# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 701cf970-40af-43fb-a510-a946cefcf7bc
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der
bis Mai 2017 an einer Wirtschaftsschule als Dozent tätige,
1960 geborene
X._
meldete sich unter Hinweis auf eine seit demselben Datum bestehende gesundheitliche Beeinträchtigung am
20. Mai 2019 (Eingangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 9/14).
Die IV-Stelle
führte ein Standortgespräch durch (
Urk.
9/25),
zog die Akten des Krankentaggeldversiche
rers bei (Urk. 9/28/1-47)
und
tätigte Abklärungen in medizinischer Hinsicht (Urk. 9/29)
. Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 5. September 2019, Urk. 9/35; Einwand vom 8. Oktober 2019, Urk. 9/37
und vom 1
3.
Dezember 2019,
Urk.
9/40
) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 6. Januar 2020 einen Leistungsanspruch (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
X._
mit Eingabe vom 6. Februar 2020 Beschwerde (Urk. 1). Auf die mit Verfügung vom 12. Februar 2020
(Urk. 4)
angesetzte Nach
frist hin reichte er eine verbesserte Beschwerde ein (Urk. 6) und beantragte, es sei ihm eine Rente zuzusprechen unter gleichzeitiger Prüfung eines Anspruchs auf Eingliederungsmassnahmen.
Mit Beschwerdeantwort vom 7. April 2020 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 15. April 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8
Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
(
IVG
)
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Umschulung setzt voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten Beruf und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutba
ren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbsein
busse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen; vgl. auch BGE 130 V 488 E. 4.2; AHI 2000 S. 27 E. 2b und S. 62 E. 1 je mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
1.4.1
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen
(E.
7.2; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.1). Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellun
gen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeits
unfähigkeit schliessen lassen (BGE 143 V 418 E. 7.1; vgl. BGE 144 V 50 E.
4.3).
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Beweisverfahren abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeig
net ist. Daher bleibt es entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztli
cher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Arbeitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3).
1.4.2
Zur Annahme einer Invalidität aus psychischen Gründen bedarf es in jedem Fall eines medizinischen Substrats, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt. Bestimmen psy
chosoziale oder soziokulturelle Faktoren das Krankheitsgeschehen mit, dürfen die Beeinträchtigungen nicht einzig von den belastenden invaliditätsfremden Fakto
ren herrühren, sondern das Beschwerdebild hat davon psychiatrisch zu unter
scheidende Befunde zu umfassen. Solche von der soziokulturellen oder psycho
sozialen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb
ständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (BGE 141 V 281 E. 4.3.3; 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 9C_543/2018 vom 21. November 2018 E. 2.2).
Somit sind psychosoziale und soziokulturelle Faktoren nur mittelbar invaliditäts
begründend, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden Folgen des Gesundheitsschadens beeinflussen. Zeitigen soziale Belastungen direkt negative funktionelle Folgen, bleiben sie bei der Beurteilung der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeklammert (Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2018 vom 22. März 2019 E. 3). In einer versi
cherungsmedizinischen Begutachtung, welche sich nach den normativen Vorga
ben der Rechtsprechung orientiert, ist es daher nicht nur zulässig, sondern sogar geboten, solche invalidenversicherungsrechtlich nicht relevanten Umstände auf
zuzeigen und gegebenenfalls bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit auszu
klammern (Urteil des Bundesgerichts 9C_740/2018 vom 7. Mai 2019 E. 5.2.1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung vom 6. Januar 2020 (Urk. 2) damit, dass die Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ab 20. Mai 2017 ausschliesslich auf Einflüsse aus dem sozialen Umfeld zurü
ckzu
führen gewesen sei, was einem
Anspruch auf IV-Leistungen
entgegenstehe
. Zudem seien die behandelnden Ärzte bereits seit Sommer 2018 von einer vollen
Arbeitsfähigkeit ausgegangen.
Gemäss der
im
Auftrag der Krankentaggeldversi
cherung durchgeführte
n
verhaltensneurologisch-neuropsychologische
n Abklä
rung hätten
keine relevanten Befunde mit Auswirkungen auf die L
eistungsfähig
keit objektiviert werden
können. Es würden somit
keine gesundheitlichen Prob
leme
bestehen
, welche den Beschwerdeführer in der Arbeitsfähigkeit einschränk
ten
, womit
ein Anspruch auf berufliche Massnahmen oder eine Rente
zu vernei
nen sei.
2.2.
Der Beschwerdeführer brachte in seiner Beschwerde vom 6. Februar 2020 (Urk. 1)
zunächst
vor, die Verfügung basiere auf falsche Tatsachen und auf den durch die Krankentaggeldversicherung eingeholten Arztbericht könne nicht abgestellt wer
den. Die IV habe keine eigenen medizinischen Abklärungen vorgenommen, obwohl er die Einholung einer Zweitmeinung
verlangt
habe.
Im Zusammenhang mit dem Verlust der Arbeitsstelle brachte der Beschwerdeführer vor, die Beschwerdegegnerin sei fälschlicherweise von einer Freistellung ausgegangen. Das
s
dies nicht zutreffe
,
könne dem Entscheid des Amts für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Zürich entnommen werden. Auch habe
er im
Übrigen
nie gesagt, dass er
solange
arbeitsunfähig sei, bis der Rechtsstreit mit seiner ehemaligen Arbeitgeberin beendet sei. Es handle sich dabei um eine
reine
Parteibehauptung der Beschwerdegegnerin.
Mit Beschwerdeergänzung vom 1. März 2020 (Urk. 6) präzisierte der Beschwerdeführer sein Rechtsbegehren und machte einen Anspruch auf eine IV-Rente und auf Eingliederungsmassnahmen geltend, da ein Gesundheitsschaden vorliege
,
welche
r
ihn
in seiner
Erwe
rbstätigkeit einschränke
.
3.
3.1
Im Bericht vom 25. April 2018 hielt der behandelnde Arzt PD
Dr.
med. Y._
, FMH für Innere Medizin, delegierte Psychotherapie FMPP, fest (Urk. 9/28/23), der Beschwerdeführer habe im Rahmen der psychosozialen Problematik an seinem Arbeitsplatz multiple «Verletzungen» erlitten und leide deswegen unter einer mit
telschweren Depression (ICD-10: F32), welche mit SSRI und Gespräc
hstherapie behandelt werde. Nach
der Entlassung
am bisherigen Arbeitsort
sei der Beschwer
deführer in eine mittelschwere Depression gefallen und nicht mehr in der Lage, seine
Arbeit
wiederaufzunehmen, weshalb er in der Zwischenzeit freigestellt wor
den sei. Es sei
danach
zu einer Erholung gekommen
,
so dass
der Beschwerdefüh
rer wieder zu 30 % arbeitsfähig
sei
.
Der Beschwerdeführer komme zur regelmäs
sigen Gesprächstherapie und er scheine sich ganz langsam zu erholen. Im Januar 2018 seien Arbeitsversuche mit einem Pensum von 30 % gestartet worden, wel
che erfolgreich erscheinen würden, sodass ab Mitte des Jahres das Pensum auf
50 % ausgebaut werden solle.
Die Prognose der Arbeitsfähigkeit sei langfristig gut.
3.2
Im Auftrag der Krankentaggeldversicherung wurde der Beschwerdeführer am 31. Mai 2018 verhaltensneurologisch-neuropsychologisch abgeklärt (Urk. 9/28/19-21).
Dr.
med.
Z._
, FMH Neurologie, spez. Kogni
tive Neurologie, stellte fest (Urk. 9/28/20), aus verhaltensneurologisch-psychopa
thologischer Sicht hätten hinsichtlich
depressogener
Kernsymptome keine rele
vanten affektpathologischen Alterationen objektiviert werden können. Die Gedankengänge des Versicherten seien kohärent und seine Kontroll- und Steue
rungsfähigkeit würden sich als intakt erweisen. Über den gesamten Verlauf der Exploration
habe
der Beschwerdeführer keine Antriebs-, Initiations- oder Impuls
kontrollstörung, keine psychomotorische Hemmung oder anderweitige affektpa
thologische Störungsbilder gezeigt. Die berufsbezogene neuropsychologisch-leis
tungspsychologische Abklärung ergebe bei dem allseits orientierten und adipösen Beschwerdeführer unter Berücksichtigung eines prämorbid mittleren bis hohen Leistungsprofils sowie ordentlichem Leistungswillen im Untersuchungsgang eine diskrete verbale Lernschwäche und eine leichte figural-räumliche Abrufschwä
che. Die sonstige kognitive Leistungsfähigkeit sei durchwegs intakt. Gesamthaft liessen sich aktuell höchstens minimale kognitive Einschränkungen an die im angestammten Beruf des Beschwerdeführers gestellten Anforderungen an die kognitive Belastbarkeit, die kognitive Flexibilität und die Fehlerkontrolle ablei
ten. Die aufgeführten Befunde würden gemäss Mini-ICF-APP nicht für
eine rele
vante Beeinträchtigung
des psychosozialen Funktionsniveaus
sprechen
. Die nor
mativ-
kriterienorientierte
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nach heute anerkann
ten ressourcenlimitierten Modellen ergebe keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit. Die für die Bemessung von Arbeitsfähigkeitsprozenten nach versicherungs
medizinischen Kriterien geforderte klinisch-objektive Schweregradbeurteilun
g würde
heute aus verhaltensneurologisch-psychopathologischer beziehungsweise neuropsychologisch-leistungspsychologischer Sicht für die angestammte Tätig
keit als Dozent und für jede andere bildungsadäquate Tätigkeit keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit implizieren. Aus therapeutisch-rehabilitativen Gründen sei zwecks Festigung des positiven Verlaufs eine graduelle Leistungssteigerung (sozial-adaptiv) zu empfehlen. Das aktuelle Pensum sei für vier Wochen auf 50 % zu steigern und anschliessend um 20 % alle zwei bis vier Wochen weiter zu erhöhen bis zum Erreichen des angestammten Arbeitspensums. Allenfalls sei der Einsatz eines Berufscoachs in Erwägung zu ziehen.
3.3
Im Arztbericht vom 9. Juli 2019 (Urk. 9/29) hielt PD
Dr.
Y._
fest, der Beschwerdeführer sei bereits seit 20 Jahren in Behandlung. Gegenwärtig
fänden
monatlich
ein bis zwei Behandlungstermin
e
statt. Der bisherige Verlauf der attes
tierten Arbeitsunfähigkeit zeige sich wie folgt: 100 % arbeitsunfähig vom 20. Mai 2017 bis 9. Dezember 2018; 70 % arbeitsunfähig vom 10. Dezember 2018 bis 15. Mai 2019; 100 % arbeitsunfähig vom 16. Mai 2019 bis 9. Juli 2019; 70 % arbeitsunfähig vom 10. Juli 2019 bis auf Weiteres. Aus dem Bericht geht sodann hervor, dass seit anfangs 2017 Spannungen am Arbeitsplatz mit Mobbing bestan
den hätten und am 19. Mai 2017 die Kündigung erfolgt sei. Aktuell liege eine mittelschwere depressive Verstimmung als Folge der Kündigung vor (Urk. 9/29/2).
Die Prognose der Arbeitsfähigkeit sei noch unbestimmt. Gegenwär
tig übe der Beschwerdeführer eine Tätigkeit in einem Treuhandbüro aus
(Urk. 9/29/3)
.
Im Zusammenhang mit den Funktionseinschränkungen hielt PD
Dr.
Y._
fest, die Belastbarkeit des Beschwerdeführers sei ungenügend (Urk. 9/29/4).
Die bisherige als auch eine dem Leiden angepasste Tätigkeit sei zu drei bis vier Stunden täglich zumutbar. Die Prognose zur Eingliederung erachtete PD
Dr.
Y._
bei Abschluss einer Weiterbildung als gut (Urk. 9/29/5).
4.
4.1
In der angefochtenen Verfügung stützte sich die Beschwerdegegnerin hauptsäch
lich auf die im Auftrag der Krankentaggeldversicherung durchgeführte verhal
tensneurologisch-neuropsychologische Abklärung
durch
Dr.
Z._
, wonach keine relevanten Befunde mit Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit objektiviert
werden
konnten
und seit Mai 2018 eine Arbeitsfähigkeit in der bis
herigen Tätigkeit
im Umfang von 100 % zumutbar ist
(Urk. 2 S. 2). Die Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
Z._
vom 31. Mai 2018 ist anhand
der Vorakten nachvollziehbar
, berücksichtig
t die vom Beschwerdeführer gek
l
ag
ten Beschwerden und
erweist sich insgesamt als schlüssig
(vgl. E. 1.5
).
4.2
Die
Einschätzung
von
Dr.
Z._
wird
vom Besc
hwerdeführer in Frage gestellt, ohne sich dabei
allerdings
auf eine stichhaltige anderslautende
fachliche medizinische
Einschätzung
stützen zu können
.
Zwar h
iel
t der behandelnde Arzt PD
Dr.
Y._
im Bericht vom 9. Juli 2019 fest, dass ab 16. Mai 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vorgelegen habe und seit 10. Juli 2019 von einer 70%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei (vgl. E. 3.3). Im Bericht vom 25. April 2018 führte PD
Dr.
Y._
dagegen aus, der Beschwerdeführer sei seit Januar in einem 30 %-Pensum tätig und es sei eine Steigerung auf 50 % ab Mitte des Jahres geplant. Zudem ging PD
Dr.
Y._
zum damaligen Zeitpunkt von einer Erholung des Beschwerdeführers aus (vgl. E. 3.1). Eine Begründung
dafür
oder Ausführun
gen
da
r
über
,
weshalb es doch nicht zu der im Zeitpunkt des Berichts
vom 25. April 2018 erhofften
gesundheitlichen
Erholung mit Steigerung des Arbeitspensums
gekommen sein soll, finden sich im Bericht vom
9.
Juli 2019 nicht.
PD
Dr.
Y._
hielt einzig
fest, dass als Folge der Kündigung (im Jahr 2017) eine mittelschwere depressive Verstimmung vorliege und bereits seit anfangs 2017 Spannungen am Arbeitsort mit Mobb
ing
bestanden
hätten (vgl. E. 3.3). Diese Umstände waren schon zum Zeitpunkt der im Auftrag der Krankentaggeldversicherung durchge
führten Abklärung bekannt,
hielt
doch PD
Dr.
Y._
im Bericht vom 25. April 201
8 bereits fest, es bestehe eine psychosoziale Problematik rund um den Arbeitsplatz und der Beschwerdeführer habe multiple
«
Verletzungen
»
erlitten. PD
Dr.
Y._
ging zu diesem Zeitpunkt und trotz der genannten Umstände von einer steigerungsfähigen Arbeitsfähigkeit aus
(vgl. E. 3.1).
Ebenso hatte
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am 1
8.
August 2017 dafürgehalten, es bestehe ein reaktives Geschehen (Anpassungsstörung), wobei Anpassungsstörungen ohne objektive Entsprechung bekanntlich als überwindbar zu betrachten seien (
Urk.
9/28/36-38). Mittels der von ihm zur Beurteilung der Frage hinsichtlich des objektiven (effektiven) handlungsbezogenen Funktionsni
veaus empfohlenen neuropsychologischen Leistungstestung (
Urk.
9/28/37) lies
sen sich sodann keine relevanten affektpathologischen Alterationen objektivieren (vgl. die verhaltensneurologisch-neuropsychologische Abklärung vom 3
1.
Mai 2018,
E.
3.2).
Eine solche Objektivierung lässt sich auch dem Bericht von PD
Dr.
Y._
vom 9. Juli 2019 nicht entnehmen. Auch fehlen im letztgenannten Bericht objektive Befunde,
welche auf
eine
die Arbeitsfähigkeit einschränkende psychi
sche Erkrankung hindeut
et
en
.
Vielmehr spricht der Umstand, dass der Beschwerdeführer gemäss seinem Behandler über Ressourcen verfügt, die ihm das Absolvieren einer dreijährigen Weiterbildung erlauben sollen, und Zweifel an der Fahreignung zu verneinen sind (
Urk.
9/29/4 und
Urk.
9/25/4), gegen eine massgebli
che Einschränkung der Leistungsfähigkeit. Zusammenfassend besteht damit
kein begründeter Anlass
,
von der
nachvollziehbaren Einschätzung von
Dr.
Z._
abzuweichen.
Vor diesem Hintergrund durfte die Beschwerdegegnerin in
antizipierter
Beweiswürdigung
auf weitere Abklärungen
verzichten. Ein allfälliger detaillierter Ver
laufsbericht von PD
Dr.
Y._
hätte indessen auch der Beschwerdeführer aufle
gen können, wenn sich daraus entscheidwesentliche Erkenntnisse ergeben hätten (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_827/2018 vom 1
0.
April 2019 E. 6.2.2 mit Hin
weis
).
Die überzeugende Beurteilung von
Dr.
Z._
und auch die
Aus
führungen
des behandelnden Arztes PD
Dr.
Y._
machen vorliegend deutlich, dass
ausgeprägte psychosoziale Belastungen eine entscheidende Rolle spielen. Dies
mag
zwar aus dem Zusammenhang heraus nachvollziehbar
sein
, muss jedoch rechtsprechungsgemäss hinsichtlich des Bestehens einer Invalidität ausser Betracht bleiben (vorstehend
E. 1.4
).
A
ngesichts dessen, dass
im Rahmen der Begutachtung eine Arbeitsunfähigkeit in
nachvollziehbar begründeter Weise ver
neint wurde (vgl. vorne E. 1.2.3, BGE 143 V 409 E. 4.5.3; BGE 143 V 418
E.
7.1, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_825/2018 vom
6.
März 2019
E.
8.3)
, kann von der Durchführung eines strukturierten Beweisverfahrens (E. 1.4.1) abgesehen werden.
4.3
Im Übrigen ist der Beschwerdeführer darauf hinzuw
eisen, dass die Frage, ob es tatsächlich
zu e
iner Freistellung im Rahmen seiner früheren Anstellung
gekom
men ist
,
für die
im
vorliegend
en Verfahren
zu beurteilende Arbeitsfähigkeit nicht relevant ist
. Gleich verhält es sich mit dem Umstand, dass der Beschwerdeführer nie gesagt haben soll, er sei arbeitsunfähig bis zur Beendigung des Rechtsstreits mit seiner früheren Arbeitgeberin. Ob es sich dabei um eine reine Parteibehaup
tung der Beschwerdegegnerin handelt,
hat für den Ausgang des vorliegenden Verfahrens jedenfalls keine Relevanz
, geht es d
och um die Frage, ob eine dauer
hafte
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
ausgewiesen ist
(vgl. E. 1.1).
Was eine allfällige Datenschutzverletzung betrifft,
tut er nicht dar, welche gesetzlichen Bestimmungen konkret verletzt worden sein sollten,
was
in diesem Punkt zu einem Nichteintreten auf die Beschwerde führt.
Sodann ist auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs durch die Beschwerdegegnerin – wie der Beschwerdeführer geltend mach
t
- zu erkennen. Der Beschwerdeführer begründet indessen auch nicht weiter, inwiefern eine so
lche Verletzung vorlieg
en soll
.
Darauf ist daher nicht weiter einzugehen.
4.4
Demzufolge hat die Beschwerdegegnerin das Vorliegen eines invalidisierenden
(
psychischen
)
Leidens zu Recht verneint. Die Beschwerde erweist sich als unbe
gründet und is
t abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
5.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
I
VG sind ermessensweise auf Fr. 6
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss
dem Beschwerdeführer
aufzuer
legen.