# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5ed3f7ca-5381-5675-a665-0951d904c241
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Mit Schreiben vom 25. Oktober 2011 gab das Departement des Innern des Kantons
St. Gallen dem Gemeinderat der politischen Gemeinde X. bekannt, gemäss
Regierungsbeschluss werde der Gemeinde für das Jahr 2012 ein Beitrag von Fr.
117'500.-- aus dem individuellen Sonderlastenausgleich in Aussicht gestellt. Die
Regierung werde erst im Sommer 2013 definitiv über die Höhe des Ausgleichsbeitrags
entscheiden (act. G 3/7). Am 15. Mai 2013 bestätigte das Departement des Innern,
dass die Revisionen der individuellen Sonderlasten 2012 vollzogen seien. Der
Gemeinde X. wurde die Anrechnung eines Buchgewinns aus dem Verkauf der
Liegenschaft A. von Fr. 504'915.-- und der daraus resultierende Wegfall des
Ausgleichsbeitrags in Aussicht gestellt (act. G 3/9). In seiner Stellungnahme vom 7.
Juni 2013 führte der Gemeinderat X. unter anderem aus, er habe im Frühjahr 2012 den
Entschluss gefasst, den Verkauf der Liegenschaft A. zu prüfen. Es sei
eigentumsrechtlich unbestritten, dass die Übertragung der Liegenschaft noch im Jahr
2012 erfolgt sei. Dies sei jedoch kein Grund, die vertragliche Vereinbarung betreffend
Besitzesantritt im Jahr 2013 ausser Acht zu lassen. Die Revision des
Sonderlastenausgleichsbeitrages 2012 sei nochmals zu prüfen und aufgrund der
zeitlich nicht umsetzbaren vorgängigen Abgrenzung des mutmasslichen Buchgewinns
auf der Liegenschaft keine Anrechnung zuungunsten der Gemeinde X. vorzunehmen
(act. G 3/10).
In der Verfügung vom 18. Juni 2013 (act. G 3/1) bestätigte das Departement des
Innern, dass die politische Gemeinde X. für das Jahr 2012 keinen Beitrag aus dem
individuellen Sonderlastenausgleich erhalte (Dispositiv Ziff. 1). Der zu viel erhaltene
provisorische Betrag von Fr. 117'500.-- sei innert sechs Wochen seit Eröffnung der
Verfügung zurückzuerstatten (Dispositiv Ziff. 2). Zur Begründung legte das
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Departement unter anderem dar, in der Gemeinde X. betrage der massgebliche
Nettoaufwand nach der ersten Stufe des Finanzausgleichs 134 Steuerprozente und
liege somit unter der definitiven Ausgleichsgrenze von 137 Steuerprozent. Die
ausgewiesenen Sonderlasten würden einen individuellen
Sonderlastenausgleichsbeitrag von Fr. 127'100.-- ergeben (Detailberechnung im
Anhang; act. G 3/1). Im Protokoll der Regierung des Kantons St. Gallen vom 18. Juni
2013 wurde unter anderem ausgeführt, der aus dem Liegenschaftsverkauf
resultierende Buchgewinn falle in das Jahr 2012. Da die Gemeinde für 2012 keine
zusätzlichen Abschreibungen infolge des Buchgewinns budgetiert habe, sei der
individuelle Sonderlastenausgleichsbeitrag zurückzuerstatten (act. G 7/12 S. 3). Ein
Wiedererwägungsgesuch der Gemeinde X. vom 11. Juli 2013 (act. G 3/11) lehnte die
Regierung im Beschluss vom 13. August 2013 ab (act. G 3/12).
B./ Mit Eingabe vom 26. August 2013 erhob die Politische Gemeinde X. Beschwerde
beim Bundesgericht mit den Rechtsbegehren, die Verfügung vom 18. Juni 2013 sowie
der Beschluss Nr. 440 der Regierung des Kantons St. Gallen vom 13. August 2013
seien aufzuheben (Ziff. 1). Der Kanton St. Gallen, Departement des Innern, sei zu
verpflichten, der Gemeinde X. unter dem Titel des individuellen Sonderlastenausgleichs
für das Jahr 2012 den Betrag von Fr. 117'500.-- innert 10 Tagen nach Rechtskraft des
Entscheides zu überweisen. Es sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche
Rechtspflege zu gewähren (Ziff. 3). Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten
des Beschwerdegegners (Ziff. 4; act. G 2). Das Bundesgericht trat auf die Beschwerde
mit Urteil vom 1. September 2013 nicht ein und überwies die Streitsache zur
Behandlung an das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen (act. G 1).
Mit Verfügung vom 17. September 2013 wies der Verwaltungsgerichtspräsident das
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ab (act. G 4).
In der Vernehmlassung vom 14. Oktober 2013 beantragte die Vorinstanz Abweisung
der Beschwerde. Sie hielt unter anderem fest, die Beschwerdeführerin bringe nichts
vor, das Anlass geben würde, von den Regierungsbeschlüssen vom 18. Juni und
13. August 2013 abzuweichen. An den Beschlüssen wie auch an den entsprechenden
Erwägungen werde vollumfänglich festgehalten (act. G 6).
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Mit Replik vom 25. Oktober 2013 bestätigte die Beschwerdeführerin ihre Anträge und
Ausführungen (act. G 9).
Auf die Darlegungen der Parteien in den erwähnten Eingaben wird, soweit für den
Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist im Sinn des
Bundesgerichtsurteils vom 1. September 2013 (2C_739/2013) in
bundesrechtskonformer Anwendung von Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1; VRP) gegeben. Die Beschwerdeführerin ist als
Adressatin des Regierungsbeschlusses vom 18. Juni 2013 und des diesen
bestätigenden Beschlusses vom 13. August 2013 zur Ergreifung des Rechtsmittels
berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Eingabe entspricht formal
und inhaltlich den gesetzlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 48
Abs. 1 VRP). Mit der Eingabe an das Bundesgericht wurde die in der