# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 107be765-0d3e-4f51-8e6a-4d4dfcecbf89
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. A._ als Mieterin schloss am _ 2016 mit der C._ als Vermieterin einen Mietvertrag über eine 3 1⁄2-Zimmerwohnung an der E._ in F._. Mietbeginn war der 1. April 2017. Den monatlichen Bruttomietzins setzten die Parteien auf CHF 2'450.00 fest.
B. Mit Schreiben vom 11. November 2019 mahnte die C._ AG A._ erstmals für ausstehende Mietzinse der Monate Oktober und November 2019. Gleichzeitig setzte sie A._ eine Zahlungsfrist bis zum 13. Dezember 2019 an, verbunden mit der Kündigungsandrohung im Unterlassungsfall.
C. In der Folge bezahlte A._ gewisse Mietzinse, andere blieb sie dagegen schuldig.
D. Mit E-Mail vom 12. Mai 2020 mahnte die C._ AG A._ für ausstehende Mietzinse der Monate April und Mai 2020 und gewährte ihr eine Zahlungsfrist von zehn Tagen, um diese zu begleichen. Zudem wies sie darauf hin, dass das Mietverhältnis nach (unbenutztem) Ablauf der Frist gekündigt werde.
E. Mit E-Mail vom 15. Juni 2020 bestätigte die C._ AG A._ den Erhalt des Mietzinses für den Monat Juni 2020, hielt jedoch fest, die Mietzinse für die Monate April und Mai 2020 nicht erhalten zu haben. Zu deren Begleichung setzte die C._ AG A._ eine letzte Zahlungsfrist bis zum 26. Juni 2020 an, unter Androhung der Kündigung im Unterlassungsfall.
F. Am 29. Juni 2020 kündigte die C._ AG das Mietverhältnis unter Verwendung des amtlichen Formulars per 31. Juli 2020.
G. A._ reichte am 30. Juli 2020 ein Schlichtungsgesuch bei der Schlichtungsbehörde für Mietsachen der Region Maloja ein.
H. Die C._ AG gelangte alsdann am 11. August 2020 an das Regionalgericht Maloja und beantragte die Ausweisung von A._, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten derselben.
I. Mit prozessleitender Verfügung vom 12. August 2020 ordnete der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja das schriftliche Verfahren an und forderte A._ zur schriftlichen Stellungnahme innert Frist auf.
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J. A._ nahm die gerichtliche Aufforderung zur Stellungnahme nicht entgegen, weshalb am 6. Oktober 2020 deren polizeiliche Zustellung erfolgte. In der Folge liess sich A._ innert Frist nicht vernehmen.
K. Mit Entscheid vom 22. Oktober 2020, in begründeter Form mitgeteilt am 3. November 2020, erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Maloja wie folgt:
1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, der Gesuchstellerin auf erstes Verlangen hin die 3 1⁄ an der E._, F._, innert 5 Tagen zurückzugeben.
2. Für die Wohnungsräumung kann Polizeigewalt in Anspruch genommen werden. Die Kantonspolizei Graubünden wird angewiesen, der Gesuchstellerin auf ihr Ersuchen hin und unter Vorlage dieses Entscheides bei der Räumung behilflich zu sein.
3. Die Gerichtskosten von CHF 1'000.- werden der Gesuchsgegnerin auferlegt. Sie werden mit dem seitens der Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss verrechnet unter Erteilung des Regressrechts auf die Gesuchsgegnerin.
4. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, die Gesuchstellerin mit pauschal CHF 1'000.-, inkl. MwSt., ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations