# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2f5a0824-bf48-404e-aac9-5a92e33f95b7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2003
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. A. wurde am 18. Juni 1951 in F. geboren und wuchs zusammen mit einer Schwester bei seinen Eltern auf. Nach dem Besuch der obligatorischen Schulzeit besuchte er die Handelsschule und studierte anschliessend Betriebswirtschaft an der Universität F.. Danach war A. in diversen Sparten der Bankbranche tätig. Zurzeit arbeitet er als Organisator / Business Analyst bei der Bank E. F.. A. ist verheiratet mit D. und ist Vater eines dreizehnjährigen Sohnes.
Gemäss Angaben des Steueramtes der Gemeinde G. ist A. für das Jahr 2000 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 133'500.— und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 568'000.— veranlagt.
Im Schweizerischen Zentralstrafregister und im SVG-Massnahmeregister (ADMAS) des Strassenverkehrsamtes Graubünden ist A. nicht verzeichnet. Dem Leumundsbericht der Kantonspolizei F. vom 7. Mai 2002 kann ebenfalls nichts Nachteiliges über ihn entnommen werden.
B. Am 23. Dezember 2001, um ca. 11.15 Uhr, fuhr A. in Begleitung seiner Ehefrau und seines Sohnes im Personenwagen der Marke Opel Astra, Kontrollschild xxx., auf schneebedeckter Strasse von I. Oberdorf her kommend talwärts. Er hatte die Absicht, auf der Höhe des Hauses B. in die Kantonsstrasse einzubiegen. Als sich A. der Kantonsstrasse näherte, blickte er in Erwartung des zuvor auf der Höhe des Restaurants Alpina gesichteten Postautos nach links. Da jedoch aus dieser Richtung kein Fahrzeug nahte, wandte er seinen Blick wieder zurück in Fahrtrichtung. In diesem Moment rief seine Ehefrau „Achtung!“, weil sich aus der rechtwinklig einmündenden Strasse ein Fahrzeug näherte. A. bezog ihr Rufen jedoch auf das erwartete Postauto und richtete seinen Blick erneut nach links. In der Folge kam es zu einer Kollision mit dem von rechts kommenden Personenwagen Nissan Patrol, Kontrollschild yyy.. Der Lenker dieses Fahrzeuges, C., hatte den talwärts fahrenden Personenwagen von A. kurz vor der Verzweigung bemerkt. Seine umgehend eingeleitete Vollbremsung vermochte indessen die frontal / seitliche Kollision nicht mehr zu verhindern. Verletzt wurde bei diesem Unfall niemand; an beiden Fahrzeugen entstand jedoch ein zum Teil erheblicher Sachschaden.
Anlässlich der gleichentags durchgeführten polizeilichen Einvernahme gab A. zu Protokoll, dass er seine Aufmerksamkeit vollkommen nach links auf die Kantonsstrasse gerichtet und daher den von rechts kommenden Personenwagen nicht wahrgenommen habe. Sein Fahrzeug sei nach der Kollision nach etwa drei
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bis vier Metern zum Stillstand gekommen, obwohl er es kurz zuvor noch beschleunigt habe.
C. Mit Strafmandat vom 20. Februar 2002, mitgeteilt am 22. Februar 2002, erkannte der Kreispäsident J. wie folgt:
„1. A. ist schuldig der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 36 Abs. 2 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.
2. Dafür wird er bestraft mit einer Busse von Fr. 250.00.
3. Der Angeschuldigte bezahlt die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
Busse Fr. 250.00 Rechn.d.Polizei Fr. 247.30 Gebühren Fr. 225.00 Gebühren Staatsanwaltschaft Fr. 50.00 Total Fr. 772.30
Zahlbar innert 30 Tagen an die Kreiskasse J. mittels beiliegendem Einzahlungsschein.

## Considerations