# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5ffa1f1c-64e4-418f-a1c2-9bc65aff681b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 17. Dezember 2010 kauften A._ und B._ von C._ und D._ das Maiensäss "X._" (Grundstück O.1_ Nr. _, 2135 m2 Gebäudegrundfläche, Umschwung und Wiese, Assek-Nr. _). Im Herbst 2013 traf B._ per Zufall C._ und D._, welche ihm einen Ordner mit diversen Unterlagen zum gekauften Objekt überreichten. Daraufhin vereinbarten die Parteien am 2. und 20. Mai 2014 Gespräche, anlässlich welcher A._ und B._ zusammengefasst behaupteten, nicht gewusst zu haben, dass der Anbau als "Holz- und Geräteschopf" bewilligt und bereits im Jahre 1994 eine Bewilligung für eine Erweiterung der Bruttogeschossfläche erteilt worden war. C._ und D._ hingegen stellten sich auf den Standpunkt, dass sie zumindest B._ über diese Umstände informiert hätten. Zudem hätten sie A._ und B._ verschiedene Unterlagen ausgehändigt, darunter eine amtliche Schätzung sowie Pläne mit der Anmerkung "Holz- und Geräteschopf" in Bezug auf den Anbau.
B. Am 17. Juni 2014 meldeten A._ und B._ die vorliegende Klage gegen C._ und D._ beim Vermittleramt des Bezirks Plessur zur Schlichtung an. Da unter den Parteien anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 10. Juli 2014 keine Einigung erzielt werden konnte, wurde gleichentags die Klagebewilligung ausgestellt. Mit Eingabe vom 5. November 2014 reichten A._ und B._ frist- und formgerecht eine Klage beim Bezirksgericht Plessur mit folgendem Rechtsbegehren ein:
1. Es sei festzustellen, dass der öffentlich beurkundete Kaufvertrag zwischen den Klägern und den Beklagten vom 17. Dezember 2010 betr. Grundstück Nr. _ Plan_, O.1_, wegen absichtlicher Täuschung, eventualiter wegen Irrtums für die Kläger unverbindlich ist.
Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Klägern Zug um Zug gegen Rückübertragung von Grundstück Nr. _ Plan_, O.1_, folgende Beträge zu bezahlen:
- Kaufpreis CHF 360'000.00 - Schaden CHF 55'173.40
Total CHF 415'173.40
Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, zusätzlich Zins:
- zu 5% auf CHF 20'000.00 seit 24. August 2012 - zu 5% auf CHF 5'000.00 seit 13. Februar 2013 - zu 2.6% auf CHF 335'000.00 seit 18. Juni 2014
sowie weiteren Schaden von CHF 30'000.00, unter Vorbehalt der Anpassung, zu bezahlen.
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2. Eventualiter seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Klägern Ersatz des Minderwertes der Kaufsache von CHF 260'000 zu bezahlen, unter Vorbehalt der Anpassung nach Vorliegen des Beweisergebnisses.
3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu solidarischen Lasten der Beklagten.
C. Innert zweifach erstreckter Frist reichten C._ und D._ am 2. März 2015 ihre Klageantwort mit folgendem Rechtsbegehren ein:
1. Die Klage vom 5. November 2014 sei abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das vorliegende Verfahren und für das vorangegangene Schlichtungsverfahren zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Kläger.
D. Mit Schreiben vom 4. März 2015 ordnete der Instruktionsrichter des Bezirksgerichts Plessur aufgrund der vorliegenden Verhältnisse gestützt auf Art. 225 ZPO einen zweiten Schriftenwechsel an und setzte den Klägern bis zum 25. März 2015 Frist zur Einreichung ihrer Replik. Ferner wurden die Parteien darauf hingewiesen, dass die Duplik entfalle und das Verfahren fortgeführt werde, sollte die klagende Partei auf die Replik verzichten oder diese versäumen (Art. 147 Abs. 2 ZPO). Am 24. März 2015 teilten A._ und B._ dem Bezirksgericht Plessur mit, dass sie auf eine Replik verzichten würden und das Verfahren fortgesetzt werden könne.
E. Anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 25. Juni 2015 konnte unter den Parteien keine Einigung erzielt werden.
F. Am 16. März 2016 fand die Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Plessur statt, zu welcher mit prozessleitender Verfügung vom 18. Februar 2016 vorgeladen worden war. A._ und B._ stellten dabei das folgende (abgeänderte) Rechtsbegehren (fett markiert):
1. Es sei festzustellen, dass der öffentlich beurkundete Kaufvertrag zwischen den Klägern und den Beklagten vom 17. Dezember 2010 betr. Grundstück Nr. _ Plan_, O.1_, wegen absichtlicher Täuschung, eventualiter wegen Irrtums für die Kläger unverbindlich ist.
Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Klägern Zug um Zug gegen Rückübertragung von Grundstück Nr. _ Plan_, O.1_, folgende Beträge zu bezahlen:
- Kaufpreis CHF 360'000.00 - Schaden (nach Abzug Mietzins) CHF 48'873.40
Total CHF 408'873.40
Es seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, zusätzlich Zins:
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- zu 5% auf CHF 20'000.00 seit 24. August 2012: CHF 3'555.55 - zu 5% auf CHF 5'000.00 seit 13. Februar 2013: CHF 772.92 - zu 2.6% auf CHF 335'000.00 ab 18. Juni 2014: 15'194.11
sowie weiteren Schaden von CHF 18'282.90, unter Vorbehalt der Anpassung, zu bezahlen.
2. Eventualiter seien die Beklagten solidarisch zu verpflichten, den Klägern Ersatz des Minderwertes der Kaufsache von CHF 260'000 zu bezahlen, unter Vorbehalt der Anpassung nach Vorliegen des Beweisergebnisses.
3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu solidarischen Lasten der Beklagten.
C._ und D._ hielten derweil unverändert an ihrem Antrag auf Klageabweisung fest.
G. Mit Entscheid vom 16. März 2016, mitgeteilt am 23. März 2016, erkannte das Bezirksgericht Plessur was folgt:
1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 10'000.00 (Entscheidgebühr) gehen solidarisch zu Lasten von A._ und B._ und werden mit dem geleisteten Vorschuss in der Höhe von CHF 14'500.00 verrechnet. A._ und B._ werden CHF 4'500.00 durch das Gericht zurückerstattet, sobald der vorliegende Entscheid vollstreckbar geworden ist.
b) A._ und B._ werden verpflichtet, C._ und D._ eine Parteientschädigung in der Höhe von CHF 13'074.10 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations