# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7697e86e-07dc-404a-acfe-7dc906a50219
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, g
eboren 1935, bezieht Zusatzleistungen zu ihrer Altersrente (Urk.
7/70/1).
Am 18
. Januar 2015 stellt
e
sie
bei
der Stadt
Y._
, Amt für Zusatzleistungen zur
AHV/IV
(nachfolgend: AZL)
,
ein Gesuch um Vergütung verschiedener
Krank
heits
- und Behinderungs
kosten betreffend die Jahr
e
2012
bis 2014
im Gesamt
betrag von Fr. 3
’
139.35
(Urk. 7/62
/E
).
In teilweiser
Bewilligung
des Gesuchs setzte das AZL die Vergütung m
it Verfügung vom 2. Februar 2015
auf
insge
samt Fr.
371.-
-
fest
(Urk. 3/15)
. Daran hielt es
nach erhobener Einsprache der
Ver
sicherten vom 28. Februar 2015 (Urk. 7/66, Urk. 7/66/A-B) mit Entscheid vom
17. März 2015 fest (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Vers
icherte am 11. April 2015 Besch
werde
(Urk. 1) mit dem
sinngemässen
Antrag, in
Aufhebung des
angefochtenen Entscheids
sei die Höhe der
Kostenvergütung
heraufzusetzen.
In der Beschwerdeantwort vom 22. Mai 2015 schloss
das AZL
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Am 21. Juni und 8. Dezember 2015 machte die Versicherte weitere Eingaben (Urk. 9, Urk. 10/1-5, Urk.
13, Urk. 14/1-3). Das AZL verzichtete diesbezüglich auf eine weitere Stel
lung
nahme.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert Fr. 20’000.-
-
nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
2.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit
bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den
beschwer
d
eweise
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem
Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und
insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
2.2
Gegenstand des angefochtenen Entscheids
vom 17. März 2015
und
der
dem
Ent
scheid
zugrunde liegenden Verfügung vom 2. Februar 2015
sind die mit Gesuch vom 18.
Januar
2015 (Urk. 7/62/E) geltend gemachten
Krankheits- und
Behinde
rungs
kosten
.
Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens sind daher die mit Verfügung vom 20.
Mai
2015 (Urk.
10/2) vergüteten Kosten von Fr.
1
’
566.-
-
.
Darauf ist nicht weiter einzugehen.
3
.
3
.1
Nach Art. 14 Abs. 1
des Bundesgesetzes über Ergän
zungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG)
vergüten die Kantone den Bezügerinnen und Bezügern einer jährlichen
Ergänzungs
leis
tung
ausgewiesene, im laufendenden Jahr entstandene Kosten für zahnärztliche Behandlung (
lit
. a),
Hilfe, Pflege und Betreu
ung zu Hause sowie in Tages
struk
turen (
lit
. b),
ärztlich angeordnete Bade- und Erholungskuren (
lit
. c), Diät (
lit
. d
), Transporte zur nächstgelegenen
Behand
lungsstel
le
(
lit
. e), Hilfsmittel (
lit
. f
) und die Kostenbeteiligung nach
Art.
64 des Bundesgesetzes über die obligatorische Kr
ankenversicherung (KVG
,
lit
. g
; vergleiche dazu auch § 9 des
Zusatzleistungs
gesetzes
und
§§ 3 ff. der
Zusatzleistungsverordnung
)
.
3.2
Nach Art. 15
lit
. a ELG können die Krankheits- und Behinderungskosten nur vergütet werden, wenn die Vergütung innert 15 Monaten nach Rechnungs
stel
lung geltend gemacht wird
.
4.
4.1
Wie in der Einsprache (Urk. 7/66) rügt die Beschwerdeführerin im
Beschwer
deverfahren
nur die teilweise Ablehnung der Kosten für die
Behindertentrans
porte
durch die
Z._
und der Zahnarztkosten, während sie die
Vergütung der Rechnung für die Brille im Betrag von Fr. 1‘034.50 und der Apo
thekerrechnungen von Fr. 391.70 (vgl. Urk. 7/62/E) nicht mehr geltend macht.
4.2
Im Gesuch vom 18. Januar 2015 (Urk. 7/62E) hatte die Beschwerdeführerin Transportkosten von gesamthaft Fr. 904.70 aufgeführt, die sich zusammen
setzten aus Fr. 274.70 für 67 Fahrten à Fr. 4.10 im Jahr 2012, Fr. 453.60 für 108 Fahrten à Fr. 4.20 im Jahr 2013 und Fr. 176.40 für 42 Fahrten à Fr. 4.20 im Jahr 2014.
Den Betrag von Fr. 176.40
für die Transporte im Jahr 2014
hat die
Be
schwer
degegnerin
anerk
annt und mit gerundet Fr. 177.--
vergütet (Urk. 3/15 S. 4). Den für das Jahr 2012 geltend gemachten Betrag von Fr. 274.70 hat sie abgelehnt mit der Begründung, die Rechnungen seien nicht innert der vorgeschriebenen 15 Monate eingereicht worden (Urk.
3/15 S.
2). Von den für das Jahr 2013 eingereichten Rechnungen hat sie jene vom 8. November 2013 über Fr. 12.60, jene vom 9. Dezember 2013 über Fr. 67.20, eine nicht bei den Akten liegende
Rechnung vom 13.
Januar
2014 über Fr. 63.-- und die Rechnung vom 10.
Febru
ar
2014 über Fr. 50.40 im gerundeten Gesamtbetrag von Fr. 194.-- vergütet (Urk. 3/15 S. 3 und Urk. 3/4 Blatt 9-12). Im Umfang von Fr. 218.40 hat sie die Vergütung abgelehnt (Urk. 3/15 S. 3).
Der Beschwerdeführerin ist zuzustimmen, dass die Verfügung vom 2. Februar 2015 (Urk. 3/15) kaum nachvollziehbar ist. Insbesondere ergibt die Summe der vergüteten Kosten von Fr. 194.-- einerseits und der abgelehnten Kosten von Fr.
218.40 andererseits den Betrag von Fr. 412.40 und nicht den geltend gemachten Betrag von 453.60. Diese Ungereimtheit ist für den Ausgang des
Beschwer
de
verfahrens
indes ohne Belang. Die Beschwerdegegnerin hat von den einge
reich
ten Rechnungen richtigerweise nur jene vergütet, die bei Einreichung des Gesuchs am 18. Januar 2015 (Urk.
7/62/E) nicht älter als 15 Monate waren, mithin hat sie die Bezahlung sämtlicher Rechnungen, die vor dem 18. Oktober 2013 datieren, gestützt auf Art. 15
lit
. a ELG zu Recht abgelehnt. Weder bringt die Beschwerdeführerin vor noch bestehen nach der Aktenlage Hinweise darauf, dass sie die nicht vergüteten Rechnungen schon früher eingereicht hätte. Soweit sie darauf hinweist, man habe ihr am Telefon gesagt, sie solle die Rechnungen für das Jahr 2013 Ende 2013 gesamthaft einreichen, kann sie sich nicht auf eine falsche Auskunft berufen, wenn sie die Rechnungen erst Anfang 2015 dem AZL zustellt. Auch der Einwand, die Rechnungen seien falsch datiert, hilft nicht weiter. Die Rechnungen wurden jeweils zwei Monate nach der Leistungser
bringung erstellt und der Beschwerdeführerin zugesandt. Für die Berechnung der 15monatigen Frist hat die Beschwerdegegnerin auf das Datum der Rech
nung und nicht auf das - frühere - Datum der Leistungserbringung abgestellt. Dieses Vorgehen ist korrekt. Für die Behauptung der Beschwerdeführerin, die Rechnungsdaten seien falsch, bestehen keine Anhaltspunkte.
4.3
Was die Nichtvergütung der Zahnarztrechnung über Fr. 1‘538.55 betrifft, so weist
die Beschwerdegegnerin im
Einspracheentscheid
(Urk.
2) und in der
Beschwer
deantwort
(Urk. 6) richtigerweise darauf hin, dass diese Kosten im Umfang von Fr. 730.10 von der Krankenzusatzversicherung bezahlt wurden, und dass der Restbetrag von Fr. 808.45 der Beschwerdeführerin bereits mit Ver
fügung vom
25. Februar 2013 (Urk. 7/70/V/8) durch das AZL
vergütet
wurde und deshalb nicht nochmals ausbezahlt werden kann.
4.4
Zusammenfassend ist daher festzustellen,
dass
der angefochtene Entscheid und die ihm zugrunde legende Verfügung korrekt sind. Die Beschwerde ist demzu
folge abzuweisen.