# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5b525120-efd6-40d7-84b4-2f4aeed85b77
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A.1. Im vom Konkursamt Z. über die C. AG in Liquidation durchgeführten Konkursverfahren fand aufgrund der rechtskräftig gewordenen Steigerungsbedingungen vom 25./31. Mai 2011 am 27. Juni 2011 die interne Steigerung statt, wobei der Zuschlag nur für die separat versteigerte Zugehör der selbständigen und dauernden Baurechte erfolgte. Ersteigert wurde die Zugehör (Sägereianlage) für den Preis von Fr. 20‘050‘000.-- von der A. GmbH (nachfolgend A. GmbH; act. 4 KA). Die Steigerungsbedingungen (act. 3 KA) enthalten unter anderem zahlreiche Bestimmungen über den Abbau der Sägereianlage. Vorgesehen ist unter Ziff. III./1.1, dass der Ersteigerer dem Konkursamt einen Abbauplan zu unterbreiten habe und die entsprechenden Arbeiten vom Konkursamt zu bewilligen seien. Abbau, Verpackung und Versand müssten spätestens sechs Monate nach Rechtskraft der Freihandverkaufsverfügung beendet sein, andernfalls der Ersteigerer für die Nutzung der Räumlichkeiten und Lagermöglichkeiten für jeden angefangenen Monat eine monatliche Pauschale von Fr. 29‘176.-- an das Konkursamt zu Gunsten der Grundpfandgläubigerin zu bezahlen habe (Ziff. III./1.2 und III./1.7.7). Diese Bestimmungen der Steigerungsbedingungen wurden nach der Steigerung in einen zwangsvollstreckungsrechtlichen Vertrag zwischen dem Konkursamt Z. und der A. GmbH vom 27. Juni 2011 (act. 5 KA) überführt. Am 13. Juli 2011 erliess das Konkursamt Z. die Freihandverkaufsverfügung, worin die Bezahlung des Kaufpreises und einer Sicherheitsleistung über 1 Mio. Franken bestätigt wurde. Dieser Verfügung stimmte die A. GmbH am 22. Juli 2011 ausdrücklich zu (act. 6 KA).
2. Am 22. September 2011 wurden die beiden Baurechtsgrundstücke Y. (zu Lasten der Grundstücke Nrn._ des Grundbuchs W.) und X. (zu Lasten des Grundstücks Nr._ des Grundbuchs W.) als Gesamtheit mit einem Mindestangebot von 2 Mio. Franken für Fr. 2‘050‘000.-- von der B. AG (nachfolgend B. AG) ersteigert (act. 12 KA). In den ab dem 14. Juli 2011 aufgelegenen Steigerungsbedingungen wurde der Ersteigerer unter anderem zur Duldung der Erfüllung der im obgenannten, den Steigerungsbedingungen als Anhang 2 angefügten, zwangsvollstreckungsrechtlichen Vertrag zwischen der A. GmbH und dem Konkursamt Z. enthaltenen Vereinbarungen bezüglich Abbau der Sägereianlage verpflichtet (act. 8 KA, Ziff. 12 lit. a). Am 29. September 2011 wurde der Erwerb beim Grundbuchamt W. zur Eintragung angemeldet und gleichentags vollzogen (act. 15 KA).
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3. In der Folge scheiterten die Bemühungen des Konkursamts Z. und des Gläubigerausschusses, den zwangsvollstreckungsrechtlichen Vertrag auf die B. AG zu übertragen bzw. letztere unter Übertragung der entsprechenden Rechte und Pflichten anstelle des Konkursamts in den Vertrag eintreten zu lassen (act. 14 und 17 KA). In einer E-Mail der B. AG an das Konkursamt Z. vom 10. November 2011 wurde die ablehnende Haltung ersterer damit begründet, der zwangsvollstreckungsrechtliche Vertrag enthalte, was den Abbau der Anlagen angehe, grosse Widersprüche. In der E-Mail vom 30. November 2011 wurde diese Auffassung wiederholt und gleichzeitig festgehalten, die Firma B. habe der Firma A. das Recht eingeräumt, die Anlagegüter bis zum 30. Juni 2012 am Standort ohne Abbaumassnahmen stehen zu lassen (act. 19 KA).
4. Ein erster, von der A. GmbH eingereichter Abbauplan vom 31. August 2011 (act. 9 KA) wurde vom Konkursamt Z. am 15. September 2011 zur Überarbeitung und Ergänzung zurückgewiesen (act. 11 KA). Eine zweite Version datiert vom 20. Oktober 2011 (act. 21 KA). Diese wurde von dem vom Konkursamt Z. beigezogenen Architekten geprüft und von den Beteiligten anlässlich einer Telefonkonferenz vom 20. Dezember 2011 (act. 24 und 25 KA) besprochen. Aufgrund immer noch bestehender Beanstandungen wurde auch diese Fassung vom Konkursamt Z. am 22. Dezember 2011 zur Überarbeitung und Ergänzung zurückgewiesen (act. 26 KA). Am 11. Januar 2012 wurde der abgeänderte Abbauplan dem Konkursamt Z. zur Prüfung eingereicht (act. 28 KA), welcher am 18. Januar 2012 der B. AG zur Stellungnahme zugestellt wurde (act. 29 KA). Auf die Einreichung einer Stellungnahme wurde indessen verzichtet (act. 30 KA).
B. Mit Verfügung vom 29. Februar 2012 erkannte das Konkursamt Z. was folgt:
„1. Der von A. am 16. Januar 2012 eingereichte Abbauplan vom 11. Januar 2012 wird in Bezug auf die Demontage der Bauteile im Sinne der vorstehenden Ausführungen (Ziffer 9) mit Auflagen genehmigt.
2. Der von A. im eingereichten Abbauplan vorgeschlagene Zeitplan wird nicht genehmigt. Der Abbau und Abtransport sämtlicher Anlageteile, die Gegenstand der zwangsvollstreckungsrechtlichen Verfügung sind, muss bis spätestens am 30. Juni 2012 abgeschlossen sein.
Sollte der Abtransport nicht bis 30. Juni 2012 abgeschlossen sein, behält sich die Konkursverwaltung vor, den Abbau und Abtransport der Anlageteile auf Kosten von A. durch einen Dritten vornehmen zu lassen. Die Konkursverwaltung sieht sich ermächtigt, hierfür insbesondere auch die von A. geleistete Sicherheitsleistung von CHF 1 Mio. zu verwenden. Die Konkursverwaltung kann zur Herstellung des vertraglich vereinbarten Zustandes und zur Deckung der Kosten der
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Ersatzvornahme aber auch jede andere gesetzlich vorgesehene Massnahme ergreifen.
3. Bis zum Abtransport aller erworbener Anlageteile hat A. pro Monat eine monatliche Entschädigung von CHF 29‘166.-- an die Konkursverwaltung zu entrichten. Die Entschädigungspflicht beginnt am 1. Februar 2012. Die Entschädigung ist jeweils am 15. eines jeden Monats für den laufenden Monat zu bezahlen. Die Konkursverwaltung wird die Entschädigung nach Abzug von Inkasso- und Verwaltungsspesen und damit zusammenhängenden Kosten an B. weiterleiten. Die Konkursverwaltung verzichtet auf das Inkasso der Entschädigung, sofern B. schriftlich und unwiderruflich sowie zeitlich unbegrenzt auf das Inkasso der Entschädigung verzichtet.
4. Die Kosten des von der Konkursverwaltung beigezogenen Architekten D., V., werden in Anwendung von Ziffer 9.7.2 des zwangsvollstreckungsrechtlichen Vertrages A. auferlegt. In diesem Sinne wird A. verpflichtet, die bisherigen Auslagen im Zusammenhang mit dem Beizug des Architekten D. im Betrage von CHF 5‘832.00 an das Konkursamt zu bezahlen. Die Geltendmachung weiterer diesbezüglicher Auslagen bleibt vorbehalten.

## Considerations