# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 858e92fb-8735-4275-9674-80e69caf1a60
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1958 geborene
X._
meldete sich am 31. Oktober 2007 unter Hinweis auf Rückenschmerzen, Kopfschmerzen sowie Beschwerden
aufgrund einer
Refluxösophagitis
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons
Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 6/3). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen (Urk. 6/10, 6/17-18, 6/25-26) und verneinte mit Verfügung vom 4. September 2008 einen Anspruch auf eine Inva
lidenrente (Urk. 6/33).
1.2
Mit Schreiben vom 8. Dezember 2010
machte der
Versicherte
unter Beilage ver
schiedener Arztberichte (Urk. 6/34) geltend, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert (Urk. 6/35).
In der Folge zog die IV-Stelle die Akten der Vorsorge
einrichtun
g sowie Berichte der behandelnden Ärzt
in
bei (Urk. 6/37
, 6/41-42
)
. Zudem veranlasste sie die Erstellung eines Gutachtens bei der
Y._ AG,
welches am 16. September 2011 erstattet wurde (Urk. 6/51). Mit Vorbescheid vom
3. Januar 2012 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 6/58), wogegen der Versicherte
unter Hinweis darauf, dass
eine
weitere Untersuchung
im Medizinischen Zentrum
Z._
stattfinden werde
,
Einwand erhob (Urk. 6/61).
Mit Schreiben vom 29. Oktober 2012 liess der Ver
sicherte der IV-Stelle den Bericht des Medizinischen Zentrums
Z._
zu
kommen (Urk. 6/72-73). Diese tätigte weitere Abklärungen und veranlasste die Erstellung eines
polydisziplinären
Gutachtens bei der
A._
AG, welche ihr Gutachten am 23. Dezember 2014 erstattete (Urk. 6/105).
Nach erneut durchgeführtem Vorbescheidverfahren verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 28. Juni 2016 einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente (Urk. 2 [= 6/
126
]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1. September 2016 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte, die angefochtene Ver
fügung sei aufzuheben und
es sei ihm eine Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
5.
Oktober 2016 schloss die IV-Stelle auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 5), was
dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 10. Oktober 2016 angezeigt wurde (Urk. 7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eine
s zu geringen Invaliditätsgrad
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den An
spruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan
mel
dung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invalidi
täts
grades
a
uch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invalidi
tätsgrad
seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden k
önnen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen
, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verun
möglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351
E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialver
siche
rung
, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen,
die medizinischen Abklärungen hätten gezeigt, dass de
r
Beschwerdeführer in einer angepassten
Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig sei.
Zum im Vorbescheidverfahren vorgebrachten Einwand wurde ausgeführt, der Ge
sundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit dem Jahr 2007 verändert
. Er könne jedoch einer angepassten Tätigkeit mit einer Leistungseinschränkung von 20
%
vollschichtig nachgehen. Zur Berechnung des Valideneinkommens stütze sich die IV-Stelle auf die Angaben de
r
Arbeitgeber
in
(Urk. 2 S. 2).
2.2
Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend,
die
Beurteilung des Ver
trauensarztes der
Vorsorge
einrichtung
habe ergeben, dass er lediglich zu 42 %
arbeitsfähig sei. Die Beschwerdegegnerin sei zu Unrecht von einer Arbeits
fähig
keit von 80
%
ausgegangen. Zudem sei die IV-Stelle von einem zu tiefen
Vali
deneinkommen
ausgegangen. Schliesslich sei ihm ein Leidensabzug von 25 % zu gewähren, da er gemäss gutachtlicher Einschätzung unter erheblichen quali
tativen Einschränkungen leide (
Urk.
1).
3.
3.1
3.1.1
Im Bericht der Rheumaklinik des
B._
vom 29. November 2007 wurden folgende Diagnosen aufgeführt (Urk. 6/18 S. 1):
-
chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom rechts
-
Fehlhaltung (LWS-Hyperlordose, vermehrte
Ventralkippung
des Beckens), muskuläre Haltungsinsuffizienz
-
muskuläre
Dysbalance
,
Myotendinosen
der
Gluteal
- und
dorsolateralen
Oberschenkelmuskulatur rechts
-
Beinlängenverkürzung links (2 cm)
-
MRI LWS 7.11.2006:
Chondrose
und Spondylose L
3/4
-
arterielle Hypertonie
Der Patient leide unter ständigen Schmerzen im Bereich des
lumbosakralen
Über
gangs mit Ausstrahlung nach
gluteal
sowie in den dorsalen Oberschenkel rechts. Die Ausprägung der Schmerzen sei unterschiedlich, er sei jedoch nie schmerzfrei. Die Schmerzen würden bei Arbeiten in
vornübergeneigter
Position sowie bei nasskaltem Wetter schlimmer (Urk. 6/18 S. 6).
An der unteren Lendenwirbelsäule seien eine linkskonvexe Skoliose sowie ein Beckentiefstand links erkennbar. Passiv seien die Hals- und Brustwirbelsäule
ohne relevante Einschränkungen beweglich. Die Seitneigung der oberen Len
den
wirbelsäule sei beidseits um 1/3 eingeschränkt. Das MRI zeige eine kleine Dis
kushernie L 4/5 paramedian rechts mit deutlicher Kompression des ventralen Dura
schlauches, ohne
recessale
oder
neuroforaminale
Einengung.
Zudem seien eine
Chondrose
bei
L 4/5 sowie
eine ausgeprägte Spondylose bei
L 3/4 ersicht
lich (
Urk.
6/18 S. 7).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, in der angestammten Tätigkeit sei der Versicherte zu 60
%
arbeitsfähig. Längerfristig sei mit einer Steigerung auf
70-80
%
zu rechnen. In einer angepassten, leichten bis mittelschweren Tätigkeit sei der Versicherte jedoch vollständig arbeitsfähig (Urk. 6/18 S. 4).
3.1.2
Gestützt auf diese Einschätzung hielt der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) am 2. Juni 2008 dafür,
es sei
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster
Tätigkeit auszugehen (Urk. 6/29 S. 4), woraufhin die IV-Stelle den Anspruch des Versicherten auf eine Invaliden
rente mit Verfügung vom 4. September 2008 ver
neinte (Urk. 6/33).
3.2
Im
Y._
-Gutachten vom 1
6.
September 2011 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 6/51
S. 7):
-
chronisches
zerviko
- und aktuell
spondylogenes
Schmerzsyndrom mit/bei:
-
Kopfprotraktion
, verstärkte LWS-Lordose (betont am
thorakolumbalen
Übergang)
-
mehrsegmentale Degenerationen (
Osteochondrosen
mit kleiner
subli
ga
mentär
mediobilateraler
Diskushernie Höhe C 5/6, mit mässig
kombinierter
o
ssärer
/
diskaler
neuroforaminaler
Stenose; Bandschei
ben
degeneration und Osteochondrosen
L3-L5 mit kleiner
subliga
mentär
medianer Diskushernie L 4/5,
Spondylarthrosen
) und
epidura
ler
Lipo
matose,
mässiggradige
,
ossäre
/
ligamentär
und
diskaler
Spinalkanal
stenose auf Höhe
L 4/5 (MRI Februar 2009)
-
anamnestisch Zeichen im ENG mit Hinweisen für früher durchgemachte Wurzelläsion der Leitmuskeln C 6/7 rechts (Juli 2009)
-
anamnestisch Status nach
lumboradikulärem
Reizsyndrom L5 rechts (klinisch)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende genannt (Urk. 6/51 S. 7):
-
Zeichen des dysfunktionalen Schmerz- und Krankheitsverhaltens
-
Status nach linksseitigen Kniebeschwerden bei
osteochondralem
Defekt am medialen
Femurcondylus
; Nachweis einer Meniskusläsion mit heu
tiger
Asymptomatik
Der Explorand klage über lumbale Schmerzen, die in beide Beine bis auf Kniehöhe ausstrahlen würden. Wenn er die gleiche Körperposition länger ein
halte oder Lasten hebe, würden sich die Schmerzen verstärken. Er habe auch Nackenschmerzen. Zudem sei sein Schlaf aufgrund der Schmerzen gestört (Urk. 6/51 S. 5).
Die Schulter- und Ellbogengelenke seien normal beweglich. Die Beweglichkeit des linken Handgelenks sei leichtgradig eingeschränkt. Bei der Lenden- und Halswirbelsäule würden Endphasenschmerzen in allen Bewegungsrichtungen ange
geben. Das Gangbild sei normal. Der Fersen- und Zehenstand könne ausge
führt werden (Urk. 6/51 S. 5-6).
Die lumbalen Beschwerden wie auch die zervikale Problematik seien angesichts der Schmerzcharakteristik und der Befunde auf mechanisch statische Genesen
zurückzuführen, wobei keine Hinweise für eine entzündlich-rheumatische Ursache
erkennbar seien. Die Be
lastungstoleranz der Wirbelsäule sei aufgrund
einer verstärkten Lendenwirbelsäulenlordose, einer verminderten Stabilisie
rungs
fähigkeit des Rumpfes und mehrsegmentalen Degenerationen herabgesetzt. Zeichen einer radikulären Reiz- oder sensomotorischen Ausfallssymptomatik würden sich indes nicht feststellen lassen. Die Schmerzcharakteristik spreche nicht für eine klare
Claudicatio
spinalis
. Der Explorand zeige Zeichen eines dys
funktionalen Schmerz- und Krankheitsverhaltens, wobei dieses unter Berück
sichtigung der doch fortgeschrittenen Degenerationen nicht überbewertet werde
n dürfe (Urk. 6/51 S. 6).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, in seiner angestammten Tätigkeit im Strassenbau sei der Versicherte lediglich
zu 60
%
arbeitsfähig. In seiner aktu
ellen Tätigkeit sei ihm eine ganztätige Arbeit zumutbar, wobei aufgrund des zusätzlichen Pausenbedarfs von einer Arbeitsfähigkeit von 87,5
%
auszugehen sei. Diese Einschätzung gelte auch für andere körperlich mittelschwere Tätig
keiten. Aufgrund der im Wesentlichen
stabilen medizinischen Situation gelte diese Beurteilung seit Abschluss der arbeitsbezogenen Rehabilitation im Jahr 2007 (Urk. 6/51 S. 8).
3.3
3.3.1
Im
A._
-Gutachten vom 2
3.
Dezember 2014 wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 6/105 S.
16):
-
cervicovertebrales
Schmerzsyndrom mit/bei
-
MRI-gesicherter Diskushernie C 5/
6, degenerative
n
Veränderungen C
5/6 und C 4/5
-
lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit/bei
-
Osteochondrosen
und
Discopathie
L3-L5, DH L 4/5,
Spondylarthrosen
,
mässiggradige
ossäre
/
ligamentäre
und
discale
Spinalkanalstenose
L 4/5 (MRI 2/2009, 16.9.2011 mit Bestätigung in einem Verlaufs-MRI der LWS vom 11.4.2014)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende genannt (Urk. 6/105 S. 17):
-
anamnestisch Status nach
Osteochondritis
dissecans
linkes Kniegelenk mit
osteochondralem
Defekt über dem medialen
Femurcondylus
, ferner Beinlängendifferenz links gegenüber rechts von 2,5 cm. Aktuell weder klinisch noch röntgenologisch auffälliger Kniegelenkbefund,
Osteochon
dritisbefund
nicht mehr nachweisbar
-
posttraumatische Teilversteifung des Endgelenks des
5.
Fingers der rechten Hand
-
Dysthymia
(ICD-10: F 34.1)
-
Adipositas, BMI 34,6 kg/m
2
-
arterielle Hypertonie
-
Steatosis
hepatis
(aktenanamnestisch)
3.3.2
Im orthopädischen Teilgutachten wurde ausgeführt, der Explorand klage über tieflumbale Rückenbeschwerden mit Ausstrahlung in beide Beine sowie über Halswirbelsäulen- und Nackenschmerzen (Urk. 6/105 S. 24).
Das Gangbild sei sicher und flott. Positionswechsel seien problemlos möglich. Das An- und Auskleiden erfolge ohne erkennbare Schonhaltung. Über sämt
lichen
cervicalen
Dornfortsätzen und den jeweiligen Interspinalräumen werde ein diffuser Palpationsschmerz angegeben. Die Halswirbelsäulenbeweglichkeit sei endphasig schmerzhaft. Die Ober- und Unterarmmuskulatur sei kräftig, es fänden sich weder eine messbare Seitendifferenz noch trophische Störungen. Die Rumpfmuskulatur sei grenzwertig s
uffizient (Urk. 6/105 S. 26-28).
Die Beweglichkeit der Hals- und Lendenwirbelsäule sei aktuell nur mässig ein
geschränkt. Gravierende
cervicolumbale
Schmerzen lägen nicht vor, ebenso
wenig wie
Symptome einer Spinalkanalstenose. Das linke Kniegelenk sei aktuell vollständig reizfrei, der Röntgenbefund unauffällig (Urk. 6/105 S. 29).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten,
dem Versicherten seien leichte, rücken
adaptierte Tätigkeiten zumutbar.
Für diese sei er zu 80
%
arbeitsfähig, was der RAD bereits im Mai 2012 festgestellt habe.
Im
Y._
-Gutachten vom September 2011 seien ähnliche Diagnosen beschrieben worden. Seither sei funktionell eher eine Besserung der Rückenbeschwerden eingetreten. Die damals beschriebene Kniegelenkpathologie trete aktuell nicht mehr in Erscheinung (Urk. 6/105 S. 30).
3.3.3
Im internistischen Teilgutachten wurde ausgeführt, der Explorand klage über Schmerzen im Bereich der Brust- und Lendenwirbelsäule. Diese würden insbe
sondere bei längerem Laufen und bei körperlicher Arbeit auftreten und
radi
kulär
rechts bis in den
F
uss und links bis ins Knie ausstrahlen.
Auch an der
Halswirbelsäule habe er Schmerzen, die in die rechte Kopfseite ausstrahlen wü
rden (Urk. 6/105 S. 34).
Der Explorand leide unter einer arteriellen Hypertonie. Das Herz sei jedoch altersentsprechend strukturell und funktionell normal, was gegen eine lang
hal
tende relevante
hypertensive
Herzbelastung spreche. Aktenanamnestisch werde mehrmals eine Migräneerkrankung genannt. Dafür lägen jedoch keine Hinweise vor. Die Kopfschmerzen seien im Rahmen des degenerativen Halswirbel
säulen
syn
droms erklärbar. Aus internistischer Sicht sei der Versicherte sowohl in ange
stammter als auch in angepasster Tätigkeit vollständig arbeitsfähig (Urk. 6/105 S. 37).
3.3.4
Im neurologischen Teilgutachten wurde festgehalten, der Explorand klage über
Rückenbeschwerden sowie
Schmerzen im Hals- und Kreuzbereich
, die in die Arme und Beine ausstrahlen würden. Es helfe ihm, wenn er häufig die Position wechseln könne (Urk. 6/105 S. 41).
Bei der Untersuchung würden sich keine Ausfälle zeigen, sämtliche Reflexe seien gut auslösbar.
In den bildgebenden Verfahren seien multipelste degene
rative Veränderungen erkennbar sowohl zervikal als auch lumbal, diese hätten jedoch neurologisch keine Auswirkungen (Urk. 6/105 S. 44).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, der Versicherte sei aus neurologi
scher Sicht
zu
100
%
arbeitsfähig (Urk. 6/105 S. 45).
3.3.5
Im psychiatrischen Teilgutachten wurde ausgeführt, der Explorand klage über Rückenschmerzen, die nach längerem Laufen auch in die Beine ausstrahlen würden. Die Schmerzen seien immer vorhanden, auch beim Sitzen oder Liegen. Wegen der Schmerzen sei er traurig, insbesondere aber auch
,
weil er entlassen worden sei.
Zudem habe er Angst, dass es mit seiner Erkrankung schlimmer werde (Urk. 6/105 S. 48).
Der Explorand sei bewusstseinsklar und vollständig orientiert. Die Auffassung sei nicht gestört. Ebenso wenig seien
in der Untersuchung
Konzen
trations
stö
rungen
erkennbar
. Die Merkfähigkeit sowie das Kurz- und Langzeitgedächtnis seien unbeeinträchtigt. Gestik und Mimik seien überwiegend ruhig, die Stim
mung und der Affekt würden psychomotorisch
synthym
unterstrichen.
Themen
bezogen zeige sich der Explorand bedrückt und sorgenvoll, sei aber über neu
trale Themen ausreichend modulierbar. Die affektive Stimmungsfähigkeit sei nicht beeinträchtigt (Urk. 6/105 S. 51-52).
Beim Versicherten liege in diagnostischer Hinsicht eine langjährige, chronische, aktuell mässig ausgeprägte depressive Verstimmung im Sinne einer
Dysthymia
vor. Die Kriterien für eine leichte oder mittelgradige rezidivierende Störung seien indessen nicht erfüllt (Urk. 6/105 S. 53).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde festgehalten, der Versicherte sei
aus psychiatrischer Sicht
sowohl in angestammter als auch in angepasster Tätigkeit vollständig arbeits
fähig (Urk. 6/105 S. 54).
3.3.6
In der interdisziplinären Zu
sammenfassung wurde
zur Arbeitsfähigkeit festge
halten, in einer angepassten, wechselbelastenden Tätigkeit sei der Versicherte
zu
100 % arbeitsfähig, wobei die Leistungsfähigkeit auf 80 % einzuschätzen sei. Seit dem Jahr 2011 sei funktionell eher eine Besserung der Rückenbeschwerden festzustellen. Im Wesentlichen sei der Gesundheitszustand seit dem Jahr 2011 gleich geblieben (Urk. 6/105 S. 18).
4.
4.1
Die IV-Stelle stützte sich bei ihrem Entscheid auf das
A._
-Gutachten und ging von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aus (Urk. 2). Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor, die vertrauensärztliche Beurteilung des Vorsorgeversicherers habe gezeigt, dass er lediglich zu 42 % arbeitsfähig sei. Es sei auf die Einschätzung des Vertrauensarztes abzustellen (Urk. 1 S. 6).
In seinem Bericht vom 2
7.
November 2013 kam Dr. med.
C._
, Fach
arzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, zum Schluss
,
dem Beschwerde
führer seien lediglich noch leichte, wechselbelastende Tätigkeiten mit
einem Beschäftigungsgrad von 60
% zumutbar. Aufgrund des zusätzlichen Pausenbe
darfs verr
ingere sich die Leistung auf 80
%, weshalb eine effekt
ive Restarbeits
fähigkeit von 42
% resultiere (Urk. 6/84 S. 5). Wie
Dr.
C._
zu dieser Einschät
zung gelangte, geht aus seinem Bericht
indes
nicht hervor. Er listete lediglich subjektive Beschwerden des Versicherten auf (Urk. 6/84 S. 4).
Hinsichtlich der objektiven Befunde verwies er auf
die
Voruntersuchung vom 25. Juni 2013 (Urk. 6/84 S. 4). Der Bericht über diese liegt ebenfalls in den Akten (Urk. 6/79). Diesem ist zu entnehmen, dass
Dr.
C._
beim Beschwerdeführer
unter anderem
eine mittelschwere depressive Episode (ICD-10 F 32.1)
diagnostizierte (Urk. 6/79 S. 2).
Dr.
C._
ist Facharzt für Allgemeine Medizin. Seine Beur
teilungen erfolgten daher sowohl im orthopädischen als auch im psychia
trischen Bereich fachfremd. Im
A._
-Gutachten wurde schlüssig dargelegt, dass beim Beschwerdeführer
weder eine
leichte
noch eine
mittelgradige rezidi
vierende Störung
vorliege und er aus psychiatrischer Hinsicht in seiner Arbeits
fähigkeit nicht eingeschränkt sei
(Urk. 6/105 S. 53)
.
Da
Dr.
C._
in seiner Einschätzung offensichtlich
psychiatrische
Einschränkungen
berücksichtigte
, die nicht vorliegen, kann auf seine Beurteilung
entgegen der Ansicht des Beschwer
de
führers
nicht abgestellt werden.
4.2
Die
A._
-Gutachter tätigten sorgfältige und allseitige Untersuchungen (Urk. 6/105
S. 26-28, S. 36-37, S. 43-45, S. 51-52), setzten sich mit den rele
van
ten
Vorakten
auseinander (Urk. 6/
105 S. 4-13) und legten ihre Beurtei
lungen schlüssig und nachvollziehbar dar.
In der interdisziplinären Zusammenfassung kamen sie zum Schluss, der Ge
sundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich seit der Beurteilung im Jahr 2011 im Wesentlichen nicht verändert. Vielmehr seien die Rückenbeschwerden funktionell eher besser geworden und die damals beschriebene Kniegelenks
pathologie trete aktuell symptomatisch
nicht mehr in Erscheinung (Urk. 6/105 S. 18). Im Vergleich zur Untersuchung im Jahr 2011 kann daher nicht von einer
Verschlechterung des Gesundheitszustandes ausgegangen werden. Da bereits im
Y._
-Gutachten vom 16. September 2011 darauf hingewiesen
worden war
, der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sei seit dem Jahr 2007
stabil geblie
ben (Urk. 6/51 S.
8), ist vorliegend von einem im
Wesentlichen gleich geblie
benen Sachverhalt seit dem Jahr 2007 auszugehen. Damit mangelt es an
einer wesentlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse, die Voraussetzung für eine Überprüfung des Rentenanspruchs wäre. Aus diesem Grund ist die Be
schwer
de abzuweisen
.
4.3
Selbst wenn
indes
davon ausgegangen würde, dass sich der Gesundheitszustand verschlechtert und/oder die Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ver
rin
gert haben sollte, bliebe es bei einem rentenausschliessenden Invaliditäts
grad
. Wie bereits dargelegt, kann auf die Einschätzung der
A._
-Gutachter
abge
-
stellt
werden. Damit steht mit dem im Sozialversicherungsrecht massgeben
den Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwer
de
führer in einer angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalidenein
kommen),
in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens
ver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Für die Bemessung des Valideneinkommens ist entscheidend, was die ver
si
cherte Person im relevanten Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich erzielen und nicht, was sie besten
falls verdienen könnte. Die Ermittlung des Valideneinkommens muss so konkret
wie möglich erfolgen. Da die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden
erfah
rungsgemäss
fortgesetzt worden wäre, ist in der Regel vom letzten Ein
kommen auszugehen, das vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielt wurde (SVR 2008 IV Nr. 35 S. 118 E. 3.2.2).
5.2
Die IV-Stelle stützte sich zur Berechnung des
Valideneinkommens
auf die Anga
ben der ehemaligen Arbeitgeberin des B
eschwerdeführers. Diese gab an,
der Beschwerdeführer hätte in
seiner ursprünglichen Funktion im Jahr 2014 ein Einkommen von Fr. 71‘687.-- erzielt (Urk. 6/109 S. 4). Der Beschwerdeführer
macht demgegenüber geltend, in der rechtskräftigen Verfügung vom 4. Septem
ber 2008 sei die IV-Stelle von einem Valideneinkommen von Fr. 72‘368.-- ausgegangen.
D
ie Angabe der ehemaligen
Arbeitgeberin sei nicht plausibel, dies insbesondere auch unter Berücksichtigung der Nominallohn
ent
wicklung (Urk. 1 S. 7).
Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer vor Eintritt des Ge
sund
heitsschadens im Jahr 2006 ein Einkommen von Fr. 71‘006.-- erzielte (
IK-Auszug,
Urk. 6/38 S. 5). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung ist davon auszugehen,
dass der Beschwerdeführer im Jahr 201
6
ein an die Entwicklung der Nominallöhne für männliche Arbeitskräfte von 2‘
014
Punkten im Jahr 20
06
auf 2‘2
39
Punkte im Jahr 201
6
angepasstes Valideneinkommen von rund Fr.
78‘939
.-
-
(Fr.
71‘006.--
/ 2
‘014
x 2
‘239
) erzielt hätte (vgl. die auf der Website des Bundesamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter „Statis
tiken finden“ unter der Rubrik „03 – Arbeit und Erwerb“ und der Unterrubrik „Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeitskosten“ publizierten Lohnentwick
lungs
daten). Damit ist dem Einkommensvergleich ein Valideneinkommen in dieser Höhe zugrunde zu legen.
5.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen
hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
des
amt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) her
angezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird
praxisgemäss
auf die standardi
sierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es
ausserdem
zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, wes
halb der
massgebliche
Tabellenlohn auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprün
glich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszu
gehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten
kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichsein
kommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
F
ür die Bestimmung des Invalideneinkommens ist vorliegend ein statistischer Tabellenlohn heranzuziehen. Aufgrund des Tätigkeitprofils, welches dem Beschwerdeführer noch zumutbar ist, ist vom nicht nach Branchen differen
zierten standardisierten monatlichen Bruttolohn für männliche Arbeitskräfte an Arbeits
plätzen des Kompetenzniveaus
1
von Fr. 5‘
210
.-- auszugehen. Aufge
rechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche
Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen, A-S) und angepasst an die Entwicklung der Nominallöhne für männliche Arbeitskräfte von 2‘188 Punkten im Jahr 2012 auf 2‘2
39
Punkte im Jahr 201
6
(vgl. die auf der Website des Bundesamtes für Statistik
[www.bfs.admin.ch] unter „Statistiken finden“ unter der Rubrik „03 – Arbeit und
Erwerb“ und der Unterrubrik „Löhne, Erwerbseinkommen und Arbeits
kosten“ publizierten Lohnentwicklungsdaten) ergibt dies bei einem Beschäftigungsgrad von
80
%, welcher dem Beschwerdeführer zumutbar ist, ein Bruttoeinkommen von rund Fr.
53‘357
.-- (Fr. 5‘
210
.-- / 40 x 41,7 x 12 / 2‘188 x 2‘2
39 x 0,8
).
Der Beschwerdeführer macht geltend, es sei ihm ein leidensbedingter Abzug von
25 % zu gewähren, weil er unter erheblichen qualitativen Einschränkungen leide
. Aus orthopädischer Sicht seien ihm lediglich noch rückenadaptierte Tätigkeiten zumutbar und aus psychiatrischer Sicht Tätigkeiten ohne Zeitdruck und ohne erhöhte Anforderung an Flexibilität, Umstellungsvermögen und emotionale Belast
barkeit (Urk. 1 S. 8).
Der Beschwerdeführer übersieht, dass die genannten Einschränkungen bereits dahingehend berücksichtigt wurden, dass die Gutachter dem Beschwerdeführer lediglich eine 80%ige Leistungsfähigkeit bei einem 100%igen Beschäftigungs
grad bescheinigten (Urk. 6/105 S.
18). Hinzu kommt, dass der psychiatrische Gut
achter darauf hinwies, bei konsequenter Therapie wären dem Beschwerde
führer auch Tätigkeiten mit erhöhter Anforderung an Flexibilität und Um
stel
lungs
ver
mögen zumutbar (Urk. 6/105 S. 54-55).
Vor diesem Hintergrund erscheint ein Leidensabzug von
höchstens
10
%
als gerechtfertigt. Damit resultiert ein Invali
deneinkommen von rund Fr. 48‘021.-- (
Fr.
53‘357.-- x 0,9).
5.4
Bei einem Invalideneinkommen von Fr.
48‘021
.-- resultiert im Vergleich zum Valideneinkommen von Fr.
78‘939
.-- eine
Erwerbseinbusse
von Fr.
30‘918
.--, was einem
rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von
gerundet
39
%
(zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2)
entspricht.
6.
Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der Gesundheitszustand des Beschw
er
deführers seit der rechtskräftigen Verfügung vom 4. September 2008 im Wesentliche
n gleich geblieben ist. Damit fehlt es an der erforderlichen Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse.
Selbst wenn indessen
davon aus
gegangen würde, dass eine solche eingetreten wäre
, wäre ein Anspruch des Beschwerdeführers aufgrund des
nach wie vor
rentenausschliessenden
Invalidi
tätsgrades zu verneinen. Die angefochtene Verfügung vom 28. Juni 2016 ist im Resultat nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
800
.-- festzulegen und
ausgangsgemäss
vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).