# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b0dc8f9d-e1ce-5fa0-ba67-6d3f5fdea021
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Der Steuerpflichtige lebt seit dem 1. Juni 2015 von seiner Ehefrau getrennt.
Mit Schreiben vom 18. November 2015 teilte die Steuerverwaltung dem Steuerpflichtigen mit, dass – infolge der Trennung seit dem 1. Juni 2015 – die gemeinsame Besteuerung der Ehegatten per 31. Dezember 2014 aufgehoben und ab dem 1. Januar 2015 jeder Ehegatte getrennt besteuert werde. Der Steuerpflichtige wurde darauf aufmerksam gemacht, dass die im Namen des Ehepaars geleisteten Akontozahlungen und die Verrechnungssteuer gemäss Art. 209 Abs. 2 des Gesetzes vom 6. Juni 2000 über die direkten Kantonssteuern (DStG; SGF 631.1) den beiden Ehegatten je zur Hälfte überwiesen würden, sofern nicht innert 14 Tagen ein anderslautendes gemeinsames (schriftliches) Gesuch gestellt werde.
B. Am 17. November 2016 wurde der Steuerpflichtige für das Steuerjahr 2015 definitiv veranlagt. In der entsprechenden Schlussabrechnung vom gleichen Tag rechnete ihm die Steuerverwaltung Akontozahlungen von insgesamt CHF 4‘282.05 und eine Verrechnungssteuer von CHF 41.05 (Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuer) resp. Akontozahlungen von CHF 869.- (Bundessteuer) an und stellte ihm für das Jahr 2015 einen noch ausstehenden Steuerbetrag von CHF 8‘689.15 (Kantons-, Gemeinde- und Kirchensteuer) resp. CHF 31.55 (Bundessteuer) in Rechnung.
Gegen diese Abrechnung erhob der Steuerpflichtige mit Eingabe vom 12. Dezember 2016 schriftlich Einsprache. Darin kritisierte er unter anderem, dass die Hälfte der Akontozahlungen seiner getrennt lebenden Ehefrau angerechnet worden sei. Er habe total sechs Anzahlungen à CHF 1‘427.35 (insgesamt: CHF 8‘564.10) geleistet. Sollte seine Ehefrau, welche im Jahr 2015 nicht erwerbstätig gewesen sei, Anspruch auf die Hälfte dieser Akontozahlungen haben, so müsse sie auch die Hälfte der noch ausstehenden Steuern übernehmen.
Nachdem der Steuerpflichtige seine Position in einem Schreiben vom 27. Dezember 2016 bekräftigt hatte, wurde er von der Steuerverwaltung am 1. Februar 2017 erneut auf die gesetzliche Regelung von Art. 209 Abs. 2 DStG hingewiesen, wonach die geleisteten Akontozahlungen je zur Hälfte den beiden Ehegatten angerechnet würden. Mit Schreiben vom 10. Mai 2017 wurde er sodann darauf aufmerksam gemacht, dass die Möglichkeit bestehe, eine anderslautende Vereinbarung zu treffen, mit welcher sich aber beide Ehegatten (gemeinsam) einverstanden erklären müssten. Ohne eine solche Vereinbarung gelte die gesetzliche Regelung.
Mit Einspracheentscheid vom 11. Mai 2017 wies die Steuerverwaltung die am 17. November 2016 erhobene Einsprache ab. Was die Anrechnung der Akontozahlungen anbelangt, wurde auf das Schreiben der Steuerverwaltung vom 10. Mai 2017 verwiesen.
C. Gegen diesen Einspracheentscheid reichte der Steuerpflichtige mit Eingabe vom 10. Juni 2017 (Datum des Poststempels) eine Beschwerde beim Kantonsgericht Freiburg ein. Er stellt das Begehren, es seien die Akontozahlungen, welche er nach der Trennung per 1. Juni 2015 geleistet habe (6 Akontozahlungen à CHF 1‘427.35, ausmachend insgesamt CHF 8‘564.10), ausschliesslich seinem Steuerkonto gutzuschreiben.
Der mit Verfügung vom 14. Juni 2017 auf CHF 800.- festgesetzte Kostenvorschuss wurde am 27. Juni 2017 geleistet.
In ihren Bemerkungen vom 3. August 2017 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 6
Ein zweiter Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

## Considerations

Erwägungen