# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 93a5ba85-cb66-4139-bfa4-a16ea662ffde
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Der mazedonische Staatsangehörige V. Z. heiratete am 27. Oktober 2005 seine
Landsfrau
G. V., welche seit dem 9. Juli 1994 in der Schweiz lebt und im Jahre 1999 die
Niederlassungs-bewilligung erhielt. Am 17. Februar 2006 erhielt V. Z. die
Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehegattin; sie wurde letztmals bis
7. Februar 2010 verlängert. Am 2. Juni 2008 kam ihr gemein-samer Sohn A. in der
Schweiz zur Welt. Er ist im Besitze einer Niederlassungsbewilligung.
Am 22. Oktober 2009 war V. Z. in ein Drogengeschäft verwickelt. Er organisierte einen
Handel von 491 Gramm Heroin. Mit Entscheid vom 16. September 2010 sprach ihn das
Kreisgericht See-Gaster deshalb des Verbrechens gegen das Bundesgesetz über die
Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (SR 812.121, abgekürzt BetmG)
schuldig und verurteilte ihn zu einer Freiheits-strafe von 22 Monaten. Der Vollzug wurde
mit einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben.
Mit Verfügung vom 2. Februar 2011 verlängerte das Ausländeramt (heute
Migrationsamt) die Bewilligung von V. Z. nicht mehr und wies ihn an, die Schweiz bis
spätestens 17. April 2011 zu verlassen. Es erwog, aufgrund der Verurteilung seien die
Voraussetzungen für einen Widerruf respektive eine Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung zweifelsfrei gegeben. V. Z. habe eine sehr gefährliche Menge an
harten Drogen vermittelt und damit einen schweren Rechtsverstoss begangen. Es sei
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deshalb von einem überwiegenden öffentlichen Interesse an der Fernhaltung des
Ausländers auszugehen. Auch der Eingriff ins Familienleben erweise sich als zulässig.
B./ Gegen die Verfügung des Migrationsamts vom 2. Februar 2010 erhob V. Z. durch
seine Rechts-vertreterin am 17. Februar 2011 Rekurs beim Sicherheits- und
Justizdepartement, welcher mit Ent-scheid vom 4. Mai 2011 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 19. Mai 2011 erhob V. Z. beim
Verwaltungsgericht Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid des Sicherheits- und
Justizdepartements vom 4. Mai 2011 sei aufzuheben; das Migrationsamt des Kantons
St. Gallen sei anzuweisen, die Aufenthalts-bewilligung des Beschwerdeführers zu
verlängern; es sei eine angemessene Nachfrist zur allfälligen einlässlichen
Beschwerdebegründung anzusetzen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge. In
der am 10. Juni 2011 durch die Rechtsvertreterin eingereichten
Beschwerdebegründung wurde im wesentlichen angeführt, V. Z. sei erst einmal
straffällig geworden und im übrigen nicht vorbestraft. Er habe sich seit seiner Straftat
keines strafrechtlichen Fehlverhaltens mehr schuldig gemacht; es könne ihm deshalb
zweifelsohne eine gute Prognose gestellt werden, zumal er wieder einer Arbeits-
tätigkeit nachgehe und insgesamt gut integriert sei. Im übrigen würde die
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu einer Trennung der Familie führen.
Angesichts der guten Verwurzelung in der Schweiz und den gänzlich anderen
Lebensumständen im Heimatland der Eheleute, sei der Ehegattin eine Rückkehr nach
Mazedonien zusammen mit ihrem Ehegatten nicht zumutbar. Im Ergebnis würde ein
Widerruf der Aufenthaltsbewilligung dazu führen, dass A. ohne seinen Vater
aufwachsen müsste. Auf die weiteren Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit

## Considerations

wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 20. Juni 2011 unter Hinweis auf
die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der Beschwerde.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
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2. Es ist nicht streitig und wurde vom Beschwerdeführer bereits im vorinstanzlichen
Verfahren ein-geräumt, dass die verhängte Freiheitsstrafe von 22 Monaten einen Grund
für den Widerruf der Auf-enthaltsbewilligung nach Art. 62 lit. b. des Bundesgesetzes
über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20, abgekürzt: AuG) bildet (vgl. BGE
135 II 377 E. 4.2). Der Beschwerdeführer rügt jedoch, der Entscheid der Vorinstanz
halte einer Verhältnismässigkeitsprüfung nicht stand.
2.1. Art. 62 AuG gewährt der zuständigen Behörde beim Entscheid über den Widerruf
bzw. die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung einen Ermessensspielraum. Der
Tatbestand ist als "Kann-Bestimmung" formuliert. Das Gesetz schreibt nicht zwingend
den Widerruf der Aufenthalts-bewilligung vor, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen
erfüllt sind. Der Widerruf einer Aufenthalts-bewilligung ist anzuordnen, wenn er bei
sorgfältiger Abwägung der Interessen verhältnismässig er-scheint (Art. 5 Abs. 2 der
Bundesverfassung, SR 101). Die Behörden berücksichtigen gemäss
Art. 96 Abs. 1 AuG die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie
den Grad der Integration.
Der Beschwerdeführer ist mit einer in der Schweiz niedergelassenen Landsfrau
verheiratet, mit der er ein gemeinsames minderjähriges Kind hat, welches ebenfalls
über die Niederlassungsbewilli-gung verfügt. Er kann sich daher grundsätzlich auf Art.
8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechts-konvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK)
und den darin verankerten Anspruch auf Schutz des Fami-lienlebens berufen. Nach
Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das von Art. 8 Ziff. 1 EMRK geschützte Recht auf
Familienleben statthaft, wenn er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme
darstellt, die in einer demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die
öffentliche Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der
Ordnung oder zur Verhinderung von straf-baren Handlungen, zum Schutz der
Gesundheit und Moral sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig erscheint.
Bei der Interessenabwägung im Rahmen von Art. 8 Ziff. 2 EMRK sind die Schwere des
begangenen Delikts, der seit der Tat vergangene Zeitraum, das Verhalten des Aus-
länders während dieser Periode, die Auswirkungen auf die primär betroffene Person
sowie deren familiäre Situation zu berücksichtigen. Zudem sind die Dauer der
ehelichen Beziehung und weitere Gesichtspunkte relevant, welche Rückschlüsse auf
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deren Intensität zulassen (Geburt und Alter all-fälliger Kinder, Kenntnis der Tatsache,
dass die Beziehung wegen der Straftat unter Umständen nicht in der Schweiz gelebt
werden kann). Von Bedeutung sind auch die Nachteile, welche dem Ehepartner oder
den Kindern erwachsen würden, müssten sie dem Betroffenen in dessen Heimat folgen
(BGE 135 II 377 E. 4.3 mit Hinweisen). Im übrigen verschafft Art. 13 der
Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) in diesem Bereich dem Beschwerdeführer
keine über Art. 8 EMRK hinausgehenden Ansprüche (VerwGE B 2010/100 vom
24. August 2010 i.S. M.I., in: www.gerichte.sg.ch).
2.2. Der Beschwerdeführer wurde wegen einer qualifizierten Widerhandlung gegen das
Betäu-bungsmittelgesetz zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten verurteilt. Die von
ihm gehandelte Menge von 491 Gramm Heroin ist als gross zu bezeichnen; sie
überschreitet den vom Bundesgericht fest-gelegten Grenzwert (12 Gramm reines
Heroin) für die Anwendbarkeit des qualifizierten Tatbestan-des von Art. 19 Ziff. 2 lit. a
BetmG um ein Vielfaches (BGE 2C_367/2009 vom 16. Dezember 2009 E. 4.2.1). Der
Beschwerdeführer hat nach den Erwägungen im rechtskräftigen Urteil des Kreis-
gerichts See-Gaster die Drogen nicht nur vermittelt, sondern er war beim eigentlichen
Handel mit dabei und hat das Geld überbracht. Die Motivation für diese Tat konnte
nicht eruiert werden. Das Kreisgericht See-Gaster kam aufgrund der Umstände jedoch
zum Schluss, der Beschwerdeführer sei für seine Dienste mit Fr. 3'000.-- entlohnt
worden und habe folglich aus rein egoistischen Grün-den gehandelt. Die Vorinstanz
erwog deshalb zu Recht, das Verhalten des Beschwerdeführers wiege schwer. Sowohl
das Bundesgericht als auch der Europäische Gerichtshof für Menschen-rechte
verfolgen im Zusammenhang mit solchen Straftaten eine strenge Praxis, sind sie doch
zum Vornherein geeignet, viele Menschen an Leib und Leben zu gefährden (BGE
2C_311/2011 vom 18. April 2011 E. 2.2.2).
2.3. Die Vorinstanz führte sinngemäss an, angesichts der schweren Straftat und der
damit zusam-menhängenden Gefährdung der Gesundheit vieler Menschen bestehe ein
erhebliches öffentliches Interesse an der Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung.
Dem ist im Grundsatz zuzustimmen. Jedoch darf diese Beurteilung nicht dazu führen,
dass die Rückfallgefahr gänzliche ausser acht ge-lassen wird. Die Prognose über das
künftige Verhalten des Beschwerdeführers ist bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit
einer Massnahme mitzuberücksichtigen (VerwGE B 2010/100 vom
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24. August 2010 i.S. M.I., in: www.gerichte.sg.ch). Nichts anderes kann der von der
Vorinstanz in die-sem Zusammenhang zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung
entnommen werden. In einem Urteil aus dem Jahre 2008 setzte sich das Bundesgericht
mit der Beschwerde eines wegen verschiedener Sexualdelikte verurteilten Ausländers
auseinander und erwog, eine günstige Prog-nose hinsichtlich der Resozialisierung
schliesse eine Ausweisung nicht aus; insbesondere bei Ge-waltdelikten müsse auch
ein Restrisiko nicht hingenommen werden. Im Zusammenhang mit der be-haupteten
Verletzung des rechtlichen Gehörs prüfte das Bundesgericht dann aber, ob die im vor-
instanzlichen Verfahren beigezogenen Unterlagen eine ausreichende Grundlage für die
Würdigung der Rückfallgefahr des Ausländers bildeten und bejahte ein gewisses Risiko
des Rückfalls (BGE 2C_282/2008 vom 11. Juli 2008 E. 3.2 und 3.3). Im Gegensatz dazu
setzte sich die Vorinstanz im umstrittenen Entscheid mit dem Rückfallrisiko nicht
auseinander. Sie stellte lediglich fest, soweit es aufgrund der Straftat und des damit
verbundenen Verschuldens überhaupt noch auf eine Rückfall-gefahr ankomme, könne
selbst ein geringes Risiko nicht hingenommen werden.
2.3.1. Das Kreisgericht See-Gaster bezeichnete das Verschulden des
Beschwerdeführers als schwer und legte die Einsatzstrafe auf 24 Monate fest. Die
Tatsache, dass der Beschwerdeführer nicht vorbestraft war und seine anlässlich der
siebten Einvernahme erfolgte Geständnisbereitschaft wurden als etwas strafmindernd
berücksichtigt. Dies führte zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten. Sie wurde aufgrund
der fehlenden ungünstigen Prognose bedingt ausgesprochen.
2.3.2. Wie die Vorinstanz zur Recht festhielt, verfolgen nach der bundesgerichtlichen
Rechtsprech-ung strafrechtliche und fremdenpolizeiliche Massnahmen
unterschiedliche Zwecke. Bei der Fest-setzung der Strafe wie auch bei der
Landesverweisung hat der Strafrichter die persönliche Situation des Verurteilten sowie
seine Resozialisierungschancen zu berücksichtigen. Für die Landesver-weisung ist
namentlich die Frage entscheidend, ob die Schweiz oder das Heimatland die günsti-
geren Voraussetzungen für eine Wiedereingliederung in die Gesellschaft bietet.
Demgegenüber stehen für die Fremdenpolizeibehörden das Interesse der öffentlichen
Ordnung und Sicherheit im Vordergrund. Sie haben eine umfassende
Interessenabwägung vorzunehmen, woraus sich ein im Vergleich mit den Straf- und
Strafvollzugsbehörden strengerer Beurteilungsmassstab ergibt (BGE 120 Ib 129 E. 5b).
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2.3.3. Der Beschwerdeführer machte sich drei Jahre nach seiner Einreise in die
Schweiz in schwe-rer Weise strafbar. Bis zu diesem Zeitpunkt kann ihm, wie er zu
Recht anführt, in strafrechtlicher Hin-sicht nichts vorgeworfen werden. Ebenso ist
aufgrund der Aktenlage davon auszugehen, dass sich der Beschwerdeführer seit seiner
damaligen Tat nichts weiteres zu Schulden kommen liess. Daraus kann aber noch nicht
geschlossen werden, es bestehe keine Rückfallgefahr mehr. Wie den Straf-akten zu
entnehmen ist, liess sich der Beschwerdeführer von einem ihm erst seit wenigen Tagen
bekannten Ausländer dazu überreden, ein nicht unbedeutendes Drogengeschäft zu
vermitteln. Be-reits vor dem Aufbau dieses Kontaktes verkehrte er mit dem späteren
Drogenlieferanten und kannte dessen Absicht, Drogen zu verkaufen. Der
Beschwerdeführer pflegte folglich bereits im Vorfeld der eigentlichen Tat zweifelhafte
Kontakte, die im übrigen von einer gewisse Intensität gewesen sein müssen;
andernfalls wären ihm wohl kaum grössere Mengen an Drogen angeboten worden.
Dies zeigt, dass der Beschwerdeführer damals nicht in der Lage war, die zu erwartende
Distanz zu krimi-nellen Personen zu wahren und dem verbrecherischen Angebot eines
Unbekannten zu widerstehen. Angesichts der relativ kurzen Bewährungszeit seit der
Tat im Jahre 2009 kann deshalb nicht gesagt werden, es bestünde kein Rückfallrisiko
mehr. Daran vermag auch die Reue des Beschwerde-führers nichts zu ändern oder die
Tatsache, dass er versucht, die von ihm im Rahmen des Strafver-fahrens verursachten
Kosten so schnell wie möglich zu begleichen. Letzteres ist vielmehr als Selbst-
verständlichkeit zu werten. Die Vorinstanz durfte deshalb, ohne in Willkür zu verfallen,
auf die Würdi-gung dieses Umstandes verzichten. Die diesbezügliche Rüge des
Beschwerdeführers ist unbegrün-det.
2.4. Der Beschwerdeführer reiste im Jahre 2006 im Alter von rund 25 Jahren in die
Schweiz ein. Mit Ausnahme von etwas mehr als einem Jahr war er seither bei
verschiedenen Arbeitgebern erwerbs-tätig. Seine derzeitige Stelle bei einer Firma für
Industrie- und Spezialreinigungen trat er am 1. April 2010 an. Im weiteren hat der
Beschwerdeführer am 7. April 2011 ein Zertifikat "Start Deutsch 1" erworben, über
dessen Qualität den Akten jedoch nichts entnommen werden kann. Es muss deshalb
offen bleiben, inwieweit die sprachliche Integration bereits fortgeschritten ist.
Unbesehen davon muss dem Beschwerdeführer zu Gute gehalten werden, dass er sich
offensichtlich bemüht, in der Schweiz Fuss zu fassen und seinen Beitrag an den
familiären Lebensunterhalt zu leisten. In Würdi-gung der gesamten Umstände kann
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allerdings nicht gesagt werden, seine Verwurzelung sei bereits derart fortgeschritten,
dass eine Rückkehr in sein Heimatland, in dem er einen Grossteil seines Le-bens
verbrachte, nicht mehr zumutbar wäre.
2.5. Unbestritten ist die familiäre Bindung des Beschwerdeführers zu seiner Ehefrau
und seinem Sohn, für den sie gemeinsam das Sorgerecht ausüben. Sie leben in einer
Familienwohnung, und sowohl der Beschwerdeführer als auch seine Ehefrau tragen
durch ihre Erwerbstätigkeit zum Fami-lienunterhalt bei. Die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung beeinflusst somit auch die fami-liäre Beziehung und hat
Auswirkungen auf die Ehefrau und den Sohn. Es ist deshalb nachfolgend zu prüfen,
inwieweit die Verhältnismässigkeit des ausländerrechtlichen Eingriffs im Hinblick auf
die von der Ehefrau und dem Sohn zu tragenden Folgen gewahrt bleibt.
2.5.1. Der Beschwerdeführer, seine Ehefrau und der gemeinsame Sohn verfügen alle
über dieselbe Staatsangehörigkeit. Unter diesen Umständen wäre es ihnen
grundsätzlich zumutbar, ihr Familien-leben in ihrem Heimatstaat zu leben. Eine
Wahlfreiheit beim Ort des Familienlebens besteht nämlich nicht. Allerdings ist auch
unter diesem Umständen zu prüfen, ob nicht einzelne Familienmitglieder über eine
intensive Bindung zu dem Staat aufgebaut haben, in dem sie zusammenleben möchten
(vgl. P. Uebersax, Die EMRK und das Migrationsrecht aus der Sicht der Schweiz, in:
EMRK und die Schweiz, Breitenmoser/Ehrenzeller [Hrsg.], St. Gallen 2010, S. 223 f.).
2.5.2. Die Ehefrau verliess das Heimatland im Alter von neun Jahren und lebt
mittlerweile seit rund 17 Jahren in der Schweiz, wo gemäss den Angaben des
Beschwerdeführers auch die nächsten Verwandten der Ehefrau wohnhaft sind. Sie
verbrachte demnach nahezu die gesamte Schulzeit in der Schweiz und ist seit
mehreren Jahren bei der D. AG tätig; im Jahre 2005 erhielt sie einen Arbeitsvertrag als
Filialleiter-Stellvertreter-Aspirantin. Aufgrund dieser Umstände ist davon auszu-gehen,
dass die Ehefrau des Beschwerdeführers nicht nur beruflich, sondern auch sozial in
hohem Masse integriert ist. Besonders ins Gewicht fällt dabei, dass sie die gesamte
Zeit ihrer Adoleszenz in der Schweiz verbrachte (vgl. VerwGE B 2005/8 vom 5. Juli
2005 E. 3e). Eine definitive Rückreise in ihr Heimatland würde für die Ehefrau des
Beschwerdeführers somit eine grosse Härte bedeuten. Daran ändert nichts, dass sie
die Sprache ihres Heimatlands nach wie vor beherrscht und ihre Feri-en gelegentlich
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dort verbrachte. Im übrigen ist aufgrund der Aktenlage davon auszugehen, dass sie bei
der Heirat nicht mit kriminellen Aktivitäten ihres Ehemanns rechnen musste. Aufgrund
der ge-nannten Umstände erscheint es der Ehefrau des Beschwerdeführers nur schwer
zumutbar, in ihr Heimatland zu ziehen, um ihr Recht auf das Familienleben zu wahren.
2.5.3. Die Vorinstanz erwog, die Ehegattin des Beschwerdeführers und ihr Sohn A.
müssten die Schweiz nicht verlassen. Es sei dem Beschwerdeführer zumutbar, die
familiäre Beziehung im Rahmen von bewilligungsfreien Besuchs- und
Ferienaufenthalten sowie mittels Briefen und Telefon-gesprächen aus dem Ausland zu
pflegen. In der Tat ist diese Art der Kontaktpflege nicht ausge-schlossen, doch
erscheint sie eher in jenen Fällen angebracht, in denen ein Elternteil lediglich über ein
Besuchsrecht und damit ohnehin über eingeschränkte Kontaktmöglichkeiten verfügt
(vgl. BGE 2C_497/2007 vom 15. Januar 2008 E. 2.2). Vorliegend teilt der
Beschwerdeführer das Sorgerecht für A. mit seiner Ehefrau, und es bestehen keine
Hinweise auf besonders lose familiäre Beziehun-gen, die ohne weiteres auch auf
Distanz gelebt werden könnten. Nachdem der Beschwerdeführer wiederum
erwerbstätig ist und einen Anteil an den Familienunterhalt beiträgt, ist davon
auszugehen, dass nebst der affektiven auch eine wichtige wirtschaftliche Bindung,
insbesondere auch zu seinem Sohn, besteht. Wie der Beschwerdeführer zu Recht
anführt, dürfte die Rückkehr ins Heimatland mit einer spürbaren Verminderung seiner
wirtschaftlichen Leistungskraft verbunden sein. Damit wäre auch der Beitrag an den
Familienunterhalt gefährdet. In diesem Zusammenhang ist allerdings zu
berücksichtigen, dass die Ehefrau selbst über ein gesichertes monatliches Einkommen
von
Fr. 3'500.-- verfügt. Auch bei reduzierten finanziellen Mitteln wird der familiäre Kontakt
somit nicht verunmöglicht. Dass die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung eine
gewisse Störung des Familienlebens zur Folge haben wird, liegt auf der Hand. Dies hat
sich der Beschwerdeführer je-doch selbst zuzuschreiben. Als er sich bereit erklärte, die
erhebliche Menge an Drogen zu vermit-teln, musste er sich darüber im Klaren sein,
dass er damit das Familienleben gefährdete.
Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang, die Vorinstanz habe seinen
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt, indem sie in diesem Punkt nicht auf die
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Individualitäten des vorliegenden Falles eingegangen sei. Dem kann nicht gefolgt
werden. Die Vorinstanz erwog im wesentlichen, es sei der Ehegattin und dem Kind
zumutbar, dem Beschwerdeführer gegebenenfalls ins Herkunftsland zu folgen. Bei
diesen Erwägungen berücksichtigte sie das Alter des Kindes und fügte an, die Ehe-
gattin sei zwar bereits am 9. Juli 1994 im Alter von neun Jahren in die Schweiz
eingereist, doch sei ihr das Herkunftsland Mazedonien noch immer vertraut. Sie habe
zumindest ihre frühe Kindheit bzw. erste Schulzeit dort verbracht und beherrsche die
im Herkunftsland gesprochene Sprache. Lediglich im Sinne einer denkbaren Alternative
führte die Vorinstanz abschliessend noch an, falls die Ehe-gattin und ihr Sohn weiterhin
in der Schweiz verbleiben wollten, könne die familiäre Beziehung auch auf Distanz
gelebt werden. Darin ist keine Gehörsverletzung zu erblicken. Im übrigen ist die Frage
nach der Verhältnismässigkeit eine Rechtsfrage, welche das Verwaltungsgericht mit
voller Kognition prüft. Somit würde ein allfälliger Mangel im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens geheilt
(vgl. Imboden/Rhinow, Schweizerische Verwaltungsrechtsprechung, 6. Aufl., Basel
1986, Nr. 66 B IIa; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St.
Gallen 2003, Rz. 726 u. 990).
2.6. Nach dem Gesagten ist festzustellen, dass die Tat des Beschwerdeführers schwer
wiegt und die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung unter Berücksichtigung
seiner persönlichen Situa-tion nicht zu beanstanden ist. Die Massnahme wirkt sich
jedoch auch auf die Ehefrau des Beschwer-deführers und das gemeinsame Kind aus.
Aufgrund der fortgeschrittenen Integration der Ehefrau ist nicht davon auszugehen,
dass sie und das Kind mit dem Beschwerdeführer ins Heimatland zurück-kehren
werden. Die Familie würde folglich durch die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung getrennt und müsste ihre Kontakte in sehr eingeschränktem
Rahmen leben. Es stellt sich somit die Frage, ob diese familiären Interessen das
Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers zu überwiegen vermögen. Diese
Frage ist in Würdigung der gesamten Umstände zu verneinen. Dabei fällt ins Gewicht,
dass der Beschwerdeführer ein schweres Betäubungsmitteldelikt beging und eine
Vielzahl von Menschen gefährdete. In solchen Fällen kommt eine besonders strenge
Praxis zur An-wendung, denn die Fernhaltung von Ausländern, die an der Verbreitung
von Drogen teilnehmen, ist als gewichtig einzustufen (BGE 2C_574/2008 vom 9.
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Februar 2009, E. 2.3.1). Im Weiteren besteht eine gewisse Rückfallgefahr. Unter diesen
Umständen ist in Kauf zu nehmen, dass das familiäre Zu-sammenleben durch die
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung erschwert wird, zumal auf-grund der
gemeinsamen Nationalität weiterhin die Möglichkeit besteht, im Heimatstaat
zusammen-zuleben. Die Familie wird also nicht zwangsweise getrennt. Sollte die
Ehefrau sich für den Verbleib entscheiden, müsste die Beziehung auf Distanz gelebt
werden. Wie bereits erwähnt, erschwert dies zwar die Kontaktpflege, sie ist jedoch
nicht gänzlich ausgeschlossen. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht festgestellt, die
Voraussetzungen für die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung des
Beschwerdeführers seien erfüllt und die Verfügung des Migrationsamtes sei als recht-
und verhält-nismässig zu betrachten.
3. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht