# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f582d496-7425-429d-8736-fedc749e6577
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X.1_ und X.2_ sind Eigentümer der in der Gemeinde O.1_ liegenden Grundstücksparzellen Nrn. _ und 1834. Auf der Parzelle Nr. _ befindet sich der _weg. Die einzelnen Stockwerkeigentümer der Y._, bestehend aus A./A.1_, B./B.1_, C._, D._, E._ und F._, Erben von G._., H._, I./I.1_, J._, K._ sowie L._, sind Eigentümer der in der Nähe gelegenen Grundstücksparzelle Nr. _. Auf der Nordseite der "M._" unmittelbar angrenzend an den _weg befindet sich die Grundstücksparzelle Nr. _. Diese steht im Eigentum der Baugesellschaft N._. Die Y._ verfügt über drei Parkplätze auf der Parzelle Nr. _. Den _weg benutzt die Y._ als Zufahrt zu den Parkplätzen auf der Parzelle Nr. _. Im Grundbuch ist zugunsten der Parzelle Nr. _ ein "Benützungsrecht an der Zufahrtsstrasse zulasten Grundstück Nr. _" eingetragen. Die Ausübung des Benützungsrechts führte zu Streitigkeiten zwischen den Parteien. Im Herbst 2015 liessen X./X.1_ zudem entlang der Parzelle Nr. _, angrenzend an die Parzelle Nr. _, drei Pfosten montieren, welche die Zufahrt zu den Parkplätzen auf der Parzelle Nr. _ verengen.
B. X.1_ und X.2_ reichten am 30. November 2015 beim Vermittleramt der Region Plessur ein Schlichtungsgesuch ein. Nach erfolgloser Durchführung der Schlichtungsverhandlung vom 11. Januar 2016 (Proz. Nr. _), stellte der Vermittler den Parteien gleichentags die Klagebewilligung aus. Diese enthält folgende Rechtsbegehren:
Rechtsbegehren der klagenden Partei:
1. Es sei der Beklagten und allen anderen in ihrer Verantwortung liegenden Personen (Verwandte, Freunde, Bekannte, Feriengäste und sonstige Dritte) zu verbieten, den _weg als Zufahrt zur Parzelle _ (O.1_) zu benützen.
2. Eventualiter sei der Beklagten und allen anderen in ihrer Verantwortung liegenden Personen (Verwandte, Freunde, Bekannte, Feriengäste und sonstige Dritte) zu verbieten, die Parzelle _ (O.1_) als Parkierungsanlage für Fahrzeuge zu nutzen.
3. Subeventualiter sei festzustellen, dass die Beklagte und alle anderen in ihrer Verantwortung liegenden Personen (Verwandte, Freunde, Bekannte, Feriengäste und sonstige Dritte) keine Zufahrtsberechtigung zur Parzelle _ (O.1_) über den _weg als Zufahrt zur Parzelle _ (O.1_) haben und sie nicht berechtigt sind, die Parzelle _ (O.1_) als Parkierungsanlage für Fahrzeuge zu nutzen.
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4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8% MWST zulasten der Beklagten.
Rechtsbegehren der beklagten Partei:
1. Auf die Klage sei nicht einzutreten, eventualiter sei die Klage abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei.
C.a. Mit Eingabe vom 19. Februar 2016 ersuchte die Y._ um Erlass vorsorglicher Massnahmen (Besitzesschutz) beim Bezirksgericht Plessur (ab 1. Januar 2017 Regionalgericht Plessur; Proz. Nr. 135-2016-140 [vorinstanzliche Akten B]). Darin beantragte die Stock-werkeigentümergemeinschaft "M._", dass die Polizei zu beauftragen sei, die auf der Parzelle Nr. _ in O.1_ im Bereich der nordwestlichen Grenze der benachbarten Parzelle Nr. _ aufgestellten Pfosten sofort zu entfernen. Eventualiter seien X.1_ und X.2_, unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000.00 für jeden Tag der Nichterfüllung, anzuweisen, diese Pfosten sofort zu entfernen.
C.b. X.1_ und X.2_ beantragten in ihrer Stellungnahme vom 17. März 2016 (Datum Poststempel: 18. März 2016) die vollumfängliche Abweisung des Gesuchs um Erlass vorsorglicher Massnahmen unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich 8 % MwSt., zulasten der Y._.
C.c. Mit Entscheid vom 1. Juni 2016, mitgeteilt am 30. Juni 2016 im Dispositiv und am 13. Juli 2016 in begründeter Form, hiess der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen gut. X.1_ und X.2_ wurden unter Androhung einer Ordnungsbusse nach Art. 292 StGB angewiesen, die auf ihrem Grundstück Nr. _ in O.1_, im Bereich der nordwestlichen Grenze des benachbarten Grundstücks Nr. _ aufgestellten Pfosten sofort, spätestens innerhalb von zehn Tagen ab Vollstreckbarkeit des Entscheides, zu entfernen.
C.d. Gegen diesen Entscheid des Einzelrichters in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur liessen X.1_ und X.2_ am 22. Juli 2016 (Datum Poststempel: 24. Juli 2016) Berufung erheben.
C.e. Mit Entscheid vom 20. Dezember 2016 hiess das Kantonsgericht von Graubünden (Ref. Nr. ZK1 16 114) die Berufung mangels notwendigen Bezugs der vorsorglichen Massnahme zum Hauptverfahren gut, hob den angefochtenen Entscheid auf und wies das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen ab.
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D. Zwischenzeitlich leiteten X.1_ und X.2_ mit Klageschrift vom 18. März 2016 (Poststempel) in der Hauptsache die Klage betreffend ungerechtfertigte Einwirkung auf das Eigentum/Feststellung/Unterlassung gegen die Y._ beim Bezirksgericht Plessur ein (Proz. Nr. _ [vorinstanzliche Akten A fortan vorinstanzliche Akten]) und beantragten, was folgt:
1. Es sei der Beklagten und allen anderen in ihrer Verantwortung liegenden Personen (Verwandte, Freunde, Bekannte, Feriengäste und sonstige Dritte) unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall zu verbieten, den _weg als Zufahrt zur Parzelle _ (O.1_) zu benützen bzw. sei die Beklagte zu verpflichten, jede Störung des klägerischen Besitzes in Zukunft zu unterlassen, unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall.
2. Eventualiter sei der Beklagten und allen anderen in ihrer Verantwortung liegenden Personen (Verwandte, Freunde, Bekannte, Feriengäste und sonstige Dritte) unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall zu verbieten, die Parzelle _ (O.1_) als Parkierungsanlage für Fahrzeuge zu nutzen.
3. Subeventualiter sei festzustellen, dass die Beklagte und alle anderen in ihrer Verantwortung liegenden Personen (Verwandte, Freunde, Bekannte, Feriengäste und sonstige Dritte) keine Zufahrtsberechtigung zur Parzelle _ (O.1_) über den _weg als Zufahrt zur Parzelle _ (O.1_) haben und sie nicht berechtigt sind, die Parzelle _ (O.1_) als Parkierungsanlage für Fahrzeuge zu nutzen.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich 8% MWST zulasten der Beklagten.
E. Die Y._ erstattete am 10. Juni 2016 innert erstreckter Frist die Klageantwort. Sie beantragten, die vollumfängliche Abweisung der Klage, unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich 8 % MwSt., zulasten von X.1_ und X.2_ unter solidarischer Haftung.
F. Infolge des Berufungsverfahrens betreffend Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen sagte das Bezirksgericht Plessur mit Schreiben vom 27. Juli 2016 die auf den 23. August 2016 angesetzte Instruktionsverhandlung ab und ordnete einen zweiten Schriftenwechsel an.
G. Mit Eingabe vom 10. Oktober 2016 (Datum Poststempel: 11. Oktober 2016) reichten X.1_ und X.2_ innert einmalig erstreckter Frist und gewährter Notfrist die Klagereplik mit unveränderten Rechtsbegehren ein.
H. Am 7. Dezember 2016 erstattete die Y._ innert Frist die Klageduplik, wobei sie neu beantragte, die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf
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überhaupt einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich 8 % MwSt., zulasten von X.1_ und X.2_ unter solidarischer Haftung.
I. Das Regionalgericht Plessur erliess am 24. April 2017 eine Beweisverfügung.
J. Nach Durchführung der Hauptverhandlung vom 11. Juli 2017 erkannte das Regionalgericht Plessur mit Entscheid von selbigem Tag, mitgeteilt am 18. August 2017 im Dispositiv und am 5. Dezember 2017 in begründeter Form, was folgt:
1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2.a) Die Gerichtskosten von CHF 9'400.00 gehen solidarisch zu Lasten von X.1_ und X.2_ und werden mit den von ihnen geleisteten Vorschüssen von CHF 6'900.00 verrechnet. Den Fehlbetrag von CHF 2'500.00 haben sie dem Kanton von Graubünden nachzuzahlen.
b) X.1_ und X.2_ haben der StWEG "M._" solidarisch eine Parteientschädigung von CHF 13'546.05 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations