# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6776d64c-a28a-4cd2-affc-38c7b9ab42fa
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1972, ist ausgebildeter Innendekorateur und war von November 2002 bis Februar 2007 bei
Y._
als Abteilungsleiter Verkauf angestellt (
Urk.
8/1, 8/13, 8/164 und 8/172). Am 1
8.
August 2005 verletzte er sich beim Verladen eines Teppichs am rechten Knie, worauf am 1
1.
November 2005 im
Z._
eine Arthroskopie durchgeführt wurde (
Urk.
8/2/6 und 8/11/6 f.). Insbesondere unter Hinweis auf diese Knieverletzung, Migräneanfälle und Halswirbelschmerzen meldete er sich am 2
7.
Juli 2006 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte nebst einem Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug,
Urk.
8/6) einen Arbeitgeberfragebogen (
Urk.
8/13), diverse Arztberichte (
Urk.
8/7, 8/11/5 ff., 8/16, 8/20 und 8/24) sowie die Akten des Krankentaggeldversicherers (
Urk.
8/25 und 8/39) ein. Ferner gab sie bei der MEDAS
A._
ein polydiszipli
näres Gutachten in Auftrag (MEDAS-Gutachten vom 1
5.
Mai 2008,
Urk.
8/40). Mit Vorbescheid vom 1
9.
Juni 2008 stellte sie dem Versicherten bei einem Inva
liditätsgrad von 72
%
die Zusprechung einer ganzen Rente ab August 2006 in Aussicht (
Urk.
8/51). Mit Schreiben gleichen Datums wurde dem Versicherten zudem eine Schadenminderungspflicht in Form einer Intensivierung der psy
chiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung auferlegt (
Urk.
8/49). Am 2
0.
Novem
ber 2008 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (
Urk.
8/93).
1.2
Anlässlich eines ersten Rentenrevisionsverfahrens zog die IV-Stelle ab Juli 2009 namentlich einen vom Versicherten ausgefüllten Fragebogen (
Urk.
8/97) und mehrere Arztberichte (
Urk.
8/101 und 8/106/3 ff.) bei. Ausserdem gab sie beim
B._
ein orthopädisch-psychiatrisches Gutachten in Auftrag (
B._
-Gutachten vom 1
5.
Februar 2011 [
Urk.
8/121] samt Ergänzungen vom 1
8.
April und
8.
Juni 2011 [
Urk.
8/125 f.]). Am 1
1.
Juli
2011 teilte sie dem Versicherten mit, dass er weiterhin Anspruch auf die bisher ausgerichtete Rente habe (
Urk.
8/130). Mit separatem Schreiben gleichen Datums wurde ihm zudem eine Schadenminderungspflicht in Form einer fach
ärztlichen psychiatrischen Behandlung inklusive antidepressiver Medikation nach Ermessen des behandelnden Psychiaters auferlegt (
Urk.
8/129).
1.3
Im Frühjahr 2013 leitete die IV-Stelle ein weiteres Rentenrevisionsverfahren ein und holte dabei einen vom Versicherten ausgefüllten Fragebogen (
Urk.
8/140), einen aktuellen IK-Auszug (
Urk.
8/142) sowie weitere Arztberichte (
Urk.
8/147, 8/150 und 8/152) ein. Nach Eingang eines
von
der Gutachtensstelle
C._
, des
D._
an
gefertig
ten rheumatologisch-psychiatrischen Gutachtens (
C._
-Gutachten vom 1
5.
Mai 2014,
Urk.
8/161) und eines weiteren Arztberichtes (
Urk.
8/163) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Schreiben vom 2
3.
September 2014 und 1
6.
April 2015 Beratung und Unterstützung bei der Stellensuche durch die
E._
, Zürich, zu (
Urk.
8/167 und 8/176). Am
2.
September 2015 wurden die beruf
lichen Massnahmen abgebrochen, da eine Steigerung auf die medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 100
%
in angepasster Tätigkeit nicht erreicht werden konnte (
Urk.
8/186). Nach Eingang zusätzlicher Arztberichte (
Urk.
8/188, 8/193 f., 8/200 und 8/203) liess die IV-Stelle den Versicherten durch die
F._
, polydisziplinär unter
suchen (
F._
-Gutachten vom 1
4.
November 2016,
Urk.
8/215). In der Folge stell
te sie ihm mit Vorbescheid vom 2
7.
Dezember 2016 die Aufhebung der Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats in Aussicht (
Urk.
8/219), wogegen der Versicherte am 3
0.
Januar 2017 (
Urk.
8/221) und ergänzend am
2.
März 2017 (
Urk.
8/223) Einwand erhob. Am 1
0.
März 2017 verfügte die IV-Stelle indes im angekündigten Sinne, wobei sie einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Entscheid die aufschiebende Wirkung entzog (
Urk.
8/224 =
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 2
5.
April 2017 Beschwerde (
Urk.
1) mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die IV-Stelle sei zu verpflichten, ihm weiterhin die gesetzlichen Leistungen
- insbesondere eine ganze Rente - auszurichten. Eventualiter sei Kostengut
sprache für Eingliederungsmassnahmen zu gewähren (S. 2). Mit Eingabe vom 1
8.
Mai 2017 (
Urk.
5) reichte der Versicherte einen weiteren Arztbericht ein (
Urk.
6), wobei er um weitere medizinische Abklärungen ersuchte, falls seinem Hauptantrag nicht stattgegeben werden sollte. Die IV-Stelle schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
2.
Juni 2017 (
Urk.
7) auf Abweisung der Beschwerde, worüber der Versicherte mit Verfügung vom
6.
Juni 2017 (
Urk.
9) in Kenntnis gesetzt wurde. Überdies wurde der IV-Stelle je eine Kopie
der vom Beschwerde
führer eingereichten Unterlagen
(
Urk.
5 und 6
)
zugestellt.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind
ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi
sionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.4
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek
tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut
bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c;
139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsäch
liche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis
verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank
heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungsamamnestisch ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res
sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V
281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der
Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.7
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [GSVGer]). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Verfahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der entscheidrelevante Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bun
desgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin vertrat in der angefochtenen Verfügung vom 1
0.
März 2017 (
Urk.
2) im Wesentlichen die Auffassung, dem Versicherten sei spätestens seit der Begutachtung durch das
F._
eine körperlich leichte und wechselbelas
tende Tätigkeit ohne wiederholten Einsatz der Arme oberhalb des Schulter
niveaus sowie ohne häufiges Treppensteigen und Gehen auf unebenem Gelände zu 90
%
zumutbar. Eine Einschränkung von 10
%
bestehe aufgrund der kurz
zeitigen Migräneattacken. Somit habe sich die medizinische Situation im Ver
gleich zum Zeitpunkt der Rentenverfügung vom 2
0.
November 2008 verbessert. Der aktuelle Einkommensvergleich ergebe einen Invaliditätsgrad von 19
%
, weshalb kein Anspruch mehr auf eine Rente der Invalidenversicherung bestehe. Unter Bezugnahme auf die vom Versicherten im Vorbescheidverfahren erhobe
nen Einwände führte die IV-Stelle sodann ergänzend aus, dass das
F._
-Gutachten
vom 1
4.
November 2016 schlüssig und nachvollziehbar sei, weshalb darauf abgestellt werden könne. Da sich der Versicherte im Übrigen nicht fähig sehe, eine höhere Arbeitsfähigkeit als 50
%
zu erreichen, würden keine neuen Eingliederungsmassnahmen anhand genommen (S. 2).
2.2
Demgegenüber machte der Versicherte in seiner Beschwerdeschrift vom 2
5.
April 2017 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend, dem
F._
-Gutachten komme kein Beweiswert zu, da es oberflächlich und unvollständig sei. Einerseits seien die von der IV-Stelle an die Gutachterstelle unterbreiteten Fragen nicht bezie
hungsweise nicht gestützt auf die Qualitätsleitlinien für versicherungs-psychiatrische Gutachten der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) 2016 beantwortet worden (S. 6 ff.). Andererseits sei kei
ne genügende Auseinandersetzung mit den Berichten der behandelnden Psy
chiaterin erfolgt, welche sich detailliert zur depressiven Problematik und der von ihr diagnostizierten Persönlichkeitsstörung geäussert habe (S. 9 ff.). Über
dies seien die mit BGE 141 V 281 aufgestellten Indikatoren nur teilweise und oberflächlich geprüft worden (S. 11 ff.). Insgesamt sei von der tatsächlich erbrachten Leistungsfähigkeit von 25
%
auszugehen. Folglich bestehe weiterhin ein Anspruch auf eine ganze Rente der Invalidenversicherung (S. 15).
Mit Eingabe vom 1
8.
Mai 2017 (
Urk.
5) fügte der Beschwerdeführer ergänzend an, dass aufgrund der Berichte der behandelnden Psychiaterin nicht ausge
schlossen werden könne, dass die Arbeitsfähigkeit durch das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung beeinträchtigt werde. Sofern die Angaben der behan
delnden Psychiaterin wider Erwarten nicht ausreichen sollten und nicht ohnehin auf die tatsächlich noch erbrachte Leistung von 25
%
abgestellt werde, seien weitere medizinische Abklärungen notwendig (S. 2 f.).
3.
3.1
Entgegen der Meinung der Beschwerdegegnerin (vgl.
Urk.
2 S. 2) ist als zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades nicht die Verfügung vom 2
0.
November 2008 (
Urk.
8/93), sondern die rentenbestätigende Mitteilung vom 1
1.
Juli 2011 (
Urk.
8/130) her
anzuziehen, da die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers im Zuge des damaligen Revisionsverfahrens vom
B._
sowohl in orthopädischer als auch in psychiatrischer Hinsicht abgeklärt worden war (vgl. E. 1.3 und Urteil des Bundesgerichts 9C_213/2015 vom
5.
November 2015 E. 4.3.2). Dem Gutachten vom 1
5.
Februar 2011 können die folgenden Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit entnommen werden (
Urk.
8/121/26 f.):
-
Osteochondrose und rechtsbetonte Uncovertebralarthrose C6/7 sowie mediolinkslaterale Discushernie C5/6 mit geringer links ventrolateraler Myelonkompression am Abgang der C6-Nervenwurzel links und bilate
raler Discusprotrusion C6/7 mit Spondylophyten und mässiger Neuro
foramenstenose beidseits,
-
Discushernie L5/S1 mit Tangieren der Nervenwurzel S1 beidseits,
-
Läsion des medialen Restmeniscushinterhorns und oberflächliche Chond
ropathie des medialen Femurcondylus bei Nullachse rechts sowie Status nach medialer Teilmeniscektomie 1988 und 11/2005,
-
Chronifizierte mittelgradige depressive Störung mit somatischem Syn
drom, bestehend seit etwa 01/2006 (ICD-10 F33.11),
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung, bestehend seit etwa 2006 (ICD-10 F45.3).
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien demgegenüber der Nikotinabusus sowie akzentuierte - kränkbare und narzisstische - Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1;
Urk.
8/121/27).
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates, hielt in seinem orthopädischen Teilgutach
ten fest, beim Versicherten würden seit 2006 therapieresistente Nackenschmer
zen bestehen. Diese sowie die abnormen Untersuchungsbefunde
der Halswirbel
säule seien im Wesentlichen auf die mittels Magnetresonanz-tomographie (MRI) festgestellten Erkrankungen wie unter anderem die Osteochondrose zurückzu
führen. Die Hyposensibilität der Finger II und III links - welche anlässlich der Untersuchung nicht habe reproduziert werden können - entspreche dem von der komprimierten Nervenwurzel C6 versorgten Dermatom. Die lumbalen Schmer
zen und die pathologischen objektiven Befunde der Lendenwirbelsäule seien teilweise mit der im MRI dokumentierten Discushernie L5/S1 mit Tangieren der Nervenwurzel S1 vereinbar. Das Ausmass der Beschwerden und der patholo
gischen objektiven Befunde der Lendenwirbelsäule könnten durch die nicht sehr ausgeprägten degenerativen Veränderungen allerdings nicht restlos erklärt wer
den. Die Kniegelenksschmerzen rechts und die pathologischen Untersuchungs
befunde seien durch die mittels MRI nachgewiesene Läsion des medialen Rest
meniscushinterhorns sowie eine oberflächliche Knorpelläsion des medialen Femurcondylus weitgehend erklärt. Das Ausmass der subjektiven Einschränkung sei jedoch nicht restlos nachvollziehbar (
Urk.
7/121/8 f.). Aufgrund der gestell
ten Diagnosen betrage die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seiner angestammten Tätigkeit als Verkaufsleiter eines Möbelgeschäfts - also einer vorwiegend stehenden und gehenden Tätigkeit - seit dem Zeitpunkt der Begut
achtung bei voller Stundenpräsenz 65
%
. Körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten in temperierten Räumen ohne häufiges Gehen auf unebenem Boden, Treppen und Leitern, ohne häufig inklinierte, reklinierte, rotierte oder kniende Körperhaltungen und bei denen nicht regelmässig Gegenstände über fünf Kilo
gramm gehoben oder getragen werden müssen, seien dem Versicherten seit dem Zeitpunkt der Begutachtung vollumfänglich zumutbar (
Urk.
8/121/9 f.).
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seiner psychiatrischen Teilexpertise aus, der Versicherte habe über eine schlechte psychische Verfassung und eine
niedergeschlagene Stimmungslage geklagt. Er sei innerlich unruhig, habe wenig Antrieb, fühle sich rasch überfor
dert und sei reizbar sowie erregbar bis aggressiv. Er sei vermehrt nachdenklich mit Gedankenkreisen und sehe keine Zukunftsperspektiven. Er fühle sich zudem hoffnungslos und habe ausgeprägte Ein- und Durchschlafstörungen. Im Rahmen der psychiatrischen Untersuchung sei der Beschwerdeführer bewusstseinsklar und örtlich, zeitlich sowie zur Person und Situation ausreichend orientiert gewesen. Er habe in der Stimmungslage bedrückt gewirkt, affektiv anfangs gut mitschwingend und im Verlauf der Untersuchung zunehmend affektlabil sowie weinerlich. Bei Ablenkung habe sich die Stimmungslage wieder aufgehellt. Der Versicherte habe psychomotorisch etwas unruhig und im Antrieb nicht wesent
lich auffällig gewirkt. Sowohl die Auffassung als auch die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit seien intakt gewesen. Hinweise auf Gedächtnisstörun
gen, Wahnideen oder Halluzinationen hätten sich nicht gezeigt. Im Denken habe der Versicherte negativistisch und auf seine körperlichen Beschwerden eingeengt gewirkt. Hiervon abgesehen sei er freundlich, kooperativ und relativ gut kontaktfähig gewesen. Beim Gespräch über seine Beschwerdesymptomatik sei er zunehmend verzweifelt und hoffnungslos erschienen und habe keine Zukunftsperspektiven gesehen (
Urk.
8/121/19 f.). Vor diesem Hintergrund sei aus psychiatrischer Sicht seit etwa Januar 2006 von einer chronifizierten mit
telgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom auszugehen. Infolge dessen sowie aufgrund der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung mit Symptomausweitung sei
en
die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität, der Antrieb, die Interessen, die Motivation und die Dauerbelastbarkeit beein
trächtigt (
Urk.
8/121/21). Der Versicherte verfüge nicht ausreichend über die notwendigen Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen. Diese seien mit einer zumutbaren Willensanstrengung nur eingeschränkt überwindbar. Hinzu komme eine konversionsneurotische
Entwicklung mit primärem Krankheits
gewinn. Ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens sowie das Scheitern einer konsequent durchgeführten ambulanten oder stationären Behandlung sei
en bisher indes nicht eingetreten. Die therapeutischen Möglichkeiten seien nicht ausgenützt beziehungsweise erschöpft (
Urk.
8/121/22). Aus psychiatrischer Sicht bestehe für die angestammte Tätigkeit als Abteilungsleiter im Verkauf seit ungefähr Januar 2006 eine 40%ige Arbeitsfähigkeit. Hinsichtlich einer ange
passten Tätigkeit ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung, ohne erforderliche geistige Flexibilität, ohne erhöhte Verantwortung, ohne ver
mehrte Kundenkontakte und ohne überdurchschnittliche Dauerbelastung sei von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (
Urk.
8/121/22 f.).
Im interdisziplinären Konsens gelangten die Gutachter zum Schluss, dass
sich der Gesundheitszustand gegenü
ber früher als unverändert zeige;
ihre Einschät
zung der Arbeitsfähigkeit sei etwas anders, sie seien der Auffassung, dass
der Versicherte in seiner bisherigen Tätigkeit zu 40
%
und in einer leidensadaptier
ten Tätigkeit zu 60
%
arbeitsfähig sei (
Urk.
8/121/27). Ergänzend äusserte sich
Dr.
H._
sodann mit Schreiben vom 1
8.
April respektive 1
8.
Juni 2011 dazu, ob der Versicherte der ihm am 1
9.
Juni 2008 auferlegten Schadenminderungs
pflicht (vgl.
Urk.
8/49) nachgekommen sei (
Urk.
8/125 f.).
Aus dem Geschilder
ten nahm die IV-Stelle den Fortbestand der ganzen Rente
an (
Urk.
8/128/5).
3.2
Im aktuellen Rentenrevisionsverfahren stellt sich die gesundheitliche Situation des Beschwerdeführers im Wesentlichen wie folgt dar:
3.2.1
Dr.
med.
I._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnos
tizierte in ihrem Bericht vom 1
2.
September 2013 eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1;
Urk.
8/147/1). Sowohl das Konzentrations- und
Auffassungsvermögen als auch die Anpas
sungsfähigkeit und die Belastbarkeit des Versicherten seien eingeschränkt. Eine wechselbelastende Tätigkeit sei während zwei Stunden pro Woche zumutbar, was einer Arbeitsfähigkeit von 5
%
entspreche (
Urk.
8/147/4). Selbiges hielt
Dr.
I._
in ihrem Schreiben vom
4.
Februar 2014 fest (
Urk.
8/152).
3.2.2
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, attestier
te in seinem Bericht vom
2.
Oktober 2013 ebenfalls eine 5%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Der Versicherte leide unter starken Knie-, Rücken- und Nackenschmerzen, wobei die Prognose sehr schlecht sei (
Urk.
8/150/3 und 8/150/5).
3.2.3
Dem psychiatrisch-rheumatologischen
C._
-Gutachten vom 1
5.
Mai 2014 kön
nen zur Hauptsache folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit entnommen werden (
Urk.
8/161/4):
-
Zervikales Schmerzsyndrom,
-
Lumbovertebrales Schmerzsyndrom,
-
Gonarthrose rechts.
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei demgegenüber eine gegenwär
tig remittierte depressive Episode (ICD-10 F32.4).
Gegenüber
Dr.
med.
K._
, Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie, habe sich der Versicherte dahingehend geäussert, dass es ihm im Allgemeinen nicht schlecht gehe. Bisweilen habe er insbesondere bei Migräne keine Lust jemanden zu sehen. Zeitweise sei zudem seine Stimmung traurig und sein Antrieb nicht so gut. Im Leben würden ihm diverse Dinge wie in den Aus
gang gehen oder der Besuch von Mittelalterfestivals Freude bereiten. Er halte sich für einen guten, wertvollen Menschen. Seine Mitmenschen würden ihn am ehesten als aufrichtig und umgänglich beschreiben. Wegen der Schmerzen im Nacken und im Rücken habe er Schlafprobleme. Überwiegend stechende Schmerzen habe er im rechten Knie (
Urk.
8/161/27 f.). Während des Gesprächs sei der Beschwerdeführer in der Kontaktaufnahme durchgehend ungezwungen-locker und sehr aktiv gewesen. Die Antworten seien prompt und teilweise in ausschweifender Weise erfolgt. Auf strukturierende Interventionen habe er angemessen reagiert, ohne Gereiztheit, sondern eher belustigt. Die Mimik und Gestik sei
en
sehr reichhaltig gewesen; der Versicherte habe mehrere Male situa
tionsadäquat gelächelt. Ermüdungserscheinungen seien im 90-minütigen Gespräch nicht bemerkbar gewesen. Die Diskrepanzen zwischen den berichteten Defiziten und dem objektiven Befund seien teilweise beträchtlich ausgefallen, wobei dies eher im Kontext der starken Identifizierung mit der Krankenrolle und nicht etwa als Ausdruck von Malingering imponiert habe. Psychopathologisch sei der Beschwerdeführer wach und zu allen Qualitäten orientiert gewesen. Formalgedanklich hätten keine Auffälligkeiten bestanden. Objektiv seien
weder Konzentrations- noch Merkfähigkeitsstörungen aufgetreten. Die Fähigkeit zum abstrakten Denken und die Auffassungsgabe seien herabgesetzt erschienen. Die Grundstimmung habe keine relevanten Defizite aufgewiesen, insbesondere keine innere Unruhe oder anhaltende Deprimiertheit. Hinweise für Wahn, Sinnes
täuschungen, Ich-Störungen, sozialen Rückzug, Suizidalität oder Fremdgefähr
dung hätten sich nicht ergeben (
Urk.
8/161/32). Insgesamt sei es zu einer rele
vanten Verbesserung des psychischen Zustandsbildes gekommen, welche sich sehr deutlich im objektiven Befund und viel weniger im subjektiven Krankheits
bild abbilde. In diesem Zusammenhang sei eine bedeutende Identifizierung mit der Krankenrolle anzunehmen. Aus rein psychiatrischer Sicht sei die Arbeits
fähigkeit des Versicherten auch mit Blick auf dessen Alltagsgestaltung nicht beeinträchtigt (
Urk.
8/161/33).
Der rheumatologischen Teilexpertise von
Dr.
med.
Dr.
phil.
L._
, Facharzt für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, ist zu entnehmen, dass der Versicherte angegeben habe, dass es ihm momentan sehr schlecht gehe. Er habe weiterhin starke Kopfschmerzen mit Migräneanfällen etwa drei Mal pro Woche und täglichen Spannungskopfschmerzen, auch über Nacht. Die Kopf
schmerzen würden massgeblich von den bewegungsabhängigen Nackenschmer
zen beeinflusst. Im Bereich der Lendenwirbelsäule befinde sich ein weiterer Hauptschmerzfokus. Ferner leide er weiterhin an Knieschmerzen rechts, welche bereits beim Stehen und besonders beim Treppenabwärtsgehen auftreten wür
den. Er könne im Übrigen circa 30 Minuten Sitzen, bevor es vor allem im Rücken und im Knie zu Schmerzen komme (
Urk.
8/161/35 f.). Aus rheumatolo
gischer Sicht seien die Beschwerden im Bereich der Hals- und Lendenwirbel
säule sowie des rechten Knies radiologisch weitgehend erklärbar. Eine radiku
läre Symptomatik bestehe nicht. Hinweise für eine ausgeprägte Schmerzausdeh
nung hätten sich nicht eruieren lassen. Insgesamt lasse sich eine leichte Ver
schlechterung der degenerativen Veränderungen
feststellen. Insbesondere das rechte Knie sei aufgrund der Verletzung für eine sekundäre Gonarthrose prädis
poniert. Die Osteophytose der Halswirbelsäule sei ebenfalls als tendenziell fort
schreitend einzustufen. In Anbetracht dieser Umstände sei dem Beschwerdefüh
rer die angestammte Tätigkeit im Möbelgeschäft mit langem Stehen und teilwei
sem Transportieren von Möbeln nicht mehr zumutbar. Eine 100%ige Arbeits
fähigkeit bestehe demgegenüber in einer überwiegend sitzenden Tätigkeit mit Möglichkeiten zum Haltungswechsel und regelmässigen Pausen sowie ohne Heben und Tragen von Gewichten über zehn Kilogramm und ohne Arbeiten über Kopf oder in Zwangshaltungen (
Urk.
8/161/38).
Zusammenfassend stellten
Dr.
K._
und
Dr.
L._
fest, dass es psychiat
risch zu einer deutlichen Verbesserung und somatisch zu einer leichten Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes des Versicherten gekommen sei. In der angestammten Tätigkeit im Möbelgeschäft sei er nicht mehr arbeitsfähig. In einer dem konkreten Belastungsprofil des Beschwerdeführers angepassten Tätigkeit sei von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (
Urk.
8/161/5).
3.2.4
Mit Bericht vom 2
9.
Juli 2014 stellte sich
Dr.
I._
auf den Standpunkt, der Versicherte leide weiterhin an rezidivierenden depressiven Episoden, die jeweils leichter oder stärker ausgeprägt seien. Möglicherweise seien komorbid akzentu
ierte Persönlichkeitszüge vorhanden. Durch die affektive Störung sei der Beschwerdeführer in seinem Erleben und Verhalten beeinträchtigt. Er sei nicht respektive noch nicht belastbar und aktuell sei aus psychiatrischer Sicht maxi
mal von einer 30%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (
Urk.
8/163).
3.2.5
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates, äusserte sich in seinem Bericht vom 1
4.
September 2015 dahingehend, dass sich in Bezug auf die Beschwerden in der Halswirbelsäule und im Knie ein patho-anatomisches
Korrelat im Röntgen
bild finden lasse. Unklar sei, weshalb es im Kniegelenk zu Kalzifikationen und in der Halswirbelsäule zu einer Hyperostose komme. Allenfalls handle es sich hierbei um eine rheumatologische Grunderkrankung. Der Versicherte sei in einer angepassten - vorteilsweise wechselbelastenden - Tätigkeit höchstens zu 30
%
arbeitsfähig. Als sinnvoll erachtete
Dr.
M._
administrative Arbei
ten mit höhenverstellbarem Tisch (
Urk.
8/188/8 f.).
3.2.6
Im Juli 2015 war beim Versicherten im
N._
, Klinik für Neuroradiologie, eine vollständige Obliteration des ACOM-Aneurysmas vorge
nommen worden. Mit Bericht vom 3
0.
Oktober 2015 wurde festgehalten, dass infolge der behandelten Erkrankung keine fokalneurologischen Defizite aufge
treten seien und die Behandlung erfolgreich gewesen sei. Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit konnte nicht vorgenommen werden (
Urk.
8/194/1-3).
3.2.7
Dr.
J._
ging in seinem Bericht vom
4.
Januar 2016 von einer 30%igen Arbeitsfähigkeit des Versicherten aus, die nicht gesteigert werden könne. Alle Bewegungen und Haltungen seien massiv eingeschränkt. Darüber hinaus kom
me es zu Erschöpfung und einer psychischen Belastung. Alltägliche Aufgaben könnten nicht mehr bewältigt werden (
Urk.
8/200/3 ff.).
3.2.8
Dr.
I._
stellte in ihrem Bericht vom 2
1.
April 2016 folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/203/1):
-
Kombinierte Persönlichkeitsstörung (impulsiv und narzisstisch), seit Kindheit respektive Jugend (ICD-10 F61.0),
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge (schizoid und zwanghaft), seit Kindheit respektive Jugend (ICD-10 Z73),
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig schwere depressive Epi
sode ohne psychotische Symptome, sicher seit Behandlungsbeginn 2012 (ICD-10 F33.3).
Die depressive Problematik sei namentlich geprägt durch eine stark beeinträch
tigte Fähigkeit, sich zu freuen
,
und eine gedrückte Stimmung. Im Weiteren seien Insuffizienz-, Scham- und Schuldgefühle, ein verminderter Antrieb, eine ausge
prägte Müdigkeit, Schlafstörungen, eine Appetit-verminderung, Entscheidungs
schwierigkeiten sowie ein starker sozialer Rückzug feststellbar. Den wiederkeh
renden Depressionen lägen die Symptome von Störungen der Persönlichkeits
struktur zugrunde. So fühle sich der Versicherte ständig unter Stress und sei anhaltend angespannt. Impulsive Züge würden sich in der Sexualität sowie im rücksichtslosen Autofahren zeigen. Die Kindheitsgeschichte sei geprägt gewesen von wiederholter Abwertung. Der Beschwerdeführer empfinde eine chronische Leere und zeige immer wieder eine starke Wut, wobei er Schwierigkeiten habe, diese zu kontrollieren. Ferner habe er das Gefühl, die meisten Menschen würden seine Fähigkeiten gar nicht richtig schätzen. Es sei ihm sehr wichtig, dass ihn andere Personen beachten oder ihn in irgendeiner Weise bewundern. Nur sehr wenige Menschen würden seine Zeit und Aufmerksamkeit verdienen. Im Weite
ren lege der Versicherte viel Wert auf Details, Ordnung und Organisation. Er entdecke manchmal Botschaften hinter scheinbar zufälligen Ereignissen und glaube, einen sechsten Sinn zu haben. Der Versicherte vermöge Aufgaben, die einen gewissen Druck beinhalten und nicht als einzelne Aufgaben gestellt wer
den, nicht standzuhalten. Die Anpassungsfähigkeit und die Belastbarkeit seien schwer eingeschränkt; Angst-, Scham- sowie aggressive und depressive Gefühle würden sehr rasch entstehen. Für alle Berufe sei daher seit 2012 von einer 75%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen, wobei keine Besserung zu erwarten sei (zum Ganzen
Urk.
8/203/2 ff.).
3.2.9
Aus dem polydisziplinären
F._
-Gutachten vom 1
4.
November 2016 ergeben sich insbesondere die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/215/36):
-
Chronische Kniebeschwerden rechts (ICD-10 M79.66 / M11.26 / Z98.8),
-
Chronisches zervikovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.2),
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte depressive Epi
sode (ICD-10 F33.0).
Nicht beeinträchtigt sei die Arbeitsfähigkeit des Versicherten hingegen nament
lich durch (
Urk.
8/215/37):
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischem und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41),
-
Chronisches lumbovertebrales Schmerzsyndrom (ICD-10 M54.5),
-
Chronische Handbeschwerden beidseits (ICD-10 M19.4),
-
Chronisches Spannungstyp-Kopfweh (ICD-10 G44.2),
-
Migräne ohne Aura (ICD-10 G43.0).
Dr.
med.
O._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, gelangte nach entsprechender Untersuchung des Versicherten zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit aus allgemeininternistischer Sicht nicht eingeschränkt sei. Die klinischen Befunde sowie die Laborwerte seien im Normbereich gewesen (
Urk.
8/215/15).
Gegenüber
Dr.
P._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, habe der Beschwerdeführer angegeben, dass er sich durchkämpfe. Am schlimmsten seien die Schmerzen im Nacken und im rechten Knie. Darüber hin
aus habe er ständig Kopfschmerzen mit Migräne und ausstrahlenden Schmerzen in die Arme. Hinzu kämen eine Arthrose an beiden Daumen sowie Mühe mit dem Schlafen. Mit dem Appetit gehe es (
Urk.
8/215/15). Während des Gesprächs sei der Versicherte sehr freundlich gewesen und habe viel gesprochen. Sowohl Mimik als auch Gestik seien normal ausgeprägt, die affektive Modulation aller
dings etwas eingeschränkt gewesen. Er sei durchwegs in ernster und gefasster Haltung geblieben. Am Schluss habe der Versicherte auch geweint, als er über seine Leistungsfähigkeit und den Verlust der früheren Aktivitäten gesprochen habe. In Bezug auf die berufliche und gesundheitliche Situation habe er negati
ve Zukunftsperspektiven geäussert. Hinweise auf manifeste Ängste mit vegeta
tiven Symptomen hätten indes nicht bestanden. Der Beschwerdeführer sei bewusstseinsklar und allseits orientiert gewesen. Die Konzentration sei leicht beeinträchtigt erschienen. Im Übrigen seien die Aufmerksamkeit, die Auffassung und das Gedächtnis intakt gewesen. Das Denken sei formal geordnet gewesen; inhaltlich hätten weder Wahnideen noch Halluzinationen oder Ich-Störungen bestanden. Als der Versicherte seine Leistungsunfähigkeit betont habe, habe er auch passive Sterbewünsche angegeben. Anhaltspunkte für eine akute Suizidali
tät hätten aber nicht vorgelegen. Angesichts dieser Umstände sei von einer leichten depressiven Episode auszugehen, wobei es sich um eine rezidivierende depressive Störung handle. Ferner könne eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
diagnostiziert werden, gekennzeichnet durch ausgeweitete Schmerzen im Bewegungsapparat, deren Ausmass mit objektiven Befunden nicht hinreichend objektiviert werden könnten. Es bestün
den psychosoziale und emotionale Belastungsfaktoren, die eine Rolle spielen könnten. Des Weiteren liege ein chronischer Verlauf und eine deutlich ausge
prägte Krankheits- und Behinderungsüberzeugung vor (
Urk.
8/215/18). Aus psychiatrischer Sicht könnten sich die beiden Diagnosen negativ beeinflussen. Bei einer Arbeitstätigkeit komme es zu einer erhöhten Ermüdbarkeit, was einen vermehrten Pausenbedarf erfordere. Für aus somatischer Sicht angepasste Tätigkeiten sei seit mindestens der aktuellen Untersuchung von einer 90%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen. Zu der von
Dr.
I._
gestellten Diagnose einer schweren depressiven Episode führte
Dr.
P._
sodann aus, dass eine solche nicht bestätigt werden könne. Nicht vorliegen würden namentlich schwere Kon
zentrations- und Antriebsstörungen. Nicht ausgeprägt seien darüber hinaus die Appetitverminderung - verbunden mit relevanter Gewichtsabnahme - und sexuelle Funktionsstörungen. Eine ambulante Behandlung sei zudem bei einer schweren depressiven Episode nicht mehr möglich (
Urk.
8/215/19). In Bezug auf die ebenfalls von
Dr.
I._
diagnostizierte Persönlichkeitsstörung hielt
Dr.
P._
fest, dass keine deutlich auffälligen Persönlichkeitszüge bestehen würden. Gegen diese Diagnose spreche denn auch der Verlauf mit vor der Erkrankung normaler Sozialisation und voller Leistungsfähigkeit bis zum Unfallereignis (
Urk.
8/215/20).
In orthopädischer Hinsicht führte
Dr.
med.
Q._
, Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, aus, dass der Versicherte insbesondere auf seinen in den letzten Jahren sich stetig verschlim
mernden Gesundheitszustand hingewiesen habe. Im Vordergrund stünden die Schmerzen an Kopf und Nacken. Die Rückenschmerzen hätten sich seit der im Dezember 2005 aufgetretenen Diskushernie nur minim
gebessert. Am rechten Kniegelenk würden zangenartige Schmerzen persistieren. Schmerzhaft seien zudem die Hand- und Daumensattelgelenke, wobei diese Beschwerden vor knapp drei Jahren begonnen und stetig zugenommen hätten (
Urk.
8/215/22 f.). Insgesamt würden sich die sehr diffus beklagten Beschwerden durch die klini
schen und radiologischen Befunde keinesfalls vollständig begründen lassen. Grundsätzlich nachvollziehbar sei ein gewisser Leidensdruck aufgrund der pathologischen Veränderungen der Halswirbelsäule sowie des rechten Kniege
lenks, kaum aber die übrige beklagte Symptomatik, sodass von einer massiven nicht-organischen Beschwerdekomponente ausgegangen werden müsse (
Urk.
8/215/27). Für die angestammte Tätigkeit als Möbelverkäufer und Wohn
berater sei aufgrund der Untersuchungsergebnisse aus rein orthopädischer Sicht - ebenso für andere überwiegend im Stehen und Gehen zu verrichtende und körperlich mittelschwere und schwere Tätigkeiten - von einer bleibenden und vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Für körperlich leichte Tätigkeiten mit Wechselbelastung liege demgegenüber eine zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit vor. Dabei sollten indes das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über zehn Kilogramm, der wiederholte Einsatz der oberen Extremitäten oberhalb des Schulterniveaus sowie das häufige Über
winden von Treppen und unebenem Grund vermieden werden (
Urk.
8/215/28).
Dr.
med.
R._
, Facharzt für Neurologie, hielt in seiner neurologischen Teilexpertise fest, dass die Kopfschmerzproblematik beim Beschwerdeführer seit vielen Jahren dokumentiert sei, wobei er eine Verschlechterung in den letzten zehn Jahren angegeben habe (
Urk.
8/215/34). Die helmartigen Kopfschmerzen seien phänomenologisch einem chronischen Spannungstyp-Kopfweh - differen
tial
diagnostisch einem Medikamentenübergebrauchs-Kopfweh -zuzuordnen. Die Nackenproblematik komme hierbei als Triggerfunktion in Fra
ge, wobei auch vom Einfluss psychischer Faktoren
auszugehen sei. Davon abzugrenzen seien die eigentlichen Migräneattacken ohne Aura, wobei die dies
bezügliche Frequenz (zwei pro Monat mit einer Dauer von ein bis zwei Tagen) aktuell offenbar nicht so hoch sei. In Bezug auf die Rückenproblematik sei zumindest von einer intermittierenden radikulären sensiblen Reizsymptomatik der Wurzel C6 (allenfalls C7) auszugehen. Im Kreuzbereich könne bis auf eine etwas einge
schränkte Beweglichkeit klinisch-neurologisch keine relevante Pathologie nachgewiesen werden. Aus dem Vorliegen von Kopfschmerzen kön
ne keine prinzipielle Arbeitsunfähigkeit abgeleitet werden. Die Arbeitsfähigkeit könne selbstverständlich im Rahmen einer Migräneattacke unvorhersehbar teil
weise oder ganz temporär reduziert sein. Körperlich schwere Tätigkeiten seien bei chronischem Spannungstyp-Kopfweh ungünstig. Überwiegend mittelschwe
re Tätigkeiten seien aufgrund der zervikoradikulären Problematik nicht möglich, vor allem nicht solche über Schulterhöhe oder in Zwangshaltungen. Für eine körperlich leichte bis intermittierend mittelschwere Tätigkeit, bei der die genannten Bewegungen vermieden werden können, bestehe aus neurologischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/215/35 f.).
Im interdisziplinären Konsens gelangten die Gutachter zum Schluss, dass dem Versicherten körperlich schwere und mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien. Für eine körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeit bestehe jedoch eine 90%ige Arbeits- und Leistungsfähigkeit
in einem ganztätigen Pen
sum mit etwas vermehrten Pausen
(
Urk.
8/215/40).
3.2.10
In ihrem Bericht vom 1
2.
Mai 2017 (
Urk.
6) bestätigte
Dr.
I._
im Wesent
lichen die von ihr am 2
1.
April 2016 gestellten Diagnosen (vgl. E. 3.2.8). Auf
grund der damit verbundenen Beeinträchtigungen attestierte sie dem Versicher
ten eine Arbeitsfähigkeit von zwei Stunden pro Tag.
4.
4.1
Zwischen den Parteien ist in erster Linie strittig, ob der Beschwerdeführer wei
terhin Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat (vgl. E. 2.1 f.).
Uneinigkeit besteht insbesondere dahingehend, ob das
polydisziplinäre
F._
-Gutachten vom 1
4.
November 2016 (
Urk.
8/215) als Grundlage für die Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten herangezogen werden kann.
In Bezug auf
das allgemeininternistische, das orthopädische
sowie
das neurolo
gische
Teilgutachten
ist vorweg festzuhalten, dass diese sich
zum einen
für die streitigen Belange als umfassend erweisen und zum anderen in detaillierter Kenntnis der Vorakten erstellt wurden (
Urk.
8/215/
4 ff. und 8/215/41 ff.).
Der Versicherte konnte gegenüber den einzelnen
Experten
seine aktuellen Beschwerden
schildern und wurde von diesen jeweils - soweit fachspezifisch erforderlich - eingehend befragt
(
Urk.
8/215/13, 8/215/22 ff und
8/215/
32 f.).
Die geklagten Leiden fanden im Rahmen der Feststellung der Diagnosen Berücksichtigung, wobei diese wie auch die aus medizinischer Sicht resultieren
den Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit überzeugend dargelegt und erläutert wurden (
Urk.
8/215/14 f., 8/215/26 f. und 8/215/34 ff.). Soweit möglich erfolgte im Weiteren eine ausführliche und schlüssige Auseinandersetzung mit vorange
gangenen ärztlichen Beurteilungen (
Urk.
8/215/15, 8/215/28 ff. und 8/215/36).
Insgesamt kommt
der allgemeininternistischen, der orthopädischen und der neurologischen Teilexpertise damit
voller Beweiswert
zu
, da sie sämtliche pra
xisgemässen Kriterien e
rfüllen (vgl. E. 1.6).
A
nzufügen bleibt, dass nicht nur
die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
durch
Dr.
Q._
und
Dr.
R._
überzeugt, sondern auch das von ihnen
festgelegte individuelle Belastungsprofil des Beschwerdeführers (
Urk.
8/215/28 und 8/215/36)
,
da
s sich w
iederum nur unwesentlich von de
m
jenigen unterscheidet,
welche
s
Dr.
G._
im
B._
-Gutachten vom 1
5.
Februar 2011 (
Urk.
8/121/10) und
Dr.
L._
im
C._
-Gutachten vom 1
5.
Mai 2014
(
Urk.
8/161/38)
umschrieben hatte
n
.
Ausgehend davon ist zwischen den Partei
en
denn auch
-
soweit ersichtlich
-
u
nbestritten, dass dem
Versicherten
die ange
stammte
Tätigkeit als Verkaufsleiter eines Möbelgeschäfts
nicht mehr zumutbar ist (vgl.
Urk.
1 S.
5 ff. und
Urk.
2
S. 1 f.).
Gegen die Feststellung, dass aus rein somatischer Sicht für körperlich leichte Tätigkeiten mit Wechselbelas
tung
- ohne Zwangshaltungen, das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über zehn Kilogramm, den wiederholten Einsatz der oberen Extremitäten oberhalb des Schulterniveaus sowie ohne häufiges Überwinden von Treppen und unebe
nem Grund -
zeitlich und leistungsmässig
eine uneingeschränkte Arbeitsfähig
keit besteht (
Urk.
8/215/28 und 8/215/36), erhob der Beschwerdeführer
grund
sätzlich
kei
ne substantiierten Einwände.
Soweit er vorbringt, die
Gutachter hätten die ihnen
mit Schreiben vom 2
5.
Mai 2016 (
Urk.
8/204) unterbreiteten Zusatzfragen nicht beantwortet
(
Urk.
1 S. 6)
, ist dem zu widersprechen. So nahmen
sie
etwa zum chronologischen Verlauf der Arbeitsfähigkeit Stellung (
Urk.
8/215/15, 8/215/28 und 8/215/
36) und setzten sich mit dem
C._
-Gutachten vom 1
5.
Mai 2014 (
Urk.
8/161) auseinander (
Urk.
8/215/30 und 8/215/39)
.
In Bezug auf die geltend gemachten Mängel an der Konsensbe
sprechung der Gutachter (
Urk.
1 S. 6 f.) ist
des Weiteren
darauf hinzuweisen, dass
sich
die Beweiskraft einer (Teil-)Expertise daran beurteilt, ob sich gestützt darauf die rechtsrelevanten Fragen beantworten lassen oder nicht.
Mit anderen Worten
kommt der Konsensdiskussion
keine entscheidende Bedeutung zu (vgl. BGE 143 V 124 E. 2.2.4).
4.2
Die Kritik des Beschwerdeführers beschränkt sich im Wesentlichen auf die psy
chiatrische Teilexpertise von
Dr.
P._
(vgl.
Urk.
1 S. 6 ff. und
Urk.
5).
4.2.1
Zum einen wird geltend gemacht, dass das psychiatrische Teilgutachten den Qualitätsleitlinien für versicherungspsychiatrische Gutachten der Schweize
rischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) nicht entspreche (
Urk.
1 S. 7
f.).
Weder Gesetz noch Rechtsprec
hung schreiben den Psychiatern allerdings
eine Begutachtung nach den genannten Richtlinien vor. Insbesondere verliert eine Expertise somit ihre Beweiskraft nicht, wenn sie
nicht entsprechend dieser Leitlinien erstellt wurde
(Urteile des Bundesgerichts 8C_105/2017 vom
6.
Juni 2017 E. 4.4 und 9C_715/2016 vom 2
4.
Januar 2017 E. 3.2).
4.2.2
Der Beschwerdeführer rügt andererseits
eine oberflächliche
Auseinandersetzung
des psychiatrischen Gutachters
mit der von
Dr.
I._
diagnostizierten Persön
lichkeitsstörung
(vgl. E. 3.2.8)
und dem vom Bundesgericht in BGE 141 V 281
für somatoforme Schmer
z
störungen und vergleichbare
psychosomatische
Leiden
eingeführten
strukturierten Beweisverfahren (
Urk.
1 S. 10 ff.).
Dr.
P._
diagnostizierte beim Versicherten nebst einer rezidivierenden depressiven Störung - gegenwärtig leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0) - eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41;
Urk.
8/215/18). Dem Beschwerdeführer ist beizupflichten, dass
dem psychiatrischen Teilgutachten indes
keine
eingehende
Prüfung der Stan
dardindikatoren
zu entnehmen ist; insbesondere vermag der an
mehreren
Stel
len relativ knapp beantwortete Fragenkatalog (
Urk.
8/215/20 ff.) die Anforde
rungen nicht zu erfüllen.
Nachdem das Bundesgericht zwischenzeitlich erkannt hat, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (vgl. E. 1.4), fällt die
ser Mangel umso gewichtiger aus. Hinzu kommt
zum einen
, dass
der begutach
tende Orthopäde,
Dr.
Q._
, von einer massiven nicht-organischen Beschwerde
komponente ausging (
Urk.
8/215/27). Zum anderen ist dem Versicherten inso
fern zuzustimmen, als sich
Dr.
P._
nur sehr oberflächlich mit
seiner
Persön
lichkeitsstruktur befasst
(
Urk.
8/215/20)
und sich zur von der behandelnden Ärztin
Dr.
I._
detailliert dargelegten Diagnose einer Persönlichkeitsstörung (
Urk.
8/203/1 ff.) nicht geäussert hat. Gerade die von der Ärztin geschilderte, auffallend konfliktreiche und durch Brüche und Wechsel gezeichnete Kindheits- und Jugendzeit mit Problemen bei der Impulskontrolle und Emotionsregulation, mit Autoritätsschwierigkeiten und später auch Konflikten am Arbeitsplatz,
mit Frustrationsintoleranz und häufigen Anspannungen und Gereiztheiten (
Urk.
8/203/3) stellen Hinweise auf eine solche Diagnose dar. Auch den
F._
-Ärzten gegenüber hatte der Versicherte von seiner auffallenden Kinder- und Jugendzeit mit seitens der IV unterstützter Sonderschulung mit Psychotherapie bei einer angeblich gestellten Diagnose einer neurotischen Persönlichkeitsent
wicklung berichtet (
Urk.
8/215/13), ohne dass seitens des Fachgutachters dem nachgegangen worden wäre.
In Anbetracht
der
detaillierten Ausführungen
von
Dr.
I._
zu dieser Thematik
(
Urk.
8/203/2 ff. und
Urk.
6)
sowie des Umstan
des, dass
zuvor
bereits mehrere Fachärzte zumindest einen Verdacht auf eine Persönlichkeitsstörung oder
auf
akzentuierte Persönlichkeitszüge
geäussert hat
ten
- wobei Letztere auch mehrfach diagnostiziert wurden (vgl.
Urk.
8/16/3, 8/25/9, 8/40/25, 8/106/4, 8/121/20
)
-
wäre eine vertiefte
Diskussion
der Persön
lichkeitsstruktur des Versicherten
erforderlich gewesen.
4.2.3
Nach dem Gesagten erweist sich das psychiatrische Teilgutachten von
Dr.
P._
in mehrfacher Hinsicht als unzureichend. Eine gerichtliche
Überp
rü
fung der
nun prinzipiell auf sämtliche psychischen
Störungen
anwendbaren Standardindikatoren ist auf dieser Grundlage nicht möglich.
Insoweit hat d
ie Beschwerdegegnerin folglich ergänzende Abklärungen vorzunehmen
.
In rein somatischer Hinsicht vermag das
F._
-Gutachten vom 1
4.
November 2016 (
Urk.
8/215) indes zu überzeugen (vgl. E. 4.1), weshalb in diesem Zusammen
hang keine Notwendigkeit für weitere medizinische Untersuchungen
besteht. Die
vorliegenden
Erkenntnisse werden allerdings
aufgrund der
im konkreten Fall vorhandenen
Wechselwirkungen zwischen
den somatischen und psy
chischen Leiden i
m
Zuge
der weiteren psychiatrischen Abklärungen
einzubezie
hen
sein.
4.
3
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
sich die Aktenlage für eine abschlies
sende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers und damit des Invaliditätsgrades als unzulänglich erweist. Folglich ist die angefochtene Verfü
gung vom 1
0.
März 2017
(
Urk.
2)
aufzuheben und die Sache an die Beschwer
degegnerin zurückzuweisen, damit diese nach ergänzender Abklärung im Sinne der obigen Erwägungen eine neue Beurteilung vornehme und sodann über den Leistungsanspruch des Versicherten neu verfüge.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
Da im vorliegenden Verfahren die Bewilligung oder Verweigerung von Leistun
gen der Invalidenversicherung zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Prozessaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach
§
34
Abs.
1 GSVGer hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3 GSVGer). Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessent
schädigung hat.
Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien hat die Beschwerdegegnerin
den Beschwerdeführer mit
Fr.
2‘6
00.-- (inkl. Barauslagen und
8
%
M
ehrwert
steuer
) zu entschädigen.