# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 248ab74c-b196-4534-be1c-0c54fae98221
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
A. Die Bezirksstaatsanwaltschaft Jerusalem führt gegen B. ein Strafverfahren wegen Verdachts auf Verstoss gegen das Waffengesetz, ungetreuer  und weiterer Delikte (act. 1.5, S. 1 f.). In diesem Zusammenhang wurden die Schweizer Behörden mit Rechtshilfeersuchen vom 12. August 2008 unter anderem um die Anwesenheit von ausländischen Ermittlern bei der Einvernahme von A. als Auskunftsperson oder Zeuge . Mit Zwischenverfügung vom 28. Januar 2009 gab die  diesem Antrag statt und bewilligte die Anwesenheit israelischer Ermittler für die rechtshilfeweise Einvernahme von A. durch die  (act. 1.2, S. 1 ff.).
B. A. gelangt mit Beschwerde vom 11. Februar 2009 an die II.  des Bundesstrafgerichts und beantragt (act. 1):
„Es sei die Zwischenverfügung vom 28. Januar 2009 aufzuheben und Vertreter des Staates Israels seien nicht zur Einvernahme des Beschwerdeführers zuzulassen,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
sowie mit den prozessualen Anträgen
1. Der Beschwerde sei aufschiebende Wirkung zu gewähren.
2. Dem Beschwerdeführer sei Einsicht in das Rechtshilfeersuchen sowie all-
fällige Ergänzungen und Korrespondenz dazu zu gewähren; nach erfolgter Einsicht sei dem Beschwerdeführer eine Frist zur Ergänzung der  anzusetzen.“
C. Mit Entscheid vom 16. Februar 2009 hat die Präsidentin der
II. Beschwerdekammer der Beschwerde die superprovisorische  Wirkung gewährt (act. 2).
Zur Beschwerdeantwort aufgefordert, reichen das Bundesamt für Justiz (act. 6) und die Bundesanwaltschaft (act. 7) am 12. März 2009 ihre  ein. Am 17. März 2009 reicht die Bundesanwaltschaft  eine Garantieerklärung der um Rechtshilfe ersuchenden Behörde ein (act. 9.1), worauf A. Gelegenheit zu einer Replik eingeräumt wird, mit  dieser am 2. April 2009 (Posteingang 6. April 2009) an seinen  festhält (act. 13).
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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. Für die akzessorische Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Israel sind in erster Linie die Bestimmungen des Europäischen Übereinkommens über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1) massgebend, welchem beide Staaten beigetreten sind. Soweit dieser Staatsvertrag bestimmte Fragen nicht abschliessend regelt, gelangt das schweizerische Landesrecht zur Anwendung, namentlich das  vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (Art. 1 Abs. 1 IRSG; SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11). Das  Recht gilt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann, wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 129 II 462 E. 1.1 S. 464 m.w.H.).
2. 2.1 Die Verfügung der ausführenden kantonalen Behörde oder der ausführen-
den Bundesbehörde, mit der das Rechtshilfeverfahren abgeschlossen wird, unterliegt zusammen mit den vorangehenden Zwischenverfügungen der Beschwerde an die II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts (Art. 80e Abs. 1 IRSG; Art. 9 Abs. 3 des Reglements vom 20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht, SR 173.710). Der Schlussverfügung vorangehende Zwischenverfügungen können selbstständig angefochten werden, sofern sie durch die Anwesenheit von Personen, die am ausländischen Prozess beteiligt sind, einen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden  bewirken (Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG).
2.2 Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen eine Zwischenverfügung
nach Art. 80e Abs. 2 IRSG, mit welcher die Teilnahme ausländischer  an der Einvernahme des Beschwerdeführers als Auskunftsperson beziehungsweise als Zeuge angeordnet wird. Die Beschwerde wurde  eingereicht. Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert, falls er überdies ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung der  Verfügung hat, beziehungsweise wenn diese einen unmittelba-
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ren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirkt (Art. 80h lit. b und Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG).
2.3 Richtet sich die Beschwerde gegen eine Zwischenverfügung, so muss die
beschwerdeführende Person nach der bundesgerichtlichen  mit konkreten Angaben glaubhaft machen, inwiefern die  beantragte Massnahme zu einem nicht wieder gutzumachenden Nachteil führt (BGE 130 II 329 E. 2 S. 332; Entscheid des Bundesgerichts 1A.259/2005 vom 15. November 2005, E. 1.3; TPF RR.2007.42 vom 4. April 2007 E. 2.4, jeweils mit Hinweisen). Die blosse Anwesenheit  Ermittlungsbeamter an einer Rechtshilfehandlung hat nach  des Bundesgerichts in der Regel für den Betroffenen noch keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zur Folge (BGE 128 II 211 E. 2.1 S. 215; Entscheid des Bundesgerichts 1A.35/2001 vom 21. Mai 2001, E. 1a;  des Bundesrats betreffend die Änderung des Rechtshilfegesetzes vom 29. März 1995, BBl 1995 III 30). Ein Beizug ausländischer Beamter ist denn auch im hier anwendbaren EUeR grundsätzlich als zulässig  (Art. 4 Satz 2 EUeR; Art. 65a IRSG). Ein nicht wieder gutzumachender Nachteil ist hingegen zu bejahen, wenn die Gefahr besteht, dass den  Behörden durch die Teilnahme ihrer Beamten an den  Tatsachen aus dem Geheimbereich zugänglich gemacht , bevor über die Gewährung oder den Umfang der Rechtshilfe  worden ist (vgl. Art. 65a Abs. 3 IRSG; BGE 128 II 211 E. 2.1 S. 216 f.; Entscheid des Bundesgerichts 1A.35/2001 vom 21. Mai 2001, E. 1a). Diese Gefahr ist zu verneinen, wenn die schweizerischen Behörden die nach den Umständen geeigneten Vorkehren treffen, um eine vorzeitige Verwendung von Informationen im ausländischen Strafverfahren zu  (BGE 128 II 211 E. 2.1 S. 216; 127 II 198 E. 2b S. 203 f.; , La coopération judiciaire internationale en matière pénale, 3. Aufl., Bern 2009, S. 375 f. N. 409). Geeignete Vorkehren trifft die  u.a. dann, wenn sie die ausländischen Beamten verpflichtet, allfällige Erkenntnisse bis zum Vorliegen einer rechtskräftigen Schlussverfügung im ausländischen Verfahren nicht zu verwenden, wenn sie die Einsicht in die Einvernahmeprotokolle verweigert oder wenn während den Einvernahmen das Anfertigen von Notizen oder das Kopieren von Unterlagen verboten wird. Bei Beachtung dieser Grundsätze ist ein unmittelbarer und nicht  gutzumachender Nachteil in der Regel zu verneinen (Entscheid des Bundesgerichts 1A.225/2006 vom 6. März 2007, E. 1.5.1 [publiziert in Die Praxis 11/2007 Nr. 130]; 1A.228/2003 vom 10. März 2004, E. 3.3.1 mit ; ZIMMERMANN, a.a.O., S. 375 f. N. 409). Die II. Beschwerdekammer hat das Verbot der Anfertigung von Notizen durch die ausländischen  anlässlich der Rechtshilfehandlung relativiert. In Übernah-
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me der staatsvertraglich im Verhältnis mit den USA und Italien geltenden Regelung ist es ausländischen Behördenvertretern danach generell , während der Rechtshilfehandlung Notizen zu erstellen. Dies kann  dienlich sein im Rahmen der Triage umfangreicher Unterlagen oder wenn es darum geht, bei Einvernahmen Ergänzungsfragen über die ausführende Behörde stellen zu lassen. Entscheidend ist, dass diese  nach der Rechtshilfehandlung sogleich von der ausführenden Behörde zu den schweizerischen Akten des Rechtshilfeverfahrens genommen  und die ausländischen Behördenvertreter sich verpflichten, allfällige Erkenntnisse nicht vor Vorliegen der rechtskräftigen Schlussverfügung zu verwenden (TPF RR.2008.108/109 vom 8. Oktober 2008, E. 5.1, wird  unter TPF 2008 116). Vorliegend hat die Beschwerdegegnerin im  eine Garantieerklärung der israelischen Behörde  (act. 9.1), die diese Kriterien erfüllt.
2.4 Der Beschwerdeführer macht mit Bezug auf den unmittelbaren und nicht
wieder gutzumachenden Nachteil im Wesentlichen geltend, die israelischen Behörden würden im Rahmen seiner Einvernahme Kenntnis von  seiner geschützten privaten und geschäftlichen Geheimsphäre , bevor die zuständige Behörde über Gewährung und Umfang der Rechtshilfe entschieden habe. Hinsichtlich der durch den Staat Israel  Garantieerklärung stellte der Beschwerdeführer  fest, sie erfülle die von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung herausgearbeiteten Kriterien zum Schutz seiner Geheimsphäre während der Einvernahme nicht (act. 13 S. 7 ff.). Überdies sei nicht , dass es sich um eine „fishing expedition“ der israelischen Behörden gegen ihn handle, welche letztlich dazu diene, israelischen  von seiner Firma einschlägige Informationen aus seiner  zugänglich zu machen (act. 1 S. 3 ff.).
Soweit sich der Beschwerdeführer darauf beruft, die Anwesenheit von  Beamten bei seiner Einvernahme könnte eine „fishing expedition“ des israelischen Staates zu Gunsten seiner dortigen  sein, ist er nicht zu hören. Er beschränkt sich lediglich auf , welche er ebenso wenig mit konkreten Angaben glaubhaft zu machen vermag, wie den Umstand, dass es bereits in einem früheren Verfahren zu einem Informationsfluss von staatlichen Behörden zu einem israelischen Geschäftskonkurrenten gekommen sein soll (act. 1 S. 9 f.; act. 13 S. 15). Seine Ausführungen genügen der Begründungspflicht gemäss der in E. 2.3 dargestellten bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht, weshalb in  Zusammenhang kein rechtsgenügender nicht wieder gutzumachender Nachteil dargetan ist.
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Dasselbe gilt für die Befürchtungen des Beschwerdeführers, bei seiner  müssten „eine Vielzahl von Tatsachen aus seiner privaten und geschäftlichen Geheimsphäre“ offen gelegt werden (act. 13 S. 5). Welche dies sein könnten, und inwiefern diese ihm zu einem unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil gereichen könnten, erläutert er nicht. Er beschränkt sich einzig auf den Hinweis, die Offenlegung seines Reiseverhaltens könne auch „delikate Situationen“ aus seinem Privat- und Geschäftsleben offen legen (act. 13 S. 8). Die bloss abstrakte Möglichkeit, dass sich die Teilnahme israelischer Behörden an der Einvernahme des Beschwerdeführers negativ auf dessen Geschäftstätigkeit oder auf dessen Privatleben auswirken könnte, ist für die Annahme eines nicht wieder  Nachteils im Sinne von Art. 80e Abs. 2 lit. b IRSG nicht . Die Bundesanwaltschaft bewilligte überdies die Teilnahme der  Beamten nur unter der Auflage der schriftlichen Verpflichtung, die bei der rechtshilfeweisen Einvernahme gewonnen Erkenntnisse bis zum rechtskräftigen Entscheid über Gewährung und Umfang der Rechtshilfe nicht zu verwenden. Nachdem die um Rechtshilfe ersuchende Behörde  solche Garantieerklärung unterzeichnete (act. 9.1 Ziff. 2), ist nach dem völkerrechtlichen Vertrauensprinzip davon auszugehen, dass der  Staat beziehungsweise dessen Beamten diese Zusicherung  werden (Entscheid des Bundesgerichts 1A.225/2006 vom 6. März 2007, E. 1.5.2; 1A.228/2003 vom 10. März 2004, E. 3.3.2). Die explizite Anordnung weiterer Schutzmassnahmen drängte sich demnach nicht auf.
2.5 Aus dem Gesagten ergibt sich, dass der Beschwerdeführer den geltend
gemachten unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil nicht glaubhaft dargelegt hat. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten.
3. Nachdem auf die Beschwerde aus formellen Gründen nicht einzutreten ist,
ist das Gesuch um Akteneinsicht in das Rechtshilfeersuchen als  abzuschreiben, zumal erstens nicht ersichtlich ist, inwiefern eine derartige Akteneinsicht für die Wahrung seiner Interessen – d.h. für die substantiierte Begründung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils – notwendig sein soll und sich zweitens die Verweigerung der Akteneinsicht durch die Vorinstanz zur Zeit (d.h. bevor die Ermittlungshandlung  wurde) ohne Weiteres auf Art. 80b Abs. 2 und 3 IRSG abstützen lässt.
4. Das Gesuch des Beschwerdeführers um Erteilung der aufschiebenden
Wirkung der Beschwerde wird mit dem vorliegenden Entscheid hinfällig und ist als gegenstandslos geworden abzuschreiben.
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5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kosten-
pflichtig (Art. 30 lit. b SGG i.V.m. Art. 63 Abs. 1 VwVG), wobei für die  der Gerichtsgebühr das Reglement vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem Bundesstrafgericht (SR 173.711.32) zur Anwendung gelangt (TPF RR.2007.6 vom 22. Februar 2007 E. 5). Die  ist auf Fr. 3'000.-- anzusetzen (Art. 3 des Reglements) und mit dem geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 4'000.-- zu verrechnen. Die  des Bundesstrafgerichts ist anzuweisen, dem Beschwerdeführer den Restbetrag von Fr. 1'000.-- zurückzuerstatten.
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