# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 55a06c7c-63e7-4893-a8b5-5038ae8a3239
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1965 geborene X._ war ab dem 26. Mai 2015 als
Hilfs
gipser
bei der Y._ vollzeitlich angestellt (vgl. Arbeitsvertrag vom 22. Mai 2015 [Urk. 9/11]) und dadurch bei der Suva
obligatorisch gegen die Folgen v
on Unfällen versichert
.
Gemäss Schadenmeldung der Arbeitgeberin vom 24. Juni 2015 verdrehte sich der Versicherte am 29. Mai 2015 bei der Müllentsorgung das Knie beim Treppenlaufen (Urk. 9/1). Im Bericht vom 29. Mai 2015 des Z._ über die gleichentags erfolgte
Erstbehand
lung
wurde die Diagnose einer Kniedistorsion links, bei nicht ausgeschlosse
ner Meniskusläsion, gestellt (Urk. 9/19).
Die Suva kam für die Heilkoste
n auf und erbrachte Taggeldleistungen (Urk. 9/12
).
Am 4. Januar 2016 nahm Kreis
arzt Dr. med. A._, Facharzt FMH für Chirurgie, zum Sachverhalt Stellung und führte aus, die Veränderungen am Knie seien überwiegend wahrscheinlich degenerativer Natur. Es sei vom Erreichen des Status quo sine am 4. Dezember 2015 auszugehen (Urk. 9/46). Die Suva stellte die Versiche
rungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) mit Verfügung vom 15. Januar 2016 per 1. Januar 2016 ein (Urk. 9/53), wogegen der Versicherte am 3. Februar 2016 Einsprache erhob (Urk. 9/55; vgl. auch die
Einspracheergän
zung
vom 16. Februar 2016 [Urk. 9/60]). Am 10. Februar 2016 nahm Kreis
arzt Dr. A._ eine Aktenbeurteilung vor und hielt an seiner Stellungnahme vom 4. Januar 2016 fest (Urk. 9/59). Mit Entscheid vom 31. Mai 2016 wies die Suva die Einsprache des Versicherten ab (Urk. 2 [= Urk. 9/70]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 30. Juni 2016 Beschwerde und beantragte, es seien ihm auch ab dem 1. Januar 2016 die gesetzlichen Leistungen weiter
hin auszurichten. In prozessualer Hinsicht beantragte er sodann die Anord
nung eines zweiten Schriftenwechsels und die Gewährung der unentgeltli
chen Rechtsvertretung
(Urk. 1), wobei er den letzteren Antrag mit Eingabe vom 1. Juli 2016 zufolge Kostengutsprache der Rechtsschutzversicherung wieder zurückzog (Urk. 5). Mit Beschwerdeantwort vom 18. Juli 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Be
schwerde (Urk. 8). Nach zwei
malig erstreckter Frist (Urk. 11 und Urk. 12) erstattete der Beschwerdeführer die Replik am 16. November 2016 (Urk. 13 mit Beilagen [Urk. 14/1-2]). Der Beschwerdeführer hielt an seinem, in der Beschwerde vom 30. Juni 2016 gestellten, materiellen Antrag fest und stellte zusätzlich einen Eventualantrag auf Rückweisung der Sache zur ergänzenden Abklärung und neuer Verfü
gung sowie einen Subeventualantrag auf Rückweisung der Sache zur Prü
fung eines Anspruches auf Rückfallleistungen im Zusammenhang mit der Operation vom 8. Juni 2016 (Urk. 13 S. 2). Die Beschwerdegegnerin erstattete die Duplik am 9. Dezember 2016 und hielt an ihren Anträgen fest (Urk. 17). Die Duplik wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 12. Dezember 2016 zugestellt (Urk. 18).

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundes
gesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sach
verhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Ände
rung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungs
leistungen für
Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufs
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbe
stimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am 29. Mai 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6
des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % inva
lid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversi
cherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbe
handlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Beja
hung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder
geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Stö
rung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im
Sozialversicherungs
recht
üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befin
den hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf
unfall
fremden
Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesund
heitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von
unfall
bedingten
Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialver
sicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine
anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gege
ben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese
Beweis
grundsätze
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfol
gen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesge
richts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine
Teilursächlich
keit
für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch
Pflege
leistungen
und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heil
behandlungskosten
nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweislast für das überwiegend wahrscheinliche Dahinfallen der natür
li
chen Unfallkausalität trägt, greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61
lit
. c
ATSG) und der
Beweis
wür
digung
einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die über
wie
gende Wahr
scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b in
fine
S. 264 mit Hinweisen).
1.6
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf
Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gut
achters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
31. Mai 2016 im Wesentlichen aus
,
es sei auf die kreisärztliche Einschätzung abzustellen, da diese umfassend und schlüssig sei, keine widersprechenden Arztberichte vorlägen oder eingereicht worden seien und bereits die
Haus
ärztin
von ausgeprägten degenerativen Veränderungen am linken Knie des Beschwerdeführers berichtet habe (Urk. 2 S. 7).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber in seiner Eingabe vom 30. Juni 2016 (Urk. 1) vor, es lägen auch nach dem 1. Januar 2016 unfallbedingte Beschwerden vor. Am 8. Juni 2016 habe eine operative Versorgung des Knies vorgenommen werden müssen, weshalb noch immer eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit vorliege.
2.3
In der Replik vom 16. November 2016 (Urk. 13) führte der Beschwerdeführer aus, der provisorische Austrittsbericht der B._ vom 8. Juni 2016 zur Knieoperation belege eine Unfallkausalität. Dasselbe gelte für deren Bericht vom 4. August 2016. Der Fallabschluss sei somit verfrüht erfolgt und ohne ergänzende Abklärungen im
Einspracheverfahren
.
3.
3.1
Im Bericht des Z._ vom 29. Mai 2015 über die gleichentags durch
geführte Erstbehandlung wurde die Diagnose einer Kniedistorsion gestellt mit dem Hinweis, eine Meniskusläsion sei nicht ausgeschlossen; eine Röntgen
untersuchung sei nicht veranlasst worden. Dem Beschwerdeführer wurde vom 30. Mai 2015 bis am 1. Juni 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 9/19 S. 2).
3.2
Im Bericht vom 6. Juli 2015 über die Behandlung vom 1. Juni 2015 stellte Dr. med. C._, Fachärztin FMH für Allgemeine Medizin, die Diagnose eines Status nach Kniedistorsion links am 29. Juni (richtig: Mai) 2015 und
hielt fest, das Kniegelenk zeige gemäss dem Röntgenbefund vom 10. Juni 2015 (vgl. den Bericht vom 10. Juni 2015 [Urk. 9/35]) ausgeprägte degenerative Veränderungen. Sie attestierte dem Beschwerdeführer ab dem 2. Juni 2015 bis auf Weiteres eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und erwähnte betreffend den Allgemeinzustand des Beschwerdeführers, dass er früher nach einem Rückenunfall sehr lange arbeitsunfähig gewesen sei und dass eine
chronifizierte
posttraumatische Belastungsstörung in Folge des Krieges in der Heimat bestehe (Urk. 9/9). Da der Beschwerdeführer in der Folge trotz Thera
pie und suffizienter Analgesie von keiner Besserung berichten konnte, über
wies ihn Dr. C._ (vgl. ihren Bericht vom 3. November 2015 [Urk. 9/43]) an die B._.
3.3
Im Sprechstundenbericht der B._ vom 21. Oktober 2015 über die Erstkonsultation vom 20. Oktober 2015 wurde die Diagnose eines Status nach Kniedistorsion links am 29. Mai 2015 mit
retropatellärem
Knorpel
schaden
und Verdacht auf Läsion des medialen
Meniskus-Hinter
horns
mit angrenzender
Ganglionbildung
festgehalten. Weiter wurde ausge
führt, die fünf Monate nach dem Unfallereignis persistierenden, primär belastungsabhängigen Schmerzen – einerseits
anterior
und andererseits im Bereich des medialen Gelenkspaltes und der daran angrenzenden Weichteile – seien mit den radiologischen Befunden vereinbar. Vorerst erfolge eine konser
va
tive Behandlung (Urk. 9/40; vgl. auch den
Radiologiebericht
vom 20. Oktober 2015 [Urk. 9/42 S. 3]).
3.4
Im Bericht vom 4. Dezember 2015 des Z._ über die gleichentags durchgeführte MRI-Untersuchung des linken Kniegelenks wurde festgehalten, im Vergleich zur Voruntersuchung sei es zu einer Rückbildung des Menis
kusrisses im medialen
Hinterhorn
gekommen. Es bestünden keine neu aufge
tretenen Verletzungen und der laterale Befund sei intakt. Sichtbar sei ein persistierender Knorpeldefekt im retropatellaren Gleitlager lateral,
entspre
chend einem Knorpelschaden Grad 3. Weiter sei kein Erguss mehr sichtbar. Es sei sodann zu einer Rückbildung auch der ganglienartigen Veränderungen am medialen Gelenkspalt und der Signalstörung des medialen
Kollateralban
des
gekommen (Urk. 9/49).
3.5
Dr. A._ hielt in seiner Stellungnahme vom 4. Januar 2016 fest, bildgebend bestünden überwiegend wahrscheinlich nur degenerative Veränderungen. Rein unfallbedingt sei die Kontusion/Distorsion ohne richtunggebende Ver
schlimmerung der vorbestehenden degenerativen Befunde. Der Status quo sine sei spätestens beim MRI-Untersuch vom 4. Dezember 2015 erreicht wor
den (Urk. 9/46).
3.6
Im Sprechstundenbericht der B._ vom 27. Januar 2016 wurde festgehalten, die konservative Therapie (erneute Infiltration mit Physi
otherapie) werde auf Wunsch des Beschwerdeführers fortgeführt (Urk. 9/54).
3.7
Im Bericht über die kreisärztliche Aktenbeurteilung vom 10. Februar 2016 führte Dr. A._ aus, die
Befunde s
eien
nicht überwiegend wahrscheinlich unfallbedingt, s
ondern rein degenerativer Natur.
Eine Arthrose entstehe
nicht innerhalb weniger Tage, ebenso wenig ein Ganglion im Bereich eine
r
Menis
kusläsion
; ausserdem seien
horizontale Meniskusläsionen
überwiegend wahrscheinlich ebenfalls
degenerativ bed
ingt. Im Verlaufs-MRI vom 4. Dezember 2015 habe
sich im
Übrigen eine deutliche Rückbildu
ng der
Meniskus
veränderung
und des Ganglions
gefunden.
Die Veränderung im Bereich des medialen Kol
lateralbandes sei
bereits im Befund des MRI
Zentrums des
Z._
als überlastungsbedingt beurteilt
worden. Auch hier ergebe
sich keine überwiegende Wahrscheinlichkeit für eine Unfallkausalität.
Aufgrund der ausgelaufenen Flüssigkeit entlang des media
len
G
astrocnemiuskopfes
sei
im MRI
-
Befund auch eine mögliche
Baker
zystenruptur
diskutiert
worden. Auch eine
Bakerzyste
trete jedoch
nich
t unfallbedingt auf, sondern sei
Zeichen von längerfristig bestehenden intraar
tikulären Veränderungen degenerativer Natur. Sollte es durch
das Ereignis vom
29. Mai
2015 tatsächlich zu einer
Bake
rzystenruptur
gekommen sein, sei
d
urch das Verlaufs-MRI vom 4. Dezember
2015 nachgewiesen, da
ss diese folgenlos abgeheilt sei
.
Somit bleibe
als mögliche
Folge des Ereignisses vom 29. Mai
2015 ledi
glich eine allfällige Ruptur ei
ner
Bakerzyste
mit
anschliessender
vollständiger Abheilung. Die anderen im MRI nachgew
iese
nen Veränderungen seien
nicht überwiegend wahrsch
einlich unfallbedingt, somit sei
s
pätestens mit dem MRI vom 4. Dezember
2015 von einem Status quo sine auszugehen.
Auch eine richtunggebende Verschlimmerung in Bezug auf die degenerativen Veränderungen, vor allem im Bereich
des
Patell
ofemoralgelenkes
, sei
nicht anzunehmen, da keine namhafte direkte oder in
direkte Traumatisierung erfolgt sei –
eine Knorpelschädigung oder sonstige Läsion am korrespondierenden Gelenkantei
l des
Femoropatellargelenkes
sei
nicht entstanden, was bei einer stattgehabten Traumatisierung jedoch
bildge
bend
hätte nachweisbar sein müssen. Die Zunahm
e des Knorpelschadens entspreche
dem natürlichen Verlauf der degen
erativen Erkrankung. Analog gelte
dies auch für die anderen im MRI beschriebenen Veränderungen
(Urk. 9/59).
3.8
Im Sprechstundenbericht der B._ vom 29. April 2016 wurde festgehalten, die konservative Therapie habe nur geringfügigen Erfolg gezeigt, weshalb eine Kniearthroskopie geplant sei (Urk. 9/66).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im
Einspracheentscheid
vom
31. Mai
2016 auf die kreisärz
tliche Aktenbeurteilung von Dr. A._ (E.
3.
7
). Dem ausführlichen und detaillierten Bericht erkannte die Beschwerdegegnerin vollen Beweiswert zu. Dies ist nicht zu beanstanden, erfüllt dieser doch die von der Rechtsprechung aufgestellten Anf
orderungen an eine
beweistaugli
che
und beweiskräftige Expertise (BGE
125 V 351 E. 3a S. 352, vgl. E.
1.
6
). Konkrete Indizien, die
gegen die Zuverlässigkeit des Be
richts von Dr. A._ sprä
chen, sind nicht zu finden.
Zum einen erweisen sich die Schlussfolge
rungen von Dr. A._ als nachvollziehbar, zum anderen findet sich in den übrigen bei den Akten liegenden Arztberichten keine Auseinandersetzung mit der Frage der Unfallkausalität und damit keine von Dr. A._ Beurtei
lung abweichende Einschätzung.
4.2
Der Beschwerdeführer reichte im Beschwerdeverfahren diverse Unterlagen ein (Urk. 3/3-6 und Urk. 14/1-2) und machte unter Hinweis auf den
Aus
trittsbericht
der B._ vom 8. Juni 2016 (Urk. 3/4/2) geltend, die darin gestellte Diagnose belege eine Unfallkausalität (Urk. 13 S. 3). Dieser Argumentation kann jedoch nicht gefolgt werden. Die Diagnose „Kniedistorsion links vom 29.05.2015 mit medialer Meniskusläsion bei beginnender Gonarthrose“ eignet sich nicht zum Nachweis einer
Unfallkau
salität
. Aus der Verwendung des Begriffs „Läsion“ (aus dem Lateinischen ins Deutsche übersetzt: Verletzung) kann nicht hergeleitet werden, die Ärzte seien von einer unfallbedingten Verletzung ausgegangen. Verletzungen können auch degenerativ bedingt sein, was Dr. A._ in seiner
kreisärztli
chen
Beurteilung vom 10. Februar 2016 eindrücklich schilderte. Er führte aus (E. 3.7),
ein Ganglion im Bereich eine
r Meniskusläsion entstehe
nicht inner
halb weniger Tage
, ausserdem seien
horizontale Meniskusläsionen
über
wiegend wahrscheinlich ebenfalls
degenerativ bed
ingt. Im Übrigen fehlt dem
Bericht der B._ vom 8. Juni 2016 jegliche Auseinan
dersetzung mit der Thematik der Unfallkausalität. Dasselbe gilt auch für den (unvollständigen) Sprechstundenbericht vom 4. August 2016 der B._ (Urk. 14/1). Diesem lässt sich nichts entnehmen, was an der Nachvollziehbarkeit der kreisärztlichen Beurteilung etwas ändern würde.
Sodann erweisen sich die übrigen, im Beschwerdeverfahren neu aufgelegten Unterlagen (Urk. 3/5, Urk. 3/6 und Urk. 14/2) als untauglich, eine
Unfall
kausalität
nachzuweisen. Weiter begründet ein noch nicht abgeschlossener Behandlungsprozess (vgl. Hinweis in Urk. 13 S. 3) keine Unfallkausalität, ist vorliegend doch von der Behandlung degenerativer Veränderungen auszuge
hen. Die in der Replik vom 16. November 2016 in Aussicht gestellte Dar
stellung der medizinischen Situation durch die behandelnde Klinik (Urk. 13 S. 4) reichte der Beschwerdeführer bis heute nicht ein. Anhaltspunkte für einen Rückfall (vgl. Hinweis in Urk. 13 S. 3) bestehen ebenfalls nicht; die medizinischen Unterlagen belegen eine fortgesetzte Behandlung derselben Gesundheitsschädigung. Damit ist von zusätzlichen Untersuchungen kein weiterer Aufschluss zu erwarten.
4.3
Nach dem Gesagten ist auf die kreisärztliche Beurteilung von Dr. A._ abzu
stellen und vom Erreichen des Status quo sine am 4. Dezember 2015 auszu
gehen. Damit entfällt der Kausalzu
sammenhang zwischen dem Unfallerei
gnis und dem eingetretenen Schaden, womit
die Bes
chwerdegegnerin nicht mehr leistungs
pflichtig
ist (vgl. E.
1.4).
Die Beschwerdegegnerin hat damit ab dem 1. Januar 2016 keine Versicherungsleistungen mehr zu erbringen.
Entspre
chend ist die Beschwerde abzuweisen.