# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0f19f082-ca94-52c7-96dd-9a5e2c5ea2f6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1986, Staatsangehöriger von Zypern, reiste am 4. Dezember
2013 in die Schweiz ein und verrichtete
in der Folge
von Februar 2014 bis Dezember 2015
Hilfsarbeiten für wechselnde Arbeitgeber, unter anderem als Lagerist
, als Fahrer
und als
P
ortier
(Urk. 3/1
, Urk. 7/2, Urk. 7/5, Urk. 7/12/2
)
. Am 15. Dezember
2015 meldete er sich unter Hinweis auf wieder
kehrend
e Abge
schlagenheit und Schwäche bei mittlerer bis schwerer Eisenmangelanämie bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/5). Die Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, führte in der Folge erwerbliche und medizinische Ab
klärungen durch und teilte dem Versicherten
am 23. November
2016
mit, berufliche Eingliederungsmassnahmen seien aufgrund seines
Gesund
heitszustandes
zur Zeit nicht möglich
; sie werde den Rentenanspruch prüfen
(Urk.
7/53).
Am 13. August 2018 veranlasste die IV-Stelle
sodann
ein polydisziplinäres Gut
achten bei der
Z._
in den Fachdisziplinen
A
llgemeine
I
nnere Medizin, Chirurgie, Neuropsychologie
, Psychiatrie und
Psychotherapie
sowie Rheumato
logie (Urk. 7/152), das am 5.
Dezember
2018 erstattet wurde (Urk.
7/162/1, Urk.
7/159-166)
.
Mit Vorbescheid vom 21. Februar 2019 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Abweisung des
Leistungs
begehrens in Aussicht (Urk. 7/198). Nachdem d
ies
er dagegen Einwand erhoben hatte (Urk.
7/205, Urk.
7/214
, Urk.
7/222
)
,
entschied die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. November 2019 im angekündigten Sinne (Urk. 7/226
= Urk. 2
).
2.
H
iergegen erhob der Versicherte am 9. Dezember 2019 Beschwerde mit den Anträgen, die Verfügung vom 8. November 2019 sei aufzuheben und es sei ihm eine Rente zuzusprechen, eventualiter seien berufliche Massnahmen zu gewähren. In formeller Hinsicht stellte er sodann den Antrag, die Prozesskosten seien, un
abhängig
vom
Ausgang des Verfahrens, der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 23. Januar 2020 schloss die Beschwerde
gegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 29. Januar 2020 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Versichert nach Massgabe des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sind Personen, die gemäss den Art. 1a und 2 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) obligatorisch oder frei
willig versichert sind (Art. 1b
IVG). Obligatorisch versichert nach dem AHVG sind unter anderem die natürlichen Personen, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben oder in der Schweiz eine Erwerbstätigkeit ausüben (Art
. 1a Abs. 1
lit
. a und b AHVG).
1.2
Gemäss Art. 6 Abs. 2 IVG sind ausländische Staatsangehörige, vorbehältlich Art. 9
Abs. 3 IVG, nur anspruchsberechtigt, solange sie ihren Wohnsitz und gewöhn
lichen Aufenthalt (Art. 13 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) in der Schweiz haben und sofern sie bei Eintritt der Invalidität während mindestens eines vollen Jahres Beiträge geleistet oder sich ununterbrochen während zehn Jahren in der Schweiz aufgehalten haben.
Anspruch auf eine ordentliche Rente haben Versicherte, die bei Eintritt der In
validität (Versicherungsfall) während mindestens drei Jahren Beiträge geleistet haben (Art.
36 Abs.
1
IVG). Ist die dreijährige Mindestbeitragsdauer mittels schweizerischer Versicherungszeiten nicht erfüllt, sind für Schweizer Bürger und für Staatsangehörige von EU- und EFTA-Staaten Beitragszeiten, die in einem EU- oder EFTA-Staat zurückgelegt worden sind,
mitzuberücksichtigen
(vgl. Art. 6 der Verordnung [EG] Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit).
1.3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.5
Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des An
spruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat. (Art. 4 Abs. 2 IVG). Im Falle einer Rente gilt die Invalidität in dem Zeitpunkt als eingetreten, in dem die Voraussetzungen nach Art. 28 Abs. 1 IVG erfüllt sind.
1.6
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invali
dität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver
sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
1
43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medi
zinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der
Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.6
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische Th
ese abstellen (BGE 125 V 351 E.
3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2
.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Abweisung des
Leistungs
begehrens des Beschwerdeführers damit, dass
er bereits im
Jahr
2004 operiert worden sei und daher
der Gesundheitsschaden, der ihn zu einem gewissen Grad in seiner Erwerbsfähigkeit einschränke, bereits vorgelegen habe, als er im Jahr 2013 in die Schweiz eingereist sei
. Eine invalidisierende psychiatrische Erkrankung liege nicht vor. Aus objektiver Sicht hätten die geschilderten Beschwerden nur in geringem Mass bis gar nicht nachvollzogen werden können.
Eine länger dauernde Arbeitsunfähigkeit sei nicht festgestellt worden.
Somit sei kein Anspruch auf eine Invalidenrente entstanden (Urk. 2 S. 1
-2
). Ferner bestehe auch kein Anspruch
auf
berufliche Massnahmen, da der Beschwerdeführer
einerseits über keine in der Schweiz anerkannte Ausbildung verfüge, was einen Anspruch auf eine Um
schulung ausschliesse
,
und andererseits stünden die mangelnden Deutschkennt
nisse sowie die Tatsache, dass er sich selber für nicht arbeits- und eingliede
rungsfähig halte, einer Arbeitsvermittlung entgegen (Urk. 2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, die Tatsache, dass er mit einem vorbestehenden Leiden in die Schweiz eingereist sei
,
werde zwar nich
t bestritten, jedoch habe dieses
erst nach überjährigem Aufenthalt in der Schweiz zu
einer anhaltenden Arbeitsunf
ähigkeit geführt.
Bis dann
habe er
die
notwendigen
Bei
tragszeiten - ein Jahr in der Schweiz und mindesten
s
zwei Jahre in Zypern - erfüllt
gehabt
(Urk. 1 S. 2 f.).
Dem Gutachten der
Z._
vom 5. Dezember 2018
sei zu entnehmen, dass auf
grund der Inkonsistenzen im neuropsychologischen und psychiatrischen Te
ilgut
ach
ten das Ausmass der Arbeitsfähigkeit nicht abschliessend beurteilbar sei. Präzisere Angaben seien den Gutachtern nicht möglich. Mangels valider Ergeb
nisse aus diesen Teilgutachten sei auf die Berichte der behandelnden Ärzte abzu
stellen
und mit dem behandelnden Psychiater von einer vollen Arbeitsunfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit und einer Arbeitsfähigkeit von ein bis zwei Stun
den
pro Tag in einer angepassten Tätigkeit auszugehen (Urk. 1 S. 3 f.)
. In soma
tischer Hinsicht sei gemäss dem chirurgischen Gutachter sowie dem Regional
ärztlichen Dienst (RAD) eine mindestens 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten, kör
perlich sehr leichten, sitzenden Tätigkeit möglich und zumutbar. Daher sei unbe
strittenermassen eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit im somatischen Bereich ausge
wiesen (Urk. 1 S.
3 f.
).
Zusammenfassend sei von einer Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von zwischen 12 und 25 %, sicher aber nicht über 50 % auszugehen und dem Beschwerdeführer eine Rente zu gewähren (Urk.
1 S. 4).
Bei der Berechnung des Invaliditätsgrades sei schliesslich für das Validen- und das Invalideneinkommen auf das Total für Hilfsarbeiten der Lohnstrukturerhebung abzustellen und
vom
Invalideneinkommen ein zusätzlicher Leidensabzug von mindestens 10
% vorzu
nehmen
(Urk. 1 S. 5)
.
Sollte das Gericht zum Schluss kommen, dass von einer verwertbaren Restarbeitsfähigkeit auszugehen sei, sei er gerne bereit, im Rahmen von beruflichen Massnahmen herauszufinden, mit welcher angepassten Tätigkeit er zu seinem Lebensunterhalt beitragen könne (Urk. 1 S. 4).
3.
3.1
Med.
pract
.
A._
, Praktischer Arzt, stellte in seinem Bericht vom 30.
Dezember 2015 die Diagnosen eines Kurzdarmsyndroms nach Dünndarm
resek
tion im Jahr 2004 mit rezidivierendem Substratmangel (Eisen, Vita
min B12) sowie rezidivierenden g
astrointest
inalen
Blutungen bei
ischämischem
Ulcus
ileozoe
kal
und rezidivierendem Hämoglobin
-Abfall (
Hb-Abfall;
Urk. 7/13/1). Er attestierte dem Beschwerdeführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % vom 24.
November bis am 9. Dezember 2015 und hielt fest,
aktuell
werde seinerseits keine Arbeitsunfähigkeit ausgestellt (Urk. 7/13/3).
3.2
Nachdem er am 21. August und am 11.
Dezember 2015 eine Selektiv- und Superselektivangiographie viszeral sowie eine Provokationsangiographie und
Stentung
einer Stenose des
Truncus
c
oeliacus beziehungsweise eine
Coilem
b
o
lisation
eines kleinen
ileozoekalen
Astes durchgeführt hatte (Urk. 7/18/6 ff.)
,
diagnostizierte Prof. Dr. med.
B._ von
der Klinik
C._
im am 13. Januar 2016 bei der Beschwerdegegnerin einge
gangenen
Formularb
ericht eine chronische Anämie bei Zustand nach multiplen Darmresektionen nach komplizierter Appendizitis, aktuell mit ischämischem
Ulzus
an der
ileozökalen
Anastomose
. Dies führe
zu Abgeschlagenheit mit einer Leistungsminderung in körperl
ich anstrengenden Berufen
(Urk. 7/18/1 f.).
Im am 10. Mai 2016 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Verlaufsbericht stellte
Prof.
Dr.
B._
einen stationären Gesundheitszustand fest und attestierte eine Verminderung der Leistungsfähigkeit von 50 % (Urk. 7/32/2 f.).
3.3
Auch
med.
pract
.
A._
beschrieb
im am 19. April 2016 bei der IV-Stelle eingegangenen Verlaufsbericht
einen stationären
Gesundheitszustand
unter regelmässiger Therapie
, ging
jedoch neu
von einer
Arbeit
sunfähigkeit von 100 % für dessen
bisherige Tätigkeit als Portier
aus
. Eine leichte Tätigkeit ohne starke geistige un
d körperliche Beanspruchung erachtete
er hingegen
als
zu 50 %
möglich
(Urk. 7/30/1
-2
).
Vom 9. bis 26.
September
2016 war der Beschwerdeführer notfallmässig wegen eines niedrigen Hämoglobinwertes in der Klinik
C._
hospitalisiert (Urk. 7/58/5-7). In der Folge berichtete med.
pract
.
A._
am 24. Oktober 2016
, d
er Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
habe sich
dahingehend ver
schlechtert, dass die Anämie
bei vermehrten gastrointestinalen Blutungen
(zwei
mal transfusionspflichtig zwischen August und Oktober) schlimmer gewor
den sei
sowie die depressive Störung zugen
ommen habe. Er attestierte dem B
eschwer
deführer eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % für die bisherige und auch für ange
passte Tätigkeiten (Urk. 7/50/1)
.
In weiteren am 1. Februar 2017 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen
be
ziehungsweise am 6. Oktober 2017
und 27. April 2018
erstellten
Bericht
en
hielt
med.
pract
.
A._
schliesslich
jeweils
einen
st
ationären Gesundheitszustand
und eine gänzliche Arbeitsunfähigkeit
fest
(Urk. 7/59/1
,
Urk. 7/93/1
, Urk. 7/142
)
.
3.4
In psychiatrischer Hinsicht diagnostizierten
die
behandelnden
med.
pract
.
D._
und Dr. med.
E._
, beide Fachärzte für Psychiatrie und Psycho
th
erapie der
Klinik F._
, im am 14. November 2016
bei der Beschwer
de
geg
nerin eingegangenen Bericht eine rezidivierende depressive Störung, gegen
wärtig mittelgradig mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11), bestehend mindes
tens seit dem
Behandlungsbeginn am
16. September 2016, gemäss dem Patienten seit mehreren Monaten. Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit habe die ebenfalls gestellte Diagnose einer Klaustrophobie (ICD-10 F
40.2; Urk. 7/52/2). Zur Arbeits
fähigkeit machten
sie
keine Angaben, sondern verwiesen auf die Berichte der
S
omat
i
ker
(Urk. 7/52/4).
Im
Verlaufsbericht vom 1. Februar 2017 hielten med.
pract
.
D._
und Dr.
E._
einen stationären Gesundheitszustand fest, attestierten nun
mehr
jedoch eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (Urk. 7/60/1).
3.5
Im
zuhanden des Taggeldversicherers erstellten
psychiatrisch
-
internistischen Gut
achten
vom 15. Dezember 2016
stellte Dr. med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, die Diagnose einer chronischen schweren de
pressiven Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) bei einer bedrohlichen organischen Grunderkrankung (Urk. 7/58/
2
2
). Der Beschwerdeführer leide an einer schweren resignativen Depressivität mit einer chronischen latenten Suizidalität, erkennbar aus Verzweiflung darüber, dass die Grunderkrankung, die offenbar mit einer schweren körperlichen Erschöpfung und
einem
Schwächegefühl einhergehe, sich bisher nicht eingrenzen und bessern lasse.
Er
habe sich zum Untersuchungs
zeitpunkt in einem körperlich erheblich reduzierten Allgemeinzustand befunden, sei gravierend anämisch gewesen und habe sich mehrfach hinlegen müssen, um nicht zu kollabieren
(Urk. 7/58/21). Dr.
G._
hielt fest, allein aufgrund der schweren Depressivität sei der Beschwerdeführer derzeit zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/58/22).
Im allgemein-internistischen Gutachtensteil hielt Dr. med.
H._
, Fach
arzt für Pneumolo
gie und Innere Medizin, fest, im Jahr 2004 sei der Appendix des Beschwerdeführers reseziert worden. Er habe eine Peri
t
onitis gehabt, so dass ein Teil des Dünndarms entfernt worden sei. Seitdem fühle er sich immer schwach, habe nie mehr einen normalen Hb-Wert gehabt und Belastungen immer vermieden. Im Jahr 2014 habe er erstmals Blut im Stuhl festgestellt. Derzeit fühle er sich immer völlig erschöpft, habe Kopf- und Bauchschmerzen sowie Schwindel. Er habe etwa 8
bis 10 Mal pro Tag Durchfall und müsse zur
Toilette
(Urk. 7/58/24). Diagnostisch ging Dr.
H._
von einer anhaltenden und massiven Blutungs
a
nämie
bei rezidivierenden Blutungen
aus einem ischämischen
Anastom
os
enulcus
bei Status nach Dünndarmteilresektion bei perforierter Appendizitis mit Peri
t
o
nitis sowie
von
einer Anaphylax
ie auf Ferinject-Lösung und einem
Malabsorb
tionssyndrom
aus (Urk. 7/58/26).
Zum aktuellen Zeitpunkt sei eine Arbeits
fähigkeit als Etagen-Portier in keiner Weise gegeben. Unter der Voraussetzung, dass der Beschwerdeführer wieder zu einem normalen Blutvolumen komme, rechne
te
Dr.
H._
damit, dass er keine Schwerarbeit
sowie
keine körperlichen Arbeiten
unter
Zeitdruck mehr
werde
ausführen können. Umgekehrt erwarte
te
Dr.
H._
, dass der Beschwerdeführer wieder eine Arbeit als Portier annehmen könnte
,
aber auch Arbeiten wie
k
assieren, Regale mit leichten Gewichten einräumen oder Bestellungen aufnehmen. Ebenso wäre jede Bürot
ätigkeit medizinisch zumutbar (U
rk. 7/58/28).
3.
6
Dr. med.
I._
vom Institut für Allgemeine Innere Medizin und Nephrologie der Klinik
C._
berichtete am 30. Januar 2018, der Beschwer
deführer leide im Wesentlichen unter einer chronischen transfusionsbedürftigen Anämie bei
rezidivierenden
Anastomo
senblutungen
sowie einem Short
B
owel
Syndrom (Urk. 7/134/3).
Er
sei
seit Frühjahr 2016 in der Klinik und
von Dezember 2016
bis im März 2017
bei ihr in ambulanter Behandlung gewesen mit etwa monatlich
nötigen EC-Gaben. Klinisch hätten
sich Müdigkeit und
Konzentra
tionsschwäche
sowie eine progrediente Schwäche bis zur
Hospitalisationspflich
t
vom 9. bis 26. September
2016
gezeigt
(vgl.
dazu
Urk. 7/58/5
-7
)
. Nach mehr
fachen Operationen und interventionell radiologischen Verfahren sei aktuell keine Sanierung möglich. Es werde wiederkehrend zu gastrointestinalen Blu
tungen mit limitierender Anämie kommen. Aktuell sei die Behandlung bei ihr abge
schlossen, die weiterhin notwendigen Transfusionen würden extern durch
geführt.
Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar (Urk.
7/134/4)
.
Auch i
n angepassten
Tätigkeit bestünden Einschränkungen (Urk.
7/134/7).
3.7
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers war gemäss med.
pract
.
D._
und Dr.
E._
am 14. Juni 2018 weiterhin stationär, die gestellte Diagnose änder
ten sie hingegen zu einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21). Die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sei vermindert (Urk. 7/144/1). Welche Tätigkeiten der Beschwerdeführer ausüben könne und in welchem Umfang, sei von den somatischen Ärzten zu beurteilen (Urk. 7/144/3).
3.8
Anlässlich der am 19. Oktober 2018 in der Klinik
C._
vorgenommene Zystoskopie konnten die vorhandenen Harnsteine desintegriert und extrahiert werden (Urk. 7/221/9).
Weitere Beschwerden in diesem Zusammenhang sind weder ersichtlich noch geltend gemacht.
3.9
Im
Z._
-Gutachten vom 5.
Dezember 2018 stellten die beteiligten
Gutachter Dr.
med.
J._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Dr. med.
K._
, Facharzt für Rheumatologie, Dr. med.
L._
, Facharzt für Chirurgie, Dr. med.
M._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
und
N._
,
lic.
phil. Neuropsychologie und Psychotherapie,
im Rahmen der Konsensbeurteilung
die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit (Urk. 7/162/8):
-
p
eriarthropathische
Schulterbeschwerden rechts mit
Impingement
-Sympto
matik bei radiologisch unauffälligen Verhältnissen
-
r
ezidivierende untere GI
(gastrointestinale)
-Blutungen bei
Ileoascendostomie
-Ulcus
-
t
ransfusionspflichtige Blutungs-Anämien
-
Status nach Appendektomie und multiplen Komplikationen 2004
-
Short
Bowel
Syndrom (ca. 1.5 m Dünndarm)
-
Status nach
Stenting
des
Truncus
coeliacus
-
g
eneralisierte Angststörung (ICD-10 F42.1)
-
Benzodiazepinabhängigkeit
, ständiger Substanzgebrauch (ICD-10 F13.25)
Den folgenden Diagnosen massen die Experten keinen Einfluss auf die Arbeits
fähig
keit zu (Urk. 7/162/8):
-
u
nspezifische Nackenschmerzen (kein relevanter pathologischer Befund in der MRI-Untersuchung der HWS vom 24. Juli 2014)
-
Haltungsinsuffizienz
-
l
eichter Knick-/Senkfuss, rechts mehr als links, kompensierbar
-
Klaustrophobie (ICD-10 F40.2)
Die Gutachter
wiesen auf
im Rahmen der klinischen Untersuchung
festgestellte Inkonsistenzen hin.
So seien
Spontanbewe
g
ungen
im Bereich der rechten Schul
ter und der Halswirbelsäule
deut
l
ich besser ausgefallen als die Bewegungs
aus
masse während der Untersuchung. Ebenfalls bestehe eine Inkonsistenz bezüglich fehlender trophischer Störungen am rechten Arm unter der Angabe, dass dieser infolge der deutlich eingeschränkten Beweglichkeit nicht normal eingesetzt werden könne. Inkonsistenzen ergäben sich sodann aus psychiatrischer Sicht in Bezug auf den Schweregrad der Symptomatik. So seien kognitive Einschrän
kungen und formale Denkstörungen während der Exploration immer wieder zu objektivieren gewesen. Diese Befunde seien jedoch durch die neuropsycho
lo
gische Begutacht
ung relativiert respektive als
M
alingering
beurteilt worden. Insofern müsse auch die Schilderung des Tagesablaufes und der sozialen
Kontakte
in Frage gestellt werden.
Schliesslich sei die Validität / Konsistenz der erhobenen Befunde im vorliegenden Fall nicht gewährleistet
(Urk. 7/162/10).
Gemäss der Gesamtbeurteilung aller beteiligten Gutachter
besteht
aus rheumato
logischer Sicht lediglich eine Einschränkung bezüglich einer körperlichen Schwerarbeit und/oder einer Tätigkeit mit längerdauernden oder wiederholten Arbeiten über Kopf
.
Derartige Arbeiten seien dem Beschwerdeführer seit circa 2013 nicht zumutbar.
Ferner müssten regelmässige Pausen für Toilettenbesuche möglich sein. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Lagermitarbeiter sei der Beschwerdeführer sowohl aufgrund der generalisierten Angststörung als auch aufgrund der
Benzodiazepinabhängigkeit
als reduziert arbeitsfähig zu beurteilen. Aufgrund der Inkonsistenzen und dem im neuropsychologischen Teilgutachten belegten
Malingerin
g
könne jedoch das Ausmass der Reduktion der Arbeits
fähigkeit nicht abschliessend beurteilt werden.
Eine gesicherte neuropsycholo
gische Diagnose lasse sich nicht stellen. Eine allfällig vorhandene Einschränkung der Arbeits- /
Erwerbsfähigkeit in der angestammten oder in einer adaptierten Tätigkeit lasse sich auf dieser
Grundlage
von neuropsychologischer Seite nicht begründen, letztlich aber auch nicht ausschliessen.
Auch eine mögliche ange
passte Tätigkeit bei welcher der Beschwerdeführer die eigene Wohnung nicht ver
lassen müsste, sei aufgrund der Inkonsistenzen nicht formulierbar respektive das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit nicht beurteilbar (Urk. 7/162/9).
3.10
Dr. med.
O._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumato
logie, vom RAD hielt in seiner Stellungnahme vom 15. Dezember 2018 fest, das polydisziplinäre
Z._
-Gutachten sei plausibel und nachvollziehbar. Aus soma
tischer Sicht sei definitiv - und aus versicherungsmedizinisch-orthopädischer Sicht auch uneingeschränkt plausibel - eine mindestens 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten, körperlich sehr leichten
,
sitzenden Tätigkeit möglich und zumutbar, retrospektiv seit etwa 2013 (Urk. 7/197/16).
Dr. med.
P._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ebenfalls vom RAD, wies in seiner Stellungnahme vom 14. Dezember 2018 darauf hin, dass der Beschwerdeführer während der neuropsychologischen Testung Temesta eingenommen habe, das nicht nur dir kognitive Leistungsfähigkeit beeinträchtige, sondern auch weitere konfundierende Wirkungen habe, auf die der Neuropsy
chologe habe hinweisen müssen. Der Schluss, dass die mittelschwere bis schwere neuropsychologische Störung als nicht authentisch zu beurteilen sei, sei schlüssig (Urk.
7/197/16). Hinsichtlich des psychiatrischen Teilgutachtens habe der Gutach
ter ebenfalls die Medikation zu wenig berücksichtigt. Ferner sei der Befund nicht vereinbar mit der Diagnose einer generalisierten Angststörung (ICD-10 F42.1). Die
Begründung, weshalb diese Diagnose vorliege, sei so kurz und allgemein ge
halten, dass deren Vorliegen nicht überwiegend wahrscheinlich sei. Zudem habe
d
er
Gutachter
offensichtliche
Inkonsistenzen
nicht beachtet. Aufgrund dieser Inkonsistenzen könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ein psychia
trischer Gesundheitsschaden angenommen werden, zielgerichtete Aggravation sei wahrscheinlich. Auch könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aner
kannt werden, dass die Arbeitsfähigkeit durch einen psychischen Gesundheits
schaden beeinträchtigt sei (Urk. 7/197/17).
3.11
M
ed.
pract
.
D._
hielt in
seiner Stellungnahme zum
Z._
-Gutachten
am 11.
Juni 2019 fest, er stimme mit der Di
agnose des psychiatrischen G
utachters nicht überein. Die Angst sei nicht frei flottierend. Die beiden Diagnosen sollten einzeln kodiert werden, wobei der Depression der Vorrang zu geben sei. Zu dia
gnosti
zieren sei eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgra
dige Epi
sode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11), eine sonstige spezifi
sche Angst
störung (ICD-10 F41.8), eine psychische und Verhaltensstörung durch Sedativa, Abhängigkeitssyndrom, ständiger Gebrauch (ICD-10 F13.25)
,
sowie eine Akzen
tuierung von Persönlichkeitszügen mit impulsiven Anteilen
, Differen
zial
diagnose Verdacht auf Persönlichkeitsstörung
(
ICD-10 Z73; Urk. 7/221/3 f.).
Er führte aus, der Beschwerdeführe
r sei für die bisherige T
ätigkeit voll arbeits
unfähig, in einer angepassten Tätigkeit rechne er zur Zeit mit einer Arbeits
fähigkeit von ein bis zwei Stunden pro Tag. Die im Gutachten erwähnten Inkon
sistenzen und das
Malingering
erkläre er im Rahmen der geringen Stresstoleranz,
des reduzierten Durchhaltevermögens und der Persönlichkeitsstruktur (Urk.
7/332/
4). Der Ge
sundheitszustand habe sich seit der Begutachtung verän
dert, aufgrund der finan
ziellen Unsicherheit, der Absage
n auf
alle Bewerbungen und der zwischenzeitlich durchgeführten Reduktion des
Temestas
habe das agitiert-depressive Zustands
bild zugenommen (Urk. 7/221/5).
3.12
Med.
pract
.
A._
bestätigte in seiner Stellungnahme zum
Z._
-Gutachten vom 31. Juli 2019 die von den Gutachte
r
n gestellten Diagnosen und ging von einer Einschränkung für schwere Tätigkeiten
und
gegebenenfalls beim Führen von schweren Maschinen
aus
. Sodann sollt
en Toilettenräume verfügbar
und ausrei
chende Pausen mögl
ich sein. In Prozent könne er die Arbeitsfähigkeit
nicht genau beziffern (Urk. 7/221/76 f.).
4.
4.1
Vorab
ist
zu prüfen, ob die versicherungsmässigen Voraussetzungen für die Ge
währung einer Invalidenrente im Hinblick auf die rezidivierenden unteren GI-
Blutungen erfüllt
si
nd. D
ie Beschwerdegegnerin
ging diesbezüglich davon aus, der Beschwerdeführer sei bereits mit dem Gesundheitsschaden
in die Schweiz
eingereist und habe daher von vornherein keinen Rentenanspruch
(Urk. 2 S. 1).
4.2
Es ist ausgewiesen
, dass
beim Beschwerdeführer vor Jahren
eine Appendektomie durchgeführt wurde, woraufhin multiple Komplikationen auftraten und unter anderem ein Teil des Dünndarmes entfernt werden musste (
Urk.
7/13/1, Urk.
7/18/1
)
.
An echtzeitlichen Unterlagen liegt dabei einzig der Bericht
der
Klinik Q._
vom 1. November 2004
vor,
dem sich
entnehmen
lässt
, dass
die fraglichen
rezidivierende
n
gastrointestinale
n
Blutungen
bereits im Jahr 2004 vor
lagen
(Urk. 7/158/77).
Es ist
demnach
zutreffend und seitens des
Beschwerde
führer
s
auch unbestritten, dass der den Darm betreffende Ge
sundheitsschaden bereits vor dessen
Einreise in die Schweiz im Dezember 2013 eingetreten ist.
Für eine Verneinung des Rentenanspruchs
mangels Erfüllung der Beitragsdauer ge
nügt das Vorliegen eines Gesundheitsschadens jedoch nicht, erforderlich ist
viel
mehr
, dass dadurch eine Invalidität
eingetreten
ist,
mithin eine während wenigs
tens eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch bestandene durchschnittlich mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit und eine über diesen Zeitpunkt hinaus anhaltende mindestens 40%ige Erwerbsunfähigkeit
(
vgl. E.
1.2, E.
1.4. und E. 1.5
)
.
Der
Beschwerdeführer
war
nach seiner Einreise in die Schweiz
am 4. Dezember 2013
zunächst
von
Feb
r
u
a
r
bis Ende Oktober 2014
während
neun Monaten
vollzeitlich und ohne längere oder auch gehäufte kurze krankheitsbedingte Absenzen aufzuweisen (vgl. U
rk. 7/12/9/ff
.)
,
als
Mitarbeiter Lager
bei der
R._
AG
tätig
. Gemäss seiner damaligen Arbeitge
berin entsprach der Lohn dabei der
Arbeitsleistung (Urk. 7/12/2
)
und
das Arbeits
verhältnis war von
v
ornherein befristet,
die Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgte mithin nicht aus gesundheitlichen Gründen
(
Urk. 7/1
2
/1
).
Ferner lässt sich auch den Berichten der behandelnden Ärzte keine für den Zeitraum vor Oktober 2014 attestierte Arbeitsunfähigkeit entnehmen
(vgl.
dazu die
Auflistung der Arbeitsunfähigkeitszeiten in
Urk. 7/197/5)
.
Für eine vor der Einreise in die Schweiz eingetretene Invalidität bestehen somit keine Hinweise
.
Der Beschwerdeführer war in der Folge im Jahr 2015 jeweils während mehrere
r
Monate arbeitsunfähig, arbeitete in der Zwischenzeit jedoch auch mehrmals über einen Zeitraum von mehr
als 30 Tagen und unterbrach dadurch die Wartezeit
im Sinne von Art. 28 Abs. 2
lit
. b
IVG
(Art. 29
ter
IVV, vgl. Urk. 7/197/5
, Urk. 3/1
)
.
Durch seine Arbeitstätigkeit für wechselnde Arbeitgeber in dieser Zeit
spanne
erfüllte der Beschwerdeführer die erforderliche Beitragszeit in der Schweiz von mindestens einem Jahr. Ferner
weist er in Zypern eine Versicherungsdauer von 578 Wochen auf
(Urk. 7/62/2),
was die Beschwerdegegnerin nicht in Abrede stellte,
so dass die dreijährige Mindestbeitragsdauer für den Anspruch auf eine ordentliche Rente im Sinne von Art. 36 Abs. 1 IVG unter Berücksichtigung dieser Beitragszeiten ohne
Weiteres erreicht
ist
(vgl. Art. 6 der Verordnung [EG] Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit).
Der Beschwerdeführer erfüllt somit grundsätzlich die versicherungsmässigen Voraussetzungen für eine Rente der Invalidenversicherung. Zu prüfen bleibt, ob ein solcher Anspruch aufgrund seines Gesundheitszustandes zu bejahen ist.
5.
5.1
Zunächst ist auf den
Beweiswert de
s
polydisziplinären
Gutachten
s
des
Z._
vom 5. Dezember 2018 (Urk. 7/159-
166
)
einzugehen
.
Die Expertise basiert auf um
fassenden
internistischen, neuropsychologischen, chirurgischen,
psychiatrisch
en und rheumatologischen Untersuchungen (Urk.
7/159/6
ff., Urk.
7/160/3
ff., Urk
.
7/161/7 f
., Urk.
7/163/9 ff., Urk. 7/164/4
ff.) und wurde in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
erstellt (Urk. 7/165/1 ff.). Der Beschwerdeführer
konnte
gegenüber den einzelnen Sachverständigen seine aktuellen Beschwerden schildern
und wurde von diesen jeweils — soweit fachspezifisch erfor
derlich — eingehend befragt. Er
konnte sich insbesondere zu verschiedenen Themenbereichen wie der Krankheitsentwicklung sowie dem gewöhnlichen Ta
gesablauf äussern
(Urk.
7/159/6 ff.
Urk. 7/160/3 ff.
,
Urk. 7/161/4 f.
, Urk.
7/163/4 ff
.
, Urk. 7/164/4 ff.
).
Die geklagten Leiden fanden sodann im Rahmen der Diagnostik Berück
sich
tigung, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit dargelegt und nachvollziehbar erläutert wurden (Urk.
7/159/13 f.
, Urk.
7/160/12 ff.
, Urk.
7/161/9 f.
,
Urk.
7/162/8 ff.
Urk.
7/163/12 ff., Urk. 7/164/11
). Die Gutachter nahmen ausserdem
soweit erfor
derlich
Stellung zu vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen (Urk.
7/163/14, Urk.
7/164/11
f.
). Gesamthaft erfüllt das
Z
._
-Gutachten somit die vom Bun
des
gericht festgelegten formellen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise (vgl. E. 1.3 vorstehend).
Der Beschwerdeführer machte dagegen geltend, dass dem neuropsychologischen
und dem psychiatrischen Gutachten keine validen Ergebnisse zu entnehmen seien
. Es stelle sich die Frage, ob die vom neuropsychologischen Gutachter festgestellten Inkonsistenzen auf die Einnahme zweier Temesta während der Untersuchung zurückzuführen seien, das beschriebene «seltsame Verhalten» während der Tes
tung sei sodann darauf zurückzuführen, dass er ein Unwohlsein verspürt habe,
aufgrund der Nebenwirkungen der Medikamente sowie gastrointestinaler Prob
leme
.
Es sei
zur Beurteilung der psychiatrischen Einschränkungen auf die
Ein
schätzung
der behandelnden Ä
rzte abzustellen
(Urk. 1 S. 3).
Zunächst ist zu bemerken, dass auch Dr.
P._
vom RAD darauf hinwies, dass der neuropsychologische Gutachter einen allfälligen Einfluss der Medikation auf die kognitive Leistungsfähigkeit zu wenig berücksichtigt habe. Dennoch kam er zum Schluss, das neuropsychologische Gutachten sei im Ergebnis schlüssig (Urk.
7/197/16).
Dem ist beizupflichten, beschrieb doch der Sachverständige keine unmittelbare Beeinträchtigung durch das Medikament. Wären solche aufgetreten, wäre ihm das wohl aufgefallen.
Der neuropsychologische Gutachter wies sodann auf ein demonstratives Verhal
ten des Beschwerdeführers hin, das sich jedoch
- entgegen der
in der Beschwerde
geäusserten Ansicht (Urk. 1 S. 3 - nicht im
durchaus nachvollziehbar erklärten Setzen auf den Boden erschöpfte
. Vielmehr
beobachtete der
Experte
darüber hin
aus
, dass sich der Beschwerdeführer sicher und geschickt bewegte
(Urk. 7/160/15)
, was mit der Schilderung eines Schwindel- beziehungsweise Schwächegefühls nicht vereinbar ist und den Hinweis auf demonstratives Verhalten begründet erscheinen lässt
.
Zudem
schilderte
d
er
Gutachter
eine weitgehend unauffällige
Funktionalität in der anamnestischen und klinische
n
Untersuchung, der eine frag
liche Leistungsbereitschaft, Selbstlimitierung und eigentümliche Fehler in de
n Tests gegenüberstanden.
Aufgrund d
iese
r
Symptomvalidierung wie auch de
s
erho
be
ne
n
klinische
n
Eindruck
s hat er einen
gesicherten
Schluss auf eine neu
ro
psycho
logische Störung
verneint (Urk. 7/160/14-15), was nicht zu beanstanden ist.
Der begutachtende Psychiater
sprach sodann von Inkonsistenzen in Bezug auf den Schweregrad der Symptomatik, weshalb er die Arbeitsfähigkeit in der bis
herigen oder in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht abschliessend zu beur
teilen vermochte (Urk. 7/163/15-16). Die von ihm gestellten Diagnosen mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit, nämlich die generalisierte Angststörung und die
Benzodiazepinabhängigkeit
(Urk. 7/163/12)
,
fanden
entsprechenden
Eingang in die Diagnoseliste des Gesamtgutachtens
und wurden dementsprechend
in der
Konsiliarbeurteilung
berücksichtigt, wenn auch das
Ausmass
der Einschränkung nicht
abschliessend bestimm
t wurde
(vgl. vorstehend E. 3.9). Dies mindert indes die Beweiskraft des Gutachtens nicht, wie nachfolgend aufgezeigt wird (E. 5.3).
Auch d
ie von Dr.
P._
in Frage gestellte Diagnose e
iner Angststörung ist nicht geeignet,
die
gutachterliche Einschätzung
zu entkräften
,
da
diese
- anders als
die
Beurteilung des RAD-Arztes - auf einer persönliche
n
Untersuchung des Beschwer
deführers
beruht, der im Rahmen von psychiatrischen Abklärungen besonderes
Gewicht beizumessen ist.
Rechtsprechungsgemäss kann sodann d
ie psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei erfolgen und
sie
eröffnet dem begutachtenden Psychiater deshalb praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpreta
tionen möglich
und zu respektieren sind
(BGE 124 I 170 E. 4)
.
Die Ausführungen des Beschwerdeführers sind mithin nicht geeignet, die Beweis
kraft des neuropsychologischen und des psychiatrischen Gutachtens in
Zweifel
zu
ziehen. E
s besteht daher kein Anlass, für die Beurteilung des psychischen Ge
sundheitszustandes auf die Einschätzung der beh
andelnden Ärzte abzustellen
,
zumal es auch
die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag des therapeu
tisch tätigen (Fach-) Arztes einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich be
stellten fachmedizinischen Experten andererseits nicht zulässt, ein Administra
tivgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu anderslautenden Einschätzungen ge
langen (vgl. statt vieler: SVR 2017 IV Nr. 49 S. 148, 9C_338/2016 E. 5.5, und SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.1.1).
5.2
5.2.1
In somatischer Hinsicht diagnostizierten die Gutachter einerseits
periarthro
pa
tische
Schulterbeschwerden rechts mit
Impingement
-Symptomatik bei radiolo
gis
ch unauffälligen Verhältnissen (Urk. 7/162/8). Diesen massen
sie unter Berück
sichtigung der Spontanbeweglichkeit, die deutlich besser ausfiel als diejenige in der klinischen Untersuchung, dahingehend Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit zu
, als dass dem Beschwerdeführer keine körperlich schweren Tätigkeiten sowie repe
titive und ständige Arbeiten mit dem rechten Arm über dem Kopf
mehr zumutbar seien (Urk. 7/162/9
).
Diese Beurteilung wurde von den Parteien nicht angezweifelt und auch den
weiteren
medizinischen Unterlagen lässt sich nichts Abweichendes entnehmen. In rheumatologischer Hinsicht ist der Beschwerdeführer somit in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig.
5.2.2
Im Weiteren
stellten die Gutachter die
Diagnose rezidivierender unterer gastro
intestinaler Blutungen
bei
Ileoascendostomie
-Ulcus
(Urk. 7/162)
, die
regelmässige Pausen für Toilettenbesuche erforderlich machen (Urk. 7/162/9)
.
Weitere Ein
schränkungen aufgrund der gastrointestinalen Diagnose sind dem Gesamtgut
achten nicht zu entnehmen.
Der Beschwerdeführer brachte diesbezüglich vor,
gemäss dem chirurgischen Teilg
ut
achten sei
in einer sitzenden und körperlich nicht belastenden Tätigkeit - was einer angepassten und nicht der bisherigen Tätigkeit entspreche - eine Arbeit
sfähigkeit von 50 % denkbar
.
Dies entspreche auch der Beurteilung des RAD,
der eine Arbeitsfähigkeit von mindestens 50 % in einer solchen Tätigkeit als zumut
bar erachte (Urk. 1 S. 3)
.
Dem chirurgischen Teilgutachten ist einerseits die
vom Beschwerdeführer ange
führte
Arbeitsfähigkeitseinschätzung
bezogen auf
die
bisherige Tätigkeit
zu entnehmen. Andererseits formulierte Dr.
L._
e
ine angepasste Tätigkeit im Sinne einer sitzenden Arbeit ohne körperliche Belastung in häuslicher Umgebung
, die aus chirurgischer Sicht
möglich
sei
, wobei er keine zeitliche Einschränkung nannte und die Leistungsfähigkeit als nicht beurteilbar erachtete (Urk. 7/161/10).
Der allgemein-internistische Gutachter Dr.
J._
, der diesbezüglich eine ischämische Kolitis mit rezidivierenden Ulzerationen sowie eine rezidivierende
mikrozytäre
Anämie diagnostizierte, mass diesen Beschwerden hingegen keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zu (Urk. 7/159/13).
Diese Einschätzung wurde - abgesehen von der Notwendigkeit regelmässiger Pausen für Toilettengänge - im polydisziplinären Konsens aller Gutachter übernommen (Urk.
7/162/9
). Dies
erscheint angesichts der Tatsache, dass
auch
Dr.
L._
als funktionelle
Aus
wirkungen der Diagnose lediglich ein durch die anale Blutungssymptomatik und dem damit verbundenen erhöhten Stuhldrang begründeten Erfordernis
regel
mäs
sige
r
Pausen für Toilettenbesuche (Urk. 7/161/9)
anführte, überzeugend
,
zumal auch
der behandelnde
med.
pract
.
A._
in seinem aktuellsten Bericht von 31.
Juli 2019
zusätzlich zum Erfordernis verfügbarer Toilettenräume
lediglich von einer Einschränkung für schwere Tätigkeiten aus
ging
(Urk. 7/221/76
)
, die im Gesamtgutachten ebenfalls ausgeschlossen wurden
.
Zur vom Beschwerdeführer
angeführten Stellungnahme von Dr.
O._
vom RAD ist sodann zu bemerken, dass dieser
ausdrücklich eine Mindestarbeitsfähigkeit von 50 %
für zumutbar erachtete und damit
ein darüberhinausgehendes zumut
bares Pensum nicht aus
schloss. Andererseits bezog er sich in seiner Beurteilung lediglich auf das von Dr.
L._
formulierte Belastungsprofil der bisherigen Tätigkeit
und zog nicht in Betracht, dass dieses nach der Konsensbesprechung nicht ins Gesamtgutachten übernommen worden war
(Urk. 7/197/16). Daher kann in dieser Beurteilung kein Widerspruch zum Gutachten erblickt werden.
Auf die Beurteilung im Gesamtgutachten, dem Beschwerdeführer seien lediglich körperliche Schwerarbeiten sowie Tätigkeiten mit längerdauernden oder wieder
holten Arbeiten über Kopf nicht zumutbar, notwendig seien sodann regelmässige Pausen für Toilettenbesuche, ist daher abzustellen.
5.3
5.3.1
Die Beschwerdegegnerin kam in psychiatrischer Hinsicht zum Schluss, eine invalidisierende psychiatrische Erkrankung liege nicht vor, da die geschilderten
Beschwerden nur in einem geringen Mass bis gar nicht hätten nachvollzogen werden können (Urk. 2 S. 1).
Rechtsprechungsgemäss liegt regelmässig kein versicherter Gesundheitsschaden vor, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Konstellation beruht. Dies trifft namentlich zu, wenn: eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen oder Einschränkungen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht; intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt; keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird; demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschrän
kun
gen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist. Nicht per se auf Aggravation weist blosses verdeutlichendes Verhalten hin (BGE 141
V 281 E. 2.2.1, BGE 131 V 49 E.
1.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9
C_899/2014 vom 29. Juni 2015 E.
4.1).
Eine auf Aggravation oder vergleichbaren Konstellationen beruhende Leistungs
ein
schränkung vermag einen versicherten Gesundheitsschaden nicht leichthin auszuschliessen, sondern nur, wenn im Einzelfall Klarheit darüber besteht, dass nach plausibler ärztlicher Beurteilung die Anhaltspunkte für eine klar als solche ausgewiesene Aggravation eindeutig überwiegen und die Grenzen eines bloss verdeutlichenden Verhaltens zweifellos überschritten sind, ohne dass das
aggra
vatorische
Verhalten auf eine verselbständigte, krankheitswertige psychische Störung zurückzufüh
ren wäre (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.2
; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8
C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 6.1 und 9C_899/2014 vom 29.
Juni 2015 E. 4.2).
Steht fest, dass eine anspruchsausschliessende Aggravation oder ähnliche Kon
stellation im Sinne der Rechtsprechung gegeben ist, erübrigt sich die Durchfüh
rung eines strukturierten Beweisverfahrens nach BGE 141 V 281 (vgl. BGE 141 V 281 E. 2.2.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_899/
2014 vom 29. Juni 2015 E. 4.4).
Das
Gutachten
enthält
an mehreren Stellen Hinweise darauf, dass die vom Be
schwerdeführer vorgetragenen Beschwerden nicht mit deren tat
sächlichen Aus
mass übereinstimmen
. So
kam der neuropsychologische Gutachter
lic.
phil.
N._
zum Schluss, formal betrachtet ergebe sich eine mittelschwere bis schwere neu
ropsychologische Störung. Der abklärungsbegleitend vorgenommenen Symp
tom
validierun
g
wie auch dem klinischen Eindruck zufolge sei diese allerdings als nicht authentisch zu beurteilen. Das Ausmass der kognitiven Funktion
sausfälle seien nicht mit der
klinisch/im Gespräch und anamnetisch erfahrbaren, weit
gehend unauffäl
l
igen kognitiven Funktionalität sowie der medizinischen Akten
lage
vereinbar und lasse sich auch nicht durch die von psychiatrischer Seite gestellten Diagnosen erklären. Im Rahmen der neuropsychologischen Abklärung sei auch von einer bewusstseinsnahen Aggravation auszugehen
(Urk. 7/160/15)
.
Der psychiatrische Gutachter Dr.
M._
ging sodann ebenfalls davon aus, dass die kognitiven Einschränkungen und formalen Denkstörungen, die immer wieder zu objektivieren gewesen seien, durch die neuropsychologische Begutachtung relativiert würden
,
und stellte auch die Schilderung des Tagesablaufes und der sozialen Konta
kte in Frage
(Urk. 7/163/15). Auch von somatischer Seite berichtete Dr.
K._
sodann von
anlässlich der rheumatologischen Untersuchung festge
stellten
Inkonsistenzen zwischen dem spontan beobachteten und dem während der Untersuchung gez
eigten Bewegungsausmass (Urk. 7/164/13).
Insgesamt kann jedoch das Vorliegen eines leistungsausschliessenden Aggra
vationsverhalten
s
dennoch
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bejaht werden. So kam
Dr.
M._
trotz der festgestellten Inkonsistenzen
zum Schluss, es sei eine generalisierte Angststörung
(ICD-10 F42.1)
und eine
Benzodiazepin
abhängigkeit
, ständiger Substanzgebrauch
,
(ICD-10 F13.25)
zu diagnostizieren, wodurch die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers reduziert werde, wobei einzig das Ausmass der Reduktion aufgrund der Inkonsistenzen nicht beurteilbar sei (Urk. 7/163/15). Sodann konnte eine allfällig vorhandene Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auch von neuropsychologischer Seite letztlich nicht ausge
schlos
sen werden (Urk. 7/160/15).
Auf die Durchführung eines struktu
rierten Be
weis
verfahrens
nach BGE 141 V 281
kann somit nicht von
v
ornherein verzichtet werden.
5.3.2
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).
5.3.3
Im Komplex «
Gesundheitsschäd
igung» ist zur Ausprägung der diagnoserele
van
ten Befunde
zunächst darauf hinzuweisen
, dass
bei
den gestellten Diagnosen einer generali
sierten Angststörung (ICD-10 F42.1
) und einer
Benzodiazepinab
hängigkeit
, ständiger Substanzgebrauch
,
(ICD-10 F13.25
)
der
Schweregrad
nicht diagnoseinhärent
ist. Dem psychiatrischen Befund sind Gedächtnis- und Konzen
trationsstörungen sowie ein ab und zu blockiertes, deutlich vorbeiredendes und weitschweifiges formales
Denken zu entnehmen, deren Ausmass und Authenti
zität
Dr.
M._
jedoch aufgrund der
Ergebnisse der
neuropsychologischen Untersuchung
nachvollziehbarerweise anzweifelt
. Ferner habe der Beschwerde
führer von einer erhöhten Ermüdbarkeit sowie von Ängsten in engen Räumen und davor, einen medizinischen Notfall zu erleiden oder zu sterben
,
berich
tet. Das gestützt darauf berichtete Verhalten des Beschwerdeführers, nicht alleine aus dem Haus zu gehen, ist gemäss Dr.
M._
jedoch in Frage zu stellen (Urk. 7/163/15).
Ansonsten war der psychiatrische Befund blande, insbesondere hielt
Dr.
M._
fest, der Beschwerdeführer sei affektiv explizit nicht deprimiert, nicht affektlabil und normal schwingungsfähig. Ferner seien auch der Antrieb und die Interessen normal ausgebildet (Urk. 7/163/11).
Gestützt auf diese Befunde verneinte Dr.
M._
überzeugend die vom behandelnden Psychiater gestellte
Diagno
se einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion beziehungsweise einer aktuell mittelgradigen depressiven Episode im Rahmen einer rezidivieren
den depressiven Störung (ICD-10 F33.11).
Insgesamt ist gestützt auf die
gering ausgeprägte
psychiatrische Befundlage
damit von einer leicht- bis höchstens mittelgradigen Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde auszugehen.
Zum
«Behandlungserfolg- beziehungsweise -resistenz» ist festzuhalten, dass
sich
der
Beschwerdeführer seit Juni 2016 in ambulanter psychiatrischer Behandlung befindet, welche mindestens zweimal pro Monat für je eine Stunde stattfindet und welche bisher nicht zu einer Verbesserung seines Zustandes führte. Ferner nimmt
er
soweit ersichtlich die verschriebenen Medikamente ein (Urk. 7/162/9). Dr.
M._
hielt dazu fest, eine leitliniengetreue, idealerweise verhaltensthe
ra
peutisch orientierte Therapie der generalisierten Angststörung und der Klaustro
phobie
sei
dringend indiziert. Vorausgehend müsse jedoch ein stationärer
Benzo
diazepinentzug
durchgeführt werden. Ob dies aufgrund der Begleiterkrankungen möglich sei, bleibe fraglich (Urk. 7/162/16).
Unter diesen Umständen
und vor dem
Hintergrund, dass der Beschwerdeführer bislang keine
alternativen therapeuti
schen
Optionen wahrgenommen hat,
kann nicht von einem definitiven Scheitern einer
indizierten, lege artis und mit optimaler Kooperation des Beschwerdeführers durchgeführten Therapie gesprochen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.4). Eine Therapieresistenz kann daher nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit angenommen werden.
Hinsichtlich der Komorbiditäten ist anzumerken, dass
laut Dr.
M._
die Angst
symptomatik, welche durch somatische Befunde verstärkt werde, eine sekun
däre
Benzodiazepinabhängigkeit
ausgelös
t hat (Urk. 7/163/14). Es liegt
mit der rheumatologischen, aber vor allem
mit der gastrointestinalen
Problematik
zwar zweifelsfrei
ein
Krankheitsgeschehen v
on einer gewissen
Erheblichkeit
und somit
den psychischen Zustand des Beschwerdeführers beeinflussende Komorbiditäten vor
. A
ngesichts der Tatsache, dass der
Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht in einer angepasste
n
Tätigkeit voll arbeitsfähig ist, kann diese jedoch nicht als besonders schwerwiegend bezeichnet werden.
In Bezug auf die Persönlichkeit des Beschwerdeführers ist festzuhalten, dass weder eine Persönlichkeitsstörung noch akzentuierte Persönlichkeitszü
ge vorlie
gen
. Der Persönlichkeitsstruktur ist in Anbetracht dieser Umstände keine res
sourcenhemmende Wirkung beizumessen
.
Zum Komplex
«
sozialer Kontext
»
ist dem Gutachten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer verheiratet ist, wobei eine gute partnerschaftliche Beziehung besteh
t
, wenn diese auch durch die somatischen Beschwerden des Beschwerde
führers beeinträchtigt sei. Ferner unterh
ä
lt er regelmässigen Kontakt mit seinem Schwager und seiner Schwiegermutter und
er hat
auch Kollegen in der Schweiz. Seine Frau erledig
t
zusammen mit der Schwiegermutter, die täglich vorbeikomm
t
und ihn betreu
t
, den gesamten Haushalt und sämtliche administrativen Tätig
keiten (Urk. 7/163/8).
Ferner unterstützen ihn seine Kollegen durch Begleitung zu den Arztterminen, auch bei der Anreise zu den Begutachtungsterminen begleitete ihn jeweils ein Kollege (Urk. 8/163/8 f.).
Der soziale Kontext hält somit insgesamt für den Beschwerdeführer beträchtliche Ressourcen bereit, ein sozialer Rückzug ist nicht erkennbar.
In Bezug auf die beweisrechtlich entscheidende Kategorie «Konsistenz» ist festzu
halten, dass der Beschwerdeführer einen eher passiven Alltag mit einem geringen Aktivitätsniveau geschildert hat (Urk. 7/163/8).
Zu berücksichtigen ist allerdings einerseits, dass Dr.
M._
Zweifel am vom Beschwerdeführer geschilderten Tagesablauf
äusserte
(Urk. 7/163/15).
Andererseits
ist
festzuhalten
, dass der Be
schwerdeführer keine Hobbies schilderte, denen er vor seiner Erkrankung nachgegangen
wäre
und die er jetzt nicht mehr ausführ
t
. Insbesondere ha
t
er sich noch nie für Sport interessiert, jedoch für Musik
;
dass er
sich
damit je im Sinne einer
Freizeitaktivität beschäftigt
hätte
, ist jedoch nicht ersichtlich (Urk. 7/163/5). Es
ist daher von einem
auch im Gesundheitsfall niedrigen
Aktivitätsniveau
aus
zugehen
, eine krankheitsbedingt erfolgte Reduktion seiner Alltagsbeschäfti
gun
gen
erscheint
nicht
als
überwiegend wahrscheinlich
.
Was den
behandlungs- und eingliederungsana
mnestisch ausgewiesene
n
Leidens
druck
angeht, begibt sich der Beschwerdeführer wie bereits erwähnt zweimal wöchentlich in psychiatrische Behandlung und nimmt die verschriebenen Medi
ka
mente ein. Obwohl sich sein Gesundheitszustand seit Behandlungsbeginn im Juni 2016
nicht verbessert hat, wurde die
Therapieintensität nie erhöht oder ein stationärer oder tagesklinischer
Aufenthalt eingeleitet
. Es ist somit nicht von einem allzu
grossen
Leidensdruck auszugehen.
Zusammenfassend handelt es sich bei den gestellten Diagnosen einer generali
sierten Angststörung und einer
Benzodiazepinabhängigkeit
weder um schwere, therapieresistente psychische Störungen, noch liegen Persönlichkeitsmerkmale vor, die sich ressourcenhemmend auswirken.
Des Weiteren ist ein soziales Netz vorhanden, welches für den Beschwerdeführer stützende Ressourcen bereithält, ein krankheitsbedingter Rückzug ist nicht erfolgt.
Auch eine erhebliche
,
nach Eintritt des Gesundheitsschadens eingetretene Einschränkung des Aktivitäts
nive
aus ist nicht ersichtlich. Sodann lassen auch die Inkonsistenzen anlässlich der neu
ropsychologischen Beurteilung und die Zweifel von Dr.
M._
an der Authen
ti
zität der vorgetragenen Beschwerden und der Einschränkungen im All
tag
nicht auf ein invalidenversicherungsrechtlich
massgebendes
Leiden
schliessen
.
Die von Dr.
M._
angenommene
, nicht genauer definierbare Einschränku
ng der Arbeits
fähigkeit
ist gestützt auf die
massgeblichen
Indikatoren
somit
ungeachtet ihrer Ausprägung
nicht ausgewiesen.
Entgegen dem Vorbringen des Beschwerde
füh
rers
besteht angesichts der fehlenden invalidenversicherungsrechtlich
massgeb
lichen
Einschränkung kein Anlass, auf die Arbeitsfähigkeitseinschätzung des behandelnden Psychiaters Dr.
D._
zurückzugreifen
.
5.4
Gesamthaft ist festzuhalten, dass dem Beschwerdeführer aufgrund der somati
schen Beschwerden körperliche Schwerarbeit und Tätigkeiten mit längerdauern
den oder wiederholten Arbeiten über Kopf nicht zumutbar sind.
Ferner müssen regelmässige Pausen für Toilettenbesuche möglich sein.
Diesen Einschränkungen angepasste Tätigkeiten sind jedoch aus somatischer und psychischer Sicht un
eingeschränkt zumutbar.
6.
6.1
Z
u prüfen bleiben die Auswirkungen der eingeschränkten Arbeitsfähigkeit auf die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers
.
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
In gewissen Fällen, insbesondere dort, wo Validen- und Invalideneinkommen anhand derselben Tätigkeit zu ermitteln sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_295/2017 vom 27.
September
2017 E.
6.5), kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozentzahlen genügen. Das
ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist alsdann mit 100
%
zu bewerten, während das Invalideneinkommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sogenannter Prozentvergleich; BGE 114 V 310 E. 3a mit Hinweisen).
6.2
Der Beschwerdeführer
hat zwar gemäss eigenen Angaben eine Hotelfachschule in Zypern besucht, verfügt indes über keine
abgeschlossene
anerkannte Fachaus
bildung (Urk. 7/5/5). Er
war
bisher
für verschiedene Arbeitgeber unter anderem als Lageris
t, Fahrer oder auch als Portier
tätig (vgl. Urk. 3/1).
Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit würde er im Gesundheitsfall weiterhin solch
erlei Hilfsarbeiten verrichten
, wobei aufgrund des bisher fehlenden dauerhaften Anstellungs
ver
hältnisses nicht auf den vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzielten Verdienst, sondern auf das auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt für Hilfsarbeiten durch
schnittlich erzielbare Einkommen abzustellen ist.
In
seinen bisherigen Anstellungsverhältnissen
verrichtet
e
der Beschwerdeführer
jeweils Tätigkeiten
wie zum Beispiel das Heben schwerer Lasten (Urk. 7/12/5)
, die nach Eintritt der gesundheitlichen Beeinträchtigung nicht mehr zumutbar wä
ren
. Damit
ist der Beschwerdeführer
nach Eintritt des Gesundheitsschadens
aus gesundheitlichen Gründen in der Ausübung einer Hilfsarbeit in
gewissem Masse
eingeschränkt. D
a für die Bemessung
des Invalideneinkommens jedoch auf den ausgeglichenen Arbeitsmarkt abzustellen ist, auf dem
auch körperlich leichte Tätigkeiten durchaus vorhanden sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 3.2 und 6.3 mit Hinweisen), ist auch für das Inva
lideneinkommen auf den durchschnittlichen Verdienst von Hilfsarbeitern abzu
stellen.
Da der Beschwerdeführer in einer seinem Leiden angepassten Tätigkeit voll arbeitsfähig ist, entspricht das
Invalideneinkommen somit grundsätzlich dem
Valideneinkommen
. Bei dieser Ausgangslage hätte auch ein maximal möglicher leidensbedingter Abzug von 25 %
(BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc)
keinen rentenbegründenden Invaliditätsgrad von
mindes
tens 40 % zur Folge
; dabei erscheint ein höher
er
Abzug als 10 %, wie ihn der Beschwerdeführer verlangte (Urk.
1 S.
5)
,
in Anbetracht der ausgewiesenen
Ein
schränkungen
nicht gerechtfertigt
.
Die Beschwerdegegnerin hat den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente somit zu Recht verneint.
7.
7.1
Zu prüfen bleibt der vom Beschwerdeführer gestellte Eventualantrag, es seien ihm berufliche Massnahmen zu gewähren (Urk.
1 S.
1). Die Beschwerdegegnerin
verneinte einen diesbezüglichen Anspruch im Wesentlichen mit der Begründung,
es fehle
dem Beschwerdeführer
an der subjektiven Eingliederungsfähigkeit
(Urk. 2
S. 2).
7.2
Nach Art. 8 IVG haben invalide und von einer Invalidität bedrohte Versicherte
unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen. Ein
gliederungsmassnahmen setzen einen Eingliederungswillen beziehungsweise eine subjektive Eingliederungsfähigkeit voraus. Sie können zwar unter anderem dazu dienen, subjektive Eingliederungshindernisse im Sinne einer Krankheits
über
zeugung der versicherten Person zu beseitigen. Es bedarf indessen auch
diesfalls eines Eingliederungswillens beziehungsweise einer entsprechenden Moti
va
tion der versicherten Person. Fehlt es daran, so entfällt der Anspruch auf Ein
gliederungsmassnahmen, ohne dass zunächst ein Mahn- und
Bedenkzeitver
fahren
durchgeführt werden müsste (Urteile des Bundesgerichts 9C_469/2016 vom 22. Dezember 2016 E. 7 sowie 8C_569/2015 vom 17. Februar 2016 E. 5.1).
Zwar trifft es zu, dass der Beschwerdeführer gegenüber dem begutachtenden Psychiater die Ansicht äusserte, er sei gänzlich arbeits
un
fähig, da er bereits in der Haushaltung keinerlei Leistungen erbringen könne
(Urk. 7/163/7)
. Andererseits hielt jedoch der chirurgische Gutachter fest, der Beschwerdeführer habe den Wunsch
geäussert
zu arbeiten (Urk. 7/161/10). Dem internistischen Gutachten ist sodann zu entnehmen, der Beschwerdeführer könne sich eine leichtere Tätigkeit, eventuell an der Kasse, vorstellen (Urk. 7/159
/12
).
Somit ist zwar von einer gewissen
subjektiven
Krankheitsüberzeugung auszugehen, ein von
v
ornherein fehlender Eingliederungswille steht jedoch nicht mit überwiegender Wahrschein
lichkeit fest.
Es ist daher zu prüfen, ob die Anspruchsvoraussetzungen der ein
zelnen Massnahmen erfüllt sind.
7.3
Da
der für einen Anspruch auf Umschulung im Sinne von Art. 17 IVG voraus
gesetzte Mindestinvaliditätsg
rad von etwa 20 %
selbst unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10 %
nicht erreicht ist, steht
ein
Anspruch auf Arbeitsvermittlung im Sinne von aktiver Unterstützung bei der Suche
eines geeigneten Arbeitsplatzes
im Vordergrund
. Einen solchen haben gemäss
Art. 18 Abs. 1
lit
. a IVG arbeitsunfähige Versicherte, welche einglied
erungsfähig sind.
Der Anspruch auf Arbeitsvermittlung bedarf weder der Invalidität noch eines Mindestinvaliditätsgrades. Daher genügt der Eintritt einer (teilweisen) Arbeitsun
fähig
keit, welche quantitativ, qualitativ und zeitlich so beschaffen sein muss, dass sie den Versicherten bei der Arbeitssuche erheblich behindert. Für das Vorliegen eines Arbeitsvermittlungsanspruchs müssen die Teilgehalte der Verhältnis
mässig
keit (Art. 8 Abs. 1
lit
. a IVG), insbesondere die Notwendigkeit und Geeignetheit, erfüllt sein. Vorausgesetzt ist sodann die Eingliederungsfähigkeit des Versicher
ten, das heisst seine objektive Möglichkeit und subjektive Bereitschaft, von einem durchschnittlichen Arbeitgeber angestellt zu werden. Ist die Arbeitsfähigkeit einzig insoweit eingeschränkt, als dem Versicherten leichte Tätigkeiten voll zu
mutbar sind, bedarf es zur Begründung des Anspruchs auf Arbeitsvermittlung zusätzlich einer spezifischen Einschränkung gesundheitlicher Art (Urteil des Bundesgerichts 9C_594/2016 vom 18. November 2016 E.
3.2).
Die leistungs
spezifi
sche Invalidität des Anspruchs liegt vor, wenn die Behinderung Probleme bei der Stellensuche verursacht. Dies trifft
etwa
zu, wenn wegen Stummheit oder mangelnder Mobilität kein Bewerbungsgespräch möglich ist oder dem poten
ziellen Arbeitgeber die besonderen Möglichkeiten und Grenzen der versicherten Person erläutert werden müssen (z.B. welche Tätigkeiten trotz Sehbehinderung erledigt werden können), damit sie überhaupt eine Chance hat, den gewünschten Arbeitsplatz zu erhalten (Urteil
des Bundesgerichts
9C_1
42/2015 vom 5. Juni 2015 E. 4.3
m.w.H
.
).
Der Beschwerdeführer ist in seiner Arbeitsfähigkeit insofern eingeschränkt, als dass ihm
schwere Arbeiten und Arbeiten über Kopfhöhe nicht mehr zumutbar sind
.
Ferner ist er auf regelmässige Pausen für Toilettenbesuche angewiesen. Grundsätzlich sind die
dem Beschwerdeführer noch zumutbaren körperlich leich
ten
bis mittelschweren
Tätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt in ge
nügender
Zahl gegeben.
Zwar
zieht
der
zusätzlich zu berücksichtigende
Pausen
bedarf für Toilettenbesuche ein
e weitere Einschränkung nach sich, allerdings nicht in der Art
, dass
dadurch ein mit den in der bundesgerichtlichen Recht
sprechung erwähnten Beispielen vergleichbarer Bedarf entsteht, einem
poten
tiellen Arbeitgeber die besonderen Möglichkeiten und Grenzen des Versicherten
aufzuzeigen
, damit d
ieser überhaupt eine Chance hat
, den gewünschten Arbeits
platz zu erhalten.
Ein Anspruch auf Arbeitsvermittlung ist deshalb zu verneinen.
8.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung in der Verfü
gung vom 8. November 2019 im Ergebnis zu Recht verneint hat. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
9.
9.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 9
00.-- festzusetzen.
Die Kosten sind entsprechend dem Verfahrensausgang grundsätzlich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Unnötige Kosten hat
indes
zu bezahlen, wer sie verursacht
hat (Art.
108 der Schweizerischen Zivilprozess
ord
nung, ZPO, in Verbindung mit § 28
lit
. a
GSVGer
).
9.2
Der Beschwerdeführer stellte den Antrag,
die Prozesskosten seien unabhängig des Ausgangs des Verfahrens der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
, da diese auf die bereits im
Einwandverfahren
vorgebrachten zentralen Aspekte der versicherungs
mässigen Voraussetzungen
nicht eingegangen sei
und dadurch ihre Begrün
dungs
pflicht verletzt habe. Aus diesem Grund sei er gezwungen
gewesen
, eine Beschwerde einzureichen (Urk. 1 S. 2).
Zwar trifft es zu, dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung nicht auf die Vorbringen des Beschwerdeführers bezüglich der versicherungs
mässigen Voraussetzungen einging.
Es kann jedoch nicht gesagt werden
, dass dadurch das vorliegende Verfahren verursacht wurde beziehungsweise, dass die dabei entstandenen Verfahrenskosten unnötig waren,
d
a der Beschwerdeführer abgesehen von den versicherungsmässigen Voraussetzungen auch das Ergebnis der Abklärungen des psychischen Gesundheitszustandes rügte sowie berufliche Massnahmen beantragte
. Deren Beurteilung durch die Beschwerdegegnerin hätte sich auch bei
ihrer Auseinandersetzung mit den Vorbringen des
Beschwerde
führer
s
betreffend die
invaliditätsmässigen Voraussetzungen nicht geändert
. E
s kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass ein Beschwerdeverfahren von
v
ornherein hätte vermieden werden können
. Es besteht daher kein Anlass, der Beschwerdegegnerin die Gerichtskosten aufzuerlegen
.