# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a95d6441-295f-5414-b93f-fc40209771fb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der im Jahre
1955 geborene
X._
war
ab
dem
1.
März 2004 als Institutsdirektor bei der
Y._
angestellt. B
ei einem gravierenden Skiunfall am
1.
Januar 2008
erlitt er eine
Plexusparese
links und war in der Folge zu 100
%
arbeitsunfähig
(
Urk.
9/7)
. Ab April 2008 fand in der angestammten Tätigkeit ein therapeutische
r Arbeitsversuch statt, ab dem
9.
Juni 2009 bei einem Pensum von 50
%
(
Urk.
9/11
,
Urk.
9/14 S. 3
). Am
1.
Juni 2009 meldete sich
der Versicherte
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich
, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/7).
Nach erfolgten Abklä
rungen stellte diese dem Versicherten mit Vorbescheid vom 1
4.
Januar 2010 und Wir
kung ab
1.
Dezember 2009 – ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 50
%
-
die Ausrichtung einer halben Rente in Aussicht (
Urk.
9/35) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom
6.
September 2010 fest (
Urk.
9/47 =
Urk.
2).
Mit Schreiben vom 2
3.
September 2010 erfolgte die Kündigung des Ar
beitsver
häl
tnisses per 3
1.
März 2011 (
Urk.
3/6).
2.
G
egen
die Verfügung vom 6. September 2010
erhob der Vertreter des Versi
cher
ten am
3.
November 2010 Be
schwerde und beantragte, es sei dem Beschwer
de
führer zufolge eines
Invalidi
tätsgrades
von über 70
%
eine ganze Rente zuzu
sprechen. Weiter sei eine inter
disziplinäre Begutachtung anzuordnen sowie eine öffentliche Gerichtsverhand
lung durchzuführen; alles unter Kosten- und
Ent
schädigungsfolge
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
7.
Dezember 2010 beantragte die
Beschwerdegeg
nerin
die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8).
Mit Schreiben vom 2
8.
Dezember 2010 reichte der Vertreter des Beschwerdefüh
rers einen Assessmentbericht vom 1
4.
Dezember 2010 ein (Urk.
10 f.); die
Be
schwerdegegnerin
liess sich dazu nicht vernehmen (
Urk.
15). Am 1
6.
November 2012 reichte die
beschwerdeführende
Partei weiter das im
Unfallversicherungs
verfahren
ergangene Gutachten der
Z._
vom 3
1.
Mai 2012 zu den Akten (
Urk.
17 f.), wozu die Beschwerdegegnerin ebenfalls keine Stellungnahme einreichte (
Urk.
21).
Mit Schreiben vom
5.
September 2014 reichte der Vertreter des Beschwerde
führers schliesslich die im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren
ergangene Ver
fügung vom 4. Juli 2014 betreffend
ver
gleichsweise Erledigung
(
Zusprache
einer Invalidenrente basierend auf einer Erwerbseinbusse von 70 %
)
sowie wei
tere medizinische Unterlagen ein (
Urk.
24 f.). Mit Schreiben vom 2
7.
November 2014 verzichtete die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf
die nicht besteh
ende Bindungswirkung an die
Invaliditäts
einschätzung
der Unfallversicherung auf eine Stellungnahme (
Urk.
28), was der
beschwerdeführenden
Partei mit
Schreiben vom 1
0.
Dezember 2014 zur Kennt
nis gebracht wurde (
Urk.
29). Infolge
mangelnder Verhandlungsbereitschaft der Beschwerdegegnerin verzichtete der
Ver
treter des Beschwerdeführers in der Folge auf die Durchführung einer Ge
richts
verhandlung (
Urk.
30,
Urk.
12).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG
bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und
damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschrän
kungen
der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten
Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das
Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbs
unfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Der Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alter
s
jahres folgt (
Abs.
1).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch reali
sierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Er
werbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich
der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126
V 75 E.
3b/
aa
mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21.
Augu
st 2006 E. 4.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass dem Beschwerdeführer seit Juni 2009 seine bisherige Tätigkeit noch zu 50
%
zu
zumuten sei, was zu einem Invaliditätsgrad von 50
%
führe. Mit Wirkung ab
1.
September 2010 habe der Beschwerdeführer demnach einen Anspruch auf eine halbe Rente, die Verfügung für die Zeit vom
1.
Dezember 2009 bis August 2010 werde nach Abschluss des Verrechnungsverfahrens zugestellt (
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber machte der Vertreter des Beschwerdeführers im Wesentlichen geltend, dass es sich aufgrund des guten Verhältnisses zum Arbeitgeber
um eine
Proforma
-Arbeitsfähigkeit von 50
%
handle und ein Teil des ausgerichteten Lohnes als Soziallohn zu erachten sei. Dabei sei vom Invalideneinkommen zu
mindest ein Abzug von 20
%
zu gewähren, wobei das konkrete Ausmass des Soziallohnes erst nach einem ausführlichen Gutachten über die tatsächliche Leistungsfähigkeit bestimmt werden könne. Weiter sei zu berücksichtigen, dass das Arbeitsverhältnis gekündigt worden sei und der Beschwerdeführer sich nun auf den allgemeinen Arbeitsmarkt begeben müsse. Dabei sei von einem
Invali
deneinkommen
von maximal
Fr.
75‘000.-- auszugehen (konkrete Bemessung nach Vorlage des medizinischen Gutachtens)
, wobei aufgrund der aktuellen me
dizinischen Unterlagen offen sei, ob der Beschwerdeführer überhaupt ein 50
%
Pensum durchstehe (
Urk.
1).
3.
3.1
Aufgrund der am
1.
Juni 2009 erfolgten Anmeldung zum Leistungsbezug stellt sich in Anwendung von
Art.
29
Abs.
1 IVG die Frage des Rentenanspruchs ab
1.
Dezember 200
9.
Zu diesem Zeitpunkt war der Beschwerdeführer zu 50
%
bei seinem bisherigen Arbeitgeber angestellt, was die Beschwerdegegnerin dazu
ver
anlasste, bei einem Invaliditätsgrad von 50
%
eine halbe Rente zuzuspre
chen
.
Zu prüfen gilt es dabei vorderhand, ob
das Invalideneinkommen anhand des kon
kreten Arbeitsverh
ältnisses ermittelt werden kann oder ob auf den
allg
meinen
Arbeitsmarkt Bezug zu nehmen ist.
3.2
Aufgrund des
fast vier Jahre
andauernden Arbeitsverhältnisses und
vor allem
der Bemühungen im Zusammenhang mit dem Wiedereinstieg nach dem schwe
ren Unfall kann
– zu
mindest noch im Zeitpunkt der angefochtenen
Verfügung – von einem beson
der
s stabilen Arbeitsverhältnis ausgegangen werden.
Hinsichtlich der Frage, ob der Beschwerdeführer seine Leistungsfähigkeit in zumutbarer Weise vol
l ausschöpft, ist aufgrund der zeitnahen medizinischen Akten grundsätzlich von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
auszugehen (
vgl. Be
richt von
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, vom 2
6.
Juni
2009,
Urk.
9/15 S.
19).
Dem Assessmentbericht vom 1
4.
Dezember
2010 ist dem
ge
genüber zu entnehmen, dass aktuell bei einer 50%igen Präsenz von einer Leis
tung von 80
%
, also von einer de facto Leistung von 40
%
in der ange
stammten Tätigkeit ausgegangen werden könne. Massgebend sei dabei in erster Linie die tendenzielle Schmerzzunahme (
Urk.
11 S. 5).
Aus d
em Gutachten der
Z._
vom 3
1.
Mai 2012
ergibt sich
, dass im Zuge der angestrebten vollständi
gen Reintegration in die angestammte Tätigkeit teilweise auch eine Leistung von 50
bis 60
%
, teilweise 70
%
erbracht wurde. Die für das Gutachten verant
wortlichen Fachpersonen gingen abschliessend von einer grundsätzlichen Ar
beitsfähigkeit von 6 Stunden pro Tag aus, sofern die Schmerzproblematik be
einflusst werden könne (
Urk.
18/1 S. 44 und 82
)
.
Aus den Akten ergibt sich so
mit, dass zunächst ausgehend von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ein vollstän
diger Wiedereinstieg in die angestammt Tätigkeit geplant war (vgl. auch Kündi
gungsschreiben,
Urk.
3/6)
. Auch wenn im Zuge der Bemühungen teilweise un
bestrittenermassen ein Pensum von etwas mehr als 50 % erbracht werden konnte,
zeigt der Verlauf, dass die Schmerzproblematik eine durchschnittliche Leistung von mehr als 50
%
wohl nicht zuliess und
dem Beschwerdeführer über längere Zeit auch nicht zugemutet werden konnte
. Wenig überzeugend er
scheint in die
sem Zusammenhang die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch die Fachärzte der
Z._
, welche an die Beeinflussbarkeit der Schme
rzproblematik ge
knüpft
ist. So zeigen die vorliegenden medizinischen Akten, dass gerade die Schmerzproblematik nur schwer zu beeinflussen ist und ein wesentliches
Pro
blem bei der Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit darstellt (vgl. auch Bericht von Prof.
Dr.
med.
B._
,
C._
, vom
5.
September 2013;
Urk.
25/2).
Vor diesem Hintergrund darf mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausge
gangen werden, dass der Beschwerdeführer sein Leistungsvermögen in der Zeit von Dezember 2009 bis März 2011 in zumutba
rer Weise voll ausgeschöpft hat.
Zu prüfen bleibt zuletzt, ob die im Zuge des Arbeitsverhältnisses ausgerichtete
Vergütung eine Soziallohnkomponente enthielt. Dem Arbeitgeberfragebogen vom
1
6.
Juni 2009 ist
diesbezüglich
zu entnehmen, dass der Loh
n der Arbeits
leis
tung entspricht
(
Urk.
9/11 S.
3). Der Beschwerdeführer stehe seit dem
1.
April 2008 in einem therapeutischen Arbeitsversuch und arbeite so lange es gehe. Seit dem
8.
Juni 2009 sei er wieder zu 50
%
arbeitsfähig geschrieben, ar
beite aber so gut
es gehe mehr (
Urk.
9/11 S.
5).
Diese Angaben entsprechen denjenigen des Be
schwer
deführers im Gutachten der
Z._
, wonach im Zuge der voll
ständigen
Reintegration teils auch etwas mehr als eine 50%ige Leistung
habe
erbracht werden können (
Urk.
18/1 S.
44)
. Auch wenn offen blei
ben kann, ob dem
Beschwerdeführer eine solche Leistung auf längere Sicht zu
zumuten ist, kann für die Dauer des Arbeitsverhältnisses von Dezember 2009 bis März 2011 von einer durchschnittlichen Leistung von 50
%
ausgegangen und die Ausrich
tung eines Soziallohnes verneint werden.
3.3
Für die Dauer des Arbeitsverhältnisses beim bisherigen Arbeitgeber ist die
Leis
tungsbemessung
der Beschwerdegegnerin somit nicht zu beanstanden.
Für die
Zeit vom
1.
Dezember 2009 bis zum 3
1.
März 2011 hat der Beschwerdeführer dem
nac
h Anspruch auf eine halbe Rente, weshalb die Beschwerde insoweit ab
zu
weisen ist.
Für die Zeit ab
1.
April 2011 ist das Invalideneinkommen aufgrund der Kündi
gung des Arbeitsverhältnisses unter Berücksichtigung des allgemeinen Arbeits
marktes
zu ermitteln, wozu
die Sache
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde
an die B
eschwerdegegnerin zurückzuweisen ist. Hinzuweisen ist dabei auf die Tat
sache, dass die Erledigung des unfallversicherungsrechtlichen Verfahrens mittlerweile vergleichsweise erfolgt ist (
IV-Grad von 70
%
,
Urk.
25/1). Wie be
reits mit Verfügung vom 2
3.
Oktober 2014 ausgeführt, kann ein solcher Ver
gleich nicht völlig frei erfolgen, sondern hat vielmehr die verfassungs
mässigen Grundsätze wie Gesetz
mässigkeit und Gleichbehandlung zu beachten, so dass er auch im Rahmen der Erledigung des IV-Verfahrens
von Relevanz ist (
Urk.
26).
Ob bei dieser Ausgangslage noch weitere medizinische Abklärungen nötig und sinnvoll sind, kann aus jetziger Sicht nicht beurteilt werden.
4.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang
des Verfahrens sind sie der Beschwerdegegnerin sowie dem Beschwerde
führer je zur Hälfte aufzuerlegen.
Die
teilweise
Rückweisung einer Sache kommt einem
teilweisen
Obsiegen des
Be
schwerdeführers gleich. Ausgangsgemäss ist die Beschwerdegegnerin dem
nach
zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine angemessene, gekürzte
Pro
zess
ent
schädigung
zu bezahlen, welche in Anwendung von
Art.
61
lit
. g ATSG, nament
lich unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierig
keit des Prozesses auf
Fr.
2
'
0
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer) festzusetzen ist.