# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5cc4788b-fd9a-4902-b86f-d45e34b0b146
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

In der Folge klärte die IV-Stelle den Sachverhalt ab und holte verschiedene
Arztberichte ein. Der Hausarzt Dr. med. C._, Facharzt für Neurologie,
stellte in seinen Berichten vom 24. August 2000 und 17. Januar 2001
folgende Diagnosen: panvertebrales Syndrom mit chronischer
Zervikobrachialgie bei degenerativen Veränderungen der HWS zwischen
C5 und C7 sowie chronische Lumbalgie bei semirigider
Dynesisspondylodese L4/5 bei breitbasiger Diskushernie L4/5. Er gelangte
zum Schluss, dass A._ seit dem 17. Januar 2000 zu 100 %
arbeitsunfähig sei, wobei er ihr für leichte Büroarbeiten eine
Arbeitsfähigkeit von 30 % attestierte. Mit Verfügungen vom 20. April 2001,
27. Juni 2002 und 4. Juli 2002 sprach die IV-Stelle A._ bei einem
Invaliditätsgrad von 70 % eine ganze Invalidenrente (samt Kinderrente) ab
dem 1. Januar 2001 zu.
2. Im Gutachten der Klinik N._ vom 22. März 2004 diagnostizierte
Dr. med. D._, Assistenzarzt Wirbelsäulen- und
Rückenmarkschirurgie, ein chronisches lumbales Schmerzsyndrom bei
hochgradiger Osteochondrose mit semirigider Stabilisation L4/5 am
11. März 2000 sowie ein zervikothorakales Schmerzsyndrom bei
mehrsegmentalen degenerativen Veränderungen mit Streckhaltung der
HWS und thorakaler Kyphose. Mit Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hielt er
fest, dass die genannten Diagnosen zweifelsohne zu einer deutlichen
Beeinträchtigung der körperlichen Leistungsfähigkeit führten. A._
könne ihre bisherige Tätigkeit als Stationsleiterin im Krankenpflegedienst
nicht mehr ausüben. Eine angepasste Tätigkeit sei max. zu vier Stunden
pro Tag zumutbar, allerdings mit verminderter Leistungsfähigkeit.
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Mangels Änderung des Invaliditätsgrads bejahte die IV-Stelle mit Mitteilung
vom 4. Oktober 2005 den bisherigen Anspruch von A._ auf eine ganze
Invalidenrente.
3. Nachdem eine hochgradige Osteochondrose HWK5-7 bei
therapieresistenter Cervicobrachialgie rechts diagnostiziert worden war,
wurde A._ am 27. März 2007 operiert (ventrale Dekompression und
Fusion).
4. Im Rahmen eines im November 2008 eingeleiteten Revisionsverfahrens
musste die IV-Stelle A._ mehrmals dazu auffordern, den Fragebogen
für Rentenrevisionen auszufüllen. Am 18. Februar 2009 gab sie darin eine
Verschlechterung ihres Gesundheitszustands an, was ihr Hausarzt Dr.
med. C._ in seinem Verlaufsbericht vom 4. Juni 2009 unter Hinweis
auf eine schmerzhafte Verspannung der HWS- und BWS-Muskulatur
bestätigte.
Mit Mitteilung vom 13. Juli 2009 bestätigte die IV-Stelle die
Weiterausrichtung der bisherigen ganzen Invalidenrente bei einem
Invaliditätsgrad von 100 %.
5. Anlässlich eines weiteren Revisionsverfahrens musste die IV-Stelle
A._ erneut mehrmals dazu auffordern, den Fragebogen für
Rentenrevisionen auszufüllen. Am 19. Juli 2012 gab sie darin aufgrund von
weiteren Operationen an der LWS und HWS wiederum eine
Verschlechterung ihres Gesundheitszustands an. Ihre (neue) Hausärztin
Dr. med. E._, Fachärztin für Rheumatologie, diagnostizierte in ihrem
Bericht vom 4. September 2012 chronische panvertebrale Schmerzen bei
unter anderem Status nach Nucleotomie LWK3/4 und 360°-Spondylodese
am 8. Juni 2010 und Status nach ventraler Dekompression und Fusion
HWK4/5 mit Cage-System am 16. August 2011. Sie führte dazu aus, dass
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A._ nie schmerzfrei sei, sondern ständig cervicale rechtsbetonte
Schmerzen, welche in den Kopf und Schulterbereich ausstrahlten, sowie
auch ständig lumbale Rückenschmerzen habe.
Mit Mitteilung vom 17. Oktober 2012 bestätigte die IV-Stelle mangels
Änderung des Invaliditätsgrads den bisherigen Anspruch von A._ auf
eine ganze Invalidenrente.
6. Im Oktober 2017 leitete die IV-Stelle wiederum von Amtes wegen ein
Revisionsverfahren ein, in dessen Rahmen A._ mehrmals erfolglos
dazu aufgefordert wurde, die verlangten Unterlagen einzureichen. Mit
Mahn- und Bedenkzeitschreiben vom 20. Dezember 2017 teilte ihr die IV-
Stelle mit, dass das Revisionsverfahren aufgrund der vorhandenen Akten
abgeschlossen und die Rente aufgehoben werde, wenn sie die
anbegehrten Auskünfte nicht bis zum 12. Januar 2018 erteile.
Nachdem die nötigen Unterlagen nicht fristgerecht eingereicht worden
waren, hob die IV-Stelle die Invalidenrente mit Verfügung vom 2. März
2018 per 1. Mai 2018 auf.
7. Am 10. Juli 2018 traf der von A._ ausgefüllte Fragebogen für
Rentenrevisionen, worin diese wiederum eine Verschlechterung ihres
Gesundheitszustands geltend machte, bei der IV-Stelle ein. Daraufhin
nahm die IV-Stelle das Verfahren wieder auf und richtete A._ die
Rente wieder aus. Dr. med. E._ wies in ihrem Verlaufsbericht vom
6. September 2018 einen stationären Gesundheitszustand bei chronischen
panvertebralen Schmerzen aus und hielt wiederum fest, dass A._ nie
schmerzfrei sei. Zeitweise komme es zu einer Ausstrahlung der Schmerzen
cervikal rechtsbetont gegen okzipital bis suppraorbital rechts sowie lumbal
ins rechte Bein; es bestehe eine verminderte Belastbarkeit des Rückens.
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8. In der Folge liess die IV-Stelle A._ von Dr. med. F._, Facharzt für
orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
orthopädisch begutachten und eine Evaluation der funktionellen
Leistungsfähigkeit (EFL) in der Klinik G._ durchführen.
Dabei wurde anlässlich der am 30./31. Januar 2019 absolvierten
Testungen ein ausgeprägtes Vermeidungs- und Angstverhalten
beobachtet, das bei fast zwei Dritteln der Tests zu einem vorzeitigen
Abbruch geführt habe. Die demonstrierte Belastungs(un)fähigkeit sei mit
den medizinischen Befunden alleine nicht erklärbar. Infolge beobachteter
erheblicher Selbstlimitierung und Inkonsistenz seien die Resultate der
physischen Leistungstests für die Beurteilung der zumutbaren
Belastbarkeit nur teilweise verwertbar. Es sei davon auszugehen, dass bei
gutem Effort eine bessere Leistung hätte erbracht werden können.
Hinsichtlich Zumutbarkeit sei aus somatischer Sicht aufgrund der
festgestellten Symptomausweitung von einer höheren Belastbarkeit
entsprechend einer leichten wechselbelastenden Tätigkeit (ohne
Überkopfarbeiten und längerdauernde vorgeneigte statische Positionen)
auszugehen, welche (mindestens) halbtags möglich sei.
In seinem Gutachten vom 19. Februar 2019 (Untersuchung am 4. Februar
2019) stellte Dr. med. F._ folgende Diagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit: chronischer Nackenarmschmerz rechts ohne motorische
Ausfälle und chronischer Kreuzbeinschmerz rechts ohne motorische
Ausfälle. Als Diagnose ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit stufte er die
beginnende leichte Abnützung am linken Knie ein. Die bisherige Tätigkeit
als diplomierte Krankenschwester sei nicht mehr zumutbar.
Demgegenüber bestehe ab dem Zeitpunkt der Begutachtung eine 60%ige
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit, wobei ausschliesslich leichte
Tätigkeiten mit der Möglichkeit zum regelmässigen Wechsel der
Arbeitsposition und vermehrten Ruhepausen zu empfehlen seien.
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9. Nachdem A._ nach der Durchführung der EFL einen persistierenden
Schmerz zervikal verspürte, suchte sie die Sprechstunde von Dr. med.
E._ auf, die in ihrem Bericht vom 21. März 2019 eine Exazerbation
von rechtsseitigen Cervikobrachialgien, ins Dermatom C8 rechts
ausstrahlend, diagnostizierte und unter anderem ein MRI der HWS sowie
eine neurologische Untersuchung veranlasste.
Dr. med. H._, Facharzt für Radiologie, erwähnte in seinem MRI-
Bericht vom 11. Februar 2019 betreffend die HWS namentlich folgenden
Befund: deutlich zunehmende Degeneration des Segments C3/4 mit
Kyphosierung und Knickbildung sowie breitbasiger flacher Diskushernie;
Pelottierung des Duralschlauches und Abflachung des Myelons bei jedoch
noch normaler Weite des Spinalkanals; die Foramina ohne Einengung. In
seiner neurologischen Beurteilung vom 19. Februar 2019 stellte Dr. med.
I._, Facharzt für Neurologie, elektromyographisch Hinweise auf einen
chronisch-neurogenen Umbauvorgang für die Wurzel C8 fest. Offenbar sei
dieses Phänomen bislang klinisch asymptomatisch gewesen und
zurückzuführen auf die in der aktuellen MRT beschriebene foraminale
Enge C7/Th1 rechts. Möglicherweise sei es durch die
Belastungserprobung mit einer Zwangshaltung der HWS bzw. des rechten
Armes zu einer vorübergehenden Irritation der Wurzel C8 rechts
gekommen. Dieses Phänomen sei mittlerweile mehr oder weniger
vollständig abgeklungen. Dr. med. J._, Facharzt für Neurochirurgie,
veranlasste in der Folge eine Steroid-Infiltration C7/Th1, riet indes von
einem operativen Vorgehen ab, da sich zwar eine deutliche kyphotische
Fehlstellung im cranialen Anschlusssegment C3/4 zeige, dies aber keine
neue Pathologie sein dürfte.
10. Im Sinne einer Gutachtensergänzung führte Dr. med. F._ am
19. September 2019 aus, dass die vorliegenden Berichte von Dr. med.
J._ und die durchgeführte computertomografisch gezielte Infiltration
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an der HWS (Nervenwurzel C8 rechts) zu keiner Änderung seiner
Einschätzung bezüglich der Arbeitsfähigkeit führten. Der Arzt des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) Ostschweiz, RAD-Arzt K._,
hielt in seiner Beurteilung vom 16. August 2019 fest, dass die nach der
Begutachtung geklagten Beschwerden keine tiefgreifende dauerhafte
Veränderung des Gesundheitszustands, sondern am ehesten eine
vorübergehende funktionelle Verschlechterung ohne Hinweis auf eine neue
Pathologie darstellten.
11. Mit Vorbescheid vom 17. September 2019 stellte die IV-Stelle A._ die
Herabsetzung der bisherigen ganzen Rente auf eine Dreiviertelsrente in
Aussicht, wobei sie von einer 60%igen Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten
Tätigkeit seit dem Zeitpunkt des Gutachtens vom 19. Februar 2019
ausging. Am 7. November 2019 verfügte die IV-Stelle sodann wie
vorbeschieden und reduzierte die bisherige ganze Invalidenrente auf eine
Dreiviertelsrente per 1. Januar 2020.
12. Hiergegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am
5. Dezember 2019 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden. Sie stellte folgende Rechtsbegehren:
1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr auch ab dem 1. Januar 2020 eine ganze Invalidenrente auszurichten.
2. Eventuell sei die Angelegenheit zur Durchführung einer interdisziplinären Begutachtung und zu neuem Entscheid an die Vorinstanz zurückzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der IV-Stelle.
Dabei machte sie im Wesentlichen geltend, dass die neusten bildgebenden
MRI-Befunde, welche eine deutliche Verschlechterung der HWS-
Problematik zeigten und die zugenommenen Beschwerden erklären
könnten, dem Gutachter Dr. med. F._ nicht zur nochmaligen
Stellungnahme unterbreitet worden seien. Zudem habe die IV-Stelle keine
psychiatrische Abklärung veranlasst, obwohl das äusserst seltsame
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Verhalten der ehemals zuverlässigen Beschwerdeführerin durchaus dazu
Anlass gegeben hätte.
13. In ihrer Vernehmlassung vom 8. Januar 2020 (Eingang) schloss die IV-
Stelle auf Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge zu Lasten der
Beschwerdeführerin. Für die Begründung verwies sie primär auf die
angefochtene Verfügung vom 7. November 2019.
14. Am 27. Januar 2020 hielt die Beschwerdeführerin replicando an ihren
bisherigen Anträgen fest. Zudem legte sie einen Bericht von Dr. med.
E._ vom 16. Januar 2020 zur Verschlechterung der HWS-Problematik
und ein Schreiben der Psychiaterin Dr. med. L._ vom 5. Dezember
2019 zu ihren psychischen Leiden ins Recht. Auch die IV-Stelle hielt in ihrer
Duplik vom 31. Januar 2020 an den bisherigen Anträgen fest.
15. Mit Eingaben vom 11. Februar 2020 und 14. Februar 2020 reichte die
Beschwerdeführerin verschiedene Röntgenbilder und MRI-Berichte aus
den Jahren 2011 und 2019 ein. Die IV-Stelle verzichtete mit Schreiben vom
19. Februar 2020 auf die Einreichung einer Stellungnahme.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, die angefochtene
Verfügung sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügung der IV-Stelle
des Kantons Graubünden vom 7. November 2019, worin die bisherige
ganze Invalidenrente der Beschwerdeführerin per 1. Januar 2020 auf eine
Dreiviertelsrente herabgesetzt wurde. Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des
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Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind
Verfügungen der kantonalen IV-Stellen direkt vor dem
Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle anfechtbar. Als kantonales
Versicherungsgericht ist das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
für die Beurteilung der vorliegenden Beschwerde sowohl örtlich als auch
sachlich zuständig (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 57 des Bundesgesetzes
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR
830.1] und Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege [VRG; BR 370.100]). Die Beschwerdeführerin ist
Adressatin der angefochtenen Verfügung, weshalb sie durch die
angefochtene Verfügung unmittelbar betroffen ist und ein schutzwürdiges
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Sie ist demnach zur
Beschwerdeführung legitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59 ATSG). Auf
die im Übrigen frist- und formgerecht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und
Art. 61 ATSG) eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.
2. Streitig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die IV-Stelle den bisherigen
Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine ganze Invalidenrente zu Recht
per 1. Januar 2020 auf eine Dreiviertelsrente herabgesetzt hat. Umstritten
ist dabei die (Rest-)Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin in einer
leidensadaptierten Tätigkeit. Unbestritten ist demgegenüber das gestützt
auf ihre Tätigkeit als Stationsleiterin bzw. Pflegefachfrau ermittelte
Valideneinkommen von CHF 96'617.20.
3. Anspruch auf eine ganze Invalidenrente haben Versicherte von vornherein
nur dann, wenn sie zu mindestens 70 % invalid sind (vgl. Art. 28 Abs. 2
IVG).
3.1. Bei erwerbstätigen Versicherten gilt als Invalidität die durch einen
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheitsschaden
verursachte, voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
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Erwerbsunfähigkeit (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8 Abs. 1 ATSG), welche
Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein kann (Art. 4
Abs. 1 IVG). Zur Beurteilung der Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen,
wobei eine Erwerbsunfähigkeit zudem nur vorliegt, wenn sie aus objektiver
Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG). Keine Beeinträchtigungen
der Gesundheit stellen soziokulturelle Schwierigkeiten mit Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit sowie psychosoziale Faktoren dar.
Invaliditätsfremde Faktoren sind darüber hinaus auch Aggravation und
Simulation (vgl. zum Ganzen KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 7 Rz. 22 ff.; siehe bezüglich Aggravation und
ähnlicher Erscheinungen auch BGE 141 V 281 E.2.2.1 f., 140 V 193 E.3.3).
3.2. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist
Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die
Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitslage erzielen
könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der
Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der
Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des
Einkommensvergleichs; BGE 144 I 21 E.2.1, 142 V 290 E.4, 141 V 15
E.3.2, 128 V 29 E.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_225/2019 vom 11.
September 2019 E.2).
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4.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustands und der Beurteilung der
Erwerbsfähigkeit der versicherten Person sind die Verwaltung und das im
Streitfall angerufene Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls andere Fachleute zur Verfügung stellen. Die Aufgabe des
Arztes besteht darin, mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung
unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden die Befunde zu
erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt
seine originäre Aufgabe, wofür die Verwaltung und das im Streitfall
angerufene Gericht nicht kompetent sind. Bei der Folgeabschätzung der
erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen für die Arbeitsfähigkeit
kommt dem Arzt jedoch keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu.
Vielmehr gibt er eine Einschätzung zur Arbeitsfähigkeit ab, welche er aus
seiner Sicht so substanziell wie möglich begründet. Die ärztlichen
Auskünfte bilden sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der
Frage, welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet
werden können (vgl. BGE 140 V 193 E.3.2, 132 V 93 E.4, 125 V 256 E.4).
4.2.1. Das Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu
würdigen sind. Für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren gilt der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung. Danach haben Versicherungsträger und
Sozialversicherungsgerichte die Beweise grundsätzlich frei, d.h. ohne
Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss
zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das
Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen,
objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren
Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruchs
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden
medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte
Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die
eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (vgl. BGE 125 V
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351 E.3a). Hinsichtlich des Beweiswerts eines Arztberichts ist
entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf
allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden
berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden
ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der
Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die
Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (vgl. BGE 134 V 231
E.5.1, 125 V 351 E.3a). Ausschlaggebend für den Beweiswert ist
grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die
Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme
als Bericht oder Gutachten (vgl. BGE 125 V 351 E.3a, 122 V 157 E.1c).
Dennoch hat es die Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien
Beweiswürdigung als vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen
medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung
aufzustellen (vgl. BGE 125 V 351 E.3b, 118 V 286 E.1b, 112 V 30 E.1a).
4.2.2. Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten von
externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, ist bei
der Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht
konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl.
BGE 137 V 210 E.1.3.4, 125 V 351 E.3b/bb). In Bezug auf Berichte von
behandelnden Ärzten darf und soll der Richter auch der
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass behandelnde Ärzte mitunter im
Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen
eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.3.2,
4.4 und 4.5, 125 V 351 E.3a und 3b). Sodann kommt auch den Berichten
und Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als
schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich
widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit
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sprechen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt in einem
Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf
mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf
vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die
Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen.
Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die Unparteilichkeit des
Gutachters allerdings ein strenger Massstab anzulegen (vgl. BGE 125 V
351 E.3b, 122 V 157 E.1c). Bestehen auch bloss geringe Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen
Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (vgl. BGE
135 V 465 E.4.3.2 und 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_245/2011 vom
25. August 2011 E.5.3).
5. Vorliegend stellt sich die Frage, ob die IV-Stelle zu Recht auf das
monodisziplinäre Gutachten von Dr. med. F._ vom 19. Februar 2019
(Untersuchung am 4. Februar 2019) abgestellt hat oder ob konkrete
Indizien gegen dessen Zuverlässigkeit sprechen bzw. dieses von den
übrigen medizinischen Akten derart in Zweifel gezogen wird, dass von der
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit von 60 % in einer adaptierten Tätigkeit
(d.h. leichte, wechselbelastende Tätigkeit mit vermehrten Ruhepausen) für
den hier massgebenden Zeitpunkt ab dem 1. Januar 2020 abzuweichen ist.
6.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, dass das Gutachten von Dr. med.
F._ nicht mehr aktuell bzw. unvollständig sei, da ihm der Bericht von
Dr. med. H._ vom 11. Februar 2019, welcher einen deutlichen Befund
im Bereich C3/4 zeige, nicht zur Verfügung gestanden habe. Dieser Befund
könne aber die von ihr geklagte Verschlechterung der Beschwerden
objektivieren und liesse auch ihr Verhalten während und nach der EFL in
einem neuen Licht erscheinen. Das dort (anlässlich der EFL) gezeigte
scheinbar nicht adäquate Schmerzverhalten und die behauptete
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Symptomausweitung wären angesichts der heutigen Erkenntnisse über
den Gesundheitszustand, der in dieser Art wahrscheinlich bereits damals
bestanden habe, durchaus adäquat und durch die Beschwerden erklärbar.
Gestützt auf einen Arztbericht von Dr. med. E._ vom 16. Januar 2020
führte die Beschwerdeführerin in ihrer Replik weiter aus, dass und weshalb
der MRI-Bericht vom 11. Februar 2019 eine Verschlechterung der HWS-
Problematik zeige: Eine bewegungsabhängige Irritation der im Bereiche
HWK 3/4 austretenden Nervenwurzel C4 sei denkbar und dies stelle
eindeutig eine Verschlechterung dar. Diese Verschlechterung weise darauf
hin, dass die Belastbarkeit der HWS stark vermindert sei und erkläre auch
die zugenommenen Schmerzen. Aus diesem Grund sei auch die
Einschätzung von Dr. med. F._, die Beschwerdeführerin könne in
einer adaptierten Tätigkeit zu 60% arbeiten, nicht nachvollziehbar.
6.2.1. Diesen Vorbringen kann nach Auffassung des streitberufenen Gerichts
nicht gefolgt werden. Vielmehr ist der IV-Stelle darin beizupflichten, dass
sich der Gutachter in seiner Beurteilung in Kenntnis der medizinischen
Vorakten (vgl. IV-act. 156 S. 5 ff.) sorgfältig mit den gesundheitlichen
Einschränkungen der Beschwerdeführerin auseinandergesetzt und seine
Schlussfolgerungen gestützt auf eigene klinische und bildgebende
Untersuchungen sowie die am 30./31. Januar 2019 durchgeführte EFL
getroffen hat (vgl. IV-act. 156 S. 3 f., 156 S. 13 ff. und 156 S. 17). Dabei
wies er folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit aus:
chronischer Nackenarmschmerz rechts ohne motorische Ausfälle und
chronischer Kreuzbeinschmerz rechts ohne motorische Ausfälle.
Mit Bezug auf die Herleitung dieser Diagnosen hielt Dr. med. F._ fest,
dass aus orthopädischer Sicht eine nachvollziehbare Einschränkung der
körperlichen Leistungsfähigkeit für schwere und mittelschwere körperliche
Berufe bzw. Tätigkeiten mit einer vermehrten Belastung der Wirbelsäule
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bestehe. Im Vordergrund stehe der chronische Nackenarmschmerz rechts
bei Zustand nach einer zweiseitig durchgeführten Versteifungsoperation
C4-7 mit einer Fehlhaltung der HWS und einer deutlichen Abnutzung im
Anschlusssegment C3/4. In der aktuellen Begutachtung zeige sich eine
Ausstrahlung in den rechten Arm ohne Hinweis auf eine Lähmung und es
bestehe eine Einschränkung der Beweglichkeit an der HWS. Zusätzlich
zeige sich auch noch ein chronischer Schmerz der Lendenwirbelsäule mit
Ausstrahlung in das rechte Bein ohne motorische Ausfälle bei Zustand
nach einer zeitweiligen Stabilisierung L4/5 mit Metallentfernung im Verlauf
und einer durchgeführten Versteifung L3/4. Aufgrund sämtlicher
Beschwerden nehme die Versicherte regelmässig Schmerzmittel der WHO
Stufe 1 in unterschiedlicher Dosierung ein. Anamnestisch sei aufgrund von
verstärkten Schmerzen nach der durchgeführten EFL-Testung letzte
Woche eine Dosiserhöhung notwendig gewesen. Dennoch habe die
Versicherte sämtliche funktionellen Tests (mit Ausnahme der Bauchlage,
welche die Patientin abgelehnt habe) bei der aktuellen Begutachtung
selbstständig durchführen können und anamnestisch sei trotz der
verstärkten Schmerzphase nach der EFL-Untersuchung noch das
Hochheben des Schirms über Kopf für ca. zehn Minuten möglich gewesen.
Zusammenfassend könne in der aktuellen orthopädischen Begutachtung
das Ergebnis der EFL-Testung bestätigt werden. Es bestehe eine
nachvollziehbare Einschränkung der körperlichen Leistungsfähigkeit
infolge degenerativ bedingter Beschwerden der Hals- und
Lendenwirbelsäule nach insgesamt vier operativen Eingriffen. Deshalb sei
der angestammte Beruf als diplomierte Krankenschwester nicht mehr
zumutbar, aber eine ideal angepasste Tätigkeit könne unter
Berücksichtigung der Empfehlungen in einem eingeschränkten Ausmass
ausgeübt werden. Dies begründe sich mit der erhobenen
Restleistungsfähigkeit in der orthopädischen Begutachtung und
Evaluierung der funktionellen Leistungsfähigkeit. Das von der Versicherten
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subjektiv empfundene Ausmass der Beschwerden könne weder
ausreichend nachvollzogen noch bei der Begutachtung objektiviert werden
(vgl. IV-act. 156 S. 18).
6.2.2. Wenn nun die Beschwerdeführerin diese schlüssigen Ausführungen im
Gutachten von Dr. med. F._ gestützt auf den Bericht von Dr. med.
H._ vom 11. Februar 2019, welcher einen deutlichen Befund im
Bereich C3/4 zeige, in Zweifel zu ziehen versucht, vermag sie nicht
durchzudringen. Denn bei genauer Betrachtung der Beurteilung von Dr.
med. H._ im vorerwähnten Bericht wies dieser zwar eine im Vergleich
zur Voruntersuchung vom 31. Mai 2011 neu aufgetretene Knickbildung
bzw. Kyphose epifusionell im Segment C3/4 mit dort auch breitbasiger
flacher Diskushernie mit Pelottierung des Duralschlauches und leichter
Impression des Myelons von ventral bei normal weitem Spinalkanal hin
(vgl. IV-act. 158 S. 7). Dasselbe geht auch aus dem Bericht von Dr. med.
E._ vom 16. Januar 2020 hervor, wenn sie darin ausführt, im Vergleich
zur Voruntersuchung vom 31. Mai 2011 zeige sich in der aktuellen
Untersuchung vom 11. Februar 2019 eine deutliche knickartige paradoxe
Kyphosierung der HWS mit Scheitel auf HWK3/4 mit ebenfalls
zunehmender Chondrose, dorsalbetonter Spondylose sowie mässiger
breitflächiger Diskusprotrusion und rechtsbetonter Unkarthrose im gleichen
Segment (vgl. beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 6). Dafür, dass
jedoch zwischen dieser bildgebenden Untersuchung vom 11. Februar 2019
und jener von Dr. med. F._, welche nur gerade sechs Tage zuvor am
5. Februar 2019 durchgeführt worden war, eine erhebliche
Verschlechterung eingetreten sein soll, wie dies die Beschwerdeführerin in
ihrer Beschwerde geltend zu machen scheint, bestehen keine Hinweise
(vgl. dazu auch den Bericht von Dr. med. J._ vom 19. Juni 2019 [Bf-
act. 2], wonach sich im cranialen Anschlusssegment C3/4 zwar eine
deutliche kyphotische Fehlstellung zeige, dies aber keine neue Pathologie
sein dürfte).
- 17 -
Vielmehr stellte Dr. med. F._ im Rahmen der Auswertung der
radiologischen Befunde ebenfalls eine relativ ausgeprägte Degeneration im
Segment HWK3/4 mit Spondylodese, Retrospondylose und
Spondylarthrose fest (vgl. IV-act. 156 S. 3). An anderer Stelle führte er zu
der bildgebenden Untersuchung der HWS was folgt aus: "Spondylodese
mit Platte C5-7 mit einem vollständigen knöchernen Durchbau,
Spondylodese mittels Cage im Anschluss Segment C4/5 mit paradoxer
Kyphosierung in diesem Bereich und einer nativradiologisch nicht sicher
nachweisbaren Durchbauung, deutliche Anschlussdegeneration C3/4" (vgl.
IV-act. 156 S. 17). In seiner Befunderhebung ging er zudem auf den
Nackenarmschmerz ein und führte zur Sensomotorik der oberen
Extremitäten folgendes aus: "Cervicobrachialgie rechts mit einer Hyp- und
Dysästhesie am lateralen Ober- und Unterarm bis zum kleinen Finger" bei
unauffälliger Motorik ohne Hinweis auf eine Lähmung. Zudem stellte er
einen druckschmerzhaften leichten Muskelhartspann des M. trapezius und
Druckschmerz direkt über den Dornfortsätzen der unteren HWS fest (vgl.
IV-act. 156 S. 14).
Gestützt darauf führte Dr. med. F._ in seiner Diagnoseherleitung – wie
bereits dargelegt (vgl. vorstehende Erwägung 6.2.1) – schlüssig aus, dass
aus orthopädischer Sicht eine nachvollziehbare Einschränkung der
körperlichen Leistungsfähigkeit für schwere und mittelschwere körperliche
Berufe bzw. Tätigkeiten mit einer vermehrten Belastung der Wirbelsäule
bestehe. Im Vordergrund stehe der chronische Nackenarmschmerz rechts
bei Zustand nach einer zweiseitig durchgeführten Versteifungsoperation
C4-7 mit einer Fehlhaltung der HWS und einer deutlichen Abnutzung im
Anschlusssegment C3/4. In der aktuellen Begutachtung zeige sich eine
Ausstrahlung in den rechten Arm ohne Hinweis auf eine Lähmung und es
bestehe eine Einschränkung der Beweglichkeit an der HWS (vgl. IV-
act. 156 S. 18). Schliesslich hielt Dr. med. F._ zusammenfassend zur
gesundheitlichen Entwicklung der Beschwerdeführerin fest, dass
- 18 -
diesbezüglich die insgesamt vier operativen Eingriffe an der Wirbelsäule
hervorzuheben seien. An der HWS sei in den Jahren 2007 und 2011 eine
Versteifung von insgesamt HWK4-7 durchgeführt worden. Anamnestisch
habe die Versicherte durch diese Eingriffe profitieren können, aber es
bestünden noch Restbeschwerden und eine funktionelle Einschränkung.
Objektivierbar könne die bestehende Schmerzsymptomatik auf die
relevante Anschlussdegeneration und Fehlhaltung zurückgeführt werden
(vgl. IV-act. 156 S. 19).
Aus diesen Ausführungen kann geschlossen werden, dass die von der
Beschwerdeführerin angeführte Pathologie im Anschlusssegment C3/4
sehr wohl in die gutachterliche Gesamtbeurteilung zum
Gesundheitszustand und zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin miteingeflossen ist. Der beschwerdeführerische
Vorwurf, das Gutachten sei insoweit nicht mehr aktuell und unvollständig,
zielt somit ins Leere. Daran vermag auch die Einschätzung von Dr. med.
E._ vom 16. Januar 2020, wonach eine bewegungsabhängige
Irritation der austretenden Nervenwurzel C4 denkbar sei, nichts zu ändern,
stellt dies doch ohnehin nur eine Vermutung dar. Ausserdem stellte sie im
Segment C3/4 gestützt auf die Röntgenaufnahme vom 14. Februar 2019
keine eindeutigen Zeichen einer Instabilität fest (vgl. Bf-act. 6).
6.2.3. Des Weiteren würdigte Dr. med. F._ die ausführlichen Angaben der
Beschwerdeführerin zur durchgeführten EFL und zu ihrem jetzigen Leiden,
auf die er – wie bereits ausgeführt (vgl. vorstehende Erwägung 6.2.1) – im
Rahmen der Diagnoseherleitung ausdrücklich einging (vgl. IV-act. 156
S. 18) und die er anlässlich der Befunderhebung teilweise objektivieren
konnte (vgl. IV-act. 156 S. 14). Insgesamt hielt er dazu fest, in der aktuellen
Begutachtung könne das von der Versicherten subjektiv empfundene
Ausmass der Beschwerden mit den angegebenen funktionellen
Einschränkungen nicht ausreichend nachvollzogen bzw. bei der
- 19 -
Untersuchung objektiviert werden (vgl. IV-act. 156 S. 13). Dafür, dass es
aufgrund der Belastungstests anlässlich der EFL zu einer dauerhaften
Verschlechterung des Gesundheitszustands gekommen sein soll, besteht
denn auch kein Anhalt. RAD-Arzt K._ führte in Würdigung der Berichte
der Dres. med. I._ und J._ vom 19. Februar 2019 (vgl. IV-act. 158
S. 11 ff.) bzw. vom 19. Juni 2019 (vgl. IV-act. 163 S. 2 ff.) sowie des CT der
HWS vom 14. Juni 2019 (vgl. IV-act. 163 S. 1) aus, bei den nach der
Begutachtung geklagten Beschwerden handle es sich am ehesten um eine
vorübergehende funktionelle Verschlechterung ohne Hinweis auf eine neue
Pathologie (vgl. case report, IV-act. 175 S. 11). Auch Dr. med. F._ sah
sich aufgrund der Berichte von Dr. med. J._ und der durchgeführten
computertomographisch gezielten Infiltration an der HWS (Nervenwurzel
C8 rechts) nicht zu einer Änderung seiner Arbeitsfähigkeits-Einschätzung
veranlasst (vgl. Ergänzung vom 9. September 2019 zum Gutachten [IV-
act. 165]).
Diese Beurteilungen scheinen insoweit nachvollziehbar, als bereits Dr.
med. I._ in seinem Bericht vom 19. Februar 2019 ausführte,
elektromyografisch fänden sich zwar Hinweise auf einen chronisch-
neurogenen Umbauvorgang für die Wurzel C8. Offenbar sei dieses
Phänomen bislang klinisch asymptomatisch gewesen und zurückzuführen
auf die in der aktuellen MRT beschriebene foraminale Enge C7/Th1 rechts.
Möglicherweise sei es durch die Belastungserprobung mit einer
Zwangshaltung der HWS bzw. des rechten Armes zu einer
vorübergehenden Irritation der Wurzel C8 rechts gekommen. Dieses
Phänomen sei mittlerweile mehr oder weniger vollständig abgeklungen
(vgl. IV-act. 158 S. 12 f., vgl. dazu auch den Bericht von Dr. med. E._
vom 21. März 2019 [IV-act. 158 S. 2]). Ferner wird im CT der HWS vom
14. Juni 2019 eine – soweit intermodal vergleichbar – stationäre
neuroforaminale Einengung rechts auf der Höhe HWK7/BWK1
beschrieben (vgl. IV-act. 163 S. 1). Und schliesslich steht auch für Dr. med.
- 20 -
J._ in seinem Bericht vom 19. Juni 2019 eine konservative
Behandlung der Symptomatik mittels Infiltration und Analgetika im
Vordergrund (vgl. IV-act. 163 S. 3 f.).
Im Übrigen weist die IV-Stelle zu Recht darauf hin, dass sich die anlässlich
der EFL festgestellten Inkonsistenzen entgegen den Ausführungen der
Beschwerdeführerin nicht hinreichend durch die Nackenarmschmerzen
erklären lassen. Vielmehr wird im Bericht der Klinik G._ vom
31. Januar 2019 unter Hinweis auf mehrere Diskrepanzen nachvollziehbar
aufgezeigt, weshalb von einer erheblichen Selbstlimitierung und
Symptomausweitung ausgegangen werden muss. So wurde
beispielsweise bei der klinischen Untersuchung eine ausgeprägte
Abwehrreaktion festgestellt, indem bei den Bewegungsuntersuchungen der
HWS und der Schultergelenke eine starke Kontraktion der Antagonisten
(bewusstes Anspannen durch die Explorandin) der jeweiligen Bewegung
beobachtet werden konnte (vgl. IV-act. 154 S. 4). Ferner habe eine
Diskrepanz zwischen der Bewegungsfähigkeit der HWS in Flexion und
Rotation bei der klinischen Untersuchung und während der Testung "Arbeit
über Schulterhöhe" im Sinne einer Nackenflexion als Entlastung oder beim
Gleichgewichtstest bestanden (vgl. IV-act. 154 S. 4). Eine weitere
Inkonsistenz wurde zwischen den Angaben über starke funktionelle
Einschränkungen und den beobachteten funktionellen Fähigkeiten
festgestellt: So habe die Explorandin im Test "vorgeneigtes Stehen" die
vorgeneigte Oberkörperhaltung unter Angabe von lumbalen Beschwerden
nur knapp eine halbe Minute toleriert und dabei bereits nach fünf Sekunden
Beschwerden angegeben, während sie beim Gleichgewichtstest wiederholt
in vorgeneigter Rumpfhaltung verblieben sei ohne spontane Angabe von
Beschwerden oder eines Unterbruchs dieser Haltung. Zudem habe sich die
Explorandin, nachdem sie Kniebeschwerden geltend gemacht hatte,
unmittelbar nach dem Testende in den Schneidersitz gesetzt und
aufgezeigt, wie sie zu Hause zum Teil Arbeiten erledige. Das Aufrichten
- 21 -
aus dem Schneidersitz sei flüssig und uneingeschränkt erfolgt (vgl. IV-
act. 154 S. 5). Aufgrund dieser plausiblen Ausführungen ist nicht zu
beanstanden, wenn die Ergebnisse aus der EFL in die gutachterliche
Arbeitsfähigkeits-Einschätzung eingeflossen sind.
6.3. Insgesamt ergibt sich somit, dass die Vorbringen der Beschwerdeführerin
und die von ihr beigebrachten medizinischen Stellungnahmen nicht
geeignet sind, den Beweiswert des Gutachtens von Dr. med. F._ mit
seinen Feststellungen zu dem hier massgebenden Zeitraum ab dem
1. Januar 2020 zu schmälern. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die
IV-Stelle auf die im Gutachten attestierte 60%ige Arbeitsfähigkeit in einer
angepassten Tätigkeit abstellte. Da sich insofern die erwerblichen
Auswirkungen im Vergleich zur Rentenzusprache in den Jahren 2001/2002
bei einem gestützt auf eine Arbeitsfähigkeit von 30 % für leichte
Büroarbeiten ermittelten Invaliditätsgrad von 70 % infolge eines
verbesserten Gesundheitszustands (vgl. etwa IV-act. 156 S. 19 Ziff. 7.1 f.)
erheblich verändert haben, liegt ein Revisionsgrund vor (vgl. dazu auch
RAD-Beurteilung vom 29. März 2019 [case report, IV-act. 175 S. 10 f.];
BGE 133 V 545 E.6.1 und Urteil des Bundesgerichts 8C_289/2019 vom
18. September 2019 E.3.1). Vor diesem Hintergrund kann auf die
beantragte Rückweisung zur Einholung einer interdisziplinären
Begutachtung verzichtet werden. Auch im vorliegenden Verfahren besteht
kein Anlass für weitere Abklärungen, zumal das streitberufene Gericht
aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine Überzeugung gebildet
hat und annehmen kann, dass diese Überzeugung durch weitere
Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl. BGE 136 I 229 E.5.3, 134 I
140 E.5.3).
7.1. Die Beschwerdeführerin bringt des Weiteren vor, dass die IV-Stelle
aufgrund des Verhaltens der Beschwerdeführerin eine psychiatrische
Abklärung hätte veranlassen müssen. Spätestens nach der Befragung vom
- 22 -
6. Februar 2016 [recte: 6. Februar 2019] hätte der IV-Stelle auffallen
müssen, dass die Beschwerdeführerin psychisch erkrankt sein müsse.
Dass sie ihre Briefe über lange Zeit nicht geöffnet habe, sei das Eine, dass
dies aber auf die HWS-Problematik zurückzuführen sei, sei derart absurd,
dass sich eine psychiatrische Begutachtung aufgedrängt hätte. Das IV-
Dossier sei umfangreich und es gebe keine Hinweise darauf, dass die
Beschwerdeführerin jemals unzuverlässig gewesen wäre und
Aufforderungen keine Folge geleistet hätte. Dies habe sich im Herbst 2017
[recte: wohl eher 2015] schlagartig geändert, als die Beschwerdeführerin
einen anonymen Drohbrief erhalten habe. Ab jenem Zeitpunkt habe sie
selten und, falls ja, äusserst verspätet auf Schreiben der IV-Stelle reagiert.
Sodann stützte sich die Beschwerdeführerin in ihrer Replik auf eine
Stellungnahme ihrer Psychiaterin Dr. med. L._ vom 5. Dezember 2019
(vgl. Bf-act. 7), worin diese ein chronisches Schmerzsyndrom sowie eine
Anpassungsstörung, Depression und Angst gemischt diagnostizierte und
ausführte, die Beschwerdeführerin sei nicht in der Lage, einer Arbeit in der
freien Wirtschaft nachzugehen.
7.2.1. Zunächst gilt es festzuhalten, dass nach Auffassung des streitberufenen
Gerichts nicht einzuleuchten vermag, weshalb die IV-Stelle aus dem
Umstand, dass die Beschwerdeführerin ihre Briefe nicht öffnete bzw. auf
Schreiben (der IV-Stelle) nicht reagierte und als Grund dafür die HWS-
Problematik angab (vgl. Evaluationsgespräch vom 6. Februar 2019 [IV-
act. 152 S. 2]), hätte schliessen müssen, dass sich eine psychiatrische
Begutachtung aufdrängte. Abgesehen davon, dass keine psychiatrische
Diagnose aktenkundig war, die ein solches Verhalten hätte erklären
können, und die Beschwerdeführerin auch selbst angab, nicht in
psychiatrischer Behandlung zu sein (vgl. Evaluationsgespräch vom
6. Februar 2019 [IV-act. 152 S. 9]), mutet es absonderlich an, aus einer
- 23 -
fehlenden Mitwirkung der Beschwerdeführerin auf ein psychisches Leiden
zu schliessen.
Hinzu kommt, dass die Beschwerdeführerin bereits anlässlich
vorangegangener Rentenrevisionsverfahren – und somit bevor sie das
anonyme Drohschreiben erhalten haben soll – teilweise mehrfach gemahnt
werden musste, bis sie die nötigen Unterlagen zur Überprüfung des
Leistungsanspruchs einreichte (vgl. Erinnerungsschreiben vom 12. Januar
2009 [IV-act. 84], zweites Mahnschreiben vom 13. Februar 2009 [IV-
act. 85], erste Mahnung vom 23. Juli 2012 [IV-act. 109]; vgl. ferner
Erinnerungsschreiben vom 3. November 2017 [IV-act. 120], zweites
Erinnerungsschreiben vom 4. Dezember 2017 [IV-act. 121], Mahn- und
Bedenkzeitschreiben vom 20. Dezember 2017 [IV-act. 122],
Erinnerungsschreiben vom 14. Januar 2019 [IV-act. 142] und letzte
Aufforderung vom 15. Januar 2019 [IV-act. 146]). Der Beschwerdeführerin
kann somit nicht gefolgt werden, wenn sie geltend macht, es gäbe keine
Hinweise darauf, dass sie jemals unzuverlässig gewesen wäre und
Aufforderungen keine Folge geleistet hätte (vgl. Beschwerde Ziff. 14). Für
die IV-Stelle bestand folglich kein Anlass, eine psychiatrische
Begutachtung einzuholen.
Ein solcher Anlass ergibt sich denn auch nicht aus dem Bericht von Dr.
med. M._, Facharzt für Innere Medizin, vom 15. November 2019 (vgl.
Bf-act. 3), in welchem aufgrund des anonymen Drohbriefes eine
Verschlechterung des psychischen Zustands beschrieben wird, zumal es
sich dabei um eine fachfremde Einschätzung handelt und sich selbst Dr.
med. M._ nicht im Klaren war, worin das psychische Leiden bestehen
soll (vgl. "Ich bin mir nicht sicher, ob eine Depression vorliegt. Ich könnte
mir auch eine andere Form von Entwicklungsstörung vorstellen.").
7.2.2. Schliesslich gilt es mit Bezug auf die Stellungnahme von Dr. med. L._
vom 5. Dezember 2019 folgendes festzuhalten: Der Stellungnahme von Dr.
- 24 -
med. L._ kann entnommen werden, dass sie die Beschwerdeführerin
am 27. November 2019 und damit erst nach Erlass der angefochtenen
Verfügung gesehen hat. Hinweise dafür, dass die Beschwerdeführerin
bereits vorher bei Dr. med. L._ in einer ambulanten Sprechstunde war,
gibt es keine. Der IV-Stelle ist daher darin beizupflichten, dass sich die in
der Stellungnahme vom 5. Dezember 2019 ausgewiesenen aktuellen
Beschwerden ("Aktuell fühlt sie sich deprimiert, ängstlich, unsicher, hat
keine Freude im Leben, keinen Antrieb, keine Energie, alltäglichen
Aktivitäten nachzugehen oder soziale Kontakte zu pflegen. [...] Tagsüber
fühlt sie sich oft energie-, kraft-, freudlos und leide unter
Stimmungsschwankungen, innere Unruhe, Nervosität und
Angstzuständen.") und die gestützt darauf gestellten Diagnosen auf den
nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung verwirklichten Sachverhalt
beziehen und daher vorliegend nicht massgeblich sind. Zudem weist die
IV-Stelle in diesem Zusammenhang zu Recht darauf hin, dass in reaktiven
Störungen auf einen negativen IV-Entscheid ein invaliditätsfremdes
Geschehen erblickt werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_143/2019 vom 21. August 2019 E.4.4.2.2 f.). Soweit Dr. med. L._
in ihrer Stellungnahme vom 5. Dezember 2019 weiter ausführt, die
Beschwerdeführerin leide seit 2014 unter depressiven Symptomen und
Angstzuständen, liegt es nahe, dass sie sich dabei ausschliesslich bzw.
zumindest massgeblich auf die in der Krankengeschichte dargelegten
subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin abstützt. Andere
Anhaltspunkte bzw. Bezugnahmen auf frühere, aktenkundige fachärztliche
Unterlagen fehlen genauso wie eine leitliniengerechte Herleitung der
Diagnosen anhand der klassifikatorischen Kriterien gemäss ICD-10.
Schliesslich hat Dr. med. L._ die gestützt auf die ausgewiesenen
psychiatrischen Diagnosen attestierte volle Arbeitsunfähigkeit nicht anhand
einer Indikatorenprüfung validiert (vgl. BGE 141 V 281 E.4.1.3 ff., 143 V
409, 143 V 418). Ihrer Einschätzung kann somit von vornherein nicht
gefolgt werden.
- 25 -
8. Insgesamt resultiert bei einem unbestritten gebliebenen
Valideneinkommen von CHF 96'617.20 und einem (gestützt auf die Tabelle
TA1 der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung [LSE] 2016 für Tätigkeiten
auf dem Kompetenzniveau 1 im privaten Sektor für Frauen ermittelten)
Invalideneinkommen von CHF 33'540.40 (= CHF 4'363.-- x 12 : 40 x 41.7 x
1.003995 x 1.01 x 1.01 x 0.60; umgerechnet auf die durchschnittliche
wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden und aufindexiert auf das Jahr
2019) ein Invaliditätsgrad von 65.29 %, womit die IV-Stelle den
Rentenanspruch zu Recht per 1. Januar 2020 auf eine Dreiviertelsrente
herabgesetzt hat (vgl. Art. 28 Abs. 2 IVG). Die Beschwerde erweist sich
somit als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
9. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei
Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen
aus der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht
kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von CHF 200.-- bis CHF 1'000.--
festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden, in denen ein durchschnittlicher
Aufwand entstanden ist, setzt das Gericht die Kosten in Berücksichtigung
des bundesrechtlichen Kostenrahmens auf CHF 700.-- fest. Aufgrund des
Verfahrensausganges gehen diese zu Lasten der Beschwerdeführerin.
Der obsiegenden IV-Stelle steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten
zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG e contrario).