# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0fcfd38b-afdb-44df-b445-a29e3344eca5
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
A._, geboren 1964, war bei der Politischen Gemeinde X._ ab 1. Dezember 2013 in
einem 100%-Pensum, davon ca. 50% als Heimleiterin, Leitung Pflege und Betreuung,
sowie zu 50% als Pflegefachfrau HF, angestellt. Sie arbeitete im Altersheim resp.
Seniorenzentrum B._. Im Mai und Dezember 2015 sowie im März 2017 entschädigte
sie die Politische Gemeinde X._ zusätzlich zu ihrem Grundlohn von monatlich (13 x)
CHF 9'728.60 (bis Juni 2014, Lohneinstufung: Klasse 25, Stufe 6) bzw. CHF 10'003.10
(ab Juli 2014, Lohneinstufung: Klasse 25, Stufe 7) gemäss Arbeitsvertrag vom
27. Juni 2013 (nachfolgend: Arbeitsvertrag) für "Überzeit pauschal" wie folgt:
Lohnabrechnung Zeitraum Berechnungsgrundlage Ansatz Betrag
Mai 2015 Dezember 2013 bis Juni 2014 106.95 57.75
CHF 6'176.35
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Mai 2015 Juli 2014 bis Dezember 2014 109.15 59.38
CHF 6'481.35
Dezember 2015 300 59.38
CHF 17'814
März 2017 168.46 59.38
CHF 10'003.15
Mit Schreiben vom 23. März 2017 hielt der Gemeinderat X._ fest, sämtliche Überzeit
sei per Saldo aller Ansprüche abgegolten. Künftig werde keine Überzeit mehr
entschädigt.
B.
Am 21. September 2018 forderte A._ den Gemeindepräsidenten von X._ auf, sie für
die zwischen 2014 und Ende März 2017 nach ihren eigenen Berechnungen zusätzlich
entstandene Überzeit von 561.64 Stunden (1246.20 Stunden abzüglich der bereits
ausgezahlten Entschädigung für 684.56 Stunden) bei einem Stundenansatz von
CHF 59.38 mit insgesamt CHF 33'312.18 zu entschädigen. Am 28. November 2018
verweigerte der Gemeinderat X._ die Zahlung und unterbreitete ihr ein
Vergleichsangebot. Am 28. Januar 2019 führte das Vermittleramt Y._ erfolgslos ein
Schlichtungsverfahren durch. Am 20. Februar 2019 erhob A._ Klage bei der
Verwaltungsrekurskommission (nachfolgend: VRK) mit dem Rechtsbegehren, die
Politische Gemeinde X._ sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu verpflichten,
ihr Überzeit in der Höhe von CHF 33'312 (brutto) auszurichten. Mit Entscheid vom
29. Juni 2021 wies die VRK die Klage ab.
C.
Gegen den Entscheid der VRK (Vorinstanz) vom 29. Juni 2021 (versandt am
30. Juni 2021) erhob A._ (Beschwerdeführerin) durch ihre Rechtsvertreterin am
16. August 2021 (eingegangen am 18. August 2021) Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid unter
Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und die Politische Gemeinde X._
(Beschwerdegegnerin) zu verpflichten, ihr Überzeit in der Höhe von CHF 33'312 (brutto)
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auszurichten. Am 17. September 2021 ergänzte sie ihre Beschwerde mit einer
Begründung und dem Eventualbegehren, die Sache sei zwecks weiteren
Beweiserhebungen und Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Am
23. September 2021 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde. Am
8. November 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin die kostenfällige Abweisung
der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. In der Folge liessen sich die
Beschwerdeführerin am 25. November 2021 und die Beschwerdegegnerin am
17. Dezember 2021 abschliessend vernehmen. Die Vorinstanz verzichtete auf eine
weitere Vernehmlassung.
Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 78 Abs. 1 des
Personalgesetzes; sGS 143.1, PersG; Art. 59 Abs. 1 Satz 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeführerin ist zur Erhebung
des Rechtsmittels befugt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). In ihrer
Beschwerdeergänzung hat die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin auf
entsprechenden Hinweis bezüglich einer möglicherweise verspäteten
Beschwerdeerhebung und Aufforderung des Instruktionsrichters hin glaubhaft und
plausibel dargelegt (act. 6, S. 2 f. Ziff. II/A/2, act. 7/4-6), dass die Beschwerde noch
innert Frist am 16. August 2021 in Rothenbrunnen per Einschreiben der
Schweizerischen Post AG, Bern, zur Beförderung übergeben wurde, obwohl sie
gemäss Sendungsverfolgung (Sendungsnr. 98.00.991909.00036990) erst am
17. August 2021 – und damit an sich einen Tag zu spät – erstmals von der Post erfasst
wurde. Hält man sich vor Augen, dass sich der Sendungsverfolgung der Post (act. 7/4)
einzig entnehmen lässt, dass die Sendung am 17. August 2021, 22.44 Uhr, im
Briefzentrum in 8010 Zürich sortiert, weitergeleitet und für die Zustellung sortiert wurde,
erhellt unschwer, dass daraus bezüglich Fristwahrung nichts zu Ungunsten der
Beschwerdeführerin abgeleitet werden kann. Die Beschwerdeeingabe vom
16. August 2016 erfolgte demzufolge rechtzeitig (vgl. dazu Art. 81 PersG;
Art. 71g VRP; Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP; BGer 1F_18/2019 vom
bis
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9. Mai 2019 E. 2). Überdies erfüllt sie zusammen mit der Ergänzung vom
17. September 2021 formell und inhaltlich die gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
Die Beschwerdeführerin stellt die Beweisanträge (act. 6, S. 3, 8 Ziff. II/A/2 II/C/2l, act. 7
lit. B und C), sie sei als Partei zu befragen; es seien C._, D._ (ehemalige
Geschäftsführerin des Schweizer Berufsverbands für Pflegefachpersonen, Sektion
Graubünden), E._ (ehemaliger Präsident Altersheimkommission X._ [nachfolgend:
AHK]), F._, G._ sowie H._ (Mitglied AHK), J._ und K._ (ehemaliges Heimleiterpaar),
allesamt in X._, als Zeugen zu befragen. Auf die beantragten Zeugenbefragungen
kann in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden. Die mit Blick auf die
nachstehend zu schildernden Gegebenheiten entscheidrelevanten tatsächlichen
Verhältnisse ergeben sich ohne weiteres aus den Verfahrensakten. Es ist nicht
ersichtlich, was die beantragten Befragungen (Art. 12 Abs. 1 VRP) dem Gericht an
zusätzlichem Erkenntnisgewinn bringen würden (vgl. dazu BGer 1C_13/2018 vom
13. März 2019 E. 3 mit Hinweisen sowie zum Untersuchungsgrundsatz in Bezug auf
personalrechtliche Streitigkeiten U. Gmünder, in: Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz
über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2020, N 28 zu
Art. 71e-71g VRP), zumal sich in erster Linie Rechtsfragen stellen. Demzufolge kann
der Vorinstanz auch keine Verletzung des rechtlichen Gehörs (Art. 29 Abs. 2 der
Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV, Art. 4 Ingress
und lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen; SR 131.225, sGS 111.1, KV) durch
den Verzicht auf die Abnahme dieser bereits im vorinstanzlichen Verfahren
angebotenen Beweise vorgeworfen werden (vgl. dazu BGer 8C_502/2017 vom
30. November 2017 in BGE 144 I 11 nicht publizierte E. 6.4; BGer 8C_631/2014 vom
16. Dezember 2014 E. 4.2.3 je mit Hinweisen).
3.
Die Beschwerdeführerin macht geltend (act. 1, S. 2 f., act. 6, S. 4-10 Ziff. II/C, act. 16),
die Vorinstanz habe den Sachverhalt bezüglich der Notwendigkeit der Überzeit
unvollständig und unrichtig festgestellt. Dies umso mehr, als die Beschwerdegegnerin
den ihr bis Ende März 2017 zustehenden Anspruch auf überzeitentschädigung
aufgrund der bereits erfolgten Zahlungen grundsätzlich anerkannt habe. Die Höhe der
bis 23. März 2017 geleisteten Überzeit habe sie in ihren Stundenaufschrieben
nachgewiesen. Die Beschwerdegegnerin müsse deshalb auch noch die weitere von ihr
geleistete Überzeit abgelten, zumal ihre Mehrleistungen schlicht notwendig gewesen
seien.
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Im Rahmen der in der Beschwerde vorgebrachten Kritik nicht umstritten ist vorweg,
dass im konkreten Fall das Bundesgesetz über die Arbeit in Industrie, Gewerbe und
Handel (Arbeitsgesetz; SR 822.11, ArG), insbesondere dessen Art. 9 Abs. 1
(wöchentliche Höchstarbeitszeit) und Art. 12 f. (Überzeitarbeit), nicht zur Anwendung
gelangt (vgl. dazu Art. 2 Abs. 1 Ingress und lit. a und Art. 3a Ingress und lit. a ArG
sowie Art. 2 Abs. 2 ArG in Verbindung mit Art. 4 der Verordnung 1 zum Arbeitsgesetz;
SR 822.111, ArGV 1, siehe dazu auch Portmann/Rudolph, in: Widmer Lüchinger/Oser
[Hrsg.], Basler Kommentar, Obligationenrecht I, 7. Aufl. 2020, N 17 zu Art. 321c OR),
sondern dass auf das dem Streit zugrunde liegende öffentlich-rechtliche
Arbeitsverhältnis mangels einer kommunalen Regelung sachgemäss die kantonale
Personalgesetzgebung (Personalgesetz [sGS 143.1, PersG], Personalverordnung [sGS
143.11, PersV]) als ergänzendes Gemeinderecht anwendbar ist (vgl. dazu E. 1 f. des
angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 3, 5; Arbeitsvertrag sowie Art. 95 Abs. 2 des
Gemeindegesetzes; sGS 151.2, GG).
Gestützt auf Art. 34 Ingress und lit. a PersG hat die Regierung mit Beschluss Nr. 850
vom 13. Dezember 2011 in Art. 54-57 der Personalverordnung Vorschriften zur
Überzeit erlassen (nGS 47-32, in Kraft gesetzt auf 1. Juni 2012, vgl. Art. 170 PersV),
welche mit dem Nachtrag vom 28. Januar 2014 (nGS 2014-046, in Kraft getreten am
1. Januar 2014) und dem IV. Nachtrag vom 14. August 2018 (nGS 2018-050, in Kraft
gesetzt auf den 1. Januar 2019) geändert worden sind. Die Beschwerdeführerin fordert
eine Entschädigung für die bis zum 23. März 2017 entstandene Überzeit (act. 6, S. 3
Ziff. II/B/2). Intertemporalrechtlich ist gemäss Art. 176 PersV daher auf die am
13. Dezember 2011 erlassene Fassung von Art. 54-57 dieser Verordnung in der
Fassung vom 28. Januar 2014 (aPersV) abzustellen (siehe dazu auch Art. 110
Abs. 2 PersG).
Nach der Definition in Art. 54 aPersV entsteht Überzeit, wenn auf Anordnung der oder
des Vorgesetzten die vereinbarte Arbeitszeit zur Erfüllung einer unaufschiebbaren
Aufgabe überschritten wird. Wird Arbeit angeordnet, die in Überzeit erbracht werden
muss, so soll unabhängig von der Differenzierung nach Lohnklassen der Grundsatz
gelten, dass diese zusätzliche Arbeitsleistung mit Freizeit, ausnahmsweise durch
Entschädigung, abgegolten wird (vgl. dazu Art. 55-57 aPersV; Kommentar zur
Personalverordnung, nach 2. Lesung der Regierung, Beilage zum Regierungsbeschluss
Nr. 850 vom 13. Dezember 2011, S. 13; M. Joos, in: Bürgi/Bürgi-Schneider [Hrsg.],
Handbuch öffentliches Personalrecht, Zürich 2017, S. 820, siehe demgegenüber zur
Gleitzeit im Sinne von Art. 40 ff. aPersV A. Lienhart, in: Etter/Facincani/Sutter [Hrsg.],
3.1.
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Arbeitsvertrag, Bern 2021, N 19 ff. zu Art. 321c OR). Laut Art. 55 aPersV wird Überzeit
von Mitarbeiterinnen bis Lohnklasse 22 ausgeglichen (Abs. 1). Überzeit von
Mitarbeiterinnen ab Lohnklasse 23 kann mit Freizeit ausgeglichen werden, wenn keine
betrieblichen Gründe entgegenstehen. Die Arbeitgeberin kann in Ausnahmefällen mit
Zustimmung des Personalamtes oder der zuständigen Stelle der selbständigen
öffentlich-rechtlichen Anstalt eine Entschädigung festlegen (Abs. 2). Die Mitarbeiterin
gleicht Überzeit im Einvernehmen mit der Vorgesetzten mit Freizeit aus. Der Ausgleich
erfolgt innerhalb eines Jahres (Art. 56 aPersV). Kann Überzeit aus betrieblichen
Gründen nicht mit Freizeit ausgeglichen werden, wird sie entschädigt (Art. 57
Abs. 1 aPersV). Nach Art. 57 Abs. 2 aPersV ergibt sich die Entschädigung je Stunde
aus dem Betrag des Jahreslohnes einschliesslich 13. Monatslohn, jedoch ohne
Sozialzulagen, geteilt durch 2190 bei einer durchschnittlichen wöchentlichen
Arbeitszeit von 42 Stunden (lit. a); 2399 bei einer durchschnittlichen wöchentlichen
Arbeitszeit von 46 Stunden (lit. b); c) 2503 bei einer durchschnittlichen wöchentlichen
Arbeitszeit von 48 Stunden (lit. c). Überzeit wird bei der Zeiterfassung separat
ausgewiesen (Art. 58 Abs. 3 aPersV).
Anders als Art. 54 Abs. 2 in der seit 1. Januar 2019 gültigen Fassung der PersV,
wonach die Anordnung grundsätzlich vorgängig, unter Umständen nachträglich
schriftlich zu erfolgen hat (vgl. dazu auch Erläuterungen [Entwurf] des
Finanzdepartements zum IV. Nachtrag zur Personalverordnung vom 17. April 2018,
S. 5, www.sg.ch), äussert sich Art. 54 aPersV nicht zu den Modalitäten der Anordnung
von Überzeit. Entsprechend ist diesbezüglich subsidiär Art. 321c des Bundesgesetzes
betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil:
Obligationenrecht; SR 220, OR) sachgemäss heranzuziehen (vgl. dazu Art. 8 PersG).
Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Abgeltung von Überstunden im
Sinne von Art. 321c Abs. 3 OR grundsätzlich unerheblich, ob sie vom Arbeitgeber
ausdrücklich angeordnet oder auf eigene Initiative des Arbeitnehmers geleistet wurden;
entscheidend ist, dass sie für den Arbeitgeber objektiv notwendig waren. Immerhin hat
der Arbeitnehmer Überstunden, die ohne Wissen des Arbeitgebers geleistet werden,
innert nützlicher Frist anzuzeigen, so dass der Arbeitgeber organisatorische
Massnahmen zur Verhinderung künftiger Mehrarbeit vorkehren oder die Überstunden
genehmigen kann. Andernfalls riskiert der Arbeitnehmer, sofern nicht besondere
Umstände vorliegen, dass sein Anspruch verwirkt. Wenn der Arbeitgeber aber weiss
oder wissen muss, dass der Arbeitnehmer Arbeit über die vereinbarte Arbeitszeit
hinaus erbringt, kann der Arbeitnehmer aus dem Stillschweigen des Arbeitgebers
ableiten, dass dieser die Mehrarbeit genehmigt. Der Arbeitnehmer muss daher
einerseits beweisen, dass er im Vergleich zur vertraglichen Arbeitszeit Mehrarbeit
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geleistet hat und andererseits, dass diese durch den Arbeitgeber angeordnet oder
zumindest genehmigt wurde, sei es auch stillschweigend, indem er davon Kenntnis
hatte bzw. hätte Kenntnis haben müssen (vgl. dazu BGer 4A_403/2018 vom
11. März 2019 E. 4.3.1 mit Hinweisen, in: JAR 2020, S. 154 ff., und ARV 2019, S. 157,
siehe im Übrigen zu nicht bezogenen Ferien, Feier- und Freitagen Portmann/Rudolph,
in: Widmer Lüchinger/Oser [Hrsg.], a.a.O., N 19 zu Art. 321c OR).
Der in einem Betrieb übliche zeitliche Umfang der Arbeit gilt für leitende Angestellte
grundsätzlich nicht. Vielmehr wird von leitenden Angestellten erwartet, dass sie etwas
mehr leisten als nur das übliche Pensum. Wegleitend sind dabei die Überlegungen,
dass mit der Übernahme einer leitenden Funktion der Umfang und das Gewicht der
vom Arbeitnehmer zu erfüllenden Aufgaben die Gegenleistung des Arbeitgebers in
bedeutenderem Masse bestimmen als die wöchentliche Arbeitszeit und dass leitende
Angestellte ihrer verantwortungsvollen und selbständigen Stellung entsprechend die
Arbeitszeit weitgehend frei einteilen können. Leitende Angestellte haben deshalb ohne
ausdrückliche Regelung der Arbeitszeit nur dann einen Anspruch auf
Überstundenentschädigung, wenn ihnen zusätzliche Aufgaben über die vertraglich
vereinbarten Pflichten hinaus übertragen werden oder wenn die ganze Belegschaft
während längerer Zeit in wesentlichem Umfang Überstunden leistet (vgl. dazu
BGer 4A_38/2020 vom 22. Juli 2020 E. 4.1 mit Hinweisen, in: Pra 2020 Nr. 121,
auszugsweise in: ARV 2020, S. 346 ff., und Grebski/Portmann, in: Portmann/von
Kaenel [Hrsg.], Fachhandbuch Arbeitsrecht, Zürich 2018, Rz. 6.119).
Für die Beantwortung der Frage, ob die Beschwerdeführerin in rechtlicher Hinsicht als
leitende Angestellte anzusehen ist, ist nicht auf die von den Parteien im Vertrag oder
Arbeitszeugnis verwendeten Begriffe abzustellen, sondern auf die tatsächliche
Ausgestaltung des Arbeitsverhältnisses. Ausschlaggebend sind dabei insbesondere die
Entscheidungsfreiheit beziehungsweise der Entscheidungsspielraum, über den die
Angestellte verfügt, namentlich auch im Budgetbereich, sowie die mit Verantwortung
verbundene selbständige Stellung im Betrieb, die eine freie Gestaltung der Arbeitszeit
ermöglicht. Für eine Leitungsfunktion spricht, wenn die Betreffende ihre Arbeitszeit
weitgehend selber einteilen kann, sie also kaum kontrolliert wird und Überstunden auch
kompensieren kann. Ein relativ hoher Lohn spricht gegen, ein relativ niedriger Lohn für
einen Anspruch auf überstundenentschädigung (vgl. dazu BGer 4A_86/2007 vom
5. Juni 2007 E. 2.1 mit Hinweisen und Streiff/von Kaenel/Rudolph, Arbeitsvertrag,
7. Aufl. 2012, S. 219 f., siehe demgegenüber zum Begriff höhere leitende Angestellte
gemäss Art. 3 Ingress und lit. d ArG BGer 4A_30/2021 vom 16. Juli 2021 E. 3.1 mit
Hinweisen).
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Nach der Stellenbeschreibung Heimleitung (von der AHK genehmigt am 1. Mai 2012,
act. 10/10/2 [nachfolgend: Stellenbeschreibung]) war die vom Rat der
Beschwerdegegnerin bestellte (vgl. dazu Art. 25 Ingress und lit. d der
Gemeindeordnung der Beschwerdegegnerin) AHK resp. deren Präsident die
vorgesetzte Stelle der Beschwerdeführerin (www. ...".ch). Wie die Vorinstanz in
Erwägung 2 des angefochtenen Entscheids (S. 6 f.) zutreffend ausgeführt hat, hat die
Beschwerdeführerin weder behauptet noch belegt, dass die AHK bzw. deren Präsident
ausdrücklich resp. förmlich Überzeit im Sinne von Art. 54 aPersV angeordnet hätte.
Aufgrund der Angaben in den Lohnabrechnungen vom Mai und Dezember 2015 sowie
März 2017 (act. 7/8) könnte indessen darauf geschlossen werden, dass die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin ausnahmsweise (vgl. dazu Art. 55 Abs. 2
Satz 2 aPersV und die Einstufung der Beschwerdeführerin im Arbeitsvertrag in die
Lohnklasse 25, Stufe 6 [bis Juni 2014] bzw. Stufe 7 [ab Juni 2014]) Überzeit im Umfang
von 106.95 Stunden zu einem Ansatz von CHF 57.75 (Dezember 2013 bis
30. Juni 2014) sowie, zu einem Ansatz von CHF 59.38, von 109.15 Stunden (Juli 2014
bis 31. Dezember 2014), 300 Stunden (Januar bis 31. Dezember 2015) und
168.45 Stunden (Januar 2016 bis 23. März 2017) nachträglich (stillschweigend)
genehmigt hat, d.h. sie in diesem Umfang weder von einem blossen Gleitzeitüberhang
(vgl. dazu Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 43 Abs. 1 und Abs. 2 Satz 1 sowie Art. 44 aPersV)
noch von Normalarbeitszeit einer leitenden Angestellten ausging. Gemäss
Arbeitsvertrag wurde ein Jahreslohn von CHF 126'472.50 (13 x CHF 9'728.60,
Dezember 2013 bis Juni 2014) bzw. CHF 130'039 (13 x CHF 10'003, ab Juli 2014) ohne
Sozialzulagen vereinbart. Daraus liesse sich gestützt auf Art. 57 Abs. 2 lit. a aPersV
(Divisor: 2'190) ermitteln, dass die Beschwerdegegnerin die überzeitentschädigung auf
Basis einer durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit von 42 Stunden ausgerichtet
haben könnte (126'472.50 : 57.75 = 2'190 bzw. 130'039 : 59.38 = 2'189.946). Daraus
könnte wiederum gefolgert werden, dass die Beschwerdegegnerin hinsichtlich der von
ihr entschädigten Überzeit, unabhängig der Funktion der Beschwerdeführerin als
Pflegefachfrau HF (50%-Pensum) und als Heimleiterin ([ca.] 50%-Pensum) gemäss
Arbeitsvertrag, auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit gemäss Art. 27
Abs. 1 aPersV abgestellt haben könnte, wenngleich im Arbeitsvertrag die Arbeitszeit –
im Gegensatz zu den Wochenend- und Pikettdiensten – nicht ausdrücklich geregelt
worden ist (vgl. darin allerdings den Verweis auf die aPersV, "soweit keine
abweichenden Vereinbarungen getroffen wurden"). Allerdings bezeichnete die
Beschwerdegegnerin die Entschädigung in den Lohnabrechnungen mit "Überzeit
pauschal".
3.2.
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Wie aus dem Schreiben des Rates der Beschwerdegegnerin vom 23. März 2017
(act. 7/9) hervorgeht, erachtete sie dadurch sämtliche Überzeit – inklusive der von ihr in
den Lohnabrechnungen unberücksichtigt gelassenen und nun von der
Beschwerdeführerin zusätzlich geltend gemachten insgesamt 502.85 Stunden (2014:
2.5 Stunden; 2015: 161.6 Stunden; 2016 bis Ende März 2017: 338.75 Stunden, ohne
nicht bezogene Ferien, vgl. dazu Auflistung der Beschwerdeführerin vom
21. September 2018, act. 7/10, sowie deren undatierte Aufschriebe, act. 10/2/4) – als
abgegolten. Damit ging sie implizit davon aus, dass es sich bei der Arbeit, welche die
Beschwerdeführerin über die pauschal entschädigte Überzeit hinaus geleistet hatte,
nicht um Überzeit handelte. Entgegen der Darstellung der Vorinstanz in Erwägung 2
des angefochtenen Entscheids (S. 7) kann damit aber nicht gesagt werden, die
Beschwerdegegnerin habe gar keine Überzeit entschädigt und es handle sich dabei
lediglich um ein Entgegenkommen im Rahmen einer einvernehmlichen Streitbeilegung.
Wenn dem so gewesen wäre, wäre es nämlich nicht nachvollziehbar, wieso die
Beschwerdegegnerin im Rahmen eines solchen Vergleichs den Begriff "Überzeit
pauschal" verwendet hat.
In ihren undatierten Stundenaufschrieben für die Jahre 2014 bis 2017 (act. 10/2/4),
welche die Beschwerdeführerin der AHK eigenen Angaben gemäss (act. 6, S. 8 Ziff. II/
C/3) jeweils vorgelegt haben will, unterschied sie jeweils nicht zwischen ihrer Tätigkeit
als Pflegefachfrau HF einerseits und als Heimleiterin anderseits. Vielmehr lässt sich
diesen Aufschrieben entnehmen, dass diese unabhängig von der konkreten Tätigkeit
auf einer durchschnittlichen wöchentlichen Sollarbeitszeit (100%-Pensum) von
42 Stunden, d.h. von 8.4 Stunden pro Tag, gemäss Art. 27 Abs. 1 aPersV basierten.
Anhaltspunkte dafür, dass sie dabei von einer davon abweichenden
Bandbreitenmodellvariante gemäss Art. 28 ff. aPersV, namentlich bspw. einer täglichen
Arbeitszeit von 8.5 Stunden pro Tag im Sinne von Art. 32a PersV, ausgegangen wäre,
bestehen nicht.
Nachdem von keiner Seite in Zweifel gezogen wird, dass es sich bei der Tätigkeit als
Pflegefachfrau HF nicht um eine leitende Funktion im Sinne der zitierten
bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 3.1 hiervor) handelt, lässt sich dieses
Vorgehen, d.h. das Abstellen auf die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit gemäss
Art. 27 Abs. 1 aPersV, aufgrund des Verweises auf die kantonale
Personalgesetzgebung im Arbeitsvertrag mit Blick auf das entsprechende 50%-
Pensum der Beschwerdeführerin nicht beanstanden.
Zu untersuchen bleibt, wie es sich diesbezüglich mit ihrer Tätigkeit als Heimleiterin
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verhält. Die Vorinstanz hielt in diesem Zusammenhang fest (act. 2, S. 5 f. E. 2), die
Beschwerdeführerin sei – wohl insbesondere in Referenz zu ihrer leitenden Funktion –
in die Lohnklasse 25 eingeteilt worden. Eine diplomierte Pflegefachfrau HF wäre
bedeutend tiefer in den Lohnklassen 14 bis 19 einzuordnen gewesen. Mit der
Geschäftsleitung sei nun aber eine Führungsaufgabe verbunden gewesen und die
Beschwerdeführerin habe aufgrund ihrer Weisungs- und Führungsbefugnis über
entsprechende Freiheiten bei der Einteilung und Gestaltung ihrer Arbeitszeit sowie bei
der Delegation von Aufgaben verfügt. Es sei daher fraglich, ob Art. 27 Abs. 1 aPersV
auf das Arbeitsverhältnis der Beschwerdeführerin in ihrer Funktion als Heimleiterin
anwendbar sei oder ob aufgrund der leitenden Position und der Höhe der
Lohneinstufung nicht eher bewusst – in Anlehnung an privatrechtliche
Arbeitsverhältnisse – auf die Vereinbarung einer wöchentlichen Arbeitszeit verzichtet
worden sei. Demgegenüber bringt die Beschwerdeführerin mit Verweis auf das
Funktionendiagramm des Altersheims B._ vom 19. Mai 2011 (act. 10/13/15, siehe
dazu auch act. 10/18/5) vor (act. 6, S. 7 Ziff. II/C/2j in Verbindung mit act. 10/12,
S. 2 f.), es sei ihr nicht möglich gewesen, in eigener Kompetenz Personal verfügbar zu
machen, wie es eigentlich einer leitenden Funktion zukommen sollte. Ihre einzige
Entscheidkompetenz habe die Aufgabe "Prozesse/Abläufe" (Ziff. 6) und damit den
Betrieb an sich beschlagen.
Aufgrund der Parteivorbringen unbestritten ist, dass der Beschwerdeführerin zumindest
hinsichtlich der Führung des Betriebs des Seniorenzentrums B._ Entscheidkompetenz
zukam (vgl. dazu auch Zwischenzeugnis von Ende Oktober 2018, act. 10/2/12). Wie
sich sodann der Stellenbeschreibung und dem von der Beschwerdeführerin ins Recht
gelegten Funktionendiagramm entnehmen lässt, war sie überdies in die
Entscheidungen des Gesamtunternehmens einbezogen (Mitspracherecht hinsichtlich
Strategie und Leitbild, Rahmenbedingungen [Reglemente/Tarife/Leistungskatalog],
Personalmanagement [Stellenplan festlegen, Mitarbeiterselektion/Führung], Bauten/
Umbauten; Antragsrecht hinsichtlich Personalmanagement [Stellenplan festlegen,
Mitarbeiterselektion/Führung], Budgetierung, Bauten/Umbauten). Auch bestreitet die
Beschwerdeführerin die Feststellung der Vorinstanz nicht, wonach für ihre Tätigkeiten
ein vergleichsweise hoher Lohn vereinbart worden ist. Wie sich ihren Ausführungen
entnehmen lässt (vgl. act. 6, S. 4 f. Ziff. II/C/2b), wurde ihre Arbeitszeit sodann kaum
kontrolliert. Eine Kompensation für geleistete Mehrarbeit lässt sich im fraglichen
Zeitraum anhand der Stundenaufschriebe der Beschwerdeführerin (act. 10/2/4) nur für
die Monate Februar 2014 (6.5 Stunden) und Februar 2017 (0.45 Stunden) nachweisen,
wobei unklar bleibt, auf welche Tätigkeit der Beschwerdeführerin sich diesen
Kompensationen bezogen. Wenngleich die Beschwerdeführerin die Art und Weise der
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4.
In personalrechtlichen Verfahren werden gemäss Art. 95 Abs. 2 Satz 2 GG in
Verbindung mit Art. 82 Abs. 2 Satz 1 PersG keine amtlichen Kosten erhoben. In
sachgemässer Anwendung von Art. 114 Ingress und lit. c der Schweizerischen
Zivilprozessordnung (Zivilprozessordnung; SR 272, ZPO) gilt die Kostenfreiheit indes
lediglich bis zu einem Streitwert von CHF 30'000. Im vorliegenden Fall ist diese Grenze
überschritten (vgl. act. 6 Ziff. I/2), weshalb das Verfahren kostenpflichtig ist. Dem
Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des vorliegenden
Budgetberatung bemängelt hat (act. 6, S. 4, 7 Ziff. II/C/2a, 2j), ist sie unter
Berücksichtigung all dieser Merkmale in Bezug auf ihre Anstellung als Heimleiterin als
leitende Angestellte einzustufen. Folglich ist davon auszugehen, dass für diese
Tätigkeit die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit gemäss Art. 27 Abs. 1 aPersV
grundsätzlich nicht gilt, sondern diesbezüglich im Arbeitsvertrag in Abweichung vom
kantonalen Personalrecht vielmehr vertraglich keine feste Arbeitszeit vereinbart worden
ist.
Wie sich aus dem Schreiben der Beschwerdeführerin vom 21. September 2018
(act. 7/10) ersehen lässt, hat ihr die Beschwerdegegnerin 684.56 Stunden Überzeit und
damit rund 54% der von ihr geltend gemachten Überzeit bereits entschädigt. Da sie
weder in ihren Stundenaufschrieben (act. 10/2/4) noch in diesem Schreiben hinsichtlich
der geltend gemachten Überzeit zwischen ihrer Tätigkeit als Pflegefachfrau HF
einerseits und derjenigen als Heimleiterin anderseits unterschieden hat, ist davon
auszugehen, dass ihr die im Rahmen ihres 50%-Pensums als Pflegefachfrau HF
entstandene Überzeit (inkl. Anteil an nicht bezogenen Ferien) damit abgegolten worden
ist (vgl. dazu auch act. 6, S. 6 f. Ziff. II/C/2g-2l, wonach sie während mehrerer
Zeitabschnitte einzige Fachangestellte mit höherer Ausbildung als Pflegefachfrau HF
gewesen sei und ihr schlicht nichts anderes übriggeblieben sei, als die Pendenzen im
Pflegebereich selber zu erledigen). Betreffend ihre Anstellung als Heimleiterin wurde
ihre Arbeitszeit nach dem Gesagten nicht geregelt. Auch ist nicht ersichtlich, dass ihr
zusätzliche Aufgaben über die diesbezüglich vertraglich vereinbarten Pflichten hinaus
übertragen worden wären oder dass die ganze Belegschaft während längerer Zeit in
wesentlichem Umfang ebenfalls Überzeit geleistet hätte. Vor diesem Hintergrund ist der
Schluss der Vorinstanz in Erwägung 2 des angefochtenen Entscheids (S. 6 ff.) nicht zu
beanstanden, wonach es sich bei der von der Beschwerdeführerin behaupteten und im
vorliegenden Beschwerdeverfahren noch streitigen Mehrleistung nicht um Überzeit
handle. Ebensowenig kann der Vorinstanz in diesem Zusammenhang eine
unvollständige und unrichtige Sachverhaltsfeststellung vorgeworfen werden. Die
Beschwerde ist daher abzuweisen.
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Verfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von CHF 2'000 ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12, GKV); diese ist mit dem von der
Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren in gleicher Höhe geleisteten
Kostenvorschuss zu verrechnen.
Das Verwaltungsgericht hat in personalrechtlichen Streitigkeiten einen Ausnahmefall
vom Grundsatz des generellen Ausschlusses eines Kostenersatzes für das
Gemeinwesen anerkannt (vgl. VerwGE K 2014/3 vom 26. April 2016 E. 4 mit
Hinweisen). Der Verlegung der amtlichen Kosten entsprechend hat die
Beschwerdeführerin die anwaltlich vertretene Beschwerdegegnerin deshalb für das
Beschwerdeverfahren ausseramtlich zu entschädigen. Die Beschwerdegegnerin hat
eine angemessene ausseramtliche Entschädigung, inkl. Mehrwertsteuer, beantragt.
Eine Entschädigung von pauschal CHF 2'750 (inkl. vier Prozent pauschale Barauslagen
und Mehrwertsteuer) erscheint als angemessen (Art. 98 Abs. 1 und 2 in Verbindung mit
Art. 98 VRP; Art. 30 Ingress und lit. b Ziff. 1 sowie Art. 31 Abs. 1 und 2 des
Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, AnwG; Art. 6, Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b,
Art. 28 und Art. 29 der Honorarordnung; sGS 963.5, HonO).