# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7880ad76-3e32-53d0-8a99-c4e5d39a207c
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Die B._ AG, C._, ist Eigentümerin diverser Grundstücke im Gebiet "D._" am E._
(Nrn. 0001, 0002, 0003, 0004, 0005 und 0006, Grundbuch X._). Die Grundstücke
liegen an einem mehrheitlich steil nach Osten abfallenden Wiesenbord und bilden eine
zusammenhängende Fläche von knapp 1.5 ha. Sie liegen gemäss Zonenplan der
Gemeinde X._ vom 6. März 1998 in der Landwirtschaftszone. Gemäss Richtplan des
Kantons St. Gallen liegen die Grundstücke zudem im Perimeter des
Landschaftsschutzgebiets "F._ – G._". Ferner sind sie gemäss Bundesinventar der
Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) Teil des BLN-
Gebiets 0010 (H._) bzw. dessen Teilraums 1 (F._ und I._). Die Grundstücke sind
sodann von der vor 20 Jahren provisorisch ausgeschiedenen Grundwasserschutzzone
"J._" erfasst.
Auf dem Grundstück Nr. 0006 befindet sich eine Weidscheune (Vers.-Nr. 0007) mit
Baujahr 1919. Das Gebäude verfügt über Aussenmasse von ca. 8.8 x 7.7 m, und die
Firsthöhe beträgt ca. 7 m. Die übrigen erwähnten Grundstücke der B._ AG sind nicht
bebaut. Unmittelbar westlich des Gebäudes verläuft entlang der Grundstücksgrenze
der Fahrweg "D._" (Gemeindestrasse 3. Klasse).
B.
Die Gemeinde X._ stellte am 28. Juni 2016 umfangeiche Bautätigkeiten an der
Weidscheune Vers.-Nr. 0007 und deren Umgebung fest und erliess tags darauf einen
Baustopp. Gleichzeitig forderte sie die B._ AG zur Einreichung eines Baugesuchs oder
zur Beseitigung der nicht bewilligten Bauteile bzw. der ausgeführten Arbeiten auf.
Mit Baugesuch vom 31. August 2016 ersuchte die B._ AG nachträglich um eine
Bewilligung für den Umbau bzw. die Erweiterung der Scheune samt
Terrainveränderungen. Gegenstand des Gesuchs waren: Ersatz bzw. Ergänzung der
Bodenplatte (über das Gebäude hinaus im Sinne eines Vorplatzes), Erstellung eines
Betonsockels west- bzw. bergseitig, Ersatz der inneren Tragekonstruktion sowie der
Stützmauer auf der Nordseite, Ersatz und Verbreiterung des Tors und Erstellung eines
Schlammsammlers im neuen Vorplatz. Das Gebäude sollte der B._ AG weiterhin als
Geräteschuppen für das nahe gelegene Ferienhaus dienen.
Gegen das Bauvorhaben gingen innert der Auflagefrist (16. bis 29. September 2016)
keine Einsprachen ein. Gestützt auf die negative raumplanungsrechtliche Beurteilung
durch das Amt für Raumentwicklung und Geoinformation (AREG; Teilverfügung vom
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11. Januar 2017) verweigerte die Gemeinde X._ am 25. April 2017 die nachträgliche
Baubewilligung und verpflichtete die B._ AG zur Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustands innert vier Monaten nach Rechtskraft des Beschlusses. Die B._ AG zog den
hiergegen erhobenen Rekurs zurück, nachdem das Baudepartement am 29. August
2017 einen Augenschein durchgeführt und das Rechtsmittel als aussichtslos beurteilt
hatte. Damit erwuchsen Bauabschlag und Wiederherstellungsverfügung der Gemeinde
X._ vom 25. April 2017 in Rechtskraft.
Am Augenschein hatte das Baudepartement im Einzelnen festgestellt, dass die
tragende Substanz im Gebäudeinnern (gestrickter, dreigeteilter Stalleinbau mit
darüberliegendem Heuboden) vollständig entfernt, der ursprüngliche Beton- und
Holzdielenboden durch einen 30 cm starken Kieskoffer und eine 15 cm mächtige
Betonbodenplatte ersetzt, die aus Bruchsteinen bestehenden Fundamentmauern
teilweise durch Beton ersetzt oder im Innern vorbetoniert, die Fundamente für die
Stützen beidseits der Toröffnung betoniert, die Toröffnung erhöht und verbreitert, der
Vorplatz nach Osten erweitert und betoniert, eine Bruchsteinmauer entfernt und neue
Drainageleitungen erstellt worden waren. Die Arbeiten hatten zur Folge, dass das Dach
der Scheune nunmehr auf provisorischen Holzstützen steht und die Konstruktion
mittels Spanngurten zusammengehalten wird (zum Ganzen vgl. act. 9/9 mit Fotos).
C.
Mit Vertrag vom 18. September 2017 verpachtete die B._ AG die genannten
Grundstücke per 1. Januar 2018 für eine Dauer von vorerst 18 Jahren an den
benachbarten Landwirt A._. Vom Pachtverhältnis erfasst ist ebenfalls der Weidstall
Vers.-Nr. 0007. Der Pächter ersuchte umgehend in eigenem Namen um Bewilligung der
bereits von der B._ AG ausgeführten bzw. noch beabsichtigten Bauarbeiten. Er gab
an, das Gebäude im Sommer als Schafstall zu benötigen. Gegen das Bauvorhaben
erhob die Stiftung WWF Schweiz Einsprache.
Mit Verfügung vom 26. September 2018 verweigerte das AREG die Zustimmung zur
Baubewilligung. Es qualifizierte das Vorhaben angesichts der umfangreichen
Erneuerungen als Neubau, der weder betriebsnotwendig noch angemessen
dimensioniert sei und damit dem Zweck der Landwirtschaftszone nicht entspreche.
Gestützt auf diese Verfügung verweigerte der Gemeinderat X._ am 20. November
2018 die Baubewilligung und hiess die Einsprache der Stiftung WWF Schweiz im Sinn
der Erwägungen gut.
D.
Gegen den Beschluss vom 20. November 2018 erhob A._ Rekurs beim
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Baudepartement. Während des Verfahrens reichte der Rekurrent unter anderem ein
Privatgutachten des Landwirtschaftlichen Zentrums (LZSG) zu den Akten, das sich
namentlich mit der Betriebsnotwendigkeit des Bauvorhabens befasst. Das
Baudepartement folgte der gegenteiligen Argumentation der Stiftung WWF Schweiz
sowie des AREG und wies den Rekurs mit Entscheid vom 27. Juni 2019 ab.
E.
Gegen den Rekursentscheid erhob A._ (Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 12. Juli
2019 und Ergänzung vom 1. Oktober 2019 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit
dem Antrag, der angefochtene Entscheid sei unter Kostenfolge aufzuheben (act. 1 und
6). Der Vorsteher des Baudepartements (Vorinstanz) beantragte mit Vernehmlassung
vom 10. Oktober 2019, die Beschwerde sei abzuweisen (act. 8). Die Stiftung WWF
Schweiz (Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer Stellungnahme vom 25. November
2019 (act. 15) ebenfalls Abweisung der Beschwerde; unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Der Beschwerdeführer liess sich am 13. Dezember 2019 zu
diesen Eingaben vernehmen (act. 18). Die Beschwerdegegnerin reichte am 14. Januar
2020 eine weitere Stellungnahme ein (act. 20). Der Beschwerdeführer behielt das letzte
Wort (vgl. act. 22).
Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge, den
angefochtenen Entscheid und die Akten wird – soweit wesentlich und erforderlich – in
den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer
ist zur Beschwerdeerhebung befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
Beschwerde wurde mit Eingabe vom 12. Juli 2019 rechtzeitig erhoben und erfüllt
zusammen mit der Ergänzung vom 1. Oktober 2019 in formeller und inhaltlicher
Hinsicht die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 sowie
mit Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist demnach einzutreten.
2.
Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe unmittelbar vor Abschluss des
Rekursverfahrens sein Replikrecht vereitelt und damit seinen verfassungsmässigen
Gehörsanspruch verletzt. Die letzten Stellungnahmen der Rekursbeteiligten (act. 10/21
und 10/24) seien ihm von der Vorinstanz am Mittwoch, 12. Juni 2019 mit normaler Post
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zugeschickt worden und bei ihm am Montag, 17. Juni 2019 eingetroffen. Daraufhin
habe er am Donnerstag, 27. Juni 2019 um Ansetzung einer Frist für eine weitere
Stellungnahme ersucht. Weil aber gleichentags bereits der Rekursentscheid gefällt und
versandt worden sei, habe er die beabsichtige Eingabe nicht mehr zu Gehör bringen
können (act. 6 Ziff. 35). Die Vorinstanz hält entgegen, das Gesuch vom 27. Juni 2019
um Ansetzung einer Frist sei verspätet gewesen (vgl. act. 8). Der Beschwerdeführer hält
in seiner Stellungnahme vom 13. Dezember 2019 an seinem Standpunkt fest.
Insbesondere könne ihm nicht angelastet werden, dass die Zustellung der
Stellungnahmen an ihn mit normaler Post fünf Tage beansprucht habe, wie dies
regelmässig der Fall sei (act. 18 Ziff. I).
Nach der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung ergibt sich auch im
verwaltungsinternen Rekursverfahren aus dem verfassungsmässigen Anspruch auf
rechtliches Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (SR 101, BV) das
Recht der Verfahrensbeteiligten, zu jeder Eingabe von Vorinstanz oder Gegenpartei
Stellung zu nehmen, und zwar unabhängig davon, ob diese neue und erhebliche
Gesichtspunkte enthält (sog. Replikrecht, vgl. VerwGE B 2013/37 vom 11. März 2014
E. 2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 138 I 154 E. 2.5, siehe auch Art. 53 und Art.
58 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 15 Abs. 1 VRP).
Begnügt sich das Gericht oder die Behörde mit einer blossen Zustellung zur
Kenntnisnahme, ohne dem Adressaten eine Frist zur Stellungnahme zu setzen, so wird
damit zum Ausdruck gebracht, dass der Schriftenwechsel geschlossen ist und von den
Parteien auch sonst keine zusätzlichen Eingaben mehr erwartet werden, die Sache
mithin spruchreif erscheint. Dementsprechend wird erwartet, dass eine Partei, die eine
Eingabe ohne Fristansetzung zur Kenntnisnahme zugestellt erhält und sich dazu
äussern will, dies umgehend und spontan tut oder wenigstens um Ansetzung einer Frist
nachsucht; andernfalls wird angenommen, sie habe auf eine weitere Eingabe verzichtet
(BGer 5D_81/2015 vom 4. April 2016 E. 2.3.2 mit Hinweis BGE 138 I 484 E. 2.2). Das
Gericht oder die Behörde ist also gehalten, nach der Zustellung zur Kenntnisnahme
eine angemessene Zeitspanne mit dem Entscheid zuzuwarten. Zur Frage, von wann an
die Behörde entscheiden darf, besteht eine ausführliche gerichtliche Praxis. Diese
Rechtsprechung bejaht in der Regel eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, wenn das
Gericht oder die Behörde weniger als zehn Tage nach Mitteilung der Eingabe
entscheidet (BGer 2C_591/2018 vom 18. Februar 2019 E. 2.3 mit Hinweisen auf BGer
8C_229/2017 vom 25. Januar 2018 E. 4.1 und 2C_469/2014 vom 9. Dezember 2014 E.
2.2; je mit Hinweisen). Diese Wartefrist schliesst die Zeit, welche die Partei zur
2.1.
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3.
In der Sache ist streitig, ob das bereits weitgehend realisierte Bauvorhaben in der
Landwirtschaftszone zonenkonform und – nunmehr als Sommerschafstall –
nachträglich zu bewilligen ist.
Übermittlung ihrer (Replik-) Eingabe benötigt, bereits mit ein (BGer 5D_81/2015 vom
4. April 2016 E. 2.3.4 und 2.4): Soweit das Bundesgericht auf die Zahl von zehn Tagen
zu sprechen kommt, handelt es nicht um eine Aufforderung an die Partei, eine allfällige
Replik bis spätestens am letzten dieser zehn Tage beim Gericht oder der Behörde
einzureichen oder zu Handen des Adressaten der Schweizerischen Post zu übergeben.
Vielmehr ist es nach der zitierten Rechtsprechung die Behörde, die vor Ablauf einer
Frist von zehn Tagen seit Zustellung der Eingabe nicht von einem Verzicht auf das
Replikrecht ausgehen darf. Entsprechend obliegt es einer Partei, die eine
Stellungnahme zu einer ihr zur Kenntnisnahme zugestellten Vernehmlassung für
erforderlich hält, diese grundsätzlich unverzüglich einzureichen oder zu beantragen
(BGE 133 I 100 E. 4.8).
Zwischen dem Versand der Stellungnahmen (mit dem Vermerk "zur Kenntnis") und
dem Datum des Entscheids lagen im konkreten Fall fünfzehn Tage. Die Briefsendung
wurde dem Rechtsvertreter nach seinen eigenen Angaben am 17. Juni 2019 zugestellt.
Die
Vorinstanz durfte somit frühestens am 27. Juni 2019 entscheiden, was sie auch getan
hat. Der Rechtsvertreter reagierte seinerseits erst an diesem Tag (und damit am
zehnten nach der Zustellung) auf das Schreiben vom 12. Juni 2019. Dies kann nicht
mehr als "unverzüglich" bzw. "sans délai" (vgl. z.B. BGer 6B_629/2010 vom 25.
November 2011 E. 3.3.2) gelten. Sein Schreiben hätte spätestens am 27. Juni 2019 bei
der Vorinstanz eintreffen müssen. Weil er stattdessen so handelte, als ob ihm mit der
Mitteilung zur Kenntnisnahme eine Frist von zehn Tagen angesetzt worden wäre, kann
er sich nicht erfolgreich auf die zitierte Rechtsprechung berufen. Die Vorinstanz
entschied zwar rasch, verletzte das rechtliche Gehör jedoch nicht.
2.2.
Die Grundeigentümerin hat die ursprünglich als Sommerweidstall für Rinder erstellte
und landwirtschaftlich genutzte Baute zuletzt als Geräteschuppen genutzt (als
Nebenbaute zum nahegelegenen Ferienhaus). Die B._ AG liess sich die Umnutzung zu
zonenfremden, nichtlandwirtschaftlichen Zwecken nicht formell bewilligen (vgl. Art. 24a
des Raumplanungsgesetzes, SR 700, RPG). Weil die B._ AG für die beabsichtigten
und zum grossen Teil bereits realisierten baulichen Massnahmen (Entkernung, neue
3.1.
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=5A_1022%2F2015&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F133-I-100%3Ade&number_of_ranks=0#page100
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Bodenplatte über das Gebäude hinaus, Toröffnung, Terrainveränderung, Zufahrt; vom
AREG zutreffend als bewilligungspflichtige "Gesamterneuerung" bezeichnet) keine
Ausnahmebewilligung nach den Art. 24 ff. RPG erhältlich machen konnte (vgl. act.
10/9/30 und 32), hat die Beschwerdebeteiligte Wiederherstellungsmassnahmen
angeordnet, die auf Abbruch des Gebäudes hinauslaufen (vgl. Dispositiv-Ziff. 2 sowie
Erwägung 2.5 in fine der Verfügung der Beschwerdebeteiligten vom 25. April 2017, act.
10/9/32). Streitig ist mithin – wie die Vorinstanz zu Recht festgehalten hat – nicht die
(erneute) Umnutzung bzw. Wiederzuführung des Weidstalles zu seinem ursprünglichen
Zweck. Es geht vielmehr um die Frage, ob die im Wesentlichen bereits ausgeführte
Gesamtsanierung mit Blick auf die künftige Nutzung als Sommerschafstall als
zonenkonform zu bewilligen ist, nachdem das Grundstück langfristig an den als
Landwirt tätigen Beschwerdeführer verpachtet worden ist. Die Zonenkonformität muss
für jedes einzelne Bauvorhaben, sei es Neubau, Umbau, Anbau oder Zweckänderung,
nachgewiesen werden (Ruch/Muggli, in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen,
Praxiskommentar RPG, Bauen ausserhalb der Bauzone, Zürich 2017, Art. 16 a N 8 mit
Hinweis auf BGE 125 II 278 E. 5a).
Soweit der Beschwerdeführer beanstandet, die Vorinstanz sei in Abweichung vom
Gesuchsgegenstand (Gesamterneuerung) von einem kompletten Neubau eines
Sommerschafstalles ausgegangen (act. 6 Ziff. 16 ff.), ist ihm Recht zu geben. Dies
bleibt jedoch ohne Einfluss auf das Ergebnis (E. 3.3 hiernach).
In der Landwirtschaftszone zonenkonform sind Bauten und Anlagen, die zur
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig
sind (Art. 16a Abs. 1 Satz 1 RPG). Diese Anforderungen präzisiert Art. 34 Abs. 1 der
Raumplanungsverordnung (RPV, SR 700.1). Danach sind insbesondere Bauten
zonenkonform, die der bodenabhängigen Bewirtschaftung dienen, namentlich der
Produktion verwertbarer Erzeugnisse aus Pflanzenbau und Nutztierhaltung (lit. a).
Voraussetzung für die Erteilung der Baubewilligung ist nach Art. 34 Abs. 4 RPV auf
jeden Fall, dass die Baute oder Anlage für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig
ist (lit. a), der Baute oder Anlage am vorgesehenen Standort keine überwiegenden
Interessen entgegenstehen (lit. b) und der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen
kann (lit. c).
3.2.
Unbestritten ist, dass es sich beim Betrieb des Beschwerdeführers um ein längerfristig
existenzfähiges landwirtschaftliches Gewerbe handelt. Zu den weiteren
3.2.1.
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Bewilligungsvoraussetzungen hielt die Vorinstanz im Wesentlichen fest, der
Beschwerdeführer beabsichtige nur eine temporäre Nutzung des Gebäudes zwecks
Witterungsschutz beim Weidegang seiner Schaf- und Ziegenherde. Auszugehen sei
von einer Frühjahrsweide während fünf bis sechs Wochen und von einer Herbstweide
von etwa sieben Wochen (Ende September bis Mitte November). Im Sommer würden
die Wiesen gemäht oder einzelne Parzellen ebenfalls mit Schafen bestossen. Es
resultiere eine effektive Nutzung des Stalles während (geschätzt) maximal 20 Wochen.
Dass ein auf rationelle Bewirtschaftung ausgerichteter Landwirt für die temporäre
Haltung von 29 Schafen und 18 Ziegen für CHF 90'000 (Neuwert gemäss
Gebäudeversicherung) einen Sommerschafstall erstellen oder für CHF 25'000 sanieren
würde, sei ausgeschlossen. Das Bauvorhaben sei damit überdimensioniert und objektiv
nicht notwendig. Dies gelte umso mehr, als das Kleinvieh zum einen zuvor auch ohne
den fraglichen Stall (d.h. mit der bestehenden Infrastruktur) tierschutzkonform habe
gehalten werden können. Zum andern sei die Beweidung der Parzellen mit Schafen
und Ziegen zwar aus betriebskonzeptioneller Sicht nachvollziehbar, wirtschaftlich aber
wenig lohnend. Umso weniger seien die genannten Investitionen objektiv notwendig.
Für die Schafhaltung üblich und genügend sei vielmehr ein einfacher, gedeckter,
allenfalls auf einer Seite geschlossener Unterstand zwecks Schutz vor
Witterungseinflüssen.
Damit bestätigte die Vorinstanz inhaltlich die Auffassung des AREG (vgl. act. 10/9/59).
Die Beschwerdegegnerin schloss sich in ihrer Stellungnahme dieser Beurteilung an
(act. 15).
Der Beschwerdeführer rügt (wie gesagt zu Recht), Gesuchsgegenstand sei einzig die
Sanierung der bestehenden Weidscheune für rund CHF 25'000. Die Notwendigkeit der
Baute ergebe sich aus folgenden Gründen: Die rund 30 Schafe blieben während der
Sömmerungszeit im Gebiet D._. Beim Stall, der als Witterungsschutz diene, stehe
ihnen Wasser zur Verfügung. Bei schlechtem Wetter könne im Stall zugefüttert werden.
Die Auen brächten in diesem Gebiet ihre Lämmer zur Welt (ca. 18 bis 20 Stück). Die
Weidewirtschaft mit Schafen erspare die arbeits- und zeitintensive Mähnutzung der
steilen Grundstücke. Im Einzelnen werde der Stall als Witterungsschutz, zur effizienten
Durchführung von Pflegearbeiten, zum Schutz vor Krankheiten oder Verletzungen bei
längerem Weidegang sowie während der Nacht zum Schutz der kleinen Lämmer vor
Füchsen und Raben benötigt.
3.2.2.
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Ferner sei die Baute trotz ihres Alters vor dem Umbau mit einem Zeitwert von
CHF 50'000 versichert gewesen. Daraus ergebe sich ein grosses Interesse der
Grundeigentümerin an der Sanierung und Umnutzung des langlebigen Weidstalles. Ihr
primär finanzielles Interesse werde dadurch verstärkt, dass das Gebäude für die
zonenkonforme Nutzung der umliegenden Grundstücke von knapp 15'000 m
unentbehrlich sei. Aufgrund der Hangneigungen von 18 bis 35 Prozent tauge das
Gelände ausschliesslich als Weide. Daher brauche es – "wie bisher und damit die
Weiden nicht verganden" – einen Unterstand für die Weidetiere (aufgrund der
Hangneigung kämen nur noch Schafe und Ziegen in Frage). Weil die Schaf- und
Ziegenhaltung ohnehin wenig lohnend sei, werde ein Sommerschafstall benötigt, damit
die Weidenutzung wenigstens effizient und effektiv ausgestaltet sei. Nur so könne an
diesem dezentralen Ort durch eine langfristige Verpachtung die Nutzung und Erhaltung
der beinahe 15 ha (sic!) grossen Weiden sichergestellt werden. Angesichts der
Flächengrösse, des erheblichen Zeitwerts der bestehenden Scheune, deren
betrieblicher Notwendigkeit für die Nutzung der Weiden, der Langfristigkeit der
Umbaumassnahmen und der fehlenden Alternativen sei die Investition nicht nur
technisch notwendig, sondern auch wirtschaftlich sinnvoll.
Die von der Vorinstanz ins Spiel gebrachte Alternative eines einfachen Unterstandes
lasse sich auf diesem Gelände nicht ohne weiteres realisieren. Damit ein effektiver
Witterungsschutz erreicht würde, müsste zuerst ausgeebnet werden, was mit
erheblichen Eingriffen in den natürlichen Geländeverlauf und hohen Kosten verbunden
sei. Dass einfache Unterstände "üblich" seien, treffe sodann nicht zu. Der
Beschwerdeführer nutze für die Schaf- und Ziegenhaltung vielmehr vier weitere
Weidscheunen (Vers.-Nrn. 0008, 0009, 0010 und 0011). Auch der streitbetroffene
Weidstall werde seit jeher für die umliegenden Weiden genutzt, wobei allerdings die
betriebliche Notwendigkeit für den Beschwerdeführer erst seit dem 1. Januar 2018
(d.h. mit Antritt der Pacht) bestehe. Es sei tatsachenwidrig, dass ihm die Schaf- und
Ziegenhaltung in der Vergangenheit ohne diesen Stall möglich gewesen sei, weil er die
umliegenden Grundstücke erst seit Kurzem mit seinem Vieh bestossen dürfe.
2
Zur Auslegung des unbestimmten Rechtsbegriffs, ob die Baute für die in Frage
stehende Bewirtschaftung nötig ist (vgl. Art. 16a Abs. 1 RPG und Art. 34 Abs. 4 Ingress
und lit. a RPV), hat das Bundesgericht eine differenzierte Rechtsprechung entwickelt.
"Nötig" für die konkret in Frage stehende Bewirtschaftung (und damit grundsätzlich
zonenkonform) sind Ökonomiebauten, wenn sie nach den objektiven Massstäben
vernünftiger bäuerlicher Betriebsführung und örtlich herrschender Betriebsformen zur
3.3.
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landwirtschaftlichen (d.h. bodenabhängigen) Produktion unmittelbar benötigt werden,
wobei eine gesamthafte Betrachtung verlangt ist (vgl. BGer 1A.130/2000 und 1P.
206/2000 vom 16. November 2000 E. 5b). Nötig sind sie also nur, wenn sie den
objektiv erforderlichen Arbeitsvorgängen dienen (Ruch/Muggli, a.a.O., Art. 16a N 48 mit
Hinweisen). Die Beurteilung hängt ab von der zu bewirtschaftenden Oberfläche, von
der Art des Anbaus bzw. der Produktion sowie von der Struktur, Grösse und
Erforderlichkeit der Bewirtschaftung (BGer 1C_567/2015 vom 29. August 2016 E. 4.1
mit Hinweis auf BGer 1C_565/2008 vom 19. Juni 2009 E. 2). Weil sie sich auf das
objektiv Nötige beschränken müssen, dürfen Betriebsbauten (auch in ihrer Gesamtheit)
nicht überdimensioniert sein (BGer 1C_647/2012 vom 3. September 2014 E. 11, in: ZBl
116/2015 S. 544 ff.; 1C_266/2013 vom 9. Oktober 2013 E. 3.1.1 f.).
An der betrieblichen Notwendigkeit eines Neubaus fehlt es von Vornherein, wenn die
vorgesehene Nutzung in einer bereits vorhandenen Baute realisiert werden kann (BGE
129 II 413 E. 3.2 S. 416 mit Hinweis). Wo immer möglich müssen bestehende
landwirtschaftliche Bauten umgenutzt und notfalls erweitert werden, bevor Neubauten
in der Landwirtschaftszone bewilligt werden können (BGer 1C_58/2017 vom 1. Oktober
2018 E. 5.3; 1C_17/2015 vom 16. Dezember 2015 E. 3.2. in: URP 2016 S. 37; ZBl
117/2016 S. 548 ff.). Ist dies nicht möglich, so muss schon im Bewilligungsverfahren für
den Neubau geprüft werden, ob die Beanspruchung der Landschaft durch die
Beseitigung bestehender, nicht mehr benötigter Bauten und Anlagen verringert werden
kann. Dabei ist unerheblich, ob der Bauherr Eigentümer oder nur Mieter oder Pächter
ist (BGer 1C_457/2017, 1C_463/2017, 1C_471/2017 vom 25. März 2019 E. 5.4 f.;
1C_647/2012 vom 3. September 2014 E. 9 mit Hinweis; 1C_567/2015 vom 29. August
2016 E. 4.1).
Die Beurteilung der Notwendigkeit steht ferner in engem Zusammenhang mit der
erforderlichen raumplanerischen Abwägung gemäss Art. 34 Abs. 4 lit. b RPV (vgl. BGer
1C_429/2015 vom 28. September 2016 E. 3 mit Hinweisen). Der Bauherr hat zwar
grundsätzlich Anspruch auf Erstellung einer zonenkonformen Baute oder Anlage. Er
muss jedoch aufzeigen, dass diese am vorgesehenen Standort objektiv notwendig ist,
er also ein schutzwürdiges Interesse daran hat, die streitige Baute am vorgesehenen
Ort zu errichten und dort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen. Einem
ansonsten gesetzeskonformen – insbesondere objektiv notwendigen – Bauvorhaben
kann im Ausnahmefall sogar die Bewilligung versagt werden, wenn sich auf dem
eigenen Land kein Standort finden lässt, dem nicht überwiegende Interessen
entgegenstehen (BGer 1C_144/2013 vom 29. September 2014 E. 4.2 mit Hinweis u.a.
auf BGer 437/2009 vom 16. Juni 2010 E. 6.1, in: ZBl 112/2011 S. 209). Um
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=1C_647%2F2012&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-II-413%3Ade&number_of_ranks=0#page413 https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=highlight_simple_query&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=1C_647%2F2012&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F129-II-413%3Ade&number_of_ranks=0#page413
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unerwünschte Zersiedelung zu vermeiden, sind landwirtschaftliche Ökonomiebauten in
der Regel beim Betriebszentrum zu errichten, und zwar vor allem dann, wenn dieses in
einem Siedlungsgebiet liegt (vgl. BGer 1C_550/2009 vom 9. September 2010 E. 6.4.1
und 6.4.2). Dieser Konzentrationsgrundsatz gilt allerdings nicht, wenn für die neue
Nutzung bereits bestehende, nicht mehr benötigte Bauten weiter benutzt werden
können (BGer 1C_144/2013 vom 29. September 2014 E. 4.3 f.). Er kann auch dann
nicht gelten, wenn die fragliche Baute in einem unmittelbaren funktionellen
Zusammenhang zum Grundstück (und nicht zum Betrieb an sich) steht, wie er
vorliegend geltend gemacht wird.
An den Nachweis der "Notwendigkeit" des Bauvorhabens sind im konkreten Fall
besonders hohe Anforderungen zu stellen. Es ist zwar nicht genau bekannt, wie lange
die Weidscheune vor der Gesamterneuerung bereits nicht mehr landwirtschaftlich
genutzt worden ist. Der schlechte bauliche Zustand, wie er von der Grundeigentümerin
zur Begründung der baulichen Eingriffe geltend gemacht worden ist, spricht jedoch für
sich. Die Grundeigentümerin hatte wohlgemerkt auch nicht die Absicht, die
Weidscheune nach der Erneuerung wieder der Landwirtschaft zuzuführen. Sie sollte ihr
vielmehr weiterhin als – klarerweise zonenfremder – Geräteschuppen dienen und so der
landwirtschaftlichen Nutzung dauerhaft entzogen bleiben. Es widerspricht jeglicher
Erfahrung und Logik, dass ein Grundeigentümer der Landwirtschaft notwendige
Betriebsbauten entzieht und so die Bewirtschaftung seiner landwirtschaftlichen
Grundstücke – auch durch einen Pächter – verunmöglicht. Bereits aufgrund dieser
Gegebenheiten leidet die Argumentation, mit der der Beschwerdeführer die
nunmehrige Betriebsnotwendigkeit der streitbetroffenen Baute begründet, an kaum
auflösbaren Widersprüchen.
3.3.1.
Die Idee, die Weidscheune wieder zonenkonform zu nutzen, keimte sodann
offensichtlich erst auf, als es galt, den verfügten Abriss des Gebäudes zu verhindern.
Dieses Vorgehen – das "Nachschieben" landwirtschaftlicher Betriebsnotwendigkeit –
scheint derzeit Schule zu machen. Im Verfahren B 2017/189 (Entscheid vom 28.
Februar 2019) hatte es das Verwaltungsgericht ebenfalls mit einem Weidstall auf einer
abgelegenen Parzelle zu tun, der vom Eigentümer mit erheblichem finanziellen Aufwand
zu zonenfremden Aufenthaltszwecken vollständig erneuert worden war. Um den
drohenden Abbruch abzuwenden, ersuchte er zunächst (erfolgreich) um eine
Bewilligung zur weiteren Nutzung als – nach der Praxis des AREG zonenkonformes –
Bienenhaus, nur um im Anschluss die ursprünglich geplanten, bekanntermassen
3.3.2.
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zonenfremden und illegalen Bautätigkeiten weiterzuführen. Das Verwaltungsgericht
bestätigte den angeordneten Abbruch des Weidstalles. Gegen diesen Entscheid wurde
Beschwerde beim Bundesgericht erhoben (Verfahren 1C_204/2019). Teilweise ähnlich
gelagert ist auch der Fall B 2016/127 (VerwGE vom 23. Mai 2018; in der gleichen
Sache vgl. auch BGer 1C_325/2018 vom 14. März 2019 und 1C_187/2011 vom
15. März 2012), wobei dort mit Bezug auf den ohne Bewilligung zum Zweck
hobbymässiger Tierhaltung umgebauten Stall noch unklar war, inwiefern dieser wieder
landwirtschaftlich genutzt werden könnte, und aus Gründen der Verhältnismässigkeit
vorerst darauf verzichtet wurde, den Rückbau anzuordnen (E. 7.2.3 mit Hinweis auf
einen früheren Entscheid in dieser Sache). In jenem Fall steht der Stall allerdings auf
einer weit grösseren landwirtschaftlichen Parzelle im Halte von über fünf Hektaren.
Im Rekursverfahren (act. 10/3 Ziff. 14) begründete der Beschwerdeführer die
betriebliche Notwendigkeit mit der vorübergehenden Einstallung von Auen und
Lämmern zum Schutz vor Füchsen und Raben. Im Sommerschafstall könnten die
Mutterschafe zusammen mit ihren neugeborenen Lämmern während derer ersten
Lebenstage vor diesen Raubtieren geschützt untergebracht werden. Ansonsten
müssten sie zum Betriebszentrum transportiert und dort ein entsprechender Raum
geschaffen werden (vgl. aber sogleich!).
Dem privat eingeholten Gutachten "zur Notwendigkeit des Sommerschafstalles" des
Landwirtschaftlichen Zentrums SG (Gutachten LZSG, act. 10/18) ist nunmehr zu
entnehmen, dass die Schaf- und Ziegenherde des Beschwerdeführers über den Winter
in der Weidescheune "K._" (Vers.-Nr. 0012 auf GS Nr. 0008) unmittelbar beim
Betriebszentrum gehalten wird und dass drei weitere alte Scheunen und Weidställe
zwecks Witterungsschutz zur Verfügung stehen (Vers.-Nrn. 0013, 0014 und 0015). Die
betreffenden drei Grundstücke (Nrn. 0009, 0010 und 0011) befinden sich allerdings
nicht im Gebiet "D._", sondern nördlich des Betriebszentrums. Die Schafe werden –
nachdem im Frühjahr sämtliche Betriebsflächen mit dem gesamten Tierbestand
beweidet werden – im Sommer gemäss Gutachten LZSG unter anderem im Gebiet
D._ gehalten (vgl. S. 6). Entgegen der Vorinstanz und dem Beschwerdeführer liegt
jedoch auf der Hand, dass die rund 30 Tiere nicht den ganzen Sommer auf den nur
knapp 1.5 ha grossen (und nicht 15 ha, wie der Beschwerdeführer irrtümlich berechnet)
Parzellen der B._ AG gehalten werden können. Gemäss Gutachten verbringen die
Tiere ab Anfang Juni fünf bis sechs Wochen in diesem Gebiet, wobei der
Beschwerdeführer hier auch über eigenes Grundeigentum verfügt (GS Nr. 0016) und
3.3.3.
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nicht nur die neu gepachteten Flächen der B._ AG gemeint sein können. Nach Ende
der Sömmerungszeit (Ende September) bis Mitte November würden erneut sämtliche
Parzellen abgeweidet (Herbstweide). Aus dem Gutachten ergibt sich weiter, dass die
an sich unrentable Kleinviehhaltung Sinn mache, um die teils schwer zugänglichen
Parzellen des Betriebes zu nutzen. Dabei sei den Tieren "wo betrieblich möglich immer
sinnvoll und zweckmässig" Schutz vor extremer Witterung und vor etwaigen Angriffen
von Tieren zu bieten (S. 7 f.). Das Gutachten räumt ein, dass die Investitionskosten der
Grundeigentümerin von CHF 25'000 durch den (günstigen) Pachtzins von CHF 350/
Jahr nicht amortisiert werden können. Ohne Schafe und Ziegen ginge die Nutzung der
abgelegenen und steilen Flächen jedoch mit unverhältnismässigem physischem
Mehraufwand einher. Die Kleinviehhaltung rechtfertige sich nicht aufgrund strenger
betriebswirtschaftlicher Überlegungen. Sie gehöre aber zur effizienten und effektiven
Bewirtschaftung traditionellerweise und zwingend in das Betriebskonzept (S. 9).
Soweit sich die Ausführungen des LZSG um die Frage drehen, ob die Haltung von
Schafen und Ziegen aus betrieblicher Sicht nachvollziehbar ist, ist darauf nicht weiter
einzugehen. Zu beantworten ist lediglich, ob der Beschwerdeführer zur Haltung dieser
Tiere auf das ihm zuzurechnende Bauvorhaben – die Gesamterneuerung des
Weidstalles durch die B._ AG für den Betrag von ca. CHF 25'000 – objektiv
unmittelbar angewiesen ist bzw. ob das Vorhaben vernünftiger bäuerlicher
Betriebsführung entspricht.
Was der Beschwerdeführer zur Begründung der betrieblichen Notwendigkeit vorbringt,
erscheint stark überhöht. Wie die Vorinstanz überzeugend festhielt, würde kein
Landwirt CHF 25'000 investieren, um einen Stall sporadisch für die anerkanntermassen
betriebswirtschaftlich nicht lohnende Kleinviehhaltung nutzen zu können. Wenn der
Beschwerdeführer geltend macht, "wie bisher und damit die Weiden nicht verganden"
brauche es einen Stall, übersieht er, dass es die Grundeigentümerin selbst war, die den
offenbar längst nicht mehr landwirtschaftlich benötigten Stall dauerhaft zonenfremd
nutzen wollte. Dass die umliegenden Weiden vergandet wären, weil die B._ AG den
Stall längst nicht mehr zur Verfügung gestellt hatte, wird nicht behauptet und ist auf
dem Orthofoto auch nicht ersichtlich (www.geoportal.ch). Von Vornherein ist damit
auszuschliessen, dass der Beschwerdeführer die rund 1.5 ha grossen Grundstücke
ohne den gesamthaft erneuerten Sommerschafstall nicht mit Kleinvieh bestossen
könnte. Dies geht auch aus dem Gutachten nicht hervor.
3.3.4.
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Der Beschwerdeführer begründet die betriebliche Notwendigkeit insbesondere mit dem
Schutz vor Witterungseinflüssen. In den für die Haustierhaltung geltenden Allgemeinen
Bestimmungen (Art. 31 ff.) sieht Art. 36 der Tierschutzverordnung (SR 455.1, TSchV) in
der Tat vor, dass Haustiere nicht über längere Zeit extremer Witterung schutzlos
ausgesetzt sein dürfen. Werden die Tiere unter solchen Bedingungen nicht eingestallt,
so muss ein geeigneter natürlicher oder künstlicher Schutz zur Verfügung stehen, der
allen Tieren gleichzeitig Platz und Schutz vor Nässe und Wind sowie starker
Sonneneinstrahlung bietet. Es muss ein ausreichend trockener Liegeplatz vorhanden
sein (Abs. 1). Ist im Sömmerungsgebiet bei extremer Witterung kein geeigneter Schutz
vorhanden, so ist durch geeignete Massnahmen sicherzustellen, dass dem Ruhe- und
Schutzbedarf der Tiere entsprochen wird (Abs. 2).
Das LZSG publiziert für die Schafhaltung folgende Praxis (https://www.sg.ch/umwelt-
natur/landwirtschaft/lzsg/Beratung/tierhaltung/ziegen-und-schafe.html): Im Winter ist
den Schafen bei extremer Witterung ein künstlicher Witterungsschutz anzubieten. Vom
1. Dezember bis 28. Februar ist ihnen jederzeit ein Unterstand anzubieten,
ausgenommen an Tagen und Nächten mit trockener Witterung. Im Sommer müssen ab
25°C – verbunden mit Sonneneinstrahlung – auf tagsüber beweideten Flächen
Schattenplätze vorhanden sein, die allen Tieren gleichzeitig Platz bieten. In seiner
"Fachinformation Tierschutz" betreffend Witterungsschutz bei der dauernden Haltung
von Schafen im Freien (herausgegeben im September 2008) unterstreicht das
Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) die Notwendigkeit von
Schattenplätzen, die bei Hitze und starker Sonneneinstrahlung allen Tieren gleichzeitig
zur Verfügung stehen müssen. Ein möglichst grosser Luftaustausch helfe den Tieren
zudem, sich vor lästigen Insekten zu schützen. Unterstände ohne Wände,
Schattennetze oder ausreichend grosse Baumgruppen seien hier von Vorteil. Wenn in
eingezäunten Flächen nicht genügend natürliche Strukturen vorhanden seien, müsse
ein künstlicher Witterungsschutz erstellt oder die Tiere bei extremer Witterung an einen
Ort mit Witterungsschutz verbracht werden. Gleiches ergibt sich auch aus den vom
BLV herausgegebenen Technischen Weisungen über den baulichen und qualitativen
Tierschutz betreffend Schafe (Tierschutz-Kontrollhandbuch, S. 9).
Aus tierschutzrechtlicher Sicht gefordert sind im konkreten Fall (Beweidung zwischen
Frühling und Herbst) also genügend Schattenplätze. Die Frage nach der Notwendigkeit
eines künstlichen Witterungsschutzes im Sinne eines Unterstandes, wie er im Winter
vorausgesetzt wird, stellt sich dagegen nicht. Sowohl an der Nordwestecke des
3.3.5.
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Grundstücks Nr. 0006 als auch im südlichsten Bereich der Grundstücke Nrn. 0005 und
0003 sind auf den öffentlich zugänglichen Luftbildaufnahmen Hecken bzw. Feldgehölze
erkennbar (www.geoportal.ch). Damit stehen den Schafen – entsprechende Zäunung
vorausgesetzt – kostengünstige natürliche Strukturen zum Schutz vor Hitze zur
Verfügung. Sollten diese nicht genügen, könnte im Bereich der abzubrechenden
Weidscheune, der über einen Fahrweg erschlossen ist, während des Weidgangs ohne
weiteres ein mobiler Unterstand abgestellt werden. Die Kosten eines solchen liegen
weit unter jenen des hier streitigen Bauvorhabens und entsprächen damit weit eher
einer vernünftigen bäuerlichen Betriebsführung.
Auch die weiteren angeführten Argumente (act. 6 Ziff. 32) lassen die
Gesamterneuerung des Weidstalles nicht als "notwendig" im Sinne der
Rechtsprechung erscheinen. Es ist notorisch, dass Schafe – insbesondere während der
Vegetationsperiode – heute überwiegend im Freien gehalten werden. Sollten Auen und
Lämmer unmittelbar vor und nach der Geburt besonderen Schutz benötigen, stehen
dem Beschwerdeführer andernorts, sei es im Winterstall beim Betriebszentrum oder in
einem seiner anderen Weidställe, ausreichend Möglichkeiten zur Unterbringung zur
Verfügung. Für Eingriffe an den Tieren können diese auch mit mobilen Systemen
kurzzeitig von der Herde separiert und fixiert werden. Auch wenn ein Stall vor Ort
diesbezüglich gewisse Erleichterungen bringen könnte, ist erneut darauf hinzuweisen,
dass die neu gepachteten Parzellen relativ klein sind, sich die Tiere dort nur
vorübergehend aufhalten und die Kosten von CHF 25'000 in keinem Verhältnis zum
beschränkten Nutzen stehen.
Wohlgemerkt entspricht es durchaus den Grundsätzen vernünftiger Betriebsführung,
ansonsten nicht mehr benötigte Weidställe den Schafen zum Schutz vor extremen
Witterungseinflüssen zugänglich zu machen und die zu diesem Zweck nötigen
minimalen Unterhaltsarbeiten vorzunehmen. Wenn der Beschwerdeführer drei weitere
alte Scheunen und Weidställe zwecks Witterungsschutz nutzt und (minimal) unterhält
(Vers.-Nrn. 0013, 0014 und 0015), ist dies mit dem vorliegenden Fall jedoch nicht
vergleichbar. Eine Gesamterneuerung mit Kosten von ca. CHF 25'000 allein für diesen
Zweck lässt sich mit einer vernünftigen Betriebsführung jedenfalls nicht in Einklang
bringen. Das Bauvorhaben lässt sich nur angesichts der bereits getätigten Investitionen
nachvollziehen. Für die in Frage stehende Bewirtschaftung ist es jedoch objektiv nicht
nötig und in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform.
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4.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens vom Beschwerdeführer zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von CHF 4'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Diese ist mit dem in gleicher Höhe geleisteten
Kostenvorschuss zu verrechnen.
Der Beschwerdeführer hat die mit ihren Anträgen durchgedrungene
Beschwerdegegnerin für das Beschwerdeverfahren ausseramtlich zu entschädigen
(Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP). Vor Verwaltungsgericht,
Verwaltungsrekurskommission und Versicherungsgericht beträgt das Honorar pauschal
zwischen CHF 1'500 bis 15'000 (Art. 22 Abs. 1 lit. b der Honorarordnung, sGS 963.75,
HonO). Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar
Vollends widerlegt wird die behauptete betriebliche Notwendigkeit schliesslich durch
den Umstand, dass der Beschwerdeführer als Eigentümer des Grundstücks Nr. 0016
im Jahr 2010 offenbar den rund 140 m nördlich vom jetzt streitigen Gebäude entfernten
Weidstall Nr. 0017 an die B._ AG veräusserte (vgl. Ziff. 4 und 5 der Stellungnahme des
AREG im Rekursverfahren, act. 10/9, und die Ausführungen des Beschwerdeführers in
act. 10/13 Ziff. 8 f.). Dessen Umnutzung zu nichtlandwirtschaftlichen Zwecken stimmte
das AREG mit Verfügung vom 22. Juni 2010 zu. Anschliessend wurde er aus dem
bäuerlichen Bodenrecht entlassen und ist heute Teil des Grundstücks Nr. 0018 der
B._ AG (www.geoportal.ch). Damals war der Bedarf für eine zonenkonforme
Weiterverwendung verneint worden, nachdem der Stall bereits jahrelang nicht mehr
landwirtschaftlich genutzt worden sei.
3.3.6.
Zusammenfassend ergibt sich, dass das Bauvorhaben zur landwirtschaftlichen
Bewirtschaftung nicht nötig im Sinne von Art. 16a Abs. 1 RPG und Art. 34 Abs. 4 und
lit. a RPV ist. Die Vorinstanz hat den Bauabschlag damit zu Recht bestätigt. Zusätzlich
hat sie festgehalten, die öffentlichen Interessen am Schutz unterirdischer Gewässer
sowie an der Vermeidung weiterer Zersiedelung würden die privaten Interessen des
Beschwerdeführers überwiegen (vgl. Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV und E. 4 des
angefochtenen Entscheids). Weil die Beschwerde ohnehin abzuweisen ist, ist auf die
vom Beschwerdeführer vorgetragene Kritik an dieser Interessenabwägung nicht weiter
einzugehen. Es steht damit fest, dass es bei der rechtskräftigen
Wiederherstellungsverfügung der Beschwerdebeteiligten sein Bewenden hat und das
Gebäude Vers.-Nr. 0007 zu beseitigen ist.
3.4.
bis
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nach den besonderen Umständen, namentlich nach Art und Umfang der notwendigen
Bemühungen, der Schwierigkeit des Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der
Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO). Für das verwaltungsgerichtliche Verfahren
erscheint eine Entschädigung von CHF 3'000 (zuzüglich 4 Prozent Barauslagen; Art.
28 Abs. 1 HonO), insgesamt CHF 3'120, angemessen. Ein Mehrwertsteuerzuschlag
entfällt (vgl. Art. 29 HonO und VerwGE B 2016/127 vom 23. Mai 2018 E. 9).