# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8abaec0d-15fe-45e6-8477-3b3a58ec4a87
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1971 geborene
X._
war seit Januar 2011 bei der
Y._
als
Bahnstewardess
in einem Teilzeitpensum von 25.2 Stunden pro Woche angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert (Urk. 8/1
; vgl. auch Urk. 8/30
)
.
Am 21. September 2016 übertrat die Versicherte bei der Arbeit ihren
linken
Fuss (Urk. 8/1), weshalb ihre Ärztin
ihr
am 22. September 2016 für acht Tage unfallbedingt eine Arbeitsunfähigkeit beschei
nigte (Urk. 8/2).
Die Suva erbrachte
daraufhin
die gesetzlichen
Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen
(Urk. 8/3) und holte Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 8/6, 8/10). Am 15. November 2016 meldete die Arbeitgeberin der Suv
a, die Versicherte habe vom
7.
b
is 9. November 2016 die Arbeit
wieder aufgenommen
,
habe
diese jedoch am 10. November 2016 wieder aussetzen
müssen.
D
ie Ver
sicherte
begab sich
daraufhin erneut
in ärztliche Behandlung
und war bis am 28. November 2016 100 % arbeitsunfähig
(Urk. 8/11
-13; vgl. Urk. 8/15
).
Nach Aktualisierung der Aktenlage (Urk. 8/
18, 8/20) erachtete die Suva eine kreis
ärztliche Untersuchung
als angezeigt (Urk. 8/23, 8/27), welche am 12. Deze
mber 2016 durch Dr. med. Z._
, Fachärztin Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparate
s, durchgeführt wurde (Bericht k
reis
ärztliche Untersuchung, Urk. 8/34).
Am 21. Dezember 2016 kündigte die Suva der Versicherten die Einstel
lung der Heilbehandlungs- und Taggeld
leistungen per 28. Februar 2017 an (Urk. 8/36).
1.2
Am 7. Dezember 2017
ersuchte
die Versicherte
die
Suva um Neubeurteilung ihres Falles, da sie nach wie vor an Unfallfolgen leide (Urk. 8/43).
Die Suva führte weitere medizinische Abklärungen (Urk. 8/53, 8/55, 8/60,
8/64
, 8/78-85, 8/88
)
und
ein G
espräch
mit der Versicherten
durch (Urk. 8/58)
. Am 3
. Juli 2018 erstat
tete
die
Versicherungsmedizinerin
Dr. med. A._
, Fachärztin Chirur
gie, eine abschliessende Beurteilung (Urk. 8/90). Mit Verfügung vom 8. August 2018
verneinte die Suva einen weiteren Leistungsanspruch, da aufgrund der kreisärzt
lichen Beurteilung die bestehenden Beschwerden nicht mehr unfallbedingt seien (Urk. 8/95). Die dagegen am 3. September 2018 erhobene Einsprache (Urk. 8/101)
wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 19. Oktober 2018 ab (Urk. 8/107 [=
Urk. 2]).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am 14. November 2018 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss die Aufhebung des
Einspracheentscheids
und die
Weiter
ausrichtung
der gesetzlichen Leistungen. Mit Beschwerdeantwort vom 18. Januar 2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7).
Am
23. Januar 2019 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet und der Be
schwerdeführerin Frist zur Einreichung einer Replik angesetzt (Urk. 10)
. Mit Repli
k vom
19. Februar 2019 (Urk. 12)
hielt die Beschwerdeführerin sinngemäss an ihren Anträgen gemäss Beschwerdeschrift fest
.
Die Beschwerdegegnerin erstattete am 21. März 2019 ihre Duplik (Urk. 16), wobei sie
ebenfalls
an ihrem Antrag festhielt. Die Beschwerdeführerin wurde mit Verfügung vom 22. März 2019 darüber in Kenntnis gesetzt (Urk. 17).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich
,
im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
4.
Zu ergänzen ist, dass die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, das Begehren der Beschwerdeführerin um
Ausrichtung
von Leistungen der Invalidenversicherung
mit Verfügung vom
29. Oktober 2019 a
bgewiesen hat. Die von der Beschwerdeführerin dagegen beim Sozialversicherungsgericht erhobene Beschwerde ist Gegenstand des Prozesses Nr. IV.2019.00810 und wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben,
und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
bro
chen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Über
gangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
21. September 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG]
), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.3
1.3.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalz
u
sammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.3.3
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
UV170530
Beweiswert von versicherungsinternen ärztlichen Einschätzungen
08.2018
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
inter
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid damit, dass
nach Übernahme der Kosten für die Heilbehandlung und der
Auszahlung der
Taggelder
die weitere
n
Abklärungen eine Kausalität zwischen dem Unfall vom 21. September 2016 und den anhaltenden
Beschwerden nicht mehr auf
ge
zeigt hätten
, weshalb der Fall per 28. Februar 2017 abgeschlossen worden sei (Urk. 2 S. 4-5). Die schlüssigen und nachvollziehbaren Beurteilungen der Kreisärztinnen hätten gezeigt, dass keine strukturellen Läsionen durch den Unfall entstanden seien. Unfallfolgen würden daher im Beschwerdebild der Versicherten keine Rolle mehr spielen. Des Weiteren
habe auch
der behandelnde Arzt
Dr.
B._
be
stätigt, dass die
ligamentä
ren
Strukturen ausgeheilt
und
die
Plantarfasziitis
wie auch
der Fersensporn als Krankheitsfall zu werten
seien
. Die übrigen Berichte könnten daran keine Zweifel begründen. Es sei daher davon auszugehen, dass der Status
quo
sine erreicht worden sei und
mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit
keine
unfallbedingte
n
Beschwerden mehr vorliegen
würden
(Urk. 2 S. 6-7
)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber geltend, sie habe ärztlich bestä
tigte Diagnosen, welche auf
den Unfall zurückzuführen seien.
Der Fersensporn sei seit mehr als einem Jahr nicht mehr als Diagnose aufgeführt
worden
und zudem habe sie keine Vorerkrankungen
,
auf welche die Beschwerden zurück
zu
führen seien.
Die
Suva
habe
nicht die nötigen Abklärungen vorgenommen.
Die Beschwerden wie auch die Arbeitsunfähigkeit würden in einem Zusammenhang
zum
Unfall
vom 21. September
2016 stehen.
Ein vom Unfall unabhängiges Kra
nk
heitsbild
liege
ebenfalls nicht vor.
Aufgrund der unfallkausalen
Restbeschwerden am linken Fuss
sei sie weiterhin in
ärztlicher
Behandlung und daher über den 28. Februar 2017 hinaus auf Heilbehandlungen angewiesen. Sie sei zudem noch nicht arbeitsfähig (Urk. 1
, Urk. 12
).
3.
3.1
N
ach Art. 49
Abs.
1 ATSG hat der Versicherungsträger über Leistungen, Forde
rungen und Anordnungen, die erheblich sind oder mit denen die betroffene Per
son nicht einverstanden ist, schriftliche Verfügungen zu erlassen. Für ein form
loses Verfahren nach Art. 51 Abs. 1 ATSG kommen insbesondere Entschei
dung
en, welche nicht erheblich sind oder solche, mit welchen die betroffene Person einverstanden ist, in Frage (vgl. Ueli
Kieser
, ATSG-Kommentar, 3. Aufla
ge, 2015, Art. 51 N 4).
Diesfall
s
räumt Art. 51 Abs. 2 ATSG der betroffenen Person die Möglichkeit ein, den Erlass einer Verfügung zu verlangen (BGE 134 V 145 E. 2.3). Weist eine Verfügung einen Mangel auf, darf der ver
s
icherten Person aus einer mangelhaften Eröffnung kein Nachteil entstehen.
Art. 51 ATSG bezieht sich nur auf das zulässige formlose Verfahren. Nach der Rechtsprechung ist Art. 51 Abs. 2 ATSG indes analog auch auf den Fall anzuwenden, dass der Versicherer im formlosen Verfahren nach Art. 51 ATSG einen Entscheid gefällt hat, welcher laut Art. 49 Abs. 1 ATSG in Verfügungsform hätte ergehen müssen, sodass die versicherte Person auch in diesem Fall einen Entscheid in Form einer Verfügung verlangen kann (BGE 134 V 145 E. 5.1). Bei der Beantwortung
der Frage, innert welcher Frist das Begehren um Erlass einer formellen Verfügung gestellt werden muss
,
w
enn der Entscheid zu Unrecht im formlosen Verfahren ergangen ist, hat der Versicherte nach der Rechtsprechung eine Frist von einem Jahr, um an den Versicherungsträger zu gelangen (
BGE 134 V 145 E. 5
.2
und E. 5.3
).
3.
2
Vorab ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 21. Deze
m
ber
2016 den Fallabschluss vorgenommen hatte (Urk. 8/36). Das Schrei
ben wurde nicht als Verfügung bezeichnet und enthielt auch keine Rechts
mittelbelehrung. Es ist daher von einem formlosen Fallabschluss auszugehen (vgl. BGE 134 V 145 E. 3.2).
Die Beschwerdeführerin machte mit Schreiben vom 7. Dezember 2017, mithin vor Ablauf eines Jahres nach dem formlosen Fallabschluss, geltend, sie sei weiterhin in ärztlicher Behandlung und 100 % arbeitsunfähig. Sie beantragte die Neubeur
teilung ihres Falles aufgrund anhaltender unfallbedingter Leiden (Urk. 8/43). Der Entscheid der Beschwerdegegnerin, den Fall abzuschliessen
und die Leistungen einzustellen
, war
daher
noch nicht in
Rechtskraft
erwachsen
(
BGE 134 V 145 E. 5, Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 2).
Die Be
schwerdegegnerin hat
mithin
zu Recht eine
einsprachefähige
Verfügung erlassen
, bevor ein
Einspracheentscheid
ergehen konnte
.
Die Bestimmungen zu Rückfällen und Spätfolgen (Art. 11 UVV und Art. 21 UVG) kommen vorliegend nicht zum Tragen.
Weiteres ist diesbezüglich vorliegend auch nicht strittig. Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin ist daher nicht zu beanstanden.
4.
4.1
Nach dem Unfall
ereignis
vom 21. September 2016 suchte die Beschwerdeführerin am 22. September 2016 die
C._
auf, woraufhin ihr
unfall
bedingt für acht Tage
ein Zeugnis für
eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit ausgestellt wurde (Urk. 8/2). Das Arbeitsunfähigkeitszeugnis wurde am 28.
September 2016 um weitere acht Tage verlängert (Urk. 8/4).
4.2
Am
29. September 2016 fand die erste fachärztliche Untersuc
hung durch Dr. med.
B._
, Facharzt Orthopädische Chirurgie
, statt.
Der Arzt
diagnos
tizierte eine Ruptur Ligamentum
talofibulare
anterius
links sowie eine
Plan
tar
fasziitis
beidseits. Im Bereich des
anter
o
lateralen
oberen Sprunggelenk
s
(OSG) bestehe eine leichte Schwellung und das Gangbild sei leicht hinkend. Die Be
schwerdeführerin verspüre deutliche Druckschmerzen im Bereich des Ligamen
tums
talofibulare
anterius
und der
anterolateralen
Kapsel. Des Weiteren bestehe ein Druckschmerz im Bereich des
Fibulaköpfchens
mit Irritation des
Nervus
peroneus
. Das Röntgenbild des OSG links habe weder Hinweise für eine frische oder ältere Fraktur noch für einen Fersensporn gezeigt (Urk. 8/6).
D
r.
B._
attestierte der Beschwerdeführerin eine vol
le Arbeitsunfähigkeit bis am 6.
Nov
em
ber 2016 (Urk. 8/7, 8/8-9). Mit Sprechstunde
n
bericht vom 1. November 2016 hielt Dr.
B._
als Diagnosen Status nach Ruptur des Ligamentum
talofibulare
anterius
links sowie eine
Plantarfasziitis
beidseits bei nachgewiesenem Fersen
sporn links
fest
.
Das OSG sei reizlos und es würden keine Druckschmerzen im Bereich des Ligamentum
talofibulare
anterius
oder des
calcaneofibulare
bestehen. Im Bereich der proximalen
Plantarfaszie
sowie über den
Peronealsehnen
und der
Tibialisanteriorsehne
bestehe jedoch ein Druckschmerz. Er beurteil
t
e die Situation als klassische Überbelastung der sekundären OSG-Stabilisatoren. Eine Arbeitsun
fähigkeit bestehe weiterhin im Umfang von 50 % (Urk. 8/10).
Mit Nachtrag vom 21. November 2016 ergänzte Dr.
B._
, das MRI des Rückfusses links habe
lediglich
eine kleine Partialläsion des tiefen Anteils des medialen Bandkomplexes gezeigt. Es
würden
aber
deutliche Zeichen einer ausgeprägten
Plantarfasziitis
mit kleiner Partialläsion ansatznah und ausgeprägtem plantar
en
Fersensporn
besteh
en
. Die
ligamentären
Strukturen seien ausgeheilt, die Beschwerdeführerin habe jedoch
aufgrund der
Plantarfasziitis
und des Fersensporns
e
in falsches Gangbild entwickelt
. Sowohl die
Plantarfasziitis
als auch der Fersensporn seien
jedoch
als Krankheitsfall zu werten (Urk. 8/20).
4.3
Mit Bericht vom 2
8.
November 2016 bestätigte Dr. med.
D._
, Fach
ärztin Allgemeine Innere Medizin, die Beschwerdeführerin
sei
am 2
1.
September 2016
erstmals bei der
C._
vorstellig geworden. Die Be
schwerdeführerin habe
erklärt
,
sie sei mit dem Knöchel umgeknickt. Es habe jedoch keine Anschwellung bestanden,
hingegen sei
das Auftreten schmerzhaft gewesen. Links sei ein Fersensporn bekannt. Am 3. November 2016 habe sich die Beschwerdeführerin wiederum wegen Beschwerden im OSG links und weiteren nicht unfallassoziierten Beschwerden
vorgestellt
(Urk. 8/32
/1
).
4.4
Die Kreisärztin der Suva, Dr.
Z._
, untersuchte die Beschwerdeführerin am 12. Dezember 2016 (Urk. 8/34). In der Untersuchung habe die Beschwerde
führerin
beschrieben
, dass sie bereits seit mehreren Jahren Beschwerden im Be
reich der Füsse habe, weswegen beidseits Einlagenversorgungen veranlasst worden
waren
.
Die Ärztin notierte, die
OSG-Palpation links sei entlang des medialen Fuss
randes mittig sowie diskret entlang des lateralen Fussrandes in der Verlän
gerung der Fibula
druckdolent
. Ansonsten sei die Fusspalpation unauffällig
aus
gefallen
. Die Sensibilität sei in beiden
unteren Extremitäten seitengleich intakt. Als Diagnosen
stellte
Dr.
Z._
eine OSG-Distorsion links mit Ruptur des Ligamentum
talofibulare
anterius
links sowie eine nicht unfallkausale
Plantar
fas
z
iitis
beidseits.
Sie erachtet
e
die berichteten Beschwerden
als
mit der OSG-Distorsion
vom
21. September 2016 und d
er damit verbundenen Läsion im B
e
reich des Ligamentum
talofibulare
anterius
vereinbar. Diese seien nach maximal vier bis sechs Monaten als abgeheilt zu beurteilen. Nach diesem Zeitraum sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die geltend ge
mach
ten Beschwerden auf den Vorzustand zurückzuführen seien. Die Beschwerde
führerin sei per Februar 2017 voll arbeitsfähig (Urk. 8/34/3).
4.5
Die neurologischen Untersuchungen
in der
E._
ergaben
gemäss Bericht vom 23. Juni 2017 keinen Nachweis einer substanziellen Schädigung des
Nervus
peroneus
links
. Die Beschwerdeführerin klage jedoch weiterhin über einen persistierenden Schmerzzustand nach OSG-
Supinationstrauma
. Eine neuropathi
sche Teilkomponente könne zwar nicht ganz ausgeschlossen werden, die elektro
neurographische Untersuchung habe jedoch keine Nervenschädigung gezeigt (Urk. 8/79).
Mit Bericht
über die diagnostische Abklärung
vom 6. Juli 2017 hielten die behandelnden Ärzte fest, d
ie
weichteilsono
graphische
Untersuchung habe ebenfalls keine klar abgrenzbare extrinsische Druckkomponente im unter
suchten Verlauf des
Nervus
personeus
superficialis
gezeigt (Urk. 8/80).
Am 14. August 2017 berichteten sie, die Beschwerdeführerin habe auf die Nerven
blockaden zwar positiv, jedoch nur für ein bis zwei Tage, angesprochen, was für eine therapeutische Wiederholung zu kurz sei. Klinisch,
nervensonographisch
und elektrophysiologisch sei der Nerv intakt (Urk. 8/82).
4.6
Im Bericht vom
29. Juni 2018
von Dr.
F._
,
behandelnde
Ärzt
in
der
Fuss
chi
rurgie
der
E._
,
wurde festgehalten,
die Beschwerdeführerin
habe eine Sinus-
tarsi
-Infiltration mit aktivem Eigenplasma durchführen lassen. Erst
mals sei dadurch eine Besserung erzielt worden. Als Diagnose wurden weiterhin persistierende Beschwerden am
Fussrist
/
Rückfuss
lateral/Sinus
Tarsi
links nach OSG-
Supinationstrauma
mit Zerrung des
Nervus
peroneus
superficialis
aufge
führt (Urk. 8/88). Mit Bericht vom
1
9
. Oktober 2018
hielt Dr.
F._
an ihrer bis
herigen Diagnose
fest
und notierte
, die Beschwerdeführerin klage weiterhin über Schmerzen im Bereich des
antero
-lateralen OSG.
Der Zustand sei
aktuell
weit
geh
end schwellungsfrei. Die
Plantarflexion
sei problemlos möglich.
Die Beschwer
deführerin
habe mit der Neuraltherapie begonnen, wobei es nach den ersten zwei
Behandlungen zu einer siebentäg
igen Schwellung
des linken Fusses g
ekommen sei;
d
ie Beschwerdeführerin sei weiterhin arbeitsunfähig
(Urk. 8/108). Bereits mit Bericht vom 18. September 2018 attestierte
die behandelnde
Ärzt
in
der Beschwer
deführerin
für eine
rein
sitzende Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 40 % (Urk. 8/110).
4.7
Auf Vorlage sämtlicher Berichte der behandelnden Ärzte wie auch der Beur
teilung
der Kreisärztin Dr.
Z._
vom 19. Dezember 2016 hielt
Kreis
ärztin
Dr.
med.
A._
, Fachärztin Chirurgie, mit Beurteilung vom 9. Juli 2018 fest, die Beschwerdeführerin habe sich beim Schadenereignis vom 21. September 2016 ein
Supinationstrauma
des
linken OSG zugezogen, wobei sich eine vorübergehende Verschlimmerung
bei vorbestehender
Fasziitis
plantaris
beidseits gezeigt habe. Die MRI-Be
f
unde vom 17. November 2016 würden mit der klinischen Erfahrung korrespondieren, wonach eine Distorsion am OSG maximal nach vier bis sechs Monaten abgeheilt sei. Unfallkausale strukturelle Läsionen des
Nervus
peroneus
superficialis
hätten weder im ENG vom Juni 2017 noch in der
weichteilsonographischen
Untersuchung vom Juli 2017 festgestellt werden können.
Auch anderweitige unfallkausale strukturelle Läsionen seien nicht doku
mentiert. Die
kreisärztliche Stellungnahme vom 19. Dezember 2016
habe damit Bestand
(Urk. 8/90/4-5).
Am 17. September 2018
bestätigte Dr.
A._
, an ihrer Stellungnahme festzuhalten (Urk. 8/104).
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin anerkannte
hinsichtlich des Ereignisses vom 21. Septem
ber 2016
grundsätzlich ihre Leistungspflicht (Urk. 8/3). Strittig und zu prüfen ist jedoch, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen zu Recht mit der Begründung, der natürliche Kausalzusammenhang sei infolge Erreichens des Status quo sine dahingefallen, per 28. Februar 2017 eingestellt hat.
5.2
Die Beschwerdegegnerin
stützte sich
auf
die kreisärztliche Untersuchung durch Dr.
Z._
vom 12. Dezember 2016
sowie
die Aktenbeurteilung durch Dr.
A._
vom 9. Juli 2018
(vgl. E. 4.4 und E. 4.
7
)
,
welche
den in der Recht
sprechung des Bundesgerichts entwickelten Anforderungen in allen Teilen genü
gend als beweiskräftig anzusehen
sind
(
E. 1.4). Konkrete Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit dieser Einschätzungen sprechen würden, sind nicht ersicht
lich.
Unter Berücksichtigung der bildgebenden MRI-Befunde legte Dr.
Z._
i
n schlüssiger Weise dar, dass die beklagten Beschwerden der Beschwerde
führerin mit einer Läsio
n im Bereich des Ligamentum
talo
fibulare
anterius
nach
einer OSG-Distorsion vereinbar
, solche Verletzungen aber spätestens nach vier bis sechs Monaten abgeheilt und die
danach noch geklagten Beschwerden auf den Vorzustand zurückzuführen seien (E. 4.4;
Urk.
8/34/3).
Mit Bericht vom 21. November 2016
hatte
Dr.
B._
bestätigte
, dass die
ligamentären
Struktu
ren ausgeheilt
seien
, die Beschwerdeführerin
jedoch
ein falsches Gangbild ent
wickelt
habe
, was teilweise auf die
krankhe
itsbedingte
Plantarfasziitis
und den Fersensporn zurückzuführen sei (Urk. 8/20/1).
Dass Dr.
Z._
aufgrund ihrer Untersuchung
davon ausging, nach einem Zeitraum von rund vier bis sechs Monaten
sei
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit der Vorzustand eingetreten (E. 4.4),
ist
in Anbetracht dieser Gegebenheiten
nachvollziehbar und steht im Ein
klang mit der Aktenlage.
5.3
Daran vermögen auch die abweichenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte der
Fusschirurgie der
E._
nicht
s
zu ändern.
Mit Bericht vom 23.
Juni 2017 wurde zwar erstmals eine neurologische Konsultation bei Verdacht auf Irritation des
Nervus
peroneus
superficialis
nach OSG-
Supinationstrauma
links
bestätigt
(Urk. 8/79/1)
. Wenngleich sich im weiteren Verlauf objektivierbare Befunde für eine Läsion
des Nerven
nicht erheben liessen, sondern
gegenteils
sich der Nerv klinisch,
nervensonographisch
sowie elektrophysiologisch intakt zeigte
(E.
4.5), hielten die Ärzte dafür, eine neuropathische Beschwerdekomponente könne
letztlich nicht ganz ausgeschlossen werden (
Urk.
8/79/2). Die blosse Mög
lich
keit einer unfallkausalen Ursache der Beschwerdepersistenz vermag aber nicht zu genügen, zumal es an anderen Hinweisen dafür mangelt, dass
die Restbe
schwerden mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis zurückzuführen
wären (vgl. E. 4.7).
Sodann ist festzuhalten, dass
die Beschwerdeführerin
zwar
geltend machte, sie
habe
vor dem Unfallereignis am 21. September 2016 nicht
an
Fuss
beschwerden
oder anderen
Vorerkran
kungen
gelitten
–
was
auch ihre behandeln
den Ärzte wiederholt
bestätigt hätten
(vgl. Urk. 1
2
S.
2
; Urk. 8/101
)
. Au
s den Akten
geht jedoch
hervor, dass die Beschwerdeführerin sowohl der untersu
chen
den Kreisärztin als auch dem fallverantwortlichen
Casemanager
der Suva
mitge
teilt hatte
, dass sie bereits vor dem Unfall an beiden Füssen
an
Beschwerden
ge
litten habe
(Urk. 8/34/2, 8/58/2).
Treten im Anschluss an einen
Unfall
Beschwer
den auf (die zuvor nicht bestanden) und ist aber davon auszugehen, dass durch den
Unfall
lediglich ein (zuvor stummer)
Vorzustand
aktiviert, nicht aber verur
sacht worden ist, so hat der (aktuelle)
Unfall
versicherer nur Leistungen für das unmi
ttelbar im Zusammenhang mit dem
Unfall
stehende Schmerzsyndrom ge
mäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu erbringen und es entfällt bei Erreichen des Status quo sine
vel
ante eine Teilursächlichkeit für die noch
bestehenden Beschwerden (Urteile des Bundesg
erichts 8C_816/2009 vom 21. Mai
2010 E. 4.3, 8C_181/2009 vom 30. September
2009 E. 5
.4 f., 8C_326/2008 vom 24. Juni
2008 E. 3.2 un
d 4 sowie U 266/99 vom 14. März
2000 E. 1).
Im Lichte dieser Rechtsprechung ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
gestützt auf die kreisärztliche Einschätzung (E. 4.7)
den
S
tatus quo sine im Februa
r 2017 als erreicht betrachtete.
Die Tatsache alleine, dass ihre behandelnden Ärzte den Unfall vom 2
1.
September 2016 weder ganz noch teilweise als Ursache für ihre Beschwerden ausschliessen könnten (Urk. 12),
vermag hieran nichts zu ändern.
De
r
Einwand der Beschwer
deführerin, wonach Dr.
A._
sie nicht persönlich untersucht habe (Urk.
1 S. 2)
, führt ebenfalls ins L
eere. Reinen Aktengutachten kommt voller Beweiswert zu, sofern – wie vorliegend – ein lückenloser Befund
vorliegt
und es im Wesent
lichen nur um die Beurteilung eines feststehenden
medizinischen
Sachverhaltes geht (Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2011 vom 22.
Dezember 2011
E. 3.2.2
).
Weitere medizinische Abklärungen sind in Anbetracht des Vorgenannten offen
sichtlich nicht angezeigt, weshalb in antizipierter Beweiswürdigung darauf zu verzichten ist (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen).
6.
Nach dem Gesagten ist
es
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen per 28. Februar 2017 eingestellt hat, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.