# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f1285716-e918-4498-8e17-c98d561f338c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1974
,
verfügt über keinen erlernten Beruf und
war
zuletzt
von
16. April
2012
bis
am 31. Mär
z
2017
bei
der
Y._
AG
in einem 50 %-Pensum als IT Support
er
und im Nebenverdienst als selbständiger DJ
tätig
(Urk. 7/4, Urk. 7/12
-15
, Urk. 7/33 S. 2
Ziff. 1.7
).
Aufgrund
eines
Gesund
heitsschadens konnte er ab dem 1. September 2016 nicht mehr arbeiten (Urk. 7/12 S. 2)
.
Das
Arbeitsverhältnis bei der
Y._
AG
wurde ihm auf den 31. März 2017 gekündigt (Urk. 7/
12/7
).
Unter
Hinweis auf
eine Diskus
hernie/Bandscheibenvorfall L4 und L5
meldete sich der Versicherte
mit am 20. Januar 2016 [richtig: 2017] unterschriebenem Formular
am
17. Februar 2017
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/4
). Die Sozial
versi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Sit
uation ab
und
zog
die
Akten
des Krankentaggeldversicherers bei (Urk. 7/5
, Urk. 7/27, Urk. 7/30
).
Am
21.
November 201
7 (Urk.
7/
26
) teilte die IV
Stelle dem Versicherten mit, dass zurz
eit keine beruflichen Eingliederungs
massnahmen
möglich
seien und
er
über den Rentenanspruch eine separate Ver
fügung e
rhalte
.
Nach durchgefü
hrtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/43, Urk. 7/48
, Urk. 7/52
) verneinte
d
ie IV-Stelle mit Verfügung vom
20. Juni 2018
einen
Leistungsan
spruch
(Urk.
2)
.
2.
Der Versicherte erhob am
22. August 2018
Beschwerde gegen die Verfügung vom
20. Juni 2018
(Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm die gesetzlichen Leistungen auszurich
ten (Urk. 1 S.
2
)
.
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
27. September 2018 (Urk. 6
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
2. Oktober 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8
).
Am 13. März und 19. Juli 2019 (Urk. 9, Urk. 12)
reichte der Beschwerdeführer diverse Arztberichte ein (Urk. 10, Urk. 13), welche der Beschwerdegegnerin am 14. März und 22. Juli 2019 (Urk. 11, Urk. 14) zur Kenntnis zugestellt wurden.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende
oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung [
IVG
]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
ti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Sowohl das Verwaltungsverfahren wie auch der kantonale Sozialversi
cherungs
prozess sind vom
Untersuchungsgrundsatz
beherrscht. Danach haben Verwaltung und Sozialversicherungsgericht den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen. Diese Untersuchungspflicht dauert so lange, bis über die für die Beurteilung des streitigen Anspruchs erforderlichen Tatsachen hinreichende
Klarheit besteht. Führen die im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatz
es von A
mtes wegen vorzunehmenden Abklärungen den Versicherungsträger oder das Ge
richt bei umfassender, sorgfältiger, objektiver und inhaltsbezogener Beweis
wür
digung (BGE 132 V 393 E. 4.1 S. 400) zur Überzeugung, ein bestimmter Sachverhalt sei als überwiegend
wahrscheinlich zu betrachten, und es könnten weitere
Beweis
massnahmen
an diesem feststehenden Ergebnis nichts mehr ändern, so liegt im Ver
zicht auf die Abnahme weiterer Beweise keine
Verletzung
des Anspruchs auf
rechtliches Gehör (antizipierende Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3 S. 236 f.
mit weiteren Hinweisen). Bleiben jedoch erhebliche Zweifel an Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung bestehen, ist weiter zu ermitteln, soweit von zusätzlichen
Abklärungsmassnahmen
noch neue
wesentliche Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_
662/2016 vom 15. März 2017 E. 2.2 mit Hinweis).
1.4
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE
125 V 351 E. 3b/
ee
). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines exter
nen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässig
keit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte in ihrer leistungsabweisenden Verfügung vom 20. Juni
2018 (Urk. 2) aus,
die medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer ab November 2017 wieder arbeitsfähig sei. Trotz vieler Untersuchungen und Abklärungen hätten keine Ursachen für die Ein
schränkungen gefunden werden können. Somit sei davon
auszugehen, dass nach der üblichen Heilungsphase eine volle Arbeitsfähigkeit bestehe. Die empfohlene Therapie habe der Beschwerdeführer nicht in Anspruch nehmen wollen. Allenfalls sei eine fachpsychiatrische Behandlung sinnvoll. Es bestünden keine gesundheit
lichen Einschränkungen mit län
g
erdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit (S. 1 f.).
In ihrer Beschwerdeantwort vom
27
.
September
2018 (Urk. 6) ergänzte die Be
schwerdegegnerin,
der mit Beschwerde eingereichte Arztbericht vom 30. Juni 2018 enthalte keine Informationen, die auf eine langandauernde Arbeits
unfähig
keit in der angestammten leichten Bürotätigkeit schliessen lassen würde
n
.
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich in seiner Beschwerde vom
22
.
August
2018 (Urk. 1) hingegen auf den Standpunkt,
die Beschwerdegegnerin habe
ihn
keine
r
eigene
n
Untersuchung unterzogen, sondern sich damit begnügt, die Fest
stellungen der privaten Krankentaggeldversicherung zu übernehmen. Die vor
liegende medizinische Beurteilung sei nicht verwertbar und die Beschwerde
gegnerin verletz
e
Bundesrecht, soweit sie sich darauf stütze. Das Bundesgericht verlange bei nicht objektivierbaren Beschwerden regelmässig ein strukturiertes Beweisverfahren. Hinzu komme, dass er bis heute nie psychiatrisch abgeklärt worden sei, obschon sein Hausarzt davon ausgehe, dass eine depressive Reaktion vorliege. Neuerliche Abklärungen in der
Klinik Z._
hätten ergeben, dass seine Beschwerden und Einschränkungen sehr wohl objektivierbar seien. Dies zeige ein erster Bericht der
Z._
vom 30. Juni 2018 auf (S. 3).
Bei diesem, welcher kurz nach Verfügungse
rlass erstellt worden sei, hand
le es sich nicht einfach um eine Erweiterung des massgeblichen Sachverhalts. Es sei untersucht
worden
, welche Ursachen für die Beschwerden und Einschränk
ungen verantwortlich seien.
Die Beschwerdegegnerin
habe
den Fall voreilig abgeschlossen. Die notwendigen
Untersuchungen
seien
noch im Gang. Doch selbst wenn keine objektivierbare Ursache für
die Beschwerden und Einschränkungen vorliegen würde
,
könne
die Beschwerdegegnerin nicht
allein mit dem Argument mangelnder Objektivier
bar
keit eine Leistungspflicht verneinen
(S. 4)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist,
ob der Sachverhalt genügend abgeklärt worden ist und damit ein Entscheid über den Rentenanspruch ergehen konnte
.
3.
3.1
Nach am 12. Januar 2017
erfolgter
Operation (
Fenestration
L4/5 rechts mit
mikrochirugischer
Sequestrektomie
[
vgl.
Urk. 7/5/2-3]
)
diagnostizierten Dr.
A._
,
B._
und
C._
von der
Klinik für Rheumatologie des Stadts
pitals
D._
in ihrem Austrittsbericht vom 16. Januar 2017 (Urk. 7/5/4-5
)
unter anderem ein chronisches
lumboradikuläres
Schmerz
syndrom L5 rechts bei einer klinischen
Lumboischialgie
und Hyp
o
sensi
bilität rechts
mit
entsprechend
em
Dermatom L5 ohne motorische Ausfälle und bei einer Diskushernie
L4/5 mit
rez
essaler
Kompression L5 rechts.
Sie
hielten fest,
der Eingriff wie auch der poststationäre Verlauf seien komplikationslos gewesen
, der Beschwerdeführer sei am 16. Januar 2017 in gebessertem Allgemeinzustand nach Hause ausgetreten und er sei in
seiner bisher ausgeübten Tätigkeit als Haus
wart bis
und mit
14. Februar 2017 arbeitsunfähig.
3.
2
Dr.
E._
, Facharzt für Neurologie, Dr.
F._
, Facharzt für Neu
rologie, und Dr.
G._
vom Zentrum
H._
der Universitätsklinik
I._
diagnostizierten
in ihrem Bericht vom 26. Oktober 2017 (Urk. 7/39) nach gleichentags erfolgter neurologischer und
neurophysiologischer Untersuchung
unter anderem eine Hüftbeugeschwäche rechts
sowie eine
n
Verdacht auf eine Neuropathie des
Nervus
cutaneus
femoris
lateralis
rechts
. Sie führten dazu
aus, klinisch ergebe sich ein isoliertes motorisches Defizit der Hüftbeuger rechts. Elektro
physiologisch habe in den
Myotomen
L2 und L3 rechts kein Hinweis auf eine neurogene Schädigung akuter oder chronischer Genese festgestellt werden können. Die vom
Beschwerdeführer
geschilderte Symptomatik
könne
aufgrund der vorliegenden Befundkonstellation nicht einer neurogenen
Ursache zugeord
net werden
(S. 2)
.
Auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin hielten Dr.
F._
und Dr.
G._
am 2. März 2018 (Urk. 7/40/6
-9) über ihre Untersuchung vom 26. Oktober 2017 fest,
die Einschränkungen liessen sich durch Physiotherapie und Muskelaufbau ver
mindern. Aufgrund der im Rahmen der fokussierten einmaligen ambulanten Untersuchung
am 26. Oktober 2017 vorliegenden Informationen sei eine Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit nicht möglich (
S.
3
Ziff. 1.8 und
Ziff.
1.11).
3.
3
J._
von der Abteilung Orthopädie der Universitätsklinik
I._
hielt in seinem Schreiben vom 30. Oktober 2017 (Urk. 7/27/4-5) auf Rückfrage des Krankentaggeldversicherers fest,
in seiner Befunderhebung vom 6. September 2017 habe
er ein deutlich disharmonisches Gangbild mit Nachziehen des rechten Beins sowie
eine
Hüftbeugerschwäche
im Liegen M4, aber ansonsten kein moto
risches Defizit feststellen können.
D
er Beschwerdeführer sei
momentan
zu 100 % arbeitsunfähig. Eine langfristige Beurteilung sei zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich. Er empfehle ein Gutachten zur weiteren Beurteilung der langfristigen Arbeitsfähigkeit.
3.
4
In seiner Stellungnahme vom 21. November 2017
(Urk. 7/30/3-4)
zuhanden
des
Krankentaggeldversiche
rers
berichtete
dessen
beratende
r
Arzt Dr.
K._
, Facharzt für Rheumatologie
und für Innere Medizin
, gestützt auf die ihm vor
liegenden Arztberichte
(E. 3.1
-3
)
, es bestehe eine
Il
iopsoasschwäche
rechts unklarer
Ätiologie
bei einem aber guten postoperativen Ergebnis nach der
Sequestrektomie
am 12.
Januar 201
7.
Ob es sich um eine Diagnose mit Krank
heitswert handle, könne er nicht beantworten, da die Muskelschwäche ätiologisch für den Facharzt der Neurologie unklar sei. Die Diagnose begründe keine Arbeits
unfähigkeit. In der angestammten Tätigkeit könne er eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit nicht nachvollziehen.
3.
5
Hausarzt Dr.
L._
, Facharzt für Innere und Allgemeine Medizin FMH, bei welchem sich der Beschwerdeführer
ab
Mai 2016 in Behandlung befand, stellte in seinem Bericht vom
26. Januar 2018 (Urk. 7/33) folgende Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1):
-
Diskushernie L 4/5 rech
ts mit/bei: Status nach
Sequest
rektomie
in mikro
chirurgischer Technik Januar 2017
-
aktuell progrediente
Hüftbeugerschwäche
ohne elektrophysiologisches Korrelat Februar 2017
-
Diskusdegeneration L 3/4, L 4/5 und L5/S1
-
Diskushernie L5/S1 rechts
rezessal
mit Kontakt zur Nervenwurzel S1 ohne relevante Kompression
-
schmerzhafte Bewegungseinschränkung der Schulter rechts, Radikulopa
thie C8 rechts
Zudem führte
Dr.
L._
aus
, der Beschwerdeführer sei in seiner zuletzt
ausgeübten
Tätigkeit seit September 2016 andauernd zu 100 % arbeitsunfähig (S. 2 Ziff. 1.6
; siehe auch S. 3 zu zumutbaren behinderungsangepassten Tätigkeiten
)
.
Ob wieder mit der Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit gerechnet werden könne, müsse durch die Fachklinik
I._
sowie die
Klinik M._
beurteilt werden (S. 3 Ziff. 1.9).
3.
6
Im an die Beschwerdegegnerin gerichteten Schreiben vom 14. Februar 2018 (Urk. 7/35; vgl. auch
die
Bericht
e
vom 23. November 2017
und vom 16. Januar 201
8
,
Urk. 7/36
)
berichtete
Oberarzt Neuro-Urologie Dr.
N._
vom Zentrum
H._
der Universitätsklinik
I._
,
der Beschwerdeführer befinde sich aufgrund einer neurogenen Sexualfunktionsstörung bei ihnen in neuro-urologischer Behandlung. Diese Diagnose erscheine am ehesten nicht ursächlich für eine Arbeitsunfähigkeit und dementsprechend
[auch nicht]
für die Beurteilung einer allfälligen beruflichen Re-
lntegration
/Rente.
3.
7
Gestützt auf
die
vorhandenen medizinischen Unterlagen
(E. 3.
1
-6
) führte
Dr.
O._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
, vom regionalen ärztlichen Dienst (RAD) in seiner Stellungnahme vom
7. März 2018
(Urk. 7/
42
S. 5
f.) aus,
anhand
der vorliegenden Arztberichte sei die Diagnose einer ätiolo
gisch unklaren Iliopsoas-/
Hüftbeugerschwäche
rechts (M2/3) ausgewiesen, ein
schliesslich einer sich daraus ableitenden, zeitlich befristeten Einschränkung der funktionellen Leistungsfähigkeit. Diese Diagnose sei mittlerweile stabil. Hinsicht
lich der Bewertung der Arbeitsunfähigkeit - wie üblich ohne entsprechenden Zusatz gültig für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit
«
IT Supporter
»
bzw.
«
selbstän
diger DJ
»
- seien die aktenkundigen Angaben einer Arbeitsunfähigkeit von 100
%
ab 13. September 2016 bis zum Zeitpunkt des Abschlusses der neurologischen Diagnostik in der Universitätsklinik
I._
im November 2017 nachvollziehbar
, aber
n
ach Ausschluss einer neurogenen Ursache nicht mehr plausibel.
Somit
sei
hier
in Übereinstimmung mit dem
beratenden Arzt
des Taggeldversicherers
(
Dr.
K._
)
von einer
Arbeitsfähigkeit von
100% in der bisherigen
Tätigkeit aus
zuge
h
en, welche unter Berücksichtigung des im Arbeitgeberfragebogen
enthalte
nen Anforderungsprofils einer behinderungs
angepassten Tätigkeit entsp
re
ch
e
.
3.
8
In einem Schreiben vom 18. Mai 2018
an den Rechtsvertreter des Beschwerde
führers
(Urk. 7/51/1-2
; vgl. auch
das Überweisungsschreiben an die
Klinik
Z._
vom 9. Mai 2018 [Urk. 7/51/3-4]
) führte
Dr
.
L._
aus,
offenbar
seien keine
Beschwerden
objektivierbar. Die Arbeitsunfähigkeit sei aber sicher nach wie vor 100 %. Diese Einschätzung beruhe nicht auf objektiven Befunden, sondern aufgrund der ganzen Situation, zumal der Beschwerdeführer inzwischen auch schwer gestört sei.
Eine Behandlung an der Psychosomatik des Spitals wurde in Anspruch genommen, vom Patienten aber abgelehnt, da er sich weigert, Psycho
pharmaka einzunehmen.
Man müsse das ganze psychologische und psychiatrische Umfeld beachten.
Der
Beschwerdeführer
sei
ein psychisch ange
schlagener Mensch, der aufgrund seiner Leidensgeschichte aktuell kaum einsatz
fähig sei. Er sei voll und ganz mit seinen Beschwerden beschäftigt und es sei sicher auch eine reaktive Depression vorhanden. Man müsse ihn psychiatrisch beurteilen lassen bezüglich seiner Arbeitsunfähigkeit, oder ein umfassendes medizinisches Gutachten erstellen lassen.
3.
9
Der Beschwerdeführer reichte im
vorliegenden Verfahren mit der Beschwerde
einen Bericht
von
Dr.
P._
, Facharzt FMH für Anästhesiologie und für Interventionelle Schmerztherapie, von der
Klinik
Z._
,
vom 30.
Juni 2018 (Urk. 3)
ein. Darin stellt dieser
nach
am 27. Juni 2018
erfolgter Erstkonsul
tation und
unter anderem gestützt auf zwei MRI der Hals- und Lendenwirbelsäule
(HWS/LWS)
vom 15.
Januar 2018
folgende Diagnosen (S. 1
; verkürzt wiederge
geben
)
:
-
Therapierefraktäre Lumbago mit
ischialgiformen
Ausstrahlungen ins rechte Bein mit
/
bei:
-
Diskushernie L5/S1 rechts
rezessal
mit Kontakt zur Nervenwurzel S1
-
Status nach
Sequestrektomie
L4/5 bei Diskushernie 12.
Januar
2017
-
seither
Hüftbeugerschwäche
rechts, Neuropathie
Nervus
cutaneus
femoris
lateralis
rechts
-
Persistierende m
ä
ssige
Foramenstenose
L4/5 rechts mit Kontakt zur Wurzel L4
-
Rezessusstenose
L4/5 rechts > links mit Bedrängung der Wurzel L5 rechts > links
-
B
rachialgie
beidseits
rechtsbetont mit/bei
:
-
m
ässiggradige
r
Foramenstenose
C4/5, C5/6 und C6/7 rechts
-
D
ifferentialdiagnos
e
:
Schulterproblematik unklarer Genese
Dr.
P._
führte in seiner Beurteilung dazu
aus, in der Gesamtschau
auffällig
erachte er
die in zeitlichem Zusammenhang mit der
Disku
s
hernienoperation
stehende bemerkenswerte Atrophie des
M
usculus
Psoas
,
insbesondere i
n den hoch lumbalen Abschnitten
(höchstens 50
%
des Volumens im Vergleich zur Gegen
seite)
. Dies
in Kombination mit einer Neuropathie des
Nervus
cutaneus
femoris
lateralis
, wie auch die im Rahmen des Orgasmus ins Bein
ausstrahlenden Schmerzen, jeweils rechts. Sowohl die Innervation der proximalen
Anteile des
Psoas
(L1, L2), wie auch die Ursprünge der
Nervus
cutaneus
femoris
lateralis
(L2, L3) und
genitofemoralis
(L1, L2) stamm
t
en aus denselben
Wirbelsegmenten.
Allen
gemeinsam
sei
L
2.
Anlässlich den durchgeführten
Elektroneurogra
fie
/
Elektro
myografie
seien zwar die kaudal
en Anteile des
lliopsoas
geprüft
worden
, doch
müsse
davon
ausgegangen werden, dass diese Anteile ausschlie
sslich aus L3 innerviert werden. L
1 und
insbesondere
L2
hätten
somit bislang nicht geprüft werden
können
.
Das r
ezidivierende K
ältegefühl im rechten Bein könn
e darüber hinaus auf eine
vegetativ unterhaltene Komponente der Symptomatik hinweisen, dies ebenfalls im
Bereich L2 und L
3.
Diagnostisch aufschlussreich dürften
gegebenenfalls
Blockaden des
sympathischen Grenzstrangs auf Höhe L2 und L3 rechts sein, gefolgt von
Wurzelblockaden L1-L3 rechts.
Hinsichtlich der beklagten Schulter - und Armschmerzen
hielt Dr.
P._
fest,
differenzialdiagnostisch
sei
an eine zervikogene Kausalität zu denken, insbeson
dere
seien
Wurzelirritationen C5
-C7 rechts nicht auszuschliessen. Diagnostisch
aufschlussreich und
gegebenenfalls
von therapeutischem Nutzen dürften
trans
foraminale
periradikuläre
Infiltrationen der genannten Segmente sein.
Aufgrund der im HADS
(Hospital
Anxiety
and Depression
Scale
)
erzielten Punktzahlen
sei
eine eingeschränkte
Schmerzmodulation in Betracht zu ziehen. Ein schmerzpsy
chologisches
Assessment
mit der Frage nach schmerzdistan
zierenden Optionen
sei
indiziert und
habe mit
E
inverständnis des
Beschwerde
führers
bereits geplant werden
können (S. 3)
.
4.
4.
1
Als Grundlage für ihre Verfügung vom 2
0
.
Juni
201
8
(Urk. 2) dienten der Beschwerdegegnerin
gemäss den versicherungsinternen Feststellungsblättern vom 19. März und 20. Juni 2018 (Urk. 7/42, Urk. 7/53)
die
Unterlagen
des Stadt
spitals
D._
(E. 3.1), der Universitätsklinik
I._
(E. 3.
2-
3
, E. 3.
6
)
, die kurze Stellungnahme von Dr.
K._
(E.
3.4
),
die Berichte des Hausarztes Dr.
L._
(E. 3.
5,
E. 3.
8
) sowie
die
aktengestützte Stellungnahme des RAD-Arztes Dr.
O._
(
E. 3.
7
). Die Beschwerdegegnerin schloss
aus den ihr vorliegenden Unterlagen, dass der Beschwerdeführer an keinen gesundheitlichen Einschränkungen mit längerdauernden Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit leidet und spätestens ab November 2017 wieder arbeitsfähig war (E. 2.1).
4.2
RAD-Arzt Dr.
O._
konnte in seiner Stellungnahme gestützt auf alle ihm vor
liegenden medizinischen Unterlagen nachvollziehbar darlegen, dass beim Beschwerdeführer spätestens nach Abschluss der neurologischen Untersuchungen an der
Universitätsklinik
I._
,
wo
festgestellt worden war, dass eine neuro
gene Ursache für allfällige Einschränkungen nicht plausibel
ist
, von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit auszugehen ist
.
Diese Schlussfolgerung ist schlüssig
.
Entgeg
en der Behauptung des Beschwerdeführers
begnügte sich Dr.
O._
nicht ein
fach damit
,
die Position von Dr.
K._
zu übernehmen, sondern führte ledig
lich aus, dass er dessen Einschätzun
g teile («in Übereinstimmung»). Aus den
von
Dr.
O._
berücksichtig
t
en medizinischen Akten zeigt sich vielmehr dessen nach
vollziehbare Beurteilung.
Der
poststationäre Verlauf nach erfolgter Operation im Stadtspital
D._
war
komplikationslos (E. 3.1)
.
Die Neurologen
des
I._
s konnten
keine neurogene Schädigung feststellen
(E. 3.
2
)
. Ebenso wurde von
den Orthopäden des
I._
in ihrer Untersuchung als einziges motorisches Defizit neben einem ansonsten unauffälligen Befund eine
Hüftbeugerschwäche
i
m Liegen mit einer Muskelkraft
4 fest
ge
stellt. Dies bedeutet nach den Kraftgraden bei einer Skala von 0 (
keine Muskelaktivität
) bis 5 (
normale Muskelkraft
)
bei
4
eine Muskelkraft bei Bewegung
gegen
Widerstand (
vgl.
P
schyrembel
, Klinisches Wörterbuch, 259. Aufl., S. 902)
.
Es ist nicht ersichtlich, inwiefern eine relativ geringe Einschränkung der Muskelkraft des Hüftbeugers die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in seine
n
Tätigkeit
en
als IT-Supporter
bzw. selbständiger DJ
beeinträchtigen
soll
.
Die Neuro-Urologen
des
I._
zeigten
weiter
auf, dass die von ihnen gestellte
Diagnose
der neurogenen Sexualstörung
mit elektrisierenden Schmerzen in das rechte Bein nicht ursächlich für eine Arbeitsunfähigkeit
ist (E. 3.6
)
.
4.3
4.3.1
Auch der
im Nachgang zu der RAD-
Beurteilung
erstellte Bericht von Dr.
L._
vom 18.
Mai 2018
(E. 3.8
)
vermag
diese nicht
in
Frage zu stellen
, ging
D
r.
L._
doch darin gerade davon aus, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers nicht objektivierbar sind und die von ihm attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit
führte er
auf die
Gesamtsituation bzw.
psychische Situation des Beschwerdeführers
zurück
, ohne jedoch
auf eine fachärztliche Einschätzung zurückzugreifen oder selbst eine diesbezüglich Befunderhebung
vorgenommen
zu haben
.
Überhaupt stützt er sich vornehmlich auf Angaben des Beschwerdeführers ab, was sich ins
besondere aus dem Bericht vom 2
6.
Januar 2018 ergibt, wo er jegliche behinde
rungsangepasste Tätigkeit (rein sitzend, rein stehend, wechselbelastend etc.) gestützt auf dessen Aussage seit 2016 rundweg verneint (E. 3.5,
Urk.
7/33 S. 3).
4.
3
.
2
Dem Beschwerdeführer ist insoweit zuzustimmen, dass es sich beim Bericht von Dr.
P._
vom 30. Juni 2018 (E. 3.
9
)
nicht
um eine vorliegend nicht zu berück
sichtigende Sachverhaltserweiterung handelt, zumal er nur gerade
10
Tage nach der
angefochtene
n
Verfügung
verfasst wurde
, die Ursachen für die ent
scheiden
den Beschwerden zum Gegenstand hat und sich
unter anderem
auf zwei MRI
von
Januar 2018 stützt.
Der Bericht von Dr.
P._
enthält aber
keinerlei
Ein
schätzung
der Arbeitsfähigkeit
, noch enthält er
Hinweise auf
bisher
ungeklärte Leiden, welche einer weiteren Abklärung
wegen einer allfälligen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
bedürften.
Hinsichtlich der von
Dr.
P._
diskutierten lumbalen Thematik
,
handelt es sich
denn auch
lediglich
um eine von ihm angeführte
,
neu
e
Interpretation der bekannten Problematik,
deren Ursache
er
neuerdings
in der Region der Wirbel L2 und L3 zu verorten sucht (E. 3.
9
).
Diese vermag jedoch nicht zu überzeugen.
Einerseits zeigten die Neurologen
des
I._
s
elektrophys
i
ologisch
bereits
auf, dass in den
Myotomen
L2 und L3 rechts keine Hinweis
e
auf eine neurogene Schädigung akuter oder chronischer Genese fes
tgestellt werden konnten (E. 3.2
)
,
und anderseits führte die aufgrund seiner Interpretation durchgeführte Interven
tion auf Höhe L2 am 17. Dezember 2018 zu keiner signifikanten
Beschwerde
regredienz
, wonach
Dr.
P._
selbst
ein vegetativ unterhaltenes Schmerz
syndrom
(SMP)
mit höchster Wahr
scheinlichkeit ausschloss (vgl.
Urk. 10/3
S. 2
).
Zudem zeigte sich der von Dr.
P._
in seiner Untersuchung erhobene klini
sche Befund gänzlich unauffällig. So beschrieb er insbesondere einen
hinkfreien
Gang
, eine Wirbelsäule im Lot, einen Schulter- und Beckengeradestand und ein Zehenspitzen- und Fersengang konnte demonstriert werden
(
vgl.
Urk. 3 S. 2).
Die Schulterproblematik war bereits mit Bericht von Dr.
L._
vom 26. Januar 2018 (E. 3.5
) bekannt und vom RAD-Arzt Dr.
O._
somit gewürdigt worden. Zudem
hielt
Dr.
L._
diese für die Arbeitsfähigkeit
als
nicht relevant
, ging er doch im Nachgang zu seinem Bericht vom 26. Januar 2018
im Schreiben vom 18.
Mai 2018
(E. 3.
8
)
davon aus, dass
keine
relevanten
objektivierbaren
und somit
wesentlichen
somatische
n
Beschwerden
vorlagen.
Ebenso
wenig
wurde
von Dr.
P._
eine diesbezügliche funktionelle Einschränkung
– wie überhaupt von keinem
der
konsultierten
Ä
rzt
e
- beschrieben (vgl. E. 3.1-
9
, Urk. 10/1-3, Urk. 13/1-2).
Dr.
P._
zog
aufgrund der erhobenen HADS-Punktzahl eine eingeschränkte Schmerzmodulation in Betracht. Er diagnostizierte aber weder
ein psychosoma
tisches Leiden, noch äusserte er
auch
nur den Verdacht eine
s
solchen
, welcher Anlass für weitervorzunehmende Abklärungen hätte sein können
. Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG, zu welchen somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden zählen, setzt eine psychiatrische, lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6).
Darüber hinaus spricht der Umstand, dass der
anwalt
lich vertretene
Beschwerdeführer nach erfolgtem schmerzpsychologische
m
Assessment in der
Klinik
Z._
(vgl. Urk. 3 S. 3 unten) keinerlei diesbe
zügliche Unterlagen mehr einreichte
dafür, dass keine entsprechenden
Diagnosen oder gar nur Verdachtsdiagnosen gestellt werden
konnten,
zumal er im vor
liegenden Verfahren
betreffend
seine
somatischen Leiden
solche
Nachweise nach
reichte.
4.3.3
Die ü
brigen
vom Beschwerdeführer im vorliegenden Beschwerdeverfahren
einge
reichten medizinischen Unterlagen
vermögen die Einschätzung des RAD
Arztes Dr.
O._
a
uch nicht in Zweifel zu ziehen.
Dr.
Q._
, Facharzt für Neurochirurgie, speziell Wirbelsäulenchirurgie, vom
Zentrum
R._
, führte in s
einem Bericht vom 21. April 2017
(Urk. 13/2) lediglich aus, er habe dem Beschwerdeführer das MRI nach erfolgter Operation im Januar 2017 mit freier L5 Nervenwurzel gezeigt. Dieser denke, es sei etwas schiefgelaufen während der Operation. Er habe ihm gesagt, dass genau das Gegenteil der Fall sei. Auffallend sei die sehr schmerzhafte Hüftinnenrotation. Die notwendigen Abklärungen der Hüftproblematik wurden denn
auch
im Nach
gang von den Fachärzten des
I._
vorgenommen (vgl. E. 3.2-3, E. 3.6) und deren Resultate von Dr.
O._
berücksichtigt (E. 3.7).
Wie bereits ausgeführt (E. 4.3.2), zeigte der Bericht vom
17. Dezember 2018
(Urk. 10/3)
über eine gleichentags auf Höhe L2
aus Anlass der Neuinterpretation
von Dr.
P._
durchgeführte Intervention, dass diese
zu keiner signifikanten
Beschwerderegredienz
geführte hatte. Darüber hinaus betrifft der Bericht einen Sachverhalt, welcher zeitlich fast sechs Monate nach dem Verfügungszeitpunkt liegt, und ist dementsprechend zur Beurteilung des vorliegenden Leistungs
an
spruches, über welchen die Beschwerdegegnerin am 20. Juni 2018 (
Urk.
2) ver
fügte, unbeachtlich (BGE 131
V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b)
. Dies gilt umso mehr für die Berichte über die Interventionen vom 28. Januar
(
Kathetergesteuerte
Epiduro
graphie
/
Epidurolyse
nach
Racz
– mit ausbleibendem Effekt)
und 7. März
(erneute
Kathetergesteuerte
Epidurographie
/
ballon
geführte
Epidurolyse
-Effekt unbekannt)
(Urk. 10/1-2), die Sachverhalte betreffen, welche rund sieben und bei
nahe neun Monate nach dem Verfügungszeitpunkt liegen.
Beim Bericht vom 12. Juni 2019 (Urk. 13/1) von Dr.
S._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin FMH, handelt es sich
um eine
aktenbasierte
rück
blickende
Einschätzung
der aufgrund der
Hüftbeugerschwäche
bestehenden Ein
schränkungen des Beschwerdeführers mit dem Hinweis, dass diesem seine Tätig
keit als IT-Supporter nicht mehr zumutbar gewesen sei, weil er dafür hätte Auto fahren müssen, was er nicht mehr gekonnt habe. Diese Ansicht kann nicht gefolgt werden. Sie vermag die geltungszeitlichen Untersuchungen der Fachärzte des
I._
s
, bei welcher lediglich eine
Hüftbeugerschwäche
im Liegen M4, aber ansonsten kein motorisches Defizit, festgestellt werden konnte, nicht umzu
stossen.
4.4
Der Beschwerdeführer kritisierte die Abklärungen der Beschwerdegegnerin insbe
sondere
auch
deswegen,
weil
er diese als noch nicht abgeschlossen ansah und eine psychiatrische Untersuchung zu Unrecht unterblieben
sei
sowie zudem ein strukturiertes Beweisverfahren hätte durchgeführt werden müssen (E. 2.2).
Wie bereits aufgezeigt (E. 4.3.2) ist eine psychiatrische Abklärung im vor
liegen
den Fall nicht angezeigt.
Abgesehen vom Hausarzt Dr.
L._
, welcher
ohne jedoch auf eine fachärztliche Einschätzung zurückzugreifen oder überhaupt selbst eine diesbezüglich
e
Befunderhebung vorgenommen zu haben
(vgl. E. 3.8,
E. 4.3.1), eine psychisch bedingtes Leiden annahm, weisen alle Einschätzungen der übrigen konsultierten Ärzte nicht in diese Richtung. Selbst Dr.
P._
diagnostizierte weder
ein psychosomatisches Leiden, noch äusserte
er
einen diesbezüglichen
Ver
dacht
, sondern er setzte lediglich seine rein somatische Behandlung fort
(E. 3.
9
und E. 4.3.2).
Da eine
psychiatrische
Diagnose Voraussetzung
für einen psychi
schen Gesundheitsschaden bildet, ist ein strukturiertes Beweisverfahren auch nicht angezeigt.
4.5
Nach dem Gesagten
kann auf die
Beurteilung des RAD-Arztes Dr.
O._
abgestellt werden (vgl.
E. 1.4
).
Die
Vorbringen des Beschwerdeführers und die von ihm im Zuge des vorliegenden Verfahren eingereichten medizinischen Unterlagen
ver
mögen
keine
Zweifel an
der
Beurteilung des RAD sowie der
Vollständigkeit und/oder Richtigkeit der bisher getroffenen Tatsachenfeststellung durch
die Beschwerdegegnerin
zu
erwecken
.
In Anbetracht der gegebenen Sa
ch- und Rechts
lage sind von
zusätzlichen medizinischen Abklärungen keine
entscheidwesentli
chen
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf zu verzichten ist (
E. 1.3). Ein invalidenversicherungsrechtlich relevanter Gesundheitsschaden
mit andauernder Arbeitsunfähigkeit
ist nicht ausgewiesen.
Demzufolge ist
die Beschwerde abzuwei
sen
.
5.
Ausgangsgemäss gehe
n die Verfahrenskosten von Fr. 8
00.-- zulasten des unter
li
egenden Beschwerdeführers (Art.
69 Abs.
1
bis
IVG).