# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3c362153-92b2-426d-b8f9-320443e5c230
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. A._ ist Eigentümer der beiden im Landwirtschaftsgebiet gelegenen
Parzellen C._ und D._ in der Gemeinde E._, wobei auf
Parzelle D._ ein Stall steht. Beide Parzellen sind von Osten her über
einen landwirtschaftlichen Weg erschlossen, der beim Stall im Westen
endet. Weiter westlich davon befindet sich die Parzelle F._ von
B._, die direkt an die gemeindeeigene Wegparzelle G._
anstösst, die ihrerseits von Süden durchgehend nach Norden im östlichen
Grenzbereich der Parzelle F._ verläuft. Eine offizielle Verbindung
zwischen dem Stall auf Parzelle D._ und der kommunalen
Wegparzelle G._ besteht nicht. Im Rahmen der Einführung des
eidgenössischen Grundbuchs kam es zu einer Streitigkeit zwischen den
zwei genannten Grundeigentümern bezüglich eines landwirtschaftlichen
Fahrwegrechts zulasten der Parzelle C._ und zugunsten der Parzelle
F._, wobei unklar geblieben ist, wem im konkreten Fall die Klägerrolle
zukommen sollte.
2. Nach dem Scheitern aussergerichtlicher Einigungsverhandlungen gestützt
auf das kantonale Einführungsgesetz zum Schweizerischen
Zivilgesetzbuch (EGzZGB; BR 210.100) und der Verordnung über das
Grundbuch im Kanton Graubünden (KGBV; BR 217.100) erkannte das
streitberufene Departement für Volkswirtschaft und Soziales (DVS)
Graubünden mit Verfügung GIHA 6/21 vom 29. September 2021 – im
Besonderen gestützt auf Art. 17 Abs. 1 bis 5 KGBV i.V.m. Art. 147b Abs.
4 EGzZGB – was folgt:
1. Die Klägerrolle zur Abwehr eines landwirtschaftlichen Fahrwegrechts zulasten des
Grundstücks Nr. C._ und zugunsten des Grundstücks Nr. F._ in der
Gemeinde E._ H._ wird dem belasteten Grundeigentümer zugewiesen.
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2. A._ wird eine Frist von 30 Tagen ab Mitteilung dieser Verfügung zur
Anhängigmachung der Klage beim zuständigen Zivilgericht angesetzt.
3. Das Grundbuchamt Ilanz wird angewiesen, bei unbenütztem Fristablauf das
anbegehrte landwirtschaftliche Fahrwegrecht im Einführungsverfahren als bestehend
zu betrachten und daher als Dienstbarkeit wie folgt im Grundbuch der Gemeinde
E._ H._ einzutragen:
Landwirtschaftliches Fahrwegrecht zulasten Grundstück Nr. C._ zugunsten Grundstück Nr. F._
Der Dienstbarkeitsinhalt lautet wie folgt: Der dienstbarkeitsberechtigte Grundeigentümer hat das Recht, den über das Grundstück Nr. C._ führenden und im nachstehenden Planauszug aus dem Datensatz der amtlichen Vermessung ersichtlichen Weg für landwirtschaftliche Zwecke zu befahren. [Situation in Planskizze abgebildet]
4. Für den Fall der Klageerhebung wird auf die Sicherungsmöglichkeit des
Rechtsanspruchs durch vorläufige Eintragung gemäss Art. 961 ZGB hingewiesen.

## Considerations