# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 55d2f272-fcd9-4f28-828b-5741744c6263
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1978 geborene
X._
war seit dem 21. März 2016 als Chauf
feur/
Magaziner
bei der
Y._
AG in einem 100%-Pensum angestellt und bei der
AXA Versicherungen AG (nachfolgend AXA)
obligatorisch gegen die Folgen
von Unfällen versichert, als ihm
am 26. August 2016
beim Öffnen der Liefer
wagentüre ein Stapel Kisten auf den linken Ellbogen fiel
(Urk.
8/A1
und Urk. 8/A10
)
.
Die AXA
kam für die Kosten der Heilbehandlung auf und richtete Taggelder aus
. Das Arbeitsverhältnis des Versicherten wurde von Seiten der Arbeitgeberin per
28. Februar 2017
aufgelöst (Urk.
8/A9B1
).
Am 14. August
2017
wurde der Versicherte vom beratenden Arzt der AXA, Dr. med.
Z._
,
Fach
arzt FMH
Chirurgie, untersucht (Urk. 8/M33
).
Mit Verfügung vom
28. Septem
ber 2017
stellte die AXA die
Taggeldl
eistungen
per
1. Dezember 2017
unter Weitergewährung der Heilbehandlung
ein
(Urk.
8/
A40
). Die
gegen die Verfügung
vom 28. September 2017
erhobene Einsprache wies
die AXA
mit Entscheid vom
8. Juni 2018
ab (Urk.
8/A68
= Urk. 2).
1.2
Am 23. März 2017 meldete sich der Versicherte ausserdem bei der Sozialver
sicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 8/A19, 8/A23). Mit Verfügung vom 20. Oktober 2017 wurde ein Leistungsanspruch verneint (Urk. 8/A44).
2.
G
egen
den
Einspracheentscheid
vom 8. Juni 2018
erhob der Versicherte mit Ein
gabe vom
9. Juli 2018
Beschwerde und beantragte,
dieser
sei aufzuheben und
die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm nach dem 30. November 2017 Tag
gelder auszurichten. Eventualiter sei die Sache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
Mit Beschwerdeantwort vom
11
.
Oktober 2018
beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk.
7
), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
15. Oktober 2018
mitgeteilt wurde (Urk.
9
).
3.
Die gegen die Verfügung der Invalidenversicherung vom 20. Oktober 2017 erho
bene Beschwerde, welche Gegenstand des Verfahrens IV.2017.1276 bildet, wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
4
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für
die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am
9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
26. August 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Arb
eitsunfähigkeit ist gemäss Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (
ATSG
)
die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil
weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt.
1.3
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit, mithin im Zeitpunkt der vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, im bisherigen oder in einem anderen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG
i.V.m
. Art. 6 ATSG; BGE 137 V 199 E. 2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3), mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicher
ten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG)
.
1.4
Steht fest, dass die versicherte Person unter dem Blickwinkel der Schaden
min
derungspflicht einen Berufswechsel vorzunehmen hat, so hat der Versicherungs
träger sie dazu aufzufordern und ihr zur Anpassung an die veränderten Ver
hältnisse sowie zur Stellensuche eine angemessene Übergangsfrist einzuräumen,
während welcher das bisherige Taggeld geschuldet bleibt. Diese Übergangsfrist bemisst sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalles und ist in der Regel auf d
rei bis fünf Monate festzulegen.
Nach deren Ablauf entspricht der für die Bemessung des Taggeldes
massgebende
Arbeitsunfähigkeitsgrad der Differenz zwischen dem Einkommen, das ohne Unfall im bisherigen Beruf verdient werden könnte, und dem Einkommen, das im neuen Beruf
z
umutbarerweise
zu erzielen wäre.
Diese Grundsätze gelten (unter Vorbehalt der Bestimmungen über die Koor
di
nation mit den Taggeldern der Arbeitslosenversicherung) auch für arbeitslose Versicherte (vgl.
zum Ganzen Urteil des Bundesgerichts 8C_889/2014 vom 23. Februar 2015 E. 3.2
).
Ist die versicherte Person, die Taggeldleistungen bezieht, arbeitslos, so erbringt die Unfallversicherung
gemäss
Art. 25 Abs. 3 UVV die ganze Leistung, wenn die Arbeitsunfähigkeit mehr als 50 Prozent beträgt, und die halbe Leistung, wenn die Arbeitsunfähigkeit mehr als 25, aber höchstens 50 Prozent beträgt. Bei einer Arbeitsunfähigkeit von 25 und weniger Prozent besteht kein Taggeldanspruch. Bei dieser Norm handelt es sich
rechtsprechungsgemäss
um eine Koordinationsbestimmung zwischen der Unfall- und der Arbeitslosen
ver
sicherung. Deren Anwendung setzt das Zusammentreffen von Taggeldern der Unfallversicherung mit solchen der Arbeits
losenversicherung voraus. Diese
Rege
lung greift daher nur dann Platz, wenn die versicherte Person bei der Arbeits
losenversicherung angemeldet ist (Urteile des Bundesgerichts 8C_889/2014 vom 23. Februar 2015 E. 3.3, 8C_173/2008 vom 20. August 2008 E. 2.2 mit Hinwei
sen).
Die durch die Pflicht zur Schadenminderung gebotene Verwertung der Restar
beits
fähigkeit in einem anderen als dem angestammten Tätigkeitsbereich bildet aber die Ausnahme vom Grundsatz, wonach für die Bemessung der Arbeits
un
fähigkeit auf die tatsächliche Einschränkung im zuletzt ausgeübten Beruf abzu
stellen ist (BGE 141 V 62
5 E. 4.1; Urteil 8C_714/2018
vom 5. März 2019
E.
4.4.2).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine
Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
in
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid erwog die Beschwerdegegnerin,
g
emäss Dr.
Z._
bestehe ab Untersuchungsdatum (14. August 2017) eine volle Arbeitsfähigkeit unter Beachtung des von ihm erstellten Belastungsprofils. Die unfallbedingte Ein
schränkung führe zu keiner Erwerbseinbusse. Unter Gewährung einer Über
gangs
frist bestehe ab 1. Dezember
2017 kein Taggeldanspruch mehr
(Urk. 2 S.3 ff.)
.
2.2
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber im Wesentlichen geltend,
auf den Bericht des AXA-internen Arztes Dr.
Z._
könne nicht abgestellt werden. Es sei ein externes Gutachten in Auftrag zu geben.
Die von der Beschwerdegegnerin gewährte Übergangsfrist sei zu kurz bemessen (Urk. 1 S. 4 ff.).
2.3
Streitig
ist der Taggeldanspruch des Beschwerdeführers ab
1. Dezember 2017.
Dabei liegt
zu Recht
ausser Streit, dass von einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung über diesen Zeitpunkt hinaus weiterhin eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten war.
3.
3.1
Im Bericht der Universitätsklinik
A._
, Orthopädie, vom 31. August 2016 wurde
die Diagnose eines Verdachts auf distale
Bicepssehnenruptur
Ellbogen links nach Unfall vom 26.08.2016 gestellt. Es wurde ausgeführt, klinisch bestehe der starke Verdacht einer distalen
Bicepssehnenruptur
. Im extern durchgeführten CT habe keine Fraktur nachgewiesen werden können (Urk.
8/M1
).
3.2
Der
Radiologiebefund
vom 2. September 2016 ergab – soweit bei Bewegungs
artefakten beurteilbar – eine Rissbildung der
Bicepssehne
am Ansatz der
Tuber
o
sitas
radii
mit einer
Dehiszenz
von etwa 3,5 cm sowie ein perifokales Hämatom (Urk. 8/M4).
3.3
Am 6. September 2016 wurde in der Universitätsklinik
A._
eine offene
Refix
ation
der distalen
Bizepssehne
des linken Ellbogens durchgeführt. Im Austritts
bericht vom 9. September 2016 wurde ein komplikationsloser intra- und postope
rativer Verlauf bei gut therapierbaren Schmerzen erwähnt. Die Mobilisation unter physiotherapeutischer Anleitung habe sich problemlos gestaltet (Urk.
8/M2-M3
).
3.4
Im Bericht der Universitätsklinik
A._
, Orthopädie, vom 27. September 2016 betreffend die Untersuchung vom 21. September 2016 wurde die Diagnose eines Status nach offener
Refixation
der distalen
Bizepssehne
Ellbogen links am 06.09.2016 mit/bei distaler
Bizepssehnenruptur
Ellbogen links vom 26.08.2016 genannt. Der Verlauf sei zeitgerecht (Urk.
8/M9
)
.
3.5
Im Bericht derselben Klinik vom 19. Oktober 2016 wurde eine regelrechte Ver
laufskontrolle mit noch unverändertem Extensionsdefizit bei verbesserter Flexion festgehalten. Radiologisch zeige sich eine regelrechte Ankerlage (Urk.
8/M11
).
3.6
Die Skelettszintigraphie vom 25. Oktober 2016 ergab eine aktive Insertionsstelle oder
Tendoperiostose
als aktives
Periostphänomen
des
Musculus
bizeps
brachii
an de
r
Tuberositas
radii
und wahrschei
nlich in Überprojektion auch
ulnar
link
s sowie
nebenbefundlich
ein Verdacht auf posttraumatischen Umbau im MCP II links (Urk. 8/M12).
3.7
Im Bericht der Universitätsklinik
A._
, Orthopädie, vom 19. Januar 2017
betreffend die Verlaufskontrolle vom 18. Januar 2017
wurde ausgeführt, e
s zeige sich ein protrahierter V
erlauf mit jedoch leichter kontinuierlicher Verbesserung. In seiner Tätigkeit als Lagerist sei der Beschwerdeführer aktuell noch arbeits
unfähig (Urk. 8/M15).
3.8
Im Bericht
der
selben Klinik
vom 7. April 2017 zuhanden der IV-Stelle wurde
festgehalten, der
Beschwerdeführer sei letztmalig am 18. Januar 2017 in der Ver
laufskontrolle gewesen. Es habe sich ein protrahierter Verlauf mit jedoch leichter kontinuierlicher Verbesserung gezeigt. Da nach wie vor Schmerzen im Ellbogen
gelenk und ein Extensionsdefizit bestünden, sei die Arbeit als Lagerist noch nicht durchführbar. In einer administrativen Tätigkeit sei eine 80%ige Arbeitsfähigkeit gegeben. Die Frage, ob mit einer Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit bzw. Erhöhung der Einsatzfähigkeit gerechnet werden könne, wurde bejaht (Urk.
8/
M24
).
3.9
Die MRI-Untersuchung vom 23. März 2017 hat der Beschwerdeführer nach zwei
Untersuchungssequenzen abgebrochen, weshalb eine konklusive Beurteilung nic
ht möglich war (Urk.
8/M20
).
3.10
Am 29. März 2017 wurde ein CT des linken Ellbogens durchgeführt. Dieses zeigte eine erhaltene Artikulation im Ellenbogengelenk, keine Luxation, keine Sublux
a
tion und einen Status nach Re-Implantation der langen
Bizepssehne
an der
Tuberositas
radii
mit objektivierbaren zwei Schrauben. Das
Osteosynthese
ma
terial
sei intakt. Es bestehe kein akut entzündliches oder Knochen destruierendes Geschehen. Es bestünden auch weiterhin keine Frakturen und kein Gelenkserguss. Die umgebenden Weichteile seien regelrecht (Urk.
8/M21
).
3.11
Im Bericht der Universitätsklinik
A._
, Orthopädie, vom 21. April 2017 be
treffend die Verlaufskontrolle vom 19. April 2017 wurde ausgeführt, es bestehe wei
ter
hin ein unerfreulicher klinischer Verlauf. Es bestehe unverändert eine stark ein
geschränkte Extensionsfähigkeit mit einem Defizit von ca. 30° und rezidi
vie
rende
Dys
- sowie
Hypästhesien
im Ve
rsorgungsgebiet des N.
medianus
(Urk. 8/M2
2).
3.12
Das MRI des Ellbogen links vom 25. April 2017 ergab eine intakte
Bizepssehnen
-Rekonstruktion und keine Hinweise auf eine Pathologie im Verlauf des
Nervus
medianus
(Urk. 8/M26).
3.13
Im Bericht der Universitätsklinik
A._
, Zentrum für Paraplegie, vom 27. April 2017 wurde die Diagnose eines Verdachts auf leichtgradiges Carpaltunnel
syn
drom (CTS) links gestellt (Urk. 8/M23).
3.14
Im Bericht der Universitätsklinik
A._
, Orthopädie, vom 19. Mai 2017
be
treffend die Verlaufskontrolle vom 17. Mai 2017
wurde festgehalten, gestützt auf den
Neurologiebefund
vom 27. April 2017 sei klinisch-neurologisch gegebenen
falls über ein beginnendes oder sehr leichtgradiges Carpaltunnelsyndrom (CTS) zu diskutieren. Der neurophysiologische Befund sei als sehr diskret zu werten.
Bei persistierender Problematik müsse eine Revision mittels
Arthrolyse
des Ellbogens und
Neurolyse
N.
medianus
und gege
benenfalls eine Karpaltunnelspaltung
be
sprochen werden
(Urk.
8/M25
).
3.15
Im Schreiben derselben Klinik
vom 14. Juni 2017 an den Vertrauensarzt der Be
schwerdegegnerin wurde ausgeführt, es zeige sich ein deutlich protrahierter Ver
lauf mit eingeschränkter Ellbogengelenksbeweglichkeit sowie neuropathischen Beschwerden bei fraglicher Neurokompression im Bereich des Ellbogens posto
pe
rativ. Aufgrund der persistierenden Schmerzen sei eine erneute Arbeitsun
fähig
keit von 100 % bis am 30. Juni 2017 ausgestellt worden. Arbeiten mit belasten
den Tätigkeiten der oberen rechten Extremität seien zum aktuellen Zeitpunkt sicherlich nicht zumutbar (Urk. 8/M28).
3.16
Im Bericht der
Univers
itätsklinik
A._
, Zentrum für Paraplegie, vom 14. Juli 2017 wurde ausgeführt, es werde nach wie vor von einem beginnenden oder sehr leichtgradigen Karpaltunnelsyndrom linksseitig ausgegangen (Urk. 8/M32).
3.17
Am 14. August 2017 wurde der Beschwerdeführer vom beratenden Arzt der Be
schwerdegegnerin, Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH Chirurgie, untersucht. Dr.
Z._
stellte die folgenden Diagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit:
Überlastungen linker Ellbogen am 26.08.2016 mit
-
Ruptur der distalen
Bizepssehne
im Ansatzbereich
-
Status nach
Refixation
der
Bizepssehne
-
anhaltender eingeschränkter Beweglichkeit des Ellenbogens und Belast
bar
keit des linken Arms
-
bei anhaltenden physiotherapeutischen Bemühungen.
Als Diagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit stellte er die folgenden:
-
geringe Sensibilitätsstörungen am linken Unterarm und den Fingern I-III bei Verdacht auf
geringgradig
ausgeprägtes Carpaltunnelsyndrom
-
dringender Verdacht auf
Cervikobrachialgie
-
Status nach Schulterprellung bei freier Beweglichkeit des linken Schulter
gelenkes.
Dr.
Z._
führte aus, die klinische Untersuchung zeige eine intakte distale
Bizepssehne
. Bei dem Versuch
,
das Ellenbogengelenk über das oben genannte Mass zu strecken, werde vom Beschwerdeführer deutlich aktiv dagegen gespannt und es erfolge eine Schmerzäusserung. Es liege zurzeit keine Arbeitsfähigkeit als Chauffeur mit Ladetätigkeit vor. Diese Tätigkeit, insbesondere das Beladen des Lieferwagens, sei zu schwer. Ausserdem bestehe durch die mangelhafte Streck
fähigkeit eine zu grosse Einschränkung, um dieses Fahrzeug sicher bewegen zu können. Auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bestehe ab dem Untersuchungstag (14. August 2017) wieder eine volle Arbeitsfähigkeit unter Beachtung des folgenden Belastungsprofils: Für den linken Arm seien leichte Arbeiten mit einem Gewichtslimit von 8 kg, was insbesondere auch für eine Zugbelastung Gültigkeit habe, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten wegen der erhöhten Absturz
gefahr und ohne Arbeiten
an stossenden
, schlagenden und vibrierenden Maschi
nen zumutbar. Dies bedeute eine Belastung von maximal 16 kg, wenn das Ge
wicht mit beiden Händen gehalten werden müsse. Der rechte Arm alleine sei deutlich höher belastbar. Die Akten der Universitätsklinik
A._
seien in ihrer
Befunderhebung vollumfänglich nachvollziehbar und zeigten den Heilungsver
lauf lückenlos auf. Wesentliche Differenzen zu der heutigen Untersuchung zeigten sich nicht (Urk.
8/M33
).
3.
1
8
Im Bericht der Universitätsklinik
A._
, Orthopädie, vom 23. August 2017 be
treffend die
Verlaufskontrolle
vom 21. August 2017 wurden die folgenden Diag
nosen genannt:
-
St. n. offener
Refixation
distale
Bizepssehne
(2x Superquick) Ellbogen links am 06.09.2016 mit/bei:
-
Distaler
Bizepssehnenruptur
Ellbogen links vom 26.08.2016
-
Vd
. a.
Supinatorsyndrom
links
-
leichtgradiges CTS links
-
Neurophysiologie
A._
07/2017: Diskrete Hinweise auf N.
media
nus-Neuropathie
im Bereich des Handgelenkes
Es wurde ausgeführt, am 14. April 2017 habe
eine
erneute neurophysiologische Nachkontrolle stattgefunden, dabe
i habe sich ein leichtgradiges K
arpaltunnel
syndrom linksseitig gezeigt
. Sollten die konservativen Therapiemassnahmen keine
genügende Beschwerdeverbesserung mit sich bringen, müsse dann gegebenen
falls die operative Therapie mit Karpaltunnelspaltung,
Neurolyse
des N.
medianus
sowie
Arthrolyse
des Ellbogengelenkes diskutiert werden
(Urk.
8/M34
).
3.19
Im Bericht der
selben Klinik vom 18. Oktober 2017 betreffend die Verlaufs
kontrolle vom 11. Oktober 2017 wurde festgehalten, die Beschwerden im Bereich des Ellbogens mit Ausstrahlung in die Schultern seien nach wie vor unklar. Diese könnten möglicherweise auf Adhäsionen im Bereich der Narbe der
Bizepssehne
zum
Medianus
als auch
radialis
hin bedingt sein. Unklar seien weiterhin die Schmerzen im Schultergelenk. Die Karpaltunnelspaltung sei indiziert. Des
weiteren
bleibe bei Beschwerdepersistenz lediglich die Exploration,
Tenolyse
sowie allfällige
Neurolyse
des
Medianus
und des
Nervus
radialis
(Urk. 8/M36).
3.20
Im Bericht
derselben
Klinik vom 13. Dezember 2017 wurde ausgeführt, beim Beschwerdeführer zeige sich nun nach mehr als einem Jahr nach distaler
Bicepssehnen-Refixation
weiterhin eine ausgeprägte Schmerzsymptomatik mit Betonung auf den linken Ellbogen. Die Hauptschmerzen seien im Narbenbereich im Bereich der distalen
Bicepssehne
lokalisiert. Die Schmerzen strahlten einerseits ins
Medianusversorgungsgebiet
, aber auch in das
Radialisversorgungsgebiet
aus. Neurophysiologisch habe eine Durchtrennung der Nerven ausgeschlossen werden können. Da die Situation für den Beschwerdeführer sehr
unzufriedenstellend
und der Leidensdruck sehr hoch sei, werde eine Narbenrevision im Ellbogenbereich
geplant. In der
selben Operation werde eine Karpaltunnelspaltung durchgeführt (Urk. 8/M38).
3.21
Der beratende Arzt der
Beschwerdegegnerin, Dr. med. B._
, Facharzt FMH Chirurgie,
hielt in seiner Stellungnahme vom 10. Januar 2018 fest, die Beschwer
den stünden immer noch überwiegend wahrscheinlich in natürlichem Kausalzu
sammenhang zum Umfall vom 26. August 2016. Die im Januar 2018 geplante Operation sei überwiegend wahrscheinlich unfallkausal. Die Ar
b
eitsunfähigkeit nach einem solchen Eingriff betrage für leidensangepasste Tätigkeiten sechs bis acht Wochen (Urk. 8/M42).
3.22
Die Operation (Ellenbogen Revision links Exploration/Dekompression N.
media
nus
und N.
radialis
sowie PIN mit Narbenrelease/
Tenolyse
Bizepssehne
und Karpal
tunnelspaltung links) wurde am 8. Februar 2018 in der Universitätsklinik
A._
durchgeführt (Urk. 8/M43-M44).
3.23
Im Bericht der Universitätsklinik
A._
, Orthopädie, vom 28. März 2018 wurden die folgenden Diagnosen gestellt:
-
Zustand nach Dekompression N.
medianus
und N.
radialis
sowie PIN mit Narbenrelease/
Ten
olyse
Bizepssehne
und Karpaltun
nelspaltung links vom 08.02.2018 mit/bei:
-
Narben
adhäsion und dynamische
Koression
N.
medianus
und
radialis
Ellenbeuge bei St. n.
Bizepssehnenreinsertion
distal 06.09.2016 Ellbogen
links
-
starke Restbeschwerden bei St. n. offener
Refixation
distale
Bizepssehne
Ellbogen links am 06.09.2016 mit/bei:
-
Distaler
Bizepssehnenruptur
Ellbogen links vom 26.08.2016
-
leichtgradiges CTS links
-
Neurophysiologie
A._
07/2017: Diskrete Hinwei
se auf N.
media
nus-Neuropathie
im Bereich des Handgelenkes
-
Verdacht auf
Supinatorsyndrom
links
Es wurde ausgeführt, die noch bestehenden Restbeschwer
d
en würden noch im normalen postoperativen Verlauf gesehen. Es werde von einer Besserung in den nächsten ein bis zwei Monaten ausgegangen (Urk. 8/M50).
3.24
Im Bericht derselben Klinik vom 9. Mai 2018 betreffend die Verlaufskontrolle vom 25. April 2018 wurde festgehalten,
es zeige sich eine leichte Besserung der subjektiven Beschwerden. Objektiv zeige sich ein mittlerweile vollständig
exten
dier
bares
Ellbogengelenk, gute Haut- und Narbenverhältnisse und Restbeschwer
den
der Nervenkompression bezüglich
Tenolyse
(Urk. 8/M52).
3.25
Dr.
Z._
führte in seiner Stellungnahme vom 30. April 2018 aus,
der pro
trahierte Heilungsverlauf habe seine Ursache im Wesentlichen in einer Narben
bildung im Bereich des Operationsgebietes an der linken Ellenbeuge
.
Zusätzlich bestünden Schulterbeschwerden und Beschwerden aufgrund eines Karpaltunnels links.
Die Beschwerden inklusive der Bewegungseinschränkung seien durch die
intraoperativ erhobenen Befunde erklärt. Die Narbenbildung habe eine Streckung im Ellenbogengelenk verhindert (40°Streckhemmung) und sei zumindest zum Teil auch für die Schmerzsensation ursächlich gewesen.
Lediglich die Beschwerden im linken Ellenbogen und die sensiblen Störungen distal davon seien mit dem geforderten Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als unfallkausal zu werten. Die Beschwerden im Schultergelenk sowie das Karpaltunnelsyndrom seien nicht unfallkausal. Hier habe keine Verletzung stattgefunden
.
Die Beweg
lichkeit habe sich durch die Operation vom 8. Februar 2018 im linken Ellen
bo
gen
gelenk wesentlich verbessert. Die Arbeitsfähigkeit müsse in ca. e
inem Monat neu beurteilt werden. E
s sei mit einer deutlich höheren Belastbarkeit zumindest unfallbedingt zu rechnen
(Urk. 8/M59)
.
3.26
Die Universitätsklinik
A._
, Orthopädie, beantwortete die Fragen der Be
schwerdegegnerin am 22. Mai 2018 dahingehend, dass der Beschwerdeführer seit 5. September 2016 100 % arbeitsunfähig sei. In einer anderen Tätigkeit (z.B. Büro) sei er arbeitsfähig (Urk. 8/M57).
3.27
Am 25. Juni 2018 wurde der Beschwerdeführer von Dr.
Z._
untersucht. In seinem Bericht vom 25. Juni 2018 führte Dr.
Z._
aus, für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit bestehe weiterhin keine Arbeitsfähigkeit. Diese werde voraussichtlich Ende 2018 wieder erreichbar sein. Für eine leide
nsangepasste Tätigkeit bestehe
, wie vom
A._
bestätigt,
eine volle Arbei
tsfähigkeit unter Beachtung des Belas
tungsprofils.
Für den linken Arm seien leicht
e
Arbeiten mit einem Gewichtslimit von 5 kg, was insbesondere auch für eine Zugbelastung Gültigkeit habe, ohne das Besteigen von Leitern und Gerüsten wegen der erhöhten Absturzgefahr und ohne Arbeiten
an stossenden
, schlagenden und vibrierenden Maschinen zumutbar. Dies bedeute eine Gesamtgewicht
s
belastung von maximal 10 kg, wenn das Gewicht mit beiden Händen gehalten werden müsse. Für den rechten Arm bestünden keine Einschränkungen. Es sei noch kein Endzustand erreicht. Damit dürfe bis Ende 2018 gerechnet werden. Die Belastung des linken Arms könne in 1/4 Jahr sukzessive auf eine Vollbelastung bis Ende 2018 gesteigert werden (Urk. 8/M60).
4.
4.1
Den Stellungnahmen
des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin,
Dr.
Z._
,
ist für die streitigen Belange voller Beweiswert zuzuerkennen. Diese stützen sich auf die den Verlauf seit dem Unfallereignis vom 26. August 2016 lückenlos doku
mentierenden Berichte der behandelnden Ärzte der Universitätsklinik
A._
sowie auf eigene unfallchirurgische Untersuchungen.
Dr.
Z._
hatte Kenntnis der relevanten
Vorakten
, hat detaillierte Befunde erhoben und sich mit den vom
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden auseinandergesetzt. Er hat die medizi
nischen Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und seine Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Es liegen keine medizinischen Beurteilungen vor, die wesentlich von der Einschätzung von Dr.
Z._
abweichen würden.
Weitere Abklärungen erübrigen sich daher.
Gemäss den Ausführungen von Dr.
Z._
war der Beschwerdeführer in seiner bisherigen Tätigkeit als Chauffeur/
Magaziner
am früheren Arbeitsort zu 100 % arbeitsunfähig.
In einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe
allerdings
eine volle Arbeitsfähigkeit
4.2
Bei langer Dauer der Arbeitsunfähigkeit kann die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder in einem anderen Aufgabenbereich berücksichtigt werden. Eine berufliche Tätigkeit in einem anderen als dem angestammten
T
ätigkeits
be
reich
ist jedoch nur dann zu berücksichtigen, wenn feststeht, dass der Gesund
heitszustand stabil ist, ein Berufswechsel zumutbar ist, der Versicherungsträger die versicherte Person zu einem Berufswechsel aufgefordert hat und eine ange
messene Übergangsfrist eingeräumt wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_714/2018 vom 5. März 2019; 8C_889/2014 vom 23. Februar 2015 und 8C_173/2008 vom 20. August 2008).
Vorliegend war
d
ie unfallbedingte Heilbehandlung bei Einstellung der Taggeld
leistungen per 30. November 2017 noch nicht abgeschlossen.
In Bezug auf den für die Beurteilung der Streitsache in zeitlicher Hinsicht
massgebenden
Sach
ver
halt, wie er sich bis zum Erlass des
Einspracheentscheides
(8.
Juni 2018) verwirk
licht hat, kann nicht von einem stabilen Gesundheitszustand ausgegangen werden.
Gestützt auf die Ausführungen des beratenden Arztes der Beschwerdegegnerin
Dr.
Z._
sowie auf die Berichte der behandelnden Ärzte der Universitätsklinik
A._
konnte
im massgebenden Zeitpunkt
der Gesundheitszustand und die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers noch nicht abschliessen
d
beurteilt werden
.
So wurde bereits in den Berichten der Universitätsklinik
A._
vom 19. Mai und 23. August 2017 eine erneute Operation in Erwägung gezogen
(Urk. 8/M25
und Urk. 8/M
M34
). Diese wurde schliesslich am
8. Februar 2018 d
urchgeführt (
Urk. 8/M43-M44
)
.
Dr.
Z._
führte
in seiner Stellungnahme vom
30. April 2018
sodann
aus,
der protrahierte Heilungsverlauf habe seine Ursache im Wesentlichen in einer Narbenbildung im Bereich des Operationsgebietes an der linken Ellen
beuge.
Die Beschwerden inklusive der Bewegungseinschränkung seien durch die intraoperativ erhobenen Befunde erklärt. Die Narbenbildung habe eine Streckung im Ellenbogengelenk verhindert und sei zumindest zum Teil auch für die Schmerzsensation ursächlich gewesen
.
Die Beweglichkeit habe sich durch die
Ope
ration vom 8. Februar 2018 im linken Ellenbogengelenk wesentlich ver
bessert. Die Arbeitsfähigkeit müsse in ca. einem Monat neu beurteilt werden. Es sei
-
zumindest unfallbedingt
-
mit einer deutlich höheren Belastbarkeit zu rechnen
(Urk. 8/M59).
Gestützt auf die medizinischen Akten konnte im Zeitpunkt des Erlasses des
Ein
spracheentscheides
noch nicht abschliessend beurteilt werden, ob überhaupt ein Berufswechsel angezeigt war oder
ob
der Beschwerdeführer in Zukunft allenfalls wieder in seiner
bisherigen
Tätigkeit arbeitsfähig sein könnte
. Dr.
Z._
ging denn auch in seiner Stellungnahme vom
25. Juni 2018
–
zwei Wochen nach Erlass des
Einspracheentscheides
-
davon aus, dass
der Beschwerdeführer seine bisherige Tätigkeit voraussichtlich Ende 2018 wieder ausüben könne.
Nach dem Gesagten
konnte
weder im Zeitpunkt der Taggeldeinstellung noch
bei Erlass des
Einspracheentscheides
von
ein
em stabilen
Gesundheitszustand
ausge
gangen werden
, welcher einen Berufswechsel gerechtfertigt hätte
.
Die von der Beschwerdegegnerin verfügte Taggeldeinstellung
erfolgte
somit
zu Unrecht
.
4.3
Zusammenfassend sind die von der Rechtsprechung entwickelten Voraus
setz
u
ng
e
n für die Anwendung von Art. 6 Satz
2 ATSG nicht erfüll
t. D
ie Arbeitsun
fähigkeit ist daher weiterhin aufgrund von Art. 6 Satz 1 ATSG und somit aufgrund der bisherigen Tätigkeit zu bestimmen. Da der Beschwerdeführer über den 1. Dezem
ber 2017 hinaus in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig war, hat er weiterhin Anspruch auf ein volles Taggeld. Nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens
und somit nicht zu prüfen
ist die Frage, auf welchen Zeitpunkt hin ein Fallabschluss vorzunehmen
gewesen
w
äre.
4.4
Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer auch über den 1. Dezember 2017 hinaus Anspruch auf ein Taggeld aufgrund einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % hat.
5.
Ausgangsgemäss ist
die Beschwe
rdegegnerin zu verpflichten, dem
vertretenen Beschwerdeführ
er
eine angemessene Parteientschädigung zu bezahlen,
welche
in Anwendung von
Art. 61
lit
.
g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1
und 3
des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
)
auf Fr.
1‘8
00.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen ist.