# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 805cc50a-db53-46be-a663-abd2f48a2937
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _ 1959, und X._, geboren am _ 1975, schlossen am _ 2011 in O.1_ (L.1_) die Ehe. Seit dem 1. September 2016 leben die Ehegatten getrennt.
B. Am 9. März 2016 reichten die Parteien dem Bezirksgericht Landquart ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein. Anlässlich der Anhörungen vom 18. April 2016 bestätigte die Ehefrau ihren Scheidungswillen, derweil der Ehemann mit der Scheidung nicht mehr einverstanden war. In der Folge wurde das Verfahren bis Ende August 2016 sistiert.
C/1. Y._ reichte am 16. Juni 2016 beim Bezirksgerichtspräsidium Landquart ein Gesuch auf Erlass vorsorglicher Massnahmen ein. Sie stellte folgende Anträge:
„1. Die Eheleute seien berechtigt, getrennt zu leben.
2. Die von der Familie bewohnte Wohnung, _strasse, O.2_, sei der Gesuchstellerin zur alleinigen Benutzung zuzuweisen. Der Gesuchsgegner sei aufzufordern, die Wohnung bis Ende Juni 2016 zu verlassen. Dies unter der Verpflichtung sämtliche Hausschlüssel an die Gesuchstellerin abzugeben.
3. Der Ehemann sei zu verpflichten, der Ehefrau ab 1. Juli 2016 einen monatlichen Unterhalt von Fr. 1’697.00 zu zahlen, zahlbar monatlich im Voraus.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei.”
C/2. X._ beantragte in seiner Stellungnahme vom 11. August 2016, was folgt:
„1. Die Eheleute seien zu berechtigen, getrennt zu leben.
2. Die von den Eheleuten gemeinsam bewohnte Wohnung an der _strasse in O.2_ sei der Gesuchstellerin ab 31. Oktober 2016 zur alleinigen Benutzung zuzuweisen.
3. Es sei die Gütertrennung anzuordnen.
4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin einen monatlich im Voraus zu leistenden Unterhaltsbeitrag im Umfang von monatlich CHF 250.00 zu bezahlen, zahlbar ab dem 1. November 2016 bis längstens zum 28. Februar 2017.
5. Im Übrigen sei das Gesuch vom 16. Juni 2016 abzuweisen.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchstellerin.”
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C/3. Am 25. August 2016 fand die mündliche Hauptverhandlung statt. Dabei gelang es den Parteien, sich über den Trennungszeitpunkt, die Wohnungszuweisung an die Ehefrau und den Beginn der Unterhaltspflicht per 1. September 2016 zu einigen. Überdies liess der Ehemann seinen Antrag auf Anordnung der Gütertrennung fallen und bestätigte nunmehr seinen Scheidungswillen. Mit Entscheid vom 26. August 2016, mitgeteilt am 31. August 2016, erkannte der Einzelrichter, wie folgt:
„1. Es wird gerichtlich festgestellt, dass die Parteien zum Getrenntleben berechtigt sind, und Vormerk genommen, dass sie seit dem 1. September 2016 getrennt leben.
2. Die ehemals eheliche Wohnung an der _strasse in O.2_ wird per 1. September 2016 der Ehefrau zur alleinigen Benützung zugewiesen. Es wird davon Vormerk genommen, dass X._ sich verpflichtet hat, die Wohnung bis zu diesem Zeitpunkt zu verlassen.
3. X._ wird verpflichtet, Y._ mit Wirkung ab 1. September 2016 einen monatlich im Voraus, je auf den ersten des Monats zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 1’000.00 zu bezahlen.
4.a) Die Gerichtskosten in der Höhe von CHF 2’000.00 gehen je zur Hälfte zulasten der Parteien (Art. 105 Abs. 1 und Art. 106 ZPO). Die auf die Parteien anfallenden Anteile der Gerichtskosten werden auf die Gerichtskasse genommen, da beiden Parteien die unentgeltliche Rechtspflege gewährt worden ist.
b) Die unentgeltliche Rechtsbeiständin der Ehefrau, Rechtsanwältin lic. iur. Susanna Mazzetta, wird ‒ unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO ‒ zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 3’119.05 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.
c) Die unentgeltliche Rechtsbeiständin des Ehemannes, MLaw Sandra Lazzarini, wird ‒ unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO ‒ zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 3’788.60 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.
d) Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist (Art. 123 Abs. 1 ZPO). Der Anspruch des Kantons verjährt zehn Jahre nach Abschluss des Verfahrens (Art. 123 Abs. 2 ZPO).

## Considerations