# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c932776a-e547-44f9-bcc9-4a598b8c7a71
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 23. Dezember 1981 erwarb Y._ von der A._AG die Stockwerkeinheit Nr. _ des Stammgrundstücks Nr. _ im Grundbuch der Gemeinde O.1_. Am 1. Juni 1982 wurde sie als Eigentümerin der Stockwerkeinheit im Grundbuch eingetragen. In den vor-angehenden Jahren hatten die Eltern von Y._, B._ und C._, die im Sonderrecht stehende 3-Zimmerwohnung als Ferienwohnung gemietet und genutzt. Auch nach dem Kauf der Wohnung durch Y._ wurde die Fe-rienwohnung von deren Eltern sowie von ihrem Bruder, X._, genutzt. Nach dem Tod von Vater C._ im Jahr 1989 und von Mutter B._ im Jahr 2006 bewohnte X._ die Ferienwohnung zusammen mit seiner Lebenspartnerin, wobei sich zwischen den Geschwistern Differenzen über ihre Rechte an der Ferienwohnung ergaben. In der Absicht, die Wohnung zu verkaufen, forderte Y._ ihren Bruder und dessen Lebenspartnerin zu Beginn des Jahres 2008 erstmals auf, die Wohnung zu verlassen und zu räumen.
B. Mit Amtsbefehlsgesuch vom 11. Januar 2010 an den Kreispräsidenten O.1_ verlangte Y._ die Ausweisung von X._ und seiner Lebenspartnerin aus der Ferienwohnung. Am 4. März 2010 wies der Kreispräsident O.1_ das Gesuch ab. Dieser Entscheid wurde vom Kantonsgericht auf erhobene Beschwerde hin aufgehoben und X._ sowie seine Lebenspartnerin wurden verpflichtet, die Ferienwohnung bis zum 30. Juni 2010 zu räumen (Verfügung ERZ 10 76 des Einzelrichters in Zivilsachen vom 28. April 2010). Auf eine von X._ dagegen erhobene subsidiäre Verfassungsbeschwerde trat das Bundesgericht nicht ein (Urteil 4D_82/2010 vom 6. September 2010). Da X._ und seine Lebenspartnerin sich weigerten, die Wohnung zu räumen, ersuchte Y._ den Kreispräsidenten O.1_ um Vollzug der Verfügung vom 28. April 2010. Dieser setzte darauf einen neuen Räumungstermin auf den 22. Oktober 2010 an. X._ und seine Lebenspartnerin kamen indessen auch dieser Aufforderung nicht nach und blieben der Wohnungsübergabe und der Beweisaufnahme über den Zustand der Wohnung am 22. Oktober 2010 fern. Die Wohnung wurde verschlossen vorgefunden und musste letztlich aufgebrochen werden. Am 7. Januar 2011 wies der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos die Kantonspolizei Graubünden an, X._ und seine Lebenspartnerin seien umgehend aus der Wohnung auszuweisen. X._ und seine Lebenspartnerin hatten sich unter Auswechslung des Türschlosses erneut Zutritt zur Wohnung verschafft, wofür Ersterer mit Urteil
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des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 12. Juli 2012 (bestätigt mit Urteil der I. Strafkammer SK1 12 44 vom 28. Januar 2013) wegen Hausfriedensbruchs, geringfügiger Sachbeschädigung und Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen verurteilt wurde. Die polizeiliche Ausweisung erfolgte am 8. Januar 2011. Mit Urteil vom 11. März 2011 (Verfahren ZK2 11 2) wies die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts eine gegen die Ausweisungsverfügung vom 7. Januar 2011 erhobene Beschwerde wegen offensichtlich rechtsmissbräuchlichem Verhalten ab und das Bundesgericht trat auf eine dagegen erhobene Beschwerde nicht ein (Urteil 4A_493/2011 vom 23. Januar 2012).
C. Am 12. Februar 2010 liess X._ beim Kreisamt O.1_ ein Vermittlungsbegehren gegen seine Schwester einreichen. Nach erfolgloser Sühneverhandlung bezog er am 12. April 2010 den Leitschein mit folgenden klägerischen Rechtsbegehren:
„1.Die 3-Zimmer-Wohnung Nr. 7 im 1. Stock an der _strasse in O.1_ (Stockwerkeigentum Nr. _) sei in das infolge Erbengemeinschaft gemeinschaftliche Eigentum (Gesamteigentum) des Klägers und der Beklagten zu übertragen.
2. Das Grundbuchamt O.1_ sei anzuweisen, die Parteien (Prof. Dr. X._ und Frau Dr. Y._) als gemeinschaftliche Eigentümer (Gesamteigentum) infolge Erbengemeinschaft einzutragen (Art. 18 Abs. lit. d) GBV [recte: Art. 18 Abs. 2 lit. d) GBV]).
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten des [recte: der] Beklagten.“
Y._ beantragte die kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung der Klage, soweit darauf einzutreten sei.
D. Mit Prozesseingabe vom 3. Mai 2010 prosequierte X._ die Streitsache an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. An seinen anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren hielt er fest. Dabei stützte er sich auf einen "Rückforderungsanspruch" aus einem angeblichen Treuhandverhältnis zwischen Y._ und den Eltern der Parteien, welches zwecks Umgehung der Bestimmungen über den Grundstückserwerb durch Personen im Ausland begründet worden sei (Proz. Nr. 110-2010-13).
E.1 Am 17. Juni 2010 stellte X._ ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen und beantragte was folgt:
„1. Der Gesuchsteller sei während des Prozesses Nr. 110-201-13 [recte: 110-2010-13] zu berechtigen, im bisherigen Rahmen (regelmässig bis 1995) die im Verfahren liegende 3-Zimmerwohnung Nr. 7 im 1. Stock
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(Stockwerkeigentum Nr. _) an der _strasse, O.1_, mit seiner Lebenspartnerin, Frau D._, zu bewohnen.
2. Der Gesuchgegnerin sei für die Zeit des Prozesses zu verbieten, über die Stockwerkeinheit Nr. _ zu verfügen (Veräusserung, Verpfändung; Verfügungsbeschränkung i.S. von Art. 960 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB). Diese Verfügungsbeschränkung sei im Grundbuch auf Blatt _ vorzumerken.
Dieses Verbot sei superprovisorisch anzuordnen (Art. 52 Abs. 3 ZPO).
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Gesuchgegnerin.“
E.2 Am 21. Juni 2010 verfügte der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos superprovisorisch die beantragte Verfügungsbeschränkung und räumte Y._ eine Frist zur Stellungnahme ein (Proz. Nr. 130-2010-68, später 135-2010-18). Am 25. Juni 2010 reichte X._ ein ergänzendes Gesuch um Anordnung vorsorglicher Massnahmen ein, in welchem er erneut - diesmal unter superprovisorischer Anordnung - beantragte, es sei ihm während der Dauer des Verfahrens zu erlauben, die Ferienwohnung weiterhin zu bewohnen. Mit Verfügung vom 28. Juni 2010 wies der Bezirksgerichtspräsident dieses Gesuch vom 25. Juni 2010 ab. Am 12. Juli 2010 nahm Y._ Stellung und beantragte unter anderem die Abweisung des Gesuchs vom 17. Juni 2010, soweit darauf einzutreten sei, sowie die Aufhebung der superprovisorischen Verfügung vom 21. Juni 2010. Da das Bezirksgericht unterdessen im Hauptsacheverfahren seine örtliche Zuständigkeit zur Behandlung der Klage verneint hatte (vgl. nachstehend Sachverhalt F.), verfügte der Bezirksgerichtspräsident am 7. Januar 2011 Nichteintreten auf das Gesuch vom 17. Juni 2010 und wies das Grundbuchamt O.1_ an, die vorgemerkte Verfügungsbeschränkung zu löschen. Nachdem die Hauptsache vom Kantonsgericht an das Bezirksgericht zurückgewiesen worden war (vgl. nachstehend Sachverhalt F.), kam der Einzelrichter am Bezirksgericht am 7. Juli 2011 auf seine Verfügung vom 7. Januar 2011 zurück, hob diese auf und wies das Grundbuchamt O.1_ an, im Sinne des am 21. Juni 2010 superprovisorisch Verfügten über die Ferienwohnung eine Verfügungsbeschränkung einzutragen. Die übrigen Anträge der Parteien auf Erlass vorsorglicher Massnahmen wies er ab (Proz. Nr. 135-2011-268). Diese Verfügung blieb unangefochten.
E.3 Mit Eingabe vom 20. März 2013 beantragte X._, es sei ihm im Sinne einer vorsorglichen Massnahme Zugang zur Ferienwohnung zu gewähren, um diese räumen zu können. In Absprache mit der Gegenpartei wurde ihm dieses Vorhaben am 25. Juni 2013 ermöglicht (Proz. Nr. 135-2013-114).
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E.4 Anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 4. Juli 2013 verlangte Y._ die unverzügliche und vollumfängliche Aufhebung der bestehenden vorsorglichen Massnahmen. Insbesondere sei das Grundbuchamt zur Löschung der vorgemerkten Verfügungsbeschränkung anzuweisen und Y._ zu bewilligen, den Streitgegenstand zu veräussern und zu verändern. Mit Entscheid vom 10. Juli 2013 wies der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos das Gesuch um "Erlass vorsorglicher Massnahmen" ab (Proz. Nr. 135-2013-265). Dieser Entscheid wurde nicht angefochten.
F. Das Hauptverfahren wurde zunächst auf Antrag von Y._, welche mit Prozessantwort vom 3. Mai 2010 die örtliche Zuständigkeit des Bezirksgerichts Prättigau/Davos bestritt, auf diese Frage beschränkt. Mit Entscheid über Prozessvoraussetzungen im Sinne von Art. 93 GR-ZPO trat das Bezirksgericht Prättigau/Davos mangels örtlicher Zuständigkeit auf die Klage nicht ein. Die dagegen von X._ am 20. Januar 2011 erhobene Beschwerde an das Kantonsgericht hiess dieses insoweit gut, als der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zur weiteren Behandlung an das Bezirksgericht Prättigau/Davos zurückgewiesen wurde (Urteil ZK2 11 3 der II. Zivilkammer vom 14. April 2011).
G. Am 10. November 2011 reichte Y._ eine "ergänzende Prozessantwort" ein und beantragte die kosten- und entschädigungspflichtige Abweisung der Klage, soweit auf sie einzutreten sei (Proz. Nr. 115-11-56). Mit Replik vom 18. Januar 2012 hielt X._ an seinen klageweise gestellten Anträgen fest. Am 9. März 2012 duplizierte Y._.
H. Mit Beweisverfügung vom 19. Oktober 2012 wurde mitunter auf die von X._ beantragten Zeugeneinvernahmen von E._, F._ und G._ verzichtet und die Parteien zur Zahlung eines Gerichtskostenvorschusses aufgefordert. Die dagegen an das Kantonsgericht erhobene Beschwerde wies der Vorsitzende der II. Zivilkammer mit Verfügung vom 17. Dezember 2012 ab (Verfahren ZK2 12 46).
I. Am 18. März 2013 reichte X._ weitere Urkunden nach und beantragte noch die Einvernahme von H._.
K. Mit Urteil vom 4. Juli 2013, mitgeteilt am 12. August 2013, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos wie folgt:
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„1.Die Klage wird abgewiesen.
2. Das Grundbuchamt O.1_ wird angewiesen, die auf der Stockwerkeinheit StWE-Blatt _, GB O.1_, im Sinne von Art. 960 Abs. 1 Ziff. 1 ZGB vorgemerkte Verfügungsbeschränkung zu löschen.
3. Die Kosten des Kreisamtes O.1_ in Höhe von CHF 250.00 sowie die Kosten der Verfahren vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von CHF 6'200.00
- Schreibgebühren von CHF 830.00
- Barauslagen von CHF 70.00
- Kosten Proz. Nr. 135-2010-18 (vormals 130-2010-68)
und Proz. Nr. 135-2011-268 (hälftiger Anteil) CHF 600.00
- Kosten Proz. Nr. 135-2013-114 CHF 300.00
total somit von CHF 8'000.00
gehen zu Lasten von X._. Die Kosten des Kreis-amtes O.1_ hat X._ bereits bezahlt. Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos von CHF 8'000.00 werden mit den von ihm geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet.
4. Der hälftige Anteil der Verfahrenskosten im Proz. Nr. 135-2010-18 (vormals 130-2010-68) und Proz. Nr. 135-2011-268 (CHF 600.00), die Verfahrenskosten im Proz. Nr. 135-2013-265 (CHF 300.00) sowie die Kosten für das vor Bezirksgericht Prättigau/Davos geführte (Zuständigkeits-) Verfahren (CHF 2'700.00), total also CHF 3'600.00. gehen zu Lasten der Y._ und werden mit den von ihr geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet.
5. X._ hat Y._ für die Verfahren vor dem Bezirksgericht Prättiau/O.1_ mit CHF 22'964.90 (inkl. Barauslagen und MwSt.) ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations