# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bfc6f9c8-0469-4733-9ede-bd124f4bf6eb
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. A. wuchs zusammen mit zwei Geschwistern in geordneten Familienverhältnissen bei seinen Eltern in K./SG auf. Er besuchte dort die Primarschule und anschliessend in L./SG die Sekundarschule. Von 1987 bis 1991 absolvierte A. im Optikergeschäft B. in M. mit Erfolg eine Lehre als Augenoptiker. Anschliessend machte er während einem Jahr in Australien einen Sprachaufenthalt. In der Folge arbeitete er bis zum Jahre 2001 an verschiedenen Orten vorwiegend auf seinem erlernten Beruf, meistens temporär. Danach verbüsste A. während mehr als zwei Jahren mehrere Freiheitsstrafen. Im Oktober 2005 fand er bei der Firma C. in N. temporär eine Anstellung als Hilfsmaler. Ab Mitte April 2006 bis Juni 2007 arbeitete A. als Augenoptiker bei der Firma D. in O.. In der Folge war er vorwiegend arbeitslos und bezog von der Arbeitslosenkasse monatliche Entschädigungen von ca. Fr. 3'200.-- bis Fr. 3'300.--. Von April bis Juni 2008 war A. wieder aushilfsweise bei der Firma C. in N. als Hilfsmaler tätig. Dabei verdiente er pro Stunde Fr. 20.-- brutto. Ab Juli 2008 arbeitete A. bei der Firma E. Optik in P./ZH als . Er verdiente nach eigenen Angaben gegenüber der Vorinstanz monatlich Fr. 4'600.-- brutto. Diese Arbeitsstelle gab er auf Ende Mai oder Juni 2009 auf. Gemäss seinen Angaben anlässlich der Berufungsverhandlung arbeitet er seit September 2009 bei seinem Vater, der eine Firma in der Maschinenbaubranche aufbaut. Er erhält nach seinen Aussagen ein Sackgeld von seinem Vater, welcher die anfallenden Lebenshaltungskosten bezahlt. Der Rest des Lohnes wird in der Firma stehen gelassen, bis diese über mehr Geld verfügt. Vereinbart ist gemäss A. ein Lohn von monatlich Fr. 4'500.-- brutto. A. besitzt kein Vermögen. Im Betreibungsregister des Betreibungsamtes N. ist er mit 25 Betreibungen im Gesamtbetrag von ca. Fr. 51'700.-- und mit 20 offenen Verlustscheinen im Betrag von Fr. 31'100.-- verzeichnet.
Im Schweizerischen Strafregister ist A. mit 15 Vorstrafen aus der Zeit von Ende Oktober 1995 bis zum 10. Januar 2006 vermerkt und zwar vor allem wegen Vermögensdelikten. Die beiden letzten Vorstrafen lauten wie folgt:
01.11.2005 Bezirksgerichtsausschuss Plessur Mehrfacher Diebstahl, unvollendeter Diebstahlsversuch, mehrfacher geringfügiger Diebstahl, mehrfache Sachbeschädigung, Hausfriedensbruch, mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG; 6 Monate Gefängnis, abzüglich 1 Tag Untersuchungshaft, als Teilzusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 11.09.2003
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10.01.2006 Kreispräsident N. Mehrfacher Diebstahl; 30 Tage Gefängnis, als Zusatzstrafe zum Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Plessur vom 01.11.2005
Der Vollzug der beiden obgenannten Strafen begann am 12. Juni 2006, das ordentliche Strafende war per 12. März 2007 vorgesehen. Mit Departementsverfügung vom 1. Dezember 2006 des Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartementes Graubünden wurde A. auf den 14. Dezember 2006 aus dem Strafvollzug bedingt entlassen. Die Probezeit wurde auf zwei Jahre festgesetzt und zugleich wurde A. die Weisung erteilt, während der Probezeit die ihm am 11. September 2003 gerichtlich auferlegte ambulante Behandlung nach Art. 44 aStGB sowie die Methadonbehandlung bei Dr. med. F., solange sie aus ärztlicher Sicht notwendig ist, weiterzuführen. Die Schutzaufsicht Graubünden wurde mit der Überwachung dieser Weisung beauftragt.
A. nahm letztmals am 22. April 2008 einen Termin für die psychotherapeutische Behandlung wahr und brach danach wegen fehlender Motivation die ambulante Behandlung wieder ab. Er unterzieht sich jedoch weiterhin unter Aufsicht von Dr. med. G. einer Methadonbehandlung.
Der Leumund von A. ist aufgrund seiner zahlreichen Vorstrafen und seiner starken Überschuldung als getrübt anzusehen.
A. befand sich vom 18. bis 20. Februar 2007 in Polizeihaft.
B. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 11. November 2008 wurde A. wegen mehrfachem Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, wegen versuchtem Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, wegen mehrfacher Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, wegen mehrfachem Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB, wegen geringfügigem Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB sowie wegen mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG in Anklagezustand versetzt. Dieser Anklage liegt gemäss Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 11. November 2008 folgender Sachverhalt zu Grunde:
„A. wird angeklagt 1. des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, des
versuchten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung
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mit Art. 22 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB sowie des geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB.
In der Zeit vom 5. März 2006 bis zum 14. Februar 2008 beging A. 13 Diebstähle sowie einen geringfügigen Diebstahl. In einem Fall blieb es beim Versuch. Die Mehrzahl der Delikte verübte er durch Wegnahme von Gegenständen aus Fahrzeugen, die im Parkhaus ‚Q.’ in N. parkiert waren, in drei Fällen brach er in Geschäfte ein und in einem Fall beging er einen (geringfügigen) Ladendiebstahl. Der Deliktsbetrag beläuft sich nach den Angaben der Geschädigten auf total ca. Fr. 19'038.-- (inkl. dem geringfügigen Diebstahl im Betrag von Fr. 200.--) und wird vom Angeklagten im Umfang von ca. Fr. 18'500.-- anerkannt.
In 10 Fällen verursachte A. bei der Verübung von Diebstählen Sachbeschädigungen durch das gewaltsame Aufbrechen von Fahrzeugen oder Geschäftsräumen. Der Sachschaden beläuft sich auf total ca. Fr. 7'850.--. Alle zehn Geschädigten haben Strafantrag wegen Sachbeschädigung gestellt. In 13 Fällen wurde wegen des unrechtmässigen Eindringens in fremde Liegenschaften Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs gestellt.
In vier Fällen machen die Geschädigten adhäsionsweise eine Forderung geltend.
Im Einzelnen verübte der Angeklagte folgende Delikte:
1.1 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 5.3.2006, 20.45 Uhr – 23.00 Uhr
Geschädigter: G1
Deliktsgut: Militär-Effekten, Rucksack
Deliktsbetrag: ca. Fr. 1'010.--
Sachschaden: keiner
Strafantrag gestellt am 5.3.2006 wegen Hausfriedensbruchs durch die J. AG
Bemerkungen: Diebstahl aus Fahrzeug
Akten: 5.2 (S. 2 ff.), 5.3 (S. 2), Dossier 6
1.2 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 10./11.3.2006
Geschädigter: G2
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Deliktsgut: Autoradio, Kassettengerät, 
Deliktsbetrag: ca. Fr. 500.--
Sachschaden: keiner
Strafantrag: gestellt am 17.3.2006 wegen Sachbeschädigung durch G2 und am 20.3.2007 wegen Hausfriedensbruchs durch die J. AG
Bemerkungen: Diebstahl aus Fahrzeug
Akten 5.2 (S. 3 f.), 5.3 (S. 2), Dossier 7
1.3 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 13.5.2006, 22.30 Uhr – 23.30 Uhr
Geschädigte: G3 und G4
Deliktsgut: DVD-Player, Portmonee samt Ausweisen und Bancomatkarte
Deliktsbetrag: ca. Fr. 529.--
Sachschaden: ca. Fr. 700.--
Strafantrag: gestellt am 13.5.2006 durch die beiden Geschädigten wegen Diebstahls bzw. durch G3 zusätzlich wegen Sachbeschädigung und am 20.3.2007 wegen Hausfriedensbruchs durch die J. AG
Bemerkungen: gewaltsames Aufbrechen eines Fahrzeuges und Diebstahl aus Fahrzeug
Akten 5.2 (S. 3), 5.3 (S. 2), Dossier 8
1.4 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 13.5.2006, 23.00 Uhr – 23.30 Uhr
Geschädigter: G5
Deliktsgut: keines
Sachschaden: ca. Fr. 500.--
Strafantrag: gestellt am 29.5.2006 wegen Sachbeschädigung
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Bemerkungen: Beschädigung eines Fahrzeuges mit einem Stein beim Versuch, ein daneben stehendes Fahrzeug aufzubrechen
Akten: 5.2 (S. 3), 5.3 (S. 2), Dossier 9
1.5 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 4.6.2006, 18.45 Uhr – 22.30 Uhr
Geschädigter: G6
Deliktsgut: Laptop, Digitalkamera, Reisepass, Sonnenbrille, Schlüssel
Deliktsbetrag: Fr. 2'650.--
Sachschaden: keiner
Strafantrag: gestellt am 20.3.2007 wegen Hausfriedensbruchs durch die J. AG
Bemerkungen: Diebstahl aus Fahrzeug
Akten: 5.2 (S. 3 f.), 5.3 (S. 2), Dossier 10
1.6 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 11.6.2006, 22.30 Uhr
Geschädigter: G7
Deliktsgut: Mobiltelefon
Deliktsbetrag: ca. Fr. 300.--
Sachschaden: ca. Fr. 500.--
Strafantrag: gestellt am 11.6.2006 durch G7 wegen Diebstahls und Sachbeschädigung und am 20.3.2007 wegen Hausfriedensbruchs durch die J. AG
Bemerkungen: Fenster am Fahrzeug mit Stein eingeschlagen, Diebstahl aus Fahrzeug
Akten: 5.2 (S. 4), 5.3 (S. 2), Dossier 11
1.7 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 12./13.8.2006
Geschädigter: G8
Deliktsgut: MP3-Player samt Zubehör, Rollbrett, Kleider, Sonnenbrille
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Deliktsbetrag: Fr. 1'630.--
Sachschaden: ca. Fr. 300.--
Strafantrag: gestellt am 14.8.2006 wegen Sachbeschädigung durch G8 und am 20.3.2007 wegen Hausfriedensbruchs durch die J. AG
Bemerkungen: Einschlagen der Fensterscheibe am Fahrzeug, Diebstahl aus Fahrzeug
Adhäsionsklage: Die Winterthur Versicherungen machten am 2.4.2007 adhäsionsweise eine Forderung im Betrag von Fr. 1'515.95 geltend
Akten: 1.6, 5.2 (S. 5), 5.3 (S. 2 unten), Dossier 12
1.8 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 19./20.8.2006
Geschädigte: G9 und G10
Deliktsgut: Portmonee mit Bargeld im Betrag von Fr. 10.--, Ausweise, Bankkundenkarten, Musikzubehör, Natel
Deliktsbetrag: Fr. 1'340.--
Sachschaden: keiner
Strafantrag: gestellt am 20.8.2006 wegen Diebstahls durch G9 und am 20.3.2007 wegen Hausfriedensbruchs durch die J. AG
Bemerkungen: Diebstahl aus Fahrzeug. Nach den Angaben des Angeklagten will er kein Zubehör eines Schlagzeuges weggenommen haben; er anerkennt einen Deliktsbetrag von Fr. 825.--.
Akten: 5.2 (S. 5 f.), 5.3 (S. 3), Dossier 13
1.9 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 20./21.1.2007
Geschädigter: G11
Deliktsgut: Navigationsgerät, Tasche
Deliktsbetrag: ca. Fr. 750.--
Sachschaden: ca. Fr. 300.--
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Strafantrag: gestellt am 21.1.2007 wegen Sachbeschädigung durch G11 und am 20.3.2007 wegen Hausfriedensbruchs durch die J. AG
Bemerkungen: Diebstahl durch Fahrzeugaufbruch
Akten: 5.2 (S. 6), 5.3 (S. 3), Dossier 14
1.10 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 20./21.1.2007
Geschädigte: G12
Deliktsgut: keines
Sachschaden: ca. Fr. 300.--
Strafantrag: gestellt am 12.7.2007 wegen Sachbeschädigung durch die G12
Bemerkungen: Diebstahlsversuch, Fensterscheibe eines Fahrzeuges beschädigt
Akten: 5.2 (S. 6), 5.3 (S. 3), Dossier 15
1.11 Ort. N., R.-Strasse, Büroraum G13
Zeit: 2. – 4.2.2007
Geschädigte: G13
Deliktsgut: Videoprojektor
Deliktsbetrag: ca. Fr. 2'500.--
Sachschaden: ca. Fr. 500.--
Strafantrag: gestellt am 5.2.2007 wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs durch die Geschädigte
Bemerkungen: Einbruchdiebstahl
Akten: 5.2 (S. 6), 5.3 (S. 3), Dossier 16
1.12 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 15.2.2007, 20.35 Uhr – 23.00 Uhr
Geschädigter: G14
Deliktsgut: Natel
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Deliktsbetrag: ca. Fr. 1'100.--
Sachschaden: ca. Fr. 750.--
Strafantrag: gestellt am 15.2.2007 wegen Sachbeschädigung durch G14 und am 20.3.2007 wegen Hausfriedensbruchs durch die J. AG
Bemerkungen: Diebstahl durch Fahrzeugaufbruch
Akten: 5.2 (S. 7), 5.3 (S. 3), Dossier 17
1.13 Ort: N., Parkhaus Q.
Zeit: 18.2.2007, 16.00 Uhr – 17.30 Uhr
Geschädigte: G15
Deliktsgut: Natel
Deliktsbetrag: Fr. 449.--
Sachschaden: keiner
Strafantrag: gestellt am 20.3.2007 wegen Hausfriedensbruchs durch die J. AG
Bemerkungen: Diebstahl aus Fahrzeug
Akten: 5.2 (S. 7), 5.3 (S. 3), Dossier 18
1.14 Ort: N., S.-Gasse, Fotostudio H.
Zeit: 3.8.2007, 15.20 Uhr – 16.00 Uhr
Geschädigter: G16
Deliktsgut: Computer
Deliktsbetrag: ca. Fr. 1'780.--
Sachschaden: ca. Fr. 2’000.--
Strafantrag: gestellt am 13.8.2007 wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs durch G16. [recte: G17]
Bemerkungen: Einbruch. Der Angeklagte liess den PC nach seinen Angaben wegen einer stark blutenden Handverletzung stehen. Der PC soll anschliessend durch eine andere Person weggenommen worden sein.
Adhäsionsklage: Die Allianz Versicherung macht mit Eingabe vom 10.4.2008 adhäsionsweise
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eine Forderung im Betrag von Fr. 5'409.30 geltend.
Akten: 1.7, 5.3 (S. 3 f.), Dossier 19
1.15 Ort: N., T.-Strasse, Arztpraxis
Zeit: 25.1.2008, 20.00 Uhr
Geschädigter: Dr. med. G18, T.-Strasse, N.
Deliktsgut: Computer, Geldkassette mit Bargeld im Betrag von ca. Fr. 200.--
Deliktsbetrag: ca. Fr. 4'300.--
Sachschaden: ca. Fr. 2'000.--
Strafantrag: gestellt am 26.10.2008 wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs durch G18
Bemerkungen: Einbruchdiebstahl
Adhäsionsklage: Der Geschädigte liess am 12.8.2008 durch seinen Rechtsvertreter adhäsionsweise eine Forderung im Betrag von Fr. 956.70 nebst Zins zu 5 % seit dem 25.1.2008 geltend machen.
Akten: 1.16, 1.17, 5.4 (S. 1 f.), Dossier 20
1.16 Ort: N., U.-Gasse
Zeit: 14.2.2008, 14.45 Uhr
Geschädigte: G19
Deliktsgut: PC-Prozessor
Deliktsbetrag: Fr. 200.--
Sachschaden: keiner
Strafantrag: gestellt am 15.2.2008 wegen Diebstahls durch die Geschädigte
Bemerkungen: Ladendiebstahl, geringfügiger Diebstahl
Adhäsionsklage: Der Geschädigte liess am 13.8.2008 durch seinen Rechtsvertreter adhäsionsweise eine Forderung im Betrag von Fr. 191.50 zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 14.2.2008 geltend machen
Akten: 1.20, 1.22, 5.4 (S. 2), Dossier 21
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2. der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG
In der Zeit von Herbst 2005 bis zum 17. Februar 2007 konsumierte A. nach seinen Angaben unter verschiedenen Malen insgesamt 2 gr Marihuana und 2 gr Haschisch.“
C. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur am 15. Januar 2009 waren der Angeklagte A. und der Adhäsionskläger G18 anwesend. Die Staatsanwaltschaft Graubünden hatte auf eine mündliche Anklagevertretung verzichtet.
In der Ergänzung zur Anklageschrift stellte und begründete die Staatsanwaltschaft Graubünden folgende Anträge:
„1. A. sei des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, des versuchten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB, des geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er zu verurteilen zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten, abzüglich der erstandenen Polizeihaft von 3 Tagen, und einer Busse von Fr. 200.--, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 3 Tagen.
3. Die mit Verfügung des Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartementes Graubünden vom 1. Dezember 2006 angeordnete bedingte Entlassung aus dem Strafvollzug per 14. Dezember 2006 sei zu widerrufen. Zugleich sei die mit dieser Verfügung dem Angeklagten auferlegte Weisung, während der Probezeit die am 11. September 2003 gerichtlich auferlegte ambulante Behandlung und die Methadonbehandlung bei Dr. med. F. fortzusetzen, aufzuheben.
4. Kostenfolge sei die gesetzliche.“
In der mündlichen Befragung anerkannte A. den in der Anklageschrift relevierten Sachverhalt weitestgehend. Bezüglich der Strafhöhe führte er in seinem Schlusswort aus, wenn er mit 15 Monaten bestraft werde, müsse er seine Arbeit kündigen und sei wieder so weit wie vor ein paar Jahren. Er habe in der Zwischenzeit so vieles verändert. Ein solches Urteil würde ihn an den Anfang zurückwerfen.
D. Mit Urteil vom 15. Januar 2009, mitgeteilt am 16. Februar 2009, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Plessur wie folgt:
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„1. A. ist schuldig
a. des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB,
b. des versuchten Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB,
c. der mehrfachen Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB,
d. des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB,
e. des geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB,
f. der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 19a Ziff. 1 BetmG.
2. Dafür wird A. mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten bestraft.
Unter Berücksichtigung der durch den Widerruf der bedingten Entlassung (unten Ziff. 4) vollziehbaren Reststrafe wird A. zu einer Gesamtstrafe von 14 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt.
Die erstandene Polizeihaft von 3 Tagen ist an die Freiheitsstrafe anzurechnen.
3. Dafür wird A. ausserdem mit einer Busse von CHF 200.-- bestraft.
Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 2 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit A. diese nicht bezahlt.
4. Die mit Verfügung des (damaligen) Justiz-, Polizei- und Sanitätsdepartements Graubünden vom 1. Dezember 2006 angeordnete bedingte Entlassung von A. aus dem Strafvollzug per 14. Dezember 2006 wird widerrufen und seine Rückversetzung zum Vollzug der Reststrafe angeordnet. Es wird eine Gesamtstrafe ausgefällt.
Die A. auferlegte Weisung, während der Probezeit die am 11. September 2003 auferlegte ambulante Behandlung und die Methadonbehandlung bei Dr. med. F. fortzusetzen, wird aufgehoben.
5. Von der Anerkennung sämtlicher Adhäsionsklagen wird Vormerk genommen.
A. wird verpflichtet
a. den Winterthur Versicherungen CHF 1'515.95 zu bezahlen,
b. der Allianz Versicherungs-Gesellschaft CHF 5'409.30 zu bezahlen,
c. G18 CHF 956.70 nebst Zins zu 5 % seit dem 25. Januar 2008 zu bezahlen,
d. I., G19, CHF 191.50 nebst Zins zu 5 % seit dem 14. Februar 2008 zu bezahlen.
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Von der von A. bezahlten Busse werden I. CHF 100.00 zugesprochen. Im selben Umfang tritt I. die gegenüber A. bestehende Forderung an das Bezirksgericht Plessur ab. Der Betrag wird I. überwiesen, falls und sobald er beim Gericht eingeht. Bezahlt A. die Busse nicht, erfolgt auch keine Abtretung.
A. hat G18 mit CHF. 300.-- (inkl. Barauslagen und 7.6% MWSt) und I. mit CHF. 465.50 (inkl. Barauslagen und 7.6% MWSt) ausseramtlich zu entschädigen
6. (Kosten).

## Considerations