# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 881f5d2a-66b2-5118-a057-2fd4f3ff95c3
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
A._, geb. 1982, wurde seit Dezember 2011 (mit Unterbrüchen) von den Sozialen
Diensten X._ sozialhilferechtlich unterstützt. Aufgrund einer am 15. Mai 2018 verfügten
Rückerstattung missbräuchlich bezogener Sozialhilfe wurden ihm seither monatlich
CHF 100 im Unterstützungsbudget abgezogen. Ab September 2019 war A._ in
Erfüllung einer Auflage der Sozialen Dienste X._ im Beschäftigungsprogramm Y._
tätig. Aufgrund seines untragbaren Verhaltens wurde ihm am 3. März 2020 fristlos
gekündigt. Dies hatte ab 1. April 2020 eine monatliche Teileinstellung von CHF 500 zur
Folge. Zudem wurde ein Abzug von monatlich CHF 360 wegen Nichtdeponierens des
Fahrzeugnummernschilds verfügt. Anschliessend versuchte A._ über das Jobcenter,
eine feste Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden, was jedoch nicht
gelang.
B.
Ab Juni 2020 war A._ im Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung Z._ mit einem 100
Prozent Pensum angemeldet. In den Folgemonaten war er teilweise dort tätig,
dazwischen leistete er auch über Temporärfirmen vermittelte Arbeitseinsätze. Mit E-
Mail vom 27. September 2020 teilte A._ den Sozialen Diensten X._ mit, er werde
künftig in einem Pensum von 50 Prozent bei der Stiftung Z._ arbeiten. Zu mehr könne
er nicht gezwungen werden, zudem habe er Rückenschmerzen. So habe er genügend
Zeit, Stellenbewerbungen zu schreiben. Mit Schreiben der Sozialen Dienste X._ vom
13. Oktober 2020 wurde A._ zur Auflage gemacht, 100 Prozent im
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Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung Z._ tätig zu sein. In einem weiteren
Schreiben vom 26. November 2020 wurde ihm zur Auflage gemacht, seine Fähigkeit
auszuschöpfen und ein übliches Erwerbseinkommen im Rahmen einer Erwerbstätigkeit
zu 100 Prozent zu erzielen. Für den Fall, dass er der Auflage nicht nachkomme, wurde
ihm die Einstellung der Sozialhilfe angedroht. Zudem wurde ihm das rechtliche Gehör
zum Sachverhalt und zur beabsichtigten Vorgehensweise gewährt.
C.
Am 18. Dezember 2020 verfügten die Sozialen Dienste X._ die Einstellung der
Sozialhilfe für A._ ab 1. Januar 2021 (Ziffer 1 der Verfügung); einem allfälligen Rekurs
wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (Ziffer 2) und auf die Erhebung von Kosten
wurde verzichtet (Ziffer 3). Zur Begründung wurde ausgeführt, dass A._ in der Lage
sei, einer vollen Erwerbstätigkeit nachzugehen, womit die Anspruchsvoraussetzungen
auf Sozialhilfeleistungen gestützt auf das Subsidiaritätsprinzip entfielen. Zudem
bestehe keine sozialhilferechtliche Bedürftigkeit.
D.
Der dagegen erhobene Rekurs wurde vom Departement des Innern mit Entscheid vom
9. August 2021 teilweise gutgeheissen, soweit darauf eingetreten wurde, und Ziffer 1
der angefochtenen Verfügung aufgehoben. Die Sozialen Dienste X._ wurden
verpflichtet, A._ ab 1. Januar 2021 ergänzende Sozialhilfe auszurichten. Auf die
Erhebung amtlicher Kosten wurde verzichtet. Der Antrag der Politischen Gemeinde
X._ auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten wurde abgewiesen.
E.
Gegen den Entscheid des Departements des Innern (Vorinstanz) vom 9. August 2021
erhob A._ (Beschwerdeführer 1) mit Schreiben vom 18. August 2021 Beschwerde
beim Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen mit dem sinngemässen Antrag, der
angefochtene Entscheid sei aufzuheben und ihm seien Sozialhilfeleistungen ohne
Anrechnung eines hypothetischen Einkommens auszurichten (Verfahren B 2021/183,
Beschwerde 1). Gleichzeitig ersuchte er um Ausrichtung von Sozialhilfe für die Dauer
des Verfahrens und Verzicht auf Kostenerhebung. Die Vorinstanz beantragte mit
Vernehmlassung vom 27. August 2021 die Abweisung der Beschwerde. Denselben
Antrag stellte die Politische Gemeinde X._ (Beschwerdegegnerin 1) mit
Vernehmlassungen vom 1. und 14. September 2021. Dazu nahm der Beschwerdeführer
1 mit Schreiben vom 30. September 2021 Stellung. Gleichzeitig teilte er mit, dass er die
Schweiz per 1. Oktober 2021 verlasse und nach Bosnien und Herzegowina ziehe. Dazu
nahm die Beschwerdegegnerin 1 am 21. Oktober 2021 und der Beschwerdeführer 1
wiederum dazu am 30. Oktober 2021 Stellung.
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Die Politische Gemeinde X._ (Beschwerdeführerin 2) erhob mit Eingabe vom
24. August 2021 Beschwerde gegen den Entscheid des Departements des Innern
(Vorinstanz) vom 9. August 2021 (Verfahren B 2021/186, Beschwerde 2) mit dem
Antrag auf Aufhebung des angefochtenen Entscheids, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Die Vorinstanz beantragte mit Vernehmlassung vom 27. August
2021 die Abweisung der Beschwerde. A._ (Beschwerdegegner 2) liess sich dazu nicht
vernehmen.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge und die
Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Eintreten
Die Beschwerdeverfahren B 2021/183 und B 2021/186 betreffen den gleichen
Streitgegenstand und basieren auf denselben Akten. Es rechtfertigt sich daher, die
zwei Beschwerden in einem einzigen Entscheid zu behandeln und die beiden
Beschwerdeverfahren zu vereinigen.
1.1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer 1
ist als Adressat des angefochtenen Entscheids zur Ergreifung des Rechtsmittels
berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP).
Praxisgemäss setzt die Legitimation eines Gemeinwesens nach Art. 45 Abs. 2 VRP
voraus, dass dieses den streitigen Entscheid durch Setzen eines Rechtsaktes im
eigenen Aufgabenbereich erlassen und damit bestimmte öffentliche Interessen
vertreten hat (GVP 1992 Nr. 43). Das ist nur der Fall, wenn es im Bereich einer ihm
obliegenden Aufgabe tätig wurde und dabei lokale Interessen wahrgenommen hat.
Unerheblich ist, ob es sich dabei um autonome Belange oder übertragene Befugnisse
handelt. Der Aufgabenkreis der öffentlich-rechtlichen Körperschaften oder Anstalten
ergibt sich aus der Zuständigkeitsordnung des kantonalen Rechts. Massgebend ist
letztlich, ob der betreffenden Körperschaft oder Anstalt eigene Verfügungskompetenz
1.2. bis
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2. Prüfungsprogramm
Die Vorinstanz hat die von der Beschwerdeführerin 2 am 18. Dezember 2020 verfügte
vollständige Einstellung der finanziellen Sozialhilfe ab 1. Januar 2021 aufgehoben und
stattdessen ergänzende Sozialhilfe als rechtmässig erachtet. In einem ersten Schritt ist
zu prüfen, ob die Einstellung der Sozialhilfe zu Recht erfolgte. Falls dies in
Übereinstimmung mit der Vorinstanz zu verneinen ist, ist die Höhe der dem
Beschwerdeführer 1 zustehenden Sozialhilfeleistungen zu überprüfen.
3. Vorbringen der Beteiligten
Die Vorinstanz erwog im angefochtenen Entscheid, der Beschwerdegegner 2 habe mit
seiner Weigerung, in einem 100 Prozent Pensum tätig zu sein, die ihm obliegende
Arbeits- und Schadenminderungspflicht verletzt. Im Umfang des erzielbaren
Einkommens bestehe keine Bedürftigkeit. Für die Berechnung desselben sei entgegen
der Berechnung der Beschwerdeführerin 2 nicht auf das Einkommen aus
Temporäreinsätzen abzustellen, sondern auf das Bruttoeinkommen im
Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung Z._ in der Höhe von CHF 1'764. In diesem
Umfang bestehe keine Bedürftigkeit des Beschwerdegegners 2; für den darüber
hinausgehenden Bedarf sei ihm daher ergänzende Sozialhilfe auszurichten.
Die Beschwerdeführerin 2 macht im Wesentlichen geltend, die verweigerte Mitwirkung
an einem entlohnten Beschäftigungsprogramm stelle eine Verhinderung einer
möglichen Integration auf dem Arbeitsmarkt dar, weshalb jegliche
Unterstützungsleistung verweigert werden könne. Es sei davon auszugehen, dass sich
eine solche Person nicht in einer Notlage befinde. Dies sei auch die Rechtsprechung
des Bundesgerichts und des Verwaltungsgerichts St. Gallen. Es sei daher nicht
relevant, ob das im Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung Z._ erzielbare
Einkommen, das den Umfang der Nothilfe übersteige, für die materiellen
zukommt (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, 2. Aufl.
2003, Rz. 453 f.). Im vorliegenden Fall hat die Beschwerdeführerin 2 von ihrer
Verfügungskompetenz Gebrauch gemacht, und damit ist die Beschwerdebefugnis der
politischen Gemeinde betreffend die Sozialhilfestreitigkeiten gegeben (vgl. VerwGE B
2019/117 vom 18. Dezember 2019 E. 1, VerwGE B 2016/32 vom 14. Dezember 2017 E.
1).
Die Beschwerdeeingaben vom 18. August 2021 (Beschwerde 1) und 24. August 2021
(Beschwerde 2) erfolgten rechtzeitig und erfüllen formal und inhaltlich die gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf
die Beschwerden 1 und 2 ist somit einzutreten.
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Grundsicherung ausreiche. Der Beschwerdegegner 2 sei zu 100 Prozent arbeitsfähig.
Seine zahlreichen Arbeitseinsätze auf dem ersten Arbeitsmarkt zeigten, dass er an der
Schwelle zwischen dem ersten und dem zweiten Arbeitsmarkt stehe. Sein Verhalten sei
rechtsmissbräuchlich.
Der Beschwerdegegner 2 hat zur Beschwerde 2 nicht Stellung genommen. In seiner
Beschwerde 1 führte er indessen aus, er habe am Arbeitsintegrationsprogramm der
Stiftung Z._ bis zu dessen Ende am 22. Dezember 2020 teilgenommen. Dass er
anschliessend am Arbeitsintegrationsprogramm Y._ hätte teilnehmen können, treffe
nicht zu. Ein Klient könne sich dort nicht selbst anmelden, es sei eine Zuweisung der
Sozialen Dienste erforderlich. Im Zeitpunkt der Einstellungsverfügung habe eine solche
nicht vorgelegen. Er habe sich stets um Arbeit bemüht. Ab Februar 2021 sei er längere
Zeit krankgeschrieben gewesen.
4. Rechtliche Grundlagen
Von der sanktionellen Ku ̈rzung bzw. Einstellung von Leistungen der Sozialhilfe nach Art. 17 und 17a des Sozialhilfegesetzes (sGS 381.1, SHG) ist die Einstellung wegen
fehlender Anspruchsvoraussetzungen (Subsidiaritätsprinzip) zu unterscheiden. Nach
Art. 9 SHG hat Anspruch auf finanzielle Sozialhilfe, wer für seinen Lebensunterhalt nicht
hinreichend oder nicht rechtzeitig aus eigenen Mitteln aufkommen kann. Personen, die
Sozialhilfeleistungen beanspruchen, haben diverse Pflichten zu erfüllen. Neben der
Auskunfts-, Informations- und Mitwirkungspflicht sind sie auch gehalten, ihre
Bedürftigkeit zu mindern. Nach Art. 12 SHG ist eine arbeitsfähige Person verpflichtet,
eine ihren Fähigkeiten entsprechende Arbeit anzunehmen oder an Massnahmen zur
sozialen und beruflichen Integration teilzunehmen (Art. 12a SHG). Die Sozialhilfe hat
subsidiären Charakter und dient zur Überwindung der konkreten Bedürftigkeit (G.
Wizent, Die sozialhilferechtliche Bedürftigkeit, Zürich 2014, S. 228). Sie wird demnach
nur gewährt, wenn sich die bedürftige Person nicht selbst helfen kann.
Der Grundsatz der Subsidiarität staatlicher Fürsorge ergibt sich ohne Weiteres aus
Art. 12 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft (SR 101, BV).
Gemäss diesem Verfassungsartikel hat der in Not Geratene nur Anspruch auf
Unterstützungsleistungen, wenn und soweit er nicht in der Lage ist, selbst für sich zu
sorgen. Auch Art. 12 der Verfassung des Kantons St. Gallen (sGS 111.1, KV), der einen
Anspruch auf soziale Sicherung in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung vorsieht,
betont die Subsidiarität staatlicher Sozialsicherung (vgl. Botschaft und
4.1.
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Verfassungsentwurf der Verfassungskommission vom 17. Dezember 1999, in: ABl 2000
165 ff., 221). Bundes- und Kantonsverfassung sowie Gesetz knüpfen den
grundsätzlichen Anspruch auf Hilfe in Notlagen somit an bestimmte Voraussetzungen,
indem sie klarstellen, dass die in Not geratene Person nur Anspruch auf entsprechende
Leistungen des Staates hat, wenn sie sich ausserstande sieht, d.h. wenn es ihr
rechtlich verwehrt oder faktisch unmöglich ist, selber für sich zu sorgen.
Verlangt das grundsätzlich zur Leistung von Sozialhilfe verpflichtete Gemeinwesen vom
Sozialhilfeempfänger, soweit zumutbar eine Erwerbstätigkeit auszuüben (Art. 12 SHG),
handelt es sich mit Blick auf den Grundsatz der Subsidiarität von Sozialhilfeleistungen
demnach nicht um eine reine Pflicht, sondern um eine Anspruchsvoraussetzung für die
vom Staat zu erbringende Leistung (BGE 139 I 218 E. 3.5; BGer 8C_787/2011 vom
28. Februar 2012 E. 3.2.1). Ist dieser objektiv in der Lage, sich, insbesondere durch die
Aufnahme einer zumutbaren Arbeit, aus eigener Kraft die für das Überleben
erforderlichen Mittel selber zu verschaffen, steht er nicht in jener Notsituation, auf die
das Grundrecht auf Hilfe in Notlagen zugeschnitten ist. Bei ihm fehlt es bereits an den
Anspruchsvoraussetzungen, weshalb sich in solchen Fällen die Prüfung erübrigt, ob die
Voraussetzungen für einen Eingriff in das Grundrecht erfüllt sind, namentlich, ob ein
Eingriff in dessen Kerngehalt vorliegt, denn dies setzt einen rechtmässigen Anspruch
voraus (BGE 142 I 1 E. 7.2.2, 139 I 218 E. 3.3, VerwGE B 2018/245 vom 28. Mai 2019
E. 4.2 mit Hinweisen). Wer die Annahme zumutbarer Arbeit verweigert, verhält sich
daher nicht nur weisungswidrig, was zu Kürzungen im Sinne von Art. 17 SHG führen
kann, sondern die Anspruchsvoraussetzungen entfallen gänzlich (vgl. BGE 139 I 218
E. 3.4 f. mit Hinweis auf BGE 133 V 353 E. 4.2 und C. Hänzi, Die Richtlinien der
schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe, Basel 2011, S. 85 ff.). Die Subsidiarität der
Nothilfe gegenüber selbst erzielbaren Einkünften kommt allerdings bei einem nicht
entlohnten Beschäftigungsprogramm nicht zum Tragen. In diesem Fall verstösst die
Verweigerung der Nothilfe gegen Art. 12 BV (BGE 142 I 1 E. 7.2.3). Gemäss
Bundesgericht steht es der Gemeinde indessen offen, ihr Beschäftigungsprogramm im
Umfang der Sozialhilfe oder zumindest der Nothilfe zu entgelten. Diesfalls kann sie sich
auf die Rechtsprechung hinsichtlich Subsidiarität stützen und bei ungenügender
Mitwirkung am Programm die Sozialhilfe streichen (BGE 142 I 1 E. 7.2.6). Demnach
kommt das Subsidiaritätsprinzip zur Anwendung, sofern die Entlohnung mindestens im
Umfang der Nothilfe erfolgt. Wer die Teilnahme an einem entlohnten
Beschäftigungsprogramm ablehnt, kann somit unter Anwendung des
Subsidiaritätsprinzips mit der Einstellung sämtlicher Leistungen sanktioniert werden
(Studer/Pärli, Entscheidbesprechung zu BGE 142 I 1, in: AJP 2016, S. 1385 ff., 1392).
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5. Würdigung
Im Sinne des Subsidiaritätsprinzips ist der Beschwerdegegner 2 gehalten, seine
Bedürftigkeit zu mindern (U. Vogel, Rechtsbeziehungen – Rechte und Pflichten der
unterstützten Person und der Organe der Sozialhilfe, in: C. Häfeli [Hrsg.], Das
Schweizerische Sozialhilferecht, Luzern 2008, S. 179). Nach Art. 12 SHG ist eine
arbeitsfähige Person verpflichtet, eine ihren Fähigkeiten entsprechende Arbeit
anzunehmen. Dazu gehört auch die Teilnahme an Massnahmen zur beruflichen
Integration. Gemäss Art. 12a SHG können die mit dem Vollzug betrauten Organe mit
der hilfebedürftigen Person Massnahmen zur Förderung ihrer sozialen und beruflichen
Integration vereinbaren. Wenn keine Vereinbarung zustande kommt, können geeignete
Massnahmen auch als Bedingung oder als Auflage angeordnet werden (Botschaft und
Entwurf der Regierung zum IV. Nachtrag zum Sozialhilfegesetz vom 6. September
2016, ABl 2016 2794). Die Ausrichtung der finanziellen Sozialhilfe kann mit
Bedingungen und Auflagen verbunden werden, die geeignet sind, die Hilfebedürftigkeit
zu beseitigen oder zu mildern oder die Selbsthilfe der hilfebedürftigen Person und ihrer
Familienangehörigen sowie ihre soziale und berufliche Integration zu fördern (Art. 12b
Abs. 1 lit. b und c SHG).
Nach den Richtlinien der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS-Richtlinien)
und der konkretisierenden Praxishilfe der St. Gallischen Konferenz für Sozialhilfe (KOS-
Praxishilfe) ist die Teilnahme an einem von den Sozialhilfeorganen anerkannten
lohnwirksamen Beschäftigungsprogramm des zweiten Arbeitsmarkts, mit dem der
eigene Unterhalt zumindest teilweise gedeckt werden kann, der zumutbaren
Erwerbstätigkeit gleichgesetzt (Kap. A 5.2 der SKOS-Richtlinien). Diese Gleichsetzung
steht sowohl im Einklang mit der zitierten Zweckbestimmung des Sozialhilfegesetzes –
sie dient der Förderung sozialer und beruflicher Integration – als auch mit der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Eine Arbeit gilt als zumutbar, wenn sie dem
Alter, dem Gesundheitszustand und den persönlichen Verhältnissen der bedürftigen
Person angepasst ist. Mit dem Arbeitsintegrationsprogramm sollen ein Wiedereinstieg
in die Arbeit, eine Eingewöhnung an einen geregelten Arbeitstag und die Belastung der
Arbeit erprobt werden. Solche Programme sind darauf ausgerichtet, die konkrete
Notlage nach erfolgreicher Teilnahme aufzuheben (Müller/Schefer, Grundrechte in der
Schweiz, 4. Aufl. 2008, S. 768) bzw. die wirtschaftliche Selbstständigkeit sowie das
eigenverantwortliche Handeln des Sozialhilfeempfängers zu fördern, was auch mit dem
Grundsatz nach Art. 2 Abs. 1 lit b SHG übereinstimmt. Eine solche Verknüpfung der
Ausrichtung der Nothilfe mit der Teilnahme am Arbeitsintegrationsprogramm ist
rechtens (vgl. BGE 142 I 1 E. 7.2.6).
4.2.
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Nicht strittig ist, dass im vorliegenden Fall die Einstellung der finanziellen
Unterstützungsleistungen nicht gestützt auf die Sanktionsartikel von Art. 17 und Art.
17a SHG vorgenommen, sondern mit der Verletzung des Subsidiaritätsprinzips
begründet wurde. Nachdem ein Einsatz im Beschäftigungsprogramm Y._ gescheitert
war – dem Beschwerdegegner 2 musste aufgrund seines untragbaren Verhaltens am
3. März 2020 fristlos gekündigt werden (vi-act. 13/73) –, unternahm die
Beschwerdeführerin 2 mehrere Versuche, dem Beschwerdegegner 2 eine Arbeitsstelle
zu vermitteln. Am 5. Juni 2020 wurde er für das Arbeitsintegrationsprogramm der
Stiftung Z._ mit einem Pensum von 100 Prozent angemeldet. Sein Einsatz dort
erfolgte im Hausdienst. Diese Tätigkeit wurde mit CHF 10.50 brutto pro Stunde zuz.
Ferienentschädigung und auswärtige Verpflegungskosten entlohnt (vi-act. 13/13). In
der Folge leistete der Beschwerdegegner 2 in den Monaten Juni bis November 2020
zwischen 22 und 134 Arbeitsstunden pro Monat, was zu keiner Zeit einem vollen
Pensum entsprach (vi-act. 13/6). Mit E-Mail vom 27. September 2020 teilte der
Beschwerdegegner 2 mit, er könne nicht gezwungen werden, in einem vollen Pensum
zu arbeiten. Er werde nur noch zu 50 Prozent arbeiten (vi-act. 13/2, S. 35). Teilweise
blieb er der Arbeit in der Stiftung Z._ in der Folge fern und erhielt deswegen am
7. Oktober 2020 einen Verweis (vi-act. 13/2, S. 29). Dazwischen arbeitete er immer
wieder im Auftrag von Temporärfirmen, wobei diese Einsätze jeweils nur wenige Tage
dauerten. Nach einer Aussprache wurde ihm von der Beschwerdeführerin 2 am
13. Oktober 2020 schriftlich zur Auflage gemacht, ab 1. Oktober 2020 in einem 100
Prozent Pensum im Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung Z._ tätig zu sein (vi-act.
13/35). Ab 22. Oktober 2020 nahm er die Tätigkeit dort wieder auf, jedoch nicht in
einem 100 Prozent Pensum. Mit Schreiben vom 26. November 2020 wurde ihm daher
nochmals die Auflage gemacht, in einem 100 Prozent Pensum zu arbeiten, entweder im
Rahmen der Personalvermittlung, im Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung Z._
oder bei einer vergleichbaren Tätigkeit auf dem ersten oder zweiten Arbeitsmarkt (vi-
act. 13/8). Mit Schreiben vom 9. und 11. Dezember 2020 teilte der Beschwerdegegner
2 mit, aufgrund seiner Rückenschmerzen sei es ihm nicht möglich, diese Auflage zu
erfüllen. Er könne höchstens zu 50 Prozent arbeiten. Daneben müsse er noch Zeit
haben, sich für Stellen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu bewerben. Die Arbeit im
Hausdienst sei zu streng für ihn (vi-act. 13/7). Da seine Arbeitsleistung anhaltend zu
gering und der Aufwand zu gross waren, teilte die Stiftung Z._ Anfang Dezember 2020
mit, der bis 22. Dezember 2020 befristete Arbeitsvertrag mit dem Beschwerdegegner 2
könne nicht verlängert werden (vi-act. 13/2, S. 4).
Die Vorinstanz setzte sich mit der Rechtmässigkeit der von der Beschwerdeführerin 2
5.1.
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am 13. Oktober (vi-act. 13/35) und 26. November 2020 (vi-act. 13/8) verfügten
Auflagen, in einem 100 Prozent Pensum entweder im Arbeitsintegrationsprogramm
Z._ oder im Rahmen der Personalvermittlung oder einer vergleichbaren Tätigkeit auf
dem ersten oder zweiten Arbeitsmarkt tätig zu sein, ausführlich auseinander (act. 2, E.
4.3 bis 4.7). Sie stellte fest, dass diese Auflagen geeignet gewesen seien, die
Selbsthilfe des Beschwerdegegners 2 sowie seine soziale Integration zu fördern.
Zudem seien sie erforderlich gewesen und hätten den geringstmöglichen Eingriff
dargestellt. Diese Ausführungen sind in sich schlüssig begründet und nachvollziehbar.
Der Beschwerdeführer 1 beanstandet in seiner Beschwerde die Verpflichtung zu einer
vollen Arbeitstätigkeit nicht. Er argumentiert lediglich damit, dass ihm ab 1. Januar
2021 keine zumutbare Arbeit zur Verfügung gestanden habe. Für das Gericht ist
aufgrund der Rechts- und Aktenlage nicht ersichtlich, inwiefern die Auflagen nicht
rechtmässig sein sollten. Diese stehen in einem sachlichen Zusammenhang zur
Hilfsbedürftigkeit des Beschwerdegegners 2 und deren Ursache und sind darauf
ausgerichtet, die rechtskonforme Ausübung des Anspruchs auf Sozialhilfe zu sichern.
Damit dienen sie auch dem öffentlichen Interesse an der Vermeidung von auf längere
Sicht sozialhilfeabhängigen Personen (BGE 139 I 218 E. 4.2). Sie stellen zumutbare und
geeignete Massnahmen dar, um die Aussicht des Beschwerdegegners 2 auf
Wiedereingliederung in das Erwerbsleben zu verbessern und dem Subsidiaritätsprinzip
Rechnung zu tragen. Die vom Beschwerdegegner 2 wiederholt geltend gemachten
gesundheitlichen Beschwerden, aufgrund welcher er angeblich nicht in der Lage sei, in
einem vollen Pensum zu arbeiten, sind nicht durch ein entsprechendes Arztzeugnis
belegt, obschon er in der Auflage vom 13. Oktober 2020 ausdrücklich darauf
hingewiesen worden war, dass die krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit vom ersten
Tag an wie auch eine Pensumsreduktion mittels Arztzeugnis zu belegen seien (vi-act.
13/35). Der Beschwerdegegner 2 war einzig vom 4. bis 20. September 2020 zu
40 Prozent krankgeschrieben. Dass er aufgrund von Rückenproblemen lediglich 15 kg
tragen konnte (vgl. entsprechendes Arztzeugnis vom 19. Mai 2020, vi-act. 51), wurde
bei seiner Tätigkeit im Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung Z._ berücksichtigt.
Vom Bodenaufnehmen und Staubsaugen wurde er befreit (vi-act. 13/2, S. 34). Auch
Schichtarbeit musste er keine leisten (vgl. Arztzeugnis vom 19. Mai 2020, vi-act. 13/55).
Unter Berücksichtigung dieser Einschränkungen war er im fraglichen Zeitraum ab
13. Oktober 2020 bis zum Erlass der Einstellungsverfügung vom 18. Dezember 2020 zu
100 Prozent arbeitsfähig und hätte die Auflagen der Beschwerdeführerin 2 ohne
Weiteres erfüllen können. Im Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung Z._ wurde ihm
zudem täglich eine halbe Stunde Zeit eingeräumt, um sich auf offene Stellen des ersten
Arbeitsmarktes zu bewerben. Es wurde ihm auch stets ermöglicht, die Termine der
Physiotherapie wahrzunehmen. Wie seine zahlreichen Einsätze für Temporärfirmen
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zeigen, war es für ihn in jenem Zeitraum offenbar auch kein Problem, Arbeit auf dem
ersten Arbeitsmarkt zu finden. Aufgrund seiner mangelhaften Leistung dauerten diese
Einsätze aber meist nur wenige Tage.
Die Entlohnung für seine Teilnahme am Arbeitsintegrationsprogramm bei der Stiftung
Z._, die mit netto rund CHF 11 pro Stunde in einem vollen Pensum mindestens den
Umfang der Nothilfe erreichte hätte, erfolgte an das Sozialamt, welches wiederum dem
Beschwerdegegner 2 die ihm zustehenden Unterstützungsleistungen zukommen liess.
Für die geleisteten Stunden erhielt er zudem eine Integrationszulage und ab Juli 2020
fiel die Teileinstellung von CHF 500 pro Monat weg. Der Beschwerdegegner 2 bekam
damit kein eigentliches Erwerbseinkommen durch einen Arbeitgeber ausbezahlt,
sondern wurde durch das Sozialamt "entlohnt". Allerdings ist unerheblich, ob die
Entschädigung der Teilnehmer durch die Institution, vorliegend die Stiftung Z._, oder
das Sozialamt ausgerichtet wird (Meier/Pärli, Sozialversicherungsrechtliche Fragen bei
Beschäftigungsverhältnissen unter sozialhilferechtlichen Bedingungen, in: SZS 2018, S.
22; BGE 142 I 1 E. 7.2.6; VerwGE B 2018/256 vom 28. Mai 2019 E. 5.2). Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung kann die Sozialhilfe bei ungenügender Mitwirkung
an einem entlohnten Arbeitsprogramm gestützt auf das Subsidiaritätsprinzip gestrichen
werden (BGE 142 I 1 E. 7.2.6; Meier/Pärli, a.a.O., S. 22). Denn bei einer solchen Person
wird nicht angenommen, dass sie sich in einer Notlage befindet, was notwendige
Voraussetzung ist, um in den Genuss einer Hilfe zu gelangen (BGE 134 I 65 E. 3.1 in
Pra 97 (2008) Nr. 86, BGE 131 I 166 E. 4.1).
Der Beschwerdegegner 2 kam trotz entsprechender Auflage und Androhung der
Einstellung der Sozialhilfeleistungen seiner Pflicht zur Arbeitsleistung in einem
100 Prozent Pensum (entweder im Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung Z._ oder
anderweitig) nur ungenügend nach. Mit E-Mail vom 27. September 2020 teilte er mit, er
werde künftig nur zu 50 Prozent daran teilnehmen. Mehrere Male blieb er der Arbeit
unentschuldigt fern; ihm wurde deswegen ein Verweis erteilt. Auch nach der zweiten
Auflage hielt er wiederholt daran fest, höchstens 50 Prozent arbeiten zu können oder
zu wollen. Seine Arbeitsleistung war zudem ungenügend, weshalb sein bis
22. Dezember 2020 befristeter Einsatz im Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung
Z._ nicht verlängert wurde. Hätte er die Auflagen erfüllt und ordnungsgemäss (mit
einem vollen Pensum und genügender Arbeitsleistung) daran teilgenommen, hätte einer
Weiterbeschäftigung bei der Stiftung Z._ nichts im Wege gestanden. Auch ein
dauerhafter Arbeitseinsatz auf dem ersten Arbeitsmarkt wäre für ihn möglich und
zumutbar gewesen. Immer wieder trat er Temporärstellen an, verlor diese aber meist
5.2.
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6. Ergebnis
Zusammenfassend stellte die Beschwerdeführerin 2 die Sozialhilfeleistungen an den
Beschwerdegegner 2 ab 1. Januar 2021 zu Recht ein. Damit ist die Beschwerde der
Beschwerdeführerin 2 (B 2021/186) gutzuheissen und Ziff. 1 des angefochtenen
Entscheids der Vorinstanz vom 9. August 2021 aufzuheben. Die durch die
Beschwerdeführerin 2 am 18. Dezember 2020 verfügte Leistungseinstellung für den
Zeitraum ab 1. Januar 2021 ist damit zu bestätigen und die Beschwerde des
Beschwerdeführers 1 (B 2021/183) abzuweisen.
7. Gesuch um vorsorgliche Massnahmen
Mit dem vorliegenden Entscheid in der Hauptsache wird das vom Beschwerdeführer 1
gestellte Gesuch um Anordnung vorsorglicher Massnahmen für die Dauer der
Beschwerdeverfahren gegenstandslos und kann vom Abteilungspräsidenten
abgeschrieben werden (Art. 64 in Verbindung mit Art. 57 Abs. 2 VRP).
nach nur wenigen Tagen, da die Arbeit ihm zu streng war oder er wegen mangelhafter
Leistung wieder entlassen wurde.
Im Zeitpunkt der Einstellungsverfügung am 18. Dezember 2020 war der
Beschwerdegegner 2 somit in der Lage, für sich selbst zu sorgen, und damit weder
bedürftig noch auf Unterstützung angewiesen. Dies hat zur Folge, dass ihm bei der
vorliegend wiederholt verweigerten und insgesamt ungenügenden Mitwirkung am
entlohnten Arbeitsintegrationsprogramm der Stiftung Z._ gestützt auf das
Subsidiaritätsprinzip jegliche Unterstützungsleistungen gestrichen werden durften (vgl.
BGE 142 I 1 E. 7.2.6, Studer/Pärli, a.a.O., S. 1394). Entgegen der Ansicht der
Vorinstanz entfiel damit jedoch der Anspruch auf Sozialhilfe nicht nur im Umfang des
im Arbeitsintegrationsprogramm erzielbaren Ersatzeinkommens, sondern in
Übereinstimmung mit der eingangs zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung
gänzlich, da mit der Entlohnung mindestens die Nothilfe gedeckt gewesen wäre. Dass
der Arbeitseinsatz bei der Stiftung Z._ am 22. Dezember 2020 endete und nicht
verlängert wurde, steht der Einstellung nicht entgegen, hat der Beschwerdegegner 2
doch eine Weiterbeschäftigung mit seiner ungenügenden Leistung und seinen
Absenzen selbst verhindert. Nicht von Belang ist daher auch, ob er ab Januar 2021
nahtlos in ein Beschäftigungsprogramm beim Y._ hätte wechseln können oder nicht.
Die vom Beschwerdegegner 2 erwähnte Arbeitsunfähigkeit seit 18. Februar 2021
betrifft sodann nicht den für die Leistungseinstellung massgebenden Zeitraum bis zur
Verfügung vom 18. Dezember 2020. Ob er als Folge davon (wieder) Anspruch auf
Sozialhilfe gehabt hätte, müsste von der Beschwerdeführerin 2 auf sein Gesuch hin in
einem separaten Verfahren geklärt werden.
© Kanton St.Gallen 2022 Seite 13/14
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