# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ae4d9ae6-8751-429b-9591-974a5c89a313
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Vor Regionalgericht Landquart ist eine Klage der Y._ gegen X._ über eine Forderung von CHF 30'000.00 nebst Zins hängig. Das Schlichtungsgesuch datiert vom 25. Juli 2018, die Klage vom 11. Oktober 2018.
B. Nach Zustellung der Klageschrift beantragte X._ aus gesundheitlichen Gründen eine Fristerstreckung für die Einreichung einer schriftlichen Stellungnahme. In der Begründung gab sie an, seit nunmehr drei Jahren einem extremen Stress ausgesetzt zu sein. Als Folge davon habe sie sich im September 2017 notfallmässig in ärztliche Behandlung begeben müssen, welche bis heute anhalte. Vom 27. September 2017 bis 30. Juni 2018 sei sie zu 100% arbeitsunfähig gewesen. Sie leide bis heute unter einem grossen körperlichen und seelischen Erschöpfungszustand. Auf dringenden ärztlichen Rat hin müsse sie ihre Arbeiten sorgfältig einteilen. So sei es ihr bisher nicht möglich gewesen, sich mit der vorliegenden Angelegenheit zu befassen.
C. Der Regionalgerichtspräsident Landquart stimmte der Fristerstreckung in der Folge zu. X._ reichte auch innert erstreckter Frist keine Stellungnahme ein.
D. Mit Verfügung vom 4. Dezember 2018 wurden die Parteien auf den 23. Januar 2019 zur Hauptverhandlung vorgeladen.
E. Am 10. Dezember 2018 stellte X._ beim Regionalgericht aus gesundheitlichen Gründen ein Sistierungsgesuch. Gleichzeitig reichte sie ein Arztzeugnis ein, welches ihr eine 100%-ige Arbeitsunfähigkeit vom 5. Dezember 2018 bis zum 4. Januar 2019 bescheinigte. Mit Verfügung vom 11. Dezember 2018 wies der Regionalgerichtspräsident Landquart das Sistierungsgesuch ab und bestätigte den Termin der Hauptverhandlung vom 23. Januar 2019. Dabei wies er X._ darauf hin, dass es im Sinne einer beförderlichen Prozesserledigung zumutbar sei, eine Rechtsvertretung beizuziehen, sofern sich herausstelle, dass ihre gesundheitlichen Probleme längerdauernder Natur seien und sie deswegen nicht in der Lage sei, an der Hauptverhandlung teilzunehmen.
F. Am 22. Januar 2019, also am Vortag der Hauptverhandlung, teilte X._ dem Regionalgericht Landquart mit, sie sei momentan nicht in der Lage, sich mit der Angelegenheit zu befassen und der Gerichtsverhandlung beizuwohnen. Aufgrund dessen ersuche sie darum, die angesetzte Hauptverhandlung zu verschieben. Gleichentags reichte sie ein ärztliches Zeugnis ein, mit welchem ihr attestiert wird, aus psychiatrischer Sicht nicht verhandlungsfähig zu sein.
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G. Da dem Verschiebungsgesuch aus zeitlichen Gründen vorgängig nicht mehr stattgegeben werden konnte, erschienen zum Hauptverhandlungstermin vom 23. Dezember 2019 sämtliche Richter sowie die klagende Partei. Letztere gab ihr Einverständnis zum Verschub der Verhandlung.
H. Mit Beschluss vom 23. Januar 2019, schriftlich mitgeteilt am 25. Januar 2019 erkannte das Regionalgericht Landquart wie folgt:
1. Die Beklagte wird aufgefordert, innert 10 Tagen eine Vertretung zu beauftragen und dies dem Gericht mitzuteilen.
2. Nach unbenutztem Ablauf der angesetzten Frist wird das Gericht für die beklagte Partei eine Vertretung bestellen.
3. Die Vorladung zur erneuten Hauptverhandlung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt mit separatem Schreiben.
4. Die Gerichtskosten bleiben bei der Prozedur.

## Considerations