# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 38572017-570c-4c6e-90d1-04af964c39c7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Vollmacht und Auftrag vom 30. April 2010 betraute X._ Rechtsanwalt Y._ mit ihrer Vertretung und der Wahrung ihrer Interessen in Bezug auf den Nachlass ihres Vaters, A._ sel., verstorben am 20. April 2007.
B. Am 1. März 2011 legte Rechtsanwalt Y._ das Mandat nieder. Am 19. April 2011 stellte er X._ seine Honorarnote zu. Diese belief sich bei einem verrechneten Aufwand von 126.5 Stunden und nach Abzug einer bereits erbrachten Akontozahlung auf Fr. 61‘810.--. Darin enthalten waren ein Interessenwertzuschlag von Fr. 40‘000.-- sowie Barauslagen von Fr. 1‘450.--.
C. In der Folge beglich X._ die Honorarforderung nicht. Nachdem Rechtsanwalt Y._ mit Beschluss der Aufsichtskommission über die Rechtsanwälte vom 8. Juli 2011, mitgeteilt am 13. Juli 2011, für die gerichtliche Geltendmachung seiner Honorarforderung vom Anwaltsgeheimnis gegenüber X._ befreit worden war, reichte er am 19. September 2011 beim Vermittleramt des Bezirks Plessur ein Schlichtungsgesuch ein. Der Schlichtungsverhandlung vom 9. November 2011 blieb X._ unentschuldigt fern. Der Vermittler stellte gleichentags die Klagebewilligung aus, die folgendes Rechtsbegehren enthält:
„Rechtsbegehren Kläger:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 61‘810.00 nebst 5% Zins seit 1. Juli 2011 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“
D. Mit Eingabe vom 19. Dezember 2011 unterbreitete Rechtsanwalt Y._ die Streitsache mit unverändertem Rechtsbegehren dem Bezirksgericht Plessur. Die Klageantwort von X._ datiert vom 26. März 2012. X._ verlangte darin die Abweisung der Klage. Dabei bestritt sie, dass die Bezahlung eines Interessenwertzuschlags und von Barauslagen vereinbart worden seien. Gleichzeitig stellte sie eine noch unbezifferte Schadenersatzforderung aus Schlechterfüllung des Mandats und Niederlegung desselben zur Unzeit zur Verrechnung. Am 30. März 2012 ordnete der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur einen zweiten Schriftenwechsel an. Rechtsanwalt Y._ verzichtete jedoch mit Schreiben vom 24. April 2012 auf eine Replik, weshalb auch eine Duplik entfiel.
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E. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur fand am 9. November 2012 statt. Mit Entscheid vom 9. November 2012, mitgeteilt am 4. Dezember 2012, erkannte das Bezirksgericht Plessur wie folgt:
„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen.
2. X._ wird verpflichtet, Rechtsanwalt Y._ den Betrag von CHF 44‘357.55 zu bezahlen.
3. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 6‘800.00 (Entscheidgebühr) gehen zu zwei Dritteln zu Lasten X._ und zu einem Drittel zu Lasten von Rechtsanwalt Y._ und werden mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet.
b) X._ hat Rechtsanwalt Y._ mit CHF 3‘000.00 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) aussergerichtlich zu entschädigen und ihm den geleisteten Gerichtskostenvorschuss in Höhe von CHF 4‘533.35 zu ersetzen.

## Considerations