# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a5907794-d4d8-4898-acf4-601c27538658
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1939,
ist Altersrentnerin und
meldete sich
am 2
2.
Dezember 2014
(Eingangsstempel)
bei der Gemeinde
Y._
zum Bezug von Zusatzleistu
n
gen
- Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, kanto
nale Beihilfe und Gemeindez
u
schüsse -
an, nachdem ihr Ehemann
Z._
im Mai 2014 verstorben war (
Urk.
8/1/9).
Da die Gesuchstellerin angegeben hatte, von 1956 bis 1994 in
A._
gearbei
tet zu haben
(
Urk.
8/1/9 S. 5)
, forderte die Durchführungsstelle
der Gemeinde
Y._
sie
mit Schreiben vom 2
2.
Januar 2015
unter anderem dazu auf, einen Beleg zum Bezug der ausländischen Rente oder eine Kopie des
Renten
antrags
einz
u
reichen
. Daneben verlangte sie weitere Unterlagen von ihr
(Urk.
8/
2/9/10).
Nachdem die Durchführungsst
elle die Gesuchstellerin am 18.
Februar 2015 g
e
mahnt hatte (
Urk.
8/2/9
/9
), liess diese ihr m
it Eingabe vom 2
7.
Fe
bruar 2015 verschiedene Dokume
nte zukommen, gab hinsichtlich der ausländischen Rente
jedoch
an, alle ihre Verwandten lebten in der Schweiz und sie könne keinen Antrag auf eine
D._
Rente stellen un
d habe auch keine Verfügung dar
über (
Urk.
8/
2/9/8).
Die Durchführungsstelle forderte die Gesuch
stellerin daraufhin mit Brief vom 3
0.
März 2015 zur Vervollständigung der Unterlagen auf und hielt sie dazu an,
einen
Rentenantrag in
A._
zu ver
anlassen, ungeachtet der Erfolgsaussichten des Antrags (
Urk.
8/2/9/7
). Auf die Mahnung der Durchfü
h
rungsstelle vo
m 2
6.
Mai 2015 hin (
Urk.
8/2/9/5
) erklärte die Gesuchstellerin mit Schreiben vom
7.
Juni 2015, die Antragsstellung, die ihr persönliches Ersche
i
nen bei den
D._
Behörden erfordere, sei ihr wegen ihres schlechten Gesun
d
heitszustandes
zu
r Zeit
nicht möglich (
Urk.
8/2/9
/4).
Mit Brief vom 1
6.
Juni 2015
hielt
die Durchführungsstelle die Gesuchstellerin
dazu an
, sich mit ihr für die Vereinbarung eines Termins für eine persönliche Besprechung in Verbindung zu setzen und an diese Besprechung die noch feh
lenden Unterlagen
mitzubringen
, unter anderem auch die Bestätigung über die Anmeldung für eine
D._
Altersrente
(
Urk.
8/2/9/3). Nachdem sich die
Gesuchstellerin nicht gemeldet hatte, setzte ihr die Durchführungsstelle mit
einem weiteren Brief vom 3
0.
Juli 2015 ein
e
Frist bis zum 1
2.
Augu
st 2015 an, um entweder die res
tlichen Unterlagen einzureichen oder mit ihr einen
Be
sprechungstermin
zu vereinbaren. Gleichzeitig wies die Durchführungsstelle d
a
rauf hin, dass das Gesuch als nicht gestellt betrachtet würde, falls die Unterl
a
gen bis zum genannten Zeitpunkt nicht einträfen, und dies zur Folge hätte, dass
sich
die Gesuchstellerin erneut anmelden müsse und die Anspruchsberechtigung erst
auf das
neue Anmeldedatum
hin
gegeben wäre
(
Urk.
8/2/9/2).
1.2
Mit Verfügung vom 1
4.
August 2015 eröffnete die Durchführungsstelle der G
e
suchstellerin, dass auf ihr Gesuch um Zusatzleistungen vom
2
2.
Dezember 2014 nicht eingetreten werde, da
sie
immer noch nicht
im Besitz der bezeich
neten Unterlagen sei (
Urk.
8/3/9). D
ie Gesuchstellerin erhob am 11.
September 2015 Einsprache, wies auf einen Herzinfarkt vom März 2015 hin, an dessen Folgen sie immer noch leide, und er
suchte um eine Frist bis zum 1.
Dezember 2015
,
um die verlangten Unterlagen
noch einz
ureichen (Urk.
8/4/9).
Mit Schrei
ben vom 2.
Oktober 2015 teilte die Durchführungsstelle der Gesuchstellerin mit, dass die Verfügung vom 1
4.
August 2015 in dem Sinne wiedererwägungsweise aufgeh
o
ben werde, dass ihr die beantragte Frist gewährt werde,
dass
die Verfü
gung j
e
doch in Rechtskraft erwüchse, falls die Unterlagen bis zum
1.
Dezember 2015 nicht vollständig eingetroffen seien (
Urk.
8/5/9). In der Folge reichte die G
e
suchstellerin mit Eingabe vom 2
6.
November 2015
(Urk.
8/6/9/1) verschie
dene Dokumente ein, neben einem Bericht des Stadtspitals
B._
vom
7.
April 2015 (Urk.
8/6/9/19) unter anderem ein Ausweisdokum
ent mit Datum
des 2
3.
Mai 1997 (
Urk.
8/6/9/2).
Zu die
sem D
okument führte sie aus, es handle sich um e
i
nen Rentenausweis, der eine Rente in der Höhe von 79,85 R
u
beln bescheinige, was zum heutigen Kurs einem Betrag von ungefähr
Fr.
1.50 entspreche.
Mit
Einspracheentscheid
vom
4.
Dezember 2015
beschied
die
Durchführungs
stelle
der Gesuchstellerin, dass an der Verfügung vom 1
4.
August 2015 festge
halten werde, da sie die verlangten Unterlagen nur teilweise nachgereicht
habe
und neben Auszügen
aus einem
Konto bei der
C._
für die Monate Januar bis April und Juni 2014
nach wie vor die Bestätigung über die Anmeldung zum B
e
zug der
D._
Altersrente oder die
rentenzu
sprechende
Verfügung fehl
e (
Urk.
2 =
Urk.
8/7/9).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom
4.
Dezember 2015 erhob
E._
mit Eingabe vom
3.
Januar 2016 Beschwerde und bean
tragte, der En
t
scheid sei aufzuheben und ihr seien ab Dezember 2014 Zusatz
leistungen zuz
u
sprechen (
Urk.
1). Die Durchführungsstelle der Gemeinde
Y._
schloss in der Beschwerdeantwort vom
3.
Februar 2016 auf Abwei
sung der Beschwerde (
Urk.
6).
Ausserdem reichte
sie
dem Gericht
ein Schreiben an die G
e
suchstellerin ebenfalls vom
3.
Februar 2016 ein, in dem sie die
se dazu aufforderte, bis am 22.
Februar 2016
zum einen
zu erklären, weshalb sie ursprünglich angegeben habe, keine
D._
Rente zu beziehen, im November 2015 jedoch einen Re
n
te
n
aus
weis eingereicht habe, und zum andern
eine Übersetzung des Rentenauswe
i
ses sowie Belege über den aktuellen Rentenbetrag und über die Stelle der Au
s
zahlung der Rente beizubringen
, ansonsten bei der Zusatzleistungsberechnung
eine mutmassliche
D._
Rente in der Höhe von
Fr.
200.-- im Monat berüc
k
sichtigt werde
(
Urk.
7). Am
4.
März 2016 erstattete die Gesuchstellerin die Re
p
lik, wies darauf hin, dass ihr die Durchführungsstelle unterdessen
Zusatzleistu
n
gen unter Berücksichtigung einer
D._
Rente in der
angekündigten
Höhe g
e
währe, und stellte den Antrag, die Zusatzleistungen seien ihr rückwirkend ab Dezember 2014 und ohne Einbezug einer
D._
Rente in de
r Höhe von
Fr.
200.-- zu bezahlen
(
Urk.
11).
Die Durchführungsstelle teilte in der Duplik vom
7.
April 2016 mit, dass der Gesuchstellerin mit Verfü
gung vom 2
6.
Februar 2016 für die Zeit ab Februar 2016 Zusatzleistungen in der Höhe der Pauschale für die Krankenkassenprämie
, nämlich
im Betrag von monat
lich Fr.
423
.
,
z
u
gesprochen worden seien und dass sich die Zusatzleis
tungen ohne die Berüc
k
s
ichtigung einer
D._
Rente von mutmasslich
Fr.
200.-- im Monat auf mona
t
lich
Fr.
431.-- b
elaufen würden
. Für die Zeit
bis Januar 2016 blieb die Durc
h
führungsstelle bei ihrem Standpunkt (
Urk.
15). Mit Verfügung vom 1
1.
April 2016 wurde die Duplik der Gesuchstellerin zur Kennt
nis gebracht (
Urk.
16).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, s
o
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 3 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
(ELG) bestehen die
Ergänzungsleis
tungen
aus der jährlichen Ergänzungsleistung (
lit
. a) und aus der Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten (
lit
. b).
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht gemäss Art. 9 Abs. 1 ELG dem Be
trag,
um den die anerkannten Ausgaben die anreche
nbaren Einnahmen über
steigen.
Die anerkannten Ausgaben sind in Art. 10 ELG, die anrechenbaren Einnahmen in
Art. 11 ELG aufgelistet.
Zu den anrechenbaren Einnahmen
gehören nach Art. 11 Abs. 1
lit
. d ELG unter anderem die Renten, Pensionen und anderen wiederkeh
renden Leistungen, einschliesslich der Renten der AHV und der IV.
1.2
Für die Beihilfe nach dem kantonalen Gesetz über die Zusatzleistun
gen zur
eidge
nössischen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (
Zu
satz
leistungsgesetz
; ZLG) finden nach § 15 ZLG die Vorschriften, die für die jährli
che Ergänzungsleistung nach Art. 9 ff. ELG gelten, entsprechende Anwen
dung, soweit nichts Abweichendes bestimmt ist.
Wo im Folgenden vom
Zusatzleis
tungsanspruch
die Rede ist, beziehen sich die Ausführungen daher auch auf den Anspruch auf kantonale Beihilfe.
Des Weiteren können die Gemeinden g
emäss § 20 ZLG Gemeindezuschüsse zu den Beihilfen gewähren, die nicht als Einkommen anzurechnen sind.
Die G
e
meinde
Y._
kennt Gemeindezuschüsse in Form eines
Mietzinszu
schusses
(vgl.
das Formular „Gesuch um Zusatzleistungen zur AHV/IV“, Stand April 2016, a
b
rufbar unter
www.
Y._
.ch/verwaltung/abteilungen/soziales
).
2.
2.1
Nach
Art.
43
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozia
l
ver
sicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erfor
derlichen Auskünfte ein, wobei mündlich erteilte Auskünfte schriftlich festzu
halten sind. Bei Beweislosigkeit fällt der Entscheid zu Ungunsten derjenigen Partei aus, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Recht
e
ableiten
wollte
(vgl.
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Auflage, Zürich 2015,
N
62 zu Art. 43 ATSG).
Die Versicherten haben in Ergänzung zur Untersuchungspflicht der Verwaltung die Pflicht zur Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung: Gemäss Art. 28 Abs. 1 ATSG haben die Versicherten und ihre Arbeitgeber beim Vollzug der S
o
zialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Wer Versicherungs
leis
tungen beansprucht, muss nach Art. 28 Abs. 2 ATSG unentgeltlich alle Aus
künfte erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der Ver
sicherungsleistungen erforderlich sind. Nach Art. 28 Abs. 3 ATSG haben Perso
nen, die Versicherungsleistungen beanspruchen, alle Personen und Stellen, na
mentlich Arbeitgeber, Ärztinnen und Ärzte, Versicherungen sowie Amtsstellen im Einzelfall zu ermächtigen, die Auskünfte zu erteilen, die für die Abklärung von Leistungsansprüchen erforderlich sind, und diese Personen und Stellen sind zur Auskunft verpflichtet.
2.2
Kommen die versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen bean
spruchen, den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht nach, so kann der Versicherungsträger nach Art. 43 Abs. 3 ATSG auf
grund der Akten verfügen oder die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen (Satz 1). Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf die Rechtsfolgen hinweisen, wobei ihnen eine angemessene Bedenkzeit einzu
räumen ist (Satz 2).
Eine derartige Sanktion setzt
zudem
voraus, dass die ver
geblich
einverlangten
Informationen für die Abklärung der Verhältnisse oder die Festsetzung der Leistungen erforderlich
sind und
nicht ohne übermässigen Aufwan
d anderswo erhältlich gemacht werden können (Urteil des Bundesge
richts 9C_345/2007 vom 2
6.
März 2008, E. 4 mit Hinweis).
Wird eine Sanktion
aufgrund einer Verletzung der Mitwirkungspflicht
nach Art
.
43
Abs.
3 ATSG ausgesprochen und kommt die betroffene Person später i
h
ren Pflichten doch noch nach, so dauert die Sanktion
aufgrund des
Verhält
nismässigkeitsprinzips
nur bis zu dieser Änderung des Verhaltens an. Ab dann ist ein Entscheid aufgrund der Akten neu zu überprüfen und auf einen
Nicht
eintretensentscheid
ist zurückzukommen. Hingegen hat die erst nachträgliche Mitwirkung
keine rückwirkende
Neubeurteilung zur Folge, sondern die neue Prüfung erfolgt nur für die Zukunft und die
später
wahrgenommene Mitwir
kung ist
als Neuanmeldung zu betrachten
(vgl. BGE 139 V 585 E. 6.3.7.4; Urte
i
le des Bundesgerichts 8C_733/2010 vom 10. Dezember 2010 E. 5.6
und
9C_994/
2009 vom 22. März 2010 E. 5.1;
Kieser
,
a.a.O.
, N 103 zu
Art.
43 ATSG).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin
mit dem angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
4.
Dezember 2015 (
Urk.
2) und der ihm zugrunde lie
genden Verfügung vom 1
4.
August 2015 (
Urk.
8/3/9) zu Recht nicht auf das Z
u
satzleistungsgesuch der Beschwerdeführerin
vom 2
2.
Dezember 2014 einge
treten ist.
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren
Nichteintretensentscheid
damit, dass die Beschwerdeführerin innert der ihr angesetzten Fristen nicht alle verlangten Unterlagen eingereicht habe
, namentlich keine Unterlagen zu ihrem Anspruch auf eine
D._
Rente
(
Urk.
2,
Urk.
8/3/9).
Beim strittigen Nichteintreten han
delt es sich somit um eine Sanktion nach
Art.
43
Abs.
3 ATSG. Nur diese Sank
tion ist Gegenstand des angefochtenen
Einspracheentscheids
vom
4.
Dezember 2015 und damit Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens. Nicht
im
vo
r
liegenden Verfahren
zu überprüfen
ist demgegenüber die
erst nach Beschwerd
e
eingang ergangene
Verfügung vom 2
6.
Februar 2016
(
vgl.
Urk.
15 S.
2;
sie ist
im eingereichten Dossier noch nicht vorhanden), mit der die Beschwerdegegn
e
rin für die Zeit ab Februar 2016 auf die Sanktion des Nicht
eintretens auf das Zusatzleistungsgesuchs zurückgekommen ist und stattdessen die andere in
Art.
43
Abs.
3 ATSG statuierte Sanktion eines Entscheids auf
gr
und der Akten
gewählt
und der Beschwerdeführerin Zusatzleistungen unter Berücksichtigung einer
D._
Rente in hypothetischer Höhe zugesprochen hat.
Auf den materiellen Antrag der Beschwerdeführerin in der Replik
vom
4.
März 2017
,
es seien ihr Zusatzleistungen ohne Einbezug einer
D._
Rente in hyp
o
thetischer Höhe zuzusprechen (
Urk.
11 S. 2), ka
nn somit nicht eingetreten we
r
den.
Die Replik ist jedoch diesbezüglich
der
Beschwerdegegnerin zu über
weisen, damit
diese
sie als Einsprache gegen die Verfügung vom 2
6.
Februar 2016 b
e
handle. Nachfolgend näher zu prüfen ist
also nur
die Rechtmässigkeit des
Nichteintretensentscheids
.
3.2
Auf die Frage der Beschwerdegegnerin nach
einer
D._
Rente (Urk.
8/2/9/10 und
Urk.
8/2/9/9)
antwortete
die Beschwerdeführerin
am 2
7.
Febru
ar 2015
, sie habe keinen Antrag auf eine
solche
Rente
s
tellen können und könne dies
we
i
terhin
nicht tun und sie habe auch keine Verfügung darüber (
Urk.
8/2/9/8).
Musste die Beschwerdegegnerin aufgrund dieser Antwort davon ausgehen, dass die Beschwerdeführerin es bis anhin unterlassen hatte, in
A._
einen Rente
n
anspruch geltend zu machen, so durfte sie von der Beschwer
deführerin unter dem Titel der Mitwirkungspflicht verlangen, dies nachzuholen. Denn eine Rente gehört nach
Art.
11
Abs.
1
lit
. d ELG zu den anrechenbaren Einnahmen, und wenn ein
e
gesuchstellende Person
davon absieht
, einen Ren
tenanspru
ch geltend zu machen, so ist ihr die Rente, die ihr
zustünde,
dennoch anzurechnen, nä
m
lich in Anwendung von
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG
als Ein
kom
men, auf das sie
verzichtet hat (vgl
.
Jöhl
/
Usinger
-Egger
,
Ergänzungsleis
tungen
zur AHV/IV, in: Schweizerisches
Bundesverwaltungs
recht
[SBVR], 3.
Auflage,
Basel 2016, S. 1876 f.
Rz
192).
Die
Angaben zum Anspruch auf eine
D._
Rente und zu deren allfälliger Höhe
sind somit im Sinne von
Art.
28
Abs.
2 ATSG erforderlich für die Festsetzung der Zusatzleistungen der Beschwerdeführerin, und die Anme
l
dung des Anspruchs bei der zuständigen B
e
hörde ist der naheliegende Weg, zu diesen Angaben zu gelangen.
Die Beschwerdegegnerin forderte die Beschwerdeführerin daher zu Recht mit dem Brief vom 3
0.
März 2015 (
Urk.
8/2/9/7) und der Mahnung vom 2
6.
Mai 2015
(
Urk.
8/2/9/5) dazu auf, einen Rentenantrag in
A._
zu stellen.
Dass die Beschwerdeführerin auf den Brief vom 3
0.
März 2015 nicht antwortete, ist
zwar
ohne Weiteres
verständlich angesichts dessen, dass sie
damals wegen eines Herzinfarktes mit Herzstillstand hospitalisiert war, wie dem
Bericht des
Stadt
spitals
B._
vom
7.
April 2015 (provisorischer Austrittsbericht)
zu entnehmen ist (
Urk.
8/6/9/19). Wenn sie auf die Mahnung vom 2
6.
Mai 2015 hin dann aber
mit dem Schreiben vom
7.
Juni 2015
erklärte, den Rentenantrag aus gesund
heitlichen Gründen nicht stellen zu können, da
hierzu ihr
persönliches Erschei
nen bei d
en
D._
Behörden erforderlich wäre
(
Urk.
8/2/9/4), so
hat sie damit ihrer Mitwirkungspflicht nicht Genüge getan.
Denn es hätte
von ihr
zumindest erwartet
werden können, dass sie diese Aussage
zum Prozedere der Antragsste
l
lung in irgendeiner Weise dokumentiert hätte
und sich wenigstens über den Versuch ausgewiesen hätte, auf rein schriftlichem Weg an die
D._
Behörden zu gelangen. Auch wenn sie
gemäss
ihrer Aussage keine Verwandten mehr in
A._
hat (vgl.
Urk.
8/2/9/8), so
hätte sie für den Ver
such einer
A
n
tragsstellung von ihrem
Wohnland
aus doch die Hilfe der hier lebenden Angehörigen in A
n
spruch nehmen können und müssen
, beispielsweise
die Hilfe
ihres Sohnes
F._
, der
gemäss
dem Anmeldeformular vom Dezember 2014 im Jahr 1964 in
A._
geboren worden war (vgl.
Urk.
8/1/9 S. 5) und d
er sich
bereits
um die Angel
e
genheiten der Beschwerdeführerin gekümmert und telefonisch Kontakt mit der
Beschwerdegegnerin
aufge
nommen hat
(vgl.
die Telefonno
t
i
zen vom 1
4.
April 2015,
Urk.
8/2/9/5 und
Urk.
8/2/9/6).
Vor allem aber
bot
auch die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführer
in Unter
stützung an
, indem sie sie
am 1
6.
Juni 2015 zu einer persönlichen Besprechung einlud (
Urk.
8/2/9/3). Dass sich die Beschwerdeführerin nicht in der Lage sah, an diese Besprechung die verlangte Bestätigung über die Anmeldung der
D._
Rente bereits mitzubringen, rechtfertigte es auf jeden Fall nicht, auf das Schre
i
ben vom 1
6.
Juni 2015 überhaupt nicht zu reagieren und auch die Frist
bis zum 1
2.
August 2015
, welche die Beschwerdegegnerin ihr mit dem weiteren Schre
i
ben vom 3
0.
Juli 2015 zur Vereinbarung eines Termins oder zur Einreichung der restlichen Unterlagen ansetzte
(
Urk
8/2/9/2)
, unbenützt ver
streichen zu la
s
sen.
Indem die Beschwerdeführerin dies tat, verletzte sie somit zweifellos ihre Mitwirkungspflicht nach
Art.
28
Abs.
2 ATSG.
3.3
Eine
Sanktion nach
Art.
43
Abs.
3 ATSG fällt daher in Betracht, sofern die we
i
te
ren Voraussetzungen dafür erfüllt sind.
Die Mitwirkungspflichtverletzung ist nicht entschuldbar im Sinne von
Art.
43
Abs.
3 Satz 1 ATSG, da die Beschwerdeführerin wohl gesun
dheitliche Gründe nannte
, die sie an einer Reise nach
A._
zur Stellung eines Rentenantrags und am speditiven Zusammenstellen der weiteren von der Beschwerdegegnerin ve
r
langten Unterlagen hinderten, jedoch keine Gründe dafür angab, weshalb sie selbst den Einladungen der Beschwerdegegnerin zu einem Besprechungstermin nicht Folge
ge
leistet und nicht einmal darauf
geantwortet hatte
. Sodann hat die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin in korrekter Weise im Sinne von
Art.
43
Abs.
3 Satz 2 ATSG gemahnt
und auf die Säumnisfolgen hingewiesen
.
Der Hinweis im Brief vom 3
0.
Juli 2015, das Gesuch werde im Säumnisfall als nicht gestellt betrachtet mit der Folge, dass
die Beschwerdeführerin
sich erneut anmelden müsse, wobei die Anspruch
sberechtigung erst auf das neue
Anmelde
datum
gegeben wäre (
Urk.
8/2/9/2; vgl. den identischen Hinweis be
reits in den Mahnungen
vom 1
8.
Februar und vom 2
6.
Mai 2015,
Urk.
8/2/9/9 und Urk.
8/2/9/5)
,
gibt inhaltlich zutreffend die Sanktion des Nichteintretens wieder samt deren Handhabung, wie sie
die Rechtsprechung
nach den vorstehenden Ausführungen (E. 2.2) vorsieht.
Schliesslich
kann nicht gesagt werden, die B
e
schwerdegegne
rin hätte die Informationen
betreffend
eine
D._
Rente auch ohne
Mitwirkung der Beschwerdeführerin beschaffen können, denn ihr fehlten insb
e
sondere sämtliche Angaben über deren Wohn- und Arbeitsort(e) in
A._
.
3.4
Damit war
die Beschwerdegegnerin dazu berechtigt, der Beschwerdeführerin mit der Verfügung vom 1
4.
August 2015 eine Sanktion nach
Art.
43
Abs.
3 ATSG aufzuerlegen
, unabhängig davon, ob die Beschwerdeführerin auch noch in a
n
derer Hinsicht als in Bezug auf den
D._
Rentenanspruch die
Mitwir
kungspflicht
verletzt hatte.
Sie war
ferner auch dazu berechtigt, unter den mög
lichen Sanktionen diejenige des Nichteintretens auf die Anmeldung und nicht diejenige eines materiellen Entscheids aufgrund der Akten zu wählen, denn o
h
ne jegliche Kenntnis über das Bestehen eines Anspruchs auf eine
D._
Rente und über die allfällige Rentenhöhe war es nicht ohne
Weiteres möglich, a
n
hand der Akten eine Annahme zu treffen.
An der Rechtmässigkeit einer Sanktion und dazu einer solchen in Form eines
Nichteintretensentscheids
v
ermochte
sodann
nichts zu ändern, dass die B
e
schwerdeführe
rin im
Einspracheverfahren
ein
D._
s
Dokument
aus dem Jahr 1997 beibrachte (
Urk.
8/6/9/2)
, das
sie als
Rentenausweis bezeichnete (Urk.
8/6/9/1). Denn angesichts
ihrer früheren Aussage
, bis anhin keinen Antrag auf eine
D._
Rente gestellt
zu
habe
n
und dies zur Zeit
auch
nicht nachho
len zu können
,
konnte die
Beschwerde
gegnerin ohne nähere Angaben der B
e
schwerd
e
führerin
nicht
einmal ohne Weiteres
davon ausgehen,
dass das frag
liche, in
D._
Sprache und Schrift abgefasste Dokument überhaupt einen Re
n
tenanspruch bescheinigte
, und erst recht konnte und musste sie nicht anne
h
men, dass das
Papier
den Rentenanspruch oder
die Rentenansprüche der B
e
schwerdeführ
e
rin
abschliessend
dokumentierte.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
4.
Dezember 2015, mit dem die B
e
schwerdegegnerin die Einsprache abwies und die Verfügung vom
1
4.
August
2015 bestätigte
, ist somit auch unter Berücksichtigung des nachträglich einge
reichten Ausweisdokumentes rechtens. Insbesondere war die
Beschwerdegegne
rin
nicht dazu v
erpflichtet, der
Beschwerdeführerin
nochmals
Frist zu ergänzen
den Angaben zu diesem Dokument anzusetzen. Denn angesichts der vorange
gangenen Korrespondenz musste es der Beschwerdeführerin
entgegen ihren Ausführungen in der Beschwerdeschrift (
Urk.
1)
von vornherein bewusst sein, dass das Dokument als solches und die alleinige Nennung des dokumentierten Betrags den
an sie gestellten
Anforderungen
nicht genügen würden.
Nicht von Belang ist dabei, dass die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführe
rin später mit dem Schreiben vom
3.
Februar 2016 doch noch eine Frist zu we
i
teren Erklärungen
zum
D._
Rentenanspruch
angesetzt hat
(
Urk.
7)
, nachdem am
7.
Dezember 2015 zusätzliche Kontoauszüge bei ihr eingetroffen waren (vgl. das Schreiben der Bank vom
1.
Dezember 2015 und das Schreiben der B
e
schwerdeführerin vom
2.
Dezember 2015,
Urk.
8/8/9/10 und
Urk.
8/8/9/9),
und
dass sie
nach dem Au
s
bleiben einer Antwort neu
die Sank
tion eines materiellen Entscheids anhand der Akten unter der Annahme einer bestimmten Höhe der
D._
Rente getroffen
hat
. Dieses Vorgehen lässt den ursprüng
lichen
Nichtei
n
tretensentscheid
, der bis Januar 2016 gültig war, nicht als unrichtig ersche
i
nen.
3.5
Aufgrund dieser Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen.