# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 154f0ac9-c457-428a-a8c1-3eb7305ce275
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.Y., geboren 1970, wird seit dem 1. September 2013 vom Sozialamt X. finanziell
unterstützt. Mit Entscheid vom 10. Juli 2014 hiess das Departement des Innern einen
Rekurs von A.Y. vom 1. Februar 2014 gut und hob einen Rekursentscheid des
Stadtrates X. vom 6. Januar 2014 auf und wies die Sache zur Präzisierung einer
Weisung betreffend Teilnahme an Integrationsmassnahmen zurück (act. 3.1, S. 2 lit. A-
D, unbestritten).
B. Mit Verfügung vom 25. Juni 2015 erteilte das Sozialamt X. A.Y. unter anderem die
Auflage, vom 20. Juli 2015 bis 31. Oktober 2015, mit Option auf Verlängerung um drei
Monate, in einem Vollzeitpensum am Arbeitsintegrationsprogramm (Tagesstruktur
durch Arbeit, Bewerbungscoaching) des Vereins Q. (Q.), X., Abteilung Lager/Logistik
sowie Spezialabteilungen F. (ehemals: G.) und Bewerbungscoaching (auch:
Bewerbungsunterstützung), für eine Integrationszulage in der Höhe von CHF 300 pro
Monat (ab dem zweiten Monat nach geleisteter Arbeit) teilzunehmen (Ziff. 1, act. 6/9/5
f., www. ... .ch, www.zefix.ch).
C. Dagegen rekurrierte A.Y. am 14. Juli 2015 an den Stadtrat X. Mit Entscheid vom 14.
September 2015 wies der Stadtrat X. den Rekurs ab (act. 6/9/7 und 9). Gegen diesen
Entscheid rekurrierte A.Y. am 10. Oktober 2015 an das Departement des Innern (act.
6/1). Mit Entscheid vom 31. Mai 2016, berichtigt am 3. Juni 2016, wies das
Departement den Rekurs ab, soweit es darauf eintrat. Zudem wies es die Politische
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Gemeinde X. an, den Zeitraum für den Arbeitseinsatz von A.Y. beim Q. neu
festzusetzen (act. 3.1-3.3).
D. Gegen den Entscheid des Departements des Innern (Vorinstanz) vom 31. Mai 2016 /
3. Juni 2016 erhob A.Y. (Beschwerdeführer) am 20. Juni 2016 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid
aufzuheben (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 13. Juli 2016 schloss die Vorinstanz auf
Abweisung der Beschwerde (act. 5). Die Politische Gemeinde X. (Beschwerdegegnerin)
verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung (act. 10). Am 27. August 2016
ersuchte der Beschwerdeführer um unentgeltliche Rechtspflege (act. 8 f.). Am
13. Oktober 2016 nahm er Einsicht in die Akten (act. 11).
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die

## Considerations

Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP, siehe auch Art. 4
Abs. 1 und 2 des Reglements über die Organisation und den Geschäftsgang des
Verwaltungsgerichts, sGS 941.22, Reglement). Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung
des Rechtsmittels berechtigt. Die Beschwerdeeingabe vom 20. Juni 2016 (act. 1)
erfolgte rechtzeitig und erfüllt formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art.
64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1, Art. 47 Abs. 1 sowie Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die
Beschwerde ist einzutreten.
Ob auf die Rüge, das von der W. AG, P., angebotene Arbeitsintegrationsprogramm sei
im Vergleich zum demjenigen des Q. geeigneter, aufgrund des Novenverbots (Art. 61
Abs. 3 VRP) eingetreten werden könnte, kann offen bleiben, da sich diese Rüge
ohnehin als unbegründet erweist (vgl. E. 4.2.1 hiernach, siehe hierzu auch VerwGE B
2015/20 vom 23. August 2016 E. 1.2, VerwGE B 2014/55 vom 27. Oktober 2015 E. 4.3,
bestätigt mit BGer 1C_643/2015 vom 3. August 2016 E. 2.2.1 ff., VerwGE B 2011/151
vom 20. März 2012 E. 1.2 und VerwGE B 2013/254 vom 28. Juli 2015 E. 4.2 mit
bis
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Hinweisen, www.gerichte.sg.ch, sowie Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 649, M. Donatsch, in: A. Griffel [Hrsg.], Kommentar
zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 3. Aufl. 2014, § 20a N 20 und
§ 52 N 36).
2. Der Beschwerdeführer hält der Beschwerdegegnerin zunächst vor (act. 1), ihr
Sozialamt sei befangen, da es mit dem Q. verbandelt sei. Die Verfügung vom 25. Juni
2015 wurde von der damaligen Mitarbeiterin des Sozialamtes S.E. unterzeichnet.
Inwiefern diese voreingenommen gewesen sein sollte, ist nicht ersichtlich und wird vom
Beschwerdeführer auch nicht weiter substantiiert (vgl. hierzu BGE 140 I 326 E. 5.2 mit
Hinweisen). Auch lässt sich aus den vorliegenden Akten nicht darauf schliessen, dass
weitere Mitarbeiter der Beschwerdegegnerin bei der Beschlussfassung mitgewirkt oder
S.E. Weisungen erteilt hätten. Inwiefern die Garantie der Unbefangenheit (Art. 29 Abs. 1
der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV) verletzt
sein sollte, ist nicht erkennbar, selbst wenn ein Vertreter des Sozialamts, der
Ressortleiter Gesellschaft, Alter, aktuell im Vorstand des Q. (vgl. zur Trägerschaft des
Q. E. 6.2 des angefochtenen Entscheids, act. 3.1, S. 12) Einsitz nimmt (act. 6/1,
www.zefix.ch, www. ... .ch, www. ... .ch).
3. Der Beschwerdeführer wirft der Beschwerdegegnerin weiter vor (act. 1), sie habe ihm
eine Besichtigung der Abteilungen des Q. verweigert.
3.1. Nach Art. 29 Abs. 2 BV und Art. 4 lit. c der Verfassung des Kantons St. Gallen (sGS
111.1, KV) haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör (siehe auch Art. 15 bis
Art. 16 VRP). Dieser Anspruch stellt einen wichtigen Aspekt des allgemeinen Gebots
des fairen Verfahrens gemäss Art. 29 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen
Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK)
dar. Er dient einerseits der Sachaufklärung und garantiert anderseits den Parteien ein
persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht im Verfahren. Sie sollen sich vor Erlass des
Entscheids zur Sache äussern, erhebliche Beweise beibringen, Einsicht in die Akten
nehmen und an der Erhebung von Beweisen mitwirken oder sich zumindest zum
Beweisergebnis äussern können, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu
beeinflussen (vgl. BGer 8C_824/2015 vom 19. Mai 2016 E. 7.4.1 mit Hinweisen).
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3.2. Dem Beschwerdeführer wurde am 1. Juni 2015 Gelegenheit geboten (act. 6/9/1 f.),
am 10. Juni 2015 und damit vor Erlass der Verfügung des Sozialamtes vom
25. Juni 2015 (act. 6/9/5) den Standort des Q. in X. zu besichtigen, die zuständigen
Abteilungsleiter zu befragen und sich insbesondere zur Wahl der Abteilungen seines
Arbeitsintegrationsprogramms zu äussern (vgl. hierzu auch act. 5, S. 2 Ziff. 1).
Anhaltspunkte dafür, dass er an der Ausübung dieses persönlichkeitsbezogenes
Mitwirkungsrechtes verhindert gewesen wäre, sind nicht erkennbar und werden vom
Beschwerdeführer auch nicht dargetan. Vielmehr räumt er selbst ein (act. 1), dass die
ihm angebotene Besichtigung für ihn „keinen Sinn gemacht habe“ und er damit
freiwillig darauf verzichtet hat. Eine Verletzung des verfassungsrechtlichen
Gehörsanspruchs liegt nicht vor. Daran ändert nichts, dass das Sozialamt ihm am
10. Juni 2015 hinsichtlich der geplanten Zuteilung beim Q. das rechtliche Gehör
gewährte (act. 6/9/3) und er am 20. Juni 2015 (act. 6/9/4) um Neuansetzung eines
Besichtigungs- resp. Besprechungstermins vor Ort ersuchte.
4. Der Beschwerdeführer macht sodann geltend (act. 1), die von der
Beschwerdegegnerin angeordnete Teilnahme am Arbeitsintegrationsprogramm des Q.
sei nicht verhältnismässig. Das von der W. AG, P., angebotene Integrationsprogramm
sei wegen deren Nähe zur K. Transport AG, zur K. Logistics Solutions AG und zur K.
Trading & Services AG, alle P., welche Stellen am ersten Arbeitsmarkt anbieten
würden, im Vergleich zum demjenigen des Q. geeigneter. Es wolle niemand eine
Referenz des Q. Hingegen würde die K. Group, zu welcher die W. AG gehöre, als
Referenz in der Deutschschweiz anerkannt. Die Einsatzvermittlung im ersten
Arbeitsmarkt via F. sei ungeeignet, da die Chancen auf eine spätere Anstellung bei
einer Einsatzfirma sehr gering seien. Die beteiligten Unternehmen würden keine
Mitarbeiter suchen. Weder werde dadurch die Flexibilität gefördert noch das
Selbstwertgefühl gestärkt, zumal er dabei gratis arbeiten müsse. Das
Bewerbungscoaching sei nicht erforderlich. Seine Bewerbungsunterlagen seien
ausreichend, selbst wenn sie nicht auf dem neuesten Stand seien. Sein Ziel sei eine
Teilzeitanstellung im ersten Arbeitsmarkt in einem 70- oder 80%-Pensum zu finden,
wodurch seine Notlage behoben und seine Sozialhilfeabhängigkeit beendet werden
könne. Dementsprechend sei sein Pensum beim Q. zu reduzieren. Bei einem
Vollzeitpensum könne nicht von einem Angewöhnen ohne Leistungsdruck gesprochen
werden.
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4.1. Verlangt das grundsätzlich zur Leistung von Sozialhilfe verpflichtete Gemeinwesen
vom Sozialhilfeempfänger, soweit zumutbar eine Erwerbstätigkeit auszuüben (Art. 12
des Sozialhilfegesetzes, sGS 381.1, SHG), handelt es sich mit Blick auf den Grundsatz
der Subsidiarität (vgl. hierzu Art. 6 und Art. 12 BV, Art. 2 Abs. 2 und Art. 9 SHG, BGer
8C_930/2015 vom 15. April 2016 E. 4.1 mit Hinweisen, G. Wizent, Die
sozialhilferechtliche Bedürftigkeit, Zürich/St. Gallen 2014, S. 228 f., C. Hänzi, Die
Richtlinien der schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, Basel 2011, S. 80 f. und 114
f., sowie F. Wolffers, Grundriss des Sozialhilferechts, 2. Aufl. 1999, S. 71 f.) nicht um
eine hoheitliche Arbeitsverpflichtung, sondern um eine Anspruchsvoraussetzung für die
vom Staat erbrachte Leistung (vgl. BGer 8C_962/2012 vom 29. Juli 2013 E. 3.5 mit
Hinweisen, allerdings in Bezug auf das vergleichbare Berner Sozialhilferecht). Wer
zumutbare Arbeit verweigert, hat daher nicht nur mit Kürzungen, sondern auch mit der
Einstellung von Sozialhilfe zu rechnen (Art. 17 Ingress und lit. d SHG, vgl. zur
Unterscheidung zwischen Nothilfe nach Art. 12 BV, und dem die Nothilfe
übersteigenden Anspruch auf kantonalrechtliche Sozialhilfe BGE 142 I 1 E. 7.2 mit
Hinweisen). Als zumutbare Arbeit ist grundsätzlich auch die Teilnahme an
Beschäftigungs- und Integrationsmassnahmen (vgl. auch Art. 8 lit. a f. SHG)
anzusehen, selbst wenn das dadurch erzielte Einkommen den Betrag der
Unterstützungsleistung nicht erreicht. Bei grundsätzlicher Weigerung, an solchen
Massnahmen teilzunehmen, können die (finanziellen) Unterstützungsleistungen
vollständig eingestellt werden (vgl. VerwGE B 2015/4 vom 30. Juni 2015 E. 2.1 mit
Hinweisen auf BGer 8C_787/2011 vom 28. Februar 2012 E. 3.2.1 mit Hinweisen, BGE
139 I 218 E. 3.5 mit Hinweisen auf BGE 133 V 353 E. 4.2 und C. Hänzi, a.a.O., S. 85 ff.,
sowie BGE 130 I 71 E. 5 und 6, www.gerichte.sg.ch, bestätigt mit BGer 8C_536/2015
vom 22. Dezember 2015). Auch das Recht auf freie Wahl des Arbeitsortes (Art. 15 SHG)
wird dadurch eingeschränkt (vgl. GVP 2000 Nr. 2).
Die Beschwerdegegnerin hat keine Ausführungsbestimmungen zum kantonalen
Sozialhilfegesetz erlassen. Ihre Praxis orientiert sich – unwidersprochen (vgl. Erwägung
4.2 des angefochtenen Entscheides, act. 3.1) – an den Richtlinien der Schweizerischen
Konferenz für Sozialhilfe für die Ausgestaltung und Bemessung der Sozialhilfe (SKOS-
Richtlinien, www.skos.ch) sowie nach den Richtlinien und der Praxishilfe der St.
Gallischen Konferenz der Sozialhilfe (KOS-Praxishilfe, www.kos-sg.ch, vgl. zur
Verbindlichkeit der Richtlinien VerwGE B 2015/292 vom 23. Februar 2017 E. 3.3 mit
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Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Wer Sozialhilfe bezieht, hat gemäss Kap. A.5.2 der
SKOS-Richtlinien und der KOS-Praxishilfe nach seinen Kräften zur Verminderung und
Behebung der Notlage beizutragen (vgl. zur Minderungspflicht G. Wizent, a.a.O., S. 236
ff.). Unterstützte Personen können zur Teilnahme an zweckmässigen und zumutbaren
Massnahmen zur beruflichen und/oder sozialen Integration verpflichtet werden. Nach
Kap. 5.2 der KOS-Praxishilfe besteht die Pflicht, bei Massnahmen zur beruflichen
Eingliederung im Sinne von Kap. D der SKOS-Richtlinien und der KOS-Praxishilfe
teilzunehmen. Welche Massnahmen im Einzelfall angebracht sind, hängt von der
persönlichen Situation der Betroffenen ab. Die Zielsetzungen der Massnahmen sind
gemeinsam mit den Betroffenen festzulegen und müssen die persönlichen Ressourcen
wie auch das Umfeld (Familie, Arbeitsmarktsituation) realistisch berücksichtigen (vgl.
Kap. D.3 der SKOS-Richtlinien und der KOS-Praxishilfe). In der Regel stellt die
Verpflichtung zur Teilnahme an Beschäftigungs- und Integrationsprogrammen eine
verhältnismässige Weisung dar und steht im Einklang mit den verfassungsrechtlichen
Grundwerten wie der persönlichen Freiheit im Sinne von Art. 10 Abs. 2 BV oder des
Rechts auf Hilfe in Notlagen gemäss Art. 12 BV (vgl. hierzu Art. 5 Abs. 2 und Art. 36
Abs. 3 BV sowie BGer 8C_962/2012 vom 29. Juli 2013 E. 4.3 mit Hinweis auf U. Vogel,
Rechtsbeziehungen, Rechte und Pflichten der unterstützten Person und der Organe
der Sozialhilfe, in: C. Häfeli [Hrsg.], Das Schweizerische Sozialhilferecht, Luzern 2008,
S. 153 ff., S. 185).
Bei der individuellen Ausgestaltung des kantonalrechtlichen Anspruchs auf Sozialhilfe
verbleibt den Gemeinden eine erhebliche Entscheidungsfreiheit (vgl. BGE 140 V 328
E. 6.4.1 ff.). In diesem Sachbereich sind die Gemeinden autonom (vgl. Art. 50 Abs. 1
BV, Art. 89 Abs. 1 KV sowie BGer 8C_500/2012 vom 22. November 2012 E. 3.2 ff. mit
Hinweisen, einschränkender: G. Wizent, a.a.O., S. 154 ff.). Das Verwaltungsgericht hat
den der Gemeinde zustehenden Ermessensspielraum zu respektieren, da es nur zur
Rechtskontrolle befugt ist (vgl. Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP, VerwGE B 2015/292 vom
23. Februar 2017 E. 3.3 in fine, a.a.O., und Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 740, sowie zur
Kognition der Vorinstanz Art. 46 Abs. 2 VRP).
4.2. Es besteht ein gewichtiges öffentliches Interesse daran, unterstützte Personen
mittels Beschäftigungs- und Integrationsprogrammen aus der Hilfsbedürftigkeit in die
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Selbständigkeit zu führen, welches nur durch entsprechend gewichtige private
Interessen des Beschwerdeführers aufgewogen werden kann.
4.2.1. Nach der unbestrittenen Darstellung der Vorinstanz in Erwägung 6.3.1 des
angefochtenen Entscheids (act. 3.1, S. 12) sowie des Sozialamtes in Erwägung 3 f. der
Verfügung vom 25. Juni 2015 (act. 6/9/5, S. 2) ist der mittlerweile 47-jährige
offensichtlich gesunde Beschwerdeführer, welcher seit rund fünf Jahren arbeitslos ist,
ledig und kinderlos. Er verfügt über eine Ausbildung als Baumschulist und hat
Berufserfahrung als Logistiker und Lagerist. Seine bisherigen Arbeitgeber haben ihm
eine selbständige, pflichtbewusste, hilfsbereite und kooperative Art attestiert. Auch
konnte er sich im Bereich Logistik/Lager Fachwissen aneignen. Er verfügt über
Ausbildungen für das Bedienen von Flurförderzeugen (Dreichselgeräte,
Gegengewichtsstapler sowie Schubmaststapler) und arbeitete als Lastwagenchauffeur
(act. 6/9/10, S. 2, Aktennotiz vom 30. April 2015). Vor diesem Hintergrund ist mit der
Vorinstanz (vgl. E. 6.3.2 des angefochtenen Entscheids, act. 3.1, S. 13 f.) davon
auszugehen, dass die Teilnahme am Arbeitsintegrationsprogramm des Q. in der
Abteilung Lager/Logistik für den Beschwerdeführer geeignet ist, seine Arbeitsroutine
zurückzugewinnen und arbeitsmarktfähig zu bleiben. Soweit der Beschwerdeführer
einwendet, der Q. tauge nicht als Referenz, verkennt er zum einen, dass ihm allfällige
Referenzen im Rahmen des Einsatzprogramms F. von der jeweiligen Unternehmung
des ersten Arbeitsmarktes ausgestellt würden. Zum anderen vermag er nicht
aufzuzeigen und es ist auch nicht ersichtlich, inwiefern sich ein Ausweis über die
Teilnahme am Arbeitsintegrationsprogramm des Q. bei der Stellensuche nicht positiv
auswirken sollte (vgl. hierzu den von der Vorinstanz zitierten BGE 130 I 71 E. 5.4,
wonach erfahrungsgemäss von positiven Auswirkungen auszugehen ist). Wie die
Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 13. Juli 2016 (act. 5, S. 2 Ziff. 2 und act. 6a) im
Weiteren einlässlich und nachvollziehbar ausgeführt hat, sind die Angebote des Q. und
der W. AG, P., vergleichbar, selbst wenn sie sich hinsichtlich der Rechtsnatur der
Trägerschaft (privatrechtlicher Verein resp. Aktiengesellschaft) unterscheiden. Der
Arbeitsweg nach P. wäre für den Beschwerdeführer indessen bedeutend länger. Ob
dem Beschwerdeführer gemäss seiner Auffassung überhaupt ein Anspruch zusteht,
zwischen einem geeigneten und einem angeblich geeigneteren Angebot zu wählen,
erscheint fraglich, kann bei diesem Ergebnis aber offen bleiben. Soweit der
Beschwerdeführer überdies an seinem Standpunkt festhält, ihm sei Gelegenheit zu
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bieten, erste Arbeitserfahrung als Disponent oder Informatiker zu sammeln, ist mit der
Vorinstanz (vgl. E. 6.3.2 des angefochtenen Entscheids, act. 3.1, S. 13-15) davon
auszugehen, dass eine Beschäftigung in den Abteilungen Informatik oder des Q. nicht
geeignet ist für eine Wiedereingliederung in den ersten Arbeitsmarkt. Der
Beschwerdeführer verfügt nicht über die erforderliche Ausbildung oder entsprechende
Berufserfahrung. Er ist in demjenigen Berufsbereich zu fördern, in welchem er
tatsächlich Chancen auf eine Anstellung hat. Die Frage, ob der Beschwerdeführer
Anspruch auf eine vom Sozialamt finanzierte Zweitausbildung hat, bildet sodann nicht
Verfahrensgegenstand (vgl. hierzu Kap. H.6 der SKOS-Richtlinien und der KOS-
Praxishilfe). Darüber ist allenfalls nach der Teilnahme am strittigen
Arbeitsintegrationsprogramm zu befinden.
4.2.2. In Bezug auf die Teilnahme am Bewerbungscoaching ist festzuhalten, dass die
Bewerbungen des Beschwerdeführers in den letzten fünf Jahren erfolglos waren. Zu
den Gründen für die länger anhaltende Erfolglosigkeit ist den Akten nichts zu
entnehmen. Demzufolge ist es erforderlich, im Rahmen eines Bewerbungscoachings
unter anderem zu klären, welche Arbeitsbereiche für den Wiedereinstieg in den ersten
Arbeitsmarkt aussichtsreich sind. Entgegen der Meinung des Beschwerdeführers zielt
das Bewerbungscoaching somit nicht lediglich auf die Optimierung seiner
Bewerbungsschreiben und seines Lebenslaufs ab. Vielmehr soll er im
Bewerbungsprozess umfassend begleitet und gefördert werden (www. ... .ch). Die
Zuteilung des Beschwerdeführers zum Angebot resp. zur Spezialabteilung
Bewerbungscoaching des Q. ist angemessen und zumutbar resp. verhältnismässig im
engeren Sinn (vgl. zutreffende E. 6.3.3 des angefochtenen Entscheids, act. 3.1, S. 15).
4.2.3. Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des
Einsatzprogramms F. des Q. nur in Unternehmen eingesetzt würde, welche keine
Mitarbeiter suchen, bestehen nicht. Wenn der Beschwerdeführer seine persönlichen
Stärken einsetzen wird, besteht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass er via
dieses Einsatzprogramm wieder in sein früheres Berufsfeld einsteigen kann. Zudem
trifft es nicht zu, dass der Beschwerdeführer „gratis“ arbeiten muss. Die
Beschwerdegegnerin kommt für die Kosten des Arbeitsintegrationsprogramms des Q.
auf und richtet dem Beschwerdeführer zusätzlich zur materiellen Grundsicherung von
monatlich CHF 2‘445.80 (act. 9) ab dem zweiten Monat eine Integrationszulage von
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monatlich CHF 300 aus (vgl. Kap. B.1 und C.2 der SKOS-Richtlinien und der KOS-
Praxishilfe). Die Teilnahme am Einsatzprogramm F. ist zumutbar (vgl. zutreffende E.
6.3.4 des angefochtenen Entscheids, act. 3.1, S. 16).
4.2.4. Mittels des Arbeitsintegrationsprogramms des Q. soll der Beschwerdeführer
nach bald fünf Jahren wieder an eine Beschäftigung während des Tages mit einem
sozialen Umfeld sowie an die Aufteilung des Tages in Arbeit und Freizeit herangeführt
werden. Dieser Zweck würde mit einem Teilpensum stark relativiert (vgl. zutreffende E.
6.4 und 6.6 des angefochtenen Entscheids, act. 3.1, S. 16-18). Gründe, welche für ein
Teilzeitpensum sprechen würden, sind nicht ersichtlich. Solche Gründe hat der
Beschwerdeführer auch im Zusammenhang mit dem von ihm im ersten Arbeitsmarkt
offenbar angestrebten Teilzeitpensum nicht dargelegt, obgleich sich seine Chancen auf
eine Wiedereingliederung dadurch reduzieren.
Ferner beanstandet der Beschwerdeführer die Dauer des in Frage stehenden
Arbeitsintegrationsprogramms nicht.
4.3. Nach dem Gesagten kam die Vorinstanz in Erwägung 6.7 des angefochtenen
Entscheids (act. 3.1, S. 18) mit Recht zum Schluss, dass der Beschwerdegegnerin
keine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung vorgeworfen werden kann. Die Teilnahme
des Beschwerdeführers am Arbeitsintegrationsprogramm des Q. in der Abteilung
Lager/Logistik und den Spezialabteilungen Bewerbungscoaching und F. ist
verhältnismässig. Die Beschwerde ist abzuweisen.
5. (...).