# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bae8211c-3ae0-4919-ae77-d3adc838a19f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Im Rahmen einer langjährigen, zwischen der X._ (nachfolgend: X._) und der Y._ AG bestehenden Rechtsbeziehung gewährte die Bank ihrer Vertragspartnerin diverse Darlehen und Kontokorrentkredite.
B. Nachdem am 7. April 2015 der Konkurs über die Y._ AG eröffnet worden war, verlangte die X._ mit Eingabe vom 16. April 2015 die Kollokation mehrerer Ausstiegs- bzw. Vorfälligkeitsentschädigungen. Mit Schreiben vom 11. Mai 2015 wies das Betreibungs- und Konkursamt Imboden die X._ darauf hin, dass die geltend gemachten Ausstiegsentschädigungen nicht als Grundpfandforderungen im Sinne von Art. 818 ZGB angemeldet werden könnten, und setzte Frist bis zum 18. Mai 2015 für eine Forderungsanpassung. Am 18. Mai 2015 reichte die X._ eine überarbeitete Forderungsanmeldung ein.
C. Am 13. August 2015 erfolgte die öffentliche Auflage des Kollokationsplans. Die von der X._ geltend gemachten Ausstiegs- bzw. Vorfälligkeitsentschädigungen in Höhe von insgesamt Fr. 1'504'063.72 wurden vollumfänglich als Drittklassforderungen kolloziert. In der Folge ersuchte die X._ das Betreibungs- und Konkursamt Imboden um Wiedererwägung, welche indes abschlägig beschieden wurde, indem das Amt den Betrag mit Verfügung vom 21. August 2015 unverändert kollozierte. Zur Begründung wurde insbesondere auf den Wortlaut von Art. 818 ZGB sowie auf die am 18. Mai 2015 auf dem Konkursamt Imboden abgehaltene Besprechung verwiesen, an welcher man sich auf eine Kollokation der Ausstiegsentschädigung in der dritten Klasse geeinigt habe.
D. Am 1. September 2015 reichte die X._ beim Bezirksgericht Imboden gestützt auf Art. 198 lit. e Ziff. 6 ZPO eine Kollokationsklage ein. Die Rechtsbegehren lauteten, wie folgt:
"1. Die im Konkursverfahren der Beklagten mit Verfügung des Konkursamts Bezirk Imboden vom 21. August 2015 (Verfügung Nr. 12) vorgenommene Kollokation der Forderung der Klägerin im Betrag von CHF 1'504'063.72 ("Forderung für Ausstiegsentschädigung") in der dritten Klasse sei aufzuheben, und es sei die Forderung der Klägerin im Betrag von CHF 1'504'063.72 ("Forderung für Ausstiegsentschädigung") als grundpfandgesicherte Forderung zu kollozieren.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich MwSt) zu Lasten der Beklagten."
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E. In ihrer Klageantwort vom 9. Oktober 2015 beantragte die Y._ AG die kostenfällige Abweisung der Klage. In verfahrensrechtlicher Hinsicht wurde zudem der Antrag auf Nachforderung eines Kostenvorschusses von der Klägerin gestellt.
F. Am 15. Oktober 2015 erliess der Bezirksgerichtspräsident die Beweisverfügung, in welcher er festhielt, dass die einzig strittige Frage im vorliegenden Verfahren jene der Kollokation der von der X._ geltend gemachten Ausstiegsentschädigung sei. Gleichzeitig wurde zur Hauptverhandlung auf den 8. Dezember 2015 vorgeladen.
G. Mit Eingabe vom 2. Dezember 2015 beantragte die X._ die einstweilige Sistierung des Verfahrens und die Abnahme der Frist zur Hauptverhandlung vom 8. Dezember 2015. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass gemäss Schreiben des Konkursamtes Imboden vom 10. November 2015 ein sehr gutes schriftliches Angebot für den Freihandverkauf von verschiedenen beweglichen Sachen in Höhe von Fr. 2.43 Millionen vorliege. Des Weiteren lägen für verschiedene Grundstücke Angebote in Höhe von insgesamt Fr. 37'574'000.00 vor. Die Gläubiger der 3. Klasse könnten gemäss Einschätzung des Konkursamtes mit einer Dividende von ca. 80-100% rechnen, wobei letztere erst mit dem Entscheid über allfällige Kollokationsklagen definitiv zur Auszahlung gelangen könne. Vor diesem Hintergrund und der Tatsache, dass gegebenenfalls mit einer Dividende von 100% auch für die Gläubiger der 3. Klasse gerechnet werden könne, rechtfertige sich die Sistierung.
H. Mit prozessleitender Verfügung vom 3. Dezember 2015 wies der Bezirksgerichtspräsident das Sistierungsgesuch ab. Der Ausgang des Kollokationsprozesses habe unmittelbare Auswirkungen auf die Dividende der Drittklassgläubiger, sodass das Verfahren ohne Verzögerung fortzuführen sei.
I. Am 8. Dezember 2015 fand vor dem Bezirksgericht Imboden die Hauptverhandlung statt. Mit gleichentags gefälltem und am 26. Januar 2016 mitgeteiltem Entscheid erkannte das Bezirksgericht Imboden, was folgt:
"1. Die Klage wird abgewiesen.
2. a)Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 7'500.00 gehen zu Lasten der Klägerin und werden mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet.
b)Die Klägerin wird verpflichtet, die Beklagte ausseramtlich mit CHF 14'912.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations