# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 41484ea2-a3cd-47be-9d20-20844c2da779
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 14
I. Sachverhalt
A. Mit Strafmandat vom 10. April 2008 sprach das Kreisamt E. X. der fahrlässigen Körperverletzung sowie, dem Kompetenzentscheid der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 4. Februar 2008 folgend, der Widerhandlung gegen Art. 17 und 18 StPO schuldig und bestrafte sie mit einer Busse von Fr. 300.―, ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von 6 Tagen.
B. Gegen dieses Strafmandat erhob X. am 14. April 2008 Einsprache beim Kreispräsidenten E., welcher die Akten am 22. April 2008 dem Bezirksgerichtspräsidium G. zur Durchführung des weiteren Verfahrens überwies. Mit Anklageverfügung vom 23. März 2009, gleichentags mitgeteilt, wurde X. in Anklagezustand wegen Verletzung von Art. 18 StPO versetzt. Der Anklageverfügung lag folgender Sachverhalt zugrunde:
„X. hat am Mittwoch, 9. Januar 2008, begleitet von ihren beiden Hunden „A.“ und „C.“, das Drehschloss beim Gartentor vis-à-vis der Posthaltestelle, F., geöffnet. Zu diesem Zweck hat sie die Leine von „A.“ losgelassen. Alsdann ist Y. mit seinem angeleinten Hund „B.“ um die scharfe Kurve beim Hotel H. spaziert, woraufhin „A.“ auf den Hund von Y. losgerannt ist. Rückrufe oder der Versuch, auf die Leine zu treten, hätten gemäss X. keine Wirkung gezeigt. Y. setzte seinen Hund zu dessen Schutz hinter sich ab und versuchte daraufhin, „A.“ wegzutreten. Dabei sei Y. von „A.“ in die Wade gebissen worden.“
C. An der am 16. Juni 2009 durchgeführten Hauptverhandlung nahmen X. und ihr Rechtsvertreter sowie Z. als Zuhörer teil. Der Bezirksgerichtsausschuss G. erkannte daraufhin in seinem Urteil vom 16. Juni 2009, mitgeteilt am 17. August 2009, was folgt:
„1. X. ist schuldig der Verletzung von Art. 77 der Tierschutzverordnung (TSchV) in Verbindung mit Art. 28 Abs. 3 des Tierschutzgesetzes (TSchG).
2. Dafür wird X. zu einer Busse von Fr. 100.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von einem Tag, verurteilt.
3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- den Kosten des Kreisamtes E. von Fr. 445.00
- der Gerichtsgebühr von Fr. 3'500.00
total somit Fr. 3'945.00
gehen zu Lasten der Verurteilten.

## Considerations