# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a8a11037-0598-4732-8882-069766f71fec
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _1982, und X._, geboren am _ 1973, haben am _ 2009 vor dem Zivilstandsamt _ geheiratet. Aus dieser Ehe ist das Kind A._, geboren am _ 2011, hervorgegangen. Y._ hat zudem ein aus einer anderen Beziehung stammendes Kind namens B._, geboren am _ 2006.
B. Die Ehegatten leben seit dem _ 2015 getrennt und schlossen am 29. Juni 2015 eine aussergerichtliche Trennungsvereinbarung (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 2/3), in der sie sich unter anderem über die hauptsächliche Betreuung der Tochter A._ durch die Mutter einigten. Ausserdem verpflichtete sich X._, an den Unterhalt von Y._ und die gemeinsame Tochter CHF 2'000.00 pro Monat zu bezahlen, wobei dies Unterhalt und Alimente (inklusive Familienzulage für A._) einschliesse. Im Oktober 2015 einigten sich die Parteien mündlich, dass X._ Y._ und A._ insgesamt einen Unterhaltsbeitrag von monatlich CHF 3'500.00 (inklusive Kinderzulagen) zu bezahlen habe.
C. Am 3. März 2016 reichte Y._ beim Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur ein Gesuch um Erlass eheschutzrechtlicher Massnahmen ein. Sie stellte die folgenden Rechtsbegehren (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 1):
1. Es sei festzustellen, dass die Parteien zur Aufhebung des gemeinsamen Haushalts berechtigt sind.
2. Die gemeinsame Tochter A._, geboren am _ 2011, sei unter die elterliche Obhut der Gesuchstellerin zu stellen.
3. Es sei dem Gesuchsgegner ein praxisgemässes Besuchs- und Ferienrecht einzuräumen.
4. Der Gesuchsgegner sei rückwirkend ab dem 1. Mai 2015 zu verpflichten, an den Unterhalt von A._ einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 1'000.00 zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen.
5. Der Gesuchsgegner sei rückwirkend ab dem 1. Mai 2015 zu verpflichten, an den Unterhalt der Gesuchstellerin einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 3'395.00 zu bezahlen.
6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 4 und 5 hiervor seien praxisgemäss zu indexieren.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, diese zuzüglich 8 % Mehrwertsteuer, zulasten des Gesuchsgegners.
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D. In seiner Stellungnahme vom 30. März 2016 verlangte X._ was folgt (vgl. vorinstanzliche Akten, act. 6):
1. Es sei festzustellen, dass die Parteien zur Aufhebung des gemeinsamen Haushalts berechtigt sind.
2. Die gemeinsame Tochter A._, geboren am _ 2011, sei unter die alleinige elterliche Obhut der Gesuchstellerin zu stellen.
3. Es sei dem Gesuchsgegner ein praxisgemässes Besuchs- und Ferienrecht einzuräumen.
4. Der Ehemann sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Ehefrau und Tochter A._ einen monatlichen Unterhaltsbetrag von Fr. 2'120.00 (zuzüglich Kinderzulagen von Fr. 320.00) zu entrichten, davon Fr. 800.00 für den Bedarf von Tochter A._, Fr. 1'320.00 für jenen der Gesuchstellerin.
5. Die vorstehend genannten Unterhaltsbeiträge seien ordentlich zu indexieren.
6. Im Übrigen sei das gegnerische Gesuch abzuweisen.
7. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchstellerin.
E. Am 14. April 2016 fand in Anwesenheit beider Parteien sowie ihrer Rechtsvertreter die mündliche Verhandlung vor dem Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur statt. Mit Entscheid gleichen Tages erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur was folgt:
1. Y._ und X._ werden für berechtigt erklärt, getrennt voneinander zu leben.
2. Die elterliche Obhut über A._, geboren am _ 2011, wird für die Dauer des Getrenntlebens Y._ übertragen.
3. X._ ist berechtigt, sein Kind A._ jedes zweite Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen und es für 3 Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Über die Termine der Besuche haben sich die Parteien im Sinne von Ziff. 8c der Erwägungen vorgängig zu verständigen.
4.a) X._ wird verpflichtet, mit Wirkung ab 1. Mai 2016 an den Unterhalt von A._ und Y._ für die Dauer des Getrenntlebens monatlich insgesamt CHF 3'670.00 (für das Kind CHF 850.00, für Y._ CHF 2'820.00), zuzüglich allfällig vertraglich geregelter und gesetzlicher Kinder- und Ausbildungszulagen, zu bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats an Y._ zu bezahlen.
b) Der Unterhaltsbeitrag gemäss Ziff. 4a basiert auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende März 2016 von 100.1 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind jährlich auf den 1. Januar jedes Jahres, erstmals auf den
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1. Januar 2017, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres wie folgt anzupassen:
Neuer UB = alter UB x neuer Index alter Index
Weist X._ nach, dass sich sein Einkommen nicht im Umfang der Teuerung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge nur proportional zur tatsächlichen Einkommenssteigerung angepasst. Bei unverändertem Einkommen entfällt eine Anpassung.
5.a) X._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._ für den Zeitraum vom November 2015 bis und mit April 2016 CHF 6'660.00 zu bezahlen.
b) Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.
6.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'500.00 (Entscheidgebühr) gehen je hälftig zu Lasten von X._ und Y._. Die X._ auferlegten Kosten in Höhe von CHF 750.00 sind dem Gericht innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen. Die Y._ überbundenen Kosten in Höhe von CHF 750.00 gehen – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b) Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen.
c) (Entschädigung des unentgeltlichen Rechtsvertreters von Y._)

## Considerations