# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8de13282-58cc-4ebb-8741-0660f531e7a1
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

ihrer Verfügung auf einen falschen und unvollständigen Sachverhalt
abgestützt.
6. In ihrer Vernehmlassung vom 27. Januar 2016 beantragte die IV-Stelle
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die Abweisung der Beschwerde. Laut
Dr. med. C._ habe ab dem 23. Dezember 2014 eine
Arbeitsunfähigkeit vorgelegen. Zum Zeitpunkt der Verfügung vom 28.
Oktober 2015 habe damit aber das gesetzliche Wartejahr noch gar nicht
erfüllt sein können. Bereits aus diesem Grunde sei die angefochtene
Verfügung zumindest im Ergebnis rechtens und zu schützen. Zum
Zeitpunkt der RAD-Abklärung vom 4. Juni 2015 habe sodann nur mehr
eine 30%ige Einschränkung bestanden. Dr. med. E._ habe zwar am
2. Juli 2015 eine schwere depressive Episode diagnostiziert, er folgere
jedoch, dass innerhalb eines halben Jahres wieder eine vollständige
Arbeitsfähigkeit zu erwarten sei. Selbst wenn man Dr. med. E._
folgen wollte, fehle es hier an der erforderlichen Schwere, Ausprägung
und Dauer, um eine IV-Rente zu begründen. Der vom RAD-Arzt
festgehaltene Tagesablauf (Schwimmen morgens, Mittagessen bei
Grosseltern der Pflegetochter, ausgedehnte Spaziergänge mit Hund usw.)
des Beschwerdeführers sei nicht mit einer schweren depressiven Episode
(mit 'innerer Leere') vereinbar. Das RAD-Gutachten sei schlüssig und
vollständig, wohingegen Dr. med. E._ sich sehr knapp halte.
Denkbar sei, dass bei der Untersuchung von Dr. med. E._ eine
Verschlechterung vorgelegen habe, diese werde nun aber
leitliniengerecht behandelt. Es sei deshalb – auch im Einklang mit der
Prognose von Dr. med. E._ – davon auszugehen, dass innerhalb
eines halben Jahres die vollständige Arbeitsfähigkeit erreicht werde.
7. In seiner Replik vom 15. März 2016 hielt der Beschwerdeführer noch fest,
dass er vom Psychiater Dr. med. F._ nach wie vor als zu 100 %
arbeitsunfähig eingeschätzt werde. Die Rückweisung der Angelegenheit
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zur Neubeurteilung dränge sich hier vor allem auch deswegen auf, weil
die Beschwerdegegnerin künftig alle Entscheide betreffend IV-Leistungen
auf das fehlerhafte RAD-Gutachten stützen werde. Es würden derzeit
zudem weitere Abklärungen getätigt, weshalb das Verfahren einstweilen
zu sistieren sei. Das RAD-Gutachten könne nicht schlüssig und korrekt
sein, da drei andere Fachärzte gegenteiliger Meinung seien.
8. In ihrer Duplik vom 22. März 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin,
das hängige Verfahren sei nicht zu sistieren. Sollte sich der
Gesundheitszustand des Beschwerdeführers tatsächlich dauernd und
erheblich verschlechtern – oder seit Erlass der angefochtenen Verfügung
vom 28. Oktober 2015 verschlechtert haben –, so könne er sich erneut
zum Leistungsbezug anmelden und sein Gesuch würde von neuem
geprüft.
Auf die weiteren Vorbringen und Argumente der Parteien wird, soweit
erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der kantonalen
Amtsstelle anfechtbar. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons
Graubünden vom 28. Oktober 2015 stellt somit ein taugliches
Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem Versicherungsgericht dar.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art.
57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 49
Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR
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370.100). Als Adressat der angefochtenen Verfügung ist der
Beschwerdeführer überdies berührt und weist ein schutzwürdiges
Interesse an deren Aufhebung auf (Art. 59 ATSG). Auf die zudem frist-
und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.
b) Strittig und zu prüfen ist der erstmalige Anspruch des Beschwerdeführers
auf Gewährung einer Invalidenrente. Diese Beurteilung hängt hier zur
Hauptsache von der Würdigung der bei den Akten liegenden Arztberichte
und Gutachten ab. Beschwerdethema bildet dabei im Kern die Frage, ob
die Beschwerdegegnerin (IV-Stelle) zu Recht auf das Gutachten des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 4. Juni 2015 abstellte und
gestützt darauf eine fehlende einjährige mindestens 40%ige
Arbeitsunfähigkeit annahm, oder andernfalls die übrigen Arzt- bzw.
Facharztberichte berechtigte Zweifel daran hätten aufkommen lassen und
somit weitere Abklärungen unerlässlich gewesen wären. Trifft ersteres zu,
so erfolgte auch die angefochtene Verfügung vom 28. Oktober 2015 nicht
verfrüht; trifft das Zweitgenannte zu, hätte mit dem Erlass der Verfügung -
wie vom Beschwerdeführer beantragt - noch zugewartet werden müssen.
2. a) Anspruch auf eine Invalidenrente hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid
ist. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG). Ein
rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt vor, wenn eine versicherte
Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder verbessern
kann, während mindestens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch
durchschnittlich mindestens 40 % im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen ist und nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1 IVG). Sind diese
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Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten Person bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe Rente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei
einem Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2
IVG).
b) Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an
förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu
würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Gericht
alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu
prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen
eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs gestatten.
Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen
Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial
zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht
auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswerts
eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind.
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten
oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten.
Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien
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Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die
Beweiswürdigung aufzustellen. Den im Rahmen des
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von externen
Spezialärzten, welche auf Grund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und
bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist
bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen. In
Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll das Gericht der
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen
eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 125 V 351 E.3a mit
Hinweisen). Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner
Ärzte kommt schliesslich Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind
und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache
allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum
Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität
und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer
Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung
objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche
Bedeutung, die den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt,
ist an die Unparteilichkeit des Gutachters allerdings ein strenger
Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 E.3b, 122 V 157 E.1c mit
Hinweisen). Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit
und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so
sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.4.4).
c) Im konkreten Fall sind folgende ärztlichen Gutachten und
Abklärungsberichte - auszugsweise im Wesentlichen wiedergegeben –
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aktenkundig und für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit und eine allfällige
Bezugsberechtigung auf Leistungen der Invalidenversicherung von
Bedeutung:
 Im Arztzeugnis vom 23. Dezember 2014 attestierte Dr. med. C._, Facharzt Innere Medizin FMH, Psychosoziale und Psychosomatische Medizin, dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab sofort bis 31. Januar 2015 wegen Krankheit (vgl. Beilage 6 des Beschwerdeführers [Bf-act.6] sowie Beilage 6 der IV-Stelle [IV-act.6).
 Im Arztbericht vom 5. März 2015 stellte derselbe die Diagnose F43.2 und Z.56. Die psychosomatischen Symptome (Cephalea, Insomnie) seien zurückgegangen und der Patient habe nun wieder eine regelmässige körperliche Aktivität begonnen (Schwimmen, mit dem Hund laufen), was ihm gut tue. Die Stimmungsschwankungen seien noch ausgeprägt, vor allem reaktiv auf die rechtlichen Auseinandersetzungen mit dem früheren Arbeitgeber wegen der Lohnzahlungen in den Monaten Januar bis März 2015. Seine Prognose sei vorsichtig optimistisch. Ein bleibender Nachteil sei nicht zu erwarten. Ein Stellenantritt per 1. September 2015 sei noch pendent (Bf-act. 8; IV-act. 16).
 Im Arztbericht vom 21. Mai 2015 hielt Dr. med. C._ zudem noch fest, dass beim Patienten eine ausgeprägte narzisstische Kränkbarkeit im Vordergrund stehe. Ab dem 15. Juni 2015 erachte er den Patienten wieder-um zu 40 % arbeitsfähig (Bf-act. 10; IV-act. 32)
 Im RAD-Gutachten vom 4. Juni, mitgeteilt am 16. Juni 2016, hielt Dr. med. D._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, unter Berücksichtigung der gesamten bisherigen Krankengeschichte (Anamnese) fest, dass er dem Versicherten die Diagnose [mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit] F33.1 stelle: Rezidivierend depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode in Teilremission, aktuell noch leicht depressives Zustandsbild (Ziff. 6.1). Die Diagnose [ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit] F45.0 laute auf Somatisierungsstörung (Ziff. 6.2). Zur Arbeitsfähigkeit hielt der RAD-Arzt fest, dass keine andauernden Funktionsdefizite bestünden und dem Versicherten die Ausübung der bisherigen Tätigkeit zu 8 1⁄2 Stunden pro Tag zumutbar sei. Eine verminderte Leistungsfähigkeit bestehe nicht. Die Arbeitsfähigkeit des Versicherten werde auf 100 % spätestens ab dem 1. September 2015 geschätzt. Der Grad der Arbeitsfähigkeit sei zeitlich wie folgt festzusetzen: 40 % ab 21. Mai 2015, 70 % ab jetzigem Bericht, 100 % ab 1. September 2015. Die geschätzte Gesamt-Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit liege aus medizinischer Sicht bei 100 % (vgl. Ziff. 8.1.1-8.2.5) - (Bf-act. 3; IV-act. 36).
 Im Abklärungsbericht vom 2. Juli 2015 hielt Dr. med. E._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, fest, dass der Versicherte nicht
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an einem aktuell leicht depressiven Zustandsbild mit Somatisierungsstörung leide, sondern an einer schweren depressiven Episode F32.31 mit somatischem Syndrom, die sich über die letzten 5 Jahre langsam entwickelt habe, aber nie diagnostiziert und auch nie behandelt worden sei. Die Diagnose basiere in erster Linie auf den Schlafstörungen am Anfang, auf dem Auftreten der Darmproblematik als erster erheblicher körperlicher Reaktion und auf den schweren Ängsten, dem Druck auf der Brust, dem „Spannungs“-Kopfweh und vor allem dem nächtlichen Schwitzen, sowie auch auf dem Kollaps nach der ersten psychiatrischen Konsultation und der Tatsache, dass der Versicherte überhaupt nicht belastungsfähig und schnell gestresst sei. Die jetzige Behandlung sei weder nützlich noch leitliniengerecht und der Versicherte daher unverändert schwer krank und arbeitsunfähig. Wenn ab sofort aber eine korrekte und intensive Behandlung durchgeführt werde, sollte der Versicherte ab dem 1. Januar 2016 wieder zu 100 % arbeitsfähig sein (. 18; IV-act. 41).
 Laut Eintrag im Kranken-Kontrollblatt (B._) vom 21. Juli 2015 bestätigte Dr. med. F._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, dem Versicherten hand- und unterschriftlich ab sofort eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, ohne Erläuterungen dazu. Die letzte Bescheinigung datierte vom 17. November 2015 (Bf-act. 16; IV-act. 42 S. 2).
d) In Würdigung der aufgeführten ärztlichen Beurteilungen gilt es vorliegend
zu entscheiden, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das
verwaltungsinterne RAD-Gutachten von Dr. med. D._ abstellte und
dieses somit im Ergebnis höher gewichtete als die verwaltungsexternen
Abklärungen, Zeugnisse und Bestätigungen der übrigen Fachärzte (Dres.
med. C._, E._ und F._). Zu beurteilen ist dabei
insbesondere, ob die drei letzteren Fachärzte tatsächlich erhebliche
Zweifel am Gutachten und den Schlussfolgerungen des RAD-Arztes Dr.
med. D._ zu wecken vermochten, was weitere Abklärungen
unerlässlich gemacht hätte und damit den Erlass der angefochtenen
Verfügung vom 28. Oktober 2015 als verfrüht erscheinen liesse.
Entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers ist dies hier nicht
der Fall, weil das RAD-Gutachten vom 4. Juni 2015 umfassend,
einleuchtend, in sich widerspruchsfrei und schlüssig erscheint und keine
Indizien bestehen, um an dessen Zuverlässigkeit oder Aussagekraft zu
zweifeln, weshalb dieser verwaltungsinternen Expertise auch voller
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Beweiswert zuzubilligen ist. Die dazu geäusserte Kritik des
Beschwerdeführers – wonach der RAD-Arzt nur 1 1⁄2 Stunden für die
Untersuchung aufgewendet, unter hohem Zeit- und Arbeitsdruck
gestanden, keine fachspezifischen Tests durchgeführt und aus diesen
Gründen die komplexe Problematik nicht richtig erfasst habe – ist
jedenfalls nicht stichhaltig und kann auch nicht nachvollzogen werden. In
seiner Herleitung (inkl. Anamnese), seinem Aufbau, den Diagnosen und
den daraus arbeitsmedizinisch stringent gezogenen Schlussfolgerungen
ist das RAD-Gutachten vielmehr klar und inhaltlich überzeugend. Im
Vergleich dazu muss der Abklärungsbericht vom 2. Juli 2015 von Dr.
med. E._ als knapp und inhaltlich weniger aussagekräftig und
schlüssig bezeichnet werden. Sowohl die Befunde wie auch die
Herleitung der von ihm gestellten Diagnosen (schwere depressive
Episode F32.31 mit somatischem Syndrom; unerkannt in seiner
Entwicklung seit rund 5 Jahren) sind kaum fundiert erläutert worden und
können daher inhaltlich auch nicht genügend nachvollzogen werden. Im
Besonderen die Begründung für die Diagnose einer „schweren
Depression" - aufgrund anfänglicher Schlafstörungen, wegen
Verdauungsproblemen, Angst-/Panikattacken, Brustschmerzen,
Spannungskopfweh und Schweissausbrüchen nachts sowie eines
gesundheitlichen Zusammenbruchs infolge fehlender Belastbarkeit bzw.
Stressresistenz - überzeugt nicht. Der Rückschluss von den erwähnten
Symptomen auf eine „schwere Depression“ erscheint dem Gericht zu
wenig nachvollziehbar, zumal sich eine solche Diagnose in den Befunden
des konsultierten Facharztes widerspiegeln müsste. Im Gegensatz zu
dieser Beurteilung erkannte der RAD-Arzt lediglich kurze Zeit davor auf
die Diagnose F33.1: Rezidivierend depressive Störung, gegenwärtig
mittelgradige Episode in Teilremission, aktuell noch leicht depressives
Zustandsbild (IV-act. 36, Ziff. 6.1) und er untermauerte diese Feststellung
mit dem Hinweis, dass der aktuelle Tagesablauf des Beschwerdeführers
(Morgens Schwimmen im Hallenbad oder Freibad; seit zwei Wochen
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wieder Kontaktaufnahme mit Freundeskreis; Mittagessen bei Grosseltern
der Pflegetochter; Nachmittags ausgedehnte Spaziergänge mit Hund
[zweimal pro Woche gar zusammen mit Freundin]; sowie Büroarbeiten,
Internetsurfen oder Buchlesen; Abendessen nur Joghurt oder Käse, da
Gewichtsreduktion unter 130 kg anvisiert; Samstags manchmal auswärts
essen; Sonntagnachmittag Jassen mit Grossvater der Pflegetochter [IV-
act. 36, Ziff. 3.2.6]) mit einer schweren Depression nicht vereinbar sei.
Zudem hielt bereits Dr. med. C._ im Arztbericht vom 5. März 2015
fest, dass die psychosomatischen Symptome (Cephalea, Insomnie) beim
Patienten zurückgegangen seien und dieser nun wieder eine
regelmässige körperliche Aktivität (Schwimmen, mit dem Hund laufen)
begonnen habe (IV-act. 16). Hinzu kommt, dass der Psychiater Dr. med.
E._ auf die gegenteilige Beurteilung des RAD-Arztes nur einen
Monat zuvor nicht näher eingeht, sondern bloss deren Existenz erwähnt.
Daran ändert nichts, dass die Beschwerdegegnerin zu dieser Diskrepanz
in der angefochtenen Verfügung vom 28. Oktober 2015 selbst ebenfalls
nicht Stellung nahm, da sie dieses „Versäumnis“ in ihrer Vernehmlassung
vom 27. Januar 2016 gebührend nachholte (vgl. im Sachverhalt Ziff. 6,
hiervor). Selbst wenn man aber noch anderer Meinung wäre und der
Beurteilung vom 2. Juli 2015 von Dr. med. E._ folgen wollte, hätte
der Beschwerdeführer aufgrund einer „korrekten und intensiven
Behandlung“ ab dem 1. Januar 2016 wieder zu 100 % arbeitsfähig sein
können (IV-act. 41). Der Umstand, dass selbst Dr. med. E._ innert
sechs Monaten wieder mit einer vollen Arbeitsfähigkeit des
Beschwerdeführers rechnete, beweist gerade, dass hier nicht von einem
langdauernden invalidisierenden Effekt des Gesundheitsschadens im
Sinne von Art. 1 IVG i.V.m. Art. 8 ATSG ausgegangen werden kann. Zum
selben Ergebnis ist im Übrigen auch bereits Dr. med. C._ gelangt,
als er im Arztbericht vom 5. März 2015 festhielt, dass von einer vorsichtig
optimistischen Prognose auszugehen sei und ein bleibender
Gesundheitsnachteil nicht zu erwarten sei, weshalb auch schon ein
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Stellenantritt per 1. September 2015 ins Auge gefasst worden sei, wobei
das Zustandekommen dieser Anstellung jedoch derzeit noch pendent sei
(IV-act. 16). Was schliesslich noch die Bestätigungen in den
Krankenkontroll-Blättern (der B._) ab dem 21. Juli 2015 durch den
Facharzt Dr. med. F._ betrifft, so sind dessen Kontrolleinträge
(100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert) jeweils ohne Erläuterung oder
plausible Begründung erfolgt, obwohl die bescheinigte (volle)
Arbeitsunfähigkeit gleich sieben Mal im Zeitraum vom 21. Juli 2015 bis
17. November 2015 verlängert wurde (Bf-act. 16). Eine solch kommentar-
und vorbehaltlos erfolgte Eintragungs- und Bestätigungskontrolle der
(vermeintlichen) Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers vermag für
sich allein betrachtet aber noch keine begründeten Zweifel am RAD-
Gutachten vom 4. Juni 2015 zu wecken, womit allein deswegen auch
keine zusätzlichen Abklärungen nötig waren. Die erhöhte Medikation mit
Antidepressiva spricht zwar für das Vorliegen einer Depression (Bf-act.
19), sie vermag alleine aber weder die Ausprägung noch die Dauer der
Störung beim Beschwerdeführer zuverlässig und insbesondere nachhaltig
aufzuzeigen. Im Übrigen sind alle anderen Fachärzte (Dres. med C._
/D._/E._) einhellig von einer baldigen (bis 1. September 2015)
bzw. zumindest innert sechs Monaten absehbaren (bis spätestens 1.
Januar 2016) Verbesserung der Symptomatik bei suffizienter Therapie –
wozu der Beschwerdeführer aufgrund der Schadenminderungspflicht (Art.
21 Abs. 4 ATSG) verpflichtet ist – ausgegangen, was ebenfalls dafür
spricht, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht einen Leistungsanspruch
verneinte. Die angefochtene Verfügung vom 28. Oktober 2015 erging
nach dem Gesagten somit aber auch nicht zu früh, weil sich gezeigt hat,
dass auf die RAD-Beurteilung von Dr. med. D._ abgestellt werden
konnte. Sollte nach Erlass der angefochtenen Verfügung allerdings
tatsächlich eine Verschlechterung des Gesundheitszustands eingetreten
sein oder dereinst noch eintreten, steht es dem Beschwerdeführer
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selbstverständlich immer noch frei, ein neues Gesuch um
Versicherungsleistungen zu stellen.
3. a) Die angefochtene Verfügung vom 28. Oktober 2015 ist demzufolge
rechtens und schützenswert, was zu ihrer Bestätigung und zur Abweisung
der dagegen erhobenen Beschwerde vom 25. November 2015 führt.
b) Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung
von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder
Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr. 200.--bis Fr. 1‘000.-- festgelegt. Aufgrund des Ausgangs des
Verfahrens rechtfertigt es sich im konkreten Fall, dem unterliegenden
Beschwerdeführer Gerichtskosten von Fr. 700.-- zu überbinden.