# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4fb0c6a3-88be-4e08-9e6e-8f6e2771df2d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1986, war ab 1
0.
März 2013 als Koch in einem
auf ein Jahr
befristeten Arbeitsverhältnis bei der Hotel
Y._
AG in
Z._
beschäftigt und damit bei der
Hotela
Versicherungen AG gegen Unfälle versichert. Am
1
2.
August 2013 erlitt er einen Unfall, als ihm bei einem Umzug eine Tisch
platte auf das Handgelenk fiel (Unfallmeldung vom
2
1.
August 2013
,
Urk.
20/1
,
Urk.
20/4 und
Urk.
20/6
).
Dabei zog er sich eine Fraktur Os
sca
phoideum
rechts zu (
Urk.
21/2), welche am 1
6.
Dezember 2013 mittels Schraubenosteosynthese versorgt wurde (
Urk.
21/14).
Ab
1.
April 2014 war der Versicherte bei der
A._
AG beschäftigt, welches Arbeitsverhältnis per 3
0.
April 2015 aus wirtschaftlichen Gründen ge
kündigt wurde (
Urk.
20/23).
Bei ausgebliebener radiologischer Konsolidation sowie geklagten Schmerzen er
folgte am
6.
Januar 2015 an der Universitätsklinik
B._
eine Schraubenent
fernung sowie eine
Skaphoidrekonstruktion
rechts mit
vaskularisiertem
Span (
Urk.
21/21).
Am
6.
Mai 2015 (
Urk.
21/37) diagnostizierte der zuständige Arzt de
s
B._
s
ein CRPS I Hand rechts, nachdem der Beschwerdeführer über bewe
gungs
abhängige Schmerzen berichtet hatte. Am
8.
Oktober 2015 (
Urk.
21/54) erfolgte aufgrund von Restbeschwerden eine partielle Schraubenentfernung so
wie eine Abtragung von Knochensporn distale Radiusmetaphyse rechts.
Eine CT-Untersuchung des rechten Handgelenks vom 2
3.
November 2015 ergab eine voll
ständige Konsolidation bei intaktem Fremdmaterial ohne Lockerungszeichen (
Urk.
21/63).
Anlässlich der Untersuchung vom 2
8.
Dezember 2015 konnten die
B._
-Ärzte die noch geklagten Restbeschwerden nicht mehr klar zuordnen (
Urk.
21/66).
1.2
Mit Verfügung vom 1
5.
Januar 2016 (
Urk.
20/87) stellte die
Hotela
Versiche
rungen AG ihre «Leistungspflicht für die medizinischen Behandlungen sowie der Arbeitsunfähigkeit» auf den 2
8.
Dezember 2015 ein, da spätestens zu diesem Zeitpunkt keine mit dem Unfall im Zusammenhang stehende
Arbeitsunfähigkeit
sowie weitere Therapien zur Behandlung der unfallbedingten Verletzungen aus
ge
wiesen seien. Hiergegen erhob der
Versicherte
am
1.
Februar 2016 (
Urk.
20/91) Einsprache unter Hinweis auf die geplante Aufnahme einer Schmerztherapie. Am
6.
Juni 2016 (
Urk.
20/105) ergänzte der Rechtsvertreter des Versicherten unter Auflage des Gutachtens von
Dr.
med.
C._
, Chirurgie FMH, Spez. Handchirurgie,
vom 1
2.
Mai 2016 (
Urk.
21/71)
die Einsprache.
Ab
3.
März 2016 bezog der Versicherte Taggelder der Arbeitslosenversicherung (
Urk.
20/124).
Am 2
3.
Juli 2016
erlitt
er im Rahmen eines Stolpersturzes eine Handgelenks- und Mit
te
lhandkontusion rechts, wobei radiologisch keine frische Frakt
ur nachgewiesen werden konnte u
nd die Ruhigstellung empfohlen wurde (
Urk.
21/74 S. 2).
Am
1.
Mai 2017 trat der Versicherte eine Vollzeitstelle als stellvertretender Be
triebsleiter bei der
D._
AG
an (
Urk.
20/147
und
Urk.
20/154
).
Mit Mitteilung vom
1.
September 2017 (
Urk.
20/159) sprach die Eidgenössische Invalidenversicherung, bei welcher sich der Versicherte am
8.
Juli 2015 angemeldet hatte, eine Umschulung
zum Chefkoch mit eidgenössischem Fachausweis
vom
6.
Februar 2018 bis 1
1.
Februar 2019
an der
E._
zu.
Am 1
8.
Mai 2018 (
Urk.
20/188) hob sie
diesen Entscheid per 2
0.
September 2017 auf und gewährte
die identische Umschulung neu
vom 2
6.
Juni 2018 bis
9.
April 201
9.
Mit Verfügung vom 1
5.
November 2017 (
Urk.
20/173)
hatte
die
Hotela
Versiche
rungen AG einen Anspruch des Versicherten auf Vergütung der Kosten des Privatgutachtens von
Dr.
C._
vom 1
2.
Mai 2016)
verneint
. Auf die dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
20/178) trat das hiesige Gericht mit Verfügung vom 1
2.
Januar 2018 (
Urk.
20/179) nicht ein unter dem Hinweis, dass Mängel von Zwischenentscheiden mit der Beschwerde gegen den Endentscheid gerügt werden können (E. 3.3).
Die
Hotela
Versicherungen AG veranlasste im Rahmen des
Einspracheverfahrens
die handchirurgische Begutachtung des Versicherten in der
Klinik F._
(Expertise der
Dres
. med.
G._
, Oberarzt Handchirurgie, und
H._
, Chefarzt Orthopädie/Handchirurgie vom 1
3.
Dezember 2017,
Urk.
21/81).
Nach Eingang der Stellungnahme des Versicherten hierzu (
Urk.
20/189) wies sie die Einsprache mit Entscheid vom 1
9.
Februar 2019 (
Urk.
2) ab.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte, vertreten durch
Rechtsanwalt
Holger Hügel, am
2
2.
März 2019 (
Urk.
1) B
eschwerde, welches Verfahren
als Prozess
Nr.
UV
.2019.000
8
0 angelegt wurde.
Mit Verfügung vom 2
9.
März 2019 (
Urk.
5) wurde ihm Frist angesetzt, um die als weitschweifig qualifizierte Rechtsschrift zu verbessern. Dies tat er mit Eingabe vom 1
2.
April 2019 (
Urk.
7) und stellte fol
gendes Rechtsbegehren (S. 2):
1.
Es sei der Einsprach
e
-Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 1
9.
Februar 2019 und die Verfügung vom 1
6.
Januar 2016 aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlichen Leistungen zurückgehend auf das Ereignis vom 1
2.
August 2013 zuzu
spre
chen und auszurichten. Insbesondere sei die Beschwerdegegnerin zu ver
pflich
ten, dem Beschwerdeführer neben einer UVG-Rente eine Integ
ritätsent
schädigung für eine In
tegritätseinbusse von 15
%
zuzüglich eines Ausgleichs
zinses von 5
%
sowie ggf. zuzüglich eines Verzugszinses ab dem Zeitpunkt des allfälligen Fallabschlusses gemäss
Art.
19
Abs.
1 UVG zuzusprechen.
2.
Eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine UVG-Rente oder eine UVG-Übergangsrente sow
ie eine Integritätsentschädigun
g
für eine Integritäts
ein
busse von 15
%
zuzüglich eines Ausgleichszinses von 5
%
sowie ggf. zuzüg
lich eines Verzugszinses ab dem Zeitpunkt des allfälligen Fallabschlusses gemäss
Art.
19
Abs.
1 UVG zuzusprechen.
3.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die ihm für die vorprozessual eingeholte medizinische Expertise bei
Dr.
C._
entstandenen Kosten zu erstatten.
4.
Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
Am 2
7.
Mai 2019 (
Urk.
11) informierte der Versicherte über den Verfügungserlass der
Hotela
Versicherungen AG vom 1
1.
März 2019 betreffend Integritäts
ent
schädigung und seine
Einspracheerhebung
vom 1
1.
April 2019 (
Urk.
12/1-2).
Die
Hotela
Versicherungen AG
ersuchte am
2.
September 2019 (
Urk.
19) um Ab
weisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am
9.
September 2019 (
Urk.
22) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Am
7.
Oktober 2019 (
Urk.
23/1) erhob der Versicherte sodann Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der
Hotela
Versicherungen AG vom
4.
September 2019 (
Urk.
23/2), mit welcher diese
die mit Verfügung vom 1
1.
März 2019 (
Urk.
12/1) zugesprochene Integritätsentschädigung basierend auf einer Integritätseinbusse von 10
%
bestätigt hatte. Dieses Verfahren wurde unter der Prozess
Nr. UV.2019.00246 angelegt. Er stellte folgende Anträge (
Urk.
23/1 S. 2):
1.
Es sei der Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom
4.
September 2019 und die Verfügung vom 1
1.
März 2019 aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine Integritäts
entschädigung für eine Integritätseinbusse von 15
%
zuzüglich eines Aus
gleichszinses von 5
%
sowie ggf. zuzüglich eines Verzugszinses ab dem Zeitpunkt des allfälligen Fallabschlusses gemäss
Art.
19
Abs.
1 UVG zuzu
sprechen.
2.
Eventualiter sei der Einsprache-Entscheid der Beschwerdegegnerin vom
4.
September 2019 und die Verfügung vom 1
1.
März 2019 aufzuheben und
es sei dem Beschwerdeführer eine Integritätsentschädigung für eine Integri
tätseinbusse von 15
%
zuzüglich eines Ausgleichszinses von 5
%
sowie ggf. zuzüglich eines Verzugszinses ab dem Zeitpunkt des allfälligen Fallab
schlusses gemäss
Art.
19
Abs.
1 UVG gerichtlich zuzusprechen.
3.
Subeventualiter
sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwer
deführer zusätzlich zur Integritätsentschädigung von CHF 12'600.00 einen Ausgleichszins von 5
%
sowie zuzüglich eines Verzugszinses ab dem Zeit
punkt des allfälligen Fallabschlusses gemäss
Art.
19
Abs.
1 UVG per 2
8.
Dezem
ber 2015 zu bezahlen, oder es sei
dem Beschwerdeführer ein Ausgleichszins von 5
%
sowie zudem ein Verzugszins ab dem Zeitpunkt des allfälligen Fallabschlusses gemäss
Art.
19
Abs.
1 UVG per 2
8.
Dezember 2015 gerichtlich zuzusprechen.
4.
Unter o/e-Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
Die
Hotela
Versicherungen AG schloss am 2
7.
November 2019 (
Urk.
23/7) auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 2
9.
November 2019 (
Urk.
24) wurde der Prozess Nr. UV.2019.00246 mit dem Prozess Nr. UV2019.00080 vereinigt und als dadurch erledigt abgeschrieben. Gleichzeitig wurde dem Versicherten die Beschwerde
ant
wort zur Kenntnis gebracht.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereig
net haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
2
1.
August 2013
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krank
heiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei folgenden
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (lit. a), Verrenkungen von Gelenken (lit. b), Meniskusrisse (lit. c), Muskelrisse (lit. d), Muskelzerrungen
(lit. e), Sehnenrisse (lit. f), Bandläsionen (lit. g) und Trommelfellverletzungen (lit. h
). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede
rungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Ren
tenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähig
keit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Be
griffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Mög
lich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender gering
fügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu wer
den, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheitliche Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vorlie
gen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das der Invaliditätsbe
mes
sung der
Unfallversicherung
gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrun
de gelegte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Unfallversicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_588/2013 vom 16. Januar 2014 E. 3.5).
1.4
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Zur Bestimmung des Invalidi
tätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen).
1.5
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädi
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Inte
gritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht über
steigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der ge
samten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchst
betrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem
Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Vor
aussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden angemessen be
rück
sichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlim
merung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Leistungseinstellung per 2
8.
Dezember 2015
damit, dass sich am 2
8.
Dezember 2015 lediglich Restbeschwerden gezeigt hätten, we
lche jedoch nicht klar hätten zu
g
e
ordnet werden können. Weiter
e
Kontrollen seien nicht geplant worden. Trotz später geschilderten Beschwerden sei von einer weiteren Medikation abgesehen worden.
Es seien lediglich noch begleitende Massnahmen durchgeführt worden. Eine namhafte Verbesserung des
unfallbedingten Gesundheitszustandes sei demnach ab Ende Dezember 2015 nicht
mehr zu erwarten gewesen
; keiner der befassten Ärzte habe prognostisch mit einer namhaften Steigerung der Arbeitsfähigkeit gerechnet. Für die Tätigkeit als Koch bestehe eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit für leichte Tätigkeiten, ohne Heben von Lasten sowie das Handgelenk belastende Arbeiten
, so etwa
für die Planung des Tagesablaufs, d
i
e Entgegennahme der Produkte,
das
Bereitstellen von Geschirr und Geräten. Für zuarbeitende, schwere Tätigkeiten wie das Schnei
den von Gemüse und Obst würden ausserdem regelmässig Küchenhilfen einge
setzt. Ebenso
seien
in den meisten Küchen die Aufgaben untert
eilt, so dass schwerere Arbeit
fast ausschliesslich von unqualifiziertem Personal ausgeführt werde (
Urk.
2 S. 8).
Zur Integritätsentschädigung hielt die Beschwerdegegnerin dafür, die Aktenlage sei einheitlich und die Zusprache einer Integritätsen
t
schädigung von 10
%
ge
mäss der Suva-Tabelle 5.2 korrekt angesichts einer lediglich partiellen Arthrose mit einer lediglich partiellen Mobilitätseinschränkung (
Urk.
23/2 S. 3).
2.2
Der Beschwerdeführer bestritt vorweg den Zeitpunkt des Fallabschlusses und führte aus, sowohl die behandelnden Ärzte als auch die Gutachter gingen davon aus, dass von weiteren Heilbehandlungen noch eine namhafte Besserung der Arbeitsfähigkeit erlangt werden könne, folglich kein Endzustand vorliege und auch die Arbeitsfähigkeit jedenfalls in der angestammten Tätigkeit noch gestei
gert werden könne (
Urk.
7 S. 12).
Sodann spreche die Tatsache, dass die Eidge
nössische Invalidenversicherung, welche für Umschulungsmassnahmen recht
spre
chungsgemäss eine Erwerbseinbusse von 20
%
voraussetze, ihm diese Mass
nahme zugesprochen habe
,
dafür, dass er in UVG-relevanter Weise in seiner Erwerbsfähigkeit eingeschränkt sei und mithin Anspruch auf eine Rente haben
könnte. Eine Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit dürfte sich auch daraus erge
ben, dass aufgrund der ergonomischen Einschränkungen selbst bei vollem Pen
sum beim Invalideneinkommen ein leidensbedingter Abzug vorzunehmen wäre, was zu einem Rentenanspruch führen könnte (S. 13).
Zum gelt
e
nd gemachten Anspruch auf eine Integritätse
ntschädigung von 15
%
brachte der Beschwerdeführer vor
, die anderslautenden ärztlichen Schätzungen überzeugten nicht. Immerhin werde prognostisch die Notwendigkeit einer
Arthro
dese
in Aussicht gestellt, was mit einer schweren Arthrose einhergehe. Eine Gelenkversteifung am Handgelenk ergebe sodann einen Wert von 15
%
und nicht 10
%
(
Urk.
23/1 S. 15 f.).
3
.
3
.1
Prof.
Dr.
med.
I._
, Chefarzt Handchirurgie, und
Dr.
med.
J._
, Assistenzarzt Orthopädie, vom
B._
diagnostizierten im Bericht vom 3
0.
Dezember 2015 (
Urk.
21/66) über die Sprechstunde vom 2
8.
Dezember 2015 einen Status nach partieller Schraubenentfernung, Abtragung Knochensporn distaler Radiusmeta
physe rechts
am
8.
Oktober 2015 mit Restbeschwerden bei Status nach Schrau
benentfernung,
Skaphoidrekonstrukti
o
n
rechts mit
vaskularisiertem
Span vom
6.
Januar 2015 (Status nach
Skaphoidpseudarthrose
bei Status nach Schrauben-Osteosynthese Dezember 2013) sowie ein CRPS I Hand rechts, dominant (Erst
manifestation Februar 2015). Sie führten aus, aktuell zeigten sich noch Rest
beschwerden (Schmerzen langsam
regredient
, jedoch immer noch
vorhanden
), welch
e
nicht klar zugeordnet werden könnten. Sie empfahlen eine schmerzthe
rapeutische Behandlung und attestierten in einem handgelenksbelastenden Beruf wie als Koch noch bis 2
4.
Januar 2016 eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit.
3
.2
Dr.
C._
stellte in seinem Gutachten vom 1
2.
Mai 2016 (
Urk.
21/71) folgende Diagnosen (S. 18):
-
Scaphoid
-Fraktur rechts (Unfallereignis 1
2.
August
2013)
-
mit Schienenbehandlung unter der Diagnose Kontusion Handgelenk rechts
-
Status nach
Scaphoid
-Verschraubung am 1
6.
Dezember 2013
-
Status nach Schraubenentfernung,
Scaphoid
-Rekonstruktion mit
vascula
ri
siertem
Radius-Kn
ochenspan, Resektion
N.
inteross
.
d
orsalis
am
6.
Januar 2015
-
postoperative
Neurapraxie
(Neurom) Ramus
superficialis
nervi
radialis
rechts
-
Status nach partieller Schraubenentfernung, Abtragung Knochenspo
r
n dis
tale Radius-Metaphyse rechts am
8.
Oktober 2015
-
abklingendes komplex-regionales Schmerz-Syndrom CRPS (aufgetreten Febru
ar 2015), Budapester-Kriterien aktuell nicht erfüllt
-
leichtgradiges
Supinator
-Logen-Syndrom rechts (posttraumatisch
)
-
posttraumatische Radiocarpal-Arthrose rechts mit Folgebeschwerden
Der Gutachter führte aus, heute bestünden nachhaltige Restbeschwerden mit Begrenzung von Bel
a
stungen und Bewegungen der rechten dominanten Hand. Zu
dem habe eine seit Februar 2015 postoperativ eingetretene Komplikation in Form eines Schmerzsyndroms CRPS den Heilungsprozess mit beeinflusst. Insbe
sondere sei in Kombination mit den posttraumatischen Folgen einer beginnenden Arthrose die Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess verzögert. Rückläufig sei auch
das
seit Februar 2015 in Erscheinung getretene CRPS, wobei dieses heut
e
gemäss international gültiger Definition die Budapester-Kriterien nicht mehr vollständig zu erfüllen vermöge. Schmerzausstrahlungen im Rahmen des CRPS bestünden keine. Ebenso rückläufig sei die auf den Daumenstrahl begrenzte
Hypaesthesie
, welche mit übe
rwiegender Wahrscheinlichkeit im
Zusammenhang mit der im Januar 2015 durchgeführten Operation stehe. Diesbezüglich
sei die Prognose gut. Die Sch
m
e
rzen, welche aktuell geklagt würden, beschränkten sich fast ausschliesslich auf das Gebiet um die erlittene F
raktur. Diese seien Folgen
einer
sich
bereits deutlich abzeichnenden Arthrose, welche Veränderungen in den
Computertomogrammen
vom 2
3.
November 2015 schon deutlich zu sehen seien (S. 19).
Die Aussichten auf
eine
weitere Besserung
erachtete er als sehr begrenzt. Besse
rungsfähig seien ausschliesslich die Folgen des CRPS, welches durch die aktuellen Therapiemassnahmen im Abklingen begriffen sei. Nicht besserungsfähig seien hingegen die direkten Folgen der
Scaphoidfraktur
in Verbindung mit den multi
plen Eingriffen
, welche bleibende Spuren hinterlassen hätten wie Narben, Gelenk
kapsel-
Fibrose
mit
Synovialitis
, Bewegungseinschränkungen, unwiderrufliche Schäden am Os
scaphoideum
mit Knorpeldefekt, Teilzerstörung der Gelenksfläche und Stufen.
Zurzeit
seien noch Neurombeschwerden vorhanden. Er empfahl das Meiden von schmerzprovozierenden Belastungen, hingegen das Durchführen von Bewegu
ngsübungen. Die laufenden Behand
lungen mit wöchentli
c
hen Akupunk
turen seien hinsichtlich schmerztherapeutischer Massnahmen für die nächsten vier bis sechs Monate zu unterstützen. Chirurgische Massnahmen seien nicht erforderlich, diesbezüglich sei die Behandlung abgeschlossen (S. 19 f.).
Dr.
C._
schätzte im angestammten Beruf als «selbständiger» Koch eine bleibende Leistungseinschränkung von ca. 30
%
für die kommend
e
n drei bis fünf Jahr
e
, Ten
denz verschlechternd. Die Einschränkungen lägen hauptsächlich im B
e
reich von Belastungen über 5-10 kg. Für sehr leichte Tätigkeiten bis 5 kg sei
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar. Behinderungen bestünden vor allem bei selb
ständiger Tätigkeit, bei welcher unter Zeitdruck ein erheblicher Anteil an schwerer Arbeit anfalle, beispielsweise Rüsten harter Lebensmittel, Schneiden, Zerkleinern, Rühren, Arbeiten mit Schwingbesen, Halten und Bedienen von ge
füllten, schwer
e
n Pfannen. Das Zumutbarkeitsprofil für die rechte Hand beschrieb er wie folgt: Tragen von
Gewichten
bei hängendem Arm bis 15 kg;
Anheben auf Tischf
läche, Brust- und Überkopfhöhe bis maximal 5 kg, nur vereinzelt, ni
c
h
t repetitiv oder andauernd;
Vermeidung von Schlägen, heftigen Vibrationen und längerdauernden,
repetierenden Bewegungen unter stetiger Belastung; Vermei
dung von Abstützen auf Tischflächen mit abgewinkeltem Handgelenk; Stossen, Drücken, Ziehen und Festhalten mit Faustgriff in optimaler physiologischer Stel
lung des Handgelenks 5 bis maximal 10 kg unter Vermeidung von Drehungen im Handgelenk, nur vereinzelt, nicht repetitiv; zumutbar sind leichte Belastungen im Spitzgriff oder Faustgriff bis maximal 5 kg auch repetierend; zumutbar sind sämtliche Feinarbeiten mit Daumen und Finger, repetitiv und anhaltend (S. 20 f.).
Den Integritätsschaden bemass er mit 8
%
und verwies hierzu auf die Suva-Tabelle 5 (Arthrosen/Gelenkinstabilitäten) bei Vorliegen einer Handgelenks
ar
thro
se/Handwurzelarthrose mässiger Ausprägung (5-10
%
, S. 21).
3
.3
In ihrem Gutachten vom 1
3.
Dezember 2017 (
Urk.
21/81) stellten die
Dr
es
.
G._
und
H._
folgende Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (S.
20)
:
-
Posttraumatische
Radioscaphoidalarthrose
rechts bei
-
Status nach verpasster
Scaphoidfraktur
rechts vom 1
2.
Auguste 2013
-
Status nach
anterograder
Verschraubung einer veralteten
Scaphoid
frak
tur
rechts am 1
6.
Dezember 2013
-
Status nach Schraubenentfernung und
Scaphoidr
ekonstruktion
rechts mittels
vaskularisiertem
Radiusspan am
6.
Januar 2015
-
Status nach partieller Schraubenentfernung (zwei Schraubenschäfte in situ) und Abtragung eines Knochensporns der distalen Radiusmetaphyse am 1
8.
Februar 2015
-
Status nach CRPS I Hand rechts (Erstmanifestation Februar 2015
)
Folgenden Diagnosen massen sie keine Relevanz für die Arbeitsfähigkeit bei:
-
Reizdarmsyndrom
-
Herzrhythmusstörung bei offenem
Foramen
ovalen (anamnestisch, gemäss Musterung)
-
lumbospondylogenes Schmerzsyndrom linksbetont
-
Status nach mehreren Infiltrationen im
K._
(anamnestisch)
-
Status nach Tonsillektomie 2007
-
Status nach Hodentorsion
2007
-
Fructose/Lactose-Intoleranz
-
Diclofenac
-Unverträglichkeit (Nasenbluten)
Die Gutachter
führten zu den radiologis
chen Untersuchungen aus, im Ver
g
le
ich mit der Gegenseite zeigten sich beim Handgelenk rechts anatomische
carpale
Stellungsverhältnisse bei Status nach
Scaphoidrekonstruktion
mit zwei noch inlie
genden Schraubenschäften, konsolidierte
ossäre
Strukturen bei fehlenden Anzeichen einer Materiallockerung
,
indirekte Anzeichen einer
radioscaphoidalen
Arthrose mit Gelenkspaltverschmälerung, Irregularität der Gelenkslinie und dis
krete
subchondrale
Hypersklerosierung
. Bei der Dreiphasenskelettszintigraphie zeige sich eine mässig bis hochgradig vermehrte Knochenumbauaktivität der
beiden gegenüberliegenden
radioscaphoidalen
Gelenksflächen (degenerativ/
arthro
tisch
), akzentuiert um die Schraubenspitzen ohne Anzeichen einer Schrau
ben
lockerung
,
eine leichtgradige Verschmälerung des Gelenksspaltes und
eine
leicht irreguläre Knochenkontur des Os
scaphoideum
(S. 19 f.).
Die Experten betrachteten die
radioscaphoidale
Arthrose rechts mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit als Folge der
Scaphoidfraktur
(S. 21). Sie
erachteten die Tätigkeit als Koch nur im Sinne einer leichten Tätigkeit als zumutbar ohne
Heben von Lasten und keine das Handgelenk belastenden Tätigkeiten. Eine andere
, den Unfallfolgen ideal angepasste Tätigkeit befanden sie als zu 100
%
zu
mutbar.
Eine
spontane
Anpassung/Angewöhnung sei nicht zu erwarten.
Mit einer über die Ja
h
r
e fortschreitenden Arthrose und damit einhergehenden Schmer
zen sowie einer Einsch
r
änkung des Beweg
ung
sumfanges und Kraftminderung sei zu rech
nen. Bei der aktuellen Arbeitsstelle sei der Versicherte von schweren Arbeiten (Fleisch klopfen, viel Schneiden und Heben) befreit. Um solche Tätigkeiten auf Dauer vermeiden zu können, sei ab Juni 2018 ein
e
Weiterbildung zum Chefkoch geplant (S. 23).
Als weiter
e
Behandlung empfahlen sie in erster Linie eine symptomatische
T
herapie mittels systemischer und
topischer
Applikation entzündungshemmender Schmerzmittel bzw. Cortison-Infiltrationen. Bei ausgeschöpfter konservativer Therapie könne
über
eine Rettungsoperation im Sinne einer Teilversteifung des Handgelenks diskutiert werden (S. 24).
Die Integritätseinbusse bemassen die Gutachter bei mässiger Handgelenksarthrose aktuell mit 5
%
, samt Prognose für die Zukunft mit 10
%
. Eine 4-corner-fusion (Versteifung) führe zu einer Integritätseinbusse von 10
%
(S. 25).
4
.
4
.1
In Bezug auf den Fallabschluss per 2
8.
Dezember 2015 ist den Akten zu ent
nehmen, dass der Beschwerdeführer an jenem Tag durch die
K._
-Ärzte unter
sucht wurde und diese die noch geschilderten Restbeschwerden nicht klar zuord
nen konnten. Sie empfahlen
nurmehr
eine schmerztherapeutische Behandlung (E.
3.1).
Nach der Rechtsprechung handelt es sich hierbei
nicht um eine auf die Heilung des Gesundheitsschadens, sondern auf die
blosse Symptombekämpfung gerichtete Massnahme. Die Durchführung einer solchen
Therapie steht ein
em Fallabschluss nicht entgegen (Urteil des damaligen Eidgenössischen Versiche
rungs
gerichts
U 111/05
vom
2
0.
Juni 2006
E. 2.2
).
Auch Gutachter
Dr.
C._
empfahl im Mai 2016 keine weiteren chirurgischen
Massnahmen
mehr und erklärte die diesbezügliche Behandlung als abge
sc
hlossen. Wie die
K._
-Ärzte befand er schmerztherapeutische Massnahmen (samt Aku
punktur) als sinnvoll und er empfahl das Meiden von schmerzprovozierenden Be
lastungen sowie das Durchführen von Bewegungsübungen (E. 3.2). Auch diese Massnahmen sind im Sinne der Rechtsprechung nicht als auf die namhafte Bes
serung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlungen zu fassen.
4.2
Bei dieser Ausgangslage ist erstellt, dass am 2
8.
Dezember 2015
durch ärztliche Behandlung keine
namhaft
e
Besserung
mehr
zu erwarten war. Namentlich gingen die Ärzte nicht davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit massgeblich gesteigert we
rden kann. So hielt
Dr.
C._
fest, dass
die Einschränkungen
als Koch verbleiben werden, indes in angepasster Tätigkeit eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit besteht (E. 3.2). Entsprechend hatten bereits die
K._
-Ärzte Ende 2015 eine Arbeitsunfähigkeit nur noch in einem handgelenksbelastenden Beruf attestiert (E.
3.1).
4.3
Die gegenteilige Annahme des Beschwerdeführers (
Urk.
7 S. 12) ist insofern nicht korrekt, als zwar schon noch Therapien diskutiert wurden,
diese aber nicht auf die Verbesserung des organisch fassbaren Gesundheitszustandes gerichtet waren und insbesondere keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit versprachen. Dass die
F._
-Gutachter eine namhafte Besserung durch weitere Heilbehandlung bejaht hätten, ist nicht aktenkundig. Im Gegenteil bezeichneten sie die konser
vative Therapie als ausgeschöpft und thematisierten die Teilversteifung des
Hand
gelenks
ledig
lich im Falle steigenden Leidensdrucks. Aktuell empfahlen sie eine symptomatische Therapie mittels Applikation
entzündungshemmender
Schmerz
mittel bzw. Cortison-Infiltration
(
Urk.
21/81 S. 24)
. Dies stellt keine auf
eine
namhafte Besserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztliche Behandlung dar.
4.4
Damit steht fest, dass ab 2
8.
Dezember 2015 von einer weiteren
ärztlichen Be
handlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden k
o
nn
te, weshalb der Zeitpunkt des Fallabschlusses nicht zu beanstanden ist.
5.
5.1
Den Akten zu entnehmen und zwischen den Parteien auch nicht umstritten ist, dass der Beschwerdeführer in seinem angestammten Beruf als Koch massgeblich beeinträchtigt ist, kann er doch aufgrund der verbleibenden Einschränkungen im Handgelenk diverse Verrichtungen nicht mehr durchführen. Die Annahme der Beschwerdegegnerin, dies führe zu keinen Weiterungen, fielen doch als Koch dank
Beizug
von Hilfskräften gar keine handgelenksbelastenden Tätigkeiten an, ist lebensfremd. Der Beschwerdeführer
war im Zeitpunkt des Fallabschlusses mit 29 Jahren sicherlich noch kein erfahrener Koch. Es gibt keine Anhaltspunkte dafür, dass er besonders qualifiziert war und sich bereits einen Namen erarbeitet hat. Namentlich war er nicht Chefkoch, sondern seine Arbeit bestand im
eigent
lichen
Handwerk des Kochs
. Bei dieser Ausgangslage kann nicht von intakten Chancen auf dem Stellenmarkt gesprochen werden. Ein vernünftiger Arbeitgeber würde ihn jedenfalls nicht einstellen, ausgenommen es liege gerade
eine Vakanz
für eine ausgesprochene
Ni
schentätigkeit in der Küche vor.
5.2
Dass der Beschwerdeführer in der Folge tatsächlich eine entsprechende Stelle
fand, konnte jedenfalls nicht erwartet werden und
es
kann
deswegen
nicht von einer vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit
in
der bisherigen
Tätigkeit als Koch aus
gegangen werden. Die übrigen nach dem Unfall
innegehabten
Tätigkeit
en
bestä
tigen dies: Der Beschwerdeführer arbeitet
e von
1.
April 2014 bis 3
0.
April 2015 sowie
von Februar bis September 2017
als stellvertretender Betriebsleiter und be
mühte sich anschliessen
d
um eine Weiterbildung zum Chefkoch (
Urk.
21/81 S. 18 und
Urk.
20/23). Die eigentliche Tätigkeit als Koch führte er nicht mehr aus
und wird dies auch nie mehr tun können.
Besteht in der angestammten Tätigkeit keine Arbeit
s
fähigkeit mehr, ist per Zeit
punkt des Fallabschlusses ein Einkommensvergleich durchzuführen. Angesichts der eindeutigen Verhältnisse ist ausnahmsweise von einer Rückweisung an die Beschwerdegegnerin
hierfür
abzusehen.
5.3
5.3.1
Die beim Unfall innegehabte Stelle als Koch bei der Hotel
Y._
AG in
Z._
war bis am
9.
März 2014 befristet (
Urk.
20/4). Der Beschwerdeführer erzielte dabei
einen Lohn von
Fr.
4'441.65, was einem Jahreseinkommen von
Fr.
57'741.45 entspricht. Dieser Lohn lag etwas
über
den Mindestlöhnen gemäss dem Landes-Gesamtarbeitsvertrag 2015 für die Gastronomie, welcher für gelernte Mitarbeiter einen
Mindestlohn
von
Fr.
4'108.--
pro Monat
oder
Fr.
53'404.-- pro Jahr vorsah.
Ob der aus Deutschland stammende Beschwerdeführer eine gleich
wertige Ausbildung überhaupt absolviert hat, ist den Akten nicht zu entnehmen. Geht man hiervon aus, hätte er nach Auslaufen seines befristeten Arbeitsvertrages eine neue Stelle als Koch suchen und dabei mit dem GAV-Mindestlohn rechnen müsse. Geht man zugunsten des Beschwerdeführers
davo
n
aus, dass er das Lohn
niveau hätte halten können, ergäbe sich unter Berücksichtigung der Lohnent
wicklung (seit 2014; Index 103.4 auf 103.7, Nominallohnindex Männer 2011-2018, Bundesamt für Statistik, Tabelle T.1.1.10, Rubrik 55/56 Beherbergung und Gastronomie) per 2015 ein Einkommen von
Fr.
57'909.--.
5.3.2
Da
der
Beschwerdeführer
im massgeblichen Zeitpunkt keine Beschäftigung hatte,
die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar und keine Fachkenntnisse in a
nderen Bereichen ausgewiesen sind
,
muss das Inv
a
lideneinkommen auf der Basis einer einfachen Tätigkeit körperlicher oder handwerklicher Art bestimmt werden. Nach der Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (Tabelle TA1) ergab sich im Jahr 2014 für Männer ein Einkommen von
Fr.
5'312.--. Angepasst an die wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftszweigen, Bundesamt für Statistik) sowie unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung (Index 103.2 auf 103.5 über alle Wirtschaftszweige) ergibt sich ein Einkommen von
Fr.
66'646.3
0.
Selbst bei einem Abzug vom Tabellenlohn von 10 bis 15
%
ergibt sich mit höchstens 2
%
keine relevante Einkommenseinbusse.
5.4
Damit ergibt sich, dass der Beschwerdeführer ab 2
8.
Dezember 2015 kein Anrecht auf eine Invalidenrente der Beschwerdegegnerin hatte. Faktisch zeigte er sich denn auch in der Lage, ein entsp
rechendes Einkommen zu erzielen. Bei der
D._
AG
etwa
erzielte er als stellvertretender Betriebsleiter ab
1.
Mai 2017 einen Lohn von
Fr.
55'900.-- (
Urk.
21/154
Ziff.
8) und damit in einem vergleichbaren Rahmen.
5.5
Dass die Invalidenversicherung dem Beschwerdeführer
im September 2017 und Mai 2018 (
Urk.
20/159 und
Urk.
20/188) eine Umschulung zum Chefkoch zu
sprach, steht dieser Feststellung nicht entgehen. Der Beschwerdeführer machte nicht geltend, an weitergehenden
unfallkausalen
Einschränkungen zu leiden und legte auch keine entsprechenden Akten auf. In medizinischer Hinsicht ist mit den
Auskünften der behandelnden
K._
-Ärzten und den
Gutachten von
Dr.
C._
sowie der
Dres
.
G._
und
H._
die Aktenlage erstellt. Ob daneben weiter
gehende Gesundheitsschäden vorliegen, für welche die Invalidenversicherung, nicht aber die Beschwerdegegnerin einzustehen hat, ist im
vorliegenden
Kontext nicht von Bedeutung. Der Beschwerdeführer legte sodann nicht dar, ob und aus welchen Gründen die Invalidenversicherung einen abweichenden Invaliditätsgrad errechnet hat. Dass für die Kostenübernahme einer Umschulung grundsätzlich ein Invaliditätsgrad von 20
%
gefordert wird, ist insofern nicht von Relevanz. Dies umso mehr, als
im
gegenseitigen Verhältnis zwischen Invaliden- und Unfall
versicherung keine Bindungswirkung der Invaliditätsschätzung des einen Versi
che
rers für den jeweils anderen Sozialversicherungszweig besteht
und d
ie IV-Stellen und die Unfallversicherer die Invaliditätsbemessung in jedem einzelnen Fall selbständig vorzunehmen
haben (BGE 133 V 549 E. 6.1).
6.
6.1
In Bezug auf die Integritätsentschädigung ergibt sich, dass
fast identische Schät
zungen der involvierten Ärzte vorliegen.
Dr.
C._
ging von einer Handgelenks
arthrose/Handwurzelarthrose mässiger Ausprägung aus und nannte ein
en
Scha
den von 8
%
, die
Dres
.
G._
und
H._
bestätigten das Vorliegen einer mässigen Handgelenksarthrose und bemassen den Schaden aktue
ll
mit 5
%
, sa
mt Prog
nose für die Zukunft mit 10
%
(E. 3.2-3).
6.2
Die massgebende Suva-Tabelle
5 (Integritätsentschädigung gemäss UVG, Integri
tätsschaden bei Arthrosen
,
Urk.
21/84
) sieht bei einer mässigen Handgelenks-Arthrose eine Entschädigung von 5-10
%
vor, bei einer schweren eine solche von 10-25
%
. Bei einer Gelenksresektion oder
Arthrodese
findet sich ein Wert von 15
%
.
6.3
Nach der medizinischen Aktenlage ist lediglich eine mässige Arthrose ausg
e
wiesen. Dass sich jemals eine schwere Arthrose einstellen wird,
wie dies der Beschwerdeführer vermutet (
Urk.
23/1 S. 15)
,
wurde nicht prognostiziert
.
Damit
verbietet
sich auch d
er Schluss von einer allfällig in Zukunft notwendigen Teil-
Arthrodese
auf eine bereits heute absehbare schwere Arthrose,
denn
Solches wurde von keinem Arzt formuliert.
Auch
Gutachter
Dr.
C._
stellte eine Ver
schlechterung im Sinne einer Zunahme der posttraumatischen Folgen durch Arthrose in Aussicht, dies allerdings lediglich durch eine Verstärkung der lokalen Beschwerden (
Urk.
21/71 S. 20). Er beliess die Schätzung des Integritätsschadens indes bei 8
%
und stellte keine höhere Schädigung für die Zukunft in Aussicht (S. 21).
Soweit der
Beschwerdeführer
bereits prognostisch von einer absehbaren Verstei
fung des Handgelenks ausg
eht
ist festzuhalten, dass dies lediglich eine mögliche künftige Therapie ist und
nur
bei steigendem Leidensdruck zu thematisieren sein wird. Dass eine solche jemals durchgeführt wird, steht nicht fest.
Insofern ist irrelevant, dass die
Experten
die in Frage kommende
Arthrodese
(4-corner
fusion
) mit einem Integritätsschaden von 10
%
bezifferten. Denn dieses Szenario steht nicht fest. Anzufügen bleibt, dass es sich dabei
lediglich
um
eine Teilversteifung des Handgelenks
handelt und demgemäss durchaus Raum für eine Reduktion des Tabellenwertes für eine vollständige
Arthrodese
bestehen dürfte.
6.4
Zusammenfassend erweist sich die Schätzung des Integritätsschadens mit 10
%
als zutreffend. Bei der vorliegenden Konstellation steht einer späteren Erhöhung
bei entsprechender, noch nicht definitiv absehbarer Entwicklung nichts entgegen.
7.
Soweit der Beschwerdeführer
Anspruch auf einen
Ausgleichszins
sowie Verzugs
zins
von 5
%
auf der Integritätsentschädigung
erhebt (
Urk.
23/1 S. 2), ist fest
zustellen, dass sich die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einsprache
ent
scheid (
Urk.
23/2) nicht dazu äusserte. Sie wies die Einsprache des Beschwerde
führers, mit welcher dieser bereits um Zusprache der Zinsen ersucht hatte
(
Urk.
23/3/8)
, gesamthaft ab.
Eine Begründung für die Verweigerung von Zins
zah
lungen findet sich im Einspracheentscheid nicht, obwohl der Beschwerde
führer die Anträge detailliert begründete. Dies stellt eine massive Verletzung des rechtlichen Gehörs dar, welche nicht in diesem Verfahren zu heilen ist. In diesem Punkt ist die Sache an die Beschwerdegegnerin zur gehörigen Begründung zu
rückzuweisen.
Zur Vermeidung
eines weiteren Gerichtsverfahrens
ist anzufügen, dass die mit Beschwerdeantwort vom 2
7.
November 2019 (
Urk.
23/7) nachgeschobene Be
grün
dung (S. 11) unhaltbar ist. Die Beschwerdegegnerin setzte sich nur mit der Thematik der Verzugszinsen auseinander und nicht mit jener betreffend Aus
gleichszins. Für diesen stellen sich grundsätzlich andere Fragen, als die von der Beschwerdegegnerin thematisierten. So hat ein Ausgleichszins keinen
pönalen
Charakter, sondern dient dem Ausgleich
einer erst nach Fallabschluss zuge
sprochenen Integritätsentschädigung (BGE 113 V 48).
8.
8.1
Die vom Beschwerdeführer beantragte Übernahme der Kosten für das von ihm eingeholte Gutachten von
Dr.
C._
vom 1
2.
Mai 2016 (
Urk.
21/71) lehnte die
Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 1
5.
November 2017 (
Urk.
20/173) ab. Im
Nichteintretensentscheid
des hiesigen Gerichtes vom 1
2.
Januar 2018 (
Urk.
20/179) wurde eine Ü
berprüfungsmöglichkeit im Rahmen der Beurteilung der materiellen Ansprüche des Beschwerdeführers in Aussicht gestellt.
8.2
Nach
der Rechtsprechung
sind
unter dem Titel Parteien
tschädigung auch die
Kosten
privat eingeholter Gutachten zu vergüten, soweit die Parteiexpertise für die
Entscheidfindung
unerlässlich war (BGE 115 V 62 E. 5c
). Dieser Grundsatz ist
für das
Verwaltungsverfahren
ausdrücklich in
Art.
45
Abs.
1 ATSG festgehalten
, wonach d
er Versicherungsträger die Kosten der Abklärung übernimmt, soweit er die Massnahmen angeordnet hat. Hat er keine Massnahmen angeordnet, so über
nimmt er deren Kosten dennoch, wenn die Massnahmen für die Beurteilung des Anspruchs unerlässlich waren oder Bestandteil nachträglich zugesprochener Leis
tungen bilden.
8.3
Zum Zeitpunkt der Auflage des Gutachtens von
Dr.
C._
(E. 3.2) war dieses für die Entscheidfindung unerlässlich, nach Eingang des von der Beschwerdegeg
nerin eingeholten Gutachtens der
Dres
.
G._
und
H._
(E. 3.3) indes nicht mehr. Auffallend ist, dass die beiden Gutachten in der Hauptfrage der verblei
benden Arbeitsfähigkeit zu identischen Resultaten gelangten.
Bei dieser Ausgangslage sind die Abläufe des Verwaltungsverfahrens näher zu
beleuchten
.
Nach Eingang der Einsprache des Beschwerdeführers vom
1.
Februar
2016 (
Urk.
20/91) teilte die Beschwerdegegnerin am Folgetag (
Urk.
20/92) mit, dass sie über das weitere Vorgehen informieren werde. Am 1
6.
Februar 2016 (
Urk.
20/93) bestätigte sie auf telefonische Nachfrage des Beschwerdeführers hin, dass die Angelegenheit neu geprüft werde. Am 2
3.
März 2016 (
Urk.
20/98) legitimierte sich der
Rechtsvertreter
als solcher und ersuchte um Fristansetzung zu
r
Stellung
nahme sowie
um
Zustellung der Akten, welche ihm am
1.
April 2016 (
Urk.
20/99) zugesandt wurden samt Fristansetzung bis zum
2.
Mai 201
6.
An diesem Tag (
Urk.
20/102) ersuchte der Rechtsvertreter um Fristerstreckung unter Hinweis auf seine hohe Arbeitsbelastung infolge nicht
aufschiebbarer
anderer Fristangele
genheiten
, was am
6.
Mai 2016 (
Urk.
20/103) gewährt wurde. Am
6.
Juni 2016 (
Urk.
20/105) reichte der Rechtsvertreter die ergänzende
Einsprachebegründung
ein samt Gutachten des
Dr.
C._
vom
2.
Mai 201
6.
8.4
Der erwähnte Ablauf zeigt, dass sich die Beschwerdegegnerin von Beginn weg kooperativ und gewillt zeigte, die Angelegenheit neu
zu
prüf
en. Der Beschwerde
führer hatte
damit
keine Veranlassung, ein Gutachten einzuholen, ist es doch Sache der Verwaltung, den massgebenden Sachverhalt abzuklären.
Denn nach
Art.
43
Abs.
1 ATSG nimmt der
Versicherungsträger
- und nicht der Versicherte selber - die
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor
und holt
die erfor
derlichen Auskünfte ein
. D
en Versicherten steht es
mithin
nicht frei,
den Gang des Verwaltungsverfahrens zu bestimmen,
die ihnen gutscheinenden Abklärung
en selber zu veranlassen und der Versicherung in Rechnung zu stellen.
Die Beschwerdegegnerin hatte im Zeitpunkt der Gutachtenseinho
lung durch den Beschwerdeführer
noch gar keine Kenntnis über
die detaillierten Vorbringen
in der Beschwerdeergänzung. Es ist anzunehmen, dass sie von sich aus eine Be
gutachtung angeordnet hätte. Der Beschwerdeführer hätte dies
einspracheweise
beantragen und bei Weigerung im Rahmen des
Gerichtsverfahrens
monieren können.
Ob bei absehbarer Weigerung der Beschwerdegegnerin zur Gutachtens
einholung ein Privatgutachten angezeigt gewesen wäre, braucht vorliegend nicht entschieden zu werden.
8.5
An diesem
Ergebnis
ändert nichts, dass das vorliegende Urteil auch einzig auf der Grundlage des Gutachtens von
Dr.
C._
gleich ausgefallen und die Expertise der
Dres
.
G._
und
H._
insofern - da in den wesentlichen Punkten identisch - nicht nötig gewesen wäre. Dass die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt mit eigenen Mitteln erforschen wollte und allenfalls ein für den Beschwerdeführer besseres Ergebnis hätte resultieren können, ist nicht zu beanstanden.
8.6
Zusammenfassend war das Gutachten von
Dr.
C._
für die Entscheidfindung nicht
unerlässlich
, weshalb die Kosten nicht zu Lasten der Beschwerdegegnerin gehen.
9.
Der Beschwerdeführer unterliegt zum grössten Teil. Er obsiegt einzig im Hinblick auf die Rückweisung der Streitsache zur gehörigen Begründung in Bezug auf die beantragten
Zinsfolgen. Damit
ist ihm in Anwendung von
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht eine gekürzte Prozessent
schädi
gung von
Fr.
1'000.-- (inkl. Barauslagen und MWSt) zuzusprechen.