# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3a8839d0-b71a-429f-8933-57917062b654
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1979, Mutter einer Tochter (geboren 2013) und gelernte Verkäuferin, war nach ihrer Einreise in die Schweiz im Oktober 2009 zuletzt vom 1. März 2010 bis zum 27. Februar 2015 als Filialleiterin bei der
Y._
AG in einem Vollpensum tätig. Seither ist sie nach Erleiden eines psychischen Zusammenbruchs krankgeschrieben (Urk. 7/1, Urk. 7/2, Urk. 7/5, Urk. 7/6).
Am
14. September 2015
(Eingangsdatum) mel
dete
sie
sich
unter Hinweis auf psychische Beeinträchtigungen
bei der Sozi
alversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis
tungen der Invalidenversicherung an (Urk.
7
/
1
). Zur Abklärung der medizi
nischen und erwerblichen Verhältnisse zog die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk. 7/6
)
sowie die Akten des Krankentaggeldversi
cherers (Urk. 7/8, Urk. 7/12)
bei
und holte
Berichte de
s
behandelnden
A
rzte
s
ein (Urk.
7/10, Urk. 7/15
).
N
ach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vor
bescheid vom
26
.
Februar 2016
[Urk.
7
/
20
])
verneinte
die IV-Stelle mit Ver
fügung vom
22. April 2016 einen Rentenanspruch
(Urk. 2 [=
Urk. 7/21
).
2.
Gegen diese Verfügung legte
die
Versicherte mit Eingabe vom
23. Mai 2016
Beschwerde ein und beantragte, die angefochtene Verfüg
ung sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen zu gewähren, insbesondere sei ihr ab 1. März 2016 eine ganze Rente zuzusprechen; eventuell sei die Sache für weitere Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
(Urk. 1).
Mit Beschwerdeantwort vom
21. Juni 2016
beantragte die IV-Stelle Abwei
sung der Beschwerde (Urk.
6
), was de
r
Beschwerdeführer
in
mit Verfügung vom 24. Juni 2016
mitgeteilt wurde (Urk.
10
).
Mit Eingabe vom 22. Juni 2016 (Urk. 8) reichte die Beschwerdeführerin eine Stellungnahme
sowie ein zu Händen der Krankentaggeldversicherung erstelltes psychiatrisches Gut
achten zu den Akten (Urk. 9), wovon die Beschwerdegegnerin mit Mitteilung vom 27. Juni 2016 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 11).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Lei
den
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Auf
bietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeits
fähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe
Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Das Gericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und dem
nach zu prüfen, ob die vorliegenden Beweismittel eine zuverlässige Beurtei
lung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Einem ärztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berück
sichtigt und in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, wenn die Beschrei
bung der medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchtet und die Schlussfolgerungen des Arztes begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a S. 352).
1.6
Im Rahmen der freien Beweiswürdigung darf sich die Verwaltung - und im Streit
fall das Gericht - weder über die (den beweisrechtlichen Anforderungen genügenden) medizinischen Tatsachenfeststellungen hinwegsetzen noch sich die ärztlichen Einschätzungen und Schlussfolgerungen zur (Rest-) Arbeitsfä
higkeit unbesehen ihrer konkreten
sozialversicherungsrechtlichen Relevanz und Trag
weite zu eigen machen. Die rechtsanwendenden Behörden haben
diesfalls
mit besonderer Sorgfalt zu prüfen, ob die ärztliche Einschätzung der Arbeitsunfä
higkeit auch invaliditätsfremde Gesichtspunkte (insbesondere psychosoziale und soziokulturelle Belastungsfaktoren) mitberücksichtigt, die vom invaliditäts
rechtlichen Standpunkt aus unbeachtlich sind (vgl.
BGE 140 V 193
;
130 V 352
E. 2.2.5). Wo psychosoziale Einflüsse das Bild prägen, ist bei der Annahme einer rentenbegründenden Invalidität Zurückhaltung geboten (
BGE 127 V 294
E. 5a; vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_146/2015 vom 1
9.
Januar 2016).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, weder hinsicht
lich der Panikattacken und der agoraphobischen Ängste noch mit Blick auf die depressive Symptomatik sei ein dauerhafter Gesundheitsschaden ausge
wiesen, weshalb kein Leistungsanspruch bestehe (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführerin brachte in ihrer Beschwerde dagegen vor, sowohl der behandelnde Facharzt als auch die psychiatrische
Konsiliaria
würden von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgehen. Insbesondere nehme die Beschwerdeführerin alle zumutbaren Therapie- und Behandlungsoptionen wahr. Es seien zudem keine psychosozialen Faktoren ersichtlich, welche das Krankheitsgeschehen unterhalten oder dominieren würden (Urk. 1).
3.
3.1
Dem Bericht des behandelnden Psychiaters, Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 23. Oktober 2015 zu Händen der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/10) können folgende
Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit entnommen werden (Urk. 7/10/1):
-
depressive Episode, mittelgradige Ausprägung (ICD-10 F32.1) seit Feb
ruar 2015
-
Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.0) seit Februar 2015
Der behandelnde Facharzt führte zudem aus, die Beschwerdeführerin stehe sei
t dem
5.
März 2015 bei ihm in Behandlung
(Urk. 7/10/2)
.
Dabei handle es sich um eine ambulante Psycho- und Psychopharmakotherapie, schwer
punktmässig eine kognitive Verhaltenstherapie. Die Medikation bestehe aus
Escitalopram
(20mg/Tag) sowie
Trittico
retard
(bis 150mg/Tag; in Reserve). Die Behandlung solle wie bisher weitergeführt werden (Urk. 7/10/3).
Die depressive Symptomatik habe sich im Verlauf der Episode inzwischen leicht abgemildert. Zudem könne bei einer
agoraphoben
Störung bei geeigneter Behandlung
,
bei guten persönlichen Ressourcen und wenig komorbiden Faktoren, wie es bei der Beschwerdeführerin der Fall sei, von einer guten Prognose ausgegangen werden (
Urk.
7/10/2
)
.
Als Filialleiterin in einer
Par
fumerie
sei die Beschwerdeführerin aufgrund verminderter Konzentrationsfä
higkeit, fehlender situativer Aufmerksamkeit, psychischer Belastbarkeit sowie massiv eingeschränkter Flexibilität seit März 2015 zu 100 % arbeitsunfähig. In frühestens einem bis zwei Monaten sei wieder von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 7/10/3).
3.2
Dem Verlaufsbericht von Dr.
Z._
vom 29. Januar 2016 zu Händen der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/15) ist zu entnehmen, dass sich das depressive Zustandsbild leicht verbessert habe. Die depressive Symptomatik befinde sich in Regression. Einschränkend im
Vordergrund stehe aber weiterhin die Symptomatik im Rahmen der Agoraphobie mit Panikattacken. Die Beschwer
deführerin sei nach wie vor im sozialen Bewegungsradius massiv einge
schränkt, ziehe sich
sozial zurück und könne die Wohnung nur sporadisch verlassen, alleine nur zu Fuss, begleitet könne sie mit dem (im 100%-Pensum arbeitstätigen) Ehemann mit dem Auto mitfahren. Insbesondere ausser Haus und im Kontakt mit Menschen würden sich deutliche (angstbedingte) kogni
tive Einschränkungen wie Auffassungs-, Konzentrations- und Aufmerksam
keitsstörungen zeigen (
Urk.
7/15/1).
Zur Arbeitsfähigkeit führte der behan
delnde Psychiater aus, zurzeit sei weder in der bisherigen noch in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitstätig
keit möglich (
Urk.
7/15/2). Zur gegenwärtigen Behandlung führte
Dr.
Z._
aus, die Beschwerdeführerin stehe weiterhin in regelmässiger Behandlung mit wöchentlichen Terminen. Die affektiv-depressive Stimmungslage und Symptomatik habe verbessert werden können. Die verhaltenstherapeutisch fokussierte Behandlung der agoraphobischen Symptomatik sei aber bisher leider erst zaghaft vorange
kommen, wohl bedingt durch die sich bisher doch stärker als im letzten Be
richt prognostizierte einschränkend und hemmend auswirkende komorbide Störungssymptomatik: Depression (verminderter Selbstwert) und Ängste (
er
schwerte Vorbereitung und mangelnde Motivierbarkeit für die therapeutisch doch notwendige aversive Angstexpositionsarbeit). Die Medikation bestehe aus
Escitalopram
mit 20mg
/
Tag (
Urk.
7/15/3). Aufgrund der bisher zwar ver
zögerten, aber inzwischen doch eingetretenen Selbstwertstärkung und ver
besserten affektiven Stimmungslage könne prognostisch weiterhin davon ausgegangen werden, dass mithilfe der Therapie eine weitere Symptommin
derung und eine psychische Zustandsverbesserung im Laufe der nächsten vier bis sechs Monate eintreten werde (
Urk.
7/15/3).
3.3
In seiner Stellungnahme zur angefochtenen Verfügung zu Händen der Rechts
vertretung der Beschwerdeführerin vom 16. Mai 2016 (Urk. 3/4) führte Dr.
Z._
aus, zu betonen sei, dass sich die agoraphobischen Ängste im
Rahmen der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zeigen würden, aber auch in Einkaufsläden und Bahnhofshallen etc. Sie seien häufig verbunden mit der typischen
Panikschaukelungsdynamik
inklusive körperlicher Symptomatik und den dazugehörenden dysfunktionalen
katastrophisierenden
Gedanken und störungsspezifischem Vermeidungsverhalten. Festzuhalten sei, dass bei der Beschwerdeführerin eine störungsspezifische Behandlung unter den vor
liegenden Umständen kaum möglich sei und aus prognostischer Sicht auch in absehbarer Zeit noch nicht genügend gut erfolgen könne (Urk. 3/4 S. 2).
3.4
Dr. med.
A._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychothera
pie, hielt im Gutachten vom 18. Mai 2016 zu Händen des Krankentaggeld
versicherers der Beschwerdeführerin (Urk. 9) folgende Diagnosen fest (Urk. 9 S. 8):
-
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom
(ICD-10 F 32.11)
-
Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10 F 40.01)
Zur Arbeitsfähigkeit führte Dr.
A._
aus, die Besc
hwerdeführerin sei bedingt durch die hier diagnostizierten psychischen Störungen in wesentli
chen psychischen Funktionsbereichen noch erheblich eingeschränkt. Die Nie
dergestimmtheit sei deutlich ausgeprägt und beeinträchtige die motivationale Leistungsfähigkeit. Die verminderte affektive Schwingungsfähigkeit sei hin
derlich in der Führungsarbeit mit Mitarbeitern und auch im direkten Kun
denkontakt. Die Beschwerdeführerin sei im Moment nicht zu einem normalen Sozialkontakt fähig. Weiter seien die kognitiven Fähigkeiten beeinträchtigt, sie könne Anforderungen ihrer Umgebung nur teilweise auffassen;
dies schliesse die Führung eines
Verkaufsgeschäfts aus. Die Angststeuerung sei stark eingeschränkt und die Fähigkeit zu ungestörten Sozialkontakten sei mittelgradig eingeschränkt und
beide würden das Funktionsniveau klar beeinträchtigen, wenn es darum gehe
,
zügig Aufgaben im Zusammenhang mit Kunden entgegenzunehmen, zu bewältigen
und Personalentscheide zu treffen. Hier wirke der leicht beeinträchtigte Antrieb zusätzlich einschrän
kend (
Urk.
9 S. 12). Für den angestammten Arbeitsplatz rechne sie mit einer fortgesetzten 100%igen Arbeitsunfähigkeit bis Mitte August 201
6.
Anschliessend sei von einer schrittweisen Steigerung der Arbeitsfähig
keit auszugehen. Ab wann die Beschwerdeführerin wieder voll arbeitsfähig sein werde, könne noch nicht vorhergesagt werden. Die Beschwerdeführerin sei heute und voraussichtlich bis Mitte August 2016 auch in einer leidensan
gepassten Tätigkeit
zu
100
%
arbeitsunfähig. Das Profil einer leidensange
passten Tätigkeit
sei
im Wesentlichen vom Zustand ab
hängig
, in welchem sich die Beschwerdeführerin im August 2016 befinde. Eventuell werde der beruf
liche Einstieg ohne Führungsverantwortung rascher erfolgen können als mit der erneuten Anforderung einer Filialleiterin. Eigenanamnestisch sei die Beschwerdeführerin in der Hausarbeit und auch in der teilweisen Betreuung ihres Kindes
kaum beeinträchtigt. Aus psychiatrischer Sicht gebe es keine Einwände, dass sie sich
im Haushalt betätige und sich mit ihrem Kind abgebe, solange dies nicht den Weg für eine effektive Behandlungschance verbaue. Die Prognose einer ersten depressiven Episode sei naturgemäss gut. Die Beschwerdeführerin habe eine gute Chance auf vollständige Genesung von dieser depressiven Episode. Eine optimierte Behandlung verbessere die Prognose weiter. Das
G
leiche gelte für die Agoraphobie mit Panikattacken (
Urk.
9 S. 13).
Zur aktuellen Therapie und Medikation führte die Expertin aus, die laufende integrierte psychiatrische Behandlung mit wöchentlicher Psychotherapie und einer antidepressiven Medikation sei grundsätzlich nachvollziehbar. Der Verlauf seit Beginn der
Behandlung sei allerdings wenig rückläufig. Die Beschwerdeführerin sei immer noch deutlich leidend, objektiv krank und arbeitsunfähig, Damit müssten jetzt, im Einklang mit den Empfehlungen der Fachgesellschaften für die Behandlung dieser Störungen, zusätzliche Mass
nahmen empfohlen werden. Es gelte die Pharmakotherapie nach dem
Algo
rithmus für die Anwendung von Antidepressiva bei Depressionen und Angsterkrankungen auszubauen, d.h. es sei eine Dosiserhöhung vorzuneh
men oder das Produkt sei auszuwechseln. Allenfalls werde sich eine Kombi
nationsbehandlung verschiedener Antidepressiva als nötig erweisen. Eine gezielte Exposition sei erst möglich, wenn keine Panikattacken mehr da seien. Weiter seien Massnahmen zu treffen, die dem starken sozialen Rück
zug entgegenwirken und
helfen würden,
ausserhäusliche Aktivitäten wieder ein
zu
üben. Hier sei in erster Linie eine tagesklinische Behandlung zu prüfen. Es würden keine medizinischen Gründe vorliegen, weshalb die Beschwerde
führerin nicht in eine Tagesklinik gehen könnte. So könne sie morgens auch das Kind in die Krippe bringen, dies obwohl sie Ängste habe, das Haus zu verlassen. Damit sei – bei genügender Motivation – von einer gewissen Steu
erbarkeit im Verhalten auszuge
h
en
. Von einer psychiatrischen Behandlung könne eine namhafte Verbesserung des psychischen Beschwerdebildes erwartet werden
(
Urk.
9 S. 11 f.).
4.
4.1
Zunächst ist festzustellen, dass
es entgegen der von der Beschwerdeführerin offenbar vertretenen Auffassung in sämtlichen Fällen gesundheitlicher Beeinträchtigung, also auch bei - nicht von der Rechtsprechung des Bundes
gerichtes zu den soma
toformen Schmerzstörungen und vergleichbaren psy
chosomatischen Störungen (BGE 130 V 352 [bisherige Rechtsprechung], BGE 141 V 281 [am 3. Juni 2015 geänderte
Rechtsprechung]) erfassten – Depres
sionen und Persönlichkeits
stö
rungen, keineswegs allein Sache der mit dem konkreten Fall gutachtlich befassten Arztpersonen ist, selber abschliessend und für die rechtsanwendende
Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch fest
gestellte Leiden zu einer andauernden oder vorübergehenden Arbeitsun
fähig
keit (bestimmter Höhe und Ausprä
gung) führt. Dies unter anderem deshalb, weil die
Arbeitsunfähigkeit ein unbestimmter Rechtsbegriff des formellen Gesetzes (
Art.
6
ATSG) ist, dessen praktische Handhabung im Einzelfall der rechtsanwendenden Stelle obliegt, welche den durch Gesetz und Rechtsprechung gezogenen norma
tiven Rah
men zu berücksichtigen hat (BGE 140 V 193 E. 3.1; vgl. E. 1.7). Aufgrund der in diesem Leitentscheid näher umschriebenen tatsächlichen und rechtlichen Gegebenheiten hat die Rechtsprechung seit jeher die Aufgaben von Rechts
anwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt. Sache des (begut
ach
tenden) Mediziners ist es, den Gesund
heits
zu
stand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst, mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersu
chung, unter Berücksichtigung der sub
jektiven Beschwerden, Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall Gericht nicht zuständig sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträch
tigungen kommt der Arztperson hinge
gen keine abschliessende Beur
teilungs
kompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arzt
person zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie gibt eine Schätzung ab, wel
che sie aus ihrer Sicht so substanziell wie mög
lich begründet. Schliesslich sind die ärztlichen Angaben eine wichtige Grund
lage für die juristische Beur
teilung der Frage, welche Arbeits
leistungen der Person noch zugemutet wer
den können
(BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2). Die Rechtsanwender prüfen dabei die medizinischen Angaben frei, ins
besondere daraufhin, ob die Ärzte sich
an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben. Das heisst
, ob sie ausschliesslich funk
tionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (Art. 7 Abs. 2 erster Satz ATSG), und ob die versiche
rungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurteilung auf ob
jek
tiver Grundlage erfolgt ist (Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 5.2.2 mit Hinweisen). Die Ärzte und die Organe der Rechtsanwendung prüfen demnach die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_901/2015 vom 8. Juli 2016 E. 3.1).
Ob die vorliegend zur Diskussion stehenden Diagnosen einen invalidisieren
den Gesundheitsschaden darstellen, ist eine Rechtsfrage. Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abgewichen werden, ohne dass diese ihren Beweiswert verlöre (vgl. statt vie
ler: Urteil des Bundesgerichtes 8C_283/2015 vom 24. Juni 2015 E. 2 mit Hinweis).
4.2
Aufgrund der vorliegenden – fachärztlichen – Berichte von Dr.
Z._
vom 23. Oktober 2015 (Urk. 7/10, E. 3.1), 29. Januar 2016 (Urk. 7/15, E. 3.2) und 16. Mai 2016 (Urk. 3/4, E. 3.3) sowie des Gutachtens von Dr.
A._
vom 18. Mai 2016 (Urk. 9, E. 3.4) ist ausgewiesen und unbestritten, dass die Beschwerdeführerin seit Februar 2015 unter einer mittelgradigen depressiven Episode fraglich mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) und einer Ago
raphobie mit Panikstörung (ICD-10 F40.01) leidet. In den genannten Berich
ten wurden sodann detaillierte Befunde erhoben. Die Berichte enthalten zudem umfassende Angaben zu den geklagten Beschwerden und Angaben zu den bei Dr.
Z._
durchgeführten Behandlungen (ein- bis zwei-wöchentli
che
Psychotherapiesitzungen und antidepressive Medikation; mit der Emp
fehlung der Prüfung einer tagesklinischen Behandlung sowie Anpassung der Pharmakotherapie). Aus den genannten Berichten ergibt sich im Weiteren auch, dass durch die bei Dr.
Z._
bislang durchgeführte Behandlung der depressiven Symptomatik respektive der Agoraphobie mit Panikattacken eine leichte Verbesserung der Symptome erreicht werden konnte (Urk. 9 S. 9, E. 3.4) und sich die bereits positive Prognose nach einer Optimierung der Behandlung (Therapie und Medikation) noch weiter verbessern würde (E. 3.2, vgl. auch Urk. 7/12/6). Die Behandelbarkeit der bei ihr bestehenden psychi
schen Symptome wurde von den
Dres
.
Z._
(„zaghaftes Vorankommen“ hinsichtlich der kognitiven Verhaltenstherapie, Verbesserung der affektiv-depressiven Stimmungslage, E. 3.2) und
A._
explizit bejaht und von der Beschwerdeführerin auch nicht in Frage gestellt (Urk. 1 S. 6).
Streitig und zu prüfen ist vielmehr einzig, ob die Beschwerdegegnerin den genannten Diagnosen zu Recht eine invalidisierende Wirkung abgesprochen hat.
4.3
4.3.1
Gemäss
den Beurteilungen durch die
Dres
.
Z._
und
A._
ist die Arbeits
unfähigkeit bedingt durch die
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) und einer Agoraphobie mit Panik
störung (ICD-10 F40.01).
4.3.2
Betreffend die
von den
Dres
.
Z._
und
A._
gestellte Diagnose
einer
mittelgradigen depressiven Episode
gilt es zu beachten,
dass es sich bei depressiven Episo
den
definitionsgemäss
um vorübergehende Leiden handelt, welchen es grund
sätzlich an einem Krankheitscharakter fehlt. Daran ändert auch nichts, wenn sie vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven Störung diagno
sti
ziert wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_176/2011 vom 29. Juni 2011 E. 4.3). Na
ch der Rechtsprechung des
Bundesgerichtes
fal
len sodann
leichte bis mittel
gradige depressive Störungen, seien sie im Auf
treten rezidivierend oder episo
disch, einzig dann als invalidisierende Krank
heiten in Betracht, wenn sie
erwiesenermassen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hinweis). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - ge
setzlich verlangten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prü
fungsweise Genüge getan (
BGE 141
V
281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein solcher Sach
verhalt muss überwiegend wahr
scheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszu
schliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konsequent ge
wesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zumutbaren (am
bulanten und statio
nären) Behandlungsmöglichkeiten in kooperativer Weise optimal und nach
haltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140 V 193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
desgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
4.3.3
Entscheidend ist vorliegend, dass die therapeutischen und medikamentösen Be
handlungsoptionen bis anhin nicht voll ausgeschöpft wurden. Gemäss Akten
lage stand die Beschwerdeführerin seit März 2015 in psy
chiatrischer Behandlung bei Dr.
Z._
(Urk. 9 S. 5). Laut den Angaben von Dr.
Z._
kam es dabei zu einer – immerhin – zaghaften respektive leichten Besserung der Symptomatik (Urk. 7/10/3, Urk. 7/15/3). Auch die Gutachterin stellte eine leichte Rückläufigkeit der Symptomatik fest (Urk. 9 S. 11): So könne die Beschwerdeführerin im Zeitpunkt des psychiatrischen Gutachtens vom Mai 2016 morgens ihr Kind in die Krippe bringen, obwohl sie Ängste habe, das Haus zu verlassen; es liege eine gewisse
Steuerbarkeit im Verhalten vor (Urk. 9 S. 12). Durch die wöchentlichen Termine habe sich die affektiv-depressive Stimmungslage und Symptomatik gebessert. Auch die inzwischen doch eingetretene Selbstwertstärkung trage zu einer weiteren Symptommin
derung bei (Urk. 7/15/3). Im Haushalt fühlt sich die Beschwerdeführerin sodann eigenanamnestisch nicht eingeschränkt, was angesichts des geschil
derten Tagesablaufs nachvollziehbar erscheint (Urk. 9 S. 6).
Hinsichtlich der Erledigung der Haushaltsarbeiten hielt die Gutachterin Dr.
A._
überzeu
gend fest, dass die Beschwerdeführerin in der Hausarbeit und auch mit der teilweisen Betreuung des Kindes – gemäss den eigenanamnestischen Anga
ben der Beschwerdeführerin – kaum eingeschränkt sei.
Seit dem 5. März 2015 wurden bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung mit der Beschwerdeführerin laut Angaben des behandelnden Psychiaters ein- bis (ursprünglich) zweiwöchentliche ambulante Psychotherapiesitzungen durchgeführt (vgl. Urk. 7/10/2, Urk. 7/15/3). Der Schwerpunkt lag dabei auf einer kognitiven Verhaltenstherapie (vgl. E. 3.1). Daneben wurde die Beschwerdeführerin mit
Escitalopram
20 mg/Tag und
Trittico
(bei Bedarf) behandelt (Urk. 7/10/3, Urk. 7/15/3, Urk. 9 S. 6). Gegenüber der Gutachterin gab die Beschwerdeführerin diesbezüglich an, das
Trittico
nie einzunehmen. Gemäss den Angaben der Gutachterin besteht die Psychopharmakotherapie zum Zeitpunkt des Gutachtens in
Cipralex
20 mg (1-0-0; Urk. 9 S. 6). Die Durchführung insbesondere auch einer spezifisch auf die Behandlung der aus der Agoraphobie mit Panikattacken resultierenden Symptome ausgerichteten (teil-)stationä
ren Behandlung ist nicht aktenkundig.
Die Gutachterin stellte der Beschwerdeführerin eine gute Chance auf Gene
sung in Aussicht (Urk. 9 S. 13). Insbesondere verwies der behandelnde Psy
chiater zur Prognose hinsichtlich der
agoraphoben
Störung auf die
guten persönlichen Ressourcen und wenig komorbide Faktoren (Urk. 7/10/3). Die Gutachterin geht von einer Überwindbarkeit der Agoraphobie aus („Steuer
barkeit des Verhaltens“) und wies in ihrer Expertise darauf hin, dass für die Behandlung der vorliegenden Störungen zusätzliche Massnahmen empfohlen würden. So hielt sie einerseits dafür, die Pharmakotherapie nach dem Algo
rithmus für die Anwendung von Antidepressiva bei Depressionen und Angsterkrankungen auszubauen mittels Dosiserhöhung, Auswechslung des Produkts oder mittels Kombinationsbehandlung verschiedener Antidepres
siva. Zur Einübung ausserhäuslicher Aktivitäten und um dem sozialen Rück
zug entgegenzuwirken, empfahl die Gutachterin andererseits die Prüfung einer tagesklinischen Behandlung (Urk. 9 S. 11).
Von einer optimalen und nachhaltigen Ausschöpfung der therapeutischen und insbesondere medikamentösen Behandlungsmöglichkeiten (zu den The
rapieintervallen bei depressiven Störungen: vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_454/2013 vom 29. Oktober 2013 E. 4.1) kann unter diesen Umständen in der Tat nicht die Rede sein. Eine nicht aus
geschöpfte medikamentöse Behandlung und optimierungsbedürftige Therapie verbietet den Schluss, die versicherte Person verfüge nicht über genügende psychische Ressourcen, einer den Anspruch auf eine Rente ausschliessenden Erwerbstätigkeit nach
zugehen. Wenn der behandelnde Psychiater mit seiner Stellungnahme vom 16. Mai 2016 (Urk. 3/4) nach Erlass der angefochtenen Verfügung vorbringt, eine Therapierung sei unter den gegeben Umständen gar nicht möglich, so widerspricht er sowohl eigenen früheren Angaben als auch den Prognosen der Gutachterin ohne nachvollziehbaren Grund.
4.3.4
Es ergibt sich somit, dass die Beschwerdegegnerin das Vor
liegen eines relevan
ten Gesundheitsschadens zu Recht verneint hat (vgl. Urteil des Bun
desgerichtes 8C_731/2015 vom 18. April 2016 E. 4.2 mit Hinweisen).
Dass die
Dres
.
Z._
und
A._
der Beschwerdeführerin in ihren fachärztlichen Berichten/Expertise (Urk. 7/10, Urk. 7/15 sowie Urk. 9) aktuell eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierten, ändert daran nichts. Es ist deshalb davon auszugehen, dass es der Beschwerdeführerin bei Aufbietung allen guten Wil
lens sowie optimaler und nachhaltiger Ausschöpfung der zu
mut
baren Behandlungsmöglichkeiten trotz der genannten psy
chi
schen Leiden zuzu
muten ist, ihrer bisherigen Tätigkeit nachzugehen. Die Beschwerdeführerin verkennt, dass nach Art. 7 Abs. 2 ATSG für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen sind, und dies zudem nur, soweit sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar sind (vgl. E. 4.1 und Urteil des Bundesge
richtes 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. 4.3), welches Merk
mal, wie darge
legt, erst bei überwiegend wahrscheinlicher Therapieresi
stenz gegeben ist. Die Aktenlage lässt jedoch keineswegs auf eine Therapieresistenz der besagten psychischen Leiden schliessen. Die
Dres
.
Z._
und
A._
hielten überein
stimmend fest, es sei von einer Besserung der Beschwerden – bis zur voll
ständigen Wiedererlangung der Arbeitsfähigkeit – auszuge
hen.
5.
Damit ist die angefochtene Verfü
gung, mit welcher ein Rentenanspruch ver
neint wurde, nicht zu beanstanden und die Beschwerde abzuweisen.
6.
Gestützt auf
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vo
r dem kanto
na
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
weigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichti
gung des
gesetzlichen Rahmens (Fr. 20
0.--
bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 6
00.-- fest
zusetzen und
der
unterliegenden Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.