# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7520cbc0-2450-4df8-bfa8-93ad8c1f8320
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ P.R., Altstätten, ist Eigentümer des Grundstücks Nr. 3412 mit einer Fläche von
25'018 m . Das landwirtschaftlich genutzte, mit einem kleinen Weidschopf überbaute
Grundstück liegt südlich der landwirtschaftlichen Siedlung von P.R. (Grundstück
Nr. 3359) und ist von dieser durch die Rietaach getrennt. Im Osten grenzt es an die
Oberrieterstrasse, im Süden an die Luchsstrasse. Nach dem Zonenplan Süd der Stadt
Altstätten vom 11. Juni 1996 liegt das Grundstück Nr. 3412 ebenso wie das
Grundstück Nr. 3359 in der Landwirtschaftszone. Auf dem östlich der Oberrieterstrasse
und nördlich der Rietaach gelegenen Grundstück Nr. 3458 (Fläche 3'901 m ), das sich
nach dem Zonenplan Süd der Stadt Altstätten vom 11. Juni 1996 in der Industriezone
IB befindet, betreibt P.R. bzw. die Ritter Recycling GmbH einen Kiesumschlag- und
Recyclingplatz, für den die Baubewilligung am 21. Januar 2002 erteilt wurde.
Nachdem er in den Jahren 2000 und 2004 eine Einzonung des Grundstücks Nr. 3412
jeweils abgelehnt hatte, bot der Stadtrat im Frühjahr 2006 P.R. an, einen Teil seines
Grundstücks Nr. 3412 (ungefähr die westliche Hälfte) der Industriezone zuzuweisen
unter der Bedingung, dass er sein Grundstück Nr. 3458 zum Preis von Fr. 10'000.-- der
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Stadt verkaufe. Das Amt für Raumentwicklung (heute Amt für Raumentwicklung und
Geoinformation) hatte mit Schreiben vom 29. Mai 2006 die Genehmigung eines
entsprechenden Teilzonenplans unter gewissen Bedingungen in Aussicht gestellt. Mit
Schreiben vom 16. November 2006 lehnte P.R. einen Verkauf des Grundstücks
Nr. 3458 an die Stadt ab, erklärte sich jedoch für den Fall einer Einzonung des
Grundstücks Nr. 3412 unpräjudizierlich bereit, sein Grundstück Nr. 3458 nicht mehr als
Kiesumschlag- und Recyclingplatz zu benutzen und im Rahmen der weiteren Nutzung
dieses Grundstücks Anliegen des Stadtrates im Hinblick auf die Stadtentwicklung zu
prüfen. Gleichzeitig stellte er das Gesuch, das Grundstück Nr. 3412 sei in die
Industriezone IB einzuzonen. Zur Begründung wurde im wesentlichen geltend gemacht,
das Grundstück Nr. 3458 sei als Kiesumschlag- und Recyclingplatz nur beschränkt
geeignet. Namentlich biete das Grundstück für einen Ausbau des Platzes mit einer
Brecheranlage in einer Halle nicht genügend Platz und es wäre auch aus Gründen der
Stadtentwicklung positiv, wenn der Kiesumschlag- und Recyclingplatz geräumt und
eine neue, passendere Nutzung gesucht werden könnte. Trotz intensiver Suche nach
einem Alternativstandort erweise sich das Grundstück Nr. 3412 nach wie vor als das
geeignetste für einen Kiesumschlag- und Recyclingplatz. Das Grundstück weise eine
Fläche auf, auf der ein solcher Platz den Bedürfnissen entsprechend samt Brecherhalle
und Betriebsgebäude ausgebaut werden könne. Zudem sei das Grundstück auch in
planerischer Hinsicht für die entsprechende Einzonung geeignet. Mangels Alternativen
sei ein Bedarf gegeben und das Grundstück gehöre zum weitgehend überbauten
Gebiet.
Mit Beschluss vom 26. Februar 2007 wies der Stadtrat das Umzonungsbegehren ab.
B./ Gegen diesen Beschluss erhob P.R. am 19. März 2007 Rekurs beim
Baudepartement. Er beantragte die Aufhebung des angefochtenen Beschlusses und
die Einzonung des Grundstücks Nr. 3412 in die Industriezone IB. Eventualiter sei das
Grundstück Nr. 3412 teilweise, d.h. im Umfang der Anfrage der Stadt Altstätten vom
4. April 2006 an das Amt für Raumentwicklung, in die Industriezone IB einzuzonen;
subeventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
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Das Baudepartement entschied in der Angelegenheit am 16. April 2008, indem der
Rekurs von P.R. abgewiesen wurde. Das Baudepartement erwog im wesentlichen,
dass das Grundstück Nr. 3412 nicht zum weitgehend überbauten Land im Sinn von
Art. 15 lit. a des Raumplanungsgesetzes (SR 700, abgekürzt RPG) gehöre und auch die
Voraussetzungen von Art. 15 lit. b RPG nicht erfüllt seien. Es stelle auch keinen
unzumutbaren Nachteil dar, wenn das Grundstück Nr. 3412 weiterhin in der
Landwirtschaftszone verbleibe.
C./ Gegen den Entscheid des Baudepartements erhob P.R. mit Eingabe vom 22. April
2008 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. In der Beschwerdeergänzung vom 26. Mai
2008 stellte er folgende Anträge:
1. Es sei der angefochtene Entscheid des Baudepartements und der angefochtene
Beschluss des Stadtrates Altstätten vom 26./28. Februar 2007 vollumfänglich
aufzuheben;
2. es sei das Grundstück Grundbuch Altstätten Nr. 3412 in die Industriezone IB
einzuzonen;
3. eventualiter sei das Grundstück Altstätten Nr. 3412 teilweise, d.h. im Umfang der
Anfrage der Stadt Altstätten vom 4. April 2006, Amt für Raumentwicklung, in die
Industriezone IB einzuzonen;
4. subeventualiter sei die Sache neu zur Neubeurteilung an das Baudepartement
(subsubeventualiter an die Stadt Altstätten) zurückzuweisen;
5. unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Zur Begründung wird im wesentlichen geltend gemacht, die Stadt Altstätten habe sich
bei der Ausübung ihres Ermessens von sachfremden, allein ihren eigenen fiskalischen
Interessen dienenden Überlegungen leiten lassen, nachdem P.R. die Bedingung eines
Verkaufs bzw. einer Schenkung seines Grundstücks Nr. 3458 zu einem symbolischen
Preis an die Stadt Altstätten abgelehnt habe. Eine unbefangene Ermessensausübung
hätte ergeben, dass die im Frühjahr 2006 geäusserte Absicht des Stadtrates Altstätten,
einer Verlegung des Kiesumschlag- und Recyclingplatzes vom bestehenden
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Grundstück Nr. 3458 auf das Grundstück Nr. 3412 planerisch den Weg zu bereiten, der
sachgerechte Weg gewesen wäre, um die Siedlungsentwicklung im Gebiet Fleuben,
das nicht zuletzt durch die Südumfahrung erheblich an Bedeutung gewonnen habe,
voranzutreiben. Im weiteren werde daran festgehalten, dass auch aufgrund von Art. 15
lit. a und lit. b RPG Anspruch auf Einzonung des fraglichen Grundstücks bestehe.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 9. Juni 2008 die Abweisung
der Beschwerde.
Die Stadt Altstätten beantragte mit Vernehmlassung ihres Rechtsvertreters vom
22. August 2008 die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdeführers.
Vor seinem Entscheid hat das Verwaltungsgericht an Ort und Stelle einen Augenschein
durchgeführt. Die Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen und erhielten
Gelegenheit, sich zu äussern.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeerklärung vom 22. April 2008 und
deren Ergänzung vom 26. Mai 2008 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Streitgegenstand ist das Begehren des Beschwerdeführers um Einzonung seines
Grundstücks Nr. 3412 in die Industriezone IB.
2.1. Das Verwaltungsgericht ist zur Rechtskontrolle befugt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP).
Dies bedeutet, dass es den dem Baudepartement zustehenden Ermessensspielraum
zu respektieren hat. Nach Art. 3 Abs. 2 des Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG)
stehen dem Staat in allen Belangen der Raumplanung und des öffentlichen Baurechts
die Rechts- und Ermessenskontrolle zu, wobei er den nötigen Ermessensspielraum der
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politischen Gemeinde bei der Orts- und Regionalplanung zu wahren hat. Anders verhält
es sich im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht. Das Verwaltungsgericht darf
grundsätzlich nur einschreiten, wenn Rechtsnormen und allgemeine Rechtsgrundsätze
des Raumplanungsgesetzes verletzt sind. Soweit es dagegen um die Ausübung des
pflichtgemässen Ermessens geht, ist dem Verwaltungsgericht eine Korrektur eines
Entscheides verwehrt. Ein grosser Ermessensspielraum steht der Verwaltung
namentlich dort zu, wo es um die Abwägung und Gewichtung der einzelnen Interessen
geht. Die Interessenabwägung als solche gilt jedoch als Rechtsfrage. Namentlich die
Frage des vollständigen Einbezugs der massgeblichen Einzelaspekte in die Abwägung
und Wertung unterliegt daher der Rechtskontrolle (GVP 1996 Nr. 12; VerwGE vom
17. November 1997 i.S. P.N. und andere; VerwGE vom 16. März 2000 i.S. M.W.;
VerwGE vom 25. Oktober 2004 i.S. F.S. und andere; VerwGE vom 27. November 2007
i.S. Politische Gemeinde G. und R. AG). Ob im Streitfall die Abweisung des Gesuchs
um Einzonung des landwirtschaftlichen Grundstücks Nr. 3412 in die Industriezone IB
einer Rechtsverletzung gleichkommt, ist im folgenden zu prüfen.
2.2. Nach Art. 21 Abs. 2 RPG werden Nutzungspläne überprüft und nötigenfalls
angepasst, wenn sich die Verhältnisse wesentlich geändert haben. Ebenso bestimmt
Art. 32 Abs. 1 BauG, dass Zonenpläne geändert oder aufgehoben werden, wenn es
aus wichtigen öffentlichen Interessen geboten ist, insbesondere wenn sich die
Grundlagen ihres Erlasses wesentlich geändert haben oder wenn wesentliche neue
Bedürfnisse nachgewiesen sind. Nach Ablauf von zehn Jahren kann der
Grundeigentümer die Überprüfung der Rechtsgültigkeit von Zonenplänen verlangen
(Art. 33 Abs. 1 BauG).
Der Zonenplan der Stadt Altstätten wurde mit der Genehmigung des Baudepartements
vom 11. Juni 1996 rechtsgültig. Gestützt auf Art. 33 Abs. 1 BauG ist der Anspruch des
Beschwerdeführers auf Überprüfung des Zonenplans hinsichtlich seines Grundstücks
Nr. 3412 somit gegeben und im übrigen seitens der Beteiligten auch unbestritten.
2.3. Bauzonen umfassen nach Art. 15 RPG Land, das sich für die Überbauung eignet
und weitgehend überbaut ist (lit. a) oder voraussichtlich innert fünfzehn Jahren benötigt
und erschlossen wird (lit. b). Aufgrund dieser gesetzlichen Grundlage gehört Land, das
den gesetzlichen Voraussetzungen entspricht, grundsätzlich in eine Bauzone, sofern es
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nicht als Folge der Abwägung aller für die Raumplanung massgebenden Zielsetzungen,
insbesondere aus ortsplanerischen Erwägungen, ganz oder teilweise einer
Nichtbauzone zugewiesen wird (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern
2003, Rz. 83 mit weiteren Hinweisen). Die Grundanliegen der Raumplanung ergeben
sich namentlich aus Art. 75 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (SR 101, abgekürzt BV) sowie aus Art. 1, 3 und 14 ff. RPG. Nach
der genannten Verfassungsbestimmung stellt der Bund Grundsätze für eine der
zweckmässigen und haushälterischen Nutzung des Bodens und der geordneten
Besiedlung des Landes dienende Raumplanung auf. Dieser Verfassungsauftrag ist der
Gewährleistung des Eigentums grundsätzlich gleichgestellt (vgl. BGE 119 Ia 415 f. mit
Hinweis auf BGE 105 Ia 330). Zu den Planungsgrundsätzen gehören namentlich der
Landschaftsschutz sowie die Siedlungsgestaltung und -begrenzung. Art. 3 Abs. 2 RPG
gebietet, die Landschaft zu schonen. Insbesondere sollen der Landwirtschaft
genügende Flächen geeigneten Kulturlandes erhalten bleiben. Siedlungen und Bauten
haben sich in die Landschaft einzuordnen (Art. 3 Abs. 2 lit. b RPG). Siedlungen sind
nach den Bedürfnissen der Bevölkerung zu gestalten und ihre Ausdehnung zu
begrenzen (Art. 3 Abs. 3 RPG). Im Rahmen des raumplanerischen Auftrags kommt der
Begrenzung der Bautätigkeit auf dafür vorgesehene Gebiete unter Verhinderung der
Zersiedelung des Landes sowie unter Wahrung schützenswerter Orts- und
Landschaftsbilder eine vorrangige Bedeutung zu (BGE 119 Ia 416). Als
Raumplanungsgrundsatz gilt aber auch die Schaffung der räumlichen Voraussetzungen
für die Entwicklung der Wirtschaft, mithin deren Förderung und Schutz (Haller/Karlen,
Raumplanungs-, Bau- und Umweltrecht, 3. Aufl., Zürich 1999, Rz. 174 f.). Allerdings
verlangen die Grundsätze der Raumplanung, dass das Gemeinwesen eine Ordnung der
Besiedlung schafft, die auf die gewünschte Entwicklung des Landes ausgerichtet ist.
Daraus folgt, dass die private Nachfrage allein keine Erweiterung einer Bauzone
rechtfertigt (BGE 117 Ia 432).
2.3.1. Der Beschwerdeführer macht wie bereits im Rekursverfahren geltend, im
vorliegenden Fall handle es sich um eine klassische Baulücke und das Grundstück
Nr. 3412 sei weitgehend überbaut im Sinne von Art. 15 lit. a RPG.
2.3.1.1. Sowohl der Begriff des weitgehend überbauten Landes im Sinn von Art. 15
lit. a RPG als auch derjenige des weitgehend überbauten Gebiets nach Art. 36 Abs. 3
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RPG sind eng zu verstehen. Erfasst werden im wesentlichen nur der geschlossene
Siedlungsbereich und eigentliche Baulücken, d.h. an die Bauten angrenzende
unüberbaute Flächen von untergeordneter Bedeutung, die zum Siedlungsbereich
gehören. Die weitgehende Überbauung bestimmt sich anhand der typischerweise zur
Bauzone gehörenden, bereits vorhandenen und genutzten Wohn-, Industrie- und
Gewerbebauten sowie den dazugehörigen Infrastrukturanlagen. Die Bauten müssen
effektiv bewohnt und benutzt werden. Erforderlich ist, dass die bestehende
Überbauung die Qualität einer Siedlung besitzt oder zu einer solchen zu zählen ist.
Ausschlaggebend für den Siedlungscharakter sind das Ausmass, in dem sich Art und
Nutzung der Bauten von der Bewirtschaftung des Umlandes gelöst haben, ferner die
örtliche Nähe der Häuser sowie die vorhandene Infrastruktur (BGE 116 Ia 201,
113 Ia 451; Heer, a.a.O., Rz. 86 mit weiteren Hinweisen; Waldmann/Hänni,
Handkommentar RPG, Bern 2006, N 23 zu Art. 15 mit weiteren Hinweisen; F. Jost,
Grössenlage von Bauzonen, Diss. Zürich 2000, S. 103 f.).
2.3.1.2. Anlässlich des Augenscheins bestätigte sich die vorinstanzliche Feststellung,
wonach abgesehen von den in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen liegenden
Bauten und Anlagen (Brandübungsplatz der Feuerwehr, Grastrocknungsanlage der
landwirtschaftlichen Trocknungs-anlage Altstätten AG, Regionalgefängnis,
Untersuchungsamt Altstätten, ehemaliges Zivilschutzausbildungszentrum Altstätten)
das Gebiet westlich der Oberrieterstrasse einschliesslich des Grundstücks Nr. 3412 in
einem weiten Umkreis landwirtschaftlich geprägt und auch entsprechend genutzt ist.
Auch auf der Ostseite schliesst an die Indu-striezone IB nach Süden und nach Osten
ein weitläufiges, landwirtschaftlich genutztes Gebiet an. Dies gilt auch für die Süd- und
Nordgrenze der Grundstücke, welche an die Landwirtschaftszone angrenzen. Zwar
erstrecken sich die öffentlichen Bauten und Anlagen westlich des Grundstücks
Nr. 3412 auf einer beträchtlichen Fläche. Ein Siedlungs-zusammenhang zu den in der
Industriezone liegenden Flächen östlich der Oberrieterstrasse besteht aber mit den in
der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen gelegenen Fläche nicht. Vor diesem
Hintergrund kann der Vorinstanz keine Rechtsverletzung vorgeworfen werden, wenn sie
zur Auffassung gelangt ist, dass das Grundstück Nr. 3412 nicht zum geschlossenen
Siedlungsbereich gehört und an der Siedlungsqualität nicht teilhat. Daran vermag auch
der Einwand des Beschwerdeführers nichts zu ändern, wonach im Industriegebiet mit
anderen Massstäben gemessen werde als beispielsweise in der Innenstadt und ein
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2,5 ha grosses Grundstück nicht als derart gross zu bezeichnen sei, dass es nicht mehr
eine Baulücke darstellen könne. Wesentlich ist im vorliegenden Fall, dass das
Grundstück unabhängig von der Grösse mit Blick auf die mehrheitlich
landwirtschaftlich geprägte Umgebung keine Baulücke darstellt, sondern Teil eines
zusammenhängenden landwirtschaftlichen Gebietes ist.
2.3.2. Im folgenden ist zu prüfen, ob die Voraussetzungen von Art. 15 lit. b RPG erfüllt
sind.
2.3.2.1. Geeignetes, nicht weitgehend überbautes Land darf nach Art. 15 lit. b RPG nur
eingezont werden, wenn es voraussichtlich innert fünfzehn Jahren benötigt wird. Dabei
entspricht es auch unter verfassungsrechtlichen Aspekten anerkannter Praxis, dass der
Bedarf an Bauland nach dieser Bestimmung nicht einfach einer im Einzelfall
möglicherweise bestehenden subjektiven Nachfrage gleichgesetzt und auf persönliche
Baubedürfnisse oder finanzielle Überlegungen abgestützt werden darf (vgl.
BGE 117 Ia 438 f., 116 Ia 332 f. je mit Hinweisen). Wäre dies der Fall, wäre jede
Raumplanung verunmöglicht. Es ist vielmehr gerechtfertigt, diesen Bedarf nach den als
Grundlage der Ortsplanung bestimmten Planungszielen zu bemessen. Massgebend
sind demnach objektive, übergeordnete, nicht nur auf einzelne Parzellen bezogene
Anforderungen mit der Folge, dass den individuellen Interessen eines jeden einzelnen
der betroffenen Grundeigentümer nur im beschränkten Umfang Rechnung getragen
werden kann (vgl. BGE 113 Ia 449 f. mit Hinweisen). Ausdehnung und Einteilung der
Bauzone sind entsprechend festzulegen. Nach feststehender Rechtsprechung des
Bundesgerichts besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an Vorkehren, welche die
Entstehung überdimensionierter Bauzonen verhindern oder solche verkleinern
(BGE 116 Ia 333 mit Hinweisen).
2.3.2.2. Anlässlich des verwaltungsgerichtlichen Augenscheins wurde seitens der
Gemeindevertreter bestätigt, dass in Altstätten namentlich im Bereich Baffles und
Kesselbachstrasse noch unüberbaute Parzellen in der Industrie- und Gewerbe-
Industriezone vorhanden sind. Es ist zwar nachvollziehbar, dass der Beschwerdeführer
bestrebt ist, seinen Betrieb auf ein bereits ihm gehörendes Gelände zu verlegen. Dieser
Aspekt ist allerdings bei der Anwendung raumplanungsrechtlicher Grundsätze nicht
ausschlaggebend. Massgebend ist die objektive Eignung eines Grundstücks. Im
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übrigen hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zutreffend darauf hingewiesen,
dass die Gemeinde nicht verpflichtet ist, für jede erdenkliche Nutzung geeignete
Bauzonen auszuscheiden. Der Einwand des Beschwerdeführers, es handle sich bei
einem Kiesumschlag- und Recyclingplatz um eine Grundvoraussetzung für die bauliche
Tätigkeit und Entwicklung im Raum Altstätten, weshalb die Stadt diesem
raumplanerischen Bedürfnis nachzukommen habe, ist offensichtlich nicht stichhaltig.
Die wenigsten Gemeinden im Kanton St. Gallen verfügen über einen Kiesumschlag-
und Recyclingplatz; ein solcher stellt denn auch keine unabdingbare Voraussetzung für
eine sinn- und massvolle bauliche Entwicklung dar. Ein objektives Bedürfnis für einen
Kiesumschlags- und Recyclingplatz auf dem besagten Grundstück kann daher nicht
bejaht werden. Damit sind auch die Voraussetzungen für eine Einzonung gestützt auf
Art. 15 lit. b RPG nicht gegeben.
2.4. Aus dem Gesagten folgt, dass es sich bei der Parzelle Nr. 3412 weder um
weitgehend überbautes Gebiet im Sinn von Art. 15 lit. a RPG handelt noch die
Voraussetzungen von Art. 15 lit. b RPG erfüllt sind. Vor diesem Hintergrund kann offen
bleiben, ob sich das Grundstück für die Überbauung überhaupt eignet im Sinne von
Art. 15 lit. a RPG. Nicht näher einzugehen ist sodann auf den Einwand, wonach sich
der Stadtrat Altstätten, nachdem der Beschwerdeführer den Verkauf seines
Grundstücks Nr. 3458 zu einem symbolischen Preis an die Stadt abgelehnt habe, bei
der Weigerung der Teil- oder Gesamteinzonung des Grundstücks Nr. 3412 von
sachfremden, fiskalischen Interessen dienenden Überlegungen habe leiten lassen.
Gegenstand des Beschwerdeverfahrens ist ausschliesslich der Beschluss vom 26.
Februar 2007, mit dem der Stadtrat das Einzonungsbegehren des Beschwerdeführers
abgewiesen hat. Aus den vorstehenden Erwägungen geht hervor, dass dieser
Beschluss sachlich begründet ist und der Vorinstanz keine Rechtsverletzung
vorgeworfen werden kann.
Ob sich der Stadtrat im Rahmen der seinerzeit in Erwägung gezogenen Teileinzonung
des Grundstücks Nr. 3412 allenfalls von sachfremden Überlegungen leiten liess, ist
nicht weiter abzuklären. Die entsprechenden Vorbringen des Beschwerdeführers
beruhen auf nicht näher belegten Darstellungen. Dem Schreiben des Stadtrats lag
jedenfalls kein vorbehaltloser Einzonungsbeschluss zugrunde. Vielmehr handelte es
sich, wie der Beschwerdeführer zutreffend festhält, um eine Vorprüfung, ob die in
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Erwägung gezogene
Teileinzonung des Grundstücks Nr. 3412 überhaupt genehmigt werden könnte.
Im weiteren zeigte sich anlässlich des Augenscheins, dass eine Einzonung des
Grundstücks Nr. 3412 keine Entflechtung von Nutzungen nach sich ziehen würde. Die
künftige Nutzung der bisher als Kiesumschlags- und Recyclingplatz dienenden Flächen
ist offen, und die Bauunternehmung östlich der Oberrieterstrasse bliebe bestehen.
Damit würden beidseits der Strasse ähnliche Betriebe zu liegen kommen, was keine
Entflechtung zur Folge hätte.
Aufgrund der vorstehenden Erwägungen kann die Ablehnung des
Einzonungsbegehrens nicht als rechtswidrig qualifiziert werden, weshalb die
Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Der Beschwerdefürer ist unterlegen
(Art. 98bis VRP), und die Stadt Altstätten hat als obsiegendes Gemeinwesen keinen
Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 175 ff.).
Demnach hat das Verwaltungsgericht