# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 81e41a64-bcbf-5482-93df-7f8a6bacb269
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1979 geborene
X._
absolvierte keine Berufslehre
(Urk.
8/9
S. 2) und war zuletzt 1997 bei
Y._
und von Mai bis Juli 1999 bei der
Z._
AG tätig (Urk. 8/4). Am 3
1.
August 2005
mel
dete er sich unter Hinweis auf
seit ungefähr 22 Jahre
n
bestehende
psychi
sche
Beschwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 8/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medi
zini
sche Abklärungen
, liess den Versicherten psychiatrisch begutachten (Expertise vom
2.
Juli 2006;
Urk.
8/13)
, auferlegte ihm im Rahmen der
Scha
denminde
rungs
pflicht
eine optimierte antidepressive Psychopharmaka- und
Psychothera
pie
während
mindestens 6 Monaten (
Urk.
8/30)
und sprach
ihm
mit Verfügung vom
6.
Februar 2008
rückwirkend
per
1.
September
2004
und
gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 77
%
eine ganze Rente zu (
Urk.
8/44).
Nach einer psychi
atrischen Standortbestimmung seitens des
Regionalen Ärzt
lichen Dienst
es (RAD;
Urk.
8/62/2)
bestätigte
die IV-Stelle m
it Mitteilung vom
9.
November 2009
die Ausrichtung einer ganzen Rente (Urk. 8/
63
).
Im
Dez
ember 2012
(Urk. 8/74/3)
leitete
sie
er
neut ein Rentenrevisionsverfahren ein
un
d liess den Versicherten am 13.
Februar
2014 durch den
RAD
psychia
trisch untersuchen (Urk. 8/86).
Mit Mitteilung vom 1
9.
Juni 2014 erteilte
die
IV-Stelle
dem Beschwerdeführer
Kos
tengutsprache
für ein
Belastbarkeits
trai
ning
vom 2
2.
Juli bis 2
0.
Oktober 2014 (
Urk.
8/88).
Nach
mehreren Absenzen for
derte sie ihn auf, seine
Mitwirkungs
pflicht
wahrzunehmen (
Urk.
8/93) und stellte
das Belastbarkeitstraining schliesslich mit Mitteilung
vom 3
0.
September 2014
per sofort
ein (
Urk.
8/95).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
8
/
96
)
hob die IV-Stelle
die Rente daraufhin
mit Verfügung vom
2. Februar 2015
(Urk.
2
)
auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats auf
.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 2. März 2015 unter Auflage
einer Stellung
nahme
seines behandelnden Psychiaters vom 12. Februar
2015 (
Urk.
3/3) Be
schwer
de (Urk. 1) und beantragte, die Verfügung vom 2. Februar 2015 sei auf
zu
heben und es sei ihm weiterhin eine ganze Rente zuzusprechen, eventualiter seien sein Gesundheitszustand und seine Arbeitsfä
higkeit mittels eines unab
hängigen psychiatrischen Verlaufsgutachtens bei
Dr.
med.
A._
abzuklären. Zu
dem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung unter Bestellung eine
s
unent
gelt
lichen
Rechtsbeistandes
zu be
willigen (S. 2). Am
10
. April
2015 (Urk.
7
) beantragte die IV-Stelle die Abwei
sung der Be
schwerde, was dem Beschwerde
führer am 1
3.
April 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen
oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai
2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. Augus
t 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszu
stan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die
letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
sprache
ent
scheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditätsbe
messung
beruht (BGE 133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.
3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung vom
2. Febru
a
r
2015 (Urk. 2) damit, dass
sich der Gesundheitszustand des Beschwer
deführers ver
bessert habe. Das
Belastbarkeitstraining
sei ihm zumutbar gewe
sen. Nachdem er dieses abgebrochen habe, werde aufgrund der Akten entschie
den
. Gemäss
jenen
lägen keine Befunde mehr vor, welche einen IV-relevanten
Gesundheits
schaden
begründen würden
. Es bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
, wes
halb
die Rente aufzuheben sei.
2.2
Der
Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber in
seiner
Beschwerde vom
2. März
2015 (Urk. 1) auf den Standpunkt,
dass sich sein Gesundheitszustand nich
t verändert habe.
Er leide
nach wie vor
unter einer Persönlichkeitsstörung
, weshalb kein
Revisionsgrund
gegeben
sei
.
Es lägen damit
durchaus Befunde
vor, die einen erheblichen und dauerhaften Gesundheitsschaden begründen würden
(S.
7-9). Der Beschwerdeführer habe aus gesundheitlichen und damit triftigen Gründen die Eingliederung nicht in Anspruch nehmen können. Die be
rufliche Massnahme habe
so
mit zwar abgebrochen werden dürfen, nicht statt
haft
sei es
hingegen
, dem Beschwerdeführer gestützt darauf die Rente zu ent
zieh
en.
Die Renteneinstellung sei
ohnehin
nicht rechtsgenügend
angedroht worden (S.
1
0
f.).
Auch ein Rentenentscheid gestützt auf die Akten
dürfe
nicht zur Annahme einer 100%igen Erwerbsfähigkeit
führen
, sei doch selbst der RAD-Arzt von einer Arbeitsfähigkeit von
lediglich
80
%
ausgegangen (S. 11).
An der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit des RAD-Berichtes bestünden erhebliche Zwei
fel,
weshalb auf diesen nicht abgestellt werden dürfe. Sofern das
Revisi
onsverfahren
überhaupt weiterzuführen wäre, sei somit zwingend ein psychiat
risches Verlaufsgutachten einzuholen (S. 12).
3.
3.1
Im psychiatrischen Gutachten vom
2.
Juli 2006 (
Urk.
8/13/1-11) hielt
Dr.
med.
A._
, Spezialarzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, folgende Diagnosen fest (S. 8):
-
Persönlichkeitsstörung mit Dissozialität,
anankastischen
Zügen und
Selbst
wertstörung
-
Rezidivierende schwere Depressionen
-
Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit Hyperaktivität
Dazu führte er aus, dass
der Beschwerdeführer in Guadeloupe geboren worden sei. Er sei eine Frühgeburt gewesen, im Kleinkindesalter habe man bei ihm einen Hirntumor operiert. Mit fünf Monaten sei er von Kanadiern adoptiert wor
den, die in den
B._
gelebt hätten. Seine
Mutter
sei immer krank gewesen, mit seinem
Vater
habe er
stets
Konflikte gehabt. Der
Vater
habe ihn gehasst und ei
nen ständigen psychologischen Terror gemacht (S. 2 f.). Der Beschwerdeführer habe an verschiedenen Orten die Schule besucht, so zunächst in
C._
und
D._
. Anschliessend sei er mit
elf
Jahren zu seinem
Vater
in die Schweiz ge
zogen und habe hier die englische Tagesschule in
E._
und später die ameri
kanische Schule in
F._
besucht.
Es seien Aufenthalte in Schulen in
G._
,
H._
und
I._
gefolgt. Die Schule habe er jedoch schliess
lich nie abgeschlossen (S. 3 f.). Als er zwischen sechs und zehn Jahre alt gewe
sen sei, sei er erstmals von einem Psychiater behandelt worden und habe Ritalin erhalten. Im Alter von ungefähr
zehn
oder
elf
Jahren habe er unter De
pressio
nen gelitten und einen Suizidversuch gemacht. Anschliessend habe er sich sechs Monate in einer Klinik aufgehalten (S.
3 f.). Mit etwa 19 oder 20
Jahren
sei er in
J._
und a
nschliessend drei Jahre in
C._
gewesen. Er sei dort
sehr de
pressiv und suizidal
gewesen
und habe die Wohnung nicht ver
lassen
(S.
4). Er habe anschliessend zwei Monate auf der Strasse gelebt, nach
dem sein Vater die Wohnung in
C._
gekündigt habe.
Dann
sei er zu seinen Eltern in die Schweiz zurückgekehrt. Er sei intelligent und habe sich in
der Schule immer gelangweilt. Er habe
an
ADD gelitten und grosse Probleme mit Autoritäten ge
habt.
Er habe Hip-Hop-Musik mit einem bekannten Partner ge
macht, rasch aber besser als dieser gespielt. Er sei mit einem
der besten
DJ
s der Welt
an den Wo
chenenden auf Tour gewesen, habe sich als Moderator betätigt
und sei mit ihm unter anderem in Clubs aufgetreten (S.
5
).
Er sei in vielem talentiert, habe aber wegen
seiner
ADD keine Konzen
tration,
er
könne
nicht sehen, was wichtig sei, habe keine Kontrolle über
seine
Emotionen, fühle sich deswegen schlecht und werde sehr depressiv. Wegen sei
ner Zwangsstörung mache er alles in einer Angst und sei ein Perfektionist. Auf der Strasse müsse er auf die Platten treten, dürfe die Fugen nicht berühren, den Licht
schalter betätige er viermal hintereinander.
Seine
Zwänge würden ihn an der Musik und am Be
ruf hindern. Er könne nicht verlieren, weshalb er mit Vielem (Sport, Schauspie
lerei) wieder aufgehört habe (S.
6). Er sei seit zwei Jahren bei
Dr.
K._
in psychiatrischer Behandlung und suche ihn alle zwei bis drei Wochen auf. Er habe Albträume, wache auf mit dem Gefühl, gewürgt zu werden. Manchmal schlafe er eine bis zwei, manchmal fünfzehn bis sechzehn Stunden. Er sei im
mer besorgt, etwas passiere ihm oder jemand anderem. Er sei eine emotionale Person, normalerweise seien seine Gefühle aber abgestellt. Vor zwei Monaten habe er seinem Vater eine Flasche über den Kopf geschlagen. Er lächle immer, inwendig wolle er aber eine Person umbringen. Vor vierzehn Monaten hätten sich seine Eltern getrennt, vor anderthalb Monaten
sei seine Mutter gestorben. Seit der Beerdigung seiner Mutter habe er zu seinem Vater keinen Kontakt mehr gehabt (S.
6 f.). Er könne nicht arbeiten,
mache nichts, manchmal etwas Musik als Therapie. Er lese,
habe
aber kein Geld, das Fern
sehen sei langweilig. Manchmal gehe er in einen Club
,
um Freunde zu sehen, aber er habe kein Geld für eine Konsumation. Es seien auch keine richtigen Freunde. Es sei für ihn sehr schwer
,
eine Arbeit beizubehalten wegen de
n
psy
chischen Probleme
n
, den Konzentrationsstörungen und der Depression. In eine Klinik könne er
wegen de
n
anderen Leute
n
nicht gehen
. Gemäss
Dr.
A._
scheine der Beschwer
deführer wie in einer eigenen Welt zu leben, die Affek
tivi
tät sei kaum spürbar, die Stimmung wirke immer gleich
(S. 7)
.
Die Schule habe er von der disziplinarischen Seite her schlecht ausgehalten, seine
Leistungen seien sehr schwankend gewe
sen. Wegen dissozialer Verhal
tens
stö
rungen sei er überall kaum tragbar gewe
sen. Er imponiere als affektiv unzu
gänglich und sei sehr
alexithym
. Eine Selbstwertproblematik sei bei ihm
offen
sichtlich. Er habe ein rasches Misstrauen gegenüber Bezugspersonen, müsse
seine eigenen Leistungen überbetonen und habe Angst vor Versagen und per
sönlichen Niederlagen. Die zwanghaften Stö
rungen
schien
en
sich allerdings auf das Alltagsleben nur wenig hinderlich und kaum invalidisierend
auszuwirken
.
Er sei sozial sehr isoliert, apathisch und beschäftige sich mit nichts. Er sei wenig beziehungsfähig, was sich auf die psychiatrische Behandlung auswirke.
Der Be
schwerdeführer könne keinen Schulabschluss und keine Berufsausbildung vor
weisen. Ohne fachliche Hilfe sei er auch heute als arbeitsunfähig zu bezeichnen. Die Prognose bezüglich künfti
ger Arbeitsfähigkeit sei schwierig zu stellen. Die psychische Belastbarkeit sei vor allem wegen der Depressionen und der
Selbst
wertprob
lematik
generell reduziert (S.
8 f.
). Der Beschwerdeführer sei seit läng
e
rer Zeit zu deutlich über 70
%
ar
beitsunfähig und
werde
dies ohne Mass
nahmen auf absehbare Zeit auch blei
ben. Trotz prognostischer Unsicherheiten werde jedoch der Versuch einer beruf
lichen Eingliederung befürwortet
. Mit geeigneten
Massnahmen sei eine Besse
rung der Arbeitsfähigkeit auf 50
%
oder höher möglich (S. 10).
3.2
RAD
-
Arzt
Prof.
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
hielt
in seiner psychiatrischen Standortbestimmung
vom 2. Oktober
2009 (Urk.
8/62/2)
fest, dass
beim Beschwerdeführer
eine seit Kindheit bestehende dissoziale Persönlichkeitsstörung mit zwanghaften Verhaltenseinschränkungen verbunden mit depressiven und impulsiven Verstimmungszuständen
die volle Ausschöpfung der funktionellen Leistungsfähigkeit für beruflich zu verwertende Tätigkeiten verhindere. Er befinde sich in psychiatrischer, lege
artis
durchge
führter, ambulanter Behandlung, die zu einer inzwischen eingetretenen sozial akzeptablen Stabilisierung der Persönlichkeit und des kommunikativen Verhal
tens geführt habe. Es bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von etwa 30-50
%
.
3.
3
3.3.1
Im psychiatrischen Untersuchungsbericht vom 1
4.
Februar 2014 (
Urk.
8/86) stellte
RAD-Arzt
med.
pract
.
M._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychothe
rapie, folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(S.
4):
-
Aufmerksamkeitsdefizitstörung mit Hyperaktivität
Dazu führte er folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf
(S. 5)
:
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit Selbstwertproblematik
-
Zwangsstörung
-
Adipositas
Ergänzend führt
e
der RAD-Arzt aus, dass der Beschwerdeführer alleine wohne, nun
aber
mehr soziale Kontakte habe, so zu den Geschwistern, einem Neffen in der Nachbarschaft und zu seinem Vater. Er sei geduldiger geworden, habe weniger Selbstmordgedanken und sei nicht mehr aggressiv. Er habe noch ge
legentlich Alpträume
, sei immer noch ängstlich und
tue sich schwer, den Leuten in die Augen zu schauen. In Kontakten falle ihm die Konversation schwer. Die
Zahl 4 sei seine Obsession, so müsse er immer wieder
vierm
al das Licht oder den
Computer abschalten und
vierm
al die Toilette spülen oder duschen. Er könne keinen regelmässigen Tagesablauf schildern, mal stehe er um 4 Uhr mor
gens auf, mal um 16 Uhr. Er treffe ab und zu einen Bekannten in dessen
Mu
sik
studio
, wo er Hiphop und ähnliches produziere. D
ort sei er d
ann
mindestens
drei Stunden
. Ansonsten sei er vor dem TV oder im Internet.
Er gehe nicht ger
ne
raus,
gehe aber
zwei- bis dreimal
pro Woche einkaufen. Manchmal gehe er um 18 U
hr zu Bett oder erst um 4 Uhr morgens, meistens schlafe er
neun
Stunden. Geleg
entlich konsultiere er seinen Psychiater (S.
2).
Gemäss
med.
pract
.
M._
würden
im Vergleich zum Gutachten 2006 nicht mehr die grandi
osen Selbstüber
schät
zungen auffallen. Es könne eine wesentliche Nachreifung der Persönlichkeit gesehen werden, die der Beschwerdeführer auch selbst be
merke. Eine depressive Symptomatik sei (unter laufender Medikation) nicht mehr feststellbar. Von Seiten des früher diagnostizierten ADHS seien in der Untersuchungssituation keine Symptome zu sehen, zumal der Beschwerdeführer offensichtlich regel
mässig
seine Medikation einnehme (S. 4
f.). Seit 2009 sei eine wesentliche Besse
rung des Gesundheitszus
tandes zu verzeichnen, es könne
nun sicher von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden
, dies in ei
ner nicht-mono
tonen Tätigkeit
ohne viel Kontakt zu Mitarbeitern und Kunden
(S. 5 f.)
.
3
.3.2
Der behandelnde Psychiater
Dr.
med.
K._
, FMH Psychiatrie und Psycho
therapie,
hielt
in seiner Stellungnahme vom 1
2.
Februar 2015 (
Urk.
3/3) fest, dass
er den Beschwerdeführer seit
4.
Dezember 2003 behandle und begleite. Der Beschwerdeführer leide
unbestritten
an einer Persönlichkeitsstörung. Diese be
ginne im Kindheitsalter und bestehe im Erwachsenenalter fort, wobei die Symp
tome allenfalls im Verlauf weniger ausgeprägt sein könnten, grundsätzlich aber eben bestehen bleiben würden.
Er
entwickle immer wieder Ideen, wie er erfolg
reich sein könnte, meist in irgendeiner Funktion in der modernen elektro
ni
schen Clubmusik. Er rühme sich mannigfaltiger weltweiter Kontakte zu wich
ti
gen Leuten in der Clubszene und habe manchmal Grössenphantasien
,
in die
sem Wirtschaftszweig berühmt und reich zu werden. Wenn er nicht in einer de
pressiven Lage sei, pflege er sich gut darzustellen, könne sich umgänglich, charmant, witzig, kosmopolitisch geben. Es sei jedoch sehr schwierig, in seinen Geschichten Wahrheit und Erfundenes auseinanderzuhalten (S. 2). Es möge sein, dass der Beschwerdeführer in einzelnen Aspekten seiner Persönlichkeitsstörung „nachgereift“ sei. Daraus zu schliessen, dass eine „wesentliche Nachreifung der Persönlichkeit“ stattgefunden habe, sei jedoch unzutreffend.
Er
sei bereits zu Beginn der psychiatrischen Behandlung fähig gewesen, geduldig zuzuhören, aggressiv sei er nie gewesen. Er zeige jedoc
h nach wie vor folgende
Persönl
i
c
h
keitsstörungen
: er missachte soziale Normen, Regeln und Verpflichtungen, könne sich im privaten Umfeld ausser auf seinen Vater kaum auf jemand anderen verlassen, führe ein zurückgezogenes Leben und sei immun gegen mora
li
sche oder wirtschaftliche Druckversuche.
Einladungen seitens der
Be
schwerde
gegnerin
nehme er nicht wahr, die Zusammenarbeit zwischen ihm und der
So
zialbehörde
sei schwierig und bei Arztterminen sei er unpünktlich.
Auf
grund seiner Persönlichkeitsstörung sei er bis heute und auch in Zukunft nicht in der Lage
,
eine Ausbildung abzuschliessen, geschweige denn einer Erwerbs
tätigkeit nachzugehen
(S. 3 f.)
.
4.
4.1
Vergleichszeitpunkt für eine
Veränderung
bildet vorliegend die ursprüngliche
Rentenzusprache
vom 6.
Februar
2008. Die revisionsweise Bestätigung der Rent
e basierte lediglich auf knapp ausgefüllten Formularberichten des behandelnden Psychiaters (Urk. 8/55 und Urk. 8/57) sowie einer Kurzeinschätzung des RAD (Urk. 8/62/2)
.
Dies genügt nicht.
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer
rentenaufheb
enden Verfügung vom 2. Februar 2015 (Urk. 2) auf den
psychiatrischen Untersuchungsbericht
ihres RAD-Arztes vom
1
4.
Februar 2014 (
Urk.
8/86)
, welcher
den Beschwerde
führer
am
1
3.
Februar 2014
untersucht hat
te
.
4.2
Die RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraus
setzun
gen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invali
denversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstä
tigkeit oder Tätigkeit im Auf
ga
benbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Ein
zel
fall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beurteilen die RAD die medizinischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bun
des
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dok
umente, die von Art. 44 ATSG be
treffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung v
on RAD-Berichten keine Wir
kung
(Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die n
otwendigen fachlichen Qualifi
ka
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis ver
sicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte ge
hö
ren – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuver
lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014
vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 46
5
E. 4.4 und E. 4.7).
Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit folgt das Recht der versicherten Per
son, mittels eigener Beweismittel die Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärzt
lichen Feststellungen der versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von der versicherten Person eingereichten Beweismittel stammen
regelmässig
von behandelnden Ärzten oder von anderen medizinischen
Fach
personen
, die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stehen. Aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen, wird im Streitfall eine
direkte
Leistungszusprache
ein
zig gestützt auf die Angaben der behandelnden Ärzte jedoch kaum je in Frage kommen (vgl. BGE 135 V 465 E. 4.5).
4.3
4.3.1
Dr.
A._
diagnostizierte beim damals 27jährigen Beschwerdeführer unter an
de
rem eine Persönlichkeitsstörung mit Dissozialität,
anankastischen
Zügen und Selbstwertstörung (
Gutachten vom
2.
Juli
2006;
E.
3.1).
Das Vorliegen einer
Persönlichkeitsstörung
wurde
anlässlich der psychiatrischen Standortbestim
mung
vom 2. Oktober 2009 von RAD-Arzt
Dr.
L._
bestätigt (E. 3.2).
Der be
handelnde Psychiater
Dr.
K._
hat
te bereits am
8.
Dezember 2005 eine entsprechen
de Verdachtsdiagnose
gestellt
(
Urk.
8/6)
und bestätigte die
Diagnose in der Folge mehrfach (
Urk.
8/57,
Urk.
8/81,
Urk.
8/102
und
Urk.
3/
3
/2
).
RAD-Arzt med.
pract
.
M._
führte in seinem psychiatrischen Untersuchungsbericht vom 1
4.
Februar 2014 (E.
3.3
.1
) hingegen aus, beim
mittlerweile
35jährigen Be
schwer
deführer könne eine wesentliche Nachreifung der Persönlichkeit
festge
stellt
werden. Statt einer Persönlichkeitsstörung diagnostizierte er akzentuierte
Per
sönlichkeitszüge
mit Selbstwertproblematik
.
4.3.2
Persönlichkeitsstörungen beginnen in der Kindheit oder Adoleszenz und mani
festieren sich endgültig im Erwachsenenalter (
Dilling
/
Mambour
/Schmidt, Inter
nationale Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V(F): Klinisch diagnostische Leitlinien, 9. Aufl. 2014, S. 276).
Der Beschwerdeführer war i
n der meisten Zeit seiner Kindheit
und Jugend
bei Psychiatern, Schulpsychiatern und Familientherapeuten in Behandlung und unternahm im Alter von elf Jahren ei
nen Suizidversuch.
Er wurde als Kind von seinem Vater terrorisiert,
seine Mutter
war stets krank und depressiv. Er
konnte
aufgrund der häufigen Umzüge nir
gends Wurzeln schlagen und war wegen seiner
dissozialen Verhaltensstörungen kaum tragbar
. Infolge
seiner psychi
schen Prob
leme schloss er weder die Schule ab noch machte er eine Berufsausbildung, auch war er nie längerfristig er
werbstätig (
Urk.
8/13 S. 3 f.
und 8 f.
)
.
Beim Beschwerdeführer wurde im Er
wachsenenalter eine
seit Kindheit besteh
ende
Persönlichkeitsstörung diagnosti
ziert, was mit Blick auf seinen Lebenslauf plausibel scheint.
Die ursprüngliche Diagnose wurde vom RAD-Arzt denn auch nicht in Frage gestellt,
hingegen war
dies
er der Ansicht, dass
die Persönlichkeit des Beschwerdeführers zwischen dem 3
1.
und 3
5.
Altersjahr nachgereift sei, sodass eine Störung der Persönlichkeit nun nicht mehr vorliege. Dies überzeugt nicht, ist doch gerade Kernmerkmal der Persönlichkeitsstörung, dass sie sich im
Erwachsenenalter endgültig manifes
tiert.
Gemäss
Dr.
K._
können d
ie
Symp
tome der Störung allenfalls im Ver
lauf weniger ausgeprägt sein,
sie
bleiben aber grundsätzlich bestehen (
Urk.
3/
3
/2
).
D
er behandelnde Psychiater des Beschwer
de
führers
führte
entsprechend
weiter aus
, dass med.
pract
.
M._
das Wesen einer Persönlichkeitsstörung nicht
zu begreifen schein
e
(Urk. 8/103).
Eine nach
vollziehbare Erklärung der plötzlichen Verbesserung ang
e
sichts der einschlägi
gen Diagnose fehlt.
Ein solcher Mangel lässt den gesamten Bericht des RAD-Arztes als fragwürdig erscheinen. Es bestehen damit mehr als geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit des psychiatrischen Untersuchungsberichtes, so dass auf diesen nicht abgestellt werden kann.
4.
3.3
Dr.
K._
verneinte eine
Verb
esserung des Gesundheitszustandes des Be
schwer
deführers unter anderem mit der Begründung, dieser sei nie aggressiv gewesen, so dass eine diesbezügliche Besserung gar nicht
habe
eintreten könne
n
(Urk. 3/3
/2
S. 3).
Anlässlich der Begutachtung
durch
Dr.
A._
schilderte der Be
schwerdeführer jedoch, dass er vor zwei Monaten seinem Vater eine Flasche über den Kopf
ge
schl
a
g
en habe
, ebenso, dass er wegen Kleinigkeiten
andere Personen
gerne umbringen würde
(
Urk.
8/13 S.
6
)
.
Entgegen der Ansicht von
Dr.
K._
b
estand damit ein beträchtliches Aggressionspotential
,
welches sich im Laufe der Jahre
allenfalls
hätte legen können
.
Dr.
K._
bestätigte
zwar
, dass die depressive Symptomatik zurzeit nicht mehr feststellbar sei
, der Be
schwer
defüh
rer könne jedoch immer wieder einer depressiven Krise anheim fallen
(
Urk.
3/3
/2
S. 4). Nachdem bereits
Dr.
A._
bereits
anlässlich der Begut
achtung fest
ge
h
a
lt
en hatte
, dass der depressive Zustand
ein milderes Mass angenommen ha
b
e (
Urk.
8/
13 S. 11),
kann
aus der Bestätigung
Dr.
K._
s
nicht ohne Weiteres auf eine wesentli
che Änderung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers geschlossen werden.
Auch
dem
Bericht
von
Dr.
K._
ist
damit i
n Bezug auf das allfällige Vorliegen eines Revisionsgrundes
nichts
S
chlüssig
es
zu entnehmen
.
Dass nach wie vor eine vollumfängliche Arbeits
unfähigkeit vorliegt, ist indes nicht erstellt, schloss doch bereits Dr.
L._
im Jahr 2009 auf eine
h
öhere Arbeitsfähigkeit (E. 3.2) und scheint sich die Situa
tion effektiv weiter entspannt zu haben.
4.
4
Nach dem Gesagten kann aufgrund der Akten nicht festgelegt werden,
ob
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers wesentlich geändert hat und ob deshalb
ein Revisionsgrund
vorliegt.
Angesichts des Verzichts der
Beschwerde
gegnerin
auf eine externe Begutachtung im Rahmen des Verwaltungsverfahrens rechtfertigt sich eine gerichtliche Begutachtung nicht. Der angef
ochtene Ent
scheid ist damit auf
zuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurück
zuweisen, damit sie
eine psychiatrische
Begutachtung
des Beschwerdeführers
veranlasse und hernach über
das Vorliegen eines Revisionsgrundes
sowie die
Ansprüche de
s
Beschwerdeführer
s neu entscheide.
5.
5.1
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57). Die Kosten des Verfahrens gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr.
7
00.-- festzusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5
.2
Dem
Beschwerdeführer steht eine Prozess
entschädigung zu, welche vom Ge
richt ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen festge
setzt wird (§ 34 Abs. 1 und 3 des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
gericht
,
GSVGer
). Entsprechend ist ihm
nach Einsicht in die Kostennote vom 23. Novem
ber 2016 (Urk. 10)
eine Prozessentschädigung von
Fr.
2
‘
32
4
.90
(inkl.
Baraus
lagen
und
MWSt
) auszurichten.
5.3
Das Gesuch um unentgeltliche
Prozessführung
und Bestellung eines
unentgelt
liche
n
Rechtsbeistand
es ist damit gegenstandslos.