# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a44ef1b6-fe9f-46dc-91ad-e83fd9b02a0f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1976, arbeitete seit August 2000 als Betriebsmitarbeiter bei der
Y._
(Urk. 7/8). Am
7.
August 2003 erlitt der Versicherte einen Arbeitsunfall, bei dem er sich eine Knieverletzung zuzog (vgl.
Urk.
7/6
/1-29
,
Urk.
11
/1 ff.
).
Der zuständige Unfallversicherer, die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva), erbrachte in der Folge Leis
tungen und sprach dem Versicherten schliesslich mit Verfügung vom 2
8.
Juli 2009 unter anderem mit Wirkung ab
1.
Juli 2009 eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100
%
zu (Urk. 11/211).
Zuvor, a
m
4.
August
2005
,
hatte sich der Versicherte
mit dem Hinweis auf Knie- und Rückenbeschwerden bei der Invalidenversicherung zum
Leistungsbe
zug
an
gemeldet
(Urk. 7/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zog
in der Folge
von
der
Su
va
Unfallakten
bei
(Urk.
7/6
,
Urk.
7/11-12,
Urk.
7/38,
Urk.
7/40,
Urk.
7/51
)
und
holte
einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
7/7)
sowie
einen Arbeitgeberbericht (Urk.
7/8)
ein
. Fer
ner klärte sie die gesundheitliche Situation des Versicherten
mittels verschie
dene
r
ärztliche
r
Expertisen
ab
(Urk. 7/9,
Urk.
7/28,
Urk.
7/46-47,
Urk.
7/49,
Urk.
7/54-55).
Am 2
8.
März 2012 erliess die IV-Stelle den Vorbescheid mit dem sie dem Ver
sicherten mit Wirkung ab
1.
August 2004 die Zusprechung einer bis
30.
September 2008 befristeten halben Rente in Aussicht stellte (Urk. 7/58).
Die vom Versicherten gegen den Vorbescheid erhobenen Einwände (vgl.
Urk.
7/66) prüfte die IV-Stelle (vgl.
Urk.
7/67-68) und sprach dem Versicherten mit Verfügung vom
2.
Oktober 2012 mit Wirkung
ab
1.
August 2004 eine bis 30.
September 2008 befristete
Dreiviertelsrente
zu (Urk. 7/73 =
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom
2.
Oktober 2
012 erhob der V
ersicherte am 1.
November 2012 Beschwerde mit dem Antrag, es sei ihm ab
1.
August 2004 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventuell sei ein polydisziplinäres Gutachten (Orthopädie, Rheumatologie, Psychiatrie) zu erstellen (Urk. 1). In der
Beschwer
deantwort
vom 1
0.
Dezember 2012 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk.
6). Zu den von der Suva beigezogenen Akten (vgl.
Urk.
8,
Urk.
11/1-246) nahm der Beschwerdeführer am 1
5.
Februar 2013 Stellung (Urk. 15). Diese
Eingabe
wurde der Beschwerdegegnerin am 1
9.
Februar 2013 zugestellt (Urk. 16).
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Anmeldung des Beschwerdeführers zum Leistungsbezug datiert vom 4. August 2005 und die angefochtene Verfügung erging am
2.
Oktober 201
2.
Zwischenzeitlich
, das heisst am
1.
Januar 2008 und am
1.
Januar 2012
,
sind die im Zuge der Revisionen 5 und 6a geänderten Bestimmungen des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG), der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) und des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Kraft getreten.
In
materiellrechtlicher
Hinsicht gilt der allgemeine übergangsrechtliche Grund
satz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Da d
er Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft,
sind die
einschlägigen Gesetzes
bestimmungen
,
soweit sich zu Rechtsfolgen führende Sachverhaltselemente vor dem
1.
Januar 2008 respektive vor dem
1.
Januar 2012 verwirklicht haben,
in der
zuvor
gültigen Fassung massgebend
.
Soweit diese Bestimmungen materiell von den derzeit gültigen abweichen
,
ist darauf ausdrücklich hinzuweisen
.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b.cc).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
ach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung
der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin
gelangte
in erster Linie gestützt auf das Gutachte
n des
Z._
vom 21.
Oktober 2011 (Urk. 7/54)
und die ergänzenden Aus
führungen der Gutachter vom 2
2.
Dezember 2011 (Urk. 7/55)
zum Schluss, die bisherige Tätigkeit sei seit dem am
7.
August 2003 erlittenen Unfall dauerhaft nicht mehr zumutbar
,
hingegen eine
angepasste Tät
i
gkeit im Umfang von 50 %
.
Ab Juni 2008 sei eine angepasste Tätigkeit
sogar
ohne zeitliche Einschränkung zumutbar gewesen. Deswegen bestehe basierend auf der durchgeführten Berech
nung der Vergleichseinkommen
mit Ablauf des Wartejahres
im
August 2004 bis Ende September 2
008 Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
(Urk.
2,
Verfügungs
teil
2 S. 1 f. und S. 3 f.,
Urk.
6
, Urk.
7/57/11 f.
).
2
.2
Der Beschwerdeführer vertritt demgegenüber den Standpunkt, auf die von der Beschwerdegegnerin
eingeholten
ärztlichen Beurteilungen könne nicht abge
stellt werden,
weder auf das Gutachten des
Z._
(Urk. 7/54) noch auf dasjenige von Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Innere Medizin spez. Rheumaerkrankungen, vom 1
8.
September 2010 (
Urk.
7/
47)
. Die Beurtei
lung der verbliebenen erwerblichen Ressourcen habe sich nach
der Einschät
zung durch die
Suva respektive
nach
den
jener
zu Grunde liegenden ärztlichen
Beurteilungen zu richten
. Würden diese
Beurteilungen
berücksichtigt
,
ergebe sich, dass die Ausübung einer Erwerbstätigkeit nicht mehr
zumutbar sei
(Urk. 1 S. 12 ff.
Ziff.
6
f.
).
3
.
3
.1
Dr.
A._
untersuchte den Beschwerdeführer am 1
8.
August 2010 rheumato
logisch und verfasste ihr Gutachten am 1
8.
September 2010
(Urk. 7/47)
. Sie diagnostizierte
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
Knieschmerzen links mit unklarer Ätiologie nach Verletzung des Knies bei einem Arbe
itsunfall am
7.
August 2003 (
Impressionsfraktur
des media
len
Femurkondylus
und partieller
Abriss des medialen S
eitenbandes ventral, mit
Zerrung des vorderen Kreuzban
des
)
und nach mehrfachen
arthroskopischen
Eingriffen
.
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie eine Adipositas Grad I und einen leichten Vitamin D-Mangel
(Urk. 7/47/50
Ziff.
7.1-2).
Zu den gestellten Diagnosen führte die Ärztin aus, i
n der klinischen Untersu
chung sei das Übergewicht der wesentlichste Befund gewesen. Alle fünf an den Beinen gemessenen Um
fänge
und die Beinmuskulatur seien symmetrisch
.
Die Beweglichkeit des linken Knie
s habe nicht untersucht werden können, weil der Beschwerdeführer dies nicht zugelassen habe. Eine Überwärmung sei aber nicht feststellbar gewesen und auch kein Erguss. Die nach dem Unfall vorhandene Atrophie
der Beinmuskulatur habe sich zurückgebildet. Dies weise darauf hin, dass der Beschwerdeführer beide Beine tatsächlich einsetzte. Zur Untersuchung sei er jedoch mit zwei Stöcken erschienen und habe
auch
angegeben, dass er diese stets benötige, um das linke Knie zu entlasten.
A
us rheumatologischer Sicht
sei
die Verwendung der Stöcke
aber
nicht angezeigt
. Einer Erwerbstätig
keit sei der Beschwerdeführer seit dem Arbeitsunfall vom August 2003 nicht mehr nachgegangen. Schmerzmi
ttel nehme
er seit Jahren nicht mehr ein und es finde keine physiotherapeutische Behandlung mehr statt. Die vom Beschwerde
führer angegebene Einnahme von Antidepressiva habe im Blut nicht nachge
wiesen werden können
(Urk. 7/47/51
Ziff.
8).
Die
vor dem
Unfall ausgeübte Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Eine adaptierte Tätigkeit hingegen könnte der Beschwerdeführer vollschichtig ausüben. Ange
passt sei eine Tätigkeit, in der auf die eingeschränkte Funktion des
Knies
Rück
sicht genommen werde. Ungeeignet seien Arbeiten in kauernder und
k
n
ienender
Stellung sowie langes Abwärtsgehen oder das Herunterspringen. Längeres Stehen sei bedingt möglich. Keine Einschränkungen ergäben sich für körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten und für im Sitzen zu verrichtende Tätig
keiten ohne Zwangshaltungen für das linke Knie und mit genügend
Beinfrei
heit
. Die berufliche Eingliederung sei ab sofort möglich.
Für eine angepasste Tätigkeit habe nie eine längere Arbeitsunfähigkeit bestanden.
Aus rheumatolo
gischer Sicht bestehe eine günstige Prognose. Es könne davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit bis zur Pensio
nierung werde ausüben können. Wichtig sei insbesondere eine
Gewichtsreduk
tion
, denn das Körpergewicht habe einen grossen Einfluss auf die
Kniebe
schwerden
(Urk. 7/47/53
Ziff.
9.4-10.3).
3
.2
Die Gutachter des
Z._
, die den Beschwerdeführer rheumatologisch (klinisch und bildgebend;
Urk.
7/54/13 f.) un
tersuchten und mit ihm eine Eval
u
ation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL;
Urk.
7/54
/
23 ff.) durchführten,
fassten im Gutachten vom 2
1.
Oktober 2011 zusammen, der Beschwerdeführer leide seit dem Unfall vom August 2003 unter aktenkundig
initial
sich bessern
den, in der Folge jedoch progredienten Knieschmerzen auf der linken Seite. In der Untersuchung habe der Beschwerdeführer starke Knieschmerzen mit Exazerbationen in alle Bewegungsrichtungen und eine diffuse Hyposensibilität des linken Beins angegeben.
Beglei
tend
träten
vegetative Symptome
auf, unter anderem ein
persistierender
Schwanksch
windel
. Objektiv habe sich keine sichere Einschränkung finden lassen, wobei die Untersuchung durch jeweils nicht ein
zuordnende Muskelanspannungen stark eingeschränkt gewesen sei. Die erhobe
nen Befunde und Beobachtungen, die aktuellen Bildgebungen und die Akten
ergäben
das Bild eines
locoregionären
Schmerzsyndroms mit somatischem Kern bei
leichtgradigen
degenerativen Veränderungen und
mit
einer Diskrepanz im Schmerzerleben. Diese Einschränkung decke sich mit dem Ergebnis der EFL, bei welcher ein selbstlimitierendes Schmerzverhalten und eine Symptomausweitung festzustellen gewesen sei.
Gestützt auf die Untersuchungsergebnisse sei davon auszugehen, dass aus somatischer Sicht für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit häufigen Stellungswechseln eine Arbeitsfähigkeit von 50 % bestehe. Die Einschränkung von 50 % resultiere aus einer deutlichen
Dekonditionierung
. Diese sei allerdings reversibel.
Das geklagte Schmerzsyndrom sei keine direkte Unfallfolge,
sondern Ergebnis einer Fehlentwicklung mit einer
Schmerzfehl
verarbeitung
.
Die reinen Unfallfolgen seien seit Frühjahr 2004 ausgeheilt (Urk. 7/54/16
Ziff.
IV
).
G
estützt auf
diese
Beurteilung
diagnostizierten die Ärzte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
ein chronisches
locoregionäres
Schmerzsyndrom des linken Knies mit
Dekonditionierung
durch
Minderge
brauch
und eine posttraumatische Kniegelenksveränderung mit postoperativen Veränderungen am medialen Meniskus und mässige
m Knorpelschaden
retropa
tellär
(Urk. 7/54/17
Ziff.
V.1).
Ergänzend führten die Ärzte des
Z._
am 2
2.
Dezember 2011 aus,
das
locoregionäre
Schmerzsyndrom sei durch das erlittene Knietrauma
getriggert
worden
, inzwischen seien aber keine Unfallfolge
n mehr objektivierbar, die eine
Persistenz der Schmerzen erklären könnten. Es liege vielmehr eine inadäquate Schmerzverarbeitung vor, die als eigene Krankheitsentität anzusehen sei. Am linken Knie bestehe eine muskuläre
Dekonditionierung
,
die zu einer Einschrän
kung der Leistungsfähigkeit führe. Die
Dekonditionierung
sei Folge
einer
inadä
quaten Schon- und Vermeidungshaltung. Im Gutachtenszeitpunkt sei
der Be
schwerdeführer
in seiner Leistungsfähigkeit im Umfang von 50 % eingeschränkt gewesen. Da die
Dekonditionierung
reversibel sei, lasse sich mittels intensiver Physiotherapie innert 6 Monaten wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erreichen
(Urk. 7/55/1
-2
).
3
.3
Suva-Kreisarzt
Dr.
med.
B._
untersuchte den Beschwerdeführer am
4.
Februar 201
1.
Im Beric
ht vom 1
4.
Februar 2011 führte
er aus,
schon in Un
tersuchungen von
2009 habe die Schmerzhaftigkeit des linken Knies
und deren unklare
Ursache
im Zentrum gestanden
.
Die Beeinträchtigung
durch die Schmerzattacken sei
derart gewesen, dass keine verwertbare Belastbarkeit habe a
ttestiert werden können. In der jetzigen
Untersuchung habe sich
die
Sit
uation unverändert gezeigt. Dr.
A._
habe hinsichtlich Barfuss-, Fersen- und
Zehen
gang
von Normalbefunden gesprochen. Dies habe in der vorliegenden Untersuchung nicht reproduziert werden können. Das Hüftgelenk habe anders als bei
Dr.
A._
wegen der Beschwerden im linken Knie nicht voll
durch
mobilisiert
werden können. Bezüglich der Umfangmasse der Beine sei zu berück
sichtigen, dass bei adipösen Patienten die bei
Dr.
A._
angegebene Messgenauigkeit nicht erreicht werden könne. Die angegebenen Beschwerden
liessen sich nach wie vor nicht erklären und seien daher
ein Rätsel. Es lägen Befunde vor, die sich nicht wegdiskutieren liessen
, weswegen die subjektiv empfundenen Auswirkungen akzeptiert werden müssten. Entsprechend
könne
nicht von einer
v
ollen Belastbarkeit des linken B
eins
und damit auch nicht von einem wirtschaftlich sinnvollen Einsatz ausgegangen werden (Urk. 7/51/15
-17).
3.4
Kreisarzt
Dr.
C._
, Facharzt für Chirurgie
, untersuchte den Be
schwerdeführer am 2
5.
Mai 2011 rheumatologisch und berichtete darüber am 2
1.
Juni 2011 (Urk. 7/51/20 ff.).
Er kam zum Schluss, die von
ihm
erhobenen Befunde seien mit denjenigen von 2009 ve
rgleichbar. Im Gegensatz zu Dr.
B._
habe er keine Überwärmung am linken Knie feststellen können. Jedoch sei analog zur Untersuchung von
Dr.
B._
nur eine leichte Palpation des linken Kniegelenks möglich gewesen. Im Vergleich zu 2009 zurück
gegangen seien die Unterschiede bei der Ober- und
Unterschenkelmus
ku
latur
. Im Vergleich zur Untersuchung bei
Dr.
B._
habe die
Schmerzer
holungszeit
nur 10 und nicht mehr 20 Minuten betragen. Beim Vergleich fotografischer Aufnahmen d
es linken Knies von 2009 und 201
1
seien
ke
ine nennenswerten Unterschiede
festzustellen gewesen
(Urk. 7/51/33).
4
.
4
.1
Gemein ist den Gutachten der
Dres
.
A._
,
B._
und
C._
und der Ärzte des
Z._
, dass jeweils eine persönliche Untersuchung des Be
schwerdeführers stattfand und die
E
xper
ten
mit den medizinischen
Vorakten
dokumentiert waren (
Urk.
7/47/3 ff.
Ziff.
4,
Urk.
7/54/2 ff.
Ziff.
I,
Urk.
7/51/4 ff.
Ziff.
2,
Urk.
7/51/21 ff.
Ziff.
2).
4.2
In Bezug auf die beschriebenen Befunde zeigt d
er Vergleich der Gutachten
gewisse
Abweichungen
,
jedoch
eher
geringfügige
.
Dr.
A._
erwähnte
im Zu
sammenhang mit der
Untersuchung vom 18.
September 2010
beidseits symme
trische Beinumfänge und das Fehlen einer Überwärmung und eines Ergusses. Sie erwähnte
ferner
, die Beweglic
hkeit des linken Knies habe sie
nicht unter
suchen können, da der Beschwerdeführer dies nicht zugelassen habe (Urk. 7/47/51
Ziff.
8).
Dr.
B._
stellte anlässlich der Untersuchung vom
3.
November 2010 am linken Knie eine Verfärbung und Überwärmung und eine
Berührungsempfind
lichkeit
fest. Des Weiteren erwähnte er ein leicht vermindertes Muskelvolumen (Urk.
7/51/15).
Dr.
C._
seinerseits erwähnte zur Untersuchung vom 2
5.
Mai 2011, über dem linken Knie sei der Hautbereich leicht gerötet
,
aber nicht überwärmt gewesen. Bereits leichte Berührungen am linken Knie habe der
Beschwerdeführer
als schmerzhaft beschrieben. Ein Kniegelenkserguss habe, soweit eine Palpation möglich gewesen sei, nicht festgestellt werden können. Das Hüftgelenk links sei frei beweglich gewesen, das linke Sprunggelenk jedoch um rund einen Drittel eingeschränkt.
Eine
genauere
Untersuchung des Kniegelenks sei nicht möglich gewesen (Urk. 7/51/32 f.
Ziff.
4.1).
Die Gutachter des
Z._
erwähnten nach der Untersuchung
vom 4.
August 2011 wiederum das Fehlen einer Erwärmung oder eines Ergusses. Der Beinumfang präsentierte sich ihnen links leicht geringer als rechts und sie
wiesen auf
verschiedene Bewegungseinschränkungen am linken Knie
hin
(Urk. 7/54/13 f.
Ziff.
III.1).
4
.3
Anders als
Dr.
A._
, die von
einer unmittelbar realisierbaren
Arbeitsfähig
keit in einer angepassten Tätigkeit ausging
, deren Anforderungsprofil sie detail
liert umschrieb
(
sitzende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen für das linke Bein oder wechselbelastende Tätigkeiten ohne kauernde oder kniende Stellung, ohne langes Stehen, ohne Gehen auf unebenem Gelände, ohne langes Abwärtsgehen oder Hinunterspringen;
Urk. 7/47/51
-53
Ziff.
8-9
)
,
gingen die Gutachter des
Z._
davon aus, eine volle Leistungs
fähigkeit in einer angepassten Tätigkeit (leichte
bis mittel
schwere
Tätigkeit mit häufigen Stellungswechseln
)
lasse sich
erst
durch geeignete Massnahmen
zur
Rekonditionierung
erreichen. Bis dahin bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50 % (Urk. 7/54/16
Ziff.
IV).
Abgesehen von der
Rekonditionsphase
kamen die Ä
rzte des
Z._
und Dr.
A._
zu vergleichbaren Schlüssen.
Bereits 2008 waren die Ärzte der Rehaklinik
F._
, wo sich der Beschwerdeführer im Mai und Juni des ge
nannten Jahres zur Rehabilitation aufgehalten hatte, zum Schluss gekommen, angepasst sei eine leichte bis mittelschwere und wec
hselbelastende Tätigkeit ohne Arbeiten in der Hocke, ohne Knien und ohne wiederholtes Treppensteigen oder das Besteigen von Leitern (Urk. 7/37/2).
4
.4
Dr.
B._
und
Dr.
C._
gingen von einer vollen Arbeitsunfähigkeit für jede erwerbliche Tätigkeit aus.
Andere respektive deutlich abweichende
Befunde als die
von
Dr.
A._
oder
die von den
Ärzte
n
des
Z._
erhobenen liegen ihrer Beurteilung aber nicht zu Grunde
.
Es akzentuierten sich im Verlauf der verschiedenen Untersuchungen gewisse Befunde, andere traten
wiederum
in den Hintergrund
(vgl. vorstehende
Erw
. 4.2)
. Wesentliche Veränderungen traten nicht auf, was insbesondere die
Dres
.
B._
und
C._
auch
im Vergleich zur Situation von 2009
ausdrücklich
betonten.
Worauf die Einschätzung
gründet
, es best
ünden keine verwertbare
n Ressourcen mehr, bleibt unklar. Mit Nachdruck erwähnte
Dr.
B._
, er könne das Beschwerdebild
nicht erklären
, man müsse die subjektiv empfundenen Auswir
kun
gen akzeptieren
(Urk. 7/51/17).
Diese Beurteilung,
der nach Auffassung des
Beschwerdeführer
s zu folgen ist
(Urk. 1 S. 16
lit
. c), vermag vor dem Hinter
grund der
von
Dr.
B._
zwar als nicht unerheblich bezeichneten,
jedoch
nicht näher genannten Befunde nicht zu überzeugen.
Die Feststellung
gibt
in erster Linie die Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers wieder.
Diese
aber
kann nicht Grundlage für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit sein.
4.5
Das Fehlen gravierender Befunde
wird
durch
Beobachtungen von
Dr.
C._
bekräf
tigt
.
Der Experte
führte aus, auf den Versuch, das linke Knie zu untersu
chen
,
habe der Beschwerdeführer mit Hyperventilation und heftige
n
Schmerz
angaben
reagiert. Eine Pulserhöhung, ein Schweissausbruch oder andere Zeichen einer vegetativen Schmerzreaktion seien jedoch ausgeblieben und bereits nach einer sehr kurzen Erholungsphase seien die Schmerzen wieder vollständig abgeklungen und das
Gangbild
sei unauffällig gewesen (Urk. 7/51/32 f.
Ziff.
4.1
).
D
ie
im Zuge der Untersuchung am
Z._
durchgeführte EFL weist in dieselbe Richtung. Sie zeitigte übereinstimmende Ergebnisse in de
m Sinne, dass die
festgestellten Leistungsdefizite
in erster Linie die Folge von
Selbstlimitie
rung
und ein
es
Schonverhalten
s
waren
(vgl.
Urk.
7/54/23-32).
Anlässlich der 2008 in der Reha
k
linik
F._
durchgeführten Evaluation der Eingliederungsmöglichkeiten, bei der der Beschwerdeführer Gelegenheit hatte, sich
in
verschiedenen
angepassten Anforderungsb
ereich
en
versuchsweise zu betätigen,
bekundete
er in erster Linie
im
Umgang mit Stress Mühe respektive
äusserte deswegen
Zweifel hinsichtlich einer Wiedereingliederung in
die freie
Wirtschaft (Urk. 7/24/3). Auch diese Erfahrung
deutet
darauf hin, dass die
medizinisch-theoretische
Beurteilung der R
estarbeitsfähigkeit
im Gutachten
des
Z._
den vorhandenen Ressourcen
entspricht
.
4.6
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
4 ff.)
führt das Abstel
len auf die Beurteilung der Ärzte des
Z._
nicht zu einer Neubeurteilung eines gleich gebliebenen Sachverhalts. Mit der angefochtenen Verfügung entschied die Beschwerdegegnerin erstmals über den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Rente
der IV
. Eine revisionsrechtliche Betrachtung in dem Sinne, dass
eine zuvor rechtskräftig zugesprochene Leistung neu zu überprüfen
ist
, hatte die Beschwerdegegnerin
hingegen
nicht anzustellen. Diese Aufgabe stellte sich
im
UV-Verfahren
. Die Suva hatte dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
8.
Juli 2009
mit Wirkung ab
1.
Juli 2009 gestützt auf einen Invaliditätsgrad vo
n 100 % eine Rente zugesprochen (Urk. 11/211/1). Im Zusammenhang mit dem abweichenden Entscheid im IV-Verfahren unterzog sie ihren Entscheid einer erneuten Prüfung, sah aber
mangels erheblicher Verän
derungen und dem Hinweis auf die revisionsrechtliche Unerheblichkeit
von
einer Neubeurteilung des anspruchsrelevanten Sachverhaltes von einer Revision ab (vgl.
Urk.
11/223,
Urk.
11/246).
Ein Abstellen auf die kreisärztlichen Beurteilungen lässt
sich im Übrigen
auch
nicht mit der Bindungswirkung der Beurtei
lung
des Unfallversicherers
begrün
den. Der Beschwerdeführer hielt zutreffend fest, dass lediglich eine relative Bin
dungswirkung besteht (vgl.
Urk.
1 S. 13
Ziff.
6.2).
Verlangt wird demnach, dass die Beurteilung des Unfallversicherers in diejenige des IV-Verfahrens
miteinzu
beziehen
ist. Dem kam die Beschwerdegegnerin nach. Sie prüfte den Rentenan
spruch unter Berücksichtigung der relevanten Akten
der Suva
.
4
.
7
Zusammenfassend ergibt sich, dass aus somatischer Sicht, in erster Linie gestützt auf die Beurteilung der Gutachter des
Z._
,
für eine ange
passte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % bestand und
bis zum Abschluss von Massnahmen zur
Rekonditionierung
auch
weiterhin besteht.
Unbestritten ist
im Übrigen
, dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht erwerblich nicht tangiert ist. Suva-Arzt
Dr.
D._
, Facharzt für Psychiat
rie und
Psychotherapie, verneinte nach der
am
2
5.
Mai 2011 durch ihn vorge
nommenen Untersuchung in seinem Bericht vom 3
0.
Juni 2011
ein psychisches Leiden
(Urk. 7/51/34-41). Damit kam er zu keinen wesentlich anderen Schluss
folgerungen als die
Experten
der Klinik
E._
in ihrem Gutachten vom 2
9.
September 2010 (Urk. 7/49).
4.8
Gestützt auf die
ärztliche
Prognose
kann
die Restarbeitsfähigkeit von 50 % auf eine volle gesteigert werden.
Die uneingeschränkte Verwertbarkeit der
Restar
beitsfähigkeit
setzt eine
muskuläre
Rekonditionierung
mittels physiotherapeu
tischer Massnahmen
voraus.
Eine solche
ist
nach gutachterlicher Beurteilung auch zumutbar
(
Urk.
7/54/16)
.
Soweit aktenkundig hat sich der Beschwerdeführer bis dato keiner Behandlung zur
Rekonditionierung
unterzogen. N
ach Massgabe von
Art.
7 IVG
ist er aber
verpflichtet, sich
allen zumutbaren
Massnahmen
(vgl.
Art.
7a IVG)
zu unterzie
hen, die geeignet sind, eine Invalidität zu vermeiden
.
Die Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit nach erfolgter
Rekonditionierung
zur Ermittlung des
Leistungs
anspruchs
setzt die Durchführung eines Mahn- und
Bedenkzeitverfahrens
im Sinne
von
Art.
21
Abs.
4 ATSG voraus (vgl. dazu
auch
Kieser
, ATSG-Kommen
tar,
2.
Aufl. Zürich 2009,
Art.
21
Rz
88 ff.).
Dies hat die Beschwerdegegnerin nachzuholen.
Bis
dahin
ist auch für die Zeit ab September 2008 von einer
Rest
arbeitsfähigkeit
von 50 % in einer angepassten Tätigkeit auszugehen.
5
.
Die für die Bestimmung des Invaliditätsgrades nötige Einkommensbemessung hat die Beschwerdegegnerin korrekt nach den hierfür geltenden Grundsätzen durchgeführt
(vgl.
Urk.
7/67)
. Der Beschwerdeführer hat dagegen z
u Recht keine Einwände erhoben. Die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit im Umfang
von
50 % hat eine Einkommenseinbusse zur Folge
,
die einem Invaliditätsgrad von 67 % entspricht. Die Beschwerdegegnerin hat dem Beschwerdeführer somit zu Recht
nach Ablauf des Wartejahres
ab August 2004 eine
Dreiviertelsrente
zu
gesprochen.
Da in Bezug auf die prognostizierte volle Restarbeitsfähigkeit nach Absolvierung einer
Rekonditionierung
das nötige Mahn- und
Bedenkzeitver
fahren
noch nicht durchgeführt worden ist, ist der Rentenanspruch
,
anders als verfügt
,
nicht
beschränkt auf die Zeit bis und mit September 2008
, sondern es besteht auch
da
nach
noch
Anspruch auf die
Dreiviertelsrente
.
Die Beschwerde ist demnach teilweise gutzuheissen.
6
.
6
.1
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversiche
rung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr.
1'000.-- festge
setzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr.
800
.-- als ange
messen. Ausgangsgemäss sind die Kosten
de
r
Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_311/2013 vom 1
2.
November
2013, E.7)
.
6
.2
Ausgangsgemäss hat
der Beschwerdeführer
gestützt auf
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) Anspruch auf eine Prozessentschädigung. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf
Fr.
3
‘
1
00
.-- (inkl. Mehr
wertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.