# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b4f317f1-ba5e-49c3-a808-642e900929d8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die E. AG erstellte auf der Parzelle Nr. M., Grundbuch A., zwei Mehrfamilienhäuser gemäss Projekt des Ingenieurbüros B.. Die Baubewilligung der Gemeinde A. datiert vom 11. Dezember 2000. Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 1. Dezember 2003 kauften Y. und X. von der E. AG die Stockwerkeigentumseinheiten Nrn. S51110 (3 1⁄2-Zimmerwohnung Nr. 8) und S51101 (Disponibel Nr. 1), Grundbuch A., zum Preis von Fr. 892'000.--, zahlbar auf den 1. Dezember 2003. Der Grundrissplan der Wohnung Nr. 8, des Kellerraumes sowie des Disponibelraumes lag dem Kaufvertrag bei und bildete einen integrierenden Bestandteil des Vertrages. Ebenfalls integrierender Bestandteil des Kaufvertrags bildete der Baubeschrieb vom Herbst 2002. Der Kaufpreis war für den schlüsselfertigen Ausbau gemäss Baubeschrieb und Grundrissplan, ohne Möblierung, vereinbart. Ziffer 5 der „Weiteren Vertragsbestimmungen“ des Kaufvertrages lautete wie folgt: „Aus Sonderausbauwünschen resultierende Mehr- und Minderkosten werden den Käufern mit separater Abrechnung verrechnet. Diese Kosten inklusive der Bauleitungs- und Architekturkosten müssen vor Beginn der Arbeiten zwischen den Parteien schriftlich festgelegt werden.“
In der Folge brachten Y. und X. Änderungswünsche ein. Die Z. AG (vormals E. AG) machte zunächst Mehrkosten in der Höhe von Fr. 103'712.88 geltend. In der Folge reduzierte sie diese gemäss Mehrkostenabrechnung vom 25. Oktober 2006 (kB 1 Einlage 6) auf Fr. 66'271.35. Diese Mehrkosten würden sich auf die Positionen „Baumeisterarbeiten“ (Fr. 9’0089.95), „Holzbau/Galerie“ (Fr. 9'548.55), „Schlosser“ (Fr. 12'222.65), „Elektroarbeiten“ (Fr. 1'848.55), „Sanitäranlagen“ (Fr. 10'545.45), „Küche“ (Fr. 14'332.90), „Plattenarbeiten“ (Fr. 7'101.60) und „Malerarbeiten“ (Fr. 1'581.70) verteilen. Demgegenüber beziffern Y. und X. die Mehrkosten auf Fr. 32'503.50. Nach Abzug der von der Z. AG zugesicherten Gutschrift von Fr. 3’500.-- für die Hotelspesen, überwiesen Y. und X. den Betrag von Fr. 29'003.50. Die Z. AG stellte den Restbetrag von Fr. 37'267.85 in Rechnung. Als der Betrag nicht überwiesen wurde, wurden Y. und X. gemahnt.
B. Die Z. AG instanzierte das Verfahren am 30. August 2007 beim Kreispräsidenten Oberengadin. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 26. Oktober 2007 wurde am 30. November 2007 der Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren ausgestellt:
„Klägerisches Rechtsbegehren
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1. Es seien die beiden Beklagten unter solidarischer Haftbarkeit gerichtlich zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von Fr. 37'267.85 nebst 5% Verzugszins seit dem 05. Februar 2007 zu bezahlen.
2. Unter voller vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer von 7.6% zulasten der beiden Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren
1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST zu Lasten der Klägerin.
Widerklage
1. Die Widerbeklagte sei zu verpflichten, den Widerklägern den Betrag von Fr. 30'000.-- zuzüglich 5% Zins seit dem 26.10.2007 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich MWST zu Lasten der Widerbeklagten.“
C. Mit Prozesseingabe vom 8. Januar 2008 prosequierte die Z. AG den Leitschein mit unveränderten Rechtsbegehren an das Bezirksgericht Oberengadin. Y. und X. liessen mit Prozessantwort vom 20. Februar 2008 die kostenfällige Abweisung der Klage beantragen. Auf die Prosequierung der Widerklage wurde verzichtet.
D. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Oberengadin vom 6. August 2008 wurde F., Architekturbüro G., H., als Experte ernannt, um über behauptete auf Ausbauwünsche zurückzuführende Mehrwerte und Zusatzkosten eine Expertise zu erstellen. Das Gutachten datiert vom 4. November 2008. In der Folge beanstandeten beide Parteien die Expertise, wobei die Z. AG eine Erläuterung verlangte, während Y. und X. die Anordnung einer Oberexpertise beantragen liessen. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Oberengadin vom 19. Januar 2009 wurde eine Erläuterung beziehungsweise Ergänzung zur Expertise vom 4. November 2008 angeordnet. Die Parteien stellten am 21. Januar beziehungsweise 9. Februar 2009 Erläuterungs- und Ergänzungsfragen zum Gutachten von F. vom 4. November 2008. Die Expertisenergänzung wurde am 30. April 2009 dem Bezirksgericht Oberengadin zugestellt. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Oberengadin vom 1. Mai 2009 wurde den Parteien eine Frist bis zum 22. Mai 2009 angesetzt, um allfällige Anträge gemäss Art. 195 ZPO zu stellen. Am 18. Mai 2009 liessen Y. und X. erneut ein Gesuch um Anordnung einer Oberexpertise stellen. Dieses Begehren wurde mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Oberengadin vom 11. Juni 2009 abgewiesen, zumal
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das Gutachten samt Erläuterung vollständig, nachvollziehbar und schlüssig erscheine.
E. Mit Urteil vom 18. August 2009, mitgeteilt am 26. November 2009, erkannte das Bezirksgericht Maloja:
„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagten werden verpflichtet, der Klägerin Fr. 16'681.87 zuzüglich 5% seit 17. Februar 2007, unter solidarischer Haftung eines jeden für den gesamten Betrag zu bezahlen.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von Fr. 8'000.-- einem Streitwertzuschlag von Fr. 700.--, Gutachterkosten von Fr. 7'055.-- (Fr. 4'982.-- + Fr. 2'073.--) und Schreibgebühren von Fr. 500.--, sowie die vermittleramtlichen Kosten von Fr. 300.-- werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
3. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations