# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e51c897a-91d7-4842-a5b8-5b4f388ecd0e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1957
geborene
X._
meldete sich am 18. Januar 2010 bei
der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leis
tungs
be
zug
(Hilfsmittel und Rente) an (
Urk.
7/2). Zur Klärung der erwerblichen und me
dizinischen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem indivi
du
ellen Konto bei (
Urk.
7/9) und holte einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
7/10) so
wie
Be
richte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
7/11
-13
, 7/
18, 7/22, 7/25 und
7/30
-35)
.
Zusätzlich
forderte
sie das von
der
Y._
ver
anlasste
Gutachten von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt
FMH für Allge
meine
Innere Medizin und Kardiologi
e, vom 22. September 2006 (Urk.
7/8)
an
.
Am 4.
Juni
2010 erteilte
sie
sodann
Kostengutsprache für ein Hörgerät (
Urk.
7/27).
Mit Vorbescheid vom
16. Au
gust 2011 stellte die IV-Stelle
die Ab
weisung des
Ren
tenbegehrens
in Aussicht (Urk.
7/41). Nachdem der Versicherte dagegen Einwand erhoben hatte (Urk. 7/43-44), liess
ihn die Verwaltung im April 2012
von den Ärzten
des
A._
polydiszi
pli
när
begutachten (
Expertise vom 31.
Mai 2012 [
Urk.
7/54
/1-30
]). Mit Verfügung vom
4. Juli 2012 hielt die IV-Stelle – nun insbesondere gestützt auf
das
A._
-Gutach
ten
–
an ihrer im Vorbescheid angekündigten Rentenablehnung fest (
Urk.
7/57 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 31. August 2012 Beschwerde
und beantragte, es seien ihm die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine ganze, eventualiter eine halbe Rente, zuzusprechen (
Urk.
1). Mit
Beschwerde
ant
wort
vom 5. Oktober 2012 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
6). Am 1
2.
Oktober 2012 wurde dem Beschwerdeführer das Dop
pel der
Be
schwerdeantwort
zugestellt (
Urk.
8).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Al
l
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4
Abs.
1
des Bun
des
ge
setzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den
ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vor
liegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2
ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
d
estens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG)
sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen
(BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie
stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen ei
nander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986
S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der ge
stellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen
beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem
Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psy
chi
schen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Dar
legung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schluss
folgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind,
dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Ex
per
te
oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten,
wel
che die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E.
5.1; 125 V 351 E.
3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S.
30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten, 3. Aufl. 1994, S.
24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenablehnung – unter Hinweis auf
das
A._
-Gutachten
vom
31. Mai
2012 (
Urk.
7/
54
/1-30
) – damit, aus medizini
scher Sicht sei dem Beschwerdeführer die Ausübung einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit seit Dezember 2009 zu 50
%
zumutbar und ab Mai 2010 – und damit
noch vor
Ablauf der Wartezeit im Dezember 2010 – bestehe eine unein
geschränkte Arbeitsfähigkeit
in einer adaptierten
Arbeit
.
Mit einer solchen Tä
tigkeit könnte er unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 15
%
ein Invalideneinkommen von Fr. 52‘784.-- erzielen. Bei einem
Validen
einkommen
von Fr. 79‘899.-- ergebe sich ein Invaliditätsgrad von 34
%
, wes
halb kein Anspruch auf eine Rente bestehe (
Urk.
2
und
Urk.
6).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer im Wesentlichen auf den Stand
punkt, auf das Gutachten
des
A._
könne nicht abgestellt werden.
Ange
sichts
seiner multiplen Beschwerden lasse die
betreffende
Expertise
eine
ge
samt
heitliche
Betrachtungsweis
e
seiner Leiden
vermissen und auch sein Haus
arzt attestiere einzig noch eine 50%ige, leistungsreduzierte Arbeitsfähigkeit.
Zu
dem
sei bei der Begutachtung durch
die
A._
-Ärzte
kein Kardiologe zugezogen worden
(
Urk.
1).
3.
3.
1
Nachdem
Dr
.
Z._
den Beschwerdeführer am 4. August 2006 im Auftrag der
Y._
untersucht hatte
, stellte er in seinem Gutachten vom 2
2.
September 2006
(
Urk.
7/8) folgende Diagnosen (
S. 7
):
Chronifizierte
, seit Jahren vorbestehende Kopfschmerzen, aktuell
exazer
biert
bei Verdacht auf eine medikamenteninduzierte/verstärkte
Be
schwerdesymptomatik
. In diesem Zusammenhang vermehrtes Auftreten von Schwindelbeschwerden bei unauffälligen Befunden im
neuerlich durchgeführten Untersuch an der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und
Gesichtschirurgie des
B._
Status nach
Rekonvaleszenzzustand
/körperlicher Schwächung bei Blut
ver
lust nach einer Darmoperation im März 2006
Aktuell psychosoziale Partnerproblemsituation bei kranker Ehefrau mit Pflegeaufgaben des Versicherten
In der angestammten Tätigkeit als Hauswart sei der Beschwerdeführer uneinge
schränkt arbeitsfähig.
Das Gle
iche gelte für die im Rahmen einer
betrieblichen Reorganisation am Arbeitsplatz des Beschwerdeführers neu von ihm zu über
nehmenden Gartenarb
eiten (S. 9).
3.
2
Die an der Neurologischen Klinik und
Poliklinik des
B._
tä
ti
gen Ärzte diagnostizierten am 2
2.
September 2006 eine Migräne ohne Aura (ICHD-II 1.1) mit einer möglichen schmerzmittelinduzierten Komponente und einem Verdacht auf eine
vestibuläre
Migräne. Sie attestierten eine Arbeitsfähig
keit von 100
%
(
Urk.
7/11/5-6).
3.
3
Am 8. Dezember 2009 erlitt der Beschwerdeführer einen Myokardinfarkt
und be
f
and sich bis am 14. Dezember 2009
in Spitalpflege (
Urk.
7/25/11-14).
3.
4
Der Erst-Expertise
zur Anpassung eines Hörgeräts links
von
Dr.
med
.
C._
,
Facharzt FMH für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie,
vom 14. Februar 2010
kann ent
nommen werden, dass der Beschwerdeführer seit Jahren an einer beidseitigen Innenohrschwerhörigkeit leidet. Es bestehe ein Zustand nach einer Operation eines infizierten
Cholesteatomes
im Jahr 1994. Seither sei das rechte Ohr das schlechter Hörende. In den letzten Jahren habe sich auch links das Hörvermö
gen stark verschlechtert und der Beschwerdeführer weise eine beidseitige kom
binierte Schwerhörigkeit auf (
Urk.
7/18/3-4).
3.5
Dr.
med
.
D._
, Facharzt
FMH für Allgemeine Innere Medizin, stellte am 15. März
2010 (
Urk.
7/
22/
1-4) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Ar
beits
fähig
keit
(S. 1)
:
Myokard
infarkt
Koronare Herzkrankheit
Gonarthrose
bilateral
Hämorrhoidenoperation
Migräne
Otitis
media
chronica
cholest
.
Radikal-Operation
Der Adipositas mass er keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bei.
In einer leidensangepassten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer zu 50
%
ar
beits
fähig (S. 3).
3.
6
Dr.
med
.
E._
von der
F._
berichtete am 23. Juni
2010, der Beschwerdeführer sei nach Besuch des Aufbauprogramms vom 18. Januar 2010 bis am 2
2.
April 2010 kardial beschwerdefrei und er fühle sich lei
s
tungsfähiger, beweglicher und wieder sicher (
Urk.
7/30).
Mit undatier
tem Bericht (bei der Beschwerdegegnerin eingegangen am 14. September 2010)
beurteilte er die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit
als steigerungsfähig. Anfänglich betrage sie
50
%
(
Urk.
7/34).
3.7
Dr
.
C._
führte am 30. Juli 2010 aus, dank dem neu angepassten Hörgerät
am linken Ohr bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als Hauswart (
Urk.
7/31/5).
3.8
Die MRI-Untersuchung der Le
n
denwirbelsäule zeigte am 8. Dezember 2010 ein leichtes
Bandscheibenbulging
auf der Höhe der LWK4/LWK5 mit einer geringen
osteodiscalen
neuroforaminalen
Einengung und einer Tangierung der L4 rechts
foraminal
. Ausserdem war eine leichte
Spondylarthrose
auf der Höhe LWK4/5 beidseits – rechts aktiviert – ersichtlich (
Urk.
7/43/3).
3.9
PD
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Rheumatologie sowie Physikalische Medi
zin und Rehabilitation,
stellte am 13. Dezember 2010 eine beginnende
Co
xarth
rose
wie auch eine beginnende
Gonarthrose
fest (Bericht vom 14. Dezember 2010
[
Urk.
7/43/4]).
3.10
Am 20. September 2011 erfolgte eine Abklärung im Zusammenhang mit der
An
strengungsdyspnoe
im
G._
.
Die kardiale
Mag
net
resonanz-Untersuchung
zeigte
eine weitgehend
subendokardiale
Narbe mit wenig ausgeprägter Randischämie
und die Pumpfunktion des linken Ventri
kels
war erhalten
. Weder die kleine Randischämie bei inferiorer Narbe noch die ge
ringe regionale Funktionseinschränkung des linken Ventrikels
– so die beur
tei
len
den Ärzte –
erkläre die Symptoma
tik des Beschwerdeführers (Urk.
7/54/41-42)
.
3.11
Am 31. Oktober 2011 wurde in der Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und
Ge
sichts
chirurgie
des
B._
am
linken Ohr des Beschwerde
führers eine offene
Mastoidoepitympanektomie
durchgeführt (Urk. 7/54/33-34). Im Anschluss daran wurde ihm eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis am 13.
No
vember 2011 attestiert (
Urk.
7/54/36).
3.1
2
Dr.
med
.
H._
,
Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin und Kardiologie, stellte am 8. März 2012 folgende Diagnosen:
Koronare 1-Gefässerkrankung:
Status n
ach
infero-posteriorem
Myokard
infarkt
im
Dezember 2009
d
istaler RCX-Verschluss, RIVA unauffällig, RCA hypoplastisch
n
ormale Funktion/Morphologie des linken Ventrikels, EF 60
%
, LVMMI 87
gr
/m
2
k
eine Hinweise auf eine Myokardischämie unter Belastung bei einge
schränkter körperlicher Leistung (55
%
Soll)
i
m Herz-MRI vom 20. September 2011 minime Randischämie inferior
NYHA II
Kardiovaskuläre Risikofaktoren:
a
rterielle Hypertonie
k
eine Mikroalbuminurie
Dyslipidämie
Status nach
Nikotinabusus
kumulativ 30
py
(Dezember
20
09 Stopp)
Der betreffende Arzt führte aus, zwei Monate nach Absetzen der Betablocker könne die kardiale Situation des Beschwerdeführers weiterhin als stabil beurteilt werden. Gegenüber der letzten Kontrolle im November 2011 hätten die Dimen
sionen des linken Ventrikels bei erhaltener systolischer Funktion weiter abge
nommen und würden im Normbereich liegen.
Das Fehlen von subjektiven und objektiven
Myokardischämiezeichen
auch nach Absetzen der Betablocker bestä
tige noch einmal die klinische Irrelevanz der im MRI nachgewiesenen minimen Randischämie inferior (
Urk.
7/54/46-47).
3.13
Dr.
D._
bestätigte am 24. März 2012, dass er den Beschwerdeführer seit 1991 betreue. In den letzten
beiden Jahren hätten vor allem die Kniebeschwerden unter Belastung zugenommen. Die im Oktober 2011 durchgeführte Operation am linken Ohr habe zu keiner Verbesserung der Schwerhörigkeit und des Schwindels geführt. Von kardialer Seite bestehe weiterhin eine Dyspnoe unter Belastung (
Urk.
7/54/37).
3.1
4
Gestützt auf die Ergebnisse der internistischen,
psychiatrischen, orthopädischen,
neurologischen
und
otorhinolaryngologischen
Untersuchung
en
stellten die
A._
-Gutachter
am 31. Mai 2012 (
Urk.
7/54/1-30) folgende sich auf die Arbeitsfähig
keit auswirkende Diagnosen
(S. 26)
:
1.
Chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Symp
tomatik (ICD-10 M54.5)
leichtgradige
strukturelle Veränderungen der unteren
Lenden
wirbelsäule
, klinisch und bildgebend ohne erkennbare
Kompromit
tierung
neuraler Strukturen (ICD-10 M47.86/M51.2)
2.
Leichtgradiges
subakrominales
Impingement
Schulter rechts (ICD-10
M75.4)
keine Hinweise auf eine funktionell relevante Läsion der
Rota
to
renmanschette
3.
Pantonale kombinierte Schwerhörigkeit beidseits, rechts akzentuiert
(ICD-10 H90.6)
bei Zustand nach Radikal-Operation (offene MET) beidseits bei
Cho
le
steatom
mit intermittierendem Tinnitus beidseits
4.
Periphere
vestibulo-cochleäre
Funktionsstörung (ICD-10 H81.3)
bei differentialdiagnostischem Zustand nach Radikal-Operation (offene
MET) beidseits bei
Cholesteatom
5.
Koronare 1-Ast-Erkrankung (ICD-10 I21.9)
Status nach
inferoposteriorem
Myokardinfarkt im Dezember 2009
erhaltene linksventrikuläre Funktion
kardiovaskuläre Risikofaktoren
metabolisches Syndrom
Status nach Nikotinkonsum bis Dezember 2009
Den
nachstehenden
Diagnosen massen sie keinen Einfluss auf die Arbeitsfähig
kei
t bei (S. 26):
1.
Symptomausweitung (Schmerzverarbeitungsstörung, ICD-10 F54)
anamnestisch
multilokuläres
Schmerzsyndrom, an vielen Körper
stellen zumindest derzeit ohne fassbares Korrelat (ICD-10 R52.1)
2.
Metabolisches Syndrom (ICD-10 E88.9)
Adipositas, BMI 33.5 kg/m
2
(ICD-10 E66.0)
arterielle
Hypertonie
(ICD-10 I10)
Dyslipidämie
(ICD-10 E78.2)
3.
Migräne (ICD-10 G43) mit passagerem Schmerzmittelüberkonsum
4.
Hämorrhoidalleiden (ICD-10 I84.9)
Die internistische Untersuchung habe – so
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für All
gemeine Innere Medizin
–
das Bild
eines
55-jährigen, adipösen
Versicherten in unauffäl
ligem Allgemeinzustand ergeben
(S. 9)
.
Die neusten kardiologischen Untersuchungen würden eine erhaltene linksventrikuläre Funktion zeigen. Es
be
stehe lediglich eine geringe regionale Funktionseinschränkung des linken Ven
trikels, welche die
Dyspnoe
des Beschwerdeführers nicht erklären könne.
Aus
die
sem Grund sei einzig die Ausübung einer körperlich schwer
en
Tätigkeit unge
eignet (S. 28).
Dr.
med.
J._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie
,
berichtete in seinem psychiatrischen Fachgutachten, der Beschwerdeführer
klage
über di
ver
se körperliche Beschwerden, deren subjektives Ausmass sich durch die so
ma
tischen Befunde nicht hinreichend objektivieren lasse. Es müsse deshalb eine psychische Überlagerung angenommen werden.
Diagnostisch handle es sich da
bei um eine Schmerzverarbeitungsstörung. Aus psychiatrischer Sicht lasse sich deshalb keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (S. 11).
Dem rheumatologischen Teilgutachten des
Dr.
med
.
K._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
kann ent
nommen werden,
dass sich im Anschluss an den Myokardinfarkt im Dezem
ber 2009
kontinuierliche Beschwerden an weiteren Teilen des Bewegungsappa
rates ent
wickelt haben. Vertiefte Abklärungen seien in erster Linie hinsichtlich der Lendenwirbelsäule erfolgt, ohne dass bei
leichtgradigen
strukturellen Alte
rati
o
nen im distalen Abschnitt wesentliche pathologische Befunde erhoben wer
den konnten. Seit mehr als einem Jahr würden offenbar auch keine spezifischen
Be
handlungsmassnahmen
mehr stattfinden.
Der Beschwerdeführe
r
nehme
die
Schmerz
medikamente
sodann
mehrheitlich
aufgrund seiner
Kopfschmerzen und
nicht
wegen seinen
Beschwerden am Bewegungsapparat
ein
(S. 15).
Das
Gangbild
des Beschwerdeführers auf der Treppe und auf ebenem Terrain – so
Dr.
K._
weiter – sei unauffällig. Es gelinge ihm auch, sehr zügig eine tiefe Hocke einzunehmen, bevor der Kauergang beschwerlich wirke, was in Anbe
tracht
der Körperfülle nicht erstaunlich sei.
Bei der Untersuchung des Rumpfes zeige
sich eine sehr gute Beweglichkeit in sämtlichen Abschnitten. Auch die aus
gie
bige
Palpation des Rückens führe nicht zu erkennbaren
Schmerzäusse
rungen
und die paravertebrale Muskulatur sei gut entwickelt ohne tastbare Verspannungen. An den unteren Extremitäten z
eige sich eine freie Beweglich
keit sämtlicher Gelenke
bei guter Kraftentfaltung. Leichte Einschränkungen würden sich durch die er
heb
lichen
periartikulären
Weichteile ergeben. Der Gut
achter berichtete weiter, an den oberen Extremitäten würden sich Hinweise auf ein
leichtgradiges
subakro
miales
Impingement
an der rechten Schulter ergeben. Eine funktionell relevante Läsion der
Rotatorenmanschette
habe aber nicht fest
gestellt werden können. An
sonsten bestehe eine freie Beweglichkeit sämtlicher Gelenke bei sehr guter Kraftentfaltung. Insbesondere seien auch die
Spontanbe
wegungen
der rechten Schulter ohne Auffälligkeiten
.
Die vorliegende
Mag
netresonanztomographie
der
Len
denwirbelsäule
zeige einen nahezu unauffälli
gen Befund mit nur
gering
gra
di
gen
strukturellen Alterationen. Diese könnten allenfalls eine etwas vermin
der
te Belastbarkeit begr
ünden (S. 15 f.)
Zusammenfassend führte
Dr.
K._
aus
, die vom Beschwerdeführer geklagten Be
schwerden am Bewegungsapparat
würden sich anlässlich der heutigen Un
ter
suchung nur sehr eingeschränkt durch objektivierbare Befunde begründen lassen.
Es könne postuliert werden, dass die Belastungsfähigkeit des unteren Rumpf
an
teils allenfalls
leichtgradig
eingeschränkt sei. Dies sei durch die gerin
gen dege
n
e
rativen Veränderungen begründbar. An der rechten Schulter sollten repetitive Überkopfbewegungen vermieden werden, um nicht unnötige Schmer
zen zu pro
vo
zieren. Für körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeiten mit ei
ner Hebe- und
Traglimite
von zehn Kilogramm
– ausnahmsweise 15 Kilogramm – und ohne
Zwangs
haltungen
des Rumpfes
sowie ohne
repetitive
Überkopfbe
wegungen
der Arme
bestehe eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeits
fähig
keit
(S. 16).
Dr.
med.
L._
,
Facharzt
für Neurologie, berichtete in seinem neuro
log
i
schen Teilgutachten, der Beschwerdeführer
klage
über langjährige Kopfschmer
zen
, welche als Migräne eingeordnet werden könn
t
en.
Es seien Hin
weise auf
einen Schmerzmittelüberkonsum ersichtlich, worauf schon die behan
delnde Ärztin
2005
hingewiesen habe.
Das 2005 respektive 2006 festgestellte leichte
Kom
pressionssyndrom
der oberen
Thoraxapertur
sei nicht mehr ersicht
lich.
Der
Be
schwerdeführer
klage noch über Schwindelzustände, welche aller
dings
uncha
rak
teristisch
beschrieben w
ü
rden und auch der neurologische Status sei dies
be
züglich unauffällig. Vor dem Hintergrund der Schwindelbeschwerden sollten Tä
tig
keiten auf Leitern und auf Gerüsten sowie Arbeiten mit
Absturzge
fahr
ver
mieden werden. Für alle übrigen Tätigkeiten bestehe aus neurologischer Sicht
eine
volle Arbeitsfähigkeit (S. 19 f.).
Die
anlässlich der
otorhinolaryngologische
n
Untersuchung
durch
Dr.
med.
M._
,
Facharzt FMH für
Oto
-
Rhino
-Laryngologie
,
durchgeführte
audiologi
sche
Abklärung
ergab eine rechtsakzentuierte, pantonale kombinierte Schwer
hörigkeit beidseits
. Aus diesem Grund würden auditive Schwierigkeiten im Rah
men von Gesprächen mit mehreren Personen und bei einem gesteigerten
Um
gebungsgeräuschpegel
bestehen. Der zusätzlich vorhandene
Tinnitus könne am ehesten ursächlich auf die bekannte Hörstörung sowie den postoperativen Zu
stand zurückgeführt werden. Im Rahmen der subjektiven Wahrnehmung könne
er zurzeit noch als kompensiert bezeichnet werden.
Seitens der periphe
ren Funk
tionen könnten aktuell vereinzelte
Provokationsnystagmen
objektiviert werden, so dass im Gegensatz zu den vorgängigen
otoneurologischen
Untersu
chungs
be
funden von einer peripheren
vestibulären
Funktionsstörung ausz
uge
hen sei
(S.
23)
.
Aufgrund der beidseits bestehenden pantonalen kombinierten Schwer
hörig
keit – so der Gutachter weiter – seien auditiv qualifizierende Tätig
keiten oder
Tätigkeiten mit einer erhöhten Anforderung ans Hörvermögen für den Be
schwerdeführer nicht geeignet. Zusätzlich seien Tätigkeiten unter gestei
gertem
Umgebungsgeräuschpegel mit einer Akzentuierung des Tinnitus als auch der au
di
tiven Einschränkungen zu meiden. Angesichts der
Schwindelbeschwer
den
sei
zudem auf sturzgefährdende Tätigkeiten zu verzichten. Unter Berück
sichtigung der erwähnten Einschränkungen bestehe jedoch
eine volle Arbeitsfä
higkeit (S.
24)
.
In ihrer gemeinsam erarbeiteten Beurteilung führten die beteiligten Spezialärzte zur Frage der Arbeitsfähigkeit aus,
beim Beschwerdeführer bestehe keine zu
mut
bare Arbeitsfähigkeit für körperlich schwer
e
Tätigkeiten, für Tätigkeiten mit erhöhten Anforderungen an das Hörvermögen, für Tätigkeiten
unter
einem ge
steigerten
Umgebungsgeräuschpegel, für sturzgefährdende Tätigkeiten und für
Tätigkeiten mit Eigen- und Fremdgefährdung. Körperlich leichte bis mittel
schwere, behinderungsangepasste Tätigkeiten
seien
dem Beschwerdeführer
je
doc
h
uneingeschränkt zumutbar (S. 28 f.).
4.
4.1
Das Gutachten
des
A._
vom 31. Mai 2012 (
Urk.
7/54
/1-30
)
nimmt umfassend Stellung zur Frage der vorhandenen Gesundheitsstörungen und deren Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
(
Urk.
7/54
/1-30
S. 11 f.,
S. 15 ff., S. 19 f., S. 23 f. und S. 27 f.)
, basiert auf internistischen
(
Urk.
7/54
/1-30
S. 9)
, psychiatrischen
(
Urk.
7/54
/1-30
S. 10 f.)
, orthopädischen
(
Urk.
7/54
/1-30
S.
13 ff.)
, neurologischen
(
Urk.
7/54
/1-30
S. 18 f.)
und
otorhinolaryngologi
schen
(
Urk.
7/54
/1-30
S. 22 f.)
Untersuchungen, berücksichtigt die vom Be
schwer
defüh
rer beklagten Beschwerden
(
Urk.
7/54
/1-30
S. 7 f., S. 9 f., S. 13, S. 18 und S. 21 f.),
erging in Kenntnis der
Vorakten
(
Urk.
7/54
/1-30
S. 2 ff. und S. 18)
und enthält begründete Schlussfolgerungen
(
Urk.
7/54
/1-30
S. 26 ff.)
. So
fern – was vom Beschwerdeführer bestritten wird
(
Urk.
1 S. 3 ff.)
– die gut
achterliche Dar
legung der medizinischen Zusammenhänge beziehungsweise die Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet, kann auf das Gutachten abgestellt werden
(vgl. E. 1.4
hievor
).
4.2
4.2.1
Der Beschwerdeführer macht geltend, dass
das
A._
-Gutachten
eine
gesamt
heit
liche
Betrachtungsweise vermissen lasse (
Urk.
1 S. 3).
Dieser Auffassung kann nicht
gefolgt werden. Die Schlussfolgerung, wonach eine uneinge
schränkte Ar
beits
fähigkeit in einer behinderu
ngsangepassten Tätigkeit besteht
, beruht auf ei
nem multidisziplinären Konsensus
(
Urk.
7/54
/1-30
S.
26
ff.
) und die
zumut
barerweise
verwertbare Arbeitsfähigkeit wurde unter Berücksichtigung der in den jeweiligen Teildisziplinen festgehaltenen Einschränkungen ermittelt
(
Urk.
7/54
/1-30
S. 28 f.).
Zudem
wurde das
A._
-Gutachten
von allen daran be
teiligten Experten unterzeichnet
(
Urk.
7/54
/1-30
S.
30)
.
Vor dem Hintergrund, dass hinsichtlich der e
inzelnen
– grösstenteils geringfügi
gen – Beschwerden sowohl die
behandelnden Spezialä
rzte
als auch die
A._
-Gut
achter
von einer uneingeschränkten Arbeitsfäh
igkeit ausgehen,
ist nicht nach
voll
ziehbar, wieso im Rahmen einer Gesamtbetrachtung
einzig
eine 50%ige Ar
beits
fähigkeit resultieren soll. In der Beschwerdeschrift findet sich
denn
auch keine
entsprechende Begründung.
4.2.2
Die
Beweiskraft des Gutachtens wird auch durch die abweichende Einschätzung
von
Dr.
D._
(
Urk.
7/22/1-4 und
Urk.
7/54/3
7
) nicht in Frage gestellt.
Der Haus
arzt
des Beschwerdeführers
legte
in seinen Bericht
en
nicht schlüssig dar
, auf
grund welcher funktionellen
Einschränkungen der Versicherte ausserstande sei, einer vollzeitlichen Erwerbstätigkeit nachzugehen.
So
begründete
er
die 50%ige Arbeitsunfähigkeit im Wesentlichen nicht mit objektiven Befunden, sondern mit den subjektiv empfundenen Beschwerden
des
Beschwerdeführers.
In diesem Zu
sammen
hang ist ausserdem darauf hinzuweisen, dass das Gericht der Erfah
rungs
tatsache,
dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auftrags
rechtliche
Ver
trau
ensstellung
– der Beschwerdeführer befindet sich seit
1991 bei
Dr.
D._
in Behandlung (Urk. 7/54/37) – in
Zweifelsfällen eher zu Gunsten ih
rer Patienten
aussagen, Rechnung tragen soll und darf (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
4.2.3
Im Rahmen der Begutachtung
durch das
A._
im April 2012
wurde der Be
schwer
deführer internistisch, psychiatrisch, orthopädisch
, neurologisch und
otor
hinolaryngologisch
untersucht (
Urk.
7/54/1-30). Hinsichtlich seines Vor
bringens, die Expertise weise (auch) mangels Mitwirkung eines Kardiologen ei
nen schwerwiegenden
Mangel auf (
Urk.
1 S.
5 f.), ist festzuhalten, dass es grund
sätzlich dem
A._
ü
berlassen war, über Art und Umfang der
für die
kon
kre
te Fragestellung erforderlichen Untersuchungen zu befinden. Angesichts der
be
reits erfolgten, zeitnahen
– die
letzte
Untersuchung durch
den Kardiologen
Dr.
H._
fand im März 2012 statt (
Urk.
7/54/46-47) – klinischen
und
bildge
ben
den
kardiologischen Abklärungen
(
Urk.
7/34,
7/43/6-7, 7/54/31-32,
7/54/41-42 und 7/54/4
4
-47),
deren Ergebnisse den
Experten des
A._
bekannt waren, ist nicht zu beanstanden, dass das
A._
auf eine zusätzliche klinische Untersuchung durch einen kardi
ologischen Facharzt verzichtete
.
In An
betracht
der von
Dr.
H._
festgestellten stabilen kardialen Situation
,
der feh
lenden sub
jektiven und objektiven
Myokardischämiezeichen
(
Urk.
7/54/46-47 S. 2)
und
der nicht durch objektivierbare Befunde erklärbaren Symptomatik
des Beschwerde
füh
rers
(
Urk.
7/54/41-42 S. 2)
ist sodann nicht ersichtlich, dass der Beschwer
deführer in der Ausübung einer adaptier
ten Tätigkeit eingeschränkt ist
, zumal sich auch die kardiologische Behandlung in jährlichen
Kontrolluntersu
chungen
erschöpft (
Urk.
7/54/46-47 S. 2
; vgl. auch Urk.
7/54/31-32
). Ausser
dem
dürften
das starke Übergewicht und das mangelnde Kreislauftraining
nicht ohne Ein
fluss
auf die
Atemnot, die der Beschwerdeführer bei körperlichen An
strengungen er
leidet,
sein.
4.2.4
Der Beschwerdeführer bringt weiter vor, die
A._
-Ärzte hätten
die beginnende
Gon- und
Coxarthrose
nicht
unter den von ihnen
genannten
Diagnosen
ange
führt (vgl.
Urk.
1 S. 5)
.
Tatsächlich
wurden von den betreffenden Experten keine
a
rthrotischen
Beschwerden
diagnostiziert
. Der Grund hierfür liegt jedoch darin, dass weder an der Hüfte noch an den Knien
des Beschwerdeführers
ein
Bewe
gungsschmerz
oder
Druckdolenzen
erkennbar waren
und sich an den unteren Extremitäten eine freie Beweglichkeit sämtlicher Gelenke bei guter
Kraftentfal
tung
zeigte
(Urk.
7/54/1-30 S. 14 f.).
Es bestehe – so der rheumatologische Gut
achter – eine
nicht unerhebliche Diskrepanz zwischen den anamnestischen
Be
schwerdeschilderungen
und den objektivierbaren Befunden sowie den
Schmer
zäuss
erungen
des
Exploranden
anlässlich der
Untersuchung. So habe
er
insbe
sondere bei der Untersuchung derjenigen Gelenke und Strukturen, die er in der
Anam
nese als konstant schmerzhaft bezeichnet habe, keine
- für den Unter
su
cher erkennbare -
Beschwerden geäussert. E
iner Person mit relevanten
Kniebe
schwer
den
sei auch
die Durchführung einer tiefen Hocke und einem Kauergang, wie
ihn
der Beschwerdefüh
rer gezeigt habe, nicht möglich (
Urk.
7/54/1-30 S. 17).
Zudem fällt auf, dass der Beschwerdeführer den Gutachtern gegenüber keine
Hüft
beschwerden
angegeben hat (
Urk.
7/54/1-30 S. 7 f., S. 9, S. 13, S. 18 und S.
21 f.). In Übereinstimmung damit stellten die Gutachter fest,
Hinweise auf ein wesentliches intraartikuläres Gescheh
en
würden fehlen
(
Urk.
7/54/1-30 S. 16).
Die
besagten Diagnosen konnten da
her
von den Gutachtern nicht
in
einem
rele
vanten Ausmass
bestätigt werden.
Im Übrigen wäre selbst bei einer beginnen
den Gon- und
Coxarthrose
keine Einschränkung der funktionellen Leistungsfä
higkeit des Beschwerdeführers in einer adaptierten Tätigkeit ersichtlich.
4.2.5
Der vom Beschwerdeführer angeführten Schwindelproblematik (
Urk.
1 S.
4) wurde alsdann bereits in der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit Rechnung ge
tra
gen
, in
dem sturzgefährdend
e Tätigkeiten als nicht mehr zumutbar beurteilt wur
den (
Urk.
7/54/1-30 S.
20, S. 24 und S.
28)
.
Ausserdem sind keine Anhalts
punkte ersichtlich, dass der Beschwerdeführer diesbezüglich in ärztlicher Be
hand
lung steht und auch der Hausarzt hielt weitere Abklärungen – soweit ak
ten
kundig – nicht für angezeigt.
4.3
Zusammenfassend
sind keine Gründe ersichtlich, die gegen die
Beweistauglich
keit
des
A._
-Gutachtens
vom 31. Mai 2012
(
Urk.
7/54/1-30) – insbesondere
ge
gen
die darin dargelegten medizinischen Zusammenhänge
– spre
chen.
4.4
Nach dem Gesagten ist gestützt auf die Beurteilung
der
A._
-Gutachter
mit dem
im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit erstellt, dass der Beschwerdeführer in einer
behinderungs
ange
passten
Tätigkeit 100
%
arbeitsfähig ist.
Die weiteren Vorbringen in sei
ner Be
schwerdeschrift vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern.
5.
5.1
Der vorinstanzliche Einkommensvergleich ist insbesondere hinsichtlich der
Be
messung des leidensbedingten Abzugs umstritten.
Dem Beschwerdeführer ist – wie
dargelegt
– zumutbar, mit einem Pensum von 100
%
einer
behinderungsangepassten
Tätigkeit nachzugehen. Der von der
Be
schwerdegegnerin
gewährte leidensbedingte Abzug von 15
%
vom
Tabellen
lohn
(
Urk.
2 S.
2) erscheint angesichts der Tatsache, dass dem über eine
Nieder
lass
ungs
bewilligung
C verfügenden (vgl.
Urk.
7/3)
Beschwerdeführer noch kör
per
lich
leichte bis mittelschwere Tätigkeiten ohne erhöhte Anforderungen an das Hör
ver
mögen, die nicht im Rahmen eines gesteigerten
Umgebungsge
räuschpegel
aus
zuführen s
ind und die keine sturzgefährdend
e
n
Arbeiten mit Ei
gen- und
Fremd
gefährdung
beinhalten, zumutbar sind (Urk. 7/54/1-30 S. 29)
, als ange
messen
.
Was das Vorbringen des Beschwerdeführers, der Verwertbarkeit seiner Arbeitskraft auf dem freien Arbeitsmarkt würden angesichts seiner ge
sundheit
lichen Beschwerden schwerwiegende Hindernisse entgegenstehen (
Urk.
1 S. 6), betrifft, ist anzumerken, dass derartige Schwierigkeiten
bei der Stellensuche
in
validenversicherungsrechtlich
insofern irrelevant sind,
als
der ausgeglichene Ar
beits
markt, der der Ermittlung des Invalideneinkommens
praxisgemäss
zu
grunde
zu legen ist (vgl. Art. 16 ATSG), die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berück
sichtigt, in wirtschaftlich schwierigen Zeiten auch tatsächlich nicht vor
handene
Stellen
angebote umfasst und von fehlenden oder verringerten Chancen Teilin
valider, eine zumutbare und geeignete A
rbeitsstelle zu finden, absieht
.
5.2
Vor dem Hintergrund,
dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeit als Hauswart bei
der Gemeinde
N._
aufg
egeben hat, weil er sich selbst aus gesund
heitlichen Gründen als nicht mehr arbeitsfähig betrachtete (
Urk.
7/37 S.
3)
,
wes
halb die Gemeinde ihm schliesslich kündigte
,
und er als
Selbständigerwerbender
nie ein
massgebliches
Ein
kommen erzielte (
Urk.
7/2 S. 5
, 7/9, 7/16 und 7/37 S. 3
)
,
ist nicht zu beanstan
den, dass die Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung des
Va
lideneinkommens
auf den
Hauswartslohn
abstellte.
Da gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung für die
Berechnung
des
Vali
den
einkommens
entscheidend ist,
was die versicherte Person im Zeitpunkt des
früh
est
möglichen Rentenbeginns – in
casu
Dezember 2010 (
Urk.
7/
2 S. 8 und
Urk.
7/54/1-30 S. 28; Art. 28
Abs.
1
lit
. b und Art. 29
Abs.
1 IVG)
– nach dem
Be
weisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich ver
dient hätte (vgl. BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis)
, ist das vom Beschwerde
führer zuletzt erzielte Erwerbseinkommen als Hauswart an die
Nominallohn
ent
wicklung
bis 2010 anzupassen. In Entsprechung dazu ist auch das
Invaliden
ein
kommen
für das Jahr 2010 zu ermitteln (
LSE 2010, TA1, Anforderungsniveau 4
,
Männer
;
vgl. auch
Urk.
1 S. 6).
Bei einem
V
alideneinkommen
von
Fr.
79‘338.--
(13 x
Fr.
5‘716.90 x 2
‘
150 / 2
‘
014)
resul
tiert im Vergleich zum
Inv
aliden
ein
kommen
von
Fr.
5
1‘
990
.--
(Fr.
4‘901.-- x 41.6 / 40
x 12 x 0.85
)
eine
Er
werbs
ein
busse
von
Fr.
27
‘
348
.--, was einem
renten
ausschlie
ssenden
Invaliditätsgrad
von
34,47 % d.h.
gerundet 34
%
entspricht (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2).
5.3
Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die angefochtene Verfügung nicht
zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
600.-- festzulegen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).