# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d1a20c92-2bc5-4c65-8a6c-ce2c3cc160f6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1977,
gelernter Sanitärinstallateur,
meldete sich am 14
. November 1996 bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug
(Berufsberatung, Umschulung, Arbeitsvermittlung)
an
(Urk. 12/2
, Urk. 12/27/5
).
Mit Verfügung vom 28. Mai 1997 verneinte die IV-Stelle
einen Anspruch auf berufliche Massnahmen (Urk. 12/17).
Das von Seiten des
Ver
sicherte
n
am
23. Juli 1997
erklärte
«Nichteinverständnis» gegenüber der
betref
fenden
Verfügung
(Urk. 12/18)
nahm die IV-Stelle als neues Gesuch
um
beruf
liche Massnahmen
entgegen (
vgl.
Urk. 12/19), welches sie mit Verfügung vom 19. November 1997
wiederum
abwies (Urk. 12/
25).
1.2
Am
3. März
2003 meldete sich der Versicherte erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 12/28). Nachdem die IV-Stelle erwerbliche und medizinische Abklärungen getätigt und in diesem Zusammenhang insbesondere ein Gutachten beim
Medi
zinischen Zentrum
Y._
eingeholt
hatte
(psychiatrisch-rheumatolo
gisches Gutachten vom 11. März 2004 [Urk. 12/43])
, lehnte sie einen Leistungs
anspruch mit
Verfügung
vom
29.
März 2004 (
Urk. 12/45) und
Einspracheent
schei
d
vom 15. Juli 2004
ab
(Urk. 12/49).
1
.3
Mit Bericht vom 25
. Januar 2007 informierten die behandelnden Ärzte der Psychiatrie
Z._
die IV-Stelle über den Gesundheitszustand des Versicherten (Urk. 12/51), was die
se
als Neuanmeldung entgegennahm. Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau
ma
tologie des Bewegungsapparates, erstattete am 14. März 2008 ein
orthopä
di
sches
Gutachten (Urk. 12/72).
Im
Rahmen des
Einwandverfahrens
gab die IV-Stelle beim medizinischen Gutachtenzentrum
B._
ein Gutachten in den Disziplinen Orthopädie und Psychiatrie
in Auftrag
(Gutachten vom
24. März 2011 [Urk. 12/129]).
Am 9. August 2011 trat der Versicherte ein Arbeits
training an (Urk. 12/144), welches
am 26. August 2011 vorzeitig beendet wurde (Urk. 12/150). Mit Verfügung vom
28. November 2011
sprach die IV-Stelle dem Versicherten ab dem 1. Mai 2008 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (Invaliditätsgrad: 55 %; Urk. 12/
163-164)
.
1.4
Im Oktober 2013 leitete die IV-Stelle ein
amtliches
Rentenrevisionsverfahren ein (Urk. 12/174). Mit Mitteilung vom 26. März 2014
teilte
sie
dem
Versicherten
mit
, dass mangels rentenrelevanter Änderung weiterhin Anspruch auf die bisherige
halbe
Invalidenrente bestehe (Urk. 12/182).
Mit Entscheid vom 24. März 2015 ordnete die KESB Bezirke Winterthur und
Andelfingen
für den Versicherten eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung nach
Art. 394 in Verbindung mit Art. 395 und Art. 393 des Schweizerischen
Zivilge
setzbuches (ZGB) an
, ohne seine Handlungsfähigkeit einzuschränken
(Urk. 12/18
3).
Am 29. Oktober 2015 stellte d
ie
Beiständin
des Versiche
rten bei der IV-Stelle sinngemäss
ein
Rentenerhöhungsgesuch
(Urk. 12/185).
Nachdem
die Gutachter des
Zentrum
s
C._
am 7. September 2016 ein
polydiszipli
näres Gutachten (Innere Medizin
/Orthopädie/
Neurolo
gie/Kardiolo
gie
/
Psy
chiatrie) erstattet hatte
n
(Urk. 12/208)
,
wies
die IV-Stelle
das Rentenerhö
hungs
gesuch
mit Verfügung vom 28. November 2016
ab
(Urk. 12/215).
1.5
Am 13. September 2019 (Eingangsdatum IV-Stelle)
ersuchte
der Versicherte, ver
treten durch das Sozialamt seiner Wohngemeinde,
um Neubeurteilung seines Ren
tenanspruchs
(Urk. 12/
228
).
Die IV-Stelle trat auf das Gesuch ein (Urk. 12/232)
, holte diverse Arztberichte ein (Urk. 12/234-241, Urk. 12/246)
und
legte das Dossier ihrem regionalen ärztlichen Dienst (RAD) zur Stellungnahme vor (Stel
lungnahme Dr. med.
D._
, Facharzt FMH für Chirurgie
, vom 9. April 2020 [Urk. 12/248/4]). Mit Verfügung vom 14. Juli 2020 wies die IV-Stelle das
Rentene
rhöhungsgesuch des Versicherten – wie vorbeschieden (Urk. 12/249) – ab (
Urk. 2 = Urk. 12/253).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 10. September 2020 Beschwerde und bean
tragte, die Verfügung vom 14. Juli 2020 sei aufzuheben und
es sei
ihm eine ganze Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. Eventuell seien weitere medizi
nische Abklärungen vorzunehmen. In prozessualer Hinsicht beantragte der
Be
schwer
deführer
die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels sowie die Ge
wäh
rung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 18. November 2020 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11).
Mit Verfügung vom 23. November 2020 wurde die Beschwerdeantwort dem
Beschwerdeführer
zugestellt, sein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung bewilligt
und
ihm Rechtsanwältin Lotti Sigg, W
interthur, als unentgeltliche
Rechtsvertreter
in
für das vorliegende Verfahren bestellt
. Auf die Anordnung eines zweiten
Schriftenwechsel
s wurde verzichtet
(Urk.
13). Mit Eingabe vom 5. Januar 2021 (Urk. 15) reichte der
Beschwerdeführer
weitere Arztberichte (Urk. 16/1-4) zu den Akten, welche der
Beschwerdegegnerin
mit Schreiben vom 8. Januar 2021 (Urk. 17) zugestellt wurden. Die Zustellung des mit Ei
ngabe vom 1. April 2021 (Urk. 18
) eingereichten Berichtes d
er
Psychiatrie Z._
vom 2. März 2021 (Urk. 19
) er
folgt mit dem vorliegenden En
tscheid.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG)
. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben
gemäss Art.
28 Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens
70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (Art.
17 Abs
.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
an
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3).
Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetisc
hen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I
28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kon
text unbeachtlich (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Weder eine im Vergleich zu früheren ärztlichen Einschätzungen ungleich attestierte Arbeitsunfähigkeit noch eine unterschiedliche diagnostische Einordnung des geltend gemachten Leidens genügt somit per se, um auf einen verbesserten oder verschlechterten Gesundheitszustand zu schliessen; notwendig ist in diesem Zusammenhang viel
mehr eine veränderte Befundlage (Urteil des Bundesgerichts 9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3; Urteil des Bun
desgerichts 8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.3, je mit Hinweisen).
1.3.2
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Aus
wir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtspre
chung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Die Heranziehung eines Verwaltungsaktes als Vergleichsbasis setzt voraus, dass er auf denjenigen Abklärungen beruht, die in Anbetracht von möglicherweise ver
änderten Tatsachen notwendig erscheinen. Unter einer Sachverhaltsabklärung im Sinne von BGE 133 V 108 muss eine Ab
klärung verstanden werden, die –
wenn sie inhaltlich z
u einem anderen Ergebnis führt –
geeignet ist, eine Rentener
höhung, -herabsetzung oder -aufhebung zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 8C_527/2018 vom 1. April 2019 E. 5.1.1).
1.4
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hi
nweis auf BGE 125 V 351 E. 3b
/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Be
richten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44
ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
stän
diger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzune
hmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2;
135 V 465 E. 4.4
und E. 4.7
).
2.
2.1
Die
IV-Stelle
führte zur Begründung ihres Entscheides aus,
ihre Abklärungen hätten ergeben, dass sich der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführer
s vergli
chen mit den Arztberichten und den 2016 gutachterlich festgestellten Diagnosen
trotz Beschwerden
nicht verändert hätten.
Im
B
ericht des
Kantonsspitals
E._
vom 27. November 2019 werde festgehalten, dass sämtliche durch
geführten Untersuchungen normwertig ausgefallen seien. Die Pumpfunktion des Herzens werde vermindert zu den Voruntersuchungen angegeben, der Wert
sei
jedoch
noch im N
ormbereich. Bezüglich der Niere
werde im
B
ericht des
Kantonsspitals E._
vom 13. Mai 2019 festgehalten
, dass sich erfreulicherweise weiterhin eine
Tumorrezi
divfreiheit
vier Jahre nach
Nephrektomie
rechts gezeigt habe. In psychiatrischer Hinsicht würden im Bericht der
Psychiatrie Z._
vom 28. Januar 2020 keine neuen Befunde oder Diagnosen aufgeführt, die nicht schon bekannt gewesen seien.
Da in sämt
lichen medizinischen Berichten keine Verschlechterung habe ausgewiesen werden können, habe der
Beschwerdeführer
weiterhin Anspruch auf eine halbe Invaliden
rente
(Urk. 2
und Urk. 11
).
2.2
Dagegen
vertritt
der
Beschwerdeführer
den Standpunkt
,
d
ie Herzwerte wie auch die Leistungsfähigkeit hätten sich
seit dem letzten Revisionsgesuch
nochmals verschlechtert. Auch die Nierenwerte würden sich ständig verschlechtern, zudem habe er sich im März 2018 einer Herzoperation unterziehen müssen. Die aufgrund der Akten belegte Veränderung des Gesundheitszustandes sei geeignet, den
Inva
liditätsgrad und damit den Rentena
nspruch zu beeinflussen. Aus den Arztbe
richten ergebe sich ein polymorbides Beschwerdebild.
Es sei anzunehmen
, dass
er
hauptsächlich durch
die
psychischen und kardiologischen Beschwerden sowie
die
Niereninsuffizienz eingeschränkt
werde
.
D
ie Beurteilung des RAD
vom
9. April 2020
sei jedoch
von einem Facharzt für Chirurgie
erstattet
worden.
B
ereits
im
ausführliche
n
Gutachten
des
C._
vom 7. September 2016
werde
da
von
ausge
gangen
, dass beim
Beschwerdeführer
aus psychischen Gründen keine verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr bestehe. Der psychiatrische Gesundheitszustand habe sich seither, was den Berichten der
Psychiatrie Z._
zu entnehmen sei, nicht verbessert, sondern eher verschlechtert. Grundsätzlich sei
en
seit 2016 alle den
Beschwerdeführer
behandelnden oder auch beurteilenden Ärzte der Ansicht, dass dieser aufgrund
seiner vielfachen Beschwerden und Krankheiten über keine Erwerbsfähigkeit m
ehr verfüge. Nur die RAD-Ärzte, die den
Beschwerdeführer
noch nie selbst untersuch
t
hätten,
würden von
eine
r
50%ige
n
Restarbeitsfähigkeit
ausgehen
. Dies obwohl nach der letzten Verschlechterung seines Gesundheitszustandes seit März 2018 nur schon von
kardialer
Seite eine Linksherzinsuffizien
z des Schwere
gra
des II bestehe
(Urk. 1 S. 5 ff.).
2.3
Der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführer
s wurde letztmals mit Verfügung
vom 28. November 2016 (Urk. 12/215) materiell beurteilt
(vgl. auch Urk. 12/248
/4)
, als sein bisheriger Anspruch auf eine halbe Invalidenrente nach
umfassenden medizinischen Abklärung mitsamt der Einholung
eines
polydisziplinären
Gut
achtens (Urk. 12/208)
und Vorlage des Do
ssiers an den RAD (Urk. 12/209/4
-7)
bestätigt wurde. Zu prüfen ist somit, ob
sich der
massgebliche Sachverhalt zwi
schen der Verfügung vom 28. November 2016 und der angefochtenen
Verfügung
vom
14. Juli 2020 (Urk. 2) in für den Rentenanspruch erheblicher Weise geändert hat (E. 1.3).
3.
3.1
D
ie
IV-Stelle
ging b
ei ihrer rentenbestätigenden Verfügung vom 28. November 2016
aus orthopädischer Sicht von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer lei
dens
angepassten Tätigkeit aus und
stützte sich
dabei
auf das Gutachte
n des
C._
vom 7. September 2016.
In psychiatrischer Hinsicht erachtete
sie
das betreffende Gutachten nicht als beweiskräftig und
verneinte eine funktionell einschränkende Pathologie gestützt auf die Beurteilung von RAD-Arzt Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Chirurgie, vom 14. September 2019
(Urk. 12/209/4-7).
3.1.
1
Im
polydisziplinären
Gutachten des
C._
vom 7. September 2016 wurden fol
gen
de Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (Urk. 12/208/73-74):
-
Adipositas
per
magna
, BMI 48,2
-
Koronare 1-Asterkrankung
-
Ektasie der Aorta
ascendens
mit
Aorteninsuffizienz
bei
bicuspider
Aorten
klappe
-
Chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom mit
pseudoradiculären
Schmerzausstrahlungen in beide Beine
-
Cervicospondylogenes
Syndrom
-
Sulcus
ulnaris
-Syndrom links, Erstdiagnose März 2016
-
Somatoforme Schmerzstörung
-
Störungen durch Sedativa, Abhängigkeitssyndrom, ärztlich verordnete Medikation
-
Anamnestisch Konsum von psychotropen Substanzen,
Cannabinoide
n
, Opioide
n
und Kokain
-
Kombinierte Persönlichkeitsstörung mit ängstlich vermeidenden, narzis
stischen und unreifen Zügen
Daneben stellten die Gutachter folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 12/208/74-75):
-
Status nach Osteosynthese Weber C Fraktur links mit
Syndesmosenruptur
am 24. September 1992
-
Metabolisches Syndrom
-
Status nach medikamentös bedingter Hepatitis Juni 2015
-
Mittelschwere chronische Niereninsuffizienz nach
Nephrektomie
rechts
-
Multilokuläres
,
papilläres
Nierenzellkarzinom
-
Spannungstypkopfschmerzen
Im allgemeininternistischen Teilgutachten wurde festgehalten, beim
Beschwerde
führer
stehe eine extreme Adipositas mit einem BMI von 48.2 klinisch im Vor
dergrund. Der 2013 festgestellte Diabetes mellitus sei nun insulinpflichtig. Es sei von einer nicht optimalen, jedoch nicht entgleisten diabetischen Stoffwechsellage auszugehen. Die seit Jahren bekannte arterielle Hypertonie werde medikamentös
antihypertensiv
behandelt.
Bei der Diagnose eines
multilokulären
papillären
Nierenkarzinoms habe im Mai 2015 eine
Nephrektomie
rechts
durchgeführt wer
den müssen. Seither finde sich
eine mittelschwere chronische Niereninsuffizienz
bei Status nach
Nephrektomie
rechts. Bezüglich des onkologischen Leidens sei aufgrund der Anamnese, der Klinik und der Aktenlage von einer vollständigen Remission auszugehen. Die Adipositas sei schwerwiegend, ebenfalls der Diabetes, weil angesichts der zahlreichen Risikofaktoren von einer ernsten Prognose ausge
gangen werden müsse. Bezüglich Nierentumor sei zurzeit von einer Tumorfreiheit auszugehen, der weitere Verlauf sei aber offen. Wegen der extremen Adipositas resultiere eine Funktionsstörung in dem Sinne, dass der
Beschwerdeführer
keine
körperlich mittelschweren und schweren Tätigkeiten durchführen könne. Auf
grund
der internistischen Diagnosen
sollte in einer körperlich leichten, wechsel
belas
tenden Tätigkeit eine weitgehende Arbeitsfähigkeit möglich sein. Eine medi
zi
nisch
-überwachte Gewichtsreduktion sei dringendst notwendig. Viele gesundheitliche Probleme könnten dadurch deutlich verringert werden (Urk. 12/208/34-36).
Orthopädischerseits
wurde festgehalten, der Beschwerdeführer
lei
de seit mittler
weile 20 Jahren a
n wec
hselhaften Schmerzen im Bereich
des Skeletts, teils in den Knie-, Fuss-, und Schultergelenken, teils in den Händen und vor allem im Rücken. Anlässlich der orthopädischen Untersuchung habe sich sowohl bezüglich dem Zustand nach
Malleolarfraktur
links als auch bezüglich dem Zustand nach intra
artikulärer Trümmerfraktur des Metacarpale I rechts eine unauffällige Situation bei freier Beweglichkeit, fehlender Schwellung und regelrechter Stabilität gezeigt.
Hinweise für eine
radikuläre
Reiz- oder Ausfallsymptomatik würden fehlen. Zu
sammengefasst müsse von einem
lumbospondylogenen
Syndrom nach genann
te
m Voreingriff gesprochen werden. Aufgrund der bildgebend
dokumentierbaren
, de
ge
nerativen HWS-Veränderungen sei zudem die Diagnose eines
cervicospondy
logenen
Syndroms zu stellen.
D
ie heute zu stellenden Diagnosen
seien
aus ortho
pädischer Sicht von leichtem Schweregrad. Aufgrund des chronischen
lumbo
spondylogenen
Syndroms seien dem
Beschwerdeführer
ständig schwere, das Achsenskelett belastende Tätigkeiten seit spätestens der Operation vom 12. M
ai 2009 nicht mehr zumutbar. Leichte und mittelschwere, wechselbelastende, teils
stehende, teils gehende, teils sitzende Tätigkeiten, rückenschonend, also ohne Überkopftätigkeiten, ohne häufiges Bücken, ohne Zwangshaltungen, ohne Arbei
ten in absturzgefährdeter Position seien aus orthopädischer Sicht medizinisch-theoretisch jedoch vollumfänglich zumutbar, dies spätestens sechs Monate nach dem Eingriff vom 1
2. Mai 2009 (Urk. 12/208/44-46).
Im
neurologischen Teilgutachten
wurde festgehalten,
die lumbalen und
cervi
kalen
Schmerzen
würden
s
eit 2013 wieder zunehmen, ohne dass zurzeit klinisch-neurologisch
radikuläre
Zeichen vorhanden seien. Die aktuellen Schmerzaus
strah
lungen seien als
pseudoradikulär
zu interpretieren. Im Weiteren würden
cervikale
Schmerzen mit Schmerzausstrahlungen in den Schulterbereich und in den Hinterkopf persistieren.
Cervikoradikuläre
Symptome seien weder objektiv noch subjektiv vorhanden. Demgegenüber bestehe e
in neurographisch nachge
wiesenes
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom links mit klinisch leichter Schwäche der Fin
ger
abduktion und sensibler Störung im Ausbreitungsgebiet des
Nervus
ulnaris
, bei allerdings fehlendem
Froment
-Zeichen und auch fehlendem Signe de la
chiquenaude
. Bei der klinisch-neurologischen Untersuchung sei eine Sensibili
tätsstörung im Bereich der ganzen linken Körperhälfte aufgefallen, diese folge jedoch weder einem peripheren Nerven noch einem
Dermatom
und müsse nun als funktionell beurteilt werden.
Die
Nervus
ulnaris
Problematik links sei als leichtgradig zu betrachten, ansonsten
würden
aus neurologischer Sicht bezüglich der Wirbelsäule derzeit keine neurologischen Probleme
bestehen. Bei Arbeiten, die eine Feinmotorik beidseits voraussetzten, sei der
Beschwerdeführer
durch das
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom etwas eingeschränkt, ansonsten bestünden keine Ein
schränkungen
aus rein neurologischer Sicht
(Urk. 12/208/49-
50).
Kardiologisch bestehe eine koronare 1-Ast-Erkrankung mit Status nach akutem STEMI bei akutem Koronarverschluss, mit Status nach akuter Gefälldilatation mit Stent mit gutem Resultat. Anamnestisch und klinisch würden keine Hinweise für eine Myokardischämie, jedoch eine ausgeprägte Belastungshypertonie schon nach 75 Watt Belastung bestehen.
Die koronare Herzkrankheit wäre an sich gut behandelt, das verschlossene Gefäss sei
rekanalisiert
worden. Problematisch sei aber das metabolische Syndrom mit Vorhandensein von multiplen kardiovas
kulären Risikofaktoren, die
ihr
erseits ein Risiko für eine Progredienz der koro
naren
Herzkrankheit bergen würden. Diese sei zurzeit gut behandelt, das Risiko für eine Progredienz sei aber gross, insofern bestehe ein gewisser Schweregrad.
Die Belastungshypertonie sei eine potentiell
schwergradige
Problematik und könne
in Verbindung mit der
Aortenverbreiterung
eine Gefahr bedeuten. Aufgrund der Belastungshypertonie und der
Aortenpathologie
seien körperliche Tätigkeiten nicht möglich.
Anstrengungen müssten vermieden werden, da der Blutdruck da
bei zu stark ansteige
(Urk. 12/208/53-
55).
Im psychiatrischen Teilgutachten wurde im Wesentlichen folgender Befund fest
gehalten:
Die Bewusstseinslage sei klar und ungestört. Die Orientierung sei ört
lich, zeitlich, zur eigenen Person und zur Situation vollständig gegeben. In der Psychomotorik sei der
Beschwerdeführer
im Antrieb gehemmt, dies jedoch vor allem aufgrund der Adipositas. Die Gangart sei ebenfalls aufgrund des Über
ge
wichtes schleppend. Im Ausdrucksverhalten sei der
Beschwerdeführer
adäquat, mimisch moduliert, mitschwingend und angepasst. Sprache und Stimmlage seien gut artikuliert. Im Benehmen und den Umgangsformen sei der
Beschwerdeführer
gewandt, höflich und angepasst. Der Wille sei nicht beeinträchtigt. Im Kontakt
verhalten sei der
Beschwerdeführer
den Blickkontakt anhaltend, detailreich, diffe
renziert und zugewandt. Das Denken sei formal und inhaltlich nicht beein
träch
tigt. Allenfalls könnte man die extreme Fixierung auf seine körperlichen Symp
tome
als eine gewisse Gedankeneinengung deuten. Wahnhafte Symptome seien nicht vorhanden. Die Angst vor sozialen K
ontakten zei
ge doch eine
sozial phobische
Komponente ohne dass im engeren Sinne ein
e soziale Phobie diagnostiziert
werden
könn
t
e. Ich-Störungen seien nicht feststellbar. In Stimmung und Affekt sei der
Beschwerdeführer
in der Untersuchungssituation angepasst, offen, mitteilungs
bereit. Er lasse sich auf
die
Untersuchungssituation gut ein, gebe auf alle Fragen bereitwillig Auskunft ohne Anzeichen von emotionaler Überforderung. Die mnes
tischen Funktionen seien in der klinischen Untersuchung nicht beeinträchtigt. Es würden
keine psychischen Werkzeugstörungen
vorliegen. Die Intelligenz werde als durchschnittlich eingeschätzt. Eine aktive Suizidalität liege nicht vor, jedoch ein deutlicher Lebensüberdruss. Der
Beschwerdeführer
gebe an, dass er sich oft wünsche, dass er am Morgen nicht mehr aufwache. Diesem Umstand entspreche das äusserst selbstdestruktive Verhalten des
Beschwerdeführer
s, indem er Mass
nahmen, die seine gesundheitliche Verfassung verbessern würden, insbesondere eine Verringerung des Körpergewichtes mit positiven Einflüssen auf die Schmer
zen im Bewegungsapparat und seinen Diabetes mellitus nicht wahrnehmen könn
e. Die komplexen Ich-Funktionen des
Beschwerdeführer
s seien beeinträchtigt. So sei die Sel
bststeuerung mit einem unkontrollierten
Essverhalten, die Selbst- und Fremdwahrnehmung beeinträchtigt. Eine Ablösung vom Elternhaus mit einem Übergang in ein autonomes Erwachsenenleben mit adäquaten Beziehungen habe nicht stattgefunden
. Ein Konsum illegaler psychotroper Substanzen sei durch ärztlich verordnete, nicht indizierte, abhängig machende Medikament
e
ersetzt worden
(Urk. 12/208/63-64).
3
.1.2
Dr.
F._
hielt in seiner
RAD-Stellungnahme
vom 14. September 2016 fest, aus versicherungsmedizinischer Sicht bestehe bei Schädigung der Hals- und der Lendenwirbelsäule eine verminderte Belastbarkeit für regelmässiges mittelschwe
res und schweres Heben, Tragen und Transportieren von Lasten, für Arbeiten über Kopf- und Schulterhöhe, auf Leitern und Gerüsten, mit Schlag- und Vibrationsbe
lastungen des Schultergürtels, für ausschliesslich stehende Tätigkeiten, für häufi
ges
Bücken sowie für Tätigkeiten in körperlichen Zwangshaltungen. Leichte (an
ge
passte) Tätigkeiten in Wechselbelastung ohne Heben, Tragen und Transpor
tie
ren von Lasten über 10 kg, ohne Verharren in Zwangshaltungen, ohne dauer
hafte Arm
vorhaltebelastungen und Überkopfarbeiten seien medizinisch theore
tisch wei
terhin zumutbar. In der bisherigen Tätigkeit als Sanitärinstallateur bestehe
aus rein somatischer Sicht
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit ab dem 7. September 2016 (Erstellungsdatum Gutachten). In einer angepassten Tätigkeit bestehe
aus somatischer Sicht
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit ab dem 7. September 2016 (Erstellungsdatum
Gutachten
). Die gutachterlich attestierte 100%ige Arbeitsun
fähigkeit aus psychiatrischer Sicht könne nicht nachvollzogen werden. In der Zeit vom 5. Februar bis zum 11. August 2015 habe aufgrund des Herzinfarktes und der
Nephr
ektomie
bei Nierenk
ar
z
inom eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in bis
heriger und a
ngepasster Tätigkeit bestanden
(Urk. 12/209/6-7).
3.2
Im Rahmen des vorliegenden Rentenrevisionsverfahrens wurden insbesondere folgend
e
Arztberichte aufgelegt:
3.2.1
Dr. med.
G._
, Facharzt FMH für Urologie,
und
med.
pract
.
H._
stellten in ihrem Bericht für
die Klinik für Urologie des
Kantonsspitals E._
vom 13. Mai 2019 folgende Diagnosen (Urk. 12/234
/
13)
:
-
Papilläres
Nierenzellkarzinom Typ 1 multifokal rechts pT1a, CN0, cM0, Fuhrmann Grad 2, R0
-
Insgesamt 7 kortikale Zysten zwischen 5 und 15 mm Niere links
-
Nebendiagnosen:
-
Status nach
composite
graft biologischem
Aorte
nklappenersatz
und Ersatz der Aorta
ascendens
mit einer
Valsalva
-Prothese am 27. März 2018
-
Koronare 1-Gefässerkrankung
-
Diabetes mellitus Typ II
-
Mittelschwere chronische Niereninsuffizienz G3b A3 nach KDIG
O
bei mutmasslicher sekundärer, fokaler und segmentaler
Glomerolosklerose
-
Status nach
Polytoxikomanie
mit Kokain, LSD, Ecstasy und THC-Konsum bis 2007
-
Morbide Adipositas
-
Statininduzierte
Myopathie
-
Chronische Schmerzverarbeitungsstörung mit somatischen und psychi
schen Faktoren
Der
Beschwerdeführer
sei aktuell
unter
Active
surveillance
mit jährlicher Ver
laufskontrolle.
In der CT-Angiographie vom März 2019 habe sich
vier Jahre nach
Nephrektomie
rechts
erfreulicherweise weiterhin eine
Tumorrezidivfreiheit
ge
zeigt.
In der
am 6. Juni 2018 durchgeführte
n
Kontrastmittelsonographie
seien
die
Bosniak
1 Zysten links
dargestellt worden
, welche weiterhin unverändert seien und als har
mlos eingestuft werden könnten
(Urk. 12/234/14).
3.2.2
Dr. med.
I._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin, führte
in ihrem
Bericht
für das Notfallzentrum
des
Kantonsspitals E._
vom 16. Mai 2019
aus
, der Be
schwerdeführer
habe sich aufgrund einer erneuten Schmerzepisode bei bekann
tem Schmerzkomplex mit rechtsseitigen Oberbauchschmerzen, Übelkeit und
Tho
raxschmerzen
notfallmässig vorgestellt. Da
er bezüglich des Schmerzkomplexes bereits umfassend abgeklärt und bis vor Kurzem hospitalisiert gewesen sei, sei bei gutem Allgemeinzustand sowie unauffälligen Vitalparametern und EKG auf eine erneute weiterführende Diagnostik verzichtet worden. Nach Gabe von
Pas
pertin
und niedrigdosiert Morphin intravenös habe der
Beschwerdeführer
nahezu beschwerdefrei wieder nach Hause entlassen werden können (Urk. 12/
234/
9-12).
3.2.3
Dr. med.
J._
, Facharzt FMH für Radiologie und Nuklearmedizin,
und PD Dr. med.
K._
, Facharzt FMH für Nuklearmedizin,
führten am 27.
und am 28. November 2019 im Institut für Radiologie und Nuklearmedizin des
Kantonsspitals E._
eine Myokardperfusions-Szintigraphie (2-Tagesproto
koll) mit einem EKG-
getriggerten
SPECT/CT unter Belastungs- und Ruhebedingungen durch. In ihrem Bericht
vom 27. November 2019
hielten sie einen klinisch und elektrisch negativen pharmakologischen Belastungstest fest.
Szintigraphisch
habe sich kein Hinweis auf eine prognostisch relevante Belastungsmyokardischämie gezeigt
. Die LVEF liege sowohl post-Stress als auch unter Ruhebedingungen mit 50 be
zie
hungsweise 52 % im Normbereich. Es habe sich kein Nachweis für regionale Myokardwandbewegungsstörungen ergeben. Die bisherige konservative Therapie sei weiterzuführen. Eine Kontrolle mittels MIBI-Szintigraphie in einem Jahr werde empfohlen. Bei morbider Adipositas sei eventuell eine bariatrische Therapie zu besprechen
(Urk. 12/240
/1-4
)
.
3.2.4
PD Dr. med.
L._
, Facharzt FMH für Kardiologie und Allgemeine Innere Medizin sowie leitender Arzt Kardiologie
am
Kantonsspital
E._
,
führte in seinem Bericht
vom 6. Dezember 2019
aus, hinsichtlich der systolischen Pumpfunktion des linken Ventrikels nach chirurgischem
Aortenklappenersatz
/
Graftersatz
der Aorta
ascendens
finde sich ein stabiler Verlauf. Allerdings sei es im Vergleich zur letzten echokardiographischen Untersuchung vom 11. Dezember 2018 zu einer progredienten
Ventrikeldilatation
gekommen.
Die Funktion der
aortalen
Biopro
these sei regelrecht. Die Prognose zur Arbeitsfähigkeit sei eher als ungünstig zu bezeichnen. Der
Beschwerdeführer
leide unter chronischen
Schmerzexazer
ba
tionen
von Seiten seiner Wirbelsäulenproblematik, sowie an einer Linksherzin
suffizienz des Stadiums NYHA II. Eine Rückkehr in den ursprünglich erlernten Beruf als Sanitärinstallateur sei praktisch ausgeschlossen. Der
Beschwerdeführer
habe diesen Beruf seit dem Jahr 2000 nicht mehr ausgeübt. Es werde eine medi
kamentöse konservative Therapie mit regelmässigen jährlichen Nachkontrollen durchgeführt. Der
Beschwerdeführer
sei derzeit zu 100 % arbeitsunfähig geschrie
ben, Details seien bei der Hausärztin einzuholen.
Allein von kardialer Seite würde eine Linksherzinsuffizienz des Schweregrades II bestehen. Die systolische Funk
tion des linken Ventrikels sei eingeschränkt. Der
Beschwerdeführer
komme bereits beim Gehen von zwei Treppenetagen leicht ausser Atem. Hinsichtlich der koro
naren Begleiterkrankung (1-
Gefässerkrankung, Status nach
inferoseptalem
Hin
ter
wandinfarkt) sei die Prognose eher gut.
Für die Beurteilung des Falles wichtig wäre die Einholung eines rheumatologischen, ein
es
nephrologischen
sowie eines s
chmerztherapeutischen Gutachtens (
Urk. 12/241
).
3.2.5
Med.
pract
.
M._
, Oberarzt an der
Psychiatrie Z._
,
stellte in seinem Bericht
vom 28. Januar 2020
folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit
(Urk. 12/246
/2
)
:
-
Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10 F41.0)
-
Somatoforme autonome Funktionsstörung oberer und unterer GIT (ICD-10
F45.32)
-
Chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Anteilen (ICD-10 F45.41)
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
Der
Beschwerdeführer
sei aktuell aufgrund der psychischen und körperlichen Symptomatik nicht in der Lage, einer regelmässigen Arbeit nachzugehen. Es sei davon auszugehen, dass er auch unter intensivster Therapie nicht mehr arbeiten könne.
Er
sei stark eingeschränkt
in
der Durchhaltefähigkeit,
in den
Spontanak
tivitäten und der Flexibilität sowie in seiner Selbstbehauptungsfähigkeit. Mittel
gradige Einschränkungen würden in der Flexibilität, der Gruppenfähigkeit und der Selbstversorgung bestehen. Auch die Mobilität sei aufgrund der Agoraphobie
stark eingeschränkt. Die körperlichen Belastungen könn
t
e
n
nur in Ansätzen be
ur
teilt werden, jedoch würden die Schmerzen den
Beschwerdeführer
bei körper
lich anstrengenden Tätigkeiten massiv einschränken. Einseitige Haltungen, schw
e
res
Heben und anspruchsvolle Tätigkeiten, die eine hohe Konzentration verlan
gten, seien
ihm nicht mehr möglich. Zur beruflichen Situation würden keine Infor
ma
tionen vorliegen und es könne nicht beantwortet werden, wie viele Stunden pro Tag die bisherige Tätigkeit zumutbar sei
. Der
Beschwerdeführer
sei nicht in der Lage, einer dem Leiden angepassten Tätigkeit nachzugehen.
Aufgrund der vielen Komorbiditäten und der
Chronifizierung
der Symptomatik sei die Prognose für eine Eingliederung schlecht. Einer Eingliederung würden die chronischen Erkran
kungen, die starken Schmerzen sowie die
geringgradig
ausgeprägten Ressourcen im Wege stehen
(Urk. 12
/246
).
3.2.6
Dr. med.
N._
,
Facharzt FMH für Urologie,
hielt in seinem Bericht
für die Klinik für Urologie des
Kantonsspitals E._
vom 1. April 2020 fest, der
Beschwerdeführer
habe sich anlässlich der regulären Nachsorgekontrolle subjektiv als vollständig be
schwerdefrei gezeigt. Mit Ernährungsumstellung und Sport habe er deutlich an Gewicht verloren. In der aktuellen Bildgebung (Sonographie Abdomen und Rönt
gen Thorax
ap
/lateral vom 28. Februar 2020, Kontrastmittel-Sonographie Leber vom 8. Mai 2020) habe sich eine unauffällige Nachsorge gezeigt. Bei dem 7 mm grossen Befund im Segment II der Leber handle es sich gemäss Kontrastmittel-Sonographie um ein Hämangiom. Die nächste Kontrolle sei in einem Jahr ver
einbart. In Anbetracht der chronischen Niereninsuffizienz und des Leberbefundes sei für nächstes Jahr im März 2021 ein MRI Thorax-Abdomen in die Wege geleitet worden (Urk. 16/3).
3
.2.7
In seiner RAD-Stellungnahme vom 9. April 2020 hielt Dr.
D._
fest, trotz der massiv anmutenden Beschwerden sei der Gesundheitszustand verglichen mit den Arztberichten und den 2016 gutachterlich festgestellten Diagnosen unverändert. Eine leicht verminderte LVEF auf 52 % (vormals 65 %) sei festzustellen. Weiterhin stehe eine massive Gewichtsreduktion aus, die schon lange zu einer Besserung
des Gesundheitszustandes hätte führen können. Eine von einer bariatrischen Klinik
begleitete Gewichtsreduktion w
erde empfohlen (Urk. 12/248/4).
4.
4.1
Die
Beschwerdegegnerin
verneint eine massgebliche Veränderung des Gesund
heitszustandes und stützt sich dabei auf die Beurteilung ihres
RAD-Arzte
s
Dr.
D._
vom 9. A
pril 2020.
Demgegenüber spricht der
Beschwerdeführer
der betreffenden
RAD-
Beurteilung
die Beweiskraft ab und begründet
die geltend ge
machte
Verschlechterung des Gesundheitszustandes hauptsächlich
mit
psychi
sche
n und kardiologischen Beschwerden sowie
einer
Niereninsuffizienz (E. 2.2
).
4.2
In Bezug auf das
Rückenleiden
wurde von Seiten des
Beschwerdeführer
s keine massgebliche Verschlechterung des Gesundheitszustandes geltend gemacht.
Mit Blick auf die im vorliegenden Rentenrevisionsverfahren aufgelegten Arztberichte bestehen dafür sodann auch keine
hinreichenden
Anhaltspunkte (E. 3.2, Urk.
12/234/1-8, Urk. 12/234/17-37, Urk. 16/1-2
).
4.3
Aus kardiologischer Sicht ist darauf hinzuweisen, dass
sich der
Beschwerdeführer
am 27.
März
2018 eine
r
Herzo
peration
(
Aortaimplantat
und
Einsetzung einer
bio
logische
n
Herzklappe) unterzog
(
Urk. 12/234/31-34
)
, was die
Beschwerdegeg
ne
rin
zum Anlass nahm, um auf dessen Erhöhungsgesuch vom
13. September 2019 einzutreten (
Urk. 12/232,
Urk. 12/248/2). Die am 27. und am 28. November 2019 im Institut für Radiologie und Nuklearmedizin des
Kantonsspitals E._
durchgeführten kardio
logischen Tests
ergaben insofern keine Auffälligkeiten, als der pharmakologische Belastungstest klinisch und elektrisch negativ ausfiel, sich
szintigraphisch
kein Hinweis auf eine prognostisch relevante Belastungsmyokardischämie
fand
und sich auch kein Nachweis für regionale Myokardwandbewegungsstörungen
ergab
(E. 3.2.3
). Der erhobene LVEF-Wert lag mit 50 respektive 52 % zwar
leicht
unter demjenigen, wie er
anlässlich der
kardiologischen Begutachtung im Juli 2016
erhoben
worden war
(«LV
EF um 55 % [Urk. 12/208/53]), jedoch stets noch im Normbereich (E. 3.2.
3
).
Hinsichtlich der systolischen Pumpfunktion des linken Ventrikels hielt PD Dr.
L._
in seine
m Bericht vom 6. Dezember 2019
einen stabilen Verlauf
nach der Herzoperation
fest. Die Funktion der
aortalen
Biopro
these
sei
regelrecht. Dass
PD Dr.
L._
die Prognose zur Arbeitsfähigkeit als eher ungünstig und eine Rückkehr in den ursprünglich erlernten Beruf als prak
tisch ausgeschlossen
bezeichnete
,
bildet dabei keinen Hinweis auf eine postope
rative Verschlechterung der funktionellen
Leistungsfä
higkeit. So begründete
er
diese Einschätzung
insbesondere
mit dem invaliditätsfremden Gesichtspunkt, dass
der Beschwerdeführer diesen Beruf seit dem Jahr 2000 nicht mehr ausgeübt
habe
.
Für die angestammte Tätigkeit hatte jedoch
bereits
im Vergleichszeitpunkt (2016)
aus kardiologischen und internistischen Gründen
keine Arbeitsfähigkeit mehr bestanden
(
Urk. 12/208/76
)
.
Soweit PD Dr.
L._
die Einholung eines rheumatologischen,
nephrologischen
und eines schmerztherapeutischen Gutach
tens als für die Beurteilung des Falles wichtig erachtete (E. 3.2.4), lässt dies gleich
zeitig darauf schliessen, dass er
im Rahmen seiner
fachärztlichen
Untersuchungen keine Anhaltspunkte ausmachte, welche weitere kardiologische Abklärungen indizierten.
Da sich
auch
aus
den weiteren
medizinischen A
kten keine Hinweise auf eine massgebliche andauernde
Verschlechterung des
Herzleidens
ergeben
, ist diesbezüglich mit dem RAD von einem
u
nveränderten Gesundheitszustand aus
zu
gehen
(vgl. E. 3.2.
7
).
4.4
Nach der Diagnose eines Nierenkarzinoms
wurde beim
Beschwerdeführer
am 11. Mai 2015 eine
Nephrektomie
rechts
durchgeführt (Urk.
12/208/73). Die Gut
achter des
C._
hielten
im September 2016
diesbezüglich fest, der Tumor habe in toto entfernt werden können
und Metastasen hätten im Zeitpunkt der
Unter
suchung
nicht vorgelegen. Aufgrund der Anamnese, der Klinik und der Aktenlage sei bezüglich des onkologischen Leidens von einer vollständigen Remission aus
zugehen.
Seither bestehe
eine mittelschwere chronische Niereninsuffizienz (
Urk. 12/208/35,
Urk. 12/208/76).
In einer körperlich leichten, wechselbelasten
den Tätigkeit massen die Gutachter d
em Nierenleiden
keine funktionellen Ein
schränkungen
bei (Urk. 12/208/36). Im Rahmen des vorliegenden Rentenrevi
si
ons
verfahrens wurde ein Bericht der Urologie des
Kantonsspitals E._
vom 13. M
ai 2019 auf
gelegt
, welcher über die urologische Verlaufskontrolle vier Jahre nach
Nephrek
tomie
orientier
t
. Diesem lässt sich entnehmen, dass eine am 23. März 2019 durch
ge
führte computertomographische Untersuchung keinen Hinweis auf ein Tumorre
zidiv
ergeben hatte. Auch die Nierenzysten links hätten sich unverändert gezeigt. Weiterhin würden
Bosniak
I Zysten bestehen, welche unverändert
seien
und als harmlos eingestuft werden könnten.
A
uf eine weitere Bildgebung zur
Active
surveillance
vor der heutigen Konsultation
sei entsprechend
verzichtet worden. Beschwerden im Bereich der Nierenlogen beidseits
seien vom
Beschwerdeführer
verneint worden
(Urk. 12/234/13-14).
Dem
Bericht der Klinik für Urologie des
Kantonsspitals E._
vom 1. April 2020
lässt sich
bei chronischer Niereninsuffizienz
eine
unauf
fällige Nachsorge und subjektiv eine vollständige Beschwerdefreiheit
entnehmen
(
E. 3.2.6
).
Dr. med.
O._
,
Facharzt FMH für Nephrologie und Allge
meine Innere Medizin sowie
leitender
Arzt
Nephrologie am
Kantonsspital
E._
,
bezeichnete die
Nierenfunktion in seinem beschwerdeweise eingereichten Bericht vom 15. Septem
ber 2020
als im
Vergleich zum September 2019 zwar leicht verschlechtert, jedoch immer noch im
üblichen Schwankungsbereich stabil (Urk. 16/2).
Vor diesem Hintergrund
erweist es sich als schlüssig, dass RAD-Arzt
D._
eine mass
gebliche Veränderung des Gesundheitszustandes
auch
in Bezug auf das Nieren
leiden
verneinte
(E. 3.2.7)
.
4.5
Auch was den Gesundheitszustand des
Beschwerdeführer
s in psychiatrischer Hinsicht anbelangt, erachtete RAD-Arzt Dr.
D._
keine
massgebliche
Verände
rung als eingetreten.
Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführer
s
(Urk. 1 S. 7)
ist RAD-Arzt Dr.
D._
auch ohne
einen
Facharzttitel in Psychiatrie grund
sätzlich in der Lage, die Zuverlässigkeit von Facharztberichten zu beurteilen (vgl. Urteil des
Bundesgerichts 9C_106/2019
vom 6. August 2019 E. 2.3.3).
Sodann
mutet es widersprüchlich an, wenn der
Beschwerdeführer
die Beweiskraft der Beurteilung von Dr.
D._
infolge des nicht vorhandenen Facharzttitels
in Psy
chiatrie in Abrede stellt, sich zur Begründung einer Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes
aus psychischen Gründen
aber auf die Berichte von med.
pract
.
M._
stützt, welcher ebenfalls nicht
über
eine
solche
fachärztliche Qualifikation verfügt.
Was den Bericht von med
.
pract
.
M._
vom 28. Januar 2020
anbelangt
, ist
hervorzuheben
,
dass
dieser
bei seiner Arbeitsfähigkeits
e
in
schätzung auch die körperliche Symptomatik berücksichtigte
. So führte er aus
, der
Beschwerdeführer
sei aktuell aufgrund der psychischen und körperlichen Symptomatik nicht in der Lage, einer r
egelmässigen Arbeit nachzugehen und
die Schmerzen
würden
ihn
bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten massiv ein
schränken
(E. 3.2.5
)
.
Soweit
med.
pract
.
M._
dem
Beschwerdeführer
an
spruchs
volle Tätigkeiten, die eine hohe Konzentration verlangen, als nicht mehr möglich bezeichnete, steht dies einer
(Teil-)
Arbeits
fähigkeit in einer leidensan
gepassten (einfachen und repetitiven [vgl. Urk. 12/154/2]) Tätigkeit nicht entgege
n.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hat die Beurteilung der Arbeits
fähigkeit primär aus eine
r
Würdigung der Auswirkungen der bei der versicherten Person diagnostizierten Krankheiten auf die Arbeitsfähigkeit zu erfolgen und kommt
dem Mini-ICF-App
Rating diesbezüglich ergänzende Funktion zu (Urteil des Bundesgerichts 9C_157/2019 vom 28. Oktober 2019 E. 4.3).
Demgegenüber scheinen die von
med
.
pract
.
M._
in seinem Bericht vom 28. Januar 2020 aufgeführten Funktionseinschränkungen einzig auf dem Mini-ICF-App Rating zu
beruhen (Urk. 12/246/3 Ziffer 3.4, Urk. 12/246/4-7). Dem betreffenden Bericht läss
t sich weder ein ausführlicher objektiver Befund (vgl. Urk. 12/246/2 Ziffer 2.4), noch eine
Würdigung der Auswirkungen der diagnostizierten Krankheiten auf
die
Arbeitsfähigkeit
des
Beschwerdeführer
s
entnehmen
.
Med.
pract
.
M._
lagen sodann auch keine Informationen zur bisherigen beruflichen Tätigkeit des
Beschwerdeführer
s vor (Urk. 12/246/3 Ziffer 3.2, Urk. 12/246/4 Ziffer 4.1).
Hin
rei
chende Anhaltspunkte für eine Verschlechterung des psychischen Gesund
heits
zustandes lassen sich dem betreffenden Bericht dementsprechend nicht ent
nehmen. Dies hat ebenso für den Bericht von
med.
pract
.
M._
vom 2. März 2021 (Urk. 1
9
) zu gelten
:
Eine Gegenüberstellung der
von
med.
pract
.
M._
erhobenen objektiven Befunde
(
Urk.
19
S. 2, Aktueller Psychostatus
)
mit
den
Befunden aus dem
psychiatrischen Gutachten der
C._
vom 7. September 2016
(E. 3.1.1)
lässt nicht auf eine verschlechterte Befundlage schliessen.
Die von
med.
pract
.
M._
attestiert
e
Arbeitsunfähigkeit ist gestützt
auf die
von ihm
erhobenen objektiven Befunde
nicht
nachvollziehbar
.
In diesem Zusammenhang darf sodann auch der Erfahrungstatsache Rechnung getragen werden, dass be
handelnde Ärzte
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel
lung
im Zweifelsfall eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (
BGE 135 V
465
E. 4.5, BGE 125 V 351 E. 3b/cc
).
Ferner sprechen auch die Aussage von
med.
pract
.
M._
, wonach die Situation insgesamt über den Behandlungszeitraum (Behandlung in der
Psychiatrie Z._
seit 2016 [Urk. 1
9
S. 1]) weitgehend stabil mit
wieder
-
holenden
Exa
zerbationen gewesen sei (Urk. 19
S. 2) sowie die geringe Behand
lungsintensität (stützende therapeutische Ges
präche einmal pro Monat [Urk. 19
S. 2]) gegen eine im Verlauf stattgehabte andauernde Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes
aus psychischen Gründen
.
Eine massgebliche Verschlechte
rung des Gesundheitszustandes aus psychischen Gründen lässt sich
somit
nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellen.
4.6
Die Beurteilung von RAD-Arzt Dr.
D._
, wonach im Wesentlichen von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen ist, überzeugt nach dem Gesag
ten und wird durch die vorliegenden medizinischen Akten gestützt.
Da von
wei
teren
medizinischen Abklärungen
(vgl. Urk. 1 S. 2)
keine
e
ntscheidrelevanten
Ergebnisse zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
in der
entscheidrele
vanten
Zeitspanne zu erwarten sind, kann darauf verzichtet werden (BGE 144 V 361 E.
6.5, 136 I 229 E. 5.3).
5.
Zusammengefasst
ist keine wesentliche Veränderung des Gesundheitszustandes zu erkennen. Dementsprechend ist nicht zu bean
standen, dass die IV-Stelle das Rentenerhöhungsgesuch des
Beschwerdeführe
rs abgewiesen hat. Di
es
hat die Abweisung der Beschwerde
zur Folge.
6
.
6
.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gi
g vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.
-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt.
Vorlie
gend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 800.-- als angemessen.
Au
s
gangs
gemäss ist diese dem Beschwerdeführe
r aufzuerlegen, zufolge der mit
Ver
fügung vom
23. November 2020
bewilligten
unentgelt
lichen Prozessführung (Urk. 13)
jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
6
.2
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ebenfalls aus der Gerich
tskasse zu ent
schä
digen ist die
unentgeltliche Rechtsvertreter
in
des Beschwerdeführers, Rechts
an
wältin Lotti Sigg
.
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversi
che
rungs
gericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Ent
schädi
gung
nach de
r Bedeutung der Streitsache und
der Schwierigkeit des Pro
zesses. Rechtsan
wältin Lotti Sigg
ist daher
mit Fr.
1
’
7
00
.-- (inklusive
Barauslagen und Mehrwertsteuer)
aus der Gerichtskasse zu entschädigen.