# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 12a96896-ff0c-5df9-8bca-631045eec896
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 15. Mai 2019 reichte die Steuerpflichtige ihre Steuererklärung 2018 ein. Sie deklarierte unter anderem ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit (Code 1.110) von CHF 118’089.-, wovon sie an die im Jahr 2000 geborene Tochter (B._) ihres  Ehemannes (C._) bezahlte Unterhaltsbeiträge (Code 4.340) von CHF 3'600.- zum Abzug brachte.
Mit ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 19. März 2020 setzte die Kantonale Steuerverwaltung Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) das steuerbare Einkommen (Code 7.910) auf CHF 87'640.- (Kanton; geschuldete Steuer: CHF 9'091.65) bzw. CHF 93'208.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 2'425.20) fest. Der Abzug für bezahlte Unterhaltsbeiträge (Code 4.340) von CHF 3'600.- wurde der Steuerpflichtigen verweigert, stattdessen wurde ein Abzug für andere unterstützungsbedürftige Personen (Code 6.120) von CHF 1'000.- (Kanton) resp. CHF 6'500.- (Bund) gewährt.
Gegen diese Veranlagungsanzeige erhob die Steuerpflichtige am 17. April 2020 schriftlich . Sie brachte ihr Erstaunen darüber zum Ausdruck, dass die Unterhaltsbeiträge, die sie der Tochter ihres geschiedenen Ehemannes bezahlt habe, nicht wie in den Jahren zuvor zum Abzug zugelassen worden seien. Die Unterhaltsbeiträge seien gemäss Scheidungsurteil vom 2. Oktober 2014 geschuldet und im Umfang von CHF 7'370.- (anstatt wie deklariert CHF 3'600.-) auf das Konto ihrer Pflegetochter bezahlt worden.
Mit Einspracheentscheid vom 21. September 2020 wies die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache mit der Begründung ab, dass Unterhaltsbeiträge grundsätzlich nur für die leiblichen und adoptierten Kinder sowie bei gemeinsam veranlagten Ehegatten auch für die Stiefkinder zum Abzug gebracht werden könnten. Vorausgesetzt sei also das Bestehen eines Kindesverhältnisses. Pflegeeltern hingegen werde für ihre Pflegekinder kein Kinderabzug gewährt. Sofern Pflegeeltern für den Unterhalt des Pflegekindes aufkommen, könne, wenn die Voraussetzungen erfüllt seien, ein Unterstützungsabzug gewährt werden.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob die Steuerpflichtige, vertreten durch Rechtsanwalt Bruno Kaufmann, mit Eingabe vom 21. Oktober 2020 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie stellt das Begehren, es sei der angefochtene Einspracheentscheid in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und festzustellen, dass die geleisteten Unterhaltsbeiträge steuerrechtlich abziehbar seien. Zur Begründung führt die Beschwerdeführerin aus, dass sie mit dem Vater von B._ verheiratet gewesen sei. Bereits während der Ehe habe sie hauptsächlich zu den Kosten des gemeinsamen Familienhaushalts beigetragen. Bei der Scheidung sei dann, basierend auf Art. 278 Abs. 2 ZGB, ein Unterhaltsbeitrag zu Gunsten von B._ festgelegt worden. Gleichzeitig sei auf die Teilung der Guthaben der 2. Säule der Eheleute verzichtet worden. Während Jahren habe sie die an ihre Pflegetochter geleisteten Unterhaltsbeiträge steuerrechtlich abziehen können. Es sei willkürlich, dass ihr dieser Abzug nun verweigert werde.
Der am 3. November 2020 einverlangte Kostenvorschuss von CHF 800.- wurde am 1. Dezember 2020 geleistet.
In ihren Bemerkungen vom 26. Januar 2021 schliesst die Vorinstanz auf eine Abweisung der Beschwerde.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 6

## Considerations

C. Die weiteren Elemente des Sachverhalts finden sich, soweit für die Urteilsfindung , in den folgenden rechtlichen Erwägungen.
Erwägungen
Prozessuales
1.