# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1b960fa1-4f48-431c-b8a8-49d276068d0e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am 3. Januar 1959 in F. geboren, wo er zusammen mit zwei Geschwister bei den Eltern aufwuchs und sechs Jahre die Primar- und drei Jahre die Realschule besuchte. Nach dem Schulabschluss absolvierte er in H. eine Lehre als Mechaniker, welche er im Jahre 1979 erfolgreich abschloss. In der Folge arbeitete er während 13 Jahren als Bade- und Eismeister bei der Gemeinde F.. Von 1997 bis 1999 liess er sich zum Büchsenmacher ausbilden und besuchte in den Jahren 2000 und 2001 eine Waffenschule in Österreich. Seit Oktober 2001 hat er bei der Post in F. eine 50%-Stelle inne.
Im Jahre 2003 erzielte X. ein steuerbares Einkommen von Fr. 22'400.-. Sein Reinvermögen beläuft sich auf Fr. 123'000.-.
Im schweizerischen Zentralstrafregister ist X. mit einer Verurteilung verzeichnet. Am 29. Januar 1997 verurteilte ihn das Bezirksamt Zofingen wegen grober Verletzung der Verkehrsregeln zu einer Busse von Fr. 1'200.-.
Gemäss Leumundsbericht der Kantonspolizei Graubünden vom 12. Mai 2004 geniesst X. in F. einen guten Ruf.
B. X. wurde von der Staatsanwaltschaft Graubünden wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 34 Abs. 2 SVG sowie Art. 35 Abs. 2 und 4 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG angeklagt. Gemäss Anklageschrift vom 23. Juni 2004 liegt dieser Anklage folgender Sachverhalt zugrunde:
„Am Vormittag des 9. September 2002 fuhr X. mit seinem Personenwagen Subaru Legacy 2.0 Turbo an dritter Stelle in einer Fahrzeugkolonne hinter dem von A. C. gelenkten Personenwagen BMW 525 E und einem Lastwagen auf der Davoserstrasse von Klosters in Richtung Davos. Als die Fahrzeuggruppe um ca. 10.40 Uhr mit einer Geschwindigkeit von 30 bis 40 km/h die Örtlichkeit “Bim Wijer“ erreicht hatte, überholte A. C. auf der rund 300 Meter überblickbaren und 6 bis 10% ansteigenden Strecke den vor ihm fahrenden Lastwagen. Als dieses Überholmanöver soweit abgeschlossen war, dass der Angeklagte die Gegenfahrbahn bis zur nächsten Kurve einsehen konnte, setzte er ebenfalls zum Überholen an und fuhr auf der linken Fahrspur in einem Zug am erwähnten Lastwagen und dem Personenwagen von A. C. vorbei. Dabei beschleunigte er seinen Wagen auf rund 80 bis 90 km/h. Dieses Überholmanöver konnte X. erst ca. 20 Meter nach Beginn der folgenden Sicherheitslinie und rund 43 Meter vor der unübersichtlichen Rechtskurve beenden. Zu diesem Zeitpunkt hatte er einen Abstand von ca. 20 Meter zum überholten Fahrzeug.
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Die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf dem fraglichen Streckenabschnitt beträgt 80 km/h.
Hätte sich zur fraglichen Zeit aus der Gegenrichtung ein Personenwagen mit einer Geschwindigkeit von 80 bis 90 km/h genähert, hätte das Überholmanöver erst 4 bis 14 Meter beziehungsweise 0.1 bis 0.28 Sekunden vor dem Kreuzungsvorgang abgeschlossen werden können.“
C. Mit Strafmandat vom 19. November 2002, mitgeteilt am 25. November 2002, erkannte der Kreispräsident Klosters:
„1. X. ist schuldig der groben Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 34 Abs. 2 SVG und Art. 35 Abs. 2 und 4 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG;
2. Dafür wird er bestraft mit einer Busse von Fr. 800.00;
3. Der Eintrag der Busse im Strafregister wird nach Ablauf der Probezeit von 1 Jahr vorzeitig gelöscht.
4. (Kosten)

## Considerations