# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 08502ca3-6ace-4395-8f7a-50d32f03d8d4
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Forderung
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 10. Dezember 2019; Proz. CG170028
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Rechtsbegehren:
" A. Der Klägerin (act. 2 S. 2) " 1. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, der klagenden Partei
CHF 530'000.– nebst Zins zu 5 % seit dem 21. November 2007 zu bezahlen.
2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der  Partei."
B. Der Beklagten (act. 22 S. 2) " 1. Es sei die Klage abzuweisen;
2. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der Klägerin."
Urteil des Bezirksgerichtes:
1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Die Entscheidgebühr wird auf CHF 27'755.– festgesetzt.
3. Die Gerichtskosten, einschliesslich der Kosten des Schlichtungsverfahrens,
werden der Klägerin auferlegt.
4. Die Gerichtskosten werden – soweit ausreichend – aus dem von der Kläge-
rin geleisteten Kostenvorschuss von CHF 21'350.– bezogen.
5. Die Klägerin wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung von
CHF 42'303.– (gesetzliche MwSt. darin enthalten) zu bezahlen.
6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, je gegen Empfangsschein.
7. Eine Berufung gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen von der  an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Oberge-
richt des Kantons Zürich, Zivilkammer, Postfach, 8021 Zürich, erklärt wer-
den. In der Berufungsschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen.
Allfällige Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.
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Wird nur die Regelung der Gerichtskosten und der Parteientschädigung in
diesem Entscheid angefochten, kann innert 30 Tagen von der Zustellung an im Doppel und unter Beilage dieses Entscheids beim Obergericht des Kan-
tons Zürich, Postfach, 8021 Zürich, Beschwerde erhoben werden. In der Beschwerdeschrift sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige
Urkunden sind mit zweifachem Verzeichnis beizulegen.
Berufungsanträge:
der Klägerin (act. 63):
"1. Die Ziffer 1. des angefochtenen Urteils sei abzuweisen und den Sachverhalt
durch das Obergericht zu beurteilen.
2. Die Ziffer 3. des angefochtenen Urteils sei abzuweisen und die Gerichtskos-
ten, einschliesslich der Kosten des Schlichtungsverfahrens, seien der  im vorhergegangenen Verfahren aufzuerlegen.
3. Die Ziffer 4. des angefochtenen Urteils sei abzuweisen und der von der Klä-
gerin geleistete Kostenvorschuss von CHF 21'350.- sei der Klägerin . Die Gerichtskosten, einschliesslich der Kosten des , seien vollumfänglich der Beklagten im vorhergegangenen Verfahren aufzuerlegen.
4. Die Ziffer 5. des angefochtenen Urteils sei abzuweisen.
5. Die Beklagte sei zu verpflichtet, der Klägerin eine Parteientschädigung für
das vorhergegangen Verfahren zu bezahlen.
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MWST) zu Lasten der
Beklagten Partei."
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## Considerations

Erwägungen:
I. Sachverhalt / bisheriges Verfahren
1.1. Die Klägerin und ihre Schwester C._ standen sich seit dem 29. Mai
2006 in einem Prozess vor Bezirksgericht Bülach gegenüber. Verfahrensgegen-
stand war die Erbteilung im Nachlass ihres am tt.mm.2005 verstorbenen Vaters
D._. Das Nachlassvermögen bestand im Wesentlichen aus dem "E._"
(Bauernhof), einem Wertschriftendepot bei der F._ [Bank], diversen bewegli-
chen Sachen und Guthaben sowie einer Goldstück- und Münzensammlung.
1.2. Die Beklagte vertrat die Klägerin in dieser Erbstreitigkeit. Anlässlich einer
Referentenaudienz nach § 118 Abs. 1 ZPO/ZH vom 21. November 2007 schlos-
sen die Klägerin und ihre Schwester einen Vergleich und Erbteilungsvertrag. In
der Verhandlung vertrat die Beklagte die Interessen der Klägerin; ihre Schwester
wurde ebenfalls anwaltlich vertreten. In der Sache kamen die Parteien überein,
den "E._" C._ und das Wertschriftendepot der Klägerin zuzuweisen (vgl.
act. 13/15).
1.3. In den darauf folgenden Tagen kam es bezüglich Auslegung der Ziffer 6 des
Vergleichs zu Unstimmigkeiten bzw. Unklarheiten. Die Beklagte vertrat dabei ge-
genüber dem Rechtsvertreter der Schwester der Klägerin die Auffassung, Ziffern
5 und 6 seien so zu verstehen, dass die auf der Liegenschaft lastende Grund-
pfandschuld durch C._ zu tragen sei; deren Rechtsvertreter hielt indes dafür,
die beiden Ziffern seien so zu verstehen, dass die Grundpfandschuld durch den
Nachlass zu tilgen sei.
In seinem Abschreibungsbeschluss vom 5. Dezember 2007 erläuterte das
Bezirksgericht Bülach den Vergleich im zuletzt genannten Sinn. Eine Stellungnah-
me von der Klägerin war nicht eingeholt worden.
1.4. Das Mandatsverhältnis zwischen der Klägerin und der Beklagten endete am
8. Februar 2008 (vgl. nachstehend E. II/2.6).
1.5. Der von der Klägerin und ihrer Schwester geschlossene Vergleich wurde -
nach einem weiteren gerichtlichen Verfahren - vollstreckt. Die Übertragung des
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Wertschriftendepots ins Alleineigentum der Klägerin erfolgte schliesslich per
16. März 2011.
2.1. Die Klägerin ist der Auffassung, sie sei von der Beklagten im beschriebenen
Erbteilungsprozess schlecht vertreten worden; die Beklagte habe das Mandat un-
sorgfältig geführt. Dadurch sei ihr, der Klägerin, ein Schaden in Höhe von
Fr. 530'000 entstanden.
2.2. Mit Klage vom 21. Juni 2017 gelangte die Klägerin an die Vorinstanz mit
dem vorstehend wiedergegebenen Rechtsbegehren. Die Vorinstanz führte in der
Folge das Verfahren durch. Mit Urteil vom 10. Dezember 2019 wies die Vorin-
stanz die Klage ab (act. 65).
3.1. Dagegen richtet sich die von der Klägerin am 3. Februar 2020 der Kammer
persönlich und rechtzeitig überbrachte Berufung (act. 60/2, act. 63). In dieser stellt
sie die oben wiedergegebenen Anträge. Hierauf wird zurückzukommen sein.
3.2. Innert angesetzter Nachfrist (act. 72) leistete die Klägerin den ihr auferlegten
Kostenvorschuss (act. 75).
3.3. Es sind die Akten der Vorinstanz beigezogen worden (act. 1 - 60). Weiterun-
gen sind keine erforderlich. Das Verfahren ist spruchreif. Der Beklagten ist mit
diesem Entscheid ein Doppel der Berufungsschrift (act. 63) zuzustellen.
II. Berufungsverfahren
1. Vorbemerkungen
1.1. Die Berufung ist bei der Rechtsmittelinstanz schriftlich einzureichen und hat
Anträge in der Sache zu enthalten und zwar im Rechtsbegehren selbst und nicht
bloss in der Begründung (vgl. statt vieler: Ivo W. Hungerbühler/Manuel Bucher,
DIKE-Komm-ZPO Art. 311 N 20; Reetz/Theiler in: Sutter-Somm/Hasenböhler/
Leuenberger, ZPO Komm., 3. A. Art. 311 N 34 mit zahlreichen Hinweisen).
Ein Rechtsmittelkläger hat sich sodann in seiner Rechtsmittelschrift mit den
Entscheidgründen des angefochtenen Urteils im Einzelnen auseinanderzusetzen
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und konkret aufzuzeigen, was am angefochtenen Entscheid falsch war. Es obliegt
dem Rechtsmittelkläger, konkrete Rügen vorzubringen und diese zu begründen.
Ungenügend ist ein pauschaler Verweis auf die eigene Sachdarstellung vor Vor-
instanz, wenn sich diese damit bereits befasst hat. Erforderlich ist vielmehr eine
sachbezogene Auseinandersetzung mit dem erstinstanzlichen Entscheid (vgl.
wieder statt vieler: Reetz/Theiler, a.a.O. N 36 mit zahlreichen Hinweisen; ebenso
Hungerbühler/Bucher, a.a.O. N 30 ff.). Bei Laien sind die Anforderungen weniger
streng. Es genügt, wenn sich mit gutem Willen aus der Rechtsmittelschrift heraus-
lesen lässt, was verlangt wird resp. wie der angefochtene Entscheid abgeändert
werden soll.
Wird eine Berufung nicht oder ungenügend begründet, wird auf diese nicht
eingetreten.
1.2. Die Klägerin ist juristische Laiin. Sie prozessiert persönlich und lässt sich
nicht anwaltlich vertreten. Diesen Umständen ist bei der Prüfung ihrer Berufungs-
schrift Rechnung zu tragen.
In ihrer Berufungsschrift beantragt sie in Ziffer 1 die Abweisung von Disposi-
tiv Ziffer 1 des angefochtenen Entscheides (act. 63 S. 1). Dieser lautet wie folgt:
"Die Klage wird abgewiesen." (act. 65 S. 37). Mit ihrem Rechtsmittelantrag will die
Klägerin offenkundig Ziffer 1 des vorinstanzlichen Entscheides aufgehoben wis-
sen. Zwar sagt sie nicht ausdrücklich, was sie stattdessen verlangt; dies wäre
grundsätzlich erforderlich, damit bei Gutheissung das Rechtsbegehren zum Urteil
erhoben werden kann. Mit ihrer Formulierung will die Klägerin wohl ausdrücken,
dass sie die Gutheissung ihrer angehobenen Klage verlangt. Dies mag, da die
Klägerin wie erwähnt Laiin ist, als Antrag genügen.
In dem Sinne ist auf die Berufung einzutreten.
1.3. Die Klägerin macht in ihrer Berufungsschrift über zahlreiche Seiten hin-
weg Ausführungen zum gesamten Ablauf der Erbteilung (vgl. z.B. act. 63 S. 3 ff.).
Auf diese kann nur soweit eingegangen werden, als sie einen Zusammenhang zu
den vorinstanzlichen Erwägungen aufweisen und daraus hervorgeht, inwiefern die
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vorinstanzlich getroffenen Feststellungen unrichtig sein sollen. Allgemeine Erläu-
terungen zu den Geschehnissen rund um die Erbteilung können im Berufungsver-
fahren nicht (mehr) berücksichtigt werden. Im Berufungsverfahren geht es im
Rahmen der vom Rechtsmittelkläger erhobenen Rügen darum zu prüfen, ob die
Vorinstanz den Sachverhalt korrekt festgestellt und das Recht richtig angewendet
hat (Art. 310 ZPO).
2. Beurteilung
2.1. Vorinstanzlicher Entscheid
Die Vorinstanz referiert im angefochtenen Entscheid unter dem Titel "Partei-
standpunkte" ausgiebig die Darstellung der Klägerin zu den von ihr behaupteten
Vertragsverletzungen (act. 65 E. IV/1.2. S. 11 - 13), ferner den geltend gemachten
Schaden (a.a.O. E. IV/1.3. S. 13), den Kausalzusammenhang (ebenda E. IV/1.4.
S. 13/14) und schliesslich das Verschulden (S. 14). Danach setzt sich die Vorin-
stanz im Rahmen der rechtlichen Würdigung im Einzelnen mit den genannten As-
pekten auseinander (act. 65 E. V/1. - 7 S. 14 - 35). Hierauf ist nachfolgend, soweit
erforderlich im Zusammenhang mit den Beanstandungen der Klägerin näher ein-
zugehen.
2.2. Vertragsverletzung
Die Vorinstanz führt dazu vorab allgemeine Überlegungen an und hält insbe-
sondere fest, anwendbar sei Auftragsrecht, wobei eine Vertragsverletzung dann
vorliege, wenn das Handeln des Beauftragten vom objektiv anwendbaren Sorg-
faltsmassstab abweiche (act. 65 E V/2.1. - 2.2. S. 15 - 18).
2.2.1. Bezüglich des von der Klägerin erhobenen Vorwurfs, die Beklagte habe den
vom Gegenanwalt vorgeschlagenen aussergerichtlichen Vergleich vom 9. Novem-
ber 2007 abgelehnt, ohne mit ihr Rücksprache genommen zu haben, erachtet die
Vorinstanz in Würdigung verschiedener Vorbringen und Unterlagen für nicht stich-
haltig (a.a.O. E. V/2.3. S. 18 - 20). In ihrer Berufungsschrift macht die Klägerin da-
zu keine konkreten Angaben. Insbesondere legt sie nicht annähernd dar, inwie-
fern diese Würdigung der Vorinstanz falsch sein soll (act. 63 S. 30 sub Rz 09.133
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und 09.134). Ihr Verweis auf S. 42 ihrer Berufungsschrift (ebenda) hilft nicht wei-
ter. Namentlich geht es bei diesen vorinstanzlichen Erwägungen nicht darum, ob
der vorgeschlagene aussergerichtliche Vergleich vom 9. November 2007 vorteil-
hafter gewesen sein soll (als der später geschlossene), sondern, ob die Beklagte
diesen Vorschlag ohne Rücksprache mit der Klägerin abgelehnt habe. Dies hielt
die Vorinstanz nicht für erstellt (act. 65 S. 18 - 20). Damit setzt sich die Klägerin in
ihrer Berufungsschrift nicht auseinander. In dem Sinne kann darauf nicht eingetre-
ten werden.
2.2.2. Ein weiterer Vorwurf der Klägerin geht dahin, die Beklagte habe sie zur Un-
terzeichnung des Vergleichs vom 21. November 2007 gedrängt. Diesbezüglich
hält die Vorinstanz in ihren Erwägungen fest, die Empfehlung der Beklagten an
die Klägerin, den Vergleich vom 21. November 2007 zu unterzeichnen, stelle kei-
ne Sorgfaltspflichtverletzung dar. Ferner genüge allein das Vorliegen einer ausle-
gungsbedürftigen Klausel nicht, dass ein Vergleich nicht zur Unterzeichnung emp-
fohlen werden könne. Dass das Bezirksgericht Bülach die strittige Klausel nicht im
Sinne der Klägerin ausgelegt habe, genüge ebenfalls nicht. Eine ungenügende
Aufklärung der Klägerin sei ebenfalls nicht dargetan (act. 65 E. V/2.4. S. 20 - 23).
Mit diesen Erwägungen der Vorinstanz setzt sich die Klägerin in ihrer Berufungs-
schrift nicht auseinander (act. 63 S. 31/32 sub Rz 09.144 - 09.09.156). Gleiches
gilt auch für die von der Vorinstanz unter den Erwägungen 2.5. und 2.7. abgehan-
delten Vorwürfe der Klägerin, die Beklagte habe durch ihr Verhalten eine Klärung
des Missverständnisses betreffend den Vergleich verhindert (act. 65 S. 23 - 24),
und des überhöhten Streitwertes im Befehlsverfahren (a.a.O. S. 25/26). Zwar er-
wähnt die Klägerin diese Erwägungen in ihrer Berufungsschrift und macht auch
weitschweifige Ausführungen dazu (act. 63 S. 32 - 40). Sachbezogene Erwägun-
gen zum angefochtenen Entscheid fehlen jedoch. Die von der Vorinstanz unter
Erwägungen V/2.6. gemachten Ausführungen (act. 65 S. 24/25) werden von der
Klägerin in ihrer Berufungsschrift nicht aufgegriffen. Insofern kann auch darauf
nicht eingetreten werden.
2.2.3. In ihrer Berufungsschrift macht die Klägerin sodann Ausführungen zu Erwä-
gung V/2.8. der Vorinstanz (act. 65 S. 26 - 28) und dem von dieser behandelten
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und verworfenen Vorwurf der Klägerin, die Beklagte habe nicht dafür gesorgt,
dass die WS (Wertschriften) raschmöglichst auf die Klägerin übertragen werden
(act. 63 S. 40/41 sub Rz 09.196 . 09.202). In ihren Darlegungen bezieht sich die
Klägerin auf verschiedene Aktenstücke im Zusammenhang mit dem vorinstanzli-
chen Verfahren, macht aber keine konkreten Ausführungen zu den Erwägungen
der Vorinstanz. Insbesondere zeigt sie nicht auf, was an den diesbezüglichen Er-
wägungen der Vorinstanz falsch sein soll. In dem Sinne genügt ihre Berufungsbe-
gründung auch minimalsten Anforderungen nicht, so dass in diesem Punkt nicht
darauf eingetreten werden kann.
2.2.4. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Klägerin in ihrer Berufungs-
schrift nichts vorbringt, das das Zwischenfazit der Vorinstanz, die Klägerin vermö-
ge keine Vertragsverletzung der Beklagten nachzuweisen (act. 65 S. E. V/2.9.
S. 28), umzustossen vermöchte. Vielmehr sind ihre teilweise ausufernden Darle-
gungen kaum sachbezogen und genügen auch geringen Anforderungen an eine
Berufungsbegründung nicht. In diesem Sinne kann auf die Berufung nicht einge-
treten werden.
Liegt keine Vertragsverletzung vor, erübrigt sich grundsätzlich die Prüfung
der weiteren Voraussetzungen, namentlich des Schadens, des Kausalzusammen-
hanges und des Verschulden. Die Vorinstanz hat sich indessen auch mit diesen
weiteren Elementen befasst. Es ist daher nachfolgend soweit geboten darauf ein-
zugehen.
2.3. Schaden
2.3.1. Die Vorinstanz führt kurz zusammengefasst dazu aus, es sei unmöglich, die
Forderung der Klägerin konkret und ziffernmässig nachzuvollziehen. Die Klägerin
habe im Ergebnis keinen Schaden substantiiert dargetan. Da die Beklagte einen
Schaden bestreite, sei es der Klägerin nicht gelungen nachzuweisen, dass sie ei-
nen Schaden von CHF 530'000 erlitten habe. Die Klage sei auch mangels Nach-
weises eines Schadens abzuweisen (act. 65 E. V/3 S. 28 - 31).
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2.3.2. Die Klägerin nimmt in ihrer Berufungsschrift zwar Bezug auf die eben er-
wähnten vorinstanzlichen Erwägungen und hält der Vorinstanz vor, sie sorge eher
für Verwirrung als für Klarheit (act. 63 S. 41/42 sub Rz 09.203 - 09.210). Im Wei-
teren fehlt es aber an einer Auseinandersetzung mit den Darlegungen im ange-
fochtenen Entscheid. Auch insoweit mangelt es an einer sachbezogenen Ausei-
nandersetzung, so dass auf die übrigen Vorbringen der Klägerin in diesem Zu-
sammenhang nicht eingegangen werden kann.
2.4. Kausalität
2.4.1. Die Vorinstanz hat sich unter diesem Titel einerseits zur Kausalität zwi-
schen der Ablehnung des aussergerichtlichen Vergleichsvorschlags und dem an-
geblichen Schaden (act. 65 E. V/4.2. S. 32/33) und anderseits zur Kausalität in
Bezug auf die übrigen angeblichen Vertragsverletzungen (a.a.O. E. V/4.3. S. 33)
geäussert und als Zwischenfazit festgehalten, die Klägerin scheitere mit dem
Nachweis der Kausalität (a.a.O.).
2.4.2. In ihrer Berufungsbegründung kommt die Klägerin vorab auf den Inhalt des
aussergerichtlichen Vergleichsvorschlags vom 9. November 2007 zu sprechen,
den sie materiell für weit besser hält (als der später geschlossene) (act. 63 S. 42
ff.). Sodann macht sie umfangreiche Ausführungen, welche das seinerzeitige Ver-
fahren vor Bezirksgericht Bülach beschlagen bzw. angebliche Gespräche der bei-
den involvierten Rechtsvertreter (a.a.O. S. 43 - 72 und S. 72 -88). Eine sachbezo-
gene Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen ergibt sich dar-
aus allerdings nicht.
Entgegen der Hoffnung der Klägerin, eine Vertragsverletzung durch die Be-
klagte, den entstandenen Schaden sowie den Beweis der Kausalität nachgewie-
sen zu haben (act. 63 S. 88 sub Rz 09.463), erweisen sich die Ausführungen der
Klägerin als nicht stichhaltig; es mangelt ihnen in erster Linie an der sachbezoge-
nen Auseinandersetzung mit dem angefochtenen Entscheid. Es genügt nicht, die
eigene Sachdarstellung den vorinstanzlichen Erwägungen gegenüber zu stellen.
Erforderlich ist vielmehr, dass in der Rechtsmittelschrift aufgezeigt wird, was am
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angefochtenen Entscheid falsch ist und wie er abgeändert werden soll. Daran
fehlt es der sehr umfangreichen Berufungsschrift.
2.5. Verschulden
In diesem Zusammenhang erwägt die Vorinstanz, ein Exkulpationsbeweis
sei nicht zu führen, da es bereits an einer Abweichung vom objektiven Handlungs-
massstab fehle (act. 65 E. V/5 S. 34).
Die Klägerin ist dagegen der Meinung, die Beklagte habe definitiv vom ob-
jektiven Handlungsmassstab abgewichen (act. 63 S. 88 sub Rz 09.462). Dazu
verweist sie auf Äusserungen diverser Anwälte ihr gegenüber, die bestätigt haben
sollen, dass der Vergleich grosse Mängel aufweise (a.a.O. sub Rz 09.461). Dies
genügt nicht als Begründung, um die Erwägungen der Vorinstanz zu Fall zu brin-
gen.
2.6. Kündigung zur Unzeit
Die Vorinstanz geht von einer einvernehmlichen Auflösung des Mandatsver-
hältnisses zwischen Klägerin und Beklagter aus (act. 65 E. V/7. S. 34). Eine Kün-
digung liege nicht vor (a.a.O. S. 35), so dass sich Weiterungen erübrigten.
Die Klägerin ist anderer Meinung, und hält daran fest, das Mandatsverhältnis
sei nicht durch übereinstimmende Willenserklärung beendet worden (act. 63 S. 88
f., insbesondere S. 91 sub Rz 09.480). Damit widerspricht die Klägerin ihrer eige-
nen E-Mail vom 8. Februar 2008 an die Beklagte, in der sie diese wissen lässt,
"Selbstverständlich kannst du den Fall abschliessen und mir die Rechnung schi-
cken" (act. 23/8). Damit bringt die Klägerin klar zum Ausdruck, dass der Fall abge-
schlossen werden kann. Eine Kündigung durch die Beklagte kann darin nicht er-
blickt werden. Die Auffassung der Klägerin in der Berufungsschrift hält somit einer
Prüfung nicht stand. In dem Sinne ist die Berufung abzuweisen.
2.7. Als Fazit ist festzuhalten, dass die Klägerin nichts vorbringt, das zu einer an-
deren Beurteilung führt. Die Berufung ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten
ist, und das vorinstanzliche Urteil ist zu bestätigen.
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III. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Die Vorinstanz hat der Klägerin die Kosten ihres Verfahrens auferlegt
(act. 65 E. VI S. 35 und Dispositiv Ziffer 3 S. 37). Da die Klägerin unterlegen ist,
ist dies nicht zu beanstanden.
Da die Klägerin auch im Berufungsverfahren unterliegt, sind ihr auch die
Kosten dieses Verfahrens aufzuerlegen. Die Entscheidgebühr ist auf Fr. 15'000.–
festzusetzen und aus dem geleisteten Kostenvorschuss zu beziehen.
2. Die Klägerin wurde ferner von der Vorinstanz verpflichtet, der Beklagten eine
Parteientschädigung von Fr. 42'303 (inkl. 7,7% Mehrwertsteuer) zu bezahlen
(act. 65 E. VI/2 S. 36 und Dispositiv Ziffer 5 S. 37). Die Klägerin moniert diesen
Betrag als hoch, ohne allerdings konkret dazutun, wie hoch er ihrer Ansicht nach
sein sollte (act. 63 S. 92 ff). Zutreffend ist hingegen, dass der Vorinstanz ein Re-
chenfehler unterlaufen ist: tatsächlich macht die Parteientschädigung Fr. 42'003.–
aus und nicht, wie entschieden Fr. 42'303.–. Dies ist ohne weiteres zu korrigieren,
da sich der Rechtsvertreter der Beklagten mit diesem Vorgehen einverstanden er-
klärt hat (act. 76).
Mangels wesentlicher Umtriebe ist der Beklagten für das Berufungsverfah-
ren keine Parteientschädigung zuzusprechen.