# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 05aaab45-255b-5c4f-b919-4a894af4ee45
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960,
war seit 1
5.
April 2002 bei der
Y._
tätig, zuletzt als Restaurantleiterin (
Urk.
6/9
Ziff.
2.8), als sie am 1
3.
Oktober 2010 als Fussgängerin von einem Per
so
nen
wagen angefahren wurde (
Urk.
6/11/2,
Urk.
6/11/43) und sich dabei unte
r anderem ein leichtes Schädelh
irn
t
rauma
, eine Beckenringfraktur, eine Fraktur im Bereich des rechten Ellenbogens sowie komplexe
Kniebinnen
läsionen
zu
zog (
Urk.
6/11/37). Am 2
0.
Januar 2011
meldete sich die Versicherte mit dem Hinweis auf
die Folgen des Unfalls vom 1
3.
Oktober 2010
bei der Invaliden
ver
siche
rung zum
Bezug
von Massnahmen für die berufliche Eingliederung sowie einer Rente
an
(Urk.
6/2 Ziff. 6.2). Mit Mitteilung vom
2.
Februar 2012 (
Urk.
6/83)
schloss
die Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, den Arbeitsplatzerhalt erfolgreich ab. Mit Mitteilung vom 1
3.
März 2013 (Urk. 6/130) sprach die IV-Stelle der Versicherten berufliche Massnah
men im Sinne einer Umschulung
zu, welche die Versicherte mit Erwerb des Bürofachdiploms
VSH am
1.
Februar 2014 erfolgreich abschloss (
Urk.
6/153).
Mit Mitteilung vom 1
9.
Februar 2014 (
Urk.
6/155) sprach die IV-Stelle der Versicherten berufliche Massnahmen im Sinne einer Umschu
lung im Hinblick auf den Erwerb
des Handelsdiploms VSH zu.
1.2
In der Folge erkrankte die Versicherte an einem
Guillain
-
Barré
-Syndrom und wurde deswegen vom 2
9.
November bis 1
9.
Dezember
2014 notfallmässig
hos
pitalisiert (
Urk.
6/192/1-2). Mit Verfügung vom 1
9.
August
2015 (Urk. 6/213)
wurde ein Anspruch der Versicherten auf eine
Hilflosenentschädi
gung
verneint.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
6/264,
Urk.
6/267
)
sprach di
e
IV-Stelle
der Versicherten mit Verfügung vom
7.
September
2016 (Urk. 6/296 und
Urk.
6/272 =
Urk.
2) mit Wirkung ab November 2014 eine ganze Rente zu.
2.
2.1
Gegen die Verfügung vom
7.
September
2016
(Urk. 2) erhob
die
Versicherte
am
5.
Oktober
2016 Beschwerde (Urk. 1)
mit dem Antrag, diese sei aufzuhe
ben
und es sei festzustellen, dass die Rentenberechtigung durch die Anord
nung und Durchführung von beruflichen Massnahmen in der Zeit von März 2012 bis Ok
tober 2014 unterbrochen worden sei, und es sei ihr für die Zeit vom
13. Oktober 2011 bis 29. Februar 2012 eine Invalidenrente zuzuspre
chen; eventuell sei die Sache zur Invaliditätsbemessung während dieses Zeitraumes an die IV-Stelle zurückzuweisen; es sei festzustellen, dass
s
ie seit dem Un
fall vom 10.
(richtig wohl: 13.)
Oktober 2010 bis zum Zeitpunkt des verfügten Rentenbeginns im November 2014 erwerbsunfähig und invalid gewesen sei, mindestens bis März 2012 zu 100 %; es sei festzustellen, dass
ihr
schon ab 13. Oktober 2011 Ansprüche auf Invali
denrenten aus der Invalidenversiche
rung, der beruflichen Vorsorge und der überobligatorischen Vorsorge (Säule 2a, eventuell 2b) zustünden; es sei fest
zustellen, dass
ihr
gegen
über der ALRIVO
Vorsorgeein
richtung
, eventuell gegenüber der PFS Pen
sion Fund Services AG ab 10. August 2011 sowie während des Zeitraums der Durch
führung beruflicher Massnahmen eine obligatorische und
überobligatori
sche
Rente der berufli
chen Vorsorge auf Basis des bei Eintritt der Invalidität gültigen
Versiche
rungsausweises
per 1. Oktober 2010 zustehe; und es sei fest
zustellen, dass die zuständige Vorsorgeeinrichtung die ALRIVO
Vorsorge
ein
richtung
sei, und es sei die IV-Stelle anzuweisen, den Verteiler der ange
fochte
nen Verfügung entsprechend zu berichtigen und die Zustellung der Verfügung an die
Vor
sorgeeinrichtung
zu wiederholen (S. 2 f.).
Mit Beschwerdeantwort vom 18. November 2016 (Urk. 5) beantragte die IV-Stelle, die Sache sei
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde
zu ergänzender Abklärung des Sachverhalts an sie zurück
zuweisen
.
2.2
Mit Zwischenentscheid vom 1
5.
Dezember 2016 (
Urk.
7) wurde erwogen, es sei nicht auszuschlies
sen, dass das hiesige Gericht die Sache zu ergänzender
Abklärung des Sachverhalts an die Beschwerdegegnerin zurückweisen könnte
, und es wurde der Beschwerdeführerin die Gelegenheit eingeräumt,
sich zu einer möglichen
Rückweisung der Sache
an die Beschw
erdegegnerin bezieh
ungsweise zu
einer möglichen Abänderung der angefochtenen Verfü
gung zu ihrem Nachteil (
reformatio
in
peius
) zu äussern oder
die Beschwerde zurück
zuzie
hen, worauf die Beschwerdeführerin mit Eingabe vom 1
1.
Januar 2017 (
Urk.
9) dazu Stellung nahm.
Eine Kopie dieser Ein
gabe wurde der
Be
schwer
de
gegnerin
am
1
2.
Januar 2017
(Urk.
11
) zugestellt.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invaliden
versicherung (IVG)
aufgrund eines
Einkommensver
gleichs
zu be
stimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach
Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumut
bare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Inva
lideneinkom
men
)
, in
Beziehung ge
setzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkom
men
). Der
Einkom
mens
ver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
the
tischen
Erwerbseinkom
men
ziffernmässig m
öglichst genau ermittelt und ei
n
ander gegen
übergestellt wer
den, worauf sich aus der
Einkommens
diffe
renz
der
Invali
di
täts
grad
bestim
men lässt (allgemeine Methode des
Einkommens
ver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
ti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Der Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (
Abs.
1). Der Anspruch entsteht nicht, solange die ver
sicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2). Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Renten
anspruch entsteht (
Abs.
3). Beträgt der Invaliditätsgrad weniger als 50 %, so werden die entsprechenden Renten nur an Versicherte ausbezahlt, die ihren Wohnsitz und ihren gewöhnlichen Aufenthalt (Art. 13 ATSG) in der Schweiz haben. Diese Voraussetzung ist auch von Angehörigen zu erfüllen, für die eine Leistung beansprucht wird (Abs. 4).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom
7.
Septem
ber
2016 (Urk. 2) davon aus, dass die Beschwerdeführerin
seit
dem
Un
fall vom 1
3.
Oktober 2010 in ihrer Arbeitsfähigkeit als Restaurantleiterin er
heblich eingeschränkt sei,
und
dass sie eine Umschulung zur technischen Kauffrau aus gesundheitlichen Gründen habe abbrechen müssen. In der Folge sei sie ab November 2014 im Umfang eines Invaliditätsgrades
von
100
%
in ihrer Erwerbsfähigkeit eingeschränkt gewesen. Ab Januar 2016 sei ihr die Aus
übung einer Erwerbstätigkeit im Umfang eines
Arbeitspensums von 20 % zu
zumuten gewesen. Da die Beschwerdeführerin während der Umschulung in
der Zeit vom März 2012 bis November 2014 Taggeldleistungen bezogen habe
, habe während dieses Zeitraums kein Rentenanspruch bestanden.
2.2
Die Beschwerdeführerin bringt
hiegegen
vor, dass sie zwar während der Um
schulung
vom 2
0.
August 2012 bis Ende November 2014 weiterhin bei ihrer bisherigen Arbeitgeberin, teilweise im Umfang eines Arbeitspensums von 40
%
, tätig gewesen sei, dass der ihr dafür ausgerichtete Lohn im
Marktver
gleich
indes
zu hoch gewesen sei, weshalb feststehe, dass sie seit dem Unfall vom 1
3.
Oktober 2010 bis zum Ausbruch des
Guillain-Barré
Syndroms im November 2014 in rentenbegründendem Ausmass in ihrer Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt gewesen sei
(
Urk.
1 S. 6), weshalb ab 1
3.
Oktober 2011 sowohl ein Anspruch auf eine
Invalidenrente der Invalidenversicherung als auch eine solche der beruflichen Vorsorge ausgewiesen sei (
Urk.
1 S. 7).
3.
3.1
Vorerst gilt es im Hinblick auf die Bemessung des Invaliditätsgrades die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit massgebende medizinische Aktenlage zu prüfen.
3.2
Die Ärzte des
Z._
, Klinik für Unfallchirurgie, er
wähnten in der Zusammenfassung der Krankengeschichte vom 2
4.
November 2010 (
Urk.
6/11/37-38), dass die Beschwerdeführer
in von der
A._
wegen eines infizierten posttraumatisch
en
Serom
s
im Bereich des rechten Oberschenkels vom
9.
b
is
2
4.
November
2010 hospitalisiert
ge
we
sen sei (S. 1), und dass sie a
m 2
4.
November 2010 in gutem
Allgemein
zustand
und
mit
reizlosen Wundverhältnissen in die
B._
ent
lassen wor
den
sei
(S. 2).
3.3
Die Ärzte der
B._
führten im psychosomatischen Konsilium vom 1
4.
Februar 2011 (
Urk.
6/106/416-419) aus, dass das Unfallereignis vom 1
3.
Oktober 2010 bei der Beschwerdeführerin eine psychische
Belastungsre
aktion
hervorgerufen habe. Symptome einer posttraumatischen
Belastungs
störung
bestünden jedoch nicht (S. 3). Es handle sich
dabei
vielmehr
um
eine Anpassungsstörung (S. 4).
3.4
In ihrem
Austrittsbericht vom 1
2.
August
2011 (
Urk.
6/106/403-406)
erwähn
ten die Ärzte der
B._
, dass die Beschwerdeführer
in
vom 2
4.
November 2010 bis 1
2.
August 2011 hospitalisiert
gewesen
sei
,
und stellten die folgenden Diagnosen
(S. 1)
:
-
Verkehrsunfall vom 1
3.
Oktober 2010 mit/bei:
Beckentrauma
mit Beckenringfrakt
ur rechts
wenig di
slozierte
r
offene
r
partiel
ler
Ol
ecranon
-Fraktur rechts
komplexe
r
Kniebinnenläsion r
echts mit mehrfragmentär
e
r
Fibul
a
köpf
chen-Fraktur
, HKB-Ruptur,
partieller VKB-Ruptur,
Partia
l
ruptur
MCL, Ruptur LCL, ventral
e
r
Luxation laterales
Meniskus
hinter
horn
(Differenzialdiagnose:
Ruptur
an Anheftung dorsal
/lateral
) mit/bei:
Arthrofibrose
Kniegel
enk rechts
p
ersistierende
r ausgeprägte Knieinstabilität
und posttraumatische
r
Gonarthrose/
Osteonekrose
rechts
komplexe
r
Kniebinnenläsion links mit sub
t
otaler
Ruptur des
vorderen Kreuzbandes
,
Verdacht auf
Partialruptur beider
Kollateralb
änder
LFTA-
Ruptur
des oberen rechten Sprunggelenks
infiziertem
posttraumatische
m
Serom
im Bereich des rechten
Ober
schen
kel
s
stumpfem
Thorax- und
Abdominalt
rauma
l
eichte
r
t
rau
matische
r
Hirnverletzung
Anpassungsstörung
-
m
edikamentös
-toxische Hepatitis bei
Zurcal
-Ü
berdosierung
-
Adipositas
permagna
(
BMl
43.3)
-
Hypercholesterinämie
-
a
rt
erielle
Hypertonie
Bei Klinikaustritt habe die Beschwerdeführerin noch unter einer einge
schränk
ten Kniebeweglichkeit rechts
und unter einem leichten
Streck
defizit
im rechten Ellenbogen gelitten
.
Für
längere Strecken und im Freien
habe sie Gehstöcke
benötigt (S. 2).
Der Beschwerdeführerin sei die Ausübung der bisherigen Tätigkeit nicht mehr zuzumuten. Diesbezüglich bestehe ab 1
3.
August 2011 eine Arbeitsunfähig
keit von 100
%
. Die Ausübung behinderungsangepasster
,
körperlich leichter bis mittelschwerer, vorwiegend sitzender, wechselbelastender Tätigkeiten
,
ohne
das Besteigen von Leitern und ohne knie
nde Tätigkeiten sei der Be
schwerdeführerin
indes
ganztags zuzumuten, wobei ab
1.
September
2011 ein Einstieg mit zwei bis drei Stunden Präsenzzeit für vier Wochen, an
schliessend eine Steigerung des Pensum
s
auf halbtags und danach eine Neubeurteilung der Situation empfohlen werde (S. 2).
3.5
Mit Bericht vom
4.
Juni
2013 (
Urk.
6/146/7-9) stellten die Ärzte der
A._
fest, dass die Beschwerdeführerin sehr aktiv die Reha
bi
litation durchgeführt habe
, dass s
ie im Alltag jedoch weiterhin beim Treppensteigen eingeschränkt
sei
und vor allem beim Abwärtsgehen einen Gehstock oder ein Geländer als Stütze
benötige
. Die Gehfähigkeit sei auf 50
Minuten ohne Pause
eingeschränkt. Aus diesen Gründen habe
sie
eine Um
schulung zur Güterbewirtschaftung
begonnen
(S. 1).
3.6
Die Ärzte der
A._
führten
am
2
2.
Mai
2014 (
Urk.
6/167/1-3
) aus, dass die Beschwerdeführerin unter ständigen Schmer
zen im Bereich ihres rechten Kniegelenks leide, vor allem beim
Treppenhin
untersteigen
.
Eine
Tuberositasosteotomie
sowie
eine
laterale
Facettektomie
und
eine
mediale Raffung
könnten
eine Verbesserung der Flexion bringen.
Eine Verbesserung der Beschwerden sei
jedoch auch
durch
ein regelmässiges Dehnen und Lockern der Oberschenkelmuskulatur
zu erreichen
(S. 2).
3.7
Die Ärzte des
C._
erwähnten im Austrittsbericht vom 3
0.
Dezember 2014 (
Urk.
6/202/3-9), dass die Beschwerdeführerin vom 2
9.
November bis 1
9.
Dezember 2014 hospitalisiert gewesen sei
,
und stellten die folgenden Diagnosen (S. 1):
Guillain
-
Barré
-Syndrom (
Erstdiagnose am 1
0.
Dezember 2014
)
mit:
gürtelförmigen
thorakovertebralen
Schmerzen
sockenförmigen
Hypästhesien
an beiden Füssen
Areflexie
an beiden Beinen
Depression (
Erstdiagnose im Jahre 2010
)
substituierte Hypothyreose
arterielle Hypertonie
Adipositas Grad III
bei
BMI 42.9 kg/m2
Hypercholesterinämie
Glaukom am rechten Auge
Erhöhte Tra
nsaminasen (
Erstdiagnose am 1
5.
Dezember 2014
)
Auf Grund von Rü
ckenschmerzen sowie
Hypästhesien
an Händen und Füssen beidseits
sei eine notfallmässige Zuweisung der Beschwerdeführerin erfolgt
.
Eine radiologische
Untersuchung der
Brustwirbelsäule (BWS) habe keine Frak
turen oder Degenerati
onszeichen
ergeben
.
Im
Verlauf
sei es
zu
progre
dienten Paresen und Sensibilitäts
störungen sowie zur
Areflexie
der unteren Extremität
en gekommen
,
worauf eine
neurogra
phische
Untersuchung Hin
weise auf eine
demyelinisierende
Polyradikuloneuropathie
ergeben habe
.
Eine MRI-Untersuchung
der Wirbelsäule
habe
eine
radikuläre
Anreicherung d
er sakralen Nervenwurzeln gezeigt
. In der durchgeführten Lumbalpunktion
habe sich sodann eine
zytoalbumi
näre
Dissoziation
gezeigt
, welche am ehesten
einem
Guillain
-
Barré
-Syndrom entspreche
.
3.8
Mit Bericht vom
3.
November 2015 (
Urk.
6/234/7-10) stellten die Ärzte der
A._
die folgenden Diagnosen (S. 1-2):
Status nach
Guillain
-
Barré
-Syndrom, Erstdiagnose am 1
0.
Dezember 2014
,
mit/bei:
Status nach grippalem Infekt sowie Grippeimpfung vorangehend
Hospitalisation
im
C._
vom 2
9.
November bis 1
9.
Dezem
ber
2014
Klinisch: gürtelförmige
thorakovertebrale
Schmerzen,
sockenför
mi
ge
Hypästhäsien
Füsse beidseits,
Areflexie
Beine beidseits,
Schluck
störung
, aktuell Schluckproblematik besser, Gangstörung sowie motorische Ausfälle und Sensibilitätsstörungen
regredient
neurogene Harnblasenentleerungsstörung mit progredienter
Urge
i
n
kontinenz
mit/bei
:
seit
Dezember
2
014 im Rahmen des
Guillain
-
Barré
-Syndroms, zu
sätzlich
Belastungsinkontinenz Grad II
keine obs
truktive Symptomatik, keine rezidivierenden
Ha
rnwegsi
n
fektionen
, keine
Makrohämaturie-Episoden
v
or
dem
Guillain
-
Barré
-Syndrom
; gering ausgeprägte
Miktions
probleme
, dort am ehesten mit
Bel
astungsinkontinenz und nur ge
ring ausgeprägter
Urge
-
Symptomatik
Status nach
Verkehrsunfall
vom September
2010
s
tumpfes Abdominal- und T
h
orax-Trauma, Beckenringfraktur,
Ole
c
ra
nonfraktur
rechts, komplexe Kniebinnenläsion rechts,
Status nach
Knie-
Totalprothese
rechts
,
Mai
2011
papilläres
Hidradenom
labius
maius
rechts
,
August
2012
Depression
s
ubstituierte Hyperthyreose
a
rterielle Hypertonie
Adipositas Grad II
bei
BMI 42
.
9 kg/m2
Hypercholesterinämie
Glaukom rechts
e
rhöhte Transaminasen passager
im
Dezember
2014
Sigmadivertikulose
a
namnest
i
sch Status nach oberer gastrointestinal
er
Blutung bei
Magen Ulcus aufgrund
Celebrex
-Medikation
im
Sommer 2014
Obstipati
on
mit/bei:
notwendiger,
tägliche
r
medikamentöse
r
Stuhlregulation
Die Beschwerden hätten sich gebessert. Die Missempfindungen und das
Taub
heitsgefühl
an den
Fingerspitzen seien
regredient
;
die Feinmotorik und die Schwäche an den Beinen hätten sich gebessert (S.
2). Der klinische und neu
rophysiologische Befund
entspr
eche
einer peripher-
demyelisierenden
Er
kran
kung, wie beispielsweise einem
Guillain
-
Barré
-Syndrom, jedoch mit deutli
ch
en Zeichen einer Erholung.
Die Beschwerdeführerin sei schon vor dem Auftreten des
Guillain
-
Barré
-Syndroms auf Grund der Folgen eines Verkehrsunfalls nur im Umfang von 50
%
arbeitsfähig gewesen.
Gegenwärtig sei auf Grund der neurologischen Be
ein
trächtigungen nicht von einer Arbeitsfähigkeit von mehr als 40
%
aus
zu
ge
hen (S. 3).
3.9
D._
, Fachleiterin Neuropsychologie im
E._
, führte in ihrem testpsychologischen Untersuchungsbericht vom 2
9.
Januar 2016 (
Urk.
6/247) aus, dass eine am 1
5.
Dezember 2015 durchge
führte testpsychologische Abklärung der Beschwerdeführerin
eine leichte bis mittelschwere kognitive Störun
g ergeben habe. Ätiologisch sei
en die Defizite am ehesten im Rahmen eines depressiven Zustandsbildes zu erklären. Eine
Wiederaufnahme der begonnen
en
Umschulung
er
scheine als wenig erfolg
ve
r
sprechend (S. 5).
3.10
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Chirurgie, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 1
6.
Februar 2016 (
Urk.
6/262/6-7) aus, dass in der angestammten Tätigkeit der Beschwerdeführerin weiterhin von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen sei. Auf Dauer
sei
nicht mit ein
er Arbeitsfähigkeit von mehr
als
40
%
zu rechnen
.
Dabei sei
anhand medizinischer Verlaufsberichte zu prüfen, ob eine Arbeitsfähigkeit von 40
%
zu erreichen sei.
3.11
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin
, erwähnte mit Bericht vom 1
7.
Februar 2016 (
Urk.
6/257)
,
dass die motori
schen und sensiblen neurologischen Ausfälle langsam rückläufig seien.
Die Beschwerdeführerin benötige
zum Treppensteigen weiterhin eine
Stockun
ter
stützung
und ihre
Gehdauer
sei schmerzbedingt auf 45 Minuten be
schränkt (S. 1).
Gegenwärtig arbeite sie bei ihrer bisherigen Arbeitgeberin im Umfang eines
Arbeitspensums von 20
%
. Eine weitere Steigerung
des Arbeitspensums in se
hr kleinen Schritten s
e
i zu erwarten. Eine Steigerung auf ein
Arbeitspen
sum
von 40
%
innerhalb eines Jahres wäre sehr erfreulich, könne aber nicht garantiert
werden. Eine Wiederaufnahme der abgebrochenen Umschulung sei der Bes
chwer
de
führerin nicht mehr zuzumuten (S. 2).
4.
4.1
Den erwähnten medizinischen Akten lässt sich entnehmen, dass
die Beschwer
deführerin nach dem Unfall vom 1
3.
Oktober 2010
vorerst aus
schliesslich unter
den Folgen dieses Unfalls
litt.
Gemäss der Beurteilung der Ärzte der
B._
vom 1
2.
August 2011 (vorstehend E.
3.4
) be
stand in Bezug auf die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Restaurantleiterin auf Grund der Unfallfolgen eine vollständige Arbeitsun
fähig
keit. Die Ausübung behinderungsangepasster
,
körperlich leichter bis mittel
schwerer, vorwiegend sitzender, wechselbelastender Tätigkeiten
sei
der Be
schwerdeführerin
jedoch
nach einer Einstiegsphase grundsätzlich ganztags zuzumuten.
Demgegenüber gingen die Ärzte der
A._
in ihrem Bericht vom
3.
November 2015 (vorstehend E.
3.8
) davon aus, dass die Be
schwerdeführerin schon vor dem Auftreten des
Guillain
-
Barré
-Syndroms auf Grund der Folgen des Verkehrsunfalls
vom 1
3.
Oktober 2010
nur im Umfang von 50
%
arbeitsfähig gewesen sei.
4.2
In der Folge
trat
bei der Beschwerdeführerin
ein
Guillain
-
Barré
-Syndrom auf, welches am 1
0.
Dezember 2014
während einer
Hospitalisation
im
C._
vom 2
9.
November bis 1
9.
Dezember 2014 erstmals festgestellt
wu
r
de
(vor
stehend E.
3.7
). Zusätzlich litt die Beschwerd
e
führerin an einer
neuroge
ne
n
Harnblasen
entleerungs
störung
mit progredienter
Urgei
n
kontinenz
. In ihrem Be
richt vom
3.
November 2015 stellten die Ärzte der
A._
eine
Arbeitsfähigkeit von
nicht
mehr als 40
%
fest
(
vorstehend E.
3.8
).
Damit übereinstimmend ging auch
Dr.
F._
in sei
ner Stellungnahme vom 1
6.
Februar 2016 (
vorstehend E.
3.10
)
davon
aus, dass
auf
Dauer nicht mit einer Arbeitsfähigkeit von mehr
als
40
%
zu rechnen sei.
Demgegenüber ging
Dr.
G._
in ihrem Bericht vom 1
7.
Februar
2016 (vorstehend E.
3.11
) davon aus, dass höchstens mit einer
Steigerung des Arbeitspensums
auf
ein Arbeitspensum von 40
%
innerhalb eines Jahres
zu rechnen sei.
4.3
D
ie Beschwerdeführerin
, welche
seit dem Unfall vom 1
3.
Oktober 2010
in
ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
gewesen
war,
meldete
sich am
2
0.
Januar
2011
bei der Beschwerdegegnerin zum
Leistungsbe
zug
an
(Urk.
6/2 Ziff. 6.2).
In der Folge sprach ihr die
Beschwerdegeg
nerin
vorerst
mit Mitteilung vom 1
5.
Februar 2012 (
Urk.
6/98) berufliche Massnahmen im Sinne einer Um
schulung zur Technischen Kauffrau vom 2
0.
August 2012 bis 3
1.
Oktober
2014
zu. Mit Verfügung vom 1
5.
März 2012 (
Urk.
6/102) wurde der Be
schwer
deführerin
für die Zeit vom 2
0.
August 2012 bis 3
1.
Oktober 2014
e
in IV-Taggeld zugesprochen. Mit Mitteilung vom 1
3.
März 2013 (Urk.
6/130) wurde
n der
Beschwerdeführerin berufliche Mass
nahmen im Sinne einer Um
schulung bis Bürofachdiplom VSH vom 1
6.
März 2013 bis
1.
Februar 2014 zugesprochen. Mit Verfügung vom 2
0.
März
2013 (
Urk.
6/134) wurde der Be
schwerdeführerin für die Zeit vom 1
6.
März 2013 bis
1.
Februar 2014 ein IV-Taggeld zugesprochen.
Mit Mitteilung vom 1
9.
Februar 2014 (
Urk.
6/155) wurden der Beschwerde
füh
rerin berufliche Massnahmen im Sinne einer Umschulung bis
zum
Han
dels
diplom
VSH vom
2.
Februar 2014 bis 2
6.
Januar 2015 zugesprochen. Mit Verfügung vom
1
7.
März 2014
(
Urk.
6/
161
) wurde der Beschwerdeführe
rin für die Zeit vom
2.
Februar 2014 bis 2
6.
Januar 2015
ein IV-Taggeld zu
ge
sprochen.
Mit Verfügung vom
1.
September 2014 (Urk. 6/171) wurde der
Tag
geld
anspruch
der Beschwerdeführerin für die Zeit vom 2
0.
August
2014 bis
2
6.
Januar
2015 neu bemessen. Mit Verfügung vom
8.
Oktober
2014 (
Urk.
6/172
) wurde der Taggeldanspruch der Beschwerdeführerin für die Zeit vom
1.
Oktober 2014 bis 2
6.
Januar 2015 neu bemessen. Mit Mitteilung vom 2
7.
März 2015
(
Urk.
6/182)
stellte die IV-Stelle die der Beschwerdeführerin
mit Mitteilung vom 1
9.
Februar 2014 zugesprochenen beruflichen Mass
nahmen im Sinne einer Umschulung bis
zum
Handelsdiplom VSH per 2
7.
November 2014 ein.
4.4
Nach Gesagtem konnte der Rentenanspruch
der Beschwerdeführerin
frühes
tens
nach Ablauf
der einjährigen Wartefrist von
Art.
28
Abs.
1 IVG (vor
stehend E.
1.3
) seit dem Unfall vom 1
3.
Oktober 2010 und nach Ablauf der Frist
von sechs Monaten
gemäss Art
.
29
Abs.
1 IVG (vorstehend E.
1.4
) seit
Geltendmachung des Leistungsanspruchs
am
2
0.
Januar 2011
und mithin insgesamt frühestens am
1.
Oktober 2011 entstehen
, wobei ein allfälliger Rentenanspruch während der Taggeldbezugsdauer vom 2
0.
August 2012 bis 3
1.
Oktober 2014 unterbrochen worden wäre (vorstehend E.
1.4
).
4.5
Auf Grund der vorliegenden Akten
kann indes die Frage, ob
und allenfalls in welchem Umfang
im Zeitraum vom
1.
Oktober 2011
bis 1
9.
August 2012
eine
rentenbegrü
nde
nde
Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin bestand
, nicht mit
der notwendigen Klarheit und insbesondere nicht mit
dem massge
benden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit beantwortet wer
den.
Denn w
ährend die
Ärzte der
B._
im Austrittsbericht
vom 1
2.
August 2011 (vorstehend E.
3.4
)
davon ausgingen, das der Be
schw
er
de
führerin die
Ausübung behinderungsangepasster, körperlich leichter bis mittelschwerer, vorwiegend sitzender
und
wechselbelastender Tätigkeiten nach einer
gewissen Anpassungszeit von wenigen Wochen nach dem Klinik
austritt am 1
2.
August 2011
grundsätzlich
vollzeitlich
zuzumuten
gewesen sei,
vertraten die
Ärzte der
A._
in ihrem Bericht vom
3.
November 2015 (vorstehend E.
3.8
)
die Ansicht
, dass
bereits
vor dem
erstmaligen
Auf
treten des
Guillain
-
Barré
-Syndroms
im November 2014 lediglich eine Arbeits
fähigkeit im Umfang von 50
%
bestanden habe.
4.6
Des Weiteren
kann auf Grund der vorliegenden Akten auch die Frage nach dem Umfang
der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
in der Zeit nach dem erstmaligen Auftreten des
Guillain
-
Barré
-Syndroms im November 2014
nicht mit letzter Gewissheit beantwortet werden.
Denn w
ährend die
Be
schwerdegegnerin
in der angefochtenen Verfügung vom
7.
September 2016 (
Urk.
2) davon ausging, dass der Beschwerdeführerin ab Januar 2016 sicher die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit im Umfang eines
Arbeitspensums von 20 % zuzumuten sei, vertraten sowohl die Ärzte der
A._
in
ihrem Bericht vom
3.
November 2015
(vor
steh
end E.
3.8
), als auch
Dr.
F._
in seiner Stellungnahme vom 1
6.
Febru
ar 2016 (vorstehend E.
3.10
)
und
Dr.
G._
in ihrem Bericht vom 1
7.
Februar 2016 (vorstehend E.
3.11
)
übereinstimmend
die Ansicht, dass der Beschwerdeführer
in
unter gewissen Umständen, beziehungsweise nach einer gewissen Anpassungszeit die Ausübung behinderungsangepasster Tätigkeiten grundsätzlich im Umfang eines Arbeitspensums von 40
%
zuzumuten sei.
5.
5.1
D
as Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vo
r
in
stanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht
auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wu
rde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss der Rechtsprechung ist eine Rückweisung an die IV-Stelle möglich, wenn sie in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig un
geklärten Frage begründet ist, oder wenn lediglich eine Klarstellung, Prä
zi
sierung oder Ergän
zung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 137 V 210 E. 4.4.1.4 mit Hinweisen).
5.2
Nach Gesagtem können
die Fragen nach
dem
Umfang
der hypothetischen Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin in zumut
baren
behinde
rungs
ange
passten
Tätigkeiten im
Zeitraum vom
1.
Oktober 2011 bis 1
9.
August 2012
und in der Zeit ab November 2014
nicht mit der notwendigen Klarheit und insbesondere nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit beantwortet werden
. Der
medizinische Sachverhalt er
we
ist sich diesbezüglich als ungenügend abgeklärt.
Damit fehlt es an der Grund
lage für einen Entscheid.
5.3
Die
Sache
ist daher
an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen, damit sie de
n Sachverhalt umfassend abkläre. Die
Beschwerde
gegnerin
wird dabei
sinn
vollerweise
eine orthopädische
und eine neurologische sowie
even
tuell zu
sätz
lich eine psychiatrische Begutachtung der Be
schwerde
führerin veran
lassen und anschliessend über
ihren Rentenanspruch
erneut verfügen.
Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen.
6
.
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kan
tona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weige
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die
Kosten sind nach dem
Ver
fahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichti
gung des gesetz
li
chen Rahmens (Fr. 20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 7
00.-- fest
zu
setzen
und
aus
gangsgemäss
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7
.
7
.1
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Be
deutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver
wal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer grundsätzlich Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
7
.2
Ausgangsgemäss
hat die Beschwerdeführerin
Anspruch auf
eine
Pro
zess
ent
schädigung
, welche in Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache, der
Schwierigkeit des Prozesses sowie eines gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr. 220.-- (zuzüglich Mehr
wertsteuer) mit Fr. 2‘
8
00.-- (inklusive Baraus
la
gen und Mehrwertsteuer) zu bemessen ist.