# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3d11f764-f605-4db9-b2b0-d3b5c000e742
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
196
8
,
ist
Inhaber
in
der Einzelfirma
Z._
,
X._
(
Urk.
11/1/1,
Urk.
11/73/1
)
. Sie war ab dem 1.
Mai 2007
(Datum der Erwerbsaufnahme)
bei der
Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse,
als Selbständig
erwerbende
im Nebenerwerb
angeschlos
sen (
Urk.
11/1,
Urk.
11/4
f.
).
In der Folge teilte die Ausgleichskasse
X._
mit Schreiben vom
5.
Novem
ber 2014 mit, dass ihr jährliches Ein
kommen aus dem Neben
erwerb
im Jahr 2009 gemäss den Angaben des Kanto
nalen Steueramtes Zürich unter
Fr.
2'200.-- liege. Sie könne deshalb darauf ver
zichten, auf
diesem Einkommen
AHV/IV/EO-Beiträge abzu
rechnen.
Dies könnte zu tieferen Rentenleistungen führen
. Falls die Versicherte auf diesem Ein
kommen dennoch keine Beiträge bezahlen möchte, werde sie gebeten, dies schriftlich mitzu
t
eilen (Urk.
11/45). Als A
ntwort darauf
schrieb die Versicherte der Ausgleichs
kasse, dass ihr Einkommen
Fr.
2'200.-- nicht über
steige und sie keine Beiträge bezahlen möchte (Urk.
11/
46-
47).
Mit den
Beitrags
verfügungen vom 2
1.
und 2
8.
November 2014
hielt die Ausgleichskasse für die Beitragsjahre 2009 bis
2012
jeweils fest, dass
X._
als Selbständigerwerbende
beitragsfrei sei
(
Urk.
11/50/
1-
3,
Urk.
11/55
)
.
Nach Rückerstattung der bezahlten
Akontob
ei
träge
der Perioden 2009 bis und mit 2014
und der Bezahlung
von
V
er
gü
tungs
zinsen (
Urk.
11/51,
Urk.
11/53
,
Urk.
11/59,
Urk.
11/63
), erhob die Aus
gleichs
kasse für die von
X._
im Nebenerwerb ausgeübte
s
elbständige Tätigkeit
ab dem Beitragsjahr 2015
keine Beiträge mehr.
1.2
A
m
29
.
März
2020
(Eingangsdatum)
meldete sich
X._
bei der
Ausgleichskasse
unter Hinweis auf eine
Betriebsschliessung ab dem 1
7.
März 2020
(Urk.
8/68/2)
zum Bezug einer Erwerbsausfallentschädigung
gestützt auf die Verordnung über Massnahmen bei Erwerbsausfall im Zusammenhang mit dem Co
ronavirus (Covid-19-Verordnu
ng Erwerbsausfall) an (Urk.
8/68
).
Darauf
hin teilte ihr die Ausgleichskasse m
it Schreiben vom
1.
April 2020
mit, dass sie nicht zuständig sei und auch nicht habe ermitteln können, bei welcher Aus
gleichskasse
sie
ange
schlossen sei. Mit diesem Schreiben retournierte sie
X._
ihre Anmeldung zum Bezug einer Corona-Erwerbsaus
fall
entschädigung und bat sie gleichzeitig, die Anmeldung an die für sie zustän
dige Ausgleichskasse weiterzuleiten (
Urk.
8/69).
1.3
Am 4.
Februar 2021 (Eingangsdatum) meldete sich
X._
bei der Ausgleichskasse wieder zum Bezug einer Corona-Erwerbsausfall
ent
schä
di
gung an (Urk.
11/70)
mit dem Hinweis auf
eine
behördlich angeordnete
Betriebs
schliessung ab dem 1
8.
Januar 2021
(
Urk.
11
/70/3).
Am selben Tag
ging bei der
Aus
gleichskasse
überdies
ein neuer Antrag
der Versicherten
auf Ausrichtung einer Corona-
Erwerbsa
usfallentschädigung wegen
Betriebsschliessung ab
dem
1
7.
März 2020 (
Urk.
11/72/3) und das Gesuch von
X._
um Anschluss und Registrierung als Selbständigerwerbende mit Wirkung
ab
1.
Januar 2019 (
Urk.
11/73)
ein.
Hernach registrierte die Ausgleichskasse
X._
rückwirkend ab
1.
Januar 2019 wieder als Selbständig
erwerbende (Bestätigung vom 2
6.
April 2021,
Urk.
11/88)
und
for
derte von ihr
Nachzahlung der
Sozialversicherungsbeiträge
2019 und 2020 samt
Verzugszin
sen
sowie Akontozahlungen 2021
(
Urk.
11/81-87)
. Alsdann richtete die Aus
gleichskasse
X._
für die Zeit
periode vom 18.
Januar bis 28.
Februar 2021 eine Corona-Erwerbsausfallent
schädigung
wegen Betriebs
schliessung
im Betrag von netto Fr.
1'813.70
aus
(Urk.
11/97).
Den
Antrag von
X._
vom
4.
Februar 2021
auf eine Corona-Erwerbsausfallent
schädigung wegen Betriebs
schliessung für den Zeitraum
vom
17.
M
ärz
bis zum 1
9.
April 2020
wies die Aus
gleichskasse
mit Verfügung vom
12.
Mai 2021
ab (
Urk.
11/101)
.
Zur Begründung führte sie aus, dass die Versicherte diesen Antrag gemäss
Kreis
schreiben des Bun
desamtes für Sozialversicherungen
(
BSV
)
über die Entschädigung bei Massnah
men zur Bekämp
fung des Coro
navirus - Corona-Erwerbsersatz (
KS CE
) bis zum 16.
September 2020 hätte stellen müssen (
Urk.
11/101).
Die dagegen von
X._
am
7.
Juni
202
1
erho
bene Einsprache
(Urk.
11/102)
wies die Aus
gleichskasse mit
Einsprachee
ntscheid
vom 2
1
.
Juli 2021
(Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob
X._
am 1
6
.
August
2021 Beschwerde und beantragte
,
in Auf
hebung des angefochtenen
Einspracheentscheids
vom 21.
Juli 2021 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihr für den Zeitraum vom 17.
März bis 19.
April 2020 infolge Betriebsschliessung eine
Corona-Erwerbsaus
fallentschädi
gung
auszurichten
(Urk.
1
S.
1
). Die Beschwerdegegne
rin beantragte mit Beschwerdea
ntwort vom 13.
Oktober 2021 Abweisung der Beschwerde (Urk.
10, unter Beilage der Kassenakten,
Urk.
11/1-111
), was der
Beschwerde
füh
rer
in am 14
.
Oktober
2021 zur Kennt
nis gebracht wurde (Urk.
13
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art.
185 Abs.
3 der Bundesverfassung (BV) kann der Bundesrat Verord
nun
gen und Verfügungen erlassen, um eingetretenen oder unmittelbar drohen
den
schweren Störungen der öffentlichen Ordnung oder der inneren oder äusse
ren Sicherheit zu begegnen. Solche Verordnungen sind zu befristen (und zwar auf [maximal] sechs Monate, vgl. Art.
7d Abs.
2
lit
. a des Regierungs- und Ver
wal
tungsorganisationsgesetzes, RVOG).
Gestützt auf dieses Notverordnungsrecht erliess der Bundesrat - nebst anderen Verordnungen im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie, die sich teilweise (auch) auf das Bundesgesetz über die Bekämpfung übertragbarer Krankheiten des
Menschen (
Epidemiengesetz
,
EpG
) stützten - am 20.
März 2020 die Covid-19-Ver
ordnung Erwerbsausfall. Die Verordnung wurde rückwirkend per 17.
März 2020 in Kraft gesetzt (Art.
11 Abs.
1 und 2 der Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall vom 20.
März 2020). Mit dem Bundesgesetz über die gesetzlichen Grundlagen für Verordnungen
des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie vom
25.
September 2020 (Covid-19-Gesetz) wurde rück
wirkend per 17.
September 2020
eine gesetzliche Grundlage für die Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall ge
schaf
fen (Art.
15 in Verbindung mit Art.
21 Abs.
3 Covid-19-Gesetz). Seit ihrem In
kraft
treten per 17.
März 2020 wurde die Covid-19-Ver
ordnung Erwerbs
ausfall vom Bundesrat mehrfach geändert.
1.2
1.2.1
In zeitlicher Hinsicht sind grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei der Erfüllung des zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE
130
V
445
E.
1.2.1). Weiter stellt das Sozialversicherungs
gericht bei der Beurteilung eines Falles grundsätzlich auf den bis zum Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens eingetretenen Sachverhalt ab (BGE
131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
1.2.2
Demnach ist die rechtliche Beurteilung des angefochtenen Einsprache
entscheids
(Urk.
2) anhand der bis
21.
Juli 2021
gültig gewesenen Rechtsvor
schriften
vor
zunehmen.
Ausschlaggebend ist sodann, dass
der Einspracheentscheid die Erwerbsausfall
ent
schädigung
für die Zeitperiode 17.
März bis zum 19.
April 2020
betrifft (vgl. Urk.
2 und
Urk.
11/101
).
1.
3
Nach
Art.
2 Abs.
3 der
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall
(in der vom 17.
März bis zum 16.
September 2020
gültig gewesenen Version) waren
im Sinne des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) obligatorisch versicherte
Selbstän
dig
erwerbende im Sinne von
Art.
12 des
Bun
desgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs
rechts (
ATSG
)
, die
au
fgrund einer Massnahme nach
Art.
6
Abs.
1 und 2 der
Covid-19-Verordnung
2
einen Erwerbsausfall erleiden
, anspruchsberechtigt
.
Die
Covid-19-Verordnung
2 des Bundesrates, welche vom 1
3.
März bis 2
2.
Juni 2020 in Kraft war, ordnete Massnahmen gegenüber der Bevölkerung, Organisa
tionen und Institutionen sowie den Kantonen zur Verminderung des Über
tra
gungsrisikos und zur Bekämpfung des Coronavirus
(Covid-19) an (
Art.
1
Abs.
1 die
ser Verordnung).
Gemäss
Art.
6
Abs.
2 der
Covid-19-Verordnung
2 (
in der vom 1
7
.
März bis zum
10.
Mai
2020
gültig gewesenen Version)
waren
gewisse
öffentlich
zugängliche Einrich
tungen
für das Publikum geschlossen
. Dazu gehörten namentlich Ein
kaufs
läden und Märkte (
Art.
6
Abs.
2
lit
. a
der
Covid-19-Verordnung
2
)
.
1.
4
Bei Selbständige
rwerbenden
war und
ist
bezüglich der Anspruchsberechtigung
entschei
dend, ob sie von der Ausgleichs
kasse als solche anerkannt sind
(
Rz
.
1025
KS CE
,
i
n den
seit
1
7.
März 2020
gültigen Fassung
en
)
.
1.
5
Gemäss
Art.
6 der
Covid-19-Verordnung Erwerbsausfall in der bis 1
6.
September 2020 geltenden Version
erlischt der Anspruch auf Leistungen in Abweichung von
Art.
24 ATSG am 16.
September 202
0.
Der Anspruch
kann spätestens bis zum 1
6.
September 2020 entstehen und er muss bis zu diesem Datum geltend gemacht werden
(
Rz
.
10
20.1
Abs.
1
KS CE, in de
r
seit 1
7.
September
2020
gültigen Fas
sung
)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 2
1.
Juli 2021 damit,
dass die Beschwerdeführerin erstmalig per 2
9.
März 2020
die
Corona-
Erwerbsausfallentschädigung «Betriebsschliessung» beantragt habe
(
Urk.
2 S. 1)
. Zu diesem Zeitpunkt
sei die Beschwerdeführerin nicht bei ihr als
Selbständigerwerbende angemeldet gewesen (
Urk.
2 S. 1-2). Folglich habe der Antrag nicht bearbeitet werden können und sei am
1.
April 2020 vollständig, inklusive Korrespondenz, die besage, dass kein Anschluss bei ihrer Kasse bestehe
, an die Beschwerdeführerin retourniert worden
.
Alsdann werde
die Frist zur Gel
tendmachung der Ansprüche
im KS CE
klar bis zum 1
6.
September 2020 definiert. Bis
zu
diesem Zeitpunkt habe sie keine Rückmeldung der Beschwerde
führerin erhalten
. Die rückwirkende Anmeldung der Bes
chwerdeführerin als
Selbstän
dig
erwerbstätige
sei bei ihr erst am
4.
Februar
2021 eingegangen (
Urk.
2 S. 2).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
machte demgegenüber geltend, dass
sie ihren Antrag auf Corona-Erwerbsausfallentschädigung rechtzeitig im Frühjahr 2020 gestellt habe. Trotz Rückfragen sei ihr
von der Beschwerdegegnerin
keine schriftliche Begrün
dung für die Ablehnung
dieses
Antrages
zugestellt worden.
In der Folge
habe
sie
sich für
die Jahre 2019 und 2020 rückwirkend bei der AHV angemeldet und die Rech
nungen seien mit
Verzugszinsen bezahlt worden
.
Die Beiträge wären früher
entrichtet
worden und die Online-Anmeldung zum Bezug einer Corona-Erwerbs
ausfallentschädigung wäre problemlos möglich gewesen, wenn
sie im Jahr 2015 nicht behördlich von der AHV ausgeschlossen worden
wäre.
Es könne doch nicht sein, dass für das Jahr 2019 rückwirkend AHV-Beiträge eingefordert würden, aber der daraus abzuleitende Anspruch auf eine Corona-Erwerbsaus
fallent
schä
digung
für das Jahr
2020
abgelehnt werde, obwohl der Anspruch fristgerecht
geltend gemacht
und
die Ablehnung dieses Antrages auf einen Fehler der Beschwerdegegnerin zurückzuführen sei
(
Urk.
1 S. 3).
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin war
bereits ab
1.
Mai 2007
als Selbständigerwerbende im Nebenerwerb bei der Beschwerdegeg
nerin angeschlossen
(
Urk.
11/45).
Den in den Kassenakten enthaltenden Steuer
meldungen des Kantonalen Steueramtes Zürich ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin in den Jahren 2007
bezie
hungsweise 2008
durch ihre selbständige Tätigkeit
einen Gewinn
in der Höhe von Fr.
15
'
9
69.-- (
Urk.
11/33/1) respektive
Fr.
31’081
.--
(
Urk.
11/34) erzielte,
in den Folgejahren
(
20
09-2
012
) aber Verluste
erlitt (2009:
-
Fr.
15'583.--,
2010: -
Fr.
18'168.--,
2011: - Fr.
17'780.--, 2012: -
Fr.
37'881.--,
Urk.
11/42
-
44,
Urk.
11/65
)
.
Alsdann wurde
die
Registrierung als Selbständigerwerbende bei der Beschwerdegegnerin per 3
1.
Dezember 2014 formlos gelöscht, nachdem die Beschwerdeführerin der Beschwerdegegnerin mit einer am 17.
November 2014 eingegangenen Mitteilung kundtat, das ihr Einkom
men aus selbständiger Tätig
keit Fr.
2'200.-- nicht übersteige und sie keine Beiträge be
zahlen möchte
(Urk.
11/47, Aktenverzeichnis zu
Urk.
11/1-111). Gemäss Art.
19 der Verordnung über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVV) in der ab 1.
Januar 2011 gültigen Version werden
auf
Einkommen aus einer nebenberuflich ausge
übten selbständigen Erwerbstätigkeit, das
Fr.
2
'300.--
im Kalenderjahr nicht übersteigt, die Beiträge nur auf Verlangen des Versicherten er
ho
ben.
Demnach hat
die
Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin mit Schrei
ben vom
5.
November 2014 in korrekter Weise auf die Möglichkeit, auf die Be
zahlung von AHV-Beiträgen zu verzichten
,
hingewiesen
und
sie
zudem
auf die Folgen eines solchen Verzichts (geringere Versicherungs
leistun
gen)
auf
merk
sam gemacht
(Urk.
11/45). Entgegen der Darstellung der Beschwerde
führerin (Urk.
1 S. 2) kann keine Rede davon sein, dass sie von der Beschwerde
gegnerin «behörd
lich»
von ihrer Kasse
aus
geschlos
sen
worden sei
. Aufgrund der vorliegenden Akten ist viel
mehr erstellt, dass die Beschwerdeführerin
freiwillig
und explizit
auf die Abrech
nung von AHV-Beiträgen
auf ihrem Nebenerwerb
ver
zichtete (Urk.
11/47).
3.2
Als nachvollziehbar erscheinen die Vorbringen der Beschwerde
führerin, dass sie ab dem Jahr 2015 zunächst auf eine Wiederanmeldung bei der Beschwerdegeg
nerin
verzichtet
e
, weil sie einen Gewinn von maximal
Fr.
2'000.-- pro Jahr erzielte (
Urk.
1 S. 2).
Dies änderte sic
h dann
aber
im Jahr 2019, in wel
chem sie gemäss ihrer Buchhaltung einen Gewinn von
Fr.
20'328.59
erwirtschaftet
e
(
Urk.
11/71/7). Im Vergleich zum Vorjahr (2018:
Fr.
2'020.35
, Urk.
11/71/7
) bedeutete dies rund eine V
erzehnfachung des Gewinn
s.
Wegen den
leicht über
schaubaren Verhältnisse
n
(vgl.
dazu
die Buchhaltung des Einzel
unter
nehmens
, Urk.
11/71
)
muss die Beschwerdeführerin
spätestens
am Ende des Geschäftsjahres (
1.
Januar bis 3
1.
Dezember 2019,
Urk.
11/71) bemerkt haben, dass die i
n
diesem
Jahr erzielten Einkünfte
das beitragspflichtige Limit übersteigen und sie als Selb
ständigerwerbende
wieder beitragspflichtig
ist (
Art.
3 AHVG)
.
Jedenfalls wusste sie davon
, als sie
die
von ihrem Treuhandunternehmen am 1
5.
Juli 2020
erstellte Jahresrechnung 2019 (
Urk.
11/71/1)
am 1
2.
August 2020 unterschriftlich geneh
migte (
Urk.
11/71/3). Zum Letztgenannte
n
ist anzufügen, dass aufgrund der vor
liegenden Akten kein sachlicher Grund ersichtlich ist, weshalb die Genehmigung der Jahresrechnung 2019 erst am 12.
August 2020 erfolgte.
Die Jahresrechnung für das Jahr 2020 wurde bereits am
1.
Februar 2021 erstellt und von der Beschwerdeführerin am selben Tag genehmigt (
Urk.
11/78/1,
Urk.
11/78/3).
Obli
gatorisch versicherte (
Art.
1a AHVG) beitragspflichtige Personen (
Art.
3 AHVG)
, die von keiner Ausgleichskasse erfasst wurden, haben sich gemäss
Art.
64
Abs.
5 AHVG zu melden.
Die Beschwerdeführerin hat es somit
pflichtwidri
gerweise
unterlassen
,
ihre Beitragspflicht anzuzeigen und
sich
wieder
bei der Beschw
erde
gegnerin
an
zumelden.
Die unterbliebene Anmeldung hatte zur Folge, dass sie
am
17.
März
2020, das heisst im Zeitpunkt, ab dem
sie
erstmals
einen Erwerbsausfall geltend machte (vgl.
Urk.
8/68/2
),
von der Beschwerde
gegnerin nicht als Selb
ständigerwerben
de
anerkannt
war
und
keine
Beiträge auf ihren Erwerbseinkom
men abführte
, weshalb
sie
nicht als
Selbstän
digerwerbende
im Sinne von Art.
12 ATSG einen Erwe
rbsausfall erleiden konn
te
und folgerichtig auch
keinen Anspruch auf eine Corona-Erwerbsausfallentschädigung
erwarb
(Urteil des Sozial
versiche
rungs
ge
richts des Kantons Zürich
EE.2021.00002
vom 2
7.
März 2021 E. 3.2
und E. 1.3 vorstehend
). Die Wiederanmeldung erfolgte in der Folge
unbestrittenermassen
erst
am
4.
Februar 2021 (Eingang
bei der Beschwerde
geg
nerin
, Urk.
11/73
, Aktenverzeichnis zu Urk.
11/1-111
),
also rund sieben Monate nach
datiertem Jahresabschluss 201
9.
Diese rückwirkend auf den
1.
Januar 2019 vorgenommene Anmeldung
als Selbständigerwerbende
ist jedoch nicht geeignet, den für den Anspruch auf
Erwerbsausfallentschädigung massgeblichen Sachver
halt im Nachhinein im Sinne
einer
nachträglichen Schaffung der notwendigen Anspruchsvoraussetzung zu ändern.
Daran ändert auch der Umst
and nichts, dass das
erstmalige
Geltendmachen
von Erwerbsausfallentschädigung im März 2020 innert der Verwirkungsfrist bis zum 1
6.
September 2020 erfolgte und nicht förm
lich, mit einer eine Rechtsmittelbelehrung enthaltenden Verfügung beschieden wurde.
4.
Im Ergebnis hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Corona-Erwerbsersatzentschädigung für den
im vorliegenden Verfahren strittigen
Zeitraum von 1
7.
März bis 1
9.
April 2020 somit zu Recht verneint.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.