# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3ec1878d-62e4-48d9-ac7d-3123b8d27fc7
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Entscheid Verwaltungsgericht, 27.06.2018 Steuerrecht, Art. 151 Abs. 1 DBG, Art. 53 Abs. 1 StHG, Art. 199 Abs. 1 StG. Die Steuerbehörde musste nicht davon ausgehen, dass geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand in der Höhe von Hundertausenden von Franken verbucht wurde. Der Sachverhalt wurde in den Büchern anders dargestellt als er tatsächlich war. Diese Falschdeklaration des Pflichtigen konnte sie auch bei gehöriger Sorgfalt nicht schon im ordentlichen Verfahren erkennen. Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG, Art. 84 Abs. 1 StG. Anhand der Buchhaltungsunterlagen beziehungsweise der Belege ist nicht nachvollziehbar, für welche Leistungen und in welchem Zeitraum die – behaupteten – Aufwendungen erbracht wurden (Verwaltungsgericht, B 2017/226 und B 2017/227).
Entscheid vom 27. Juni 2018
Besetzung
Abteilungspräsident Zürn; Verwaltungsrichterin Bietenharder, Verwaltungsrichter
Steiner; Gerichtsschreiber Scherrer
Verfahrensbeteiligte
Q._ AG,
Beschwerdeführerin,
vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Patrik A. Häberlin, Stadthausstrasse 61, 8400
Winterthur
gegen
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Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen, Unterstrasse 28,
9001 St. Gallen,
Vorinstanz,
und
Kantonales Steueramt, Davidstrasse 41, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegner,
sowie
Eidgenössische Steuerverwaltung, Hauptabteilung direkte Bundessteuer,
Eigerstrasse 65, 3003 Bern,
Beschwerdebeteiligte,
Gegenstand
Nachsteuern (Kantonssteuer sowie direkte Bundessteuer) aufgrund der
Rechnungsabschlüsse per 31.12.2004, 2005 und 2006
Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die Q._ AG wurde am 9. Dezember 2003 ins Handelsregister des Kantons St Gallen
eingetragen. Seit dem 10. November 2014 befindet sich ihr Sitz in K._/SZ. Die
Gesellschaft bezweckt im Wesentlichen das Telefonmarketing, die Akquisition und
Inserateverwaltung sowie den Betrieb eines Verlags für Zeitschriften, Magazine und
sonstige Medien. Einziges Mitglied des Verwaltungsrats ist C._, der diese Funktion
auch in der X._ AG und der Y._ AG einnimmt. Die Verwaltungsräte dieser beiden
Gesellschaften werden von A._ präsidiert.
B. Am 24. März 2005 (Eingang beim Steueramt) reichte die Q._ AG die
Steuererklärung aufgrund des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2004 ein. Sie
deklarierte einen steuerbaren Reingewinn von CHF 31'275 und ein steuerbares
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Eigenkapital von CHF 131'275. Am 31. März 2006 wurde die Steuererklärung aufgrund
des Rechnungsabschlusses per 31. Dezember 2005 eingereicht. Der steuerbare
Reingewinn belief sich auf CHF 29'806 und das steuerbare Eigenkapital auf
CHF 161'081. Die Steuererklärung aufgrund des Rechnungsabschlusses per
31. Dezember 2006 ging am 24. April 2007 bei der Steuerbehörde ein. Die Gesellschaft
wies einen Reinverlust von CHF 76'503 und ein steuerbares Eigenkapital in der Höhe
von CHF 84'577 aus.
Mit Schreiben vom 27. Oktober 2008 informierte das kantonale Steueramt die Q._ AG
über die Berechnungen für die Steuerveranlagungen aufgrund der
Rechnungsabschlüsse per 31. Dezember 2004, 2005 und 2006. Ergänzend hielt es
fest, im Sinne einer Gesamtbetrachtung aller von A._ beherrschten oder
teilbeherrschten Gesellschaften sowie in Anbetracht der wesentlichen Reduktion der
Zusammenarbeit mit C._ und den speziellen Umständen in der Verlagsbranche sei
man bereit, die pauschale Aufrechnung auf 10 Prozent der von der O._ & P._ in
Rechnung gestellten Aufwendungen für Layout-Arbeiten und redaktionelle Mitarbeit zu
beschränken. Man verzichte auf weitere rechtliche Abklärungen und die Weiterleitung
an die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV). Die Q._ AG erklärte sich am
29. Oktober 2008 mit der pauschalen Aufrechnung einverstanden.
Am 3. November 2008 wurde die Gesellschaft aufgrund der Rechnungsabschlüsse per
31. Dezember 2004, 31. Dezember 2005 und 31. Dezember 2006 sowohl für die
Kantonssteuer 2004 bis 2006 als auch für die direkte Bundessteuer 2004 bis 2006
definitiv veranlagt. Dabei rechnete die Steuerbehörde den von der Gesellschaft
deklarierten Reingewinnen jeweils 10 Prozent der verbuchten sogenannten
Layoutkosten pauschal auf (2004: CHF 36'800, 2005: CHF 43'890, 2006: CHF 14'324).
Sie erwog, in diesem Umfang seien die von C._ in Rechnung gestellten Layoutkosten
geschäftsmässig nicht begründet. Zudem wurde im Jahr 2004 eine "pauschale
Aufrechnung auf Stufe Gesellschaft von 50 Prozent der Anlagekosten Kto 1110 und
1111" mit dem Vermerk "Anschaffung von Aktionär ohne Beleg" vorgenommen. Dies
ergab folgende Steuerfaktoren:
31.12.2004 31.12.2005 31.12.2006
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Kantonssteuer CHF 107'000 CHF 73'600 CHF --
Reingewinn Eigenkapital CHF 131'000 CHF 161'000 CHF 84'000
dir. Bundessteuer
Reingewinn bzw.Verlust CHF 107'000 CHF 73'600 CHF -62‘000
Dagegen wurden keine Rechtsmittel ergriffen.
C. Nach umfangreichen Ermittlungen forderte die ESTV, Abteilung Strafsachen und
Untersuchungen (ASU), das kantonale Steueramt mit Schreiben vom 11. November
2010 auf, im sogenannten Fall LAYOUT gegen die Q._ AG und deren
Schwestergesellschaften X._ AG und Y._ AG sowie gegen A._ und D._ (früher
Mitglied der Verwaltungsräte der Q._ AG und der X._ AG), Nachsteuer- und
Bussenverfahren vor Ende des Jahres 2010 einzuleiten. Das kantonale Steueramt,
Abteilung Nachsteuern, teilte der Q._ AG am 18. November 2010 mit, bei der
Überprüfung der Jahresabschlüsse sei festgestellt worden, dass verschiedene
Gewinne und demzufolge auch Kapitalbestände steuerlich noch nicht erfasst worden
seien. Da noch weitere Abklärungen und Untersuchungen nötig seien, werde über den
Sachverhalt zu einem späteren Zeitpunkt orientiert. Am 10. Dezember 2013 informierte
die ESTV das kantonale Steueramt über den Abschluss der Untersuchung gemäss
Art. 190 ff. des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer gegen die X._ AG, die
Y._ AG und die Q._ AG. Dem Schreiben beigelegt waren die Untersuchungsberichte
(Y._ AG, X._ AG und Q._ AG), der Teilbericht "Layoutkosten", das entsprechende
Aktenverzeichnis sowie die referenzierten Beweisdokumente (act. 6/123.100.078.079).
Mit Schreiben vom 27. März 2014 teilte das kantonale Steueramt der Q._ AG mit,
gestützt auf den Untersuchungsbericht der ESTV vom 10. Dezember 2013 sei es nun
möglich, die nachsteuerpflichtigen Bestandteile zu ermitteln. Es legte dem Schreiben
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eine Zusammenstellung der Nachsteuerbeträge bei. Die Pflichtige nahm dazu am
11. Juli 2014 Stellung. Am 29. September 2014 verfügte das kantonale Steueramt für
die Kantonssteuer 2004 bis 2006 eine Nachsteuer von CHF 168'793 und für die direkte
Bundessteuer 2004 bis 2006 eine solche in der Höhe von CHF 78'927 (act.
6/123.101.014-031). Die dagegen am 28. Oktober 2014 erhobene Einsprache wies das
kantonale Steueramt mit Entscheiden vom 28. Dezember 2015 ab.
D. Mit Eingabe vom 28. Januar 2016 erhob die Q._ AG durch ihren Rechtsvertreter
Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission. Sie beantragte, die
Einspracheentscheide des kantonalen Steueramts vom 28. Dezember 2015 betreffend
Nachsteuerverfügung 2004 bis 2006 für die direkte Bundessteuer und die
Kantonssteuern seien aufzuheben (Ziff. 1), die Vorinstanz sei anzuweisen, eine
Einspracheverhandlung anzusetzen und durchzuführen (Ziff. 2), eventualiter sei das
Nachsteuerverfahren betreffend direkte Bundessteuer und Kantonssteuern einzustellen
und auf die Erhebung einer Nachsteuer zu verzichten (Ziff. 3), subeventualiter sei das
Steuerhinterziehungsverfahren zu sistieren bis zur rechtskräftigen Erledigung der
Nachsteuerverfahren gegen die Beschuldigten A._, D._ und B._, Mitangeschuldigte
im ASU-Verfahren "Layout" sowie gegen C._; zudem seien bei der Staatsanwaltschaft
SO._die Strafakten des Verfahrens gegen C._ anzufordern (Ziff. 4), unter Kosten und
Entschädigungsfolge (Ziff. 5). Im Weiteren seien der Bericht "Layoutkosten" sowie
sämtliche in diesem Zusammenhang von der ASU erstellten Berichte beizuziehen.
Mit Entscheid vom 12. September 2017 (act. 2) wies die Verwaltungsrekurskommission
den Rekurs (Kantonssteuern) und die Beschwerde (Bundessteuer), soweit sie darauf
eintrat, ab. Die Veranlagungen aufgrund der Rechnungsabschlüsse per 31.12.2004,
2005 und 2006 seien zu tief ausgefallen. Die Aufrechnung der Layoutkosten in der
Höhe von CHF 887'931 sowie der Verkaufsschulung N._ Seminare in der Höhe von
CHF 105'600 (recte: 106'500) sei nicht zu beanstanden. Die Rekurrentin resp.
Beschwerdeführerin wären verpflichtet gewesen, die berechtigten Zweifel an der
geschäftsmässigen Begründetheit der Aufwände auszuräumen. Da sie das nicht getan
hätten, müssten sie auch die Folgen daraus tragen.
E. Die Q._ AG (Beschwerdeführerin) erhob gegen den am 12. Oktober 2017
eingegangenen Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) durch ihren
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Rechtsvertreter mit Eingabe vom 13. November 2017 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge
sei der angefochtene Entscheid aufzuheben und das Nachsteuerverfahren infolge
fehlender neuer Tatsachen, eventualiter infolge mangelnder Steuerverkürzung,
einzustellen, subeventualiter sei der angefochtene Entscheid zurückzuweisen mit der
Anordnung zur Durchführung einer Einspracheverhandlung, sub-subeventualiter sei der
angefochtenen Entscheid an die Vorinstanz zur neuen Beurteilung zurückzuweisen.
Mit Vernehmlassung vom 16. November 2017 verwies die Vorinstanz auf die

## Considerations

Erwägungen im angefochtenen Entscheid und beantragte die Abweisung der
Beschwerde. Das kantonale Steueramt (Beschwerdegegner) beantragte am
12. Dezember 2017 die Abweisung der Beschwerde. Unter anderem wies er darauf hin,
dass die akzeptierten Entschädigungen an C._ in der Höhe von total CHF 600'000,
wie die Beschwerdeführerin vorbringe, keine einmalige Zahlung sei. Sie setze sich aus
2 x CHF 30'000 pro Jahr, multipliziert mit 10 Jahren (2000-2009), zusammen. Im
Weiteren seien dem von der Beschwerdeführerin bestrittenen Bargeldverkehr die vielen
Bargeldein- und -ausgänge gemäss der ASU Untersuchung entgegenzuhalten. Es sei
auch darauf hinzuweisen, dass eine akute Verjährungsproblematik bestehe und eine
gewisse Prozesstaktik darin zu erkennen sei, dass versucht werde, die Verfahren in die
Verjährung zu "retten". Die Eidgenössische Steuerverwaltung (Beschwerdebeteiligte)
hat stillschweigend auf eine Vernehmlassung verzichtet.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten, den angefochtenen Entscheid und die
Akten wird – soweit wesentlich – in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Da die für die Beurteilung der Beschwerden massgebenden Vorschriften des Bundes
und der Kantone zu den inhaltlichen und formellen Voraussetzungen für die
Durchführung eines Nachsteuerverfahrens vereinheitlicht sind (vgl. Art. 151 ff. des
Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG; Art. 199 ff. des
Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 53 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung
der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden, SR 642.14, StHG), hat die
Vorinstanz den Rekurs betreffend Kantonssteuern einerseits und die Beschwerde
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betreffend die direkten Bundessteuern anderseits zu Recht im gleichen Urteil, aber mit
getrennten Dispositivziffern erledigt (BGE 135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig,
dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen Akt entscheidet (vgl.
BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2; VerwGE B20014/222 und
223 vom 25. Februar 2016 E. 1; www.gerichte.sg.ch). Die Verfahren können
dementsprechend vereinigt und in einem einzigen Entscheid erledigt werden.
2. Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 196 Abs. 1
StG; Art. 145 DBG in Verbindung mit Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung
zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1). Als Steuerpflichtige,
deren Begehren mit dem angefochtenen Entscheid abgewiesen wurde, ist die
Beschwerdeführerin zur Beschwerdeerhebung befugt (Art. 196 Abs. 1 StG; Art. 145
Abs. 2 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 DBG). Die Beschwerden gegen den am
10. Oktober 2017 versandten vorinstanzlichen Entscheid wurden mit Eingabe vom
13. November 2017 rechtzeitig erhoben und erfüllen formell und inhaltlich die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 161 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 142 DBG in
Verbindung mit den genannten Bestimmungen; vgl. Richner/ Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 1 zu Art. 142 DBG). Auf die Beschwerden
ist daher grundsätzlich einzutreten (vgl. aber nachfolgend Erwägung 4).
3. Die Beschwerdeführerin beantragt subeventualiter, es sei der Entscheid
zurückzuweisen mit der Anordnung zur Durchführung einer Einspracheverhandlung.
Die Beschwerdeführerin führte unter Ziff. 4 am Ende ihrer Einspracheschrift vom
28. Oktober 2014 (act. 6/123.101.049) aus, weitere Ausführungen zum Sachverhalt
würden anlässlich der mündlichen Einspracheverhandlung erfolgen. Sie, die anwaltlich
vertreten war, verzichtete aber darauf, diesen Antrag klar und rechtzeitig unter dem
Titel Rechtsbegehren zu stellen. Von einer anwaltlich vertretenen Partei darf aber
erwartet werden, dass sie ihre Anträge klar und unmissverständlich formuliert (VerwGE
B 2010/265 vom 3. Mai 2011 E. 1, www.gerichte.sg. ch). Im Übrigen sieht Art. 181 StG
keine Einspracheverhandlung, sondern nur eine mündliche Begründung, und das DBG
sieht nicht einmal eine mündliche Begründung vor.
http://www.gerichte.sg.ch/
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Die Beschwerdeführerin moniert, dass die Behauptung der Vorinstanz, sie habe die
Möglichkeit der Einspracheergänzung nicht genutzt, klar aktenwidrig sei. Dabei listet
sie die zeitlichen Abläufe im Rahmen des Einspracheverfahrens auf und macht geltend,
dass sie rechtzeitig ein Fristerstreckungsbegehren bis im September 2015 gestellt
habe. Das geht aber aus den Akten keineswegs hervor, schon gar nicht das geltend
gemachte Fristerstreckungsbegehren der Beschwerdeführerin vom 30.07.2017 (recte:
2015). Dazu schreibt die Beschwerdeführerin in ihrem Mail vom 31.08.2015 an den
Beschwerdegegner (act. 6/123.101.165) mit der Bitte um Fristverlängerung bis zum
15.09.2015, wörtlich: "Ich bitte um eine weitere Fristerstreckung zur Einreichung meiner
Eingabe bis zum 15.09.2015. Ich lehne mich an das offensichtlich genehmigte
Fristerstreckungsbegehren des Kollegen V._an. Ziel ist eine koordinierte Eingabe, da
der Sachverhalt für alle Beteiligte im Wesentlichen identisch ist. ..." Hier bestätigt die
Beschwerdeführerin selber, dass sie kein Fristerstreckungsgesuch gestellt resp. ein
solches innert Frist verpasst hatte zu stellen, sondern sich nun an das
Fristerstreckungsgesuch des Kollegen V._ anlehnen möchte. Dass der
Beschwerdegegner unter diesen Umständen keine Frist für eine weitere Stellungnahme
mehr gewährte, ist verständlich. Die vorinstanzliche Behauptung der verpassten
Möglichkeit zur Einspracheergänzung ist damit klar nicht aktenwidrig.
Es ist daher nachvollziehbar, dass der Beschwerdegegner auf den Wunsch der
Beschwerdeführerin auf eine Einspracheverhandlung nicht eingegangen ist und die
Vorinstanz dies nicht beanstandete. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
4. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorinstanz sei ihrer Begründungspflicht
nicht nachgekommen, weil sie die von ihr angebrachten Einwände nur sehr rudimentär
behandelt resp. sich mit den Untersuchungsberichten der ASU nicht
auseinandergesetzt habe. Die Untersuchung der ASU habe mehrere Jahre gedauert.
Die Akten umfassten rund 22'000 Seiten und die Vorinstanz habe innerhalb von fünf
Monaten einen Entscheid getroffen, der kaum darauf beruhen könne, dass sie die
Akten wirklich auf ihre Relevanz hin gesichtet habe. Ob die Akten an sich
entscheidungsrelevant seien, ergebe sich erst nach deren Studium. Abgesehen davon,
dass eine Rechtsmittelinstanz in ihrer Begründung nicht auf sämtliche Vorbringen der
Rekurrentin und Beschwerdeführerin eingehen muss, legt die mitwirkungspflichtige
Beschwerdeführerin nicht dar, aus welchen – ihr als Steuerpflichtige selbst am besten
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bekannten – konkreten Aktstücken sich ergibt, dass die Vorinstanz den massgebenden
Sachverhalt falsch oder unvollständig festgestellt hätte. Insoweit erweist sich die
pauschale Begründung der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe sich nicht
ausreichend mit den 22'000 Seiten Vorakten befasst, als unzureichend. Auf die
pauschalisierende Beschwerde ist daher nicht einzutreten.
Betreffend der von der Beschwerdeführerin monierten Nichteinhaltung der Grundsätze
der Strafprozessordnung und des Verwaltungsstrafverfahrens im Zusammenhang mit
der Nachsteuer hat die Vorinstanz (act. 2 S. 7 lit. b) richtig dargelegt, dass die
Nachsteuer keinen Strafcharakter habe und somit nicht Bestandteil des
Steuerstrafrechts sei. Strafrechtliche Rechtfertigungsgründe seien deshalb
ausgeschlossen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 3 zu Art. 151 DBG). Die
Beschwerdeführerin liegt falsch, wenn sie die Meinung vertritt, dass sie sich aufgrund
eines Strafverfahrens exkulpieren müsse. Im vorliegenden Fall handelt sich
ausschliesslich um ein Nachsteuerverfahren, und die Beschwerdeführerin hatte
mehrmals die Gelegenheit gehabt, sich namentlich zu Layoutkosten wie auch
Verkaufsschulung N._ Seminare zu äussern. Das hat sie aber weder im
Einspracheverfahren am 28. Oktober 2014, noch im Rekurs-/Beschwerdeverfahren am
28. Januar 2016, noch in der Beschwerde am 13. November 2017 getan. Im Weiteren
wird auf die überzeugenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen, denen sich das
Verwaltungsgericht anschliesst. Von einer Verletzung des rechtlichen Gehörs kann
keine Rede sein.
5. Das Recht, die Nachsteuer festzusetzen, erlischt 15 Jahre, in Fällen gemäss Art. 132
Abs. 2 und Art. 200 lit. c StG 25 Jahre, nach Ablauf der Steuerperiode, auf die sie sich
bezieht (Art. 203 Abs. 3 StG, in gleichem Sinn Art. 152 Abs. 3 DBG und Art. 53 Abs. 2
StHG). Es handelt sich um eine Verwirkungsfrist, weshalb das Nachsteuerverfahren 15
Jahre nach der Steuerperiode rechtskräftig abgeschlossen sein muss (M. Looser, in:
Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen Steuerrecht, 3. Aufl. 2017, N
5 zu Art. 152 DBG; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 7 zu Art. 152). Die Fristen
zur Einleitung eines Nachsteuerverfahrens und zur Verwirkung des
Nachsteueranspruchs sind von Amtes wegen zu prüfen und zu beachten (BGE 106 Ib
357). Die Nachsteuerverfügung umfasst die Steuerperioden 2004 bis 2006. Das Recht,
eine Nachsteuer für das Jahre 2004 zu erheben, erlöscht am 31. Dezember 2019.
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Somit verwirkt der Nachsteueranspruch frühestens 31. Dezember 2019 (betreffend das
Jahr 2004).
6. Ergibt sich aufgrund von Tatsachen oder Beweismitteln, die der Steuerbehörde nicht
bekannt waren, dass eine Veranlagung zu Unrecht unterblieben oder eine
rechtskräftige Veranlagung unvollständig ist, oder ist eine unterbliebene oder
unvollständige Veranlagung auf ein Verbrechen oder Vergehen gegen die
Steuerbehörde zurückzuführen, wird die nicht erhobene Steuer samt Zins als
Nachsteuer eingefordert (Art. 199 Abs. 1 StG, vgl. hierzu die gleichlautenden Art. 151
Abs. 1 DBG und Art. 53 Abs. 1 Satz 1 StHG).
Eine Nachsteuer kann demnach grundsätzlich unter drei Voraussetzungen eingefordert
werden: Es muss eine rechtskräftige Veranlagung vorliegen, mit der eine
Unterbesteuerung einhergeht, die sich aufgrund von neuen Tatsachen oder
Beweismitteln ergibt (vgl. VerwGE B 2011/18 vom 29. August 2011 E. 2,
www.gerichte.sg.ch, bestätigt mit BGer 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012).
Voraussetzung ist gemäss Art. 199 Abs. 1 StG, dass sich die Steuerpflicht aus neuen
Tatsachen oder Beweismitteln ergibt. Als neu im Sinn des gesetzlichen Tatbestands
der unvollständigen rechtskräftigen Veranlagung gelten Tatsachen und Beweismittel,
die zum Zeitpunkt der Veranlagung bereits bestanden haben, aber während des
ordentlichen Veranlagungsverfahrens oder eines allenfalls sich daran anschliessenden
Rechtsmittelverfahrens nicht aktenkundig waren, d.h. also erst nach der rechtskräftigen
Veranlagung eines Steuerpflichtigen zum Vorschein gekommen sind (vgl. VerwGE B
2014/242 und 243 vom 19. Juli 2016 E. 2.1, bestätigt mit BGer 2C_839 und 840/2016
vom 12. April 2017, VerwGE B 2014/212 und 213 vom 27. April 2016 E. 2.1, bestätigt
mit BGer 2C_473 und 474/2016 vom 22. August 2016, und VerwGE B 2014/67 und 68
vom 25. August 2015 E. 3.1 je mit Hinweisen, insbesondere auf Zigerlig/Oertli/
Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2014, Rz. VII/110 mit Hinweisen).
Die Veranlagungsbehörde prüft die Steuererklärung und nimmt die erforderlichen
Untersuchungen vor (Art. 176 Abs. 1 StG). Praxisgemäss darf sich die Behörde jedoch
grundsätzlich darauf verlassen, dass die Steuererklärung richtig und vollständig ist.
Allerdings darf sie nicht im gleichen Masse unbesehen auf die in der Steuererklärung
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gemachten Angaben abstellen, wie sie dies bei einer Selbstveranlagungssteuer tun
könnte. Dementsprechend liegen "neueTatsachen", die ein Nachsteuerverfahren
rechtfertigen, nach der Rechtsprechung dann nicht mehr vor, wenn die Steuerbehörde
ihre Untersuchungspflicht im ordentlichen Veranlagungsverfahren verletzt hat. Die
Praxis nimmt eine Pflicht der Veranlagungsbehörde, ergänzende Abklärungen schon im
ordentlichen Veranlagungsverfahren vorzunehmen, üblicherweise dann an, wenn die
Steuererklärung Fehler enthält, die klar ersichtlich beziehungsweise offensichtlich sind.
Es braucht also eine in die Augen springende Falschdeklaration seitens der Pflichtigen,
welche die Behörde bei gehöriger Sorgfalt schon im ordentlichen
Veranlagungsverfahren zu zusätzlichen Abklärungen hätte veranlassen müssen.
Dagegen wird die behördliche Untersuchungspflicht nicht verletzt, wenn eine
Unstimmigkeit aus den Angaben des Pflichtigen in der Steuererklärung nicht ohne
weiteres ersichtlich ist oder wenn die Behörde wohl hätte Verdacht schöpfen können,
ohne dass das aber zwingend gewesen wäre (vgl. GVP 2015 Nr. 36; SGE 2007 Nr. 5;
BGer 2C_807/2011 vom 9. Juli 2012 E. 2.6.1 ff.; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O.,
N 3 und 19 zu Art. 151 DBG; vgl. ferner z.B. BGer 2C_651 und 652/2017 vom
2. November 2017 E. 2.2.2; 2C_458/2014, a.a.O., E. 2.2.2; 2C_1023/2013 vom 8. Juli
2014 E. 2.2, in: StE 2014 B 97.41 Nr. 27).
Die Neuheit einer Tatsache ist auch dann zu bejahen, wenn die Steuerbehörde die
fragliche Sachkenntnis bei besserer Untersuchung schon früher hätte erlangen können.
Die Steuerverwaltung darf, muss aber nicht den Sachverhalt in alle Richtungen von sich
aus abklären. Eine ausgedehnte Untersuchungsobliegenheit der Steuerverwaltung
steht dem Charakter der Steuerveranlagung als eine auf der Erklärung des
Steuerpflichtigen basierenden Massenverfügung entgegen (StE 2008 B 97.41 E. 3.3).
Für die Frage, ob neue Tatsachen oder Beweismittel schon im Zeitpunkt der
Veranlagung vorlagen, ist der Aktenstand in diesem Zeitpunkt (rechtskräftige
Veranlagung) massgeblich (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 21 zu Art. 151
DBG).
7. Zu entscheiden ist, ob der Nachsteuerverfügung vom 29. September 2014 neue
Tatsachen oder Beweismittel zugrunde liegen beziehungsweise ob überhaupt eine
Steuerverkürzung vorliegt.
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Die Beschwerdeführerin (act. 1 S. 14 ff.) macht geltend, dass eine grobe Missachtung
der Untersuchungspflicht vorliege beziehungsweise von einem expliziten Verzicht auf
weitere Untersuchungshandlungen durch den Beschwerdegegner auszugehen sei. Die
Layout-Arbeiten und die Erträge aus dem WIR-Handel seien Gegenstand der
Buchprüfung durch die kantonale Steuerverwaltung gewesen. Die Rechnungen von
C._ seien nicht fiktiv gewesen, sondern wegen seiner Dienstleistungen gestellt
worden. Diese Rechnungen seien auch dem Steueramt bekannt gewesen. Die ASU
habe einen Betrag von CHF 600'000 als geschäftsmässig begründet betrachtet. Schon
bei der Revision der beiden Schwestergesellschaften Y._ AG und X._ AG im
September 2005 sei die Mitarbeit von C._ ein Thema gewesen. Der Steuerkommissär
habe im Jahr 2008 u.a. festgehalten, dass bei den Layoutkosten ein formell eher
richtiger Beleg vorliege, aber zu fragen sei, ob geschäftsmässig begründeter Aufwand
vorläge. Diese Zweifel hätten durch detaillierte und transparente Darlegung von
Umfang und Zeitpunkt der Leistungen ausgeräumt werden können. Um genau dieses
Thema zu umgehen, habe die ASU die Geschäftsvorfälle als fiktiv bezeichnet. Das
verhindere aber ein Nachsteuerverfahren, da den Verfahrensbeteiligten seit dem Jahr
2005 resp. 2008 diese Layout-Kosten bekannt gewesen seien. Im Weiteren sei in der
Meldung vom 31. Mai 2006 der Mehrwertsteuer Abteilung externe Prüfung erwähnt,
dass es fraglich sei, ob Leistungen für die Layoutkosten zugrunde liegen würden oder
nicht.
Unbestritten ist, dass die Steuerveranlagungen 2004 bis 2006 rechtskräftig waren, und
zwar Ende des Jahres 2008 (act. 6/188.700.003 ff.). Richtig ist, dass anlässlich der
Buchprüfung im Jahr 2008 der Geschäftsjahre 2004 - 2006 der Q._ AG gewisse
Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit verschiedener Geschäftsaufwände
bestanden haben. Aus diesem Grund erfolgte u.a. die pauschale Aufrechnung auf Stufe
Gesellschaft von 10 Prozent der von C._ in Rechnung gestellten Layoutkosten. Es ist
auch davon auszugehen, dass der Beschwerdegegner im Zeitpunkt der Steuerrevision
Kenntnis hatte von der Meldung der Abteilung externe Prüfung (act. 6/2/8)vom 31. Mai
2006. Denn im Revisionsbericht (act. 6/2/9 Seite 4) verweist der Steuerkommissär
sowohl auf die Kontrolle der MWSt, wie Steuermeldung der MWSt sowie auch
Aufrechnungen der MWSt. Anlässlich der Befragung während der Revision des
Steuerkommissärs hat die Z._ AG, Frau U._, ausgesagt, C._ habe das ganze
Produkt bis fertig zum Druck gemacht, d.h. Layout, Graphische Gestaltung, Redaktion
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usw.. Der Steuerkommissär akzeptierte aufgrund dieser Aussagen die geltend
gemachten Layout-Kosten, stellte sich aber die Frage, ob die Höhe dieser Rechnungen
C._ geschäftsmässig begründet war. Dass aber im Zusammenhang mit den WIR-
Verkäufen Bargeld geflossen war, konnte der Steuerkommissär auch aufgrund der
diversen Meldungen nicht wissen und nicht erkennen. Ebenso wenig konnte und
musste er diesbezüglich vertieftere Abklärungen vornehmen.
Wie der Untersuchungsbericht der ASU (Seite 18 f.) und der Teilbericht
„Layoutkosten“ (Seite 54 f.) hervorgebracht haben, wurden fiktive Rechnungen in
beachtlicher Höhe erstellt (vgl. auch nachfolgend Erwägung 7). Die Steuerbehörde darf
aber davon ausgehen, dass die Steuererklärung richtig und vollständig ist (vgl.
Erwägung6 vorne). Das gilt auch für die Belege, die der Steuererklärung zugrunde
gelegt werden. Daher musste der Beschwerdegegner nicht davon ausgehen, dass
geschäftsmässig nicht begründeter Aufwand in derHöhe von Hunderttausenden von
Franken verbucht wurde. Diese Falschdeklarationen des Pflichtigen konnte die
Steuerbehörde auch bei gehöriger Sorgfalt nicht schon im ordentlichen Verfahren
erkennen (vgl. dazu VerwGE B 2013/264 und 265 vom 24. März 2015 E. 2.1,
www.gerichte.sg.ch). Es war aus den Buchhaltungen der entsprechenden Firmen nicht
ersichtlich, dass im Zusammenhang mit den mittels WIR-Geldern gekauften
Fahrzeugen Geld geflossen war. Der Sachverhalt wurde, aufgrund der vorhandenen
(fiktiven) Belege zur Verschleierung des WIR-Handels, welche eigentlich nur bei einer
WIR-Kontrolle verwendet werden sollten, in den Büchern anders dargestellt als er
tatsächlich war. Somit kann der Behörde auch nicht vorgeworfen werden, sie hätte
Verdacht schöpfen müssen (vgl. BGer 2C_87/2011 vom 9. Juli 2012 E. 2.6.1 f.). Eine
derart ausgedehnte Prüfung, wie sie später durch die ASU durchgeführt wurde, war
nicht angezeigt und hätte den Rahmen des Veranlagungsverfahrens bei weitem
gesprengt. Dasselbe gilt für die in den Jahren 2004 und 2005 verbuchten
Schulungskosten N._ Seminare (vgl. nachfolgend Erwägung 8). Im Weiteren wird auf
die detaillierten Ausführungen der Vorinstanz verwiesen (act. 9 S. 10 f.), denen sich das
Verwaltungsgericht anschliesst. Es ist somit, zusammen mit der Vorinstanz,
festzustellen, dass die im Untersuchungsbericht der ASU vom 10. Dezember 2013 und
im Teilbericht Layoutkosten vom 10. Dezember 2013 enthaltenen Informationen als
neue Tatsachen im Sinne von Art. 199 Abs. 1 StG und Art. 151 Abs. 1 DBG zu werten
sind. Davon, dass von einer groben Missachtung der Untersuchungspflicht
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beziehungsweise von einem expliziten Verzicht auf weitere Untersuchungshandlungen
durch den Beschwerdegegner auszugehen sei, wie die Beschwerdeführerin geltend
macht, kann keine Rede sein.
8. Die Beschwerdeführerin vertritt die Meinung, dass der Beschwerdegegner die von
ihm behaupteten Steuerverkürzungen nachweisen müsse, vor allem deshalb auch, weil
die behaupteten Steuerverkürzungen in einem Strafverfahren (und nicht
Nachsteuerverfahren) ermittelt worden seien. Im Übrigen werde generell bestritten,
dass Steuerverkürzungen eingetreten seien, seien doch die Honorarzahlungen an C._
tatsächlich erfolgt und ordnungsgemäss verbucht worden. Seine Forderungen seien
mit Fahrzeugen getilgt worden, was daran so ungewöhnlich sei, sei unerfindlich.
Der Beschwerdegegner nahm im Zusammenhang mit den verbuchten WIR-
Transaktionen, gestützt auf den Untersuchungsbericht und den Teilbericht
„Layoutkosten“ (Seite 58) folgende Aufrechnungen und Abzüge vor (act. 6/181.300.001
ff., 6/181.310.001 ff., 6/181.320.001 ff.):
Jahresabschluss per 31.12.2004 31.12.2005 31.12.2006
Layoutkosten 368'000.00 444'166.75 161'245.00
WIR-Verluste 122'600.35 77'999.65 15'000.00
Abschreibung Fahrzeuge 122'600.35 94'520.80 0.00
Abschreibung Apparate/Maschinen 0.00 26'400.00 23'872.00
Abschreibung Mobilien/Einrichtungen 0.00 15'000.00 39'000.00
Total Aufrechnung 613'200.70 658'087.20 239'117.00
Akzeptierte Verluste 236'740.00 195'755.00 94'965.50
Total 376'460.70 462'332.20 144'151.50
Abzgl. ermessenweiser Aufwand * 36'800.00 43'890.00 14'324.00
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Zuzügl. Schulungskosten 58'000.00 48'500.00 0.00
Total nicht versteuerter Gewinn 397'661.00 466'942.00 129'828.00
*Die ASU hat durchschnittlich pro Jahr 10 % (CHF 30'000.00) der Layoutkosten als
geschäftsmässig begründet erachtet, was ca. CHF 300'000 für die Jahre 2000-2009
ausmacht (10 Jahre). Die von der Beschwerdeführerin geltend gemachten CHF 600'000
betreffen zwei Firmen je für die Dauer von 10 Jahren.
Nach Art. 84 Abs. 1 StG und Art. 58 Abs. 1 lit. b DBG werden Aufwendungen bei der
Berechnung des Reingewinns berücksichtigt, sofern sie geschäftsmässig begründet
sind. Beweisbelastet für die steuermindernden Tatsachen ist gemäss der allgemeinen
Beweislastregel die steuerpflichtige Person (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 7
zu Art. 123 DBG). Bei einem buchführenden Steuerpflichtigen gilt das
Massgeblichkeitsprinzip. Der Steuerpflichtige erbringt den Beweis für grundsätzlich
steuermindernde Aufwendungen (geschäftsmässige Begründetheit von Ausgaben
usw.) durch die Vorlage einer Erfolgsrechnung, die auf einer ordnungsgemässen
Buchhaltung beruht (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85 zu Art. 123 DBG).
Nach dem Belegsprinzip müssen unter anderem nachprüfbare Belegnachweise für die
einzelnen Buchungsvorgänge vorhanden sein (vgl. Art. 957a Abs. 2 Ziff. 2 und 5 des
Schweizerischen Obligationenrechts; SR 220, OR). Als Buchungsbelege gelten
schriftliche Aufzeichnungen auf Papier oder in elektronischer Form, die notwendig sind,
um den einer Buchung zugrundeliegenden Geschäftsvorfall oder Sachverhalt
nachvollziehen zu können (Art. 957a Abs. 3 OR). Kann die Steuerbehörde den
Hauptbeweis der buchführenden steuerpflichtigen Person erschüttern (indem sie z.B.
Umstände darzutun vermag, die Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit von
gewissen Aufwendungen aufkommen lassen), ist es wiederum an der steuerpflichtigen
Person, diese Zweifel auszuräumen (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 85
zu Art. 123 DBG).
Im Teilbericht „Layoutkosten“ (Seite 5, 13 ff.) stellte die ASU den Sachverhalt
zusammengefasst wie folgt dar: Die Kunden der beteiligten Gesellschaften hätten ihre
Rechnungen teilweise mit WIR-Geld bezahlt. Die Gesellschaften seien daher vor dem
Problem gestanden, ihre WIR-Guthaben aus Liquiditätsgründen in Bargeld
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umzuwandeln. Nach den Statuten der WIR-Bank sei aber ein WIR-Verkauf gegen
Bargeld verboten. Die Gesellschaften hätten deshalb jedem WIR-Verkauf ein
Grundgeschäft nachzuweisen. Ein solcher WIR-Verkauf sei in der Buchhaltung jedoch
aufgrund der dazu erstellten Belege wie Rechnungen, Quittungen etc. nicht als solcher
ersichtlich, sondern werde als Anschaffung oder Aufwand ausgewiesen. So seien
Fahrzeuge und sonstige Anschaffungen aktiviert sowie Aufwand, Kassa- und
Bankgutschriften verbucht worden. Aus den beschlagnahmten Akten gehe hervor, dass
verschiedene Personen und Gesellschaften, namentlich die O._ & P._, der
Beschwerdeführerin in den Jahren 2004-2006 diverse Rechnungen für Layoutaufwand,
Know-How, Fotomaterial und graphische Gestaltung gestellt hätten. Diese
Rechnungen seien mit Übernahme von Fahrzeugen verrechnet worden, aber auch in
WIR-Checks oder in bar etc. ausbezahlt worden. Die Rechnungen seien fiktiv und
damit geschäftsmässig nicht begründet gewesen.
Am 22. Dezember 2004 fakturierte die O._ & P._ für Layout, Know-How,
Fotomaterial, Redaktion, Korrekturen CHF 368'000, am 19. Dezember 2005 für
Layoutarbeiten und redaktionelle Mitarbeit 2005 (gemäss Vereinbarung) CHF 438'900
und am 7. Dezember 2006 für Layoutarbeiten und redaktionelle Mitarbeit,
Gastromarketing CHF 143'245 (act. 6/183.300.003, 6/183.310.002, 6/183.320.004).
Aufgrund dieser pauschalen Rechnungstexte ist unklar, ob und falls ja, welche
Leistungen tatsächlich erbracht wurden. Auffallend ist, dass in allen drei Jahren der
Rechnungsbetrag genau dem Saldo des Kontos 1120 (Fahrzeuge) nach Verbuchung
von WIR-Verlusten und Abschreibungen entspricht (act. 6/183.390.001, 6/181.300.009,
6/181.310.009, 6/181.320.018). A._ nahm aufgrund der Einvernahme vom
22. September 2010 (Teilbericht „Layoutkosten“ S. 34) wie folgt Stellung: C._ sei bei
der X._ AG, der Y._ AG und der Q._ AG Berater und mache für diese Firmen
Layouts, er sei Medienexperte. D._ erklärte anlässlich der Einvernahme vom
22. September 2010 (Teilbericht „Layoutkosten“ S. 34) folgendes: Herr A._ habe das
mit Herrn C._ geregelt. Herr C._ habe sein Knowhow, sein Fachwissen und das
Konzept für das Verlagswesen mit der O._ & P._ eingebracht; dafür hätten sie
bezahlt. Das hätte ein hohes Fachwissen bedingt, deshalb wären es vielleicht ein
bisschen höhere Beiträge. C._ erklärte anlässlich seiner Einvernahme vom
27. September 2010 (Teilbericht "Layoutkosten" S. 34 f.): Er selber habe kein Büro. Er
sei jeweils im Büro von A._ bei der Y._ AG gewesen. Dort seien die Rechnungen
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erstellt worden aufgrund der Angaben von A._. Anlässlich der Einvernahme vom
5. März 2013 (Teilbericht Layout S. 35) erklärte C._, dass der Begriff Layoutkosten ein
Sammelbegriff wie Gastropromotion gewesen sei. Da sei der Posten Auto, da habe es
einen Betrag gegeben aus der Buchhaltung. Da sei geschaut worden, wie viele
Fahrzeuge in der Buchhaltung aktiviert gewesen und in entsprechender Höhe fakturiert
worden seien. B._ gab am 11. Oktober 2012 (Teilbericht „Layoutkosten“ S. 36) zu
Protokoll, es seien nicht eigentliche Layoutkosten gewesen, dies sei ein
"Sammelbegriff".
Somit ist anhand der Buchhaltungsunterlagen beziehungsweise Belege nicht
nachvollziehbar, für welche Leistungen und in welchem Zeitraum diese erbracht
wurden. Es bestehen erhebliche Zweifel an der geschäftsmässigen Begründetheit der
Zahlungen an die O._ & P._. Die Beschwerdeführerin hätte diese ausräumen können,
in dem sie Umfang, Zeitpunkt und Inhalt der Leistungen transparent dargelegt hätte.
Dies hat sie jedoch nicht getan, weshalb sie die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen
hat. Im Übrigen verletzt sie auch wesentliche Grundsätze der ordnungsgemässen
Buchführung gemäss Art. 957a OR.
Auch wird die geschäftsmässige Begründetheit nicht dadurch nachgewiesen, wie die
Beschwerdeführerin behauptet, dass sie ja die Rechnungen von C._ bezahlt und
entsprechend anerkannt habe. Die geschäftsmässige Begründetheit basiert auf
objektiven und nicht subjektiven Kriterien. Massgebend ist, soweit vorhanden, der
Marktpreis (Richner/ Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 103 zu Art. 58 DBG).
Wenn die Beschwerdeführerin noch zusätzlich sehr ausführlich ausführt, dass
Forderungen durchaus mit Fahrzeugen getilgt werden dürften und ein
Kommissionsvertrag zwischen den C._ und A._ für den Verkauf von Autos vorhanden
sei, geht das völlig an der Sache vorbei. Die Frage ist, ob die Rechnungen der
O._ & P._ geschäftsmässig begründet sind, nicht wie sie bezahlt worden sind. Die
geschäftsmässige Begründetheit der Layoutkosten (Konto 3060 der Buchhaltung der
Beschwerdeführerin) ist somit nicht nachgewiesen.
Streitig ist im weiteren die Aufrechnung von CHF 58'000 im Jahr 2004 und CHF 48'500
im Jahr 2005 im Zusammenhang mit der "Verkaufsschulung N._ Seminare".
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In den Jahren 2004 und 2005 wurden unter dem Konto 4512 (Fachliteratur, Fortbildung)
Rechnungen in der Höhe von CHF 58'000 und CHF 48'500 (act. 6/121.140.021 und
121.140.026) verbucht. Aus diesen Rechnungen (act. 6/121.140.001-037) geht hervor,
dass N._ Intensivkurse für jeweils 10 Tage durchgeführt habe. Wann, wo und mit
welchen Teilnehmern diese Seminare durchgeführt wurden, geht aus diesen
Rechnungen nicht hervor. Nachforschungen in Deutschland haben ergeben, dass die
Firma N._ Verkaufsseminare in diesem Zeitpunkt nicht existent gewesen und N._ von
Amtes wegen per 1.1.1997 in Deutschland abgemeldet war (Untersuchungsbericht
gegen die Q._ AG S. 19 ff.). Gemäss Einvernahmeprotokoll A._ vom 17. Januar 2013
(act. 6/130.100.017 ff.) wusste er über diese Seminare nichts beziehungsweise verwies
auf D._. D._ erklärte in der Einvernahme vom 14. Februar 2013 (act. 6/130.110.017
ff.), dass N._ tatsächlich da war und von vielen Personen gesehen wurde und für ihn
auch ein Fahrzeug eingelöst worden sei. Er habe Arbeiten ausgeführt
(Verkaufsschulungen, Ordner zusammengestellt etc.). Seine Entschädigungen habe er
in bar gewünscht, da er nirgendwo registriert sei. Auf Befragung der ASU konnte D._
allerdings weder die Namen der teilnehmenden Mitarbeiter, noch den Seminarort
nennen; es hätten alle Mitarbeiter teilgenommen, die im Verkauf tätig gewesen seien.
Die Einvernahme der Zeugin W._ (die Telefonverkäuferin bei der Beschwerdeführerin
beziehungsweise bei der X._ AG war) vom 18. Juni 2013 (act. 6/132.100.006 ff.) hat
ergeben, dass N._ weder bei der Beschwerdeführerin noch bei der X._ AG (weder
interne noch externe) Seminare mit Mitarbeitern durchgeführt habe. Wenn überhaupt
habe er gewisse Hilfsarbeiten, vor allem bei der Beschwerdeführerin, durchgeführt.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass wenn nicht einmal die Teilnehmer noch der
Ort noch der Zeitpunkt der angeblichen Seminare bekannt sind, und darüber hinaus die
Adresse des Rechnungsstellers, eine nichtexistente Adresse im Ausland, nicht stimmt,
die geschäftsmässige Begründetheit der behaupteten Leistung nach dem oben
Gesagten keinesfalls nachgewiesen werden kann. Es ist daher nachvollziehbar wenn
der Beschwerdegegner diese Rechnungen der Beschwerdeführerin aufrechnet.
Die von der Beschwerdegegnerin im Geschäftsjahr 2004 aufgerechneten Layoutkosten
von CHF 368'000, WIR-Verluste von CHF 122'600, Abschreibung Fahrzeuge von
CHF 122'600 sowie N._ Verkaufsseminare von CHF 58'000 ergeben sich aus den
entsprechenden Kontenblättern 4512 (act. 6/181.300.010), 6620 (act. 6/181.300.014)
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1120 (act. 6/181.300.009) sowie Kontenblatt 4512 (act. 6/184.360.002 sowie 006).Die
von der Beschwerdegegnerin im Geschäftsjahr 2005 aufgerechneten Layoutkosten von
CHF 444'166.75, WIR-Verluste von CHF 77'999.65, Abschreibungen Apparate/
Maschinen von CHF 26'400, Abschreibung Mobilien / Einrichtungen von CHF 15'000,
Abschreibung Fahrzeuge von CHF 94'520.80 sowie N._ Verkaufsseminare von CHF
48'500 ergeben sich aus dementsprechenden Kontoblätter 3060 (act. 6/181.310.010),
6620 (act. 6/181.310.016), 4710 (act. 6/181.310.014), 4720 (act. 6/181.310.015), sowie
Kontenblatt 4512 (act. 6/184.360.002-006).Die von der Beschwerdegegnerin im
Geschäftsjahr 2006 aufgerechneten Layoutkosten von CHF 161'245, WIR-Verluste von
CHF 15'000, Abschreibung Apparate/Maschinen von CHF 23'872 sowie Abschreibung
Mobilien / Einrichtungen von CHF 39'000 ergeben sich aus den entsprechenden
Kontenblätter 3060 (act. 6/181.320.013), 4710 (act. 6/181.320.015) und 4711
(act. 6/181.320.017).
Diese Zahlen als solche werden von der Beschwerdeführerin nicht bestritten.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass keine genügenden Unterlagen vorhanden
sind, aufgrund derer die geschäftsmässige Begründetheit der Layoutkosten wie
Schulungskosten auch nur annähernd als belegt gewertet werden könnte.
Konsequenterweise durfte der Beschwerdegegner auch die verbuchten WIR-Verluste
sowie Abschreibungen beziehungsweise Entnahmen von Anlagevermögen in Frage
stellen. Immerhin hat der Beschwerdegegner einen WIR-Einschlag von 35 Prozent
akzeptiert und als Verlust zugelassen, was eher grosszügig ist. Auch beim
Anlagevermögen hat er nur einen Teil der Abschreibungen aufgerechnet, obwohl nicht
klar ist, wie viel vom Anlagevermögen die Beschwerdeführerin wirklich (noch) besass
beziehungsweise geschäftsmässig begründet waren.
9. Unter Berücksichtigung der Steuerrückstellungen (act. 6/123.101.027) ergeben sich
folglich zusätzliche steuerbare Gewinne von CHF 304'659 (2004), CHF 359'070 (2005)
und CHF 54'875 (2006), woraus folgende Nachsteuerbeträge resultieren:
Nachsteuern Kanton Nachsteuern Bund
2004: CHF 67'106 2004: CHF 25'896
2005: CHF 77'351 2005: CHF 30'521
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2006: CHF 8'188 2006: CHF 4'664
In Anwendung der Berechnungsart des Beschwerdegegners (d.h. u.a. unter Verzicht
auf die Berechnung von Zinseszinsen) ergeben sich für die Periode vom 1. Oktober
2004 bis 28. Juni 2018 hinsichtlich der Kantonssteuer und der Direkten Bundessteuer
folgende Zinsen auf den geschuldeten Nachsteuern:
Kantonssteuer:
Jahr ab Nachsteuer % Zins
2004 01.10.2005 67'105.61 1.5% 1'006.58
2005 01.10.2006 144'456.94 1.5% 2'166.85
2006 01.10.2007 152'644.93 1,5% 2'289.67
2007 01.10.2008 152'644.93 2% 3'052.90
2008 01.10.2009 152'644.93 1% 1'526.45
2009 01.10.2010 152'644.93 1% 1'526.45
2010 01.10.2011 152'644.93 1% 1'526.45
2011 01.10.2012 152'644.93 1% 1'526.45
2012 01.10.2013 152'644.93 1% 1'526.45
2013 01.10.2014 152'644.93 1% 1'526.45
2014 01.10.2015 152'644.93 1% 1'526.45
2015 01.10.2016 152'644.93 1% 1'526.45
2016 01.10.2017 152'644.93 0,25% 381.61
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Total 21'109.22
Bundessteuern:
2004 01.10.2005 25'896.02 3.5% 906.36
2005 01.10.2006 56'416.97 3.5% 1'974.59
2006 01.10.2007 61'081.34 3.5% 2'137.85
2007 01.10.2008 61'081.34 4% 2'443.25
2008 01.10.2009 61'081.34 4% 2'443.25
2009 01.10.2010 61'081.34 3.5% 2'137.85
2010 01.10.2011 61'081.34 3.5% 2'137.85
2011 01.10.2012 61'081.34 3% 1'832.44
2012 01.10.2013 61'081.34 3% 1'832.44
2013 01.10.2014 61'081.34 3% 1'832.44
2014 01.10.2015 61'081.34 3% 1'832.44
2015 01.10.2016 61'081.34 3% 1'832.44
2016 01.10.2017 61'081.34 3% 1'832.44
Total 25'175.64
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Unter Hinzurechnung der aufgelaufenen Zinsen betragen die Nachsteuern für die
Kantonssteuer 2004, 2005 und 2006 CHF 173'754.15 und für die direkte Bundessteuer
2004, 2005 und 2006 CHF 86'256.98. Die Berechnung dieser Faktoren wurden vom
Beschwerdegegner nachvollziehbar dargelegt (vgl. act. 6/123.101.014 ff.) und von der
Beschwerdeführerin nicht substantiiert bestritten. Die Beschwerde erweist sich somit
hinsichtlich der Nachsteuerbetreffnisse 2004, 2005 und 2006 als unbegründet. Sie ist
abzuweisen.
10. Bei diesem Verfahrensausgang sind die amtlichen Kosten der
Beschwerdeverfahren von der Beschwerdeführerin zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP;
Art. 144 Abs. 1 und Art. 145 Abs. 2 DBG). Entscheidgebühren für die
Beschwerdeverfahren von CHF 3'000 für die Kantonssteuern und von CHF 2'000 für
die direkten Bundessteuern erscheinen angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12). Sie sind mit den von der Beschwerdeführerin
in den Beschwerdeverfahren geleisteten Kostenvorschüssen von CHF 3'000 und
CHF 2'000 zu verrechnen.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind mangels Anspruchs (und Antrags;
Beschwerdegegner) für die Beschwerdeverfahren keine ausseramtlichen Kosten zu
entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP; Art. 145 Abs. 2 und Art. 144 Abs. 4
DBG sowie Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren, SR
172.021, VwVG; Cavelti/ Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen,
2. Aufl. 2003, Rz. 829; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 44 zu Art. 144 DBG).