# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5b12e34c-a02e-40eb-8792-2bba41862331
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. B._ (nachfolgend: B._) ist der Sohn von A._ (nachfolgend: Mutter) und C._ (nachfolgend: Vater). Die Eltern trennten sich kurz nach der Geburt von B._. Mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Mittelland Nord (Bern) vom 30. September 2015 wurde für B._ eine Erziehungsbeistandschaft mit besonderen Befugnissen im Bereich des persönlichen Verkehrs errichtet und der persönliche Verkehr zwischen B._ und seinem Vater geregelt. Zur Umsetzung des Entscheids setzte die Berufsbeistandschaft Plessur E._ als Beistand ein. Mit Entscheid der KESB Nordbünden vom 15. Dezember 2016 wurde der persönliche Verkehr zwischen B._ und seinem Vater neu geregelt. In der Folge kam es zwischen den Eltern von B._ wiederholt zu Problemen bei der Umsetzung des dem Vater eingeräumten Besuchs- und Ferienrechts. Mit Entscheid der KESB Nordbünden vom 13. Februar 2018 bzw. mit Ernennungsurkunde vom 3. Mai 2018 wurde Rechtsanwältin Silvia Däppen als Kindesvertreterin in Bezug auf die Abklärung von Kindesschutzmassnahmen eingesetzt.
B. Mit Entscheid der KESB Nordbünden vom 28. August 2019 wurde ein am 2. Oktober 2018 gestellter Antrag der Mutter auf Aufhebung der Beistandschaft sowie auf Wechsel der Beistandsperson ebenso abgewiesen wie ein Antrag auf Absetzung der Kindesvertretung für B._ für die Vertretung im Verfahren betreffend die Prüfung von Kindesschutzmassnahmen.
C. Am 23. März 2020 stellte die Berufsbeistandschaft Plessur mit Zustimmung des Vaters und ohne Rückmeldung der Mutter bei der KESB Nordbünden den Antrag auf Wechsel der Beistandsperson von E._ auf F._, da E._ die Berufsbeistandschaft Plessur per 30. April 2020 verlasse. Stellvertretend übernahm G._ die Beistandschaft bis zum 30. Juni 2020. Mit Zwischenbericht vom 3. Juni 2020 wies G._ die KESB Nordbünden darauf hin, dass das Besuchsrecht des Vaters, wie es am 10. Juli 2018 bzw. am 26. September 2018 entschieden wurde, nicht umgesetzt werde, und beantragte, dass die Mutter unter Androhung der Bestrafung nach Art. 292 StGB anzuweisen sei, die Besuchskontakte zwischen Vater und Sohn zu ermöglichen. Am 29. Juni 2020 legte G._ der KESB Nordbünden einen Rechenschaftsbericht für die Zeit vom 1. April 2018 bis 31. März 2020 zur Prüfung vor und beantragte unter anderem dessen Genehmigung sowie die unveränderte Weiterführung der Massnahme.
D. Die KESB Nordbünden entschied am 2. Juli 2020, begründet mitgeteilt am 23. Juli 2020, was folgt:
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1. Als Beiständin für B._ wird rückwirkend per 1. Juli 2020 anstelle von E._ neu F._ (Berufsbeistandschaft Plessur) eingesetzt.
2. Die laufende Rechenschaftsperiode (bis 31.03.2022) gilt auch für die neue Beistandsperson.
3. E._ wird von der Pflicht zur Einreichung eines Schlussberichts und der Schlussrechnung entbunden; über seine Entlastung wird anlässlich der nächsten periodischen Rechenschaftsablage zu befinden sein.
4. Die Leitung der Berufsbeistandschaft Plessur wird angewiesen, der KESB unverzüglich nach Mandatsende das Original der Ernennungsurkunde vom 28. August 2019 zur Archivierung zu übergeben.
5. Es wird auf die Erhebung von Kosten verzichtet.

## Considerations