# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3a4b76c4-b198-4068-ad40-239c7056c891
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Am 5. März 2002 schlossen die X. AG und die Z. AG einen Architekturvertrag. Darin beauftragte die Z. AG die X. AG mit dem Umbau und der Erweiterung des Restaurants A. in B.. Es wurde ein Pauschalhonorar von Fr. 600'000.-- vereinbart. Nachdem die Z. AG die siebte Akontozahlung nicht geleistet hatte, stellte die X. AG ihre Arbeiten ein. Am 14. Juli 2003 betrieb die Z. AG die X. AG über einen Betrag von Fr. 2 Mio. und am 18. Juli 2003 die X. AG die Z. AG über einen Betrag von Fr. 184'967.35.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 8. August 2003 instanzierte die X. AG beim Kreispräsidenten D. eine Forderungs- bzw. Feststellungsklage gegen die Z. AG. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 18. September 2003 erstellte der Vermittler am 26. November 2003 den folgenden Leitschein:
„Klägerisches Rechtsbegehren
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 184'967.35 zuzüglich 5% Zins seit dem 5. August 2003 zu bezahlen.
2. Demzufolge sei in der Betreibung Nr. C. des Betreibungsamtes D. vom 18. Juli 2003 gegen die Beklagte der Rechtsvorschlag zu beseitigen und der Klägerin bzw. Gläubigerin definitiv Rechtsöffnung zu erteilen für CHF 184'967.35 nebst 5% Zins seit dem 5. August 2003 und CHF 200.- Zahlungsbefehlskosten.
3. Es sei allgemein (nicht im Sinne von Art. 85a SchKG) festzustellen, dass die Klägerin der Beklagten in Bezug aus dem Architekturvertrag vom 5. März 2002 „Umbau und Erweiterung Restaurant A., Parzelle E., F., B. GR“ inkl. Ergänzungen nichts mehr schuldet und insbesondere keine Forderung der Beklagten gegenüber der Klägerin in der Höhe von CHF 2'000'000.-, wie mit Zahlungsbefehl Nr. G. vom 14. Juli 2003 erstmals behauptet, bis heute aber nie substanziert wurde, zuzüglich Zins besteht.
Schadenersatzansprüche der Klägerin gegen die Beklagte bleiben ausdrücklich vorbehalten.
4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7,6% MwSt. zu Lasten der Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren
1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Widerklage: Die Klägerin und Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten und Widerklägerin Fr. 2'000'000.00 nebst Zins von 5% seit 10. Juli 2003 zu bezahlen.
3. Der Beklagten und Widerklägerin sei in der Betreibung Nr. G. des Betreibungsamtes D. für den Betrag von 2'000'000.- nebst Zins von 5% seit 10. Juli 2003 die definitive Rechtsöffnung zu erteilen.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin und Widerbeklagten.“
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Mit Prozesseingabe vom 2. Dezember 2003 prosequierte die X. AG den Leitschein mit unveränderten Rechtsbegehren an das Bezirksgericht Maloja. Die Z. AG liess in ihrer Prozessantwort vom 2. Februar 2004 die Abweisung der Klage beantragen und hielt unverändert an ihren Widerklagebegehren fest. In ihrer Widerklageantwort vom 4. Mai 2004 beantragte die X. AG die kostenfällige Abweisung der Widerklage.
Die Z. AG reichte am 16. August 2004 und am 10. Dezember 2004 je eine Stellungnahme nach Art. 87 Abs. 2 ZPO zur Widerklage ein. Die X. AG reichte am 18. Oktober 2004 eine Stellungnahme bzw. ergänzende Widerklageantwort ein.
C. Am 13. Mai 2005 erliess der Bezirksgerichtspräsident Maloja die Beweisverfügung. Darin hielt er fest, dass sowohl die Klägerin wie auch die Beklagte eine Expertise verlangt hätten und forderte die Parteien auf, einen geeigneten Experten zu benennen sowie die Expertenfragen vorzulegen. Mit Verfügung vom 24. August 2005 ordnete der Bezirksgerichtspräsident die Expertise an. Am 3. Januar 2006 verfügte er, dass beide Parteien für die Expertise einen Kostenvorschuss von je Fr. 100'000.-- zu leisten hätten. Nachdem die Z. AG der Aufforderung zur Leistung des Kostenvorschusses für die Expertise nicht nachgekommen war, verfügte der Bezirksgerichtspräsident am 1. März 2006, dass dieser Beweis nicht abgenommen werde. Gegen diese Verfügung erhob die Z. AG mit Eingabe vom 22. März 2006 Beschwerde an den Bezirksgerichtsausschuss Maloja. Diese Beschwerde wurde mit Entscheid vom 5. April 2006 abgewiesen.
Mit Verfügung vom 14. Juli 2006 schrieb der Bezirksgerichtspräsident Maloja die Widerklage wegen Nichtleistung des Kostenvorschusses als erledigt ab.
D. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Maloja fand am 14. November 2006 statt. Mit Urteil vom 14. November 2006, mitgeteilt am 6. Dezember 2006, erkannte das Bezirksgericht Maloja, wie folgt:
„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 30'000.-, einem Streitwertzuschlag von CHF 4'000.- und Schreibgebühren von CHF 1'000.-, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 220.- werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
3. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations