# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** efc0fa24-1945-45ef-9736-2af5349ab3c0
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. A._ und B._ als Mieter schlossen am 17./19. November 2015 (mit Nachtrag vom 9./18. Dezember 2015) mit C._ als Vermieter einen unbefristeten Mietvertrag ab. C._ verpflichtete sich, A._ und B._ an der _strasse in O.1_, Gemeinde O.2_, ab dem 11. Januar 2016 eine 3 1⁄2-Zimmerwohnung zu Wohn- und Arbeitszwecken für zwei Personen zu überlassen. Der Mietzins belief sich auf monatlich CHF 915.00 inkl. Nebenkosten. Die Kündigungsfrist betrug drei Monate ohne Beachtung von Kündigungsterminen.
B. Beim Mietobjekt handelt es sich um ein Zweifamilienhaus. Die weitere 3 1⁄ bewohnt D._ mit ihren Söhnen. Den Hauseingang sowie die Flure im Erd- und im Obergeschoss werden von beiden Mietparteien gemeinsam benutzt und dienen als Vorraum für die jeweiligen Zimmer. Darüber hinaus verfügt das Haus über zwei weitere Zimmer. Letztere werden von C._ bewohnt, wenn er vor Ort ist.
C. Mit E-Mail vom 25. Januar 2016 übermittelten A._ und B._ C._ eine Mängelliste von mehreren Seiten.
D. An Pfingsten 2016 stellte C._ die Zentralheizung des Zweifamilienhauses ab. A._ und B._ waren über Pfingsten verreist und kehrten am Pfingstmontag, den 16. Mai 2016, in das Mietobjekt zurück.
E. Mit Eingabe vom 17. Mai 2016 leiteten A._ und B._ ein Schlichtungsverfahren bei der Schlichtungsbehörde für Mietsachen des Bezirks Albula ein. In ihrem Schlichtungsgesuch beantragten sie namentlich, dass C._ zu verpflichten sei, die noch nicht beseitigten Mängel zu beheben sowie umgehend und dauerhaft eine Raumwärme von 20° Celsius durch die vorhandene Zentralheizung über Geothermie sicherzustellen. A._ und B._ setzten C._ bereits mit E-Mail vom gleichen Tag über die Einreichung des Schlichtungsgesuchs in Kenntnis.
F. Unter Verwendung des amtlichen Formulars kündigte C._ das Mietverhältnis am 23. Mai 2016 per 31. August 2016. Zur Begründung verwies er auf seine E-Mail vom 18. Mai 2016 (als Antwort auf die soeben erwähnte E-Mail von A._ und B._) sowie auf sein Begleitschreiben zur Kündigung vom 23. Mai 2016.
G. Am 6. Juni 2016 reichten A._ und B._ ein Schlichtungsgesuch betreffend Anfechtung der Kündigung und Erstreckung des Mietverhältnisses
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gegen C._ bei der Schlichtungsbehörde für Mietsachen des Bezirks Albula ein. Anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 24. Juni 2016 konnte keine Einigung erzielt werden. In der Folge stellte der Vermittler am 7. Juli 2016 die Klagebewilligung mit folgendem Rechtsbegehren von A._ und B._ aus:
Unter Hinweis auf die beiliegende Kündigung sowie den ebenfalls beiliegenden Mietvertrag vom 9. Dez. 2015 / 18. Dez 2015 fechten wir die Kündigung als ungültig und missbräuchlich an und beantragen für den Fall ihrer Gültigkeit eine Erstreckung des Mietverhältnisses.
H. Mit Klage vom 31. August 2016 prosequierten A._ und B._ die Anfechtung der Kündigung beim Bezirksgericht Albula (ab dem 1. Januar 2017 Regionalgericht Albula). Das Rechtsbegehren der Klage entspricht demjenigen der Klagebewilligung, unter zusätzlicher Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten von C._.
I. Die Stellungnahme zur Klage datiert vom 9. November 2016. C._ schloss auf Abweisung der Klage betreffend Kündigungsanfechtung. Ferner beantragte er die Erstreckung des Mietverhältnisses um ein halbes Jahr bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin, mithin bis zum 31. März 2017, unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten von A._ und B._.
J. Das Verfahren betreffend Mängelbehebung setzten die Parteien – nach erfolglos verlaufenem Schlichtungsverfahren – unabhängig vom vorliegenden Verfahren vor dem Regionalgericht Albula fort (Proz. Nr. 115-2016-11).
K. Das Regionalgericht Albula erliess am 27. Juni 2018 eine Beweisverfügung, in der es den Parteien ihre jeweiligen Hauptbeweise auferlegte. Gestützt auf die Beweisverfügung vernahm das Regionalgericht Albula am 23. Oktober 2018 D._ (Mitmieterin), E._ (Sohn der Mitmieterin), F._ (Nachbarin) und H._ (Installateur Heizung/Sanitär) als Zeugen ein.
L. Nach Durchführung der Hauptverhandlung am 13. Dezember 2018 erkannte das Regionalgericht Albula mit Entscheid vom gleichen Tag, den Parteien mitgeteilt am 11. März 2019, wie folgt:
1. Die Klage wird im Eventualantrag gutgeheissen und das Mietverhältnis zwischen den Parteien wird bis zum 30. September 2019 erstreckt. Im Hauptantrag wird die Klage abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 7'900.00 (Entscheidgebühr von CHF 6'500.00 und Kosten der Beweisführung von CHF 1'400.00) gehen – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen. Der beklagten Partei wird der durch sie geleistete Vorschuss für die
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Beweiserhebung in Höhe von CHF 1'400.00 durch das Gericht zurückerstattet.
3. Die klagende Partei 1 und die klagende Partei 2 haben die beklagte Partei unter solidarischer Haftbarkeit mit CHF 7'813.20 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.
4. Der unentgeltliche Rechtsbeistand wird – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 10'546.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations