# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 40aa2b58-587c-485e-8a79-4ebb644a2b7b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Z. erstattete am 15. Dezember 2005 beim Kreisamt Fünf Dörfer in Zizers gegen BX. und AX. Anzeige wegen Ehrverletzung und Geschäftsschädigung. Die Anzeige stützte sich darauf, dass er und seine Frau von den Eheleuten X. in zwei von diesen verfassten und seit dem 8. Dezember 2005 am E.-weg aufgehängten und sich unmittelbar an die Öffentlichkeit richtenden Schriften als kriminelle Ausländer bezeichnet worden seien. Darüber hinaus hätten BX. und AX. diese Schriften an verschiedene Personen und Behörden per Post und Fax verschickt.
B. Die Sühneverhandlung wurde auf Gesuch von BX. und AX. mit Verfügung des Kreispräsidenten Fünf Dörfer vom 25. Januar 2005 vom 1. Februar 2006 auf den 15. Februar 2006 verschoben. Die beiden Strafbeklagten weigerten sich anlässlich der Sühneverhandlung trotz des Hinweises des Kreispräsidenten auf Art. 108 StPO, wonach Tonbandaufnahmen während der Verhandlungen im Gerichtssaal auf jeden Fall verboten sind, das Aufnahmegerät abzuschalten. Daher erklärte der Kreispräsident die Sühneverhandlung als gescheitert. Mit Verfügung vom 15. Februar 2006 forderte er die Parteien zur Vertröstung und die Klägerschaft zur Klageergänzung auf.
C. Innert erstreckter Frist liess der Strafkläger am 31. März 2006 fristgerecht eine Klageergänzung im Sinne von Art. 165 StPO mit folgenden Rechtsbegehren einreichen:
„1. a) AX. und BX. seien wegen ehrverletzender Äusserungen gegenüber Z. auf Grund von Art. 174 StGB zu verurteilen.
b) Eventualiter seien AX. und BX. auf Grund von Art. 173 StGB zu verurteilen.
c) Subeventualiter seien AX. und BX. auf Grund von Art. 177 StGB zu verurteilen.
2. Die Beklagten seien zu verpflichten, dem Kläger eine angemessene Genugtuungssumme zu zahlen.
3. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.“
D. Am 29. Juni 2006 reichte der Rechtsvertreter der Strafbeklagten innert erstreckter Frist eine Stellungnahme zur Klageergänzung ein. Er beantragte neben der Abweisung der Klage bzw. dem Freispruch der Strafbeklagten und der Abweisung einer Genugtuung zugunsten des Strafklägers in verfahrensmässiger Hinsicht was folgt:
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„Es seien die Angeschuldigten hinsichtlich der Behauptungen, der Kläger sei ein ‚krimineller Ausländer’, und er ‚könne seine eigenen Pläne und Verträge nicht lesen sowie im Gelände nachvollziehen’ zum Wahrheits- bzw. Gutglaubensbeweis zuzulassen.“
Hiezu liess sich der Strafkläger am 18. Juli 2006 vernehmen und beantragte die Nichtzulassung der Strafbeklagten zum Wahrheits- bzw. Gutglaubensbeweis.
E. Gestützt auf Art. 166 Abs. 2 StPO überwies das Kreisamt Fünf Dörfer die Verfahrensakten zum Entscheid über die Zulassung zum Entlastungsbeweis an den Bezirksgerichtsausschuss Landquart.
F. Mit Urteil vom 4. Oktober 2006 erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Landquart wie folgt:
„1. Der Antrag von AX. und BX. auf Zulassung zum Entlastungsbeweis gemäss Art. 173 StGB wird abgewiesen.
2. Die Akten werden dem Kreisamt Fünf Dörfer zur Weiterführung des Ehrverletzungsverfahrens überwiesen.
3. Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgerichtsausschuss Landquart betreffend Zulassung zum Entlastungsbeweis, bestehend aus:
- der Gerichtsgebühr des Bezirksgerichtsausschusses Landquart Fr. 1'297.00
- den Barauslagen des Bezirksgerichtsausschusses Landquart Fr. 103.00
total somit Fr. 1 '400.00
werden den Gesuchstellern unter solidarischer Haftung auferlegt. Sie haben dem Gesuchsgegner zudem eine ausseramtliche Entschädigung in Höhe von Fr. 500.-- zu bezahlen (Mehrwertsteuer darin enthalten), wofür sie ebenfalls solidarisch haftbar sind.
(Mitteilung).“
G. Gegen dieses am 10. November 2006 mitgeteilte Urteil liessen BX. und AX. mit Eingabe vom 1. Dezember 2006 beim Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden Berufung erheben, wobei sie folgenden Antrag stellten:
„Es sei das vom Bezirksgerichtsausschuss Landquart am 4. Oktober 2006 unter Prozessnummer 520-2006-10 gefällte Urteil aufzuheben, und es seien die Appellanten hinsichtlich der Behauptungen, der Appellat sei ein ‚krimineller Ausländer’ und er ‚könne seine eigenen
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Pläne und Verträge nicht lesen sowie im Gelände nachvollziehen’, zum Gutglaubensbeweis zuzulassen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Appellaten.“
H. Der Strafkläger und Berufungsbeklagte reichte innert Frist keine Berufungsantwort ein. Das Bezirksgericht Landquart verzichtete mit Schreiben vom 22. Dezember 2006 auf eine Vernehmlassung.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie im angefochtenen Urteil wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Der Kantonsgerichtsausschuss zieht in Erwägung :