# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2121701e-7510-436f-9768-4f850f9b5f89
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A. wurde am _ in Z. geboren, wo er zusammen mit drei Brüdern in eher schwierigen Verhältnissen bei der Mutter aufwuchs. In Z. besuchte er die Primar- und Realschule. Im Jahr 2000 begann er eine Lehre als Koch im Restaurant B., welche er im Jahr 2004 ohne Abschluss beendete. Danach arbeitete er noch einige Monate in besagtem Restaurant weiter. Von September 2004 bis Ende März 2005 war er arbeitslos und erhielt eine monatliche Arbeitslosenentschädigung in Höhe von ungefähr Fr. 3'000.--. Anschliessend trat er in das Einsatzprogramm ProWiv des KIGA Graubünden ein, in dessen Rahmen er von Juni 2005 bis April 2006 als Koch im Restaurant C. in Z. arbeitete und einen Nettolohn von Fr. 3'250.-- erzielte. Nach einem Temporärjob begann er im September 2006 im Restaurant D. in Z. zu arbeiten, wo er das dritte Jahr seiner Kochlehre absolvierte und einen Monatslohn von brutto Fr. 800.-- erhielt. Im Jahr 2007 schloss er die Kochlehre mit Erfolg ab und war bis Februar/März 2008 weiterhin im Restaurant D. arbeitstätig. In den Monaten Februar, März und Mai 2008 befand er sich in Untersuchungshaft in Y., woraufhin er die Arbeitsstelle verlor und bei seiner Mutter in Z. lebte. Seit dem 18. September 2008 befindet er sich in der Strafanstalt E. in X. im Strafvollzug.
A. verfügt über kein Vermögen. Beim Betreibungsamt des Kreises Z. weist er 52 Betreibungen über insgesamt Fr. 49'851.05 und 23 offene Verlustscheine über Fr. 38'209.80 auf. Er ist ledig und hat keine Unterhalts- sowie Unterstützungspflichten.
Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist A. mit fünf Eintragungen verzeichnet: Am 19. Januar 2005 wurde er vom Kreispräsidenten Z. mit einer Busse von Fr. 300.-- wegen mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz bestraft. Am 12. Dezember 2006 wurde er vom Kantonsgericht Graubünden mit einer Gefängnisstrafe von 18 Monaten, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 3 Jahren, wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG, mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a BetmG, mehrfachen Diebstahls etc. bestraft. Am 17. Juli 2007 wurde er vom Kreispräsidenten Z. zu einer gemeinnützigen Arbeit von 240 Stunden und einer Busse von Fr. 500.-- wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand etc. bestraft. Dabei verzichtete der Kreispräsident auf den Widerruf der bedingt aufgeschobenen Vorstrafe vom 12. Dezember 2006, wobei er deren Probezeit um ein Jahr verlängerte und eine Verwarnung aussprach. Am 20. März 2008 wurde er vom Kreispräsidenten Z. zu einer (unbedingten) Freiheitsstrafe von 90 Tagen wegen Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 BetmG und mehrfacher
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Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG verurteilt. Bezüglich der Vorstrafe vom 12. Dezember 2006 wurde er erneut verwarnt. Schliesslich wurde A. am 11. September 2008 vom Kreisgericht Werdenberg-Sargans zu einer (unbedingten) Freiheitsstrafe von 13 Monaten und einer Busse von Fr. 300.-- wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das BetmG etc. verurteilt. Dabei wurde die am 12. Dezember 2006 bedingt ausgefällte Freiheitsstrafe von 18 Monaten für vollziehbar erklärt.
Im SVG-Massnahmenregister (ADMAS) figuriert A. mit zwei Eintragungen: Am 11. November 2004 wurde er wegen Belästigung von Strassenbenützern und Anwohnern verwarnt und am 12. Januar 2005 entzog ihm das Strassenverkehrsamt Graubünden den Führerausweis wegen Betäubungsmittelkonsums auf unbestimmte Zeit.
A. befand sich vom 15. bis 17. August 2008 wegen des vorliegenden Verfahrens in Z. in Polizeihaft. Seit dem 18. September 2008 befindet er sich in der Strafanstalt E. im Strafvollzug, wo er sich durch ein anständiges und freundliches Benehmen auszeichnet. Im Zeitraum vom 23. Oktober 2008 bis zum 2. Januar 2009 erhielt er neun Disziplinierungen, unter anderem wegen Besitzes von Heroin, Kokain, Haschisch und Marihuana. Er wurde dreimal auf Heroin, achtmal auf Kokain und dreimal auf Cannabis positiv getestet. Seit Januar 2009 musste er nicht mehr diszipliniert werden. Er wird von der zuständigen Werkmeisterin des Wäschepools als guter, zuverlässiger und leistungswilliger Arbeiter bezeichnet. Seit seinem Eintritt in die Justizvollzugsanstalt nimmt er am Methadonprogramm teil, in dessen Rahmen er täglich zwischen 50 und 70 mg Methadon zu sich nimmt.
Im Zuge der durchgeführten Strafuntersuchung wurde A. durch Dr. med. F., Leitender Arzt Forensischer Dienst der Psychiatrischen Dienste Graubünden, einer psychiatrischen Begutachtung unterzogen. Der Gutachter gelangte dabei in seinem Gutachten vom 3. Dezember 2009 zum Schluss, dass A. zum Zeitpunkt der ihm vorgeworfenen Taten sowohl an einer aktiven Heroin- als auch an einer aktiven Kokainabhängigkeit gelitten habe. Darüber hinaus zeigten sich akzentuierte Persönlichkeitszüge mit vorwiegend dissozialen Anteilen. Die Schuldfähigkeit im Sinne von Art. 19 StGB sei nicht vermindert gewesen. Grundsätzlich sei er zur Einsicht in das Unrecht der ihm vorgeworfenen Taten fähig gewesen. Aufgrund der ausgeprägten Suchterkrankung und der damit verbundenen Persönlichkeitsdepravation sei seine Fähigkeit gemäss dieser Einsicht zu handeln aus gutachtlicher Sicht leichtgradig vermindert gewesen.
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Sollte er wieder drogenrückfällig werden, bestehe die deutlich erhöhte Gefahr, wieder straffällig zu werden, wobei erneutes Handeln mit Drogen im Vordergrund stehe. Die Motivation für eine stationäre Massnahme sei nicht gegeben, so dass die Anordnung einer solchen auch nicht erfolgversprechend sei und aus gutachtlicher Sicht nicht empfohlen werden könne. Eine ambulante Massnahme könnte die Gefahr eines Rückfalls vermindern, weshalb eine solche zu empfehlen wäre. Diese könnte, wie bereits begonnen, zunächst vollzugsbegleitend, später dann ambulant durchgeführt werden. Ebenso wenig zu empfehlen sei schliesslich die Einweisung in eine Massnahmeanstalt für junge Erwachsene.
B. Am 12. Dezember 2008 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden ein Strafverfahren gegen A. wegen Entwendung eines Personenwagens zum Gebrauch und wies die Untersuchung dem Untersuchungsrichteramt Z. zu. Der zuständige Untersuchungsrichter setzte mit Verfügung vom 11. Mai 2009 Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge mit Wirkung ab dem 6. Mai 2009 als amtlichen Verteidiger von A. ein. Nachdem das Untersuchungsrichteramt Z. die erforderlichen Beweiserhebungen vorgenommen hatte, wurde die Untersuchung mit Verfügung vom 14. Dezember 2009 geschlossen. Mit Verfügung vom 20. Januar 2010 versetzte die Staatsanwaltschaft Graubünden A. wegen verschiedener Delikte in Anklagezustand. Dieser Anklage liegt gemäss Staatsanwaltschaft Graubünden folgender Sachverhalt zugrunde:
„1. Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG
1.1 Im Zeitraum zwischen dem 7. Mai 2008 und ca. dem 20. Juli 2008 kaufte A. bei einem Albaner namens G. in W. mindestens 88.7 Gramm Heroin und bezahlte dafür ca. CHF 3'200.00. Mindestens 19.8 Gramm davon verkaufte resp. gab er an verschiedene Personen in Z. weiter. In der gleichen Zeitspanne kaufte er bei einem Schwarzafrikaner in V. mindestens 27.7 Gramm Kokain und bezahlte dafür rund CHF 1'900.00. Mindestens 1.1.Gramm davon verkaufte oder gab er an verschiedene Drogenkonsumenten weiter.
Im Einzelnen handelt es sich um folgende Fälle:
a) Am 15. August 2008 übergab er H. 0.2 Gramm Heroin und 0.2 Gramm Kokain.
b) Zwischen dem 9. und dem 15. August 2008 übergab er I. mindestens 0.4 Gramm Heroin und 0.1 Gramm Kokain. Diese und ihr Freund J. schenkten ihm dafür am 14. August 2004 2.4 Gramm Haschisch.
c) Zwischen dem 20. Juli und dem 27. Juli 2008 verkaufte er K. 0.5 Gramm Heroin und 0.3 Gramm Kokain für insgesamt CHF 80.00. Dabei erzielte er einen Gewinn von CHF 10.00.
d) Zwischen dem 20. Juli und dem 27. Juli 2008 verkaufte er L. unter zwei Malen insgesamt 1.00 Gramm Heroin für CHF 100.00.
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e) Ende Juni 2008 verkaufte er M. 5 Gramm Heroin für CHF 250.00.
f) Ende Juli 2008 verkaufte er N. 0.40 Gramm Heroin für CHF 80.00.
g) Ende Juli 2008 übergab er O. 0.3 Gramm Heroin. Im Gegenzug erhielt er 80 Milligramm Methadon.
h) Anfangs August 2008 verkaufte er P. 0.5 Gramm Kokain für CHF 50.00.
i) Zwischen August und anfangs September 2008 verkaufte er Q. mindestens 12 Gramm Heroin. Dafür bezahlte Q. zwischen CHF 400.00 und CHF 500.00.
Am 15. August 2008 wurden in der Wohnung von A. an der U. in Z. 35.4 Gramm Heroin, 8.3 Gramm Kokain und 2.4 Gramm Haschisch und CHF 1'500.00 sichergestellt (Kapo Lager Nr. 267/08; SD 4). A. beabsichtigte, 10 Gramm des sichergestellten Heroins an Q. zu verkaufen. Die restlichen Drogen waren hauptsächlich für den Eigenkonsum bestimmt. Das Geld, welches für die Beschaffung von Drogen für Dritte bestimmt war, und die sichergestellten Drogen wurden am 18. Mai 2009 untersuchungsrichterlich beschlagnahmt.
Die Auswertung des am 15. August 2008 bei A. sichergestellten Heroins, welches bei „G.“ gekauft wurde, ergab einen Reinheitsgehalt (DAM-Base) von 39%. Ausgehend von diesem Reinheitsgrad verkaufte resp. beabsichtigte zu verkaufen resp. gab A. in der genannten Zeitspanne insgesamt 11.62 Gramm reines Heroin ab (19.8 + 10 Gramm Heroin). Die Auswertung des am gleichen Tag sichergestellten Kokains ergab einen Reinheitsgehalt (Cocain-Base) von 40%. Ausgehend von diesem Reinheitsgrad verkaufte resp. gab A. insgesamt 0.44 Gramm reines Kokain ab.
1.2 Im Sommer 2008 kaufte A. von einem gewissen R. in T. 50 Gramm Heroin für insgesamt CHF 1'200.00. Wegen der schlechten Qualität des Heroins gab er es dann dem Verkäufer zurück. Bei der Rückgabe des Heroins erhielt er vom Verkäufer weitere 100 Gramm Heroin, ohne sie bezahlen zu müssen. Wegen der schlechten Qualität auch dieses Heroins, gab er 75 bis 80 Gramm davon an S. in ZZ. weiter. Dieser gab ihm im Gegenzug andere 100 Gramm Heroin, wovon er aber nur 50 Gramm, zu einem Preis von CHF 2'000.00, bezahlen musste. Nebst diesen 100 Gramm Heroin kaufte er noch unter mehreren Malen bei S. und BB. in ZZ. weitere 400 Gramm Heroin. Für insgesamt 500 Gramm Heroin bezahlte er CHF 17'000.00.
Mindestens 300 Gramm dieses Heroins verkaufte resp. übergab er an folgende Personen:
a) Im Zeitraum zwischen August und Mitte September 2008 besorgte er CC. unter vier Malen insgesamt 200 Gramm Heroin.
b) Im Zeitraum zwischen August und Mitte September 2008 besorgte er Q. unter vier Malen insgesamt 60 Gramm Heroin für insgesamt CHF 2'400.00. Dabei verdiente er nichts, wobei er beim Kauf des Heroins vom Dealer jeweils etwas mehr Heroin für sich erhielt.
c) Im Zeitraum zwischen August und Mitte September 2008 gab er DD. mindestens 40 Gramm Heroin ab.
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Im Zeitraum zwischen August 2008 und Mitte September 2008 kaufte zudem K. über A. mindestens 40 Gramm Heroin bei S. und BB.. Bei den Retourfahrten von ZZ. nach Z. gab A. K. zusätzlich mindestens 0.6 Gramm Heroin zum Gemeinschaftskonsum ab.
Geht man aufgrund der letzten, vor dem Untersuchungsrichter am 31. August 2009 gemachten Angaben des Angeklagten aus, ist zu seinen Gunsten von einem durchschnittlich schlechten bis mittelmässigen Reinheitsgrad des in ZZ. gekauften Heroins von mutmasslich 20% auszugehen. Somit hat er in der genannten Zeitspanne (bei insgesamt 340.6 Gramm Heroin) Handel mit ca. 68.12 Gramm reinem Heroin betrieben.
1.3 Anlässlich der Festnahme des Angeklagten am 18. September 2008 wurden CHF 905.80 und EUR 100.00 sichergestellt. Dieses Geld war für den Kauf von Drogen bestimmt. Die Verbindungsaufnahme mit den Drogenabnehmern und -lieferanten erfolgte meist per Telefon. Zwei Mobiltelefone des Angeklagten (Sony Ericsson, K800i, mit der Rufnummer _) und (Nokia, 6110 Navigator [ohne SIM-Karte]) wurden am 18. September 2008 von der Polizei sichergestellt. Das Geld und diese Mobiltelefone wurden am 18. Mai 2009 untersuchungsrichterlich beschlagnahmt.
2. mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG
In der Zeitspanne vom 7. Mai 2008 bis am 31. Juli 2009 konsumierte der Angeklagte rund 280 Gramm Heroin und 17.5 Gramm Kokain.
3. Entwendung eines Personenwagens zum Gebrauch gemäss Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG und Fahren trotz Führerausweisentzugs gemäss Art. 95 Ziff. 2 SVG
Mit Verfügung vom 12. Januar 2005 entzog das Strassenverkehrsamt Graubünden A. den Führerausweis für sämtliche Kategorien, Unterkategorien und Spezialkategorien vorsorglich auf unbestimmte Zeit. Am Nachmittag des 18. September 2008 entwendete der Angeklagte das Motorfahrzeug Fiat Bravo, Kontrollschild GR_, von DD.. In der Folge lenkte er es trotz Führerausweisentzugs von Z. bis YY. und von dort zurück nach Z..
4. Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB
Am 3. Juli 2008 sandte A. EE. mit dem Mobiltelefon von O. folgende SMS-Nachricht: „I han dier gseit, misch di nit in mini bezühig i!!! du häsches glich gmacht und darum sägi dier etz, gnüss dia täg wo da no häsch, keina weiss wens passiert. Denk bald“. Dabei setzte der Angeklagte EE. in Angst und Schrecken.
Am 3. Juli 2008 stellte EE. Strafantrag gegen A. wegen Drohung.
5. Missbrauch einer Fernmeldeanlage gemäss Art. 179septies StGB
Zwischen dem 28. April 2008 und dem 3. Juli 2008 belästigte A. 5 Mal durch Telefonanrufe und zweimal per SMS EE., weil dieser eine Beziehung zu seiner Ex-Freundin hatte. Dabei verwendete A. sein Mobiltelefon und die Mobiltelefone von N. und O..
Am 3. Juli 2008 stellte EE. Strafantrag gegen A. wegen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage.“
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C. Anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Plessur vom 18. März 2010 erklärte sich A. bereit, sich der im Gutachten vom 3. Dezember 2009 vorgeschlagenen ambulanten Therapie zu unterziehen, zumal er im Strafvollzug bereits damit angefangen habe. Den ihm zur Last gelegten Sachverhalt anerkannte er mehrheitlich, stellte jedoch den Verkauf von 5 Gramm Heroin für Fr. 250.-- an M. Ende 2008 sowie denjenigen von 12 Gramm Heroin an Q. in Abrede. Weiter treffe es nicht zu, dass er das Fahrzeug seiner Freundin DD. ohne deren Einverständnis genommen habe; sie habe gewusst, dass er an diesem Tag mit ihrem Fahrzeug von Z. nach Zürich und wieder zurückfahren werde.
Die Staatsanwaltschaft Graubünden stellte in der Ergänzung der Anklageschrift vom 20. Januar 2010 folgende Anträge:
„1. A. sei der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG, der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG, der Entwendung eines Personenwagens zum Gebrauch gemäss Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG und des Fahrens trotz Führerausweisentzugs gemäss Art. 95 Ziff. 2 SVG, der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB sowie des Missbrauch einer Fernmeldeanlage gemäss Art. 179septies StGB schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er - teilweise im Zusatz zum Entscheid vom 11. September 2008 - zu einer Freiheitsstrafe von 22 Monaten sowie einer Busse von Fr. 300.--, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 5 Tagen, zu bestrafen.
Die erstandene Polizeihaft von 3 Tagen sei an die Freiheitsstrafe anzurechnen.
3. Für die Dauer des Strafvollzugs sei vollzugsbegleitend eine ambulante therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB anzuordnen. Im Rahmen der Behandlung wird an den möglichen Problemlösestrategien und an der Sicherung der Abstinenzmotivation zu arbeiten sein.
4. Das beschlagnahmte Geld (insgesamt CHF2’405.80 und EUR 100.00), die beschlagnahmten Drogen (35.4 Gramm Heroin, 8.3 Gramm Kokain und 2.4 Gramm Haschisch) und die Mobiltelefone seien gerichtlich einzuziehen.
5. Kostenfolge sei die gesetzliche.“
In seinem Schlusswort hielt der Angeklagte fest, die Inhaftierung habe es ihm ermöglicht, von den Drogen wegzukommen und längere Zeit abstinent zu sein. Er sei davon überzeugt, dass er sich zukünftig auch in Freiheit von Drogen fernhalten könne. Er wünsche sich nichts sehnlicher als ein geordnetes Leben mit einer eigenen Familie.
D. Mit Urteil vom 18. März 2010, mitgeteilt am 7. Juli 2010, erkannte das Bezirksgericht Plessur wie folgt:
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„1. A. ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG, der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG, der Entwendung eines Personenwagens zum Gebrauch gemäss Art. 94 Ziff. 1 Abs. 1 SVG, des Fahrens trotz Führerausweisentzuges gemäss Art. 95 Ziff. 2 SVG, der Drohung gemäss Art. 180 Abs. 1 StGB sowie des Missbrauchs einer Fernmeldeanlage gemäss Art. 179septies StGB.
2. Dafür wird er - teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Kreisgerichtes Werdenberg-Sargans vom 11. September 2008 - zu einer Freiheitsstrafe von 20 Monaten sowie einer Busse von CHF 300.00 verurteilt. Die erstandene Polizeihaft von 3 Tagen ist an die Freiheitsstrafe anzurechnen.
3. Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 3 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit A. dieselbe schuldhaft nicht bezahlt.
4. Für die Dauer des Strafvollzuges wird vollzugsbegleitend eine ambulante therapeutische Massnahme im Sinne von Art. 63 StGB angeordnet. Im Rahmen der Behandlung ist an möglichen Problemlösestrategien und der Sicherung der Abstinenzmotivation zu arbeiten.
5. Das beschlagnahmte Geld (insgesamt CHF 2'405.80 und EUR 100.00), die beschlagnahmten Drogen (35.4 Gramm Heroin, 8.3 Gramm Kokain und 2.4 Gramm Haschisch) sowie die Mobiltelefone werden gerichtlich eingezogen. Die Drogen sind zu vernichten und die Mobiltelefone, sofern möglich, zu verwerten, ansonsten zu vernichten.
6. a) Die Kosten des Verfahrens von CHF 11'679.80 (Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 5'787.60, Gerichtskosten von CHF 1'500.00 und Honorar der amtlichen Verteidigung von CHF 4'392.20) gehen zu Lasten des Verurteilten.
b) Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden vorschussweise aus der Gerichtskasse beglichen.
c) Die Kosten der angerechneten Polizeihaft sowie des Strafvollzugs gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. Die Kosten des Massnahmevollzugs sind von der Stadt Z. zu tragen. Der Verurteilte hat sich daran sowie an den Kosten für den Strafvollzug nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.

## Considerations