# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a023a139-a484-4144-9fcb-7161637ab69b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Im Rahmen des Scheidungsverfahrens wurden die Kinder C., geboren am _, D., geboren am _, und E., geboren am _, unter die alleinige elterliche Sorge von B. gestellt. Bezüglich des väterlichen Besuchs- und Ferienrechts, das seit der eheschutzrichterlichen Regelung im Jahre 2003 trotz der im August 2004 angeordneten Erziehungsbeistandschaft wiederholt zu Spannungen zwischen den Eltern geführt hatte und im März 2007 gestützt auf eine dringende Empfehlung der im Scheidungsverfahren beigezogenen Gutachterin Dr. med. F. auf eintägige Besuche (jeweils am 1. und 3. Samstag des Monats von 09.00 Uhr bis 20.00 Uhr) reduziert worden war, konnten sich die Eltern der Kinder vor Kantonsgericht von Graubünden gütlich einigen. Aufgrund dieser Einigung erkannte das Kantonsgericht mit Urteil vom 10. Dezember 2007 unter anderem, A. werde das Recht eingeräumt, C., D. und E. ab Beginn der Sommerferien der Kinder im Jahre 2008 jeweils jedes zweite Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 19.00 Uhr, zu sich auf Besuch zu nehmen und mit den Kindern drei Wochen Ferien pro Jahr zu verbringen. Ausgefallene Besuchstage würden nicht nachgeholt. Sodann werde A. das Recht eingeräumt, jeweils alternierend, in den geraden Jahren den 24. Dezember und in den ungeraden Jahren den 25. Dezember, mit den Kindern zu verbringen. Die gerichtlich angeordnete Beistandschaft werde – so Dispositivziffer 2.f des Urteils des Kantonsgerichts – weitergeführt.
B.1. Das Präsidium der Vormundschaftsbehörde Hinterrhein verfügte am 24. März 2010, mitgeteilt am 25. März 2010, was folgt:
„1. Die Vize-Präsidentin der Vormundschaftsbehörde Hinterrhein verfügt gestützt auf Art. 53 EGzZGB auf Antrag des Beistandes von C., D. und E., G., dass das Besuchsrecht von A., Z., per sofort und bis auf weiteres sistiert wird. Das heisst, A. ist bis zur Aufhebung dieser Verfügung nicht berechtigt, seine Kinder zu besuchen oder sie zu sich auf Besuch zu nehmen.
2. Dem Kindsvater ist es nicht gestattet ausserhalb einer durch die Kindsmutter festzusetzenden wöchentlichen Zeit, die Kinder auf deren Handys anzurufen.
3. Ende Juni 2010 erfolgt eine Standortsitzung zwecks Festlegung des weiteren Vorgehens.
4. Der Beistand wird ersucht, die Entwicklung der Verhältnisse um die Kinder C./D./E. engmaschig zu beobachten und der Behörde per Ende Juni 2010 sowie bei Bedarf Bericht zu erstatten und mit Bezug auf die Aufhebung oder Weiterführung der Sistierung des väterlichen Besuchsrechts Antrag zu stellen.
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5. Die Kosten dieses Beschlusses in Höhe von Fr. 200.-- bleiben beim Verfahren.
6. Gegen diesen Entscheid kann innert 10 Tagen seit Mitteilung Beschwerde beim Bezirksgericht Hinterrhein, 7430 Thusis, geführt werden.“
2. Gegen diese Präsidialverfügung der Vormundschaftsbehörde Hinterrhein erhob A. mit Eingabe vom 1. April 2010 Beschwerde beim Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein mit folgenden Anträgen:
„1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben.
2. Dem Vater sei unverzüglich das gerichtlich festgelegte Besuchs- und Ferienrecht wieder einzuräumen.
Es sei eine superprovisorische Verfügung zu erlassen, damit der Vater sein ihm über die Ostertage zustehendes Besuchsrecht ausüben kann.
3. Die angeordnete Beistandschaft sei aufzuheben.
4. Eventualiter, für den Fall, dass Ziff. 3 nicht gutgeheissen werden sollte:
a) Amtsvormund G. sei als Beistand für die Kinder C., geb. _, D., geb. _ und E., geb. _, abzusetzen.
b) Mit der ganzen Angelegenheit sei eine andere Vormundschaftsbehörde zu beauftragen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.“
3. Am 1. April 2010 verfügte der Bezirksgerichtspräsident Hinterrhein superprovisorisch was folgt:
„1. Für den Fall, dass vorliegend die Gerichtsferien gelten sollten, wird dieses Verfahren im Sinne von Art. 62 Abs. 2 Ziff. 5 ZPO für dringlich erklärt.
2. Der Beschwerde wird die aufschiebende Wirkung erteilt. Das Besuchs- und Ferienrecht ist bis auf weiteres nach Plan beziehungsweise nach Weisung des Beistandes auszuüben.
3. Es wird antragsgemäss eine Begutachtung durch den Kinder- und Jugendpsychiatrischen Dienst Graubünden (KJPD) angeordnet. Alle Parteien haben dem Gericht die Expertenfragethemen bis spätestens am 20. April 2010 einzureichen.“
C.1. Am 31. März 2010, mitgeteilt am 1. April 2010, fasste die Vormundschaftsbehörde Hinterrhein folgenden Beschluss:
„1. Die Präsidialverfügung vom 24.03.2010, mitgeteilt am 25.03.2010, wonach das väterliche Besuchsrecht von A. gestützt auf Art. 274 Abs. 1 und 2 ZGB vorläufig für die Dauer von drei Monaten sistiert wird, wird behördlich genehmigt.
2. B. wird gestützt auf Art. 307 ZGB angewiesen, die Kinder einer therapeutischen Begleitung durch den KJPD Graubünden zuzuführen.
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3. Der KJPD Graubünden wird ersucht, zuhanden der Behörde bis Ende Juni 2010 Empfehlungen bezüglich der künftigen Ausgestaltung der Modalitäten des Besuchsrechts abzugeben.
4. Die Kosten der Präsidialverfügung in Höhe von Fr. 200.00 sowie diejenigen dieses Beschlusses in Höhe von Fr. 200.00, insgesamt somit Fr. 400.00, gehen zulasten von B. und sind innert 30 Tagen nach Zustellung mittels beigelegtem Einzahlungsschein zu überweisen.

## Considerations