# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 54aea125-d65b-49b5-941d-5f9e96e9d6ff
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1971
in der Türkei
geborene
X._
reiste 1995
in die Schweiz ein, wo er
in den Jahren 1996 und 1997 bei zwei verschiedenen Arbeitgebern
in einer Bäckerei und einem Restaurant
(Urk. 8/11/8)
tätig war.
Am 17. Januar 2008 (Eingangsdatum)
meldete sich
der Versicherte
wegen starken Schmerzen in der Schulter seit einem Unfall aus dem Jahr 1997 sowie psychischen Problemen
erst
mals bei der Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
zum Leis
tungsbezug an
(
Urk.
8/1).
Nach Abklärungen in beruflich-erwerblicher sowie medizinischer Hinsicht und insbesondere der Einholung eines Gutachtens bei
Dr. med.
Y._
, Facharzt FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie
(Gut
achten vom 15. Juni 2011 [
Urk.
8/62])
verneinte
die IV-Stelle
mangels inval
idi
sierendem Gesundheitsschaden
m
it Verfügung vom 10. Oktober 2011
einen Ren
tenanspruch
(
Urk.
8/74).
Am
5. September 2012
(Eingangs
datum) meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf
psychische Probleme
abermals
bei der IV-Stelle
zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/77
). Die IV-Stelle klärte in der Folge den medi
zinischen Sachverhalt ab
und
gab
wiederum
eine
psychiatrische
Begutachtung bei
Dr.
Y._
in Auftrag (Gutachten vom
21. Oktober 2013 [
Urk.
8/95
])
.
Mit Verfügung vom 12. August 2014 verneinte
sie
einen Anspruch auf IV-Leistungen
, da
bei Fehlen
von relevanten
, klar durch erheblich pathologische Befunde unter
mauerten
,
gesundheitlichen Störungen
nach wie vor
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorliege (
Urk.
8/117).
1.2
Am 22. Oktober 2018 (Eingangsdatum) reichte der Versicherte eine weitere IV-Anmeldung ein und verwies dabei auf Ar
ztberichte und verschiedene Verkehrs
unfälle (
Urk.
8/148). Die IV-Stelle trat mit Vorbescheid vom 21. November 2018 auf das neue Leistungsbegehren nicht ein (
Urk.
8/153). Nach Prüfung des dagegen erhobenen Einwandes (
Urk.
8/154, 8/171) tätigte die IV-Stelle weitere Abklärun
gen und
erliess am 21. Oktober 2019 einen n
euen Vorbescheid, mit welchem
d
ie Abweisung des
Leistungsbegehren
s in Aussicht gestellt
wurde
(
Urk.
8/193).
Nach Eingang des Einwandes vom 21. November 2019 (
Urk.
8/194) verneinte
di
e IV-Stelle mit Verfügung vom 17
. März 2020
einen
Anspruch auf IV-Leistungen
(
Urk.
2 =
Urk.
8/197
)
.
2.
Dagegen erhob de
r Versicherte mit Eingabe vom 18
. Mai 2020 Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und beantragte, die ange
fochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine Rente zuzusprechen. Event
ualiter sei ein aktuelles G
utachten
einzuholen.
In prozessualer Hinsicht stellte er ein
Gesuch um unentgeltliche Prozess
führung und Rechtsvertretung (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwer
deantwort vom 24. Juni 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
7
)
,
was dem Beschwerdeführer mit Verfügung
vom 29. Juni 2020 angezeigt wurde. Gleichzeitig wurde ihm in Bewilligung seines
Gesuchs die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwalt Jürg Feder
spiel als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren be
stellt (
Urk.
12).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der
Verordnung
über die Invalidenversicherung [IVV]
)
,
so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe
n, ob im Sinne von Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hin
weis).
1.2.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
ab
gesetzt oder aufgehoben (Art.
17 Abs
.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Ren
ten
an
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich
gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs-
oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner
kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver
halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesund
heitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang vielmehr
eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April
2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog, dass sich aus den eingereichten
sowie von ihr angeforderten
Arztberichten keine gesundheitliche Verschlechterung ergebe. Die im Vordergrund stehenden
psychiatrischerseits
diagnostizierten Leiden seien be
reits in den psychiatrischen Gutachten aus den Jahren 2011 u
nd 2013 berück
sichtigt worden. Und e
ine somatische Verschlechterung sei ebenfalls nicht einge
treten (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, dass
aus den eingereichten Arztberichten eine wesentliche Verschlechterung des Gesundheits
zu
standes seit dem 12. August 20
14 hervorgehe. Einerseits habe
er am 17. Juni 2016 einen Unfall erlitten, bei welchem er sich Verletzungen an den Sprung
gel
e
nken, im Bereich der HWS, der Brust, dem T
horax und dem Kopf zugezogen habe
.
Anderersei
ts leide
er inzwischen auch an psychischen
Störungen
, welche in den Gutachten aus den Jahren 2011 und 2013 noch nicht berücksichtigt worden seien
(
Urk.
1).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob sich im massgeblichen Zeitraum zwischen der rechtskräftigen Leistungsverweigerung vom 12. August 2014 (
Urk.
8/117
; BGE 133 V 108 E. 5.4
) und der angefochtenen Verfügung vom 17. März 2020 (
Urk.
2) die tatsäch
li
chen Verhältnisse, namentlich der Gesundheitszustand und dessen Aus
wirk
ungen auf die Arbeitsfähigkeit des Be
schwerdeführers
,
dergestalt verän
dert haben, dass ihm nun eine Invalidenrente zusteht.
3.2
Der Verfügung vom 12. August 2014 lagen
aus psychiatrischer Sicht
im Wesent
lichen folgende medizinische Berichte zugrunde:
3.2.1
Der
behandelnde
Arzt
med.
pract
.
Z._
,
Facharzt für
Psychia
trie und
Psy
chotherapie,
diagnostizierte in
seinem
Bericht vom 2.
November
2012
(
Urk.
8/85
)
eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
schwer
gradige
Episode
(
ICD-10
F33.2), eine posttraumatische Belastungsstörung (
ICD-10
F43.1) und eine emotional instabile Persönlichkeitsst
örung, impulsiver Typ, reizbar/ex
plosiv
(
ICD-10
F60.30)
. Er
attestierte
dem Beschwerdeführer eine 100%
ige Arbeitsunfähigkeit.
3.2.2
Dr.
Y._
stellte in seinem ersten Gutachten vom 15. Juni 2011
(
Urk.
8/62), auf welches
er sich in seinem zweiten
Gutachter
vom 21. Oktober 2013 (
Urk.
8/95) massgeblich stützte,
folgende Diagnosen
fest (
Urk.
8/62/13):
-
Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozial
verhalten bei ch
r
onischem Schmerzsyndrom und psychosozialer Belas
tungssituation (ICD-10 F43.25)
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit dissozialen und impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1)
-
Anamnestisch Spielsucht (ICD-10 F63.0)
-
Schädlicher Gebrauch von Alkohol und Cannabis, aktuell sistiert
Der Gutachter führte dazu aus,
dass sich der Beschwerdeführer anlässlich der aktuellen Untersuchung klinisch freundlich, kooperativ und psychisch weitge
hend unauffällig präsentiert habe. Gemäss
den
Vorakten
sei er
wegen mutmass
lichem Drogenhandel, Aufbrechen von Spielautomaten
und Menschenschmuggel sowie häu
s
licher Gewalt insgesamt mehrere Monate im In- und Ausland inhaftiert gewesen. Zudem habe er
in der Untersuchung
über Strafen wegen Strassenver
kehrsdelikten berichtet
und bestätigt, dass
er wiederholt in gewaltsame Ausein
andersetzungen verwickelt gewesen sei
.
Die behandelnden Psychiater hätten
aufgrund der berichteten Folter- und Verfol
gungserlebnisse in der Türkei
eine posttraumatische Belastung
sstörung postuliert. Gemäss
der
ICD-10-
Definition
der posttraumatischen Belastungsstörung folge der
Beginn der Störung dem Trauma mit einer
Latenz, die wenige Wochen bis Mo
nate dauern könne. Dies treffe im vorliegenden
Fall nicht zu
, weshal
b keine
posttraumatische Belastungsstörung
diagnostiz
i
e
rt werden könne. Gemäss ICD-10
komme bei
chronifiziertem
Verlauf
einer
posttraumatischen Belastungsstörung
sodann
die Diagnose einer
and
auernden Persönlichkeitsänderung nach Extrem
belastung (ICD-10 F.62.0
)
in Frage.
Diese Diagnose sollte aber nur ge
stellt werden, wenn langfristige Folgen einer ausgewiesenen
posttraumatischen Belastungs
stö
rung
beständen
und aus der Anam
n
ese keine akzentuierte
n
Persönlichkeits
eigen
schaften bekannt seien. Beim
Beschwerdeführer
seien aber die Bedingungen
für eine
posttraumatische Belastungsstörung
gemäss ICD-
10 nicht erfüllt;
zudem be
ständen klare Hinweise auf eine Akzentuierung von Persönlichkeitszügen (wie
der
holte, erhebliche Delinquenz, impulsive
s und aggressives Verhalten). Ausser
dem habe der
Beschwerdeführer
im In- und Ausland mehrmonatige Haftstrafen verbüsst, ohne dass erhebliche psychische Auffälligkeiten hierbei dokumentiert oder von ihm berichtet worden seien. Dies erstaune angesichts der postulierten schweren posttraumatischen Belastungsstörung auf
g
rund traumatischer Hafter
fah
rungen im Heimatland.
Immer wieder sei in den
Vorakten
auch von IV-fremden Belastungsfaktoren die Rede, die sich negativ auf die Erwerbstätigkeit des
Beschwerdeführers
ausgewirkt hätten, wie beispielweise fehlende berufliche Ausbil
dung und
fehlende Sprach
kenntnisse. Zudem sei der
Beschwerdeführer
immer wieder mit sehr belastenden
,
aber IV-fremden psychosozialen Sit
uationen konfrontiert worden, wie etwa
Haft
strafen, chronische
n
Ehekonflikte
n
mit Tätlichkeiten und Polizeieinsatz, Geldpro
bleme
n
, Suchtprobleme
n
sowie Todesfällen in der Familie. Diese Faktoren würden in den Akten zwar immer wieder erwähnt, aber bezüglich Einfluss auf den psychischen Zustand des
Beschwerdeführers
nicht
ausreichend berücksichtigt.
Soweit
von den behandelnden Ärzten
eine depressive Symptomatik
erwähnt werde
, erfolge weder eine Diskussion noch eine ausreichende Begründung der
Diagnose,
sondern
lediglich der Hinweis
auf die belastenden psychosozialen Umstände
so
w
ie das delinquente Verhalten
. Ebenso
wenig
werde die in den
Vorakten
diagnos
ti
zierte emotional instabile Persönlichkeitsstö
rung, impulsiver Typ, reizbar/explo
siv
(ICD-10 F
60.30) ausreichend begründet. Insbesondere werde die diesbezüglich unauf
fällige
Vorgeschichte nicht kommentiert und es
fehlten Hinweise auf Auf
fälligkeiten seit der Kindheit.
Zusammenfassend
würden sich aus psychiatrischer
Sicht weder in den
Vorakten
noch in der Untersuchung klare, nachvollziehbare Hinweise auf einen schweren psychischen Gesundheitsschaden
finden
, der eine langfristige Arbeitsunfähigkeit rechtfertigen würde.
3.2.3
Im
Gutachten vom 21. Oktober 2013 (
Urk.
8/95)
führte Dr.
Y._
folgende Dia
gnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
auf (
Urk.
8/95/6)
:
-
Anpassungsstörung mit gemischter Störung von Gefühlen und Sozial
verhalten bei psychosozialer Belastungssituation (ICD-10 F43.25)
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit dissozialen und impulsiven Anteilen (ICD-10 Z73.1)
Dr.
Y._
stellte fest,
dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der letzten Begutachtung nicht massgeblich verändert habe. Nach wie vor berichte er über Delinquenz und juristische Probleme, beteuere aber jeweils seine Unschuld. Auch bezüglich seiner Eheprobleme äussere er sich bagatellisierend. Nach wie vor würden sich weder in den Akten noch in der aktuellen gut
achter
lichen Untersuchung klare Hinweise auf einen relevanten psychischen Gesund
heitsschaden finden, der eine langfristige Arbeitsunfähigkeit begründen würde.
Die in den Berichten de
s behandelnden Therapeuten med.
pract
.
Z._
gestellten Diagnosen seien nicht
schlüssig
begründet. Der Beschwerdeführer beschreibe eine aktuell bestehende, erhebliche psychische Belastungssituation mit Eheproblemen, finanziellen Problemen sowie Probleme
n
aufg
rund seiner kurdischen Herkunft;
er werde von Türken politisch verfolgt und diskriminiert. Aufgrund dieser Schil
derungen sei eine gewisse reaktive Symptomatik nachvollziehbar. Es handle sich dabei aber um krankheitsfremde Belastungsfaktoren und nicht um einen rele
vanten
psychischen Gesundheitsschaden
.
3.3
Im Rahmen des mit Gesuch vom
4. Oktober 2018 (
Urk.
8/148)
angehobenen Neu
anmeldeverf
ahrens war
en
aus psychiatrischer Sicht
insbesondere
drei
Arztbe
richt
e
von Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psycho
therapie, vom 20. Oktober 2018 (
Urk.
8/146) sowie vom 2
1.
und 23. August 2019
(
Urk.
8/189,
8/
190)
neu aktenkundig:
Dr.
A._
stellte folgende Diagnosen
:
-
R
ezidivierende depressive Störung, gegenwärtig
schwergradige
depressive Episode, ohne psych
otische Symptome (ICD-10 F33.2)
-
K
omplexe chronische posttraumatische Be
lastungsstörung (ICD-10 F43.1)
-
A
ndauernde Persönlichkeitsänder
ung nach Extremlebensbelastung –
Folte
rungen und Gefängnis
in der Türke
i
(
ICD-10 F.62.0)
-
G
emischte disso
ziative Störung (ICD-10 F44.7)
Er
attestierte dem
Beschwerdeführer
eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit und berichtete, dass
dieser
auch
nicht in der Lage
sei
, seinen Alltag zu bewältigen.
4.
4.1
Was den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers anbelangt, ist – wie die IV
Stelle zu Recht festhält – im Vergleich
zur Situation im Jahr 2014 (E.
3.2) keine wesentliche Verschlech
terung ausgewiesen:
Die
Bericht
e
von Dr.
A._
(
Urk.
8/146, 8/189, 8/190) zeigen
namentlich
keine
Veränderung der gesundheitlichen Situation auf.
Der Beschwerdeführer hat
te
sowohl gegenüber
seinen
früheren Behandlern als auch gegenüber Dr.
Y._
von seinen Foltererlebnissen be
richtet; Dr.
Y._
setzte sich
in seinen Gutach
ten vom 15. Juni 2011 (
Urk.
8/62) und 21. Oktober 2013
(
Urk.
8/95)
denn auch vertieft mit der Frage auseinander, ob diese Erlebnisse zu einer psychische
n Störung
, insbesondere einer posttraumatischen Belastungsstörung,
geführt haben könnten. Er
ver
neinte dies
insbesondere
aufgrund der von ihm erhobenen psy
chopathologischen Befunde
sowie der Latenz zwischen den berichteten Folterer
lebnissen und den beklagten Beschwerden
,
sowie unter Hinweis auf verschiedene IV-fremde
Belastungsfaktoren (fehlende berufliche Ausbildung und Sprachkennt
nisse, Haftstrafen, chronische Ehekonflikte, Geldprobleme, Suchtprobleme)
,
mit
überzeugender Begründung.
Der Gutachter hielt weiter in nachvollziehbarer Weise
fest, dass
ebenso wenig eine
andauernde
P
ersönlichkeits
änderung nach Extrem
belastung
, eine Persönlichkeitsstörung
oder eine depressive Symptomatik
vorlä
g
en
.
Auch den geschilderten dissoziativen Zuständen mass er keine relevante Bedeutung zu.
Mit diesen Ein
schätzungen, welche die Grundlage für die in Rechtskr
aft erwachsene Ren
ten
verweigerung
vom 12.
August 2014 (
Urk.
8/117)
bildeten, setzte sich Dr.
A._
nicht auseinander. Er
legte
insbesondere
auch nicht dar
, inwiefern seither eine
gesundheitliche
Verschlechterung eingetreten sein sollte.
Vielmehr
schilderte er sowohl die vom
Beschwerdeführer
angegebenen Beschwerden als auch
die erhobenen Befunde
in
sehr
ähnlicher Weise, wie
sie
bereits
die
behand
elnden Psychiater
vor beziehungsweise zwischen den
beiden
Begutachtungen
beschrieben
hatten
(vgl
. insbesondere Berichte der
B._
vom
6. Februar 2008
[
Urk.
8/12
],
von
Dr. med.
C._
, Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom 16. November 2009 und
18. Oktober 2010
[
Urk.
8/47, 8/53]
und
med.
pract
.
Z._
vom
2. November 2012
[
Urk.
8/85
])
.
So hielt
namentlich med
.
pract
.
Z._
in seinem Bericht vom 2. November 2012
ebenfalls Schlaf
störungen, Perspektivlosigkeit, Freudlosigkeit, Interesselosigk
eit, Antriebsarmut, Morgentief
, starke Stimmungsschwankungen, Misstrauen gegenüber anderen Menschen, aggressiv-impulsive Reaktionen
(Impulskontrollstörung)
, Flucht- und Vermeidungsverhalten, Traurigkeit, spannungsbedingte Kopfschmerzen,
Nervosi
tät, zitternde Hände
, Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsdefizite, Vergess
lichkeit, Flashbacks, dissoziative Zustände, Hilflosigkeit, ständige Suizidged
an
ken, Angstzustände, depressive Versti
mmungen, Leere, Kraftlosigkeit
,
(
motorische
)
Unruhe, latente Gereiztheit, eingeengtes Denken,
sozialer Rückzug,
Schamge
fühle, Verzweiflung
, Verlust des Selbstwertgefühl
sowie
Gefühle von Wertlosig
keit und Schuld
fest
.
Auch wenn die Beschwerdeschilderungen sowie der erho
bene Psychostatus im Bericht von Dr.
A._
vom 23. August 2019 (
Urk.
8/189) noch et
was ausführlicher beschrieben wu
rden – die Aufzählung von annähernd sämtlichen psychopathologischen Befunden gemäss dem AMDP-System mute
t gar formelhaft an – erscheint die Befundlage
durchaus vergleichbar,
jedenfalls aber nicht
verschlechtert
; s
o
ging
Dr.
A._
aktuell
lediglich noch von
gele
gentlichen
Selbstmordgedanken
aus
.
Infolgedessen
gelangte D
r.
A._
auch
zu den
selben beziehungswe
ise verwandten Diagnosen wie med.
pract
.
Z._
im Jahr 2012, und schätzte
insbesondere
die rezidivierende depressive Störung ebenfalls als
schwergradig
ausgeprägt ein.
Allerdings setzte er sich
überhaupt nicht mit
allfälligen psychosozialen und soziokulturellen Faktoren auseinander
. Er erwähnte
diese – im Gegensatz zu den
Vorbehandlern
– noch nicht einmal, obwohl sie
in der Vergangenheit doch stark imponierten, invalidenversicherungsr
echtlich aber unbeachtlich sind.
Ebenso bleibt unklar, inwiefern der
allein lebende
Beschwer
deführer seinen Alltag ni
cht mehr bewältigen können soll
und von wem er die
s
bezüglich Unterstützung erhält
.
Diese Frage blieb bereits im Bericht des Zentrums
D._
vom 12. Mai 2014
(
Urk.
8/113) offen, in welchem
schon vor der Rentenablehnung vom 12. August
2014 (Urk. 8/117) ohne jegliche Beschwerdevalidierung
das Bild eines
schwer
st
ein
geschränkten
Mannes mit ein
em IQ-Wert im Bereich einer geistigen Behinderung gezeichnet wurde
(vgl.
hierzu RAD-
Beurteilung vom 16. Juli
2014 [
Urk.
8/116/3
]
)
.
Dem
Gutachter
Dr.
Y._
waren
dagegen
die biographischen und sozialen Um
stände
sowie die medizinische Symptomatik
, mit
welchen die früheren
Behandler
und nunmehr auch
Dr.
A._
ihre Diagnosen
vornehmlich
begründeten
,
bekannt
und
er
gelangte
vor diesem Hintergrund
nachvollziehbar zum Schluss, dass kein
schwerer psychischer Gesundheitsschaden
vorliegt
, der eine langfristige
Arbeits
un
fähigkeit
beding
en würde
. A
n dieser Ausgangslage hat sich nichts geändert.
Auch bieten weder die
Partei
vorbringen noch die medizinische Aktenlage hin
reichenden Anlass, weitere diesbezügliche Abklärungen vorzunehmen (BGE 110 V 48 E. 4a).
Mithin fehlt es an einer relevanten Veränderung des
psych
i
s
chen Zu
standes des Beschwerdeführers, wofür einzig eine abweichende Beurteilung des im We
sent
lichen gleichgebliebene
n Sachverhalts
wie diejenige von Dr.
A._
nicht genügt (E. 1.2
.2).
4.2
Was den somatischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers anbelangt, präsentiert sich folgende Situation
:
4.2.1
Am
11. Juli 2017
stellte Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Ortho
pä
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
beim Beschwerde
führer
einen Zustand nach OSG-Distorsion beidseits, links im Rahmen eines Verkehrsunfalls am 17. Juni 2016
,
sowie ein subjektiv massives Instabilitäts
gefühl und rezidivierendes Wegknicken beidseits
fest. Er stellte eine Verordnung für einen stabilisierenden orthopädischen Serienschuh Typ
Künzle
aus
(
Urk.
8/177/48
f.
).
Am 27. Februar 2018
schloss Dr.
E._
die Behandlung ab, nachdem von Seiten der OSG-Instabilität beidseits seit der Versorgung mit
dem
orthopädischen Stabil-Schuh kein Handlungsbedarf für weitere diagnos
tische oder therapeutische Massnahmen mehr
bestand
und der Beschwerdeführer mit dieser konservativen Massnahme ausreichend versorgt und zufrieden
war
(
Urk.
8/29).
In der Folge wurden die stabilisierenden
Künzle
-Schuhe offenbar gestohlen und es entwickelten sich
wieder zunehmend Arthralgien im Bereich beider OSG
. Nachdem
eine OSG-
Röntgenaufnahme beidseits
vom 9.
April 2018 keine relevante Pathologie
zu Tage förderte
, veranlasste Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheumatologie,
weitere Bildgebungen (
Urk.
8/177/21 f.). Im
MRI vom 16. April 2018
zeigte sich
am rechten OSG ein
Bone
bruise
an der
Tibiakante
ventral mit etwas Knorpelschaden
tibi
a
l
, ein Erguss im oberen Sprunggelenk und
ein
rupturiertes
Ligamentum
fibulotalare
anterius
.
Am linken OSG
fanden
sich wenig Knorpelschäden im oberen Sprunggelen
k
tibial
ventral u
nd ein vernarbter lateraler Bandapparat
(
Urk.
8/177/19 f
.)
. Dr.
F._
hielt
hierzu am 29. April 2018 fest, dass er aufgrund der persistierenden S
chmerz
s
ymptomatik ultraschallgesteuert eine Steroidinfiltration ventral im Bereich des rechten OSG durchgeführt habe. Dazu habe er nochmals eine symptomatische Therapie mit
Tilur
in Reserve sowie stabilisierende orthopädische Serienschuhe
rezeptiert, die
vor dem Verlust
einen guten Erfolg
erbracht
hätten.
Zudem
ver
ordnete Dr.
F._
Physiotherap
i
e
zur weiteren Stabilisation und Instruktion von Heimübungen/Dehnungen
(
Urk.
8/177/18)
.
Die behandelnden Fachärzte Dr.
E._
und Dr.
F._
stellten keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit fest. Einzig d
er Hausarzt
med.
pract
.
G._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
äusserte, dass aufgrund der OSG-Beschwerden
links
eine T
ä
tigkeit mit Sitzmöglichkeiten zu bevorzugen sei (
Urk.
8/
177/
4). Nachdem
gestützt auf die
Akten
somit
keinerlei Hinweise auf eine massgebende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in zeitlicher Hinsicht – zu
min
dest in angepasster Tätigkeit –
bestehen
, zeigt
ein
kurzer
Blick
auf die Ver
gleichs
einkommen
(Validen- und Invalideneinkommen)
, welche ausgehend vom selben
statistischen Durchschnittslohn zu
berechnen
wären,
dass selbst bei einem Maxi
malabzug von 25
% kein IV-relevanter Gesundheitsschaden
in Bezug auf die OSG-Beschwerden
resultieren würde
(vgl. hierzu
Urteil des Bundesgerichts
8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E.
4 mit
Hinweis auf 9C_675/2016 vom 18. April
2017 E.
3.2.1)
.
Vor diesem Hintergrund durfte die IV-Stelle auch auf
die Vor
nahme
weitergehende
r
Abklärungen hinsichtlich der OSG-Beschwerden verzich
ten,
da sich die
behördliche und richterliche Abklärungspflicht
lediglich
auf den im Rahmen des streitigen Rechtsverhältnisses (Streitgegenstand) rechtserheb
li
chen Sachverhalt
bezieht, wobei r
echtserheblich
diejenigen
Tatsachen
sind
, von deren Vorliegen es abhängt, ob über den streitigen Anspruch so
oder anders zu entscheiden ist
(BGE 110 V 48 E.
4a)
.
Dies gilt selbstredend auch
in Bezug auf
den vom Beschwerdeführer
in diesem Zusammenhang
verlangten
Beizug
der Unfallakten
(vgl. Urk. 1 S. 4)
.
4.2.2
D
ieselben Überlegungen drängen
sich im Hinblick auf die geltend gemachten
zervikalen und lumbalen B
eschwerden
auf
.
Anlässlich des erwähnten Autoun
falles vom
17. Juni 2016 erlitt
der Beschwerdeführer
z
war gemäss Polizeirapport vom 18. Juli 2016 keine Verletzungen (Urk. 8/144/7); ge
mäss Bericht von med.
pract
.
G._
vom 18. Juni 2017 erlitt er dabei aber
ein HWS-Distorsionstrauma
und unterzog sich in der Folge verschiedenen medizi
nischen und physiothe
ra
peutischen Behandlungen
(
Urk.
8
/177/5
0, 8/177/54
, 8/177/56
ff.
).
Am
9. Janua
r 2018
wurde er von seinem
Hausarzt med.
pract
.
G._
aufgrund einer seit drei Monaten bestehenden
Lum
boischialgie
links DD S1 an Dr.
F._
überwiesen
(
Urk.
8/177/33 f.). Dieser führte im Bericht vom 3
0. Januar 2018
(Urk.
8/17
7/31 ff.
)
aus
, dass er den Beschwerdeführer letztmal
s
im Mai 2010 ge
sehen habe, mit damals nach Physiotherapien partie
ll stabilisierten Be
schwer
den
im Rahmen eines chronischen
Z
ervikal- und
Lumbovertebralsyndroms
mit
myo
fas
zialen
Schmerzen.
In der Zwischenzeit sei ein wechselhafter Verlauf vorhan
den gewesen. Aktuell bestünden seit Oktober 2017
exazerbierte
lumbale Rücken
schmerzen mit diffuser Schmerzausstrahlung ins linke Bein, tendenziell dorsal
exazerbiert
.
Daneben bestünden Nackenschmerzen.
Es sei eine Physiotherapie eingeleitet worden und anamnestisch werde unregelmässig
Dafalgan
und
Noval
gin
eingenommen,
zur Zeit
aber vom
Beschwerdeführer wieder
abgesetzt.
Nach Veranlassung des MRI vom 5. Februar 2018 (
Urk.
8/177/30) führte Dr.
F._
in Bezug auf die zervikalen und lumbalen Beschwerden folgende Diagnosen auf:
-
Chronisches
Lumbovertebralsyndrom
-
ED 3/10
-
e
xazerbierte
Lumboischialgie
links 10/17, 1/18 DD S1 Symptomatik links
-
Röntgen LWS 1/18: altersentsprechende Befunde
-
MR LWS: Diskushernie L3/4 links mit Nervenwurzelkompression
-
e
rneute
Lumboischialgie
links 4/18
-
Chronisches
Zervikalsyndrom
-
1/18
myofasziale
Schmerzen
-
a
namnestisch Status nach HWS Distorsion 6/16
Bei der Untersuchung stellte er
folgende Befunde fest:
Druckdolenzen
LWS
Dorn
fortsätze und
paravertebral
beidseits, ISG
gluteal
und Beckenkamm beidseits,
LWS Beweglichkeit
erhalten
mit Angabe von Beweg
ungsschmerzen in alle R
ich
tungen
.
Lasègue
beidseits negativ, unauffällige periphere Sensomotorik
(
Urk.
8/177/2
1 f.
, 8/177/31 f.
).
Dr.
F._
stellte
auch in Bezug auf
die zervikalen und lumbalen Beschwerden
keine Arbeitsunfähigkeit fest
, was angesichts der erhaltenen Beweglichkeit
in der LWS
,
des negativ ausgefallenen
Lasègue
-Tests, der unauffälligen peripheren Sen
so
motorik,
der unregelmässigen
(
Urk.
8/177/31) oder zumindest namentlich nicht
erinnerlichen
(
Urk.
8/177/21)
Einnahme von Schmerzmedikamenten
sowie der fehlenden Compliance in Bezug auf das von der Physiotherapie empfohlene Heimübungsprogramm
(
Urk.
8/177/
35 f.)
nachvollziehbar
erscheint
. Der
Hausarzt med.
pract
.
G._
erklärte
diesbezüglich lediglich, dass eine rückenschonende Tätigkeit zu bevorzugen sei (
Urk.
8/177/4).
Nachdem sich folglich aktengestützt auch in Bezug auf
das
Lumbovertebral
- und
Zervikalsyndrom
keine
Anhalts
punkte für
eine
wesentliche
Beeinträchtigung
der Arbeitsfähigkeit
,
zumi
ndest in angepasster Tätigkeit,
ergeben
,
kann auch hier – wie unter E.
4.2.1
erläutert
– nicht von einem
anspruchs
relevanten
Gesundheitsschaden ausgegangen werden.
Kommt hinzu, dass
offenbar schon im Zeitpunkt der Rentenablehnung
vom 12.
August 2014 (
Urk.
8/117)
ein chronisches Zervikal- und
Lumbovertebral
syn
drom
mit
myofaszialen
Schmerzen vorlag (vgl.
Urk.
8/177/31).
4.2.3
Mit diesen
Einschätzung
en
im Einklang steht sodann auch die
Beurteilung des Hausarztes
med.
pract
.
G._
, wonach
den somatischen Beschwerden in Bezug auf eine allfällige Arbeitsunfähigkeit keine wesentliche Bedeutung beizumessen ist.
Er
betrachtete die psychischen Beschwerden als deutlich im Vordergrund stehend
(
Urk.
8/177/5
, 8/177/7
).
Diesbezüglich ist allerdings auf die Erwägungen
unter E. 4.
1 hinzuweisen, wonach auch aus psychiatrischer Sicht
nach wie vor
nicht von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
bei im Wesentlichen unver
ändertem Zustand seit der letzten rentenabweisenden Verfügung vom 12. August 2014
ausgegangen werden kann.
5.
Zusammenfassend ist
folglich
weiterhin
weder
aus
psychischer
noch aus
soma
tischer
Sicht
von einer massgebenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
aus
zugehen, weshalb der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf IV-Leistungen hat.
Damit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
6.
6.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über die Bewilligung oder Ver
weigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versi
cherungsgericht
in Abweichung von Art. 61
lit
.
a ATSG in der hier anwendbaren, bis am 31. Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung (Art. 83 ATSG) kosten
pflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- zu bemessen und sind vorlie
gend auf Fr. 700.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden
Beschwerdeführer aufzuer
legen,
infolge Bewilligung der
un
entgeltlichen Prozessführung jedoch einstweil
en auf die Gerichtskasse zu neh
men
.
6.2
Der vom Gericht bestellte (
Urk.
12) unentgeltliche Rechtsvertreter,
Rechtsanwalt Jürg Federspiel
, hat davon abgesehen
eine Kostennote einzureichen, weshalb seine Entschädigung vom Gericht
festzulegen und u
nter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses (
§
34
Abs.
3
des Gesetzes über das Soz
ialversicherungsgericht [
GSVGer
]
)
auf Fr. 1‘9
00.-- (
inklu
sive Barauslagen und Mehrwertsteuer
) festzusetzen ist
.
6.3
Der
Beschwerdeführer
ist zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichtet, sobald er dazu in der Lage ist (§ 16 Abs. 4
GSVGer
).