# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 603cf131-1a53-53a5-b4e7-ee22c8888351
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965, arbeitete seit dem
1.
Oktober 2013 als Decken
monteur bei der
Y._
und war dadurch bei der Suva obligatorisch ge
gen die Folgen von Unfällen versichert, als er sich am 1
7.
August 2014 beim Joggen den linken Fuss vertrat (Schadenmeldung U
VG vom 29.
August 2014,
Urk.
8/2
). Tags darauf begab sich der Versicherte in Behandlung bei
Dr.
med.
Z._
, FMH Physikalische Medizin, welche im Arztzeugnis UVG vom 1
2.
September 2014 ein Distorsionstrauma des oberen Sprunggelenks (OSG)
links
diagnostizierte (
Urk.
8/6). Die Suva erbrachte Heilbehandlungs- und Taggeldleis
tungen.
In d
er Folge stellten die Ärzte der Abteilung für Orthopädie
der
A._
eine
osteochondrale
Läsion
der
lateralen
Talusschulter
fest und führten am
8.
Mai 2015 am linken
Sprunggelenk
des Versicherten
einen operativen Eingriff durch (offene AMIC-Plastik lat
erale
Talusschulter
,
Urk.
8/50).
Vom 1
5.
Dezember 2015 bis zum 1
9.
Januar 2016 wurde der Versicherte in d
er
B._
behandelt (
Urk.
8/102). Am 12.
Februar 2016 wurde
er
in der
A._
erneut am linken
Sprunggelenk
operiert (
anteriore
OSG-Arthroskopie mit
Na
r
bendébri
dement
und Abtragen
tibialer
sowie
talarer
Spur,
Urk.
8/106).
Am 2
5.
Oktober 2016 führte Dr.
med.
C._
, Facharzt für Chirurgie, eine kreisärztliche Untersuchung durch (
Urk.
8/150). Mit Schreiben vom
6.
April 2017 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass die Heil
kosten- und Taggeldleistungen per
3
0.
Juni 2017 eingestellt würden
, und stellte ihm die
Zu
sprache
einer Invalidenrente (bei einer Teilinvalidität von 17
%
, vgl.
Urk.
8/169) ab
1.
Juli 2017 in Aussicht
(
Urk.
8/174).
Daraufhin wurden dem
Versicherte indes noch bis zum 3
1.
August 2017 Taggeldleistungen
ausgerichtet
(vgl.
Urk.
8/201
).
Am 2
5.
August 2017 gab Kreisarzt
Dr.
C._
eine
weitere
ärztliche Beurtei
lung ab (Urk.
8/205).
Mit Verfügung vom 2
8.
September 2017 hielt die Suva fest, dass keine erhebliche unfallbedingte Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit vor
liege.
Es bes
tehe
kein Anspruch auf eine Invalidenrente.
Aufgrund einer Integri
tätseinbusse von 15
%
werde dem Versicherten eine Integritätsentschädigung von
Fr.
18'900.-- ausgerichtet (
Urk.
8/210). Dagegen erhob der Versicherte am 2
0.
Oktober bzw
. 2
7.
November 2
017 Einsprache (Urk.
8/214 und
Urk.
8/217
).
Die
Suva
zog
das von der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, in Auftrag gegebene polydisziplinäre Gutachten der
D._
bei
(
Urk.
8/236). Mit Entscheid vom
6.
November 2018 wies die Suva die Einsprache des Versicherten ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
7.
Dezember 2018 Beschwerde und bean
tragte, es sei ihm ab dem
1.
September 2017 ausgehend von einem Invaliditäts
grad von 25
%
eine Invalidenrente gemäss Bundesgesetz über die Unfallversi
cherung (UVG)
zuzusprechen
. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung
eines unentgeltlichen Rechtsbei
standes (
Urk.
1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Besch
werde
antwort vom 1
1.
Januar 2019
auf
Abweisung der Beschwerde (Urk.
7), was dem Beschwerdeführer am 1
4.
Ja
nuar 2019 angezeigt wurde (Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
UV170760
Übergangsrecht UVG-Revision, in Kraft seit 1. Januar 2017
09.2019
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des UVG und der Verord
nung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
7.
August 2014
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art. 6 Abs. 1 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Be
rufskrankheiten gewährt. Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt voraus, dass zwischen dem versicherten Ereignis und dem eingetretenen Schaden (Inva
lidität,
Integritätseinbusse
) ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammen
hang besteht (BGE 129 V 181 E. 3.1-2 mit Hinweisen).
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist
die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medi
zinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie er
zielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
)
1.4
UV170510
Beweiswert eines Arztberichts
08.2018
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab
klärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
1.6
Von Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS)
erstellte Administrativgutachten sind voll beweiswertig, sofern nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen
(BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
;
vgl.
BGE 137 V 210 E. 2.3
). Solche Indizien können sich aus dem Gutachten selber ergeben (z.B. innere Widersprüche, mangelnde Nachvollziehbarkeit) oder auch aus Unvereinbarkeiten mit anderen ärztlichen Stellungnahme
n (Urteil des Bundesgerichts
8C_872/2014 vom
3.
März
2015
E.
4.2.1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass
auf die
Beurteilung
von Kreisarzt
Dr.
C._
, wonach dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit in einem 100%-Pensum zumutbar sei, abgestellt wer
den könne.
Dr.
C._
s Beurteilung sei gestützt auf eine eigene Untersuchung und in Kenntnis der gesamten medizinischen Akten ergangen.
Im
von der IV-Stelle
in Auftrag gegebenen
Gutachten des
D._
werde dem Beschwerdeführer
eine
bloss 80%ige Arbeitsfähigkeit in einer optimal angepassten Tätigkeit
attes
tiert.
Sowohl das festgestellte neuropathisch anmutende Schmerzsyndrom im Be
reich des linken Fusses, das nicht objektiviert werden könne, als auch
die Folgen des im April 2017 erlittenen ischämischen Inf
arktes könnten für das
Zumutbar
keitsprofil der Beschwerdegegnerin
bzw. die Invalidenrente nach UVG
jedoch
nicht berücksichtigt werden.
Beim Vergleich zwischen
dem
Valideneinkommen
von
Fr.
68'640.-- und
dem
gestützt auf die
Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP)
ermittelten
Invalideneinkommen von
Fr.
64'227.-- resultiere eine Erwerbs
einbusse von gerundet 6
%
. Die Beschwerdegegnerin habe einen Anspruch auf Rentenleistungen daher zu Recht verneint (
Urk.
2 S.
9 ff.
).
2.2
Der Beschwerdeführer ma
chte demgegenüber geltend, dass
die Gutachter des
D._
die
chronifi
zierten
belastungsab
hängigen Fussgelenkbeschwerden
links
auf die OSG-Arthrose und so
mit auf eine
unfallbedingte strukturelle Schädigung zu
rückgeführt
hätten
. Eine Symptomausweitung im Sin
ne eines somatoformen Schmerzge
schehens
habe in der gutachterlichen Arbeitsfähigkeitsbeurteilung keinen Niederschlag gefunden.
A
ufgrund des
D._
-Gutachtens
bestünden
nicht nur geringe, sondern
erhebliche Zweifel
an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Feststellungen von Kreisarzt
Dr.
C._
. Dem Abstellen auf die
D._
-Begutachtung stehe demgegenüber nichts entgegen. Es
handle
sich
hierbei
um ein
überzeugendes,
formell korrekt
erstelltes
externes
Gut
achten, welche
s sämtli
che medizinischen Unterlagen
berücksichtige
und
auf einer umfassenden Untersuchung
des Beschwerdeführers beruhe
(
Urk.
1 S. 5
).
2.3
S
treitig und zu prüfen ist
der Anspruch auf eine Rente. Die von der Beschwerde
g
egnerin in der Verfügung vom 2
8.
September 2017 (
Urk.
8/210)
gestützt auf eine Integritätseinbusse von 15
%
festgesetzte Integritätsentschädigung hat der
Beschwerdeführer im Rahmen des vorliegenden Beschwerdeverfahrens
nicht
mehr beanstandet
(
Urk.
1)
. Sie gibt
nicht Anlass zu Weiterungen
(BGE 125 V 413 E. 1b und E. 2c).
3.
3.1
Dr.
C._
stellte im Bericht zur kreis
ärztlichen Untersuchung vom 25.
Okto
ber 2016 folgende Diagnosen (
Urk.
8/150/5):
Distorsionstrauma des OSG links am 1
7.
August 2014
-
Status nach offener AMIC-Plastik laterale
Talusschulter
bei
osteochondraler
Läsion links am
8.
Mai 2015
-
Status nach
anteriorer
OSG
-Arthroskopie mit
Narbe
ndébridement
am 1
2.
Februar 2016
-
Status nach operativ versorgter Bandruptur linker Fuss 1989
-
Arthrose
OSG
Dr.
C._
erklärte, dass
der Beschwerdeführer das Untersuchungszimmer mit zwei Gehstöcken und einem deutlichen linkshinkenden Gangbild betrete
, unter Vermeidung des Abrollens
. Am
linken
OSG zeige sich
keine Schwellung, keine Verfärbung,
eine
reizlose Narbe lateral am
Malleolus
und reizlose
Arthroskopie
portalnarben
. Es
bestünden
ausgeprägte Schmerzen über dem vorderen Gelenk
spalt des
OSG
mit Ausstrahlung nach distal in die Zehen, insbesondere bei Be
lastung. Die Dorsalextension und
Plantarflexion
im Seitenvergleich
sei
en
ver
mindert, d
er
Beckengeradstand,
die Beinachsen und der
Reflexstatus unauffällig.
Der
Zehen- und Fersenstand
sei möglich, der
Einbeinstand
unsicher. Monopeda
les Hüpfen
sei nicht möglich. V
on weiteren Therapien
sei
aufgrund des klinischen Verlaufs und der klinischen Befunde keine namhafte Besserung des unfallbeding
ten Gesu
ndheitszustands zu erwarten.
Bei Fortschreiten der Arthrose im OSG sei im Verlauf mit einer
Arthrodese
zu rechnen. Die berufliche Tätigkeit als Decken
monteur sei
dem Beschwerdeführer
aufgrund der Einschränkungen nicht
mehr
zumutbar.
Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei möglich
(
Urk.
8/150/4-6
).
3.2
In der ärztlichen Beurteilung vom 2
5.
August 2017
führte
Kreisarzt
Dr.
C._
aus, dass am 1
9.
August
2014 ein als alt einzustufender ehemals knöcherner Aus
riss des jetzt narbig verdickt zur Darstellung kommenden Ligamentum
delto
ideum
sowie eine alte Au
ssenbandläsion und eine ältere
o
steochondrale
Läsion im Bereich der lateralen
Talusschulter
mit geringen sekundär
arthrotischen
Ver
änderungen
im OSG
befundet
worden sei
en
. Durch die Ü
bernahme der Operatio
nen vom
8.
Mai 2015 und vom 1
2.
Februar
2016
sei
eine richtunggebende Ver
schlimmerung
eingetreten.
Das angegebene neuropathische Schmerzsyndrom am linken
OSG sei
aufgrund der neuroph
ysiologischen Untersuchung vom
7.
Juni
2016 im
A._
organisch nicht zu erklären. Der Stockge
brauch
sei
angesichts
der organisc
h nachweisbaren Unfallfolgen nicht notwendig und wirke
sich auch nicht
auf das Zumutbarkeitsprofil aus (
Urk.
8/205).
3.3
Die Ärzte des
D._
hielten
im polydisziplinären Gutachten vom 2
8.
August 2018 folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
fest
(
Urk.
8/236/12):
(1)
symptomatische OSG-Arthrose links
(2)
i
schämischer Infarkt Pons links am
7.
April 2017
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeit
sfähigkeit führten sie an (Urk.
8/236/13):
(1)
Schulter-
Impingement
links
(2)
arterielle Hypertonie, Erstdiagnose April 2014
(3)
Diabetes mellitus Typ 2, Erstdiagnose April 2017
(4)
Status nach PFO-Verschluss mittels
Amplat
z
er
-Device 25 mm eines offenen
Foramen
ovale am 1
4.
Juli 2017
(5)
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
Die
Gutachter
des
D._
erklärten, dass
aus
r
heumatologischer Sicht
bei Zeichen einer
aktivierten Arthrose
im
OSG nach mehrfacher Di
stors
ion (erstmals bereits vor ca. zehn
Jahren,
erneut am 1
7.
August 2014
)
eine Einschränkung der Belast
ba
rkeit
insbesondere des linken
Sprunggelenks nachvollziehbar
sei.
Trotz
durch
geführter operativer Sanierung bestünden weiterhin belastungsverstärkte Be
schwerden vons
eiten der Arthrose (
Arthro
-CT
vom
2.
Juli
2015). In de
r rheuma
tologischen Untersuchung zeige sich ein stark hinkendes Gang
bild. Die Gehstre
cke
sei dadurch eingeschränkt. Die Standb
einphase
sei
deutlich verkürzt. Die
Abroll
vorgänge seien reduziert, wobei ein starkes
M
itschwingen der Arme und
eine
Rotation
des Oberkörpers
zu beobachten sei
. Der linke Fuss sei im Vergleich zur Gegenseite etwas geschwollen. Die Narbenverhältnisse seie
n reizlos. Die Beweglichkeit
hinsichtlich der Dorsalex
tension
sei
deutlich eingeschränkt. Auch wenn die Beschwerden im Kern nachvollziehbar seien, zeige
sich eine erhebliche funktionelle Überlagerung und Ausgestaltung sowie ein Vermeidungsverhalten mit persistierendem Stockgebrauch
(
Urk.
8/236/10).
In
der bisherigen Tätigkeit (als Deckenmonteur)
sei der Beschwerdeführer voll arbeitsunfähig.
In einer opti
mal angepassten Tätigkeit könne seit Januar 2016 grundsätzlich von einer Ar
beitsfähigkeit von 80
%
ausgegangen werden. Zu diesem Zeitpunkt seien die Behandlungen des OSG von orthopädischer Seite her abgeschlossen und ein End
zust
and vorläufig erreicht gewesen
(
Urk.
8/236/15).
4.
4.1
Die Beschwerde
gegnerin stützte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
6.
November 2018
(Urk. 2) in medizinischer Hinsicht auf die versicherungsinter
ne
n
Beurteilung
en
von
Dr.
C._
vom 2
5.
Oktober 2016
und vom 2
5.
August 2017
(Urk. 8/150
und
Urk.
8/205).
4.2
Wie aufgrund der dargelegten Beurteilungen von Kreisarzt
Dr.
C._
und
der Gutachter des
D._
erhellt,
sind sich diese einig, dass
der Beschwerdeführer unter einer unfallbedingten Arthrose des OSG links leidet.
Im Weiteren gehen Dr.
C._
und die Gutachter des
D._
auch übereinstimmend davon aus, dass
ihm
die angestammte Tätigkeit als Deckenmonteur au
fgrund der Beschwerden am
OSG
links
nicht mehr zumutbar ist. Umstritten ist
dagegen
, ob dem Beschwerde
führer
eine behinderungsangepasste Tätigkeit in
einem 100%- oder lediglich
in einem 80%-Pensum möglich ist.
Dr.
C._
kam zum Schluss
, dass dem Beschwerdeführer
wechselbelastende,
leichte,
vorwiegend im Sitzen durchzuführende Tätigkeiten möglich seien. Ver
mieden werden sollten längere Gehstrecken, Tätigkeiten an sturzexponierten Stellen, wiederholtes Treppensteigen und Arbeiten in länger dauernd vorgeneig
ter oder verdrehter Rumpfposition
.
Gewichte bis 10 kg könn
t
en gehoben oder getragen werden
(
Urk.
8/205
).
Die Gutachter des
D._
vertraten
dagegen die Auf
fassung, dass dem Beschwerdeführer
unter Berücksichtigung der chronischen Schmerzsymptomatik
im Bereich des linken Fusses
eine überwiegend sitzende, körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit
möglich sei.
G
rundsätzlich
könne
in einer solchen Tätigkeit
von einer 80%ige
n
Arbeitsfähig
keit
ausgegangen werden
. Die von ihnen – anders als von
Dr.
C._
– attes
tierte verminderte Leistungsfähigkeit
begründe
sich durch die chronische Schmerzbelastung und einen leicht v
ermehrten Pausenbedarf
(
Urk.
8/236/15).
4.3
Wie der Beschwerdeführer zutr
effend feststellte (
Urk.
1 S. 5
), bestehen aufgrund
dieser
Einschätzung
der Gutachter des
D._
zumindest geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen Feststellungen von
Dr.
C._
, denen
praxisgemäss
nicht dieselbe Beweiskraft wie einem unter Wahrung der Verfahrensrechte nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger ver
anlassten Gutachten unabhängiger Sach
v
erständiger zukommt (vgl. E. 1.5
).
Das von der IV-Stelle unter Wahrung der Verfahrensrechte nach
Art.
44 ATSG ver
anlasste Administ
rativgutachten des
D._
, das die
rechtsprechungsgemässen
An
forderungen an eine beweiskräftige ärztliche Beurteilungsgrundlage erfüllt
(vgl. E. 1.4)
,
kann demgegenüber als voll beweiswertig gelten
.
Die Gutachter des
D._
haben dabei
– wie dargelegt
–
insbesondere
auch
zur
abweichenden
Beurteilung von
Dr.
C._
begründet
Stellung genommen.
Im Weiteren wiesen
sie aus
drücklich
darauf hin, dass
die angegebenen Beschwerden im Grundsatz durch die objektivierten Befunde gut erklärbar seien (
Urk.
8/236/14).
4.4
Entgegen
den
Darlegungen
der Beschwerdegegnerin
haben die Gutachter des
D._
eine
chronische Schmerzsymptomatik im Bereich des linken OSG festge
stellt, welche
offensichtlich
im Zusammenhang mit der
unfallbedingte
n
,
orga
nisch nachweisbaren
Arthrose
am linken OSG
steht.
Ein
chronisches
neuropathi
sches Schmerzsyndrom
haben die Gutachter des
D._
lediglich differentialdiag
nostisch in E
rwägung g
ezogen (
Urk.
8/236/15
)
.
Zudem ist darauf hinzuweisen, da
ss
die symptomatische OSG-Arthrose die einzige im rheumatologischen Teil
gutachten
des
D._
gestellte
Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
war
und die rheumatologische Gutachterin
von einer
80%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
ausging
(
Urk.
8/
237/25 und
Urk.
8/237/28
).
Die neurologische Gu
tachterin des
D._
, die als einzige Diagnose mit
Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit einen ischämischen Infarkt Pons links am
7.
April 2017
an
führte, ging
demgegenüber in einer optimal leidensangepassten Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
aus
(Urk.
8/237/38-39 und
Urk.
8/238/2)
. Dass die von den Gutachtern des
D._
in der interdisziplinären Beurteilung attestierte 20%ige Einschränkung in einer angepassten Tätigkeit (auch) auf den nicht unfa
llbedingten
ischämischen Infarkt vom
7.
April 2017 zurückzuführen sein soll, ist vor diesem Hintergrund zu verneinen.
Auf die Beurteilung der Gutachter des
D._
kann somit abgestellt werden.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwer
deführers in wirtschaftlicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Die Beschwerdegegnerin ermittelte im Rahmen
des per 2017
vorzunehmenden Einkommensvergleichs
ein
Va
lideneinkommen
von Fr. 68‘640.--
und
mi
ttels
DAP-Methode
ein Inva
lideneinkommen von Fr. 64‘227.
-- (bei einem 100%-Pen
sum)
.
Die
Grundlagen
dieses
Einkommensvergleichs w
urden vom Beschwerde
führer
nicht in Zweifel gezogen (vgl. Urk. 1). Für eine nähere Überprüfung von Amtes wegen besteht kein
Anlass
(BGE 125 V 413 E. 1b und E. 2c).
Beim dem Beschwerdeführer noch zumutbaren 80%-Pensum in einer angepassten Tätigkeit
resultiert
demzufolge
ein Invalideneinkom
men von Fr.
51‘381.60 (
Fr.
64‘227.-- x 0,8).
5.3
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 68‘640.-- und einem Invalideneinkommen von
Fr.
51‘381.60
resultiert eine
Erwerbseinbusse
von Fr.
17‘258.40
und damit ein Invaliditätsgrad von
25
% (
Fr. 17‘
258.40 :
Fr. 68‘640.--
).
6.
In
Gutheissung
der Beschwerde ist der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegeg
nerin vom
6.
November 2018
(Urk. 2) demnach insoweit aufz
uheben, als darin ein Anspruch auf eine Rente verneint wurde
, u
nd es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer
ab dem
1.
September 2017
Anspruch auf eine a
uf einen Inva
liditätsgrad von 25
% gestützte Invalidenrente hat.
7.
7.1
Ausgangsgemäss
ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerde
führer eine Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwendung von Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1
des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht (
GSVGer
)
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streit
sache und der Schwierigkeit des P
rozesses auf Fr. 1‘5
00.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen ist.
7.2
D
as
Gesuch des Beschwerdeführers um
Bewilligung eines unentgeltlichen Rechts
beistandes erweist sich damit als gegenstandslos.
Sein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung
ist
obsolet, da das vorliegende Verfahren kostenlos ist (Art. 61
lit
. a ATSG).