# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e574e7bd-a476-52a7-9588-4d8cdcb755b2
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1962
, war seit
dem Jahre 200
0
zu 90
%
bei
der
Firma Y._
als
Gastroangestellte
in der Kantine
tätig
und übte zudem ver
schiedene Neben
erwerbs
tätigkeiten als Reinigungsangestellte aus,
und
war
damit bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA)
versichert, als
sie am
7.
Januar 2003 auf
einer vereisten Treppe
ausrutschte und auf das Knie stürzte
(Urk.
9/
A3
).
Am 1
4.
Mai 2004 rutschte sie erneut aus und verletzte sich wieder
am
rechte
n
Knie (
Urk.
10
/
A1
).
Nach
getätigten
Abklärungen
stellte die
AXA
die bis dahin erbrachten Leistun
gen
für die Kniebehandlungen
mit Verfügung vom
2
5.
April 2012
per
3
1.
März 2012
ein
und lehnte jegliche Leistungspflicht für die geltend gemachten Hand
gelenks- und Rüc
kenschmerzen ab (
Urk.
10
/
A54
).
Weiter sprach die AXA der Versicherten ab
1.
April 2012 eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 29
%
und eine Integritätsentschädigung in der Höhe von 35
%
zu.
Die von der Versicherten am
2
2.
Mai 2012 erhobene Einsprache (
Urk.
10/A66
) wies di
e
AXA
mit Entscheid vom
4.
Dezember 2013
ab (Urk.
10/A75
=
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
1
7.
Januar 2014
Beschwerde (Urk. 1) gegen den Ein
spracheentscheid vom
4.
Dezember 2013
(Urk. 2) und beantragte,
dieser und die Verfügung vom 2
5.
April 2012 seien teilweise aufzuheben, und es sei ihr min
destens eine Rente von 40
%
ab
1.
April 2012 auszurichten (S. 2
Ziff.
1). In pro
zessualer Hinsicht beantragte sie, es sei ein Gutachten in Auftrag zu geben, wel
ches ihre Arbeitsfähigkeit beurteile (S. 2
Ziff.
1), und es seien die Akten des Verfahrens IV.2013.00456 beizuziehen (S. 2
Ziff.
2).
Mit Beschwerdeantwort vom
1
2.
Mai 2014
(Urk.
8) beantragte die AXA
die Abweisung
der Beschwerde. Dies wurde
der Beschwerdeführerin am
2
7.
Mai 2014
zur Kenntnis gebracht (Urk.
12
).
3.
Im invalidenversicherungsrechtlichen
Verfahren
der Beschwerdeführerin Nr. IV.
2013
.00456
erging das Urteil am heutigen Tag.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
; ATSG), so hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf eine Invalidenrente. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbs
unfähigkeit (Art. 8 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Inva
lidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG; vgl. BGE 130 V 121).
Nach Art. 18 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung des
Invaliditäts
grades
in Sonderfällen. Er kann dabei auch von Art. 16 ATSG abweichen.
1.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.3
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 122 V 157 E. 1c; vgl. auch 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid davon aus (
Urk.
2), dass der Endzustand vorliegend spätestens per 3
1.
März 2012 erreicht worden sei (S. 6
Ziff.
2.3.2) und für die Beurteilung der Rente lediglich die
Kniebe
schwerden
rechts zu beachten seien (S. 6
Ziff.
2.3.3).
In Bezug auf die mögliche
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätig
keit sei auf die Beurteilung durch
Dr.
Z._
abzustellen und somit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit gemäss beschriebenem Tätigkeitsprofil auszugehen (S. 8
Ziff.
2.3.7).
Die Berechnung des
Valideneinkommens
sei unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung erfolgt und nicht zu beanstanden
(S. 7
Ziff.
2.3.5)
.
Für die Ermittlung des Invalideneinkommens stützte sich die
Beschwerdegegne
rin
auf Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
und
nahm davon einen
behinde
rungs
bedingten
Abzug von 10
% vor
(S. 8
Ziff.
2.3.8)
.
Beim Vergleich des Invalideneinkommens mit dem
Valideneinkommen
resul
tiere ein
Invaliditätsgrad von
29
% (S.
9
Ziff.
2.3.10
).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber beschwerdeweise auf den Stand
punkt (
Urk.
1),
auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch
Dr.
Z._
könne nicht abgestellt werden. Vielmehr sei gemäss
Dr.
A._
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (S. 5
Ziff.
1).
Auch habe die
Beschwerde
gegnerin
nie richtig abgeklärt, ob die Schulter-, Arm- und Rückenbeschwerden unfallkausal seien oder nicht (S. 5
Ziff.
2).
Ausserdem sei die Berechnung des Invaliditätsgrades falsch, zumal die Berechnung auf Zahlen aus dem Jahre 2010 beruhe, die Rente jedoch im Jahr 2012 zugesprochen worden sei (S. 5
Ziff.
3.1).
Beim
Valideneinkommen
seien die Nebenverdienste aus den Tätigkeiten als Rei
nigungskraft mit zu berücksichtigen (S. 6
Ziff.
3.2). Ausserdem sei der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene leidensbedingte Abzug von 10
%
zu tief, es sei ein Abzug von 15
%
zu gewähren (S. 6 f.
Ziff.
3.3). Somit ergebe sich mindestens ein Invaliditätsgrad von 39.9
%
(S. 7
Ziff.
3.4).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in einer angepass
ten Tätigkeit sowie mit der Höhe des Invaliditätsgrades ver
hält und auf welche Einkommen diesbezüglich abzustellen ist.
Die Höhe der
Integritätsentschä
digung
von 35 % wurde nicht bestritten.
Somit ist der Einspracheentscheid vom
4.
Dezember 2013 diesbezüglich in Rechtskraft erwachsen.
3.
3.1
Gemäss Akten stürzte die Beschwerdeführerin am
7.
Januar 2003
auf
der Treppe
und verletzt
e sich dabei am rechten Knie (
Urk.
9/A1).
Nach dem Ereignis vom
7.
Januar 2003 wurde die Beschwerdeführerin gleichen
tags von
Dr.
med.
B._
,
Fach
arzt für Innere Medizin, untersucht. Er nannte als
Befund Prellungen am rechten Ellbogen und über beiden Knien und führte aus, es bestehe keine Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
9/M1).
3.2
Mittels am
3
0.
Oktober 2003 durchgeführtem
MRI des rechten Kniegelenks
(
Urk.
9/M2) konnten ein diskreter Riss im Knorpel des medialen
Femurcondylus
sowie ein kleines
intraossäres
Ganglion am Ansatz des Vorderhornes des late
ralen Meniskus festgestellt werden. Es ergab sich jedoch kein Nachweis eines Risses des medialen Meniskus.
3.3
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für
Orthopädie, berichtete am
5.
März 2004 (
Urk.
9/M5) und führte aus, klinisch liege mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit
eine medial
e Meniskusläsion vor. Eine Basisläsion sei dabei nicht ausgeschlos
sen. Deshalb sei die Indikation zur
arthroskopischen
Revision mit je nach Befund TME oder Meniskusnaht gegeben. Es sei anschliessend mit einer Arbeitsunfähigkeit für vier bis sechs Wochen zu rechnen. Mit den massiven Schmerzen und der ausgeprägten F-Hemmung gelte für die im Service arbei
tende Beschwerdeführerin die Arbeitsunfähigkeit ab heute (S. 2 unten).
Am 1
1.
März 2004 folgte
sodann
die Arthroskopie des rechten Kniegelenks mit medialer
Teilmeniskektomie
sowie Reduktion der
Plica
medio-
patellaris
(
Urk.
9/M6).
3.4
Am 1
4.
Mai 2004
rutschte die Beschwerdeführerin auf nassem Boden aus und verletzte
erneut das rechte Knie (
Urk.
10/A1).
Dr.
A._
diagnostizierte eine Re-Distorsion des rechten Knies mit
mediale
r
Seitenbandzerrung und subtotaler Ruptur des vorderen Kreuzbandes (
Urk.
10/M1).
Dr.
A._
berichtete am 1
0.
November 2004 (
Urk.
10/M5) und führte aus, der Beschwerdeführerin gehe es deutlich besser, habe jedoch noch etwas
Anlauf
schmerzen
am Morgen sowie bei intensivem Treppengehen, sonst sei sie wei
testgehend beschwerdefrei (S. 1 oben).
Es zeige sich ein insgesamt schöner und komplikationsloser Verlauf mit geringen Restbeschwerden. Persistierend sei auch noch die Instabilität, welche die Beschwerdeführerin funktionell jedoch nicht störe (S. 1 unten).
3.5
Am
9.
Oktober 2004 verletzte sich die Beschwerdeführerin
am
linken Unterarm mit einem Messer (
Urk.
11/A1). Nach erfolgter Wundversorgung im
Spital C._
konnte diese Behandlung bereits abgeschlossen werden (
Urk.
11/M1).
3.6
Dr.
A._
berichtete am
4.
Oktober 2006 (
Urk.
9/M8) und führte aus,
die Beschwerdeführerin habe wieder vermehrte Knieschmerzen. E
s liege eine begin
nende Arthrose mit vermehrtem Knorpelabbau medial vor. Diese habe gegen
über den früheren Aufnahmen nicht massiver zugenommen. Es fänden sich
keine Restmeniskusläsionen, weshalb im Moment keine Indikation zu einem operativen Vorgehen gegeben sei (S. 2 unten).
Am
6.
Oktober 2008 (
Urk.
10/M6) führte
Dr.
A._
aus,
die Beschwerdeführerin habe seit drei Wochen das Gef
ühl von schweren Beinen sowie vermehrte Schwellungen im Bereich des rechten Kniegelenks.
Das Problem der vermehrten schweren Beine sei mit grösster Wahrscheinlichkeit venös bedingt
(S. 1)
.
Am
1
7.
November 2010 (
Urk.
10/M17) führte
Dr.
A._
aus, e
s liege
eine ausge
prägte muskuläre Verkürzung des
Quadrizeps
beidseitig
vor, was für einen Teil der
anterioren
Knieschmerzen verantwortlich sein dürfte. Insgesamt nehme die Problematik im rechten Kniegelenk sicher nicht ab. Die posttraumatische Arthrose sei langsam
zunehmend. Im Beruf im Service sei die Beschwerde
führerin den ganzen Tag auf den Beinen, was kaum noch zu bewältigen sei. Im Moment werde deshalb bei zunehmenden Beschwerden die Arbeitsfähigkeit auf 75
%
reduziert.
3.7
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Chirurgie, Beratender Arzt der AXA, nahm am 2
4.
März 2011 Stellung (
Urk.
10/M24) und führte aus, die heute bestehende zunehmende posttraumatische
G
onarthrose
am rechten Knie sei
eine Folge des Unfalls vom
7.
Januar 200
3.
Der Unfall vom 1
4.
Mai 2004 habe zu einer vorübergehenden Verschlechterung geführt. Eine Arthroskopie sei in der aktu
ellen Situation sicher sinnvoll. Die Arthrose könne mittels Arthroskopie zwar nicht geheilt werden, hingegen könne mittels Knorpel-
Débridement
und Aus
spülen des Gelenkes und eventuell
Mic
r
ofracturing
eine Verbesserung erzielt werden. Zudem bestehe eine Läsion des Rest-Meniskus, welche
arthroskopisch
sinnvoll behandelt werden könne (S. 1).
3.8
Dr.
A._
berichtet
e
mit Operationsbericht vom 1
6.
Mai 2011 (
Urk.
10/M28) über die gleichentags durchgeführte Re-Arthroskopie des rechten Knies mit medial
er
Teilmeniskektomie
,
über
die partielle
Resektion des
Hoffakörpers
sowie
das
Knorpeldébridement
des medialen
Femurcondylus
und
der
Patellarückflä
che
.
3.9
Am
1.
November 2011 nahm
Dr.
Z._
Stellung (
Urk.
10/M36) und nannte als Diagnose eine posttraumatische
Gonarthrose
rechts bei Status nach Distorsions-Trauma am
7.
Januar 2003 und 1
4.
Mai 2004 mit subtotaler Ruptur des vorde
ren Kreuzbandes und Meniskusläsion medial. Er führte aus, die
Chondromalazie
und weitere degenerative Veränderungen im Kniegelenk seien mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit auf die Instabilität nach den beiden erwähnten Unfällen zurückzuführen. Die durchschnittliche Arbeitsunfähigkeit nach einer
Knie
arthroskopie
ähnlich der am 1
6.
Mai 2011 durchgeführten Operation dauere für eine Kantinen-Mitarbeiterin vier bis acht Wochen. Dies gelte jedoch für ein
sonst gesundes Kniegelenk. Bei der hier vorliegenden massiven posttraumati
schen
Gonarthrose
werde die Arbeitsunfähigkeit massiv durch die
vorbeste
hende
Schädigung des Kniegelenks beeinflusst und natürlich verlängert. Die Beeinträchtigung durch die vorbestehende
Gonarthrose
sei natürlich individuell und von Fall zu Fall sehr unterschiedlich. Bis zum fliessenden Übergang in eine definitive Arbeitsunfähigkeit, welche dann natürlich nicht auf die
Meniskus
schädigung
und deshalb notwendige Knie-Arthroskopie zur
ü
ckgeführt werden dürfe,
sondern durch die progressive sich verschlechternde vorbestehende
Gon
arthrose
bedingt sei. Im vorliegenden Fall sei der Status quo sine drei Monate nach der Knie-Arthroskopie erreicht gewesen
(S. 1)
.
Aufgrund der Beschwerden im rechten Kniegelenk bestehe bei der Beschwerde
führerin zurzeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit, welche nach einer
Ange
wöhnungszeit
von ein bis zwei Monaten weiter gesteigert werden könne. In einer angepassten Tätigkeit mit vor allem sitzenden Arbeiten und der Möglich
keit
,
zwischendurch das Bein zu strecken und ohne das Tragen von Lasten über 5 kg sei eine Steigerung bis 100
%
möglich
(S. 2)
.
3.10
Dr.
A._
berichtete am 2
0.
März 2012 (
Urk.
10/M37) und führte aus,
im Moment
bestünden
einerseits die medial betonte
Gonarthrose
rechts, anderer
seits ein
panvetrebrales
Syndrom und multiple Gelenksprobleme (S. 4 unten). Am linken Knie lägen vor allem degenerative Veränderungen vor. Hinweise auf frische traumatische Läsionen am linken Knie ergäben sich keine. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, welche zur Hälfte unfallbedingt und zur Hälfte krankheitsbedingt sei. Es stehe die rheumatologische Abklärung der erhöhten Entzündungswerte im Vordergrund.
Die Arthrose am rechten Kniege
lenk sei mit Sicherheit zunehmend
. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Situa
tion mit einer Knieprothesenversorgung verbessere, steige. Vo
r
einer entspre
chenden Operation müsse sich aber noch einmal zeigen, ob
die Schmerzen
mit einer Schmerzbehandlung im rechten Knie tatsächlich zu beheben seien
(S. 5).
Am 2
4.
Mai 2012 berichtete
Dr.
A._
(
Urk.
6/52/1-2 im Verfahren IV.2013.00456) und führte aus, die Beschwerden im rechten Kniegelenk seien auf die Unfälle zurückzuführen. Die Schmerzen im ganzen linken Arm seien nur mit geringer Wahrscheinlichkeit auf das Bagatelltrauma vom
9.
Oktober 2004 zurückzuführen, sondern weitgehend krankheitsbedingt. Die
lumbospondylo
gene
und panvertebrale Schmerzsymptomatik habe bereits vor der Kontusion des Beckens im Dezember 201
1
bestanden und sei deshalb nicht auf dieses Ereignis zurückzuführen. Am rechten Kniegelenk bestehe eine Arthrose, welche im Laufe der Zeit zunehmend sei. Zum momentanen Zeitpunkt bestehe kein Anlass zu einem weiteren operativen Vorgehen (S. 1). Die Beurteilung des medi
zinischen Dienstes der AXA sei in Bezug auf das unfallbedingte Ereignis korrekt. Unter Einschluss der zusätzlichen Problematiken erscheine längerfristig eine Arbeit in einer entsprechend angepassten Tätigkeit zu 50
%
machbar (S. 2).
3.11
Med.
pract
.
D._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, berichtete am 1
1.
Januar 2013 über die orthopädische Untersuchung der Beschwerdeführerin vom 1
3.
Dezember 2012 (
Urk.
6/62 im Verfahren IV.2013.00456) und nannte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 7
Ziff.
8):
schmerzhafte Bewegungs- und Belastungseinschränkung bei medial be
tonter
Gonarthrose
rechts
Zervikobrachialgie
Lumbalgie
Verdacht auf beginnende
Gonarthrose
links
chronisch venöse Insuffizienz
Sie führte aus,
im Rahmen der Untersuchung sei der Serumspiegel der von der Beschwerdeführerin als regelmässig eingenommen angegebenen Schmerzmittel bestimmt worden. Keiner der Wirkstoffe habe nachgewiesen werden können. Die von der Beschwerdeführerin geklagte Inkontinenz habe im Rahmen der orthopädischen und psychiatrischen Untersuchung nicht verifiziert oder ausge
schlossen werden können. Daher müsse offen gelassen werden, ob ein hygieni
sches Problem hinsichtlich der Tätigkeit als Kantinenmitarbeiterin bestehe (S. 8
Ziff.
9). Bei der Beschwerdeführerin sei ein somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die Arbeitsfähigkeit beeinträchtige. In ihrer bisherigen Tätig
keit als Kantinenmitarbeiterin bestehe aus rein somatisch-orthopädischer Sicht eine 50%ige Arbeitsfähigkeit seit dem 1
3.
Dezember 201
2.
In einer angepassten Tätigkeit mit körperlich leichter wechselbelastender Tätigkeit ohne regelmässige Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg, ohne Arbeiten auf Leitern und Gerüs
ten, ohne häufiges Treppensteigen, ohne häufige wirbelsäulenbelastende und kniegelenksbelastende Zwangshaltungen und Tätigkeiten wie Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten, Arbeiten in Armvorhalte, ohne häufiges Gehen auf unebenem Gelände, ohne andauernde Vibrationsbelastungen und Nässe/Kälte sei eine 100%ige Arbeitsfähigkeit seit dem 1
3.
Dezember 2012 gegeben (S. 8
Ziff.
10).
4.
4.1
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass die ärztliche Beurteilung
durch
Dr.
Z._
(E. 3.7 und E. 3.9) für die Beantwortung der g
estellten Frage umfassend ist.
Die Beurteilungen berück
sichtigen die medizinischen
Vorakten
ebenso wie die geklagten Beschwerden de
r
Beschwer
deführerin. Die
Darlegung der medizinischen Befunde sowie deren Beurteilung leuchten ein und die Schlussfolgerungen
sind nachvollziehbar begründet.
Sodann wurden die Beur
teilungen in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstellt und tragen der konkreten medizinischen Situation Rechnung.
So machte
der
Versicherungsmediziner darauf aufmerksam, dass
die heute bestehende zu
nehmende posttraumatische
G
onarthrose
am rechten Knie
eine Folge des Unfalls vom
7.
Januar 2003
sei und der Unfall vom 1
4.
Mai 2004 lediglich
zu einer vorübergehenden Verschlechterung geführt
habe (vgl. vorstehend E. 3.7)
.
Er legte ausserdem plausibel dar, dass d
ie Arthrose mittels Arthroskopie zwar nicht geheilt werden
könne
,
jedoch
eine Verbesserung erzielt werden
könne (vgl. vorstehend E. 3.7).
Der Versicherungsmediziner zeigte zudem in nachvoll
ziehbarer Weise auf, dass
die
Chondromalazie
und weitere degenerative V
erän
derungen im Kniegelenk
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf die Instabi
lität nach den beiden erwähnten Unfällen zurückzuführen
seien (vgl. vorstehend E. 3.9)
.
Weiter bezog er ausdrücklich Stellung zu
r durchschnittlichen Arbeitsfä
higkeit nach einer Kniearthroskopie und führte aus, dass diese Angaben jedoch lediglich für ein sonst gesundes Kniegelenk Geltung hätten.
D
er
Versicherungs
mediziner
zeigte sodann
in na
chvollziehbarer Weise auf, dass b
ei der hier vor
liegenden massiven posttraumatischen
Gonarthrose
die Arbeitsunfähigkeit massiv durch die vorbestehende Schädigung des Kniegelenks beeinflusst und natürlich verlängert werde (vgl. vorstehend E. 3.9).
Seine Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden aus
führlich begründet.
So
begründete er einlässlich und sorgfältig, dass
a
ufgrund
der Beschwerden im rechten Kniegelenk bei der Beschwerdeführerin zurzeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, welche nach einer Angewöhnungszeit von ein bis zwei Monaten weiter gesteigert werden könne. Schliesslich zeigte
er in nachvollziehbarer Weise das
in einer angepassten Tätigkeit zumutbare
Belas
tungsprofil
auf (vgl. vorstehend E. 3.9).
Die Berichte
erfüll
en
damit entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin die
praxisgemässen
Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.
2
und E. 1.
3
) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
und insbesondere die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit darauf abgestellt werden kann.
Zudem wird die Beurteilung vom Versicherungsmediziner
Dr.
Z._
durch den Bericht der RAD-Ärztin med.
pract
.
D._
(vgl. vorstehend E. 3.11)
gestützt; so ging auch diese explizit von
einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus,
wobei sie das
zumutbare
Belastungsprofil
unter Berücksichtigung der unfallfremden Beeinträchtigungen
gar noch etwas höher ansetzte.
4.2
Demgegenüber kann auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des behandelnden
Dr.
A._
(vgl. vorstehend E. 3.3, E. 3.4, E. 3.6, E. 3.8, E. 3.10) nicht abgestellt werden.
So nannte dieser in seinen Verlaufsberichten zwar jeweils die erhobe
nen Befunde, machte jedoch keine nachvollziehbar und lediglich durch die unfallbedingten Befunde untermauerte medizinisch-theoretische Beurteilung der Arbeitsfähigkeit.
So führte
Dr.
A._
einerseits am 2
0.
März 2012
aus, es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, wobei diese zur Hälfte unfallbedingt sei (vgl. vorstehend E. 3.10).
Andererseits führte er am 2
4.
Mai 2012 aus, dass
unter
Einschluss der zusätzlichen Problematiken längerfristig eine Arbeit in einer entsprechend angepassten Tätigkeit zu 50
%
machbar erscheine (vgl. vor
stehend E. 3.10).
Aus diesen zwei Aussagen geht nicht klar hervor,
ob für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit eine Trennung der unfallbedingten und
unfall
fremden
Beschwerden erfolgte.
Die von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit kann vor diesem Hintergrund nicht nachvollzogen werden, zumal er diese Ein
schätzung weder näher begründete, noch Angaben zu funktionellen Einschrän
kungen bezüglich der unfallbedingten Beschwer
den machte.
Somit k
önnen
den Berichten von
Dr.
A._
insgesamt keine Aspekte entnom
men werden, welche gegen die Einschätzung
durch
Dr.
Z._
sprech
en, wes
halb s
ie
dessen
ausführlich und ei
ngehend begründete Einschätzung n
icht zu entkräften
vermögen
.
Ausserdem
muss berücksichtigt werden, dass es sich b
ei
Dr.
A._
um den behandelnden Arzt der Beschwerdeführerin
handelt
, so dass seine Aussagen im Zweifelsfall eher zugunsten der Patientin gehen dürften.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
durch den Versicherungsmediziner
Dr.
Z._
umzustossen vermöchten.
4.3
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen, insbe
sondere ein unabhängiges Gutachten in die Wege zu leiten,
ist festzuhal
ten, dass der
physische unfallkausale Gesundheitszustand sowie die
Beeinträch
tigung der
Arbeitsfähigkeit der Beschwer
deführerin in den Beurteilungen gebührend berücksichtigt
wurden
.
So zielt denn
die empfohlene Behandlung beziehungsweise Abklärung
insbesondere auf
die unfallfremden Leiden der Beschwerdeführerin
ab
.
Die Beschwerdeführerin vermochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungsweise unvollständig ist. Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitreichende medizinische
Einschätzungen aus ver
schiedenen Fachrichtungen abgeklärt wurde, erweisen sich die vorliegenden medizinischen Akten als ausrei
chend. Auf weitere Abklä
rungen kann deshalb verzichtet werden
(
antipizierte
Beweiswürdigung; BGE 122 V 157)
.
Die Einwände der Beschwerdeführerin in Bezug auf die medizinischen Abklärun
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Ein
wände brachte sie nicht vor.
4.4
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die überzeugende, nachvollziehba
re und ausführ
lich begründete
Beurteilung durch
Dr.
Z._
abzustellen und somit von einer vollen Arbeitsfähigkeit gemäss beschriebenem Zumutbarkeitsprofil auszugehen ist.
5.
5.1
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 des Bun
des
geset
zes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälli
ger Ein
gliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausge
glichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbs
einkom
men
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre.
5.2
Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der
Einkom
mensdifferenz
der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu vergleichen (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 104 V 135 E. 2a und b, vgl. auch BGE 114 V 310 E. 3a).
6.
6.1
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
stellt sich die Frage, was die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände zu erwarten gehabt hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre. Dabei entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im Gesundheitsfall weitergeführt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die
Bestimmung des
Valideneinkommens
häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung sowie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 100 f. E. 3b).
Arbeitete die versicherte Person vor dem Unfall nur teilzeitlich, so wird – anders als in der Invalidenversicherung oder bei der Ermittlung der Arbeitsunfähigkeit für die Taggelder (BGE 135 V 287) – der Lohn auf ein 100%-Pensum umge
rechnet. Begründet wird dies damit, dass das
Valideneinkommen
unabhängig davon zu bestimmen ist, ob die versicherte Person vor dem Unfall ihre Arbeits
kraft ganz oder nur teilweise eingesetzt hat; diesem Faktor werde nämlich in der Unfallversicherung bereits dadurch Rechnung getragen, dass die Renten auf
grund des versicherten Verdienstes (
Art.
15 UVG) festgesetzt werden (BGE 119 V 475 E. 2b S. 481).
Demgegenüber ist das aus einer Nebenerwerbstätigkeit fliessende Entgelt ohne Rücksicht auf den hierfür erforderlichen zeitlichen oder leistungsmässigen Auf
wand in das
Valideneinkommen
einzubeziehen (RKUV 2003 Nr. 486 S. 107, U
130/02 E. 3.2.1).
Auszugehen ist stets vom Bruttogehalt (
Urteil des Bundesgerichts
8C_100/2012 vom 2
9.
März 2012 E. 3.2). Dieses ist grundsätzlich an die zwischen Unfall und Rentenbeginn eingetretene Lohnentwicklung anzupassen (BGE 134 V 322 E. 4.1 S. 325).
6.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Ermittlung des hypothetischen
Vali
deneinkommens
auf die Angaben der
Firma Y._
vom 2
8.
Juni 2011 (
Urk.
10/A27) und errechnete für das Jahr 2010 einen Betrag von
Fr.
66‘561.-- (Verdienst bei 90
%
Fr.
52‘680.-- auf 100
%
aufgerechnet, +
Fr.
8‘028.-- Bonus und Krankenkassenbeteiligung; vgl.
Urk.
10/A54 S. 4).
Dieses Vorgehen wurde von der Beschwerdeführerin insofern gerügt, als die Werte im Jahre 2012 massgebend seien. Ferner sei vom IK-Auszug auszugehen, gemäss welchem sie im Jahre 2010 bei der
Firma Y._
Fr.
61‘591.-- verdient habe (
Urk.
6/66/6 im Verfahren IV.2013.00456). Ausserdem seien auch die Einkom
men aus den Nebenerwerbstätigkeiten zu berücksichtigen (
Urk.
1 S. 5 f.).
6.3
Nach dem Gesagten (vgl. vorstehend E. 6.1) ist diesem Einwand der Beschwerde
führerin betreffend die
Salärdaten
insofern zu folgen, als von den Werten im Jahr 2012 (Rentenbeginn) auszugehen ist und die Einkommen aus den Neben
erwerbs
tätigkeiten beim
Valideneinkommen
grundsätzlich
ebenfalls
zu berücksichtigen sind.
Das aus dem Nebenerwerb bei der Familienheim-Genossenschaft erzielte Ein
kom
men rechnete die Beschwerdegegnerin indes zu Recht nicht an, da dieses
gemäss IK-Auszug lediglich bis Mai 2010 r
ealisiert
(
Urk.
6/66/6 im Verfahren IV.2013.00456) und damit vor dem Beginn der attestierten Arbeitsunfähigkeit im November 2010 (vgl.
Urk.
10/M17) aufgegeben wurde.
6.4
Rechnet man
das von der Beschwerdeführerin geltend gemachte und im IK
Aus
zug ausgewiesene im Jahre 2010 bei der
Firma Y._
erzielte Einkommen
von
Fr.
61‘591.-- (vgl.
Urk.
6/66/6 im Verfahren IV.2013.00456) mit den Einkom
men aus den Neben
erwerbs
tätigkeiten von
Fr.
10‘400.-- bei der
Z._
(vgl.
Urk.
6/66/5 im Verfahren I
V.2013.00456) und
von
Fr.
2‘600.-- be
i
E._
(vgl.
Urk.
6/66
/
5 im Verfahren IV.2013.00456)
zusammen, ergibt dies für das Jahr 2010 ein
Validenein
kommen
von
Fr.
74
‘
591
.-- sowie unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung von 1
%
und 0.8
%
für die Jahre 2011 und 2012
(Die Volkswirtschaft
9/
201
4
,
S. 85
T
ab B10.2, Total) ein solches
von
Fr. 75
‘
940
.
-- (Fr. 7
4
'
591
.
x 1.01 x 1.008) für das Jahr 2012.
7.
7.1
Für
die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
des
amt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die stan
dardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
7.2
Zur Ermittlung des hypothetischen Invalideneinkommens für eine gemäss beschriebenem Belastungsprofil zumutbare Tätigkeit stützte sich die
Beschwer
degegnerin
auf die vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruk
turerhebungen
(LSE) und errechnete unter Berücksichtigung eines
leidensbe
dingten
Abzugs von 10 % einen Betrag von Fr. 47‘455.20 (
Urk.
10/A54 S. 5).
Angesi
chts der Zumutbarkeit einer 100
%igen behinderungsangepassten Tätig
keit steht de
r
Beschwerdeführer
in auch bei Beachtung der im beschriebenen Belastungsprofil
genannten Einschränkungen eine breite Palette von Tätigkeiten offen.
Es recht
fertigt sich daher, für die Bemessung des
Invaliden
einkommens
auf den stan
dardisierten Durchschnittslohn für einfache und repe
titive Tätig
keiten in sämtli
chen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors abzu
stellen (LSE 20
10
, S. 26, Tabellengruppe TA1, Rubrik „Total“, Niveau 4).
7
.
3
Das im Jahr 20
10
von
Frauen
im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug
pro Monat
Fr. 4'
225
.-- (LSE 20
10
, S. 26, Tab
.
TA1, Rubrik „Total“, Niveau 4), mithin Fr. 5
0
'
700
.
im Jahr
(Fr. 4'
225
.-- x 12). Der
durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2010 von 41.6
Stun
den angepasst, ergibt dies den Betrag von Fr. 52’728.-- für das Jahr 2010 (Fr. 50'700.
-- :
40 x 41.6).
Rechnet man mit der Beschwerdeführerin das Invalideneinkommen unter Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung für die Jahre 2011 und 2012 von 1
%
und 0.8
%
(Die Volkswirtschaft 9/2014, S. 85 Tab B10.2 Total) für das Jahr 2012 aus, so beläuft sich dieses auf
Fr.
53‘681.-- (
Fr.
52‘728
.—
x 1.01 x 1.008).
7.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens
25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, ha
t die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E
.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
7.5
Die Beschwerdegegnerin gewährte einen behinderungsbedingten Abzug von 10 % (vgl.
Urk.
10/A54 S. 5), womit für das Jahr 2012 ein hypothetisches
Inva
lideneinkommen
in der Höhe von Fr. 48'313.-- resultiert
e
(Fr.
53‘681.
x 0.9).
Die Beschwerdeführerin rügte dieses Vorgehen in dem Sinne, dass bei der Berech
nung des Invalideneinkommens ein behinderungsbedingter Abzug in der Höhe von 15 % gerechtfertigt sei (Urk. 1 S. 7).
Angesichts der Zumutbarkeit einer 100%igen behinderungsangepassten
Tätig
keit steht der
Beschwerdeführer
in
eine breite Palette von Tätigkeiten
offen. D
ie einzigen medizinisch ausgewiesenen Behinderungen
der Be
schwerdeführerin bestehen in
körperlich schweren Arbeiten
mit
regelmässigen Hebe- und
Trage
belastungen
über 5 kg (oder gemäss RAD-Ärztin gar 10 kg), im Arbeiten auf Leitern und Gerüsten, im häufigen Treppensteigen, in häufigen wirbelsäulenbe
lastenden und kniegelenksbelastenden Zwangshaltungen und in Tätigkeiten wie Bücken, Hocken, Knien, Überkopfarbeiten, in Arbeiten in Armvorhalte, in Arbeiten mit häufigem Gehen auf unebenem Gelände, mit andauernden
Vibra
tionsbelastungen
und in der Nässe/Kälte. Hingegen sind der Beschwerdeführerin vor allem sitzende Arbeiten mit der Möglichkeit, zwischendurch das Bein zu strecken
,
möglich. Die genannten Einschränkungen dürften bei den üblichen einfachen und repetitiven Tätigkeiten nicht ins Gewicht fallen. Mithin schrän
ken diese Behinderungen die Beschwerdeführerin nicht wesentlich in der Wahl der Tätigkeit ein.
Es ist d
aher nicht zu erwarten, dass die
Beschwerdeführer
in
ihre
verbleibende Ar
beitsfähigkeit nur zu einem unter
durchschnittlichen Lohn
der tiefer sein müsste als der verwendete
Tabellen
lohn
- verwerten kann.
Lohn
mindernd
wirkt sich
einzig
der Umstand aus, dass die
Beschwerdeführer
in
mit dem genannten Zumutbarkeitsprofil keine Schwerar
beit mehr leisten
und vor allem noch sitzende Arbeiten ausüben
kann.
Die
sem U
mstand wird mit
dem gewährten
Abzug von 10
%
grosszügig
Rech
nung getragen; die weiteren persönlichen und beruflichen Umstände sind nicht geeignet, einen
– von der Beschwerdeführerin beantragten -
höheren Ab
zug zu rechtfertigen.
7.6
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr. 7
5'940.
-- (vgl. vorstehend E. 6.4) mit dem
Invalidenein
kommen
von
Fr. 48'313.-- ergibt e
ine
Einkommensein
busse
von Fr. 27
'
627
.-- und damit einen Invaliditätsgrad von gerundet 3
6
%.
8.
Nach dem Gesagten bleibt zusammenfassend festzuhalten, dass der angefoch
tene Einspracheentscheid vom
4.
Dezember 2013 (
Urk.
2) in teilweiser Gutheis
sung der Beschwerde
bezüglich der
Rentenzusprache
dahingehend abzuändern
ist, dass die Beschwerdeführerin ab dem
1.
April 2012 Anspruch auf eine Inva
lidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 3
6
%
hat.
9.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Parteientschädigung. Diese ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierig
keit des Prozesses zu bemessen. In Anwendung dieser Grundsätze rechtfertigt sich die Zusprechung einer Prozessentschädigung von
Fr.
2‘
4
00.--.