# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e8563d15-6841-487e-a61f-14a6a846fee0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965,
gelernter Kessel- und Behälterbauer und Schweisser (
Urk.
7/2/1-2)
reiste im Jahre 2007 aus Deutschland in die Schweiz ein (Urk. 7/3/1), wo er als Anlagen- und Apparatebauer tätig war (Urk. 7/3/4). Am 30. August 2010 erlitt
er bei der Arbeit
eine Schulterluxation (Urk. 7/8/179
,
Urk. 7/8/182).
Der Versicherte
meldete sich am 27. Juni 2011 unter Hinweis auf eine seit dem 30. August 2010 bestehende Bewegungseinschränkung der linken Schulter nach Luxation und
Arthrolyse
(Urk. 7/3/5) bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leistungs
bezug
an (Urk. 7/3, Urk. 7/13). Die IV-Stelle tätigte Abklärungen in beruflich-erwerblicher (Urk. 7/7, Urk. 7/14) und medizinischer (Urk. 7
/11) Hinsicht, zog die Akten
des
Unfallver
sicherers
, der Schweizerischen
Un
fallversicherungsanstalt
(SUVA), bei (Urk. 7/8, Urk. 7/19, Urk. 7/74) und führte mit dem Versicherten am 5. Januar 2012 ein persönliches Gespräch zur Ab
kl
ärung der beruflichen Situation
(Urk. 7/29/2). Am 30. Januar 2012 teilte die IV-Stelle
X._
mit, dass sie die Kosten für die Um
sch
ulung zum tech
nischen Kaufmann
vom 13. Februar 2012 bis 10. Oktober 2013 übernehme (Urk. 7/26).
In der Folge erlangte d
er Versi
cherte das Diplom Technische
r
Kaufmann NKS, die nach Abschluss der Schu
lung ab
solvierte Berufsprüfung zum Technischen Kaufmann mit eidgenössi
schem Fachausweis hat er aber nicht bestanden (Urk. 3/7, Urk. 7/73). Die
IV-Stelle teilte ihm am 13. Dezember 2013 unter Hinweis auf die abge
schlossene Aus
bil
dung zum
T
echnischen Kaufman
n
NKS mit, dass die berufliche Mass
nahme erfolgreich beendet und er rentenausschliessend eingegliedert worden sei
(
Urk.
7/79)
. Nach
dem
der Versicherte
am 9. Januar 2014 eine beschwerdefähige Verfügung verlangt hatte (Urk. 7/83), verfügte die IV-Stelle am 27. Januar 2014 ent
sprechend ihrer Mitteilung vom 13. Dezember 2013 (Urk. 2).
2.
Dagegen führte
X._
am 20. Februar 2014 Beschwerde und bean
tragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 27. Januar 2014 sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm weitere Massnahmen, Unter
stüt
zung und Integrationshilfe bei der Arbeitssuche zu gewähren (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 31. März 2014 beantragte die Beschwerdegegnerin, die Beschwerde
sei insofern teilweise gutzuheissen, als der Beschwerdeführer Anspruch auf Arbeitsvermittlung habe
(Urk. 6 S. 2, unter Beilage der IV-Akten [Urk. 7/1-89]).
Mit Replik vom 14. April 2014 beantragte der Beschwerdeführer, es sei festzustel
len, dass die berufliche Eingliederungsmassnahme nicht abgeschlossen
sei, weil entgegen der Zielvereinbarung vom 30. Januar 2012 keine Einglie
de
rung in den ersten Arbeitsmarkt stattgefunden habe, sowie,
dass
ihm
im Rah
men der bewilligten Eingliederungsmassnahme weitere Unterstützung und Hilfe durch aktive Arbeitsvermittlung der Beschwerdegegnerin zuzusprechen
sei
(Urk. 10 S. 2). Die Beschwerdegegnerin erklärte mit Eingabe vom 30. April 2014 Verzicht auf Duplik (Urk. 14), was dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 6. Mai 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 15).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
4.
Zu ergänzen ist, dass die SUVA mit Einspracheentscheid vom 26. März 2014 ihre Verfügung vom 11. Februar 2014, mit welcher sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung und eine Integritätsentschädigung verneint hatte (Urk. 7/85), bestätig
t
e. Die vom Beschwerdeführer gegen diesen Einspracheentscheid erhobene Beschwerde ist Gegenstand des Prozesses Nr. UV.2014.00090 und wurde mit Urteil heutigen Datums abgewiesen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) bedrohte Versicherte haben gemäss Art. 8 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Anspruch auf Einglie
derungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Abs. 1).
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbslebens zu berücksichtigen (Abs. 1
bis
). Nach Massgabe der Artikel 13 und 21 besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliederung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Artikel 16 Absatz 2 Buchstabe c besteht der Anspruch auf Leistungen unab
hän
gig davon, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu erhalten oder zu verbessern (Abs. 2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen in (Abs. 3):
m
edizinischen Massnahmen (
lit
. a);
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Eingliede
rung (
lit
.
a
bis
);
Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe,
lit
. b);
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
1.2
1.2.1
Gemäss Art. 17 IVG hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (Abs. 1). Der Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit ist die
Wieder
einschulung
in den bisherigen Beruf gleichgestellt (Abs. 2). Als Umschulung gelten gemäss Art. 6 Abs. 1 der Verordnung über die Invaliden
ver
sicherung (IVV) Ausbildungsmassnahmen, die Versicherte nach Abschluss einer erst
maligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung wegen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit benötigen.
1.2.2
Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Ein
gliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbs
mög
lichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der "annähernden Gleich
wertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglich
keit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck
angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebe
nen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliede
rung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2).
Für die Beurteilung der Gleichwertigkeit im Sinne der erwähnten Rechtspre
chung ist zwar in erster Linie auf die miteinander zu vergleichenden Erwerbs
möglichkeiten im ursprünglichen und im neuen Beruf oder in einer der ver
si
cherten Person zumutbaren Tätigkeit abzustellen. Zwar geht es nicht an, den Anspruch auf Umschulungsmassnahmen – gleichsam im Sinne einer Moment
aufnahme – ausschliesslich vom Ergebnis eines auf den aktuellen Zeitpunkt be
grenzten Einkommensvergleichs, ohne Rücksicht auf den qualita
tiven Ausbil
dungsstand einerseits und die damit zusammenhängende künftige Ent
wicklung der erwerblichen Möglichkeiten anderseits, abhängen zu lassen. Vielmehr ist im Rahmen der vorzunehmenden Prognose (BGE 110 V 99 E. 2) unter Berücksich
tigung der gesamten Umstände nicht nur der Gesichtspunkt der Verdienstmög
lichkeit, sondern der für die künftige Einkommensentwicklung ebenfalls bedeutsame qualitative Stellenwert der beiden zu vergleichenden Berufe mit zu berücksichtigen. Die annähernde Gleichwertigkeit der Erwerbs
möglichkeit in der alten und neuen Tätigkeit dürfte auf weite Sicht nur dann zu verwirklichen sein, wenn auch die beiden Ausbildungen einen einigermassen vergleichbaren Wert aufweisen (BGE 124 V 108 E. 3b; AHI 1997 S. 86 E. 2b; Urteile des Bundesge
richts I 826/05 vom 28. Februar 2006 E. 4.1 in
fine
und I 783/03 vom 18. August 2004 E. 5.2 mit Hinweisen; Meyer-Blaser, Zum
Verhältnismässig
keitsgrundsatz
im staatlichen Leistungsrecht,
Diss
. Bern 1985, S. 186).
1.2.3
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
sind sämtliche Massnahmen der beruflichen Eingliederung a
ls notwendig und geeignet zu betrachten, die direkt dazu beitragen, die Eingliederung in das Berufsleben zu begünstigen. Die Per
son, die wegen ihrer Invalidität eine Umschulung verlangen kann, hat Anspruch auf die vollständige Ausbildung, die in ihrem Fall notwendig ist, wenn ihre Er
werbs
fähigkeit so, aller Wahrscheinlichkeit nach, erhalten oder erheblich ver
bessert werden kann. Eine Umschulungsmassnahme wird nicht vorzeitig abge
brochen werden können, solange der angestrebte Zweck der Eingliederung, im Rahmen der Verhältnismässigkeit, noch erreicht werden kann (BGE 139 V
3
99
E. 5.5 mit weiteren Hinweisen).
Die versicherte Person, der eine Umschulungsmassnahme durch die Invaliden
versicherung bewilligt worden ist, hat, je nach den Um
ständen An
spruch auf zusätzliche Umschulungsmassnahmen. Das ist der Fall, wenn die übernommene
Ausbildung nicht in der Lage ist, der versicherten Person ein genügendes Ein
kommen zu verschaffen und sie auf zusätzliche Massnahmen angewiesen ist, um ein Einkommen zu erzielen, das mit jenem vor dem Eintritt der Invalidität vergleichbar ist (BGE 139 V
3
99 E. 5.6
mit weiteren Hinweisen
).
1.3
Arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, haben gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (
lit
. a) und auf begleitende Beratung im Hinblick auf die Aufrechterhaltung ihres Arbeitsplatzes (
lit
. b). Die IV-Stelle veranlasst diese Massnahmen unverzüglich, sobald eine summarische Prüfung ergibt, dass die Voraussetzungen dafür erfüllt sind (Abs. 2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin beantragt
mit Beschwerdeantwort vom 3
1.
März 2014
, die Beschwerde sei insoweit gutzuheissen, als der Beschwerdeführer nach dem Abschluss der Umschulung Anspruch auf Arbeitsvermittlung gemäss Art. 18 Abs. 1 IVG habe (Urk. 6 S. 1).
Mit Replik vom 1
4.
April 2014 beantragte der Beschwerdeführer auch die Zusprechung von Arbeitsvermittlung (
Urk.
10 S. 2).
2.2
Im verwaltungsgerichtlichen
Beschwerdeverfah
ren
sind grund
sätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beur
teilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungs
behörde vorgän
gig verbindlich – in Form einer Ver
fü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genom
men hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer
Sachurteilsvoraus
setzung
, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein Einsprache
entscheid er
gangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
2.3
Mit der angefochtenen Verfügung vom 27. Januar 2014 nimmt die
Beschwerde
gegenerin
Bezug auf ihre Kostengutsprache
für
die Umschulung des Be
schwer
deführers zum technischen Kaufmann vom 30. Januar 2012 (Urk. 7/26) und führt aus, dass die Umschulung erfolgreich ab
schlossen worden sei, und der Beschwerdeführer rentenausschliessend
einge
liedert
sei. Gegenstand der ange
fochtenen Verfügung ist
mithin
der Anspruch des Beschwerdeführers auf Umschulung. Demgegenüber ist
sein allfälliger
Anspruch auf Arbeitsvermittlung im Sinne von Art. 18 Abs. 1 IVG von der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 27. Januar 2014 noch nicht geprüft worden. Er ist nicht Gegenstand
der angefochtenen Verfügung, weshalb
im vor
liegenden Verfahren nicht darüber zu ent
scheiden ist. Demnach ist auch auf den Antrag des Beschwerdeführers, ihm
sei weitere Unterstützung und Hilfe durch aktive Arbeitsvermittlung der
Be
schwerdegegnerin
zuzusprechen (Urk. 10 S. 2), nicht einzutreten.
D
ie
Beschwer
degegner
in
wird
den Anspruch des Be
schwerde
führers auf Arbeitsvermittlung (Art. 18
Abs. 1 IVG)
noch zu prüfen haben
.
3.
3.1
Z
u prüfen
bleibt
, ob die Beschwerdegegnerin die Umschulung zu Recht abge
schlossen hat.
3.2
In der angefochtenen Verfügung vom 27. Januar 2014 führte die
Beschwer
de
gegnerin
im Wesentlichen aus, der Beschwerdeführer habe die Umschulung zum technischen Kaufmann mit dem Diplomzeugnis erfolgreich absolviert. Die eid
genössische Berufsprüfung habe er nicht bestanden. Mit der Ausbildung zum
T
echnischen Kaufmann NKS habe er jedoch ausreichende berufliche Kenntnisse erlangt, die ihn zur Ausübung des neuen Berufs befähigen würden. Mit der Umschulung zum technischen Kaufmann habe er einen Beruf erlernt, der seiner ursprünglichen Tätigkeit annähernd gleichwertig sei. Er sei rentenausschliessend eingegliedert (Urk. 2 S. 1).
3.3
Der Beschwerdeführ
er
bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, er sei gelern
ter Anlagenmechaniker der Fachrichtung Apparatetechnik sowie Schweisser. Die Gesamtausbildungszeit für diese Berufe habe etwa dreieinhalb Jahre betragen. Diese Berufe seien ihm nicht mehr zumutbar. Als von der Beschwerdegegnerin verfügte Umschulungsmassnahme habe er vom 13. Februar 2012 bis 10. Okto
ber 2013 die Schule
Y._
besucht. Er habe die eidgenössische
Be
rufsprüfung
nicht bestanden und verfüge lediglich über ein Zwischenzeugnis der Schule. Die Schule
Y._
stelle für ihre interne Zwischenprüfung ein Diplom aus, mit welchem er sich bewerbe. Seine Bewerbungen seien er
folg
los geblieben (Urk. 1 S. 2). Mit der Vereinbarung
mit der
Beschwerde
gegnerin
vom 30. Januar 2012 sei als Ziel beziehungsweise Ab
schluss der Eingliede
rungsmassnahme der Beruf des technischen Kaufmanns festgelegt worden. Das erwartete Einkommen sei ohne Berufsabschluss nicht zu erreichen (Urk. 10 S. 2).
4.
4.1
Zu prüfen ist, ob die von der Beschwerdegegnerin übernommene Ausbildung zum technischen Kaufmann dem Beschwerdeführer ein an
gemessenes
Erwerbs
einkommen
zu verschaffen vermag
, oder
ob
dieser nur durch zusätzliche Mass
nahmen einen Verdienst erzielen kann, der sich vergleichen lässt mit dem Ein
kommen, das er ohne Invalidität bei der früheren Tätigkeit als Anlagen- und Apparatebauer verdienen würde (vgl. AHI 2000 S. 31).
Die Beschwerdegegnerin geht von der
Erzielbarkeit
eines angemessenen Ein
kommens aus und
verweist auf ihren Einkommensvergleich
(Urk.
7
/80).
4.2
4.2.1
Nicht zu bestanden ist, dass die Beschwerdegegnerin hinsichtl
ich des Ver
diens
tes des
Beschwerdeführer
s im früheren
Beruf als Anlage- und
Apparate
bauer
auf den Lohn bei seiner letzten Arbeitgeberin abgestellt hat (Urk.
7
/80)
. Dieser hätte
gemäss
den
Angaben
der Arbeitgeberin des Beschwerdeführers ge
genüber der SUVA im Jahr 2013
Fr.
76‘154.-- (
Fr.
5‘858.-- x 13
)
betragen (Urk.
7
/74/146).
4.2.
2
Für die Ermittlung des hypothetischen Einkommens des Beschwerdeführers hat die Beschwerdegegneri
n zu Recht die Tabellenlöhne gemäss der
Lohn
strukturer
hebung
(LSE) des Bundesamtes für Statistik (BFS)
beigezogen. Wenn
gleich der Beschwerdeführer die eidgenössische Berufsprüfung zum Tech
nischen Kauf
mann nicht bestanden hat, hat er die Ausbildung an der
Schule Y._
mit dem Diplom Technische
r
Kaufmann NKS abgeschlossen. Es ist mithin nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin, davon ausgegangen ist
,
er habe mit de
r
abgeschlossenen Ausbildung zum technischen Kaufmann an der
Schule Y._
die für die Anwendu
ng des An
forderungsniveaus 3 notwen
digen Ber
ufs- und Fachkenntnisse erlangt
.
Ein staatlich anerkannter Fachausweis ist dafür nicht erforderlich.
Der Beschwerdegegnerin kann aber insoweit nicht gefolgt werden, als sie auf den Tabellenlohn LSE 2010
TA1
Ziff. 69-75 (
f
reiberufliche, wissenschaftliche und tech
nische Dienstleistungen) abgestellt hat, denn in die
sem Durchschnittslohn sind auch Tätigkeiten wie etwa Rechtsberatung und Wirtschaftsprüfung, Ver
waltung und Beratung von Unternehmen sowie For
schung und Entwicklung enthalten, was den vom Beschwerdeführer durch die U
mschulung zum
t
ech
nischen Kauf
mann er
worbenen Kenntnissen und Fähig
keiten nicht entspricht. Es rechtfe
rtigt sich daher, innerhalb von LSE 2010 TA1
Ziff. 69-75 auf den Tabellenlohn gemäss Ziff. 74 (sonstige freiberufliche, wis
senschaftliche und technische Tätigkeiten) im
Anfor
derungsniveau
3/Männer vo
n
Fr. 6‘016.-- abzustellen.
Unter Be
rücksichtigung der
Nominallohnentwick
lung
von
2150
Punkten im Jahr
2010
auf
2204
Punkte im Jahr
2013 sowie der im Jahr 2013 im Sektor 3: Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienst
leistungen
geltenden betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.5 Stun
den (Die Volkswirtschaft 11-2014, Tabelle B9.2 und B10.3, S. 88 f.) re
sultiert ein hypothetisches Ein
kommen 2013 von
Fr.
76‘780.3
9.
Der
Vergleich
mit dem
hypo
thetischen Einkommen 2013 als
Anlage- und Apparatebauer
im Jahr 2013 von
Fr.
76‘154.--
zeigt, dass
der Beschwerde
führer als technischer Kauf
mann
eine
gleichwertige
beziehungsweise leicht höhere
Verdienst
möglichkeit
wie in seinem ursprünglichen Beruf hat
. Bei dieser Vergleichsrechnung ist ein allfälliger
lohnmässiger
Aufstieg als techni
scher Kaufmann mit zu
neh
men
der Berufserfahrung unberücksichtigt geblieben, was allerdings
einzig
zur Folge haben
würde, dass das hypothetische Einkom
men als technischer Kaufmann die Verdienstmöglichkeit im bish
erigen Beruf weiter übertreffen
,
und somit am Ergebnis ni
chts ändern würde
.
4.
3
Daraus ergibt sich, dass der Beschwerdeführer
durch die von der
Beschwerde
ge
gnerin
gewährte Umschulung zum
t
echnischen Kaufmann einen annähernd gleichwertige
n
Beruf erlernte, weshalb kein Anspruch auf weitere
Umschulungs
massnahmen
besteht. Mit der Zielvereinbarung
vom
3
0.
Januar 2012 wurden als Ziele der Umschulung eine angepasste Arbeitsstelle im ersten Arbeitsmarkt und eine rentenausschliessende Eingliederung ge
nannt
(
Urk.
7/30/1)
. Das Ziel einer rentenaus
schliessenden Eingliederung ist nach dem Gesagten – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 1) – erreicht worden, denn
beim Einkommensvergleich resultierte ke
ine Erwerbseinbusse beziehungsweise
k
eine Invalidität
, womit
kein Anspruch auf eine Invalidenrente
besteht
(vgl. Art.
28
Abs.
2 IVG). Ferner wurde in der Zielvereinbarung festgehalten, dass, falls die Nichtzulassung zu den eidgenössischen Prüfungen oder das
Nichtbeste
hen
der
selben die Stellensuche erschweren sollte, kein Anspruch auf eine Ver
längerung respektive berufliche Massnahme entstehe (
Urk.
7
/30/2).
Schliesslich erklärte d
er Beschwerdeführer
selbst, dass er die
eidgenössische
Berufsprüfung nicht noch
einmal
absolvieren werde (
Urk.
1 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin hat die Umschulungsmassnahmen demnach zu Recht für beendet
e
rklärt.
5.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde, soweit auf sie einge
treten wird.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten in der Höhe von
Fr.
600.--
dem unterliegenden Beschwerde
führer
aufzuerlegen.