# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b5f74322-7ec3-420c-8425-50f3b0b5efe9
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die X._AG (Klägerin) bezweckt die Ausführung von Tätigkeiten im Bauhaupt- und Baunebengewerbe und ist auf Trockenbau und Fassadenisolationen spezialisiert. Im August 2007 schloss die X._AG einen mündlichen Werkvertrag mit der K._GmbH, O.1_, über das Anbringen einer Aussenisolation an der Liegenschaft auf Parzelle Nr. _/Plan _ (Grundbuchvermessungsparzelle Nr. _/Plan _), Hotel "L._", O.2_, Gemeinde M._. Basis dieses Vertrages bildete der Werkvertrag, den die K._GmbH mit der Bauherrschaft, der J._AG (Beklagte 1), über die Ausführung dieser Arbeiten abgeschlossen hatte. Die Bauleitung hatte die H._AG (Beklagte 2) inne. Die X._AG führte in der Folge verschiedene Arbeiten an den Gebäuden auf der erwähnten Parzelle aus und brachte insbesondere eine verputzte Aussenwärmedämmung an. Am 19. Dezember 2007 stellte sie der K._GmbH die Schlussrechnung und machte einen ausstehenden Betrag von Fr. 75'590.90 (inkl. MWSt.) geltend. Die Rechnung wurde nicht beglichen.
B. Am 11. März 2008 stellte die X._AG beim Kreisamt Alvaschein ein Gesuch mit dem Begehren, das Grundbuchamt O.2_ sei anzuweisen, zu ihren Gunsten auf den Grundstücken der Stockwerkeinheiten Nr. 51'196 bis 51'258 auf Parzelle Nr. _, Grundbuch Gemeinde M._, Bauhandwerkerpfandrechte für eine Pfandsumme von insgesamt Fr. 75'590.75 nebst Zins zu 5% seit dem 31. Januar 2008 vorläufig vorzumerken. Mit Verfügung vom 18. März 2008 wurde dem Gesuch superprovisorisch entsprochen. Am 25. April 2008 verfügte der Kreispräsident die vorläufige Vormerkung der Pfandrechte auf den folgenden, einzeln aufgeführten Stockwerkeigentumseinheiten:
Eigentümer StWE-Blatt/Blätter Total Wertquote Total Pfandsumme Fr.
J._AG 51'196, 51'197, 51'203- 296/1000 22'374.85 51'208, 51'210, 51'211, 51'221, 51'233, 51''237, 51'239, 51'240 51'250, 51'251, 51'257
H._AG 51'198-51'202, 51'209, 556/1000 42'028.40 51'212, 51'216-51'220, 51'224, 51'225, 51''232, 51'234, 51'238, 51'241-51'249, 51'253-
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51'256, 51'258
B._ 51'213 17/1000 1'285.05
A._ 51'214, 51'227 16/1000 1'209.45
D._AG 51'215 10/1000 755.90
E._ 51'222 19/1000 1'436.25
I._ 51'223, 51'226 39/1000 2'948.05
C._ 51'228 17/1000 1'285.05
F._ 51'252 30/1000 2'267.75
Total 1000/1000 75'590.75
Der X._AG wurde Frist bis zum 29. August 2008 angesetzt, um Klage auf definitive Eintragung der Pfandrechte anzuheben.
C. Mit Valuta vom 30. Mai 2008 leistete N._ als Vertreter der J._AG eine Sicherheitsleistung von insgesamt Fr. 11'187.50 zur Entlastung der Pfandrechte betreffend die Stockwerkeigentumseinheiten 51'213-51'215, 51'222, 51'223, 51'226-51'228, 51'252, im Eigentum von B._, A._, der D._AG, E._, I._, C._ und F._ sel. (Beklagte 3 bis 9) stehend, auf das Konto des Kreisamtes Alvaschein. Mit Entscheid vom 4. Juni 2008 ordnete der Kreispräsident Alvaschein die Löschung der diesbezüglich vorläufig vorgemerkten Bauhandwerkerpfandrechte an. Aufgrund einer Zusatzzahlung im Oktober 2008 erhöhte sich der Gesamtbetrag auf Fr. 13'984.40. Im Hinblick auf die laufenden Bestrebungen zur Aufhebung der politischen Kreise im Kanton Graubünden wurde die gesamte hinterlegte Sicherheitsleistung in der Folge an das Bezirksgericht Albula überwiesen.
D. Die Klage wurde innert Frist am 1. September 2008 beim Kreisamt Alvaschein zur Vermittlung angemeldet. Die Parteien konnten sich an der Sühneverhandlung vom 19. November 2008 nicht einigen. Am 5. Dezember 2008 wurde der Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren ausgestellt:
Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Es sei festzustellen, dass der Klägerin eine Forderung als Pfandsumme von insgesamt Fr. 75'590.75, zuzüglich Verzugszins zu 5% seit 31. Januar 2008, zusteht;
2. Das Grundbuchamt O.2_ sei anzuweisen, die auf den Grundstücken der Beklagten 1 und 2 (Stockwerkeinheiten auf Parzelle Nr. _, O.2_, Gemeinde M._) vorläufig vorgemerkten Bauhandwerkerpfandrechte für die im Anhang 1 einzeln genannten
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Pfandsummen, insgesamt Fr. 64'403.25, je nebst Zins zu 5% seit 31. Januar 2008, zugunsten der Klägerin definitiv einzutragen;
3. Es sei festzustellen, dass der Klägerin das Recht zusteht, die von den Beklagten 3 bis 9 durch Einzahlung auf ein Konto des Kreisamtes Alvaschein geleistete Sicherheit im Gesamtbetrag von Fr. 13'984.40, je im Betrag gemäss Anhang 2, definitiv in Anspruch zu nehmen;
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
Ferner erkläre ich hiermit eine Streitverkündung an: K._GmbH, O.1_, vertreten durch RA Dr. iur. Hans-Martin Allemann, Alexanderstrasse 8, Postfach 30, 7002 Chur.
Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Abweisung
a. der Klage auf definitiven Bauhandwerker-Pfandsrechts-Anspruch der Subunternehmerfirma X._AG, O.3_, und
b. des Antrages der Subunternehmerfirma X._AG, O.3_, auf definitiven Grundbucheintrag des provisorischen Bauhandwerkerpfandrechts.
2. Streitverkündung an die Unternehmerfirma K._GmbH, O.1_
3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge nebst Mehrwertsteuer zu Lasten der Klägerschaft.
E. Der Bezirksgerichtspräsident Albula nahm die von beiden Parteiseiten beantragte Streitverkündung an die K._GmbH mit Verfügung vom 14. Januar 2009 vor und setzte eine Frist zur Einreichung einer Stellungnahme zur Prozesseingabe an. Der Rechtsvertreter der K._GmbH, Rechtsanwalt Dr. iur. Hans-Martin Allemann, reichte weder innert der angesetzten Frist eine Stellungnahme ein noch erfolgte eine anderweitige Teilnahme am Prozess, womit kein Beitritt zum Verfahren erfolgte.
F. Mit Verfügung vom 24. August 2010 erteilte der Bezirksgerichtspräsident O._, P._AG, den Auftrag zur Ausarbeitung eines Gutachtens im Wesentlichen zu den Fragen, ob die Ausführung der Aussendämmfassadenarbeiten am Hotel L._ in O.2_ den Vorgaben der Ausschreibung (insbesondere auch den darin bezeichneten Normen, Empfehlungen etc.) entspreche und wenn nicht, welche Abweichungen feststellbar seien und wie hoch ein allfälliger Minderwert beziffert werde bzw. mit welchem Aufwand zu rechnen sei, um den vertragsgemässen Zustand zu erreichen, welches die möglichen Ursachen der festgestellten Mängel seien und wie hoch die Kosten für die Entfernung bzw. den Ersatz des Werkes ausfallen würden. Das
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entsprechende Gutachten datiert vom 18. Januar 2011. Die X._AG nahm am 23. März 2011 dazu Stellung, die Beklagten verzichteten darauf.
G. Am 27. November 2012 reichte N._ als Vertreter der J._AG und der H._AG beim Bezirksgericht Albula unter Hinweis auf eine erbrachte Sicherheitsleistung von Fr. 64'403.25 (Valuta 28. November 2012) ein Gesuch um Löschung der auf deren Stockwerkeigentumseinheiten vorläufig vorgemerkten Bauhandwerkerpfandrechte ein. Am 30. November 2012 ging eine weitere Zahlung über Fr. 20'832.20 für Verzugszinsen ein. Mit Entscheid vom 30. November 2012 erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Albula, dass die hinterlegte Sicherheitsleistung hinreichend sei und ordnete die beantragten Löschungen an (Proz. Nr. 135-2012-200). Gegen diesen Entscheid erhob die X._AG am 13. Dezember 2012 Berufung beim Kantonsgericht von Graubünden mit dem Begehren, das Löschungsgesuch sei abzuweisen, eventualiter sei die Sicherheit um mindestens Fr. 20'000.00 zu erhöhen. Mit Urteil vom 16. Januar 2013 (ZK1 12 85) wurden die Berufung gutgeheissen, das Löschungsgesuch abgewiesen und festgehalten, dass bei einer Hinterlegung von weiteren Fr. 20'000.00 eine hinreichende Sicherheit auch für künftige Verzugszinsen geleistet sein würde. Mit Schreiben vom 14. Juni 2013 beantragten die J._AG und die H._AG dem Bezirksgericht Albula erneut die Löschung der Vormerkungen. Am 27. Juni 2013 ging eine zusätzliche Sicherheitsleistung von Fr. 20'000.00 beim Bezirksgericht Albula ein. Mit Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Albula vom 3. Juli 2013 wurde unter anderem die Leistung einer hinreichenden Sicherheit von Fr. 105'235.25 bestätigt (Proz. Nr. 135-2013-103). Gegen diesen Entscheid erhob die X._AG am 12. Juli 2013 wiederum Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden. Diese wurde mit Urteil vom 26. August 2013 (ZK1 13 75) abgewiesen. Auf gerichtliche Anweisung vom 17. Oktober 2013 hin löschte das Grundbuchamt O.2_ die vorläufig vorgemerkten Bauhandwerkerpfandrechte bezüglich der im Eigentum der J._AG und der H._AG stehenden Stockwerkeigentumseinheiten.
H. Mit Zahlungsbefehl vom 14. Dezember 2012 leitete die X._AG gegen die K._GmbH beim Betreibungsamt Imboden Betreibung ein für eine Forderung von Fr. 75'590.90 zuzüglich 5% Zins seit dem 31. Januar 2008 (Betreibungs-Nr. 2124595). Dagegen wurde am 10. Januar 2013 Rechtsvorschlag erhoben.
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I. Mit Schreiben vom 23. Januar 2014 teilte die X._AG dem Bezirksgericht Albula mit, ihr Rechtsbegehren gemäss Leitschein wie folgt abzuändern:
Klägerisches Rechtsbegehren:
1. (Unverändert)
2. Es sei festzustellen, dass der Klägerin das Recht zusteht, die von den Beklagten 1 und 2 durch Einzahlung auf ein Konto des Bezirksgerichts Albula geleistete Sicherheit im Gesamtbetrag von Fr. 105'235.25, je im Betrag gemäss Anhang 2, definitiv in Anspruch zu nehmen.
3. und 4. (Unverändert)
J. In einem Schreiben vom 18. März 2014 formulierten auch die Beklagten ihre Rechtsbegehren wie folgt neu:
Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Es sei die gegnerische Klage vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerschaft.
K. Die Parteien wurden mit Verfügung vom 26. Mai 2014 zur Hauptverhandlung vorgeladen. Die Rechtsvertreter beider Parteien reichten mit Schreiben vom 10. bzw. 12. Juni 2014 weitere Urkunden zu den Akten. Anlässlich der Hauptverhandlung haben die Parteien ihre Rechtsbegehren wie folgt abgeändert:
Klägerisches Rechtsbegehren:
1. (Unverändert)
2. Es sei festzustellen, dass der Klägerin das Recht zusteht, die von den Beklagten 1 und 2 durch Einzahlung auf ein Konto des Bezirksgerichts Albula geleistete Sicherheit im Gesamtbetrag von Fr. 105'235.25 definitiv in Anspruch zu nehmen.
3. Es sei festzustellen, dass der Klägerin das Recht zusteht, die von den Beklagten 3 bis 9 durch Einzahlung auf ein Konto des Kreisamtes Alvaschein geleistete Sicherheit im Gesamtbetrag von Fr. 13'984.40 definitiv in Anspruch zu nehmen.
4. (Unverändert)
Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Es sei die gegnerische Klage vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
2. (Unverändert)
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L. Mit Urteil vom 2. Juli 2014, mitgeteilt am 20. Oktober 2014, entschied das Bezirksgericht Albula was folgt:
"1. In Gutheissung der Klage wird festgestellt,
- dass die für die J._AG, die H._AG, B._, A._, die D._AG, E._, I._, C._ und die Erben der F._ sel. auf dem Postkonto 31-731186-4, lautend auf das Bezirksgericht Albula, hinterlegten Sicherheitsleistungen von insgesamt CHF 119'219.65 (CHF 13'984.40 und CHF 105'235.25) definitiv gestellt wurden und
- dass damit zugunsten der X._AG Pfandrechte für eine Pfandsumme von insgesamt CHF 75'590.75 zuzüglich 5% Zinsen seit 31. Januar 2008 begründet wurden, die eine allfällige Forderung (zuzüglich Verzugszinsen) der X._AG sichern, welche dieser der K._GmbH gegenüber zusteht.
2. Eine Herausgabe der Sicherheitsleistungen kann nur erfolgen, wenn und soweit ein rechtskräftiges und vollstreckbares gerichtliches Urteil oder ein gerichtlicher bzw. aussergerichtlicher Vergleich die K._GmbH zur Bezahlung einer bestimmten Forderung nebst Verzugszinsen an die X._AG verpflichtet und wenn die K._GmbH die X._AG nicht befriedigt.
3. Die Kosten des Kreisamtes Alvaschein von CHF 300.00 sowie die Kosten des Bezirksgerichtes Albula bestehend aus:
Gerichtsgebühren CHF 12'000.00
Kosten des Gutachtens CHF 12'921.50
insgesamt CHF 24'921.50
gehen je zur Hälfte (Kreisamt Alvaschein: CHF 150.00, Bezirksgericht Albula: CHF 12'460.75) zulasten der X._AG und der solidarisch haftenden J._AG, H._AG, B._, A._, D._AG, E._, I._, C._ und Erben der F._ sel. Die Kosten des Bezirksgerichts Albula werden mit den geleisteten Kostenvorschüssen von je CHF 18'000.00 verrechnet. Die verbleibenden Kostenvorschüsse von je CHF 5'539.25 werden nach Erhalt eines Einzahlungsscheines erstattet.

## Considerations