# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 115e67fa-3a52-44ec-ba42-dcb36e57e1a6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.1
X._
, geboren 1965,
absolvierte
an der Universität
Z._
eine Ausbil
dung zum Pädagogen
.
In der
Schweiz übte er ab
1995 diverse
T
ätigkeiten
als Ü
bersetzer/Pädagoge sowie
in der Gastronomie, Reinigung und Produktion aus.
Ab
September 2003
war er durchschnittlich 53 Stunden pro Woche
als Taxi
fahrer
tätig
(
Urk.
7/11
,
Urk.
7
/21
)
.
Im
Mai 2009 erlitt er
bei eine
r
Hecka
u
f
fahr
kollis
i
on
eine Kontusion der
W
irbelsäule,
ein stumpfes Bau
ch
trauma und ein
e
Halswirbel
säulen
distor
sion
QFT II (
Urk.
7
/20 S. 20)
.
Ab Januar 2010 arbeitete er wieder als Taxifahrer
,
nunmehr
jedoch
in einem Teilzeitpensum und für eine neue Arbeitgeberin
(
Urk.
7/21 S. 1
;
Urk.
7/42 S.
5,
47
und
49).
Aufgrund
eines
Bagatellunfall
s
war er sodann v
on
Mitte bis Ende April 2010
nicht arbeitstätig
(
Urk.
7
/42 S.
3 und
23).
Als
die Arbeitgeberin
wenig
später
Konkurs ging,
m
achte
sich der Versi
cherte
als Taxifahrer
selbständig
,
gründete im April 2011
eine
Einmann-
GmbH
und
erhöhte sein Arbeitspensum
wieder
auf
100
%
(
Urk.
7/
47
,
Urk.
7
/85
;
IK-Auszug
Urk.
7
/80
)
.
Schliesslich fuhr er
im
Dezember 2011 mit seinem Taxi
ei
nen
Inselschutzpfosten an (
Urk.
7
/74 S. 5
,
Urk.
7
/82 S.
159
)
und
zog sich
dabei
eine
Talusluxationsfraktur
Hawkins III
am linken
Fuss zu
. Es folgten mehrere Operationen
(
Urk.
6/82 S.
51 und 1
43)
.
Im Jahr
201
3
wurde
n
bei
ihm
zudem degenerative Veränderungen im rechten Knie fest
ge
stellt
(
Urk.
7/92 S.
59).
1.2
Nach
dem ersten Autounfall
erging
im Juni
2009 eine Schadenmeldung an die S
chweizerische Unfallversicherungsanstalt (S
uva;
Urk.
7/20 S.
1
46)
, die dem Ver
sicherten
daraufhin
Taggelder
aus
richtete
(
Urk.
7
/20 S. 2-7
,
Urk.
6/82 S.
111)
.
Bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfol
gend: IV-Stelle)
,
meldete sich
der Versicherte
i
m
N
ovember 2009 zum
Leis
tungsbezug
an
(
Urk.
7/7-8).
In der Folge
verneinte die Suva m
it Verfügung vom
19.
Okto
be
r 2010
mangels Adäquanz einen Rentenanspruch
(
Urk.
7/50,
Urk.
7/56)
.
Die IV-
Stelle holte
hierauf
e
in
polydisziplinäre
s
Gutachten
beim
A._ AG
ein (
Urk.
7/65), bevor auch sie
am
3
1.
August
bzw.
1.
September
2011
einen Leistungsanspruch
verneinte
(
Urk.
7/69
-70
).
1.3
Nach dem
Selbstunfall im Dezember 2011
erging umgehend eine neue
Scha
denmeldung
an die Suva (
Urk.
7/82 S. 169)
. Die Neuanmeldung bei der IV-Stelle erfolgte
im
September 2013 (
Urk.
7
/74)
.
Die Suva zahlt
e
wiederum Taggelder aus (
Urk.
7/125 S. 3
)
und holte medizinische Unterlagen ein, wobei sie den
Versicherten
auch mehrfach durch
Kreisärzte
untersuchen liess
(vgl.
Urk.
7
/92 S. 6)
.
A
m
6.
Februar 2014
gelangte sie
zum Schluss,
nur für die Fuss
-, nicht aber die Knie
beschwerden
leistungspflichtig zu sein
und teilte dies dem Versicherten mit
(
Urk.
7/
92 S. 12 f.).
Die IV-Stelle zog
die Akten
der Suva bei (
Urk.
7/
92
)
,
holte Berichte bei
diversen
Ärzten
ein
(
Urk.
7
/83-84
,
7
/87
)
und liess den Versicherten im Namen seiner GmbH einen Arbeitgeberfragebogen ausfüllen
(
Urk.
7
/85)
.
Gestützt auf die Stellungnahme des Regionalen Ärztlichen Dienstes
(RAD)
vom 2
8.
Februar
2014 (
Urk.
7
/94 S.
4 f.)
stellte
sie
dem Ver
sicherten
alsdann
mit Vorbescheid vom 1
8.
März 2014 eine befristete
ganze
Rente für
die Monate
März bis Mai 2014 in Aussicht (
Urk.
7
/95).
Dagegen erhob
dieser
innert
erstreckter Frist
Ein
wand (
Urk.
7
/10
4-106)
.
Den legte d
ie IV-Stelle
dem RAD zur Prüfung vor (
Urk.
7
/108 S.
2 f.)
, bevor sie
am 2
6.
Juni 2014
die Ausrichtung
eine
r
befristete
r
Rente
–
wie
im Vorbescheid
angekündigt
–
ver
fügte
(
Urk.
2
).
2
.
Gegen die
se
Verfügung
erhob der Versicherte, vertreten durch
seine
Rechts
schutz
versicherung
(Vollmacht,
Urk.
4), am 2
8.
August 2014 Beschwerde
mit dem
A
ntrag
, ihm
zusätzlich
ab Juni 2014
eine
unbefristet
e
halbe Rente auszu
richten
(
Urk.
1, Beilagen
Urk.
3/3-4).
In der Beschwerdeantwort vom 6.
Oktober 2014 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
wind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung
,
IVG
).
W
urde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2
der Verordnung über die Invalidenver
sicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn
die versicherte Person im Gesuch glaubhaft macht,
dass sich
ihr
Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine
befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst sodann einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere se
tzt voraus, dass Revisionsgründe
(BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vor
liegen
.
Anlass zur Rentenrevision gibt
nach
Art.
17 ATSG
jede wesentliche Än
derung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den
Rentenanspruch zu beeinflussen.
Eine Veränderung der gesund
heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn
sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Ar
beits
fähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E.
1.2 und I 212/03
vom 28. August
2003 E. 2.2.3).
D
er Zeitpunkt der Auf
hebung oder Herabsetzung
der Rente ist
nach Massgabe des analog an
wend
baren
Art.
88a IVV festzusetzen
(
AHI 1998 S.
121 E.
1b mit Hinweisen;
vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob der für die Befristung oder Ab
stufung
erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sach
verhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des Rentenbeginns mit dem
jenigen zur Zeit der Aufhebung
bzw.
Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E.
2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hin
weisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten
verfü
gungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen)
.
1.
4
Im Übrigen
sind Verwaltung und Gericht
e
, u
m den Invaliditätsgrad bemessen zu können, auf Unter
lagen angewiesen, die ärztliche
und gegebenenfalls auch an
dere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der
Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu neh
men,
in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen
Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Ar
beits
leistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streiti
gen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die ge
klagten Be
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) ab
gegeben wor
den ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind
(BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
holte
die meisten medizinischen Unterlagen selbst
ein
und
fällte
mit der angefochtenen Verfügung vom 2
6.
Juni 2014
einen
Sachent
scheid
,
indem
sie eine befristete Rente zusprach. Der Rentenanspruch
ist
daher trotz Neuanmeldung
allseitig zu prüfen.
2.2
D
ie Parteien sind sich
sodann
einig,
dass
aufgrund der verspäteten
A
n
meldung
vom
September 2013
entsprechend der gesetzlichen Regelung (
Art.
29
Abs.
1 IVG)
frühestens
ab März 2014
eine Rente auszurichten
ist.
Nicht strittig
sind
auch
die Diagnosen
betreffend
die Fuss- und Kniebeschwerden
. Dasselbe gilt für
deren
Auswirkungen auf
die
Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
in der an
g
estammten Tätigkeit
als Taxifahrer
.
Diese reduzierte sich
nach Auffassung der Parteien
ab
4.
Februar 2013
infolge
eines Eingriffs am Sprunggelenk mit posto
pe
rativen Komplikationen
vorübergehend
auf 25
%
und beträgt seit
der letzten kreisärztlichen Untersuchung vom
6. Februar 2014 nunmehr 50
%
(
vgl. Urk.
2 Verfügungsteil II
,
Urk.
1
Ziff.
2
f.
)
.
Wie
aus der nachstehenden Zusammenfas
sung der medizinischen Unterlagen ohne Weiteres ersichtlich
ist
, entspricht dies
auch
der einhelligen und
gestützt auf Bilddokumente
nachvollziehbar begrün
deten Meinung sämtlicher konsultierter Ärzte (vgl. E.
3 und E.
4.3) und gilt somit als
er
wiesen.
2.
3
Uneinig sind sich die Parteien
einzig
bezüglich der
Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
in adaptierten
Tätigkeit
en
ab Februar 2014
und in diesem Zusammenhang auch hinsi
chtlich der Frage, ob Taxifahren
bereits
eine
be
hin
de
rungsangepasste
Tätigkeit darstellt (vgl.
Urk.
2 Verfügungsteil II
,
Urk.
14
Ziff.
2-4).
Dass
zwischen Februar 2013 und
Februar 2014
eine
rentenrelevante Ver
besserung der Arbeitsfähigkeit
eintrat
und somit ein
Revisionsgrund
gege
ben ist, wird
im Übrigen
a
ufgrund des Antrags
auf eine Reduktion statt eine Aufhebung der Rente
nicht in Frage gestellt.
3.
3.1
Im Operationsbericht vom
3.
Januar 2012 diagnostizierte
Dr.
med.
B._
, Chef
arzt der Traumatologie im Stadtspital
G._
, eine
Talusluxationsfraktur
Hawkins III links
mit mehrfragmentärer Fraktur des
Malleolus
medialis
und der
antero
-medialen Gelenkslippe sowie einer wenig dislozierten lateralen
Malleolarfraktur
.
Am 3
0.
Dezember 2011
, noch am Tag des
S
elbstunfalls
,
sei beim Beschwerde
füh
rer
deshalb
die Indikation zur notfallmässigen offenen Reposition und Osteo
synthese gestellt und op
eriert worden (
Urk.
7/92 S. 204).
Am 1
5.
Februar 2012 teilte
Dr.
B._
dem Hausarzt des Beschwerdeführers
mit,
es
zeige sich ein soweit regelrechter Verlauf (
Urk.
7/83 S. 29 f.). A
m 1
5.
März 2012 berichtete
er
ihm
, die
Schmerzen seien deutlich rückläufig
.
Sobald sich die Mobilität weiter verbessert habe, könne der Beschwerdeführer die Arbeit wieder aufnehmen (
Urk.
7/92 S.
194 f.
). Ähnliches ist dem Bericht vom 1
9.
April 2012
zu entnehmen (
Urk.
7/92 S
.
21 f.
).
D
as Ergebnis knapp sechs Monate postope
rativ beurteilte
Dr.
B._
als weiterhin gut. Der Beschwerdeführer
sei noch un
sicher und habe vor allem Angst, schwere Lasten für seine Kunden zu tragen. A
b Juli 2012
könne er
zu 25 % arbeiten
und
nach
z
wei Monaten
die
Arbeits
fähig
keit für zwei Monate auf 50
%
steigern
. Damit
sei er
voraussichtlich ab Septem
ber 2012 wieder arbeitsfähig (
Urk.
7/92 S. 173 f.).
Dazu
erkl
ärte der
Beschwerdeführer
gege
nüber
dem
Suva
-Mitarbeiter
, er könne die
attestierte
25
%-
A
rbeitsfähigkeit nicht umsetzen, da er die Kunden von der Taxizentrale zugewiesen erhalte und
n
icht nachfragen könne, ob schweres Gepäck einzuladen oder
zu tragen sei.
Gleichzeitig informierte er über seine
Feri
enabwesenheit
von
Mitte Juli bis Mitt
e
August 2012
(
Urk.
7/92 S.
169). Schliesslich
einig
t
e
n sich die beiden
a
uf
eine Arbeitsfähigkeit von
25
%
ab 1.
August 2012
(
Urk.
7/92 S. 168),
von
50
%
ab 1.
Oktober 2012 und
von
75
%
ab 1.
November 2012 (
Urk.
7/92 S. 162).
Am 1
3.
Dezember 2012
berichtete
Dr.
B._
dem Hausarzt
,
der Beschwerdefüh
rer
arbeite
mittlerweile
wieder zu
50
%
als Taxifahrer
.
Er
klage
vor allem noch über
Schmerzen im Bereich
des oberen Sprunggelenks
. Das
Gangbild
zeige sich deutlich hinkend
.
D
ie Beschwerden seien am ehesten
im Sinne einer
Impin
gement-Symptomatik
interpretierbar. Bei nun komplett konsolidierter Fraktur
werde
eine partielle
Oste
o
synthesematerialentfernung
,
eine
Arthroskopie
des
o
be
ren Sprunggelenks
und
die
Ent
fernung des Sporns im Bereich des Corpus
Tali
empfohlen
. Die Arbeitsunfähig
keit betrage weiterhin 50
%
(
Urk.
7/92 S. 153).
3.2
In der
ersten, von der
Suva veranlassten kreisärztlichen
Untersuchung vom 2
0.
Dezember 2012
erläuterte
der Beschwerdeführer
dem Facharzt für Chirurgie,
Dr.
med.
F._
, Probleme bestünden bei unebenem Boden oder Treppenstei
gen.
Unangenehm und schmerzhaft sei zudem
die sitzende Position im Auto bei
an
ge
zogenem linkem Bein.
N
ach der Arbeit sei das Sprunggelenk geschwollen. Er arbeite zu 50
%
,
d.h. er nehme täglich Arbeits- und Standzeiten von fünf bis sechs Stunden wa
h
r
(
Urk.
7/92 S. 143 f.)
.
Der Kreisarzt
stellte
bezüglich Sprunggelenk und Unterschenkel links
eine
Weich
teilschwellung
,
eine
l
eichte benachbarte Muskelatrophie,
eine
Bewe
gungsein
schränkung
und
eine
Belastungsintoleranz
fest. Es bestünden
belas
tungs
- und
bewegungsabhängige Schmerzen
.
Bandapparat und Gelenkstabilität seien erhal
ten
(
Urk.
7/92 S. 147)
.
Ferner
wies
er
auf groteske Verrenkungen
des Be
schwer
deführers
beim Absinken in die Kauerstellung und eine lange
Stabili
sations
phase
beim
Einbeinstand
hin, der zuvor
spontan problemlos gelungen
sei
(
Urk.
7/92
S.
144)
.
Er
schlussfolgerte
,
dass
der Verlauf
eher
zögerlich, die Kon
so
lidation der Frakturen letztlich
aber
problemlos
sei
. Belastungsfähigkeit und Beweglichkeit
würden zunehmen
, die Schwellung
ab
nehme
n
.
Damit
erhöhe sich die Arbeitsfähigkeit stufenweise
(
Urk.
7/92 S. 146)
.
Die
50%-Arbeitsunfä
higkeit bei idealer beruflicher Tätigkeit als Taxichauffeur sei eher grosszügig.
Aufgrund der vorgesehenen
Metallentfernung
werde
eine 25%-
Arbeitsunfähig
keit [r
ichtig
: Arbeitsfähigkeit]
ab Januar 2013 bestätigt
.
V
ier Wochen
später
werde
aber
die volle Einsatzfähigkeit erreicht, s
ofern es keine grösseren Kompli
kationen gebe
(
Urk.
7/92 S.
148
)
.
Zu diesem Untersuchungsergebnis
erklärte der Beschwerdeführer
am
3.
Januar 2013
gegenüber
dem Suva-Mitarbeiter
, er sehe keine Möglichkeit,
seine
Ar
beitsfähigkeit
auf 75
%
oder mehr
zu steigern (
Urk.
7/92 S. 139).
3.
3
A
m
4.
Februar 2013
erfolgten eine
Arthroskopie und
Ar
th
rolyse
des oberen Sprunggelenks links
sowie die Entfernung sämtlichen
Osteosynthesematerials
.
Gemäss
Operationsbericht von
Dr.
B._
, datiert vom 8.
Februar 2013
,
zeigte
sich
das Gelenk
postoperativ
stark geschwollen und
schmerzte
.
Man habe des
halb
nach vier
Tage
n
eine
Hämatomausräumg
und Abnahme der Bakteriologie durch
geführt (
Urk.
7/92 S. 130 f.).
Im Bericht vom 2
1.
März 2013 diagnosti
zierte
Dr.
B._
sodann
erstmals posttraumatische Schmerzen im linken oberen Sprung
gelenk
. Ferner wies er darauf hin, dass für
April 2013
ein Arbeitsversuch mit eine
m
25%-Pensum angedacht
sei
,
das
im Verlauf sukzessive zu steigern sei (
Urk.
7/92 S. 112 f.).
3.4
Die
zweite kreisärztliche Untersuchung
–
wiederum durch
Dr.
F._
im Beisein eines
weiteren Arztes
–
fand am 1
7.
April 201
3
statt
. Der Beschwerdeführer gab
an, nach der Metallentfernung
sei
alles
s
chlimmer geworden. Er sei häufig zu
hause, um wegen der Schmerzen den Fuss
hochzulagern
. Beim Bewegen habe er Schmerzen im Sprunggelenk, vor allem beim Beugen und Strecken. Nach Be
lastung zeige sich auch eine Schwellung. Auf unebenem Boden sei es am
s
chlimmste
n
. Wenn er fort
gehe, fahre er mit dem Auto
. Er nehme
in der nähe
ren Umgebung
Termine wahr
oder
kaufe ein
.
Die Therapie beinhalte
Künzli-
Stabil
s
chu
h
e
,
zweimal wöchentlich
Physiotherapie und
täglich
zwei bis f
ünf Schmerztabletten (
Dafalgan
,
Tramal
)
. Es sei i
h
m langweilig gewesen und
stelle deshalb eine Erleichterung dar,
dass er nun wieder
zu 25
%
– konkret
zwei bis zweieinhalb Stunden pro Tag
–
arbeite. A
n den Stammplätzen
müsse er
jeweils
im Minimum
e
ine Stunde warten, bis er an der Reihe sei (
Urk.
7/92 S. 10
1
).
Der Kreisarzt hielt fest,
der Verlauf sei weiterhin protrahiert mit Schwellungen,
Belastungsintoleranz und Bewegungseinschränkung trotz Physiotherapie.
Es finde
sich eine Überwärmung der gesamten Region. Die Reizsituation habe sich in den letzten Wochen nur langsam beruhigt (
Urk.
7/92 S. 104).
Beim Treppen
st
ei
gen und
-
h
eruntergehen hinke der Beschwerdeführer links stark, habe aber mit dem falschen Bein begonnen und vereinzelt Stell- oder Wechselschritte ge
zeigt, d.h. die Kraftverteilung sei unbestimmt auf beide Sprunggelenke (
Urk.
7/92 S.
102).
T
rotz der betonenden,
demonstrativen Darstellung der Be
schwerden sei es
vom klinischen Befund her nachvollziehbar, dass der Be
schwerdeführer in Bezug auf Belastungs- und Gehfähigkeit am linken Sprung
gelenk erheblich eingeschränkt sei
. Ziel sei es dennoch, dass
dieser
seine
Taxi
fahrertätigkeit
per
1.
Juni 2013 wieder in vollem Umfang aufnehmen könne
, auch wenn noch gewisse
Rest
folgen
vorhanden seien
(
Urk.
7/92 S. 105
f.
).
Dazu
erklärt
e
der Beschwerdeführer gegenüber
dem Suva-Mitarbeiter
, sein
Taxi
A
uto
sei mit
einem
Automatikgetriebe ausgestattet
und er
suche mit dem Fuss während
der Fahrt
immer wieder eine geeignete Ruh
e
position. Er gehe
aber
da
von aus, in Zukunft nur
noch
50
%
arbeiten zu können (
Urk.
7/92 S. 98).
3.
5
Hinsichtlich des linken oberen Sprunggelenks wies
Dr.
B._
den Hausarzt am 1
0.
Mai 2013
auf das deutlich hinkende
Gangbild
,
die
deutliche
Druckdolenz
und diffuse Schwellung sowie fehlende Hinweise auf ein komplexes regionales Schmerzsyndrom hin. Da er die Beschwerden nur schwer objektivieren könne, habe man ein MR
I vereinbart (
Urk.
7/92 S. 91).
In der bildgebenden Untersu
chung vom 2
1.
Mai 2013 fanden sich alsdann primär eine abgeflachte
Talus
rolle
mit hochgradiger
Chondromal
a
zie
bzw. posttraumatischer Arthrose und eine
Osteonekrose
im Bereich der
Talusrolle
. Hinzu kamen ein Gelenkerguss sowie je ein Knochenmarks- und Weichteilödem (
Urk.
7/92 S. 88).
Am 1
0.
Oktober 2013 berichtete
Dr.
B._
dem Hausarzt, der Beschwerdeführer
habe wegen starker Schmerzen am 2
9.
August 2013
die Notfallstation des
G._
aufge
sucht
und sei am 9. Oktober 2013 in seiner Sprechstunde gewesen
. Bis Ende Monat sei dieser noch zu 100
%
arbeitsunfähig
. Ausserdem be
finde er sich
wegen der neuen, nun im Vordergrund stehenden Knieproblematik rechts bei
Dr.
med.
H._
in Behandlung (
Urk.
7/92 S. 58; Bericht
Notfall
konsul
tation
Urk.
7/92 S. 71). Bereits am Tag zuvor hatte
Dr.
B._
der
Be
schwerde
gegnerin
mitgeteilt, seitens des linken Fusses sei eine Wiedereinglie
derung in den Arbeitsprozess zu mindestens 25
%
sicherlich möglich, die Ar
beitsfähigkeit
aufgrund der neuen Kniebeschwerden aber nicht gesamthaft
be
urteilbar
(
Urk.
7/83
S. 7).
3.6
Aufgrund des MRI
des Sprunggelenks
wurde der Beschwerdeführer
an
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, überwie
sen.
Der
Anamnese seines Berichts vom 1
4.
August
2013 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer über belast
ungsabhängige Schmerzen berichtet habe
und beunruhigt sei, weil seit zwei bis drei Monaten auch Knieschmerzen rechts be
stünden. Beim Befund
wies
Dr.
C._
auf
die ausgeprägte Schwellung des gesamten Rückfusses
s
owie die starke
Druckdolenz
über dem Sprunggelenk bei deutlicher Beweglichkeitseinschränkung
hin
. Bei persistierendem Leidensdruck müsse eine
Arthrodese
des oberen Sprunggelenks durchgeführt werden – auf
grund
der nekrotischen
Talussituation
mit einem
vaskularisierten
Becken
kammspan
. Er denke
aber
nicht, dass die Arbeitsfähigkeit durch medizinische Mass
nahmen gesteigert werden könne
.
Zu den Kniebeschwerden äusserte sich
Dr.
C._
nicht, sondern bat den Hausarzt, diese abzuklären
(
Urk.
7/92 S.
77 f.)
.
In Ergänzung
dazu
teilte
Dr.
C._
der Rechtsschutzversicherung des Be
schwerdeführers mit Schreiben vom
5.
September 2013 mit, er erachte diesen für alle stehenden und gehenden Tätigkeiten zu ca. 90
%
arbeitsunfähig. Als Taxifahrer
mit einem Automatikgetriebe sei
er
, da es sich um den linken Fuss handle, zu höchstens 50
%
arbeitsfähig. Die 50%-Arbeitsunfähigkeit sei mit den täglichen Schmerzen mit Schwellungszuständen und der klaren Einschränkung beim Gehen und Stehen zu erklären, da er so Kunden beim Tragen und Ver
stauen von Gepäck nicht sehr gut betreuen könne (
Urk.
7/92 S. 68).
I
m Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 2
1.
Oktober
2013 prognosti
zierte
Dr.
C._
schliesslich auf längere Sicht eine 100%-Arbeitsunfähigkeit für körperlich anstrengende Arbeiten. Demgegenüber ging er für stark ange
passte Tätigkeiten (mehrheitlich sitzend mit nur kurzen Wechseln zum Stehen und Gehen) langfristig von einer 100%-Arbeitsfähigkeit aus. Als Taxifahrer bestehe das Problem, dass der Beschwerdeführer beim Ein- und Ausladen von Ge
päckstücken behilflich sein sollte, was aufgrund des Fussleidens nicht mög
lich sei (
Urk.
7/84 S. 5). Beim Belastungsprofil hob
Dr.
C._
hervor, dass eine sitzende Tätigkeit ganztags zumutbar sei, eine stehende hingegen nur für 30 Minuten.
Die Schmerzen würden zudem das Konzentrationsvermögen
des
Be
schwerdeführers
einschränken, während
seine
Anpassungsfähigkeit und
B
elast
barkeit aus körperlichen Gründen eingeschränkt seien (
Urk.
7/84 S. 4).
3.
7
Zur Abklärung der
weiteren B
eschwerden erfolgte a
m
2.
September 2013 ein MRI des rechten Kniegelenks. Der Befund von
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Radiologie, lautete: wenig Gelenk
s
erguss, tiefer und grosser Knorpelschaden der
Trochlea
mit Geröllz
ysten und
intrakartilaginärem
Osteophyten
, leichte
Knor
pel
schäden
retropatellär
sowie
synoviale
Chondromatose
(
Urk.
7/92 S.
31
).
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie,
diagnostizierte
in seinem
Bericht vom 1
1.
Oktober 2013
zuhanden des Haus
arztes
eine
oste
o
chondrale
Läsion
Trochleawange
des rechten Knies
nach
Knie
distor
sionstrauma
bei einem Autounfall. Die Beschwerden hätte
n
durch
die
Wassertherapie
und die
lokale respektive
orale entzündungshemmende Therapie
mit
Chondrosulf
gebessert, weshalb eine Infiltrationsbehandlung vorerst noch aufgespart werde.
Das vom Beschwerdeführer gewünschte
gelenkersetzende Vorgehen sei angesichts
dessen Alters und
Erwartungshaltung nicht die richtige Option (
Urk.
7/92 S. 59).
Nach
dem 1
1.
Oktober 2013
fand keine weitere Behandlung
des Beschwerdefüh
rers
durch
Dr.
H._
statt (
Urk.
7/92 S. 16).
Der Anamnese seines
späteren
, nicht datierten Bericht
s
an die
Beschwerdegegnerin
ist zu entnehmen
,
dass seitens des rechten Knies eine leichte Schwellung sowie ein Schmerz in
Beu
gepo
sition
(60°), auf der Treppe und nach längerem Sitzen im Personenwagen beste
hen würden. Wegen
des Knies
sei jedoch
keine Arbeitsunfähigkeit attestiert
worden und
es bestehe
auch
keine verminderte Leistungsfähigkeit
.
Aufgrund der
posttraumatischen degenerativen Veränderung
würden die Beschwerden künftig a
ber
zunehmen.
Eine Belastung des Kniegelenks sei nach Massgabe der Be
schwerden möglich. Zu vermeiden sei das Heben schwerer Lasten und die Tä
tig
keit sollte abwechselnd sitzend/stehend sein (
Urk.
7/87
S. 2).
Nichts
Neues
lässt sich
dem auf Anfrage der Rechtschutzversicherung verfassten Bericht
vom 1
1.
Mai 2014 entnehmen. Darin äusserte sich
Dr.
H._
primär zur Adäquanz
, d.h.
zur nur im Suva-Verfahren relevanten F
rage, ob die
Knie
beschwerden
eine Unfallfolge sind.
Es
fand
jedoch
weder eine neue Untersu
chung statt, noch gab der Arzt eine neue
Arbeitsfähigkeitseinschätzung ab
(
Urk.
7/105).
Demzufolge handelt es sich beim Weglassen des Zusatzes „im Per
sonenwagen“ selbstredend
um eine
ungenaue Zusammenfassung des bishe
rigen Befundes
. Entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführer
s
(vgl.
Urk.
1
Ziff.
4) kann daraus also nicht geschlussfolgert werden,
Dr.
H._
habe neu festge
stellt,
dass die
Beschwerden im Sitzen generell
zunehmen.
3.
8
Am
6.
Februar 2014 nahm
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie,
schliesslich
die
kreisärztliche
Abschlussuntersuchung vor, wobei er dem Beschwerdeführer vorab erklärte, dass die Kniebeschwerden nicht auf den Unfall zurückzuführen seien. Dieser
machte hierauf
geltend, er könne nicht
stehen
und nicht bzw. nur mit dem Stock
gehen. Treppensteigen sei brutal. Seit Entfernung der Schraube sei alles schlimmer geworden. Der Fuss schwelle tagsüber an, sobald er etwas mache.
B
ei Wetteränderungen oder beim Drehen im Bett habe er Schmerzen.
Das ganze Bein sei berührungsempfindlich
und auch
die linke Fusssohle
schmerz
e
. Er besuche zweimal pro Woche die Physiotherapie und nehme täglich drei Tabletten (
Naproxen
,
Dafalgan
) ein.
Als Taxifahrer
habe
er
ein Automatik
getriebe und
hebe oder trage nur noch selten Gepäck
(
Urk.
7/92 S. 8).
Der Kreisarzt hielt fest, subjektiv bestünden persistierende, belastungsabhängige
Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und
ein
Anschwellen. Objektiv finde sich
ein Erguss im Bereich des Sprunggelenks, eine Bewegungseinschränkung und eine Umfangsvermehrung des linken Unterschenkels. Aus medizinischer Sicht sinnvoll seien eine
Arthrodese
des oberen Sprunggelenks sowie
Künzli-Stabilschuhe
.
Eine Weiterführung der Physiotherapie vermöge an der Situation
des Sprunggelenks
hingegen
nichts Wesentliches mehr zu ändern. Gefolgt werden
könne der Auffassung von
Dr.
C._
, dass als Taxichauffeur eine
Ar
beits
fähigkeit von 50
%
bestehe. Möglich seien jedoch auch körperlich leichte,
vor
wie
gend sitzende Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten, ohne län
geres Stehen oder Gehen, ohne häufiges Treppensteigen und ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, ohne Tätigkeiten in Zwangshaltungen wie kniende Posi
tio
nen oder im
Hocksitz
. Unter Beachtung der
genannten Einschränkungen sei eine 100%-Arbeitstätigkeit möglich
(
Urk.
7
/92 S.
10 f.).
Die
Kniebeschwer
den
be
fand der Kreisarzt
wie erwähnt
als nicht überwiegend wahrscheinlich
unfall
bedingt
(
Urk.
7/92 S. 11), weshalb er diese nicht weiter berücksichtigte.
In der anschliessenden Besprechung mit der Sachbearbeiterin der Suva erklärte der Beschwerdeführer, sobald er mehr als ein bis zwei Stunden gehen müsse, habe er starke Schmerzen und einen geschwollenen Fuss. Momentan könne er nicht mehr als 25 bis 35
%
arbeiten. Nach längerem Sitzen habe er starke Schmerzen vor allem auch im rechten Knie. Er könne den Kunden auch nicht beim
E
in- und
A
usladen der Gepäckstücke helfen. Er wolle mehr arbeiten, sei jedoch sicher, nicht mehr als
ein
50%
-Pensum
zu erreichen (
Urk.
7/92 S. 14).
4.
4.1
Die Beschwer
degegnerin stützt
e
sich bei ihrer Argumentation
hauptsäch
lich auf die beiden Stellungnahme
n
des
RAD
vom 2
8.
Februar
2014
und 1
1.
Juni 2014 (
vgl.
Urk.
2
Verfügungsteil II
,
Urk.
6).
Der RAD-Arzt
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Ort
h
opädische Chirurgie und Trau
matologie, wies zunächst auf die Verneinung eines rentenreleva
nten
Gesund
heitsschadens
in der letzten
polydisziplinären Begutachtung hin.
Sodann listete er den aktenkundigen Verlauf der Arbeitsunfähigkeit als Taxifahrer auf und er
wähnte
explizit
d
ie
Einschätzungen
zur Arbeitsfähigkeit
von
Dr.
C._
und
Dr.
E._
.
Z
usammengefasst
kam er
zum Schluss,
dass
der Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
d
erzeit stabi
l sei
. F
ür die
Arbeitsfähigkeit in der
bisheri
ge
n
Tätigkeit als Taxifahrer
sei
auf die
UVG-Akten/Unfallscheine und
den
Kreisarztbericht vom 6.
Februar 2014
abzustellen
. Die Arbeitsfähigkeit betrage
daher
seit
6.
Februar 2014
bis auf W
eiteres 50
%
. Voraussetzung sei ein
Taxi-
Fahr
zeug mit Automatikgetriebe. Für eine angepasste Tätigkeit sei mit über
wie
gen
der Wahrscheinlichkeit vom gleichen Arbeits
un
fähigkeitsverlauf auszugehen und erst ab
6.
Februar 2014 eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
unter Beachtung
des
von
Dr.
E._
formulierten Belastungsprofils anzunehmen
(
Urk.
7/94 S.
4 f.)
.
Zum Einwand des Versicherten im
Vorbescheidverfahren
erklärte derselbe RAD-Arzt, dass die Auswirkung der Befunde und Diagnosen betreffend
das
Knie
gelenk auf die Arbeitsfähigkeit bereits in den weitgehenden Einschränkungen
durch die Sprunggelenk
s
problematik subsumiert sei. Sodann
erläuterte
er, als Taxi
fahrer bestehe keine Möglichkeit, im Bedarfsfall bei auftretenden Schmerzen
und/oder Verkrampfungen sofort die Körperhaltung zu ändern (z.B. auf
zu
stehen,
den Fuss
/
das Bein zu strecken oder zu bewegen), während dies bei anderen Tätig
keiten im
Regelfall durchaus möglich sei. Davon abgesehen müsse ein Taxifah
rer oft auch Gepäckstücke der Fahrgäste in den Koffer
raum
heben bzw. heraus
nehmen und gelegentlich auch tragen (z.B. in Gebäude, über
Treppen oder un
ebenes Gelände;
Urk.
7/108 S. 3).
4.2
Der Beschwerdeführer hielt dem
in der Beschwerdeantwort
sinngemäss entge
gen, der Unterschied von 50 % in der Arbeitsfähigkeitseinschätzung zwischen angestammter und angepasster Tätigkeit lasse sich nicht logisch erklären. Das Einladen von Gepäckstücken sowie das Öffnen und Schliessen der Taxitüren
würden höchstens 5 bis 10
%
seiner Tätigkeit ausm
achen. Dementsprechend habe
Dr.
C._
diese bereits als optimal angepasst beurteilt. Problematisch seien zudem nicht allfällige Verkrampfungen, sondern der Fuss schwelle im Verlauf
des Tages an, verursache fortwährend Schmerzen und müsse
hochgela
gert
werden.
Das Belastungsprofil enthalte deshalb richtigerweise keinen Hin
weis auf die Möglichkeit, sofort die Körperhaltung ändern zu können. Ansons
ten wäre er gar nicht fahrfähig. Darüber hinaus sei es als selbständiger Taxi
fahrer einfacher, die nötigen Pausen einzulegen. Aufgrund dieser Überlegungen und gestützt auf den neuen Bericht von
Dr.
H._
, wonach die Beschwer
den durch längeres Sitzen zunehmen würden,
sei somit auch in einer angepass
ten Tätigkeit
eine Arbeitsunfähigkeit von
mindestens
40
% gegeben. Eventuali
ter seien die
Knie
be
schwerden
und die Arbeitsfähigkeit weiter abzuklären (
Urk.
14
Ziff.
2-4).
4.3
Zunächst ist festzuhalten, dass
im polydisziplinären Gutachten der
A._
AG vom 2
6.
Mai 2011 keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gestellt wurden, weshalb die Gesamtbeurteilung auf eine 100%-Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit als Taxichauffeur lautete (
Urk.
7/65 S.
16 und 18).
Zum Belastungsprofil wurde festgehalten, geeignet seien rückenadaptierte,
wech
selbelastende
, leichte und gelegentlich mittelschwere Arbeiten ohne
Zwangs
haltungen
für die Lendenwirbelsäule. Der Beschwerdeführer sollte in der Lage sein, seine Arbeitsplatzposition jeweils
im
freien Ermessen zwischen Sit
zen, Stehen und Umhergehen wechseln zu können. Das Heben, Tragen und Be
wegen von Lasten sei mit 15 kg limitiert
. In diesem Sinne gelte die Tätigkeit als
Taxi
chauffeur
als ausreichend angepasst (
Urk.
7/65 S. 17
f.
).
Das Gutachten bildete Grundlage
für die Verneinung des Rentenanspruchs mit
Verfügung vom 1.
September 2011, welche in Rechtskraft erwuchs (
Urk.
7/70).
Da sich in den
neuen
medizinischen Unterlagen und Eingaben des Beschwerde
führers
keine Anhaltspunkte für
aktuelle Rückenbeschwerden
finden und das
gutachterliche
Belastungsprofil
keine zusätzlichen Einschränkungen gegenüber dem
neuen
in der angefochtenen Verfügung berücksichtigte, beschränk
t
en sich die neuen me
dizinischen Abklärungen der Beschwerdegegnerin zu Recht auf die Sprung- und Knie
gelenks
problematik.
4.4
Sodann
beurteilte
einzig der RAD-Arzt
die Fuss- und Kniebeschwerden
des Be
schwerdeführers gesamthaft.
Er besitzt allerdings auch den dafür nötigen
Fach
arzttitel
und konnte sich für beide Problematiken
auf
medizinische Berichte von Ärzten
stützen
,
die
ü
ber entsprechende fachärztliche Spezialqualifikationen ver
fügen, den Beschwerdeführer selbst untersucht
hatten und im Besitz aktuel
ler MRI-Bilder
gewesen
waren
.
Wie nachfolgend darzulegen
ist
,
sind diese B
erichte darüber hinaus
nicht nur in sich schlüssig, sondern
es bestehen auch keine un
lösbaren Widersprüche zwischen
den
einzelnen
Berichten
.
4.5
Für
eine Zweitmeinung zur
Sprunggelenksproblem
atik zog
Dr.
B._
den
Fach
arzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie,
Dr.
med.
C._
, hinzu, der
im Fusszentrum der Klinik
D._
tätig ist. Dieser
stellte fest, dass de
r Beschwerdeführer in stehenden
und gehenden Tätigkeit
en
zu 90
%
und als Taxifahrer wegen der Schwellungszustände und des zu tragenden Gepäcks zu 50
%
arbeitsunfähig sei.
E
r
attestierte dem
Beschwerdeführer
aber
bereits im Okto
ber 2013 langfristig
eine
100%-Arbeitsfähigkeit in e
iner stark angepassten Tätigkeit. Eine sitzende Tätigkeit sei ganztags zumutbar, eine stehende hingegen nur für 30 Minuten. Die Schmerzen würden das Konzentrationsvermögen ein
schränken, Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit seien aus körperlichen Grün
d
en eingeschränkt (vgl. E.
3.
6
).
Die Einschränkung der Konzentrationsfähigkeit
wurde
von
Dr.
C._
nicht weiter quantifiziert
. Sie
kann aber – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
1
Ziff.
3)
–
nur gering sein, andernfalls
Dr.
C._
ihm
keine Arbeitsfähigkeit
als Taxifahrer attestiert
hätte
. Der Strassenverkehr erlaubt nämlich keine signifikanten
Aufmerksam
keits
defizite
.
Schliesslich
hat
Dr.
C._
– ebenso wenig wie alle anderen
Ärzte –
einen erhöhten
Pausen
bedarf
in Betracht gezogen, wie er vom Be
schwer
deführer geltend gemacht wird (Urk. 1 S.
Ziff.
3).
Der
Kreisarzt
Dr.
E._
, ebenfalls Facharzt für Chirurgie, bestätigte die Ein
schätzung
von
Dr.
C._
im Februar 201
4.
Er
führte aus
, möglich seien
ab sofort
leichte, vorwiegend sitzende Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten, ohne längeres Gehen oder Stehen, ohne häufiges Treppensteigen und Be
steigen von Leitern und
Gerü
ste
n
, ohne Tätigkeiten in Zwangshaltungen wie kniende Positionen oder im
Hocksitz
.
Unter Beachtung dieser Einschränkung
en
attestierte
Dr.
E._
eine 100%-Arbeitsfähigkeit
(vgl. E. 3.
8
).
Die vorhergehende kreisärztliche Untersuchung durch
Dr.
F._
fand noch vor
den beiden MRI
statt
. Er ging somit in Unkenntnis der
degenerativen Veränderungen im Sprung-
und Kniegelenk
von einer vollständigen
Heilung und damit 100%-Ar
beits
fähig
keit in de
r angestammten Tätigkeit aus
(vgl. E. 3.4).
Die
Einschätzung von
Dr.
B._
, dass eine Wiedereingliederung in den Arbeits
prozess
seitens des linken Fusses
zu mindestens 25
%
sicherlich möglich sei (vgl. E. 3.5)
, spricht ebenfalls nicht gegen eine 100%-Arbeitsfähigkeit in ange
passten Tätigkeiten
.
Bereits die
Formulierung
weist darauf hin, dass diese Einschätzung übervorsichtig ist, was sich auch mit der Erfahrungstatsache be
grün
det, dass behandelnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre
auftrag
s
rechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten
ihrer
Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E.
3b/cc).
Dr.
B._
hat den Beschwerdeführer
denn auch
schon mehrfach
operiert und behandelt ihn seit
Dezember 2011 (vgl. E. 3.1 und E. 3.3).
Ausserdem ist es naheliegend, dass sich diese Aussage
–
ohne vorgängige
Erwähnung oder
Umschreibung
eines
Belas
tungsprofils
–
lediglich auf die Arbeit als Taxifahrer
bezog.
Dass sich der Beschwerdeführer
noch
nicht für eine
Arthrodese
des Sprungge
lenks entscheiden konnte, ist aufgrund der bisherigen postoperativen Kompli
kationen verständlich
und insofern irrelevant, als nach Ansicht der Ärzte von dieser medizinischen Massnahme keine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten ist (vgl. E. 3.6 und 3.8).
Es zeigt
allerdings
auch, dass die Bedenken die Schmerzen nach wie vor überwiegen.
4.
6
Dr.
H._
stellte
als Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Unfall
chirurgie
so
dann
klar, dass aufgrund der Kniebeschwerden keine Arbeitsunfä
higkeit
oder Leistungseinbusse
bestehe. Ein Schmerz bestehe in Beugeposition ab 60°, auf der Treppe und nach lä
ngerem Sitzen im Personenwagen. Zu ver
meiden sei das Heben schwerer Lasten und die Tätigkeit sollte wechselnd sitzend/
stehend sein
(vgl. E.
3.
7
)
.
Obwohl
die Kniebeschwerden nach Ansicht von
Dr.
H._
also ohnehin
nicht
als unüberwindbar zu gelten haben,
ist
auf
grund des Einwandes des Beschwerdeführers
dennoch
darauf
hinzuweisen
,
dass das Sitzen im Personenwagen nicht mit dem Sitzen
im Allgemeinen
, bei
spiels
weise auf eine
m
Bürostuhl, gleichzusetzen ist.
B
eim
normalen
Sitzen
ist das
rechte
Knie
in der Regel
90° gebeugt
und die Beugung kann
anders als im
Auto
(beschränkter Platz, Bedienung von Gas- und Bremspedal, Dauer der Fahrt)
auch
laufend
verändert werden
.
Es ist
einleuchtend
, dass es für die
Schmerzzu
nahme
im Laufe eines Tages
bedeutsam ist
, wie l
ange man beim Auftreten stär
kerer
Schmerzen noch in derselben Position verharren muss
, wenn ein
Posi
tionswechsel
Linderung verschaffen
k
ö
nn
te
.
I
m
Übrigen weist
Dr.
H._
zu
gunsten des Beschwerdeführers
darauf hin, dass aufgrund der degenerativen Veränderungen künftig mit einer Zunahme der Beschwerden zu rechnen sei.
Seine Einschätzung ist daher
nicht nur
nachvollziehbar
, sondern auch
objektiv.
Darüber hinaus
ist
z
u beachten,
dass der Beschwerdeführer
wegen der
Kniebe
schwerden
nur sehr kurze Zeit
in
intensiverer
Behandlung
(
Chondrosulf
und
Wassertherapie)
war
und seit Oktober 2013 nicht mehr
.
D
ie
Infiltrationsbe
hand
lung
konnte
gar
aufgespart werden.
Dabei stand gemäss
Dr.
B._
die
Knie
problematik
für den Beschwerdeführer – zumindest im Herbst 2013 –
sogar
im Vordergrund
(vgl.
E.
3.
5
)
.
Ebenso lässt
die von
Dr.
H._
angegebene Medi
kation mit
Dafalgan
,
Voltarensalbe
und
Chondrosulf
während der Be
handlung auf ein erträgliches Mass an Schmerzen schliessen (vgl.
Urk.
7/87 S. 2)
.
4.7
Entscheidend ist auch
, dass die
ärztlichen Einschätzungen genau
den
Ein
schränkungen
Rechnung tragen
, die der Beschwerdeführer
selbst
wiederholt
geltend machte
. So
erklärte er
gegenüber dem Suva-Mitarbeiter, die 25%-Ar
beitsfähigkeit sei nicht verwertbar
, weil er bei
der Taxizentrale nicht bezüglich des Gepäcks zurückfragen
könne
(vgl. E. 3.1)
. Bei
Dr.
F._
gab er an
, er habe Probleme auf unebenem Boden, beim Treppensteigen und in sitzender Position im Auto bei angezogenem linken Bein (vgl. E.
3.2)
. Nach der Entfernung des
Osteosynthesematerials
erklärte er
Dr.
F._
gegenüber, er
habe beim Bewe
gen, insbesondere beim Beugen und Strecken,
Schmerzen
im Sprunggelenk
und nach Belastung zeige sich ein
e Schwellung
(vgl. E.
3.4)
.
Ebenso machte er gegenüber
Dr.
C._
b
elastungsabhängige Schmerzen
geltend (vgl. E. 3.
6
).
Bei
Dr.
E._
sprach er ebenfalls von „brutalem“ Treppensteigen. Ebenso wies er darauf hin, dass der Fuss anschwelle, sobald er etwas mache und er he
be/trage nur noch selten Gepäck
. I
n der Abschlussbesprechung mit der
Suva-Mitarbeite
rin erklärte er
, sobald er mehr als ein bis zwei Stunden gehen müsse, habe er starke Schmerzen und einen geschwollenen Fuss. Ausserdem habe er nach län
gerem Sitzen vor allem Schmerzen im Knie und könne den Kunden auch nicht mit den Gepäckstücken helfen
(vgl. E. 3.
8
).
Es leuchtet deshalb
selbst
aufgrund der eigenen Leid
ens
darstellung
des Beschwerdeführers
ein, dass
seine
Arbeitsfä
higkeit
uneingeschränkt ist
, wenn
er
keine schweren Lasten heben oder tragen,
nicht lange gehen oder stehen und mit den unteren Extremitäten keine
Zwangs
haltungen
einnehmen muss
.
Damit untermauern seine
Aussagen
das
Belastungs
profil
und die Arbeitsfähigkeitseinschätzung der Ärzte
.
Dies ist umso mehr hervorzuheben, als sich
in
den Akten
deutliche Anzeichen
für Aggravationstendenz
en
des Beschwerdeführers
finden. So
wies
Dr.
F._
auf
die betonte,
demonstrative Darstellung der Beschwerden und groteske
Ver
renkungen hin
(vgl. E. 3.2 und E. 3.4)
.
In die letzte kreisärztliche Untersuchung brachte der Beschwerdeführer
sodann
einen Gehstock mit und erklärt
e
, er
könne nur noch mit dem Stock gehen und habe bei Wetteränderungen sowie nachts beim Drehen Schmerzen im Bein. Das ganze Bein sei berührungsempfindlich, selbst die linke
Fusssohle schmerze
(vgl.
Urk.
7/92 S. 8)
. Dabei war
der Befund
nicht auffallend s
chlechter als der vorhergehende
.
Ferner
äusser
te der Beschwer
deführer n
ach
seinem
Bagatellunfall vom April 2010
d
ie An
sicht
,
es sei mög
lich, dass er ein leichtes Schleudertrauma erlitten habe
(
Urk.
7/42 S.
3)
.
Im
Gutachten der
A._
AG
findet
sich
d
er Hinweis, der Beschwerdevortrag
sei
sehr intensiv, vielfältig, leidend und von zeitweisem Hyperventilieren begleitet
gewesen (
Urk.
7/65 S.
14).
Die
innere
Einstellung des Beschwerdeführers wider
spiegelt sich
schliesslich
auch in
der
aktuell
laufend wiederholten Aussage,
er werde
höchstens noch
50
% arbeiten könne
n
,
und zwar
schon
Wochen
im Vor
aus
, be
vor er ein höheres Arbeitspensum hätte umsetzen
müssen
oder ein
Ein
griff
durchgeführt wurde (vgl. E.
3.2, 3.4 und 3.
8
).
Auch ist unklar, ob er effek
tiv ei
nen Verdienst als Taxifahrer seit dem Unfall erzielte. Gegenüber der Suva hat er einen solchen zumindest nicht angegeben (
Urk.
7/125 S.
3) und im
Arbeitge
berfragebogen
– soweit durch Vergleich mit den Suva-Zahlungen fest
stellbar –
hauptsächlich
Taggelder der Suva ange
führt
(
Urk.
7/85 S. 3).
4.8
Im Übrigen hat sich der Beschwerdeführer nie um
eine angepasste Tätigkeit be
müht, sondern
er strebte immer und
strebt
nach wie vor ein
50%-
Arbeits
pen
sum
als Taxifahrer an. Dabei
entsprach ein solches gemäss seinen Angaben bis
anhin
5
bis 6 Arbeits
stunden
pro Tag
(vgl. E. 3.2
,
Urk.
7/49 S. 22,
Urk.
7/85 S. 3
).
Dies ergibt umge
rechnet auf die übliche Wochenarbeitszeit von knapp 42 Stun
den
bereits
ein Arbeitspensum von 60
%
, wie es auch vom Beschwerdeführer
als möglich
in Erwägung ge
zogen w
urde
(
Urk.
1
Ziff.
3)
.
Nicht folgerichtig ist allerdings
seine diesbezügli
che Überlegung
, da
ss
sich die Arbeitsfähigkeit in einer adaptier
ten Tätigkeit nur im Umfang
des bisherigen Hebens und Tragens von Gepäck
von 10
%
erhöht
. Eine geringere Belastung vermindert die
Schwel
lungszustände
und führt zu we
niger Schmerzen. Ist das Leiden
als Folge davon
überwindbar, besteht sodann eine volle Arbeitsfähigkeit.
Ferner
legte
die Beschwerdegegnerin das
Valideneinkommen
bisher
einzig ge
stützt auf
die
nicht belegten
Angaben des Beschwerdeführers
fest
,
er habe sich
von April bis Dezember 2011 jeweils
tatsächlich
Fr.
5‘245.– ausbezahlt
(
Urk.
7/85
S. 3)
.
In Anbetracht
der Parallelisierung der Vergleichseinkommen in der voran
gegange
nen Verfügung (ohne
Auseinandersetzung
mit den
Gründe
n
für den
tiefen
effektiven
Verdienst;
Urk.
7/70,
Urk.
7/26) und
des Auszugs a
us dem Indi
vidu
ellen Lohnkonto
(
Urk.
7/80)
ist dies
es
Valideneinkommen
indessen zu hoch
.
Dies mag für die
befristete Rente von März bis Mai 2014
ohne Bedeutung sein, w
eil
damals
die Arbeitsfä
higkeit in jeder Tätigkeit
minimale
25
%
betrug. Ein rentenbegründender
Inva
liditätsgrad
ab Juni 2014 ist
jedoch
unwahrscheinlich.
5.
Zusammenfassend vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers keine Zweife
l am
in sich stimmigen
Ergebnis der medizinischen Abklärungen
bei den
kon
sul
tierten
Ärzten und der zusammenfassenden Einschätzung des RAD
zu wecken
. Demnach ist der Beschwerdeführer i
n behinderungsangepassten Tätig
keiten
,
für welche ein relativ breites Spektrum an Tätigkeiten zur Ve
rfügung
steht
,
spätestens seit
6.
Februar 2014
vollumfänglich arbeitsfä
hig.
Die zuvor atte
stierte tiefere Arbeitsfähigkeit stand im Zusammenhang mit den Beschwerden
infolge
der Eingriffe am Sprunggelenk im Februar 2013 und den postoperativen
Komplikationen. Diese
Beschwerden
–
und ebenso die ver
mehrten
Kniebe
schwer
den
im Herbst 2013
–
waren bis Februar 2014 soweit ab
geklungen, dass von einer rentenrelevanten Verbesserung der Erwerbsfähigkeit auszugehen war. Diese musste gestützt auf
Art.
88a
Abs.
1 IVV spätestens ab Juni 2014 zur Auf
he
bung der Rente
führen. D
ie Beschwerde ist daher
abzu
weisen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.– bis
Fr.
1‘000.–
festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.– anzusetzen.
Ausgangsge
mäss
sind die Kosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.