# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f28997e1-b924-4b00-b6cd-69a30a4ac91b
**Court:** BL_SG
**Chamber:** BL_SG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** BL / Northwestern_Switzerland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

Sachverhalt:
1. Mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2015 Amtliche Einschätzung vom 17. No-
vember 2016 wurden weder Unterhaltsbeiträge zum Abzug zugelassen noch ein Unterstüt-
zungsabzug gewährt.
2. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2016 erhob der Rekurrent Einsprache und reichte die
Steuererklärung, in welcher er Unterhaltsbeiträge für minderjährige Kinder von Fr. 30‘000.--
sowie den Unterstützungsabzug deklarierte, nach.
3. Mit Einsprache-Entscheid vom 24. Mai 2017 hiess die Steuerverwaltung die Einsprache
teilweise gut und liess Unterhaltsbeiträge von Fr. 1‘050.-- zum Abzug zu. Ein Unterstützungsab-
zug wurde nicht gewährt. Zur Begründung führte sie aus, gemäss Entscheid des B._-
gerichts vom 8. Februar 2016 sei der Rekurrent rückwirkend per 1. Dezember 2015 zu monatli-
chen Unterhaltszahlungen an den in der Schweiz lebendenden Sohn von Fr. 1‘050.-- verpflich-
tet worden. Dem Gerichtsurteil sei weiter zu entnehmen, dass die Unterhaltsbeiträge für die drei
in Deutschland lebenden Kinder nach wie vor geschuldet seien. Der Rekurrent habe aber keine
entsprechenden Zahlungsnachweise eingereicht.
4. Mit Eingabe vom 19. Juni 2017 erhob der Pflichtige mit dem Begehren, für die in
Deutschland lebenden beiden Kinder seien Unterhaltsbeiträge von Fr. 17‘000.-- zum Abzug
zuzulassen, Rekurs. Zur Begründung machte er geltend, aufgrund der Bestätigung seiner Ex-
Ehefrau vom 17. Januar 2017 ergebe sich, dass er Alimente von monatlich € 1‘300.--, total so-
mit € 15‘600.-- für seine beiden Kinder in Deutschland überwiesen habe.
5. Mit Vernehmlassung vom 2. August 2017 beantragte die Steuerverwaltung die Abwei-
sung des Rekurses. Zur Begründung führte sie aus, im Zusammenhang mit Zahlungen ins Aus-
land würden höhere Beweisanforderungen gelten, so dass die Bestätigung der Ex-Ehefrau nicht
genüge.
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6. Mit Eingabe vom 1. September 2017 reichte der Rekurrent einen Bankkontoauszug der
C._-bank für das gesamte strittige Steuerjahr nach.
7. Anlässlich der heutigen Verhandlung beantragt die Steuerverwaltung die teilweise Gut-
heissung des Rekurses. Zur Begründung führt sie aus, gestützt auf die vom Rekurrenten nach-
gereichten Unterlagen seien Unterhaltsbeiträge für das minderjährige Kind D._ im Umfang
von Fr. 6‘386.-- zum Abzug zuzulassen und für das sich in Ausbildung befindliche volljährige
Kind E._ sei der Unterstützungsabzug zu gewähren.

## Considerations

Das Steuergericht zieht in Erwägung:
1. Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteu-
ern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses zu-
ständig. Gemäss § 129 Abs. 2 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im
vorliegenden Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten und zwei Richte-
rinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs
zu stellenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten.
2. Vorliegend unterliegt der Beurteilung, in welchem Umfang Kinderunterhaltsbeiträge zum
Abzug zuzulassen und ob Unterstützungsabzüge zu gewähren sind.
3. Für Kinder bestimmte Unterhaltsbeiträge können bis und mit dem Monat, in dem das
Kind das 18. Altersjahr erreicht, abgezogen werden. Danach steht der leistenden Person der
Unterstützungsabzug zu (Schweighauser, in: Nefzger/Simonek/Wenk, Kommentar zum Steuer-
gesetz des Kantons Basel-Landschaft, § 29 N 152). Vorliegend macht der Rekurrent Unterhalts-
und Unterstützungszahlungen an seine Kinder in Deutschland, die im hier strittigen Steuerjahr
volljährige Tochter E._, den volljährigen Sohn F._ und den minderjährigen Sohn D._
geltend.
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4. Zuerst ist zu prüfen, in welchem Umfang Kinderunterhaltsbeiträge für das minderjährige
Kind D._ zum Abzug zuzulassen sind.
a) Nach Art. 9 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die Har-
monisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden (StHG) werden von den gesam-
ten steuerbaren Einkünften, die zu ihrer Erzielung notwendigen Aufwendungen und die allge-
meinen Abzüge abgerechnet. Gemäss Art. 9 Abs. 2 lit. c StHG gelten als allgemeine Abzüge
u.a. Unterhaltsbeiträge an den geschiedenen, gerichtlich oder tatsächlich getrenntlebenden
Ehegatten sowie Unterhaltsbeiträge an einen Elternteil für die unter dessen elterlicher Sorge
stehenden Kinder, nicht jedoch Leistungen in Erfüllung anderer familienrechtlicher Unterhalts-
oder Unterstützungspflichten. Gemäss § 29 Abs. 1 lit. i StG werden Unterhaltsbeiträge für den
geschiedenen oder getrennt lebenden Ehegatten sowie Unterhaltsbeiträge an einen Elternteil
für die unter dessen elterlicher Sorge stehenden Kinder, nicht jedoch Leistungen in Erfüllung
anderer familienrechtlicher Unterhalts- oder Unterstützungspflichten von den steuerbaren Ein-
künften abgezogen.
b) Unterhaltszahlungen (Alimente) sind regelmässig oder unregelmässig wiederkeh-
rende Unterstützungen und Unterhaltsleistungen zur Deckung des laufenden Lebensbedarfs,
die dem Empfänger keinen Vermögenszuwachs verschaffen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 3. A. Zürich 2016, Art. 33 N 48). Zum laufenden Lebensbedarf ei-
nes Kindes im Sinne von Art. 276 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (ZGB) vom 10. De-
zember 1907 gehören neben existenziellen Grundbedürfnissen wie etwa Unterkunft, Nahrung,
Bekleidung, Körper und Gesundheitspflege oder Ausbildung auch Beiträge an kulturelle oder
sportliche Betätigungen, Erholung, Unterhaltung oder Taschengeld (Hunziker/Mayer-Knobel, in:
Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Art. 33 DBG N 21d).
Alimentenzahlungen an den geschiedenen, gerichtlich oder tatsächlich getrennt lebenden Ehe-
gatten sowie Alimentenzahlungen für Kinder werden nach dem Zuflussprinzip bei demjenigen
Ehegatten als Einkommen besteuert, welcher die Beiträge für sich und die unter seiner elterli-
chen Sorge stehenden Kinder empfängt. Dementsprechend werden diese Unterhaltsbeiträge
beim leistenden Ehegatten vollumfänglich zum Abzug zugelassen (Reich/von Ah/Brawand in:
Zweifel/Beusch [Hrsg.], a.a.O., Art. 7 StHG N 97 und Art. 9 StHG N 38). Der Rechtsgrund für
die Unterhaltsbeiträge muss in einer Scheidung oder gerichtlichen Auflösung bei eingetragenen
Partnerschaften, gerichtlichen oder tatsächlichen Trennung und/oder in einem Kindsverhältnis
liegen, wobei der Elternteil die Unterhaltsbeiträge für die unter seiner elterlichen Sorge stehen-
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den Kinder erhält. Regelmässig werden die Unterhaltsbeiträge in einem gerichtlichen Urteil oder
einer Vereinbarung festgehalten. Unterhaltsbeiträge sind aber auch dann steuerbar, wenn der
Leistende sie ausrichtet ohne Vorliegen einer (schriftlichen) Vereinbarung oder eines richterli-
chen Entscheids (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, 3. A.
Zürich 2013, § 23 N 59). Nicht abziehbar sind kraft ausdrücklicher Anordnung Leistungen in
Erfüllung anderer familienrechtlicher Unterhalts- oder Unterstützungspflichten. Solche Leistun-
gen sind beim Empfänger steuerfrei (Reich/von Ah/Brawand in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], a.a.O.,
Art. 9 StHG N 40). Der Leistende kann sie dementsprechend steuerlich nicht bzw. nur im Rah-
men des Unterstützungsabzugs zum Abzug bringen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommen-
tar zum Zürcher Steuergesetz, a.a.O., § 24 N 82).
c) Unterhaltsbeiträge sind grundsätzlich als Aufwendungen vom steuerbaren Ein-
kommen des Unterhaltsverpflichteten abziehbar, während der Unterhaltsberechtigte sie ent-
sprechend als Einkommen zu versteuern hat, womit das Korrespondenzprinzip verwirklicht wird
(Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 133 II 305, E. 6). Der beim Leistenden zum Abzug zuge-
lassene Betrag muss mit jenem übereinstimmen, der beim Leistungsempfänger als Einkommen
erfasst wird (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, a.a.O., Art. 33 N 53).
d) Der Nachweis für steuerbegründende Tatsachen obliegt der Steuerbehörde,
während der Beweis für steueraufhebende oder steuermindernde Tatsachen grundsätzlich dem
Steuerpflichtigen obliegt. Dieser hat die steuermindernde Tatsache nicht nur zu behaupten,
sondern auch zu belegen (BGE 140 II 248, E. 3.5; Blumenstein/Locher, System des schweizeri-
schen Steuerrechts, 7. Aufl., Zürich 2016, S. 519; Zweifel/Casanova, Schweizerisches Steuer-
verfahrensrecht, § 19 N 8 ff.; Entscheid des Steuergerichts [StGE] vom 10. Februar 2017, 510
16 84, E. 4a). Für einen rechtsgenügenden Nachweis gehört die Vorlage quittierter Rechnun-
gen oder anderer Zahlungsbelege, nicht nur die Vorlage der Rechnung allein (Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steuergesetz, a.a.O., § 132 N 65, m.w.H.).
e) Im internationalen Verhältnis dürfen die Steuerbehörden an den Nachweis der
von den Steuerpflichtigen geltend gemachten Unterhalts- oder Unterstützungsleistungen be-
sonders strenge Anforderungen stellen. Sie dürfen insbesondere einen plausiblen Beweis dafür
verlangen, dass die betreffenden Beträge dem Empfänger zugeflossen sind. Der Steuerpflichti-
ge hat eine Bestätigung der unterstützten Personen über Art, Zeitpunkt und Höhe der erfolgten
Unterstützungen sowie auf Verlangen Zahlungsbelege vorzulegen. Bei Zahlungen ins Ausland
werden grundsätzlich die Post- oder Bankbelege der Überweisungen verlangt, aus denen so-
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wohl der Leistende als auch der Empfänger klar ersichtlich sein muss. Dies schliesst insbeson-
dere die blosse (handschriftliche) Empfangsquittung durch den Empfänger im Ausland aus, da
deren Richtigkeit nicht überprüfbar ist (Baumgartner/Eichenberger, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.],
a.a.O., Art. 35 DBG N 26a; Entscheid der Steuerrekurskommission des Kantons Basel-Stadt
Nr. 2012-170 vom 20. Juni 2013, publ. in: Basellandschaftliche und Baselstädtische Steuerpra-
xis [BStPra], Bd. XXII, S. 40 ff.).
f) Vorliegend wurde der Rekurrent vom G._-gericht zu Unterhaltsbeiträgen an
die Tochter E._ von € 329,27, an den Sohn F._ von € 404,47 und den Sohn D._ von
€ 485.--, total somit € 1‘218,74 verpflichtet. In Abweichung davon macht der Pflichtige für das
vorliegend strittige Steuerjahr geltend, monatlich € 1‘300.--, d.h. total € 15‘600.-- bzw.
Fr. 17‘000.-- als Unterhaltszahlungen geleistet zu haben, was sich aufgrund der Bestätigung
seiner Ex-Ehefrau vom 17. Januar 2017 ergebe. Gestützt auf die hiervor zitierte Lehre und Pra-
xis genügt eine derartige Empfangsquittung nicht, um den Zahlungsfluss nachzuweisen. Dazu
kommt, dass im Nachhinein und damit rückwirkend ausgestellte Arztzeugnisse nicht zu beach-
ten sind (Entscheid des Bundesgerichts [BGer] vom 10. Juli 2009, publ. in: Der Steuerentscheid
[StE] 2009, B 27.5 Nr. 15, E. 3.1). Dasselbe muss für die im vorliegenden Rekursverfahren
nachgeschobene Bestätigung gelten, welche demnach unberücksichtigt bleiben muss.
g) Dem ins Recht gelegten Kontoauszug der C._-bank sind Zahlungen für die
Monate Januar bis Dezember 2015 von je € 1‘000.--, total somit € 12‘000.-- zu entnehmen.
h) Für den Sohn D._ wurde der Rekurrent wie hiervor gesehen zu monatlichen
Unterhaltszahlungen von € 485.-- verpflichtet. Mit Datum vom 26. Januar 2015 hat der Rekur-
rent € 1‘000.-- bzw. umgerechnet in Schweizerfranken und inkl. Bankspesen Fr. 1‘032.88 über-
wiesen. Umgerechnet auf den dem Sohn D._ geschuldeten Unterhaltsbeitrag von € 485.--
ergibt dies einen Betrag von Fr. 500.95 (= Fr. 1‘032.88 / 1‘000 x 485). Die entsprechende Be-
rechnung ergibt für die Überweisung vom 26. Februar 2015 Fr. 541.78 (= Fr. 1‘117.07 / 1‘000 x
485), vom 26. März 2015 Fr. 528.83 (= Fr. 1‘090.37 / 1‘000 x 485), vom 27. April 2015
Fr. 520.15 (= Fr. 1‘072.46 / 1‘000 x 485), vom 26. Mai 2015 Fr. 520.-- (= Fr. 1‘072.15 / 1‘000 x
485), vom 26. Juni 2015 Fr. 526.62 (= Fr. 1‘085.80 / 1‘000 x 485), vom 27. Juli 2015 Fr. 529.32
(= Fr. 1‘091.38 / 1‘000 x 485), vom 26. August 2015 Fr. 542.28 (= Fr. 1‘118.09 / 1‘000 x 485),
vom 28. September 2015 Fr. 548.66 (= Fr. 1‘131.25 / 1‘000 x 485), vom 26. Oktober 2015
Fr. 540.35 (= Fr. 1‘114.12 / 1‘000 x 485), vom 26. November 2015 Fr. 544.15 (= Fr. 1‘121.95 /
1‘000 x 485) und vom 28. Dezember 2015 Fr. 543.25 (= Fr. 1‘120.10 / 1‘000 x 485). Für das
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minderjährige Kind D._ sind damit Unterhaltsbeiträge von Fr. 6‘386.-- (= Fr. 500.95 +
Fr. 541.78 + Fr. 528.83 + Fr. 520.15 + Fr. 520.-- + Fr. 526.62 + Fr. 529.32 + Fr. 542.28 +
Fr. 548.66 + Fr. 540.35 + Fr. 544.15 + Fr. 543.25) geleistet worden, welche zum Abzug zuzu-
lassen sind.
5. Weiter ist zu prüfen, ob für die volljährigen Kinder E._ und F._ der Unterstüt-
zungsabzug zu gewähren ist.
a) Nach § 33 lit. a StG kann für jede erwerbsunfähige oder beschränkt erwerbsfähi-
ge Person, die vom Steuerpflichtigen in mindestens der Höhe des Abzuges unterstützt wird, ein
Abzug von Fr. 2'000.-- gewährt werden.
b) Als Unterstützung gilt die unentgeltliche Leistung an eine bedürftige Person zur
Bestreitung ihres (minimalen) Lebensunterhalts. Zum Abzug ist demnach nicht berechtigt, wer
seine Angehörigen am höheren Lebensstandard teilhaben lassen will, ohne dass diese bedürf-
tig sind. Massgebend sind die Verhältnisse am Ende der Steuerperiode. Die abzugsberechtigte
Unterstützung kann auf einer gesetzlichen Vorschrift oder einer vertraglichen Abmachung beru-
hen oder freiwillig erfolgen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, a.a.O.,
Art. 35 N 56). Eine Unterstützungsbedürftigkeit ist immer gegeben, wenn die unterstützte Per-
son aus objektiven Gründen, d.h. unabhängig von ihrem Willen, längerfristig nicht in der Lage
ist, ganz oder teilweise für ihren Lebensunterhalt aufzukommen und deshalb auf Hilfe von
Drittpersonen angewiesen ist. Dabei wird die objektive Unterstützungsbedürftigkeit in erster
Linie durch körperliche oder geistige Gebrechen verursacht sein. Es können darüber hinaus
auch weitere Gründe (wirtschaftliche Gründe wie insbesondere altersbedingte Arbeitslosigkeit,
ungenügende Ausbildung, ungünstiges konjunkturelles Umfeld) dazu führen, dass die unter-
stützte Person nicht erwerbsfähig ist (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum
DBG, a.a.O., Art. 35 N 70). Der tatsächlich geleistete Unterstützungsbeitrag muss pro Person
mindestens Fr. 2'000.-- betragen (Schweighauser, in: Nefzger/Simonek/Wenk, a.a.O., § 33
N 13).
c) Für die volljährige Tochter E._ liegt eine Schulbescheinigung, wonach sie
noch bis ins Jahr 2019 eine Ausbildung absolviert, vor. Aufgrund der ungenügenden Ausbildung
ist sie auf die Unterstützung durch den Rekurrenten angewiesen. Da der Rekurrent nebst den
Unterhaltszahlungen für den minderjährigen Sohn D._ in Höhe von Fr. 6‘386.-- noch min-
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destens Fr. 2‘000.-- überwiesen hat, ist der Unterstützungsabzug von Fr. 2‘000.-- zu gewähren.
Was den Sohn F._ angeht, weist der Rekurrent in der Steuerklärung darauf hin, dass der-
selbe eine Auszeit nehme. Damit ist der Sohn F._ nicht aus objektiven Gründen, d.h. unab-
hängig von seinem Willen, längerfristig nicht in der Lage, ganz oder teilweise für seinen Le-
bensunterhalt aufzukommen und deshalb auf Hilfe von Drittpersonen angewiesen, so dass für
diesen der Unterstützungsabzug nicht zu gewähren ist. Davon geht auch der Rekurrent aus,
macht er im Rekurs vom 19. Juni 2017 doch geltend, er habe die Zahlungen für seine beiden
(und eben nicht für die drei) Kinder in Deutschland geleistet, also für D._ und E._.
6. Zusammenfassend ist der Rekurs teilweise gutzuheissen, für den minderjährigen Sohn
D._ Unterhaltsbeiträge von Fr. 6‘386.-- zum Abzug zuzulassen und für die sich in Ausbil-
dung befindliche volljährige Tochter E._ der Unterstützungsabzug von Fr. 2‘000.-- zu ge-
währen.
7. Entsprechend dem teilweisen Obsiegen im Umfang von rund der Hälfte hat der Rekur-
rent gestützt auf § 130 StG i.V.m. § 20 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfas-
sungs- und Verwaltungsprozessordnung (VPO) reduzierte Verfahrenskosten von Fr. 500.-- zu
bezahlen, welche zufolge Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege zulasten der Staatskas-
se gehen.
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