# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2a440c3b-872d-493c-a424-7291ea33224a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am 21. August 1951 in C. geboren.
Nach Auskunft des Gemeindesteueramtes A. versteuerte sie im Jahre 2002 ein steuerbares Einkommen von Fr. 64'300.-. Über steuerbares Vermögen verfügte sie zum damaligen Zeitpunkt nicht.
X. ist weder im schweizerischen Zentralstrafregister noch im  (SVG-Massnahmenregister) verzeichnet.
B. Am 16. Dezember 2003, um ca. 16.30 Uhr, ereignete sich auf dem Freihofplatz in Chur eine Kollision zwischen den von X. und Z. gelenkten Personenwagen.
C. Am 15. Januar 2004 erliess die Staatsanwaltschaft Graubünden einen Kompetenzentscheid gegen Z. und X., wonach für die Verfolgung dieser Angelegenheit der Kreispräsident Chur im Strafmandatsverfahren zuständig sei. In ihrer beim Kreispräsidenten Chur fristgerecht eingereichten Stellungnahme vom 30. Januar 2004 führte X. aus, dass sie sich nicht schuldig fühle, da sie beim Aufprall auf der Bremse gestanden sei. Z. führte in seiner ebenfalls fristgerecht eingereichten Stellungnahme vom 5. Februar 2004 aus, dass die Darlegung des Sachverhaltes von X. nicht zutreffen könne. Denn wäre X. im Zeitpunkt der Kollision tatsächlich mit ihrem Fahrzeug still gestanden, so wäre der Schaden an seinem Fahrzeug an der vorderen rechten Seite entstanden und nicht in der Mitte. Zudem wäre er mit seinem Fahrzeug an der hinteren rechten Ecke des Fahrzeugs von X. nicht vorbei gekommen.
D. Mit Strafmandat vom 24. Februar 2004, mitgeteilt am 1. März 2004, verurteilte der Kreispräsident Chur X. wegen Verletzung von Verkehrsvorschriften gemäss Art. 36 Abs. 4 SVG und Art. 17 Abs. 2 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG zu einer Busse von Fr. 200.-. Zugleich erliess der Kreispräsident mit dem Strafmandat gegen X. bezüglich Z. eine Einstellungsverfügung.
E. Mit Eingabe vom 5. März 2004 erhob X. gegen ihre Verurteilung Einsprache beim Kreispräsidenten sowie Beschwerde beim Kantonsgerichtsausschuss gegen die Einstellungsverfügung bezüglich Z..
F. Mit Urteil vom 17. März 2004, mitgeteilt am 30. März 2004, wies die Beschwerdekammer des Kantonsgerichts die Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung betreffend Z. ab.
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G. Nach ergänzter Untersuchung erliess das Bezirksgerichtspräsidium Plessur am 27. August 2004 die Anklageverfügung gegen X. und verfügte wie folgt:
„1. X. wird wegen des Tatbestandes der Verletzung von Verkehrsvorschriften gemäss Art. 36 Abs. 4 SVG und Art. 17 Abs. 2 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG, begangen am 16.12.2003 in Chur, in Anklagezustand versetzt.
2. Der Fall wird gestützt auf Art. 175 StPO dem Bezirksgerichtsausschuss Plessur zur Beurteilung überwiesen.

## Considerations