# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 13b01c9c-a87b-4ccd-95d0-3848ec6f464d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am 15. Juli 1950 in B. (Italien) geboren und wuchs in F. und C. auf. Nach dem Besuch der Schulen in C. und M. ging sie nach England, um dort Englisch zu lernen. Anschliessend gelangte sie nach O., wo sie im Hotel A. eine Anstellung fand und ihren zukünftigen Ehemann kennen lernte. Geheiratet haben sie im Jahre 1972. Darauf arbeitete X. während mehreren Jahren im Tessin im Hotelgewerbe. Seit 1996 führt sie zusammen mit ihrem Ehemann in L. und P. ein Antiquariat. Sie ist Mutter von zwei mittlerweile erwachsenen Kindern und wohnt zusammen mit ihrem Ehemann in L.. Ihren Angaben zufolge gibt es für die Antiquariatssachen keine grosse Nachfrage. Per Ende 2004 versteuerte sie zusammen mit ihrem Ehemann ein Vermögen von 5.9 Mio. Franken.
X. ist weder im Schweizerischen Zentralstrafregister noch im  verzeichnet.
B. Am 28. April 2006 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen X. eine Strafuntersuchung wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln und beauftragte das Untersuchungsrichteramt Chur mit deren Durchführung. Die Schlussverfügung erging am 31. Mai 2006. Mit Verfügung vom 29. Juni 2006 wurde X. wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 2 und 4 SVG, Art. 35 Abs. 1 und 3 SVG sowie Art. 39 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG in Anklagezustand versetzt. Der gestützt auf Art. 346 StGB und Art. 48 StPO zu Handen des Bezirksgerichtsausschusses Imboden erhobenen Anklage liegt gemäss Anklageschrift vom 29. Juni 2006 der folgende Sachverhalt zu Grunde:
„Am Donnerstag, den 30. März 2006, fuhr X. um ca. 18:20 Uhr mit ihrem Personenwagen VW Passat über die Autobahn A13 von H. in Richtung T.. Sie war unterwegs ins Tessin. Zur gleichen Zeit befand sich Y. mit ihrem Toyota auf der Fahrt von H. in Richtung T.. Ca. 200 Meter vor dem Autobahnende bei D., das heisst im Bereich des letzten Überkopfsignals, welches die Fahrspur rechts in Richtung I. und links in Richtung S. trennt, schloss die Angeklagte auf den von Y. gelenkten Personenwagen auf. Y. fuhr zu diesem Zeitpunkt mit ca. 100 km/h auf der linken Fahrspur. Gleich anschliessend scherte die Angeklagte mit ihrem Wagen auf die rechte Spur aus, fuhr rechts am Fahrzeug von Y. vorbei und wechselte sogleich wieder von der rechten auf die linke Fahrspur. Beim Wiedereinbiegen betrug der Abstand zum rechts überholten Fahrzeug etwa 7 bis 10 Meter. Dann setzte X. ihre Fahrt Richtung T. fort. Wegen des geringen Abstandes, mit welchem X. vor ihr einbog, musste Y. ihr Auto abbremsen, um eine Kollision zu vermeiden. Die Angeklagte hatte jedenfalls beim Wiedereinbiegen den Richtungsblinker nicht betätigt.“
Y. erstatte in der Folge Anzeige bei der Kantonspolizei Graubünden.
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C. Die Staatsanwaltschaft Graubünden stellte in der Ergänzung der Anklageschrift vom 29. Juni 2006 folgende Anträge:
„1. X. sei der groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 2 und 4 SVG, Art. 35 Abs. 1 und 3 SVG sowie Art. 39 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei sie mit einer Busse von Fr. 2'000.-- zu bestrafen. Die Probezeit für die vorzeitige Löschung der Busse im Strafregister sei auf 1 Jahr festzusetzen..
3. Kostenfolge sei die gesetzliche.“
D. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss Imboden vom 13. September 2006 war die Berufungsklägerin in Begleitung ihres Rechtsanwaltes persönlich anwesend. Mit Urteil vom 13. September 2006, mitgeteilt am 30. Oktober 2006, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Imboden wie folgt:
„1. X. ist schuldig der groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 4 SVG sowie Art. 35 Abs. 1 und 3 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG.
2. Dafür wird X. mit Fr. 1'500.00 Busse bestraft.
3. Die Probezeit für die vorzeitige Löschung der Busse wird auf 1 Jahr festgesetzt (Art. 49 Ziff. 4 StGB).
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- den Untersuchungskosten der
Staatsanwaltschaft Graubünden von Fr. 1'249.00
- der Gerichtsgebühr von Fr. 1'700.00
total somit Fr. 2'949.00
gehen im Umfang von 4/5 zu Lasten der Verurteilten.

## Considerations