# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 53ba8281-da0b-4c2a-8d1c-fc4769abe457
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1956
, war
zuletzt
von
Januar 2002
bis
November 2010
bei
der
Y._
als
Falzer tätig
(Urk.
11/44/1 Ziff. 2.1
)
.
Danach meldete er sich per 1. Dezember 2010
bei der Arbeitslosenkasse an
(Aussteuerung per
30. November 2012, Urk. 11/28).
Unter Hinweis auf
B
eschwerden
am rechten Fuss und der Schulter
meldete sich
der Versicherte
am
3. Mai 2013
bei der Invali
denversicher
ung zum Leistungsbezug an (Urk. 11/16
).
Die
Sozialver
-
sicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die
medizi
-
nische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der
Krankentaggeldversicherung
bei (Urk.
11/19
) und holte bei
der Medizinischen Abklärungsstelle (MEDAS)
Z._
ein polydiszi
plinäres Gutachten ein, das am 27. Januar 2015
erstattet wurde (Urk.
11/56
).
Nach durchgefüh
rtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 11/58
; Urk.
11/61-62
) ver
neinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
6. Mai 2015
einen Rentenanspruch (Urk.
11/65
=
Urk.
2)
.
2.
Der
Versicherte erhob am
2. Juni 2015
Beschwerde
gegen die Verfügung vom
6. Mai 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
en sämtli
che eingereichten Arztberichte der behandelnden Ärzte zu berücksichtigen. So
dann sei seine Restarbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aufgrund sei
nes fortgeschrittenen Alters nicht mehr verwertbar. Eventuell sei er auf eine an
dere Arbeitstätigkeit umzuschulen (Urk. 1). Nachdem dem Versicherten mit
Ge
richtsverfügung
vom 11. Juni 2015 eine Nachfrist angesetzt wurde (Urk. 3), reichte er sowohl die angefochtene Verfügung als auch ein
Einwandschreiben
vom 24. März 2015 (Urk. 6) ein. Mit undatierter Eingabe (Poststempel vom 31. Juli 2015) ergänzte der Versicherte seine Beschwerde (Urk. 8).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
20. August 2015
(Urk.
10
) die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer am 6. Oktober 2015
zur Kenntnis gebracht (Urk.
12).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Der Rentenanspruch entsteht gemäss Art. 29
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung (IVG)
frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (
Abs.
1). Der Anspruch entsteht nicht, solange die versicherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2). Die Rente wird vom Beginn des Mo
nats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Abs.
3).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, ab dem 24. Oktober 2012 habe in der angestammten Tätigkeit als Falzer eine Arbeitsfähigkeit von 80 % bestanden. Nach einer Operation am 5. Mai 2013 habe sich eine mehrmonatige Arbeitsunfähigkeit angeschlossen, wobei seit
November 2013 keine anhaltende
Arbeitsunfähigkeit mehr bestehe
(S. 1)
. Da die Anmeldung zum Leistungsbezug erst am 6. Mai 2013 eingegangen sei, würde ein Leistungsanspruch erst ab 1. November 2013 entstehen. Ab diesem Zeit
punkt bestehe aber wie dargelegt gar keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit
mehr. Im polydisziplinären MEDAS-Gutachten seien alle vorliegenden Akten berück
sichtigt und gewürdigt worden (S. 2).
Mit Beschwerdeantwort (Urk. 10) korrigierte die Beschwerdegegnerin ihren Stand
punkt dahingehend, dass gestützt auf das MEDAS-Gutachten vom 27. Januar 2015 seit dem 24. Oktober 2012 eine Arbeitsunfähigkeit von 20 % in der angestammten Tätigkeit ausgewiesen sei. Somit sei vorliegend eine anhal
tende Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen und es liege ein
invalidenversicherungs
rechtlich
relevanter Gesundheitsschaden vor. An der Verneinung des Renten
anspruchs ändere sich dadurch jedoch nichts. Ein solcher sei weiterhin zu ver
neinen, da die aufgrund der Schulterproblematik attestierte Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit zu keinem Zeitpunkt mehr als 40 % betragen und die Arbeitsunfähigkeit im Anschluss an die Fussoperation lediglich sechs Mo
nate gedauert habe
. Da der Beschwerdeführer selbst in der angestammten Tätig
keit weiterhin ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könne und zu
dem Hilfsarbeitertätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
altersunab
hängig
nachgefragt würden, würden sich an dieser Stelle weitere Ausführungen zu
r
geltend gemachten Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit erübrigen (S. 2 Ziff. 3).
Ein Grund, am MEDAS-Gutachten zu zweifeln, bestehe vorliegend nicht und es entspreche in jeglicher Hinsicht den vom Bundesgericht geforderten Kriterien, um als beweistaugliche Grundlage für eine rechtmässige Beurteilung der Invalidität dienen zu können. Namentlich die beschwerdeweise erwähnten Berichte der behandelnden Ärzte vermögen nichts am Beweiswert des Gutach
tens zu ändern, zumal sich daraus keine vom Gutachten wesentlich abweichen
den Befunde ergeben würden (Ziff. 4). Betreffend den Antrag auf Umschulung sei schliesslich festzuhalten, dass vorliegend lediglich der Rentenanspruch Ge
genstand der angefochtenen Verfügung sei (Ziff. 5).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, das MEDAS-Gutachten sei nicht schlüssig und widerspreche den Aussagen der be
handelnden Ärzte. Es seien daher noch weitere medizinische Abklärungen er
forderlich (Urk. 1).
Mit undatierter Eingabe (Poststempel vom 31. Juli 2015; Urk. 8) ergänzte der Beschwerdeführer, gestützt auf das Schreiben
(vgl. Urk. 6)
von
Dr.
med. A._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates,
sei ausgewiesen, dass er seit Janua
r 2013 bei
diesem
in Be
handlung
und ununterbrochen arbeitsunfähig gewesen sei. D
er Beschwerde
führer führte weiter aus, die
orthopädische Einschätzung im MEDAS-Gutachten,
wonach
er seit jeher
zu
100 % arbeitsfähig sei, sei nicht nachvollziehbar und stehe im Widerspruch zum Bericht seines behandelnden Arztes. Das Bundesge
richt habe zudem in einem Urteil vom 3. Juni 2015 entschieden, dass umfang
reiche Abklärungen durchzuführen seien. Dies sei in seinem Fall nicht passiert (S. 1 erster Abschnitt). Sodann sei zu berücksichtigen, dass er weitere Be
schwerden an der Schulter habe und an psychischen Problemen leide. Diese Leiden hätten ebenfalls Einfluss auf seine Arbeitsfähigkeit, was nicht berück
sichtigt worden sei (S. 1 zweiter Abschnitt). Ein beruflicher Wiedereinstieg sei wegen seiner gesundheitlichen Schwierigkeiten und wegen seines Alters mit er
heblichen Schwierigkeiten verbunden, weshalb er hierfür Unterstützung brauche (S. 1 dritter Abschnitt).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den Anspruch auf eine Invalidenrente zu Recht verneint hat. Der Beschwerdeführer bestreitet dabei ins
besondere, dass die Beschwerdegegnerin genügend medizinische Abklärungen durchgeführt hat sowie dass seine allenfalls zumutbare Restarbeitsfähigkeit auf
grund seines Alters noch verwertbar sei.
3.
3.1
Am 11. Februar 2013 erstattete
Dr.
med. B._
, Facharzt für Allge
meine Innere Medizin, im Auftrag des Krankentaggeldversicherers eine
Visio
med-Beurteilung
(Urk.
11/19
/10-14). Er
stellte
folgende Diagnosen (S. 3 Ziff. 3):
Verdacht auf
Rezidivganglion
im Bereich der
Peronealsehne
rechts bei Knicksenkfüssen beidseits, aber guter Kompensation
Verdacht auf
Periarthropathia
humeroscapularis
rechts mit
schmerzbe
dingter
Bewegungseinschränkung
koronare Herzkrankheit, bislang ohne
interventionelle
Massnahmen
Hypercholesterinämie, gut eingestellt
arterielle Hypertonie, gut eingestellt
Anhaltspunkte für das Vorliegen einer depressiven Störung oder Episode habe er nicht gefunden. Zurzeit nehme der Beschwerdeführer Citalopram (S. 3 Ziff. 4 unten).
Angepasste s
itzende Tätigkeiten ohne Heben über 10 kg, ohne gleichförmige Arbeiten mit der rechten Hand
,
ohne
Überkopfarbeiten
sowie
ohne
langes Ste
hen
, da sonst Schwellungen und Schmerzen am rechten Aussenknöchel auftre
ten würden, seien dem Beschwerd
eführer ohne weiteres zumutbar (S. 4 oben).
3.2
Im Jahr 2006 wurde der Beschwerdeführer erstmals
am rechten Fuss operiert, wobei ein Sehnenscheidenganglion
entfernt
wurde. Da die Beschwerden gemäss Bericht vom 9. Januar 2013 von
Dr.
A._
wieder deutlich zu
genommen hät
ten
, stellte er sich erneut im
Kantonsspital A._
(
A._
) vor (
Urk.
11/36/16-17
; vgl. auch Bericht vom 12. März 2013, Urk. 11/19/8-9
). Es wurde ein
multilokuläres
Ganglion des unteren Sprunggelenkes (Sinus
tarsi
) am rechten Fuss mit/bei geringen degenerativen Veränderungen im unteren Sprunggelenk diagnostiziert (Bericht vom 20. Februar 2013,
Urk.
11/36/15) und in der Folge im März 2013 eine Punktion und Infiltration des Sinus
tarsi
durch
geführt, welche jedoch wenig Beschwerdelinderung gebracht habe (Bericht
vom 1. März 2013,
Urk.
11/36/13-14, sowie Bericht vom 13. März 2013,
Urk.
11/36/12).
Aus diesem Grund erfolgte am
2.
Mai 2013 eine weitere Operation am rechten Fuss (
Austrittsbericht vom
2.
Mai 2013,
Urk.
11/36/10-11, sowie
Operationsbe
richt
vom
9
. Mai 2013,
Urk.
11/36/8-9). Nach einem problematischen
Wund
-
ver
heilungsverlauf
im Anschluss an die durchgeführte Operation (vgl.
Urk.
11/36/2-7) habe sich fünf Monate postoperativ ein zufriedenstellendes
Zu
standsbild
gezeigt. Der Beschwerdeführer könne 30 bis 45 Minuten pro Tag spa
zieren, wobei es im Anschluss teilweise noch zu Schwellungen im Bereich des Operationsfeldes sowie zu
Dysästhesien
im Bereich des lateralen Vorfusses komme. Seitens der Ärzte des
A._
sei die Behandlung nun abgeschlossen (Be
richt vom 2.
November 2013, Urk.
11/36
/1).
Den Akten sind für die Zeit vom 19. Februar bis
2.
Mai 2013 (
Urk.
11/15/3), vom
2.
Mai bis 18. Juni 2013 (Urk.
11/15/2)
sowie vom 5. A
ugust (richtig wohl 5.
Juli, vgl. Datum Arztzeugnis unten, Urk.
11/32) bis auf Weiteres
Arbeitsunfä
higkeitszeugnisse
zu entnehmen, in welchen dem Beschwerdeführer
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert
wurde
.
3.3
Med.
pract
. B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte mit Bericht vom 23. Dezember 2013 (Urk. 11/37/5-8
; siehe auch Bericht vom 17. Januar 2013, Urk. 11/19/15-16
) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
lit
. A.1):
Status nach offener Sinus
tarsi
-Revision rechts mit Zystenresektion, ausge
dehnter degenerativ-zystischer Veränderung im Sinus
tarsi
vom
2.
Mai 2013. Aktuell
amnestisch
Restschmerzen
arterielle Hypertonie, beginnende
hypertensive
Herzkrankheit (
Erstdiag
nose
2013)
atherosklerotische
Herzkrankheit (
Eingefässerkrankung
Circumflexa
60 % Stenose)
Nacken- und Schulterschmerzen
Halswirbelsäulen (HWS) - Röntgenbild vom 1
2.
Oktober 2013
geringgradige
Segmentdegeneration C6/7 mit linksbetonter
geringgradi
ger
Unkovertebralarthrose
leichte Bandscheibendegeneration C3-C6 (Radiologie Graben 12. Oktober 2011)
Periarthr
opathia
humeroscapularis
(
PHS
)
tendopathica
beidseits rechts mehr als links,
Impingementsyndrom
(
Dr.
Bodmer
Februar 2013)
Schwedenstatus rechts
bland
27. September 2012
leichte bis mittelgradige depressive Episode, Agoraphobie und
Panikstö
rung
(IPW 26. Juli 2006)
Aus den Angaben zur Arbeitsfähigkeit geht hervor, dass
med.
pract
.
B._
min
destens eine Teilarbeitsfähigkeit in einer (wegen den Fussbeschwerden) sit
zenden
Tätigkeit als möglich erachtet
e
,
er
jedoch eine gesamtheitliche medizi
nische Abklärung für die Beurteilung der Frage der zumutbaren Arbeits
fähigkeit
für
notwendig
hielt
(S. 3
lit
. C.2 und S. 3 f.).
3.4
Mit undatiertem
- jedoch aufgrund des
von
Dr.
A._
erwähnten
St
ellenwech
sels ins
Spital C._
(vgl. S. 1 Ziff. 1.3)
wohl
nach den zuvor genannten Berich
ten erstatteten - Bericht (Urk. 11/40/5-6) führte
Dr.
A._
aus, aktuell würden sich reizlose Narbenverhältnisse zeigen. Es würden diffuse neuropathische Be
schwerden im Versorgungsbereich des
Nervus
peroneus
superficialis
sowie eine sehr empfindliche Narbe bestehen. Sodann liege eine deutliche
Druckdolenz
im Bereich des Sinus
tarsi
vor (S. 1 Ziff. 1.4).
Der Beschwerdeführer sei vor dem Eingriff arbeitssuchend gewesen. Auch aktuell sei eine stehende oder wechsel
belastende Tätigkeit nicht möglich, da er unter deutlichen Belastungsproblemen leide (S. 2 Ziff. 1.6). Für die Einschätzung der Wiederaufnahme einer berufli
chen Tätigkeit beziehungsweise der Erhöhung der Einsatzfähigkeit empf
a
hl
Dr.
A._
den
Beizug
eines Rehabilitationsmediziners (Ziff. 1.9).
Mit Schreiben vom 11. Juni 2014 führte
Dr.
A._
aus, grundsätzlich sei beim Beschwerdeführer eine sitzende Tätigkeit denkbar. Zum Umfang und der Belast
barkeit wollte er sich allerdings nicht äussern (Urk. 11/42).
3.
5
Am 27. Januar 2015 erstatteten die Ärzte der MEDAS
Z._
das polydisziplinäre Gutachten, wobei der Beschwerdeführer in den Fach
richtungen Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Psychiatrie und Kardiologie untersucht wurde (Urk.
11/56
/1-49).
Anlässlich der internistischen und orthopädischen Begutachtung habe der Be
schwerdeführer über Schmerzen in der rechten Schulter und im rechten Fuss unterhalb des Aussenknöchels und an der Aussenkante geklagt. Die
Fuss
schmerzen
seien beim Gehen und bei normaler Alltagsbelastung so intensiv, dass Gehstrecken nach etwa 20 Minuten abgebrochen und eine Pause eingelegt werden müsste. Die Schulterschmerzen würden ihn am schweren Heben hindern und würden die Armbeweglichkeit im Schultergelenk bei vielen alltäglichen Verrichtungen einschränken (S. 22 Ziff. 2.1; vgl. auch S. 9 Ziff. 2.7). Sodann gab der Beschwerdeführer anlässlich der kardiologischen Untersuchung an, er verspüre bei psychischer Erregung, körperlicher Anstrengung aber auch in Ruhe ohne Belastung einen Druck und ein Ziehen im Brustkorb. Er habe dann Angst, dass etwas passieren könne und er einen Infarkt erleide und gar daran sterben könne (S. 16 Ziff. 2.1). Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung habe der Beschwerdeführer - nebst den zuvor genannten Beschwerden - über diffuse Ängste und depressive Verstimmungen seit 2005 berichtet. Er habe Stress bei der Arbeit gehabt, es sei zu Streitereien und Gereiztheit am Arbeitsplatz ge
kommen (S. 36 Ziff. 2.1).
Aus gesamtgutachterlicher Sicht wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 45 Ziff. III.1.1):
Status nach Resektion eines
Peronealsehnenganglions
rechts
und Re
zidiv-Operation (Mai 2013
), seitdem Narbenschmerz bei der
Sprungge
lenksbewegung
durch
Verbackung
der Haut und Unterhaut im Sinus
tarsi
Rotatorenmanschettendegeneration
mit
Impingementsymptomatik
bei der Armbewegung (
painful
arc
) rechts seit dem 24. Oktober 2012
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter die Folgenden (Ziff. III.1.2):
Dysthymia
(ICD-10 F34.1)
koronare 1-Gefässerkrankung mit 60%iger Stenose eines
Ramus
posterior
lateralis
der linken Koronararterie
Lumbalgien intermittierend mit geringer
pseudoradikulärer
Symptomatik
In der Konsensbeurteilung führten die Gutachter aus, der Beschwerdeführer habe angegeben, die letzte Arbeitsstelle wegen psychischer Überlastung auf Ende November 2010 gekündigt zu haben. Laut den damaligen Hausärzten hätte er zu dieser Zeit depressive Beschwerden gehabt (S. 46 oben).
Nach der Aussteuerung Ende November 2012 habe sich der Beschwerdeführer wegen orthopädischer Beschwerden an der Schulter und dem rechten Fuss in ärztliche Behandlung
b
egeben. Der operative Eingriff am rechten Fuss habe zufolge postoperativer Komplikationen ab dem 24. Oktober 2012 eine
langdau
ernde
Krankschreibung über etwa ein halbes Jahr bewirkt. Bezüglich der schmerzhaften rechten Schulter hätten leichte degenerative Befunde ohne we
sentliche Funktionsstörung erhoben werden können. Dem sollte mit gewissen Anpassungen am Arbeitsplatz Rechnung getragen werden (S. 46 Mitte).
Die aktuellen Schmerzen am rechten Fuss könnten angeblich durch eine Vernar
bung erklärt werden, weshalb offenbar eine erneute Revision geplant sei. Allenfalls könnte durch einen orthopädischen Schuh Erleichterung geschaffen werden. Der Beschwerdeführer sei aber nach der vorliegenden Untersuchung objektiv nicht eingeschränkt. Er habe den rechten Fuss bei der Untersuchung ohne Schmerzmanifestation im
Einbeinstand
belasten können und mache täg
lich Spaziergänge
(S. 46 unten).
Die körperlichen Beschwerden würden einer gewissen Somatisierung entspre
chen, womit der Beschwerdeführer seine Behinderung zeigen wolle. Behandlun
gen wegen körperlichen Beschwerden als Folge langjähriger
anforderungsrei
cher
, leicht bis mittelschwerer körperlicher Arbeit würden kulturbedingt besser in sein Krankheitskonzept passen als eine psychiatrische Betreuung, obwohl er über Gedächtnisstörungen und einen „leeren Kopf“ klage. Die Kriterien einer somatoformen Schmerzstörung seien jedoch nicht erfüllt (S. 46 f.).
Der Beschwerdeführer leide aus psychiatrischer Sicht aber an einer
Dysthymie
. Diese sei gekennzeichnet durch eine chronische depressive Verstimmung, die die Kriterien einer depressiven Episode nicht erfülle. Dieser Sachverhalt lasse sich überwiegend wahrscheinlich seit 2006 aus den Akten und mit der aktuellen psychiatrischen Untersuchung nachweisen. Die hausärztlichen Angaben einer leichten bis mittelschweren depressiven Episode und Panikstörung Ende 2013 seien nicht nachvollziehbar (S. 47 oben).
Der Beschwerdeführer habe sich nach mehrjähriger Absenz vom Erwerbsleben daran gewöhnt und präsentiere sich aktuell als Invalider. Daraus würden das tiefe soziale Funktionsniveau und die von der Familie unterstützte regressive Position resultieren. Sie seien psychologisch zwar nachvollziehbar, aber nicht als krankhaft zu werten (S. 47 Mitte).
Zur Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit führten die Gutachter aus, es könne aus somatischer Sicht ab dem 24. Oktober 2012 eine leichte Minde
rung der Arbeitsfähigkeit von 20 % attestiert werden. Die Fussbeschwerden hätten nach der Revisionsoperation vom 5. Mai 2013 zwar vorübergehend für ein halbes Jahr zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt, ab dem 2. November 2013 sei gestützt darauf jedoch keine anhaltende Arbeitsunfähigkeit me
hr zu attes
tier
en (S. 47 f. Ziff. 3.1
; vgl. auch S. 32 Ziff. 6.1
).
In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe
- mit Ausnahme für das halbe Jahr zwischen dem 5. Mai und dem 1. November 2013
aufgrund der
Fussbe
schwerden
- keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 48 Ziff. 3.2).
Das Belastungsprofil der zumutbaren leidensangepassten Tätigkeit kann dem orthopädischen
(S. 3
3 f. Ziff. 6.2
) und psychiatrischen (S. 43 Ziff. 6.2)
Teilgut
achten
entnommen werden: Zumutbar sei im Wesentlichen eine körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit unter Benützung ausschliesslich oder über
wiegend der Hände und Arme
rumpfnah
ohne besondere Seitenbetonung
und Tragen bis 5 kg und selten über 5 kg entweder mit einer Hebevorrichtung oder wechselweise mit dem linken Arm
. Zeitweises Arbeiten mit Besteigen von Ho
ckern, Leitern, Treppen und Trittstufen seien möglich. Tätigkeiten im Freien mit Nässe- und Kälteeinwirkung und unter Zugluft seien zeitweise (bis 10 % der Arbeitszeit) möglich. Arbeiten ausschliesslich oder überwiegend im Sitzen auf Tischhöhe ohne Einnahme von Zwangshaltung und ohne Rumpfdrehung seien ebenfalls zumutbar. Tätigkeiten, die eine besondere geistig-psychische Belast
barkeit
beding
t
en und mit Gefährdungs- und Belastungsfaktoren verbunden seien, seien nicht geeignet.
3.6
Mit Schreiben vom 24. März 2015 erhob
Dr.
A._
Einwand gegen den Vorbe
scheid
der Beschwerdegegnerin
(Urk. 11/58) und führte aus, nach der Operation vom Mai 2013 sei der Beschwerdeführer ununterbrochen arbeitsunfähig gewe
sen. Sollten diesbezüglich weiterhin Zweifel bestehen,
schlage
er vor, zusammen mit dem Beschwerdeführer mit einem Vertrauensarzt der Beschwerdegegnerin nochmals den Krankheitsverlauf
zu
besprechen (Urk. 11/62).
4.
4.1
Das MEDAS-
Gutachten beruht auf für die strittigen Belange umfassenden Untersu
ch
un
gen und berücksichtigt die vom
Beschwerdeführer geklagten Be
schwerden in angemessener Weise. Sodann wurde es in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet und trägt der konkreten medizi
nischen Situation Rechnung.
Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden a
usführlich begründet. Es
ist für die Beantwortung der Fragen umfassend und erfüllt die
praxisgemässen
K
riterien (vgl. vorstehend E. 1.4
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt wer
den kann.
4.2
Der Beschwerdeführer machte geltend, es sei nicht auf das MEDAS-Gutachten abzustellen, sondern auf die Beurteilung von
Dr.
A._
(vorstehend E. 2.2).
Aus den aufgeführten Berichten von
Dr.
A._
geht hervor, dass er auch für die Zeit nach November 2013, nachdem am
A._
ein Behandlungsabschluss er
folgt war
(vorstehend E. 3.2), von einer eingeschränkten Arbeitsfähigkei
t des Beschwerdeführers ausging.
D
ies
relativierte er jedoch
mit Stellungnahme
n
vom 11. Juni 2014 (vorstehend E. 3.4) sowie vom 24. März 2015 (vorstehen
d E. 3.6) und
hielt
eine angepasste Tätigkeit grundsätzlich für zumutbar
.
Z
um Umfang und
zur
Belastbarkeit
nahm er indes keine Stellung
.
Dr.
A._
setzte sich für den Beschwerdeführer im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
ein, verfasste ein
Einwandschreiben
und
empfahl der Beschwerdegegnerin,
zusammen mit dem Beschwerdeführer und einem Vertrauensarzt den Krankheitsverlauf nochmals durchzugehen, da er den Beschwerdeführer seit Mai 2013 als für ununterbro
chen arbeitsunfähig erachte. Zum MEDAS-Gutachten
- das ih
m
offensichtlich nicht vorlag -
nahm er keine
Stellung
.
Dies zeigt, dass die in ständiger Rechtsprechung anerkannte Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag (vgl. BGE 137 V 210 E. 1.2.4 mit Hinweisen) von erheblicher Bedeutung ist, haben doch die Berichte der behan
delnden Ärzte rechtsprechungsgemäss nicht den Zweck einer den abschliessen
den Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven Beur
teilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die von der Rechtsprechung aufgestellten materiellen Anforderungen an ein Gutachten.
Auch ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass die behandelnden Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5). Dies zei
gt sich an der Intervention von
Dr.
A._
exemplarisch. Zwar ist es durchaus achtenswert, dass er sich für die Interessen seines Patienten engagiert und sogar
mit ihm zusammen das
Vorbescheidverfahren
durchlief
; der Verwert
barkeit seiner Stellungnahmen im Rahmen der Rechtsanwendung ist
dies jedoch abträglich.
4.3
Das MEDAS-Gutachten vermag auch durch den Bericht von med.
pract
B._
nicht in Frage gestellt
zu
werden,
ist doch seine Stellungnahme so rudimentär ausgefallen (vorstehend E.
3.3
), dass sie keine
entscheidrelevanten
Schlussfol
gerungen erlaubt.
So vermögen die kurzen Ausführungen zum Befund insbe
sondere nicht
,
die Diagnosestellung zu erklären. Wie seiner Auflistung zu ent
nehmen ist, wurden die von ihm aufgeführten Diagnosen allerdings weitgehend aus anderen Arztberichten - teils Jahre zurück - ü
bernommen und zusammen
getragen, was deren fehlende Nachvollziehbarkeit erklärt.
Nach dem Gesagten
nannte
med.
pract
.
B._
keine objektiv feststellbaren Gesichtspunkte, welche Zweifel am Gutachten begründen würden.
4.4
Schliesslich
ist es nicht zutreffend, dass - wie der Beschwerdeführer geltend machte
(vorstehend E. 2.2)
- die MEDAS-Gutachter die Schulterproblematik nicht berücksichtigt hätten: Die Gutachter berücksichtigten diese sowohl im Rahmen der Diagnosestellung als auch beim zumutbaren Belastungsprofil (vor
stehend E. 3.5).
Im Übrigen
stellte bereits
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.1) ein ähn
liches Belastungsprofil auf, wie jenes der
MEDAS-Gutachter
.
Sodann sind den Akten auch keine Hinweise zu entnehmen, dass der Beschwer
deführer aktuell unter invalidenversicherungsrechtlich relevanten psyc
hischen Problemen leidet: Aufgrund der Akten war der Beschwerdeführer wohl in den Jahren zwischen 2006 und 2010 in der Hausarztpraxis
D._
in Behand
lung wegen einer depressiven Störung mit Schlaflosigkeit (Urk. 11/33). Eine aktuelle Behandlung wegen psychischen Problemen ist allerdings nicht nach
gewiesen.
4.5
Zusammengefasst erscheinen die Einschätzungen seitens der behandelnden Ärzte als zu stark von ihrer therapeutischen Perspektive geprägt, als dass für die Frage, welche Versicherungsleistungen dem Beschwerdeführer zustehen, darauf abgestellt werden könnte.
Nach dem Gesagten ist der medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt, dass der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit seit dem 24. Oktober 2012 zu 20
%
eingeschränkt ist.
Leidensangepasste Tätigkeiten sind ihm - abgesehen vom Zeitraum zwischen dem 5. Mai und dem 1. November 2013, während wel
chem eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestand - zu 100 % zumutbar.
Soweit der Beschwerdeführer verlangt, es se
ien weitere Abklärungen durch
-
zu
füh
ren, kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b S. 494 mit Hinweisen). Der Gesundheitszustand und die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizinischen Ak
ten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen wären keine neuen Er
kenntnisse zu erwarten.
5.
5.1
Zu prüfen sind
schliesslich
die erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlichen Einschränkungen
,
wobei einzig strittig ist, ob es dem Beschwerdeführer noch möglich und zumutbar ist, seine Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
zufolge seines fortgeschrittenen Alters
zu verwerten.
5.2
Die Rechtsprechung hat das fortgeschrittene Alter, obgleich an sich ein
inva
liditätsfremder
Faktor (AHI 1999 S.
240 unten sowie Urteil des Bundesgerichts I
97/00 vom 2
9.
August 2002 E.
1.4 mit Hinweisen), als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die der versicherten Person verbliebene
Resterwerbs
fä
higkeit
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die
Selbst
eingliederungspflicht
nicht mehr zumutbar ist. Ist die Resterwerbsfähigkeit in diesem Sinne wirtschaftlich nicht mehr verwertbar, liegt vollständige Erwerbs
unfähigkeit vor, die zum Anspruch auf eine ganze Invalidenrente führt. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermö
gen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen. Die Bedeutung des fortgeschrittenen Alters für die Besetzung entsprechender Stellen ergibt sich vielmehr aus den
Einzel
fallumständen
, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend erscheinen. Zu denken ist zunächst an die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, angesichts der beschränkten Dauer verbleibender Aktivität
,
sodann namentlich auch an den absehbaren
Um
stel
lungs
- und Einarbeitungsaufwand, dessen Ausmass wiederum anhand von Kri
te
rien wie der Persönlichkeitsstruktur, vorhandenen Begabungen und Fertig
kei
ten, Ausbildung und beruflichem Werdegang sowie der Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich abzuschätzen ist (Urteil des Bundesgerichts I 376/05 vom
5.
August 2005 E. 4.1 mit Hinweisen).
5.3
Der Beschwerdeführer
war
in dem für die
ge
richtliche Beurteilung massgeben
den Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung (vgl. dazu BGE
121 V 362 E. 1b mit Hinweis) 59 Jahre und 4 Monate alt (vgl. Urk. 11/16/1 Ziff. 1.3). Die ihm verbleibende Aktivitätsdauer bis zum Eintritt ins AHV-Alter betrug so
mit noch 5 Jahre und 8 Monate.
Dennoch bestehen für den Beschwerdeführer mit Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt Möglichkeiten, eine Stelle zu finden.
Einerseits ist der Beschwerdeführer nach wie vor im Rahmen eines Vollpensums für ange
passte Hilfstätigkeiten sowie
insbesondere
im Rahmen eines 80 % Pensums für seine angestammte Tätigkeit als Falzer arbeits
fähig. Andererseits sind die be
ste
henden Einschränkungen
aufgrund
seiner Fuss- und Schulterproblematik
in Be
zug auf zumutbare Tätigkeiten nicht derart massiv, dass von realitätsfremden und in diesem Sinne unmöglichen oder unzumutbaren Einsatzmöglichkeiten auszugehen wäre (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 824/02 vom 1
6.
Juni 2004 E.
2.2.2 mit Hinweisen).
Tätigkeiten mit einem solchen,
wenig
eingeschränkte
n
Anforderungsprofil
(vgl. vorstehend E. 3.5)
, sind auf dem ausgeglichenen Ar
b
eitsmarkt ausreichend vorhanden.
Zudem
werden Hilfsarbeiten (
Anforderungs
niveau
4, einfache und repetitive Tätigkeiten) auf dem
massgebenden
, (hypo
thetisch) ausgeglichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachge
fragt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_17/2011 vom 21. April 2011 E. 6.2 mit Hinweisen).
5.4
In seiner bisherigen Tätigkeit ist der Beschwerdeführer aus medizinisch-theor
eti
scher Sicht nach wie vor zu 8
0 % arbeitsfähig, weshalb er damit bereits ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen kann (Invaliditätsgrad von 20 %).
Sollte der Beschwerdeführer Hilfeleistung bei der Arbeitssuche benö
tigen, kann er sich hierfür bei der Beschwerdegegnerin melden.
5.
5
Zusammenfassend ist somit von einer Verwertbarkeit der medi
zinisch-theore
tisch zumutbaren Resta
rbeitsfähigkeit auszugehen
.
Die Verfügung erweist sich damit im Ergebnis als rechtens, weshalb die Be
schwerde abzuweisen ist.
6.
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung den
beschwer
deweise
weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
Der Anspruch auf berufliche Massnahmen bildet vorliegend nicht
Anfech
-
tungsge
genstand
der Verfügung vom 6. Mai 2015. Soweit der Beschwer
deführer berufliche Massnahmen (Umschulung) verlangt (vgl.
Urk.
1
Ziff.
4), ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind
sie dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen.