# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 498c87eb-9279-453f-a488-bdebee1eba66
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
A. Im Rahmen einer umfassenden Untersuchung wegen schwerer  im Sinne von Art. 190 ff. des Bundesgesetzes vom 14.  1990 über die direkte Bundessteuer (DBG; SR 642.11) gegen  Beschuldigte erliess die Eidgenössische Steuerverwaltung ( ESTV) unter anderem am 16. Juni 2004 eine  gestützt auf Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR und ordnete die  sämtlicher Grundstücke im Zuständigkeitsbereich des Grundbuchamts Z._, Kanton Zürich, die B._ gehören oder über welche B._ wirtschaftlich verfügen kann, an. Insbesondere erwähnt die  Verfügung das Grundstück _, Z._. Ob die Verfügung mittels einer Grundbuchsperre im Grundbuch Z._ vollzogen wurde, ist nicht aktenkundig und nicht ohne weiteres anzunehmen, nachdem  derselben gemäss Zustellungsvermerk an das Kreisgrundbuch Y._ (im rund 30 km entfernten zürcherischen Bezirk X._) und nicht an das Grundbuchamt Z._ (im Bezirk Z._) erfolgte.
B. Mit Eingabe vom 25. Juni 2004 erhoben A._ und B._ Be-
schwerde bei der „Anklagekammer des Bundesstrafgerichts“. Sie  die Freigabe des beschlagnahmten Grundstücks.
Die ESTV beantragt in ihrer Stellungnahme vom 28. Juni 2004, die Be-
schwerde sei kostenfällig abzuweisen.
In der Replik vom 16. August 2004 halten A._ und B._ an ih-
rem Beschwerdeantrag fest, behalten sich jedoch zusätzlich die  von Schadenersatz- und Genugtuungsansprüchen vor.
Mit Beschwerdeduplik vom 30. August 2004 bekräftigt die ESTV ihren Ab-
weisungsantrag.

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Die Beschwerdeschrift datiert vom 21. Juni 2004 und ist an die Beschwer-
degegnerin adressiert „zuhanden der Anklagekammer des “. Mit „Anklagekammer“ muss offensichtlich die Beschwerdekammer gemeint sein. Korrekt war die Eingabe der Beschwerdeschrift an die  (vgl. Art. 26 Abs. 2 lit. b VStrR), welche es allerdings un-
- 3 -
terlassen hat, das Eingangsdatum zu vermerken. Unklar ist aufgrund der vorliegenden Unterlagen, wann und auf welche Weise die  von der angefochtenen Verfügung Kenntnis erhielten. Sie haben ihre Beschwerde ohne genaue Kenntnis der Verfügung und des  erhoben, innert der dreitägigen Frist seit mündlicher Kenntnisgabe der Amtshandlung durch den stellvertretenden Abteilungschef der , D._, wie sie selbst behaupten. Tatsache ist, dass die Zustellung der angefochtenen Verfügungen an die Beschwerdeführer erst nach Eingang der Beschwerde erfolgte. Angesichts dieser Unklarheiten ist zugunsten der Beschwerdeführer davon auszugehen, die Beschwerde sei rechtzeitig, d.h. innert Frist gemäss Art. 28 Abs. 3 VStrR, erhoben worden.
1.2 Zur Beschwerde ist nur berechtigt, wer durch die angefochtene Amtshand-
lung berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 28 Abs. 1 VStrR). Eine Beschlagnahme ist daher allen davon unmittelbar Betroffenen mitzuteilen, sofern diese mit dem Inhaber der von der Beschlagnahme betroffenen Vermögenswerte nicht identisch sind und soweit die Verwaltung von ihnen Kenntnis hat (BGE 120 IV 164, 166 E. 1 c). Wie aus den Akten ersichtlich ist, wurde die angefochtene  bei Erlass ausser dem Kreisgrundbuchamt X._ dem  E._ in W._ zugestellt, nicht aber den . Erst am 1. Juli 2004 (Eingang) erhielt der Rechtsvertreter beider Beschwerdeführer die Verfügung zugestellt. Wieso auch A._ als  des Grundeigentümers durch die angefochtene Verfügung unmittelbar betroffen sein soll und ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung haben soll, ist weder von den Beschwerdeführern dargetan worden noch sonst wie ersichtlich. Auf die Beschwerde von A._ ist daher nicht einzutreten. Einzutreten ist hingegen auf die Beschwerde des betroffenen Grundeigentümers B._.
2. 2.1 Der Beschwerdeführer bringt zunächst vor, die Untersuchungsbehörde ha-
be zwar nicht ein Recht auf möglichst umfassende Information über die ihm zur Last gelegten Taten verletzt, wohl aber seinen Anspruch, dass ihm der Gegenstand des Verfahrens, d.h. die Umschreibung des angeblich  Verhaltens (mit anderen Worten des Sachverhalts), bekannt gegeben werde. Auch wenn der Sachverhalt nicht abschliessend und  geschildert sein müsse, müsse mindestens angegeben werden, wer im Zusammenhang mit der verfolgten Straftat wann, wo und was begangen haben solle. Die simple Aufführung verschiedener Gesetzesartikel genüge diesen Anforderungen offensichtlich nicht. Die fehlende Bekanntgabe be-
- 4 -
züglich des Gegenstands der Tat stelle eine offensichtliche  dar.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung rechtfertigt es sich selbst
dann, wenn erst nach der Untersuchung feststeht, welche Anschuldigungen schliesslich zur Beurteilung gebracht werden, nicht, bis zu diesem  von einer Unterrichtung des Beschuldigten gänzlich abzusehen:  darf grundsätzlich nicht während des ganzen Untersuchungsverfahrens über den Gegenstand der Untersuchung im Ungewissen gelassen werden, ansonsten er seine Verteidigung nicht vorbereiten kann; es sind ihm daher die ihm zur Last gelegten Taten und die Gesetzesbestimmungen, auf die sich die Beschuldigungen (vorläufig) stützen, bekannt zu geben, ohne dass indessen bereits notwendigerweise die Beweismittel genannt werden müssten, auf die sich die Beschuldigungen stützen. Zu Beginn des  genügt es jedoch, wenn dem Beschuldigten die Einleitung einer  und deren Gegenstand bekannt gegeben wird; auch im  Verlauf der Untersuchung ist eine kurze Orientierung über die  Tat hinreichend; eine umfassende Unterrichtung des  über die Art und den Grund der Beschuldigung, über die tatsächlichen und rechtlichen Gründe, auf welche sich der Vorwurf der  stützt, muss indessen, einschliesslich der Angaben über die in  genommene Strafe, erst nach Abschluss der Untersuchung erfolgen; die Anforderungen an den Umfang der Unterrichtung dürfen daher nicht überspannt werden“ (BGE 119 Ib 12, 18 E. 5 c; VPB 66.100 E. 3 b).
Diese Bundesgerichtspraxis äussert sich zwar dazu, dass bezüglich vor-
geworfener Taten vor Abschluss der Untersuchung keine umfassende  des Beschuldigten, sondern lediglich eine kurze Orientierung verlangt sei. Sie schweigt sich indessen darüber aus, welchen Umfang eine solche Orientierung im Anfangsstadium eines Ermittlungsverfahrens im  aufzuweisen hat.
Dem Beschuldigten muss es unter den gegebenen Umständen noch nicht
möglich sein, sich materiell umfassend zu verteidigen. Hingegen muss er die Möglichkeit haben, sich anhand der erhaltenen Informationen Klarheit über die Art und die wesentlichen Gründe der Beschuldigung zu  und so seine Rechte ungeschmälert zu wahren (vgl. ZWEIFEL, Das rechtliche Gehör im Steuerhinterziehungsverfahren, in: ASA 60, S. 454 ff.).
Aus der angefochtenen Verfügung geht nebst dem Hinweis, dass sich eine
Untersuchung der ESTV gegen den Beschwerdeführer richte, auch hervor, dass der Beschwerdeführer Beschuldigter im Sinne des VStrR sei, dass ei-
- 5 -
ne Widerhandlung gegen das Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer untersucht werde, dass Vermögenswerte beschlagnahmt werden sollen, welche voraussichtlich der Einziehung unterliegen sowie dass eine  untersucht werde. Die Durchsuchungsbefehle vom 7. Juni 2004, welche der angefochtenen Verfügung vorangingen, sowie die in  der Durchsuchungsbefehle erstellten Durchsuchungs- und  vom 16. Juni 2004 enthielten den Hinweis auf Art. 190 ff. DBG, die Durchsuchungsbefehle zudem die ausdrückliche Einschränkung der Massnahme auf Dokumente ab 1993. Die Beschwerdeführerin bzw. der Beschwerdeführer haben den Erhalt unterschriftlich bestätigt. Den  war eine Rechtsmittelbelehrung beigelegt, welche den Wortlaut von Art. 190 - 192 DBG wiedergab (Verdacht auf schwere ). Damit steht für den Betroffenen in genügend transparenter Weise fest, dass er der Täterschaft oder mindestens der Teilnahme an  schweren Steuerhinterziehung in der Schweiz bezüglich  Vorgänge aus den Bemessungsperioden ab 1993 verdächtigt wird.  fehlt es in der angefochtenen Verfügung an einer Spezifikation des ihm vorgeworfenen Sachverhalts.
Die Beschwerde nach Art. 28 Abs. 1 VStrR setzt nun aber gemäss bun-
desgerichtlicher Rechtsprechung auch ein aktuelles Rechtsschutzbedürfnis voraus (BGE 118 IV 67, 69 E. 1 c; 103 IV 115, 117 E. 1 a). Zur  ist nur befugt, wer durch den angefochtenen Entscheid (noch) zumindest teilweise betroffen und deshalb an dessen Änderung interessiert ist. Ein Rechtsschutzinteresse fehlt, wenn (und soweit) der  durch den Entscheid nicht mehr beschwert ist, weil der Grund für eine Beschwerde während des Verfahrens dahingefallen ist (HAURI, , Motive − Doktrin − Rechtsprechung, Bern 1998, Art. 28 Ziff. 1).
Die Beschwerdegegnerin hat sowohl in der Stellungnahme vom 28. Juni
2004 als auch in der Beschwerdeduplik vom 30. August 2004 ihre  präzisiert. So legte sie dar, dass sie dem Beschwerdeführer und dessen Ehefrau vorwirft, Einkommen aus den Bemessungsperioden ab 1993 nicht vollumfänglich deklariert bzw. ungerechtfertigte Zinsabzüge  zu haben. Konkret erwähnt sie nicht oder nicht vollständig offen  Einnahmen des Beschwerdeführers in der Eigenschaft als  und Unternehmensberater. Sodann wiederholte Zinsabzüge für ein von der F._ Ltd., Panama, an den Beschwerdeführer und seine Ehefrau gewährtes Darlehen, wobei das Darlehen und die Zinszahlungen aufgrund der Erkenntnisse als fiktiv zu betrachten seien. Weiter gibt die  an, die F._ habe Aktien der G._ mit Sitz in Delawa-
- 6 -
re, USA, gekauft und mit Gewinn von mehreren Millionen USD , was aus den erwähnten Gründen dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau zuzurechnen, von diesen aber nicht deklariert worden sei. Schliesslich habe die vom Beschwerdeführer und seiner Ehefrau  H._ AG eine Rechnung der F._ betreffend Bau- und Architekturleistungen verbucht, welche die Rechnungsstellerin schon  des mangelnden Personals in der Schweiz nicht erbracht haben könne. In diesem Zusammenhang bestehe übrigens auch der Verdacht des Steuerbetrugs (inhaltlich falsche, in die Jahresrechnung übernommene Rechnung) und der verdeckten Gewinnausschüttung an die . Die gegen diese Verdächtigungen vorgebrachten Einwände des  vermögen die bestehende Verdachtslage nicht zum  zu beseitigen. Im Sinne der Gewährung des rechtlichen Gehörs konnte der Beschwerdeführer zu der in der Duplik erfolgten Konkretisierung des Sachverhalts noch Stellung beziehen, was er am 2. November 2004 denn auch getan hat, ohne jedoch in Bezug auf die Verdachtslage etwas wesentlich Neues zu liefern. Nachdem nun aber im heutigen Zeitpunkt die Darstellung der Verdachtslage gegenüber dem Beschwerdeführer als  klar erscheint (vgl. auch VPB 60.100 E. 3 d), ist die Beschwerde in diesem Punkt mangels aktuellen Interesses als gegenstandslos zu .
2.2 Der Beschwerdeführer rügt, selbst wenn eine strafbare Handlung gegeben
sein sollte, liege kein Einziehungstatbestand nach Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR i. V. m. Art. 59 Abs. 1 StGB vor, da er die mit Beschlag belegte  von seinem Vater geerbt habe. Bei der beschlagnahmten  sei ein Deliktsbezug nicht gegeben, womit eine Einziehung nicht statthaft sei.
Die strafbare Handlung, die dem Beschwerdeführer und seiner Ehefrau im
Verwaltungsstrafverfahren zur Last gelegt wird, führt zutreffendenfalls zu seiner Haftbarkeit bzw. solidarischen Haftbarkeit zusammen mit seiner  für den hinterzogenen Steuerbetrag (Art. 9 und Art. 13 DBG). Art. 12 VStrR geht davon aus, dass die Personen, welche Abgaben nicht  oder Leistungen erschleichen, dadurch in der Regel erhebliche  Vermögensvorteile erlangen. Es liegt in der Natur des , dass ein Täter diese Vermögensvorteile nicht vom Staat als Steuergläubiger widerrechtlich erlangt hat, sondern dass er zufolge des Steuerdelikts seinen Steueraufwand widerrechtlich vermindert hat. Es sind also bei ihm regelmässig keine einziehbaren Vermögenswerte im Sinne von Art. 59 Ziff. 1 StGB (welcher aufgrund des Querverweises in Art. 2 VStrR zur Anwendung kommt) vorhanden. Sind aber Vermögensvorteile
- 7 -
nur rein rechnerisch erzielt worden, so kommt keine Einziehung, sondern nur eine Ersatzforderung des Staates im Sinne von Art. 59 Ziff. 2 StGB in Frage (SCHMID, StGB 59 N. 53, in: Niklaus Schmid [Hrsg.], Kommentar , organisiertes Verbrechen, Geldwäscherei, Bd. I, Zürich 1998).
Art. 46 Abs. 1 lit. b VStR, auf den Art. 191 DBG bezüglich Beschlag-
nahmevoraussetzungen im Falle schwerer Steuerwiderhandlungen  und der von der Beschwerdegegnerin als Rechtsgrundlage für die angefochtene Verfügung herangezogen wurde, sieht − anders als Art. 59 Ziff. 2 Abs. 3 StGB − keine Beschlagnahme von Vermögenswerten des  im Hinblick auf die Durchsetzung einer Ersatzforderung vor. Wenn aber keine Vermögenswerte „voraussichtlich der Einziehung “, so ist eine auf Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR abgestützte  nicht möglich.
Bei diesem Ergebnis stellt sich die Frage, ob die Beschwerdegegnerin nicht
eine auf Art. 2 VStrR i. V. m. 59 Ziff. 2 Abs. 3 StGB abgestützte  von Vermögenswerten im Hinblick auf die Durchsetzung der  beabsichtigt (SCHMID, a.a.O., StGB 59 N. 13) und lediglich  den unzutreffenden Art. 46 Abs. 1 lit. b VStrR in der Verfügung zitiert habe. Dies ist offensichtlich der Fall, wie sich aus der Begründung der angefochtenen Verfügung ergibt. Dort wird nämlich eine Formulierung übernommen, die fast wörtlich aus BGE 120 IV 365, 367 E. 1 d, stammt, welcher vom 19. Dezember 1994 datiert und sich auf eine  der ESTV vom 16. November 1994 abstützt: „Die , welche der Beschlagnahme unterliegen, sind alle  Vorteile, die sich rechnerisch ermitteln lassen zuzüglich einer  Busse. Bei der Steuerhinterziehung besteht der sich aus dem Delikt ergebende Vermögensvorteil im Gegenwert der hinterzogenen Steuern.“ Aus nicht ersichtlichen Gründen hat sich das Bundesgericht im zitierten Entscheid auf den alten und seit 1. August 1994 geänderten Art. 58 StGB und die sich mit dieser alten Fassung auseinandersetzenden Literatur (TRECHSEL, Kurzkommentar, Art. 58, Zürich 1992 [die überarbeitete 2. , welche sich u. a. mit dem neuen Einziehungsrecht befasst, datiert von 1997]; SCHULTZ, in: ZStrR 114 [1978] 305 ff.; STRATENWERTH, Allgemeiner Teil II [letzte Auflage: Bern 1989]) bezogen und nicht auf die seit dem 1. August 1994 in Kraft stehenden Art. 58 ff. StGB. Ein Grund dürfte wohl darin zu finden sein, dass mit der seit 1. August 1994 in Kraft getretenen Änderung des Strafgesetzbuchs das Einziehungsrecht neu gegliedert, aber der aus dem Jahre 1974 stammende Text des Art. 46 VStrR nicht an die Änderung angepasst wurde. Zudem läuft im revidierten Art. 59 StGB auch die Ersatzforderung gemäss Ziff. 2 unter dem Randtitel „Einziehung von
- 8 -
Vermögenswerten“. Dass die ESTV als Verwaltungsbehörde diese  Rechtsprechung in der Folge formularmässig übernahm, kann ihr nicht zum Nachteil gereichen, denn immerhin ist aus der Begründung  Verfügung genau ersichtlich, was sie damit beabsichtigt. Das Abstützen auf einen unrichtigen Gesetzesartikel hat aber auch für den  keine negativen Auswirkungen: Ist er ohne juristische Kenntnisse, so genügt ihm die textliche Umschreibung in der Begründung, um zu , was mit der Beschlagnahmeverfügung bezweckt ist. Ist er aber  geschult, so konnte er den Widerspruch zwischen Gesetzesverweis und Begründung ohne weiteres erkennen. Der von der  in der Stellungnahme vom 28. Juni 2004 erwähnte Art. 169 DBG () ist im vorliegenden Zusammenhang ohne Belang, richtet er sich doch einzig an die kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer und nicht an die ESTV. Dies alles führt dazu, dass die Beschwerde auch in diesem Punkt abzuweisen ist.
2.3 Angesichts des durch die Beschwerdegegnerin geltend gemachten mut-
masslich hinterzogenen Abgabebetrags von mehreren Millionen Franken erweist sich die angefochtene Verfügung auch als verhältnismässig. Sollten im Verlaufe der Untersuchung neue Erkenntnisse der Beschwerdegegnerin eine Reduktion der Vorstellungen über den mutmasslicherweise  Abgabebetrag bedingen, so ist eine Korrektur der angefochtenen Verfügung durch die ESTV jederzeit möglich. Mit Bezug auf die , trotz Beschlagnahmeverfügungen „weiterhin die minimalsten  Lebenshaltungskosten zu bestreiten“, hat die  in den Rechtsschriften glaubhaft dargetan, das Nötige veranlasst zu . Daher ist auch die Rüge der Unverhältnismässigkeit unbegründet und die Beschwerde insoweit abzuweisen.
3. Die Gerichtsgebühr wird auf Fr. 2’000.– festgesetzt und dem Beschwerde-
führerin und seiner Ehefrau unter solidarischer Haftbarkeit und unter  des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 500.– zur Bezahlung auferlegt (Art. 3 des Reglements vom 11. Februar 2004 über die  vor dem Bundesstrafgericht [SR 173.711.32]; Art. 25 Abs. 4 VStrR i. V. m. Art. 245 BStP und Art. 156 Abs. 1 OG).
- 9 -