# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6d9eaaae-1d08-491e-bf0c-adf7611739a8
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A war ab dem 1. April 2001 als diplomierte Pflegefachfrau für das Kantonsspital Winterthur (KSW) tätig; sie arbeitete zuletzt als Gruppenleiterin auf der Dialysestation. Im August 2008 wurde die Flächendesinfektion der Dialysestation umgestellt und neu das Desinfektionsmittel Terralin Protect eingesetzt. Ab Ende September 2008 war A wiederholt ganz oder teilweise arbeitsunfähig. Ein beigezogener Vertrauensarzt kam mit Bericht vom 4. November 2009 zum Schluss, A sei im angestammten Beruf dauernd vollständig arbeitsunfähig. Die SUVA erklärte A mit Schreiben vom 23. November 2009 ab dem 1. November 2009 als nicht geeignet für Arbeiten mit Exposition gegenüber Terralin Protect. Mit (nicht als solcher bezeichneter) Verfügung vom 26. März 2010 entliess das KSW A invaliditätshalber per Ende April 2010.
Am 15. März 2011 liess A bei der Spitaldirektion des KSW beantragen, es sei ihr gegenüber für die Folgen des Einsatzes des Desinfektionsmittels Terralin Protect die volle Haftung des KSW anzuerkennen und ihr Schadenersatz in der Höhe von "mindestens Fr. 100'000.- nebst Genugtuung (Beträge sind noch zu präzisieren) und Anwaltskostenersatz" auszurichten. Mit ergänzendem Begehren vom 27. Mai 2014 liess sie neu beantragen, ihr sei unter Entschädigungsfolge "der Betrag von mindestens Fr. 1'597'670.- auszurichten". Die Spitaldirektion lehnte das Haftungsbegehren mit Verfügung vom 14. Januar 2015 sinngemäss ab.
II.
Mit Beschluss vom 24. August 2015 wies der Spitalrat des KSW den dagegen erhobenen Rekurs ab (Dispositiv-Ziff. 1), auferlegte A die Verfahrenskosten von Fr. 3'500.- (Dispositiv-Ziff. 2) und verpflichtete sie in Dispositiv-Ziff. 3, dem KSW eine Parteientschädigung von Fr. 5'000.- zu bezahlen.
III.
A liess am 15. September 2015 Beschwerde beim Verwaltungsgericht führen und beantragen, unter Entschädigungsfolge sei der Rekursentscheid aufzuheben und ihr unter Anerkennung der vollen Haftung des KSW für die Folgen des Einsatzes des Desinfektionsmittels Terralin Protect "der Betrag von mindestens Fr. 1'116'150.- auszurichten", eventualiter die Angelegenheit an den Spitalrat zurückzuweisen. Der Spitalrat verzichtete am 8./9. Oktober 2015 auf Vernehmlassung; die Spitaldirektion liess mit Beschwerdeantwort vom 20. Oktober 2015 auf Abweisung des Rechtsmittels unter Entschädigungsfolge schliessen. Am 25. Oktober 2015 nahm A hierzu sowie zur ihr vom Verwaltungsgericht zur Verfügung gestellten Rekursantwort unter Aufrechterhaltung ihrer Anträge Stellung. Die Spitaldirektion äusserte sich am 13./14. Dezember 2015 erneut.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
1.1
Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen Entscheide des Spitalrats des KSW im Rahmen eines Rekursverfahrens über Anordnungen der Spitaldirektion etwa betreffend Haftungsansprüche von Angestellten nach § 41 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) in Verbindung mit § 28 des Gesetzes über das Kantonsspital Winterthur vom 19. September 2005 (KSWG, LS 813.16) und § 19 Abs. 3 des Haftungsgesetzes vom 14. September 1969 (HaftungsG, LS 170.1) sowie §§ 42–44 e contrario VRG zuständig.
Weil auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.
2.1