# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 45adc558-ee8d-55c7-903f-2d48e892d313
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Die Steuerpflichtigen sind verheiratet. Sie leben in C._ in einem Einfamilienhaus.
In der Steuererklärung, welche sie am 29. Juni 2016 für die Steuerperiode 2015 einreichten, deklarierten die Steuerpflichtigen ein Einkommen aus unselbständiger Haupterwerbstätigkeit (Code 1.110) im Betrag von CHF 67‘770.- (Ehemann) bzw. CHF 59‘810.- (Ehefrau). Als  (Code 2.110) machten sie für den Ehemann einen Abzug für Fahrkosten (Privatfahrzeug) im Betrag von CHF 10‘768.- (220 Arbeitstage mit zwei täglichen Fahrten à 37 km von C._ nach D._, total 16‘280 km) geltend. Insgesamt ergab sich ein steuerbares Einkommen (Code 7.910) von CHF 85‘168.-.
Gemäss ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 24. April 2017 setzte die Kantonale  (nachfolgend: Steuerverwaltung) den Abzug für die Fahrkosten des Ehemannes (Code 2.110) auf CHF 10‘240.- fest. Unter Berücksichtigung der übrigen Steuerfaktoren ergab sich für die Steuerpflichtigen ein steuerbares Einkommen (Code 7.910) von CHF 87‘776.- (Kanton; satzbestimmend: CHF 43‘850.-; geschuldete Steuer: CHF 6‘681.35) bzw. CHF 79‘036.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 1‘031.-). Die Abweichung gegenüber der Steuererklärung bei den  des Ehemannes begründete die Steuerverwaltung nicht.
Gegen diese Veranlagung reichten die Steuerpflichtigen am 25. Mai 2017 Einsprache ein. Sie machten unter anderem geltend, dass der Ehemann einen Arbeitsweg von 36,4 km pro Strecke zurückzulegen habe, was ein Total von 15’840 km pro Jahr ergebe. Der zum Abzug zugelassene Betrag belaufe sich damit auf CHF 10‘504.-.
Mit Schreiben vom 18. Juli 2017 teilte die Steuerverwaltung den Steuerpflichtigen mit, dass sie aufgrund der erhobenen Einsprache den Sachverhalt überprüft habe. Sie wies die  darauf hin, dass gemäss der gültigen Praxis und Rechtsprechung der kürzeste Weg zwischen Wohn- und Arbeitsort zu berücksichtigen sei, dies sowohl hinsichtlich der Kilometerzahl als auch hinsichtlich der Fahrzeit. Der Abzug bei den Fahrkosten des Steuerpflichtigen sei deshalb auf CHF 8‘392.- (220 Arbeitstage mit zwei täglichen Fahrten à 28 km) statt CHF 10‘240.- (220 Arbeitstage mit zwei täglichen Fahrten à 35 km) festzusetzen. Den Steuerpflichtigen wurde die Möglichkeit gegeben, sich zu der ihnen in Aussicht gestellten Schlechterstellung („reformatio in peius“) zu äussern.
Von dieser Möglichkeit machten die Steuerpflichtigen am 28. Juli 2017 Gebrauch.
Mit Einspracheentscheid vom 24. August 2017 wies die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache ab. Sie begründet dies damit, dass gemäss den zur Verfügung stehenden Hilfsmitteln (TCS-Routenplaner) die Strecke vom Wohn- bis zum Arbeitsort des Steuerpflichtigen 28 km betrage. Da die Kosten für die Benützung des Privatfahrzeugs über pauschale Ansätze pro  abgerechnet würden, sei für die Frage der objektiven Zumutbarkeit gemäss gültiger Praxis und Rechtsprechung der kürzeste Weg zwischen Wohn- und Arbeitsort zu berücksichtigen (vgl. auch das Urteil des Kantonsgerichts 604 2016 116/117 vom 20. Januar 2017 E. 4c).
B. Mit Eingabe vom 21. September 2017 reichten die Steuerpflichtigen beim Kantonsgericht Freiburg Beschwerde ein. Sie stellen sinngemäss das Begehren, es seien der angefochtene Einspracheentscheid der Steuerverwaltung vom 24. August 2017 aufzuheben und die Fahrkosten des Steuerpflichtigen im Umfang von CHF 10‘240.- (220 Arbeitstage mit zwei täglichen Fahrten à
Kantonsgericht KG Seite 3 von 7
35 km) zum Abzug zuzulassen. Sie weisen darauf hin, dass der Routenplaner des TCS der einzige sei, der den Weg (ab der Ausfahrt E._) durch die Stadt D._ vorschlage. Jeder andere Routenplaner schlage vor, bis zur Ausfahrt F._ auf der Autobahn zu bleiben. Der Weg über die Ausfahrt E._ sei zwar kürzer, dafür sei er fast 30 Minuten länger unterwegs.
Der mit Verfügung vom 25. September 2017 festgesetzte Kostenvorschuss von CHF 500.- wurde am 25. Oktober 2017 bezahlt.
In ihren Bemerkungen vom 10. November 2017 schliesst die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde. Der Arbeitsweg sei nochmals mit verschiedenen Routenplanern berechnet worden. Der kürzeste und schnellste Weg werde mit dem Programm des TCS mit 28 km bei 28 min berechnet. Die mit der Beschwerde geltend gemachte Zeitersparnis von 30 min sei nicht . Ausserdem dauere der Arbeitsweg des Steuerpflichtigen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu Pendlerzeiten zwischen 1 h 5 min bis längstens 1 h 19 min. Die geforderte Zeitersparnis von 90 Minuten pro Tag gegenüber der Benutzung eines Privatfahrzeugs werde somit nicht erreicht. Grundsätzlich hätten deshalb nur die Kosten für ein Generalabonnement im Betrag von CHF 3‘655.- gewährt werden können.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

## Considerations

Erwägungen
1. Prozessuales