# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3051e63a-b81a-430f-b674-33473d76fe6c
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2002
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. Das Bundesamt für Gesundheit überliess dem Kantonalen Laboratorium Zürich (fortan Kantonales Labor) mit Schreiben vom 7. Juni 2002 ein Inserat aus der Juni/Juli 2002–Ausgabe der Zeitschrift "L", worin die Firma A AG das Produkt "X", eine Nahrungsergänzung mit Zink, Mangan und Chrom, anpries. Im Inserat ist der Satz "Hunger auf Süsses kann man jetzt stillen. Ohne Süsses." enthalten. Am 12. Juni 2002 beanstandete das Kantonale Labor das erwähnte Inserat im Protokoll Nr. 01 gegenüber der Firma A AG und verfügte ab sofort die Einstellung der Veröffentlichung von entsprechenden Inseraten. Dem Lauf der Einsprachefrist und der Einreichung einer Einsprache entzog das Kantonale Labor die aufschiebende Wirkung.
Innert der angesetzten Frist von 5 Tagen, am 18. Juni 2002, erhob die A AG dagegen Einsprache, worin sie die Aufhebung der Verfügung vom 12. Juni 2002 sowie die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung verlangte. Am 25. Juni 2002 forderte sie das Kantonale Labor zu raschem Entscheid auf. Am 3. Juli 2002 wies das Kantonale Labor die Einsprache vollumfänglich ab. Dem Lauf der Rekursfrist und der Einreichung eines allfälligen Rekurses gegen den Einspracheentscheid wurde wiederum die aufschiebende Wirkung entzogen.
II. Dagegen erhob die A AG am 15. Juli 2002 Rekurs bei der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich, einerseits mit dem (prozessualen) Antrag, es sei die Verfügung des Kantonalen Labors vom 3. Juli 2002 bezüglich des Entzugs der aufschiebenden Wirkung sofort aufzuheben und die aufschiebende Wirkung wiederherzustellen, anderseits mit dem (Haupt-)Antrag, es sei die Verfügung vom 3. Juli 2002 bzw. das mit Verfügung vom 12. Juni 2002 ausgesprochene Werbeverbot für Inserate gemäss Protokoll 01 aufzuheben. Mit Verfügung vom 31. Juli 2002 wies die Gesundheitsdirektion den Rekurs der A AG betreffend den Entzug der aufschiebenden Wirkung ab und gab als Rechtsmittelmöglichkeit die Beschwerde an das Verwaltungsgericht innert 30 Tagen ab Mitteilung des Entscheids an. Der Rekursentscheid in der Hauptsache ist noch nicht gefällt.
III. Am 21. August 2002 erhob die A AG vor Verwaltungsgericht Beschwerde gegen die Verfügung der Gesundheitsdirektion vom 31. Juli 2002 mit folgendem Antrag:
"Es sei die Verfügung der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich vom 31. Juli 2002 aufzuheben und es sei die vom Kantonalen Labor Zürich in seiner Verfügung vom 12. Juni 2002 entzogene aufschiebende Wirkung per sofort wiederherzustellen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Die Gesundheitsdirektion verwies in der Vernehmlassung auf die Begründung des angefochtenen Entscheids und die Akten und verlangte Abweisung der Beschwerde. Das Kantonale Labor hielt in seiner Beschwerdeantwort vom 6. September 2002 unter anderem fest, dass die Anpreisungen im beanstandeten Inserat die lebensmittelrechtlichen Anforderungen nicht erfüllten. Das Produkt werde zwar als Nahrungsergänzung deklariert, die Aufmachung wirke aber wie diejenige eines Schlankheitsmittels. Durch eine breite Streuung dieser Inserate werde der Täuschungseffekt multipliziert und könne nicht dadurch korrigiert werden, dass das Inserat nach einigen Monaten nicht mehr erscheine. Sinngemäss wird damit ebenfalls die Abweisung der Beschwerde beantragt.

## Considerations

Die Kammer zieht in Erwägung: