# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 68810de0-0b05-4b7a-b968-a96fefa4f187
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _ 1981, und X._, geboren am _ 1975, heirateten am _ 2010 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus der Ehe ging der Sohn A._, geboren am _ 2011, hervor. Y._ brachte ihre Tochter B._, geboren am _ 2002, in die Ehe ein.
B. Seit dem 1. März 2013 leben die Parteien getrennt. Im Rahmen eines von Y._ initiierten Eheschutzverfahrens beim Bezirksgericht Prättigau/Davos (ab 1. Januar 2017 Regionalgericht Prättigau/Davos) beantragten beide Parteien die Scheidung ihrer Ehe. Das Scheidungsverfahren gilt somit per 18. Juni 2014 als eingeleitet. In der Folge wurde das Scheidungsverfahren indessen vorerst sistiert. Mit Entscheid vom 18. Juni 2014 stellte der Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos A._ für die Dauer des Getrenntlebens bzw. des Scheidungsverfahrens unter die Obhut von Y._ und räumte X._ ein Besuchs- und Ferienrecht ein. Des Weiteren regelte der Einzelrichter die Unterhaltspflichten von X._ gegenüber A._ und Y._.
C. Es folgten zwei Verfahren betreffend Abänderung vorsorglicher Massnahmen. Das erste Verfahren, veranlasst durch den Umzug von Y._ nach O.2_, endete mit Abänderungsentscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Prättigau/Davos vom 1. Oktober 2014. Der Einzelrichter stimmte dem Umzug von A._ nach O.2_ zu und passte das Besuchs- und Ferienrecht von X._ den veränderten Verhältnissen an. Gleichzeitig erfolgte eine Reduktion der ehelichen Unterhaltsbeiträge für Y._. Mit dem zweiten Abänderungsentscheid vom 24. Juli 2015 regelte der Einzelrichter am Bezirksgericht Prättigau/Davos die Besuchs- und Ferienzeiten infolge des Kindergarteneintritts von A._ neu.
D. Im Rahmen des gegen den zweiten Abänderungsentscheid geführten Berufungsverfahrens schlossen die Parteien am 5. April 2016 einen gerichtlichen Vergleich, den das Kantonsgericht von Graubünden mit Urteil vom 7. April 2016 genehmigte (ZK1 15 107). Gemäss diesem Vergleich verpflichtete sich X._ ab dem 1. Mai 2016 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens zu monatlichen Unterhaltszahlungen für A._ im Betrag von CHF 750.00, zuzüglich Kinderzulagen, und für Y._ im Betrag von CHF 1'013.00. Des Weiteren einigten sich die Parteien unter anderem darauf, dass die Unterhaltsbeiträge für die Zeit vom 1. Oktober 2015 bis 30. April 2016 in der Höhe von insgesamt CHF 8'841.00 (CHF 7'091.00 für Y._ und CHF 1'750.00 für
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A._) bis dreissig Tage nach Rechtskraft des Scheidungsurteils gestundet werden.
E. Auf Verlangen der Parteien setzte das Regionalgericht Prättigau/Davos das Scheidungsverfahren fort. Der weitere Prozessverlauf vor dem Regionalgericht Prättigau/Davos kann den Akten entnommen werden.
F. Nach Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Regionalgericht Prättigau/Davos mit Entscheid vom 18. Januar 2018, mitgeteilt am 1. März 2018, wie folgt:
1. Die am _ 2010 vor Zivilstandsamt O.1_ zwischen Y._ und X._ geschlossene Ehe wird geschieden.
2. Das aus der Ehe hervorgegangene Kind A._, geboren am 6. Mai 2011, wird unter die alleinige Obhut von Y._ gestellt und ihr zur Pflege und Erziehung anvertraut. A._ hat seinen Wohnsitz bei der Mutter Y._.
3. Die elterliche Sorge wird Y._ und X._ gemeinsam belassen.
4. Es gilt folgende Besuchs-, Ferien-, Kontaktregelung:
a) X._ ist berechtigt, A._ jedes zweite Wochenende von Freitag, Kindergarten-/Schulschluss (Übergabe in O.2_), bis Sonntag, 18:00 Uhr (Rückgabe in O.2_), auf seine Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Wenn das Besuchswochenende nach gemeinsamen Ferien von X._ mit A._ auf das direkt folgende Wochenende fällt, wird der Besuch auf das nächstfolgende Wochenende verschoben.
b) X._ ist berechtigt, mit A._ auf seine Kosten die Hälfte dessen Unterrichtsferien zu verbringen. Diese Ferienregelung beinhaltet ebenfalls die jährlich alternierend unter den Parteien aufzuteilenden Feiertage (Ostern, Auffahrt, Pfingsten, Weihnachten).
c) X._ und A._ sollen einmal pro Woche miteinander telefonieren können, idealerweise jeweils am unterrichtsfreien Mittwochnachmittag um 13:00 Uhr. Zusätzlich zu diesen Telefongesprächen soll X._ im Verlaufe eines Wochenendes, das er nicht mit A._ verbringt, mit A._ ungestört telefonieren können.
5. X._ wird verpflichtet, an A._ die folgenden monatlichen Unterhaltsbeiträge zu entrichten:
a) CHF 1'978.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 30. April 2021;
b) CHF 1'222.00 ab 1. Mai 2021 bis 30. April 2027;
c) CHF 983.00 ab 1. Mai 2027 bis zur Volljährigkeit von A._. Art. 277 Abs. 2 ZGB bleibt vorbehalten.
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Die gesetzlichen und/oder vertraglichen Kinder-/ (von derzeit CHF 220.00) sind zusätzlich zu bezahlen, sofern und so lange sie X._ ausbezahlt erhält.
Diese Unterhaltspflicht ist jeweils auf den Ersten eines jeden Monats durch Zahlung an die Kindsmutter Y._ zu erfüllen.
6. X._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von Y._ die folgenden monatlichen Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
a) CHF 400.00 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 30. April 2021;
b) CHF 496.00 ab 1. Mai 2021 bis 30. April 2027.
Diese Unterhaltspflicht ist jeweils auf den Ersten eines jeden Monats durch Zahlung an Y._ zu erfüllen.
Sollte Y._ ab dem 1. August 2019 nach wie vor im Konkubinat mit C._ leben, wird die Verpflichtung von X._ zur Zahlung von nachehelichen Unterhaltsbeiträgen mit Wirkung ab dem 1. August 2019 sistiert. Die Sistierung hebt sich indes auf und die nacheheliche Unterhaltsleistungspflicht lebt wieder auf, sobald das Konkubinat aufgelöst worden ist.
7. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv Ziffer 5 und 6 vorstehend basieren auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand November 2017 von 100.9 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Die Beiträge werden jeweils auf den 1. Januar angepasst, bezogen auf den Indexstand vom November des vergangenen Jahres. Die erstmalige Anpassung erfolgt am 1. Januar 2019 gemäss der Formel:
Neuer Unterhaltsbeitrag = Alter Beitrag x Neuer November-Index November-Index 2017 (= 100.9 Punkte)
Weist X._ nach, dass sich sein Nettoerwerbseinkommen nicht entsprechend der Indexentwicklung verändert hat, erfolgt die Anpassung für das nächste Kalenderjahr lediglich im Verhältnis der effektiven Einkommensveränderung.
8. X._ wird verpflichtet, die gemäss Entscheid der I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden ZK1 15 107 vom 7. April 2016, Dispositiv, Ziffer 3, bis 30 Tage nach Rechtskraft dieses Scheidungsurteils gestundeten Unterhaltsbeiträge von CHF 8'841.00 (CHF 7'091.00 für Y._ und CHF 1'750.00 für A._) an Y._ zu bezahlen.
9. Es wird davon Vormerk genommen, dass Y._ und X._ ehegüterrechtlich auseinandergesetzt sind. Jede Partei ist Eigentümerin jener Aktiven und Passiven, die sie besitzt oder die auf sie lauten.
10. Die Vorsorgeeinrichtung D._ wird angewiesen, vom Konto mit der Vertragsnummer 2/217427 zu Lasten von X._ (AHV-Nr. _) den Betrag von CHF 19'540.90 an die E._ zu Gunsten von Y._ (Konto-Nr. _ / AHV-Nr. _) zu überweisen.
11. Die Gerichtskosten, inklusive der bislang aufgeschobenen und hierunter noch offenen Gerichtskosten des Abänderungsverfahrens vorsorglicher Massnahmen (Proz. Nr. _), von CHF 10'000.00
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gehen je zur Hälfte zu Lasten von Y._ und X._. Mit Rücksicht auf die Y._ (Proz. Nr. _) und X._ (Proz. Nr. _) erteilte unentgeltliche Rechtspflege gehen die je auf sie entfallenden CHF 5'000.00 – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
12. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.

## Considerations