# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 66dce1b4-1625-4518-baec-4023c1acfab2
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1977, war von Juli 2007 bis Juni 2013 bei der
Y._
als Betriebsangestellte tätig, wobei der letzte Arbeitstag am 1
8.
April
2013 war (
Urk.
6/8)
.
Unter Hinweis auf
Schmerzen sowie eine Depres
sion meldete sich
die Versicherte
am 1
7.
Mai 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und holte bei der
Z._
,
A._
, ein
bidisziplinäres
Gutachten ein, das am 1
6.
Oktober 2017 erstattet wurde (
Urk.
6/133).
Nach ergangenem Vorbescheid (
Urk.
6/137-138)
sprach die IV-Stelle
der Ver
si
cherten
mit Verfügung vom 1
4.
Mai 2018
bei einem Invaliditätsgrad von
50
%
eine
befristete halbe
Rente
von Januar 2014 bis August 2017
zu (
Urk.
6/144
=
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
1
4.
Juni 2018
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfügung vom
1
4.
Mai 2018
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei
zu ändern und es sei ihr ab Januar 2014 eine ganze Rente auszurichten und es sei nach ergänzender medi
zinischer Abklärung zum Zeitpunkt und Ausmass ihrer gesundheitlichen Verbes
serung jedenfalls auch für die Zeit nach dem 3
1.
August 2017 weiterhin eine Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen (S. 2
Ziff.
1). Es sei auf Kosten der Beschwerdegegnerin eine psychiatrische Begutachtung durch das Gericht zu veranlassen (S. 2
Ziff.
4).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
2.
August 2018
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Eingabe vom 2
9.
November 2018 (
Urk.
11) verzichtete die Beschwerdeführerin auf das Einreichen einer Replik.
Dies wurde
der Beschwerdegegnerin
am
3.
Dezember 2018 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
12
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts;
ATSG)
. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betä
-
ti
gen
, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Die Verfügung über eine befristete Invalidenrente enthält gleichzeitig die Ge
währung der Leistung und die Revision derselben (EVGE 1966 S. 130 E. 2; ZAK 1984 S. 133 E. 3). Wird vom Zeitpunkt des Verfügungserlasses an rückwirkend eine Rente zugesprochen und diese für eine weitere Zeitspanne gleichzeitig her
abgesetzt oder aufgehoben, so sind nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen analog anwendbar (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen). Nach
Art.
41 IVG (seit 1. Januar 2003:
Art.
17
Abs.
1 ATSG) ist eine Rente für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder aufzuheben, wenn sich der Grad der Invalidität der Person, die eine Rente bezieht, in einer für den Anspruch erheblichen Weise ändert. Setzt die Verwaltung bei der Leistungszusprechung die Rente nach Massgabe der Veränderung des In
va
liditätsgrades rückwirkend herab oder hebt sie sie auf, richtet sich der Zeit
punkt der Rentenherabsetzung bzw. -aufhebung rechtsprechungsgemäss nach
Art.
88a
Abs.
1 IVV (BGE 125 V 413 f. E. 2d, 109 V 125, 106 V 16). Danach ist bei einer Verbesserung der Erwerbsfähigkeit (seit 1. Januar 2004: oder der Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen) oder bei einer Verminderung der Hilflosigkeit (seit 1. März 2004: oder des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes) die an
spruchsbeeinflussende Änderung für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leis
tung von dem Zeitpunkt an zu berücksichtigen, in dem angenommen werden kann, dass sie voraussichtlich längere Zeit andauern wird; sie ist in jedem Fall zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate ange
dauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (BGE 109 V 125 f. E. 4a;
AHI 2001 S. 159 f. E. 1 und S. 278 E. 1a, 1998 S. 121 E. 1b, ZAK 1990 S. 518 E.
2
mit Hinweis).
1.
4
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung
allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbsein
kommen
zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unab
hängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weit
geh
end objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu
mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.
5
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika
toren, die es
-
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer
seits
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE
141
V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundes
ge
richts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbe
grün
denden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs
grund
lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider
spruchs
frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) fest,
bei der psychiatrischen Untersuchung sei keine Diagnose festgestellt worden, welche eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zur Folge hätte. Aus rheuma
tologischer Sicht sei anhand der
Vorakten
rückblickend eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
ab 2
6.
Januar 2013 nachvollziehbar.
Bei der Untersuchung selbst sei lediglich noch eine Einschränkung für schwere körperliche Tätigkeiten festgestellt worden.
Eine körperlich leichte Tätigkeit, wie die frühere Arbeit der Beschwerde
führerin als Betriebsangestellte in einer Produktionsfirma
,
sei ihr ab diesem Zeit
punkt
(Mai 2017)
wieder vollumfänglich zumutbar.
Ab September 2017 bestehe somit kein Rentenanspruch mehr (Verfügungsteil 2 S. 1).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt (Urk. 1),
die psychiatrische Gutachterin
Dr.
B._
sei befangen. So sei es während der Exploration zu einer mehrfach geäusserten moralischen Verurteilung gekommen (S. 5).
Eine Begutachtung, welche interpersonellen Prozessen nicht Rechnung trage, könne nicht als lege
artis
gelten. Von dieser Situation sei vorliegend auszu
gehen. Hinzu komme, dass im psychiatrischen Gutachten vom 1
6.
Oktober 2017 die im Juni und Juli 2017 geführte Diskussion zur Befangenheit von
Dr.
B._
nicht einmal thematisiert werde (S. 7 oben).
Die Sachverhaltsdarstellung von
Dr.
B._
werde bestritten (S. 7 unten).
2.3
Strittig und zu prüfen sind die Verwertbarkeit des psychiatrischen Gutachtens, der Umfang des Rentenanspruchs ab Januar 2014 sowie die Befristung der Rente.
3.
3.1
Die Ärzte des
C._
berichteten am 3
0.
April 2012 (
Urk.
6/21/9-10) über die neurologische Untersuchung der Beschwerdeführerin und führten aus, die Beschwerdeführerin
berichte
über episodisch aufgetretenes Übelkeitsgefühl ohne Begleitsymptomatik in Dauer von ein
er
bis vier Stunden
mit spontanem Sistieren nach Ausruhen. Im Zusammenhang mit unauffälligem Neurostatus käme differentialdiagnostisch am ehesten ein
Migräneequivalent
in Frage. Zuletzt sei eine somatoforme Störung bei belastender psychosozialer Situation nicht auszuschliessen.
3.2
Die
Ärzte des
D._
berichteten am 1
5.
Dezember 201
2
(
Urk.
6/21/44-46)
über die psychiatrisch-psychologische Abklärung der Beschwer
de
führerin
und nannten folgende Diagnose (S. 1):
-
rezidivierende gegenwärtig mittelgradige depressive Episode mit soma
ti
schem Syndrom (ICD-10 F33.11)
Sie führten aus, die Beschwerdeführerin beklage seit August
2012
,
vermehrt unter einer depressiven Verstimmung, Kraftlosigkeit, Ängsten, Schreckhaftigkeit, Ner
vo
sität, Gedankenkreisen, Lust- und Interesselosigkeit, Spannungsgefühlen und Existenzängsten zu leiden (S.
1).
D
ie Störung habe Krankheitswert
. Seit dem 1
2.
Oktober 2012 sei die Beschwerdeführerin zu 50
%
arbeitsunfähig. Seit 2008 bestehe eine ambulante Psychotherapie (
S. 2).
3.3
Die Ärzte des
E._
berichteten am 2
0.
Dezember 2012 (
Urk.
6/21/39-43) über das
Arbeitsassessment
der Beschwer
deführerin.
Sie nannten folgende arbeitsrelevante Diagnosen (S. 2):
-
Zervikozephalsyndrom
rechtsbetont
-
MRI der HWS am 2
6.
Februar 2012: mediale Diskushernie C4/5 mit lokaler Eindellung des Duralsackes und des Rückenmarkes ohne Nervenwurzelkompression
-
Lumbovertebralsyndrom
links
-
nach
lumboradikulärem
Reizsyndrom rechts im Februar 2007
-
MRI der LWS am 2
6.
Februar 2007: kleine
mediolaterale
Diskushernie L4/5 links mit Nervenwurzelkontakt L5
Als andere Diagnosen nannten sie eine depressive Episode nach Scheidung 2008 sowie Kniesch
m
erzen beidseits.
Sie führten aus,
mit dem Testverfahren könnten hoch repetitive Arm-Handeinsätze während des ganzen Tages, wie sie beim In
stru
menten verputzen und der optischen Kontrolle vorkämen, nicht beurteilt wer
de
n. Es sei davon auszugehen, dass das arbeitsbezogene relevante Problem vor allem eine verminderte muskuläre Stabilisierung der Wirbelsäule in den Berei
chen der Lenden- und oberen Brustwirbel und eine verminderte Kraftausdauer beider Arme seien.
Es sei bei den Tests keine Selbstlimitierung festgestellt und keine
Inkonsistenzpunkte
beobachtet worden (S. 2).
Durch die Kumulation von Beschwerden (Nacken- und Armschmerzen) im Tages
verlauf bestehe eine Leistungsminderung von 20
%
. Diese könne durch Zusatz
pausen aufgefangen werden. Daraus ergebe sich eine zumutbare Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit von 80
%
(S. 3).
In einer angepassten ganz
tägigen leichten bis mittelschweren Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeits
fähig
keit (S. 4).
3.4
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheumatologie, berichtete am 2
9.
Januar 2013 (
Urk.
6/21/38) und führte aus, er habe der Beschwerdeführerin seit zirka September 2006 einen Arbeitsstellen
wechsel empfohlen. Damals seien zum ersten Mal
Zervikalgien
basierend auf einer muskulären
Dysbalance
bei Überbeanspruchung aufgetreten. Die Beschwer
deführerin sei seit 2006 nur für e
ine kurze Zeitspanne (2-3 Tage) und einmalig vom
4.
bis 3
0.
März 2008 wegen akutem
zervikovertebralem
Syndrom
zu 100
%
arbeitsunfähig
gewesen.
3.5
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Rheumatologie, berichtete am 1
0.
April 2013 (
Urk.
6/4/3-4 =
Urk.
6/21/50-51 =
Urk.
6/22/21-22) und nannte folgende Diag
nosen (S. 1):
-
reaktive Depression bei
-
schwerer psychosozialer Belastungssituation mit
-
somatoformer Schmerzkomponente
-
funktionellen Beschwerden
-
Zerviko
-Brachialsyndrom rechts bei
-
diskreten degenerativen Veränderungen im MRI
-
Periarthropathie
-Beschwerden im Bereich der rechten Schulter
-
einseitiger Arbeitsbelastung rechts
-
zerviko-spondylogenes
und
lumbo
-vertebrales Syndrom bei
-
nur diskreten degenerativen Veränderungen
-
vorerwähnter Belastungssituation
Er führte aus, für den Leidensdruck der Beschwerdeführerin seien die fassbaren somatischen Befunde im Hintergrund. Es bestehe eine grosse Diskrepanz zwi
schen dem glaubhaften ausgeprägten subjektiven Leidensdruck und den äusserst
diskreten fassbaren Befunden.
Sicher bleibe aber die belastete Lebensgeschichte d
er Beschwerdeführerin geeignet, eine reaktive Depression mit begleitend soma
to
formen Beschwerden auszulösen (S. 1). Die fassbaren muskulären Verände
rung
en paravertebral und im
Trapeziusbereich
blieb
en äusserst gering.
Weder im Bereich der oberen noch der unteren Extremitäten
bestünden Hinweise auf ein senso
motorisches
radikuläres
Ausfallmuster. In der ergänzend durchgeführten Ultra
schall
untersuchung der Schultern fehlten Hinweise für
Rotatorenman
schetten
läsionen
, für
Calcareaeinlagerungen
oder für eine
subacromiale
oder
subdeltoi
deale
Bursitis. Zum beschränkten Wert der fassbaren
Bewegungsapparats
be
schwerden
passe gut, dass weder Schmerzmedikamente noch Physiotherapie das Beschwerdeausmass richtig zu lindern vermöchten (S. 2).
3.6
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 3
0.
April 2013 (
Urk.
6/22/19-20) und führte aus, die Beschwerdeführerin leide unter einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode (ICD-10 F33.11, ICD-10 F33.2), die auf dem Boden einer ängst
lichen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) liege und von intensiven Nacken- und Kopfschmerzen, welche ihre Ursachen in der Wirbelsäulenänderung hätten, belgeitet würden. Die Beschwerdeführerin stehe seit dem 2
6.
Januar 2013 in seiner Behandlung. Sie sei niedergeschlagen, innerlich angespannt, sehr ängst
lich, leide unter starken Versagens- und Schamgefühlen sowie Zukunftsängsten. Dazu habe sie starke Konzentrationsschwierigkeiten und zeige Tendenz zum sozia
len Rückzug.
Wegen der Schmerzen sei sie rasch müde, könne trotzdem nicht ruhig schlafen. Aus diesem Grund sei sie bei der Arbeit verlangsamt, mache wegen der Konzentrationsschwierigkeiten viele Fehler, werde rasch erschöpft und brauche häufig Erholungspausen. Der Zustand habe sich trotz der bisherigen Therapie nicht gebessert. Im Gegenteil zeige sich eine Tendenz zur Verschlech
te
rung, so dass die Beschwerdeführerin
für
eine stationäre Behandlung in d
er
I._
angemeldet worden sei. Die Beschwerdeführerin werde medikamen
tös und psychotherapeutisch behandelt (S. 1).
Seit dem Beginn der Behandlung am 2
6.
Januar 2013 bis zum 2
1.
April 2013 sei die Beschwerdeführerin zu 50
%
arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 2
2.
April 2013 bestehe eine volle Arbeitsun
fähigkeit. Es sei ungewiss, wie sich der gesundheitliche Zustand entwickeln werde. Jedoch sei zu erwarten, dass sich die Beschwerdeführerin wieder erhole und wieder eine Arbeit werde übernehmen können (S. 2).
3.7
Die Ärzte der
I._
berichteten am 3
0.
Juli
2013 (
Urk.
6/21/52-54) über den stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 1
6.
Juni bis 1
2.
Juli 2013 und nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.1)
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
Kopfschmerzen
-
zervikospondylogenes
und
lumbovertebrales
Syndrom
-
Zervikobrachialsyndrom
rechts bei
-
diskreten degenerativen Veränderungen im MRI
-
Periarthropathie
-Beschwerden im Bereich der rechten Schulter
-
einseitiger Arbeitsbelastung rechts
Sie führten aus, die Beschwerdeführerin habe sich in die stationären Abläufe
gut integriert
und habe zu Beginn am
m
eisten von aktiven Therapien profitiert.
Medizinischerseits
sei eine Therapie mit 5 mg
Cipralex
begonnen worden. Der restliche internistische Verlauf habe s
ich komplikationslos gestaltet (S. 2).
Neben deutlichen, wiederholten und länger anhaltenden Belastungssituationen in den Partnerschaften hätten sich deutliche Hinweise für Selbstwertstabilisierung durch Leistung, nicht ausreichende Selbstsorge mit Mühe, eigene Bedürfnisse und Grenzen wahrzunehmen und vor allem zu kommunizieren
,
ergeben. Ebenso hätten sich Schwierigkeiten gezeigt, Emotionen ausreichend zu regulieren. Es werde die Fortführung von Physiotherapie, Gestaltungstherapie und Psychothe
rapie im ambulanten Setting empfohlen. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit bis zum 2
8.
Juli 2013 (S. 3).
3.8
Dr.
H._
berichtete am 2
0.
Januar 2014 (
Urk.
6/17) und nannte folgende Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.11)
-
ängstliche Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6)
-
Panikstörung (ICD-10 F41.0)
-
chronifiziertes
zervikobrachiales
Syndrom bei bekannten Wirbelsäulen
änderungen
-
Kopfschmerzen
Er führte aus, beim letzten Gespräch sei die Beschwerdeführerin bewusstseinsklar,
voll orientiert, innerlich angespannt, im Antrieb vermindert, sehr ängstlich, immer
erschöpft gewesen. Im Denken sei sie sehr eingeengt und ausschliesslich mit ihren Beschwerden und der entstandenen Situation beschäftigt gewesen. Zweitweise seien Konzentrationsschwierigkeiten vorhanden gewesen. Die Prognose sei unge
wiss. Es handle sich um eine rezidivierende, la
ngandauernde psychische Störung, die sich bis jetzt als therapieresistent erwiesen habe (S. 2
Ziff.
1.4). Die Be
schwerdeführerin werde medikamentös und psychotherapeuti
sch behandelt (S. 2
Ziff.
1.5). Seit dem Beginn der Behandlung am 2
6.
Januar 2013 bis zum 2
1.
April 2013 sei die Beschwerdeführerin zu 50
%
arbeitsunfähig gewesen. Seit dem 2
2.
April 2013 bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit (S. 2
Ziff.
1.6). Bei der Arbeit sei sie psychomotorisch verlangsamt, habe keine Ausdauer, mache wegen der Konzentrationsschwierigkeiten viele Fehler, ziehe sich rasch zurück und brauche häufige Erholungspausen von unvorhergesehener Dauer
. Im Moment sei die Be
schwerdeführerin weder in ihrem Beruf noch in einer angepassten Tätigkeit arbeitsfähig
(S. 3
Ziff.
1.7).
3.9
Med.
pract
.
J._,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 2
3.
März 2014 (
Urk.
6/21/6-8), nannte die bekannten Diagnosen (S. 1
Ziff.
1.1) und führte aus, die therapeutischen Bemühungen bei ihm bestünden in der Be
gleitung und Unterstützung der Beschwerdeführerin im Alltag und bei der
Schmerz
verarbeitung. Die Arbeitsunfähigkeit werde zurzeit aufgrund der psychia
trischen Diagnosen
durch den behandelnden Psychiater
festgelegt. Eine Prognose sei schwer zu stellen, es sei aber eher mit einer anhaltenden Teilarbeitsunfähigkeit zu rechnen (S. 2).
3.10
Dr.
H._
berichtete erneut am
6.
November 2014 (
Urk.
6/34), nannte die be
kannten Diagnosen (S. 1
Ziff.
1.1) und führte aus, die Beschwerdeführerin habe
die vorgeschriebenen Medikamente eingenommen und sei regelmässig zu den psy
chotherapeutischen Gesprächen gekommen. Durch die ganze Zeit sei sie in ihrer Stimmung sehr labil gewesen. Trotz der durchgeführten Therapie seien die de
pressiven Symptome vorhanden gewesen. Deswegen sei sie zur intensiveren psy
chiatrischen Behandlung in die
K._
überwiesen worden. Nach
dem sie in etwas gebessertem Zustand entlassen worden sei, sei die ambu
lante
Behandlung bei ihm fortgesetzt worden. Sie sei jedoch weiterhin psychisch unsta
bil. In der letzten Zeit hätten sich die körperlichen Beschwerden wieder inten
siviert (S. 2
Ziff.
1.4).
Die Beschwerdeführerin leide unter intensiven Schmer
zen, depressiver Verstimmung mit Beeinträchtigung der kognitiven Funk
tionen, rascher Ermüdbarkeit und der Tendenz zum sozialen Rückzug (S, 2
Ziff.
1.7).
3.11
Die Ärzte der
K._
berichteten am 2
5.
Novem
ber 2014 (
Urk.
6/38/7-8) über die tagesklinische Behandlung der Beschwerdeführerin vom
3.
April bis
3.
Juli 2014 und führten aus, die Beschwer
de
führerin habe sich sehr motiviert gezeigt, sich mit der eigenen Problematik auseinanderzusetzen. Die zu Beginn zu beobachtende depressive Symptomatik habe sich im Verlauf der Behandlung schrittweise zurückbilden können, so dass sich die Beschwerdeführerin am Ende der Behandlung subjektiv als offener und ausgeglichener erlebt habe.
3.12
Dr.
H._
berichtete am
5.
Februar 2015 (
Urk.
6/47) und führte aus, die Beschwer
deführerin könnte seiner Meinung nach für einen Spitex
-
Dienst umgeschult
werden. Die Beschwerdeführerin möchte selber gerne auf diesem Gebiet eine Täti
g
keit ausüben und er halte sie nach einer Umschulung für diese Aufgabe fähig. Sie könnte ab dem
1.
März 2015 zwei Stunden täglich eine Beschäftigung ausüben, nach einem weiteren Monat vier Stunden. Sie könne nur physisch leichtere Auf
gaben ausüben (S. 1). Die Intensität der körperlichen Beschwerden oszilliere sehr stark. Es sei klar, dass solche Beschwerden zeitweise nachlassen würden, aber sich wieder intensivieren könnten. Phasenweise seien diese auch sehr limitierend, was die Arbeitsfähigkeit betreffe (S. 2).
3.13
Die Ärzte der
L._
berichteten am 2
5.
Mai 2016 (
Urk.
6/88) über die
Hospitalisation
der Beschwerdeführerin vom 1
7.
Februar bis 2
4.
März 2016 und nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
komplexe posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)
-
Panikstörung (ICD-10 F41.0)
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
Sie führten aus,
während des Gesprächs bestünden Hinweise für
Aufmerk
sam
keits
- und Gedächtnisstörungen. Das formale Denken erscheine leicht verlang
-
s
amt, kohärent, geordnet und nachvollziehbar. Affektiv sei sie sehr traurig, deprimiert und eingeschränkt schwingungsfähig.
Der Antrieb sei reduziert, psycho
motorisch sei sie unauffällig. Es bestehe eine
konstriktive
Symptomatik mit Ent
fremdungserleben, Depersonalisation, Kraft- und Energielosigkeit, Kon
zentra
tions
störungen, Gefühle der inneren Leere, Lustlosigkeit und eine fehlende Zukunftsperspektive
(S. 3
).
Die Durchhaltefähigkeit bei der Ausführung von Aufgaben sei schwankend gewesen, teilweise seien erhebliche Beeinträchtigungen in Konzentration und Ausdauer vorgelegen. Aktuell bestehe eine mittelgradige Beeinträchtigung mit rascher Erschöpfbarkeit.
Während der ganzen Zeit der stationären Behandlung habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die störungsspezifische Thera
pie führe zu einer langsamen, aber derzeit noch nicht hinreichenden Symptom
verbesserung. Die komplexe psychiatrische Erkrankung erfordere eine zeitlich längere und intensive Therapie (S. 5).
Entsprechend dem gesamten klinischen Eindruck sei die Beschwerdeführerin derzeit eingeschränkt arbeits- und leistungs
fähig. Die Beschwerdeführerin trete auf eigenen Wunsch vorzeitig in die ange
stammten häuslichen Verhältnisse aus. Die ambulante Therapie erfolge bei
Dr.
H._
(S. 6).
3.14
Dr.
H._
berichtete am
6.
September 2016 (
Urk.
6/93), nannte die bekan
nten Diagnosen (S. 1
Ziff.
1.1)
und führte aus,
in den Gesprächen sei die Beschwerde
führerin stets depressiv, innerlich angespannt, im Antrieb reduziert und sehr ängstlich. Die ambulante Behandlung sei nach dem
Klinikaufenthalt in der L._
fortgesetzt worden und es sei danach auch zu einer Besserung ihres psychischen Zustandes gekommen, als sie den Kontakt zu ihrer zur Adop
tion gegebenen Tochter gefunden habe. Obwohl die psychischen Schwankungen weiterbestünden und zeitweise die Schmerzen stark seien, habe sich der Zustand in den letzten Monaten etwas stabilisiert. Beim letzten Gespräch sei die Be
schwerdeführerin für ihre psychischen Probleme und ihre Lebenssituation zu
gäng
licher gewesen. Sie sei affektiv ausgeglichener und in ihrem Selbst
wert
gefühl nicht mehr so stark beeinträchtigt. Die Prognose scheine im Moment besser zu sein. Obwohl die depressiven und Angstsymptome sowie die körperlichen Beschwerden noch vorhanden seien, sei die Beschwerdeführerin motiviert, eine Umschulung zu machen und die Wiedereingliederung ins Berufsleben zu verwirk
lichen (S. 2
Ziff.
1.4)
. Die Beschwerdeführerin werde seit dem Austritt aus der Klinik ausschliesslich
psychotherapeutisch behandelt. Wegen ihren Beschwerden sei die Beschwerdeführerin zu 75
%
arbeitsunfähig (S. 2
Ziff.
1.7). In ihrem Beruf sei sie nach wie vor zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 3
Ziff.
1.7). Die Beschwerde
führerin könnte nach einer Umschulung eine angepasste Tätigkeit in einem Pensum von 50
%
ausüben (S. 3
Ziff.
1.7 und
Ziff.
1.8).
3.15
Prof.
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Rheu
ma
tologie, und med.
pract
.
B._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
Z._
, erstatteten ihr
bidisziplinäres
Gutachten am 1
6.
Oktober 2017 (
Urk.
6/133) gestützt auf die Akten sowie die Untersuchungen der Beschwer
deführerin. Sie nannten folgende Diagnosen mit qualitativer Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 6
Ziff.
5.1.2):
-
Spondylose der Halswirbelsäule (HWS) mit ausstrahlenden Schmerzen in den Schulterbereich beidseits und in den Hinterkopf
-
ohne Hinweise für
Radikulopathie
-
Spondylose im Lendenwirbelsäulen (LWS)-Bereich mit Ausstrahlung ins Gesäss links
-
ohne Hinweise für
Radikulopathie
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie
(S. 6
Ziff.
5.2):
-
Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung (ICD-10 Z73), Akzentuierung von Persönlichkeitszügen (emotional-instabil, dissozial)
-
Kontaktanlässe mit Bezug auf Kindheitserlebnisse (ICD-10 Z61), Veränderungen der familiären Struktur in der Kindheit, Probleme mit Bezug auf vermutete körperliche Misshandlung
-
Kontaktanlässe mit Bezug den engeren Familienkreis (ICD-10 Z63), ungenügende familiäre Unterstützung, Partnerschaftsprobleme
-
Kontaktanlässe mit Bezug auf bestimmte psychosoziale Umstände (ICD-10 Z64), unerwünschte Schwangerschaft und Freigabe zur Adoption
-
Kontaktanlässe mit Bezug auf das Berufsleben (ICD-10 Z56), Verlust des Arbeitsplatzes 2013 durch Kündigung
-
Status nach bilateralen
Hallux
valgus
-Operationen
Sie führten aus,
es bestünden aufgrund der rheumatologischen Diagnosen im Kern nachvollziehbare qualitative Belastungslimitierungen aufgrund der bekann
ten degenerativen Veränderungen der HWS und BWS. Das Ausmass der subjektiv daraus abgeleiteten Auswirkung auf die Leistungsfähigkeit sei so jedoch nicht begründbar
(S. 6)
.
Bei der jetzigen klinischen Untersuchung habe man keine Hin
weise für eine aktive
Radikulopathie
finden können,
mithin
keine auslösbaren Schmerzen bei Extension und Lateralflexion des
lumbosakralen
Axialskeletts,
ein
negatives
Lasèguezeichen
und keine objektiven neurologischen Befunde. Die nega
tive Serologie spreche gegen eine entzündliche arthritische Krankheit (S. 7 oben).
Die über das somatisch
Erklärbare hinausgehende subjektive Beeinträch
tigung sei im Rahmen der psychischen Fehlverarbeitung
vor
dem Hintergrund der diversen psychiatrischen Diagnosen mit primär sozioökonomischen und fami
liä
ren/persönlichen Hintergründen zu interpretieren. Wie im ausführlichen psychia
trischen Fachgutachten dargelegt, könnten diese Diagnosen ihrerseits eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit nicht begründen
(S. 7)
.
Aufgrund
der Aktenlage sei von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem 2
2.
April 2013, von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem
1.
April 2015, von einer vorübergehenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit
vom
1
7.
Februar bis 2
4.
März 2016 (stationär), von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem
1.
April 2016 und von einer vollen Arbeitsfähigkeit ab dem Datum des aktuellen Gutachtens mit gewissen quali
tativen
Limiten
aus somatischer Sicht
auszugehen
(S. 10).
Angepasst seien leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen mit der Möglichkeit zum Wechseln zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, insbesondere sei kein Heben von schweren Lasten mehr als 15 kg empfohlen. Für eine schwere Arbeit sei die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig wegen Spondylose am HWS- und BWS-Bereich (S. 11).
4.
4.1
Nach der Rechtsprechung gelten für Sachverständige grundsätzlich die gleichen Ausstands- und Ablehnungsgründe, wie sie für Richter vorgesehen sind. Danach ist Befangenheit anzunehmen, wenn Umstände vorliegen, die geeignet sind, Miss
trauen in die Unparteilichkeit zu erwecken. Bei der Befangenheit handelt es sich allerdings um einen inneren Zustand, der nur schwer bewiesen werden kann. Es braucht daher für die Ablehnung nicht nachgewiesen zu werden, dass die sach
verständige Person tatsächlich befangen ist. Es genügt vielmehr, wenn Umstände vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und die Gefahr der Voreinge
nom
menheit zu begründen vermögen. Bei der Beurteilung des Anscheins der Befan
gen
heit und der Gewichtung solcher Umstände kann jedoch nicht auf das sub
jektive Empfinden einer Partei abgestellt werden. Das Misstrauen muss vielmehr in objektiver Weise als begründet erscheinen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztgutachten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters ein strenger Massstab anzusetzen (BGE 132 V 93 E. 7.1, 120 V 357 E. 3).
4.2
Die Beschwerdeführerin ist der Ansicht, dass
die psychiatrische Gutachterin med.
pract
.
B._
bei der Begutachtung
aufgrund bestimmte
r
Äusserungen
befangen gewesen sei
(
Urk.
1 S. 5
lit
. b, S. 6
lit
. c).
Vorliegend fehlt es jedoch an Anhaltspunkten für Befangenheit. Zunächst ist die
Stellungnahme der
Gut
achterin vom
6.
Juli 2017
(
Urk.
6/120
) zu erwähnen, die keine Voreinge
nommenheit der Gutachterin
erkennen lässt.
So
n
ahm
die Gutach
terin
explizit Stellung zu den von der Beschwerdeführerin geäusserten Vorwür
fen. Dass dem Teilgutachten selber dazu nicht
s
entnommen werden kann (vgl.
Urk.
1 S. 7 oben), liegt ausserdem im Umstand, dass dieses bereits am 2
1.
Juni 2017 erstellt wurde (vgl.
Urk.
6/133/35-57 S. 2
Ziff.
1.2). Nachvollziehbar und plau
sibel erscheint, dass die Gutachterin die Beschwerdeführerin auf ihre Laden
diebstähle angesprochen hat, auch mit Blick auf ein allfälliges Unrechtbe
wusst
sein (
Urk.
6/133/35-57 S. 13 unten, S. 19 Mitte). Dass die Beschwerdeführerin dies als unangenehm empfunden haben könnte, ist verständlich, ein unprofessio
nelles Verhalten der Gutachterin ist jedoch diesbezüglich nicht ersichtlich.
Zur zweiten monierten Bemerkung (vgl.
Urk.
1 S. 6
lit
. c) hat die Gutachterin den Zusammenhang erläutert, in welchem sie erfolgt und zu verstehen sei (
Urk.
6/120 Mitte), zudem wurde eine Affektlabilität mit häufigem Weinen beim Bericht über
die Ursachen ihres Unglücks auch im Teilgutachten festgehalten (
Urk.
6/133/35-57
S.
15 Mitte). Daraus auf eine Befangenheit der Gutachterin zu schliessen, über
zeugt nicht. Die Gutachterin ist anlässlich der Exploration sachlich und professio
nell umgegangen.
Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführerin ergibt sich
vielmehr
der Eindruck,
dass die
Gutachter
in
der Beschwerdeführerin
unvorein
genommen begegnet ist. Die Feststellungen der
Gutachter
in
erweisen sich daher als begründet. Aus dem Ergebnis der Begut
achtung
kann jedenfalls nicht auf eine Befangenheit de
r
Gutachter
in
geschlossen werden.
Der Vorwurf der Befangenheit lässt sich daher nicht aufrechterhalten.
4.3
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das
bidisziplinäre
Gut
achten der
Z._
(vorstehend E. 3.
15
)
den praxisgemässen Anforderungen an den Beweis
wert einer Expertise (vorstehend E.
1.
6
) vollumfänglich entspricht, w
eshalb für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann. So erweist es sich als für die strittigen Belange umfassend, werden die vorgenommenen Schlussfolgerun
gen zu Gesundheitszustand sowie Arbeitsfähigkeit ausführlich begründet und beruht es auf den notwendigen Untersuchungen in
rheumatologischer
sowie psychia
trischer Hinsicht mit jeweils ausführlicher Befundaufnahme. Dabei wurden die von der Beschwerdeführerin
geklagten Beschwerden
in angemessener Weise be
rücksichtigt und das Gutachten wurde in K
enntnis der
Vorakten
erstattet
. Der konkreten me
di
zinischen Situation trägt es angemessen Rechnung.
4.
4
So legten die Gutachter in somatischer Hinsicht
(
Urk.
6/133/27-34)
in nach
voll
ziehbarer Weise dar, dass
die Beschwerdeführerin glaubwürdig
über
mechanische Schmerzen im HWS- und BWS-Bereich berichte
t
, welche durch die bekannten degenerativen Veränderungen plausibel erklärt s
ind
. Es
konnten
aktuell keine Hinweise für eine aktive
Radikulopa
thie
gefunden werden
(S. 6)
.
Für
körperlich
schwere Tätigkeiten besteht
eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit.
Diagnosen und Be
funde, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit
in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen ohne Heben von schweren Lasten von mehr als 15 kg
begründen, konnten dagegen nicht dokumentiert werden (
S. 7
Ziff.
6.2 und
Ziff.
6.6
)
.
Die von der Beschwer
deführerin geklagten Beschwer
den liessen sich somatisch nicht hinreichend erklä
ren
(S. 7
Ziff.
6.5)
.
4.5
Aus psychiatrischer Sicht überzeugt die gutachterliche Beurteilung
(
Urk.
6/133/35-57)
ebenfalls. So konnte anlässlich der Begutachtung weder eine
Persönlichkeits
störung noch eine chronische Schmerzstörung, hingegen eine affektive Störung im Sinne der
Dysthymia
als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnos
tiziert werden. D
ie genannten Diagnosen
wurden
unter Berücksichtigung der Schil
derungen der Beschwerdeführerin sowie des er
hobenen Befundes ausführlich und in schlüssiger Weise anhand der ICD-Kriterien verneint
(S. 18 f.)
.
Zu den diverg
ierenden Ansichten
wurde ebenfalls Stel
lung genommen und insbesondere plausibel begründet,
weshalb
keine
Traumadiagnose
zu stellen sei (S. 19 f.).
Die Diskrepanz der
Schwere der
zu objektivierenden Depressivität wurde ebenfalls erwähnt (
S. 20,
S. 21
Ziff.
6.6).
Dass aufgrund der psychosozialen Problematik eine
Schmerzexazerbation
und verstärkte Schmerzwahrnehmung
wahrscheinlich erscheint, ist nachvollziehbar S. 20 unten).
4.6
Die Frage der Arbeitsfähigkeit ist bei
allen
psychischen Leiden
grundsätzlich in
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu
prüfe
n (
BGE 143 V 418
E.
7
; vgl. vorstehend E. 1.5
)
.
Im Zeitpunkt der Erstellung des
Z._
-Gut
achtens galt das Erfordernis des strukturierten Beweisverfahrens noch nicht für alle psychischen Leiden
.
Eine entsprechende Prüfung ergibt jedoch, dass die psychiatrische Gutachterin die heute massgebenden Standardindikatoren (vorstehend E. 1.5) in ihre Beur
teilung weitestgehend einbezogen hat.
So hat sie
sich einlässlich mit den diag
no
se
relevanten Befunden und deren Ausprägung auseinandergesetzt (Urk.
6
/
133
/
35-57
S. 15 f., S. 18 f.
), ebenso mit dem Be
handlungserfolg (S. 12
f., S. 22
), wobei
sie
ausführte, dass
sich trotz ambulanter, stationärer und teilstatio
närer Therapien am schwankend depressiven Zustand offensichtlich nicht viel geändert habe, sodass weitere intensivierte Behandlungen wahrscheinlich auch nicht von Erfolg gekrönt sein würden. Die Behandlung in
L._
sei sogar von ihr vorzeitig beendet worden, da sie mit dem Setting unzufrieden gewesen sei und subjektiv nicht davon profitiert habe.
Die Beschwerdeführerin habe sich zudem sowohl in der Tagesklinik als auch jetzt nicht an die verordneten Medika
mentendosierungen gehalten (S. 22).
Zum Aspekt der Persönlichkeit wies
sie
insbesondere darauf hin, dass
sich rein klinisch Anhaltspunkte für akzentuierte Persönlichkeitszüge mit emotional-insta
bilen (
Borderline
) und dissozialen Anteilen mit einer Störung des Selbstbildes und der Ziele ergeben hätten, ohne dass diese das Ausmass einer Persönlichkeits
störung erreichen würden. Eine gewisse emotionale Instabilität mit Hochgefühlen und Enttäuschungen würden sich durch das Leben der Beschwerdeführerin ziehen (S. 18 unten). Es bestehe eine Neigung zu emotionalen Ausbrüchen. Die Persön
lich
keitsakzentuierung führe reaktiv bedingt immer wieder zu affektiven Schwan
kungen im Sinne einer
Dysthymia
(S. 19).
Den sozialen Kontext betreffend wies
sie
namentlich darauf hin,
dass der Exmann der Beschwerdeführerin Schulden hinterlassen habe und sie nun vom Sozialamt unterstützt werde. Seit der Ab
hängigkeit vom Sozialamt habe die Beschwerdeführerin
zu stehlen
begonnen, sei deswegen auch im Strafregister eingetragen (S. 13
, S. 20
). D
ie Beschwerdeführerin
stehe
zwischen 10.00 und 10.30 Uhr auf,
schlafe manchmal auch bis 15.00 Uhr
,
trinke dann
einen Kaffee und
esse
eine Banane,
sie dusche
täglich
und
nehme
abends eine warme Mahlzeit
ein
. Die Beschwerdeführerin habe eine Freundin, die sie besuche, wenn sie sich einsam fühle. Sie habe immer schon wenig soziale Kontakte gehabt.
Teilweise verbringe sie auch ein paar Tage beim Bruder. Das Verhältnis zur Mutter habe sich inzwischen verbessert (S. 13 f.).
Schliesslich äusserte sich die Gutachterin zur
Konsistenz, dass
die hier festge
stellten funktionellen Auswirkungen hinsichtlich der Aktivität und Partizipation in etwa denjenigen in den Akten entsprächen (S.
20). Die zu objektivierende Depressivität im Rahmen der jetzigen Begutachtung habe einem leichtgradigen
depressiven Syndrom entsprochen, wohingegen die Beschwerdeführerin sich sel
bst als mittelgradig depressiv in der Selbstbeurteilung empfunden habe (S. 21).
Die Bestimmung der Arbeitsunfähigkeit (S.
21
f.) ist zudem so erfolgt, dass sie sich gleichsam aus dem Saldo aller wesentlichen Belastungen und Ressourcen (BGE 141 V 2
81 E. 3.4.2.1) ergibt. Die
psychiatrische Gutachter
in
führte diesbe
züg
lich zudem ausführlich und nachvollziehbar aus,
dass die Beschwerdeführerin aus rein psychiatrischer Sicht in vollem Umfang arbeitsfähig sei. Es könne keine psychische Störung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgestellt werden (S. 21).
Nachdem sich die
psychiatrische Gutachter
in
in
ihrer
Beurteilung (auch) an den Standardindikatoren orientiert hat, ist die von der Rechtsa
nwendung zu prüfende Frage, ob sie
sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehal
ten und das Leistungsvermögen in Berücksichtigung der einschlägigen Indikato
ren einge
schätzt hat (BGE 141 V 281 E. 5.2.2), klar zu bejahen. Die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund
lage lassen sich anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachweisen
(BGE 144 V 50 E. 3.4). Mithin erfüllt das Gutachten sowohl die praxisgemässen herkömmlichen Anforderungen (vorstehend E. 1.6) als auch diejenigen des strukturierten Beweis
verfahrens (vor
stehend E. 1.4-1.5). Somit ist betreffend die Diag
nosen
so
wie hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit auf das Gutachten der
Z._
abzustellen.
Die Ausführungen der Beschwerdeführerin vermögen nach dem Gesagten keine Zweifel an der gutach
ter
lichen Beurteilung aufkommen zu lassen. Auf weitere
Abklärungen kann im Sinne antizipierter Beweiswürdigung (BGE 122 V 157 E.
1d)
verzichtet werden, der medizinische Sachverhalt erweist sich als hinreichend klar.
4.
7
Zusammenfassend steht der Sachverhalt dahingehend fest, dass die Arbeits
fähig
keit der Be
schwerdeführerin
krankheitsbedingt in dem gutachterlich attestier
ten Umfang
(vgl. vorstehend E. 3.1
5
)
eingeschränkt ist, mithin ab dem Datum des aktu
ellen Gutachtens
lediglich
noch
mit gewissen qualitativen
Limiten
aus somatischer Sicht. A
ls a
ngepasst
werden
leichte bis mittelschwere Tätigkeiten in wirbelsäulenadaptierten Wechselpositionen mit der Möglichkeit zum Wechseln zwischen Sitzen, Stehen und Gehen
bezeichnet
, insbesondere sei kein Heben von schweren Lasten
von
mehr als 15 kg empfohlen. Für eine schwere Arbeit
ist
die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig
.
4.8
Zum Einwand der Beschwerdeführerin, es sei ab April 2013 von einer vollen Arbeitsunfähigkeit auszugehen und somit ein befristeter Anspruch auf eine ganze Rente ausgewiesen
(
Urk.
1 S. 8
unten
)
, bleibt anzumerken, dass mit der Begründung der Beschwerdegegnerin
die früher gestellten psychiatrischen
Befunde und Diagnosen von der
Z._
-Gutachter
i
n nicht bestätigt werden konnten
(vgl.
Urk.
6/133/35-57 S. 19 f.).
In der
bidisziplinären
Zusammenfassung des
Z._
-Gutachtens (
Urk.
6/133/1-26)
wurde
ausdrücklich erwähnt, dass die Dokumentation der Arbeitsunfähigkeiten in den Akten sowohl diagnostisch
als auch
in Bezug auf die daraus resultierende Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nicht restlos schlüssig sei.
Die von
Dr.
H._
attestierte Arbeitsunfähigkeit beziehe sich einerseits auf somatische und andererseits auf psychiatrische Faktoren
, wobei
die damaligen Diagnosen so
aktuell nicht mehr bestätigt werden
könnten
(S. 10 f.
).
Die von
Dr.
H._
attestierte volle Arbeitsunfähigkeit ab dem 2
2.
April 2013 ist nach dem Gesagten nicht schlüssig nachvollziehbar, zumal aufgrund eines feh
len
den traumatisierenden Ereignisses die damals gestellte Diagnose einer post
traumatischen Belastungsstörung von der Gutachterin nicht bestätigt wurde (vgl.
Urk.
6/133/35-57 S. 20).
Auch die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung wurde von der Gutachterin nicht bestätigt, vielmehr ging diese davon aus, dass die Persönlichkeitsakzentuierung reaktiv immer wieder zu affektiven Schwankungen im Sinne einer
Dysthymia
(ICD-10 F34.1) führe (S. 19).
Die Stimmungsschwankungen würden jeweils kurz andauern und hätten sich immer wieder in belastenden Lebenssituationen gefunden (S. 19 f.).
Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin, auch ab dem 2
2.
April 2013 von einer 50%igen Arbeitsun
fähigkeit auszugehen,
erscheint gestützt auf obige Ausführungen nachvollziehbar und ist nicht zu bemängeln.
Die
angefochtene Verfügung vom
1
4.
Mai 2018
erweist sich damit als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
9
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie
der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzu
erlegen.