# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 43bbe744-c06e-4bab-aeb7-a56bb38b6693
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
80
,
bezieht
seit April 2006
eine ganze Invaliden
rente (Urk.
11/84
).
Die Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt
Y._
richtete ihm nach seiner Anmeldung vom August 2010 (
Urk.
11/10) Zusatzleistungen zur Invalidenrente aus
(Urk.
11/
68-77
).
Im Septem
ber 2016 leitete die Durchführungsstelle eine periodische Überprüfung der Zusatzleistungen ein (Urk. 11/99, Urk. 11/172
, Urk. 11/218
).
Mit Schreiben vom 26.
Oktober 2016 sistierte sie die Zusatzleistungen
wegen Verletzung der Mitwir
kungspflicht
per
1.
November 2016 bis zur Kläru
ng des Sachverhaltes (Urk.
26/177
) und drohte mit Schreiben vom 2
1.
November 2016 unter Ansetzung einer Frist zur Einreichung von Unterlagen die definitive Einstellung der Leistun
gen an (Urk.
11/192
).
Mit
Verfügungen vom 3.
Februar 2017
nahm
die Durchführungsstelle rückwir
kend ab Januar 2011
unter Berücksichtigung
eines reduzierten Mietbetrages und eines Einkommens aus Untermiete eine Neuberechnung der Zusatzleistungen vor
(Urk. 11/219) und
forderte vom Versicherten den Betrag
von Fr. 30'649.--
(Ergänzungsleistungen und Beihilfe)
zurück
(Urk.
11/220
). Ausserdem stellte
sie die Zusatzleistungen per 1.
November 2016 mangels Erfüllung der
Mitwirkungs
pflicht definitiv ein (Urk. 11/221).
Einer dagegen erhobenen Einsprache entzog sie die aufschiebende Wirkung (Urk. 11/220 S. 2
, Urk. 11/221 S. 3
).
Gegen diese Verfügungen
erhob
der
Versicherte mit Schreiben vom
11.
März 2017, ergänzt mit Schrei
ben vom
1
.
Juni 2017
,
je
weils
Einsprache
(Urk. 11/388-389, Urk. 11/397
-398
).
Mit weiterer Verfügung vom 3.
Februar 2017 (betreffend Krankheits- und Behandlungskosten) sprach die Durchführungsstelle dem Versicherten eine einma
lige Vergütung für
die
Kosten
zur Erstellung eines Kostenvoranschlages für eine bevorstehende zahnärztliche Behandlung
zu (
Urk. 11/390/2,
Urk.
2/1 S. 21). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 1
1.
März 2017 Einsprache (
Urk.
11/390
/1
).
1.2
Am 2
8.
Februar 2017 hatte
sich
der Versicherte bei der Stadt
Y._
erneut zum Bezug von
Zusatzleistungen
angemeldet
(Urk.
11/308).
Mit Verfügung vom 19.
Mai 2017
nahm die Durchführungsstelle eine rückwirkende Neuberechnung des Anspruchs des Versicherten auf Zusatzleistungen ab dem
1.
Februar
2017 vor und sprach ihm für die Zeit von Januar 2011 bis
Oktober 2016 und von Februar 2017 bis Mai 2017
eine Nachzahlung von
Fr.
3'017.-- zu. Den aktuellen Anspruch auf Zusatzleistungen
(Ergänzungsleistungen)
ab Februar 2017 setzte sie auf
Fr.
855.--
pro Monat (inklusive
Prämienverbilligung)
fest
(
Urk
.
11/315).
Dagegen erhob der Versicherte am
1
9.
Juni 2017 Einsprache (Urk. 11/399
-400
).
Am 2
9.
November 2017 stellte der
Beschwerdeführer ein Ausstandsbegehren
gege
n
die fallbearbeitende Leiterin der Durchführungsstelle,
Z._
(Urk. 11/402).
Mit Verfügung vom 11.
Dezember 2017
legte die Durchführungsstelle die syste
mische Anpassung der Zusatzleistungen für das Jahr 2018 fest
, womit
der
Anspruch
des Versicherten auf
insgesamt
Fr.
871.-- pro Monat
(
Fr.
416.-- Ergän
zungsleistungen und
Fr.
455.-- Prämienverbilligung) festgelegt wurde (Urk. 11/374). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 1
9.
Januar 2018 Einsprache (Urk. 11/403).
1.3
Mit Einspracheentscheid vom 2
8.
Februar 2018
(
Urk.
2/1
)
wies die Durchfüh
–
rungsstelle die Einsprachen des Versicherten gegen die Verfügungen vom
3.
Feb
ruar 2017
,
vom
19.
Mai 2017
und
vom
1
1.
Dezember 2017 ab
. Ausserdem wies sie das Gesuch um Ausstand der zuständigen Sachbearbeiterin im Sinne der Erwägungen ab. Des Weiteren stellte sie eine rückwirkende Anpassung
des An
spruchs auf
Zusatzleistungen
per 1.
Dezember 2017
fest mit Verweis auf die glei
chentags erlassene und zum integrierenden Bestandteil des Einspracheent
schei
des erklärten Verfügung vom 2
8.
Februar 2018 (Urk. 11/405), mit welcher sie dem Versicherten wegen einer Anpassung an die Wohnverhältnisse
für den Monat Dezember 2017 Zusatzleistungen von Fr. 1'097.-- (Ergänzungsleistung
von
Fr.
658.-- zuzügl
ich Prämienverbilligung von Fr.
439.--) und ab Januar 2018 Zu
satzleistungen von Fr.
1'113
.-- (Ergänzungsleistung von Fr.
658.--
zuzüglich
Prämienverbilligung mit
Direktz
ahlung an
die Krankenversicherung von Fr.
455.-
-)
zusprach.
Einer allfälligen Beschwerde gegen den Entscheid entzog sie die aufschiebende Wirkung
(
Urk.
2/1
S. 29
).
Am
2.
März 2018 verfügte die Durchführungsstelle einen identischen Anspruch auf Zusatzleistungen des Versicherten ab Dezember 2017, wobei sie jedoch die Auszahlungs- und Verrechnungsmodalitäten änderte (
Urk.
11/405a).
2.
Gegen
den Einspracheentscheid vom 28. Februar 2018
erhob
der
Versicherte mit Eingabe vom
1
3.
April 2018
Beschwerde und beantragte,
dieser
sei aufzuheben und
es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm eine neuberechnete Zu
satzleistung ohne Verrechnung
und
unter Anrechnung einer jährlichen Miete von Fr. 13'200.-- auszurichten, es sei festzustellen, dass die Rückerstattungsver
fü
gung vom 3. Februar 2017 betreffend den Betrag von Fr. 30'649.-- formell feh
lerhaft und nicht rechtskräftig sei sowie dass sämtliche gestützt darauf erfolgten Verrechnungen
rechtswidrig seien, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die aufgrund der Rückerstattungsverfügung vom 3. Februar 2017 betreffend den Betrag von Fr. 30'649.-- verrechneten Leistungen zurückzuerstatten; even
tualiter sei der Einspracheentscheid wegen Nichtigkeit aufzuheben und die Sache zum neuen Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
. In prozess
rechtlicher Hinsicht ersuchte der Beschwerdeführer um
Gewährung der unent
geltlichen Prozessführung und Bestellung eines unent
geltlichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsanwalt Suat
Sert. Ausserdem sei die aufschiebende Wir
kung der Beschwerde wiederherzustellen, insbesondere in Bezug auf die Rücker
stattungsforderung
(Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der Beschwerdeantwort vom 12. Juni 2018 auf Abweisung de
r Beschwerde, soweit darauf ein
zutreten sei, und beantragte, es sei für die Zeit ab Fe
bruar 2015 in der ZL-Berechnung kein Mietzins als A
usgabe anzurechnen; eventualiter sei für die Zeit von Februar bis Dezember 2015 eine Mietzinsausgabe von Fr. 5'800.-- an
zurechnen (Urk. 10 S. 6).
Mit
gerichtlicher
Verfügung vom 1
2.
Juli 2018 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers um Bestellung eines unentgeltlichen Rechts
vertreters abgewiesen, nachdem dieser sich zur Frage einer Rechtsschutzversiche
rung trotz Aufforderung zur Stellungnahme (Verfügung vom 1
7.
April 2018, Urk. 5 S. 2) nicht geäussert hatte (
Urk.
13 S. 2; vgl. auch
Urk.
12).
Mit Replik vom 4. Oktober 2018 hielt der Beschwerdeführer an seinen materiellen Rechtsbegehren fest und stellte
die zusätzlichen prozessrechtlichen Anträge, es sei eine öffentliche Verhandlung durchzuführen, anlässlich welcher unter anderem die als Zeugen bezeichneten Personen angehört werden, es sei ein Augenschein in der Wohnung des Beschwerdeführers zu nehmen und die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, sämtliche Unterlagen, Dokumente sowie Daten im Zusammenhang mit der widerrechtlichen Observation aus den Akten zu entfernen
(Urk. 18 S. 2). Die Beschwerdegegnerin nahm dazu keine Stellung (Duplik; Urk. 19).
Mit Eingabe vom 29. Januar 2019 reichte die Beschwerdegegnerin das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.2018.00234, VB 2018.00490, vom 16. Januar 2019 betreffend Sozialhilfe ein (Urk. 21-22) und nach telefonischer Aufforderung durch das Gericht (Urk. 23) mit Eingabe vom 28. Februar 2019 wei
tere Verfahrensakten (Urk. 24-26).
Dazu nahm der Beschwerdeführer mit Eingabe
vom 14. Mai 2019 (Urk. 32) Stel
lung und reichte unter anderem (Urk. 33/1-4)
den Bericht der Sozialberatung der Stadt
Y._
zum Augenschein an dessen Woh
nadresse
vom 28.
März 2019 (Urk.
33/1)
und
den Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 2. April 2019
(Urk. 33/2) ein
, mit welchem die zustän
dige Sachbearbeiterin
Z._
aufgrund Befangenheit (Kontakt- und Annäherungsverbot) in Ausstand trat
und die Zusatzleistungen
mit
Verweis auf die Verfügung vom
2. April 2019
(Urk. 33/3/2
) ab Dezember 2017 unter Berück
sichtigung
eines Einpersonenhaushaltes sowie
ab Januar 2018
ohne Anrechnung eines Untermietertrages festgesetzt wurden
.
Die
Beschwerdegegnerin nahm dazu keine Stellung, reichte dem Gericht indes mit
Eingabe
vom 22. Juli 2019 (
Urk.
37a) die neuen
A
kten des Verwaltungsverfahrens ein (Urk. 38/G22-G25, Urk. 39/580-528).
Dazu nahm der Beschwerdeführer mit Eingabe vom
7.
Oktober 2019 Stellung (
Urk.
45
), was der Beschwerdegegnerin am 1
7.
Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
46).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Mit
dem angefochtenen Einspracheentscheid
vom 2
8.
Februar 2018
(
Urk.
2/1)
, welcher rechtsprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprü
fungsbefugnis bildet (BGE 129 V 4 E. 1.2
mit Hinweisen
; Urteil des Bundesge
richts P 35/04
vom 2
4.
Januar 2005 E.
1
),
wurde
nebst den materiellen Belangen (
Wiedererwägung
des
Anspruch
s
auf Zusatzleistungen rückwirkend ab Januar 2011
, Leistungseinstellung von November 2016 bis
Ende
Januar 2017
,
Rückfor
derung von Fr.
30'649.--,
K
osten
zahnärztlicher Kostenvoranschlag
; vgl. dazu
E.
2
ff.
hernach
)
auch
das
Ausstandsbegehren
des Beschwerdeführers
vom
29. November 2017
bezüglich der
zuständige
n
Sachbearbeiterin
(
Urk.
11/402)
beurteilt
(
Urk.
2/1 S. 26 f. und S. 29)
.
Insofern enthält der angefochtene Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 28. Februar 2018 eine verfahrensleitende Verfügung, gegen welche ohne vorgän
giges Einspracheverfahren direkt die Beschwerde ans Gericht zulässig ist (Art. 52
Abs.
1 und Art. 56
Abs.
1 ATSG).
Auf die Beschwerde ist somit auch diesbezüg
lich einzutreten.
Vorab ist
im Folgenden daher
zu prüfen, ob die
erfolgte
Abweisung des
Aus
standsbegehren
s
des Beschwerdeführers vom
29.
November 2017
(Urk.
11/402)
rechtmässig ist.
1.2
1.2.1
Gemäss
Art.
36
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG)
, welcher
nach
Art
.
1
Abs.
1
des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) auch im Verfahren betreffend Zusatzleistungen gilt,
treten Personen, die Entscheidungen über Rechte und Pflichten zu treffen oder vorzubereiten haben, in Ausstand, wenn sie in der Sache ein persönliches Interesse haben oder aus anderen Gründen in der Sache befangen sein könnten. Praktisch gleichlautend bestimmt
Art.
10
Abs.
1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG) insbesondere, dass Personen, die eine Verfügung zu treffen oder diese vorzubereiten haben, in Ausstand treten, wenn sie in der Sache ein persönliches Interesse haben (lit. a) oder aus anderen Gründen in der Sache befangen sein könnten (lit. d).
Eine de
me
n
t
sprechende kantonale Bestimmung
findet
sich in
§ 5a des Verwal
tungsrechtspflegegesetzes (VRG)
. Danach
treten Personen, die eine Anordnung zu treffen, dabei mitzuwirken oder sie vorzubereiten haben, in den Ausstand, wenn sie in der Sache persönlich befangen erscheinen, insbesondere:
a.
in der Sache ein persönliches Interesse haben;
b.
mit einer Partei in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grade verwandt oder verschwägert oder durch Ehe, Verlobung, eingetragene Part
nerschaft, faktische Lebensgemeinschaft oder Kindesannahme verbunden sind;
c.
Vertreter einer Partei sind oder für eine Partei in der gleichen Sache tätig wa
ren.
§ 5a
VRG wurde in enger Anlehnung an
Art.
10 VwVG formuliert. Dies erlaubt, bei der Auslegung der kantonalen Norm auch die Rechtsprechung und Lehre zur bundesrechtlichen Bestimmung per Analogie heranzuziehen (Kiener in:
Griffel [Hrsg.],
Kommentar VRG,
3.
Auflage 2014,
§
5a Rz 7).
1.2.2
Nach den materiell unverändert von
Art.
58 der alten Bundesverfassung (aBV) in
Art.
30
Abs.
1 BV überführten, ebenfalls in
Art.
6
Ziff.
1 der Europäischen Men
schenrechtskonvention (EMRK) enthaltenen Garantien des verfassungsmässigen Richters hat der Einzelne Anspruch darauf, dass seine Sache von einem unpar
teiischen, unvoreingenommenen und unbefangenen Richter ohne Einwirken sachfremder Umstände entschieden wird. Liegen bei objektiver Betrachtungsweise Gegebenheiten vor, die den Anschein der Befangenheit und der Gefahr der Vor
eingenommenheit zu begründen vermögen, so ist die Garantie verletzt. Dies ist insbesondere der Fall, wenn der Richter durch Äusserungen vor oder während des Prozesses erkennen lässt, dass er sich schon eine Meinung über den Ausgang des
Verfahrens gebildet hat. Befangenheit ist anzunehmen, wenn Umstände vorlie
gen, die geeignet sind, Misstrauen in die Unparteilichkeit eines Richters zu wecken.
Nach der Rechtsprechung zu
Art.
10
Abs.
1 lit. d VwVG können sich bei Beamten und Mitgliedern von nicht politischen Verwaltungsbehörden neben dem Fall des persönlichen Interesses jedoch auch aus weiteren Umständen Ablehnungsgründe ergeben. Allerdings darf bei verwaltungsinternen Verfahren bezüglich der Unbe
fangenheit des instruierenden Beamten nicht der gleiche strenge Massstab wie gemäss
Art.
58 aBV und
Art.
6
Ziff.
1 EMRK für unabhängige richterliche Behör
den zur Anwendung gebracht werden, sodass die Beurteilung der Unabhängigkeit regelmässig weniger streng ausfällt, wenn eine Verwaltungsbehörde entscheidet. Immerhin ist der sich aufdrängende Anschein der Befangenheit jedenfalls zu ver
meiden, selbst wenn für Unbefangenheit und Unparteilichkeit nicht die für ein Gerichtsmitglied geltenden Massstäbe anzuwenden sind (Urteil des Bundesge
richts
I
478/04 vom
5.
Dezember 2006 E. 2.2.1-2.2.2 mit Hinweisen).
1.2.3
Laut dem vorerwähnten Urteil des Bundesgerichts kann diese Rechts
prechung ohne Weiteres auf Art. 36 Abs.
1 ATSG übertragen werden. Denn
Art.
36
Abs.
1 ATSG nennt in erster Linie ebenfalls das persönliche Interesse als Ausstandsgrund und ent
hält dann eine Generalklausel («
aus anderen Gründen in
der Sache befan
gen sein könnten»
), die mit
Art.
10
Abs.
1 lit. d VwVG übereinst
immt,
weshalb die bisherige, unter anderem
zum VwVG ergangene Judikatur massgebend ist (E. 2.2.3).
1.2.4
Nach Art.
36 Abs.
2 ATSG entscheidet über einen strittigen Ausstand die Auf
sichtsbehörde. Handelt es sich um den Ausstand eines Mitgliedes eines Kollegi
ums, so entscheidet das Kollegium unter Ausschluss des betreffenden Mitgliedes.
Art.
36
Abs.
2 ATSG ist
Art.
10
Abs.
2 VwVG nachgebildet. Sinn und Zweck liegt zunächst darin, dass niemand selber über ein gegen ihn gerichtetes Ausstandsge
such entscheiden soll. Besteht eine Behörde, gegen die sich das Ausstandsbegeh
ren richtet, nur aus einer einzigen Person (z.B. dem Vorsteher eines Departements in der Bundesverwaltung), kann sie daher nicht selber darüber befinden. Auf die
sen Fall ist die Regel zugeschnitten, wonach die Aufsichtsbehörde über den Aus
stand entscheidet. Besteht die Behörde hingegen
- wie regelmässig in der Verwal
tung -
aus mehreren Personen, kann sie unter Ausschluss des betreffenden Mit
glieds entscheiden (
Art.
10
Abs.
2 zweiter Satzteil VwVG;
Art.
36
Abs.
2 Satz 2 ATSG
). Unter «Aufsichtsbehörde»
ist
somit
die übergeordnete Stelle innerhalb eines Versicherungsträgers zu verstehen, nicht die Aufsichtsbehörde im Sinne von
Art.
76 ATSG
. Der Entscheid über die
Ausstandspflicht ist ein Entscheid der betreffenden Verwaltungsbehörde und kann mit den ordentlichen Rechtsmitteln angefochten werden (
Art.
45
Abs.
2 lit. b VwVG). Dasselbe gilt im Rahmen von
Art.
36
Abs.
2 ATSG
(
Urteil des Bundesgerichts U 302/05 vom 30. August 2006 E. 3.2
mit Hinweisen
).
Wird das Ausstandsbegehren im
Rechtsmittelverfahren vorgebracht, ist
- entge
gen dem Wortlaut von
Art.
36
Abs.
2 ATSG -
die Rechtsmittelinstanz
für die
Beurteilung
zuständig.
Denn dabei handelt es sich um eine im Rechtsmittelver
fahren zulässigerweise vorgebrachte und deshalb dort zu beurteilende Rüge. Damit kommt
Art.
36
Abs.
2 ATSG von vorneherein nur zum Tragen, wenn das Ausstandsbegehren vor dem Zeitpunkt des Erlasses des durch Einlegung des Rechtsmittels anzufechtenden Entscheides gestellt wird (Kieser, ATSG-Kommentar, 3. Aufl. 2015, Art. 36 Rz 22 f.).
1.3
1.3
.1
Der Beschwerdeführer
führte zu seinem
Ausstandsbegehren gegen die zuständige Sachbearbeiterin im Verwaltungsverfahren
aus
, dass
in Bezug auf die Abklärung und Behandlung der hängigen Einsprachen von
deren
Unwillen
, sein Dossier wei
ter zu bearbeiten,
auszugehen
sei
, nachdem sie gegen ihn Anzeige wegen Beschimpfung etc. und Klage wegen Persönlichkeitsverletzungen eingereicht habe sowie gegen ihn einstweilen ein Kontakt- und Rayonverbot erwirkt habe. Dies umso mehr, als sie anlässlich der Einvernahme als Auskunftspe
rson und Privatklägerin vom 31.
Mai 2017 auf die Ergänzungsfragen des Verteidigers hin gegenüber dem Staatsanwalt sich dahingehend geäussert habe, dass sie versucht habe, das Dossier abzugeben, weil sie sich im Verlaufe des Oktobers absolut nicht mehr wohlgefühlt habe und dieser berufliche Eklat auch ihr Privatleben ein
schränke. Damit
seien die Voraussetzungen für den Ausstand wegen Befangen
heit gemäss Art.
36
ATG
und
§
5a
VRG
erfüllt. Der Vollständigkeit halber sei anzufügen, dass er handschriftlich bereits im Dezember 2016 (Urk. 11/194) ein Ausstandsbegehren gestellt habe
(
Urk.
11/402).
1.
3
.2
Im angefochtenen Entscheid wurde die Abweisung des Ausstandsgesuches damit begründet,
der Beschwerdeführer habe die zuständige Sachbearbeiterin
(Leiterin des Amtes für Zusatzleistungen)
über Monate hinweg
massi
v beschimpft, belei
digt und bedroht, was zu einem Rayon- und Kontaktverbot des Bezirksgerichts
Y._
(superprovisorische Verfügung vom
5.
Mai 2017 und Verfügung vom 6.
Juni 2017) und zu einer Verurteilung durch die Staatsanwaltschaft I des Kan
tons Zürich mit Strafbefehl vom 3
0.
Juni 2017 wegen mehrfachen Vergehen geführt habe.
Dies habe ihn indes nicht davon abgehalten, mit seinem dissozialen Verhalten aufzuhören,
wovon auch andere Personen betroffen gewesen seien. D
ie vorliegende Situation
respektive den Sachverhalt
habe der Beschwerdeführer selbstverschuldet. Es bestehe in rechtlicher Hinsicht kein Ausstandsgrund und die Voraussetzungen von
Art.
36 Ab. 1 ATSG seien nicht erfüllt. Die zuständige Sachbearbeiterin habe weder
ein persönliches Interesse
,
noch sei sie aus anderen Gründen befangen. Ihr Interesse sei, dass der Beschwerdeführer sich menschlich und respektvoll gegenüber dem Amt für Zusatzleistungen verhalte, so dass die Zusammenarbeit kooperativ ablaufen
könne. Ferner habe der Beschwerdeführer das gesamte Team des Amtes für Zusatzleistungen mit seinem renitenten und dissozialen Verhalten eingeschüchtert, so dass keiner der Mitarbeitenden die Fall
bearbeitung in Sachen des Beschwerdeführers übernehmen wolle, weshalb die Fallbearbeitung bei der Leitung verblei
be. Ausserdem würden Einsprache
- und Beschwerdeverfahren mehrheitlich durch die Leiterin des Amtes erfolgen. Das Ausstandsbegehren sei be
fremdlich und es könne ihm nicht stattgegeben werden (Urk. 2/1 S. 26 f.).
1.3
.3
Der Beschwerdeführer
wendet
dagegen ein,
schon allein der Umstand, dass das Ausstandsbegehren nicht umgehend selbständig behandelt und mittels Verfü
gung entschieden worden sei, sondern erst
zusammen
mit dem Einspracheent
scheid stelle einen Rechtsverstoss dar. Beim Entscheid über das Ausstandsbegeh
ren handle es sich um einen verfahrensleitenden Zwischenentscheid, den die zu
ständige Behörde mit Verfügung entscheiden müsse. Zu rügen sei auch, dass die betreffende Amtsperson
trotz des Zitates im Einspracheentscheid von Art. 13
Abs.
2 ATSG eigenmächtig
über das Ausstandsbegehren entschieden habe
. Dadurch werde der selbstverständliche verfassungsgemässe Grundsatz
im Sinne von
Art.
29 der Bundesverfassung (BV) verletzt, wonach niemand beim Entscheid über den eigenen Ausstand mitwirken dürfe. Aus diesen Gründen sei der Ein
spracheentscheid nichtig.
Zur Begründung im Einspracheentscheid sei bemerken, dass daraus unmissverständlich hervorgehe, dass die betreffende Sachbearbeite
rin sich selbst bei Vorliegen der Ausstandsgründe verpflichtet sehe, das Dossier und die Einsprache weiter zu betreuen und Entscheide zu fällen, mit der Begrün
dung, dies habe er hinzunehmen, weil er es selbst verschuldet habe
(Urk. 1 S. 5
, Urk. 18 S. 4
).
1.
3
.4
Mit Einspracheentscheid
vom 2.
April 2019
wurde dem
Ausstandsbegehren des Beschwerdeführers gegen
Z._
vom 17
.
April 2018
und vom 9.
Januar 2019
(Einsprache, Urk. 39/553a Anhang
Urk.
39/552, 39/551
)
stattge
geben
(Urk. 33/2
S. 2
f. und S.
7
).
1.
4
1.4
.1
Die Sache des Beschwerdeführers wurde mit Entscheid vom
2.
April 2019, unter
zeichnet von der Leiterin Sozialabteilung
A._
, hinsichtlich zukünfti
ger Behandlung auf eine andere Person umgeteilt, dies geschah gemäss den Akten auf Anweisung eines Vorgesetzten (
Urk.
39/551, 39/552), weshalb, entgegen der gewählten Formulierung im Entscheid, nicht von einer Ausstandserklärung der Sachbearbeiterin gesprochen werden kann, die auf eine tatsächliche subjektive Befangenheit schliessen lassen müsste (vgl.
Urk.
39/553a).
D
as
Gericht ist an
diesen
Entscheid vom 2. April 2019
(Urk.
33/2 S. 7) nicht gebunden.
Es ist
in Bezug auf
die Rechtsbeständigkeit des
hier zu
beurteilenden Einspracheentscheid
es
vom 28.
Februar 2018
(Urk. 2
)
w
eiterhin
vorfrageweise
zu
prüfen
, ob
die
verfügte
Abweisung des
Ausstandsbegehren
s
des Beschwerdefüh
rers vom
29. November 2017 (Urk. 11/402)
aufgrund der damaligen Sachlage
r
echtmässig
war
.
1.4.2
In formeller Hinsicht
ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht zu beanstanden, dass
über
sein Ausstandsbegehren vom
29. November 2017 (Urk. 11/402)
zusammen
mit dem Einspracheentscheid
vom 28. Februar 2018 (Urk. 2)
entscheiden wurde.
Denn das Ausstandsbegehren erfolgte
im Einsprache
verfahren und
durfte
damit als Rüge im Rechtsmittelverfahren
behandelt werden
(
vgl. E. 1.2.4 hiervor
; vgl. auch BGE 132 V 376 E. 2.7
)
.
Die
Dauer der Erledigung des Gesuches von knapp drei Monaten bis zum Ent
scheid ist nicht übermässig lang und hat jedenfalls keine Auswirkung auf die Rechtsgültigkeit des angefochtenen Einspra
cheentscheides, auch wenn es
aus verfahrensökonomischen Gründen und
aus Gründen der Verfahrensfairness
grundsätzlich zu begrüssen
sowie
zulässig wäre
,
über substanziiert vorgetragene gesetzliche Ausstandsgründe
mit separater prozessleitender Zwischenverfügung
umgehend
vorab
zu entscheiden
.
Andernfalls läuft die anordnende Behörde Gefahr, dass ihr Sachentscheid in einem anschliessenden Rechtsmittelverfahren wegen der Verletzung von Ausstandsgründen als Ganzes aufgehoben wird
.
Ein umgehender Entscheid mit
separater prozessleitender Zwischenverfügung
würde
zudem
zugleich der Obliegenheit der Verfahrensbeteiligten Rechnung
tragen
, Ausstandsgründe zu rügen, sobald
sie von diesen Kenntnis haben
(BGE 132 V 376 E. 2.7
mit Hinweis
; vgl.
dazu auch E.
1.5.4 hernach
).
Diese
verfahrensrecht
lichen Überlegungen
führen indes nicht
bereits
zur Rechtswidrigkeit des ange
fochtenen Einspracheentscheid
(Urk. 2/1)
.
Des Weiteren ist es grundsätzlich zulässig und führt regelmässig nicht zur Auf
hebung eines Einspracheentscheides, wenn dieselbe Person am Einspracheent
scheid mitwirkt, welche bereits
die diesem zugrundeliegen
de
(n)
Verfügung
(en)
erstellt hat (Kieser, a.a.O.,
Art.
52 Rz 21 ff.).
1.4.3
B
ei dieser Ausgangslage
führt
auch
d
er
gerügte
Umstand, dass dieselbe Sachbe
arbeiterin den
angefochtenen
Einspracheentscheid verfasste,
auf
welche
sich
das Ausstandsbegehren
vom
29. November 2017
(Urk. 11/402)
bezog
,
nicht
bereits
zu dessen
Nichtigkeit
.
Hierzu bedürfte es einer besonders schwerwiegenden Ver
letzung der Ausstandspflicht, die hier nicht gegeben ist (vgl. dazu
in materieller Hinsicht
E.
1.
5 hernach).
Zudem kommt Art.
36
Abs.
2 ATSG
im Rechtsmittelverfahren
nicht zum Tragen (vgl. E. 1.2.4 hiervor) und die Beurteilung eines Ausstandsbegehrens
hat
recht
sprechungsgemäss nicht in jedem Fall ohne die abgelehnte Person zu erfolgen
(vgl. bei von vornherein untauglichen Ausstandsgründen
:
Urteile des Bundesge
richts 9C_750/2018 vom 13. November 2018, 9C_900/2017 vom 27. März 2018 E. 1.2.1, 8C_102/2011 vom 27. April 2011 E. 2.2, je mit Hinweisen
; vgl. auch BGE
122 II 471 E. 3a mit Hinweis auf BGE 114 Ia 278 E. 1 und BGE 105 Ib 301 E. 1c
; BGE 114 Ia 153 E.
3a
/bb
).
Soweit
die Beschwerdegegnerin mit dem angefochtenen Einspracheentscheid
gegen
den Grundsatz
verstossen hat
, dass
zufolge eigener Betroffenheit
niemand, gegen den ein Ausstandsgesuch gerichtet ist, darüber selber entscheiden
soll
(
BGE
122
II 471 E. 3a, Urteil des Bundesgerichts 8
C_555/2007, 8C_556/2007 vom 31.
Juli 2008 E. 6.2)
,
ist dies
ferner
angesichts der vollen Kognition dieses Gerichts sowie aus prozessökonomischen Gründen als
geheilt
zu beurteilen (vgl. BGE
114 Ia 153 E. 3b/bb).
Mithin ist die
Aufhebung des
Entscheides über das Ausstandsbegehren und des
gesamten angefochtenen Einspracheentscheides
vom 2
8.
Februar 2018
(
Urk.
2/1)
aufgrund
der
Verfahrensverletzung
unter Würdigung der gesamten Umstände
nicht gerechtfertigt.
1.5
1.5.1
Dies gilt insbesondere auch
mit Blick auf
die geltend gemachten Ausstandsgründe gemäss dem Ausstandsbegehren vom
29. November 2017 (Urk. 11/402)
, wie sich aus dem Folgenden ergibt
. Dies
e
sind
nach der Sachlage zu
beurteilen
, wie sie bis zum Einspracheentscheid vom 2
8.
Februar 2018 (
Urk.
2/1) vorgelegen hatten
.
Zur
Annahme eines Ausstandsgrundes
ist
vorausgesetzt, dass objektiv bestimm
bare Umstände vorliegen, welche darauf schliessen lassen, dass eine Vorbefas
sung der zuständigen Sachbearbeiterin in der Sache bestand und der Ausgang des Einspracheverfahrens daher nicht mehr offen war
. Es müssen mithin Gege
benheiten vorliegen, die den Anschein der Befangenheit und der Gefahr der Vor
eingenommenheit zu begründen vermögen
(
vgl. BGE 126 I 68 E. 3a;
Urteil
e
des Bundesgerichts 9C_900/2017
vom 27.
März 2018 E. 1.2.2
und 8C_555/2007, 8C_556/2007 vom 3
1.
Juli 2008 E. 6.1
.1
, je
mit Hinweisen
; Kieser, a.a.O.,
Art. 36 Rz
17
). Da das Einspracheverfahren zur nachträglichen verwaltungsinternen Rechtspflege gehört, gilt hierbei kein strenger Massstab (Urteil des Bundesgerichts I 478/04 vom
5.
Dezember
2006 E.
2.2.1-2.2.2; vgl. auch Kieser, a.a.O.,
Art.
52 Rz 5).
1.5.2
Die in
Art.
36
Abs.
1 ATSG respektive
Art.
10
Abs.
1 VwVG und § 5a VRG namentlich genannten Ausstandsgründe (persönliches Interesse in der Sache,
per
sönliche Beziehungen,
Verwandtschafts- oder Vertretungsverhältnis) liegen unstrittig nicht vor.
Aus
den vom Beschwerdeführer angeführten Anzeigen
gegen ihn
wegen Beschimpfung etc. und Klage
betreffend Persönlichkeitsschutz
mit
Kontakt- und Rayonverbot lässt sich
ebenfalls
keine Ausstandspflicht der betreffenden Sachbe
arbeiterin ableiten.
Strafanzeigen
und das Ergreifen rechtlicher Behelfe
durch ein Mitglied einer
B
ehörde
gegen einen
Rechtssuchenden
können zwar
unter Umständen
dazu geeignet sein, eine Ausstandspflicht zu begründen
, insbesondere wenn der Konflikt eine persönliche Wendung nimmt
(vgl. dazu
BGE
134 I 20 E. 4.3.2
).
Hier war
dies indes ni
cht der Fall, wie sich aus dem Folgenden ergibt.
In strafrechtlicher Hinsicht
wurde der
Beschwerdeführer
g
emäss dem Strafbefehl
vom 30.
Juni 2017
(Urk.
11/G15)
-
nebst den Verurteilungen
in Bezug auf
mehr
fache
Vergehen gegen weitere Personen von verschiedenen Behörden
- wegen Verleumdung, Beschimpfung, versuchte
r
Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte sowie wegen mehrfachen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage
gegen
über der zuständigen Sachbearbeiterin
(Geschädigte)
verurteilt.
Diese Verurtei
lungen betraf
en
das Verhalten des
Beschwerdeführers in der Zeit von Oktober bis Dezember 2016 und vom 29. September bis
30.
Oktober 2017
(Urk.
11/G15 S. 5
f.)
, mithin vor und während des Einspracheverfahrens sowie
auch
unmittel
bar vor dem Ausstandsbegehren vom
29. November 2017 (Urk. 11/402).
Mit wei
terem
Strafbefehl v
om
2
0.
April 2018 (
Urk.
11/G19)
wurde der
Beschwerdeführer ausserdem
aufgrund seiner E-Mail vom 2
7.
September 2017
, versandt
unter anderem
an die
zuständige
Sachbearbeiterin
,
wegen Verleumdung und Ungehor
sam gegen amtliche Verfügungen ver
urteilt (Urk.
11/G19 S. 8 f.).
Das Verhalten des Beschwerdeführers war somit
mehrfach und nicht nur gegenüber der betref
fenden Sachbearbeiterin
strafrechtlich rele
vant. D
ie Strafanzeigen der zuständi
gen Sachbearbeiterin
und ZL-Amtsleiterin waren
nicht grundlos oder schikanös, sondern
geboten.
In diesem Zusammenhang steht auch das vom Bezirk
s
g
ericht
Y._
am 5.
Mai 2
017 superprovisorisch und am 6.
Juni 2017
gegen den Beschwerdeführer in Bezug auf die gesamte Stadtverwaltung
Y._
vorsorglich erlassene Rayon- und Kontaktverbot (
Urk.
11/G17-18).
Dieses wurde
auf
Gesuch um Schutzmass
nahmen unter anderem von der betreffenden
ZL-Amtsleiterin
hin ebenfalls zufolge des unangebrachten
, sich zusehends steigernden und
teils strafrechtlich relevanten Verhaltens des Beschwerdeführers
verfügt (Urk. 11/
G17 S. 7 ff., Urk. 11/G1
8 S. 4), nachdem das für das ganze Stadthaus am 23. November 2016
vorsorglich
und am 1
8.
Dezember 2017
definitiv
erteilte Hausverbot (
Urk.
11/G6-7) keine Wirkung gezeigt hatte.
Gemäss dem mittlerweile ergangene
n
Urteil des Bezirks
gerichts
Y._
vom 2
9.
März 2019 wurden die Klage der ZL-Amtsle
iterin und
eines weiteren Behörde
n
mitglieds
betreffend Persönlichkeits
schutz teilweise gutgeheissen, indem eine detaillierte Regelung zum Kontakt- und Ra
yon
verbot angeordnet wurde (
Urk.
11/G25 S. 28
f.).
Auch die diesbezügliche Klage
betreffend
Persönlichkeits
schutz
der zuständigen Sachbearbeiterin und ZL-Amtsleiterin war
mithin
direkte Folge des einschlägigen Verhaltens des Beschwerdeführers und sachlich begründet.
Ausser den Schutzmassnahmen
für diese Amtspersonen
wurden zudem keine zivilrechtlichen Forderungen gestellt.
Die Strafanzeigen und Klage auf Persönlichkeitsschutz der betreffenden Sachbe
arbeiterin und ZL-Amtsleiterin erfolgten somit aufgrund eines regelmässig erheb
lich unangebrachten und teils strafrechtlich relevanten Verhaltens des
Beschwer
deführer
s über eine längere Zeit im Kontakt mit den Behörden (Urk. 11/100-171, Urk. 11/173-175, Urk. 11/180-191, Urk. 11/195-217, Urk. 11/261, Urk. 11/271
, Urk. 38/G25 S. 11 ff.
), wobei auch mehrere
andere Behörde
n
mitglieder von des
sen notorischen Verhalten direkt und indirekt betroffen waren (vgl. etwa Urk. 11/199, Urk. 11/267). Die
Strafanzeigen
der Sachbearbeiterin waren zudem nicht verbunden mit Zivilanträgen auf Genugtuung; weiter wurde die zivilrecht
liche Klage
nicht allein, sondern
zusammen mit einem weiteren Behörde
n
mitglied eingereicht und betraf Schutzmassnahmen
ohne sonstige Zivilforderungen
(Urk. 11
/G17-18
, Urk. 38/G25 S. 2 f.). Auch ein vorgängiger und im Verlauf auf
getretener privater Streit ist nicht
auszumachen. Die Anzeigen und Massnahmen erfolgten insbesondere in Erfüllung der Verantwortung als
ZL-Amtsleiterin und nach Rücksprache mit der Rechtsabteilung
sowie
anderen Behörde
n
mitgliedern der Beschwerdegegnerin.
Dies
zeigt sich auch darin, dass
die
Zuständigkeit für die Bearbeitung der ZL-Leistungsbegehren des
Beschwerdeführer
s zunächst bei einer anderen Sachbearbeiterin
lag
und wegen verschiedener Probleme an sie in ihrer Funktion als ZL-Amtsleiterin intern umgeteilt
wurde
(
Urk. 2 S. 27, Urk. 11/78
, Urk. 11/338 S. 3
).
Bei dieser Sachlage ist ein Anschein der Befangenheit zu verneinen.
Soweit sich der Beschwerdeführer zur Begründung seines Ausstandsbegehrens auf die von
Seiten der betreffenden
Sachbearbeiterin ergriffenen Rechtsbehelfe
beruft
,
nach
dem er diese durch sein Verhalten selbst
schuldhaft
veranlasst hat
te
,
widerspricht sein Gesuch
zudem
Treu und Glauben
(vgl. dazu BGE 143 V 66 E. 4.3 mit Hin
weisen)
und verdient schon daher keinen Rechtsschutz.
1.5.3
Was
die weitere Begründung des beschwerdeführerischen
Ausstandsbegehrens
vom 2
9.
November 2017 betrifft
,
sind mit dieser
keine Gegebenheiten
aufgeführt
,
die bei objektiver Betrachtung den Anschein der
persönlichen
Befangenheit und Voreingenommenheit
der zuständigen Sachbearbeiterin
erwecken.
Namentlich
ist sein
Einwand, es sei insbesondere wegen ihrer Auss
agen in der Einvernahme vom 31.
Mai 2017 von einem Unwillen der zuständigen Sachbear
beiterin auszugehen, sein Dossier weiter zu bearbe
iten (Urk.
11/
402
)
, nicht
ziel
führend
.
Denn ein von eine
m
Verwaltungsangestellten zum Ausdruck gebrachter offensichtlicher Unwille, das betreffende Dossier zu bearbeiten,
genügt
ohne objektive Hinweise auf den Anschein der
persönlichen
Befangenheit in der Sache
nicht, um
dessen
Ausstandspflicht zu begründen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
I 478/04 vom 5. Dezember 2006 E. 2.2.4;
Kieser, a.a.O., Art.
36 Rz 15).
Hier hat die zuständige Sachbearbeiterin bei der Einvernahme
als Auskunftsper
son (Privatklägerin) durch die Staatsanwaltschaft I des Kantons Zürich
vom 31. Mai 2017
die folgenden Antworten auf die folgenden Ergänzungsfragen des Verteidigers des Beschwerdeführers
gegeben
:
«
Haben Sie im Rahmen dieser Ab
wicklung, die Sie geschildert haben, einmal versuch
t, das Dossier
X._
abzuge
ben?» «
Ja. Es ist aber so, dass niemand dieses Dossier will, weil alle über die Aktenlage und diese Beschimpfungen informiert sind.
» «
Aus welchem Grund haben Sie vers
ucht, dieses Dossier abzugeben?»
«
Weil ich mich im Verlaufe des Oktobers, wie bereits erwähnt,
absolut nicht mehr wohlfühlte und dass dieser berufliche Eklat auc
h mein Privatleben einschränkt.»
(Urk.
1
1
/338 S. 6).
Diese Antworten stellen keine Gegebenheit dar, die
(
aus objektiver Sicht
)
den Anschein der persönlichen Befangenheit in der Sache
zu
begründen
vermögen
. Denn die
Erklärung, dass sie
das Dossier wegen des beruflichen Eklat
s
mit Einfluss auch auf ihr Privatleben lieber abgegeben hätte,
ist aufgrund des
- wie hiervor ausgeführt (E. 1.5.2) -
langewährend
en
und weitreichend
unangebrachten Ver
haltens des Beschwerdeführers nicht nur verständlich, sondern
erfolgte
ausser
dem
im Kontext der straf- und zivilrechtlichen Ermittlungen gegen den
Beschwerdeführer
und ist dadurch begründet.
Die Sachbearbeiterin hat dazu äussere Umstände
, Tatsachen
und innere Wahrnehmungen
wiedergegeben
.
Den
Antworten
sind weder ein
Bezug zu Art und Inhalt der Dossier
-
und
Entscheid
bearbeitung
,
noch
Hinweise auf sachlich nicht begründete,
bewerte
nde Ansichten oder
persönliche Vorbehalte
zu entnehmen
.
Sämtliche weiteren Ausführungen des Beschwerdeführers führen zu keiner ande
ren Betrachtungsweise.
1.5.4
Im Übrigen
müssen Ausstandsgründe n
ach der bundesgerichtlichen Rechtspre
chung unverzüglich nach Kenntnis geltend gemacht werden, ansonsten sie als verwirkt gelten (BGE 140 I 271 E. 8.4.3 mit Hinweisen); eine Ausnahme wird nur bei offensichtlichen Befangenheitsg
ründen gemacht (BGE 134 I 20 E.
4.3.2
).
Es verstösst gegen Treu und Glauben, Einwände dieser Art erst im Rechtsmittelver
fahren vorzubringen, wenn der Mangel schon vorher hätte festgestellt und gerügt werden können (BGE 132 II 485 E. 4.3
, 143 V 66 E. 4.3,
je
mit Hinweisen
;
Urteil
e
des Bundesgerichts 1C_164/2018 vom 1
0.
Juli 2018 E. 1.5
und 9C_161/2019 vom 2
8.
Juni 2019 E. 5.4.1
).
Der
Beschwerdeführer
hat die Ausstandsgründe erst mit Schreiben vom 29. No
vember 2017
vorgebracht
(Urk. 11/402)
, obschon die Sachverhalte, auf welche er sich darin bezog (
Einvernahme vom 31. Ma
i 2017,
Urk. 11/338;
Straf
anzeigen
mit Strafbefehl vom 3
0.
Juni 2017, Urk. 11/G15,
und zivilrechtliche Klage
betref
fend Persönlichkeitsschutz mit superprovisorischer Verfügung vom
5.
Mai 2017
,
Urk. 11/18
), bereits
eingetreten und ihm bekannt waren
, als er die Einsprache vom
19.
Juni 2017
gegen die Verfügung vom
19. Mai 2017 (Urk.
11/315)
verfasst hatte, mithin erst Monate nach Kenntnis derselben. Das Ausstandsbegehren vom
29. November 2017 war damit verspätet
, zumal keine offensichtlichen
, von Amtes wegen zu berücksichtigenden
Befangenheitsgründe vorlagen.
1.5.5
Daran
vermag
auch das undatierte Schreiben des Beschwerdeführers (Eingang bei der Beschwerdegegnerin am 1
2.
Dezember 2016, Urk. 11/194) nichts
zu ändern
. Dieses besteht aus handschriftlich verfassten, weitgehend nicht lesbaren Anmer
kungen auf dem Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 21.
November 2016, mit welchem diese den Beschwerdeführer aufgefordert hatte, weitere Unterlagen ein
zureichen. Am Schluss seiner Anmerkungen erklärte der Beschwerdeführer, er verlange den Ausstand von
Z._
, wobei die Begründung - soweit lesbar - sich auf
das Wort Nötigungen bezog (Urk.
11/194 S. 2).
Zum einen wurde damit ein anderer Ausstandsgrund geltend gemacht und ein anderer Sachverhalt gerügt, als dies mit Schreiben vom 29. November 201
7
der Fall war. Zum anderen ist d
er damit geltend gemachte Ausstandsgrund der Nöti
gung im Zusammenhang mit der Aufforderung zur Einreichung von weiteren Unterlagen von vorneherein untauglich, so dass auf das Gesuch nicht einzutreten gewesen wäre (vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_750/2018 vom 13. November 2018, 9C_900/2017 vom 27. März 2018 E. 1.2.1, 8C_102/2011 vom 27. April
2011 E. 2.2, je mit Hinweisen). Der
hier zu beurteilende
Einspracheentscheid
vom 28.
Februar 2018
(Urk. 2/1)
wird
dadurch
nicht tangiert
.
1.6
Na
ch dem Gesagten
ist
somit
nicht zu beanstanden
, dass die Beschwerdegegnerin das Ausstandsbegehren des Beschwerde
führers vom 29.
November 2017 betref
fend
Z._
(
Urk.
11/402)
abgewiesen hat. D
er angefochtene Ein
spracheentscheid vom 2
8.
Februar 2018
ist
aufgrund dieses Entscheides weder nichtig noch aufzuheben. Die Beschwerde ist insofern folglich abzuweisen.
Im Folgenden
ist der übrige Regelungs- und Anfechtungsgegenstand
des Ein
spracheentscheid
s
vom 28. Februar 2018 zu prüfen
(
Neuberechnung
des An
spruchs auf
Zusatzleistungen rückwirkend ab Januar 2011, Leistungseinstel
lung von November 2016 bis Ende Januar 2017,
Rückforderung von Fr. 30'649.--
,
Kosten
zahnärztlicher Kostenvoranschlag
; Urk. 2/1 S. 29).
2.
2.1
Der Bund und die Kantone gewähren Person
en, welche die gesetzlichen Vor
aus
setzungen nach Art. 4-6 des seit dem
1. Januar 2008 gültigen Bundesgesetzes über Ergän
zungsleistungen zur Alters-
, Hinterlassenen- und Invalidenversi
che
rung vom 6. Oktober
2006 (ELG) erfüllen, Zusatzleistungen
zur Deckung ihres Existenzbedarfs,
bestehend aus
bundesrechtlichen
Ergänzungs
leistungen,
kanto
nalen
Beihilfen und
Zuschüssen
der Gemeinde
(Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 Abs. 1 des kant
onalen Gesetzes über die Zusatzleistungen zur eidgenös
sischen Alters-
, Hinterlassenen- und Invaliden
versicherung, ZLG).
2
.2
Die Ergänzungsleistungen
(EL)
bestehen aus der jährlichen
Ergänzungsleistung, wel
che monatlich ausbezahlt wird (Art. 3 Abs. 1 l
it. a ELG), sowie aus der Vergü
tung von Krankheits- und Behinderungskosten (Art. 3 Abs. 1 lit. b ELG). Die jähr
liche Ergänzungsleistung hat dem Betrag
zu entsprechen, um den die aner
kann
ten
Ausgaben
die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
Ergänzungsleistungen werden ausgerichtet, um Bezügerinnen und Bezügern von Renten der Alters- und Hinterlassenen- oder der Invalidenversicherung das Exis
tenzminimum zu gewährleisten, ohne dass die Versicherten Sozialhilfe beziehen müssen; mit ihnen soll der Grundbedarf gedeckt werden. Dabei besteht kein Anspruch auf volle Vergütung aller effektiv anfallenden Auslagen (Urteil des Bundesgerichts 9C_787/2011 vom 20. April 2012 E. 4.2).
2
.3
2
.3.1
Der Mietzins einer Wohnung und die damit zusammenhängenden Nebenkosten werden bei alleinstehenden Personen gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. b ELG bis zu einem jährlichen Höchstbetrag von Fr. 13'200.-- (Ziff. 1) als Ausgaben aner
kannt
. Wird eine Schlussabrechnung für die Nebenkosten erstellt
,
ist
weder eine Nach- noch eine Rückzahlung zu berücksichtigen.
2
.3.2
Werden Wohnungen oder Einfamilienhäuser auch von Personen bewohnt, welche nicht in die EL-Berechnung eingeschlossen sind, dann ist der Mietzins auf die einzelnen Personen aufzuteilen. Die Mietzinsanteile der Personen, welche nicht in die EL-Berechnung eingeschlossen sind, werden bei der Berechnung der jähr
lichen Ergänzungsleistung ausser Betracht gelassen. Die Aufteilung hat grund
sätzlich zu gleich
en Teilen zu erfolgen (Art. 16c Verordnung über die Ergän
zungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
ELV). Unter diese Regelung fallen auch die mit dem Mietzins der Wohnung oder des Einfamilienhauses zusammenhängenden Nebenkosten nach Art. 10 Abs. 1 lit. b erster Satz ELG (vgl. BGE 127 V 10 E. 6b zum gleichlautenden Art. 3b Abs. 1 lit. b erster Satz des bis Ende 2007 gültig gewesenen ELG vom 19. März 1965). Ein Abweichen von dieser Grundregel, welche die indirekte Mitfinanzierung von Personen, die nicht in die Ergänzungsleistungsrechnung eingeschlossen sind, ver
hindert, ist nur in engen Grenzen zugelassen. So vor allem wenn die Aufteilung des Gesamtmietzinses nach
Köpfen im Einzelfall zu einem stossenden Ergebnis führen würde (BGE 127 V 10 E. 5d
, 142 V 299 E. 3.2.1-2
; AHI 1998 S. 34; vgl.
auch Carigiet/Koch, Ergänzungsleistun
gen zur AHV/IV, 2. Auflage, Zürich Basel Genf 2009, S. 139
). Nach der Rechtsprechung setzt die Aufteilung des Mietzinses nicht voraus, dass die Wohnung oder das Einfamilienhaus gemeinsam gemietet
ist
und
sich die Mitbewohner am Mietzins beteiligen; vielmehr genügt im Sinne des massgeblichen Anknüpfungspunktes das gemeinsame Bewohnen (
BGE 127 V 10 E. 6b, 142 V 299 E. 3.2
).
2.3.3
Als Ausgabe anerkannt wird nach
Art.
10
Abs.
3 lit. d ELG bei allen Versicherten auch ein jährlicher Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpflegeversiche
rung. Der Pauschalbetrag hat der kantonalen beziehungsweise regionalen Durch
schnittsprämie für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (inkl. Unfallde
ckung) zu entsprechen.
Nach
Art.
21a ELG, der seit dem
1.
Januar 2012 in Kraft ist, aber gemäss der Schlussbestimmung zur Änderung vom 1
9.
März 2010 (in Verbindung mit
Art.
65
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung, KVG, und
Abs.
3 der Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 1
9.
März 2010) von den Kantonen erst per
1.
Januar 2014 umzusetzen war, ist der jährliche Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung nach
Art.
10
Abs.
3 lit. d ELG in Ab
weichung von
Art.
20 ATSG direkt dem Krankenversicherer auszuzahlen.
2
.3.4
Als Einnahmen werden gemäss
Art.
11
Abs.
1 lit. b ELG unter anderem Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen angerechnet, wozu auch das Einkommen aus Untermiete zählt (vgl.
Art.
12 ELV).
Ferner werden Einkünfte und Vermögenswerte, auf die verzichtet worden ist, als Einnahmen angerechnet (
Art.
11
Abs.
1 lit. g ELG).
Eine Verzichtshandlung im Sinne von
Art.
11
Abs.
1 lit. g ELG liegt vor, wenn die versicherte Person ohne rechtliche Verpflichtung und ohne adäquate Gegenleistung auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Ein
künfte und Vermögenswerte hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch macht oder ihre Rechte nicht durchsetzt, oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden Grün
den von der Ausübung einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (BGE 134 I 65 E. 3.2, 140 V 267 E. 2.2).
2
.4
2
.4.1
Gemäss Art. 25 Abs. 1 Satz 1 ATSG (in Verbindung mit Art. 2 ATSG und Art. 1
Abs. 1 ELG) sind unrechtmässig bezogene Ergänzungsleistungen zurückzuerstat
ten
.
Die Unrechtmässigkeit des Bezugs von Ergänzungsleistungen ergibt sich dadurch, dass die Berechnungsgrundlagen rückwirkend angepasst werden und aus der Neuberechnung ein tieferer Anspruch resultiert als ursprünglich ausgerichtet (Carigiet/Koch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. Auflage 2009, S. 98). Die Pflicht zur Rückerstattung unrechtmässig bezogener Leistungen besteht unab
hängig von einem allfälligen Verschulden. Selbst ein der Verwaltung zuzurech
nender Fehler ändert nichts an der Rückerstattungspflicht (Müller, Rechtspre
chung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Auflage 2015, S. 354, Art. 25 ATSG Rz 8; Urteil des Bundesgerichts P 63/2004 vom 2. Februar 2006 E. 2.2.3). Bei der Neu
berechnung der Ergänzungsleistungen zur Ermittlung des Rückerstattungsbetra
ges ist von den Verhältnissen auszugehen, wie sie im Rückerstattungszeitraum tatsächlich bestanden haben. Namentlich sind alle anspruchsrelevanten Tatsa
chenänderungen zu berücksichtigen (BGE 138 V 298 E. 5, 126 V 23 E. 4b, 42 E. 2b, 122 V 19 E. 5 und E. 5c; Urteil des Bundesgerichts P 63/02 vom 8. Mai 2003 E. 3.3). Ob ein Leistungsbezug unrechtmässig ist, beurteilt sich nach der Sach- und Rechtslage, die zur Zeit der Ausrichtung der zurückzufordernden Leis
tung bestand (Müller, a.a.O., S. 355, Art. 25 ATSG Rz 10).
2
.4.2
Die Rückforderung rechtskräftig verfügter Leistungen durch die Verwaltung ist nur unter den für die Wiedererwägung oder die prozessuale Revision massgeb
en
den Voraussetzungen zulässig (BGE 126 V 23 E. 4b, 42 E. 2b, je mit Hinweisen). Mit der Wiedererwägung kann der Versicherungsträger auf eine formell rechts
kräftige Verfügung zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG). Bei der pro
zessualen Revision gemäss Art. 53 Abs. 1 ATSG sind formell rechtskräftige Ver
fügungen und Einspracheentscheide in Revision zu ziehen, wenn die versicherte Person oder der Versicherungsträger nach deren Erlass erhebliche neue Tatsachen entdeckt oder Beweismittel auffindet, deren Beibringen zuvor nicht möglich gewesen war.
2
.4.3
Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (Art. 25 Abs. 1 Satz 2 ATSG; sogenannter Erlass der Rückforderung).
Sofern die Verwaltung auf die Rückerstattung nicht verzichtet (vgl.
Art.
3
Abs.
3 ATSV; SVR 2008 AHV Nr. 17 S. 51, H 168/06 E. 2), kann sie die Erlassfrage erst prüfen, wenn die Rechtsbeständigkeit der Rückerstattungsforderung feststeht (
Art.
3
Abs.
2 und
Art.
4
Abs.
4 ATSV; SVR 2015 AHV Nr. 10 S. 35, 9C_466/2014 E. 3.1 mit Hinweis). Somit sind für die Fragen nach der Rückerstattungspflicht einerseits und
dem Erlass anderseits zwei getrennte Verfahren zu führen (Urteile des Bundesgerichts 9C_747/2018 vom 1
2.
März 2019 E. 1.2 und P
62/04 vom 6. Juni 2005 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.5
2.5.1
Die Vorschriften, die für die jährliche Ergänzungsleistung nach Art. 9 ff. ELG gelten, finden nach § 15 ZLG entsprechende Anwendung auf die kantonale Behilfe, soweit für die Beihilfe nichts Abweichendes bestimmt ist.
Laut § 16 Abs. 1 ZLG beträgt der jährliche Höchstanspruch auf Beihilfe für Alleinstehende Fr. 2'420.--.
Für die Berechnung der Beihilfe wird nach § 17 Abs. 1 ZLG auf die Bedarfs
rech
nung für die jährliche Ergänzungsleistung abgestellt, wobei die tatsächlich aus
gerichteten Ergänzungsleistungen als anrechenbare Einnahmen behandelt wer
den (lit. a) und der Betrag für den allgemeinen Lebensbedarf bei zu Hause woh
nenden Personen um den Höchstbetrag der Beihilfe erhöht wird (lit. b).
2.5.2
Nach § 19 ZLG sind rechtmässig bezogene Beihilfen in der Regel zurückzuerstat
ten, unter anderem wenn bisherige oder frühere Bezügerinnen und Bezüger in günstige Verhältnisse gekommen sind (Abs. 1 lit. a).
Über die Rückerstattung zu Unrecht bezogener kantonaler Leistungen enthält das ZLG keine Bestimmung, was indessen nicht etwa den Weg frei macht für die (sinngemässe) Anwendung von Art. 25 Abs. 1 ATSG. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist § 19 ZLG sinngemäss vielmehr auch auf zu Unrecht bezogene Leistungen anwendbar (Urteil des Bundesgerichts 9C_305/2012 vom 6. August 2012 E. 3.2, vgl. auch Urteil des Bundesgerichts
9C_147/
20
19 vom 2
5.
April 2019 E. 4.1.1
-2
).
§
19 ZLG enthält keine n
äheren Angaben dazu, worin die
«
günstigen Verhältnisse
»
bestehen. 1994 hat die damalige Direktion der Fürsorge des Kantons Zürich einen Entwurf von Richtlinien zur Handhabung der günstigen Ver
hältnisse im Sinne des ZLG in Vernehmlassung gegeben; zwar wurde auf den Erlass von Richt
linien verzichtet, der Entwurf aber dennoch als Richtschnur pub
li
ziert, und zwar in der Zeitschrift des Fachverbandes für Zusatzleistunge
n (ZL-Aktuell, Ausgabe 2/95, S.
21 f.; www.zl-fachverband.ch/downloads /199502.pdf). Gemäss Richtli
nienentwurf handelt es sich um günstige Verhältnisse, wenn das Vermögen (bis zum AHV-Alter den fünffachen und) ab dem AHV-Alter den dreifachen Vermö
gensfreibetrag übersteigt.
Mit der Formulierung «in der Regel»
hat der Gesetzgeber zum Ausdruck gebracht, dass die bezogenen Leistungen grundsätzlich zurückzuerstatten sind, in Ausnah
mesituationen aber auf eine Rückerstattung verzichtet werden kann. Im eben genannten Richtlinienentwurf wird dem dahingehend Rechnung getragen, dass bei der Beurteilung, ob günstige Verhältnisse vorliegen, verschiedene weitere Faktoren berücksichtigt werden sollen, so namentlich das Alter, die gesamte finanzielle Situation (Vermögen und Einkommen), Familienlasten, Heim-, Pflege- oder Krankheitskosten, allfälliger Liegenschaftsunterhalt, die Weiterführung der gewohnten Lebenshaltung und das Verhältnis des Rückerstattungsbetrags zum verbleibenden Restvermögen über der Freigrenze (vgl. Urteil des Sozialversiche
rungsgerichts des Kantons Zürich
vom
1
8.
Januar 2019 ZL.201
7
.000
78
E. 1
.7
).
2
.6
Nach Art. 28 Abs. 2 ATSG haben Personen, die Versicherungsleistungen bean
spruchen, unentgeltlich alle Auskünfte zu erteilen, die zur Abklärung des An
spruches und zur Festsetzung der Versicherungsleistungen erforderlich sind.
Die Mitwirkungspflicht - als Korrelat zum Untersuch
ungsgrundsatz (BGE 125 V 193 E.
2) - hat allgemeine Bedeutung und gilt auch im Gebiet der Ergänzungsleistun
gen (
Art.
1
Abs.
1 ELG; Urteil des Bundesgerichts 9C_180/2009 vom
9.
September 2009 E. 4.2.1).
3
.
3
.1
3.1.1
Die Einsprache des
Beschwerdeführer
s vom
1
1.
März 2017
(
Urk. 11/390
/1
)
gegen die Verfügung der
Beschwerdegegnerin
vom 3. Februar 2017 betreffend Krank
heits- u
nd Behandlungskosten (einmalige
Vergütung von
Fr.
227.-- für die Kos
ten eines zahnärztlichen Kostenvoranschlags,
Urk. 11/390
/2)
hat die
Beschwer
degegnerin
im angefochtenen Einspracheentscheid vom 28. Februar 2018
mit der Begründung abgewiesen, dass
die Einsprache nach Zusendung der Akten innert der angesetzten Frist nicht ergänzt worden sei. Weder daraus, noch aus der Ver
fügung erschliesse sich, was aus Sicht des
Beschwerdeführer
s daraus gesetzwidrig sein könnte. Aufgrund der unvollständigen Einsprache werde auf das Begehren nicht eingetreten
(
Urk.
2/1
S.
21 und S. 29
)
Der
Beschwerdeführer
hat in der Beschwerde dazu ausgeführt, es sei nach Erhalt der zunächst verweigerten Akteneinsicht auf eine Nachbegründung verzichtet worden, da er mit der einmaligen Vergütung von
Fr.
227.-- einverstanden gewe
sen sei. Er habe indes am
6.
Juni 2017 als Antwort auf
die
schriftliche Mitteilung der
Beschwerdegegnerin
vom 2
4.
Mai 2017, mit welcher
bloss
ein
Teil des Kos
tenvoranschlages von
Dr.
med.
dent
.
B._
gutgeheissen worden sei,
um Zustellung einer besc
hwerdefähigen Verfügung ersucht, worauf er gewartet habe (
Urk.
1 S. 4).
3.
1.
2
D
en Ausführungen des
Beschwerdeführer
s ist zu entnehmen, dass er mit der
Ver
fügung
der
Beschwerdegegnerin
vom 3. Februar 2017 betreffend Krankheits- und Behandlungskosten
(einmalige
Vergütung von
Fr.
227.-- für die Kosten eines zahnärztlichen Kostenvoranschlags,
Urk. 11/390
/2) einverstanden ist
sowie
dass er gegen die Abweisung seiner Einsprache in dieser Sache keine Einwände hat. Diese Verfügung bildet somit keinen Streitgegenstand in diesem Verfahren; der Einspracheentscheid
vom 2
8.
Februar 2018 (in Ziffer II des Erkenntnisses, soweit sie diese Verfügung betrifft;
Urk.
2/1 S. 29)
ist diesbezüglich folglich in Rechts
kraft erwachsen, weshalb darüber nicht mehr zu befinden ist.
3.1.3
Über die vom
Beschwerdeführer
erwähnten strittigen Kosten für die Zahnbehand
lung selbst wurde von der
Beschwerdegegnerin
mittlerweile mit Verfügung vom 2
8.
Februar 2018 und Einspracheentscheid vom 2
0.
November 2019 entschieden. Die dagegen am
3.
Januar 2020 erhobene Beschwerde ist derzeit
am
Sozialversi
cherungsgericht
des Kantons Zürich
im Verfahren Nr.
ZL.2020.00002
hängig.
3.2
3.2.1
In
Bezug auf die Verfügung vom 3. Februar 2017 betreffend E
instellung der Zu
satzl
eistungen (Urk. 11/221) hat der
Beschwerdeführer
ebenfalls
nichts eingewen
det. Mit dieser Verfügung hat die
Beschwerdegegnerin
die
Zusatzleistungen
a
b Anfang November 2016
wegen Verletzung der Mitwirkungspflicht
eingestellt
(Urk.
11/221).
Zufolge
der Neuanmeldung des
Beschwerdeführer
s vom 18. Feb
ruar 2017 (Urk. 11/308) sprach die
Beschwerdegegner
in
dem
Beschwerdeführer
ab Anfang Februar 2017 wieder Zusatzleistungen zu
(Verfügung vom 1
9.
Mai 2017, Urk. 11/315 S. 1). D
ie Einstellung der Zusatzleistungen
dauerte mithin
von November 20
16 bis Ende Januar 201
7.
3
.2
.2
Gegen die Einstellung
hat der
Beschwerdeführer
in der Beschwerde (
Urk.
1) nichts
vorgebracht
und
er hat
dazu auch kein Rechtsbegehren
gestellt
(Urk. 1 S. 2
, Urk. 18 S. 2 f.
)
.
Auch in
seinen
weiteren Eingaben
(Urk. 18, Urk. 32, Urk. 45)
hat er
gegen die
z
eitweise
verfügte
Einstellung der Leistungen nichts
eingewendet
.
Damit bildet auch die Verfügung vom 3. Februar 2017 betreffend Einstellung der Zusatzleistungen (Urk. 11/221) nicht mehr Streitgegenstand dieses Verfahrens. Sie
respektive der Einspracheentscheid vom 2
8.
Februar 2018 (in Ziffer II des
Erkenntnis
ses
, soweit sie diese Verfügung betrifft;
Urk.
2/1 S. 29)
ist folglich
, soweit es
diese Einstellung betrifft,
in Rechtskraft erwachsen.
Weitere Ausführun
gen
hierzu erübrigen sich daher.
3.3
Schliesslich hat der
Beschwerdeführer
auch gegen die Abweisung seines Gesuchs um unentgeltliche Prozessführung nichts eingewendet. Der Einspracheentscheid vom 2
8.
Februar 2018 (in Ziffer II
des
Erkenntnis
ses,
Urk.
2/1 S. 29) ist somit auch diesbezüglich in Rechtskraft erwachsen.
4.
4.1
Im Folgenden ist
zu
prüfen
, ob die
Beschwerdegegnerin
zu Recht vom
Beschwer
deführer
für die Zeit von Anfang Januar 2011 bis Ende Oktober 2016
zu viel ausgerichtete Zusatzleistungen in der Höhe von Fr. 30'6493.-- (Fr. 26'407.-- Ergänzungsleistungen und Fr. 4'242.-- Beihilfe) zurückgefordert hat
(Urk. 11/220) und für die Zeit ab Februar
2017
den Anspruch auf Zusatzleistun
gen
(Ergänzungsleistungen) auf
Fr.
855.-- pro Monat
(
Urk.
11/315)
,
festgelegt hat (
E.
4
.2-E. 5
nachfolgend
;
zum Anspruch ab Dezember 2017 vgl.
E.
6
hernach
).
4.2
4.2.1
Die
rückwirkende
Neub
erechnung der Zusatzleistungen
ab dem
1.
Januar 2011
hat die
Beschwerdegegnerin
mit Verfügung vom
3.
Februar 2017
(Urk. 11/219) im Vergleich zu den damit in Wiedererwägung gezogenen Verfügungen
(
Urk.
11/70
-77
)
unter Berücksichtigung
eines
zeitweise tieferen
Ausgabebetrages für die Miete vorgenommen, und zwar von
Januar 2011 bis September 2012
von Fr. 8'400.--
und
von Februar bis Oktober 2016
von Fr. 5'800.--
(
anstatt
wie zuvor
jeweils
des
Maximalbetrages von Fr. 13'200.--
). Ausserdem hat sie
neu einen
Betrag aus Untermiete als Einnahme
berücksichtigt, und zwar ab Oktober 2012
von
Fr.
1'200.--
und ab August 2016
von
Fr.
1'800.--
(Urk. 11/219
S.
3 ff.
).
Dar
aus resultierte für den Zeitraum
von Anfang Januar 2011 bis Ende Oktober 2016 die Differenz respektive der Rückerstattungsbetrag von
Fr. 30'649.-- (Urk.
11/219 S. 13).
Auf d
ie
ZL-
Berechnung ist die
Beschwerdegegnerin
im laufenden Einsprachever
fahren mit
Verfügung vom
19.
Mai 2017
(Urk.
11/
315
)
erneut
zurückgekommen und hat sie insofern
korrigiert, als sie
ab
Januar 2011
für die Miete den Maxi
malbetrag
von Fr.
13'200.-- un
d
von
Januar
bis Oktober
2016
sowie ab Februar 2017
von
Fr.
5'800.-- als Ausgabe berücksichtigt hat
. Ausserdem hat sie die Ein
nahme aus Untermiete ab
Januar 2011 auf
Fr.
960.--, ab November 2012 auf
Fr.
1'200.-- und ab August 2016 auf
Fr.
1'800.-- festgesetzt
. Im Zeitraum von Anfang November 2016 bis Ende Januar 2017 wurde wegen der vorübergehenden Einstellung der Zusatzleistungen (
Urk.
11/221) keine Berechnung vorgenommen
(Urk. 11/315 S. 3 ff., Urk. 11/314 S. 19 und S. 26).
Dadurch resultierte in Bezug auf den Zeitraum von Anfang Januar 2011 bis Ende Okt
o
ber 2016
im Vergleich
zur
Berechnung
nach
der Verfügung vom 3.
Februar
2017 ein um Fr.
403.-- geringerer Anspruch (Fr.
93'523.-- [Urk. 11/219 S. 13] -
F
r. 93'120.--
[Urk. 11/31
5
S. 16: Fr.
96'540.--
-
Fr.
3'420.--]). Für die Zeit von Februar bis Mai 2017 erkannte die
Beschwerde
gegnerin
auf einen Anspruch von Fr.
3'420.--, was abzüglich der
Differenz von Fr.
403.--
zu ei
ner (Nach-)Zahlung von Fr.
3'017.-- führte (Urk.
11/315 S. 1 und
S. 16).
4.2
.2
Im angef
ochtenen Einspracheentscheid
führte die
Beschwerdegegnerin
dazu aus
(
Urk.
2/1 S. 10 ff)
,
Anlass für die genauere Überprüfung der Mietv
erhältnisse an der
C._, Y._
,
sei ein anonymer Hinweis vom 8.
Januar 2016
(Urk.
11/235/
19
)
gewesen. Laut den vorliegenden Mietverträgen habe der
Beschwerdeführer
die 3-Zimmerwohnung im
1.
Obergeschoss links seit dem
1.
Januar 2011 und die 1-Zimmer-Kellerwohnung seit dem 1
5.
Dezember 2009 gemietet. Die Mutter des
Beschwerdeführer
s,
D._
,
habe seit dem 1. Januar 2009 die 3-Zimmerwohnung im
2.
Obergeschoss links gemietet. Aus den Unter
mietverträgen
habe sich ergeben, dass die 1-Zimmer-Kellerwohnung per
1. Januar 2011 an damals U
nbekannt, ab dem
1.
Oktober 2012 bis 3
1.
Juli 2014 an eine Person namens
E._
und ab dem
1.
August 2016 bis dato
an
eine Person namens
F._
untervermietet worden sei.
Anlässlich der Inspektion
en
der Wohnung im ersten Obergeschoss links
durch das
Betreibungsamt
am
1
2.
Sep
tember 2014 und
am
1
1.
Oktober 2016
sei
diese
zum Schluss gekommen, dass der
Beschwerdeführer
nicht in dieser Wohnung lebe
und dass
dessen
Wohnsitz nicht in
Y._
sei
.
Nachdem der
Beschwerdeführer
nach dem neuen Gesuch um Zusatzleistungen vom 2
8.
Februar 2017 (
Urk.
11/308) die angeforderten Unterla
gen eingereicht gehabt habe, habe der Sachverhalt betreffend Mietverhältnisse wie in der Z
usammenfassung aufgeführt (Urk.
11/235/1) vollständige rekonstru
iert werden können.
Für die Miete der 1-Zimmer-Kellerwohnung habe der
Be
schwerdeführer
Fr.
700.-- pro Monat aufgewendet. Ab dem 1.
Januar 2011
sei die Kellerwohnung
leer gestanden, per
1.
April 2011
sei die Wohnung
zu
einem Mietzins von
monatlich
Fr. 780.--,
ab dem 1. November 2012 von
Fr.
800.-- und ab dem
1.
August
2016 von Fr. 850.--
unter
vermietet worden.
Die Mietzinsein
nahmen seien gemäss den
detaillierten Kontoauszügen des
Beschwerdeführer
s ab Januar 2012 mit Ausnahme der Barzahlungen jeweils auf dessen Konto überwie
sen worden.
D
ass er die (so erwirtschafteten) Einnahmen aus Untermiete jeweils
an seine Mutter überwiesen habe
, gehe daraus nicht hervor. Auch
bestehe keine rechtliche Verpflichtung
dazu
.
Bezüglich der 3-Zimmerwohnung im 1. Oberge
schoss links
hätten mehrere Indizien ergeben, dass der
Beschwerdeführer
diese zumindest nicht alleine bewohne. Dafür spreche nicht
nur der anonyme Hinweis vom 8.
Januar 2016 und
die Ergebnisse
der Inspektionen des Betreibungsamtes, wonach der
Beschwerdeführer
nicht in
Y._
lebe,
sondern auch der Umstand,
dass die 3-Zimmerwohnung im 2.
Obergeschoss links von zwei weiter
en, nicht verwandten erwachsenen
Personen gemietet und bewohnt worden sei, welche gegenüber der Polizei gemäss einer Telefonnotiz vom 3
1.
März 2017 angegeben hätten, dass sie die Wohnung alleine bewohnen würden und ihre Vermieterin i
n der Wohnung unter ihnen im 1.
Obergeschoss links lebe. Es sei
zudem
unwahr
scheinlich
, dass
sich zwei erwachsene, nicht verwandte Personen in einer 3-Zim
merwohnung ein Zimmer
teilen würden
, während das Ehepaar
D._
und
G._
das a
ndere Zimmer teile
(
Urk.
2/1 S. 10
-13
und S. 17)
.
Aus den Kontoauszügen ab dem
1.
Januar 2012 gehe zudem hervor, dass
der Beschwerdeführer
regelmässig 1-Zonen-ZVV-Billette in Zürich allein für die Re
gion der Stadt Zürich mit einer EC-Karte gekauft habe. Daraus lasse sich vermu
ten, dass sich der Wohnsitz des
Beschwerdeführer
s nicht in der Stadt
Y._
befinde. Die von der Sozialabteilung in Auftrag gegebene Observation
durch eine
Privatdetektei vom 21. April bis
6.
Juni 2016
, welche als Beweismittel zulässig sei,
habe ergeben, dass sich der
Beschwerdeführer
mehrheitlich an einer Adresse in Zürich aufgehalten habe.
Der Observationsbericht bestätige im Sinne eines Indizes, dass sich der Wohnsitz des
Beschwerdeführer
s nicht in
Y._
befinde, wobei
der Bericht
nicht ausreiche, um den entsprechenden Nachweis zu erbrin
gen.
Aufgrund sämtlicher Indizien sei indes davon auszugehen, dass sich der zivilrechtliche Wohnsitz des
Beschwerdeführer
s nicht in der Stadt
Y._
befinde. Jedoch bleibe die Zuständigkeit für die Ausrichtung von Zusatzleistun
gen weiterhin bei ihr, der
Beschwerdegegnerin
, bis ein neuer Wohnsitz begründet worden sei
(Urk.
2/1 S.
13
-15
)
.
Sie gehe
in der ZL-Berechnung
weiterhin davon
aus
, dass
sich der
Beschwerde
führer
ab dem 1. Januar 2016
zusammen mit seiner Mutter und deren Ehemann die 3-Zimmerwohnung im
1.
Obergeschoss teile.
A
ufgrund der Einwohnerdaten, unterschiedlicher Aussagen von Behörden und von verschiedenen Mietern an derselben Adresse sei bestätigt worden, dass seine Mutter die 3-Zimmerwohnung im
2.
Obergeschoss untervermiete und die 3-Zimmerwohnung im
1.
Obergeschoss selbst bewohne. Es sei daher von einem Mehrpersonenhaushalt auszugehen und der Mietzins nach Köpfen aufzuteilen (
Urk.
2/1 S. 15).
In der Beschwerdeantwort hielt die
Beschwerdegegnerin
schliesslich dafür,
es sei
aufgrund der anonymen Mitteilung vom
8.
Januar 2016, der Inspektion
durch das Betreibungsamt
vom 1
1.
Oktober 2016 und der Aus
sage der Kantonspolizei vom 31.
März 2017 nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der
Beschwerdefüh
rer
ab dem Umzug seiner Mutter und
deren Ehemann Anfang
Februar 2015 in die Wohnung im
1.
Obergeschoss
ebenfalls
dort gewohnt habe. Es sei wahrscheinli
cher, dass er sich an verschiedenen Orten aufgehalten habe. Da es nicht möglich sei, ihm einen Wohnsitz ausserhalb von
Y._
nachzuweisen, rechtfertige
es
sich
zumindest, in Abweichung des angefochtenen Einspracheentscheid
s
für die Zeit ab Februar 2015 gänzlich von der Anrechnung einer Mietzinsausgabe abzu
sehen. Eventualiter sei bereits ab Februar 2015 von einem Dreipersonenhaushalt auszugehen und in der ZL-Berechnung eine Mietzinsausgabe von Fr. 5'800.-- zu berücksichtigen (Urk. 10 S. 5).
4.2.3
Der
Beschwerdeführer
wendet dagegen ein,
er wohne und lebe an der
C._ in Y._
, wo er auch offiziell angemeldet sei. Dies werde nicht zuletzt durch die beiden
R
apporte der Polizei vom 2
3.
Oktober 2017 und vom 1
6.
März 2018 belegt. So sei anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 2
3.
Oktober 2017 von einer Hausdurchsuchung am Wohnort des
Beschwerdefüh
rer
s an dieser Adresse gesprochen w
orden und beim Verhaft
s
rapport vom
1
6.
März 2018 sei als Verhaftungsort diese Adresse aufgeführt worden. Dagegen sei d
er Observationsbericht vom 1
6.
Juni 2017 als Beweismittel mangels genü
gender Rechtsgrundlage nicht verwertbar
. E
s könne von der
Beschwerdegegnerin
nicht überzeugend dargelegt werden, wozu er dienen solle und was nach ihrer widersprüchlich dargelegten Ansicht bezüglich Wohnsitz nunmehr gelten solle.
Es werde bestritten, dass der Observationsbericht überhaupt geeignet sei,
seinen
offiziellen und tatsächlichen Wohnsitz in
Y._
in irgendeiner Form zu wider
legen.
Er habe sich im
betreffenden
Zeitraum
(der Observation)
zwar im besetzten Haus an der
H._
in Zürich teilweise aufgehalten, um seinen Kollegen beim Auszug zu helfen. Jedoch seien dies einige wenige Stunden gewe
sen, woraus nichts zu seinen Ungunsten abgeleitet werden könne und
was
nichts an seiner Wohnsitzsituation zu ändern vermöge
(Urk.
1 S. 7 ff.).
Im Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich
vom 16.
Januar 2019 (betreffend Sozi
alhilfe; Urk. 22 S. 14 f.) sei zudem festgehalten worden, dass die Observation auf
grund der Verletzung des
Verhältnismässigkeitsgrundsatzes rechtswidrig erfolgt sei und der Observationsbericht insofern als Beweismittel nicht verwertet werden könne (Urk. 32 S. 1).
In Bezug auf die Wohnsituation
und das Untermietverhältnis werde auf die Aus
füh
rungen in der Einsprache vom 1.
Juni 2017 (Urk. 11/398) gegen die Rücker
stattungsverfügung vom
3.
Februar 2017 verwiesen (Urk. 1 S. 10).
Der
Beschwerdeführer
hatte in
dieser
Einsprache vom
1.
Juni 2017 festgehalten, es werde auf seine Angaben im Schreiben vom 24. Oktober 2016 (
Urk.
11/
176
) verwiesen.
Er wohne
an der
C._
in
Y._
im ersten Obergeschoss links. Seine Mutter und deren Ehemann h
ätten eine Z
eitlang mit ihm in demsel
ben Haushalt gewohnt, sie seien jedoch im Januar 2017 wieder in ihre Wohnung hinaufgezogen. Davor habe er auch schon mal in der Kellerwohnung gewohnt. Da er vorge
habt habe, wieder in die Kellerwohnung zu ziehen, habe er die Kel
lerwohnung behalten und sie an verschiedene Untermieter vermietet. Seit dem
1.
Juli 2016
habe er
die Kellerwohnung mit mündlichem Vertrag an seine Mutter untervermietet. Die Mieter der Kellerwohnung würden eine Monats
miete von Fr.
800.-- bezahlen, während er dafür
Fr.
700.-- zu bezahlen habe. Der Über
schuss in der Höhe von
Fr.
100.-- erhalte die Mutter für ihre Aufwendungen, so dass er daraus gar keine Einnahmen generiere.
Ausgehend von diesem Sachver
halt rechtfertige sich eine Anrechnung von irgendwelchen Mietzinseinnahmen nicht. Auch fehle
es für die
Herabsetzung des angerechneten Mietzinses
an einer
Rechtsgrundlage, weshalb der Entscheid auf Rückerstattung von
Fr.
30'649.-- rechtswidrig sei. Eine die verfügte Rückerstattung rechtfertigende Sachlage sei weder gegeben, noch sei sie auch nur ansatzweise nachgewiesen
(Urk. 11/398 S. 2)
.
In der Beschwerde brachte der
Beschwerdeführer
weiter vor,
dem angefochtenen Einspracheentscheid lass
e
sich ausser Mutmassungen und Vermutung
en
kein Be
weis für eine andere Wohnsituation entnehmen. Die
Beschwerdegegnerin
bleibe für eine Anrechnung von Mietzinseinnahmen und die Herabsetzung des Mietzin
ses weiterhin jeglichen Beweis schuldig, weshalb der Entscheid bezüglich Rück
erstattung gesetzwidrig sei
. Die Mie
te sei unzulässigerweise durch d
rei geteilt worden und müsste nicht
Fr.
5'800.--, sondern das Dreifache betragen (
Urk.
1 S. 10 f.)
.
In
der Replik
führte der
Beschwerdeführer
des Weiteren
aus,
der Bezirksrat
Y._
habe im Beschluss vom 15. März 2018 (
Urk.
11/441 S. 10) seine Angaben bezüglich seiner Wohnsituation als mit den Angaben der Einwohnerkontrolle übereinstimmend bestätigt, indem dort festgehalten worden sei, dass
D._
und
G._
bis Ende
September 2016 als Bewohner der 3-Zi
mme
rwohnung im 2.
Obergeschoss
,
vom 3
0.
September 2016 bis 23.
Januar 2017 als Bew
ohner der 3-Zimmerwohnung im 1.
Obergeschoss und ab dem 23. Januar 2017 wieder als Bew
ohner der 3-Zimmerwohnung im 2.
Obergeschoss
gemeldet gewesen seien
. Der Umzug seiner
Mutter und deren Ehegatten in das 2.
Obergeschoss sei aus Kostengründen erfolgt, da auch di
e
se
mit ständigen finanziellen Sorgen
leben würden und auf jeden Rappen angewiesen seien
(Urk.
18 S. 6 f.).
In der Eingabe
vom 1
4.
Mai 2019 fügte der
Beschwerdeführer
zudem an, a
m 29.
März 2019 habe ein Augenschein in
seiner Wohnung stattgefunden, welche
r
ergeben habe, dass er einen Einpersonenhaushalt führe.
Gestützt auf den Augen
schein sei der Einspracheentscheid vom
2.
April 2019 ergangen, wonach die
Beschwerdegegnerin
nunmehr
davon ausgehe, dass er seit dem
1.
Dezember 2017 allein im Haushalt lebe. Wie ausgeführt, wohne er seit Ende Januar 2017 an der
C._
in
Y._
im 1.
Stock links alleine. Die
Beschwerdegegnerin
hätte bereits zu Beginn einen Augenschein nehmen sollen. Dass dies nicht geschehen sei, dürfe nicht zu seinem Nachteil ausgelegt werden. Denn wäre ein solcher Ende Januar oder im Februar 2017 durchgeführt worden, hätte sich sein Einpersonenhaushalt unschwer feststellen lassen
(
Urk.
32 S. 2 f.).
4.3
4.3.1
Die
Parteien
sind sich
darin
einig,
dass
die
Beschwerdegegnerin
grundsätzlich für die Ausrichtung
von
Zu
satzleistungen in der hier zu beurteilenden Zeit ab
Januar 2011 zuständig war und
- mangels Begründung eines neuen Wohnsitzes
des
Be
schwerdeführer
s
ausserhalb der Stadt
Y._
-
auch ab Februar 2015
weiterhin
zuständig blieb
(vgl.
Art.
21
Abs.
1 ELG,
Art.
23
Abs.
2 und Art.
24
Abs.
1 des Zivilgesetzbuches, ZGB)
.
Es
kann
offen
bleiben, o
b die
Annahme
der
Beschwerde
gegnerin
zutrifft, dass
sich
der Wohnsitz des
Beschwerdeführer
s
nicht
(
mehr
)
in
Y._
befinde
, zumal auch die
Beschwerdegegnerin
nicht davon ausgeht, dass
erwiesen sei, dass
der
Beschwerdeführer
in
Y._
nie einen Wohnsitz begrün
det
hat.
Ebenfalls Einigkeit besteht darin, dass
in der ZL-Berechnung vom
1.
Januar 2011 bis Ende Januar 2015 von einem Einpersonenhaushalt des
Beschwerdeführer
s auszugehen
ist. Dementsprechend wurde
in
der ZL-Berechnung
zur
Verfügung vom 1
9.
Mai 2017
zutreffend
der
nach
Art.
10 Abs. 1 lit. b Ziff. 1 ELG bei allein
stehenden Personen vorgesehene
Maximalbetrag
von Fr.
13'200.-- als Ausgabe
in diesem Zeitraum
berücksichtigt
(
Urk.
11/315 S. 3 ff.)
.
4.3.2
Zu klären
bleibt
somit
der anrechenbare Mietzins
von
Februar 2015
bis Ende Oktober 2016 und
- nach Ende der ZL-Einstellung -
ab Februar 2017
(E. 4.4-4.9 nachfolgend
) und die
Anrechnung einer Einnahme aus Untermiete
ab Januar 2011
(
E. 5 hernach)
.
4.4
4.4.1
Zu den Wohnverhältnissen des
Beschwerdeführer
s
ist den Akten
zu entnehmen,
dass
er
sich
im
Januar
2010 in
Y._
angemeldet hat (
Urk. 3/5.5,
Urk.
11/1b S. 5 f.
, Urk. 11/60/2 S. 6
) und
er
gemäss dem Mietvertrag vom
7.
Dezember 2009 seit Mitte Dezember 2009 eine 1.5-Zimmerwohnung an der
C._
in
Y._
zu einem
Mietzins von monatlich
Fr.
700.-- gemietet hat (Urk. 11/235/14).
Laut
dem Mietvertrag vom 3. Dezember 2010
mietete er zudem
ab dem 1. Januar 2011
die
3-Zimmerw
ohnung im
1.
Obergeschoss links an der
C._
in
Y._
mit
einem Mietzins
von
Fr.
1'450.-- pro Monat
(Urk. 11/
226
)
.
Dessen
Mutter
D._
(Urk.
11/235/17)
und deren Ehegatte
G._
(Urk. 11/235/16) haben gemäss dem Mietvertrag
vom 7.
Dezember 2009
ab dem 1. Januar 2009
die 3-Zimmerwohnung an der
C._
in
Y._
im 2.
Obergeschoss links gemietet (
Urk.
11/235/22).
Am
23.
Oktober 2014
unter
zeichneten sie einen neuen Mietvertrag zu dieser Wohnung mit Mietbeginn res
pektive Wirkung ab
1. Oktober
2014 (Urk.
11/235/20).
Gemäss dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.2018.00234 und VB.2018.00490 vom 1
6.
Januar 2019 in Sachen des
Beschwerdeführer
s betreffend Sozialhilfe existiert ein weiterer Mietvertrag
der Mutter des
Beschwerdeführer
s und deren Ehemann zur
3-Zimmerw
ohnung im 2.
Ob
ergeschoss, und zwar vom 12.
Novem
ber 2015
mit Gültigkeit ab
dem 1. Dezember 2015 (Urk. 22 S. 12).
4.4.2
Aus den
Angaben
der Einwohnerkontrolle
der Stadt
Y._
vom
1.
März 2018 (Urk. 3/5.3-12)
zuhanden des Bezirksrats
Y._
(Urk. 3/5.2-3
)
geht
hervor
, dass
seit dem Zuzug des
Beschwerdeführer
s
per 2
2.
Januar 2010 an die
C._
in
Y._
, 1.
Obergeschoss,
keine Adressmutationen
eingegangen waren
(Urk. 3/5.5). D
ie Mutter des
Beschwerdeführer
s
,
D._
,
habe
sich gemäss dem Einwohnerregister
am 1.
Februar 2015 in
Y._
mit Wohnadresse an der
C._
angemeldet;
per
30.
September 2016
sei
bei ihr ein
U
mzug vom 2. ins 1.
Obergeschoss
und per 23. Januar 2017
aufgrund der Meldung vom 19.
Januar 2017
ein Umzug vom 1.
zurück ins
2. Obergeschoss
an dieser Adresse
im Einwohnerregister
erfasst
worden
. Am 7. Dezember 2017 habe sie die Tren
nung von ihrem Ehegatten und den Wegzug aus
Y._
per 30. November 2017 gemeldet
(Urk.
3/5.
6-7
).
Der Ehegatte der Mutter des
Beschwerdeführer
s,
G._
,
wurde
gemäss dem Einwohnerregister per 5. März 2015
in
Y._
an
der
C._
angemeldet
.
Gleich wie bei seiner Ehefrau sei ihn betreffend per 30. September 2016 ein Umzug vom 2. ins 1. Obergeschoss und per 23. Januar 2017 ein Umzug vom 1. ins 2. Obergeschoss sowie die Trennung von der Ehefrau per Ende November 2017
gemeldet und
erfasst worden, wobei er weiterhin an derselben Adresse in der Wohnung im
2.
Obergeschoss angemeldet sei (
Urk.
3/5/9-10).
In der Wohnung im 2.
Obergeschoss
an der
C._
in
Y._
sei
en
im gleichen Haushalt wie
D._
und
G._
zudem
I._
(Zuzug vom 1
0.
Februar 2017) und
J._
(Zuzug vom 2
1.
Januar 2017) gemeldet (Urk. 3/5.11-12
; vgl. auch
die dort zitierten Angaben der Einwohnerkontrolle im
Beschluss des Bezirksrats
Y._
vom 1
5.
März 2018
in Sachen des
Beschwerdeführer
s
gegen die Sozialbehörde
Y._
betreffend Anspruch auf Sozialhilfe [Verfahren Nr. SO.2017.21]
;
Urk. 11/441 S. 10
).
4.4.3
Die von der Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Einspracheentscheid zitierten
Berichte
zur
Inspektion des Betr
eibungsamtes der Stadt
Y._
(
Urk.
2/1 S. 11 Ziff. 58 f.)
finden sich nicht
bei
den
eingereichten
Akten.
Indes ist den Akten ein
Schreiben des Betreibungsamtes der Stadt
Y._
an die Krankenversicherung des
Beschwerdeführer
s
, die Assura,
vom 1.
November 2016
mit
dem
Inhalt
zu entnehmen,
wonach
ein Betreibungsbegehren
der Assura
gegen den
Beschwerde
führer
zurückgewiesen
werde
,
da
dieser nicht mehr an der angegebenen Adresse, nämlich an der
C._
in
Y._
,
wohne. Er sei dort wohl noch bei der Einwohnerkontrolle angemeldet, jedoch nicht mehr erreichbar (Urk. 11/227/2).
4.4.4
Gemäss der Telefonnotiz der
Beschwerdegegnerin
vom 3
1.
März
2017 teilte
K._
von der Kantonspolizei mit, dass die Kantonspolizei
gleichentags
gegen
8
Uhr an d
er
C._
gewesen sei
und den
Beschwerdeführer
gesucht
habe
. Dieser sei um diese Zeit nicht in der Wohnung gewesen. Er habe dann noch mit zwei Mietern der Wohnung im
2.
Obergeschoss links gesprochen und diese hätten gesagt, dass sie alleine in dieser Wohnung leben würden. Die Vermieterin lebe ein Stockwerk unter ihnen (
Urk.
11/235/3).
Laut
einer weiteren Telefonnotiz der
Beschwerdegegnerin
zu
möglicherweise demselben
oder einem zweiten
Tele
fongespräch mit
K._
von der Kantonspolizei
vom
3
1.
März 2017 habe dieser erklärt,
der
Beschwerdeführer
sei bei der Suche nach ihm nicht vor Ort gewesen, die Tür der Wohnung im
1.
Obergeschoss an der
C._
in
Y._
habe
D._
, die Mutter des
Beschwerdeführer
s, aufgemacht. Die Durchsuchung der Wohnung im
2.
Obergeschoss habe ergeben, dass diese an drei ausländische Staatsangehörige vermietet worden sei. Zwei der Mieter seien von der Polizei befragt worden. Jeder bezahle Fr. 900.-- pro Zimmer (4-Zimmerwoh
nung).
Gemäss den Angaben der Mieter lebe die Vermieterin in der unteren Woh
nung im
1.
Obergeschoss (Urk. 11/280).
Dem Beschluss des Bezirksrates
Y._
vom
15.
März 2018 in Sachen des
Beschwerdeführer
s gegen die Sozialbehörde
Y._
betreffend Anspruch auf Sozialhilfe (Verfahren Nr. SO.2017.21) und
dem Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich VB.2018.00234 und VB.2018.00490 vom 1
6.
Januar 2019 in derselben Sache ist zu entnehmen, dass
sich auch
in den Akten der Sozialabtei
lung der Stadt
Y._
betreffend
die Wohnverhältnisse
des
Beschwerdeführer
s eine
Aktennotiz
vom 3
1.
März 2017 befunden habe
, wonach die Polizei der Sozialabteilung berichtet habe, dass
aufgrund der Befragungen und der besich
tigten Räumlichkeiten davon ausgegangen werden müsse, dass die realen Wohn
verhältnisse nicht den Angaben der Einwohnerkontrolle entsprechen würden, was die Polizei so auch der Einwohnerkontrolle gemeldet habe.
K._
von der Kantonspolizei Zürich habe gemäss einer weiteren Aktennotiz vom 2
7.
Juni 2017 angegeben, dass anlässli
ch der Hausdurchsuchung vom 31.
März 2017 die Mutter des
Beschwerdeführer
s in der Wohnung im 1. Stock
an der
C._
angetroffen worden sei und diese mitgeteilt habe, dass sie hier zusammen mit
dem
Beschwerdeführer
wohne. Die Wohnung sei auch entsprechend mit
D._
/
X._
beschriftet gewesen
. Laut derselben Aktennotiz der Sozialabteilung vom 2
7.
Juni 2017 sei auch ein Telefongespräch mit der Mutter des
Beschwerde
führer
s erfolgt.
Zu den Wohnverhältnissen habe
diese
ausgeführt
, dass sie nicht in der gleichen Wohnung wie ihr Sohn wohne. Sie halte sich zwar oft dort auf, beispielsweise zum Kochen und wenn sie Rückenschmerzen habe, da es dort ein besseres Bett gebe
, oder sie
gehe
dort
zur
Toilette, wenn in ihrer Wohnung die Toilette besetzt sei
(
Urk.
11/441 S. 10 f., Urk. 22 S.
13
).
4.4.5
Der Vermieter der Wohnungen an der
C._
in
Y._
,
L._
, bestätigte mit E-Mail vom
1.
September 2017, dass der
Beschwerdefüh
rer
allein in der 3-Zimmerwohnung im
1.
Obergeschoss links wohne und dass
D._
und
G._
im
2.
Stock links wohnen würden (Urk. 11/371/2).
4.4.6
Im Schreiben vom 2
6.
März 2018, unterzeichnet von
D._
und
G._
, führte
D._
aus, sie und ihr Ehemann seien Ende Januar 2015 von
M._
nach
Y._
gezogen und hätten bis am 2
0.
Januar 2017 bei ihrem Sohn, dem
Beschwerdeführer
, gewohnt. Danach seien sie in ihre Wohnung an der
C._
im
2.
Obergeschoss links gezogen
, und zwar in das Wohnzimmer, da die anderen zwei Zimmer
an Herrn
J._
und
N._
vermietet
seien respektive
gewesen seien
. Herr
N._
sei Ende Januar heimlich ausgezo
gen, ohne das Zimmer zu kündigen und ohne sie zu informieren. Daraufhin
habe sie einen neuen Mieter für das Zimmer gesucht. Herr
I._
habe das Zim
mer ab dem 1
6.
Februar 2017 gemietet und - da er sofort nach Kanada habe zurückreisen wollen, um seine Sachen
abzu
holen - habe er sich am 1
6.
Februar 2017 bei der Einwohnerkontrolle angemeldet. Gleichzeitig habe sie eine Auszugs
anzeige bei der Einwohnerkontrolle betreffend Herrn
N._
gemacht. Es seien zu keiner Zeit mehr als zwei Untermieter in der Wohnung gewesen, was Herr
J._
und Herr
I._
bestätigen könnten. Nun sei sie seit dem 3
0.
November 2017 in
O._
und ihr Ehemann wohne nach wie vor in ihrer Wohnung mit den zwei genannten Untermietern. Sie gehe bei ihrem Sohn ein und aus, weil sie ihm helfe, in der Wohnung sauber zu machen
(
Urk.
3/6)
.
4.4.7
Des Weiteren liegt der Observationsbericht der Privatdetektei
P._
vom 16. Juni 2017 bei den Akten,
wonach der Beschwerdeführer im Auftrag der Sozialabteilung
Y._
im Zeitraum vom 2
1.
April bis
6.
Juni 2017 an sieben Tagen observiert wurde
(Urk. 11/G13)
.
4.5
4.5.1
Der
Beschwerdeführer
macht in beweisrechtlicher Hinsicht zum vorliegenden Ob
servationsbericht der Privatdetektei
P._
vom 1
6.
Juni 2017 (Urk. 11/G13) geltend, dieser sei mangels genügender Rechtsgrundlage für eine Observierung als Beweismittel nicht verwertbar (Urk. 1 S. 7) und die
Beschwerdegegnerin
sei anzuweisen, diesen zusammen mit sämtlichen Unterlagen, Dokumenten und Daten hierzu aus den Akten zu entfernen (
Urk.
18 S. 2), da die gegen ihn ange
ordnete Observation gesetzes- und verfassungswidrig sei (
Urk.
18 S. 7).
4.5.2
Der Gesetzgeber hat mit Art. 43a-b ATSG und Art. 7a-i, 8c der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV) die gesetzliche Grundlage zu einer Observation im Sozialversicherungsrecht geschaffen.
Diese Bestimmungen traten am
1.
Oktober 2019 in Kraft.
Das Bundesgericht hatte vor Inkrafttreten dieser Bestimmungen
in Nachachtung des Urteils 61838/10 des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte vom 18. Oktober 2016 betreffend ein unfallversicherungsrechtliches Verfahren erkannt, dass es auch in der Invalidenversicherung an einer genügenden gesetz
lichen Grundlage fehlt, welche die verdeckte Überwachung umfassend klar und detailliert regelt. Hingegen hielt das Bundesgericht fest, es sei eine andere Frage, ob das Material, welches im Rahmen der widerrechtlichen
Observation
gesammelt worden sei, beweismässig verwertbar sei (BGE 143 I 377 E. 4-5). D
as Bundesge
richt hat die Verwertung der Ergebnisse von
rechtswidrigen Observationen schliesslich gestützt auf eine Abwägung zwischen privaten und öffentlichen Interessen insoweit als zulässig bezeichnet, als die Ergebnisse im öffentlich frei einsehbaren Raum gewonnen wurden und unbeeinflusstes Handeln der beobach
teten P
erson zeigten (BGE 143 I 377
E.
5).
Im Sozialversicherungsrecht ist
ande
rerseits
von einem absoluten Verwertungsverbot auszugehen,
wenn
es sich um Beweismaterial handelt, das im nicht öffentlich frei einsehbaren Raum zusam
mengetragen wurde (BGE 143 I 377 E. 5.1.3).
Nicht zum geschützten Bereich gehört, was sich in der Öffentlichkeit abspielt und von jedermann wahrgenommen werden kann
.
Zum öffentlichen Raum zählt alles, was allgemein zugänglich ist, so namentlich Strassen, Plätze, Bahnhöfe, Flughä
fen, öffentliche Verkehrsmittel, Parkgaragen, Kulturhäuser (Theater, Kinos, Kon
zerthallen), Sportplätze, Stadien, Einkaufszentren, Warenhäuser,
Restaurants etc
. Massgebend ist, dass sich die versicherte Person an einem Ort aufhält, welcher für die breite Öffentlichkeit zugänglich ist. Irrelevant sind dabei die Eigentums
verhältnisse von solchen öffentlichen Räumlichkeiten
(
Urteil
des Bundesgerichts
8C_837/2018
vom 1
5.
Mai 2019 E. 5.1 mit Hinweisen)
.
4.5.3
Art. 43a-b ATSG, welche auch im Verfahren um Zusatzleistungen gelten, waren bei Erlass des angefochtenen Einspracheentscheid
s
vom 28. Februar 2018 (Urk. 2) noch nicht in Kraft. D
ie
Überwachung
des Beschwerdeführers gemäss dem
Observationsbericht der Privatdetektei
P._
vom 16.
Juni 2017
im Zeitraum von April bis Juni 2016
(Urk. 11/G13)
erfolgte somit
ohne
eine
damals geltende
Rechtsgrundlage und
folglich
u
nrechtmässig.
Dennoch
ist das Ergebnis
der Überwachung
in Anwendung der hiervor zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung
nicht
gleichzeitig als
vollumfänglich unver
wertbar
zu beurteilen
.
Namentlich sind die
Feststellungen, welche durch die Über
wachung im öffentlichen Raum und ohne b
e
einflussende Interaktion gewonnen wurden, verwertbar.
Verwertbar ist
auch
der Augenschein der Privatdetektive
beim Stadthaus
Y._
und
in der Umgebung der Wohnliegenschaft an der
C._
in
Y._
im Vorfeld der direkten Kontaktierung
der
Nachbarn (
Urk.
11/G13 S. 2
f
f.
), da es sich beim Briefkasten und beim Klingelschild um öffentlich zugängliche Bereiche handelt, die ohne Eingriff in die Privatsphäre der Bewohner eingesehen werden können. Ebenfalls verwertbar sind die Ergebnisse der Recherchen der Privatdetektei in den verschiedenen Internetportalen (
Urk.
11/G13 S.
15
ff.
); diesem Teil der Erhebungen fehlt bereits der Charakter einer Observation.
In diesem Umfang der Observation
erlitt
der
Beschwerdeführer
einen relativ be
scheidenen Eingriff in seine grundrechtliche Position. Stellt man diesen Aspekten das erhebliche und gewichtige öffentliche Interesse an der Verhinderung des Ver
sicherungsmissbrauchs (vgl. dazu Urteil
des Bundesgerichts
8C_239/2008 vom 17. Dezember 2009 E. 6.4.1)
entgegen, ergibt sich, dass
der
Observationsbericht in die Beweiswürdigung
insofern
miteinbezogen werden
kann
.
4.5.4
Davon auszunehmen sind jedoch jene Feststellungen im Observationsbericht, welche im Innenbereich des
Wohnhaues
und
bei der Beobachtung des
Beschwer
deführer
s
im nicht öffentlich frei einsehbarem
Garten des besetzten Hauses
gemacht wurden
(
Urk. 11/G13 S.
6 und S. 10
)
. Denn
der Innenbereich des Hauses, in dem
eine
versicherte Person wohnt,
bildet
keinen ohne Weiteres öffentlich frei einsehbaren Raum. Eine hierin erfolgte Observation ist grundsätzlich unzulässig.
Dies gilt auch
in Bezug auf die Beobachtungen, die aus verdeckten Kontaktauf
nahmen mit Drittpersonen
(zwei Nachbarn)
resultierten
(
Urk.
11/G13 S. 5 f.
)
.
Denn in diesem Rahmen kann nicht mehr von einem vernünftigen Verhältnis zwischen dem Ziel der Verhinderung des ungerechtfertigten Leistungsbezugs und dem durch die Observation erfolgten Eingriff in die Privatsphäre der versicherten Person ausgegangen werden (
vgl.
Urteil
des Bundesgerichts
8C_837/2018
vom 1
5.
Mai 2019 E. 5.1 mit Hinweisen).
4.5.5
Dem Observationsbericht
der Privatdetektei
P._
vom 16. Juni 2017
kommt damit eine beschränkte Beweiskraft zu.
Der Ausschluss des gesamten Observati
onsberichts
mitsamt der
diesen betreffenden Dokumente
n
, welche der
Beschwer
deführer
im Einzelnen
indes nicht
benannt hat
,
rechtfertigt sich nach dem Gesagten jedoch nicht.
Für die Beurteilung der hier strittigen Frage der Wohnverhältnisse des
Beschwer
deführer
s ab Februar 2015
fällt dies
indes nicht ins Gewicht. Denn
während der Überwachung wurde
d
er Aufenthaltsort des Beschwerdeführers
gemäss dem umstrittenen
Observationsbericht vom 16.
Juni 2017
lediglich
an drei Tagen (3
1.
Mai, 2.-
3.
Juni 2017) festgestellt, einmal im Zusammenhang mit einem Tref
fen mit seinem Rechtsvertreter in der Stadt Zürich und anschliessend in einem besetzten Haus in der Stadt Zürich, das
bereits
am 6. Juni 2017
wieder
geräumt war (Urk. 11/G13
S.
7 ff.
).
Dieses
Überwachung
sergebnis
lässt
somit
keine Schlussfolgerungen
zum hauptsächlichen Wohndomizil
des Beschwerdeführers in dieser Zeit zu.
Ebensowenig
vermag er über die Wohnverhältnisse des Beschwer
deführers ab Februar 2015
(
rückwirkend
en)
Aufschluss
zu geben.
Das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich
kam
im Urteil VB.2018.00234 und VB.2018.00490
vom 16.
Januar 2019
, in welchem Verfahren der Anspruch auf Sozialhilfe
des
Beschwerdeführer
s
und dazu
dessen
Wohnverhältnisse ab Januar 2017 zu beurteilen waren,
letztlich
zu demselben Schluss
(E. 7.5.1
-2
;
Urk.
22 S. 14 f.).
4.
6
4.6.1
Aus
der übrigen
Aktenlage
und den eigenen Angaben des
Beschwerdeführer
s
ergibt sich
sodann
, dass
zur Bestimmung
seiner
tatsächlichen Wohnverhältnisse weder auf die von ihm
oder seiner
Mutter mit dem Vermieter de
r Wohnungen an der
C._
in
Y._
abgeschlossenen Mietverträge abgestellt werden kann, noch auf die
Umzugsmeldungen gemäss der Auskunft der Einwohnerkon
trolle
Y._
.
Denn
d
er
Beschwerdeführer
und seine Mutter
haben
bestätigt, dass sie
entgegen den vertraglichen
Abmachungen mit dem Vermieter
und
den Einträgen
im
öffentlichen Einwohnerregister
im Zeitraum von Anfang Februar 2015
bis im Januar 2017 zu d
ritt in der vom
Beschwerdeführer
gemieteten 3-Zimmerwoh
nung
im 1.
Oberges
choss links an der
C._
in
Y._
gewohnt haben
(
Urk.
3/6
, Urk.
11/176 S. 3 und S. 8, Urk. 11/398 S. 2,
Urk.
32 S. 2
).
Davon ist auszugehen.
Demzufolge ist
nach Art. 16c ELV
in den ZL-Berechnungen von Feb
r
uar
2015 bis Ende Oktober 2016
als Ausgabe für die Miete nicht
der
Max
imal
betrag gemäss Art.
10
Abs.
1 lit. b
Ziff.
1 von
Fr.
13'200.--, sondern
ein
Drittel des tatsächlichen Mietzinses von Fr. 17'400.-- (Fr. 1'450.--
x 12; Urk. 11/
226 S. 1
), mithin
der Betrag
von Fr.
5'800.-- zu berücksichtigen (vgl. BGE 142
V 299 E. 3.2; E. 2.3.2 hiervor)
, wie dies
zunächst
in der Berechnung gemäss der
Verfü
gung vom 3.
Februar 2017
vorgenommen
worden war
(Urk.
11/
219 S. 10 ff.
)
.
Diese
gleichmässige
Aufteilung nach Köpfen ist in
Art.
16c ELV vorgesehen und von der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als gesetzmässig erkannt worden
, wobei es unerheblich ist, ob die Mitbewohner sich am Mietzins tatsächlich betei
ligen. Massgeblich ist allein das Bewohnen derselben Behausung
respektive Woh
nung
(BGE 142 V 299 E. 3.2 mit Hinweis auf
BGE 127 V 10 E. 5d
).
Gründe für eine ausnahmsweise andere Aufteilung des Mietzinses sind
hier
keine gegeben
und wurden auch nicht geltend gemacht
.
4.
6
.2
Nicht gefolgt werden kann
ferner
der Ansicht der
Beschwerdegegnerin
in der Beschwerdeantwort
, dass
die berücksichtigte
Ausgabe für den Mietzins in der ZL-Berechnung ab Februar
2015 gänzlich zu streichen sei, da
sich der
Beschwerde
führer
-
ohne
nachweislich
einen neuen
Wohnsitz zu begründen -
wahrscheinlich
an
verschiedenen Orten
wie etwa in Zürich
aufgehalten habe
und nicht in der Wohnung im 1. Obergeschoss an der
C._
in
Y._
gewohnt habe
(Urk.
10 S. 5)
.
Dies ist
,
insbesondere für die Zeit ab Februar 2015
, nicht mit dem hier massge
blichen Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bewiesen. Nament
lich sind die von der
Beschwerdegegnerin
genannten Beweismittel
nicht
geeignet
, den Beweis hierzu zu erbringen
. So
kommt dem anonymen Hinweis vom 8. Januar 2016
(Urk. 11/235/19)
von vorneherein
für sich allein kein Beweiswert zu, zumal
er
nach Motivlage und Glaubwürdigkeit nicht überprüfbar ist
und die betreffende anonyme Person angeben hat,
die angegebenen Informationen unter anderem selbst aus einer vertrauenswürdigen Quelle
- und mithin nicht aus
schliesslich durch unmittelbare eigene Wahrnehmung -
erfahren
zu haben. Hinzu kommt, dass d
ie anonym
erfolgten Angaben
auch inhaltlich
für
die Zeit vor Januar 2016 nichts ergeben
.
Die Inspektion des Betreibungsamtes
vom 12.
September 2014
(Urk. 2/1 S. 11, Urk. 11/235/1 S. 1) sodann
bezog sich
nach Darstellung der
Beschwerdegegnerin
lediglich auf die Sichtung der Kellerwohnung, mithin nicht
auf die
vom
Beschwerdeführe
r seit dem 1. Januar 2011
gemietete 3-Zimmerwohnung
im 1. Obergeschoss an der
C._
in
Y._
(
Urk.
11/226)
.
Die zweite Inspektion des Betreibungsamtes vom 1
1.
Oktober 2016 bezog sich
gemäss der Darstellung der
Beschwerdegegnerin
zwar
auf diese Wohnung im
1.
Obergeschoss (Urk. 2/1 S. 11, Urk. 11/235/1 S. 1)
. Je
doch
ist damit
nichts
zu den Wohnverhält
nissen des
Beschwerdeführer
s
bereits
ab Februar 2015 gesagt;
denn die Feststel
lungen der Betreibungsbeamten beziehen sich gemäss den Angabe
n
der
Beschwerde
gegnerin zum Inspektionsbericht, der indes nicht vorliegt,
auf eine einmalige Kontrolle am 11. Oktober 201
6.
Im Übrigen ist dem Zitat der
Beschwer
degegnerin
zu entnehmen, der
Beschwerdeführer
habe
gegenüber den Betrei
bungsbeamten
erklärt, dass er mit seiner Mutter und
deren
Ehemann in der Woh
nung lebe
(Urk. 2/1 S. 11)
. Dies stimmt
mit seinen Angaben
und
derjenigen
seiner Mutter
an anderer Stelle überein
und führt ebenfalls nicht zu
einer
andere
n
Erkenntnis.
Im Weiteren
kann
auch
aus den
Telefonnotiz
en
bezüglich der
Mitteilung der Kan
tonspolizei zum Ereignis vom 3
1.
März 2017 (
Urk.
11/235/3, Urk. 11/280)
hin
sichtlich des Wohnortes des
Beschwerdeführer
s
rückwirkend
für die Zeit ab Februar 2015
nichts
abgeleitet werden.
Ferner ist daraus
auch
dem Inhalt nach
nicht zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer
ab Februar 2015
anderenorts und
nicht zusammen mit seiner Mutter
sowie
deren Ehegatten in der von ihm gemie
teten Wohnung im
1.
Obergeschoss links
gewohnt
hat
.
Hinzu kommt, dass als Indiz zu den Wohnverhältnissen
des
Beschwerdeführer
s
von Februar 2015 bis Oktober 2016 nicht unberücksichtigt bleiben darf, dass über
ein Postfinance-Privatkonto
des
Beschwerdeführer
s für diese Monate jeweils
ein Betrag von
Fr.
1'450.--
bezahlt wurde
(
Konto Nr.
«...»
;
Urk.
11/
242 S.
4-16
)
. Es
ist
naheliegend, dass es sich dabei um den Mietzins für die Wohnung im 1. Obergeschoss an der
C._
in
Y._
handelte. A
uch daraus lässt sich nicht schliessen, dass der
Beschwerdeführer
diese Wohnung in der Zeit ab Februar 2015 nicht respektive nicht mehr bewohnte.
Den übrigen Lastschriften auf diesen Kontoauszügen zum Postfinance-Privat
konto Nr.
«...»
(
Urk.
11/242 S. 4-16) ist zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer
sich in der Zeit von Februar 2015 bis Oktober 2016 regelmässig in der Stadt Zürich aufgehalten hat, vereinzelt aber auch in
Q._
,
R._
,
S._
und
T._
. Nur
wenige
Lastschriften erfolgten aufgrund von Bez
ügen in der Stadt
Y._
, so etwa am 2
7.
Juli, 1
0.
August und 1
8.
November 201
5.
Die
Lastschriften in der Stadt Zürich und anderenorts erfolgten indes nicht derart regelmässig und gehäuft, dass daraus
bereits
überwiegend wahrscheinlich auf einen ständigen Aufenthalt oder einen Wohnort geschlossen werden könnte und nicht genauso gut lediglich auf regelmässige
Einkäufe in Zürich und/oder
Besuche, etwa von
Freunden und
Bekannten, Ärzte
n
oder
Therapeuten.
4.6
.3
Insgesamt ist
damit
nicht überwiegend wahrscheinlich
ausgewiesen
, dass der
Beschwerdeführer
ab Februar 2015 obdachlos
war respektive auf der Strasse
und/
oder in besetzten Häusern
oder an einer bestimmten Adresse in Zürich
wohnte,
und dass
er
folglich
nicht
(
mehr
)
hauptsächlich
in
der Stadt
Y._
wohnte.
Es bleibt somit dabei, dass in der
jährlichen
ZL-Berechnung von
Anfang
Februar 2015 bis
Ende Oktober 2016 als Mie
tzinsausgabe der Betrag von Fr.
5'800.-- zu berücksichtigen ist.
4.7
4.7.1
Betreffend den Zeitraum
vom
1.
Februar
bis 3
0.
November 2017, mithin ab der Wiederausrichtung der Zusatzleistung aufgrund der Neuanmeldung vom 28. Februar 2017 (Urk. 11/308)
und
bis
zur Abmeldung
der
Mutter des
Beschwerdefüh
rer
s von der Stadt
Y._
in den Kanton Solothurn
per Ende November 2017 (
Urk.
3/3.8
)
,
ist die
Beschwerdegegnerin
in der ZL-Berechnung
der Verfügung
vom 19.
Mai 2017 (
ab Februar 2017,
Urk. 11/315
S. 15
)
wiederum
von eine
m
Dreipersonenha
ushalt mit einem Mietzinsanteil als Ausgabe von jährlich
Fr.
5'800.-- ausgegangen.
4.7.2
Auf die
vorliegenden Hauptm
ietverträg
e zu den Wohnungen im 1. und 2.
Ober
geschoss links an der
C._
in
Y._
(Urk. 11/226, Urk. 11/235/20-22)
und die
Einträge im Einwohnerregister
(Urk. 3/5) kann in Bezug auf den
Beschwerdeführer
und von
D._
sowie
G._
auch für die Zeit ab Feb
ruar 2017
zur Klärung der Wohnverhältnisse nicht
abgestellt werden
,
nachdem
die tatsächlich gelebten
Wohnverhältnisse
- wie ausgeführt -
schon zuvor
davon ab
ge
wichen
waren
.
Ebenso verhält es sich mit der E-Mail des Vermieters
an die Einwohnerkontrolle
Y._
vom
1.
September 2017,
wonach
der
Beschwerde
führer
allein in der 3-Zimmerwohnung
im 1.
Obergeschoss links wohne und dass
D._
und
G._
im
2.
Stock links wohnen würden (Urk. 11/371/2).
Denn es
ist davon auszugehen, dass er sich bei seiner Ausk
unft auf die
ihm vorliegen
den
Mietverträge der Hauptmieter bezog, zumal
er
die Untermiet
er in seiner Aus
kunft
nicht erwähnt
hat und er gemäss dem Einwohnerregister nicht in demselben Haus wohnt(e) (Urk. 3/3, Urk.11/371/3)
.
A
usgewiesen und unstrittig
ist
, dass
D._
und
G._
in der
von ihnen gemietete
n 3-Zimmerwohnung im 2.
Obergeschoss
links
an der
C._
in
Y._
(Urk. 11/235/20-22, Urk. 22 S. 12
)
mindestens
ab Februar 2017 zwei
erwachsene, nicht verwandte
Personen
zur Untermiete wohnen liessen
, und zwar
J._
und
I._
.
Dem entsprechen auch
die Einträge
der beiden Untermieter
im Einwohnerregister
Y._
mit Zuzug
per 21. Januar und 10.
Februar 2017
(Urk.
3/3.11-12
).
4.7.3
Die
Beschwerdegegnerin
hat bei dieser Sachlage
zu Recht
die Angaben des
Be
schwerdeführer
s (Urk. 11/398 S. 2) trotz der
Bestätigung seiner Mutter (Urk.
3/6) und der Umzugsmeldungen an die Einwohnerkontrolle vom 1
9.
Januar 2017 (
Urk.
3/5.7, Urk. 3/5.10)
in Zweifel gezogen, dass
sie mit ihrem
Ehegatten
im Januar 2017 wieder in ihre 3-Zimmerwohnung im 2. Obergesc
hoss links an der
C._
in
Y._
gezogen
ist
.
Dies ist
nicht nur
wegen der Grösse der Wohnung mit nur drei Zimmern für vier erwachsene, nicht verwandte Personen unwahrscheinlich
, sondern auch weil der
Beschwerdeführer
in seiner Wohnung ebenfalls drei Zimmer zur Verfügung hatte
und bisher seine Mutter
sowie
deren Ehegatte darin
während
rund zwei Jahren
wohnen liess
.
Die Umzugsmeldungen an die Einwohnerkontrolle
vom 19.
Januar 2017 (Urk. 3/5.7) erfolgte
n
in zeitlicher Hinsicht
zudem
offensichtlich im Hinblick auf die Anspruchsberechtigungen
des
Beschwerdeführer
s. Denn
sie wurden in der Zeit vorgenommen
,
als
die ZL-Leistungen eingestellt waren
(Urk.
11/
221)
und die Sozialbehörde
ihm
mitgeteilt hatte, dass er aufgrund des Dreipersonenhaushaltes keinen Anspruch auf Sozialhilfe habe (Urk. 22 S. 13). Kurz darauf, nämlich am 28. Februar 2017 meldete
er
sich wieder zum
B
ezug
von Zusatzleistungen
an (
Urk.
11/308).
Die
damit begründeten
erheblichen
Zweifel an der
tatsächlichen
Umsetzung der gemeldeten
neuen Wohnverhältnisse ab Februar
2017
werden
dadurch
bekräftigt
, dass
bei der Hausdurchsuchung
der Wohnung des
Beschwerdeführer
s im 1. Obergeschoss
durch die Kantonspolizei am 3
1.
März 2017 um 8 Uhr morgens g
emäss den
Telefonnotizen
vom 3
1.
März und 2
7.
Juni 2017
festgestellt wurde, dass die Wohnung (noch immer) mit
E._
/
X._
beschriftet gewesen sei und
die Mutter in der Wohnung angetroffen worden sei, welche erklärt habe, hier mit ihrem Sohn zu wohnen
. Insbesondere auch di
e
zwei (Unter-)Mieter der Wohnung im 2. Obergeschoss
hätten
erklärt, dass ihre Vermieterin in der unteren Wohnung im
1.
Obergeschoss lebe (Urk. 11/235/3, Urk. 11/280, Urk
. 11/441 S. 10 f., Urk. 22 S. 13; vgl. auch E-Mail vom 3
1.
März 2017, Urk. 11/276
).
Die Angaben der Mutter des
Beschwerdeführer
s
gegenüber der Sozialabteilung
Y._
gemäss der Telefonnotiz vom 27. Juni 2017
, wonach sie nicht in dersel
ben Wohnung wie ihr Sohn wohne
(Urk. 11/441 S.
11
,
Urk. 22 S. 13),
vermögen
diese Angaben
nicht zu entkräften, zumal sie
danach
selbst erklärte, dass sie sich oft für alltägliche Dinge wie Kochen, die Benützung des Bettes und der Toilette in dessen Wohnung aufhalte.
4.
7.4
Es ist
vor diesem Hintergrund
nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
ab Februar 2017 von einem D
reipersonenhaushalt
des
Beschwerdeführer
s
aus
ging.
Was der
Beschwerdeführer
dagegen vorbringt
,
führt zu keiner anderen Betrach
tungsweise. Namentlich
ist der Einwand, der Umzug seiner Mutter und deren Ehegatten in die Wohnung im 2. Obergeschoss sei aus Kostengründen
wegen ständiger finanzieller Sorgen
erfolgt (
Urk.
18 S. 7),
nicht stichhaltig. Denn dies hätte auch schon in der Zeit vor dem 2
1.
Januar 2017, als sie nach eigenen Angaben noch im
1.
Obergeschoss gewohnt haben, gelten müssen und bestätigt vielmehr, dass der angebliche Umzug lediglich im Hinblick auf die
Sozialversi
cherungs- und Sozialhilfe
leistungen für den
Beschwerdeführer
gemeldet wurde
, ohne die tatsächlich gelebten Wohnverhältnisse
entsprechend anzupassen
.
Ferner ist es entgegen den Ausführungen des
Beschwerdeführer
s (Urk. 18 S. 6 f.)
un
zutreffend, dass im Beschluss des Bezirksrates
Y._
vom 15. März 2018 seine Angaben bezüglich seiner Wohnsituation als mit den Angaben der Einwoh
nerkontrolle übereinstimmend bezeichnet worden sind. Denn an dieser Stelle gab der Bezirksrat lediglich den Inhalt der Auskunft der Einwohnerkontrolle
Y._
gemäss den Einträgen des Einwohnerregisters (Urk. 3/5) wieder (Urk. 11/441 S. 10). Im Übrigen ist das hiesige Gericht nicht an Feststellungen des Bezirksrates gebunden.
4.7.5
Es ist somit festzuhalten, dass
in der ZL-Berechnung vom
1.
Februar bis 30. No
vember 2017
weiterhin ein Dreipersonenhaushalt und damit ein Drittel des Miet
zinses von
Fr.
17'400.--
pro Jahr
(
Fr.
1'450.-- x 12,
Urk.
11/226 S. 1)
mithin d
er Betrag von
Fr.
5'800.--
zu berücksichtigen ist, wie dies in der Verfügung vom 19. Mai 2017 (Urk.
11/315 S. 3 ff.
) zutreffend vorgenommen wurde.
4.8
Zusammenfassend ist nach dem Gesagten ab dem
1.
Januar 2011 der Betrag von
Fr.
13'200.-- und vom
1.
Februar 2015 bis 3
0.
November 2017 der Betrag von Fr. 5'800.-- in der ZL-Berechnung als Ausgabe für die Miete zu berücksichtigen.
5.
5.1
Bei der
Anrechnung
von
Einnahme
n
aus Untermiete
in der ZL-Berechnung
ab Januar 2011
von
Fr.
960.--
, ab November 20
12 von
Fr.
1'200.-- und
von August bis Oktober 2016 sowie ab Februar 2017
von Fr. 1'800.--
gemäss der Verfügung vom 19. Mai 2017 (Urk. 11/315 S. 15)
hat
sich
die
Beschwerdegegnerin
insbeson
dere
auf
die vorliegenden
Untermietverträge
und
Quittungen
sowie
die Auszüge der Konti des
Beschwerdeführer
s
gestützt
(
Urk. 2/1 S. 16 f.,
Urk. 11/235/1 S.
2
)
.
5.2
5.2.1
Es steht diesbezüglich fest und ist unbestritten
(
Urk.
11/398 S. 2)
, dass der
Beschwerdeführer
die
1
,5
-Zimmerwohnung
im Un
tergeschoss
an der
C._
in
Y._
in der gesamten hier interessierenden Zeit ab Januar 2011
mit einem Mietzins von
Fr.
700.-- pro Monat gemietet hat (
Urk.
11/
235/14
)
.
Aus dem Auszug
zum Postfinance-
Spark
onto Nr.
«...»
des
Beschwerde
führer
s
geht hervor
, dass
die Finanzverwaltung der Stadt
Y._
, mithin die Sozialhilfe,
für
U._
betreffe
nd die Monate Februar bis November 2012
den
Betrag von
Fr.
780.-- pro Monat als Miete an den
Beschwerdeführer
über
wiesen
hat
(
Urk.
11/241 S. 15 ff.).
Ein Untermietvertrag liegt nicht vor.
Gemäss
den Einwohnerdaten
von
U._
war
dieser
in der Stadt
Y._
an der
C._
vom
1.
April 2011
bis
3
1.
August 2013
an
gemeldet
(Urk.
11/235/13 S. 4).
Gemäss den
(Unter-)
Mietverträgen vom 2
2.
September 2012 (Urk. 11/235/12) und vom 12. Dezember 2014 (
Urk.
11/235/11) vermietete
der Beschwerdeführer
diese Wohnung mit Mietbeginn ab dem
1.
Oktober 2012 an
E._
mit einem Mietzins von
Fr.
800.-- (
Urk.
11/235/11-12). Dem Auszug zum Postfinance-Sparkonto Nr.
«...»
des
Beschwerdeführer
s ist zu entneh
men, dass
seinerseits
von
Oktober 2012
bis Juli 2016
monatlich die Miete
in der Höhe
von Fr. 800.-- an den
Beschwerdeführer
überwiesen wurde
(
Urk.
11/241 S. 4
ff.
)
.
5.2.2
Die
Beschwerdegegnerin
hat bei dieser Aktenlage
grundsätzlich
zu Recht darauf geschlossen, dass der
Beschwerdeführer
durch die Untermiete der 1,5-Zimmer
wohnung
im Un
tergeschoss an der
C._
in
Y._
Einnahmen
von
Fr.
80.--
(Fr.
780.-- -
Fr.
700.--) respektive
Fr.
100.-- (
Fr.
800.-- -
Fr.
700.--) pro Monat
generiert hat
.
Allerdings hat
die
Beschwerdegegnerin
in der ZL-Berechnung
zunächst mit
Ver
fügung vom
3.
Februar 2017 erst ab dem
1.
Oktober 201
2
Einnahmen aus Unter
miete angerechnet, und zwar
de
n Betrag von Fr.
1'200.--
pro Jahr
(
12 x Fr. 100.--;
Urk. 11/
219 S.
6 ff.
)
.
I
n der neuen ZL-Berechnung der Verfügung vom 1
9.
Mai 2017
hat sie
dies
zwar
korrigiert, jedoch dabei
bereits
ab dem
1.
Januar 2011
eine
Einnahme
aus Untermiete
in der Höhe von
Fr.
960.-- pro Jahr (
12 x Fr. 80.--) berücksichtigt
Urk. 11/315 S.
3 ff.). D
ies
obschon die Zahlung des ersten bekann
ten Untermieters
U._
von
Fr.
780.-- pro Monat erst für die Monate ab Februar 2012 ausgewiesen ist (
Urk.
11/241 S. 15 ff.). Die Berechnung der
Beschwerdegegnerin
widerspricht
denn auch ihren eigenen
Erläuterungen zur Fallführung
, wonach darauf geschlossen wurde, dass
U._
seit seinem Zuzug per
1.
April 2011 in der Kellerwohnung gewohnt habe
(Urk. 11/235/1 S. 2
).
5.2.3
Die
Anrechnung von
Fr.
960.-- als Einnahme aus Untermiete
in der ZL-Berechnung
rechtfertigt sich mithin
erst
ab
Februar 201
2.
Denn selbst wenn
auf
grund der Angaben im Einwohnerregister davon ausgegangen wird,
dass
U._
bereits per 1.
April 2012
in der 1,5-Zimmerwohnung gewohnt hat, ist damit nicht gleichzeitig auch erwiesen, dass der
Beschwerdeführer
bereits ab
dann
monatlich den Betrag von Fr. 80.--
und nicht einen tieferen
oder keinen
Ertrag
erwirtschaftet hat
.
Vom 1.
Oktober 2012
bis 31. Juli 2016
ist
sodann
a
ufgrund des Unter
mietvertra
ges
mit
E._
der Betrag von Fr. 1'200.-- pro Jahr
zu berücksichtigen
. In
der
Verfügung vom 1
9.
Mai 2017
hat die
Beschwerdegegnerin
diesen Betrag dagegen erst
ab
dem
1.
November 2012
angerechnet (
Urk.
11/315
S.
6 ff.; korrekt
noch
in der Verfügung vom
3.
Februar 2017, Urk. 11/219 S. 5 ff.).
5.
3
5.3.1
Ab
1.
August 2016
berücksichtigte
die
Beschwerdegegnerin
in der ZL-Berechnung den Betrag von
Fr.
1'800.-- als Einnahme aus Untermiete (Urk. 11/219 S.
12
, Urk. 11/315 S. 14 f.
, Urk. 11/405 S.
4 f.
). Der
Beschwerdefüh
rer
macht dagegen geltend, dass er die 1,5-Zimmerwohnung
im Un
tergeschoss ab Juli 2016
mit mündlichem Vertrag
an
seine Mutter vermietet habe
und der Über
schuss aus der Untermiete seine Mutter für die Aufwendungen erhalte (Urk. 1 S. 10 i.V.m. Urk. 11/398 S. 2
; vgl. auch
Urk.
11/176 S. 3
).
5.3.2
Die Behauptung des
Beschwerdeführer
s
, dass er die Wohnung an seine Mutter untervermietet hat,
wird dadurch gestützt, dass
ein
schriftlicher
Untermietvertrag zur 1
,5
-Zimmerwohnung
im Un
tergeschoss
vorliegt, der vom neuen Untermieter
F._
mit
G._
sowie
D._
(
als Hauptmieter
bezeichnet)
mit Mietbeginn per
1.
August 2016 und einem Mietzins von
Fr.
850.--
abgeschlossen wurde
(Urk. 11/235/6).
G
emäss dem Auszug a
us dem Einwohnerregister vom 3.
Februar 2017 war
F._
als Bewohner der 1.5-Zimmerwohnung im Untergeschoss an dieser Adresse angemeldet (Urk. 11/235/15).
Es liegen ausser
dem Quittungen vor, welche die Bezahlung des vereinbarten Mietzinses an
D._
und
G._
ausweisen, teilweise mit der Bemerkung, dass
Fr.
50.-- abge
zogen worden seien gemäss der Vereinbarung mit
V._
für geleistete Arbeiten (
Urk.
11/235/7
, Urk. 11/235/10 S. 3
).
Gemäss dem Bericht der Stadtpolizei
Y._
vom 2
8.
März 2017 wurde
F._
zum Untermietverhältnis am 2
3.
März 2017
ferner
befragte und die 1,5-Zimmerwohnung im Un
tergeschoss an der
C._
in
Y._
eingesehen.
F._
habe ausgesagt, da
s
s er hier seit August 2016 wohne und
er die abgemachten
Fr.
850.-- an
D._
in Bar gegen Quittung bezahle (
Urk.
11/235/9 S. 2).
5.3.3
Bei dieser
Aktenlage
ist davon auszugehen
, dass
für die
Untermiete
für die
1,5-Zimmerwohnung
im Un
tergeschoss an der
C._
in
Y._
ab
August 2016
der Betrag von
Fr.
850.-- pro Monat geschuldet war, welcher - abzüglich gelegentlicher Verrechnungen mit Naturalleistungen (
Verrichten von
Arbeiten)
-
vom
neuen
Untermieter
F._
jeweils an
D._
und
G._
bar
übergeben
wurde.
Erwiesen ist auch, dass gegenüber dem Untermieter allein
D._
und
G._
und nicht der
Beschwerdeführer
als Vermieter
auftraten.
Dass seine Mutter sowie deren Ehegatte lediglich
in Vertretung
des
Beschwerde
führer
s
als (Unter-)Vermieter
handelten
und den Gewinn von Fr. 150.-- oder einen Teil davon an den
Beschwerdeführer
auszahlten
, ist
dagegen
nicht ausge
w
iesen
.
Gemäss den vorliegenden Auszügen aus den Postfinance-Konti des
Beschwerdeführer
s gingen ab August 2016
denn auch
keine direkten Zahlungen aus Untermiete auf seine Konti mehr ein, und zwar weder von
F._
noch von
D._
und
G._
(Urk. 11/241 S. 4). Auch erfolgten ab dann
nicht mehr wie noch bis Juli 2016 monatliche Zahlungen im Betrag von
Fr. 700.-
-
ab dem Sparkonto des
Beschwerdeführer
s, bei welchen es sich
wahrscheinlich um Mietzinszahlungen des
Beschwerdeführer
s an den Vermieter gehandelt hatte (Urk. 11/242-238).
Es ist
in
rechtlicher
Hins
icht zudem möglich, dass
der
Beschwerdeführer
die 1,5-Zimmerwohnung
im Un
tergeschoss (im Juli 2016) ab August 2016 an
D._
und
G._
mit mündlichem Vertrag untervermietet hat, da ein
Miet- und Untermietverhältnis
nicht der
Schriftform
bedarf
und auch mündlich
rechts
gültig ist
(
Art.
253 ff. in Verbindung mit
Art.
11
des Obligationenrechts, OR)
.
5.3.
4
Jedoch ist mit der
Beschwerdegegnerin
(Urk. 2 S. 17)
von einer
Verzichtshand
lung des
Beschwerdeführer
s
im Sinne von
Art. 11
Abs.
1 lit. g ELG
auszugehen
. Da
er die 1,5-Zimmerwohnung
im Un
tergeschoss an seine Mutter und deren Ehe
gatten untervermietete,
ohne
- wie bisher - einen höheren
Mietpreis zu verlangen
,
obschon diese
die Wohnung nicht selbst benützten, sondern
gewinnbringend
weitervermieteten
, verzichtete er
-
ohne
Rechtspflicht und ohne
dafür
eine
adä
quate
Gegenleistung
zu erhalten
(vgl.
BGE
140 V 267 E. 2
.2
mit Hinweisen)
-
auf die damit tatsächlich generierten Einnahmen
von
Fr.
150.-- pro Monat
.
Dabei
erschliesst sich
insbesondere
nicht, dass aus dem Untermietverhältnis für die Mutter des
Beschwerdeführer
s Aufwendungen im Wert von
Fr.
150.-- pro Monat
angefallen wären
, welche sich der
Beschwerdeführer
im Sinne eines adä
quaten Gegenwertes
erspart
hätte
.
5.3.
5
Die
Beschwerdegegnerin
hat somit zu Recht in den ZL-Berechnungen der Verfü
gun
gen vom
3.
Februar,
1
9.
Mai 2017
und 2
8.
Februar 2018 (Urk. 11/219 S. 12, Urk. 11/315 S. 14 f., Urk. 11/405 S. 4 f.)
ab August 2016 den Betrag von
Fr.
1'800.-- als Einnahme
aus Untermiete berücksichtigt.
5.4
5.4.1
Insgesamt
sind
in Anwendung von
Art.
11
Abs.
1 lit. b und lit. g ELG als jährliche Einnahme aus Untermiete ab Januar 2011 kein Betrag, ab dem
1.
Februar 2012 der Betrag von
Fr.
960.--, ab dem 1. Oktober 2012 der Betrag von Fr. 1'200.-- und ab dem
1.
August 2016 der Betrag von
Fr.
1'800.-- zu berücksichtigen.
5.4.2
Der
Beschwerdeführer
macht in diesem Zusammenhang mit Bezug auf die Begründung der
Beschwerdegegnerin
in Ziffer 88 des angefochtenen Einsprache
entscheides (
Urk.
2/1 S. 17) eine Verletzung seines Anspruchs auf rechtliche
s
Gehör geltend (
Urk.
1 S. 11), da diese es abgelehnt habe, die sachlichen und recht
lichen Grundlagen zu benennen.
Damit macht er eine Verletzung der Begründungspflicht der
Beschwerdegegnerin
geltend. Das Recht auf eine Begründung eines Entscheides ist ein Bestandteil des Anspruchs auf rechtliches Gehör, wie er neben den speziellen gesetzlichen Rege
lungen in Art. 42 ATSG
und
in Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) garan
tiert wird (vgl. BGE 124 V 180 E. 1a).
Der Anspruch auf rechtliches Gehör (
Art.
29
Abs.
2 BV
) gebietet unter anderem,
dass eine Behörde ihren Entscheid begründet. Dabei kann sie sich aber auf die für ihren Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Es ist ni
cht erforderlich, dass sich die Begründung
mit allen Partei
standpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen aus
drücklich widerlegt (
BGE 142 II 49
E. 9.2
).
Die
Beschwerdegegnerin
legte die Überlegungen, von welchen
s
ie
sich betreffend die
Anrechnung der Einnahmen aus Untermiete
leiten liess,
im angefochtenen Entscheid sowohl in sachlicher als auch in rechtlicher Hinsicht dar (
Urk.
2/1 S. 16 f.). Die
entscheidwesentlichen Faktoren wurden festges
tellt und gewürdigt, so dass der Beschwerdeführer
sich über
deren
Tragweite ein Bild machen konnte.
Dies gilt auch in Bezug auf die übrigen Sachverhalte des Entscheides.
Eine sach
gerechte Anfechtung des vorinstanzli
chen Entscheids war somit ohne W
eiteres mög
lich (vgl. BGE 138 IV 81 E. 2.2
; 136 I 229 E. 5.2 mit Hinweisen). Eine Verlet
zung des
Anspruchs auf
rechtliche
s
Gehörs
liegt nicht vor.
6.
6.1
In Bezug auf
den Zeitraum
vom 1. Dezember 2017 bis zum angefochtenen Ein
spracheentscheid vom 2
8.
Februar 2018 (
Urk.
2/1),
welches hier die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 129 V 4 E. 1.2),
ver
hält es sich wie folgt.
D
ie
Beschwerdegegnerin
hat
in der ZL-Berechnung gemäss der Verfügung vom 28. Februar 2018 (
Urk.
11/405), welche jene der Verfügung vom 1
1.
Dezember 2017 (Urk. 11/374) ersetzte und zum integrierenden Bestandteil des angefochte
nen Einspracheentscheid
s
erklärte wur
de (Urk.
2/1 S.
29
),
für die Zeit
ab dem 1. Dezember 2017
wegen
der Wegzugsmeldung
der Mutter des
Beschwerdeführer
s per Ende November 2017 (
Urk.
3/5.8)
neu einen Mietbetrag von
Fr.
8'700.-- als Ausgabe
(Zweipersonenhaushalt)
und weiterhin die Einnahme aus Untermiete von Fr. 1'800.--
berücksichtigt
(Urk. 11/405 S. 4 ff.).
Auf diese Berechnung kam
die
Beschwerdegegnerin
nach Erlass des angefochte
nen Einspracheentscheides vom 2
8.
Februar 2018 (
Urk.
2/1) erneut zurück
, nach
dem die Sozial
beratung
am
2
8.
März 2019
nach einem
Augenschein
in der Woh
nung im 1.
Obergeschoss links
und der 1
,5
-Zimmerwohnung im Untergeschoss
an der
C._
in
Y._
gemäss dem Bericht gleichen Datums zum Schluss gelangt war, dass der
Beschwerdeführer
alleine
in der Wohnung im 1. Obergeschoss
wohne
(
Urk. 33/1
,
Urk. 39/553a S. 7)
.
Dementsprechend
wurde
in der ZL-Berechnung gemäss der Verfügung vom 2. April 2019
(Urk. 39/553)
zum Einspracheentscheid gleichen Datums (Urk. 39/553a)
nunmehr
ab Dezember 2017
der
Maximalbetrag von Fr.
13'200.-- als Mietausgabe
berücksichtigt
(
Urk. 39/553 S.
4
ff.). Ausserdem wurde ab Januar 2018 keine Einnahme aus Un
termiete
mehr angerechnet, da der Mietzins für die
1,5-
Zimmerwohnung im Untergeschoss
- nachgewiesen mit Barzahlungsquittungen des Untermieters - auf
Fr.
700.--- gesenkt
worden
war
(
Urk. 39/553a S. 6 f.)
.
Dieser neue Entscheid vom 2. April 2019 wurde nicht angefochten.
6
.2
Der Anspruch auf Zusatzleistungen ist auch in Bezug auf die Zeit vom 1. Dezem
ber 2017 bis 2
8.
Februar 2018 (
Urk.
2/1) Gegenstand dieses Verfahrens
.
Die
Ver
fügungsgewalt
darüber ist der
Beschwerdegegnerin
nach erfolgter, auf Abwei
sung schliessender Beschwerdeantwort (
Urk.
10) entzogen
(vgl. Art. 53
Abs.
3 ATSG)
. Soweit die
Beschwerdegegnerin
daher auf ihre Verfügung und den Ein
spracheentscheid
vom 28.
Februar 2018 mit
Verfügung und
Einspracheentscheid vom
2.
April 2019 wiedererwägungsweise
in Bezug auf die Zeit vom 1. Dezember 2017 bis 28. Februar 2018
zurückgekommen ist
(Urk. 39/553-553a)
,
ist dies
nicht als Entscheid
in der Sache
, sondern
als Antrag der
Beschwerdegegnerin
in diesem Verfahren
bezüglich des Anspruchs auf Zusatzleistungen des
Beschwerdeführer
s ab dem 1. Dezember 2017
entgegenzunehmen und zu behandeln.
Die Begründung der
Beschwerdegegnerin
zur ZL-Berechnung unter Berücksich
tigung des Maximalbetrages von
Fr.
13'200.-- als Mietausgabe ab Dezember 2017
gestützt auf den Bericht zum Augenschein vom 2
8.
März 2019
und der Strei
chung der Einnahme aus Untermiete (Urk. 39/553 S. 4 ff., Urk. 39/553a S.
7
f.
). ist nachvollziehbar, weshalb ihr gefolgt werden kann. Der
Beschwerdeführer
hat dagegen denn auch nichts eingewendet
(vgl.
Urk.
32 S. 2 f.
)
.
6
.3
Es ist daher
dementsprechend
festzuhalten, dass
in der ZL-Berechnung
ab dem 1.
Dezember
2017 als Ausgabe der Mietzinsbetrag von
Fr.
13'200.-- und
als Ein
nahme
der Betrag von
Fr.
1'800.-- aus Untermiete
einzusetzen
i
st. Ab Januar 2018 entfällt die Einnahme aus Untermiete.
D
er Anspruch auf Zusatzleistungen
ist
somit
entsprechend der Verfügung
und dem Einspracheentscheid
vom 2. April 2019
(Urk. 39/553-553a) ab Dezember 2017 auf Fr. 1'674.-- und ab Januar 2018 auf
Fr.
1'385.-- (je inklusive Prämien
verbilligung)
festzusetzen
.
7.
7.1
Nach dem
Gesagten
steht fest, dass die in Wiedererwägung gezogenen Leis
tungszusprachen
betreffend die Zeit ab Januar 2011 zweifellos unrichtig im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ATSG waren. Denn sie waren in Unkenntnis der - nicht gemel
deten - Einnahmen aus der Untermiete ergangen und haben die Aufteilung der Miet
kosten auf die Mitbewohner zu Unrecht ausser Acht gelassen. Die Beschwerde
gegnerin hat daher
grundsätzlich
zu Recht
eine Neuberechnung ab dem 1.
Januar 2011 v
orgenommen
und damit eine Rückforde
rung ermittelt
, jedoch ist sie wie ausgeführt zu korrigieren.
Zusammengefasst
hat die
Beschwerdegegnerin
in
der
ZL-Berechnung
vom
1.
Januar 2011
bis 3
0.
Oktober 2016 und ab
1.
Februar 2017
d
as Folgende
vor
zunehmen
:
Als Ausgabe für die Miete ist ab dem
1.
Januar 2011 der Betrag
von
Fr.
13'200.--, vom
1.
Februar 2015
bis 3
0.
Oktober 2016 und vom
1.
Februar 2017
bis 30.
November 2017 der Betrag von Fr. 5'800.--
sowie ab dem 1.
November 20
17
wieder der Betrag von
Fr.
13'200.--
zu berücksichtigen
. Als Einnahme aus Untermiete ist
ab Januar 2011 kein Betrag, ab dem
1.
Februar 2012 der Betrag von
Fr.
960.--, ab dem 1. Oktober 2012 der Betrag von Fr. 1'200.-- und
vom
1.
August
bis 3
0.
Oktober 2016 sowie ab dem
1.
Februar 2017
der Betrag von
Fr.
1'800.--
einzusetzen
.
7.2
Bei der Festsetzung der
neu zu ermittelnden Rückforderung ist zudem
die
Recht
sprechung
zu beachten
, wonach
bei der Rückforderung der
(von Januar 2011 bis Oktober 2016) unrechtmässig geleistete
n
kantonale
n
Beihilfe
§ 19 ZLG sinnge
mäss anwendbar ist.
Die
Beschwerdegegnerin
hat
dabei vorab
zu prüfen, ob
die Rückforderung der Beihilfe
der Anforderung von § 19 Abs. 1 lit. a ZLG standhält, wonach eine Rückforderung günstige Verhältnisse bedingt (vgl. E. 2.
5.2 hiervor; Urteil des Bundesgerichts
9C
_305/2012 vom 6. August 2012 E.
3.2).
7.3
Der angefochtene Einspracheentscheid ist somit in Bezug auf die
am
3.
Februar 2017 verfügte Rückforderung von Fr. 30'649.-- (Urk. 11/220)
aufzuheben
. Die
Beschwerdegegnerin
hat
die Rückforderung
entsprechend den Erwägungen zu
korrigieren und nach erfolgter Neuberechnung
der Zusatzleistungen ab Januar 2011
neu festzusetzen.
Ausserdem
hat die
Beschwerdegegnerin
den
ZL-Anspruch
des
Beschwerdeführer
s
für den Zeitraum vom
1.
Februar
bis 30.
November 2017
mit der erwägungsge
mäss korrigierten
ZL- Berechnung neu festzusetzen.
Auch insofern ist der ange
fochtene Einspracheentscheid aufzuheben.
Entsprechend der Verfügung und dem Einspracheentscheid vom 2. April 2019 (Urk. 39/553-553a) ist sodann festzu
stellen
, dass der
Beschwerdeführer
Anspruch auf Zusatzleistungen ab dem 1. Dezember 2017 von
Fr. 1'674.-- und ab
dem 1.
Januar 2018
von
Fr.
1'385.-- (je inklusive Prämienverbilligung)
hat
.
Der ange
fochtene Einspracheentscheid vom 28. Februar 2018 (Urk. 2/1)
mit
der Berech
nung gemäss der
Verfügung
gleichen Datums
(Urk. 11/405)
ist dementsprechend zu ändern.
7.4
7.4.1
Sämtliche
weitere
Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen an diesem Ergebnis nichts zu ändern.
Mithin
bringt d
er
Beschwerdeführer
vor, er habe sich in seiner
E-Mail
vom 13.
März 2019 (
Urk.
39/535 S. 3
) darüber
beschwert,
dass ihm durch die Be
schwerdegegnerin
zwar
Krankenkassenprämien von den Leistungen abgezogen worden seien,
welche jedoch nicht an die
Krankenkasse
überwies
en
worden seien
.
Die
Beschwerdegegnerin
habe mit E-Mail gleichen Datums (
Urk.
39/535 S. 1) seine Behauptung mit den Worten bestätigt, dass «...an die Krankenkasse nicht verrechnet oder überwiesen worden sei».
Dies zeige ein weiteres Mal exempla
risch, wie er durch die Beschwerdegegnerin nicht beziehungsweise falsch infor
miert worden sei und wie er daraus folgend immer wieder mit ungerechtfertigten Leistungsverweigerungen und/oder Leistungskürzungen konfrontiert worden sei
(
Urk.
45 S. 3).
7.4.2
Der
Beschwerdeführer
bezieht sich auf
eine E-Mail
der
Beschwerdegegnerin
(Urk. 39/535 S. 1)
,
die
sich
indes
nicht an den
Beschwerdeführer
gerich
tet hat, sondern intern erfolgt war
.
Sie
kann
damit nicht als Falschauskunft
ihm gegen
über
gelten
und er kann daraus nichts zu seinen Gunsten ableiten.
Ausserdem erfolgte
die E-Mail
nach dem Erlass des Einspracheentscheid
es
vom
28. Februar 2018 (
Urk.
2) und liegt
damit
ausserhalb des
hier massgeblichen
Überprüfungs
zeitraumes.
Auch insofern
ist
sie
nicht beachtlich.
Zu den Direktüberweisungen an die Krankenversicherung des
Beschwerdeführer
s
(Assura)
ist zudem
zu beachten
, dass diese erst erfolgten, nachdem die
Beschwer
degegnerin
von
der Assura
e
rfahren hat, dass der
Beschwerdeführer
die Prämien seit Juli 2013 nicht mehr bezahlt hatte
und Verlustscheine zu den Prämienaus
ständen bestehen
(Urk. 11/229
,
Urk. 11/311,
Urk.
11/335
, Urk. 2/1 S. 18 f.
).
Dem
entsprechend
hat die
Beschwerdegegnerin
in der ZL-
Neub
erechnung
der
Verfü
gung vom 1
9.
Mai 2017 den jeweiligen Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenversicherung (Art. 10
Abs.
3 lit. d ELG)
von Juli 2013 bis Oktober 2016
nicht mehr als Ausgabe berücksichtigt
(Urk. 11/315 S. 8 ff.). Ab Februar 2017 berücksichtigte sie
den Pauschalbetrag
wieder (Urk. 11/315 S. 8 ff.)
und
richtete
diese
Prämien
ab dann direkt der Krankenversicherung aus (Urk. 11/315 S. 16, Urk. 11/317
, Urk. 11/374,
Urk.
11/405
).
7.4.3
Dieses Vorgehen ist nicht zu beanstanden, zumal
Art.
21a ELG sowie
§
14 des kantonalen Einführungsgesetzes zum Krankenversicherungsgesetz [EG KVG]
vor
sehen
, dass der Pauschalbetrag für die obligatorische Krankenpflegeversicherung gemäss
Art.
10
Abs.
3 lit. d ELG direkt dem Krankenversicherer auszurichten ist. Nur die Differenz zum errechneten Anspruch auf Ergänzungsleistungen
ist als Ergänzungsleistung
a
uszubezahlen (
§
12
Abs.
2 ZLG).
Eine vorgängige Ankündi
gung der veränderten Auszahlungsmodalitäten war dazu nicht erforderlich
.
Aus
serdem hat die
Beschwerdegegnerin
mit der Verfügung vom 1
9.
Mai 2017
(Urk. 11/314-315)
dem
Beschwerdeführer
ein Schreiben gleichen Datums mit weiteren Erläuterungen zugesandt (
Urk.
11/318) und Kopien ihrer Schreiben an die Assura, woraus sich die Direktüberweisung
des
Pauschalbetrag
es für die obligatorische Kran
kenpflegeversicherung
an die Krankenversicherung und de
r
Grund dazu
ergeben
(Urk. 11/317
; vgl. auch das Schreiben vom 1
5.
August 2017, Urk. 11/367 S. 1 und die
Verfügung vom 11.
Dezember 2017, Urk. 11/374
).
7.5
7.5.1
Von weiteren Beweismassnahmen, namentlich de
n
vom Beschwerdeführer bean
tragten
Zeugeneinvernahmen
und einem Augenschein
(Urk. 1
8 S. 5 ff.
)
ist nach dem Gesagten abzusehen.
Davon sind
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten (antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 136 I 229
E. 5.3; Urteil
e
des Bundesgerichts
9C_724/2009 vom 16. November 2009
E. 3.2.3.1
und
8C_320/2014 vom 14. August 2014 E. 11
).
7.5.2
Ausgangsgemäss ist
entgegen dem Antrag des
Beschwerdeführer
s
in der Replik
(Urk. 18 S. 2 und S. 5)
keine öffentliche Verhandlung durchzuführen
, zumal sein
Antrag
und die Ausführungen dazu sich
inhaltlich
allein
auf die Ab
nahme von Beweismitteln beziehen. Damit ist er
als Beweisantrag
und
nicht als Antrag zur Durchführung einer öffentlichen Verhandlung n
ach Art.
6
Ziff.
1 der Europäi
schen Menschenrechtskonvention (EMRK) zu qualifizieren (vgl.
BGE 122 V 47 E. 3a;
Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_63/2015 vom 2
0.
Mai 2015 E. 1 und
9C_49/2014
vom 2
9.
Oktober 2014
E. 1; vgl. auch vgl.
Urteil 8C_723/2016 vom 3
0.
März 2017
E. 2.3).
7.5.3
Schliesslich ist
auch
davon abzusehen,
die
Beschwerdegegnerin
- wie vom
Beschwerdeführer
mit Verweis auf § 27 des Gesetzes über die Information und den Datenschutz (IDG)
beantragt (Urk. 45 S. 3) - aufzufordern, die
in Urk. 39/529 und
Urk.
39/533 geschwärzten Passagen offenzulegen. Denn diese Schreiben wurden
lange
nach dem hier beachtlichen Überprüfungszeitraum erstellt
. Ausser
dem betrifft es Schreiben der
Beschwerdegegnerin
zu internen
rechtlichen
Abklä
rungen mit Fragestellung an Dritte und um eine Auskunft an Dritte.
Im Übrigen ist das Sozialversicherungsgericht weder an das bundesrechtliche Bundesgesetz über den Datens
chutz (DSG) noch an das
züricherische IDG (LS170.4) gebunden. Art. 2
Abs.
2 lit. c DSG nimmt hängige Verfahren der Ver
waltungsrechtspflege, zu denen auch das sozialversicherungsgerichtliche Verfah
ren zu zählen ist, vom Geltungsbereich aus.
Das IDG gilt gemäss dessen § 2 Abs. 1 Satz 2 für Gerichte nur insoweit, als diese Verwaltungsaufgaben erfüllen, also nicht für hängige Prozesse (Kobel, in: Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Aufl. 2009, N 56 zu
§
23 GSVGer; Wilhelm, in: Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, 2. Aufl. 2009, N 7 zu
§
22 GSVGer). Die Sonderregelung beruht auf der Idee, dass hier der Persönlich
keitsschutz durch die Spezialbestimmungen der entsprechenden Verfahren selber hinreichend gesichert und geregelt erscheint (vgl. BBl 1988 II 443; BGE 126 II 126 E. 5a).
8.
8.1
8.1.1
Strittig und zu prüfen ist sodann, ob die
Beschwerdegegnerin
die Rückforderung
zu Recht
mit
den
laufe
nden Leistungen verrechnet hat
.
Die
Beschwerdegegnerin
hat einer gegen die Rückerstattungsverfügung vom 3. Februar 2017 erhobenen Einsprache die aufschiebende Wirkung entzogen (Urk. 11/220 S. 2). Mit der Verfügung vom 19. Mai 2017 bestimmte sie zufolge
Verrechnung mit der verfügten Rückforderung einen Abzug von den laufend aus
bezahlten Zusatzleistungen von Fr. 321.-- (
Urk. 11/310,
Urk. 11/315 S. 16), wel
chen sie per 1. September 2019 auf Fr. 271.-- reduzierte (Urk. 11/366-367). Ab dem 1. Januar 2018 wurde der Verrechnungsbetrag
wegen der Direktüberweisung der «Prämienverbilligung» (jährliche Pauschalbetrag für die obligatorische Kran
kenpflegeversicherung)
an die Krankenversicherung
nach
Art.
21a ELG
auf Fr. 40.25 reduziert (Urk. 11/374).
Mit Verfügung vom 2
8.
Februar 2018
setzte die
Beschwerdegegnerin
den Verrechnungsbetrag
aufgrund der neuen Wohnverhält
nisse rückwirkend per 1.
Dezember 2017 auf
Fr.
250.-- fest (Urk. 11/
404-
405; U
rk. 2
/1
S. 19 ff.
). Mit Einspracheentscheid vom 2
8.
Februar 2018 entzog sie auch einer
allfälligen
Beschwerde
gegen den Einspracheentscheid
vom 28.
Februar 2018
die aufschiebende Wirkung (Urk. 2/1 S. 29
).
8.1.2
Der
Beschwerdeführer
bringt hierzu vor, die Verrechnungen seien ungültig und daher rückgängig zu machen sei. Denn die Rückerstattungsverfügung sei noch nicht in Rechtskraft erwachsen und der Entzug der aufschiebenden Wirkung einer dagegen gerichteten Einsprache sei nicht zulässig. Ausserdem habe die
Beschwer
degegnerin
bei der Verrechnung sein betreibungsrechtliches Existenzminimum nicht korrekt berücksichtigt, denn die zur Verrechnung in den Ziffern 107 und 113 des angefochtenen Entscheides vorgenommenen Berechnungen würden gegen Randziffer 4640.02 der Wegleitung über die Ergänzungsleistungen zur AHV und IV (WEL, Stand 1. Januar 2018) verstossen. Es sollte der volle Miet
betrag, mithin das Dreifache von Fr. 5'800.--, eingesetzt werden. Ausgehend von betreibungsrechtlichen Ausgaben von Fr. 25'211.-- und erzielten Einnahmen von Fr. 29'064.-- bleibe eine Differenz von Fr. 3'853.-- (nach Ziffer 107) respektive Fr. 3'857.--(nach Ziffer 113), welche jedoch kleiner als die jährliche Ergänzungs
leistung von Fr. 10'260.-- respektive Fr. 7'896.-- sei (Urk. 1 S. 11, Urk. 18 S. 8).
In der Beschwerdeantwort stellte sich die
Beschwerdegegnerin
unter Berufung auf das Urteil des Bundesgerichts
9C_941/2009 vom 15. Dezember 2009
auf den Standpunkt,
es stehe hier anders als im Fall von BGE 130 V 407 die Verrechnung zu viel ausgerichteter mit fälligen Zusatzleistungen in Frage. Es gehe somit darum, ob die Verwaltung weiterhin ungeschmälert Versicherungsleistungen zu erbringen habe; diesbezüglich sei der Entzug der aufschiebenden Wirkung und damit auch die Verrechnung zulässig
. Zur Berechnung des Existenzminimums werde auf den angefochtenen Entscheid verwiesen
(
Urk.
10 S. 5).
8.2.
8.2.1
Gemäss
Art. 54 Abs. 1 ATSG sind Verfügungen und Einspracheentscheide vollstreckbar, wenn sie nicht mehr durch Einsprache oder Beschwerde ange
fochten werden können (lit. a), sie zwar noch angefochten werden können, die zulässige Ein
sprache oder Beschwerde aber keine aufschiebende Wirkung hat (lit. b) oder einer Einsprache oder Beschwerde die aufschiebende Wirkung entzogen wird (lit. c).
Aufschiebende Wirkung bedeutet, dass die im Verfü
gungsdispositiv ange
ordnete Rechtsfolge vorläufig nicht eintritt, sondern gehemmt wird. Der Suspen
siveffekt verhindert, dass Verfügungen, die Rechte oder Pflichten feststellen, begründen, ändern oder aufheben, Geltung erhalten. Gegenstand der aufschie
benden Wirkung können nur positive Verfügungen sein, das heisst solche, die eine Pflicht auferlegen oder einem Gesuch stattgeben (BGE 126 V 407 E. 3b, 124 V 82 E. 1a).
Negative Verfügungen, mit denen ein Begehren um Feststellung, Begründung, Änderung oder Aufhebung von Rechten oder Pflichten abgelehnt wird, wie namentlich leistungsverweigernde Anordnungen, sind der aufschieben
den Wirkung nicht zugänglich (BGE 126 V 407 E. 3b, 123 V 39 E. 3, 117 V 185 E. 1b mit Hinweisen).
8.2.2
Das ATSG enthält keine allgemeine Verrechnungsnorm.
Nach
Art. 27 ELV kön
nen Rückforderungen mit fälligen Ergänzungsleistungen sowie mit fälligen Leis
tungen auf Grund anderer Sozialversicherungsgesetze verrechnet werden, soweit diese Gesetze eine Verrechnung vorsehen.
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts sind die Behörden im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften nicht nur bef
ugt, sondern verpflichtet, Rückforderun
gen mit fälligen Leistungen zu verrechn
en (
vgl. BGE 115 V 341 E.
2a mit Hin
wei
sen).
Soweit die Verrechnung einen Eingriff in das Existenzminimum
der ver
sicherten Person
bedeutet, ist sie unzulässig (
Art.
125
Ziff.
2 OR; SVR 2009 EL Nr. 3 S. 10 E. 6, P 68/06
;
BGE 131 V 249 E. 1.2).
Das Bundesgericht hat in BGE 130 V 407 E. 3.4
(Urteil vom 13. Juli 2004) ent
schieden, dass Einsprachen und Be
schwerden gegen Rückerstattungsverfügun
gen
über unrechtmässig be
zogene Ergänzungsle
istungen von Gesetzes wegen auf
schiebende Wirkung zukommt. Das Gericht erwog, es sei wenig sinnvoll, bei Bezügern von Ergänzungsleistungen, die
weder Vermögen noch Erwerbsein
kom
men haben, vor dem rechtskräftigen Entsch
eid der Erlassfrage die Rückfor
derung zu vollstrecken.
8.2.3
Anders als in BGE 130 V 407 verhält es sich
dann
, wenn - nicht die Verpflichtung zu einer Geldleistung, sondern -
(nur noch)
die Verrechnung zuviel ausgerichteter mit fälligen
Ergänzungsleistungen
in
Frage steht. Soweit diese grund
sätzlich im Einzelfall
zu
lässig ist, tilgt sie die Gegen
fo
rderung der versicherten Person auf
laufende Ergänzungsleistungen. Sofern
es somit darum geht, ob die Ver
waltung weiterh
in ungeschmälerte Versicherungs
l
eistungen zu er
bringen hat, ist der Ent
zug der aufschiebenden Wirkung zulässig (ZAK 1977 S. 148). Den gegen eine so
lche Verrechnung gerichteten Be
schwer
den kommt somit nicht von Geset
zes wegen aufschiebende Wirkung zu
. Dabei muss nach der Rechtspre
chung des Bun
desgerichts nicht we
iter geprüft werden, ob die auf
schiebende Wirkung die Fälligkeit berührt (zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 9C_941/2009 vom 15. Dezember 2009 E. 5.2
)
8.
3
8.3.1
Hier betrifft der Streitgege
nstand
vor allem
die Rück
erstattung von
unrechtmäs
sig be
zogenen Gemeindezuschüssen, mithin eine Verpflichtung des Verfügungs
empfängers zu einer Geldleistung
(
Urk.
11/220), und ausserdem die Festsetzung der Höhe des Anspruchs ab Februar 2017 (
Urk.
11/315, Urk. 11/405)
, und
jeden
falls
nicht nur noch die Verrechnung
. Der Beschwerde gegen den Einspracheent
scheid vom
28.
Februar 2018
kommt
in Bezug auf die Rückerstattungsforderung daher
von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu (vgl. BGE 130 V 407; vgl. auch Urteil
e
des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich ZL.2006.00012 vom 30. Juni 2006 E. 4.2.4
und ZL.2013.00077 vom 19. Februar 2015 E. 3
;
Carigiet/
Koch, Ergä
nzungsleistungen zur AHV7IV, 2. Aufl. 2009,
S. 109 f.).
Dasselbe gilt für die Einsprache gegen die Rückerstattungs
verfügung
vom 3.
Feb
ruar 201
7.
Somit waren
insofern
w
eder der Entzug der aufschiebenden Wirkung der
dagegen erhobenen
Einsprache und der Beschwerde
gegen den Einsprache
entscheid
vom
2
8.
Februar 2018
noch die
sofortige Verrechnung mit dem laufen
den Anspruch auf Zusatzleistungen zulässig.
8.3.2
Entgegen der Ansicht der
Beschwerdegegnerin
ist hier das
Urteil des Bundesge
richts 9C_941/2009 vom 15. Dezember 2009
(
E. 5.2
) nicht einschlägig. Denn in diesem
Verfahren
war
nicht mehr strittig, dass die versicherte Person die verfügte Rückforderung schuldete
, sondern nur noch die Zulässigkeit der Verrechnung während des laufenden Beschwerdeverfahrens
(vgl. E. 3 des genannten Urteils).
Dies verhält sich hier anders.
Sowohl der Bestand als auch die Höhe der Rückfor
derung sind
strittig. Daran ändert auch das im vorliegenden Verfahren zu fällende Urteil
nichts, da die Rückforderungshöhe neu zu bestimmen
sein wird
.
Es konnte und kann mithin im Verwaltungsverfahren und weiterhin bis zum definitiven Entscheid über die Rückforderung betreffend unrechtmässig geleistete Zusatzleis
tungen nicht
abschliessend
abgeschätzt werden, ob und
bis zu welchem Betrag
die laufenden
Leistungen
(
hier mindestens
bis zur gänzlichen Einstellung der Leistungen wegen Wohnsitzwechsel per 1. Juni 2019, Urk. 39/569
; vgl. auch
Urk.
39/575
)
rechtmässig
mittels Verrechnung reduziert werden durften
.
8.4
Der Einspracheentscheid vom
28. Februar 2018
ist
somit
auch insoweit
aufzuhe
ben, als damit die in den
Verfügung
en
vom
19. Mai 2017 (Urk. 11/315 S. 16), vom 11. Dezember 2017 (Urk. 11/374 S. 1) und vom 28. Februar 2018 (Urk. 11/405 S. 1 f.)
angeordnete
n
Verrechnung
en
bestätigt wurde
n
, und die mit dem Einspracheentscheid entzogene aufschiebende Wirkung der Beschwerde ist
, soweit sie nicht gegenstandslos geworden ist,
wiederherzustellen.
Demgemäss ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die
ab Februar 2017
mit dem Rückerstattungsanspruch verrechneten
Zusatzleis
tungen
auszuzahlen.
9.
Soweit der Einspracheentscheid vom 2
8.
Februar 2018 (
Urk.
2/1) nicht bereits mangels Streitgegenstand in Rechtskraft erwachsen ist (vgl. E. 3 hiervor), ist zusammengefasst nach dem Gesagten som
it auf das Folgende zu erkennen:
Die Beschwerde ist in dem Sinne teilweise gutzuheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 28. Februar 2018 insoweit aufzuheben ist, als er den Anspruch auf Zusatzleistungen von 1. Januar 2011 bis 30. Oktober 2016 neu festgesetzt hat, den Beschwerdeführer zur Rückerstattung der Ergänzungs
leistungen für diesen Zeit
raum von Fr. 30'649.-- verpflichtet hat, den Anspruch auf Zu
satzleistungen ab 1. Februar 2017 festgesetzt hat,
die in den Verfügungen vom 1
9.
Mai 2017, vom 1
1.
Dezember 2017 und vom 2
8.
Februar 2018 angeordneten Verrechnungen bestätigt hat
;
die Sache ist an die Beschwerdegegnerin
zurückzu
weisen
, damit sie im Sinne der Erwägungen über die Höhe der Rückforderung betreffend den Zeitraum von 1. Januar 2011 bis 30. Oktober 2016 sowie über den Anspruch auf Zusatzleistungen betreffend den Zeit
raum vom 1. Februar bis 30. November 2017 neu verfüge. Ausserdem ist festzustellen, dass der
Beschwer
deführer
ab
dem
1.
Dezember 2017
Anspruch auf Zusatzleistungen
von
monatlich Fr.
1'674.--
(Ergänzungsleistungen Fr. 1'033.--, Beihilfe Fr. 202.--, Prämienverbilligung Fr. 439.--)
und ab dem
1.
Januar 2018 von
monatlich Fr.
1'385.--
(Ergänzungsleistungen Fr. 1'183.--,
Beihilfe
Fr. 202.--, Prä
mien
verbilligung Fr. 455.--) hat. Im Übrigen ist die Beschwe
rde abzuweisen.
Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde
ist
, soweit sie nicht gegenstandslos ist,
wiederherzustellen und die Beschwerdegegnerin ist zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die zufolge der Verrechnung mit der Rückforderung einbe
halte
nen Zusatzleistungen ab Februar 2017 auszuzahlen.
10.
Das Verfahren ist kostenlos.
De
m
teilweis
e obsiegenden Beschwerdeführer
ist eine
um die Hälfte reduzierte Pro
zess
entschädigung zuzu
s
prechen (vgl. Urteile des Bundesge
richts
8C_140/2008 vom 2
5.
Februar 2009 E. 11
,
8C_
471/2007 vom 1. Februar 2008 E.
3.2
und 9C_288/2015 vom 7. Januar 2016 E. 4.2
), die nach
Art.
61 lit. g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgerich
t ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Be
deutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeita
ufwand und den Barauslagen zu bemessen und auf Fr. 2'300
.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.
Das Gericht erkennt
:
1.
1
Die Beschwerde wird in dem Sinne teilweise gutgeheissen, dass der angefochtene Einspracheentscheid vom 28. Februar 2018 insoweit aufgehoben wird, als er
a)
den Anspruch auf Zusatzleistungen von 1. Januar 2011 bis 30. Oktober 2016 neu fest
gesetzt hat,
b)
den Beschwerdeführer zur Rückerstattung der Ergänzungsleistungen für diesen Zeit
raum von Fr. 30'649.-- verpflichtet hat,
c)
den Anspruch auf Zusatzleistungen ab 1. Februar 2017 festgesetzt hat,
d)
die in den
Verfügung
en
vom
19. Mai 2017, vom 11. Dezember 2017 und vom 28. Feb
ruar 2018
angeordnete
n
Verrechnung
en
bestätigt
hat,
und die Sache wird an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen über die Höhe der Rückforderung betreffend den Zeitraum von 1. Januar 2011 bis 30. Oktober 2016 sowie über den Anspruch auf Zusatzleistungen betreffend den Zeitraum vom 1. Februar bis 30. November 2017 neu verfüge. Ausserdem wird fest
gestellt,
dass der
Beschwerdeführer
ab
dem
1.
Dezember 2017
Anspruch auf Zusatz
leistungen
von
monatlich Fr.
1'674.--
(Ergänzungsleistungen Fr. 1'033.--, Beihilfe Fr. 202.--, Prämienverbilligung Fr. 439.--)
und ab dem
1.
Januar 2018 von
monatlich Fr.
1'385.--
(Ergänzungsleistungen Fr. 1'183.--, Beihilfe Fr. 202.--, Prämienverbilligung Fr. 455.--) hat.
1.2
Die aufschiebende Wirkung der Beschwerde wird wiederhergestellt
und die
Beschwer
degegnerin wird verpflichtet, d
em Beschwerdeführer die zufolge
der Verrechnung mit der Rückforderung einbehaltenen Zusatzleistungen ab Februar 2017 auszuzahlen.
1.
3
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.
2
.
Das Verfahren ist kostenlos.
3
.
Die Beschwerdegegnerin wird verpflichtet, dem Beschwerdeführer eine
reduzierte P
rozessentschädigung von Fr.
2'300
.--
(inkl. Barauslagen und MWSt)
zu bezahlen.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt Suat Sert
-
Stadt
Y._
, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
-
Sicherheitsdirektion Kanton Zürich
5
.