# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 689a65ed-b93b-4fa2-8a23-27e7c833f98c
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y. erwarb den Führerausweis für Personenwagen im Jahr 1982. Der
Führerausweis wurde ihm im Jahr 2001 wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand für
zwei Monate und im Jahr 2004 wegen grober Verkehrsregelverletzung und Vereitelung
der Blutprobe für elf Monate entzogen. Am 29. April 2004 lenkte X.Y. in Gossau ein
Fahrzeug unter Kokaineinwirkung, überschritt dabei die Geschwindigkeit massiv und
verursachte einen Verkehrsunfall. Der Führerausweis wurde ihm in der Folge für
achtzehn Monate entzogen. Die Wiedererteilung des Führerausweises wurde am 13.
Juni 2007 mit der Auflage einer kontrollierten Alkohol- und Drogenabstinenz
verbunden.
Am 16. September 2007 lenkte X.Y. erneut einen Personenwagen unter Alkoholeinfluss
(Atemalkoholkonzentration mindestens 0,62 Gew.-‰). Das Strassenverkehrsamt
ordnete in der Folge mit Verfügung vom 24. Januar 2008 einen Warnungsentzug für die
Dauer eines Monats an.
Am 23. Juni und 1. Juli 2008 mahnte das Strassenverkehrsamt X.Y. zur Abgabe der
Unterlagen über die Abstinenzkontrollen. Am 19. Januar und am 20. Februar 2009
wurde erneut der Arztbericht angemahnt. Der Arzt hielt in seinem Bericht vom
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25. Februar 2009 fest, X.Y. habe das Aufgebot oft um einen bis eineinhalb Tage
verschoben. Im August 2008 sei das CDT einmal stark erhöht gewesen. Das Creatinin
sei häufig sehr tief.
Am 4. März 2009 bot das Strassenverkehrsamt X.Y. zu einer verkehrsmedizinischen
Besprechung inkl. Laborkontrolle und Haaranalyse beim Institut für Rechtsmedizin des
Kantonsspitals St. Gallen (IRM) auf. Am 15. April 2009 wurde eine
verkehrsmedizinische Begutachtung durchgeführt. Im Bericht des IRM vom 23. Juni
2009 wurde abschliessend festgehalten, dass vorderhand die Fahreignung befürwortet
werden könne, dies aber nur mit einer Fortsetzung der Alkohol- und
Drogenabstinenzauflage, wobei aufgrund des bisherigen Verlaufs zweimonatliche
Urinkontrollen und sechsmonatliche Haaranalysen durchzuführen seien.
Am 30. Juni 2009 gewährte das Strassenverkehrsamt X.Y. das rechtliche Gehör
hinsichtlich der Anpassung der Auflagen. Es lud das IRM in der Folge ein, zu den
Einwendungen von X.Y. Stellung zu nehmen.
Mit Verfügung vom 22. Oktober 2009 versah das Strassenverkehrsamt den
Führerausweis von X.Y. mit folgenden Auflagen:
"1. Der Führerausweis wird mit folgenden Auflagen versehen:–
a) Einhalten einer ärztlich kontrollierten Alkohol- und Drogenabstinenz mit
Durchführung monatlicher Urinkontrollen auf Cannabis sowie CDT-Blutkontrollen
alle 2 Monate.
–
b) Alle 6 Monate sind Haaranalysen auf Drogen und Alkohol durchzuführen, wozu
eine Kopfbehaarung von mind. 5 cm erforderlich ist. Alternativ wären auch
Haaranalaysen alle 3 Monate möglich (Kopfhaare mind. 3 cm).
–
c) Sie haben uns alle 3 Monate die Berichte Ihrer betreuenden Stelle einzureichen,
aus welchem der Verlauf der kontrollierten Abstinenz hervorgeht. Der Bericht des
behandelnden Arztes ist seit Ende September 2009 fällig!
–
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B./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 6. November 2009 erhob X.Y. gegen die
Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 22. Oktober 2009 Rekurs. In der
Rekursergänzung vom 15. Dezember 2009 liess X.Y. beantragen, die Verfügung vom
22. Oktober 2009 sei aufzuheben und auf Auflagen sei gänzlich zu verzichten,
eventualiter sei auf die Auflage der Haaranalysen zu verzichten und die entsprechende
Auflage aufzuheben, ausserdem sei dem Rekurs durch die Rekursinstanz
aufschiebende Wirkung betreffend Abgabe von Haarproben und Durchführung von
Haaranalysen zu erteilen.
Am 24. Dezember 2009 verfügte der Abteilungspräsident der
Verwaltungsrekurskommission, dem Rekurs werde die aufschiebende Wirkung nicht
erteilt. Eine vom Betroffenen gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wurde vom
Verwaltungsgerichtspräsidenten mit Entscheid vom 24. Februar 2010 abgewiesen.
Die Verwaltungsrekurskommission entschied am 19. August 2010 über die Streitsache.
Sie erwog, die Auflagen zur Kontrolle der Alkohol- und Drogenabstinenz seien
verhältnismässig. Auch wenn nie ein Sicherungsentzug verfügt worden sei, lägen zwei
Gutachten aus den Jahren 2004 und 2006 vor, wonach X.Y. damals als ungeeignet
zum Fahren eingestuft worden sei. Mit Verfügung des Strassenverkehrsamts vom
13. Juni 2007 sei der Führerausweis wieder ausgehändigt und die Auflage einer
d) Die mit der Kontrolle betraute Stelle hat uns unverzüglich Mitteilung zu
machen, wenn die Auflagen nicht (mehr) eingehalten werden oder Ihre Fahreignung
nicht mehr gegeben ist.
–
e) Diese Auflagen haben auf unbestimmte Zeit Gültigkeit und bleiben mit Code
101 in Ihrem Führerausweis eingetragen. Eine Lockerung oder Aufhebung der
Auflagen kann frühestens in zwölf Monaten auf ein schriftliches und gut begründetes
Gesuch hin sowie nach einer negativen Haaranalyse geprüft werden.
–
f) Bei Missachten der Auflagen haben Sie in Anwendung von Art. 16 Abs. 1 SVG
mit dem Entzug des Führerausweises - allenfalls auf unbestimmte Zeit - zu
rechnen."
–
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Drogen- und Alkoholabstinenz auf unbestimmte Zeit verfügt worden. Dennoch habe
X.Y. am 16. September 2007 ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss gelenkt. Aufgrund von
Arztberichten in den Jahren 2008 und 2009 habe das Strassenverkehrsamt Zweifel an
der Einhaltung der Auflagen gehegt und eine verkehrsmedizinische Untersuchung
angeordnet. Aufgrund des Gutachtens vom 23. Juni 2009 sei die Einhaltung der
Alkohol- bzw. Drogenabstinenz über einen längeren Zeitraum nicht rechtsgenüglich
nachgewiesen. Es seien zwei erhöhte Leberwerte dokumentiert, und der Rekurrent
habe Termine zur Urinprobe nicht vorschriftsgemäss wahrgenommen, und die
Urinproben ergäben aufgrund der hohen Verdünnung keine aussagekräftigen
Resultate. Daran vermöchten auch die bis heute offenbar unauffälligen Laborwerte
nichts zu ändern. Daher habe das Strassenverkehrsamt zu Recht angenommen, die
Suchtproblematik sei nicht vollständig überwunden, und die Fahreignung nur unter
entsprechenden Auflagen befürwortet. Inhaltlich seien die Auflagen, insbesondere die
Abstinenzkontrolle mittels Haaranalyse, nicht zu beanstanden.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 6. September 2010 erhob X.Y.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht. In der Beschwerdeergänzung vom
17. November 2010 beantragte er, der Rekursentscheid vom 19. August 2010 sei
aufzuheben, die Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 22. Oktober 2009 sei
aufzuheben und auf Auflagen für den Führerausweis sei gänzlich zu verzichten,
eventualiter sei auf die Auflage zur Durchführung von Haaranalysen zu verzichten und
deshalb die Verfügung des Strassenverkehrsamts in Ziff. 1 lit. b und e aufzuheben,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Der Beschwerdeführer macht im wesentlichen
geltend, er unterziehe sich seit 2005 einer kontrollierten Alkoholabstinenz und bereits
seit 2004 einer kontrollierten Drogenabstinenz. Auch befinde er sich in einer Therapie.
In dieser ganzen Zeit habe er unbestrittenermassen drogenfrei gelebt. Ein einziges
Alkoholereignis habe sich seither ereignet. Dieses liege bereits rund drei Jahre zurück.
Die Auflage der Haaranalyse sei nicht nur unnötig, sondern sogar kontraproduktiv.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 23. November 2010 unter

## Considerations

Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der
Beschwerde.
Das Strassenverkehrsamt verzichtete auf eine Vernehmlassung.
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Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (BGE 1C_346/2009
vom 6. November 2009). Der Beschwerdeführer ist grundsätzlich zur Ergreifung des
Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeeingabe vom 6. September 2010 sowie deren Ergänzung vom 17.
November 2010 wurden rechtzeitig eingereicht und entsprechen formal und inhaltlich
den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Streitig ist im vorliegenden Fall die Auflage, die mit der Erteilung des
Führerausweises nach Ablauf des Warnungsentzugs wegen Fahrens in angetrunkenem
Zustand verbunden und mit der Verfügung vom 22. Oktober 2009 geändert wurde. Die
Anordnung von Auflagen ist im Gesetz nicht explizit vorgesehen. Die Gesetzgebung
unterscheidet zwischen Warnungs- und Sicherungsentzügen. Der Warnungsentzug
bezweckt, den Fahrzeuglenker, der schuldhaft Verkehrsregeln verletzt hat, zu mehr
Sorgfalt und Verantwortung zu erziehen und ihn dadurch von weiteren Verkehrsdelikten
abzuhalten. Demgegenüber dient der Sicherungsentzug dazu, den Verkehr von
Fahrzeuglenkern freizuhalten, die aus medizinischen oder charakterlichen Gründen,
wegen Trunksucht oder anderer Süchte oder wegen einer anderen Unfähigkeit zum
Führen eines Motorfahrzeugs nicht geeignet sind. Aus besonderen Gründen können
Führerausweise befristet, beschränkt oder mit Auflagen verbunden werden. Dies ist
nicht nur bei der Ausweiserteilung, sondern auch in einem späteren Zeitpunkt möglich.
Dass ein Fahrzeuglenker zum Alkoholmissbrauch neigt, stellt einen besonderen Grund
dar, der Auflagen rechtfertigt. Im Rahmen der Verhältnismässigkeit ist es stets zulässig,
den Führerausweis mit Auflagen zu versehen, welche die Fahreignung des Lenkers
sicherstellen. Es ist lediglich unzulässig, einen Warnungsentzug auszusprechen und die
ordentliche Wiedererteilung von Bedingungen abhängig zu machen (BGE 131 II 248 mit
zahlreichen Hinweisen). Die Wiedererteilung eines Führerausweises unter Auflagen wird
von der bundesgerichtlichen Praxis im Grundsatz als zulässig erachtet (vgl. statt vieler
BGE 1C_342/2009 vom 23. März 2010). Die Rechtsgrundlage für die Anordnung einer
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Auflage ist darin zu erblicken, dass bei fehlender Eignung als Motorfahrzeuglenker der
Ausweis nicht erteilt werden darf bzw. entzogen werden muss (Art. 16d des
Strassenverkehrsgesetzes, SR 741.01, abgekürzt SVG). Die Voraussetzungen für die
Anordnung von Auflagen werden in der Beschwerde nicht bestritten oder in Frage
gestellt. Angefochten ist einzig die Verhältnismässigkeit der Massnahmen.
2.1. Der Beschwerdeführer bringt wie erwähnt vor, er unterziehe sich seit 2004/2005
einer kontrollierten Abstinenz. In dieser gesamten Zeit habe er unbestrittenermassen
drogenfrei gelebt. Ein einziges Alkoholereignis habe sich seither ereignet. Es sei unter
umstrittenen Verhältnissen im Zusammenhang mit dem Strafvollzug gestanden. Dieses
einzige Ereignis liege aber auch bereits über drei Jahre zurück. Die unbelegten
Spekulationen des Instituts für Rechtsmedizin, ein (einmalig) erhöhter Leberwert im
August 2008 sowie angeblich "verwässerte" Urinproben liessen auf einen erhöhten
Alkoholkonsum schliessen, seien absolut unangebracht. Die in jeder Hinsicht
unauffällig ausgefallenen Haaranalysen vom 29. April und 4. Mai 2009 sowie vom Mai
2010 würden belegen, dass er sich an die Alkohol- und Drogenabstinenz halte. In der
Verfügung des Strassenverkehrsamts sei ausdrücklich festgehalten, dass nach zwölf
Monaten sowie nach einer negativen Haaranalayse die Aufhebung der Auflagen in
Frage komme. Beide Erfordernisse seien zwischenzeitlich erfüllt worden. Auch die den
Beschwerdeführer behandelnden Ärzte hielten eine Weiterführung der Auflagen als
unnötig bzw. sogar kontraproduktiv. Die andauernden medizinischen Untersuchungen
seien nicht nur sehr teuer, sondern würden auch einen erheblichen Eingriff in die
Persönlichkeit bedeuten, insbesondere wenn der Beschwerdeführer die Haare nicht
mehr so lange bzw. kurz tragen könne, wie er wolle. Das Strassenverkehrsamt habe die
Auflagen mit der angefochtenen Verfügung vom 22. Oktober 2009 durch die
Anordnung von Haaranalysen, welche durchwegs negativ, d.h. zugunsten des
Beschwerdeführers ausgefallen seien, noch erheblich verschärft.
2.2. Wie die Vorinstanz zutreffend festhielt, ist das automobilistische Vorleben des
Beschwerdeführers stark belastet. Im März 2001 fuhr er mit einer
Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,53 Gew.-‰. Nach einem Selbstunfall im
April 2002 wurde er unter anderem wegen Vereitelung der Blutprobe schuldig
gesprochen, und es wurde ein Ausweisentzug von elf Monaten angeordnet. Im April
2004 lenkte er sein Auto unter Kokaineinfluss und verursachte einen Unfall. Zwei
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Gutachten des IRM aus den Jahren 2004 und 2006 stuften den Beschwerdeführer als
ungeeignet als Motorfahrzeuglenker ein. Am 13. Juni 2007 wurde der Führerausweis
dem Beschwerdeführer wieder ausgehändigt und die entsprechenden
Abstinenzauflagen auf unbestimmte Zeit verfügt. Trotz dieser Auflagen lenkte der
Beschwerdeführer nur rund drei Monate später ein Fahrzeug unter Alkoholeinfluss.
Damit wird die geltend gemachte kontrollierte Abstinenz von fünf bzw. sechs Jahren
erheblich relativiert. Dem Beschwerdeführer kann nicht zugute gehalten werden, seit
fünf bzw. sechs Jahren abstinent gewesen zu sein. Vielmehr unterstand er einer
entsprechenden Auflage und missachtete diese erwiesenermassen. Ob der erhöhte
Leberwert im August 2008 auf eine chronische Dickdarmentzündung zurückzuführen
ist, wie der Beschwerdeführer behauptet, lässt sich aufgrund der vorliegenden Akten
nicht feststellen. Der Beschwerdeführer hat nachzuweisen, dass er die Auflage der
Abstinenz einhält. Wenn objektive Merkmale vorliegen, die auf ein Missachten der
Abstinenz hinweisen, so obliegt es daher dem Beschwerdeführer, die Gründe für die
abweichenden Werte zu belegen. Es verhält sich nicht so, dass das
Strassenverkehrsamt den Nachweis erbringen muss, dass der Beschwerdeführer die
Auflagen missachtet hat. Es liegt am Beschwerdeführer, die Abstinenzverpflichtung
einzuhalten und Tatsachen, die gegen das Einhalten der Abstinenz sprechen, zu
entkräften. Allein mit dem Hinweis auf eine chronische Dickdarmentzündung lässt sich
der erhöhte Leberwert im August 2008 nicht als belanglos qualifizieren. Ebenso deuten
die mangelhaften Urinproben darauf hin, dass die Abstinenz nicht hinreichend
zuverlässig kontrolliert werden konnte. Ob die Erklärung des Beschwerdeführers über
die Gründe der vom Mediziner beanstandeten Urinproben zutreffend sind, kann offen
bleiben. Auffallend ist auch, dass der Beschwerdeführer die Urinkontrollen mehrmals
um bis zu eineinhalb Tage verschob, was ihre Beweiskraft beeinträchtigt, denn für den
Nachweis der Abstinenz ist es von erheblicher Bedeutung, dass die Betroffenen
kurzfristig zu solchen Proben aufgeboten werden und sie unvorbereitet abgeben. Das
Gutachten des IRM begründet jedenfalls schlüssig, dass die Fahreignung nur bei
Aufrechterhaltung der Abstinenzauflage bejaht werden kann. Zusätzlich empfahl der
Gutachter, alle sechs Monate eine Haaranalyse durchzuführen, was vom
Strassenverkehrsamt in der Folge als Auflage angeordnet wurde. Aufgrund der
begründeten Zweifel des Gutachters an der Zuverlässigkeit der Kontrollergebnisse ist
die Auflage der Haaranalyse gerechtfertigt.
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Der Beschwerdeführer macht geltend, das Erfordernis der Einhaltung einer Abstinenz
von zwölf Monaten und einer negativen Haaranalyse sei zwischenzeitlich erfüllt. Fest
steht, dass die Verfügung des Strassenverkehrsamts vom 22. Oktober 2009 datiert.
Der dagegen erhobene Rekurs hatte keine aufschiebende Wirkung (vgl. Entscheid des
Verwaltungsgerichtspräsidenten B 2010/3 vom 24. Februar 2010). Am 30. Oktober
2009 wurde eine Urin- und Blutuntersuchung vorgenommen, die unauffällige Resultate
ergab. Am 7. Juni 2010 wurde eine Haaranalyse erstellt, die ebenfalls unauffällig
ausfiel. Im Bericht hält der Gutachter fest, die Haaranalysen müssten in
sechsmonatigen Abständen erfolgen, um einen lückenlosen Abstinenznachweis zu
gewährleisten. Die letzte Haarprobenentnahme habe im April 2009 stattgefunden, so
dass die nächste Kontrolle im Oktober 2009 hätte erfolgen müssen. Demnach liege
kein lückenloser Abstinenznachweis vor. Dies widerlegt die Behauptung in der
Beschwerde, die vom Strassenverkehrsamt in der Verfügung vom 22. Oktober 2009
angeordneten Auflagen seien erfüllt. Die Erfüllung der Auflagen ist vielmehr lückenhaft.
Insbesondere wurden die Haarproben nicht in den Intervallen gemäss Auflage
durchgeführt. Diese Haaranalysen sind, wie die Vorinstanz unter Hinweis auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 1C_342/2009 vom 23. März 2010) zu Recht
festhält, zuverlässige Indikatoren für die Einhaltung einer Abstinenzverpflichtung. Wohl
ist mit den Haaruntersuchungen ein gewisser Eingriff in die körperliche Unversehrtheit
verbunden. Allerdings legt der Beschwerdeführer nicht konkret dar, inwiefern eine
mittellange Haartracht, welche eine genügend lange Haarprobe ermöglicht, einen
schwerwiegenden Eingriff darstellt. Wenn der Beschwerdeführer aus ästhetischen
Gründen einen Kurzhaarschnitt bevorzugt, so muss er sich entgegenhalten lassen,
dass die Untersuchung von genügend langen Kopfhaaren zuverlässige Ergebnisse
liefern kann, welche die Einhaltung der Abstinenzverpflichtung untermauern können.
Wenn der Beschwerdeführer durch seine Haartracht die Untersuchung von Kopfhaar
verunmöglicht, steigt der Unsicherheitsfaktor der Haarproben an. Unter diesen
Umständen ist es nachvollziehbar, dass das Strassenverkehrsamt häufigere Kontrollen
verlangt. Auch legt der Beschwerdeführer nicht näher dar, inwiefern die Abklärungen
bzw. Haaranalysen für ihn eine grosse finanzielle Härte bedeuten. Dass diese
Untersuchungen mit erheblichen Kosten verbunden sind, wie der Beschwerdeführer
festhält, steht ausser Frage. Allerdings liegt es ausschliesslich im privaten Interesse des
Beschwerdeführers, dass er den Führerausweis ohne Auflagen wieder erlangen kann.
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Wenn sich überdies der Beschwerdeführer gegenüber den behandelnden bzw.
kontrollierenden Ärzten aufgebracht bzw. negativ über die angeordneten Massnahmen
äussert, berechtigt dies zur Frage, ob ihm die Einsicht in die Zweckmässigkeit der
streitigen Massnahmen abgeht oder nicht. Aufgrund seines bisherigen Verhaltens ist es
jedenfalls nicht zu beanstanden, dass das Strassenverkehrsamt bzw. die Vorinstanz
auf einer strengen und lückenlosen Einhaltung der Abstinenzverpflichtung sowie auf
geeigneten Kontrollmassnahmen beharren. Der Beschwerdeführer hat die Möglichkeit,
durch eine konsequente Einhaltung der Drogen- und Alkoholabstinenz die
Voraussetzungen für eine Aufhebung der Auflage zu schaffen. Er hat sowohl
hinsichtlich der Einhaltung der Kontrolltermine als auch hinsichtlich der
Kontrollergebnisse alle zumutbaren Vorkehrungen zu treffen, dass die Abstinenz
rechtsgenüglich belegt werden kann.
2.3. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz die Auflagen zu Recht als
verhältnismässig und zweckmässig qualifiziert hat. Ausserdem sind bisher die
Voraussetzungen für eine Aufhebung der Auflage nicht gegeben, weshalb die
Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten des Beschwerdeführers (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher
Höhe ist zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht