# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8c86c956-999f-4cc4-9329-e5cee479fec0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967,
war seit
dem 2
5.
Oktober 2010
als Raum
pflegerin
bei der
Y._
AG tätig und damit bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA)
für Berufs- und Nichtberufsunfälle
versichert, als sie am
3
1.
Januar 2011
nach Arbeits
schluss am Bahnhof
die Treppe hinunterlief,
die
untersten
S
tufen
übersah und auf ihre Hände und Knie stürzte (vgl.
Schadenmeldung vom
3.
Februar 2011,
Urk.
9/1).
Die Erstbehandlung erfolgte g
leichentags durch den Hausarzt
(
Urk.
9/13).
Nachdem die SUVA auf den
Schaden eingetreten war
und Versi
cherungsleistungen erbracht hatte
(vgl.
Urk.
9/3
-5
)
,
stellte
sie
die bis anhin erbrachten Leistungen
mit V
erfügung vom
1.
Oktober 2013 (
Urk.
9/201)
per 3
0.
November 2013 ein, da die heute noch bestehenden Beschwerden nicht mehr unfall-, sondern ausschliesslich krankheitsbedingt seien.
Die dagegen
von der Ve
rsicherten erhobene Einsprache
wies die SUVA mit Einspracheentscheid vom
5.
Dezember 2014 (
Urk.
9/237 =
Urk.
2) ab.
2.
Die Versicherte erhob am 1
9.
Januar 2015 Beschwerde gegen den Einsprache
entscheid vom
5.
Dezember 2014 (
Urk.
2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen über den 3
0.
November 2013 hin
aus zuzusprechen. Eventuell sei ein Gerichtsgutachten über die Frage des natür
lichen Kausalzusammenhangs zu erstellen und alsdann erneut über die Ansprü
che zu entscheiden. Subeventuell sei die Sache zur weiteren Abklärung an die Vorinstanz zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2). Die SUVA beantragte mit Beschwerde
antwort vom
1.
April 2015 (
Urk.
8) die Abweisung der Beschwerde.
Am
3.
September 2015 reichte die Beschwerdeführerin die Replik ein (
Urk.
14). Hierzu nahm die Beschwerdegegnerin mit Duplik vom
1.
Oktober 2015 (
Urk.
19) Stellung, was der Beschwerdeführerin am
8.
Oktober 2015 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
20).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (
UVG
)
wer
den
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt
die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
che
rung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
hand
lung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.
3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor
handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich hie
r
bei um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
sal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges
zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge
und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeiz
uführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging
gestützt auf die
versicherungsinterne
orthopädi
sche Beurteilung
davon aus,
dass
sowohl die Meniskusläsion als auch die
Zunahme der Gonarthrose
am rechten Knie
überwiegend wahrscheinlich nicht unfallbedingt sei
en.
Das Unfallereignis habe somit nicht zu einer
richtungsge
benden
, sondern lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des zweifelsfrei dokumentierten Vorzustandes geführt
. Ferner sei auch durch die erfolgte Arthroskopie
überwiegend wahrscheinlich
keine richtungsgebende Verschlechterung eingetreten.
Der Status quo sine
vel
ante sei bereits vor der im September 2012
durchgeführten
unfallfremden
Teilmeniskektomie
erreicht gewesen, weshalb
die danach noch bestehenden Beschwerden nicht mehr unfall-, sondern ausschliesslich krankheitsbedingt
seien
. Die Einstellung der erbrachten Versicherungsleistungen per 3
0.
November 2013 sei dem
nach zu Recht erfolgt (
Urk.
2 S. 7 ff.,
Urk.
8 S. 4
).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwe
rdeführerin auf den Standpunkt
,
mehrere Ärzte hätten an einer zumindest teilweisen unfallursächlichen Schädigung des rechten Knies keine Zweifel angebracht
.
Sodann
habe der Kreisarzt die Arth
ro
sko
pie befürwortet und die Beschwerdegegnerin als kostenpflichtig bezeichnet, wodurch er die Unfallkausalität bejaht habe.
Durch die
arthroskopische
Teil
meniskektomie
habe sich die Situation
in richtungsweisender Art verschlechtert.
I
n der versicherungsinternen Beurteilung
sei zudem
von einem nicht belegten
Unfallhergang ausgegangen worden.
D
ie Beschwerdegegnerin
habe
die
Unfall
kausalität
gestützt auf die Angaben der behande
lnden Ärzte
auch
längere Zeit bejaht. Es
seien
somit
erhebliche Zweifel an den Schlussfolgerungen der
versi
cherungsinternen
Beurteilung angebracht, weshalb eine versicherungsexterne Begutachtung zur Frage des Wegfalls der natürlichen Kausalität hätte veranlasst werden müssen (
Urk.
1
S. 9 ff.
,
Urk.
14 S. 2
).
2.
3
Strittig und zu prüfen ist,
ob
eine über den Zeitpunkt der erfo
lgten
Leistungs
einstellung
per 3
0.
November 2013
hinausgehende Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin besteht und dabei insbesondere
das Vorliegen des natürli
chen
Kausalzusammenhang
es betreffend die
noch bestehenden Beschwerden
am rechten Knie.
3.
3.1
Am 3
1.
Januar 2011
übersah
die Beschwerdeführerin auf der Bahnhofst
reppe
beim Hinuntergehen
die letzten
Stufen und stürzte
direkt
auf
ihre Hände und
Knie
(vgl.
Schaden
meldung
vom
3.
Februar 2011
,
Urk.
9/1
)
. Die Erstbehandlung erfolgte gleichentags durch
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Allge
meine Innere Medizin
.
M
it Arztzeugnis vom 2
8.
März 2011 (
Urk.
9/13
=
Urk.
9/30
)
informierte dieser, dass anlässlich der Erstbehandlung Schürfungen über beiden Knie
n
sowie
Druckschmerzen
über dem rechten Handgelenk, über dem
rechten Radiusköpfch
en sowie
links thorakal
vorgelegen hätten. Die Beschwerdeführerin habe
retropatelläre
Schmerzen, schmerzhaft
er unter
Patellapol
kombiniert
m
i
t massiver Verkürzung der Waden- und
Ischiocrural
muskulatur
.
3.2
D
ie beiden Knie
gelenke
der Beschwerdeführerin
wurden am
4.
Februar 2011 im Spital
A._
geröntgt.
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Radiologie, hielt dabei im gleichentags erstellten Bericht (
Urk.
9/32) fest, dass
beidseits
k
eine relevante Verschmälerung des radiologischen Kniegelenkspaltes ersichtlich gewesen sei.
A
n den Begrenzungen der
femoralen
,
tibialen
und
patellären
Gelenksflächen sowie links im Bereich der
Eminentiae
intercondylicae
seien leichte
osteophytäre
Appositionen
erkennbar.
Hinweise auf einen Gelenkserguss im
Recussus
suprapatellaris
fänden sich nicht.
Die
ossäre
Struktur der
gelenk
bildenden
Skelettteile beider Kniegelenke sei intakt. Es seien keine Frakturen oder Luxationen nachweisbar.
Somit
sei von
eine
r
leichte
n
Gonarthrose und
Femoropatellararthrose
beidseits
auszugehen.
3.3
Mit Bericht vom
8.
März 2011 (
Urk.
9/34)
führte
Dr.
med.
C._
, Fach
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Spital
A._
,
als Diagnosen
Knieschmerzen rechts
bei Status nach Treppensturz am
3
1.
Januar 2011
mit
retropatellä
ren
Schmerzen
sowie ein
en
lateralseitiger Knieschmerz rechts bei radiologisch leichten
Arthrosezeichen
auf
. Die Beschwer
deführerin zeige
vornehmlich
retropatell
ä
re
Beschwerden nach wohl starker Kontus
ion. Die Traumatisierung werde
unterstützt durch eine Überlas
tung des Streckapparates bei massiv verkürzter Waden- und
Isch
i
ocruralmus
kulatur
. Es seien l
eichtere vorbestehende radiologische Veränderungen ersic
ht
lich (S. 1).
3.4
D
ie
am 1
5.
März 2011 im Spital
A._
erfolgte
Magnetresonanztomographie (
MRI
)
des rechten Kniegelenks
lässt gemäss
Dr.
B._
wahrscheinlich auf posttraumatische subkutane ödematöse Veränderungen über der
Tuberositas
tibiae
schliessen. Ein Knochenmarksödem oder eine Strukturveränderung im Ligamentum
patellae
beziehungsweise in der angrenzenden
Tuberositas
tibiae
lägen nicht vor. Auch am übrigen Skelett ergäben sich keine Hinweise auf eine Fraktur oder Knochenkontusion. Es finde sich hingegen ein langer horizontaler Riss des medialen
Meniskushinterho
rn
s
und der Pars
intermedia
sowie ein ansatznahes Meniskusganglion an das mediale
Hinterhorn
angrenzend. Es sei eine mässige bis deutliche mediale Gonarthrose und
Femoropatellararthrose
sowie eine deutlich
e
medial betonte
Chondropathia
patellae
zu verzeichnen. Zudem seien subkutane
postkontusionelle
ödematöse Veränderungen über der
Tuberositas
tibiae
zu sehen. Hinweise auf eine
Tibiaplateaufraktur
seien nicht ersichtlich (
vgl.
Bericht
vom 1
5.
März 2011,
Urk.
9/35).
3.5
Mit Bericht vom 3
0.
März 2011 (
Urk.
9/36) informierte
Dr.
C._
über d
ie
kern
spinto
mographis
che
Verifikation der Innenmenisk
usläsion und hielt fest, dass die Beschwerdeführerin schon vor der Traumatisierung eine leichte Arthrose
entwickelt habe
.
Zudem sei ein äusserst schlechter Trainingszustand zu ver
zeichnen.
Vorerst seien die Beschwerden konservativ zu therapieren.
Eine Arthro
skopie mit Innenmeniskusteilresektion sei in Betracht zu ziehen, falls die Beschwerden therapieresistent seien. Die Beschwerden würden
allerdings
höchst
wahrscheinlich nur einen Teilaspekt der Erkrankung darstelle
n
(S. 1 f.).
Im darauffolgenden Bericht vom
4.
Mai 2011 (
Urk.
9/37)
empfahl
Dr.
C._
die bisher erfolgreich verlaufene Therapie weiter
zuführen (S. 1). Die
Innenmenis
k
usläsion
sei asymptomatisch, so dass ein operativer Eingriff an dieser Stelle nicht nur keinen Erfolg erzielen würde, sondern möglicherweise
die Situation noch verschlechtere
(S. 2).
3.6
Auf Empfehlung von
Dr.
C._
(vgl.
Urk.
9/42 S. 2) erfolgte vom 1
8.
Juli bis 2
6.
August 2011 eine stationäre Rehabilitation i
n der Re
haklinik
D._
, durch welche
allerdings keine
namhafte Verbesserung der Beschwerde
n erzielt werden k
onnte
(
vgl. Austrittsbericht vom
8.
September 2011,
Urk.
9/54
).
3.
7
Am 2
8.
März 2012 erfolgte
eine
kreisärztliche Untersuchung durch
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie.
Im gleichentags erstellten
B
ericht (
Urk.
9/94)
gab
Dr.
E._
an, dass ein etwas diffuses Beschwerdebild vorliege und auch di
e durch die verschiedenen Ärzte
erhobenen Palpationsbefunde unterschiedlich seien, weshalb die Indikation für eine bilanzierende Arthrosko
pie und gegebenenfalls
eine
mediale
Meniskushinterhornteilresektion
nicht leicht zu stellen sei.
Er werde
deshalb
ein
erneutes MRI
veranlassen (S. 5).
3.
8
Das daraufhin in der Klinik
F._
durchgeführte MRI des rechten Knies zeigte
im Wesentlichen
die bereits bekannten Befunde sowie Knorpelschäden am medialen
Femurcondylus
, am medialen
Tibiaplateau
sowie an der medialen Facette
retropatellär
und tiefe Fissuren am
Trochleaknorpel
(vgl. Beric
ht vom
7.
Mai 2012,
Urk.
9/98).
3.9
Gestützt auf die
se
MRI-Befunde
hielt
Dr.
E._
am 1
2.
Juni 2012 fe
st, es sei somit keine relevante Verä
nderung im Vergleich zum
Befund vom 1
5.
März 2011
ein
getreten
.
Da b
isher von einer asymptomatischen Innenmeniskusläsion rechts mit beginnender bis mässiger medial betonter
Pangonarthrose
ausgegan
gen worden
sei
,
habe
keine Indikation für eine Arthroskopie vorgelegen.
Eine solche
erscheine
nun
bald ein Jahr und fünf Monate nach dem Unfallereignis bei persistierender Arbeitsunfähigkeit
nach Rücksprache mit
Dr.
Z._
als
angezeigt (
Urk.
9/102 S. 2).
3.1
0
Die Ärzte des
Spital
s
G._
_
informierten
mit
B
ericht vom 2
1.
Juni 2012 (
Urk.
9/108)
darüber, dass d
er Beschwerdeführerin mitgeteilt wor
den
sei
, dass eine Arthroskopie mit
Teilmeniskektomie
nicht alle angegebenen Beschwerden positiv beeinflussen könne. Aufgrund des lang andauernden Beschwerdeverlaufs werde der operative Eingriff nun dennoch vorgenommen
.
Die Kniegelenksarthroskopie recht
s
mit
Teilmeniskektomie
medial erfolgte
darauf
hin
am 1
4.
September 2012 im
Spital
G._
(vgl. Operationsbericht vom
2.
Oktober 2012,
Urk.
9/127).
3.1
1
Die Beschwerdeführerin
hielt
sich
vom 1
5.
November bis 1
9.
Dezember 2012
erneut
in der Rehaklinik
D._
auf
(vgl. Austrittsbericht vom 2
0.
Dezember 2012,
Urk.
9/146
).
Das orthopädische Konsilium der Rehaklinik
D._
hielt am 2
9.
November 2012 fest, dass man die Be
schwerdeführerin bereits vor dem
operativen Eingriff darauf hingewiesen habe, dass unfallunabhängig eine
vor
bestehende
Gonarthrose
vorliege
und sich möglicherweise die Beschwerden auch nach der Meniskus-Teilentfernung nicht
zwingend ver
bessern würden. Dies
er Umstand
sei nun eingetreten. Die jetzigen Beschwerden seien durchaus erklärbar durch die doch bereits ausgeprägte, medial betonte Gonarthrose und Retropatellararthrose (
Urk.
9/145 S. 2).
3.1
2
Die Ärzte des
Spitals
G._
beschrieben
mit Bericht vom 2
0.
Dezember 2012 (
Urk.
9/152)
einen schleppenden Heilungsverlauf nach der erfolgten
Arthrosko
pie und medialen
Teilmeniskektomie
und gingen
aufgrund der persistierenden Schmerzangabe davon aus, dass die angegebenen Beschwerden nicht von intra
artikulärer Genese seien und somit wenig Zusammenhang mit der Operation respektive der vorbestehenden Pathologie im Kniegelenk zu tun hätten. Der Verlauf sowie die Angaben der Beschwerdeführerin seien schwer in Zusammen
hang mit dem Initialtrauma und der durchgeführt
en Operation zu bringen (S. 1).
3.1
3
Ein erneutes MRI des rechten Knies am 2
7.
August 2013 in der Klinik
H._
ergab
im Wesentlichen
eine mittelschwere bis schwere mediale
femorotibiale
Arthrose mit tiefen Knorpelschäden (vgl.
Urk.
9/
193 S. 2).
3.1
4
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
diagnostizierte
mit Schreiben vom
9.
September 2013 (
Urk.
9/196) eine posttraumatische
medialbetont
e
Gonarth
rose rechts bei Status
na
ch Sturz und
Meniskektomie
.
3.1
5
Die orthopädische Beurteilung vom 2
6.
September 2013 (
Urk.
9/200) durch den SUVA-Arzt PD
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
ergab, dass die Befund
e
des am 1
5.
März 2011 erfolgten MRI typisch für degenerative Veränderungen seien. Eine wesentliche Gewalteinwirkung auf den inneren Gelenksanteil, welche zu einer Verletzung des innenseitigen Meniskus geführt haben könnte, hätte zu kernspintomographisch fassbaren Veränderungen im Sinne eines
Knochenmark
ödems
oder
Bone
bruise
geführt. Dagegen zeige das MRI vom 1
5.
März 2011 Veränderungen unterhalb der Kniescheibe und bestätige den dokumentierten Verletzungsmechanismus mit direktem Aufprall nach vorne. Der
Unfallmecha
nismus
sei nicht geeignet, eine Meniskusverletzung zu verursachen. Die
unfall
zeitnah
erhobenen Befunde
würden
keinerlei Hinweise auf eine Pathologie im Bereich des innenseitigen Gelenkanteils des rechten Knies
liefern
. Auch über einen zeitlichen Verlauf von knapp 14 Monaten
seien
kernspintomographisch keine namhaften Veränderungen festgestellt
worden
. Die diagnostizierte Läsion des innenseitigen Meniskus sei in keinen überwiegend wahrscheinlichen
unfall
kausalen
Zusammenhang zu stellen (S. 8).
Mit überwiegen
der Wahrscheinlich
keit
habe das Unfallereignis vom 3
1.
Januar 2011 zu keiner richtungsweisenden Verschlimmerung des im MRI vom 1
5.
März 2011 dokumentierten Vorzustandes geführt (S. 9).
3.
1
6
PD
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Radiologie,
Klinik
D._
, berichtete am
8.
Oktober 2013 darüber, dass das aktuell durchgeführte MRI im Vergleich zum MRI vom
7.
Mai 2012 eine zunehmende, nun
schwere, mediale Gonarthrose mit
Osteonekrose
im medialen
Tibiaplateau
und beginnend auch in der Hauptbelastungszone des medialen
Femurcondylus
zeige. Es lägen eine schwere Degeneration des medialen Meniskus sowie ausgeprägte
Knorpelschä
den
auch
retropatellär
vor. Insgesamt liege somit eine mediale und
femoro
patelläre
Gonarthrose vor (
Urk.
9/211 S. 3).
3.
1
7
Am 1
3.
November 2013 erfolgte im S
pital
L._
schliesslich
eine
Knieto
talendoprothese
(vgl. Operationsbericht,
Urk.
9/223).
3.
18
Die zweite orthopädische Beurteilung
nahm
PD
Dr.
J._
am
1.
Dezember 2014
vor
(
Urk.
9/236).
D
abei
kam er
zum Schluss, dass sich keine ärztlichen Doku
mente fänden, die an seiner bisherigen Beurteilung etwas ändern
würden
. Eine Gewalteinw
irkung in einem Ausmass, welche
s
zu einer strukturellen Verletz
ung führen und im Sinne einer
Ri
chtungsgebung
zur beschleunigten Entwicklung degenerativer Veränderungen beitragen könnte,
sei
mit dem
kernspintomogra
phischen
Befund vom 1
5.
März 2011 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Der weitere klinische und bildgebende Verlauf
sei
mit der Ent
wicklung einer Gonarthrose nach unfallfremd durchgeführter
arthroskopischer
Teilmeniskektomie
zu erklären und so
mit nicht unfallbedingt (S. 4).
3.19
Mit Stellungnahme vom 1
3.
Januar 2015 (
Urk.
9/240
=
Urk.
3
) hielt
Dr.
I._
fest, dass der am
8.
Oktober 2013 festgestellte Schaden im rechten Knie ursächlich auf das initiale Trauma sowie die
erfolgten Therapiemassnahmen
zurückzuführen sei. Die Arthroskopie
sei mit Einwilligung der SUVA
erfolgt. Durch die
Arthroskopie
und
Teilmeniskektomie
habe sich
die
gesundheitliche Situation
richtungsgebend verschlimmert, sodass schlussendlich im MRI vom
8.
Oktober 2013 eine
Osteonekrose
festgestellt w
orden
sei (S. 3).
3.2
0
Am 1
6.
Februar 2015 erfolgte erneut eine orthopädische Beurteilung durch
PD
Dr.
J._
(vgl.
Urk.
9/242).
Er kam zum Schluss,
die
Aussage von
Dr.
I._
sei
ohne Überzeugungskraft (S. 3). Mit überwiegender Wahrscheinlich
keit sei der Funktionsverlust des innenseitigen Meniskus wesentliche Ursache für die Entwicklung einer mit Implantation einer
Endoprothese
behandelten Kniegelenksarthrose. Dieser Funktionsverlust sei überwiegend
wahrscheinlich nicht durch das Unfalle
reignis vom 3
1.
Januar 2011 eingetreten. Die Entwick
lung einer Gonarthrose sei
mit
überwiegend
er W
ahrscheinlich
keit
nicht durch die operative Massnahme
ausgelöst worden (S.
4).
4.
4.1
Vorab gilt es hinsichtlich des Unfallherganges
zu erwähnen, dass dieser in der Schadenmeldung vom
3.
Februar 2011 so geschildert wurde, dass die Beschwer
deführerin
beim Hinunterlaufen
die letzten Treppenstufen übersehen habe und direkt mit den Händen und Knie auf den Beton gefallen sei
. Als Art der Schädi
gung wurde eine „Verstauchung/Verdrehung Prellung“ erwähnt, wobei als betroffene Körperteile das rechte Handgelenk und das linke Knie aufgeführt wurden
(
Urk.
9/1
Ziff.
6,
Ziff.
9
).
A
nlässlich der
am Tag des Unfalles
erfolgten Erstbehandlung bei
Dr.
Z._
schilderte
die Beschwerdeführerin
einen Sturz nach vorne unten, direkt auf die Knie und Hände (
Urk.
9/13
Ziff.
2).
Der von
Dr.
Z._
erhobene Befund zeigte denn auch Schürfverletzungen über beiden Knien, Druckschmerzen über dem rechten Handgelenk und dem Radiusköpfchen rechts (
Urk.
9/13
Ziff.
4
). Mit ausführlichem Bericht vom 1
3.
Juni 2011 (
Urk.
9/38) bestätigte
Dr.
Z._
wiederum den von der Beschwerdeführerin
bereits bei der Erstbehandlung
geschilderten Unfallhergang und auch anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 2
8.
März 2012 gab die Beschwerdeführe
rin an, dass sie direkt auf das rechte Kniegelenk gefallen sei (
Urk.
9/94 S. 2
Ziff.
3). Entgegen dem von der Beschwerdeführerin vorgebrachten Einwand (vgl.
Urk.
1 S. 10
Ziff.
35) ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon aus
zugehen, dass sich der Sachverhalt so zugetragen hat, wie die Beschwerdefüh
rerin dies
gegenüber dem Hausarzt direkt nach dem Unfall
geschildert hat.
D
en ungenauen Angaben im Unfallprotokoll, welche sogar nur das linke Knie und nicht das vorliegend strittige rechte Knie erwähnen,
kommt
weniger Gewicht zu als den nachfolgenden einheitlichen Schilderungen der Beschwerdeführerin.
Der dokumentierte Verletzungsmechanismus mit direktem Anprall von vorne wird gemäss PD
Dr.
J._
auch dadurch
verifiziert
, dass
sich
die von
Dr.
B._
diagnostizierten subkutanen postkonditionellen ödematösen Veränderungen über der
Tuberositas
tibiae
in der
Region unterhalb der Kniescheibe be
finden
(vgl.
Urk.
9/200 S. 8).
4.2
Zur Frage der vorliegend strittigen Unfallkausalität der Beschwerden im rechten Knie erfolgte
eine
eingehende
Beurteilung
durch PD
Dr.
J._
(vgl. vorstehend E.
3.15, E. 3.18
, E. 3.20
)
.
Dieser nahm eine differenzierte Auseinandersetzung mit der gesamten Aktenlage vor und begründete nachvollziehbar, weshalb sowohl die Meniskusläsion als auch die zunehmende Gonarthrose als
unfall
fremd
zu betrachten seien.
Das Vorliegen eines krankhaften Vorzustandes
ist aufgrund der medizinischen Akten ausgewiesen
(
vgl.
Urk.
9/34 S. 1,
Urk.
9/36 S. 1,
Urk.
9/145 S. 2,
Urk.
9/152 S. 1
).
Die Berichte von PD
Dr.
J._
sind in sich schlüssig sowie widerspruchsfrei und es liegen keine Indizien vor, welche gegen die Zuverlässigkeit der Berichte sprechen würden. Z
ur Frage der Unfallkausalität
führte er
im Wesentlichen
aus, dass d
ie
anlässlich des am 1
5.
März 2011 ange
fertigten
Kernspintomogramm
e
s
erstmals
erhobenen Befunde eines langen hori
zontalen Ris
se
s des medialen
Meniskushinte
rhornes
und der Pars
intermedia
,
eines
an das mediale
Hinterhorn
angrenzenden
Meniskusganglions, einer mäs
sigen bis deutlichen medialen Gonarthrose und
Femoropatellararthrose
sowie einer deutlich medial betonten
Chondropathia
patellae
typische degenerative Veränderungen seien. Eine wesentliche Gewalteinwirkung auf den inneren Gelenksanteil, welche zu einer Verletzung des innenseitigen Meniskus
hätte führen können
, hätte zu fassbaren Veränderungen im Sinne eines
Knochen
mark
ödems
oder
Bone
bruise
führen müssen
.
Solche
Befund
e
hätten
allerdings
gerade nicht
erhoben werden können
. Der Unfallmechanismus
(vgl. hierzu vor
stehend E. 4.1)
sei nicht geeignet
gewesen
, eine Meniskusverletzung zu verursa
chen
. Die zeitnah zum Unfallgeschehen erhobenen Angaben zur Anamnese und
zum
Befund würden keinerlei Hinweise auf eine Pathologie im Bereich des innenseitigen Gelenkanteils des rechten Knies liefern. Die innenseitige
Menis
kusläsion
sei folglich in keinen überwiegend wahrscheinlichen unfallkausalen Zusammenhang zu stellen. Auch sei eine Gewalteinw
irkung in einem Ausmass, welche
s
zu einer strukturellen Verletzung führen und im Sinne
einer
Ri
chtungs
gebung
zur beschleunigten Entwicklung degenerativer Veränderungen beitragen könnte, mit dem kernspintomographischen Befund vom 1
5.
März 2011 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen. Die bildgebend dokumen
tierte Zunahme der Gonarthrose rechts sei überwiegend wahrscheinlich nicht unfallbedingt und mit der Entwicklung einer Gonarthrose nach unfallfremd durchgeführter
arthroskopischer
Teilmeniskektomie
medial am
1
4.
September 2012 zu erklären
(vgl
.
Urk.
9/200 S. 8,
Urk.
9/236 S. 4).
Auf diese Einschätzung ist abzustellen.
4.3
D
er
von der Beschwerdeführerin
vorgebrachte Einwand, dass
die nachträglich eingeholte Stellungnahme von PD
Dr.
J._
nicht zu beweisen vermöge, dass
der
zumindest teilursächliche Zusammenhang zwischen dem Unfall und dem heute vorliegenden Gesundheitsschaden entfallen
sei
(vgl.
Urk.
14 S.
3
)
,
vermag nicht zu überzeugen.
PD
Dr.
J._
führte nachvollziehbar aus, dass wesentliche Ursache für die Entwicklung einer im November 2013 mit Implantation einer
Endoprothese
behandelten Kniegelenksarthrose überwiegend wahrscheinlich der Funktionsverlust des innenseitigen Meniskus gewesen sei. Dieser
Funktionsver
lust
sei sodann mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht durch das
Unfaller
eignis
vom 3
1.
Januar 2011 eingetreten. Die vorgenommene Spiegelung sei zum Zweck der Verbesserung von Folgen dieses vorbestehenden Funktionsverlustes erfolgt.
Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Entwicklung einer Gonarthrose nicht durch die operative Massnahme aus
gelöst worden sei. Gleichwohl bleibe es hypothetisch und
es
könne
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass der hypo
thetische Zustand ohne die Arthroskopie und die weiteren vorgenommenen
Therapiemassnahmen schlechter gewesen wäre als der am
8.
Oktober 2013 effektiv festgestellte Zustand (
Urk.
9/242 S. 4).
4.4
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (vgl.
Urk.
14 S. 2) ändert der Umstand, dass dieser Bericht erst mit der Beschwerdeantwort eingereicht wurde, nichts an der vorliegenden Beurteilung, handelt es sich dabei insbesondere nicht um eine
n Bericht einer durchgeführten medizinischen Untersuchung
weshalb darin auch keine unzulässige Missachtung des
Devolutiveffekts
erblickt werden kann
, sondern um eine Beurteilung des hypothetischen Zustandes ohne erfolgte Arthroskopie. Zudem erhielt die Beschwerdeführerin die Möglichkeit hierzu im Rahmen eines zweiten Schriftenwechsels Stellung zu nehmen. Auch der Umstand, dass die durchgeführte Arthroskopie schliesslich auf Empfehlung des SUVA-Arztes
Dr.
E._
(
vgl.
Urk.
9/102 S. 2) erfolgte, ändert an der vorliegen
den Beurteilung nichts. Eine Anerkennung der Unfallkausalität lässt sich hie
raus entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S. 10
Ziff.
34) nicht
ableiten
, ist es dem Unfallversicherer
doch
unbenommen, zunächst im Rahmen einer formlosen Deckungsanerkennung Leistungen wie Heilbehandlung und Taggelder zu erbringen und diese nach einer eingehenden Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen (Unfalltatbestand, Kausalität) bei entsprechendem Untersuchungsergebnis ohne Berufung auf den
Rückkommenstitel
der
Wieder
erwägung
oder der prozessualen Revision „ex
nunc
et pro
futuro
“ einzustellen (BGE 130 V 380).
4.5
PD
Dr.
J._
hatte
bereits im Dezember 2014 nachvollziehbar aus
geführt
, dass das Unfallereignis vom 3
1.
Januar 2011 überwiegend wahrscheinlich nicht zu einer richtungsgebenden Verschlimmerung der bereits vorbestehenden Arthrose geführt habe und die durchgeführte
arthroskopische
Teilmeniskektomie
als unfallfremd zu betrachten sei (
Urk.
9/236 S. 4). Der Status quo sine
vel
ante war demnach bereits vor der erfolgten Operation erreicht und der natürliche Kausal
zusammenhang
somit
weggefallen (vgl. vorstehend E. 1.4), weshalb die danach noch bestehenden Beschwerden als nicht mehr unfall-, sondern ausschliesslich krankheitsbedingt zu betrachten sind.
4.6
Der obligatorische Unfallversicherer
hat zwar seine Leistungen auch für Schädi
gungen zu erbringen, die dem Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Art.
6
Abs.
3 UVG
;
Art.
10
der Verordnu
ng über die Unfallversiche
rung,
UVV
)
.
Er hat aber nur für Schädigungen aufzukommen, die in einem natürlichen und adäquat kausalen Zusammenhang mit den durch den versi
cherten Unfall erfolgten Heilbehandlungen und me
dizinischen Abklärungen stehen
(Urteile des Bundesgerichts 8C_834/2014 vom 2
6.
Februar 2015 E. 2.3 und 8C_
7
56/2010 vom 1
5.
Dezember 2010 E. 4).
Dies war hier aber gerade nicht
der Fall, da mit der Arthroskopie und
Teilmeniskektomie
– nach dem zuvor Gesagten (E. 4.2 ff.) – keine Unfallfolgen angegangen worden sind. Abgesehen davon
sind
auch
keine Hinweise für eine Fehlbehandlung im Zusammenhang mit der Arthroskopie und
Teilmeniskektomie
aktenkundig
(vgl. insbesondere Operationsbericht vom
2.
Oktober 2012,
Urk.
9/127 S. 2 f.
).
Die Ärzte des
Spitals
G._
hielten sodann auch fest, dass die nach der Operation angegebe
nen Beschwerden nicht von intraartikulärer Genese seien und somit wenig Zusammenhang mit der Operation respektive der vorbestehenden Pathologie im Kniegelenk zu tun hätten (
Urk.
9/152 S. 1).
Entgegen der Beurteilung
durch
Dr.
I._
(vgl.
Urk.
9/240 S. 3) lässt sich eine richtungsgebende Ver
schlimmerung durch die erfolgte Operation nicht erkennen.
Dr.
I._
begründete denn
auch nicht, weshalb er eine solche
durch die Operation ausge
löste
Verschlimmerung bejahte.
PD
Dr.
J._
hielt diesbezüglich
nachvollziehbar
fest,
dass mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen sei, dass die Entwicklung einer Gonarthrose nicht durch die operative Massnahme ausgelöst worden sei
und Ursache für die mit Implantation einer
Endoprothese
behandel
ten Kniegelenksarthrose überwiegend wahrscheinlich der Funktionsverlust des innenseitigen Meniskus gewesen sei
(
Urk.
9/242 S. 4).
4.
7
Angesichts der beweiskräftigen versicherungsinternen Beurteilungen durch PD
Dr.
J._
kann
vom eventuell beantragten Gerichtsgutachten zur Frage des natürlichen Kausalzusammenhanges (vgl.
Urk.
1 S. 2
Ziff.
2) im Sinne der anti
zipierten Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E. 1d) abgesehen werden.
4.
8
Zusammenfassend ergibt sich, dass
die jetzigen Beschwerden der Beschwerde
führerin nicht überwiegend wahrscheinlich kausal auf das Unfallereignis
oder
die anschliessend erfolgte
unfallfremde
Behandlun
g
zurückzuführen sind. D
er Vorzustand im rechten Knie
wurde
durch das Unfallereignis vom 3
1.
Januar 2011 zw
ar vorübergehend verschlechtert
,
dieses wirkte
sich a
ber nicht rich
tungsweisend aus.
Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin ihre Leistungen per
3
0.
November 2013
einstellte.
Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.