# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8810fafa-010c-4dc4-924c-10c29c835342
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Am 23. November 2020 reichte der Verwalter der
Stockwerkeigentümergemeinschaft A._ (nachfolgend:
Stockwerkeigentümergemeinschaft) in deren Namen bei der Gemeinde
C._ eine Beschwerde gegen das D._ AG mit diversen Anträgen
ein. Im Wesentlichen rügte er, dass das ursprüngliche Vordach auf der
Ostseite des Gebäudes der D._ AG sich lediglich auf deren
Grundstück befunden habe. Das heutige Vordach sei hingegen erhöht und
gegen das Grundstück der Stockwerkeigentümergemeinschaft verlängert
worden. Dies sei einerseits ohne Baubewilligung erfolgt und andererseits
bestehe kein Recht dazu. Diese Situation sei für die
Stockwerkeigentümergemeinschaft nicht haltbar, weil ihr Grundstück nun
das gesamte Meteorwasser, welches von diesem Dach abfliesse,
aufnehmen müsse, was dazu führe, dass der Steinketten-Belag der
Stockwerkeigentümergemeinschaft darunter leide. Früher sei das Wasser
über die Regenrinne des Hotels in den eigenen Schacht abgelaufen. Ein
weiteres Problem stelle das Parkieren von Fahrzeugen der Lieferanten
des D._ AG auf den Parkplätzen der
Stockwerkeigentümergemeinschaft dar, wobei auch Lieferanten die sich
darauf befindlichen Blumentröge wegschieben würden.
2. Die Gemeinde C._ stellte diese Eingabe der D._ AG zur
Stellungnahme zu, worauf sich diese dazu mit Schreiben vom
19. Dezember 2020 vernehmen liess und sich auf den Standpunkt stellte,
dass die Dachabdeckung erneuert werden musste, die Sparren jedoch um
5 cm gekürzt worden seien, so dass aus ihrer Sicht alles in Ordnung sei.
3. Die Gemeinde C._ hat am 22. Februar 2021 zu den verschiedenen
Begehren Stellung genommen und stellt sich auf den Standpunkt, dass ihr
Schreiben nebst der D._ AG auch der
Stockwerkeigentümergemeinschaft zugestellt worden sei. Der Verwalter
- 3 -
der Stockwerkeigentümergemeinschaft behauptet jedoch, dieses
Schreiben erst anlässlich eines Treffens mit dem Gemeindepräsidenten
im Mai 2021 erhalten zu haben (vgl. Beschwerde vom 26. Juli 2021
Ziffer 1).
4. In der Folge korrespondierte der Verwalter der
Stockwerkeigentümergemeinschaft diverse Male mit der Gemeinde
C._.
5. Am 12. Juli 2021 erhob der Verwalter der
Stockwerkeigentümergemeinschaft in deren Namen (nachfolgend:
Beschwerdeführerin) eine Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen die
Gemeinde C._ (nachfolgend: Gemeinde) beim Verwaltungsgericht
des Kantons Graubünden (nachfolgend: Verwaltungsgericht), welche in
romanischer Sprache eingereicht wurde. Im Wesentlichen wird beantragt,
dass das Verwaltungsgericht das Bauamt verpflichten solle, die geltend
gemachten Forderungen innerhalb von 1 bis 2 Monaten durchzusetzen,
zudem habe die Baubehörde Auskunft zu erteilen, warum sie kein

## Considerations