# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9a855591-41e0-41cb-aa3c-99f1064f3bb4
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A.1. Am 24. April 2009 machten A.Y. und B.Y. beim Kreispräsidenten Maienfeld gegen X., Ofen / Cheminéebau in C., eine Forderungsklage in Höhe von Fr. 3'920.10 anhängig. Die auf den 19. Mai 2009 angesetzte Vermittlungsverhandlung wurde auf Ersuchen des Beklagten auf den 18. Juni 2009 verschoben.
2. An der Vermittlungsverhandlung vom 18. Juni 2009 um 16.00 Uhr in Maienfeld liess sich X. durch Rechtsanwalt Dr. iur. Z. aus St. Moritz vertreten. Bemühungen, die Streitsache gütlich beizulegen, blieben erfolglos.
3. Am 25. Juni 2009 stellte der Kreispräsident Maienfeld den Leitschein aus, in welchen folgende Rechtsbegehren aufgenommen wurden:
Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Der Beklagte sei zu verpflichten, den Klägern Fr. 3'920.10 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge - letztere zuzüglich  - zu Lasten des Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der .
Widerklage:
1. Die Kläger und Widerbeklagten seien zu verpflichten, dem  und Widerkläger CHF 10'880.50 zuzüglich jährlich 5%  seit 22.01.2009 zu zahlen.
2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge auch für die  zu Lasten der Widerbeklagten.
B.1. Mit Schreiben vom 30. September 2009 teilte der Rechtsvertreter von X. dem Kreispräsidenten Maienfeld mit, dass A.Y. und B.Y. die Leitscheinfrist unbenutzt hätten verstreichen lassen. Der Kreispräsident werde deshalb ersucht, über die vermittleramtlichen Kosten und über die Parteientschädigung zu entscheiden. Seitens von X. werde beantragt, die Kosten den Klägern aufzuerlegen. Alsdann sei X. gestützt auf die ins Recht gelegte Honorarnote eine ausseramtliche Entschädigung in Höhe von Fr. 3'253.35 zu Lasten von A.Y. und B.Y. zuzusprechen.
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Der geltend gemachte Betrag umfasst ein Honorar nach Zeitaufwand von Fr. 2'700.--, Fr. 81.-- (3%) für Porti, Telefon und Kopien, 7.6% Mehrwertsteuer, Fahrspesen von Fr. 76.-- sowie Fr. 185.-- als Streitwertzuschlag auf Fr. 14'800.--. Zur Begründung der Honorarforderung wurde ausgeführt, die Nichtprosequierung des Leitscheins sei als Rückzug der Klage zu würdigen. X. habe eine Widerklage erhoben, welche allein deshalb bedeutungslos  sei, weil die Hauptklage nicht beim Gericht eingereicht worden sei.  seien A.Y. und B.Y. auch für den aus der Widerklage entstandenen Aufwand entschädigungspflichtig. Dass die Widerklage die Hauptklage betragsmässig überstiegen habe, ändere daran nichts. Die Aufwendungen hielten sich im üblichen Mass. Die rechtlichen Abklärungen und die  des Sachverhalts seien zur Bezifferung des Rechtsbegehrens  nötig gewesen, da eine spätere Korrektur nur noch beschränkt möglich sei. Hoch sei der Aufwand für die Reise aus dem Engadin nach Maienfeld. Gemäss geltender Praxis sei dieser Aufwand jedoch voll zu vergüten. Im Gegenzug werde beim Interessenwertzuschlag nur das Minimum von einem Viertel des vollen Zuschlags geltend gemacht.
2. In ihrer Stellungnahme vom 20. Oktober 2009 führte der Rechtsvertreter von A.Y. und B.Y. aus, die Nichtprosequierung der Klage sei keineswegs generell als Rückzug zu qualifizieren. Seine Mandantschaft habe selbstverständlich das Forderungsbegehren nicht etwa zurückgezogen oder zu den Akten gelegt. Sie habe lediglich aus Gründen, die nicht näher dargelegt werden müssten, derzeit das rechtliche Interesse an einer Weiterverfolgung im anhängig gemachten Verfahren verloren. Entschädigungspflichtig seien nur jene Anwaltskosten, welche in unmittelbarem Zusammenhang mit der  stünden. Vorprozessuale Anwaltskosten seien nicht zu . Ebensowenig seien die Reisekosten des gegnerischen Rechtsvertreters von St. Moritz nach Maienfeld für eine blosse Vermittlungsverhandlung zu entschädigen. Noch viel weniger rechtfertige sich eine Entschädigung für die von der Gegenpartei eingebrachte, völlig überrissene Widerklage und die in diesem Zusammenhang von der Gegenpartei eingeleiteten . Anstelle einer förmlichen Widerklage hätte die Gegenpartei auch nur eine Verrechnungseinrede erheben können. Die Widerklage habe auch keinen Einfluss auf den Streitbetrag, weshalb kein Interessenwertzuschlag geschuldet sei. Anerkannt werde lediglich ein Aufwand von pauschal 3 Stunden für Instruktionen im Hinblick auf die Teilnahme an die Vermittlungsverhandlung, die Ausfertigung eines schriftlich formulierten Rechtsbegehrens und die Ein-
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gabe betreffend Kostenregelung. Unter Berücksichtigung des vom  angewendeten Stundentarifes von Fr. 240.00 sowie Zuschlägen von 3% für weitere Kosten und 7.6% für die Mehrwertsteuer rechtfertige sich demnach die Zusprechung einer ausseramtlichen Entschädigung von Fr. 798.--.
C. Mit als Kostendekret bezeichneter Verfügung vom 27. Oktober 2009, mitgeteilt am 29. Oktober 2009, erkannte der Kreispräsident Maienfeld:
1. Die Klägerschaft wird verpflichtet, die Beklagtschaft im Verfahren 2009/141 ausseramtlich mit einem Betrag von Fr. 1'486.65 inkl. MwSt zu entschädigen.
2. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens im Betrage von Fr. 250.00 wird beiden Parteien je Hälftig auferlegt. Sie werden , diesen Betrag innert 30 Tagen nach Rechtskraft an das Kreisamt Maienfeld zu bezahlen.

## Considerations