# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0a549fb6-679c-4f82-ac16-21ff5d2fdb71
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1956 geborene
X._
ist seit dem 13. April 1995 im Pen
sum
von 40 % als Raumpflegerin bei der Politischen Gemeinde
Y._
angestellt und damit bei der Helsana Unfall AG (Helsana) im Rahmen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) obligatorisch versichert
(Urk. 6/1)
.
Mit Bagatellunfall-Meldung UVG vom 20. Dezember 2012 liess die Versicherte der Helsana mitteilen, sie sei am 4. Dezember 2012 ausgerutsch
t
un
d
habe sich dabei eine leichte Bänderzerr
u
ng am
rechten
Knie sowie einen Riss beim Menis
kus zugezogen
(Urk. 6/1)
.
Die Helsana
erbrachte
in der Folge
Heilbehandlungs
leistungen
. M
it Verfügung vom 7. Nov
ember 2013 (Urk. 6/5)
teilte sie der Versi
cherten mit
, da
s
s
der Vorzustand
per 28. Februar 2013 wieder
erreicht gewesen sei
, weshalb die Leistungen auf diesen Zeitpunkt hin eingestellt würden
. Die
hie
gegen
von der
SWICA Krankenversicherung AG
(SWICA)
, dem
Krankenversi
cherer
von
X._
,
erhobene Einsprache (Urk. 6/11) wies sie am 22. Januar 2014 ab (Urk. 2).
2.
Gegen diesen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) erhob die SWICA am 17. Februar 2014
mit folgenden Anträgen
Beschwerde (Urk.
1 S.
2):
„1.
Der
Einspracheentscheid
vom 22. Januar 2014 sei aufzuheben.
2.
Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, auch über den 28. Februar 2013 hinaus die gesetzlichen Leistungen nach UVG zu erbringen.
3.
Beides unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der
Be
schwerdegegnerin
.“
Die Helsana schloss am 28. Februar 2014 auf Abweisung der Beschwerde
, so
weit
darauf einzutreten sei
(vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 5).
Die mit Verfügung vom
4. März 2014 (Urk. 8) zum Prozess beigeladene Versicherte verzichtete still
schwei
gend auf eine Stellungnahme, was der SWICA und der Helsana am 15. April 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit,
Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne
des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
tür
lichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit an
dern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E.
3.1, 402 E.
4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E.
1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E.
3.1, 119 V 335 E.
1, 118 V 286 E.
1b, je mi
t Hinweisen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt
erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald
der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ur
sache
n beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber der
jenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status
quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht
publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 2
6.
April 1995). Das Dahin
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sund
heitsschadens
muss mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE 119 V 7 E.
3c/
aa
). Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
spre
chende Beweislast - anders als bei der Frage, ob ein
leistungsbegründen
der
natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist - nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr. U 206 S.
328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
2.
2.1
Die Helsana begründete die Leistungseinstellung damit, dass der Unfall vom 4. Dezember 2012 zu
einer Bänderzerrung und zu
einer vorübergehenden Ver
schlimmerung der vorbestehenden
Pangonarthrose
mit
Gelenkspaltverschmäle
rung
geführt habe
(Urk. 2 S. 6)
.
Die kleine Meniskusläsion sei nicht auf das fragliche Ereignis zurückzuführen (Urk. 5 S.
3).
Spätestens
Ende Februar 2013 sei der S
tatus quo sine e
rreicht gewesen
(Urk. 2 S. 6, Urk.
5 S.
3)
. D
ie über
den 28. Februar 2013
hinaus persistierende
Symptomatik
sei mit der Arthrose zu er
klären
; aufgrund der Folgen dieses Gesundheitsschadens – und nicht etwa we
gen der unfallbedingten Läsion – sei auch die
Operation vom 26. September 2013 durchgeführt worden
(Urk. 2 S. 6 f.). Sie
,
die Helsana
,
habe ihre
Leistungs
pflicht
nie anerkannt, sondern sei lediglich – ohne Überprüfung des entspre
chen
den Anspruchs und
ohne Erteilung einer Kostengutsprache
– für die
Heil
be
hand
lungskosten
aufgekommen
(Urk. 5 S. 2 und S. 3).
2.2
Die SWICA stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, indem die Helsana nach dem Sturz vom 4. Dezember 2012 während drei Monaten die
Heilbehand
lungskosten
übernommen habe, habe sie ihre Leistungspflicht für die rechtssei
ti
gen Kniebeschwerden anerkannt. Da das Dahinfallen des natürlichen Kausal
zu
sammenhangs zwischen dem fraglichen Unfall und der persistierenden
Symp
tomatik nicht bewiesen sei, sei die Leistungseinstellung per 28. Februar 2013 zu Unrecht erfolgt. Nachdem die Helsana für die konservativen Massnah
men be
treff
end die Meniskusläsion aufgekommen sei,
sei sie
auch
für
die schliesslich
durchgeführte
arthroskopi
sche
mediale
Teilmeniskektomie
l
eis
tung
spflichtig
(Urk. 1
S. 5 f.).
3.
3.1
Die von der Beigeladenen nach dem Unfall vom 4. Dezember
2012
erstmals am
10. Dezember 2012 konsultierte Hausärztin Dr. med.
Z._
,
Fachärz
tin
FMH für Allgemeine Innere Medizin
,
diagnostizierte am 27. September 2013 ein
am 4. Dezember 2012 erlittenes
Knierotationstrauma mit
Innenmeniskuslä
sion
und
Zerrung des Innenbands
; es handle sich um ausschliesslich
unfallbe
dingte
Schäden
. Die Beigeladene habe angegeben, im Schnee auf Eis ausge
rutscht, in der
Folge
zur
Seite gekippt und dabei auf das rechte Knie gefallen zu sein. Seither
blockiere das Knie und verursache Schmerzen. Es seien ein mini
mer Knieerguss,
Schmerzen über dem medialen Gelenkspalt und positive
Menis
kuszeichen
media
l vorhanden gewesen. Aufgrund des Befunds der MRI-Unter
suchung des rechten
Knies vom 12. Dezember 2012
(vgl. Urk. 7/2)
habe hoch
gradiger Verdacht auf einen
kleinen horizontalen Riss am Übergang des
Hinter
horns
zur Pars
in
ter
media
am Innenmeniskus
bestanden. Es hätten sich eine Zerrung des medialen Kollateralbandes am
femuralen
Ansatz, eine
Trochleadys
plasie
, diskrete Zeichen einer
Pangonarthrose
mit Gelenkspaltverschmälerung und lateraler
Chondro
pa
thie
sowie wenig Bursitis
präpatellaris
beziehungsweise
infrapatellaris
gezeigt.
Sie habe die
Beigeladene, die zuvor an keinen ähnlichen Beschwerden gelitten habe,
einem
Spezialisten
überwiesen
. Die erste Konsulta
tion bei diesem habe am 11. Januar 2013 stattgefunden; nach anfänglich kon
servativer Therapie sei nun aufgrund der Persistenz der Beschwerden bei kleiner mediale
r
Meniskusläsion ein operativer Eingriff vorgesehen. Der Fall sei dem
nach noch nicht abge
schloss
en worden (Urk. 7/1).
3.2
Dr. med.
A._
, Facharzt FM
H für Orthopädische Chirurgie, Sp
ortmedizin SGSM, stellte am 11. Januar 2013 folgende Diagnosen (Urk. 7/3 S. 1):
Status nach Knie
r
otationstrauma am 4. Dezember 2012 mit medialer Kollateralband-Partialläsion rechts
d
iskrete mögliche Oberflächenläsion
am
mediale
n
Meniskushin
ter
horn
Adipositas
Die Beigeladene habe sich am 4. Dezember 2012, als sie
auf vereistem Boden
ausgerutscht sei, ein Rotationstrauma des rechten Knies zugezogen.
Unter loka
ler Anwendung von Kältespray und Rheumasalbe und in letzter Zeit weiterge
führ
tem leichtem Fitnesstraining seien die Beschwerden in den letzten vier Wo
chen kontinuierlich leicht
regredient
gewesen. Aktuell seien beim normalen Ge
hen keine eigentlichen Schmerzen mehr vorhanden. Gelegentlich komme es nacht
s beim Liegen auf der Seite noch zu Druckschmerzen
anteromedial
am rechten Knie (Urk. 7/3 S. 1).
Bei MR-tomografisch lediglich diskreter möglicher Oberflächeneinrisse am medialen
Meniskushinter
horn
und Verdacht auf mediale M
eniskusvorderhornläsion fänden sich aktuell zwar klinisch positive
Meniskus
z
eichen
mit jedoch lediglich sehr leichten Schmerzen. Die Schmerzen hätten im Verlauf der letzten vier Wochen deutlich abgenommen. Die
Beigeladene wün
sche deswegen vo
r
erst keine operative Behandlung.
Es seien
ihr lokale entzün
dungshemmende
Massnahmen empfohlen und Physiotherapie verordnet wor
den
. Sofern die Beschwerden unter dieser Behandlung bis Ende Februar 2013 nicht
vollständig abklängen, werde eine Kniearthroskopie rechts durchgeführt (Urk. 7/3
S. 2).
3.3
Am 27. Februar 2013 berichtete Dr.
A._
über eine leichte
Regredienz
der Be
schwerden
unter Physiotherapie; bei vorübergehender Sistierung der Behand
lung verstärkten sich die Schmerzen indes wieder. Schmerzh
aft sei insbesondere das In-die-
Knie-Gehen. Insgesamt zeige sich ein zeitgerechter Verlauf mit noch mässigen Restbeschwerden im Bereich des medialen Seitenbands.
Klängen die Beschwerden nicht innert spätestens zwei Monaten ab, sei eine Kniearthroskopie mit möglicher medialer
Teilmeniskektomie
zu diskutieren. MR-tomographisch habe sich eine grenzwertige Signalalteration im Bereich des medialen Meniskus gefunden. Die Beigeladene unterziehe sich weiterhin einer Physiotherapie und absolviere selbständig ein Krafttraining (Urk. 7/4).
3.4
In seinem Bericht vom 2. September 2013 stellte Dr.
A._
folgende
Haupt
d
iagnosen
(Urk. 7/5 S. 1):
Status nach Knie
r
otationstrauma am 4. Dezember 2012 mit medialer
Kol
lateralband-Partialläsion
rechts
persistierende symptomatische mediale
Meniskushinterhornläsion
Status nach therapeutischer Knieinfiltration rechts am 2. September 2013
Verdacht auf
Epicondylitis
humeri
ulnaris
rechts
Status nach therapeutischer Infiltration am 2. September 2013
Die Beigeladene gebe
anhaltende
, intermittierend auftretende Schmerzen ante
romedial am rechten Knie an. Die Schmerzen träten insbesondere beim
Bergab
gehen
auf; aktuell seien sie in Ruhe nicht vorhanden. Ein Instabilitätsgefühl be
stehe nicht.
Die regelmässige Physiotherapie habe die Beschwerden nicht voll
stän
dig zum Abklingen bringen können (Urk. 7/5 S. 1). Angesichts der per
sistie
renden Beschwerden im Bereich der kleinen medialen Meniskusläsion sei nun
eine
arthroskopische
mediale
Teilmeniskektomie
rechts vorgesehen. Auf
grund der
zusätzlich vorhandenen
Chondropathie
femorotibial
mediale und
femoropatellar
sei eine diagnostische und therapeutische Knieinfiltration rechts durchgeführt worden. So
llte
dies
e Massnahme
zu einer vollständigen
Beschwer
defreiheit
füh
re
n
, werde der O
perationstermin wieder abgesagt (Urk. 7/5 S. 2).
3.5
Nachdem er am 26. September 2013
am rechten Knie
eine
arthroskopische
me
diale
Teilmeniskektomie
des
Hinterhorns
durchgeführt hatte (vgl.
Operationsbe
richt
vom 30. September 2013, Urk. 7/7), stellte Dr.
A._
im Austrittsbericht vom 30. September 2013 nachstehende Hauptdiagnosen (Urk. 7/6):
Status nach Knierotationstrauma am 4. Dezember 2012 mit medialer Kollateralband-Partialläsion rechts
p
ersistierend
e
symptomatische mediale
Meniskushinterhornläsion
femoropatellar
und
femorotibial
medial betonte, jedoch
trikomparti
mentelle
Gonarthrose
rechts
Status nach therapeutischer Knieinfiltration rechts am 2. September 2013
Der postoperative Verlauf sei komplikationslos gewesen.
3.6
In seiner gestützt auf die Akten verfassten Beurteilung vom 17. Oktober 2013 hielt Prof. Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparats, beratender Arzt der Helsana, fest, die er
hobenen Diagnosen s
tünden lediglich noch in einem möglichen natürlichen Kau
salzusammenhang zum Unfall vom 4. Dezember 2012 (Urk. 7/8 S. 1 f.). Im
MRI vom 12. Dezember 2012
werde eine
Pangonarthrose
mit
Gelenkspaltver
schmä
lerung
beschrieben, was die längere Zeit anhaltenden Beschwerden per se schon erkläre. Die im MRI nachgewiesene kleine Meniskusläsion sei für eine Arthrose nicht untypisch. Die Restbeschwerden ab Ende Februar 2013 seien mit
der – unfallfremden -
Pangonarthrose
zu erklären. Es sei davon auszugehen, dass
das fragliche Ereignis bis Ende Februar 2013 zu einer vorübergehenden Ver
schlimmerung geführt habe; per 28. Februar 2013 sei der Status quo sine er
reicht gewesen. Die Operation vom 26. September 2013 sei nicht
unfallbe
dingt
, sondern wegen der
Gonarthrose
erfolgt (Urk. 7/8 S. 2).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist
die Rechtmässigkeit der Leistungseinstellung per
28. Februar 201
3.
Die Helsana erbrachte
im Zusammenhang mit
dem Unfall vom
4. Dezember 2012 ursprünglich – vorbehaltlos –
Heilbehandlungskosten betreff
end
die Beschwerden am
rechten Knie
und
anerkennt
für die Zeit bis Ende Februar 2013 auch weiterhin
einen
entsprechenden Anspruch
(Urk. 2, Urk. 5)
. Zu prüfen ist demnach, ob der Kausalzusammenhang zwischen der per
sistie
ren
den Symptomatik und dem fraglichen Ereignis
(
spätestens
)
per 28. Februar 2013 dahingefallen ist;
die Beweislast
hiefür
trägt
die
Beschwerde
gegnerin
(E. 1.2).
4.2
Nach Lage der Akten steht fest, dass die Beigeladene im Zeitpunkt des Unfalls am rechten Knie
einen Vorzustand in Form einer
Pang
onarthrose
mit Gelenk
spaltverschmäleru
n
g
aufwies, welche bis dahin asymptomatisch war. Aus den Berichten der behandelnden Ärzte geht sodann einhellig hervor, dass die durch den Unfall ausgelösten rechtsseitigen Kniebeschwerden
nach anfänglich leichter
Regredienz
unter konservativer Behandlung
nie gänzlich abklangen, sondern
bis
zum operativen Eingriff
am 26. September 2013
(Urk. 7/7)
in erheblichem
Aus
mass
persistierten.
Dabei wurden die anhaltenden Schmerzen von sämtli
chen Ärz
ten vor dem Hintergrund
(auch)
des kleinen Meniskusrisses g
esehen, welcher
im – acht Tage nach dem fraglichen Unfall durchgeführten – MRI vom 12. Dezem
ber 2012 (erstmals) bildgebend nachgewiesen wurde
(Urk. 7/2)
.
Dr.
Z._
konstatierte bereits anlässlich der weniger als eine Woche nach dem Ereignis
vom 4. Dezember 2012
erfolgten Erstkonsultation
positi
ve
Menis
kuszeichen
und
erachtete die
Meniskusläsion
– in Kenntnis der
Pangon
arthrose
mit Gelenkspaltverschmälerung -
als unfallkausal (Urk. 7/1). In der
Folge brachte
auch der
Orthopädische Chirurg Dr.
A._
in sämtlichen Berichten zum Aus
druck, dass er von der Ursächlichkeit des Unfalls für den Meniskusriss bezieh
ungsweise die anhaltende Symptomatik im Bereich des rechten Knies ausging
(Urk. 7/3-7)
.
Aufgrund des am 4. Dezember 2012 konkret erlittenen Traumas, des seitherigen Beschwerdeverlaufs und der übereinstimmenden
und einleuchtenden
Einschät
zungen der beiden behandelnden Ärzte
(Urk. 7/1 und Urk. 7/3-7)
erscheint als überwiegend wahrscheinlich, dass die über den 28. Februar 2013 hinaus anhal
ten
den rechtsseitigen Knieschmerzen
weiterhin
in einem natürlichen Kausalzu
sammenhang zum fraglichen Geschehnis standen und der Menisku
sschaden
durch
das am 4. Dezember 2012 erlittene Trauma
verursacht wurde.
D
ass der
Meniskusr
iss degenerativer Natur beziehungsweise durch die
Gonarthrose
be
dingt
sei, wie dies Prof. Dr.
B._
, der beratende Arzt der Helsana, unter Hinweis darauf, dass kleine Meniskusläsionen bei bestehender Arthrose nicht untypisch
seien, dartat (Urk. 7/8), vermag angesichts der geschilderten konkre
ten Gegeben
heiten
nicht zu überzeugen. Vom überwiegend wahrscheinlichen
Erreichen
des Status quo sine per Ende Februar 2013 kann daher nicht ausge
gangen werden.
4.
3
Zusammenfassend ergibt sich, dass das Dahinfallen des natürlichen Kausalzu
sammenhangs zwischen dem Unfall vom
4. Dezember 2012
und den über den
28. Februar 2013
hinaus persistierenden
und zum operativen Eingriff vom 26. September 2013 führenden
Beschwerden nicht als überwiegend wahr
schein
lich erscheint
. Da die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen demnach zu Unrecht per Ende Februar 2013 ei
n
stellte, ist d
ie Beschwerde gutzuheissen.
5.
Betreffend den Antrag de
r
obsiegenden Beschwerdeführerin auf Zusprechung einer
Prozessentschädigung (Urk. 1 S. 2) ist festzuhalten, dass Art. 61
lit
. g des
Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
den Anspruch auf Parteientschädigung auf die
Beschwerde führende
Person
einschränkt. Versicherungsträgern
steht
grundsätzlich
kein
Parteient
schädigungs
an
spruch
zu (vgl.
Kieser
, ATSG-Kommentar, 2. Auflage, Zürich 2009,
Rz
. 114 zu Art. 61)
. Es besteht kein
Anlass
, bei
der Beschwerdeführerin von diesem Grund
satz abzuweichen.