# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c216db30-dd1e-4fa1-a96b-6a1bf398e3e8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A.1. A. ist einzelzeichnungsberechtigter Gesellschafter und Geschäftsführer der B., einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Z.. Ihr Zweck besteht in der Ausführung von Autotransporten im nationalen und internationalen Bereich. Im Frühjahr 2008 trat sie mit der C. beziehungsweise mit deren Vorgängerin, der D. GmbH (vormals E. GmbH), in Verhandlungen über den Kauf und den Einbau eines hydraulischen Krans auf den Lastwagen F. der B.. Zu diesem Zeitpunkt war G. für die D. GmbH einzelzeichnungsberechtigt. Am 29. Mai 2008 schlossen die Parteien, vertreten durch A. und G., einen handschriftlich abgefassten Vertrag, gemäss welchem sich der Gesamtpreis für Kauf und Montage eines Krans _ der Marke H. auf Fr. 93'000.-- (exkl. MWSt) resp. Fr. 100'068.-- (inkl. MWSt) belief. Im Juni 2008 wurde der betreffende Kran eingebaut und am 28. Juni 2008 der Firma B. übergeben. Am 20. Juni 2008 leistete die B. eine Anzahlung von Fr. 30'000.-- in bar und überwies den Restbetrag von Fr. 70'068.-- am 30. Juni 2008 mittels Bankauftrag auf ein Konto der E. GmbH, über welche auch die Rechnungsstellung erfolgte.
2. Nach Darstellung der B. mussten bereits kurze Zeit später Nachbesserungsarbeiten im Zusammenhang mit dem Kranaufbau vorgenommen werden. Mit Datum vom 24. Oktober 2008 gelangte die B. erstmals mit einer schriftlichen Mängelliste an die E. GmbH. Darin wurde dieser Frist bis zum 3. November 2008 gesetzt, um einen anderen Kran zu liefern, andernfalls eine andere Firma mit der Lieferung eines Krans beauftragt werde. Mangels Reaktion der E. GmbH verlangte die B. mit Schreiben vom 8. November 2008 die Wandelung und bestand darauf, dass der Kran abgebaut und der Kaufpreis restituiert werde. Die Parteien einigten sich schliesslich darauf, dass zwischen dem 15. und 19. Dezember 2008 erneut Reparaturen und Messungen am Kran vorgenommen werden sollten. Doch auch im Anschluss daran traten gemäss Angaben der B. weiterhin Probleme mit dem Kran auf. Mit Schreiben vom 26. Januar 2009 und 20. Februar 2009 liess die B. der E. GmbH resp. der C. weitere Mängellisten – mit teils neuen Rügen – zukommen. Eine Bereinigung der Angelegenheit konnte in der Folge nicht erzielt werden.
B. Am 9. März 2009 meldete die B. beim Kreisamt Fünf Dörfer eine entsprechende Klage gegen die D. GmbH, die C. sowie G. zur Vermittlung an. Anlässlich der Sühneverhandlung vom 1. April 2009 schlossen die B. und die C. eine Vereinbarung, wonach der ursprünglich zwischen der B. und der E. GmbH abgeschlossene Vertrag vom 29. Mai 2008 auf die C. übertragen worden sei. In
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der Folge wurde die Klage gegen die D. GmbH und G. zurückgezogen und lediglich noch die C. ins Recht gefasst. Des Weiteren erklärten sich die Parteien mit der Anordnung eines Gutachtens einverstanden, woraufhin der Bezirksgerichtspräsident Landquart im Verfahren betreffend Sicherstellung eines gefährdeten Beweises mit Verfügung vom 27. Mai 2009 die Firma I. AG mit der Ausarbeitung eines Gutachtens gemäss den Fragen 1-15 des Gesuchs der B. vom 9. März 2009 beauftragte. Das im Anschluss daran durch die I. AG erstellte Gutachten datiert vom 11. Juni 2009 und wurde den Parteien sowie dem Prozessleiter am 19. Juni 2009 zur Kenntnis zugestellt.
Da auch nach Vorliegen des Gutachtens unter den Parteien keine Einigung erzielt werden konnte, stellte die Kreisvizepräsidentin Fünf Dörfer am 15. Juli 2009 den Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren aus:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Die Beklagten seien zu verurteilen, den Kaufpreis von CHF 100'068.- zuzüglich Zins zu 5% seit dem 01.07.2008 an die Klägerin zu bezahlen, während die Klägerin zu verpflichten sei, Zug um Zug den Kran _, Nr._, der Marke H. zurückzugeben.
2. Die Beklagten seien zu verurteilen, der Klägerin CHF 6'400.- zuzüglich Zins zu 5% seit dem 09.03.2009 zu bezahlen.
3. Eventualiter sei der Kaufpreis gestützt auf die im beantragten gerichtlichen Gutachten festgestellten Mängel an der Kaufsache um CHF 75'000.- oder nach freiem richterlichem Ermessen zu mindern und die Beklagten seien zu verurteilen, der Klägerin CHF 75'000.- oder den Differenzbetrag zwischen dem Kaufpreis und dem effektiven Wert des Krans _, Nr._, der Marke H., zu bezahlen. Darüber hinaus seien die Beklagten zu verurteilen, auf eigene Kosten die im beantragten gerichtlichen Gutachten festgestellten Mängel des Einbaus des Krans _, Nr._, der Marke H. zu beheben.
4. Es sei darüber hinaus im Urteilsdispositiv davon Vormerk zu nehmen, dass sich die Klägerin einen Nachklagevorbehalt für die Geltendmachung sämtlicher nach der Anhebung der Klage am 09.03.2009 entstandenen Schäden einschliesslich der Kosten für die Rückabwicklung wie die Kosten für den Abbau und den Rücktransport des Krans ausdrücklich vorbehält.
5. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6% MwSt zulasten der Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Abweisung der Klage.
2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.“
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C. Innert Frist unterbreitete die B. die Streitsache mit Eingabe vom 20. August 2009 dem Bezirksgericht Landquart. Das Rechtsbegehren blieb unverändert, richtete sich indessen neu nur noch gegen die C.. Dieselbe liess mit Prozessantwort vom 5. Oktober 2009 die kostenpflichtige Abweisung der Klage beantragen.
In der Replik vom 13. November 2009 sowie der darauffolgenden Duplik vom 5. Februar 2010 hielten die Parteien weiterhin an ihren Rechtsbegehren fest.
D. Nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung, an welcher die Rechtsvertreter beider Parteien teilnahmen, erkannte das Bezirksgericht Landquart mit Urteil vom 1. September 2010, mitgeteilt am 13. Oktober 2010, wie folgt:
„1. Die Klage wird unter Vorbehalt der nachstehenden Ziff. 2 und 3 abgewiesen.
2. Es wird gerichtlich davon Vormerk genommen, dass sich die Beklagte verpflichtet hat, die im Gutachten der I. AG vom 11. Juni 2009 aufgeführten Mängel auf Garantie zu beheben.
3. Es wird gerichtlich davon Vormerk genommen, dass die Beklagte die in den Erwägungen genannte Garantie für den von ihr auf das Fahrzeug der Klägerin im Jahre 2008 eingebauten Kran anerkennt.
4. Die Kosten des Kreispräsidenten Fünf Dörfer als Vermittler im Betrage von Fr. 100.-- sowie die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 4'568.80
- einer Schreibgebühr von Fr. 733.35
- den Barauslagen von Fr. 547.85
- einem Streitwertzuschlag von Fr. 2'000.00
- 2 Verfügungen vorsorgliche Massnahmen Fr. 1'200.00
- Kosten Gutachten Fr. 3'088.10
total somit Fr. 12'138.10
werden der Klägerin auferlegt, welche der Beklagten zudem eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 6'000.-- (Mehrwertsteuer darin enthalten) zu bezahlen hat.

## Considerations