# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 77186a08-e96c-46a8-a953-20148e3886da
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967,
arbeitete hauptberuflich als Hilfsmonteur bei der
A._
AG, sowie nebenberuflich als Reinigungsange
stellter bei der
B._
,
und war bei der
Suva
für die Folgen von Unfä
llen obligatoris
ch versichert, als er am 19. Mä
rz 2012 beim Abladen eines Lastwagens vo
n einer Leiter rutschte und stürzte (Unfallmeldung vom 2
3.
Mä
rz 2012, Urk. 9/1). Dabei zog er sich ei
nen dislozierten, mehrfragmentären, intra
artikulä
ren, distalen Handgelenksbruch rechts zu,
der im Spital
C._
am 2
2.
Mä
rz 2012 operativ mittels Osteosynthese versorgt wurde (Urk. 9/8-9). Von diesem Zeitpunkt an ging d
er Versicherte keiner Erwerbstä
tigkeit mehr nach.
Die
S
uva
erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung, Taggelder). Am 18. Oktober 2013 fiel der Versicherte beim Spazieren auf die linke Schulter und erlitt eine Verletzung des
Tuberculum
majus
(Unfallmeldung vom 29. Oktober 2013, sowie Urk. 10/1; Urk. 10/9, Urk.
10/12; Urk. 10/18).
Die
S
uva
ü
bernahm die Behandlungskosten und richtete weiterhin Taggelder aus.
Am 14. Ok
tober 2014 erfolgte eine kreisä
rztliche Untersuchung sowie
eine Beurteilung des Integritä
tsschadens durch D
r. med.
D._
, Facharzt für Ortho
pä
dische Chirurgie und Traumatologie FMH (Urk
. 9/377; Urk. 9/378). Mit Verfü
gung vom 30. Januar 2015 schloss die S
uva
den Fall ab und sprach dem Versich
erten per 1.
Februar 2015 gestü
tzt a
uf einen ermittelten Invaliditä
tsgrad von 15 %
eine Invalidenrente sowie gestü
tzt
auf einen ermittelten
Integritä
ts
schaden
von 10 % eine Integritätsentschä
digung zu (Urk. 9/416). Die Einsprach
e des Versicherten vom 24. Februar 2015 (Urk. 9/425) hiess die S
uva
mit Entscheid v
om 28. Juli 2015 (Urk. 2) gestü
tzt auf die medizinische Beur
teilung von
Dr.
m
ed.
E._
, Fachärztin fü
r Chirurgie FMH, vo
m 20. Juli 2015 sowie ihre ergä
nzende Stellungnahme vom 24. Juli 2015 (Urk. 9/437; Urk
. 9/438) teilweise gut und erhöhte den Invaliditä
tsgrad von 15
auf 29 %.
2.
Hiergegen erhob
X._
am 10. Se
ptembe
r 2015 Beschwerde mit den Anträ
gen, es sei durch
das Gericht ein polydisziplinä
res
Gutachten einzuholen und gestützt darauf der Invaliditätsgrad sowie die Höhe der
Integritätsentschä
digung
neu festzulegen,
eventuell
sei
en
der festgelegte Invaliditätsgrad sowie die Integritätsentschä
dig
ung angemessen zu erhö
hen (Urk. 1)
. Mit
Beschwerde
antwort
vom 12. November 2015 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abwei
sung der Beschwerde
(Urk. 8), was dem Beschwerdeführer mit Verfü
gung vom 18. November 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 11).
3.
Auf
die
Vorbringen der Parteien sow
ie auf die Akten ist, soweit fü
r die
Entscheid
fi
ndung
erforderlich, in den Erwä
gungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Beschwerdegegn
erin hat die Voraussetzungen fü
r einen
Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung (Art. 18 f. des Bundesgese
tzes ü
ber die obligatorische Unfallversicherung (UVG), Art. 7 f. u
nd Art. 16 des Bundesge
setzes ü
ber den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG)), fü
r
den Anspruch auf eine Integritätsentschä
digung (Art. 24 UVG) sowie zum rechtli
chen Geh
ö
r
und zur antizipierten Beweiswü
rdigung zutreffend dargelegt. Darauf
kann, mit den nachfolgenden Ergänzungen,
verwiesen
werden
.
1.2
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.3
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Parteien sind sich darü
ber einig, dass der medizinische Endzustand hinsicht
lich der Ve
rletzungen nach den beiden Unfällen vom 19. Mä
rz 2012 und 18. Oktober 2013 erreicht ist. Strittig sind hingegen der Invalidi
tätsgrad sowie die Höhe des Integritä
tsschadens. Di
e Beschwerdegegnerin hat die Höhe des Invaliditätsgrades sowie des Integritätsschadens gestü
tzt auf die medizini
schen Beurteilungen von Dr.
D._
und Dr.
E._
ermittelt. Dem
gegen
über bringt der Beschwerdeführer vor, dass die ä
rztlichen
Entscheid
grundlagen
der Beschwerdegegnerin seine medizinische Situ
ation nicht korrekt erfassen wü
rden und diese
daher mit einer polydisziplinä
ren
Begutachtung abzuklä
ren sei. Im Mindesten sei aber der Re
ntenanspruch angemessen zu erhö
hen, da den Wechselwirkungen der Beschwerden am rechten Arm mit chroni
schem
Schmerz
syndrom
nach Handgelenksbruch am 19.
Mä
rz 2012 sowie am linken Arm mit Karpaltunnelsyndrom und diffusen Schmerzen nach dem Unfall vom 1
8. Oktober 2013 bei der Einschä
tzung der noch zumutbaren Arbeiten zu wenig Rechnung getragen worden seien. Zudem sei der leidensbedingte Abzug vom Tabellenlohn beim Invalideneinkommen zu tief angesetzt worden.
Schliesslich sei der Integritä
tsschaden gutachterlich zu beurteilen od
er zumin
dest ange
messen zu erhö
hen.
2.2
Zu prüfen ist somit, ob die Beschwerdegegnerin den Invaliditätsgrad
von 29 %
und die Höhe der Integritätseinbusse
von 10 %
rechtmässig ermittelte.
3.
Die medizinische Aktenlage prä
sentiert sich wie folgt:
3.1
Dem Operationsbericht des Spitals
C._
ist zu entnehmen, dass der Beschwer
de
führer am 19. März 2012 bei der Arbeit gestü
rzt war und sich
eine dislozierte, mehrfragmentäre, intraartikulä
re, distale Radius-Fraktur rechts (AO
23-C3)
zugezogen hatte, die am 22. Mä
rz 2012 mittels Osteosynthese ver
sorgt wurde (Urk. 9/9)
.
3.2
Der Heilungsverlauf gestaltete sich in der Folge trotz Ergotherapie (Urk. 9/17; Urk. 9/32) sehr schleppend
, so dass sich der Beschwerdefü
hrer vier Monate nach dem Unfall vom 20. Juni
bis 25. Juli 2012 zur stationä
ren Behandlung in die Rehaklinik
F._
begab. Im Austrittsbericht
vom 25
.
Juli 2012 wurde ausge
fü
hrt, dass nach
palmarer
Plattenosteosynthese die Fraktur in guter Stellung konsolid
iert sei. Die Radius-Gelenksflä
che sei im
Computertomogramm
(CT) gut erhalten un
d weise eine minime Stufe von 1
mm
ulnarseits
und einz
elne sehr diskrete Irregularitä
ten auf. Radial des
processus
styloideus
ulnae
liege ein klei
nes abgesprengtes
Kori
kalisfragment
. Der Beschwerdefü
hrer habe
noch deutli
che Schmerzen vor allem im rechten Handgelenk, aber auch
in der gesamten Hand und durch de
n Arm hinauf bis zum Schultergü
rtel
und Nacken. Die Schmerzen bestü
nden t
eilweise bereits in Ruhe und würden durch Bewe
gung und Belastung
verstärkt. Es hä
tten gewisse, jedoch nur bescheidene
Fortschritte erzielt werden kö
nnen. Die Hand
gelenksbewegli
chkeit sei erheblich einge
schränkt und die Mobilisation zäh. Es bestü
nden Verdachtsmomente auf ein leichtes CRPS Typ I. Auf
grund dessen sowie wegen der zähen
Bewegungsein
schränkung
müsse noch mit einer lä
ngeren Behandlungsphase gerechnet wer
den (Urk. 9/60).
3.3
Dem Sprechstundenbericht des Spitals
C._
vom 19. September 2012 ist zu entnehmen, dass sechs Monate nach der Operation nach wie vor e
ine deutliche Bewegungseinschrä
nku
ng mit starken Schmerzen bestanden hat
. Der Beschwer
de
führer sei vollständig arbeitsunfä
hig und es
sei zweifelhaft, ob die ursprüngli
che Tätigkeit jemals wieder ausgeübt werden kö
nne. Die Ergother
apie sollte zwei bis dreimal wöchentlich weitergefü
hrt werden (Urk. 9/80).
3.4
Am 5. Oktober 2012 fand ei
ne kreisä
rztliche Untersu
chung statt. Dr. med.
G._
ä
usserte den Eindruck
, dass die bekannten Befunde möglicherweise über
bewertet würden. Anhaltspunkte fü
r ein CRPS habe er nicht gefunden. Das Metall am Radius sei noch in guter Stellung. Er habe d
em Beschwerdefü
hrer ange
raten, die rechte, dom
inante Hand doch vermehrt im tä
glichen Leben
ein
zu
setzen. Funktions- und Kräftigungsübungen könnten zuhause selbständig fortgefü
hrt werden. Eine intensive ergotherapeutische Betreuung sei allerdings noch
erforderlich. Lokal kö
nnten antirheumatische Salben an
gewendet werden, eventuell ergä
nzt mit
Miacalcic
und NSAR. Sollten die
Beschwerden nicht wei
terhin rücklä
ufig werden, sei zum Ausschluss eines CRPS noch ein Szintigramm indiziert. Es sollte in Absprache mit dem Arbeitgeber ei
n Arbeitsversuch mit eingeschrä
nktem Belastungsprofil gestartet werd
en. Mit einer stufenweisen Erhö
hung der
Arbeitsfä
higkeit sei zu rechnen (Urk. 9/91).
3.5
Nach der kreisä
rztlichen Untersuchung teilte die Beschwerdegegnerin d
em Arbeit
geber des Beschwerdeführers mit, dass eine dreiwö
chige intensive E
rgo
therapie ins Auge gefasst wü
rde, um danach einen Arbeitsversuch mit ganz leichter Arbeit zu therapeutischen Zwecken zu
starten (Urk. 9/95). Im Gesprä
ch vom
7.
November 2012
gab der Beschwerdefü
hrer an, dass es ihm immer noch nicht besser gehe. Die Ergotherapie sei zwischenzeitlich abgesetzt worden, da die Ergotherapeutin darin keinen S
inn mehr sehe. Der Beschwerdefü
hrer mache nun Physiotherapie (Urk. 9/99).
3.6
Am 5. November 2012 berichtet
e
Dr. med.
H._
, Facharzt FMH
Hand
chirurgie
und
Chirurgie, dem der Beschwerdefü
hrer durch seinen Hausarzt zur
second
opinion
zugewiesen worden war, dass die angegebenen Schmerzen im Gegensatz zu den klinischen Befunden einer gut verheilten und operativ korrekt ve
rsorgten distalen intraartikulären Radiusfraktur rechts stü
nden. Die Ursache der angegebe
nen Beschwerden sei nicht erklä
rbar. Eine Szintigraph
ie sei empfehlenswert zur Abklärung eines allfä
lligen CRPS. Eine solche
Diagnose kö
nne zum jetzigen Zeitpunk
t nicht gestellt werden. Eine
ü
berweisung
an eine Schmerzklinik sei sinnvoll, da di
eser Schmerzzustand einen unglücklichen Ver
lauf begü
nstige (Urk. 9/101).
3.7
Die 3-Phasen-Skelettszintigraphie vom 19. November 2012 ergab noch aktive Knochenumbauprozesse in den
carpalen
Knochen der rechten Hand sowie im daran angrenzenden distalen Radius, ansonsten aber keine weiteren
skelettalen
Pathologien (Urk. 9/116).
3.8
Am 13. Dezember 2012 fü
hrte S
uva
-Kreisarzt
Dr. med.
I._
, Facharzt fü
r Physikalische Medizin und Rehabilitation FMH, aus, dass er das Szinti
gramm nicht sehr hilfreich finde. Ein g
ewisser Knochenumbau in der Spä
tphase sei nicht verwunderlich, ansonsten zei
ge das Szintigramm nichts Auffä
lliges. Die CT-Bilder vom 12. Juli 2012 zeigten eine sehr gute Rekonstruktion. Man erkenne dreidimensional keine wesentlichen Stufen radiokarpa
l; im zweidimen
sionalen Bild kö
nne man eine ganz kleine Stufe vermuten. Wenn sic
h hier nicht rasch eine sekundä
re posttraumatische
Arthrose bilde, was durchaus möglich sei, dann müsste der Beschwerdeführer auch wieder kraftvolle Tä
tigkeit
en mit seiner rechten Hand ausüben kö
nnen.
Weder mit dem CT noch anhand d
es neuen Szintigramms sei erklä
rbar, was die Beschwerden verursache. Ein Endzu
stand sei in zwei bis drei Monaten zu erwarten. Bis dahin sollten noch die
Schmerz
behan
dlungen
in der
J._
durchgefü
hrt werden (Urk. 9/125).
3.9
Am 27. Dezember 2012 wurde im Spital
C._
das
Osteosynthesematerial
am rechten Handgelenk entfernt (Urk. 9/141).
Im Sprechstundenbericht vom 1
5. Fe
bruar 2013 berichten die
ä
rzte des Spitals
C._
, dass die Entfernung des
Osteo
synthesematerials
wie erwartet keine signifikante Verbe
sserung gebracht habe. Es bestü
nden nach wie vor Schmerzen und e
ine deutliche
Bewegungs
ein
schrä
nkung
. Eine W
iederaufnahme der bisherigen Tä
tigkeit sei mit der aktu
ellen Situation
kaum wieder zu erwarten. Die Be
handlung im Spital
C._
sei nun abgeschlossen (Urk. 9/147).
3.10
Aus der
J._
wurde am 27. Februar 2013
berichtet, dass der Beschwerdeführer in der Sprechstunde bedrückt gewirkt habe und ausfü
hrlich seine Schmerzen im rechten Handgelenk und Arm beschrieben habe. Es bestehe ein Verdacht auf eine leichte depressive Episode (ICD-10: F32.0; Urk. 9/171)).
3.11
Dem Zwischenbericht
des Hausarztes des Beschwerdefü
hrers, Dr. med.
K._
, Spezialarzt FMH Innere Medizin, vom 12. April 2013 ist z
u ent
nehmen, dass trotz regelmä
ssiger Ergo- und Physiotherapie keine Fortschritte erzielt werden
konnten und die Prognose schlecht sei (Urk. 9/180).
3.12
Am 10. April 2013 berichtete Dr. med.
L._
, dass die anhaltenden
Hand
schmerzen
rechts mit vegetativen Symptomen (Transsudation und
Temperatur
differenz
zuungunsten von rechts), einem leichten fluktuierenden Aktionstrem
or der rechten oberen Extremität, einer Hypä
sthesie betreffend den ganzen Arm und die fluktuierende Minder
innervation der rechten Hand gut im Rahmen eines CRPS erklä
rt werden
könnten
. Eine
Plexuspathologie
und eine
Radia
lisparese
habe man elektroph
ysiologisch nicht nachweisen können. Fü
r die Behandlung des CRPS sei Handtherapie, Physiotherapie, lokale Therapie mit DMSO-, allenfalls
Ketamin
-Salbe sowie Analgesie empfehlenswert. Wenn keine
Besse
rung eintr
ete
, sei eine
ü
berweisung an ein Zentrum mit einem CRPS
Programm angezeigt. Ein nervenchirurgisches Vorgehen s
ei nicht indi
ziert. Hinweise fü
r eine funktionelle Patholog
i
e, eine Symptomausweitung od
er eine
Kooperations
störung
hä
tt
en keine objektiviert werden kö
nnen (Urk. 9/181).
3.13
Dr. med.
K._
hat den Beschwerdefü
hrer in der Folge zur Behandlung des C
RPS in die Uniklinik
M._
ü
berwiesen (Urk. 9/205). Am
17. September
2013 berichteten die dortigen
ä
rzte, dass sich im Rö
ntgen eine leichte
Osteopenie
des
Carpus
, distalen Radius sowie der B
asen der
Metacarpalea
rechts hä
tten nach
weisen lassen. In der Bildgebung mittels Magnet
resonanz (MRI) der
Hals
wirbel
säule
(HWS) hä
tten keine Hinweise auf eine
Nervenwurzel
kompression
bestan
den. Auch in der neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung konnte kein CTS oder CRPS festgestellt werden. Das Beschwerdebild sei am ehesten als neuropathisch anmutendes Schmerzsyndrom
zu interpretieren. Hin
weise für ein
florides
CRPS lä
gen keine vor. Auch best
ünden
keine
Anzeichen für eine entzü
ndliche-rheumatologische Systemerkrankung. Bei ambulanter
Therapierestistenz
von physio- und er
gotherapeutischen Massnahmen könne eine erneute stationä
re multimodale Behandlung in der Rehaklinik im
M._
mit intensiven physio- und ergotherapeutischen Massnahmen im Sinne eines
Propriozeptions
-,
Schmerzcoping
- und Wahrnehmungstrainings evaluiert wer
den (Urk. 9/256).
3.14
Im weiteren Verlauf hat die Besc
hwerdegegnerin den Beschwerdefü
hrer dem Sc
hmerzambulatorium des
N._
ü
berwiesen. Dem Bericht der Erstkonsultation vom 12. Dezember 2013 ist zu entnehmen, dass die Symptomatik im Bereich der rechten Hand ein chronisches Schmerzsyndrom mit deutlichen
nozizeptiven
, belastungs-assoziierten Komponenten, jedoch auch neuropathischen Anteilen
darstelle. Wiederholt sei in der Vergangenheit die Diagnose eines CRPS gestellt worden. Anhand der Budapester-Kriterien liege im aktuellen Zeitpunkt aber kein CRPS vor. Insbesondere wurde die Medikation angepasst und ein
trizyklisches
Antidepress
ivum verschrieben. Die Weiter
fü
hrung der bisherigen Therapien wurde empfohlen (Urk. 9/295).
3.15
Vom Schmerzambu
latorium wurde der Beschwerdeführer in die Klinik fü
r Plasti
sche Chirurgie und Handchirurgie
des
N._
verwiesen. Die Befu
nde vom 11. Februar 2014 würden fü
r ein
Hamatum
-
Tip
-Syndrom sprechen, was min
destens einen Teil der Schmerzen, in
sbesondere die Druckschmerzen ü
ber dem
ulnaren
Antei
l des
Mediokarpalgelenks
, erklären kö
nne. Weiter besteh
e
ein Ver
dacht auf eine stattge
habte TFCC-Lä
sion
, was allenfalls die eingeschränkte Pro-/
Supination
erklären kö
nne. Es
werde ein
Arthro
-MRI durchgefü
hrt, um
die Verdachtsdiagnosen zu bestä
tigen (Urk. 9/303).
3.16
Dem Sprechstundenbericht
Handchirurgie am
N._
vom 11. Mä
rz 2014 ist zu entnehmen, dass ein Teil der Beschwerden durch das
Hamatum
-
Tip
-Syn
drom und die TFCC-Lä
sion erklärt werden kö
nne. Die radialen Beschwerden blieben unklar. Es weise zwar sehr wenig auf ein CRPS hin, aber auch bei einem fragli
chen CRPS werde eine Arthroskopie mit
Hamatum
-
Tip
-Resektion
und
TFCC-De
bridement
empfohlen, da sich an beiden St
ellen eindeutig Schmerzen auslö
sen l
ie
ssen und eine Schmerzpe
r
sistenz in diesem Bereich ein CRPS theore
tisch auch aufrecht erhalten kö
nne (Urk. 9/324). Der empfohlene Eingriff wurde am
23. April 2014 am
N._
durchgefü
hrt (Urk. 9/337).
3.17
Im Sprechstundenberich
t
Handchirurgie am
N._
vom 22. Mai 2014
wurde
ausge
fü
hr
t, dass der Eingriff trotz genü
gender Resektion keinerlei Besserung gebracht
habe. Es zeige sich ein unverä
ndertes Mischbild von teils wahrschein
lich
arthrogenen
und teils neurogenen Schmerzen. Das
Ausmass und die Loka
lisation
liessen
sich aber nicht allein auf die Pathologien im Be
reich des Hand
gelenks zurückfü
hren. Entsprechend bes
tehe weiteren Eingriffen gegenü
ber ein Vorbehalt (Urk. 9/344).
3.18
Im Bericht des Instituts für Anästhesiologie am
N._
vom 15. Juli 2014 wurde angegeben, dass es sich bei der Symptomatik der rechten Hand und des rechten Unterarmes um ein
chronifiziertes
Schmerzsyndrom handle. Es bestehe eine fortdauernde Funktionseinschränkung, die auch durch verschiedene operative Eingriffe und schmerztherapeutische Interventionen kaum habe beeinflusst wer
den können. Der Beschwerdeführer sei gegenüber längerfristigen analgetischen Therapien sehr kritisch und befürchte Nebenwirkungen. Ein CRPS liege nicht vor. Aus anästhesiologisch-schmerztherapeutischer Sicht könnten keine
valab
len
Therapieoptionen mehr genannt werden (Urk. 9/362). Diese Beurteilung wurde im Abschlussbericht vom 19. August 2014 bestätigt (Urk. 9/364).
3.19
Am 1
9.
September 2014 wurde der Beschwerdeführer in der Klinik für Plasti
sche Chirurgie und Handchirurgie am
N._
elektrodiagnostisch untersucht, um die Ursache einer Hypästhesie der linken Hand abzuklären. Es wurde angeführt, dass diese leichte Hypästhesie auf ein leichtes Karpaltunnelsyndrom zurückge
führt werden könne. Die wahrscheinlichste Ursache sei die einseitige Belastung im Alltag.
Bezüglich des posttraumatischen Schmerzsyndroms des rechten Arms zeigten sich keine neuen Aspekte. Ob es sich schlussendlich um ein CRPS handle oder nicht, spiele im Langzeitverlauf keine Rolle. Tatsache sei, dass der Beschwerdeführer seit zwei Jahren an starken Schmerzen leide und diese durch therapeutische Intervention nicht hätten gelindert werden können. Bezüglich der linken Hand sei das Tragen einer Nachtschiene empfohlen. Bei fehlender Besserung sei eine handchirurgische Beurteilung angezeigt (Urk. 9/372).
3
.20
Am 14.
Oktober 2014 erfolgte eine kreisärztliche Untersuchung durch Dr.
D._
.
Zur linken Schulter führte
Dr.
D._
an,
dass
als Status nach Schulterkontusion am 23. Oktober 2013 milde Restbeschwerden ohne
Behand
lungsnotwendigkeit
vorlägen, welche die Arbeitsfähigkeit nicht über das Zumutbarkeitsprofil unter Berücksichtigung der rechten Hand hinaus
ein
schränkten. Zum rechten Handgelenk
gab
er
an, dass hier als Status nach
Radius
fraktur
mit Osteosynthese die Schmerzen und die
Bewegungsein
schränkung
diagnostisch nur teilweise erklärbar seien.
Der Verlauf sei äusserst schleppend trotz fehlender neurologischer Störung und Ausschluss eines CRPS. Der Beschwerdeführer habe angegeben, die rechte Hand „überhaupt nicht“ gebrauchen zu können und
dass
er vollständig arbeitsunfähig sei. Klinisch habe ein ausgeprägtes Schon- und Demonstrationsverhalten mit Hyperventilation und lautem Stöhnen beobachtet werden können. Es sei eine Funktionslosigkeit der rechten Hand gezeigt worden. Die Untersuchung habe Diskrepanzen aufge
zeigt. Insbesondere sei die Muskulatur nicht dermassen
hypotroph
, wie sie bei einer funktionslosen Hand zu erwarten wäre. Die kräftige Gegeninnervation bei verschiedenen Untersuchungsschritten zeige einen ordentlich guten Zustand der Muskulatur. Bildgebend könnten die Beschwerden nur teilweise erklärt werden. Die Rekonstruktion des Radius sei korrekt; die im Vergleich zur Gegenseite nur leicht verschmälerte radiokarpale Gelenkspalte und die mittlerweile
debridierte
TFCC-Läsion könnten das Beschwerdem
uster
höchsten zu einem Teil erklären. Nachdem die fachärztlichen Behandlungen allesamt erfolglos gewesen seien, bestünde keine erfolgsversprechende Behandlung mehr. Angesichts des Schon- und Demonstrationsverhaltens müssten theoretische
ü
berlegungen als Leitlinie für das Zumutbarkeitsprofil herangezogen werden. Mindestens teilweise schwere
Arbeiten wie in der Glaserei könne der Beschwerdeführer nicht mehr ausführen. Eine manuell leichte Tätigkeit mit nur gelegentlichem Einsatz der rechten Hand wäre vollzeitig zumutbar. Nicht gefordert werden dürften Tätigkeiten mit Dau
ereinsatz der rechten Hand oder Tätigkeiten, die zu erheblichen Schlägen oder Vibrationen der rechten oberen Extremität führ
t
en. Aufgrund der demonstrier
ten
Einarmigkeit
sei die Fahreignung unbedingt zu überprüfen
(Urk. 9/377)
.
Den Integritätsschaden schätzte Dr.
D._
unter Berücksichtigung der objektivier
baren strukturellen Schäden auf 10 % (Urk. 9/378).
3.21
Im Rahmen des
Einspracheverfahrens
wurde die Frage nach der Durchführung ei
nes
Arbeitsassessments
aufgeworf
en
(
Urk.
9/400)
. Ausserdem stellte sich die Frage, ob der Beschwerdeführer neben der als zumutbar beurteilten ganztägigen Beschäftigung mit entsprechendem Belastungsprofil einer angepassten Neben
beschäftigung im früheren Ausmass von 12 Stunden nachgehen könnte. Darauf antwortet Dr.
D._
am 7. Januar 2015, dass ein
Arbeitsassessment
wegen mangelnder Kooperation nicht sinnvoll sei und keine verlässlichen
Entscheid
grundlagen
liefern würde. Gelegentliche Zusatzarbeiten im Umfang bis zwei Stunden täglich seien zumutbar (Urk. 9/407).
3.22
Mit Einsprache vom 24. Februar 2015 reichte der Besch
werdeführer den Bericht von Dr. med.
O._
ein, der den Beschwerdeführer am 25. August 2014 letztmals untersucht hatte. Er stellte die folgenden Diagnosen: (1)
s
ubacromiales
Impingement
links bei Status nach
undislozierter
Tuberculum
majus
-Fraktur links (Fraktur konsolidiert), posttraumatische
Scapuladyskinesie
links, ferner als Nebendiagnosen (2) ein leichtes Karpaltunnelsyndrom links,
überlastungsbe
dingt
, sowie (3) ein chronisches Schmerzsyndrom der rechten oberen Extremität in Folge der Radiusfraktur vom 22. März 201
2.
Er gab an, dass noch nicht schlüssig beurteilbar sei, ob die Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustands der linken Schulter erwarten lasse. Auf die Frage nach dem Belastungsprofil für die linke Schulter führte
Dr.
O._
an, dass er ein solches in so kurzer Zeit nicht erstellen könne; die funktionelle Leistungsfähigkeit sei in einer spezialisierten Institution zu erfassen
(Urk. 9/426). Dies wurde auch von Dr.
L._
am 28. November 2014 (Urk.
9/429) und von
Dr.
K._
am 9.
Dezember 2014 (Urk.
9/433) empfohlen. Dieser gab ferner an, eine weitergehende Behandlung sei unbedingt angezeigt; es sei von einer weiteren Besserung auszugehen. Schliesslich führte
Dr.
K._
an, dass das tatsächliche Bewegungsausmass des Handgelenks unter der durch die Narkose bedingten Muskelrelaxation während der Opera
tionen nicht festgelegt worden sei. Dieser objektive Befund sei aber für eine abschliessende Beurteilung des Leistungsanspruchs sowie für den Patienten als Beleg für die weitere Verwendbarkeit seiner rechten Hand
wichtig
.
3.23
Am 25. Februar 2015 berichtete
Dr.
O._
, dass das MRT der linken Schulter keine
pathoanatomischen
Befunde gezeigt hätte, welche den Schmerzzustand an der linken Schulter vollständig erklären könnten (Urk. 10/43).
3.24
Am 3. Juni 2015 berichtete Dr.
O._
, dass sich weiterhin eine ausgeprägte diffuse Schmerzsymptomatik zeige. Deshalb sei der Beschwerdeführer
zur Opti
mierung der konservativen Therapie
an die Rheumatologie zu überweisen. Die physiotherapeutische
Beübung
sollte fortgesetzt werden. Aus unfallchirurgischer Sicht sei keine weitere Verlaufskontrolle mehr geplant (Urk. 9/435)
.
3.25
Am 20. Juli 2015 erfolgte eine chirurgische Beurteilung durch Dr.
E._
.
Zum rechten Handgelenk führte sie folgende Fakten an: (1)
a
natomi
sche Reposition der mehrfragmentären distalen Radiusfraktur, (2)
therapiere
sistentes
Schmerzsyndrom, welches von den behandelnden Fachärzten nicht habe zugeordnet werden können, sowie schliesslich (3) eine
Bewegungsein
schränkung
. Drei Jahre nach dem Unfall sei nicht mehr mit einer Verbesserung zu rechnen; die schmerztherapeutischen Massnahmen seien ausgeschöpft und chirurgische Massnahmen seien nicht angezeigt. Das Zumutbarkeitsprofil von
Dr.
D._
berücksichtige die geklagten Beschwerden, ohne dass diese objekti
vierbar wären. Eine ganztätige, manuell leichte Tätigkeit mit nur gelegentli
chem Einsatz der rechten Hand sei dem Beschwerdeführer unter Berück
sichtigung der Unfallfolgen zumutbar. Ein
Arbeitsassessment
mache keinen Sinn, da eine objektivierbare Testung mangels Kooperation nicht möglich sei. Das tatsächli
che Bewegungsausmass in Narkose sei für die Formulierung der posi
tiven Ressourcen bezüglich einer Tätigkeit irrelevant. Es
sei
grundsätzlich nach dieser distalen Fraktur mit einer Bewegungseinschränkung zu rechnen. Diese Werte seien in der Sprechstunde Handchirurgie am
N._
(2
2.
Mai 2014, Urk.
9/344; E. 3.17) dokumentier
t und objektiviert worden und die
einge
schränkte Beweglich
keit
im Zumutbarkeitsprofil berücksichtigt worden.
Zur Schulter links
führte
Dr.
E._
aus, der Beschwerdeführer
habe
am 23. Oktober 2013 aufgrund des Sturzes einen
Bone
bruise
des
Tuberculum
majus
erlitten
. Hierbei handle es sich um eine Kontusion mit
ö
dembildung
im Knochen, nicht um eine Fraktur. Später sei ein
Impingement
diagnostiziert wor
den, bei welchem es sich um eine Funktionsbeeinträchtigung der Beweglichkeit im Schultergelenk handle. Im MR
T habe man
ein Weichteilödem im Fettkörper gefunden, welcher um den Schleimbeutel liege, und mit einem „geringfügigen Erguss im Bereich der
subacromialen
Bursa“ dokumentiert
(Urk. 10/9)
. Dieser Befund passe zur diagnostizierten Kontusion und erkläre ein vorübergehendes
Impingement
. Eine Schulterkontusion mit nachweisbarem
Bone
bruise
heile nach allgemeiner Erfahrung nach spätestens 9 Monaten aus. Im weiteren Ver
lauf habe man als Hauptdiagnose persistierende, diffuse Schmerzen im Bereich der linken Schulter ohne im MRT nachweisbare
pathoanatomische
Befunde gestellt. Die Verlaufsberichte zur distalen Radiusfraktur rechts und zum
Bone
bruise
Tuberculum
majus
links würden keine Befunde dokumentieren, die auf eine Verdachtsdiagnose ein
e
s linksseitigen Karpaltunnelsyndroms hinweisen würden.
Eine
ü
berlastungsursache infolge eines chronischen Schmerzsyndroms rechts sei ebenfalls nicht ausgewiesen. Der Beschwerdeführer gehe keiner beruf
lichen Tätigkeit nach. Auch wenn alltägliche Verrichtungen vornehmlich mit der linken Hand vorgenommen würden, hätte dies keine
ü
berlastung des linken Arms oder der linken Hand zur Folge. Ausserdem seien die Symptome erst zwei Jahre nach dem Unfall aufgetreten, und könn
t
e
n
so auch unter dem Aspekt des zeitlichen Zusammenhangs nicht mit einer
ü
berlastung der linken Extremität erklärt werden.
Dr.
E._
kam zum Schluss, dass der Endzustand bezüglich der rechten Hand erreicht sei. Auch bezüglich der
Karpaltunnel
symptomatik
auf der linken Seite sei der Endzustand erreicht, jedoch sei dies irrelevant, da diese Symptomatik nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit direkt oder indirekt einem der beiden Unfallereignisse zugeordnet werden könne.
Die chronische Schmerzproblematik an der rechten Hand und die beklagten Beschwerden im Bereich der linken Schulter hätten weder durch
Dr.
D._
noch durch die behandelnden
ä
rzte objektiviert
werden können. Das
Zumut
barkeitsprofil
berücksichtige die nicht erklärbaren Schmerzen an der rechten Hand und sehe eine ganztätige Arbeitsfähigkeit in einer leichten manu
ellen Tätigkeit mit nur gelegentlichem Einsatz der rechten Hand vor. Nicht mehr zumutbar seien die angestammte Tätigkeit im Glasbau sowie eine zusätzliche
(angepasste)
Nebentätigkeit
, mit welcher ein volles Arbeitspensum überschritten würde
. Eine Teilarbeitsfähigkeit liesse sich unter Berücksichtigung der vorliegen Befunde nicht rechtfertigen
(Urk. 9/437-438)
.
4
.
Dr.
D._
und Dr.
E._
haben gestützt auf die Untersuchungs
be
funde und unter einlässlicher Auseinandersetzung mit den Berichten der behandeln
den
ä
rzte sowie insbesondere auch der subjektiv vor
gebrachten Beschwerden
die
Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers
beurteilt und ein nach
vollziehbares und plausibles Zumutbarkeitsprofil erstellt. Aufgrund der von allen involvierten
ä
rzten
und insbesondere
von
Dr.
O._
diagnosti
zierte
n
chronische
n
Schmerzsymptomatik an der rechten Hand und der beklag
ten Beschwerden im Bereich der linken Schulter
-
beide ohne objekt
ivierbare Befunde -
erachte
te
n Dr.
D._
und Dr.
E._
den Beschwerde
führer in angepassten Tätigkeiten mit geringer Belastung d
er rechten Hand als vollzeitig a
rbeitsfähig. Zur Situation an der linken Schulter hat insbesondere Dr.
E._
aufgezeigt, dass die
unfallbedingte
Impingement
-Prob
lematik nach medizinischer Erfahrung 9 Monate nach einer
Bone
bruise
abheilt und aufgrund der gänzlich unauffälligen MRT-Befunde und
der
klin
isch nor
malen
Schulterfunktion keine Arbeitsunfähigkeit vorliege. Zum leichten links
seitigen Karpaltunnelsyndrom hat sie nachvollziehbar
dargelegt
, dass dieses nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eines der beiden
Unfallereig
nisse
zurückgeführt werden könne
.
Ferner konnte keiner der involvierten
ä
rzte die vom Beschwerdeführer angegeben Beschwerden an der rechten Hand durch nachweisbare klinische oder bildgebende Befunde objektiv
i
eren. So umschrie
ben auch Dr.
D._
und Dr.
E._
das
Z
u
m
u
tbarkeitsprofil unter massgeblicher Berücksichtigung der subjektiv geäusserten Beschwerden. Wes
halb in diesem eingeschränkten Zumutbarkeitsprofil aus medizinischer Sicht keine vollzeitliche Tätigkeit möglich ist, konnte keiner der involvierten
ä
rzte plausibilisieren.
Auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung von Dr.
D._
und Dr.
E._
kann somit im Hinblick auf den hier strittigen Renten
anspruch abgestellt werden. Da der Sachverhalt damit genügend abgeklärt ist, besteht entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers
unter dem Aspekt der zulässigen antizipierten Beweiswürdigung
keine Notwendigkeit, ein
polydiszip
linäres
Gutachten einzuholen.
Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass ein
Renten
anspruch gegenüber der obligatorischen Unfallversicherung grundsätzlich nur besteht, wenn objektiv nachweisbare und in einem natürlichen und adäquaten Kausal
zusammenhang zu einem Unfallereignis stehende Beschwerden die Erwerbsfä
higkeit beeinträchtigen. Bei Beschwerden,
die nicht bildgebend oder klinisch objektiviert werden können, sind
b
ei
mittelschweren Unfällen
besondere Anfor
derungen an den adäquaten Kausalzusammenhang zu stellen, damit diese einem Unfallereignis zugerechnet und leistungsrelevant sein können
; bei leichten Unfällen ist die Adäquanz und damit ein Leistungsanspruch zum Vornherein zu verneinen
(statt vieler BGE 117 V 359)
. Sowohl die
Schulter
kontusion
wie auch der Bruch des Handgelenks sind aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs und der sich entwickelnden Kräfte auch im Vergleich zu ähnlich gelagerten Fälle
n
als
Folgen
leichte
r
Unfallereignisse zu qualifizieren. Selbst wenn man
aber
beim Sturz auf das rechte Handgelenk von einem mittelschweren
Unfaller
eignis
ausginge, so wären hier die Kr
iterien, mit denen der Sturz als adäquate Ursache für die angegebenen Beschwerden (vollständige Funktionsunfähigkeit der rechten Hand) zugerechnet werden
können müsste
,
weder
in gehäufter
noch
auffallender Weise
erfüllt
, so dass die Adäquanz auch unter diesem Aspekt
zu verneinen wäre
.
Mit der Beschwerdegegnerin ist somit davon auszugehen, dass der Beschwerde
führer unter Berücksichtigung der medizinischen Akten im umschriebenen Zu
mutbarkeitsprofil vollzeitlich a
rbeitsfähig ist. Gestützt auf dieses
Zumutbar
keitsprofil
hat die Beschwerdegegnerin
unter Berücksichtigung eines
leidensbe
dingten
Abzugs von 10 %
das erzielbare
Invalideneinkommen
auf
Fr. 59‘542.
--
festgesetzt
und einem
Valideneinkommen
vom Fr. 84‘162.
--
gegenübergestellt. Der aus der Gegenüberstellung der Vergleichseinkommen resultierende
Invali
ditätsgrad
von 29 % ist somit korrekt
ermittelt worden
, weshalb sich
der
Ein
spracheentscheid
diesbezüglich als rechtens erweist.
5.
Die Höhe der Integritätseinbusse hat die Beschwerdegegnerin gestützt auf die medizinische Einschätzung von
Dr.
D._
auf 10
%
(
Urk.
9/378)
festgelegt
. Es bestehen unter Berücksichtigung der ganzen medizinischen Aktenlage keinerlei Hinweise darauf, diese Einschätzung in Zweifel zu ziehen
ist
, weshalb sich der
Einspracheentscheid
auch diesbezüglich als rechtmässig erweist, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
Das Gericht
erkennt
:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwalt Hanspeter
Riedener
Rechtsanwalt Christian
Leupi
Bundesamt für Gesundheit
4.