# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 58528636-ce8e-4b5c-930b-1d2de68ae511
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
Mit Verfügung vom 26. Oktober 2020 beschlagnahmte das Statthalteramt Winterthur diverse Waffen und Zubehör von A, welche die Stadtpolizei Winterthur am 13. März 2020 anlässlich einer Hausdurchsuchung bei A sichergestellt hatte. Sodann forderte das Statthalteramt A zur Mitteilung auf, ob er sich hinsichtlich einer allfälligen Selbst- oder Fremdgefährdung sachverständig begutachten lasse. Die Notwendigkeit einer solchen Begutachtung erübrige sich indes im Fall einer Verzichtserklärung, eines Verkaufs oder einer Übergabe der Waffen an eine Person mit einem Waffenhändlerpatent oder eine Person ohne Ausschlussgründe im Sinn von Art. 8 des Waffengesetzes vom 20. Juni 1997.
B.
A teilte dem Statthalteramt mit Schreiben vom 28. Oktober 2020 mit, er werde sich nicht begutachten lassen. Eine Verzichtserklärung reichte er in der Folge nicht ein.
C.
Mit Verfügung vom 21. Dezember 2021 zog das Statthalteramt die beschlagnahmten Waffen und das Zubehör definitiv ein und ordnete die Vernichtung durch die Kantonspolizei Zürich an. Die Verfahrenskosten nahm das Statthalteramt auf die Staatskasse.
II.
A erhob daraufhin mit Eingabe vom 25. Januar 2022 Rekurs beim Regierungsrat des Kantons Zürich und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Verfügung vom 21. Dezember 2021 und die Rückgabe der beschlagnahmten bzw. eingezogenen Waffen und des Zubehörs. Der Regierungsrat machte A mit Schreiben vom 31. Januar 2022 darauf aufmerksam, dass der Rekurs verspätet sein könnte, und setzte ihm Frist bis 11. Februar 2022 an, um sich dazu zu äussern. Mit E-Mail vom 2. Februar 2022 kam A dieser Aufforderung nach. Mit Beschluss vom 23. Februar 2022 trat der Regierungsrat wegen Verspätung auf den Rekurs nicht ein. Die Verfahrenskosten auferlegte er A.
III.
In der Folge gelangte A mit Beschwerde vom 1. April 2022 an das Verwaltungsgericht und beantragte sinngemäss die Aufhebung des Beschlusses vom 23. Februar 2022. Mit Präsidialverfügung vom 4. April 2022 zog das Verwaltungsgericht die Akten des Statthalteramts und des Regierungsrats bei. Nach Eingang derselben setzte es A mit Präsidialverfügung vom 12. April 2022 eine Frist zur telefonischen Vereinbarung eines Termins für die von ihm beantragte Akteneinsicht an. Mit Eingabe vom 27. April 2022 ersuchte A das Verwaltungsgericht um Ansetzung eines Akteneinsichtstermins. Sodann sei ihm "unter Entschädigungs- und Kostenfolgen zulasten des Kantons Zürich, von Amtes wegen ein Rechtsbeistand zur Seite zu stellen". Ferner verlangte er die Erstellung eines Protokolls zur Akteneinsicht und "eine umfassende Aufklärung meiner Rechte als Beschwerdeführer". Mit Präsidialverfügung vom 2. Mai 2022 wies das Verwaltungsgericht das Gesuch von A um Bestellung eines Rechtsvertreters ab. Zugleich lud es A ein, am Mittwoch, 1. Juni 2022, am Verwaltungsgericht die Akten einzusehen. In den Erwägungen hielt das Verwaltungsgericht dabei fest, die (Nicht-)Wahrnehmung des Termins werde in den Akten vermerkt. Indes werde kein weitergehendes "Protokoll" geführt, zumal der Termin einzig und allein zur Gewährung der Akteneinsicht diene, nicht jedoch zur Aufnahme allfälliger mündlicher Ausführungen von A. Ebenso wenig werde A über seine "Rechte als Beschwerdeführer, Opfer, Geschädigter, Privatkläger oder wie auch immer" aufgeklärt. In Verfahren vor Verwaltungsgericht sei dies – anders als in Strafverfahren – nicht vorgesehen. Mit E-Mail vom 31. Mai 2022 teilte A dem Verwaltungsgericht mit, dass er auf Akteneinsicht verzichte. Ein Schriftenwechsel wurde in der Folge nicht durchgeführt.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
1.1
Das Verwaltungsgericht ist gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit § 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG) für die Behandlung der vorliegenden Beschwerde zuständig. Zum Entscheid berufen ist die Kammer (§ 38 Abs. 1 VRG).
1.2
Gemäss § 2 Abs. 1 VRG entscheiden die Zivilgerichte über Schadenersatz- und Genugtuungsansprüche von Privaten gegen Staat und Gemeinde sowie gegen deren Beamte und Angestellte. Die Ansprüche sind gemäss dem
Haftungsgesetz vom 14. September 1969 geltend zu machen. Soweit der Beschwerdeführer um Zusprechung von Schadenersatz und/oder einer Genugtuung ersucht, ist daher auf die Beschwerde mangels entsprechender Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts nicht einzutreten.
1.3
Soweit der Beschwerdeführer sodann zu von ihm anscheinend bei diversen Behörden und Gerichten anhängig gemachten Verfahren Ausführungen macht und Anträge stellt, welche über die Einziehungsverfügung des Beschwerdegegners vom 21. Dezember 2021 bzw. den Nichteintretensbeschluss der Vorinstanz vom 23. Februar 2022 hinausgehen und damit nicht zum Streitgegenstand gehören, ist vorliegend nicht darauf einzugehen und auf die Beschwerde insofern ebenso wenig einzutreten (zum Streitgegenstand vgl. Martin Bertschi in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. A., Zürich etc. 2014 [Kommentar VRG], Vorbemerkungen zu §§ 19–28a N. 44 ff.).
2.