# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 75cf9402-da9c-4bf2-a701-3d44afa9ce60
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Forderung
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 29. Juli 2015 (FV140056-D)
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Rechtsbegehren: (Urk. 1)
" 1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger CHF 19'682.80 nebst 5% Zins seit 22.01.2014 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ."
Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf vom 29. Juli 2015:
(Urk. 31 = Urk. 34)
1. Die Klage wird zufolge Verjährung der geltend gemachten Ansprüche
abgewiesen.
2. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 3'100.–. Allfällige weitere
Auslagen bleiben vorbehalten.
3. Die Gerichtskosten sowie die Kosten des Schlichtungsverfahrens vor
dem Friedensrichteramt ... in Höhe von Fr. 525.– werden dem Kläger
auferlegt und mit dem von ihm geleisteten Prozesskostenvorschuss
(Fr. 3'100.–) verrechnet.
4. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten eine Parteientschädigung
von Fr. 3'800.– zu bezahlen.
5. (Schriftliche Mitteilung).
6. (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, 30 Tage).
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Berufungsanträge:
des Klägers und Berufungsklägers (Urk. 33 S. 2):
" 1. Das Urteil der Vorinstanz vom 29. Juli 2015 sei aufzuheben und die Berufungsbeklagte zu verpflichten, dem Berufungskläger EUR 16070.13 bzw. CHF 19682.80 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der  für beide Instanzen."
der Beklagten und Berufungsbeklagten (Urk. 40 S. 1):
Die Berufung sei kostenpflichtig abzuweisen.

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien waren verheiratet und lebten gemeinsam in Deutschland. Wäh-
rend der Ehe schlossen sie am 14. März 2007 sowie am 10. August 2007 zwei
Darlehensverträge mit der C._ Bank AG (Urk. 4/1-2). Die Ehe wurde im Jahr
2009 in Deutschland geschieden, die Beklagte war allerdings bereits Ende 2007
in die Schweiz gezogen (vgl. Urk. 34 E. II/1.1). Der Kläger macht geltend, die
Rückzahlung des ersten Darlehens in der Höhe von EUR 26'028.42 sei vom
1. Juni 2007 bis 1. November 2012 in 66 monatlichen Raten zu EUR 394.37 er-
folgt, jene des zweiten Darlehens im Umfang von EUR 6'111.84 in 48 monatlichen
Raten zu EUR 127.33 im Zeitraum 1. November 2007 bis 1. Oktober 2011. Die
Ratenzahlungen habe zumindest seit der Trennung im Oktober 2007 er alleine
erbracht (Urk. 1 S. 4 i.V.m. Urk. 13 S. 5). Die gesamte von den Parteien mit den
zwei Darlehen aufgenommene Darlehenssumme betrug unbestrittenermassen
EUR 32'140.26 (Urk. 4/1-2; Urk. 34 E. II/3). Der Kläger verlangt von der Beklagten
die Rückzahlung der Hälfte und damit EUR 16'070.13 bzw. Fr. 19'682.80 (zum
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Kurs € 1 = CHF 1.22; Urk. 1 S. 5). Nachdem die Beklagte dieser Zahlungsauffor-
derung nicht nachgekommen sei, habe er die Betreibung gegen sie eingeleitet,
woraufhin die Beklagte Rechtsvorschlag erhoben habe (Urk. 1 S. 4 f.).
2. Mit Klageschrift vom 9. September 2014 und unter Beilage der Klagebewilli-
gung des Friedensrichteramtes ... ZH vom 12. Mai 2014 (Urk. 3) reichte der Klä-
ger beim Einzelgericht im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Dielsdorf
(nachfolgend Vorinstanz) die vorliegende Klage ein. Mit Verfügung vom 19. Feb-
ruar 2015 wurde die von der Beklagten erhobene Einrede der fehlenden örtlichen
Zuständigkeit abgewiesen (Urk. 19). In der Folge fand am 29. Juni 2015 die
Hauptverhandlung statt, anlässlich welcher eine Vereinbarung mit Widerrufsvor-
behalt geschlossen wurde (Urk. 25; Prot. I S. 23). Mit Eingabe vom 27. Juli 2015
liess der Kläger den Vergleich widerrufen (Urk. 26), woraufhin die Vorinstanz am
29. Juli 2015 den eingangs wiedergegebenen Entscheid fällte (Urk. 31 = Urk. 34).
Dieser wurde den Parteien am 25. bzw. 26. Januar 2016 (Urk. 32/1-2) zugestellt.
Für den übrigen Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens kann auf den angefoch-
tenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 34 E. I).
3. Gegen das vorinstanzliche Urteil vom 29. Juli 2015 erhob der Kläger recht-
zeitig (vgl. Urk. 32/1) Berufung und stellte die obgenannten Anträge (Urk. 33).
Den einverlangten Kostenvorschuss leistete er innert Frist (vgl. Urk. 36 f.). Nach-
dem die Beklagte der Kammer mit Eingabe vom 10. März 2016 mitteilte, dass sie
infolge Eheschliessung seit dem 5. Dezember 2015 den Familiennamen B'._
trage (Urk. 39), wurde das Rubrum entsprechend angepasst. Die Berufungsant-
wort, mit welcher die Beklagte auf Abweisung der Berufung schliesst, datiert vom
24. März 2016 (Urk. 40) und wurde dem Kläger mit Verfügung vom 6. April 2016
zugestellt. Weiter wurde dem Kläger eine Frist angesetzt, um zu dem von der Be-
klagten mit der Berufungsantwort neu eingereichten Beleg und zu den neu aufge-
stellten Behauptungen Stellung zu nehmen. Der Kläger kam dem innert Frist nach
(Urk. 42, 44 und 46). Auch die Beklagte reichte eine weitere Eingabe ein
(Urk. 43). Beide Rechtsschriften wurden jeweils der Gegenseite zugestellt
(Urk. 45 und 47).
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II.
1. Mit der Berufung können die unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige
Sachverhaltsfeststellung gerügt werden (Art. 310 ZPO). Es gilt dabei insofern eine
Rüge- bzw. Begründungsobliegenheit, als dass die Berufung führende Partei sich
mit den Erwägungen der Vorinstanz im Einzelnen auseinanderzusetzen und kon-
kret aufzuzeigen hat, was am angefochtenen Urteil oder am Verfahren der Vorin-
stanz falsch war (BGE 138 III 374 E. 4.3.1; OGer ZH LF140108 vom 24. März
2015, E. 2.1). Die Rechtsmittelinstanz muss nicht nach allen denkbaren mögli-
chen Fehlern forschen (ZK ZPO-Reetz/Theiler, Art. 311 N 36; Hungerbühler, DI-
KE-Komm-ZPO, Art. 311 N 30 ff.; ZWR 2014 S. 270, S. 271 f.). Diese Ausführun-
gen zur Begründungsobliegenheit gelten in Bezug auf die unrichtige Feststellung
des Sachverhaltes und können wegen des Grundsatzes der Rechtsanwendung
von Amtes wegen (Art. 57 ZPO) nicht ohne Weiteres auf die Frage der richtigen
Rechtsanwendung angewendet werden (vgl. dazu auch ZWR 2014 S. 270, 274;
OGer ZH LF140108 vom 24. März 2015, E. 2.2; BSK ZPO-Spühler, Art. 310
N. 2 f.; BK ZPO-Sterchi, Art. 310 N 4). Einer Partei, die falsche oder gar keine
Ausführungen zur Rechtsanwendung macht, darf kein Rechtsnachteil erwachsen
(Sutter-Somm, Schweizerisches Zivilprozessrecht, 2. Auflage 2012, N. 1358 mit
weiteren Hinweisen). Die Berufungsinstanz ist weder an die Rechtsauffassung der
Parteien noch an diejenige der unteren Instanz gebunden (OGer ZH LB140004
vom 18. September 2014, E. III/1; BK ZPO-Hurni, Art. 57 N 21). Die unrichtige
Rechtsanwendung gemäss Art. 310 lit. a ZPO umfasst sowohl die Anwendung als
auch die Nichtanwendung sämtlicher generell-abstrakten staatlichen Normen, wo-
runter das gesetzte Recht aller Stufen sowie auch das ungeschriebene Recht,
insbesondere das Gewohnheitsrecht und das Richterrecht (Art. 1 Abs. 2 ZGB), zu
verstehen ist (BK ZPO-Sterchi, Art. 310 N 6).
2. Neue Tatsachen und Beweismittel sind im Berufungsverfahren nur noch zu
berücksichtigen, wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht werden
(Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster
Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO).
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3. Da der Kläger Wohnsitz in Deutschland hat und es vorliegend um Darle-
hensverträge geht, welche die Parteien mit einer deutschen Bank abgeschlossen
haben, als sie noch gemeinsam in Deutschland lebten, liegt ein internationaler
Sachverhalt vor. Über die Frage der örtlichen Zuständigkeit hat die Vorinstanz mit
Verfügung vom 19. Februar 2015 entschieden. Dieser Entscheid blieb unange-
fochten. Ohnehin hätte sich die Beklagte in der Folge auf das Verfahren eingelas-
sen (vgl. dazu auch Prot. I S. 14; Art. 24 LugÜ). Wie die Vorinstanz sodann zutref-
fend und unbestritten feststellte, ist auf das vorliegende Verfahren deutsches
Recht anwendbar (vgl. Urk. 34 E. II/2).
4. Die Vorinstanz erachtete die Forderungen des Klägers für verjährt, weshalb
sie seine Klage abwies. Vor diesem Hintergrund verzichtete sie darauf zu prüfen,
ob dem Kläger überhaupt ein Ausgleichsanspruch zukommt (vgl. Urk. 34 E. II/6).
Streitgegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens bildet damit die Frage,
ob die Forderungen des Klägers verjährt sind. Auf die darüber hinausgehenden
Ausführungen der Parteien ist nicht einzugehen, da diese für die Entscheidfin-
dung nicht von Belang sind.
III.
A. Fremdwährung
1. Nachdem der Kläger mit seiner Klage vor Vorinstanz die Verpflichtung der
Beklagten zur Zahlung von Fr. 19'682.80 nebst Zins zu 5% seit 22. Januar 2014
forderte, die Darlehen jedoch auf Euros lauteten (vgl. Urk. 4/1-2), hielt die Vorin-
stanz fest, dass ausschliesslich eine Zahlung in Euro geschuldet sei. Das Gericht
dürfe im Erkenntnisverfahren nur eine Zahlung in der geschuldeten Fremdwäh-
rung zusprechen. Bei strenger Anwendung der Dispositionsmaxime müsste die
Klage abgewiesen werden, da die eingeklagte Forderung nicht geschuldet sei und
die geschuldete Währung nicht eingeklagt worden sei (mit Verweis auf BGE 134
III 151 E. 2.4). Diese Lösung erachtete die Vorinstanz für überspitzt formalistisch.
Sofern sich, wie vorliegend, aus der Klagebegründung oder den Beilagen unmiss-
verständlich ergebe, dass der Kläger in der Sache die Zusprechung einer Fremd-
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währungsforderung beantrage, könne das Begehren unter objektiven Gesichts-
punkten nicht anders verstanden werden, als dass über die tatsächlich geschulde-
te Fremdwährungsschuld zu urteilen sei (mit Verweis auf HGer ZH HG130034
vom 1. November 2013, E. 4.2 und 4.4).
2. In seiner Berufungsschrift beantragt der Kläger nun, die Beklagte sei zu ver-
pflichten, dem Kläger "EUR 16070.13 bzw. CHF 19682.80 zu bezahlen" (Urk. 34
S. 2).
3. Die Beklagte hält der Berufung zunächst entgegen, es sei prozessual aus-
geschlossen, dass dem Kläger alternativ ein Betrag in EUR "bzw." Schweizer
Franken zugesprochen werde. Vor Vorinstanz habe der Kläger am Antrag auf
Zahlung in Schweizer Franken festgehalten. Dieser Anspruch habe von Anfang
an nicht bestanden, so dass allein deswegen die Klage abzuweisen wäre. Wenn
der Kläger nun in der Berufung auf ausschliesslich EUR umstellen sollte, so wür-
de es sich dabei nicht mehr um die Weiterverfolgung des erstinstanzlichen Klage-
ziels handeln, sondern um ein neues Rechtsbegehren. Dies wäre aber in dem
hier geltend gemachten Forum unzulässig. Der Kläger müsste schon neu Klage
erheben (Urk. 40 Ziff. 1).
4. Mit seinem Berufungsantrag ändert der Kläger seine Klage nicht. Vielmehr
präzisiert er sein Begehren den vorinstanzlichen Erwägungen entsprechend. Dies
ist nicht zu beanstanden. Die vorinstanzlichen Erwägungen, wonach das Begeh-
ren objektiv betrachtet nicht anders verstanden werden könne, als dass über die
tatsächlich geschuldete Fremdwährungsschuld zu urteilen sei, werden von der
Beklagten nicht kritisiert. Diese Erwägungen sind denn auch überzeugend. Zu-
dem hielt der Kläger – entgegen der Ansicht der Beklagten (Urk. 40 Ziff. 1) – vor
Vorinstanz nicht am Antrag in Schweizer Franken fest (vgl. Prot. I S. 14). Folglich
ist das Begehren des Klägers – wie dies bereits die Vorinstanz zutreffend festhielt
– so zu verstehen, dass über die tatsächlich geschuldete Fremdwährung zu urtei-
len ist und damit darüber, ob dem Kläger ein Anspruch gegen die Beklagte im
Umfang von EUR 16'070.13 nebst Zins zusteht. Zu den vorinstanzlichen Erwä-
gungen kann ergänzend noch angefügt werden, dass sich die Frage, in welcher
Währung eine Schuld zu bezahlen ist, nach dem auf das Schuldverhältnis an-
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wendbaren Recht richtet. In Deutschland ist der Euro gesetzliches Zahlungsmittel.
Fremdwährungsschulden, das heisst in ausländischer Währung ausgedrückte
Geldschulden, die voraussetzen, dass die geschuldeten Leistungen nach dem In-
halt des Schuldverhältnisses nicht in Euro, sondern in ausländischer Währung
bezeichnet sind, können in Euro geleistet werden, es sei denn, dass Zahlung in
der anderen Währung ausdrücklich vereinbart worden wäre (§ 244 BGB; vgl. zum
Ganzen Palandt/Grüneberg, BGB, § 244-245 Rn 3, 7 und 17). Die vorliegenden
Darlehensverträge lauten auf Euro (vgl. Urk. 4/1-2). Damit könnte die Beklagte
vorliegend – wie die Vorinstanz bereits zutreffend ausführte – lediglich zu einer
Zahlung in Euro verpflichtet werden, sollte ein entsprechender Anspruch beste-
hen.
B. Verjährung
1. Die Vorinstanz bejahte zunächst das Vorliegen einer Gesamtschuld im Sin-
ne von § 421 BGB (Urk. 34 E. II/5.1). Alsdann prüfte sie – aufgrund der von der
Beklagten geltend gemachten Verjährungseinrede – die Verjährung eines allfälli-
gen Ausgleichsanspruches. Hierbei wies sie darauf hin, dass die allgemeinen Ver-
jährungsregeln gemäss §§ 194 ff. BGB zur Anwendung kommen würden und
nicht diejenigen von § 1378 BGB, welche unter dem Abschnitt "Eheliches Güter-
recht" zu finden seien (Urk. 34 E. II/5.2.2). Alsdann hielt sie fest, dass die mit Un-
terzeichnung der Darlehen begründete Gesamtschuld im Jahre 2007 entstanden
sei. Die Verjährungsfrist beginne somit mit Ablauf des 31. Dezembers 2007 zu
laufen und ende am 31. Dezember 2010. Demnach sei die Forderung verjährt und
die vorliegende Klage abzuweisen (Urk. 34 E. II/5.2.3 und II/6).
2.1 Der Kläger hält der Argumentation der Vorinstanz entgegen, für den Fall,
dass bis Dezember 2010 beide Darlehensnehmer jeweils hälftig die Darlehensra-
ten bezahlt hätten, es bis zu jenem Zeitpunkt keinen Anlass für einen Darlehens-
nehmer gegeben hätte, einen Gesamtschuldnerausgleich gerichtlich geltend zu
machen. Hätte dann jedoch im Januar 2011 einer der Darlehensnehmer erstmals
eine Rate nicht beglichen, wäre es dem anderen Darlehensnehmer auch nicht
mehr möglich gewesen, den Gesamtschuldnerausgleich geltend zu machen, da
bereits am 31. Dezember 2010 die Verjährung eingetreten wäre. Dies könne im
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Ergebnis nicht richtig sein. Zudem entstehe der selbstständige Ausgleichsan-
spruch gemäss § 426 Abs. 1 BGB entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht mit
der Begründung der Gesamtschuld. Nur soweit ein Gesamtschuldner den Gläubi-
ger befriedige und von den übrigen Schuldnern Ausgleichung verlangen könne,
gehe die Forderung des Gläubigers gegen die übrigen Schuldner auf ihn über (mit
Verweis auf § 426 Abs. 2 BGB). Er habe, solange er die monatlichen Darlehens-
raten an die Bank als Gläubigerin bezahlt habe, noch gar keine Ausgleichung von
der Beklagten verlangen können. Vielmehr sei er dazu erst in der Lage gewesen,
als er die letzte Rate bezahlt habe und die Forderung der Bank gegen die Beklag-
te zufolge Befriedigung auf ihn übergegangen sei (Urk. 33 S. 3 f.).
2.2 Der Kläger hält weiter fest, dass selbst eine andere rechtliche Einschätzung
des Verjährungsbeginns für den Ausgleichsanspruch zu einem von der Vorinstanz
abweichenden Ergebnis führen würde. Dies aufgrund folgender Überlegung:
Im Zusammenhang mit dem ersten Darlehensvertrag habe er mit der Zahlung der
ersten Hälfte der Darlehensschuld (33 monatliche Raten) zunächst nur den auf
ihn fallenden Anteil als Solidarschuldner beglichen. Dadurch habe er zumindest
bis und mit der Zahlung der 33. Rate, welche per 1. Februar 2010 fällig geworden
sei, keinen Ausgleichsanspruch gegen die Beklagte gehabt. Folge man dieser Be-
trachtungsweise, hätte der Ausgleichsanspruch erst mit der Zahlung der 34. Rate,
welche per 1. März 2010 fällig geworden sei, begonnen. Der Verjährungsbeginn
für den Ausgleichsanspruch hinsichtlich dieser und aller weiteren im Jahre 2010
fällig gewordenen Raten wäre am 31. Dezember 2010 erfolgt und die Verjäh-
rungsfrist hätte am 31. Dezember 2013 geendet. Die Verjährungsunterbrechung
sei mit dem Betreibungsbegehren vom 19. Dezember 2013 rechtzeitig veranlasst
worden. Das mit der Berufung eingereichte Betreibungsbegehren stelle keine
neue Tatsache dar, sie sei vielmehr nur die Grundlage des bereits als Beweismit-
tel eingereichten Zahlungsbefehls vom 22. Januar 2014 und diene zu dessen Er-
gänzung.
Beim zweiten Darlehensvertrag hätte er bei dieser Betrachtungsweise erst mit
Zahlung der 25. Rate (von 48 Raten), welche per 1. Dezember 2009 fällig gewor-
den sei, einen Ausgleichsanspruch für diese und die folgenden Raten gehabt. Bis
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und mit Zahlung der 38. Rate, welche per 1. Dezember 2009 fällig geworden sei,
wäre dann jedoch die Verjährung am 1. Dezember 2012 eingetreten. Für die letz-
ten zehn Raten zu EUR 127.33 bzw. total EUR 1'273.30 sei jedoch zufolge der
Verjährungsunterbrechung durch die Betreibung kein Verjährungseintritt erfolgt,
weshalb in diesem Betrag ein Ausgleichsanspruch zu seinen Gunsten bestehe
(Urk. 33 S. 4 f.).
2.3 Schliesslich macht der Kläger geltend, wenn die Vorinstanz seiner Ansicht,
wonach die Verjährungsfrist frühestens mit der Zahlung der letzten Darlehensrate
beginne, nicht folge, hätte sie die Verjährung zumindest für jede einzelne Darle-
hensrate gesondert prüfen müssen. Eine einheitliche Verjährung für alle Darle-
hensraten, die schon zum Verjährungseintritt des Gesamtschuldnerausgleichs
führen sollen, bevor alle Darlehensraten fällig und gezahlt worden seien, könne
nicht angenommen werden (Urk. 33 S. 5 Ziff. 6).
3. Die Beklagte hält daran fest, dass der selbstständige Ausgleichsanspruch
nach § 426 Abs. 1 BGB mit der Begründung der Gesamtschuld entstehe. Wenn
und soweit ein Gesamtschuldner den Gläubiger befriedige, gehe die Forderung
des Gläubigers insoweit auf den Gesamtschuldner über, als er gegen den weite-
ren Gesamtschuldner Ausgleichung verlangen könne. Im Normalfall gehe hier die
Haftung nach Kopfteilen. Im Übrigen habe derjenige Gesamtschuldner, der von
der Bank in Anspruch genommen werde, bis zur tatsächlichen Leistung auf die
Gesamtschuld gegen den anderen Gesamtschuldner jedenfalls einen subsidiären
Freistellungsanspruch im Innenverhältnis. Deswegen sei es sehr wohl gängig und
auch geltendes Recht, dass die Verjährung von Ausgleichsansprüchen im Innen-
verhältnis mit Entstehen der Gesamtschuld beginne (Urk. 40 Ziff. 2).
4.1 Wie die Vorinstanz bereits zutreffend (Urk. 34 E. II/5.1) und ungerügt aus-
führte, liegt eine Gesamtschuld im Sinne von § 421 BGB vor. Das Innenverhältnis
zwischen den Gesamtschuldnern wird von § 426 BGB geregelt. Der Ausgleichs-
anspruch nach § 426 Abs. 1 BGB entsteht mit der Begründung der Gesamt-
schuld. Er besteht dabei vorerst als Mitwirkungs- und Befreiungsanspruch und
wandelt sich nach Befriedigung des Gläubigers in einen Zahlungsanspruch um.
Der Bundesgerichtshof hielt in seinem Versäumnisurteil vom 18. Juni 2009 präzi-
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sierend fest, dass der Ausgleichsanspruch unabhängig von seiner Ausprägung
als Mitwirkungs-, Befreiungs- oder Zahlungsanspruch einer einheitlichen Verjäh-
rung unterliege. Auch soweit er auf Zahlung gerichtet sei, sei er mit der Begrün-
dung der Gesamtschuld im Sinne des § 199 BGB entstanden (vgl. auch Pa-
landt/Grüneberg, § 426 BGB Rn 4 ff.). Der Gegenauffassung in der Literatur, die
für den Zahlungsanspruch den Beginn der Verjährungsfrist im Zeitpunkt der Zah-
lung durch den ausgleichsberechtigten Gesamtschuldner an den Gläubiger sieht,
folgt der Bundesgerichtshof nicht. Durch diese Auffassung werde nicht ausrei-
chend berücksichtigt, dass es sich um einen einheitlichen Anspruch auf Ausgleich
handle. § 426 Abs. 1 BGB lasse offen, wie der Ausgleich zwischen den Gesamt-
schuldnern erfolgen solle. Die Zahlung des Ausgleichsberechtigten an den Gläu-
biger sei keine tatbestandliche Voraussetzung des Ausgleichsanspruchs. Es ent-
stehe kein neuer Anspruch durch diese Zahlung; vielmehr könne und müsse der
Ausgleichsanspruch dann nur in anderer Form als zuvor erfüllt werden. Sofern der
Ausgleichsanspruch einmal verjährt sei, müsse es hierbei sein Bewenden haben,
auch wenn sich sein Inhalt dadurch ändere, dass nunmehr die Zahlung erfolge. In
gleicher Weise ändere auch die Zahlung während des Laufs der Verjährungsfrist
nichts an ihrem weiteren Ablauf. Die Anknüpfung der Verjährung an die Zahlung
würde dazu führen, dass der Eintritt der Verjährung von dem Verhalten des Aus-
gleichsberechtigten abhinge und dieser es somit in der Hand hätte, den Verjäh-
rungsbeginn und die Notwendigkeit verjährungshemmender Massnahmen belie-
big hinauszuzögern. Die Folge der relativ frühzeitigen Verjährung des Ausgleichs-
anspruches belaste den Ausgleichungsberechtigten nicht unbillig. Er sei hinrei-
chend durch das zusätzliche Erfordernis des § 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB geschützt
(BGH, Versäumnisurteil vom 18. Juni 2009 - VII ZR 167/08, E. II/1 mit weiteren
Hinweisen).
4.2 Der deutschen Rechtsprechung, Literatur sowie den vorinstanzlichen Erwä-
gungen folgend ist damit zunächst festzuhalten, dass ein allfälliger Ausgleichsan-
spruch im Sinne von § 426 Abs. 1 BGB mit Begründung der Gesamtschuld ent-
steht und die Verjährungsfrist zu jenem Zeitpunkt zu laufen beginnt, sofern der
Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des
Schuldners Kenntnis erlangt hat oder ohne grobe Fahrlässigkeit hätte erlangen
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müssen (vgl. § 199 Abs. 1 BGB; vgl. nachstehend E. III/B.5.1). Nicht gefolgt wer-
den kann demnach der klägerischen Ansicht, wonach der Beginn der Verjäh-
rungsfrist des Ausgleichanspruchs frühestens mit der Zahlung der letzten Darle-
hensrate (Urk. 33 S. 3 Ziff. 3) bzw. nach Zahlung des auf ihn fallenden hälftigen
Anteils zu laufen begonnen habe (Urk. 33 S. 4 f. Ziff. 4). In der Folge ist nun zu
prüfen, zu welchem Zeitpunkt die klägerischen Forderungen begründet wurden
bzw. wann deren Verjährungsfristen zu laufen begonnen haben.
5.1 Die regelmässige Verjährungsfrist, welche vorliegend zur Anwendung
kommt (BGH, Urteil vom 9. Juli 2009 - VII ZR 109/08, E. II/2.a; vgl. auch Be-
schlussempfehlung und Bericht des Rechtsausschusses zum Entwurf des Geset-
zes zur Modernisierung des Schuldrechts, BT-Drucksache 14/7052, S. 195), be-
ginnt, soweit nicht ein anderer Verjährungsbeginn bestimmt ist, mit dem Schluss
des Jahres, in dem der Anspruch entstanden ist und der Gläubiger von den den
Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis er-
langt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste (§ 199 Abs. 1 BGB). Der
Beginn der Verjährungsfrist setzt somit ein Zweifaches voraus: Einerseits die Ent-
stehung des Anspruches (§ 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB) und andererseits die Kenntnis
(oder grobfahrlässige Unkenntnis) der anspruchsbegründenden Umstände sowie
der Person des Schuldners durch den Gläubiger (§ 199 Abs. 1 Nr. 2 BGB). Abge-
sehen davon darf die Verjährung nicht nach § 203 ff. BGB gehemmt sein. Ent-
standen im Sinne von § 199 Abs. 1 Nr. 1 BGB ist ein Anspruch, wenn er geltend
gemacht und notfalls im Wege der Klage durchgesetzt werden kann. Dies ist
grundsätzlich der Zeitpunkt der Fälligkeit (BGH, Versäumnisurteil vom 18. Juni
2009 - VII ZR 167/08, E. II/1; Hanseatisches OLG Bremen, Beschluss vom
19. Januar 2016, 4 W 5/15, E. II/1b).
5.2.1 Im Streit liegen Abzahlungsraten eines Darlehens. Da die Verjährung eines
Anspruches stets dann beginnt, wenn ein konkreter, fälliger Anspruch besteht
(§ 199 BGB), ist der Stichtag für den Beginn der Verjährungsfrist nicht das Datum
des Vertragsschlusses, sondern die Fälligkeit der jeweiligen Rate. Jede einzelne
Rate stellt eine Gesamtschuld dar, welche mit deren Fälligkeit begründet wird. Vor
Fälligkeit konnte die jeweilige Rate nämlich nicht geltend gemacht werden (vgl.
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vorstehend E. III/B.5.1). In Bezug auf die vorliegenden Darlehensverträge bedeu-
tet dies, dass die Verjährungsfrist entgegen der Ansicht der Vorinstanz nicht be-
reits beim jeweiligen Abschluss der Darlehensverträge zu laufen begann. Viel-
mehr startete die Verjährungsfrist für jede einzelne Rate zum Zeitpunkt ihrer Fäl-
ligkeit. Würde man der vorinstanzlichen Ansicht folgen, wären die letzten Raten
bereits vor ihrer Fälligkeit verjährt gewesen. Damit dringt der Kläger mit seiner
Eventualbegründung (vgl. Urk. 33 S. 5 f. Ziff. 6) durch.
5.2.2 Der Kläger macht geltend, die Verjährungsunterbrechung bestimme sich
nach Schweizer Recht (Prot. I S. 20) und sei durch die eingeleitete Betreibung
eingetreten (Prot. I S. 13 und 20).
Der Kläger irrt. Wie bereits dargelegt (vorstehend E. II/3), ist auf das vorliegende
Verfahren deutsches Recht anwendbar (vgl. Urk. 34 E. II/2). Damit richten sich
auch die Verjährungsregeln nach deutschem Recht. Gemäss § 204 Abs. 1 BGB
wird die Verjährung unter anderem durch die Erhebung der Klage auf Leistung
(Nr. 1) sowie durch die Zustellung des Mahnbescheids im Mahnverfahren oder
des Europäischen Zahlungsbefehls im Europäischen Mahnverfahren (Nr. 2) ge-
hemmt. Der schweizerische Zahlungsbefehl steht einem deutschen Mahnbe-
scheid hinsichtlich der verjährungsunterbrechenden Wirkung gleich (BGH, Urteil
vom 17. April 2002 - XII ZR 182/00, amtlicher Leitsatz a; Palandt/Ellenberger,
§ 204 BGB Rn 18). Folglich wurde die Verjährung vorliegend erst mit Zustellung
des Zahlungsbefehls an die Beklagte unterbrochen und nicht bereits mit Einlei-
tung der Betreibung. Wann diese Zustellung erfolgte, ergibt sich aus den Akten
nicht. Auf dem Zahlungsbefehl ist zwar ein Stempel mit dem Datum 2. Februar
2014 erkennbar, es wurde jedoch weder behauptet noch ist ohne Weiteres er-
sichtlich, dass es sich bei diesem Datum um das Zustellungsdatum des Zah-
lungsbefehls handelt (vgl. Urk. 4/6). Der Gläubiger – vorliegend der Kläger – trägt
jedoch die Beweislast für die Voraussetzungen der Verjährungshemmung (vgl.
Palandt/Ellenberger, Überbl. v. § 194 Rn 24). Der Zahlungsbefehl datiert vom
22. Januar 2014, die Klage wurde beim Friedensrichter am 3. April 2014 einge-
reicht. Da die Verjährungsfrist nach deutschem Recht grundsätzlich mit dem
Schluss des Jahres beginnt, in dem der Anspruch entstanden ist (§ 199 Abs. 1
Nr. 1), enden die Verjährungsfristen jeweils per 31. Dezember. Damit spielt es
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vorliegend keine Rolle, ob die Verjährung im Januar 2014 (der Zahlungsbefehl da-
tiert vom 22. Januar 2014), im Februar 2014 (Stempel auf Urk. 4/6) oder im April
2014 (Datum des Schlichtungsgesuchs) gehemmt wurde.
Da die Hemmung der Verjährung nach deutschem Recht von der Zustellung des
Mahnbescheids bzw. vorliegend des Zahlungsbefehls abhängt, kann schliesslich
offenbleiben, ob es sich beim erst im Berufungsverfahren eingereichten Betrei-
bungsbegehren (vgl. Urk. 35) um ein zulässiges Novum im Sinne von Art. 317
Abs. 1 ZPO handelt.
5.2.3 Die letzte Rate des ersten Darlehens (Urk. 4/1) war am 1. November 2012
fällig. Die dreijährige Verjährungsfrist endete damit am 31. Dezember 2015 (§ 199
Abs. 1 i.V.m. § 195 BGB). Die letzte Rate des zweiten Darlehens (Urk. 4/2) war
am 1. Oktober 2011 fällig, womit ein diesbezüglicher Anspruch am 31. Dezember
2014 verjährt wäre. Raten beider Darlehen, welche vor und während des Jahres
2010 fällig wurden, waren am 1. Januar 2014 bereits verjährt. Diejenigen Raten,
welche im Jahr 2011 fällig wurden, wären dagegen erst am 1. Januar 2015 ver-
jährt und im April 2014 damit spätestens durch Einreichung des Schlichtungsge-
suchs gehemmt worden (vgl. § 204 Nr. 1 BGB i.V.m. Art. 62 ZPO).
Sollte ein entsprechender Ausgleichungsanspruch des Klägers bejaht werden,
wäre dieser damit nicht für alle geltend gemachten Raten verjährt, sondern ledig-
lich für jene, welche vor dem 1. Januar 2011 fällig wurden.
5.3.1 Der Kläger verweist wiederholt auf § 426 Abs. 2 BGB und macht geltend,
die Ratenzahlungen hätten den Forderungsübergang hinsichtlich der Ausglei-
chungspflicht der Beklagten im Innenverhältnis auf ihn bewirkt und die Verjäh-
rungsfrist habe erst im Zeitpunkt dieses Überganges zu laufen begonnen (Urk. 13
S. 3 Ziff. 4; Prot. I S. 20 f.; Urk. 33 S. 4 Ziff. 3).
5.3.2 Soweit ein Gesamtschuldner den Gläubiger befriedigt und von den übrigen
Schuldnern Ausgleichung verlangen kann, geht die Forderung des Gläubigers
gegen die übrigen Schuldner auf ihn über (§ 426 Abs. 2 BGB). Die übergegange-
ne Forderung und der Ausgleichungsanspruch bestehen selbstständig nebenei-
nander und sind hinsichtlich Verjährung und Einreden gesondert zu behandeln
- 15 -
(Palandt/Grüneberg, § 426 BGB Rn 16; BGH, Urteil vom 15. Januar 1988 - V ZR
183/86, E. A/II.3.b; BGH, Urteil vom 9. Juli 2009 - VII ZR 109/08, E. II/2.a). Die
klagende Partei kann zwischen ihnen wählen (vgl. Palandt/Grüneberg, § 426 BGB
Rn 16 mit weiterem Hinweis). Der Ausgleichungsanspruch gestützt auf § 426
Abs. 1 BGB verjährt drei Jahre nach Begründung der Gesamtschuld. Die Verjäh-
rung der gemäss § 426 Abs. 2 BGB übergegangenen Gläubigerforderung richtet
sich nach der ursprünglichen Forderung (OLG München, Urteil vom 26. März
2009 - Az. 23 U 4885/08, E. II/2.b mit weiteren Hinweisen). Auch der Anspruch
der Bank gegenüber den Parteien auf Bezahlung der Darlehensraten wurde mit
deren jeweiligen Fälligkeit begründet. Weiter verfügten nach dem jeweiligen Ver-
tragsabschluss (vgl. Urk. 4/1-2) alle Betroffenen über Kenntnis im Sinne von
§ 199 Abs. 1 Nr. 2. Selbst wenn der Kläger sich auf § 426 Abs. 2 BGB stützen
sollte, würde dies folglich an den vorstehenden Erwägungen nichts ändern. Es
bliebe damit auch dann beim vorstehend dargelegten Fristenlauf, wenn der Kläger
sich auf § 426 Abs. 2 BGB stützen würde.
6. Zusammenfassend kann damit festgehalten werden, dass jede Rate eine
Gesamtschuld im Sinne von § 421 BGB darstellt und mit ihrer jeweiligen Fälligkeit
begründet wurde. Im Zeitpunkt der Klageerhebung waren noch nicht alle Verjäh-
rungsfristen der Raten abgelaufen. Vielmehr wurden die Verjährungsfristen derje-
nigen Raten mit Fälligkeit 1. Januar 2011 und später spätestens mit Einreichung
des Schlichtungsverfahrens gehemmt. Da nicht alle Forderungen im Zeitpunkt der
Klageerhebung verjährt waren, ist die Berufung zumindest teilweise begründet
und der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben.
C. Rückweisung
Wie bereits ausgeführt, hat die Vorinstanz nicht geprüft, ob dem Kläger ein Aus-
gleichsanspruch zukommt (vgl. vorstehend E. II/4). Da damit ein wesentlicher Teil
der Klage nicht beurteilt wurde, ist das Verfahren in Anwendung von Art. 318
Abs.1 lit. c ZPO zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
- 16 -
IV.
1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, lediglich eine Ent-
scheidgebühr für das Berufungsverfahren festzusetzen und die Regelung der
Kosten- und Entschädigungsfolgen der Vorinstanz zu überlassen (Art. 104 Abs. 4
ZPO; KUKO ZPO-Schmid, Art. 104 N 7). Vorzumerken ist, dass der Kläger zur
Deckung der Kosten des Berufungsverfahrens einen Vorschuss von Fr. 3'100.–
geleistet hat (Urk. 37).
2. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens ist in Anwendung von § 12
Abs. 1 und 2 in Verbindung mit § 4 Abs. 1 GebV OG mit Fr. 3'100.– zu veran-
schlagen.