# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9b298d11-e44e-4715-81e6-577f5de5297b
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

festgestellten und beurteilten Sachverhalt, wie bereits seit Jahren, in
anderer Weise und vertrete ebenso lange die Ansicht, dass der
Beschwerdeführer auch in einer leidensadaptierten Tätigkeit in
erheblichem Ausmass arbeitsunfähig sei. Auf den Antrag auf Zusprache
einer halben Invalidenrente könne infolge des beschränkten
Streitgegenstandes gar nicht eingetreten werden und auch die Rüge,
wonach die IV-Stelle den Beschwerdeführer zu einer neuen
spezialärztlichen Untersuchung hätte aufbieten müssen, müsse infolge von
Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV zurückgewiesen werden. Dies umso mehr, als die
Einholung eines entsprechenden Berichtes durch die IV-Stelle die
Eintretensfrage bereits präjudiziert hätte.
8. Der Beschwerdeführer replizierte mit Schreiben vom 12. Dezember 2017
und hielt an seiner Beschwerde fest. Die IV-Stelle verzichtete mit Schreiben
vom 18. Dezember 2017 auf eine Duplik. Am 21. Dezember 2017 ging die
Honorarnote des beschwerdeführerischen Rechtsvertreters beim Gericht
ein.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene
Verfügung sowie die weiteren Akten, wird sofern erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle
des Kantons Graubünden vom 25. September 2017. Eine solche
Anordnung, die laut Bundesrecht der Beschwerde an das
Versicherungsgericht am Ort der verfügenden IV-Stelle unterliegt, kann
beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden als örtlich und sachlich
zuständigem Versicherungsgericht angefochten werden (vgl. Art. 49 Abs. 2
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lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]
i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] sowie Art. 57 des Bundesgesetzes
über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1]). Als Adressat dieser Verfügung ist der Beschwerdeführer von der
angefochtenen Verfügung überdies unmittelbar betroffen und hat ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung. Demnach
ist er zur Beschwerdeführung legitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59
ATSG).
2.1. Genauer zu prüfen ist hingegen, ob die Beschwerde vom 10. November
2017, welche gleichentags zu Handen des Verwaltungsgerichts der
Schweizerischen Post übergeben wurde, fristgerecht erfolgte. Dies ist als
Prozess- bzw. Sachurteilsvoraussetzung von Amtes wegen zu prüfen (vgl.
z.B. Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden [VGU] V 17
5 vom 16. Januar 2018 E.1b und V 14 7 vom 17. März 2015 E.2a und b;
siehe auch BGE 134 V 49 E.2). Gemäss Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60
Abs. 1 und 2 und Art. 39 Abs. 1 ATSG (vgl. auch Art. 52 Abs. 1 und Art. 8
Abs. 1 VRG) ist die Beschwerde innerhalb von 30 Tagen nach der
Eröffnung der Verfügung einzureichen. Die Frist gilt als gewahrt, wenn die
Beschwerde am letzten Tag der Frist zu Handen der Beschwerdeinstanz
der Schweizerischen Post übergeben wurde. Die 30-tägige
Beschwerdefrist beginnt gemäss Art. 38 Abs. 1 ATSG (vgl. auch Art. 7
VRG) am Tag nach der Mitteilung der Verfügung zu laufen. Die Mitteilung
gilt in dem Moment als erfolgt, in welchem die Verfügung dem Versicherten
bzw. ihrem Rechtsvertreter zugänglich ist (vgl. zur fristauslösenden
Zustellung an den Rechtsvertreter: Art. 37 Abs. 3 ATSG sowie Urteil des
Bundesgerichts 9C_791/2010 vom 10. November 2010 E.2.2). Eine
effektive Kenntnisnahme wird nicht verlangt. Bei uneingeschriebenen
Postsendungen gilt das Einlegen der Sendung in den Briefkasten oder ins
Postfach als fristauslösender Zeitpunkt, womit eine erst später erfolgte,
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tatsächliche Kenntnisnahme durch den Empfänger nicht massgebend ist.
Zudem bestehen für das Sozialversicherungsverfahren keine Vorschriften
darüber, wie die Versicherungsträger ihre Verfügungen zuzustellen haben.
Auch wenn ein Fehler bei der Postzustellung nicht ausserhalb jeder
Wahrscheinlichkeit liegt, ist ein solcher nicht zu vermuten, sondern nur
anzunehmen, wenn dies aufgrund der Umstände plausibel erscheint (vgl.
zum Ganzen BGE 142 III 599 E.2.4.1 m.H.a. BGE 122 I 139 E.1; Urteile
des Bundesgerichts 9C_90/2015 vom 2. Juni 2015 E.3.1 f. und 3.4,
2C_570/2011 vom 24. Januar 2012 E.4.1 sowie 2C_430/2009 vom
14. Januar 2010 E.2.4; VGU S 18 104 vom 2. Oktober 2018 E.3.2 f.). Die
Beweislast für die Eröffnung der Verfügung bzw. dessen Zeitpunkt trägt
grundsätzlich die Verwaltung, wobei der im Sozialversicherungsrecht
übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt (vgl. zu
diesem Beweismass: BGE 132 III 715 E.3.1 und 130 III 321 E.3.2 f.) und
der Nachweis des Zustelldatums auch aufgrund von Indizien oder gestützt
auf die gesamten Umstände erbracht werden kann. Wird die Tatsache oder
das Datum der Zustellung einer uneingeschriebenen Sendung durch den
Empfänger bestritten und lässt sich kein davon abweichender,
überwiegend wahrscheinlicher Sachverhalt ermitteln, ist also im Zweifel auf
die Darstellung des Empfängers abzustellen (vgl. zum Ganzen Urteile des
Bundesgerichts 9C_815/2015 vom 8. August 2016 E.2.2, 8C_262/2012
vom 8. Juni 2012 E.3 und 9C_791/2010 vom 10. November 2010 E.4.1;
VGU S 18 51 vom 14. Juni 2018 E.4.2 m.H.a. Urteil des Eidgenössischen
Versicherungsgerichts [EVG] C 285/03 vom 5. Juli 2004 E.4.3).
2.2. Die Verfügung vom 25. September 2017 wurde gemäss
Frankierungsaufdruck auf dem Zustellcouvert am 26. September 2017 mit
B-Post Standard zu Handen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers
der Schweizerischen Post zur Zustellung übergeben. Auf dem
Zustellcouvert sowie dem beschwerdeführerischen Exemplar der
angefochtenen Verfügung findet sich ein gleichartiger Eingangsstempel
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vom 11. Oktober 2017 (siehe Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 1). In
der Beschwerde vom 10. November 2017 wird hinsichtlich der Zustellung
der Verfügung ausgeführt, dass diese am 11. Oktober 2017 erfolgt sei. In
den beschwerdeführerischen Akten findet sich neben dem Zustellcouvert
auch noch ein Postrückbehaltungsauftrag des Rechtsvertreters des
Beschwerdeführers vom 19. September 2017 für den Zeitraum vom
26. September bis zum 10. Oktober 2017. In der Beschwerde wurde in
diesem Zusammenhang auf eine Ferienabwesenheit hingewiesen.
Aufgrund der Neuanmeldung zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle sowie
dem nachfolgenden Vorbescheidverfahren bestand zwischen dem
Beschwerdeführer und der IV-Stelle ein Verfahrens- bzw.
Prozessrechtsverhältnis, wobei sich daraus unter anderem die
Verpflichtung ergibt, dafür besorgt zu sein, dass Entscheide zugestellt
werden können (siehe EVG I 528/01 vom 3. Juni 2003 E.3 m.H.a. BGE 119
V 94 E.4b/aa). Weil die IV-Stelle Verfügungen gemäss Art. 37 Abs. 3 ATSG
mit fristauslösender Wirkung an den bevollmächtigten Vertreter zu eröffnen
hat (siehe Urteil des Bundesgerichts 9C_791/2010 vom 10. November
2010 E.2.2), muss diese Pflicht zur Sicherstellung des Empfanges auch für
den gehörig bevollmächtigten Vertreter gelten. Die letzte Korrespondenz in
dieser Angelegenheit zwischen der IV-Stelle und dem Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers erfolgte im Juli/August 2017, womit mit der Zustellung
einer Verfügung zu rechnen war. Ein Postrückbehaltungsauftrag ist aber
keine taugliche Vorkehrung zur Sicherstellung des ordnungsgemässen
Empfanges von solchen Sendungen, weil er insbesondere keinen
Aufschub des Fristenlaufes bei uneingeschriebenen Sendungen bewirkt
(Urteil des Bundesgerichts 8C_53/2017 vom 2. März 2017 E.4.2 f.). Nichts
anders gälte für eingeschriebene Sendungen (vgl. dazu BGE 134 V 49).
Dem fachkundigen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers musste
aufgrund dieser Rechtsprechung somit bekannt sein, dass der
Postrückbehaltungsauftrag keine taugliche Vorkehrung für die
Sicherstellung eines ordnungsgemässen Empfanges der zu erwartenden
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Verfügung darstellte bzw. dieser nicht fristwahrend zu berücksichtigen ist.
Gemäss Art. 29 Abs. 1 lit. a Ziffer 2 der Postverordnung vom 29. August
2012 (VPG; SR 783.01) sowie den eigenen Angaben der Schweizerischen
Post, kommt ein mit B-Post aufgegebener Brief innerhalb vom maximal drei
Arbeitstagen beim Empfänger an (vgl. dazu VGU A 18 25 vom 2. Oktober
2018 E.4.1 und S 18 51 vom 14. Juni 2018 E.4.2). Die (Ziel-)Laufzeiten für
die B-Post konnten im Jahre 2017 gemäss Angaben der Eidgenössischen
Postkommission (Postcom) in 99 % der Fälle eingehalten werden
(https://www.postcom.admin.ch/de/grundversorgung/laufzeiten; zuletzt
besucht am: 15. November 2018). Zwischen der Postaufgabe der
vorliegend strittigen Verfügung sowie der tatsächlichen Kenntnisnahme am
11. Oktober 2017 liegen 14 ganze Tage bzw. 10 Arbeitstage, was der vier
bzw. dreifachen (ordentlichen) Laufzeit einer B-Post-Sendung entspricht.
Auf dem Zustellcouvert finden sich zudem die maschinellen Aufdrucke
"ZURÜCKBEHALTEN BIS: 10.10.2017" und "WIRD ABGEHOLT AM Mi
11.10.2017". Daraus ist zu schliessen, dass die Verarbeitung zur
Zustellung noch während der Gültigkeit des Postrückbehaltungsauftrages
(letzter Tag: 10. Oktober 2017) erfolgte bzw. bei der für die Verteilung
zuständigen Poststelle die Information bekannt gemacht werden musste,
dass die Zustellung (erst) ab dem 11. Oktober 2017 wieder normal erfolgen
soll. Denn dieser Vermerk auf dem Zustellcouvert würde ansonsten einen
bereits abgelaufenen Postrückbehaltungsauftrag aufrechterhalten, wenn er
auch auf Briefen aufgedruckt wäre, für die eine Zustellung am 11. Oktober
2017 oder später vorgesehen war. Wäre die ordentliche Zustellung – unter
Ausblendung der Tatsache eines erteilten Postrückbehaltungsauftrages –
infolge einer aussergewöhnlich grossen Verzögerung der B-Postsendung
hypothetischerweise erst am 11. Oktober 2017 erfolgt, dürfte sich aber
aufgrund der vorstehende Überlegung, infolge des am 11. Oktober 2017
nicht mehr gültigen Postrückbehaltungsauftrages, kein entsprechender
maschineller Aufdruck mehr auf dem Zustellcouvert befinden und die
Sendung wäre dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers ordentlich und
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ohne entsprechende Aufdrucke zugestellt worden. Schliesslich geht aus
dem bereits erwähnten Postrückbehaltungsauftrag hervor, dass mit der
Post eine Abholung der zurückgehaltenen Sendungen am 11. Oktober
2017 vereinbart war, nicht hingegen eine postalische Zustellung dieser
zurückgehaltenen Sendungen nach Ablauf des
Rückbehaltungszeitraumes.
2.3. Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers nahm die angefochtene
Verfügung nach eigenen Angaben am 11. Oktober 2017 nach
Ferienabwesenheit in Empfang. Aufgrund der langen Zeitspanne zwischen
der Postaufgabe bis zur tatsächlichen Kenntnisnahme, welche weit über
der Zielvorgabe bei B-Post liegt und auch aufgrund der hohen
Zielerreichungsquote im Jahre 2017 für die B-Post atypisch erscheint,
sowie des Umstandes, dass immer noch ein entsprechender maschineller
Vermerk auf dem Zustellcouvert angebracht wurde, sprechen somit
hinreichende Indizien dafür, dass der Brief zumindest einen Tag früher bei
der Poststelle zur Zustellung eingetroffen ist und ohne
Postrückbehaltungsauftrag auch demensprechend früher in den
Machtbereich des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers gelangt wäre.
Der 11. Oktober 2017 ist somit überwiegend wahrscheinlich nicht der
Zeitpunkt, in dem die angefochtene Verfügung dem Rechtsvertreter
zugestellt worden wäre, wenn kein Postrückbehaltungsauftrag bestanden
hätte. Infolge der vorstehend erwähnten Umstände, sprechen derart
gewichte objektive Gründe für eine frühere fristauslösende Zustellung,
dass andere denkbare Möglichkeiten nicht mehr massgeblich ins Gewicht
fallen. Im Ergebnis ist davon auszugehen, dass die angefochtene
Verfügung ohne Postrückbehaltungsauftrag bereits vor dem 11. Oktober
2017 in den Machtbereich, also das Postfach bzw. den Briefkasten, des
beschwerdeführerischen Rechtsvertreters gelangt wäre. Damit hätte aber
auch die 30-tägige Rechtsmittelfirst spätestens am 11. Oktober 2017 zu
laufen begonnen und lief spätestens am 9. November 2017 ab. Insofern ist
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auch nicht von Beweislosigkeit hinsichtlich einer vor dem 11. Oktober 2017
erfolgten Zustellung auszugehen und dementsprechend auch nicht im
Zweifel auf die Darstellung des Beschwerdeführers über den
Eröffnungszeitpunkt abzustellen. In der Beschwerde vom 10. November
2017 wird des Weiteren auch bloss ausgeführt, dass die Zustellung bzw.
Abholung (infolge der Vereinbarung mit der Post) "nach
Ferienabwesenheit" am 11. Oktober 2017 erfolgt sei. Damit wird im
Übrigen nicht geltend gemacht, dass eine frühere Kenntnisnahme infolge
einer übermässig langen Zustellungsdauer nicht früher oder mangels
Zustellung überhaupt nicht möglich gewesen sei, sondern es wird bloss
dargelegt, dass die Kenntnisnahme der Verfügung infolge
Ferienabwesenheit und Postrückbehaltungsauftrag (erst) zum genannten
Zeitpunkt erfolgt sei. Entscheidend ist aber nicht die tatsächliche
Kenntnisnahme (vgl. dazu auch die übereinstimmenden Eingangsstempel
[11. Oktober 2017] auf dem Zustellcouvert sowie dem
beschwerdeführerischen Exemplar der angefochtenen Verfügung gemäss
Bf-act. 1), sondern bei uneingeschriebenen Sendungen mit
Postrückbehaltungsauftrag die blosse Möglichkeit dazu und die ist
gegeben, wenn die Sendung – ohne anderweitige Abmachung mit der Post
– in den Briefkasten oder das Postfach gelegt worden wäre (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_53/2017 vom 2. März 2017 E.4.2 f.; vgl. auch VGU
A 18 25 vom 2. Oktober 2018 E.3.1 f. und 4.1, S 18 51 vom 14. Juni 2018
E.4.2). Wollte sich der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers für die
Berechnung des Ablaufs der Beschwerdefrist auf eine weit über die
ordentliche Zustelldauer einer B-Post Sendung erstreckende Verzögerung
bei der Zustellung berufen, hätte er dies entsprechend geltend machen
müssen. Der blosse Verweis auf einen Postrückbehaltungsauftrag, welcher
aber keine hinreichende Vorkehrung zur Sicherstellung des Empfanges
von zu erwarteten Verfügungen darstellt, genügt nicht. Dies musste dem
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers aufgrund der Rechtsprechung
gemäss vorstehenden Erwägungen 2.1 f. auch bekannt sein. Insofern wäre
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es zumindest geboten gewesen eine – nicht durch den
Postrückbehaltungsauftrag bedingte – weit über die ordentliche, 3-tägigen
Zustellungsfrist der Schweizerischen Post im Sinne von Art. 29 Abs. 1 lit. a
Ziffer 2 VPG hinausgehende Verzögerung der B-Postsendung geltend zu
machen und Anhaltspunkte dafür vorzubringen, dass für eine solche
Verzögerung zumindest eine gewisse Wahrscheinlichkeit spricht oder mit
der Beschwerdeerhebung nicht 30 Tage seit der Empfangnahme
zuzuwarten. Denn zwischen der Postaufgabe der angefochtenen
Verfügung am 26. September 2017 und der Beschwerdeerhebung am
10. November 2017 vergingen ganze 45 Tage. Im Normalfall wird gemäss
Art. 29 Abs. 1 lit. a Ziffer 2 VPG aber eine B-Postsendung bis zum Dritten
auf den Aufgabetag folgenden Werktag zugestellt. Vorliegend wäre dies
also der 29. September 2017. Unbestritten hat der Beschwerdeführer bzw.
sein Rechtsvertreter am 11. Oktober 2017 Kenntnis von der Verfügung.
Somit wäre unter diesen Umständen bei einem ab dem zu erwartenden
Zustelltermin (29. September 2017) berechneten Fristlauf bis zum Ablauf
der 30-tägigen Beschwerdefrist am 30. Oktober 2017 noch genügend Zeit
verblieben, um fristgerecht Beschwerde zu erheben. Denn in diesem Fall
wäre eine überwiegend wahrscheinliche (noch) frühere Zustellung mangels
Empfangsbestätigung bzw. "Track & Trace"-Nachweis nur noch in wenigen
Konstellationen denkbar.
2.4. Somit erweist sich die Beschwerde vom 10. November 2017 als verspätet
und es kann darauf infolge Nichteinhaltung der Beschwerdefrist nach
Art. 60 ATSG nicht eingetreten werden. Aber selbst wenn die Beschwerde
fristgerecht erfolgt wäre, wäre sie aufgrund der nachfolgenden
Erwägungen abzuweisen soweit darauf einzutreten wäre.
3.1. Neben der Aufhebung der Verfügung vom 25. September 2017 und dem
Eintreten auf das Leistungsgesuch vom 29. November 2016 bzw. die
entsprechende Zurückweisung der Angelegenheit an die IV-Stelle
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beantragt der Beschwerdeführer auch bereits Weisungen an die IV-Stelle,
wonach dem Beschwerdeführer mindestens eine halbe Rente
zuzusprechen oder die Sache erneut abzuklären sei.
3.2. Die IV-Stelle ist in ihrer Verfügung vom 25. September 2017 auf das
(erneute) Leistungsbegehen vom 29. November 2016 nicht eingetreten
(siehe IV-act. 181). Insofern erstreckt sich der Streitgegenstand in der
vorliegenden Angelegenheit, wie die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung
vom 1. Dezember 2017 zu Recht geltend macht, einzig auf die Frage, ob
der Nichteintretensentscheid der IV-Stelle zu Recht erfolgte oder nicht.
Ausschlaggebend für diese Beurteilung ist die Frage, ob der
Beschwerdeführer glaubhaft darlegen konnte, dass sich die tatsächlichen
Verhältnisse seit dem Zeitpunkt der letzten (materiellen) Verfügung vom
21. Oktober 2011 (IV-act. 123) in einer für den Anspruch erheblichen
Weise verändert haben oder nicht, wobei vorliegend der bis zum Zeitpunkt
der angefochtenen Verfügung vom 25. September 2016 sich verwirklichte
Sachverhalt massgebend ist (vgl. BGE 132 V 215 E.3.1.1, 130 V 71 E.3,
130 V 64 E.5.2.5 und 129 V 1 E.1.2). Auf weitergehende Begehren wie
insbesondere die (Rück-)Weisung zur Zusprache von mindestens einer
halben Invalidenrente kann hingegen nicht eingetreten werden (vgl. VGU
S 16 107 vom 14. November 2017 E.2, S 15 135 vom 4. Oktober 2016
E.1b).
4.1. Hat die IV-Stelle eine Rente sowie andere Versicherungsleistungen wegen
eines zu geringen Invaliditätsgrads rechtskräftig verweigert, so wird ein
abermaliges Gesuch zum Bezug von Versicherungsleistungen
(sogenannte Neuanmeldung) nur geprüft, wenn die versicherte Person
glaubhaft macht, dass sich der Grad der Invalidität in einer für den
Anspruch erheblichen Weise verändert hat (Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Art. 87
Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201];
vgl. BGE 133 V 108 E.5.2 m.H.a. 130 V 64 und 117 V 198;
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MEYER/REICHMUTH, in: STAUFFER/CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die
Invalidenversicherung, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 30 - 31
Rz. 117). Erheblich im Sinne von Art. 87 Abs. 2 IVV ist eine Sachverhalts-
änderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine IV-
Rente oder deren Erhöhung sei begründet, falls sich die geltend gemachten
Umstände als richtig erweisen. Liegt ein neuer Bericht von ärztlichen oder
anderen Fachleuten vor, auf deren Unterlagen die Verwaltung und der
Richter für die Invaliditätsbemessung angewiesen sind, genügt es für die
Glaubhaftmachung einer erheblichen Sachverhaltsänderung nicht, dass im
fraglichen Bericht der bereits bekannte, im Zeitpunkt der ursprünglichen
Rentenverfügung gegebene Sachverhalt anders bewertet wird und daraus
andere Schlussfolgerungen gezogen werden als im früheren Verwaltungs-
und/oder Beschwerdeverfahren. Vielmehr bedarf es neuer Elemente
tatsächlicher Natur, die nach der ursprünglichen (Renten-)Verfügung
eingetreten und zu dem damals gegebenen Sachverhalt hinzugekommen
sind oder diesen verändert haben (EVG I 484/00 vom 21. März 2001
E.1b/bb).
4.2. Die zeitliche Vergleichsbasis für die Frage, ob eine rentenrelevante
Veränderung des Sachverhalts glaubhaft ist, bildet der Zeitpunkt der letzten
umfassenden materiellen Prüfung. Der Vergleichszeitraum erstreckt sich
dabei grundsätzlich bis zur Prüfung und Beurteilung des Gesuchs, das
heisst bis zum Erlass der Verfügung betreffend Neuanmeldung. Für die
beschwerdeweise Überprüfung einer Nichteintretensverfügung ist somit
der Sachverhalt, wie er sich der Verwaltung bot, resp. die Aktenlage bei
Erlass dieser Verfügung massgeblich (BGE 130 V 71 E.3, 130 V 64 E.5.2.5;
Urteile des Bundesgerichtes 8C_183/2016 vom 9. Mai 2016 E.2.1,
9C_683/2013 vom 2. April 2014 E.3.1).
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4.3. Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens sind im Vergleich zu dem im
Sozialversicherungsrecht ansonsten üblichen Beweisgrad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit herabgesetzte Beweisanforderungen
verbunden. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend
gemachten rechtserheblichen Sachumstands wenigstens gewisse
Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu
rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete
Änderung nicht erstellen lassen (Urteile des Bundesgerichtes
8C_183/2016 vom 9. Mai 2016 E.2.2, 8C_266/2015 vom 29. Juni 2015
E.2.2). Dabei ist unter anderem zu berücksichtigen, ob die frühere
Verfügung nur kurze oder schon längere Zeit zurückliegt und an die
Glaubhaftmachung dementsprechend mehr oder weniger hohe
Anforderungen zu stellen sind (BGE 109 V 108 E.2b).
4.4. Ist – wie im vorliegenden Fall – das Eintreten auf die Neuanmeldung
streitig, hat das Gericht lediglich die formellen Voraussetzungen,
namentlich die Glaubhaftmachung, zu prüfen. Demgegenüber ist eine
materielle Prüfung der Frage, ob tatsächlich eine Sachverhaltsveränderung
in einer für den Leistungsanspruch erheblichen Weise nachgewiesen bzw.
eingetreten ist, im Rahmen des Eintretens (noch) nicht zu beurteilen (siehe
VGU S 17 144 vom 21. August 2018 E.3.4, S 17 17 vom 22. August 2017
E.1d).
5. Wie die IV-Stelle in ihrer Vernehmlassung vom 1. Dezember 2017
zutreffend darlegt, ist die Rüge des Beschwerdeführers unbegründet,
wonach die IV-Stelle aufgrund der im Einwandverfahren angeblich
aufgezeigten Diskrepanzen zwischen den Beurteilungen des RAD sowie
des Hausarztes den Vorschlag hinsichtlich einer neuen spezialärztlichen
Untersuchung hätte akzeptieren müssen. Denn damit verkennt der
Beschwerdeführer ebenfalls den zu beurteilenden Verfahrensgegenstand.
Im Rahmen des Neuanmeldungsverfahrens im Sinne von Art. 87 Abs. 3
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i.V.m. Art. 87 Abs. 2 IVV, obliegt es dem Versicherten mittels Unterlagen
eine
(renten-)relevante, wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes
mit objektiven Belegen glaubhaft zu machen. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers, wonach die IV-Stelle das im Einwandverfahren
vorgeschlagene spezialärztliche Gutachten hätte einholen müssen (siehe
dazu IV-act. 173 S. 1), war die IV-Stelle nicht dazu verpflichtete solche
Abklärungen in Auftrag zu gegeben bzw. durchzuführen. Denn im
Verfahren der Neuanmeldung kommt der Untersuchungsgrundsatz nach
Art. 43 Abs. 1 ATSG (sowie auch Art. 61 lit. c ATSG) erst zum Tragen,
wenn die versicherte Person eine massgebliche Änderung ihres
Gesundheitszustandes seit der letzten rechtskräftigen
Leistungsverweigerung glaubhaft gemacht hat (siehe Urteile des
Bundesgerichts 8C_868/2017 vom 6. Juni 2018 E.3.2, 9C_353/2017 vom
25. Juli 2017 E.2; BGE 130 V 64 E.5.2.5 m.w.H.). Zudem wurde der
Beschwerdeführer mehrmals darauf hingewiesen, dass die IV-Stelle für
Prüfung der Neuanmeldung auf eine hinreichende (fach-)ärztliche
Beurteilung der aktuellen Situation im Vergleich zu derjenigen im Oktober
2011 angewiesen sei (vgl. IV-act. 165, 174, 176). Insofern kann der IV-
Stelle diesbezüglich kein fehlerhaftes Vorgehen bei Prüfung der
Neuanmeldung vorgeworfen werden.
6.1. Nachfolgend ist nun zu beurteilen, ob aufgrund der ärztlichen Zeugnisse
bzw. dem Bericht vom 7. November 2016, 16. Januar 2017 und 25. Juli
2017 des behandelnden Hausarztes, Dr. med. B._, Facharzt
Allgemeine innere Medizin (IV-act. 164, 166 S. 1 f. und IV-act. 180 S. 2),
im Vergleich zum ABI-Gutachten vom 31. Mai 2011, welches primär die
Basis für die in Rechtskraft erwachsene Verfügung vom 21. Oktober 2011
bildetet, eine wesentliche, invaliditätsrelevante Änderung des
Sachverhaltes glaubhaft erscheint und die IV-Stelle dementsprechend auf
die Neuanmeldung vom 29. November 2016 hätte eintreten müssen.
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6.2. Der Beschwerdeführer bejaht dies ohne in der Beschwerde, unter Hinweis
auf die neu beigebrachten ärztlichen Zeugnisse bzw. des Berichts vom
7. November 2016, 16. Januar 2017 und 25. Juli 2017, darzulegen, warum
aufgrund dieser Unterlagen dies objektiv betrachtet der Fall sein soll.
Vielmehr führt er bloss aus, dass die IV-Stelle in Anbetracht der
medizinischen Dokumentation auf die Neuanmeldung hätte eintreten und
einen Anspruch auf mindestens eine halbe Invalidenrente hätte
anerkennen müssen. Zudem verweist er darauf, dass im Einwandverfahren
begründet worden sei, weshalb die RAD-Stellungnahmen nicht zutreffend
seien bzw. der Einschätzung des behandelnden Hausarztes zu folgen sei,
der den Beschwerdeführer seit mehreren Jahren behandle. Soweit die IV-
Stelle in der angefochtenen Verfügung darauf Hinweise, dass
divergierende Einschätzungen der behandelnden Ärzte sowie dem RAD
nicht aussergewöhnlich seien und die RAD-Ärzte darauf spezialisiert seien,
den Gesundheitszustand der versicherten Person und die IV-rechtliche
Arbeitsfähigkeit objektiv, rechtsgleich und unter Ausschluss von
unbeachtlichen, IV-fremden Gegebenheiten zu beurteilen, sei dies nicht
annehmbar. Denn was für den RAD-Arzt zutreffe müsse auch für den
Hausarzt der versicherten Person gültig sein, wobei im vorliegenden Fall
der behandelnde Hausarzt denselben Facharzttitel wie der RAD-Arzt
besitze und objektiver als der RAD-Arzt sei und die gesundheitlichen
Leiden des Beschwerdeführers infolge langjähriger Behandlung am besten
beurteilen könne.
6.3. Die IV-Stelle verweist in ihrer Vernehmlassung vom 1. Dezember 2017
primär auf die Ausführung in der angefochtenen Verfügung vom
25. September 2017, woran vollumfänglich festgehalten werde. Des
Weiteren hielt sie fest, dass aufgrund der RAD-Beurteilungen vom
28. Februar, 6. April und 24. August 2017 nichts für einen
anspruchsrelevanten, erheblich veränderten Sachverhalt spreche. Bei den
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vom Beschwerdeführer (neu) beigebrachten Einschätzung von Dr. med.
B._ handle es sich bloss um eine andere Beurteilung des bereits am
21. Oktober 2011 vorliegenden Sachverhaltes. Aus den Berichten von
Dr. med. B._ ergäben sich keine objektiven Hinweise darauf, dass
sich im Zeitraum vom 21. Oktober 2011 bis zum 25. September 2017 der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers erheblich verändert habe.
Dr. med. B._ würdige (wiederholt) bloss den bereits im ABI-Gutachten
vom 31. Mai 2011 beurteilten Sachverhalt in anderer Weise. Damit lasse
sich aber nicht glaubhaft darlegen, dass sich der Sachverhalt zwischen
dem 21. Oktober 2011 und 25. September 2017 in einer für den Anspruch
erheblichen Weise verändert habe. Somit sei am 25. September 2017 zu
Recht nicht auf die Neuanmeldung vom 29. November 2016 eingetreten
worden.
6.4. Die IV-Stelle stützte sich bei ihrer letzten leistungsabIehnenden,
rechtskräftigen Verfügung vom 21. Oktober 2011 (IV-act. 123) neben dem
rheumatologischen und ergonomischen Gutachten des Institutes für
medizinische und ergonomischen Abklärungen (IME) vom 28. Oktober
2008 (IV-act. 31 S. 2 ff.) und dem (definitiven) Austrittsbericht der Kliniken
Valens vom 3. März 2009 (IV-act. 68 S. 2 ff.) im Wesentlichen auf das
polydisziplinäre ABI-Gutachten vom 31. Mai 2011 (IV-act. 114 S. 2 ff.)
sowie die Beurteilung des RAD-Arztes vom 10. Juni 2011 (IV-act. 124
S. 7), wonach beim Beschwerdeführer aus polydisziplinärer Sicht für
leichte bis mittelschwere adaptierte Tätigkeiten mit Wechselbelastung eine
100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Für schwere körperliche Tätigkeiten sei
der Beschwerdeführer hingegen vollständig arbeitsunfähig. Aufgrund der
anamnestischen Angaben, der eigenen Untersuchungen, der vorliegenden
Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeit seien schwere
körperliche Tätigkeiten bereits seit längerer Zeit nicht mehr zumutbar und
aus somatischer Sicht dürfte die gutachterlich beurteilte Arbeitsfähigkeit
seit dem Jahre 2007 zutreffen. Aus psychischer Sicht könne rückwirkend
- 19 -
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit attestiert werden. Hinweise auf
eine mittelgradige oder schwere Depression im Verlauf der letzten Jahre
fehlten. Folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden
durch die am ABI-Gutachten vom 31. Mai 2011 beteiligten Gutachter
gestellt:
- 20 -
 Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom, derzeit ohne objektivierbare radikuläre Symptomatik (ICD-10 M54.5)  Anterolisthesis von L5 gegen S1 Grad I nach Meyerding bei bilateraler
Spondylolyse L5 (M43.0/M43.1)  mässiggradige Spondylarthrosen der unteren Lendenwirbelsäule
(M47.86)  anamnestisch teilweise inadäquat wirkendes Schmerzverhalten, aktuell
gewisse Selbstlimitation  Status nach sensiblem Wurzelreizsyndrom L5 rechts (ICD-10 G54.4)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden gestellt:  Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)  Spannungskopfschmerzen (ICD-10 G44.2)  Arterielle Hypertonie, medikamentös gut eingestellt (ICD-10 I10)  Anamnestisch mögliches leichtgradiges subakromiales Impingement der
rechten Schulter, aktuell ohne eindeutiges diesbezügliches Korrelat  Status nach Schädelprellung 1997
6.5. Der Beschwerdeführer reichte zum Nachweis der von ihm behaupteten
Verschlechterung seines Gesundheitszustandes insbesondere ärztliche
Zeugnisse bzw. ein Bericht von Dr. med. B._ vom 7. November 2016,
16. Januar 2017 und 25. Juli 2017 (IV-act. 164, 166 S. 1 f. und IV-act. 180
S. 2) ein. Im ärztlichen Bericht vom 16. Januar 2017 diagnostizierte
Dr. med. B._ gestützt auf eine Röntgenbildaufnahme vom 10. Januar
2017 folgendes:  Chronisches lumboradikuläres Schmerzsyndrom rechts bei:
 Anterolisthese L5 gegenüber S1 (radiologisch zunehmend seit 18. August 2014)
 Neuroforaminale Stenose L5/S1 bds.  Disko-ligamentäre Einengung L2-S5
Gemäss Dr. med. B._ haben seit August 2015 die chronischen
Rückenschmerzen mit Ausstrahlung in beide Beine (radikulär) deutlich
zugenommen. Dazu passend habe sich radiologisch auch die
Anterolisthese L5 über S1 vergrössert. Auf dem Röntgenbild der
Lendenwirbelsäule (LWS) vom 10. Januar 2017 habe die Instabilität L5/S1
deutlich zugenommen. Radiologisch ebenfalls feststellbar sei eine
Zunahme der Skoliose. Ferner bestünden degenerative Veränderungen
mässigen Grades. Im Ergebnis hielt er fest, dass die Beschwerden des
Beschwerdeführers seit ca. 18 Monaten gegenüber früheren Berichten
deutlich zugenommen hätten und sich dazu korrelierend Veränderung im
- 21 -
Bereiche des Röntgenbildes der LWS fänden. Im ärztlichen Zeugnis vom
25. Juli 2017 wurde bezüglich des Röntgenbildes der LWS als "Schriftlicher
Befund LWS vom 11.1.17" folgendes festgehalten: "Intraartikuläre Lyse von L5 bds. Zunehmende Anterolisthesisstellung von L5 über S1 von neu 27 mm (am 23.8.12 7 mm). Degenerative Veränderungen im Bereich der lumbalen Wirbelsäule. Massive Skoliose. Durch die Veränderung kommt es zunehmend zu einer Einengung der Neuroforamina vor allem im unteren LWS Bereich (Wurzelkompression möglich)."
Zum Vergleich legte er den Bericht vom 23. August 2012 des Zentrums für
medizinische Radiologie in Zürich über die am 23. August 2012 erfolgte
Untersuchung "MRI LWS nativ" bei (siehe IV-act. 180 S. 1).
6.6. RAD-Arzt C._ nahm am 28. Februar und 6. April 2017 sowie am
24. August 2017 Stellung zur Frage, ob sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers (massgeblich und erheblich) verändert habe. RAD-Arzt
C._ führte dazu aus, dass im Bericht vom 16. Januar 2017 des
behandelnden Hausarztes zwar eine Verstärkung der Beschwerden
geschildert und eine Verschlechterung durch röntgenologisch erhobenen
Befunden behauptet werde, ohne allerdings einen fachärztlichen,
vergleichenden Befundbericht eines Radiologen dazu einzureichen. Aus
dem ärztlichen Zeugnis vom 7. November 2016 ergebe sich zudem ganz
klar, dass Dr. med. B._ nach wie vor den Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers anders einschätze als die IV-Stelle bzw. der RAD und
eine ungenügende Würdigung seiner Befunde bemängle (siehe IV-act. 182
S. 8 f.). Am 24. August 2017 äusserte sich RAD-Arzt C._ auch noch
zum ärztlichen Zeugnis vom 25. Juli 2017, welches am 21. August 2017 bei
der IV-Stelle einging. Dr. med. B._ habe damit zwar einen
(rheumatologischen) Befund vorgelegt, es fehle aber weiterhin ein
fachärztlicher Vergleich der Befunde "alt" (z.B. per 23. Dezember 2012)
und dem von Dr. med. B._ im Bericht vom 16. Januar 2017 (bzw. dem
ärztlichen Zeugnis vom 25. Juli 2017) beschriebenen Befund "neu". Der
MRI-Bericht vom 23. August 2012 sei nicht geeignet, eine
Verschlechterung des Gesundheitszustandes zum heutigen Zeitpunkt hin
- 22 -
auszuweisen. Selbst unter Würdigung des Befundes vom 23. August 2012
bleibe festzuhalten, dass die chronische zangenförmige neuroforaminale
Enge L5/S1 sich gegenüber 2008 nicht wesentlich verändert habe und
bezüglich der Veränderungen L2-L5 diese Neuausbildungen nicht
signifikant seien. Ferner wies RAD-Arzt C._ darauf hin, dass eine
korrekte Befundung der Einengung der Neuroforamina mit möglicher
Wurzelkompression nur schwer möglich sei, wenn MRI-Aufnahmen aus
dem Jahr 2012 mit Röntgenaufnahmen aus dem Jahr 2017 verglichen
werden. Zudem könne er auch nicht nachvollziehen, inwiefern beim
Vergleich von Aufnahmebildern, welche mit unterschiedlichen
bildgebenden Verfahren (MRI-Aufnahme im Jahre 2012;
Röntgenaufnahme im Jahre 2017) die von Dr. med. B._ festgestellten
Antherolisthese-Unterschiede "herausgemessen" werden können. RAD-
Arzt C._ kam somit zum Schluss, dass eine Verschlechterung des
Gesundheitszustandes nicht ausgewiesen sei. Ein entsprechender
Nachweis habe durch eine fachgerecht durchgeführte rheumatologische
Untersuchung, eine neurologische Untersuchung mit Nachweis von
neurologischen Schäden sowie eine MRI-Aufnahme mit vergleichender
Befundung zu erfolgen.
6.7. Wenn der Beschwerdeführer einfach pauschal darauf verweist, dass der
Hausarzt Dr. med. B._ die gesundheitlichen Leiden des
Beschwerdeverführers am besten beurteilen können, verkennt er die
etablierte Rechtsprechung bezüglich der bei Berichten von behandelnden
Ärzten zu beachtende Richtlinie für die Beweiswürdigung, wonach in
solchen Fällen ihrer auftragsrechtlichen Vertrauensstellung Rechnung zu
tragen ist (vgl. dazu BGE 135 V 465 E.4.5, 125 V 351 E.3b/cc). Dem
Beschwerdeführer wurde mit Schreiben vom 9. Juni 2017 (IV-act. 174) als
Antwort auf den (ergänzten) Einwand vom 29. Mai 2017 mitgeteilt, dass im
Eintretensverfahren die IV-Stelle selbst keine medizinischen Berichte
einverlangen dürfe und dem Beschwerdeführer eine neue Frist angesetzt,
- 23 -
um schriftliche Berichte des Radiologen einzureichen. Dies als Antwort auf
die im Einwand von 29. Mai 2017 vertretene Ansicht, wonach die IV-Stelle
den Bericht eines Radiologen einzuholen habe und den Beschwerdeführer
für eine neue spezialärztliche Untersuchung aufbieten müsse (vgl. dazu
bereits vorstehende Erwägung 5). Eingereicht wurde am 13. Juli 2017
dann aber nur der bereits aktenkundige Bericht von Dr. med. B._ vom
16. Januar 2017 sowie weitere bereits aktenkundige (ältere) medizinische
Unterlagen (siehe IV-act. 166 und 175 S. 1 ff.). Mit Schreiben vom 14. Juli
2017 (IV-act. 176) wurde der Beschwerdeführer erneut aufgefordert
"schriftliche Berichte des Radiologen" einzureichen, sofern am Einwand
festgehalten werde. Am 21. August 2017 wurde dann das ärztliche Zeugnis
von Dr. med. B._ vom 25. Juli 2017 sowie der aus dem Jahre 2012
stammende Bericht des medizinischen Zentrums für Radiologie in Zürich
vom 23. August 2012 eingereicht (IV-act. 179 und 180). Somit fehlte aber
immer noch ein radiologischer Bericht eines Facharztes, welcher anhand
eines Vergleiches eines früheren Gesundheitszustandes mit dem aktuellen
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers, gestützt auf vergleichbare
bildgebende Untersuchungsaufnahmen, eine Verschlechterung des
gesundheitlichen Zustandes des Beschwerdeführers glaubhaft macht. Für
das Gericht ist auch die Beurteilung von RAD-Arzt C._
nachvollziehbar, wonach Dr. med. B._ in seinen Eingaben bloss
(wiederholt) eine andere Beurteilung des bereits seit dem 21. Oktober 2011
vorliegenden Sachverhaltes gemäss ABI-Gutachten vom 31. Mai 2011
vorgenommen habe. Im Bezug auf die eingereichten, bereits
aktenkundigen radiologischen Beurteilungen vom 23. August 2012 des
Zentrums für medizinische Radiologie anhand eines "MRI-LWS nativ"
sowie einer "LWS Funktionsaufnahme" sowie dem damit
zusammenhängenden Bericht vom 26. September 2012 von Dr. med.
D._, welchen die IV-Stelle am 26. Februar 2013 als Neuanmeldung
entgegennahm und am 3. Mai 2013 darauf nicht eintrat (vgl. dazu IV-
act. 141, 143 und 148), kann auf die damalige Beurteilung von RAD-Arzt
- 24 -
C._ vom 11. März 2013 (IV-act. 149 S. 7 f.) verwiesen werden. Darin
wurde im Wesentlichen und schlüssig dargelegt, dass die von Dr. med.
D._ vorgebrachte, deutliche Veränderung der Foraminaleinengungen
mit Wurzeltangierungen, bereits in verschiedenen Berichten aus den
Jahren 2007 und 2008 Erwähnung fand (siehe IV-act. 25 S. 13, 15; IV-
act. 31 S. 5 f. und 9). Auch im ABI-Gutachten vom 31. Mai 2011 sei auf
eine abgelaufene leichte Wurzelschädigung L5 rechts Bezug genommen
worden (siehe IV-act. 114 S. 28 f. und 31). Die gemäss MRI vom
23. August 2012 bestehende disco-ligamentäre, (bloss) relative spinale
Enge L2-L5 sei aktuell auch nicht signifikant. Im Ergebnis würden aktuell
nicht signifikante Verschlechterungen geltend gemacht, welche zudem
noch nicht einmal eindeutig pathologisch seien. Eigentlich sei sogar eine
funktionelle Besserung zu diskutieren, weil im Jahre 2012 im Vergleich zum
Jahr 2008 bestenfalls nur noch in einer Rückbeugung eine mögliche
Irritation gesehen werden könne (siehe dazu IV-act. 149 S. 8). Die von
Dr. med. B._ in seinem Bericht vom 16. Januar 2017 gestellten
Diagnosen basieren augenscheinlich auf dem Bericht von Dr. med.
D._ vom 18. August 2014 (IV-act. 158 S. 4 f.). Auch zu diesem Bericht
führte RAD-Arzt C._ bereits in seiner Beurteilung vom 8. Januar 2015
(siehe IV-act. 161 S. 7 f.) schlüssig aus, warum sich daraus keine
massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes des
Beschwerdeführers herleiten lasse. Es wurde vom RAD-Arzt C._
nämlich im Wesentlichen auf die bereits im ABI-Gutachten vom 31. Mai
2011 erfolgte Berücksichtigung dieser Befunde verwiesen. Nach wie vor
sei auch keine (neue) signifikante Einengung L2-L5 ausgewiesen. Das
Gericht kann sich somit der Beurteilung des RAD-Arztes C._ bzw. der
IV-Stelle anschliessen, wonach aufgrund der vorliegenden Akten keine
objektiven Hinweise für einen anspruchsrelevanten, erheblich veränderten
Gesundheitszustand im massgebenden Zeitraum glaubhaft gemacht
wurden. Insbesondere liegt kein aktueller, fachärztlich und lege artis
durchgeführter Vergleich der früheren mit den aktuellen Befunden vor,
- 25 -
welcher entsprechende Veränderungen aufzeigen würde und der, unter
Umständen, zumindest gewisse objektive Anhaltspunkte für die geltende
gemachte Verschlechterung liefern würde. Dies auch unter
Berücksichtigung des Umstandes, dass seit der letzten massgeblichen
Verfügung vom 21. Oktober 2011 bis zum Erlass der angefochtenen
Verfügung am 25. September 2017 bereits knapp sechs Jahre vergangen
sind. Denn in der Zwischenzeit wurde eine Glaubhaftmachung eines
veränderten Gesundheitszustandes nach einer Neuanmeldung bereits
mehrfach geprüft und jeweils nachvollziehbar verneint. Insofern führt diese,
absolut betrachtet, nicht unerhebliche Zeitspanne nicht dazu, dass die
Anforderungen an die Glaubhaftmachung von veränderten Verhältnissen
zu relativieren wären. Die IV-Stelle ist somit zu Recht auf die
Neuanmeldung vom 29. November 2016 nicht eingetreten.
7. Bei diesem Ergebnis wäre die Beschwerde ohnehin als unbegründet
abzuweisen, selbst wenn von einer fristgerechten Beschwerdeerhebung
ausgegangen würde. Wie in der vorstehenden Erwägungen 2.1 ff.
aufgezeigt, ist die Beschwerde aber verspätet erfolgt und auf die
Beschwerde ist somit nicht einzutreten.
8. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in
Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung
oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr. 200.-- bis Fr. 1ꞌ000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausganges des
vorliegenden Verfahrens rechtfertigt es sich hier, dem unterliegenden
Beschwerdeführer die Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden. Weder
dem unterliegenden Beschwerdeführer noch der obsiegenden IV-Stelle
steht ein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu (Art. 61 lit. g ATSG
e contrario).
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