# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e94dc83c-afbf-5836-b492-0698376edee6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963, meldete sich am 3. Oktober 2001 (damals als Bauarbei
ter erwerbstätig) unter Hinweis auf dauernde Schmerzen und Bewe
gungseinschränkungen bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an (Urk.
6
/31). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV
Stelle, sprach ihm nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen (vgl. etwa Urk.
6/34-36 und Urk. 6
/92) mit Verfügungen vom 3. Februar 2005 (Urk.
6
/106; vgl. auch Urk.
6
/96 und Urk.
6
/112) mit Wirkung ab 1. September 2004 eine auf einem Invaliditätsgrad von 55 % basierende halbe Rente der Eid
genössischen Invalidenversicherung zu (samt Zusatzrenten für die Kinder).
1.2
Ein erstes Rentenrevisionsverfahren (vgl. Urk.
6
/113-127), im Rahmen
desselben Verlaufsberichte
bei den behandelnden Ärzten eingeholt wurden, wurde mit der Mitteilung vom 5. März 2008 (Urk.
6
/127), dass weiterhin Anspruch auf die bis
herige Invalidenrente (Invaliditätsgrad 50 %) bestehe, abgeschlossen.
1.3
Mitte 2011 wurde von Amtes wegen ein weiteres Rentenrevisions
verfahren ein
geleitet (vgl. Urk.
6
/134-138). Die IV
Stelle holte
in der Folge
bei der
Y._
ein Gutachten ein (Gutachten vom 17. Dezember 2012 [Urk.
6
/146]). Am 7. Februar 2012 stellte die IV-Stelle dem Versicherten den Vorbescheid, mit wel
chem sie ihm die Einstellung der Invalidenrente ankün
digte, zur Stellungnahme zu (Urk.
6
/149-150). Dagegen liess der Versicherte mit Eingaben vom 7. März (Urk.
6
/151) und 29. April 2013 (Urk.
6
/155) Einwand erheben. Hierzu nahm der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) der IV
Stelle Stel
lung (vgl. Urk.
6
/160).
Mit Verfügung vom 14. Januar 2014 (Urk.
6
/161) hob die IV
Stelle die Rente auf Ende des nach Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf
. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht
mit Urteil vom 6. Oktober 2015 ab (Urk. 6/172; Prozess
-
Nr. IV.2014.0174).
1.4
Noch während des
laufenden
Beschwerdeverfahrens
meldete sich der Versicherte am 3. März 2015 (Urk. 6/169) unter Hinweis auf eine erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes erneut zum Leistungsbezug an (S. 1). Die IV-Stelle tä
tigte berufliche und medizinische
Abklärungen
und veranlasste insbesondere eine polydisziplinäre Begutachtung bei der
Z._
(Expertise vom 8. Septem
ber 2017; Urk. 6/212). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/174) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom
4. Januar 2018 (Urk. 2) ab.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 7. Februar 2018 (Urk. 1) Be
schwerde und beantragte, die Verfügung vom 4. Januar 2018 sei aufzuheben (1.), die Verfügung vom 14. Januar 2014 sowie das Urteil des Sozialversicherungsge
richts vom 6. Oktober 2015 seien wiedererwägungsweise aufzuheben (2.), ihm seien die gesetzlich
en Leistungen auszurichten (3.);
unter Kosten- und Entschä
digungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin (4.; S. 1).
Die IV-Stelle schloss am 20. März 2018 auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerd
eführer am 21. März 2018 (Urk. 7
) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der
Ver
ordnung über die Invalidenversicherung
,
IVV
), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe
n, ob im Sinne von Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des
Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 4. Ja
nuar 2018 (Urk. 2) zusammengefasst, die Auslösefaktoren für die Verschlechte
rung der gesundheitlichen Situation
seien
als IV-fremd zu werten und
würden
keinen Leistungsanspruch begründen. Die weiteren Angaben seien bereits geklärt worden oder würden die überwundene Erkrankung benennen. Es lägen somit keine neuen Angaben vor, welche nicht bereits berücksichtigt worden seien (S. 2).
2.2
Dagegen wendet der Beschwerdeführer (Urk. 1) im Wesentlichen ein,
die
Z._
stelle fest, dass sich der Grad der Arbeitsfähigkeit seit dem Jahre 2012 nicht verändert habe und insgesamt bei einer Arbeitsfähigkeit von 70 % liege. Dabei handle es sich nicht um eine andere Beurteilung eines gleich gebliebenen Sachverhaltes, sondern um eine ab
initio
fehlerhafte Diagnostik und Beurteilung durch die
Y._
im Rahmen der Begutachtung vom 17. Dezem
ber 2012 (S. 4).
2.3
Vergleichszeitpunkt
für eine relevante Veränderung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers bildet die mit Urteil des hiesigen Gerichts vom 6. Okto
ber 2015 (Urk. 6/172) geschützte rentenaufhebende Verfügung vom
14. Januar 2014 (Urk.
6
/161)
.
3.
3.1
Der am
14. Januar 2014
verfügten Renteneinstellung lag zur Hauptsache folgen
der medizinischer Sachverhalt zu Grunde:
3.2
Hausarzt
Dr.
med.
A._
, Allgemein
e
Medizin FMH,
berichtete am 20. Okto
be
r
2011 über das Vorliegen eines
Panverteb
ralsyndroms
und progrediente Hüft
gelenksschmerzen beidseits bei be
ginnender
Coxarthrose
wegen Hüftgelenksdys
plasie. Der Beschwerdeführer sei weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig; er könne keine schweren Arbeiten ausfüh
ren. In einer angepassten Situation am Arbeits
platz sollte er aber zu 50 % bis 100 % arbeitsfähig sein. Dafür wäre aber eine Umschulung (Büroarbeiten; PC-Support) notwendig (Urk.
6
/138-139).
3.3
Der Leitende Arzt Prof. Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psy
chotherapie, und Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Trau
matologie, von der
Y._
stellten in ihrem Gutacht
en vom 17. De
zember 2012 (Urk. 6
/146) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit (S. 31):
-
Hüftdysplasie beidseits
-
Verdacht auf leichte Anpassungsstörung mit gemischter Beein
trächtigung von
Emotionen
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien die - als Verdachtsdiagnosen aufgeführten - Carpaltunnelsyndrome (rechts mehr als links), die
Sulcus-Ulna
ris
syndrome
(links mehr als rechts) und die Bogenschlussstörung L
5.
Auf der psy
chisch-geistigen Ebene sei zum Zeitpunkt der Untersuchung keine ins Ge
wicht fallende Beeinträchtigung der psychischen und geistigen Funktionen feststellbar gewesen. Aufgrund der beidseitigen Hüftdysplasie bestehe jedoch eine Beein
trächtigung für schwere körperliche Arbeiten. In einer leidensange
passten Tätig
keit sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsfähig. Es gelte fol
gendes
Belas
tungs
- und Ressourcenprofil: leichte bis mittelschwere wechselbe
lastende Arbeit ohne Zwangshaltungen für die unteren Extremitäten und die Lendenwirbelsäule; kein Heben und Tragen von mehr als 10 kg schweren Ge
genständen; kein dauer
haftes Knien oder Kauern; keine Arbeiten auf Leitern und Gerüsten (S. 34 f.). Aufgrund der zurzeit fehlenden Hinweise auf relevante psychische Beeinträchti
gungen seien dem Beschwerdeführer insoweit alle Tätig
keiten zumutbar (S. 36).
3.
4
Dr. med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, vom
Re
gionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin
erklärte am 11. Januar 2013, dass aus psychiatrischer Sicht von einer Ver
besserung des Gesundheitszu
standes auszugehen sei. Die
Rentenzusprache
habe nämlich auch auf einer Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit durch eine rezidi
vierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) bei akzentuierter Persönlich
keit mit
schizotypen
und narzisstischen Anteilen basiert; derzeit sei aber diese Diagnose nicht mehr zu stellen. Es liege lediglich eine leichte Anpassungsstörung vor. Insofern sei versicherungsmedizinisch mit überwiegender Wahrscheinlich
keit von einer wesentlichen Besserung des Ge
sundheitszustandes auszugehen. Die im Gutachten genannte Arbeitsfähigkeit von 100 % in einer leidensangepassten Tätigkeit sei deshalb plausibel (Urk.
6
/148/6).
4.
4.1
Die leistungsabweisende Verfügung vom 4. Januar 2018 (Urk. 2) basiert auf den folgenden medizinischen Unterlagen:
4.2
In ihrem Bericht vom 4. November 2014 (Urk. 6/168
/6-13
) nannte die behan
delnde Psychiaterin Dr. med.
E._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
als
Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
rezid
ivierende
depres
sive Störung (zurzeit mittelschwer;
ICD-10 F33.11), eine kombinierte
Persönlich
keitsstörung (ICD-10
F61.0), eine
Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.4)
sowie
ein
en
Status nach
Myocardinfarkt
. Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie eine arterielle Hypertonie, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit mit
ilicalen
Stents beidseits und einen Nikotinabusus (S. 1).
Dank speziell güns
tigen Verhältnissen könne zurzeit eine 40%ige Arbeitstätigkeit ausgeübt werden.
Ihrem ebenfalls vom 4. November 2014 (Urk. 6/168/1-4) datierenden Bericht zu
handen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers kann
entnommen werden, dass es dem Beschwerdeführer ab
2013
wieder bedeutend schlechter
ging
. Als
Auslösefaktoren
vermutete sie
eine als äusserst unfair empfundene Begutachtung
der
IV durch die
Y._
, Streichung der IV-Rente und ein
en
Chefwech
sel am Arbeitsplatz (S. 2 f.)
.
4.3
Dr.
A._
diagnostizierte in seinem Bericht
vom 15. September 2016 (Urk. 6/195)
zuhanden der Beschwerdegegnerin mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit eine
generalisierte
Arteriosklerose mit
periphere
r
arterielle
r
Verschluss
krankheit
und Status nach
PTA
rechts am 4. August 2015 und 3. Juli 2013, ein
e
koronare Herzkrankheit
mit Status nach
Rekanalisation
des
med. RIVA/Stents
am 22. September 2014 und Status nach Vorderwandinfarkt-STEMI am 13. Mai 2013 und –STEMI
anterior
bei
Stentthrombose
am 21. September 2014, eine
Cox
arthrose
beidseits sowie ein chronisches panvertebrales Schmerzsyndrom speziell im Becken- und Schultergürtelbereich. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt er einen Status nach Vasektomie 1993 fest (S. 1). Dr.
A._
ging von einer 40%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in
dessen
zuletzt ausgeübter
Tätigkeit als Sachbearbeiter
bei der Stiftung
F._
aus.
4.4
4.4.1
Die für das
Z._
-Gutachten vom 28. August 2017 (Urk. 6/212)
verantwort
lich zeichnenden medizinischen Fachpersonen Dr. med.
G._
, Facharzt für Chirurgie FMH, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH,
zertifizier
ter medizinischer Gutachter SIM,
Dr. med.
H._
, Facharzt für
Allgemeine In
nere Medizin FMH,
I._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, und
J._
, Fachärztin für Allgemeine innere Medizin, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, nannten als Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 16):
-
Chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom bei paravertebralen
My
ogelosen
ohne
radikuläre
,
pseudoradikuläre
oder neurologische Sympto
matik
-
Geringgradige
Hüftdisplasie
n
beidseits ohne Zeichen manifester degene
rative
r
Veränderungen oder
Coxarthrose
(
cow
)
-
Koronare Herzkrankheit mit
-
Status nach Myokardinfarkt 2013 und Reinfarkt 2014 (später
Stentver
schluss
)
-
Mittelschwer eingeschränkter, globaler Auswurffraktion (EF 45 %)
-
Nikotinabusus
-
Subjektiv eingeschränkter geistiger Belastbarkeit
-
Aktuell beschwerdefrei, klinisch kompensiert, insgesamt stabil
-
Periphere arterielle Verschlusskrankheit mit Status nach mehrfacher Dila
tation und
Stenteinlage
in die
Arteri
a
ilica
communis
recht
s
(letztmals August 2015)
-
Aktuell beschwerdefrei, klinisch keine Hinweise auf
Reststenosierungen
-
Akzentuierte Persönlichkeit mit paranoiden Zügen
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 16):
-
Postuliertes Karpaltunnelsyndrom rechts mehr als links
-
Spina
bifida
occulta
mit Bogenschlussstörung L5 (ohne Krankheitswert)
-
Mögliches
Sulcus
ulnaris
-Syndrom links grösser
als
rechts ohne wesent
liche Einschränkung (
cow
)
-
Verdacht auf Bursitis
trochanterica
rechts, Differenzialdiagnose:
Ansatz
tendinose
der
Glut
e
almuskulatur
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode, ICD
-10 F33.0, seit mindestens 1997
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren, ICD-10 F45.41
-
Anamnestisch emotional instabile Persönlichkeitsstörung vom impulsiven Typus, ICD-10 F60.30
4.4.2
In Beantwortung der
Frage
nach
einer revisionsrechtlich relevanten Veränderung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers führte der orthopädische Ex
perte aus, die Einschätzung im massgeblichen Vorgutachten aus der
Y._
vom Dezember 2012 seien nachvollziehbar und sehr gut dokumentiert. Im Vergleich mit den am jetzigen Untersuchungstag gefundenen orthopädischen Funktionseinschränkungen, welche insgesamt nur sehr diskret vorhanden seien, sei es auf keinen Fall zu einer starken Ausweitung der degenerativen Verände
rungen beider Hüftgelenke beziehungsweise auch der lumbalen Wirbelsäule ge
kommen. Trotzdem sei dem Beschwerdeführer eine schwerbelastende Tätigkeit nicht zuzumuten. Die jetzige Tätigkeit in einer administrativen Bürotätigkeit sei angemessen, allerdings bestehe aus medizinischen Gründen keine Notwendigkeit, diese nicht auch in einem 100%-Pensum ausführen zu können (S. 33).
4.4.3
Aus rein allgemeinmedizinischer/internistischer Sicht habe sich der Grad der Ar
beitsunfähigkeit seit der letzten Revision nicht verändert. Die damals beurteilten Kriterien stellten sich heute weitgehend unverändert dar, die zwischenzeitlich kardiovaskulären Ereignisse änderten heute am damaligen Belastungsprofil nichts Relevantes (S. 41).
4.4.4
Der psychiatrische Fachgutachter hielt fest, der Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers habe sich seit der Begutachtung im Jahre 2012 nicht wesentlich verändert. Der Unterschied zur Beurteilung durch die
Y._
liege in der Wertung der vorhandenen psychopathologischen Befunde, welche zu einer anderen Diagnose führten. Zusätzlich fliesse in die aktuelle Beurteilung ein, dass bei Persönlichkeitsstörungen die Symptome im Verlauf des Lebens zwar
regre
dient
sein
könn
t
en, die Funktionseinbussen aber trotzdem weiterhin hoch seien. Eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit würde also höchstwahrscheinlich zu einer Dekompensation und damit zum Wiederauftreten von überwunden geglaubten Symptomen führen (S. 52).
5.
5.1
Vorwegzuschicken ist, dass sowohl der Beschwerdeführer (Urk. 1 S. 4) als auch die Beschwerdegegnerin (Urk. 6/217 S. 7,
Urk.
2) das
Z._
-Gutachten vom 28. August 2018 für beweiswertig erachten. Dieses erweist sich denn auch als für die stritt
ig
en Belange umfassend und basiert auf den notwendigen Untersuchun
gen. Die Gutachter setzten sich detailliert mit den vom Beschwerdeführer geklag
ten Beschwerden auseinander (Urk. 6/212 S. 26, S. 35, S. 43) und nahmen ihre Beurteilung in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
vor, wobei sie insbesondere in der Darlegung der Anamnese ausführlich Bezug darauf nahmen (S. 4-12 in
klusive zur Ergänzung eingeholter Berichte). Die medizinischen Zusammenhänge wurden einleuchtend dargelegt un
d die Schlussfolgerungen überzeu
gen. Das Gut
achten der
Z._
entspricht somit den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (E. 1.
4
hiervor).
5.2
G
emäss Art. 61
lit
.
i ATSG und § 29 des Gesetzes über das Sozialversicherungs
gericht (
GSVGer
)
kann ein rechtskräftiges Gerichtsurteil nur aus wenigen, im Ge
setz ausdrücklich und abschliessend aufgezählten Gründen (Revisionsgründen) abgeändert werden, die vom Gesuchsteller zu nennen sind (§ 31 Abs. 1
GSVGer
).
Eine «Wiedererwägung»
eines Urteils ist demgegenüber nicht möglich (so aber Antrag 2 in der Beschwerdeschrift).
Hinsichtlich eines neuen Beweismittels ist entscheidend, dass dieses nicht bloss der Tatbestandswürdigung, sondern der Tat
bestandsermittlung dient. Es genügt daher nicht, dass ein neues Gutachten den Sachverhalt anders bewertet, vielmehr bedarf es neuer Elemente tatsächlicher Na
tur, welche die
Entscheidgrundlage
als objektiv mangelhaft erscheinen lassen (
Spross, in: Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Aufl., 2009, N 8 zu § 29
GSVGer
).
Mit Urteil vom 6. Oktober 2015 (Pro
zess-Nr. IV.2014.0174; Urk. 6/172) erachtete das hiesige Gericht einen Revisions
tatbestand zufolge Remission der Depressi
on bei unverändertem somatischen
Ge
schehen als erstellt (E. 4.1) und konstatierte hinsichtlich des Vergleichsgutachten
s
der
Y._
vom 17. Dezember 2012 (E. 3.3 hiervor) dessen Beweiswer
tigkeit sowie gestützt darauf die Zumutbarkeit einer leidensangepassten leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit (E. 4.2).
Die Vorbringen
des Beschwerdeführers beschränken sich indes in der Behaup
tung, es handle sich um eine ab
initio
fehlerhafte Diagnostik und Beurteilung durch die
Y._
(Urk. 1 S. 4).
Diesbezüglich verwiesen sämtliche am
Z._
-Gutachten beteiligten Experten explizit auf einen seit Erstellung des Vorgutachtens unveränderten Gesundheitszustand des Beschwerdeführers. Insbe
sondere der psychiatrische Gutachter (E. 4.4.4 hiervor) legte ausführlich und nachvollziehbar dar, dass lediglich eine andere Wertung der psychopathologi
schen Befunde vorliegt. Gegenteilige Umstände, welche einen Revisionsgrund von im Sinne von § 29
GSVGer
darstellen, macht der Beschwerdeführer weder im Revisionsgesuch geltend, noch können sie den übrigen Akten entnommen werden, zumal der Beschwerdeführer
nicht darlegt, inwiefern das Gutachten der
Y._
auf falschen Grundlagen beruhen soll.
Dazu passt auch, dass vorgenanntes Urteil vom 6. Oktober 2015 seitens des Beschwerdeführers unwi
dersprochen blieb.
Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass ein Revisionsgesuch nach § 30
GSVGer
innert 90 Tagen,
von der Entdeckung des Revisionsgrundes
an gerechnet
, beim Gericht schriftlich einzureichen
ist
(Abs. 1).
Bei diesem Ergebnis kann offenblei
ben, ob diese Voraussetzung
in Anbetracht des
Gutachtendatums vom 28. Au
gust 2017 und des Beschwerdedatums vom 7. Februar 2018
überhaupt erfüllt wäre.
5.3
Gleich verhält es sich in Bezug auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom 3. März
201
5.
Demnach hätte es dem Beschwerdeführer oblegen, eine we
sentliche Veränderung des Invaliditätsgrad
es
darzutun (E. 1.3 hiervor). Hinweise darauf lassen sich der vorliegenden medizinischen Aktenlage jedoch nicht ent
nehmen.
Vielmehr
ersahen
– wie vorstehend ausgeführt – die
Z._
-Gutach
ter einen unveränderten Gesundheitszustand seit 2012, wobei sie lediglich eine abweichende Bewertung der beständigen Befundlage vornahmen. Diese Einschät
zung vermögen auch die übrigen medizinischen Berichte nicht in Zweifel zu zie
hen.
Abgesehen davon, dass dem Bericht von Dr.
A._
vom 15. September 2016
(E. 4.3 hiervor)
keine nachvollziehbaren Ausführungen zu den aus den gestellten Diagnosen resultierenden Leistungseinschränkungen zu entnehmen sind – ge
schweige denn zur attestierten
40%-
igen
Arbeitsfähigkeit –
diagnostizierte
er
in Abweichung
von seinem
Bericht vom
20. Oktobe
r
2011
(E. 3.2 hiervor) lediglich ein erneutes kardiovaskuläres Ereignis. Jenes war den Gutachtern bekannt und ihre Beurteilung erfolgte in ausdrücklicher Nachachtung dieses Geschehens (E. 4.4.3 hiervor), weshalb dieser Umstand alleine
keine
wes
entliche Veränderung indiziert.
Von vornherein nicht
geeignet, eine wesentliche Veränderung darzutun, ist der Bericht der behandelnden Psychiaterin vom 4. November 2014 (E. 4.2 hiervor). Einerseits war er den
Z._
-Gutachtern ebenfalls bekannt. Alsdann
führt sie die attestierte
Verschlechterung
zur Hauptsache auf
psychosoziale Faktoren (un
fair empfundene Begutachtung der IV durch die
Y._
, Streichung der IV-Rente, Chefwechsel)
zurück
, welche rechtsprechungsgemäss
keinen invalidi
sierenden psychischen Gesundheitsschaden bewirken
(BGE 127 V 294 E. 5a; Ur
teil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
5.4
Nach dem Gesagten ist weder ein prozessualer
Revisionstatbestand erstellt,
noch
ergibt sich, dass für den Zeitraum zwischen der rentenaufhebenden Verfügung vom
14. Januar 2014
und der angefochtenen Verfügung vom 4. Januar 2018
auf eine anhaltende erhebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit Aus
wirkungen auf die er
werbliche Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführer
s
ge
schlossen werden kann.
Damit ist die Beschwerde abzuweisen.
6.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver
sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt. Vorliegend sind die
Kosten des Verfahrens auf Fr. 70
0.-- festzusetzen und ausgangsgemäss de
r
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.