# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 11ee9995-4c0d-4d80-940f-5c3039c7d645
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 12. Mai 2009 schlossen die Y._AG als Bestellerin und die X._AG als Unternehmerin einen Werkvertrag über die Erstellung sanitärer Anlagen im neuen Gewerbehaus der Y._AG in O.1_ ab. Aufgrund dieses Vertragsverhältnisses waren A._ und B._ als Monteure der X._AG am Freitag, 3. Dezember 2010 im Ausstellungstraum des Gewerbehauses mit der Installation sanitärer Einrichtungen beschäftigt, wobei unter anderem auch Anschlussarbeiten in der Küche des Ausstellungsraums vorgenommen wurden. Die Monteure verliessen die Baustelle um circa 15.50 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt befand sich an einem Teil der Kaltwasserzuleitung zur Küchenausflussarmatur ein offener Rohrausgang in Form eines Ausgangsstutzens von einem in die Leitung integrierten T-Abzweigungsstück. Der Ausgangsstutzen war nicht mit einer Verschlusskappe versehen. Der Anschluss einer entsprechenden Gerätschaft an diesen Ausgangsstutzen sollte am darauffolgenden Montag erfolgen.
Als C._, Verwaltungsratspräsident der Y._AG, am Sonntag, den 5. Dezember 2010, um ca. 16.00 Uhr das Gewerbehaus der Y._AG betrat, um die Holzheizung zu bestücken, bemerkte er auf dem Boden des Büros im Erdgeschoss Wasserlachen. Auf der Suche nach dem Ursprung des Wassers begab er sich ins Obergeschoss, wo er feststellte, dass aus dem offenen Ausgangsstutzen des T-Stücks in der Küche des Ausstellungsraums Wasser austrat. Den Wasseraustritt konnte er durch Schliessen des sich unter dem Ausgangsstutzen befindlichen Kaltwassereckventils stoppen. Durch den Wasseraustritt war an Gebäude und Inventar ein Schaden entstanden.
B. In der Folge meldete die Y._AG den Schaden bei der Z._AG, ihrer Gebäudeversicherung, an. Die Z._AG stellte sich jedoch auf den Standpunkt, der Schaden sei durch die X._AG verursacht worden, weshalb eine Schadensdeckung ihrerseits nicht in Frage komme. Die Haftpflichtversicherung der X._AG lehnte eine Schadensübernahme ebenfalls ab mit dem Argument, ihrer Versicherungsnehmerin sei keine Schadensverursachung nachzuweisen.
C. Mit Eingabe vom 2. Dezember 2011 meldete die Y._AG ihre Klage beim Vermittleramt des Bezirkes Prättigau/Davos an. Gemäss Klagebewilligung vom 27. Januar 2012 stellten die Parteien an der Sühneverhandlung die folgenden Anträge:
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„Rechtsbegehren der klagenden Partei gemäss Schlichtungsgesuch vom 2. Dezember 2011:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 203‘416.35 zzgl. 8% Mehrwertsteuer, plus 5% Zins seit 5. Dezember 2010 zu bezahlen.
2. Das Recht der Klageerweiterung bzw. das Nachklagerecht bleiben ausdrücklich vorbehalten.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. 8% Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten.
Rechtsbegehren der beklagten Partei vom 26. Januar 2012:
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der klagenden Partei.“
D. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung unterbreitete die Y._AG mit Eingabe vom 26. April 2012 die Streitsache mit unverändertem Rechtsbegehren dem Bezirksgericht Prättigau/Davos. Am 4. Juli 2012 reichte die X._AG die Prozessantwort mit ebenso unverändertem Rechtsbegehren ein. Die Replik datiert vom 24. September 2012 und die Duplik vom 6. November 2012.
E. Gleichzeitig mit der Klage reichte die Y._AG am 26. April 2012 eine „Streitverkündungsklage“ [recte: ein Gesuch um Zulassung einer Streitverkündungsklage] gegen die Z._AG [recte: Z._AG] ein. Sie beantragte, die Streitverkündungsklage im Hauptprozess der Y._AG gegen die X._AG zuzulassen. Für den Streitverkündungsprozess stellte sie inhaltlich dieselben Anträge wie im Hauptprozess, jedoch richteten sich diese nun gegen die Z._AG. Am 4. Juli 2012 beantragte die X._AG in ihrer Stellungnahme, die Streitverkündungsklage nicht zuzulassen. Die Z._AG stellte in ihrer Stellungnahme vom 9. Juli 2012 dahingegen das Begehren, die Streitverkündungsklage im Hauptprozess zuzulassen. Mit Verfügung vom 14. August 2012 erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Prättigau/Davos, die Streitverkündungsklage der Y._AG gegen die Z._AG werde zugelassen und die Hauptklage zusammen mit der Streitverkündungsklage formell in einem einzigen Verfahren weitergeführt. Auf Intervention der Z._AG kam die Einzelrichterin am 5. Oktober 2012 auf ihre Verfügung zurück. Sie legte fest, dass ein Rechtsschriftenwechsel in der Streitverkündungsangelegenheit erst nach rechtskräftiger Erledigung des Hauptverfahrens eingeleitet werde. Gleichzeitig setzte sie der Streitverkündungsbeklagten Frist zur Einreichung einer Stellungnahme zum Inhalt sämtlicher Rechtsschriften im Hauptprozess. Von
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dieser Möglichkeit machte die Z._AG mit Eingabe vom 21. Januar 2013 Gebrauch. Am 15. April 2013 nahmen sowohl die Y._AG als auch die X._AG zu der Eingabe der Z._AG Stellung.
E. a) Mit prozessleitender Verfügung vom 6. Mai 2013 beschränkte der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos den Hauptprozess auf Antrag der Z._AG in ihrer Stellungnahme vorerst auf die Frage, ob die X._AG für den der Y._AG entstandenen Schaden grundsätzlich haftbar sei.
b) Am 5. Juni 2013 erliess der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos die Beweisverfügung, in welcher er unter anderem die von den Parteien und der Streitverkündungsbeklagten mit den Rechtsschriften eingereichten Urkunden als relevant erklärte. Die beantragten Zeugen liess er nur teilweise zu, einen Augenschein sowie die Erstellung der beantragten Gutachten behielt er vor.
F. Am 31. Oktober 2013 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos statt, welches mit Entscheid vom gleichen Tag, mitgeteilt am 9. Januar 2014, wie folgt erkannte:
„1. Es wird im Sinne eines Zwischenentscheids festgestellt, dass die X._AG für den bei der Y._AG eingetretenen Schaden haftbar ist.
2. Die Gerichtskosten von CHF 5‘000.- gehen zu Lasten der X._AG und werden, unter Einräumung eines Regressrechts, vom von der Y._AG geleisteten Kostenvorschuss erhoben.
3. Die X._AG hat die Y._AG für das bisher durchgeführte Verfahren vor Bezirksgericht Prättigau/Davos mit CHF 12‘108.25 ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations