# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9f2dbb37-09fa-4ae9-a1ee-fd93e7c2a8bf
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 196
3
geborene
X._
arbeitete zuletzt seit 1995 bei der
Y._
als Sigrist/Hauswart bei einem 100%-Pensum (Urk. 7/5 und Urk. 7/17). Am 20. Oktober 2012 stürzte der Versicherte bei einem Verkehrsunfall vom Motorrad und verletzte sich insbesondere seine
linke Schul
ter (vgl. Urk. 7/9), woraufhin er am 25. Oktober 2012 erstmals operiert und
ihm
hernach am 23. Mai 2013 eine Schulter-Totalprothese implantiert wurde.
Die AXA Versicherungen AG
(nachfolgend: AXA)
trat als Unfallversicherung auf
den Schaden ein,
leistete Taggelder, übernahm die Heilungskosten und
stellte ein Case Management zur Verfügung. Am 8. Mai 2013 (Eingangsdatum) melde
te sich
X._
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/5). In der Folge tätigte die IV-Stelle medi
zinische und erwerbliche Abklärungen und zog die Akten der
AXA-Unfallversicherung bei.
Mit Schreiben vom 16. Juli 2013 teilte sie dem Versi
cherten mit, dass zurzeit aufgrund seines Gesundheitszustandes keine berufli
chen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/16). Die
AXA-Unfallversicherung liess
X._
durch das
Z._
mittels Funktionsorientierter Medizinischer Abklä
rung (FOMA) untersuchen (
Z._
-Bericht vom 20. März 2014, Urk. 7/22).
Im Rahmen der Berufsberatung wurden dem Versicherten die Kosten für ein Arbeitstraining bei der
A._
vom 28. Juli 2014 bis 27. Januar 2015 zugesprochen (Urk. 7/32-36), welches am 12. Januar 2015 erfolglos abgeschlossen wurde (Urk. 7/56). Die IV-Stelle aktualisierte daraufhin die medizinische und erwerbliche Aktenlage und liess
X._ durch die
B._
interdisziplinär begutachten (
Medas
-Gutachten vom 12.
Mai 2016, Urk. 7/86), nachdem ihm durch die sich am Gutachten beteiligende AXA-Unfallversicherung Gelegenheit gegeben wor
den war,
Zusatz
fragen
zu stellen (Urk. 7/7
8/2-3
). Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 7/91 und Urk. 7/101-107
)
sprach die IV-Stelle mit Verfü
gung vom 20. Dezember 2016 dem Versicherten ab 1. Januar 2015 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 42 % eine
Viertelsrente
zu (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 30. Januar 2017 Beschwerde und beantragte, es sei ihm unter Aufhebung der Verfügung vom 20. Dezember 2016 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen, eventuell sei die Sache zu ergänzenden medizini
schen Abklärungen und zum Neuentscheid zurückzuweisen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 3. März 2017 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-137),
was dem Beschwerdeführer am 8. März 2017 mitgeteilt wurde (Urk. 8). Der vom Beschwerdeführer eingereichte Sprechstundenbericht der Schulterchirurgie der
C._
vom
4.
Mai 2017 (Urk. 9-10) wurde der Beschwerde
gegnerin am 7. März 2018 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk.
11
).
3.
Auf die V
orbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird – soweit erforderlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkom
mensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztbe
richtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 20. Dezember 2016 (Urk. 2) gestützt auf das interdisziplinäre
Medas
-Gutachten vom 1
6.
Mai 2016 davon aus, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätig
keit als Sigrist/Hauswart nicht mehr möglich sei, ihm hingegen eine behinde
rungsangepasste Tätigkeit zu 80 % zumutbar sei. Die Invaliditätsbemessung ergebe einen Invaliditätsgrad von 42 %.
2.2
Der Beschwerdeführer ist demgegenüber der Ansicht, auf das interdisziplinäre
Medas
-Gutachten k
önne nicht abgestellt werden, da es nicht überzeuge. So werde das gescheiterte Arbeitstraining nicht berücksichtigt und die angedeutete Selbstlimitierung stimme nicht mit den gutachterlich bestätigten Beschwerdean
gaben überein
(Urk. 1).
3.
3.1
Im Bericht der Schulterorthopädie der
C._
vom 30. Oktober 2013 (Urk. 7/18) zuhanden der Beschwerdegegnerin werden folgen
de Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt:
-
Status nach Implantation inverse Schulter-Totalprothese und OSME links
am 23. Mai 2013 bei persistierenden Beschwerden nach Osteosynthese
einer proximalen dreifragmentären
Humerusfraktur
links am 20. Oktober
2012
-
Dilatat
ive
und
hyperthrophe
Herzkrankheit
-
Schlafapnoesyndrom
-
Status nach Magenulzera und
erosiver
Gastritis
-
Status nach Myringitis
bullosa
rechts
-
Status nach Diskushernie L4/5 mit Lumba
g
o (1993)
Nach der Operation am 23. Mai 2013 habe sich ein etwas protrahierter Verlauf gezeigt und der Beschwerdeführer habe in
der letzten Konsultation am 14.
August 2013 weiterhin belastungsabhängige Schmerzen im Bereich der lin
ken Schulter beklagt. Der Beschwerdeführer sei vom 22. Mai bis 14. Oktober 2013 in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Sigrist/Hauswart zu 100 % arbeitsunfähig gewesen. An körperlichen Einschränkungen bestehe eine noch immer verminderte Belastbarkeit und Bewegungsfähigkeit des linken Armes. Geistige und psychische Einschränkungen beständen keine. Da der Beschwerde
führer einem körperlich aktiven Be
ruf nachgehe, sei
eine Arbeitsfähigkeit aktu
ell noch nicht gegeben,
sie
sollte im weiteren Verlauf aber wieder möglich sei
n
.
3.2
Im
Z._
-Bericht vom 2
0.
März 2014 (Urk. 7/22) wurden die Ergebnisse der FOMA-Untersuchung festgehalten und folgende Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt: Schultersc
hmerzen links bei Zustand nach E
inbringen einer Schulter-Totalprothese links am 2
3.
Mai 2013 bei Zustand nach proxima
ler 3-fragmentärer Fraktur nach Neer mit mehrfragmentärer Situation im
Tuber
culum
majus
-Bereich und
anteriorem
Headsplit linke Schulter, anfangs mittels Osteosynthese PHILOS-Platte am 25. Oktober 2012 versorgt. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verblieben folgende Diagnosen:
-
Zustand nach Kontusion Knie links bei Meniskusschaden (20. Oktober
2012)
-
Zustand nach Kontusion OSG links mit Läsion
des Ligamentum
Delto
i
deum
, vorbestehender
OSG
-Arthr
ose mit
anteriorem
Im
pingement
und
Talo
-
navic
u
lar
-Arthrose
(20. Oktober 2012)
-
Dilatative
und
hyperthrophe
Herzk
rankheit mit diffus eingeschränk
ter
Funktion
-
Hypertonie
-
Schlafapnoesyndrom
-
Adipositas Grad II
-
Hyperurikämie, anamnestisch Podagra (2003)
-
Zustand nach Magenulzera und
erosiver
Gastritis
-
anamnestisch Zustand nach
Myringitis
bullosa
rechts
-
Status nach Diskushernie L4/5 mit Lumbago (1993)
-
Zustand nach akute
m
Herpes
zoster
, rechter Unterschenkel
Objektiv gesehen bestehe vor allem eine teilweise schmerzhafte Funktionsein
schränkung im Bereich der linken Schulter, währendem der übrige Bewegungs
apparat (abgesehen von einer Beweglichkeitseinschränkung im Bereich des lin
ken Sprunggelenks und geringeren Auffälligkeiten im Bereich beider Knie linksbetont) nur geringe Befunde zeige.
Insgesamt seien die Beschwerden des B
eschwerdeführers durch die kli
nischen Befunde und die bildgebenden Verfah
ren aber zu erklären. In der Evaluation der fu
nktionellen Leistungsfähigkeit
(EFL) zeige er bei guter Leistungsbereitschaft und –
konsistenz
eine erheblich verminderte
Beweglichkeit des linken Schultergelenks in allen Richtungen und dadurch wenig Möglichkeiten zum Einsatz des Armes. Es beständen weiterhin Defizite bei den Untersuchungen. Die allgemeine Gesundheitssituation des Beschwerdeführers sei reduziert durch eine
(
unfallfremde) Polymorbidität:
Herz
erkrankung, verminderte Kondition durch Adipositas und Selbstreduktion der Beweglichkeit im Alltag, Schonhaltung der Schulter, die zu weiterem Muskelab
bau und
Dekonditionierung
führe, Schlafstörungen durch Schlafapnoe mit fol
gender Müdigkeit, chronischen Schmerz. Die F
unktionsfähigkeit des Beschwer
deführers sei zurzeit reduziert, mit bestehendem Potential zur Steigerung durch Trainingsmassnahmen.
Zusammengefass
t
bestehe eine stark reduzierte Leistung des linken Armes und des Schulterbereichs, die den Arm nur stark einge
schränkt zu benutzen erlaubten. Bei der EFL seien zahlreiche Inkonsistenzen, insbesondere beim Gebrauch des linken Armes, festzustellen gewesen. Im Ver
lauf der Zeit sei auf Dauer mit einer Besserung der Beweglichkeit, aber nicht von grossen positiven Veränderungen mit Auswirkungen auf die Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit, zu rechnen. Die allgemeine Situation und langfristige Prognose sei auch vom Einfluss von unfallfremden Faktoren mitgeprägt.
Für die angestammte Tätigkeit als Sigrist/Hauswart (per 1. März 2014 gekündigtes Arbeitsverhältnis) sei dem Beschwerdeführer aufgrund der linken Schulter nur noch eine medizinisch-theoretische Restarbeitsfähigkeit von 30 % (halbtags und mit zusätzlicher Leistungsminderung) zumutbar. Eine Tätigkeit
im leichten bis mittelschweren Bereich wären dem Beschwerdeführer rein unfallbedingt ganz
tags zumutbar mit Gewährung von vermehrten Pausen von circa 1.5 Stunden, was einer 80%igen Arbeitsfähigkeit bei ganztägiger Präsenz entspreche.
3.3
Dr.
med.
D._
, Allgemeine Medizin FMH,
welcher den Beschwerdefüh
rer seit 2008 als Hausarzt behandelt,
stellte in seinem Bericht vom 20. Januar 2015 (Urk. 7/58) zuhanden der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Trümmerfraktur
prox
.
Humerus
links, Plattenosteosynthese (20. Oktober
2012)
-
inverse Totalprothese linke Schulter (
C._
, 23. Mai 2013)
-
Dilatative
und
hyperthrophe
Herzkrankheit mit schwer eingeschränkter
LVF (seit 2003)
Der Gesundheitszustand sei stationär und könne allenfalls durch Therapien und professionelle Schmerzbehandlung verbessert werden. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Sigrist/Hauswart sei der Beschwerdeführer seit Oktober 2012 zu 100% arbeitsunfähig. In der als Arbeitstraining versuchten Tätigkeit sei er seit November 2014 zu 70
%
arbeitsunfähig. In einer behinderungsangepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit 2014 zu 30 % arbeitsfähig.
3.4
Im Schlussbericht der
A._
vom 29
. Januar 2015 (Urk. 7/59) wurde über das Arbeitstraining des Beschwerdeführers in der Papiermanufaktur vom 28. Juli 2014 bis 29. Januar 2015 berichtet. Der Beschwerdeführer war in
Versand
/Pro
duktion tätig
und seine Arbeit beinhaltete Versandaufträge, Zuschnitt
von
Karten, Inventarisierung, Mithilfe im Shop. Sei
ne gesundheitliche Situation habe sich während des Arbeitsprojektes ver
schlechtert, woraus eine
Reduktion seines Arbeitspensums von 50 % auf
40
% resultiert habe. Der Beschwerdeführer habe während des gesamten Arbeitstrai
nings
seine Aufgaben mit viel Motivation, Elan und Einsatzwillen erledigt. Er sei als sehr pflichtbewusster, selbständiger und pünktlicher Mitarbeiter wahrge
nommen worden. Er habe seine Ideen eingebracht und von der Leitung sei sein Mitdenken
bei
den Abläufen sehr geschätzt worden. Im Umgang mit Kunden habe der Beschwerdeführer gutes Fingerspitzengefühl gezeigt und er habe gut auf ihre Forderungen eingehen können. Seine entgegenkommende Art sei auch von seinen Vorgesetzten und Teamkollegen sehr geschätzt worden. Wie sich im Laufe des Arbeitstrainings gezeigt habe, sei es dem Beschwerdeführer nicht gelungen, eine ausreichende körperliche Stabilität aufzubauen. Wenn das im Arbeitsprojekt nicht möglich sei, werde dies wohl auch im
1.
Arbeitsmarkt kaum klappen. Aufgrund der momentanen Situation werde eine Rentenprüfung empfohlen.
3.5
Dr.
D._
attestierte dem Beschwerdeführer in seinem Verlaufsbericht zuhan
den der Beschwerdegegnerin (undatiert, eingegangen am 2. September 2015, Urk. 7/65) weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit als Sigrist/Hauswart und erachtete eine 30%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit im
Büro in sehr einfachen Betätigungen als
möglich. Zur Prognose verwies er auf den beigelegten Sprechstundenbericht der Schulterorthopädie der
C._
vom 1
7.
Juni 2015 (Urk. 7/65 S. 6-7), wonach der Fall von orthopädischer Seite als nicht verbesserbar abgeschlossen worden sei. Krankheitsaufrechterhaltende Faktoren beständen nicht.
3.6
Im Bericht der Schulterorthopädie der
C._
vom 28. September 2015 (
Urk. 7/71) zuhanden der Beschwerdegegnerin wurden fol
gende Diagnosen aufgeführt:
-
Status nach Implantation inverse Schulter-Totalprothese und OSME links
am 2
3.
Mai 2013 bei/mit:
-
persistierenden Beschwerden nach Osteosynthese einer proximalen
drei-fragmentären
Humerusfraktur
links mit
anteriorem
Headsplit
vom 20. Oktober 2012
-
Status nach Schulterkontusion/Distorsion am 1
9.
Mai 2015
-
Periprothetische
Fraktur ausgeschl
o
ssen
-
Status nach Sepsis im Juni 2014 ausgehend von interdigitaler Mykose
(
E._
)
-
Schulterpunktion vom 8.
Mai 2015: Ohne Keimnachweis
Der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers
sei stationär. Aufgrund der per
sistierenden, starken Beschwerden nun 2 Jahre nach der
Implantation
der
Schulterprothese
werde eine Tätigkeit als Hauswart im weiteren Verlauf nicht mehr
durchführbar
sein. Eine angepasste Tätigkeit ohne körperliche Belastung, insbesondere ohne Belastung der linken oberen Extremität sei ab sofort mög
lich. Über eine Einschränkung des zeitlichen Umfangs könne aktuell keine Aus
sage gemacht werden, eine diesbezügliche Abklärung müsse mit dem Hausarzt abgesprochen werden.
Da aus
orthopädischer Sicht keine Behandlung mehr angeboten werden könne, sei der Beschwerdeführer ans Institut für komplemen
täre und integrative Medizin am
F._
überwiesen worden.
3.7
Das
interdisziplinäre (orthopädische, psychiatrische, allgemein-internistische und neurologische)
Medas
-Gutachten vom 12. Mai 2016 (Urk. 7/86) nannte fol
gende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Deutliche Funktionseinschränkung des linken Armes nach einer pro
ximalen
dreifragmentären
Humerusfraktur
links am
20.
Oktober 2012 mit
nachfolgender Osteosynthese am 25. Oktober 2012 und
Reoperation
mit
Metallentfernung und Implantation einer inversen Schulter-Totalprothese
links am 2
3.
Mai 2013
-
Deutliche Muskelminderung des linken Oberarmes
-
Weitgehend abgeklungene Distorsion und Kontusion des linken Knie
gelenkes mit lateraler Meniskusverletzung am 20. Oktober 2012
-
Schlafapnoesyndrom mit konsekutiver
CPAP
-Beatmung nachts;
dila
tative
Kardiomyopathie mit Zustand nach kardialer Insuffizienz;
aktuell Herzinsuffizienz NYHA Grad II
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben folgende Diagnosen:
-
Fehlhaltung der Wirbelsäule bei Rundrücken und Hohlkreuz mi
t
deut
licher
Muskeldysbalance
-
Abgeklungene Distorsion und Kontusion des linken Sprunggelenkes bei
leichter vorbestehender Arthrose und Läsion des Ligamentum
deltoideum
am
20.
Oktober 2012
-
Vorwiegend weichteilbedingte
Valgusstellung
der Beinachse
n bei
aus
geprägter Adipositas
-
Knick- Spreizfuss mit beginnenden Zehendeformitäten
-
Zusta
nd nach
Cholezystektomie
-
Zustand nach Ulcus
duodeni
-
Zu
stand nach akutem Gichtanfall
-
Zustand nach v
enösen Stripping beider Beine
-
Adipositas Grad I
I nach der WHO-Klassifikation
-
Zustand nach septische
m Erysipel des rechten Beines
-
pseudoradikuläre
Schmerzausstrahlung am linken Arm bei Zustand nach
Schultergelenks-
E
ndoprothese
links nach mehrfragmentärer
Schulterge
lenksfraktur
links
Von orthopädischer Seite
sei
nachvollziehbar, dass der linke Arm in seiner Belastbarkeit und Funktionsfähigkeit eingeschränkt
sei
. Auch
sei
ein Teil der Beschwerden glaubhaft. Die Schonung des linken Armes
werde
auch durch die starke Muskelminderung des linken Oberarmes bestätigt. Nachvollziehbar auf
grund der Veränderungen im linken Schultergelenk, aber auch im Bereich der Lendenwirbelsäule
sei
eine Kälteempfindlichkeit. Manuelle Tätigkeiten könn
t
en mit der linken Hand nicht mehr im vollen Masse ausgefü
hrt werden. Dies habe
Auswirkungen auf seine berufliche Tätigkeit als Hauswart und als Sigrist. Von Seiten der
Arbeitgeberin
werde
die Tätigkeit als eine „strenge" körperliche Arbeit mit viel Heben und Tragen beschrieben, die der
Beschwerdeführer
auf
grund seiner Verletzung nicht mehr ausüben könne. Aus diesem Grund
sei
ihm auch
das Arbeitsverhältnis zum
3
1.
März 2014
gekündigt
worden
. Nicht nach
vollziehbar
sei
die weitgehende komplette Funktionsaufhebung des linken Armes, die vom
Beschwerdeführer demonstriert werde
. Im Rahmen der orthopä
dischen Begutachtung
könne
eine insgesamt verbesserte Funktionsfähigkeit beobachtet und auch festgestellt werden, die eine teilweise Be
lastung des linken Armes erlaube
. Auch im Rahmen der funktionsorientierten medizinischen Abklärung
(FOMA) seien
Inkonsistenzen festgehalten
worden
, die bei Überwin
dung der Selbstreduktion und konsequenter Behandlung eine Besserung der Beweglichkeit und damit auch eine positive Veränderung
mit Ausdauer und Belastbarkeit
sowie
Arbeitsfähigkeit erwarten lasse
.
A
nhand des orthopädischen Befundes
könne
dem
Beschwerdeführer
seine angestammte Tätigkeit als Haus
wart und Sigrist nicht mehr zugemutet werden, da nur in ganz geringem Masse im Rahmen dieser Tätigkeit leichtere Arbeiten anfallen
würden
. In einer gut angepassten Verweistätigkeit
sei
aber zu erwarten, dass leichte Arbeiten und in geringem Masse auch mittelschwere Tätigkeiten ganztags mit einer reduzierten Leistungsfähigkeit möglich sein dürften. Dabei sollte aber auf die Funktionsein
schränkung
(beispielsweise
Heben des Armes bis zur Schulterhöhe oder über den Kopf
)
Rücksicht genommen werden. Die Re
stbefunde der Lendenwirbelsäule
sowie des linken Kniegelenkes, die zu leichteren Funktionseinschränkungen führen könn
t
en, spiel
t
en momentan keine Rolle. Der Unfall vom
20. Oktober 2012 habe
als Folge zu einer deutlichen Funktionseinschränkung des linken Armes geführt. Trotz eines prothe
tischen Ersatzes im linken Schultergelenk im Mai 2013 sei
eine bleibende
Funktionseinschränkung verblieben, die im Kon
sens mit den vorliegenden Befunden und Abklärungen der funktionsorientierten medizinischen Untersuchung
im November 201
3
eine wesentlich verminderte Belastbarkeit in seiner angestammten Tätigkeit als Sigrist und Ha
uswart in
Zukunft erwarten lasse
.
Allerdings zeig
e aber auch die funktionsmedizinische Abklärung (FOMA mit ELF gemäss Bericht der
Z._
von März 2014
) Ressourcen, die vom
Beschwerdeführer
n
och nicht vollständig genutzt wü
rden, er seine Leis
tungsfähigke
it subjektiv zu niedrig bewerte
und auch korrespondierend aktuell gewisse Zeichen der Selbstlimitierung u
nd diversen Inkonsistenzen auffielen, so
dass insgesamt in Übereinstimmung mit der Bewertung des
Z._
eine ange
passte Verweistätigkeit mit leichten bis teilweise mittelschweren Arbeiten unter Berücksichtigung des beschriebenen Fähigkeitsprofils als z
umutbar bewertet werden müsse
. Dabei
bestehe
eine etwas verminderte Leistungsfähigkeit bei einem ganztägigen Arbeitseinsatz. Der jetzige orthopädische Befund
könne
die frühere
n Einschätzungen bestätigen, so
dass sich damit keine wesentlichen Abweichungen in der Beurteilung anha
nd des jetzigen Befundes ergäben
(S. 33 f.)
.
Von psychiatrisch-psychotherapeutischer Seite
beständen
k
eine Einschränkun
gen. Es bestehe
eine weitestgehend psychische Gesundheit sowie psychische Kräfte, Ressourcen und Reife,
um Krisen -
auch bevorstehende zukünftige Kri
sen und die aktuelle Situation
-
zu überwinden und sich damit zu arrangieren. A
us psychiatrischer Sicht bestehe
Arbeitsfähigkeit
(S. 34)
.
An
internmedizinischen
Erkrankungen, die der
Beschwerdeführer durchgemacht habe
, führ
t
en das
(operierte)
Gallensteinleiden
sowie das Ulcus
duodeni
und die durchgemachte Gicht nicht zu versicherungsmedizinisch relevanten Erkrankun
gen.
Auch die Adipositas Grad II habe
versicherungsmedizinisch keinen Ein
fluss. Das Schlafapnoesyndrom und die Herzinsuffizienz
seien kl
inisch wohl kaum voneinander zu trennen, es
sei
nach den Akten und auch nach den Aus
sagen des
Beschwerdeführers
unklar geblieben, we
lche dieser beiden Erkran
kungen
di
e andere negativ beeinflusst habe
. Tatsache
sei
, dass beide Erkran
kungen gleichzeitig aufgetreten
seien
, gleichzeitig behandelt worden
seien
und es danach zu einer erheblichen
klinischen
Befundbesserung gekommen
sei
. Die
se Erkrankungen könn
t
en als solche
zu einer Einschränk
ung der Arbeitsfähig
keit auf circa
80
%
führen, wobei normalerweise lediglich leichte bis mittel
schwere Arbeiten noch durchgeführt werden könn
t
en. Aufgrund der bestehen
den Beeinträchtigung durch die Verletzung der linken Schulter dürfte dies jedoch nicht z
um Tragen kommen. An Ressourcen
des
Beschwerdeführer
s seien
sicherlich die freiwilligen sozialen Tätigkeiten
zu nennen
. Hierbei
werde
die körperliche Beeinträchtigung des
Beschwerdeführers
sicherlich keine Rolle spie
len
(S. 34)
.
Unter rein neurologischen Gesichtspunkten
ergäben
sich keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit durch die neurologischen Gesundheitsstörungen. Sensible
und motorische Ausfälle an den Extremitäten
lägen
nicht vor. Es besteh
e
auch kein neuropathisches und kein
radikuläres
Schmerzsyndrom. Die Einschränkung der Schulterbeweglichkeit
sei
nicht neurogen zu begründen. Das Schlaf-Apnoe-Syndrom
sei unter Ü
berdruckbeatmung mit der Mask
e sehr gut behandelt und bedinge
keine psychophysische Leistungsminderung am Tage. Eine Einschrän
kung der Ressourcen
sei
nicht vorhanden. Somit
ergäben
sich weder quantitati
ve noch qualitative Leistungseinschränkungen. Entsprechend der Einschätzung im vorliegenden Gutachten
sei
sowohl nach der Osteosynthese-
Operation und auch nach der
Implantation
der Schulterprothese bei der Untersuchung am
4. Juli 2013
eine Läsion des
Nervus
axillaris
links ausgeschlossen
worden
. Bei
dieser
Untersuchung am
4.
Juli 2013 heisse
es auch, dass die Sensomotorik am linken Arm unauffällig
gewesen sei. Auch dies entspreche
dem aktuellen Ein
druck. Auch bei weiteren orthopädischen Untersuchungen
werde
eine normale Sensomotorik am linken Arm
festgestellt.
Lediglich bei der funktionsorientie
renden medizinischen Abklärung
(FOMA) werde
über eine reduzierte Leistung am linken Arm mit verminderter Arm- und Handkraft berichtet. In den späteren Berichten, die allerdings keine exakten neurologischen Befunde enthalten
wür
den
,
werde
jedoch nicht mehr über motorische Einschränkungen berichtet, jedoch inkonsistent über zudem wechselnd lokalisierte sensible Störungen. Hier
zu
habe der Beschwerdeführer
allerdings bei der aktuellen Untersuchung
berich
tet
, dass kein sensibles Defizit im Sinne einer
Minderung der Berührungsschwel
l
en mehr vorliege. Während der umfangreichen orthopädischen Behandlungen
werde
eine
behandlungsbedürftige
LWS
-Problematik
beziehungsweise
über eine
radikuläre
Beteiligung nicht berichtet. Insgesamt
ergäben
sich keine Abwei
chungen der im medizinischen Dossier enthaltenen Befunde von den aktuellen Befunden.
Nach der neurologischen Anamnese und Untersuchung
ergäben
sich keine Einschränkungen der Funktionen, der Arbeitsfähigkeit und der Ressourcen
(S. 34 f.)
.
Die Prüfung der Befund
konsistenz
ergebe Folgendes: Der Beschwerdeführer
gebe an, dass er -
soweit
er Behandlung verordnet bekomme -
diese regelmässig wahrnehme und auch regelmässig das erlernte Gymnastikprogramm i
n Eigenre
gie fortsetze. Er zeige
auch eine gute Eigeninitiative, seine Situation zu verbes
sern. Bei der
Anamneseerhebung
aber auch bei der Untersuchung
falle
auf, dass der linke Arm weitgehend geschont
werde. Er betone
die starke Schmerzhaf
tigkeit, die ihn daran hindern wü
rde, den linken Arm einzusetzen. Bei Ablen
kung oder
wenn er
sich unbeobachtet fühle,
könne
aber ein besseres Funktions
ausmass beobachtet werden, als dies vom
Beschwerdeführer
demonstriert
werde. Im Widerspruch zu
m Verhalten des
Beschwerdeführers
werde
in den Akten eine bessere Funktions- und Einsatzmöglichkeit des linken Armes beschrieben. Auch
wenn die
Beschwerden in der linken Schulter durchaus glaubhaft
seien
,
könnten
eine Selbstlimitierung und übertriebene Schonhaltung nicht ausgeschlossen werden. Des
W
eiteren dürfte auch das erhebliche Übergewicht, das er anschei
nend nicht reduzieren
könne
, zu einer verminderten Leistungsfähigkeit beitra
gen. Der
Beschwerdeführer
sei
sehr aufgeweckt und lebendi
g, auf der anderen Seite beklage
er immer wieder seine starken Schmerzen, die ihn daran hindern würden, den li
nken Arm zu belasten. Er scheine
sich ein bestimmtes Bewe
gungsmu
ster angewöhnt zu haben. Die vom
Beschwerdeführer
gemachten Angaben zu seinem Leben, zu seinem Sein, seinem
Gewordensein
, zu seinem Alltag, zu seiner Teilhabe, zur Behandlungsaktivit
ät und zum sozialen Netz erschie
nen konsistent, gl
aubhaft und nachvollziehbar, so
dass sie zum heutigen Zustand der psychischen Beschwerdefreiheit beigetragen
hätten
. Im Rahmen der neurologischen Untersuchung
sei
der Rapport klar und thematisch bündig
gewesen
. Die
Waddell
-
Zeichen
seien
negativ
gewesen
. Leichte Befundinkonsis
tenzen
seien
bei der Prüfung der Armmotorik links auf
getreten
. Zwar
sei
die Armmotorik
in Folge der Schultergelenksverl
etzungen links schmerzhaft einge
schränkt, jedoch hätte die Armbeugung und Armstreckung, die auch ohne Schulterbewegung durchgeführt werden
könne
, möglich sein müssen,
sei
aber als eingeschränkt vorgeführt
worden
. Durch Einweisung und Benutzung einer Untersuchungstechnik ohne begleitende Exkursion im Schultergelenk
habe
dann aber normale Kraft dokumentiert werden
können
. Nicht ganz nachvoll
ziehbar
sei
auch, warum beim
Beschwerdeführer
nach der Implantation der inversen Schulterprothese links die Hand-Mund-Erreichbarkeit noch knapp möglich gewesen sein soll und nun dargestellt
werde
, dass mit der links geführ
ten Ga
bel der Mund nicht erreicht werde
. Es dräng
t
en sich somit doch leichtere Befundinkonsistenzen hinsichtlich der motorischen Funktion des linken Armes auf, auf die auch schon bei der funktionsorientierten medizinischen Abklärung i
m Februar 2014 hingewiesen worden sei
(S. 32 f.)
.
Die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Sigrist/Hauswart liege bei 0 %
, dies seit dem Unfalltag am 20. Oktober 201
2.
In einer gut angepassten Verweistätigkeit bestehe jedoch
eine
ganztä
g
ige Arbeitsfähigkeit, aufgrund der orthopädischen und internistischen Gesundheitsstörungen sei hierfür eine Leis
tungsminderung um insgesamt 20 % infolge vermehrter Pausen a
nzuerkennen. Auf psychiatrischem
und neurologischem Gebiet könnten kei
ne Minderungen der Arbeits- resp
ektive Leistungsfähigkeit bestätigt werden.
Somit bestehe eine
80%ige Arbeitsfähigkeit (ganztäg
ige Präsenz mit einer um 20 % reduzierten Leistungsfähigkeit), wobei diese Einschätzung seit dem
19. August 2013
gelte
(S. 35 f.)
.
Es besteht
aufgrund
verminderter Bel
astbarkeit der linken Schulter
respektive des
linken Arm
es
als auch aufgrund der internistischen Diagnosen (Herzinsuffi
zienz, Schlafapnoesyndrom) eine allgemein verminderte körperliche Belastbar
keit. Der
Beschwerdeführer
sei
in der Lage, leichte Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gegenständen bis zu zehn Kilogramm in rückenschulgerechter Hal
tung zu verrichten, dieses in temperierten Räumen, im Wechsel zwischen Gehen, Sitzen und Stehen, ohne Zeitdruck, mit kleineren Erholungsphasen fü
r
Gymnastik und Entspannung.
Vermieden werden sollten
dagegen
den
linken Arm belastende, teilweise mittelschwere und schwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten über zehn Kilogramm ausserhalb des Körperlotes, Arbe
i
ten über Brust- oder Schulterni
veau, Überkopfarbeiten, Arbeiten mit Armvor
halt, Zwangshaltungen, häufige Vibrationen sowie ruc
kartige plötzliche Bewe
gungsausschlä
ge und v
erstärktes Rumpfbeugen
sowie kniende Tätigkeiten. Wei
ter sollte er keiner Kälte-
Nässeexpositionen oder
Zugluft ausgesetzt werden.
Aus psychiatrischer Sicht
sei
der Beschwerdeführer
in der Lage, sämtliche
sei
nem
körperlichen Belastungsprofil angepassten Tätigkeiten vollschichtig zu ver
richten
(S. 35 f.)
.
3.8
Der im
Einwandverfahren
eingereichte Bericht des Instituts für komplementäre und integrative Medizin des
F._
vom 2. September 2016 (Urk. 7/106) führte folgende Diagnosen auf:
-
C
hronischer multifaktorie
ller Schulterschmerz MPSS III
-
Status nach
Implantation Schulter-
Totalendop
rothese
und
OSME
links am 23. Mai 2015
-
persistierende Beschwerden nach Osteosynthese einer proximalen
dreifragmentären
Humerusfraktur
links mit
anteriorem
Headsplit
vom
20. Oktober 2012
-
Status nach
Schulterkontusion/ Distorsion links am 19.
Mai 2015
-
periprothet
ische
Fraktur ausgeschlossen
-
Status nach
Sepsis
(Juni 2014)
ausgehend von interdigitaler Mykose
(K
SW)
-
Schulterpunktion 8. Mai 2015
: kei
n Erregern
achweis
-
dilatative
und hypertrophe Herzkrankheit
-
Echokardiographie
20. August 2008
: dilatierter, hypertropher
linker Ventrikel mit gesamthaft schwer diffus eingeschränkter
Funktion, EF 28
%, massig dilatierter linker Vorhof, leicht
e AI
-
Coronarangiographie
2003: keine
Coronarsklerose
,
EF
70
%,
ergometrie
kl
inisch
und elektrisch negativ
-
kardiovaskuläre Risikofaktoren
: Adipositas WHO Grad II,
Dysli
pidämie
, arterielle Hypertonie, positive Familienanamnese,
OSAS
-
ob
struktives Schlafapnoesyndrom
-
P
olysomnographie
2008
-
CPAP-Therapie
-
Status nach
Abklärung bei V
erdacht auf
Myopathie
1
997 ohne relevante
Ergebnisse
-
Muskelbiopsie
M
usculus
dektoideus
links 19
97: normale
Skelettmuskulatur
-
intermittierende CK-Erhöhung
-
lumbale Diskushernie L4/L5 (
199
3)
-
Status nach
Podagra bei Hyperurikämie
-
Status nach Varizenstripping beidseits (Januar
2003
)
Zusammenfassend
zeige
sich im Verlauf zwischen
der
Erstkonsultation
im Juli
2015 bis
zum
Juni
2016 eine persistierende, insgesamt wenig dynamische Gestaltung des Schmerzerlebens unter weiterhin fehlender Belastbarkei
t im All
tag. Konklusiv erscheine
die Prognose eingeschränkt, wobei sich hier eine deut
liche Diskrepanz
zu der gutachterlichen
Beurteilung durch die IV ergebe
. Eine Arbeitsfähigkeit auch f
ür geringe Belastungen erscheine
bei oben beschriebe
nem klinischem Bild nicht möglich. Aktuell könn
ten
dem Beschwerdeführer
keine
weiteren sinnvollen Therapiean
s
ä
tze mehr
angeboten werden
. Der
Beschwerdeführer
werde
weiterhin konsequente wöchentliche Thermalbadbesu
che durchführen, da sich für ihn nur in diesem Kontext eine Entspannung her
beiführen
lasse
.
Der Beschwerdeführer sei
hinsichtlich des Praktizierens aktiver Entspannungsmethoden zur Förderung
und Entwicklung einer eigenen Ü
bungs
praxis
ermutigt worden
. Weiterhin
hätten sie
den Versuch
besprochen
, über das Anlegen des
Gilchrist
-Verbandes wäh
rend aktiver Bewegungseinheiten
eine Minimierung etwaiger Erschütterungen herbeizuführen und auf diesem Wege aktive Bewegungsansätze zu fördern.
3.9
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer einen wei
teren Bericht der Schulterorthopädie der
C._
vom 4. Mai 2017 (Urk. 10) ein.
Darin wurde festgehalten, dass sich auch anlässlich der 4-Jahreskontrolle ein unbefriedigendes Ergebnis nach Implantation einer inversen Schulter-Totalprothese bei vorangegangener Fraktur nach Unfall und PHILOS-Plattenimplantation
zeige
. Der
Beschwerdeführer
k
önne seinem
früheren Beruf als Hauswart nicht mehr nachkommen, da er den linken Arm nicht mehr einset
zen könne. Er habe sich zwischenzeitlich so gut wie möglich an die neue
Lebenssituation adaptiert und versuche auch noch mit Freiwilligenarbeit den Alltag zu überbrücken. In den letzten Sprechstunden 2013 und 2015 seien zweimal Punktionen abgenommen worden mit jeweils negativem Ergebnis. Auch das neurologische Konsilium habe keine möglichen Gründe für die Schmerzen eruieren können. Die Lage der Prothese scheine radiologisch unauf
fällig (CT am 14. August 2013, Röntgen am 3. Mai 2017).
4.
4.1
Das interdisziplinäre
Medas
-Gutachten vom 12. Mai 2016 (Urk. 7/86) basiert auf einer umfassenden
orthopädische
n
, psychiatrische
n
, allgemein-internistische
n
und neurologische
n Untersuchung und wurde in Kenntnis und in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
(Anamnese) abgegeben. Die Gutachter haben detail
lierte und nachvollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Zudem wur
den die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation ein
leuchtend dargelegt und die Schlussfolgerung nachvollziehbar begründet. Dem interdisziplinären Gutachten kommt demnach grundsätzlich volle Beweiskraft zu
(vgl. E. 1.4).
4.2
Die
Medas
-Gutachter
stellten schlüssig fest, dass
auf psychiatrischem
und neu
rologischem Gebiet keine Minderung der Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit bestehe. Aus orthopädischer und internistischer Sicht bestehe hingegen ein Gesundheitsschaden, welcher sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirke, wobei aber vor allem die unfallbedingten Schulterschmerzen
massgebend
die Arbeitsfähig
keit
beeinflussen (
Urk.
7/86 S. 34). Dass aufgrund der dargelegten orthopädi
schen Diagnosen im Zusammenhang mit dem Schulterleiden die bisherige Tätigkeit als Sigr
ist/Hauswart nicht mehr möglich
, ihm hingegen eine angepass
te Tätigkeit mit auf seine Beschwerden abgestimmten Anforderungsprofil zu 100 % mit einer 20%igen Leistungsminderung wegen vermehrtem Pausenbedarf zumutbar ist, erscheint nachvollziehbar.
Diese Einschätzung deckt sich denn auch mit derjenigen der
Z._
vom 20. März 2014 (vgl. E. 3.2, mittels FOMA und EFL)
. Auch Dr. med.
G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) kam in seiner Stel
lungnahme vom 24. Mai 2016 zum Schluss, dass die Feststellungen des
Medas
-Gutachtens überzeug
t
en und darauf abzustellen sei (Urk. 7/89 S. 8).
Lediglich
Dr.
D._
attestierte eine 70%ige Arbeitsunfähigkeit in einer Verweistätigkeit (vgl. E. 3.3 und E. 3.5). Dabei ist mit Blick auf die Erfahrungstatsache, dass behandelnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Ver
trauensstellung in Zweifelsfällen eher zu
Gunsten ihrer Patientinnen und P
ati
enten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, BGE 125 V 351 E. 3b/cc) davon auszu
gehen, dass die von
Dr.
D._
attestierte Arbeitsunfähigkeit nicht auf
objektive Feststellungen zurückzuführen ist, sondern auf die vom Beschwerdeführer sub
jektiv geklagten Beschwerden.
4.3
Auch die Einwände des Beschwerdeführers vermögen an dieser Einschätzung nichts zu ändern:
4.3.1
So macht der Beschwerdeführer geltend, dass das erfolglos gebliebene Arbeits
training zu Unrecht unberücksichtigt geblieben sei, da sich daraus ergebe, dass der Beschwerdeführer aufgrund starker Schulterschmerzen, welche sich bei Belastung sogar verstärkten, nicht in der Lage sei, einer 80%igen (ganztätig mit 20%iger Leistungsminderung) Erwerbstätigkeit nachzugehen (Urk. 1 S. 4 f.).
Festzuhalten ist, dass
die Beurteilung der Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit aus medizinischer Sicht einem Arzt obliegt. Deshalb ist die Einschätzung der Arbeitsintegrations-Beraterin (vgl. E. 3.4) vorliegend nicht massgebend, sondern es ist vielmehr auf die gutachterliche Beurteilung abzustellen, welches interdis
ziplinär eine Gesamtschau vornahm. Überdies deckt sich die
Medas
-Einschätzung mit derjenigen der
Z._
von 201
4.
Im Weitern wird den festgestellten Einschränkungen des Beschwerdeführers – trotz Hinweisen auf eine Selbstlimitierung – zur Genüge Rechnung getragen, indem ein ausführliches positives und negatives Belastungsprofil formuliert wurde und zusätzlich der vermehrte Pausenbedarf mit einer 20%igen Leis
tungsminderung berücksichtigt wurde.
Fraglich ist zudem, ob es sich bei der im Arbeitstraining ausgeführten Tätigkeit im Bereich Versand/Produktion überhaupt um eine optimal angepasste Ver
weistätigkeit gehandelt hat. Da seine Arbeit Versandaufträge, Zuschnitt
von
Karten, Inventarisierung und Mithilfe im Shop beinhaltete, ist
nicht undenkbar
, dass er
auch Arbeiten ausserhalb des gutachterlich festgelegten Belastungspro
fils
vorzunehmen hatte. Zudem berücksichtigte das
Medas
-Gutachten
das erfolglos gebliebene Arbeitstraining im Rahmen der Gesamtwürdigung durchaus (vgl. Urk. 7/86 S. 38).
Der Schlussbericht der
A._
vom 2
9.
Januar 2015 vermag daher die Beweiskraft des MEDAS-Gutachtens nicht in Zweifel zu ziehen.
4.3.2
Der Beschwerdeführer wendete weiter ein, dass auch die vor kurzem aufge
nommene Arbeitstätigkeit
als Allrounder im L
iegenschaftsunterhalt belege, dass ihm ein höheres Pensum als 50 % nicht möglich sei (Urk. 1 S. 5). Wiederum bleibt zu bezweifeln, dass es sich dabei um eine optimal angepasste Tätigkeit gemäss formuliertem Anforderungsprofil handelt.
4.3.
3
Soweit der Beschwerdeführer weit
e
re medizinische Abklärungen verlangt (Urk. 1 S. 6), ist darauf zu verzichten, da der Gesundheitszustand und die medi
zinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit aufgrund der medizinischen Akten – ins
besondere des interdisziplinären
Medas
-Gutachtens – hinreichend abgeklärt sind.
4.4
Gestützt auf die überzeugenden Feststellungen im interdisziplinären
Medas
-Gutachten vom 12. Mai 2016 steht somit fest, dass dem Beschwerdeführer eine behinderungsangepasste Tätigkeit (
möglich:
leichte Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gegenständen bis zu zehn Kilogramm in rückenschulgerechter Hal
tung, in temperierten Räumen, im Wechsel zwischen Gehen, Sitzen und Stehen, ohne Zeitdruck, mit kleineren Erholungsphasen für
Gymnastik und Entspan
nung;
nicht möglich:
im linken Arm belastende, teilweise mittelschwere und schwere Tätigkeiten mit Heben und Tragen von Gewichten über zehn Kilo
gramm ausserhalb des Körperlotes, Arbeiten über Brust- oder Schulterniveau, Überkopfarbeiten, Arbeiten mit Armvorhalt, Zwangshaltungen, häufige Vibrati
onen sowie ruckartige plötzliche Bewegungsausschläge und verstärktes Rumpf
beugen sowie kniende Tätigkeiten
, ohne
Kälte-sowie Nässeexpositionen oder Zugluft
) seit August 2013 ganztäg
ig, aber
wegen vermehrtem Pausenbedarf
mit einer 20%igen Leistungsminderung, zumutbar ist.
5.
5.1
Die von der Beschwerdegegnerin bei der Invaliditätsbemessung verwendeten Bemessungsfaktoren wurden weder in tatsächlicher noch in rechtlicher Hinsicht beanstandet. Der Beschwerdeführer verlangt aber einen Leidensabzug, da er in körperlicher Hinsicht massiv eingeschränkt sei und zudem einen erhöhten Pau
senbedarf habe (Urk. 1 S. 6 f.).
5.2
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und
Ausmass
der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können
(BGE 124 V 321
E.
3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten
(BGE 126 V 75 E.
5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdi
gung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem
Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.
2; 134 V 322 E.
5.2 und
126 V 75 E.
5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfä
higkeit eingeschränkt ist
(BGE 126 V 75 E.
5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthalte
ne gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des lei
densbedingten Abzugs
einfliessen
und so zu einer doppelten Anrechnung des
selben Gesichtspunkts führen dür
fen (Urteile des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E.
3.1
mit Hinweisen
).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges
gemäss
BGE
126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abweichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V
71 E.
5.2 und 126 V 75 E.
6).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E.
3.2 und
8C_808/2013 vom 14.
Februar 2014 E.
7.1.1 mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung rechtfertigt der Umstand alleine, dass eine grundsätz
lich vollzeitlich arbeitsfähige versicherte Person gesundheitlich bedingt lediglich reduziert leistungsfähig ist, an sich keinen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_126/2011 vom 8. Juli 2011 E. 5.2 mit zahlreichen Hin
weisen).
5.3
W
eder Alter, Dienstjahre, Beschäftigungsgrad oder Aufenthaltskategorie
stellen
ein zu beachtendes Abzugskriterium
dar
. Zudem
kann
davon ausgegangen wer
den, dass auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt auch unter Berücksichtigung des Anforderungs- und Belastungsprofils noch ein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweistätigkeiten vorhanden sein dürfte.
Dem Beschwerdeführer ist aufgrund der somatischen Einschränkungen nur eine adaptierte Tätigkeit mit einem deutlich verminderten Belastungsprofil zumutbar. Die quantitative Einschränkung beruht aber einzig auf einer reduzierten Leis
tungsfähigkeit, bedingt durch erhöhten Pausenbedarf (vgl. E. 4.4). Demnach ist grundsätzlich kein Leidensabzug vorzunehmen. Würde angesichts der besonde
ren Umstände gleichwohl ein Leidensabzug vorgenommen, ergäbe sich daraus nichts zu Gunsten des
Beschwerdeführers
. Ein solcher Leidensabzug wäre mit maximal 10
%
zu bemessen. Damit stünde dem
Valideneinkommen
von Fr. 90‘969.
--
ein
Invalideneinkommen von F
r. 47‘303.-- (Fr.
52‘559.— x 0.9) gegenüber, was einen Invaliditätsgrad von
gerundet 48
% erg
äbe
und somit
ebenfalls
zu einer
Viertelsrente
berechtigt
e
.
5.4
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6
.
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), sind auf Fr. 600.--
anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterlie
genden Beschwerdeführer aufzuerlegen.