# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 70935a43-0337-4ba6-b941-0de38fcf06e2
**Court:** CH_BGer
**Chamber:** CH_BGer_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
A. Mit Strafbefehl vom 15. Dezember 2008 verurteilte die Staatsanwaltschaft See/Oberland X._ und Y._ wegen Urkundenfälschung und Steuerdelikten zu bedingten Geldstrafen und Bussen.
Am 7. November 2009 verlangte Z._ bei der Staatsanwaltschaft See/Oberland Einsicht in die Akten dieses (abgeschlossenen) Strafverfahrens. Von der Staatsanwaltschaft zur Stellungnahme eingeladen, widersetzten sich X._ und Y._ dem Gesuch.
Am 18. Dezember 2009 wies der Leitende Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft See/Oberland das Akteneinsichtsgesuch von Z._ ab.
Am 19. Mai 2010 hiess der Oberstaatsanwalt des Kantons Zürich den Rekurs von Z._ gut, soweit er darauf eintrat, und wies die Staatsanwaltschaft See/Oberland an, ihm kostenlos eine Kopie des Strafbefehls vom 15. Dezember 2008 zuzustellen. In der Rechtsmittelbelehrung verwies er auf die Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht.
B. Mit Beschwerde in Strafsachen beantragen X._ und Y._, diesen Entscheid des Oberstaatsanwalts aufzuheben und das Akteneinsichtsgesuch von Z._ abzuweisen oder eventuell diesen Rekursentscheid aufzuheben und die Sache an den Oberstaatsanwalt zurückzuweisen. Ausserdem ersuchen sie, der Beschwerde aufschiebende Wirkung zuzuerkennen und Z._ im bundesgerichtlichen Verfahren keine Einsicht in die Beschwerdebeilagen zu gewähren und ihn nicht zur Beschwerdeantwort einzuladen.
C. Der Oberstaatsanwalt beantragt in seiner Vernehmlassung, die Beschwerde abzuweisen. Z._ liess sich nicht vernehmen.
D. Am 13. Juli 2010 erkannte der Präsident der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu.
E. In ihrer Stellungnahme zur Eingabe des Oberstaatsanwalts halten X._ und Y._ an der Beschwerde fest.

## Considerations

Erwägungen:
1. Angefochten ist ein Entscheid über die Gewährung von Einsicht in Strafakten ausserhalb eines Strafverfahrens, wogegen nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten offen steht (BGE 136 I 80 E. 1.1 mit Hinweisen). Die Oberstaatsanwaltschaft ist allerdings keine richterliche Behörde und damit kein oberes kantonales Gericht im Sinne von Art. 86 Abs. 2 BGG. Ihr Entscheid erging nach Ablauf der den Kantonen in Art. 130 Abs. 3 BGG für die Anpassung ihrer Gerichtsorganisation an die Erfordernisse dieser Bestimmung eingeräumten Frist. Die Oberstaatsanwaltschaft ist somit im vorliegenden Verfahren keine taugliche Vorinstanz, weshalb auf die Beschwerde mangels Letztinstanzlichkeit nicht einzutreten ist (BGE 136 I 80 E. 3).
Im Kanton Zürich war zunächst unklar, ob gegen eine derartige Verfügung der Oberstaatsanwaltschaft ein innerkantonales Rechtsmittel gegeben war, und falls ja, welches. Das Bundesgericht hat diese Ungewissheit in BGE 136 I 80 E. 2 beseitigt und bestimmt, dass die Beschwerde ans Verwaltungsgericht offen steht. Dieses Urteil erging zwar bereits am 14. Januar 2010, wurde indessen in der Amtlichen Sammlung erst im 2. Heft vom 10. Mai 2010 veröffentlicht, welches nach Auskunft des Publikationsdienstes des Bundesgerichts am 19. Mai 2010 versandt wurde. Das erklärt sowohl, weshalb der angefochtene Entscheid von ebendiesem Datum eine falsche Rechtsmittelbelehrung enthielt, als auch, weshalb sie der Anwalt der Beschwerdeführer befolgte. Es rechtfertigt sich daher, die Sache dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich zu überweisen.
2. Unter diesen Umständen ist von der Erhebung von Gerichtskosten abzusehen (Art. 66 Abs. 1 BGG).