# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** de726590-a8b0-4cff-9a15-ab128f5fcf10
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die Y._AG unterbreitete der X._AG am 02. Oktober 2002 eine schriftliche Offerte für die Entwicklung eines Onlineshops für Unterhaltungselektronik im Betrag von CHF 17'538.80. Diese wurde von A._, damaliger Präsident und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der X._AG, am 11. November 2002 unterzeichnet.
B. Für die von der Y._AG umgesetzte Weiterentwicklung des Onlineshops bezahlte die X._AG in den Jahren 2003 bis 2011 einen Betrag von insgesamt CHF 74'583.60. Am 09. November 2012, 10. Dezember 2012, 07. Februar 2013 und 07. März 2013 stellte die Y._AG infolge zusätzlich eingerichteter Features insgesamt einen Betrag von CHF 1'455.40 in Rechnung. Nachdem die Bezahlung des Betrages ausblieb, führten die Parteien mehrfach Korrespondenz. Die Begleichung der Forderung fand nicht statt.
C. Infolgedessen stellte die Y._AG am 13. November 2013 das Betreibungsbegehren über CHF 1'513.65 beim Betreibungsamt Imboden. Am 14. November 2013 stellte das Betreibungsamt Imboden unter der Betreibungs-Nr. _ einen Zahlungsbefehl mit der X._AG als Schuldnerin und der Y._AG als Gläubigerin über eine Forderung von CHF 1'513.65 nebst Zins zu 5% seit dem 14. November 2013 aus. Als Grund der Forderung waren auf dem Zahlungsbefehl Dienstleistungen und Verzugszinsen angegeben. Gegen den Zahlungsbefehl erhob A._ am 22. November 2013 Rechtsvorschlag.
D. Am 11. Februar 2014 meldete die Y._AG die vorliegende Streitsache beim Vermittleramt des Bezirks Imboden an. Da sich die Parteien anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 12. März 2014 nicht zu einigen vermochten, stellte der Vorsitzende des Vermittleramts des Bezirks Imboden am 13. März 2014 die Klagebewilligung mit folgenden Rechtsbegehren aus:
Klagende Partei:
"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 1'455.40 nebst Zins zu 5% ab 14. November 2013 sowie Betreibungskosten von CHF 73.00 bezahlen.
2. Der in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Imboden am 22. November 2013 erhobene Rechtsvorschlag sei im obigen Umfang aufzuheben.
3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zulasten der Beklagten."
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Beklagte Partei:
"1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin."
E. Am 09. April 2014 reichte die Y._AG Klage gegen die X._AG beim Einzelrichter des Bezirksgerichts Imboden ein. Während Ziff. 1 und 2 des Rechtsbegehrens unverändert blieben, wurde Ziff. 3 abgeändert und lautete wie folgt:
"3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) einschliesslich der Kosten vor dem Friedensrichteramt in der Höhe von Fr. 400.00 zu Lasten der Beklagten."
F. Die X._AG stellte in ihrer Klageantwort und Widerklage vom 10. Juni 2014 die folgenden Rechtsbegehren:
"1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Die Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Widerklägerin einen Betrag von CHF 5'000.00, nebst 5% Zins seit 10. Juni 2014 zu bezahlen.
Es sei Vormerk zu nehmen, dass sich die Widerklägerin ausdrücklich die Geltendmachung eines höheren Betrages vorbehält; es handelt sich somit lediglich um eine Teil-Widerklage.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
G. In der Replik und Widerklageantwort erweiterte die Y._AG ihr Rechtsbegehren dahingehend, dass die Widerklage, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zu Lasten der Beklagten, abzuweisen sei. In prozessualer Hinsicht stellte die Y._AG das Begehren, die Widerklage sei eventuell von der Klage zu lösen und an das Bezirksgericht zu überweisen. Die X._AG sei zudem zu verpflichten, einen Kostenvorschuss nach Ermessen des Gerichts zu bezahlen. Im Verlauf des weiteren Rechtsschriftenwechsels hielten die Parteien an den bisher gestellten Rechtsbegehren unverändert fest.
H. Am 11. September 2014, mitgeteilt am 22. September 2014, erliess der Präsident des Bezirksgerichts Imboden die Beweisverfügung. Diese beinhaltete nebst der Vornahme der Beweislastverteilung insbesondere die Feststellung, dass die Forderung der Y._AG nicht bestritten worden sei. Die Einvernahme der von der X._AG gerufenen Zeugin B._ wurde abgelehnt.
I. Die Hauptverhandlung fand am 26. November 2014 vor dem Einzelrichter für Zivilsachen statt. Mit gleichentags gefälltem Entscheid, im Dispositiv mitgeteilt
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am 27. Januar 2015, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden wie folgt:
"1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, der Klägerin den Betrag von CHF 1'455.40 nebst Zins zu 5% seit 14. November 2013 zu bezahlen.
2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Imboden wird aufgehoben und es wird der Klägerin definitive Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 1'455.40 nebst Zins zu 5% seit 14. November 2013 erteilt.
3. Die Widerklage wird vollumfänglich abgewiesen.
4.a)Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5'000.00 gehen zu Lasten der X._AG und werden mit dem von ihr geleisteten Vorschuss verrechnet.
b) Die Beklagte hat die Klägerin ausseramtlich mit CHF 7'399.10 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer, Honoraransatz CHF 240.00/Stunde) zu entschädigen und ihr die Kosten des Schlichtungsverfahrens in Höhe von CHF 400.00 zu ersetzen.
c) Nach Rechtskraft des Entscheids wird der Y._AG der von ihr geleistete Vorschuss von CHF 2'500.00 zurückerstattet.

## Considerations