# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8e0db1b6-6034-4d79-b3c1-631c026be6ff
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1963,
meldete sich am 5. November 2010 bei der
Sozialversi
cherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug (Rente/Berufliche Massnahmen) an (Urk. 11/8).
Die IV-Stelle
tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen, im Rahmen
deren
sie eine rheumatologische Abklärung mit Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL)
in der Kli
nik
Y._
veranlasste
(
Untersuchungen
vom
7./8.
Februar 2012,
Gutachten vom 8. Mai 2
012
, Urk. 11/34)
.
Mit Vorbescheid vom 27. Juni 2012
(Urk. 11/40)
stellte die IV-Stelle dem Versicherten
die Verneinung eines Rentenanspruches in Aussicht. Dagegen erhob
der Versicherte Einwände
und beantragte die Aus
richtung einer ganzen Rente
(Urk. 11/46, Urk. 11/50
, unter Beilage eines Berichtes seines behandelnden Psychiaters, Urk. 11/49)
.
Die IV-Stelle holte daraufhin weitere Berichte bei den behandelnden Ärzten ein (Urk. 11/70,
Urk. 11/71)
und
liess den Versicherten a
m 2
3.
und 25. April 2013
in der
Begut
achtungsstelle
MEDAS
Z._
polydisziplinär
begutachten
(
Expertise
vom 20. Juni 2013, Urk. 11/74
; mit ergänzenden Stellungnahmen vom 30.
Septem
-
ber
2013, Urk. 11/79-80
).
M
it Verfügung vom 18. Dezember 2013 (Urk. 2)
wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren wie angekündigt ab
.
2.
Dagegen erhob
X._
am 31. Januar 2014 Beschwerde (Urk. 1) und bean
tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
es sei
ihm mindestens eine halbe Rente zuzusprechen. Eventualiter sei ein polydisziplinäres Gutachten inkl. einer EFL zu veranlassen.
In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewäh
rung
der unentgeltlichen
Prozessführung sowie um Bestellung von Rechtsan
walt
Tobias
Figi
zum unentgeltli
chen Rechtsbeistand (Urk. 1 S. 2
).
Mit
Be
-
schwerdeantwort
vom
5. März
2014 (Urk.
10
unter Beilage ihrer Akten, Urk.
11/1-92
) schloss die Beschwerdegegnerin auf A
bweisung der Beschwerde, was dem
Beschwerdeführer mit Schreiben vom
24. März 2014 (Urk. 12
) zur Kenntnis gebracht wurde.
Im Übrigen legte der Beschwerdeführer am 18. Februar 2014
das ausgefüllte Formular
zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (Urk. 8 unter Beilage von Belegen, Urk. 9/1-7) auf.
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegnerin führte zur Begründung der angefochtenen Verfügung aus,
der Beschwerdeführer sei
bei einem diagnostizierten
lumbo
- und
zer
vikovertebrale
n
Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen sowie
bei
Beschwerden in der rechten Schulter
in seiner angestammten Tätigkeit
als
Foto
graf seit a
nfangs 2009 zwar nicht mehr arbeitsfähi
g. Da
ihm
jedoch
eine
behin
derungsangepasste
Tätigkeit (wechselbelasten
d
, leicht bis mittelschwer, ohne länger dauernde einseitige Körperposition)
noch zu 100 % zumutbar sei und er mit einer solchen Tätigkeit im Vergleich zum
Valideneinkommen
keine Erwerbseinbusse erleide, bestehe kein Anspruch auf eine Rente
(Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber
unter Hinweis auf
eine
im Rah
men des Beschwerdeverfahrens eingereichte ärztliche Beurteilung von Dr. med.
A._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
geltend,
er sei aus psychiatrischer Sicht zu mindestens 50 % erwerbsunfä
hig. Gemäss Ein
schätzung von Dr. med.
B._
der Klinik
C._
, Manuelle Medizin, sei er
ausserdem
aus rheumatologischer Sicht lediglich zu 25 % erwerbsfähig. Somit habe er Anspruch auf mindestens eine halbe Rente (Urk. 1)
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
3.
3.1
Am
17. Februar 2011
wurde der Beschwerdeführer
in der Klinik
C._
– wo
er
gemäss Akten aufgrund verschiedener Beschwerden bereits früher in Behandlung gewesen war (
beklagte
Beschwerden an
den
Ellbogen,
der
Hals
- und
Lendenwirbelsäule,
den
Händen,
den
Schulter
n
sowie
aufgrund einer
Gas
tritis, vgl. Urk. 11/7) –
bei einem
diagnostizierten
Impingement
-Syndrom der rechten Schulter und
einem
Verdacht auf
Tendinopathie
/Instabilität der Bizeps
longus
-Sehne an der rechten Schulter operiert
(Urk. 11/26/8).
Der Operateur
,
Dr.
med.
D._
,
hielt
mit
Bericht vom 20. Juli 2011 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 11/26) dafür, der Beschwerdeführer leide an einem
zerviko-spon
d
ylogenen
Syndrom beidseits (mit degenerativen Verände
rungen in Form von
Osteochondrosen
C3/4, C4/5, C5/6 und
Epicondylopathien
beidseits rechtsbetont), rezidivierenden hexenschussartigen Blockaden bei
Dis
kopathien
bei L4/5 und L5/S1, einem
thorakovertebralen
Syndrom mit diversen Dysfunktionen sowie einem Status nach Schulteroperation
vom 17.
Februar
2011 (Urk. 11/26/5). Dr.
D._
berichtete ausserdem, dass es
im Verlauf
zu Beschwerden im Bereich der nicht operierten linken Schulter gekommen sei und klinisch der Verdacht auf eine Instabilität der langen
Bizepssehne
bestehe (Urk. 11/26/6). Er hielt dafür,
in
der Tätigkeit als Fotograf
würden
von Seiten der Schultergelenke keine signifikanten Einschränkungen
bestehen
. Er könne die Frage, ob mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden könne,
jedoch
nicht beantworten, da die Ursache der Arbeitsunfähigkeit durch die
chronifizierte
lumbale
Schmerzsymptomatik bedingt sei
, wobei der Beschwerdeführer bezüglich der Rückenproblematik bei Dr.
B._
in Behandlung sei
(
Urk.
11/26/6-7).
3.2
Dr.
B._
von der Klinik
C._
, Manuelle Medizin,
nahm mit
Bericht
vom 22. September 2011
zur Arbeitsfähigkeit Stellung (Urk. 11/28). Er hielt dafür
, dem Beschwerdeführer seien Tätigkeiten mit repetitivem Tragen und Heben von Gewichten sowie längerem Sitzen und Stehen nicht
möglich und
d
ie bisherige Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Er gehe davon aus, dass – nach Ausheilen der Schulterproblematik - eine
Teilarbeitsfä
higkeit
für behinderungsangepasste Tätigkeiten von zirka 25 % bestehe. Zur Beantwortung dieser Frage hinsichtlich zumutbarer Arbeitsfähigkeit in ange
passten Tätigkeiten
sei eine
Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
durchzuführen
(Urk. 11/28/6-7).
3.3
Daraufhin wurde
der Beschwerdeführer
im Februar 2012
in der Klinik
Y._
rheumatologisch begutachtet und
in
diesem Rahmen eine Abklärung mittel
s
EFL durchgeführt (Gutachten vom 8. Mai 2012,
Urk. 11/3
4).
In der Arbeitsanamnese wurde festgehalten,
der Beschwerdeführer habe eine Lehre zum Verkäufer sowie zum Briefträger erfolgreich abgeschlossen. V
on 1985
-
2005
habe
er
als
selbständiger Fotogra
f
gearbeitet
.
I
m Jahr 2005
habe er Konkurs anmelden müssen. D
er Beschwerdeführer
habe daraufhin
bis ins Jahr 2009 weiter versucht
,
mit Einzelaufträgen Geld zu verdienen. Er habe auch Arbeitsstellen gesucht,
aber
keine gefunden. Beim Sozialamt habe er sich
eben
falls
gemeldet, jedoch keine Leistungen erhalten. Im Jahr 2007 habe der Beschwerdeführer zu 80 %
in
einer Tankstelle gearbeitet, nach zwei Monaten wegen den Schmerzen und der dadurch verminderten Belastbarkeit jedoch die Künd
igung erhalten (Urk. 11/34/15).
Der Beschwerdeführer gab an, sein Hauptproblem sei der Verschleiss der Band
scheiben, wodurch die Schmerzen entstünden. Zudem leide er seit dem Suizid seiner damaligen Freundin im Jahr 2007 unter einer depressiven Verstimmung, dies habe er jedoch noch keinem Arzt erzählt und es seien bisher keine Thera
pien durchgeführt worden. Vor zwei Wochen habe er einen erneuten Nerven
zusammenbruch
erlitten
. Er fühle sich wertlos und habe in diesem Rahmen auch Suizidgedanken gehabt (Urk. 11/34/16). Hinsichtlich
Rückenschmerzen
gab der Beschwerdeführer an, im Jahr 2008 ungefähr 24 akute Rückenschmerzepisoden
erlitten
zu haben, während er als selbständiger Fotograf viel in Afrika unter
wegs gewesen sei. Seit 2009 be
stünden chronische Schmerze
n mit u
ndulieren
dem Schmerzverlauf im LWS-Bereich sowie Ausstrahlung über den
Becken
kamm
(Urk. 11/34/16). Hinsichtlich
Nacken-Schultergürtelschmerzen
gab er sodann an, diese seien seit Ende 2010 chronisch undulierend und zunehmend an Stärke.
A
usserdem
bestehe
eine
leichte Schwindelsymptomatik
bei
Linksro
tation
. Bezüglich
Schulterproblematik
rechts klagte der Beschwerdeführ
er über schwankende Beschwerden. T
eilweise könne er sein Fitnessprogramm durch
führen, teilweise hätte er jedoch so st
ar
ke belastungsabhängige Beschwerden, dass er kaum eine Einkaufstüte tragen könne. Ausserdem
leide
er
an
rezidivie
renden belastungsabhängigen
Schultergelenksschmerzen links
(Urk. 11/34/17).
Im Weiteren klagte der Beschwerdeführer über
Belastungsschmerzen im Bereich der
Achillessehne
beidseits seit zirka einem Jahr, de
r
Ellbogen
seit ungefähr 2004 (rechtsseitig) resp. 2011
(linksseitig)
sowie
über
rezividierende
Hypästhe
sien
D3-D5 rechts und
eine depressive
Verstimmung seit dem Jahr 2007
(Urk. 11/34/
16-
18).
Die
Gutachter
führten folgende Diagnosen auf (Urk. 11/34/19-20):
Chronisches mechanisches
lumbovertebrales
und –
spondylogenes
Schmerzsyndrom
e
rhebliche
Osteochondrose
L4/5 und L5/S1
;
k
linische Hinweise auf eine muskuläre Insuffizienz bezüglich der
Wir
belsäulenstabilisierung
;
c
hronisch mechanisches
cervikospondylogenes
Syndrom
beidseits
d
eutliche degenerative Veränderungen (
Osteochondrose
C3/4, C5/6, C6/7)
;
k
linische Hinweise auf eine
artikuläre
Dysfunktion
;
Periarthropathia
humeroscapularis
beidseits
Schultergelenk rechts: Status nach
Schulterarthroskopie vom 17. Februar 2011, nicht-
transmurale
Partialruptur der
Supraspinatus
sehne
;
Schultergelenk links: nicht-
transmurale
Partialruptur der
Supraspi
natussehne
, Ruptur der Sehne Bizeps
longus
.
Die Gutachter
hielten dafür,
d
ie übrigen Beschwerden
,
wie
die
Schmerzen
an den
Achillessehne
n
, an den
Ellbogen sowie die
b
eklagten depressiven Episoden und die Gefühlsstörungen an den Händen würden den Beschwerdeführer bezüglich seiner Belastbarkeit nicht erheblich einschränken (Urk. 11/34/20).
Im Rahmen der EFL
berichtete der
Beschwerdeführer, in allen Aktivitäten des täglichen Lebens (inkl. Intimleben und Intimhygiene, An- und Ausziehen sowie Hausarbeiten) stark eingeschränkt zu sein. Im Moment würden die Hausarbeiten von der Partnerin übernommen. Nach der Toilette müsse er sich abduschen, da er
nicht genügend beweglich sei,
um sich sauber zu machen. Er besitze vier Hunde, welche er täglich
während ungefähr einer Stunde
spazieren führe. Daneben sei er häufig am Computer auf Facebook.
Wegen den Schmerzen könne er jedoch
kaum zehn Minuten am C
omputer sitzen
und müsse häufig umher
gehen
(Urk. 11/34/27).
Im Bericht über die durchgeführte EFL wurde festgehalten, das
Schmerzverhal
ten
sei nicht adäquat
und das Leistungsverhalten schlecht
gewesen. Hinsichtlich Konsistenz wurde vermerkt, dass eine D
iskrepanz zwischen
den
angegebenen Einschränkungen und den beobachteten funktionellen Fähigkeiten
vorgelegen
habe und die
Angabe von starken Schmerzen nicht dem eher wenig leidenden Eindruck, den der Beschwerdeführer wäh
rend den Aktivitäten vermittelt habe, entsprochen habe. Zusammenfassend wurde die
Symptomausweitung als erheb
lich eingestuft (Urk. 11/34/28).
Die Gutachter kamen zum Schlu
ss, dass neben den somatischen B
efunden beim Beschwerdeführer mittlerweile eine
Schmerzchronifizierung
eingesetzt habe. In der EFL habe sich am zweiten Testtag eine erhebliche Symptomausweitung und Selbstlimitierung gezeigt. Verwerten liessen sich dagegen die Testresultate des ersten Testtages mit mehrheitlich beobachtbaren funktionellen
Limiten
. Auf
grund der rheumatologischen Untersuchung, der Abklärungen mittels EFL sowie der bildgebenden Befunde
n
erscheine die Tätigkeit als Fotograf, die vom Beschwerdeführer als mittelschwer beschrieben worden sei, als unzumutbar. Dies hänge mit den Einschränkungen beim Heben und Tragen sowie den ungünstigen Einflüssen durch einseitige Arbeitspositionen zusammen. Dagegen sei dem Beschwerdeführer eine
wechselbelastende (sitzen, gehen und stehen
, ohne länger dauernde einseitige Körperposition
)
leic
hte bis mittelschwere Tätig
keit
ganztags zumutbar (Urk. 11/34/21).
3.4
Nach Erlass des Vorbescheides, mit welchem die Abweisung des
Rentenbegeh
rens
in Aussicht gestell
t worden war (Sachverhalt E. 1)
,
reichte der Beschwer
deführer einen Bericht von Dr. med.
E._
, Oberarzt am
F._
,
zu den Akten
(Beri
cht vom 5. September 2012, Urk.
11/49). Dr.
E._
berichtete
, der Beschwerdeführer
sei seit März 2012 im
F._
in Behandlung. Er diagnostizierte
ei
ne mittelgradige bis schwere depressive
Episode mit somatischem Syndro
m in Form von schwe
ren Schmerzen
.
Der Beschwerdeführer l
eide unter Antriebsmangel, Energielosig
keit, Schl
afstörungen, Hoffnungslosigkeit sowie
teils Suizidgedanken
. Es bestehe eine
100%ige
Arbeits
unfähigkeit seit dem Jahr 2007,
attestiert durch die Klinik
C._
.
In dem von der Beschwerdegegnerin
in der Folge
beim
F._
eingeholten Bericht
vom 2. April 2013 (Urk. 11/71)
notierte Dr.
G._
,
Assistenzärtzin
am
F._
, der Beschwerdeführer sei seit dem 28. März 2013 bei ihr in Behandlung. Sie hielt fest, der Beschwerdeführer leide unter einer schweren depressiven Episode ohne psychotische Symptome. Aktuell sei
ihm
keine Arbeitstätigkeit zumutbar. Die Konzentration und der
Antrieb
seien vermindert, ausserdem leide der Beschwerdeführer
an einer depressiven Störung und der Allgemeinzustand sei durch die Medikamenteneinnahme beeinflusst.
Zur Frage, ob sich die Ein
schränkungen durch medizinische Massnahmen vermindern liessen, hielt sie fest, die antidepressive Einstellung durch Medikamente und Psychotherapie sei abzuwarten. Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit könne in den nächsten Monaten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht gerechnet wer
den.
3.5
Am 2
3.
und 25. April 2013 wurde der Beschwerdefü
hrer in der
Begutachtungs
stelle
MEDAS
Z._
allgemeininternistisch, orthopädisch und psychiatrisch untersucht (Gutachten vom 20. Juni 2013, Urk. 11/74).
In der Arbeitsanamnese wurde festgehalten,
dass der Beschwerdeführer
nach dem Jahr 2005 über viele Jahre keine Arbeit
erhalten habe
. Erst im Oktober 2012 sei er auf Stundenbasis zu
einem Pensum von
etwa 50 % bei
m
Sicher
heitsdienst
H._
in
I._
beschäftigt worden. Seit etwa 1,5 Wochen sei er
durch Dr.
G._
aus psychischen Gründen arbeitsunfähig geschrieben (Urk. 11/74/11).
Hinsichtlich
Tagesablaufs
notierten die Gutachter, der Beschwerdeführer habe angegeben, zwischen 7 Uhr und 11 Uhr morgens auf
zustehen.
Nach dem Duschen oder Baden trinke er Kaffee. Er schaue dann Fernsehen oder sei am Computer. Manchmal be
arbeite er seine Fotos von frü
her
. Er versuche immer wieder, welche zu verkaufen und nehme auch an Wett
bewerben teil. Zwischen 13 Uhr und 15 Uhr
nehme
er meist mit der Freundin
das
Mittagessen
ein
. Häufig würde das Paar am Nachmittag einkaufen
gehen
. Abends schaue man wieder Fernsehen oder er arbeite am Computer. Zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens (je nach Befindlichkeit) gehe er zu Bett (Urk. 11/74/11-12).
Der
psychiatrische Gutachter erhob weitgehend unauffällige Befunde. Der Beschwerdeführer sei bewusstseinsklar und allseits orientiert gewesen. Er habe zu Beginn des Gesprächs geweint und habe zuerst seine Beschwerden in drama
tischer Weise dargestellt. Nach einigen Minuten habe sich sein Verhalten verän
dert und er sei freundlich und kooperativ gewesen. Das formale Denken sei geordnet gewesen und auf die gestellten Fragen habe er ohne Zögern und pas
send eingehen können. Die
mnestischen
kognitiven Funktionen hätten keine groben Auffälligkeiten aufgewiesen, insbesondere habe keine Störung des Gedächtnisses, des Konzentrationsvermögens oder der Aufmerksamkeit vorgele
gen. Die Stimmung sei zuerst
dysphorisch
gewesen und der Beschwerdeführer weinerlich, im Laufe des Gespräches habe sich die Stimmung
jedoch
zunehmend aufgehellt und der Beschwerdeführer sei interessiert und modulationsfähig gewesen. Gegenüber seinen geklagten Beschwerden habe eine
Verdeutli
chungstendenz
bestanden, in dem sein Verhalten demonstrativ gewesen sei. Gegen Ende der Untersuchung habe er Sinn für Humor gezeigt. Während des Erzählens über seine Tätigkeit als Fotograf in Afrika sei er aufgeblüht und habe Freude gezeigt. Der affektive Rapport habe sich im Laufe des Gespräches gut aufnehmen lassen. Mimik, Gestik und Antrieb hätten dem demonstrativen Ver
halten entsprochen. Psychomotorisch sei er sonst unauffällig gewesen und es hätten sich keine Hinweise auf Suizidalität
er
geben (Urk. 11/76/18).
Der psychiatrische Gutachter
kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführer
an
einer
somatoformen
Schmerzstörung leide (ICD-10 F45.4), welche jedoch zu keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit führe (Urk. 11/74/19-20).
Eine schwere depressive Episode -
wie
von den behandel
nden Psychiatern diagnosti
ziert -
liege nicht vor. Depressive Symptome würden eine
chronifizierte
Schmerzstörung sehr häufig begleiten, seien aber im vorliegenden Fall nicht als eigenständiges Krankheitsbild zu werten. Es handle sich allenfalls um depressive Verstimmungen im Zusammenhang mit chronischen Schmerzen und psychoso
zialen Faktoren (Status nach Scheidung, Bankrott, finanzieller Not, illegalen Geschäften, Haftstrafe, Schulden) im Rahmen einer chronischen
Anpassungs
störung
. Anhaltspunkte für eine depressive Störung oder eine depressive Epi
sode schweren Grades im Sinne einer affektiven Störung würden sich weder aus der Anamneseerhebung noch durch den klinischen Befund ergeben (Urk. 11/74/19-20).
Die Gutachter stellten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (Urk. 11/74/27-28):
Lumbovertebrales
Schmerzsyndrom, bei radiologisch deutlich degenerati
ven Veränderungen im unteren LWS-Abschnitt ohne neurolo
gische Symptomatik
;
Cervikovertebrales
Schmerzsyndrom, bei radiologisch deutlich degenerati
ven Veränderungen ohne neurologische Symptomatik
;
b
ei Belastung sich verstärkende Schmerzen im Bereich des rechten Schul
tergelenkes und Schulterblattes bei
Status nach
Acromioplastik
vom 17. Februar 2011 bei aktuell freiem Bewegungsausmass
;
b
ei Belastung sich verstärkende Schultergelenksbeschwerden links bei
aktuell freiem Bewegungsausmass,
sonographisch
nicht
transmurale
Partialruptur der
Supraspinatussehne
und Ruptur der Sehne des M.
bizeps
longus
, aktuell radiologisch knöchern unauffällig
.
Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erachteten die Gutachter die folgen
den Diagnosen (Urk. 11/74/28):
Schmerzen im Bereich der Achillessehnen, aktuell beschwerdefrei und kli
nisch unauffällig
;
Gastroösophageale
Refluxkrankheit
;
Thrombozytopenie
unklarer Genese
;
Adipositas
;
Somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
;
Status nach zerrütteter Ehe (ICD-10 Z63.5)
;
Status nach Verurteilung im Strafverfahren (ICD-10 Z65.0)
;
Arbeitslosigkeit (ICD-10 Z56.0).
Die Gutachter hielten dafür
, der Beschwerdeführer sei der Überzeugung, dass er aus körperlichen Gründen keiner beruflichen Tätigkeit mehr nach
gehen
könne. Es handle sich um ein eigenes Krankheitskonzept mit Selbstlimitierung, welche
s
durch
keine psychiatrische oder somatische Diagnose bestätigt werden könne (Urk. 11/74/31). Für die körperlich belastende Tätigkeit als Fotograf bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. Leichte bis mittelschwere Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer aus interdisziplinärer
Sicht
jedoch vollschichtig zumutbar. Dabei sei das Heben schwerer Gegenstände von mehr als 10 kg, sowie hockende Tätigkeiten oder Tätigkeiten mit Zwangshaltung zu vermeiden und
Überkopfar
beiten
sollten nicht durchgeführt werden (Urk. 11/74/31-32).
4.
4.1
Entgegen den Ausführungen des
Beschwerdeführers
ist es aufgrund der vorliegen
d
en umfang
reichen medizinischen Aktenlage nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
davon ausgegangen ist,
es
sei
ihm
eine angepasste T
ätigkeit zu 100 % zumutbar
.
4.2
4.2.1
Aus rheumatologischer Sicht wurde der Beschwerdeführer in der Klinik
Y._
eingehend
untersucht und zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zusätzlich
eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit vorgenommen
(E. 3.3). Dies war vom
behandelnde
n
Arzt des Beschwerdeführers,
Dr.
B._
,
denn
auch ausdrücklich empfohlen
worden
(
E. 3.2
).
Die Gutachter kamen dabei zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit vollständig zumutbar sei
.
Wenn der Beschwerdeführer
sinngemäss
vorbringt,
auf das Gut
achten könne nicht abgestellt werden, da
die Gutachter lediglich im Besitz der
ärztlichen Berichte ab dem 25.
Februar 2009 gewesen
seien
und somit nach
weislich nicht sämtliche Arztberichte gehabt
hätten
(Urk. 1 S. 7),
ist darauf hin
zuweisen, dass er
diese
s
Vorbringen
darauf zu stützen scheint, dass bei der Anamnese lediglich die Berichte ab dem Jahr 2009 zusammenfassend wiederge
geben
w
orden sind
(Urk. 11/34/2 ff.). Dass die Gutachter nicht im Besitze der gesamten IV-Akten – inklusive der Berichte älteren Datums
-
gewesen wären – lässt sich daraus
jedoch
nicht schliessen.
W
urden
die Gutachter
beauftragt, den Gesundheitszustand respektive die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers zu ermitteln und sich dabei insbesondere zum Gesundheitszustand seit dem Jahr 2009 zu äussern (Urk. 11/29/3)
, vermag der Umstand, dass lediglich die Berichte ab dem 2009 zusammenfassend wiederg
egeben w
orden sind
, den Beweiswert des Gutachtens nicht zu schmälern,
zumal der Beschwerdeführer auch nicht
aufzeigt
, inwiefern sich die Gutachter eingehend
mit früheren Arztberichten hätten
auseinandersetzen müssen respektive
dies für die Beurteilung relevant gewesen wäre.
4.2.2
In Übereinstimmung mit der Beurteilung durch die Gutachter der Klinik
Y._
kamen die Gutachter der MEDAS
Z._
nach umfassende
n
Abklärun
gen, unter Berücksichtigung der
geklagten Beschwerden und
in Auseinanderset
zung mit den
Vorakten
zum Schluss, dass dem Beschwerdeführer aus somati
scher Sicht eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei (E. 3.5).
Der Beschwerdeführer hielt dafür, auch auf diese Einschätzung könne nicht abge
stellt werden, da das Gutachten unsorgfältig erstellt worden sei und diverse Fehler, insbesondere bezüglich seine
r
Ausführungen anlässlich der Begutach
tung, enthalte, wobei er eine Kopie des Gutachtens mit diversen Anmerkun
gen/Korrekturen zu den Akten reichte (Urk. 11/76). Diesbezüglich ist festzuhal
ten, dass der Beschwerdeführer selber
teilweise
unterschiedliche Angaben zu machen
scheint
:
So monierte der Beschwerdeführer beisp
ielsweise
, dass im Gut
achten notiert worden sei, er habe eine Partnerin respektive Freundin. Dies sei jedoch seine Ex-Freundin, die jetzt nur noch seine Untermieterin sei
(
Urk. 11/7
6
/11, 17)
.
Bezüglich des Statu
s zu seiner Mitbewohnerin ergeben
sich jedoch aus den übrigen Arztberichten und U
nterlagen
unterschiedliche Anga
ben: Im Gutachten von Dr.
A._
wurde unter „Ergänzende Angaben des Versicherten“ festgehalten, die Wohnpartnerin des Beschwerdeführers sei seit dem Jahr 2007 nicht mehr seine Freundin (Urk
. 3/5 S. 2). Demgegenüber hatte d
er Beschwerdeführer im Anmeldeformular vom November 2010 noch über Hilfe beim Anziehen durch seine Freundin berichtet (Urk. 11/8/7) und auch anlässlich der Begutachtung in der Klinik
Y._
im Februar 2012 wiederholt von seiner Partnerin gesprochen (vgl. E. 3.3; vgl. auch Bericht der Klinik
C._
vom 8. Januar 2009, wo auf seine Lebenspartnerin hingewiesen wird, Urk. 11/7/21).
Was
für ein
Beziehungsstatus
der Beschwerdeführer zu seiner Wohnpartnerin hat
,
braucht vorliegend nicht weiter abgeklärt zu werden
. Aus den Akten ergibt sich jedenfalls, dass der Beschwerdeführer mit seiner
Wohn
partnerin
verschiedene Aktivitäten pflegt wie gemeinsame Essen, Spaziergänge und Fernseh
en
(vgl. E. 3.3, 3.5). Hinsichtlich der Feststellung der Gutachter, er sei im Oktober 2012 zu etwa 50 % (Stundenbasis) beim Sicherheitsdienst
H._
in
I._
angestellt ge
wes
en, unterstrich er
sodann beispielsweise den Ausdruck
„
50 %
“
und vermerkte auf der Seite, er sei zu 20 % bei
J._
von Juni bis Oktober 2011 tätig gewesen (Urk. 11/76/11). Aus den Belegen
zum
Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ergibt sich jedoch, dass die Wiedergabe im Gutach
ten zu der Tätigkeit bei der
H._
GmbH nicht zu beanstanden ist:
Aus diesen Unterlagen wird ersichtlich, dass der Beschwerdeführer
von Juni bis Dezember 2012 bei der
H._
GmbH ein Nettoeinkommen von Fr. 23‘654.
-- erzielte
(Urk. 9/2). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer
in
Diskrepanz dazu
im Rahmen der Prüfung des Gesuches um unentgeltliche Rechtspflege im Verwaltungsverfahren
keine Einkünfte deklariert hatte (Formular vom 13. Dezember 2012, Urk. 11/57/2) und
explizit angegeben hatte, im Jahr 2012 den Lebensunterhalt mit Mieteinnahmen und mit finanziel
ler Unterstützung durch
seine
Freundin gedeckt zu haben (Urk. 11/60).
Der Beschwerdeführer machte sodann geltend, die Angaben zu seinen Beschwerden seien
im Gutachten
nicht vollständig
respektive falsch wiedergegeben worden
. Er leide
auch
an Schmerzen an den Zehen, an den Füssen, der Leiste und den Händen (Urk. 11/76/12-13).
Diesbezüglich kann festgehalten werden
, dass
auch
im Privatgutachten von Dr.
A._
keine solchen Beschwerden
mehr
beklagt worden waren (Urk. 3/5 S. 3).
Wurden im Übrigen auch in den anderen medizi
nischen Beurteilungen keine
Einschränkungen aufgrund solcher Beschwerden attestiert, erübrigen sich schon aufgrund dessen weitere Ausführungen
(E. 3.1, E. 3.2, E. 3.3; vgl. des Weiteren auch Bericht des Hausarztes Dr. med.
K._
, Urk. 11/25/5 und Verlaufsbericht der
C._
, Urk. 11/70). Wenn der
Beschw
erdeführer schliesslich moniert
, die Gutachter hätten fälschli
cherweise festgehalten, er erachte sich selber als vollständig arbeitsunfähig
,
ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des
Verwaltungs
verfahrens
selber wiederholt mitteilte, er sei zu 100 % arbeitsunfähig (Einwand vom 10. Oktober 2012 [Urk. 11/55
], Einwand vom 16.
August 2013 [Urk. 11/77]
).
Soweit sch
liesslich gewisse Daten im Gutachten falsch angegeben wurden, führt dies nicht zur
generellen
Unverwertbarkeit des Gutachtens und bleibt
dies vor
liegend
ohne Einfluss au
f die Beurteilung
durch die
Gutachter. D
iesbezüglich ist insbesondere
auf die Fehler
be
i den
Zivilstandsangaben
auf Seite
1 des Gutach
tens
(vgl. Urk. 11/76/2)
hinzuweisen. Dazu
nahmen die Gutachter
am 30. September 2013 Stellung (Urk. 11/80/2) und führten erklärend aus, diese Angaben
seien
von der Beschwerdegegnerin übernommen worden und
verwie
sen
auf die Anamnese, in welcher
die Ausführungen des Beschwerdeführers wiedergeben
worden seien
.
Auf den Einwand des Beschwerdeführers, wonach die internistische Gutachterin Dr. med.
L._
, Allgemeine und Innere Medizin FMH, im Zeit
punkt der Begutachtung keine Berufsausübungsbewilligung im Kanton
M._
besessen habe, weshalb das Gutachten nicht verwertbar sei (Urk. 1 S. 8-9, 12, vgl. Urk. 3/4), braucht
schliesslich
nicht weiter eingegangen zu wer
den.
Es f
inden sich in den gesamten Akten keine Hinweise auf internistische Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
. Somit würden
sich – selbst wenn man dem Beschwerdeführer folgend von einer Unverwertbarkeit des internistischen Teilgutachtens
ausginge
– weitere Abklärungen erübrigen. Der Vollständigkeit halber bleibt jedoch darauf hinzuweisen, dass Gutachterin Dr.
L._
die Bewilligung für den Kanton
M._
gemäss
dem vom Bundesamt für Gesundheit geführten
Medizinalberuferegister
im Jahr 2013 erteilt wurde
(www.medregom.admin.ch
)
.
4.2.3
Es liegen schliesslich auch keine anderen medizinischen Einschätzungen in den Akten, welche die Beurteilung, wonach aus rheumatologischer Sicht weiterhin eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten
zumutbar sei
, zu erschüttern vermögen. Der Hausarzt Dr.
K._
äusserte sich im Bericht vom 30. Juni 2011 nicht zur Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten (Urk. 11/25/5)
.
Dr.
D._
hielt dafür, dass von Seiten der Schultergelenke keine signifikanten Einschränkungen bestünden und die Arbeitsfähigkeit durch Dr.
B._
zu beurteilen sei (E. 3.1) und Dr.
B._
empfahl zur Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit explizit di
e
Durchführung einer Evaluation der funkti
onellen Leistungsfähigkeit (E. 3.2).
Einzig Dr.
A._
hielt dafür,
der Beschwer
deführer könne bei aller willkürlichen Anstrengung ein unregelmässiges Pen
sum von
maximal 50 % erbringen. Dies sei bedingt durch multiple degenerative Schäden, das heisse die chronischen Schmerzen, wie auch die entsprechenden pathologischen vegetativen und
endokrinologischen
Störungen. Der Beschwer
deführer leide an einem komplexen Schmerzsyndrom, welches auf vielfältigen degenerativen Organerkrankungen beruhe (Urk. 3/5 S. 20). Nachdem
Dr.
A._
Spezialarzt der Psychiatrie und Psychotherapie ist, seine Einschät
zung jedoch ausschliesslich auf somatische Befunde abzustützen scheint, ver
mag diese den Beweiswert der gutachterlichen Beurteilungen hinsichtlich somatisch bedingter Einschränkungen von vorneherein nicht in Frage zu stel
len.
4.3
4.3.1
Das
s
der Beschwerdeführer sodann aufgrund einer depressiven Störung in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt wäre, verneinte die Beschwerdegegnerin gestützt auf die medizinischen Abklärungen ebenfalls zu Recht
.
Dr.
E._
attestierte
im September 2012
zwar
eine depressive Störung (E. 3.4)
. Zur Begründung der
Arbeitsunfähigkeit
verwies er jedoch
auf die Beurteilung durch die Ärzte der
Klinik
C._
u
n
d somit auf somatische Beschwerden. Sodann
hielt Dr.
G._
im Bericht zuha
nden der Beschwerdegegnerin
vom
2. April 2013 dafür, der Beschwerdeführer leide nunmehr an einer schweren depressiven Epi
sode und e
s sei ihm aktuell keine Arbeitstäti
gkeit zumutbar (E. 3.4)
.
Dieser Ein
schätzung kann mit Blick auf die im gleichen Monat durchgeführte psychiatri
sche Begutachtung in der MEDAS
Z._
(E. 3.5)
jedoch
nicht gefolgt wer
den. Der psychiatrische Gutachter
der MEDAS
Z._
erhob einen weitge
hen
d
unauffälligen Psychostatus (vgl. E. 3.5) und aus der Anamnese ergibt sich, dass sich der Beschwerdeführer nicht aufgrund von Antriebslosigkeit und depressiven
Vers
timmungen, sondern infolge seiner somatischen Beschwerden eingeschränkt fühlt (E. 3.5).
Hat der Beschwerdeführer schliesslich trotz entspre
chender Empfehlung die Durchführung einer stationäre
n
Therapie abgelehnt (
Anamnese,
Urk. 11/74/17), weist dies
im Übrigen darauf
hin, dass der Beschwerdeführer sein psychisches Leiden offenbar selber nicht als besonders schwer erlebt und kann nicht von einer versicherungsrechtlich relevanten Ein
schränkung ausgegangen werden. Auch im eingereichten psychiatrischen Gut
achte
n
von Dr.
A._
wurde schliesslich keine depressive Störung diagnosti
ziert.
4.3.2
Soweit
im psychiatrischen Teilgutachten
der MEDAS
Z._
schliesslich eine
somatoforme
Schmerzstörung diagnostiziert
worden ist
(E. 3.5)
,
kann dies
bezüglich von vornherein nicht von einer relevanten Gesundheitsschädigung ausgegangen werden:
Die auf Begrifflichkeiten des medizinischen
Klassifikati
onssystems
abstellende Diagnose einer anhaltenden
somatoformen
Schmerz
störung
kann
gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung
nur zu einer
invali
denversicherungsrechtlich
erheblichen Gesundheitsbeeinträchtigung führen, wenn sie unter dem Gesichtspunkt der Ausschlussgründe
nach BGE 131 V 49
standhält. Beruht die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnli
chen Konstellation, liegt regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vor. Dies trifft namentlich zu, wenn eine erhebliche Diskrepanz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht, wenn intensive Schmerzen angegeben werden, deren Charakterisierung jedoch vage bleibt, wenn keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird, wenn demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sachverständigen unglaubwürdig wirken oder wenn schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist (Urteil des Bundesgerichts 9C_889/2014 vom 29. Juni 2014
mit wei
teren Hinweisen
).
Vorliegend wurde anlässlich der EFL in der Klinik
Y._
über nicht adäqua
tes Schmerzverhalten, schlechtes Leistungsverhalten sowie Inkonsistenzen berichtet (E. 3.3), und auch die Gutachter der MEDAS
Z._
konnten
Aggravation und Simulation nicht von der Hand
weisen
(Urk. 11/74/20)
. Damit fällt eine versicherte Gesundheitsschädigung ausser Betracht.
Es kommt hinzu, dass die - verwertbaren - Befunde der EFL auf eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten schliessen lassen (E. 3.3) und der Beschwerdeführer über weitgehend intakte Ressourcen verfügt (vgl. E. 3.5;
Urk.
11/74/11, 20: soziale Kontakte, vier Hunde, Beschäftigung am Computer). Dass der Diagnose einer
somatoformen
Schmerzstörung kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers beigemessen wurde, ist bei diesen Gegebenheiten nicht zu beanstanden.
4.4
Zusammenfassend ist somit ausgewiesen, dass der Beschwerdeführer in angepass
ten Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig ist.
5.
Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades bei Erwerbstätigen sind grundsätzlich das hypothetisch erzielbare Validen- und Invalideneinkommen zu ermitteln (Einkommensvergleich, E.
1
.3).
Hierzu kann auf die Erwägungen der Beschwerdegegnerin verwiesen werden,
wonach
nach
durchgeführtem
Einkommensvergleich
offensichtlich kein
renten
begründender
Invaliditätsgrad
resultiert
: Die Beschwerdegegnerin ermittelte sowohl d
as Validen- wie auch das Invalideneinkommen anhand der
Tabellen
werte
gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebungen (LSE)
und stellte
für beide Vergleichseinkommen auf die Tabellenwerte für einfache und repetitive Tätigkeiten, Niveau 4
ab
, womit
sich
für beide
E
inkommen derselbe
Betrag ergab
. Die Beschwerdegegnerin kam dementsprechend zum Schluss, dass
der Beschwerdeführer keine
Erwerbsein
busse
erleide und der Invaliditätsgrad 0 % betrage
(Urk. 11/37
, Urk. 2
).
Da vorliegend so oder anders kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resul
tiert, kann
offen bleiben, ob angesichts der im IK-Auszug ausgewiesenen Ein
kommen
(Urk. 11/12, Urk. 11/35)
nicht von einem tieferen
Valideneinkommen
auszugehen gewesen wäre.
Sodann
würde
selbst bei
Gewährung eines wie vom Beschwerdeführer beantragten leidensbedingten Abzuges (vgl. Urk. 11/46/2) – welcher gemäss Rechtsprechung auf maximal 25 % des Tabellenlohnes begrenzt ist (vgl.
BGE 126 V 75
) -
kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultieren, weshalb sich auch diesbezüglich weitere Ausführungen erübrigen.
6.
Diese Erwägungen führen zur vollumfänglichen Abweisung der Beschwerde.
7
.
7
.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
7.2
Der vertretene Beschwerdeführer war mit gerichtlicher Verfügung vom
4. Februar 2014
(Urk.
5
) unmissverständlich zur Darlegung und Substantiierung seiner finanziellen Verhältnisse unter Beilage sämtlicher Belege zur finanziellen Situation (wie Lohnausweise, Bankauszüge, Mietverträge,
Versicherungsver
träge
, Rechnungen, Quittungen, Steuererklärungen etc. [vgl. Urk.
5
S. 2 Dispo
sitiv-Ziff. 2]) verpflichtet sowie auf die im Unterlassungsfalle zu gewärtigenden K
onsequenzen hingewiesen worden.
Der Beschwerdeführer
gab im Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftig
keit
an
, er arbeite zu maximal 50 % bei der
H._
GmbH
und der
N._
GmbH und habe im Dezember
ein Einkommen von Fr. 270.-- sowie im Januar ein Einkommen von schätzungsweise Fr. 1‘000.
--
erzielt
(Urk. 8
S. 1 und 3)
. Belege reichte er keine ein, insbesondere
fehlen
Lohnausweise
und detail
lierte Kontoauszüge. Die Steuererklärung 2012 ist sodann weder unterzeichnet, noch ist das Wertschriftenverzeichnis beigelegt. Damit hat es der Beschwerde
führer unterlassen, seine finanzielle Situation substantiiert darzulegen, weshalb
androhungsgemäss davon auszugehen
ist
, dass keine prozessuale Bedürftigkeit
besteht
.
Hinzu kommt, dass
sich aus der Steuer
erklärung für das
Jahr 2012 ergibt, dass
der Beschwerdeführer
von
Juni bis Dezember 2012 bei der
H._
GmbH insgesamt ein Nettoeinkommen von Fr. 23‘654.-- (Urk. 9/2), mithin ein durchschnittliches
monatliches Netto
einkommen von Fr. 3‘380.-- (Fr. 23‘654.-- ÷ 7) erzielte
und bei Annahme eines solchen Einkommens
ein Überschuss von Fr.
593
.-- und somit
keine Bedürftigkeit resultieren würde (
Bedarf von insgesamt Fr.
2‘
787
.--:
Grundbetrag Fr. 1
‘
100
.--
[
vgl.
Kreisschrei
ben
der Verwaltungskommission des Obergerichtes de
s Kantons Zürich an die Bezirks
gerichte und die Betreibungsämter betreffend Richtlinien für die Berech
nung des betreibungsrechtlichen Existenzminimums vom 16. September 2009, Ziff. II./
1.1
]
, Wohnkosten Fr. 900.
--
[
nicht belegt, erscheint jedoch
angemessen
,
Urk. 8 S. 5]
,
Krankenkasse
Fr.
387.-- [
Urk.
9/15],
gerichtsüblicher
Freibetrag Fr. 400.--; weiter
e Auslagen sind nicht belegt respektive die
Kosten für Telefon, TV sowie Hausrat- und Haftpflichtversicherung bereits im Grundbetrag berück
sichtigt
[
vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 31. Mai 2011, 8C_309/2011, E. 3.3.3
])
.
Schliesslich bleibt darauf hinzuweisen, dass
d
er
Beschwerdeführer
über
Vermö
gen
verfügen könnte, nachdem
im Gutachten vom Juni 2013 festgehalten w
or
den war
, der Beschwerdeführer lebe aktuell von seinen Ersparnissen (Urk. 11/76/23).
Darauf, dass der Beschwerdeführer seine finanzielle Lage nicht
rechtsgenüglich
dargelegt hat, ist bereits verwiesen worden.
7.3
Nach dem Gesagten ist d
as Gesuch des Beschwerdeführers
um
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
und Rechtsvertretung mangels ausgewiesener Bedürftigkeit abzuweisen
.
8
.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 6
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen
.