# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 914084fc-3bec-40bb-b110-2b18ffa6478f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Die B._ betreibt das C._ in D._. A._ ist ausgebildeter Hotelfachmann. Ab 2004 arbeitete er für die B._, vom 1. Oktober 2016 an als "Chief Executive Officer / CEO".
Am Samstag 1. September 2018 stellte Verwaltungsratspräsident E._ von der B._ anlässlich einer mündlichen Besprechung mit A._ diesem die Kündigung des Arbeitsverhältnisses unter Einhaltung der vertraglichen Fristen und Termine und unter sofortiger Freistellung in Aussicht. Er legte eine entsprechende Vereinbarung vor, welche A._ bis am Folgetag/Sonntag unterzeichnen sollte (RG-act. II/1). Gleichentags unterzeichneten beide Seiten eine Vereinbarung zum Vorgehen (RG-act. III/11). A._ ersuchte in der Folge um eine Verlängerung der Überlegungsfrist, was ihm bis Montag 12.30 Uhr konzediert wurde. Auf seinen Wunsch nach einer weiteren Erstreckung bis Mittwoch, damit er mit dem mittlerweile konsultierten Anwalt namentlich Fragen der Sozialversicherungen klären könne, ging der Verwaltungsratspräsident nicht ein, und am Montag 3. September 2018 erfolgte die Kündigung per Mail und mit eingeschriebener Post (RG-act. III/12). Am selben Nachmittag wurden Mitarbeiter und Medien informiert (RG-act. III/13). Tags darauf kommunizierte die Frau A._ ihrerseits per Mail den Vorgang (RG-act. III/14).
B. Am 7. Mai 2019 gelangte A._ an die zuständige Schlichtungsbehörde, und nach einem erfolglosen Schlichtungsversuch leitete er am 13. November 2019 beim Regionalgericht Maloja gegen die B._ Klage ein. Er übernahm die vor der Schlichtungsbehörde gestellten Rechtsbegehren, mit Ausnahme von Ziffer 1, wo er die ursprünglich verlangten 6 x CHF 27'209.20, also CHF 163'255.20, um rund CHF 8'000.00 auf CHF 25'851.30 reduzierte, im Einzelnen wie folgt (RG-act. I/1):
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von sechs Monatslöhnen, entsprechend 6 x Fr. 25'851.30 zu bezahlen, also Fr. 155'107.80, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. April 2019.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger eine Genugtuung von Fr. 5'000.00, zuzüglich Zinsen von 5% seit dem 3. September 2018 zu bezahlen.
3. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger spätestens bis zum 31. Dezember 2019 die Berechnung der Bonusbeteiligung für das Geschäftsjahr 2018/19 vorzulegen und den entsprechenden Bonus auszubezahlen.
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4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzügl. MWSt zu Lasten der Beklagten.
Die B._ beantragte mit Klageantwort vom 23. Dezember 2019 die kostenfällige Abweisung der Klage.
C. Das Regionalgericht ordnete im Beweisverfahren u.a. verschiedene Editionen an (RG-act. VIII). In der Haupt- und Schlussverhandlung nahm das Gericht ergänzende Befragungen vor (wobei im Licht von Art. 159 ZPO angenommen werden darf, bei der "Befragung" der Aktiengesellschaft habe nicht deren Anwältin, sondern Verwaltungsrat E._ geantwortet, auch wenn es das Protokoll, welches überdies die Formalien nach Art. 191 Abs. 2 ZPO vermissen lässt, nicht offenlegt: RG-act. VII/3).
D. Am 24. November 2020 entschied das Regionalgericht wie folgt (act. B.1):
1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten von insgesamt CHF 10'000.00 werden vollumfänglich dem Kläger auferlegt und mit seinem Kostenvorschuss verrechnet.
3. Der Kläger wird verpflichtet, die Beklagte ausseramtlich mit CHF 39'707.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu entschädigen.

## Considerations