# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** daf4e2ab-ed59-48e2-a399-345f2987b46e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2008
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1. Mit Urteil des Einzelrichters des Bezirksgerichts A._ vom _ 2007 wurde die Ehe von X._ und Y._ geschieden.
Nachdem X._ Berufung beim Obergericht des Kantons Zürich gegen das erwähnte Urteil Berufung erhoben hatte, stellte dieses mit Beschluss vom 21. Januar 2008 (Urk. 1) in Dispositiv Ziffer 1 fest, dass das Urteil des Einzelrichters des Bezirksgerichts A._ vom _ 2007 hinsichtlich der Dispositiv Ziffern 1 (Scheidungspunkt), 2 (nachehelicher Unterhalt) und 3 (Grundsatzentscheid zum Vorsorgeausgleich) am 15. Januar 2008 in Rechtskraft erwachsen ist, und überwies die massgebenden Akten (Urk. 2/1-3) zur Durchführung der Teilung der Austrittsleistung an das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich.
2. Aus den dem hiesigen Gericht zur Verfügung gestellten Akten des Obergerichts (Urk. 2/1-3) gehen folgende Eckdaten hervor:
- Datum der Eheschliessung: _ 1980
- Datum des Scheidungsurteils: _ 2007
- Rechtskraft des Scheidungsurteils: 15. Januar 2008
- Vorsorgeeinrichtung von X._:
Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich (BVK), während der Ehe erworbenes Freizügigkeitsguthaben per 31. Dezember 2004 Fr. 526'227.10 (Urk. 2/3)
- Vorsorgeeinrichtungen von Y._:
Pensionskassen-Stiftung der schweizerischen Landwirtschaft, Stand des Freizügigkeitsguthabens per 31. Dezember 2004 Fr. 31'295.-- (Urk. 2/1)
Entscheid über das Teilungsverhältnis (Dispositiv Ziffer 3 des Urteils des Einzelrichters des Bezirksgerichts A._ vom _ 2007, Urk. 1 S. 2):
- "Die während der Ehe der Gesuchsteller geäufneten Vorsorgegelder der beruflichen Vorsorge werden je hälftig geteilt."
2. Mit Verfügung vom 21. Februar 2008 (Urk. 3) holte das hiesige Gericht bei den genannten Vorsorgeeinrichtungen per Datum der Rechtskraft des Scheidungsurteils (15. Januar 2008) aktualisierte Abrechnungen über die zu teilenden Austrittsleistungen von X._ und Y._ ein, welche die BVK am 26. Februar 2008 (Urk. 5-6) und die Pensionskassen-Stiftung der schweizerischen Landwirtschaft am 28. Februar 2008 (Urk. 7-9) einreichten und die Durchführbarkeit der Teilung im Sinne von Art. 141 Abs. 1 ZGB bestätigten. Y._ liess zudem mitteilen, dass bei ihr keine weiteren Altersleistungen vorhanden seien (Urk. 10).
Mit Verfügung vom 9. April 208 (Urk. 11) wurde den Scheidungsparteien Frist angesetzt, um im vorliegenden Verfahren Anträge zu stellen unter dem Hinweis, dass bei Stillschweigen von der Richtigkeit und Vollständigkeit der eingereichten Unterlagen ausgegangen und die Teilung entsprechend angeordnet werde.
Während sich X._ innert Frist nicht vernehmen liess, beantragte Y._, X._ sei aufzufordern, dem Sozialversicherungsgericht mitzuteilen, ob noch weitere Austrittsleistungen oder 3. Säulegelder vorhanden seien und gegebenenfalls in welchem Umfang und in welcher Höhe (Urk. 13).

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Nach Art. 122 Abs. 1 des Zivilgesetzbuches (ZGB) hat jeder Ehegatte Anspruch auf die Hälfte der nach dem Freizügigkeitsgesetz (Bundesgesetz über die Freizügigkeit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge, FZG) für die Ehedauer zu ermittelnden Austrittsleistung des anderen Ehegatten, wenn ein Ehegatte einer Einrichtung der beruflichen Vorsorge angehört oder beide Ehegatten einer solchen angehören und bei keinem Ehegatten ein Vorsorgefall eingetreten ist. Stehen den Ehegatten gegenseitig Ansprüche zu, so ist nur der Differenzbetrag zu teilen (Art. 122 Abs. 2 ZGB).
1.2 Laut Art. 142 Abs. 1 ZGB entscheidet das (Scheidungs-)Gericht über das Verhältnis, in welchem die Austrittsleistungen zu teilen sind, wenn keine Vereinbarung zustande kommt. Sobald der Entscheid über das Teilungsverhältnis rechtskräftig ist, überweist das Gericht die Streitsache von Amtes wegen dem nach dem Freizügigkeitsgesetz zuständigen Gericht (Art. 142 Abs. 2 ZBG). Gemäss Abs. 3 derselben Bestimmung ist diesem insbesondere der Entscheid über das Teilungsverhältnis (Ziffer 1), das Datum der Eheschliessung und das Datum der Ehescheidung (Ziffer 2), die Einrichtungen der beruflichen Vorsorge, bei denen den Ehegatten voraussichtlich Guthaben zustehen (Ziffer 3), und die Höhe der Guthaben der Ehegatten, die diese Einrichtungen gemeldet haben (Ziffer 4), mitzuteilen.
2. Das Obergericht übermittelte mit Beschluss vom 21. Januar 2008 (Urk. 1) dem hiesigen Gericht alle notwendigen Eckdaten für die Teilung der Austrittsleistungen. Nach Mitteilung über die Höhe der Guthaben per Rechtskraft des Scheidungsurteils durch die involvierten Vorsorgeeinrichtungen sind die Angaben vollständig.
3. Y._ stellte im vorliegenden Verfahren den Antrag, X._ sei aufzufordern, dem Sozialversicherungsgericht mitzuteilen, ob noch weitere Austrittsleistungen der 3. Säulegelder vorhanden seien und gegebenenfalls in welchem Umfang und in welcher Höhe (Urk. 13). Da es von Amtes wegen dem Scheidungsgericht obliegt, abzuklären, ob und welchen Vorsorgeeinrichtungen die Ehegatten angehören, ist auf den Antrag nicht einzutreten.
4. Aus den Akten ergeben sich keine Hinweise auf Unstimmigkeiten, weshalb von der Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben der beteiligten Vorsorgeeinrichtungen auszugehen und die Teilung entsprechend vorzunehmen ist.
Auf Seiten von Y._ besteht per 15. Januar 2008 ein Freizügigkeitsguthaben bei der Pensionskassen-Stiftung der schweizerischen Landwirtschaft von Fr. 47'343.00 (Urk. 8), während das während der Ehe erworbene Freizügigkeitsguthaben auf Seiten von X._ bei der Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich Fr. 639'123.30 beträgt (Urk. 6). Aus der Gegenüberstellung der beiden Guthaben resultiert ein Differenzbetrag von Fr. 591'780.30 (= Fr. 639'123.30 - Fr. 47'343.--), welcher zur Hälfte (Fr. 295'890.15) Y._ zufällt.
Demnach ist die Beamtenversicherungskasse des Kantons Zürich anzuweisen, den Betrag von Fr. 295'890.15 zu Lasten von X._ (AHV-Nr. _) auf das Konto von Y._ (AHV-Nr. _) bei der Pensionskassen-Stiftung der schweizerischen Landwirtschaft zu überweisen.