# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 83b20ab8-b5b8-4b2f-9693-4f1cc876047b
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. C._, E._, F._ sowie A._ sind Mitglieder der
Stockwerkeigentümergemeinschaft D._, Parzelle Nr. G._, in der
Gemeinde B._. Nachdem die Gemeinde Hinweise auf bauliche
Aktivitäten an obengenannter Liegenschaft erhalten hatte, ersuchte sie die
jeweiligen Bauherrschaften, eine schriftliche Stellungnahme mit allfälligen
Bewilligungen vorzulegen oder ein nachträgliches Baugesuch
einzureichen.
2. C._ und E._ reichten daraufhin am 8. Januar 2021 ein
nachträgliches Baugesuch für einen verglasten Windfang ein. Am selben
Tag reichte C._ zudem ein Baugesuch für eine bestehende Sauna
auf seiner Terrasse ein. F._ reichten am 12. Januar 2021 ein
nachträgliches Baugesuch für eine Verglasung und eine Türe im
Eingangsbereich ihrer Wohnung ein.
3. Das nachträgliche Baugesuch für den Windfang wurde am 22. Januar
2021 im Amtsblatt publiziert. Dagegen erhob A._ am 25. Januar 2021
Einsprache. Begründend führte sie dazu aus, dass die zwingend
erforderliche Zustimmung der Stockwerkeigentümergemeinschaft nicht
vorliege. Am 12. Februar 2021 wurden die Baugesuche für die Sauna bzw.
die Verglasung und Türe des Eingangsbereiches publiziert, wogegen
A._ am 14. Februar 2021 mit selbiger Begründung Einsprache erhob.
4. Mit Bau- und Einspracheentscheid vom 15. März 2021, mitgeteilt am
18. März 2021, bewilligte der Gemeindevorstand das nachträgliche
Baugesuch von C._ und E._ betreffend Windfang. Zudem
bewilligte der Gemeindevorstand am 29. März 2021, mitgeteilt am 6. April
2021, die nachträglichen Baugesuche von C._ betreffend Sauna
sowie von F._ betreffend die Verglasung und Türe im
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Eingangsbereich. Die Einsprachen von A._ wurden in allen drei
Entscheiden abgewiesen.
5. Gegen die drei Bau- und Einspracheentscheide erhob A._
(nachfolgend Beschwerdeführerin) am 22. März 2021 bzw. 20. April 2021
(Poststempel) je Einsprache/Rekurs (recte: Beschwerde) beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden und beantragte sinngemäss
die Aufhebung der Bauentscheide und die Verweigerung der
Baubewilligungen sowie die Gutheissung ihrer Beschwerden. Begründend
führte sie aus, dass die Zustimmung der
Stockwerkeigentümergemeinschaft für die verschiedenen Bauten fehle.
Von einer Duldung der Bauten durch die
Stockwerkeigentümergemeinschaft könne nicht gesprochen werden.
Weiter beziehe sich die Gemeinde in ihren Entscheiden auf ein falsches
Protokoll um die Zustimmung der Stockwerkeigentümergemeinschaft zu
belegen. Es mangle offensichtlich an der zivilrechtlichen Bauberechtigung
und das Baugesuch hätte abgewiesen werden müssen. Es sei nicht
nachvollziehbar, dass das Bauamt und die Gemeinde unrechtmässige
Bauten gutheisse anstatt sie zu ahnden. Das Schweizerische Zivilgesetz,
die Verordnungen der Stockwerkeigentümergemeinschaft, das kantonale
Baugesetz und die Bauordnung der Gemeinde seien einzuhalten.
6. Mit Vernehmlassung vom 18. April 2021 (Poststempel) brachte C._
(nachfolgend Beschwerdegegner 1) sinngemäss vor, dass der verglaste
Windfang gesetzeskonform bewilligt worden sei und dieser im Interesse
der Stockwerkeigentümergemeinschaft sei und beantragte die Abweisung
der Beschwerde.
7. Die Gemeinde B._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in
ihrer Vernehmlassung zum Windfang vom 20. April 2021 die
vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge.
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Begründend verwies sie dafür auf ihre Ausführungen im Bau- und
Einspracheentscheid vom 15. März 2021, mitgeteilt am 18. März 2021.
Eine Baubewilligungsbehörde dürfe sich grundsätzlich nur auf öffentlich-
rechtliche Vorschriften berufen. In Bezug auf die umstrittene Frage nach
der Zustimmung der Stockwerkeigentümergemeinschaft stehe der
Baubehörde keine Überprüfungsbefugnis zu. Folglich erübrige sich zu
prüfen, ob für den Windfang eine Zustimmung der
Stockwerkeigentümergemeinschaft vorliege.
8. E._ (nachfolgend Beschwerdegegner 2) führte in seiner
Vernehmlassung vom 22. April 2021 (Poststempel) sinngemäss auf, dass
der Windfang anlässlich einer Versammlung der
Stockwerkeigentümergemeinschaft behandelt worden sei und beantragte
die Abweisung der Beschwerde.
9. Der Beschwerdegegner 1 erläuterte in seiner Vernehmlassung vom
30. April 2021, dass die Sauna auf seinem Balkon stehe, über den er
gestützt auf sein Sondernutzungsrecht verfügen dürfe. Die Sauna verletze
somit die gemeinschaftlichen Bauten der
Stockwerkeigentümergemeinschaft nicht. Weiter sei die Gemeinschaft
über die Sauna informiert worden.
10. Am 10. Mai 2021 (Poststempel) beantragten F._ (nachfolgend
Beschwerdegegnerin und Beschwerdegegner 3) in der Vernehmlassung
die Abweisung der Beschwerde. Sie führten auf, dass die Verglasung und
Türe im Eingangsbereich bereits Teil eines bewilligten Baugesuches vom
28. November 2001 gewesen seien.
11. Die Beschwerdegegnerin reichte am 12. Mai 2021 ihre Vernehmlassung
zum Bau- und Einspracheentscheid betreffend die Sauna und ihre
Vernehmlassung zum Bau- und Einspracheentscheid betreffend die
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Verglasung und Türe im Eingangsbereich ein. Sie wiederholte ihre
Argumentation, die sie bereits in der Vernehmlassung vom 20. April 2021
zum Windfang geäussert hatte: Eine Baubewilligungsbehörde dürfe sich
nur auf öffentlich-rechtliche Vorschriften berufen. Ob die Bauvorhaben
einer Zustimmung der Stockwerkeigentümergemeinschaft bedürfe müsse
abschliessend durch das Zivilgericht geklärt werden.
12. Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Mai 2021 wurden die Verfahren
R 21 24, R 21 32 und R 21 33 vereinigt.
13. Die Beschwerdeführerin hielt mit Replik vom 26. Mai 2021 (Poststempel)
an ihren Anträgen fest. Dabei wiederholte und vertiefte sie ihre bereits in
den drei Beschwerden vorgebrachten Argumente.
14. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 31. Mai 2021 auf
die Einreichung einer Duplik.
15. Mit prozessleitender Verfügung vom 10. Juni 2021 forderte der
Instruktionsrichter die Beschwerdeführerin zur Zahlung eines
Kostenvorschusses von CHF 3'000.-- auf. Der Kostenvorschuss ging beim
Verwaltungsgericht innert Frist ein.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und in
den angefochtenen Entscheiden vom 15. und 29. März 2021 (mitgeteilt
am 18. März bzw. 6. April 2021) wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 6 lit. a des kantonalen Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) kann die zuständige
Behörde im Interesse einer zweckmässigen Erledigung die Verfahren bei
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getrennt eingereichten Eingaben zum gleichen Gegenstand vereinigen.
Voraussetzung für eine Verfahrensvereinigung ist, dass den Eingaben
derselbe Sachverhalt zugrunde liegt und sich die gleichen Rechtsfragen
stellen (BGE 128 V 124 E.1). Vorliegend sind Einsprachen gegen Bau-
und Einspracheentscheide derselben Beschwerdegegnerin betreffend
dieselbe Stockwerkeigentümergemeinschaft und dieselbe
Beschwerdeführerin zu beurteilen. Damit liegen hier die Voraussetzungen
für eine Verfahrensvereinigung vor, weshalb der Instruktionsrichter die drei
Verfahren R 21 24, R 21 32 und R 21 33 am 17. Mai 2021 mit
prozessleitender Verfügung, wie auch von der Beschwerdeführerin am
20. April 2021 (Poststempel) beantragt, vereinigt hat.
2. Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden die
Bau- und Einspracheentscheide der Beschwerdegegnerin vom 15. März
2021, mitgeteilt am 18. März 2021, und vom 29. März 2021, mitgeteilt am
6. April 2021. Die Prozessvoraussetzungen geben vorliegend zu keinen
Bemerkungen Anlass, weshalb auf die frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde einzutreten ist. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob den
Beschwerdegegnern 1 und 2 sowie der Beschwerdegegnerin und dem
Beschwerdegegner 3 die nachträglichen Baubewilligungen für den
Windfang, die Sauna und die Verglasung und Türe im Eingangsbereich zu
Recht erteilt wurden.
3.1. Das Baubewilligungsverfahren hat den Zweck, festzustellen, ob ein
geplantes Bauvorhaben oder eine Nutzung mit den einschlägigen
Vorschriften des öffentlichen Rechts übereinstimmt. Die Baubewilligung
gilt nach herrschender Lehre und Rechtsprechung als Polizeibewilligung,
auf deren Erteilung ein Rechtsanspruch besteht, sofern die gesetzlichen
Vorschriften erfüllt sind. Die Baubewilligung stellt fest, dass dem ihr
zugrundeliegenden Bauvorhaben keine öffentlich-rechtlichen,
insbesondere baupolizeilichen und raumplanerischen Hindernisse
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entgegenstehen. Dies bedeutet einerseits, dass ein Rechtsanspruch auf
Erteilung der Baubewilligung besteht, wenn alle öffentlich-rechtlichen
Voraussetzungen erfüllt sind. Andererseits dürfen die
Baubewilligungsbehörden grundsätzlich keine privatrechtlichen Fragen
beurteilen, sondern sich nur auf öffentlich-rechtliche Vorschriften berufen
(vgl. zum Ganzen: ANDREAS BAUMANN, Das Baubewilligungsverfahren
nach aargauischem Recht, Zürich 2007, S. 115 mit Hinweisen auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung). Nach der Praxis des
Verwaltungsgerichts sind die Gemeinden nur dann nicht verpflichtet,
Baugesuche von Gesuchstellern zu behandeln, wenn die zivilrechtliche
Bauberechtigung offensichtlich fehlt (PVG 1990 Nr. 25, 1987 Nr. 20). Bei
unterschiedlichen Auslegungen der zivilrechtlichen Berechtigung ist es
nach konstanter Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts Sache der
Zivilrichterin oder des Zivilrichters, über den Bestand bzw. den Umfang der
Rechte zu richten und damit auch zu entscheiden, ob dem Bauherrn die
Realisierung seines Bauvorhabens aus zivilrechtlicher Optik zu verbieten
ist oder nicht (vgl. Urteile des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden R 09 73 vom 19. Januar 2010, R 07 22 vom 13. Dezember
2007, R 06 4 vom 26. April 2007). Einer differenzierten Betrachtung bedarf
es dagegen, wenn mit der zivilrechtlichen Bauberechtigung eine öffentlich-
rechtliche Norm diese zugleich explizit voraussetzt, wie dies
beispielsweise bei Fragen der Baureife respektive die Erschliessung eines
Grundstückes der Fall ist (vgl. zum ganzen PVG 2011 Nr. 19 E.1). Die
verwaltungsgerichtliche Praxis wurde vom Bundesgericht explizit bestätigt
und als nicht bundesrechtswidrig eingestuft. Das öffentliche
Baubewilligungsverfahren habe grundsätzlich einzig zum Zweck,
festzuhalten, ob das Bauvorhaben mit den baurechtlichen Vorschriften
übereinstimme (Urteil des Bundesgerichts 1C_116/2013 vom 11. Oktober
2013 E.5.2).
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3.2.1. Die Beschwerdeführerin bringt betreffend Windfang vor, dass die
zivilrechtliche Bauberechtigung offensichtlich fehle. Die
Beschwerdegegnerin stütze sich für die Beurteilung der Zustimmung der
Stockwerkeigentümergemeinschaft in ihrem Entscheid auf Protokolle, die
nichts mit der Sachlage zu tun hätten. Es treffe auch nicht zu, dass der
aktuelle bauliche Zustand rund 16 Jahre ohne Widerspruch von der
Stockwerkeigentümergemeinschaft gedulden wurde.
3.2.2. Betreffend Sauna beanstandet die Beschwerdeführerin abermals die
fehlende Zustimmung der Stockwerkeigentümergemeinschaft.
Ausserdem sei es falsch, dass die Beschwerdegegnerin nicht prüfen
könne, ob gemeinschaftliche Bauteile durch die Sauna tangiert seien.
3.2.3. Die Beschwerdeführerin bringt betreffend Verglasung und Türe im
Eingangsbereich der Wohnung der Beschwerdegegnerin und
Beschwerdegegner 3 vor, dass es nicht zutreffe, dass eine Zustimmung
der Stockwerkeigentümergemeinschaft vorgelegen habe. Ausserdem sei
es falsch, dass der aktuelle bauliche Zustand während 16 Jahren geduldet
wurde.
3.3.1. Die Beschwerdegegner 1 und 2 bringen vor, dass der Windfang von der
Stockwerkeigentümergemeinschaft seit mehreren Jahren toleriert werde.
Ausserdem sei der Windfang gemäss Protokoll vom 14. August 2001
durch die Stockwerkeigentümer-Versammlung behandelt worden (vgl.
beschwerdegegnerische Akten R 21 24 [BG-act. R 21 24], 5). Spätestens
jedoch mit der Duldung über mehrere Jahre hinweg sei der Windfang
durch die Stockwerkeigentümergemeinschaft stillschweigend genehmigt
worden. Die Beschwerdegegnerin führt auf, dass der Baubehörde in
Bezug auf die umstrittene Frage der Zustimmung der
Stockwerkeigentümergemeinschaft keine Überprüfungsbefugnis
zukomme. Aufgrund der Ausführungen der Baugesuchsteller erscheine es
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glaubhaft, dass die umstrittene Zustimmung zum damaligen Zeitpunkt
vorgelegen habe. Von einem offensichtlichen Fehlen der zivilrechtlichen
Bauberechtigung könne keine Rede sein. Ob für den Windfang eine
Zustimmung der Stockwerkeigentümergemeinschaft vorliegen müsse und
welche Quoren dabei zu beachten sind, seien Fragen, welche durch ein
Zivilgericht abschliessend geklärt werden müssten.
3.3.2. Betreffend die Sauna führt der Beschwerdegegner 1 auf, dass sie in sein
Sondernutzungsrecht falle. Weiter sei die
Stockwerkeigentümergemeinschaft über die Sauna gemäss Protokoll vom
22. August 2015 informiert worden (vgl. beschwerdegegnerische Akten R
21 32 [BG-act. R 21 32], 3, S. 1 f.). Zur Sauna wiederholt die
Beschwerdegegnerin die anlässlich der Vernehmlassung zum Windfang
vorgebrachten Argumente.
3.3.3. Die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner 3 legen dar, dass
für die Verglasung und Türe im Eingangsbereich bereits am 28. November
2001 eine Baubewilligung bei der Gemeinde eingeholt wurde. Die
Beschwerdegegnerin führt erneut ihre Argumentation auf, wonach die
Gemeinde keine Überprüfungsbefugnis in Bezug auf die Zustimmung der
Stockwerkeigentümergemeinschaft habe. Weiter bildeten die Bauteile
bereits Teil des Baugesuches vom 28. November 2001. Dies sei im Bau-
und Einspracheentscheid vom 29. März 2021 (mitgeteilt am 6. April 2021)
bewusst offengelassen worden, weil der Entscheid ohnehin positiv
ausgefallen sei.
3.4. Im Sinne der oberwähnten verwaltungsgerichtlichen Praxis ist zu prüfen,
ob die Beschwerdegegnerin verpflichtet war, das Baugesuch der
Beschwerdegegner 1 und 2 und der Beschwerdegegnerin und des
Beschwerdegegners 3 zu behandeln. Das Baubewilligungsverfahren dient
primär der Klärung der Frage, ob dem Bauvorhaben öffentlich-rechtliche
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Schranken zuwiderlaufen. Dies hat die Beschwerdegegnerin in ihren Bau-
und Einspracheentscheiden gemacht. Sowohl der Windfang, als auch die
Sauna, der verglaste Eingangsbereich und die Türe sind materiell
baurechtskonform. Es sind keine Normen des kantonalen oder
kommunalen Baurechts ersichtlich, die einer Bewilligung der obgenannten
Bauobjekte widersprechen. Somit stehen den Baugesuchen keine
raumplanerischen Hindernisse entgegen und sie sind bewilligungsfähig.
Die Beschwerdeführerin bringt vor, dass die zivilrechtliche
Bauberechtigung offensichtlich nicht gegeben sei. Mit dem nachträglichen
Baugesuch reichten sowohl der Beschwerdegegner 1 und 2 für den
Windfang sowie die Beschwerdegegnerin und der Beschwerdegegner 3
für die Verglasung und Türe im Eingangsbereich ihrer Wohnung das
Protokoll der Stockwerkeigentümergemeinschaft vom 14. August 2001
ein. Diesem lässt sich entnehmen, dass die Versammlung dem Bau eines
Wintergartens unter anderem bei den entsprechenden Wohnungen der
Beschwerdegegner 1 und 2 sowie der Beschwerdegegnerin und dem
Beschwerdegegner 3 zugestimmt hat (vgl. BG-act. R 21 24, 5). Die
Beschwerdeführerin äussert, dass sich das Protokoll auf andere
Bautätigkeiten und nicht auf den umstrittenen Windfang bzw. die
Verglasung und Türe im Eingangsbereich beziehe. Damit ist die
zivilrechtliche Bauberechtigung indes allenfalls umstritten, jedoch
keineswegs offensichtlich nicht gegeben. Der Beschwerdegegner 1
reichte sodann mit dem nachträglichen Baugesuch für die Sauna ein
Versammlungsprotokoll der Stockwerkeigentümergemeinschaft vom
22. August 2015 ein (vgl. BG-act. R 21 32, 3, S. 1 f.). Daraus lässt sich
herauslesen, dass die Stockwerkeigentümergemeinschaft über die Sauna
orientiert wurde. Die Beschwerdeführerin beanstandet in ihrer Einsprache,
dass daraus keine Zustimmung abgeleitet werden könne, welche es für
eine Fassadenänderung zwingend brauche. Aus diesem Umstand lässt
sich jedoch wiederum gegebenenfalls ableiten, dass die zivilrechtliche
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Berechtigung umstritten ist, dies führt aber nicht zu einem offensichtlichen
Fehlen der zivilrechtlichen Berechtigung. Gemäss der oben aufgeführten
verwaltungsgerichtlichen Praxis ist es bei unterschiedlicher Auslegung der
zivilrechtlichen Berechtigung Sache des Zivilgerichts über den Bestand
der Rechte zu richten. Der Ansicht der Beschwerdeführerin, wonach die
Behörde bei privatrechtlichen Unklarheiten die Baueingaben hätte
ablehnen müssen, kann deshalb nicht gefolgt werden. Der Baubehörde
stand für diese umstrittene Frage keine abschliessende
Überprüfungsbefugnis zu. Die Beschwerdegegnerin durfte gestützt auf die
im Zeitpunkt des Entscheides vorliegenden Akten sowie die Tatsache,
dass der Windfang, die Sauna und die Verglasung und Türe im
Eingangsbereich bereits erstellt worden waren, davon ausgehen, dass die
Zustimmung der Stockwerkeigentümergemeinschaft vorliegt.
Offensichtlich entgegenstehende Anhaltspunkte sind in den Akten
jedenfalls nicht vorhanden.
3.5. Die Beschwerdegegnerin verweist in ihrer Begründung auf Art. 89 Abs. 3
des Raumplanungsgesetzes für den Kanton Graubünden (KRG;
BR 801.100). Demnach muss die Bauherrschaft, welche nicht
Eigentümerin des Baugrundstücks ist, das Baugesuch durch den
Eigentümer oder die Eigentümerin mitunterzeichnen. Der Artikel will die
Behörde im Interesse der Effizienz davon bewahren, Bauvorhaben zu
prüfen, die mangels (zivilrechtlicher) Bauberechtigung unter Umständen
gar nicht zur Ausführung gelangen können (vgl. dazu Arbeitshilfe zum
KRG, Departement für Volkswirtschaft und Soziales Graubünden, ein
Hilfsmittel für die Rechtsanwendung vom 1. Dezember 2010, S. 92). Das
heisst, das Baugesuch wird auf die zivilrechtliche Bauberechtigung
überprüft, bevor es erstellt wird. Vorliegend handelt es sich aber um ein
nachträgliches Baubewilligungsverfahren, weshalb es noch viel weniger
Aufgabe der Baubehörde sein kann, diese Voraussetzungen zu prüfen.
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Gemäss Bundesgericht ist in einer solchen Konstellation, wo die Baute
bereits besteht, das Zustimmungserfordernis im Streitfall zivilrechtlich zu
klären. Das Zivilgericht hat im Übrigen die Möglichkeit, privatrechtlich
einen Rückbau anzuordnen, wenn die Rechte einer beteiligten
Stockwerkeigentümerin oder Stockwerkeigentümer in der Weise verletzt
wurden, dass dies die rechtmässige Folge wäre (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 1C_ 642/2015 vom 8. November 2015 E.3.5).
4. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass entgegen der
Ansicht der Beschwerdeführerin die Beschwerdegegnerin die Zustimmung
der Stockwerkeigentümergemeinschaft zu den fraglichen Bauprojekten
nicht abschliessend prüfen musste. Von einem offensichtlichen Fehlen der
zivilrechtlichen Bauberechtigung im Zeitpunkt der Bewilligungserteilung
kann keine Rede sein. Die Fragen, ob für die im Zeitpunkt der
Bewilligungserteilung erstellten Bauten eine Zustimmung der
Stockwerkeigentümergemeinschaft notwendig war und welches Quorum
zu beachten war, ist in diesem Fall weder Sache des Verwaltungsgerichts
noch der kommunalen Baubehörde, sondern des Zivilgerichts. Damit sind
die Bau- und Einspracheentscheide zu Recht ergangen, weshalb die
dagegen erhobenen Beschwerden abzuweisen sind.
5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Gerichtskosten gestützt
auf Art. 73 Abs. 1 VRG zulasten der unterliegenden Beschwerdeführerin.
Die Staatsgebühr wird ermessensweise auf total CHF 3'000.-- festgelegt
(vgl. Art. 75 Abs. 2 VRG). Diese geht zusammen mit den Kanzleiauslagen
zulasten der unterliegenden Beschwerdeführerin und ist mit dem von ihr
bereits geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3000.-- zu verrechnen.
Gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG wird Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit
öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel
keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegen. Vorliegend besteht kein Anlass, davon
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abzuweichen, weshalb der Beschwerdegegnerin keine aussergerichtliche
Entschädigung zuzusprechen ist. Dasselbe gilt für die Beschwerdegegner
1 und 2 sowie die Beschwerdegegnerin und den Beschwerdegegner 3,
welche sich jeweils selber vertreten haben.
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