerin zu Recht gerügt hat. Folglich erweist sich auch die von
der Beschwerdegegnerin vorgenommene antizipierte Beweiswürdigung hinsichtlich der
Verdoppelung der im Jahr 2005 ermittelten Verkehrsfrequenzen, auf welche sich die
Vorinstanz stützte, als unzulässig. Abgesehen davon, sind die im Jahr 2005 erhobenen
Daten offensichtlich veraltet. Wie die Beschwerdeführerin glaubhaft darlegt, stand die
Neuausrichtung der Nutzung der Parzelle Nr. 002 im Jahr 2005 erst ganz am Anfang.
Im Übrigen vermag die Vorinstanz mit dem Argument, beide Parteien seien
übereinstimmend von einer genügenden Strassenbreite (recte: Fahrbahnbreite) von 5 m
ausgegangen, nichts zu ihren Gunsten abzuleiten (vgl. Vernehmlassung vom
25. Februar 2014, S. 2, act. 13), zumal das – ausreichend ermittelte –
Verkehrsaufkommen, selbst wenn eine Fahrbahnbreite von 5 m genügen würde, auch
für die Beurteilung der Aufteilung der Strasse in einen Fahr- und Fussgängerbereich
von Bedeutung ist. Beispielsweise verlangt die VSS-Norm 640 045, dass
Quartiererschliessungsstrassen mindestens einseitig einen Gehweg aufweisen müssen,
währenddem bei Zufahrtstrassen evtl. ein als Längsstreifen oder als
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Mischverkehrsfläche ausgestalteter Gehweg genügt. Nach dem Gesagten müsste der
angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zur Sachverhaltsergänzung an die
Beschwerdegegnerin zurückgewiesen werden.
4.4.
Die Beschwerdeführerin vertritt weiter die Ansicht, das bis zu einer späteren
Überbauung als Parkplatz für das Gewerbeareal genutzte Grundstück Nr. 0004
umfasse eine Fläche von 3730 m in der Gewerbe-Industriezone. Die Parzelle Nr. 000
weise eine Fläche von 4500 m in der Wohnzone für Ein- und Zweifamilienhäuser auf.
Auf Parzelle Nr. 002 stehe in der Industriezone eine überbaubare Restfläche von rund
20'000 m zur Verfügung. Die Zahl der Arbeitsplätze auf Parzelle Nr. 002 werde bis
Ende 2015 von 260 auf 340 ansteigen. Die gesamte Kapazität auf den Grundstücken
Nrn. 002 und 0004, welche in wenigen Jahren ausgeschöpft sein werde, umfasse 450
Arbeitsplätze. Aufgrund des von Mietern bzw. Mietinteressenten dokumentierten
Interesses sei davon auszugehen, dass der Ausbau des Gewerbeareals in den
nächsten Jahren ungefähr mit der gleichen Geschwindigkeit wie in den letzten Jahren
vorangehen werde. Unter Berücksichtigung der Baumöglichkeiten gemäss geltender
Zonenordnung im gesamten durch die A.-strasse erschlossenen Gebiet, namentlich
derjenigen im Industriegebiet auf Parzelle Nr. 002, sei von einer
Quartiererschliessungstrasse und damit vom Begegnungsfall Lastwagen/
Personenwagen auszugehen. Gemäss der VSS-Norm 640 201 resultiere daraus eine
Mindestfahrbahnbreite von 5.0 m. Gründe, welche ein Abweichen von den VSS-
Normen erlauben würden, seien nicht ersichtlich. Der Begegnungsfall Lastwagen/
Personenwagen sei ab der Verzweigung D.-weg bis und mit Grundstück Nr. 0010 nur
unter der Voraussetzung möglich, dass ein Fahrzeug zwischen den Pollern stillstehe,
da im strittigen, rund 240 m langen Bereich die 4.20 m breite Fahrbahn, welche den
Motorfahrzeugen bisher uneingeschränkt zur Verfügung gestanden habe, auf eine
Breite von 3.50 m verschmälert werde. Dies sei für die Erschliessung der Industriezone
auf Parzelle Nr. 002 offensichtlich ungenügend. Diese habe den geometrischen
Anforderungen der schweren Lastfahrzeuge Rechnung zu tragen. Der
Fussgängerbereich von 1.50 m stehe den Motorfahrzeugen nur ausnahmsweise zur
Verfügung und sei gemäss Angaben der Kantonspolizei faktisch ein Trottoir. Er dürfe
nur befahren werden, wenn dies notwendig sei (bspw. für Kreuzungsmanöver). Eine
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zusätzliche Einschränkung entstehe wegen den vier Pollern. Die Strasse sei mit einer
Breite von mindestens 5.20 m zu erstellen. Auch müssten zumindest die "inneren"
Poller entfallen. Dies umso mehr, als die A.-strasse im strittigen Bereich in einer
unübersichtlichen Kurve verlaufe. Ferner sei der Fussgängerbereich mit einer Breite von
1 m zu projektieren, was gemäss der massgeblichen VSS-Norm 640 201 genüge,
zumal der geplante Fussgängerbereich praktisch ausschliesslich den Anwohnern diene
und nur mit einem sehr geringen Fussgängerverkehr zu rechnen sei. Die A.-strasse
diene nicht als Fussgängerverbindung zum Naherholungsgebiet und zu den
Wanderwegen entlang der Goldach. Diese Funktion werde vom bestehenden Gehweg
"Wasserweg Goldach" erfüllt, welcher über den Dammweg unter der Bahnbrücke der
Goldach und der E. entlang führe. Diese Verbindung sei auch im kommunalen
Richtplan vorgesehen.
4.4.1.
Neben den Grundsätzen gemäss Art. 1 und 3 RPG sowie Art. 33 StrG, insbesondere
dem Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer (lit. c), ist beim Strassenbau
zwingend zu beachten, dass Bauten und Anlagen nur auf erschlossenem Land errichtet
oder geändert werden dürfen (vgl. Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG und Art. 49 Abs. 1 BauG),
was eine hinreichende Zufahrt voraussetzt (vgl. Art. 19 Abs. 1 RPG, Art. 4 des
Wohnbau- und Eigentumsförderungsgesetzes, SR 843, WEG, und Art. 49 Abs. 2
lit. a BauG). Die Festlegung des Ausmasses der Erschliessungsanlagen und die
Umschreibung der genügenden Zugänglichkeit ist Sache des kantonalen Rechts (BGer
1C_382/2008 vom 5. Februar 2009 E. 3.2). Den kantonalen und kommunalen Behörden
steht dabei ein erhebliches Ermessen zu (VerwGE B 2012/216 vom 22. Mai 2013 E. 3.1
mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Eine Zufahrt ist dann als hinreichend zu
betrachten, wenn sie tatsächlich so beschaffen ist, dass sie bau- und
verkehrstechnisch der bestehenden und der geplanten Überbauung genügt, den zu
erwartenden Fahrzeugen und Fussgängern sicheren Weg bietet und von den
öffentlichen Diensten ungehindert benützt werden kann und, wenn sie über fremdes
Eigentum führt, rechtlich gesichert ist. In Betracht zu ziehen sind die örtlichen
Gegebenheiten sowie die Anlage und Zweckbestimmung der Gebäude, denen die
Zufahrt zu dienen hat. Stets ist das gesamte Gebiet, welches von einer Strasse
erschlossen wird, zu berücksichtigen. Im Hinblick auf den planerischen Zweck ist eine
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Zufahrt nur dann als genügend zu betrachten, wenn sie auf die Baumöglichkeiten der
geltenden Zonenordnung abgestimmt ist. Es wäre daher nicht zulässig, diejenigen
Bauherren, welche in einem grösseren Baugebiet zuerst bauen und für ihre Vorhaben
eine genügende Zufahrt haben, zum Bau zuzulassen, während von einem gewissen
Verkehrsaufkommen an die Zufahrt als ungenügend qualifiziert wird (vgl. B. Heer, St.
Gallisches Bau- und Planungsrecht, St. Gallen 2003, N 513 ff.). Soweit der
Ausbaustandard von Strassen zu beurteilen ist, können die VSS-Normen herangezogen
werden. Bei den VSS-Normen handelt es sich nicht um Rechtssätze, sondern um
Richtlinien, die ein anerkanntes Hilfsmittel bei der Frage bilden, ob eine Anlage den
Anforderungen der Verkehrssicherheit genügt. Ihre Anwendung im Einzelfall muss dem
Grundsatz der Verhältnismässigkeit standhalten, weshalb sie einem Entscheid nicht
ungeachtet der konkreten Verhältnisse zugrunde gelegt werden dürfen (vgl. VerwGE B
2005/10 vom 20. Juni 2005 E. 3a mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Insbesondere
lässt das Erfordernis Land sparender und wirtschaftlicher Lösungen, die
Verkehrssicherheit oder Umweltanliegen ein Abweichen von den Normen zu (vgl. V.
Sommerhalder Forestier in: Kommentar zum Baugesetz des Kantons Aargau, Bern
2013, § 92 N 19).
4.4.2.
Nach der VSS-Norm 640 045 "Projektierung, Grundlagen; Strassentyp
Erschliessungsstrassen" ist der Typ Quartiererschliessungsstrasse zur Erschliessung
von Siedlungseinheiten in der Grösse bis zu 300 Wohneinheiten oder bei
Verkehrsaufkommen gleichwertiger Quellen anzuwenden.
Quartiererschliessungsstrassen müssen zwei Fahrstreifen und mindestens einseitig
einen Gehweg aufweisen, in der Regel durchgehend befahrbar sein und auf eine
Belastbarkeit von 150 Fahrzeugen pro Stunde ausgelegt sein. Es ist auf den
Grundbegegnungsfall Lastwagen/Personenwagen abzustellen. Der Typ Zufahrtsstrasse
ist zur Erschliessung von Siedlungsgebieten in der Grösse bis zu 150 Wohneinheiten
oder bei Verkehrsaufkommen gleichwertiger Quellen anzuwenden. Zufahrtsstrassen
müssen einen oder zwei Fahrstreifen und einseitig, evtl. als Längsstreifen oder als
Mischverkehrsfläche, Gehwege aufweisen, in der Regel nicht durchgehend befahrbar
sein und 100 Fahrzeuge pro Stunde (massgebender stündlicher Verkehr im
Querschnitt) aufnehmen können. Beim Typ Zufahrtsstrasse ist vom
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Grundbegegnungsfall Personenwagen/Personenwagen auszugehen. Gemäss der VSS-
Norm 640 201 vom Oktober 1992 ist bei stark reduzierter Geschwindigkeit (30 km/h),
d.h. ohne Gegenverkehrszuschlag und Zuschlag für Begegnungen mit leichten
Zweirädern, beim Grundbegegnungsfall Personenwagen/Personenwagen eine
Strassenbreite von mindestens 4.80 m und beim Grundbegegnungsfall Lastwagen/
Personenwagen eine solche von mindestens 5.70 m erforderlich (vgl. zum beidseitig
der Fahrzeuge zu berücksichtigenden Bewegungsspielraum und Sicherheitszuschlag,
Abb. 3 und 4 sowie Tab. 5 der VSS-Norm 640 201). Im Weiteren sind in Industrie- und
Gewerbegebieten die fahrzeugtechnischen Anforderungen der Lastwagen mit
Anhängern und der Sattelmotorfahrzeuge zu beachten. Nach der VSS-Norm 640 005b
"Verkehrserhebungen" vom 1. August 2010 entspricht der durchschnittliche tägliche
Verkehr (DTV) dem Jahresmittel. Er wird berechnet, indem das Jahrestotal der
Fahrzeuge an einem bestimmten Strassenquerschnitt durch 365 dividiert wird. Gemäss
der VSS-Norm 640 016a "Massgebender Verkehr" vom November 1998 wird der
massgebende stündliche Verkehr (MSV) aus dem DTV ermittelt. Die Verteilung der
Stundenbelastung über das ganze Jahr (inkl. Wochenendtagen) ergibt sogenannte
Dauerkurven (Stundenverteilungen nach Verkehrsstärke). Für durchschnittliche
schweizerische Verhältnisse sind die Dauerkurven in Abbildung 1 dargestellt. Hieraus
werden für jeden Ganglinientyp Richtwerte für den MSV in Prozent des DTV in Tabelle
1 angegeben, die auf dem Bereich 30. bis 100. Stunde der Dauerkurven beruhen.
Welcher Wert im Einzelfall für die Dimensionierung verwendet wird, liegt im Ermessen
des Anwenders.
4.4.3.
Die A.-strasse dient der Erschliessung von 12 Wohneinheiten in der Wohnzone W2
(Grundstücke Nrn. 008, 0009, 0010, 0011, 0012, 0013, 0014, 0015, 0016, 0017, 0018
und 0019) und der Industrie- und Gewerbeareale auf den Grundstücken Nrn. 002 und
0004. Im Übrigen sind die Parzellen Nrn. 000 (Wohnzone WE, eine Wohneinheit) und
028 (Wohn-Gewerbe-Zone WG4, eine Wohneinheit) teilweise über die A.-strasse,
hauptsächlich aber über den D.- resp. den E.-weg erschlossen (www.geoportal.ch).
Aufgrund der geringen Anzahl Wohneinheiten ist für die Qualifikation der Strasse
gemäss der VSS-Norm 640 045 in erster Linie auf das Verkehrsaufkommen
abzustellen. Wie unter Erwägung 4.3.2 hiervor ausgeführt, kann anhand der
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Verkehrsmessungen vom Juli 2005 und der Verkehrszählungen aus dem Jahr 2014
indessen nicht ermittelt werden, von welchem Verkehrsaufkommen auf der A.-strasse
auszugehen und welches Verkehrsaufkommen unter Berücksichtigung der
Baumöglichkeiten im fraglichen Gebiet zu erwarten ist. Falls die A.-strasse aufgrund
des – von der Beschwerdegegnerin genügend abgeklärten – Verkehrsaufkommens als
Zufahrtsstrasse zu qualifizieren wäre, hätte sie gemäss der VSS-Norm 640 201 eine
Strassenbreite von mindestens 4.80 m aufzuweisen. Dabei wäre auch den
geometrischen Anforderungen der schweren Lastfahrzeuge Rechnung zu tragen. Nach
den unbestrittenen Ausführungen des Chefs Verkehrstechnik in seinem E-Mail vom
10. Juli 2013 (Beilage zur Aktennotiz zum Augenschein vom 8. Juli 2013, act. 14/8) darf
der Fussgängerbereich aus strassenverkehrsrechtlicher Sicht bei Kreuzungsmanövern
zwischen zwei Motorfahrzeugen im Schritttempo befahren werden (vgl. hierzu auch die
Regelung für Längstreifen für Fussgänger gemäss Art. 77 Abs. 3 und Abb. 6.19,
Anhang 2 der Signalisationsverordnung, SR 741.21, SSV, in Art. 41 Abs. 3 der
Verkehrsregelnverordnung, SR 741.11, VRV). Entgegen der Meinung der
Beschwerdeführerin steht der Fussgängerbereich danach auch den Motorfahrzeugen,
wenn auch nur im Schritttempo, uneingeschränkt zur Verfügung. Im Gegensatz zum
bisherigen Zustand erhöht sich damit die Fahrbahnbreite im Falle eines
Kreuzungsmanövers auf 5.0 m (3.50 m Fahrbahnbreite plus 1.50 m
Fussgängerbereichsbreite). Daran vermögen auch die geplanten vier Poller in
Mindestabständen von 43 m im etwa 240 m langen, strittigen Abschnitt nichts zu
ändern. Kreuzungsmanöver zwischen Personenwagen sind trotz dieser Poller
problemlos möglich. Damit würde der vorgesehene Ausbau der A.-strasse auf eine
Breite von 5.0 m trotz der Aufteilung in einen Fahr- und einen Fussgängerbereich die
Anforderungen an eine Zufahrtsstrasse erfüllen. Wie die Beschwerdeführerin überdies
einräumt und aus dem Amtsbericht des Strasseninspektorats 13. August 2013
hervorgeht, wäre bei einer Fahrbahnbreite von 5.0 m, welche dem
Motorfahrzeugverkehr, wie hier, uneingeschränkt befahrbar zur Verfügung steht, selbst
ein Kreuzen zwischen einem Personenwagen und einem Lastwagen, der stillsteht,
möglich (act. 8, S. 11 und act. 14/13). Auch den geometrischen Anforderungen der
schweren Lastfahrzeuge wäre somit Rechnung getragen, selbst wenn der
Schwerverkehrsanteil, wie die Beschwerdeführerin in ihrer Replik vom 11. April 2014
(act. 21, S. 5 f.) vorbringt, höher wäre als 2.5 %. Im Weiteren wäre nicht erkennbar,
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inwiefern die Tatsache, dass die A.-strasse auf der strittigen Strecke in einer leichten
Kurve verläuft, die Verkehrssicherheit vermindern würde. Auch könnte bei dieser
Sachlage offen gelassen werden, ob Gründe vorliegen, welche ein Abweichen von den
VSS-Normen rechtfertigen würden. Falls die A.-strasse aufgrund des
Verkehrsaufkommens als Zufahrtstrasse qualifiziert werden könnte, wäre der geplante
Ausbau demnach mit Blick auf das der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin
zustehende erhebliche Ermessen unter dem Aspekt einer hinreichenden
strassenmässigen Erschliessung nicht zu beanstanden. Der angefochtene Entscheid
würde in dieser Hinsicht weder die massgeblichen öffentlich-rechtlichen Vorschriften
noch die einschlägigen VSS-Normen verletzen. Im Übrigen wäre die von der
Beschwerdeführerin geforderte Verschmälerung des Fussgängerbereichs auf 1.0 m mit
den Vorgaben der VSS-Norm 640 201, welche eine Mindestbreite für Fussgänger mit
Gepäck, Schirm oder Rollstuhl von 1.20 m vorsieht, nicht vereinbar. Mit dem
"Wasserweg Goldach" steht zwar ein alternativer Wander- und Fussweg in diesem
Gebiet offen. Es ist jedoch nicht auszuschliessen, dass die A.-strasse auch von
Passanten Richtung Vitaparcours oder Wanderwege begangen wird. Auf die Zahl der
Passanten kommt es nicht an, sondern lediglich auf die Tatsache, dass die Strasse von
diesen genutzt wird und deren Sicherheit gewährleistet werden muss (BGer
1C_405/2014 vom 2. Dezember 2014, E. 3.2). Somit gäbe es aus verkehrstechnischer
Sicht keine nachvollziehbaren Gründe, eine Reduktion der Fussgängerbereichsbreite
auf 1.0 m vorzunehmen.
5.
Die Beschwerdeführerin wirft der Beschwerdegegnerin des Weiteren vor, sie verhalte
sich widersprüchlich, wenn sie einerseits im Wald für die Errichtung der
Holzrechenanlage eine 40-Tonnen-Strasse plane und andererseits die A.-strasse nicht
mindestens auf den während der Erstellung des Holzrechens regelmässigen
Begegnungsfall Lastwagen/Personenwagen dimensioniere.
Der in Art. 9 BV verankerte Grundsatz von Treu und Glauben statuiert ein Verbot
widersprüchlichen Verhaltens der Behörden. Die rechtsuchende Person soll sich auf
die Widerspruchsfreiheit und Beständigkeit des staatlichen Handelns verlassen
können. Der Anspruch auf Behandlung nach Treu und Glauben nach Art. 9 BV setzt
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voraus, dass die rechtsuchende Person berechtigterweise auf eine behördliche
Zusicherung oder ein bestimmtes Verhalten vertrauen durfte (BGer 2C_112/2014 vom
15. September 2014 E. 6.2.2). Konkret ist nicht ersichtlich und wird von der
Beschwerdeführerin auch nicht weiter dargetan, inwiefern das Verhalten der
Beschwerdegegnerin ihr gegenüber vertrauensbildend gewesen sein sollte. Bereits aus
diesem Grund ist eine Verletzung von Treu und Glauben zu verneinen.
6. Aus den vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerde
teilweise gutzuheissen, der angefochtene Entscheid aufzuheben und die Sache an die
Beschwerdegegnerin zur korrekten Verfahrensabwicklung und zu neuem Entscheid
zurückzuweisen ist. Diesem Ausgang des Verfahrens entsprechend gehen die
amtlichen Kosten des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens je zur Hälfte zulasten der
Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin (Art. 95 Abs. 1 VRP). Im
Rekursverfahren hat die Vorinstanz die amtlichen Kosten auf Fr. 3500.-- festgesetzt.
Für das Beschwerdeverfahren ist eine Entscheidgebühr von Fr. 3500.-- angemessen
(Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der Kostenanteil der
Beschwerdeführerin für das Beschwerdeverfahren von Fr. 1750.-- wird mit dem von ihr
geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 3500.-- verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 1750.--
wird ihr zurückerstattet. Für das Rekursverfahren wird der Beschwerdeführerin ein
Kostenanteil von Fr. 1750.-- auferlegt. Der im Rekursverfahren von ihr geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 1000.-- wird angerechnet. Die Beschwerdeführerin hat für das
Rekursverfahren noch amtliche Kosten von Fr. 750.-- zu bezahlen. Auf die Erhebung
der Kostenanteile der Beschwerdegegnerin wird verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Nachdem die Beschwerdeführerin mit ihren Anträgen nicht mehrheitlich
durchgedrungen ist, hat sie weder im Beschwerde- noch im Rekursverfahren Anspruch
auf ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98 VRP).