# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6410279e-5e6a-423e-b305-8538d867cc11
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960,
meldete sich am 3. Januar
2012
unter Hinweis auf eine Verschlechterung
ihres
psychischen Zustandes
beziehungsweise auf
De
pressionen (bestehend seit August 2010) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug (Berufliche
Integration/Rente) an
(
Urk.
8/2)
.
D
ie IV-Stelle
holte
einen Bericht
der behandelnden Dr. med.
Y._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, s
owie einen Auszug
aus dem individuellen Konto
(IK)
ein
(
Urk.
8/7-8)
. Mit Schreiben vom 1
2.
März 2012 (
Urk.
8/10) teilte
sie
der Versicherten mit, dass zurzeit keine beruflichen Eingliederun
gsmassnahmen angezeigt seien, da de
r Anmeldung entnommen werden
könne
, dass sie keiner Erwerbstätigkeit nachgehe. Es werde daher der Anspruch auf eine Rente geprüft. In der Folge
holte
die IV-Stelle
weitere medi
zinische Bericht
e
(Urk.
8/14,
Urk. 8/
16
, Urk. 8/21-23, Urk. 8/25)
ein und
gab eine
polydisziplinäre medizinische
Begutachtung
in Auftrag
(Allgemeine Innere Medizin, Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Neuropsychologie
; vgl.
Urk.
8/29
)
.
Die Expertise
des
Z._
wurde
am 19.
Juni 2014 erstattet (
Urk.
8/33).
Mit Vorbescheid vom 25. Juni 2014 (
Urk.
8/35) stellte die IV-Stelle die Abwei
sung des Leistungsbegehrens in Aussicht
.
Hie
gegen
erhob die Versicherte am 18. August
2014
(
Urk.
8/38) Einwand,
welche
n
sie am
23. September
2014
unter Beilage eines Berichts
von
Dr.
Y._
betreffend
den
bisherigen
Behand
lungsverlauf
(
Urk.
8/41)
ergänzte
(
Urk.
8/43)
.
Mit Schreiben vom 29. September 2014 (
Urk.
8/44) ford
erte die IV-Stelle die Ärzte des
Z._
zur Stellungnahme zum neu eingereichten ärztlichen Bericht auf.
Zu der
am 16. Oktober 2014
(
Urk.
8/45) erfolgte
n
Beurteilung
des
Z._
nahm
die Versicherte
am 14. No
vember 2014 (
Urk.
8/47)
unter Beilage von weiteren Unterlagen (
Urk.
8/48)
Stellung,
auf
welche d
ie Ärzte des
Z._
mit Schreiben vom 5. Dezember 2014 (
Urk.
8/50)
wiederum
referierten
. Dazu
äusserte sich
die Versicherte mit Schrei
ben vom 20. Januar 2015 (
Urk.
8/54)
und reichte a
m 29. Januar 2015 (
Urk.
8/55) einen Bericht der
A._
(
Urk.
8/56)
ein. Am 20.
Februar 2015 verfügte die
IV-Stelle
im angekündigten Sinne (
Urk.
2)
.
2.
Hie
gegen
erhob die Versicherte am 20. März 2015 Beschwerde (
Urk.
1) mit den Anträgen, es sei d
ie Verfügung der
IV-Stelle
vom 20. Februar 2015 aufzuheben und es seien ihr Leistungen der Invalidenversicherung, insbesondere eine Rente, zu gewähren
;
eventualiter seien Gesundheitszustand und
Arbeitsfähigkeit zu
nächst noch mittels eines neuen,
durch eine
auf
demen
z
ielle Erkrankungen spe
zialisierte Klinik zu erstellenden medizinischen Gutachtens abzuklären.
In pro
zessualer Hinsicht ersuchte
sie
um Gewähr
ung der unentgeltlichen
Prozess
füh
rung
und Bestellung von Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler
als
unentgeltlichen Rechtsvertreter (S. 2).
Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
8. Mai
2015 (
Urk.
7
) auf Abweisung der Beschwerde, wovon der Beschwerdeführerin am
11. Mai
201
5 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
9
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, ein
zig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie
erwiesenermas
sen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung De
pressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich ver
langten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (ambulanten und statio
nären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140 V 193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkran
kungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Be
funde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die
Ar
beits
- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen
Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychis
cher Gesundheitsschaden gegeben. Ist ande
rerseits eine psychische Störung von Krankheitswert schlüssig erstellt, kommt der Frage zentrale Bedeutung zu, ob und inwiefern, allenfalls bei geeigneter therapeutischer Behandlung, von der versicherten Person trotz des Leidens
wil
lensmässig
erwartet werden kann, zu arbeiten (eventuell in einem geschützten Rahmen) und einem Erwerb nachzugehen
(BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2
und 8C_746/2015 vom
3. Februar 2016 E. 5.3
).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der Begründun
g der angefochtenen Verfü
gung
zusammengefasst aus,
d
em ärztlichen Gutachten
(de
s
Z._
)
vom 19. Juni 2014
sei zu entnehmen
, dass keine Diagnosen mit Auswirkunge
n auf die Ar
beitsfähigkeit vorlä
gen. Die dargestellten Einschränkungen begründe
te
n keinen langdauernden Gesundheitsschaden, der die Arbeitsfähigkeit in erheblichem Masse einzuschränken
vermö
cht
e. Ein invalidenrechtlich
relevanter
Gesund
heitsschaden
sei
somit nicht ausgewiesen (
Urk. 2
und
Urk.
7
)
.
2.2
Demgegenüber liess die
Beschwerdeführer
in
im Wesentlichen
vortragen (Urk. 1),
es
liege sehr wohl ein invalidenrechtlich
relevanter Ge
sundheitsschaden mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit
vor. Die Beschwerdegegnerin habe
den medizinischen Sachverhalt willkürlich gewürdigt
und Art. 43 ATSG
(
Untersu
chungsgrundsatz
)
verletzt
, indem sie zu Unrecht auf das mangelhafte Gutachten de
s
Z._
abgestellt
und die überzeugenden Berichte der behandelnden
Ärzte und Kliniken sowie der bet
reuenden Spitex-Organisation ausser
A
cht
gelassen habe
(S. 4).
A
us
letzteren
gehe
klar hervor, dass
die Beschwerdeführerin
an ei
nem invaliden
versicherungs
rechtlich
relevanten Gesundheitsschaden
(mittel
schwere bis schwere kognitive Störung und depressive Symptomatik)
leide und deswegen nicht mehr arbeit
s
- und erwerbsfähig
sei (S.
7).
3.
3.1
Die Ärzte der
B._
, Klinik für Soziale Psychiatrie und Allgemeinpsychiatrie
C._
, bei welcher die Beschwerdefüh
rerin vom 26. September bis 7. Oktober 2010 hospitalisiert war, nannten in ih
rem Austrittsbericht vom 10
. November 2011 (
Urk.
8/21/15-17
) folgende Diag
nosen (S. 15):
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
Arterielle Hypertonie
St
atus nach
cerebrovasculä
r
em
Insult
(
CVI
)
Sie führten aus,
die Beschwerdeführerin sei wegen
psychischer Dekompensation
freiwillig
in die Klinik
eingetreten.
Sie sei am 26. September 2
010 mit dem Rettungsdienst
ins
Kantonsspital C._
gebracht worden.
Deren
Nichte
habe
die Ambulanz
alarmiert
,
nachdem
die Beschwerdeführer
in
nicht mehr ansprech
bar
gewesen sei
.
Die Beschwerdeführerin
beschreibe
,
dass sie
immer Angst um ihre Kinder
habe
. Sie
stehe
in psychiatrischer Behandlung, weil
sie unter starker Anspannung gelitten
und ihre Kollegen in der Fabrik, in der sie gearbeitet
habe
, nicht mehr ertragen habe.
Sie
denke
gelegentlich, es wäre besser,
sie würde nicht mehr leben. Sie distanzier
e
sich
aber
von
suizi
d
alen
Absichten (S. 15).
Die Ärzte gaben weiter an, i
n Absprache mit dem Sohn
und der Tochter
, die sich sehr um sie kümmer
te
n, sowie in Absprache mit
der
ambu
lant behandelnden Psychiaterin
(
Dr.
Y._
)
und dem H
ausarzt
(Dr.
D._
)
habe
die Beschwerde
führerin
am 7. Oktober
2010 in stabilem Zustand
in
die bestehenden Verhält
nisse
entlassen
werden
können
. Die ambulante Weiterbetreuung erfolg
e
bei
Dr.
Y._
(S. 17).
3.
2
Die behandelnde
Psychiaterin
Dr.
Y._
diagnostizierte in ihrem Bericht vom 3. Februar 2012 (
Urk.
8/7)
– m
it Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
–
eine r
ezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
,
bestehend seit 13. Januar 2010. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit nannte sie eine Hypertonie
arterialis
Status
nach CVI
(S
. 1)
.
Sie gab an, die Beschwerdeführerin sei
depressiv und
habe
ihr Leben nicht im Griff.
Die e
rste schwere depressive Krise
habe
sie
im Jahr
2004
gehabt. D
amals
sei
s
ie
von ihrem
Mann
wegen
einer 20 Jahre jüngere
n
Frau verlassen
worden
. A
lles
,
was sie zusammen aufgebaut und gespart
hätten,
habe er sich angeeignet. Wegen eine
s
Streit
s
mit dem Sohn und seiner
Schwiegerfamilie
sei
sie zum zweiten Mal in eine Depression
geraten
und in der
B._
Zürich
hospitalisiert worden.
Seit dann wünsche sie sich
,
so schnell wie möglich zu sterben, wobei
sie keinen
Selbstmord begehen
würde. Immer wieder berichte
sie
über Schwie
rigkeiten im
Kontakt mit Leut
en wie auch mit
den
eigenen Kindern,
weswegen sie sich zurückzieh
e
. Es w
e
rde geklagt, dass sie falsch verstehe
n würde
,
was die anderen rede
te
n.
Sie leide unter Ein- und Durchschlafstörungen sowie
Energie- und Kraftlosigkeit.
Sie
klage
über
Reizbarkeit, Konzentrations- und Gedächtnis
störung.
Sie führe Selbstgespräche und fühle
sich gegenüber
ihren
Kindern
schuldig und
als
Last.
Dr.
Y._
hielt weiter fest, f
remdanamnestisch
sei
von den Kindern
in Erfahrung gebracht worden, dass
die Beschwerdeführerin
immer mehr Orientierungsschwierigkeiten zeige, verbal aggressiv geworden sei, grundlos unruhig
werde und
über Gedächtnisstörungen
klage (S. 2)
.
Die Ärztin
bescheinigte eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
seit
21.
Oktober 2011 bis auf Weiteres und gab an
, die
Arbeitsunfähigkeit
sei
durch
eine
langsam
e
, sich über Jahre entwickelnde
depressive Störung mit ausgeprägten
Antriebs
störungen, die bisher therapieres
istent geblieben
seien
, zu begründen.
Die de
pressive Symptomatik wirke
in allen Aspekten der Lebensaktivitäten
bezie
hungsweise der
Arbeitsfähigkeit restriktiv (S. 3).
3.3
Dr.
E._
, leitender Arzt, Stadtspital
F._
, hielt in seinem Bericht vom 11. Juli 2012 (
Urk.
8/21/9) fest, es finde sich eine diskrete, nicht konfluierende
Sig
nalalteration
im
periventrikulären
Marklager und im Pons. Dies sei gut verein
bar mit
mikroangiopathischen
Läsionen. Das Bild einer vaskulären Enzephalo
pathie gelange aber nicht zur Darstellung. Im Übrigen
bestünden
ein normales Schädel-MRI sowie kraniales MR-Angiogramm.
3.4
Hausarzt
Dr.
med.
D._
, FMH Innere Medizin, nannte in seinem Bericht vom
31. Mai 2013 (
Urk.
8/21/6-8) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (S. 6):
Mittelschwere bis schwere kognitive Störung unklarer Ätiologie
Rezidivierende depressive Episoden
Demen
z
ielle Entwicklung
(bestehend seit Oktober 2009, in seiner
hausärzt
lichen
Behandlung)
Er bescheinigte für die angestammte Tätigkeit als Kochgehilfin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. September bis 31. Oktober 2010 und eine solche von 2
2.
Oktober 2011 bis auf
Weiteres
(durch
Dr.
Y._
attestiert; S. 7).
3.5
Die behandelnde Psychiaterin
Dr.
Y._
nannte in ihrem Bericht vom
21. Juni 2013 (
Urk.
8/22) folgende Diagnosen (S. 1):
Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10 F41.2)
Status nach
einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F33.1)
Leichte kognitive Störung (ICD-10 F06.7)
, v
or allem Pseudodemenz
Hypertonie
arterialis
Status nach
CVI
Sie führte aus, d
er Zustand
der Beschwerdeführerin habe
sich in den letzten Monaten
nur
unwesentlich verändert. Mit der Einnahme von
Sertralin
und
Trit
tico
(Antidepressiva)
berichte
die Beschwerdeführerin
über eine Abna
hme der körperlichen Symptome und über mehr Wachheit und K
larheit. Erfreulicher
weise mache
sie fast täglich einen Spaziergang mit ihrer Tochter, was als Erfolg gewertet werden
dürfe
. Unter enger psychotherapeutischer Betreuung
habe
sie
dazu
ermuntert werden
können
, alleine zu den psychotherapeutischen Sitzun
gen zu komm
en.
Psychopathologisch
sei
das klinische Bild w
eiterhin durch Aufmerksamkeits-
und Konzentrationsstörung
en
sowie auch
durch eine
Kurz
zeitgedächtn
i
sstö
ru
ng
gekennzeichnet. Das formale Denken
sei verlangsamt und
es sei
eine W
ortfin
dungsstörung vorhanden
(S. 1).
3.
6
Die Ärzte
des
Stadtspi
tal
s
F._
, Klinik für Akutgeriatrie, Ambulante Dienste/
L._
, nannten in ihrem Bericht vom 9. Juli 2013 (
Urk.
8/23) folgende Diagnosen (S. 1):
Mittelschwere bis schwere kognitive Störung unklarer Ätiologie
Differentialdiagnose
(
DD
)
: rezidivierende
depressive Episoden bei Ent
wurzelung, aktuell mittelschwer
e
depressive Episode
DD: beginnende Demenz
fast vollständiger Analphabetismus
Angst- und depressive Störung gemischt
Status nach stationärem Aufenthalt (20.09. bis 07.10.2010)
Die Ärzte
führten aus, es sei nach wie vor von einer unklaren Ätiologie einer mittelschweren bis schweren kognitiven Störung auszugehen, die im Vergleich zur Untersuchung vom Vorjahr stabil geblieben sei. Die Beschwerdeführerin be
nötige nach Aussagen der Tochter etwa im selben Umfang Unterstützung wie auch im vergangenen Jahr. Aus diesem Grund sei aktuell nicht von einer Pro
gredienz auszugehen. Die Beschwerdeführerin leide an einer mindes
tens mittel
schweren Depression. N
ach wie vor könne nicht mit Sicherheit gesagt werden, ob eine beginnende degenerative Erkrankung vorliege. Stimmungsmässig habe sich die Beschwerdeführerin seit der letzten Untersuchung nicht verbessert
(S. 2).
3.7
3.7.1
Die Ärzte des
Z._
hielten
in ihrem Gutachten vom 19. Juni 2014 (
Urk.
8/33)
fest, dass keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorlägen.
Als o
hne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie f
olgende Diagnosen (S.
9
):
Rezidivierende depressive Störung, aktuell leichte depressive Episode mit
dysphorischer
Komponente vor dem Hintergrund zahlreicher psychoso
zialer Belastungsfaktoren und Migrationsproblematik (
ICD-10 F
33.0)
Dissoziative Störung mit Pseudodemenz (
ICD-10
F44.8)
Arterielle Hypertonie
Hyperlipämie
Adipositas (BMI 33 kg/m
2
)
Gastroösophagealer
Reflux bei kleiner
Hiatushernie
Behandelte Hypothyreose
Leichte
Var
icosis
der unteren Extremitäten
Der Teilgutachter
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie, führte aus,
a
nläss
lich der psychiatrischen Exploration
habe
sich eine
dysphorisch
depressiv
her
abgestimmte
Beschwerdeführerin
präsentiert
,
die zunächst mit paralogischem Antwortverhalten und pseudo-demenziellen Zügen
aufgefallen sei
.
Sie
habe
über defizitäre und traumatisierende Sozialisationsbedingungen in Kindheit und Adoleszenz, über eine konfliktbeladene Biographie sowie
über
zwei gescheiterte Ehen und eine unzureichende soziale Integration in der Schweiz
berichtet
. Es
falle
auf, dass
sie
nach vielen Jahren Aufenthalt in der Schweiz noch immer nicht über angemessene Deutschkenntnisse verfüg
e
, so dass die Exploration le
diglich unter
Beizug
einer Dolmetscherin
gelungen sei
.
Die Beschwerdeführerin
habe
recht lebhaft
einzelne depressive Phänomene
beschrieben
. E
s
sei
aber auf
gefallen
, dass die Grundstimmung eher
dysphorisch
geprägt
sei
.
Sie
hader
e
mit ihrem Schicksal, erleb
e
sich
als
in ihrem
Leben gescheitert und entwickle
vor diesem Hintergrund eine Versagenshaltu
ng mit Selbstlimitierung.
Darüber hinaus
habe
sie
offenkundig wil
l
ensgesteuerte, willensnah ausgest
altete pseudo-demenzielle Züge
gezeigt
(S. 6).
Dies
dürfe
(jedoch)
nicht darüber hin
weg täuschen, dass vor dem Hintergrund der biographischen Entwicklung eine depressive Störung mit derzeit leichtem Ausprägungsgrad entstanden
sei
;
eine mittelschwere oder gar schwere Depression
liege
allerdings nicht
vor. Vor die
sem Hintergrund – so
Dr.
G._
weiter – könne aus psychiatrischer Optik ke
ine Diagnose mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit gestellt werden. Die
Ein
schätzung
der
Arbeitsunfähigkeit, welche
Dr.
Y._
vortrage
,
lasse
sich auf dem Boden der hier erhobenen psychiatrischen Befunde nicht erhärten. Die
Be
schwerdeführerin sei
medizinisch-theoretisch in der Lage, ihre eng mit psycho
sozia
l
en Belastungsfaktoren verknüpfte rezidivierende Depression von gegen
wärtig leichtem Ausprägungsgrad mit deutlichen
dysphorischen
Anteilen zu
überwinden
und damit auch regelmässig einer Tätigkeit auf dem allgemeinen
Arbe
i
tsmarkt nachzugehen.
D
ie von
ihr
dargestellten Beeinträchtigungen
im kognitiv
-mnestischen Bereich spiegel
te
n aus klinisch-psychiatrischer Sicht keine demenzielle Entwicklung
wi
e
der
, sondern
seien
Ausdruck eines
willens
nah
ausgestalteten dissoziativen Prozesses. Damit
könne
die
Beschwerdeführerin
jegliche ihrem körperlichen Belastbarkeitsprofil angepasste
n
Tätigkeiten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
während
8.5 Stunden täglich ohne weitere Min
derung der Leistungsfähigkeit
ausüben
(S. 7)
.
Dr.
med.
H._
,
Fachärztin für Neurologie FMH, hielt
in ihrem Teilgutachten
fest, w
ie aus den Akten und den Angaben der
Beschwerdeführerin hervorgehe
,
stün
den
bei
ihr
wohl mentale Probleme im Vordergrund
;
es sei
eine depressive Ver
stimmung angenommen
worden
. A
uch
sei
eine präsenile Demenz diskutiert
und
es seien
deswegen
bildgebende Verfahren durchgeführt
worden
. Bei der neuro
logischen Untersuchung
habe
sich, wie offenbar
auch
schon früher
, eine sehr schwierige Situation in Bezug auf die Anamnese
ergeben
. Die
se
könne
nur un
systematisch und verworren erhoben werden, wobei die
Beschwerdeführerin
durchaus mitmach
e
, aber keine
der
Fragen akkurat beantworte. In der neu
ropsychologischen Untersuchung
sei es zu mehreren Widersprü
chen im kogniti
ven Testprofil
gekommen
sowie zu
einem deutlich
auffällige
n
Resultat in der Symptomvalidierung. Es
habe
nicht von validen neuropsychologischen Befun
den ausgegangen werden
können
. Bei de
r
neurologischen Untersuchung
hätten
sich keine sicher verwertbaren Ausfälle
gefunden
;
die Zeigeversuche
seien
gro
tesk, auch der Gang
sei
funktionell überlagert. Insgesamt
sei
mit hoher Wahr
scheinlichkeit ein normaler neurologischer Status vorhanden.
Es sei fraglich, o
b es sich bei den psychischen
Stör
ungen, die offensichtlich vorlä
gen, um e
ine schwere Unterbegabung handle
–
bei einer vollständig fehlenden Förderung der
Beschwerdeführerin
als Schulkind
–
,
o
der ob eine präsenile Demenz im Vorder
grund steh
e
(S. 7).
Von neurologischer Seite her
könne
keine sichere Diagnose gestellt werden. Eine Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit
falle
schwer, aller
dings sollte die zuletzt innegehab
te Tätigkeit durchführbar sein
(S. 8)
.
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Innere Medizin FMH,
gab an, a
nlässlich der internistischen Anamnese-Erhebung
sei aufgefallen
, dass die
Beschwerdeführe
rin
auf Fragen, selbst
wenn diese präzise gestellt
worden seien
, nicht
geantwor
tet
, sondern irgendein Gefühl oder eine Begebenheit
aus der Vergangenheit
be
schrieben habe
. Schlussendlich
sei
zum Vorschein
gekommen
, dass
sie
Schmer
zen und komische Gefühle im Kopf
verspüre
. D
ie Schmerzen seien im Rücken, im linken Unterschenkel
und im linken Oberarm situiert. I
m Kopf
habe
sie einen Druck. Die eingehende internistische Untersuchung
habe
keine Diagnosen mit Re
levanz für die Arbeitsfähigkeit
ergeben
.
A
rterieller Bluthochdruck,
Hyperl
ipi
dämie
, Adipositas,
gastroösophagealer
Reflux bei kleiner
Hiatushernie
, medika
mentös behandelte Hypothyreose und leichte
Varikosis
begründe
te
n aus inter
nistischer
Sicht keine Arbeitsunfähigkeit.
Die Teilgutachterin
l
ic
. phil.
J._
, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP,
hielt
fest, die Beschwerdeführerin
habe
in der neuropsychologischen Untersu
chung keine ausreichende Anstrengungsbereitschaft
gezeigt
. Es
sei
zu mehreren Widerspr
ü
chen im kognitiven Testprofil sowie zu einem deutlich auffälligen Resultat in der Symptomva
l
idierung
gekommen
. Es
könne
somit nicht von vali
den neuropsychologischen Befunden ausgegangen werden. In den neuropsy
chologischen Voruntersuchungen vom Juli 2012 und Juli 2013
fehle
trotz ätio
logisch nicht einzuordnender mittelschwerer bis schwerer Defizite eine Beurtei
lung der Validität der Befunde. Auf diese Befunde
könne
deshalb auch nicht ohne Vorbehalte abgestellt werden. Eine Progredienz der kognitiven Minder
leistungen
habe
in den Voruntersuchungen weder anamnestisch noch in den Resultaten objektiviert werden
können
. Es
hätten
sich also aktuell aus neu
ropsychologischer Sicht keine
(
sicheren
)
Hinweise auf eine neurodegenerative
Erkrankung
gezeigt
,
wenngleich
sich eine solche nicht gänzlich ausschliessen lasse
(S. 8)
. Aufgrund der nicht ausreichenden Anstrengungsbereitschaft seien aus neuropsycholog
is
cher Sicht keine Aussagen zur Arbeits- und Leistungsfä
higkeit möglich (S. 9).
Zusammenfassend hielten die
Z._
-
Gutachter fest, a
us internistischer Sicht
habe
keine Diagnose mit
Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit gestellt werden
kön
nen
.
A
us neurologischer Sicht
sei
keine für die Arbeitsfähigkeit relevante Diag
nose
gefunden worden
. Eine
massgebliche Einschränkung
besteh
e
auch
aus psychiatrischer Optik nicht. Neuropsychologisch
liessen
sich deutlich auffällige Werte in den Symptomvalidie
ru
ngsverfahren feststellen, so dass keine ausrei
chende Anstrengungsbereitschaft
vorgelegen habe
. Die neuropsychologischen Befunde
seien
somit nicht valide.
D
ie von
der Beschwerdeführerin
vorgetrage
nen neuropsychologischen kognitiven Defizite
seien
dissoz
iativer Natur, hätten
sich aber einer willensnahen Ausgestaltung und Willenssteuerung keineswegs entzogen. Die
Beschwerdeführerin
habe
sic
h hier durchaus in der Lage
gezeigt
, wil
lensgesteuert und zielgerichtet kognitive Beeinträchtigungen zu demonstrie
ren.
Sie weise
zudem lediglich Symptome einer leichten Depression auf, welche zusätzlich gepaart
sei
mit Dysphorie, Unzufriedenheit und Enttäuschung über die Entwicklung ihres Lebensweges.
Die Beschwerdeführerin
sei
in der Lage, sämtliche, dem nachfolgend beschriebe
nen Belastungs- und Ressourcenprofil entsprechende Tätigkeiten auf dem all
gemeinen Arbeitsmarkt vollschichtig und ohne Minderung der Leistungsfähig
keit auszuüben.
Sie sei
in der Lage, leichte Tätigkeiten einfacher geistiger Natur mit geringen Verantwortungsbereichen auszuüben
;
dabei
seien
Tätigkeite
n mit besonderen psychischen Bel
astungsfaktoren, beispielsweise Nachtarbeit, Tätig
keiten mit besonderem Zeitdruck oder hohen Anforderungen an die Konflik
t- und Teamfähigkeit zu meiden.
Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Küchenhilfe
könne
die
Beschwerdeführerin
8.5 Stunden täglich ohne Minderung der Leis
tungs
fähigkeit ausüben. Somit bestehe
eine Arbeitsfähigkeit von 100
% (S. 10).
Leidensadaptierte Tätigkeiten entsprechend dem oben beschriebenen
Belas
tungs
- und Ressourcenpro
fil könne
sie
8.5 Stunden täglich ohne Minderung der Leistungsfähigkeit ausüben. Somit besteh
e
für leidensadaptierte Tätigkeiten eine Arbeitsfähigkeit von 100
%.
Auch
retrospektiv
lasse
sich eine Arbeitsunfähig
keit diesse
its nicht bestätigen
(S. 11)
.
3.7.2
In
der
Stellungnahme
de
s
Z._
vom 16. Oktober 2014
zu Fragen der IV-Stelle
(
Urk.
8/45)
wurde auf das polydisziplinäre Gutachten verwiesen und festgehal
ten, dass
sämtliche Fach
ärzte
mit der Beurteilung von demenzi
ellen Syndromen vertraut seien; f
ehlende Fachkenntnisse in der Beurteilung könnten nicht vor
geworfen werden.
Ausserdem wurde verdeutlicht, weshalb
die
neuropsycholo
gische Befundlage nicht valide
sei
(Diskrepanz zwischen der vorgetragenen Desorientierung und dem
erreichten Score von 11 im MMS). Zudem wurde da
rauf hingewiesen, dass d
ie depressive Symptomatik der Beschwerdeführerin kei
neswegs übersehen
worden sei
;
auf Seite 23 des Gutachtens sei klar dargestellt worden, dass ihre Versagenshaltung mit dem Eindruck einer
Verdeutlichungs
tendenz
nicht über eine depressive Entwicklung hinwegtäuschen dürfe
;
d
er Ausprägungsgrad der depressiven Symptomatik sei aber keineswegs mitte
l
schwer oder gar schwer (S. 2).
Die
Gutachter blieben
somit
bei ihren Schlussfol
gerungen
v
om 19. Juni 2014
(S. 3).
In ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 5. Dezember 2014 (
Urk.
8/50)
äusser
ten
sich
die Ärzte de
s
Z._
wie folgt: W
ie bereits im Gutachten vom 19.
Juni
2014 dargestellt und in der Stellungnahme vom 16.
Oktober
2014
nochmals
be
gründet, erg
ä
ben sich auch aus der erneuten Verlaufsuntersuc
hung
(der behan
delnden
Dr.
Y._
; vgl. E. 3.8 hernach)
keine neuen Gesichtspunkte. E
in neurodegeneratives Leiden
sei
nach wie vor nicht nachgewiesen. Die demons
trierten kognitiven Beeinträchtigungen
seien
am ehesten Ausdruck einer
wil
lensgesteuerten
pseudodemenziellen
Symptomatik. Die sehr unterschiedlichen
Scores
im Mini Mental State (11 Punkte anlässlich der neuropsychologischen Begutachtung vom 14.
Mai
2014, jetzt 16 von 30 Punkten bei klinisch angege
bener Progredienz
) seien
nicht zu plausibilisieren, weder durch e
inen
neurode
generativen
Prozess
noch im Zuge einer schwerwiegenden depressiven Erkran
kung. Eher
sei
von einer willensnahen Ausgestaltung im Rahmen eines
pseu
dode
menziellen
Syndroms auszugehen
(S. 2).
3.8
Zuvor hatte
die behandelnde
Dr.
Y._
in ihrem Bericht vom 16. September 2014 (
Urk.
8/41) folgende Diagnosen
genannt
(S. 1):
Mittelschwere bis schwere kognitive Störung unklarer Ätiologie
DD rez
idivierende
depressive Episoden bei Entwurzelung, aktuell mit
telschwere depressive
Episode (ICD
-
10 F32.1)
DD beginnende Demenz
Angst und depressive Störung gemischt (ICD
-
10 F41.2)
Status nach
stationärem
Aufenthalt (20.09. bis 7.10.2010)
Hypertonie
arterialis
Dyslipidämie
Leichter Vitamin D-Mangel
Subklinische Hypothyreose
Anamnestisch Status nach
cerebrovaskulärem
Insult (MRI Befund)
D
ie zeitliche Orientierung
der Beschwerdeführerin sei
ungenau;
in andren Berei
chen
sei
sie orientiert. Sie
gebe
bereitw
illig Auskunft, wobei ihre Äuss
erungen des Öfte
ren durch Pausen unterbrochen wü
rden, in denen sie einen starren Blick nach rechts oder links
werfe
. Nach einigen Sekunden kehr
e
sie meistens
zum
besproche
nen Thema zurück, manchmal suche
sie jedoch den Faden. Der Ge
dankengang
sei verlang
samt
und
auf die Ängste, es würde ihren Kindern etwas Schlimmes passieren, eingeengt.
Es bestünden k
eine Anhaltspunkte für ein psy
chotisches Geschehen.
Die
Stimmung
sei
„
dysphorisch
depressiv
“
, der
Antrieb vermindert.
Es bestehe ein s
ozialer Rückzug
. Die Beschwerdeführerin
leb
e iso
liert, pflege
nur mit den eigenen Kindern und einem Neffen, der im gleichen Dorf wohn
e
,
Kontakte
.
Es bestehe k
eine Selbst- oder Fremd
gefährdung (S. 2).
Was die Arbeitsfähigkeit angehe, sei ein Einsatz auf dem freien Arbeitsmarkt nicht zumutbar (S. 3).
3.
9
Dr.
med.
K._
,
Allgemeine Innere Medizin,
Oberärztin
am
Stadtspital
F._
, nannte in ihrem Bericht vom 2
2.
Oktober 2014 (
Urk.
8/48) folgende Di
agnosen (S. 1):
Mittelschwere bis schwere kognitive Störung unklarer Ätiologie
DD rezidivierende
depressive Episoden bei Entwurze
l
ung, beginnen
des neurodegeneratives Leiden
fast vollständiger Analphabetismus
Angst- und depressive Störung gemischt
Status nach stationärem Aufenthalt
(
20.09. bis 07.10.2010
)
Verdacht auf obstruktive
s
Schlafapnoe-Syndrom (fremdanamnestisch)
Orthostatische
Hypotonie, asymptomatisch
Sie führte aus,
es sei zu einer l
eichten Progredienz der Defizite gekommen, was sich auch in den psychom
etrischen Basistests widerspiegle
. Die Ursache der De
fizite
sei
weiterhin unklar, jedoch lieg
e
eine deutliche Einschränkung im Alltag vor. Ebenfalls schein
e
die
Müdigkeit zugenommen zu haben.
Auffällig im Ver
gleich zur Abklärung
sei
, dass die
Beschwerdeführerin
nun auch ein sedierendes Neuroleptikum
erhalte
. Als möglicherweise erschwerend für die
Tagesmüdigkeit fä
nden sich Hinweise
auf
ein
obstruktives Schlafapnoe-
Syndrom im Sinne von nächtlichem Schnarchen und Atemaussetze
n
(Fremdanamnese Tochter). In der Untersuchung
habe
sich überdies eine
orthostatische
Dysregulation
gefunden
, welche asymptomatisch
gewesen sei. Fremdanamnestisch lä
gen jedoch deutliche Beschwerd
en am Morgen beim Aufstehen vor (S. 2).
3.
10
Die zuständigen Personen der
A._
hielten in ihrem undatierten
, von der Beschwerdeführerin am 30. Januar 2015 eingereichten
Spitex-Bericht (
Urk.
8/56) über das Verhalten der Beschwerdeführerin fest,
b
ei der
Bedarfsab
klärung
sei
festgestellt
worden
, dass
sie
sich in unbekannter Umgebung verlier
e
und b
ekannte Umgebung nicht immer erkennen
könne
;
daher
bringe si
e sich unbewusst in gefährlichen Situationen
(beispielsweise
falsche
r
Bus oder
Zug
,
Überqueren der
Eisenbahn
schiene)
.
Sie vergesse regelmässig,
den Briefkasten zu
kontrollieren. D
adurch verpass
e s
ie wichtige Informationen oder Termine.
Die Beschwerdeführerin zeige
ein d
epressives Erscheinungsbild, habe
Tagesschwan
ku
ngen
bezüglich
kognitive
r
Fähigkeiten
und eine fehlende Lebensmotivation.
Im Rahmen des
alltäglichen Spitex-Einsatz
es
sei F
olgendes festgestellt
worden: Sie habe
eine
depressive Stimmungslage, zeige eine besorgte, traurige Mimik und
bekunde
Gleichgültigkeit betreffend
die Einnahme beziehungsweise Vor
bereitung von Mahlzeiten
. Das eigene
Leben schätz
e
sie
als
niedrig
ein
, be
obachte
aber
die Körperfunkt
i
onen und mach
e
sich Sorgen um ihren Gesund
heits
zustand. Sie red
e
viel über die Vergangenheit, überprüf
e
eigene Handlun
gen und
gebe
sich
die Schuld für Dinge
, die passiert
seien
.
Die täglichen
Be
treuungsgespräche
täten ihr gemäss eigenen
Angaben gut. Die Spitex motiviere
sie
zur
Beschäftigung
- Gartenarbeit, Blumenpflege,
B
esuchen
von Angehöri
gen
.
Das Spazieren
im Wald mach
e
ihr Freude, aber nur für kurze Zeit. Sie sag
e,
dass sie gute und schlechte Phasen
habe
.
4.
4.1
Die Gutachter des
Z._
äussert
en
sich umfassend zu den
Gesundheitsstörun
gen
der Beschwerdeführerin
(rezidivierende depressive Störung, aktuell leichte
depressive Episode mit
dysphorischer
Komponente vor dem Hintergrund zahl
reicher psychosozialer Belastungsfaktoren und Migrationsproblematik, dissozia
tive Störung mit Pseudodemenz)
und deren Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit.
Das Gutachten
beruht auf einer
fundierten,
unter
Beizug
eines Übersetzers
durchgeführten (
Urk. 8/33 S. 3
)
psychiatrischen (Urk. 8/33 S. 6 f. und S. 14 ff.), neurologischen (Urk. 8/33 S. 7 f. und S. 26 ff.),
internistischen (Urk.
8
/
33
S. 8 und
S.
33
ff.) und
neuropsychologischen
(
Urk. 8/33 S. 8 f. und S. 41
ff.
)
Unter
suchung
.
Es
berücksichtig
t
die geklagten Beschwerden
und
ist
in Kenntnis
sowie
Würdigung
der
Vorakten
ergangen
(
Urk. 8/33
S. 3 ff
.
).
Der Psychiater
Dr.
G._
befasste sich eingehend mit der
depressive
n
Sympto
matik
der Beschwerdeführerin
und setzte sich auch mit der
Stellungnahme
der behandelnden
Dr.
Y._
auseinander; e
r führte einleuchtend aus, dass
sich
deren
Einschätzung
auf dem Boden der von ihm erhobenen psychiatrischen Befunde nicht erhärten
lasse
und die Beschwerdeführerin medizinisch-theore
tisch in der Lage sei, regelmässig
vollschichtig
einer Tätigkeit auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt
nach
zu
gehen
(
Urk.
8/33 S. 7).
Auch
Dr
.
G._
bestätigt
e
zwar
die in der Vergangenheit gestellte Diagnose einer rezidivierend
en Depres
sion, h
ielt aber gleichzeitig
nachvollziehbar
fest, dass sich erhebliche psychoso
ziale Belastungsfaktoren
fänden
, die eng mit der Entstehung und Aufrechter
haltung der depress
iven Symptomatik verwoben seien
; es liege
eine
nur leichte Depression vor
, welche durch zusätzliche
dysphorische
Elemente vor einer ge
scheiterten Lebensbiographie mit Unzufriedenheit und ständigem Hadern mit dem Schicksal geprägt
sei
(
Urk.
8/33 S. 23).
Auf eine nur leichte Ausprägung der Symptomatik weist im Übrigen auch die von
Dr.
K._
im Herbst 2014
festgestellte
Angst und depressive Störung gemischt
hin
(E. 3.9
hievor
), welche Kategorie nur Verwendung findet, wenn keine der beiden Störungen ein Aus
mass erreicht, das eine entsprechende einzelne Diagnose rechtfertigen würde (Weltgesundheitsorganisation,
Internationale
Klassifikation psychischer Störun
gen, ICS-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien,
Dil
ling
/
Mom
-
bour
/Schmidt [Hrsg.], 10. Aufl. 2015,
Ziff.
F41.2, mit dem abschlies
senden Hinweis, dass Patienten mit dieser Kombination verhältnismässig milder Symptome in der Primärversorgung häufig gesehen würden; noch viel häufiger fänden sie sich in der Bevölkerung, ohne je in medizinische oder psychiatrische Behandlung zu gelangen).
Zudem hielt selbst die behandelnde
Psychiaterin
Dr.
Y._
im September 2014 unter den Diagnosen die vorerwähnte „Angst und depressive Störung gemischt (ICD-10 F41.2)“
fest,
nannte (nebst einer mit
telschweren bis schweren kognitiven Störung unklarer Ätiologie) lediglich
dif
ferentialdiagnostisch
(DD) rezidivierende depressive Episoden bei Entwurzelung,
aktuell mittelschwere depressive Episode
,
und bezeichnete
die
Stimmung
als
dysphorisch
depressiv
(E. 3.8
hievor
)
.
Im Juni 2013
(E. 3.5
hievor
) war
sie
ebenfalls
von Angst und depressiver Störung gemischt und vom Status nach ei
ner
mittelgrad
igen depressiven Episode
(DD)
aus
gegangen
.
Gestützt auf die Ausführungen
des
Z._
-
Experten
Dr.
G._
ist
von einem le
ichten depressiven Zustandsbild, eng verknüpft mit psychosozialen Belastun
gen,
mit erheblich
dysphorischer
Komponente und einzelnen darin aufgehenden Ang
stsymptomen auszugehen
;
eine mittelschwere bis schwere depressive Symptomatik
fällt
aus
ser Betracht
.
4.2
Hinsichtlich
der
mittelschwere
n
bis schwere
n
kognitive
n
Störung unklarer Ätiolo
gie, wie sie die (behandelnden) Ärzte verschiedentlich diagnostizierten,
führte
Dr.
G._
einleuchtend
aus,
dass
die von der Beschwerdeführerin dar
gestellten Beeint
rächtigungen im kognitiv
-mnestischen Bereich aus klinisch-psychiatrischer Sicht keine demenzielle Entwicklung
wiederspieg
elten
, sondern Ausdruck eines willensnah ausgestalteten dissoziativen Prozesses
seien (Urk. 8/33 S. 23)
.
Die Ausführungen von
Dr.
G._
we
rden
durch
die
Ergebnisse der
anlässlich der
Z._
-Begutachtung vorgenommenen
eingehenden neurologischen
bezie
hungsweise neuropsychologischen
Untersuchungen
untermauert
, welche
keine Hinweise für einen demenziellen Prozess im Rahmen einer neurodegenerativen Erkrankung
zutage förderten
.
Gegen eine präsenile Demenz sprach gemäss
Dr.
H._
, dass die Beschwerdeführerin ihr minimales Wissen ordentlich
vortrug, indem sie
einzelne Buchstaben
las
(
diese
allerdings
nicht richtig zusammenhä
n
gen konnte
)
und
mit den Händen einfache Aufga
ben richtig
rechne
te
(
Urk.
8/33 S.
7
f.).
Auch
die
früher
durchgeführte Bildgebung konnte
keine
entsprechende
n
Befunde dokumentieren
(vgl. E. 3.3
hie
vor
)
.
D
ie
neuropsychologische Diagnostik
ergab
zwar auffällige Befunde
,
es
zeigten
sich
indes
Diskrepanzen zwischen der vorgetragenen Desorientierung und den im Mini Mental State (MMS) erreichten
Score
s
.
Ausserdem
konnten im Rahmen der neuropsychologischen Diagnostik zahlreiche Inkonsistenzen festgestellt werden. Die Symptomvalidierungstests zeigten ein auffälliges
Resultat, so dass
sich
die neuropsychologisch gefundene Befundlage
als
nicht valide
erwies
(
Urk.
8/33 S. 45
und E. 3.7.1 S. 14 oben
hie
vor
;
vgl. zum Ganzen auch Ziff. 7.4 Abs. 2 der Leitlinien für die neuropsycho
logische Begutachtung der Schweizerischen Vereinigung der Neuropsycholo
ginnen und Neuropsychologen
)
.
Lic
. phil.
J._
schilderte
, dass
der Abruf der Jahreszahl und des Monats (welche einer viel
häufigeren Wiederholung unterlä
gen und daher besser gefestigt sein sollten) nicht möglich
gewesen
sei
, wä
hrend
der Beschwerdeführerin
beispielsweise der
verzögerte Abruf neu gelernter Wör
ter im MMS
ge
lungen sei
. Zudem fiel b
eim stark beeinträchtigten Benennen von Bildern
auf
, dass sich die Fehlleistungen gleichmässig über die verschiedenen Schweregrade
beziehungsweise
Häufigkeitsgrade der Wörter
verteilten, wobei
bei den weniger gebräuchlichen Wörtern
n
o
r
malerweise
mit mehr Fehlern
zu
rechnen
sei
als bei den häufiger gebräuchlichen
(
Urk.
8/33 S. 9)
.
Aufgrund
der Widerspr
ü
che und Inkonsistenzen muss
te
(
mindestens
)
von einer nicht ausreichenden Anstrengungsbereitschaft
der Beschwerdeführerin
ausge
gangen werden.
Da
in der
L._
anlässlich der vorgenommenen
neu
ropsychologischen Testuntersuchungen
keine
Symptomvalidierungstests
durch
geführt wurden
,
kann
– wie auch die Beschwerdegegnerin festh
ielt
–
nicht da
rauf abgestellt werden.
Überdies
gab es
keine Hinweise auf eine
kr
a
nkheitsbe
dingte
Minderbegabung.
D
ass die Beschwerdegegnerin
nicht
weiter
auf die Un
terlagen der Spitex-Organisation
A._
ein
ging (vgl. Urk.
1 S. 4)
, ist im vorliegenden Kontext
,
und
nachdem
es sich bei den zuständigen Perso
nen nicht um Ärzte mit Fachausweis
handelt
, nicht zu beanstanden
.
Vor dem Hintergrund
dessen
, dass bei der Durchführung von neuropsychologi
schen Tests in erster Linie der neurologische Befund massgebend ist,
zielt
die von der Beschwerdeführerin gerügte Ungültigkeit des neuropsychologischen Teilgutachtens beziehungsweise Unvollständigkeit des Gesamtgutachtens
man
gels
Unterschrift der Neuropsychologin (vgl.
Urk.
1 S. 8)
ins Leere
.
4.
3
D
en später (nach dem Gutachten
des
Z._
) erstellten und eingereichten medizi
nischen Berichten sind keine neuen Gesichtspunkte zu Gunsten der Be
schwerdeführerin zu entnehmen
.
Der
Bericht vom
1
6.
September 2014 (E. 3.8
hie
vor
)
erging offenbar in Unkenntnis der
Vorakten
, denn eine Auseinanderset
zung mit diesen und vor allem de
r
abweichenden gutachterlichen
Beurteilung fehlt; es
handelt sich
dabei
um einen vom Rechtsvertreter der
Beschwer
defüh
rerin in Auftrag gegebenen, von der behandelnden Ärztin Dr.
Y._
ver
fassten Bericht,
deren Aussagen angesichts
der
auftragsrechtlichen Vertrauens
stellung
mit Zurückhaltung
-
namentlich bezüglich der Arbeits
un
fähigkeit
-
zu würdigen ist
(vgl. BGE 135 V 4
65 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc)
.
4.4
Insgesamt
erweisen sich die Ausführungen
und Schlussfolgerungen
der
Z._
-Gutachter
als
nachvollziehbar und
einleuchtend und
deren Expertise erfüllt
die
rechtsprechungsgemässen
Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische
Entscheidgrundlage
(vgl. E.
1
.4
hievor
).
E
ntgegen
der Ansicht der Beschwerde
führerin
kann darauf a
bgestellt werden, womit sich weitere
medizinische Ab
klärungen erübrigen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 94 E. 4b, 122
V 157 E. 1d).
Die gutachterlich
an erster Stelle diagnostizierte rezidivierende depressive Stö
rung, aktuell leichte de
pressive Episode mit
dysphorischer
Komponente vor dem Hintergrund zahlreicher psychosozialer Belastungsfaktoren und
der
Migrations
problematik
,
stellt
keine
hinreichend
ausgeprägte psychische Störung
(vgl. E. 1.2
hievor
)
mit
invalidisierender
Wirkung
dar
. Anhaltspunkte für ein von der soziokulturellen und psychosozialen Belastungssituation
unterscheidbares und in diesem Sinne verselbständigtes depressives Grundleiden mit Krankheitswert sind nicht ersichtlich und werden
in der Beschwerde auch nicht aufgezeigt
(vgl.
zum Ganzen
E.
1.
3
hie
vor
).
Wie von den
Z._
-Gutachtern
schlüssig
dargelegt (E.
3.7
hievor
), hat
die
an zweiter Stelle
diagnostizierte dissoz
iative Störung mit Pseudodemenz
(vgl. auch E. 3.5
hievor
)
– unter Pseudodemenz ist eine
vorgetäuschte Demenz
zu verste
hen
, demonstriert
u.a.
durch Verleugnen elementarer Kenntnisse, nahes Vor
beireden bei Testaufgaben, Gedäch
tnisschwäche, Erregungszustände (
Roche Le
xikon Medizin,
5
.
Auflage
,
zum Begriff Pseudodemenz
) – e
benfalls keine
invali
disierende
Wirkung.
Daran ändert auch der Umstand
nichts, dass die Beschwer
deführerin Leistungen der Spitex
beansprucht,
wie sie selber geltend macht (vgl. Urk. 1 S. 7).
Auf
die weiteren aufgeführten Diagnosen ist mangels Relevanz aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht nicht weiter einzugehen.
Zusammenfassend fehlt es
(überwiegend wahrscheinlich)
an einer
invaliden
versicherungsrechtlich relevante
n
Einsc
hränkung des Leistungsvermögens. Dass Ressourcen durchaus vorhanden sind, zeigen
letztlich auch die
angegebenen
Alltags
aktivitäten
:
So
putzt
die Beschwerdeführerin
am
Morgen jeweils
die Wohnung und geht danach
auf einen
ungefähr halbstündigen Spaziergang
.
Nach dem Einkaufen bereitet sie sich d
as Mittagessen
zu und geht a
m Nach
m
ittag
wieder spazieren. Am Abend nach dem
Abendessen
erledigt sie
Haus
haltsarbeiten
, liest oder schaut fern
.
Z
eitweise
erhält sie
Besuch von einem Cousin oder von ihren Kindern
. Auch die Beschwerdeführerin
besuch
t
ab und zu Verwandte
und hat zu diesen täglich telefonisch Kontakt
.
Zu ihren Hobbies zählt sie neben den
täglichen Spaziergänge
n
die Beschäftigung mit dem kleinen Garten
des Nachbarn. Zudem fährt
sie
Auto – zur Begutachtung
kam
sie mit dem Auto – und reist e
in- bis zweimal j
ährlich mit dem Bus zu
i
hrer Schwe
ster nach Bosnien in die Ferien.
Ausserdem
geht sie lediglich ein- bis zweimal pro Monat in die Psychotherapie (
Urk.
8/33
S. 16 f., S. 27 und S. 34)
.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
5.1
Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Beschwerdeschrift unter Beilage
eine
r
Bestäti
gung betreffend Bezug von Sozialhilfe
ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung eines unent
geltlichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler
gestellt (Urk. 1 S. 2
und 13 f.
, Urk.
3
). Die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und zur Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung gemäss § 16 Abs. 1 und Abs. 2 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht (
GSVGer
) sind erfüllt
.
5
.2
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss de
r
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen, infolge bewilligter unentgeltlicher
Prozess
führung
jedoch einstweilen a
uf die Gerichtskasse zu nehmen.
5.3
Mit
Honorarnote vom
4.
August 2016
(Urk.
10
) machte
der mit heutigem Be
schluss bestellte
unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin einen Aufwand von
7 Stunden 3
0 Minuten und Barauslagen im Betrag von Fr.
49.50
geltend, was angemessen erscheint. Daraus resultiert eine Entschädigung von insgesamt Fr.
1
‘
835
.
45
(
inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer
), weshalb
Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler
in diesem Umfang
aus der Gerichtskasse zu ent
schädigen ist.