# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e4cb6470-a61b-5316-9dbc-186039356d27
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ M.A., geboren 1982, ist Staatsangehöriger der Türkei. Er reiste am 6. November
2001 mit einem für 90 Tage gültigen Besuchervisum in die Schweiz ein. Nach Ablauf
des Visums verliess er die Schweiz nicht. Am 11. Juli 2002 heiratete er in St. Gallen die
Schweizer Bürgerin C.B., geboren 1967. Aufgrund der Heirat erteilte ihm das
Ausländeramt eine Jahresaufenthaltsbewilligung, welche letztmals am 30. Juni 2004
bis zum 11. Juli 2005 verlängert wurde.
Im August 2002 leitete das Ausländeramt Abklärungen wegen Verdachts einer
Scheinehe ein. Die Eheleute wurden von der Kantonspolizei und vom Ausländeramt
befragt. Mit Verfügung vom 6. April 2005 widerrief das Ausländeramt die
Aufenthaltsbewilligung von M.A. mit der Begründung, es liege eine Scheinehe vor.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob M.A. Rekurs, der vom Justiz- und
Polizeidepartement mit Entscheid vom 24. Februar 2006 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 13. März 2006 erhob M.A. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 24. Februar 2006
sei vollumfänglich aufzuheben und es sei die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern,
eventuell sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird vorgebracht, dem
Beschwerdeführer könne nicht vorgeworfen werden, die Ehe zwecks Erlangung einer
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Aufenthaltsbewilligung geschlossen zu haben. Auf die einzelnen Vorbringen in der
Beschwerde wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 21. April 2006 unter Hinweis auf
die Erwägungen des
angefochtenen Entscheids auf Abweisung der Beschwerde.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 13. März 2006
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2./ Nach Art. 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt ANAG) entscheidet die zuständige Behörde im Rahmen der
gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen
über die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung.
a) Der Ausländer hat nach Art. 4 ANAG grundsätzlich keinen Anspruch auf Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung. Eine Ausnahme besteht, wenn er nahe Verwandte mit
gesichertem Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat. Hinsichtlich ausländischer
Ehegatten von Schweizer Bürgern ist dieser Anspruch in Art. 7 Abs. 1 ANAG geregelt.
Nach dieser Bestimmung hat der ausländische Ehegatte einer Schweizer Bürgerin
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach Art. 7 Abs.
2 ANAG besteht kein solcher Anspruch, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die
Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung von Ausländern und namentlich jene
über die Begrenzung der Zahl der Ausländer zu umgehen. Diese Bestimmung ist dem
früheren Art. 120 Ziff. 4 ZGB betreffend die sogenannte Bürger-rechtsehe
nachgebildet, welcher mit der Revision des Bürgerrechtsgesetzes (SR 141.0) vom 23.
März 1990 seine Grundlage verloren hat und aufgehoben wurde. Dem ausländischen
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Ehegatten eines Schweizer Bürgers wurde im revidierten Art. 7 Abs. 1 ANAG ein
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung eingeräumt. Da
die Gefahr, diese Vorschrift könnte durch Eingehung einer blossen Scheinehe
umgangen werden, in gleicher Weise besteht wie im Falle des früheren
Bürgerrechtserwerbs durch Heirat, wurde für solche "Aufenthalts-" bzw.
"Niederlassungsehen" in Art. 7 Abs. 2 ANAG ein ähnlicher Missbrauchstatbestand
geschaffen, wie er in Art. 120 Ziff. 4 ZGB für die früheren Bürgerrechtsehen vorgesehen
war (BGE 122 II 294 mit Hinweisen).
b) Das Bundesgericht hat in verschiedenen Urteilen die Anforderungen an den
Nachweis einer Scheinehe bzw. Ausländerrechtsehe umschrieben. Es erwog, der
Nachweis, dass die Ehe zur Umgehung der Vorschriften über Aufenthalt und
Niederlassung der Ausländer geschlossen wurde und nicht der Begründung einer
Lebensgemeinschaft diene, sei in der Regel nicht direkt zu erbringen und könne nur
durch Indizien geführt werden. Solche Indizien seien etwa darin zu erblicken, dass dem
Ausländer die Wegweisung gedroht habe, etwa weil er ohne Heirat keine
Aufenthaltsbewilligung erhalten hätte oder sie ihm nicht verlängert worden wäre.
Sodann könnten die Umstände und die kurze Dauer der Bekanntschaft sowie die
Tatsache, dass die Ehegatten eine Wohngemeinschaft gar nie aufgenommen hätten,
für das Vorliegen einer Ausländerrechtsehe sprechen. Umgekehrt könne aus einer
gewissen Zeit des Zusammenlebens und des Unterhalts intimer Beziehungen nicht
ohne weiteres abgeleitet werden, es sei eine wirkliche Lebensgemeinschaft gewollt
gewesen. Ein solches Verhalten könne auch nur vorgespiegelt sein, um die Behörde zu
täuschen (BGE 122 II 295 mit Hinweisen auf Literatur und Judikatur). Wenn aber nicht
genügend Anhaltspunkte bestehen, die auf eine Scheinehe hindeuten, so darf nicht
einzig aufgrund dieser ungenügenden Anhaltspunkte die Berufung auf eine bestehende
Ehe als rechtsmissbräuchlich qualifiziert werden (BGE 123 II 49 ff.).
c) Zu prüfen ist im folgenden, ob die Vorinstanz zu Recht davon ausgegangen ist, der
Beschwerdeführer sei eine Scheinehe eingegangen. Ob die Ehefrau den ernsthaften
Willen zur Gründung einer Lebensgemeinschaft hatte, ist nicht ausschlaggebend. Art. 7
Abs. 2 ANAG schliesst einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung ausdrücklich
aus, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die Vorschriften über Aufenthalt und
Niederlassung zu umgehen. Einen solchen Anspruch kann nur der ausländische
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Ehegatte haben. Fehlt beim ausländischen Ehegatten die Absicht, eine
Lebensgemeinschaft zu gründen und ist er die Ehe im wesentlichen deshalb
eingegangen, um die Vorschriften des Ausländerrechts zu umgehen, so ist im Widerruf
der Aufenthaltsbewilligung keine Rechtsverletzung zu erblicken (VerwGE vom 24. April
2003 i.S. M.T. und vom 6. Juli 2000 i.S. G.H.).
aa) Der Altersunterschied der Eheleute beträgt knapp fünfzehn Jahre und ist damit
relativ gross. Ausserdem steht fest, dass der Beschwerdeführer ohne die Heirat keine
Möglichkeit gehabt hätte, eine Aufenthaltsbewilligung zu erlangen. Dies sind Indizien
für eine Scheinehe. Bei der Würdigung der Indizien ist zu berücksichtigen, dass diese
gesamthaft zu beurteilen sind. Eine Vielzahl einzelner Umstände, welche für sich allein
den Bestand einer Ehe nicht in Frage zu stellen vermöchten, kann gesamthaft die
Schlussfolgerung rechtfertigen, eine Ehe sei geschlossen worden, ohne dass der Wille
zu einer echten Lebensgemeinschaft bestand (vgl. VerwGE B 2004/33 vom 18. Mai
2004 i.S. H.H. mit Hinweisen, publiziert in: www.gerichte.sg.ch). Der Einwand des
Beschwerdeführers, er habe C.B. im Dezember 2001 kennen und lieben gelernt, was
vor dem Ablauf seines Visums gewesen sei, ist nicht stichhaltig. Die Ehefrau gab zu
Protokoll, es sei im Februar 2002 erstmals von Heirat gesprochen worden; ihr Gatte
hätte in diesem Monat die Schweiz verlassen und zurückkehren müssen. Wenn er die
Schweiz nicht hätte verlassen müssen, hätten sie mit dem Heiraten sicher zugewartet.
Dies zeigt, dass der Entschluss zur Heirat zeitlich mit dem Ablauf des Besuchervisums
zusammenhing.
bb) Fest steht weiter, dass die Eheleute unterschiedliche Angaben über Vorfälle
machten, die sie gemeinsam erlebten. Die Eheleute wurden zweimal getrennt befragt.
Zutreffend hielt die Vorinstanz fest, der Beschwerdeführer und seine Ehefrau hätten
unterschiedliche Angaben darüber gemacht, welche Personen beim ersten Treffen in
der Disco Arena in Thal Ende Dezember 2001 dabei gewesen seien. Der
Beschwerdeführer erklärte, sein jüngerer Cousin sowie dessen Freundin seien dabei
gewesen, ausserdem drei Freunde seines Cousins. Die Ehefrau erwähnte lediglich den
Cousin des Beschwerdeführers. Dessen Einwand, er habe sich aufgrund seiner
begrenzten Sprachkenntnisse nur mit Hilfe seines Cousins mit C.B. unterhalten
können, weshalb diese die Situation so interpretiert habe, dass er ausschliesslich mit
seinem Cousin unterwegs gewesen sei, erscheint nicht überzeugend. Nach den
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 6/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Angaben des Beschwerdeführers war namentlich die Freundin des Cousins anwesend.
Es ist unwahrscheinlich, dass die Ehefrau anlässlich dieses Zusammentreffens nicht
wahrnahm, dass die Freundin des vermeintlich einzigen Begleiters des
Beschwerdeführers anwesend war. Die Ehefrau gab ausserdem an, beim ersten Treffen
allein in der Disco Arena gewesen zu sein, während der Beschwerdeführer festhielt, sie
sei nicht alleine gewesen, sondern in Begleitung von zwei Frauen. Auch der Umstand,
dass der Beschwerdeführer bei der Befragung angab, die Disco Arena liege höchstens
20 Minuten von der Autobahnausfahrt Thal entfernt, bildet ein Indiz, dass seine
Angaben unzutreffend sind, befand sich doch die Disco Arena unmittelbar neben der
Autobahnausfahrt.
Sodann stellte die Vorinstanz zutreffend fest, dass der Beschwerdeführer und seine
Ehefrau unterschiedliche Angaben über weitere Treffen bzw. das anschliessende
Zusammenleben machten. Die Ehefrau gab an, sie seien ab und zu in Zürich spazieren
gegangen oder hätten sich beim Cousin des Beschwerdeführers aufgehalten; ab Juli
2002 habe ihr Ehemann in Zürich gewohnt und die Wochenenden in St.Gallen
verbracht. In der zweiten Befragung gab sie an, im April 2002 mit dem
Beschwerdeführer zusammengezogen zu sein. Demgegenüber erwähnte der
Beschwerdeführer, dass er seine Ehefrau regelmässig in St. Gallen besucht habe und
dass er Ende Februar zu C.B. gezogen sei. Die Vorinstanz hat zutreffend auf diese
Widersprüche hingewiesen (vgl. E. 3d). Inwiefern dabei von einer spitzfindigen
Argumentation zu sprechen ist, wie in der Beschwerde geltend gemacht wird, ist nicht
ersichtlich. Solche widersprüchlichen Aussagen von Eheleuten bilden Indizien für
unrichtige Angaben bzw. für das Vorliegen einer Scheinehe.
Ausserdem bilden auch die Tatsachen, dass anlässlich der Heirat nur wenige Bekannte
der Brautleute zugegen waren und die Ehefrau ihren Angehörigen die Hochzeit
verschwieg, Indizien für eine Scheinehe. Die Ehefrau erklärte entgegen den Angaben in
der Beschwerde nicht, sie habe keinerlei Kontakte mehr zu ihrer Familie. Sie schränkte
ihre entsprechende Aussage ein mit dem Hinweis: "Vielleicht ab und zu mal ein
Telefongespräch".
cc) Aufgrund der vorliegenden Akten ist im weiteren davon auszugehen, dass die
Eheleute nicht zusammenwohnen bzw. nie zusammengewohnt haben. Die Ehefrau
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 7/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
erklärte, seit der Heirat am 11. Juli 2002 sei ihr Gatte bei ihr an der Fellenbergstrasse
63 gemeldet. Er habe damals im Hotel Uto-Kulm in Zürich gearbeitet und sei jeweils an
den Wochenenden nach St. Gallen gekommen. Er habe ein Zimmer im Hotel gehabt
oder bei seinem Cousin an der Bernerstrasse in Zürich gelebt. Seit März 2004 arbeite
ihr Gatte in Regensdorf als Schweisser. Er arbeite im Schichtbetrieb. Der Weg von St.
Gallen nach Regensdorf sei zu weit. Aus diesem Grund wohne er noch in Zürich bei
Yilmaz Jamali. Sie beabsichtige nicht, mit ihrem Gatten in der Nähe von Regensdorf zu
wohnen. Anlässlich der Befragung vom 11. November 2004 erklärte sie, im November
2003 seien sie nach Zürich gezogen und sie sei dort bis im April 2004 geblieben. Ihre
letzte Aussage widerrief sie. Sie hielt aber fest, sie sei Ende April 2004 zu Christoph
Ehrbar an der Ruhbergstrasse in St. Gallen gezogen. Hinsichtlich der Wohnorte und
Wohnverhältnisse bestehen somit erhebliche Widersprüche, die von der Vorinstanz in
E. 3f aa des angefochtenen Entscheids zutreffend dargelegt wurden. Aufgrund der
Wohnverhältnisse von Christoph Ehrbar und der Ehefrau des Beschwerdeführers ist
davon auszugehen, dass diese nicht mit ihrem Ehemann in einer gemeinsamen
Wohnung lebt. Die von ihr vorgebrachten Gründe, weshalb sie mit Christoph Ehrbar
eine Wohnung teilt und nicht mit ihrem Ehemann, sind nicht überzeugend. Die
finanzielle Belastung könnte sie auch dann verringern, wenn sie mit ihrem Ehemann
eine Wohnung teilen würde. In der Wohnung der Ehefrau konnten jedenfalls anlässlich
eines Augenscheins durch Mitarbeiter des Ausländeramts keine persönlichen
Gegenstände des Beschwerdeführers festgestellt werden. Fest steht weiter, dass die
Ehefrau und der Beschwerdeführer nicht denselben Raum als gemeinsames
Schlafzimmer in der Wohnung an der Ruhbergstrasse bezeichneten. Die Vorinstanz hat
aufgrund der vorliegenden Indizien zutreffend festgehalten, dass die unterschiedlichen
Angaben zum gemeinsamen Wohnsitz und zu den ehelichen Kontakten dem Bestehen
einer echten Lebensgemeinschaft widersprechen und typisch für eine Scheinehe sind.
Ein starkes Indiz für das Vorliegen einer Scheinehe bildet auch der Umstand, dass der
Beschwerdeführer keine Einwände erhebt, dass seine Ehefrau mit einem anderen Mann
in einer gemeinsamen Wohnung lebt. Ein solches Verhalten ist typisch für eine
Scheinehe. Der Beschwerdeführer ist offenbar an seiner Ehefrau nur soweit interessiert,
als dies zum Erlangen der Aufenthaltsbewilligung erforderlich ist. Es erstaunt denn
auch nicht, dass der Beschwerdeführer keine detaillierten Angaben über die
persönlichen Verhältnisse seiner Ehefrau machen konnte. Insbesondere hatte er keine
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/9
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Kenntnis von ihrer Ausbildung und ihren beruflichen Tätigkeiten. Auch für die Zeit
während der Ehe konnte der Beschwerdeführer nur dürftige Angaben zur Tätigkeit
seiner Ehefrau machen. Weitere Indizien für das Vorliegen einer Scheinehe bilden die
Umstände, dass die Eheleute keinen gemeinsamen Freundes- bzw. Bekanntenkreis
haben und dass der Beschwerdeführer die Ferien ohne seine Ehefrau in seinem
Herkunftsland verbracht hat.
dd) Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Vorinstanz die Indizien zutreffend gewürdigt hat. Es kann auf die entsprechenden
Erwägungen (E. 3 a bis f) verwiesen werden. Die Vorinstanz ging zu Recht davon aus,
dass der Beschwerdeführer mit C.B. eine Scheinehe eingegangen ist. Der
Beschwerdeführer hat somit gestützt auf Art. 7 Abs. 2 ANAG keinen Anspruch auf
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung.
d) Das Eingehen einer Scheinehe führt nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
zum Widerruf der Niederlassungsbewilligung (BGE 2A.275/2005 vom 17. Oktober 2005
mit Hinweisen auf weitere Urteile). Umso mehr rechtfertigt sich ein Widerruf einer
Aufenthaltsbewilligung bzw. die Verweigerung von deren Verlängerung, da hierauf kein
Rechtsanspruch besteht. Der Beschwerdeführer hält sich seit weniger als fünf Jahren
in der Schweiz auf. Seine Eltern leben in der Türkei. Inwiefern der Beschwerdeführer
bei einer Rückkehr überdurchschnittliche Schwierigkeiten zu gewärtigen hat, ist nicht
ersichtlich. Der Widerruf bzw. die Verweigerung der Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung kann daher nicht als Missbrauch oder Ueberschreitung des
Ermessens qualifiziert werden, weshalb die Beschwerde als unbegründet abzuweisen
ist.
3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).