# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 72a790f2-a25f-4916-9070-93f3ad780648
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ R., geboren am 15. Oktober 1982 in La Vega, ist Staatsangehöriger der
Dominikanischen Republik. Er reiste am 27. Oktober 2005 zur Vorbereitung der
Eheschliessung mit der Schweizerin N., A., geboren am 25. November 1969 in Costa
Rica, in die Schweiz. Die Heirat fand am 6. Januar 2006 in G. statt. Am 12. Januar 2006
wurde ihm zum Verbleib bei der Ehefrau eine Jahresaufenthaltsbewilligung erteilt, die
letztmals bis zum 5. Januar 2011 verlängert wurde. Das Ehepaar hat eine gemeinsame
Tochter, geboren am 1. August 2007, die wie die Mutter Schweizerin ist. Die Ehefrau
hat aus einer früheren Ehe noch zwei Söhne, geboren am 7. Mai 1990 und 22. Oktober
1998.
B./ Am 8. April 2009 wurde R. in Genf verhaftet, weil er gleichentags eine
Drogenkurierin mit 912,30 Gramm Kokain mit einem Reinheitsgrad von 63,2 Prozent
nach St. Gallen fahren wollte. Das Tribunal de Police de Genève ging dabei von einem
schweren Fall im Sinn von Art. 19 Ziff. 2 lit. a des Betäubungsmittelgesetzes (SR
812.121, abgekürzt BetmG) aus und verurteilte ihn deswegen am 24. August 2009
unter Anrechnung der Untersuchungshaft von vier Monaten und sechzehn Tagen zu
einer bedingten Freiheitsstrafe von zwanzig Monaten, wobei es die Probezeit auf fünf
Jahre ansetzte. Das Ausländeramt St. Gallen (heute Migrationsamt) verwarnte ihn
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deswegen am 13. November 2009 und verknüpfte seine weitere Aufenthaltsbewilligung
mit der ausdrücklichen Bedingung, dass er sich fortan in jeder Beziehung klaglos
verhalte, ansonsten er weggewiesen werde.
Am 2. Februar 2010 überfuhr er kurz vor Mitternacht eine Mittellinie, wofür ihn die
Staatsanwaltschaft St. Gallen am 17. Februar 2010 zu einer Busse von Fr. 120.--
verurteilte. Am 7. April 2010 musste er abermals von der Staatsanwaltschaft mit einer
Busse von Fr. 350.-- belangt werden, weil er am 3. März 2010 die Geschwindigkeit
innerorts überschritten hatte.
C./ Am 15. März 2010 meldete das Einwohneramt A. der Bewilligungsbehörde, R. lebe
seit 1. Januar 2010 von seiner Frau getrennt. Auf die Fragen des Migrationsamtes zur
Adressänderung antwortete nur die Ehefrau. Das Amt stellte dem Ausländer am 10. Mai
2010 in Aussicht, seine Aufenthaltsbewilligung zu widerrufen. Mit Entscheid vom
20. Mai 2010 betreffend Eheschutzmassnahmen nahm das Kreisgericht St. Gallen
davon Kenntnis, dass die Eheleute R. getrennt leben. Die gemeinsame Tochter stellte
es unter die Obhut der Mutter und errichtete gleichzeitig eine Beistandschaft gemäss
Art. 308 Abs. 2 des Zivilgesetzbuches (SR 210), wobei es dem Beistand das Recht
einräumte, das Besuchsrecht schrittweise auszudehnen. Am 9. Juli 2010 widerrief das
Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung. Gleichzeitig setzte es dem Ausländer eine
Ausreisefrist bis spätestens 15. September 2010 an.
D./ Gegen den Widerruf seiner Aufenthaltsbewilligung erhob R. am 27. Juli 2010 durch
seinen Rechtsvertreter Rekurs. Mit Entscheid vom 15. November 2010 wies das
Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen diesen ab. Die
Rekursinstanz begründete den Entscheid damit, der Rekurrent habe mit der Trennung
von seiner Ehefrau den Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung verloren,
obwohl seine Ehegemeinschaft mit der Schweizerin mehr als drei Jahre gedauert habe.
Ein Aufenthaltsanspruch aus Art. 8 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte
und Grundfreiheiten (SR 0.101, abgekürzt EMRK) bestehe im konkreten Fall ebenfalls
nicht. Die öffentlichen Interessen an seiner Wegweisung würden seine privaten
Interessen an einem weiteren Verbleib in der Schweiz überwiegen.
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E./ Dagegen liess der Rekurrent am 30. November 2010 bzw. 7. Januar 2011 durch
seinen Rechtsvertreter beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag Beschwerde erheben,
der Rekursentscheid sei kostenpflichtig aufzuheben und vom Widerruf der
Aufenthaltsbewilligung sei abzusehen bzw. diese sei zu verlängern. Nachdem das
Migrationsamt ihn wegen seines Drogendelikts bereits verwarnt habe, dürfe die gleiche
Verurteilung nicht nochmals gegen ihn verwendet werden. Das Strafurteil habe ihm
grossen Eindruck gemacht, weshalb praktisch ausgeschlossen werden könne, dass er
erneut straffällig werde. Dazu komme, dass seine Tochter hier lebe. Ohne Aufenthalt in
der Schweiz sei es ihm unmöglich, seine persönliche Beziehung zu ihr aufrecht zu
erhalten. Die Behauptung der Kindsmutter, er würde sich nicht um das Kind kümmern,
sondern seine Zeit lieber mit Kollegen verbringen, sei falsch. Er habe im Gegenteil ein
inniges Verhältnis zu seiner Tochter. Es sei vielmehr die rachsüchtige, egoistische und
gekränkte Kindsmutter, die alles daran setze, den Kontakt zwischen ihm und seiner
Tochter zu unterbinden. Dazu komme, dass er in der Zwischenzeit mit der Schweizerin
L. G., St. Gallen, zusammenlebe, was ihm ebenfalls den Anspruch verleihe, weiterhin in
der Schweiz verbleiben zu dürfen.
F./ Die Vorinstanz beantragt mit Vernehmlassung vom 12. Januar 2011, die
Beschwerde kostenpflichtig abzuweisen und verzichtet ansonsten auf eine
Stellungnahme.
G./ Auf die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen wird,

## Considerations

soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 30. November 2010
und 7. Januar 2011 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
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Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Nach Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländer (SR 142.20, abgekürzt
AuG) haben die ausländischen Ehegatten von Schweizern Anspruch auf Erteilung und
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn sie mit diesen zusammenwohnen.
2.1. Wohnen die Ehegatten nicht mehr zusammen, geht der Anspruch des Ausländers
auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung grundsätzlich unter (Art. 43 Abs. 1 AuG).
Das Erfordernis des Zusammenwohnens besteht nur dann nicht, wenn für getrennte
Wohnorte wichtige Gründe geltend gemacht werden, die Familiengemeinschaft aber
weiterhin besteht (Art. 49 AuG). Solange die Voraussetzungen für die Erteilung eines
eigenständigen Aufenthaltstitels an den nachgezogenen Ehegatten noch nicht erfüllt
sind, hat der Ausländer die Schweiz wieder zu verlassen, da der Aufenthaltszweck, das
eheliche Zusammenleben bzw. das Führen einer ehelichen Gemeinschaft also, nicht
mehr erreicht werden kann. Dies gilt in jedem Fall, sei es, dass die Ehe durch
Scheidung oder Tod aufgelöst wird oder dass die Ehe zwar formell weiterbesteht, die
Ehegatten aber definitiv getrennt leben (Geiser/Busslinger in: Uebersax/Rudin/Hugi
Yar/Geiser [Hrsg.], Ausländerrecht, Basel 2009, Rz. 14.54 und 14.147).
2.2. Nach der Auflösung der Ehe oder der Familiengemeinschaft besteht der Anspruch
des Ehegatten und der Kinder auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung nur weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre
bestanden hat und eine erfolgreiche Integration besteht (Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG). Die
Dreijahresgrenze gilt absolut. Es spielt keine Rolle, dass allenfalls nur wenige Wochen
fehlen (BGE 2C_635/2009 vom 26. März 2010 E. 5.2). Weitere Ausnahmegründe liegen
vor, wenn wichtige persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz
erforderlich machen (Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG).
2.3. Die Ehegemeinschaft R. wurde während vier Jahren gelebt, bis sich die Eheleute
definitiv getrennt haben. Demzufolge ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer
erfolgreich integriert ist oder ob wichtige persönliche Gründe für seinen weiteren
Aufenthalt in der Schweiz sprechen.
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3. Eine erfolgreiche Integration liegt namentlich dann vor, wenn der Ausländer die
rechtliche Ordnung und die Werte der Bundesverfassung respektiert sowie den Willen
zur Teilnahme am Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen
Landessprache bekundet (Art. 77 Abs. 4 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt
und Erwerbstätigkeit, SR 142.201, abgekürzt VZAE). Mit dem unbestimmten
Rechtsbegriff der geglückten Integration wird insbesondere auf ein grundsätzliches
Legalverhalten abgezielt. Mit anderen Worten ist in erster Linie zu prüfen, ob eine
erhebliche Straffälligkeit vorliegt (vgl. M. Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli,
Kommentar zum Migrationsrecht, 2. Auflage, Zürich 2009, Rz. 5 zu Art. 50 AuG).
3.1. Der Beschwerdeführer rügt, dass die Bewilligungsbehörde seine zwanzig monatige
Freiheitsstrafe aus dem Jahr 2009 zum Anlass genommen habe, seine
Aufenthaltsbewilligung zu widerrufen.
3.1.1. Die zuständige Behörde kann Bewilligungen unter anderem widerrufen, wenn der
Ausländer zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe verurteilt worden ist (Art. 62 lit. b AuG).
Eine längerfristige Freiheitsstrafe liegt bei einer Freiheitsstrafe von mehr als einem Jahr
vor (BGE 135 II 377 E. 4.2). Wurde die Straftat von der zuständigen Behörde allerdings
bereits im Rahmen der Ermessensausübung nach Art. 96 Abs. 2 AuG mit einer
Verwarnung geahndet, kann das gleiche Fehlverhalten später nicht auch noch für einen
Widerruf im Sinn von Art. 62 lit. b AuG herangezogen werden. Liegt eine
entsprechende Verwarnung vor, ist das frühere Verhalten zwar nicht unbedeutend. Es
vermag aber für sich allein - abgesehen von den rechtlichen Voraussetzungen der
Zulässigkeit eines Rückkommens auf eine Verfügung - nicht mehr die definitive
Verfügung zu begründen (BGE 2C_273/2010 vom 6. Oktober 2010 E. 3.4).
3.1.2. Der Beschwerdeführer übersieht bei seiner Rüge allerdings, dass das
Migrationsamt nicht in Anwendung von Art. 62 lit. b AuG auf seine
Aufenthaltsbewilligung zurückgekommen ist, sondern weil er die Voraussetzungen
gemäss Art. 42 ff. AuG für den Familiennachzug nicht mehr erfüllt und damit die
Zweckbindung des Aufenthalts, die im Sinn von Art. 62 lit. d AuG als Bedingung
definiert ist, nicht mehr einhält. Die erneute Berücksichtigung der Freiheitsstrafe
erfolgte dabei im Rahmen der Prüfung seiner Integration in die hiesigen Verhältnisse
nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG. Bei der in diesem Zusammenhang vorzunehmenden
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Gesamtabwägung ist die frühere Straffälligkeit selbstredend trotz der bereits
ergangenen Verwarnung weiterhin zu berücksichtigen, ansonsten das Gesamtbild
betreffend sein Verhalten während seines Aufenthalts in der Schweiz unvollständig
wäre.
3.2. Gegen seine erfolgreiche Integration spricht denn auch in erster Linie, dass er vor
knapp zwei Jahren wegen eines schweren Drogendelikts zu einer längerfristigen
Freiheitsstrafe verurteilt werden musste. Dabei ist zu beachten, dass bei Verstössen
gegen das BetmG auch unter neuem Ausländerrecht eine strenge Praxis verfolgt wird,
wobei generalpräventiven Gesichtspunkten Rechnung getragen werden darf (BGE
2C_578/2009 vom 23. Februar 2010 E. 2.4). Das Verschulden des Beschwerdeführers
bei diesem Verbrechen wiegt schwer, was sich insbesondere in der Länge der
Freiheitsstrafe von zwanzig Monaten niedergeschlagen hat, zumal der Strafrichter das
Minimum bei einem schweren Fall von einem Jahr deutlich überschritten hat (Art. 19
Ziff. 1 Satz 2 in Verbindung mit Art. 19 Ziff. 2 lit. a BetmG). Grund dafür war unter
anderem, dass der Beschwerdeführer ohne Not, das heisst aus reiner Profitgier bzw.
einzig für eine in Aussicht gestellte Abfindung von Fr. 2'000.-- straffällig wurde und
dabei gewusst hat bzw. annehmen musste, dass er damit die Gesundheit vieler
Menschen in Gefahr bringen werde.
3.3. Der Beschwerdeführer hat das schwere Drogendelikt zusammen mit anderen
Dominikanern begangen, womit er im Kreis seiner Landsleute straffällig geworden ist.
Am Drogentransport aus seinem Heimatland hat er sich wie gesagt aus rein finanziellen
Motiven beteiligt und sich dabei auch nicht vom Zusammenleben mit seiner Schweizer
Ehefrau und seiner kleinen Tochter abhalten lassen. Im Rahmen der Strafzumessung
hat der Strafrichter sodann ausdrücklich erwähnt, dass er sich im Ermittlungsverfahren
unkooperativ verhalten habe, weshalb sein Geständnis vor Gericht relativiert werden
musste.
3.4. Seine Beteuerungen, die strafrechtliche Sanktion habe ihn beeindruckt und
betroffen gemacht, sind wenig glaubwürdig, ansonsten er nicht während der Probezeit
und kurz nach der ultimativ ausgesprochenen Verwarnung des Migrationsamtes
wiederum gegen das Gesetz verstossen und damit zumindest abstrakt erneut
Menschen gefährdet hätte. Zwar handelt es sich bei den beiden Verstössen gegen das
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Strassenverkehrsgesetz (SR 741.01) im Verhältnis zum Drogendelikt
unbestrittenermassen um Delikte von untergeordneter Bedeutung. Dennoch muss
festgestellt werden, dass sich die Strafbehörde kurz nach der bedingt
ausgesprochenen Freiheitsstrafe und unmittelbar nach der ausländerrechtlichen
Verwarnung wiederum mit dem Beschwerdeführer befassen musste.
3.5. Aktuell ist der Beschwerdeführer beruflich integriert. Nachdem die Bemühungen
des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums St. Gallen länger ergebnislos geblieben
sind, verdient er mittlerweile als selbständiger Coiffeur ungefähr Fr. 3'300.-- pro Monat.
Mit seinem Salon R., S., hat er sich in erster Linie auf lateinamerikanische und
afrikanische Frisuren spezialisiert. Gleichwohl bestehen keine Zweifel, dass er seinen
Beruf mit Engagement und auf herzliche Art ausführt und dass nebst Landsleuten auch
hiesige Geschäftsleute zu seinen Kunden zählen. Auf die Befragung des als
Auskunftsperson angegebenen Beamten der Kantonspolizei, der sich beim
Beschwerdeführer regelmässig die Haare schneiden lässt, kann deshalb verzichtet
werden. Der Beschwerdeführer ist mit seinem Einkommen in der Lage, zumindest an
den Unterhalt seiner Tochter monatlich Fr. 800.-- zu bezahlen. An den Unterhalt der
Kindsmutter, wozu er grundsätzlich ebenfalls verpflichtet wäre, vermag er mangels
Leistungsfähigkeit aber nichts beizutragen, so dass diese ihre Unterdeckung von
knapp Fr. 1'500.-- pro Monat selber tragen muss. Ebenfalls nicht möglich war es ihm,
seinen Anteil der Kosten für das Eheschutzverfahren oder für seinen Anwalt zu
bezahlen, so dass diese Kosten am Staat hängen blieben.
3.6. Im Zeitpunkt des Eheschutzverfahrens im Mai 2010 lebte der Beschwerdeführer
bereits fünfeinhalb Jahre in der Deutschschweiz. Gleichwohl musste die Richterin einen
Dolmetscher beiziehen. Seine Sprachkenntnisse entsprechen damit nicht dem Niveau,
welches nach mehreren Jahren Aufenthalt in der Schweiz zu erwarten wäre, zumal der
Beschwerdeführer mit einer Schweizerin verheiratet und er Vater einer Schweizer
Tochter ist, die hier unter anderem in einer Kinderkrippe fremdbetreut wird.
3.7. Auf Grund des Gesagten hat die Vorinstanz - ohne dabei unrealistische
Anforderungen zu stellen - zu Recht angenommen, dass bei Würdigung der gesamten
Umstände beim Beschwerdeführer keine erfolgreiche Integration stattgefunden hat.
Zwar ist er willens, am Wirtschaftleben teilzunehmen, wobei er aktuell auch in der Lage
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ist, für den Unterhalt seiner Tochter aufzukommen. Massgebend ins Gewicht fällt aber,
dass er während seines Aufenthalts in der Schweiz mehrfach - wobei einmal schwer -
straffällig geworden ist und trotz seines mehrjährigen Aufenthalts im Kanton St. Gallen
kaum Deutsch spricht.
4. Ist der Ausländer in der Schweiz nicht erfolgreich integriert, können gleichwohl -
unabhängig von der bisherigen Dauer der Ehe- oder Familiengemeinschaft - wichtige
persönliche Gründe einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz nötig machen (Art. 50
Abs. 1 lit. b AuG). Solche Gründe liegen namentlich dann vor, wenn der Ehegatte Opfer
ehelicher Gewalt wurde und die soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark
gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG).
4.1. Häusliche Gewalt ist vorliegend kein Thema, und eine Gefährdung der sozialen
Wiedereingliederung im Herkunftsland liegt ebenfalls nicht vor. Der heute gut 28-jährige
Beschwerdeführer ist noch relativ jung und erst im Alter von fast 24 Jahren von seiner
Heimat aus, wo seine Familie lebt, in die Schweiz gelangt. Kurz nach seiner Trennung
von seiner Ehefrau hat er sich zu Ferienzwecken während eines Monats in seinem
Heimatland aufgehalten. Im Februar 2011 reiste er erneut für vier Wochen in die
Dominikanische Republik. Die Sprache des Herkunftslandes ist seine Muttersprache.
Seinen Beruf als Coiffeur hat er ebenfalls in der Dominikanischen Republik erlernt und
wird dort wiederum wie andere Einheimische auch am Erwerbsleben teilhaben können.
4.2. Die Vorinstanz hat im Rahmen von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG zu Recht
berücksichtigt, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz ein Kind hat, mit dem er
eine Beziehung pflegt. Die in Art. 50 Abs. 2 AuG und im gleich lautenden Art. 77 Abs. 2
VZAE erwähnten Anwendungsfälle, stellen nur Beispiele dar. Letztlich sind die
konkreten Umstände des Einzelfalls zu prüfen (BGE 136 II 1 E. 5.2 f.). Dazu kommt,
dass dem Schutz des Familienlebens nach Art. 8 EMRK und Art. 13 der
Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) auch im Rahmen von Art. 50 AuG Rechnung
zu tragen ist. Nach ständiger Praxis zu den erwähnten Verfassungs- und
Konventionsbestimmungen hätte der Beschwerdeführer einen Anwesenheitsanspruch
indes nur, wenn zwischen ihm und seiner Tochter in wirtschaftlicher und affektiver
Hinsicht eine besonders enge Beziehung bestünde, die wegen der Distanz zu seinem
Heimatland praktisch nicht aufrecht erhalten werden könnte, und wenn zusätzlich das
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bisherige Verhalten des Ausländers zu keinerlei Klagen Anlass gegeben hätte (BGE
2C_195/2010 vom 23. Juni 2010 E. 6.6).
4.2.1. Der Beschwerdeführer behauptet, sein Verhältnis zu seiner dreieinhalb jährigen
Tochter sei sehr innig. Er habe sie einige Male in der Krippe besuchen müssen, weil die
Kindsmutter es nicht zugelassen habe, dass er sie sehe. Dem hält die Mutter entgegen,
er habe sich kaum um seine Tochter bemüht. Nach seiner mehrmonatigen
Untersuchungshaft in Genf habe er sich bloss während zweier Tage zu Hause
aufgehalten und sei dann wieder mit seinen Kollegen verschwunden. Nach der
Trennung und seinem mehrwöchigen Aufenthalt in Santo Domingo habe er sich nur
gerade fünf Minuten in ihrer Wohnung aufgehalten, um seine Papiere abzuholen. Auch
bei den nächsten Treffen habe die Tochter ihren Vater nicht länger zu Gesicht
bekommen. Auf ihre Bitte, sich mehr Zeit für das Kind zu nehmen, habe er geantwortet,
dass er dafür keine Zeit habe. Immerhin sei er einmal dazu bereit gewesen, die Tochter
zu hüten, als sie einen geschäftlichen Termin habe wahrnehmen müssen. Am
vereinbarten Zeitpunkt sei er dann allerdings nicht aufgetaucht und habe auf ihre
Anrufe auch nicht geantwortet. Stattdessen habe er die Tochter abends um 21 Uhr
abholen wollen, obwohl ihm hätte klar sein müssen, dass das Kind bereits um 19 Uhr
schlafe. Seither rufe er seine Tochter alle zwei Wochen an, obwohl er sie jeden Tag
anrufen könnte.
4.2.2. Für den Beschwerdeführer spricht unter dem Gesichtspunkt von Art. 50 Abs. 1
lit. b AuG sowie Art. 8 EMRK und Art. 13 BV daher einzig, dass er derzeit für den
finanziellen Unterhalt seiner Tochter aufkommt. In affektiver Hinsicht besteht zu seiner
Tochter entgegen seiner Behauptung kein besonders enges Verhältnis, das er nicht
von seinem Heimatland aus weiterpflegen könnte. Auch wenn der Beschwerdeführer
als selbständiger Coiffeur grundsätzlich in der Lage gewesen wäre, sich über das
normale Besuchsrecht hinaus an der Betreuung seiner Tochter zu beteiligen, strebte er
zu keinem Zeitpunkt ein grosszügig ausgestaltetes Besuchsrecht an.
Dementsprechend muss das Kind während den berufsbedingten Abwesenheiten der
Mutter in einer Kinderkrippe fremdbetreut werden, womit es allein an der Mutter ist,
dem Kind die erforderliche stabile und adäquate Betreuung zu bieten.
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4.2.3. Der Beschwerdeführer weist die Schuld für seinen dürftigen Kontakt zu seiner
Tochter der Kindsmutter zu, die seiner Meinung nach ein engeres Verhältnis zwischen
ihm und seiner Tochter verhindert habe. Allein darauf kommt es aber - soweit seine
Behauptung überhaupt zutrifft - nicht an, da seine Beziehung zur Tochter schon vor der
ehelichen Trennung die erforderliche Intensität vermissen liess. Nebst dem, dass er
sich nicht zum Vorwurf äussert, er habe sich schon früher zu wenig um seine Tochter
gekümmert und sei nur selten zu Hause gewesen, hielten ihn wie gesagt weder das
Zusammenleben mit seiner Tochter noch seine elterliche Verantwortung ihr gegenüber
davon ab, im Drogenhandel mitzuwirken. Selbst nach der mehrmonatigen
Untersuchungshaft war es ihm offensichtlich kein Anliegen, seine Zeit anhaltend mit
seinem Kleinkind zu verbringen. Nach der Trennung meldete er sich höchst selten,
obwohl er bis Ende September 2010 in der gleichen Gemeinde in unmittelbarer
Nachbarschaft gewohnt hatte und sich seither im Nachbarort aufhält und zumindest
täglich hätte telefonieren können, zumindest wenn das Kind noch wach war.
4.2.4. Für die Version der Kindsmutter spricht weiter, dass die Familienrichterin die
Beistandschaft mit der Begründung angeordnet hat, die Vater-Tochter-Beziehung
müsse erst aufgebaut werden, bevor der Beschwerdeführer das Kind zu sich zu
Besuch nehmen könne. Aus diesem Grund kann das Besuchsrecht nur in Begleitung
einer Bekannten und vorerst nur für drei Stunden ausgeübt werden. Diese massiven
Einschränkungen sind auch dafür nötig, dass die Mutter Vertrauen in die offensichtlich
nicht vorhandene Verlässlichkeit des Beschwerdeführers gewinnen kann.
4.2.5. Der Beschwerdeführer lässt weiter vorbringen, seine Tochter werde geradezu
traumatisiert, wenn er wieder in sein Heimatland zurückkehren müsse. Aus dem bereits
Gesagten folgt jedoch anschaulich, dass dies nicht der Fall sein wird. Selbst bei einem
Besuchsrecht von zwei Wochenenden pro Monat des nicht obhutsberechtigten
Elternteils würde es sich noch um keine besonders enge Eltern-Kind-Beziehung
handeln. Vorliegend besteht aber selbst ein solch üblicher Besuchsmodus noch nicht,
sondern muss mit Hilfe eines Beistands erst noch aufgebaut werden.
4.2.6. Nach der Rückkehr des Beschwerdeführers in sein Heimatland wird das
Besuchsrecht im Rahmen von bewilligungsfreien Besuchs- und Ferienaufenthalten von
der Dominikanischen Republik aus ausgeübt werden können. Die damit verbundenen
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Einschränkungen hat sich der Beschwerdeführer selber zuzurechnen, indem er
seinerzeit nicht für eine intensivere Beziehung zu seiner Tochter gesorgt hat. Art. 8
EMRK und Art. 13 Abs. 1 BV wird damit Genüge getan, auch wenn das Besuchsrecht
der neuen Situation entsprechend angepasst werden muss und dem derzeitigen nicht
gleichkommt. Daran ändert auch nichts, dass die Ausübung des Besuchsrechts von
der Dominikanischen Republik aus mit erheblichen Kosten verbunden sein wird. Selbst
wenn nur noch wenige Treffen pro Jahr zwischen dem Beschwerdeführer und seiner
Tochter stattfinden werden, bedeutet dies im Vergleich zur heutigen Situation nicht,
dass das Kind gänzlich seines Vaters verlustig ginge, wie der Beschwerdeführer
vorbringen lässt. Unzählige andere Familien und Kinder müssen ebenfalls mit einem
solchen Besuchsrecht eines Elternteils vorlieb nehmen, der sich im Ausland aufhält,
ohne dass damit beim betroffenen Kind bleibende Schädigungen verbunden wären. Ein
weitergehender Anspruch hat sich der Besuchsberechtigte mit seiner Vorstrafe selbst
verbaut. Es kann jedenfalls nicht gesagt werden, dass er sich während seines
Aufenthalts in der Schweiz tadellos verhalten hätte. Anders als bei der vom
Beschwerdeführer zitierten Fundstelle bei Spescha, a.a.O., Rz. 18 zu BV/EMRK/UNO-
KRK handelt es sich beim Drogendelikt des Beschwerdeführers um keine bloss
geringfügige Straftat, die unter Umständen einem regelmässigeren Kontakt zum Kind
nicht im Wege stünde.
4.2.7. Richtig ist, dass das Bundesgericht in seiner neueren Rechtsprechung den
Kindesinteressen bei der Interessenabwägung verstärkt Rechnung trägt. Dies geht aber
nicht so weit, dass es einen Bewilligungsanspruch des besuchsberechtigten, straffällig
gewordenen ausländischen Elternteils aus der UN-Kinderrechtskonvention (SR 0.107,
abgekürzt KRK) ableiten würde (BGE 2C_422/2010 vom 16. September 2010 E. 2.2.2).
Entgegen dem in BGE 135 I 153 neues Fenster ff. beurteilten Sachverhalt muss hier die
Tochter des Beschwerdeführers das Land nicht verlassen. Sie kann im Gegenteil
zusammen mit ihrer Schweizer Mutter und ihren zwei Halbbrüdern in der Schweiz
aufwachsen. Im Übrigen ging es im dort beurteilten Fall um eine Ehefrau, die ihren
Gatten kurz nach der Einreise verloren hatte, sich um Integration bemühte und nicht
wie der Beschwerdeführer massiv straffällig geworden war. Nachdem klar war, dass
die Beziehung des Kindes zum Beschwerdeführer erst aufgebaut werden muss, damit
ein Besuchsrecht im üblichen Rahmen überhaupt ausgeübt werden kann, durfte die
Vorinstanz in vorweggenommener Beweiswürdigung annehmen, auch eine persönliche
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Anhörung des Kleinkinds vermöchte den Schluss, dass der Beziehung zwischen Vater
und Tochter die erforderliche besondere Intensität abgeht, nicht massgeblich zu
relativieren. Sie durfte somit darauf verzichten, das Kleinkind im Rahmen des
konventionsrechtlichen Gehörsanspruchs von Art. 12 KRK persönlich bzw. über seinen
Beistand dazu anzuhören (BGE 2C_426/2010 vom 16. Dezember 2010 E. 3.3).
5. Der Beschwerdeführer bringt zuletzt vor, er habe auch deshalb einen Anspruch auf
Verbleib in der Schweiz, weil er zwischenzeitlich mit einer anderen Schweizerin in einer
nichtehelichen Lebensgemeinschaft lebe.
5.1. Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte ist
der Begriff des Familienlebens im Sinn von Art. 8 EMRK weit zu fassen, so dass unter
Umständen, bei besonders intensiven privaten Beziehungen in der Schweiz, auch rein
faktische familienähnliche Beziehungen darunter fallen können (BGE 2A.575/2002 vom
17. März 2003 E. 3.4 mit Hinweis). Dementsprechend wird in der Lehre die Meinung
vertreten, dass Lebenspartnern von Schweizern unter dem Aspekt von Art. 8 EMRK
grundsätzlich eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen sei, wenn eine faktische
Lebensgemeinschaft nachgewiesen bzw. die Führung einer entsprechenden
Partnerschaft in der Schweiz aufgrund der Vorgeschichte glaubhaft sei (Schwander/
Spescha in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], a.a.O., Rz 15.23).
5.2. Die geltend gemachte neue Partnerschaft mit L. G. wird einzig mit einem
gemeinsamen Mietvertrag per 1. Oktober 2010 für eine viereinhalb Zimmer-Wohnung in
St. Gallen für Fr. 2'005.-- pro Monat untermauert. Allein damit ist nicht glaubhaft
gemacht, dass zwischen dem Beschwerdeführer und seiner jetzigen Partnerin bereits
ein gefestigtes Konkubinatsverhältnis besteht. Entgegen der Lehrmeinung spricht auch
nichts dagegen, dass die beiden ihre neue Beziehung im Ausland bzw. in Form einer
Fernbeziehung ausleben. Dazu kommt, dass Konkubinatspaare, bei denen einer der
Partner schon verheiratet ist, von vornherein nicht als Familie im Sinne der Konvention
gelten (BGE 2A.575/2002 vom 17. März 2003 E. 3.5 mit Hinweis). Daran würde sich
auch nichts ändern, dass sich seine Gattin heute einer Scheidung widersetzen würde,
wie der Beschwerdeführer suggeriert. Das entsprechende Scheidungsverfahren könnte
über seinen Rechtsvertreter auch ohne seine dauernde Anwesenheit in der Schweiz
abgewickelt werden. Die Tatsache, dass er seine neue Partnerin eines Tages heiraten
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will, würde ihm ebenfalls keinen Bewilligungsanspruch verschaffen (BGE 2A.94/2003
vom 17. März 2003 E. 2.3). Schliesslich ist in diesem Zusammenhang ebenfalls zu
berücksichtigen, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz bereits zu einer langen
Freiheitsstrafe verurteilt und seither erneut zweimal von der Staatsanwaltschaft belangt
werden musste (Art. 8 Ziff. 2 EMRK).
6. Ein Widerruf der Aufenthaltsbewilligung rechtfertigt sich nur, wenn die
Interessenabwägung im Einzelfall die Massnahme als verhältnismässig erscheinen
lässt. Die zuständigen Behörden berücksichtigen bei der Ermessensausübung die
öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der
Integration des Ausländers (Art. 96 Abs. 1 AuG).
6.1. Der Beschwerdeführer reiste Ende des Jahres 2005 als 23-Jähriger in die Schweiz
ein, um sich hier zu verheiraten. Damit verbrachte er den überwiegenden Teil seines
Lebens und die prägenden Kinder-, Jugend- und die ersten Erwachsenenjahre in
seinem Heimatland. Die Aufenthaltsdauer von fünfeinhalb Jahren muss im Rahmen der
Interessenabwägung insofern relativiert werden, als er während dieser Zeit schwer
straffällig geworden ist. Von seiner Schweizer Ehefrau hat er sich vor einem Jahr wieder
getrennt. Nachdem feststeht, dass er bezüglich seiner dreieinhalb jährigen Tochter
nicht obhutsberechtigt ist, die Vater-Tochter-Beziehung nicht besonders intensiv ist
und er sein Besuchsrecht im Rahmen von Kurzaufenthalten vom Ausland her, über
Telefonate, E-Mails und Ferienbesuche in der Dominikanischen Republik ausüben
kann, fällt als zulässiges öffentliches Interesse insbesondere das Durchsetzen einer
restriktiven Einwanderungspolitik in Betracht. Eine solche ist im Hinblick auf ein
ausgewogenes Verhältnis zwischen schweizerischer und ausländischer
Wohnbevölkerung, auf die Schaffung günstiger Rahmenbedingungen für die
Eingliederung der in der Schweiz fest ansässigen Ausländer und die Verbesserung der
Arbeitsmarktstruktur sowie auf eine möglichst ausgeglichene Beschäftigung im Lichte
von Art. 8 Ziff. 2 EMRK zulässig (BGE 2C_94/2009 vom 16. Juni 2009 E. 2.1 mit
Hinweisen).
6.2. Dazu kommt, dass der Beschwerdeführer keine besonders qualifizierte bzw. nur
selten ausgeübte Tätigkeit ausübt, die aus wirtschaftlicher oder arbeitsmarktlicher
Sicht eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gebieten würde. Dass er für seinen
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Lebensunterhalt und denjenigen seiner Tochter aufkommt, kann nicht als besondere
Leistung gewürdigt werden, sondern wird von einem jungen gesunden Mann erwartet.
Demgegenüber war er selbst am Ende seiner vierjährigen Ehe mit einer Schweizerin
nicht in der Lage, sich der lokalen Behörde bzw. der Familienrichterin gegenüber in der
Ortssprache zu verständigen. Daraus muss geschlossen werden, dass er ausserhalb
seines Coiffeurladens kaum Kontakt zur hiesigen Gesellschaft hat bzw. sich weiterhin
ausschliesslich im Umfeld seines Sprach- und Kulturkreises bewegt. Selbst das
Drogendelikt, wofür er vor zwei Jahren eine längerfristige Freiheitsstrafe von zwanzig
Monaten kassiert hat, beging er im Umfeld von bzw. zusammen mit Landsleuten. Von
einer erfolgreichen Integration kann folglich keine Rede sein.
6.3. Aus dem Gesagten folgt, dass dem Beschwerdeführer zugemutet werden kann, in
sein Heimatland zurückzukehren, auch wenn dies für ihn - wie bereits ausgeführt - mit
beruflichen, wirtschaftlichen und familiären Nachteilen verbunden ist. Insgesamt
überwiegt das öffentliche Interesse an seiner Wegweisung die privaten Interessen des
Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Die Nichtverlängerung seiner
Aufenthaltsbewilligung erweist sich daher als verhältnismässig.
7. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Aufenthaltsbewilligung
zu Recht im Sinn von Art. 62 lit. d AuG widerrufen bzw. nicht mehr verlängert hat,
nachdem mit der Aufgabe des ehelichen Zusammenlebens der Bewilligungszweck
"Verbleib beim Ehegatten" dahingefallen ist und der Beschwerdeführer weder einen
Anspruch aus Art. 50 Abs. 1 lit. a und b AuG oder aus Art. 8 EMRK, Art. 13 BV bzw. der
KRK ableiten kann. Konkret ist die Aufenthaltsbewilligung zwischenzeitlich per
5. Januar 2011 abgelaufen, die damit nach Art. 66 Abs. 1 AuG verbundene
Wegweisung erweist sich nach dem Gesagten als verhältnismässig. Da dem Rekurs
und der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukam (Art. 61 in Verbindung mit Art. 51
Abs. 1 VRP), war der Beschwerdeführer vorderhand weiterhin berechtigt, sich in der
Schweiz aufzuhalten (Art. 59 Abs. 2 VZAE). Nachdem die angesetzte Ausreisefrist
zwischenzeitlich abgelaufen ist, wird ihm das Migrationsamt wie von der Vorinstanz
angeordnet eine neue angemessene Ausreisefrist ansetzen (Art. 66 Abs. 2 AuG). Die
Beschwerde ist folglich abzuweisen.
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8. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten vom
Beschwerdeführer zu bezahlen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von
Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12).
Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht