# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1897a6fe-52b9-4738-83d8-5c3717c2cca1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1984
in Deutschland
geborene
X._
absolvierte ein Studium an der
Fakultät für W
irtschaftswissenschaft der Fernu
niversität
Z._
, welches sie im Früh
ling
2010 mit dem Bachelor
of
Science abschloss (Urk. 8/1/4). Nach
ihrer Einreise in die Schweiz im Mai 2009 (Urk. 8/4) arbeitete sie bei verschiedenen Arbeitgebern im Bereich
Executive Search
(Urk. 8/1/1-3). A
b 1.
Juni 2011
war sie
als Sachbearbeiterin HR
Recru
iting
bei
der
A._
angestellt
,
wobei sie ab 5. Septemb
er 2011 infolge eines Burnout-S
yn
droms
(Urk. 8/1/10
-11
)
beziehungsweise
einer Erschöpfungsdepression
(Urk. 8/1/9)
krankgeschrie
ben war
und das Arbeitsverhältnis per
Ende
Deze
mber 2011 aufgelöst wurde (Urk.
8/11)
.
Auf
Veranlassung
des
Krankent
aggeldversicherers (
Urk.
8/3) mel
dete
sich
X._
am 5. Februar 2012
wegen
Antriebslosigkeit, Rücken- und Gelenk
schmerzen, erhöhte
n
Schlafbedürfnis
ses
, Weinkrämpfe
n
, Existenz- und Zu
kunfts
ängs
te
n
, Verdauungsprobleme
n
und Überge
wicht
zum Bezug von Leis
tungen
der
Invalidenversicherung
an
(Urk. 8/2).
Vom 20. März bis 5.
April 2012 hielt sie sich
zur stationä
ren Rehabilitationsbehandlung in
der
B._
, Zen
trum für Verhaltensmedizin, in
C._
auf (Urk. 3/4-5)
.
Die
So
zial
ver
sicherungsanstalt
des
Kan
tons Zürich, IV-Stelle,
klärte die erwerblich-beruf
lichen und medizinischen
Verhältnisse ab. Dabei zog sie unter anderem
ein
vom
Krankent
aggeldversicherer
eingeholtes
psychiatrisches
Gutachten vom 28. Feb
ruar 2012 (Urk. 8/9/3-14)
zu den Akten
.
Nach Rücksprache mit dem Re
gionalen Ärztlichen Dienst (RAD; Urk. 8/15 S. 2-3) und Durchführung des
Vor
bescheid
verfahrens
(Vorbescheid vom
31. Mai 2012 [Urk. 7/17]) wies d
ie
IV-Stelle
das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung vom 11. Juli 2012 (Urk. 2) ab.
2.
Da
gegen
erhob
X._
a
m
24. August 2012
Beschwerde (Urk. 1)
mit dem Antrag
,
die angefochtene
Verfügung
vom 11.
Juli 2012
sei
aufzuheben und mit dem Erlass einer neuen Verfügung
sei
zuzuwarten, da
i
m
aktuellen Zeitpunkt der Verlauf ihrer Erkrankung nicht
abschätzbar sei
und
daher
nicht beurteilt werden könne, ob eine längerdauernde oder bleibende Erwerbsunfähigkeit re
sultiere.
D
ie
IV-Stelle
schloss
in ihrer
Beschwerdeantwort vom 4
. Oktober 2012 (Urk.
7) auf Abweisung der Beschwerde, w
as der Beschwerdeführerin am 5. Ok
tober 2012 (Urk.
9) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.
2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.
4
Zur Annahme
der
Invalidität nach Art. 8 ATSG ist – auch bei psychischen Er
krankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)
ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die
Ar
beits
- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zu
kunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her
rühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der sozio
kulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne ver
selbstständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Be
funde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein inva
lidisierender psychischer Gesundheitsschaden
gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a S.
299; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.5
Nach der Rechtsprechung begründet eine fachärztlich (psychiatrisch) diagnosti
zierte anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung als solche noch keine Invalidi
tät. Vielmehr besteht eine Vermutung, dass die
somatoforme
Schmerzstörung oder ihre Folgen mit einer zumutbaren Willensanstrengung überwindbar sind. Bestimmte Umstände, welche die Schmerzbewältigung intensiv und konstant behindern, können den Wiedereinstieg in den Arbeitsprozess unzumutbar ma
chen, weil die versicherte Person alsdann nicht über die für den Umgang mit den Schmerzen notwendigen Ressourcen verfügt. Ob ein solcher Ausnahmefall vorliegt, entscheidet sich im Einzelfall anhand verschiedener Kriterien.
Im Vor
dergrund steht die Feststellung einer psychischen
Komorbidität
von er
heblicher Schwere, Ausprägung und Dauer. Massgebend sein können auch wei
tere Fakto
ren, so: chronische körperliche Begleiterkrankungen; ein mehr
jähri
ger,
chronifi
zierter
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progredienter Symptomatik ohne längerdauernde Rückbildung; ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens; ein verfestigter, therapeutisch nicht mehr beeinflussbarer
innerseeli
scher
Verlauf einer an sich missglückten, psych
isch aber entlastenden Konflikt
bewältigung (primärer Krankheitsgewinn; "Flucht in die Krankheit"); das Schei
tern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedlichem therapeutischen Ansatz) trotz koope
rativer Haltung der versicherten Person. Je mehr dieser Kriterien zutreffen und je ausgeprägter sich die entsprechenden Befunde darstellen, desto eher sind – ausnahmsweise – die Voraussetzungen für eine zumutbare Willensanstrengung zu verneinen (BGE 130 V 352).
Diese im Bereich der
somatoformen
Schmerzstörungen entwi
ckelten Grundsätze werden rechtsprechungsgemäss bei der Würdigung des in
validisierenden Cha
rakters etwa
unter anderem
von
Fibromyalgien
(BGE 132 V 65 E. 4 S. 70) ana
log angewendet.
1.
6
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin
einen
Anspruch auf Leis
tungen der Invalidenversicherung hat.
2.2
Die
Beschwerdegegnerin
ging
in der angefochtenen Verfügung
(Urk. 2)
gestützt auf die RAD-Stellungnahme von Dr. med.
D._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin und Arbeitsmedi
zin, vom 10. Mai 2012 (Urk. 7/15 S. 3)
davon aus
,
der Beschwerdeführerin sei die bisherige Bürotätigkeit
seit jeher und wei
terhin vollschichtig zumutbar.
Denn
versicherungsmedizinisch gehöre
die bei ihr e
rho
bene Diagnose
zu den
ätiologisch-
pathogenetisch
unkl
aren
syndroma
len
Zustandsbild
ern
ohne nachweisbare organische Grundlage.
Den Akten seien keine
objektivierbaren anatomischen B
efunde
zu entnehmen
, welche
aus
versi
cherungsmedizinischer
Sicht
eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit
zu
begründen
vermöchten
. Es lägen keine Anhaltspunkte für eine erhebliche, dauerhafte, vom Schmerzerleben losgelöste psychiatrische
Komorbidität
oder sonstige schwere Funktionseinschränkungen vor
.
2.
3
Dem hielt die Beschwerdeführerin
in ihrer Beschwerde (Urk. 1)
entgegen,
ge
mäss
Einschätzung
des psychiatrischen Gutachters
, welcher sie Ende Juli 2012 ein zweites Mal im Auftrag des Krankentaggeldversicherers untersucht habe, handle
es
sich bei der depressiven Störung um eine vom Schmerzerleben losge
löste psychiatri
sche
Komorbidität
.
Deren Ätiologie sei multifaktoriell und
multi
kausal
in dem Sinne, dass
biologische, psychologische und s
oziale Fak
toren zu
sammenwirkten.
In der
B._
sei a
ls biologischer Faktor eine
Schild
drü
senunterfunktion
nachgewiesen worden.
Es sei
wissenschaftlich erwiesen, dass
Schilddrüsenunter
funktionen
depressive Störungen verursachten. Ihre Erkran
kung werde medika
mentös und psychotherapeu
tisch behandelt, wobei ein
The
rapieerfolg
erst in einigen Wochen oder Monaten erwartet werden könne. Der
Sachverständige
habe an
gegeben, der genaue zeitliche Verlauf lasse sich im in
dividuellen Fall nur sehr schwer vorhersagen und müsse fortlaufend evaluiert werden. Vorläufig sei hin
sichtlich der Arbeitsfähigkeit auf den behandelnden Psychiater abzustellen,
wel
cher
sie
als
zu 100 % arbeitsunfähig einstufe.
Da der Ver
lauf der Erkrankung nicht vorausgesagt
und derzeit ein dauerhafter
Gesund
heitsschaden
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nicht mit Sicherheit aus
geschlossen werden könne, sei eine
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im aktuel
len Zeitpunkt verfrüht
(Urk. 1 S. 3-4).
3.
3.
1
Dr. med
.
E._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, welcher die Beschwerdeführerin a
m 17. Februar 2012
erstmals
im Auftrag des
Krankent
ag
geldver
sicherers
untersucht
hatte,
hielt
im
Gutachten vom 28. Februar 2012
(Urk. 8/9/3-14) anamnestisch unter anderem fest, dass die Beschwerdefüh
rerin nach der Übersiedlung in die Schweiz im Mai 2009 Probleme bei der Inte
gration verzeichnet habe. Sie habe sich stets als Aussenseiterin und teilweise als diskri
miniert erlebt. In der Folge sei es zu chronischen Konflikten an wechselnden Arbeitsplätzen gekommen. Nach einem Übergangsjob habe sie ab Oktober 2009 als
Rekruterin
in einer Headhunter-Firma gearbeitet, wobei das Betriebsklima kata
strophal und die Arbeitsbelastung mit über 60 Stunden pro Woche hoch ge
wesen seien. Zudem habe sie sich vom Vorgesetzten permanent kritisiert und vor anderen gedemütigt gefühlt. Ende 2010 sei sie mit den Kräften am Ende ge
wesen und habe gekündigt, nachdem sie von einer anderen Headhunter-Agen
tur abgeworben worden sei.
Bei dieser
habe sie von Dezember 2010 bis Februar 2011 gearbeitet. Dann sei
en
die Niederlassung in
der Schweiz geschlossen und sie ar
beitslos geworden, worauf sie sich beim Regionalen
Arbeitsvermittlungs
zentrum
(RAV) angemeldet und in drei Monaten über 300 Bewerbungen ge
schrieben habe.
Im Juni 2011 habe sie eine Stelle
bei
A._
im Bereich
Human Resources als
Rekruterin
erhalten, wobei sie auch hier unter hie
rarchi
schen, strukturellen und zwischenmenschlichen Konflikten, einer hohen Ar
beitsbelastung
und einem schlech
ten Betriebsklima gelitten habe (S. 4).
Befragt zu den aktuellen Beschwerden erklärte die Beschwerdeführerin, s
ie
leide unter Gelenk- und Muskelschmerzen, sei depressiv, antriebslos und verzweifelt. Sie mache sich Selbstvorwürfe, versagt zu haben, und verbringe den Tag über
wiegend zu Hause, weil sie Angst habe, die Wohnung zu verlassen. Sie fürchte sich vor kritischen Blicken der Menschen sowie vor Diskriminierung und gerate immer wieder in Angstzustände mit Herzrasen, Schwitzen und Zittern (S. 6).
Der Sachverständige nannte
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Ar
beitsfähigkeit
entsprechend der Codierung ICD-10
(
S. 10
):
Mittelgradige depressive Störung (F32.1)
Somatoforme
Schmerzstörung
(F45.40)
Soziale Phobie
(F40.1)
Als
Diagnosen ohne Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
E._
Anpassungsprobleme bei Veränderungen der Lebensumstände (Z60.0)
,
Schwierigkeiten bei der kulturellen Eingewöhnung (Z60.3)
sowie
Probleme in Verbindung mit Berufstätigkeit und Arbeitslosigkeit (Z56)
.
Der Gutachter
schloss auf eine
Arbeitsunfähigkeit von
gegenwärtig
100
%
für sämtliche beruflichen Tätigkeiten
und beurteilte, nach ausreichender Remission der Symptomatik werde
der Beschwerdeführerin
die bisherige Tätigkeit wieder zumutbar sein.
Er
empfehle
eine kombinierte, interdisziplinäre Behandlung der somatischen und psychi
schen Störungen
und
erwarte
, dass nach dem
ge
planten
stationären Rehabilitationsaufenthalt vom März/April 2012
eine
Teil
a
r
beitsfä
higkeit
bestehen werde mit folgendem Verlauf: 30 % ab Mai, 50 % ab Juni, 70 % ab Juli und 100 % ab August 2012 (S. 11-12).
3.
2
Im Bericht
der
B._
vom
20. April 2012
(Urk. 3/5) wurde in der
Sozial
anamnese
nebst anderem festgehalten, dass es nach
dem
Umzug
der Beschwer
deführerin
zu ihrem Partner in die Schweiz mit dessen Eltern von Beginn an schwierig gewesen sei. Ihr sei wenig Interesse entgegen gebracht worden, was sie stark verunsichert habe. Auch an den unterschiedlichen Arbeitsstellen, die sie seit dem Umzug ge
habt habe, sei es zwischenmenschlich stets schwierig ge
wesen. Es sei täglich zu Streitereien, Konkurrenzkämpfen und Intrigen gekom
men. Sie habe den Ein
druck gewonnen, aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert zu werden. Auch im öffentlichen Bereich sei sie wegen ihrer Staatszugehörigkeit unfreundlich be
handelt und beschimpft worden. Sie habe am neuen Wohnort kei
ne neuen Freundschaften schliessen können. Zu ihren alten Freunden ver
mei
de sie gröss
tenteils den Kontakt, weil sie sich scheue, ihnen zu erzählen, wie es ihr gehe. Sie habe zwei Freunde, mit denen sie offen reden könne. Zu ihren El
tern habe sie derzeit täglich Kontakt. Früheren Interessen wie Tennis und Rei
sen könne sie aufgrund ihrer Beschwerden nicht mehr nachgehen.
Nach wie vor
besuche
sie
jedoch gerne Konzerte, das Kino und das Theater, gehe in das Thermalbad oder das Fitnessstudio (S. 3).
Die Diagnosestellung ge
mäss ICD-10 der involvierten Fachpersonen
lautet
wie folgt (
S. 1):
A
nhaltende
somato
forme
Schmerzstörung (F45.40)
M
ittelgradige depressive Episode (F32.1)
L
atente Hypothyreose (E03.9) bei Verdacht auf Autoimmunthyreoiditis Hashimoto (E06.3)
Hypercholes
terinämie
(E78.0)
Gastroenteritis (K52.9)
Adipositas I (E66.0)
Thrombophilie
(D68.2)
Abschliessend
wurde
im Bericht
festgehalten
,
im Rahmen de
r
ab 20. März 2012 erfolgten Rehabilitations
behandlung
hätten
das
Störungsverständnis und die Krankheits
akzeptanz der Beschwerdeführerin etwas
gesteigert und
ihr
Strategien zu einem besseren Umgang mit den Schmerzen vermittelt werden können.
Da
die Be
schwerde
führerin
eine
von den involvierten Fachpersonen als notwendig erach
tete
Verlängerung
des Aufenthalts abgelehnt habe, sei sie am 5. April 2012 bei fortbestehenden Beschwerden arbeitsunfähig zur weiteren Stabilisierung ent
lassen wo
rden
(S. 6-7).
3.
3
Der ab 8.
November 2011 behandelnde
med.
pract
.
F._
, Facharzt für Psy
chiat
rie und Psychotherapie,
berichtete am 30. April 2012 (Urk.
8/12), im Falle der Beschwerdeführerin sei es bei der ersten Arbeitsstelle in der Schweiz zu ei
nem Arbeitsplatzkonflikt ("Mobbing") gekommen. Die zweite Arbeitsstelle ha
be die Beschwerdeführerin selber gekündigt, unter anderem aufgrund unklarer Aufgaben- und Kompetenzverteilung. An den letzten beiden Arbeitsstellen habe die Beschwerdeführerin einerseits unter intellektueller Unterforderung und an
dererseits unter Überbelastung und Überforderung wegen des zu hohen
Arbeits
pensums
(Druck bis Zwang zu Überstunden) und an dem generell sehr schlech
ten Arbeitsklima gelitten. Ausserdem könne sie sich je länger je weniger mit ihrer beruflichen Laufbahn und den grossen Wirtschaftsunternehmen, in denen sie bis anhin gearbeitet habe, identifizieren
. Med.
pract
.
E._
, vermerkte, di
verse somatische Abklärungen seien ohne Befund geblieben
(S. 2 Ziff. 1.4).
Er
erhob
folgende
Diagnosen
laut
ICD-10
mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit
, bestehend
seit September 2011
(S. 1
Ziff. 1.1
)
:
Mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (F32.11)
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (F45.40)
Den
weiteren
Diagnosen
(
Hypothyreose, Adipositas I,
Hypercholesterinämie
,
Thrombophilie
, Gastroenteritis,
Fibromyalgie
)
mass
der behandelnde Psychiater
keinen Einflus
s auf die Arbeitsfähigkeit
bei
(S. 1
Ziff. 1.1).
Er attestierte
der Beschwerdeführerin
für die zuletzt aus
ge
übte Tätig
keit als
Re
cruiterin
/Personal
fachfrau
eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % seit 6. September 2011
(S. 2
Ziff. 1.6
)
.
A
ktuell
könne sie nur für zirka dreissig
Minuten die Kon
zentration auf
recht
erhalten, sitzen oder gehen, ertrage weder Stress noch Druck und fühle sich physisch und p
sychisch sehr rasch überfordert
.
Ob die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht noch zumutbar sei, sei schwierig
zu beur
tei
len;
die
Beschwerdeführerin
selber
habe
im Moment
grösste Zweifel bezüglich einer Rückkehr
in die angestammte Tätigkeit
. Eine angepasste Tätigkeit scheine i
n
zirka drei Monaten
möglich zu sein, wobei der Wiedereinstieg schrittweise
erfolgen sollte
und bei klarer Aufgabenstellung, tiefem Arbeitstempo, regelmäs
sigen Pausen und einem "menschlich" zugewandten Umfeld
(Beginn maximal zweimal
zwei Stunden täglich
)
mit einer langsamen Leistungssteigerung gerech
net werden
könne
(S. 2 f. Ziff. 1.7).
3.
4
Der
beschwerdeweise angerufenen
versicherungspsychiatrischen
Stel
lungnahme von Dr.
E._
vom 31. Juli 2012 (Urk. 3/3) ist zu entnehmen, dass die Be
schwerdeführerin
in
der Untersu
chung vom 27. Juli 2012 angab, im Verlauf seit Februar 2012 sei keine wesent
liche Besserung ein
getreten, sondern im Gegenteil
"alles noch schlimmer" ge
wor
den. D
er Aufenthalt in der
B._
habe sie
"überfordert"
.
Ausser
dem sei dort eine
Schilddrüsenunterfunktion bei
Auto
im
mun
thyreo
i
ditis
Hashimoto
festgestellt worden, was sie stark verunsicher
e und befürchten lasse
, es könnten noch weitere Autoimmunerkrankungen vorliegen.
Entsprechende Prozesse spiel
ten laut
der behandelnden Dermatologin
auch bei der
am Vortag festgestellten
Ak
n
e
inversa
eine Rolle. Eine gravierende Belas
tung sei, dass
der
Krankent
ag
geldversicher
er
seine
Leistungen
mit Verweis auf den Entscheid der Invalidenversicherung
eingestellt habe.
Die Auseinanderset
zung mit ihm seien ihr "über den Kopf gewachsen". Sie sei
"mit den Nerven völlig fertig" und fürchte um ihre Existenzgrundlage sowie um die
durch ihre Erkran
kung überm
ä
ssig belastete und ernst
haft gefährdete
Beziehung z
u ihrem Partner
(S. 2).
Dr
.
E._
beurteilte
, es liege weiterhin eine mittelgradige depressive Episode vor, wobei die Kriterien für
das zusätzliche Vorhandensein eines
"somatische
n
Syndrom
s
" nicht
erfüllt
seien.
Zudem
bestehe eine
anhalt
ende
somatoforme
Schmerzstörung
, welche
ebenso wie
die vom behandelnden Rheumatologen dia
gnostizierte
Fibromyalgie
unter therapeutischen Gesichtspunkten von grosser Bedeutung, versicherungsmedizinisch
aber
irrelevant sei. Letzteres gelte auch
für
die
nach der Erstbegutachtung
vo
m Februar 2012 diagnostizierten Er
kran
kungen, namentlich die
Hypercholesterinämie
, Adipositas I,
Throm
b
ophilie
und die Akne
Inversa
, welche keine Arbeitsunfähigkeit begründeten (S. 4
f.
).
A
usge
hend von einem bio-psycho-
sozialen Krankheitsmodell
erklärte der Gut
achter, die
Ätiologie der depressiven Störung
sei multifak
to
riell und
multi
kau
sal
, wobei auch im Falle der Beschwerdeführerin
biologische, psychologische und soziale Faktoren zusammenwirkten (S. 5
f.
).
Befragt zum Zusammenhang
zwischen der depressiven Störung und der
somatoformen
Schmerzstörung hielt Dr.
E._
fest, letztere sei durch die depressive Störung als ätiologischer Teilfaktor mitbedingt
(S. 7). Zusammenfassend
erkannte
Dr.
E._
,
es liege
weiterhin
eine
depressiv
e
Störung mit Krankheitswert
vor
, welche
die
Arbeits
fä
higkeit
der Be
schwerdeführerin
einschränke.
Allerdings
bestünden
diskre
pante
An
gaben
zur
Leistungsfähigkeit in verschiedenen Lebensbereichen und Tätig
keitsfeldern sowie ein selektives Vermeidungsverhalten.
Die etablierte Behand
lung (Schilddrüsenhormonsubstitution, Antidepressiva, Psychotherapie) sei ge
eignet, die depressive Störung zu bessern
und
eine Remission zu erreichen. Der genaue zeitliche Verlauf lasse sich
aber
im individuellen Fall nur schwer vor
hersagen und müsse fortlaufend evaluiert werden.
Er empfehle, bezüglich der
Arbeitsfähigkeit auf die Einschätzung des behandelnden Psychiaters med.
pract
.
F._
abzustellen
(S. 8).
4.
4.
1
Aus de
n
medizinischen Akten
geht hervor
, dass
die von der Beschwerdefüh
rerin geklagten Beschwerden von der involvierten Ärzteschaft übereinstimmend einer
mittelgradigen depressiven Episode un
d einer
somatoformen
Schmerzstö
rung zugeordnet werden, wobei der psychiat
rische Gutachter
Dr.
E._
zu
sätzlich eine soziale Phobie diagnostizierte.
Ein somatisches Korrelat, welches die von der Beschwerdeführerin geklagten Schmerzen zu erklären vermöchte, konnte im Rahmen der medizinischen Abklärungen unbestrittenermassen nicht gefunden werden (vgl.
insbesondere den
Bericht von med.
pract
.
F._
vom 30. April 2012 [Urk. 8/12 S. 2 Ziff. 1.4])
.
4.2
4.2.1
Inwieweit bei dieser Sachlage eine allfällige Arbeitsunfähigkeit aus psychiatri
scher Sicht auch
von
versicherung
srechtlicher Relevanz ist, bleibt nach Mass
gabe der Überwindbarkeitsrechtsprechung (vgl. vorstehend E. 1.5) zu prüfen.
4.2.2
Die Beschwerdeführerin
bringt
diesbezüglich
unter
Berufung
auf die
versiche
rungspsychiatrische
Stellungnahme vo
n Dr.
E._
vom
31. Juli 2012 – ins
be
sondere
dessen Ausführungen zum Zusammenhang zwischen der depressiven Störung und der
somatoformen
Schmerzstörung (Urk. 3/3 S. 7)
–
vor,
dass
es sich
bei der depressiven Störung um eine vo
m Schmerzerleben losgelöste psy
chiatrische
Komorbidi
tät
handle
. Dieser
Auffassung
kann nicht
beigepflichtet
werden
. Denn
der vom Krankentaggeldversicherer beauftragte psychiatrische
Experte
ging
ausdrücklich
von
einem bio-psycho-s
ozialen Krankheitsmodell aus
, wonach Krankheit nicht ausschliesslich als Beeinträchtigung der biologi
schen oder psychischen Integrität begriffen wird, sondern auch Wechselwirkun
gen zwischen sich körperlich oder psychisch manifestierenden Störungen und der sozialen Umwelt massgebend sind.
Dem
ent
sprechend
b
e
rücksichtigte
er in seiner Einschätzung auch
psychosozia
le und soziokulturelle Faktoren, welche
jedoch
vom sozialversicherungsrechtlichen Standpunkt aus unbeachtlich sind
(vgl. vorstehend E. 1.4)
.
4.2.3
Aus de
n
Akten
er
gibt sich
,
dass das psychische Beschwerdebild augenfällig
durch
psychosoziale und soziokulturelle
Umstände (
veränderte Lebensumstände
,
Inte
grationsprobl
eme
und Gefühl
von Diskriminierung
nach
der
Übersiedlung von Deutschland in die Schweiz
; Belastungen und Konflikte
an wechselnden Ar
beitsplätzen
bei
hoher Arbeitsbelastung, schlechtem Betriebsklima [Streite
reien, Konkurrenzkampf, Intrigen] und Kritik respektive Demütigung durch Vorgesetz
te;
Arbeitslosigkeit
;
Schwierigkei
ten mit den Eltern des Partners;
Angst um
die
Existenzgrundlage nach Einstellung der Taggeldleistungen
;
Be
lastung und Ge
fährdung der Partnerschaft
)
bestimmt und unterhalten wird
, wo
bei
davon aus
zugehen ist, dass
bei einer Veränderung
der
Lebenssituation auch eine wesent
liche Besse
rung der psychischen Befindlichkeit und damit der durch diese ein
geschränkten Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann.
Nach der Recht
sprechung (vgl. vor
stehend E. 1.4)
sind
psychosoziale
und soziokulturelle
Fak
toren
im Rahmen
der Invaliditätsbemessung auszuklammern.
In Anbetracht der dominierenden Rolle
der
psychosozialen und soziokulturellen Faktoren
ist
–
selbst wenn die diagnostizierte mittelgradige depressive Episode
wie von der Beschwerdeführerin gefordert
als selbstständiges, von der
somato
formen
Schmerzstörung losgelöstes Leiden anzusehen wäre (verneinend
etwa
Urteil des Bundesgerichts
9C_250/2012 vom 29. November 2012 E. 5
mit Hin
weis
)
–
die praxisgemäss notwendige Erheblichkeit der Schwere, Ausprägung und Dauer der
Ko
morbidität
(
vgl. vorstehend E. 1.5
) nicht dargetan
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_145/2013 vom 1. Mai 2013 E. 5.5.2).
Hinzu kommt
, dass
l
eichte bis mittelschwere psychische Störungen
aus dem depressiven Formenkreis
grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
gelten (
vgl. vorerwähntes Urteil
9C_25
0/2012 vom 29. November 2012 E.
5
mit Hinweis)
und der Beschwerdeführerin etwa mit der
von den behandelnden Fachpersonen der
B._
(Urk. 3/5 S. 6) als notwendig erachteten
Verlängerung des
sta
tionären
Aufenthalts
zumutb
are Behandlungsmöglichkeiten gegeben waren,
die
sie
nicht ausreichend genutzt hat
.
4.2.4
Was die vo
n
Dr
.
E._
diagnostizierte soziale Phobie gemäss ICD-10 F40.1 (vgl. vorstehend E. 3.1) betrifft, so lässt diese
ebenfalls
keine
Abgrenzung zu den belas
tenden psychosozialen und so
ziokulturellen Faktoren zu, was der An
nahme eines
komorbiden
, eigenständigen Leidens entgegensteht.
4.2.5
Schliesslich
sind die
massgebenden
Morbiditätsk
riterien (
vgl. vorstehend E. 1.5) nicht
in
gehäufter oder
ausgeprägter Weise
erfüllt, was
von
der Be
schwerdefüh
rerin denn auch nicht postuliert wurde.
So
kann nicht von einem mehrjährigen,
chronifi
zierten
Krankheitsverlauf mit unveränderter oder progre
dienter Sympto
matik ohne län
gerdauernde Rückbildung gesprochen werden. Auch gibt es keine Hinweise auf einen verfestigten, therapeutisch nicht mehr beeinflussbaren
in
ner
seelischen
Verlauf, welcher die Schmerzsymptomatik als Ausdruck einer an sich missglückten, psychisch aber entlastenden
Konfliktbe
wältigung
(primärer Krankheitsgewinn) erscheinen liesse, wogegen ein aus der Krankenrolle gezo
ge
ner Nutzen (sekundärer Krankheitsgewinn) nicht auszu
schliessen ist.
Ebenso wenig kann von einem Schei
tern einer konsequent durch
geführten ambulanten oder stationären Behandlung (auch mit unterschiedli
chem therapeutischem An
satz) trotz kooperativer Haltung der versi
cherten Per
son gesprochen werden.
Alsdann
besteht
trotz gewisser Rückzugstendenzen kein sozialer Rückzug in al
len Belangen des Lebens
, da die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge
(Urk. 3/3 S. 3)
abends
jeweils
ge
meinsam mit ihrem Partner
einkaufen geht und nach dem Abendessen mit ihm Freizeitaktivitäten
(Fitnesszentrum, Inline-Ska
ting
, etc.
) unter
nimmt. Vor diesem Hintergrund ist derart offenkundig, dass die Kriterien,
wel
che
ein Abweichen von der
Überwindbar
keitsvermutung
erlauben würden, nicht erfüllt sind, dass offen bleiben kann, ob chronische
k
örperliche Begleiterkrankungen
vorliegen.
4.
3
Zusammenfassend bleibt
nach dem Ausgeführten
festzuhalten, dass
kein invali
disierender
psychischer
Gesundheitsschaden im Sinne von Gesetz und Recht
sprechung
ausgewiesen ist.
Folglich erweist sich
die an
gefochtene Verfügung
vom 11. Juli 2012
(Urk. 2), womit ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf Leistungen der Inva
lidenver
si
cherung verneint wurde, im Ergebnis
als rechtens. Dies führt zur Ab
weisung der dagegen erhobenen Beschwerde.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren kostenpflich
tig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69
Abs.
1
bis
IVG), ermessensw
eise auf Fr. 7
00.-- an
zusetzen und entsprechend dem Ausgang des Verfahrens der
unterliegenden
Beschwerdeführe
rin aufzuerlegen.