# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 53dea209-477f-4433-99fa-9fffe5d0deb9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 19
50
geborene
X._
arbeitet
seit
1990
als
kauf
männische An
gestellte
bei
der
Y._
(Urk. 6
/
3
Ziff. 6.3.1
)
.
Am
29
. November 1999
(Urk. 6/3) meldete sich die Versicherte bei der
Sozial
ver
sicherungs
anstalt
des
Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf
eine
schwere Arthrose im rechten und eine (noch) leichte Arthrose im linken Handgelenk seit zirka fünf Jahren (akut seit September 1998) zum
Leis
tungsbezug
an. Nach Durchführung medizi
ni
scher und beruflicher Ab
klärungen
(Urk.
6/6
, Urk. 6/7-8
)
stellte ihr die IV-Stelle
zu
nächst die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 6/11). Nach
Prüfung des Einwandes der Versicherten vom 1
2.
Mai 2000 (Urk. 6/12)
nahm die
IV-Stelle
am
6.
Oktober 2000 (Urk. 6/14)
weitere
Abklärung
en
in Beruf und Haus
halt vor
. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/16) sprach sie
der Ver
si
cherten
mit Verfügung vom
9.
März 2001
(Urk.
6/
18
, Urk.
6/
28
)
bei einem
In
validitätsgrad
von 50
%
ab August 1999 eine halbe Rente zu.
1.2
Im Rahmen des amtlichen Revisionsverfahrens bestätigte die IV-Stelle am
15
. Juli
200
4 (Urk. 6/
35
) die laufende
halbe R
ente, nachdem
sie die Ver
si
cherte be
fragt
(Urk. 6/30
), einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk. 6/31
) und
einen
Ar
beitgeberbericht
(Urk. 6
/
33
) sowie einen neuen medizinischen Bericht
(Urk. 6/32
) eingeholt hatte.
1.3
Im Jahr 20
10
leitete die IV-Stelle eine weitere Revision ein und befragte die Ver
sicherte
(Urk. 6/36
), holte einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK
-
Aus
zug
vom
2
8.
September 2010, Urk. 6/37
), ein
en Arbeitgeberfragebogen (Urk. 6/38
) sowie
einen neuen
medizinische
n
Bericht
(Urk. 6
/
39)
ein
. Ferner stellte sie der
Arbeitgeberin mit Schreiben vom 2
6.
Juli
(Urk. 6/41)
respektive vom 2
0.
De
zem
ber 2011 (Urk. 6/44) ergänzende Fragen betreffend die
Lohnan
gaben
, welche diese mit Schreiben vom 2
7.
Juli 2011 (Urk. 6/42) und 2
2.
Dezember 2011 (Urk. 6/45) beantwortete.
Sodann
befrag
te sie den be
han
delnden Arzt
med. prakt.
Z._
, Facharzt für Allgemeine Medizin FMH,
mit Schreiben vom 2
0.
De
zem
ber 2011 (Urk. 6/43) nochmals zur Arbeits
un
fähig
keit.
Im Schreiben vom
9.
Feb
ruar 2012 (Urk. 6/46) führte
letzterer aus, dass sich das bis
herige
Stellen
pensum
von 40
%
der Versicherten als optimale Arbeits
be
las
tung herausgestellt habe. Da die Versicherte zu 50
%
IV-berentet sei, ent
spreche dies einer Arbeits
un
fähigkeit von 10
%
(vgl. dazu auch Urk. 6/47).
Zudem
ver
anlasste
die IV-Stelle
eine neue Abklärung in Beruf und Haushalt (Urk. 6/49)
.
Nach
Zustellung
des
Vorbescheid
s
vom
19. Juni 2012
(Urk. 6/51
)
und
Prüfung
der
am 1
1.
Juli 2012
(Urk. 6/53) geltend gemachten Ein
wände der Ver
sicherten hob sie mit Ver
fügung vom
3
1.
August 2012 (Urk.
2
) die Rente
der Versicherten
auf Ende des folgenden Monats auf
.
2.
Gegen die Verfügung vom
3
1.
August 2012
(Urk. 2) erhob die Versicherte am
24. September 2012
(Urk. 1) Beschwerde und beantragte
sinngemäss
die noch
ma
lige Prüfung des Entscheides.
Mit Beschwerdeantwort vom
1
.
November 2012 (Urk. 5
) bean
tragte die IV-Stelle
die Ab
weisung der Beschwerde, was der Be
schwerdeführerin
am
5.
November 2012 (Urk. 7) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Auf die einzelnen Vorbringen der Parteien und die Akten wird, sofern für die
Ent
scheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desge
s
etzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
einträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
men
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG
) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invali
di
täts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der un
entgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der A
nteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad ent
sprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Er
werbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und er
werblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die I
nvalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufga
ben
bereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die
Gesamtin
validität
aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.5
Nach Art. 53 Abs.
2
in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1 Abs. 1
des
IVG kann die IV-Stelle jederzeit auf formell rechtskräftige Verfügungen zurück
kommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist. Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer an
fänglich unrichtigen Rechtsanwendung, einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne
der
Würdigung des Sachverhalts. Darunter fällt insbesondere eine un
vollstän
dige Sachverhaltsabklärung aufgrund einer klaren Verletzung des
Un
tersu
chungsgrundsatzes
(vgl.
Art.
43
Abs.
1 ATSG und
Art.
61
lit
. c ATSG
).
Eine auf keiner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der massgeblichen Ar
beitsfä
higkeit beruhende Invaliditätsbemessung ist nicht rechtskonform und die ent
sprechende Verfügung zweifellos unrichtig im wiedererwägungsrechtlichen Sinne. Erscheint die Beurteilung der Anspruchsvoraussetzungen vor dem Hin
tergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräfti
gen Leistungszusprechung darboten,
indes
sen
als vertretbar, scheidet die An
nahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (Urteil des Bundesgerichts 9C_397/2012 vom
3
0.
Oktober 2012
E. 3.1
mit Hinweisen).
Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfü
gung - denkbar
(Urteil des Bundesgerichts
8C_880/2012 vom 1
5.
April 2013
E.
2.2).
1.6
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die
Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG).
Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
gust
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszu
stan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im
Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beur
tei
lung
einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
,
wel
che oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit
rechts
konformer
Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditätsbe
mess
ung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die
rentenaufhebende Verfügung
damit,
das
s anlässlich des ordentlichen Rentenrevisionsverfahren im Jahr 2004 eine neue
In
validitäts
bemes
sung
hätte erfolgen müssen, weil die Beschwerdeführerin laut Angaben ihrer Arbeitgeberin ihr Stell
enpensums im Jahr 2001 von 32.5
auf 55
%
erhöht habe. Mittels gemischter Methode errechnete sie einen
renten
aus
schlies
senden
Invaliditätsgrad von insgesamt 28
%
. Die
rentenbestätigende Mi
t
teilung vom 1
5.
Juli 2004
sei daher zweifellos unrichtig, weshalb sie
wieder
er
wägungs
weise
aufzuheben sei
(Urk. 2 S. 3 oben)
.
Ferner führte sie aus, die aktuellen Abklärungen im Rahmen der Rentenrevision im Jahr 2010 hätten ergeben, dass die Beschwerdeführerin ohne
Gesund
heits
schaden
weiterhin ihrer Tätigkeit als kaufmännische Angestellte zu einem Pen
sum von 65
%
nachgehen und zu 35
%
im Aufgabenbereich tätig sein würde. Ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 55
%
und einer Ein
schränkung im
Haus
halts
bereich
von 33.45
%
errechnete sie mittels gemischter Methode einen rentenausschliessenden
Gesamt
invaliditätsgrad
von 23 %
(S. 3).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin
in ihrer Beschwerdeschrift
(Urk. 1)
sinngemäss
geltend, dass
sie mit der Berechnung ihres
Invaliditäts
gra
des
nicht einverstanden sei und sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert habe.
W
eil es ihr nur so möglich gewesen sei, ihren Haushalt eini
germassen selb
stän
dig
zu führen,
habe sie ihr Arbei
tspensum als Sekretärin von 55
auf 40 % reduziert
.
3.
3.1
Der Verfügung vom
9.
März 2001
(Urk.
6/
18, Urk.
6/
28)
lagen
insbesondere
die nach
folgend dar
gelegten medizinischen Berichte zu
grunde:
3.1.1
Dr.
med.
A._
, Spezialarzt FMH für Orthopädische Chirurgie, diagnostizierte am 2
2.
September 1998 (Urk. 6/6/4-
5
) eine Radio
k
arpalarthrose bei vermutlich
Navi
k
ularnekrose
rechts, einen Status nach freier Gelen
k
körperentfernung im Handgelenk rechts 1972 (richtig 1982) und einen Status nach Ringbandspaltung am Daumen rechts 1995.
3.1.
2
Am 2
0.
Dezember
1999 (Urk. 6/6
/1-3
) nannte der behandelnde
Dr.
med.
B._
, Allg
e
meine Medizin FMH
, eine Radiokarpalarthrose bei vermutlich
Navi
kular
ne
krose
rechts und einen Status nach Ringbandspaltung am Daumen rechts 1995
sowie einen Status nach freier Gelenkkörperentfernung im Hand
gelenk rechts
1982 und attestierte der Beschwerdeführerin
eine 50%ige Ar
beits
un
fähig
keit
vom
3.
August 1998 bis auf weiteres
.
Dr
.
B._
führte aus,
mit
entsprechender Schonung (Tragen der Orthese)
könne
die Be
schwerdeführerin
ihren kleinen Haushalt selber besorgen und
Sekreta
riats
arbeiten
im Rahmen einer Teilzeitstelle knapp bewältigen
(26 Stun
den pro Woche,
gleich 65%-Stelle). Ein höheres Stellenpensum sei wegen der Schmer
zen nicht möglich.
3.2
Der rentenbestätigenden Mitteilung vom 15
. Juli 2004 (Urk. 6/
35) lag fol
gender Be
richt zu Grunde:
Dr
.
B._
hielt
in seinem Bericht vom 2
3.
Januar 2004
(Urk. 6/32)
einen sta
tio
nären Gesundheitszustand und eine unveränderte Diagnose fest und führte wei
ter aus, dass bei der Besch
werdeführerin nach wie vor ein leichter
Dauerschmerz im rechten Handgelenk, insbesondere bei Belastung, zum Beispiel halten einer Pfan
ne, Staubsaugen, auch
bei
leichteren Manipulation wie
h
eben eines Akten
ord
ners, bestehe. Die bisherige Arbeit von 22 Stunden pro Woche im Büro kön
ne sie einigermassen recht ausführen, da die Arbeit am PC wenig belastend sei. Die Hausarbeit im Einpersonenhaushalt sei mit einer gewissen Einschränkung eben
fal
ls möglich. Die Ausübung der Er
werbsfähigkeit im bisherigen Rahmen sei weiterhin zumutbar.
3.3
Die
rentenaufhebende
Verfügung vom
31. August 2012
(Urk. 2) gründete
auf fol
gende
n
medizinische
n
Be
richte
n
:
3.3.1
Im Bericht vom 2
2.
Oktober
2010 (
Urk. 6/39
/1-4) wiederholte med. prakt.
Z._
,
Allgemeinmedizin FMH, die von
Dr.
B._
im Bericht vom 20. Dezember 1999 (E. 3.1.2) genannten Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähig
keit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen Status nach nicht dislozierter Fraktur der mittleren Phalanx nah
e
DIP
Dig
V links am
2
0.
November 2009, ein PAVK Stadium I beidseits (2006) und einen
Nikotin
abusus
von zirka 80
pack
year
s
und attestierte der Beschwerdeführerin als kauf
männische Angestellte eine 40
%
ige Arbeitsunfähigkeit
(richtig: 40%ige Arbeits
fähigkeit).
Ferner wies er darauf hin, dass sie ihr Pensum seit Juni von 50 auf 40
%
reduziert ha
be
. Viermal vier Stunden pro Woche seien optimal.
Med.
prakt.
Z._
führte
aus, die Beschwerdeführerin leide seit Jahren unter
der
Ra
diocarpalar
throse
des rechten Handgelenkes. Sie sei
durch die progre
dien
t
e Verschlechterung der Erkrankung im alltäglichen Leben
eingeschränkt. Sie ar
beite als
käufmännische
Angestellte aktuell in einem 40%-Job, was momentan
von der möglichen Belastung des rechten Handgelenkes gerade das Maximum dar
stelle. Die Verrichtungen des Haushaltes müsse sie grösstenteils an die Kin
der
oder Freunde abgeben
.
Zudem müsse sie auch häufig ihr
rechte
s Handge
lenk
in einer Handgelenkschiene ruhig stellen.
Als ärztlichen Befund nannte er ein
inspektorisch
deutlich verdicktes und
druck
dolentes
Handgelenk rechts im Vergleich zu links und eine peripher in
takte DMS
. Bestenfalls sei mit einem stabilen Verlauf zu rechnen, eher aber mit einer wei
te
ren Zunahme der Abnützung durch die Arthrose.
3.3.2
Am
9.
Februar 2012 (Urk. 6/46
, vgl. dazu auch Urk. 6/47
)
führte
med. prakt.
Z._
von
der IV-Stelle danach gefragt aus, das bisherige Stellenpensum der Beschwerdeführerin von 40
%
habe sich als optimale Arbeitsbelastu
ng heraus
gestellt. Da sie zu 50
% IV-berentet sei, entspreche dies einer Arbeitsunfähigkeit von 10
%
.
4.
4.1
Bevor eine allfällige offensichtliche Unrichtigkeit der
Rentenzusprache
be
leuch
tet wird (E. 6.2), ist mit Blick auf die pro
futuro
aufgehobene Rente zu prüfen
, ob sich die Erwerbsfähigkeit respektive die Tätigkeit im Aufgabenbereich auf
grund eines veränderten Gesundheitszustandes in mass
geb
licher Weise verän
dert
hat.
4.2
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer ans
pruchsrelevanten Änderung bildet die rentenzusprechende Verfügung vom
9.
März 2001,
wel
che
im Ge
gen
satz zur rentenbestätigenden Mitteilung vom 1
5.
Juli 2004 (Urk. 6/35)
auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechts
konformer
Sachver
halts
ab
klär
ung
und Beweiswürdigung beruhte
(vgl. vor
stehend E
. 1.
6
).
Nament
lich sind
die Verhältnisse in diesem Zeit
punkt mit den Ver
hält
nissen im Zeit
punkt der
um
strit
tenen Verfü
gung vom 3
1.
August 2012
(
2
. Revision; Urk. 2)
zu ver
gleichen.
4.3
Ein Vergleich des Berichtes von
Dr.
B._
vom 2
0.
Dezember 1999 (E. 3.1.2), ge
stützt auf wel
chen die rentenzusprechende Verfügung vom
9.
März 2001 ab
August 1999 mass
geb
lich erfolgte, mit dem Bericht von med. prakt.
Z._
vom
2
2.
Oktober 2010 (E. 3.
3.1)
ergibt,
dass sich der Gesund
heits
zu
stand der
Be
schwerdeführerin unter gleichlautenden Diagnosen insofern ver
ändert hat, als si
e ihre angestammte Tätigkeit nur n
och zu 40
%
ausüben kann. E
ine
an
spruchs
er
hebliche
Änderung ist
nämlich
auch gegeben, wenn sich ein Leiden - bei glei
cher Diagnose
–
in
seiner Intensität und in seinen
Aus
wirkungen auf die
Ar
beitsfähigkeit verändert
hat (Urteil
9C_
771/2009
vom
1
0.
September 2010
E
. 2.3
mit Hinweisen), wovon vorliegend auszugehen ist. So legte med. prakt.
Dr.
Z._
dar, dass
das derzeit ausgeübte
Stellenpensum von 40
%
für die Be
schwerdeführerin
momentan von der möglichen Belastung für das Handge
l
enk gerade das Maximum darstelle
.
4.4
Nach dem Gesagten ist gestützt auf
den Bericht von med.
prakt.
Z._
vom 2
2.
Oktober 2010 (E. 3.3.1)
erstellt, dass sich der Gesundheitszustand der Be
schwerde
führerin
insofern
verändert hat, als sie ihre
Erwerbst
ätigkeit seit Juni 2010 nur
noch
zu 40
%
ausüben kann.
5
.
5.1
Zu prüfen bleibt, wie sich der veränderte Gesundheitszustand im Erwerbsbereich
respektive Aufgabenbereich
auswirkt.
5.2
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 31. August 2012
(Urk.
2)
wie auch schon in der ursprünglichen, rentenzusprechenden Ver
fügung vom 9. März 2001 (Urk. 6/18, Urk. 6/28)
davon aus, dass die Beschwer
deführerin ohne Gesundheitsschaden zu 65 % erwerbstätig und zu 35
% im
Haus
haltsbereich
tätig wäre. Diese Qualifikation blieb seitens der B
eschwer
de
führerin unbestritten. Allerdings wohnte die Beschwerdeführerin schon anläss
lich
der Haushaltabklärung vom 6. Oktober 2000 allein (Urk. 6/14/4 Ziff. 4). Daran hat sich im aktuellen Revisionsverfahren nichts geändert (Urk. 6/49/1 Ziff. 1). Zu
dem hat die Beschwerdeführerin stets angegeben, dass sie im Gesundheitsfall in einem Pensum von 65 % arbeiten würde (Urk. 6/14/2 Ziff. 2.5, Urk. 6/49/3 Mitte). Unter diesen Umständen erscheint die Qualifikation der Beschwerde
füh
rerin als Teilerwerbstätige nicht als korrekt,
so
dass die Invalidität nicht nach
der gemischten Methode (vorstehend E. 1.4) bemessen werden konnte. Denn nach
der Rechtsprechung werden allein stehende Personen bei einer Reduktion des Be
schäftigungsgrades aus freien Stücken nicht gleichsam automatisch zu Teiler
werbstätigen mit einem Aufgabenbereich Haushalt neben der Berufsausübung
(BGE 131 V 51 E.
5.2). Wenn die Beschwerdeführerin freiwillig von einem höhe
ren
Erwerbspensum abgesehen hat, hätte sie als Erwerbstätige qualifiziert wer
den müssen; bei einem Pensum von 65 % hätte von einem jährlichen
Validen
ein
kommen
von Fr. 59‘800.-- (vgl. dazu E. 5.3) ausgegangen werden müssen.
Wie es sich mit der diesbezüglichen Unrichtigkeit verhält, kann letztlich offen bleiben, da auch bei Anwendung der gemischten Methode kein
renten
be
grün
den
der
Invaliditätsgrad mehr resultiert, wie die nachstehenden E. 5.3-5 zeigen.
5.3
Wenn
die Beschwerdeführerin bei der Invaliditätsbemessung als
Teilerwerbs
tä
tige
behandel
t wird
, findet die gemischte Methode Anwendung (E. 1.4):
Der letzte Arb
eitgeber bestätigte im Jahr 2011
einen
hypothetischen Lohn bei
in
takt
er Gesundheit von
Fr.
4‘600.-- pro Monat (Basis 65
%
, Urk. 6/45
), was beim
hypo
thetischen Erwerb von 65
%
einem Jahreseinkommen (bei 13 Monatslöhne) von
Fr.
59‘800.
-- (13 x
Fr.
4
‘
600.--
; Urk. 6/33, Urk. 6/42
)
en
t
spricht
.
Da auch das Invalideneinkommen in bisheriger Tätigkeit anhand des bisherigen Lohnes als Sekretärin zu ermitteln ist, kann rechnerisch ein Prozentvergleich
vor
ge
nommen werden
(BGE 114 V 313 E. 3a, 107 V
22, 104 V 136 E. 2a und b)
. Die Beschwerdeführerin war ab
Juni 2010 laut med. prakt.
Z._
zu 40
%
(be
zogen auf eine Vollzeitstelle) arbeitsfähig.
Die daraus resultierende Ein
schrän
kung
von 25
%
(bisher 65
%
, nun 40
%
möglich) führt im Verhältnis
zur
65%igen Erwerbstätigkeit zu einer Einschränkung von
38.5
%
(
[65-40]
x 100
/ 65
).
Bei der vorliegend massgebenden Gewichtung des Erwerbsbereiches mit 65
%
ergibt sich somi
t ein Teilinvaliditätsgrad von
25
%
(0.65 x 38.5)
.
5.4
Die Abklärungen der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt er
gaben
im Haushalt eine Einschränkung von 33.45
%
. Es liegen keine Anhalts
punkte vor, dass die Beeinträchtigung fehlerhaft ermittelt wurde, weshalb auf dieses Abklärungsergebnis abzustellen ist.
Insbesondere legte die
Abklärungs
per
son
in nachvollziehbarer Weise dar, dass sich die Beschwerdeführerin im All
tag mit den gesundheitlichen Einschränkungen arrangiert habe und kreativ im Umgang mit Hilfsmittel geworden
sei (Urk.
6/49 S.
1 f.
)
, wes
halb sie auch eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit
im Haushalt ermittelte (Urk. 6/49 S. 6 f. Ziff. 6.2-5 und
Ziff.
6.7).
Insofern hat sich das Leiden in seiner Intensität und in seiner Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verändert.
Bei der vor
liegenden Ge
wichtung des
Haus
haltsbereiches
mit
3
5
%
beträgt der
Teil
invaliditäts
grad
im
Haus
haltsbereich
11.7
%
.
An dieser Beurteilung vermögen die Einwände der Besc
hwerdeführerin nichts zu
ändern, zeigte sie doch nicht konkret auf, in Bezug auf welche Tätigkeiten eine höhere als die ermittelte Einschränkung besteht.
5.5
Zusammenfassend resultiert durch die Addition der Teilinvaliditätsgrade im Er
werbs- und Haushaltsbereich ein nicht rentenbegründender
Gesamt
invaliditäts
grad
von rund 37
%
.
6
.
6.1
Nach dem Gesagten ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden
Be
weis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass
eine
anspruchs
re
levante
Veränderung der tatsächlichen
Verhältnisse vorliegt
und die
Be
schwer
deführerin
nunmehr keinen Anspruch auf eine Invalidenrente mehr hat. Dem
nach erweist sich die
durch die Beschwerdegeg
nerin verfügte Auf
hebung
der lau
fenden halben Rente auf Ende des nach der Zustellung der Verfügung fol
gen
den Monates
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.2
Vor diesem Hintergrund erübrigt sich eine
detaillierte
Prüfung der Voraus
setz
ungen der
Wieder
erwägung
im Sinne von
Art. 53 Abs. 2 in Verbindung mit Art.
2 ATSG und Art. 1 Abs. 1
des
IVG.
Angesichts des etwas paradoxen Ergeb
nisses der Rentenaufhebung bei einer ver
minderten Arbeitsfähigkeit im (65%igen)
Erwerbsbereich (von 50 auf 40 %) und einer verbesserten Leistungsfähigkeit im (35%igen) Haushaltbereich (von 50 auf 66.55 %) bleibt indes anzumerken, dass
die ursprüngliche
Rentenzusprache
auf einer falschen Ermittlung des
Invalidi
täts
grades
im Erwerbsbereich beruhte.
Die Invalidenversicherung berechnete
–
aus
gehend vom Attest einer 50%igen Ar
beitsunfähigkeit - einen Invaliditätsgrad von
50 % und gewichtet zu 65 % von 32.5 % (Urk. 6/17). Richtigerweise wäre
der Invaliditätsgrad im Erwerbsbereich mit 23 % (behinderungsbedingt noch mög
liche Arbeitsverrichtung von 50 % statt 65 %) und gewichtet zu 65 % mit 15 %
zu bemessen gewesen.
Daraus erhellt, dass die jetzige Rentenaufhebung nicht wegen einer massgeb
lichen Verbesserung des Gesundheitszustandes erfolgt, sondern weil eine aktuell korrekte Betrachtung zum Ergebnis führt, dass der Invaliditätsgrad unter der rentenbegründenden Schwelle von 40 % liegt.
6.3
Anzume
rken bleibt, dass die Beschwerdeführerin nun
allenfalls einen Anspruch auf
Ausrichtung einer
Hinterlassenenrente
der Alters- und
Hinter
las
sen
ver
si
che
rung
hat, sofern die Anspruchsvoraussetzungen da
für
erfüllt sind.
7.
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind auf Fr. 600.-- festzuset
zen und
ausgangsgemäss der Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.