# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1478a0e2-7709-4483-85d0-8f9e6eaa7c76
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956,
ohne berufliche Ausbildung,
war zuletzt
bis
Februar 2013
a
ls
Reinigerin
im Teilzeitpensum
bei der
Y._
AG
tätig
(Urk.
7/2
,
Urk.
7/10
, Urk. 7/12
, Urk. 7/27
)
.
Am
1
8.
Juli 2013 meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf seit Februar 2013 bestehende gesu
ndheitliche Beeinträchtigungen
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung
an (Urk. 7/3)
.
Die IV-Stelle klärte die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab und veranl
asste
eine
polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten (Urk.
7/31, 7/34
) durch d
ie
Z._
, welche
das Gutachten am 2
1
. April 20
15
(Urk.
7/43
)
erstattete
.
Mit Vorbesche
id vom 22.
Mai 2015 stellte die IV-Stelle der Versicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/45)
, wogegen diese am 1
9.
Juni 2015 Einwand erhob
und mit der
Einwandbegründung
vom 1
4.
Oktober 2015
weitere
Arztb
erichte einreichte
(Urk. 7/47
,
Urk.
7/56).
Am 1
2.
November 2015 nahm das
Z._
zu den neuen
Berichten
Stellung
(Urk.
7/59
). Mit Verfügung vom 20.
Januar 2016 ver
neinte die IV-Stelle einen Leistungsanspruch der Versicherten (Urk
. 2
).
2.
Dagegen erhob
die Versicherte
am 1
9.
Februar 2016 Beschwerde und bean
tragte, die
angefochtene Verfügung
sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzli
chen Leistungen auszusprechen. In prozessualer Hinsicht
ersuchte sie um Gewährung der
unentgeltlichen Prozessführung (Urk.
1
). Mit
Beschwerdeant
wort
vom 1
5.
März 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/1-68). Mit gerichtlicher Verfügung vom 1
7.
März 2016 wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltli
che Prozessführung gewährt und ihr das Doppel der Beschwerdeantwort zuge
stellt (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundes
gesetz
es über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundes
gesetz
es über
die
Invalidenversicherung
, IVG
). Erwerbsunfähigkeit
ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit
Krank
heitswert
besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
1.
3
1.3.1
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organische Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 und anschliessende Urteile) angepasst und festgehalten, dass die
Invaliditätsbemes
sung
stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berück
sichtigen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen nieder
schlagen muss. Auf der Ebene der Arbeitsunfähigkeit bezweckte die durch BGE 130 V 352 begründete Rechtsprechung die Sicherstellung eines gesetzmässigen Versicherungsvollzuges mittels der Regel/Ausnahme-Vorgabe beziehungsweise (seit E. 7.3 von BGE 130 V 396 und BGE 131 V 49) der
Überwindbarkeitsver
mutung
. Deren Rechtsnatur kann offen bleiben, denn an dieser Rechtsprechung ist nicht festzuhalten. Das bisherige Regel/Ausnahme-Modell wird durch ein
strukturiertes Beweisverfahren ersetzt. An der Rechtsprechung zu Art. 7 Abs. 2 ATSG – ausschliessliche Berücksichtigung der Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung und objektivierte Zumutbarkeitsprüfung bei materieller Beweislast der rentenansprechenden Person (Art. 7 Abs. 2 ATSG) – ändert sich dadurch nichts. An die Stelle des bisherigen Kriterienkatalogs (bei anhaltender
somatoformer
Schmerzstörung und vergleichbaren psychosomatischen Leiden) treten im Regelfall beachtliche Standardindikatoren. Diese lassen sich in die Kategorien Schweregrad und Konsistenz der funktionellen Auswirkungen einteilen. Auf den Begriff des primären Krankheitsgewinnes und die
Präpon
deranz
der psychiatrischen Komorbidität ist zu verzichten. Der Prüfungsraster ist rechtlicher Natur. Recht und Medizin wirken sowohl bei der Formulierung der Standardindikatoren wie auch bei deren – rechtlich gebotener – Anwendung im Einzelfall zusammen. Im Grunde konkretisieren die in E. 4 und 5 formulier
ten Beweisthemen und Vorgehensweisen für die Invaliditätsbemessung bei psy
chosomatischen Leiden die gesetzgeberischen Anordnungen nach Art. 7 Abs. 2 ATSG.
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der
Standardindi
katoren
schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der
Beweislo
sigkeit
nach wie vor die materiell beweisbelastete versicherte Person zu tragen (E. 6).
1.3.2
Die im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren, welche nach gemeinsamen Eigenschaften systematisiert werden können, umschreibt das Bundesgericht in BGE 141 V 281 wie folgt:
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
(E. 4.3.1.2)
Komorbiditäten
(E. 4.3.1.3)
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche
Res
sourcen; E. 4.3.2)
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens; E. 4.4)
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen
vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
behandlungs- und eingliede
rungsanamnestisch ausgewiesener
Leidens
druck (E. 4.4.2)
1.
4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von
wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
erwog
in der angefochtenen Verfügung
, gemäss
Z._
-Gutachten vom
21. April 2015
bestehe
in einer körperlich leichten bis mittel
schweren angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk.
2
).
2.
2
D
ie Beschwerdeführerin
machte ihrerseits geltend
,
das Gutachten des
Z._
erfülle die rechtlichen Kriterien für die Verwertbarkeit von m
edizinischen Berichten
nur teilweise.
Es setz
e sich ins
besondere aus psychiatrischer Sicht ungenügend mit de
n
vorbestehenden Einschätzung
en
anderer Ärzte auseinander.
Diese divergier
t
e
n
erheblich von der Einschätzung der
Z._
-Gutachter.
Zudem
habe sich die Rechtsprechung zu den
somatoformen
Schmerzen geändert und die neu beachtlichen Ind
ikatoren
seien im Gutachten nicht
geprüft worden. Es sei
daher
auf die Verlaufsberichte der behandelnden Ärzte abzustellen, eventualiter seien weitere Sachverhaltsabklärungen vorzunehmen
(Urk. 1
/5
, Urk. 7/56)
.
3.
3.1
3.1.1
Das
von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene
polydisziplinäre Gutach
ten des
Z._
vom 21. April 2015
(Urk. 7/43/2-35)
beruht auf
allgemeininternis
tischen
, psychiatrischen, orthopädischen, neurologischen sowie
otorhinolaryn
gologischen
Untersuchungen
.
Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
(1)
Anamnestisch chronisches Nacken-Schulter-Arm-Syndrom links (ICD-10 M53.1), mögliches
leichtgradiges
subak
romiales
Impingement
Schulter links (ICD-10 M75.4), ansonsten auf orthopädi
scher Ebene unauffä
lliger Untersuchungsbefund, (2)
unklare Hautrhagaden
palma
r
beidseits (ICD-10 R23.4), (3)
Hochtonschallempfindungsschwerhörigkeit beidseits, links
akzentuiert (ICD-10 H90.3), (4)
intermittierende
Sch
w
indel
symptomatik
(ICD-10 H82), aktuell ohne Hinweis auf periphere
vestibuläre
Funktionsstörung
.
Ohne Einfluss auf di
e Arbeitsfähigkeit bestünde
n
(1)
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychische
n Faktoren (ICD-10 F45.41), (2)
ein anamnestisch chronisch intermittierendes
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne
ausstrahlende Symptomatik, (3)
eine anamnestisch
post
herpetische
Neuralgie im Kopf-/Nacken
bereich links (ICD-10 G53), (4)
ein Status nach Osteosynthese einer distalen Radiusfraktur rechts 2006 (ICD-10 Z98.8/T92.2), anamnestisch im Alltag weit
gehende Beschwerdefreiheit, (5)
beginnende degenerative Veränderungen
Knie rechts (ICD-10 M17.1), (6)
Adipositas (BMI 34 kg/m
2
; ICD-10 E66.0), (7)
arterielle Hyp
ertonie (ICD-10 I10), sowie (8)
Nikotinkonsum, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F17.1
; Urk. 7/43/25
).
3.1.2
Im psychiatrischen Teilgutachten
hielt der Gutachter fest, die Beschwerdeführe
rin habe bei der Untersuchung einen wachen Eindruck gemacht und sei bewusstseinsklar gewesen.
Sie
habe
nicht über Ängste berichtet und keine Phobien erwähnt. Aus ihren Schilderungen hätten sich keine Hinweise auf Veränderung
en der Stimmung und des Antrieb
s im Laufe des Tages ergeben. Die Beschwerdeführerin fühle sich aufgrund ihrer somatischen Beschwerden nicht mehr arbeitsfähig. Das Ausmass ihrer geklagten Beschwerden und die subjektive Krankheitsüberzeugung, aufgrund dieser Beschwerden nicht mehr arbeiten zu kön
n
en, kö
n
ne durch die somatischen Befunde nicht hinreichend objektiviert werden, sodass eine psychische Überlagerung angenommen werden müsse. Diagnostisch handle es sich um ein
e
chronische Schmerzs
törung mit somatisch
en und psychischen Faktoren
. E
ine weitere psychiatrische Erkrankung könne nicht diagnostiziert werden. Es hätten keine psychopathologischen Symptome festgestellt werden können.
Auch habe d
ie Beschwerdeführerin morgens keine Mühe aufzustehen und mache jeweils einen zweistündigen Spaziergang. Bis auf schwere Arbeiten könne sie den Haushalt selbständig
führen. Sie habe eine sehr gute Beziehung mit ihrem Sohn und dessen Familie und mit ihrer Freundin habe sie praktisch täglich Kontakt. Ein
e ausgeprägte psychiatrische Komorbidität liege nicht vor und ein
ausgeprägter sozialer Rückzug lasse sich nicht fes
tstellen. Hinweise auf unbewusste Konflikte würden fehlen. Das Scheitern aller therapeutischen Bemühungen hänge im Wesentlichen damit zusammen, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der aus
geprägten subjektiven Krankheitsüberzeugung wenig Motivation zeige, sich aktiv um ihre Genesung zu bemühen.
Die von der behandelnden Psychiaterin diagnostizierte depressive Störung könne nicht bestätigt werden. Die Beschwer
deführerin leide nicht unter Schlafstörungen, Antriebsstörungen, depressiven Verstimmungen, klage nicht über
Lebensverleider
oder Suizidgedanken und verbringe den Tag sehr aktiv. Dies sei mit einer Depression nicht vereinbar
. Eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht bestehe damit nicht
(Urk. 7/43/
9-12)
.
3.1.3
In der interdisziplinären
Gesamtb
eurteilung wurde
ausgeführt, aus orthopädi
scher Sicht bestehe eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit in körperlich leichten bis m
ittelschweren Aktivitäten ohne
repetitive
Überkopfbe
wegungen
der Arme
und
ohne
Zwangshaltungen des Nackens und des Rumpfes sowie der unteren Extremitäten.
Aus neurologischer Sicht fänden sich keine weiteren Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
A
us
otorhinolaryngo
logischer
Sicht bestünden qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Tätigkeiten, welche hohe Anforderungen an das Gehör stell
t
en
,
und
Tätigkeiten unter erhöhtem
Störlärm
seien von der Beschwerdeführerin zu meiden. Seitens der intermittierenden Schwindelsymptomatik, bei zwar unauffälliger peripherer
vestibulärer
Funktion, bestünden zusätzliche qualitative Einschränkungen, sodass sturzgefährdende Tätigkeiten nicht geeignet seien. In entsprechend adaptierte
n
Tätigkeiten bestehe aus
otoneurologischer
Sicht keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer Sicht beste
he
keine Arbeitsunfä
higkeit. Ausser der
chronischen
Schmerzstörung könne keine weitere psychiat
rische Erkrankung
diagnostiziert
werden. Der Beschwerdeführerin könne es aus
psychiatrischer
Sicht
zugemutet
werden
,
trotz
der geklagten Beschwerden die nötige Willensanstrengung aufzubringen, um
einer
ihren kö
r
perlichen Ein
schränkungen angepasst
e
n
Tätigkeit
nachgehen zu können.
Aus
allgemeininter
nistischer
Sicht bestehe aufgrund der unklaren Hauterkrankung mit Rhagaden an beiden Handflächen eine Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätig
keit als Reinigungsmitarbeiterin sowie in jeder anderen Tätigkeit mit einer Exposition der Hände gegenüber reizenden Stoffen. Für entsprechend adaptierte Tätigkeiten bestehe aus allgemeininternistischer Sicht eine uneingeschränkte Arbeits- und Leistungsfähigkeit. Zusammenfassend bestehe in der
zuletzt aus
geübten
Tätigkeit als Reinig
ungsmitarbeiterin
eine Arbeitsunfähigkeit.
Für kör
perlich leichte bis mittelschwere, qualitativ angepasste
Tätigkeiten
bestehe
hin
gegen
eine
100%ige
Arbeits- und Leistungsfähigkeit
. Auch im Haushalt bestehe keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(Urk. 7/43/26-27).
3.2
Im Arztbericht vom 2
9.
Juli 2015
(Urk. 7/54/1-3)
des
A._
,
Rehabilitationszentrum für Psychosomatik,
wurden im Wesentlichen die Diagnosen rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Episode mit psychotischen Symptomen (ICD-10 F32.3) bei schwerer Belastung durch Tod des Sohnes 2000
,
sowie generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1) seit 2000 gestellt. Es wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin
sei
seit dem 2
9.
Oktober 2014
zwei- bis dreimal in der Woche in psychiatrisch-psychotherapeutischer und gruppentherapeutischer Behandlung. Der Beschwerdeführerin könne aufgrund der Depression und andere
r
Diagnosen weder in der angestammten noch in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfä
higkeit zugemutet werden. Zusätzlich zu den primär krankheitsbedingten Ein
schränkungen bestünden relevante soziobiographische Faktoren (plötzlicher Tod des Sohnes, Gewalterfahrung, Aggressivität durch Exmann und Schwiegerel
tern).
Im Bericht des
A._
vom 1
3.
August 2015 (Urk. 7/51)
führten die behandelnden Ärzte aus, es bestehe im Wesentlichen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1). Es würden psychiatrisch-psychotherapeutische und internistische Behandlungen alle 14 Tage sowie monatliche dermatologische Kontrollen durchgeführt. Die gruppentherapeutische Behandlung sei Mitte Juni 2015 aufgrund sprachlicher Schwierigkeiten gestoppt worden.
3.3
3.3.1
Mit Bericht vom 1
2.
November 2015 (Urk. 7/59) nahmen die Gutachter des
Z._
zu den
seit der Begutachtung eingegangenen Berichten (
E. 3.2
) dahingehend
Stellung
,
dass
an den Schlussfol
gerungen des Gutachtens
festzuhalten
sei
.
Bei der psychiatrischen Untersuchung habe die Beschwerdeführerin eine ausgeglichene Stimmung, eine lebhafte Psychomotorik und einen guten Bezug zur Realität gezeigt. Das Auftreten von Halluzinationen habe
sie
verneint und auch keine Ängste erwähnt. Sie habe berichtet, dass sie gut schlafen könne, keine Mühe habe, morgens um 05.00 Uhr aufzustehen. Weiter habe sie
ausgeführt
, dass sie bei trockenem Wetter täglich frühmorgens einen zweistündigen Spaziergang mache und dabei meistens alleine unterwegs sei. Nach dem
Frühstück
mache sie erneut Spaziergänge bis meistens um 15.00 Uhr. Regelmässig besuche sie auch die Innenstadt und werde dabei gelegentlich
von einer Freundin
begleitet. Insbesondere habe sie erwähnt, dass sie eine sehr gute Beziehung zum Sohn und zur Schwiegertochter habe und dass sie oft auch die Wochenenden bei
m Sohn und dessen Familie
verbringe. Die Gutachter hielten fest, in den Schilderungen ihres Alltags sei nicht zu erkennen gewesen, dass die Beschwerdeführerin dabei durch irgendwelche depressive Symptome eingeschränkt wäre.
Die
im Bericht vom
A._
geschilderten Ängste könnten
deshalb
in keiner Weise nachvollzogen werden.
Es sei auch mit einer Angststörung nicht vereinbar, dass die Beschwerdeführerin weder zu Hause noch ausserhalb ihrer Wohnung Ängste habe und sich auf stundenlange Spa
ziergänge begeben könne, ohne dass sie dabei durch irgendwelche Beschwerden eingeschränkt sei.
Auch sei auffallend, dass
man
am 2
9.
Juli 2015 eine schwere depressive Episode
diagnostiziert
hab
e
, was eigentlich eine stationäre psychiat
rische Behandlung zur Folge haben müss
t
e. Zwei Wochen später sei nur noch eine mittelgradige depressive Episode erwähnt und
festgehalten
worden, dass es bei der Beschwerdeführerin immer wieder Phasen g
ä
be, in denen sie kaum unter Einschränkungen leide. Die Beschwerdeführerin sei bis 2012 nie in psychiatri
scher Behandlung gestanden und habe bei der psychiatrischen
Begutachtung
keine depressiven Symptome gezeigt. Es bestünden als
o
keine Hinweise dafür
,
dass die Beschwerdeführerin seit Jahren an
einer
schweren
depressiven
Störung leide. Die Diagnose einer depressiven Störung
könne
in keiner Art und Weise bestätigt werden
(Urk. 7/59/2)
.
3.3.2
Die
Gutachter
führten aus
,
es sei
bemängelt
worden
, dass keine Tests durchge
führt worden seien
. Diesbezüglich
sei festzuhalten, dass psychologische Test
s
im Rahmen einer Begutachtung nicht verwertbar
seien
, da sie weitgehend die sub
jektive Einschätzung der Exploranden abbildeten und somit kein objektive
r
Befund erhobe
n werden könne. Alle Fragebogen, die zur Erfassung von Depres
sionen oder anderer psychische
r
Störungen verwendet werden könn
t
en, seien für den klinischen Alltag (zum Beispiel zur Prüfung von Veränderungen vor und nach Durchführung einer Behandlung) entwickelt worden. Keines dieser Verfahren sei
aber
geeignet, im gutachterlichen Kontext die Beschwerden eines Versicherten zu
objektivieren.
Solche Verfahren würden nur vordergründig eine Objektivität
vorspiegeln, weshalb sie von der Anwendung solcher Tests im gut
achterlichen K
ontext geradezu abraten würden.
Die Fremdeinschätzung sei im Rahmen des psychopathologischen Befundes, wo keinerlei depressive Symptome hätten festgestellt werden können, erfolgt (Urk. 7/59/3).
3.3.3
Die
Gutachter
hielten weiter fest,
die Sozialisation der Beschwerdeführerin
sei
unauffällig gewesen
. Sie habe während Jahrzehnten ohne irgendwelche Schwierigkeiten in der Schweiz gearbeitet, es handle sich also um eine
leis
tungswillige
Person.
Die Beschwerdeführerin
sei belastet durch ihre
Sozialhilfe
abhängigkeit
und die angespannte wirtschaftliche Situation, was aber keinen Einfluss auf
ihre
Funktionsfähigkeit habe.
Sie habe eine sehr gute Beziehung mit ihrem Sohn, mit Freundinnen und habe praktisch täglichen Kontakt mit ihrem sozialen Netzwerk.
Sie sei ausserdem eine kommunikationsfähige Person.
Eine Motivation, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, bestehe allerdings nicht. Die Beschwerdeführerin besuche regelmässig eine Psychotherapie und nehme Antidepressiva ein. Wie erwähnt, könne keine eigentliche psychiatrische Störung diagnostiziert werden und es bestünden auch keine Indikationen für eine psychiatrische Behandlung. Th
erapieoptionen bestünden nicht und Einglie
derungsmassnahmen könnten aufgrund der ausgeprägten subjektiven
Krank
heitsüberzeugung
nicht erfolgreich durchgeführt werden.
Im Rahmen der Untersuchung hätten
zudem
Diskrepanzen zwischen
den objektivierbaren Befunden und
der
dargelegten
subjektiven Krankheitsüberzeug
ung
bestanden.
Insbesondere falle auf, dass sie den Alltag aktiv gestalte, stundenlange Spazier
gänge unternehme und gleichzeitig betone, dass sie aufgrund körperlicher Beschwerden nicht mehr arbeiten könne. Es bestehe also
auch
eine erhebliche Diskrepanz zwischen der subjektiven Krankheitsüberzeugung und den
Alltags
aktivitäten
(Urk. 7/59/3-4)
.
4.
4.1
Das polydisziplinäre Gutachten des
Z._
vom 21. April 2015 erfüllt sämtliche rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (
v
gl. E.
1.
4
). Es beruht auf fachärztlichen Untersu
chungen und wurde in Kenntnis der rele
v
anten
V
orakten
(Urk. 7/43/3-5) abge
geben.
Die Gutachter setzten
sich ausführlich mit der persönlichen, beruflichen und gesundheitlichen Entwicklung der Beschwerdeführerin auseinander und
nahmen
zu früheren medizinischen Beurteilungen umfassend Stellung
(Urk. 7/43/7, Urk. 7/43/11, Urk. 7/43/17, Urk. 7/43/21, Urk. 7/43/24)
.
Entgegen der Dar
stell
ung
der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S.
5)
nahm der psychiatrische Gutachter
zu
den anderen
psychiatrischen Einschätzungen Stellung
(Urk. 7/43/11-12, E. 3.3.1) und setzte sich mit der Frage
nach der Notwendigkeit
psychologische
r
Tests auseinander (E. 3.3.2).
Die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden wurden
berücksichtigt und
die Gutachter setzten sich
mit diesen hinreichend
auseinander.
D
ie medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation
wurden
einleuchtend dar
gelegt
und
die
Schlussfol
gerungen nachvollziehbar
begründet
. Insbesondere
erlaubt
das Gutachten
auch eine schlüssige Beurteilung im Lichte der
gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre
chung relevanten
Indikatoren (vgl.
nachfolgend E.
4.
2
).
4.
2
4.2.1
Die Beschwerdeführerin
wies
zu Recht darauf
hin
, dass sich
die Rechtsprechung zu den
somatoformen
Schmerzstörungen geändert hat und das
Z._
-Gutachten noch unter der alten Rechtsprechung von BGE 130 V 352 eingeholt wurde
(E. 2.
2
).
Dies bedeutet indes nicht, dass
das Gutachten
nun ohne
Weiteres
seinen Beweiswert verlieren würde. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist vielmehr im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spe
zifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob das abschliessende Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen im angefoch
tenen Entscheid vor Bundesrecht standhält (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 2.2 mit Hinweisen).
4.2.2
Massgebend ist somit, ob
gestützt auf
das vorliegende Gutachten
die gemäss
neuer Rechtsprechung (E. 1
.
3
) relevanten Indikatoren
hinreichend beurteilt wer
den können
, was vorliegend der Fall ist.
Die vom psychiatrischen Gutachter detailliert erhobenen Befunde
waren
grundsätzlich unauffällig.
Auch liessen sich weder psychopathologische Symptome noch ein sozialer Rückzug feststel
len. Eine ausgeprägte Komorbidität liegt gemäss Gutachter nicht vor, ebenso keine schwere, chronische körperliche Begleiterkrankung.
Die in der Untersu
chung festgestellte Diskrepanz zwischen der subjektiven Krankheitsüberzeugung der Beschwerdeführerin
und den objektivierbaren Befunden würde einen IV-relevanten Gesundheitsschaden grundsätzlich bereits ausschliessen.
Somato
forme
Schmerzstörungen gelten
zudem
nach der Rechtsprechung nur als invali
disierend, wenn sie schwer und therapeutisch nicht (mehr)
angehbar
sind (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2). Diesbezüglich hielt der psy
chiatrische Gutachter fest, das Scheitern
therapeutische
r
Bemühungen
hänge im Wesentlichen mit der
subjek
tiven Krankheitsüberzeugung und der damit einhergehenden
fehlenden Motiva
tion der Beschwerdeführerin zusammen
(E. 3.1.2)
. Eine Behandlungsresistenz beziehungsweise das definitive Scheitern einer indizierten, lege
artis
und mit optimaler Kooperation der Beschwerdeführerin durchgeführten Therapie ist
damit zu verneinen.
Auch Eingliederungsmassnahmen seien aufgrund der aus
geprägten Krankheitsüberzeugung nicht möglich (E. 3.3.3).
D
er
Gutachter ha
t
sich sodann eingehend mit der Persönlichkeitsentwicklung und -struktur befasst und sich mit den Ressourcen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt.
Zum sozialen Kontext sowie
zur
Konsistenz
wurde
sowohl im Gutachten als auch nochmals im
Bericht vom 12.
November 2015 (E. 3.3) ausführlich
Stellung genommen.
So
wurde
insbesondere aus
geführt
,
die Sozialisation der Beschwer
deführer
in
sei unauffällig
und e
s bestehe
eine erhebliche Diskrepanz zwischen Alltagsaktivitäten und subjektiver Krankheitsüberzeugung. Eine gleichmässige
Einschränkung
des
Aktivitätennive
a
us
in allen vergleichbaren Lebensbereichen
ist somit
ebenfalls
nicht gegeben.
Daneben verfügt die Beschwerdeführerin über gute Ressourcen, hat praktisch täglich Kontakt mit ihrem sozialen Netzwerk und betätigt sich täglich körperlich.
4.2.3
Insgesamt hat die diagnostizierte
somatoforme
Schmerzstörung
auch unter Berücksichtigung der neuen bundesgerichtlichen Rechtsprechung
keine Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin.
4.
3
Soweit die Beschwerdeführerin gegen die Beweiskraft des Gutachtens Berichte der behandelnden Ärzte anführt (E. 2.2), ist darauf hinzuweisen, dass ein den Beweisanforderungen grundsätzlich genügendes medizinisches Gutachten nicht in Frage gestellt werden muss und auch kein Anlass zu weiteren Abklärungen besteht, wenn die behandelnden medizinischen Fachpersonen nachher zu einer unterschiedlichen Beurteilung gelangen oder an vorgängig geäusserten abwei
c
henden Auffassungen festhalten
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 4.3 mit Hinweisen). Die Gutachter nahmen zu den entspre
chenden Berichten ausführlich Stellung (E.
3.3) und e
ntgegen der Beschwerde
führerin beinhalten die
se
keine Gesichtspunkte, welche Anlass dazu geben könnten, an den Ausführungen der Gutachter zu zweifeln.
4.
4
Nach dem Gesagten
ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass de
r
Beschwer
deführer
in
eine körperlich leichte bis mittelschwere
qualitativ
angepasste Tätig
keit zu
100 % zumutbar ist.
Aufgrund der beweiskräftigen medizinischen Aktenlage besteht entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin
(
Urk.
1
S.
5-6)
kein weiterer Abklärungsbedarf (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen).
5.
5.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der in qualitativer Hinsicht eingeschränkten Arbeitsfähigkeit.
Die Beschwerdeführerin hat keinen Beruf erlernt und arbeitete
rund 16 Jahre
mehrheitlich als Hilfsmetzgerin und ab 2008 als Reinigungsmitarbeiterin im Teilzeitpensum
. Zwischenzeitlich bezog sie aus
serdem Leistungen der Arbeitslosenversicherung (Urk.
7/2/4, Urk.
7/12)
.
Die
Beschwerdeführerin
hat
somit
überwiegend
Hilfsarbeitertätigkeiten ausgeführt und es ist davon auszugehen, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen weiterhin solche Tätigkeiten ausführen würde. Da somit sowohl hinsichtlich des
(hypothetischen)
Valideneinkommens
als auch bezüglich des
Invalideneinkom
mens
derselbe Tätigkeitsbereich
(Hilfsarbeitertätigkeiten)
zugrunde gelegt wer
den kann,
ist sowohl für die Ermittlung des
Valideneinkommens
als auch des Invalideneinkommens auf die Tabellen der Lohnstrukturerhebungen (LSE) des
Bundesamtes für Statistik (BFS) abzustellen und von denselben Zentralwerten auszugehen. Sind die beiden Einkommen ausgehend vom selben Lohn zu berechnen, erübrigt sich deren genaue Ermittlung und es rechtfertigt sich ein Prozentvergleich
(
vgl.
Urteil des Bundesgericht
e
s 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1). Dabei entspricht
der Invaliditätsgrad dem Grad der Arbeitsunfähig
keit
, allenfalls unter Berücksichtigung
eines
Abzuges vom Tabellenlohn
(
vgl.
BGE 126 V 75)
.
Ein solcher Abzug ist vorliegend nicht angezeigt.
Im Übrigen würde selbst bei Gewährung des
maximal zulässige
n
Abzug
s
von 25
% ein rentenausschliessender Invali
di
tätsgrad (von 25 %) resultieren.
5.2
Die
rentenabweisende Verfügung vom 20. Januar 2016
erweist sich
somit als rechtens. Die Beschwerde ist abzuweisen.
6
.
Die Kosten des Verfahre
ns sind ermessensweise auf
Fr.
6
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss von der Beschwerdeführerin zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG), zufolge der ihr gewährten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.