# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e45fd6af-d5d9-4dce-aebf-6aee45221b87
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. B.X. beschwerte sich am 10. Oktober 2014 beim Gesundheitsdepartement des
Kantons St. Gallen (GD) über eine zahnärztliche Behandlung bei Dr. med. dent. A.Y. Im
Wesentlichen machte sie geltend, der durchgeführte Eingriff sei medizinisch nicht
notwendig gewesen (vgl. act. 10/1). Das GD nahm die Eingabe als aufsichtsrechtliche
Beschwerde entgegen. Am 17. November 2014 teilte es Dr. A.Y. mit, es prüfe aufgrund
der Anzeige von B.X. die Eröffnung eines Disziplinarverfahrens. Zu prüfen sei ferner, ob
die Voraussetzungen für die Erteilung seiner Berufsausübungsbewilligung –
insbesondere die Vertrauenswürdigkeit – weiterhin gegeben seien. Zwecks
Begutachtung forderte das GD Dr. A.Y. auf, die Krankengeschichten von B.X. sowie
weiterer Patientinnen und Patienten, deren Unzufriedenheit mit der Behandlung es in
verschiedenen Kanälen recherchiert hatte, einzureichen (act. 10/6). Dr. A.Y. leistete
dieser Aufforderung Folge (vgl. act. 10/8).
Am 15. Januar 2015 fragte der Rechtsdienst des GD beim Kantonszahnarzt Dr. E.F.
nach, ob es bei ihm zu Beanstandungen über Dr. A.Y. gekommen sei (act. 10/9). Der
Kantonszahnarzt bejahte dies für die Jahre 2007, 2009 und 2010; insgesamt seien bei
ihm neun Beanstandungen aktenkundig. Die meisten Fälle bezeichnete er darin als
"erledigt" (vgl. act. 10/10). Von deren sieben forderte das GD am 4. Mai 2015 von Dr.
A.Y. die Herausgabe der Krankengeschichten (act. 10/12). Dies verweigerte Dr. A.Y.
und verlangte schliesslich mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 10. Februar 2016,
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über die Herausgabe dieser Patientenunterlagen sei eine anfechtbare Verfügung zu
erlassen (act. 10/30).
Am 25. April 2016 verfügte das GD, Dr. A.Y. habe die inzwischen bei Rechtsanwalt
lic. iur. K.T., Q., hinterlegten Krankenakten umgehend herauszugeben. Die Herausgabe
an die Aufsichtsbehörde könne nicht mit Verweis auf das Berufsgeheimnis verweigert
werden.
B. Gegen diese Verfügung erhob Dr. A.Y. (Beschwerdeführer) mit Eingabe seines
Rechtsvertreters (Rechtsanwalt lic. iur. Michael Bührer, St. Gallen) vom 10. Mai 2016
Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Er beantragte, die angefochtene
Verfügung sei aufzuheben, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Das GD
(Vorinstanz) beantragte mit Vernehmlassung vom 11. Juni 2016 Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (act. 9). In weiteren Stellungnahmen vom
29. August 2016 und 12. September 2016 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen fest (act. 14 und 18).
Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten, den angefochtenen Entscheid und die

## Considerations

Akten wird – soweit erforderlich – in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die Beschwerde wurde am 1. Mai 2016 erhoben und war damit im Zeitpunkt des
Inkrafttretens der revidierten Bestimmungen zur Zuständigkeit in
gesundheitsrechtlichen Angelegenheiten (vgl. Art. 41 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP) am 1. Juni 2017 hängig. Damit stellt sich die
Frage, welches Verfahrensrecht in intertemporaler Hinsicht Anwendung findet. Eine
entsprechende übergangsrechtliche Regelung findet sich in der Übergangsbestimmung
Ziff. III/1 des V. Nachtrags zum VRP vom 23. Januar 2007 (nGS 42-55) sowie in Art.
133 Abs. 1 VRP. Danach schliesst die nach bisherigem Recht zuständige Instanz
Verfahren, die bei Vollzugsbeginn bei ihr hängig sind, nach bisherigem Recht ab (vgl.
Botschaft und Entwurf der Regierung vom 28. Februar 2006, ABl 2006 819 ff., 846).
quater
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Demzufolge ist im vorliegenden Fall das VRP in der Fassung vom 23. Januar 2011
massgebend.
1.1. Angefochten ist die Verfügung der Vorinstanz vom 25. April 2016, mit welcher sie
den Beschwerdeführer zur Herausgabe von Krankenakten verpflichtete. Dabei handelt
es sich um einen selbständig eröffneten Zwischenentscheid, der – entgegen der