# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 670f7d1a-3c3c-45bf-8bea-ff9fea21aa24
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ ist Eigentümer des Grundstücks Nr. C._, Grundbuch D._. Am 14. September 2007 beauftragte er die B._ AG mit dem Umbau des auf besagtem Grundstück gelegenen Bauernhofes zu Pferdestallungen. Letzterer ist Gegenstand der vorliegenden Streitigkeit.
B. Mit Gesuch vom 25. April 2008 stellte die B._ AG beim Kreisamt Oberengadin den Antrag um Vormerkung der vorläufigen Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts in Höhe von CHF 67'963.90 auf dem genannten Grundstück. Diesem Begehren entsprach der Kreispräsident Oberengadin mit superprovisorischer Verfügung vom 30. April 2008. Im Laufe des Verfahrens leistete A._ für das vorläufig eingetragene Bauhandwerkerpfandrecht eine Sicherheit von CHF 81'556.70 und hinterlegte diesen Betrag beim Kreisamt Oberengadin. Daraufhin verfügte der Kreispräsident Oberengadin am 6. Juni 2008 die Löschung der superprovisorischen Vormerkung des vorläufig eingetragenen Bauhandwerkerpfandrechts und setzte der B._ AG Frist zur Klageeinreichung bis zum 8. September 2008.
C. Mit Eingabe vom 3. September 2008 reichte die B._ AG beim Kreispräsidenten Oberengadin ein Vermittlungsgesuch ein. Nach erfolglosem Vermittlungsversuch stellte das Kreisamt Oberengadin der B._ AG am 27. März 2009 den Leitschein aus, welcher folgende Anträge enthielt:
1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 67'963.90 zuzüglich Zins zu 5 % seit 18. März 2008 zu bezahlen.
2. Es sei gerichtlich festzulegen, dass die vom Beklagten geleistete und beim Kreisamt Oberengadin hinterlegte Barsicherheit von CHF 81'556.70 die Forderung der Klägerin gegenüber dem Beklagten im Betrage von CHF 67'963.90 zuzüglich Zins zu 5 % seit 18. März 2008 sicherstellt und dementsprechend für die Forderung der Klägerin gegenüber dem Beklagten im Umfang von CHF 67'963.90 zuzüglich Zins zu 5 % seit 18. März 2008 haftet.
3. Das Kreisamt Oberengadin sei anzuweisen, die vom Beklagten hinterlegte Barsicherheit im Umfange von CHF 67'963.90 zuzüglich Zins zu 5 % seit 18. März 2008 an die Klägerin freizugeben.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge – letztere zuzüglich Mehrwertsteuer – zulasten des Beklagten.
D. Am 4. Mai 2009 legte die B._ AG dem Bezirksgericht Maloja ihre Prozesseingabe mit unveränderten Rechtsbegehren vor. A._ stellte in seiner Prozessantwort vom 17. Juni 2009 folgende Anträge:
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
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2. Es sei das Kreisamt Oberengadin anzuweisen, die am 13. Mai 2008 zuhanden des Kreisamtes Oberengadin geleistete Sicherheitsleistung von CHF 81'556.70 inkl. Zinsen von 5 % seit dem 13. Mai 2008 an den Beklagten herauszugeben.
3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungspflicht zulasten der Klägerin.
Es wird die Verrechnungseinrede erhoben.
E. Das Bezirksgericht nahm im November bzw. Dezember 2009 zwei Zeugeneinvernahmen vor (E._ [Bauleiter] und F._ [Präsident des Verwaltungsrates der B._ AG]).
F. Mit Verfügung vom 6. Januar 2010 ordnete das Bezirksgericht alsdann die Einholung einer Expertise an. Der Experte liess dem Bezirksgericht das Gutachten vom 13. März 2012 sowie ein Teilgutachten vom 26. April 2012 zukommen. Daraufhin beantragte A._ die Einholung eines Obergutachtens. Das Bezirksgericht hiess diesen Antrag mit Verfügung vom 9. Juli 2012 gut und verfügte am 15. Februar 2013 die Ernennung der Forschungsanstalt G._ zur Oberexpertin. Mit Verfügung vom 26. Januar 2015 widerrief das Bezirksgericht die vorgenannte Ernennung und beauftragte einen neuen Oberexperten. Letzterer reichte dem Gericht am 29. Dezember 2015 sein Protokoll des Augenscheins vom 5. August 2015 ein und legte seine daraus gezogenen Erkenntnisse und Feststellungen dar. Nach gerichtlicher Aufforderung des Oberexperten zur Beantwortung der Experten-Fragen legte dieser sein Gutachten am 14. April 2016 vor. In der Folge verlangte A._ die Ergänzung des Gutachtens. Die B._ AG verzichtete auf die Stellung von weiteren Anträgen. Die Ergänzung der Expertise datiert schliesslich vom 7. Juni 2017.
G. Nach Durchführung der Hauptverhandlung am 14. November 2017 erkannte das (nunmehr) Regionalgericht Maloja mit Entscheid vom gleichen Tag, den Parteien mitgeteilt am 26. Februar 2018, wie folgt:
1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 48'034.40, zuzüglich 5 % Verzugszins seit 18. März 2008, zu bezahlen.
2. Die bei der Region Maloja, vormals Kreisamt Oberengadin, hinterlegte Summe von [recte: CHF] 81'556.70, zuzüglich allfällige Zinse, ist im Umfang von CHF 48'034.40, zuzüglich 5 % Verzugszins seit 18. März 2008, der Klägerin und im restlichen Umfang dem Beklagten auszuzahlen.
3. Die Gerichtskosten von CHF 5'000.– sowie die Gutachterkosten von CHF 6'867.40 werden zu 5/7 dem Beklagten und zu 2/7 der Klägerin auferlegt und werden mit den geleisteten Vorschüssen verrechnet.
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Der Beklagte wird verpflichtet, die Klägerin mit CHF 7'665.70 aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations