# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0a835582-e4a3-5965-874c-bef5f5af75f1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1971, war von
Februar 2001 bis Februar 2002
als
Key Account Manager
bei der
Y._
in einem 100%-Pensum ange
stellt.
Von Februar 2002 bis November 2003 bezog er Arbeitslosentaggelder,
wo
bei er nebenan seine selbständige Erwerbstätigkeit als Eventmanager aufbaute
(Urk. 6
/
53 und Urk. 6/2/22-35
).
Bei einem Motorbootunfall auf dem Zürichsee am 22. Juli 2004 zog sich der Versicherte eine
Hirnerschütterung und eine
Ver
letzung an der Halswirbelsäule zu (Urk. 6/
12
).
Am 6. Juli 2005 (
Eingangsdatum
) meldete sich der Versicherte bei der Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf den Wasser
sportunfall vom 22. Juli 2004 zum Bezug von Leistungen der Invalidenversiche
rung an (Urk. 6/3). Nach Einholung
des
polydisziplinären medizinischen Gutach
tens der Ärzte des
Z._
vom 30. August 2007
(Urk. 6/44) sprach ihm die IV-Stelle ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 73 % mit Verfügung vom 24. Januar 2008 (Urk. 6/69) eine ganze Invalidenrente ab 1. Juli 2005 zu. Dieser Anspruch wurde im Zuge eines amtlichen Revisions
verfahrens der IV-Stelle
des Kantons Basel-
Stadt (nach Wohnsitzwechsel des Ver
sicherten in den Kanton Basel
-
Stadt, Urk. 6/73) mit Mitteilung vom 7. Juli 2010 (Urk. 6/105) bestätigt, wobei auch im Rahmen der revisionsweisen Überprüfung eine polydisziplinäre medizinische Untersuchung durch die
Z._
-Gutachter ver
anlasst wurde
(Gutachten vom 22. März 2010; Urk. 6/90)
. Ausserdem bejahte die IV-Stelle Basel
-
Stadt den Anspruch auf Arbeitsvermittlung und gewährte dem Versicherten mit Mitteilung vom 7. April 2010 Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche (Urk. 6/92).
1.2
Im Juli 2013 leitete die IV-Stelle (nach Wohnsitzwechsel des Versicherten in den Kanton Zürich, Urk. 6/89) von Amtes wegen ein weiteres Revisionsverfahren ein (Urk. 6/126) und nahm erneut Abklärungen in erwerblicher
und medizinischer Hinsicht vor. Sie holte wiederum den Bericht des behandelnden Arztes (Urk. 6/129) sowie einen Auszug aus dem Individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug, Urk. 6/130) ein. Des Weiteren beauftragte die IV-Stelle die
A._
mit einer weiteren polydisziplinären Begutachtung, über welche am 15. Januar 2015 berichtet wurde (Urk. 6/153). Die IV-Stelle veranlasste in der Folge eine aktenbasierte Einschätzung des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD). RAD-Arzt Dr. med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie, nahm am 30. Januar 2015 und am 14. März 2015 Stellung (Urk. 6/158 S. 5f.). Mit Vorbescheid vom 10. November 2015 stellte die IV-Stelle die wieder
erwägungsweise Aufhebung der Mitteilung vom 7. Juli 2010 in Aussicht (Urk. 6/160).
Sie führte aus, i
m Rahmen der revisionsweisen Überprüfung des Rentenanspruchs habe man bemerkt, dass die Berechnung des Invaliditätsgrads auf einem falschen
Valideneinkommen
basiere. Der korrigierte Einkommensver
gleich ergebe bei einer Arbeitsfähigkeit im Umfang von 80 % in der bisherigen sowie in einer angepassten Tätigkeit einen Invaliditätsgrad von 20 %, weshalb folglich kein Anspruch auf eine
mehr
Invalidenrente bestehe.
Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 2. Dezember 2015 sowie ergänzend am 6. Januar 2016 Einwand (Urk. 6/161 und Urk. 6/163). Mit Verfügung vom 8. Februar 2017
zog
die IV-Stelle wie vorbeschieden
die
Mitteilung vom 7. Juli 2010
in Wieder
erwägung
(Urk. 6/105) und hob gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 20 % die Invalidenrente
wiedererwägungsweise
auf Ende des folgenden Monats auf (Urk. 2).
2.
Hiergegen
erhob
der
Versicherte am
13. März
2017 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte,
die angefochtene Verfügung vom
8
.
Februar
2017 sei aufzuheben und
es sei dem Beschwerdeführer unverändert ab dem 1. Juli 2010 eine ganze Invali
denrente auszurichten. Eventuell sei dem Beschwerdeführer ab Erstattung des Gutachtens der
A._
,
per 15. Januar 2015, mindestens eine halbe Invaliden
rente zuzusprechen.
Die Mitteilung vom 7. Juli 2010 sei nicht zweifellos unrichtig und es
würden
auch
keinerlei Anhaltspunkte für einen verbesserten Gesundheits
zustand vorliegen. Im Gegenteil seien Verletzungen von Wirbelgelenken festge
stellt worden.
Die Beschwerdegegnerin schl
oss mit Beschwerdeantwort vom 3
.
Mai 2017 (Urk. 5)
auf Abweisung der Be
schwerde.
Mit Verfügung vom
5
.
Mai 2
017 wurde
de
m
Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (Urk. 7
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
).
Sie kann Folge von Geburtsgebre
chen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
Bundesgesetz über die Invaliden
versicherung (IVG)
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
1.3
1.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3.2
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Einkom
mensvergleichs gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art.
16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffern
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe
rungswerte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vorgenommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe
rungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Pro
zentzahlen genügen. Das ohne eine Invalidität
erzielbare hypothetische Erwerbs
einkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkom
men auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog. Prozentvergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E.
10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E.
3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwert
e von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs.
2 IVG) eindeutig über- oder untersch
r
eitet (Urteil des Bun
des
gerichts 8C_333/2013 vom 11.
Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
1.4
1.4.1
Ändert sich der Grad der Invalidität eines Rentenbezügers oder einer Rentenbe
zügerin in einer für den Anspruch erheblichen Weise, so ist die Rente laut
Art.
17
Abs.
1 ATSG für die Zukunft entsprechend zu erhöhen, herabzusetzen oder auf
zuheben. Der Revisionsordnung gemäss
Art.
17 ATSG geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E. 2a;
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die
Verwaltung eine Renten
verfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraussetzungen des
Art.
17
Abs.
1 ATSG nicht erfüllt sind. Nach der Rechtsprechung lässt sich eine allgemein gültige
betragliche
Grenze für die Voraussetzung der Erheblichkeit der Berichti
gung nicht festlegen. Massgebend sind vielmehr die gesamten Umstände des Ein
zelfalles. Bei periodischen Leistungen ist die Erheblichkeit der Berichtigung zu bejahen (BGE 119 V 475 E. 1c; Urteil des Bundesgerichts 9C_11/2008 vom 29. April 2008 E. 4.2 mit Hinweisen
)
.
1.4.2
Zweifellose Unrichtigkeit im wiedererwägungsrechtlichen Sinn liegt etwa vor, wenn die Verfügung aufgrund falscher oder unzutreffender Rechtsregeln erlassen oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewendet wur
den. Weiter kann eine zweifellose Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfü
gung auch bei unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts gegeben sein. Darunter fällt insbesondere eine unvollständige Sachverhaltsabklä
rung aufgrund einer klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (
Art.
43
Abs.
1 ATSG und
Art.
61
lit
. c ATSG). Die Wiedererwägung im Sinne dieser Bestimmung dient somit der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsan
wendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhalts.
Der Umstand, dass eine Rentenverfügung anlässlich einer Revision bestätigt worden ist, steht einer späteren Wiedererwägung nicht entgegen; die zwischenzeitliche Bestätigung der Rente ist wiedererwägungsrechtlich unerheb
lich (
Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 30-31 N. 83 mit Hinweis
).
1.4.3
Das Bundesgericht hielt fest, dass das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit die Wiedererwägung nicht zum Instrument einer voraussetzungslosen Neuprü
fung von Dauerleistungen werden lassen dürfe. Es entspricht nicht dem Sinn der Wiedererwägung, laufende Ansprüche zufolge nachträglich gewonnener besserer Einsicht der Durchführungsorgane jederzeit einer Neubeurteilung zuführen zu können (
Urteil des [Eidgenössischen Versicherungsgerichts] I 248/06 vom 25. August 2006, E. 3.2
). Einer einmal in Rechtskraft erwachsenen
Leistungszu
sprache
muss schon im Hinblick auf die Rechtssicherheit eine gewisse Beständig
keit zuerkannt werden, weshalb ein späteres Zurückkommen auf früher gefällte Entscheide von vornherein nur bei Vorliegen triftiger Gründe in Betracht fallen darf (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_1012/2008 vom 17. August 2009, E. 4.1). Erscheinen die Beurteilung der materiellen Anspruchsvoraussetzungen, deren Beurteilung in Bezug auf gewisse Schritte und Elemente Ermessenszüge aufweist und regelmässig komplex ist - was für die Invaliditätsbemessung mit Einschät
zung von Gesundheitszustand und Arbeitsunfähigkeit, Ermittlung der erwerbli
chen Auswirkungen usw.
optima
forma zutrifft - und insbesondere die einzelnen Schritte bei der Feststellung der Voraussetzungen vor dem Hintergrund der massgeblichen Sach- und Rechtslage zur Zeit der Leistungszusprechung als ver
tretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus.
Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfü
gung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtig
keit der Verfügung - denkbar
(Urteil des Bundesgerichts 9C_760/2010 vom 17. November 2011, E. 2 mit Hinweisen).
Um wiedererwägungsweise auf eine verfügte Leistung zurückkommen zu können, genügt es nicht, wenn ein einzelnes Anspruchselement rechtswidrig festgelegt wurde. Vielmehr hat sich die
Leistungszusprache
auch im Ergebnis als
zweifellos
unrichtig zu erweisen. So muss etwa, damit eine zugesprochene Rente wegen einer unkorrekten Invaliditätsbemessung wiedererwägungsweise aufgehoben werden kann
,
- nach damaliger Sach- und Rechtslage - erstellt sein, dass eine korrekte Invaliditätsbemessung hinsichtlich des Leistungsanspruchs zu einem ander
e
n Ergebnis geführt hätte (
BGE 140 V 79
f. E. 3.1
).
2.
2.1
Im Rahmen der erstmaligen
Rentenzusprache
vom
24. Januar 2008
(Urk. 6/69) hielt die Beschwerdegegnerin fest, der Beschwerdeführer habe sich kurz vor dem Unfall im Aufbau einer selbständigen Erwerbstätigkeit als Eventmanager befun
den, wobei dieses Einkommen für die Ermittlung des
zumutbaren
Validenein
kommens
nicht berücksichtigt werden könne. Entsprechend stelle man für die Bestimmung des
Valideneinkommens
auf das Jahreseinkommen ab, welches der Beschwerdeführer bei seinem früheren Arbeitgeber verdient habe (Urk. 6/65). In der Mitteilung vom 7. Juli 2010 (Urk.
6/105) stellte die IV-Stelle Basel-Stadt gestützt auf das Gutachten vom 22. März 2010 keine sich auf die Invalidenrente auswirkenden Änderungen fest. Demnach wurden sowohl die Rente als auch die Berechnung des Invaliditätsgrades bestätigt.
Im Zuge der im Jahr 2013 durchgeführten revisionsweisen Überprüfung des Ren
tenanspruchs (vgl. Urk. 2) kam die Beschwerdegegnerin zum Schluss, dass die Bestimmung des mutmasslichen Verdiensts ohne Gesundheitsschaden (
Validen
einkommen
) Mängel aufweise, welche die Mitteilung vom 7. Juli 2010 (Urk. 6/105) als zweifellos unrichtig erscheinen liesse und es daher rechtfertige, darauf im Sinne einer Wiedererwägung (vgl.
E. 1.4
) zurückzukommen. Die Beschwerdegegnerin befand, das
Valideneinkommen
sei anstelle des Verdienstes aus dem Anstellungsverhältnis bei der ehemaligen Arbeitgeberin anhand der Tabellenlöhne gestützt auf die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
gebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) zu bestimmen und für das Jahr 2010 auf Fr. 120'308.70 festzusetzen. Setze man dieses einem möglichen Invalideneinkom
men in der Höhe von Fr. 48'053.40 (60%-Pensum) gegenüber, resultiere eine Erwerbseinbusse von Fr. 72'255.30, respektive ein Invaliditätsgrad von 60 %. Der Beschwerdeführer hätte im Jahr 2010 entsprechend nur Anspruch auf eine
Drei
viertelsrente
gehabt, womit die Bestätigung der ganzen Rente am 7. Juli 2010 (Urk. 6/105) zweifellos unrichtig gewesen sei.
2
.2
Dem hält
der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 13. März 2017 (Urk. 1 S. 14f.)
entgegen
, beim
Valideneinkommen
handle es sich um eine hypothetische Grösse.
Die Entwicklung seines Lohnniveaus zeige, dass durchaus am Verdienst aus dem Anstellungsverhältnis bei
seiner früheren Arbeitgeberin für die Bestim
mung des
Valideneinkommens
angeknüpft werden könne. Tabellenlöhne müssten nicht beigezogen werden, wenn dadurch das grundsätzlich konkret zu ermittelnde
Valideneinkommen
nicht zuverlässiger bestimmt werden könne. Es bleibe ein Ermessensspielraum, weshalb der an der letzten Arbeitsstelle erzielte konkrete Lohn nicht offensichtlich unrichtig sein könne.
2.3
Zu prüfen ist nun zunächst, ob die
Mitteilung
vom
7. Juli 2010, mit welcher dem
Beschwerdeführer
der Anspruch auf eine ganze Invalidenrente bestätigt wurde (Urk. 6
/
105
), von der Beschwerdegegnerin zu Recht in Wiedererwägung gezogen wurde.
3.
3.1
3.1.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitss
chaden fortgesetzt worden wäre
(BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
von selbständig erwerbstätig gewe
senen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem Indivi
duellen Konto (IK) ersichtlichen
Einkommen
herangezogen werden.
Bei selbständig Erwerbenden wird namentlich dann nicht auf das zuletzt erzielte Einkommen abgestellt, wenn die vor der Gesundheitsbeeinträchtigung ausgeübte selbständige Tätigkeit wegen ihrer kurzen Dauer keine genügende Grundlage für die Bestimmung des
Valideneinkommens
darstellt, zumal in den ersten Jahren nach Aufnahme der selbständigen Erwerbstätigkeit üblicherweise aus verschie
denen Gründen (hohe Abschreibungsquote auf Neuinvestitionen usw.) die Betriebsgewinne gering sind.
3.1.2
Da die Invalidität
der voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit
dauernden Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat (vgl.
Art.
8 Abs. 1 ATSG), ist auch die berufliche Weiterentwicklung zu berücksichtigen, die eine versicherte Person nor
malerweise vollzogen hätte. Allerdings müssen konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wäre. Blosse Absichtserklärungen der versicherten Person genügen nicht. Es müssen bereits bei Eintritt des Gesundheitsschadens entsprechende konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums, Ablegung von Prüfungen usw. kundge
tan worden sein.
Im Revisionsverfahren besteht insoweit ein Unterschied zur ursprünglichen Rentenfestsetzung, als der in der Zwischenzeit tatsächlich durch
laufene beruflich-erwerbliche Werdegang als invalide Person bekannt ist. Eine trotz Invalidität erlangte besondere berufliche Qualifizierung erlaubt allenfalls (weitere) Rückschlüsse auf die mutmassliche Entwicklung, zu
d
er es ohne
Eintritt
des (unfallbedingten) Gesundheitsschadens bis zum Revisionszeitpunkt gekom
men wäre.
Ein strikter Beweis für eine nach dem Unfall absolvierte Weiterbildung ist nicht zu verlangen, hingegen braucht es gewisse konkrete Anhaltspunkte im Unfallzeitpunkt, damit von einem späteren Abschluss der Ausbildung und einem
entsprechenden Einkommen ausgegangen werden kann (Urteil des Bundesge
richts 8C_
838/2017 vom 18. Mai 2018 E. 5.2 mit diversen
Hinweisen).
3.2
Ist die Ermittlung des Validen- und/oder Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der LSE berechnet werden
(BGE 142 V 178 E. 2.5.7 mit Hinweisen),
wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenen
falls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
3.3
Im Rahmen der Bestätigung der Invalidenrente vom 7. Juli 2010 (Urk. 6/105) stützte sich die IV-Stelle Basel-Stadt auf das polydisziplinäre Gutachten der Begutachtungsstelle
Z._
vom 22. März 2010 (Urk. 6/90). Die Untersuchungen fanden am 8. Februar 2010 statt.
Die
Z._
-Gutachter hielten folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit fest (Urk. 6/90 S. 15):
-
1.
Zustand nach Sportunfall am 22. Juli 2004 mit Halswirbelsäulendistorsion sowie milder traumatischer Gehirnverletzung mit heute noch bestehendem/n/r
-
mittelstark ausgeprägtem
,
rechtsbetonten
,
insbesondere oberem
Cervi
calsyndrom
-
mässig bis mittelstark ausgeprägten
cervicocephalen
Beschwerden mit
cervicogen
getriggerten
Kopfschmerzen, Tinnitus,
cervicogenem
Schwindel
-
peripherem vestibulärem Defizit rechts bei Commotio
labyrinthi
auf die
ser Seite
-
leichten kognitiven Defiziten
-
2.
Leicht- bis mittelgradige depressive Episode bei lang anhaltenden körperli
chen Beschwerden nach Unfall vom 22. Juli 2004
Die Diagnosen des Status nach Tonsillektomie sowie des Status nach arthrosko
pischer Meniskusoperation rechts 2005 hätten keinen Einfluss auf die Arbeitsfä
higkeit.
Im Rahmen der intern-medizinischen Untersuchung wurden keine Befunde und Diagnosen gestellt, welche die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen würden (Urk. 6/90 S. 17).
Aus neurologischer Sicht seien nach wie vor Folgen des Sportunfalls am 22. Juli 2004 zu verzeichnen. Es seien die für das
Cervicalsyndrom
typische
n
Bewegungs
einschränkungen im Kopfgelenk (Rotation in Inklination) festzustellen. Für das Vorliegen
cervicocephaler
Beschwerden spreche auch die ausgeprägte druck
schmerzhafte
Occipitalis
major
-Austrittsstelle rechts, wobei es bei Provokation zur Angabe starker Schmerzen mit gleichzeitig vegetativer Begleitsymptomatik wie vermehrtes Schwitzen und Erblassen gekommen sei. Ausserdem hätte sich klinisch neurologisch auch eine Gleichgewichtsstörung objektivieren lassen. Ursachen hierfür seien einerseits der
cervicogene
Schwindel im Rahmen des obe
ren
Cervicalsyndroms
und andererseits auch die in den Akten dokumentierte rechtsseitige
Vestibulopathie
. Des Weiteren liesse sich auch eine leicht ausge
prägte Beeinträchtigung der höheren Hirnfunktionen bei Schmerzinterferenz, Interferenz bei Vertigo sowie Zustand nach milder traumatischer Hirnverletzung objektivieren. Im Übrigen seien auch die Angaben des Beschwerdeführers betref
fend die vom Genick her einstrahlenden, hartnäckigen Kopfschmerzen glaubhaft. Diese Befunde seien weitestgehend vereinbar mit dem
Z._
-Vorgutachten vom
3
0.
August 200
7.
Die Arbeitsfähigkeit für eine Tätigkeit mit frei wählbarem Arbeitsrhythmus im kaufmännischen Bereich, wie zum Beispiel die Tätigkeit als Event-Manager, der früheren Arbeit des Beschwerdeführers, betrage 50 %
(vgl. Urk. 6/44; Urk. 6/90 S. 18
f.).
Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung wurde eine leichte depressive Ver
stimmung diagnostiziert. Während der Untersuchung habe sich der Beschwerde
führer adäquat verhalten und eine Tendenz zur Dissimulation seiner Beschwerden gezeigt. Der
Z._
-Gutachter attestierte dem Beschwerdeführer eine 20%ige Beeinträchtigung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit (Urk. 6/90 S. 18).
Aus gesamtmedizinischer Sicht sei im Rahmen der Konsensdiskussion festgestellt worden, dass es grundsätzlich weder zu einer Verbesserung noch zu einer Ver
schlechterung der Symptomatik und der objektiven Befunde gekommen sei. Aus
ser den depressiven Beschwerden seien die Symptome des Beschwerdeführers organisch bedingt. Eine anhaltend somatoforme Schmerzstörung respektive eine Überlagerungssymptomatik könne ausgeschlossen werden. Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit hielten die
Z._
-Gutachter fest, der Beschwerdeführer brauche vermehrt Pausen und längere Erholungsphasen. Aus gesamtmedizinischer Sicht könne ihm eine 50%ige Beeinträchtigung der Leistungs- und Arbeitsfähigkeit in seinem angestammten Beruf attestiert werden, insofern er in diesem Berufszweig die Arbeit relativ frei einteilen könne. Im Vergleich zur Vorbegutachtung (Urk. 6/44) müsse die Arbeitsunfähigkeit unverändert objektiviert werden (Urk. 6/90 S. 18f.).
3.4
Der
Beschwerdeführer
absolvierte
die kaufmännische Lehre bei der
C._
und war
nach längerem Sprachaufenthalt
als
Verkaufsassistent des Geschäftsführers
bei der
D._
beschäftigt.
Von 1995 bis 1998 war er als Produktmanager für Wein und S
pirituosen beim
E._
,
tätig und anschliessend Verkaufs- und Exportleiter für Wein bei der
F._
.
Hierauf war der Beschwerdeführer von 2001 bis 2002 National Key Account Manager bei der
G._
und
bezog ab Januar 2003 Taggelder der Arbeitslosenversicherung. Im Jahre 2003
gründete
er
sein eigenes Unterneh
men, die
H._
,
mit dem Zweck,
Event- und Showprodukti
onen, multimediale Projekte sowie Promotionen
zu organisieren
.
Im Zuge neben
beruflicher Aus- und Weiterbildungen, machte der Beschwerdeführer eine Wei
terbildung zum Marketingplaner sowie Ausbildungen im Weinbereich (Weinhan
delsbewilligung B sowie diverse Weindegustationskurse; vgl. Urk. 6/53).
Der Beschwerdeführer gab an, infolge seines Unfalls vom
22. Juli 2004 und des
sen Spätf
olgen sei er gezwungen gewesen, die selbständige Erwerbstätigkeit per 31. Juli 2007 aufzugeben (Urk. 6/48/4).
Aus
den Geschäftsabschlüssen der
H._
für die Jahre 2004 bis 2006
ergibt sich, dass
die selbstän
dige Tätigkeit
(noch)
nicht ertragsbringend war
.
So hatte er im Jahr 2004 einen Verlust von
F
r. 26'835.-- und im Jahr 2006 einen Verlust von Fr. 7'659.-- zu verbuchen
(Urk. 6/2/4 und Urk. 6/48)
.
Auch im Jahre 2005 hätte bei einem Brut
toertrag von
Fr.
1'748.20 und Betriebskosten von rund
Fr.
40'000.-- ohne die verbuchten Versicherungsleistungen ein Verlust resultiert (
Urk.
6/46/3).
A
us dem IK-Auszug
ist
ersichtlich, dass der Beschwerdeführer
auf einem
selbständige
n Erwerbseinkommen von
rund
Fr. 8'300.-- in den Jahren 2004, 2006 und 2007 sowie
von
Fr. 20'200.-- im Jahr 2005
abrechnete
.
Der IK-Auszug zeigt
ferner
, dass der Beschwerdeführer neben seiner selbständigen Arbeit
in den Jahren 2003 und 2007
auch
in unselbständiger Stellung für die
I._
respektive der
J._
tätig
war
(Urk. 6/130)
.
3
.5
3.5.1
Vorliegend konnte
für den Einkommensvergleich nicht
auf das Einkommen aus der selbständigen Erwerbstätigkeit abgestellt werden, war der Beschwerdeführer doch erst im Aufbau
derselben
(vgl.
E.
3.1.1
). Entsprechend hätte das
Validenein
kommen
anhand der Tabellenlöhne gestützt auf die LSE bestimmt werden
müs
sen
.
Jedenfalls war es zweifellos falsch, die bei der letzten Anstellung erzielten Jahreseinkommen als Grundlage für die Bemessung des
Valideneinkommens
her
anzuziehen, weil der Beschwerdeführer diese Anstellung vor Eintritt des Gesund
heitsschadens gekündigt hatte und dieser Verdienst
im Zeitpunkt des Erwerbsver
gleichs mit Sicherheit nicht dem mutmasslich zu erzielenden Erwerbseinkommen ohne Gesundheitsschaden entsprach. Dafür, dass der Beschwerdeführer mit der aufgenommen selbständigen Tätigkeit ein annähernd gleich hohes Einkommen hätte erzielen können, wie er es an seiner letzten Arbeitsstelle erzielt hatte, gab es keinerlei Hinweise, und diese Annahme war – sowohl in naher wie ferner Zukunft - rein spekulativ. Ferner war nicht nur die Festsetzung des
Validenein
kommens
, sondern war auch die Wahl des Tabellenlohns als Grundlage für das Invalideneinkommen rechtswidrig. Für die Bestimmung des Invalideneinkom
mens stützte sich die Beschwerdegegnerin auf den Tabellenlohn für Hilfsarbeiten (LSE 2004, TA 1, Total Kompetenzniveau 4, Männer) und setzte es aufgrund einer gutachterlich attestierten 60%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (vgl. Urk. 6/44 S. 24) auf Fr. 35'045.-- fest. Angepasst sei eine leichte Bürotätigkeit, wobei der Beschwerdeführer seine Körperpositionen wechseln und immer wieder eine kleine Pause einlegen können müsse.
Angesichts der kaufmännischen Aus- und Weiterbildung des Beschwerdeführers
(vgl. E. 3.4
)
ist es nicht nachvollzieh
bar, weshalb
(nur)
eine
Tätigkeit
als Hilfskraft in Frage kommen soll.
Die
Z._
-Gutachter legten keine
gesundheitlichen Einschränkungen
dar
, die ihn in der Ausübung berufs- oder fachspezifischer Tätigkeiten
wesentlich
beein
trächtigt hätten
und die qualitativen Anforderungen an eine zumutbare Tätigkeit (ver
mehrter Pausenbedarf, frei wählbarer Arbeitsrhythmus; vgl. E. 3.3) wurden
im ver
minderten Pensum berücksichtigt
. Es ist anzunehmen, dass der Beschwerde
führer aufgrund seiner beruflichen Ausbildung und Erfahrungen mindestens eine Tätigkeit gemäss Kompetenzniveau 3
hätte ausüben können
.
Dass die Beschwer
degegnerin nur eine Arbeit als Hilfskraft in Betracht zog
,
war
zweifellos unrichtig
.
Entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers stellt die Wahl, auf welcher Grundlage der Erwerbsvergleich zu
erfolgen hat, grundsätzlich eine Rechtsfrage dar und liegt nicht im Ermessen der Verwaltung (vgl. hierzu auch BGE 143 V 2.4 S. 297).
Dieser zweifellos rechtswidrige Erwerbsvergleich im Zeitpunkt der
Rentenzuspra
che
(Januar 2008) wurde anlässlich der Rentenüberprüfung im Jahr 2008 ohne weitere berufliche Abklärungen übernommen.
3.5.2
Zu prüfen bleibt, ob sich das rechtswidrig festgelegte
Valideneinkommen
auch im Ergebnis als zweifellos unrichtig erweist.
Die
Z._
-Gutachter attestierten dem Beschwerdeführer
im ersten Gutachten vom 3
0.
August 2007
eine 40%ige Arbeitsfähigkeit in seinem angestammten Beruf als frei arbeitender Eventmanager,
wobei berücksichtigt wurde, dass der Beschwer
deführer für intellektuell beanspruchende Tätigkeiten in seiner Leistungsfähigkeit sowie in der Konzentrationsfähigk
eit erheblich eingeschränkt ist
(vgl. Urk. 6/44 S. 24). Bei einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 40 % in der angestammten Tätigkeit als frei arbeitender Eventmanager kann im Rahmen der Bemessung des Invaliditätsgrades ein sogenannter Prozentvergleich vorgenommen werden (vgl. E. 1.3
.2
). Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist dabei grundsätzlich mit 100 % zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz zu veranschlagen ist, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt
(
BGE 114 V 313 E. 3a mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts I 850/05 vom 2
1.
August 2006 E. 4.2 und I 375/05 vom
2.
Dezemb
er 2005 E. 3.2; vgl. auch E. 1.3
). Sofern man
den
Beschwerdeführer als ganztägig erwerbstätig einstuft, resultiert somit ein renten
begründender Invaliditätsgrad von
60
% (ein sogenannter Leidensabzug ist nicht zu gewähren
, da bereits in der teilweisen Arbeitsunfähigkeit berücksichtigt
).
Der Beschwerdeführer hätte entsprechen
d
nur Anspruch au
f eine
Dreiviertelsrente
gehabt, womit sich die
mit
Mitteilung
vom 7. Juli 2010
bestätigte
Zusprache
einer ganzen Invalidenrente
als zweifellos unrichtig herausstellt.
Zum selben Resultat führt der Einkommensvergleich in einer angepassten Tätig
keit.
Im
Z._
-Gutachten vom
30. August 2007
wurde dem Beschwerdeführer eine 60%ige Arbeitsfähigkeit in einer leichteren, seinen kognitiven Schwierigkeiten sowie den Schmerzen und der Depressivität angepassten Tätigkeit,
in welcher er nicht derart viel Übersicht, Konzentrationsfähigkeit und geistige Anstrengung aufzubringen habe
,
attestiert
.
Er müsse aber seine Körperpositionen wechseln und immer wieder kleine Pausen einlegen können (Urk. 6/44 S. 24).
Wie ausgeführt
ist anzunehmen, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner beruflichen Ausbil
dung und Erfahrungen mindestens eine Tätigkeit gemäss Kompetenzniveau 3 ausüben kann.
Dass die Beschwerdegegnerin nur eine Arbeit als Hilfskraft
in Betracht zog
,
ist zweifellos unrichtig
. Dementsprechend ist da
s standardisierte mon
atliche Einkommen von Fr. 5'550.--
(LSE 2004, TA1, Total, Kompetenzniveau
3
, Männer)
unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit im
Jahr 2006 von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, G 8) sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2006 (Bundesamt für Statistik, T 39 Entwicklung der Nominallöhne 1976-2016, Männer; Stand 2004: 1975, Stand 2006: 2014) auf ein J
ahreseinkom
men von Fr. 42'480.90
(60%-Pensum) hochzurechnen (Fr. 5'550.-- x 12 : 40 x 41,7 : 1975 x 2014 x 0.6). Das anzurechnende Invalideneinkommen beträgt somit Fr. 42'480.92 und nicht wie von der IV-Stelle ursprünglich berechnet Fr. 35'045.
--.
Selbst dann, wenn
das entsprechend der Nominallohnerhöhung auf das Jahr 2006 angepasste
(falsche)
Valideneinkommen
von Fr. 129'760.-- (vgl. Urk. 6/59 S. 2)
diesem
Invalideneinkommen gegenübergestellt
wird
, resultiert eine E
rwerbs
einbusse von Fr. 87'279.10
oder ein Invaliditätsgrad von 67,26 %,
was
gerundet 67 % entspricht
.
Folglich hätte der Beschwerdeführer auch im Rahmen dieser Berechnung nur
Anspruch au
f eine
Dreiviertelsrente
gehabt.
3.5
.3
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sowohl der Einkommensvergleich in der angestammten Tätigkeit als auch derjenige in einer angepassten Tätigkeit richtigerweise
höchstens
zu einer
Dreiviertelsrente
hätten führen müssen. Damit erscheint die Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen vor dem Hintergrund der massgeblichen Sach- und Rechtslage im Jahr
2008 respektive 2010
nicht als vertretbar und der
Entscheid
vom 7. Juli 2010
in mehrfacher Hinsicht
als zwei
fellos unrichtig.
3.6
.
Sind die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt, müssen die Anspruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des Anspruchs pro
futuro
geprüft werden. Wie bei einer materiellen Revision nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG ist auf der Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der Invaliditätsgrad zu ermitteln (
Urteile des Bundesgerichts 9C_837/2010 vom 3
0.
August 2011 E. 3.1 und 9C_960/2008 vom
6.
März 2009 E. 1.2 mit Hinwei
sen
). Dabei hat eine freie Beurteilung der Rentenanspruchsvoraussetzungen nach den Verhältnissen im Zeitraum bis zum Erlass der die Rente ex
nunc
et pro
futuro
aufhebenden Wiedererwägungsverfügung vom
8. Februar 2017
zu erfolgen (
Urteil des Bundesgerichts 9C_208/2016 vom 1
7.
Juni 2016 E. 2.2 mit Hinweis
).
4
.
4
.1
Im Rahmen der revisionsweisen Überprüfung der Invalidenrente hielt Dr.
med.
K._
, Allgemeine Medizin,
in seinem Arztbericht vom 6. September 2013 (Urk. 6/129) zu Händen der IV-Stelle fest, der Beschwerdeführer leide noch immer an Kopfschmerzen, die mehrmals pro Woche auftreten und den ganzen Tag andauern würden. Die Halswirbelsäule sei in Inklination rotationseinge
schränkt und die Nackenmuskulatur sei druckdolent. Ferner habe der
Beschwer
deführer Konzentrationsstörungen sowie eine Ausdauer- und Antriebsschwäche. Des Weiteren berichtet
e
Dr.
K._
von einem neuen MRI vom 21. August 2013 (Urk. 6/129/6ff.), welches einen Riss des Ligamentum longitudinale anterius auf Höhe C5/C6 und vermutlich partiell auf Höhe C6/C7 sowie eine anteriore
Diskusprotrusion
mit
Anulusriss
auf beiden Höhen zeige. Diese Befunde seien für eine Extensionsverletzung typisch. Ferner zeige die bildgebende Untersuchung Segmentdegenerationen der Halswirbelsäule mit zirkulären
Diskusprotrusionen
C3/C4 bis C5/C6 und mit möglicher Affektion der
Radices
C5 rechts und C6 rechts. Dr.
K._
bescheinigte dem Beschwerdeführer in dessen angestammter Tätig
keit als Eventmanager eine Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 80 bis 90 %.
4
.2
Im Auftrag der Beschwerdegegnerin führten die Gutachter der
A._
vom 28. Oktober bis 1. Dezember 2014 eine polydisziplinäre Abklärung durch, über welche sie am 15. Januar 2015 berichteten (Urk. 6/153).
Die Gutachter stellten folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/153 S. 19):
-
Leichte kognitive Defizite mit im Vordergrund stehenden verbalen Gedächt
nisdefiziten und Störungen der Aufmerksamkeitskontrolle im Rahmen einer depressiven Symptomatik und chronischen Schmerzsymptomatik.
Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hätten folgende Diagnosen:
-
Cervicospondylogenes
und
cervicovertebrales
Syndrom bei Status nach Sport
unfall am 22. Juli 2004 mit Halswirbelsäule
n
distorsion und Kontusion und in MRI-Abklärungen vom 21. August 2013 und vom 10. Dezember 2014 gesi
chertem Riss des Ligamentum longitudinale anterius auf Höhe C5/C6 und ver
mutlich partiell auf Höhe C6/C7, anteriore
Diskusprotrusion
mit
Anulusriss
auf beiden Höhen
-
Dysthymie (F34.1)
-
Somatoforme Schmerzstörung (F45.4)
-
Status nach arthroskopischer Innenmeniskusrevision rechtes Kniegelenk 2004, keine funktionsrelevanten Folgen
-
Tinnitus
-
Übergewicht
Im Orthopädischen/
Traumatologischen
Teilgutachten äusserten die Gutachter, es sei nicht nachvollziehbar, wie bei dem Sturzereignis vom 22. Juli 2004 ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule zustande gekommen sein soll. Aus den Akten ergebe sich, dass der Beschwerdeführer mit dem Kopf auf dem Wasser auf
schlug, Beschleunigungskräfte auf die Halswirbelsäule wie beispielsweise bei einem Auffahrunfall seien dabei kaum vorstellbar. Im Rahmen der klinischen Verlaufskontrolle sei die Beweglichkeit der Halswirbelsäule allenfalls mässig und nicht in einem pathologischen Sinne eingeschränkt gewesen. Zu vermuten sei allenfalls eine Traumatisierung der distalen Halswirbelsäule C5-
7.
Das Unfaller
eignis vom 22. Juli 2004 liege nun aber mehrere Jahre zurück und einen über diesen langen Zeitraum andauernden Einfluss der aktuellen MRI-Befunde in C5-7 auf die körperliche Belastbarkeit und Arbeitsfähigkeit sei zumindest aus ortho
pädischer Sicht schwer vorstellbar. Versicherungsmedizinisch trete die Halswir
belsäule-Pathologie eher in den Hintergrund (Urk. 6/153 S. 12-15).
Im Rahmen der neurologischen Untersuchung hätten sich keine fokalen neurolo
gischen Ausfälle finden lassen. Die durchgeführten bildgebenden Verfahren des Schädels seien im Normbereich. Im Bereich der Halswirbelsäule hätten sich dege
nerative Veränderungen ergeben. Die Diagnose einer Commotio cerebri und mög
licherweise auch einer Distorsion der Halswirbelsäule könne von neurologischer Seite her bestätigt werden.
D
ie Folgen einer Commotio cerebri
müssten jedoch
längst abgeheilt sein. Die immer noch geklagten Beschwerden seien aus neurolo
gischer Sicht nicht zu erklären und auch nicht mehr dem Unfall
zuzuschreiben. Von neurologischer Seite her sei die Arbeitsfähigkeit vollumfänglich vorhanden (Urk. 6/153 S. 16).
Die am 10. November 2014 durchgeführte
n
neuropsychologische
n
Abklärungen
ergaben
als
leicht zu klassifizierende kognitive Defizite mit im Vordergrund ste
henden verbalen Gedächtnisdefiziten und Störungen der Aufmerksamkeitskon
trolle. Der Beschwerdeführer wirke freundlich, kooperativ und auskunftsbereit, im Affekt jedoch leicht gedrückt. Antrieb, Psychomotorik und Schwingungsfä
higkeit seien unauffällig. Über den Testzeitraum von gut drei Stunden habe er kooperativ und anstrengungsbereit mitgearbeitet, wobei keine Auffälligkeiten im Instruktionsverständnis bestanden
hätten
. Der Beschwerdeführer zeige sich gleichwohl sehr ablenkbar bei äusseren Störreizen. Am Ende der Testung habe er erschöpft gewirkt. Die Kopf- und Nackenschmerzen hätten nach Angaben des Beschwerdeführers allerdings nur leicht zugenommen (Urk. 6/153 S. 65). Hin
sichtlich der Arbeitsfähigkeit gab
en die
Gutachter
in der Konsensbeurteilung
an, aus rein kognitiver Sicht sei von einer leicht eingeschränkten beruflichen Leis
tungsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Eventmanager bzw. kaufmän
nischer Angestellter auszugehen, und zwar in dem Sinne, als es für den Beschwer
deführer notwendig sei, Arbeitsschritte und zu Erledigendes vermehrt schriftlich zu dokumentieren. Ausserdem sei bei Informationen, die er ohne Erinnerungshil
fen abrufen können
müsse
, ein höherer Lernaufwand zu erwarten. Ferner sei es aufgrund der Ablenkbarkeit wichtig, in einer ruhigen Umgebung arbeiten zu kön
nen, insbesondere bei Aufgaben, die eine hohe Sorgfalt oder genaue Informati
onsaufnahme erfordern
würden
. Aufgrund der teilweise gestörten Aufmerksam
keitskontrolle sei weiter ein erhöhter Aufwand mit dem Überprüfen und Korrigie
ren von bearbeiteten Aufgaben anzunehmen und aufgrund der verminderten
konzentrativen
Belastbarkeit sei es zur
Aufrechterhaltung der Leistungsfähigkeit über den Tag notwendig, dass der Beschwerdeführer vermehrt und längere Pausen machen könne (Urk. 6/153 S. 16f.).
Von internistischer Seite her würden keine Anhaltspunkte für zusätzliche Leiden bestehen, welche den Gesundheitszustand beeinträchtigen würden. Alle Tätigkei
ten seien möglich (Urk. 6/153 S. 17).
Im psychiatrischen Teilgutachten
(
Urk.
6/153 S. 54ff.)
wurde festgehalten, der Beschwerdeführer sei wach und könne dem gesamten Untersuchungsgeschehen aufmerksam folgen. Ein Nachlassen von Ausdauer und Konzentration sei nicht beobachtet worden. Er sei vollständig orientiert und könne seine Angelegenheiten selbständig regeln. Der inhaltliche und der formale Gedankengang seien geord
net, die Gedanken seien kohärent und nicht beschleunigt. Es gebe keine Ideen
flucht, keine Denkzerfahrenheit sowie keinen Hinweis auf depressive Denkhem
mungen. Auch eine depressive Antriebshemmung liege nicht vor. Allerdings wür
den immer wieder negative Kognitionen anklingen und er wirke resigniert und dünnhäutig. Sowohl das Kurz- und Langzeitgedächtnis als auch die Merkfähig
keit seien ungestört (vgl. Urk. 6/153 S. 58f.). Es ergebe sich ein Bild einer milden Dysthymie. Im Vordergrund stehe eine vermehrte Eigenbeobachtung und Dünn
häutigkeit, verbunden mit Kopf-, Schulter-Nackenschmerzen sowie Schlafstörun
gen. Offenbar
nehme er
seit Jahren regelmässig Schmerzmittel sowie
Schlafmittel ein
, was Kognition, Kopfschmerzen und Störung des Tag-Nacht-Rhythmus weiter negativ beeinflussen würden. Auch die subjektiv erlebte Dünnhäutigkeit mit Nachlassen von Konzentration und Belastbarkeit seien durch die regelmässige Einnahme von Schlafmitteln mitbedingt. Die anhaltenden Schmerzen nach Bagatelltrauma deuteten auf eine Schmerzverarbeitungsstörung hin. Das geschil
derte Aktivitätsniveau spreche gegen einen primären Krankheitsgewinn, suffizi
ente psychiatrische oder psychotherapeutische Massnahmen seien nicht durchge
führt
worden und könnten damit nicht als gescheitert angesehen werden. Im Vor
dergrund stehe ein maladaptives und auf Schonung ausgerichtetes Verhalten mit Rückzugstendenz und mit der dysfunktionalen Überzeugung, unter anhaltenden Einschränkungen hinsichtlich sozialer und beruflicher Kompetenzen zu leiden. Diese Einschränkungen seien aber aus strikt psychiatrischer Sicht durch den Beschwerdeführer überwindbar (Urk. 6/153 S. 17f.).
Die Arbeitsfähigkeit betreffend hielten die Gutachter der
A._
konsensual
fest, es seien leichte, Halswirbelsäule- und rückenadaptierte Tätigkeiten zumut
bar.
Unzumutbar seien
Arbeiten mit Zwangshaltungen für die Halswirbelsäule und den Rücken. Bildschirmarbeiten seien nur an einem ergonomisch ausgestal
teten Arbeitsplatz (Stehpulte) und befristet mit jeweils selbst einzuschätzenden Arbeitsunterbrechungen möglich. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten sei mit zehn Kilogramm limitiert. Entsprechend könne als Ergebnis dieser poly
disziplinären Abklärung festgehalten werden, dass insbesondere als Folge der noch bestehenden leichten kognitiven Einschränkungen von einer Leistungsmin
derung in der Grössenordnung von 20 % in der Tätigkeit als Eventmanager als auch in einer dem Belastungsprofil angepassten Tätigkeit auszugehen sei (Urk. 6/153 S. 20f.).
Folgen des zurückliegenden Ereignisses vom 22. Juli 2004 würden weder in einem krankheitswertigen oder unfallbedingten Sinne orthopädisch noch neuro
logisch noch internistisch und auch nicht psychiatrisch nachvollzogen werden können. Es würden lediglich leichte kognitive Einschränkungen als Folge des langjährigen Schmerzsyndroms und der Dysthymie persistieren. Aus rein ortho
pädisch somatischer Sicht sei für einen geschätzten maximalen Zeitr
ahmen von einem Jahr nach dem Un
fall eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit nicht auszuschliessen. Eine längere Arbeitsunfähigkeit könne
orthopädisch somatisch jedoch nicht bestätigt werden (Urk. 6/153 S. 21).
Weder die neurologischen, noch die psychiatrischen, internistischen oder neu
ropsychologischen objektiven Befunde hätten sich im Verlaufe der letzten Jahre wesentlich verändert. Aus heutiger Sicht würden sie jedoch anders bewertet wer
den. Entsprechend handle es sich gegenüber den
Z._
-Vorgutachten im Wesent
lichen um eine andere Beurteilung eines mehr oder weniger gleichen Sachverhal
tes (Urk. 6/153 S. 22).
4
.3
Zu den gesamten
Vorakten
nahm RAD-Arzt Dr.
B._
am 30. Januar 2015 sowie im Rahmen des
Einwandverfahrens
am 19. Juli 2016 Stellung (Urk. 6/158 und Urk. 6/167) und hielt fest, auf die Einschätzungen der Gutachter der
A._
könne abgestellt werden. Dem Beschwerdeführer sei entsprechend eine Arbeitsfähigkeit von 80 % sowohl in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Event
manager als auch in einer angepassten Tätigkeit zuzuschreiben. Der Beschwerde
führer hätte mit seinem Einwand keine neuen, unberücksichtigten medizinischen Fakten oder Tatsachen vorgebracht.
5
.
5
.1
Der Beschwerdeführer kritisiert
e
das polydisziplinäre Gutachten der
A._
in verschiedener Hinsicht. Vorweg bemängelte er, dass - nach seiner Auffassung - die gestellten Diagnosen nicht gesichert seien und die Abklärungen nicht umfas
send seien, weshalb nicht auf das Gutachten abgestellt werden könne. Ausserdem stehe die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit im luftleeren Raum (Urk. 1 S. 10). Der medizinische Sachverhalt erweise sich als nicht schlüssig beurteilt (Urk. 1 S. 13).
5
.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in
Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
5.3
Das
polydisziplinäre
Gutachten des
A._
vom
15. Januar 2015
beruht auf den erforderlichen allseitigen fachärztlichen Untersuchungen
der Fachrichtungen Orthopädie/Traumatologie, Neurologie, Neuropsychologie, Innere Medizin sowie Psychiatrie
und wurde in Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben. Die Gutachter haben detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten de
s
Beschwerdeführer
s
auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt.
Insbesondere wurde plausibel aufgezeigt,
dass
lediglich leichte kognitive Einschränkungen persistie
ren, wobei weder die somatoforme Schmerzstörung noch die Dysthymie die Arbeitsfähigkeit
(zusätzlich)
beeinträchtigen würden (vgl. Urk. 6/153 S. 20).
Auf
grund der erhobenen objektiven Befunde
ist ohne weiteres nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer in seiner Arbeitsfähigkeit nicht (mehr) erheblich einge
schränkt ist.
Das Gutachten erfüllt demnach grundsätzlich die rechtsprechungs
gemässen Anforderungen an beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen.
Da die Ätiologie bzw. Unfallkausalität vorliegend irrelevant ist, gehen die Aus
führungen des Beschwerdeführers hinsichtlich Unfallhergang und dessen mut
masslicher Folgen ins Leere (
Urk.
1 S. 7ff.). Die bildgebende Pathologie, insbe
sondere die Befunde des MRI vom 2
1.
August 2013 wurden berücksichtigt und fanden bei der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit in qualitativer Hinsicht Eingang (
Urk.
6/153 S. 20). Aufgrund der neuropsychologischen Befundung ist die Ein
schätzung der Leistungseinschränkung im Umfang einer 20%igen Arbeitsunfä
higkeit plausibel.
Zusammenfassend ist somit davon auszugehen, dass
der Beschwerdeführer
in
s
ei
ner
angestammten
Tätigkeit
als Eventmanager
seit
mindestens Januar 2015
zu
80
% arbeitsfähig ist.
6
.
6
.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit de
s
Beschwerde
führer
s
in
erwerblicher
Hinsicht auswirkt.
6
.2
Die Gutachter der
A._
attestierten dem Beschwerdeführer sowohl in seiner angestammten Tätigkeit als Eventmanager als auch in einer dem Belastungsprofil angepassten Tätigkeit aufgrund der noch bestehenden leichten kognitiven Ein
schränkungen eine Leistungsminderung im Umfang von 20 % (Urk. 6/153 S. 21, vgl. auch E.
5
.2). Folglich ist der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig, was selbst unter Berücksichtigung eines leidens
bedingten Abzugs - der im vorliegenden Fall nicht gerechtfertigt ist - nicht zu einem rentenbegründenden Invaliditätsgrad führen würde.
6
.3
Hinsichtlich der zeitlichen Wirkung einer Rentenaufhebung oder -herabsetzung ist Folgendes zu berücksichtigen: Wenn invalidenversicherungsrechtliche Aspekte zur Diskussion stehen, gilt es grundsätzlich, mit Wirkung ex
nunc
et pro
futuro
einen rechtskonformen Zustand herzustellen. Die Herabsetzung oder Auf
hebung einer Rente erfolgt in diesem Bereich daher in der Regel auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats. Rückwirkend wird die Rente nur herabgesetzt oder aufgehoben, wenn die unrichtige Ausrichtung einer Leistung darauf zurückzuführen ist, dass der Bezüger sie unrechtmässig erwirkt
hat oder er der ihm gemäss Art.
77
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
zumutbaren Meldepflicht nicht nachgekommen ist (
Art.
85
Abs.
2 in Verbindung mit
Art.
88
bis
Abs.
2 IVV; Kieser, ATSG-Kommentar,
3.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2015,
Art.
25
Rz
17
).
6
.4
Die angefochtene Verfügung vom
8. Februar 2017
(
Urk.
2), mit welcher die Beschwerdegegnerin die
Mitteilung
vom
7. Juli
2010 (
Urk.
6
/
105)
wiedererwä
gungsweise aufgehoben und die
ganze Invalidenrente des
Beschwerdeführer
s
per Ende
März
201
7
eingestellt hat, erweist sich damit als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
7
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig v
om Streitwert festzulegen (Art.
69 Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
m
unterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen.