# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d2f1bfe3-edd5-4871-a2a5-2e82aae9b9b9
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 11
I. Sachverhalt
A. Am 25. September 2014 verkaufte die Y._ der A._ mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag die Stockwerkeinheit Nr. _, 3-Zimmerwohung Nr. W1, Grundbuch O.1_, zum Kaufpreis von CHF 1'350'000.--. Öffentlich beurkundet wurde der Kaufvertrag durch den Notar X._. Dabei vereinbarten die Vertragsparteien ein Kaufpreisteilbetrag von CHF 50'000.-- auf das Klientenkonto des Notars bei der B._ als Sicherheitsrückbehalt zur Sicherstellung der Gewinnsteuer zu hinterlegen (vgl. Vorinstanz act. 1/1).
B. Der Steuerberater der Y._ ersuchte am 21. Juli 2016 X._ den für die Steuern zurückbehaltenen Betrag inklusive Zinsen zu überweisen, nachdem sämtliche bis Ende 2014 angefallenen Steuern durch die Verkäuferin bezahlt worden waren. Überdies bestätigte der Steuerberater, dass auch alle bis Ende 2015 angefallenen Steuern beglichen worden seien (vgl. Vorinstanz act. 1/3 und 4).
C. Der Verwaltungsrat der A._ (Architekt C._) hatte mit E-Mail vom 9. Juni 2016 den Notar darauf aufmerksam gemacht, dass der Kaufpreisteilbetrag von CHF 50'000.-- auf dem Klientenkonto weiterhin blockiert bleiben müsse, zumal die gekaufte Stockwerkeinheit mit gesetzlichen Pfandrechten belastet sei (vgl. Vorinstanz act. 1/6).
D. Am 23. August 2016 reichte X._ beim Bezirksgericht Maloja gegen die Y._ ein Gesuch betreffend Hinterlegung eines Geldbetrags ein und stellte folgendes Rechtsbegehren (vgl. Vorinstanz act. 1):
"1. Es sei der Unterzeichnende gerichtlich zu ermächtigen, den  von CHF 50'000.00 aufgrund des öffentlich beurkundeten Kaufvertrages vom 25.09.2014 zwischen der Y._ als Verkäuferin und der A._ als Käuferin zu Gunsten der genannten Vertragsparteien zu hinterlegen.
2. Es sei durch den Bezirkspräsidenten Maloja eine Oberengadiner Platzbank als Hinterlegungsstelle zu bezeichnen.
3. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchsgegnerin."
E. Die anwaltlich vertretene Y._ reichte am 26. September 2016 ihre Stellungnahme ein und beantragte (vgl. Vorinstanz act. 5):
"Das Gesuch sei unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Entschädigungsfolge zzgl. 8 % MWST zu Lasten des Gesuchstellers abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann."
Seite 3 — 11
F. Die A._ äusserte sich nicht zu dieser Angelegenheit.
G. Mit Entscheid vom 24. Oktober 2016, welcher gleichentags den Parteien eröffnet wurde, erkannte der Einzelrichter des Bezirksgerichts Maloja wie folgt:
"1. Das Gesuch vom 23. August 2016 wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten von CHF 1'000.- werden dem Gesuchsteller auferlegt und mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet.
Der Gesuchsteller wird verpflichtet, die Gesuchsgegnerin ausseramtlich mit pauschal CHF 800.- zu entschädigen.

## Considerations