# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8089b3dd-f733-4e09-97b1-9a9dc4fb10a6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1972 geborene
X._
hatte sich Ende 2003 bei der Arbeit als Lage
rist ein
Verhebetrauma
zugezogen und war seither nicht mehr erwerbstätig. Auf An
meldung zum Leistungsbez
ug
hin
(vom 22. Februar 2005, Urk. 6
/2) zog die Sozi
alversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, namentlich Berichte des
Y._
, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 14.
Januar und 2. März 2005 bei (Urk. 6/10,
6/13)
. Mit Verf
ügung vom 9. Januar 2006
sprach sie dem Versicherten mit Wirkung ab 1. Oktober 2005 eine auf einem
Invaliditätsgrad von 52 % beru
hende halbe Rente zu
(Urk. 6
/26,
6/28).
Dagegen erhob der Versicherte
mit Eingab
e vom 2. Februar 2006 Einsprache (Urk. 6/31). Am 8. März 2006
liess er
, nun vertreten durch Rechtsanwältin Bernadette Zürcher, seine Einsprache mit dem Antrag auf Zusprechung von mindestens einer
Dreiviertelsrente
ergänzen
(
Urk.
6/37).
Das
von der IV-Stelle
im weiteren Verlauf
beim
Z._
in Auftrag gege
bene Gutachten wurde am 28
. Juni 2008 erstattet (Urk. 6
/79
). Eine vom Ver
si
cherten bis zum Vorliegen der von ihm veranla
ssten Expertise der A._
beantragte Sist
ierung des Verfahrens (Urk. 6/82
) lehnte die IV-Stelle
ab; gleichzeitig erfolgte die Androhung einer
reformatio
in
peius
unter dem Hinweis, dass die Einsprache zu
rückgezogen werden könne (Urk. 6/85
,
6/87). Mit Schrei
ben vom 19. März 2009 liess der Ver
sicherte Rückzug
der Einsprache erklären (Urk. 6/88
), worauf das Einsprachever
fahren
als durch Rückzug erledigt abge
schrieben wurde (Ents
cheid vom 16. April 2009, Urk. 6/90
).
1.2
Am 20. April 2010 verfügte die IV-Stelle - nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk. 6
/92
) - die wiedererwägungsweise Aufhebung der Verfügung vo
m 9. Januar 2006 beziehungsweise die Aufhebung der halben Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats (Urk.
6/98). Die dagegen erho
bene Beschwerde (
Urk.
6/103/3-14) hiess das Sozialversicherungsgericht des
Kan
tons Zürich
mit Urteil vom
9.
September 2011
insofern gut, als es in Auf
hebung der angefochtenen Verfügung feststellte, dass
weiterhin ei
n Anspruch
auf eine halbe Rente bestehe (
Urk.
6/111).
1.3
Am 2
7.
August 2014 stellte der Versicherte - unter Einreichung eines Berichts des
B._
vom
3.
März 2014 (
Urk.
6/131) - ein Gesuch um Erhöhung der Invalidenrente (
Urk.
6/132).
In der Folge liess die IV-S
telle den Versicherten durch das
C._
poly
disziplinär
(psychiatrisch, internistisch, neurologi
sch und orth
opädisch)
abklären (Gutachten vom 3
0.
Juni 2015,
Urk.
6/149). Nach durchgeführtem Vorbescheid
-
verfahren (
Urk.
6/157, 6/165) hob sie mit Verfügung vom
7.
Oktober 2016 die halbe
Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
revi
sionsweise
auf (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess der Versicherte mit Eingabe vom
3.
November 2016 Beschwerde erheben und beantragen, es sei ihm rückwirkend ab
1.
Januar 2011 eine ganze Invalidenrente auszurichten (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle schloss in der Beschwer
deantwort vom 2
8.
November 2016 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
5). Mit Eingabe vom 2
6.
Oktober 2017 liess der Versicherte einen Bericht des
D._
vom 1
6.
Oktober 2017 einreichen (
Urk.
8, 9), von welchem der IV-Stelle Kenntnis gegebenen wurde (
Urk.
10).
Mit Eingabe vom 19.
Juli 2018 und 20. August 2018, liess der Versicherte weitere Arztberichte einreichen (Urk. 11, 12/1-2, 13/1-2)
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver
halts bestehen (BGE
144 I 28 E. 2.2,
130 V 343 E. 3.5
, 117 V 198 E. 3b mit Hin
weisen
). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesent
lichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbe
achtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Zeitliche
Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilde
t
die letzte rechtskräftige Verfügung welche auf einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BG
E 130 V 71 E. 3.2.3;
Bundesgerichts
urteil
9C_438/2009 vom 26.
März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend (
„
allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.2
1.2.1
Bei der Beurteilung der
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
stützt sich die Verwaltung und im Beschwerdefall das Gericht auf Unterlagen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsfähig ist. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.2.2
Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und Untersu
chung
en sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung Be
weiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässig
keit der Expertise sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
). Zweck eines interdis
ziplinären Gutachtens ist es, alle relevanten gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu erfassen und die sich daraus je einzeln ergebenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in ein Gesamtergebnis zu bringen (BGE 137 V 210 E. 1.2.4; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.1). Die Frage, ob ein Gutachten beweiskräftig ist oder nicht, beurteilt sich danach, ob sich gestützt auf die Expertise die rechts
relevanten Fragen beantworten lassen oder nicht. Mit anderen Worten verletzt das Abstellen auf ein polydisziplinäres Gutachten
Art.
43
Abs.
1 ATSG nicht allein schon deshalb, weil einem Teilgutachten oder der Gesamtbeurteilung der Beweiswert abgesprochen wird. Daher darf bei einem polydisziplinären Gutachten auf beweiskräftige Teilgutachten abgestellt werden, die mit der - ohne Konsens
besprechung erfolgten - interdisziplinären Gesamtwürdigung im Hauptgutachten nicht übereinstimmen (BGE 143 V 124 E. 2.2.4).
1.2.3
Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störung
en (vgl. dazu BGE 143 V 418
) definiert zudem das für somatoforme Leiden entwickelte struktu
rierte Beweisverfahren systematisierte Indikatoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompen
sations
potentialen (Ressourcen) anderseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätze
n (BGE 141 V 281 E. 2
, E. 3.
4 bis 3.6 und 4.1).
1.2.4
Neben den durch den Rechtsanwender zu prüfenden allgemeinen beweisrechtlichen Vorgaben ergibt sich daher aus BGE 141 V 281 Folgendes: Die
ärztliche Arbeitsfähigkeitsschätzung, zumindest ohne einlässliche Befassung mit den spe
zifischen normativen Vorgaben und ohne entsprechende Begründung, kann zwar den rechtlich geforderten Beweis des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7
Abs.
2 ATSG) nicht erbringen, weil sie weitgehend vom Ermessen des medi
zi
nisch-psychiatrischen Sachverständigen abhängt. Die medizinische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit ist aber eine wichtige Grundlage für die anschliessende juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistung der versicherten Person noch zugemutet werden kann (BGE 140 V 193 E. 3.2). Dabei gilt, dass die ver
sicherte Person als grundsätzlich gesund anzusehen ist und sie ihrer Erwerbs
tätigkeit nachgehen kann (vgl. BGE 141 V 281 E. 3.7.2). Hinsichtlich der Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit haben sich sowohl die medizinischen Sachverstän
digen als auch die Organe der Rechtsanwendung bei ihrer Einschätzung des Leistungsvermögens an den normativen Vorgaben zu orientieren; die Gutachter im Idealfall gemäss der entsprechend formulierten Fragestellung (BGE 141 V 281 E. 5.2). Die Rechtsanwender prüfen die medizinischen Angaben frei insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbe
dingungen gehalten haben und ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststel
lungen anhand der rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 6). Im Rahmen der Beweiswürdigung obliegt es den Rechtsanwendern zu überprüfen, ob in
concreto
ausschliesslich funktio
nelle Ausfälle bei der medizinischen Einschätzung berücksichtigt wurden und ob die Zumutbarkeitsbeurteilung auf einer objektivierten Grundlage erfolgte (BGE 141 V 281 E. 5.2.2;
Art.
7
Abs.
2 ATSG). Eine rentenbegründende Invalidität ist nur dann anzunehmen, wenn funktionelle Auswirkungen medizinisch anhand der Indikatoren schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt sind und somit den versi
cherungsmedizinischen Vorgaben Rechnung getragen wur
de (BGE 141 V 281 E. 6
).
2.
Streitig ist die Aufhebung der halben Invalidenrente mit Verfügung vom
7.
Okto
ber 201
6.
Zu prüfen ist daher, ob eine revisionsrechtlich bedeutsame Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, welche eine Rentenaufhebung rechtfertigt. Zeitlicher Referenzpunkt bildet die
(
Wiedererwägungs
)V
erfügung vom 2
0.
April 2010
, da sie
nach eingehender Abklärung
des Sachverhalts im Rahmen einer Rentenrevision erging.
Dabei ist zu beachten
, dass seit
der renten
-
zusprechenden Verfügung vom
9.
Januar 2006
unbestrittenermassen
keine revi
sions
relevante Veränderung
eingetreten
war, weshalb
d
ie
IV-Stelle die
Rente unter dem Titel der Wiedererwägung aufheben
wollte
.
Die Voraussetzungen hier
für waren indes, wie das
Sozialversicherungsgericht mit Urteil vom
9.
September 2011
erkannte
, nicht gegeben.
3.
3.
1
Die
Rentenzusprache
von
Anfang
Januar 2006 beruhte zur Hauptsache auf dem Bericht der Rheumaklinik des
Y._
vom 2. März 2005 (Urk. 6
/10; vgl. auch Austrittsbericht über den in di
eser Klinik erfolgten statio
nä
ren Aufenthalt vom 4. bis 14. Januar 20
05, Urk. 6
/13), worin ein
lumbo
spon
dylogenes
Schmerzsyndrom beidseits mit möglichem
radikulärem
Schmerz- und Ausfallsyndrom L5 links dia
gnostiziert und dem Beschwerdeführer
eine Arbeits
fähig
keit von 50 % für leichte Arbeiten bescheinigt worden war. Diese Einschät
zung wurde in der Folge vom
r
egional
en
ärztlichen Dienst (RAD) der IV-Stelle am 20. Juli und am 28. Oktober 2005
bestätigt (weiterhin 50%ige Ar
beitsfähig
keit
in angepasster Tätigkeit, Urk. 6
/24 S. 3).
3.2
Im
Z._
-Gutachten vom 2
8.
Juni 2008 wurden ein chronisches
lumbo
spondy
logenes
und
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom links mit Generalisierungs
ten
denz, eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
,
eine Adipo
sitas Grad I und anamnestisch Stuhl- und Harninkontinenz vom
Urge
-Typ, ohne somatisch objektivierbare Ursache, diagnostiziert. Eine Auswirkung dieser Diag
nosen auf die Arbeitsfähigkeit wurde verneint (
Urk.
6/79/32). Attestiert wurde eine volle Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Lagerist sowie für Verweistätigkeiten (
Urk.
6/79/
37-38).
Das hiesige Gericht verneinte mit Urteil vom 9. September 2011 (Urk. 6
/111
)
das Vorliegen eines Revisions- wie auch Wiedererwägungsgrundes, auch wenn die (Richtigkeit der) ursprüngliche
Rentenzusprache
als fraglich erscheine (E. 3.2).
3.3
3.3.1
Im Gutachten des
C._
vom 3
0.
Juni 2015
wurden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die Diagnosen eines
Zervikovertebralsyndroms
bei Bandschei
ben
vorwölbung C6/7 mit leichter
Unkovertebralarthrose
und fraglicher Reizung der Nervenwurzel C7 links, eine
Lumboischialgie
links bei leichter
Spondyl
ar
throse
und
Diskusprotrusion
L4/5 ohne neurale Kompression sowie leichter
Spon
dylarthrose
L5/S1 mit leichter Kompression der Nervenwurzel L5 links, eine rezi
divierende depressive Störung mit mittelgradigen depressiven Episoden (ICD-10 F33.1)
,
eine schwere Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom (ICD-10 F62.80) und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
gestellt
. Keine Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit wurden
der Adipositas und der sensomotorischen
Hemisymptomatik
links nichtorganischer Genese im Sinne einer somatoformen Schmerzstörung mit deutlich inkonsistenten Bewe
gungs
muster
n
bei
gemessen
(
Urk.
6/149/63).
3.3.2
Der neurologische Teilgutachter führte aus, nachdem dem Beschwerdeführer im Dezember 2003 eine Palette auf die linke Schulter gefallen sei, sei es zu zu
nehmenden Wirbelsäulenschmerzen gekommen. Die bildgebenden Abklärungen hätten degenerative Wirbelsäulenverän
derungen gezeigt. Neurologische
Ausfälle seien nicht aufgetreten. Im Krankheitsverlauf habe sich eine Schwäche der linken Körperhälfte entwickelt. Die bisherigen Abklärungen hätten diesbezüglich keine wegweisend pathologischen Befunde ergeben. Auch die geklagte Inkontinenz für Urin und Stuhl hätten bisher nicht geklärt werden können.
Urodynamische
Unter
suchungen seien soweit unauffällig gewesen (
Urk.
6/149/51).
Die Anamneseerhebung im Rahmen der aktuellen Begutachtung sei nur sehr schleppend erfolgt. Der Beschwerdeführer gebe Gedächtnisstörungen an. Er habe daher eine Reihe von Fragen, insbesondere zur Krankheitsentwicklung, nicht beantworten können. Den direkten Augenkontakt zum Untersucher habe er während der gesamten Untersuchungsdaue
r vermieden (
Urk.
6/149/47). Anläss
lich
der Untersuchung seien die
Hemisymptomatik
links mit durchgehender Hypäs
thesie der linken Körperhälfte, teilweise diffuser Verteilung, sowie eine subjektive Schwäche im Bereich des linken Armes und linken Beines im Vordergrund ge
stan
den. Jedoch seien die Untersuchungsbefunde sehr inkonstant. Beim Laufen biete der Beschwerdeführer ein deutlich hinkendes Gangbild. Der linke Arm werde
mal mehr, mal weniger hin und her geschleudert (
Urk.
6/149/47). Indessen ver
möge
der Beschwerdeführer den linke
n
Arm auch normal zu bewegen (
Urk.
6/149/51-52
). Das Laufen gelinge sowohl mit als auch ohne Gehstock (
Urk.
6/149/52). Klinisch zeigten sich seitengleiche Reflexe und keine Muskelatrophien. Die nach proximal zirkulär begrenzten Sensibilitätsstörungen seien von neurologische
r Seite nicht zu erklären
und sprächen für eine nichtorganische Genese. Beim Hinsetzen auf die Untersuchungsliege könne sich der Beschwerdeführer problem
los mit beiden Armen aufstützen. Zwischenzeitlich gestikuliere er mit den Armen unauffällig. Zum Ende der Untersuchung habe er den Reissverschluss seiner Jacke problemlos schliessen können. Während der Anamneseerhebung sei
er
zudem wieder
holt problemlos aufgestanden und herumgelaufen (
Urk.
6/149/52).
Aufgrund der neurologischen Untersuchung und dieser Beobachtungen ergäben sich aus neurologischer Sicht keine Hinweise für eine zentrale, periphere oder spinale Ausfallsymptomatik. Eine Funktionseinschränkung aufgrund von neuro
lo
gischen Defiziten sei zu verneinen (
Urk.
6/149/52, 6/149/60). Auch die be
schrie
bene Stuhl- und Urininkontinenz sei von neurologischer Seite nicht nachvollziehbar. Bei der Untersuchung habe der Beschwerdeführer Windeln getragen. Auf die Frage, ob die Windel nass oder mit Stuhl verschmutzt ist, habe der Beschwerdeführer gean
twortet, dass diese sauber sei
, er sei vor der
Untersuchung kurz im Café gewesen und habe die Windel gewechselt. Diese Information sei nicht zu überprüfen, aber wenig wahrscheinlich. Von neurologischer Seite liege kaum eine schwere Inkontinenz vor (
Urk.
6/149/52). Im Weiteren erwähnte der Teilgutachter, dass der Beschwerdeführer - nebst einem weiteren Kind - ein acht Monate altes Kind habe. Sehr wahrscheinlich bestehe daher keine Erektions- und Ejakulationsstörungen, weshalb auch eine
Cauda
equina
-Symptomatik, wie sie von früheren Untersuchern angenommen worden sei, eher nicht vorliege (
Urk.
6/149/52). Zusammenfassend hielt der Teilgutachter fest, dass aufgrund von fehlenden objektivierbaren, fokal neurologischen Defiziten eine funktionelle Ein
schränkung zu verneinen sei. Mithin sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeit auszugehen (
Urk.
6/149/53-54).
3.3.3
Im Rahmen der internistischen Teilbegutachtung gab der Beschwerdeführer an, er habe in den letzten Monaten 16 kg an Gewicht verloren infolge Appetit
losig
keit. Zudem klagte er, wie bereits anlässlich früherer medizinischer Untersu
chungen, über unwillkürlichen Urin- und Stuhlabgang. Der
internistische Teilgut
achter hielt
dazu
fest, die vom Beschwerdeführer angegebene Urin- und Stuhl
inkontinenz
könne internistisch nicht erklärt werden.
Aus internistischer Sicht sei der
Beschwerdeführer gesund und voll leistungs
fähig (
Urk.
6/149/57+59).
3.3.4
Der orthopädische Teilgutachter hielt fest, die Nackenschmerzen und die demon
s
trierten abnormen Untersuchungsbefunde im Bereich der Halswirbelsäule könnte
n nur zu einem kleinen Teil auf die im
MRI
sichtbare
Diskusprotrusion
C6/7 mit leichter
Unkarthrose
und fraglicher Reizung der Nervenwurzel C7 links zurück
geführt werden. Gleiches gelte für die lumbalen Schmerzen. Mittels MRI doku
mentiert sei eine
Diskusprotrusion
L5/S1 mit leichter Kompression der Nerven
wurzel L5 links bei
Diskusprotrusion
L4/5 und leichter
Spondylarthrose
ohne neurale Kompression. Dieser Befund könne aber das Ausmass der demonstrierten pathologischen objektiven Befunde und der subjektiven Reduktion der körperlichen Leistungsfähigkeit nur ungenügend erklären (
Urk.
6/149/10).
Die Frage nach der Veränderung des Gesundheitszustands seit der letzten Revi
sion bejahte der Teilgutachter mit der Begründung,
dass neu bei der Bandscheibenvo
rwölbung C6/7 mit leichter
Unkovertebralarthrose
eine fragliche Reizung der Nervenwurzel C7 links bestehe (
Urk.
6/149/12). Zur Arbeitsfäh
igkeit führte er aus,
als
Magaziner
, einer vorwiegend stehenden und gehenden Tätigkeit verbunden mit häufig inklinierter und rotierter Körperhaltung und mit Heben und Tragen von bis zu mittelschweren Lasten, sei der Beschwerdeführer aufgrund der genannten Befunde zu 50
%
eingeschränkt. Diese Einschätzung gelte zum Zeit
punkt der Begutachtung. Der vorangehende Zeitraum könne retrospektiv nicht eindeutig beurteilt werden, da nicht klar sei, seit wann die festgestellte fragliche
Reizung der Nervenwurzel C7 links bestehe
(
Urk.
6/149/12). Körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne häufige inklinierte,
reklinierte
und rotierte Körperhaltungen,
ausübbar
in temperierten Räumen, seien dem Beschwerdeführer zu 100
%
zumutbar (
Urk.
6/149/12).
3.3.5
Der psychia
trische Teilgutachter erklärte
, nach einer
schwierigen und unvoll
ständigen Anamneseerhebung mit ungenauen Schilderungen der Beschwerden sowie u
ngenauen zeitlichen Angaben
könne
bei zusätzlicher
Aussenanam
nese
erhebung bei der
Ehefrau
von einer im Jahr 2010 eingetretenen
Verschlechterung des psychischen Zustandsbildes
ausgegangen werden. Seither liege
eine rezidi
vierende depressive Störung mit überwiegend mittelgradigen depr
essiven Episo
den vor
. Diese sei
gekennzeichnet durch niedergeschlagene Stimmung mit Lust
losigkeit, Freudlosigkeit, Antriebsminderung, psychomotorischer Unruhe sowie
negativisti
sch
eingeengtem Denken auf die
kö
rperlichen Beschwerden und
soziale Situation.
Der Beschwerdeführer äussere
offensichtlich wiederholt Suizidgedan
ken bei mangelndem Lebenswillen, ohne Hinweise für eine suizidale Einengung
. Hinzu kämen
soziale Ängste mit völl
igem sozialem Rückzug. Er meide
Kont
akte mit Menschen, lebe
völlig zurückgezogen und halte
sich meist im Dunkeln seines
Zimmer
s
auf.
Es bestehe angeblich eine
Harn- und Stuhlinkontinenz
. Deshalb schäme sich der Beschwerdeführer
gegenüber den Mitmenschen.
Er
leide unter ausgeprägten Schlafstörungen, zeige keine Tagesstruktur und vernachlässige
sich
mit mangelnder Hygiene
(
Urk.
6/149/33). Der Beschwerdeführer wirke wiederholt in Gedanken versunken und abwesend. Im Zusammenhang mit seinem
völlig eingeengten Denken
komme
es zu Aufmerksamkeitsstörungen, Konzentrations
-
schwierigkeiten
sowie
ausgeprägte
n
Gedächtnisstörungen
. Letztere seien
als dis
soziative Störungen aufzufassen
(
Urk.
6/149/32-33).
Bei
dissoziativen Stö
rung
en handle
es sich um psychogene Störungen, denen unlösbare oder unerträgliche Konflikte oder gestörte Be
ziehungen zugrunde lägen (
Urk.
6/149/34)
.
Daneben zeige der Beschwerdeführer
ausgeprägte V
erhaltensauffälligkeiten, bewege sich mit Stock
gehbehindert, mit auf
fallender bizarrer Körperhaltung
und wieder
holten b
izarren Handbewegungen und weise
demonstrativ auf seine Beschwerden hin
(
Urk.
6/149/34).
Da
das psychische Zustandsbild durch eine depressive Störung n
icht ausreichend zu erklären sei
, könne
beim Beschwerdeführer
eine schwere Persönlich
keits
än
derung bei chronischem Schmerzsyndrom angenommen werden
, v
erbunden
mit Abhängig
keit gegenüber anderen, indem
er sich
selbs
t vernachlässige
mit der Überz
eugung, schwer krank zu sein. Mit dem völligen sozialen
Rückzug,
der
sozialen
Isolation,
der
Passivität,
der fehlenden
Motivation,
den fehlenden
Inte
ressen,
den starken
K
lagen und Affektstörungen biete er
ein hilfloses Zustands
bild mit
teils demonstrativem Verhalten (
Urk.
6/149/34).
Aufgrund der schweren,
quälenden Schmerzen mit Symptomauswei
tung
liege überdies
eine anhaltende somatoforme
Schmerzstörung vor.
Aufgrund der
rezidi
vierende
n
depressive
n
Störung mit gegenwärtig mittelgradiger
depressiv
er Epi
sode
bestehe eine psychische Komorbidität
von
erheblicher
Schwere, Ausprägung und Dauer
. Der Beschwerdeführer verfüge
nicht
über
ausreichend
e Ressourcen, um mit den Schmerzen umgehen zu können
. Daneben lasse
sich ein ausge
wie
sener sozialer Rückzug in allen Be
langen des Lebens erheben. Der Beschwerdeführer pflege
glaubhaft keine sozialen Kontakte
, was auch
von seiner Ehefrau bestätigt
werde
. Ein
hoher primärer Krankheitsgewinn im Sinne eines verfes
tig
ten, therapeutisch nicht mehr angehbaren innerseelischen Verlaufes bei miss
glückter, psychisch aber entlastender Konfliktbewältigung
liege nicht
vor
. E
in
sekundärer Krankheitsgewinn
könne
hingegen
angenommen werden
(
Urk.
6/149/34).
Trotz
regelmässiger psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung
ver
schlechtere sich der psychische Gesundheitszustand seit Jahren.
Aufgrund des
bisherigen Verlauf
s
und der
Persönlichkeitsänderung dürften auch teilstationäre oder stationäre Behandlungen keine wesentliche Besserung bringen
(
Urk.
6/149/34).
Aus psychiatrischer Sicht sei
aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode
, und der Persö
nlichkeitsänderung sowie der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung
das Vorliegen einer
verwe
rtbaren Arbeitsfähigkeit zu verneinen
. Auch sei der Beschwerdeführer
wegen seiner
schweren Verhaltensauffälligkeiten einem Arbeitsumfel
d nicht zumutbar (
Urk.
6/149/35).
3.3.6
Im Rahmen der Konsensbeurteilung kamen die Gutachter zum Schluss, dass aufgrund der rez
i
divierenden Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode, der Persönlichkeitsänderung bei chronischem Schmerzsyndrom und der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung keine
verwertbare
Arbeitsfähigkeit
mehr bestehe
(
Urk.
6/149/63-64).
4.
4.1
Das
C._
-Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den fallr
elevanten
Vorakten
erstellt
und
enthält eine einleuchtende Darstellung der medizinischen Situation. Insbesondere lassen sich gestützt auf das Gutachten die rechtsrelevanten Fragen beantworten. Mithin entspricht es
grundsätzlich
den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise
(BGE 134 V 231 E. 5.1; E. 1.2.1
hervor).
4.2
Gestützt auf das
C._
-Gutachten ist eine Veränderung des Gesundheits
-
zu
-
sta
ndes seit der letzten
Rentenrevision ausgewiesen. Neu bestehen psychiatrische Diagnosen
und in somatischer Sicht liegt
nunmehr eine Bandscheibenvo
rwölbung C6/7 mit leichter
Unkovertebralarthrose
mit fraglicher Reizung der Nerven
wurzel C7 links
vor
(
Urk.
6/149/12+63). Dies ist zwischen den Parteien
in
soweit unbestritten (
Urk.
1, 2).
4.3
Aus somat
ischer Sicht
ergibt sich
aufgrund des orthopädischen
Teilgutachtens
, dass der Beschwerdeführer
in der angestammten Tätigkeit als La
gerist
zu 50
%
in der Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. In einer leidensangepassten Tätigkeit ist er voll arbeitsfähig.
In Anbetracht dessen
kann der IV-Stelle nicht gefolgt werden, soweit sie in
der nun angefochtenen Verfügung vom
7.
Oktober 2016 den Beschwerdeführer
auch in der bisherigen Tätigkeit als voll arbeitsfähig erachtet
(
Urk.
2 S. 4).
4.4
Laut dem
C._
-Gutachten besteht - gestützt auf die Konsensbesprechun
g res
pek
tive das psychiatrische
Teilgutachten - aus psychiatrischer Sicht eine volle Arbeitsunfähigkeit. Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Störungen
ist, wie bereits erwähnt (E. 1.2.3 hiervor), das für somatoforme Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren beachtlich.
5.
5.1
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im
Regel
fall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281
) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 14
1 V 281 E. 4.4; vgl.
Bundesgerichts
urteil
8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
5.2
Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr gilt es im Einzelfall mit seinen je eigenen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen gesamthaft zu prüfen, ob in bundesrechtskonformer Weise abschliessend auf die vorhandenen Beweisgrundlagen abgestellt werden kann (BGE 141 V 281 E. 8 mit Hinweis). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten - allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten - eine schlüssige Beurteilung im Licht der massgeblichen Indikatoren erlauben. Je nach Abklä
rungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (Bundesgerichtsurteil 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).
6.
6.1
Was den Komplex
„
Gesundheitsschädigung
”
respektive den Indikator
„
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
”
angeht, ist festzuhalten, dass die depressive Störung als mittelschwer eingestuft wird.
Beschrieben wird diese Diagnose
vom psychiatrischen Teilgutachter
anhand der
Angaben des
Beschwerdeführers
(
Urk.
6/
149/33)
. Dieser erklärte anlässlich der Exploration
, er sei lustlos, freudlos, halte sich zumeist in seinem Zimmer auf, liege meist im Bett, könne mit seiner einjährigen Tochter nichts machen, wolle eigentlich nicht mehr leben
, habe Suizidgedanken, sei bei starken Schmerzen unruhig und aggressiv
, meide soziale Kontakte, könne sich nur schwer konzentrieren, sei sehr vergesslich, habe ausge
prägte Schlafstörungen, leide unter Harn- und Stuhlinkontinenz und vernach
lässig
e sich selber mit mangelnder Hy
giene (
Urk.
6/149/23+33).
Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung begründete der psychiatrische Teilgutachter damit, dass das psychische Zustandsbild durch eine depressive Störung nicht ausrei
chend zu erklären sei (
Urk.
6/149/34+61). Im Zusammenhan
g mit dieser Diagnose
hat das Bundesgericht wiederholt betont, dass eine invalidisierende Wirkung im Rechtssinne eines F68.2-Leidens
ein stimmiges Gesamtbild voraussetze, das auf eine nicht angehbare funktionelle Behinderung schliessen
lasse (Bundesge
richts
urteile 8C_
802/
20
17 vom 2
1.
Februar 2018 E. 5.1.2, 8C_212/
20
16 vom
8.
August 2016 E. 3.2 und 9C_42/2015 vom 1
7.
Februar 2015 E. 4.2). Vorliegend beurteilte der Teilgutachter die Persönlichkeitsstörung als schwer,
wobei er zur Begründung der Diagnose
(
wieder
um)
die Selbstvernachlässigung, den
soziale
n
Rückzug, die fehlende Motivation, die fehlenden Interessen, die starken Klag
en und die Affekt
störungen anführte
(
Urk.
6/149/34+61). Zum Schweregrad der weiter diagnosti
zierten somatoformen Schmerzstörung machte er keine Aussagen. Jedoch hielt er sie - wohl vor dem Hintergrund
der
im Zeitpunkt der Begutachtung noch geltend
en
Rechtsprechung zur somatoformen Schmerzstörung - unter dem Aspekt der zumutbaren Willensanstrengung für nicht
überwindbar (
Urk.
6/149/34+61).
6.2
Bezüglich des Indikators
„
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder
–
resi
-
stenz
”
ist festzuhalten, dass laut Beschwerdeführer die psychischen Beschwerden seit 2004 bestehen (
Urk.
6/149/24).
Anamnestisch ist
laut psychiatrischem Teilgutachter
ab 2010 von einer Verschlechterung auszugehen (
Urk.
6/149/33).
Dokumentiert ist eine psychotherapeutische Behandlung ab
Juli 2005 im
B._
(
Urk.
6/51/5
). Vom
4.
Juni bis
2.
Juli 2007 hielt sich der Beschwerdeführer in der
E._
auf, wo er an einem inter
disziplinären Schmerzprogramm teilnahm (
Urk.
6/74). Vom
8.
Januar bis 1
4.
Febru
ar 2008 war er im
F._
hospitalisiert (vgl.
Urk.
6/79/8, 6/96/18).
Seither steht der Beschwerdeführer
, so
weit ersichtlich, einzig
im
D._
in Behandlung
(
Urk.
6/
149/24+29+32+34
,
Urk.
9 S. 3). Nicht ganz klar ist, wie häufig sich der Beschwerdeführer
dorthin
beg
ibt. Laut seinen eigenen Aussagen
findet die T
herapie einmal im Monat statt (
Urk.
6/
149/
27). Seine Ehefrau gab
an, er unterziehe sich
verschiedene
n
Thera
pien. Zwei- bis dreimal im Monat stehe er in psychologischer Behandlung. Er erhalte aber auch psychotherapeutische Behandlung (
Urk.
6/149/29). Den
Berichten des
D._
ist dazu nichts Näheres zu entnehmen (
Urk.
6/131/4,
Urk.
9 S. 3).
Zumindest hinsichtlich der Depression ist vor diesem Hintergrund fraglich, ob die durchgeführte Therapie als konsequente Be
handlung zu betrachten ist (Bundesgerichtsurteile 8C_844/2016 vom 3
1.
Oktober
2016 E. 6.2.2, 9C_454/20
13 vom 2
9.
Oktober 2013 E. 4.1).
Jedoch ist dazu relativierend zu bem
erken, dass laut psychiatrischem
C._
-Teilgutachter selbst bei
einer konsequenten psychiatrischen und psychotherapeutischen Behandlung die Prognose ungünstig ist, da die bisherigen therapeutischen Massnahmen sich als wenig erfolgreich erwiesen hätten und eine schwere Persönlichkeitsänderung zu erheben sei (
Urk.
6/149
/39
).
6.3
Unter dem Indikator „Komorbidität” (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3) ist eine Gesamt
betrachtung der Wechselwirkungen und sonstigen Bezüge der Schmerzstörung - respektive
der hier diagnostizierten
Persönli
chkeitsänderung
und der rezidivie
renden depressiven Störung - zu sämtlichen begleitenden krankheitswertigen Störungen erforderlich. In Präzisierung von BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3 fallen Störungen unabhängig von ihrer Diagnose bereits dann als rechtlich bedeutsame Komorbidität in Betracht, wenn ihnen im konkreten Fall ressourcenhemmende
Wirkung beizumessen ist (BGE 143 V 418 E. 8.1). Die körperlichen Beein
träch
tigungen wirken sich beim Beschwerdeführer zwar in der angestammten Arbeit aus, schränken seine Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit aber nicht ein.
6.4
Im Zusammenhang mit dem
Komplex
„
Persönlichkeit
”
ist festzuhalten, dass das
Leistungsvermögen des Beschwerdeführers nach Ansicht des psychiatrischen
C._
-Teilgutachter
s
primär durch seine
Persönlichkeitsstruktur negativ beeinflusst wird.
Was die Befunderhebung anbelangt, vermochte der Teilgutachter indessen keine
Ich-Störungen
, Auffassungs-, Denk- oder Wahrnehmungsstörungen festzustellen (
Urk.
6/149/30).
6.5
Zum Komplex
„
sozialer Kontext
”
kann in Bezug auf den Tagesablauf auf die Ausführungen
unter dem
Komplex
„
Gesundheitsschädigung
”
respektive den Indi
kator
„
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
”
(E. 6.1 hiervor) verwiesen werden. Allerdings
besteht
das Problem, dass die Angaben des Beschwerdeführers nicht konsistent sind, worauf nachfolgend
in E. 6.6
eingegangen wird. Überdies ist den Akten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer doch regelmässig mit seiner Familie in die Ferien reist (
Urk.
9 S. 3).
Auch wenn das Tagesakti
vi
tät
sniveau des Beschwerdeführers eingeschränkt ist, so erhält er durch seine Einbettung in die Familie mit seiner Ehefrau und den beiden Kindern doch eine Tagesstruktur. Trotz des sozialen Rückzugs enthält der soziale Lebenskontext damit bestätigende, sich potenziell günstig auf die Ressourcen auswirkende Fak
toren.
Hinzuweisen ist sodann auf die Arbeitslosigkeit und die belastende finanzielle Situation (
Urk.
6/149/65).
6.6
Beweisrechtlich entscheidend ist sodann der verhaltensbezogene Gesichtspunkt der
„
Konsistenz
”
(BGE 141 V 281 E. 4.4). In dieser Hinsicht fallen die Inkonsi
stenzen, Diskrepanzen
sowie
das überaus verdeutlichende Verhalten
massgebend
ins Gewicht.
Bei d
en Untersuchungen präsentierte
der
Beschwerdeführer
jeweils
ein skurril anmutendes, scheinbar von Schmerzen gezeichnetes
Gangbild,
ange
b
lich unfähig,
gerade zu
stehen
(
Urk.
6/149/7+29+
47
).
Sowohl dieses Zustandsbild als auch die angegebene
H
e
misymptomatik
links mit durchgehender Hypästhesie der linken Körperhälfte
liess sich anhand der objektiv feststellbaren Befunde nicht erklären. Vielmehr
vermag
sich
der Beschwerdeführer durchaus normal zu bewe
gen. Es zeigen s
ich seitengleiche Reflexe,
Muskelatrophien
fehlen,
die Gestikulation mit den Armen ist zeitweise unauffällig und auch feinmotorisch bestehen keine Beeinträchtigungen, ist der Beschwerdeführer
doch
problemlos in der Lage, den
Reis
s
ve
rschluss seiner Jacke zu
schliessen
.
I
n der Untersuchung
tr
ä
gt er
Windeln, doch
ist
die behauptet
e Stuhl- und Urininkontinenz
aus Sicht der Gut
achter i
n keiner Weise nachvollziehbar (
Urk.
6/149/58-60).
Nicht nur die demonstri
erten Beschwerden und teilweise
massiven Bewegungs
minderungen
sind klinisch im demonstrierten Ausmass nicht plaus
i
bel, sondern auch die weiteren Angaben des Beschwerdeführers, soweit sie überprüfbar sind.
So erklärte
er im Rahmen
d
e
r internistischen Begutachtung
, er habe in den letzten zwölf Monaten 16 kg an Gewicht verloren (
Urk.
6/149/55). Aus den Akten, insbesondere aus dem Vergleich mit dem Bericht des
D._
vom
3.
März 2014, ergibt sich jedoch, dass das Körpergewicht stabil blieb (
Urk.
6/131
/4
, 6/149/56).
Im Rahmen der Begutachtung am
Z._
im April 2008
respektive am
A._
im Dezember 2008
gab er an
, seit Jahren leide er unter einer
Errektionsunfähigkeit
,
es gebe keine Sexualität mehr (
Urk.
6/79/27+29,
6/96/19
). Inzwischen ist er jedoch
Vater einer weiteren Tochter
geworden
(
Urk.
6/149/45
).
Der Umstand, dass die Angaben des Beschwerdeführers weitgehend nicht zu
treffen, soweit sie überprüfbar sind, stellt
auch die
Glaubhaftigkeit derjenigen Aussagen
in Fra
ge, die nicht überprüfbar sind. Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchungen
gab er etwa an, er vermöge sich nicht
an
sein Alter erinnern, könne
keine
Auskunft darüber ge
b
en
, wie lange er verheiratet sei
respektive wie lange er die
Schule besucht habe
(
Urk.
6/149/25+26+27
)
. Ob es sich tatsächlich so verhält, lässt sich naturgemäss nicht überprüfen, erscheint aber wenig plausi
bel.
Weiter
stellte keiner der involvierten Gutachter eine mangelnde Hygiene beim Beschwerdeführer fe
st, obschon der Beschwerdeführer geltend macht, er vernach
lässige sich (
Urk.
6/149/7+27+47
+55
).
Überhaupt erscheint
unverständlich, dass der Beschwerdeführer zwar über eine massive Verschlechterung des Gesundheits
zustands klagt, dazu aber
wiederholt
keine genaueren Angaben machen kann
(
Urk.
6/149/
24+
45).
V
or diesem Hintergrund
ist die Glaubwürdigkeit des Beschwer
de
führers
derart zweifelhaft, dass seine Aussagen
, auch jene den Tagesablauf
betreffend, nicht mehr beweisbildend
sind.
6.7
Im Rahmen des Indikators „behandlungs- und eingliederungsanamnestisch aus
-
ge
wiesener Leidensdruck“ (zur Abgrenzung vom Indikator „Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz“ vgl. Michael E. Meier,
Zwei Jahre neue Schmerzrechtsprechung, publiziert in: Riemer-Kafka/
Hürzeler
, Das
indikatoren
orien
tierte
Abkärungsverfahren
, Zürich 2017,
S. 25
Rz
60) weist d
ie
Inan
spruch
nahme von therapeutischen Optionen, das
heisst
das
Ausmass
, in welchem Be
hand
lungen wahrgenommen oder eben ver
nach
lässigt werden (ergänzend zum Gesichtspunkt Behandlungs- und Ein
gliede
rungs
erfolg oder -resistenz unter dem Komplex „Gesundheitsschädi
gung") auf den tatsächli
chen Leidensdruck hin. In ähnlicher Weise zu be
rücksichtigen ist das Verhalten der versicherten Person im Rahmen der be
ruflichen (Selbst-) Eingliederung. Inkonsistentes Verhalten ist auch hier ein Indiz dafür, die geltend gemachte Ein
schränkung sei anders begründet
als durch eine ver
sicherte Gesundheitsbeein
trächtigung (BGE 141 V 281 E. 4.4.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_296/2016 vom 29. Juni 2016 E. 4.1.2).
Der Beschwerdeführer steht
seit 2005 in
psychiatrischer
Behandlung.
Letztmals war
er
im Februar
2008 in stationärer Behandlung, seither, insbesondere im vorliegend interessierenden Zeitraum nach dem Revisionsgesuch vom
2
7.
August 2014
,
aber
nicht mehr.
Von einem ausgewiesenen Leidensdruck kann in Anbe
tracht der Behandlungsintensität ohne stationäre Therapie nicht gesprochen werden
.
Im Weiteren erweist sich sein Verhalten
, wie dargelegt, als inkonsistent.
6.8
Im Rahmen der Begutachtungen am
C._
fand zunächst die psychiatrische Untersuchung (am 1
2.
März 2015) und erst danach die somatischen (am 2
0.
März 2015, 1
7.
April 2015 und 2
4.
April 2015) statt (
Urk.
6/149/3). D
ie Konsens
beurteilung des
C._
-Gutachten
s
enthält im Wesentlichen eine Zusammenfassung der Teilgutachten. Eine eigentliche Diskussion findet nicht stat
t. Dies wäre umso begrüssenswerter gewesen, als
die psychiatrische Begutachtung vor den so
matischen stattf
and. Das
Verhalten des Beschwerdeführers
respektive seine Angaben
war
en
primär in deren Rahmen
überprüfbar. Um das verdeutlichende Verhalten wusste der psychiatrische Teilgutachter aber. Er wies denn auch darauf
hin, dass das Verhalten teilweise inkonsistent sei und dass die Anamneseerhebun
g unter den ungenauen Angaben gelitten habe
(
Urk.
6/149/29+35). Trotz dieser Feststellung
lässt er
eine nähere Auseinandersetzung mit dem über weite Strecken grotesken Verhalten des Beschwerdeführers vermissen. Insbesondere fehlt eine Diskussion, ob dieses nicht einer Aggravation geschuldet ist.
Da die geltend gemachten Beeinträchtigungen zufolge somatischer Leiden von den Fachärzten des
C._
nicht in diesem Ausmass nachvollzogen werden konnten und die mit der Begutachtung befassten Mediziner wiederholt und unmissverständlich von einer fehlenden Plausibilität sprachen, bleibt das Be
schwer
debild in Bezug auf die funktionellen Auswirkungen der psychischen Störungen
, insbesondere auch aufgrund das Umstands, dass die Angaben des Beschwerdeführers, soweit sie überprüfbar sind, weitgehend nicht zutreffen, höchst fraglich und jedenfalls beweismässig als zu wenig gesichert, woran weitere Abklärungen nichts zu ändern vermöchten
(antizipierte Beweiswürdigung)
. Die Annahme einer rechtserheblichen
Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit aus psychi
schen Gründen scheitert demzufolge an der materiellen Beweislast des Beschwer
de
führers
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_120/2017 vom 13. März 2018 E. 6.2)
. Anzumerken bleibt sodann, dass daran auch der eingereichte Bericht des
D._
vom 1
6.
Oktober 2017 (
Urk.
9) nichts ändert, da sich daraus keine weiteren Erkenntnisse ergeben.
7.
7.1
Aufgrund des
C._
-Gutachtens vom 30. Juni 2015 ist in somatischer Hinsicht eine massgebliche Veränderung des Gesundheitszustands ausgewiesen. Das Beschwerdebild hat sich in diagnostischer Hinsicht verändert, indem nunmehr ein
Zervikalvertebralsyndrom
bei Bandscheibenvorwölbung C6/7 mit leichter
Unko
verte
bralarthrose
und fraglicher Reizung C7 links besteht (Urk. 6/149/63; vgl. auch E. 3.3.1, 3.3.4 und 4.2 hiervor). Liegt in diesem Sinne ein
Rückkommenstitel
vor, ist der Invaliditätsgrad auf der Grundlage eines richtig und vollständig fest
gestellten Sachverhalts neu und ohne Bindung an frühere Invaliditäts
schät
zungen zu ermitteln (BGE 141 V 9 E. 2.3 u. E. 6).
7.2
Gestützt auf das
C._
-Gutachten ist, wie bereits unter E. 4.3 ausgeführt, auf
grund der körperlichen Beeinträchtigungen von einer Einschränkung der Arbeits
fähigkeit von 50 % in der bi
sherigen Tätigkeit auszugehen
. In einer leidensan
gepassten Tätigkeit besteht eine volle Arbeitsfähigkeit. Eine rechtserhebliche Ein
schränkung aus psychischen Gründen ist, wie unter E. 6 ausgeführt, nicht nach
gewiesen. Von diesen Parametern ist im nachfolgenden Einkommensvergleich (E.
8)
auszugehen. Anzufügen ist, dass die mit Eingabe vom 19. Juli 2018 eingereichten Arztberichte an diesem Ergebnis nichts ändern, da sie sich auf einen vom Beschwerdeführer am 28. Mai 2018 erlittenen Herzinfarkt beziehen (Urk. 11, 12/1-2). Vorliegend relevant ist indessen lediglich der Sachverhalt bis zum Zeit
punkt der angefochtenen Verfügung vom 7. Oktober 2016 (BGE 132 V 215 E. 3.1.1,
129 V 167 E. 1).
8.
8.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
-
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
8.2
Die IV-Stelle setzte in der rentenzusprechenden Verfügung vom 9. Januar 2006 das Valideneinkommen gestützt auf die Angaben im Arbeitgeberbericht vom 21.
März 2005 auf Fr. 54'508.-- fest (Urk. 6/18/2, 6/24/4, 6/28/3). So ist auch hier zu verfahren. Diesen Betrag hochgerechnet vom Jahr 2004 auf das Jahr 2016 ergibt ein massgebendes Einkommen von Fr. 61'825.-- (Fr. 54'508.
-- :
1974 [Index 2004] x 2239 [Index 2016]; vgl. dazu Bundesamt für Statistik, Tabelle T39, Entwicklung Nominallöhne 1976-2016).
8.3
Bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sind die Tabellenlöhne heran
zu
zieh
en, wie sie
der
vom Bundesamt für Statistik her
au
sgegebenen Schweize
ri
schen Lohnstrukturerhebung (LSE) zu entnehmen sind (vgl. BGE 126 V 76 E. 3b). Gemäss Tabelle TA1 der LSE 2014 beläuft sich der monatliche Bruttolohn für Männer bei
m
Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten) auf Fr. 5'312.-- (Zentral
wert). In Berücksichtigung der im Jahr 2016 betriebsüblichen wöchentlichen Ar
beits
zeit von 41,7 Stunden (vgl. Bundesamt für Statistik, Tabelle T 03.02.03.01.04.01) und der Nominallohnentwicklung bis 2016 (2200 [Index 2014
], 2239 [Index 2016]; vgl. dazu Bundesamt für Statistik, Tabelle T39, Entwicklung Nominallöhne 1976-2016) resultiert ein Einkommen von 67'631.-- (Fr. 5’312.-- x
12 :
40 x 41,7 : 2200 x 2239).
Praxisgemäss kann von dem anhand von LSE-Tabellenlöhnen ermittelten Invali
deneinkommen unter bestimmten Voraussetzungen ein leidensbedingter Abzug vorgenommen werden. Dieser soll persönlichen und beruflichen Umständen (lei
densbedingte Einschränkung, Alter, Dienstjahre, Nationalität/Aufent
haltskate
gorie
und Beschäftigungsgrad) Rechnung tragen, welche negative Auswirkungen auf die Lohnhöhe der gesundheitlich beeinträchtigten Person haben können. Der Einfluss sämtlicher Merkmale auf das Invalideneinkom
men ist nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen, wobei der Abzug auf höchstens 25 % zu begrenzen ist (BGE 126 V 75 und seitherige Entscheide). Vorliegend rechtfertigt sich insgesamt, wenn überhaupt, ein Abzug von höchstens 10 %. Damit ist von einem massgebenden Invalideneinkommen von Fr. 60'868.-- auszugehen.
Gemessen am Valideneinkommen von Fr. 61’825.-- resultiert mithin ein renten
ausschliessender Invaliditätsgrad von 2 % (gerundet).
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
9.
Die Gerichtskosten (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und aus
gangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.