# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b7f4a9a0-825e-4bca-a7de-4c385bfde499
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
1.1.1
X._
, geboren 1968, als Akkordschaler bei der
Y._
GmbH beschäf
tigt, verletzte sich am 25. November 2005 auf einer Baustelle, als er ei
nen Schlag mit dem Hammer auf die recht
e
Hand erhielt (
Urk.
7/9/61 und
Urk.
7/9/58). Der erstbehandelnde Arzt,
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, schrieb ihn wegen starken Schwellungen und anhaltenden Schmerzen zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
7/9/59). Er überwies ihn Ende Januar 2006 an
Dr.
med.
A._
, Chirurgie FMH, speziell Handchirurgie (
Urk.
7/9/58), welcher am 25. April 2006 aufgrund einer chronischen posttraumatischen Fas
ziitis des ersten dorsalen Interosseus rechts eine Fasziektomie mit Neurolyse ei
nes oberflächlichen Radialisastes vornahm (
Urk.
7/9/50). Vom 14. September bis 25. November 2006 wurde der Versicherte in der Rehaklinik
B._
stationär behandelt (
Urk.
7/9/20-25).
1.1.2
Am 25. Januar 2007 (
Urk.
7/6) meldete sich der Versicherte bei der Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an. Diese zog die Akten des Unfallversicherers bei, tätigte berufliche und erwerbliche Ab
klärungen und ordnete am 28. Juni 2007 (
Urk.
7/32) eine dreimonatige berufli
che Abklärung in der
C._
an. Da die rechte Hand bei den dort überprüften Verrichtungen bereits nach kurzer Zeit stark anschwoll, wurde die am 13. August 2007 aufgenommene Massnahme
-
nach der am 18. September 2007 (
Urk.
7/48/14-15) erfolgten Einschätzung von
Dr.
med.
D._
, Oberarzt Handchirurgie,
E._
Klinik, der Einsatz der rechten Hand als Arbeitshand erscheine zum aktuellen Zeitpunkt nicht sinnvoll
-
am 19. September 2007 wieder abgebrochen (Verfügung vom
10. Januar 2008,
Urk.
7/54; vgl. auch
Urk.
7/48-49).
Am 1
2.
Oktober 2007 erfolgte bei der Diagnose eines kleinzelligen Bronchialkarzinoms des Unter
-
lappens links sodann eine Bronchoskopie sowie eine Unterlappenresektion links mit radikaler medi
astinaler Lymphadenektomie (
Urk.
7/115).
In der Folge veranlasste die IV-Stelle eine Begutachtung des Versicherten durch die MEDAS
F._
(Expertise vom 1
2.
Dezember 2008,
Urk.
7/65) und sprach ihm mit Verfügung vom
2.
Juli 2009 (
Urk.
7/98) mit Wirkung ab 1. November 2006 bei einem Invaliditätsgrad von 50
%
eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu.
1.1.3
Der Unfallversicherer, die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), hatte den Fall mit Verfügung vom 20. August 2008 (
Urk.
7/57/4-5) sowie Ein
spracheentscheid vom 10. Juni 2009 (
Urk.
7/97) per 31. August 2008 abge
schlossen und die Versicherungsleistungen eingestellt. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde mit Urteil
UV.2009.00272
des hiesigen Gerichts vom
30. September 2011 (
Urk.
21/1
) abgewiesen
, welchen Entscheid das Bundes
-
gericht mit Urteil
8C_859/2011
vom 10. April 2012 (
Urk.
21/2
) bestätigte.
1.2
Am 13. Oktober 2010 (
Urk.
7/105) gewährte die IV-Stelle dem Versicherten Bera
tung und Unterstützung bei der Stellensuche während eines Jahres durch die
G._
AG und leitete im Februar 2011 (
Urk.
7/108) ein Rentenrevisions
verfahren ein. Dabei holte sie verschiedene ärztliche Berichte ein (
Urk.
7/110/6 und
Urk.
7/111/1), thematisierte die Grundlagen der Rentenzusprache (
Urk.
7/135) und zog die Akten des Lebensversicherers samt Observationsakten bei (
Urk.
7/148-150 und
Urk.
7/157). Nach einer mündlichen Besprechung (
Urk.
7/165) veranlasste sie eine polydisziplinäre Begutachtung bei der
H._
(Expertise vom 1. Mai 2013,
Urk.
7/184). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (
Urk.
7/194 und
Urk.
7/200), in dessen Verlauf weitere Arztberichte aufgelegt wurden (
Urk.
7/199), hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
2.
April 2014 (
Urk.
2) die rentenzusprechende Verfügung vom
2.
Juli 2009 wiedererwägungsweise auf und stellte die Leistungen auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats ein.
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 2
2.
Mai 2014 (
Urk.
1) Beschwerde mit den Anträgen, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben, eventualiter sei die Sa
che zur Durchführung einer Abklärung der funktionellen Leistungsfähigkeit an die
Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege samt Beigabe von Rechtsan
walt Michael Ausfeld als unentgeltlichen Rechtsbeistand (S. 2)
.
Die IV-Stelle schloss am 26. Juni 2014 (
Urk.
6) auf Abweisung der Beschwerde
. A
m 15. Juli 2014 (
Urk.
10)
zog der Versicherte seinen Antrag um unentgeltliche Rechts
pflege zurück und
legte
einen neuen Arztbericht auf (
Urk.
11), was der
IV-Stelle
am 17. Juli 2014 (
Urk.
12) zur Kenntnis gebracht wurde. In der Folge reichte der Versicherte wiederholt aktuelle ärztliche Berichte ein (
Urk.
13-14,
Urk.
16-17,
Urk.
19-20).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Ge
burtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Gemäss einem allgemeinen Grundsatz des Sozialversicherungsrechts kann die Verwaltung auf formell rechtskräftige Verfügungen oder Einspracheentscheide, die nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet haben, zu
rückkommen, wenn sie zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53
Abs.
2 ATSG; BGE 133 V 50 E. 4.1).
Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsan
wendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel er
füllt, wenn eine Leistungszusprache aufgrund falsch oder unzutreffend verstan
dener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiederer
wägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwendigerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurtei
lung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvoraussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweiswürdigung, Zu
mutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrich
tigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss
-
derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung
-
denkbar (
Urteil des Bundesgerichts
9C_135/2014 vom 14. Mai 2014 E. 3 mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die rentenzusprechende Verfügung vom
2.
Juli 2009 (
Urk.
7/98) basierte auf den folgenden medizinischen Berichten.
2.2
Das am 3
1.
Januar 2006 durchgeführte MRI der rechten Hand ergab eine diffuse Schwellung im subkutanen Raum am Handrücken auf der Höhe des Metacarpale I bis III. Der untersuchende Radiologe ging von einem traumatisierten Fettge
webe bei normaler Darstellung von allen übrigen Strukturen aus (
Urk.
7/9/55). Der Handchirurge
Dr.
A._
berichtete am 1
0.
März 2006 von einer derben subcutanen Resistenz über Strahl II (
Urk.
7/9/52). Bei deren Exzision am 2
5.
April 2006 fand er laut Operationsbericht chronische entzündliche Verän
derungen. Der durch das entzündliche Gebiet verlaufende oberflächliche Radia
lisast musste langstreckig neurolysiert werden. Die verdickte und gräulich ver
färbte Faszie des
1.
dorsalen Interosseus und granulomatöse Veränderungen wurden reseziert (
Urk.
7/9/50). Die nachfolgende histologische Abklärung ergab keine Anhaltspunkte für eine Malignität des Gewebes (
Urk.
7/9/38). Bei der Un
tersuchung vom 1
1.
Juli 2006 äusserte
der SUVA-
Kreisarzt
einen
Verdacht auf einen muskuloskelettalen Schmerz im Bereich des Carpometacarpalgelenks II und III (
Urk.
7/9/39-41
S. 2). Doch ergab das MRI der rechten Hand vom 2
4.
August 2006 unauffällige anatomische Verhältnisse (
Urk.
7/9/37).
2.3
Laut dem von
Dr.
med.
I._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie FMH, mitunterzeichneten Austrittsbericht (betreffend Aufenthalt vom 1
4.
September bis 1
1.
Oktober 2006
in
der Rehaklinik
B._
)
vom 3
1.
Oktober 2006 (
Urk.
7/9/20-25) bestanden knapp elf Monate nach dem Unfall und knapp sechs Monate nach der Operation weiterhin nicht nachvollziehbare Nervenirritationen und eine objektivierbare, ursächlich aber unklare Schwellneigung, die an sich nichts Bedrohliches darstelle und die Funktionalität der rechten Hand nicht be
einträchtige. Bei der handchirurgischen Beurteilung hätten sich ein uneinheitli
ches Bild und eine schwierig zu klassifizierende Problematik gezeigt. Einerseits seien Hinweise für eine Irritation des Nervus radialis vorhanden, was aufgrund
der Neurolyse des Nervenastes auf relativ langer Strecke wenig erstaune, zumal nach chirurgischer Manipulation häufig Restprobleme zu beobachten seien. Für die vorhandene Schwellungsproblematik könne allerdings keine klare Ursache gefunden werden. Trotz Radialis-Blockade mit 2 ml Carbostesin seien die Hand
gelenksbeschwerden, abgesehen von einer gewissen Beschwerdelinderung bei der Mobilisation der Langfinger, unverändert vorhanden (S. 2). Im Übrigen hatte das psychosomatische Konsilium vom 2
9.
September 2006 keine psycho
pathologische Störung von Krankheitswert ergeben (
Urk.
7/9/26-28).
Im Bericht vom 2
8.
November 2006 (
Urk.
7/9/15-16) wiesen die Ärzte der Rehakli
nik
B._
zudem darauf hin, dass die Resultate der physischen Leis
tungstests bei der Beurteilung der zumutbaren Belastbarkeit infolge Selbstlimi
tierung und Inkonsistenz nur teilweise verwertbar seien. Bei gutem Effort könnte eine bessere Leistung erbracht werden. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den relativ geringfügigen klinisch objektivierbaren pathologischen Befunden sowie den somatischen Diagnosen nur zum Teil erklären. Aufgrund medizinisch-theoretischer Überlegungen sowie der Beobachtungen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm sei dem Versicherten wegen des beidseits notwendigen kraftvollen Handeinsatzes die Tätigkeit als Akkordschaler nicht mehr zumutbar. Eine leichte bis mittel
schwere, nicht auf Leitern oder Gerüsten durchzuführende Arbeit ohne kraft
vollen Handeinsatz rechts, ohne Vibrationen und Schläge, ohne explizite Wärme- und Kälteexposition wäre jedoch ganztags zumutbar.
2.4
Im Rahmen des Konsiliums vom 1
8.
September 2007 (
Urk.
7/55/26-27) stellte
Dr.
D._
die Diagnose „chronisch persistierende Schmerzen neuropathischen Charakters Hand rechts - Ausweitung zum Schulter-Arm-Syndrom rechts im Sinne eines CRPS Typ II". Die Abklärung im
C._
habe gezeigt, dass die rechte Hand praktisch nicht einsetzbar sei. Schon bei kleinsten Belastungen und Manipulationen komme es zu starken Schmerzen und Schwellungszuständen im Bereich der rechten Hand und des Vorderarms. Aktuell nehme der Patient un
gefähr zweimal 500 mg Ponstan pro Tag ein. Der vorgeschlagene Ausbau der analgetischen Therapie gemäss WHO-Schema auf mindestens dreimal 500 mg Ponstan mit zusätzlichem Aufdosieren einer Neuroleptanalgesie auf zweimal 100 mg Tramal retard und Lyrica sei bisher nicht durchgeführt worden, werde aber weiterhin empfohlen. Während drei bis fünf Monaten sollte die Schmerz
perzeption zusätzlich durch eine Applikation der DMSO-Salbe beeinflusst wer
den. Auch sei ein Antidepressivum wie beispielsweise Remeron aufzudosieren. Sollten die chronischen Schmerzzustände damit nicht beeinflusst werden kön
nen, müssten interventionelle Massnahmen zur Schmerztherapie evaluiert wer
den.
2.5
2.5.1
SUVA-
Kreisarzt
Dr.
med. univ.
J._
fand bei der klinischen Untersuchung vom 2
0.
Mai 2008 (
Urk.
7/57/23-27) beinahe seitengleiche Armumfänge beidseits, wobei überraschenderweise die Muskulatur rechts besser ausgebildet sei als links. Beschwielung und Behaarung an den Händen seien ebenfalls seitengleich, ein Temperaturunterschied oder Schwitzen seien nicht feststellbar. Das Nagel
wachstum sei unauffällig, der Puls der Arteria radialis gut tastbar, die Durch
blutung der Finger sei ebenfalls gut und unauffällig. Das Beklopfen des Car
paltunnels löse Schmerzen dorsal streng über dem Os metacarpale I aus. Bei der Sensibilitätsprüfung mit dem Nadelrad werde eine generelle Hypästhesie am rechten Arm und über der Narbe
,
in der Zwischenfingerfalte Metacarpale I/II rechts sogar eine Anästhesie angegeben. Die Spitz-/Stumpfdiskrimination am gesamten Arm sowie der Hand sei klinisch unauffällig (S. 4).
Dr.
J._
erklärte dazu, dass in Anbetracht der zweieinhalbjährigen Leidens
dauer, während der der rechte Arm angeblich praktisch nicht mehr belastet worden sei, an sich eine deutliche Hypertrophie der Armmuskulatur zu erwarten wäre. Vermehrtes Fettgewebe oder Ödeme, welche diese Diskrepanz erklären könnten, hätten sich jedenfalls nicht palpieren lassen. Auffallend sei auch die starke diffuse Druckschmerzhaftigkeit am gesamten Arm bei angegebener aus
geprägter Hypästhesie bei der Prüfung mit spitzen Gegenständen. Die Befunde bei der Kraftmessung seien ebenfalls diskrepant. So habe die mit dem Handdy
namometer gemessene Kraft rechts, begleitet von starkem Zittern, 2 kg betra
gen, links 52 kg. Bei schnellem wechselseitigem Drücken seien rechts dann aber zwischen 0 kg und 10 kg erreicht worden, wobei mehrmals ohne Zittern ein zwischen 8 und 10 kg liegender Wert erreicht worden sei, links zwischen
40 und 50 kg. Die demonstrierte Bewegungseinschränkung und die beklagte Schmerzsymptomatik seien durch die Verletzung nicht erklärbar. Soweit ein seit zweieinhalb Jahren bestehendes CRPS II-Syndrom diagnostiziert worden sei, sei keine entsprechende Psychotherapie eingeleitet worden. Auch lehne der Versi
cherte offenbar die medikamentöse Therapie ab. Aufgrund seiner etwas wider
sprüchlichen Angaben, scheine er sich mit zwei bis drei Ponstan pro Tag zu be
gnügen. In Anbetracht der unklaren und widersprüchlichen Befunde werde nochmals eine MRI-Abklärung vorgenommen. Im Übrigen schloss sich der Kreisarzt der Beurteilung der Ärzte der Rehaklinik
B._
grundsätzlich an, wonach aufgrund der objektivierbaren Befunde für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten eine ganztägige Arbeitsfähigkeit gegeben sei (S. 4).
2.5.2
Nach Hinweis auf eine symmetrisch regelrechte Darstellung der Vorder
-
armmusku
latur im Seitenvergleich ohne Hinweise auf eine Muskelatro
phie oder vermehrte Fetteinlagerung anlässlich einer MRI-Untersuchung vom 1
1.
Juli 2008 (
Urk.
7/57/10) erklärte SUVA-Kreisarzt
Dr.
J._
am 1
5.
Juli 2008 (
Urk.
7/57/9), dass aufgrund der erhobenen klinischen und radiologischen Be
funde die vom Versicherten geklagten Beschwerden nicht erklärbar seien und insbesondere der Nichtgebrauch des rechten Arms nicht glaubhaft sei. Bezüglich des bei der radiologischen Untersuchung aufgetretenen Tremors rechts äusserte er den Verdacht auf eine absichtliche Störung der Befunderhebung. Denn weder in den Vorbefunden noch anlässlich der ausführlichen klinischen kreisärztlichen Untersuchung noch beim MRI der linken Hand sei ein Tremor zu bemerken ge
wesen.
2.6
Bei der MEDAS-Abklärung vom
4.
November 2008 (Expertise vom 1
2.
Dezember 2008,
Urk.
7/65) gab der Beschwerdeführer an, einzig unter den Unfallfolgen in der rechten Hand zu leiden. Zwischen Daumen und Zeigefinger bestünden die Schmerzen schon in Ruhe und würden durch bereits geringe Be
lastung verstärkt. Hinzu komme eine Schwellung der rechten Hand, die sich ge
gen Abend und bei Belastung verstärke. Durch freies Pendeln des rechten Armes würden die Handbeschwerden positiv beeinflusst. Die rechte Hand sei höchstens als Hilfshand verwendbar; bereits kleinste Tätigkeiten wie Schneiden des Essens könne er nicht mehr vornehmen. Die Schmerzen hätten sich seit etwa sieben Monaten auf den gesamten rechten Arm bis in die Schulter und den Nacken rechts und den Hinterkopf ausgebreitet und seien von messerstichartigem Cha
rakter, so dass er fast täglich zwei Ponstan einnehme. Abends nehme er ein Schmerzmittel, sonst wäre der Nachtschlaf zu sehr gestört. Zu allem Übel habe er wegen fehlender körperlicher Tätigkeit und mehr Zeit zum Essen auch noch etwa 20 kg zugenommen. Wegen eines vor einem Jahr operierten Lungentu
mors habe er das Rauchen aufgegeben. Bisher sei weder eine psychiatrische noch psychotherapeutische Behandlung durchgeführt worden und er habe dafür auch nie ein Bedürfnis empfunden. Er könne sich nicht vorstellen, was er tun könnte. Seinen Beruf auf dem Bau, den er sehr gern gehabt habe, könne er nicht mehr ausüben. Mehrere Arbeitsversuche hätten wegen Schmerzen und Schwellungen nach ein bis maximal drei Stunden wieder abgebrochen werden müssen. Seine Hände seien für den Bau gemacht, nicht für den Computer
(S. 11-13).
Bei der körperlich internistischen Abklärung fiel die Schonhaltung der rechten Hand und des rechten Armes auf, der leicht angebeugt am Körper gehalten werde. Die rechte Hand sei zum An- und Auskleiden konstant nicht benutzt
worden, zur Begrüssung habe der Versicherte ohne Händedruck die schlaffe Hand gereicht (S. 17). Der beigezogene
Chirurg
und Manualmediziner konsta
tierte auf dem Handrücken eine leichte Blauverfärbung und eine Schwellung. Er stellte zahlreiche, teilweise schmerzhafte Bewegungseinschränkungen im Be
reich des rechten Armes und des Schultergürtels fest - dies trotz symmetrisch ausgebildeter Schultergürtelmuskulatur ohne Hinweise für eine Verspannung im Sinne einer myogelotisch durchsetzten Muskulatur. Insbesondere hielt er fest, dass der Versicherte beim Versuch, den Radius des rechten Armes passiv zu er
weitern, mit guter Kraft, die selektiv nicht habe erreicht werden können, eine Gegenspannung entwickelt habe. Die rechte Hand sei zwar durchgehend nach unten fallen gelassen und funktionell vollständig ausgespart worden. Auch sei der Faustschluss nur ansatzweise knapp möglich gewesen. Doch habe der Spitz
griff beim Entgegennehmen eines Briefes sehr gut funktioniert (S. 17 f.).
In neurologischer Hinsicht wurde namentlich das Vorhandensein eines Tremors der Hände verneint (S. 19).
Im Rahmen der Gesamtbeurteilung fassten die Gutachter die übrigen Befunde dahingehend zusammen, dass der etwas übergewichtige, aber dennoch deutlich erkennbar muskulöse Versicherte weder optisch noch objektiv messbare Um
fangsdifferenzen zuungunsten der rechten (anamnestisch nicht gebrauchten) oberen Extremität aufweise. Trotzdem schalte er diese funktionell meist völlig aus. Inkonsistenzen ergäben sich jedoch durch spontane, unreflektierte Bewe
gungen (z.B. Zurechtzupfen der Unterhose in der orthopädischen Untersuchung) in einem Ausmass, das im Rahmen der gezielten Funktionsprüfungen weder ak
tiv noch passiv erreicht worden sei. Bei allen Funktionsprüfungen der rechten oberen Extremität sei die Beweglichkeit hochgradig eingeschränkt gewesen. Die bei den Kraftprüfungen erbrachten Leistungen würden, sofern es sich um ob
jektive Befunde handeln würde, auf eine massive Kraftminderung hinweisen. Die Resultate des Vigorimeter-Tests stellten die ausreichende Mitarbeit des Ver
sicherten aber erheblich in Frage und müssten mit überwiegender Wahrschein
lichkeit als bewusster Täuschungsversuch interpretiert werden, zumal die psy
chiatrische Untersuchung keine Hinweise für eine krankheitswertige psychische Störung ergeben habe. Die vorliegenden Inkonsistenzen würden eine Gesamtbe
urteilung deutlich erschweren. Zwar gebe der Versicherte an, die Beschwerden hätten sich in den letzten sieben Monaten auf den gesamten Arm und die rechte Schulter ausgebreitet. Jedoch seien diese bereits vor über zwei Jahren in den Berichten der Rehaklinik
B._
erwähnt worden. Die immer wieder beschrie
bene und immer noch so gesehene Symmetrie der Schulter-/Armmuskulatur lasse medizinisch erhebliche Zweifel an der kompletten funktionellen Einhän
digkeit
aufkommen. Die hohen Schnürschuhe, die der Versicherte bei den Un
tersuchungen getragen habe, seien für einen Patienten mit motorischen Schwierigkeiten nicht praktikabel. Da der Versicherte ohne Begleitung zu den Untersuchungen erschienen sei und er nicht um Hilfe beim Schuhebinden ge
beten habe, stelle sich die Frage, ob er die Schuhe nach der Begutachtung eventuell doch selber habe binden können. Auch die angegebene belastungsab
hängig zunehmende Schwellung der rechten Hand, die nicht durchgehend habe verifiziert werden können, sei medizinisch kaum erklärbar. Werde eine Schwel
lung in so kurzer Zeit erreicht, wie dies im
C._
beim Zusammensetzen von Legosteinen der Fall gewesen sei, müsste schon ein erheblicher Gewebe
schaden vorliegen. Es müsse daher auch eine artifizielle Schwellung, die medi
zinisch gesehen an dieser Stelle relativ leicht herbeizuführen wäre, in Betracht gezogen werden (S. 23 f.).
Die Gutachter kamen im Rahmen der Gesamtbeurteilung zum Schluss, dass we
der ein erhebliches psychisches noch ein erhebliches somatisches Leiden verifi
zierbar sei. Das vom Versicherten geschilderte Trauma und die einige Monate später erfolgte Operation sollten aus medizinischer Sicht mittlerweile entweder ausgeheilt sein oder aber klinische oder radiologische Befunde zur Folge haben, die das geklagte Ausmass der Beschwerden wenigstens ansatzweise erklären könnten. Da dies nicht der Fall sei und der Versicherte sich bei den Untersu
chungen und bei Spontanbewegungen immer wieder Inkonsistenzen geleistet habe, seien sie der Meinung, es liege kein erheblicher Gesundheitsschaden mehr vor, der die Leistungsfähigkeit einschränken würde (S. 24 f.).
Dazu führten die Gutachter aus, dass sich die vorwiegend in der rechten oberen Extremität lokalisierten Schmerzen nicht durch die Läsion eines einzelnen Nerv
s
erklären liessen. Aufgrund des MRT-Befundes der Oberarme vom 1
1.
Juli 2008 und des Verhaltens des Versicherten bei der aktuellen Untersuchung stehe end
gültig fest, dass kein objektivierbares somatisches Korrelat zu den Funktions
ausfällen des Versicherten bestehe. Es lägen auch nicht genügend Hinweise vor, um ein CRPS II als Beschwerdeursache anerkennen zu können. Die entspre
chende Diagnose
Dr.
D._
erkläre sich höchstens mit den Schmerzangaben des Versicherten und dessen Verhalten im
C._
. Doch habe
Dr.
D._
die dokumentierten Inkonsistenzen und das Fehlen von objektivierbaren Befun
den zu wenig in seine Überlegungen miteinbezogen. Die Diagnose eines CRPS II mit nachgewiesenem Nervenschaden sei auch insofern nicht nachvollziehbar, als die durch den operativen Eingriff entstandenen umschriebenen Sensibili
tätsminderungen infolge Durchtrennung kleiner sensibler Hautäste nicht für die Definition eines CRPS II ausreichten und andere Nerven nicht verletzt worden
seien. Des
Weiteren
schlossen die Gutachter auch eine dissoziative Störung aus, die sie als seelischen Konflikt umschrieben, der nicht ins Bewusstsein des Be
troffenen vordringe, sondern sich ohne erkennbares organisches Substrat als körperliches Leiden präsentiere,
sich
mit allen subjektiven Symptomen einer or
ganischen Gesundheitsstörung zeige und durch den Willen des Betroffenen nicht beeinflussbar sei. Bei einer derartigen psychischen Störung könne das Beschwerdeausmass keineswegs innert Minuten von stark zu schwach und wie
der zurück gewechselt werden, wie dies beim Versicherten zu beobachten ge
wesen sei. Eine messbare Schwellung des Handrückens lasse sich ohnehin nicht nachweisen. Auch wenn der Versicherte immer wieder seine Arbeitswilligkeit betone, so scheine sich diese doch auf den Baubereich zu beschränken, und es frage sich, ob er wirklich an einer Erwerbstätigkeit interessiert sei. Er habe je
denfalls zu keinem Zeitpunkt eine klare Bereitschaft für eine seinen subjektiven Funktionsausfällen angemessene Tätigkeit gezeigt. Dies sei ein indirekter Hin
weis darauf, dass er selbst um die Unglaubwürdigkeit seiner Funktionsausfälle wisse. Dazu passe auch, dass er trotz dauerhafter und erheblicher Schmerzen die Dosierung seines Analgetikums nicht gesteigert habe. Die subjektiven Be
schwerden hätten seit August 2006 sogar zugenommen und seien jetzt ausge
prägter als in der Zeit nach dem MRT der Hand vom August 2006 und vor der MRT-Kontrolle im Juli 200
8.
Medizinisch gesehen sei dem Versicherten die Tä
tigkeit als Einschaler weiterhin zeitlich und leistungsmässig voll zumutbar. Di
rekt nach dem Trauma bis maximal nach Ausheilung des bei der Handoperation beteiligten Gewebes könnte eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
vorgelegen ha
ben. Spätestens seit der unauffälligen MRT-Untersuchung der rechten Hand vom August 2006 sei kein erheblicher andauernder Gesundheitsschaden mehr nachweisbar und die Arbeit als Einschaler hätte wieder aufgenommen werden können (S. 24 ff.).
3.
3.1
Im Rahmen des Rentenrevisionsverfahrens ergingen die folgenden medizini
schen Einschätzungen.
3.2
Dr.
Z._
hielt mit Bericht vom 2
0.
Mai 2011 (
Urk.
7/110/6) fest, seit Mai 2009 habe sich beim
Beschwerdeführer
nichts verändert. Er klage nach wie vor über Schmerzen im Bereich der rechten Hand, des rechten Armes und jetzt auch der rechten Schulter. Der
Beschwerdeführer
sei für eine körperlich leichte Arbeit einsatzbereit, möglicherweise könne er den rechten Arm nicht entsprechend
einsetzen. Falls man dem
Beschwerdeführer
glauben könne, so wäre eine kör
perlich schwere Arbeit wie Schaler auf einer Baustelle nicht zumutbar.
3.3
Am 2
7.
Mai 2011 (
Urk.
7/111/1) bestätigte
Dr.
A._
, dass sich im Vergleich zu seinem Bericht vom März 2007 keine Veränderungen ergeben hätten.
Am 1
7.
Oktober 2012 (
Urk.
7/164) erwähnte
Dr.
A._
die neu zu 50
%
aufge
nommene Tätigkeit als Taxichauffeur, wobei es jeweils während und nach der Arbeit zu einer Schwellung der ganzen Hand rechts mit entsprechenden Schmerzen komme. Er schilderte einen geringgradig geschwollenen, mässig druckdolenten Handrücken rechts.
3.4
Die Ärzte der
H._
diagnostizierten im Gutachten vom
1.
Mai 2013 (
Urk.
7/184/1-68) ein chronisches Schmerzsyndrom Hand rechts bei Status nach Kontusion Handrücken rechts vom 2
4.
November 2005 sowie bei Status nach Fasziektomie des ersten dorsalen Interosseus und Neurolyse des oberflächlichen Radialisastes vom 2
5.
April 200
6.
Keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit massen sie einer residuellen Neuropathie des sensiblen Nervus Radialis-Endastes am Handrücken rechts, einem Status nach Lobektomie der linken Lunge wegen Lungenkarzinom am 1
2.
Oktober 2007 (bei Status nach nachfolgender Chemo
therapie), einem Status nach lap
a
roskopischer Appendektomie ca. 2007, einem COPD bei Status nach früherem Nikotinkonsum (45 packyears) sowie einer Adi
positas I° (BMI 33,5) bei (S. 61).
Die Gutachter verwiesen auf die durchgeführte psychiatrische Untersuchung, welche keine behinderungsrelevante Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit ergeben habe (S. 62).
Zur neurologischen Beurteilung führten sie aus, beim
Beschwerdeführer
bestehe ein chronisches posttraumatisches und postoperatives Beschwerdebild nach Ar
beitsunfall 2005 mit Kontusion der rechten Hand. Abgesehen von einer im initi
alen MRI ersichtlichen Fettgeweb
e
traumatisierung seien keine effektiven Verlet
zungsbefunde dokumentiert. Eine handchirurgische Intervention mit Fasziekto
mie und Neurolyse des sensiblen Radialis-Nervenastes habe zu keiner Besserung der Beschwerden geführt. Der
Beschwerdeführer
beklage einen therapierefrak
tären Beschwerdeverlauf mit belastungsabhängiger Schmerzakzentuierung und Schwellung der rechten Hand sowie im Verlauf proximaler Schmerzausdehnung im Bereich der rechten oberen Extremität bis zum Nacken. Die in den Akten wiederholt festgestellte Diskrepanz zwischen dem geltend gemachten Beschwer
debild mit resultierender erheblicher Funktionseinschränkung der rechten obe
ren Extremität einerseits und den eher diskreten objektivierbaren Befunden an
derseits bestätige sich auch anlässlich der aktuell im gutachterlichen Rahmen
durchgeführten neurologischen Abklärung. Es bestätige sich eine sensible Neu
ropathie des Radialis-Nervenastes rechts, was bei Status nach Neurolyse dieses Nervenastes nicht überrasche. Mit diesem Befund könne das geltend gemachte Beschwerdebild und die resultierenden erheblichen Funktionseinschränkungen nicht erklärt werden. Für ein differentialdiagnostisch zu erwägendes CRPS fän
den sich klinisch keine verlässlichen Anhaltspunkte; auch aus den in den Akten dokumentierten radiologischen Untersuchungen gehe kein entsprechender Be
fund hervor. Es finde sich somit kein genügendes neurogenes Substrat für das beklagte Beschwerdebild der rechten Hand. Insbesondere könne auch die pro
ximale Schmerzausstrahlung im Bereich der rechten oberen Extremität neurolo
gisch nicht zwanglos erklärt werden. Nicht in einem organischen Zusammen
hang fassbar und nicht zwanglos einzuordnen sei auch der anlässlich der Un
tersuchung manifestierte Belastungstremor der rechten Hand. Festzuhalten sei schliesslich auch, dass sich klinisch und anamnestisch keine Hinweise für einen proximalen Beschwerdeursprung (zum Beispiel im Rahmen der zervikalen Ner
venwurzeln) fänden. Rein aufgrund der neurologischen Untersuchungsbefunde lasse sich eine Arbeitsunfähigkeit weder in der angestammten Tätigkeit als Ak
kordschaler noch in einer anderweitigen Tätigkeit begründen (S. 62 f.).
In orthopädischer Hinsicht hielten sie fest, dass trotz vorgetragener Schonhal
tung der rechten Hand diese bei der Begrüssung wie auch bei der Anamneseer
hebung immer wieder kurzfristig aufgegeben werde, zum Beispiel beim An- und Ausziehen und hier insbesondere beim Hantieren mit dem Gürtel, beim Anzie
hen der Socken oder auch beim Entgegennehmen von Dokumenten respektive Flectorpflaster. Ebenfalls diskrepant sei das Beweglichkeitsausmass der rechten Schulter in der expliziten Untersuchung im Vergleich wiederum zum Aus- und Anziehen des aktuell getragenen Hemdes gewesen. Die schon fast groteske Kraftlosigkeit bei der Überprüfung der Schulterkennmuskeln rechts stehe eben
falls in signifikanter Diskrepanz zur vollends fehlenden Muskelatrophie im Be
reich des rechten Schultergürtels wie auch der rechten oberen Extremität. Eine konsequente Schonhaltung würde schon nach wenigen Wochen eine signifi
kante, messbare Muskelatrophie herbeiführen. Bei der aktuellen Untersuchung zeige sich jedoch ausgemessen eine symmetrische Muskelmasse sowohl im Be
reich des Ober- wie auch des Unterarmes. Auch die Hände zeigten eine sym
metrische Muskeltrophik und insbesondere auch eine symmetrische Beschwie
lung. Auch dies stehe wieder in grosser Diskrepanz zu
r
massiven Schmerzemp
findlichkeit der rechten Hand, welche insbesondere dorsalseits kaum berührt werden könne. Es bestehe somit keine
Vereinbarkeit
von geklagten Beschwer
den mit den objektivierbaren Befunden. Aufgrund fehlender, objektivierbarer
Befunde der subjektiv geklagten Beschwerden seien dem
Beschwerdeführer
leichte und mittelschwere Tätigkeiten vollumfänglich zumutbar. Vermieden werden sollten, alleine aufgrund der angegebenen Schmerzen, Vibrationen und Schläge der rechten Hand, explizite Wärme- und Kälteexpositionen sowie Tä
tigkeiten in absturzgefährdeter Position (Leitern, Gerüste etc.). Die Wiederauf
nahme der Tätigkeit als Akkordschaler sei kaum vorstellbar, da es sich gemäss Aussagen
des
Beschwerdeführers
um eine mehrheitlich schwere Arbeit handle (S. 64).
Die pneumologische Beurteilung ergab keine fachspezifische Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Diese sei namentlich aufgrund der Lobektomie nicht eingeschränkt (S. 64 f.).
Gesamtmedizinisch konstatierten die Gutachter, seit dem Unfall vom 2
5.
November 2005 bestehe für die angestammte Tätigkeit eines Akkordschalers eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Für eine leichte und mittelschwere Tätigkeit ohne Vibrationen und Schläge der rechten Hand, ohne Wärme- und Kälteexpo
sitionen und ohne Tätigkeiten in absturzgefährdeter Position bestehe hingegen seit der Entlassung aus der Rehaklinik
B._
am 1
1.
Oktober 2006 eine volle Arbeitsfähigkeit, mit Ausnahme der Periode der Krebsbehandlung bis 2
8.
Februar 2008 (S. 65).
3.5
PD
Dr.
med.
K._
, Leiter Bereich für Schmerztherapie
am S
pital
L._
, diagnostizierte mit Bericht vom 2
0.
Januar 2014 (
Urk.
7/199/2-3) ein chronisches Schmerzsyndrom der rechten Hand bei Status nach Handkontusion, wobei die Schmerzursache unklar bleibe. Trotz der aktuell durchaus objektivier
bar vorliegenden Schwellung könne bei fehlender Allodynie, trophischen Stö
rungen sowie Temperaturdifferenz nicht die Diagnose eines CRPS Typ 2 (bei sensibler Radialis-Affektion infolge
Neurolyse
) gestellt werden
.
Immerhin zeige sich in der elektrischen Schmerzschwellenbestimmung am Fuss ein deutlich verminderter Wert, was durchaus für eine bei chronischen Schmerzpatienten zu beobachtende zentrale Hypersensibilisierung spreche. Diese erkläre zwar nicht die Schmerzursache, sehr wohl jedoch das Ausmass der Schmerzen.
3.6
Dr.
A._
berichtete am
3.
Juli 2014 (
Urk.
11) über die Konsultation vom
2.
Juli 2014 und führte aus, nachdem der
Beschwerdeführer
nun seit einem Monat ei
nige Stunden pro Tag mehr arbeite, sei es wieder zu einer vermehrten Schwel
lung im Handrücken rechts und auch zu vermehrten Schmerzen mit Ausstrah
lung bis gegen die Schultern gekommen. Die Handrückenschwellung habe ein
deutig wieder verifiziert werden können (vgl. auch Bericht vom 2
1.
November
2013,
Urk.
7/199/1). Gleiches schilderte er am
3.
Dezember 2014 (
Urk.
14) und am 2
6.
Juni 2015 (
Urk.
17).
4.
4.1
Aufgrund der Akten ausgewiesen und zwischen den Parteien auch nicht umstrit
ten ist, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse zwischen der ursprüngli
chen Rentenzusprache am
2.
Juli 2009 (halbe Rente mit Wirkung ab
1.
November 2006,
Urk.
7/98) und dem Erlass der rentenaufhebenden Verfü
gung am 2
2.
April 2014 (
Urk.
2) nicht verändert haben. Nach wie vor leidet der
Beschwerdeführer
an Handbeschwerden mit Schwellungen bei Belastung, wobei sich in medizinischer Hinsicht kein erklärendes Korrelat findet. So konstatierten namentlich die Gutachter der
H._
- mit Ausnahme der Phase der Krebsbe
handlung - eine seit Oktober 2006 unveränderte Arbeitsfähigkeit und auch die erhobenen Befunde und die festgestellten Klagen entsprechen dem hinlänglich Bekannten (E. 4.4).
Eine Revision der Rente nach Art. 17 ATSG kommt damit nicht in Frage.
4.2
4.2.1
Die
Beschwerdegegnerin
hob die Rente
denn auch
im Rahmen der Wiedererwä
gung der ursprünglichen Rentenzusprache
vom Juni 2009
auf und begründete ihren Entscheid damit, im interdisziplinären Gutachten der MEDAS
F._
vom 1
2.
Dezember 2008
sei
keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden. Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien ab
sichtlich nicht aufgeführt worden. Infolgedessen sei dem
Beschwerdeführer
eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit in der bisherigen wie auch in einer angepass
ten Tätigkeit attestiert worden. Der Regionalärztliche Dienst (RAD) habe das Gutachten als nachvollziehbar und plausibel erachtet, aber dennoch mit Bezug auf die bisherige Tätigkeit analog zur Beurteilung der Rehaklinik
B._
vom 1
9.
Juni 2007 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (in der bisherigen Tätigkeit), in angepasster Tätigkeit indes eine 100%ige Arbeitsfähigkeit angenommen.
Gemäss aktuellem Gutachten des
H._
vom
1.
Mai 2013 bestehe seit Oktober 2006 ein unveränderter Gesundheitszustand. Das chronische Schmerzsyndrom der Hand rechts habe somit bereits bei der Rentenzusprache vorgelegen. Dieses zähle zu den pathogenetisch-ätiologisch unklaren syndromalen Beschwerdebil
dern, welche in der Regel keine lang dauernde, zu einer Invalidität führende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit zu bewirken vermögen würden. Die Krite
rien, aufgrund welcher auf eine Unüberwindbarkeit zu schliessen wäre, seien weder heute noch damals erfüllt gewesen. Richtigerweise hätte die Überwind
barkeitsprüfung schon damals vorgenommen werden müssen, was zur Abwei
sung der Leistungsbegehrens geführt hätte.
4.2.2
Der
Beschwerdeführer
brachte dagegen vor, dass die Annahme der
Beschwerde
gegnerin
in der leistungszusprechenden Verfügung vom
2.
Juli 2009, wonach er in der bisherigen schweren Tätigkeit auf dem Bau als Schaler vollständig ar
beitsunfähig sei,
unrichtig sei,
ergebe sich nicht aus dem Gutachten der
H._
. Darin werde die Diagnose einer somatoformen Schmerzstörung ausdrücklich nicht gestellt. Trotzdem seien die beteiligen Ärzte offenbar aufgrund der klini
schen Erkenntnisse dazu gelangt, die ursprüngliche Einschätzung der
Beschwer
degegnerin
zu übernehmen. Es sei kein Grund ersichtlich, weshalb von dieser Annahme abgewichen werden könne. Zudem habe der behandelnde Handchi
rurge objektivierbare rezidivierende Schwellungen an der rechten Hand nach repetitiven Bewegungen festgestellt
und gemäss den Ärzten des S
pitals
L._
bestünden – neben einem chronifizierten Schmerzsyndrom der rechten oberen Extremität mit erkennbarer Schwellung der rechten Hand - Hinweise für eine mögliche schwere Depression (S. 3 f.).
4.3
4.3.1
Die klare Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes mit der Folge, dass die Leis
tungszusprechung auf einer offenkundig unvollständigen oder widersprüchli
chen Aktenlage erfolgte, insbesondere die Invaliditätsbemessung gestützt auf keine nachvollziehbare ärztliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erging, ist ein Wiedererwägungsgrund im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG (vgl. E.
1.2; Ur
teil des Bundesgerichts 9C_816/2013 vom 2
0.
Februar 2014 E. 1.1
). Dies gilt umso mehr, wenn die Invalidenversicherung entgegen den klaren und nachvoll
ziehbaren Ausführungen von Gutachtern begründungslos abweichende Schlussfolgerungen zieh
t
.
4.3.2
Im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren stellte das hiesige Gericht fest, dass spätestens bei Leistungseinstellung der SUVA per 3
1.
August 2008 keine unfallbedingten Einschränkungen mehr bestanden (
in Rechtskraft erwachsenes
Urteil vom 3
0.
September 2011,
Urk.
21/1
). Dabei hielt es
F
olgendes fest:
„Die umfangreichen medizinischen Abklärungen haben dem
nach keine somati
schen oder psychiatrischen Befunde ergeben, welche die geklagten Beschwerden und Einschränkungen auf der somatischen Ebene erklären würden. Bis zu einem gewissen Grad objektivierbar ist einzig die Schwellungsneigung im rech
ten Handrücken, für die jedoch keine Ursache gefunden werden konnte und die als solche gemäss Aussage der Ärzte der Rehaklinik
B._
keine Funktionalitätseinbusse bewirkt. Die Schwellung stellt daher für sich allein betrachtet von vornherein
keinen leistungsbegründenden Gesundheitsschaden dar. Es kann da
her offen gelassen werden, ob die Vermutung der MEDAS-Gutachter, dass diese jeweils künstlich herbeigeführt wurde, zu
trifft oder nicht.
Was Dr.
D._
Diagnose eines Schulter-Arm-Syndrom
[s]
rechts im Sinne eines CRPS Typ II anbelangt, so handelt es sich dabei, das heisst beim Complex Regi
onal Pain Syndrome Typ II, um einen Nervenschmerz, zu dem es theoretisch nach jeder Ner
venverletzung kommen kann. Typisches Merkmal sind qual
volle, glühende Brennschmerzen, von denen meistens die Gliedmasse
[n]
betroffen sind. Schon die leichteste Berührung, aber auch ein optisches oder akustisches Signal, Wärme, Tro
ckenheit, ein Affekt oder sogar die reine Schmerzvorstellung, kann die Schmerzen auslösen oder verstärken. Diese sind nicht zwangsläufig auf das Versorgungsgebiet des konkret geschä
digten Nerven beschränkt, sondern kön
nen auch in anderen Körperbereichen auftreten. Parallel bestehen oft Durch
blu
tungsstörungen oder Störungen der Hauttrophik gekoppelt mit Schweiss
sekretionen (vgl. etwa: www.doctorhelp.de/nerven
-
schmerzen). Vorliegend kann keinem der zahlreichen Arztberichte entnommen werden, dass die vom Be
schwerdeführer geklagten Schmerzen brennenden Charakter haben. Auch fehlt es an jeglicher Begleitsymptomatik. Zwar hatten Dr.
D._
und die Ärzte der Rehaklinik
B._
die neuropathischen Schmerzen im Bereich der Operations
narbe aufgrund der durchgeführten Neurolyse eines Radialisastes als nachvoll
ziehbar erachtet und daher auch, wie der Beschwerde
führer geltend macht, für die Arbeit als Akkordschaler bezie
hungsweise beidhändig ausführbare Tätigkei
ten eine vollstän
dige Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (...). Doch weisen die MEDAS-Gut
ach
ter darauf hin, dass es bis auf die Durchtren
nung kleiner sensibler Hautäste bei der Operation zu keinen ei
gentlichen Nervenverletzungen gekommen sei und Dr.
D._
sich bei der Diagnose eines CRPS Typ II offenbar in erster Linie von den Vor
kommnissen während der beruflichen Massnahme im
C._
habe leiten lassen, die dokumentierten Inkonsis
tenzen sowie das Fehlen von objektivierba
ren Befunden aber zu wenig in seine Überlegungen einbezogen habe.“
4.3.3
Eine (rechtskräftige) abweichende Beurteilung im unfallversicherungsrechtlichen Verfahren führt noch nicht zur zweifellosen Unrichtigkeit der
ihr
widerspre
chenden Verfügung der Invalidenversicherung. Vorliegend ist indes
F
olgendes zu beachten:
Die
Beschwerdegegnerin
holte das Gutachten der MEDAS
F._
ein, weil
sie
die Aktenlage als nicht schlüssig erachtete. Dieses entspricht
nun
unbestrittener
massen den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert einer Expertise (E.
1.3
).
Nachdem die Experten die gestellten Fragen, namentlich jene nach der Restar
beitsfähigkeit
,
mit aller Deutlichkeit und differenziert beantwortet hatten, ent
spricht die davon abweichende Feststellung der
Beschwerdegegnerin
nicht bloss einer anderen denkbaren Variante, sondern erweist sich als mit dem Gutachten nicht in Einklang zu bringen. Die Ärzte legten einlässlich dar, dass dem Versi
cherten die Tätigkeit als Einschaler (nach Abheilung) wieder voll zumutbar ist, dies spätestens seit der unauffälligen MRT-Untersuchung der rechten Hand vom August 2006 (E. 2.6). Wenn der RAD der
Beschwerdegegnerin
das Gutachten als plausibel erachtet, ist es nicht bloss
nicht nachvollziehbar
, sondern vielmehr zweifellos unrichtig, wenn er auf den Eingliederungserfolg fokussiert und
unter diesem Gesichtspunkt
nurmehr eine angepasste Tätigkeit als zumutbar erachtet (Bericht von
Dr.
M._
vom
7.
Januar 2009,
Urk.
7/73/7). Bei der Zusprache einer Rente der Invalidenversicherung ist nicht die Frage relevant, in welcher Tätigkeit der beste Eingliederungserfolg erwartet werden kann, sondern in wel
chem Umfang aus medizinisch-theoretischer Sicht ein Versicherter noch tätig sein kann. Die
Beschwerdegegnerin
beantwortete demnach die falsche Frage,
weshalb
sich
die darauf basierende Verfügung als zweifellos unrichtig er
weist
. Auch das Abstellen auf die Einschätzung der Ärzte der Rehaklinik
B._
(
Urk.
7/73/7) ist nicht nachvollziehbar, nachdem die Gutachter d
eren
Feststel
lungen detailliert
und
begründet verworfen
und sich keine neuen Erkenntnisse ergeben
haben.
Unzutreffend ist sodann die
Folgerung
der
Beschwerdegegnerin
, die SUVA gehe ebenfalls von diesen Annahmen aus (
Urk.
7/73/7). Im Gegenteil stützte sich die SUVA auf das Gutachten der MEDAS
F._
sowie ihres Kreisarztes
Dr.
J._
, welcher nach Einsichtnahme in die letzten MRI-Bilder und die dortigen Unter
suchungsresultate den beklagten Nichtgebrauch des rechten Arms praktisch ausschloss (E. 2.5.2).
Die SUVA ging in der Folge von einer vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit in jeder Tätigkeit aus.
4.3.4
Bei dieser Aktenlage hätte die Beschwerdegegnerin nicht von einer eingeschränk
ten Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgehen dürfen. Diese Annahme widerspricht den fachärztlichen Einschätzungen und abweichende Äusserungen wurden
lediglich
während de
s
Heil
ungs
verlauf
s
abgegeben oder ergingen ohne Auseinander
setzung mit den Inkonsistenzen.
4.4
Bei vollumfänglicher Arbeitsfähigkeit im bisherigen Beruf war der Beschwerde
führer nicht invalid, weshalb sich die Rentenzusprache vom
2.
Juli 2009 (
Urk.
7/98)
als zweifellos unrichtig erweist.
5.
5.1
Zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers für die Zukunft (BGE 140 V 514). In medizinischer Hinsicht kann diesbezüglich auf das
sämtlichen
Kriterien an den Beweiswert einer Expertise entsprechende
H._
-
Gutachten
abgestellt werden.
Es ist für die streitigen Belange umfassend,
gibt es doch Antwort auf die Frage nach der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auch im Vergleich zu den früheren Verhältnissen. Sodann beruht die Expertise auf den notwendigen
Untersuchungen
in psychiatrischer, neurologischer, orthopädischer sowie pneumologischer Hinsicht und berücksichtigt detailliert
die geklagten Beschwerden
. Das Gutachten wurde
in Kenntnis der
umfangreichen Vorakten
abgegeben
und leuchtet
in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
.
Die Ärzte
konnten
unter Darlegung der Untersuchungsbefunde keine organische Schädigung
erkennen
und verwiesen auf die unauffällige muskuläre Situation sowie auf diverse fest
gestellte Inkonsistenzen in der Beschwerdeschilderung
und zogen daraus ihre nachvollziehbar begründeten Schlussfolgerungen.
5.2
Die zahlreichen Atteste des
Dr.
A._
führen zu keiner anderen Einschätzung.
Am 1
7.
Oktober 2012 (
Urk.
7/164) beschrieb er unter Verweis auf die 50%ige Tätigkeit als Taxichauffeur einen geringgradig geschwollenen und mässig d
ru
ckdolenten Handrücken bei möglichem vollem Faustschluss und Fehlen von Zeichen eines
Karpaltunnelsyndroms
.
Eine Arbeitsunfähigkeit attestierte er
da
bei ebenso wenig wie im Bericht vom 2
1.
November 2013 (
Urk.
7/199/1), in welchem er rezidivierende Schwellungen nach repetitiven Bewe
g
ungen samt ziehenden Schmerzen bis gegen die Schulter beschrieb. Die im Rahmen des Ge
richtsverfahrens aufgelegten Berichte (
Urk.
11,
Urk.
14 und
Urk.
17) sind ähnli
chen Inhalts, wobei zule
t
zt ein neu hinzugekommener Tremor sowie ein einge
schränkter Faustschluss erwähnt wurden.
Hieraus kann nicht auf eine Arbeits
unfähigkeit geschlossen werden, zumal die Symptomatik den Gutachtern be
kannt war und sie diese schlüssig einordneten und ihr keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zumassen.
Eine Einvernahme
Dr.
A._
s (
Urk.
10) ist sodann nicht angezeigt, liegen doch seine schriftlichen Berichte vor und erhellen daraus seine Eindrücke.
In psychiatrische
r
Hinsicht genügen die Angaben d
es zuständigen Arztes des S
pitals nicht, um die gutachterlichen Feststellungen in Zweifel zu ziehen. Dass die S
chmerzfrag
e
bögen durchwegs pathologisch ausgefüllt wurden, sich im Beck Depression Inventory ein deutlich erhöhter Wert als Hinweis für eine mögliche schwere Depression fand und ein deutlich erhöhter Katastrophisie
rungsscore vorlag (
Urk.
7/199/3), führt nicht zur Annahme einer entsprechen
den Pathologie. Rechtsprechungsgemäss
ist dem testmässigen Erfassen der Psy
chopathologie im Rahmen
einer
psychiatrischen Exploration generell nur eine ergänzende Funktion beizumessen. Ausschlaggebend bleibt die klinische Un
tersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbe
obachtung (Urteil
des Bundesgerichts
9C_344/2013 vom 1
6.
Oktober 2013
E. 3.1.5).
Die umfassende psychiatrische Untersuchung im Rahmen der Begutach
tung zeigte keine Pathologie.
Darüber hinaus erkannte
n auch die übrigen
be
handelnden Ärzte
k
eine entsprechende Auffälligkeit, weshalb
davon auszugehen ist, dass in psychischer
Hinsicht
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit be
steht.
5.3
Was den Antrag auf Rückweisung der Streitsache zur Durchführung einer EFL (Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit) anbelangt (
Urk.
1 S. 2) ist fest
zuhalten, dass
eine
solche
darauf ab
zielt, die Grenzen der Belastbarkeit des Be
we
gungsapparates näher auszuloten (Urteil des Bundesgerichts
8C_581/2015
vom
7.
Dezember 2015
E.
4.2.1.2)
. Eine solche Testung erscheint nicht als ange
zeigt, könnten doch die von den Gutachtern festgestellten Inkons
istenzen mit einer zusätzlichen Abklärung der Arbeitsfähigkeit nicht ausgeräumt werden.
5.4
Zusammenfassend ist der Sachverhalt als in dem Sinne erstellt zu erachten, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit vollumfänglich ar
beitsfähig ist. Eine Invalidität besteht demnach nicht, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Die
Kosten
des
Verfahrens
(Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) sind auf Fr. 800.-- fe
stzulegen und ausgangsgemäss dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen.