# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d70a800e-a83a-4d97-add1-e84265fb96a2
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 28. August 2009 gab YX. der ZZ. den Auftrag, Servicearbeiten an dem seiner Ehefrau, XX., gehörenden Skoda Octavia Combi (Kennzeichen GR A.) durchzuführen. Dem Bestätigungsfax von YX. von demselben Tag lassen sich die zu behebenden Probleme am Fahrzeug entnehmen sowie, dass das Fahrzeug auf den Namen seiner Ehefrau zugelassen ist. Am 7. September 2009 wurde das Fahrzeug zur ZZ. in die Werkstatt gebracht. Nach Ausführung der Arbeiten stellte die ZZ. am 16. September 2009 XX. einen Betrag von Fr. 2'397.25 in Rechnung.
B. Mit undatiertem Schreiben lehnte XX. gegenüber der ZZ. die geltend gemachte Forderung ab und wies darauf hin, dass sie zwar die Besitzerin des Fahrzeugs sei, sie dieses jedoch der Firma ihres Mannes, der B., zur Verfügung stelle. Nicht sie, sondern ihr Ehemann und Inhaber der B. habe den Auftrag erteilt, weshalb allfällige Forderungen vollumfänglich an die B. zu richten seien. Mit Schreiben vom 19. April 2010 machte die ZZ. XX. darauf aufmerksam, dass sie als Halterin für die Servicekosten aufzukommen habe und sie bis spätestens Ende April 2010 den geforderten Betrag von Fr. 2'397.25 zu bezahlen habe. Dieses Schreiben blieb unbeantwortet.
C. Am 15. Mai 2010 reichte die ZZ. beim Kreisamt C. ein Vermittlungsbegehren gegen XX. und YX. ein. Am 22. Juni 2010 wurde die ursprünglich auf den 6. Juli 2010 angesetzte Sühneverhandlung seitens des Kreisamtes auf den 8. Juli 2010 verschoben. Am 5. Juli 2010 stellten XX. und YX. ein Verschiebungsgesuch, welches vom Kreispräsidenten bzw. vom Kreispräsidenten-Stellvertreter abgelehnt wurde. Dagegen beschwerten sie sich am 7. Juli 2010 beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, welches die Beschwerde am 9. Juli 2010 zuständigkeitshalber an das Kantonsgericht von Graubünden weiterleitete. Mit Verfügung vom 11. August 2010 schrieb der Kantonsgerichtspräsident die Beschwerde mangels Bezahlung des Gerichtskostenvorschusses als erledigt ab (Verfahren ZK2 10 48). Den Sühneverhandlungen vom 8. Juli 2010 und vom 21. September 2010 blieben XX. und YX. fern, worauf der ZZ. am 22. September 2010 der Leitschein mit folgenden klägerischen Rechtsbegehren mitgeteilt wurde:
„1.Die Beklagten seien solidarisch zu verurteilen, der Klägerin CHF 2'397.25 nebst 5% Verzugszins seit 01. April 2010 zu bezahlen.
2. Unter amtlichen und ausseramtlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.“
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Ein Rechtsbegehren von XX. und YX. lag nicht vor.
D. Mit Prozesseingabe vom 23. September 2010 prosequierte die Klägerin die Streitsache an das Bezirksgericht F.. Dabei hielt sie an den anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren fest. Mit je separaten Klageantworten vom 18. Oktober 2010 beantragten XX. und YX. übereinstimmend die kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung der Klage. Am 4. November 2010 folgte die Replik. XX. und YX. duplizierten am 25. November 2010.
E. In der Beweisverfügung vom 30. November 2010 wurde von XX. und YX. die Einreichung von Vereinbarungen über die Benützung des im Privateigentum von XX. befindlichen Autos durch das Geschäft ihres Ehemannes sowie Abrechnungen beziehungsweise Zahlungen von diesem an XX. für die Benützung des Fahrzeugs gefordert. Daneben wurden die Klägerin einerseits und XX. und YX. andererseits verpflichtet, einen Gerichtskostenvorschuss von je Fr. 3'000.--, Letztere je hälftig, zu bezahlen. Mit Schreiben vom 4. Januar 2011 (Datum des Poststempels) lehnten XX. und YX. die Beweisverfügung ab und weigerten sich zur Bezahlung des Gerichtskostenvorschusses. Zudem reichte XX. einen „Mietvertrag/Nutzungsvereinbarung“ ein, der auf den 6. Januar 2005 datiert ist.
F. Zur Hauptverhandlung vom 7. April 2011 wurde mit prozessleitender Verfügung vom 10. Februar 2011 vorgeladen. Die Vorladung erging unter Ansetzung einer Nachfrist an XX. und YX. zur Leistung des Gerichtskostenvorschusses, wobei auf die Regelung von Art. 39 Abs. 2 ZPO-GR hingewiesen wurde. Im Anschluss an die unter Abwesenheit XX. und YX. durchgeführte Hauptverhandlung erkannte der Einzelrichter des Bezirksgerichts F. wie folgt:
„1. Die Klage wird gutgeheissen.
2. XX. und YX. werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, der ZZ. CHF 2'397.25 zzgl. 5% Verzugszins seit dem 1. April 2010 zu bezahlen.
3.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3'285.00 gehen unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten von XX. und YX..
b) XX. und YX. haben, solidarisch haftend, die ZZ. mit CHF 4'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations