# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 74677080-9280-5725-8e03-8f847075d693
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2008
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die T. AG ist Eigentümerin der Grundstücke Nrn. 567, 568, 1408, 1457 und 1722,
Grundbuch A.. Die Parzellen befinden sich unterhalb des A. Tobels entlang der A.. Die
Parzelle Nr. 568 grenzt auf der gesamten nördlichen Länge an die A.. Im östlichen Teil
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des Grundstücks, der in der Industriezone A liegt, befinden sich die Gebäude der T.
AG. Der hintere Teil der Parzelle ist Wald.
Das Hochwasser im Jahr 2002 hat am Unterlauf der A. grosse Schäden am Gerinne, an
verschiedenen Übergängen, an angrenzenden Gebäuden und an der Infrastruktur
verursacht. Ein erheblicher Teil davon entstand durch Verklausungen an verschiedenen
Brücken. Diese Schäden und das Schadenpotential in den Kantonen St. Gallen und
Thurgau gaben Anlass zur Projektierung von Schutzmassnahmen zwischen der B., die
in der Politischen Gemeinde A. liegt, und dem Bodensee (Gesamtprojekt Sanierung A.).
Um das mit den Schutzmassnahmen verkleinerte aber immer noch vorhandene
Verklausungsrisiko zu verringern, wurde das Projekt "Holzrechenanlage R." erarbeitet.
Dieses sieht vor, dass das Schwemmholz oberhalb des Siedlungsgebiets
zurückgehalten wird. Der Rückhalt erfolgt mit 16 vertikalen Stäben, die im Bachbett
und im angrenzenden Uferbereich V-förmig angeordnet sind. Auf der rechten Seite der
A. ist das Grundstück Nr. 568 der T. AG davon betroffen. Um den Zugang und die
Bewirtschaftung des Holzrechens zu ermöglichen, soll darauf sodann ein Rüst- und
Wendeplatz erstellt werden. Dabei handelt es sich um eine mit Geschiebe befestigte
Fläche, die sich im Wesentlichen an die vorhandene Topographie anpasst. Die
strassenmässige Erschliessung des Holzrechens und des Rüst- und Wendeplatzes soll
durch das Projekt "Teilstrassenplan und Strassenprojekt R-strasse - Kanalweg -
Fallweg" erfolgen.
B./ Am 12. Januar 2004 genehmigte das Baudepartement die Sanierung des
Abschnitts Nord der A.
(Tübacher Brücke, km 1.53 bis Mündung in den Bodensee, km 0.20) mit einem
Kostenvoranschlag von Fr. 1'697'250.--. Am 27. Januar 2004 hat die Regierung an
diese Kosten, die auch Projektierungskosten für die Abschnitte Mitte und Süd
beinhalteten, einen Staatsbeitrag von 25 Prozent, höchstens Fr. 424'312.50,
gesprochen.
In der Folge beantragte der Gemeinderat A. die Erstellung eines Auflageprojekts für die
gesamte Strecke der A., d.h. auch für die Abschnitte Mitte und Süd sowie für eine
Holzrechenanlage. Am 15. April 2005 genehmigte das Baudepartement das Projekt für
die Sanierungsmassnahmen in den Abschnitten Mitte (Wehr Bruggmühle, km 2.83 bis
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Tübacherbrücke, km 1.53) und Süd (Blumenegg, Ausgang A. Tobel, km 4.10 bis Wehr
Bruggmühle, km 2.83), für die Erstellung einer Holzrechenanlage im R. sowie für
Überlastmassnahmen im Bereich der Kantonsstrassenbrücke im Abschnitt Nord mit
einem Kostenvoranschlag von Fr. 4'754'208.-- (wasserbaulicher Anteil ohne Abschnitt
Nord und exkl. Sofortmassnahmen). Massgebend waren die Projektunterlagen vom
15. April 2005. Das Baudepartement stellte fest, dass das Bundesamt für Wasser und
Geologie unter Vorbehalt des Rechtsmittelverfahrens einen Betrag von 37 Prozent in
Aussicht stelle. Auf Antrag des Baudepartements sprach die Regierung am 3. Mai 2005
für die Sanierung der A. mit Erstellung einer Holzrechenanlage einen Staatsbeitrag von
25 Prozent an die anrechenbaren Kosten von Fr. 2'612'000.-- zu, was Fr. 653'000.--
ergibt (RB 2005/277).
C./ In der Zeit vom 23. Mai bis 22. Juni 2005 lagen folgende Projekte öffentlich auf (ABl
2005/1037): "Sanierung A., Abschnitt Nord" (Tübacher Brücke bis See), "Sanierung A.,
Abschnitt Mitte" (Wehr Bruggmühle bis Tübacher Brücke), "Sanierung A., Abschnitt
Süd" (Blumenegg bis Wehr Bruggmühle), "Überlastmassnahmen Seeriet",
"Holzrechenanlage R.(gilt auch als Strassenprojekt für das Planverfahren gemäss Art.
39 ff. des Strassengesetzes, sGS 732.1)", "Gewässerperimeter A., Bau- und
Unterhaltsperimeter Nord", "Gewässerperimeter A., Bau- und Unterhaltsperimeter
Mitte/Süd", "Teilstrassenplan und Strassenprojekt R-strasse-Kanalweg-Fallweg".
Zwecks Erläuterung des Projekts und des Perimeters fand am 31. Mai 2005 eine
öffentliche Orientierungsversammlung statt. Sodann wurden am 2. und 9. Juni 2005
Fragestunden durchgeführt. Kantons- und Gemeindevertreter, Projektverfasser und
Schätzungskommission standen Direktbetroffenen zur Beantwortung von Fragen zur
Verfügung (ABl 2005/1038).
D./ a) Am 20. Juni 2005 erhob die T. AG beim Baudepartement Einsprache gegen das
Projekt "Holzrechenanlage R." und beim Gemeinderat der Politischen Gemeinde A.
gegen den Teilstrassenplan "R-strasse-Kanalweg-Fallweg". Mit der Einsprache gegen
das Projekt "Holzrechenanlage R." stellte sie das Rechtsbegehren, für die
Holzrechenanlage sei ein anderer Standort zu finden und, falls dies nicht möglich sei,
sei auf die Anlage zu verzichten. Für den Fall, dass die Holzrechenanlage in der
projektierten Form erstellt werde, wurde eventualiter beantragt, die TPB sei
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entsprechend zu entschädigen und die Kosten der Anlage seien mit Beiträgen von
Bund und Kanton vollständig den Eigentümern von flussaufwärts liegenden
Waldparzellen und den entsprechenden Gemeinden aufzuerlegen.
b) Gleichentags erhob die T. AG beim Baudepartement Einsprache gegen das Projekt
"Sanierung A., Abschnitt Süd" und bei der Schätzungskommission A. gegen den
"Gewässerperimeter A., Bau- und Unterhaltsperimeter Mitte/Süd". Mit der Einsprache
gegen das Projekt "Sanierung A., Abschnitt Süd" wandte sie sich gegen dessen
Notwendigkeit und stellte eine Vielzahl detaillierter Begehren.
c) Am 11. Januar 2006 führte das kantonale Tiefbauamt betreffend "Holzrechenanlage
R." eine Einspracheverhandlung mit Augenschein durch und am 16. März 2006 eine
solche betreffend "Sanierung A., Abschnitt Süd".
d) Am 16. Januar 2008 wies das Baudepartement sowohl die Einsprache der TPB
betreffend die "Holzrechenanlage R." als auch diejenige betreffend "Sanierung A.,
Abschnitt Süd" ab, soweit darauf eingetreten wurde. Der Einspracheentscheid
bezüglich der Holzrechenanlage wird im Wesentlichen damit begründet, es handle sich
um ein geeignetes und notwendiges Mittel, um den Hochwasserschutz im
unterliegenden Siedlungsgebiet dadurch zu verbessern, dass die Verklausungsgefahr
vermindert werde. Die Abwägung der öffentlichen und der privaten Interessen ergebe,
dass das öffentliche Interesse am Hochwasserschutz im besiedelten Gebiet ungleich
schwerer wiege als die geltend gemachten privaten Interessen.
E./ Am 4. Februar 2008 erhob die T. AG gegen den Einspracheentscheid des
Baudepartements (RB 3/2008) vom 16. Januar 2008 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht. Sie stellte die Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei
aufzuheben und auf das Projekt "Holzrechenanlage R." sei am geplanten Standort zu
verzichten.
Das Baudepartement nahm am 6. März 2008 Stellung und beantragte, die Beschwerde
sei abzuweisen. Die Politischen Gemeinden A., B. und C. verzichteten darauf, sich
vernehmen zu lassen. Am 9. Mai 2008 machte die T. AG von der Möglichkeit
Gebrauch, sich zu den Ausführungen der Vorinstanz vom 6. März 2008 zu äussern.
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F./ Am 1. Februar 2008 erhob die T. AG gegen den Einspracheentscheid des
Baudepartements vom 16. Januar 2008 (RB 2/2008) betreffend "Sanierung A.,
Abschnitt Süd" ebenfalls Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie stellte eine Vielzahl
detaillierter Rechtsbegehren. Der Hauptantrag lautet dahingehend, das Teilprojekt sei
auf der ganzen
Länge ihres Grundeigentums aufzuheben und sie sei aus dem Gewässerperimeter zu
entlassen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
1.1. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59bis Abs.
1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Im
weiteren wurde die Beschwerdeeingabe vom 4. Februar 2008 rechtzeitig eingereicht,
und sie entspricht formell und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP).
1.2. Zur Erhebung der Beschwerde ist berechtigt, wer an der Änderung oder
Aufhebung der Verfügung oder des Entscheides ein eigenes schutzwürdiges Interesse
dartut (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Rechtsmittelbefugnis
wird demnach verneint, wenn jemand mit der Prozessführung nicht eigene, sondern
Interessen Dritter oder Allgemeininteressen verfolgt (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 388 mit
Hinweisen). Die Rechtsmittelbefugnis ist indessen nicht nur dann zu bejahen, wenn der
Betroffene rechtlich geschützte Interessen geltend macht, sondern auch dann, wenn
eine Verfügung oder ein Entscheid seine tatsächliche Interessenstellung mehr berührt
als irgendeinen Dritten oder die Allgemeinheit. Im Unterschied zum Zivilprozess oder
zur öffentlich-rechtlichen Klage öffnet somit nicht die Behauptung eines Rechts,
sondern der Nachweis eines materiellen oder ideellen Nachteils den Zugang zum
Verfahren (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 390 mit Hinweisen; vgl. auch VerwGE vom 25.
September 1995 i.S. H.B.).
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Die T. AG ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. 568, das vom Projekt beansprucht
wird. Sie hat deshalb grundsätzlich ein eigenes schutzwürdiges Interesse daran, zu
beantragen, der angefochtene Entscheid (RB Nr. 3/2008) sei aufzuheben und auf die
Holzrechenanlage sei am geplanten Standort zu verzichten. Sodann ist sie zur Rüge
berechtigt, zufolge der Verfahrensabwicklung habe keine umfassende Abwägung sich
widersprechender öffentlicher Interessen stattfinden können bzw. das Projekt sei mit
rechtlichen Vorgaben des Natur- und Landschaftsschutzes nicht vereinbar.
1.3. Gültigkeitserfordernis einer Beschwerde ist die Begründung. An ihre Qualität und
Ausgestaltung werden jedoch keine grossen Anforderungen gestellt (Cavelti/Vögeli,
a.a.O., Rz. 921).
Die Beschwerdeführerin behauptet, der für die Holzrechenanlage vorgesehene
Standort im R. sei nicht zwingend bzw. es sei offen, ob sie dort standortgebunden sei
(vgl. Art. 24 lit. a des Raumplanungsgesetzes, SR 700, abgekürzt RPG und Art. 5 Abs.
2 lit. a des Waldgesetzes, SR 921.0, abgekürzt WaG). Sie begründet dies damit, aus
dem Augenscheinprotokoll vom 9. August 2006 ergebe sich, dass offenbar alternative
Standorte geprüft worden seien. Sie könne sich damit indessen nicht
auseinandersetzen, weil ihr diesbezüglich das rechtliche Gehör verweigert worden sei.
Ihrer Meinung nach kommen andere Standorte in Frage, beispielsweise in den
Bereichen "Lochmühle", "Riederentobel", "Wehr Bruggmühle" und "Tübacher Brücke".
Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, diese Standorte würden sich
für eine Holzrechenanlage ebenso gut eignen wie derjenige, der zur Diskussion stehe.
Zudem wäre die Erstellung einer Anlage dort mit weniger Eingriffen in die Natur und in
Eigentumsrechte von Anstössern verbunden. Die Beschwerdeführerin begründet diese
Behauptungen nicht näher. Sie führt lediglich aus, im Bereich "Lochmühle" müsste
weniger Wald gerodet werden, der Bereich "Riederentobel" sei strassenmässig
erschlossen und in beiden Bereichen sei der Kanton St. Gallen Eigentümer
verschiedener an der A. gelegener Grundstücke, und beantragt, es seien Expertisen zu
erstellen und Augenscheine durchzuführen.
Damit kommt die Beschwerdeführerin ihrer Begründungspflicht nicht nach. Sie
verzichtet darauf, näher darzulegen, warum die von ihr genannten Standorte aus
Gründen der Schadenminimierung im Fall von Hochwasserereignissen besser geeignet
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sein könnten als derjenige, den das Projekt vorsieht. In diesem Zusammenhang ist
indessen von Bedeutung, dass dem "Technischen Bericht mit Kosten" (Beilage Nr. 1
zum Auflageprojekt "Sanierung A., Holzrechenanlage R." [Plan Nr. W 06.01.018])
entnommen werden kann, der Standort R. erfülle die Voraussetzungen für eine
Holzrechenanlage bezüglich Gefälls- und Breitenverhältnissen sowie Nähe zum
Siedlungsgebiet in fast idealer Weise. Sodann wird dort ausgeführt, wenn der Standort
bachabwärts verschoben würde, würden sich von der Breite des Geländes her
bezüglich der für den Überlastfall erforderlichen Überfallhänge von rund 60 cm
Probleme ergeben und eine Verschiebung bachaufwärts würde die verfügbare Fläche
für die Ausbildung des Schwemmholzteppichs reduzieren.
1.4. Auf die Beschwerde ist im Sinn der Erwägungen einzutreten.
2. Die Beschwerdeführerin erachtet es als sinnvoll, das Beschwerdeverfahren
betreffend "Holzrechenanlage R." mit demjenigen betreffend "Sanierung A., Abschnitt
Süd" (B 2008/30) zu vereinigen. Sie begründet dies damit, das Projekt
"Holzrechenanlage R." sei Teil des Sanierungsprojekts A..
Verfahren, die einen sachlichen Zusammenhang haben, können mit Einwilligung der
Rechtsmittelkläger bzw. Rechtsmittelbeklagten stets vereinigt werden (Kölz/Bosshart/
Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. Aufl.,
Zürich 1999, Vorbem. zu §§ 4-31 N 34).
Zutreffend ist, dass die beiden Beschwerdeverfahren einen sachlichen Zusammenhang
aufweisen. Mit den Projekten, die ihnen zu Grunde liegen, wird im Unterlauf der A. eine
Verminderung des Schadenpotentials im Fall von Unwettern bezweckt. Das Projekt
"Holzrechenanlage R." ist indessen funktional nicht abhängig vom Projekt "Sanierung
A., Abschnitt Süd" und umgekehrt. Auf die Holzrechenanlage R. kann aus Sicht der
Vorinstanz auch dann nicht verzichtet werden, wenn es nicht oder nicht wie geplant
möglich ist, die A. im Abschnitt Süd zu sanieren (vgl. Stellungnahme der Vorinstanz
vom 8. April 2008 im Beschwerdeverfahren B 2008/30).
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass es nicht angezeigt ist, die beiden
Beschwerdeverfahren zu vereinigen.
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3. Die Beschwerdeführerin verweist ergänzend auf die in der Beschwerde betreffend
"Sanierung A., Abschnitt Süd" gemachten Ausführungen und Beweisanträge.
In ständiger Rechtsprechung hat es das Verwaltungsgericht abgelehnt, dass pauschal
auf vorinstanzliche Eingaben verwiesen wird. Ein solcher Verweis ist ungenügend, da
aus ihm nicht hervorgeht, in welchen Punkten und weshalb der Entscheid der
Vorinstanz angefochten wird. Es ist nicht Aufgabe der Rechtsmittelinstanz, in Eingaben
an Vorinstanzen nach Gründen zu suchen, weshalb der angefochtene Entscheid
unrichtig sein könnte (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 921 mit Hinweisen). Dasselbe gilt für
Verweise auf Ausführungen und Beweisanträge in Parallelverfahren.
4. Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Stellungnahme vom 9. Mai 2008 geltend, das
Verfahren betreffend "Holzrechenanlage R." hätte mit dem Verfahren betreffend
"Teilstrassenplan und Strassenprojekt R-strasse-Kanalweg-Fallweg" im Sinn von Art.
25a RPG koordiniert werden müssen. Sie begründet dies damit, weil nicht nur die
Holzrechenanlage, sondern auch die Erschliessungsstrasse ein kommunales
Schutzgebiet und Wald beeinträchtigen würden, könne eine umfassende
Interessenabwägung nur stattfinden, wenn auch die umweltbezogenen Auswirkungen
des Strassenprojekts in die Beurteilung miteinbezogen würden. Es mache keinen Sinn,
eine Holzrechenanlage zu bewilligen ohne gleichzeitig über die Rechtmässigkeit der
Erschliessungsanlage zu entscheiden. Weil die Verfahren nicht koordiniert worden
seien, hätte zudem umgekehrt vorgegangen werden müssen. Zunächst wäre über die
notwendigen Erschliessungsanlagen zu entscheiden gewesen. Demgegenüber beruft
sich die Vorinstanz darauf, es mache keinen Sinn, über ein Strassenprojekt zu
befinden, solange über die Projekte, die das Strassenvorhaben bedingen würden, nicht
rechtskräftig entschieden worden sei.
4.1. Art. 25a Abs. 1 bis 3 RPG enthalten Grundsätze der Koordination. Sie wurden für
Verfügungen und für projektbezogene Pläne, die Verfügungscharakter haben
(Sondernutzungspläne) entwickelt (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht,
Bern 2003, Rz. 117 mit Hinweis auf ZBl 2001 S. 387 E. 3d; vgl. auch M. Joos,
Kommentar zum Raumplanungsgesetz, Zürich 2002, S. 228 und Waldmann/Hänni,
Raumplanungsgesetz, Art. 25a N 69 je mit Hinweisen).
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Erfordert die Errichtung oder die Änderung einer Baute oder Anlage Verfügungen
mehrerer Behörden, so ist eine Behörde zu bezeichnen, die für ausreichende
Koordination sorgt (Art. 25a Abs. 1 RPG). Nach Art. 25a Abs. 2 RPG hat die für die
Koordination verantwortliche Behörde folgende Aufgaben: sie kann die erforderlichen
verfahrensleitenden Anordnungen treffen (lit. a); sie sorgt für eine gemeinsame
öffentliche Auflage aller Gesuchsunterlagen (lit. b); sie holt von allen beteiligten
kantonalen und eidgenössischen Behörden umfassende Stellungnahmen zum
Vorhaben ein (lit. c), und sie sorgt für eine inhaltliche Abstimmung sowie möglichst für
eine gemeinsame oder gleichzeitige Eröffnung der Verfügungen (lit. d). Art. 25a Abs. 3
RPG bestimmt, dass die Verfügungen keine Widersprüche enthalten dürfen. Diese
Grundsätze sind auf das Nutzungsplanverfahren sinngemäss anwendbar (Art. 25a Abs.
4 RPG; vgl. auch Heer, a.a.O., Rz. 118). Grundsätzlich besteht indessen keine
Verpflichtung der Planungsbehörden, schon auf der Stufe der Nutzungsplanung die
Lage und genauen Ausmasse der zu erstellenden Bauten und Erschliessungsanlagen
festzulegen; diese Detailregelung kann vielmehr im Baubewilligungs- bzw. im
Strassenplanverfahren vorgenommen werden, unabhängig davon, ob der Strassenplan
nach St. Galler Recht ein Nutzungsplan i.S. von Art. 14 RPG ist oder nicht (BGE 1A.
305/2000 vom 9. Juli 2001 i.S. P.S.). Eine einheitliche umfassende Prüfung durch
Erlass eines projektbezogenen Sondernutzungsplans ist nur dort erforderlich, wo bei
der Planung so stark ins Detail gegangen wird, dass die Baubewilligung weitgehend
vorweggenommen wird, und vom bereits konkretisierten Projekt erhebliche
Auswirkungen auf die Umwelt ausgehen, die schon früh abgeschätzt werden können
und müssen (Heer, a.a.O., Rz. 119 mit Hinweis auf BGE 120 Ib 207 E. 5 und 6 und BGE
1A.305/2000 vom 9. Juli 2001 i.S. P.S.). Für die Anfechtung von Verfügungen
kantonaler Behörden, auf welche Art. 25a Abs. 1 Anwendung findet, sind nach Art. 33
Abs. 4 RPG sodann einheitliche Rechtsmittelinstanzen vorzusehen.
Im weiterenergibt sich eine Pflicht zur materiellen Koordination aus verschiedenen
bundesrechtlichen Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen, welche die Behörden zu
einer umfassenden Interessenabwägung verpflichten. Dazu gehören Art. 5 Abs. 2 und 4
WaG (Ausnahmebewilligungen zum Rodungsverbot).
4.2.Das kantonale Gesetz über die Verfahrenskoordination in Bausachen (sGS 731.2,
abgekürzt VKoG) enthält Vorschriften für Bewilligungsverfahren; für das Verfahren zum
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Erlass von Sondernutzungsplänen ist es sachgemäss anwendbar (Art. 1 Abs. 2 lit. a
VKoG). Nach Art. 1 Abs. 1 VKoG werden Verfahren und Verfügungen nach diesem
Gesetz koordiniert, wenn die Bewilligung einer Baute oder einer Anlage die Mitwirkung
von Stellen des Staates erfordert. Die federführende Stelle des Staates sorgt nach Art.
5 lit. b VKoG für die formelle Koordination auf Stufe Staat und mit dem Bund. Für
"andere" wasserbaupolizeiliche Vorhaben inner- und ausserhalb der Bauzonen
(einschliesslichEindolungen, Korrektionen, Einleitungen usw.) ist das Tiefbauamt
federführende Stelle des Staates (Art. 1 Abs. 1 in Verbindung mit Anhang 1 Ziff. 2.6. der
Verordnung über die Verfahrenskoordination und Fristen in Bausachen (sGS 731.21,
abgekürzt VKoV). Nach Art. 2 in Verbindung mit Anhang 2 VKoV sind Genehmigungen
von Wasserbauprojekten nach Art. 35 ff. des Wasserbaugesetzes (sGS 734.11,
abgekürzt WBG) und wasserbaupolizeiliche Bewilligungen nach Art. 50 WBG
Verfahren, in denen eine umfassende Interessenabwägung vorzunehmen ist.
4.3.Koordinationsprobleme ergeben sich insbesondere dort, wo das Bundesrecht für
grössere Bauvorhaben (z.B. Strassenbauten, Kieswerke, Deponien, Parkhäuser,
Einkaufszentren) den Erlass von (Sonder-)Nutzungsplänen verlangt, welche auch in die
übergeordnete Planung einzubetten sind. Derartige Pläne ersetzen in vielen Fällen das
Baubewilligungsverfahren oder nehmen es weitgehend vorweg, weshalb sie mit den
andern projektbezogenen Entscheidverfahren wie ein entsprechendes
Baubewilligungsverfahren im Detail zu koordinieren sind (A. Marti, Kommentar zum
Bundesgesetz über die Raumplanung, Zürich 1999, N 43 zu Art. 25a RPG mit
Hinweisen; vgl. auch VerwGE vom 2. Dezember 2004 i.S. J.K. mit Hinweisen).
Der Koordinationspflicht unterliegen diejenigen Vorschriften, bei denen untrennbar
miteinander verbundene Rechtsfragen zu beurteilen sind, deren verfahrensrechtlich
getrennte Behandlung zu sachlich unhaltbaren Ergebnissen führen würde. Das
Bestehen eines engen Sachzusammenhangs wurde in der Rechtsprechung bejaht bei
den Bewilligungen von zwei Anlagen, von denen die eine die andere voraussetzt
(P. Hänni, Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 4. Aufl., Bern 2002,
S. 442 mit Hinweis auf BGE 119 Ib 178). Nach diesem Urteil müssen
Ausnahmebewilligungen, die für zwei voneinander abhängige Anlagen verlangt werden
(in casu: Erstellung einer provisorischen Fahrbahn und Kieswerkanlage) derart
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miteinander koordiniert werden, dass sie eine Gesamtabwägung aller betroffenen
Interessen ermöglichen.
4.4. Land ist nach Art. 19 Abs. 1 RPG erschlossen, wenn die für die betreffende
Nutzung hinreichende Zufahrt besteht. Eine Holzrechenanlage bedingt eine
strassenmässige Erschliessung, vorab deshalb, weil Holz, das damit zurückgehalten
wird, abtransportiert werden muss. Umgekehrt ist eine Zufahrt nicht erforderlich, wenn
keine solche Anlage verwirklicht wird.
Im Zusammenhang mit der "Holzrechenanlage R." ist sowohl ein Planverfahren nach
WBG als auch ein Strassenplanverfahren nach Strassengesetz (sGS 732.1, abgekürzt
StrG) eingeleitet worden. Im Rahmen dieser Verfahren wurden die Lage und die
konkrete Ausgestaltung der Bauten und Anlagen (Rechen, Rüst- und Wendeplatz,
Waldstrasse) im Detail festgelegt, so dass die Auswirkungen, die das wasserbauliche
Vorhaben als Ganzes auf die Umwelt hat, konkret abgeschätzt werden können.
Unbestritten ist, dass ein Teil des Rechens, der Rüst- und Wendeplatz sowie die
Erschliessungsstrasse innerhalb eines Naturschutzgebiets gemäss Schutzverordnung
der Beschwerdegegnerin 1 (vgl. Verzeichnis der Naturschutzgebiete, Anhang III, Nr. N1
"Geotop R.") und im Wald (vgl. Art. 2 WaG) liegen. Zu prüfen ist somit, ob auch die
Auswirkungen der Zufahrt zur Holzrechenanlage in eine umfassende
Interessenabwägung zwischen wasserbaulichen, umweltrechtlichen und
anderenInteressen einbezogen werden konnten.
Aktenkundig ist, dass das Tiefbauamt die Projekte "Holzrechenanlage R." und
"Teilstrassenplan und Strassenprojekt R-strasse-Kanalweg-Fallweg" den kantonalen
Fachstellen (Kantonsforstamt, Amt für Jagd und Fischerei [heute: Amt für Natur, Jagd
und Fischerei], Amt für Raumentwicklung [heute: Amt für Raumentwickung und
Geoinformation], Amt für Umweltschutz [heute: Amt für Umwelt und Energie]
unterbreitet hat, bevor die Vorinstanz das Projekt für die Erstellung einer
Holzrechenanlage im R. am 15. April 2005 genehmigt hat und bevor die beiden
Projekte in der Zeit vom 23. Mai bis 22. Juni 2005 gleichzeitig öffentlich aufgelegt
worden sind. Fest steht weiter, dass alle Fachstellen einen Mitbericht abgegeben
haben und zur Auffassung gelangt sind, das Projekt sei bewilligungsfähig (vgl.
"Kantonale Mitberichte", Beilage Nr. 4 zum Auflageprojekt "Sanierung A.,
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Holzrechenanlage R." [Plan Nr. W 06.01.018]. Zum Auflageprojekt "Holzrechenanlage
R." gehört sodann ein Rodungsplan 1:500 (Beilage Nr. 13 [Plan Nr. W 06.01.018
8.101]), der das Projekt als Ganzes erfasst. Daraus ist im Detail ersichtlich, wo was
errichtet werden soll und mit welchen Auswirkungen auf den Wald bzw. auf das
Schutzgebiet zu rechnen ist. Danach erfordert die Erstellung des Rechens samt Rüst-
und Wendeplatz lediglich vorübergehende Rodungen (3'154 m können
standortgerecht neubepflanzt werden, 1'237 m können standortgerecht nur mit
Büschen neubepflanzt werden). Demgegenüber bedingt der Bau der
Erschliessungsstrasse eine definitive Rodung von 578 m . Sodann enthält der
"Technische Bericht mit Kosten" (Beilage Nr. 1 zum Auflageprojekt "Sanierung A.,
Holzrechenanlage R." [Plan Nr. W 06.01.018]) Angaben über die Erschliessung des
Rechens (Ziff. 4.5) und gibt Aufschluss über die Auswirkungen des ganzen Projekts auf
die Umwelt d.h., auf Jagd und Fischerei, Wald und Landschaft (Ziff. 5). Das
Kantonsforstamt hat am 5. Januar 2005 "aufgrund der vorliegenden Planunterlagen"
eine Rodungsbewilligung mit entsprechenden Auflagen in Aussicht gestellt und
mitgeteilt, der Bau einer neuen Strasse könne akzeptiert werden, wenn sie ab dem H-
bach mit einem Fahrverbot belegt und der nur wenige Meter unterhalb verlaufende
Fallweg nach Abschluss der Bauarbeiten aufgehoben werde. Auch das Amt für
Umweltschutz hat sich gleichentags dahingehend geäussert, die projektierte
Erschliessungsstrasse sei grundsätzlich in Ordnung. Insofern ist eine formelle und eine
materielle Abstimmung der Projekte "Holzrechenanlage R." und "Teilstrassenplan und
Strassenprojekt R-strasse-Kanalweg-Fallweg" und eine Abwägung der verschiedenen
öffentlichen Interessen erfolgt.
Eine umfassende Interessenabwägung setzt indessen voraus, dass alle Einwände von
zur Einsprache legitimierten Personen zu allen Aspekten des Gesamtprojekts geprüft
werden. Der angefochtene Entscheid ist aber einzig aufgrund der Einsprache der
Beschwerdeführerin gegen das Projekt "Holzrechenanlage R." ergangen und hat
demzufolge nur dieses zum Gegenstand. Fest steht jedoch, dass die
Beschwerdeführerin am 20. Juni 2005 beim Gemeinderat der Beschwerdegegnerin 1
auch Einsprache gegen das Vorhaben "Teilstrassenplan und Strassenprojekt R-
strasse-Kanalweg-Fallweg" erhoben hat. Zutreffend ist zwar, dass das Projekt
"Holzrechenanlage R." gemäss Ausschreibung auch als Strassenprojekt für das
Planverfahren nach Art. 39 ff. des StrG gilt (ABl 2005/1037). Offen istindessen
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einerseits, welche Einwände die Beschwerdeführerin im Rahmen dieses Verfahrens
erhoben hat. Andererseits ist nicht bekannt, ob und wenn ja wie über die Einsprache
entschieden worden ist bzw. ob gegen einen Einspracheentscheid des Gemeinderates
der Beschwerdegegnerin 1 ein Rekursverfahren anhängig gemacht worden ist. Somit
ist es möglich, dass das Strassenprojekt für sich allein zu einem späteren Zeitpunkt
Gegenstand eines Rekurs- und Beschwerdeverfahrens wird. Dies widerspricht den
Anforderungen des Bundesrechts an die formelle und materielle Koordination,
insbesondere aber dem Grundsatz, wonach die Rechtsmittelverfahren vor einer
Rechtsmittelinstanz zu koordinieren sind. Der angefochtene Einspracheentscheid vom
16. Januar 2008 (Nr. 3/2008) wird deshalb aufgehoben und die Vorinstanz wird
angewiesen, das Einspracheverfahren betreffend "Holzrechenanlage R." mit dem
Verfahren betreffend "Teilstrassenplan R-strasse-Kanalweg-Fallweg" zu vereinigen und
darüber in einem koordinierten Entscheid zu befinden.
5. Dieser Ausgang des Verfahrens kommt einem teilweisen Obsiegen der
Beschwerdeführerin gleich (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 762). Entsprechend sind die
amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens dem Staat aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1
VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des
Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Auf die Erhebung wird verzichtet. Der
Kostenvorschuss von Fr. 3'000.-- wird der Beschwerdeführerin zurückerstattet.
Die Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung für das
Beschwerdeverfahren (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP).
IhrRechtsvertreter hat keine Kostennote eingereicht, weshalb die Entschädigung nach
Ermessen festzusetzen ist (Art. 6 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und
Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Das Gericht erachtet eine
Entschädigung von Fr. 2'500.-- (inkl. Barauslagen, zuzüglich MWSt) für angemessen
(Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO).
Demnach hat das Verwaltungsgericht