# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 48b8c896-088f-4b5d-b36d-a3566ca596e5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1962
, war zuletzt vom
1.
Mai 2015 bis 3
1.
März 2016
bei
der
Y._
GmbH
als
diplomierter Pflegefach
mann
angestellt
, wobei der letzte Arbeitstag am 2
4.
Februar 2016 war
(
Urk.
7/1
8
Ziff.
2.1-3). A
m 1
0.
Mai 2016
meldete sich der Versicherte
unter Hinweis auf eine seit dem 2
5.
November 2015 bestehende Depression bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an
(
Urk.
7/3
Ziff.
6.1
). Die Sozialversicherungs
an
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbl
iche Situation ab, zog Akten des Krankentaggeldversicherers (
Urk.
7/22
,
Urk.
7/25
,
Urk.
7/29
)
bei
und verneinte nach ergangenem Vorbescheid (
Urk.
7/44)
mit Ver
fügung vom 2
2.
Februar 2017 einen Anspruch auf Leistungen der Invaliden
ver
sicherung
(
Urk.
7/47
=
Urk.
2)
2.
Der Versicherte erhob am 2
7.
März 2017
Beschwerde gegen die Verfügung
vom 2
2.
Februar 2017
(
Urk.
2) und beantragte, es sei ihm
ab Dezember 2016 eine Rente basierend auf einem Invaliditätsgrad von mindestens 50
%
auszurichten (
Urk.
1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
Mai 2017 (
Urk.
6)
die
Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer am 2
0.
Juni 2017
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesun
d
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerb
s
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die ver
sicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
ren
ten
ausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bun
des
gerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psy
chiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar
201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
lidi
tät. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits
markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich
min
-
des
tens
40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätig
keiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Wei
teren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuch
-
tet
und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, der Be
schwer
deführer
sei aufgrund einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion im Zusammenhang mit einer Arbeitsbelastung eingeschränkt.
Die Arbeitsunfähigkeit sei durch psychische Belastungssituationen in Verbindung mit der beruflichen Überlastung ausgelöst. Es handle sich dabei um einen inva
liditätsfremden Faktor
,
und die Beschwerden lösten keinen Leistungsanspruch aus. Aus versicherungsmedizinischer Sicht liege keine dauerhafte Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit vor (S. 1 f.).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, er
habe im Herbst 2015 eine schwere Depression erlitten und sein Arbeitspensum daher
wegen der hohen Belastung als Psychiatriepfleger
per
1.
No
vember 2015 auf 90
%
reduziert
. Er sei jedoch seit dem 2
4.
November 2015 durchgehend zu 100
%
arbeitsunfähig
(S. 2
Ziff.
1)
. Er sei immer noch in seiner angestammten
Tätigkeit z
u mehr als 50
%
arbeitsunfähig. Er
habe sich selbst zu 20
%
wieder eingegliedert
(S. 3
Ziff.
2)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf
eine Inva
lidenrente
.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und für Psychotherapie, nannte in seinem Bericht vom 2
1.
Juni 2016 (
Urk.
7/20) als Diagnose eine mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10 F32.1/2)
vor dem Hintergrund einer Mobbingsituation an seiner Arbeitsstelle (jetzt gekündigt)
,
bestehend seit Dezember 2015 (
Ziff.
1.1).
Dr.
Z._
führte aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 2
2.
Dezember 2015 bei ihm in Behandlung
,
und die letzte Kontrolle sei am
1
7.
Juni 2016 erfolgt (
Ziff.
1.2). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als diplomierter Psychiatriepfleger bestehe seit dem 2
0.
Januar 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
1.6). Der Patient sei in keiner Beziehung mehr arbeitsfähig, und es sei zum gegen
wärtigen Zeitpunkt keinerlei Tätigkeit mehr möglich (
Ziff.
1.7).
Der Patient, der jahrelang mit viel Erfolg in der psychiatrischen Klinik
A._
gearbeitet habe, habe sich mit Kollegen aus der Klinik selbständig gemacht und ein Heim für
schwerst
gestörte Psychiatriepatienten eröffnet, welche nirgends mehr tragbar gewesen seien. Bald darauf
habe sich aber gezeigt, dass der Patient von der Kollegin, die das Heim geleitet habe, gemobbt worden sei. Trotz seines sehr grossen Einsatzes auf allen Gebieten habe sie ihm massivste, unberechtigte Vorwürfe gemacht. Er habe diesen Umgang nicht verkraftet, vor allem auch weil es sich um eine Kollegin gehandelt habe. Trotz verschiedenen Bemühungen seinerseits sei bei ihr keine Gesprächsbereitschaft da
gewesen
. Dies habe beim Beschwerdeführer zu einer schweren Depression geführt, von welcher er sich bis heute nicht habe erholen können. Da er bis Mitte Januar 2016 nicht
gesund geworden
sei, habe er die Kündigung erhalten.
Dr.
Z._
führte aus, es sei von einer guten Prognose und mittel- bis lang
fristig von einer Remissi
on auszugehen (
Ziff.
1.4). Es fänden wöchentliche psy
chotherapeutische Einzelgespräche zur Aufarbeitung der Situation statt (
Ziff.
1.5
).
3.2
Dr.
Z._
und
B._
, Fa
chpsychologin für Psychotherapie
FSP, führten in ihrem Bericht vom 2
4.
August 2016 (
Urk.
7/25/5) zuhanden des
Krankentaggeldversicherers aus, der Patient habe sich ein Stück erholen können
, sei zum gegenwärtigen Zeitpunkt aber noch weiter zu 100
%
arbeitsunfähig. Trotz einer Verbesserung seiner Grundstimmung
,
leide er immer wieder unter
starken Stimmungsschwankungen, Mangel an Antrieb und Motivation, an sozia
lem Rückzug, Erschöpfungszuständen, Ein- und
Durchschlafproblemen, Angst vor der Zukunft und
an Perspektiv
losigkeit.
Die Fachpersonen führten aus, es sei sicher mit einer Besserung seines psy
chi
schen Zustandes zu rechnen. Wann diese eintreten werde, sei noch nicht vor
hersehbar. Der Patient sei sehr bemüht, alles was ihm möglich sei zur Verbesse
rung seines psychischen Zustandes beizutragen. Gegenwärtig sei er zu 100
%
arbeitsunfähig.
3.3
Am 1
7.
Oktober 2016 erstattete
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychia
trie und Psychotherapie
, das vom Kranken
taggeldversicherer veranlasste p
sy
chiatrische Gutachten (
Urk.
7/29/4-11).
Dr.
C._
führte aus, die Unter
su
chung des Beschwerdeführers habe am 1
2.
Oktober 2016 stattgefunde
n (S. 1). Als Diagnose nannte
Dr.
C._
eine Anpassungsstörung mit längerer de
pres
siver Reaktion (ICD-10 F43.21) im Zusammenhang mit einer Arbeitsbelas
tung, aktuell teilremittiert (S. 6
Ziff.
3).
Dr.
C._
führte aus, aufgrund der eingetretenen Verbesserung des Gesundheitszustandes bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
ab sofort, und eine Steigerung auf 100
%
könne in vier Wochen erwartet werden (S. 6
Ziff.
4).
Diese Einschätzung gelte auch für eine angepasste Tätigkeit (S. 6
Ziff.
5).
Dr.
C._
führte aus, es handle sich um einen 54-jährigen Versicherten, welcher in äusserlich geordneten familiären Verhältnissen aufgewachsen sei. Der gelernte Maler
habe
seit 25 Jahren als Krankenpfleger
gearbeitet
. Er lebe in stabilen famil
i
ären Verhältnissen und verfüge über ein tragfähiges soziales Be
zieh
ungsnetz. Bislang seien noch nie
behandlungsbedürftige
Gesundheitsstö
rungen aufgetreten (S. 6
Ziff.
8).
Die psychischen Beschwerden seien schleichend im Zusammenhang mit den Verhältnissen am Arbeitsplatz aufgetreten und hätten im November 2015 erst
mals zu einer Arbeitsunfähigkeit geführt. Der Versicherte habe die Arbeit Mitte Dezember 2015
wieder aufgenommen
und das Pensum bis im Februar 2016 auf die ursprünglichen 90
%
gesteigert. Kurz nach Aufnahme des vollen Arbeits
-
pensums sei ihm die Stelle gekündigt worden.
Dr.
C._
hielt fest, wegen des engen kausalen Zusammenhanges zwischen den psychischen Beschwerden und den Verhältnissen am Arbeitsplatz
,
werde hier der Diagnose einer Anpassungsstörung der Vorzug gegeben.
Aufgrund der psychiatrisch unauffälligen
Lebensgeschichte komme dem gehäuften Auftreten von Depressionen in der Familie im Krankheitsgeschehen eher keine Bedeutung
zu
(S.
7 oben)
. Prognostisch sei davon auszugehen, dass an einem anderen Arbeitsplatz wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werden könne
.
Im Arztbericht des behandelnden Psychiaters vom 1
4.
Juni 2016 werde eine mittelgradige depressive Episode diagnostiziert. Es werde von einer teilweisen Erholung, einem positiven Tagesab
lauf mit sinnvollen Aktivitäten
aber noch schneller Erschöpfung berichtet. Im aktuellen Bericht vom 2
4.
August 2016 werde im Vergleich zum Juni 2016 nochmals von einer Besserung gesprochen. Allerdings bestünden noch starke Stimmungsschwankungen, mangelnder An
trieb und Motivation, sozialer Rückzug, Erschöpfungszustände, Zukunftsängste, Perspektivlosigkeit sowie Ein- und Durchschlafstörungen (S. 7 Mitte).
Dr.
C._
führte aus, im Verlauf seit dem Arztberic
ht vom 2
4.
August 2016 bis zur a
ktuellen Untersuchung sei es nochmals zu einer deutlichen Besserung des psychischen Gesundheitszustandes gekommen. Der Versicherte halte eine gute Tagesstruktur ein, sei im Haushalt aktiv engagiert und p
flege wieder soziale Kontakte, d
er Schlaf sei unter Medikation gut
,
und es beste
he auch wieder eine berufliche P
erspektive. Die aktuell noch bestehenden leichten bis zweitweise mittelgradigen Beschwerden seien zu einem wesentlichen Teil durch die lange bestehende Arbeitsunfähigkeit mitbedingt. Sie äusserten sich unter anderem in einer Unsicherheit, den Anforderungen im Beruf zu genügen. Dass der Versicherte eine erneute Enttäuschung vermeiden wolle und der Aufnahme der Arbeitstätigkeit noch skeptisch
gegenüber stehe
, sei verständlich. Von einem weiteren Abwarten sei aber keine Verbesserung des Selbstvertrauens zu erwarten. Das Vertrauen in seine beruflichen Fähigkeiten könne er nur durch positive Erlebnisse im Arbeitsalltag zurückgewinnen (S. 7 unten f.).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte in ihrer Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf das vom Krankentaggeldversicherer veranlasste psychiatrische Gutachten von
Dr.
C._
vom Oktober 20
16 (vgl. vorstehend E. 3.3) das Vorliegen eines
aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht
relevanten Gesundheitsschadens
(vgl
. vorstehend E. 2.1,
Urk.
7/43/3-4).
4.2
Das
psychiatrische Gutachten von
Dr.
C._
vom Oktober 2016
(vorsteh
end E. 3.
3
) berücksichtigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen
und seiner
Situation
umfassend auseinander. Es wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen
Vorakten
abgegeben, leuchtet in der Dar
legung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nach
vollziehbarer Weise begründet. Es erfüllt daher die Anforderungen an eine be
weis
kräft
ige Expertise (vorstehend E. 1.4
)
, so dass darauf abgestellt werden kann
.
Dr.
C._
diagnostizierte eine
Anpassungsstörung mit längerer de
pressiver Reaktion (ICD-10 F43.21), welche im Zusammenhang m
it einer Arbeitsbelastung aufgetreten sei
,
und ging
gestützt auf den in den Berichten des behandelnden Psychiaters
Dr.
Z._
vom Juni und August 2016 (vgl. vor
stehend E. 3.1-2) dokumentierten
Verlauf und
den festgestellten objektiven Befunde
vom zeit
nahen Erreichen der vollumfänglichen Arbeitsfähigkeit aus.
Zu beachten ist, dass
eine
Anpassungsstörung (ICD-10 F 43.2)
definitions
ge
-
mäss
lediglich
ein
vorübergehendes Leiden dar
stellt
, beziehungsweise keine hinreichend ausgeprägte Psychopathologie
bildet
. Vielmehr liegt sie im Grenz
bereich dessen, was überhaupt noch als krankheitswertig im Sinne des Gesetzes und potenziell invalidisierendes Leiden gelten kann (vgl. Urteil 9C_636/2007 vom 28. Juli 2008 E. 3.2.2).
Anpassungsstörungen nach ICD-10 F43.2 sind zeitlich eng limitiert und beginnen im Allgemeinen innerhalb eines Monats nach einem belastenden
Ereignis oder einer entscheidenden Lebensveränderung, und die Symptome hal
ten meist nicht länger als sechs Monate an, ausser bei der längeren depressiven Reaktion nach ICD-10 F43.21, die aber in d
er Regel auch nicht länger als zwei
Jahre dauert (
vgl. hierzu
Dilling
,
Mombour
, Schmidt,
Internationale
Klassifi
kation psychischer Störungen, 1
0.
Auflage, S. 209-211
).
Hinsichtlich der depressiven Re
aktion konnte
Dr.
C._
anlässlich seiner Untersuchung im Oktober 2016 seit dem Bericht von
Dr.
Z._
vom
August 2016
eine
deutliche Verbesserung
des psychischen Zustandes
feststellen.
Dies geht auch aus dem Umstand hervor, dass sich der Beschwerdeführer
gemäss dem Region
alen Arbeitsvermittlungszentrum
(RAV) seit dem
2
7.
Septem
ber
2016 als zu 100
%
vermittlungsfähig gemeldet hatte (
Urk.
7/37/3).
An der schlüssigen Einschätzung
durch
Dr.
C._
vermögen auch die im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten unbegründeten Ärztlichen Zeug
nisse von
Dr.
Z._
zuhanden des RAV und der Arbeitslosenkasse
(
Urk.
3) nichts zu ändern
, zumal seine
auf
tragsrechtliche
Vertrauensstellung
zumindest als hausarztähnlich bezeichnet werden muss, weshalb hier eine gewisse Zurück
haltung bei der Würdigung
seiner
Berichte angebracht ist (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
4.3
Aufgrund des Gesagten ist gestützt auf das Gutachten von
Dr.
C._
vom Oktober 2016 davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer spätestens
ab
Mitte
November 2016 wieder in seiner angestammten und auch in jeder angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist. Die angefochtene Verfügung erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht,
ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Strei
t
wert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
6
00.-- anzusetzen. Ent
spre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegende
n Beschwerde
führer aufzuerlegen.