# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c470e545-0ae3-4a3f-8c56-6bfd09eb649c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A/1. Y._, geboren am _1957, und X._, geboren am _1943, schlossen am 10. November 1989 vor dem Zivilstandsamt A._ die Ehe. Sie sind Eltern von C._, geboren am _1990.
A/2. Per 1. Juli 2005 hoben die Eheleute XY._ ihren gemeinsamen Haushalt auf. Die Tochter C._ verblieb unter der Obhut der Mutter. In der Trennungsvereinbarung vom 7. März 2006/5. April 2006 verpflichtete sich X._ unter anderem, für seine Ehefrau und seine Tochter einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von insgesamt Fr. 5‘240.-- inklusive Kinderzulagen zu leisten. Auf C._ entfiel dabei ein Anteil von Fr. 1‘760.-- zuzüglich Kinderzulagen. Mit gerichtlich genehmigter Vereinbarung vom 10. November 2008 wurde die ursprüngliche Trennungsvereinbarung insofern abgeändert, dass sich X._ zur Leistung eines monatlichen Unterhaltsbeitrags von Fr. 2‘400.-- an Y._ sowie zur Übernahme sämtlicher Unterhaltskosten für die inzwischen mündig gewordene Tochter C._ verpflichtete.
A/3. Mit Urteil der Gerichtspräsidentin 6b des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen vom 10. Februar 2010, in Rechtskraft erwachsen am 26. Februar 2010, wurde die Ehe zwischen Y._ und X._ geschieden und die zwischen den Ehegatten abgeschlossene Vereinbarung über die Scheidungsfolgen vom 25. August 2009 sowie ein Nachtrag dazu vom 14. Januar 2010 gerichtlich genehmigt. In der Ehescheidungskonvention vom 25. August 2009 wurde unter anderem vereinbart, dass X._ seiner Ehefrau im Sinne einer Dauerrente einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von Fr. 2‘000.-- leistet (Ziff. 2.1 der Ehescheidungskonvention). Ausserdem ging X._ die Verpflichtung ein, dafür zu sorgen, dass die Tochter C._ einen monatlichen Wohnkostenbeitrag von Fr. 600.-- bezahlt, solange sie bei der Mutter wohnt (Ziff. 2.2 der Ehescheidungskonvention). Der Anspruch der Ehefrau aus dem Vorsorgeausgleich sollte im Betrag von Fr. 1‘000.-- monatlich durch die nacheheliche Unterhaltsrente und darüber hinaus durch die zwischen den Parteien getroffene güterrechtliche Vereinbarung abgegolten werden (Ziff. 3 der Ehescheidungskonvention; Nachtrag vom 14. Januar 2010). Die Unterhaltsregelung basiert bei X._ auf einem steuerrechtlich relevanten Einkommen von Fr. 96‘000.-- sowie einem Vermögen von rund Fr. 800‘000.-- und bei Y._ auf einem Erwerbseinkommen von rund Fr. 36‘000.-- sowie einem steuerbaren Vermögen von rund Fr. 500‘000.-- (Ziff. 2 in fine der Ehescheidungskonvention).
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B. X._ reichte am 26. Januar 2012 beim Vermittleramt des Bezirks Prättigau/Davos ein Schlichtungsgesuch ein. Dabei erhob er folgende Rechtsbegehren:
„1. Die Verpflichtung zur Zahlung einer monatlichen Rente von Fr. 2‘000.00 sei ab 1.02.2012 aufzuheben, eventuell erheblich zu reduzieren.
2. Die Verpflichtung zur Zahlung von Fr. 600.00 an die Beklagte als monatlichen Wohnkostenbeitrag für die Tochter sei aufzuheben.
3. Die Verpflichtung der Beklagten auf Anerkennung und Bezahlung von Fr. 11‘359.20 zuzüglich 5% Zins seit 27.09.2011.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.”
Mit Schreiben vom 1. Februar 2012 teilte der Vermittler dem Kläger mit, dass er seine sachliche Zuständigkeit nicht für gegeben erachte, soweit die Klage die Abänderung des Scheidungsurteils betreffe, da für streitige Abänderungsverfahren kein Schlichtungsverfahren vorgesehen sei. X._ wurde Frist bis am 21. Februar 2012 angesetzt, um mitzuteilen, ob er dennoch am Schlichtungsgesuch festhalte oder gegebenenfalls die Klage zurückziehen wolle. Offenbar beharrte der Kläger in der Folge auf der Durchführung einer Schlichtungsverhandlung, doch führte diese nicht zu einer Einigung, so dass X._ mit Datum vom 24. Februar 2012, der Post übergeben am 21. September 2012, die Klagebewilligung erteilt wurde.
C/1. Am 27. November 2012 reichte X._ beim Bezirksgericht Prättigau/Davos eine Klage auf Abänderung des Scheidungsurteils betreffend den nachehelichen Unterhalt ein. Diese verband er mit einer Forderungsklage. Seine Rechtsbegehren lauteten wie folgt:
„1. Die Verpflichtung zur Zahlung einer monatlichen Rente von Fr. 2‘000.00 sei ab 1.02.2012 aufzuheben, eventuell erheblich zu reduzieren.
2. Die Verpflichtung der Beklagten auf Anerkennung und Bezahlung von Fr. 11‘359.20 zuzüglich 5% Zins seit 27.09.2011.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.”
Mit Verfügung vom 11. Dezember 2012 setzte das Bezirksgericht Prättigau/Davos der Beklagten Frist bis 17. Januar 2013 zur Einreichung der Klageantwort an. Am 10. Januar 2013 ersuchte die Beklagte das Gericht um Sistierung des Verfahrens, mit der Begründung, dass die Parteien inzwischen Vergleichsverhandlungen aufgenommen hätten. Der Kläger liess sich zum Sistierungsgesuch nicht vernehmen. Nachdem die Vergleichsbemühungen gescheitert waren, lehnte der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos mit prozessleitender Verfügung vom 1.
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März 2013 das Sistierungsgesuch der Beklagten ab und setzte für die Einreichung der Klageantwort Frist bis 22. März 2013 an. Y._ beantragte in ihrer Klageantwort vom 1. März 2013, was folgt:
„1. 1.1 Auf die Klage sei nicht einzutreten.
1.2 Eventualiter: Die Klage sei abzuweisen.
1.3 Subeventualiter: Die nacheheliche Unterhaltszahlung gemäss Scheidungsurteil des Gerichtskreises XIII Bern-Laupen vom 10.02.2012 sei angemessen herabzusetzen.
2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich 8% Mehrwertsteuer, zu Lasten des Klägers.”
Der Kläger reichte am 11. April 2013 eine Replik ein, in der er seine Klagebegehren bestätigte. Ebenso hielt die Beklagte in ihrer Duplik vom 6. Mai 2013 unverändert an ihren Anträgen gemäss Klageantwort fest. Zusätzlich beantragte sie, das Verfahren vorab auf die Frage des Eintretens zu begrenzen. Mit Schreiben vom 23. Mai 2013 ersuchte der Kläger das Gericht, den Verfahrensantrag der Beklagten zu übergehen, hingegen möglichst rasch eine Einigungsverhandlung anzusetzen.
C/2. Am 5. Juni 2013 wurde die Beweisverfügung erlassen, wobei unter anderem die von den Parteien eingereichten Urkunden für relevant erklärt und verschiedene Editionen angeordnet wurden. Der Antrag der Beklagten, das Verfahren vorab auf die Frage des Eintretens zu begrenzen, wurde abgewiesen. Zudem gab der Bezirksgerichtspräsident dem Ersuchen des Klägers auf Durchführung einer Einigungsverhandlung keine Folge, nachdem sich die Beklagte dagegen gestellt hatte.
C/3. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos fand am 11. Juli 2013 statt. Dabei liess der Kläger die Forderungsklage gemäss Ziffer 2 seiner Rechtsbegehren fallen. Die Beklagte zog infolgedessen ihrerseits den  gemäss Ziffer 1.1 ihrer Rechtsbegehren zurück. Mit Entscheid vom 11. Juli 2013, mitgeteilt am 23. Juli 2013, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos, wie folgt:
„1. Die Klage betreffend Forderung in der Höhe von CHF 11‘359.20 zuzüglich 5% Zins seit 27. September 2011 gestützt auf die Trennungsvereinbarung wird infolge Rückzugs als erledigt abgeschrieben und vom Geschäftsverzeichnis des Bezirksgerichts Prättigau/Davos gestrichen.
2. Die Klage betreffend Abänderung des Ehescheidungsurteils des Gerichtskreises VIII Bern-Laupen vom 10./26. Februar 2010
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(Aufhebung bzw. Reduktion der Dauerrente von CHF 2‘000.00 ab 1. Februar 2012) wird abgewiesen.
3. Die Gerichtskosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos von CHF 5‘000.00 gehen zulasten von X._ und werden mit dem von ihm geleisteten Vorschuss verrechnet.
4. X._ hat Y._ ausseramtlich mit CHF 13‘923.45 zu entschädigen.

## Considerations