# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c3b88d27-99a2-43f0-bdaf-fb0270926d31
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. In der Gemeinde F._ wurde im Zuge der laufenden Sanierungen
verschiedener Gemeindestrassen ein Beleuchtungskonzept für den
Ersatz der gesamten Strassenbeleuchtung auf dem Gemeindegebiet
durch die G._ AG erstellt. Am 24. Oktober 2017 beschloss der
Gemeindevorstand, bei der Gemeindeversammlung dafür einen Kredit
von CHF 250'000.--, verteilt auf die Jahre 2018 und 2019, zu beantragen.
2. Am 8. Dezember 2017 stimmte die Gemeindeversammlung mit 81 Ja-
gegen 2 Nein-Stimmen dem beantragten Kredit zu, um die gesamte
öffentliche Strassenbeleuchtung, bestehend aus insgesamt 78
Beleuchtungskörpern, durch eine moderne, intelligent steuerbare LED-
Beleuchtung zu ersetzen. Anlässlich der Gemeindeversammlung wurde
betreffend die LED-Leuchtmittel festgehalten, dass mit einer Einsparung
von 60 % der Energiekosten gerechnet werden könne. Im Zusammenhang
mit einem Votum betreffend Lichtverschmutzung wurde vom
Gemeindevorstand das Anliegen aufgenommen, die Beleuchtung
während der Nachtstunden auf ein Minimum zu reduzieren und
warmweisses Licht mit maximal 3000 Kelvin (K) einzusetzen. Ausserdem
wurde erwähnt, dass die Leuchtmittel der bestehenden
Strassenbeleuchtung ab 2018 nicht mehr erhältlich sein würden.
3. Im Sommer 2018 wurde in der Via H._ die alte Strassenbeleuchtung
durch neue LED-Beleuchtungskörper an den bisherigen Standorten
ersetzt. Insbesondere wurde der ursprünglich ca. 4.5 m hohe
Beleuchtungskandelaber gegenüber der Südfassade der Liegenschaft auf
der Parzelle 76 durch einen ca. 2.5 m höheren Beleuchtungskandelaber
mit LED-Beleuchtungskörper ersetzt.
4. In diesem Zusammenhang gelangte A._ (Miteigentümer der Parzelle
76) mit Schreiben vom 16. August 2018 an den Gemeindevorstand und
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beanstandete, dass das ostexponierte (Schlaf-)Zimmer im zweiten
Obergeschoss (OG) sowie das Esszimmer und die Stube im ersten OG
des Wohnhauses auf der Parzelle 76 nun hell erleuchtet würden. Dies
gelte auch für den ostseitigen Garten. Ausserdem beantragte er eine "Vor-
Ort-Begehung". Mit Schreiben vom 29. August 2018 teilte der für das
Bauwesen zuständige Gemeindevorstand dem A._ mit, dass
anlässlich der Sitzung vom 27. August 2018 das Schreiben vom
16. August 2018 behandelt worden sei. Es sei dabei darauf hingewiesen
worden, dass die fraglichen LED-Beleuchtungskörper individuell
eingestellt werden könnten. Die korrekte Programmierung sei allerdings
noch nicht erfolgt. Weil ganze Abschnitte von der zuständigen
Installationsfirma zeitgleich zu programmieren seien, wurde A._
gebeten, die korrekte Programmierung abzuwarten. Anschliessend könne
die Situation genau geprüft und ein allfälliger Versatz des
Beleuchtungskörpers im Zusammenhang mit der Sanierung der Via
H._ in Betracht gezogen werden.
5. Im Zusammenhang mit der bevorstehenden Sanierung der Via H._
stellten A._ und B._ (Grundeigentümer der Parzelle 76) am
18. April 2019 beim Gemeindevorstand den Antrag, den beanstandeten
Beleuchtungskörper an einen neuen Standort (weiter westlich) an der
Fassade eines Stalles zu versetzen, damit der Kreuzungsbereich Via
H._/Via I._ (zur Gewährleistung der Fussgängersicherheit)
besser ausgeleuchtet werde. Am 7. Mai 2019 nahm der für das Bauwesen
zuständige Gemeindevorstand dazu nach Rücksprache mit dem
ausführenden Unternehmen sowie der Bauleitung Stellung und hielt fest,
dass ein weiter westlich, direkt am dortigen Stall angebrachter
Beleuchtungskörper zu niedrig für eine optimale Ausleuchtung der Strasse
zu liegen komme und diese auch zu einem niedrigeren bzw. limitierten
Durchfahrtsraum für höhere Lieferwagen führe. Es sei geplant, die
beanstandete Leuchte nach Osten hin zu versetzen und westlich des
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genannten Stalles im Bereich der Kreuzung Via H._/Via I._ bei
der Parzelle 74 eine zusätzliche Strassenbeleuchtung zu platzieren.
Betreffend diese Standorte werde noch Rücksprache mit den
angrenzenden Grundeigentümern genommen. Mit Schreiben vom 19. und
20. Mai 2019 unterbreiteten A._ und B._ der Gemeinde
wiederum den Standort für den Beleuchtungskörper an der Stallfassade in
einer Höhe von ca. 4.2 m, woraus keine Limitierung des
Durchfahrtsraumes entstehe. Dies sei mit den betroffenen Anstössern der
Via H._ abgesprochen. Mit Mitteilung vom 23. Mai 2019 teilte der für
Bauwesen zuständige Gemeindevorstand mit, dass der
Gemeindevorstand nochmals und wiederholt am 21. Mai 2019
beschlossen habe, keine Beleuchtungskörper an privaten Gebäuden zu
montieren. Zwischenzeitlich seien zwei weitere sehr gute Lösungen und
Standorte für die Platzierung der Beleuchtungskörper gefunden worden,
welche dem öffentlichen Interesse dienten. Dazu gehöre auch ein
Beleuchtungsstandort südlich der Parzelle 71 anstelle desjenigen im
Bereich der Kreuzung Via H._/Via I._ bei der Parzelle 74. Dem
opponierten wiederum A._ und B._ mit zwei weiteren Eingaben
vom 27. Mai 2019. Dabei verlangten sie, dass die Varianten zur
öffentlichen Beleuchtung im betroffenen Teil der Via H._ den
betroffenen Anstössern vor Baubeginn vorzustellen seien und
anschliessend die Angelegenheit einvernehmlich mit den Anstössern zu
erledigen sei. Am 28. Mai 2019 erfolgte eine (weitere) Begehung vor Ort.
Gleichentags beantragte A._ wiederum die seinerseits bevorzugte
Variante "Stall" dem Gemeindevorstand zur Ausführung. Daneben fasste
er auch noch weitere, anlässlich der Begehung thematisierte Varianten
zusammen und erachtete die vorgeschlagene Lichtsimulation bzw.
Probebeleuchtung aufgrund des Ergebnis der Begehung vor Ort als nicht
zwingend. Demgegenüber teilte der für das Bauwesen zuständige
Gemeindevorstand dem A._ am 29. Mai 2019 wiederum mit, dass der
Gemeindevorstand den (Beleuchtungs-)Standort beim Stall weiterhin in
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Frage stelle und den Standort "a" (südlich der Parzelle 71) klar favorisiere.
Der Antrag vom 28. Mai 2019 werde anlässlich der
Gemeindevorstandssitzung vom 4. Juni 2019 noch einmal besprochen
und dann darüber befunden. Dabei wurden auch die aus der Sicht des
Gemeindevorstandes massgebenden Beurteilungskriterien für die
Standortauswahl genannt.
6. Mit Schreiben vom 5. Juni 2019 wies der Gemeindevorstand – gestützt auf
einen entsprechenden Beschluss anlässlich seiner Sitzung vom 4. Juni
2019 – namentlich unter Verweis auf die Ausführungen in der Mitteilung
vom 29. Mai 2019 den Antrag vom 28. Mai 2019 ab. Der
Gemeindevorstand beschloss, dass das Projekt wie geplant und an der
Begehung (vom 28. Mai 2019) aufgezeigt weiterverfolgt und umgesetzt
werde. Es wurden die folgenden vier Standorte zu Ausführung festgelegt:
1. Standort Einmündung Via H._/Via J._ (Kantonsstrasse); Kandelaber wird um ca. 2 m nach links versetzt und mit Doppelleuchten ausgerüstet.
2. Standort Einmündung Via H._/Via I._; neuer Kandelaber unterhalb der Stützmauer zur Parzelle E._ (Anmerkung des Gerichts: südlich der Parzelle 71; Standort "a").
3. Standort Grenzpunkt Parzelle 75/Parzelle 84; neuer Kandelaber ausserhalb der Privatparzellen im Kreuzungspunkt der Parzellen 75/84 (Anmerkung des Gerichts: Standort "b").
4. Standort Kreuzung Via K._/Via H._; alter Standort, jedoch mit Doppelleuchte ausgerüstet.
Ausserdem wurde darauf hingewiesen, dass die Kandelaber mit
Bewegungssensor ausgerüstet seien und die Leuchtstärke ab 22:00 Uhr
auf max. 3 % der Gesamtlichtstärke reduziert werde.
7. Mit Schreiben vom 11. Juni 2019 opponierten namentlich A._ und
B._ dem auf den 5. Juni 2019 datierten Schreiben des
Gemeindevorstandes der Gemeinde F._, worin ihnen der Beschluss
vom 4. Juni 2019 betreffend die gewählten Standorte der LED-
Beleuchtungskörper im Bereich der Via H._ mitgeteilt wurde. Sie
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kritisierten darin namentlich die gewählten Standorte im Bereich der Via
H._ im Umfeld der Parzellen 71, 74 ff. und 84, verteidigten die
Variante "Stall" und ersuchten um eine Aussprache mit dem
Gemeindepräsidenten in dieser Sache für eine einvernehmliche Lösung.
8. Mit Beschwerde vom 8. Juli 2019 beantragten A._ und B._,
C._, D._ sowie E._ (nachfolgend Beschwerdeführer), es sei
der Beschluss des Gemeindevorstandes vom 4. Juni 2019 betreffend die
Standorte der neuen (Strassen-)Beleuchtung im Bereich der Via H._
aufzuheben und von den neuen Laternen im Kreuzungspunkt der
Parzellen 75 und 84 sowie unterhalb der Stützmauer der Parzelle 71 sei
abzusehen. Die Angelegenheit sei zur neuen Beschlussfassung im Lichte
der folgenden Ausführungen an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Eventualiter sei die Vorinstanz anzuweisen, von den neuen Laternen im
Kreuzungspunkt der Parzellen 75 und 84 sowie unterhalb der Stützmauern
zur Parzelle 71 abzusehen und stattdessen die Variante "Stall" gemäss
den nachfolgenden Ausführungen zu realisieren. Der Beschwerde sei die
aufschiebende Wirkung zu erteilen. Dies unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zu Lasten der Gemeinde F._. Zur Begründung
wurden formelle und materielle Mängel beim Zustandekommen des
Beschlusses des Gemeindevorstandes vom 4. Juni 2019 gerügt. So sei
ihr Anspruch auf eine hinreichende Begründung des ablehnenden
Beschlusses bzw. ihr Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden.
Ausserdem sei die streitgegenständliche Modifizierung des
Beleuchtungsplanes zu keinem Zeitpunkt öffentlich aufgelegt worden und
auch kein Baubewilligungsverfahren durchgeführt worden. Schliesslich
erweise sich der geplante Beleuchtungsplan auch in materieller Hinsicht,
namentlich unter Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips, als
unrechtmässig. Dies im Gegensatz zu der von den Beschwerdeführern
vorgeschlagenen Variante "Stall".
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9. Die Gemeinde F._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) liess sich am
22. Juli 2019 zur beantragten aufschiebenden Wirkung vernehmen und
beantragte die Abweisung des entsprechenden Antrages. Der
Beschwerde vom 8. Juli 2019 sei keine aufschiebende Wirkung
zuzuerkennen.
10. Mit Verfügung vom 24. Juli 2019 erkannte der zuständige
Instruktionsrichter der Beschwerde im Verfahren R 19 52 keine
aufschiebende Wirkung zu.
11. Die Gemeinde F._ liess sich am 17. September 2019 zur Sache
vernehmen und beantragte die kostenpflichtige Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf überhaupt einzutreten sei. Zur Begründung
verneinte sie die Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör und
stellte sich im Wesentlichen auf den Standpunkt, dass sie zur
Gewährleistung der Verkehrssicherheit zur Erstellung einer
Strassenbeleuchtung gesetzlich verpflichtet sei. Für den Ersatz von
derartigen, seit Jahrzehnten bestehenden technischen Einrichtungen
bestehe keine Baubewilligungspflicht. Ausserdem legte sie dar, weshalb
ihrer Ansicht nach die Vorschriften des materiellen (Umwelt-)Rechts
eingehalten seien und verteidigte die Entscheidung, auf die gemäss
Art. 67 Abs. 1 des kommunalen Baugesetzes (BG) grundsätzlich mögliche
Inanspruchnahme von privatem Grund für technische Einrichtungen
soweit als möglich zu verzichten. Vorliegend seien Standorte für die
Beleuchtungskörper ohne die Inanspruchnahme von privatem Grund
möglich. Bei der Platzierung von Strassenbeleuchtung auf öffentlichem
Grund werde den Wünschen von privaten Anstössern soweit möglich
Rechnung getragen. Im vorliegenden Fall sei man mit der Verschiebung
nach Osten des einen Beleuchtungskörpers sowie eines zusätzlichen
Beleuchtungskörpers am Standort "a" den Wünschen der privaten
Anstösser bzw. den entsprechenden privaten Interessen vollumfänglich
entgegengekommen. Schliesslich könne ihr auch kein Ermessensfehler
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bei der Standortwahl der strittigen Beleuchtungskörper vorgeworfen
werden.
12. Die Beschwerdeführer replizierten am 14. Oktober 2019 und hielten an
ihren Rechtsbegehren fest. Dabei entgegneten sie den
beschwerdegegnerischen Ausführungen und vertieften und ergänzten ihre
Argumentation.
13. Die Beschwerdegegnerin duplizierte am 15. November 2019, wobei sie
ebenfalls an ihren gestellten Rechtsbegehren festhielt. Dabei entgegnete
auch sie wiederum den beschwerdeführerischen Ausführungen und
bestritt diese.
14. Am 2. Dezember 2019 verzichteten die Beschwerdeführer auf die
Einreichung einer Triplik.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den
angefochtenen Beschluss vom 4. Juni 2019, mitgeteilt mit Schreiben vom
5. Juni 2019, sowie die weiteren Akten, wird, sofern erforderlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Vorliegend ist der Beschluss des Gemeindevorstandes der Gemeinde
F._ vom 4. Juni 2019, mitgeteilt mit Schreiben vom 5. Juni 2019,
angefochten, worin der Antrag (von zumindest einem Teil) der
Beschwerdeführer betreffend den gewünschten Beleuchtungsstandort im
Bereich der Via H._ nicht entsprochen wurde. Die Beschwerdeführer
machen im Ergebnis auch geltend, dass die von der Gemeinde
beschlossenen Standorte für die Beleuchtungskörper ihren
gerechtfertigten Bedürfnissen nicht Rechnung tragen würden und sie
aufgrund der von ihnen (teilweise) abgelehnten Standortwahl – namentlich
im Widerspruch zum Vorsorgeprinzip – verstärkt von störenden
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Lichtimmissionen betroffen würden. Duplicando stellt sich die
Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt, dass die Rügen der
Beschwerdeführer hinsichtlich der (übermässigen) Lichtimmissionen
ausserhalb des (Verfahrens-)Gegenstandes gemäss Beschluss vom
4. Juni 2019 lägen. Darin sei nämlich nur über die Festlegung der
Standorte der strittigen Beleuchtungskörper auf öffentlichem Grund
entschieden worden, welche in jedem Fall nach der Installation noch
mittels Feineinstellung sowie individueller Anpassung anhand der örtlichen
Verhältnisse optimiert würden. Dazu ist zu bemerken, dass der Beschluss
vom 4. Juni 2019 ein Verfahren vor der ersten Instanz abschloss, welches
aufgrund von konkreten Beanstandungen betreffend übermässiger Licht-
immissionen seitens der Anstösser durch die im Sommer 2018 im
Wesentlichen an den alten (geografischen) Standorten montierten, neuen
LED-Beleuchtungskörpern durchgeführt wurde (vgl. für Verfahrenswahl
hinsichtlich der von einer öffentlichen [Strassen-]Beleuchtung, als
technische Einrichtung im Sinne von Art. 40 Abs. 1 Ziffer 13 der
Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden [KRVO;
BR 801.110], ausgehenden, von direkt betroffenen als übermässig
empfundenen Lichtimmissionen die nachfolgenden Erwägungen 3.3 f.).
Nachdem dies bereits am 16. August 2018 von unmittelbar betroffenen
Anstössern reklamiert wurde, stellten diese im Rahmen der
bevorstehenden Sanierung der Via H._ am 18. April 2019 wiederum
einen Antrag auf eine Optimierung der Strassenbeleuchtung bzw. die
Verschiebung eines Beleuchtungskörpers. Dies nachdem am 29. August
2018 der Gemeindevorstand auf noch anstehende Feineinstellungs- bzw.
Optimierungsarbeiten an der Strassenbeleuchtung (an den ursprünglichen
Standorten) hingewiesen hatte. Wenn nun die Beschwerdegegnerin im
angefochtenen Beschluss vom 4. Juni 2019 zum Schluss gelangte, dass
in Anbetracht der massgebenden Beurteilungskriterien und in Kenntnis der
beschwerdeführerischen Beanstandungen und Lösungsvorschläge die
Beleuchtungskörper an den Standorten "a" und "b" (wiederum mit
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nächtlicher Dimmung) installiert werden sollen, verneinte sie auch implizit
das Vorliegen von übermässigen Lichtimmissionen bzw. einen Verstoss
gegen materielles Umweltschutzrecht durch diese Standortwahl. Insofern
greift die beschwerdegegnerische Beschränkung des Streitgegenstandes
etwas zu kurz, wenn und insoweit die Beschwerdeführer für die (von der
Beschwerdegegnerin abgelehnten) Variante "Stall" eine verminderte
Tangierung durch Lichtimmissionen anführen. Dies erscheint jedenfalls
nicht von vornherein gänzlich ausgeschlossen. Somit stellt dieser
kommunale Entscheid ein zulässiges Anfechtungsobjekt im Sinne von
Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG;
BR 370.100) dar (vgl. dazu BGE 146 V 38 E.4.1 sowie BGE 143 I 336
E.4.1 und 4.3 ff.). Als Adressaten dieses Beschlusses, die mit ihren
Positionen im vorinstanzlichen Verfahren nicht durchgedrungen sind und
in unmittelbarer Umgebung der fraglichen Beleuchtungsstandorte
Grundeigentum besitzen bzw. dort wohnen, sind die Beschwerdeführer –
im Rahmen der ihnen jeweils zustehenden Beschwerdebefugnis bzw. der
besonderen Betroffenheit (siehe dazu BGE 140 II 214 E.2.1 ff., wonach
die [Beschwerde-]Legitimation auf bestimmte Anlagenteile begrenzt
werden kann und bei Lichtemissionen in der Regel eine direkte
Sichtverbindung zur Lichtquelle zu fordern ist und diese auch deutlich
wahrnehmbar sein muss) – von diesem Entscheid zudem berührt und
haben ein schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung oder Änderung des
angefochtenen Entscheides (Art. 50 Abs. 1 VRG). Die weiteren
Prozessvoraussetzungen geben – unter Berücksichtigung der
nachfolgenden Erwägung 2.5 – keinen Anlass zu weiteren Bemerkungen,
weshalb im Rahmen der vorstehend erwähnten besonderen Betroffenheit
und des Streitgegenstandes auf die form- und fristgerecht erhobene
Beschwerde einzutreten ist (vgl. Art. 7, Art. 38 und Art. 52 Abs. 1 bzw.
Art. 22 Abs. 2 VRG; siehe zu Letzterem auch die nachstehende Erwägung
2.5).
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2.1. Vorgängig ist auf die Rüge der Beschwerdeführer einzugehen, wonach ihr
Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt worden sei. Dazu führen sie aus,
dass ihr offizieller Antrag betreffend Variante "Stall" lange Zeit gar nicht
gehört worden sei. Als sich der Gemeindevorstand am 4. Juni 2019 dann
endlich mit dem Antrag auseinandergesetzt habe, sei dieser ohne
hinreichende Begründung abgewiesen worden. Zur Begründung werde im
angefochtenen Beschluss vom 4. Juni 2019 lediglich vorgebracht, dass
der Antrag inhaltlich in keiner Weise der vereinbarten Vorgehensweise
entspreche. Diese Aussage befremde, hänge doch die Rechtmässigkeit
und Wirkung auf die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer der angedachten
Antennenstandorte doch in keinster Weise davon ab, was anlässlich der
gemeinsamen Begehung (vom 28. Mai 2019) vereinbart worden sei. Es
fehle neben einer fundierten Auseinandersetzung mit der (von den
Beschwerdeführern bevorzugten) Variante "Stall" auch eine
nachvollziehbare Begründung für die beschlossene Änderung und
Erweiterung der Beleuchtungskörperstandorte. Der Verweis auf die
Begründung in der Nachricht vom 29. Mai 2019 sei unbehelflich. Denn
darin seien den Beschwerdeführern lediglich die (nochmalige)
Überprüfung des gestellten Antrages in Aussicht gestellt worden und die
"Randbedingungen" bzw. Beurteilungskriterien des Gemeindevorstandes
(für die Auswahl der Beleuchtungskörperstandorte), nämlich die
Sicherheit, Haftungsfragen, ein Lichtraum von 4.5 m über dem
Strassenkörper, eine optimale Ausleuchtung, die Vermeidung von
Präjudizien sowie der Grundsatz der Vermeidung von technischen
Anlagen an privaten Gebäuden, mitgeteilt worden. Abgesehen davon,
dass die Kriterien nicht gegen die Variante "Stall" sprächen, vermöge
diese Aufzählung von entscheidrelevanten Beurteilungskriterien
selbstredend keine hinreichende Beurteilung darzustellen.
2.2. Die Beschwerdegegnerin legt die Rechtsprechung zum Anspruch auf
rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der
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Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) bzw. dem daraus
fliessenden Begründungsanspruch von hoheitlichen Akten zutreffend dar.
Demnach besteht gemäss Art. 22 Abs. 1 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 VRG für
kommunale Behörden insbesondere die Verpflichtung, ihre Entscheide zu
begründen. Der Betroffene soll mit seinen form- und fristgerechten, zur
Klärung der Streitfrage geeigneten und erforderlichen Vorbringen
tatsächlich gehört werden und diese sollen auch ernsthaft geprüft sowie in
der Entscheidfindung angemessen berücksichtigt werden. Es müssen
zumindest kurz die wesentlichen Überlegungen genannt werden, von
denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die es seinen Entscheid
stützt. Der Bürger soll also wissen, warum die Behörde entgegen seinem
Antrag entschieden hat. Nicht erforderlich ist, dass sich die Begründung
mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes
einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Es reicht aus, wenn die
entscheidwesentlichen Faktoren hinlänglich festgestellt und gewürdigt
werden, so dass die Beschwerdeführer sich über dessen Tragweite ein
Bild machen und den Entscheid sachgerecht anfechten können. Es muss
sich mit anderen Worten aus dem angefochtenen Entscheid also immerhin
mit genügender Klarheit ergeben, weshalb die Vorinstanz zu ihrer
Beurteilung kam (siehe BGE 142 II 49 E.9.2, 137 II 266 E.3.2, 136 I 229
E.5.2, 136 I 184 E.2.2.1, 134 I 83 E.4.1 und 129 I 232 E.3.2; Urteile des
Bundesgerichts 1C_371/2021 vom 25. Februar 2021 E.2.2, 1C_627/2019
vom 6. Oktober 2020 E.2, 1C_64/2019 vom 11. November 2019 E.2,
1C_576/2016 vom 27. Oktober 2017 E.2.3; PVG 2011 Nr. 31 E.2c und
Urteile des Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden [VGU] R 18 23
vom 15. Januar 2019 E.2.7.1, R 17 47 vom 28. Mai 2018 E.6.1 und R 10
55 vom 2. September 2010 E.2b). Ob die Begründung dann auch
(rechtlich) zutreffend und haltbar ist, ist nicht eine Frage des formellen
Anspruchs auf rechtliches Gehör, sondern der materiellen Beurteilung der
Streitfrage (siehe VGU R 18 23 vom 15. Januar 2019 E.2.7.1, R 18 3 vom
12. September 2018 E.6.2 und R 11 121 vom 3. Juli 2018 E.3.4). Aus dem
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(Begründungs-)Anspruch gemäss Art. 29 Abs. 2 BV fliesst ebenfalls
grundsätzlich nicht das Recht, sich auch (vorgängig) zu der von der
Behörde vorgesehenen rechtlichen Begründung des Entscheides äussern
zu können (vgl. BGE 134 V 97 E.2.8.2 und 132 II 257 E.4.2; Urteile des
Bundesgerichts 2C_1027/2019 vom 18. Mai 2020 E.3.3.1 und
1C_391/2018 vom 15. November 2018 E.3.1 und 1C_154/2017 vom
1. November 2017 E.2.1). Formelle Verfahrensfehler, wozu insbesondere
die Verletzung des Anspruches auf rechtliches Gehör gehört, können
durch die Rechtsmittelinstanz schliesslich ausnahmsweise geheilt
werden, wobei es sich dabei (in der Regel) nicht um eine schwerwiegende
Verletzung handeln darf und die Rechtsmittelinstanz über eine
umfassende Prüfungsbefugnis der Rechts- und Sachlage (vgl. dazu
Art. 51 Abs. 1 VRG) verfügen muss, mithin die Kognition für die zu
beurteilende Frage nicht eingeschränkt ist (siehe BGE 142 II 218 E.2.8.1,
137 I 195 E.2.3.2 f. und 2.6, 133 I 201 E.2.2; Urteile des Bundesgerichts
2C_756/2019 vom 14. Mai 2020 E.3.2, 1C_158/2019 vom 30. März 2020
E.2.6; VGU R 19 6 vom 22. Dezember 2020 E.2.3.2, R 18 15 vom
7. Januar 2020 E.2.5.1, R 18 25 vom 12. April 2019 E.2.1, R 16 72, R 16
73 vom 11. Mai 2017 E.13d m.H.a. BGE 126 I 68 E.2 und PVG 2008 Nr. 1
E.1b; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl.,
Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 1175 ff.). Von einer Rückweisung an die
Vorinstanz ist – selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des
Anspruchs auf rechtliches Gehör – abzusehen, wenn und soweit die
Rückweisung – im Sinne einer Heilung des Mangels – zu einem
formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen
würde, die mit dem Interesse der Partei an einer beförderlichen
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wäre (siehe BGE 142 II 218
E.2.8.1, 138 II 77 E.4.3, 137 I 195 E.2.3.2, 136 V 117 E.4.2.2.2; Urteile des
Bundesgerichts 2C_756/2019 vom 14. Mai 2020 E.3.2, 1C_158/2019 vom
30. März 2020 E.2.6 und 1C_184/2016 vom 14. November 2016 E.2.4.1;
VGU R 19 6 vom 22. Dezember 2020 E.2.3.2).
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2.3. Die Beschwerdegegnerin führt zudem aus, dass sie in ihrem Beschluss
vom 4. Juni 2019 (siehe Akten der Beschwerdeführer [Bf-act.] 2 und Akten
der Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 4) an den bereits beschlossenen
Standorten für die Strassenbeleuchtung der Via H._ festgehalten
habe. Für die nähere Begründung sei auf die Nachricht vom 29. Mai 2019
verwiesen worden. Daraus sei ersichtlich, dass unter anderem der
Grundsatz, wonach keine technischen Anlagen an privaten Gebäuden
erstellt werden sollen, die Argumente und Anträge der Beschwerdeführer
überwiege, weshalb der Standort "a" vom Gemeindevorstand weiterhin
favorisiert werde. Trotz der angeblichen, von den Beschwerdeführern
gerügten Begründungsmängel, hätten sie den angefochtenen Beschluss
vom 4. Juni 2019 sachgerecht anfechten können. Selbst falls die kurze
Begründung (des Gemeindevorstandes) den Anforderungen von Art. 22
Abs. 1 VRG nicht entsprochen hätte, wäre die Heilung dieses leichten
Mangels im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren möglich.
2.4. In jedem Fall rechtfertigt sich nach Ansicht des Gerichts im vorliegenden
Fall keine Aufhebung und Rückweisung des angefochtenen Beschlusses
an die Beschwerdegegnerin aufgrund eines im vorliegenden Verfahren per
se nicht heilbaren formellen Fehlers. Die Begründung im Beschluss vom
4. Juni 2019 ist zwar sehr kurz gehalten und verweist darüber hinaus auch
noch auf eine weitere Nachricht vom 29. Mai 2019, die im Nachgang zu
einer Begehung vor Ort am 28. Mai 2019 erfolgte. Den Beschwerdeführern
war eine sachgerechte Anfechtung aber durchaus möglich. So führen sie
in der Beschwerde beispielsweise unter Bezugnahme von Art. 67 Abs. 1
des kommunalen Baugesetzes (BG) selber aus, weshalb entgegen der
beschwerdegegnerischen Ansicht die Variante "Stall" mit einer Montage
des Beleuchtungskörpers an die Fassade der dortigen (privaten) Bauten
möglich und vorzuziehen sei. Ausserdem bestünden auf dem
Gemeindegebiet auch schon an anderen Standorten Beleuchtungen an
privaten Gebäuden. Ausserdem gingen sie zur Begründung der
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Rechtmässigkeit des Standortes des Beleuchtungskörpers gemäss
Variante "Stall" auch auf die weiteren von der Beschwerdegegnerin in der
Nachricht vom 29. Mai 2019 erwähnten "Randbedingungen" bzw.
Beurteilungskriterien ein. Ausserdem wurde im Beschluss vom 4. Juni
2019 auf die Ausführungen anlässlich der Begehung (vom 28. Mai 2019)
verwiesen. Insofern kann nicht gesagt werden, dass die Beschwerdeführer
keine Kenntnis davon hatten, von welchen Überlegungen sich die
Beschwerdegegnerin bei ihrem Entscheid leiten liess. Ausserdem konnten
die Beschwerdeführer sich im vorliegenden Verfahren im Rahmen eines
doppelten Schriftenwechsels zur Sache äussern. Damit erweist sich die
Rüge der Verletzung des rechtlichen Gehörs als unbegründet bzw.
rechtfertigt sich in jedem Fall keine Aufhebung des angefochtenen
Beschlusses alleine aus diesem Grund.
2.5. Unklar ist, was die Beschwerdeführer aus der (formellen) Rüge ableiten
wollen, wonach die Beschwerdegegnerin ihr Schreiben vom 11. Juni 2019,
welches als eine Einsprache hätte verstanden werden sollen, bis zum
Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung im Verletzung von Art. 4 Abs. 3 VRG
nicht an das Verwaltungsgericht weitergeleitet habe. Diese (Rechts-)Folge
leiten sie daraus ab, dass die Gesetzgebung der Gemeinde F._ kein
Einspracheverfahren in dieser Angelegenheit vorsehe. Dazu ist zu
bemerken, dass im Schreiben vom 11. Juni 2019 zwar die Wortwendung
enthalten ist, dass gegen den Beschluss vom 4. Juni 2019 "Einspruch"
erhoben werde. Ausserdem wurde namentlich die Unverhältnismässigkeit
der vom Gemeindevorstand beschlossenen Beleuchtung der Via H._
bemängelt und in Abrede gestellt, dass der Antrag vom 28. Mai 2019 nicht
der (an der Begehung vor Ort) vereinbarten Vorgehensweise entsprochen
habe. Im Gegenteil, habe sich der für das Bauwesen zuständige
Gemeindevorstand nicht an das vereinbarte Vorgehen gehalten. Das
einzige aus diesem Schreiben ableitbare konkrete Rechtsbegehren (vgl.
dazu Art. 33 Abs. 1 und Art. 38 Abs. 1 VRG) bezog sich aber darauf, dass
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die Unterzeichnenden den Gemeindepräsidenten um eine Aussprache zur
einvernehmlichen Lösung in dieser Sache baten. Daraus kann kein
hinreichend klarer Anfechtungswille seitens der heutigen
Beschwerdeführer abgeleitet werden, welche den Gemeindevorstand zur
vertikalen Weiterleitung dieses Schreibens an das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden in Anwendung von Art. 4 Abs. 3 i.V.m. Art. 2 Abs. 1
VRG verpflichtet hätte (vgl. VGU U 17 39 vom 15. Mai 2018 E.3, R 17 38
vom 20. März 2018 E.4b, A 17 35 vom 17. November 2017 E.3d und U 16
36 vom 16. August 2016 E.3b). Daran ändert nichts, dass der Beschluss