# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 257ca4fb-7d89-4ac4-9e20-d18df1a04e59
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Eheschutz (Unterhaltsbeiträge, Auskunftspflicht, ), Kosten- und Entschädigungsfolgen
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 21. Dezember 2012 (EE120020)
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Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 21. Dezember 2012:
(Urk. 52 = Urk. 56)
1. Den Parteien wird das Getrenntleben bewilligt. Es wird vorgemerkt, dass die Parteien seit
1. März 2011 getrennt leben.
2. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für sich persönlich einen monatlichen Unter-
haltsbeitrag in folgender Höhe zu bezahlen:
- Ab 1. März 2011 Fr. 7'340.–
- Ab 1. Januar 2012 Fr. 6'492.–
- Ab 1. August 2013 bis auf Weiteres Fr. 5'473.–
Der Unterhaltsbeitrag ist zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden
Monats, rückwirkend ab dem 1. März 2011.
3. Es wird die Gütertrennung mit Wirkung per 1. März 2011 angeordnet.
4. Auf den Antrag der Klägerin, es sei festzustellen, dass der Beklagte das eheliche Einfamili-
enhaus an der C._-Strasse ... in D._ per Ende Juni 2012 verlässt und dass die
Parteien somit ab dem 1. Juli 2012 in Bezug auf die Verwaltung und Benutzung dieses
Hauses sowie über die Tragung dessen Kosten und Verwendung der Erträge zu einigen
haben, wird nicht eingetreten.
5. Auf den Antrag der Klägerin, es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin auf erstes
Verlangen ihre persönlichen Gegenstände herauszugeben, soweit dies noch nicht gesche-
hen sei, wird mangels Substantiierung nicht eingetreten.
6. Der Antrag der Klägerin, es sei dem Beklagten unter Androhung entsprechender Sanktio-
nen (Bestrafung wegen Ungehorsams gegenüber amtlichen Verfügungen) zu befehlen, der
Klägerin unverzüglich vollständige Auskunft über seine Einkommens- und Vermögensver-
hältnisse zu erteilen und zwar rückwirkend für die letzten fünf Jahre einschliesslich aller
Vermögenswerte im Ausland sowie einschliesslich allfälliger Vermögenswerte, die zwar
nicht auf den Beklagten lauten, deren wirtschaftlicher Eigentümer er jedoch ist unter gleich-
zeitiger Vorweisung der entsprechenden Belege. Es sei ferner der Beklagte zu verpflichten,
allfällig mit der Verwaltung seines Vermögens betraute Drittpersonen anzuweisen, dem Ge-
richt bzw. der Klägerin auf erstes Verlangen direkt Auskunft zu erteilen, wird abgewiesen.
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7. Der Antrag der Klägerin, es sei der Beklagte sodann zu verpflichten, der Klägerin akonto
Güterrecht einen Prozesskostenvorschuss von Fr. 20'000.– zu bezahlen, wird abgewiesen.
8. Der Antrag des Beklagten, es sei festzustellen, dass der Beklagte berechtigt ist, einen Be-
trag von Fr. 16'300.– an die festzulegenden Unterhaltsbeiträge anzurechnen, wird abgewie-
sen.
9. Auf den Antrag des Beklagten, es sei der Beklagte vom Gericht zu berechtigen (ohne die
Zustimmung der Klägerin dazu einholen zu müssen) in seinem Namen und in Vertretung
der Klägerin neue Hypothekarkreditverträge mit der UBS bezüglich des Grundstücks an der
C._-Str. ... in D._ abzuschliessen, wird nicht eingetreten.
10. Auf den Antrag des Beklagten, es sei der Beklagte vom Gericht zu berechtigen (ohne die
Zustimmung der Klägerin dazu einholen zu müssen), das Grundstück an der C._-Str.
... in D._ umgehend bestmöglich zu veräussern, sowie auf den Antrag, es sei der Be-
klagte in diesem Zusammenhang unwiderruflich zur Vertretung der Klägerin mit Bezug auf
die Veräusserung ihres Miteigentumsanteil zu ermächtigen; eventualiter, es sei der Beklagte
vom Gericht zu berechtigen (ohne die Zustimmung der Klägerin dazu einholen zu müssen),
das Grundstück an der C._-Str. ... in D._ umgehend bestmöglich zu vermieten
und es sei de Beklagte vom Gericht bezüglich der Vermietung unwiderruflich zur Vertretung
der Klägerin zu ermächtigen; subeventualiter, es sei dem Beklagten das Grundstück an der
C._-Str. ... in D._ zur alleinigen Benutzung für die Dauer des Getrenntlebens zu-
zuweisen und es sei dem Beklagten auf jeden Fall das Grundstück zur ausschliesslichen
Benützung bis zu einem Verkauf oder einer Vermietung zuzuweisen, wird nicht eingetreten.
11. Auf den Antrag des Beklagten, es sei vom Gericht vorzumerken, dass der Beklagte die Kos-
ten (Hypothekarzinsen, Gebühren und Unterhaltskosten) für die beiden Grundstücke in
D._ und ... (Rhode Island) zur alleinigen Bezahlung übernimmt, wird nicht eingetreten.
12. Vom Rückzug des Antrages des Beklagten, es sei der Beklagte vom Gericht zu berechtigen
(ohne die Zustimmung der Klägerin dazu einholen zu müssen), das Grundstück ... [Adres-
se] (Rhode Island) umgehend bestmöglich zu veräussern und es sei der Beklagte in diesem
Zusammenhang unwiderruflich zur Vertretung der Klägerin mit Bezug auf die Veräusserung
ihres Miteigentumsanteils zu ermächtigen; eventualiter, es sei der Beklagte zu berechtigen
(ohne die Zustimmung der Klägerin dazu einholen zu müssen), das Grundstück ... [Adres-
se] (Rhode Island) umgehend bestmöglich zu vermieten und es sei der Beklagte sei vom
Gericht bezüglich der Vermietung unwiderruflich zur Vertretung der Klägerin zu ermächti-
gen, wird Vormerk genommen.
13. Der Antrag des Beklagten auf Sistierung des vorliegenden Eheschutzverfahrens wird abge-
wiesen.
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14. Die Entscheidgebühr (Pauschalgebühr) wird festgesetzt auf:
Fr. 12'000.00 ; die weiteren Auslagen betragen:
Fr. 525.00 Dolmetscherkosten
Fr. 12'525.00 Total
15. Die Kosten werden der Klägerin zu 2/3 dem Beklagten zu 1/3 auferlegt.
16. Die Klägerin wird verpflichtet, dem Beklagten eine Parteientschädigung in Höhe von
Fr. 5'000.– zu bezahlen.
17. [Schriftliche Mitteilung]
18. [Rechtsmittel]
Berufungsanträge:
der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 55 S. 2 f.):
" 1. In Aufhebung von Ziff. 2 des Dispositivs des angefochtenen Entscheides sei
der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin ab dem 1. März 2011 rückwirkend bis auf weiteres monatlich persönliche Unterhaltsbeiträge in Höhe von CHF 12'190.– zu bezahlen.
2. In Aufhebung von Ziff. 6 des angefochtenen Urteils sei dem Beklagten unter
entsprechenden Strafandrohung zu befehlen, der Klägerin endlich  Auskunft über seine Einkommens und Vermögensverhältnisse zu  einschliesslich seiner Vermögenswerte im Ausland und einschliesslich allfälliger Vermögenswerte, die zwar allenfalls formell nicht auf den  lauten, aber deren wirtschaftlicher Eigentümer er ist und gleichzeitiger Vorweisung der entsprechenden Belege.
3. In Aufhebung von Ziff. 8 des angefochtenen Urteils sei der Beklagte sodann
zu verpflichten, der Klägerin akonto güterrechtliche Auseinandersetzung  Prozesskostenvorschuss von CHF 20'000.– zu bezahlen.
4. In Aufhebung von Ziff. 14 und Ziff. 15 des angefochtenen Urteils seien die
Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens dem Beklagten aufzuerlegen.
5. In Aufhebung von Ziff. 16 des angefochtenen Urteils sei sodann der Beklag-
te zu verpflichten, der Klägerin für das erstinstanzliche Verfahren eine  Prozessentschädigung zu bezahlen.
6. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien dem Beklagten und Appellaten
aufzuerlegen und es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin für das
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Berufungsverfahren eine angemessene Prozessentschädigung zu ."
Prozessualer Antrag:
" Der vorliegenden Berufung sei im Umfang des ausgewiesenen absoluten Exis-
tenzminimums in Höhe von Fr. 5'048.– der monatlichen Zahlungsverpflichtung des Beklagten die aufschiebende Wirkung zu entziehen bzw. es sei in dieser Höhe die vorzeitige Vollstreckung im Sinne von Art. 315 Abs. 2 ZPO zu ."
des Beklagten und Berufungsbeklagten (Urk. 85 S. 2):
" Es sei die Berufung der Berufungsklägerin – sofern darauf einzutreten ist – voll-
umfänglich abzuweisen unter Kosten– und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Berufungsklägerin."

## Considerations

Erwägungen:
1. Die Parteien standen seit dem 29. Februar 2012 vor Vorinstanz in einem  (vgl. Urk. 1 ff.). Mit Urteil vom 21. Dezember 2012 regelte die
Vorinstanz das Getrenntleben gemäss eingangs wiedergegebenem Dispositiv
(Urk. 52 = Urk. 56). Für den Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens kann auf die
dortigen Akten sowie auf die Ausführungen im Urteil verwiesen werden.
2. Gegen das Urteil der Vorinstanz erhob die Klägerin und Berufungsklägerin (fortan Klägerin) mit Eingabe vom 14. Januar 2013 rechtzeitig (vgl. Urk. 53/1) Be-
rufung mit den eingangs aufgeführten Anträgen (Urk. 55). Mit Verfügung vom
18. Januar 2013 wurde der Klägerin Frist angesetzt, um für die Gerichtskosten ei-
nen Vorschuss von Fr. 8'500.– zu leisten. Auf Antrag der Klägerin wurde diese
Frist mit Verfügung vom 29. Januar 2013 bis zum 20. Februar 2013 erstreckt
(Urk. 61). Daraufhin stellte sie am 18. Februar 2013 den Antrag auf Leistung einer
Sicherheit durch teilweise Abtretung in Höhe von Fr. 8'500.– der ihr von der
Vorinstanz zugesprochenen und aufgelaufenen Unterhaltsbeiträge des Beklagten
und Berufungsklägers (fortan Beklagter), welcher mit Verfügung vom 22. Februar
2013 abgewiesen und ihr eine Nachfrist von 10 Tagen angesetzt wurde, um einen
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einstweilen auf Fr. 4'250.– reduzierten Kostenvorschuss zu leisten (Urk. 66). Die-
ser Vorschuss ging am 28. Februar 2013 rechtzeitig ein (vgl. Urk. 67).
3. Mit Eingabe vom 19. März 2013 teilte Rechtsanwalt lic. iur. Y._ mit, den Beklagten nicht mehr zu vertreten (Urk. 69A und B). Daraufhin wurde der in den
USA weilende Beklagte mit Verfügung vom 21. März 2013 rechtshilfeweise er-
sucht, in der Schweiz ein Zustellungsdomizil zu bezeichnen (vgl. Urk. 70 – 80).
Mit Eingabe vom 15. Juli 2013 liess der Beklagte mitteilen, sich im vorliegenden
Verfahren erneut von Rechtsanwalt lic. iur. Y._ vertreten zu lassen, und
reichte eine entsprechende Vollmacht zu den Akten (Urk. 81 und 82). Die Frist zur
Beantwortung der Berufung wurde dem Beklagten mit Verfügung vom 16. Juli
2013 angesetzt (Urk. 83). Sie ging am 2. August 2013 rechtzeitig ein (Urk. 85)
und wurde der Klägerin mit Verfügung vom 13. August 2013 zur Kenntnisnahme
sowie zur Stellungnahme zu den neu eingereichten Unterlagen und den neu auf-
gestellten Behauptungen zugestellt (Urk. 88). Innert einmalig erstreckter Frist
erging die Stellungnahme rechtzeitig (Urk. 90) und wurde mit Verfügung vom
7. Oktober 2013 – wiederum unter Fristansetzung zur Stellungnahme zu neuen
Behauptungen – dem Beklagten zugestellt (Urk. 93). Innert einmalig erstreckter
Frist erging die Stellungnahme des Beklagten mit Eingabe vom 28. Oktober 2013
(Urk. 95).
4. Am 26. Februar 2014 liessen der Beklagte und mit Eingabe vom 4. April 2014 auch die Klägerin durch ihre Rechtsbeistände mitteilen, dass zwischenzeitlich in
den USA ein Scheidungsverfahren durchgeführt und in dessen Rahmen eine Ei-
nigung bezüglich der in der Schweiz hängigen Verfahren gefunden worden sei,
weshalb das vorliegende Verfahren entsprechend abzuschreiben sei (Urk. 100A
und B und Urk. 103). Der Wortlaut von Ziffer 16 der von den Parteien am 25. Feb-
ruar 2014 unterzeichneten Vereinbarung lautet wie folgt (Urk. 102 = 104 S. 9):
"16: FOREIGN PROCEEDINGS: The Wife agrees that she will forthwith dismiss
all legal matters pending in the Swiss Courts. To the extent necessary, they will
jointly sign any necessary dismissals an/or releases and they will be equally
responsible for any court costs resulting from said proceedings. The payments to
Wife in Paragraph 13 shall be made by the Husband upon dismissal."
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Das Berufungsverfahren ist demzufolge abzuschreiben (Art. 241 Abs. 2 und 3
ZPO), unter vereinbarungsgemässer Regelung der Kosten- und Entschädigungs-
folgen. Die Barauslagen für die rechtshilfeweise Zustellung an den Beklagten so-
wie die Übersetzung der Verfügung vom 21. März 2013 sind den Parteien zusätz-
lich zu den pauschalen Verfahrenskosten aufzuerlegen.