# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f352af74-e2a3-4014-8ae1-901ff4f0e932
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1980 geborene
X._
arbeitete zuletzt als Serviceangestellte und meldete sich am 1
3.
November 2014 unter Hinweis auf eine Rücken
wirbel
fraktur sowie einen Fussbruch bei der Invalidenversicherung zum Leistungs
bezug an
(
Urk.
11/2)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
führte mit der
Versicherte
n
am 5. September 2014
ein Standortg
espräch
(
Urk.
11/5), zog
einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK;
Urk.
11/6), Aus
künfte des letzten Arbeitgebers (
Urk.
11/9), die Akten des
Unfall- und
Taggeld
versicherers (
Urk.
11/10
-11
,
Urk.
11/31
)
, ein
en Polizeirapport (
Urk.
11/13) und
Bericht
e
der behandelnden Ärzte (
Urk.
11/14
,
Urk.
11/39
,
Urk.
11/44
)
bei
. Mit Vorbescheid vom 3
0.
Juni 2016 (
Urk.
11/47) stellte die IV-Stelle der Versicher
ten
die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht, wogegen diese am
1
8.
Juli 2016 (
Urk.
11/48
)
vorsorglich
Einwand erhob
,
den sie
a
m 1
4.
September 2016
begründete
(
Urk.
11/53)
.
Mit Verfügung vom 1
2.
Oktober 2016 (
Urk.
2) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
4.
November 2016 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, es sei ihr ab wann rechtens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Eventualiter sei die
IV-Stelle zu verpflichten, die gesetzlich vorgeschriebenen notwendigen medizinischen Abklärungen über den Gesundheitszustand bezieh
ungs
weise über die Arbeits- beziehungsweise die Erwerbsfähigkeit vorzunehmen oder zu veranlassen. Mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
Januar 2017 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
10), wovon der Beschwer
de
-
führerin am 1
3.
Januar 2017 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
12).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des
Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG
in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Ablehnung des Leistungsbegehrens damit, dass die Beschwerdeführerin gemäss ärztlicher Beurteilung seit Juli 2015 eine leichte Tätigkeit zu 100
%
ausüben könne
,
respektive aufgrund vermehrter Pausen ein 80
%
-Pensum leisten könne. Der Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 10
%
. Inzwischen sei die Beschwerdeführerin auch als Serviceangestellte wieder zu 100
%
arbeitsfähig, womit sich keine Erwerbsein
busse mehr ergebe (
Urk.
2)
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
sie könne in angepasster Tätigkeit maximal in einer 50%-Anstellung ein
en
tspre
-
chendes
80%-Pensum leisten,
dies entspreche einer 40
%-Anstellung (
Urk.
1
S.3
)
.
3.
3.1
Gemäss Unfallmeldung vom 6. August 2014 (Urk. 11/10/22) zog sich die Be
schwerdeführerin am 13. Juli 2014 bei einem Sprung aus dem Fenster aus etwa fünf Metern Höhe eine Leberlazeration, eine instabile Fraktur des Len
den
-
wirbelkörpers
(LWK) 1, Rippenfrakturen 5-7 und eine
Trümmelfraktur
des Os
naviculare
am linken Fuss zu (Urk. 11/10/16, Urk. 11/10/24). Im Rahmen der
Hospitalisation
im Stadtspital
Y._
erfolgten am
Unfalltag sowie am 15.
und am 21. Juli 2014 operative Versorgungen (Urk. 11/10/25-29).
3.2
Im Bericht
des
Stadtspital
s
Y._
vom 2
4.
Juli 2014
(
Urk.
11/10/32)
wurden folgende Diagnosen festgehalten:
-
Berstungsfraktur L1 mit Zerreissung der
posterioren
Elemente und Stenose sowie
epidurales
Hämatom
-
Lisfranc
-Luxationsfraktur links mit Fraktur Os
Naviculare
Fuss links
-
Rippenfrakturen 5-7 ventral beidseitig gering disloziert
-
initial Pneumothorax rechts
-
Lungenkontusionen beidseitig
-
Computertomographisch
nebenbefundlich
Hypodensität des linken Leberlappens Differenzialdiagnose fokale Mehrverfettung
3.
3
In einem
undatierten Bericht
(Eingang 1
3.
Januar 2015;
Urk.
11/14)
wiederholte
p
ract
. med.
Z._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
die von den
Ärzten des Stadtspitals
Y._
gestellten Diagnosen. Er bescheinigte eine 100%
ige Arbeitsunfähigkeit bis auf Weiteres.
3.4
Laut Austrittsbericht
des Stadtspitals
Y._
vom 3. Februar 2015 wurde am Vortag bei gestellter Diagnose das
Osteosynthesematerial
im linken Fuss ent
fernt (Urk. 10/31/4).
3.5
Im Bericht vom 19. April 2016 (Urk. 11/39/1) erwähnte Prof. Dr. med.
A._
, Chef
arzt im Stadtspital
Y._
, Restbeschwerden und nannte erneut die in den Vorberichten erwähnten Diagnosen. Dazu führte er aus, die Beschwerdeführerin
sei im Gastgewerbe weiterhin
zu
50
%
arbeitsunfähig geschrieben aktuell bis 1
0.
Juli
201
6.
Die Steigerung der Arbeitsfähigkeit sei
bei gehendem
Beruf (Service) wenig realistisch, da nach dieser vierstündigen Arbeitszeit Schmerzen aufträten, die lediglich durch Ruhepausen wieder reduziert werden könnten.
Er
hielt behinderungsangepasste
Arbeiten maximal
für
vier
Stunden pro Tag
für
zumutbar, vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten
seien
maximal
zwei
Stunden pro Tag zumutbar. Heben und Tragen seien mit einer
Gewichtslimite
von
fünf
Kilogramm
zumutbar. Konzentrations- und Auffassungsvermögen seien
uneingeschränkt, ebenso
die
Anpassungsfähigkeit
.
Die Belastbarkeit sei durch Schmerzen
(Rücken/Fuss) nach vier Stunden eingeschränkt.
Diese Angaben würden ab
1.
Juli 2015 gelten
(Urk. 10/39/2)
.
3.
6
RAD-Arzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt Orthopädische
Chrirurgie
und Traumato
logie
,
be
scheinig
te gestützt auf den Bericht von
Prof.
Dr.
A._
vom 1
9.
April 2016 und den undatierten Bericht von
p
ract
. med
.
Z._
in der bisherigen Tätigkeit
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 %
vom 1
5.
Juli 2014 bis 3
0.
Juni 2015 und
von
50
%
seit
1.
Juli 2015 auf Dauer. In einer angepassten Tätigkeit beurteilte er sie als
zu
100
%
arbeitsunfähig vom 1
5.
Juli 2014 bis 3
0.
Juni 2015 und
zu
20
%
arbeitsunfähig (wegen vermehrten Pausenbedarfs) seit
1.
Juli 2015 (
Urk.
11/43 S. 4 f.).
Unter Berücksichtigung der Bewegungs- und Belastungseinschränkung der Wirbel
säule und des linken Fusses formulierte er folgendes Belastungsprofil: körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit, ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 5 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, ohne wirbelsäulenbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten (wie längeres Arbei
ten in weiter Armvorhalte oder gebückter Stellung, repetitive Rotationsbe
we
gungen, Überkopfarbeit), ohne den linken Fuss belastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten (Bücken, Hocken, Kauern, Knien, häufiges Gehen auf unebenem Gelände). Andauernde Vibrationsbelastungen und Nässe
-/Kälteexposition seien ebenfalls zu vermeiden (Urk. 11/43/4).
3.7
Pract
. med.
Z._
erwähnte im Verlaufsbericht vom 30. Mai 2016 (Urk. 11/44) die bekannten Diagnosen und hielt fest, der Gesundheitszustand habe sich ver
bessert
(Ziff. 1.1)
und es bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen und in einer angepassten Tätigkeit
(Ziff. 2.1)
.
3.8
Im von der Beschwerdeführerin im
Vorbescheidverfahren
aufgelegten Bericht vom
18. Juli 2016 kritisierte Prof. Dr.
A._
die vom RAD festge
haltene
Arbeits
unfähigkeit. Er
, Prof. Dr.
A._
,
habe die Beschwerdeführerin im Gastrono
mie
gewerbe nach wie vor (bis 31. März 2017) zu 50 % arbeitsunfähig geschrieben (vgl. Urk. 11/52). Dem von ihm ausgefüllten Fragebogen sei zu entnehmen, dass auch bei leichterer Arbeit eine deutlich verminderte Belastbarkeit
bestehe
. Er wisse nicht, woher die Annahme komme, dass die Beschwerdeführerin für leichtere Arbeiten zu 100 % arbeitsfähig sei
. Zudem
wies
er
darauf hin, dass es sich nicht nur um eine Fussverletzung, sondern auch um eine Verletzung der Lendenwirbelsäule handle mit Instrumentierung dorsal und ventral mit
Lami
nek
tomie
. Er empfahl eine Neubeurteilung (Urk. 11/51).
4.
4.1
Nach Lage der Akten leidet die Beschwerdeführerin an Rücken- und
Fuss
be
-
schwerden
nach einem Polytrauma vom 13. Juli 2014. Prof. Dr.
A._
und RAD-Arzt Dr.
B._
gehen nach anfänglich vollständiger Arbeitsunfähigkeit von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Serviceange
stellte aus. Diese Steigerung der Arbeitsfähigkeit hielt Dr.
B._
ab 1. Juli 2015 für zumutbar, während nicht gänzlich klar wird, ab welchem Zeitpunkt Prof. Dr.
A._
von einer Arbeitsfähigkeit von 50 % ausging. Letztlich kann dies
offen bleiben
, da für die Invaliditätsbemessung jedenfalls auf die Arbeitsfähig
keit in einer leidensangepassten Tätigkeit Bezug zu nehmen ist.
Diesbezüglich gehen die ärztlichen Einschätzungen auseinander. RAD-Arzt Dr.
B._
attestierte bis am 30. Juli 2016 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit; seither betrage die Arbeitsunfähigkeit in einer im Detail beschriebenen ange
passten Tätigkeit wegen des vermehrten Pausenbedarfs 20 % (E. 3.6
hievor
). Er weicht damit von der
zurückhaltenderen
Einschätzung des behandelnden Prof. Dr.
A._
ab, der hinsichtlich einer Verweistätigkeit seit 1. Juli 2015 von einer Arbeitsfähigkeit von maximal vier Stunden pro Tag ausging (E. 3.5
hievor
).
Dr.
B._
führte zur Begründung seiner abweichenden Beurteilung aus, Prof.
Dr.
A._
habe den Arztbericht gemeinsam mit der Beschwerdeführerin ausge
füllt. Es sei auf die subjektiven Beschwerdeschilderungen abgestellt worden, somit
liege
keine objektive ärztliche Einschätzung vor. Dies würde erklären, dass die Behinderung in einer optimal angepassten Tätigkeit gleich eingeschätzt werde wie die bisherige Tätigkeit im Service (Urk. 11/43/5).
4.2
Die RAD stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Inva
lidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähig
keit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beurteilen die RAD die medizinischen Voraus
setzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss
folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit
jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten
vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versicherungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte ge
hören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zu
ver
lässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
4.3
Die Schlussfolgerungen des RAD-Arztes Dr.
B._
beruhen auf der Würdigung eines umfassend abgeklärten Sachverhaltes. Seine Beurteilung
stützt sich
auf
die
Berichte der behandelnden Ärzte
. Von deren
Diagnose
geht er aus, beurteilt jedoch die zumutbare
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
anders
. In Anbetracht der ausgewiesenen und unstrittigen medizinischen Verhältnisse ist nicht zu beanstanden, dass Dr.
B._
auf eine persönliche Untersuchung der Beschwerdeführerin verzichtete und lediglich eine
Würdigung der
Akt
enlage
aus medizinischer Sicht vornahm.
Dieses Vorgehen
deckt sich mit der dem RAD
rechtsprechungsgemäss zufallenden Aufgabe (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014
vom 31. Oktober 2014 E. 3.5).
Der RAD hat unter Berücksichtigung der Einschränkungen an der Wirbelsäule und am linken Fuss
nachvollziehbar
dargelegt, dass detailliert beschriebene
Verweistätigkeit
en
(vgl. E. 3.6) im Umfang von 80 % zumutbar
sind
. Dr.
B._
wies mit Blick auf das von Prof. Dr.
A._
formulierte Zumutbarkeitsprofil (Urk.
11/39/2) darauf hin, dass dieser den Bericht mit der Beschwerdeführerin ausgefüllt (vgl. Urk. 11/33) und somit auf
deren
subjektive
Beschwerde
schilde
rungen abgestellt
habe, statt eine objektive ärztliche Beurteilung vorzunehmen
, was nicht von der Hand zu weisen ist.
Es
leuchtet
auch nicht ein, dass Prof. Dr.
A._
zwar für die angestammte Tätigkeit im Service, die
zweifelsohne
erheb
liche Anforderungen unter anderem an die Gehfähigkeit stellt, eine Arbeits
fähigkeit von 50 % attestiert, aber gleichzeitig
auch für
angepasste Tätigkeit
en -
ausser Knien
und Gehen, das
nur zu 20 % zumutbar
sei -
höchstens eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % bescheinigt (Urk. 11/39/2).
Die von Prof. Dr.
A._
am 18. Juli 2016 an der Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch
den RAD
erhobene Kritik,
dass neben der Fuss- auch eine mit Instru
mentierung versorgte LWS-Verletzung vorliege, geht ins Leere. Offenbar lag dem behandelnden Arzt der Bericht des RAD gar nicht vor, denn daraus geht unzweifelhaft hervor, dass der RAD den gesamten Gesundheitsschaden in seine Beurteilung einbezogen hat. Die Einschätzung von Prof. Dr.
A._
, die recht
sprechungsgemäss mit Zurückhaltung zu würdigen ist, da die behandelnden Ärzte
mitunter eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V
465 E.
4.5, 125 V 351 E.
3b/cc),
ist unter diesen Umständen nicht geeignet, auch nur geringe Zweifel an der fachärztlichen Beurteilung durch den RAD zu erwecken. Dessen Zumutbarkeitsbeurteilung wird auch gestützt durch den Bericht von
pract
. med.
Z._
, der aufgrund der letzten Kontrolle vom 26.
Juni 2015 eine Arbeitsfähigkeit von 100 % für zumutbar erachtete (E. 3.7).
Die beschwerdeweise geäusserte Behauptung,
die Beschwerdeführerin
könne lediglich in einer 50%-Anstellung ein 80%-Pensum leisten, was eine
r 40%
An
stellung entspreche (Urk. 1 S. 3), kann von vornherein nicht gefolgt werden, da sie
jeglicher medizinischer Grundlage
entbehrt.
4.4
Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführerin die bisher ausgeübte Tätigkeit im Umfang von wenigstens 50 % nicht mehr zumutbar ist, sie aber aus medizinischer Sicht in einer Verweistätigkeit zu 80 % arbeitsfähig ist.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich das reduzierte Leistungsvermögen der Beschwer
de
-
führerin in erwerblicher Hinsicht auswirkt. Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbs
einkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid gewor
den wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
5.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommens
ent
wicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung ent
spricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden
wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
5.2.2
Gemäss Arbeitgeberbericht erzielte die Beschwerdeführerin in der am 10. Juni 2014 aufgenommenen Tätigkeit einen Jahreslohn von Fr. 48‘100.-- (Urk. 11/9).
A
ngepasst an die Nominallohnentwicklung für das Jahr 2015 (Bundesamtes für Statistik, T 39 Entwicklung der Nominallöhne 1976-2016; Frauen; Stand 2014: 2673, Stand 2015: 2686)
ergibt dies ein massgebendes Einkommen von Fr. 48‘334.-- (Fr. 48‘100.-- / 2673 x 2686).
Die Beschwerdegegnerin zog w
egen der kurzen Dauer des Arbeitsverhältnisses die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturer
heb
ungen (LSE
) 2014 (
Tabelle TA1, Gastgewerbe Ziff. 55-56, Frauen, Kompetenzniveau 1) heran (Urk. 11/46) und ermittelte
davon ausgehend
einen Jahreslohn als Serviceangest
ellte für das Jahr 2015 von Fr.
48‘281.30 (Urk. 11/46).
Allerdings sind keine
Anhaltspunkte
dafür
ersichtlich,
dass die Beschwerdeführerin diese Stelle im Gesundheitsfall verloren hätte, weshalb trotz der kurzen Dauer des Arbeitsverhältnisses für das Anwenden der LSE kein Raum bleibt.
5.3
5.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht
sprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffent
lichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug
der Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Inva
lideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.3.2
Die Beschwerdeführerin hat seit der Kündigung keine neue Erwerbstätigkeit aufgenommen. Das Invalideneinkommen ist demzufolge gestützt auf die Tabellen
löhne der LSE 2014 zu ermitteln. Für Hilfsarbeiten beträgt der Monatslohn Fr. 4‘300.-- (Tabelle TA1, Total Frauen
,
Kompetenzniveau 1)
. A
ngepasst an die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, herausgegeben vom Bundesamt für Statistik, T03.02) und angepasst an die Nominallohnentwicklung für das Jahr 2015 (Bundesamtes für Statistik, T 39 Entwicklung der Nominallöhne 1976-2016; Frauen; Stand 2014: 2673, Stand 2015: 2686) ergibt dies ein Jahres
ein
kommen von Fr. 54‘055.-- (Fr. 4‘300.-- x 12 : 40 x 41.7 : 2673 x 2686)
, was b
ei einem zumutbaren Pensum von 80 % Fr. 43‘243
.-- entspricht.
Da selbst bei einem - in diesem Ausmass zweifellos nicht gerechtfertigten -
leidensbedingter
Abzug
vom Tabellenlohn von 25 %
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad resul
t
iert (vgl. E. 5.4), erübrigen sich Weiterungen zu dieser Frage.
5.4
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 48‘
334
.-- und einem um 25 % vermin
derten Invalideneinkommen von Fr. 32‘432.-- (Fr. 43‘242.-- x 0.75) resultiert eine Einkommenseinbusse von Fr. 15‘
902
.--, was einen Invaliditätsgrad von rund 33 % ergibt. Damit besteht kein Anspruch auf eine Rente der Invali
den
versicherung, weshalb sich die Verfügung vom 12. Oktober 2016 (Urk. 2) als rechtens erweist, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr.
8
00.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.