# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 10693840-578d-5e65-b45d-20b0bd62e217
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 17. Dezember 2020 wurde der Steuerpflichtige für das Steuerjahr 2019 ordentlich . Dabei wurde ihm unter anderem ein selbständiger Haupterwerb in der Höhe von CHF 34'390.- angerechnet (Code 1.210). Das steuerbare Vermögen (Code 7.910) belief sich auf CHF 93'424.- (satzbestimmendes Vermögen: CHF 130'268.-; geschuldete Steuer: CHF 196.15) und das steuerbare Einkommen (ebenfalls Code 7.910) auf CHF 54'196.- (direkte Bundessteuer; geschuldete Steuer: CHF 553.15) bzw. CHF 42'226.- (Kantonssteuer; satzbestimmendes : CHF 52'979.-; geschuldete Steuer: CHF 3'545.70). In den Bemerkungen führte die Kantonale Steuerverwaltung Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) zu Code 1.210 aus, wie sich das Erwerbseinkommen des Steuerpflichtigen im Detail zusammensetzt.
Gegen diese Veranlagungsanzeige erhob der Steuerpflichtige am 16. Februar 2021 schriftlich Einsprache. Er wies darauf hin, dass er pandemiebedingt erst ab dem 30. Januar 2021 Einsicht in die Veranlagung habe nehmen können, und beanstandete namentlich die unter Code 1.210  Aufrechnungen (Privatanteil für Strom und Wasser, für die private Benützung des Fahrzeugs, für Telekommunikation sowie für Repräsentation und Reisen).
Mit Einspracheentscheid vom 31. März 2021 trat die Steuerverwaltung auf die erhobene  nicht ein, da diese nicht rechtzeitig erhoben worden sei und auch kein Grund für die  der Einsprachefrist vorliege. Die Steuerveranlagung sei dem Steuerpflichtigen am 17. Dezember 2020 eröffnet worden. Unter Berücksichtigung einer Beschwerdefrist von 30 Tagen, einer Frist von maximal 10 Tagen für die Postzustellung und einer Frist von weiteren 10 Tagen (offizielle Quarantänezeit) für die quarantänebedingte spätere Einsicht in die Veranlagung, hätte die Einsprache in jedem Fall bis spätestens 5. Februar 2021 erhoben werden müssen.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Steuerpflichtige am 22. April 2021  an das Kantonsgericht Freiburg. Er beantragt, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben und die Angelegenheit an die Vorinstanz zurückzuweisen, damit diese auf die Einsprache eintrete und materiell darüber befinde. Zur Begründung wird im Wesentlichen , dass der Beschwerdeführer die Veranlagungsanzeige vom 17. Dezember 2020, die ihm irgendwann zugestellt worden sei, erst am 30. Januar 2021 bei seinem ersten Besuch an seinem Wohnort seit Mitte Dezember 2020 entgegengenommen habe. Da die Korrespondenz mit der Vorinstanz seit einigen Jahren vor allem per E-Mail erfolge, sei nicht einzusehen, weshalb ihm nicht – wie in der Vergangenheit auch – die Veranlagungsanzeige per E-Mail zugestellt worden sei, zumal er auf der Steuererklärung angegeben habe, dass sich sein Lebensmittelpunkt im «Süddeutschen Raum» befinde und er nur sporadisch am Wohnort weile. Auch wäre es  gewesen, die Steuererklärung per Einschreiben zu versenden. So hätte er eine  Meldung der Post erhalten und die Möglichkeit gehabt, entweder die Abholfrist zu verlängern oder einer Drittperson eine entsprechende Vollmacht zu erteilen.
Der mit Verfügung vom 26. April 2021 auf CHF 800.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 18. Mai 2021 geleistet.
In ihren Bemerkungen vom 1. Juni 2021 schliesst die Vorinstanz auf eine Abweisung der Beschwerde.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht angeordnet.

## Considerations

C. Auf die übrigen Vorbringen der Parteien wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen eingegangen.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 6
Erwägungen
Prozessuales
1.