# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e1ddc9d6-1e74-4546-9005-e48ac4f86497
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A. wurde am 15. Dezember 1943 in Poltringen (Deutschland) geboren. Er ist mit D., geborene E., verheiratet und wohnt am H. 16 in G.. Gemäss Auskunft der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden vom 12. Mai 2009 verfügt A. über ein steuerbares Einkommen von Fr. 31’696.- und ein Reinvermögen von Fr. 370’076.-. Der Berufungskläger ist im Schweizerischen Zentralstrafregister mit vier Einträgen verzeichnet. Am 5. September 2001 verurteilte ihn der Bezirksgerichtsausschuss Landquart wegen übler Nachrede im Sinne von Art. 173 des schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0) zu einer Busse von Fr. 500.--. Mit Urteil des Kantonsgerichtsausschusses Graubünden vom 24. April 2002 wurde A. wegen Nötigung im Sinne von Art. 181 StGB mit einer Busse von Fr. 700.-- bestraft. Am 5. Dezember 2007 verurteilte ihn der Kantonsgerichtsausschuss Graubünden wegen übler Nachrede im Sinne von Art. 173 StGB zu einer Busse von Fr. 1'500.--. Schliesslich wurde A. vom Bezirksgerichtsausschuss Landquart mit Urteil vom 12. August 2009 der üblen Nachrede im Sinne von Art. 173 StGB schuldig gesprochen und mit einer unbedingten Geldstrafe von 50 Tagessätzen zu je Fr. 110.-- bestraft.
B. Mit Anklageverfügung vom 3. März 2010 versetzte die Staatsanwaltschaft Graubünden A. wegen übler Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB in Anklagezustand und überwies den Fall dem Bezirksgerichtsausschuss Landquart zur Beurteilung. In der Anklageschrift vom gleichen Tag wurde der Anklage folgender Sachverhalt zu Grunde gelegt:
„Am 9. März 2009 fand B. B., whft. F. in G., in seinem Briefkasten ein an die Einwohner der Gemeinde G. gerichtetes Rundschreiben mit dem Titel „Strafklagen gegen B.“. In dem Schreiben wird ihm „Amtsmissbrauch, Korruption, Rechtsverweigerung, Befangenheit, Nötigung, Begünstigung, Diebstahl, Sachbeschädigung, Erpressung, Drohungen, Ehrverletzungen, Amtsanmassung, organisiertes Verbrechen, kriminelle Organisation, rechtswidrige Vereinigung, Hausfriedensbruch etc. etc.“ in insgesamt 44 Fällen vorgeworfen.
Das Rundschreiben war vom Angeklagten A. erstellt und von ihm bzw. allenfalls von einer Drittperson in seinem Auftrag am 8./9. März 2009 in den Briefkasten von B. gelegt worden. Zudem war das Rundschreiben anlässlich einer politischen Veranstaltung in Jenaz vom 26. April 2009 vom Angeklagten bzw. allenfalls einer beauftragten Person unter zahlreiche Scheibenwischer geklemmt worden. Eine mehr oder weniger identische Zusammenstellung von Daten im Zusammenhang mit B. vorgeworfenen Straftaten ist auch auf der Homepage des Angeklagten mit der Adresse _ zu finden.
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B. stellte gegen A. mit Strafklage vom 5. Mai 2009 Strafantrag wegen strafbaren Handlungen gegen die Ehre (Art. 173 ff. StGB). In der Folge wurde bei der Staatsanwaltschaft Graubünden eine Strafuntersuchung wegen Amtsehrverletzung (Art. 169 StPO) eröffnet.“
C. In der Ergänzung der Anklageschrift stellte die Staatsanwaltschaft Graubünden den Antrag, A. im Sinne der Anklage schuldig zu sprechen und ihn mit einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 100.-- zu bestrafen.
D. Mit Urteil vom 2. Juni 2010/2. Juli 2010, mitgeteilt am 12. Juli 2010, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Landquart was folgt:
„1. A. ist schuldig der üblen Nachrede im Sinne von Art. 173 Ziff. 1 Abs. 1 StGB.
2. Dafür wird er als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Landquart vom 12. August 2008 (recte: 12. August 2009) wegen übler Nachrede mit einer (unbedingten) Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je Fr. 110.-- bestraft.
3. A. wird gerichtlich verpflichtet, an B. eine Genugtuungssumme von Fr. 500.-- zu bezahlen und ihn darüber hinaus ausseramtlich mit Fr. 800.-- zu entschädigen (Mehrwertsteuer darin enthalten).
4. Die Verfahrenskosten, bestehend aus:
- der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft Graubünden Fr. 1'160.00
- den Barauslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden Fr. 0.00
- der Gerichtsgebühr des Bezirksgerichtsausschusses Landquart Fr. 2'116.00
- den Barauslagen des Bezirksgerichtsausschusses Landquart Fr. 884.00
total somit Fr. 4'160.00
werden A. auferlegt.

## Considerations