# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c47bfdd8-99f4-43ad-b6e8-a766d1f7e3cd
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Y._
, geboren 1966, bezieht von der Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV (Durchführungsstelle) Zusatzleistungen zu ihrer Invalidenrente (vgl. Urk. 9/B1, Urk. 17/9/1-5). Mit Verfügung vom 12. De
zember 2013 (Urk. 7/V62) setzte die Durchführungsstelle die Zusatz
leistungen für das Jahr 2014 auf monatlich Fr. 1‘915.-- fest. Infolge miss
bräuchlich ver
wendete
r
Prämienverbilligungsbeiträge für den Sohn
Z._
(Jahrgang 1991) berechnete die Durchführungsstelle die Zusatzleistungen für die Zeitperiode von Januar bis Ende Mai 2014 neu und setzte diese mit Verfü
gung vom 9. Sep
tember 2015 (Urk. 7/V73 = Urk. 7/310 = Urk. 3) auf Fr. 1‘509.-- pro Monat herab. In der Folge forderte die Durchführungsstelle mit Verfügung vom 15. Sep
tember 2015 von der Versicherten und ihrem Ehemann
X._
, geboren 1962, für die Zeitdauer vom 1. Januar bis 31. Mai 2014 zu viel ausgerichtete Zusatzleistungen in der Höhe von Fr. 2‘030.-- zurück (Urk. 7/V74 = Urk. 17/9/6-7). Die von
X._
dagegen erhobene Einsprache vom 12. Oktober 2015 (Urk. 7/316) wies die Durchführungsstelle mit Entscheid vom 18. Januar 2016 ab (Urk. 7/V79 = Urk. 2).
2.
X._
erhob am 11. Februar 2016 Beschwerde gegen den Ein
spracheentscheid vom 18. Januar 2016 (Urk. 2) und beantragte sinngemäss dessen Aufhebung (Urk. 7/335 = Urk. 1/1). Die Durchführungsstelle verzichtete mit Beschwerdeantwort vom 9. März 2016 (Urk. 6) auf eine Stellungnahme und beantragte die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 17. März 2016 (Urk. 10) wurde die Beschwerdegegnerin zu einer Vernehmlassung zur Beschwerde vom 11. Februar 2016 verpflichtet sowie aufgefordert, zu den vom Gericht gestellten Fragen Stellung zu nehmen. Die Beschwerdegegnerin liess sich innert Frist zu einer
der
gestellten Frage
n
vernehmen (Urk. 12), was den Beschwerdeführenden am 13. April 2016 zusammen mit der Aktennotiz des Telefongespräches zwischen der Beschwerdegegnerin und dem Gericht bezüg
lich der gemäss Verfügung vom 17. März 2016 zu beantwortenden Fragen (Urk. 13) zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 14). Am 4. Mai 2016 nahm die Beschwerdegegnerin zu den restlichen Fragen Stellung (Urk. 16). Dies wurde den Beschwerdeführenden am 17. Mai 2016 zur Kenntnis gebracht (Urk. 18).
Der Beschwerdeführer reichte am 17. Mai 2016 eine ergänzende Begründung der Beschwerde (Urk. 19) ein, worüber die Beschwerdegegnerin am 17. Mai 2016 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 21). Die Beschwerdegegnerin reichte mit Eingabe vom 18. Mai 2016 (Urk. 22) weitere Unterlagen ein (Urk. 23/1-3), die den Beschwerdeführenden am 26. Mai 2016 zur Kenntnis zugestellt wurden (Urk. 24). Am 13. Juni 2016 liess
sich
der Beschwerdeführer erneut vernehmen (Urk. 25), worüber die Beschwerdegegnerin am 16. Juni 2016 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 27). Die Beschwerdegegnerin reichte mit Eingabe vom 21. Oktober 2016 (Urk. 28) weiter
e
Unterlagen (Urk. 29) ein.
Der Einzelrichter

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Da der Streitwert Fr. 20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht, GSVGer).
1.2
Gemäss Art. 2 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über Ergänzungsleistungen zur
Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) haben Personen Anspruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie die Voraussetzungen nach Art. 4-6
ELG erfüllen.
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
1.3
Als anerkannte Ausgaben gelten unter anderem ein
jährlicher Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung, welcher der kantonalen beziehungs
weise Durchschnittsprämie für
die
obligatorische
Krankenpflegever
sicherung
(inklusive Unfalldeckung) zu entsprechen hat (Art. 10 Abs. 3 lit.
d ELG), welcher
direkt de
m Krankenversicherer ausbezahlt wird
(Art. 21a ELG).
1.4
Die jährliche Ergänzungsleistung
von Ehegatten und Personen mit Kindern
, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV) oder der Invalidenversicherung (IV) begründen,
sind grun
dsätzlich gemeinsam zu berechnen.
Dabei sind die anerkannten Ausgaben (einschliesslich der Beträge für den allg
emei
nen Lebensbedarf) sowie anrechenbaren Einnahmen der anspruchsberechtigten oder an der Leistung beteiligten F
amilienglieder zusammenzuzählen
(Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, WEL, Rz 3131.01). So sieht Art.
7 der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) vor, dass eine gemeinsame Berechnung erfolgt, wenn die Kinder mit den Eltern zusammenle
ben (Abs. 1 lit. a).
Lebt das Kind nicht mehr bei den Eltern, so ist die Ergän
zungsleistung gesondert zu berechnen (Abs. 1 lit. c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen Endentscheid (Urk. 2) fest, dass es an sich zutreffend sei, dass grundsätzlich die monatlichen Krankenkassen
prämien direkt an den jeweils zuständigen Versicherer überwiesen würden. Aufgrund der am 3. Januar 2014 eingereichten Versicherungspolice der Sympany (vgl. Urk. 7/271) sei die Direktzahlung für die obligatorische Kranken
versicherungsprämie gleichentags so eingerichtet worden. Ihr sei indes nicht bekannt gewesen, dass der vorherige Versicherer Groupe Mutuel infolge Prä
mienausstände des gemeinsamen Sohnes Z._ diesen nicht an die Sympany überwiesen habe und weiterhin für diesen zuständig geblieben sei. Die Prämien hätten somit nicht an die Sympany, sondern weiterhin an die Groupe Mutuel geleistet werden müssen. Erst im Laufe des Frühjahrs 2014 sei dieser Fehler bekannt geworden. Doch anstelle die bisher fälschlicherweise empfangenen Prämienbeträge an die noch zuständige Groupe Mutuel weiterzuleiten, habe die Sympany den Betrag am 23. Juni 2014 an Z._ überwiesen, der diesen in der Folge jedoch nicht an die Groupe Mutuel überwiesen, sondern zweckentfremdet habe. Anders wäre es nicht zur Betreibung gekommen. Aus diesem Grund habe der Anspruch auf Zusatzleistungen für Z._ für die Zeit von Januar bis Ende Mai 2014 ohne Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpflegeversiche
rung neu berechnet werden müssen, was zur Rückerstattungsverpflichtung von Fr. 2‘030.-- geführt habe (S. 2 f. Ziff. 5).
Der Anspruch der Beschwerdeführerin auf die einmalige Vergütung von Fr. 744.-- gemäss Verfügung betreffend Krankheits- und Behinderungskosten vom 13. August 2015 (vgl. Urk. 7/V72 = Urk. 23/3) resultiere aus der Vergütung gemäss Art. 14 Abs. 1 lit. g ELG gestützt auf die eingereichten Leistungsab
rechnungen der Krankenkassen. Dieser Betrag sei nicht an die Beschwerde
führenden ausbezahlt, sondern zur Verrechnung mit allenfalls offenen Rücker
stattungen einbehalten worden. Nach Eintritt der Rechtskraft in dieser Sache sowie nach Abklärung mit den Krankenversicherten könne ein allfälliger Rest
betrag an die Beschwerdeführenden ausbezahlt werden (S. 3 Ziff. 7).
2.2
Die Beschwerdeführenden stellten sich demgegenüber sinngemäss auf den Stand
punkt, die Rückerstattungsverpflichtung von Fr. 2‘030.-- sei nicht ausge
wiesen und die Nichtausrichtung der einmaligen Vergütung von Fr. 744.-- sei nicht rechtens (Urk. 1).
2.3
Streitig sind die Rückerstattungsverpflichtung von Fr. 2‘030.-- sowie die Nicht
aus
zahlung der einmaligen Vergütung von Fr. 744.--.
3.
3.1
Nachfolgend ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin von den Beschwerde
führenden für die Zeitdauer vom 1. Januar bis 31. Mai 2014 zu Recht zu viel ausgerichtete Zusatzleistungen in der Höhe von Fr. 2‘030.-- zurückgefordert hat.
Vorab ist festzuhalten, dass einzig die Direktzahlungen der Krankenkassen
prämien von Z._ streitig sind. Die Krankenkassenprämien der übrigen Famili
enmitglieder, namentlich der Beschwerdeführenden und der gemeinsamen Tochter A._ (Jahrgang 1997), wurden korrekt überwiesen (vgl. Urk. 16 S. 1 unten, Urk. 17/3-4). Dies ist unbestritten.
3.2
D
ie Beschwerdegegnerin bezahlt die Krankenkassenprämien für die obligatori
sche Krankenpflegeversicherung des gemeinsamen Sohnes
Z._
seit
März 2013 direkt an den
Krankenversicherer (Urk. 7/247 = Urk. 17/7, vgl. Urk. 17/9/13-14). Die Beschwerdegegnerin verlangte mit Einschreiben vom 26. November 2013 die Krankenversicherungspolicen für das Jahr 2014 der einzelnen Familienmit
glieder (Urk. 7/267). Die Policen der Beschwerdeführenden und der gemeinsa
men Tochter
A._
wurden der Beschwerdegegnerin am 17. Dezember 2013 zugestellt (Urk. 7/269-269b). Mit Verfügung vom 12. Dezember 2013 (Urk. 7/V62) berechnete die Beschwerdegegnerin die Zusatzleistungen für das Jahr 2014 und setzte diese auf Fr. 1‘915.-- pro Monat fest. Am 3. Januar 2014 wurde der Beschwerdegegnerin schliesslich die Krankenversicherungspolice für das Jahr 2014 von
Z._
zugestellt, aus welcher hervor ging, dass
Z._
neu bei der Sympany krankenversichert war, namentlich für die obligatorische Krankenversicherung als auch für die Zusatzversicherungen (Urk. 7/271, vgl.
Urk. 7/270). Gemäss handschriftlicher Notiz auf dieser Police wurden gleichen
tags die Direktzahlungen ab Januar 2014 an den neuen Kranken
versicherer Sympany eingerichtet (Urk. 7/271 S. 1). Aus dem Leistungskonto von
Z._
ist ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin der Sympany zwischen dem 7. Januar 2014 und dem 20. Mai 2014 sechs Zahlungen à Fr. 25
5.45 überwiesen hat (Urk. 17/5), mithin für die Monate Januar bis Juni 2014.
Am 28. Mai 2014 wur
den der Beschwerdegegnerin sodann Mahnungen der Group Mutuel für die Krankenkassenprämien für
Z._
eingereicht (Urk. 7/272/3-7). Dabei erfuhr sie, dass der bisherige Krankenversicherer Groupe Mutuel
Z._
nicht zur Sympany
hatte
übertreten
lassen
, da noch ein Zahlungsbefehl offen war, weshalb einzig die Zusatzversicherungen bei der Sympany in Kraft traten. In der Folge veran
las
ste die Beschwerdegegnerin die Direktz
ahlung der Krankenkassenprämien ab Juli 2014 wieder an die Groupe Mutuel (Urk. 7/272/1 = Urk. 17/6, Urk. 2/272/2, vgl. Urk. 17/9/13-14).
Aus den Akten geht ferner hervor, dass die Sympany am 27. Juni 2014 die von Januar bis Juni 2014 bezahlten Prämien in der Höhe von Fr. 1‘398.30 auf ein Konto von
Z._
zurückerstattet hat (Urk. 17/8). Die Beschwerdegegnerin wurde am 21. Oktober 2014 von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich über die Einleitung der Betreibung von
Z._
für die ausstehenden Prämien für die Monate Januar bis Mai 2014 sowie für ausstehenden Kostenbeteiligungen informiert (Urk. 17/9/9). Diese Betreibung wurde am 27. Januar 2015 mit einem Verlustschein abgeschlossen (Urk. 9/14 = Urk. 17/9/11-12). In der Folge berech
nete die Beschwerdegegnerin die Zusatzleistungen für die Zeitperiode von Januar bis Ende Mai 2014 - ohne die missbräuchlich verwendeten Durch
schnittsprämien für
Z._
– neu.
3.3
Die Beschwerdegegnerin durfte aufgrund der irrtümlichen Direktzahlungen der Krankenkassenprämien an die Sympany und die Rückerstattung dieser Beiträge direkt an Z._, ohne dass diese an die Group Mutuel überwiesen worden wären, zu Recht davon ausgehen, dass die empfangenen Prämienbeträge zweckentfremdet worden sind, ansonsten wäre es nicht zur Betreibung von Z._ gekommen.
Folglich war die Beschwerdegegnerin berechtigt, die Zusatzleistungen für die Zeitdauer von Januar bis Juni 2014 neu und aufgrund der missbräuchlich ver
wendeten Prämien ohne Berücksichtigung eines
Pauschalbetrag
es
für die obli
gatorische Krankenpflegeversicherung
für Z._ (vgl.
vorstehend E. 1.3) zu
berechnen.
Die Beschwerdegegnerin
berechnete die Zusatzleistungen
jedoch
nur
für die Zeitda
uer von Januar bis Mai 2014 neu und forderte für diesen Zeitraum zu viel ausgerichtete Zusatzleistungen in der Höhe von Fr. 2‘030.-- zurück
(
Urk. 7/V74 = Urk. 17/9/6-7
). Die Neuberechnung der Zusatzleistungen und die daraus folgende Rückforderung erstreckt sich somit auf fünf von sechs ausge
wiesenen Monaten; aus welchen Gründen die Beschwerdegegnerin nicht die Neuberechnung der Zusatzleistungen für die gesamte ausgewiesene Dauer von sechs Monaten durchgeführt hat, ist vorliegend nicht näher zu prüfen.
3.4
Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) hat gestützt auf Art. 54a Abs. 3
ELV
in Art. 2 der Verordnung über die Durchschnittsprämien 2014 der Krankenpflegeversicherung für die Berechnung der Ergänzungsleistungen bezüglich des Kantons Zürich drei Prämienregionen fe
stgelegt. Die Stadt Zürich fällt in die Prämienregion 1,
wonach für Erwachsene eine D
urchschnittsprämie von Fr. 5‘232
.--
, für junge Erwachsene eine Durchschnittsprämie von
Fr. 4‘872.-- und für Kinder
eine Durchschnittsprämie von Fr. 1‘260.--
ange
rechnet wird
.
Die Beschwerdegegnerin ging in der ursprünglichen Verfügung vom 12. Dezember 2013 (Urk. 7/V62) für die Zusatzleistungen ab Januar 2014 bei der Ermittlung der anerkannten Ausgaben von einem Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenversicherung in der Höhe von Fr. 16‘596.-- (jeweils Fr. 5‘232.-- für die Beschwerdeführenden, Fr. 4‘872.-- für
Z._
und
Fr. 1‘260.-- für
A._
) aus. Der festgesetzte Betrag ist nicht zu beanstanden. Die restlichen Positionen der Zusatzleistungsberechnung sind nicht umstritten, weshalb der errechnete Anspruch auf Zusatzleistungen von monatlich Fr. 1‘915.-- korrekt ist
.
Mit Verfügung vom 9. September 2015 (Urk. 7/V73, vgl. Urk. 7/310 = Urk. 3 berechnete die Beschwerdegegnerin die Zusatzleistungen für die Zeitdauer von Januar bis Mai 2014 neu und ging bei der Ermittlung der anerkannten Ausga
ben von einem Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenversicherung in der Höhe von Fr. 11‘724.-- (jeweils Fr. 5‘232.-- für die Beschwerdeführenden und Fr. 1‘260.-- für
A._
) aus, wobei sie für
Z._
keinen Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenversicherung berücksichtigte. Der festgesetzte Betrag ist ebenfalls nicht zu bestanden. Da auch hier die restlichen Positionen der Zusatzleistungsberechnung nicht umstritten sind, ist der errechnete Anspruch auf Zusatzleistungen von monatlich Fr. 1‘509.-- ebenfalls korrekt
.
Die Differenz des alten und neuen Anspruchs beträgt demnach Fr. 406.-- (Fr. 1‘915.-- - Fr. 1‘509.--) pro Monat, mithin Fr. 2‘030.-- für fünf Monate. Dass die Beschwerdegegnerin in der Folge mit Verfügung vom 15. September 2015 (Urk. 7/V74 = Urk. 17/9/6-7) zu viel ausgerichtete Zusatzleistungen für die Zeit
dauer von Januar bis Mai 2014 in der Höhe von Fr. 2‘030.-- zurückforderte, ist somit nicht zu beanstanden.
3.5
Wie die Beschwerdegegnerin
zutreffend
ausführte, fiel die Rückerstattung von Januar bis Ende Mai 2014 in die Zeit, in welcher der gemeinsame Sohn
Z._
der eine Kinderrente zur Invalidenrente der Beschwerdeführerin bezieht (vgl. Urk. 9/B1)
noch im elterlichen Haushalt wohnte und damit in der gemein
samen Berechnung der Familie eingeschlossen war (vgl. Urk. 2 S. 3 Ziff. 6). Aufgrund des Auszugs von
Z._
aus dem elterlichen Haushalt eröffnete die Beschwerde
gegnerin ab Februar 2015 ein eigenes Dossier für ihn (vgl. Urk. 9/6a, Urk. 9/15-16). Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden (vgl. vorstehend E. 1.4).
Aus den Akten geht ferner hervor, dass die
Beschwerdegegnerin
die Berechnung des Anspruchs auf Zusatzleistungen für Z._ - wie auch für die übrigen Familien
mitglieder (vgl. Urk. 7/V71) - infolge Weigerung des Beschwerdeführers, die notwendigen Akten
nachzureichen (vgl. Urk. 7/290)
,
und
das an die Sperre der Leistungen anschliessende Rechtsmittelverfahren bis vor das hiesige Gericht (ZL.2015.00018), erst im August 2015 abschliessen konnte. Mit Verfügung vom 25. August 2015 (Urk. 9/V1 = Urk. 17/9/15-21) sprach die
Beschwerdegegnerin
Z._ ab Februar 2015 monatliche Zusatzleistungen und für den Zeitraum von Februar bis August 2015 insgesamt eine Nachzahlung von Fr. 8‘528.-- zu. Von dieser Nachzahlung wurde der Betrag von Fr. 2‘030.-- nicht Z._ ausbezahlt (S. 7), sondern am 1. Oktober 2015 auf das Kreditorenkonto der
Beschwerde
führerin
gutgeschrieben (Urk. 7/328). Damit wurde die offene Schuld von Fr. 2‘030.-- (vorstehend E. 3.4) beglichen, weshalb - wie die
Beschwerdegegnerin
zu Recht
ausführt
e
(Urk. 2 S. 3 Ziff. 6)
-
keine Rückerstattungsverpflichtung der Beschwerdeführenden mehr besteht.
Die Verrechnung der Rückerstattungsverpflichtung mit einer Nachzahlung ist nach Art. 27 ELV, wonach Rückforderungen mit fälligen Ergänzungsleistungen verrechnet werden können, zulässig (vgl. hierzu Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2015 N
30 zu Art. 25)
und
angesichts der Tatsache, dass die Sympany
Z._
am 27. Juni 2014 eine Prämiengutschrift für Januar bis Juni 2014 in der Höhe von Fr. 1‘398.30 überwiesen hat
(vorstehend E. 3.2)
Z._
war zum damaligen Zeitpunkt bereits volljährig
- und dieser in der Folge diesen Betrag
nicht an die Group Mutuel überwies, sondern zweck
entfremdete, nicht zu beanstanden.
3.6
Nach dem Gesagten kann festgehalten werden, dass die Beschwerdegegnerin von den Beschwerdeführenden zu Recht Fr. 2‘030.-- zurückgefordert hat, diese Rückerstattungsverpflichtung jedoch infolge Verrechnung mit dem Anspruch des gemeinsamen Sohnes
Z._
nicht mehr besteht.
4.
4.1
Es bleibt zu prüfen, ob
die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerde
führerin auf die einmalige Vergütung in der Höhe von Fr. 744.-- gemäss Verfü
gung betreffend Krankheits- und Behinderungskosten vom 13. August 2015 (Urk. 7/V72 = Urk. 23/3) zu Recht zur Verrechnung mit allenfalls offenen Rück
erstattungen zurückbehalten hat.
4.2
Wie bereits erwähnt, können Rückforderungen mit fälligen Ergänzungs
leistun
gen verrechnet werden (vorstehend E. 3.5). Der Beschwerdegegnerin war es des
halb grundsätzlich möglich, den Betrag von Fr. 744.-- zur Verrechnung mit all
enfalls offenen Rückerstattungsverpflichtungen
zurückzubehalten.
Die Beschwerdegegnerin teilte dem Gericht mit Schreiben vom 12. April 2016 (Urk. 12) mit, dass sie bei der Buchhaltung einen Zahlungsauftrag über
Fr. 744.-- an die Beschwerdeführerin deponiert habe. Dieser Betrag sei ursprünglich zur Verrechnung mit einer Rückerstattung infolge nicht bezahlter Krankenkassenprämien vorgesehen gewesen. Dieser offene Betrag habe indes aus der Nachzahlung an den Sohn Z._ beglichen werden können. Mit Ein
gabe vom 4. Mai 2016 (Urk. 16) reichte die Beschwerdegegnerin einen Zahlungsbeleg ein, der die Auszahlung an die Beschwerdeführerin am 26. April 2016 nachwies (Urk. 17/1).
Da der Betrag von Fr. 744.-- in der Zwischenzeit an die Beschwerdeführerin ausbezahlt wurde, erweist sich der diesbezügliche Einwand (vorstehend E. 2.2) als unbegründet.
5.
5.1
Die Beschwerdeführenden wiesen in ihren Eingaben vom 17. Mai 2016 (Urk. 19) und vom 13. Juni 2016 (Urk. 25) auf Schwierigkeiten in der Zusammenarbeit mit der Beschwerdegegnerin hin und beantragten, die Beschwerdegegnerin solle ihnen sämtliche Zahlungsbelege der Direktzahlungen der Krankenkassen
prämien seit 2010 zustellen sowie eine schriftliche Erläuterung des hypotheti
schen Einkommens zukommen lassen. Zudem wünschten sie Auskünfte bezüg
lich einer Kostenübernahme im Zusammenhang mit einer Zahnbehandlung durch das Gericht.
5.2
In der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege sind grundsätzlich nur Rechts
ver
hältnisse zu prüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich
-
in Form einer Verfü
gung bezie
hungsweise eines Einspracheentscheids
-
Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungs
gegen
stand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfü
gung bezie
hungs
weise kein Einspracheentscheid ergangen ist. Streitgegenstand im System
der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, wel
ches
im Rahmen des durch die Verfügung bestimmten Anfechtungsgegen
standes
-
den aufgrund der Beschwerdebegehren effektiv angefochtenen Verfü
gungs
gegenstand bildet (Christian Zünd/Brigitte Pfiffner
,
Hrsg.,
Kommentar
zum
Gesetz
über
das
Sozialversicherungs
gericht des Kantons Zürich, 2.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N 32 zu § 13).
Wie bereits erwähnt, sind vorliegend die Rückerstattungsverpflichtung von Fr. 2‘030.-- sowie die Nichtauszahlung der einmaligen Vergütung von Fr. 744.-- streitig (vorstehend E. 2.3) und bilden somit den Streitgegenstand. Die von den Beschwerdeführenden mit Eingaben vom 17. Mai und vom 13. Juni 2016 bean
tragten Zahlungsbelege der Direktzahlungen der Krankenkassenprämien, die Erstellung einer schriftlichen Erläuterung des hypothetischen Einkommens sowie die Auskünfte bezüglich einer Kostenübernahme im Zusammenhang mit einer Zahnbehandlung durch das Gericht bilden somit nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens, weshalb vorliegen nicht darüber zu befinden ist.
Die Beschwerdeführenden sind darauf hinzuweisen, dass sie mit Schreiben vom 18. Mai 2016 (Urk. 23/1) von der Beschwerdegegnerin darüber informiert wor
den sind, dass sie bereits anlässlich der Instruktionsverhandlung vom 1. Juni 2015 vor dem hiesigen Gericht und anlässlich der persönlichen Vorsprache vom 21. August 2015 bezüglich des hypothetischen Mindesterwerbseinkommens informiert worden sind. Im Übrigen können die Beschwerdeführenden von der Beschwerdegegnerin jederzeit einen Auszug bezüglich der von ihr geleisteten Direktzahlungen der Krankenkassenprämien verlangen.
6.
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Mai 2014 zu viel ausgerichteten Zusatzleistungen im Betrag von Fr. 2‘030.-- zu Recht von den Beschwerdeführenden zurückge
fordert hat, wobei die Rückerstattungsforderung in der Zwischenzeit durch Verrechnung getilgt wurde. Zudem hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch
der Beschwerdeführerin auf eine einmalige Auszahlung im Betrag von Fr. 744.-
- zu Recht zur Verrechnung mit allenfalls offenen Rückerstattungen zurückbe
halten, wobei dieser Betrag in der Zwischenzeit der Beschwerdeführerin ausbe
zahlt wurde.
Der angefochtene Einspracheentscheid erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.