# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0491cbe8-c861-4e37-afce-0595a05fcd8b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1959 geborene
X._
ist Schweizer Bürger. Nachdem er am 1. April 2019
aus
Y._
nach
Z._
zugezogen war (Urk. 7/11),
unterzeichnete
er am 21. Juni 2019 bei der
Vivao
Sympany
AG (nachfolgend:
Sympany
) einen An
trag für eine obligatorische Krankenpflegeversicherung nach dem Bundesgese
tz über die Krankenversicherung
(KVG; Urk. 7/10
)
und
ist seit dem 1. April 2019
bei der
Sympany
obligatorisch kranken
pflege
versichert
(Police vom 11. Juli 2019, Urk. 7/2)
. Infolge Nichtbegleichens ausstehender Prämien und
einer
Kostenbe
teiligung leitete die
Sympany
über den Betrag von Fr. 1'2
84
.
10
beim Betreibungs
amt Pfannenstiel die Betreibung gegen den Versicherten ein (
Zahlungsbefehl vom
13. Mai
2020,
Urk. 7/6
; Betreibungsandrohung vom 10. März 2020, Urk. 7/5 S. 9
).
Der Versicherte erhob am 14. Mai 2020 Rechtsvorschlag (Urk. 7/6).
Mit Verfügung vom 29. Mai 2020 (Urk. 7/7) verpflichtete die
Sympany
den Ver
sicherten zur Bezahlung der für die Monate November 2019 bis Januar 2020 aus
stehenden KVG-Prämien von total Fr. 943.15 sowie der ausstehenden Kostenbe
teiligung von Fr. 67.65 zuzüglich 5 % Verzugszins
auf den Prämienausständen (
ab mittlerem
Verfall)
, der Mahnspesen und Bearbeitungskosten von insgesamt Fr. 200.-- sowie der Betreibungskosten von Fr. 73.30 und hob den vom Ver
sicher
ten in der Betreibung Nr.
«...»
am 14. Mai 2020 erhobenen Rechtsvor
schlag auf (vgl. Zahlungsbefehl vom 13. Mai 2020, Urk. 7/6). Die dagegen vom Versi
cherten am 26. Juni 2020 erhobene Einsprache (Urk. 7/8) wies die
Sympany
mit
Einspracheentscheid
vom 19. Januar 2021 ab (Urk. 2 [= Urk. 7/9]).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 19. Januar 2021 (Urk. 2) erhob der Ver
si
cherte mit Eingabe vom 20. Februar 2021 Beschwerde und beantragte dessen Aufhebung mangels
Bestehens
eines Versicherungsverhältnisses und
demzufolge
mangels Bestehens einer Schuld (Urk. 1). Die
Sympany
schloss mit Beschwerde
antwort vom 26. März 2021 auf Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers (Urk. 6). Mit Verfügung vom 31. März 2021 wurde dem
Beschwerdeführer
die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht und die Parteibezeichnung
berichtigt
(Urk. 8).
Der Einzelrichter

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert Fr. 3
0’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einz
elrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
[
GSVGer
] in der ab 1.
Juni 2020 geltenden Fas
sung
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
erwog
im angefochtenen Entscheid vom 19. Januar 2021, die Wohnsitzbestätigung der Gemeindeverwaltung
Z._
belege, dass der Beschwerdeführer per 1. April 2019 aus
Y._
zugezogen sei. Aufgrund der Bestimmungen von Art. 3 Abs. 1 sowie Art. 5 Abs. 1 KVG sei es nicht möglich, vom Versicherungsbeginn per 1. A
pril 2019 abzu
weichen, zumal sich die in Art. 3 Abs. 1 KVG festgehaltene dreimonatige Frist auf den Zeitraum beziehe, welcher zur Verfügung stehe, um rückwirkend eine Versicherung abzuschliessen. Folglich bestehe ein Versicherungsverhältnis und der Beschwerdeführer habe die ge
schul
deten Prämien samt Zins, die Kostenbeteiligung, die Mahngebühren und Be
arbei
tungskosten sowie die Betreibungskosten zu bezahlen. Das Sozialver
siche
rungs
gericht
des Kantons Zürich
sei
zudem
aufgrund von Art. 58 Abs. 1
des Bun
desge
setzes über den
A
llgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
zuständig (Urk. 2 und 8).
2.2
Der Beschwerdeführer argumentierte demgegenüber, er schulde der Beschwerde
gegnerin kein Geld, da kein gültiger Versicherungsvertrag bestehe. Der von ihm
unterzeichnete Versicherungsantrag
mit Versicherungsbeginn am 1. Juli 2019 sei
von der Beschwerdegegnerin nachträglich handschriftlich abgeändert worden, was
eine Urkundenfälschung darstelle.
Weil
Versic
herungen nicht rückwirkend abge
schlossen werden könnten, sei der Versicherungsbeginn am 1. Juli 2019 korrekt.
Weiter stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt,
für die Frage der örtlichen Zuständigkeit eines Gerichtes
sei
das Domizil der bekla
gten Partei aus
schlaggebend; daher
sei nicht das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, sondern ein Basler Gericht zuständig (Urk. 1).
3
.
Vorab zu prüfen ist die Rüge des Beschwerdeführers,
wonach die Zuständigkeit zur Behandlung der
Beschwerde
nicht beim hiesigen Gericht, sondern bei einem Basler Gericht liege (Urk. 1).
Art. 58 Abs. 1 ATSG
besagt, dass die
örtliche
Zuständigkeit im Rechtspflegever
fahren
beim
Versicherungsgericht
desjenigen Kantons
liegt, in dem
die ver
si
cher
te
Person
zur Zeit
der Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat
(vgl. auch
Kieser
,
ATSG-Kommentar,
4
. Auflage, Zürich/Basel/Genf
2020
, Art. 58 N 4, 7, 12 und 14)
.
D
er Beschwerdeführer
erhob
am 20. Februar 2021 Beschwerde beim hiesigen Ge
richt (Urk. 1) und legte
dieser
eine Meldebestätigung der Gemeinde
Z._
vom 4. April 2019 bei (Urk. 3/3; vgl. auch Urk. 7/11). Daraus ist ersichtlich, dass
der Beschwerdeführer am 1. April 2019 Wohnsitz in
Z._
, mithin im
Kan
ton
Zürich, begründet hat
. Der Nachweis eines Wegzuges aus der Gemeinde
Z._
respektive aus dem Kanton Zürich
ist in den Akten weder enthalten noch wird
ein
Wegzug
vom Beschwerdeführer geltend gemacht. Folglich
hatte
der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung Wohnsitz im
Kan
ton Zürich, weshalb
die
örtliche
Zuständigkeit zur Behandlung
der
Beschwerde
ge
stützt auf Art. 58 Abs. 1 ATSG
beim hiesigen Gericht liegt
.
4
.
4
.1
4.1.1
Nach
Art. 3 Abs. 1 KVG
muss sich
jede Person mit Wohnsitz in der Schweiz innert drei Monaten nach der
Wohnsitznahme
oder der Geburt in der Schweiz für Kran
kenpflege versichern oder von ihrem gesetzlichen Vertreter beziehungsweise ihrer gesetzlichen Vertreterin versichern lassen.
Der Wohnsitz bestimmt sich dabei nach Art. 23-26 des schweizerischen Zivilge
setzbuches (ZGB;
vgl.
Art. 13 Abs. 1 ATSG
; für den Wohnsitzbegriff gemäss Art. 3 Abs. 1 KVG im Besonderen verweist der Verordnungsge
ber in Art. 1 Abs. 1 der Verord
nung über die Krankenversicherung [KVV] ebenfalls auf Art. 23-26 ZGB). Nach Art. 23 Abs. 1 ZGB befindet sich der Wohnsitz einer Person an dem Ort, wo sie sich mit der Absicht dauernden Verbleibens aufhält
(vgl. zum Ganzen
Eugster
, Krankenversicherung, in: Meyer [Hrsg.], Schweizerisches Bundesverwal
tungsrecht [SBVR], Soziale Sicherheit, 3. Auflage, Basel 2016, S. 419
Rz
. 32)
.
4
.
1.
2
Art. 5 Abs. 1 KVG sieht vor, dass bei einem rechtzeitigen Beitritt im Sinne von Art. 3 Abs. 1 KVG die Versicherung im Zeitpunkt der Geburt oder der
Wohnsitz
nahme
in der S
chweiz beginnt
(
Eugster
, a.a.O., S. 446
Rz
. 127 f.)
.
Die versiche
rungspflichtige Person kann dabei nicht wählen, ob sie rückwirkend oder bloss pro
futuro
versichert sein möchte; vielmehr hat sie den rückwirkenden Versiche
rungsbeginn ab
Wohnsitznahme
zu akzeptieren (
Eugster
, a.a.O., S. 447
Rz
. 130).
Nach Art. 5 Abs. 2 KVG beginnt die Versicherung bei einem verspäteten Beitritt im Zeitpunkt
des Beitritts
.
B
ei nicht entschuldbarer Verspätung
entrichtet die ver
sicherte Person
einen Prämienzuschlag
, wobei der Bundesrat dafür die Richtsätze festlegt
(
Eugster
, a.a.O., S. 446
Rz
. 128)
.
4.2
Der Beschwerdeführer zog aktenausweislich am 1. April 2019
aus
Y._
in die Schweiz (Urk.
3/3,
7/11)
, mithin gab er seinen Auslandwohnsitz auf und be
gründete am 1. April 2019 Wohnsitz in
Z._
im Kanton Zürich. Nach Art. 3 Abs. 1 KVG war er in der Folge verpflichtet, sich innert drei Monaten ab
Wohn
sitznahme
in der Schweiz für Krankenpflege zu versichern. Aus den Akten
ist
ersichtlich
, dass der Beschwerdeführer den Antrag für eine obligatorische Kran
kenpflegeversicherung bei der Beschwerdegegnerin am 21. Juni 2019 unter
zeich
net
hat
(Urk. 7/10),
er sich
folglich rechtzeitig
, innerhalb der
gesetzlich vor
gese
henen dreimonatigen Frist seit
Wohnsitznahme
am 1. April 2019
,
versichert hat.
Da sich der Beschwerdeführer rechtzeitig
versichert
hat
,
beginnt
die Versicherung
– und damit auch der Versicherungsschutz –
im Zeitpunkt
des Eintritts der Ver
sicherungspflicht, mithin im Zeitpunkt
der
Wohnsitznahme
in der Schweiz (Art. 5 Abs. 1 KVG
; BGE 125 V 76 E. 3b
). Mit anderen Worten begann die Versicherung rückwirkend auf den Zeitpunkt der
Wohnsitznahme
,
folglich am 1. April 2019
(BGE 125 V 76 E. 2b; vgl. auch
Eugster
, a.a.O., S. 446
Rz
. 128).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers stand es
ihm auch
nicht offen, zu wählen, ob er rückwirkend auf den 1. April 2019 oder pro
futuro
, ab 1. Juli 2019
,
versichert sein wollte
.
Vielmehr hat
(
te
)
er den von der Beschwerdegegnerin
korrekt
fest
gelegten rückwirkenden Versicherungsbeginn per 1. April 2019 zu akzeptieren (vgl. E. 4.1.2).
4.3
Nach dem Gesagten
bestand
und
–
mangels anderweitiger
Hinweise
in den Akten
–
besteht seit
1. April 2019
ein gültiges Versicherungsverhältnis
zwischen dem Beschwerdeführer und der Beschwerdegegnerin
, weshalb
der Beschwerdeführer
(
auch rückwirkend
ab 1. April 2019
)
die entsprechenden Beiträge
, mithin Prämien und Kostenbeteiligungen,
zu leisten hat (
Eugster
, a.a.O., S. 446
Rz
. 128)
.
5
.
5.1
In der Folge ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu Recht zur Bezahlung
von insgesamt Fr.
1'010.80
(für die
ausstehenden KVG-Prä
mien für die Monate November
2019 bis Januar 2020
sowie
für die ausstehende
Kostenbeteiligung
)
zuzüglich
5 %
Verzugszins
,
der
Mahn
spesen
und
Bearbei
tungskosten
von insgesamt
Fr. 200.--
sowie der
Betreibungskosten von Fr. 73.30 verpflichtet hat, und ob insoweit der Rechtsvorschlag aufgehoben werden kann.
5.
2
5.2
.1
Nach Art. 61 Abs. 1 KVG legt der Versicherer die Prämien fest. Diese sind im Voraus und in der Regel monatlich zu bezahlen (Art. 90 KVV).
Der Satz für den Verzugszins auf fällige Prämien nach Art. 26 Abs. 1 ATSG beträgt 5 Prozent im Jahr (Art. 105a KVV).
5.2
.2
Art. 64 Abs. 1 KVG sieht vor, dass sich die Versicherten an den Kosten der für sie erbrachten Leistungen beteiligen. Die Kostenbeteiligung besteht aus einem festen Jahresbetrag (Franchise; Art. 64 Abs. 2
lit
. a KVG) sowie 10 % der die Franchise übersteigenden Kosten (Selbstbehalt; Art. 64 Abs. 2
lit
. b KVG).
5.
2
.3
Art. 64a KVG und Art. 105b ff. KVV regeln die Folgen des Zahlungsverzuges von Prämien und Kostenbeteiligungen.
Nach Art. 64a KVG hat der Versicherer der versicherten Person, welche fällige Prämien oder Kostenbeteiligungen nicht bezahlt, nach mindestens einer schrift
lichen Mahnung eine Zahlungsaufforderung zuzustellen, ihr eine Nachfrist von 30 Tagen einzuräumen und sie auf die Folgen des Zahlungsverzuges hinzuweisen (Abs. 1). Bezahlt die versicherte Person trotz Zahlungsaufforderung die Prämien, Kostenbeteiligungen und Verzugszinsen nicht innert der gesetzten Frist, so muss der Versicherer die Betreibung anheben (Abs. 2).
Gestützt auf Art. 105b KVV muss der Versicherer die Zahlungsaufforderung bei Nichtbezahlung von Prämien und Kostenbeteiligungen spätestens drei Monate ab deren Fälligkeit un
d getrennt von allfälligen anderen Zah
lungsausständen zustel
len (Abs. 1). Verschuldet die versicherte Person Aufwendungen, die bei rechtzei
tiger Zahlung nicht entstanden wären, so kann der Versicherer angemessene Be
arbeitungsgebühren erheben, sofern er in seinen allgemeinen Bestimmungen über die Rechte und Pflichten der versicherten Person eine entsprechende Regelung vorsieht (Abs. 2).
5.
2
.4
Rechtsprechungsgemäss sind die Versicherer befugt, den gegen eine Prämienfor
derung oder Kostenbeteiligung im Bereich der obligatorischen Krankenpflegever
sicherung erhobenen Rechtsvorschlag im Rahmen des Verwaltungsverfahrens mittels Verfügung und/oder
Einspracheentscheid
aufzuheben. Dabei muss aus
drücklich auf die Betreibung Bezug genommen und der Rechtsvorschlag als auf
gehoben erklärt werden. Der Versicherer fällt in dieser Konstellation nicht nur
einen Sachentscheid, sondern handelt gleichzeitig auch als Rechtsöffnungsin
stanz (Urteil des Bundesgerichts 9C_903/2009 vom 11. Dezember 2009 E. 2.1 mit Verweis auf BGE 119 V 329 E. 2b; ferner BGE 121 V 109 E. 2).
5.
3
5.
3
.1
Gemäss der für den Beschwerdeführer ab 1. April 2019 gültigen Versicherungs
polic
e (Urk. 7/2)
betr
a
gen die monatlichen KVG-Prämien
der obligatorischen Krankenpflegeversicherung
für die Monate November und Dezember 2019 je Fr. 311.30 und für den Monat Januar 2020 Fr. 320.5
5.
D
ie offenen Prämien be
tragen folglich insgesamt Fr. 943.15 (Urk. 7/
5
S. 1-3
).
Die Jahresfranchise für den Beschwerdeführer beträgt gemäss der Versicherungs
police Fr. 1'500.-- (Urk. 7/2)
, wobei der gesetzliche Selbstbehalt von 10 % der die Franchise übersteigenden Kosten zu beachten ist (vgl. E. 5.2.2).
Aktenkundig ist eine Abrechnung für eine erbrachte Leistung aus der Grundversicherung über den Betrag von Fr. 67.65
(vollständig KVG-pflichtig; Urk. 7/5 S. 4).
5.3.2
Der Beschwerdeführer bestritt weder die ausstehenden Prämienforderungen noch die Kostenbeteiligung, sondern machte geltend, angesichts des nicht bestehenden Versicherungsverhältnisses der Beschwerdegegnerin kein Geld
zu schulden
(vgl. E. 2.2).
Indes besteht, wie vorstehend ausgeführt, zwischen dem Beschwerdefüh
rer und der Beschwerdegegnerin ein gültiges Versicherungsverhältnis, weshalb der
Beschwerdeführer zur Zahlung der Prämien und Kostenbeteiligungen ver
pflichtet ist (vgl. E.
4.3
).
Demzufolge ist von einer Forderung aus Prämienausständen für die Monate No
vember 2019 bis Januar 2020 sowie von einer Forderung aus Kostenbeteiligung in der Höhe von insgesamt Fr. 1'010.80 auszugehen (vgl. E. 5.3.1).
5.3.3
Aus den Akten ist sodann ersichtlich, dass die Beschwerdegegnerin den Be
schwerdeführer je Prämien- und Leistun
gsabrechnung schriftlich mahnte,
ihn mit der Zahlungsaufforderung unter Gewährung einer Nachfrist von 30 Tagen auf die Säumnisfolgen hinwies
und ihm mit der Betreibungsandrohung eine weitere Nachfrist von 14 Tagen einräumte
(Urk. 7/5 S.
5-
9
).
Mit diesem Vorgehen ent
sprach die Beschwerdegegnerin den gesetzlichen Anforderungen an das Mahn
verfahren (vgl. E.
5.2.3
).
Entsprechend sind
die unbestrittenen
, von der Beschwerdegegnerin geltend ge
machten Prämienforderungen sowie die Forderung aus Kostenbeteiligung in der Höhe von insgesamt
Fr.
1'010.80
rechtsgenüglich
ausgewiesen
und geschuldet
.
5.3.4
Weiter ist u
nter Berücksichtigung, dass die Prämien im Voraus zu bezahlen sind
(vgl.
E. 5.2.1)
, zudem die Verzugszinsforderung der Beschwerdegegnerin
ab 3. Dezember 2019
auf die jeweiligen
Prämienausstände (Monate November 2019 bis Januar 2020)
gerechtfertigt und nicht zu beanstanden
(Urk. 7/4
; vgl. auch Urk. 7/6
)
.
Ebenso wenig zu beanstanden sind die Mahnspesen von insgesamt Fr. 120.-- und die Bearbeitungskosten von Fr. 80.--,
welche für die Bearbeitung des Inkassos von drei Monatsprämien sowie der Kostenbeteiligung mittels vier Mahnungen angemessen erscheinen und ihre rechtliche Grundlage in Art. 105b Abs. 2 KVV (vgl. E. 5.2.3) und Art. 34.1 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) nach Krankenversicherungsgesetz (KVG), Ausgabe 2018 (Urk. 7/3), finden (vgl. zur zulässigen Höhe von Mahnspesen
das
Urteil des Bundesgerichts 9C_870/2015 vom 4. Februar 2016 E. 4.2).
6
.
6.1
Nach dem Gesagten
ist die Beschwerde abzuweisen. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr.
«...»
des Betreibungsamtes Pfannenstiel (Zahlungsbefehl vom 13. Mai 2020 [Urk. 7/6]) ist
für die Forderung aus Prämienausständen
im Betrag von
insgesamt
Fr.
943.15
zuzüglich 5 % Verzugszins ab 3. Dezember 2019
sowie für die Forderung aus Kostenbeteiligung im Betrag von Fr. 67.65,
Mahnspesen von
insgesamt Fr. 120.-- und Bearbeitungskosten von Fr. 80.-- aufzuheben.
6.2
Die Betreibungskosten von Fr. 73.30 (Urk. 7/
6
) sind von Gesetzes wegen ge
schuldet (Art. 68 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG]) und vom Schuldner bei erfolgreicher Betreibung zusätzlich zur Forde
rung zu bezahlen. Die Beschwerdegegnerin ist berechtigt, diese Kosten von den Zahlungen des Beschwerdeführers vorab zu erheben (Art. 68 Abs. 2 SchKG). Sie bilden nicht Gegenstand des Rechtsöffnungsverfahrens, weshalb hierfür keine Rechtsöffnung zu erteilen ist (Urteil des Bundesgerichts K 144/03 vom 18. Juni 2014 E. 4.1).
7.
7.1
Einer Partei, die sich mutwillig verhält, können
Gerichtskosten
auferlegt werden
(Art. 61
lit
.
f
bis
ATSG
).
Unter der gleichen Voraussetzung kann einer Partei im grundsätzlich kostenlosen Verfahren
vor dem Sozialversicherungsgericht
eine Gerichtskostenpauschale auferlegt werden (
§ 33 Abs. 2
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
[
GSVGer
]
).
Nach der Rechtsprechung kann mutwillige Prozessführung vorliegen, wenn die Partei
Tatsachen wider besseren Wissens als wahr behauptet
oder
ihre Eingabe auf einen Sachverhalt abstützt, von dem sie weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorgfalt wissen müsste, dass er unrichtig ist. Mutwillige Prozessführung kann
überdies
angenommen werden, wenn eine Partei vor der Beschwerdeinstanz an einer offensichtlich gesetzwidrigen Auffassung festhält
(BGE 128 V 323
E.
1b
).
Vorliegend
setzte sich die Beschwerdegegnerin im
Einspracheentscheid
vom 19. Januar 2021 (Urk. 2) ausführlich mit
den vom
Beschwerdeführer im Rahmen seiner Einsprache vom 26. Juni 2020 (Urk. 7/8)
geäusserten Vorbringen
aus
einander. Insbesondere legte sie unter Verweis auf die gesetzlichen Grundlagen dar, weshalb hinsichtlich des Versicherungsbeginns kein Handlungsspielraum be
stand, zumal dieser auf den Zeitpunkt der
Wohnsitznahme
in der Schweiz fest
gesetzt sei. Ungeachtet dessen, und i
m Wissen um diese klare gesetzliche Grund
lage
,
hielt der Beschwerdeführer jedoch im Rahmen
der
Beschwerdeschrift an seiner offensichtlich gesetz
es
widrigen Auffassung fest, ohne sich
auch nur an
satzweise
mit den Ausführungen der Beschwerdegegnerin auseinanderzusetzen
;
v
ielmehr
beschränkte er sich auf eine Wiederholung seiner in der Einsprache gemachten Vorbringen.
Angesichts dieser Umstände ist die vorliegende Beschwerde als mutwillig im Sinne von Art. 61
lit
.
f
bis
ATSG und
§ 33 Abs. 2
GSVGer
zu qualifizieren,
weshalb dem Beschwerdeführer eine Gerichtskostenpauschale
auferlegt wird, die ermes
sensweise auf
Fr. 200.--
festzusetzen ist
.
7.2
Die Beschwerdegegnerin beantragte die Zusprechung einer Parteientschädigung (Urk. 6
S. 2
).
Im Verfahren der Verwaltungs
gerichtsbeschwerde darf obsiegenden Behörden oder
mit
öffentlichrechtlichen
Aufgaben betrauten Organisationen in der Regel keine Parteientschädigung zuge
sprochen werden. In Anwendung dieser Bestimmung hat das Bundesgericht der SUVA und den privaten UVG-Versiche
rern so
wie – von Sonderfällen abgesehen –
den Krankenkassen keine Partei
entschädigungen zugesprochen, weil sie als Organisationen mit
öffentlich
rechtlichen
Aufgaben zu qua
lifizieren sind (BGE 112 V 356 E. 6 mit Hinweisen
; vgl. auch BGE 130 V 414 E. 8
).
Praxisgemäss ist der Beschwerdegegnerin daher
keine Partei
entschädigung zuzu
sprechen.