# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 01edaf88-f7de-404a-8fc2-85cfb324a00f
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_004
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

der Sachverhalt falsch festgestellt worden sei.
10. Mit Vernehmlassung vom 25. Juni 2020 beantragte der Vertreter der
Gemeinde B._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die Abweisung
der Beschwerde unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.
Zusammenfassend begründete die Beschwerdegegnerin
folgendermassen: Der Beschwerdeführer sei der Verursacher der Kosten
des Polizeieinsatzes, des Atemlufttests und der Zellenbelegung. Die
rechtlichen Grundlagen seien einwandfrei vorhanden.
11. Mit Replik vom 8. Juli 2020 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen
fest. Der Beschwerdeführer bestritt den geschilderten Sachverhalt und
bekräftigte seine gemachten Aussagen in der Beschwerde vom 19. Mai
2020. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 17. Juli
2020 auf eine Duplik und hielt an sämtlichen bisherigen Anträgen und
Ausführungen fest.
12. Mit Schreiben vom 4. August 2020 reichte die Beschwerdegegnerin die
Rechnung der städtischen Dienststelle "Immobilien und Bewirtschaftung"
vom 18. Februar 2020 nach, wie vom Instruktionsrichter am 21. Juli 2020
verlangt.
Auf weitere Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften sowie auf
die angefochtene Verfügung wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1.1. Laut Art. 43 Abs. 3 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege für
den Kanton Graubünden (VRG; BR 370.100) entscheidet das
Verwaltungsgericht in einzelrichterlicher Kompetenz, wenn der Streitwert
Fr. 5'000.-- nicht überschreitet und keine Fünferbesetzung vorgesehen ist.
Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Beschwerdeentscheid
des Gemeinderates vom 31. März 2020 welcher die in Rechnung gestellten
Kosten des polizeilichen Einsatzes in der Höhe von Fr. 400.-- zuzüglich 5 %
Zins seit dem 29. März 2019 sowie Mahnung- und Betreibungsgebühren
von insgesamt Fr. 130.-- bestätigte. Der Streitwert liegt somit klarerweise
unter Fr. 5'000.-- und die vorliegende Angelegenheit ist auch nicht in
Fünferbesetzung zu entscheiden. Die Zuständigkeit des Einzelrichters ist
folglich gegeben.
1.2. Gemäss Art. 32 Abs. 1 VRG ist die Beschwerde schriftlich innert 30 Tagen
seit der Mitteilung des angefochtenen Entscheids bei der
Beschwerdeinstanz einzureichen. Vorliegend hat der Beschwerdeführer
am 19. Mai 2020 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erhoben. Der
angefochtene Entscheid erging am 31. März 2020 womit die Beschwerde
grundsätzlich verspätet ist. Soweit jedoch nach dem anwendbaren
Verfahrensrecht des Kantons gesetzliche Fristen über die Ostertage
stillstanden, begann dieser Stillstand mit dem Inkrafttreten der COVID-19
Verordnung und dauerte bis und mit dem 19. April 2020 (Art. 1 Abs. 1
COVID-19). Die gesetzlichen Fristen standen vor dem Verwaltungsgericht
vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern still
(vgl. Art. 39 Abs. 1 lit. a VRG). Vorliegend stand folglich die Frist zur
Beschwerdeerhebung vom 31. März 2020 bis zum 19. April 2020 still. Die
Beschwerdeeinreichung am 19. Mai 2020 war mithin innerhalb der durch
die COVID-19 Verordnung verlängerten Frist.
1.3. Der angefochtene Entscheid des Gemeinderates stellt ferner ein
zulässiges Anfechtungsobjekt gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a VRG dar,
weshalb auf die im Übrigen formgerecht erhobene Beschwerde vom
19. Mai 2020 einzutreten ist. Beschwerdethema bezüglich der
Kostenauferlegung ist dabei einzig die Frage, ob die Beschwerdegegnerin
gestützt auf das Störer- bzw. Verursacherprinzip im allgemeinen
Verwaltungs- und damit konkret auch im hier massgebenden Polizeirecht
berechtigt war, die Einsatzkosten dem Beschwerdeführer zu überbinden.
2. Nach Art. 2 Abs. 1 des kommunalen Polizeigesetzes steht die Polizei im
Dienste der Bevölkerung und der Behörden. Gemäss Art. 2 Abs. 2 des
kommunalen Polizeigesetzes obliegen der Polizei insbesondere Aufgaben,
die ihr durch die Gesetzgebung und im Rahmen der Zusammenarbeit mit
der Kantonspolizei übertragen sind (lit. a) sowie Massnahmen, um
drohende Gefahren für Mensch, Tier, Umwelt und Sachen oder Störungen
der öffentlichen Sicherheit und Ordnung zu erkennen, zu verhindern und
zu beseitigen (lit. b). Polizeiliches Handeln richtet sich dabei gegen
diejenige Person, die durch ihr eigenes Verhalten oder das Verhalten
Dritter, für die sie verantwortlich ist, die öffentliche Sicherheit und Ordnung
unmittelbar stört oder gefährdet (Art. 7 Abs. 1 kommunales Polizeigesetz).
Gemäss diesem Störerprinzip, hat sich polizeiliches Handeln gegen
diejenige Person zu richten, die den polizeiwidrigen Zustand unmittelbar zu
verantworten hat. Die polizeiliche Verantwortlichkeit als Störer entsteht
unabhängig von einem allfälligen Verschulden. Die Beschränkung
polizeilicher Massnahmen auf Personen, die eine besondere Nähe zu einer
Gefahr aufweisen, entspricht einem Teilgehalt des
Verhältnismässigkeitsprinzips, wonach staatliche Eingriffe in personeller
Hinsicht nicht über das Mass des Erforderlichen hinausgehen dürfen
(Urteile des Verwaltungsgerichts Graubünden A 15 27 vom 21. Juli 2017
und A 17 29 vom 21. Juli 2017; TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Bern 2014, § 56 Rz. 28 f.).
3. Während sich das Störerprinzip mit der Frage befasst, wer die polizeilichen
Massnahmen zu dulden hat, widmet sich das Verursacherprinzip der
Frage, wer die Kosten dieser Massnahmen tragen muss. Gemäss dem
Verursacherprinzip sind die Kosten einer polizeilichen Massnahme von
demjenigen zu tragen, der sie verursacht hat. Es handelt sich dabei um ein
eigenständiges Prinzip, welches sich nicht aus dem Grundsatz der
Verhältnismässigkeit ableiten lässt. Häufig ist allerdings die Person des
Störers mit jener des Verursachers identisch, zumal beide für das konkrete
polizeiliche Handeln kausal sind (TSCHANNEN/ZIMMERLI/MÜLLER, a.a.O.,
§ 56 Rz. 36 und Rz. 40). Gemäss Art. 45 Abs. 1 des kommunalen
Polizeigesetzes richtet sich der Kostenersatz aufgrund von polizeilichen
Massnahmen nach dem Verursacherprinzip, indem für all diese
Massnahmen bei demjenigen, der die Aufwendung veranlasst hat,
Gebühren bis zu maximal Fr. 5'000.-- erhoben werden. Der Gemeinderat
erlässt dabei die notwendigen Gebührentarife. Massgebend ist vorliegend
mithin das Kostenreglement. Gemäss diesem Kostenreglement betragen
die Einsatzkostenpauschale Fr. 80.-- (Art. 1), die Kosten für die
Zellenbelegung pro Nacht Fr. 150.-- (Art. 5), die Kosten der Zellenreinigung
werden nach Aufwand berechnet (vgl. Art. 5) und die Auslagen für den
Atemlufttest belaufen sich auf Fr. 20.-- (Art. 3). Dazu kommen
Verwaltungsgebühren von Fr. 30.-- für die notwendig gewordene zweite
Mahnung und Fr. 100.-- für das Betreibungsbegehren.
4.1. Für den konkreten Fall bedeutet dies, dass der Beschwerdeführer die
Kosten des polizeilichen Einsatzes dann tragen muss, wenn der
Einzelrichter zum Schluss gelangen sollte, dass derselbe durch sein
Verhalten eine Situation geschaffen hat, in der nachvollziehbar auf eine
ernstliche Gefahr für die Sicherheit anderer geschlossen werden konnte
und für die Polizei von Gesetzes wegen die Verpflichtung bestand, sofort
die notwendigen Massnahmen zur Abwehr dieser Gefahr zu ergreifen. Zu
prüfen ist demnach vorliegend, ob durch das Verhalten des
Beschwerdeführers im Lokal C._, nachvollziehbar auf eine ernstliche
Gefahr für Gäste und Personal geschlossen werden konnte. Zu fragen ist
weiter, ob durch die Anzeigeerstattung durch den Wirt für die Polizei die
Pflicht bestand die notwendigen Massnahmen zur Abwehr dieser Gefahr
zu ergreifen. In diesem Fall das Ausrücken der Polizei mit anschliessendem
in Gewahrsam nehmen des alkoholisierten Beschwerdeführers sowie
Abtransport desselben zur Unterbringung für eine Nacht in der
Ausnüchterungszelle. Gemäss Art. 11 des kommunalen Polizeigesetzes
i.V.m. Art. 15 Abs. 1 lit. a des Polizeigesetzes des Kantons Graubünden
(PolG; BR 613.000) kann die Polizei renitente oder sonst aus plausiblen
Gründen (beispielsweise wegen Drogen- oder Alkoholkonsums)
unberechenbare Personen vorübergehend in Polizeigewahrsam nehmen,
sofern dies zum Schutze dieser oder einer anderen Person gegen die
(akute oder latente) Gefahr von Leib, Leben oder die psychische
Unversehrtheit sowie zur Verhinderung oder Beseitigung einer erheblichen
Gefährdung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung erforderlich ist. Es
geht daher vorliegend weder um "schuldig" oder "nicht schuldig" im Sinne
des Strafrechts noch um die klaglose Einhaltung sämtlicher
verfassungsmässiger sowie strafprozessualer Gehörs- und
Verteidigungsrechte des Beschwerdeführers, sondern einzig darum, ob
ihm die Polizeiaktion vom 17. Februar 2019 ursächlich (finanziell)
angelastet werden kann oder nicht.
4.2. Aus den Akten ergibt sich dazu in tatsächlicher Hinsicht mit hinreichender
Gewissheit, dass die Polizei durch die Einsatzzentrale der Kantonspolizei
zum Lokal C._ gerufen wurde. Offenbar war der Beschwerdeführer
nach einer verbalen Streitigkeit und einer tätlichen Auseinandersetzung
aufgefordert worden das Lokal zu verlassen. Dieser Aufforderung ist der
Beschwerdeführer nur temporär nachgekommen. Der Beschwerdeführer
war zudem gemäss Feststellung der Polizei alkoholisiert und seine
Berechenbarkeit dadurch eingeschränkt. Gemäss Haftbericht der Polizei
vom 23. Februar 2019 verhielt sich der Beschwerdeführer bei der
Überführung auf den Polizeiposten abfällig gegenüber der Polizei, indem
er die Polizisten als "Nullen", "Faschisten" und "Idioten" betitelte. Zudem
habe er einem Polizisten vermehrt gegen den Kopf gegriffen, weshalb er in
Handfesseln gelegt werden musste. Aufgrund seines Alkoholkonsums und
seines Verhaltens bestand die Gefahr für Fremd- und/oder
Eigengefährdung. Deshalb wurde durch den Pikettoffizier der
vorübergehende Polizeigewahrsam des Beschwerdeführers angeordnet.
Für den Gemeinderat war damit jedenfalls genügend zuverlässig belegt,
dass der kritisierte Einsatz der Polizei zu Recht und verhältnismässig
erfolgte und konsequenterweise auch die daraus resultierenden Unkosten
nach dem Verursacherprinzip auf den Beschwerdeführer überwälzt werden
dürfen.
4.3. Der vom Beschwerdeführer geschilderte Ablauf des 17. Februar 2019 im
Lokal C._ in B._ widerspricht dieser Darstellung denn auch nicht.
Der Beschwerdeführer habe mit E._ eine verbale Auseinandersetzung
gehabt, in welcher er E._ beleidigt habe und an seiner Jacke gezerrt
habe. In der Folge sei der Beschwerdeführer aus dem Lokal befördert
worden, wogegen er sich mit einem Barhocker gewehrt habe (vgl.
beschwerdeführerische Akte [Bf-act.] 2). Nach dem Eintreffen der Polizei
sei der Beschwerdeführer zum Polizeiposten geführt worden (Bf-act. 3).
4.4. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass der Beschwerdeführer an
einer Auseinandersetzung beteiligt war, welche ursächlich für das Aufgebot
der Polizei B._ war. Insgesamt kann festgehalten werden, dass die
Schilderungen der Polizei glaubwürdig erscheinen, durch die Akten belegt
sind und durch den Einzelrichter nicht angezweifelt werden. Die Polizei ist
durch ihre Ausbildung geschult, heikle Situationen zu erfassen und
deeskalierend auf diese einzuwirken. Es gibt daher keine plausiblen
Gründe die Darstellung der Polizei in Frage zu stellen. Insbesondere gibt
es vorliegend keine Motivlage, wieso die Polizei grundlos jemanden im
Lokal C._ beschuldigen sollte, in eine Auseinandersetzung verwickelt
gewesen zu sein. Die Einwände des Beschwerdeführers sind diffus und
können nicht belegen, dass der Beschwerdeführer nicht für den
Polizeieinsatz ursächlich war. Hingegen ist die Sachverhaltsschilderung
der Polizei gut dokumentiert und entspricht den beschwerdeführerisch
beigebrachten Zeugenberichten. Der Einsatz der Polizei war somit
gerechtfertigt und vom Beschwerdeführer ursächlich initiiert, weshalb
konsequenterweise auch die daraus resultierenden Unkosten nach dem
Verursacherprinzip im Einklang mit Art. 45 Abs. 1 des kommunalen
Polizeigesetzes auf den Beschwerdeführer überwälzt werden dürfen.
5.1. Zu überprüfen ist noch die Höhe der in der Verfügung vom 25. November
2019 geltend gemachten Kosten für den Polizeieinsatz vom 27. Februar
2019. Gemäss Art. 1 des Kostenreglements ist richtigerweise der Betrag
von Fr. 80.-- (Einsatzkostenpauschale) geschuldet. Weiter sind auch die
Gebühren für die Zellenbelegung in der Höhe von Fr. 150.-- (Art. 5), die Fr.
20.-- für den Atemlufttest (Art. 3) sowie die Betreibungs- und
Mahngebühren in der Höhe von Fr. 130.-- nicht zu beanstanden.
5.2. Die Kosten der Zellenreinigung werden gemäss Art. 5 des
Kostenreglements nach Aufwand berechnet. Vorliegend wurde dafür eine
Pauschale von Fr. 150.-- angegeben (vgl. beschwerdegegnerische Akten
[Bg-act.] 2 S. 2). Aus den Akten ist ersichtlich, dass der Hausabwart zwecks
Zellenreinigung um 08:29 Uhr aufgeboten wurde, jedoch erst nach der
Entlassung des Beschwerdeführers um 08:23 Uhr (vgl. Bg-act. 10). Zum
Entlassungszeitpunkt konnte der effektive Aufwand folglich noch nicht
beziffert werden. Gleichwohl waren die Reinigungskosten in der Höhe von
Fr. 150.-- bereits im Entlassungsprotokoll sowie dem dazugehörigen
Effektenverzeichnis – welchen der Beschwerdeführer die Unterschrift
verweigerte – angegeben (vgl. Bg-act. 1 und 2). Der in der Rechnung der
städtischen Dienststelle "Immobilien und Bewirtschaftung" vom
18. Februar 2020 nachträglich geltend gemachte Aufwand beträgt
1.5 Stunden à Fr. 80.-- sowie Reinigungsmaterial à Fr. 30.-- (vgl. Bg-act.
20). Auch der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin leitet die Kosten
der Zellenreinigung von Fr. 150.-- aus Art. 5 ab. Der Wortlaut von Art. 5
verlangt jedoch unzweifelhaft eine Berechnung der Zellenreinigung nach
Aufwand, was der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin auf Seite zwei
seines Schreibens vom 4. August 2020 auch selbst einräumt (nachdem er
auf Seite eins desselben Schreibens noch pauschale Reinigungskosten in
Höhe von Fr. 150.-- aus Art. 5 ableitet).
5.3. Die Beschwerdegegnerin hat hier nicht geltend gemacht, dass die Zelle
besonders stark verschmutzt gewesen wäre. Offensichtlich erfolgte keine
Verrechnung nach effektivem Aufwand, was der gesetzlichen Grundlage
widerspricht. Zwar erscheint eine gewisse Pauschalierung bzw. die
Verrechnung eines Minimalaufwands pro Reinigung angemessen, ganze
Fr. 150.-- für eine Zellenreinigung als Minimalbetrag kann jedoch nicht als
zulässige geringfügige Verwaltungsgebühr betrachtet werden. Ob
tatsächlich jedes Mal Reinigungsmaterial für Fr. 30.-- verwendet wird und
für die Reinigung einer Ausnüchterungszelle jeweils 1.5 Stunden
notwendig sind, kann offengelassen werden. Vorliegend scheint dieser
Betrag jedenfalls unverhältnismässig hoch zu sein. Ein (Grund-)Aufwand in
der Höhe von Fr. 80.-- ist hier gerade noch vertretbar und kann dem
Beschwerdeführer angelastet werden. Die Reinigungsgebühren sind
deshalb auf diesen Betrag herabzusetzen.
6. Zusammengefasst erweist sich demnach, dass der Beschwerdeführer von
der Beschwerdegegnerin zu Recht als Verursacher der Kosten des
Polizeieinsatzes betrachtet worden ist. Der Beschwerdeführer ist daher zu
verpflichten, der Beschwerdegegnerin den Betrag in der Höhe von Fr. 460.-
- (Einsatzkostenpauschale [Fr. 80.--], Atemlufttest [Fr. 20.--], Gebühren
Zellenbelegung [Fr. 150.--], Reinigungskosten [Fr. 80.--], Betreibungs- und
Mahngebühren [Fr. 130.--]) zuzüglich Zins zu 5 % auf Fr. 330.-- seit dem
29. März 2019 zu bezahlen. In diesem Umfang ist der Beschwerdegegnerin
in der Betreibung Nr. 20191994 des Betreibungsamts der Region D._
die definitive Rechtsöffnung zu erteilen. Zudem sind dem
Beschwerdeführer die Kosten für die Ausstellung des Zahlungsbefehls in
der Höhe von Fr. 33.30 aufzuerlegen.
7.1 Die Staatsgebühr wird im Rahmen von Art. 75 Abs. 2 VRG auf Fr. 500.--
festgesetzt. Sie geht zusammen mit den Kanzleiauslagen zulasten der
unterliegenden Partei (Art. 73 Abs. 1 VRG). Der Beschwerdeführer
unterliegt, gesamthaft betrachtet, zu etwa 4/5 und obsiegt zu etwa 1/5
(betreffend Reinigungskosten). Damit hat er Fr. 400.-- zuzüglich dem
entsprechenden Anteil der Kanzleiauslagen zu tragen. Die restlichen Fr.
100.-- zuzüglich anteilsmässigen Kanzleiauslagen werden der
Beschwerdegegnerin auferlegt.
7.2 Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben
betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel
keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein
Anlass, weshalb der Beschwerdegegnerin keine Parteientschädigung
zusteht.