# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5ff987f8-d977-4bfe-9e99-59e4ef698762
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Criminal Procedure

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, gemäss eigenen Angaben A._ Staatsangehöriger, reiste am 7. Juli 2011 ein erstes Mal in die Schweiz ein und reichte am gleichen Tag im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des Bundesamtes für Migration (BFM) in Altstätten ein Asylgesuch ein. Infolge Untertauchens von X._ wurde das Gesuch mit Beschluss des BFM vom 5. August 2011 als gegenstandslos geworden abgeschrieben. Nachdem X._ gestützt auf das Dublin-Verfahren in Anwendung der Bestimmung der EU-Verordnung 343/2003 von den Niederlanden in die Schweiz überführt worden war, stellte dieser am 2. November 2011 im Empfangs- und Verfahrenszentrum des BFM in Altstätten ein zweites Asylgesuch. Mit Zuweisungsentscheid des BFM vom 2. Dezember 2011 wurde X._ für das laufende Asylverfahren dem Kanton Graubünden zugewiesen. Mit Entscheid des BFM vom 9. März 2012 wurde auf das Asylgesuch von X._ nicht eingetreten. Gleichzeitig wurde er – unter Androhung von Zwangsmitteln im Unterlassungsfall – aufgefordert, die Schweiz bis am Tag nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheides zu verlassen. Der Kanton Graubünden wurde beauftragt, die Wegweisung zu vollziehen. Der Entscheid des BFM erwuchs am 27. März 2012 unangefochten in Rechtskraft.
B. Nachdem X._ erneut untergetaucht war, wurde am 20. März 2012 seine Ausschreibung im automatisierten Fahndungssystem RIPOL bei der Kantonspolizei Graubünden beantragt. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 12. April 2012 wurde X._ wegen versuchten Diebstahls, geringfügiger Zechprellerei, geringfügiger Sachbeschädigung und mehrfachen geringfügigen Diebstahls zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 30.00, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von zwei Jahren, und einer Busse von Fr. 650.00 verurteilt. Gestützt auf das Dublin-Verfahren in Anwendung der Bestimmung der EU-Verordnung 343/2003 wurde X._ am 25. Juni 2013 von O.1_ in die Schweiz überführt. Im Anschluss an die Überführung wurde er durch die Kantonspolizei Zürich festgenommen, da er von der Staatsanwaltschaft Graubünden zur Verhaftung ausgeschrieben war. Vom 28. Juni 2013 bis zum 12. Juli 2013 befand sich X._ wegen versuchten Diebstahls, geringfügiger Zechprellerei, geringfügiger Sachbeschädigung und mehrfachen geringfügigen Diebstahls in der Justizvollzugsanstalt B._ im Strafvollzug. Am 12. Juli 2013 erschien X._ am Schalter des Amtes für Migration und Zivilrecht Graubünden. X._ wurde unmissverständlich mitgeteilt, dass er aufgrund seines illegalen Aufenthaltes die Schweiz umgehend zu verlassen habe. X._ gab an, dass er
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die Schweiz verlassen werde. Gestützt auf das Dublin-Verfahren in Anwendung der Bestimmung der EU-Verordnung 343/2003 wurde X._ am 15. Mai 2014 von Schweden in die Schweiz überführt. Im Anschluss an die Überführung wurde er durch die Kantonspolizei Zürich festgenommen; am darauffolgenden Tag erfolgte seine Zuführung in den Kanton Graubünden. Dort wurde er erneut auf seine Ausreisepflicht aufmerksam gemacht. X._ wurde am 16. Mai 2014 auf freien Fuss gesetzt.
C. Mit Haftbefehl vom 13. August 2014 wurde gleichentags gegen X._ die Festhaltung zwecks Abklärung seiner Identität bzw. Nationalität angeordnet. Gleichentags erfolgte die Zuführung von X._ nach Bern zur zentralen Befragung durch die A._ Botschaft zwecks Abklärung seiner Identität bzw. Nationalität. X._ wurde durch die A._ Botschaft nicht als A._ Staatsangehöriger anerkannt. Der A._ Konsul gab an, bei X._ könnte es sich um einen C._ oder D._ handeln. Am 16. August 2014 stellte das BFM an die zuständigen C._ und D._ Behörden einen Identifikationsantrag. Gestützt auf den Haftbefehl des Amtes für Migration und Zivilrecht Graubünden vom 20. November 2014 wurde X._ in Ausschaffungshaft genommen. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden bestätigte mit Entscheid vom 21. November 2014 die bis zum 19. Februar 2015 angeordnete Ausschaffungshaft. Am 18. Dezember 2014 wurde durch das Staatssekretariat für Migration (SEM) ein sogenanntes LINGUA (Sprachgutachten) mit X._ durchgeführt. Mit Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts des Kantons Graubünden vom 12. Februar 2015 wurde die angeordnete Ausschaffungshaft bis zum 18. Juli 2015 verlängert. Am 17. März 2015 wurde das Resultat des LINGUA-Sprachgutachtens dem Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden mitgeteilt. Gemäss Analyse ist eindeutig klar, dass X._ aus dem Maghreb stammt. A._ als Herkunftsland konnte dabei eindeutig ausgeschlossen werden. Am 15. Juli 2015 wurde die Ausschaffungshaft beendet, da die Gesuche zur Personenidentifikation von X._ an D._, C._ und E._ bis zum damaligen Zeitpunkt unbeantwortet geblieben sind. Mit Haftbefehl des Amtes für Migration und Zivilrecht Graubünden wurde X._ am 22. Dezember 2015 in Durchsetzungshaft versetzt. Das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden bestätigte mit Entscheid vom 23. Dezember 2015 die bis zum 21. Januar 2016 angeordnete Durchsetzungshaft.
D. Am 11. Januar 2016 verlängerte das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden die gegen X._ angeordnete Durchsetzungshaft bis am 20. März
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2016. Am 13. Januar 2016 ersuchte das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden beim Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden um Verlängerung der Durchsetzungshaft bis zum 20. März 2016. Nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung, an welcher auch X._ teilnahm, erkannte das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden mit Entscheid vom 18. Januar 2016, gleichentags mündlich eröffnet und schriftlich mitgeteilt, was folgt:
"1. Der Verlängerung der Durchsetzungshaft bis zum 20. März 2016 durch das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden wird zugestimmt.
2. a)X._ hat die Verfahrenskosten von CHF 500.00 zu übernehmen. Da die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt sind, gehen diese Kosten – unter dem Vorbehalt der Rückforderung – zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b)Die Kosten des amtlichen Rechtsbeistandes von CHF 300.00 gehen zu Lasten von X._. Sie werden – unter dem Vorbehalt der Rückerstattungspflicht – vom Kanton Graubünden getragen und aus der Gerichtskasse bezahlt.
3. X._ kann gemäss Art. 80 Abs. 5 AuG einen Monat nach der Haftüberprüfung ein Haftentlassungsgesuch beim Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden einreichen.

## Considerations