# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 79e7ba7d-1767-59fc-b592-94918b783637
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Der am 10. September 1999 geborene Q. wohnt mit seinen Eltern R. und J.F. in der
Politischen Gemeinde G. Die Eltern meldeten Q. im Februar 2003 beim
Schulpsychologischen Dienst (abgekürzt SPD) zur Beratung an. Q. besuchte zur
damaligen Zeit die Spielgruppe der R. Schule und zeigte in verschiedenen Bereichen
einen deutlichen Entwicklungsvorsprung gegenüber seiner Altersgruppe. Gestützt auf
die Empfehlung der zuständigen Schulpsychologin vom 27. Februar 2003 trat er auf
das Schuljahr 2003/2004 vorzeitig in den öffentlichen Kindergarten ein.
Nach Rücksprache mit den Eltern meldete die Kindergärtnerin Q. im November 2004
zur erneuten schulpsychologischen Beratung zwecks Abklärung der Möglichkeit einer
vorzeitigen Einschulung an. Mit Bericht vom 6. Juni 2005 beantragte die
Schulpsychologin Q.s Einschulung in die erste Regelklasse mit Unterstützung durch die
schulische Heilpädagogin. Sie stellte fest, dass Q. über eine sehr gute intellektuelle
Leistungsfähigkeit im mittleren bis oberen Durchschnittsbereich seiner Altersgruppe
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verfüge, jedoch aufgrund gewisser Feststellungen (Unruhe, Unstetigkeit, Belastbarkeit,
Aufmerksamkeit) der Verdacht auf eine hirnorganische Funktionsstörung (POS/ADHS)
bestehe. Neben der sehr hohen Sachkompetenz gebe es einen Förderbedarf im
Bereich der Sozial- und Selbstkompetenzen, weshalb sie den Eltern zur Unterstützung
ein Erziehungsprogramm und die Beratung durch eine Fachperson empfahl. In der
Folge trat Q. zu Beginn des Schuljahres 2005/2006 in die erste Regelklasse ein.
Aufgrund von Schulproblemen bei Verdacht auf Unterforderung meldeten die Eltern Q.
im Februar 2007 erneut zur schulpsychologischen Abklärung an. Mit E-Mail vom
22. Mai 2007 wandten sich R. und J.F. unter dem Betreff "Q. wird gemobbt" an die
Schulpsychologin. Q. erzähle kaum etwas über die Schule, habe Angst vor dem
Schulweg und würde manchmal weinen, weil er keine Freunde hätte und aufgrund
seiner "schlechten Schulleistungen" vom Spiel mit den Nachbarskindern
ausgeschlossen würde. Auch sei das Verhältnis zu einer seiner im Jobsharing
angestellten Lehrerinnen belastend. Als Eltern seien sie überzeugt, dass ein Grossteil
von Q.s Konzentrations- und Lernschwäche durch das Mobbing in der Schule
verursacht werde.
Mit Bericht vom 2. Juli 2007 kam die Schulpsychologin zum Schluss, Q. verfüge
aufgrund der vorliegenden Untersuchungsergebnisse insgesamt über leicht
überdurchschnittliche intellektuelle Fähigkeiten mit ausgewiesener Signifikanz zwischen
Verbal- und Handlungsteil. Es bestehe der Verdacht auf eine Aufmerksamkeitsstörung
ohne Hyperaktivität (ADS). Die mangelnde Fähigkeit zur Selbstkontrolle sowie die
Konzentrations- und Aufmerksamkeitsdefizite beeinträchtigten seine Lern- und
Leistungsfähigkeit erheblich. In bezug auf die Aufmerksamkeitsproblematik müsse eine
allfällige Medikation über den Haus- und Kinderarzt erfolgen. Sie beantragte deshalb
die Durchführung einer Dyskalkulietherapie unter Einbezug des Rechtschreibetrainings
von zwei Lektionen wöchentlich für ein Jahr.
Seit Dezember 2007 besucht Q. auf Initiative seiner Eltern die P. Schule in M. Diese
beantragten beim Schulrat A. mit Schreiben vom 16. April 2008 die Übernahme des
Schulgelds für die P. Schule sowie der Therapiekosten für die Dyskalkulietherapie und
das Rechtschreibetraining. Dem Antrag lag ein Bericht der Klassenlehrerin der P.
Schule vom 28. Januar 2008 bei, der Q. als freundlichen, stets gut gelaunten Jungen
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beschrieb, der schnell Kontakt zu seinen Mitschülern gefunden habe. Ausser bei der
Rechtschreibung verfüge Q. über gute sprachliche Fähigkeiten, und auch im
Fremdsprachenunterricht zeige sich sein gutes Sprachgefühl. Im Rechnen zeige er
indes unterschiedliche Leistungen. Der Präsident des Schulrats lehnte mit Verfügung
vom 15. Mai 2008 die Übernahme sowohl des Schulgelds als auch der Therapiekosten
ab.
B./ a) Mit Eingabe vom 28. Mai 2008 erhoben R. und J.F. gegen die Verfügung des
Präsidenten des Schulrats Rekurs beim Bildungsdepartement mit dem Antrag um
Kostenübernahme des Schulgelds für die P. Schule. Mit Entscheid vom 26. August
2008 hob das Bildungsdepartement die Verfügung vom 15. Mai 2008 auf und wies den
Schulrat an, über das Gesuch von R. und J.F. in korrekter Zusammensetzung erneut zu
entscheiden. Es erwog, die Verfügung sei durch eine in der Sache unzuständige
Behörde erlassen worden.
In der Folge wies der Schulrat den Antrag um Übernahme des Schulgelds für die P.
Schule sowie die Kosten für die Lerntherapie mit Verfügung vom 12. September 2008
ab. Er hiess die Kostenübernahme für die Dyskalkulietherapie bei einem anerkannten
Therapeuten im bewilligten Rahmen indes gut. Im wesentlichen erwog er, das
Schulgeld könne aufgrund von Q.s fehlender Hochbegabung nicht übernommen
werden. Bei der an der P. Schule durchgeführten Therapie handle es sich um eine
Lerntherapie, die auf das Lösen von Blockaden und das Einsetzen der eigenen
Ressourcen ausgerichtet sei. Die vom SPD verordnete und vom Schulrat bewilligte
Dyskalkulietherapie beinhalte hingegen die Behebung einer Schwäche im
mathematischen Bereich und ein zusätzliches Rechtschreibetraining. Diese
Unterstützungsmassnahmen müssten von einer speziell ausgebildeten Fachkraft erteilt
werden. Da die an der P. Schule tätige Lerntherapeutin nicht als Legasthenie- bzw.
Dyskalkulietherapeutin anerkannt sei, könnten die Kosten für die Lerntherapie nicht
übernommen werden.
b) R. und J.F. erhoben mit Eingabe vom 24. September 2008 beim
Bildungsdepartement Rekurs gegen die Verfügung des Schulrats vom 12. September
2008 mit dem Begehren um Gutsprache des Schulgelds für die P. Schule sowie der
Legasthenie- und Dyskalkulietherapie an der P. Schule.
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Auf Veranlassung von R. und J.F. bestätigte die Schulpsychologin mit Schreiben vom
21. Oktober 2008, dass bei Q. ein leicht überdurchschnittliches Potential, nicht jedoch
eine Hochbegabung vorliege. Von Hochbegabung werde gesprochen, wenn der
Entwicklungsstand eines Kindes in einem oder mehreren Bereichen in ausgeprägtem
Mass über demjenigen der entsprechenden Altersgruppe liege. Dies sei bei Q. nicht der
Fall, weshalb keine nach kantonal-gesetzlichem Verständnis definierte Hochbegabung
vorliege.
Mit Entscheid vom 12. Januar 2009 wies das Bildungsdepartement den Rekurs von R.
und J.F. ab. Im wesentlichen erwog es, die Hoheit über die Feststellung der
Hochbegabung liege im Kanton St. Gallen beim SPD. Die Schulpsychologin habe bei
sämtlichen Abklärungen festgestellt, dass bei Q. keine intellektuelle Hochbegabung
vorliege und trotz der unbestritten vorhandenen Begabung auch Defizite bestünden.
Unter diesen Umständen sei der Schulrat nicht zur Übernahme des Schulgelds
verpflichtet gewesen. Auch sei den Akten nicht zu entnehmen, dass Q. durch seine
Mitschüler blossgestellt, ausgegrenzt oder gemobbt worden wäre. R. und J.F. hätten
Q.s Beschulung in der P. Schule aus eigener Initiative veranlasst, weshalb sie die
entsprechenden Schulkosten selber zu tragen hätten. Schliesslich habe der Schulrat im
Rahmen seines Ermessens zu Recht die Erteilung der bewilligten Dyskalkulietherapie
durch eine dafür ausgebildete Therapeutin verlangen dürfen.
C./ R. und J.F. erhoben mit Eingabe vom 20. Januar 2009 und Ergänzung ihres
Rechtsvertreters vom 2. März 2009 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem
Begehren, der Entscheid des Bildungsdepartements vom 12. Januar 2009 sei
aufzuheben und die Politische Gemeinde Gaiserwald zu verpflichten, die Kosten für die
Fortführung der Beschulung von Q. in der P. Schule seit dessen Eintritt im Dezember
2007 sowie die Therapiekosten und die Kosten für den geeigneten Stützunterricht bis
auf weiteres zu übernehmen. Eventualiter sei sie zu verpflichten, einen substantiellen
Beitrag an diese Kosten zu leisten, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur
Begründung führten sie im wesentlichen an, eine Privatbeschulung könne im
Kindesinteresse nicht nur bei schweren schulischen Defiziten, sondern auch bei der
Leidenssituation eines Kindes in der Volksschule geboten sein, wenn dieser nicht in
zumutbarer Weise anders abgeholfen werden könne. Der Entscheid für Q.s
Privatbeschulung sei der einzig richtige gewesen, seien dessen Zeugnisse doch
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ausgesprochen ermutigend und zeigten, dass er am richtigen Ort sei. Die Vorinstanz
habe den massgeblichen Sachverhalt verkürzt und damit unrichtig und unvollständig
erhoben, indem sie ihre Beobachtungen mit keinem Wort gewürdigt habe. Eine
Rückversetzung von Q. in die Volksschule könnte zu einer schwerwiegenden
Verschlechterung der emotionalen Stabilität und der Schulmotivation führen, weshalb
sie zum jetzigen Zeitpunkt unverantwortbar sei. Schliesslich verletze die Verweigerung
der Kostenübernahme für den Privatschulbesuch und die Lerntherapie das
verfassungsmässige Grundrecht auf unentgeltlichen Volksschulunterricht und den
gesetzlichen Anspruch auf geeigneten Stützunterricht.
Mit Vernehmlassung vom 24. März 2009 beantragte das Bildungsdepartement die
kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde und verwies zur Begründung auf den
angefochtenen Entscheid. Ergänzend fügte es unter anderem an, nicht nur der SPD,
sondern auch das von R. und J.F. in Auftrag gegebene Parteigutachten habe bei Q.
keine Hochbegabung feststellen können. Der Sachverhalt sei seitens der Parteien
genügend dargetan worden, so dass sich weitere Sachverhaltsfeststellungen im
Rekursverfahren erübrigt hätten. In der Politischen Gemeinde Gaiserwald bestehe ein
ausreichendes öffentliches Schulangebot für Schüler mit ADS-Syndrom, so dass Q. die
Volksschule besuchen könne.
Der Schulrat Gaiserwald beantragte mit Stellungnahme vom 7. April 2009 die
kostenpflichtige Abweisung der Beschwerde und verwies zur Begründung auf die
Vernehmlassung des Bildungsdepartements vom 24. März 2009. Ergänzend fügte er
an, die Schule Gaiserwald erfülle alle Anforderungen für einen verfassungsmässigen
Grundschulunterricht, weshalb er keinen Anlass und keine Rechtsgrundlage für die
gänzliche oder teilweise Kostenübernahme für die Privatbeschulung sehe. Den Eltern
stünde es frei, Q. an einer Privatschule unterrichten zu lassen, jedoch müssten sie für
die entsprechenden Kosten selber aufkommen.
R. und J.F. nahmen mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 24. April 2009 Stellung zu
den Vernehmlassungen des Bildungsdepartements und des Schulrats Gaiserwald.
Darauf, auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die Beweisanträge
von R. und J.F. wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
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## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts für die Behandlung der
Beschwerde gegen den Entscheid des Bildungsdepartements als kantonale
Rekursinstanz ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die Beschwerdeführer sind vom
vorinstanzlichen Entscheid unmittelbar betroffen und deshalb zur
Beschwerdeerhebung legitimiert. Die Beschwerdeeingabe vom 20. Januar 2009 und
ihre Ergänzung vom 2. März 2009 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Die Beschwerdeführer beantragen den Beizug sämtlicher vorinstanzlicher Akten zu
den beiden von ihnen mit Eingaben vom 28. Mai 2008 und vom 24. September 2008
erhobenen Rekursverfahren. In diesem Zusammenhang halten sie zutreffend fest, dass
der Streitgegenstand der genannten Verfahren identisch sei. Die jeweiligen
Schriftenwechsel sind somit gesamthaft hinzuzuziehen, so dass im
Beschwerdeverfahren auch die vorinstanzlichen Akten in bezug auf den Rekurs vom
28. Mai 2008 vollständig zu berücksichtigen sind.
Im weiteren stellen die Beschwerdeführer den Antrag auf Einholung einer fachkundigen
Beurteilung, ob sie mit der Anmeldung zur Privatbeschulung im Interesse von Q.
gehandelt hätten und welche Alternativen zu dieser Anmeldung allenfalls zur Verfügung
gestanden wären. Gemäss den im Recht liegenden Akten und den Vorbringen der
Beschwerdeführer wurden im vorliegenden Fall bereits mehrere Gutachten des SPD
sowie ein von den Beschwerdeführern veranlasstes Privatgutachten eingeholt. Unter
diesen Umständen lässt sich der Sachverhalt rechtsgenüglich feststellen, weshalb das
Verwaltungsgericht auf das Einholen eines weiteren Gutachtens verzichtet. Im übrigen
vermöchte ein solches, wie nachfolgend zu zeigen sein wird, am Verfahrensausgang
ohnehin nichts zu ändern.
3. Streitgegenstand ist die Weigerung der Beschwerdegegnerin, die Kosten für Q.s
Privatbeschulung und Lerntherapie zu übernehmen.
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3.1. Art. 19 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101,
abgekürzt BV) gewährleistet den Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen
Grundschulunterricht. Nach Art. 62 Abs. 2 BV sorgen die Kantone für einen allen
Kindern offenstehenden und obligatorischen Grundschulunterricht, der staatlicher
Leitung oder Aufsicht untersteht und an öffentlichen Schulen unentgeltlich ist (vgl. H.
Plotke, Schweizerisches Schulrecht, 2. Aufl., Bern 2003, S. 102). Eine Pflicht des
Staates, den Privatschulen mittels Entschädigung einen kostenlosen Unterricht zu
ermöglichen, besteht nur, wenn dieser ganz oder teilweise auf die Einrichtung
öffentlicher Schulen verzichtet. Ferner kann ein Anspruch auf fallweise Übernahme des
Schulgelds durch den Staat bejaht werden, wenn dem betreffenden Schüler aufgrund
schwerwiegender individueller Probleme kein ausreichender Grundschulunterricht an
einer öffentlichen Schule gewährt werden kann, so dass dessen grundrechtlicher
Anspruch nach Art. 19 BV letztendlich nur durch den Besuch einer spezialisierten
Privatschule zu erfüllen ist (Ehrenzeller/Schott, St. Galler Kommentar zu Art. 62 BV,
Rz. 32). Besondere Anforderungen an den Grundschulunterricht ergeben sich über den
allgemeinen Standard hinaus aus den Fähigkeiten und Bedürfnissen des einzelnen
Schülers. Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung muss die Schulausbildung für
diesen angemessen und geeignet sein (BGE 117 Ia 27 E. a; 129 I 16 E. 4.2; 130 I 352
E. 3.2). Bildungsschwache, nur praktisch bildungsfähige oder anderweitig auffallende,
namentlich hochbegabte Schüler haben Anspruch auf einen besonderen Unterricht, der
ihnen den Erwerb von angepassten Fähigkeiten erlaubt (R. Kägi-Diener, St. Galler
Kommentar zu Art. 19 BV, Rz. 33). Auch die Verfassung des Kantons St. Gallen (sGS
111.1, abgekürzt KV) gewährleistet nach Massgabe der Bundesverfassung den
Anspruch auf ausreichenden und unentgeltlichen Grundschulunterricht (Art. 2 lit. m KV).
Darüber hinaus garantiert Art. 3 KV das Recht, Privatschulen zu gründen, zu führen und
zu besuchen (lit. a) sowie den Anspruch von Schulpflichtigen auf Unterstützung, wenn
diese beim Schulbesuch wegen der Lage ihres Wohnorts, Behinderung oder aus
sozialen Gründen benachteiligt sind (lit. b).
Im allgemeinen hat der Schüler die Schule am Ort seines Aufenthalts zu besuchen (Art.
52 des Volksschulgesetzes, sGS 213.1, abgekürzt VSG). Der Schulrat kann den
auswärtigen Schulbesuch gestatten oder anordnen, wenn besondere Gründe, wie
unter anderem unzumutbare Schulwege oder eine sinnvolle Klassenbildung, dies
erfordern (Art. 53 Abs. 1 VSG). Grundsätzlich können auch andere Gründe für die
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Bewilligung des Schulbesuchs ausserhalb der Aufenthaltsgemeinde sprechen.
Überdies kann der Schulrat der besonderen Situation auf andere Weise als mit der
Bewilligung des auswärtigen Schulunterrichts Rechnung tragen (GVP 1999 Nr. 83 E. 2;
GVP 1995 Nr. 85 E. 4; GVP 1994 Nr. 85 E. 2b, aa). Nach Art. 34 Abs. 1 lit. c VSG sorgt
die Schulgemeinde für die Behandlung von Schülern mit Lern-, Leistungs- oder
Verhaltensstörungen. Neben dem Stützunterricht gehören zu den gemäss Art. 6 der
Verordnung über den Volksschulunterricht (sGS 213.12, abgekürzt VVU) als zulässig
bezeichneten Therapien unter anderem die Legasthenie- und Dyskalkulietherapie (lit.
b), der Nachhilfeunterricht (lit. c) sowie die schulische Heilpädagogik als integrierte
Schülerförderung (lit. f). Stützunterricht und Therapien werden nach Anhörung der
Eltern und des Lehrers angeordnet, wobei dieser, der Schulpsychologe oder der
Schularzt antragsberechtigt sind (Art. 34 Abs. 3 VSG). Nach Art. 36 Abs. 1 VSG kann
der Schulrat Schüler mit Schulschwierigkeiten nach Anhörung der Eltern und des
Lehrers Kleinklassen zuweisen.
Gemäss Art. 53bis VSG gestattet der Schulrat den Besuch einer Schule für
Hochbegabte, wenn sich eine Hochbegabung in der öffentlichen Schule am
Aufenthaltsort nicht entfalten kann (lit. a) sowie wenn die Schule für Hochbegabte den
Erziehungs- und Bildungsauftrag erfüllt und sie am Standort öffentlich anerkannt ist (lit.
b). Der von der öffentlichen Hand finanzierte Besuch von Schulen für Hochbegabte im
Sinne von Art. 11bis und 11ter VVU richtet sich nach der Interkantonalen Vereinbarung
für Schulen mit spezifisch-strukturierten Angeboten für Hochbegabte (sGS 211.83). Im
besonderen Fall kann das Bildungsdepartement den Schulrat ermächtigen oder
verpflichten, einem Schüler den Besuch einer Schule für Hochbegabte, insbesondere
im sportlichen oder künstlerischen Bereich zu gestatten (Art. 11quater VVU). Nach der
Praxis des Erziehungsrats ist die Pflicht der Schulgemeinde zur Zahlung von Beiträgen
an die Privatbeschulung eines hochbegabten Schülers von kumulativ zu erfüllenden
Voraussetzungen abhängig. Zunächst müssen die der Volksschule zur Verfügung
stehenden Möglichkeiten der Begabtenförderung, wozu unter anderem die
Vorverlegung der Schulpflicht oder das Klassenüberspringen in Verbindung mit
individuellen Fördermassnahmen gehören, ausgeschöpft worden sein. Des weiteren
muss ein vom SPD verfasstes Gutachten ergeben, dass die Förderung im
Regelklassenunterricht der Volksschule nur mehr unzureichend erfolgen kann.
Schliesslich hat aus dem Gutachten insbesondere hervorzugehen, dass das Kind ein
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weit überdurchschnittliches Potential im Sinne einer Höchstbegabung aufweist und bei
einem Verbleib in der Volksschule die Gefahr von Lern-, Leistungs- oder
Verhaltensstörungen bestünde (GVP 2001 Nr. 86 E. 4b).
3.2. Die Beschwerdeführer anerkennen grundsätzlich, dass weder die Gutachten des
SPD noch das von ihnen eingeholte Parteigutachten bei Q. eine Hochbegabung haben
feststellen können.
3.2.1. Für sie ist indes fraglich, ob der Begriff der Hochbegabung überhaupt ein
sinnvoller Anknüpfungspunkt sei, da diese von der Tagesform und anderen Umständen
abhänge. Entgegen der Ansicht der Vorinstanz könne das Kindesinteresse eine
Privatbeschulung gestützt auf Art. 3 lit. b KV insbesondere auch dann gebieten, wenn
dem Kind eine Leidenssituation in der Volksschule schade und ihr anderweitig nicht in
zumutbarer Weise abzuhelfen sei. Sie müsse sich nicht zwingend aus einer
Behinderung allein ergeben. Auch in anderen Sonderfällen müsse die Möglichkeit
besonderer, auf die individuellen Schülerbedürfnisse ausgerichteter Schulangebote
bestehen, ansonsten eine Diskriminierung vorläge. Die innerhalb der Klasse getroffenen
Massnahmen hätten Q.s Situation offenkundig nicht verbessern können. Dessen
Privatbeschulung habe sich deshalb im nachhinein gerade auch vor dem Hintergrund
ermutigender Zeugnisse als einzig richtige Lösung erwiesen. Auch hätten die
veränderten Verhältnisse seit der letzten Begutachtung die Vorinstanz und die
Beschwerdegegnerin schon für sich allein zur Einholung eines Obergutachtens
veranlassen müssen. Das von ihnen eingeholte Parteigutachten sei sehr seriös,
gewissenhaft aufgebaut und schlüssig. Eine Rückversetzung in die Volksschule könnte
zu einer schwerwiegenden Verschlechterung von Q.s emotionaler Stabilität und
Schulmotivation führen und wäre zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu verantworten. Die
Vorinstanz habe die Gründe für Q.s Privatbeschulung in ihren Erwägungen nur
oberflächlich und verkürzt wiedergegeben und dadurch den massgeblichen
Sachverhalt unrichtig und unvollständig erhoben. Als Eltern sei ihnen Q.s schulische
Situation bis zur Vernehmlassung vom 20. Juni 2008 nie derart deutlich als dessen
blosses persönliches und reifemässiges Ungenügen kommuniziert worden. Auch habe
die Beschwerdegegnerin mit der "2. Erläuterung" vom 12. August 2008 insgesamt 21
neue Aktenstücke mit Stellungnahmen und Handnotizen der Lehrkräfte, sonstigen
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Korrespondenzen und weiteren Akten ins Recht gelegt, die ihnen zuvor nicht
zugänglich gemacht worden seien.
3.2.2. Gemäss den Akten wurde Q. seit seinem Eintritt in die Volksschule durch seine
Lehrerinnen besonders betreut und mit Stützunterricht und individuellen Therapien bei
der Überwindung seiner schulischen Defizite unterstützt. Die Beschwerdegegnerin
ordnete sämtliche Massnahmen auf Empfehlung des SPD und nach Rücksprache mit
den Beschwerdeführern an. So wurde mit diesen bereits am Ende des ersten Quartals
des Schuljahres 2005/2006 vereinbart, dass Q. in der ersten Regelklasse verbleiben
und er durch seine Eltern mit zusätzlichen Übungen und der Aufarbeitung des
Schulstoffs unterstützt werden sollte. Da Q. auch zu Beginn des Schuljahres 2006/2007
Defizite in der Mathematik aufwies, erhielt er in der zweiten Regelklasse im Rahmen
von zusätzlichen Einzelstunden Nachhilfeunterricht in Mathematik mit dem
Schwerpunkt auf regelmässigem Gedächtnistraining mit Zahlenfolgen. Auf Antrag des
SPD wurde ab dem Schuljahr 2007/2008 in der dritten Regelklasse zudem eine
Dyskalkulietherapie unter Einschluss des Rechtschreibetrainings durchgeführt.
Schliesslich wurde mit den Beschwerdeführern nach den Herbstferien 2007 vereinbart,
dass Q. die Hausaufgaben zur Entlastung des Elternhauses in der Schule gemeinsam
mit den Lehrerinnen erledigen und "ILZ" beanspruche solle.
3.2.3. Grundsätzlich ist das Vorbringen der Beschwerdeführer anzuerkennen, Q. habe
in der Volksschule unter seinen Leistungsdefiziten gelitten und sei unter anderem
deshalb zum Einzelgänger geworden. Auch wird von den Beschwerdeführern zu Recht
nicht bestritten, dass Q. dem regulären Schulunterricht nicht aus eigener Kraft folgen
konnte, da er neben Konzentrationsproblemen insbesondere auch Defizite im
mathematischen und sprachlichen Bereich aufwies. Unter den gegebenen Umständen
sind die vom Erziehungsrat verlangten Anforderungen für die Übernahme der Kosten
für die Privatbeschulung bei Q. mangels Vorliegens einer Hochbegabung offensichtlich
nicht erfüllt (vgl. bf-act. 3 und vi-act. 4a/4). Ob das Kriterium der Hochbegabung einen
sinnvollen Anknüpfungspunkt für die Finanzierung der Privatbeschulung durch die
öffentliche Hand darstellt, kann vorliegend offenbleiben. Entscheidend ist allein, dass
der Besuch einer Schule für Hochbegabte gemäss Art. 53bis Abs. 1 lit. a VSG nur dann
gestattet wird, wenn sich eine Hochbegabung in der öffentlichen Schule nicht entfalten
kann. Aus den Akten ergeben sich indes keine Anhaltspunkte, wonach Q. über
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überdurchschnittliche Fähigkeiten verfügte, die sich ausschliesslich bei einer
Privatbeschulung entfalten könnten. Es bleibt deshalb zu prüfen, ob die
Beschwerdeführer allenfalls aus anderen Gründen eine Kostenübernahme
beanspruchen könnten.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer lässt sich aus Art. 3 lit. b KV keine
grundsätzliche Verpflichtung des Staates zur Finanzierung der Privatbeschulung
einzelner Schüler ableiten. Eine solche Pflicht besteht grundsätzlich nur bei
Hochbegabung oder dessen Verzicht auf die Einrichtung öffentlicher Schulen. Überdies
kann die Finanzierung der Privatbeschulung in ausgesuchten Fällen gestützt auf Art. 19
und Art. 62 BV gefordert sein, wenn dem Schüler aufgrund schwerwiegender
individueller Probleme kein ausreichender Grundschulunterricht in der Volksschule
gewährt werden kann. Den Ausführungen in E. 3.2.2. ist indes zu entnehmen, dass die
Beschwerdegegnerin ihren in Art. 3 lit. b KV statuierten Pflichten ausreichend nachkam,
stellte sie Q. doch ein breites, individuell auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes
Angebot an Stütz- und Fördermassnahmen zur Verfügung. Q. beanspruchte dieses
jedoch nicht in vollem Mass, weil die Beschwerdeführer seine weitere Isolation in der
Klasse befürchteten und sie ihn deshalb ab November 2007 privat beschulen liessen.
Die nach den Herbstferien 2007 vereinbarten Massnahmen konnten ihre Wirkung somit
gar nicht mehr entfalten. Vor diesem Hintergrund ist die Behauptung der
Beschwerdeführer widersprüchlich, das Förderangebot der Beschwerdegegnerin sei
zur Behebung von Q.s Leistungsdefiziten nicht geeignet. Dies gilt um so mehr, als
diese mit Schreiben vom 11. November 2007 ausdrücklich anerkannten, dass die
Lehrerinnen durch ihre Bereitschaft zur zusätzlichen Zusammenarbeit mit Q. gezeigt
hätten, wie wichtig ihnen dessen positive Entwicklung sei.
Vor diesem Hintergrund ist auch das Vorbringen der Beschwerdeführer nicht
nachvollziehbar, die getroffenen Massnahmen hätten Q.s Situation in der Klasse nicht
verbessern können. Dem Bericht der Lehrerinnen zu Q.s Schulverlauf von August 2005
bis November 2007 ist zu entnehmen, dass sich der Stützunterricht in Mathematik
anfänglich nachhaltig auf dessen Leistungen und persönliches Wohlbefinden
ausgewirkt habe, so dass es zu einer Zeit der Beflügelung gekommen sei. Auch greift
die Behauptung der Beschwerdeführer zu kurz, Q.s schulische Defizite seien unter
anderem Folge von Mobbing durch die Mitschüler oder gar durch die Lehrerinnen.
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Zwar mag es zutreffen, dass Q. während seiner Schulzeit kaum zu Geburtstagsfesten
von Mitschülern eingeladen worden ist. Dies jedoch als Mobbing zu bezeichnen ginge
zu weit, zumal den Akten dafür keine konkreten Hinweise zu entnehmen sind. Unter
den gegebenen Umständen kann deshalb nicht von einer unzumutbaren
Leidenssituation oder gar von einer Diskriminierung gesprochen werden, die Q.s
Rückkehr in die Volksschule als unverantwortlich erscheinen liesse und deshalb eine
gestützt auf Art. 19 und Art. 62 BV durch die öffentliche Hand zu finanzierende
Privatbeschulung zwingend erforderte. Selbst wenn sich Q.s Privatbeschulung im
subjektiven Empfinden der Beschwerdeführer als einzig richtige Lösung erwiesen hat,
ändert sich nichts daran, dass auch die Beschwerdegegnerin in der Lage ist, Q. mit
individuellen Stütz- und Fördermassnahmen zu fördern. An dieser Feststellung vermag
auch die von den Beschwerdeführern als Privatgutachten ins Recht gelegte
Potentialanalyse nichts zu ändern. Ebenfalls ist nicht von Bedeutung, inwieweit sich die
Verhältnisse seit der letzten Begutachtung verändert haben sollten, weshalb auf das
Einholen eines Obergutachtens zu verzichten ist. Entscheiden sich die
Beschwerdeführer gegen diese Massnahmen und lassen sie Q. gar auf eigene Initiative
privat beschulen, ist die Beschwerdegegnerin folglich nicht zur Übernahme der
dadurch entstehenden Kosten verpflichtet. Die Vorbringen der Beschwerdeführer sind
somit unbegründet.
3.2.4. Die Beschwerdeführer können im Verfahren vor dem Verwaltungsgericht
vorbringen, der dem angefochtenen Entscheid zugrunde liegende Sachverhalt sei
unrichtig oder unvollständig festgestellt worden (Art. 61 Abs. 2 VRP). Unrichtig ist ein
Sachverhalt festgestellt, wenn aus den vorhandenen Beweismaterialien unrichtige
Schlüsse gezogen werden, insbesondere indem der Sachverhalt falsch oder
aktenwidrig festgestellt wird oder Beweise unrichtig gewürdigt werden. Unvollständig
ist die Sachverhaltsfestlegung demgegenüber, wenn entscheidrelevante Umstände
nicht oder nicht ausreichend abgeklärt wurden (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 587).
Weder den Vorbringen der Beschwerdeführer noch den Akten sind konkrete
Anhaltspunkte zu entnehmen, die auf eine unrichtige oder unvollständige Feststellung
des massgeblichen Sachverhalts hinwiesen. So lässt sich deren Behauptung nicht
nachvollziehen, die Vorinstanz habe die Gründe für Q.s Privatbeschulung nur
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oberflächlich und verkürzt wiedergegeben. Auch machen die Beschwerdeführer nicht
geltend, inwiefern der Sachverhalt falsch oder aktenwidrig festgestellt worden sei. Aus
dem vorinstanzlichen Entscheid ergibt sich vielmehr, dass sich die Vorinstanz
eingehend mit den Argumenten der Beschwerdeführer auseinandergesetzt hat. Nur mit
der Behauptung allein, sie seien bis zur Vernehmlassung vom 20. Juni 2008 nie derart
deutlich über Q.s persönliches und reifemässiges Ungenügen informiert worden, lässt
sich eine unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung nicht belegen. Die
Beschwerdegegnerin weist in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hin, dass der
SPD den Beschwerdeführern bereits mit Bericht vom 6. Juni 2005 ein
Erziehungsprogramm und eine Fachberatung für Q. empfohlen hat. Auch machten die
Beschwerdeführer die Lehrerinnen mit Schreiben vom 22. August 2005 von sich aus
über Q.s mögliche Wutanfälle aufmerksam. Unter diesen Umständen erweisen sich die
Vorbringen der Beschwerdeführer als unbegründet.
3.2.5. Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur und führt bei seiner
Verletzung grundsätzlich zur Aufhebung des betreffenden Entscheids. Eine Heilung des
Mangels im Rechtsmittelverfahren ist gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung
jedoch zulässig, wenn der Vorinstanz die gleiche Kognition zusteht wie der
Beschwerdegegnerin und den Betroffenen die gleichen Mitwirkungsrechte zukommen
(Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 990; vgl. BGE 126 I 72; 125 I 118; 124 II 138; 121 I 232). Die
Beschwerdeführer bringen grundsätzlich glaubhaft vor, dass ihnen gewisse
Aktenstücke erst mit der Stellungnahme der Beschwerdegegnerin vom 12. August
2008 zur Kenntnis gebracht worden sind. Sie konnten indes mit Eingabe vom
17. August 2008 Stellung zu den nachträglich eingereichten Aktenstücken nehmen. Wie
die Vorinstanz zutreffend feststellte, ist eine allfällige Verletzung des rechtlichen Gehörs
der Beschwerdeführer unter diesen Umständen aufgrund der umfassenden Kognition
der Vorinstanz im Sinne von Art. 46 Abs. 1 VRP als geheilt zu betrachten, weshalb den
Vorbringen der Beschwerdeführer auch in diesem Punkt nicht gefolgt werden kann.
3.3. Die Beschwerdeführer machen im weiteren geltend, es stelle eine offensichtliche
Gesetzeslücke dar, wenn die Möglichkeit einer Kostenübernahme für besondere
Schulmassnahmen nicht auch in anderen als den in Art. 34 ff. und Art. 53bis VSG
ausgewiesenen Sonderfällen vorgesehen werde, sofern der Verbleib oder die
kurzfristige Rückkehr in die Volksschule kontraindiziert sei. Im vorliegenden Fall liege
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eine solche Konstellation und damit eine Gesetzeslücke im Sinne von Art. 1 Abs. 2 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, abgekürzt ZGB) vor, die der Richter
dahingehend zu füllen habe, dass der unentgeltliche Unterricht gemäss Art. 62 BV auch
einem Schüler wie Q. gewährleistet sein müsse. Die Verweigerung der Übernahme der
Kosten für die Privatbeschulung wäre unverhältnismässig und ihnen längerfristig
finanziell nicht zumutbar, zumal diese Ausnahmesituation nicht ihnen allein angelastet
werden könne. Die Beschwerdegegnerin habe deshalb die Kosten für die
Privatbeschulung zu übernehmen oder eventualiter zumindest einen substantiellen Teil
daran zu leisten.
Gemäss Art. 1 Abs. 2 ZGB soll der Richter nach Gewohnheitsrecht und, wo auch ein
solches fehlt, nach der Regel entscheiden, die er als Gesetzgeber aufstellen würde,
wenn dem Gesetz keine Vorschrift entnommen werden kann. Mit dem IX. Nachtrag
zum Volkschulgesetz vom 21. November 2006 (nGS 42-6) wurden kantonale
Rechtsgrundlagen geschaffen, um den Besuch von Schulen für Hochbegabte für
spitzensportlich und vergleichbar künstlerisch begabte Volksschüler anzubieten und
mitzufinanzieren, wenn deren Ausnahmetalent und die Notwendigkeit, es ausserhalb
der Volksschule zu entfalten, ausgewiesen sind (vgl. hierzu ABl Nr. 4 vom 23. Januar
2006, S. 171). Die Vorinstanz weist in ihrer Stellungnahme zutreffend darauf hin, dass
die vom Erziehungsrat in GVP 2001 Nr. 86 festgestellte Gesetzeslücke mit dem
Inkrafttreten des IX. Nachtrags behoben wurde. Das Volksschulgesetz enthält seitdem
ein abschliessendes System von Bestimmungen für die Förderung von
unterstützungsbedürftigen und von höchstbegabten Schülern. In diesem
Zusammenhang verkennen die Beschwerdeführer, dass besondere Schulmassnahmen
aufgrund des klaren Wortlauts dieser Bestimmungen grundsätzlich nur in den vom
Volksschulgesetz ausdrücklich genannten Fällen möglich sind. Angesichts der
zahlreichen individuellen Stütz- und Fördermassnahmen, die Q. von der
Beschwerdegegnerin zur Verfügung gestellt wurden, ist überdies nicht nachvollziehbar,
weshalb die Verweigerung der Kostenübernahme für die Privatbeschulung
unverhältnismässig sein sollte. Dies zeigt sich insbesondere darin, dass die
Beschwerdeführer auf die Inanspruchnahme dieser Massnahmen zum grossen Teil
verzichteten und Q. statt dessen auf eigene Initiative privat beschulen liessen. Unter
diesen Umständen ist die Beschwerdegegnerin nicht verpflichtet, für Q.s
Privatbeschulung aufzukommen oder einen substantiellen Beitrag daran zu leisten. Die
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Vorbringen der Beschwerdeführer erweisen sich somit auch in diesen Punkten als
unbegründet.
3.4. Die Beschwerdeführer stellen sich schliesslich auf den Standpunkt, die
Schulpsychologin habe die Ziele und den Zweck der Lerntherapie und der von ihr
beantragten Dyskalkulietherapie unter Einbezug des Rechtschreibetrainings mit
praktisch identischen Worten umschrieben und die gute Beziehung zwischen Schüler
und Therapeut als wichtigsten Erfolgsfaktor bezeichnet. Unter diesen Umständen
könne ihnen die Übernahme der Kosten für die Lerntherapie nicht mit der Begründung
verweigert werden, diese werde an der P. Schule "nur" von einer Lerntherapeutin
erteilt. Die Verweigerung der Kostenübernahme verletze Q.s Anspruch auf geeigneten
Stützunterricht im Sinne der Art. 34 ff. VSG.
Mit Verfügung vom 12. September 2008 verweigerte die Beschwerdegegnerin die
Übernahme der Kosten für die Lerntherapie und bot den Beschwerdeführern statt
dessen an, für die Kosten der Dyskalkulietherapie bei einem anerkannten Therapeuten
aufzukommen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführer gehört die von ihnen
geltend gemachte Lerntherapie nicht zu den gemäss Art. 34 Abs. 1 lit. c VSG in
Verbindung mit Art. 6 VVU gesetzlich anerkannten Therapieformen. Die
Beschwerdegegnerin ist zur Kostenübernahme entsprechend nicht verpflichtet. Selbst
wenn die Schulpsychologin das Ziel und die Zwecke der Lerntherapie und der
Dyskalkulietherapie mit praktisch identischen Worten umschrieben haben sollte, durfte
die Beschwerdegegnerin die Kostenübernahme ablehnen, war sie doch mangels
gesetzlicher Grundlage zu einer solchen nicht verpflichtet. Überdies lag es, wie die
Vorinstanz zutreffend festgestellt hat, im Ermessen der Beschwerdegegnerin, die
Erteilung der Dyskalkulietherapie und des Rechtschreibetrainings durch einen dafür
ausgebildeten Therapeuten zu verlangen. Den Argumenten der Beschwerdeführer kann
deshalb nicht gefolgt werden. Diese sind jedoch darauf hinzuweisen, dass es ihnen
auch weiterhin freisteht, im bewilligten Rahmen eine Dyskalkulietherapie für Q. auf
Kosten der Beschwerdegegnerin in Anspruch zu nehmen.
3.5. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Übernahme der Kosten
für Q.s Privatbeschulung zu Recht verweigerte. Die Beschwerdegegnerin verfügt über
ein ausreichendes Stütz- und Förderangebot, das Q. gemäss seinen Bedürfnissen in
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Anspruch nehmen kann. Auch sind keine Anhaltspunkte gegeben, die Q.s Rückkehr in
die Volksschule als unzumutbar oder gar unverantwortlich erscheinen liessen. Überdies
ist die Beschwerdegegnerin mangels gesetzlicher Grundlage nicht zur Übernahme der
Kosten für Q.s Lerntherapie im Rahmen der Privatbeschulung verpflichtet. Diesem
steht es jedoch auch weiterhin frei, die von der Beschwerdegegnerin angebotene
Dyskalkulietherapie mit Rechtschreibetraining im bewilligten Rahmen in Anspruch zu
nehmen. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
4. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht