# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 269f804a-6080-455a-8441-d4c43c355204
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Arbeitsvertrag vom 11. April 2007 stellte die Y._ AG X._ als stellvertretende Leiterin Unterkünfte, Camping & Restauration Camping ein. Der Arbeitsvertrag wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. X._ war dem Geschäftsführer G._, A._, unterstellt. Es wurde ein monatlicher Bruttolohn in Höhe von Fr. 4‘800.-- sowie netto Fr. 200.-- Pauschalspesen vereinbart.
B. Mit Schreiben vom 18. Januar 2008 kündigte X._ das Arbeitsverhältnis per 30. April 2008. Am 1. April 2008 übergab sie zusammen mit B._, dem Leiter Unterkünfte, Camping & Restauration Camping, die Betriebe der Y._ AG. In der Folge konnten sich die Parteien nicht einigen, ob die Arbeitnehmerin noch einen Anspruch auf Entschädigung für nichtbezogene Ruhe- und Feiertage sowie geleistete Überstunden habe. Zudem war X._ mit dem von der Arbeitgeberin verfassten Arbeitszeugnis nicht einverstanden. Sie erhob deshalb am 21. Oktober 2008 beim Vermittleramt des Kreises Davos Klage gegen die Y._ AG betreffend Forderung aus Arbeitsvertrag. Gemäss Leitschein stellten die Parteien anlässlich der Sühneverhandlung vom 5. November 2008 die folgenden Anträge:
„Rechtsbegehren der Klägerin:
1. Die Beklagte sei zu verpflichte, der Klägerin den Betrag von netto CHF 34‘806.55 zuzüglich 5% Zins seit dem 1.5.2008 zu bezahlen.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin ein Arbeitszeugnis mit folgendem oder ähnlichem Inhalt auszustellen:
(...)
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.
Rechtsbegehren der Beklagten:
Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% MWSt zulasten der Klägerin.“
C. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung unterbreitete X._ die Streitsache mit Eingabe vom 19. Dezember 2008 dem Bezirksgericht Prättigau/Davos. In ihrer Prozesseingabe reduzierte sie ihre Forderung gegenüber dem Rechtsbegehren gemäss Leitschein auf Fr. 28‘931.85 netto. Am 6. Februar 2009 reichte die Y._ AG die Prozessantwort mit unverändertem Rechtsbegehren ein. Mit Replik vom 2. März 2009 beziehungsweise Duplik vom 6. April 2009 hielten die Parteien an ihren zuvor gestellten Rechtsbegehren fest.
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D. Mit Beweisverfügung vom 17. April 2009 lehnte der Bezirksgerichtspräsident Prättigau/Davos die Einvernahme der Zeugen B._, C._ und D._ sowie die Edition verschiedener Geschäftsdokumente aus Händen der Y._ AG ab. Dagegen liess X._ am 6. Mai 2009 Prozessbeschwerde erheben, welche vom Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos mit Beschwerdeentscheid/Beiurteil vom 2. Juni 2009 abgewiesen wurde.
E. Am 1. April 2010 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos statt, welches mit Urteil vom 1. April 2010, mitgeteilt am 11. Juni 2010, erkannte:
„1. Die Klage der X._ gegen die Y._ AG wird teilweise gutgeheissen und die Y._ AG wird verpflichtet, X._ ein neues Arbeitszeugnis wie folgt auszustellen:
(...)
Im Übrigen wird die Klage von X._ abgewiesen.
2. Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 4‘500.00 - Schreibgebühren von Fr. 900.00 - Barauslagen von Fr. 60.00 total somit von Fr. 5‘460.00
gehen zu 1/6 (= Fr. 910.00) zulasten der Y._ AG und zu 5/6 (= Fr. 4'550.00) zulasten von X._. Sie werden mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet.
3. X._ wird verpflichtet, die Y._ AG ausseramtlich mit Fr. 10‘000.00 (inkl. Spesen, Interessenwertzuschlag und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations