# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** be23c419-cf17-4193-96f9-84a6a8c96a21
**Court:** ZH_SRK
**Chamber:** ZH_SRK_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Tax

## Facts

hat sich ergeben:
A. A und B (nachfolgend der/die Pflichtige, zusammen die Pflichtigen) sind
Eigentümer des Reiheneinfamilienhauses Vers.-Nr. ... auf dem Grundstück Kat.-Nr. ...
an der ...strasse 42c in C. Im Jahr 2015 erstellten sie dort eine Solaranlage, die sie
2018 mit einem (Batterie-)Stromspeicher nachrüsteten. In der Steuererklärung 2018
deklarierten sie Unterhaltskosten von insgesamt Fr. 25'904.-, von denen Fr. 7'744.- auf
den Einbau eines Batteriespeichers entfielen. Mit Veranlagungsverfügung direkte Bun-
dessteuer sowie Einschätzungsentscheid Staats- und Gemeindesteuern vom 22. Ja-
nuar 2021 liess die Steuerkommissärin diese Position nicht zum Abzug zu. Sodann
verweigerte sie – neben einer anderen, hier nicht interessierenden Korrektur – den für
den in Deutschland lebenden Sohn des Pflichtigen, D, geltend gemachten Kinderab-
zug. Dementsprechend bemass sie das steuerbare Einkommen auf Fr. 231'400.- (di-
rekte Bundessteuer) bzw. Fr. 228'900.- (Staats- und Gemeindesteuern; auch satzbe-
stimmend) und das steuerbare Vermögen auf Fr. 331'000.- (satzbestimmend
Fr. 394'000.-).
B. Eine hiergegen erhobene Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer
2018 hiess das kantonale Steueramt am 25. Februar 2021 mit Bezug auf den Abzug
für D von Fr. 6'500.- und den Versicherungsprämienabzug von Fr. 700.- (insgesamt
Fr. 7'200.-) gut, indem es den Pflichtigen anstatt des beanspruchten Kinderabzugs den
betragsmässig identischen Unterstützungsabzug zugestand und das steuerbare Ein-
kommen auf Fr. 224'200.- (auch satzbestimmend) ermässigte. Der Rekurs betreffend
die Staats- und Gemeindesteuern 2018 wurde jedoch abgewiesen. Dabei hielt das Amt
an seinem Standpunkt fest, dass der Batteriespeicher nicht als abzugsfähige Energie-
sparmassnahme zu qualifizieren sei. Bei den Staats- und Gemeindesteuern wurde der
geltend gemachte Kinderabzug mit der Begründung verweigert, dass dieser unter dem
Grenzbetrag von Fr. 9'000.- liege.
C. Mit Beschwerde und Rekurs vom 27. März 2021 (Datum Poststempel) an
das Steuerrekursgericht erneuerten die Pflichtigen ihren Einspracheantrag mit Bezug
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auf den Batteriespeicher. Sodann beharrten sie bei den Staats- und Gemeindesteuern
auf dem geltend gemachten Kinderabzug von Fr. 9'000.-.
In seiner Beschwerde-/Rekursantwort vom 13. April 2021 schloss das kanto-
nale Steueramt auf Abweisung der Rechtsmittel. In einer Stellungnahme vom 18. Mai
2021 hierzu hielten die Pflichtigen an ihren Anträgen fest.
Auf die Erwägungen der Einspracheentscheide und die Parteivorbringen ist,
soweit wesentlich, in den nachfolgenden Urteilsgründen zurückzukommen.

## Considerations

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Im Streit liegt einerseits die Frage, ob die Pflichtigen die von ihnen aufge-
wendeten Kosten von Fr. 7'744.- für die Nachrüstung ihrer Photovoltaikanlage mit ei-
nem Stromspeicher als Liegenschaftenunterhalt abziehen können. Anderseits verlan-
gen die Pflichtigen, dass ihnen der Kinderabzug für D bei den Staats- und
Gemeindesteuern zu gewähren sei. Bei der direkten Bundessteuer wird hingegen die
Zusprechung des Kinderabzugs nicht mehr verlangt, da sie im Einspracheverfahren
den betragsmässig identischen Unterstützungsabzug zugesprochen erhielten.
2. a) Gemäss Art. 25 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer vom
14. Dezember 1990 (DBG) bzw. § 25 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997 (StG) wer-
den zur Ermittlung des Reineinkommens die gesamten steuerbaren Einkünfte um die
zu ihrer Erzielung notwendigen Aufwendungen und die allgemeinen Abzüge vermin-
dert. Dazu gehören nach Art. 32 Abs. 2 Satz 1 DBG bzw. § 30 Abs. 2 Satz 1 StG bei
Liegenschaften im Privatvermögen die Unterhaltskosten, die Versicherungsprämien
und die Kosten der Verwaltung durch Dritte.
b) Den Unterhaltskosten sind nach Art. 32 Abs. 2 Satz 2 DBG in Verbindung
mit der Verordnung des Bundesrats vom 24. August 1992 über den Abzug der Kosten
von Liegenschaften des Privatvermögens bei der direkten Bundessteuer (Liegen-
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schaftskostenverordnung; LKV) bzw. § 30 Abs. 2 Satz 2 StG Investitionen gleichge-
stellt, die dem Energiesparen und dem Umweltschutz dienen, soweit sie bei der direk-
ten Bundessteuer abzugsfähig sind. Als solche Investitionen gelten gemäss Art. 5 LKV
Aufwendungen für Massnahmen, die zur rationellen Energieverwendung oder zur Nut-
zung erneuerbarer Energie beitragen. Das Eidgenössische Finanzdepartement hat
gestützt auf die ihm in Art. 32 Abs. 2 DBG ausdrücklich eingeräumte Kompetenz zum
Erlass von Ausführungsvorschriften in der Verordnung vom 24. August 1992 über die
Massnahmen zur rationellen Energieverwendung und zur Nutzung erneuerbarer Ener-
gien vom 24. August 1992 (SR. 642.116.1; nachfolgend Verordnung) festgelegt,
welche Massnahmen als dem Energiesparen und Umweltschutz dienend den Unter-
haltskosten gleichzustellen sind. Dazu gehören gemäss Art. 1 der Verordnung Mass-
nahmen zur Verminderung des Energieverlusts der Gebäudehülle (lit. a), Massnahmen
zur rationellen Energienutzung bei haustechnischen Anlagen (lit. b), Kosten für ener-
gietechnische Analysen und Energiekonzepte (lit. c) sowie Kosten für den Ersatz von
Haushaltgeräten mit grossem Stromverbrauch, wobei diese Geräte im Gebäudewert
eingeschlossen sein müssen (lit. d).
Laut Art. 1 lit. b Ziff. 4 der Verordnung sind Massnahmen zur rationellen Ener-
gienutzung bei haustechnischen Anlagen, deren Kosten zum Abzug berechtigen, ins-
besondere der Einbau von Wärmepumpen, Wärme-Kraft-Koppelungsanlagen und An-
lagen zur Nutzung erneuerbarer Energien, worunter nach der Praxis der ESTV
namentlich die Sonnenenergie zählt. Gemäss der Verordnung ist damit der Einbau von
Anlagen zur Nutzung von Solarenergie den Unterhaltskosten gleichzustellen. Bezüglich
Anlagen zur Speicherung von Energie enthält die Verordnung keine ausdrückliche Re-
gelung.
3. a) In den angefochtenen Einspracheentscheiden stellt sich das kantonale
Steueramt auf den Standpunkt, dass der Stromspeicher nicht als Energiesparmass-
nahme gewürdigt werden könne. Denn die Speichervorrichtung vermindere nicht die
verbrauchte Menge an elektrischem Strom, sondern bewirke nur eine zeitliche Ver-
schiebung. Weil der Energieverbrauch nicht abnehme, sei der Einbau eines Speichers
keine Sparmassnahme. An dieser Beurteilung ändere auch die Tatsache nichts, dass
die Batterie zusammen mit der Solaranlage eine Einheit bilde; denn diese könne auch
ohne einen solchen Speicher betrieben werden, mit der Konsequenz, dass Strom in
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Zeiten ohne eigene Energieproduktion über das Stromnetz zugekauft werden müsse.
Art. 5 LKV setze voraus, dass Energie in der eigenen Liegenschaft und nicht im öffent-
lichen Stromnetz gespart werde. Das Brechen von Verbrauchsspitzen habe keinen
Einfluss auf die genutzte Gesamtenergie, sondern nur auf die Nutzungszeit. In der Be-
schwerde-/Rekursantwort hält das Amt an seinem Standpunkt fest.
b) Demgegenüber halten die Pflichtigen in Beschwerde und Rekurs an ihrer
Auffassung fest, dass der Stromspeicher tatsächlich eine Energiesparmassnahme dar-
stelle, was der Vergleich zwischen ihrer Energiebilanz 2018 und jener des Folgejahres
zeige. Dank dem Speicher hätten sie ihren Energiebedarf aus dem Netz um 22% redu-
ziert. Eine Kostenersparnis sei damit nicht verbunden, weil den Anschaffungskosten
von rund Fr. 7'700.- für den Speicher bestenfalls nur ca. Fr. 200.- jährliche Minderkos-
ten für den bezogenen Strom gegenüberstünden und die erforderliche Amortisations-
dauer den Lebenszyklus der Batterie übersteige. Schliesslich sei darauf hinzuweisen,
dass "fortschrittliche" Kantone die Abzugsfähigkeit von Stromspeichern auch im Fall
der Nachrüstung anerkannten.
4. a) Das Verwaltungsgericht des Kantons Aargau hat sich in einem weglei-
tenden Entscheid vom 20. Mai 2020 (WBE.2020.77) mit der hier umstrittenen Frage
befasst und Folgendes erwogen:
"3.4.1. ...Der Bundesrat und das Parlament haben im Jahr 2011 einen  für einen schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie gefällt. In Art.12a des Kernenergiegesetzes vom 21. März 2003 (KEG; SR 732.1) wurde in der Folge , dass keine Rahmenbewilligungen für die Erstellung von Kernkraftwerken mehr erteilt werden. Am 21. Mai 2017 haben die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger das Referendum zum Energiegesetz vom 30.September 2016 (EnG; SR730.0) . Dieses sieht in Art.1 einen Übergang zu einer Versorgung durch – insbesondere einheimische – erneuerbare Energien vor. Gemäss Art. 2 Abs. 2 EnG wird bei der  von Elektrizität aus erneuerbaren Energien – ausgenommen Wasserkraft – ein Ausbau der inländischen Produktion auf mindestens 4'400 GWH im Jahr 2020 und 11‘400 GWH im Jahr 2035 angestrebt.
Im Rahmen des Pariser Klimaübereinkommens hat sich die Schweiz zudem , bis 2030 ihren Treibhausgasausstoss gegenüber dem Stand von 1990 zu . Während der Beratungen zur Totalrevision des CO2-Gesetzes, welches den  bis 2030 abdeckt, hat der Bundesrat am 28. August 2019 als indikative Zielsetzung des Weiteren beschlossen, dass die Schweiz ihre  bis 2050 auf Netto-Null absenken solle (https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/ themen/klima/fachinformationen/klimaziel-2050.html).
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3.4.2. Der Ausstieg aus der Kernenergie sowie der angestrebte Ersatz fossiler  bis 2050 erfordern eine Erhöhung der Stromproduktion aus erneuerbaren , was gemäss wissenschaftlichen Erkenntnissen zu einem höheren Anteil an  Stromerzeugung führt. Dies wird signifikante Auswirkungen auf das Stromsystem, insbesondere auf den täglichen Netzbetrieb haben (Schweizerische Akademie der Technischen Wissenschaften, SATW-Speicherstudie, Die Rolle von  Speichern für die Bewältigung der Energiewende [SATW-Studie], 2016,S.6,abrufbar unter: https://www.satw.ch/fileadmin/user_upload/documents/02_ Themen/05_Energie/SATW_Speicherstudie_Studie_DE.pdf, S.6).
Batteriespeicher können gemäss der SATW-Studie die durch Photovoltaik-Spitzen  Belastungen im Verteilnetz effektiv reduzieren und damit anderweitig  konventionellen Netzausbaubedarf vermeiden helfen (SATW-Studie, S. 36). Da Verteilnetzengpässe und unzulässige lokale Netzbelastungen meist nur lokal  werden können, sind die Energiespeicherkapazitäten von dezentralen Speichern im Verteilnetz von hohem Wert, während die riesigen Speicherkapazitäten von  und saisonalen Speicherseen in den Alpen in dieser Hinsicht praktisch keinen Mehrwert bieten (vgl. SATW-Studie, S.50). Muss dezentral erzeugter  in einem Pumpspeicherkraftwerk zwischengespeichert werden, entstehen durch die lange Stromtransport-und Umwandlungskette von der Niederspannungsebene (NE 7) in die Hochspannungsebene (NE 1) zudem ungleich höhere Netz-/ als bei der dezentralen Zwischenspeicherung direkt im Verteilnetz (SATW-Studie, S. 43 und 63 f.).
Wenn Batteriesysteme von Endkunden netzdienlich eingesetzt werden, steht ein  Flexibilitätspotential zur Verfügung, das dazu beitragen kann, dezentrale,  Stromproduktion im Verteilnetz ohne zusätzlichen Netzausbau einzubinden (SATW-Studie, S.90; vgl. dort auch zu den Anforderungen an die Tarifgestaltung für einen netzdienlichen Einsatz). Zudem stellen lokale Batteriespeicher aufgrund der  Netz-/Umwandlungsverluste im Vergleich zu zentralen Grossspeichern eine effiziente Form der Speicherung dar. Der Einwand des Beschwerdeführers, Batterien seien in Anbetracht der vorhandenen Pumpspeicherkraftwerke nicht sinnvoll, erweist sich damit als unzutreffend.
Festzuhalten ist damit, dass die lokale und verlustarme Speicherung des Solarstroms zu einer rationellen Nutzung erneuerbarer Energien beitragen kann. Die Möglichkeit der zeitversetzten Inanspruchnahme von Solarenergie macht zudem den Gebrauch von Technologien wie beispielsweise E-Autos attraktiver, was zu einem verminderten Einsatz fossiler Brennstoffe führt. Das Speichern von Energie steht somit auch in  direkten Zusammenhang mit der vermehrten Nutzung erneuerbarer Energien, was – wie erläutert – den gesetzgeberischen Bestrebungen im Energiebereich entspricht."
b) Diese Erwägungen des Verwaltungsgerichts Aargau überzeugen. Zwar ist
dem kantonalen Steueramt beizupflichten, dass der Einsatz eines Stromspeichers nicht
unmittelbar zu einer Energieersparnis führt, weil sich am gesamten Stromverbrauch
eines Haushalts nichts ändert. Indessen trägt ein solcher Speicher mittelbar zu einer
rationelleren Speicherung der elektrischen Energie bei. Angesichts der heute schon
hohen und laufend noch zunehmenden Bedeutung von erneuerbaren Energien recht-
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fertigt es sich, den Begriff der abzugsfähigen Energiesparmassnahme nach Massgabe
von Art. 32 Abs. 2 Satz 2 DBG wie auch gemäss dem inhaltlich übereineinstimmenden
§ 30 Abs. 2 Satz 2 StG (Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, Kommentar zum Zürcher
Steuergesetz, 4. A., 2021, § 30 N 137) so auszulegen, dass auf den Eigenverbrauch
abgestimmte und nicht überdimensionierte, fest installierte Batteriespeicher steuerlich
zum Abzug zuzulassen sind. Dass der von den Pflichtigen eingebaute Speicher seinen
Zweck nicht versehen sollte, wird seitens des kantonalen Steueramts nicht behauptet;
ebenso wenig werden die Kosten in Frage gestellt.
c) Aufgrund dieser Erwägungen steht den Pflichtigen der für den Einbau des
Batteriespeichers aufgewendete Betrag von Fr. 7'744.- als Liegenschaftenunterhalt zu.
5. a) § 34 Abs. 1 lit. a StG sieht bei den Staats- und Gemeindesteuern einen
Kinderabzug von Fr. 9'000.- vor. Voraussetzung dafür ist bei einem volljährigen Kind,
dass es in der beruflichen Erstausbildung steht und der Unterhalt zur Hauptsache
durch den Steuerpflichtigen bestritten wird. Ein solcher Unterhalt "zur Hauptsache" liegt
dann vor, wenn dieser mehr als 50% der Unterhaltskosten für das Kind ausmacht, wo-
bei dies im Sinn einer widerlegbaren Vermutung dann als erfüllt gelten kann, wenn die
steuerpflichtige Person Leistungen erbringt, die mindestens dem Umfang des Kin-
desabzugs entsprechen (VGr, 2. Oktober 2013, SB.2013.00030, E. 2.1.3). Weiter wird
vorausgesetzt, dass das mündige Kind auf die Unterstützungsleistungen angewiesen
ist. Dies ist nicht der Fall, wenn das volljährige Kind in der Lage ist, seinen Unterhalt
aus seinem Arbeitserwerb oder anderen Mitteln selber zu bestreiten. Dabei sind auch
die Vermögensverhältnisse des Kindes zu berücksichtigen, soweit die Verwertung des
Vermögens zur Finanzierung des Lebensunterhalts zumutbar erscheint. Nach § 34
Abs. 2 StG sind die Verhältnisse am Ende der Steuerperiode massgebend. Mit dem
Kinderabzug ist ein zusätzlicher Abzug von Fr. 1'300.- für Versicherungsprämien ver-
bunden (§ 31 Abs. 1 lit. g StG; Richner/Frei/Kaufmann/Rohner, § 31 N 143 StG).
b) Im Einspracheentscheid verweigerte das kantonale Steueramt den Kin-
derabzug mit der Begründung, dass sich die vom Pflichtigen im Jahr 2018 an den Sohn
D geleisteten Zahlungen auf (höchstens) EUR 7'258.84 (entspricht ca. Fr. 8'380.-) be-
liefen, was umgerechnet den Grenzbetrag von Fr. 9'000.- unterschreite.
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Dem halten die Pflichtigen im Rekurs entgegen, dass die dem kantonalen
Steueramt präsentierten Belege einen insgesamt Fr. 9'000.- übersteigenden Betrag
auswiesen. Dies ergebe sich bereits aus den Kosten von Fr. 1'512.90 des für den Sohn
D angeschafften Laptops als zusätzliche Sachunterstützung. Hinzu kämen weitere Zu-
wendungen. So sei beispielsweise der Begriff "Taschengeld" nur zur Vermeidung des
stigmatisierenden Ausdrucks "Unterhalt" verwendet worden. Bis zum Ende der Ausbil-
dung im Jahr 2020 hätten sie einen wesentlichen Teil der Mietkosten getragen, zumal
die Einkünfte der Kindsmutter nur wenig über dem Existenzminimum gelegen hätten.
c) aa) Die Umstände, die den Kinderabzug als berechtigt erscheinen lassen,
sind steuermindernder Natur und daher vom Steuerpflichtigen darzutun und nachzu-
weisen (RB 1987 Nr. 35). Bei Verhältnissen mit Auslandbezug werden an den Nach-
weis der Unterstützungsleistung (Zahlungsfluss vom Leistenden an den Begünstigten)
und der weiteren Voraussetzungen für die Gewährung des Abzugs (Erwerbsunfähigkeit
und Bedürftigkeit) besonders strenge Anforderungen gestellt, da diese von den
schweizerischen Behörden nicht einfach nachzuprüfen sind (BGr, 27. Oktober 2004,
2A.609/2003, E. 2.4). Um Missbräuche zu verhindern, muss sichergestellt sein, dass
die von der steuerpflichtigen Person geleistete Zahlung auch tatsächlich an die be-
günstigte Person floss und letztere aufgrund ihrer Erwerbsunfähigkeit oder beschränk-
ten Erwerbsfähigkeit und ihrer finanziellen Verhältnisse zur Bestreitung ihres Lebens-
unterhalts auch tatsächlich auf die Unterstützung angewiesen war. Es werden
grundsätzlich Bank- und Postbelege verlangt, aus denen sowohl der Leistende als
auch der Empfänger ersichtlich ist. Wenn kein Post- oder Bankbeleg vorgelegt werden
kann, ist es dem Steuerpflichtigen zuzumuten, zumindest eine schriftliche Bestätigung
(Quittung) des Empfängers beizubringen und in geeigneter Form (z.B. über behördli-
che Bestätigungen) nachzuweisen, dass der Empfänger den Unterstützungsbetrag aus
der Schweiz erhalten hat (BGr, 16. Dezember 2010, 2C_524/2010 + 2C_525/2010,
E. 2.4). Den Nachweis hat der Steuerpflichtige spätestens mit der Rekursschrift durch
eine substanziierte Sachdarstellung anzutreten, aus welcher sämtliche für die rechtli-
che Würdigung massgeblichen Tatsachen im Einzelnen hervorzugehen haben. Eine
fehlende Substanziierung kann nicht im Beweisverfahren nachgeholt werden (RB 1980
Nr. 69). Überdies hat der Steuerpflichtige die zum Beweis für seine Darstellung erfor-
derlichen Beweismittel einzureichen oder unter genauer Bezeichnung zumindest anzu-
bieten (RB 1975 Nr. 55, 1986 Nr. 49). Fehlt es an einer hinreichenden Sachdarstellung
oder Beweismittelofferte, trifft das Steuerrekursgericht keine weitere Untersuchungs-
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pflicht (RB 1975 Nr. 64, 1981 Nr. 90) und hat eine Beweisabnahme zu unterbleiben mit
der Wirkung, dass der Nachweis der fraglichen Aufwendungen zu Ungunsten des hier-
für beweisbelasteten Steuerpflichtigen als gescheitert zu betrachten ist.
bb) Dass das kantonale Steueramt aufgrund der Vorbringen im Einsprache-
verfahren und der eingereichten Kontoauszüge Zahlungen von insgesamt EUR 7'258.-
an D ohne weitergehende Abklärungen als anrechenbar betrachtet hat, erscheint nach
dem Gesagten als entgegenkommend. Wenn die Pflichtigen im Rekurs dartun, dass
der Laptop zwar durch den Ehemann angeschafft, tatsächlich aber für D bestimmt ge-
wesen sei, bleiben sie den Nachweis für die Richtigkeit dieser Behauptung schuldig.
Dasselbe gilt für die nicht näher substanziierten und belegten zusätzlichen Leistungen
an den Sohn. Weder die angeführte schwierige wirtschaftliche Lage der mit D zusam-
menlebenden Mutter noch der Hinweis auf die Lebenshaltungskosten gemäss "Düs-
seldorfer Tabelle" vermögen die gebotene substanziierte Darstellung der tatsächlich
erbrachten Unterhaltsleistungen zu ersetzen. Weil die Pflichtigen daher nicht nachge-
wiesen haben, D im Jahr 2018 mit einem Betrag von mindestens Fr. 9'000.- unterstützt
zu haben, ist nicht davon auszugehen, dass sie dessen Unterhalt zur Hauptsache be-
streiten. Die Gewährung des Kinderabzugs ist deshalb nicht angezeigt. Der Ein-
spracheentscheid Staats- und Gemeindesteuern 2018 ist in diesem Punkt zu bestäti-
gen.
d) Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde gutzuheissen. Der Rekurs
ist mit Bezug auf den beantragten Liegenschaftenunterhalt gutzuheissen, mit Bezug
auf den geltend gemachten Kinderunterhalt jedoch abzuweisen. Dies führt bei der di-
rekten Bundessteuer 2018 zu einem steuerbaren Einkommen von Fr. 216'400.- sowie
bei den Staats- und Gemeindesteuern 2018 zu einem solchen von Fr. 221'200.- (auch
satzbestimmend). Das steuerbare Vermögen gemäss Einspracheentscheid von
Fr. 331'000.- (satzbestimmend Fr. 394'000.-) ist unbestritten geblieben.
6. Bei diesem Prozessausgang sind die Gerichtskosten für das Beschwerde-
verfahren der Beschwerdegegnerin/dem Rekursgegner und jene für das Rekursverfah-
ren den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen (Art. 144 Abs. 1 DBG und § 151 Abs. 1
StG).
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