# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 67406a81-b174-4fa2-a22f-e4ac4d6f8b47
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Beim
1998
geborenen
X._
wurde im Jahr 2006 die Diagnose einer
Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitäts
störung (ADHS, ICD-10 F90.0
) ge
stellt (
Urk.
8
/4/4-6
).
Mit Eingang am 2. März 2010
meldete
n
ihn seine
Eltern
Y._
und
Z._
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle,
zum L
eistungs
bezug an (Urk.
8/2). Die IV-
Stelle
holte
die
Berichte von
Dr.
med.
A._
, praktische Ärztin, vom 8. Juli 2010 ein (Urk. 8/4)
. Mit Mit
teilung vom 26. August 2010 sprach die IV-Stelle dem Versicherten die
grund
sätzliche
Kostenvergütung für medizinische Massnahmen zur Behandlung des Geburtsgebrechens Ziffer 404 vom 2. März
2009 bis 31.
März 2014 zu (Urk. 8/6).
Mit Mitteilungen vom 27. August 2010 (Urk. 8/7) und vom 10. Okto
ber 2011 (Urk. 8/13) übernahm die IV-Stelle die Kosten für ambulante Psycho
therapie nach ärztlicher Verordnung im Zusammenhang mit dem
Geburts
gebre
chen
Ziffer 404 vom 1. August 2009 bis 31. Juli 2013.
1.2
Am 5. November 2012 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für die Behand
lung (neue Durchführungsstelle) durch
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie (Urk. 8/15).
Mit Schreiben vom 3. Dezember 2012
bat
Dr.
B._
die
IV-Stelle
um Kostengutsprache für das
seit
dem 1. Oktober 2012 bei
Dr.
theol
.
C._
durchgeführte
ADHS-Coaching (Urk. 8/16). Mit
Vor
bescheid vom
29. Januar 2013
kündigte die IV-Stelle di
e Abweisung des Leistungs
begehrens
bezüglich des ADHS-Coaching bei Dr.
C._
an (Urk.
8/19
).
Dagegen erhoben die Eltern des Versicherten m
it Schreiben vom
25. Februar 2013
Einwände
(Urk.
8/21/3-4
). Mit Verfügung vom
2. Mai 2013
wies die IV-Stelle das
Leistungsbegehren bezüglich des ADHS-Coaching bei Dr.
C._
wie angekündigt
ab (Urk. 2).
2.
Hiergegen
erhoben die Eltern des Versicherten
mit Ein
gabe vom 31.
Mai
20
13
Beschwerde und beantragten
, die Verfügung vom 2. Mai 2013 (Urk. 2)
sei auf
zuheben,
die Verfügung vom 10. Okto
ber 2011 mit der Nummer
D._
(Urk. 8/13), mit der die Kostengutsprache für ambulante Psy
chotherapie ab dem 10. Oktober 2011 gewährt worden sei, sei umzusetzen
und die ambulante Psychotherapiestelle bei Dr.
C._
sei durch die
Be
schwerde
gegnerin
anzuerkennen
(Urk. 1 S.
1
).
Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwo
rt auf Abweisung der Beschwerde
gegen die Verfügung vom 2. Mai 2013. Auf die Beschwerde gegen die Verfügung vom 10. Oktober 2011 sei nicht einzutreten
(Urk. 6).
In der Replik vom 11. Oktober 2013
wurde von
Seiten des
Versicherten
sinngemäss an
seinen
Anträgen festgehalten (Urk. 12).
Die
Be
schwerdegegnerin
verzichtete mit Eingabe vom 12. November 2013 auf eine Duplik (
Urk.
15).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1
.
1
N
ach
Art.
13 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
haben Versicherte bis zum vollendeten 20. Altersjahr Anspruch auf die zur Be
handlung von Geburtsgebrechen notwendigen medi
zinischen Massnahmen. Gemäss Abs. 2 erster Satz bezeichnet der Bundesrat die Gebrechen, für welche diese Massnahmen gewährt werden. Als medizinische Massnahmen, die für die Be
handlung eines Geburtsgebrechens notwendig sind, gelten sämtliche Vor
kehren, die nach bewährter Erkenntnis der medizinischen Wissenschaft ange
zeigt sind und den therapeutischen Erfolg in einfacher und zweckmässiger Weise anstreben (
Art.
2 Abs. 3 der Verordnung über
Geburts
gebrechen
,
GgV
).
M
edizinische Massnahmen
umfassen nach
Art.
14 Abs. 1 IVG die Behandlung, die vom Arzt selbst oder auf seine Anordnung durch medizinische
Hilfsper
so
nen
in Anstalts- oder Hauspflege
(im Sinne der ambulanten Behandlung; Duc
,
L’assurance-invalidité
, in: SBVR, Soziale Sicherheit,
2.
Aufl. 2007,
S. 1440 f.
Rz
122 FN 172)
vorgenommen wird (mit Ausnahme von logo
pädischen und psychomotorischen Therapien) und die Abgabe der vom Arzt verordneten Arz
neien.
1
.2
Gemäss Ziffer 404
GgV
Anhang
(Stand am 1. März 2012) gelten
Störungen des Verhaltens bei Kindern mit normaler Intelligenz, im Sinne krankhafter Beein
trächtigung der Affektivität oder Kontaktfähigkeit, bei Störungen des Antriebes, des Erfassens, der perzeptiven Funktionen, der Wahrnehmung, der Konzentrati
onsfähigkeit sowie der Merkfähigkeit, sofern sie mit bereits gestellter Diagnose als solche vor der Vollendung des 9. Altersja
hres auch behandelt wor
den sind, als Geburtsgebrechen.
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung
und in der Beschwerdeantwort
auf den Standpunkt,
Dr.
C._
sei nicht auf der Liste der
vom Bundesamt für Sozialversicherungen
(BSV)
anerkannten Psycho
therapeuten und die Behandlung sei auch nicht von einem Arzt delegiert wor
den.
Dr.
C._
sei auch nicht auf der Liste betreffend den neuen Tarif
vertrag, Stand Juli 2013, zu finden. Obschon
die Psychotherapie grundsätzlich bewilligt werden könnte, seien die Kosten für eine solche bei Dr.
C._
jeden
falls
nicht zu übernehmen
. Auf
die
Beschwerde gegen die Verfügung vom 10. Ok
tober 2011 sei nicht einzutreten, da die Beschwerdefrist dagegen ab
gelaufen sei
(Urk. 2
, Urk. 6
).
2.2
Die Eltern des Versicherten wendeten dagegen ein,
der angefochtene Entscheid sei widersprüchlich zu den anderen Verfügungen der Beschwerdegegnerin, mit denen sie die Diagnose Geburtsgebrechen gemäss Ziffer 404 anerkannt habe und Kostengutsprache für medizinische un
d nicht-medizinische Massnahmen, so die
ambulante Psychotherapie
,
verfügt habe. Die Notwendigkeit und Dring
lichkeit zur Fortsetzung der Psychotherapie bei einer männlichen spezialisierten
Fach
person
seien gegeben.
Dr.
C._
sei von
Dr.
B._
empfohlen worden.
Bei
Dr.
C._
handle es sich um eine ausgebildete und erfahrene Fachperson mit Praxisbewilligung
, der auch andere Personen mit dem gleichen Krankheitsbild mit
von der
Invalidenversicherung verfügte
r
Kosten
gutsprache
behandle.
Seit dem 1.
April 2013 sei das neue
Bundesgesetz über die Psychologieberufe (
Psy
cho
logieberufegesetz
,
PsyG
)
rechtsgültig
. Daher könne Dr.
C._
mit seiner Praxisbewilligung seinen Beruf unabhängig ausüben, müsse nicht als delegierter Therapeut auftreten und sei auf Bundesebene ein anerkannter Psychotherapeut, der durch die Beschwerdegegnerin anzuerkennen sei (Urk. 1). Im Kreisschreiben des BSV über die medizinischen Massnahmen, gültig ab 1. März 2012, würden in Randziffer 1203 f
f
. die Erfüllung der kantonalen Vorschriften betreffend
die
Berufsausübung von medizinischen Hilfspersonen
, wovon sich die IV-Stelle ver
gewissern müsse,
beziehungsweise eine schrift
liche Anordnung der Massnahme als Voraussetzungen aufgeführt. Dass es sich um einen Therapeuten von einer bestimmten Liste handeln müsse,
werde hingegen nicht verlangt (Urk. 12 S. 1).
2.3
Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin wurde nur gegen die Verfügung vom 2. Mai 2013 (Urk. 2) und nicht auch gegen die
Mitteilung
vom 10. Ok
tober 2011
(
„
Verfügung
s-
Nr.
D._
“
; Urk. 8/13
)
Beschwerde erhoben
. Im Gegenteil
berufen sich die Eltern des
Versicherte
n
auf diese Verfügung
und
machen
sinngemäss geltend, dass gestützt darauf Anspruch auf die Kosten
gut
sprache für ambulante Psychotherapie b
estehe und dies
korrekt
umzusetzen
sei.
Auf die Beschwerde
ist
folglich
vollumfänglich ein
zutreten.
2.4
Unstrittig und ausgewiesen ist, dass der Versicherte am Geburtsgebrechen gemäss Ziffer 404
GgV
Anhang leidet (Urk. 8/4/2) und grundsätzlich Anspruch
auf die Kostenvergütung von medizinischen Massnahmen zur Behandlung
sei
ner
ADHS hat (
Art.
13 IVG). Streitig und zu prüfen ist einzig, ob die
Be
schwerde
geg
nerin
zu
Recht den Anspruch auf
Kosten
vergütung
für die Psycho
therapie (
„
ADHS-Coaching
“
) bei
Dr.
C._
ab dem 1. Oktober 2012 (Urk. 8/16) verneinte (Urk. 2).
3.
3.1
Gemäss
Art.
26 Abs.
1 IVG steht dem Versicherten die Wahl unter den eidge
nössisch diplomierten Ärzten (sowie Zahnärzten und Apotheken) frei. Das freie Arztwahlrecht
der versicherten Person
steht einzig unter dem Vorbehalt des Entzugs der Behandlungsbefugnis aus wichtigen Gründen (
Art.
26 Abs. 4 IVG).
Analog dem freien Arztwahlrecht statuiert
Art.
26
bis
Abs. 1 IVG auch mit Bezug auf die medizinischen Hilfspersonen ein freies Wahlrecht
der versicherten Per
son
, doch ist dieses im weiteren Masse eingeschränkt als jenes.
Einerseits steht das Recht
der versicherten Person
auf freie Wahl der medizinischen
Hilfs
perso
nen
(und anderer Leistungserbringer) unter dem Vorbehalt, dass diese "den kantonalen Vor
schrif
ten und den Anforderungen der Versicherung genügen" (
Art.
26
bis
Abs. 1 letzter Halbsatz IVG). Anderseits ist der Bundesrat gestützt auf die ihm in
Art.
26
bis
Abs.
2 IVG eingeräumte Delegationskompetenz befugt, Vorschriften über die Zu
lassung von medizinischen Hilfspersonen (und anderer Leistungserbringer) zu erlassen.
Gemäss
Art. 27 Abs.
1 IVG ist der Bundesrat befugt, mit der Ärzte
schaft, den Berufsverbänden der
Medizinalpersonen
und der medizinischen
Hilfs
personen
(und anderen Leistungserbringern) Verträge zu
schliessen
, um die Zusammenarbeit mit den Organen der Versicherung zu regeln und die Tarife festzulegen.
Die Kompetenz
zum Erlass von Zulassungsvorschriften nach
Art.
26
bis
Abs.
2 IVG
hat der Bundesrat in Art.
24 Abs.
1 IVV (in der bis Ende 2014 gültig ge
wesenen Fassung) an das Eidgenössische Departement des Innern (EDI)
und d
ie Kompetenz
zum Abschluss von Verträgen
gemäss
Art.
27 IVG
in
Art.
24
Abs.
2 IVV an das BSV delegiert
(vorbehältlich
Art.
41 Abs. 1
lit
. l IVV)
.
Das BSV kann
gemäss
Art.
24 Abs. 1 IVG
eine Liste der zugelassenen Personen und Stellen führen
.
Aus
serdem
hat
der Bundesrat
in Art. 24 Abs.
3 IVV statuiert, dass die vertraglich fest
gelegten beruflichen Bedingungen für Personen (und Stellen), die
Eingliederungsmassnahmen
durchführen, ohne einem bestehenden Vertrag bei
zutreten, als Min
destanforderung der Ver
sicherung im Sinne von
Art.
26
bis
Abs.
1 IVG gel
ten. Mit dieser Bestimmung hat der Bundesrat die "
Anforderungen
der Ver
siche
rung" im Sinne von
Art.
26
bis
Abs.
1 IVG nähe
r ausgeführt (ZAK 1988 S. 90 E.
2b).
Das in
Art.
26
bis
Abs. 1 IVG hinsichtlich der medizinischen Hilfspersonen (und anderer Leistungserbringer) statuierte freie Wahlrecht der Versicherten steht somit unter dem zusätzlichen Vorbehalt der in einem Vertrag festgelegten beruflichen Anforderungen. Diese gelten für alle Personen (und Stellen), welche
Eingliederungsmassnahmen
durchführen, gleichgültig, ob sie dem Vert
rag bei
getreten sind oder nicht (Urteil des Bundesgerichts
I
187/00 vom 14. Sep
tember 2000
E. 2
c).
3.2
3.2.1
Das BSV hat
im Juni 2007
mit der Föderation
der Schweizer Psycholog
innen und Psychologen
(FSP),
mit dem Schweizer
Psychotherapeutinnen und
Psycho
therapeuten
Verband (SPV
; heute: Assoziation Schweizer
Psycho
therapeutinnen und
Psychotherapeuten
, ASP
)
und dem Schweizerischen Berufsverband für Angewandte Psychologie (SBAP) einen Vertrag ab
geschlossen,
der
namentlich
das Rechts
verhältnis zwischen der Invalidenversicherung und den dem Vertrag beitreten
d
en, selb
s
tständig
erwerbs
tätigen, nicht-ärztlichen Psychotherapeuten reg
elt
(Ziff. 1.1; Vertrag im Internet einsehbar unter
www.bsv.admin.ch/vollzug/documents/view/596/lang:deu/category:55
; Stand 1
4
. Januar 2015
)
.
Der Vertrag
findet Anwendung auf
die Durchführung
der Psychotherapie
als medizinische
Eingliederungsmassnahme
gemäss
Art.
12 und 13 IVG.
A
ufgrund der Einf
ührung des Bundesgesetzes über
die
Psycho
logie
be
rufe
(
PsyG
)
schloss
en das BSV und die genannten Berufs
verbände
mit Wirkung ab 1. April
2013
eine Zusatzvereinbarung ab, durch
welche die Ziff.
2.1 und
Ziff.
2.2 des Vertrages eine hier nicht wesentliche Änderung erfuhren
. Die gemäss Zusatzvertrag geänderten Fassungen von Ziff. 2.1 und
Ziff.
2.2
gelten
für all jene, die sich ab dem 1. April
2013
zum Vertragsbeitritt angemeldet haben
(vgl. E. 3.2.2-3.2.3).
3.2.2
Gemäss
Ziff.
2.1
des Vertrages
(in der bis Ende März 2013 gültig gewesenen Fassung)
sind zur Durchführung der Psychotherapie als medizinische
Ein
gliede
rungsmassnahme
zulasten der Invalidenversicherung
die
jenigen
Psycho
thera
peutinnen und Psychotherapeuten berechtigt, welche die dort ge
nannten fachli
chen Anforderungen (Hochschulstudium mit Diplom, An
forderungen der Verbände FSP, SPV oder SBAP zur Verleihung des Fachtitels‚
Psycho
thera
peutin/Psychotherapeut‘)
und
die jeweils
anwendbaren kanto
nalen Vor
ausset
zungen zur selbstä
ndigen Berufsausübung erfüllen -
oder bei
Kan
tonen ohne Bewilligungspflicht
eine Bestätigung des Kantons
beilegen, dass
öffent
lich
rechtliche
Hindernisse fehlen
, -
sowie
dem vorliegenden Vertrag
durch schriftli
che Beitrittserklärung
vorbehaltlos zugestimmt
haben.
A
ufgrund der Einf
ührung des Bundesgesetzes über
die Psychologieberufe
(
PsyG
) wurden die in
Ziff.
2.1 genannten Anforderungen
betreffend die
ab 1. April
2013
angemeldeten Psychotherapeutinnen und -therapeuten
durch die fol
gen
den ersetzt: Berechtigt zur Durchfü
hrung der Psychotherapie als medi
zinische Eingliederungsmassnahme zu Lasten der Invalidenversicherung sind Psycho
therapeutinn
en und
-
therapeuten, we
lche
eidgenö
ssis
ch anerkannt sind,
die kantonale Bewilligung zur selbst
ändigen Berufsausü
bung als Psycho
thera
peut/Psychotherapeutin besitzen
und
dem vorliegenden Ver
trag durch schrift
li
che Beitrittserkl
ärung vorbehaltl
os
zugestimmt haben.
3.2.3
Nach der Bestimmung
Ziff.
2.2
des Vertrages
(in der bis Ende März 2013 gültig gewesenen Fassung)
haben
Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten, welche die Anforderungen von
Ziff.
2.1 erfüllen und zulasten der Invaliden
ver
sicherung tätig werden wollen, einen Antrag auf Vertragsbeitritt an einen der drei Verbände zu stellen. Dem Antrag ist die kantonale
Berufsausübungs
bewilli
gung
(respektive die Bestätigung des Kantons) beizulegen. Die Verbände prüfen im Auftrag des BSV, ob die in
Ziff.
2.1 aufgeführten Kriterien erfüllt sind. Sie bestätigen der
Antragsstellerin
beziehungsweise dem Antragssteller bei Erfül
lung der Bedingungen
gemäss
Art. 2.1 den Vertragsbeitritt.
Mit dieser Mittei
lung sei anerkannt, dass die Vertragstherapeutin be
ziehungsweise der Vertragstherapeut die Anforderung der Invaliden
ver
sicherung
gemäss
Art.
26
bis
Abs.
1 IVG erfüllt. Die Verbände teilen dem BSV den Namen der
Vertrags
thera
peutin
beziehungsweise des Vertragstherapeuten in geeigneter Form mit. Das BSV führt eine entsprechende Liste und publiziert diese periodisch.
Diese Absätze
von
Ziff.
2.2 des Vertrages
erfuhren durch den Zusatzvertrag keine Änderung.
3.2.4
Laut
Ziff.
2.3 des Vertrages können diesem Vertrag auch
Psycho
thera
peutinnen und Psychotherapeuten beitreten, die nicht Mitglied in einem der drei Berufs
verbände FSP, SPV und SBAP sind. Sie wenden sich zu diesem Zweck an einen dieser Verbände und beantragen den Vertragsbeitritt. Die so dem Vertrag Bei
getretenen unterstehen den Bestimmungen und
Reglementen
des gewählten Verbandes.
3.3
3.3.1
Diese vertragliche Regelung beinhaltet nach ihrem objektiven Sinn im Bereich der Psychotherapie eine Beschränkung der von der Invalidenversicherung zu vergütenden Behandlungen von nicht-ärztlichen Psychotherapeuten auf solche, die die erwähnten fachlichen Anforderungen erfüllen und sich vorbehaltlos und schriftlich zur Einhaltung der Vertragspflichten bereit erklärt haben.
Ver
gü
tungsberechtigt
sind sodann nur psychotherapeutische Behandlungen von
qualifizierten, nicht-ärztlichen Psychotherapeuten, die dem BSV von den
genann
ten
Verbänden gemeldet werden. Dementsprechend führt das BSV eine perio
disch aktualisierte Liste jener nicht-ärztlichen Psychotherapeuten, welche zur Durchführung psychotherapeutischer Behandlungen als medizinische
Ein
glie
derungsmassnahme
im Sinne von
Art.
12 und 13 IVG zu Lasten der Invaliden
versicherung berechtigt sind. Die in dieser Weise vertraglich realisierte Ein
schränkung des freien Wahlrechts für psychotherapeutische Behandlungen durch nicht-ärztliche Psychotherapeuten (medizinische Hilfspersonen im Sinne von
Art.
26
bis
Abs. 1 IVG) entspricht der dargelegten gesetzlichen Regel
ung und ist bundesrechtskonform (vgl. zu den damals geltenden, im Wesent
lichen gleichlautenden Verträgen: Urteil des Bundesgerichts
I
187/00 vom 14. Sep
tem
ber 2000 E.
3a
).
3.3.2
Die P
arteien sind sich bezüglich Dr.
C._
darin
einig, dass er als selbständiger
nicht-ärztlicher
Psychotherapeut tätig ist und keine Delegation durch einen Arzt besteht.
So
bestätigte Dr.
E._
gemäss der Telefonnotiz der
Be
schwerde
gegnerin
vom 10. Januar 2013, dass er
(
in seinem Schreiben vom 3. Dezember 2012, Urk. 16) lediglich zur Indikation Stellung genommen habe und es sich bei der Behandlung des Versicherten durch
Dr.
C._
nicht um eine delegierte Psychotherapie handle (Urk. 8/17).
Davon ist auszugehen.
Gemäss der
Website des
F._
ist
Dr.
C._
P
sychotherapeutischer Psychologe
MSc
(Master
of
Sience
)
und Psycho
therapeut SPV sowie ADHS-Verhaltenstrainer (ausgebildet bei Prof.
G._
an der Universität
H._
) mit Praxisbewilligungen in den
Kantonen
I._
und
J._
.
Die Bewilligung
en
der selbständigen Berufsausübung für nicht-ärztliche Psychotherapie der Kantone
I._
vom 21. März 2011
und
J._
vom 16. Dezember 2004 liegen bei den Akten
(Urk. 13/2/1, Urk. 13/2/3)
. Ausserdem
ist den Akten eine Bestätigung der
ASP
(vormals SPV) zu entnehmen, wonach
Dr.
C._
aufgrund einer Weiterbildung den Fachtitel Psychotherapeut ASP
trage, der als eid
genössischer Weiterbildungstitel
gelte, weshalb er zur Ver
wen
dung der Bezeichnung „
eidg
. anerkannter Psychotherapeut“ berechtigt sei
(Urk. 13/
2
/2
).
Damit sind die meisten
der in
Ziff.
2.1 genannten Voraussetzungen des
obge
nannten
Vertrages
(sowohl in der bis Ende März 2013 als auch in der ab
April
2014
geltenden Fassung;
E. 3.2
hiervor
) zwar erfüllt.
Jedoch ist einerseits nicht ersichtlich, ob diese Anforderungen auch schon in der hier massgeblichen Zeit ab Oktober 2012 bestanden hatten. Andererseits i
st nicht ausgewiesen, dass Dr.
C._
bereits damals und bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
2.
Mai 2013 (Urk. 2)
, was
recht
spre
chungsgemäss
die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis
bildet (BGE 132 V 220 E. 3.1
.1,
122 V 77
E. 2b, Urteil des Bundesgerichts 8C_76/2009 vom 1
9.
Mai 2009 E. 2, je mit Hinweis),
dem Vertrag durch schriftliche Beitrittserklärung zugestimmt hat. Da
Dr.
C._
auf der
einschlägigen,
vom BSV
periodisch
geführten Liste
der zur psycho
therapeutischen Behandlung von Versicherten der Invalidenver
sicherung berechtigten, nicht-ärztlichen Psychotherapeuten
, Stand Juli 2013 (Urk. 7),
nicht
aufgeführt ist, ist davon auszugehen, dass er im hier mass
geblichen Zeit
raum
die Anforderungen der Invalidenversicherung im Sinne von
Art.
26
bis
Abs.
1 IVG für die Durchführung von psychotherapeutischen Behandlungen als medizinische Hilfsperson nicht
erfüllte
.
Er stand damit
nicht im Wahlrecht der Versicherten, weshalb für die von
ihm durchgeführten
psychotherapeutische
n
Behandlungen kein Anspruch auf Kostenvergütung als medizinische
Ein
gliede
rungsmassnahme
nach dem vom BSV mit
den Berufsverbänden
ver
trag
lich ver
einbarten Tarif besteht.
3.4
Die Vorbringen von Seiten des Versicherten führen zu keinem anderen Ergeb
nis. Insbesondere
kann
aus dem
Kreisschre
iben über die medizinischen
Ein
glie
derun
gsmassnahmen
der Invalidenversicherung (KSME), gültig ab
1.
März 2012, nichts zu seinen Gunsten abgeleitet werden, zumal
daraus nichts
dem Gesagten Widersprechendes
zu entnehmen ist und
Verwaltungsweisungen für das Sozial
versicherungsgericht nicht verbindlich sind (BGE 133 V 450 E. 2.2.4).
3.5
Die Ablehnung des Leistungsbegehrens durch die
Beschwerdegegnerin
erfolgte
nach dem Gesagten
zu Recht
.
Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
4.
Da der Streitgegenstand die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs
leistungen betrifft, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind
nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
) und ermessensweise auf Fr. 6
00.--
anzusetzen. Ent
spre
chend dem Ausgang des Ver
fahrens sind die Gerichtskosten
dem
Versicherten aufzuerlegen.