# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 12d52d09-e860-4639-8bb4-8b8a028bd98e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1979, absolvierte nach der Schulzeit keine Berufs
ausbil
dung und arbeitete in Hilfstätigkeiten. Am 2
6.
Oktober 2009 meldete er sich bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung wegen psychischer Pro
bleme zur beruflichen Integration und zum Rentenbezug an (
Urk.
7/5). Die
Sozialversi
che
rungsanstalt
des Kantons Zürichs, IV-Stelle, nahm erwerbliche und medizi
nische Abklärungen vor (
Urk.
7/1-3,
Urk.
7/11,
Urk.
7/14,
Urk.
7/18), insbeson
dere gab sie bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag, welches dieser am 3
1.
Januar 2012 erstattete (
Urk.
7/51).
Mit Schreiben vom 2
9.
Mai 2012 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, erst nach einer eingehaltenen Abstinenz von allen Sucht
mitteln während mindestens sechs Monaten könne
abgeklärt werden
, ob und in welchem Umfang allenfalls ein Gesundheitsschaden vorliege. Es werde im Rahmen der Schadenminderungspflicht erwartet, dass er sich dieser Massnahme unterziehe (
Urk.
7/58). Die Sozialen Dienste der Stadt Winterthur teilten der IV
Stelle mit Schreiben vom
4.
Juli 2012 mit, dass es dem Versicherten aufgrund seiner psychischen Störung nicht gelungen sei, die Auflage einer sechsmonati
gen Suchtmittelabstinenz zu realisieren (
Urk.
7/64) und reichten der IV-Stelle am
9.
Juli 2012 ein psychiatrisches Gutachten von
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
, vom 1
6.
Januar 2012
ein, welches im Zusam
menhang mit
einem Strafv
erfahren
vor dem Bezirksgericht
B._
und
mit einem Verfahren
bei
der
Vormund
schaftsbehörde
angefertigt worden war (
Urk.
7/66,
Urk.
7/67).
Die IV-Stelle hielt mit Schreiben vom 2
2.
November 2012 an der
Auffassung der
Zumutbarkeit einer sechs
monatigen
Suchtmittel
abstinenz
fest (
Urk.
7/74). Am 2
1.
Dezember 2012 infor
mierte der Gesetzliche Betreuungsdienst der Stadt Winterthur
die IV-Stelle
über die am 1
6.
November 2012 errichtete Vormundschaft (
Urk.
7/76) und teilte mit, dass die bisher mit dem Versicherten in Kontakt gekommenen stationären psychiatrischen Instituti
onen eine stationäre Suchtbehandlung des Versicher
ten als nicht sinnvoll erachteten
und der Versicherte seit dem 3
0.
Mai 2012 im Betreuten Wohnen
C._
leb
e
, was als stationäre Behandlung zu akzeptieren sei (
Urk.
7/75). Mit dem Vorbescheid vom 2
8.
Januar 2013 stellte die IV-Stelle
die
Verneinung eines Rentenanspruchs in Aussicht, da die Arbeitsunfähigkeit vor allem durch das Abhängigkeitsverhalten begründet sei und aufgrund des
Nicht
erfüllens
der Schadenminderungspflicht von einer medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit von 100
%
ausgegangen werde (
Urk.
7/79).
Am
5.
Februar 2013 liess der Versi
cherte Einwand erheben
(
Urk.
7/80)
, welchen er am 2
0.
März 2013
(
Urk.
7/85) unter Einreichung eines psychiatrischen Abklärungsberichts von
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, von der Integrierten Psychi
atrie Winterthur-Zürcher Unterland
(
E._
) vom 1
8.
März 2013 (
Urk.
7/84)
innert erstreckter
Frist begründen liess.
Dr.
Z._
hielt
in seiner Stellungnahme dazu vom
2
8.
März 2013 an seiner gutachterlichen Beurteilung vom 3
1.
Januar 2012 fest (
Urk.
7/87). Am 3
1.
Mai 2013 entschied die IV-Stelle im Sinne ihres Vor
bescheids (
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Stephanie Schwarz, am
1.
Juli
2013 Beschwerde erheben
.
Er beantragte
,
ihm sei mit Wir
kung ab April 2010 eine Invalidenrente auszurichten. Weiter beantragte er die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltliche
n
Rechtsver
tretung
. Eventualiter sei durch das Gericht eine psychiatrische
Oberb
e
gutachtung
anzuordnen (
Urk.
1)
. Mit Eingabe vom
7.
November 2013
liess der Versicherte
das psychiatrische Gutachten von
Dr.
D._
vom 3
1.
Oktober 2013
(
Urk.
9/1)
ein
reichen
und
ausführen
, die Voraussetzungen für die
Zusprache
einer ganzen Invalidenrente
seien
erfüllt
und die Kosten des von
seiner Seite her
beim
E._
veranlassten Gutachtens seien der Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen
(
Urk.
8
). Mit Verfügung vom 1
2.
November 2013 wurde die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und Rechtsanwältin Schwarz als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt (
Urk.
10).
Am
5.
Dezember 2013 schloss die IV-Stelle in der Beschwerdeantwort unter Verweis auf eine Stellungnahme des Regiona
len Ärztlichen Dienstes (RAD) vom 2
2.
November 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
12). Mit Verfügung vom
9.
Dezember 2013 wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (
Urk.
14), am 2
7.
März 2014 liess der Versicherte die Replik erstatten (
Urk.
18) und am 1
1.
April 2014 verzichtete die IV-Stelle auf eine Duplik (
Urk.
22).
A
m 2
3.
Oktober 2014 teilte
Rechtsanwältin Schwarz
mit, der Versicherte habe nach einer Konfrontation mit einer Betreuerin
notfall
psychiatrisch
stationär in die
Klinik
F._
der
E._
eingewiesen werden müssen (
Urk.
28,
Urk.
29).
Die Pax, Sammelstiftung BVG, hatte im
Vorbescheidver
fahren
am
5.
März 2013 mitgeteilt, der Versicherte sei per
1.
Oktober 2003 bei ihr ausgetreten (
Urk.
7/83/1)
. I
m Gerichtsverfahren
konnte
kein
e
zuständige
Pensionskasse eruiert werden (
Urk.
32,
Urk.
33)
.
Nach telefonischer Aufforde
rung
reichte Rechtsanwältin Schwarz die
Rechnung
für das
E._
-Gutachten nach (
Urk.
34,
Urk.
35,
Urk.
37
)
, wobei sie zudem eine
Ergänzung
zur
Kosten
note
vom 2
3.
April 2014 (
Urk.
23 f.)
für den
ihr
ab dem 1
0.
April 2014 entstan
denen Aufwand einreichte (
Urk.
36)
.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesund
heit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes übe
r
die Invaliden
versicherung [IVG] in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit
invalidenversicherungs
rechtlich
nicht als relevant gelten Ein
schränkung
en der Erwerbsfähigkeit, wel
che die versicherte Person bei Auf
bietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Fest
zustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt mit der psychischen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer
Gesundheits
schaden
führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.
3
Gemäss ständiger Rechtsprechung begründet eine Drogensucht für sich allein keine Invalidität, sondern nur in Verbindung mit einem die Erwerbsfähigkeit beeinträchtigenden geistigen, kör
perlichen oder psychischen
Gesundheits
schaden
mit Krankheitswert, der zur Sucht geführt hat oder als deren Folge eingetreten ist (BGE 102 V 167, 99 V 28 E. 2; AHI 2002 S.
30 E. 2a, 2001 S. 228 f. E. 2b; SVR 2001 IV Nr. 3 S. 7 E. 2b; Urteil des Bundesgerichts I 940/05 vom 10. März 2006 E. 2.1 mit Hinweisen).
Reine
Suchtfolgen
sind
invalidenversiche
rungs
rechtlich
irrelevant
, soweit sie als solche allein leistungsmindernd wirken. Hingegen sind sie
gleichermassen
inva
lidenversicherungs
rechtlich
relevant, soweit sie in einem engen Zusammenhang mit einem eigenständigen
Gesund
heitsschaden
stehen. Dies kann
der Fall sein, wenn die Drogensucht - einem Symptom gleich - Teil e
ines
Gesundheitsscha
dens
bildet
; dies unter der Vor
aussetzung, dass nicht allein die unmittelbaren Folgen des
Rauschmittel
konsums
, sondern wesentlich auch der psychiatrische Befund sel
ber zu Arbeits
unfähigkeit führt
. Sodann können selbst reine
Sucht
folgen
invalidi
sierend sein, wenn daneben ein psychischer Gesundheitsschaden besteht, welcher die
Betäubungs
mittelabhängigkeit
aufrecht erhält oder deren Folgen
massgeblich
verstärkt. Umgekehrt können die Auswirkungen der Sucht (unab
hängig von ihrer Genese) wie andere psychosoziale Faktoren auch mittel
bar zur Invalidität beitragen, wenn und soweit sie den Wirkungsgrad der Folgen eines Ge
sundheitsschadens beeinflussen (
Urteil
des Bundesgerichts 9C_856/2012 vom 19. August 2013
E. 2.2.2 mit Hinweisen auf
BGE 99 V 28
E. 3b
,
120 V 95
E. 4c,
SVR 2012 IV Nr.
32 S. 127, 9C_776/2010
vom 20. Dezember 2011
E.
2.3.3
,
ZAK 1992 S. 169
).
1.
4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE
134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
1.5
Die anspruchsberechtigte Person ist gemäss
Art.
7
Abs.
2 IVG verpflichtet,
an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeits
platzes oder zu ihrer Eingliederung ins Erwerbsleben dienen, aktiv teil
zu
nehmen
.
Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behand
lung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu bei, so können ihr die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen. Behandlungs- und Ein
gliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar (
Art.
21
Abs.
4 ATSG).
2.
2.1
Die IV-Stelle
ging
in der Verfügung vom 3
1.
Mai 2013 von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit aus, da der Versicherte seiner ihm auferlegten
Schadenminde
rungspflicht
,
dem Einhalten
einer sechsmonatigen Suchtmittelabstinenz
,
nicht nachgekommen sei (
Urk.
2). In der Beschwerdeantwort vom
5.
Dezember 2013 relativierte die IV-Stelle dies insofern
,
als sie erklärte, es könne erst nach einer Suchtmittelabstinenz festgestellt werden, ob ein invalidisierender
Gesundheits
schaden
vorliege (
Urk.
12).
Im von der IV-Stelle bei
Dr.
Z._
in Auftrag gegebenen
Gutachten
vom 3
1.
Januar 2012
führte dieser aus, damit das Vor
liegen einer psychotischen Grunderkrankung abgeklärt werden könnte,
sei vor
her
eine mehrmonatige Suchtmittelabstinenz
notwendig
(
Urk.
7/51
/10
). Der Versicherte liess in der Beschwerde vom
1.
Juli 2013 demgegenüber ausführen, bei ihm bestehe eine seit Jahren diagnostizierte Schizophrenie, welche zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tätigkeiten führe (
Urk.
1
S. 12
).
Der Versicherte reichte dem Gericht das
von ihm in Auftrag gegebene
Privatgut
achten
von
Dr.
D._
vom 3
1.
Oktober 2013 ein, gemäss welchem der Versi
cherte an Schizophrenie leidet und vollständig arbeitsunfähig ist (
Urk.
9/1
/22
).
2.2
Zunächst ist
zu klären
, ob beim Versicherten ein Gesundheitsschaden in Form einer Schizophrenie ausgewiesen ist.
Der Gutachter
Dr.
Z._
kam
am
3
1.
Januar 2012
wie erwähnt
zum Schluss, das Vorliegen einer klinisch rele
vanten psychotischen Grunderkrankung könne weder ganz ausgeschlossen noch zweifelsfrei festgestellt werden. Zur genaueren diagnostischen Abklärung
sei
eine mehrmonatige Suchtmittelabstinenz (insbesondere von Cannabis und Stimulantien) nötig, unter Umständen im stationären Rahmen (
Urk.
7/51/9-10).
Dr.
D._
erläuterte in seinem Privatgutachten vom 3
1.
Oktober 2013 jedoch überzeugend, dass das Vorliegen von verschiedenen psychischen Störungen grundsätzlich unabhängig voneinander zu beurteilen sei
, weshalb neben einer Suchterkrankung andere psychische Störungen
diagnostiziert werden könnten
(
Urk.
9/1
/19-20
)
. So handhabten dies offensichtlich auch andere psychiatrische Fachpersonen
.
Sowohl
der behandelnde
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie, der psychiatrische Dienst
der Klinik
H._
, in welcher der Versicherte vom
3.
November 2008 bis am 3
1.
März 2009 während der Verbüssung einer Freiheitsstrafe ambulant behandelt worden war,
als auch
der Psychiater
Dr.
A._
bejahten
trotz
Suchterkrankungen
das Vorliegen
einer paranoiden Schizophrenie (
Urk.
7/11,
Urk.
7/18/3-5,
Urk.
7/67
/14
).
2.
3
Dr.
Z._
führte in seinem Gutachten aus, die Angaben in den
Vorakten
seien widersprüchlich und in einigen ärztlichen Berichten seien keinerlei Hinweise auf eine Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis dokumentiert (
Urk.
7/51/10).
Am 2
7.
April 2007 hatte die Klinik
I._
der
E._
in einem
Austrittsbericht
die paranoide Schizophrenie nur als Verdachtsdiagnose festge
halten (
Urk.
7/14/13-17),
womit
sie
jedoch
das Vorliegen einer
solche
n
Störung nicht
ausschloss, sondern vielmehr vermutete
. Zudem wurden im
Austrittsbe
richt
der Klinik Psychiatrie-Zentrum
F._
vom 3
0.
Oktober 2007 (
Urk.
7/51/12-14) nur Suchterkrankungen thematisiert, was aber angesichts eines freiwilligen Eintritts zur stationären Ent
zugsbehandlung nicht
erstaunt
. Ausser
diesem
Aus
trittsbericht
enthalten alle in den Akten vorhandenen und alle von
Dr.
Z._
in seinem Gutachten wiedergegebenen Arztberichte (
Urk.
7/51/2-6) zumindest Hinweise auf eine schizophrene Störung
.
Insgesamt
kann somit in Bezug auf die immer wieder
diagnostizierte Schizophrenie
nicht von einer widersprüchlichen Aktenlage gesprochen werden
.
2.
4
In den Arztberichten
und Gutachten
sind immer wieder Halluzinationen
(Verfol
gung durch Geisterwesen, akustische und taktile Halluzinationen,
Sinnestäu
schungen,
Auseinandersetzungen mit bedrohenden Gestalten wie
Cin
oder Satan)
erwähnt
, unter welchen der Versicherte leide
(
Urk.
7/11,
Urk.
7/14/13-15,
Urk.
7/18/3-5
,
Urk.
7/51/8,
Urk.
9/1
/13-14
)
.
Auch g
emäss
dem Gutachter
Dr.
Z._
ist anamnestisch eine
halluzinatorische
Symptomatik vorhanden, wobei
er
die Differentialdiagnosen drogeninduziert oder Störung aus dem schizophrenen Formenkreis (ICD-10 F28.0)
festhielt
(
Urk.
7/51/9).
D
emgegen
über wurden in den anderen
bereits erwähnten Arztberichten
sowie dem
Privat
gutachten
von
Dr.
D._
die Abhängigkeitssyndrome
zwar
auch
diagnostiziert
, jedoch
als die Schizophrenie begleitend beziehungsweise als
komorbide
Störung eingeschätzt
(
Urk.
7/11
/2
,
Urk.
7/18/3
,
Urk.
7/67
/14
,
Urk.
9/1
/18
)
.
Dies erscheint angesichts der Krankengeschichte
des Versicherten
überzeugend.
2.
5
Der Gutachter
Dr.
Z._
führte bei den objektiven Feststellungen aus, der Versi
cherte habe im Affekt herabgestimmt, wenig schwingungsfähig und kaum spürbar gewirkt (
Urk.
7/51/9). Doch das Vorhandensein einer psychotischen Erkrankung stellte er
unter anderem mit der Begründung in Frage, der Versi
cherte sei affektiv gut schwingungsfähig und spürbar (
Urk.
7/51/10), was
widersprüchlich erscheint
. Soweit
Dr.
Z._
festhielt
, es
sei
bei psychotischen Störungen untypisch, dass
halluzinatorische
Beschwerden vor allem nachts aufträten (
Urk.
7/51/10), ist anzumerken, dass die anderen involvierten psychi
atrischen Fachärzte
trotz
diesem allenfalls untypischen Beschwerdebild eine psychotische Störung
diagnostizierten
(
Urk.
7/11,
Urk.
7/18/3-5,
Urk.
7/67/14
,
Urk.
9/1
/17
). Aus den klinisch-diagnostischen Leitlinien zu den ICD-10 Codierungen ergibt sich im Übrige
n kein Hinweis darauf, dass
Schizophrenie
symptome
nur
tagsüber auftr
ä
ten (Internationalen Klassifikation psychischer Störungen,
9.
Auflage, Bern 2014, S. 127-129).
2.
6
Soweit
Dr.
Z._
ausführte, der Versicherte sei in der Lage
,
seinen Alltag ohne jegliche antipsychotische Medikation relativ problemlos zu meistern (
Urk.
7/51/10), ist einerseits
zu berücksichtigen, dass für
administrative und finanzielle Belange eine Vormundschaft errichtet werden musste (
Urk.
7/76) und der Tagesablauf des Versicherten, welcher
zum
Zeitpunkt
der Untersuchung
durch
Dr.
Z._
bei der Heilsarmee lebte, ausser gelegentlichen Spaziergängen keine weiteren Aktivitäten enthielt (
Urk.
7/51/7). Andererseits gab der Versi
cherte gegenüber
Dr.
Z._
an, dass er Tropfen einnehme, bei welchen es sich möglicherweise um das Medikament
Haldol
handeln könne (
Urk.
7/51/7), wel
ches zur Behandlung von psychotischen Symptomen eingesetzt wird
(vgl. www.compendium.ch)
. Den im Gutachten von
Dr.
Z._
f
estgehaltenen Laborergebnissen lässt
s
ich nur entnehmen, dass sich Hämatologie und
Blut
chemie
inklusive CDT im Normbereich befanden und der Test auf
Cannabi
noide
sowie Methadon positiv ausfiel (
Urk.
7/51/9), nicht jedoch ob der Versi
cherte das Medikament
Haldol
einnahm oder nicht. Daher muss offenbleiben, ob der Versicherte anlässlich der Begutachtung durch
Dr.
Z._
antipsychotische Medikamente einnahm oder nicht. Die Tatsache, dass sich die Halluzinationen unter der Behandlung mit dem atypischen Neuroleptikum
Risperdal
jeweils reduzierten respektive dieses Medikament zu einer Besserung der Stimmung führte (
Urk.
7/14/13-15,
Urk.
7/18/3-5), spricht im Übrigen eher für das Vor
handensein einer Schizophrenie. Auch im Betreuten Wohnen
C._
erhielt der Versicherte zur Behandlung der Schizophrenie die Medikamente
Risperdal
und
Haldol
(
Urk.
9/1/13).
2.
7
Ins Bild einer schizophrenen Störung passt auch das Verhalten des Versicherten nach dem
Erlass der angefochtenen Verfügung vom 3
1.
Mai 201
3.
Der Versicherte setzte am
7.
Oktober 2014, nach einer Zunahme psycho
tischer Symptome infolge eigenmächtiger Nichteinnahme von Medikamenten, sein Zimmer
im Betreuten Wohnen
C._
aufgrund eines Reinigungszwangs unter Wasser, attackierte am
8.
Oktober 2014 eine Betreuerin, bedrohte die
hin
zugerufene
Polizei mit einem
Messer sowie einem Schwert und erhielt deshalb vom Betreuten Wohnen
C._
eine Kündigung (
Urk.
28,
Urk.
29).
2.8
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Anästhesiologie, vom RAD hielt
in seiner Beurtei
lung vom
2
2.
November 2013
zu
Handen
der Beschwerdegegnerin
fest, beim Versicherten sei
en
eine
halluzinatorische
Symptomatik und das Bestehen eines Suchtgeschehens unbestritten. Unklar bleibe jedoch die Ätiologie der
hallu
zinatorischen
Symptomatik. Die Divergenz zwischen dem Gutachten von
Dr.
Z._
und dem Gutachten von
Dr.
D._
könne nur mit der Beobachtung des psychischen Verlaufs nach einer mindestens sechsmonatigen, kontrollierten totalen Drogenkarenz geklärt werden (
Urk.
13).
Dr.
J._
ist
keine psychiatrische
Fachperson
und er schloss sich ohne
nachvollziehbare
Begründung dem Gut
achten von
Dr.
Z._
an,
insbesondere ohne sich mit der Krankengeschichte
auseinanderzusetzen, welche wie ausgeführt die Beurteilung von
Dr.
D._
stütz
t
.
2.
9
Insgesamt und insbesondere aufgrund des schlüssigen und überzeugenden
Privat
gutachtens
von
Dr.
D._
(
Urk.
9/1)
ist das Vorliegen einer paranoiden Schizophrenie zu bejahen.
Zudem
sind die Diagnosen einer
Opiatabhängigkeit mit Substitution durch Methadon, eine
r
Benzodiazepinabhängigkeit
und ein
es
Cannabisabhängigkeitssyndrom
s
nachvollziehbar
.
Anzumerken ist, dass die paranoide Schizophrenie einen selbständigen psychischen Gesundheitsschaden mit Krankheitswert darstellt. Ob
dieser Gesundheitsschaden wie
Dr.
A._
fest
hielt
, unabhängig von der Sucht zu einem späteren Zeitpunkt aufgetreten ist (
Urk.
7/67
/13
) oder ob er wie
Dr.
D._
aus
führte, zur Entstehung der
Suchter
krankung
beitrug
(
Urk.
9/1
/18-19
), ist
dabei nicht
entscheidend
. Die Auswir
kungen dieser selbständigen psychischen Störung auf die Arbeitsfähigkeit wären selbst dann zu berücksichtigen, wenn diese aufgrund der Sucht entstan
den wäre (vgl. E. 1.3)
.
3.
3.1
Es bleibt somit die Frage nach der Arbeitsfähigkeit zu klären
. Dabei ist auch
auf die Zumutbarkeit der
Pflicht zur Einhaltung einer
von der IV-Stelle
im Rahmen der Schadenminderungspflicht
auf
er
legten Suchtmittelabstinenz
(
Urk.
7/58,
Urk.
7/74,
Urk.
7/76)
einzugehen
, welcher der Versicherte nicht nachgekommen ist
.
3.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann die
Anordnung einer
Ent
zugs
behandlung
und der Nachweis einer Abstinenz
bereits im
Abklärungs
verfahren
unter d
em Titel der Mitwirkungspflicht
angezeigt sein, wenn es darum geht, einen invaliditätsfremden Alkoholkonsum
bei
der Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit
auszublenden. Besteht zwischen
Alkoholsucht und
krank
heitswertigem
psy
chischem Gesundheitsschaden
jedoch
ein
Kausalzusammen
hang, sind für die Frage der noch
zumutbaren Erwerbstätigkeit die
psychischen und die suchtbedingten B
eeinträchtigungen gesamthaft zu
berücksichtigen. Einer allf
älligen Wechselwirkung zwischen
Suchtmittelabhängigkeit und psy
chischer Be
gleiterkrankung ist Rechnung zu
tragen
(
Urteil des Bundesgerichts 9C_370/2013 vom 2
2.
November 2013, E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Diese Recht
sprechung
ist analog auf andere Suchterkrankungen
wie die Opiatabhängigkeit und
die
Benzodiazepinabhängigkeit
anzuwenden.
3.
3
Die IV-Stelle auferlegte dem Versicherten am 2
9.
Mai 2012 (
Urk.
7/58) im Sinne einer Schadenminderungspflicht
die
Einhaltung
eine
r
sechsmonatigen
voll
stän
dige
n
Suchtmittelabstinenz. Di
e Auferlegung dieser
Schadenminde
rungs
pflicht
bestätigte die IV-Stelle am
4.
September (
Urk.
7/72) sowie am 2
2.
No
vember 2012 (
Urk.
7/74).
Zunächst ist
dazu
festzuhalten, dass diese
Schadenminde
rungspflicht
entgegen der Ansicht der IV-Stelle
nicht notwendig
war
,
um das Vorhandensein einer
paranoiden Schizophrenie
nachzuweisen
(vgl. E. 2)
.
Denn b
esteht
zwischen dem Abhängigkeitssyndrom
und
dem
krankheitswertige
n
psy
chische
n
Gesundheitsschaden wie vorliegend ein
Kausalzusammenhang und
e
ine
Wechselwirkung
(vgl.
Urk.
9/1
/17,
Urk.
9/1/21
)
, sind für die Frage
nach
der noch
zumutbaren Erwerbstätigkeit die
psychischen und die suchtbedingten B
eeinträchtigungen gesamthaft zu
berücksichtigen.
Da die Suchterkrankung nicht invaliditätsfremd ist,
sondern im Zusammenhang mit
der paranoiden Schizophrenie
steht,
war
die Anordnung einer Abstinenz als Mitwirkungspflicht im Abklärungsverfahren
der IV-Stelle
unzulässig
.
3.4
Im Übrigen
ist fraglich, ob
eine
halbjährige
Suchtmittelabstinenz dem Ver
sicher
ten zumutbar
wäre
(
Urk.
7/72,
Urk.
7/74).
Dr.
Z._
äusserte sich in seinem Gutachten nicht zur Frage
, ob sich ein vollumfänglicher
Suchtmittelent
zug
negativ auf die Entwicklung der Schizophrenie auswirken könnte
(
Urk.
7/51)
. Demgegenüber führte
Dr.
D._
aus, die Suchterkrankung sei zum jetzigen Zeitpunkt soweit möglich stabil. Der zeitweilige
Beikonsum
von Cannabis müsse als Versuch der Symptomlinderung beurteilt werden.
Als Folge
eine
r
Totalabstinenz (auch der Substitutionsmittel) würden
die
Symptome der paranoiden Schizophrenie verstärkt und das Leiden grösser. Zusätzliche Inter
ventionen seien zum jetzigen Zeitpunkt
weder
angezeigt
noch
möglich (
Urk.
9/1/21). Damit
begründete
Dr.
D._
schlüssig eine
wahrscheinlich
nega
tive
gesundheitliche Ausw
irkung
einer
vollständigen
Abstinenz
.
Darauf ist umso
eher
abzustellen, als
es sich bei
Dr.
D._
um einen psychiatrischen Facharzt mit grosser Erfahrung in Sachen Suchtmedizin handelt, welcher
neben seiner Tätigkeit bei der
E._
als Co-Leiter der
K._
tätig ist und im Bereich Suchtmedizin
viele
Publikationen aus diesem Bereich ver
fasst hat
(
Urk.
9/2). Die dem Versicherten
auferlegte
Schadenminderungspflicht einer sechsmonatigen vollständigen Suchtmittelabstinenz erweist sich somit angesichts der möglic
hen gesundheitlichen Gefährdung
, wie sie
Dr.
D._
überzeugend dargelegt hat,
als unzumutbar (vgl.
E. 1.5
). Folglich entschied die IV-Stelle in der angefochtenen Verfügung vom 3
1.
Mai 2013 (
Urk.
2) zu Unrecht, aufgrund der Nichterfüllung der Schadenminderungspflicht von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszugehen.
3.5
Dr.
D._
begründete
in seinem Privatgutachten
die
vollständige
Arbei
ts
unfähig
keit des Versicherten nachvollziehbar. Dabei
wies
er
zu Recht darauf hin
, d
ass
der
Versicherte in allen relevanten Lebensbereichen auf Unter
stützung angewiesen
sei
und d
ie starken psychotischen Symptome die ganze Lebensführung
so stark beeinflussten
, dass der Versicherte nicht einmal fähig sei, ohne Unterstützung zu wohnen
(
Urk.
9/1/17-19)
.
Diese Ausführungen von
Dr.
D._
werden durch
die
Tatsache
n
gestützt
, dass für den Versicherten am 1
6.
November 2012 eine Vormundschaft errichtet werden musste (
Urk.
7/76)
,
er zum Verfügungszeitpunkt im Betreuten Wohnen
C._
untergebracht war (
Urk.
7/75)
und
er s
elbst an einem geschützten Arbeitsplatz nur zweieinhalb Stunden täglich arbeiten
konnte
(
Urk.
9/1
/12
).
Das von
Dr.
D._
anlässlich der Begutachtung durchgeführte Mini-ICF-Rating ergab
zudem
mittelgradige bis vollständige
Beeinträchtigungen in vielen für eine Arbeitstätigkeit relevanten Bereichen (
Urk.
9/1
/14-17
)
.
Die Einschätzung einer vollständigen Arbeitsunfä
higkeit
für sämtliche Tätigkeiten
v
on
Dr.
D._
deckt sich zudem mit der Ein
schätzung von
Dr.
G._
, welcher am 1
6.
November 2009 von einer ab dem 1
3.
März 2009 bis auf weiteres bestehenden 100%ige
n
Arbeitsunfähigkeit
aus
gegangen war
(
Urk.
7/11). Es ist somit von einer vollständigen, gesundheitlich bedingten Arbeitsunfähigkeit des Versicherten auszugehen, welche ungefähr seit
dem Jahr
2004 vorlag
(
Urk.
9/1
/19
)
,
spätestens aber seit dem 1
3.
März 2009
(
Urk.
7/11)
.
3.6
Die Beschwerde ist somit gutzuheissen und die angefochtene Verfügung vom 3
1.
Mai 2013 ist aufzuheben. Der Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach
Art.
29
Abs.
1 ATSG, wobei die Rente nach
Art.
29
Abs.
3 IVG vom Beginn des Monats an ausbezahlt wird, in dem der Rentenan
spruch entsteht. Da
sich
der Versicherte
am
2
6.
Oktober 2009 zum Rentenbezug anmeldete (
Urk.
7/5), ist ihm ab dem
1.
April 2010 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen.
4.
4.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Die Kosten sind der unter
liegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
4.2
Die
unentgeltliche
Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers weist in der einge
reichten Kostennote vom
9.
April 2014 (
Urk.
24) und der
en Ergänzung vom
9.
Februar 2015 (
Urk.
36) einen Zeitaufwand von insgesamt 25 Stunden und Barauslagen in der Höhe von
Fr.
260.25 aus. Diese Aufwendungen erscheinen angesichts der
hohen
Komplexität und des Umfangs der Sache gerechtfertigt, weshalb die Beschwerdegegnerin der Rechtsvertreterin und unentgeltlichen
Rechtsbeiständin
des Beschwerdeführers unter Berücksichtigung des
gerichts
üblichen
Stundenansatzes von
Fr.
200.-- bis Ende 2014 und von
Fr.
220.-- ab Januar 2015 eine Prozessentschädigung in der Höhe von
Fr.
5‘713.60 (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen hat.
4.3
Die Kosten für ein im Beschwerdeverfahren eingereichtes Privatgutachten sind der obsiegenden Partei zu ersetzen, soweit diese Kosten im Hinblick auf die Interessenwahrung erforderlich respektive geboten waren (Gesetz über das
Sozi
alversicherungsrecht
des Kantons Zürich, Kommentar,
2.
Auflage, Zürich/Ba
sel/Genf 2009,
§
34 N 11). Der Versicherte liess ausführen, die
an seine
Rechts
vertreterin
gerichtete
Rechnung für das Privatgutachten de
r
E._
in der Höhe von
Fr.
2‘600.-- (
„Rückforderungsbeleg“;
Urk.
37) hätten die Sozialen Dienste der Stadt Winterthur beglichen, so dass eine Rückerstattun
g an diese Stelle zu erfolgen habe
(
Urk.
34). Das Privatgutachten war im vorliegenden Verfahren
entscheidrelevant
und somit zur Interessenwahrung erforderlich, weshalb die Beschwerdegegnerin
der Beschwerdeführerin dafür zusätzlich
Fr.
2‘600.-- zu erstatten hat.