# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f7805bef-6d6e-4544-bdb8-a50c0a205c32
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956, arbeitete seit dem Jahre 1981 als
Konstruktions
schlosser
bei der
Y._
AG beziehungsweise deren Vorgängerfirma, als das Arbeitsverhältnis per 31. Juli 2003 aus betrieblichen Gründen aufgelöst wurde (Urk. 5/1/3). Am 20. September 2003 meldete sich der Versicherte wegen Knie- und Rückenschmerzen bei der Invalidenversicherung für die Durchführung be
ruflicher Massnahmen an (Urk. 5/3 Ziff. 7.2 und 7.8). Die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte in der Folge erwerbliche (Urk. 5/8, Urk. 5/12) und medizinische Abklärungen (Urk. 5/10-11) und gewährte dem Versicherten mit Verfügung vom 7. Juni 2004 Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche durch die Stellenvermittlung (Urk. 5/18). Mit Verfügung vom 22. November 2004 wurde die Arbeitsvermittlung abgeschlossen (Urk. 5/23).
Die dagegen am 7. Januar 2005 erhobene Einsprache (Urk. 5/32) wies die IV-Stelle mit
Einspracheentscheid
vom 4. August 2005 ab (Urk. 5/36).
Mit Schreiben vom 21.
b
eziehungsweise 23. August 2005 beantragte der Ver
si
cherte die Wiederaufnahme der Arbeitsvermittlung (Urk. 5/38, Urk. 5/41), wo
rauf mit Verfügung vom 31. August 2005 Beratung und Unterstützung bei der
Stellen
suche
gewährt wurde (Urk. 5/43) und mit Verfügung vom 15. September 2005 Kostengutsprache für ein Arbeitstraining sowie Taggeld vom 12. Septem
ber bis 30. November 2005 erteilt wurde (Urk. 5/44, vgl. auch Urk. 5/46). Nach
dem das Arbeitstraining erfolgreich abgeschlossen und eine Festanstellung ab 1. März 2006 vermittelt werden konnte, wurde die Arbeits
vermittlung mit Ver
fü
gung vom 7. Dezember 2005 abgeschlossen (Urk. 5/56).
1.2
Nachdem das Arbeitsverhältnis
infolge einer Reorganisation sowie aufgrund der
Leistung und Gesundheit des Versicherten
per 31. Mai 2013 aufgelöst worden war
(vgl. Urk. 5/
100 Ziff. 2.2)
, meldete sich der Versicherte a
m 12. Dezember 2013 erneut bei der
IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 5/60)
. In der Folge übernahm diese
im Rahmen der Frühintervention mit Verfügung vom 27. Janu
ar 2014 die Kosten einer „Arbeitsvermittlung plus“ bis längstens 31. August 2014 (Urk. 5/65, vgl. auch Mitteilung vom 28. April
2014, Urk. 5/71).
Am 27. August 2014 informierte die IV-Stelle den Versicherten so
dann über die
Kos
tenübernahme
für ein Arbeitstraining in der Zeit vom 1. September bis längstens 31. Oktober 2014 (Urk. 5/84) sowie entsprechende Taggeldzahlungen (Urk. 5/90), schloss die Unterstützung bei der beruflichen Eingliederung am
30. Oktober 2014 aufgrund der gesundheitlichen Situation des Versicherten jedoch
ab (Urk. 5/92).
Nach erwerblichen
(Urk. 5/100)
und medizinischen Abklärungen (Urk. 5/94, Urk. 5/99
, Urk. 5/105
) sowie dem
Beizug
der Akten der Arbeitslosenversiche
rung (Urk. 5/97)
verneinte die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(Urk. 5/109) mit Verfügung vom 11. Mai 2015 einen Rentenanspruch des Versicherten (Urk. 5/113).
1.
3
Mit Schreiben vom 4. November 2015 ersuchte
X._
wiederum
um Bewilligung beruflicher Massnahmen (Urk. 5/114). Nach durchgeführtem
Vor
be
scheidverfahren
(Urk. 5/117) wies die IV-Stelle
mit Verfügung vom 13. Janu
ar 2016 das Begehren ab (Urk. 5/118 = Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 13. Januar
2016 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 18. Januar 2016 Beschwerde und beantragte sinngemäss die
Zusprache
berufli
cher Massnahmen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 23. Februar 2016 schloss
die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 4), was dem Versi
cherten am 3. März 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 6).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8
des
Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts ATSG
) bedroht
e Versicherte haben
ge
mäss Art. 8
des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
An
spruc
h auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs
lebens zu berücksichtigen (Abs.
1
bis
). Nach Massgabe der Art.
13 und 21
IVG
besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede
rung ins Erwerbsleben oder in den Aufg
abenbereich (Abs.
2). Nach Massgabe von
Art. 16 Abs. 2
lit
. c IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig da
von,
ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbs
fähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er
halten oder zu verbessern (Abs.
2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 in
me
dizinischen Mass
nahmen (
lit
. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm
ittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
.
d).
1.2
Arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben gemäss Art. 18
Abs.
1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (
Abs.
2).
Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufga
benbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete in der angefochtenen Verfügung die Ab
wei
sung des Leistungsbegehrens damit, dass der Beschwerdeführer in einer ange
passten Arbeitsumgebung zu 100 % arbeitsfähig sei und damit kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung durch die Invalidenversicherung bestehe (Urk. 2 S. 1).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer geltend, es sei im Alter von 60 Jahren fast unmöglich, ohne Hilfe eine Anstellung zu finden (Urk. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Arbeitsve
r
mittlung.
3.
3.
1
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Ophthalmologie, speziell
Ophthalmo
chirur
gie
, bat mit Schreiben vom 26. April 2012 den damaligen Ar
beitgeber um Überprüfung, ob für den Beschwerdeführer eine andere Möglich
keit im Betrieb bestehe, nachdem die Arbeitsbedingungen mit Staub-, Rauch-, Klima-Anlage, Durch
zug und allgemein trockener Luft die Situation ver
schlechterten und auch
mit
intensiver Therapie bislang keine wesentliche Bes
serung habe erreicht werde
n können. Konkrete Diagnosen nannte Dr.
Z._
je
doch keine (Urk. 5/59/3).
3.
2
Der Hausarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für
Allgemeine
Innere Medizin und
für
Pneumo
logie, nannte in seinem Bericht vom 6. Februar 2013 folgende Diagnosen (Urk. 5/99/12):
Hallux
valgus
links
Schmerzen im Fuss bei Status nach Trauma am 26. Dezember 2012
trockene Augen
Dr.
A._
führte unter anderem aus, der
Beschwerdeführer habe aufgrund der persistierenden Augenreizung die Kündigung erhalten. Wegen der
Fuss
schmerzen
habe er eine Arbeitsunfähigkeit bis zum 16. Februar 2013 attestiert (Urk. 5/99/12).
3.
3
Dr.
med.
B._
, Oberarzt, Augenklinik,
C._
,
nannte in seinem Bericht vom 26. April
2013 folgende Diagnosen (Urk. 5/99/9):
chronische Blepharitis
anterior
und
posterior
beidseits mit
qualitativer Tränenfilmstörung beidseits
feine Hornhautnarben bei Zustand nach Hornhautfremdkörpern beidseits
periphere Netzhautdegenerationen beidseits
weite
Papillenexkavation
beidseits
Die Zuweisung erfolge bei trockenen Augen beidseits. Der Beschwerdeführer sei über die Ursache des trockenen Auges informiert und
es sei
ihm zur Behandlung
eine tägliche konsequente Lidrandhygiene mittels Navi
Blef
und feuchten Um
schlä
gen empfohlen worden. Daneben solle eine konsequente
konservie
rungs
mittel
freie
Befeuchtung erfolgen. Es bestünden keine Hinweise für eine aller
gische Genese (Urk. 5/99/9).
In seinem Bericht vom 16. August 2013 hielt Dr.
B._
bei unveränderten Diagnosen fest, der Beschwerdeführer habe über eine leichte Abnahme der Augen
entzündungen berichtet, morgens seien die Augen jeweils immer noch
trocken.
Es sei
ihm die Fortführung der Befeuchtungstherapie empfohlen
worden
(Urk. 5/59/2).
3.
4
Am 20. September 2013 diagnostizierte
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Allgemeine
Innere Medizin und
für
Rheumatologie, einen Status nach
Anprall
trauma
Vorfuss
links im Dezember 2012 mit persistierendem Vorfussschmerz sowie einen Senk-Spreizfuss mit
Hallux
valgus
. Aktuell dürfte es sich um eine
dekompensierte
Senk-Spreizfusssituation mit
Hallux
valgus
handeln. Er habe auf eine Infiltra
tion verzichtet
und kurzfristig
Arthrotec
50 verordnet mit der Bitte, die Einlagen konsequent zu tragen. Seines Erachtens sollte kein operativer
Eingriff vorge
nommen werden und eher der weitere Verlauf abgewartet werden (Urk. 5/99/13).
3.
5
Dr.
med.
E._
, Fachärztin für Otorhinolaryngologie, Hals- und
Gesichts
chirurgie
,
diagnostizierte in ihrem Bericht vom 16. Juni 2014 ein
inter
mittentes
Ohrenrauschen, vor allem morgens, bei leichtem Hochtonabfall beid
seits sowie unabhängig davon intermittente, kurzdauernde Ohrenschmerzen, wahrscheinlich zervikal bedingt. Bei einem Hochtonabfall könnte bei ver
schie
densten Reizen ja jederzeit ein Tinnitus auftreten (Urk. 5/99/17).
3.
6
In ihrem Bericht vom 1. September 2014 nannten die Ärzte der Augenklinik am
C._
folgende Diagnosen (Urk. 5/99/15):
Blepharitis
posterior
und
Sicca
Symptomatik mit qualitativer Benetzungsstörung
multiple Hornhaut
trübungen
bei Zustand nach
Fremdkörpern
grosse
Papillenexkavation
ohne Hinweis für ein Glaukom
Die Zuweisung erfolge zur Mitbeurteilung einer chronischen Lidrandentzün
dung. Der Beschwerdeführer habe unter den Bedingungen am Arbeitsplatz als Schweisser (nicht optimale Belüftung) eine Verschlechterung der
Augensymp
tome
bemerkt. Seit er arbeitslos sei, sei keine erneute Entzündung aufgetreten, dennoch habe er immer noch eine störende
okuläre
Trockenheit empfunden (Urk. 5/99/15). Es sei eine Befeuchtungstherapie verschrieben worden. Im Ver
lauf habe sich eine subjektive und objektive Besserung der Blepharitis-Sympto
matik ergeben. Der Beschwerdeführer habe mittlerweile eine neue Arbeit gefun
den und sei im Alltag deutlich weniger durch die Symptome beeinträchtigt (Urk. 5/99/16).
3.
7
Am 14. Januar 2015 beantwortete Dr.
B._
,
C._
, die von der
Beschwerde
gegnerin
gestellten Fragen und nannte insbesondere folgende
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 5/105 Ziff. 1.1):
chronische
Blepharo
-konjunktivitis beidseits mit qualitativer
Tränen
film
störung
beidseits
feine Hornhautnarben bei Zustand nach multiplen Hornhaut-Fremd
körpern beidseits
Aufgrund der stark trockenen Augen seien Arbeitsplätze mit trockener und schlechter Luft für den Beschwerdeführer nicht geeignet. Die bis
herige Tätigkeit
als Schweisser sei aus medizinischer Sicht vermutlich nicht mehr zumutbar. Auf
grund der Dämpfe und Hitze komme es zu einem starken Austrocknen
der Augen mit Schmerzen und teilweise Sehstörungen. Deswegen sei eine konzen
trierte, korrekte Ausübung des Berufes nicht mehr möglich, die Arbeit sei ins
gesamt ungeeignet.
Unter Berücksichtigung der Augenproblematik hingegen sei
der Beschwerdeführer uneingeschränkt arbeitsfähig (Ziff. 1.7). Der Patient benö
tige einen Arbeitsplatz, an dem es ihm möglich sei, mindestens stündlich Augen
tropfen zu applizieren. Zudem sollte idealerweise eine gute Luftqualität mit ausreichender Feuchtigkeit vorhanden sein. Möglicherweise sei das Auf
stellen eines Luftbefeuchters hilfreich (Ziff. 1.8). In einer angepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer ab sofort arbeitsfähig (Ziff. 1.9).
3.
8
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Allgemeinmedizin,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin,
führte am 27. Februar 2015 aus, der Be
schwerdeführer leide insgesamt an einer
Siccasymptomatik
und
Hornhaut
narben
an beiden Augen, einem
Hallux
Valgus
mit Senk- und Spreizfüssen beid
seits sowie einem
Lumbovertebralsyndrom
. Die angestammte Tätigkeit sei spä
testens seit Oktober 2014 nicht mehr zumutbar, in einer angepassten Tätig
keit, leicht und wechselbelastend ohne Lastenheben über 10 kg in sauberer und an
gefeuchteter Luft, bestehe jedoch keine Arbeitsunfähigkeit. Der Gesundheits
zu
stand sei
chronifiziert
(Urk. 5/112 S. 3).
3.
9
Die übrigen bei den Akten liegenden Arztberichte (Urk. 5/94
, Urk. 5/99/10
) ent
halten keine für die Beurteilung der vorliegend strittigen Fragen relevanten Angaben und insbesondere keine Beurteilung der Arbeitsfähigkeit, so dass auf de
ren detaillierte Wiedergabe verzichtet werden kann.
4.
4.1
Nach dem ausdrücklichen Gesetzeswortlaut von Art. 18 Abs. 1 IVG steht der Anspruch auf Arbeitsvermittlung nunmehr schon den arbeitsunfähigen Versi
cherten zu, wobei das Gesetz auf Art. 6 ATSG verweist. Daraus ergibt sich, dass der Eintritt
einer Arbeitsunfähigkeit genügt;
sie muss sich nicht zur Erwerbsun
fähigkeit gemäss Art. 7 ATSG oder gar Invalidität gemäss Art. 8 ATSG verdich
tet haben. Entsprechend der Legaldefinition von Art. 6 ATSG genügt sodann auch eine teilweise Arbeitsunfähigkeit. Doch darf diese nicht bloss vorüber
gehender Natur sein, sondern sie hat quantitativ, qualitativ und zeitlich so beschaffen zu sein, dass sie den Versicherten bei der Arbeitssuche erheblich behindert
(Ulrich Meyer/ Marco
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage, Zürich Basel Genf 2014, N 3 ff. zu Art. 18).
Zu beachten ist zudem, dass bei langer Dauer einer Arbeitsunfähigkeit im bisherigen Beruf auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt wird (Art. 6 Satz 2 ATSG).
Dabei ging der Gesetzgeben davon aus, dass eine lange Dauer der Arbeitsunfähigkeit anzunehmen ist, wenn diese
mehr als sechs Monate dauert (Ueli
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3
. Auflage, Zü
ric
h Basel Genf 20
15
, N
74
zu Art.
6).
4.2
Gemäss dem
Bericht von Dr.
B._
vom 14. Januar 2015
kann
dem Be
schwer
deführer die bisherige Tätigkeit als Schweisser
spätestens seit Oktober 2014
in
folge der chronischen Augenentzündung nicht mehr zugemutet werden (E. 3.7). Dies deckt sich mit den früheren Ausführungen der
C._
-Ärzte
vom 1. Septem
ber 2014,
wonach
unter den Bedingungen am Arbeitsplatz eine Ver
schlech
terung der Augensymptome eingetreten
sei
. Nachdem der Beschwerde
führer arbeitslos geworden sei, seien keine erneuten Entzündungen mehr auf
getreten (E. 3.6).
In einer leidensangepassten Tätigkeit besteht gemäss den An
gaben der Ärzte des
C._
jedoch eine vollständige Arbeitsfähigkeit (E. 3.7).
A
uch
der
RAD-Arzt Dr.
F._
hielt
am 27. Februar 2015 fest, die angestammte Tätigkeit sei seit spätestens Oktober 2014 nicht mehr zumutbar
, in einer ange
passten Tätigkeit bestehe jedoch
keine Arbeitsunfähigkeit (
E. 3.8).
Gestützt auf diese übereinstimmenden
und nachvollziehbaren
medizinischen Unter
lagen ist der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu be
trach
ten, dass für die bisherige Tätigkeit
bereits seit mehr als sechs Monaten
eine volle Arbeitsunfähigkeit besteht
. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit, welche den gesundheitlichen Gegebenheiten genügend Rechnung trägt
,
kann dem Be
schwerdeführer jedoch
in einem
vollen Pensum zugemutet werden
.
4.3
Damit stellt sich die Frage, ob der Beschwerdeführer aufgrund seiner gesund
heitlichen Beeinträchtigungen Schwierigkeiten bei der Stellensuche hat. Nach
dem ihm
leichte und wechselbelastende Tätigkeiten ohne Lastenheben über 10 kg in sauberer und angefeuchteter Luft zugemutet werden können, liegt eine vollständige Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten vor, ohne dass weitere Einschränkungen ersichtlich wären. Dem Beschwerdeführer stehen deshalb auf dem ausgeglichenen hypothetischen Arbeitsmarkt genügend zumutbare Stellen offen (zu denken ist insbesondere an leichtere Kontroll- und
Überwachungs
tätigkeiten
), zu deren Finden die spezifischen Fachkenntnisse der
Beschwerde
geg
nerin
nicht notwendig sind.
Aus der Beschwerdebegründung (Urk. 1) ist im Übrigen ersichtlich, d
ass
auch der Beschwerdeführer selber nicht gesundheitsbedingte Schwierigkeiten anführt, sondern sein Alter, welches die Stellensuche erschwere.
Damit besteht kein Anspruch auf Arbeitsvermittlung durch die Invalidenver
sicherung. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen
(Art. 69
Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
5
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens
sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.