# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 18035f22-797e-44a1-b9ee-1f079584ff35
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _1965, und X._, geboren am _1962, heirateten am 10. September 1993 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus ihrer Ehe gingen die beiden Kinder A._, geboren am _1996, und B._, geboren am _1998, hervor.
B. Am 12. März 2012 reichte die Ehefrau beim Bezirksgericht Plessur ein Gesuch um (super)provisorischen Erlass von Eheschutzmassnahmen ein. Der superprovisorische Antrag wurde mit Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 14. März 2012 abgewiesen und die Parteien wurden gleichzeitig zu einer mündlichen Verhandlung auf den 22. März 2012 vorgeladen. Mit Entscheid des Einzelrichters vom 22. März 2012 wurden die Eheleute XY._ berechtigt, getrennt zu leben, und die eheliche Wohnung an der _strasse in O.1_ wurde für die Dauer des Getrenntlebens der Ehefrau zur alleinigen Benutzung zugewiesen. Die beiden gemeinsamen Kinder A._ und B._ wurden unter die Obhut der Mutter gestellt und dem Vater wurde ein gerichtsübliches Besuchs- und Ferienrecht (zwei Wochenenden pro Monat sowie drei Wochen Ferien pro Jahr) eingeräumt. Im Weiteren wurde der Ehemann insbesondere verpflichtet, der Ehefrau bis am 31. März 2012 eine Sofortzahlung von CHF 4'000.-- zu leisten sowie die Steuerschulden von rund CHF 11'000.-- durch den Bonus, welchen er mit dem Aprillohn ausbezahlt erhalte, zu tilgen und den Rest des Bonus, sofern er den Betrag von CHF 15'000.-- nicht übersteige, der Ehefrau an den Unterhalt der Familie zu überweisen. Sollte der Bonus den Betrag von CHF 15'000.-- übersteigen, so sei er im Verhältnis von 2/3 zugunsten der Ehefrau und Kinder sowie 1/3 zugunsten des Ehemannes aufzuteilen.
C. Nachdem X._ mit Vernehmlassung vom 2. April 2012 beantragte, die Kinder seien unter seine Obhut zu stellen, gab der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur mittels Entscheid vom 16. April 2012 ein Gutachten bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie (kjp) Graubünden betreffend die Obhutszuteilung in Auftrag. Mit Entscheid vom 20. Juni 2012 wurde indessen auf die Einholung eines entsprechenden Gutachtens verzichtet, da der Vater zwischenzeitlich erklärte, mit der Obhutszuteilung an die Mutter einverstanden zu sein.
D. Anlässlich der gemeinsamen Anhörung vom 29. Juni 2012 schlossen die Eheleute eine Trennungsvereinbarung ab, welche mit Entscheid vom 3. Juli 2012 durch den Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur genehmigt wurde. Darin verpflichtete sich der Ehemann insbesondere, ab 1. Juli 2012 monatliche
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Unterhaltsbeiträge an die Kinder von je CHF 800.-- zuzüglich Kinderzulagen sowie CHF 1'850.-- an den Unterhalt der Ehefrau zu entrichten. Ebenso verpflichtete er sich, die Hypothekarzinsen und Nebenkosten für die eheliche Wohnung von monatlich CHF 1'050.-- zu bezahlen. Ausserdem wurde vorgesehen, dass die jährlich, in der Regel jeweils im April, an den Ehemann ausbezahlte Gewinnbeteiligung im Verhältnis von 60% zugunsten der Familie und 40% zugunsten des Ehemannes aufzuteilen ist.
E. Am 17. Januar 2014 machte X._ beim Bezirksgericht Plessur eine Scheidungsklage anhängig. Mit Eingabe vom 13. Februar 2014 stellte er alsdann ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen mit dem Antrag, es sei festzuhalten, dass die Tochter B._ die Wochen alternierend bei der Mutter und beim Vater verbringe. Die Verpflichtung des Vaters, an den Unterhalt der Tochter einen monatlichen Beitrag von CHF 800.-- zu bezahlen, sei mit Wirkung ab dem 1. Februar 2014 aufzuheben. Y._ beantragte mit Stellungnahme vom 10. März 2014 die kostenfällige Abweisung des Gesuchs. In der Folge wurden sowohl die Parteien – jeweils getrennt und gemeinsam – als auch ihre Tochter B._ vom Einzelrichter angehört, wobei diese den Wunsch geäussert habe, zum Vater zu ziehen.
F. Mit Eingabe vom 2. Juni 2014 stellte X._ im Rahmen des vorsorglichen Massnahmeverfahrens den Antrag, die Eheschutzverfügung vom 3. Juli 2012 sei dahingehend abzuändern, dass er für die Zeit vom 1. Februar bis 31. Juli 2014 an den Unterhalt der Ehefrau sowie der Tochter einen monatlichen Betrag von insgesamt CHF 1'850.-- zu bezahlen habe und die Unterhaltsverpflichtung an die Ehefrau mit Wirkung ab dem 1. August 2014, mit Ausnahme der Kosten der ehelichen Wohnung, aufzuheben sei. Des Weiteren sei die Verpflichtung, seinen Bonus im Verhältnis von 60% zu 40% aufzuteilen, für das Jahr 2014 aufzuheben. Mit Stellungnahme vom 16. Juni 2014 schloss Y._ auf Abweisung dieser Anträge und beantragte, dass der Ehemann zu berechtigen sei, die Kinderzulagen für B._ ab März 2014 einzubehalten und ab August 2014 für diese keine Unterhaltszahlungen mehr zu erbringen. Ferner sei ihrerseits von einer Unterhaltszahlung für B._ abzusehen und es sei ihr ein gerichtsübliches Besuchs- und Ferienrecht zu gewähren. Der Ehemann sei zu verpflichten, an die Ehefrau ab dem 1. August 2014 – neben den Wohnungskosten und ohne Berücksichtigung der Gewinnbeteiligung – einen Unterhaltsbeitrag von monatlich CHF 1'600.-- zu entrichten. Die Gewinnbeteiligung der Ehefrau sei beizubehalten und für das Jahr 2014, Auszahlung im Jahr 2015, neu von 60% auf 50% zu reduzieren. Mit Eingabe vom 3. Juli 2014 passte die Ehefrau ihr Rechtsbegehren
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insofern an, als dass der an sie zu leistende Unterhaltsbeitrag infolge eines erhöhten Eigeneinkommens ab dem 1. August 2014 auf CHF 1'500.-- herabzusetzen sei.
G. Der Ehemann änderte seine Anträge mit Eingabe vom 30. Juli 2014 dahingehend ab, dass er für die Zeit vom 1. Februar bis zum 31. Juli 2014 an den Unterhalt von B._ einen monatlichen Beitrag von CHF 400.-- zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen habe. Die Verpflichtung, an die Ehefrau einen Unterhaltsbeitrag zu leisten, sei mit Wirkung ab dem 1. Februar 2014 – ausgenommen der Kosten der ehelichen Wohnung – aufzuheben. In ihrer Vernehmlassung vom 21. August 2014 ersuchte die Ehefrau um Abweisung dieser Begehren und hielt grundsätzlich an ihren Anträgen fest, abgesehen davon, dass sie ihre Unterhaltsforderung ab dem 1. August 2014 auf monatlich CHF 980.-- – wiederum ohne Berücksichtigung der Wohnungskosten sowie der Gewinnbeteiligung – reduzierte.
H. Mit Entscheid vom 18. September 2014, mitgeteilt am 2. Oktober 2014, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur was folgt:
„1. Die elterliche Obhut über B._, geboren am _1998, wird für die Dauer des Scheidungsverfahrens mit Wirkung ab 1. August 2014 X._ übertragen.
2. Y._ ist berechtigt, ihre Tochter B._ jedes zweite Wochenende jeweils am Samstag und am Sonntag zu sich auf Besuch zu nehmen und sie für 3 Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Kosten der Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts gehen zu Lasten von Y._.
3. X._ wird verpflichtet, Y._ an den Unterhalt von B._ rückwirkend ab 1. Februar 2014 bis 31. Juli 2014 monatlich CHF 800.00 (exkl. Kinderzulagen) zu bezahlen.
4. X._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._ monatlich jeweils im Voraus folgende Beträge zu bezahlen:
a) rückwirkend ab 1. Februar 2014 bis 31. Juli 2014 CHF 830.00
b) ab 1. August 2014 bis 31. Dezember 2014 CHF 700.00
c) ab 1. Januar 2015 CHF 220.00
5. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich X._ bereit erklärt hat, den Hypothekarzins und die Nebenkosten der von Y._ bewohnten Wohnung an der _strasse in O.1_ bis auf weiteres, längstens bis am 1. April 2015, zu bezahlen.
6. X._ hat von seiner Gewinnbeteiligung für das Jahr 2014, welche im Jahr 2015 zur Auszahlung gelangen wird, 56% an Y._ zu überweisen. In den folgenden Jahren hat X._ von seiner Gewinnbeteiligung die Hälfte an Y._ zu entrichten.
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7. Die Prozesskosten bleiben bei der Prozedur.

## Considerations