# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5e45a3c9-4584-425e-8314-6cefa336b0ae
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1.
X._
, geboren 19
60
,
stürzte am 3
.
August 1991 mit dem Gleitschirm aus zirka 10 bis 15 Metern ab und zog sich Brüche
des
Brust
wirbel
körper
s
(BWK)
12,
des
Lendenwirbelkörper
s
(LWK)
1,
des
vorderen
und
hin
teren
Schambein
astes
links,
des
Radius
am
linken Handgelenk sowie mul
tiple Kontu
sionen zu (
Urk. 9/M2,
Urk.
9/
M33
)
. Er war damals
hauptberuflich als
Vorsorge
berater
im Aussendienst
bei der
Z._
tätig und als solcher bei der
Z._
obligatorisch unfallversichert (Urk. 9/4)
.
Ausserdem war er
neben
beruf
lich als Disc-Jockey beim
A._
an
ge
stellt
, wodurch er zusätzlich
bei der
Y._
obligato
risch unfallversichert
war
(Urk. 9/1
).
Der Versi
cherte nahm
nach konservativer Behandlung
am 24.
März 1993 seine
Haupt
er
werbstätigkeit
im Aussen
dienst, neu bei einer Agentur der
Y._
(Urk. 9/44/B3),
zu 100
%
bei Restbeschwerden im
Hand
gelenk,
Rücken und Kopf
bereich
wieder auf
(Urk. 9/M4-M9)
.
Die
Z._
erstattete die gesetzlichen Leistungen und
sprach dem Ver
si
cherten am 9. Januar 1995 eine Integritätsentschädigung
von 30
% zu (Urk.
9/4
, Urk. 9/
13
). Die
Y._
aner
kannte mit Schrei
ben vom 14. November 1995 ihre Zustän
digkeit
für den Schadenfall,
erstat
tete der
Z._
die erbrach
ten Leistungen (Urk. 9/6
, Urk. 9/14
)
und ent
richtete weitere Leistungen an den Versicherten.
Im No
vember 1996 gab
die
Y._
ein Gutachten bei Dr. med.
B._
, Facharzt für Chirurgie und Orthopädie
, in Auftrag, das dieser am 28.
Februar 1997 erstattete
und mit wel
chem er den baldigen Abschluss des Falles empfahl
(Urk. 9/M36
S. 14 ff.).
Am
4.
Oktober 1997
zog sich der Versicherte
bei einem Landeunfall mit einem Ultraleichtflugzeug
eine
Humeruskopffraktur
mit
Abriss des
Tube
rc
ulum
majus
der rechten
Schulter zu, der von Prof. Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Chi
rurgie und Orthopädie
,
operativ saniert wurde
(
Urk. 9/46
,
Urk. 9/42,
Urk. 9/M39
, Urk. 10/M36 S. 9
).
1.2
Der Versicherte war als
Geschäftsführer
beim
D._
,
E._
, tätig und als solcher ebenfalls bei der
Y._
gegen Unfall obligatorisch versichert, als er am
7. Oktober
2006
eine
n weiteren Unfall
erlitt
, bei dem er seine Ehefrau, die gestolpert war, auffangen wollte
(Urk. 10/1
, Urk. 10/5
-6
). Die
Erstbehand
lung
fand im Spital
F._
,
G._
, statt, wo
die Diagnose einer frischen Deckplattenkompressionsfraktur LWK 5 gestellt
und
er vo
m 7. bis 11.
Oktober 2006 stationär behandelt
wurde
.
Es wurde eine
Arbeitsunfähigkeit
von 100
%
bis zum 14.
Oktober 2006 attestiert (Bericht vom 11. De
zember 2006, Urk. 10/M4). Die
Y._
richtete die gesetzlichen Leistungen aus.
Der Heilungsverlauf
wurde durch
apikale
Nachsinterung
und Instabilität L4/5 mit
Teleskoping
ventral
er
schwert (Berichte von PD
Dr. med.
H._
, Facharzt für
Orthopä
dische Chirur
gie, vom 16. und
23.
No
vember 2007, Urk. 10/M12, Urk. 10/14).
Ausser
dem wurd
en beim Ver
s
icherten
eine Osteo
po
rose im Oberschen
kelknochen und eine
Osteopenie
in der Wirbel
säule
ge
mes
sen
(Bericht
von PD Dr.
I._
, Facharzt für
Physikalische Medizin und Rehabi
litation
,
des
J._
vom 8. Januar 2007, Urk. 10/M6).
Im weite
ren Verlauf bestanden die Be
schwerden
an
der Lendenwirbelsäule (LWS)
unter Trainings- und medika
men
töser Therapie
fort
(Urk. 10/
M27-
M32
).
Die
Mag
netresonanztomographie
(MRT) vom 14. November 2007
ergab eine pro
gre
diente Deckplattenimpression von LWK 5 bei erhaltener dorsaler
Wirbelkör
per
kante
, leicht erschlaffter Zwischenwirbelscheibe L4/5, nicht kom
primierter Nervenwurzeln L4 im
Neuroforamen
und leichter
Spondylarthrosen
L4/5 und L5/S1
(Urk. 10/M18)
.
Mit Verfügung vom 19. November 2008 verneinte die
Y._
in Bezug auf die Folgen einer erektile
n
Dysfunktion
ihre Leistungspflicht mangels des
Kausalzu
sammenhang
s
zu den Unfällen vom 3. August 1991 und vom 7. Oktober 2006 (Urk. 10/41). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft. Im Verlauf des Jahres 2009 klagte der
Versicherte
über zunehmende lumbale Beschwerden (Bericht von PD Dr.
H._
vom 15. Juli 2009, Urk.
10/M
27
)
.
Die
Computer
tomo
graphie (CT) der LWS
vom 22.
Juni 2010
zeigte
eine Diskushernie L4/5
medio
lateral
links mit
Duralsackkompression
und eine
Protrusion
recessal
L5 rechts bei feh
lender
radikulärer
Aus
fallsymptomatik (Urk. 10/M33)
.
1.3
Die
Y._
h
olte
in der Folge
das Gutachten des
K._
vom 23.
Februar 2011 (Urk. 10/M36
), ergänzt mit Schreiben vom 31. März 2011 (Urk. 10/M38)
,
und
die Stellungnahme
ihres
beratenden
Arztes
Dr.
med.
L._
, Facharzt für
Rheumatologie und Allge
meine Innere Medizin
, vom 29. April 2011 (Urk.
10/M39
)
ein
. Gestützt darauf stellte sie die Leistungen
für die Ereigniss
e vom 3. August 1991 und vom 7.
Oktober 2006
mit Verfügung vom
12. August 2011
per 31.
Mai 2011 ein (Urk.
10/68).
Der Versicherte erhob dagegen
mit Schreiben vom 14.
September 2011 Einsprache (Urk. 10/73), wo
raufhin die
Y._
die Stellungnahme von
D
r. med.
M._
, Facharzt für Chirur
gie, vom 18.
Oktober 2011 (Urk. 10/M40)
sowie
- unter Vorlage der mit Sch
reiben des Versicherten vom 27.
Dezember 2011 gestellten Ergänzungs
fra
gen (Urk. 10/79) -
den ergänzenden Bericht der
K._
vom 1.
März 2012 (Urk. 10/M41) einholte.
Mit
Einspracheentscheid
vom 31.
Mai 2012 wies die
Y._
die Einsprache des Versicherten ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte m
it Eingabe vom
28
.
Juni
2012 Be
schwerde und beantragte,
in Aufhebung des
Ein
spracheentscheid
s
vom 31. Mai 2012
sei
die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die ge
set
zlich geschuldeten Leistun
gen für
die Unfälle vom 3. August 1991 und vom 7. Oktober 2006
über den 31. Mai 2011 hinaus
zu erbringen
(Urk. 1 S. 2
). Die Beschwerdegeg
nerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 8
. November 2012 auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
8
S. 2).
Die Parteien hielten in einem weiteren Schriftenwechsel an ihren Anträgen fest (
Replik vom 20
.
Februar
2013,
Urk. 15 S.
1
; Duplik vom
14. Juni 2013, Urk. 21 S. 1
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Ver
siche
rungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG nebst dem Vor
liegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) oder einer unfallähnlichen Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 der Verordnung über die Unfall
versicherung, UVV) voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem einge
tretenen Schaden ein natür
licher und ein adäquater Kausal
zusammenhang be
steht.
1.2
1.2.1
Als natürlich
kausale
Ursachen für einen gesundheitlichen Schaden
gelten alle Um
stände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Dabei genügt es, dass das schä
digende Ereignis zu
sammen mit anderen Be
dingungen die kör
perliche oder geistige In
tegrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Wor
ten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin,
wenn und sobald der
Gesundheits
scha
den
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (
status
quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (
status
quo sine)
, erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U
142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Be
deutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der über
wiegenden Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119 V 7 E. 3c/
aa
). Da es sich hierbei um eine an
spruchsaufhebende Tat
frage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kau
sal
zu
sammen
hang gegeben ist - nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
1.3
Als adäquate Ursache eines Erfolges hat ein Ereignis nach der Rechtsprechung zu gelten,
wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allge
meinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des ein
ge
tretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereig
nis
allgemein als begünstigt erscheint (
BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausa
lität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegen
über dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Be
deutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invali
denrente. Invalidität ist die voraus
sichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs
unfähigkeit (Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener
Ar
beitsmarktlage
erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121). Der Rentenanspruch entsteht nach Art. 19 Abs. 1 UVG, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invaliden
ver
sicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen
Heilbehand
lungs
- und die Taggeldleistungen dahin. Der Anspruch auf eine Inva
lidenrente einer Person, die vor Erreichen des AHV- Rentenalters verunfallt ist, kann auch noch nach der Pensionierung begründet werden (BGE 134 V 392 E. 6).
Mit der Festsetzung einer Invalidenrente
oder, falls kein Rentenanspruch be
steht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung ist
eine angemessene
In
tegritätsentschädigung
festzulegen, sofern die versicherte Person
durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Integrität erlitten hat
(Art. 24 UVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt, es sei gestützt auf
die Beurteilung der
K._
-
Gutachte
r
und ihre
s
beratenden
Arzt
es
Dr.
M._
davon auszugehen, dass
im
Zeitpunkt des ersten Unfallereignisses vom 3. August 1991
und sogar bereits
seit
1981
eine Osteoporose der Wirbelsäule vorgelegen habe. Diese sei
mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit
nicht unfallbedingt.
Allein der Umstand, dass die Osteo
po
rose im zeitlichen Verlauf erst nach dem Unfallereignis erwähnt worden sei, ge
nüge nicht zur Begründung einer Unfallkausalität.
Für die von diesem Unfall herrührenden Beschwerden
sei gestützt
auf das
K._
-Gutachten vom 23.
De
zember 2011, wonach orthopädisch
und
neuro
logisch
nur noch
residuelle
, nicht relevante
Folgen bestehen würden
,
eine weitere Heilbehandlung nicht not
wen
dig
, wohl aber noch für die Osteoporose
.
Der medizinische Endzustand sei spä
testens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung (per Ende Mai 2011) erreicht ge
wesen, da der unfallkausal beeinträchtigte Gesundheitszustand nach dieser Zeit keine namhafte Besserung mehr erfahren habe.
Die Frage, ob eine Rente ge
schuldet sei, habe sich zu keinem Zeitpunkt gestellt, da keine entsprechende Arbeitsunfähigkeit und damit keine Invalidität vorgelegen hätten. Die Voraus
setzungen für eine weitere Übernahme von Heilbehandlungen gemäss Art.
21
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
seien
ebenfalls
nicht erfüllt.
Das Rückfallmelderecht bleibe
aber
gewahrt. D
ie in der Folge des Unfalls vom 7.
Oktober 2006 aufgetretenen und weiterbestehenden Beschwerden
seien der unfallfremden Osteoporose zuzurechnen
.
Dieses
Unfallereignis entspreche
einem Bagatellunfall und müsse als r
eine Gelegenheitsursache
gelten
, denn es wäre auch ohne dieses Ereignis jederzeit mit einem entsprechenden Schaden zu rechnen gewesen.
Eine
Leistungspflicht der Unfall
versicherung
sei daher
nicht begründet
(Urk. 2 S. 6 ff.).
2.2
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein,
die Ausführungen der
K._
-Gutach
ter zur Ursache der Osteoporose seien alles andere als schlüssig und nachvollziehbar. Diese würden widersprüchlich darlegen, dass im August 1991 keine Osteoporose vorgelegen habe,
aber
Röntgenaufnahmen aus dem Jahr 1981 eine solche belegen würden
, wobei
Osteoporose einen progredienten Ver
lauf habe.
Gegen die These, dass das Beschwerdebild einer Osteoporose so klar auf den Aufnahmen aus dem Jahr 1981 zu erkennen gewesen sein solle, spreche auch dass bereits Dr.
B._
im Gutachten vom 28. Februar 1997 die Röntgen
aufnahmen kritisch beurteilt habe und
er
auf den Bildern von 1981 nur eine massive Hyperkyphose und multiple
Schmorl’sche
Knoten gefunden habe, wel
che Befunde einem Status nach M. Scheuermann entsprechen würden. Auch die Ärzte der
N._
, welche im Jahr 1981 die Aufnahmen offen
kundig im Zusammenhang mit der massiven Hyperkyphose und dem Status nach M. Scheuermann hätten anfertigen lassen, hätten keine Anzeichen für eine Osteo
porose zu erkennen vermocht. Auch hätten die Laboruntersuchungen von PD Dr.
I._
keine Hinweis auf eine sekundäre Osteoporose ergeben, was die
K._
-Gutachter ebenfalls nicht berücksichtigt hätten.
Sonderbar sei auch die These der Gutachter, be
i der
Osteodensitometrie
vom 3.
Juni 2008 sei falsch ge
messen worden, obschon die Messresultate mit der Messung vom 8. Mai 1996 weitgehend übereinstimmten. Die Osteoporose habe sich nachweislich erst nach dem Unfall vom 3. August 1991 entwickelt
und sei erstmals auf den Röntgen
aufnahmen vom 5. Oktober 1995 erkennbar gewesen
.
Di
e Kausalitätsbeurteilung der Gutachter im Hauptgutachten sei
im Übrigen
nicht verwertbar gewesen, da sie dort
auf die
Kernfrage der Ursache der Osteoporose
nicht eingegangen seien.
Zudem habe die Beschwerdegegnerin gestützt auf die
Beurteilung
ihres Ver
trau
ensarztes
Dr.
med.
O._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
vom 28. Feb
ruar 2007
anerkannt, dass die für einen Mann
seines
Alter
s
sehr selten vor
kommende Osteo
porose mit über
wie
gender Wahrscheinlichkeit eine indirekte Folge des Unfalls vom 3. August 1991 sei
, und die Behandlungskosten über
nommen. Auch der Vertrauensarzt Dr.
med.
P._
habe dies in seiner Stellung
nahme vom 14. Juli 2010 bestätigt. Als einzige Ursache für die Ent
ste
hung der Osteoporose ver
bleibe daher nur die lange Dauer der Immobilität
mit wochenlanger Bettruhe und anschliessendem Tragen eines
Gipskorsettes
nach dem Unfall vom 3. August 1991.
Entgegen der Ansicht der
Beschwerde
gegnerin
habe der Unfall vom 3.
August 1991 zumin
dest ortho
pädische Folgen hinte
r
lassen, wobei er, der Beschwerd
eführer durch intensives Krafttraining eine Sta
bilisierung der Situa
tion erreicht habe. Zur Er
haltung des
status
quo
und der Arbeitsfähigkeit
sei die Fortsetzung der Behand
lung unbedingt erforderlich.
Die Beschwerdegegnerin übersehe sodann, dass die Folge des Unfalls vom 7. Ok
tober 2006 nicht eine Nachsinterung son
dern eine
Deckenplatten
kom
pression
s
fraktur
LWK 5 gewesen sei und si
ch die Nach
sinterung erst später entwickelt habe.
Die
K._
-Gutachter hätten
auch
im Ergänzungsschreiben
die These, der
s
tatus
quo sine sei erreicht,
nicht
stich
haltig begründen können.
Die
Be
schwerde
gegnerin
habe die Folgen der
Beweis
losigkeit
zu tragen.
Die
Be
schwer
degegnerin
sei nach Art. 21 Abs. 1
lit
. c und d UVG auch dann
leistungs
pflich
tig
, wenn der medizinische End
zustand als erreicht zu gelten habe, was aller
dings bestritten werde. Zudem wäre sie dann zu verpflichten, die erfor
derlichen Abklärungen für die Be
messung einer an
gemessenen
Inte
gritäts
entschädigung
für die Folgen der Osteo
porose und des Unfalls vom 7. Ok
tober 2006 zu veran
lassen sowie die Rentenfrage zu prüfen
, wobei beim
Vali
den
einkommen
zu be
achten sei, dass er ohne Unfall nicht nur einer Haupt
berufs-, sondern auch einer Nebenberufstätigkeit nachgehen würde
(Urk. 1 S. 7 ff.
und Urk.
15
in Verbin
dung mit
Urk. 10/63
S. 1 f.
und Urk. 10/73
S. 1 f.
).
2.3
Es ist
strittig und nachfolgend zu prüfen, ob
die Beschwerdegegnerin die Leistun
gen für die Folgen der Unfälle vom 3. August 1991 und vom 7. Oktober 2006 zu Recht per 31. Mai 2011
(Urk. 10/68
)
eingestellt hat.
3.
3.1
In Bezug auf den
Zeitpu
nkt des Fallabschlusses (hier: per 31.
Mai 2011
)
ist mass
geblich,
dass
allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenver
siche
rung abgeschlossen sind und
von der Fortsetzung der ärztlichen Behand
lung keine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustandes (Art. 19 Abs. 1 UVG)
mehr
zu erwarten ist. Und zwar
be
stimmt sich
diese Frage
recht
sprechungs
gemäss
al
lein nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederher
stellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Dabei ver
deutlicht die Verwendung des Be
griffes "nam
haft" durch den Gesetzgeber, dass die durch weitere Heilbehandlung zu erwartende Besserung ins Gewicht fallen muss. Un
bedeutende Verbes
serungen genügen nicht (
BGE 134 V 109
E.
4.3
)
.
3.2
Nach dem ersten Unfall vom 3. Au
gust 1991, bei dem
sich
der Be
schwerdefüh
rer
bei einem Gleitschirmabsturz
Frakturen
am
BWK 12, LWK 1,
am linken Schambeinast und am linken Handgelenk
zugezogen hatte (Urk. 9/M2, Urk.
9/M33)
, hatte er seine Tätigkeit als Vorsorgeberater ab Februar 1992
zu 75 %
und
ab dem 24.
März 1993
zu 100
%
wieder auf
genommen (Urk.
9/M4,
Urk.
9/M9-M10).
Gemäss dem undatierten Bericht von Prof. Dr.
C._
(Ein
gangsstempel vom 9. Dezember 1994) war der Gesundheits
zustand des Beschwerdeführers damals stationär.
Prof. Dr.
C._
befand schon damals, d
urch eine Weiterführung der Therapie könne nicht mehr mit einer wesent
li
chen Besserung des Zustandes gerechnet werden. Durch inter
mittierende regel
mässige Physiotherapie müsse der erreichte Zustand erhalten werden (Urk. 9/M23).
Ab September 1996 war die Arbeits
fähigkeit
des Beschwerde
füh
rers
wegen einer Zunahme der Beschwerden
wieder
reduziert (Urk. 9/M34 S. 2). Dr.
B._
hielt im Gutachten vom 28. Februar 1997 fest, de
m
Be
schwerde
führer vom behandeln
den Arzt
sei seit einiger Zeit eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
in seinem bisherigen Beruf als Ver
sicherungs
agent attestiert worden. Nach Abschluss der
z
urzeit laufenden Behandlung sei eine Steigerung der Arbeits
fä
higkeit auf 75
%
sicher möglich. In einer leidensangepassten,
wechselbe
lasten
den
körperlich leichten Tätigkeit bestehe eine volle Arbeitsfähigkeit (Urk.
9/M36 S. 17
).
Dr.
med.
Q._
, damaliger Ober
arzt der
Rheuma
klinik
und des Instituts für Physikalische Medizin des
R._
, erklärte
in den
Bericht
en
vom 6. Juni 199
7
und vom
2.
Juli 1997
, das panvertebrale Schmerzsyndrom habe durch eine medi
zinische Trainingstherapie leicht ver
bessert werden können, führe aber gleich
wohl nicht zu einer voll
ständigen Beschwerdefreiheit bei der Beratert
ätigkeit des Beschwerdeführers
.
Kompliziert
werde
die Situ
ation durch die regelmässig auftretenden
occipitalen
Kopfschmer
zen nach der medizinischen Trainingstherapie. Die vom 8. Januar bis 19. März andauernde 50%ige Einschränkung der Arbeits
un
fähigkeit betrage a
b dem 20.
März 1997
25
% (
Urk.
9/M37-M38).
Auch Dr. med.
S._
, da
maliger Oberarzt der Neurologie der
T._
Klinik
,
schloss gemäss dem Bericht vom 18. Dezember 1998 auf eine 20- bis 30%ige Arbeitsunfähigkeit, ab
hängig von der Art der durchzuführenden Tätig
keit. Er empfahl eine wechsel
belastende Tä
tigkeit ohne schwere körper
liche Arbeit (Urk. 9/M41).
Dem Schreiben des Beschwerdeführers vom 3. September 2001 ist
schliesslich
zu ent
nehmen,
er sei nunmehr
als Geschäftsführer bei
U._
tätig und
stehe
nicht mehr in ärztlicher Behandlung (
Urk.
9/53).
Bis
zum Unfall vom 7. Oktober
2006 ist keine medi
zinische Behandlung mehr akten
kundig. Nach dem Unfall vom 7. Oktober 2006
mit
Deckenplattenimpres
sionsfraktur
LWK 5 und der
Hospitalisation
bis zum 11. Oktober 2006 wurde
der Beschwerdeführer lediglich
noch
bis zum
14. Okto
ber 2006 zu 100
%
krank
geschrieben (Urk. 10/M4).
Gemäss dem
Bericht von PD Dr.
H._
vom 15. Novem
ber 2006
wurde eine Arbeitsunfähigkeit bis Ende November 2006 durchgehend attestiert (Urk. 10/M1 S. 2).
Ein weiteres ärztliches Attest
nach
dieser Zeit
ist den Akten nicht zu entnehmen.
Aus dem
Schadeninspek
toren-Bericht
vom 23.
Januar 2007
geht dazu hervor
, der Beschwerde
führer habe fast
immer gear
beitet und wolle keine Taggelder beanspruchen. Auch der
zeit arbeite er zu 100
%
(Urk. 10/6 S. 2).
Im Bericht von PD Dr.
H._
vom 23. November 2007 wurde zudem aus
ge
führt: „Aktuell keine AUF attestiert. Pat. ist eher hart im Nehmen.“ (Urk. 10/M12). Im Bericht vom 2. Juni 2008 hielt PD Dr.
H._
ebenfalls fest, der Be
schwerdeführer wünsche nicht, dass eine Arbeitsunfähigkeit attes
tiert werde; er könne sich den Tag in der selbständigen Tätigkeit - als Geschäftsführer beim
D._
(Urk. 10/6 S. 2) - selbst einteilen (Urk. 10/M19).
Die ärztliche Behandlung
sodann
beschränkte sich nach dem Unfall vom 7. Oktober 2006
nebst der
fortbestehenden
Arbeits
fähigkeit
auf
eine konservative Be
hand
lung mittels
Medikamenten
, Tragen eines Mieders
,
Physiotherapie
und
Trai
ningstherapie
(Urk. 10/M1
-M2, Urk. 10/M4, je
S. 2
, Urk. 10/M9, Urk. 10/M14, Urk. 10/16
).
PD Dr.
I._
bestätigte
im Bericht vom 23.
Februar 2010
aus
drücklich
, die medizinische Be
handlung mit Medi
kamenten gegen die Osteopo
rose und mit Muskel
aufbautherapie diene dazu, den
s
tatus
quo zu erhalten und - betreffend die medikamentöse Be
handlung - das Frakturrisiko zu senken (Urk. 10/M29).
Im zweiten Halbjahr 2010 nach Auftreten der
Diskus
hernie
L4/5 und
nach
beruflich ver
mehrter Belastung mit einer Aus
landreise
wurden dem Beschwerde
führer schliesslich
zwei Infiltra
tionen verabreicht und die Wieder
aufnahme der Stabilisationsgymnastik empfohlen (Bericht von PD Dr.
H._
vom 7. De
zember 2010, Urk. 10/M35).
Die Tätigkeit als Geschäftsführer des
D._
, welche gemäss
den
Angaben
des Beschwerdeführers
gegen
über den
K._
-Gut
achtern zu 80
%
aus Büroarbeiten und zu 20 % aus Reisen auch mit Ausland
reisen und Langstreckenflügen besteht, führte
dieser
währenddessen
unver
min
dert
fort (Urk. 10/M36 S. 11 und S. 23
, Urk. 10/M37
).
3.3
Vor diesem Hintergrund
jahrelanger voll
s
tändiger Arbeitsfähigkeit und
lediglich
spora
discher konser
vativer Behandlungsmassnahmen
ist
davon auszu
gehen, dass
von der Fortsetzung der ärztlichen Be
hand
lung eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes, welche
insbe
sondere auch
die Arbeits
fähigkeit nicht nur aufrechterhält, sondern
wesentlich
verbessert, nicht zu er
warten.
Ein
glie
derungsmassnahmen waren - soweit aktenkundig - keine notwendig und je
denfalls abgeschlossen.
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegnerin
den Abschluss der
betreffenden
Schadensfälle per Ende Mai 2011 vor
nahm.
3.4
3.
4
.1
Zu den aktuellen (Rest-)Beschwerden ist
dem Bericht
von PD Dr.
I._
vom 23.
Februar 2010
zu entnehmen,
der Be
schwerdeführer
leide
anhaltend unter Rückenschmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein, weniger auch links,
unter
Schul
ter- und Handschmerzen und gelegentlich
unter
Fingerschmerzen. Er könne sich schlecht bücken. Bei Inklination habe er Schmerzen im Becken- und LWS-Bereich (Urk. 10/M29
S. 1
).
Aus dem
Bericht von PD Dr.
H._
vom 4. März 2011
geht zudem hervor
, der Beschwerdeführer
habe
vermehrt
lumbo
spondylo
gene
Beschwerden mit Sc
hwierigkeiten beim Niederbücken. B
eim Heben von Gegenständen müsse er sich in die Knie
begeben.
Es bestünden aktuell eher rechtsseitige Probleme eher
facettärer
Natur L4/5 im Rahmen der
residuellen
Situation nach der früheren Fraktur.
Bei einem Sturz auf
einer
Treppe habe sich
der Beschwerdeführer
ausserdem
interkurrent
die Schulter ver
klemmt und über
beansprucht. Es bestehe eine Schulterkontusion mit etwas Reizung der
Rotato
renmanchette
auf der linken Seite
(Urk.
10/M37).
Anlässlich der
K._
-Begut
achtung im Februar 2011 gab der Beschwerdeführer an, er leide an per
manen
ten Rückenschmerzen und zei
tweise auch an Migräneattacken, welche er auf den ersten Unfall vom 3.
August 1991 zurückführe
,
und
insbesondere seit 2008
an
ausgeprägteren
Schmer
zen im Bereich der unteren Wirbelsäule mit Aus
strahlung ins Gesäss und in die Oberschenkel, welche e
r als Folgen des Unfalls vom 7.
Oktober 2006
betrachte (
Urk.
10/M36 S. 10 f.
und S. 23 f.
).
3.
4.2
Betreffend den Unfall vom 3. Au
gust 1991 anerkannte die Beschwerdegegnerin den Kausalzusammenhang
zu den durch den Gleit
schirmabsturz
unmittelbar
verursachten Verletzungen, na
ment
lich
zu
den Frak
turen BWK 12, LWK 1, des Schambeins und des linken Hand
gelenkes sowie den
diesbezüglichen
Rest
b
e
schwerden
, nicht jedoch zu der
beim Beschwerde
führer festgestellten
Osteo
po
rose (Bericht
e
von Dr.
Q._
vom 6.
Juni 1997, Urk. 9/M37 S. 2
, und von PD Dr.
I._
vom 8. Januar 2007, Urk. 10/M6
)
.
In Bezug auf das
Unfall
ereignis
vom 7. Oktober 2006 verneinte sie
grundsätzlich, dass
die Fraktur
des
LWK5
und die lumbalen Rückenbeschwerden
im Sinne einer natürlich kausalen (Teil-)Ursache durch das Unfallereignis vom 7. Oktober 2006 bedingt sind.
Zu prüfen ist
nachfolgend
der Kausalzusammenhang der Osteoporose
zum Unfall vom 3. Au
gust 1991
und
der
Fraktur des LWK5
zum
Ereignis vom 7. Oktober 2006
.
Von
der Beurteilung auszuklammern
,
sind d
ie
linken
Schulterbeschwerden, wel
che gemäss dem Bericht von PD Dr.
H._
vom 4. Mai 2011 von einem Sturz auf der Treppe herrühren
(Urk. 10/M37),
und
allfällige Restbeschwerden von der am 4. Oktober 1997
auf der rechten Seite
erlittenen
Humeruskopffraktur
(Urk. 10/M39)
.
Diese Unfälle nicht Ge
genstand dieses Verfahrens.
4.
4.1
Nach der
Densitometrischen
Klassifikation der WHO
(World
Health
Organi
za
tion
, Weltgesundheitsorganisation)
liegt
eine Abweichung von 1
SD (Stan
dardabweichung) vom Mittelwert der durchschnittlichen maximalen
Knochen
dichte
junger (30-jähriger) Erwachsener (entspricht 10
%
) noch innerhalb der Norm, während ein Defizit von 10
%
bis 25
%
(1 bis 2.5 SD) als
Osteopenie
be
zeichnet wird. Da die Knochenmasse im Alter abnimmt, sind für die Beur
teilung der Zeitwert und die Abnahmerate pro Jahr (normal: ca. 1 %) mass
gebend (Alfred M.
Debrunner
, Orthopädie, Orthopädisc
he Chirurgie, 4.
Aufl., S. 484; Urteil des Bundesgerichts 8C_21
9/2008 vom 4.
September 2008 E.
4.2.3). Die Feststellung der Erkrankung erfolgt über Röntgenaufnahmen oder
Osteoden
si
tometrie
. Im Röntgen ist die Knochenstruktur wegen der erhöhten
Strahlen
transparenz
aufgehellt.
4.2
4.2.1
Eine Osteoporose wurde - soweit aktenkundig - erstmals
mit
tels
Osteo
den
sitomet
rie
vom 8. Mai 1996 im
R._
ge
messen
. Und zwar wurde im linken
Femurhals
der Wert
(Mittelwert
differenz)
von 63
%
(0.615 g/cm
2
)
,
be
züglich den
Ward
Triangle
von 51
%
(spongiöser Anteil, 0.422 g/cm
2
)
und in der LWS
ap
L2-4 von 76
%
(0.847 g/cm
2
)
festgestellt
. Dr.
Q._
beurteilte die Werte gemäss dem Bericht vom 6. Juni 1997 in Analogie zu den von der WHO 1994 aufgestellten Klassifi
zierung der
Osteometriewerte
bei Frauen und befand, im Bereich des Schenkelhalses liege eine beträchtliche und im Bereich der LWS liege eine leichte Osteoporose vor (Urk. 9/M37 S. 2).
Dr.
B._
stellte gemäss sei
nem Gutach
ten vom 28. Februar 1997
sodann anhand
den Röntgen
auf
nahmen vom 5. Oktober 1995
eine deutliche Osteoporose mit strä
h
niger Vergröberung der
Kochen
struktur
in der
Brustwirbelsäule (
BWS
)
und in der LWS fest (Urk. 9/M36 S. 10 und S. 14).
Eine weitere
Osteodensitometrie
fand gemäss dem Bericht von PD Dr.
I._
vom 8. Januar 2007 am 20. Dezember 2006 statt. Di
e
Messung ergab
die Werte
im
Femurhals
v
on
68 %
(-2.6
T-Score
; 0.732
g/cm
2
), Wards von
50
% (-
3.7
; 0.
485
g/cm
2
)
und in der LWS L2-
4 von 81 % (-1.9; 1.006 g/cm
2
).
PD Dr.
I._
schloss auf eine
Osteopenie
im Wirbelsäulenbereich und im Trochan
ter und auf eine Osteoporose im
Femurhals
sowie im
Wardschen
Dreieck.
Die Laboruntersuchungen hätten keine Hinweise auf eine sekundäre
Osteoporose er
geben. Da der Beschwerde
führer die letzte Wirbelkörperfraktur im Jahr 2006 ohne adä
quates Ereignis gehabt habe, empfehle er jetzt eine Behandlung mit Calcium D3 und
Forsteo
(Urk. 10/M6)
.
Gemäss dem Bericht von PD Dr.
I._
vom 3. Juni 2008 zeigte eine erneute Messung nach angesetzter Behandlung eine deutliche Zunahme der
Knochen
dichte
(Urk. 10/M21)
.
4.2.2
Die
K._
-Gutachter Dr.
med.
V._
, Facharzt für Orthopädie, und Dr. med.
W._
, Facharzt für Neurologie,
gingen
gemäss dem
bi
diszipli
nären
Gutachten vom
23. Dezember 2011
(Urk. 10/M36)
und
dem ergänzenden Schrei
ben vom
31. März 2011 (Urk. 10/M38)
davon aus, dass die Osteoporose
respektive
Osteopenie
unfallunabhängig
und wahrscheinlich gene
tischen Ur
sprungs
sei
.
D
ie aktuell ge
klagten Rückenbeschwerden
, welche nachvollziehbar seien, stünden
über
wiegend wahrscheinlich hauptsächlich damit in Zu
sammen
hang
.
Allfällige Rückenschmerzen könnten nur noch zu einem gerin
gen Anteil als
(erst-)
unfallassoziiert interpretiert werden. Die Schmerzursachen seien in
zwi
schen wesentlich von der voranschreitenden mani
festen Osteoporose mit
Erst
di
agnose
1997 und
mit
inzwischen eindeutigem
Osteodensitometriebefund
über
holt wor
den (Urk. 10/M
36 S. 20)
.
Die
Fol
ge
n des ersten Ereig
nisses vom 3.
August 1991
hätten
als reine Unfallfolgen
zu gelten. Das
Ereignis vom 7. Ok
tober 2006
habe
als Bagatell- und Gelegen
heitsursache zu geltend. Deren Fol
gen
seien
als
osteoporose
-assoziierte Komplikation
respek
tive die
Sinterungs
fraktur
LWK5
sei
als patho
logische
Osteoporosefraktur
zu inter
pretieren (Urk. 10/M36 S. 14 und Anhang S.
1
f.
, Urk. 10/M38
).
Der
beratende A
rzt der Beschwerdegegnerin, Dr.
M._
, kam nach Einsicht in
das
K._
-Gutachten
und
die Röntgenaufnahmen
der Jahre 1981 und 1991
, welche den
K._
-Gutachtern nicht vorgelegen hatten (Urk. 10/M41 S. 1
),
zum Schluss, dass bereits am Unfalltag vom 3.
August 1991 eine namhafte Osteo
porose
der BWS und der LWS
vorgelegen
habe
. Auch würden die Rönt
gen
auf
nahmen der Wirbelsäule vom 9. Oktober 1981 in Bezug auf das damalige Alter des Beschwerdeführers von 21 Jahren eine merkliche Osteoporose zeigen,
so dass mit Sicherheit ausgesagt werden könne, dass die heute vorliegende und Be
schwerden verursachende Osteoporose bereits vorb
estehend gewesen sei
(Urk. 10/M40
S. 1
).
In der ergänzenden Stellungnahme
vom 1.
März 2012
zu den
neu unterbreiteten
Röntgenauf
nahmen aus den Jahren 1981 und 1991
stellte
der orthopädische
K._
-Gutachter Dr.
V._
fest,
die Diagnose einer Osteoporose mit schwer
punktmässiger Lokalisation im Bereich der mittleren BWS sei
bereits mit Bezug auf das Jahr 1981
gerecht
fertigt.
Im Gegensatz zu den Feststellungen von
Dr.
M._
seien zwar auf den Röntgenbildern der BWS und LWS vom
3., 14. August und vom 17. Oktober 1991 eine eindeutige Osteoporose-Pat
hologie, insbesondere eine für die Osteo
porose typische vermehrte
Randleis
tenzeichnung
und eine Betonung der senk
rechten Knochentrabekel nicht aus
zumachen.
Solche Zeichen seien indes
in der Röntgenaufnahme der BWS in zwei Ebenen vom 9. Oktober 1981 zu sehen. In der
Röntgenaufnahme der BWS vom 5.
Okto
ber 1995 seien darüber hinaus
osteoporose
-typische
Fischwirbel
deformierungen
des 3., 4. und insbesondere des 5. BWK erkennbar.
Es sei damit unerheblich, ob die Aufnahmen von 1991 eine Osteoporose bestätigen würden oder nicht. Denn die Diagnose einer Osteoporose sei bereits 10 Jahre zuvor im Jahr 1981
rönt
ge
norphologisch
gerechtfertigt gewesen. Die gutachterliche Einschätzung der
Wir
belsäulenschäden
sei dadurch erschwert gewesen, dass die massgeb
lichen Berichte von 1991 bis 1994 und das Gutachten von Dr.
B._
vom 28. Februar 1997 auf die Verletzungsfolgen fokus
siert gewesen seien. Im Nachhinein er
scheine die Interpretation einer i
m Jahr 1997
attestierten
leichten Osteo
porose nicht mehr nachvollziehbar. Denn wenn mittels des eher groben
Röntgenver
fahrens
Befunde einer Osteoporose festg
estellt werden könnten, gelte die
Kno
chenmasse
bereits als um zirka 30 % reduziert.
Entsprechend
müsse das Ergeb
nis
der
Osteodensitometrie
vom 3. Juni 2008 im Nachhinein angezweifelt wer
den. Denn nach den diskutierten Röntgenbefunde
n
der LWS sei
ein
osteo
densi
to
metrischer
T-Score von weniger als -2.5 kaum vorstellbar.
Die Schluss
fol
ge
rung im
K._
-Gutachten
vom 23.
Dezember 2011, dass die
Deckplatten
impressionsfrakturen
Th12 und LWK1 als Folge des Unfallereignisses vom 3. August 1991 zu beurteilen sei, sei weiterhin gültig. Der Vorschaden (Osteo
porose) sei gegenüber dem Unfallmechanismus und der einwirkenden Bio
-
mechanik nach
geordnet. Die Folgen der erlittenen Sinterungsfraktur LWK 5 mit zunehmender Instabilität des Bewegungssegments L4/5 gehe ausschliesslich zu
lasten der 2006
weiter vorangeschrittenen Osteoporose und nicht mehr zu
lasten der Ein
wirkungen des Unfalls vom 7. Oktober 2006
. Der
status
quo sine sei zirka sechs Monate nach dem Ereignis eingetreten.
Die von PD Dr.
H._
attes
tierte leichte Nachsinterung apikal L5 sei infolge einer erlittenen Stauchung vom 7. Oktober 2006 entstanden und gelte als Bagatelleinwirkung. Eine ähnlich leichte Nachsinterung könne beispielsweise bei einem Positionswechsel aus ste
hender Position oder auf eine wenig gefederte/gepolsterte Sitzunterlage eben
falls eintreten
(Urk. 10/M
41
).
4.3
4.3.1
Mit der Beschwerdegegnerin ist nach gegebener Aktenlage nicht davon auszu
gehen, dass die beim Beschwerdeführer
in den Jahren 1995/1996
(
Urk. 9/M36 S. 14,
Urk. 9/M37 S. 2)
fest
gestellten
osteoporotischen
Knochenveränderungen
Folge des Unfalls vom 3.
August 1991 sind.
E
inzige Möglichkeit
für
eine
n
sol
chen kausalen Zusam
menhang
hätte
eine anhaltende
Immobilität
sosteoporose
darstellen können
.
Der Knochenmasseverlust aufgrund von Im
mobilität ist bei gesunden jungen Erwachsenen jedoch rever
sibel. Er hält noch etwa zwei Wo
chen nach Bettruhe während der
Remobilisierung
an. Der komplette Wieder
auf
bau der Knochendichte benötigt bei ge
sunden Versuchspersonen etwa ein Jahr
(Prof. Dr. med. E. Preisinger, Immobilisations-Osteoporose in:
Spectrum
Osteo
porose, Heft 1/2010, S. 8).
D
ie
völlige
Immobilität
dauerte beim
damals 30-jährigen
Beschwerdeführer
zu
folge de
s
stationären Aufen
t
haltes
nach dem Unfall vom 3.
Au
gust 1991
nicht länger als
sieben Wochen
(Austritt
aus der
N._
am 20.
Sep
tember 1991
;
Bericht des
Xa
._
vom 7.
Dezember 1992, Urk. 9/M6;
gemäss dem Besprechungsp
rotokoll der Beschwerdegegnerin vom
26. März 1996: sechs Wochen Bettruhe, Urk. 9/17
S. 1
f.
)
,
gefolgt
vo
m
Tragen eines
Gips
korsett
s während etwa eines Monats
(maximal bis
20. Oktober
1991, Urk. 9/M3
, Urk. 9/M36 S. 2).
Im Anschluss an den Aufenthalt in der
N._
begann bereits die Mobilisationsphase im
Xa
._
.
Danach wurde in der
N._
ein Lendenmieder angepasst (
Urk.
9/M3, Urk. 9/M36 S. 2).
Anschliessend folgte ambu
lante Physio
therapie und über Jahre ein Kräftigungstraining (Urk. 9/17 S. 1 f.).
Gemäss dem Bericht vom 30. Januar 1992 waren alle Frakturen damals geheilt ohne zusätz
liche Keilwirbelbildung (Urk. 9/M4).
Der Beschwerdeführer fuhr
zudem
bereits
rund
ein halbes Jahr nach dem Unfall wieder Ski (Urk.
10/M36 S. 9
).
Eine anhaltende Osteoporose
zufolge
unfall
bedingter
Im
mobilität
bis
zum
Zeitpunkt,
als - soweit aktenkundig
- erstmals eine
solches Beschwerdebild
(radiologisch)
im Jahr 1995
festgehalten wurde (Urk. 9/M36 S. 14),
ist
bei diesem Verlauf
nicht über
wiegen
der wahrscheinlich
.
Dabei ins Gewicht fällt auch
, dass
am
Femur
hals
und im
Wardschen
Dreieck eine
deutlich
stärkere Ab
weichung vom Mittelwert, mithin eine geringere Knochendichte als in der Wirbel
säule gemes
sen wurde
(Urk. 9/M37 S. 2, Urk. 10/M6 S. 2)
, was
mit der
unfallbedingten l
okale
n
- we
gen des Gipskorsetts und des Lendenmieders an der Wirbelsäule längerdauern
den - Immobilität nicht korreliert.
Es ist davon auszugehen, dass ein
Kno
chenabbau
zufolge unfallbedingter Im
mobilität ein Jahr nach dem Unfall, je
denfalls aber vor dem Jahr 1995, wieder kom
pensiert
war und die im Jahr 1996 erstmals mittels
Osteodensitometrie
vom 8. Mai 1996 gemessene Osteop
orose
am Rücken nicht mehr Unfallfolge war.
Dies gilt unabhängig davon, ob ein entsprechender Vorzustand be
stand oder nicht, wenn auch eine vorbestehende Osteoporose aufgrund der überein
stim
menden Fest
stellungen von Dr.
M._
und Dr.
V._
zum Röntgenmaterial von 1981 und ange
sichts des Um
standes, dass der Beschwerdeführer in jungen Jah
ren bereit
s 18
Frakturen bei Sport-/Skiunfällen (betreffend Finger-, Schienbein- Nasenbein etc.) erlitten hatte (Urk. 9/M27 S. 1, Urk. 9/M36 S. 1, Urk. 9/M36 S. 9), zu
min
dest nahelie
gend ist.
Im Übrigen erscheint eine Bewegungseinschränkung
an
gesichts der multiplen Fak
toren, die das Ausmass der
Knochen
masse
beein
flussen können und der weit
gehend ungeklärten
Aethiologie
des Knochen
ab
baus (vgl. dazu Pschy
rembel, Klinisches Wörterbuch
;
Kraenzlin
/Seibel/
Meier,
Diagnostik und Therapie
der Osteoporose, in: Schwei
zerisc
hes Medizin-Forum, 2006, S. 712
ff.; Schröter, Gutachterliche Problem
stellungen bei Osteoporose, in: Der Medizini
sche Sach
verständige, 2006, S. 212
ff.) lediglich als eine
blosse
Möglichkeit für die Ent
stehung des Krank
heitsbildes, was für die Bejahung einer
Unfallkausali
tät
nicht genügt
(vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
8C_219/2008
vom 4.
September 2008
E. 4.2.4).
4.3.2
Dagegen
vermag der Beschwerdeführer
(Urk. 1 S. 9 f.)
nichts zu seinen Gunsten aus den Kurz-Stellungnahmen der beratenden Ärzten der Beschwerdegegnerin
Dr.
O._
und Dr.
P._
ab
zu
leiten.
Gemäss der Aktennotiz der
Be
schwerde
gegnerin
betreffend eine Besprechung mit Dr.
O._
vom 28. Februar 2007 beurteilte dieser die Ursache der Wirbelfraktur vom 7. Oktober 2006 und nicht jene der Osteoporose. Er vertrat danach die Ansicht, die Wirbelfraktur habe ohne ein Er
eignis nicht stattfinden können (Urk. 10/M13). In Bezug auf
die Frage nach dem ursächlichen Zusammenhang der Osteoporose (
Femur
) und der
Osteopenie
(LWS)
erklärte er
in
der
Stellungnahme vom 3. Dezember 2008 lediglich mit den Worten „überwiegend wahrscheinlich zu Unfall vom 3. August 1991“ (Urk. 10/M26 S. 2
), ohne dies zu begründen. Auch die Stellungnahme von Dr.
P._
vom 14. Juli 2010 enthält keine Begründung zur
Unfall
kausalität
der Osteoporose. Er führte darin einzig aus, die
Diskus
hernie
L4/5 stehe nur möglicherweise in ursächlichem Zusammenhang mit den
Unfall
ereig
nissen
vom 3. August 1991 und vom 7. Oktober 2006. Dege
nerative
Dis
kus
ver
änderungen
stünden im Vordergrund. Die Rückenbeschwerden und die Osteo
porose seien
bisher stets als unfallkausal beurteilt worden. Insgesamt seien die Rückenbeschwerden multifaktoriell (Status nach Frakturen, Osteoporose, de
ge
nerative Diskusveränderungen) bedingt
. Die Unfallgenese dieser anhaltenden Beschwerden stehe aber weiterhin im Vordergrund
(Urk. 10/M34 S. 2).
Damit setzte sich weder Dr.
O._
noch Dr.
P._
nachvollziehbar mit der Kausali
tät der Osteoporose auseinander, weshalb deren Stellungnahmen das hiervor Aus
geführte nicht in Frage zu stellen vermögen.
Es ist somit davon auszugehen, dass d
ie Osteoporose respektive
Osteopenie
des Beschwerdeführers
keine Folge des Unfalls vom 3. August 1991 darstellen
.
E
rgänzender medizinischer Ab
klä
rungen bedarf
es nicht
.
5.
5
.1
Betreffend den
(natürlichen)
Kausalzusammenhang zwischen
der
Fraktur am LWK 5 und dem Ereignis vom 7. Oktober 2006 ist
Folgendes zu beachten:
Recht
sprechungs
gemäss
gehören zu den im Sinne von
Art.
6
Abs.
1 UVG
mass
gebenden
Ursachen auch Umstände, ohne deren Vorhandensein die ge
sund
heit
liche Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine
scha
dens
auslösende
traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann
leistungs
be
grün
dend
, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder später wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich des Zeit
punkts des Schadenseintritts Conditio sine qua non war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein ge
gen
wärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest werden
lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eig
enständige Bedeutung anzunehmen.
Einem Ereignis kommt nach dem Gesagten der Charakter einer anspruchsbegründenden Teilursache zu, wenn das aus der potentiellen pathogenen Gesamtursache resultierende Risiko zuvor nicht
dermassen
gegenwärtig war, dass der auslösende Faktor gleichsam belie
big und austauschbar erschiene. Dagegen entspricht die unfallbedingte Ein
wir
kung - bei erstelltem Auslösezusammenhang - einer (anspruchshindernden) Gelegenheits- oder Zufallsursache, wenn sie auf einen derart labilen, prekären Vorzustand trifft, dass jederzeit mit einem Eintritt der (organischen) Schädigung zu rechnen gewesen wäre, sei es aus eigener Dynamik der pathogenen
Scha
densanlage
oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen
Zufalls
an
lass
. Wenn ein alltäglicher alternativer Belastungsfaktor zu annähernd glei
cher Zeit dieselbe Gesundheitsschädigung hätte bewirken können, erscheint der Un
fall nicht als kausal signifikantes Ereignis, sondern als austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungspflicht des obligatorischen
Unfall
ver
sicherers
(
SVR 2012 UV Nr. 8 S.
27, 8C_380/2011
E. 4.2
mit Hinweisen
).
5.2
5.2.1
Die
K._
-Gutachter
waren
bereits im Gutachten vom 23. November 2011, mit
hin
vor
Beurteilung d
es orthopädischen Gutachter Dr.
V._
vom 1. März 2012
und vor Einsicht in die Röntgenaufnahmen von 1981 sowie 1991
(Urk. 10/M41
),
zum Schluss gekommen
, dass
aufgrund der
vorbestehenden
patho
logisch
-
osteoporotischen
Ver
hältnisse
(unter anderem) an der
LWS
auch
ein Zufallsanlass
im Sinne eines alltäglichen alternativen Belastungsfaktors
zur Aktivie
rung der Symptomatik
ausgereicht hätte
und daher das Ereignis vom 7. Oktober 2006 nicht als
unfallrechtlich relevante
(Teil-)Ur
sache der diag
nosti
zierten LWK
5-Fraktur zu beurteilen sei
(Urk. 10/M36 S. 1
7
und Anhang S.
2
f
.
)
.
Und zwar
führten sie
nachvollziehbar
aus
,
dass
der behandelnde Orthopäde
PD Dr.
H._
im Bericht vom 15.
November 2006
(Urk. 10/M1)
die
stattgehabte
Frak
tur des
LWK
5
einem rela
tiv geringen Trauma v
om 7.
Oktober 2006 zuge
ordnet habe und im Verlauf
osteoporosetypisch
radiologisch eine leichte
Nach
sinterung
api
kal L5 erkennbar gewesen
sei. Die Sinterungsfraktur LWK
5 sei daher im We
sentlich als patho
logische
Osteoporosefraktur
zu interpretieren. Das
Ereignis vom
7.
Oktober 2006 sei nicht geeignet gewesen, einen gesunden und von einer Osteoporose nicht befallenen Wirbelkörper strukturell zu schädigen. Die Osteo
porose sei - auch übereinstimmend mit der
osteodensitometrischen
Ab
klärung vom
3.
Juni 2008
(Urk. 10/M6)
- bereits fortgeschritten und es habe nicht mehr als einer Baga
telleinwirkung bedurft, um die Sinterung des 5.
Lenden
wirbel
kör
pers
zu bewirken (Urk. 10/M36 S. 17).
Der Unfall vom
7.
Oktober 2006 stelle keine entscheidende Teilursache im Sinne einer Conditio sine qua non dar. Die Sinterungsfraktur LWK 5 gelte als pathologische
Osteop
o
rosefraktur
und hätte bei jeder anderen
blanden
Einwirkung ebenso entstehen können (Urk. 10/M36 Anhang S. 2).
5.2.2
Diese Beurteilung
ist überzeugend und mit den übrigen Akten vereinbar
.
Und zwar wurde d
as Unfallereignis
vom 7. Oktober 2006 im
Schaden
inspektoren-Bericht
vom 23. Januar 2007 folgendermassen protokolliert:
Der Beschwerde
führer habe gegenüber von seiner Ehefrau gestanden, diese habe scherzhaft einen Schritt nach hinten gemacht und sei gestolpert
, so dass sie
zu fallen ge
droht
habe
, woraufhin er sie mit den Armen aufgefangen habe. Dabei hätten Kräfte (Gewicht der Ehefrau zirka 60 Kilogramm) auf seine nach vorn gebeugte Wirbelsäule gewirkt und er sei zusammen mit seiner Gattin zu Fall gekommen
. Er sei auf die rechte Seite auf den Boden gestürzt
(Urk.
10/6
S. 1
).
Gemäss dem
Bericht der erstbehandelnden Ärzte des Spitals
F._
vom 11. Dezember 2006
hat
te
der Beschwerdeführer
allerdings noch
angegeben, er habe sich mit der Ehe
frau im Raum „ruckartig nach vorne übergebeugt“, wobei er plötzlich einen starken Schmerz im Lendenwirbelsäulenbereich verspürt habe. Ein Sturz sei dabei nicht erfolgt. Die Einweisung sei per Notarzt erfolgt
(Urk. 10/M4 S.
1
).
Trotz dieser
wider
sprechende
n
Aussage
n des Beschwerdeführers zum Unfall
hergang
(
zur Beweismaxime des Gewichts von „
Aussagen der ersten Stunde“
vgl. BGE
121 V 45
E. 2a mit Hinweisen)
wurde
von der Beschwerdegegnerin nicht in Abrede gestellt, dass ein Sturz erfolgt ist.
S
elbst eingedenk eines Stur
zes ist
indes
festzuhalten
, dass
ein solcher nicht
nach hinten auf das
Gesäss
erfolgte
und damit
jedenfalls
die direkte
Kraft
einwirkung
auf den LWK 5 als nicht allzu
gross
anzunehmen ist
.
I
m besagten Bericht des Spitals
F._
wurde
als
wesentlicher Befund gemäss
dem
MRT vom 10. Oktober 2006
denn auch lediglich
ein frisches paralleles
band
förmiges
Ödem am LWK 5 mit gerin
ger
Deck
platten
impression
ohne
Höhen
verminderung
des
Wirbel
körpers
und ohne Nachweis einer frischen
Band
scheiben
affektion
, mithin ohne Ab
splitte
rung eines Knochenteils
und ohne
weitere
Verletzungen
festge
halten
. Dies sei am ehesten als Zeichen einer frischen Deckplattenkompressionsfraktur
LWK
5 zu
beurteilen
, wobei betreffend Kausalität ein direkter Zusam
menhang aus der Schilderung der Beschwerdeentstehung nicht zu erkennen sei
(Urk. 10/M4 S.
2
).
Auch gemäss
dem Bericht von PD Dr.
H._
vom 15. November 2006 erlitt der Beschwerdeführer eine LWK5-Stauchungsfraktur, welche durch ein relativ ge
ringes Trauma aufgetreten sei.
PD Dr.
H._
hatte in diesem Bericht, mithin vor der
osteodensitometrischen
Messung vom 3. Juni 2008 (Urk. 10/M6), von einer
radiologisch
eindrücklichen
Rarifizierung
der
trabekulären
Strukturen
mit Ver
dacht auf Osteoporose gesprochen.
Aufgrund dessen sei eine Osteoporose-Ab
klärung und Behandlung angezeigt, um weitere
n
Wirbeleinbrüchen bei gerin
gen Belastungsmomenten vorzubeugen
(Urk. 10/M1 S. 2).
Auch PD Dr.
H._
ging somit von einem Wirbeleinbruch aus und von bereits radiologisch deutlichen Zeichen für eine erhebliche Deminera
lisierung der Knochenstruktur. Wenn PD Dr.
H._
zudem im radio
logischen Verlauf (gemäss Röntgenaufnahme der LWS vom 6. November 2006) eine leichte Nachsinterung apikal L5 zufolge Ausbruch der Vorderkante feststellte (Urk. 10/M1 S. 2),
bezeichnete er damit ein schritt
weises Fortschreiten des Wirbeleinbruchs, wie das Wort „Nach-„Sinterung bereits erklärt.
Schliesslich hielt auch PD Dr.
I._
im Bericht vom
8.
Januar 2007 fest, dass die letzte Wirbelkörperfraktur (vom
7.
Oktober 200
6
) ohne adä
quates Ereignis erfolgt sei, weshalb er den Beginn einer
entsprechenden medi
kamentösen
Therapie empfahl (Urk. 10/M6 S. 1).
5.2.3
Bei dieser Sachlage ist
bei Eintritt des Ereignisses vom
7.
Oktober 2006 von einem derart labilen Vorzustand auszugehen, dass mit einem Wirbel(ein-)
bruch
im Sinne einer Deckplattenimpression jederzeit zu rechnen gewesen wäre,
sei es aus eigener Dynamik der pathogenen Schadensanlage oder wegen Ansprechens auf einen beliebigen anderen Zufalls
anlass. Die
unfallbedingte Ein
wir
kung
-
Verhebetrauma
oder/und Sturz - hat daher
als anspruchshindernde
Gelegen
heits
- oder Zufallsursache
zu gelten. Folglich verneinte die Beschwerdegegnerin ihre
Leistungspflicht
zufolge des
Ereignisses vom
7.
Oktober 2006 zu Recht.
Dies gilt im Übrigen auch
in Bezug auf
die mit
CT der LWS vom 2
2.
Juni 2010
fest
gestellte Diskushernie
L4/5 (Urk. 10/M33)
, welche nach dem Gesagten als dege
nerative Folge
möglicherweise
der Osteoporose-Erkrankung
und jedenfalls
unabhängig vom Unfallgeschehen zu gelten hat.
An diesem Ergebnis vermögen sämtliche weiteren Vorbringen des
Beschwerde
führers
nichts zu ändern.
Der rechtsrelevante Sachverhalt ist
zudem
genügend abgeklärt und es ist nicht zu erwarten, dass zusätzliche
Beweismassnahmen
einen
entscheidrelevanten
neuen Aufschluss bringen
, weshalb davon abzusehen ist
.
5.3
Bei dieser Ausgangslage ist mit der Beschwerdegegnerin in Bezug auf die restli
chen
Beschwerden
aus dem Unfall
ereignis vom 3.
August 1991
- wenn über
haupt -
von einer sehr geringen Belastung
ohne
Therapiebedürftigkeit per Ende
Mai 2011
auszugehen, zumal eine medizinische Behandlung insofern bereits 2001 eingestellt worden war (vgl. Erwägung 3.2 hiervor) und seither diesbezüg
lich keine Rückfallmeldung erfolgte. Eine dadurch resultierende ärztlich attes
tierte Einschränkung der Arbeits
fähigkeit besteht ebenfalls nicht. Insbesondere ist
dabei
keine Einschränkung
auszumachen, welche zu einer Erwerbs
unfähig
keit
von mindestens 10
%
führen könnte
(Art. 18 Abs. 1 IVG).
Eine
Integritäts
entschädigung
für die Folgen des Unfalls vom 3. August 1991 wurden dem Be
schwerdeführer zudem
(damals
unwidersprochen
)
bereits im Jahre 1995 ausbe
zahlt (Urk. 9/4, Urk. 9/13), weshalb nicht erneut darüber zu befinden ist.
5.4
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
3
1.
Mai 2012
(Urk. 2)
erweist sich
als
rechtens
. D
ie dagegen erhobene Beschwerde ist
daher
abzuweisen.