# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 871198d7-e040-4a63-b136-a186f34a6a18
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ B. K., geboren 1982, ist Staatsangehöriger von Serbien und Montenegro (Kosovo).
Er gelangte 1993 im Rahmen des Familiennachzugs zusammen mit seiner Mutter und
seinen Geschwistern in die Schweiz und zog zu seinem Vater nach Ebnat-Kappel. 1993
erhielt er die Niederlassungsbewilligung.
Im Jahr 2002 wurde B. K. mehrmals wegen Straftaten verurteilt. Wegen mehrfachen
Diebstahls, grober Verletzung von Verkehrsregeln, einfacher Körperverletzung und
mehrfachen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage wurde er zu Gefängnisstrafen von
zwei Monaten bzw. drei Monaten und Bussen von Fr. 200.--, Fr. 700.-- und Fr. 1'500.--
verurteilt.
Mit Urteil des Bezirksgerichts Münchwilen vom 29. April 2004 wurde B. K. ausserdem
der mehrfachen Tätlichkeit, der mehrfachen Nötigung, der Vergewaltigung, der
mehrfachen Uebertretung des Betäubungsmittelgesetzes und der groben Verletzung
von Verkehrsregeln sowie der unrechtmässigen Aneignung als geringfügiges
Vermögensdelikt schuldig gesprochen und zu einer Zuchthausstrafe von vierzehn
Monaten und einer Busse von Fr. 800.-- verurteilt. Die Zuchthausstrafe wurde bedingt
ausgesprochen und eine Probezeit von vier Jahren festgesetzt. Die zuvor
ausgesprochenen Gefängnisstrafen von zwei bzw. drei Monaten wurden als vollziehbar
erklärt.
Mit Verfügung vom 2. November 2004 wies das Ausländeramt B. K. für die Dauer von
fünf Jahren aus der Schweiz aus.
B./ Gegen die Ausweisung erhob der Betroffene Rekurs, der vom Justiz- und
Polizeidepartement mit Entscheid vom 17. Dezember 2004 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingaben vom 17. Januar und 3. Februar 2005 erhob B. K. durch seinen
Rechtsvertreter Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der
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Rekursentscheid vom 17. Dezember 2004 und die Verfügung des Ausländeramts vom
11. November 2004 seien aufzuheben und von einer Ausweisung sei abzusehen, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im wesentlichen geltend
gemacht, die Ausweisung sei unverhältnismässig. Der Beschwerdeführer sei nur zu
einer relativ kurzen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Ausserdem liege kein
Ausweisungsgrund im Sinne einer fortgesetzten böswilligen oder liederlichen
Nichterfüllung seiner Verpflichtungen vor. Der Strafrichter habe dem Beschwerdeführer
eine günstige Prognose gestellt. Auf die weiteren Vorbringen wird, soweit wesentlich, in

## Considerations

den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 8. Februar 2005 unter Hinweis
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheides auf Abweisung der Beschwerde.
Am 15. März 2005 reichte der Beschwerdeführer einen Arbeitsvertrag sowie eine
Bestätigung über die Teilnahme an einer Therapie ein.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 17. Januar und 3.
Februar 2005 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2./ Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) kann ein Ausländer aus der Schweiz
ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich
bestraft wurde (lit. a) oder wenn sein Verhalten im allgemeinen und seine Handlungen
darauf schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im
Gaststaat geltende Ordnung einzufügen (lit. b).
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Die Ausweisung kann befristet, aber nicht für weniger als zwei Jahre, oder unbefristet
ausgesprochen werden (Art. 11 Abs. 1 ANAG). Sie soll nur verfügt werden, wenn sie
nach den gesamten Umständen angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG).
a) Art. 10 Abs. 1 ANAG ist eine typische "Kann-Bestimmung". Das Gesetz schreibt
beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen nicht zwingend die Anordnung einer
Ausweisung vor, sondern es räumt der Verwaltung diesbezüglich einen
Ermessensspielraum ein. Das Verwaltungsgericht ist zur Ueberprüfung der
Angemessenheit einer Verfügung oder eines Entscheides nicht befugt (Art. 61 Abs. 1
und 2 VRP). Es darf daher auch bei der Prüfung der Angemessenheit im Sinne von Art.
11 Abs. 3 Satz 1 ANAG nicht sein eigenes Ermessen - im Sinne einer Prüfung der
Opportunität bzw. der Zweckmässigkeit der Massnahme - anstelle des Ermessens der
Verwaltung stellen (VerwGE vom 11. November 2003 i.S. M.B.A. mit Hinweis auf
VerwGE vom 17. August 1999 i.S. J. und S.R.; BGE 125 II 107). Es kann nur
überprüfen, ob der Entscheid der Verwaltung auf einer Ueberschreitung bzw. einem
Missbrauch des Ermessens beruht und damit rechtswidrig ist (GVP 1996 Nr. 9 mit
Hinweisen).
Für die Beurteilung der Angemessenheit der Ausweisung im Sinne von Art. 11 Abs. 3
ANAG bzw. der Verhältnismässigkeit sind namentlich die Schwere des Verschuldens
des Ausländers, die Dauer seiner Anwesenheit in der Schweiz sowie die ihm und seiner
Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 der Vollzugsverordnung
zum ANAG, SR 142.201).
b) Der Beschwerdeführer wurde wegen verschiedener Delikte bestraft. Unter anderem
wurde er am 29. April 2004 vom Bezirksgericht Münchwilen der mehrfachen Tätlichkeit,
der mehrfachen Nötigung, der Vergewaltigung, der mehrfachen Uebertretung des
Betäubungsmittelgesetzes und der groben Verletzung der Verkehrsregeln sowie der
unrechtmässigen Aneignung als geringfügiges Vermögensdelikt schuldig gesprochen
und zu einer Zuchthausstrafe von vierzehn Monaten und einer Busse von Fr. 800.--
verurteilt. Aufgrund dieser Verurteilung sind die Voraussetzungen für eine Ausweisung
gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG offensichtlich erfüllt.
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c) Ausgangspunkt und Massstab für die Schwere des Verschuldens und die
fremdenpolizeiliche Interessenabwägung ist die vom Strafrichter verhängte Strafe (BGE
129 II 216).
Der Verurteilung durch das Bezirksgericht Münchwilen liegen mehrere Uebergriffe des
Beschwerdeführers gegen Bekannte bzw. Freundinnen zugrunde. Nach der
Anklageschrift der Staatsanwaltschaft des Kantons Thurgau vom 19. Januar 2004
vergewaltigte der Beschwerdeführer eine Bekannte am 22. September 2002 anlässlich
des ersten Rendezvous. Gegenüber einer anderen Freundin, die ihre Beziehung mit
dem Beschwerdeführer beenden wollte, drohte dieser mehrmals, sie umzubringen, zu
entführen oder körperlich zu verletzen, wenn sie die Beziehung mit ihm definitiv beende
oder eine solche mit einem anderen Mann eingehe. Um diese Nötigungen zu
unterstreichen, stiess der Beschwerdeführer sein Opfer im Juli 2002 in einem
Mehrfamilienhaus in Zürich mit Absicht eine Treppe hinunter. Ausserdem zielte er mit
einer Spielzeugpistole, welche einer echten Pistole glich, auf den Personenwagen, in
dem seine Bekannte mit zwei weiteren Frauen sass. Nach der Entlassung aus der
Untersuchungshaft am 27. September 2002 schrieb der Beschwerdeführer seinem
Opfer verschiedene SMS und drohte ihm erneut mit dem Tod, einer Entführung oder
einer Körperverletzung. Zweck dieser Drohungen war gemäss Anklageschrift
wiederum, eine Beziehung zum Opfer aufrechtzuerhalten bzw. wieder aufleben zu
lassen und Beziehungen zu anderen Männern zu verhindern. Gegenüber einer weiteren
ehemaligen Freundin drohte er ebenfalls, sie zu töten, zu entführen oder körperlich zu
verletzen, falls sie die Beziehung zu ihm nicht wieder aufnehmen bzw. eine solche mit
einem anderen Mann eingehen sollte.
Das Verschulden des Beschwerdeführers ist in fremdenpolizeilicher Hinsicht als
schwerwiegend zu qualifizieren. Bei Delikten gegen die körperliche Integrität ist nach
der Rechtsprechung des Bundesgerichtes ein strenger Massstab anzulegen (vgl. BGE
125 II 526 f.). Der Beschwerdeführer hat eine Bekannte anlässlich des ersten
Rendezvous vergewaltigt und gegen zwei andere ehemalige Freundinnen
schwerwiegende Drohungen ausgesprochen. Zu Recht wurde dies von der Vorinstanz
als rücksichtslose und gewalttätige Verhaltensweise eingestuft. Erschwerend kommt
hinzu, dass der Beschwerdeführer während der Probezeit der Verurteilung vom 3. bzw.
25. April 2002 wegen grober Verkehrsregelverletzung und einfacher Körperverletzung
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Straftaten beging und ungeachtet eines laufenden Strafverfahrens bzw. nach der
Entlassung aus der Untersuchungshaft nicht von weiteren Drohungen abliess. Der
Beschwerdeführer legte eine gravierende Rücksichtslosigkeit und Gewaltbereitschaft
an den Tag.
Der Umstand, dass der Strafrichter von einer Landesverweisung abgesehen hat, steht
einer Ausweisung nicht entgegen (BGE 129 II 216 f. und 125 II 110 mit Hinweisen). Die
gute Prognose des Strafrichters wurde ausserdem durch das Verhalten des
Beschwerdeführers im Strafvollzug relativiert. Aufgrund verschiedener Vorfälle wurde
der Vollzug der Gefängnisstrafen von zwei bzw. drei Monaten im Rahmen der
Halbgefangenschaft widerrufen. Als Grund wurde angeführt, der Beschwerdeführer sei
mehrmals ohne Absprache und Bewilligung der Arbeit ferngeblieben. Er habe die
Gutgläubigkeit seiner Vorgesetzten schamlos ausgenutzt und ausserdem seine
Vorgesetzten mündlich bedroht. Er habe schon zweimal verwarnt werden müssen.
Wegen massiver verbaler Drohungen gegen Angestellte des RAV sei ein
Einsatzprogramm abgebrochen worden. Die Strafvollzugsbehörde hielt fest, der
Beschwerdeführer habe die Halbgefangenschaft missbraucht, indem er trotz des
ausdrücklichen Hinweises in der Bewilligung die Zeit ausserhalb des Gefängnisses
eigenmächtig, ohne Absprache mit der Vollzugsbehörde zu anderen als den erlaubten
Zwecken verwendet habe. Im übrigen könnten namentlich Drohungen nicht toleriert
werden. Der Beschwerdeführer habe die Nachteile, die sich aus dem Widerruf der
Halbgefangenschaft ergäben, seinem eigenen Verhalten zuzuschreiben und selber zu
verantworten.
Weiter fällt auf, dass die Delikte des Beschwerdeführers mit zunehmender Delinquenz
schwerwiegender wurden. Die erste Verurteilung vom 4. Februar 2002 wegen
mehrfachen Diebstahls und geringfügigen Vermögensdelikts/Sachentziehung sowie
Erschleichens einer Leistung beruht auf der Entwendung von leeren Harassen sowie
eines Veloanhängers und der Nichtbezahlung von Coiffeurdiensten. Am 3. April 2002
wurde der Beschwerdeführer wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln zu einer
bedingten Gefängnisstrafe von zwei Monaten und einer Busse von Fr. 1'500.--
verurteilt. Grund war ein Ueberholmanöver mit Behinderung des Gegenverkehrs und
des Ueberholten sowie der Verlust der Herrschaft über das Fahrzeug und ein
Selbstunfall. Am 25. April 2002 wurde der Beschwerdeführer wegen einfacher
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Körperverletzung zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten (im Zusatz zum
Strafbescheid vom 3. April 2002) verurteilt. Grund für diese Verurteilung war ein
tätlicher Angriff gegen eine Person am 2. Februar 2002 nachmittags in der
Fussgängerzone der Oberen Bahnhofstrasse in Wil. Das Opfer kam zu Fall und erlitt
einen Bruch des linken Unterschenkels und war voraussichtlich vier Monate
arbeitsunfähig. Die vom Bezirksgericht Münchwilen beurteilten Delikte beging der
Beschwerdeführer während der Probezeit. Auffallend ist sodann, dass der
Beschwerdeführer sowohl gegen ihm bekannte wie auch gegen unbekannte Personen
gewalttätig wurde und allgemein sowie namentlich auch als Motorfahrzeuglenker grobe
Widerhandlungen beging und ein rücksichtsloses Verhalten zeigte.
Hinzu kommt, dass gegen den Beschwerdeführer zwei Verlustscheine im Betrag von
knapp Fr. 25'000.-- ausgestellt wurden. Der Beschwerdeführer ist somit seinen
privaten Verpflichtungen in erheblichem Masse nicht nachgekommen. Anlässlich der
polizeilichen Befragung vom 26. September 2003 gab er an, er habe bis Februar 2003
mit drei Monaten Unterbruch temporär gearbeitet. Seit Februar 2003 sei er arbeitslos.
Da er nicht gearbeitet habe, seien nun Forderungen und Betreibungen im Betrage von
ca. Fr. 18'000.-- offen. Er besitze ein Auto durch seinen Vater.
Inwiefern die finanziellen Verhältnisse dem Beschwerdeführer subjektiv zum Vorwurf zu
machen sind, kann offen bleiben. Befremdend mutet jedenfalls an, dass der
Beschwerdeführer ein Auto hält, obwohl er nicht imstande war, seine elementaren
Verpflichtungen zu erfüllen. Die mangelhafte Erfüllung der finanziellen Verpflichtungen
belegt ebenfalls, dass sich der Beschwerdeführer nur ungenügend in die hiesigen
Verhältnisse integrieren konnte und gesamthaft davon ausgegangen werden muss,
dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die hier geltende Ordnung einzufügen
(Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG). Ob auch eine fortgesetzte böswillige oder liederliche
Nichterfüllung von Verpflichtungen anzunehmen ist, kann offen bleiben. Immerhin ist
der Beschwerdeführer ein befristetes Arbeitsverhältnis für die Zeit vom 14. März bis 31.
Mai 2005 eingegangen. Die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ist zu seinen Gunsten zu
berücksichtigen.
Die wiederholten Delikte, der massive Hang zu Gewalttätigkeit und Drohungen sowie
der Umstand, dass der Beschwerdeführer während der Probezeit für leichtere Delikte
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eine schwerwiegende Straftat beging und sich auch in der Halbgefangenschaft über
die ihm gestellten Regeln hinwegsetzte, sind Ausdruck einer erheblichen kriminellen
Energie und einer Unfähigkeit zur Einhaltung von gesetzlichen Normen und
behördlichen Anordnungen. Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer seinen
finanziellen Verpflichtungen nicht nachgekommen ist. Gesamthaft betrachtet besteht
daher ein grosses öffentliches Interesse an der Fernhaltung des Beschwerdeführers.
d) Der Beschwerdeführer reiste 1993 im Alter von rund elf Jahren im Rahmen des
Familiennachzugs in die Schweiz ein. Er hält sich somit seit knapp zwölf Jahren in der
Schweiz auf. Die für sein Alter relativ lange Aufenthaltsdauer ist bei der Beurteilung der
Verhältnismässigkeit zu seinen Gunsten zu berücksichtigen. Allerdings muss die
Integration aufgrund des dargelegten Fehlverhaltens trotz des relativ langen Aufenthalts
in der Schweiz als ungenügend eingestuft werden. Zu seinen Gunsten ist hingegen zu
berücksichtigen, dass er eine Gesprächstherapie besucht hat, um sich mit seinen
Problemen auseinanderzusetzen.
Der Beschwerdeführer ist unverheiratet und hat keine familiären
Unterstützungspflichten. In dieser Beziehung liegen somit keine besonderen Umstände
vor, welche bei der Interessenabwägung zu seinen Gunsten zu berücksichtigen sind.
Als volljährige Person kann er aus der engen Verbundenheit mit seinen nächsten
Angehörigen keinen Rechtsanspruch auf einen Aufenthalt in der Schweiz geltend
machen. Der Beschwerdeführer verbrachte rund elf Jahre seiner Kindheit in seinem
Herkunftsstaat. Als erwachsener junger Mann kann er sich auch ohne engmaschiges
Beziehungsnetz dort wieder zurechtfinden und Fuss fassen. Die damit allenfalls
verbundenen wirtschaftlichen Schwierigkeiten vermögen an dieser Beurteilung nichts
zu ändern.
e) Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass das
öffentliche Interesse an der Ausweisung des Beschwerdeführers dessen private
Interessen an einem weiteren Verbleib in der Schweiz aufgrund des schweren
Verschuldens und des Fehlens besonderer persönlicher und familiärer, nach Art. 8
EMRK relevanter Bindungen trotz des relativ langen Aufenthaltes in der Schweiz
überwiegt. Die Dauer der Massnahme von fünf Jahren ist im Lichte der dargelegten
Umstände nicht zu beanstanden. Eine Reduktion erscheint aufgrund der Schwere und
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Art der Straftaten nicht gerechtfertigt. Folglich ist die Beschwerde als unbegründet
abzuweisen.
3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).