# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 09f4ec07-bd96-42ae-83ea-c17fedeb4120
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X. wurde am 13. November 1975 in Ort 1/Land 1 geboren, wo er zusammen mit einer älteren Schwester bei seinen Eltern aufwuchs. In Ort 1/Land 1 besuchte er auch während acht Jahren die Volksschule. Anschliessend absolvierte er mit Erfolg eine dreijährige Ausbildung als Maschinist an einer Berufsschule. Danach leistete er in seinem Heimatland ein Jahr lang den obligatorischen Militärdienst. Etwa ein halbes Jahr nach Beginn des Militärdienstes brach der Bürgerkrieg aus, jedoch musste X. keinen aktiven Frontdienst leisten. Nach dem Militärdienst arbeitete X. während ungefähr sechs bis acht Monaten als Hilfskraft in einer Garage in Ort 1/Land 1. Danach führte er an verschiedenen Orten diverse Gelegenheitsarbeiten aus, so unter anderem als Hilfsmaler. Dazwischen war er immer wieder arbeitslos. Vor seiner letzten Einreise in die Schweiz verfügte er über keine Arbeitsstelle. X. ist seit September 2008 oder September 2009 verheiratet. Die Ehe ist bis anhin kinderlos geblieben. X.s Ehefrau wohnt in Ort 1/Land 1 und ist zurzeit arbeitslos.
Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X. nicht verzeichnet, ebenso wenig im Strafregister von Land 1. Vom 15. April 2005 bis im September 2008 befand er sich in Ort 2/Land 2 und auf der Insel Ort 3/Land 2 in Untersuchungshaft und im Strafvollzug. Am 12. September 2006 wurde er von einem Gericht in Ort 4/Land 2 wegen schweren Diebstahls zu einer Freiheitsstrafe von acht Jahren und drei Monaten verurteilt. Abgesehen von der vorliegend zu beurteilenden deliktischen Tätigkeit und der Vorstrafe ist über den Leumund von X. nichts Nachteiliges bekannt. Die beiden Führungsberichte über sein Verhalten während der Untersuchungshaft und dem vorzeitigen Strafvollzug lauten sehr positiv. X. war vom 23. April 2010 bis zum 4. November 2010 an verschiedenen Orten in der Schweiz in Untersuchungshaft. Seit dem 5. November 2010 befindet er sich im vorzeitigen Strafvollzug.
B. Nachdem gleichzeitig in verschiedenen Kantonen Strafverfahren gegen X., Y. und Z. geführt worden waren, erklärte das Schweizerische Bundesstrafgericht mit Entscheid vom 20. September 2010 die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Graubünden für die Verfolgung und Beurteilung der den Genannten zur Last gelegten Straftaten für zuständig.
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C. Mit Schreiben des Untersuchungsrichteramtes Chur vom 23. September 2010 wurde Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti als amtlicher Verteidiger von X. eingesetzt.
D. In der Zeit zwischen dem 28. März 2011 und dem 23. Juli 2011 reichten mehrere Geschädigte bei der Staatsanwaltschaft Graubünden Zivilklage und/oder Strafklage gegen X., Y. und Z. ein.
E. Mit Parteimitteilung vom 17. Juni 2011 teilte die Staatsanwaltschaft Graubünden den Abschluss der Strafuntersuchung mit und stellte die Anklageerhebung beim Gericht in Aussicht. Am 14. Juli 2011 erhob sie Anklage gegen X., Y. und Z.. Der Anklageschrift vom 14. Juli 2011 liegt folgender Sachverhalt zu Grunde:
„1. Sachverhalt
“A. X. und Z.: gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 2 & 3 Abs. 1 & 2 StGB, Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 3 StGB, mehrfache Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB sowie mehrfacher Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB
Y.: gewerbs- und bandenmässiger Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 2 & 3 Abs. 1 & 2 StGB, mehrfache Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB sowie mehrfacher Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB
In der Zeit vom 1. Mai 2009 bis zum 28. August 2009 beging X. teils zusammen mit einem gewissen B. (Personalien unbekannt) sowie teils mit A. in Ort 5, Ort 6 und Ort 7 drei Einbruchdiebstähle in Bekleidungs- und Sportgeschäfte. Im Zeitraum vom 4. August 2009 bis zum 23. April 2010 verübten sodann X., Y. sowie Z. in teilweise unterschiedlicher Zusammensetzung und vereinzelt auch mit anderen Drittpersonen in den Kantonen Bern, Graubünden, Solothurn und Thurgau mehrere Einbruchsdiebstähle vorwiegend in Sport- und Bekleidungsgeschäfte. Sie drangen jeweils gewaltsam in die Einbruchsobjekte ein, wobei je nach gegenseitiger Absprache eine Person in der Nähe des Tatortes Schmiere stand. Das bei den Einbrüchen erbeutete Deliktsgut wurde in der Regel entweder gesamthaft oder durch die einzelnen Täter nach Land 1 gebracht, wo sie es veräusserten. Das Deliktsgut oder der aus dem Verkauf von Deliktsgut erzielte Erlös wurde unter alle Beteiligten gleichmässig aufgeteilt. Die Beschuldigten verwendeten den Deliktserlös zur Bestreitung des Lebensunterhaltes für sich und ihre Familien. Bei allen Einbrüchen stellten die Geschädigten einen Strafantrag wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs.
Die drei Beschuldigten begingen auf diese Weise folgende Delikte:
Y.:
9 Einbruchdiebstähle im Gesamtdeliktsbetrag von ca. CHF 797‘011.60, 9 Sachbeschädigungen im Gesamtbetrag von ca. CHF 17‘471.20 sowie 9 Hausfriedensbrüche.
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X.:
13 Einbruchdiebstähle im Deliktsbetrag von total ca. 2‘088‘369.40 sowie ein Diebstahlsversuch, 14 Sachbeschädigungen im Betrag von insgesamt CHF 30‘334.20 sowie 13 Hausfriedensbrüche.
Z.:
10 Einbruchdiebstähle mit einem Deliktsbetrag von total ca. 1‘283‘506.40 sowie ein Diebstahlsversuch, 10 Sachbeschädigungen im Betrag von CHF 28‘334.20 und 10 Hausfriedensbrüche.
Gegen weitere Beteiligte werden separate Verfahren geführt.
Im Einzelnen werden Y., X. sowie Z. folgende Delikte zur Last gelegt:
1. Ort: Ort 5, Boutique Zeit: 1./2.5.2009 Täter X. und A. Geschädigte: Geschädigte 1 Deliktsgut: Kleider Deliktsbetrag: CHF 124‘635.70 Sachschaden: CHF 1‘000.00 (Fenster und Eingangstüre
aufgebrochen) Strafantrag: Gestellt am 18.5.2009 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Ja (Schadenersatz im Betrag von CHF 230‘000.00 und
Genugtuung im Betrag von CHF 50‘000.00) Akten: 1/1.27, 5/30.1, 5/34, 8/59.14 (S. 2)
2. Ort: Ort 6, Kleidergeschäft Zeit: 6./7.5.2009 Täter X. und A. Geschädigte: Geschädigte 2, Deliktsgut: Kleider, 1 PC, 1 Natel Deliktsbetrag: CHF 674‘262.10 Sachschaden: ca. CHF 1‘000.00 (Lamellenstoren, Fenster samt
Rahmen beschädigt) Strafantrag: Gestellt am 7.5.2009 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Akten: 5/30.1, 5/30.3, 5/35, 8/59.14 (S. 2)
3. Ort: Ort 7, Sportgeschäft Zeit: 27./28.7.2009 Täter X., B. Geschädigte: Geschädigte 3 Deliktsgut: Kleider, Sportartikel Deliktsbetrag: CHF 18‘867.25 Sachschaden: ca. CHF 1‘500.00 Strafantrag: Gestellt am 28.7.2009 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Akten: 5/30.1, 5/30.2, 6/36, 8/59 (S. 2)
4. Ort: Ort 8, Optikergeschäft Zeit: 2. – 4.8.2009 Täter X., Y., Z., B.
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Geschädigte: Geschädigte 4 Deliktsgut: Brillen Deliktsbetrag: CHF 48‘361.20 Sachschaden: ca. CHF 5‘500.00 Strafantrag: Gestellt am 4.8.2009 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Akten: 5/30.5, 6.37/, 8/58.14 (S. 2), 8/59.14 (S. 2f.). 8/60.14 (S.
2f.)
5. Ort: Ort, Optikergeschäft Zeit: 4./5.8.2009 Täter Y., X., Z. Geschädigte: Geschädigte 5 Deliktsgut: Brillen, Feldstecher Deliktsbetrag: CHF 157‘037.70 Sachschaden: ca. Fr. 1‘000.00 (Türe aufgewuchtet) Strafantrag: Gestellt am 11.8.2009 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Akten: 1/1.38, 6/38, 8/58.14 (S. 2), 8/59.14 (S. 3), 8.60.14 (S.
3)
6. [Betrifft nur Y.]
7. [Betrifft nur Y.]
8. [Betrifft nur Y., C. und D.]
9. Ort: Ort 10, Kiosk Zeit: 10./11.11.2009 Täter X., Z. Geschädigte: Geschädigte 6 Deliktsgut: Zigaretten Deliktsbetrag: CHF 37‘717.20 Sachschaden: Ca. CHF 2‘500.00 (Rolltor und Schlösser beschädigt) Strafantrag: Gestellt am 16.11.2009 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Bemerkungen: Das Deliktsgut wurde durch eine Drittperson veräussert.
X. und Z. erhielten vom Erlös je CHF 2‘500.00. Akten: 6/44, 8/59.14 (S. 3), 8/60.14 (S. 3f.)
10. [Betrifft nur Y. und Z.]
11. Ort: Ort 9, Sportgeschäft Zeit: 19./20.11.2009 Täter Y., X., Z. Geschädigte: Geschädigte 7 Deliktsgut: Sportbekleidung Deliktsbetrag: CHF 75‘147.20 Sachschaden: ca. CHF 500.00 (Lüftungsgitter und Fenster beschädigt) Strafantrag: Gestellt am 3.12.2009 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Akten: 6/47, 8/58.14 (S. 4), 8/59.14 (S. 3f.), 8/60.14 (S. 4f.)
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12. Ort: Ort 11, Boutique Zeit: 23.11.2009 Täter Y., X., Z. Geschädigte: Geschädigte 8 Deliktsgut: Bekleidung Deliktsbetrag: ca. CHF 56‘800.00 Sachschaden: ca. CHF 500.00 Strafantrag: Gestellt am 23.11.2009 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Akten: 6/48, 8/58.14 (S. 4), 8/59.14 (S. 4), 8/60.14 (S. 5)
13. Ort: Ort 11, Herrenmodegeschäft Zeit: 14./15.1.2010 Täter X., Z., E. Geschädigte: Geschädigte 9 Deliktsgut: Kleider, Schuhe, Bargeld im Betrag von CHF 1‘470.00 Deliktsbetrag: CHF 124‘705.90 Sachschaden: ca. CHF 1‘000.00 (2 Türrahmen beschädigt) Strafantrag: Gestellt am 15.1.2010 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Bemerkungen: X. und Z. drangen gewaltsam in das Einbruchsobjekt,
während E. Schmiere stand. Das Deliktsgut wurde von E. nach Land 1 gebracht und dort verkauft. Vom Verkaufserlös erhielten X. und Z. je Euro 1‘500.00.
Akten: 7/49, 8/59.14 (S. 4), 8/60.14 (S. 5)
14. Ort: Ort 10, Kiosk Zeit: 18.1.2010 Täter X., Z., E. Geschädigte: Geschädigte 6 Deliktsgut: Keines Sachschaden: ca. CHF 500.00 (Schliessvorrichtung von Metallstoren
aufgesägt) Strafantrag: Gestellt am 18.1.2010 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Bemerkungen: Die Täter wurden nach dem Öffnen des Rollladens
durch ein nahendes Auto gestört und ergriffen die Flucht, ohne Beute gemacht zu haben. X. und Z. versuchten, gewaltsam in das Einbruchsobjekt einzudringen, während E. Schmiere stand.
Akten: 7/50, 8/59.14 (S. 4f.), 8/60.14 (S. 5f.)
15. Ort: Ort, Personenwagen Zeit: 22.1.2010 Täter X. Geschädigte: Geschädigter 10 Deliktsgut: 1 Autoradio Deliktsbetrag: CHF 200.00 Sachschaden: ca. CHF 500.00 (Türe und Zündschloss beschädigt) Strafantrag: Gestellt wegen Diebstahl und Sachbeschädigung Zivilklage: Nein
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Bemerkungen: X. brach mit einem „Polenschlüssel“ einen Personenwagen auf und entwendete daraus einen Autoradio, welchen er E. aushändigte.
Akten: 7/51, 8/59.14 (S. 5)
16. Ort: Ort 12, Sport- und Modegeschäft Zeit: 25./26.2.2010 Täter X., Z., F., G. Geschädigte: Geschädigte 11 Deliktsgut: Bekleidung Deliktsbetrag: CHF 402‘118.00 Sachschaden: Ca. CHF 10‘500.00 (2 Türen beschädigt) Strafantrag: Gestellt am 26.2.2010 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Bemerkungen: X. und Z. standen bei diesem Einbruch Schmiere und
halfen beim Abtransport des Deliktsgutes. Akten: 7/53, 8/59.13 (S. 2f.), 8/59.14 (S. 5), 8/60.14 (S. 6)
17. Ort: Ort, Apotheke Zeit: 2./3.3.2010 Täter X., Z., F., G. Geschädigte: Geschädigte 12 Deliktsgut: Kosmetik- und Hygieneartikel Deliktsbetrag: CHF 144‘200.55 Sachschaden: Unbestimmt (2 Türen beschädigt) Strafantrag: Gestellt am 3.3.2010 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Nein Bemerkungen: Z. stand bei diesem Einbruch Schmiere. Die übrigen
Täter drangen in das Einbruchsobjekt ein. Z. half danach den Mitttätern beim Abtransport der Ware. Die Täter verwendeten dazu drei Fahrzeuge. Das Deliktsgut wurde durch G. nach Land 1 gebracht und dort verkauft.
Akten: 07/55, 8/59.14 (S. 5), 8/60.14 (S. 7)
18. Ort: Ort 16, Outlet-Verkaufsgeschäft Zeit: 23.4.2010 Täter Y., X., Z., H. Geschädigte: Geschädigte 13 Deliktsgut: Herrenbekleidung Deliktsbetrag: CHF 164‘316.70 Sachschaden: CHF 4‘334.20 (Öffnung bei Lüftungsschacht und
Isolation der Lüftung beschädigt) Strafantrag: Gestellt am 24.4.2010 wegen Sachbeschädigung und
Hausfriedensbruchs Zivilklage: Ja (Schadenersatz im Betrag von CHF 4‘334.20) Akten: 1/1.30, 7/57, 8/58.14 (S. 4f.), 8/59.14 (S. 6), 8/60.14 (S.
7), 8/61.7
B.1 [Betrifft nur Y.]
B.2 [Betrifft nur Y.]
C. X. und Z.: mehrfache Entwendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch gemäss Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG
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In der Zeit vom 10. November 2009 bis zum 23. April 2010 entwendeten X. und Z. an verschiedenen Orten gemeinsam drei Motorfahrzeuge und X. zusätzlich als Alleintäter ein weiteres Fahrzeug. Die Fahrzeuge öffneten sie mittels eines Polenschlüssels und verwendeten diese lediglich für den Abtransport von Deliktsgut nach von ihnen verübten Einbrüchen.
Im Einzelnen begingen sie folgende Delikte:
1. Ort: _ Zeit: 10./11.11.2009 Täter X. und Y. [recte: Z.] Fahrzeug: PW Audi 80, Kontrollschild unbekannt Bemerkungen: Das Fahrzeug wurde durch X. mittels des
Polenschlüssels geöffnet und in Betrieb gesetzt. Danach fuhren er und Z. mit dem Wagen nach Ort 10, wo sie in einen Kiosk einbrachen. Das Deliktsgut wurde mit dem entwendeten Personenwagen abtransportiert. Danach liess Z. das Fahrzeug am gleichen Ort zurück, wo sie es entwendet hatten.
Akten: 6/44.2, 6/44.7 (S. 2), 6/44.8 (S. 2), 8/59.14 (S. 6), 8/60.14 (S. 7f.)
2. Ort: _ Zeit: 14./15.1.2010 Täter X. und Z. Fahrzeug: Lieferwagen VW T4 Geschädigter: Geschädigter 14 Zivilklage: Nein Bemerkungen: X. und Z. entwendeten das Fahrzeug, um Deliktsgut von
Ort 11 nach Ort 8 zu transportieren. Danach liessen sie den VW Bus an der _-Strasse in Ort 8 stehen.
Akten: 7/54
3. Ort: _ Zeit: 25./26.2.2010 Täter X. Fahrzeug: VW D T4 Geschädigter: Geschädigter 15 Zivilklage: Ja (Schadenersatz im Betrag von CHF 6‘465.00) Bemerkungen: X. entwendete das Fahrzeug in Ort 18 und verwendete
es ausschliesslich für den Abtransport von Deliktsgut beim Einbruch in das Geschädigte 11 in Ort 12. Das Fahrzeug liess er schliesslich in Ort 13/AG stehen.
Akten: 1/1.34, 7/52, 8/59.10 (S. 3), 8/59.14 (S. 6)
4.. Ort: _ Zeit: 22./23.4.2010 Täter X. und Z. Fahrzeug: PW Audi 80 Geschädigter: Geschädigter 16 Zivilklage: Nein Bemerkungen: X. und Z. entwendeten das Fahrzeug kurz vor Verübung
eines Einbruches ins Outlet Geschäft der Geschädigten 13 in Ort 16. Mit dem Fahrzeug transportierten sie mehrmals Deliktsgut vom Einbruchsobjekt zu einem
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Parkplatz beim Werkhof in Ort 16, wo sie das Deliktsgut in einen Lieferwagen umgeladen haben. Das Fahrzeug liessen sie dort stehen.
Akten: 7/56, 8/59.14 (S. 6f.), 8/60.14 (S. 8)
2. Weitere Angaben
2.1. Angeordnete Zwangsmassnahmen (Art. 326 Abs. 1 lit. b StPO)
Die drei Beschuldigten wurden am 23. April 2010 in Ort 14/LU festgenommen und danach an verschiedenen Orten in Untersuchungshaft gesetzt. X. wurde am 5. November 2010, Z. am 11. November 2010 und Y. am 1. Dezember 2010 von der Untersuchungshaft in den vorzeitigen Strafvollzug versetzt.
2.2 Persönliche Verhältnisse der Beschuldigten
Y.: siehe act. 2/8.25
X.: siehe act. 2/9.15
Z.: siehe act. 2/10.15
2.3 Beschlagnahmte Gegenstände und Vermögenswerte (Art. 326 Abs. 1 lit. c StPO)
Mit Verfügung vom 16. Juni 2011 beschlagnahmte der Staatsanwalt folgende Gegenstände:
a) Bei Z.:
- 1 Herrenjacke Paul & Shark - 1 Herrenpullover Paul & Shark - 1 Herrenshirt Strellson - 1 Kindershirt Milou - 1 Paar Turnschuhe Lacoste
b) Bei Y.:
- 1 Herrenhemd Paul & Shark - 1 Herrensporthose Bogner - 1 Herrensporthose Champian
c) Bei X.:
- 1 Herrenjacke Versace - 1 Shirt Quicksilver - 1 Herrenpullover Hugo Boss - 1 Herrenpullover La Martina - 1 Herrenpullover Brunello Cucinelli - 1 Herrenshirt Russel Athletic - 1 Herrenshirt Calvin Klein - 1 Poloshirt Icepeak - 1 kleine Tasche mit Ersatzknöpfen Monclear
d) Bei allen drei Beschuldigten (ohne spezielle Zuordnung):
- 1 Blechschere - 2 Rollgabelschlüssel - 1 Paar Handschuhe - 1 Sonnenbrille Prada Milano - 1 Sonnenbrille Prada
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- 2 Navigationsgeräte GPS der Marken Mio und Waytee - 1 Flasche Parfum Boss - 1 T-Shirt Calvin Klein - 1 T-Shirt Exterra - 1 Pullover Two Ancel - 1 Pullover John Smedlej - 1 Gilet Kokast - 30 Taschen (2 aus Stoff und 28 aus Plastik) für den Abtransport von Deliktsgut
Die Übermittlung der beschlagnahmten Gegenstände und Vermögenswerte an das Gericht gestützt auf Art. 327 Abs. 2 StPO erfolgt nur auf Ersuchen des Gerichts.
2.4 Entstandene Untersuchungskosten (Art. 326 Abs. 1 lit. d StPO)
Siehe separates Verzeichnis.
2.5 Zivilforderungen
Fünf Geschädigte reichten Zivilforderungen im Gesamtbetrag von CHF 297‘809.20 ein.
Geschädigte Datum Betrag CHF Beschuldigte
Geschädigte 1, Ort 5
04.04.2011 280‘000.00 X.
I., Ort 15 05.04.2011 2‘010.00 Y.
Geschädigte 13, Ort 16
30.03.2011 4‘334.20 Y., X., Z.
Geschädigter 15, Ort 18
06.04.2011 6’465.00 X.
J. AG, Ort 17 22.07.2010 5‘000.00 Y.
F. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur am 24. Oktober 2011 nahmen X. und sein amtlicher Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. Adrian Scarpatetti, teil. Die Staatsanwaltschaft Graubünden war durch Staatsanwalt lic. iur. B. Fitzi vertreten. Ebenso anwesend waren als weitere Mitangeklagte Y. mit seinem amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. Christian Koch, und Z. mit seinem amtlichen Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. iur. Claudio Weingart.
Der Staatsanwalt stellte im Rahmen seines Plädoyers den folgenden Antrag:
„1. [Antrag bezüglich Y..]
2. a) X. sei schuldig zu sprechen
- des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 2 und 3 Abs. 1 und 2 StGB
- der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 3 StGB - der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB - des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB sowie
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- der mehrfachen Entwendung eines Motorfahrzeugs zum Gebrauch gemäss Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG.
b) Dafür sei er zu bestrafen mit einer Freiheitsstrafe von 5 1⁄2 Jahren.
c) Die erstandene Polizei- und Untersuchungshaft von 196 Tagen sei auf die Freiheitsstrafe anzurechnen.
3. [Antrag bezüglich Z..]
4. Die bei den drei Angeklagten sichergestellten Gegenstände und Vermögenswerte seien gestützt auf Art. 69 Abs. 1 und 70 Abs. 1 StGB gerichtlich einzuziehen.
5. Kostenfolge sei die gesetzliche.“
Der amtliche Verteidiger beantragte in seinem Plädoyer was folgt:
„1. X. sei wegen gewerbs- und bandenmässigem Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 2 und 3 StGB, wegen mehrfacher Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, wegen mehrfachem Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB sowie wegen mehrfacher Entwendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch gemäss Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG schuldig zu sprechen.
2. X. sei hierfür zu einer Freiheitsstrafe von 36 Monaten, unter bedingtem Aufschub einer Teilstrafe von 18 Monaten bei einer Probezeit von 4 Jahren zu verurteilen.
Die Untersuchungshaft sei anzurechnen.
3. Alles unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.“
G. Mit Urteil vom 24. Oktober 2011, gleichentags mündlich eröffnet, im Dispositiv mitgeteilt am 25. Oktober 2011, schriftlich begründet mitgeteilt am 12. Dezember 2011, erkannte das Bezirksgericht Plessur, Erstinstanzliches Strafgericht, wie folgt:
„1. [Schuld- und Strafspruch bezüglich Y..]
2. a) X. ist schuldig:
- des gewerbs- und bandenmässigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 2 und 3 Abs. 1 und 2 StGB,
- der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB,
- des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB sowie
- der mehrfachen Entwendung eines Motorfahrzeuges zum Gebrauch gemäss Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG.
b) Dafür wird X. mit einer Freiheitsstrafe von 4 Jahren bestraft. Daran ist die erstandene Polizei- und Untersuchungshaft von 196 Tagen anzurechnen.
3. [Schuld- und Strafspruch bezüglich Z..]
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4. Die gemäss Beschlagnahmebefehl vom 16. Juni 2011 sichergestellten Gegenstände und Vermögenswerte werden gestützt auf Art. 69 und 70 StGB gerichtlich eingezogen. Die nach Art. 69 eingezogenen  sind zu vernichten, soweit sie nicht verwertet werden können.
5. a) Die Zivilklage der Geschädigte 1 gegen X. wird auf den Zivilweg verwiesen.
b) [Zivilklage von I., Ort 15, gegen Y..]
c) Die Zivilklage der Geschädigte 13 gegen Y., X. und Z., wird im Umfang von CHF 4‘334.20 gutgeheissen. Y., X. und Z. werden solidarisch verpflichtet, der Geschädigte 13 CHF 4‘334.20 zu bezahlen.
d) Die Zivilklage von Geschädigter 15 gegen X., wird auf den Zivilweg verwiesen.
e) [Zivilklage der J. AG gegen Y..]
6. a) Die Gerichtsgebühren von total CHF 15‘000.00, gehen je zu einem Drittel zu Lasten von Y., X. und Z..
b) Die Auslagen der Übersetzung von CHF 360.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten von X. und Z..
c) Die Höhe der Entschädigungen der amtlichen Verteidigungen wird am Ende des Verfahrens in einem separaten Entscheid festgelegt. Sie gehen – unter dem Vorbehalt der Rückerstattungspflicht der beschuldigten Person gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und werden aus der Gerichtskasse bezahlt.
d) [Untersuchungs- und Gerichtsgebühren bezüglich Y..]
e) X.:
Die hinsichtlich X. entstandenen Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 8‘360.00 sowie die Kosten gemäss Art. 47 StPO von CHF 3‘688.05 gehen zu seinen Lasten.
Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft von CHF 2‘335.00 sowie jene des Strafvollzugs gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. X. hat sich daran nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.
X. schuldet dem Bezirksgericht Plessur folglich:
Gerichtsgebühren CHF 5‘000.00 1⁄2 Kosten Übersetzer CHF 180.00 Untersuchungskosten CHF 8‘360.00 Kosten gemäss Art. 47 StPO CHF 3‘688.05
Total CHF 17‘228.05
In Rechtskraft erwachsene Kosten sind innert 30 Tagen nach der Zustellung des Entscheids mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
f) Z.:
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Die hinsichtlich Z. entstandenen Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 8‘793.35 sowie die Kosten gemäss Art. 47 StPO von CHF 5‘246.95 gehen zu seinen Lasten.
Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft von CHF 397.00 sowie jene des Strafvollzugs gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. X. [recte: Z.] hat sich daran nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.
X. [recte: Z.] schuldet dem Bezirksgericht Plessur folglich:
Gerichtsgebühren CHF 5‘000.00 1⁄2 Kosten Übersetzer CHF 180.00 Untersuchungskosten CHF 8‘793.35 Kosten gemäss Art. 47 StPO CHF 5‘246.95
Total CHF 19‘220.30
In Rechtskraft erwachsene Kosten sind innert 30 Tagen nach der Zustellung des Entscheids mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.

## Considerations