# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8ebfe160-13ec-479b-8b1e-0ae1087491e5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1968,
war vom
3
0.
September 1996
bis zum 31.
August 1999
als Account
Director
und Leiterin der
Direct
Marketing Units
bei der
Y._
AG
angestellt
(
Urk.
7/5
). Am 13. September 2000 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte unter Hinweis auf eine am 28. Oktober 1998 erlittene Halswirbelsäulen- (HWS-)Distorsion bei der Sozialver
s
icherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug
an (
Urk.
7/4
)
.
Mit Verfügungen vom
3. September 2001
sprach die IV-Stelle der Versicherten
mit Wirkung
ab
dem
1. Oktober 1999 bei einem ermittelten Invaliditätsgrad von 74
%
eine ganze Rente
zu (Urk. 7/22
). Im Rahmen zweier Revisionsverfahren wurde der Anspruch auf eine ganze Rente mit Mitteilu
ngen vom 2
0.
Mai 2003 (
Urk.
7/29
)
und vom
2.
März 2009 (
Urk.
7/46
) bestätigt.
1.2
Anlässlich eines weiteren, im Februar 2012 eingeleiteten Revisionsverfahrens ordnete die IV-Stelle im Januar 2013 eine Begutachtung beim Begut
achtungsinstitut
Z._
an (
Urk.
7/61-62
). Nachdem die Versicherte dage
gen Einwendungen erhoben und Zusatzfragen un
terbreitet hatte (
Urk.
7/73 und
Urk.
7/75
), erliess die IV-Stelle am 16. Juli 2013 eine Zwischenverfügung, worin sie an der Gutachterstelle
Z._
, den bereits bestimmten Gutachtern und ihren un
veränderten Gutac
hterfra
gen festhielt (Urk. 7/81
). Die dagegen von der Versi
cher
ten am 1
6.
September 201
3 erhobene Beschwerde (
Urk.
7/83
) wies das Sozial
versicherungsgericht mit Urteil IV.2013.00825
vom 1
6.
Dezember 2013 (
Urk.
7/85
)
ab. Das Bundesge
richt trat auf die dagegen am 1
4.
Februar 2014 erhobene Beschwerde (
Urk.
7/86
) mit Urteil 9C_142/2
014 vom 1
3.
März 2014 (
Urk.
7/87
) nicht ein.
Mit Eingaben vom 15. und 20. Oktober 2014 machte die Versicherte erneut Ein
wände gegen die Gutachterstelle
Z._
und die beteiligten G
utachter geltend (
Urk.
7/110-111
).
Mit Schreiben vom
25. Februar 2015
wies die
IV-Stelle die Versicherte
auf
die
Mitwirkungspflicht gemäss
Art.
43
Abs.
3
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
hin un
d stellte ihr in Aus
sicht, dass die Nichtteilnahme an der Begutachtung zur Einstellung oder Kür
zung der laufenden Rentenlei
stungen führen könne (Urk. 7/114
). Glei
chen
tags teilte die IV-Stelle mit, dass bereits ein rechtskräftiges Urteil zur Begut
achtung durch das
Z._
vorliege, weshalb sie keine weitere Zwischenverf
ügung erlassen werde (Urk. 7/116
). Am 1
3.
April 2015 erhob die Ve
rsicherte Beschwerde
(
Urk.
7/126
) gegen die Mitteilung der IV-Stelle
vom 25. Februar 2015 (
Urk.
7/116
). Mit Vorbescheid vom
6.
Mai 2015 stellte
die IV-Stelle die Aufhebung der Rente in Aussic
ht (
Urk.
7/123
). Mit Beschluss IV.2015.004
05 vom 1
0.
Juni
2015 (
Urk.
7/139
) trat das Sozialversicherungsgericht auf die Beschwerde der Versi
cherte
n vom 1
3.
April 2015 (
Urk.
7/126
) nicht ein. Auf die dagegen von der Versicherten am 2
6.
Juni 2015 erhobene Be
schwerde (
Urk.
7/143
) trat das Bun
des
gericht mit Urteil 9C_465/2015
vom 2
7.
August 2015 (
Urk.
7/161
) nicht ein. Am
1.
Juni 2016 erstattete das
Z._
das von der IV-Stelle in Auftrag gegebene poly
di
sziplinäre Gutachten (
Urk.
7/190
). Nach durchgeführtem
Vorbescheidver
fahren
(Vorbescheid vom 1
6.
August 2016 [der den Vorbescheid vom
6.
Mai 2015 ersetzte],
Urk.
7/192
, und Einwand vo
m 1
9.
September 2016,
Urk.
7/195
) hob die IV-Stelle die Rente der Versicherten
gestützt auf die Schlussbestimmungen der
Änderung des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) vom 18. März
2011
mit Verfü
gung vom
1.
Februa
r 2017 (Urk.
7/200
) mit Wirkung per 3
1.
März 2017 auf.
Gegen diese Verfügung
erhob die Versicherte
beim Sozialversiche
rungsgericht
am
7.
März 2017 Beschwerde (
Urk.
7/204)
, die mit Urteil heutigen
Datums abgewiesen wurde
.
1.3
Am 1
2.
Mai 2017
erteilte die IV-Stelle der Versicherten Kostengutsprache für Beratung und Begleitung
vom
1.
April bis
zum
3
1.
Juli 2017 (
Urk.
7/214
). Mit Verfügung vom 1
2.
Mai 2017 hielt
sie
fest, dass die Versicherte ab dem
1.
April 2017 während der Dauer der Wiedereingliederungsmassnahmen, längstens aber während zwei Jahren, Anspruch auf
Weiterausrichtung der
bisherige
n
ganze
n
Rente habe (
Urk.
7/215).
Am
7.
August 2017
gewährte
die IV-Stelle Kosten
gut
sprache für die Verlängerung von
Beratung und Begleitung vom 1.
August bis zum
2.
Oktober 2017 (
Urk.
7/221).
Am
5.
Oktober 2017 erteilt
e sie
der Versi
cherten Kostengutsprache für ein Aufbautraining bei
der
Arbeitsinte
gration A._
, vom
2.
Oktober
bis zum 2
9.
Dezember 2017 (Urk.
7/228). Am
1
4.
Dezem
ber 2017 erstattete
die
Arbeitsintegration
A._
einen Zwischen
be
richt
(
Urk.
7/230). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Vorbescheid vom 2
2.
Dezember 2017,
Urk.
7/232, und Einwand vom
1.
Februar 2018,
Urk.
7/239)
hielt die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
4.
Februar 2018
(Urk.
2)
fest, dass die Wiedereingliederungsmassnahmen per 2
9.
Dezember 2017
abgebrochen
würden. Die Weiterausrichtung der gan
zen Rente werde per 31.
Dez
ember 2017 einge
stellt.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
9.
März 2018 Beschwerde mit folgenden Anträgen (
Urk.
1 S. 2):
1.
Die Verfügung sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten,
der Beschwerdeführerin weiterhin Massnahmen zur Wiedereingliederung gemäss
Schlussbestimmung 6a zu gewähren, ab 2
9.
Dezember 2017.
2.
Es sei
der
Beschwerdeführerin
ab 3
1.
Januar
2017
die IV-Rente weiter auszurichten.
3.
Eventualiter sei ein Gutachten einzuhol
en zur Frage, ob die Beschwerdeführerin
aus
gesundheitlichen Gründen ein Aufbautraining durchführen kann (medizinisch +
«
berufsberaterisch
»).
4.
Es sei im Sinne einer vorsorglichen Massnahme dieser Beschwerde die
auf
schie
bende Wirkung zuzugestehen und bis zum Urteil sowohl
Wiedereingliederungsmassnahmen zuzugestehen als auch die Rente weiter
auszurichten.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom
8.
Mai 2018 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin am 1
5.
Mai 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
lit
. a Abs. 1 der Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011
des IVG (6. IV-Revision, erstes
Massnahmenpaket
; nachfolgend:
SchlB
IVG) wer
den
Renten, die
bei
pathogenetisch
-ätiologisch unklaren
syndromalen
Beschwer
debildern ohne nachweisbare organische Grundlage zugesprochen wurden, inner
halb von drei Jahren nach Inkrafttreten dieser Änderung überprü
ft. Sind die Voraussetzungen nach
Art.
7 ATSG nicht erfüllt, so wird die Rente herabgesetzt
o
der aufgehoben, auch wenn
die Voraussetzungen von
Art.
17 Abs.
1 ATSG nicht erfüllt sind.
Wird die
Rente
herabgesetzt oder aufgehoben,
so hat die Bezügerin oder der Bezüger Anspruch auf
Massnahmen
zur Wi
edereingliederung nach
Art.
8
a
IVG (
lit
. a
Abs.
2
SchlB
IVG).
Werden
Massnahmen
zur Wiedereingliederung nach
Art.
8
a
durchgeführt, so wird
die Rente bis zum Abschluss der
Massnahmen
weiter ausgerichtet, längstens aber während zwei Jahren ab dem Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung (
lit
. a
Abs.
3
SchlB
IVG).
1.2
Gemäss
Art. 8
a
Abs. 1 IVG haben Rentenbezügerinnen und Rentenbezüger An
spruch auf
Massnahmen
zur Wiedereingliederung, sofern die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich verbessert werden kann (
lit
. a) und die
Massnahmen
geeignet sind, die Erwerbsfä
higkeit zu verbessern (
lit
. b).
Nach
Art.
8
a
Abs. 2
IVG
sind
Massnahmen
zur Wiedereingliederung unter anderem
Integrationsmassnahmen
zur Vorbereitung auf die berufliche Einglie
derung nach Art. 14
a
Abs. 2 (
lit
. a).
1.3
Versicherte, die seit mindestens sechs Monaten zu mindestens 50 % arbeits
unfähig
sind, haben Anspruch auf Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliederung (Integrationsmassnahmen), sofern dadurch die Vor
aussetzungen für die Durchführung von Massnahmen beruflicher Art geschaffen werden können (Art. 14
a
Abs. 1 IVG).
Als Integrationsmassnahmen gelten gemäss
Art.
14
a
Abs. 2
IVG
gezielte, auf die berufliche Eingliederung gerichtete Massnahmen zur sozial
-
beruflichen Reh
abi
li
tation (
lit
. a) und Beschäftigungsmassnahmen (
lit
. b)
.
1.4
Massnahmen
der sozial
-
beruflichen Rehabilitation umfassen Belastbarkeit
s
trai
nings, Aufbautrainings und
WISA (wirtschaftsnahe Integration mit Support am Arbeitsplatz).
Dauer und Inhalt dieser
Massnahmen
sind in einem individuellen Eingliederungsplan/in einer Zielvereinbarung festzulegen (Kreisschreiben
des Bundesamtes für Sozialversicherungen
über die
Integrationsmassnahmen
[KSIM]
,
Rz
. 1010
).
Anforderung bei einem Aufbautraining ist
, das
s die versicherte Person
die Min
destpräsenz von vier Stunden täglich an vier Tagen pro Woche auf eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (eines vollen Pensums) steigern kann (
KSIM,
Rz
.
1010.2
).
Anforderung bei einem Belastbarkeitstraining ist
, dass die versicherte Per
s
on die
Mindestpräsenz von zwei Stunden täglich auf vier Stunden täglich an vier Tagen pro Woche steigern kann
, ohne dass Anforderungen an die produktive Leis
tungs
fähigkeit gestellt werden (KSIM,
Rz
. 1010.1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass es in der Zeit des Aufbautrainings
bei vier Stunden Präsenzzeit pro Tag in be
schützender Umgebung
insgesamt zu 21 Abwesenheitstagen
gekommen sei.
Zu ca.
20
%
sei die Beschwerdeführerin
verspätet
erschienen
oder
habe einzelne Pro
grammteile verlassen
. Info
lge dieser Abwesenheiten hätten
wichtige Inhalte nicht bearbeitet werden
können (zum Beispiel
Berufsfindung, Aufbau Bewer
bungs
kompetenzen etc.
). Im Telefongespräch vom 2
0.
Dezember
2017
habe die Be
s
chwerdeführerin mitgeteilt, dass d
ie Physiotherapie
und die Medikation auf
gru
nd ihrer subje
ktiv
empfundenen Schmerzen laufend angepasst
würden
.
Ein
en
Aus
tausch zwischen
der Arbeitsintegration A._
und dem Helfersystem
habe
sie
abgelehnt.
Die A._
habe
im Nachtrag zum Zwischenb
erich
t am 1
9.
Dezember
2017 mit
geteilt
, dass die minim
ale Eingliederungsfähigkeit
in absehbarer Zeit nicht erreicht werden könne. Sobald die gesundheitliche Situa
tion stabil sei, könne das Aufbautraining zielführend
fo
rtgesetzt werden (
Urk.
2)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend,
dass
kein Grund ersicht
lich sei, weshalb die erst seit drei Monaten gewährte
Integrationsmassnahme
Aufbautraining
so abrupt abgebrochen werde.
Das Vorgehen der Beschwerde
gegnerin sei treuwidrig, widersprüchlich und unverhältnismässig.
Der Ansatz, es müsse so rasch als möglich
eine 50%ige Arbeitsfähig
keit bei einer Präsenzzeit von sechs
Stunden
pro Tag erreicht werde
n
, sei nicht mit den gesetzlichen Vor
gaben von
Art.
8
a
IVG zu vereinbaren
. Die Integrationsmassnahme
sei grund
sätz
lich auf gutem Weg gewesen, insbesondere, was die Motivation der Be
schwer
deführerin anbelange.
Sollte die stattgehabte Integrationsmassnahme tat
säch
lich nicht auf
ihre Bedürfnisse
angepasst sein
, was bestritten werde,
müsse geprüft werden, o
b es eine andere Möglichkeit zur
Wiedereinglie
derung gebe, beispielsweise
ein Arbeiten in einem ruhigeren Umfeld unter Einbezug von
Home Of
fice
-Tätigkeiten (
Urk.
1 S. 7 ff.)
.
3.
3.1
In der
V
ereinbarung für ein Aufbautraining vom 1
7.
Oktobe
r 2017 wurde als Ziel der Aufbau der Arbeitsstruktur, eine stabi
le Arbeitsfähigkeit von 50
%
,
der Auf
bau der Bewerbungskompetenzen
und der Start eines Arbeitstrainings ab dem
3.
Januar 2018
genannt. Betreffend Mindestanforderungen an die Präsenz wurde festgehalten, dass
nach drei Monaten sechs Stunden pro Tag erreicht werden sollten, ohne dass
unbegründete Fehlzeiten vorliegen würden
(
Urk.
7/229).
3.2
Die
Eingliederungsfachleute
der
Arbeitsintegration A._
hielten im Zwi
schenbericht vom 1
4.
Dezember 2017 fest,
dass die Beschwerdeführerin
momen
tan bei vier Präsenzstunden pro Tag
sei
. Zu ca. 20
%
erscheine sie etwas verspätet oder verlasse einzelne Programmte
ile etwas früher, da
die Schmerzen
es ihr
nicht ermöglichen würden, von Anfang an bzw. bis zum Schluss anwesend zu sein. Im ersten Monat sei sie sechs, im zweiten Monat acht und im dritten Monat zwei Tage
entschuldigt
krank gewesen.
Die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin betrage ca. 30
%
.
Die Entwicklung des
Aufbautraining
s
sei weniger rasch voran
geschritten, als ursprünglich
erwartet. Aus diesem
Grund sei mit der Eingliede
rungsfachperson der Beschwerdegegnerin vereinbart worden, dass ein externes Arb
eitstraining erst im Februar oder
März 2018 in Angriff genommen werde.
Die
verzögerte Entwicklung habe sich auch in den Coachi
ng-Gesprächen gezeigt. So sei es
in den ersten drei Monaten noch nicht möglich gewesen, sich mit beruf
lichen Perspektiven und möglichen Berufswünschen auseinanderzusetzen bzw. Bewerbungskompetenzen aufzubauen.
Damit
die Beschwerdeführerin
die Anfor
de
rungen des Aufbautrainings habe erfüllen können, sei der Gesprächs
schwer
punkt unter anderem auf den Umgang mit ihrer gesundheitlichen Situ
ation gelegt worden.
Obwohl
ihr
in verschiedenen Belangen entgegengekommen worden sei (Stehpult, zusätzliche Pausen, Reduktion der
Präsenzstunden
),
habe sie sich immer wieder über den vorhandenen Druck beklagt, mit dem sie konfrontiert sei.
Die
Beschwerdeführerin
werde
aber
als eine seriöse und kooperative Teilnehmerin
wahrgenommen, welche trotz gesundheitlicher Herausforderungen (Konzentra
ti
on, Schmerzen, Depressionen) sehr gewillt sei, ihre Entwicklung voranzutreiben. Sie habe sich zusätzlich
e
Fertigkeiten im administrativen Bereich angeeignet und ihre Selbständigkeit gesteigert. Zudem sei es im dritten Monat zu weniger Ab
senzen gekommen, was darauf hindeute, dass ihr
e
Präsenz stabiler
und sie belast
barer geworden sei. Die Beschwerdeführer
in
werde weiter begleitet und in einem nächsten Schritt werde die tägliche Präsenz auf fünf Stunden erhöht. Zudem werde eruiert, welche beruflichen Perspektiven und Felder für sie geeignet er
schei
nen würden und ihre Bewerbungskompetenzen
würden
gestärkt. Es scheine aus heutiger Sicht jedoch nicht
realistisch, dass sie
bis Februar 2018 stabil genug sei, um ein externes Arbeitstraining in Angriff zu nehmen.
Ebenfalls bleibe offen, ob innerhalb des A
ufbautrainings
eine weitere Steigerung des Pensums auf sechs Stunden möglich sei (
Urk.
7/230).
3.3
Im E-Mail
vom 19. Dezember 2017 an die
Beschwerdegegnerin
erklärte
die zuständige
Eingliederungsfachperson
von
der
A._
, dass die Beschwerdeführerin vom 1
4.
bis zum 2
0.
Dezember 2017 infolge Krankheit nicht
am Aufbautraining
habe teilnehmen können. Somit ergebe sich für den dritten Monat ein Total von sieben Krankheitstagen. Aufgrund dieses Ausfalls müsse die ursprüngliche A
ussage im Zwischenbericht
,
dass
Stabilität und Präsenzfähigkeit
der Beschwerdeführerin hätten gesteigert werden können,
widerrufen werden.
Basierend auf dieser Entwicklung könne nicht davon ausgegangen werden, dass in absehbarer Zeit eine minimale Eingliederungsfähigkeit erreicht werden kön
ne. Dies auch deshalb, weil
die
Leistungsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
in der Administration momentan bei 30
%
bis 50
%
liege. Sobald
sie
ihre gesund
heit
liche Situation stabilisieren/verbessern könne, sollte ein Aufbautraining wieder zielführend durchgeführt werden können (
Urk.
7/231).
4.
4.1
D
ie
Eingliederungsfachperson
von
der
Arbeitsintegration A._
hat
das
am 2.
Oktober 2017 begonnene
A
rbeitstraining
am 1
9.
Dezember 2017
nach Ablauf von etwas mehr als zweieinhalb Monaten
- mithin
57
Werktagen
- als nicht realisierbar eingestuft. In dieser Zeitspanne verzei
chnete die Beschwerdeführerin 20
krankhe
itsbedingte
Absenztage
(
Urk.
7/230/2 und
Urk.
7/231
).
4.2
Wie aus dem Zwischenbericht
von
der
Arbeitsintegration A._
vom 14.
Dezem
ber 2017 hervorgeht,
war es
aufgrund der
zum damaligen Zeitpunkt 16
ganz
tä
gigen
(entschuldigten)
Absenzen
der Beschwerdeführerin sowie ihres
ca. 20%igen
zu spät Erscheinens respektive früher Verlassens
von Programmteilen
wegen Schmerzen
nicht möglich, sich mit beruflichen Perspektiven und Berufswünschen auseinanderzusetzen bzw. Bewerbungskompetenzen aufzubauen. Im Weiteren
fielen auch
c
a. 50
%
der geplanten Coaching-G
espräche aus. Die Leistungs
fähigkeit der Beschwerdeführerin betrug
gemäss
den Eingliederungsfachleuten von
der
Arbeitsintegration
A._
lediglich 30
%
(
Urk.
7/230/2-5
).
Dass
die zu
ständ
ige Eingliederungsfachperson der Arbeitsintegration
A._
vor diesem Hintergrund
und
nach vier
weiteren ganztägigen Abwesenheiten
vom 1
4.
bis zum 1
9.
Dezember 2017
im E-Mail vom 1
9.
Dezember 2017
zum Schluss kam,
dass in absehbarer Zeit
k
eine minimale Eingliederungsfähigkeit erreicht werden
könne, leuchtet ein.
Nachvollziehbar ist
sodann
insbesondere
auch, dass die Eingliederungsfachperson
die
aufgrund der
festgestellten guten Motivation der Beschwerdeführerin
noch verhalten optimistische Prognose im Zwischenbericht vom 1
4.
Dezember 2017
(
Urk.
7/230/4-5
)
revidieren musste,
als
es im dritten Monat
– anders als
erhofft
–
doch
nicht zu einem Rückgang der A
bsenzen kam.
Dass
die Beschwerdeg
egnerin dieser Einschätzung der Arbeitsinte
gration
A._
gefolgt ist
, ist nicht zu beanstanden
.
Mit Blick auf die Vorgaben an ein Aufbautraining in KSIM
Rz
. 1010
.2
wurden an die Beschwerdeführerin keine übermässigen Anforderungen gestellt
(vgl. E. 1.4).
Ein Verstoss gegen den von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Grundsat
z von Treu und Glauben
ist
zu verneinen (
Urk.
1 S. 6 f.
).
4.3
Da die Beschwerdeführerin gemäss Zwischenbericht
der
Arbeitsinte
gration
A._
vom
1
4.
Dezember 2017
sehr gewillt war
, ihre Entwicklung voran
zu
treiben
– und unter diesen Umständen
von einer vorhandenen subjektiven Eingliederungsfähigkeit auszugehen ist -
, sie a
ber
offenbar
Mühe bekundete, das vierstündige Pensum pro Tag
einzuhalten und ihre Leistungsfähigkeit
lediglich
im Berei
ch von 30
%
bis 50
%
lag (
Urk.
7/230 und
Urk.
7/231
), stellt sich jedoch die Frage, ob
nach Abbruch des Aufbautrainings
insbesondere die
(geringeren)
Voraussetzungen
für
ein
Belastbarkeit
straining (vgl. E. 1.4)
oder auch für all
fällige weitere Wiedereingliederungsmassnahmen erfüllt waren.
Dies wurde von der Beschwer
degegnerin indes nicht geprüft.
5.
5.1
In Aufhebung der angefochtenen Verfügung ist die Sache demnach an die Be
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit
s
ie abklärt
, ob die Voraussetzungen für ein Belastbarkeitstraining
,
infolge eines möglicherweise zwischenzeitlich stabili
sierten Gesundheitszustands für ein neuerliches Aufbautraining oder
für allfällige
weitere
Wiedereingliederungsmassnahmen
erfüllt sind.
Dazu muss nicht zwingend
ein medizinisches Gutachten eingeholt werden. Danach hat die Beschwerde
geg
nerin
über den Anspr
uch der Beschwerdeführerin auf
Wiedere
inglie
derungs
mass
nahmen
neu zu entscheiden.
Da die Beschwerdegegnerin die Vornahme dieser
Abklärung
en
nach Abbruch des Aufbaut
rainings per 2
9.
Dezember 2017
unter
lassen hat, hat die Beschwerdeführerin
gestützt auf
lit
. a
Abs.
3
SchlB
IVG
ab
dem
1.
Januar 2018 einstwei
len
weiterhin Anspruch
auf die bisherige ganze Rente,
längstens bis zum 3
1.
März 2019.
In diesem Sinne ist die Beschwerde
gutzuheissen
.
5.2
Mit dem Entscheid in der Sache selbst wird das Gesuch der Beschwerdeführerin
um Anordnung einer vorsorglichen
Massnahme
(Gewährung der aufschiebenden
Wirkung der Beschwerde, Zugestehen von
Wiedereingliederungsmassnahmen
und
Weiterausrichtung der Rente
;
Urk.
1 S. 2
) gegenstandslos.
6
.
6
.1
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 600
.-- festzusetzen und
ausgangsgemäss
von
der Beschwerdegegnerin
zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
6
.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver
wal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Diese ist gestützt auf Art. 61
lit
. g
ATSG
in Ver
bindung mit § 34 Abs. 1 und 3
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
zu bemessen und
auf
Fr.
1‘900.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) fest
zusetzen.