# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f8217b19-ded8-5177-bd5c-8de5cee0d534
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1978 geborene
X._
arbeitete von 2002 bis 2006 bei der
Y._
als Schichtführer P
roduktion
bei
einem 100%-Pensum und
war danach zeitweilig temporär tätig, bevor er am 1. Juni 2008 bei der
Z._
als Gerüstbauer eine Stelle antrat
und die Arbeit nach dem 13. Juni 2008 wegen Rückenbeschwerden niederlegte
(Urk. 10/6 und Urk. 10/16). Am
1
9.
November
2008
(Eingangsdatum)
meldete sich der Versi
cherte wegen
seit Februar 2006 bekannten
Rückenbeschwerden bei der Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 10/6). In der Folge tätigte die IV-Stelle medizinisc
he und erwerbliche Abklärungen (Urk. 10/14,
Urk. 10/
16, Urk. 10/17, Urk. 10/19 und Urk. 10/21).
Mit Verfügung vom 30. September 2009 verneinte
die IV-Stelle eine
n Anspruch auf
berufliche Massnahme
n
(Urk. 10/33)
,
nachdem
X._
mit
Schreiben vom 3
1.
Juli 2009 (Urk. 10/28) erklärt hatte, wegen Schmerzen
zur
zeit keine Umschulung absolvieren zu können.
Mit unangefochten in Rechts
kraft erwachsener Verfügung vom
3. Dezember 2009 (Urk. 10/38)
wies
die
IV-Stelle
das Rentenbegehren des
Versicherten
unter Hinweis auf
ein
en rentenaus
schliessenden Invaliditätsgrad von 18 % ab
(
Urk.
10/38).
1.2
Nachdem der Versicherte
von Februar bis Oktober 2011 bei der
A._
als Vorarbeiter Gerüstbau tätig gewesen
war
(
Urk.
10/76/44)
, meldete er sich am 1
0.
November 2011 (Eingangsdatum)
wegen Verschlechterung des Gesundheits
zustandes
erneut zum
Leistungs
bezug an (Urk. 11/45, unter Nachreichung diverser Arztberichte, Urk. 10/47
)
.
Mit Vorbescheid vom 6. Januar 2012 (Urk. 10/50)
stellte die IV-
Stelle
X._
das
Nichteintreten auf sein erneutes Leistungsbegehren in Aussicht. Dagegen erhob der Versicherte am 26. Januar beziehungsweise am 16. März 2012 Einwand (Urk. 10/51
und Urk. 10/57). Am 21.
Mai 2012 wurde durch Dr.
med.
B._
,
Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) eine psychiatrische Untersuchung des Versicherten durchgeführt
(Unter
suchungsbericht vom 11. Juni 2012, Urk. 10/61
,
und Stellungnahme vom 12. Juni 2012, Urk. 10/65/
2
). Ausserdem holte die IV-Stelle den
B
ericht der
C._
vom 9. Oktober 2009 (Urk. 10/62) ein,
wo
X._
vom 22. September bis 10. Oktober 2009 zur Rehabilitation hospitalisiert war.
Mit Vorbescheid vom
12. Juli 2012
kündigte die IV-Stelle die Abweisung des Rentenbegehrens bei einem Invaliditätsgrad von
30
%
an (
Urk.
10/67
)
, wogegen der Versicherte am 30. August beziehungsweise 21. September 2012 Einwand (Urk. 10/72 und Urk. 10/75) erhob.
Die
IV-Stelle
forderte daraufhin die
Akten der
Kollektiven
Krankentaggeldversicherung Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
(
Zürich AG,
Urk. 10/76-79) an, nachdem sie von einer Observation des Ver
sicherten vernommen hatte.
Am 8. November 2012 nahm der RAD nach Durch
sicht der Observationsunterlagen Stellung zur Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers (Urk. 10/80).
Am 9. November 2012
verfügte die IV-Stelle
die
vorbe
schiedene
Abweisung des
Renten
gesuchs
(Urk.
2).
2.
Hiergegen
erhob
X._
am
10. Dezember 2012 Beschwerde und beantragte, es sei ihm unter Aufhebung der Verfügung vom 9. November 2012 eine Invalidenrente zuzusprechen
, eventuell sei die Sache zu ergänzenden Abklärungen und zum Neuentscheid zurückzuweisen; unter Kosten- und
Ent
schädigungsfolgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Urk. 1). Zudem ersuchte er um
Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung
und um Bestellung von Rechtsanwalt
lic
.
iur
. Stephan Kübler zum unentgeltlichen Rechtsbeistand. Die Beschwerdegegnerin
beantragte
mit Beschwerdeantwort vom 22. Januar 2013
die
Abweisung der Beschwerde (Urk. 9, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 10/1-85).
Mit Verfügung vom 8. Mai 2013 (Urk. 12) wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet. Mit Eingabe vom 25. September 2013 erstattete der Beschwerde
führer innert erstreckter (Not-)Frist Replik (Urk. 17) und beantragte
zusätzlich
die Durchführung beruflicher Massnahmen (Arbeitsvermittlung). Die
Beschwer
degegnerin
verzichtete am 10. Oktober 2013 auf Duplik (Urk. 20).
Dies wurde dem Beschwerdeführer am 16. Oktober 2013 mitgeteilt (
Urk.
21
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird – soweit erfor
derlich – im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über das Invalidenversicherungsrecht [
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen
Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Wurde eine Rente
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3 IVV eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versi
cherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaub
haft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE 130 V 71; AHI 1999 S. 84 E. 1b mit Hinweisen; vgl. auch AHI 2000 S. 309 E. 1b mit Hinweisen). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 130 V 71 E. 3.2.2 und 3.2.3, 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (v
gl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
2.
2.1
Die rentenablehnende Verfügung vom 3. Dezember 2009 (Urk. 10/38) basierte im Wesentlichen auf folgenden medizinischen Berichten:
2.1
.1
Dr.
med.
D._
, Fachärztin Innere Medizin FMH, stellte in ihrem Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 10/1
7/1-6,
Eingangsda
tum 1
6.
Januar 2009
) als Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
lumboradikuläres
Schmerz- und sensibles Ausfallsyndrom L5 rechts bei einem Status nach
Verhebetrauma
am 13. Juni 2006 fest. Als Nebendiagnose nannte sie chronische Kopfschmerzen und
Nikotinabusus
. Der Beschwerdeführer sei am 13. Juni 2008 mit einer Last von 20 Kilogramm auf das Gesäss gefallen und verspüre seither Schmerzen im Rücken und Gefühlsstörungen
im lateralen Bein
bis zum medialen Fuss rechts.
Es zeigten sich Schwierigkeiten bei der
Fussbe
wegung
, dagegen keine Miktions- oder Defäkationsprobleme. Im Verlauf sei eine leichte Besserung der Symptomatik feststellbar, wobei die krampfartigen Schmerzen im Oberschenkel nach längerem Sitzen als am schlimmsten empfun
den würden. Der
Lasuège
rechts sei positiv, die
Druckdolenz
tief und lumbal. Die Rückenbeweglichkeit sei stark eingeschränkt, doch lägen keine sensomoto
rischen Defizite vor.
Der Beschwerdeführer sei seit dem 16. Juni 2008 in seiner bisherigen Tätigkeit als Gerüstbauer zu 100 % arbeitsunfähig
, wobei diese auch auf längere Sicht nicht gegeben sein werde. In angepasster Tätigkeit (körperlich leichte Arbeit) sei dagegen eine Arbeitsfähigkeit sicherlich gegeben. Langes Sitzen sowie das Heben von schweren Lasten sollte vermieden werden. Eine berufliche Umstel
lung sei zwingend erforderlich und eine Reintegration in den Arbeitsprozess ganz dringend nötig.
2.1
.2
Laut Bericht
des
E._
)
vom 21. Januar 2009 an die Beschwerdegegnerin (Urk. 10/19) best
anden
beim Beschwerdeführer
als
Diag
nosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein akutes
lumboradikuläres
Schmerzsyndrom L5 und S1 rechts bei/mit
breitbasiger
Diskusprot
r
usion
mit Ü
bergang in eine rechts
rez
essal
gelegene Diskushernie mit nach k
audal dislo
ziertem Sequester L5/S1,
breitbasi
g
er
Diskusprot
r
usion
L4/5,
Spondylarthrose
L4/5 (MRT vom 25. September 2008)
sowie ei
n
S
tatus nach
lumboradikulärem
Schmerzsyndrom L5 und S1 rechts im Juni 2006 bei/mit Status nach
Sakral
block
am 27. Juni 2006
(hospitalisiert vom 28. Juni bis am 3. Juli 2006
im
E._
)
.
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bleibe der
Nikotinabusus
mit circa 15 pack
year
(
py
) und ein Status nach Oberarmfraktur links (2000, konser
vativ therapiert).
Das MRT vom 25. September 2008 zeige eine
breitbasige
Diskusprot
r
usion
mit Übergang in eine rechts
rezessal
gelegene Diskushernie mit nach kaudal dislo
ziertem Sequester L5/S
1.
Im Liegen bestehe ein Kontakt des Seques
t
ers zum
rezessalen
Anteil der Nervenwurzel von S1 rechts, weshalb eine Irritation unter Belastung denkbar sei. Es liege keine wesentliche Einengung des Spinalkanals und keine Einengung der
Neuroforamina
vor. Auch bei der
breitbasigen
Dis
kusprot
r
usion
L4/5 mit
Anulus
fibrosus
-Riss rechts paramedian zeige sich keine Einengung des Spinalkanals oder der
Neuroforamina
.
Weiter sei eine
intrasp
o
n
giöse
Hernie in der Deckplatte von Lendenwirbelkörper (LWK) 5 mi
t umgeben
der Verfettung und
eine
Spondylar
throse
L4/5
feststellbar. Das Alignement der Lendenwirbelsäule (LWS) sei regelrecht, die Bandscheibenkompartimente von L1 bis L4 seien regelrecht und normal hydriert und es gebe keine Einengung von Spinalkanal oder
Neuroforamina
. Im Liegen sei die Lordose der LWS vermin
dert.
Seit dem 16. Juni 2008 sei der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätig
keit als Gerüstbauer zu 100 % arbeitsunfähig, da die körperlich anstrengende Arbeit wegen rezidivierenden
Schmerzexacerbationen
im Bereich der LWS, ins
besondere beim Heben von schweren Lasten, nicht ausgeübt werden könne.
Mit einer Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit
(leichte A
rbeiten)
könne gerechnet werden, doch könne aktuell nicht konklusiv beantwortet werden, wann und in welchem Umfang. Die
körperlichen
Einschränkungen liessen sich durch bestimmte medizinische Massnahmen vermindern.
2.2
Die Verfügung vom 9. November 2012 (Urk. 2), mit welcher das
Rentenbegeh
ren
erneut abgewiesen wurde, basiert auf folgenden medizinischen Beurteilun
gen:
2.2
.1
Im
Arbeitsassessment
des
F._
, Rheumaklinik
und Institut für Physikalische Medizin, vom 20. Juli 2011, welches der Beschwerde
führer seiner Neuanmeldung vom 9. November 2011 (Urk. 10/45) beilegte (Urk. 10/47/8-12)
,
sind folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit aufgeführt
:
1.
Chronische
s
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom (ICD-10: M54.4, EM
Januar 2006):
-
intermittierende
lumboradikuläre
Symptomatik L5/S1 rechts
-
bei
breitbasiger
Diskusprotrusion
mit Übergang in rechts
rezessal
gelegene Disku
s
hernie mit nach kaudal disloziertem Sequester L5/S1,
breitbasiger
Diskusprotrusion
L4/5,
Spondyarthrose
L4/5 (MRI der LWS
vom 25. September 2008)
-
bei muskulärer
Dysbalance
mit Haltungsinsuffizienz
-
Status nach Sakralblock am 27.Juni 2006
2.
Chronisches
zervikospondylogenes
Syndrom rechtsbetont (ICD-10:
M53.1, EM circa 2008)
-
mit muskulärer
Dysbalance
und Hypertonus M.
levator
scapulae
rechts
-
bei
D
iskusprotrusionen
C5/6 ohne Kontakt zur Nervenwurzel (MRI der
Halswi
r
belsäule [HWS] vom 9. Dezember 2009)
3.
Verdacht auf chronische Migräne (
ICH-D II 1.5.2 und 1.2)
-
Migräne mit atypischer
Aura (
EM circa 1998,
Anfallfreq
u
enz
seit circa
2008 gehäuft)
-
teils
trigemino-aurale
Beg
leitsymptome.
Als Nebendiagnosen wurden intermittierende Polyarthralgien (betont Knie- und Schultergelenke beidseitig), eine andere Angststörung (ICD-10: F41.0), ein Ver
dacht auf
Urticaria
factitia
, ein Vitamin-D-Mangel, ein Folsäuremangel und der
Nikotinabusus
(kumuliert 30
py
) genannt.
Das arbeitsbezogene relevante Problem bestehe in der verminderten
Belastungst
o
leranz
der LWS bei K
raftdefizit besonders der
Schulter-Armmus
kulatu
r
und allgemeinem Kraftdefizit (
Beine/Rumpf). Daneben zeige sich ein gewisses Schonverhalten, um den Beschwerdebereich zu entlasten. Die ergono
mischen Arbeitstechniken des Beschwerdeführers seien mässig genügend. Bei den Test
s
habe der Beschwerdeführer eine mässige Leistungsbereitschaft gezeigt, so sei
en
bei 2 Tests eine Selbstlimitierung festgestellt un
d 3
Inkonsistenzpunkte
beobachtet
worden
.
In seiner bisherigen Tätigkeit als Gerüstbauer bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Die Hauptaufgabe dieser Arbeit sei die hochrepetitive Gewichtshantierung im schweren Bereich, wobei es zusätzlich zu verdrehtem und/oder stark gebeugtem Oberkörper (Zwangspositionen) kommen könne. Die Belastbarkeit
leide deshalb deutlich unter der Arbeitsanforderung. Es sei ungewiss, ob der Beschwerdeführer – auch bei optimaler Kooperationsfähigkeit – längerfristig wieder eine volle Arbeitsfähigkeit in dieser angestammten Tätigkeit erlangen könne.
Eine behinderungsangepasste Tätigkeit (mit einer Belastungsreduktion Heben Taille zu Kopfhöhe maximal 17.5 Kilogramm
,
selten am Tag) sei dem Beschwerdeführer dagegen zu 100 % zumutbar. Aufgrund der klinischen Symptomatik könne dabei aus somatischer Sicht allenfalls noch eine um etwa 20 % verminderte Leistungsfähigkeit durch Beschwerdekumulation im
Tages
verlauf
attestiert
werden, die sich aber bei optimaler Kooperation des Beschwer
deführers durch medizinische Massnahmen innerhalb von 3 bis 4 Monaten beheben liessen. Ob zusätzlich eine psychische Störung mit Krankheitswert bestehe, bedürfe einer gesonderten psychiatrischen Abklärung.
2.2
.2
Dr.
med.
G._
, FMH
Psychiatrie und Psychotherapie,
diagnostizierte in seinem Bericht vom 22. März 2012
(Urk. 10/58)
eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10:
F4
3
)
, eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10: F45.41), ein
polytopes
Schmerzbild (Rückenschmerzen und Migräne), eine gemischte Angststörung (ICD-10: F43.1) mit generalisierten, episodisch paroxysmalen, hypochondri
schen und paranoiden Ängsten sowie vor allem eine emotional instabile
Per
sönlichkeitsstörung
: impulsiver Typ (ICD-10: F60.30).
Die A
rbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Gerüstbauer sei primär aus somatischer Sicht zu beurteilen und habe 0 % ergeben. In einer angepassten Tätigkeit (körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit, Heben und Tragen von Lasten bis maximal 15 Kilogramm, keine
Zwangshal
tungen
für den Rücken) bestehe aktuell aus psychiatrischer Sicht
eine mindes
tens 50%ige Arbeitsunfähigkeit für alle Tätigkeiten.
Eine genauere Abklärung der Arbeitsfähigkeit durch ein
interdisziplinäres Gutachten
werde empfohlen.
Eine berufliche Eingliederung erfordere
zudem die
Unterstützung des Beschwer
deführers.
2.2
.3
Anlässlich der Untersuchung vom 21. Mai 2012 (Untersuchungsbericht vom 11. Juni 2012, Urk. 10/61) stellte der RAD-Arzt Dr.
B._
als psychiatrische Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische
Schmerz
störung
mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10; F45.41) sowie eine Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21) fest.
Beim Beschwerdeführer sei folgender psychopathologischer Befund erhoben worden: häufige Schmerzexpressionen und häufige Positionswechsel in der Untersuchungssituation, mittelgradig reduzierte Merkfähigkeit,
leichtgradig
reduzierte Aufmerksamkeit,
leichtgradig
reduzierte Konzentration, fragliche inhaltliche Denkstörungen,
leichtgradig
reduzierte affektive Modulationsfähig
keit,
leichtgradig
reduzierte Stimmung, mittelgradig reduziertes Selbstwertge
fühl und Selbstbewusstsein, mittelgradig reduziertes Gefühl für Kraft, Energie und Vitalität, Ein- und Durchschlafstörungen, intermittierende vegetative Symptome wie Schwitzen und Herzklopfen, ausgeprägte
Verdeutlichungsten
denz
.
Eine psychische
Komorbidität
von erheblicher S
chwere, Ausprägung und Dauer liege mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht vor. Eine chronische körperliche Begleiterkrankung liege fraglich vor. Ein sozialer Rückzug in allen Belangen des Lebens sei nicht gegeben. Ein ausgeprägter primärer
Krankheits
gewinn
liege bei intakten Familienverhältnissen nicht vor. Von unbefriedigen
den Behandlungsergebnissen könne n
icht gesprochen werden, da bei W
eitem nicht alle Therapieoptionen ausgeschöpft worden seien. Gescheiterte Rehabilita
tionen lägen ebenfalls nicht vor.
Versicherungsmedizinisch gehöre die vorliegende Diagnose einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktor
en (
ICD-10: F45.41) zu den ätiologisch-
pathogenetisch
unklaren
syndromalen
Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage. So sei
en
den vorliegenden Akten keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, welche aus
versiche
rungsmedizinischer
Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründen könn
ten. Auch lägen keine Anhaltspukte für eine psychiatrische
Komorbidität
von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer oder sonstiger schwerer
Funkti
onseinschränkungen
vor.
Aus versicherungspsychiatrischer Sicht sei unter Berücksichtigung der Aktenlage und nach Abzug diagnoseunspezifischer
Über
lagerungsfaktoren
(Migrationshintergrund, Hilfstätigkeiten, mangelnde
Coping
strategien
, Eltern wahrscheinlich beide IV-Rentner, ausgeprägte
Verdeutli
chungstendenz
, finanzielle Probleme) ab Beginn der psychiatrischen Behand
lung bei
Dr.
G._
im August 2011 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit bisherig und angepasst mit folgendem zumut
baren Ressourcen- und Belastungsprofil ausgewiesen:
zeitlich flexible Tätigkei
ten
ohne permanenten Zeit- und Termindruck, bei nur geringem Publikumsver
kehr, ohne besondere Anforderungen an das Umstellungs- und Anpassungs
vermögen, in einer wohlwollenden und konfliktarmen Arbeitsatmosphäre.
D
i
e psychiatrische Prognose müsse noch offen gelassen werden.
3.
3.1
Die
erste rentenablehnende Verfügung vom 3. Dezember 2009 (Urk. 10/38) erfolgte mit der Begründung, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung seiner bisherigen Tätigkeit als Gerüstbauer wegen Rückenbeschwerden zwar nicht mehr möglich sei, ihm hingegen eine behinderungsangepasste, leichte bis mit
telschwere körperliche Tätigkeit im Rahmen von 100 % zumutbar sei. Der
Ein
kommensvergleich
ergebe einen Invaliditätsgrad von 18 %.
Aus dem Feststellungsbla
tt des RAD vom 2. Oktober 2009 (
Urk. 10/35) ist ersicht
lich, dass sich die Beschwerdegegnerin bei der Einschätzung des
Krank
heitszustandes
und der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers auf die beiden vorgenannten Berichte von
Dr.
D._
(Urk. 10/17) und
des
E._
(Urk. 10/19) stützte, welche dem Beschwerdeführer wegen dem diagnostizierten
Rückenlei
den
für seine bisherige körperlich schwere Arbeit seit dem 16. Juni 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierten. Der RAD-Arzt schloss sich dieser Beurteilung an und
h
ielt fest, dass für eine behinderungsangepasste Tätigkeit (körperlich leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit, Heben und Tragen von Lasten bis maximal 15 Kilogramm, keine Zwangshaltungen für den Rücken) ab sofort eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe
(Urk. 10/3
5
/4)
.
3.2
Nachdem sich der Beschwerdeführer im November 2011 wegen Verschlechte
rung des Gesundheitszustandes erneut zum Rentenbezug anmeldete (Urk. 10/45),
kündigte die Beschwerdegegnerin mit Vorbescheid vom 6. Januar 2012 (Urk. 10/
50
) mangels Veränderung des Gesundheitszustandes ein Nicht
eintreten an. Erst als im Rahmen des
Einwandverfahrens
nebst den somatischen Beschwerden auch eine psychiatrische Erkrankung geltend
gemacht wurde
(
Urk. 10/57-59), wurde eine psychiatrische
Untersuchung
durch RAD-Arzt
Dr.
B._
durchgeführt
(RAD-Untersuchungsbericht vom 11. Juni 2012, Urk. 10/61).
Im Anschluss an die nachträglich vorgenommenen medizinischen Abklärungen begründete d
ie Beschwerdegegnerin mit Vorbescheid vom 12. Juli 2012 (Urk. 10/67) die in Aussicht gestellte Abweisung des erneuten Rentenbegehrens damit, dass die
dabei erlangten Abklärungsergebnisse
(
RAD-Untersuchung,
Urk. 10/61
,
und
Austrittsbericht
der
C._
,
Urk. 10/62) keine wesentliche
Veränderung des Gesundheitszustandes seit der letzten Beurteilung im Dezember 2009 ergeben hätten. Es bestehe weiterhin eine 70%ige Arbeitsfä
higkeit des Beschwerdeführers in seiner bisherigen Tätigkeit als Gerüstbauer. Der gestützt darauf vorgenommene Einkommensvergleich (Prozentvergleich) ergebe einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 30 %.
Im
dagegen erhobenen
Einwand vom 21. September 2012 (Urk. 10/75) wies der Beschwerdeführer darauf hin, dass im aktuellen Vorbescheid vom 12. Juli 2012 untergegangen sei, dass er
– wie im früheren Rentenverfahren festgestellt (Urk. 10/38) –
in der angestammten Tätigkeit als Gerüstbauer nicht mehr arbeitsfähig sei. Nebst dieser auf rheumatologischen Ursachen begründeten Arbeitsunfähigkeit sei auch die aufgrund der psychiatrischen Erkrankung attes
tierte
30%ige
Arbeitsunfähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit zu berücksichtigen. Folglich wäre dem Invalideneinkommen der Verdienst einer angepassten Tätigkeit bei einem 70%-Pensum zugrunde zu legen.
3.3
3.3.1
Während die Beschwerdegegnerin die Einwände vom 21. September 2012 (Urk. 10/75) prüfte,
erhielt sie von der Kollektiven Krankentaggeldversicherung Zürich AG
umfa
ngreiches
Observationsmaterial zugestellt (Urk. 10/76-79).
Demnach wurde der Beschwerdeführer über folgende Zeiträume beobachtet: 13. September bis 21. Oktober 2011, 23. bis 24. Januar 2012, 9. bis 14. März 2012, 11. bis 12. Juni 201
2.
Am 8. Novembe
r 2012 nahm Dipl.
med.
H._
,
Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychothera
pie, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, Vertrauensarzt SGV, vom RAD Stellung
zu den Observationsunterlagen und deren mögliche Auswirkung auf die bisherige Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (Urk. 10/80).
Dr
.
H._
kam
nun zum Schluss, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Observationen bei den verschiedensten beobachtbaren Tätigkeiten und Bewegungen keinerlei schmerzbedingte Einschränkungen gezeigt habe, was seinen Angaben und dem gezeigten Leistungsprofil während der ärztlichen Abklärungen widerspreche. Ausserdem habe der Beschwerdeführer keine Antriebsstörungen, keine Ver
langsamung, keine Hinweise auf eine erhöhte Erschöpfbarkeit und keine Ein
schränkungen bei sozialen Kontakten und im Kommunikationsverhalten gezeigt. Auch dies widerspreche den gemachten Angaben. Letzten Endes könne an den bisherigen Stellungnahmen und Einschätzungen durch den RAD festge
halten werden.
Geringgradige
Einschränkungen könnte durch eine punktuelle Observation nicht ausgeschlossen werden.
3.3.2
Die zweite rentenablehnende und vorliegend angefochtene Verfügung vom 9. November 2012 (Urk. 2) hält am vorbeschiede
nen Vorbescheid fest und ver
weist zur Begründung auf die RAD-Stellungnahme vom 8. November 201
2.
4.
4.
1
D
er Beschwerdeführer
wurde
im ersten Rentenverfahren (Verfügung vom 3. Dezember 2009, Urk. 10/38) wegen somatischer Beschwerden in seiner bishe
rigen Tätigkeit als Gerüstbauer
zu
100 %
als
arbeitsunfähig betrachtet
.
Im vor
liegenden Verfahren – obwohl sich die Rückenbeschwerden des Beschwerde
führers gemäss Feststellungen der Beschwerdegegnerin selbst nicht geändert haben (vgl. Urk. 10/50) – wurde der Beschwerdeführer hingegen wegen seines
psychischen
Leidens als zu 30 % arbeitsunfähig und entsprechend in seiner angestammten Tätigkeit als zu 70 % arbeitsfähig attestiert. Es ist offensichtlich, dass hierbei keine Gesamtbetrachtung erfolgte, obwohl sich eine solche aufge
drängt hätte.
Betrachtet man vorerst nur die medizinischen Unterlagen – ohne
das nachgereichte
Observationsmaterial (Urk. 10/76-79) – sind keine Anhalts
punkte gegeben, um anzunehmen, dass die vom Beschwerdeführer geklagten Rückenbeschwerden nicht mehr arbeitsrelevant sind. Dies vor allem angesichts des
Arbeitsassessments
des
F._
vom 20.
Juli 2011 (Urk. 10/47/8-12), welches trotz selbstlimitierenden und inkonsistenten Testverhaltens zum Schluss kam, dass
ihm
seine angestammte Tätigkeit als Gerüstbauer nicht mehr zumutbar ist
(E. 2.2.1)
.
4.
2
Massgeblich stört jedoch die Behandlung des Observationsmaterials der Kol
lektiven Krankentaggeldversicherung Zürich AG
durch die Beschwerdegegnerin
(Urk. 10/76-79). So ist vorausgesetzt, dass die Ergebnisse einer zulässigen Überwachung (Art. 59 Abs. 5 IVG) einer eingehenden ärztlichen (Akten-)Beur
teilung unterliegen müssen, damit sie eine genügende Basis für Sachverhalts
feststellungen betreffend den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit bil
den (SVR 2010 UV Nr. 17 S. 63, Urteil des Bundesgerichts
9
C_891/2010 vom 31. Dezember 2010 E. 5.2).
Vorliegend hat der RAD jedoch bloss eine rudimen
täre Stellungnahme auf einer halben A4-Seite abgegeben, was sicherlich nicht einer
gründlichen ärztlichen Beurteilung entspricht. Vor allem angesichts des gezogenen Schlusses, dass au
fgrund der getätigten Beobachtungen
keinerlei schmerzbedingte Einschränkungen bestünden
, bedarf es einer noch eingehen
deren Auseinandersetzung
mit dem Observationsmaterial
und
einer schlüssigen
Begründung des entsprechenden Fazits.
Ausserdem vermag die Schlussfolgerung des RAD-Arztes
Dr
.
H._
(und
folg
lich auch der Beschwerdegegnerin), dass an den bisherigen Einschätzungen
festzuhalten sei, mangels Nachvollziehbarkeit in keiner Weise zu überzeugen
.
Schlüssig wäre nur eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
in sei
ner bisherigen
- oder allenfalls in einer angepassten -
Tätigkeit zu begründen gewesen und nicht das Festhalten an der Arbeitsfähigkeit von 70 % in seiner angestammten Arbeit als Gerüstbauer gemäss Vorbescheid vom 12. Juli 201
2.
4.
3
Aufgrund dieser
Widersprüche
drängt es sich auf, den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers sowohl rheumatologisch als auch psychiatrisch sowie unter Berücksichtigung des Observationsmaterials einlässlich abzuklären. Die Sache ist daher zur Ergänzung des medizinischen Sachverhaltes
und zum
Neuent
scheid
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
Die Gerichtsk
osten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- und Fr. 1‘000.-- festgelegt
(
Art.
69 Abs. 1
bis
IVG)
. Vorliegend sind die Kosten auf 600.-- anzusetzen und
ausgangs
gemäss
der Beschwerdegegnerin als unterliegende
r
Partei aufzuerlegen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeiten des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über das
Sozialversiche
rungsgericht
[
GSVGer
]) und auf
Fr.
1‘800.--
(inklusive Mehrwertsteuer und
Bar
auslagen
) festgesetzt.
5.3
Bei dieser Kostenfolge erweist sich das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege als gegenstandslos.