# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6f941950-569a-4fd2-ab8e-c3314beee38e
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft Vibo Valentia in Italien gegen A. ein Strafver-
fahren wegen des Verdachts der Hehlerei und der  gegen das Kulturgütertransfergesetz führt (act. 1.1);
- in diesem Zusammenhang die Staatsanwaltschaft Vibo Valentia mit
Rechtshilfeersuchen vom 8. Juni 2011 an die Schweiz gelangte und um Durchführung einer Hausdurchsuchung bei A., die  allfälliger dabei angetroffener archäologischer Güter sowie die Deaktivierung seiner Webseite ersuchte;
- das Bundesamt für Justiz das Gesuch nach summarischer Überprü-
fung am 29. Juli 2011 an die Staatsanwaltschaft Berner Oberland überwies, welche mit Eintretens- und Zwischenverfügung vom 4. Juli 2011 darauf eintrat, die Hausdurchsuchung bei A. bewilligte und dessen Befragung anordnete, wobei sie auf die Sperrung der Webseite verzichtete und die Anwesenheit von italienischen  beim Vollzug der Hausdurchsuchung und der  im damaligen Verfahrensstadium ausschloss;
- die Staatsanwaltschaft Berner Oberland mit Zwischenverfügung
vom 10. Januar 2012 diverse Kulturgüter, Gegenstände und , etc. beschlagnahmte und den italienischen  die Anwesenheit bei den noch vorzunehmenden  bewilligte (act. 1.1);
- A. mit Eingabe vom 23. Januar 2012 an die Beschwerdekammer
des Bundesstrafgerichts gelangte und die Aufhebung der Verfügung der Staatsanwaltschaft Bern Oberland vom 10. Januar 2012,  die Aufhebung der Verfügung, soweit sie nicht die ca. 35 Güter aus Vibo Valentia betreffen, beantragt (act. 1) sowie ein  um Erteilung der unentgeltlichen Rechtspflege stellt (RP.2012.2, act. 1).

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- die vorliegende Verfügung vom 10. Januar 2012 eine Zwischenver-
fügung nach Art. 80e Abs. 2 IRSG darstellt, welche selbständig nur angefochten werden kann, sofern durch die Beschlagnahme von
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Vermögenswerten oder Wertgegenstände, oder durch die  von am ausländischen Prozess Beteiligten ein unmittelbarer und nicht gutzumachender Nachteil bewirkt wird;
- der Beschwerdeführer hinsichtlich der Beschlagnahme den nicht
wieder gutzumachenden Nachteil darin erblickt, dass er mangels Möglichkeit des Kaufs- und Verkaufs der Güter seine Sammlung nicht pflegen könne und durch die Nichtaufnahme der  Güter in ein Verzeichnis die Befürchtung bestehe, er  diese Gegenstände nicht mehr zurück, was zu einem finanziellen Schaden führe (act. 1.1, S. 5, Ziff. 2);
- der geltend gemachte Nachteil kein unmittelbarer ist, der Be-
schwerdeführer nicht dargelegt hat, inwiefern er mit den  Gegenstände hätte Handel treiben können, alleine die  es könne ein Schaden entstehen noch keinen solchen darstellt und auch sonst kein unmittelbarer nicht wieder  Nachteil im Sinne der Rechtsprechung dargetan worden ist (vgl. BGE 130 II 329 E. 2);
- gemäss bundesgerichtlicher Rechsprechung die blosse Anwesen-
heit ausländischer Ermittlungsbeamter an einer  für den Betroffenen noch keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zur Folge hat, sofern von diesen – wie in der angeführten Verfügung explizit festgehalten – vorgängig der Teilnahme eine Verpflichtungserklärung eingeholt wird, die gewonnenen  bis zum rechtskräftigen Abschluss des Rechtshilfeverfahrens nicht zu verwenden (BGE 128 II 211 E. 2.1 S. 215; Urteil des  1A.259/2005 vom 15. November 2005 E. 1.3; Botschaft des Bundesrats betreffend die Änderung des Rechtshilfegesetzes vom 29. März 1995, BBl 1995 III 30);
- der Beschwerde zudem diesbezüglich auch keine Vorbringen zu
entnehmen sind, weshalb die Anwesenheit ausländischer  einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil  könnte;
- nach dem Gesagten der Beschwerdeführer weder hinsichtlich der
Beschlagnahme noch durch die Anwesenheit ausländischer  einen unmittelbaren und nicht wieder  Nachteil im Sinne von Art. 80e Abs. 2 IRSG dargetan hat,  auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
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- unter diesen Umständen das Gesuch um unentgeltliche Rechtspfle-
ge abzuweisen ist, da sich die Beschwerde als offensichtlich  erweist und demgemäss keine Aussicht auf Erfolg hatte (Art. 65 Abs. 1 VwVG);
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer die Ge-
richtskosten von Fr. 800.-- zu tragen hat (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG); für die Berechnung der  Art. 5 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren (BStKR [SR 173.713.162] i.V.m. Art. 63 Abs. 4bis VwVG und Art. 63 Abs. 5 VwVG) zur Anwendung gelangt.
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