# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5ad19b4d-2aac-4dda-8f21-b82be38e82cf
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1970
geborene
X._
unterzog
sich vom
7.
Oktober bis
1
5.
Dezember 2004 einem stationären Alkoholentzug im
Y._
, wo ein Alkoholabhängigkeitssy
n
drom, eine ängstlich-vermeidende
Per
sönlich
keitsstörung
und eine Intelligenz im unteren Normbereich festgestellt wurde (
Urk.
9/6). A
m 1
0.
Februar 2005
meldete er sich
wegen Angst- und
Panikzu
ständen
bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle,
z
um Leistungsbezug an (
Urk.
9/1).
Am
8.
Mai 2008 begab er sich beim
Z._
in Behandlung
, wo man
eine Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10 F40.01) und eine ängstliche / vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6)
diagnostizierte und
dem Versicherten
ab Behandlungsbeginn
eine
50%
ige Arbeitsfähigkeit
für leidensangepasste und eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit für die angestammte Tätigkeit als Hilfsarbeiter attestierte
(
Urk.
9/38).
Die IV-Stelle konnte in der Folge den Sachverhalt nicht abklären, weil der Versi
cherte die notwendigen Informationen auch nach durchgeführtem Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
nicht preisgab. Mit Verfügung vom 2
8.
Mai 2008 entschied
sie
androhungsgemäss aufgrund der Akten und wies das Leistungsbegehren
des Versicherten
ab (
Urk.
9/20).
2.
Am 2
3.
September 2008 meldete
sich
X._
erneut
bei der
IV-Stelle
und beantragte
berufliche Integration / Rente (
Urk.
9/30). Die
se
holte im Zuge der Sachverhaltsermittlung ein RAD-Gutachten ein, welches med.
pract
.
A._
, Facharzt fü
r Psychiatrie und Psychotherapi
e, am 1
4.
Juli 2009 erstattete. Er diagnostizierte eine Agoraphobie mit Panikattacken (ICD-10 F40.01),
eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6), ein
Alkoholab
hängigkeitssyndrom
(ICD-10 F10.24) und anamnestisch eine rezidi
vierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
,
sowie eine Intelli
genz im unteren Normbereich bei einem im Jahr 2004 erhobenen IQ von 7
2.
Die Arbeitsfähigkeit legte er unter der Bedingung, dass eine ps
ychothera
peutische Behandlung
zu erfolgen habe, auf
50
%
für intellektuell wenig anspruchsvolle, klar strukturierte Tätigkeiten
ohne
zu grosse
n
em
otionale
n
und zeitliche
n
Druck fest. Er wies darauf hin, dass der Versicherte beim Wieder
-
einstieg
in den Arbeitsmarkt begleitet werden sollte (
Urk.
9/47
S. 4-5). Gestützt auf ihre Ab
klärungen sprach die IV-Stelle dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 63
%
mit Verfügung vom 1
0.
Dezember 2009 ab
1.
September 2007 eine
Drei
viertelsrente
zu (
Urk.
9/53).
3.
Im Februar 2011 leitete die
IV-Stelle eine Revision von Amtes wegen ein (
Urk.
9/65). Sie klärte den Sachverhalt ab und veranlasste wiederum beim RAD
eine psychiatrische Begutachtung.
Dr.
med.
B._
attestierte dem Versicher
ten in seinem Gutachten vom 2
7.
September 2011 bei gleichgebliebener Diag
nostik eine Verbesserung des Gesundheitszustandes und eine Erhöhung der Ar
beitsfähigkeit von 50 auf neu 70
%
für leidensangepasste Tätigkeiten, wie sie med.
pract
.
A._
formuliert
hatte (
Urk.
9/74). Gestützt auf die neuen Erkennt
nisse berechnete die IV-Stelle einen Invaliditätsgrad von 51
%
und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 1
0.
Februar 2012 in Aussicht, sie werde die bisher ausgerichtete
Dreiviertelsrente
auf eine halbe Rente herabsetzen (
Urk.
9/85). Trotz dagegen erhobener Einwände hielt die IV-Stelle
mit Verfü
gung vom 1
0.
Oktober 2012 an ihrem Entscheid fest und setzte die Rente per
1.
Dezember 2012 auf eine halbe Rente herab (
Urk.
2).
4.
Dagegen
liess
X._
,
vertreten durch
die Stadt Zürich, Soziale Dienste,
mit Eingabe vom
1.
Februar 2013 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren
erheben
, es sei ihm weiterhin eine
Dreiviertelsrente
auszurichten.
Er machte geltend, die tatsächlichen Verhältnisse hätten sich nicht verändert.
In verfah
rensrechtlicher Hinsicht
liess
er
die unentgeltliche Prozessführung beantragen
(
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle verzichtete mit Eingabe vom 2
5.
März 2013 auf eine Stellungnahme (
Urk.
11).
Auf die weitere Begründung wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen einge
gangen.
Mit Verfügung vom 1
6.
April 2013 bewilligte das Gericht dem Beschwerdefüh
rer die unentgeltliche Prozessführung.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Der zu beurteilende Rechtsstreit dreht sich um die Frage, ob ein Revisionsgrund vorliegt oder nicht. Die Beschwerdegegnerin bejaht
e
dies
in der angefochtenen Verfügung vom 1
0.
Oktober 2012 (
Urk.
2)
gestützt auf ihre Abklärungen
mit der Begründung, der gesundheitliche Zustand des Beschwerdeführers habe sich
seit der erstmaligen
Rentenzusprache
erheblich verbessert
. Der Beschwerdeführer hält dagegen,
seit der
Rentenzusprache
sei keine Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse ausgewiesen
und ein Revisionsgrund sei deshalb nicht gegeben
(
Urk.
1 S. 6)
.
2.
2.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art.
17 Abs.
1
:
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentli
chen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen).
Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich geblie
bener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in sei
nen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundes
gerichts 9C_261/2009 vom 11.
Mai 2009 E.
1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art.
17 Abs.
1 ATSG dar
.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhaltsabklä
rung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108).
2.2
Mit Verfügung vom
1
0.
Dezember 2009 hatte
die
Beschwerdegegnerin dem Be
schwerdeführer gestützt auf ihre Abklärungen
betreffend gesundheitliche und wirtschaftliche
Krankheitsfolgen
bei einem Invaliditätsgrad von 63
%
eine
Drei
viertelsrente
zu
gesprochen
(
Urk.
9/
53 und
9/
54).
Mit der vorliegend angefochte
nen Verfügung vom 1
0.
Oktober 2012 (
Urk.
2) setzte sie die Rente bei einem
In
validitätsgrad
von 51
%
per
1.
Dezember 2012 auf eine halbe Rente herab.
Der Sachverhalt im Zeitpunkt der vorliegend angefochtenen Verfügung ist d
emnach
mit jenem vom
1
0.
Dezember 2009
zu vergleichen
.
3.
3
.1
Der ursprünglichen Verfügung lagen folgende Erkenntnisse zugrunde:
3
.
1
.1
Aus dem Bericht des
Y._
vom 1
0.
März 2005 geht her
vor, dass der Beschwerdeführer seit ca. 1996 an einem
Alkoholabhängigkeits
syndrom
und seit ca. 1990 an einer ängstlich-vermeidenden
Persönlichkeits
störung
leidet
. Zudem liege seine Intelligenz im unteren Normbereich.
Die
t
est
psychologische
Untersuchung habe einen IQ von 72 ergeben. Der Beschwerde
führer weise deutliche intellektuelle Defizite auf. Er habe Mühe
,
sich zu kon
zentrieren
,
und zeige Auffassungsschwächen. Er sei sprachlich einfach struktu
riert, brauche in der Organisation von alltäglichen Dingen Anleitung und Un
terstützung, die er sich zu holen imstande zeige. Es bestehe eine überdurch
schnittlich ausgeprägte allgemeine Ängstlichkeit als Persönlichkeitsmerkmal. Zudem weise der Beschwerdeführer in der
Liebowitz
-Skala überdurchschnittli
che soziale Ängste
und
ein ausgeprägtes Vermeidungsverhalten auf.
Deshalb seien bei
ihm
Bewältigungsstrategien nur begrenzt vorhanden, was zu einer eingeschränkten Anpassungsfähigkeit und Belastbarkeit führe.
Seit ca. 1995 hä
tten sich berufliche Leistungsp
r
o
bleme gezeigt, weshalb der Beschwerdeführer bis ca. 2002 Aushilfstätigkeiten aus
geübt
, seither
aber
keine Tagesstruktur mehr
gehabt
und vermehrt Alkohol
konsum
iert habe
. Es wurde ein stationärer Auf
enthalt
vom
7.
Oktober bis 1
6.
Dezember 2004
zum Alkoholkonsum-Entzug so
wie
zur Erarbeitung von Angstbewältigungsstrategien und des Aufbaus einer Tagesstruktur durchgeführt. Die Prognose sei, bei weiterer psychiatrischer und soziotherapeutischer Behandlung
,
eher günstig
(
Urk.
9/6).
3.1
.2
Der
damals
behandelnde Arzt,
Dr.
med.
C._
attestierte
dem Beschwer
deführer
ab 1
6.
April 2004 eine 100
%ige und ab Januar 2005 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit für
die
angestammte
Tätigkeit als Automechaniker. Die letzte Konsultation fand am
4.
Februar 2005
statt
(
Urk.
9/9).
3.1
.3
Nachdem die
Beschwerdegegnerin
erfolglos versucht hatte, weitere Unterlagen des Beschwerdeführers für die Sachverhaltsabklärung zu erhalten, führte sie das Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
durch.
Der B
eschwerdeführer
reagierte
nicht, woraufhin
sie
androhungsgemäss aufgrund der Akten entschied und sein
Leis
tungsbegehren
abwies (
Urk.
9/14-20).
3.1
.4
Am 2
3.
September 2008 meldete sich der mittlerweile von der Sozialhilfe abhän
gige Beschwerdeführer erneut bei der Beschwerde
gegnerin zum
Leis
tungsbezug
an
(
Urk.
9/30).
3.1
.
5
Aus dem Auszug der Individuellen Konten vom
9.
Oktober 2008 (IKZ) und dem Fragebogen für Arbe
itgeber vom 1
4.
Oktober 2008 ist ersichtlich
, dass der
Beschwerdeführer seit
7.
März 2005 im
D._
als Elektronikmitarbei
ter arbeitete und dabei
Fr.
500.--
für ein 100
-
%
-P
ensum
verdiente
.
Per
1.
Apri
l 2008 reduzierte
er
das Pensum auf
50
%
(
Urk.
9/
36
-
37).
3.1
.
6
Aus dem Bericht des
Z._
vom 2
2.
Oktober 2008 geht hervor, dass der Beschwerdeführer aufgrund einer diagnostizierten Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10 F40.01) und einer ängstlichen (vermeidenden) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) seit
Behand
lungsbeginn
am
8.
Mai 2008 zu 100
%
arbeitsunfähig sei
(
Urk.
9/38 S. 4-5). Der Gesundheitszustand verschlechtere sich und könne durch medizinische Mass
nahmen nicht verbessert werden (
Urk.
9/38 S. 6).
Für behinderungs
-
angepasste Tätigkeiten bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
9/38 S. 9).
Dr.
med.
E._
hielt fest, dass
beim Beschwerdeführer das Konzentrationsvermögen leicht und das Anpassungsvermögen und die Belastbarkeit schwer einge
schränkt seien. B
ei der Störung des Beschwerdeführers
handle es sich
um einen mehrjährigen,
chronifizierten
Verlauf mit progredienter Symptomatik
, welche ihn
zum sozialen Rückzug in allen Belangen des Lebens
zwinge
. Diese scheine so verfestigt zu sein, dass sie therapeutis
ch nicht mehr beeinflussbar sei
. Der Beschwerdeführer bezeichne sich als eine Person, die immer scheu gewesen sei. Schon in der Kindergartenzeit sei er sozial unbeholfen gewesen, habe sich un
beliebt gefühlt.
Er habe
seit der Primarschule
unter Min
derwertigkeitsgefühlen gelitten und sich
immer
vor Kritik und Ablehnung gefürchtet. Er v
ermeide
des
halb
Aktivitäten, die zwischenmenschliche Kontakte voraussetz
ten
. Die nach der Schulzeit ergriffene Lehre habe er wegen Überforderungsgefühlen und geringer Leistungen abbrechen müssen. Er habe in den 90er Jahren mehrere Stellen in
negehabt, die er wegen Überforderungsgefühlen und Panikattacken selber ge
kündigt habe. 1998 habe er die erste depressive Episode gehabt. Seit Sommer 2003 s
tünden
Panikattacken im Vordergrund. Diese würden sich auf
bestimmte
Situationen beziehen, z.B. ausser Haus
oder
in einer Menschenmenge
sein
,
beim E
inkaufen
, in einer Schlange stehen, Reisen
mit dem
Bus oder
dem
Tram.
Er vermeide solche
Situationen, was die Arbeitssuche oder Terminwahrnehmung stark
beeinträchtig
e
.
Er
sei bei mehreren Ärzten gewesen, habe auch Psycho
pharmaka eingenommen. Er könne sie nicht nenne
n, habe sie auch wegen schlimmer
Nebenwirkungen – welche er eben
falls nicht
benennen könne – wieder abgesetzt.
Die Arbeitsfähigkeit sei auf lange Sicht schwer einzuschätzen. Mit einer Veränderung sei mittelfristig nicht zu rechnen (
Urk.
9/38 S. 9-10).
3.1
.7
D
ie Hausärztin,
Dr.
med.
F._
, gab am 1
1.
November 2008 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit Angstzustände bei labiler Persönlichkeits
struktur, bestehend seit 1998, an. Zur Arbeitsfähigkeit in se
iner angestammten Tätig
keit wies sie auf die Arbeit des Beschwerdeführers a
m
geschützten Arbeits
platz in der Behindertenwerkstätte hin.
Sie gab an, dass der Beschwerdeführer in psychiatrischer Behandlung sei.
Sein Allgemeinzustand
sei gut.
Die Frage, ob
die Arbeitsfähigkeit mit medizinischen Massnahmen gesteigert werden könne,
müsse mit einem
psychiatrische
n Gutachten beantwortet werden
(
Urk.
9/39).
3.1
.8
Am 1
4.
Juli 2009 erfolgte eine psychiatrische
Untersuchung
durch den RAD-Arzt med.
pract
.
A._
, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie.
In seinem am 2
7.
Juli 2009 erstellten Gutachten (
Urk.
9/47) notierte er zu den geklagten Beschwerden
rasch auftretende Nervositä
t und Anspannung
, welche insbesondere unter Erwartungsdruck bzw. bei Konfrontationen rasch ansteige
n würden
.
Es könne deshalb
situationsabhängig zu Stimmungseinbrüchen mit Frustrationserleben, starker Nervosität und Angstgefühlen kommen. Er ziehe sic
h dann in seine Wohnung
zurück
.
Zur Anamnese habe der Beschwerdeführer angegeben, in der Schule Mühe ge
habt und unter den Erwartungen der Lehrer gelitten zu haben. Er habe Minder
wertigkeitsgefühle entwickelt und sich rasch überfordert gefühlt. Insbesondere wegen Einschlafstörungen habe er vor ca. 20 Jahren begonnen, vor dem Ein
schlafen Bier zu trinken.
E
r sei in der Schule als verschlossenes und zurückhal
tendes Kind aufgefallen, welches die geforderten Leistungen nicht erbracht habe. Er sei
ab der
2.
Klasse
in eine italienische Privatschule gegangen. Diese Zeit habe er traumatisch in Erinnerung, weil die Lehrer sehr streng gewesen seien. Er habe eine Lehre als
Sanitärspengler
wegen unzureichende
r
Schulleis
tungen
abbrechen müssen, ebenfalls
abgebrochen habe er
eine Lehre als
Auto
mechaniker
. Im Berufsleben habe er im Zusammenhang mit Überforderung und Stress zunehmend Schwierigkeiten und Ängste entwickelt. Ab 1998 habe er, nach mehreren Temporär- und Aushilfsstellen, keine Arbeit mehr gefunden und sei fürsorgeabhängig geworden. Nach einem dreimonatigen Alkoholentzug im Herbst 2004 sei er verbeiständet worden und in eine betreute Wohngemein
schaft im
G._
gezogen. Parallel
dazu
habe er e
ine geschützte Arbeitsstelle in der
D._
(Elektroabteilung) bekommen.
Er habe sich im geschützten Rahmen hochgearbeitet und mehr Verantwortung
über
nehmen
können. Nach 4 Jahren habe er gekündigt, da sein Lohn nicht mehr seinen Leistungen entspreche, wie er
meine
. Er würde gerne wiede
r einer regel
mässigen Arbeit nachgehen. Er traue sich aber nur eine ca. halbtägige A
rbeit im geschützten Rahmen zu.
Med.
pract
.
A._
hielt fest, auf eine
neuropsychologische Testdiagnostik habe er verzichtet.
Er diagnostizierte eine Agoraphobie mit Panikattacken (ICD-10 F40.01), eine ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6), ein
Alkoholab
hängigkeitssyndrom
, aktuell mässiger Konsum (ICD-10 F10.24), und anamnes
tisch eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4), sowie eine Intelligenz im unteren Normbereich bei einem im Jahr 2004 erhobenen IQ von 7
2.
Der Beschwerdeführer sei aufgrund der verminderten Be
lastbarkeit und Überforderungstendenz im Rahmen der reduzierten intellektuel
len Fähigkeiten sowie der ängstli
ch-vermei
denden Persönlichkeitszüge für in
tellektuell anspruchsvolle Tätigkeiten mit erhöhtem zeitlichem oder emotiona
lem Druck seit mindestens Mitte April 2004 zu 100
%
arbeitsunfähig. Nach
psychotherapeutischer Behandlung
könne
eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
für intellektuell wenig anspruchsvolle, klar strukturierte Tätigkeiten ohne zu gros
sen emotionalen und zeitlichen Druck
attestiert werden
. Aufgrund der langen Absenz vom Arbeitsmarkt brauche es eine vorsichtige und schrittweise Rein
tegration. Ein begleiteter Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt wäre zu begrüssen. Eine Besserung unter adäquater psychotherapeutischer Begleitung sei möglich, weshalb de
r
Beschwerdeführer
auf
seine Schadenminderungspflicht
hinzuweisen und zu verpflichten sei
, sich regelmässig (ein- bis zweimal wöchentlich) psychi
atrisch be
handeln
zu lassen
(
Urk.
9/47 S.
2
-5).
3.2
3.2.1
Dr.
F._
untersuchte
den Beschwerdeführer
und hielt in
ihrem
Bericht vom
1
9.
August 2011 fest, dass er seit 1998 an einer labilen Persönlichkeitsstruktur leide. Sie zeigte auf, dass die somatischen Befunde unauffällig seien und dass körperlich keine Arbeitsunfähigkeit bestehe. Im psychiatrischen Bereich habe seit Ende 2008 keine psychiatrische Konsultation mehr stattgefunden. Betref
fend Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht wiederholte sie, es sei ein psychiatrisches Gutachten notwendig. Die Arbeitsfähigkeit betrage
für die bis
herige Tätigkeit
80 – 100
%
. Ihres Erachtens sei der Beschwerdeführer zu min
destens 80
%
arbeitsfähig (
Urk.
9/71).
In einem weiteren undatierten Kurzbericht hielt sie fest, der körperliche Zustand sei gut, psychisch wirke er viel besser.
Man müsse
eine psychiatrische Beurtei
lung einholen. Ihres Erachtens sollte der Beschwerdeführer schrittweise in den Arbeitsprozess integriert werden (
Urk.
9/72).
3.2
.2
Daraufhin fand wiederum beim RAD eine psychiatrische Evaluation statt. Dies
mal erstattete
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am 2
7.
September 2011 ein Gutachten
(
Urk.
9/74).
Die Fragestellung fo
rm
ulierte er derart, das
s
er
bei dürftiger Aktenlage und im Hinblick auf den
durch
Dr.
F._
ausgewiesenen, verbesserten psychischen
Zustand
d
en
psychiatri
schen
Sachverhalt im Hinblick auf die letzte psychiatrische Beurteilung vom 1
4.
Juli 2009
plausibilisieren müsse
.
Zur Anamnese hielt er fest, der Beschwerdeführer habe ausgeführt, es gehe ihm besser. Allerdings leide er noch regelmässig unter Panik- und Angstattacken sowie unter Depressionen.
S
eit der
letzten
RAD
-
Untersuchung im Jahr 2009
habe sich
nicht viel verändert. Seit 2006 gehe er nicht mehr in ambulante Behandlung, auch in stationärer
Behandlung
sei er seit Jahren nicht gewesen. Er nehme seit langer Zeit keine Psychopharmaka
mehr
ein.
Im administrativen Bereich
erhalte
er
Unterstützung von einer Mitarbeiterin des Sozialamtes, ver
beiständet sei er nicht.
Dr.
B._
zeigte in Anlehnung an den Mini-ICF-P die
funktionelle
Leistungs
-
fä
higkeit
des Beschwerdeführers
auf
.
Hierzu bezeichnete er d
ie Fähig
keit zur Anpassung an Regeln und Routinen als eingeschränkt, ebenso die
Fä
higkeit
zu
r
Planung und Strukturierung von Aufgaben
sowie
seine
Flexibilität und Umstellungsfähigkeit.
Weiter sei
en
die Durchhalte
-, Kontakt- und
Selbstbe
hauptungsfähigkeit
in
Stresssituationen
sowie
die Belastbarkeit eingeschränkt
.
D
ie Fähigkeit zu ausserberuflichen Aktivitäten und die Wegefähigkeit seien in
takt. Selbstlimit
ierende Tendenzen seien möglich.
Der Gutachter
erhob dieselben
Diagnosen wie damals med.
pract
.
A._
.
Er
wies jedoch mit
Bezug auf die funktionelle Leistungsfäh
igkeit
darauf hin
, dass der B
es
c
hw
erdeführer in den letzten Jahren keine wesentliche psychotherapeutische Behan
dlung mehr gebraucht habe
und dass mit seiner
Selbsteinschätzung
und der
Einschätzung
von
Dr.
F._
eine Verbesserung des Gesundheitszustandes
festgestellt worden sei
. Von daher
könne in Bezug auf die funktionelle Leis
tungsfähigkeit gegenüber der im Jahr 2009 festgestellten 50%igen
nun
eine medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 70
%
und damit eine
Verbesse
rung postuliert werden.
Die Verbesserung habe sich schleichend entwickelt, weshalb
sie
ab
dem Zeitpunkt
der
Untersuchung an
zunehmen sei.
Das
Zumut
barkeitsprofil
formulierte er gleich wie der RAD-Arzt im Jahr 200
9.
Er stellte zuletzt allerdings noch fest, unter Umständen spiele auch eine reduzierte Bereitschaft
,
die vorhandenen Ressourcen vollumfä
nglich zu nutzen, eine Rolle.
3.2
.3
Mit Schreiben vom 2
7.
Oktober (
Urk.
9/75) und vom 1
1.
November 2011 (
Urk.
9/76) lud die Beschwerdegegnerin den Beschwerdeführer zu einem
Gespräch betreffend b
erufliche Massnahmen ein. Weil er
den Einladungen nicht folgte, führte sie in der Folge das Mahn- und
Bedenkzeitverfahren
durch (
Urk.
9/77) und wies schliesslich androhungsgemäss einen Anspruch des Beschwerdeführers auf berufliche Massnahmen anhand einer A
ktenbeurteilung ab (
Urk.
9/79).
3.2
.4
Im Beschwerdeverfahren lässt der Beschwerdeführer mit Eingabe vom
1.
März 2013 (
Urk.
6) einen Bericht von
Dr.
med.
H._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, vom 1
9.
Februar 2013 zu den Akten legen. Dieser diagnostizierte die bereits von den RAD-Ärzten erhobenen Krankheitsbilder. Er hielt fest, der Beschwerdeführer sei seit
7.
Juni 2012
in seiner Behandlung. Für die angestammte Tätigkeit als Automechaniker bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Momentan arbeite er zu 50
%
in der geschützten
I._
. Er sei dort eingebunden, erscheine regelmässig und arbeite gemächlich vor sich hin.
An seine Effizienz
w
ü
rden keine Anforderungen gestellt. Es handle sich um einfache repetitive Tätigkeiten, z.B. Montage von Stromverteilern
und
Verpa
cken von Gegenständen. Eine Steigerung der Präsenz auf 60 – 70
%
im geschützten Rahmen sei denkbar, müsse aber überprüft werden. Beim Beschwerdeführer sei
en
die Konzentration und Aufmerksamkeit deutlich ver
mindert, ebenso die Anpassungsfäh
ig
keit und die Belastbarkeit. Er lebe weitge
hend zurückgezogen. Es bestünden soziale Hemmungen und erhebliche Unsi
cherheiten im Kontaktverhalten
und ein
Rückzugsverhalten in Stresssituatio
nen.
Er sei erheblich verlangsamt
,
sei
vermindert
durchhaltefähig und
stressre
sistent
.
Er
sei bei komplexen Aufgaben
kognitiv eingeschränkt
. Die allgemeine Leis
tungsfähigkeit sei deshalb deutlich vermindert (
Urk.
7).
4.
4
.1
Anhand der
Akten ist ersichtlich, dass die
Diagnosen gleich
geblieben
sind. Das Gutachten von
Dr.
B._
vermag nicht überzeugend darzutun, weshalb sich die Leistungsfähigkeit
aus psychiatrischer Sicht
trotzdem verbessert haben soll
.
Bereits die Fragestellung
scheint
Dr.
B._
entweder nicht richtig
unterbreitet
worden
zu sein oder er hat sie
falsch verstanden.
Er hätte
aus rein psychiatri
scher Sicht eigene Überlegungen anstellen und insbesondere Schlussfolgerun
gen ziehen sollen. Stattdessen verwies er auf die Meinung der Hausärztin, wel
che Allgemeinmedizinerin ist, und auf jene des Beschwerdeführers.
Es geht im Fall des Beschwerdeführers ausschliesslich um die Einschränkung in psychiatrischer Hinsicht.
Wenn
Dr.
B._
auf die Meinung von
Dr.
F._
verweist, so zielt er damit ins Leere. Diese hat ausdrücklich und wiederholt nur zum Zustand aus somatischer Sicht Angaben gemacht und stets betont, dass e
s
für die Einschätzung aus psychiatrischer Hinsicht ein Gutachten brauche. Dieses fachärztliche Gutachten darf deshalb nicht wiederum auf die Meinung der
All
gemeinpraktikerin
verweisen. Eine eigene fachärztliche nachvollziehbare
Stel
lungnahme aus psychiatrischer Sicht mit entsprechender
Schlussfolgerung lässt si
ch dem Gutachten nicht entnehmen
.
Hinzu kommt, dass die Angaben von
Dr.
F._
uneinheitlich sind und nicht ersichtlich ist, auf welche angestammte Tätigkeit sie sich bezieht.
E
s sind
deshalb
erhebliche Zweifel an
den
D
arlegun
gen
des RAD-Arztes
angebracht.
Die
se
Zweifel ergeben sich auch
daraus
, dass
der Beschwerdeführer seiner Mei
nung nach
in sämtlichen berufsrelevanten Aufgabengebieten
eingeschränkt ist, was
mit den Angaben von med.
pract
.
A._
im Jahr 2009
, des
Y._
im Jahr 2005
und des
Z._
im Jahr 2008
übereinstimm
t
. Wieso sich die
Arbeitsfähigkeit
im massgeblichen
Zeitraum
d
ennoch verbessert
haben soll, ist nicht ersichtlich
. Seine Aussagen erscheinen damit widersprüchlich
und unvollständig
.
Auch ist der
gutachterliche
Hinweis auf die
Angaben des Beschwerdeführers selbst, wonach sich dieser besser fühle
und keiner Psychotherapie mehr bedürfe
, nicht stichhaltig
. Wie sich aus den Akten ergibt, ist der
Beschwerdeführer aus kognitiven
und somit gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage, einfachste alltägliche Aufgaben ohne Anleitung
aus
zuführen
,
und das Versagen bei gering
st
em Leistungsdruck zieht sich wie ein roter Faden durch seine Lebens
geschichte.
Die Ärzte und Bezugspersonen sind sich einig, dass er
von Ängsten geplagt
ist
, welche sich aus diesen Unsicherheiten ergeben
und
ihn beeinträch
tigen.
Auch anhand des Verkehrs mit der Beschwerdegegnerin ist ersichtlich, dass der Beschwerdeführer nicht in der Lage ist, seine Angelegenheiten allein zu regeln. So
führte die Beschwerdegegnerin
bereits zweimal das Mahn- und
Be
denkzeitverfahren
durch, weil der Beschwerdeführer seine Termine nicht wahr
genommen hatte
.
Er scheint nicht zu wissen, dass er
verbeiständet
ist
,
und kann seinen Lebenslauf weder in beruflicher noch in privater oder gesundheitlicher Sicht wiedergeben.
Ganz allgemein kommt den subjektiven Angaben eines Patienten weniger Gewicht zu als
jenen des Facharztes. Die Meinung des Beschwerdeführers ist
zudem
aufgrund
seiner
Intelligenz im unteren
Normbe
reich
ganz besonders mit Vorsicht zu würdigen.
Der Gutachter hätte nicht gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers annehmen dürfen, dass sich dessen Gesundheitszustand verbessert hat. Weiter ist aktenmässig belegt, dass der Beschwerdeführer auch im Vergleichszeitpunkt keine Psychotherapie bean
sprucht hatte. Dies überwiegend wahrscheinlich aber nicht deshalb, weil er einer solchen nicht bedurfte, sondern weil er nicht in der Lage war, sich eine solche Therapie zu organisieren. Die einzig stringente Psychothe
rapie hat er
denn auch
nur
im
Zuge seines stationären Aufenthaltes im
Y._
bekommen.
Die Beschwerdegegnerin sei darauf hingewiesen, dass sie
bis heute die im Jahr 2009 vo
n
med.
pract
.
A._
als notwendig erachtete Psychotherapie nicht in die Wege geleitet
und die Durchführung unterstützt hat. Die 50%ige Arbeitsfähigkeit für behinderungsangepasste Tätigkeiten wurde damals nur unter der Prämisse einer solchen erfolgreichen
Psychotherapie attestiert
.
Damit erfüllt das Gutachten von
Dr.
B._
die Voraussetzungen an ein beweis
kräftiges Gutachten nicht (
vgl.
BGE 134
V 231 E. 5.1
bzw. 125 V 351
E. 3
).
Hinzu kommt, dass es sich um ein versicherungsinternes Gutachten han
delt, das erhöhten Anforderungen an die Beweiskraft genügen muss
(vgl. BGE 135 V 465 E. 4.4)
, was nach dem Gesagten nicht der Fall ist.
4
.2
Zwar
erstreckt sich die g
tliche Überprüfungsbefugnis in zeitlicher Hinsicht bis zum Erl
ass der angefochtenen Verfügung
. Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, müssen aber berücksichtigt werden, wenn sie mit dem Streitge
genstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurtei
lung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu beeinflussen (
Urteil des Bun
desgerichts 9C_101/2007 vom 1
2.
Juni 2007 E. 3.1
mit Hinweisen
)
.
Der im Beschwerdeverfahren eingereichte
Bericht von
Dr.
H._
datiert zwar nach der angefochtenen Verfügung. Jedoch
zeigt
er
, dass die Behandlung
im Laufe des
Vorbescheidverfahrens
aufgenommen wurde
,
und er verdeutlicht
, dass der Beschwerdeführer immer schon und damit auch im Zeitpunkt der angefochte
nen Verfügung in seiner Belastbarkeit,
Anpassungs-,
Aufmerksamkeits- und Konzentrationsfähigkeit eingeschränkt
war
,
und
dass er wegen seiner
Minder
intelligenz
erhebliche Unsicherheit im Kontaktverhalten verspürt, zurückgezo
gen lebt und
Stresssituationen
gesundheitsbedingt nicht
gewachsen
ist
. Zudem ist ersichtlich, dass er
einer Psychotherapie bedarf und
nach wie vor nur in geschütztem Rahmen
funktionier
t
, wo er mit seine
n
Einschränkungen nicht kon
frontiert wird.
Der Bericht
ist deshalb geeignet, den stationären Zustand des Beschwerdeführers
und seine
Einschränkungen zu beweisen, weshalb er in die Beweiswürdigung mit einbezogen wird.
4.3
Der Vergleich der beiden
massgeblichen
Zeitpunkte ergibt, dass im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit nur die unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unver
ändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit vorliegt
.
Eine Verbe
sserung des Gesundheitszustandes bzw. die Veränderung der Leiden in ihrer Intensität und in ihre
n
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ist jedenfalls gestützt auf das
RAD-Gutachten von
Dr.
B._
nicht
überwiegend
wahrscheinlich
,
und die übrigen Akten sprechen für einen unveränderten Zu
stand
.
Die Beweislosigkeit hat die Beschwerdegegnerin zu tragen, welche aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (Ueli
Kieser
, ATSG-Kommentar,
2.
Auflage, Zürich 2009, N 40 zu
Art.
43).
Ein Revisionsgrund ist damit nicht gegeben, was zur Gutheissung der Beschwerde führt.
5
.
Die Gerichtskosten werden gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG auf
Fr.
500.-- angesetzt und entsprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin auferlegt.