# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3ab5f261-407e-493b-964b-cd7d36e1c1c6
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die M GmbH mit Sitz in B. erbringt gemäss Auszug aus dem Handelsregister vom
4. Juni 2007 seit 11. Mai 2007 u.a. administrative Dienstleistungen und erledigt
Büroarbeiten für andere Gesellschaften. Vor diesem Zeitpunkt bezweckte sie u.a. den
Handel mit Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln. Gemäss Rekursschrift
vom 13. Oktober 2006 organisiert die M GmbH den Versand von Produkten für die F.
Ltd., ein amerikanisches Unternehmen. Sie erhält Bestellungen, die der F. Ltd. von
Kunden aus der Schweiz per Internet übermittelt werden, versendet die Produkte und
stellt den Kunden Rechnung.
Am 30. August 2006 führte das Kantonale Amt für Lebensmittelkontrolle (KAL) bei der
M GmbH in B. eine angekündigte Inspektion durch. In der Folge, am 21. September
2006, beschlagnahmte das KAL verschiedene Produkte: (Nr. 5: "M Double You,
Antioxidants, 90 Tabs", Nr. 6: "CLA Caps, MDY sports, 90 Caps und Shape Right,
Lifestyle, CLA", Nr. 7: "M Double You, Chroom Pico", Nr. 8: "Fatburners M Double You,
120 Tabletten", Nr. 9: "Carnitol Mega Forte von Sanas, 30 Ampullen zu 25 ml", Nr. 10:
"Power Star Food, Premium Multi Enzyme", Nr. 11: "Power Star Food, Premium
Spirulina") und ordnete an, dass die Warenvorräte ohne Zustimmung nicht verschoben
werden dürften und dass über die beabsichtigte Verwendung der Produkte informiert
werden müsse (Ziff. 1 bis 3 der Verfügung). Sodann wurde die M GmbH verpflichtet,
bis 9. Oktober 2006 mitzuteilen, bis wann sie die Kennzeichnung verschiedener
Produkte (Nr. 1: "Creatine Powder Crea Sport, 650 g", Nr. 2: "Liquid Burner, 1000 mg
L-Carnithin, 20 Ampullen zu 25 ml", Nr. 3: "Power Star Food, Premium Ornithin", Nr. 4:
"Nutriforce, Guar Slim") anpassen könne (Ziff. 4 der Verfügung). Im weiteren wurde das
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Unternehmen angehalten, auf der Startseite der Homepage www.f.ch bis 9. Oktober
2006 an prominenter Stelle zu erklären, wie Produkte, die in der Schweiz nicht
verkehrsfähig sind, gekennzeichnet werden und die Produkte bezüglich
Verkehrsfähigkeit bis 16. Oktober 2006 korrekt einzustufen (Ziff. 5 und 6 der
Verfügung). Schliesslich wurde die M GmbH verpflichtet, bis 30. November 2006 ein
Selbstkontrollkonzept zu erstellen, welches das gesetzeskonforme Inverkehrbringen
der Produkte ermöglicht (Ziff. 7 der Verfügung). Einer Einsprache gegen diese
Verfügung wurde gestützt auf Art. 56 Abs. 1 des Lebensmittelgesetzes (SR 817.0,
abgekürzt LMG) die aufschiebende Wirkung ent-zogen.
Am 27. September 2006 erhob die M GmbH Einsprache, die das KAL am 2. Oktober
2006 abwies.
B./ Am 13. Oktober 2006 erhob die M GmbH gegen den Einspracheentscheid des KAL
vom 2. Oktober 2006 Rekurs beim Gesundheitsdepartement. Sie beantragte, der
angefochtene Entscheid und die Verfügung des KAL vom 21. September 2006 seien
aufzuheben und der Einsprache sei die aufschiebende Wirkung wieder zu erteilen.
Das Gesundheitsdepartement entschied am 15. März 2007 über die Streitsache. Der
Rekurs wurde gutgeheissen, soweit mit dem angefochtenen Entscheid vom 2. Oktober
2006 Ziff. 5 und 6 der Verfügung des KAL vom 21. September 2006 bestätigt worden
waren, welche Anordnungen betreffend die Homepage www.f..ch zum Gegenstand
hatten. Ziff. 5 und 6 der Verfügung des KAL vom 21. September 2006 wurden
aufgehoben (Ziff. 1). Sodann stellte das Gesundheitsdepartement fest, die Zulässigkeit
des Produkts Nr. 11 ("Power Star Food, Premium Spirulina") sei seit dem 1. Januar
2007 zufolge einer Änderung der Verordnung des Eidgenössischen Departements des
Innern (EDI) über Speziallebensmittel (SR 817.022.104) anerkannt, weshalb der Rekurs
in dieser Hinsicht gegenstandslos geworden sei. Im übrigen wurde der Rekurs
abgewiesen (Ziff. 2), und einer allfälligen Be-schwerde an das Verwaltungsgericht
wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Ziff. 5). Der Rekurrentin wurde eine
Entscheidgebühr von Fr. 750.-- auferlegt, und das Begehren um Ersatz der

## Considerations

ausseramtlichen Kosten wurde abgewiesen (Ziff. 3 und 4). Den Erwägungen zum
Entscheid kann überdies entnommen werden, die Rekurrentin habe die Anordnungen
betreffend die Produkte Nrn. 5, 8 und 9 anerkannt und sei bereit, die Etikettierung der
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Produkte Nrn. 1, 2 und 3 gesetzeskonform auszugestalten, weshalb der Rekurs in
dieser Hinsicht gegenstandslos geworden sei.
C./ Am 30. März 2007 erhob die M GmbH gegen den Entscheid des
Gesundheitsdepartements vom 15. März 2007 Beschwerde beim Verwaltungsgericht.
Sie stellte folgende Rechtsbegehren:
" 1.
Es seien die Ziffern 2, 3 und 5 des Rekursentscheides der Vorinstanz vom 15. März
2007 aufzuheben und stattdessen:
1.1.
die Einsprache bzw. der Rekurs der Beschwerdeführerin betreffend die Ziffern 1 bis 4
sowie 8 und 10 der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 21. September 2006 im
Umfang der noch bestrittenen und im Rekursverfahren nicht anerkannten
Verfügungsteile vollumfänglich gutzuheissen.
1.2.
die Kosten des Einspracheverfahrens der Beschwerdegegnerin bzw. der Staatskasse
aufzuerlegen bzw. bei bereits erfolgter Bezahlung die Rückerstattung an die
Beschwerdeführerin anzuordnen und die Beschwerdegegnerin bzw. die Staatskasse zu
verpflichten, die Beschwerdeführerin für die im Einspracheverfahren entstandenen
Parteikosten in richterlich genehmigter Höhe zu entschädigen.
1.3.
die Kosten des Rekursverfahrens der Vorinstanz bzw. der Staatskasse aufzuerlegen
und die Vorinstanz bzw. die Staatskasse zu verpflichten, die Beschwerdeführerin für
die im Rekursverfahren entstandenen Parteikosten in richterlich genehmigter Höhe zu
entschädigen.
1.4.
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der vorliegenden Beschwerde an das Verwaltungsgericht die aufschiebende Wirkung
zu erteilen.
2.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin und
Vorinstanz bzw. der Staatskasse auch in diesem
Beschwerdeverfahren."
Am 19. April 2007 wies der Präsident des Ver-waltungsgerichts das Gesuch um
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung ab. Er gelangte zum Ergebnis, die
sofortige Vollstreckbarkeit der Anordnungen sei gerecht-fertigt, weil die Möglichkeit
einer Gesundheitsgefährdung von Konsumenten bestehe.
Am 7. Mai 2007 liess sich das Gesundheitsdepartement vernehmen und beantragte,
die Beschwerde sei abzu-weisen. Die M GmbH nahm am 22. Mai 2007 Stellung und
hielt an ihren Anträgen fest.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP), und die
M GmbH ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung
mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Sodann erfüllt die Beschwerdeschrift vom 30. März 2007 in
formaler und inhaltlicher Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP).
Die Rechtsmittelfrist für eine Beschwerdeerhebung beim Verwaltungsgericht beträgt 14
Tage (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP). Diese Frist gilt gemäss