# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 444df67d-ebcc-52e2-82e7-dce6234a810c
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. A.Y. und B.Y. sind verheiratet. Zusammen mit ihrem Sohn und dessen Ehefrau
produzieren und vertreiben sie landwirtschaftliche Bio-Produkte. In der Steuererklärung
für das Jahr 2008 vom 8. November 2009 deklarierte das Ehepaar A.Y. und B.Y. ein
steuerbares Einkommen von Fr. 0.--, ein Vermögen von Fr. 491'483.-- sowie eine
Schenkung von Fr. 100'000.--; als Schenkerin gaben sie Rechtsanwältin K.S., Vaduz,
an (act. G 8/6/IV/10 und 41). Nach Vornahme von Abklärungen rechnete die
Steuerveranlagungsbehörde unter anderem den Betrag von Fr. 100'000.-- dem
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steuerbaren Einkommen auf und legte der Veranlagungsverfügung vom 28. August
2012 für die Kantons- und Gemeindesteuern ein steuerbares Einkommen von
113'500.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 594'000.-- zugrunde; für die direkte
Bundessteuer 2008 wurde das Ehepaar A.Y. und B.Y. mit einem steuerbaren
Einkommen von Fr. 105'200.-- veranlagt (act. G 8/6/IV/8 f.).
b. Die dagegen erhobenen Einsprachen (act. G 8/6/IV/7) wies das kantonale Steueramt
mit Entscheiden vom 26. März 2013 (act. G 8/6/IV/2-5) ab. Den hiergegen
eingereichten Rekurs bzw. die Beschwerde (act. G 8/1) wies die
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 26.
November 2013 (act. G 3) ab.
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob Patrick Brändle, dipl. Steuerexperte, für A.Y. und
B.Y. mit Eingabe vom 24. Dezember 2013 Beschwerden mit dem Antrag, die
Zuwendung von Fr. 100'000.-- sei als Schenkung zu qualifizieren und von der
Bemessung der steuerbaren Einkünfte auszunehmen. Das steuerbare Einkommen sei
für die Kantons- und Gemeindesteuer mit Fr. 11'500.-- bzw. für die direkte
Bundessteuer mit Fr. 5'300.-- festzusetzen. Eventualiter sei festzustellen, dass das
übrige steuerbare Einkommen von Fr. 100'000.-- von der Meldung des Einkommens
aus selbständiger Erwerbstätigkeit gegenüber der Sozialversicherungsanstalt
auszunehmen sei (act. G 1).
b. In der Vernehmlassung vom 23. Januar 2014 beantragte die Vorinstanz Abweisung
der Beschwerden. Zur Begründung verwies sie auf die Darlegungen im angefochtenen
Entscheid (act. G 7). Der Beschwerdegegner verzichtete (für sich und die
Beschwerdebeteiligte) mit dem Antrag, die Beschwerde sei abzuweisen, auf eine
Vernehmlassung (act. G 10).
c. Auf die Darlegungen der Beschwerdeführer in der Eingabe vom 24. Dezember 2013
wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
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1. Beschwerden, in denen Rügen erhoben werden, die denselben
Streitgegenstand betreffen und zum Teil ähnlich bzw. gleich begründet werden, können
nach der Rechtsprechung vereinigt werden (vgl. statt vieler VerwGE B 2009/139, 140
vom 11. Mai 2010, E. 2, in: www.gerichte.sg.ch). In den vorliegenden
Beschwerdeverfahren B 2013/273 und B 2013/274 werden identische Rügen erhoben,
und es stellen sich dieselben Rechtsfragen (vgl. act. G 1). Inhaltlich kommen im
Wesentlichen übereinstimmende Normen des kantonalen und des eidgenössischen
Steuerrechts zur Anwendung. Es ist daher sachgerecht, die bereits im vorinstanzlichen
Entscheid vorgenommene Verfahrensvereinigung weiterzuführen.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 229 in Verbindung
mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2
der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145
des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Die Beschwerdeführer
sind zur Beschwerde legitimiert, und ihre Eingabe vom 24. Dezember 2013 entspricht
zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 229 in Verbindung
mit Art. 194 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in
Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt; die
beschwerdeführende Person kann sich sodann auch darauf berufen, die angefochtene
Verfügung oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder
unvollständig festgestellten Sachverhalt (Art. 61 VRP).
2.
2.1. Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz die Qualifizierung des den
Beschwerdeführern im Jahr 2008 zugeflossenen Betrages von Fr. 100'000.-- als
steuerbares Einkommen zu Recht bestätigte oder ob der Betrag als Schenkung zu
qualifizieren ist. - Die Beschwerdeführer stellen sich auf den Standpunkt, dass die
rechtlichen Voraussetzungen für eine Schenkung (Zuwendung unter Lebenden,
Bereicherung aus dem Vermögen eines anderen, Unentgeltlichkeit, Schenkungswille)
erfüllt seien. Die Vorinstanz gehe von falschen Voraussetzungen aus. Es handle sich bei
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der Stiftung weder um eine Einrichtung der beruflichen Vorsorge, noch handle es sich
bei der Ausschüttung um Einkünfte aus beweglichem Vermögen, das ihnen
zuzurechnen wäre (z.B. infolge früherer Stiftung des eigenen Vermögens). Die von der
Vorinstanz zitierten Gerichtsfälle würden jeweils Familienstiftungen bzw. Einrichtungen
beschreiben, die von Familienangehörigen der Steuerpflichtigen errichtet worden seien.
Die Empfänger seien namentlich oder wenigstens als genau begrenzter Personenkreis
(Familienangehörige) definiert. Diese Eigenschaft komme ihnen (den
Beschwerdeführern) im vorliegenden Verfahren mit Bestimmtheit nicht zu. Nach Lage
der Akten und der allgemeinen Lebenserfahrung könnten die Beschwerdeführer nicht
Destinatäre der fraglichen Stiftung sein. Damit fehle ein in den für die Begründung
herangezogenen Gerichtsentscheiden wesentliches Merkmal. Ihre Vermutung, wonach
die Beschwerdeführer Destinatäre der Stiftung seien, begründe die Vorinstanz nicht
nachvollziehbar. Die erhaltene Zuwendung sei ungewöhnlich. Aber entgegen der
Meinung der Vorinstanz wollten längst nicht alle Wohltäter erkannt werden; dies unter
anderem deshalb, um nicht von Bittstellern überrannt zu werden. Aufgrund des
bekannten Sachverhalts liege eine begründete Vermutung vor, dass es sich tatsächlich
um eine Schenkung der Stiftung gehandelt habe. Weitere Nachweise könnten sie (die
Beschwerdeführer) nicht beibringen. Dies sei jedoch für die steuerrechtliche
Qualifikation auch nicht nötig. Aufgrund der Akten sei ausgeschlossen, dass die
Beschwerdeführer die fragliche Stiftung selber errichtet hätten. Sie hätten Dr. C.T. auf
einem wöchentlichen Biomarkt im Fürstentum Liechtenstein kennengelernt. Während
dieser Zeit hätten sie ihre durch einen Brandfall zerstörte Liegenschaft in Z. aufgebaut.
Der Wiederaufbau habe sie in finanzielle Nöte gebracht. Dr. C.T. habe durch Gespräche
davon erfahren. Er habe helfen wollen und die Mittel beschafft. Es gehe nicht an, dass
die Beschwerdeführer den Nachteil einer Beweislosigkeit zu einem Sachverhalt zu
tragen hätten, der selbst nicht belegt sei. Dies stelle einen Verstoss gegen den
Grundsatz von Treu und Glauben dar. Bereits die Existenz der Stiftung sei nicht belegt.
Die Destinatärenfrage werde damit bedeutungslos. Dr. C.T. sei in Liechtenstein
steuerpflichtig. Die Schenkung an die Beschwerdeführer könne daher in der Schweiz
steuerlich nicht erfasst werden (Art. 147 StG; act. G 1).
2.2. Der direkten Bundessteuer und den Kantons- und Gemeindesteuern als
Einkommenssteuer natürlicher Personen unterliegen grundsätzlich - d.h. mit Ausnahme
der Kapitalgewinne aus der Veräusserung von Privatvermögen (Art. 29 Abs. 2 StG; Art.
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16 Abs. 3 DBG) und der in Art. 37 StG bzw. Art. 24 DBG abschliessend aufgezählten
Fälle - alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte (Art. 16 Abs. 1 DBG und Art. 29
Abs. 1 StG). Zur Anwendung kommt die Einkommensgeneralklausel nach der
Reinvermögenszugangstheorie (BGE 133 II 287 E. 2.1; vgl. auch BGer 9C_803/2011
vom 23. August 2012 E. 3.3.4 [AHV]; Markus Reich, Steuerrecht, 2. Aufl., 2012, § 10 N.
7; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 2. Aufl. 2009, N. 1 ff. zu
Art. 16 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. A. 2014, II./Rz
59). Der Einkommensgeneralklausel unterliegen auch Zuwendungen aus Stiftungen
(BGer 2A.668/2004 vom 22. April 2005 E. 2.1). Von keiner Bedeutung ist, ob es sich um
Ausschüttungen einer schweizerischen oder ausländischen Stiftung handelt. Im
konkreten Fall finden sich im Abkommen vom 22. Juni 1995 zwischen der
Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstentum Liechtenstein über
verschiedene Steuerfragen (SR 0.672.951.43), das dem innerstaatlichen Recht
vorginge, keine abweichenden Bestimmungen. Damit sind (auch) Zuwendungen einer
Stiftung liechtensteinischen Rechts bei der in der Schweiz ansässigen begünstigten
Person grundsätzlich in vollem Umfang als Einkommen steuerbar, soweit keine
Teilbesteuerung zum Tragen kommt (BGer 2C_711/2012 vom 20. Dezember 2012, E. 2
mit Hinweisen; für Unterhaltsstiftungen vgl. aber VerwGE B 2007/13 vom 29. August
2007).
2.3. Nach Lage der Akten (vgl. insbesondere Schreiben Dr. C.T. vom
25. November 2012, act. G 2) und gemäss eigener Behauptung (Beschwerde Ziff. 1 S.
2) entstammte der den Beschwerdeführern im Jahr 2008 zugeflossene Kapitalbetrag
einer Stiftung des Personen- und Gesellschaftsrechts des Fürstentums Liechtenstein
vom 20. Januar 1926 (PGR/FL; LR 216.0). Einer solchen kommt von Gesetzes wegen
Rechtspersönlichkeit zu (heute Art. 552 § 1 Abs. 1 PGR/FL in der Fassung vom 26.
August 2008, in Kraft getreten am 1. Oktober 2008); sie wird in der Schweiz
zivilrechtlich (Art. 13 ff. und Art. 150 Abs. 1 i.V.m. Art. 154 Abs. 1 des Bundesgesetzes
vom 18. Dezember 1987 über das Internationale Privatrecht [IPRG; SR 291]) sowie
steuerrechtlich grundsätzlich anerkannt (Art. 49 Abs. 3 DBG; BGer 2C_711/2012 a.a.O.,
E. 4.1). Auszugehen ist dabei vom Fehlen von jeglichen weiteren Angaben zu dieser
Stiftung. Insbesondere sind der Stiftungsname, der Stifter und der Stiftungszweck nicht
bekannt. Auch ein Zahlungsbeleg für den ausgerichteten Betrag liegt nicht vor. Dr. C.T.
führte im Schreiben vom 25. November 2012 aus, er habe angesichts der anstehenden
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grossen Investitionen bei der Bio-Produktion der Beschwerdeführer aufgrund seiner
Kontakte zur Verwalterin der Stiftung, K.S., einen Betrag von Fr. 100'000.-- erhältlich
machen und in bar übergeben können; dies unter der Bedingung der absoluten
Diskretion. Steuerliche Konsequenzen seien damals nicht beachtet worden. K.S. sei
nicht in der Lage, irgendwelche Informationen zu liefern (act. G 2).
2.4. Nach bundesgerichtlicher Praxis liegt eine Schenkung im steuerrechtlichen
Sinn vor, wenn eine unentgeltliche Zuwendung unter Lebenden vorgenommen wird.
Die Schenkungsabsicht ist gegeben, wenn die Vermögenszuwendung nicht mit dem
Willen, eine Gegenleistung zu erhalten, ausgerichtet wird. Sowohl dem zivilrechtlichen
als auch dem steuerrechtlichen Schenkungsbegriff sind die Merkmale der
Vermögenszuwendung, der Unentgeltlichkeit und des Zuwendungswillens gemeinsam;
dabei bedeutet die subjektive Seite des Zuwendungswillens, dass der Zuwendende
Wissen und Wollen bezüglich der Vermögenszuwendung und der Unentgeltlichkeit
haben muss (BGer 2A.668/2004 vom 22. April 2005 E. 3.3). Im st. gallischen Recht sind
demgegenüber die entscheidenden Merkmale einzig die Unentgeltlichkeit und die
Freiwilligkeit. Freiwillig erfolgt eine Zuwendung immer dann, wenn dazu keine
Rechtspflicht besteht (Zigerlig/Oertli/Hofmann, VI. Rz 26 und 28). Soweit die Stiftung
die Erträge an die Destinatäre nicht freiwillig, sondern lediglich in Erfüllung einer ihr
durch die Stiftungsurkunde auferlegten Rechtspflicht ausrichtet, hat sie auch keinen
Schenkungswillen (BGer 2A.668/2004 a.a.O., E. 3.4.3 mit Hinweisen). Die Annahme
einer Schenkung fällt hier entsprechend ausser Betracht. Tätigt die Stiftung hingegen
Zuwendungen, welche ausserhalb des Stiftungszwecks liegen, erfüllen die
Stiftungsorgane nicht eine ihnen obliegende Rechtspflicht, sondern handeln - wenn
auch unzulässigerweise - frei (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz 25 zu Art. 24
DBG). Die Frage, ob Unentgeltlichkeit und Freiwilligkeit der Zuwendung vorliegt, ist
nach Massgabe der im Steuerrecht geltenden Beweislastverteilung zu beantworten.
Nach dieser trägt die Steuerbehörde die Beweislast für Tatsachen, welche die
Steuerschuld begründen oder mehren, die steuerpflichtige Person für Tatsachen,
welche die Steuerschuld aufheben oder mindern (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VI. Rz
15).
Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid unter anderem zum Schluss, es
würden plausible Gründe fehlen, weshalb die Stiftung nicht genannt werden wolle. Aus
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der schriftlichen Bestätigung von Dr. C.T. seien weder der Name der Stiftung und des
Stifters oder der Stiftungszweck ersichtlich, noch gehe daraus hervor, ob es sich um
eine Zuwendung im Rahmen des Stiftungszwecks oder ausserhalb von diesem
gehandelt habe. Ob die Beschwerdeführer Destinatäre der Stiftung seien, könne daher
nicht geklärt werden. Selbst wenn die Stiftung den Betrag von Fr. 100'000.-- nicht im
Rahmen des Stiftungszwecks ausgerichtet haben sollte, wären zur Überprüfung
konkrete Angaben zur Stiftung nötig gewesen. Allein die Berufung auf die Integrität der
Mittelspersonen vermöge den Nachweis für eine gemeinnützige Zuwendung nicht zu
erbringen. Widersprüchlich sei weiter, dass einerseits die Stiftung offenbar eingehende
Kenntnis von den betrieblichen und finanziellen Verhältnissen der Beschwerdeführer
gehabt haben müsse (vgl. auch act. G 8/6/IV/20); anderseits sollen der Stiftung die
Beschwerdeführer unbekannt gewesen sein (act. G 8/1 Ziff. 3d). Letztlich sei die
Hypothese, es könnte sich dabei um unversteuertes Vermögen handeln, unbeachtlich.
Der Beschwerdegegner habe kein Nachsteuerverfahren eröffnet (act. G 3 S. 6).
2.5.
2.5.1. Die vorinstanzlichen Darlegungen erscheinen nachvollziehbar und begründet.
Nachdem Angaben zur Stiftung und zum Stifter auch in diesem Verfahren nicht
nachgereicht wurden, lässt sich insbesondere die Freiwilligkeit (bzw. das
Nichtvorliegen einer Rechtspflicht in der Stiftungsurkunde) und die Unentgeltlichkeit
nicht klären. Auch wenn der Umstand als nachgewiesen zu erachten wäre, dass die
Beschwerdeführer - wie sie vorbringen - das Geld ohne entsprechende Gegenleistung
(unentgeltlich) und ohne aktive Mitwirkung erhalten haben (act. G 1 S. 4 oben), würde
dies für sich allein für die Annahme einer Schenkung nicht genügen. Wenn die
Beschwerdeführer darlegen lassen, dass die ihnen ausgerichtete Zuwendung nicht in
den Statuten der Stiftung festgehalten sei (act. G 1 S. 4 Ziff. 3.7), so ist anzumerken,
dass sich eben dies wegen des Nichtvorliegens der Statuten/Reglemente nicht prüfen
lässt. Zum weiteren Einwand der Beschwerdeführer, wonach sie nicht Destinatäre der
Stiftung seien (act. G 1 S. 3 f.), ist festzuhalten, dass die Leistungsausrichtung der
Stiftung nicht unbedingt eine formelle Destinatärseigenschaft auf Seiten der
Leistungsempfänger erfordert. Jedenfalls aber weist die Leistungsausrichtung auf eine
in einem stiftungsinternen Regelungswerk umschriebene Begünstigteneigenschaft der
Beschwerdeführer bzw. eine Zahlung gestützt auf die Stiftungsstatuten und -
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reglemente hin. Der Beschwerdegegner ist entgegen der Auffassung der
Beschwerdeführer (act. G 1 S. 4 Ziff. 3.8) weder verpflichtet noch in der Lage, den
Beweis ihrer Destinatärs- bzw. Begünstigteneigenschaft zu liefern. Dem Einwand,
wonach die Beschwerdeführer nicht mal die Stiftung kennen (act. G 1 S. 4 Ziff. 3.8), ist
entgegenzuhalten, dass der - diesbezüglich nicht beweisbelastete - Beschwerdegegner
sich in derselben Situation befindet. Die Beschwerdeführer vermochten die Vermutung,
wonach sie als Begünstigte der Stiftung gestützt auf das stiftungsinterne
Regelungswerk den Kapitalbetrag ausgerichtet erhielten, nicht zu widerlegen. Soweit
die Beschwerdeführer ergänzend von der sinngemässen These ausgehen, dass Dr.
C.T. der Schenker sei (vgl. act. G 1 S. 6 Ziff. 3.16), so erweist sich dies bereits aufgrund
des Schreibens von Dr. C.T. vom 25. November 2012 (act. G 2) als nicht haltbar und
steht im Widerspruch zu ihren eigenen Ausführungen (act. G 1 S. 2 Ziff. 1). Da sie das
Vorliegen einer Schenkung (als steuermindernden oder -aufhebenden Grund) geltend
machen, jedoch nicht in der Lage sind, Angaben zur Stiftung zu liefern, tragen die
Beschwerdeführer die Folgen der Beweislosigkeit ihres Standpunktes.
2.5.2. Die Beschwerdeführer begründen nicht näher, inwiefern aus der vorerwähnten
Schlussfolgerung eine Verletzung von Treu und Glauben resultieren sollte (vgl. act. G 1
S. 5 Ziff. 3.12). Anspruch auf Schutz des berechtigten Vertrauens besteht, sofern sich
die behördliche Mitteilung oder Auskunft bzw. das Verhalten auf eine konkrete, den
betreffenden Bürger berührende Angelegenheit bezieht. Der Anspruch auf
Vertrauensschutz in ein bestimmte Erwartungen begründendes Verhalten der Behörden
setzt zudem unter anderem voraus, dass der Private im Vertrauen auf die Richtigkeit
des Verhaltens der Behörde Dispositionen getroffen hat, die nicht ohne Nachteil wieder
rückgängig gemacht werden können (Wiederkehr/Richli, Praxis des allgemeinen
Verwaltungsrechts, Band 1, Bern 2012, Rz. 1970 und 1950). Konkret fehlt es bereits an
einem Vertrauenstatbestand, so dass eine Untersuchung der weiteren
Voraussetzungen unterbleiben kann. Es lässt sich daher nicht beanstanden, dass die
Vorinstanz die Qualifizierung des den Beschwerdeführern im Jahr 2008 zugeflossenen
Betrages von Fr. 100'000.-- als steuerbares Einkommen aus selbständiger
Erwerbstätigkeit (vgl. Einsprache-Entscheid vom 26. März 2013, act. G 8/2/1 S. 5)
bestätigte.
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2.6. Die Beschwerdeführer beantragen eventualiter die Feststellung, dass das
übrige steuerbare Einkommen von Fr. 100'000.-- von der Meldung als Einkommen aus
selbständiger Erwerbstätigkeit gegenüber der Sozialversicherungsanstalt (SVA)
auszunehmen sei (act. G 1 S. 2). Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG; SR 831.10) ist Einkommen aus
selbständiger Erwerbstätigkeit jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in
unselbständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Steuerrechtlich bilden Indizien für
das Vorliegen einer selbständigen Erwerbstätigkeit insbesondere die Vornahme von
Investitionen, eigene Geschäftsräume, Beschäftigung von Personal und das Bestehen
eines Unternehmerrisikos (Zigerlig/Oertli/Hofmann a.a.O., II. Rz 125). In dem durch den
angefochtenen Entscheid bestätigten Einsprache-Entscheid vom 26. März 2013 (act. G
8/2/1 S. 5) wurde der Betrag von Fr. 100'000.-- als Einkommen aus selbständiger
Erwerbstätigkeit qualifiziert. Dies mit Hinweis darauf, dass der Zufluss im
Zusammenhang mit der selbständigen Erwerbstätigkeit der Beschwerdeführer erfolgt
war. Letzteres wird insbesondere durch das Schreiben von Dr. C.T. (act. G 2) explizit
bestätigt. Nachdem die Beschwerdeführer im Rahmen der Produktion und dem
Vertrieb von landwirtschaftlichen Bio-Produkten unstreitig selbständig erwerbstätig
sind, ist auch der Kapitalzufluss im Jahr 2008 ohne weiteres dieser selbständigen
Tätigkeit zuzuordnen. Von einer blossen Verwaltung des eigenen Vermögens oder der
Ausübung einer Liebhaberei (vgl. Zigerlig/Oertli/Hofmann a.a.O., II. Rz 126) kann
diesbezüglich offensichtlich nicht ausgegangen werden. Der Zufluss wurde nach
Angaben der Beschwerdeführer als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit
bereits der SVA gemeldet. Die SVA erliess eine Beitragsverfügung, gegen welche die
Beschwerdeführer Einsprache bei der SVA erhoben (act. G 1 S. 2 oben). Der
Eventualantrag erweist sich von daher als nicht mehr durchführbar bzw. zum
vornherein unmöglich, weshalb darauf nicht einzutreten ist. Abgesehen davon, dass die
Einkommensmeldung bereits vorgenommen und die Beiträge verfügt wurden,
vermögen die Beschwerdeführer auch keinen Grund für eine Ausnahme von der
Einkommensmeldung zu nennen. Eine andere - hier nicht zu prüfende - Frage ist die
sozialversicherungsrechtliche Qualifizierung des Kapitalzuflusses.
3. (...).