# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** edb2057c-2c30-4acb-81df-238925d90a7d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._ ist am _1976 in O.1_ geboren und dort mit einem älteren und sechs jüngeren Geschwistern aufgewachsen. Er besuchte acht Jahre die Primarschule. Nach dem Schulabschluss absolvierte er eine sechsmonatige Anlehre als Sanitärmonteur und arbeitete anschliessend während ca. vier Jahren auf diesem Beruf. Nach einer fünfmonatigen Anlehre als Koch wurde er im Jahr 1993 in Irak zum Militärdienst eingezogen. Nach ca. sechs Monaten desertierte er und tauchte in O.1_ unter. Im Jahr 1995 reiste Y._ in die Schweiz ein, wo er sich vorerst im Kanton O.2_ in einem Asylzentrum aufhielt. Ab dem Jahr 1996 wohnte er im Kanton Graubünden, zuerst in O.3_, anschliessend ab ca. 1999 in O.4_. Seit dem Jahr 1998 wurde Y._ immer wieder über die Firma A._ temporär verschiedenen Arbeitgebern vermittelt. Zwischenzeitlich war er auch immer wieder arbeitslos.
B. Mit Urteil vom 7. Februar 2012, mitgeteilt am 11. Mai 2012 (vgl. act. B.2), erkannte das Bezirksgericht Imboden wie folgt:
„1. Y._ wird vom Vorwurf der einfachen Körperverletzung gemäss Art. 123 Ziff. 2 Abs. 2 StGB sowie der Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 30 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG freigesprochen.
2. Y._ ist schuldig der schweren Körperverletzung gemäss Art. 122 Abs. 1 StGB und des Angriffs gemäss Art. 134 StGB.
3. Dafür wird Y._ bestraft mit einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten, unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 46 Tagen.
Der Vollzug der Freiheitsstrafe wird dabei gestützt auf Art. 43 Abs. 1 StGB im Umfang von 18 Monaten unter Ansetzung einer Probezeit von drei Jahren aufgeschoben.
4. a) Die Kosten des Verfahrens von CHF 13‘247.40 (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 6‘747.40, Gerichtsgebühren CHF 6‘500.00) gehen zu 3⁄4 zu Lasten von Y._ und zu 1⁄4 anteilsmässig zu Lasten des Kantons Graubünden sowie des Bezirks Imboden.
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b) Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft von CHF 8‘040.00 sowie eines allfälligen Strafvollzugs gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. Die beschuldigte Person hat sich daran nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.
5. Y._ wird zu Lasten der Gerichtskasse mit CHF 2‘500.00 (inkl. Mehrwertsteuer) entschädigt.
Die Höhe der Entschädigung der amtlichen Verteidigung wird in einem separaten Beschluss festgelegt. Sie geht – unter dem Vorbehalt der Rückerstattungspflicht der beschuldigten Person gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt.
6. Zivilklage:
6.1. Die Zivilklage wird auf den Zivilweg verwiesen.
6.2. Die Kosten des Zivilklageverfahrens von CHF 500.00 gehen zu Lasten von X._.
6.3. Ausseramtlich hat X._ Y._ mit CHF 500.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.
7. a) Es wird davon Vormerk genommen, dass X._ am 9. Februar 2012 fristgerecht die Berufung gegen das vorliegende Strafurteil angemeldet hat (Art. 399 Abs. 1 StPO). Diese wird der Berufungsinstanz zusammen mit der Ausfertigung des begründeten Urteils und den weiteren Akten übermittelt (Art. 399 Abs. 2 StPO).

## Considerations