# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 119bca52-8c89-4777-9586-386950fecf88
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.
1
Die 1972 geborene
X._
absolvierte
nach der Schulzeit
eine Ausbil
dung als kaufmännische Angestellte
.
Ihrer
letzte
n
Vollzeitarbeitstätigkeit
ging sie im
Jahr 1996
bei der
Z._
als
Sekretärin
beziehungsweise
Sachbearbeiterin
nach
(Urk. 11/23/9, Urk.
11/23/2-3).
Anschliessend
ging
die Versicherte bei mehreren Arbeitgebern
Teilzeitbeschäftigungen
nach
(Urk.
11/110).
Im Jahr 2007 schloss s
ie
eine Weiterbildung zur Arzt- und Spitalsekretärin ab (Urk.
11/80/5). Vom 14. April 2008 bis 31.
Juli 2009
war sie
in einem Pensum von 60 % als
Medizinische Praxisassistentin (MPA) bezie
hungsweise
Arztsekretärin tätig (Urk.
11/84). Zudem ist die Versicherte seit November 2004 unregelmässig stundenweise als Aushilfskassiererin bei
der
A._
tätig
(Urk. 11/73), wobei sie dieser Tätigkeit zur
zeit während sechs Stunden pro Woche nachgeht (Urk. 11/116/3).
Am 8. No
vember 2010
kam
B._
zur Welt, die Tochter der Versicherten
(Urk.
11/106).
1.2
Am 12.
November 1997
hatte
sich die Versicherte
bei der
Eidgenössischen
Invali
denversicherung
wegen Dauerschwindel, Depressionen und Angstzustän
den zum Bezug von
L
eistungen an
gemeldet
(Urk.
11/2). Sie erhielt per 1.
September 1997 eine
ganze
Invalid
en
rente zugesprochen
, welche
anlässlich einer revisionsweisen Überprüfung
mit
Mitteilung vom 12.
August 1998 bestä
tigt wurde
(Urk.
11/8
, Urk.
11/10
). In der darauffolgenden Rentenrevision
vom 15.
August 2001 wurde die Rente der Versicherten auf eine
Viertelsrente
,
res
pektive
für den
Falle
des
Vorliegens eines Härtefalles auf eine halbe Rente
,
her
abgesetzt
(Urk.
11/4
1
). Mit
erneuter
Revision wurde der Versicherten
mit Verfü
gung vom 16.
Dezember 2003
per 29.
Juli 2003
wieder
eine ganze Invali
den
rente zugesprochen (Urk.
11/55). Am 25.
Februar 2005
, am 9. Januar 2008 so
wie am 29.
April 2010
wurde der Versicherten
im Rahmen weiterer Revisionen
mitgeteilt, dass sie weiterhin Anspruch auf ihre bisherige
ganze Invaliden
rente habe (Urk.
11/68
, Urk.
11/75, Urk.
11/103).
1
.
3
Im Rahmen eines weiteren
, im Februar 2011 eingeleiteten
Revisionsverfahren
s
, welches aufgrund der Geburt
von
B._
vorgezogen
wurde,
holte die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
bei den behandelnden Ärzten Berichte ein (Urk.
11/113/5, Urk.
11/114/5).
Zudem
veranlasste
die IV-Stelle
eine Abklärung der Einschränkung im Haushaltsbereich, welche am 25.
Juli 2011 vor Ort durchgeführt wurde
,
und liess die Versicherte am 24.
November 2011 durch Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, untersuchen
(Urk.
11/116
, Urk.
11/118, Urk.
11/120
)
.
Mit Vor
bescheid vom 6.
Januar 2012 wurde der Versicherten mitgeteilt, dass ihre Rente, da sie infolge der Aufsichts- und Erziehungsaufgaben für ihre Tochter ohne
Gesundheitsschaden neu zu einem Anteil von 50
% erwerbstätig und 50
% im Aufgabenbereich tätig wäre,
ab 1. Oktober 2012
auf eine
Viertelsrente
herab
gesetzt werde (Urk.
11/
125). Die Versicherte, vertreten durch Rechtsanwalt Marco Mona, erhob gegen diesen Vorbescheid am 4.
Februar 2012 Einwand (Urk.
11/
128). Die IV-Stelle hielt mit ihrer Verfügung
vom 22.
August 2012
an ihrem Vorbescheid fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte,
weiterhin
vertreten durch Rechtsanwalt Mona, mit Eingabe vom 19.
September 2012 Beschwerde und beantragte, es sei ihr eine
ganze
Rente, eventuali
t
er eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen. Eventuell seien die Akten zwecks Durchführung sich aufdrängender Abklärungen und zu einem neuen Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Weiter stellte sie ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwalt Mona als unentgeltliche
n
Rechtsvertreter (Urk.
2).
Die
Beschwer
degegnerin
beantragte mit Eingabe vom 2.
November 2012 die Abweisung der Beschwerde (Urk.
10). Mit Verfügung vom 7.
Februar
2013
wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und ihr in der Person von Rechtsanwalt Mona ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bestellt. Zu
dem wurde ihr eine Kopie der Eingabe der Beschwerdegegnerin vom 2.
November 2012 zugestellt (Urk.
15).
Mit Schreiben vom 19.
Februar 2014 reichte Rechtsanwalt Mona
auf telefonische Aufforderung hin
seine Kostennote ein (Urk.
17).
Mit Verfügung vom 3.
März 2014 wurde die
Personalvorsorge Y._
beigeladen und ihr Frist zu
r
Stellungnahme
angesetzt (Urk. 18). Mit Eingabe vom 18. März 2014 verzichtete die Beigeladene auf eine Stellungnahme (Urk. 19).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten ist, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit beziehungsweise - bei Versicherten, die vor der Beeinträchtigung ihrer Gesundheit nicht erwerbstätig waren - die Unmög
lichkeit, sich im bisherigen Aufgabenbereich zu betätigen (Art.
8 Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un
fall sein (Art.
4 Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Ar
beitsmarkt (Art.
7 Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Er
werbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art.
7 Abs.
2 ATSG).
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art.
28a Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig und daneben im Aufgabenbe
reich tätig sind, wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. Danach wird darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art.
28a Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.
2
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (Art.
17 Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des Art.
28a Abs.
3 IVG in Verbindung mit Art.
16 und 7 Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbare
n Invaliditätsbemessungsmethode
.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nicht
-
erwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Üb
rigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchti
gung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (Art.
27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung [
IVV
]
).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten sind insbesondere die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhält
nisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber
Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen.
Die gemischte Methode bezweckt damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 1
33 V 504 E.
3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beur
teilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Le
benserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im
Gesun
d
heitsfall
ausgeübten (Teil-) Erwerbs
tätigkeit ist der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E.
3.2,
130 V 393
E.
3.3,
125 V 146
E.
2c, je mit Hinweisen).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.
4
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind - analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E.
3a mit Hinweis) - verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E.
2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E.
5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61 E.
6.2 und 128 V 93 f. E.
4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Um
fang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für je
nen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerbli
chen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgaben
bereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts I 23
6/06 vom 19. Juni 2006 E.
3.2).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zu
geschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfahren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine
beweistaugli
che
Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Inva
lidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vor
dergrund steht (AHI 2004 S. 137 E.
5.3).
1.
5
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art.
17 Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Eine Veränderung der gesundheitlichen Ver
hältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verän
dert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 11.
Mai 2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedli
che Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert geblie
benen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art.
17 Abs.
1 ATSG dar. (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E.
1 mit Hinweisen).
Ein Revisionsgrund ist unter Umständen auch dann gegeben, wenn eine andere Art der Bemessung der Invalidität zur Anwendung gelangt, wobei allerdings nicht ohne zwingende Notwendigkeit von den der ursprüng
lichen
Invaliditäts
schätzung
zu
grunde gelegten Bemessungskriterien abgewichen werden soll. So hat das Bundesgericht wiederholt entschieden, dass die in einem bestimmten Zeitpunkt massgebende Methode der Invaliditätsschätzung die künftige Rechts
stellung der versicherten Person nicht präjudiziert, sondern dass die alternativen Kriterien der Erwerbsunfähigkeit einerseits und der Unmöglichkeit der Betäti
gung im nicht erwerblichen Aufgabenbereich anderseits im Einzelfall einander ablösen können (BGE 113 V 273 E. 1a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21.
August 2006 E.
4.1).
1.
6
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkom
mensvergleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Recht
sprechung zur Wiedererwägung und prozessualen Revision (BGE 134 V 131 E.
3 und 133 V 108 E.
5.4 mit Hinweis). Nach der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung ist eine Verfügung verzichtbar, wenn bei einer von Amtes wegen durch
geführten Revision keine leistungsbeeinflussende Änderung der Verhältnisse festgestellt wurde (
Art.
74
ter
lit
.
f IVV) und die bisherige Invalidenrente daher weiter ausgerichtet wird. Wird auf entsprechende Mitteilung hin keine Verfü
gung verlangt (
Art.
74
quater
IVV), ist jene in Bezug auf den Vergleichszeitpunkt einer (ordentlichen) rechtskräftigen Verfügung gleichzustellen (Urteile des Bun
desgerichts 9C_771/2009 vom 10. September 2010 und 9C_586/2010 vom 15. Oktober 2010, je E.
2.2, mit Hinweisen).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die Herabsetzung der laufenden ganzen Rente auf eine
Viertelsrente
in der
angefochtenen
Verfügung
vom 2
2.
August 2012
zusam
mengefasst
damit, dass die Versicherte ohne Gesundheitsschaden nach der Geburt ihrer Tochter infolge von Aufsichts- und Erziehungsaufgaben neu zu einem Anteil von 50 % erwerbstätig wäre, während die restlichen 50
% in den Aufgabenbereich (Haushalt und Betreuungsaufgaben) entfallen würden. Die Versicherte habe beim Abklärungsgespräch ganz klar geäussert, dass sie einer 50%igen Er
werbstätigkeit nachgehen würde und eine Kinderbetreuung tagsüber nicht gesichert sei. Bei einer alleinerziehenden Mutter mit einem achtmonatigen Kind sei nicht nachvollziehbar, dass sie einer 64-70%igen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Der Versicherten sei die Ausübung einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 20
% zumutbar. Mittels eines Einkommensvergleichs ergebe sich für den Erwerbs
bereich ein
Teilinvaliditätsgrad von
35
%, während d
er
Teilin
validitätsgrad
im Haushaltsbereich 7
,
5
% betrage, was unter Anwendung der gemischten Methode der Invaliditätsbemessung zu einem
Gesamtinvaliditäts
grad
von
gerundet
42 % führe. Gestützt darauf sei die ganze Rente
per 1. Okto
ber 2012
auf eine
Viertelsrente
herabzusetzen (Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin liess demgegenüber ausführen, immer noch Anspruch auf eine
ganze
Rente oder eventualiter
eine
Dreiviertelsrente
zu haben. Es sei davon auszugehen, dass sie im Gesundheitsfall zu mindestens 70
% und nicht zu 50
% erwerbstätig wäre. Als sie
anlässlich der Haushaltsabklärung
geäussert habe, sie wäre im Gesundheitsfall zu 50 bis 60
% erwerbstätig, habe sie noch mit ihrem damaligen Partner und Vater
ihres
Kindes zusammengelebt, welcher monatlich Fr.
3‘000.-- an die gemeinsamen Kosten beigesteuert habe.
Als sie noch alleine gelebt, aber gewusst habe, dass sie ein Kind bekomme, habe sie
ge
genüber der
D._
am 16
. März 2010 festgestellt, sie würde einer Beschäftigung von 60 bis 80 % nachgehen wollen. Dies sei bei dem Einkommen
von ungefähr
Fr. 5‘000.-- pro Monat, welches sie mit einem Vollzeitpensum erzielen könne, sowie unter Berücksichtigung der vom Vater des Kindes zu zahlenden Kinderalimente von Fr. 1‘300.-- pro Monat eine Überlebensnotwendigkeit. Auch mit dem so errech
neten hypothetischen Einkommen von ungefähr Fr. 4‘800.-- pro Monat müsste sie nämlich sehr genau kalkulieren, vor allem wenn man auch die
Kinderbe
treuungskosten
berücksichtige.
Weiter sei aufgrund der grossen Lücken in ihrem Lebenslauf beim Invalideneinkommen ein Leidensabzug von 10
% zu berück
sichtigen. Schliesslich sei der Auszug des Partners auch bei der Haushaltsfüh
rung zu berü
cksichtigen. Es ergebe sich ein
Teilinvaliditätsgrad
im
Erwerbs
be
reich
im Umfang von
57,4
%,
ein Teilinvaliditätsgrad
im Haushalt
sbereich
im Umfang von
13,8
% und
ein
Gesamtinvaliditätsgrad
von
gerundet
71
% (Urk.
1).
3.
Die letzte
revisionsweise Bestätigung der
ganzen
Rente mit Mitteilung vom 29.
April 2010 (Urk. 11/103) beruhte auf einer materiellen Prüfung des Renten
anspruchs mit Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse (
Urk.
11/
98, Urk.
11/
99, Urk.
11/
100, Urk.
11/
102
). Damit dient der Zeitpunkt dieser Rentenrevision als massgeblicher Vergleichspunkt für die Frage, ob bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 24.
August 2012 eine den Ren
tenanspruch beeinflussende Änderung eingetreten ist (vgl. E.
1.
6
).
4.
4.
1
Die Abklärung der
Beeinträchtigung
in Beruf und Haushalt erfolgte am 25.
Juli 2011 mittels Besuch bei der Beschwerdeführerin zu Hause
, wobei die
für ihre Tätigkeit
qualifizierte Mitarbeiterin des Abklärungsdienstes
der IV-Stelle
Kennt
nis von den massgeblichen örtlichen und räumlichen Verhältnissen erlangte
.
Im Haushaltsabklärungsbericht vom
11.
August 2011 (
Urk. 11/116
) wurden
die
medizinischen
Diagnosen
wie auch die Angaben der Beschwerdeführerin zur sozialversicherungsrechtlichen Qualifikation (Ermittlung der Erwerbstätigkeit), zu den Wohnverhältnissen und den einzelnen Aufgaben im Haushalt
berück
-
sich
tigt
. Die Einschränkungen der Beschwerdeführerin in den einzelnen Bereichen de
r
Haushalts
tätigkeiten
wurden im Abklärungsbericht detailliert wiedergege
ben. Sie sind nachvollziehbar und plausibel begründet
.
4.
2
Anlässlich d
er
Haushaltsabklärung
vom 25
.
Juli 2011
äusserte die Beschwerde
führerin,
dass
sie im Falle ihrer Gesundheit
sicherlich einer 50%igen Erwerbstä
tigkeit nachgehen würde, da sie von ihrem Lebenspartner finanziell unabhängig sein wolle. Der Lebenspartner, welcher am 1.
April 2011 bei ihr eingezogen sei, zahle Fr. 3‘000.-- pro Monat in die Haushaltskasse und übernehme die allge
meinen Rechnungen für die Tochter wie beispielsweise Arztrechnungen (Urk.
11/116)
.
Die Versicherte liess mit Einwand auf den Vorbescheid vom 4.
Februar 2012
insbesondere
ausführen, der Vater ihrer Tochter sei ausgezogen
,
weshalb
für den Fall ihrer Gesundheit von einer Erwerbstätigkeit von mindes
tens 60
% auszugehen
sei
, wobei sie den Einkommensvergleich
im Einwand
auch mit einem solchen Erwerbspensum von 60 % berechnete.
Weiter machte sie geltend
,
sie habe
sich für eine Stelle mit
einem
Pensum von 50
% beworben, welche
als zusätzliche Stelle zur Arbeitstätigkeit an der
A._
vorgesehen gewesen sei, weshalb von einem Arbeitspensum von insgesamt 64 bis 70
% die Rede sei
(Urk.
11/128).
Gemäss Stellungnahme des A
bklärungsdienstes
der IV-Stelle
vom 24.
Mai 2012
äusserte die Versicherte beim Abklärungsgespräch ganz klar, dass sie
im
Ge
sundheitsfalle
einer 50%igen Erwerbstätigkeit nachgehen würde. Mit einem Kleinkind, welches zum Abklärungszeitpunkt acht Monate alt gewesen sei, sei die Anrechnung einer Erwerbstätigkeit von 50
% sehr grosszügig. Die Versi
cherte habe
zudem
erwähnt, dass die Kinderbetreuung tagsüber nicht gesichert sei, was mit Grund dafür gewesen sei, dass sie kein höheres Arbeitspensum habe leisten können.
Mit einem 50%igen Einkommen in der Höhe von ungefähr Fr.
2‘304.-- und den Kinderunterhaltsbeiträgen von Fr.
1‘300.-- käme die Versi
cherte auf ein monatliches Einkommen von Fr.
3‘915.-- zuzüglich Kinderzula
gen, womit sie den Lebensunterhalt bestreiten könnte. Es sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit anzunehmen, dass sich die Versicherte langfristig das Wie
dererlangen ihrer vollständigen Arbeitsfähigkeit wünsche und sie ein
Arbeits
pensum
zwischen 60 und 80
%, welches si
e gemäss einem Arztbericht
der
D._
vom 16.
März 2010 erwähnt habe, für einen späteren Zeitpunkt anstrebe. Bei einer alleinerziehenden Mutter eines achtmonatigen Kindes für welches die
Kin
derbetreuung
nicht gesichert sei, sei es absolut nicht nachvollziehbar, dass diese
im Gesundheitsfalle
einer 64 bis 70%igen Erwerbstätigkeit nachgehen würde (Urk.
11/1
36
/2-3).
4.
3
Es ist
zunächst
festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin anlässlich der
Haus
-
halts
abklärung
erwähnte,
sie wäre im
Gesundheitsfall im Umfang von 50
% erwerbstätig. Die Beschwerdeführerin behauptete zwar
in Einwand und Beschwerde
, sie
habe
gesagt
, sie wollte zwischen 50 und 60
% erwerbstätig sein
(Urk.
1,
Urk. 11/128
)
, doch dies geht aus den Akten nicht hervor
und es ist kein Grund dafür ersichtlich, dass die mündlichen Angaben der Beschwerdeführerin
in Bericht und Stellungnahme
des Abklärungsdienstes
falsch hätte
n
wieder
ge
geben
werden
sollen
.
Grundsätzlich ist nach gerichtlicher Praxis dem früheren Verhalten grösseres Gewicht beizumessen als der späteren Darstellung, die be
wusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen
versicherungsrechtli
cher
oder anderer Art beeinflusst sein kann (BGE 121 V 45 E.
1a, 115 V 133 E.
8c mit Hinweis).
Hätte sich die Lebenssituation der Beschwerdeführerin zwi
schen ihren Aussagen anlässlich der Haushaltsabklärung und der Verfügung nicht erheblich verändert, so könnte
somit
ohne weiteres auf ihre „Aussage
der ersten Stunde“ abgestellt werden. Im Fo
lgenden ist
jedoch noch
zu klären, ob
der
Auszug
des damaligen
Partners
der Versicherten
nach
diesen „Aussagen der ersten Stunde“
,
jedoch vor Verfügungserlass
,
eine solch
erhebliche Änderung in ihren Lebensverhältnissen
bewirkt hat
.
4.
4
Das Alter des jüngsten Kindes und die Familiensituation haben einen
erhebli
chen
Einfluss auf die Erwerbssituation
von
Mütter
n
. Mütter mit Partner und jüngstem Kind unter sieben Jahren sind häufiger nicht erwerbstätig als bei
Vor
handensein eines
jüngste
n
Kind
es
zwischen sieben und vierzehn Jahren, aber auch häufiger als alleinerziehende Mütter. Letztere sind nicht nur öfter erwerbstätig als Mütter mit einem Partner, sondern haben zudem eher einen höheren Beschäftigungsgrad. Konkret waren alleinerziehende Mütter mit einem jüngsten Kind unter sieben Jahren im Jahr 2012 zu 21,5
% Vollzeit (90 bis 100
%), zu 38,3
% Teilzeit zwischen 50 und 89
%, zu 19,9
% Teilzeit unter 50
% und zu 20,3
% nicht erwerbstätig. Dies stellt verglichen mit der
Erwerbssitua
tion
von Müttern mit Partnern und einem jüngsten Kind unter sieben Jahren, welche im Jahr 2012 zu 13,1
% Vollzeit (90 bis 100
%), zu 26,7
%
Teilzeit zwi
schen 50 und 89
%
, zu 30,5
% Teilzeit unter 50
% und zu 29,7
% nicht er
werbstätig waren einen signifikanten Unterschied dar (vgl. Schweizerische
Ar
beitskräfteerhebung
[SAKE]
, Erwerbssituation von Müttern und Vätern nach Alter des jüngsten Kindes, 2012
;
http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/in
-
dex/themen/20/05/blank/key/Verein
barkeit/01.html
).
4.
5
Alleinerziehende erwerbstätige Mütter müssen sich
für die
Kinderbetreuung
zwangsläufig
organ
isieren. Ob sie dies für ein 50
%
iges
Pensum oder ein
etwas
höheres Pensum tun müssen,
ist diesbezüglich
nicht entscheidend. Wenn die IV-Stelle ausführt, dass die Beschwerdeführerin, wenn sie gesund wäre
,
50
% ar
beiten würde, aber mangels organisierter Kinderbetreuung nicht
60 oder 70 %
, so
überzeugt dies nicht
, da
die
Beschwerdeführerin
ohne organisierte
Kinderbe
treuung
als alleinerziehende Mutter
eine
s
Kleinkind
es
gar nicht erwerbstätig sein könnte
.
4.
6
Das Kind der Beschwerdeführerin war im Verfügungszeitpunkt nicht mehr acht Monate, sondern bereits beinahe zwei Jahre
alt
, was
für die
Festset
zung eines realistischen
hypothetischen
Erwerb
stätigkeitspensums der Beschwerdeführerin im Falle ihrer Gesundheit ebenfalls zu berücksichtigen ist. Schliesslich ist auch die finanzielle Lage der Beschwerdeführerin
in Betracht
zu ziehen
sowie ihre Ausbildung und die Tatsache, dass sie sich in der Vergangenheit trotz ihrer gesundheitlichen Einschränkungen sowie der
Invaliden
rente immer um
eine
Arbeitstätigkeit und Weiterbildung bemüht hat.
Gemäss Berechnung der IV-Stelle beträgt der erweiterte Notbedarf der Beschwerdeführerin mit Kind Fr. 4‘813.--
(Urk.
11/134)
.
D
ie Berechnung des A
bklärungsdienstes
der IV-Stelle
in ihrer Stellungnahme
vom 24. Mai 2012 (Urk.
11/136/2-3)
ergab
ein Einkom
men in der Höhe von Fr.
2‘304.-- zuzüglich Fr.
1‘300.
--
Kinderalimente
, woraus
nicht Fr.
3‘915.--,
wie die IV-Stelle angenommen hat,
sondern
Fr.
3‘604.--
resultieren
.
Dies entspricht gemäss Berechnung der Beschwerdeführerin
selbst in etwa
ihrem Notbedarf, wobei in diesem
Betrag
keine Kosten für
Kinderbetreu
ung
enthalten sind (Urk.
1)
, welche der Beschwerdeführerin jedoch im Falle ihrer Arbeitstätigkeit entstehen würden
.
Es ist nicht nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdeführerin
sich
im Gesundheitsfall mit monatlichen
Ein
nahmen
von rund
Fr.
3‘
6
00.--
im Leb
ens
standard
empfindlich
einschränken sollte
,
in
dem sie
– bei Berücksichtigung -
von Kinderbetreuungskosten
,
nicht einmal ihren Notbedarf decken könnte,
obwohl sie über eine gute Ausbildung verfügt und ihre Motivation in Sachen Erwerbstätigkeit trotz ihrer psychischen Erkran
kung stets
vorhanden war
(Urk. 11/65/3, Urk. 11/72/3, Urk. 11/77, Urk. 11/80/5, Urk. 11/83/6, Urk. 11/89)
.
4.
7
Da die Beschwerdeführerin selbst im Einwand
vom 4.
Februar 2012 (Urk. 11/128)
, als sie bereits über die Trennung von ihrem Partner Bescheid wusste, ausführen liess, sie wäre im Gesundheitsfalle mindestens zu 60
% erwerbstätig und ihren Invaliditätsgrad
im Einwand
auch mit dieser Prozentzahl
berechnete
, ist davon auszugehen, dass
s
ie
im Gesundheitsfall
tatsächlich zu 60
% und nicht in einem höheren Umfang erwerbstätig wäre.
Wäre dies anders
, so hätte sie bereits im Einwand
konkret
eine Erwerbs
t
ä
t
igkeit in einem höheren Umfang behauptet.
Gemäss
dem Arztbericht der
D._
vom 16.
März 2010 gab die Versicherte bekannt, sich langzeitig das Wiedererlangen ihrer vollständigen Arbeitsfähigkeit zu wünschen und ein
Arbeitsp
ensum zwischen 60 bis 80 % an
zustreben (Urk.
11/100/4). Da sich die Versicherte
mit dieser Aussage
jedoch ausdrücklich
auf
langfristige Wünsche bezog, kann
sie
nichts zu dem von ihr
beabsichtigten
Arbeitspensum während der
ersten Lebensjahre ihres Kindes
ab
leiten
.
Doch dass
s
ie im Gesundheitsfall
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu 60
% und nicht ledigl
ich zu 50
% erwerbstätig wäre, ist
dargetan. Denn es ist
aufgrund der geschilderten Umstände
tatsächlich
überwiegend wahrscheinlich
, dass sie
im Gesundheitsfalle
als alleinerziehende Mutter
insbesondere aus finan
ziellen Gründen
in etwas höherem Umfang erwerbstätig
wäre
, als wenn sie mit ihrem Partner zusammenlebte.
4.9
Als Zwischenfazit ist somit festzuhalten, dass
bei der Versicherten
in der massge
blichen Zeit
von einer Erwerbstätigkeit im Umfang von 60
% sowie einer Tätigkeit im
Aufgabenbereich (
Haushalt
)
im Umfang von 40 % auszugehen ist. Im Folgenden ist nun festzustellen, in welchem Umfang in den beiden Berei
chen
gesundheitsbedingte
Einschränkungen
bestanden
.
5.
5.1
Im
Zusammenhang mit der Revision gab die IV-Stelle bei Dr.
C._
eine Begut
achtung der Versicherten in Auftrag
, welche am 24.
November 2011 stattfand
.
Dr.
C._
stellte
in seinem Gutachten vom 10
.
Dezember 2011
in Kenntnis der jahrelangen Krankengeschichte der Versicherten folgende Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
generalisierte Angststörung (ICD-10 F.41.1)
rezidi
vi
erende depressive Störung, zum Untersuchungszeitpunkt mittelgra
dig ausgeprägt mit somatischem Syndrom (ICD-10 F.33.11) und
Persönlichkeitsstörung mit vorrangig narzisstisch bis selbstunsicheren und
dependenten
Anteilen
(ICD-10 F.61.0)
.
Betreffend die Arbeitsfähigkeit
hielt Dr.
C._
fest,
das vorliegende
Störungs
bild
in seiner derzeitigen Ausprägung schränke die psychophysische und psy
chosoziale Leistungsfähigkeit der Versicherten erheblich ein. Aus psychiatri
scher Sicht bestehe derzeit eine 80
%
ige Arbeitsunfähigkeit in jedweder Tätigkeit unter den Bedingungen der freien Wirtschaft (Urk.
11/120
/23
).
Im Gutachten von
Dr.
C._
wird die Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 80 % ausführlich und nachvollziehbar begründet (Urk
.
11/
20 ff.
). Sowohl die IV-Stelle als auch
die
Beschwerdeführerin
gingen denn auch in ihren
Berech
nung
en
des Invaliditätsgrads von einer Arbeitsunfähigkeit
im
Umfang von 80
%
aus (Urk.
1, Urk.
2).
A
uch in der nachfolgenden Berechnung
ist
von einer Arbeitsunfähigkeit in diesem Umfang auszugehen.
5.2
Das
Valideneinkommen
wurde von der IV-Stelle basierend auf der Tätigkeit der Beschwerdeführerin
im Jahr 200
6
und
dem damaligen Jahresverdienst von
Fr.
67‘
660.-- (Urk. 11/74/2 unten)
auf das Jahr 2011 aufgerechnet und
auf Fr.
72‘958.--
für eine Erwerbst
ätigkeit von 100
% festgesetzt
(Urk. 2)
.
Dieses Einkommen ist
mittels Auszügen aus dem Individuellen Konto
a
us
gewiesen
(Urk.
11/110)
und wurde von der Beschwerdeführerin
anerkannt
(Urk.
1)
. Für ein
Arbeitspensum im Umfang von 60
% ist somit ein
Vali
deneinkommen
von Fr.
43‘77
5
.-- einzusetzen
.
5.3
Betreffend das Invalideneinkommen ist gemäss der IV-Stelle auf
den Lohn für Hilfsarbeiten gemäss der Lohnstrukturerhebung
2010 S.
26
Tab. TA1
Total
, auf
gerechnet auf das Jahr 2011
,
a
bzustellen
. Für das der Versicherten zumutbare Arbeitspensum von 20
% ergebe dies ein Einkommen von Fr.
10‘885.--. Die Beschwerdeführerin g
ing ebenfalls von diesem
Betrag
aus
,
und die Annahme, dass
die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer Erkrankung
einer
Hilfstätigkeit
nachgehen muss, ist offensichtlich realistisch,
zumal
s
ie zur
zeit
tatsächlich zu 14
% als Hilfskassiererin tätig ist.
Die Beschwerdeführerin liess geltend machen, da sie in ihrem Lebenslauf grosse Lücken aufweise, welche die Suche nach einer Arbeit ganz erheblich erschwer
ten, dränge sich ein Leidensabzug von 10
% vom Invalideneinkommen auf (Urk.
1 S.
5)
.
Ob
ein solcher Leidensabzug gerechtfertigt
ist, kann offenbleiben
.
Denn
auch die Vornahme eines solchen Abzugs
würde
am
zu berechnenden
Rentenanspruch der Beschwerdeführerin
nichts
ändern (vgl. E.
5.4
und
E.
7).
5.
4
Die Differenz zwischen dem
Valideneinkommen
von
Fr. 43‘77
5
.--
und dem
Invali
deneinkommen
von
Fr.
10‘885.--
beträgt
Fr.
32‘889.--
.
Dies entspricht eine
r
Einschränkung
von gerundet
75,1
% (
Fr.
32‘8
90
.--
x 100
% :
Fr.
43‘775
) sowie einem Teilinvaliditätsgrad von 45
% (75
,
1
% x 0.6).
Würde beim
Invali
deneinkommen
ein
leidensbedingter
Abzug von 10
% miteinbezogen, so ergäbe sich ein Invalideneinkommen in der Höhe von Fr.
9‘797.--, eine Differenz zum
Valid
eneinkommen
in der Höhe von Fr.
33‘978.-- und eine Einschränkung von gerundet 77,6
%
(
Fr. 33‘
978.-- x 100 % : Fr. 43‘775
)
, was einen
Teilinvaliditäts
grad
von 46
,
6
%
(77,6 % x 0.6)
ergibt.
6.
6.1
Gemäss de
m
Haushaltsabklärung
sbericht
war die Beschwerdeführerin
per 8.
November 2010 im Haushalt zu 23,3
% eingeschränkt und per 1.
April 2011 zu 14,6
% (Urk.
11/116). Am 8.
November 2010 wurde die Tochter der Beschwerdeführerin geboren und am 1.
April 2011 zog ihr damaliger Lebens
partner, der Vater ihrer Tochter, bei ihr ein.
Gemäss der Stellungnahme des
Abklärungsdienstes
der IV-Stelle
vom 24.
Mai 2012 ist
nach dem nur einige Monate nach dem Einzug erfolgten Auszug
des Lebenspartner
s
von de
n
gleichen Einschränkungen der Versicherten in den ein
zelnen Bereichen auszugehen wie vor dessen Einzug (Urk.
11/136/2).
D
ie IV-Stelle
ging
in der Verfügung vom 22.
August 2012
(Urk.
2)
dennoch
ohne Be
gründung
von den Einschränkungen der Versicherten während deren Zusam
menleben mit
ihrem
Partner aus
, was nicht nachvollziehbar ist
, wohnte er im Verfügungszeitpunkt doch nicht mehr bei ihr
.
6.2
Die Beschwerdeführerin liess geltend machen, es sei von der Basis der
Einschrän
kungen im Haushalt
vor dem 1.
April 2011 auszugehen
. Doch es
seien
weitere Einschränkungen zu berücksichtigen, welche sich aufgrund der zusätzli
chen Belastungen mi
t
Erziehungs- und Pflegeaufgaben ergeben
hätten
.
Mittels
Aufstellung in der Beschwerde
berechnete
die Beschwerdeführerin
eine Ein
schränkung
im Haushaltsbereich
im Umfang von insgesamt
45,9
%
(Urk.
1
S.
5-7)
.
Die Versicherte ging in ihrer Berechnung zu Recht von den gemäss
Haus
haltsabklärungsbericht
vor dem 1
. April 2011 bestehenden
Einschrän
-
kungen
aus (Urk. 1 S. 6-8), als der damalige Partner und Vater von
B._
noch nicht bei ihr lebte. Doch fälschlicherweise traf sie die Annahme, dass die Geburt von
B._
in dieser Aufstellung der Einschränkungen noch nicht berück
sichtigt worden sei. Dies würde keinen Sinn ergeben, da
B._
bereits am 8. November 2010 zur Welt kam. Zudem wies der Vertreter der Versicherten in der Beschwerde selbst darauf hin, es sei merkwürdig, dass die
Gewichtung der Kinderbetreuung vor und nach der Geburt gleich eingeschätzt werde (Urk. 1 S. 7). Hierzu ist anzumerken, dass dies gerade belegt, dass das Kind in der frag
lichen Aufstellung im Haushaltsabklärungsbericht bereits berücksichtigt wurde - die Gewichtung der Kinderbetreuung hätte bei einer kinderlosen Person ohne Betreuungsaufgaben mit 0 % erfolgen müssen. Es besteht
somit kein Anlass, die im Rahmen der Haushaltsabklärung für die Zeit vor dem 1. April 2011 ermit
telten Einschränkungen abzuändern, da diese die nach der Geburt von
B._
entstandenen Mehraufwände bereits ausreichend berücksichtigen.
6.3
Es ist somit festzuhalten, dass auf die anlässlich der Haushaltsabklärung festge
stellte Einschränkung der Beschwerdeführerin für die Zeit vor Einzug ihres Partners abzustellen ist
. Es ist somit
eine E
inschränkung im Umfang von 23,3
%
zu berücksichtigen, was einen Teilinvaliditätsgrad von
gerundet
9,3
% ergibt (
23,3
% x 0.4)
.
7.
Werden die
Teilinvaliditätsgrade
im Umfang von 45
% (Erwerbsbereich) und 9,3 % (Aufgabenbereich) zusammengezählt, so ergibt sich ein
Gesamti
nvalidi
tätsgrad
von gerundet 54
%. Die Beschwerdeführerin hat somit Anspruch auf eine halbe
Invaliden
r
ente.
Daran
würde
sich auch dann nichts
ändern
, wenn
man beim
Invalideneinkommen ein
en
leidensbedingte
n
Abzug von 10
%
vor
nehmen würde,
woraus
ein
Teilinvaliditätsgrad im Erwerbsbereich von 46
,
6
%
resultieren würde
, da sich dann ein Gesamtinvalidi
t
ätsgrad von
55
,
6
%
und so
mit ebenfalls ein Anspruch auf eine halbe Rente
erg
äbe
.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist somit die Verfügung der IV-Stelle vom 22.
August 2012 insoweit abzuändern, als d
ie
Beschwerdeführer
in
ab 1.
Oktober
201
2
Anspruch auf eine halbe Invalidenrente
sowie die
entspre
chende
Kinderrente für ihre Tochter
B._
hat.
8
.
8.1
Da es um die Bew
illigung oder Verweigerung von
Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) auf Fr.
8
00.-- anzusetzen.
Die Kosten sind der unterlie
genden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
8
.2
Nach der Rechtsprechung ist bei bloss teilweisem Obsiegen dann eine unge
kürzte Parteientschädigung zuzusprechen, wenn die versicherte Person im Grundsatz obsiegt und lediglich im
Masslichen
(teilweise) unterliegt. In Streitig
keiten um die Höhe einer Invalidenrente trifft dies zu, wenn nicht die bean
tragte ganze oder höhere Rente, sondern eine geringere Teilrente zugesprochen
wird
. Dahinter steht die Überlegung, dass eine "
Überklagung
" eine Reduktion der Parteientschädigung nicht rechtfertigt, soweit das Rechtsbegehren keinen Einfluss auf den Prozessaufwand ausübt (
Urteil des Bundesgerichts
9C_995/2012 vom 17.
Januar 2013
E. 3
mit weiteren Hinweisen
). D
ie
Beschwer
deführ
er
in
hat somit Anspruch auf eine ungekürzte Partei
entschädigung.
D
er
Rechtsvertreter de
r
Beschwerdeführer
in
weist in der eingereichten
Kosten
note
vom
19
.
Februar 2014 (Urk.
1
7
) für das vorliegende Verfahren einen Zeit
aufwand von
6
Stunden und
50
Minuten sowie Barauslagen von Fr.
20.--
aus. Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt, weshalb
die
Beschwerdegeg
nerin
d
em
Rechtsvertreter und unentgeltlichen Rechtsbeist
and
de
r
Beschwerde
führer
in
eine P
rozess
entschädigung in der Höhe von Fr.
1‘
497.--
(inklusive
Bar
auslagen
und Mehrwertsteuer)
zu bezahlen hat.