# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 80732950-166b-5052-92ad-06b214f1aae9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1978, hat an der
Y._
eine Ausbildung zum Primarlehrer absolviert
(Urk. 5/4/5)
.
Ab
Juni 2008
arbeitete er
als Hortleiter
für die
Z._,
zuletzt in einem geringen Pensum
(Urk. 5/
23
/1
)
.
Am 24. November 2013 meldete er sich unter Hinweis
auf chronische Schmerzen
im Schulterbereich aufgrund einer
Fraktur des rechten Schlüsselbeins im Alter von fünf Jahren
bei der Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 5/4).
Zur Klärung der aktuellen Situation führte die
IV-Stelle am
4
. Februar 2014
zunächst ein Standortgespräch mit d
em Versicherten durch (Urk. 5/10
).
Nebst dem Auszug aus dem individuellen Kon
to (IK-Auszug, Urk. 5/9) holte
sie
diverse Arztberichte ein (Urk
. 5/
27, 5/45, 5/50,
5/60
, 5/63
)
und ersuchte die Arbeitgeberin um Auskünfte (Urk. 5/23).
Sodann nahm der Regionale Ärztliche Dienst (RAD)
am 10. Oktober 2014 sowie am 22. November 2014 zur Sache Stellung (Urk. 5/77/3 ff.).
Am 14. Januar 2015 führte die IV-Stelle ein Gespräch zur Abklärung der beruflichen Situation durch (Urk. 5/32).
Am
22. März 2016
wurde
der
Arbeitsplatzerhalt
abgeschlossen
, weil dem Versicherten die Stelle per 31. Mai 2016 gekündigt wurde
(Urk. 5/75
)
.
Mit Vorbescheid vom 31. März 2016 stellte
die IV-Stelle
dem Versicherten die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk.
5/78
),
wogegen dieser am
26. April
2016
sowie ergänzend am 30. Mai 2016
durch
Einreichung einer Stellungnahme seines Psychiaters Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
Einwand erhob (Urk.
5/
81, 5/84
).
Nachdem die IV-Stelle erneut Arztbericht
e
ein
geholt
(Urk.
5/91, 5/119
) und der RAD am 17. November 2016 zur Sache Stellung
genommen hatte
(Urk. 5/124/2), holte die IV-Stelle
ein polydisziplinäres Gutachten ein, das von den Ärzten der
B._
, am 29. September 2017 erstattet wurde (Urk. 5/122).
In der Folge
nahm der RAD am 6. Oktober 2017 Stellung (Urk. 5/124/3 f.). Mit Verfügung vom 21. November 2017 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren ab (Urk. 5/126 = Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 27. Dezember 2017 Beschwerde und bean
tragte sinngemäss, die Verfügung vom 21. November 2017 sei aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente zuzusprechen
(Urk. 1). Die IV-Stelle beantragte mit ihrer Beschwerdeantwort vom 6. Februar 2018 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 4), was dem Versicherten mit Verfügung vom 7. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 6).
Auf
die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
1.3.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu
erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und
E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausge
wiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3.2
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte
Indika
toren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belas
tungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil
des Bundesge
richts 9C_590/2017 vom 15. Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktio
nellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs
grund
lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und
wider
spruchs
frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.3.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin vertrat in der angefochtenen Verfügung vom 21. November 2017 (Urk. 2) zusammengefasst den Standpunkt,
aufgrund der medizinischen Unterlagen sei von einer somatoformen Schmerzproblematik aus
zugehen. Somatisch
bestehe kein objektivierter langandauernder Gesundheits
schaden. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Hortleiter entspreche einer angepassten Tätigkeit und sei
dem Beschwerdeführer
aus somatischer Sicht
voll
umfänglich zumutbar. Eine psychische Komorbidität bestehe in Form einer leich
ten depressiven Episode im Rahmen einer rezidivierenden depressiven Störung. Gemäss den medizinischen Unterlagen habe sich sein Gesundheits
zustand verbessert. Es sei kein erheblicher respektive langandauernder psychischer Gesundheitsschaden ausgewiesen (Urk. 5/126/1).
In Bezug auf die vom Beschwerdeführer im
Vorbescheidverfahren
geltend gemachten Einwände merkte die IV-Stelle sodann an, dass
das in Auftrag gege
bene
B._
-Gutachten ergeben habe, dass dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als Hortleiter weiterhin zu 80 % zumutbar sei. Bei seinem Erstgespräch habe er angegeben, dass er – wenn es sein Gesundheitszustand zulassen würde – in einem Pensum von 80 % arbeiten würde. Somit sei davon auszugehen, dass für dieses Wunsch-Pensum keine Einschränkungen vorliegen würden und kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung bestehe (Urk. 5/126/2).
2.2
Der Versicherte wendete in seiner Beschwerdeschrift
vom 27. Dezember 2017
ein, die IV-Stelle stütz
e sich lediglich auf das
B._
-Gutachten und gehe auf seinen E
inwand – verfasst durch Dr.
A._
– gar nicht ein.
Insbesondere werde die gestellte Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradiger Episode (ICD-10: F33.1)
,
nicht anerkannt.
Weiter bestehe die Diagnose somatische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F. 45.4) und eine Persönlichkeitsakzentuierung mit selbstunsicheren und zwanghaften Anteilen (ICD-10 Z73.1).
Ausserdem werde nicht darauf eingegan
gen, dass er 2016 und 2017
mehrfach
hosp
italisiert gewesen sei und die
Diagnose
der rezidivierenden depressiven Störung
sowohl dort, als auch von seiner derzei
tigen Psychotherapeutin
Dr. phil.
C._
,
e
idgenössisch anerkannte Psychothera
peutin,
bestätigt worden sei beziehungsweise werde.
Die Schmerzstörung sei gemäss
dieser Fachleute
nicht Grund für seine Depression sondern Ausdruck davon.
Aktuell gehe es ihm dank intensiver-psychotherapeutischer und medika
mentöser Behandlung etwas besser, in den letzten Jahren habe sich allerdings gezeigt, dass seine Depression sehr schwanke und er deswegen auch keiner A
rbeit nachgehen könne (Urk. 1).
3.
3.1
Im Jahr 2008 war der Versicherte i
n der
D._
des
E._
wegen Verdacht
s
auf somatoforme Schmerzstörung mit chronischen Schmer
zen im Bereich des rechten
Hemithorax
in Behandlung.
Die behandelnden Ärzte führten im
Konsiliarbericht vom 3. Juni 2008
aus
,
dass sich für die angegebenen Schmerzen keine entsprechenden pathologischen Befunde finden liessen und es keinen Sinn mache,
weiterhin im somatischen Bereich zu suchen
. Der
Schwer
punkt
sei
auf den psychischen Bereich
zu legen
(Urk. 5/15).
3.2
I
m Februar/
März 2009
war der Versicherte
in der Orthopädie der
F._
in Zürich vorstellig
geworden.
Die
behandelnden Ärzte
stellten
die Diagnose einer verkürzten konsolidierten, konservativ behandelten Clavicula-Fraktur rechts von 1984 mit einer Verkürzung von 1,5 cm
.
Bei ansonsten unauf
fälligen Befunden mit keinen Einschränkungen im Alltag, rieten sie vo
n einer operativen Verlängerung der rechten Clavicula
dringend ab
, da sich die Situation
dadurch
eher verschlechtere (Urk. 5/16
). In der Folge
wandte sich der Versicherte
im Oktober 2010
an das
G._
. Nach umfangreichen Abklärungen konnten keine pathologischen Befunde erho
ben werden, weshalb der Versicherte zur Abklärung ein
er eventuellen Schmerztherapie
an das
H._
über
wiesen wurde (Urk. 5/17
).
Trotz umfangreicher Abklärungen konnten auch die behandelnden Ärzte des
H._
2010/2011
keine Ursache der
geltend gemachte
n
, stark einschränkenden
Schmerzsymptomatik ausmachen.
Ihrer Meinung nach komme a
us psychiat
rischer Sicht als Differentialdiagnose eine somatoforme Schmerzstörung auf dem Boden einer selbstunsicheren Persönlichkeit i
n Frage. Es liege am ehesten eine funktionelle Problematik zu Grunde, welche probatorisch mit dem Therapiever
fahren der Neurodynamik angegangen werden könne. Der Versicherte werde neuraltherapeutisch begleitet. Eine begleitende Gesprächstherapie könne aber eventuell eine Linderung der Beschwerden bringen
(Urk. 5/3).
3.
3
Vom 28.
Januar bis 2. Februar 2015
befand
sich der Versicherte im
I._
der
J._
und
vom 9.
bis 23. Februar 2015
sowie vom
5. März bis 23. April 2015
in der
K._
auf
der
L._
beziehungsweise
auf
der
M._
der
J._
in stationärer Behandlung (Urk. 5/44
, 5/45
, 5/50
).
Med.
pract
. N._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
von der
J._
stellte in ihrem Bericht vom 19. Mai 2015
zuhanden der IV-Stelle
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
eine seit Monaten bestehende mittel
gradige depressive Episode bei persistierender Schmerzsymptomatik (ICD-10: F32.1) sowie eine seit Jahren bestehende chronische Schmerzstörung mit soma
tischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41). Bei Austritt
des Beschwerde
führers
aus der Klinik
bestehe eine vollständige Arbeitsunfähigkeit,
d
ie bisherige
Tätigkeit sei
jedoch
nach einem langsamen Wiedereinstieg zu maximal 40 %
zumutbar (Urk. 5/45/
1 ff.).
3.
4
Dr. med.
O._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
diagnostizierte
in seiner vertrauensärztlichen Untersuchung
vom 19. Juni 2015
zuhanden der Pen
sionskasse der
Z._
eine somatoforme Schmerzstörung sowie eine leichtgradige, anhaltende depressive Störung. Zudem führte er aus, dass die Schmerzen im Bereich der rechten Schulter psychischer Natur seien
. Der Beschwerdeführer sei in seinem bisherigen Pensum arbeitsfähig, wobei eine Stei
gerung des Arbeitspensums auf 60 % möglich sei. Zwar sei die Prognose unsicher, er rechne aber nicht mit einer baldigen weiteren Besserung, die dann eine voll
ständige Arbeitsfähigkeit möglich mache
n würde (Urk. 5/60/2).
3.5
Der Versicherte hatte sich ab Januar 2014 in die psychiatrische Therapie von Dr.
A._
begeben. I
n seinem Bericht vom 5. Juli 2015
stellte der Arzt
folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 5/50/1):
-
re
zidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht (ICD-10: F33.1)
-
anhaltende somato
forme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4)
.
Er gehe davon aus, dass der Beschw
erdeführer seine Tätigkeit als Primarl
ehrer krankheitsbedingt nicht mehr ausüben könne.
Bei der Tätigkeit als
Hortleiter
handle es sich um eine angepasste Tätigkeit,
für welche wahrscheinlich eine Arbeitsunfähigkeit von 30-50 % bestehe (Urk. 5/50/3).
Prognostisch gehe er davon aus, dass bei kontinuierlicher Therapie eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit innert zwei Jahren möglich
sei
(Urk. 5/50/2).
3.
6
Gemäss Verlaufsbericht vom 13. November 2015 von
med.
pract
.
N._
befand sich der Versicherte vom
26. August 2015 bis 4. November 2015
erneut
auf der
M._
der
J._
in stationärer Behandlung.
Die Ärztin stellte dem Versicherten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 5/63/1)
:
-
rezidivierende depressive Störung, gege
nwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1), bei Austritt leichtgradig, aktuelle Episode seit August 2015
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), seit dem 1
8.
Leben
s
jahr
-
Persönlichkeitsakzentuierung mit insbeso
ndere zwanghaften und selbst
unsi
cher-leistungsorientierten Anteilen (ICD-10: Z73.1), seit der Jugend.
Die depressive Symptomatik habe sich im Behandlungsverlauf von einer mittel
gradigen bei Eintritt
,
hin zu einer leichtgradigen bei Austritt gebessert. Zum Aus
trittszeitpunkt habe aufgrund der Symptomatik für die bisherige Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden.
Die Wiederaufnahme der Arbeit als
Hortleiter
beim bisherigen Arbeitgeber sei im Rahmen eines Arbeitsversuches mit 100 % Arbeitsunfähigkeit per sofort möglich.
In den kommenden Wochen bis Monaten werde eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit
bis zu
50 % erwartet.
Für eine ange
passte Tätigkeit sei der
Beschwerdeführer aufgrund der p
ersistierenden chroni
schen Schmerzproblematik sowie funktionellen persönlichkeitsbedingten Ein
schränkungen längerfristig maximal 5
0 % arbeitsfähig (Urk. 5/63/2).
I
m Dezember 2015
startete der Beschwerdeführer
ein externes Jobcoaching mit Unterstützung einer
Case
-Managerin der
P._
(Urk. 5/71)
,
welches indessen zu keiner wesentlichen Steigerung der Arbeitsleistung des Beschwerde
führers führte und aufgrund der per 31. Mai 2016 erfolgten Kündigung beendet werden musst
e
(Urk.
5/72-75
).
3.7
Vom 11. Januar 2016 bis 8. April 2016 befand sich der Beschwerdeführer in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung (Tagesklinik) in der
J._
.
Dr. med.
Q._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, Oberärztin,
nannte
in ihrem Abschlussbericht vom
25. Mai 2016 folgende Diag
nosen (Urk. 5
/
91
):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1)
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41)
-
Persönlichkeitsakzentuierung mit insbesondere zwanghaften und selbst
unsicheren-leistungsorientierten Anteilen (ICD-10: Z73).
Der Beschwerdeführer habe an fünf Tagen die Woche an einem integrierten psychiatrischen Be
handlungsprogramm teilgenommen. Insgesamt habe durch die Behandlung eine Stabilisierung erreicht und Perspektiven erarbeitet werden kön
nen. Eine starke Ruhelosigkeit sei zwar geblieben, der Umgang damit habe sich aber durch die Aktivierung anderer wichtiger Bereiche im Leben wie Freizeit und berufliche Perspektiven verbessert (Urk. 5/91/1 f.).
3
.8
Der Beschwerdeführer begab sich schliesslich freiwillig vom 29. Dezember 2016 bis 26. Januar 2017 und vom 7. Februar bis 15. März 2017 in die
psychiatrisch-psychotherapeutische Priv
atklinik
R._.
Im Bericht zuhanden der IV-Stelle stellten
die behandelnden Arztpersonen die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 5/119/1):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1)
-
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.40)
-
Schmerzen in den Extremitäten: Schulterregion (Klavikula,
Skapula
,
Akromioklavikular
-, Schulter-,
Sternoklavikulargelenk
; ICD-10
: M79.61).
W
ährend der stationären Behandlung
sei der Versicherte vollständig arbeitsun
fähig gewesen
.
Für die Arbeitsfähigkeit danach verwiesen die Ärzte auf die Einschätzung der nachbehandelnden Ärzte
(
Urk.
5/119/3 f.).
Der behandelnde
Dr.
A._
hielt im Schreiben vom 3
0.
Mai 2016 fest, aufgrund seiner Beurteilung bestehe eine längerfristige mindestens 50%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, dies aufgrund der persönlichkeitsbedingten Einschränkun
gen und der rezidivierenden depressiven Störung bei gleichzeitig bestehendem chronischem Schmerzproblem, das als Ausdruck eines psychischen Dauerstresses verstanden werden könne. Er erachte eine psychiatrische Begutachtung als
sinn
voll und unumgänglich, um das Ausmass der Arbeitsfähigkeit verlässlich beur
teilen zu können (
Urk.
5/84/2).
3.9
Das
polydisziplinäre
Gutachten
der
B._
vom 29. September 2017
basiert au
f den vorhandenen Akten (Urk. 5/122/20-30, 5/122/87
-90
),
auf
internistischen
, psychi
atrischen,
orthopädischen und neurologischen Untersuchungen (Urk. 5/122/3) sowie den in diesem Zusammenhang erfolgten Angaben des Beschwerdeführers. Folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
wurden festgestellt
(Urk. 5/122/10):
-
rezidivierende depressiv
e Störung, gegenwärtig leichte
Episode (ICD-10: F33.0)
-
psychische und Verhaltensstörung durch
Cannabinoide
, schädlicher Gebrauch (ICD-10: F12.1)
-
aktenanamnestisch seit 2012
-
akzentuierte Persönlichkeitszüge, ängstlich-vermeidend (ICD-10: Z73.0)
-
chronische Schmerzen des rechten Schultergürtels unklarer Ätiologie (ICD-10: M79.61)
-
Status nach
Malunion
Clavicula rechts bei
-
Status nach Clavicula-Fraktur konservativ behandelt 1984
-
Verkürzung circa 1,5 cm
-
keine fokalen neurologischen Ausfälle nachweisbar
-
kein Hinweis auf
radikuläres
Schmerzsyndrom
-
Restbeschwerden Hüfte links bei Status nach gemischtem
femoro-azeta
bulärem
Impingement
beidseits (ICD-10
:
M79.65)
-
Status nach Hüft-Arthroskopie lin
k
s am 11. Januar 2012
-
Status nach Hüft-Arthroskopie rechts am 7. November 2012
-
c
hronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren (ICD-10: F45.41).
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Experten lediglich eine seit der Kindheit bestehende
Facialsparese
rechts (ICD-10: F45.41), welche zwar ätiologisch unklar, am ehesten aber im Zusammenhang mit einer Windpockeninfektion entst
anden sei (Urk. 5/122/10).
Aus dem
psychiatrischen
Teilgutachten von Dr. med.
S._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
geht hervor, der Beschwerdeführer habe über chronische Schmerzen im rechten Schulterbereich geklagt.
Die depressive Symptomatik sei rückblickend episodisch aufgetreten, habe sich allerdings seit dem Suizid seiner Mutter 2007 verstärkt. Nach längerer psychiatrische
r
und
psychotherapeutischer
Behandlung könne der Beschwerdeführer die Schmerz
problematik besser reflektieren und sehe auch eine psychische Beteiligung (Urk. 5/122/95). Er
sei freundlich und gepflegt gewesen und
habe detailliert
Aus
kunft gegeben. Insgesamt habe er etwas eingeschränkt schwingungsfähig sowie in seine
r
Psychomotorik verlangsamt gewirkt.
Anhaltspunkte für kognitive Defi
zite, formale oder inhaltliche Den
kstörungen, Sinnestäuschungen, I
ch-Störungen oder Zwänge hätten sich nicht eruieren lassen.
Seine Durchhalte
fähigkeit, Flexi
bilität sowie Umstellungsfähigkeit seien in mittelgradigem Masse eingeschränkt. Es bestehe auch ein leichter sozialer Rückzug.
Der Beschwerde
führer habe
sich von
Suizidalität
klar distanziert
. Der Nachtschlaf sei gestört
bei Verdacht auf Durchschlafstörungen und bei sehr
langen Bettzeiten
(Urk. 5/122/93 f.)
. Hinsicht
lich der Diagnosen
äusserte sich Dr.
S._
in dem Sinne, dass aktuell ein eher leichtgradiges depressives Zustandsbild vorliege, jedoch jederzeit mit einem Rückfall und einer Zunahme der depressiven Symptomatik zu rechnen sei.
Zudem liege ein schädlicher Cannabiskonsum vor, mit dem der Versicherte die Schmerzsymptomatik zu therapieren versuche. Erschwerend kämen ängstlich-vermeidende Persönlichkeitszüge hinzu, die dem Versicherten das Auffinden von geeigneten
Copingstrategien
erschwerten. Ausserdem
bestehe ein Schmerzsyn
drom, welches
sich
nicht vollkommen mit somatischen Befunden erklären lasse
(Urk. 5/122/95)
. Sowohl in
seiner
bisherige
n
Tätigkeit als Hortleiter
als auch in einer angepassten Tätigkeit sei er – aktuell sowie retrospektiv seit 2007 – zu 80 %
arbeitsfähig
. Trotz voller Arbeitsun
fähigkeit während den Klinikaufenthalten sei
von einer
durchschnittlich
en
60%ige
n
Arbeitsfähigkeit
auszugehen
(Urk. 5/122/
97).
PD Dr. med.
T._
, Facharzt FMH
für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates,
führte in seiner
orthopädischen
Teilexpertise aus, die Schmerzsymptomatik im Bereich der Schulter rechts sei bei unau
ffälligen Untersuchungsbefunden
nicht erklärbar. Auch die vom
Versicherten
beschriebene freie Belastungsfähi
gkeit beim Tragen von Gewichten
im
Fitnessstudio und
beim Bewirtschaften seines Gartens spreche aus orthopädischer Sicht gegen eine belastungs- und arbeitsfähigkeitsrelevante Schultergürtelpathologie.
Im Bereich der Hüfte
beidseits finde sich eine Einschränkung der
Aussenrotation
und Innen
rotation und eine minimale Beinlängendifferenz, welche den Beschwerdeführer aktuell jedoch in seinem Alltag nicht einschränke
(Urk. 5/122/105)
.
In seiner bisherigen Tätigkeit als Hortleiter sei er aus orthopädischer Sicht vollumfänglich arbeitsfähig. Eine Unterbrechung dieser Arbeitsfähigkeit habe jeweils nur für circa sechs Wochen postoperativ nach der Hüftgel
e
nksarthroskopie links am 11. Januar 2012 und der Hüftgelenksarth
ro
skopie rechts am 7. November 2012 bestanden. Im Hinblick auf eine angepasste Tätigkeit sei der Versicherte für schwere körperliche Arbeiten mit Gewichtsbelastungen über 30 kg und dauerhaf
tes Steigen von Leitern, Treppen und Anstiegen vollumfänglich arbeitsunfähig. Für alle anderen schweren, mittelschweren und leichten körperlicher Arbeiten sei er hingegen uneingeschränkt arbeitsfähig
(Urk. 5/122/106).
Im
neurologischen
Teilgutachten von Dr. med.
U._
,
Assistenzärztin Neurologie, sowie Dr. med.
V._
,
Facharzt FMH für Neurologie
,
wurde festgehalten
,
dass eine mundastbetonte
Facialisparese
rechts vorhanden sei, sowie ein Schmerzsyndrom, welches sich aus neurologischer Sicht ätiologisch nicht einordnen lasse.
Im Hin
blick auf die chronischen Schmerzen habe sich kein Hinweis auf eine
radikuläre
Ausfallsymptomatik finden lassen, sodass diese am ehesten im Rahmen einer somatoformen Schmerzstörung einzuordnen sei. Bereits im Konsiliarbericht vom 3. Juni 2008 der
D._
sei festgehalten worden, dass eine weitere Ursachensuche der Beschwerden im somatischen Bereich nicht zielfüh
rend sei und der Schwerpunkt auf den p
s
ychischen Bereich gelegt werden müsse. Angesichts der erhobenen neurologischen Befunde, der Anamnese und der vorliegenden Befunde sei dieser E
inschätzung zu folgen (Urk. 5/122/115 f.).
Im interdisziplinären Konsens gelangten die Gutachter zum Schluss, der Beschwerdeführer sei in seiner bisherigen Tätigkeit als Hortleiter
als auch in einer
optimal angepassten Tätigkeit
zu 80 % arbeitsfähig. Auch retrospektiv bestehe seit 2007 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit, wobei die Klinikaufenthalte, bei welchen jeweils eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, zu berücksichtigen seien. In der angestammten Tätigkeit als Primarlehrer sei der Beschwerdeführer auf
grund seiner psychiatrischen Symptomatik als nicht arbeitsfähig anzusehen
(Urk. 5/122/15 f.).
4.
4.1
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers und in diesem Zusammenhang insbesondere, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das polydisziplinäre
B._
-Gutachten vom 29. September 2017 (Urk. 5/122) abge
stellt hat
.
Das
B._
-Gutachten
basiert
auf umfassenden i
nternistischen, psychiatrischen, orthopädischen
und neurologischen Abklärungen, in deren Rahmen insbesondere auch Laboruntersuchungen sowie
diverse Röntgen
durchgeführt wurden (Urk. 5/122/3
). Die Expertise wurde ferner in detaillierter Kenntn
is der
Vorakten
erstellt (Urk. 5
/
122/20 ff.).
Der Versicherte konnte gegenüber den einzelnen Gut
achtern seine aktuellen Beschwerden schildern und wurde von diesen - soweit fachspezifisch erforderlich
- eingehend befragt (Urk. 5/122/5 ff., 5/122/87 ff. und 5/122/101 ff., 5/122/110 ff.). Die geklagten Leiden wurden im Rahmen der
Fest
stellung der Diagnosen berücksichtigt, wobei sowohl diese als auch die aus medizinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit über
zeugend dargelegt und erläutert wurden (Urk. 5/122/14 ff., 5/122/95 ff. und 5/122/105 ff., 5/122/115 ff.). Soweit möglich setzten sich die Gutachter ausser
dem mit vorangegangenen ärztlichen Beurteilungen auseinander (Urk. 5/122/14 f., 5/122/16, 5/122/87 ff., 5/122/96, 5/122/100, 5/122/115 f.). Insgesamt
erfüllt das Gutachten die formalen Kriterien für eine beweiswerte medizinische Expertise
(vgl. E. 1.4).
4.2
4.2.1
Dass eine relevante, die vor der Anmeldung bei der Invalidenversicherung aus
geübte Tätigkeit als Hortangestellter oder auch als Primarlehrer einschränkende Arbeitsunfähigkeit aus objektivierbaren, somatischen Gründen vorliegen würde, geht aus dem Gutachten nicht hervor und wird vom Versicherten auch nicht geltend gemacht. Die Schulterbeschwerden, die der Versicherte immer wieder beklagt, sind im Rahmen der psychiatrischen Diagnosen zu sehen und zu würdi
gen; dies scheint der Beschwerdeführer selber nun auch so zu akzeptieren, wie die psychiatrische
Gutachterin darlegte (Urk. 5/122/95). Relevant für die Würdi
gung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit sind somit einzig die psychiatrischen Befunde und gestellten Diagnosen.
Dr.
S._
konnte im Rahmen ihrer Untersuchung eine depressive Symp
tomatik, schädlichen Cannabiskonsum, ängstlich-vermeidende Persönlichkeits
züge sowie eine chronische Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren feststellen (Urk.
5/122/95).
D
a sowoh
l
Dr.
Q._
im Abschlussbe
richt der
J._
vom 25. Mai 2016
,
als auch
Dr.
A._
in seinem Bericht vom 30. Mai 2016 von einer chronischen Schmerzproblematik und einer Persönlich
keitsakzentuierung ausgingen, besteht
kein Grund, an diesen Diagnosen zu zwei
feln
(vgl. Urk. 5/84/2, 5/91/1)
.
Hinsichtlich dem diagnostizierten schädigenden Cannabiskonsum ist anzumerken, dass der Beschwerdeführer selber ausführte,
aufgrund der Schmerzproblematik
seit 2012
täglich vier bis fünf Joints zu rauchen (vgl. Urk. 5/122/90
f.
), weshalb auch auf diese Diagnose für die
Ent
scheidfindung
abzustellen ist.
Strittig ist hingegen der Schweregrad der depressi
ven Symptomatik
, da
die behandelnden Ärzte diesbezüglich weitgehend eine mittelgradige Episode diagnostizierten (vgl. Urk. 5/63/1, 5/91, 5/119/1).
Entgegen dem Einwand des Beschwerdeführers, die Diagnose
einer rezidivierenden depres
siven Störung, gegenwärtig mittelgradiger Episode, werde nicht anerkannt (vgl. Urk. 1), ist Dr.
S._
nicht entgangen, dass der Krankheitsverlauf von Schwankungen im Sinne eines phasenweisen Auftretens depressiver Episoden geprägt ist
(vgl. Urk. 5/122/9
5
)
.
Dr.
S._
erläuterte in
schlüssiger Weise, dass aufgrund der erho
benen Befunde (Urk. 5/122/93 f.) aktuell von einem eher leichtgradig depressiven Zustandsbild auszugehen ist (Urk. 5/122/95).
In diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass gemäss bundesgerichtlicher
Recht
sprechung nicht die diagnostische Einordnung eines Gesundheitsschadens, son
dern dessen konkrete Auswirkungen auf die Arbeits- und Leistungsfähigkeit
ent
scheidend
ist
(Urteil des Bundesgerichts 9C_228/2013 vom 26. Juni 2013
E. 4.1.4 mit Hinweis)
.
Von den gutachterlich erwähnten Diagnosen ist daher im Nachfol
genden auszugehen.
4.2.2
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit gingen die Gutachter a
ls Folge des diagnosti
zierten depressiven Leidens und der chronischen Sc
hmerzstörung mit psychi
schen und
somatischen Faktoren bezogen
auf die angestammte Tätigkeit als Primarlehrer von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit aus. Für die
bisherige Tätigkeit als Hortleiter als auch
für
eine angepasste Tätigkeit
attest
ierten sie retrospektiv seit 20
0
7 eine durchschnittliche Arbeitsfähigkeit von 80 %
, dies
e
unterbrochen durch die
Klinikaufenthalte, bei welchen jeweils eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, sowie jeweils sechs Wochen nach den beiden Hüftgelenksoperationen
.
Als angepasst
beschrieben die Gutachter alle schweren, mittelschweren und leichten körperlichen Arbeiten mit Ausnahme von schweren körperlichen Arbeiten mit Gewichtsbelastungen
von
über 30 kg und dauerhaftem Steigen auf
Leitern, Treppen
und Anstiegen (Urk. 5/122/16).
Da die Gutachter eine weitgehende Arbeitsfähigkeit in der bisherigen
Tätigkeit
als Hortleiter
als auch in einer
anderen
angepassten Tätigkeit attestierten, kommt der inhaltlichen Würdigung ihrer Darlegun
gen entscheidende Bedeutung zu.
4.2.3
Das
B._
-Gutachten vom 29. September 2017 wurde vor der Rechtsprechungs
änderung zum strukturierten Beweisverfahren für nunmehr sämtliche psychische
n
Erkrankungen erstellt.
Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen
ent
scheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweis
grund
lagen vor Bun
desrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im konkreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutach
ten – allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2). Für die im Gutachten diagnostizierten psychischen Erkrankungen fand die neue
Rechtsprechung gemäss BGE 141 V 281 bereits im Zeitpunkt der Gutachtens
erstellung Anwen
dung. Die Gutachter haben zu den jeweiligen Indikatoren Stellung genommen (vgl. Urk. 5/122/
14 ff., 5/122/95 ff., 5/122/105 f., 5/122/115 f.
),
womit eine Über
prüfung anhand der praxisgemäss massgeblichen Standart
indikatoren im Sinne
vorstehender E. 1.3.
3
nichts
im Wege steht.
Die Durch
führung eines strukturierten Beweisverfahrens nach dem Prüfungsraster gemäss BGE 141 V 218 erübrigt sich nur dann, wenn Ausschlussgründe vorliegen,
etwa
wenn die Leistungseinschrän
kung überwiegend auf Aggravation oder einer ähnlichen Erscheinung beruht, welche die Annahme einer gesundheitlichen Beeinträchtigung von vornherein ausschliessen (BGE 141 V 281 E. 2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.1). Im vorliegenden Fall liegen keine Anzeichen für eine Aggravation oder ähnliche
Erschei
nungen vor, was auch die Gutachter
fest
hielten
(vgl. Urk.
5/122/14, 5/122/96
, 5/122/116
).
4.3
4.3.1
Zunächst ist auf den funktionellen Schweregrad der Erkrankung einzugehen und damit im Zusammenhang auf die Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde und Symptome des Krankheitsgescheh
ens (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.1). Bei der Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren ist insbesondere dem diagnoseinhärenten Schweregrad
einer somato
formen Schmerzstörung Rechnung zu tragen. Die Diagnose setzt voraus, dass der Schmerz in klinisch bedeutsamer Weise Leiden und Beeinträchtigungen in sozialen beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen verursacht
(vgl. Urteil 9C_481/2015 vom 16. Februar 2016 E. 4.2.3). Bei
der Begutachtung
klagte
der Beschwerdeführer
über seit
dem 19. Lebensjahr
bestehende chronische Schmerzen im Bereich der Schulter,
welche einen seh
r hohen Wert auf der VAS-Skala
erreichen würden, permanent vorhanden seien und ihn an der Ausübung einer höherprozentigen Arbeit oder an der Gestaltung seines
Alltags behindern (Urk. 5/122/90, 5/122/95
). Weil gemäss Gutachter für diese Beschwerden kein organisches Substrat nachweisbar ist (Urk. 5/122/5, 5/
122/105),
sind die diagnos
tischen Voraussetzungen zwar gegeben, jedoch liegen insgesamt keine besonders ausgeprägten Befunde vor.
Der Beschwerdeführer schilderte einen
strukturierten und von verschiedenen Aktivitäten geprägten Alltag (Urk.
5/122/92 f., 5/122/102, 5/122/113
). Während
der Dauer der Exploration beantwortete er die gestellten Fragen prompt und direkt und wirkte nicht auffällig depressiv, lachte zwischen
durch sogar des Öfteren (Urk. 5/122/8).
Aus psychiatrischer Sicht konnte eine eingeschränkte Durchhaltefähigkeit, Selbstbehauptungsfähigkeit, Flexibilität und Umstellungsfähigkeit festgestellt werden, wohingegen die übrigen Parameter des funktionellen Niveaus unter Berücksichtigung des Tagesablaufes und der erhobe
nen Befunde als nicht weitgehend gestört betrachtet wurden (Urk. 5/122/14, 5/122/95 f.).
Der Beschwerdeführer
präsentierte sich im Zeitpunkt der Begutach
tung in einer leicht depressiven Episode. Neben einem schädlichen Cannabiskon
sum, mit welchem er versucht seine Schmerzsymptomatik zu therapieren, sind ängstlich-vermeidende Persönlichkeitszüge zu berücksichtigen, welche dem Beschwerdeführer das Auffinden von geeigneten Coping-Strategien zur Bewälti
gung seiner Krankheitsproblematik erschweren (Urk. 5/122/95).
Die diagnosere
levanten Befunde
treten
damit
gesamthaft
in nicht sehr gravierender Weise auf
.
4.3.2
In Bezug auf den Indikator Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder
–
resi
stenz
(Verlauf und Ausgang von Therapien; BGE 141 V 281 E. 4.3.1.2)
hielten die Gutachter fest, die intensive
psychotherapeutische und psychiatrische leit
liniengerechte Behandlung sei fortzusetzen. Ausserdem sei die psychopharma
kologische Therapie weiterzuführen, wobei möglicherweise eine Anpassung zu überlegen respektive eine Reduktion der
Benzodiazepine anzustreben sei
. Hin
sichtlich des schädlichen Gebrauches von Cannabis wiesen die Gutachter darauf hin, dass d
er
Konsum ungünstig sei, da daraus psychische Verhaltensstörungen resultieren könnten
(Urk.
5/122/16). In Bezug auf die Prognose durch die
medi
zinischen Massnahmen halten die Gutachter fest, dass
bei Fortsetzung der leitliniengerechten Therapie
mit einer weiteren Stabilisierung und Verbesserung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei (Urk. 5/122/17). Unter diesen Umständen kann nicht von einem definitiven Scheitern einer indizierten, lege
artis
und
mit opti
maler Kooperation des Beschwerdeführers durchgeführ
ten Therapie gesprochen werden
(Bundesgerichtsurteil 9C_549/2015 vom 29. Januar 2016 E. 4.4). Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit kann demnach davon ausge
gangen werden, dass keine Therapieresistenz vorliegt, sondern verschiedene Behandlungsop
tionen noch nicht ausgeschöpft wurden.
4.3.3
Als rechtlich bedeutsame Komorbiditäten
fallen - nebst Begleiterkrankungen mit eigenständiger invalidisierender Bedeutung (vgl. BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3) - Beschwerden in Betracht, welchen im konkreten Fall ressourcenhemmende
Wirkung beizumessen ist (vgl. BGE 143 V 418 E. 8.1).
Hierzu ist zu bemerken, dass gewisse Wechselwirkungen zwischen der depressiven Störung und der chronischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren na
ch
vollziehbar erscheinen, dieser Komorbidität allerdings kein entscheidendes Gewicht beizumessen ist (vgl. BGE 141 V 282 E. 4.3.1.3). Dabei ist insbesondere zu berücksichtigen, dass die diagnoserelevanten Befunde lediglich leichtgradig ausgeprägt waren und dementsprechend keine erheblichen Ressourcen zu rauben vermochten. Hinsichtlich der von Dr.
S._
in ihrem psychiatrischen Teil
gutachten
diagnostizierten ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitszüge, welche sich erschwerend auf die Bewältigung der Erkrankung des Beschwerdeführers auswirken würden (Urk. 5/122/96), bleibt anzumerken,
dass insbesondere die akzentuierten Persönlichkeitszüge, welche gemäss bundesgerichtlicher Praxis für sich keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu begründen vermögen, nicht als Komorbidität einzustufen sind (vgl. BGE 141 V 281 E.
4.3.1.3 sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4).
4.3.4
In Bezug auf die im Komplex Persönlichkeit (BGE 141 V 281 E. 4.3.2) zu prüfen
den Merkmale (Persönlichkeitsentwicklung und –
struktur
, grundlegende psychische Funktion) ist dem
B._
-
Gutachten zu entnehmen,
dass die erwähnten ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitszüge negativ ins Gewicht fallen (Urk. 5/122/15).
Gemäss den Ausführungen von Dr.
S._
halte sich der Beschwerdeführer im Kontaktverhalten zurück, imponiere psychomotorisch ver
langsamt und vermeide längerfristige Beziehungen beziehungsweise sei von diese
n offenbar schnell überfordert. Dies
e
Persönlichkeitsaspekte lassen auf eine Einschränkung der Ressourcen
wegen mangelnder
Durchhaltefähigkeit, Selbstbe
hauptungsfähigkeit sowie Flexibilitäts- und Umstellfähigkeit schliessen (vgl. Urk. 5/122/95). Demgegenüber nannten die Gutachter als mobilisierende Ressourcen seine Intellektualität,
die
ihm bei der Krankheitsbewältigung helfen könne, seine abge
schlossene Berufsausbildung
, inklusive seine
beruflichen Erfah
rungen
,
sowie sein erfolgreich absolvierter Auslandaufenthalt (Urk. 5/122/96).
Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer erneut plant, ins Ausland zu gehen sowie in eine eigene Wohnung zu ziehen (Urk. 5/122/96
)
, was positiv
er Ausdruck
sein
er
Leistungs
fähigkeit ist
.
4.3.5
In Bezug auf den Indikator des sozialen Kontextes führten die Gutachter
zwar
aus, dass der Beschwerdeführer über relativ wenig
e
soziale Bindungen verfüge und alleinstehend sei (Urk. 5/122/15)
, aus den Schilderungen des Beschwerdefüh
rers geht allerdings hervor, dass er zusammen mit zwei anderen Personen in einer Wohngemeinschaft lebt und über einen Kollegenkreis verfügt. Die Kollegen treffe er vor allem am Wochenende oder am Abend, da diese berufstätig seien.
Ausser
dem sei er in den
Social
Media aktiv und besuche seinen Vater und seine Geschwister einmal im Monat
. Am Wochenende gehe er zudem in den Ausgang
(Urk. 5/122/93).
Das soziale Netzwerk des Versicherten hält mithin für ihn mobi
lisierende Ressourcen bereit.
4.4
4.4.1
Zur
gleichmässigen Einschränkung des
Aktivitätenn
iveaus
in allen Lebensbe
reichen beim Thema Konsistenz
(BGE 141 V 281 E. 4.4.1)
hielten die Gutachter fest, der
Beschwerdefü
hrer habe seine Beschwerden glaubhaft geschildert, schätze sich jedoch
deutlich
er
herabgesetzt leistungsfähig ein, als dies von ihm anhand de
s Alltags berichtet worden sei (Urk. 5/122/15).
Aufgrund des vom Versicherten geschilderten
Tagesablaufs ist nämlich festzustellen, dass er einigen Aktivitäten – wie etwa Zeitung lesen, Musik hören, im Internet surfen, Zeit im Schrebergarten verbringen, Fischen, Fitnesstraining, Gerätetraini
ng, Einkäufe, Kochen – nach
geht (
Urk. 5/122/92 f., 5/122/102, 5/122/113
).
Von einer gleichmässigen Reduk
tion des Aktivitätsniveaus in allen Lebensbelangen (berufliche und persönliche Aktivitäten) kann daher nicht ausgegangen werden.
4.4.2
Die Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen, das heisst das Ausmass, in dem Behandlungen wahrgenommen oder eben vernachlässigt werden, weist auf den tatsächlichen Leidensdruck hin (BGE 141 V 281 E. 4.4.2).
Nicht von der Hand zu weisen ist, dass sich der Beschwerdeführer
seit 2007 in regelmässiger psychi
atrischer Behandlung bei verschiedenen Psychotherapeuten
befindet
und
auch in Kliniken war
(Urk. 5/122/95). Gegen einen erheblichen Leidensdruck spricht allerdings, dass de
r Medikamentenspiegel unter dem therap
eutischen Bereich lag (Urk. 5/122/15, 5/122/97). Dies deutet insgesamt auf einen nicht besonders aus
geprägten Leidensdruck
hin.
4.5
Die Gutachter erachteten eine 80%ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als Hortleiter als auch in einer optimal angepassten Tätigkeit für zumutbar (Urk. 5/122/15).
Angesichts des nicht erheblichen funktionellen Schweregrades der diagnostizierten Gesundheitsschädigungen, der vorhandenen persönlichen und sozialen Ressourcen, der mangelnden Behandlungsresistenz und de
s
Fehlen
s
eines erheblichen Leidensdrucks ist diese Einschätzung gestützt auf das struktu
rierte Beweisverfahren nicht zu beanstanden
.
Insgesamt kommt dem
B._
-Gutachten somit die nötige Beweiskraft zu (vgl. E. 1.
4
).
4.6
Zusammenfa
ssend steht gestützt auf das
B._
-Gutachten mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden W
ahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdefüh
rer
aus medizinisch-theoretischer Sicht in der Lage ist,
eine körperlich schwere (nicht über 30 kg), mittelschwere und leichte Tätigkeit ohne dauerhaftem Steigen von Leitern, Treppen und Anstiegen
im Umfang von 80 %
auszuüben, wobei Einschränkungen in Bezug auf die Schnelligkeit, kognitive Flexibilität, Umstel
lungsfähigkeit sowie auf die Durchhaltefähigkeit gewürdigt werden müssen
. Darunter fällt nach der Einschätzung der Experten auch die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Hortleiter (Urk. 5/122/16).
Demzufolge hat die IV-Stelle zu Recht den Rentenanspruch verneint und im gleichen Zug erübrigte sich die wei
tere Durchführung eines
Einkommensvergleich
s beziehungsweise die Berechnung des Invaliditätsgrades.
Angesichts der beweiskräftigen medizinischen Beurteilungsgrundlagen besteht im Übrigen
kein Anlass für weitere Abklärungen (antizipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d und 136 I 229 E. 5.3).
Da sich die angefochtene Verfügung vom 21. November 2017 (Urk. 2) somit als rechtens erweist,
ist die Beschwerde abzuweisen.
5.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung und ist daher kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
I
VG) und ermessensweise auf Fr. 7
00.-- anzu
setzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.