# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0e8b1a3d-c0ca-40a8-9874-7dc14f3556a4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1976, arbei
tete zuletzt seit Juni 2003 bei der
Firma Y._
im Bereich Haushalt und Pflege
(Urk. 8/
4 Ziff. 6.3.1
, Urk. 8/15 Ziff. 2.7
), als im Mai 2006 ein Hirntumor festge
stellt und im Juni 2006 operativ entfernt wurde (Urk. 8/4 Ziff. 7.2-3). Am
6.
Septem
ber 2007 meldete sich die Versicherte bei der
Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug an (berufliche Massnahmen und Rente; Urk. 8/4 Ziff. 7.8).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte in der Folge
erwerbliche (Urk. 8/12, Urk. 8/15) und medizinische Abklärungen (Urk. 8/18-19, Urk. 8/21-22) und zog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei (Urk. 8/20). Am 17. März 2008 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, sie werde nicht in die Arbeitsvermittlung aufgenommen (Urk. 8/33). Nach durch
geführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 8/36-37, Urk. 8/39, Urk. 8/41
, Urk. 8/72
), in dessen Rah
men
weitere Arztberichte
eingingen
(Urk. 8/52, Urk. 8/57) und die IV-Stelle eine Be
gutachtung veranlasste (Urk. 8/
70)
, sprach die IV-Stelle der Versicherten m
it Ver
fügung vom 4. November 2009 mit Wirkung vom 1. Juni 2007 bis 30. Novem
ber 2008 eine ganze Rente
sowie ab
1. Dezember
2008
eine
Viertelsrente
zu (Urk. 8/86). Mit Verfügung vom 18. November 2009 wurde so
dann das Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtsvertretung im
Ver
waltungsverfahren
gutgeheissen (Urk. 8/87).
Am 1. Februar 2009 trat die Versicherte eine Stelle als Pflegehelferin an, wobei das Pensum während der ersten drei Monate 80 % betrug (Urk. 8/67/1-2) und danach auf zirka 60 % reduziert wurde (Urk. 8/67/4-5).
1.2
Im Rahmen des Revisionsverfahrens teilte die Versicherte am 29. August 2012 mit, sie arbeite bereits seit längerer Zeit in einem Pensum von 60 % (Urk. 8/115/1-2 Ziff. 1.1 und
2.2), und reichte einen aktuellen medizinischen Bericht ein (Urk. 8/115/3-4). Die IV-Stelle tätigte in der Folge weitere berufliche
Abklärungen (Urk. 8/116-117) und stellte nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Urk. 8/1
22, Urk. 8/125, Urk. 8/
129-130) mit Verfügung vom 28. Juni 2013
die bisherige Rente auf Ende des folgenden Monats
hin ein
(Urk. 8/133 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 28. Juni 2013 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 30. August 2013 Beschwerde und
beantragte, es sei ihr weiterhin eine
Viertels
rente
zuzusprechen, eventuell
sei die Sache an die IV-Stelle zur Bemessung der Invalidenrente nach Art. 26 Abs. 1 der Verordnung über die Invalidenversi
che
rung
(IVV)
zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 7. Okto
ber
2013
schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), worauf mit
Verfügung vom 28. Oktober 2013 der Beschwerdeführerin antrags
gemäss die un
ent
geltliche Prozessführung sowie die unentgeltliche
Rechtsver
tretung
bewilligt
wurde (Urk. 12).
Am 15. Dezember 2014 wurde die
Personal
vorsorgestiftung
Hau
s
betreuungsdienst
Stadt und Land zum Prozess beigeladen (Urk. 14), welche jedoch auf das Einreichen einer Stellungnahme verzichtete (vgl. Urk. 15).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die massgeblichen rechtlichen Grundlagen, insbesondere betreffend den Ren
ten
anspruch (Art. 28 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG), die Invaliditätsbemessung (Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG)
sowie
die Voraussetzungen der
Rentenre
vision
(Art. 88a Abs. 1 IVV, Art. 88 bis Abs. 2
lit
. a IVV, Art. 31 IVG)
sind in
der angefochtenen Verfügung zutreffend wiedergegeben (Urk. 2 S. 1). Darauf kann,
mit nachstehender Ergänzung, verwiesen werden.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hin
weisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszu
stan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im
Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beur
tei
lung
einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheent
scheid,
welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
be
mess
ung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E.
1 mit Hin
weisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung
(Urk. 2)
aus, gemäss den medizinischen Abklärungen habe sich der Gesundheitszustand der Be
schwerdeführerin nicht verändert. Aus den Akten sei jedoch ersichtlich, dass sie seit Februar 2009 als Pflegehelferin bei der
Firma Z._
tätig sei. Ge
mäss Arbeitgeberfragebogen des früheren Arbeitgebers, der
Firma Y._
, habe die Beschwerdeführerin im Jahre 2005 bei einem Pensum von 95 % ein Jahreseinkommen in der Höhe von Fr. 42‘
204.75 erzielt (S. 2). Die Beschwerdeführerin habe in den Jahren 2009 bis 2013 jeweils ein Jahreseinkommen zwischen Fr. 28‘922.-- und Fr. 38‘239.05 erzielt, womit der Invaliditätsgrad seit dem Jahre 2009 maximal 39 % betragen habe
. Das Ar
beitsverhältnis sei ungekündigt und es könne somit davon ausgegangen werden
, dass die Beschwerdeführerin weiterhin ein rentenausschliessendes Ein
kommen erzielen könne (S. 2 f.). Die Beschwerdeführerin erziele zudem ein Ein
kommen, welche
s
für die Branche üblich sei. Eine Parallelisierung sei daher nicht ange
zeigt (S. 3). Da keine Meldepflichtverletzung vorliege, erfolge die
Rentenauf
heb
ung
für die Zukunft (S. 4).
2.2
Demgegenüber machte di
e Beschwerdeführerin geltend, im Jahre 2006 habe bei ihr ein Hirntumor entfernt werden müssen (Urk. 1 S. 3
Rz
4). Nach ihrer Rekon
valeszenz habe s
i
e von April bis Dezember 2007 einen Spitex-Pflegekurs be
sucht (S. 3
Rz
7) und ab Mitte 2008 bei der
Firma B._
zunächst ein Praktikum absolvieren können, später habe sie eine Festanstellung erhalten. Das Pensum von 80 % habe jedoch wegen Überforderung auf 60 % reduziert werden müssen. Dieses Pensum sei auch von den Gutachtern als bis auf weiteres gerechtfertigt erachtet worden (S. 3
Rz
8). Der Grad der Arbeitsunfähigkeit sei vorliegend nicht umstritten (S. 5
Rz
14), die Beschwerde richte sich gegen die Berechnungen des Invaliditätsgrades (S. 5
Rz
15).
Das Invalideneinkommen sei zu Unrecht gestützt auf die Tabelle TA1 berechnet worden
(S. 5
Rz
16). Das
Valideneinkommen
beruhe auf dem Verdienst in der früheren Tätigkeit, welcher vor Eintritt des Gesundheitsschadens, aber auch vor Absolvierung einer ergänzenden Ausbildung zur Pflegehelferin SRK und einer
damit verbundenen seitherigen Weiterentwicklung erzielt worden sei (S. 5
Rz
17).
Trotz ihrer Behinderung verfüge sie heute über eine Zusatzqualifikation und
habe nach der Wiederaufnahme ihrer Berufstätigkeit bereits einen etwas höhe
ren Stundenlohn erzielt als mit der vormaligen Arbeit bei
der
Firma Y._
. Die
Entlöhnung
liege nun sogar im oberen Bereich der Pflegebranche (S. 6
Rz
19). Der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich trage der konkreten Gesundheits- und Erwerbssituation der Beschwerdeführerin nicht angemessen Rechnung (S. 6
Rz
21). Richtiger
weise seien entweder beide Vergleichseinkommen gestützt auf die Tabellenlöhne der entsprechenden Branche festzulegen und beim Invalideneinkommen ledig
lich ein Pensum von 60 % anzurechnen (S. 6 f.
Rz
22). Oder es sei ausnahms
weise in direktem Bezug zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Branche da
von auszugehen, dass die Beschwerdeführerin ohne die gesundheitliche Beein
trächtigung als Pflegehelferin SRK heute bei den gleichen Arbeitgebern tätig wäre, allerdings in einem 100%-Pensum (S. 7
Rz
23).
2.3
Unbestritten und aufgrund der Akten auch ausgewiesen ist, dass
die Beschwer
deführerin seit Dezember 2008 in der Tätigkeit als Pflegehelferin
im Umfang von
60 %
arbeitsfähig ist
(
Urk. 1 S. S. 5
Rz
14, Urk. 2 S. 2, Urk. 8/70 S. 25 f. Ziff. 7.2-4)
. Strittig und zu prüfen bleibt die Berechnung von
Validen- und
In
valideneinkommen
, nachdem die Beschwerdeführerin seit Februar 2009 wieder über eine Festanstellung verfügt.
3.
3.1
Im Auftrag der Beschwerdegegnerin wurde die Beschwerdeführerin vom 2
0.
bis 24. April 2009 in der
Gutachtenstelle
Z
._
poly
disziplinär
begutachtet. Gestützt auf die vorhandenen Akten
, eigene internisti
sche, neurologisch
e
, neuropsychologische sowie psychiatrische Untersuchungen sowie eine interdisziplinäre Konsens-Besprechung (Urk. 8/70 S. 2) nannten die verantwortlichen Ärzte in ihrem Gutachten vom 9. Juli 2009 folgende Diagno
sen (S. 21 Ziff. 6.1):
Residualzustand bei Status nach Operation eines
Akustikusneurinoms
rechts am 27. Juni 2006
postoperativ aufgetretener
Akusis
rechts
postoperativ aufgetretene periphere
Facialisparese
rechts
intermittierende Drehschwindelepisoden
leichte
n
eurasthenische Symptomatik
akzentuierte Persönlichkeitszüge vom
dysphorischen
, zurückhaltenden, eher gehemmten Typ
anamnestisch bekannte vorbestehende frühkindlich erworbene
Teil
leistungsschwäche
leichte bis mittelschwere kognitive Störung (Exekutivfunktionen, Auf
merksamkeit, Arbeitstempo, Sprachverarbeitung)
Die angestammte Tätigkeit als Haushaltshilfe erachteten die Gutachter aufgrund der Notwendigkeit zum Besteigen von Treppen und Arbeiten in geringen Höhen als nicht mehr zumutbar. Hingegen bestehe für
die aktuelle
Arbeit als
Pflege
helferin
mit wechselbelastenden Tätigkeiten
und
der Möglichkeit zum Einlegen von frei wählbaren Pausen eine 60%ige Arbeitsfähigkeit. D
ie Tätigkeit als
Pfle
gehelferin
werde als körperlich leichte Tätigkeit klassifiziert, jedoch seien qua
litative Einschränkungen zu beachten. So seien zum Beispiel das Arbeiten auf Leitern
sowie
gefährliche Arbeiten mit Gefahr der Selbst- oder
Fremdgefähr
dung
bei Auftreten von Schwindelepisoden zu vermeiden (S. 25 Ziff. 7.2). Auch für jede andere körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit bestehe eine 60%ige Arbeitsfähigkeit, unter der Voraussetzung, dass die leichten Tätigkeitsanteile überwiegen und die mittelschweren Anteile nicht mehr als 20 % ausmachen würden (S. 25 Ziff. 7.3). Die Arbeitsfähigkeit von 60 % habe wahrscheinlich ab Dezember 2008 bestanden (S. 26 oben).
3.2
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin für die Zeit ab der Arbeitsaufnahme per 1. Februar 2009 von einer 60%igen Ar
beitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in der konkret ausgeübten Tätigkeit als
Pflegehelferin sowie in jeder anderen behinderungsangepassten Tätigkeit aus
ging.
Der medizinische Sachverhalt ist als in diesem Sinne erstellt zu betrachten.
4
.
4
.1
In der angefochtenen Verfügung vom 28. Juni 2013
ging die
Beschwerdegegne
rin
von demjenigen Einkommen aus, welches die Beschwerdeführerin im Jahre 2005 bei der
Firma Y._
bei einem Pensum von 95 %
erzielt hatte
, und berechnete gestützt darauf das
nominallohnbe
reinigte
Valideneinkommen
bei einem Pensum von 100 %
(
Urk. 2 S. 2).
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin geltend, das von der
Beschwer
degegnerin
berechnete
Valideneinkommen
beruhe auf dem Verdienst in der früheren Tätigkeit, welcher vor Eintritt des Gesundheitsschadens aber auch vor Absolvierung einer ergänzenden Ausbildung zur Pflegehelferin SRK und der da
mit verbundenen beruflichen Weiterentwicklung erzielt worden sei (Urk. 1
Rz
17).
Bei einer Person, welche ihre angestammte Tätigkeit trotz Invalidität in einem
reduzierten Pensum weiterführen könne, sei eine lohnwirksame Ent
wicklung beim
Invalideneinkommen ein gewichtiges Indiz dafür, dass sie als Gesunde eine äquivalente Entwicklung durchlaufen hätte (
Rz
18). Sie arbeite heute nach wie vor im Bereich Heim- und Pflegedienst, verfüge aber über eine
Zusatz
qua
li
fikation
und habe nach der Wiederaufnahme der Berufstätigkeit be
reits einen etwas höheren Stundenlohn erzielt als mit der vormaligen Arbeit (
Rz
19).
4
.2
Bei der Festsetzung des
Valideneinkommens
ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auch ein beruflicher Aufstieg im Gesundheitsfall zu berück
sich
tigen, den eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist aller
dings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne ge
sund
heitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. Die Absicht, beruflich weiterzukommen, muss durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Ablegung von Prüfungen etc. kundgetan worden sein. Die theoretisch vorhandenen berufli
chen Entwicklungs- oder Aufstiegsmöglichkeiten sind nur dann zu berücksich
tigen, wenn sie mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eingetreten wären (BGE 96 V 29; AHI 1998 S.
166 E. 5a, I 287/95; RKUV 1993 Nr. U 168 S.
97 E.
3b, U 110/92; Urteil des Bundesgerichts 9C_787/2010 vom 24. November 2010 E. 4.2 mit Hinweisen).
Bereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens im Juni 2006 war die Beschwerde
führerin im Bereich Haushalt und Pflege tätig.
In der Folge
besuchte
sie
im Herbst 2006 einen Spitex-Pflegekurs und absolvierte das obligatorische Prakti
kum in einem Alters-/Pflegeheim (vgl. Urk. 8/24 S. 2 Ziff. 2 unten). Anlässlich des
Standortgespräches erklärte die Beschwerdeführerin, es sei schon lange ihr Traum, im pflegerisch-betreuerischen Bereich tätig zu sein (Urk. 8/24 S. 3 oben). Dass die Beschwerdeführerin eine starke Affinität für betreuerische Tätigkeiten hat, wurde
selbst vom zuständigen Berufsberater
der Beschwerdegegnerin fest
ge
stellt und ergibt sich auch aus dem Lebenslauf der Beschwerdeführerin (Urk. 8/24 S. 2 Ziff. 2).
Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin mit Jahr
gang 1976 in einem Alter ist, in welchem eine Weiterbildung durchaus normal ist. Es ist demnach mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Beschwer
deführerin den Pflegekurs SRK auch ohne Gesundheitsschaden absolviert hätte
und nun
in einem vollen Pensum
als Pflegehelferin tätig wäre
.
4
.3
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des
Einkom
mens
vergleichs
gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
16 ATSG grund
sätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Ein
zelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annä
he
rungs
werte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annä
herungs
werten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser
Prozent
zahlen
genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypothetische
Er
werbs
ein
kommen
ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das
Invaliden
einkommen
auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (
sogenannter
Pro
zentver
gleich
;
Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hin
weis auf BGE 114 V 310 E. 3a).
Der Invaliditätsgrad ist
namentlich dann
durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig
grossem
Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach
Mass
gabe
der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen be
werteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Re
sultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und
Invalidenein
kommen
die für den Umfang des Rentenanspruchs
massgebenden
Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40
%
(
Art.
28
Abs.
2 IVG) eindeutig über- oder unterscheitet
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_333/2013 vom 1
1.
Dezember 2013
E. 5.3 mit Hin
weisen)
.
4.4
D
ie
Z
._
-Gutachter
erachteten andere
Tätigkeit
en
als
die aktuell ausgeübte Ar
beit als
Pflegehelferin
als nicht besser an die bestehenden Einschränkungen an
gepasst (vgl. E. 3.1)
und
auch der zuständige Berufsberater der
Beschwerdegeg
nerin
beurteilte bereits im Jahre 2007 eine Umschulung auf sitzende Tätigkeiten im Büro als nicht eingliederungswirksam (Urk. 8/24 S. 3). Für die Berechnung sowohl des Validen- als auch des Invalideneinkommens ist dementsprechend auf den Verdienst als Pflegehelferin abzustellen.
Aufgrund der Tatsache, dass sowohl für die Ermittlung des
Invalideneinkom
mens
als auch für die Bestimmung des
Valideneinkommens
von der aktuellen Tätig
keit als Pflegehelferin auszugehen ist, genügt für die Ermittlung des
Inva
lidi
täts
grades
die Gegenüberstellung blosse
r Prozentzahlen
.
Nachdem der Be
schwer
deführer
in
nur noch ein Pensum von 60 % zugemutet werden kann,
resul
tiert ein Invaliditätsgrad von 40 % und damit der Anspruch der Beschwerde
führerin
auf eine
Viertelsr
ente
.
In Gutheissung der Beschwerde ist die angefochtene Verfügung vom 28. Juni 2013 (Urk. 2) aufzuheben und es ist festzustellen, dass die Beschwerdeführerin auch weiterhin Anspruch auf eine
Viertelsrente
hat.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang
des Verfahrens sind sie
der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach § 34 Abs. 1
des Gesetzes über
das Sozialversicherungsgericht
(
GSVGer
)
hat die obsiegende Beschwerde führende Person An
spruch auf Ersatz der
Par
tei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens be
messen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
). Vorliegend er
scheint eine Prozessentschädigung von Fr.
2’000.--
für bis Ende 2014 getätigte Bemühungen
(inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) als angemessen.