# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d64d928f-db68-4b5e-801f-b31f342d689a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1968 geborene
X._
arbeitete seit August 1991 als Dachd
e
cker bei der
Y._ AG
und war dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert
. Am 2
9.
August 201
2
stü
r
zte er beim Erstellen
eines
Bodenbelages durch die Balkenlage und zog sich dabei eine
anteriore
Schulterlux
at
ion links sowie
eine
-
kontusion rechts
mit beidseitigen Rupturen der
Rotatorenmanschette
zu. Die Verletzungen wurden im Universitätsspital
Z._
ambulant und konservativ erstversorgt. Es folgte eine Physiothera
pie. Ausserdem wurde dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attes
tiert (Unfallmeldung vom 1
8.
Sept
ember 2012,
Urk.
10/1;
Urk.
10/5 f.
;
Urk.
10/9;
Urk.
10/13).
Die Suva anerkannte den Schadenfall und erbrachte Versicherungs
leistungen.
Bei persistierenden
Schmerzen
und
erheblichen funktionellen Defizi
ten (
Frozen
Shoulder
links)
wurde der Versicherte
2013/14
wiederholt an beiden
Schulter
n
operiert
(Schulterarthros
k
o
pie,
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
,
Bicepsteno
t
omie
und
Ac
r
o
mioplastik
,
Entfernung eines ausger
issenen Ankers Schulter rechts,
Urk.
10/16,
Urk.
10/19 f.
,
Urk.
10/23,
Urk.
10/31f.,
Urk.
10/38/11,
Urk.
10/48 ff.
,
Urk.
10/74,
Urk.
10/94
)
. Im August 2018 führte
Dr.
med.
A._
, Facharzt
FMH
für Chirurgie, eine kr
eisärztliche Untersuchung durch. Zeitgleich
nahm
er
eine medizinische Beurteilung des Integritätsschadens vor (Untersuchungsbericht und medizinische Beurteilung vom 1
1.
August 2015,
Urk.
10/141f.).
Mit Schreiben vom
6.
Mai 2016 schloss die Suva den Fall ab und stellte die bisher erbrachten Leistungen per 3
1.
Mai 2016 ein (
Urk.
10/187).
Sodann sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom 1
1.
Oktober 2016 eine Integritätsentschädigung
auf der Grundlage
einer Integritätseinbusse von 27.5
%
sowie ab dem
1.
Juni 2016 eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 27
%
zu (
Urk.
10/210). Die gegen die Rentenhöhe erhobene Einsprache (
Urk.
10/215) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 1
9.
Juli 2017 (
Urk.
2) ab.
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
3.
August 2017 Beschwerde und beantragte, es sei ihm ab dem
1.
Juni 2016 eine Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 44
%
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Oktober 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9)
, was dem
Beschwerdeführer am 2
5.
Oktober 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
11). Mit Eingabe vom 2
7.
November 2017 beantragte der Beschwerdeführer nachträglich, es sei ihm ab dem
1.
Juni 2016 eine Rente gestützt auf einen Inva
liditätsgrad von 61
%
zuzusprechen (
Urk.
12 S. 2). Mit
Vernehmlassungsantwort
vom 1
1.
Dezember 2017 verwies die Beschwerdegegnerin auf ihre Beschwerde
antwort vom 2
3.
Oktober 2017 und hielt daran fest, es sei die Beschwerde abzu
weisen (
Urk.
16).
Dies wurde dem Beschwerdeführer am 1
3.
Dezember 2017 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
17).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Festzuhalten ist vorab, dass die mit Verfügung
vom 1
1.
Oktober 2016
zugespro
chene Integritätsentschädigung unangefochten in Rechtskraft erwuchs (
Urk. 10/
10,
Urk.
1 S.
3
).
Unstrittig ist auch, dass der medizinische Endzustand im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 des Bundesgesetzes ü
ber die Unfallversicherung (UVG)
erreicht
und eine
wesentliche
Verbesserung des Gesundheitszustandes durch medizinische
Massnahmen
im Zeitpunkt der Rentenprüfung nicht mehr zu erwar
ten war
(vgl.
Urk.
10/141/5)
.
Strittig und zu prüfen ist nachfolgend einzig, ob der Beschwerdeführer ab
dem 1. Juni 2016
Anspruch auf ein
e Invalidenrente von mehr als 27
% hat.
1.2
Die massgebenden rechtlichen Grundlagen sind im angefochtenen
Einsprache
ent
scheid
vom
1
9.
Juli 2017
richtig wiedergegeben (
Urk. 2).
Darauf ka
nn mit den nachfolgenden Ergänzungen
verwiesen werden.
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog
die Beschwerdegegnerin, es sei gestützt auf die kreisärztliche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung vom 1
1.
August 2015 davon aus
zugehen, dass der Beschwerdeführer in einer – näher umschriebenen Verweistä
tigkeit – zu 100
%
arbeitsfähig sei. Im Rahmen des Einkommensvergleichs sei unter Berücksichtigung
eine
s
Bonus
in der Höhe
von
Fr.
7'500.--
von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
89'400.
--
für das Jahr 2016
auszugehen. Gestützt auf die
eruierten DAP-Löhnen ergebe sich alsdann ein Invalideneinkommen von
Fr.
65'406.--.
Daraus
resultiere ein Invaliditäts
grad von 26.85
%
, gerundet 27
%
(
Urk.
2).
2.2
Dagegen wandte der Beschwerdeführer ein, der beim
Valideneinkommen
berück
sichtigte Bon
us sei
deutlich
tiefer als der in früheren Jahren t
a
t
sächlich erhaltene
. Ausserdem
habe
sic
h die Beschwerdegegnerin in diesem Zusammenhang
lediglich auf
die
telefonische Auskunft eine
r
gemäss HR-Eintrag
nicht entscheidungskom
petenten Person der bisherigen Arbeitgeberin
gestützt. Es sei richtigerweise ent
weder vo
m
Jahr
2
011 (
Fr.
14'422.--) oder vom
in den Jahren 2010-2012 durch
schnittlich erzielten Bonus (
Fr.
14'037.33) auszugehen.
Als
dann würden die angewendeten
DAP’s
den gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdefüh
rers nicht hinreichend Rechnung tragen.
A
usserdem sei fraglich, ob die
kreisärzt
liche Arbeitsfähigkeitsbeurteilung
datierend vom 1
1.
August 2015 noch aktuell sei
. Aufgrund des Berichts der Uniklinik
B._
vom 2
1.
Juni 2017 sei
zu hin
terfragen
, ob
tatsächlich
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit
bestehe
.
Angesichts seines Alters sei dem Beschwerdeführer jedenfalls
zumindest
ein 20%iger Abzug zu gewähren
, was ein Invalideneinkommen von
Fr.
53'909.-- ergebe. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 44
%
(
Urk.
1 S. 6 ff.)
.
2.3
Mit Eingabe vom
2
7.
November 2017
stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt,
gestützt auf den Assessmentbericht der
C._
vom 1
9.
Mai 2019, die Verlaufsprotokolle der Eingliederungsberatung sowie das Schreiben der K
linik
B._
vom
7.
Juni 2017
sei
davon auszugehen, dass
in einer
angepassten
Ver
weistätigkeit eine 30
%
ige Arbeitsunfähigkeit bestehe
. Ausgehend vom
LSE-Tabellenwert TA1 im Anforderungsniveau
1 ergebe sich unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 20
%
ein Invalideneinkommen von Fr. 37'457.--. Daraus resultiere ein Invaliditätsgrad von 61
%
(
Urk.
12)
.
3.
3.1
Im kreisärztlichen Untersuchungsbericht
v
om 1
1.
August 2015 notierte Dr.
A._
folgende Diagnose (
Urk.
10/141/5):
-
S
tatus nach Leitersturz am 2
9.
August
2010
(recte: 2
9.
August 2012)
mit
-
anteriorer
Schulterluxation
-
leicht dislozierter Fr
aktur des
Processus
coracoideus
-
Ruptur der
Supraspinatussehne
, der
Infraspinatussehne
und d
er
Subs
capularissehne
links
-
Supra- und
In
fraspinatussehnenruptur
rechts
-
Reposition der linken Schulter
und Schulterarthroskopie
(
29.08.2012
)
-
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
(SSP, SSC und ISP),
Bizepsteno
to
mie
und
Acromioplastik
rechts
(
18.01.2013
)
-
Schulterarthroskopie,
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
(SSC SSP,
ISP),
Bizepstenotomie
links (19.04.2013)
-
Schulterarthroskopie, Ankerentfernung und
arthroskopisch
assistierter
Latissimus
dorsi
Transfer rechts
(
03.12.2013
)
-
Schulterarthroskopie, Entfernung eines ausgerissenen
Ankers an der rechten Schulter (
16.05.2014
)
Subje
ktiv persistierten Bewegungs
einschränkungen und Schmerzen vor allem bei Wetterwechsel rechts mehr als links, Druckgefühl
e
und Brennen in der Schulter rech
ts mehr als links sowie
rezidivie
rend
e
nächtliche Blockaden in der rechten Schulter. Objektiv
hätten
sich deutliche Bewegungseinschränkungen beider Schulter
n
, rechts mehr als li
nks,
eine muskuläre Hypotrophie, vor allem im
Inf
raspinatusbereich
rechtsseitig
ergeben
. Von
weitere
n
medizinische
n
Massn
ahmen sei
k
eine wesentliche Bes
serung zu erwarten
.
Bei
Schmerzexazerbation
könne Kostengutsprache erteilt werden für eine gelegentliche Serie Physio- bzw. Hyd
rotherapie.
Die bisher
ige Tätigkeit als Dachdecker sei
nicht
mehr
zumu
tbar. K
ör
perlich leichte bis höchs
tens mittelschwere Tätigkeiten
unter Schulterniveau
,
mit He
ben und Tragen von Lasten lediglic
h körpernah
, ohne kräftige axiale Zug- oder
Stossbewegungen, ohne repet
itive Rotationsbewegungen und
o
hne Tätigkeiten auf Leitern,
Gerüsten
oder in der Höhe, ohne Schl
äge auf die oberen Extremitäten und
ohne Vibrationen seien
dem Beschwerdeführer indes zu 100
%
zuzumuten
(
Urk.
10/141/5
f.
)
.
3.2
Mit
Schreiben
zuhanden der Beschwerdegegnerin
vom
7.
Juni 2017 führte die beurteilende Assistenzärztin der Universitätsklinik
B._
zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus, die bisherige Tätigkeit sei nicht mehr zumutbar. Eine nicht schulterbelastende Tätigkeit sei möglich für acht Stunden am Tag, wahr
scheinlich ohne 100%ige Leistungsfähigkeit. Administrative Tätigkeiten
führten nach längerer Zeit zu Schmerzen in der rechten Schulter (
Urk.
13/4).
3.3
Dem Sprechstundenbericht
der Ärzteschaft der Universitätsklinik
B._
vom 2
1.
Juni 2017
ist
zu entnehmen, die gesundheitliche Situation des Beschwerde
führers sei stabil. Die bisherige Tätigkeit als Dachdecker sowie jede andere schul
terbelastende Tätigkeit seien dauerhaft nicht mehr möglich. Büroarbeiten seien zwar möglich. Allerdings würden dem Beschwerdeführer eine stetige Position und Arbeiten am Computer Schmerzen bereiten. Schmerzfrei sei einzig die hängende Position der Schultern. Eine klinische Verlaufskontrolle erfolge planmässig in einem Jahr (
Urk.
3/10).
4.
4.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
).
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich
im
angefochtenen Entscheid
auf den kreis
ärztlichen Untersuchungsbericht von
Dr.
A._
vom 1
1.
August 2015, welcher
den in der Rechtsprechung des Bundesgerichts entwickelten Anforderungen in allen Teilen genügend als beweiskräftig anzusehen ist (vgl. E.
4.1
.
).
Konkrete Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit seiner Einschätzung sprechen, sind nicht ersichtlich.
Sodann ergeben sich auch
mit Blick auf die übrige medizinische Aktenlage keinerlei ärztliche Differenzen.
Dem
Sprechstundenbericht
der be
urtei
lenden
Ärzteschaft
der
Uniklinik
B._
vom
2
1.
Juni 2017
(
Urk.
3/10)
sind
keine neuen oder zusätzlichen Befunde zu entnehmen, welche das kreisärztliche Belastungsprof
il weiter einzuschränken vermöch
ten.
Damit
geht auch
der Ein
wand,
die Einschätzung
von
Dr.
A._
sei nicht mehr aktuell (
Urk.
1 S. 7)
, ins Leere
.
Anzumerken ist
ausserdem
, dass
auch
Arbeiten am Computer
prinzipiell
schulterschonend ausgeübt werden können
und
der Beschwerdeführer zuletzt keine Schmerzmedikamente resp. lediglich eine Bedarfsanalgesie von 1 g
Dafalgan
ben
ötigte (vgl.
Urk.
3
/10,
Urk.
13/4).
Das
Schreiben
der Universitätskli
nik
B._
vom
7.
Juni 201
7
(
Urk.
13/4)
w
urde
von einer Assistenzärztin
ver
fasst
.
Kommt hinzu, dass
ihre
Ausführungen zur Arbeitsfähigkeit
derart
knapp und
vage ausgefallen sind
, dass
darauf nicht
abgestellt werden kann
.
Insbeson
dere vermag der
Hinweis darauf, dass wahrscheinlich keine 100%ige Leistungs
fähigkeit für nicht schulterbelastende Tätigkeiten bestehe, dem im Sozialversi
cherungsrecht
massgeblichen
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zu genügen
und
tragen
die Parteien
insofern
eine Beweislast, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableit
en wollte (BGE 115 V
133
E.
8a)
.
Auf
die
Ausführungen der
C._
-Mitarbeitenden und insbesondere die
im
Schlussbericht
d
er
C._
vom 21.
November 2016
postulierte 50%ige Erwerbs
unfähigkeit
(
vgl.
Urk.
1
3/
2/7,
Urk.
13/
3
)
,
kann bereits
deshalb nicht allein abge
stellt werden
, weil
d
ie Arbeitsfähigkeit nach der Rechtsprechung auf der Grund
lage von fachmedizinischen Stellungnahmen zu beurteilen ist (vgl. BGE 130 V 99 E. 3.2 mit Hinweisen).
Ganz abgesehen davon
liefert
d
er
Bericht
jedenfalls
Hin
weise darauf,
das
s
Beschwerdebild und deren Bewältigung massgeblich durch
unfall
fremde Faktoren verursacht resp. behindert wird
und
die
Arbeitsversuche im Unispital sowie Spital
D._
aus subjektiven Gründen
des Beschwerdeführers
scheiterten
(Urk.
13/3/1
).
Zusammenfassend ist gestützt auf den beweiskräftigen Untersuch
u
ngsbericht von
Dr.
A._
vom 1
1.
August 2015 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass dem Beschwerdeführer eine – näher
um
schri
ebene – Verweistätigkeit zu 100
% zumutbar ist.
5.
5.1
Der für die Invaliditätsbemessung und damit den Rentenanspruch
massgebende
Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen
ziffernmässig
möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (BGE 130 V 343 E. 3.4.2). Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
, also des Einkommens, welches die versicherte Person nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte, wird in der Regel am zuletzt erzielten Verdienst angeknüpft.
Da
-
bei sind sämtliche Bestandteile des Erwerbseinkommens, für welche eine
AHV-Beitragspflicht besteht, mithin auch erfolgte
Bonu
s
zahlungen
einzu
-
beziehen, sofern sie
regelmässig
erfolgt sind (vgl. RKUV 2000 Nr. U 400 S. 381; Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts in Sachen A. vom
9.
Mai 2005, U 268/04; SVR 2002 IV Nr. 21 S. 63).
5
.2
Für
die
Ermittlung des
Valideneinkommens
stützte sich die Beschwerdegegnerin
auf die
Auskünfte
der
Y._
AG
vom 1
8.
März 2016 und
6.
September 201
6.
Da
nach
hätte
d
er
Beschwerdeführer
bei Weiterbeschäftigung im Gesund
heitsfall
im
Jahr
2016 einen
monatlichen Grundlohn von
Fr.
6‘300.
-- x 13
, zzgl. einer
Bonus
auszahlung
von
Fr.
5‘000.-- bis
Fr.
10‘000.--
erzielt
(
Urk.
10/177,
Urk.
10/202).
Aus den bei den Akten liegenden Lohnausweisen der
Y._
AG
erhellt
, dass der Beschwerdeführer
lediglich
in den Jahren 2010 bis 2012
und darüber hinaus
unter
dem Titel „
unregelmässige
Leistungen“ Bonusauszahlungen
erhalten hatte
(
Urk.
10/181
/3 ff.). Damit erscheint d
eren Berücksichtigung
bei der Ermitt
lung des
Valideneinkommens
zumindest
fraglich
. Es ergibt sich
indes
kein
Anlass zur gerichtlichen Korrektur.
Weshalb und inwiefern
auf die telefonische
Auskunft
Frau
E._
vom
6.
September 2016 betreffend
die
Höhe der
im Jahre 2016 zu erwartenden
Bonusauszahlung nicht abgestellt werden könnte
(
Urk.
1
S.
6)
, ist nicht einsichtig.
So handelt es sich doch bei ihr
augenscheinlich
um die
für
die
Lohnbuchhaltung zuständige und damit
in diesem Zusammenhang
zu
r Aus
kunftserteilung kompetente Mitarbeiterin der
Y._
AG (vgl. auch die
von derselben
Person an die Beschwerdegegnerin übermittelten
Lohnabrechnungen von August 2011 bis August 2012,
Urk.
10/188/1 ff.).
Auch
erweist es sich als sachgerecht
und
ist
damit nicht zu beanstanden
,
dass die Beschwerdegegnerin auf den
Mitte
lwert des für das Jahr 2016
zu erwartenden
Bonus
von
Fr.
7‘500.--
ab
ste
llte
.
Mithin
ist zusammen mit der Beschwerdegegnerin von einem
Validen
einkommen
von
Fr.
89‘400.-- (
Fr.
6‘300.—x 13 +
Fr.
7‘500.--)
im
massgeblichen
Jahr 2016 auszugehen.
5.3
5
.3.1
Kann - wie hier - für die Bestimmung des Invalideneinkommens nicht auf die konkrete beruflich-erwerbliche Situation abgestellt werden, können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne
gemäss
der
Schweizerischen Lohnstruk
turerhebung (LSE)
des
Bundesamt
es
für Statistik
oder
die
Suva-Dokumentationen von Arbeitsplätzen (
DAP)
herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 126 V 75 E. 3b; RKUV 1999 Nr. U 343 S. 412).
Die DAP ist eine Sammlung von Beschreibungen in der Schweiz tatsächlich exis
tierender Arbeitsplätze. Damit unterscheidet sie sich von der tabellarischen Dar
stellung von Durchschnittslöhnen, die im Rahmen der Schweizerischen Lohn
strukturerhebung (LSE) vom Bundesamt für Statistik regelmässig erhoben werden. Neben allgemeinen Angaben und Verdienstmöglichkeiten werden in der DAP die physischen Anforderungen an die Stelleninhaber oder Stelleninhaberinnen fest
gehalten. Der Raster der körperlichen Anforderungskriterien basiert auf dem internationalen medizinischen Standard EFL nach Isernhagen (ergonomische Funktions- und Leistungsprüfung). Die Suva entschloss sich 1995 zum Aufbau der DAP mit dem Zweck, das Invalideneinkommen entsprechend den gerichtli
chen Anforderungen so konkret wie möglich ermitteln zu können (BGE
139
V
592 E. 6.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten Behinderungs
profil entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des Auswahlermessens ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Arbeitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der Suva verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt.
5.3.2
Vorliegend hat
die Beschwerdegegnerin zur Berechnung des Invalideneinkom
mens per 2016
DAP-
Profile herangezogen
. Demgegenüber hielt der Beschwerde
führer dafür, es sei das Invalideneinkommen anhand der
LSE
festzusetzen und ihm ein
altersbedingt
e
r
Abzug von 20
%
zu gewähren (
Urk.
1 S. 7 f).
5.3.3
Das
Bundesgericht
hat
seine Praxis zur DAP-Methode, welche zum Ziel hat, die Vergleichseinkommen so konkret wie möglich zu ermitteln (vgl. BGE 139 V 592
E. 7.1), mehrfach bestätigt
(vgl. BGE 139 V 592 E. 7.1; SVR 2016 UV Nr. 14
S.
43, 8C_430/2014; Urteil des Bundesgerichts 8C_182/2017 vom 1
0.
April 2017 E. 4.2).
Die
Bestimmung des Invalidenlohnes auf der Grundlage von tabellarischen Durchschnittslöhnen nach der LSE
ist
der DAP-Methode
denn auch
nicht
prinzi
piell vorzuziehen
(BGE 139 V 592 E. 6.2, Urteil des Bundesgerich
ts vom 1
0.
April 2017 E. 3.3).
Soweit
d
er
Beschwerdeführer
mon
iert
, es sei „wenig glaubhaft“, dass er trotz seiner erheblichen Einschränkungen nach wie vor das Lohnniveau eines gesundheitlich nicht beeinträchtigten Arbeitsnehmers erreichen könnte (vgl.
Urk.
1 S. 7), so ist dem entgegenzuhalten, dass auch die Löhne im Rahmen der LSE von zumeist nicht behinderten Personen erhoben werden (vgl. BGE 139
V
592). Demgegenüber kann den gesundheitlichen Einschränkungen bei der DAP-Methode insoweit besser Rechnung getragen,
als
dass nur Stellen ausgewählt werden, welche dem verbleibenden Leistungsprofil entsprechen.
Mithin
werde
n die
spezifischen Beeinträchtigungen in der Leistungsfähigkeit bei der Auswahl der zumutbaren
DAP
-Profile
ganz konkret berücksichtigt
.
Dadurch wird auch die Lohnhöhe beeinflusst. Mit anderen Worten erscheinen nur Löhne, welche trotz der
Einschränkungen erzielbar sind (vgl.
BGE 139 V 592
).
Vorliegend
ging d
ie Beschwerdegegnerin von fünf, den gesundheitlichen Beein
trächtigungen angepassten Arbeitsstellen in der von ihr erstellten Dokumentation von Arbeitsplätzen
, unter Auszug von 371
weiteren, bezüglich des Belastungs
profils vergleichbaren
Arbeitsstellen, aus (Urk. 10/204
). Mit der vorliegenden
DAP
-Dokumentation hat
sie
den Beweis für das zumut- und erzielbare hypothe
tische Invalideneinkommen rechtsprechungsko
nform und ausreichend erbracht
. Auch ist nach Durchsicht der ausgewählten Arbeitsstellen
festzustellen
, dass diese dem kreisärztlich
festgelegten Belastungsprofil entsprechen.
Insbesondere ist
mit Blick auf die
beidseits
uneingeschränkte
Beweglichkeit der Handgelenke und Fin
ger (vgl.
Urk.
10/141) nicht einsichtig, inwiefern dem Beschwerdeführer keine Handrotat
ionen zuzumuten wären (vgl.
Urk.
1 S. 8).
Mithin bezieht sich der
Aus
schluss repetitiver Rotationsbewegungen aus dem zumutbaren Belastungsprofil (
Urk.
10/141/5 f.) offensichtlich auf Rotationsbewegungen der Schultern.
Sodann
gehört es
zwar
zum Tätigkeitsspektrum eines Teigmachers
gemäss
DAP-Nummer 8335, den bis zu ca. 10 kg schweren Teig aus einem seitlich gekippten Behälter auf ein Förderband zu ziehen (vgl.
Urk.
10/204/30). Dem Einwand des Beschwer
deführers, wonach
ihm eine solche Tätigkeit nicht
zu
zumuten
sei
(
Urk.
1 S. 8)
, kann indes nicht
gefolgt werden. Zunächst
hat
Dr.
A._
lediglich
schwere Tätig
keiten und
kräftige axiale Zug- und
Stossbewegungen
aus dem mediz
i
nischen Belastungsprofil
ausgeschlossen. Davon kann
bei der Beförderung
von Gewichten
bis lediglich ca.
10 kg
offensichtlich nicht die Rede sein
. Kommt hinzu, dass der Teig
beim Arbeitsprofil
gemäss
DAP-
Nummer 8335
langsam
und mithilfe des
Förderbands aus dem Behälter gezogen wird.
Alsdann
setzt eine zumutbare Ver
weistätigkeit - entgegen der Vorstellung des Beschwerdeführers (
Urk.
1
S.
8) – nicht voraus, dass jede irgendwie geartete Bewegung und Betätig
ung körpernah ausgeführt wird
.
Es wurde
explizit
lediglich das körperferne Tragen und Heben von Lasten aus dem zumutbaren Belastungsprofil ausgesc
hlossen. Diesem Umstand hat die Beschwerdegegnerin bei den ausgewählten Arbeitsstellen,
bei
we
lche
n
das Hantieren
auf
leichte Gewichte (5 bis max. 10 kg)
eingeschränkt ist
,
hinreichend Rechnung getragen.
So erschiene es denn auch als lebensfremd und ist folglich
nicht davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
im Rahmen seiner
alltä
glichen Verrichtungen im
ausserberuflichen
Bereich
aus
-
schliesslich
k
örper
nahe Bewegungen vollzieht. Nach dem Gesagten sind
d
ie fünf konkret ausge
wählten Tätigkeiten dem Beschwerdeführer allesamt zumutbar.
Der Vollständigkeit halber bliebt
schliesslich
darauf hinzuweisen,
dass
mit der medizinisch-theoretisch bestimmten Leistungsfähigkeit bereits eine abschlies
sende
Aussage dazu gemacht
wird
, welche Tätigkeiten in welchem Umfang noch zumutbar sind.
Entsprechend ist
davon auszugehen, dass Tätigkeiten, welche dem medizinisch zumutbaren Belastungs- und Leistungsprofil entsprechen, von der versicherten Person grundsätzlich vollständig ausgefüllt werden können, weshalb es für eine weitere Lohnreduktion bei konkret vorliegenden leidensangepassten
Tätigkeiten keinen Grund gibt.
Mithin
sind
Abzüge
im
System der
DAP
grund
sätzlich weder
sachgerecht
noch
zulässig (
BGE 129 V 472
).
Bezüglich der weiteren persönlichen und beruflichen Merkmale (Teilzeitarbeit, Alter, Anzahl Dienstjahre, Aufenthaltsstatus), die bei der Anwendung der LSE zu ei
nem Abzug führen könn
ten, ist weiter
darauf hinzuweisen, dass auf den
DAP
-Blättern in der Regel nicht nur ein Durchschnittslohn, sondern ein Minimum und ein Maximum angegeben sind, innerhalb deren Spannbreite auf die konkreten Umstände Rücksicht genom
men werden könne (BGE 139 V 592 E. 7.3).
Vorliegend
sind beim Beschwerde
führer
indes
keine
persönlichen und beruflichen Merkmale gegeben, welche ein Abweichen vom Durchschnittslohn der fünf ausgewählten
DAP
-Löhne zum Minimum hin
zu
rechtfer
tigen vermöch
ten
. Insbesondere ergeben
w
eder das Alter (49
Jahre im
Zeitpunkt des Rentenbeginns
)
noch die Anzahl Dienstjahre
Anlass dazu
, vom Minimum der angegebenen
DAP
-Löhne auszugehen.
N
ach dem Gesagten
ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
zur Bestimmung des Invalideneinkommens auf den Durchschnittslohn der fünf
DAP
-
Profile
von
rund
Fr.
65‘406.-- (Urk. 10/204/
) ab
stellte
. Hiervon ist kein leidens
bedingter Abzug vorzunehmen
.
Der Vergleich
des hier
massgeblichen
Invalideneinkommens
von Fr.
65‘406.--
mit dem
Valideneinkommen
von Fr.
Fr.
89‘400.--
ergibt eine
Erwerbseinbusse
von Fr.
23‘994
.--, was einem Invaliditätsgrad von gerundet
27
% entspricht.
Damit erweist sich der
angefoc
htene
Einspracheentscheid
vom 19. Juli 2017
als
rechtens, was
zur Abweisung der
B
eschwerde
führt
.
Das Gericht
erkenn
t:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Petra
Oehmke
-
Rechtsanwalt Reto Bachmann
-
Bundesamt für Gesundheit
4.