# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1459d2d6-4cae-47b2-9b37-36756f1cec76
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1977
geborene
X._
war seit 23. März 2010
als
Eisenleger
bei der
Y._
angestellt und damit bei der
Suva
gegen die Folgen von Unfällen versichert
(
Urk.
17/1
)
. Am 2
0. Dezember 2010
fiel im ein
un
gefähr 30 Kilogramm
schweres Armierungseisen aus einer Höhe von ca. 30 cm auf die
linke Hand
(Aussendiensterhebung
vom 9.
Januar 2012
,
Urk.
17/67
S. 1
).
Die
Suva
erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung).
Nach verschied
enen Behandlungen,
Untersuchungen und einem
bidisziplinären
(h
andchirurgisch
/neurologischen)
Gutachten
(
Urk.
17/209
,
Urk.
17/214 u
nd
Urk.
17/221
)
kündigte sie
mit Schreiben vom 15.
September 2014 (
Urk.
17/234)
den Fallabschluss
und die
Einstellung der Taggeldleistungen und Heilbehandlungskosten per 31. Oktober 2014 an.
Mit Verfügung vom 27
.
Oktober 2014 (
Urk.
17
/
241
) lehnte sie gestützt auf
eine errechnete Lohneinbusse
von
unter
10
%
den Anspruch auf eine Invaliden
rente ab und verneinte mit dem Hinweis auf eine fehlende erhebliche Schä
digung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität
auch
den An
spruch auf ei
ne Integritätsentschädigung
.
Gegen diesen Entsc
heid erhob der
Versicherte am 25
.
November 2014 (
Urk.
17/244) vorsorglich
und am
9. Februar 2015 begründet
Einsprache (
Urk.
1
7/
251 f.)
.
D
ie Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
wies
mit Verfü
gung vom
4. März 2015
ein
en
Rentenanspruch
der Invalidenversicherung
ab
(
Urk.
17/25
7
).
Die Suva unterbreitete das
Dossier
ihre
r
Abteilung für Versicherungsmedizin
,
worauf
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Chirurgie FMH
(
Urk.
17/259)
,
ein Aktengutachten verfasste. Auf dessen Grundlage
wies
sie
die Einsprache mit
Einspracheentscheid
vom 11
.
September
2015
ab (
Urk.
2)
.
2.
Dagegen erhob
X._
am 30.
September
20
15 (
Urk.
1) Beschwerde
,
begründete diese
mit Eingabe vom 16. Oktober 2015
(
Urk.
7)
und stellte
s
inngemäss
den Antrag auf
Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die weitere Ausrichtung der gesetzlichen Leistungen
. In prozessualer
Hinsic
ht ersuchte er um die Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters
. Die
Suva
schloss i
n ihrer Beschwerdeantwort vom 23. Dezember 2015
(
Urk.
1
6) auf Abweisung der Beschwerde
.
Mit Verfügung vom 1. Februar 2016 (
Urk.
18) wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet
.
Mit
Replik vom
18.
April 2016 (
Urk.
21) präzisierte der
nunmehr anwaltlich vertretene
Be
schwerdeführer
das
Rechtsbegehren
und die Begründung. Die Suva
hielt
in ihrer Duplik vom 18. Mai 2016 (
Urk.
26)
an ihrem Antrag fest
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Än
derung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
20. Dezember 2010
ereignet, wes
halb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Gemäss Art. 6
UVG
werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann
Körperschädigun
gen
, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbe
ziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % inva
lid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe
handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
S
odann hat die versicherte Person nach Art. 24
Abs.
1 UVG Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erleidet.
1.3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die
ver
sicherte Per
son nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.
4
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Ein
gliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
1.5
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2). Der Griff zur
Lohnsta
tistik
ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gege
benheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
1.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksich
tigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht er
reichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwi
ckelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie so
wie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben kön
nen. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihr
e gesundheitlich bedingte (Rest-
)
Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unter
durchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall ge
samthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitver
antwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten
Lei
densabzuges
nicht nochmals berücksichtigt werden
dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
1.7
Nach Art. 24 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf eine ange
messene Integritätsentschädigung, wenn sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität erleidet. Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abge
stuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Gemäss Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädi
gung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch ge
macht. Abs. 1 dieser Vorschrift bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens minde
s
tens in gleichem Umfang besteht. Er ist erheblich, wenn die körperliche oder
geistige Integrität, unabhängig von der Erwerbsfähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der
In
tegritätsentschädigung
die Richtlinien des Anhanges 3. Fallen mehrere kör
perliche oder geistige Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beein
trächtigung fest
gesetzt (Abs. 3).
1.
8
Die Bemessung der Integritätsentschädigung richtet sich laut Art. 25 Abs. 1 UVG nach der Schwere des Integritätsschadens. Diese beurteilt sich nach dem medizinischen Befund. Bei gleichem medizinischem Befund ist der
Integri
tätsschaden
für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär be
messen. Die Integritätsentschädigung der Unfallversicherung unterscheidet sich daher von der privatrechtlichen Genugtuung, mit welcher der immateri
elle Nachteil individuell unter Würdigung der besonderen Umstände bemes
sen wird. Es lassen sich im Gegensatz zur Bemessung der
Genugtuungs
summe
im Zivilrecht (vgl. BGE 112 II 131 E. 2) ähnliche Unfallfolgen mitein
ander vergleichen und auf medizinischer Grundlage allgemein gültige Regeln zur Bemessung des Integritätsschadens aufstellen; spezielle Behinderungen der Betroffenen durch den Integritätsschaden bleiben dabei unberücksichtigt. Die Bemessung des Integritätsschadens hängt somit nicht von den besonde
ren Umständen des Einzelfalles ab; auch geht es bei ihr nicht um die Schät
zung erlittener Unbill, sondern um die medizinisch-theoretische Ermittlung der Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität, wobei sub
jektive Faktoren ausser Acht zu lassen sind (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 218 E. 4b mit Hinweisen; RKUV 2001 Nr. U 445 S. 555 ff.).
1.
9
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht abschliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) wichtige und ty
pische Schäden prozentual gewichtet (RKUV 2004 Nr. U 514 S. 416). Für die darin genannten Integritätsschäden entspricht die Entschädigung im Regel
fall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Ver
dienstes (Ziff. 1
Abs.
1). Die Entschädigung für spezielle oder nicht aufge
führte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1
Abs.
2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Entschädigung (Ziff. 1
Abs.
3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchsunfähigkeit wird der
Integri
tätsschaden
entsprechend geringer, wobei die Entschädigung jedoch ganz
entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als
5
%
des
Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
1.10
Die Medizinische Abteilung
der Suva
hat in Weiterentwicklung der
bundesrätli
chen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Feinraster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Ta
bellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für die Parteien nicht ver
bindlich, umso mehr als Ziff. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, dass der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens für den «Regelfall» gilt, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermög
licht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleich
behandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV vereinbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
1.11
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Den
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/
bb
/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen
Be
weiseignung
kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gericht
lichen oder im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom Versicherungsträger ver
anlassten Gutachten unabhängiger Sachverständiger. Soll ein Versiche
rungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versi
cherungsinternen
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E. 5.2; BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_348/2016 vom 9. Dezember 2016 E. 2.4).
2.
2.1
Vorab ist
festzuhalten
, dass der im Verwaltungsverfahren nicht
anwaltlich
vertretene Beschwerdeführer in seiner Einsprache gegen die Verfügung vom
27. Oktober 2014 (
Urk.
17/241)
die
weitere
Ausrichtung der gesetzlichen
Leistungen
aus dem Unfallereignis
vom 20. Dezember 2010 verlangt hat
und zur Begründung auf die Berichte der behandelnden Ärzte verwies
(
Urk.
17/251).
D
ie Einsprache umfasst damit
auch eine
n
allfälligen
Anspruch
auf
eine
Integritätsentschädigung
,
kann
doch
dem
rechtsunkundig
en
Be
schwerdeführer
nicht
entgegen gehalten
werden,
er
habe nach dem Wortlaut
seiner Einsprache
nur die Einstellung der laufenden Leistungen
(Taggeld und Heilbehandlung)
, nicht aber
die Ablehnung
einer
Integritätsentschädigun
g
an
fechten wollen.
Die im
Einspracheentscheid
vertretene
Ansicht
, wonach
die Verfügung
in Bezug auf die Anspruchsverneinung einer
Integritätsentschädi
gung
in
Rechtskraft erwachsen sei,
griff die Beschwerdegegnerin in ihre
r
Duplik
(
Urk.
26) nach den Ausführung
en in der Replik (
Urk.
21 S. 8) denn auch
zu Recht
nicht mehr auf
.
Streitig und zu prüfen
ist da
her
der Ze
itpunkt des Fallabschlusses,
damit ein
hergehend
die Einstellung der Leistungen
(Heilbehandlung/Taggeld)
per
31.
Oktober 201
4 sowie
der
Anspruch auf
Rente und
Integritätsent
-
schäd
igung
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin stellte sic
h auf den Standpunkt, gemäss der
von ihr eingeholten
medizinischen Beurteilung von
Dr.
Z._
vom
10.
September 2015 sei von einem Endzustand auszugehen.
Gestützt auf die Gesamtsituation und der seit mehr als fünf Jahren bestehenden Symptomatik könne durch eine Operation keine namhafte Steigerung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden. Zudem sei eine solche Operation aufgrund der möglichen Komplikationen nicht zumutbar. Basierend auf den aktuellen Befunden könne die linke Hand als Hilfshand
,
ohne Belastung
,
ohne zeitliche Ein
schränkung eingesetzt werden. Auch Prof.
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH
Chirurgie,
sei im Gutachten vom 27. Februar 2014 zum Ergebnis gelangt, dass die Gefühlsstörungen am Handrücken nicht mehr beseitigt werden könnten. Gestützt auf die Zumutbarkeitsbeurteilung sei ausführlich geprüft worden, ob die Voraussetzungen für die Ausr
ichtung einer Rente gegeben seien
. Der Anspruch sei l
etztlich verneint worden, weil eine
Erwerbseinbusse von mindestens 10
%
nicht
erfüllt gewesen sei
(
Urk.
16 S. 2
f
.
, vgl. auch
Urk.
2 und
Urk.
26
).
2.3
Dem hielt der Beschwerdeführer
entgegen
(
Urk.
21
), g
emäss Beurteilung von Prof.
Dr.
A._
und
auch gemäss der handchirurgischen Beurteilung durch
Dr.
med.
B._
, Facharzt
Plastische und Ästhetische Chirurgie
Tetrahand
chirurgie
,
seien weitere medizinische
Behand
lungsmassnahmen
angezeigt, welche mit Sicherheit bzw. mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
eine
namhafte Verbe
sserung des Gesundheitszustands
mit der Steigerung der Arbeitsfähigkeit bewirken
könnten. Durch die von
Prof.
Dr.
A._
empfohlene Operation
liesse sich
das
sehr
störende Sehnensprin
gen mit Sicherheit beseitigen
, so dass die linke Hand wieder
für die
Arbeits
tätigkeit
eingesetzt werden
könne
,
und auch der
von
Dr.
B._
vorgeschla
gene
Eingriff führe
mit einer hohen
Wahrscheinlichkeit
von
bis zu 75
%
zur Schmerzfreiheit
(S. 5)
. Demgemäss sei zum Zeitpunkt der Einstellung der Leistungen am 31. Oktober 2014 der gesundheitliche Endzustand im Sinne von Art. 19
Abs.
1 UVG noch nicht erreicht worden
und somit seien
die
Tag
geldzahlungen
weiterhin
zu erbringen
(S.
6
)
.
Mit Bezug auf
den Invaliditätsgrad
sei
das
für
die Tätigkeit als Eisenleger im Baugewerbe angesetzte
Va
lideneinkommen
von Fr. 61'888.--
weit unter
durchschnit
tlich, weshalb
eine
Parallelisierung
vorzunehmen sei.
Aufgrund der Einschränkung an der linken Hand sei
auch
eine Tätigkeit im Sektor Pro
duktion nicht
mehr verwertbar, da hierzu eine
erheblich höhere Belastung beider Hände unabdingbar sei. Abzustellen sei deshalb auf
Tätigkeiten im
Sektor Dienstleistungen, welche keine stärkere Belastung der linken Hand nötig machten. Sodann sei ein
Leidensabzug von mindestens 20
% ange
messen
und aus dem
Einkommensvergleich ergebe
sich
ein Invaliditätsgrad von 26
%
(S. 7 f.). Aufgrund der erheblichen Gebrauchsunfähigkeit der lin
ken Hand betrage der Integritätsschaden
gemäss Tabelle 1
m
indestens 25
%
(S. 9
; vgl. im Weiteren auch
Urk.
7)
.
3.
Die medizinische Aktenlage seit dem Unfallere
ignis vom
2
0. Dezember 2010
präsen
tiert sich im Wesentlichen wie folgt:
3.1
Dr.
med.
C._
, Co-Chefarzt am
D._
, berichtete am 16. März 2011
, der Beschwerdeführer habe
bei
einem Arbeitsunfall als Eisenleger
eine
Stangenkontusion
am
Dorsum
mani
links erlitten
,
worauf ein grosses Hä
matom aufgetreten sei
. Dieses habe
nach wenigen Wochen ei
ne
Spontan
remission
gezeigt
. Nun sei eine schmerzhafte, kleine Schwellung über dem Kontusionsherd zurück geblieben mit ausstrahlenden Schmerzen dors
al über dem Strecksehnenapparat
vor allem bei
Palmarflexion
.
Dabei handelt es sich
um eine Sehnenscheidenentzündung der Extensor
Digitorum
Gruppe.
Es zeige sich auf Höhe des
carpo
-metacarpal-Gel
enke
s II
an der linken Hand
dorsal
palpatori
sch
eine
nicht verschieb
bare
5 mm grosse
Vorwölbung
.
Bild
gebend
z
eigten
sich
keine frisc
hen oder alten
ossären
Läsionen oder
Luxa
tio
nen und
keine
Weichteil
ver
dichtungen. Es wurde
die Ruhigstellung in eine
r
Handgelenks-
Klettmanschette
,
Antiphlogistikum
und Analgesie
(NSAR) ver
ordnet und eine Arbeitsun
fähigkeit als Eisenleger bis 10
. April 2011 attestiert
(
Urk.
1
7/4)
.
3.2
Nach
der Ultraschalluntersuchung an der Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirurgie
des
E._
vom 23. März 2012
hi
e
l
t der zuständige Arzt fest, im Ultraschall lasse sich der
Ramus
superficialis
nervi
radialis
von proximal submuskulär bis im Bereich der
Aufzweigung
des Handrückens gut nachverfolgen. Der Durchmesser
des
Nerven nehme dabei kontinuierlich zu, ein eigentliches Neurom oder
Neuroma
in
continuitatem
lasse sich nicht darstellen. Auch eine ausgeprägte Vernarbung finde sich nicht und im Grossen und Ganzen zeigten sich unauffällige Verhältnisse. Da keine ausgeprägte Schmerzsituation vorliege (beim Abwischen des
Ultra
schallgels
gebe der Beschwerdeführer überhaupt keine Irritationen an),
werde
die Indikation
zu einer Neurotomi
e eher nicht gesehen
(
Urk.
17/84)
.
3.3
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH Chirurg
ie, vermerkte im Bericht vom 2.
Juli 2012
, bis anhin hätten sämtliche konservative
n
Therapiemassnahmen keine Beschwerdelinderung gebracht. Bei der Evaluation der Situation mittels Ultraschall am
E._
sei kein Neurom gefunden worden. Der Nerv sei ultraschallmässig in seiner Kontinuität vorhanden. Es bestünden nach wie vor Nervenirritationen im Bereich des
Ramus
supraficialis
des
Ner
vus
radialis
links ausgehend vom Handrücken. In diesem Bereich auf Höhe der Basis des Metacarpale II zeige sich zusätzlich ein Schnappphänomen mit Schmerzausstrahlung der Strecksehne im Sinne einer
lokalen Tendovaginitis
. Mittels Infiltrationen seien die Beschwerden kurzfristig unter lokalem Anäs
thetikum zum Verschwinden gebracht worden. Aufgrund des Versagens der konservativen Massnahmen sei hier die Indikation zur Revision einerseits des
Ramus
supraficialis
mit allfälliger Neurotomie und gleichzeitiger
Tenosyno
vektomie
der Strecksehne am Zeigefingerstrahl gegeben. Eine Garantie für eine vollständige Schmerzfreiheit durch diesen Eingriff könne nicht gegeben werden, stelle aber nach längerem konservativem Vorgehen die einzige Mög
lichkeit dar,
um allenfalls die Situation
verbessern
zu können (
Urk.
17/102)
.
Im Operationsbericht vom 1
2.
Juli 2012
diagnostizierte
Dr.
F._
ein
Neurom eines Aste
s des
Ramus
supraficialis
des
Nervus
radialis
links m
it gleichzeitiger
Tenosynovitis
der Extensor
carpi
radialis
Sehne
. Den
operati
ven Eingriff
beschrieb er als
Teildenervation
im Bereich des
Ramus
suprafi
cialis
mit Neurotomie und Neuromresektion
sowie
Synovektomie
der Exten
sor
carpi
radialis
Sehne und Narbenkorrektur.
D
er
Ramus
supraficialis
zeige eine massive Aufsplitterung mit einem Nervenstrang, welcher weit nach
ul
nar
quer verlaufe
. D
ort
seien
massivste Vernarbungen und entzündliche Ver
änderungen auf Höhe des Ansatzes der Extensor
carpi
radialis
Sehnen und im Bereich der
Brevissehne
synovitisch
entzündliches G
ewebe und darüber ein
eingenarbter
teilweise defekter Nerv
sichtbar
. Der Nerv
sei
koaguliert und
tenotomiert
und
weit nach radial, im Sinne der
subcutanen
Denervation
prä
pariert
worden
.
Synovitisc
hes
Gewebe
sei
am Ansatz der Flexor
extensor
carpi
radiallis
Sehne
(vgl.
hiezu
auch
Urk.
17/251/2)
entfernt
worden
. Der Sehnenansatz zeige
sich glasig aufgetri
eben. Im Sinne der
Denervation
werde
entlang der Sehne sämtliches Gewebe entfernt
(
Urk.
17/103)
.
3.
4
Im Bericht des
G._
vom 15. Juli 2013
(
Urk.
17/169/4-9)
hielten die zuständigen Ärzte in
ihrer
zusam
menfassenden Beurteilung fest, v
on anästhesiologischer Seite bestünden keine gröberen Pathologien der Funktionsfähigkeit der Handgelenke sowie Fingergelenke. Die Untersuchung sei schmerzbedingt nur eingeschränkt möglich gewesen und das deutlich sich
tbare Schnappen der Sehne des zweiten und dritten
Fingers im Bereich des Handrückens sei primär ein Phänomen, das nicht zwangsläufig schmerzhaft sein müsse
(S. 1)
.
Aus neurologischer Sicht könne die Ursache des vom Beschwerdeführer ange
gebenen Schmerzpunktes im Bereich des dorsalen Handgelenkes links im Bereich der Narbe
nicht zugeordnet werden. Ein
Ruheschmerz
sei
verneint
worden
. Der Schmerz trete bei jeglicher Bewegung im Handgelenk
,
teilweise auch bei Bewegung
der Finger auf
. Diese
explizit mechanisch auslösbare
Schmerzpräsentation sp
reche
gegen das Vorliegen eines neuropathischen Schmerzes und
sei am ehesten
als
nozizeptiv
zu werten. Klinisch-neurolo
gisch find
e
sich explizit im Narbengebiet
eine
Pinprickhyperalgesie
sowie eine
All
odynie
, welche jedoch nicht sicher von einer Schmerzursache im
tiefsomatischen Gewebe getrennt werden könne
, da bereits leichter Dr
uck zur Schmerzverstärkung führe
. Prinzipiell besteh
e
eine Druckhyperalgesie
in diese
m Bereich, welche
jedoch neurol
o
gisch nicht näher zugeordnet werden könne
(S. 1)
.
Aus neurologischer Sicht
sei
die Ursache des zweiten
Schmerz
ortes
im Bereich des Spatium
interosseum
II ca. 3
cm distal der
Narbe neu
rologisch nicht zuorden
bar. Auch hier bestehe eine Druckschmerzhaftigkeit bei lokaler Druckausübung. Dieser Schmerz sei ebenfalls bei Bewegung der Strecksehne des
zweiten und dritten
Fingers auslösbar. Diese explizite Schmerzauslösbarkeit spreche ebenfalls gegen das Vorliegen einer neuropa
thischen Schmerz
komponente und eher für das Vorl
iegen
einer
nozizeptiven
Schmerzkomponente. Die im Bereich zwischen
der Narbe und
der
im letztge
nannten
Schmerzbereich nachweisbare
n
Pinprickhyperalgesie
und
Atlodynie
sei
neurologisch nicht sicher zuordenbar.
Insgesamt sei von einem unspezi
fischen Schmerzsyndrom in beiden Schmerzpunkten bei St
atus nach
Trauma
des Handrückens auszugehen. E
in CRPS
(
Complex
Regional
Pain
Syndrome
)
nach
den Kriterien nach Harden et al,
Pain
Medicine
2007 liege
nicht vor
(
S. 2
)
.
Aus
orthopädische
r
Sicht vermerkte der zuständige Ar
zt im Bericht vom 23. Juli 2013
(
Urk.
17/169/2-3)
, der Beschwerdeführer beschreibe wie bereits in den vorangegangenen Untersuchungen zwei unterschiedliche Schmerzen. Bei Extension des
zweiten und dritten
Fingers links komme es zu einem schnappenden Phänomen der Strecksehnen auf dem Handrücken, verbunden mit Schmerzen, deren Schwerpunkt über den proximalen
Metacarpalia
mit Zeichen zentrale
r
Sensibilisierung lokal
liege
(S. 1 f.)
.
Ein zweiter Schmerz betreffe das linke Handgelenk streckseitig, welches bei Flexion ebenfalls symptomatisch werde. Im orthopädischen Befund fänden sich
inspektorisch
unauffällige Verhältnisse. Die Ultraschalluntersuchung zeige
eine
tastbare Prominenz über
dem Metacarpale II
. An der
Basis lasse
sich
diese
sonogra
phisch
als spitze, knöcherne Ausziehung darstellen,
wobei
die Strecksehne
in unmittelbarer
Nachbarschaft
ve
r
laufe
. Ansonsten
sei
die
sonograph
ische
Un
tersuchung unauffällig und
eine
Te
nosynovitis
oder eine Arthritis
im
Hand
gelenkbereich
könne
nicht gefunden werden
(
S. 2
)
.
3.5
In einem weiteren
Bericht
des
G._
vom
2.
September
2013
führte
der zuständige
Dr.
B._
aus
, sie gingen von ei
ner erneuten Neurombi
ldung des
Ramus
superficialis
Nervus
radialis
links aus. Diese Neurome seien bekanntlich häufig extrem schmerzhaft und schränkten die Handfunktion erheblich ein. Es liege
aus
ihrer
Sicht keine wesentliche psychoso
matische Schmerzkomponente vor. Sie hätten
die ver
schiedenen Therapiemöglichkeiten ausfüh
rlich besprochen.
Ein
e
Nervenre
konstruktion
ersch
ei
ne
nicht mehr möglich
, da aufgrund des
Operationsbe
fund
es
von
Dr.
F._
der distale Stumpf wahrsc
heinlich nicht mehr aufgefunden werden könne.
Alternativ
sei
aus
ihrer
Sicht eine
Neuromresek
tion
u
nd Translokation des proximalen
Stumpfes sinnvoll. Hier könn
e eine Verlagerung in eine
lokale Vene oder
in
die
lokale Muskulatur und z
usätzli
che
eine
Abdeckung mit Fettgewebsläppchen
erfolgen. E
ine komplette Schmerzfreiheit postoperativ
könne jedoch
nicht garantiert werden
(
Urk.
17/181 S. 4 f.)
.
3.6
Kreisarzt
Dr.
med.
H._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates FMH, beschrieb im Untersuchun
gsbericht vom
10
. September 2013
(
Urk.
17/175)
,
inspektorisch
zeigten sich keine Auffälli
gkeiten des linken Handgelenkes und
der linken Hand im Vergleich zu
rechts und
palpatorisch
bestünden
weder
eine
Hyperhidrosi
s noch Zeichen einer Dystrophie,
Hirsutismus
oder Rötung
. Die Narbe am Handrücken links von 3 cm Länge
sei reizlos
.
Palpatorisch
bestehe eine
Druckdolenz
dorsal über dem Os
scaphoideum
sowie
sca
pholunär
. Der Mittelhandbereich sei
so
wohl dorsal als auch volar
und ebenfa
lls
r
adioulnar
indolent. Der
Faust
schluss
sei
vollständig
mit Krepitation und "Sch
nappphänomen" der Extensor
Dig
.
2/3-Sehnen.
Es bestehe
eine
n
ormale Daumenbeweglichkeit mit langsa
mer Oppositionsbewegung
(S. 5)
, welche
jedoch nach Aufforderung
vollstän
dig gelinge
;
spontan
gelinge ebenfalls
, vollständig und etwas schneller
di
e Extension und Abduktion
(S. 6)
.
W
ie bereits in
G._
festgehalten,
sei
eine geringe
Chronifizierung
fest
zustel
len
. Eine relevante Beweglichkeitseinschränkung sei nicht vorhan
den. Ein Sehnenschnapp
en der Beugeseh
ne
bestehe nicht. E
ine Irritation der zweiten und dritten
Strecksehne dorsal
sei
tastbar,
die
sich wahrscheinlich
durch einen operativen Eingriff
eher nicht
beheben
lasse
(S. 7)
.
Es
bestünden
weder
eine Minderung der
Hauttrophik
noch ein tastbarer Temperaturunter
schied.
D
er mit dem
Vigorimeter
gemessene Kraftgrad von nahezu
Null
sei
mit dem Befund
und
verglichen mit einer rohen beobachteten
Kraftentwick
lung
sowie den
geschilderten Dingen, welche
der Beschwerdeführer im Alltag verrichten könne
,
nicht in Einklang zu bringen
(
S. 8
)
.
Zumutbar seien aufgrund der objektiv bekannten Problematik ganztags leichte bis knapp mittelschwere manuelle Tätigkeiten
,
ohne Vibration, ohne Schwerarbeit und ohne dauernde Einwirkung von Nässe, Kälte und Zugluft. A
ngesichts
der fehlenden vorhandenen Dystrophie seien klinisch keine
An
haltspunkte
ersichtlich
, diese Zumutbarkeit weiter einzuschränken
(S. 8
).
Aufgrund der beschriebenen Schmerzausweitung
beziehungsweise
der Diskre
panz zwischen Schmerz und erkl
ärbarem objektivem Korrelat sei
nicht daran zu denken, dass eine erhebliche
respektive
namhafte Besserung
durch eine weitere Behandlungen
eintrete (S. 9).
3.7
Im
bidisziplinären
Gutachten
vom 27. Februar 2014
wies
Prof.
Dr.
A._
im
handchirurgischen Teil
gutachten
(
Urk.
17/209)
darauf hin
, als erstes
seien
die starken und seitengleich
bemuskelten
Arme und seitengleich kräftigen Hände auf
fallend
. An beiden Händen seien minime Arbeitsspuren, beidseits etwa gleich ausgeprägt. Auf der Streckseite des linken Handgelenks
sei
eine schräg verl
aufende
Narbe, ca
.
25 mm lan
g, 3-4 mm breit, gut verschiebbar
und bei Berührung
schmerzha
ft. Etwas
handwärts
davon taste
man
eine kleine
Kno
chenvorbuckelung
und beim
Bewegenlassen
der Finger
sei
ein
Springen der Strecksehnen über
diesen Knochenvorsprung
vorhanden
, was mit übertrieb
en wirkenden Schmerzäusserungen verbunden sei. D
as Springen
sei deutl
ich
sichtbar
und
könne auch im Ultraschall dargestellt werden
. Die Durchblutung der Hände
sei
seitengl
eich und regelrecht, die Finger seien
alle gut warm, überall
gebe
es eine regelrechte Schweis
sfeuchtigkeit, die Sensibilität werde
an
allen Fingern normal angegeben und
die Papillarlinien
seien regulär aus
geprägt.
Es
seien somit
keinerlei Zeichen für ei
ne trophische Störung vor
handen
(S. 4)
und zum Zeitpunkt der Untersuchung gebe es auch keine An
zeichen einer Handschwellung oder Verdickung des Gewebes am Handrücken links. Die Fingerbeweglichkeit sei frei, alle Greifformen seien ausführbar, würden aber zum Teil demonstrativ vorsichtig ausgeführt. Die Messung der Handgelenkbeweglichkeit sei rechts aktiv betont, links ges
perrt, angeblich wegen massiver
Schmerzen. Bei Ablenkung
sei eine fast seitengl
ei
che Be
weglichkeit festzustellen
ohne Schmerzäusserung
(S. 5)
.
Die Beweglichkeit links sei etwas eingeschränkt, aber die Muskelmasse für einen Rechtshänder mit einer geringen Differenz der Unterarmmuskulatur zuungunsten der
ado
minanten
Hand
sei vollständig normal
. Das widerlege eine wesentliche schmerzbedingte Schonung der linken Hand und im Alltag schienen die an
geb
lich so starken Schmerzen nicht so
gravierend zu stören, dass eine Scho
nung eingehalten
werde
mit entsprechender Rückbildung der Muskulatur
. Dies
wäre
bei einer Schonung der Hand wegen Schmerzen über einen Zeit
raum von
mehr als
einem Jahr Arbeits
unfähigkeit obligat zu erwarten
(S. 6)
. Prof.
Dr.
A._
erhob keine Anhaltspunkte für eine Sudeck-Dystrophie (CRPS)
.
Zur Frage inwieweit von weiteren Behandlungsmassnahmen eine Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes erwartet werden könne, hielt der
Gutachter
fest, n
ach einer solch
langen Leidenszeit sei
es
er
fahrungsgemäss ausserordentlich schwierig, auch mit der
Beseitigung der jetzt noch vorlie
genden Stö
rung (Springen der Strecksehne)
durch Abtragung der Basis MC II (im Sinne der Operation bei
Carpe
bossu
)
,
eine völlige Beschwerdefreiheit zu
erreichen. Immer
hin müsste die Gleitstörung der
Strecksehne zu beseitigen sein
(S. 11)
.
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH für Neurologie,
hielt
im
Teilguta
chten vom
17. März 2014
(
Urk.
17/214) fest
,
a
us neurologischer Sicht zeige sich zunächst eine Hypästhesie auf dem Handrücken, die radialen
Endästen
entspreche. Diese Veränderung der Sensibilität sei Folge des operativen Eingriffs vom Juli 2011, wo unter der Annahme eines Neuroms der Nerv koaguliert und
te
notomiert
worden sei. Im Übrigen zeigten sich keine Innervationsstörungen an der Hand. Auch bestünden keine Hinweise darauf, dass aktuell ein CRPS vorliege. Beim Schmerz hand
le
es sich nicht um einen neuropathischen
,
son
dern um einen
nozizeptiven
Schmerz
(S. 6)
.
In der zusammenfassenden
S
tellungnahme
vom 8.
Juli 2014
hielt Prof.
Dr.
A._
fest
, aufgrund des Zusatzgutachtens von
Dr.
I._
sei lediglich für die noch vorhandene Sensibilitätsstörung ein Zusammenhang mit der Opera
tion vom Juli 2010 zu sehen. Nach Analyse der Schmerzursache sei ein
nozi
zeptiver
Schmerz
-
der Schmerz werde durch Reizung der
nozizeptiven
Ner
venfasern verursacht
-
wahrscheinlich
und die Frage, ob hier
ein
Neurom als Ursache der Schmerzen in Frage komme
, sei
damit
beantwortet
(
Urk.
17/221)
.
3.8
Dr.
B._
berichtete am 6. Februar 2015
,
d
urch die bereits durchgeführte Nervenresektion im Bereich des Trau
mas sei
es zu keiner wesentlichen Bes
serung gekommen und
es müsse
von einer postoperativen Ne
urombildung ausgegangen werden.
Nach der positiven Probeblockade, die eine neurogene Ursache der Schmerzen
mit grosser Wahrscheinlichkeit gezeigt habe, könne eine weiter proximal
e Nervendurchtrennung im distale
n Unterarmber
eich mit
Stumpfverlagerung
in
s
Muskelgewebe oder eine lokale Vene
und z
usätzlich noch
eine
Abdeckung mit einem Fettgewebsläppchen
angeboten werden
.
Lei
der k
önne
jedoch postoperativ keine komplette Schmerzfreiheit garantiert werde
n. In der Literatur werde
jedoch
gerade bei chronischen Schmerzen durch Verletzung des
Ramus
superficialis
ner
vi
radialis
für dieses Vorgehen
eine rela
tiv günstige Prognose angegeben
–
mit
bis zu 75
%
S
chmerzfreiheit beziehungsweise
deutliche
r
Reduktion der Beschwerden
(
Urk.
17/252)
.
3.9
Dr.
Z._
hielt
im Aktengutachten zu Händen der Beschwer
-
degeg
nerin
vom 10. September 2015
(
Urk.
7/259) fest
,
nach
der
Kontusion des linken Handrückens
mit einer Eisenstange am 20. Dezember
2010 bestehe
letztendlich
eine
unklare Situation über die dadurch veru
r
sachten strukturellen Läsionen
an der linken Hand
.
Faktum sei, dass eine knöcherne Prominenz im Be
reich der Metacarpale II-
Basis radialseitig be
stehe
. N
ach
operativer Revision vom 1
2.
Juli 2012 mit Koagulation und Neurotomie des
Ramus
superficialis
Nervus
radialis
links
bestehe
ein schm
erzhaftes Schnappphänomen der zweiten
Strecksehne und chronische neurogene Schmerzen im Versorgungsgebiet des
Ramus
superficialis
Nervus
radialis
links
.
Ein erneutes Vorliegen eines
Neuromes
in diesem Bereich ba
siere bisher auf Vermutungen und sei radiologisch nicht dargestellt
(S. 13)
.
Die von
Dr.
B._
mit Bericht vom 6. Februar 2015 diskutierten
pathoanato
mischen
Vorgänge
nach stumpfer Gewalteinwirkung auf den Handrücken hätten hauptgewichtig die Kausalität betroffen und könnten unterstützt werden.
Dieser
schlage
eine erneute Operation vor
,
mit einer weiter proximal gelegenen Nervendurchtrennung im distalen
Unterarm
be
reich
mit
Stumpfverlagerung ins
Muskelgewebe. Die ursprüngliche Lokalisa
tion im Bereich des Handrückens werde
dadurch
auf den distalen Unterarm ausgedehnt. Dabei sei mit grosser Wahrscheinlichkeit mit vorübergehenden oder gar bleibenden zusätzlichen neuronalen Störungen zu rechnen, die über das Handgelenk hinausgingen. Wie
Dr.
B._
erörtert habe, könne eine komplette Schmerzfreiheit nicht garantiert werden. Basierend auf der
Ge
samtsituation
und der seit mehr als fünf Jahren bestehenden Symptomatik sei durch diese Operation keine namhafte Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Eine solche Massnahme
sei
unter Berücksichtigung
der möglichen Komplikationen
und d
er Erfolgschancen
nicht zumutbar
(S. 13)
. G
emäss kli
nischer
Erfahrung (in dies
em Punkt gelte
es die langjährige Erfahrung von
Prof.
Dr.
A._
zu beachten)
liege die Erfolgsquote
nicht wie in der Literatur angegeben bei 75
%
von
Patienten
,
bei denen der Eingriff zu
einer deutli
chen
Reduktion der Beschwerden
beziehungsweise
zur Schmerzfreiheit führe
.
Ein operativer Eingriff im Bereich der schnappenden Sehne des Zeigefingers links
sei
dem
Beschwerdeführer
zwar
zumutbar, mache
hingegen als
Einzel
eingriff
keinen Sinn bei zusä
tzlich vorliegenden chronischen
neuralen Be
schwerden
.
Diese Sy
m
ptomatik
dürfte zwischenzeitlich
auch
nicht
hauptge
wichtig
für die reduzi
erte Arbeitsfähigkeit verantwortlich sein. Auch ohne erneuten Eingriff müsse von einem
Endzustand ausgegangen werden und basierend auf den aktuel
len
klinischen
Befunden der behandelnden Ärzte könne
die linke Ha
nd als Hilfshand
,
ohne Belastung
,
ohne zeitliche Ein
schränkung eingesetzt werden
(
S. 15
)
.
4.
4.1
In medizinischer Hinsicht ist aufgrund der Aktenlage erstellt, dass sich der Beschwerdeführer aufgrund des Ereignisses vom 20. Dezember 2010 am lin
ken Handrücken eine Kontusion zugezogen hat (E. 3.1). Die persistierenden Schmerzen wurden vorerst konservativ behandelt und
,
nachdem damit keine Beschwerdelinderung erreicht werden konnte,
am 12.
Juli
2012 eine Koagu
lation und Neurotomie des
Ramus
Nervus
super
ficialis
radialis
durchgeführt (E. 3.2).
S
either
werden weiterhin
Beschwerden
beklagt
, welche aus neurolo
gischer Sicht nicht
sicher zugeordnet werden k
önnen
;
aus
orthopädischer Sicht
(
inspektorisch
und
sonographisch
)
zeigten sich
im Wesentlichen un
auffällige
Befunde
(E. 3.3).
4.2
Bezüglich eine Verbesserung der Schmerzsymptomatik schlug der behan
delnde
Dr.
B._
im September 2013 vor,
es sei
die Durchführung einer
„
erneute
n
“
Neuromresektion
und Transl
okation des proximalen Stumpfes
sinnvoll
,
wobei
eine Verlagerung in eine lokale Vene oder in
die
lokale Mus
kulatur
mit zusätzlicher
Abdeckung mit Fettgewebsläppchen
erfolgen könnte. E
ine komplette Schmerzfreiheit
könne dabei
postoperativ
jedoch
nicht ga
rantiert werden
(E. 3.5
).
Der Gutachter
Prof.
Dr.
A._
vermerkte
in diesem Zusammenh
ang
,
wie zu
vor auch der
Kreisarzt
Dr.
H._
(vgl. E. 3.6 hiervor)
,
die fast seiten
gleiche Handb
eweglichkeit
und die im Vergleich mit der
adominanten
Hand vollständig normale Diff
erenz der Unterarmmuskulatur
spreche
gegen eine Schonung der Hand im Alltag. Entsprechend kritisch äusserte er sich zu einer allfälligen Verbesserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes
durch ei
nen weiteren Eingriff
(Beseitigung der Gleitstörung der Strecksehne, Schnappphänomen durch Abtragung der Basis MC II)
;
er
wies
auf
die lange Leidenszeit
hin
,
die
es erfahrungsgemäss ausserordentlich schwierig
mache
,
mittels eines weiteren Eingriffs
eine vollständige Beschwerdefreiheit zu errei
c
hen (E. 3.7
).
4.3
Vor diesem Hintergrund
hielt
Dr.
Z._
in
ihrem
Aktengutach
ten
in Würdigung
sämtlicher
Unterlagen
nachvollziehbar
fest
, dass basierend auf der Gesamtsituation
und der mehr als
fünf Jahre bestehende
n
Sympto
matik durch eine weitere Operation keine namhafte Steigerung der Arbeitsf
ä
higkeit zu
erwarten sei (E 3.9)
. D
iese
r
Einschätzung steht
der
Hinweis von
Dr.
B._
nicht entgegen
,
wonach die Literatur
fü
r solche Eingriffe
grund
sätzlich
eine relativ
günstige Prognose
von bis zu 75
%
Schmerzfreiheit oder
eine
deutliche Reduktion der Beschwerden
stelle
(vgl. E. 3.8)
.
D
enn
einerseits
lässt
sich
diese
statistische
Messgrösse nicht mit den
Erfolgsaussichten in Be
zug auf eine
nahmhafte
Steigerung der allein massgeblichen Arbeitsfähigkeit
im konkreten Fall
gleichsetzen
,
weshalb
diesem Wert für die vorliegende Fragestellung
bereits in dieser Hinsicht
nichts abzu
gewinnen
ist
.
Anderseits
zeig
en sich
vorliegend
verschiedene
Faktoren
und
Unsicherheiten
, wie
der bereits
durchgeführte und erfolglose
Erst
eingriff
bei damals schon fraglich
ausgewiesenem Neurom
(vgl. E. 3.3)
,
ein
äusserst
langwierige
r
Verlauf
sowie
die mit fehlenden Muskelatrophien
begründeten Diskrepanzen
zwischen an
gegebenem
Sc
hmerz- und Schonverhalten
(vgl. E
.
3.7
)
.
Unter diesen Umstän
den erscheint
eine
Steigerung der Arbeitsfähigkeit durch einen zusätzlichen
operativen
Eingriff als wenig wahrscheinlich
, wie dies in der
kreisärztlicher Beurteilung
schlüssig ausgeführt wurde.
Im Weiteren ist
gemäss
den
Anga
ben des Beschwerdeführers
vom 18.
Februar 2015
(
Urk.
17/254 und
Urk.
17/258 S. 2) aktuell auch kein
e
weitere Operation
geplant,
was mit Blick
darauf
, dass eine solche
bereits seit September 2013 zur Diskussion st
and
,
nicht auf einen erheblichen Leidensdruck
schliessen lässt.
Die Beurteilung von
Dr.
Z._
erweist sich damit als
aussagekräf
tig
(zum Beweisw
ert vgl. E. 1.11
hiervor) und es ist nicht zu be
anstanden, dass
die Beschwerdegegnerin — rund
vier Jahre nach dem Ereig
ni
s vom 20. Dezember 2010 und
zweieinviertel
Jahre nach der Operation vom 1
2.
Juli
2012
—
den Fallabschluss
per Ende Oktober 2014
vornahm
.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt
die Auswirkung der verbliebenen
Störungen (
Restbeschwer
den
an der linken Hand
) auf die Erwerbsfähigkeit
. D
as
vo
n
der
Kreis
ä
rzt
in
Dr.
Z._
gestützt
auf die klinischen Befunde
der behandelnden Ärzte
erstellte
Belastungsp
rofil
,
demgemäss
die linke Hand als Hilfshand
,
ohne Belastung
,
oh
ne zeitliche Einschränkung ein
ge
setz
t werden kann (vgl. E. 3.9),
wurde
zu Recht nicht beanstandet.
5.2
D
as
Valideneinkommen
ermittelte die Beschwerdegegnerin
gestützt auf die
A
ngaben der ehemalig
en Arbeitgeberin
,
wonach
der Beschwerdeführer
im Jahr 2014 ein Stundenlohn von Fr. 27.05 er
zielt
hätte (vgl.
Urk.
17/238 S. 2).
Unter Berücksichtigung eines Jahresstundensolls von 2112 Stunden
(inklusiv Ferien)
und eines 13. Monatslohns legte sie das
Valideneinkommen
auf
Fr. 61‘888.
--
(
Fr.
27.05
x
2112
x 10
8
,
33
%
)
fest
, was mit
Blick auf den Auszug aus dem Individuellen Konto (
Urk.
17/239)
und
die Lohnangaben im
Kumu
l
ativjournal
(
Urk.
17/235 S. 3),
demgemäss
ein solches jährliches
Einkommen aufgrund
einer
monatlichen Hochrechnung der Einkommen vor dem
Unfall
ereignis
nicht annähernd erzielt wurde
, als grosszügig erscheint.
Eine weiter
gehende Aufrechnung des
Valideneinkommen
s
(vgl.
die
be
-schwer
deführeri
schen
Ausführungen
betreffend
eines unterdurchschnitt
-
lichen
Einkommens und
eine
Parallelisierung
der Einkommen
,
Urk.
21 Ziff. 10 a) rechtfertigt sich damit nicht.
Aber selbst ein Abzug von 5
%
unter diesem Titel würde am Er
gebnis nichts ändern, wie sich aus den nachfolgenden Erwägungen (E. 5.4) ergibt.
5.3
5.3
.1
Zur Bemessung des
Invalideneinkommen
s
geh
t aus den Akten hervor, dass der Beschwerdeführer
seit 1. Juli 2015
bei der
J._
eine Er
werbstätigkeit im Stundenlohn
von Fr. 22.72
aufgenommen hat
und im Au
gust 2015 ein Arbeitspensum von 76 Stunden ausübte
(
Urk.
4/9 und
Urk.
22/4
).
Da
gemäss medizinischer Beurteilung
in einer Verweistätigkeit
ein Arbeitspensum
von
100
%
zumutbar ist, muss
er sich
-
wie
im Verfahren der Invalidenversicherung
-
das
zumutbarerweise
erziel
bare Einkommen anrech
nen lassen, weshalb
auch
hierfür
die Tabellenlöhne heranzuziehen
sind (BGE 139 V 592 E. 2.3 und E. 1.5 hiervor).
5
.3
.2
Die Beschwerdegegnerin hat
die
Ermittlung des Invalideneinkommens
auf
grund der
bei Erlass des
Einspracheentscheid
geltenden, vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen
(LSE) 2012 herangezogen (
Urk.
2 S. 11) und damit
die akt
uellsten statistischen Daten berücksichtigt
(BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1).
Das
standardisierte monatliche Einkommen im Jahr 2012 im Zentralwert Tabelle TA1 für
Männer
mit einfa
chen Tätigkeiten körperlicher oder handwerklich
er Art (Kompetenzniveau 1)
beläuft sich auf
Fr. 5
‘
210
.--. Aufgerechnet auf ein Jahreseinkommen und unter Berücksichtigung einer durchschnittlichen wöchentlichen
Arbeitszeit im Jahr 201
4
von 41.
7 Stunden
(Betriebsübliche Arbeitszeit nach
Wirt
schafts
abteilungen
, herausgegeben
vom Bundesamt für Statistik, T.03.02.03.01.04.01)
res
ultiert ein Einkommen von Fr. 65‘177
.10 respektive nomina
llohnbereinigt auf das Jahr 201
4
(2188
[2012], 2220 [2014]
; Bundes
amt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne 1976-2015, Tabel
le T39)
ein solches von Fr.
66‘
130
.-- (Fr. 5‘210
.-- x 1
2 / 40 x 41.7 / 2188 x 2220
).
Die
unfallbedingten Restbeschwerden
an der linken
Hand
ermöglichen
nur noch Tätigkeiten, bei denen
die linke Hand als Hilfshand
ohne Belastung
ein
gesetzt werden kann (vgl. E. 5.1 hiervor
). Weitere Einschränkungen beste
hen nicht und aufgrund der Aktenlage ergeben sich hi
erfür auch keine An
haltspunkte.
In Anbetracht der ausgewiesenen Beschwerden kann jedenfalls von funktioneller
Einarmigkeit
nicht die Rede sein, so dass
d
em Beschwer
deführer
rechtsprechungsgemäss
ein breiter
Sektor
an Hilfsarbeitertätigkeiten offen
steht
—
unter
a
nderem auch Kontroll- und Überwachungstätigkeiten
—,
die keinen
besonderen
Kraftaufwand der linken
a
dominaten
Hand erfordern
(Urteil des Bundesgerichts 8C_100/2012 vom 29. März 2012 E. 3.4)
,
weshalb
die zumutbare
Restarbeitsfähigkeit
nicht auf
Tätigkeiten
im
Dienstleistungs
bereich
zu beschränken
und
unterdurchschnittlichen
Verwertungsmöglich
keiten
gegebenenfalls
im Rahmen eines zusätzlich behinderungsbedingten Abzuges
Rechnung zu tragen ist
(
vgl.
in diesem Zusammenhang
Urk.
21
S. 8)
.
5.3
.3
Betreffend
die Berücksichtigung eines zusätzlichen behinderungsbedingten Abzuges ist festzuhalten, dass unfallfremde Leiden im Verfahren der Unfall
versicherung nicht zu beachten und damit einzig die Restbeschwerden
an der linken Hand
massgebend sind. Ein klar gezeichneter Mindergebrauch der
lin
ken Hand
wurde in den
medizinischen Untersuchungen aufgrund fehlender Atrophien
und unauffällige
r
sowie
seitengleiche
r
Muskulatur
verneint (vgl.
Urk.
17/290 S. 4
), was zumindest nicht auf eine erhebliche
Gebrauchsunfä
higkeit
der
linken
Hand beziehungsweise
auf einen reduzierten Einsatz
im Alltag schliessen lässt. Dem Umstand der verminderten Belastbarkeit der
lin
ken
Hand
trug die Beschwerdegegnerin
sodann mit einem Abzug von 10
%
Rechnung
. Andere
Kriterien, die einen leidensbedingten Abzug rechtfertigen könnten (vgl. E. 1.
6
hiervor),
sind nicht ersichtlich
.
F
estzuhalten
ist sodann
, dass das Sozialversicherungsgericht sein Ermessen nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen darf und
diesfalls
Gegeben
heiten darlege
n muss, welche seine abweichende
Ermessensausübung als na
heliegender erscheinen lassen (BGE 126 V 75 E. 6 mit Hinweisen). Ein Ab
weichen ist grundsätzlich nur bei Unangemessenheit möglich (BGE 137 V 71 E. 5.1)
. Solche Gegebenheiten liegen nicht vor.
Der leidensbedingte
Abzug von 10
%
ist damit
nicht zu beanstanden
und d
as Invalideneinkommen
ent
sprechend auf
Fr. 59‘517.--
(Fr. 66‘130.-- x 0.9)
reduziert
.
5.4
Wird das
Valideneinkommen
von
61‘888.--
dem Invalideneinkommen von Fr.
59‘517
.-- gegenübergestellt, resultier
t eine Erwerbseinbusse von Fr.
2‘
371
.--
,
was einem Invaliditätsgrad von
3.8
%
entspricht. Damit
ver
bleibt es im Ergebnis beim rentenausschliessenden Invaliditätsgrad.
6
.
Bezüglich
einer
Integritätsentschädigung
kann
aufgrund der medizinischen Beurteilung
nicht
von
einem Verlust respektive
von
einer völligen
respektive erheblichen
Gebrauchsunfähigkeit der linken oberen Extremität im Sinne
der
SUVA-Tabelle 1 (Integritätsschaden bei Funktionsstörungen an den oberen Extremitäten) – entsprechend der beantr
agten Integritätseinbusse von 25
%
(
Urk.
21
S.
9
) –
ausgegangen werden,
verfügt
doch der Beschwerdeführer
über seine eigene Hand, welche
äusserlich
keine Auffälligkeiten zeigt
und deren Gebrauchsfähigkeit
aufgrund fehlender Muskelatroph
ie
zumindest für alltägliche Verrichtungen
uneingeschränkt
scheint.
E
in schm
erzhaftes Schnappphänomen sowie chronische
neurogene Schmerzen im
Versorgungs
gebiet
des
Ramus
superficialis
Nervus
radialis
links
begründen gemäss den in der Suva-Tabelle 1 genannten Funktionsstörungen keinen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
. Die
Beurteilung des Kreisarztes
Dr.
med.
K._
vom 3. September 2014 (
vgl.
Urk.
17/230)
mit dem Hinweis, dass
aufgrund feh
lender wesentlicher Funktionseinschränkungen kein Anspruch auf eine
In
tegritätsentschädigung
besteht,
ist damit
ebenfalls
nicht zu beanstanden.
7
.
Der angefoc
htene
Einspracheentscheid
vom 25
.
November
2014 (
Urk.
2) er
weist sich nach dem Gesagten in allen Teilen als rechtens. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
8.
Zu prüfen bleibt der Anspruch
auf
Gewährung der unentgeltliche
n
Rechtsve
r
tretung
(
vgl.
Urk.
2,
Urk.
4,
Urk.
10,
Urk.
21 S. 2
,
Urk.
23
und die Beilagen in
(
Urk.
22/1-24
).
8.1
Im Beschwerdeverfahren wird, wo es die Verhältnisse erfordern, der
gesuchstel
lenden
Person, ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt (Art. 61
lit
. f ATSG). Nach dem Willen des Gesetzgebers gelten hinsichtlich der kon
kreten Ausgestaltung die von der Rechtsprechung zur unentgeltlichen
Ver
beiständung
(vgl. etwa Art. 29
Abs.
3 der Bundesverfassung der Schweizeri
schen Eidgenossenschaft, BV, in der seit dem 1. Januar 2000 geltenden Fas
sung; zuvor Art. 4
altBV
, und
§
16 des Gesetzes über das
Sozialversiche
rungsgericht
,
GSVGer
) entwickelten allgemeinen Kriterien (
BBl
1999 V
S. 4595;
Kieser
, ATSG-Kommentar
3. Auflage, Zürich 2015
,
Rz
3
5 ff. zu
Art.
37). Demnach sind die Anforderungen für die Bewilligung der unent
geltlichen
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeiständung
notwendig oder doch
geboten ist (BGE 125 V 202 E. 4a und 372 E. 5b, je mit
Hinweisen;
Kieser
, a.a.O.,
Rz
37
zu
Art.
37).
8
.2
Als bedürftig ist eine Person anzusehen, wenn sie ohne Beeinträchtigung des für sie und ihre Familie nötigen Lebensunterhaltes nicht in der Lage ist, die Prozesskosten zu bestreiten (BGE 128 I 225 E. 2.5.1 S. 232). Massgebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse im Zeitpunkt der Entscheidung über das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (BGE 108 V 265 E. 4 S. 269; vgl.
Art.
64
Abs.
4 BGG). Bei der Beurteilung der Bedürftigkeit ist das Einkommen beider Ehegatten zu berücksichtigen (BGE 115
Ia
193 E. 3a S. 195; 108
Ia
9 E. 3 S. 10).
8
.3
Gemäss den
vom Beschwerdeführer gemachten Angaben (
Urk.
4
und
Urk.
23)
und den von i
hm eingereichten Belegen (
Urk.
4/1-6 und
Urk.
22/1
-
24)
über
steigen die Einnahmen jedoch die Ausgaben, wie sich
aus den
nachfolgenden
Ausführungen und der
Aufstellung
ergibt
.
Der Beschwerdeführer lebt mit seiner Ehefrau
und zwei Kinder
n
(
geboren
2010 und 2013)
im gleichen Haushalt
(vgl.
Urk.
23
Ziff.
1 bis
Ziff.
3)
.
Die Ehegattin erzielt ein monatliches Nettoeinkommen von
Fr.
3‘784.-- (
Urk.
22/6) und der Beschwerdeführer ein monatliches Nettoeinkommen von
Fr.
1‘580.
--;
die
Fahrspesenpauschale von
Fr.
30.-- täglich (
Urk.
4/9)
bleibt als Auslagenersatz unberücksichtigt
.
Diesen Einnahmen stehen folgende Ausgaben gegenüber:
Nettoeinkommen
:
Fr.
5‘364.--
Ausgaben:
Grundbetrag für Ehegatten
Fr.
1'700.--
Grundbetrag
zwei Kinder
Fr.
800
.
—
Wohnungs
netto
miete
Fr.
1'018
.--
(
Urk.
22/7)
Nebenkosten
Fr.
240.--
Krankenkasse
KVG
(
inkl.
Ehegatte
und. Kinder)
(a
bzüglich
Prämienverbilligung (
IPV, b
ei steuerbarem EK
bis
Fr.
24‘400
,
IPV
Fr.
1‘872.-- pro e
rw
achsener
Person und
Fr.
936.--pro Kind
)
Fr.
351
.--
(
Urk.
22/13
)
Unfallversicherung (Kinder)
Fr
.
12
.--
(
Urk.
22/13
)
Kinderbetreuungskosten
Fr.
80
.--
(
Urk.
22/14
)
Fahrtkosten (
Ehegattin
, nicht belegt)
Fr.
200.--
(
Urk.
3 S. 4)
To
tal Ausgaben
Fr.
4‘401.--
Unter Berücksichtigung des einem Ehepaar mit zwei Kindern nach der Praxis des hiesigen Gerichts über den betreibungsrechtlichen Notbedarf hinaus zur Bestreitung eines normalen, bescheidenen Unterhalts zuzubilligenden Üb
er
schusses von monatlich
Fr.
8
00.--
übersteigt das massgebende Einkommen
das erweiterte
Existenzminimum
immer noch um rund 160 Franken
.
Dem Beschwerdeführer ist es zumutbar, mit diesem Überschuss innert einer ange
messenen Frist das zu erwartende Honorar des Rechtsvertreter, dessen Zeit
aufwand in Anbetracht der konzisen Eingaben ans Gericht, den Bemühungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung so
wie mit Blick auf die Schwierigkeit des Falles jedenfalls im Rahmen bleiben wird, zu begleichen. Demgemäss kann
im massgebenden
Zeitpunkt nicht
von einer
prozessualen Bedürftig
keit aus
gegangen werden.
Bei diesem Ausgan
g erübrigt sich
auch
die Beurteilung
, ob namentlich
Fahrkosten
der Ehegattin
bei genauer Prüfung vollumfänglich anzurechnen wären
.
Zusammenfassend ist der Beschwerdeführer nicht als prozessual bedürftig zu betrachten. Dies führt zur Abweisung seines Gesuches um unentgeltliche
Rechtsvertretung.