# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b8c45418-e092-4d62-99d3-37a266ef80d9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1951 geborene
X._
war
als Maurer bei der
Y._
angestellt und dadurch bei der Suva gegen die
Folgen von Unfällen versichert. A
m 5. September 1985
erlitt er
bei Schalarbeiten
einen Sturz aus ca. 1.7
m
Höhe und
zog
sich dabei
eine Verletzung
am rechten Fuss
zu (Unfall
mel
dung vom 9. September 1
985, Urk. 10/1/113; Unfallmeldung vom 19. September
1985, Urk. 10/1/111
; Bericht eines Au
genzeugen vom 20. Februar
1987, Urk. 10/1/29
)
. Die
selben
tags
erstbehandelnden Ärzte des
Z._
diagnostizierten
eine
Chipsläsion
der la
teralen
Talusrolle
und
eine
Ruptur der Ligamenta
fibulo
-talare
anterius
et
fibulo-calcaneare
rechts
.
Dies
e
wurde
im
Z._
operativ versorgt
(Urk. 10/1/109 f.)
. Die Suva
anerkannte den Schadenfall und
erbrachte die gesetzlichen Leistungen.
Mit Verfügung vom 24. November
1987 sprach
sie dem Versicherten ab dem 1. Dezember
1987 ei
ne Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades
von 15
% und eine Integritäts
entschädigung auf der Basis einer Integritätseinbusse von 10
% zu
(Urk. 10/10/79ff.
)
.
1.2
Im Zuge
einer amtlichen Rentenprüfung
teilte die Suva dem Versicherten
im
Mai
1990
mit, die Rente
werde
nicht geän
dert
(Urk. 10/10/58). Dabei stützte sie sich auf das Gutachten
der
A._
vom 30. März
1990,
gemäss welchem
keine unfallbedingten gesundheitlichen Ve
ränderungen festgestellt worden
seien
(Urk. 10/4/6-13)
.
1.3
Im
August
2002
ersuchte
der Versicherte
um Rentenrevision
und begründete dies damit
, sein Gesundheitszustand habe si
ch seit
der
Rentenzusprache
1987
unfall
bedingt wese
ntlich verschlechtert.
Nach medizinischen Abklärungen
teilte ihm die Suva im
April
2003
sinngemäss
mit,
mangels
Veränderung
halte sie
a
n der bisher ausgerichteten
Rente fest (Urk. 2 S. 2; vgl.
auch
Urk. 10/4/1-3, Urk. 10/6 und Urk. 10/8).
1.4
Im
März
2007
ersuchte
der Versicherte
erneut
um
Revision der Rente
mit der Begründung, sein Zustand habe sich inzwischen unfallbedingt
verschlechtert (vgl. Urk. 10/12). Mit Datum vom 11. Juni
2
0
07 wurde durch die Medizinische Abklä
rungsstelle (MEDAS) der IV in
B._
ein interdisziplinäres Gutachten e
rstellt (Urk. 10/18
/1-25
). Mit Verfügung vom 10. Januar 2008 (Urk. 10/19) und
Ein
spracheentscheid
vom 12. August
2008
(Urk. 10/31)
verneinte die Suva
eine Verschlech
terung der
Unfallfolgen
und
lehnte
eine Ausrichtung weiterer Ver
siche
rungsleistungen über die besteh
ende Rente hinaus ab
.
1.5
Mit Schreiben vom 25. Februar
2016
ersuchte
der Versicherte
kurz vor
Vollen
dung
d
es 6
5.
Altersjahres
und damit noch rechtzeitig
abermals
um Rent
enre
vi
sion,
da
sich der Zustand seines rechten Fusses seit der
Verfügung vom 10. Januar
2008 wesentlich verschlechtert
habe (Urk. 10/33
, vgl.
Art.
22 UVG
). Aufgrund der medizinischen
Berichte aus Serbien (Urk. 10/36
) verfügte die Suva am 4. Juli 2016 die Abweisung
des Rentengesuchs (Urk. 10/40).
Dagegen erhob der Ver
si
cherte Einsprache (Urk. 10/41). Nach
Beizug
weiterer
bildgeben
der
und medi
zini
scher Berichte nahm Kreisarzt
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für Ortho
pädie und Traumatologie des Bewegungsapparats,
am 11. Juli 2017 (Urk. 10/56) und
am
24. Juli 2017 (Urk. 10/57)
zur Sache Stellung.
Mit Verfügung vom 27. Juli 2017 (Urk. 10/58) lehnte die Suva die Ausrichtung weiterer Versicherungsleis
tungen über die bestehende Rente hinaus ab. D
ie dagegen erhobene
Ein
sprache (Urk. 10/59) wies die
Suva mit
E
insprachee
nts
cheid
vom 16. Januar 2018 ab (Urk. 2
).
2.
Dagegen erhob
X._
am 18. Januar 2018 Beschwerde und bean
tragte,
der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und es seien ihm eine höhere SUVA-Rente und eine höhere Integritätsentschädigung zuzusprechen
,
oder es sei die Sache erneut abzuklären (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 14. März 2018
schloss die Beschwerdegegnerin auf
Abweisung der Beschwerde (Urk. 9), was dem Besc
hwerdeführer am 19. März 2018 zur Kenntnis gebracht
wurde (Urk. 11).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am
1.
Januar 2003 sind das Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts vom
6.
Oktober 2000 (ATSG) und die Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts vom 1
1.
September 2002 (ATSV) in Kraft getreten und haben in einzelnen Sozialversicherungsgesetzen und -verordnungen zu Revisionen geführt. In
materiellrechtlicher
Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechts
normen zu Grunde zu legen sind, die gegolten haben, als sich der zu den mate
riellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Da sich
der hier zu beurteilende
Sach
verhalt
vor dem
1.
Januar 2003
verwirklicht hat, gelangen die materiellen Vor
schriften des ATSG
und der ATSV
sowie die gestützt darauf erlassenen Gesetzes- und Verordnungsrevisionen im vorliegenden Fall noch nicht zur Anwendung.
Bei den im Folgenden zitierten Gesetzes- und Verordnungsbestimmungen handelt es sich deshalb – soweit nichts
anderes
vermerkt wird – um die Fassungen, wie sie bis Ende 2002 in Kraft gewesen sind
.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Person, die eine Rente bezieht, erheblich, so wird die Rente für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufge
hoben (Art. 22 Abs. 1 Satz 1 UVG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wes
entliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Inva
liditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Demgemäss ist nach den von der Rechtsprechung zu Art. 41 des Bundesgesetzes über die Invaliden
versicherung (IVG) ent
wickelten Grundsätzen, die sinngemäss auch bezüglich Art. 22 UVG gelten (RKUV 1987 Nr. U 32 S. 446), die Invalidenrente nicht nur bei einer wesentlichen Veränderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich ver
ändert haben (BGE 117 V 198 E. 3b, 113 V 273 E. 1a mit Hinweisen).
D
a Art.
22 Abs. 1 Satz 1
aUVG
und Art.
17 ATSG, welcher neu die Revision der Invalidenrente re
gelt, inhaltlich überein
stimmen, zeitigt die unter E. 1.1 geschilderte
ü
bergangsrechtliche Lage
keinerlei
materiellrechtliche
Folgen (
vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_189/2007 vom 25. Juni 2007 E. 3 mit Hinweisen auf BGE 130 V 343 E.
3.5.4; Urteile des
Bundesgerichts I 817/05 vom 5. Februar 2007, E.
3.2.4, und des Eidgenös
sischen Versicherungsgerichts U 15/05 vom 23. Mai 2005, E.
1.1).
1.3
Ob eine
relevante
Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung (BGE 112 V 371 E. 2b; RKUV 1989 Nr. U 65 S. 71). Wird in späteren Revisionsverfahren die
ursprüngliche Rentenverfügung nicht geändert, sondern bestätigt, kommt der en
t
sprechenden Revisionsverfügung keine rechtserhebliche Bedeutung zu (vgl. BGE 109 V 262 E. 4a).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit
Hinweis
).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvoll
ziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpartei
lichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin aller
dings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 f. E. 3b/
ee
mit Hinweis).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Beur
te
ilung von Kreisarzt Dr.
C._
,
wonach sich
seit Anbeginn der Arbeitsun
fähigkeit
1985
bis zum heutigen Zeitpunkt
kein
erlei
Hinweis
e
auf das Vorliegen einer massgeblichen Veränderung der Funktionsstörung am unteren Sprungge
lenk
ergebe
n würden
.
Sodann
müsse bei Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten eine Versteifung im Bereich des Sprunggelenks vorliegen, um einen Integritätsschaden zu begründen. Die 1987 mit 10 % bemessene Integritäts
ent
schädigung müsse rückblickend als grosszügig, wohlwollend und zukünftige Verschlechterungen berücksichtigend betrachtet werden.
Es sei denn auch
kaum vor
stellbar, wie über 30 Jahre nach einem Unfall noch eine unfallbedingte (erheb
liche) Verschlechterung nachzuweisen wäre (mit dem Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit), nachdem zwei Gutachten in den Jahren 1990 und 2007 kein somatisches Korrelat für die angegebenen Beschwerden hätten nach
weisen können (Urk. 2).
2.2
D
agegen
wandte der Beschwerdeführer ein
, er habe den Unfall im
Alter von 34 Jahren erlitten und
leide weiterhin unter dessen Folgen. Die Beschwerdegegnerin habe sich ihm gegenüber seit dem Unfall nicht sehr korrekt verhalten. Alle Rentenrevisionsgesuche seien ungerechtfertigt abgelehnt worden, so auch das hier zu beurteilende Gesuch. Er befinde sich seit mehr als 30 Jahren wegen der am 5. September 1985 erlittenen Verletzungen in regelmässiger Behandlung. Die
kreisärztliche
Beu
rteilung sei
in Anbetracht der medizinischen Dokumentation der letzten 30 Jahre gänzlich inakzeptabel. Wäre die Dokumentation aus Serbien
unvollständig gewesen, hätten zusätzliche Unterlagen eingeholt werden müssen (Urk. 1).
3.
3.1
3.1.1
Im Gutachten der
A._
vom 30. März 1990 wurde als Ergebni
s festgehalten, beim Zustand viereinhalb
Jahre nach der
Bandnaht
des lateralen OSG rechts sowie der Fibrinverklebung einer
Chi
psläsion
an der lateralen
Talusr
olle
stünden ausgeprägte subjektive Sprungge
lenksbeschwerden rechts im Vordergrund. Man finde klinisch nur wenig, ausser einem grotesken Gangbild, einer diskreten Beweglichkeitseinschränkung im OSG und USG rechts und einer Tendenz zur Aggravation der Beschwerden. Radio
lo
gisch sei der Befund unverändert seit 1986, die
Chipsläsion
am lateralen Talus sei noch minim sichtbar.
Szintigraphisch
würden nur geringe Zeichen einer OSG- und USG-Arthrose sichtbar. Man finde heute weder Anhaltspunkte für eine OSG-Instabilität, für einen Morbus
Sudeck
, für eine
Talusnekrose
noch für eine ein
deutige OSG- oder USG-Arthrose (Urk
. 10/4/
11).
3.1.2
Im ausführlichen polydisziplinären Gutachten vom 11. Juni 2007, welches auf chirurgisch-orthopädischen, neurologischen, psychiatrischen und neuropsycho
lo
gischen Unters
uchungen basiert (Urk. 10/18/
1), wurden
folgende
Diagnosen fest
g
ehalten (Urk. 10/18/
25):
-
Zustand nach «
flake
fracture
» des rechten Talus und Ruptur des lateralen Bandapparates am rechten oberen Sprunggelenk mit in der Folge fixiertem
unphysiologischem
Schongang (ICD-10 S89)
-
Beidseitige Gonarthrose (links mehr als rechts) mit linksseitiger
Synovitis
des Kniegelenks (ICD-10 M17)
-
Diskrete, beinbetonte, symmetrische diabetische Polyneuropathie (ICD-10 E14.4)
-
Diabetes mellitus, derzeit mit oralen Anti-
Diabetika
behandelt (ICD-10 E11.9)
Zusammenfassend sei
a
ufgrund der schon seit mehr als 20 Jahren bestehenden funktionellen Einschränkung am rechten
Sprunggelenk und am rechten Fuss,
v.a. beim Gehen, Stehen sowie beim Heben
u
nd Tragen schwerer Gewichte,
weiterhin davon auszuge
h
en, dass die zuletzt ausgeübte Tätigkeit al
s Maurer nicht mehr zumutbar sei. Die aktuellen Bef
u
n
de am rechten Sprunggelenk und
am rechten Fuss sprä
ch
en zumindest nicht für eine zwischenzeitlich
eingetretene nennens
werte Verschlechterung.
Hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit bestehe seit Beendigung
der rehabilitativen Massnahmen des rechten Fusses (also seit min
destens 1987) eine volle Leistungsfähigkeit ohne zeitliche Einschränkungen. Auch unter Berücksichtigung der seither neu hinzugekommenen gesundheit
li
chen Beeinträchtigungen seien keine medizinischen Gründe erkennbar, die gegen die Ausübung
einer angepassten Tätigkeit spre
chen
würden (
Urk.
10/18/23ff.)
.
3.2
Der Beschwerdeführer legte bei der Beschwerdegegnerin folgende Übersetzungen von ärztlichen Berichten aus seinem Heimatland auf:
3.2.1
Dr.
D._
, Fachradiologie, hielt in seinem radiologischen Befund über die
Untersuchung vom 20. Februar 2014 betreffend die Röntgenaufnahme des rechten
Unterschenkels in zwei Ansichten fest, es lägen Folgeschäden
traumatologischer
Verletzungen der Knochenstrukturen des distalen rechten Unterschenkels mit sekundären degenerativen Veränderungen am rechten Knie und rechten Sprung
gelenk vor. Er stellte die Diagnosen: «Status
post
fracturam
cruris L.
dex
.
Gon
arthrosis
L.
dex
.,
Arthrosis
articulatio
talocruralis
L.
dex
.». Der mit früheren Untersuchungen gemachte Abgleich spreche für fortschreitende sekundäre dege
ne
rative Veränderungen und als Folge daraus Schäden am rechten Knie
sowie am Sprunggelenk (Urk. 10/36/1, Urk. 10/36/
3).
3.2.2
Dr.
E._
, Internistin Rheumatologie, hielt in ihrem Bericht vom 25. Februar 2016 fest, der Beschwerdeführer werde in ihrer Praxis seit 2008 mehr
mals im Jahr wegen Schwellungen und Schmerzen – insbesondere im rechten Knie – und wegen erschwerter Beweglichkeit
behandelt. Er gehe an einer Krücke. Bei der Ultraschalluntersuchung des Knies sei eine grössere Menge Flüssigkeit im lateralen
Recessus
und der Bursa
suprapatellaris
festgestellt worden. Das Knie sei mehrfach geröntgt worden, weshalb auch mehrmals jährlich Punktionen des Knies verbunden mit der
Injizierung
einer Ampulle
Ostenil
und
Diprophos
durch
geführt worden seien. Es handle sich um einen fortschreitenden chronischen Pro
zess und begründe eine weitere Arb
eitsunfähigkeit (Urk. 10/36/2
).
3.2.3
Im Bericht vom 23. Januar 2017 hielt Dr.
E._
zusätzlich fest, der Beschwerde
führer habe sich heute wegen der bereits beschriebenen Beschwerden vorgestellt. Ausserdem bestehe eine Schwellung des rechten Sprunggelenks.
Bildgebend zeige sich
ein
Erguss im Sprunggelenk
(Urk. 10/49).
3.2.4
Im Bericht vom 18. April 2017 führte Dr.
E._
aus, der Beschwerdeführer sei seit mehreren Jahren wegen Schwellungen und Schmerzen in den Knien (insbe
son
dere
rechts) in Behandlung. Sein Zustand sei weiterhin ohne sichtbare Besserung. Er gehe weiterhin mittels Krücken (Urk. 10/54).
3.2.5
Dr.
F._
, Radiologin, hielt im radiologischen Befund zur CT-Unter
suchung vom 6. April 2017 der Knochenstrukturen des rechten Unter
schenkels Folgendes fest: Auf den Schnitten durch die Knochenstrukturen des Kniegelenks würden sich dominant sekundäre degenerative Veränderungen mit einer Veren
gung des Gelenkraums des
Tibiofemoralgelenks
zeigen. Im Bereich des
Fibula
kopfs
zeige sich eine linienförmige Aufhellung des Knochens, vereinbar mit dem Ort des Zusammenwachsens des Frak
t
urspalts –
fractura
bene
sanata
. Auf den Schnitten durch die Strukturen des oberen Sprunggelenks würden sich dominant degenerative Veränderungen mit einer Kombination aus traumatischen und post
operativen Folgen am
Malleolus
lateralis
der Fibula in Form von Strukturen, die sich mit sklerotischen Knochengewebebereichen abwechselten, zeigen. Sichtbar sei zudem eine kleinere Linie, die die Kontinuität der äusseren Seite unterbreche. Es lägen starke Kalkablagerungen in den Blutgefässen des Unterschenkels vor (Urk. 10/55).
3.3
3.3.1
Nach Vorlage der ersten beiden Berichte (E. 3.1.1 und E. 3.1.
2) hielt Kreisarzt
Dr.
med. G._
, Facharzt FMH für Chirurgie,
in seiner Stellungnahme vom 20. Juni 2016 fest, es sei zu keiner erheblichen Verschlimmerung des Gesund
heits
zustandes seit dem MEDAS-Gutachten vom 11. Juni 2007 gekommen. Das Zumutbarkeitsprofil habe weiterhin Gültigkeit. Ergänzende Untersuchungen seien nicht indiziert (Urk. 10/37). Am 22. Dezember 2016 fügte Dr.
G._
hinzu, für eine Beurteilung benötige er alle bisher gemachten Röntgenbilder, insbesondere auch des betroffenen Kniegelenks und das CT des OSG in Gänze (Urk. 10/45).
3.3.2
Kreisärztin
Dr.
med. H._
, Fachärztin für Allgemeinchirurgie und Traumatologie, hielt in ihrer Stellungnahme vom 18. März 2017 fest, die Rönt
genbilder seien unscharf. Sie seien zwar als Schichtaufnahmen (CT) betitelt, es handle sich aber nur um unscharfe Übersichtsaufnahmen. Eine Beurteilung sei
nicht möglich. Die nochmals geltend gemachten Kniebeschwerden seien schon im Gutachten/Entscheid aus dem Jahre 2008 als nicht unfallkausal beurteilt w
orden. In den spärlichen Angaben von
Dr.
E._
werde das OSG nur insoweit er
wähnt, als im Ultraschall angeblich ein Erguss dargestellt worden sei (Urk. 10/50).
3.3.3
Kreisarzt
Dr.
C._
gelangte in seiner Stellungnahme vom 11. Juli 2017 zum Schluss,
aufgrund
der vorhandenen Unterlagen (CT-Befund und Arztbericht vom 18. April
2017) sei keine erhebliche Verschlimmerung im Bereich des rechten Sprunggelenkes aufgetreten. Insbesondere verweise Dr.
E._
nicht auf starke Sprunggelenksbeschwerden. Dieser Bericht beschreibe Behandlungen für beide Kniegelenke und erwähne das Sprunggelenk nur als Zustand nach Fraktur, welche nicht stattgefunden habe. Die CT-Befunde würden degenerative Veränderungen im Kniegelenk und im Sprunggelenk rechts beschreiben, welche mit überwie
gen
der Wahrscheinlichkeit nicht unfallkausal sei. Dabei sei anzufügen, dass der Be
schwerdeführer das Pensionsalter erreicht und mittlerweile überschritten habe (Urk. 10/56).
3.3.4
I
n seiner ärztlichen Beurteilung vom 27. Juli 2017
hielt
Dr.
C._
ergänzend
fest, im Jahr 1990 sei eine Beurteilung in der
A._
bezüglich der ange
gebenen Beschwerden im Bereich des rechten Sprunggelenkes durchgeführt worde
n. Die klinische Untersuchung sowie die bildgebende Untersuchung hätten kein passendes somatisches Korrelat für die angegebenen Beschwerden ergeben. Zum selben Ergebnis seien die Gutachter der MEDAS im Jahr 2007 gelangt. Zu den aktuell eingereichten Bildern und Berichten sei Folgendes festzuhalten: Der Befund vom 6. April 2017 beschreibe keine degenerativen Veränderungen im Be
reich des
tibiotalaren
Gelenks. Eine
Stadieneinteilung
nach internationaler Nome
n
klatur sei nicht durchgeführt. Die mitgelieferten Fotodokumente der durch
geführten Computertomografien seien medizinisch lediglich dazu verwertbar, um knöcherne Strukturen zu benennen – die Beurteilung allfälliger Arthrosen sei anhand der vorgelegten Bilddokumentation unmöglich. Zum gegenwärtigen Zeit
punkt und aus der vorhandenen Aktenlage, unter Berücksichtigung des Belas
tungs
profils im Längsschnitt von Beginn der Arbeitsunfähigkeit im Jahr 1985 bis zum heutigen Zeitpunkt – also knapp 32 Jahre später – finde sich kein Hinweis auf das Vorliegen einer massgeblichen Veränderung der Funktionsstörung am unteren Sprunggelenk. Insbesondere werde auf die Tabelle Integritätsschaden bei
Funktionsstörungen an den unteren Extremitäten Bezug genommen; hierbei m
üsse eine Versteifung im Bereich des Sprunggelenkes vorliegen, um einen Integritäts
schaden zu begründen. Die 1987 bemessene Integritätsentschädigung mit 10 % könne rückblickend als grosszügig, wohlwollend und zukünftige Verschlechte
rungen berücksichtigend betrachtet werden (Urk. 10/57).
4.
In Würdigung der hinreichend aufschlussreichen und in allen Belangen den rec
ht
sprechungsgem
ässen Anforderungen (vgl. E. 1.4
) als genügend zu betrach
tenden
kreisärztlichen
Beurteilungen ist eine
unfallbedingte
Verschlechterung des Ge
s
u
nd
heitsschadens
nicht
ausgewiesen
und es liegen
auch
keine
rlei
Anhalts
punkte dafür vor, dass weitere Abklärungen andere Erkenntnisse erbrächten
(anti
zipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_468/2007 vom
6.
Dezember 2006 E.2.2 mit
Hinweisen)
.
Insbesondere lassen
die Är
zte aus Serbien unbe
gründet,
weshalb die Kniebeschwerden auf den Unfall aus dem Jahr 1985 zurück
zuführen seien. Es fällt zudem auf, dass Dr.
E._
im Bericht vom 25. Februar 2016 einzig über Behandlungen im Zusammenhang mit Kniebeschwerden berich
tete (E. 3.2.2). Erst nachdem die Beschwerdegegnerin aufgrund der eingereichten
Unterlagen die Abweisung des Revisionsgesuches verfügt hatte (Urk. 10/40), wurde
ein neuer Bericht bei Dr.
E._
eingeholt, in welchem sie anfügte, es bestehe auch eine Schwellung des rechten Sprunggelenks; bei der Ultraschalluntersuchung sei ein Erguss im Sprunggelenk sichtbar (E. 3.2.3).
Inwiefern dies aus klinischer Sicht zu einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes führen sollte,
begründete sie jedoch nicht
.
Der Beschwerdeführer, welcher lediglich
appellatorische
Kritik am angefochtenen Entscheid übt, vermag sodann nicht darzutun, weshalb die Ein
schätzung der Fachärzte und die darauf gestützte Beurteilung der Beschwerde
gegnerin nicht zu überzeugen vermöchten. Die Beschwerdegegnerin war
ausser
dem –
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers
–
auch nicht verpflichtet, von sich aus weitere A
bklärungen durchführen zu lassen
.
5.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.