# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a23aa705-3edc-4a61-b64f-a6162c23ead3
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Ergänzung zum Einwand eingegangen sei und Letztere den Sachverhalt
in Bezug auf den Gesundheitszustand unvollständig abgeklärt habe. Sein
Gesundheitszustand habe sich seit der letzten Rentenrevision bzw. seit
Zusprechung der ganzen Rente nicht verbessert. Eher sei – würde der
Sachverhalt vollständig abgeklärt – von einer Verschlechterung
auszugehen. Er leide nach wie vor an den Folgen der Hüftoperation und
nach zwei Herzinfarkten an einer koronaren Herzkrankheit. Es dürfe
aufgrund des vorübergehend höheren Einkommens während einzelner
Monate seit dem Jahr 2010 nicht auf einen dauerhaft verbesserten
Gesundheitszustand und eine erhöhte Arbeitsfähigkeit geschlossen
werden. Zum einen sei ungewiss, ob er überhaupt noch für
Personentransporte eingesetzt werden dürfe. Zum andern sei aus
einzelnen Einkommensschwankungen und wenigen Monaten mit
vermehrt wahrgenommenen Einsätzen nicht zu schliessen, dass er eine
solche Tätigkeit mit konstant hohem Pensum ertragen könnte. Die IV-
Stelle habe keine arbeitsmedizinischen Abklärungen vorgenommen und
bei der letzten Arbeitgeberin keine Auskünfte über die Art der Einsätze
eingeholt, weshalb der Sachverhalt auch diesbezüglich unvollständig
abgeklärt worden sei. Im Weiteren sei das Invalideneinkommen nicht
korrekt ermittelt worden. Abzustellen sei auf eine Arbeitsfähigkeit von
50 % mit einer Leistungseinbusse, weshalb sich am Invaliditätsgrad von
75 % nichts verändert habe. Er habe seine Anstellung verloren und sei
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nur noch auf Abruf für einen Unternehmer als Fahrer tätig. Es sei deshalb
auf die Tabellenlöhne abzustellen. Ihm stehe somit nach wie vor eine
ganze Rente zu, weshalb eine Verfügung betreffend die Verletzung der
Meldepflicht entfalle. Selbst wenn die Rente wider Erwarten reduziert oder
gar aufgehoben werde, liege keine Verletzung vor. Die IV-Stelle habe
diese zudem nicht weiter begründet, weshalb das rechtliche Gehör
verletzt worden sei.
7. Am 15. Oktober 2013 reichte der Beschwerdeführer den Bericht der
Koronarangiographie vom 3. Oktober 2013 (beschwerdeführerische Akten
[Bf.-act.] 16) nach.
8. Die IV-Stelle (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte in ihrer
Vernehmlassung vom 17. Oktober 2013 (Poststempel) die Abweisung der
Beschwerde. Zur Begründung verwies sie primär auf die angefochtene
Verfügung vom 26. August 2013, an welcher sie vollumfänglich festhalte.
Ergänzend führte sie im Wesentlichen aus, dass eine Verbesserung der
Erwerbsfähigkeit, die ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate
gedauert habe, in jedem Fall – so auch vorliegend – zu berücksichtigen
sei, weshalb die Rente zu revidieren gewesen sei. Dem
Beschwerdeführer sei auch nach den LSE-Tabellen zumutbar, ein
rentenausschliessendes Invalideneinkommen zu erzielen. Im Weiteren
begründe die invaliditätsfremde Kündigung keinen Revisionsgrund.
Schliesslich hätte er die Verdopplung seines Erwerbseinkommens melden
müssen, weshalb er die Meldepflicht verletzt habe.
9. Bezüglich der Zuschrift des Beschwerdeführers vom 15. Oktober 2013
verzichtete die Beschwerdegegnerin am 24. Oktober 2013 auf eine
Ergänzung ihrer Vernehmlassung vom 16. Oktober 2013.
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10. Am 6. Dezember 2013 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen
Anträgen fest. Anlässlich der während des vorliegenden Verfahrens
durchgeführten Koronarangiographie habe sich keine Verbesserung
ergeben, vielmehr seien am Hauptstamm ostial neue
Wandveränderungen festgestellt worden. Die Annahme einer erhöhten
Arbeitsfähigkeit seit der Zusprechung der ganzen Rente sei aktenwidrig
und nicht durch ein medizinisches Gutachten erhärtet. Er habe im Jahr
2010 und im ersten Halbjahr 2011 mehrere kurze Fahrten erhalten und
damit mehr verdient, was aber nicht heisse, dass er eine erheblich
grössere Leistung erbracht habe. Im Weiteren wäre – wenn er tatsächlich
in der Lage gewesen wäre, 50 % oder gar 80 % zu arbeiten – das
Valideneinkommen zu erhöhen und nicht auf der Basis der Angabe der
B._ AG festzustellen, welches auch den 13. Monatslohn nicht
eingerechnet habe. Er arbeite weiterhin für dasselbe Carunternehmen,
wobei er nach wie vor nur für einfache Aufträge eingesetzt werde.
Gegebenfalls sei der Sachverhalt durch die Einholung eines aktuellen
medizinischen Gutachtens zu ergänzen. Eine Rückkehr in den Beruf als
Taxifahrer oder als Lastwagenchauffeur komme auf jeden Fall nicht in
Frage. Er sei subjektiv nicht davon ausgegangen, dass er sein Pensum
auf bis zu 80 % gesteigert hätte. Eine Verletzung der Meldepflicht liege
nicht vor.
11. Die Beschwerdegegnerin hielt in ihrer Duplik vom 18. Dezember 2013 an
ihren Anträgen fest. Betreffend das Valideneinkommen führt sie aus, dass
dieses nicht auf der Basis der Angaben der B._ AG festgelegt
worden sei. Vielmehr habe sein ursprüngliches Valideneinkommen als
Bahnsteward Fr. 48'100.-- für das Jahr 2001 betragen und sei mit
Verfügung vom 21. Mai 2007 an seine neue Tätigkeit als
Lastwagenchauffeur auf Fr. 63'169.20 für das Jahr 2006 angepasst
worden. Die weiteren Abklärungen bei seiner damaligen Arbeitgeberin
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hätten ergeben, dass sein gesundheitlicher Zustand es zulasse, als
Carchauffeur ein Erwerbseinkommen von mindestens 70 % des
Valideneinkommens zu erzielen. Dass er diese Erwerbsfähigkeit aus
wirtschaftlichen oder aus persönlichen Gründen nicht vollständig
ausschöpfe, könne für seinen Rentenanspruch nicht von Bedeutung sein.
Betreffend der durchgeführten Koronarangiographie sei festzuhalten,
dass sich aktuell keine stenosierende Koronarsklerose zeige, die vormals
interventionell behandelten Segmente ein gutes Langzeitergebnis zeigten
und die linksventrikuläre Funktion sehr gut sei.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien sowie auf die angefochtene
Verfügung wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Verfahrens bildet die Verfügung der
Beschwerdegegnerin vom 26. August 2013. Das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden ist aufgrund von Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG;
SR 830.1), Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) und Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49
Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR
370.100) vorliegend zur Beurteilung der Beschwerde örtlich und sachlich
zuständig. Der Beschwerdeführer ist als Adressat der Verfügung zur
Erhebung der Beschwerde legitimiert, da er dadurch berührt ist und ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Im
Weiteren wurde die Beschwerde form- und fristgerecht erhoben, womit
auf die Beschwerde einzutreten ist.
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b) Streitig und zu prüfen ist vorliegend die Frage, ob die
Beschwerdegegnerin zu Recht die zugunsten des Beschwerdeführers
ausgerichtete ganze IV-Rente rückwirkend vom 1. Juni 2010 bis zum
30. April 2011 auf eine halbe Rente herabgesetzt und die Ausrichtung der
halben Rente rückwirkend per 1. Mai 2011 eingestellt hat. Damit
einhergehend ist zu entscheiden, ob zu dessen Beurteilung weitere
medizinische Abklärungen durchzuführen sind. Zudem stellt sich die
Frage einer Verletzung der Meldepflicht.
c) Im Verfahren S 13 136 wurde der Antrag um Vereinigung des Verfahrens
mit dem vorliegenden Verfahren S 13 104 gestellt. Gemäss Art. 6 lit. a
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) kann
die Behörde im Interesse einer zweckmässigen Erledigung die Verfahren
bei getrennt eingereichten Eingaben zum gleichen Gegenstand durch
verfahrensleitende Verfügung vereinigen. Inhaltlich geht es im
vorliegenden Verfahren S 13 104 unbestrittenermassen um denselben
Sachverhalt wie im Verwaltungsgerichtsverfahren S 13 136, weshalb die
beiden Verwaltungsverfahren zusammen zu beurteilen sind. Da im
Verfahren S 13 136 die Parteien jedoch nicht (gänzlich) identisch sind mit
den hiesigen Parteien und auch der Streitgegenstand respektive die sich
in rechtlicher Hinsicht stellenden Fragen nicht übereinstimmen (vgl. Urteil
des Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden S 13 136 vom 5. Juni
2014 E.1), hält es das Gericht für angebracht, die beiden Verfahren S 13
104 und S 13 136 nicht zu vereinigen. Es werden zwei separate Urteile
erlassen.
2. a) Nach Art. 17 ATSG und Art. 87 ff. der Verordnung über die
Invalidenversicherung (IVV; SR 831.201) wird die Invalidenrente von
Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht,
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herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer
Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert. Anlass
zur Rentenrevision gibt jede Änderung der anspruchsbegründenden
Tatsachen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den
Rentenanspruch der Versicherten zu beeinflussen. Revisionsbegründend
sind dabei zunächst wesentliche Veränderungen des
Gesundheitszustandes. Aber auch bei gleich bleibendem
Gesundheitszustand fällt eine Rentenrevision in Betracht, wenn sich die
erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen
Gesundheitszustandes erheblich verändert haben. Ob eine solche
Änderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts,
wie er im Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen Rentenverfügung
bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der angefochtenen Verfügung
(BGE 134 V 131 E.3; 133 V 108 E.5; 130 V 343 E.3.5; Urteil des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts I 526/02 vom 27. August 2003
E.2). Art. 31 Abs. 1 IVG präzisiert die erwerbliche Komponente insoweit,
als die Rente nur dann im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG revidiert wird,
wenn die Einkommensverbesserung jährlich mehr als Fr. 1'500.-- beträgt.
b) Vorliegend wurde dem Beschwerdeführer anlässlich des
Revisionsverfahrens seine bisherige ganze Rente rückwirkend vom
1. Juni 2010 bis zum 30. April 2011 auf eine halbe Rente herabgesetzt
(Invaliditätsgrad von 58 %) und die Ausrichtung der halben Rente
rückwirkend per 1. Mai 2011 eingestellt (Invaliditätsgrad von 30 %). Grund
für die Revision sei das tatsächlich erzielte Einkommen als Buschauffeur,
welches stark angestiegen sei und ab dem Jahr 2010 durchgehend zu
einer Änderung des Rentenanspruchs geführt habe. Der
Beschwerdeführer bestreitet das Vorliegen eines Revisionsgrunds an sich
und zu Recht nicht, macht aber diesbezüglich einerseits geltend, dass die
Beschwerdegegnerin den Gesundheitszustand unvollständig abgeklärt
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habe. Anderseits rügt er vordergründig die Festlegung seines
Invalideneinkommens und die damit einhergehende Ermittlung des
Invaliditätsgrads. Nachfolgend ist demnach zunächst auf die Rüge
betreffend die medizinische Beurteilung des Sachverhalts, insbesondere
hinsichtlich seiner Herzkrankheit, einzugehen (vgl. unten E.3), bevor
alsdann die Festlegung des massgebenden Invalideneinkommens und
des Invaliditätsgrads (vgl. unten E.4) zu prüfen sind.
3. a) Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG nimmt der Versicherungsträger die
notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die
erforderlichen Auskünfte ein. Der Beschwerdeführer macht diesbezüglich
geltend, dass die Beschwerdegegnerin trotz des von Dr. med. C._,
Co-Chefarzt Medizin, Leiter Kardiologie, geäusserten Verdachts auf eine
Progression der koronaren Herzkrankheit, es unterlassen habe, der
Frage, ob er für die Durchführung von Personentransporten geeignet sei,
nachzugehen. Deshalb habe die Beschwerdegegnerin den
Gesundheitszustand unvollständig abgeklärt und damit die ihr obliegende
Abklärungspflicht verletzt. Sein Gesundheitszustand habe sich seit der
letzten Rentenrevision bzw. seit Zusprechung der ganzen Rente nicht
verbessert. Eher sei – würde der Sachverhalt vollständig abgeklärt – von
einer Verschlechterung auszugehen. Entsprechend beantragte der
Beschwerdeführer die Einholung eines medizinischen Gutachtens über
die Arbeits- und Leistungsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit seit dem
1. März 2010.
b) Aktenkundig ist die kardiologische Standortbestimmung vom 3. Mai 2013,
nach welcher gemäss Dr. med. C._ die vom Beschwerdeführer
geschilderten Beschwerden für eine manifeste koronare Herzkrankheit
nicht ganz typisch seien. Dennoch bestehe der Verdacht auf eine
Progression der koronaren Herzkrankheit. Das grosse Risikoprofil sowie
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die provozierbaren Brustschmerzen sprächen dafür. Da er teils als
Buschauffeur arbeite, sei eine erneute invasive Abklärung ratsam. Die
Untersuchung sei für den 13. Mai 2013 vorgesehen (IV-act. 129/4). Im E-
Mail vom 11. Mai 2013 zuhanden der Rechtsvertretung des
Beschwerdeführers führte Dr. med. C._ im Weiteren aus, dass er
dem Beschwerdeführer zur besseren Beurteilung und Festlegung der
Arbeitsfähigkeit zur nochmaligen Herzkatheteruntersuchung geraten
habe. Die Terminvereinbarung habe der Beschwerdeführer wieder
abgesagt. Ohne diese Untersuchung sei die Einschätzung der aktuellen
Arbeitsfähigkeit schwierig. In der aktuellen Situation und ohne Kenntnisse
der aktuellen Koronarsituation sei die Eignung für Personentransporte
sicher nicht gegeben (Bf.-act. 13). Nach der am 1. Oktober 2013 doch
noch durchgeführten Koronarangiographie zeige sich gemäss dem –
während des vorliegenden Verfahrens nachgereichten – Arztbericht vom
3. Oktober 2013 von Dr. med. C._ und Dipl. med. D._,
Assistenzärztin, keine stenosierende Koronarsklerose. Allerdings
bestünden am Hauptstamm ostial neue Wandveränderungen. Die
vormals interventionell behandelten Segmente zeigten ein gutes
Langzeitergebnis (Bf.-act.16).
c) Aufgrund dieser Aktenlage erscheint die medizinische Beurteilung des
Sachverhalts genügend. Ob die Beschwerdegegnerin die ihr obliegende
Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG verletzt hat, kann
letztlich offen bleiben. Immerhin hatte der Regionale Ärztliche Dienst
(nachfolgend RAD) am 27. Juni 2013 festgestellt, dass aus
versicherungsmedizinischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit in jeder Tätigkeit
bestehe, die dieselben Belastungen mit sich bringen würden wie die
zuletzt ausgeübte. Damit bestehe keine Notwendigkeit der invasiven
Koronarangiographie (IV-act.131/7). Der Arztbericht vom 3. Oktober 2013
bestätigt den im Mai 2013 von Dr. med. C._ geäusserten Verdacht
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auf eine Progression der koronaren Herzkrankheit nicht. Im nach
durchgeführter Koronarangiographie nachgereichten Arztbericht vom
3. Oktober 2013 werden – vorbehältlich der am Hauptstamm ostial neuen
Wandveränderungen – keine Auffälligkeiten beschrieben. Die vormals
interventionell behandelten Segmente zeigten ein gutes Langzeitergebnis
(Bf.-act. 16). Vorliegend erscheint aufgrund dessen eine gutachterliche
Abklärung als verzichtbar. Es liegt im (pflichtgemässen) Ermessen des
Rechtsanwenders, darüber zu befinden, mit welchen Mitteln der
Sachverhalt abzuklären ist und ob im Einzelfall ein einfacher Arztbericht
genügt, eine ergänzende Untersuchung anzuordnen oder ein förmliches
Gutachten einzuholen ist (BGE 122 V 157 E.1b in fine). Beweise sind im
Rahmen des verfassungsrechtlichen Anspruchs auf rechtliches Gehör nur
über jene Tatsachen abzunehmen, die für die Entscheidung der
Streitsache erheblich sind. Auf weitere Beweisvorkehren kann auch dann
verzichtet werden, wenn der Sachverhalt, den eine Partei beweisen will,
nicht rechtserheblich ist, wenn bereits Feststehendes bewiesen werden
soll, wenn von vornherein gewiss ist, dass der angebotene Beweis keine
Abklärungen herbeizuführen vermag, oder wenn die Behörde den
Sachverhalt gestützt auf ihre eigene Sachkenntnis zu würdigen vermag
(BGE 122 V 157 E.1d; 104 V 209 E.a, mit Hinweisen). In der damit
verbundenen antizipierten Beweiswürdigung kann kein Verstoss gegen
das rechtliche Gehör nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) erblickt werden (BGE
119 V 335 E.3c in fine mit Hinweisen). Betreffend die vom
Beschwerdeführer geltend gemachten Herzprobleme ist im
nachgereichten Arztbericht vom 3. Oktober 2013 – wie bereits erwähnt –
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bzw. der Fahreignung attestiert
worden (Bf.-act. 16). Von einer weiteren Untersuchung sind keine neuen
Befunde zu erwarten, weshalb kein Anlass zu einer weiteren
Begutachtung besteht. Diesem Ergebnis ist umso mehr beizupflichten, als
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auch Dr. med. E._, RAD Ostschweiz, mit Stellungnahme vom
27. Juni 2013 festhielt, dass der Vergleich der beiden Arztbericht des
Kardiologen Dr. med. C._ aus dem Jahr 2010 (IV-act. 113) und dem
Jahr 2013 (IV-act. 129) ergebe, dass die Diagnosen identisch seien bis
auf eine nicht richtungsgebende Reduktion der noch immer adäquaten
Belastbarkeit von 183 Watt [93 % des Sollwerts] auf 161 Watt [83 % des
Sollwerts]. In der Beschreibung der aktuellen Beschwerden würden sich
ebenfalls wortwörtliche Übereinstimmungen finden. Neu sei, dass die
geklagten Beschwerden auch während der Arbeit auftreten würden und
dass bei stärkerer Belastung auch Atemnot auftrete. Dem stehe die
leichte Verbesserung des Allgemeinzustands des Beschwerdeführers
gegenüber. Letzterer habe leicht an Gewicht verloren und der Blutdruck
sei besser eingestellt. Dies spreche grundsätzlich eher für eine bessere
Belastbarkeit. Dass gemäss Dr. med. C._ die aktuellen Beschwerden
nicht ganz typisch seien, sei gemäss dem RAD daher gut verständlich.
Rein aus versicherungsmedizinischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit
in jeder Tätigkeit, die dieselben Belastungen mit sich bringen würden wie
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit (IV-act. 131/6 f.).
d) Der Vollständigkeit halber sei hierbei noch erwähnt, dass die
Beschwerdegegnerin in Anlehnung an diese RAD-Beurteilung vom
27. Juni 2013 die Vorbringen des Beschwerdeführers in der Ergänzung
zum Einwand für nicht stichhaltig beurteilt hat (IV-act. 130/5). Es ist nicht
nötig, dass sich die Behörde mit jeder tatbeständlichen Behauptung und
jedem rechtlichen Einwand auseinandersetzt. Vielmehr kann sie sich auf
die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE
126 I 97 E.2b), weshalb darin keine Verletzung der ihr obliegenden
Begründungspflicht erblickt werden kann.
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4. a) Somit ist im Folgenden zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht
aufgrund der an sich nicht bestrittenen Einkommen in den Jahren 2010
und 2011 davon ausging, dass der Beschwerdeführer in seiner jetzigen
Tätigkeit als Carchauffeur zu 50 % bzw. zu 80 % und demzufolge zu
mindestens 70 % arbeitsfähig ist. Und dies allein aufgrund der
(veränderten) Einkommenssituation und ohne, dass ärztlich attestiert
wäre, wie hoch die effektive Arbeitsfähigkeit aktuell ist.
b) Als Invalidität gilt gemäss Art. 8 ATSG i.V.m. Art. 4 IVG die durch einen
körperlichen oder geistigen Gesundheitsschaden verursachte,
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit andauernde
Erwerbsunfähigkeit. Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG hat ein Versicherter
Anspruch auf eine ganze Rente, wenn er zu mindestens 70 % invalid ist,
auf eine Dreiviertelsrente wenn er zu mindestens 60 % invalid ist, auf eine
halbe Rente, wenn er zu mindestens 50 % invalid ist und auf eine
Viertelsrente, wenn er zu mindestens 40 % invalid ist. Für die
Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 28a Abs. 1 IVG und
Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das der Versicherte nach Eintritt
der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihm zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen,
das er erzielen könnte, wenn er nicht invalid geworden wäre
(Valideneinkommen).
c) Gemäss der angefochtenen Verfügung vom 26. August 2013 hätte der
Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden im Jahr 2010 als Chauffeur
ein Einkommen von Fr. 67'372.75 (Valideneinkommen) erzielen können.
Ab März 2010 bis Oktober 2010 habe er einen Jahresverdienst von
Fr. 28'320.-- (Invalideneinkommen) erzielt. Daraus resultiere eine
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Erwerbseinbusse von Fr. 39'052.75 (Fr. 67'372.75 - Fr. 28'320.--), was
einen Invaliditätsgrad von 58 % ergebe. Der tatsächliche Verdienst sei ab
November 2010 wieder geringer gewesen, da der oben genannte
Verdienst jedoch durchgehend während einem längeren Zeitraum von
acht Monaten erzielt worden sei, müsse davon ausgegangen werden,
dass dies invaliditätsfremde Gründe habe und es aus medizinischer Sicht
weiterhin zumutbar gewesen sei, dieses Einkommen zu erzielen. Im Jahr
2011 habe das Einkommen ohne Gesundheitsschaden Fr. 68'046.45
(Valideneinkommen) betragen. Ab Februar 2011 habe der
Beschwerdeführer seinen Arbeitseinsatz und damit das Einkommen
wiederum deutlich erhöht. Er habe in der ersten Jahreshälfte 2011 ein
Jahreseinkommen von Fr. 47'790.-- (Invalideneinkommen) erzielt, womit
eine Erwerbseinbusse von Fr. 20'256.45 (Fr. 68'046.45 - Fr. 47'790.--)
resultiere. Sein Invaliditätsgrad betrage damit 30 %. Aus medizinischer
Sicht sei diese Arbeitsfähigkeit auch weiterhin zumutbar. Die Gründe
dafür, dass das Pensum nicht auch weiterhin ausgeübt worden sei, seien
nicht gesundheitlicher Natur (IV-act. 130).
d) Dem hält der Beschwerdeführer entgegen, dass diese Argumentation auf
einem Trugschluss beruhe. Zum einen sei ungewiss, ob er überhaupt
noch für Personentransporte eingesetzt werden könne und dürfe, weshalb
das bei der B._ AG erzielte Einkommen nicht von Belang sei. Zum
andern sei nicht aus einzelnen Einkommensschwankungen und wenigen
Monaten mit vermehrt wahrgenommenen Einsätzen zu schliessen, dass
er eine solche Tätigkeit – selbst wenn ihm die Ausübung von
Personentransporten weiterhin erlaubt werden könnte – mit konstant
hohem Pensum gesundheitlich ertragen könnte. Er sei auf eine leichte
Tätigkeit, mit kurzen Fahrten unter geringem Zeitdruck angewiesen. Die
Arbeitsbedingungen bei der B._ AG seien hierfür ideal gewesen. Die
Anstellung habe er infolge Geschäftsaufgabe verloren. Bei einem anderen
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Arbeitgeber würde er seine Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich nicht mehr
gleich nutzen können. Es sei deshalb unzulässig, das
Invalideneinkommen auf der Basis des in den letzten Jahren zeitweise
während einzelnen Monaten erzielte höhere Einkommen zu berechnen
und dem Valideneinkommen als Lastwagenchauffeur gegenüberzustellen.
Es komme hinzu, dass er, wenn er während einzelnen Monaten mehr
Einsätze angenommen habe, über seine Kräfte hinaus gearbeitet hätte,
hätte es sich um normale Fahrten gehandelt. Er habe dies also nur tun
können, weil er immer wieder kleinere Aufträge gehabt habe, die ihn nicht
zu sehr beansprucht hätten. Auf die Dauer könne er aber einen solchen
Einsatz nicht erbringen. Schliesslich könne, insbesondere auch aufgrund
des pauschalen Entlöhnungssystems, nicht davon ausgegangen werden,
dass sich der Beschäftigungsgrad verändert oder er eine erheblich
grössere Leistung erbracht habe. Wäre er tatsächlich in der Lage
gewesen, 50 % oder gar 80 % zu arbeiten, hätte er andere Touren
übernommen und mehr verdient als effektiv ausgewiesen.
Dementsprechend wäre diesfalls das Valideneinkommen zu erhöhen.
Abzustellen sei auf eine Arbeitsfähigkeit von 50 % mit einer
Leistungseinbusse. Er habe seine Anstellung verloren, weshalb die
Tabellenlöhne heranzuziehen seien.
e) Das Vorbringen des Beschwerdeführers, dass er die Stelle bei der
B._ AG wegen Betriebsaufgabe verloren habe und damit seine
Restarbeitsfähigkeit wirtschaftlich nicht mehr gleich nutzen könne, ist
widerlegt. Der Betrieb wurde gemäss Angaben auf der Interseite des
Busbetriebs (http://carreisenchur.blogspot.ch/p/uber-uns.html, besucht am
10. Juni 2014) der nächsten Generation übergeben, welche nach wie vor
ein Bustransportgeschäft betreibt. Der Beschwerdeführer führt in seiner
Replik vom 6. Dezember 2013 denn auch aus, dass er weiterhin für
dasselbe Carunternehmen arbeite, welches nun von F._ AG geführt
http://carreisenchur.blogspot.ch/p/uber-uns.html
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werde (Replik vom 6. Dezember 2013, S. 4). Vor diesem Hintergrund
kann der Beschwerdeführer auch weiterhin von den – wie er selbst angibt
– günstigen Arbeitsbedingungen profitieren, mithin kann er zu denselben
Rahmenbedingungen (leichte Tätigkeit mit kurzen Fahrten unter geringem
Zeitdruck und gleichbleibendem pauschalen Entlöhnungssystem)
arbeiten.
Betreffend Beschäftigungsverhältnis zum Beschwerdeführer führte die
Arbeitgeberin aus, der Beschwerdeführer dürfe gemäss IV-Gesetzgebung
höchstens Fr. 20'000.-- verdienen, weshalb sie ihn pro Monat nur rund
sechs Tage einsetzen könne. Sie würde ihm jederzeit eine
Vollzeitanstellung anbieten (IV-act. 101/2). Dabei ist dem Einwand des
Beschwerdeführers, die Arbeitgeberin habe diese Äusserung in
Unkenntnis seiner Herzprobleme gemacht, nicht weiter nachzugehen,
zumal der nachgereichte Arztbericht vom 3. Oktober 2013 ihm keine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bzw. der Fahreignung attestiert (Bf.-
act. 16). Er kann demnach weiterhin Personentransporte durchführen.
Immerhin hat der Beschwerdeführer – auch ohne die "normalen Fahrten",
welche seinen Angaben entsprechend einen längeren Arbeitseinsatz
erfordern würden – ab März bis Oktober 2010 brutto Fr. 18'880.-- (IV-
act. 110/4 ff.) verdient, was auf das Jahr hochgerechnet ein
Bruttoeinkommen von Fr. 28'320.-- (Fr. 18'880.-- : 8 Mt. x 12 Mt.)
ausmacht. Im ersten Halbjahr 2011, nämlich von Januar bis und mit Juni
2011, hat er zudem ein Erwerbseinkommen von brutto Fr. 23'895.--
erzielt. Daraus resultiert ein Jahresverdienst von Fr. 47'790.-- (Fr. 23'895.-
- : 6 Mt. x 12 Mt.). Dem Beschwerdeführer war es demnach möglich,
während sechs respektive acht Monaten und damit über ein Jahr (März
2010 bis Juni 2011) hinweg ein deutlich höheres Einkommen zu
erwirtschaften, als dies ursprünglich bei der Rentenfestsetzung festgelegt
worden ist. Im Jahr 2007, als dem Beschwerdeführer von der
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Beschwerdegegnerin die ganze Rente zugesprochen wurde und aus
welchem Jahr gleichzeitig der letzte materiellrechtliche Rentenentscheid
vorliegt, erzielte er bei der B._ AG ein Bruttoeinkommen von
Fr. 12'290.--. Im Jahr 2008 steigerte er dieses bereits auf Fr. 20'900.-- (IV-
act. 125/6). Eine – wie von der Beschwerdegegnerin angewandt –
Hochrechnung der Monatseinkommen auf ein Jahreseinkommen
erscheint vorliegend zulässig, zumal gemäss Art. 88a Abs. 1 IVV eine
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder der Fähigkeit, sich im
Aufgabenbereich zu betätigen, oder eine Verminderung der Hilflosigkeit,
des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs für die
Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung bereits von dem Zeitpunkt an
zu berücksichtigen ist, in dem angenommen werden kann, dass sie
voraussichtlich längere Zeit dauern wird (erster Satz). Sie ist in jedem Fall
zu berücksichtigen, nachdem sie ohne wesentliche Unterbrechung drei
Monate gedauert hat und voraussichtlich weiterhin andauern wird (zweiter
Satz). Demnach ist bereits eine dreimonatige – in casu mehr als ein Jahr
– Verbesserung als rentenbeinflussend zu berücksichtigen. Dass der
Beschwerdeführer in anderen Monaten wiederum weniger an Einkommen
erzielte, ist – wie die Beschwerdegegnerin zutreffend feststellte –
angesichts der vom März 2010 bis Juni 2011 erwiesenen gesteigerten
Erwerbsfähigkeit nicht gesundheitlicher Natur und damit dem
Beschwerdeführer überlassen, ob er diese über das ganze Jahr hinweg
voll ausschöpfen möchte.
Die letzte Rentenfestsetzung erfolgte gestützt auf eine Arbeitsfähigkeit in
leichter, wechselbelastender Tätigkeit ohne Stressbelastung von 35 %
(20 % bis 50 %; IV-act. 125/2; 78/2). Demgegenüber war es dem
Beschwerdeführer in den Jahren 2010 und 2011 möglich, ein deutlich
erhöhtes Pensum über längere Zeit zu verfolgen. Denn ausgehend von
einem Bruttolohn von Fr. 5'000.--, welches er gemäss Auskunft seiner
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Arbeitgeberin vom 6. September 2012 bei einer 100%igen Anstellung
monatlich verdienen könnte (IV-act. 109), war er im Jahr 2010 (März bis
Oktober 2010) hochgerechnet zu gerundet 50 % (100 % : [12 Mt. x
Fr. 5'000.--] x Fr. 28'320.--) und im ersten Halbjahr 2011 zu gerundet
80 % (100 % : [6 Mt. x Fr. 5'000.--] x Fr. 23'895.--) arbeitstätig. Die damit
belegte Leistungsfähigkeit ist dem Beschwerdeführer schliesslich auch
aus ärztlicher Sicht zumutbar. In der RAD-Abschlussbeurteilung vom
29. November 2012 führte Dr. med. E._ diesbezüglich aus, dass die
nach dem neuerlichen Herzinfarkt im Jahr 2009 eingeholten Berichte des
behandelnden Kardiologen eine ausgezeichnete Erholung nach dem
zweiten Infarkt aufwiesen. Der Hausarzt Dr. med. G._, Facharzt FMH
für Innere Medizin sowie Angiologie, mache keine Angaben über einen
verschlechterten Gesundheitszustand. Damit sei eine Verschlechterung
des Gesundheitszustands mit Auswirkung auf die zumutbare
Arbeitsfähigkeit nicht eingetreten. Rein aus versicherungsmedizinischer
Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit in jeder Tätigkeit, die dieselben
Belastungen mit sich bringen wie die zuletzt ausgeübte (IV-act. 125/11).
Schliesslich wurde dem Beschwerdeführer im nachgereichten Arztbericht
vom 3. Oktober 2013 keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bzw. der
Fahreignung attestiert (Bf.-act. 16).
Aufgrund all dessen ist das Vorgehen der Beschwerdegegnerin nicht zu
beanstanden, insbesondere dass sie die (hochgerechneten)
Einkommensverhältnisse aus den Jahren 2010 und 2011 zur
Invaliditätsberechnung herangezogen hat. Überdies kommt es für die
Festsetzung des Invaliditätsgrads ohnehin primär auf die wirtschaftliche
Erwerbsunfähigkeit und nicht auf die medizinische Arbeitsunfähigkeit an
(PVG 2005 Nr. 11 E.1a; 1982 Nr. 80). Eine weitere medizinische
Begutachtung im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit erscheint daher
verzichtbar (vgl. dazu auch oben E.3).
- 21 -
Schliesslich verlangte der Beschwerdeführer die Berechnung des
Invaliditätsgrads anhand der Tabellenlöhne. Dazu hat die
Beschwerdegegnerin bereits in der angefochtenen Verfügung vom
26. August 2013 überzeugend ausgeführt, dass selbst auf Grundlage der
LSE-Tabellenlöhne ihm im Jahr 2012 ein Gehalt von Fr. 49'915.10
anzurechnen sei. Im Ergebnis würde sich das Invalideneinkommen im
selben Rahmen bewegen (IV-act. 130/5). Es sind keine offensichtlichen
Ungereimtheiten feststellbar und von Seiten des Beschwerdeführers wird
denn auch nicht dargelegt, inwiefern diese Berechnung anhand der LSE-
Tabelle nicht korrekt sein soll, weshalb auch nicht weiter darauf
einzugehen ist.
Betreffend das Valideneinkommen führt die Beschwerdegegnerin
zutreffend aus, dass dieses nicht auf der Basis der Angaben der B._
AG festgelegt worden ist (Duplik vom 18. Dezember 2013, S. 2), weshalb
das Vorbringen des Beschwerdeführers, der 13. Monatslohn sei ebenfalls
einzurechnen, ins Leere zielt. Vielmehr wurde sein ursprüngliches
Valideneinkommen als Bahnsteward mit Verfügung vom 21. Mai 2007 an
seine neue Tätigkeit als Chauffeur auf Fr. 63'169.20 für das Jahr 2006
(IV-act. 78/2; 125/6) angepasst. Der Beschwerdeführer zeigt nicht auf,
inwiefern dies nicht rechtens sein soll. Die massgebenden
Valideneinkommen von Fr. 67'372.75 (Jahr 2010) respektive
Fr. 68'046.45 (Jahr 2011) basieren darauf, wobei ergänzend festzuhalten
ist, dass hierbei von einem Einkommen bei einem 100%igen Pensum
auszugehen ist. Es ist nicht einzusehen, weshalb nach Ansicht des
Beschwerdeführers das Valideneinkommen – sollte er tatsächlich zu 50 %
bzw. 80 % arbeitsfähig sei – entsprechend zu erhöhen wäre. Auch ist das
von ihm geltend gemachte andere Verdienstmodell nicht belegt. Demnach
hat die Beschwerdegegnerin auch das Valideneinkommen korrekt
- 22 -
festgelegt, sodass die Beschwerde betreffend die
Invaliditätsgradberechnung unbegründet und daher abzuweisen ist.
Ebenso wenig kann der Beschwerdegegnerin hierbei eine Verletzung der
ihr obliegenden Abklärungspflicht im Sinne von Art. 43 Abs. 1 ATSG
vorgehalten werden, zumal sie – wie bereits aufgezeigt – sehr wohl
Auskünfte bei der Arbeitgeberin eingeholt hat, so beispielsweise
betreffend die monatlichen tatsächlichen Einkommen (IV-act. 106 ff.), das
Einkommen bei Vollzeitanstellung (IV-act. 109) oder aber auch ganz
allgemein mit dem Fragebogen für Arbeitgebende (IV-act. 101). Dass der
Beschwerdeführer nach eigenen Angaben nur kurze Touren machen
könne, ist insofern unbedeutend, als er auch damit ein deutlich
gesteigertes Einkommen erwirtschaften konnte. Im Übrigen war er selbst
unter diesen Gegebenheiten in der Lage beispielsweise drei Tage
nacheinander (28. bis 30. August 2013) neun Stunden zu arbeiten (Bf.-
act. 14/1) oder gar mehrtätige Touren (13. bis 15. September 2013) zu
absolvieren (Bf.-act. 14/2). Die diesbezüglichen Vorbringen des
Beschwerdeführers sind daher unbegründet.
5. a) Im Weiteren ist zu prüfen, wie es sich mit der von der
Beschwerdegegnerin festgestellten Verletzung der Meldepflicht durch den
Beschwerdeführer und der damit einhergehenden Rückerstattungspflicht
verhält. Denn wie oben in Erwägung 4 dargelegt, hat die
Beschwerdegegnerin zu Recht den Invaliditätsgrad des
Beschwerdeführers für den Zeitraum vom 1. Juni 2010 bis zum 30. April
2011 auf 58 % und ab dem 1. Juni 2011 auf 30 % festgelegt.
b) Bei dieser Ausgangslage erweist sich eine rückwirkende Reduktion
respektive Aufhebung der dem Beschwerdeführer zugesprochenen
Invalidenrente (ex tunc) und damit verbunden die Rückerstattung der zu
- 23 -
Unrecht bezogenen Leistungen (Art. 25 Abs. 1 erster Satz ATSG) als
zulässig, wenn die Voraussetzungen von Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV erfüllt
sind. Laut dieser Regelung sind zugesprochene Leistungen der
Invalidenversicherung rückwirkend vom Eintritt der für den Anspruch
erheblichen Änderung aufzuheben, wenn die unrichtige Ausrichtung einer
Leistung darauf zurückzuführen ist, dass der Bezüger sie unrechtmässig
erwirkt hat oder der ihm gemäss Art. 77 IVV zumutbaren Meldepflicht
nicht nachgekommen ist. Laut der letztgenannten Regelung haben der
Berechtigte oder sein gesetzlicher Vertreter sowie Behörden oder Dritte,
denen die Leistung zukommt, jede für den Leistungsanspruch wesentliche
Änderung, namentlich eine solche des Gesundheitsschadens, der
Arbeits- und Erwerbsfähigkeit, des Zustandes der Hilflosigkeit, des
invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfsbedarfs, des für den
Ansatz der Hilfslosenentschädigung und des Assistenzbeitrags
massgebenden Aufenthaltsorts sowie der persönlichen und
gegebenenfalls der wirtschaftlichen Verhältnisse des Versicherten,
unverzüglich der IV-Stelle anzuzeigen (vgl. ausserdem Art. 31 Abs. 1
ATSG). Für den Tatbestand der Meldepflichtverletzung ist ein
schuldhaftes Verhalten erforderlich, wobei nach ständiger
bundesgerichtlicher Rechtsprechung bereits leichte Fährlässigkeit genügt
(BGE 112 V 97 E.2a; 110 V 176 E.3c mit weiteren Hinweisen).
c) Der Beschwerdeführer hält der Feststellung der Verletzung der
Meldepflicht einerseits entgegen, dass die Beschwerdegegnerin diese
nicht weiter begründet und damit das rechtliche Gehör verletzt habe. Dem
ist vorliegend allerdings nicht so. Die Beschwerdegegnerin hat in der
angefochtenen Verfügung vom 26. August 2013 ausgeführt, dass er in
den vergangenen Jahren "in seiner Tätigkeit bei der B._ AG als
Chauffeur ein höheres Einkommen erzielen [konnte], so dass der
Anspruch auf die bisherige ganze Rente seit dem Jahr 2010 nicht mehr
- 24 -
gegeben ist. Da er [der Beschwerdeführer] uns [der Beschwerdegegnerin]
den höheren Verdienst nicht gemeldet hat, ist er seiner Meldepflicht nicht
nachgekommen. Wir müssen die Rente rückwirkend anpassen." Im
Weiteren verwies die Beschwerdegegnerin im Dispositiv unter Ziffer 3 auf
die einschlägige Gesetzesbestimmung (IV-act. 130/2 und 6). Die
Beschwerdegegnerin hat offensichtlich die Überlegungen genannt, von
denen sie sich leiten liess und auf welche sich ihr Entscheid stützt (BGE
129 I 232 E.3.2; 126 I 97 E.2b). Damit war es dem Beschwerdeführer
schliesslich möglich, die Verfügung sachgerecht anzufechten (vgl.
Beschwerde vom 13. September 2013). So brachte er denn auch im
Weiteren vor, dass er in den Jahren seit 2010 nie ein Einkommen erzielt
habe, das zu einer Reduktion des Invaliditätsgrads geführt hätte. Er habe
kein verändertes Jahreseinkommen und auch nicht über längere Zeit
hinweg regelmässig ein höheres Einkommen erzielt und deshalb keine
Veranlassung gehabt, die Beschwerdegegnerin über sein Einkommen in
Kenntnis zu setzen. Es könne nicht von einem schuldhaften Fehlverhalten
die Rede sein. Er sei schliesslich subjektiv auch nicht davon
ausgegangen, dass er sein Pensum auf bis zu 80 % gesteigert habe, da
sein Einkommen nicht diesen Betrag angenommen habe. Auf diese
Vorbringen ist nachfolgend näher einzugehen.
d) Aktenkundig erwirtschaftete der Beschwerdeführer vom März bis Oktober
2010, mithin während acht Monaten brutto Fr. 18'880.-- (IV-act. 110/4 ff.)
und insgesamt im Jahr 2010 Fr. 22'000.-- (IV-act. 125/6). Im ersten
Halbjahr 2011, nämlich von Januar bis und mit Juni 2011, erzielte er
brutto Fr. 23'895.-- (IV-act. 125/6). Demgegenüber belief sich sein
Einkommen im Jahr 2007, als er von der Beschwerdegegnerin die ganze
Rente zugesprochen erhielt, auf Fr. 12'290.-- (IV-act. 125/6). Das im Jahr
2010 verdiente Einkommen entspricht somit gerundet 179 % (100 % :
Fr. 12'290.-- x Fr. 22'000.--) des erzielten Einkommens bei Zusprechung
- 25 -
der ganzen Rente im Jahr 2007 und jenes in der ersten Jahreshälfte 2011
macht ca. 194 % (100 % : Fr. 12'290.-- x Fr. 23'895.--) davon aus. Vor
diesem Hintergrund ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass bei
einer praktischen Verdoppelung des Erwerbseinkommens ein
(durchschnittlicher) Leistungsansprecher (ohne besondere juristische
oder ökonomische Ausbildung) in gleicher Lage und unter gleichen
Umständen diese Einkommensentwicklung gemeldet hätte, um nicht
unrechtmässig Leistungen zu erwirken. Demgegenüber sind die
Vorbringen des Beschwerdeführers unbegründet. Wie bereits oben in
Erwägung 4 aufgezeigt, hat der Beschwerdeführer ein Einkommen
verdient, das zu einer (sogar erheblichen) Reduktion des Invaliditätsgrads
geführt hat. Auch war es ihm möglich über ein Jahr hinweg (März 2010
bis Juni 2011) das erhöhte Einkommen zu erwirtschaften. Dabei ist es
unerheblich, dass dazwischen ein Jahreswechsel lag. Denn bereits bei
der separaten Betrachtung, einerseits vom März bis Oktober 2010 mit
einem Bruttoeinkommen von Fr. 18'880.-- und anderseits des ersten
Halbjahrs 2011 mit einem Bruttoeinkommen in der Höhe von Fr. 23'895.--,
ist ein deutlicher Anstieg des Einkommens im Vergleich zum Jahr 2007
(Fr. 12'290.--) festzustellen. Immerhin hat er den Richtwert nach Art. 31
Abs. 1 IVG, wonach eine Einkommensverbesserung von jährlich mehr als
Fr. 1'500.-- nicht revisionsbegründend ist, um ein Weites überschritten.
Da er der Verbesserung der erwerblichen Situation gleichwohl nicht die
gebührende Aufmerksamkeit geschenkt und es unterlassen hat, die
Beschwerdegegnerin hierüber zu informieren, kann ihm der Vorwurf nicht
erspart bleiben, nicht das Mindestmass der Aufmerksamkeit aufgewendet
zu haben, welches jede verständige Person in der gleichen Situation und
unter den gegebenen Umständen beachtet hätte. Eine Verletzung der
Meldepflicht im Sinne von Art. 77 IVV und Art. 31 Abs. 1 ATSG ist somit
zu bejahen. Daran vermag auch der Einwand des Beschwerdeführers
nichts zu ändern, dass die Beschwerdegegnerin aus früheren
- 26 -
Revisionsverfahren Kenntnis davon hatte, dass er für die B._ AG als
Busfahrer tätig sei; sie habe – in Anlehnung an das nachfolgend genannte
Urteil – ohne weitere Kenntnis erlangen können, wie hoch das
Einkommen gewesen sei. Der dem Entscheid des Kantonsgerichts
Appenzell Innerrhoden, Abteilung Verwaltungsgericht, V 15/05 vom
7. Februar 2006 zugrunde liegende Sachverhalt ist indes nicht
vergleichbar mit dem vorliegenden. Es ging in jenem Fall um die Frage,
ob dem Versicherten eine Meldepflichtverletzung vorgehalten werden
kann, wenn der Stellenwechsel, nicht aber die Lohnhöhe gemeldet wurde.
Zumal die zuständige IV-Stelle trotz Kenntnis des Stellenantritts mit der
Einleitung des Revisionsverfahrens dennoch fast ein Jahr zuwartete,
erachtete das Gericht eine rückwirkende Rentenaufhebung für nicht
zulässig (vgl. E.6; dazu auch BGE 118 V 214 E.2b). Demgegenüber war
der Beschwerdeführer vorliegend bereits länger bei derselben
Arbeitgeberin tätig. Die Beschwerdegegnerin durfte davon ausgehen,
dass sich die Einkommensverhältnisse – ohne gegenteilige Meldung des
Beschwerdeführers – nach wie vor in demselben Rahmen halten würden.
Entsprechend wurde er denn auch mehrfach auf die ihm obliegende
Meldepflicht hingewiesen (z.B. IV-act. 45/2; 78/2; 87/4).
e) Nach dem vorangehend Ausgeführten hat der Beschwerdeführer
demnach die ihm obliegende Meldepflicht verletzt, weshalb die
Beschwerdegegnerin in Anwendung von Art. 88bis Abs. 2 lit. b IVV
berechtigt gewesen ist, die dem Beschwerdeführer zugesprochene ganze
Rente rückwirkend vom 1. Juni 2010 bis zum 30. April 2011 auf eine
halbe Rente herabzusetzen und die Ausrichtung der halben Rente
rückwirkend per 1. Mai 2011 aufzuheben und die im hier strittigen
Zeitraum vom 1. Juni 2010 bis zum 30. Juni 2012 zu Unrecht
ausgerichteten Leistungen zurückzufordern (Art. 25 Abs. 1 erster Satz
ATSG). Die hierüber erlassene separate Verfügung bildet
- 27 -
Streitgegenstand des Urteils des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden S 13 136 vom 5. Juni 2014.
6. Zusammenfassend ist nach dem Gesagten festzuhalten, dass die
medizinische Beurteilung des Sachverhalts genügend erscheint. Auf eine
gutachterliche Abklärung kann daher verzichtet werden. Die
Beschwerdegegnerin hat aufgrund der Umstände zu Recht eine
Rentenrevision vorgenommen, wobei sie sowohl die Festlegung des
Invaliden- und Valideneinkommens des Beschwerdeführers wie auch
seinen damit einhergehenden Invaliditätsgrad korrekt festgelegt hat.
Ebenso ist an der Feststellung, dass der Beschwerdeführer die
Meldepflicht verletzt hat und damit rückerstattungspflichtig ist, nichts zu
beanstanden. Die angefochtene Verfügung vom 26. August 2013 erweist
sich demnach als rechtens, was zu ihrer Bestätigung und zur Abweisung
der Beschwerde führt.
7. a) Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten
um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen vor dem
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Diese Kosten werden
jeweils je nach Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im
Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Die nach Massgabe
dieser Kriterien auf Fr. 700.-- festzulegenden Verfahrenskosten sind
entsprechend dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens dem
Beschwerdeführer als unterliegende Partei aufzuerlegen (Art. 73 Abs. 1
VRG). Die obsiegende IV-Stelle kann keine aussergerichtliche
Parteientschädigung beanspruchen (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).
b) Der Beschwerdeführer stellte für das vorliegende Beschwerdeverfahren
ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung.
Nach Art. 29 Abs. 3 BV hat jede Person, die nicht über die erforderlichen
- 28 -
Mittel verfügt, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege, wenn ihr
Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint. Soweit es zur Wahrung
ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausserdem Anspruch auf einen
unentgeltlichen Rechtsbeistand (vgl. auch Art. 76 VRG sowie Art. 61 lit. f
ATSG). Die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen
Rechtspflege sind erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint,
die Partei bedürftig und die Verbeiständung durch einen Anwalt oder eine
Anwältin geboten erscheint (BGE 125 V 201 E.4a mit weiteren
Hinweisen). Die prozessuale Bedürftigkeit beurteilt sich nach der
gesamten wirtschaftlichen Situation des Rechtsuchenden. Dazu gehören
einerseits sämtliche finanziellen Verpflichtungen, anderseits die
Einkommens- und Vermögensverhältnisse (BGE 124 I 1 E.2a; 120 Ia 179
E.3a; Urteil des Bundesgerichts 5D_123/2012 vom 17. Oktober 2012
E.3.1, je mit Hinweisen; KIESER, ATSG-Kommentar, 2. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2009, Art. 61 Rz. 102 ff.). Aussichtslos ist ein Prozess,
dessen Gewinnchancen beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren
und kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Hingegen darf nicht
von Aussichtslosigkeit ausgegangen werden, wenn sich
Gewinnaussichten und Verlustgefahr ungefähr die Waage halten oder
jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei,
die über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu
einem Prozess entschliessen würde. Eine Partei soll einen Prozess, den
sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht allein
deshalb anstrengen können, weil er nichts kostet (BGE 138 III 217
E.2.2.4; 129 I 129 E.2.3.1). Ob im Einzelfall genügende Erfolgsaussichten
bestehen, beurteilt sich aufgrund einer vorläufigen und summarischen
Prüfung der Prozessaussichten, wobei die Verhältnisse im Zeitpunkt der
Einreichung des Gesuchs massgebend sind (BGE 138 III 217 E.2.2.4;
133 III 614 E.5).
- 29 -
c) Vorliegend ist aufgrund der eingereichten Unterlagen die Bedürftigkeit des
Beschwerdeführers ausgewiesen. Zudem erscheint die vorliegende
Beschwerde nicht als aussichtslos und die anwaltliche Verbeiständung
erforderlich, weshalb dem Beschwerdeführer in der Person von
Rechtsanwältin lic. iur. Karin Caviezel eine unentgeltliche
Rechtsbeiständin zu bestellen ist. Gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verordnung
über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und
Rechtsanwälte (HV; BR 310.250) wird für den berechtigten Aufwand der
unentgeltlichen Vertretung ein Honorar von Fr. 200.-- pro Stunde
zuzüglich notwendige Barauslagen und Mehrwertsteuer ausgerichtet. Mit
Honorarnote vom 20. Dezember 2013 macht die Rechtsvertreterin einen
Arbeitsaufwand von 14 Stunden und ein Honorar von insgesamt
Fr. 3'893.40 geltend. Der zeitliche Aufwand erscheint angemessen.
Indessen ist der Stundenansatz auf den für unentgeltliche Vertretungen
vorgesehenen Ansatz von Fr. 200.-- anzupassen, womit ein Honorar von
Fr. 2'800.-- resultiert. Addiert man dazu die geltend gemachte
Spesenpauschale von 3 %, mithin Fr. 84.--, ergibt sich ein Aufwand von
Fr. 2'884.--, und inklusive der Mehrwertsteuer von 8 % eine
Entschädigung von gerundet Fr. 3'114.70. Dieser Betrag geht zu Lasten
der Gerichtskasse. Grundsätzlich befreit die Bewilligung der
unentgeltlichen Rechtspflege auch von allen behördlichen (inkl.
gerichtlichen) Kosten und Gebühren (Art. 76 Abs. 2 VRG), weshalb die
Gerichtskosten von Fr. 700.-- ebenfalls zu Lasten der Gerichtskasse
gehen (vgl. oben E.7a). Nach Art. 77 Abs. 1 VRG hat eine unentgeltlich
prozessierende Partei das Erlassene und die Kosten der
Rechtsvertretung zu erstatten, wenn sich ihre Einkommens- oder
Vermögensverhältnisse gebessert haben und sie hierzu in der Lage ist.