# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 43761788-f5f6-41d5-a9b5-f1777c99b472
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1969 geborene
X._
, welcher in seinem Heimatland von 1987 bis 1989 die Medizinische Fakultät an der Universität besucht hatte,
reiste
im Jahr
1990 als Flüchtling in die Schweiz ein
.
H
ier
begann er
im Jahr 1997
ein Medizinstudium, welches er zufolge Nichtbestehens
einer Prüfung
(2004)
nic
ht beenden konnte
(Urk. 8/1, Urk. 8/5/7, Urk.
8/
10/11
, Urk. 8/19/3
und Urk. 8/55/
5
)
.
A
b 2001
arbeitete er
aushilfsweise auf Abruf als zweite Assistenz bei grösseren Operatio
nen im Operationssaal, wobei der Umfang seiner Tätigkeit etwa
20 %
betrug
(Urk. 8/1
, Urk. 8/5/7, Urk.
8/
10/11
und Urk. 8/55/5
)
,
sowie
ab 1. Feb
ruar 2008
als Pflegehilfe auf Abruf
(Urk. 8/11
/3
)
. Im Übrigen wurde
er
ab dem 1. März 2007
von den Sozialen Diensten der S
tadt Zürich unterstützt
(Urk. 8/26)
.
Am 11
.
August 2008
(Eingangsdatum)
meldete er sich
aufgrund psychischer Prob
leme, Kopfschmerzen,
Angst-,
Schlaf-, Konzentrations- und Gedächtnisstö
rungen bei der
Sozial
versicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug an und beantragte Massnahmen für die berufliche Einglied
e
rung sowie eine Rente (Urk. 8/1
). Die
IV-Stelle
klä
rte die medizinischen und
beruflich
-
e
rwerblichen
Verhältnisse des Versicherten ab und liess ihn von Dr.
Y._
, Facharzt
FMH
für Psychiatrie und Psychotherapie, begutachten
. Dieser attestierte dem Versicherten
eine vollständige Arbeits
fähigkeit (Psychiatrisch-psychotherapeutische
s Gutachten vom 5. Januar 2010 [
Urk. 8/19
]
; vgl. auch die
Stellungnahme
vom 14. April 2010
[
Urk. 8/43
]
)
.
Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
wies die IV-Stelle das Leistungs
begehren
des Versicherten m
it Verfügung vom 6. Oktober 2010
ab (Urk. 8/47)
.
Dagegen erhob
dieser
beim hie
sigen Gericht am 8. November 2010 Beschwerde (Urk. 8/48/4-11), welche
mit Urteil
vom 31. Mai 2012
im Verfahren IV.2010.01070
abgewiesen wurde (Urk. 8/52).
1.2
Am 10. Februar 2014 (Eingangsdatum) meldete sich der Versicherte unter Hin
weis auf die bereits bekannte Symptomatik sowie zusätzlich unter Hinweis auf Rückenschmerzen erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 8/55). Die IV-Stelle holte aufgrund der vom Versicherten eingereichten Arztberichte vom 11. März 2014 von Dr.
Z._
, Facharzt
FMH
für Psy
chiatrie und Psychothe
rapie (Urk. 8/58/1
)
,
und vom 7. März 2014 von
Dr.
A._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin (Urk. 8/58/2)
,
eine Stellungnahme von Dr.
Y._
ein (Schreiben der IV-Stelle vom 14. Mai 2014 an Dr.
Y._
[Urk. 8/59], Stel
lungnahme von Dr.
Y._
vom 19. Mai 2014 [Urk. 8/60]). Mit Vorbescheid vom 28. Mai 2014 stellte die IV-Stelle in Aussicht, dass auf das Leistungsbegehren nicht eingetreten werde (Urk. 8/63). Nach
dem Dr.
Z._
am 18. Juni 2014 im Namen des Versicherten Einwand erhoben hat
te (Urk. 8/64 f. und Urk. 8/67/1 [nachgereichte Unterschrift des
Versicherten]
), veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrische Begutachtung des Versicherten (Urk. 8/72).
Dr.
B._
, Facharzt FMH für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete sein Gutachten am 30. März 2015 (Urk. 8/76) und ergänzte es auf Veranlassung der IV-Stelle (Urk. 8/77) am 9. Mai 2015 (Urk. 8/78). Der Versicherte nahm dazu am 1. Juli 2015 Stellung (Urk. 8/86). Mit Vorbescheid vom 4. Januar 2016 stellte die IV-Stelle in Aussicht, das Leis
tungsbegehren abzuweisen (Urk. 8/88), wogegen der Versicherte am 4. Februar 2016 Einwand erhob (Urk. 8/93).
Die IV-Stelle tätigte weitere medizinische Abklärungen und räumte dem Versicherten am 23. September 2016 die Möglich
keit zur Stellungnahme ein (Urk. 8/104). Dieser äusserte sich am 18. Oktober 2016 (Urk. 8/110). In der Folge wurden weitere Abklärungen getätigt. Nach Ergänzung des Einwands am 1. Februar 2018 (Urk. 8/131) beziehungsweise am 31. Mai 2018 (Urk. 8/139) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 19. Juli 2018 wie vorbeschieden ab
(Urk. 2 [= Urk. 8/147]).
2.
Gegen die leistungsablehnende Verfügung vom 19. Juli 2018
erhob der Versi
cherte am 13. September 2018 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Ver
fügung sei aufzuheben, und es sei ihm eine ganze Rente der Invalidenversiche
rung mit Wirkung ab 1. September 2014 zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht beantragte der Beschwerdeführer, es sei ihm die unentgeltliche
Rechtspflege
zu gewähren, und es sei ihm
Rechtsanwältin Ursula
Sintzel
als unentgeltliche Rechtsvertreterin zu bestellen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 18. Oktober 2018 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 24. Oktober 2018 ange
zeigt wurde (Urk. 9). In derselben Verfügung wurde ihm die unentgeltliche Pro
zessführung gewährt und
Rechtsanwältin Ursula
Sintzel
als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt. Mit Eingabe vom 22. August 2019 (Urk. 12) reichte der Beschwerdeführer eine
n Bericht
von Dr.
C._
, Facharzt FMH für Psy
chiatrie und Psychotherapie, vom 5. August 2019 (Urk. 13), zu den Akten. Die Beschwerdegegnerin verzichtete in der Folge auf eine Stellungnahme (vgl. das Schreiben vom 4. September 2019 [Urk. 15]), wovon der Beschwerdeführer am 5. September 2019 in Ke
nntnis gesetzt wurde (Urk. 16).
3.
Am 21. Dezember 2018 wies die IV-Stelle das Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren ab, wogegen dieser mit Eingabe vom 31. Januar 2019 beim hiesigen Gericht ebenfalls Beschwerde erhob (Geschäfts-Nummer IV.2019.00090).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung
über die Invalidenversicherung [
IVV
]),
so ist im Beschwerdeverfah
ren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch rele
vante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
1.3.2
Ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG betrifft Änderungen in den persönlichen Verhältnissen der versicherten Person (BGE 133 V 454 E. 7.1). Dazu gehört namentlich der Gesundheitszustand. Dabei ist nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psychopathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik. Aus einer anderen Diagnose oder einer unter
schiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus medizinischer Sicht allein kann somit nicht auf eine für den Invaliditätsgrad erhebliche Tatsachenänderung geschlossen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_602/2016 vom 1
4.
Dezember 2016 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
1.3.3
Das Hinzutreten einer neuen Diagnose stellt nicht per se einen Revisionsgrund dar, weil damit das quantitative Element der (erheblichen) Gesundheitsver
schlechterung nicht zwingend ausgewiesen ist (BGE 141 V 9 E. 5.2 mit Hinwei
sen). Massgebend ist einzig, ob bzw. in welchem Ausmass – unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie – den medizinischen Akten eine Verschlechterung der Arbeits- bzw. Erwerbsfähigkeit im relevanten Zeitraum entnommen werden kann (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_664/2017 vom 25. Januar 2018 E. 9 und 9C_799/2016 vom 2
1.
März 2017 E. 5.2.1 mit weiteren Hinweisen).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leu
chtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, es bestehe
weder
ein Revisions-
noch ein
Wiedererwägungsgrund.
Dr
.
B._
habe
einen unveränderten
Sachverhalt bloss anders beurteilt.
Aus somatischer Sicht sei dem Beschwerdeführer eine körperlich leichte Tätigkeit in Wechselbelastung
vollzeit
lich
zumutbar (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer vor, sein Gesundheitszustand habe sich seit dem Jahr 2010 verschlechtert (Urk. 1 S. 4).
Dr
.
B._
habe einen anderen Befund erhoben als
Dr.
Y._
. Die Einschätzung von
Dr
.
B._
decke sich mit derjenigen des behandelnden Psychiaters (Urk. 1 S. 4 f.).
Die Ein
schätzung von
Dr
.
B._
, es seien im Vergleich zur Erstbegutachtung keine neuen Beschwerden hinzugetreten und nur die Diagnosen verändert worden, könne nicht geteilt werden (Urk. 1 S. 6). Eine massive psychische Auffälligkeit sei auch vom Hausarzt und anderen behandelnden Ärzten beschrieben worden (Urk. 1 S. 6). Für die Schlafstörung habe sich keine physische Erklärung finden lassen. Dokumentiert sei auch, dass der Beschwerdeführer bezüglich der nicht tolerierten Untersuchungsmethoden aufgefallen sei und eine
Karzinophobie
habe (Urk. 1 S. 7 f.). Die Beschwerdegegnerin habe es sodann unterlassen, vor Erlass der angefochtenen Verfügung einen Bericht des behandelnden Psychiaters ein
zuholen.
Es liege auch eine Einschränkung in somatischer Hinsicht vor. Aufgrund der Rücken-, Hals-, Hüft- und Schwindelproblematik sei nur noch eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit in zeitlich beschränktem Umfang zumutbar. Abschliessend beurteilbar sei dies jedoch nicht. Da die körperlichen Einschrän
kungen gegenüber den psychischen in den Hintergrund trä
t
en, könne auf eine weitere Abklärung
der körperlichen Einschränkungen
verzichtet werden
. Gestützt auf das Gutachten von
Dr
.
B._
sei von einer 60-70%igen Arbeitsunfähig
keit auszugehen
(Urk. 1 S. 9)
.
3.
3.1
Für die Beurteilung, ob eine wesentliche
Veränderung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers
seit der rentenabweisenden Verfügung
der Beschwerde
gegnerin
vom
6.
Oktober 2010
(Urk.
8/47
) eingetreten ist (E. 1.3.1
), dient
aus psy
chiatrischer Sicht das dieser Verfügung zugrunde
liegende
Gutachten von Dr.
Y._
vom 5. Januar 2010 (Urk. 8/19) inklusive Ergänzung vom 14. April 2010
(Urk. 8/43)
. Das hiesige Gericht erachtete das Gutachten von Dr.
Y._
mit Urteil vom 31.
Mai 2012
(IV.2010.01070) als beweiskräftig und verwertbar (Urk. 8/52/9-11).
3.1.1
In seinem Gutachten vom 5. Januar 2010 stellte
Dr.
Y._
die Diagnose einer Neurasthenie (ICD-10 F48.0), welche seit dem Beginn der Behandlung durch Dr.
Z._
im Dezember 2007 dokumentiert sei, bei einem Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1). Aufgrund der Anam
nese und der subjektiven Beschwerdeschilderung (wie beispielsweise Schlafstö
rungen, Albträume, ä
ngstlich-depressive Verstimmung
usw.) sei der Verdacht auf eine posttraumatische Belastungsstörung zwar knapp nachvollziehbar, die Diag
nose könne jedoch aus versicherungsmedizinischer Sicht aufgrund der unzu
reichenden objektiven Befunde nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit attestiert werden. Die in diesem Zusammenhang beschriebenen Symptome und Defizite liessen sich ausreichend durch eine Neurasthenie erklären, welche mög
licherweise Folge einer früheren posttraumatischen Belastungsstörung sei
(
Urk.
8/19/13)
. Auch die Kriterien der ICD-10 für eine depressive Episode seien nicht erfüllt. Der Schweregrad erreiche nicht das notwendige Ausmass und es
lägen
keine der genannten Symptome in ausreichender Schwere oder Länge
vor
, um eine lang dauernde depressive Episode zumindest leichten Grades diagnosti
zieren zu können. Die leichte depressive Verstimmung erkläre sich vollständig als Teil einer Neurasthenie und begründe alleine nicht ausreichend eine depressive Episode gemäss ICD-10
(Urk. 8/
19/14-15
)
.
Dr.
Y._
hielt sodann fest, d
ie beim Versicherten vorhandene Neurasthenie begründe keine relevante längerfristige Arbeitsunfähigkeit. Aufgrund der Akten, der subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und der objektiven Untersu
chungsergebnisse seien aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht keine besonderen Hinweise vorhanden, die schwere Defizite aufgrund eines Gesund
heitsschadens und/oder eine Unzumutbarkeit zu deren Überwindung begründen könnten (beispielsweise durch fehlende krankheitsbedingte Ressourcen und/oder durch eine fehlende
Kapazität zur Verarbeitung innerpsychischer Konflikte). Die mit der Neurasthenie verbundenen Defizite verblieben somit weit überwiegend im rein Subjektiven
(
Urk.
8/19/15)
. Die im Arztbericht von Dr.
Z._
attestierte posttraumatische
Belastungsstörung werde weder beschrieben noch diskutiert und sei deshalb nicht nachvollziehbar. Gemäss Auffassung von Dr.
Z._
könne der Versicherte in der bisherigen Tätigkeit 8 Stunden pro Woche arbeiten, was einer Arbeitsunfähigkeit von 81 % entspreche, und in einer leidensangepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 0 % bis 52
%
(jeweils bei 42 „Sollstunden“ pro Woche). Dabei seien die objektiven psy
chopathologischen Befunde spärlich, weshalb unklar bleibe, worin die Defizite objektiv bestünden und wie die als notwendig erachtete Anpassung gestaltet sein sollte. Was den Verlaufsbericht
von Dr.
Z._
vom 29.
Oktober 2009 angehe, sei zu berücksichtigen, dass darin keine objektiven psychopathologischen Befunde erwähnt seien. Der Bericht stütze sich vollständig auf die subjektiven Angaben des Versicherten und die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit sei nicht nachvollziehbar
(Urk. 8/
19/17-18
f.)
.
3.
1.
2
Dr
.
B._
hielt in seinem psychiatrischen Gutachten vom 30. März 2015
die Diagnose einer andauernden Persönlichkeitsänderung
nach Extrembelastung (ICD-10 F
62.0) auf der Grundlage einer posttraumatischen Belastungsstörung nach Folterung und pol
itischer Inhaftierung (ICD-10 F
43.1) fest und attestierte dem Beschwerdeführer hinsichtlich jeder Tätigkeit (in der zuletzt ausgeübten sowie in
einer adaptierten Tätigkeit
) eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60 bis 70 % (Urk. 8/76/55).
Dr
.
B._
führte insbesondere aus, es
hand
le
sich um einen ziemlich verfahrenen Fall, da einerseits
Dr.
Y._
zu gutachterlichen Aussagen gelangt
sei, die nach
seiner
Einschätzung
nicht korrekt seien
. Zum anderen
mache
der behandelnde Psychiater keine nachvollziehbare
n Angaben zu seinen Diagnosestel
lungen
(Urk. 8/76/51)
.
Im Rahmen der
aktuellen
Begutach
tung
sei der Beschwerdeführer als
ängstlich-misstrauisch, affektlabil, depressiv gestimmt
und neuro-kognitiv auffällig aufgefallen
. Wiederum
habe
er häufig keine klaren Angaben zu Traumatisierungen
gemacht
. Im
Gegensatz zu
Dr.
Y._
beurteile er (
Dr
.
B._
)
das Verhalten des
Beschwerdeführers
jedoch als krankheitsimmane
nt und nicht als verdeutlichend
oder gar als aggra
vierend oder simulierend. Im Rahmen von schweren Traumatisierung
en
sei
über
liefert, dass viele Betroffene Teile des Geschehenen verdräng
t
en, oder d
as Erlebte schamhaft besetzt sei
, so dass ein freies Be
richten häufig nicht möglich sei
.
Dr
.
B._
habe
auch kein theatralisches und dramatisierendes Auftreten des
Beschwerdeführers
wahrnehmen
können. Nach nun fast dreissig
jähriger Erfah
rung mit
psychiatrischen Patienten seien ihm
die Symptomschilderungen
nicht als auswendig gelernt erschienen, wie es Dr.
Y._
in
seinem Gutachten beschrieben habe. Der Affekt –
in welc
hem die Beschwerden geschildert
oder teil
weise nur ansat
zweise schambesetzt erwähnt wo
rden
seien – habe
authentisch
gewirkt
. So
gelange er (
Dr
.
B._
)
bereits in der allgemein-psychiatrischen Einschätzung des
Beschwerdeführers
zu einer völlig konträren Sichtweise im
Ver
gleich zum Vorgutachter Dr.
Y._
. In der dia
gnostischen Einordnung halte er
die Kriterien einer andauernden Persönlichkeitsstörung
nach Extrembelastung (ICD-10 F
62.0) auf der Grundlage einer posttraumatischen
Belastungsstörung (ICD-10 F
43.1) für erfüllt. Der Beschwerdeführer
sei
einem kurz oder lang
dauern
den Ereignis oder Geschehen von aussergewöhnlicher Bedrohung oder mit einem katastrophalen Ausmass ausgesetzt
gewesen
,
welches
bei nahezu jedem eine tief
greifende Verzweiflung auslösen würde. Beim
Beschwerdeführer bestünden
traumabezogene
anha
ltende Erinnerungen und es komme
zum Wiedererleben de
r Belastung durch aufdringliche
Nachhallerinnerungen, lebendige Erinnerungen und sic
h wiederholende Träume. Er fühle
sich in Situationen, die der Belastung ähnel
ten
ode
r mit ihr in Zusammenhang stünden,
bedrängt. Der
Beschwerdefüh
rer zeige
zudem Symptome einer PTBS mit erhöhtem Arousal, sich aufdrängenden Intrusionen, mit Albträumen und erheblichen Schlafstörungen. Die beklagten neuro-kognitiv
en Symptome seien
Folgeerscheinungen einerseits durch einen vermehrten Aufwand in der Abwehr der Symptome und zum anderen durch die Müdigkeit infolge der symptomeigenen Schlafstörungen. Mit der ICD-10 Kl
assi
fikation nicht vereinbar sei
der Zeitpunkt des Auftretens der Symptome der PTBS
(posttraumatische Belastungsstörung)
mit sehr langer zeitlicher Distanz zu
den Traumatisierungen (Urk. 8/76/52).
Dr
.
B._
gelangte zum Schluss,
dass im Vergleich zum psychischen Gesundheitszustand zum Zeitpunkt der ersten Begutachtung keine neuen Beschwerden (ausser den somatischen) hinzugetreten seien. Es sei bloss die Diag
nose verändert worden (Urk. 8/76/51). Er gehe davon aus,
dass der Beschwerde
führer
mit dem innerpsychischen Ziel
,
in der Schweiz ein selbstbestimmtes Leben zu führen
,
anfängl
ich genügend Energien aufgebracht habe
,
um
die Symptome der Krankheit weitgehend zu unterdrücken. Für den
Beschwerdeführer sei
der berufliche Misserfolg infolge des Nichtbestehens des Medizinstudiums und der nachfolgenden Exmatrikulation mit einem extremen innerpsychischen Stress und einer erneuten subjektiven Traumatisierung verbunden
gewesen
, so dass der Aus
bruch der PTBS
im Jahre 2007 damit einhergegangen sei. Spekulativ bleibe
, ob bereits das Nichtbestehen d
er Prüfung krankheitsbedingt gewesen sei
. Die nach
folgende Persönlichkeitsänderung nach Ext
rembelastung (ICD-10 F
62.0) sei
das Resultat
der Chronifizierung des Leidens.
So
weise der Beschwerdeführer
heute eine misstrauische Haltung gegenüber den
Menschen auf. Er habe
sich
sozial teil
weise zurückgezogen, sei
rat- und
hoffnungslos und berichte
von
Derealisations
phänomenen
. Der b
ehandelnde Psychiater beschreibe dissoziative Momente. Der Beschwerdeführer fühle sich entfremdet. Zudem ergä
ben sich aus den Schilde
rungen des
Beschwerdeführers
und seines Psychiaters Hinweise
darauf
, dass sich zu
sätzlich
eine somatoforme Störung gemäss ICD-10
entwickeln könnte. Hierzu würden
jedoch somatische Befunde
fehlen
, die beleg
t
en, dass keine organischen Hintergründe der geklagten somatischen Störungen
vorlä
gen
(Urk. 8/76/53)
.
In der E-Mail vom 9. Mai 2015 ergänzte
Dr
.
B._
(Urk. 7/78), er habe sich zum Beginn der Arbeitsunfähigkeit bereits im Gutachten geäussert. Er gehe von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seit
Erstkonsultation beim behandeln
den Psychiater und Diagnosestellung
einer PTBS aus (Dezember 2007).
3.2
In somatischer Hinsicht ist kein Vergleich möglich, da medizinische Unterlagen
von Fachärzten
für die Zeit vor der Rentenabweisung vom
6. Oktober 2010
(Urk. 8/47;
mit Urteil
des hiesigen Gerichts
IV.2010.01070 vom 31. Mai 2012
bestätigt [Urk. 8/
52
]) fehlen. Es sind daher
lediglich
die im Neuanmeldungsver
fahren eingeholten mediz
inischen Unterlagen aufzuführen.
3.2.1
Dr.
E._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
führte in sei
nem Bericht vom 18. November 2015 die folgenden Diagnosen auf (Urk. 8/96/8):
1.
Chronische
Cervikalgie
mit Muskelhartspann paravertebral beidseits
2.
Rezidivierender Drehschwindel unklarer Ätiologie, Differentialdiag
nose durch Diagnose 1
3.
Insertionstendinopathie
Glutealmuskulatur
rechts
-
Verdacht auf Tractus iliotibialis Schnappen rechts, symptoma
tisch seit Sturz bei Vollbremsung Tram 2009
-
Leichte Beinlängendifferenz links 5 mm kürzer
4.
Chronische Lumbalgie ohne deutliches radikuläres Syndrom, Ver
dacht auf ISG-Schmerzen rechts
-
Status nach akuter Lumbalgie 6/14 mit Hospitalisation deswegen (
Spital D._
)
Dr.
E._
verordnete dem Beschwerdeführer bei gluteal
er
Insertionstendinopathie
an der rechten Hüfte und
Cervikalgien
mit muskulärem
Hartspann paravertebral beidseits
medizinische Massage zur Lockerung der muskulären Spannung para
vertebral am Nacken. Im Bereich der rechten Hüfte
schlug Dr.
E._
die Möglich
keit einer erneuten the
rapeutischen Infiltration vor
, was der Beschwerdeführer aber nicht wünschte. Dr.
E._
bat Dr.
F._
, Fachärztin HNO, um
ein
direktes Aufgebot des
Beschwerdeführers in
ihre reguläre Sprechstunde zur Beurteilung bezüglich des stark störenden Drehschwindels.
Er
(Dr.
E._
)
gehe
davon aus, dass der Drehschwindel durch die muskuläre Verspannung im Bereich de
s Nackens verursacht werde, wolle
jedoch eine U
rsache im Bereich des Innen
ohr
s ausschliessen.
Sofern
die Beschwerden im Bere
ich der Hüfte nicht ver
schwänden, könne sich der Beschwerdeführer
wieder bei
Dr.
E._
melden. Bei Beschwerdepersistenz am
Nacken habe er empfohlen, dass
sich
der Beschwerde
führer zur wi
rbelsäulen-orthopädischen Beurteilung an
Dr
.
G._
im
H._
wende
(Urk. 8/96/9; vgl. auch die
Bericht
e von Dr.
E._
vom 31. März 2015 [Urk. 8/114/12-13]
und vom 29. Februar 2016 [Urk. 8/96/1-5]
)
.
3.2.2
Im Bericht vom 21. Januar 2016 (Urk.
8/92/3-4)
hielt
Dr.
I._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
die Diagnosen Bandscheibenprolaps C5/6 mit
diskogener
Spinalstenose und Bandscheibendegeneration L5/S1 fest. Er führte sodann aus, der Beschwerdeführer leide seit 1
1⁄2 Jahren an einer chronischen, therapieresis
tenten
Ceviko
-Brachialgie mit intermittierenden spastischen Parästhesien in den Beinen. Wiederholt sei der Beschwerdeführer wegen akuter Schmerzen kollabiert, ohne dass eine definierte Ursache geklärt worden sei. Im
Spital D._
habe im Juli 2014 eine stationäre Therapie wegen akuter Lumbalgie stattgefunden.
Gemäss Untersuchungsbefund der Wirbelsäule vom 21. Januar 2016 bestehe eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung der HWS, insbesondere bei Flexion und Rotation, sowie Parästhesien in beiden Unterarmen und Händen mit Kraftminde
rung beidseits. Auf dem MRI-Bild der HWS vom 1. November 2015 sei ein kräf
tiger Bandscheibenprolaps C5/6 mit
diskogener
Spinalstenose zu erkennen. Das Myelon werde dabei nierenför
mig eingedellt, der Spinalkanal
sei ventral um circa 1/3 verengt.
Dr
.
I._
empfahl dringend eine ventrale Dekompression C5/6 mit Diskusersatz
(vgl. auch den Bericht von
Dr
.
I._
vom 25. Februar 2016 [Urk. 8/95])
.
3.2.3
Dr.
G._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates,
führte in seinem Bericht vom 24. Februar 2016 (Urk. 8/96/6-7) die Diagnosen chronische unspezifische
Cervikodorsalgien
beidseits sowie chronische unspezifische Lumbalgien auf und hielt fest, von Sei
ten der Wirbelsäule finde sich beim Beschwerdeführer kein Korrelat, welches das Ausmass der Symptomatik auch nur annähernd erklären könnte. Es liege wohl ein chronisches Schmerzsyndrom mit sekundären psychischen Begleitsymptomen vor, welche einer psychologischen/psychiatrischen Abklärung bedürften. Der Beschwerdeführer sei damit grundsätzlich einverstanden. Fr
au Dr.
J._
werde gebeten, den Beschwerdeführer zeitnah in ihre Sprechstunde aufzubieten.
Aus wirbelsäulenmedizinischer Sicht könne dem Beschwerdeführer leider nicht gehol
fen werden, da kein morphologisch zu erklärendes Korrelat habe gefunden wer
den können.
3.2.4
Dr.
K._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates
, führte in seinem Bericht vom 1. März 2016 als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Labrum-Läsion im Bereich des rechten Hüftgelenkes sowie ein unspezifisches vertebrales Beschwer
debild bei minimaler Protrusion C5/6 und L5/S1 bei statisch balancierter Haltung de
s Achs
enskeletts
auf. Bezüglich der Labrum-Läsion
befinde sich der Beschwer
deführer bei Dr.
E._
in Abklärung.
Die Abklärung durch
Dr
.
G._
sowie auch das MRI des Schädels und der H
WS vom 10. November 2015 mit le
d
i
glich leichter Protrusion C5/6 seien ergebnislos
geblieben
. Auch die neurologische Abklärung bei
Dr
.
L._
habe nicht
s
ergeben.
Strukturell sei keine Einschränkung für mittelschwer belastende Tätigkeiten zu erwarten.
Gemäss der Standortbestim
mung vom Februar 2015 sei der Beschwerdeführer in einer körperlich wechsel
belastenden Tätigkeit voll arbeitsfähig (Urk. 8/97). Zu vermeiden seien Bücken, Über-Kopf-Arbeiten, Kauern, Knien, Rotationen im Sitzen/Stehen, das Steigen auf Leitern/Gerüste. Das Heben und Tragen von Lasten sei bis zu einem Gewicht von 5-10 Kilogramm zumutbar (Urk. 8/99/3).
3.2.5
Dr.
E._
hielt
mit
Bericht vom 13. April 2016 über die gleichentags erfolgte Untersuchung
fest
, er habe bei MR-tomografisch vor einem Jahr im nativen MRI der rechten Hüfte vorhandenem Verdacht auf eine leichte anteriore Labrumläsion sowie
Insertionstendinopathie
der
Glutealmuskulatur
nochmals Physiotherapie verordnet für lokal schmerzlindernde Massnahmen inklusive Ultraschall und Massage sowie intensive gluteale Muskelkräftigung.
Der Beschwerdeführer sei einmal bei Frau Dr.
J._
gewesen, wolle jedoch keine weiteren Termine dort
wahrnehmen
. Die von
Dr
.
I._
vorgeschlagene Dekompression und Dis
kusprothesenimplantation cervikal wünsche der Beschwerdeführer
ebensowenig
wie eine Operation an der rechten Hüfte. Er habe lediglich zwei- bis dreimal Phy
siotherapieinstruktion bei einem befreundeten Physiotherapeuten durchgeführt (Urk. 8/114/8-9).
3.2.6
Dr.
M._
, Facharzt FMH für HNO, hielt
a
m 4. Januar 2017 fest, beim optimal sedierten Patienten hätten sich eindeutige obstruktive Apnoen gezeigt. Sowohl die Panikattacken nachts als auch die ausgeprägte Tagesmüdig
keit und möglicherweise sogar die Depression könnten im Rahmen einer obstruk
tiven Schlafapnoe erklärt sein. Er schlage vor, dass dies weiter abgeklärt werde. Sollte sich der Verdacht bestätigen, wäre der Beschwerdeführer ein optimaler Kandidat für eine Tonsillektomie mit
velopharyngealer
Chirurgie, da bei so gros
sen Tonsillen die Chance auf eine ausgeprägte Besserung beziehungsweise Hei
lung gross sei (Urk. 8/116/11).
3.2.7
Nachdem
die
Ärztin
N._
, Fachärztin FMH für ORL,
den Beschwerdeführer aufgrund
des
Verdachts auf eine
n
Intratonsillarabszess
rechts
an die Klinik für Ohren-, Nasen-, Hals- und Gesichtschirurgie am Universitäts
spital
O._
überwiesen hatte (Überweisung vom 6. Januar 2017 [Urk. 8/116/12-13]), wurde dort
gleichentags
eine Befunderöffnung mittels Biop
sie in Narkose durchgeführt (Urk. 8/116/14 f.), wobei keine Malignität
des Gewe
bes
festgestellt werden konnte (vgl. den
Biopsiebericht
des Instituts für Klinische Pathologie des
O._
vom 9. Januar 2017 [Urk. 8/116/16]).
3.2.8
Dr.
P._
,
Ärztin
für Orthopädische Chirurgie, tätig in der Orthopä
diepraxis von Dr.
E._
,
notierte
in ihrem Bericht vom 12. Januar 2017 (Urk. 8/114/6-7), der Beschwerdeführer habe sich am 10. Januar 2017 bei ihr vor
gestellt, jedoch aufgrund eine
s
deutlich reduzierten Allgemeinzustandes
(nach der Biopsie des
Tonsillenabszesses
)
keine Untersuchung des Hüftgelenkes durchfüh
ren lassen, sodass aktuell keine Stellung genommen werden könne
zur Sympto
matik des Hüftgelenkes
. Der Beschwerdeführer wolle aktuell weder bei Dr.
E._
noch bei ihr einen weiteren Termin vereinbaren. Letztmals sei er im April 2016 in der Praxis gewesen.
Weder die Physiotherapie noch die chiropraktische Behandlung hätten eine Beschwerdelinderung gebracht.
3.2.9
Im Bericht des S
pitals
D._
vom 24. März 2017 an die Ärztin
N._
wurde festgehalten, es bestehe kein Hinweis auf eine Schlaf-assozi
ierte Atemstörung. Bei bekannter
Tonsillenhyperplasie
und vor der Eröffnung der
Tonsillenzyste
bestehender pathologischer Schlafendoskopie finde sich in der aktuellen Untersuchung keine Schlafapnoe. Die vermehrte Müdigkeit tagsüber wie auch die geschilderte Einschlafneigung könnten
sich
durch den in der respi
ratorischen Polygrafie erhobenen Befund nicht erklären lassen (Urk. 8/120/11-18).
3.2.
10
Dr.
E._
hielt in seinem Bericht vom 27. März 2017 fest, er könne nicht beurtei
len, welche Art von Arbeiten dem Beschwerdeführer zumutbar sei, da seit dem 13. April 2016 keine Untersuchung des Beschwerdeführers bekannt sei (Urk. 8/114/1-5).
3.2.11
Mit
Bericht vom 29. März 2017 empfahl
Dr
.
I._
erneut eine operative Dekompression mit Bandscheibenersatz sowie eine operative Rekonstruktion mit Implantation einer BS-Prothese L5/S
1.
Dem Beschwerdeführer seien Arbeiten mit Gewichtsbelastung, Heben oder Tragen von Lasten nicht zumutbar. Die Belast
barkeit sei zu 100 % eingeschränkt (Urk. 8/115).
3.2.12
N._
erklärte mit Arztbericht vom 29. März 2017
, aktuell stehe das Schlafapnoe-Syndrom im Vordergrund, der Schwindel weniger. Bei erneut progredientem Befund empfehle sie eine Schwindelabklärung im Rah
men eines Gutachtens (Urk. 8/116/1-7; vgl. auch die Berichte
vo
n
N._
vom 11. Oktober 2016 [Urk. 8/116/8-10], vom 27. Januar 2017 [Urk. 8/116/17] und vom 9. November 2017 [Urk. 8/120/1-5]).
3.2.13
Dr.
E._
hielt in seinem Bericht vom 6. November 2017 wiederum fest, er
könne nicht beurteilen, welche Art von Arbeiten dem Beschwerdeführer zumutbar sei, da die letzte Untersuchung am 13. April 2016 stattgefunden habe (Urk. 8/119/1-5).
3.2.14
Dr
.
I._
berichtete am
24. November 2017
, er könne die Fragen im zuge
stellten Formular der Beschwerdegegnerin nicht beantworten, da sich der Beschwerdeführer seit dem 12. Januar 2017 nicht mehr bei ihm vorgestellt habe (Urk. 8/121/6).
3.2.15
Der Regionale Ärztliche Dienst (RAD) führte in seiner Stellungnahme vom 11. Dezember 2017 in somatischer Hinsicht aus, aufgrund der orthopädischen Befunde sei eine schwere körperliche Tätigkeit zu vermeiden. Erstaunlich im Ver
lauf sei aber, dass die Therapien bei Dr.
E._
und
Dr
.
I._
beendet worden seien, was gegen einen erheblichen Leidensdruck spreche. Aus somatischer Sicht bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100 % für eine körperlich leichte Tätigkeit in Wechselbelastung. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht angezeigt (Urk. 8/141/9 f.).
4.
4.1
Zunächst ist zu beurteilen, ob in psychischer Hinsicht eine Veränderung einge
treten ist.
4.1.1
Den nachfolgenden Erwägungen ist vorauszuschicken, dass w
egen des verglei
chenden Charakters des revisionsrechtlichen Beweisthemas und des Erfordernis
ses, erhebliche faktische Veränderungen von bloss abweichenden Bewertungen abzugrenzen, deutlich werden
muss, dass die Fakten, mit denen die Veränderung begründet wird, neu sind oder dass sich vorbestandene Tatsachen in ihrer Beschaffenheit oder ihrem Ausmass substanziell verändert haben. Eine verlässli
che Abgrenzung der tatsächlich eingetretenen von der nur angenommenen Ver
änderung ist als erforderliche Beweisgrundlage nicht erreicht, wenn bloss nomi
nelle Differenzen diagnostischer Art bestehen. Die Feststellung über eine seit der früheren Beurteilung eingetretene tatsächliche Änderung ist hingegen genügend untermauert, wenn die ärztlichen Sachverständigen aufzeigen, welche konkreten Gesichtspunkte in der Krankheitsentwicklung und im Verlauf der Arbeitsunfähig
keit zu ihrer neuen diagnostischen Beurteilung und Einschätzung des Schwere
grads der Störungen geführt haben (
Urteil des Bundesgerichts 8C_618/2014 vom 19. Dezember 2014 E. 2.3 mit Hinweisen).
4.
1.2
Die Beschwerdegegnerin
ging davon aus,
Dr
.
B._
habe eine andere Beur
teilung
eines seit der letzten Rentenprüfung unveränderten
Sachverhalts vorge
nommen (Urk. 2).
Dem
ist beizupflichten, nachdem
Dr
.
B._
– in Überein
stimmung mit Dr.
Y._
in dessen Stellungnahme vom 19. Mai 2014 (Urk. 8/60) –
in seinem Gutachten
explizit eine
wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen
(E.
3.1.2
) verneinte.
Bei einem
unveränderten
Sachverhalt
ist nach wie vor
von einer Neurasthenie (ICD-10 F48.0) ohne relevante längerfristige A
rbeitsunfähigkeit auszugehen
(vgl. das Urteil des hiesigen Gerichts IV.2010.01070 vom 31. Mai 2012 [Urk. 8/52/7 ff.]).
Dr
.
B._
führte seine
–
von
der Beurteilung von
Dr.
Y._
abweichen
-
de
–
Beurteilung
nicht auf eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers
zurück, sondern hielt
dafür, die
Einschätzung
von Dr.
Y._
sei
nicht korrekt gewesen
. Dabei war diese
vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 31. Mai 2012 (Urk. 8/52) als beweiskräftig qualifiziert
worden
. Auch
rückblickend ändert sich an dieser
Würdigung
nichts, zumal sich die Beurteilung von Dr.
Y._
nach wie vor als überzeugend erweist
.
Insbesondere
lässt sich nicht rechtfertigen
, die echtzeitlichen Beobachtungen von Dr.
Y._
retrospektiv
bloss deshalb
in Frage zu stellen, weil sich der Beschwerdeführer anläss
lich der Begut
achtung von
Dr
.
B._
anders präsentierte.
Vielmehr fällt a
uf
, dass
Dr
.
B._
die Exploration zwar als
erschwert bezeichnete, weil
der Besch
werdeführer häufig angegeben hatte
, sich nicht er
in
nern zu können (Urk. 8/76/45), dass dieser
Umstand
aber nicht
überzeugend
gewürdigt wurde
.
Das
auffällige
Antwortverhalten des Beschwerdeführers
lässt sich jedenfalls nicht bloss mit dem
Hinweis auf eine misstrauische Haltung des Beschwerdeführers gegenüber den Menschen (Urk. 8/76/53)
begründen. D
er Beschwerdeführer
vermochte sich
an
praktisch gar nichts
aus der Vergangenheit
zu erinnern:
Er
gab an,
er sei sich nicht sicher, ob sein Vater bei einem A
ttentat ums L
eben gekommen sei (Urk. 8/76/38) – dabei hatte
der Beschwerdeführer
b
ei der
ersten Begutachtung
noch an
gegeben
, sein Vater sei 2002 bei einem Attentat verletzt worden und 2004 gestorben (Urk. 8/19/2). Weiter gab der Beschwerde
führer an,
er habe keine Erinnerungen an die Mutter, welche er nur an den Wochene
nden gesehen habe (Urk. 8/76/38)
;
er könne sich kaum mehr an die Schulzeit erinnern und keine verlässlichen Angaben machen; er könne keine genauen Angaben zu seiner früheren Partnerschaft machen,
er könne sich nicht erinnern (Urk. 8/76/39)
; er vergesse sehr viel, weil er sich
nicht gut konzentrieren könne (Urk. 8/76/40)
; er könne sich nicht mehr an seine Flucht in die Schweiz, das Einreisedatum oder den Ort des Asylheims erinnern, in welchem er unterge
bracht worden sei
(Urk. 8/76/40)
; er könne sich auch nicht daran erinnern, wann und wo er
in der Schweiz gearbeitet habe (Urk. 8/76/41
).
Dass sich der Beschwer
deführer an
derart
wesentliche Ereignisse aus seiner Vergangenheit nicht zu
erinnern
vermögen soll
, ist nicht nachvollziehbar
und steht in auffälligem Gegensatz zu den vom Gutachter diesbezüglich erhobenen Befunden: So hielt dieser fest, das Langzeitgedächtnis habe sich weitgehend intakt gezeigt, sei aber aufgrund der geringen
Auskunftfreudigkeit
des Beschwerdeführers nur schwer überprüfbar gewesen. Zwar habe der Explorand bei zeitlichen Zusammenhängen Schwierigkeiten bekundet; das Zeitgitter an sich sei aber ungestört (
Urk.
8/76/45). Sodann ist dem Gutachten zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
Konzentra
tions
- und Aufmerksamkeitsstörungen beklagt habe, Aufmerksamkeit und Kon
zentration während der Untersuchung demgegenüber bloss minim herabgesetzt gewesen seien und der Explorand dem Untersuchungsverlauf weitgehend habe folgen können.
Darüber hinaus widersprach sich
der Beschwerdeführer
selbst, als er angab
, er könne sich nicht erklären, wie der Vorwurf gegenüber Dr.
Y._
, ihn bloss während 20 Minuten untersucht zu haben, zusta
n
de gekommen sei (Urk. 8/76/37).
Dabei hatte s
eine Rechtsvertreterin im Erstanmeldungsverfahr
en im Einwand vom 10. März 2010
vor
gebracht
, nach glaubhaften Aussagen des Beschwerdeführers habe
dieser
eine halbe Stunde im Wartezimmer warten müs
sen und die sogenannte Exploration habe maximal zwanzig Minuten gedauert. Während dieser Zeit habe der Gutachter den Beschwerdeführer gedrängt, mög
lichst rasch seine Lebensgeschichte zu erzählen; der Gutachter habe keine Fragen gestellt (Urk. 8/38/4).
Auch gegenüber
dem behandelnden Psychiater hatte
der Beschwerdeführer an
gegeben
, Dr.
Y._
habe nur ganz kurz mit ihm gesprochen und ihn dann vor allem Testblätter ausfüllen lassen (Stellungnahme vom 18. Juni 2014 [Urk. 8/64/1]).
Aus dem Gesagten erschliesst sich, dass
Dr
.
B._
primär auf die subjektiven Angaben d
es Beschwerdeführers abstellte und diese im Gegensatz zu Dr.
Y._
nicht kritisch würdigte. Es liegt damit
lediglich eine andere Beurteilung eines seit der letzten Rentenprüfung unveränderten Sachverhalts vor
, verneinte
Dr
.
B._
doch explizit eine
wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnis
sen
.
4.1.3
Anzufügen bleibt, dass der
Beschwerdegegnerin
– entgegen dem Vorbringen des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 9) –
nicht vorzuwerfen ist,
vor
dem
Erlass der hier angefochtenen Verfügung keine weiteren Berich
te des behandelnden Psychiaters eingeholt zu haben.
B
ereits im Urteil des hiesigen Gerichts IV.2010.01070 vom 31. Mai 2012
wurde festgehalten, die Berichte von Dr.
Z._
würden die Ergebnisse der Begutachtung von Dr.
Y._
nicht zu entkräften vermögen
(Urk. 8/52
/11
)
.
Zudem gelangte auch
Dr
.
B._
zum Schluss
, dass die vom behandelnden Psychiater geschilderten Symptome nicht zur Diagnosestellung einer andauernden Persönlichkeitsstörung nach Extrembelastun
g passen würden (Urk. 8/76/50) und der behandelnde Psychiater keine nachvollziehbaren Angaben zu seinen Diagnosestellungen mache (Urk. 8/76/51).
Schliesslich lag auch keine leitliniengerechte psychiatrische Behandlung des Beschwerdeführers vor, gab er doch
anlässlich der Begutachtung vom 16. März 2015
selbst an
, seit Sommer 2014 den Psychiater nicht mehr aufgesucht und die Medikamente seit circa zweieinhalb Monaten nicht mehr eingenommen zu haben, letzteres wegen Problemen mit dem Magen und der Haut
. Er habe bisher auch keine
traumaspezifische
Behandlung durchgeführt
(Urk. 8/76/44).
Die Beschwer
degegnerin
durfte
daher
in antizipierter Beweiswürdigung
davon ausgehen
, dass
aus einem weiteren Bericht des behandelnden Psychiaters
keine neuen Erkennt
nisse zu gewinnen wären.
Erst nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 19. Juli 2018 begab sich der Beschwerdeführer wieder in Behandlung bei einem Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, konkret bei Dr.
C._
. Dessen Bericht vom 5. August 2019 wurde im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereicht (Urk. 13). Dr.
C._
stellte die Diagnosen einer posttraumatischen Belastungsstö
rung (ICD-10 F43.1) sowie einer ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) und gab im Wesentlichen das wieder, was aus den Akten bereits bekannt ist. Der Bericht umfasst bloss eine Seite geschriebenen Text und enthält keine Befunde. Die Diagnosen lassen sich daher nicht nachvollziehen.
4.1.4
Ferner lässt sich aus den Berichten der behandelnden Ärzte im Bereich der
Somatik
(vgl. das Vorbringen des Beschwerdeführers in seiner Eingabe vom 13. September 2018 [Urk. 1 S. 6 ff.])
, insbesondere aus dem Umstand, dass der Beschwerdeführer gewisse körperliche Untersuchungen
nicht zu tolerieren scheint
,
nic
hts in Bezug auf die Schwere einer
bestehenden
psychiatrischen
Symptomatik
ableiten. Bereits die von Dr.
Y._
festgestellte Neurasthenie könnte als Erklärung für das Verhalten des Beschwerdeführers anlässlich der somatischen Untersuchungen dienen.
Kommt hinzu, dass das Ablehnen von gewissen körperlichen Untersuchungen nicht mit einer Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit einhergehen muss.
4.1.5
Zuletzt ist darauf hinzuweisen,
dass sich auch
dem Bericht der
Q._
vom 3. Oktober 2014
nichts entnehmen lässt, was
Rückschlüsse auf den psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
zuliesse
(Urk. 8/70):
Es
wurde festgehalten, der Beschwerdeführer habe seine Auf
gabe als interkultureller Dolmetscher für Kurdisch nicht immer vollumfänglich erfüllen können. Er habe wiederholt vereinbarte Termine vergessen, sei an den falschen Einsatzort gegangen und habe nicht im Einklang mit seiner Rolle als interkultureller Dolmetscher gehandelt. Er habe sich beispielsweise in den Gesprächsinhalt eingemischt, und es sei zu Auseinandersetzungen mit der Gesprächsleitung gekommen. Diverse Gespräche mit der Personalverantwortli
chen der
Q._
hätten zu keiner Besserung der Situation geführt. Die Zusammenarbeit sei folglich nicht mehr möglich gewesen, weshalb diese in gegenseitigem Einvernehmen beendet worden sei.
4.1.6
Nach dem Gesagten ist
fest
zuhalten,
dass in psychischer Hinsicht
keine Verände
rung
des Gesundheitszustandes
und damit keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit aus psychischen Gründen
ausgewiesen ist.
An diesem Ergebnis ändert die Rechtsprechung gemäss BGE 143 V 409 und BGE 143 V 418 nichts, wonach grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen einem strukturierten Beweis
verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind. Denn liegt keine Änderung der tatsächlichen Verhältnisse vor,
welche
für eine Neubeurteilung des Leistungs
anspruchs vorausgesetzt ist (BGE 141 V 9 E. 2.3 S. 10), spielt es keine Rolle, ob allenfalls ein rechtskräftig beurteilter, unveränderter Sachverhalt nach einer neuen Rechtsprechung rechtlich anders eingeordnet würde. Die Rechtsprechungs
änderung allein stellt keinen Neuanmeldungs- oder Revisionsgrund dar (
Urteil des Bundesgerichts 8C_587/2017 vom 14. Mai 2018 E.
5.3
mit Hinweis auf BGE 141 V 585 E.
5.3
).
4.2
In somatischer Hinsicht lässt sich den Berichten der behandelnden Ärzte keine
quantitative
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
entnehmen. Mit dem RAD ist davon auszugehen, dass eine qualitative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf
grund der orthopädischen Befunde
ausgewiesen
ist
, allerdings nicht im von
Dr
.
I._
umschr
iebenen Umfang (vgl. E. 3.2.11
);
die
Einschätzung
von
Dr
.
I._
lässt sich nicht nachvollziehen und widerspricht
sowohl
derjenigen von
Dr
.
G._
und
als auch von
Dr.
K._
.
Dr
.
G._
konnte
von Seiten der Wirbelsäule kein Korrelat finden, welches das Ausmass der Symptomatik auch nur annähernd zu erklär
en vermochte (E. 3.2.3), und
Dr.
K._
erachtete eine körperlich wechselbelastende Tätigkeit für (vollumfänglich) zumutbar (E. 3.2.4).
Dr
.
I._
scheint bei seiner Beurteilung
die
subjektiven
Angaben des Beschwerdeführers
miteinbezogen zu haben, denn
die
vom Beschwerdeführer geklagten Parästhesien in beiden Unterarmen und Händen mit Kraftminderung beidseits
, welche im Bericht von
Dr
.
I._
vom 21. Jan
uar 2016 als Befund festgehalten
wurden,
konnten
neurologisch
nicht nachgewiesen werden (
die ne
u
rologische Abklärung bei
Dr
.
L._
ergab
einen blanden Befund
[
vgl. E. 3.2.4
]
). Auch ergab das MRI der HWS am 10. November 2015
gemäss
Dr.
K._
lediglich eine leichte Protrusion C5/6 (E. 3.2.4) und keinen kräftigen Bandscheibenprolaps C5/6 mit
diskogene
r
Spinalstenose, wie dies
Dr
.
I._
beschrieben hatte (E. 3.2.2).
Der Vollständigkeit halber ist daran zu erinnern, dass f
ür die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht die Diagnosen, sondern die daraus resultierenden funktio
nellen Einschränkungen entscheidend
sind
(vgl.
etwa das Urteil des Bundesge
richts 9C_549/2017 vom 13. Februar 2018 E. 3.3 mit Hinweis)
.
Der Beschwerde
führer hat alle Therapien abgebrochen und scheint sich keiner weiteren Behand
lung mehr stellen zu wollen (vgl. E. 3.2.5, 3.2.8, 3.2.10, 3.2.13, 3.2.14), weshalb der RAD nachvollziehbar das Vorliegen eines erheblichen Leidensdrucks verneint hat (E. 3.2.15). Auch aus dieser Sicht vermag die Einschätzung des
Dr
.
I._
, wonach eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit bestehe, nicht zu überzeugen.
4.3
Nach dem Gesagten ist dem Beschwerdeführer
mit dem im Sozialversicherungs
recht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
eine wechselbelastende Tätigkei
t
vollschichtig
zumutbar
.
Da es sich
bei den
bisherigen Tätigkeit
en als Assistenz bei Operationen
und
als Pflegehilfe
auf Abruf
kaum um wechselbelastende Tätigkeiten gehandelt haben
dürfte
,
ist eine Veränderung des Gesundheitszustandes in somatischer Hinsicht ausgewiesen, weshalb
ein
Einkom
mensvergleich vorzunehmen
ist
.
5.
5.1
5.1.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeit
identischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass zu berücksichtigen sind (BGE
129 V 222
Regeste mit Hinweis auf BGE 128 V 174).
5.1.2
Frühestmöglicher
Rentenbeginn
ist im
Jahr 2014, nachdem sich der Beschwerde
führer am 10. Februar 2014 (Eingangsdatum) erneut zum Leistungsbezug ange
meldet hat (Urk. 8/55; vgl. Art.
29
Abs.
1 und 3 IVG; vgl. Urteil des Bundesge
richtes 9C_160/
2012 vom 6. Juni 2012 E. 4.1.3).
5.2
5.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 135 V 58 E. 3.1; 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundesgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
5.2.2
Gemäss
Auszug aus dem individuellen Konto (
IK-Auszug
)
vom 3. November 2008
(Urk. 8/6-7)
erzielte der Beschwerdeführer in den Jahren vor der Erstanmeldung
(
August
2008
)
die folgenden Einkommen:
A
ls
aushilfsweise eingesetzte
zweite Operations-Assistenz bei Dr.
R._
(Urk. 8/10/11)
erzielte er
im Jahr 2004
Fr. 10’856.-
-, im Jahr 2005 Fr. 9'930.--, im Jahr 2006 Fr. 9'792.-- und im Jahr 2007 Fr. 11'761.-- (Urk. 8/6/1).
Der Beschwerdeführer gab an, das Arbeitspensum als Operations-Assistenz habe circa 20 % betragen (Urk. 8/1/5).
Im Jahr 2005 wurden
im IK-Auszug
zusätzlich Fr. 8'307.
-- als Einnahmen
aus selbständiger Erwerbstätigkeit
verbucht
(
Imbiss S._
; Eintragung der Einzel
firma im Handelsregister am 30. November 2005 und Löschung am 6. März 2007). Die selbständige Erwerbstätigkeit gab der Beschwerdeführer per 31. Dezember 2006 allerdings wieder auf, nachdem er bloss Verluste erzielt hatte
(Urk. 8/7/2
und Urk. 8/9). Ab dem 1. Februar 2008 war der Beschwerdeführer s
odann a
ls Pflegehilfe auf Abruf im
Spital
T._
ange
stellt bei einem Stundenlohn von Fr. 23.37 zuzüglich Fr. 3.05 Ferienentschädi
gung (Urk. 8/11). Im Monat Februar 2008 erzielte er einen Bruttolohn von Fr. 1’011.45, im Monat Juni 2008 einen solchen von Fr. 614.85, im Monat Juli 2008 einen solchen von Fr. 889.80 und im Monat September 2008 einen solchen
von Fr. 340.10 (Urk. 8/11/10).
Als Operations-Assistent in einem 100 %-Pensum hätte der Beschwerdeführer im Jahr 2007
etwa
Fr.
58
'
805
.-- erzielt (Fr. 11'761.-- [bei einem
ungefähren
20 %-Pensum] x 5). Angepasst an die branchenspezifische Nominallohnentwicklung bei Männern bis ins Jahr 20
10
ergäbe sich ein Jahreseinkommen von Fr.
62
’012
.
-
-
(
Fr.
58
'
805
.-- : 102.7 x 108.3;
vgl. die Tabelle
T1.
1.
05 [Nominal
lohnindex
,
Männer
,
2006-2010] M,N,O
von
102.7 [2007
] auf 10
8.3
[2010] bei einem Index
2005=100) und bis ins Jahr 2014
ein Jahreseinkommen von Fr.
63
’
562.
-
-
(
Fr.
62
’012
.
--
:
100 x 10
2.5
;
vgl. die Tabelle T1.1
.10
[N
ominallohn
index,
Männer
, 2011-2017
] Q 86-88 von 100 [2010] auf
102.5 [2014
] bei einem Index 2010=100
).
Als Pflegehilfe in einem 100 %-Pensum
hätte der Beschwerdeführer
im Jahr 2008 etwa Fr.
53’263.--
erzielt
(Fr.
26.42
pro Stunde x 42 Stunden pro Woche x 48 Wochen pro Jahr).
Angepasst an die branchenspezifische Nominallohnentwick
lung bei Männern bis ins Jahr 2010 ergäbe sich ein Jahreseinkommen von
Fr.
54
’
573.
-- (Fr.
53’263.--
: 105.7 x 108.3; vgl. die Tabelle
T1.
1.
05 [Nominal
lohnindex
, Männer,
2006-2010] M,N,O
von 105.7 [2008] auf 108.3 [2010] bei einem Index 2005=100) und bis ins Jahr 2014 ein Jahreseinkommen von Fr.
55
’
937.
-- (
Fr.
54
’
573.
--
:
100 x 102.5
; vgl. die Tabelle T1.1.10
[N
om
inallohn
index, Männer, 2011-2017
] Q 86-88 von 100 [2010] auf 102.5 [2014] bei einem Index 2010=100
).
Damit wäre das Einkommen als Pflegehilfe deutlich geringer als dasjenige als Operations-Assistent. Dasselbe gilt auch, wenn die
Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014
herangezogen würden und auf den standardisierten monatlichen Lohn von Fr. 4'807.-- im Bereich Gesundheits- und Sozialwesen (Ziff. 86-88), Männer, Kompetenzniveau 1, abge
stellt würde.
Das Abstellen auf ein höheres Kompetenzniveau rechtfertigt sich nicht, nachdem der Beschwerdeführer das Medizinstudium in der Schweiz nicht bestanden hat und über keine andere Ausbildung im Gesundheitsbereich verfügt.
Das
Valideneinkommen
beträgt somit
Fr.
63
’
562.
-
-
.
5.3
5.3.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statisti
schen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren Beizug erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens auf
grund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.3.2
Da dem Beschwerdeführer die bisherige Arbeitstätigkeit nicht mehr zumutbar ist, sind zur Bemessung des Invalideneinkommens die Tabellenlöhne der Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 heranzuziehen. Der Beschwerdeführer verfügt, nachdem er die Prüfungen für das Medizinstudium in der Schweiz nicht bestanden hat, über keine abgeschlossene Berufsausbildung, weshalb auf das standardisierte monatliche Einkommen für männliche Arbeitskräfte (LSE 2014, TOTAL in der Tabelle TA1) im Kompetenzniveau 1 von Fr. 5'312.-- abzustellen ist. Dieses monatliche Einkommen ist unter Berücksichtigung der durchschnittli
chen Arbeitszeit im Jahr 2014 von 41,7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilun
gen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-2018, A-S 01-96) auf ein Jahreseinkommen für eine 100%ige Tätigkeit hochzurechnen. Es resultiert somit ein Jahreseinkommen von Fr.
66
’
453.
-- (Fr. 5'312.-- x 12 : 40 x 41,7).
Dass dem Beschwerdeführer
nur noch leichte
, wechselbelastende
Tätigkeiten zumutbar sind, ist kein Grund für einen leidensbedingten Abzug, zumal der Tabellenlohn im hier zugrunde gelegten Kom
petenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil
des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E.
4.3.2
mit Hinweisen auf die Urteile 8C_82/2019 vom 19. September 2019 E. 6.3.2 und 9C_284/2018 vom 17. Juli 2018 E.
2.2.1).
Ein Abzug vom Tabellenlohn ist auch unter dem Gesichtspunkt der übrigen Umstände des Beschwerdeführers nicht angezeigt.
Mit dem Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75 soll der Tatsa
che Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die ver
bliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg v
erwerten kann
. Ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen, können unter dem Titel leidensbedingter Abzug grundsätzlich nur Umstände berücksichtigt werden, die auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als aus
serordentlich zu bezeichnen sind
(Urteil des Bundesgerichts 9C_898/2015 vom 7. April 2016 E. 3.1 mit weiteren Hinweisen).
Solche Umstände liegen hier nicht vor.
Das Jahreseinkommen von Fr.
66
’
453.
-- gemäss LSE 2014
entspricht somit dem Invalideneinkommen.
5.4
Aus dem vorliegend vorgenommenen Ei
nkommensvergleich
resultiert keine
Erwerbseinbusse (
Valideneinkommen
von
Fr.
63
’
562.
-
-
versus
Invalidenein
kom
men von Fr.
66
’
453.
--). Nicht einmal ein maximaler Abzug von 25 %, welcher vorliegend nicht gerechtfertigt ist, würde zu einem
renten
begründenden
Invali
ditätsgrad
führen. Diesfalls ergäbe sich ein maximaler Invaliditätsgrad von
gerundet 22
%
(
Valideneinkommen
von
Fr.
63
’
562.
-
-
abzüglich Invalidenein
kommen von Fr. 49’840.--
[Fr.
66
’
453.
--
x 0.75]).
6.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
7
.
7
.1
Gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt.
Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 800.-- als angemessen.
Ausgangsgemäss
ist diese dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung (Verfügung vom 24. Oktober 2018 [Urk. 9]) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7
.2
Die mit Verfügung vom 24. Oktober 2018 (Urk. 9) bestellte unentgeltliche Rechts
vertreterin des Beschwerdeführers,
Rechtsanwältin Ursula
Sintzel
, machte mit ihrer Honorarnote vom 30. Oktober 2018 einen Aufwand von 10.25 Stunden und Barauslagen von Fr. 43.10 ab dem 6. August 2018 geltend (Urk. 10).
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert.
Der vorliegend geltend gemachte Aufwand erweist sich als angemessen, weshalb Rechtsanwältin
Ursula
Sintzel
mit Fr.
2
’
475.05
(= Honorar von Fr.
2'255.
--
[10.25 Stunden à Fr. 220.--]
plus Barauslagen von
Fr. 43.10
, zu
züglich Mehrwertsteuer von 7.7
% [Fr.
176.95
]) aus der Gerichtskasse zu entschädigen
ist
.
7
.3
Der
Beschwerdeführer
ist auf § 16 Abs. 4 des Gesetzes über das Sozialver
siche
rungsgericht
(
GSVGer
) hinzuweisen, wonach er
zur Nachzahlung der Gerichts
kosten und der Entschädigung an
Rechtsanwältin
Ursula
Sintzel
ver
pflichtet ist, sobald er
dazu in der Lage ist.