# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1980c191-34a1-520a-a9b9-eb48bc50bf0a
**Court:** ZH_BRK
**Chamber:** ZH_BRK_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
A.
Mit Beschluss vom 6. Mai 2019 erteilte der Gemeinderat X der Y die bau-
rechtliche Bewilligung für eine Mobilfunk-Antennenanlage auf dem Grund-
stück Kat.-Nr. 1 an der H.-Strasse 1 in X.
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B.
Gegen diesen Entscheid erhoben die im Rubrum genannten Rekurrent-
schaften mit gemeinsamer Eingabe vom 11. Juni 2019 rechtzeitig Rekurs
beim Baurekursgericht des Kantons Zürich und beantragten die Aufhebung
des angefochtenen Entscheids. Eventualiter sei dieser mit der Auflage zu
ergänzen, dass keine 5G-Technologie zur Anwendung gelangen dürfe, so-
lange der Nachweis nicht erbracht sei, dass diese Technologie die Ge-
sundheit nicht beeinträchtige; all dies unter Kosten- und Entschädigungs-
folgen zulasten der Rekursgegnerschaft.
C.
Mit Verfügung vom 13. Juni 2019 wurde vom Rekurseingang Vormerk ge-
nommen und das Vernehmlassungsverfahren eröffnet.
D.
Mit Eingabe vom 12. Juli 2019 beantragte die Vorinstanz die Abweisung
des Rekurses, unter Kostenfolge zulasten der Rekurrierenden.
Die private Rekursgegnerin beantragte mit Eingabe vom 15. Juli 2019 die
Abweisung des Rekurses, soweit darauf einzutreten sei; dies unter Kosten-
und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten der Rekurrierenden.
E.
Mit Replik vom 6. August 2019 bzw. Dupliken vom 26. und 27. August 2019
hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.
F.
Am 28. Oktober 2019 führte die 4. Abteilung des Baurekursgerichtes im
Beisein der Parteien einen Augenschein auf dem Lokal durch.
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## Considerations

Es kommt in Betracht:
1.
Die Rekurrentschaften 1-12, 14 und 15, 17-25, 27-30, 32-36 sowie 38-40
sind Eigentümer, Mieter oder Bewohner von Liegenschaften, die sich im
gemäss bundesgerichtlicher Definition rechtsmittelberechtigten Umkreis der
strittigen Kommunikationsanlage – der hier 618 m beträgt (act. 13.10.4,
S. 5) – befinden. Sie sind damit mehr als irgendwelche Dritte oder die All-
gemeinheit in ihren eigenen Interessen betroffen sowie aufgrund ihrer Rü-
gen im Sinne von § 338a des Planungs- und Baugesetzes (PBG) rechtsmit-
tellegitimiert. Da auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist
insoweit auf den Rekurs einzutreten.
Demgegenüber ist auf den Rekurs nicht einzutreten, soweit dieser von den
Rekurrentschaften 13, 16, 26, 31 und 37 erhoben wurde. Die von ihnen an-
gegebenen Adressen an der S.-Strasse (12, 14, 16, 20 und 30) befinden
sich ausserhalb des rechtsmittelberechtigten Umkreises der strittigen
Kommunikationsanlage und die – anwaltlich vertretenen – Rekurrentschaf-
ten machen keine weiteren legitimationsbegründenden Sachumstände (et-
wa weiteres Grundeigentum innerhalb des rechtsmittelberechtigten Um-
kreises) geltend.
2.
Das Baugrundstück Kat.-Nr. 1 liegt in der Gewerbezone G gemäss Bau-
und Zonenordnung der Gemeinde X (BZO) und ist mit einem Gewerbege-
bäude, welches als Autogarage bzw. Werkstatt genutzt wird, überstellt. Die
private Rekursgegnerin beabsichtigt unmittelbar an dessen Nordfassade
die Erstellung einer Mobilfunk-Antennenanlage. Die vorgesehenen Anten-
nenmodule, montiert an einem 25 m hohen freistehenden Mast (der dünne,
rund 1 m hohe Blitzfang nicht eingerechnet), sollen auf den Frequenzen
700-900 MHz und 1800-2600 MHz in den Azimuten (Grad-Abweichung von
der Himmelsrichtung N) 30°, 130° und 270° senden.
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3.1.1.
Die Rekurrierenden beanstanden, dass sich die geplante Mobilfunk-
Antennenanlage nicht rechtsgenügend einordne. Die Vorinstanz habe das
Bauvorhaben in rechtsverletzender Weise lediglich unter dem Aspekt der
befriedigenden Einordnung und Gestaltung gemäss § 238 Abs. 1 PBG ge-
prüft. Angesichts der östlich an die Gewerbezone angrenzenden Kernzone
mit ihren zahlreichen Schutzobjekten, welche zumindest teilweise im Kon-
text des strittigen Bauvorhabens wahrnehmbar seien, hätte indes § 238
Abs. 2 PBG zur Anwendung gelangen müssen. X sei ein kleines ländliches
Dorf mit einer grossen Kernzone und vielen Schutzobjekten. Die Mobilfunk-
Antennenanlage solle zwar in der Gewerbezone erstellt werden, aber sie
grenze unmittelbar an die Wohn-, die Kern- und die Landwirtschaftszone
an. Auf der gegenüberliegenden Seite der H.-Strasse befänden sich in ei-
nem idyllischen Wohnquartier die kleinmassstäblichen Einfamilienhäuser
eines Teils der Rekurrierenden. Die Mobilfunk-Antennenanlage habe in äs-
thetischer Hinsicht direkte und stark negative Auswirkungen auf das be-
schauliche und homogene Wohnquartier. Ebenso wirke sie sich stark nach-
teilig auf die Bauten in der Kernzone und auf das Landwirtschaftsgebiet
aus. Höhere Bäume oder Gebäude, welche die Antenne kaschieren oder
ihre Fernwirkung etwas abmildern würden, gebe es in der Nähe nicht. Das
Bauvorhaben trete in dieser baulichen Umgebung dominant und sehr stö-
rend in Erscheinung. Die überdurchschnittlich dimensionierte und praktisch
freistehende Mobilfunk-Antennenanlage setze sich an einem derart gut ein-
sehbaren Standort in einen krassen Widerspruch zur sensiblen baulichen
Umgebung. Es könne keine Rede von einer befriedigenden Einordnung im
Sinne von § 238 Abs. 1 PBG bzw. von einer besonderen Rücksichtnahme
auf die Kernzonenbauten sein.
3.1.2.
Die Vorinstanz entgegnet vernehmlassungsweise, dass die Distanz des
Bauvorhabens zur Kernzone gut 130 m betrage. Auch wenn Sichtkontakt
zur Kernzone bestehe, könne hier keinesfalls von einer "räumlichen Nähe"
gesprochen werden. Zwischen Bauvorhaben und Kernzone befänden sich
zudem einige Bauten in der Gewerbezone, für welche auch nicht die erhöh-
ten Anforderungen gemäss § 238 Abs. 2 PBG gälten. Es sei § 238 Abs. 1
PBG einzuhalten. Mit dem geplanten Standort mitten in der Gewerbezone
und zwischen bestehenden Gewerbeliegenschaften sowie mit dem land-
schaftlich angepassten Farbanstrich des Mastes würden diese Anforderun-
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gen beachtet. Ausserdem hätten Industrie- und Gewerbezonen erste Priori-
tät für die Erstellung von visuell als solche wahrnehmbaren Mobilfunk-
Antennenanlagen. Ein anderer Antennenmast an der W.-Strasse stehe mit-
ten in einem Wohngebiet und neben einem Kindergarten. Die Distanz zur
dortigen Kernzone, welche regional von Bedeutung sei, sei deutlich gerin-
ger als beim hiesigen Standort. Die befriedigende Gesamtwirkung sei da-
mals von den Gerichten gestützt worden.
3.1.3.
Die private Rekursgegnerin bringt vor, dass ein optischer Bezug zwischen
dem Bauvorhaben und der Kernzone bereits aufgrund der horizontalen und
vertikalen Distanz ausgeschlossen werden könne. Eine Beeinträchtigung
der Kernzone liege nicht vor; insbesondere werde die geplante Mobilfunk-
Antennenanlage in einer Gewerbezone aufgestellt und stehe im engen op-
tischen Bezug zu den Gewerbebauten in der Gewerbezone. Aus denselben
Gründen könne auch eine optische Beeinträchtigung der weiter entfernt lie-
genden Schutzobjekte ausgeschlossen werden. Damit sei § 238 Abs. 2
PBG nicht anwendbar. Im Übrigen sei zu beachten, dass der Standort von
Mobilfunk-Antennenanlagen nicht frei gewählt werden könne. Ein solcher
müsse sich immer im Bereich der zu schliessenden Netzlücke befinden,
damit eine Qualitäts- und Kapazitätsverbesserung erreicht werde. Ferner
müsse der Betrieb der Anlage die Grenzwerte einhalten. Letzteres schrän-
ke die Standortwahl in einem dicht bebauten Gebiet bereits ziemlich stark
ein. Hinzu komme, dass nur ein eingeschränkter Kreis von Grundeigentü-
mern bereit sei, sein Grundstück als Standort für eine Mobilfunk-Antennen-
anlage zur Verfügung zu stellen, was die Standortwahl ebenfalls einschrän-
ke. Im Weiteren müssten aus technischer und statischer Sicht gewisse bau-
liche Parameter eingehalten werden. Insbesondere sei sicherzustellen,
dass ein projektierter Standort in das Mobilfunknetz integriert werden kön-
ne. Schliesslich solle der Mobilfunkantennenbau auf das notwendige Mini-
mum beschränkt werden und die Mobilfunk-Antennenanlage daher im Zent-
rum des Versorgungsgebiets positioniert werden. Sodann seien bezüglich
der Dimensionierung und Leistungsfähigkeit der Antennen weitere Heraus-
forderungen der Betreiber bei der Versorgung mit modernen Technologien
zu beachten. Hinzu komme, dass stets sämtliche bau- und immissions-
rechtlichen Vorschriften zu beachten seien. Die geplante Mobilfunk-Anten-
nenanlage werde auf der strassenabgewandten Seite einer Gewerbebaute
aufgestellt. Im näheren Umfeld befänden sich weitere Gewerbebauten. Die
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Mobilfunk-Antennenanlage käme zwischen H.-Strasse und Eisenbahnlinie
zu liegen. In diesem garstigen Umfeld ordne sich die geplante Mobilfunkan-
lage ohne weiteres befriedigend ein.
3.2.
Gemäss § 238 Abs. 1 PBG sind Bauten, Anlagen und Umschwung für sich
und in ihrem Zusammenhang mit der baulichen und landschaftlichen Um-
gebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine
befriedigende Gesamtwirkung erreicht wird; diese Anforderung gilt auch für
Materialien und Farben.
Diese Vorschrift enthält eine Grundanforderung an Bauten, Anlagen und
Umschwung. Verlangt wird sowohl eine gewisse Qualität der Gestaltung in
sich als auch der Einordnung in die bauliche und landschaftliche Umge-
bung. Dabei erfasst die Norm über den Wortlaut ihres Randtitels ("Gestal-
tung") hinaus nicht nur die Gestaltungselemente wie beispielsweise die
Dach- oder die Fassadengestaltung, sondern auch ortsbauliche Aspekte
wie etwa die Stellung der Baukörper, soweit jene nicht durch speziellere
Bauvorschriften geregelt sind. Die Frage, ob eine befriedigende Gesamt-
wirkung erreicht wird, ist gestützt auf objektive, nachvollziehbare Kriterien
zu beantworten. Blosses Empfinden rechtfertigt keinen Eingriff in das Ei-
gentum.
Nach § 238 Abs. 2 PBG ist auf Objekte des Natur- und Heimatschutzes be-
sondere Rücksicht zu nehmen. In der Nachbarschaft von Schutzobjekten
bzw. bei Änderungen an solchen ist demnach mehr als eine bloss befriedi-
gende Gesamtwirkung zu verlangen. Was als Objekt des Natur- und Hei-
matschutzes zu betrachten ist, ergibt sich aus der Aufzählung in § 203
Abs. 1 PBG. Eine förmliche Unterschutzstellung wird für die Anwendung
von § 238 Abs. 2 PBG nicht vorausgesetzt. Vielmehr genügt es, dass sich
die Schutzwürdigkeit aus der Aufnahme des Objektes in ein Inventar im
Sinne von § 203 Abs. 2 PBG ergibt.
3.3.
Soweit den Gemeinden bei der Anwendung von Bestimmungen des kanto-
nalen Rechts als Ausfluss der Gemeindeautonomie eine besondere Ent-
scheidungs- und Ermessensfreiheit zukommt, überprüft das Baurekursge-
richt entsprechende Entscheide mit Zurückhaltung. Beruht der kommunale
Entscheid auf einer vertretbaren Würdigung der massgebenden Umstände,
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so hat ihn die Rekursinstanz zu respektieren. Die Rekursinstanz darf nur
dann einschreiten, wenn die Baubehörde ihren Ermessensspielraum über-
schreitet, indem sie sich von unsachlichen, dem Zweck der in Frage ste-
henden Regelung fremden Erwägungen leiten lässt oder allgemeine
Rechtsprinzipien, wie das Verbot von Willkür oder den Grundsatz der Ver-
hältnismässigkeit, verletzt. Dabei darf sich die Rekursinstanz jedoch nicht
auf eine blosse Willkürprüfung beschränken, vielmehr muss die Eingriffs-
schwelle tiefer gesetzt werden (vgl. BGE 145 I 52, E. 3.6., mit Hinweisen).
Ob eine Bestimmung des kantonalen Rechts den Gemeinden einen auto-
nomen Entscheidungsspielraum einräumt, ist durch Auslegung zu ermitteln
(Marco Donatsch, in: Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2014,
§ 20 Rz. 62). Nach ständiger Praxis der kantonalen Instanzen betrifft dies
insbesondere § 238 PBG, ferner aber auch etwa § 71 PBG betreffend die
bauliche Gestaltung und Einordnung von Arealüberbauungen, § 237 PBG
betreffend die Beurteilung der Verkehrssicherheit einer Zufahrt und § 357
Abs. 1 PBG betreffend die Beurteilung zulässiger Änderungen an vor-
schriftswidrigen Bauten (Donatsch, § 20 Rz. 72).
3.4.
Die strittige Mobilfunk-Antennenanlage soll in einer nur wenige Grundstü-
cke umfassenden und mithin kleinflächigen Gewerbezone am nordwestli-
chen Siedlungsrand von X errichtet werden. Unmittelbar westlich und nörd-
lich davon befindet sich Landwirtschaftsgebiet. Im Süden, auf der gegen-
überliegenden Seite der H.-Strasse, folgt eine mehrheitlich durch kleinmas-
sstäbliche Einfamilienhäuser geprägte Wohnzone. An die Gewerbezone im
Osten angrenzend befindet sich die Kernzone von X. Die geplante Mobil-
funk-Antennenanlage soll unmittelbar an der Nordfassade eines zweige-
schossigen Gewerbegebäudes erstellt werden. Sie besteht im Wesentli-
chen aus einem 25 m hohen Mast, welcher mit drei Mobilfunkantennenmo-
dulen (je 2,55 m x 0,4 m x 0,2 m) und mit drei rundförmigen Richt-
funkstrahlmodulen mit je rund 0,7 m Durchmesser bestückt werden soll. Die
technischen Zusatzeinrichtungen (u.a. Systemtechnik) sollen am Boden
beim Mastfuss erstellt werden.
3.5.
Den Rekurrierenden kann zunächst nicht darin zugestimmt werden, dass
sich das Bauvorhaben nach den erhöhten ästhetischen Anforderungen von
§ 238 Abs. 2 PBG zu richten habe, wonach auf Objekte des Natur- und
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Heimatschutzes besondere Rücksicht zu nehmen ist, und sich Bauten und
Anlagen deshalb in diesem Sinn "gut" einzuordnen haben. Hierfür mangelt
es an einem rechtsrelevanten optischen Bezug zwischen der geplanten
Mobilfunk-Antennenanlage und der Kernzone bzw. den geltend gemachten
Inventar- und Schutzobjekten. Dies schon aufgrund der dazwischenliegen-
den Distanz von über 130 m. Für die Anwendbarkeit der erhöhten ästheti-
schen Anforderungen genügt die am Augenschein teilweise festgestellte
Sichtverbindung zwischen Antenne und Kernzone bzw. den einzelnen darin
situierten Objekten nicht. Die geplante Mobilfunk-Antennenanlage tritt im
Verhältnis hierzu lediglich im Hintergrund in Erscheinung und vermag mit
den einzelnen Gebäuden in der Kernzone – wie auch mit der Kernzone
selbst – nicht zu konkurrieren. Ebenso wenig wird der – viel näher beim ge-
planten Antennenstandort liegende – Bauernhof "S." (Grundstück Kat.-
Nr. 2) auf der gegenüberliegenden Seite der P.-Strasse im Sinne von § 238
Abs. 2 PBG tangiert. Die Antenne und der Bauernhof treten vielmehr je für
sich in Erscheinung (s. dazu die rekurrentische Fotomontage in act. 5.11
S. 2). Damit richtet sich die ästhetische Beurteilung der geplanten Mobil-
funk-Antennenanlage nach der Vorschrift von § 238 Abs. 1 PBG und ist
mithin lediglich eine "befriedigende" Einordnung zu verlangen.
3.6.
Die Vorinstanz begründet ihren Entscheid, wonach sich die geplante Mobil-
funk-Antennenanlage befriedigend einordne, im Wesentlichen mit der hier-
für vorgesehenen Lage "mitten in der Gewerbezone" und der Positionie-
rung zwischen bestehenden Gewerbeliegenschaften. Dabei verkennt die
Vorinstanz, dass es sich vorliegend um eine vergleichsweise kleine Gewer-
bezone handelt, die darüber hinaus am Siedlungsrand liegt. Zudem weisen
die Bauten in der Gewerbezone – mit Ausnahme derjenigen auf dem
Grundstück Kat.-Nr. 3 – relativ kleine Fussabdrucke und keine erheblichen
Höhenentwicklungen auf. Unter Missachtung dieser gegebenen Umstände
erweist sich der vorinstanzliche Entscheid damit nicht als vertretbar. Die
Lage "mitten" in der Gewerbezone erweist sich in Anbetracht der mit 25 m
eine erhebliche Höhe aufweisenden Antenne damit nicht als zulässiges Ar-
gument für die Bejahung der ästhetischen Anforderungen. Die Vorinstanz
hat sich von unsachlichen Erwägungen leiten lassen. Die bestehenden
Gewerbeliegenschaften vermögen die Antenne nicht zu kaschieren und
nichts von der von ihr ausgehenden erheblichen Fernwirkung zu nehmen.
Weitere Gegebenheiten, wie etwa Bäume oder Baumgruppen mit ähnlicher
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vertikaler Ausdehnung oder Geländeerhebungen, welche die dominante
Erscheinung der geplanten Mobilfunk-Antennenanlage zu relativieren ver-
mögen, sind sodann nicht feststellbar.
Die geplante Mobilfunk-Antennenanlage wird mithin von weither sichtbar
sein und sich erheblich negativ auf das ländlich geprägte Gebiet auswirken.
Nichts daran zu ändern vermögen die im Norden am Siedlungsgebiet von X
vorbeiführenden Hochspannungsleitungen sowie die Infrastrukturanlagen
der Eisenbahn. Das Terrain fällt in diesem Bereich abrupt ab, was die
wahrnehmbare Höhenentwicklung der erwähnten Anlagen merklich schmä-
lert. Die geplante Mobilfunk-Antennenanlage liegt demgegenüber an expo-
nierter Lage und wird sich damit selbst von diesen Anlagen erheblich abhe-
ben. Trotz des Bestehens solcher Anlagen kann damit nicht gesagt werden,
die geplante Mobilfunk-Antennenanlage richte sich nach diesen aus und
passe sich deshalb rechtsgenügend in die landschaftliche Umgebung ein.
Darüber hinaus widersprechen die Dimensionen der geplanten Anlage
auch der baulichen Umgebung südlich der H.-Strasse. Die Antenne soll in
knapp 40 m Entfernung zur zweigeschossigen Wohnzone mit mehrheitlich
kleinmassstäblichen Einfamilienhäusern und vereinzelten Mehrfamilienhäu-
sern erstellt werden. Von einer den gegebenen Verhältnissen angepassten
Einordnung kann auch diesbezüglich nicht gesprochen werden. Die geplan-
te Mobilfunk-Antennenanlage mit einer Höhe von 25 m und einer maxima-
len seitlichen Ausladung von rund 1,3 m erscheint am geplanten Standort
damit als überdimensioniert. Bei solch erheblichen Dimensionen vermag
auch ein "der Landschaft angepasster Farbanstrich des Mastes", wie er von
der Vorinstanz angeordnet wurde (s. Dispositivziffer I.1.3), nichts an der
ungenügenden Einordnung und Gestaltung zu ändern. Aus dem Umstand,
dass eine – 21 m hohe – Mobilfunk-Antennenanlage an der W.-Strasse in X
von den Gerichten nicht beanstandet wurde, vermag die Vorinstanz
schliesslich nichts für den vorliegenden Fall abzuleiten, zumal die tatsächli-
chen Verhältnisse selbstredend in jedem Einzelfall gesondert zu beurteilen
sind.
Die Vorinstanz – und auch die private Rekursgegnerin – verweisen sodann
auf die in der Gemeinde X geltende Kaskadenordnung, wonach visuell als
solche wahrnehmbare Mobilfunkanlagen in erster Linie in Industrie- und
Gewerbezonen zu erstellen sind (Art. 37 Abs. 2 BZO). Dies ist zutreffend
und insbesondere ist festzuhalten, dass (auch) eine 25 m hohe Mobilfunk-
antenne in der vorliegenden Gewerbezone grundsätzlich als zonenkonform
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zu betrachten ist. Indes hat die Priorisierung u.a. von Gewerbezonen für die
Erstellung von Mobilfunk-Antennenanlagen nicht zur Folge, dass bei einer
dieser Regelung entsprechenden Standortwahl geringere – oder gar keine
– ästhetischen Anforderungen für solche Anlagen gelten würden respektive
diese in jedem Fall zu billigen wären. Die erwähnte Kaskadenordnung be-
schlägt einzig die Frage nach der Zonenkonformität von Mobilfunk-
Antennenanlagen und vermag ein Bauvorhaben mithin nicht von der Ein-
haltung der im konkreten Einzelfall anwendbaren Einordnungs- und Gestal-
tungsvorschriften zu befreien. Von einem "ad absurdum"-Führen des Kas-
kadenmodells kann entgegen der Auffassung der privaten Rekursgegnerin
mithin nicht gesprochen werden, wenn die geplante Anlage mit Verweis auf
die Einordnungsbestimmung – sei es gestützt auf § 238 Abs. 1 oder Abs. 2
PBG – verweigert würde (s. act. 15, S. 8), ist damit doch nicht gesagt, dass
jegliche Mobilfunk-Antennenanlagen, namentlich auch solche von geringe-
ren Dimensionen, am gewählten Standort unzulässig wären.
An der mangelnden Einordnung der geplanten Mobilfunk-Antennenanlage
vermag auch nichts zu ändern, dass gemäss der privaten Rekursgegnerin
unter anderem funktechnische Gründe für den Standort sprächen. Aus ih-
ren diesbezüglich nicht weiter substantiierten Vorbringen ist nicht erkenn-
bar, dass der hier gewählte Standort hinsichtlich der geplanten Netzabde-
ckung zwingend erforderlich ist. Im Übrigen wären selbst dann die ästheti-
schen Vorgaben zu beachten. Aufgrund der Antennenausrichtung soll zu-
dem wohl auch Nichtbauzonenland bzw. die im Norden vorbeiführende Au-
tobahn abgedeckt werden, was die private Rekursgegnerin am Augen-
schein zumindest nicht in Abrede stellte (s. Prot. S. 7). Dieses Unterfangen
erweist sich am gewählten Standort aus ästhetischen Gründen als nicht
angebracht, wenn dies aus funktechnischen Gründen eine derart hohe An-
tenne erforderlich macht, wie sie vorliegend geplant ist. Die ästhetischen
Anforderungen sind auch im Falle einer gleichzeitigen Abdeckung von Bau-
und Nichtbauzonenland einzuhalten. Im Übrigen würde sich diesbezüglich
die Frage der Zonenkonformität stellen, zumal die Versorgung (auch) von
Nichtbauzonenland von einem Standort innerhalb einer Bauzone aus "im
Wesentlichen" die Abdeckung von Bauzonenland verlangt (s. dazu BGE
133 II 321, E. 4.3.2).
3.7.