# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e187da68-fd12-47ce-81cc-1407dc631a96
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1968 geborene
X._
, gelernter Automechaniker,
erlitt im Jahr 1988 bei einem Verkehrsunfall ei
n Polytrauma
(
mit
Acetabulumfrak
tur
rechts,
kleiner Impressionsfraktur am
Femurkopf
,
offener
Patellafraktur
rechts sowie
dislozierter medialer
Malleolarfraktur
rechts
;
vgl. Urk. 8/
2
). Für diesen Unfall war di
e Schwei
zerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA) als obligatorischer Unfallversicherer leistungspflichtig.
In der Folge richtete die SUVA eine Invali
denrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 25 % und eine
Integritäts
entschädigung
aufgrund eines Integritätsschadens von 15 % aus (Urk. 8/81 und Urk. 8/101).
Wegen
zunehmende
r
Hüftbeschwer
den wurde 1999 eine offene chirurgische Hüft
luxation mit Trochanter-Osteoto
mie rechts durchgeführt (vgl. Urk.
8
/
121
).
Mit Verfügung vom 1. November 2000 verneinte die SUVA ihre Leistungspflicht mit Bezug auf die beim
Versicherten
inzwischen aufgetretenen psychischen Beschwerden (Urk. 8/150). Am 16. September 2002 verfügte sie sodann die Er
höhung der Rente auf 32 % ab 1. September 2002 und die Gewährung einer zusätzlichen Integritätsentschädigung von 5 % (Urk. 8/230).
Am 26. Dezember 2002
erlitt
X._
einen weiteren Unfall, bei dem er sich
eine Kontusion des Gesässes und der rechten Hüfte zu
zog
(Urk.
8
/
244
).
Dieser Unfall wurde durch die Zürich Versicherung
s-Gesellschaft
bis zur ge
richtlich bestätigten Leistungseinstellung per 1. Februar 2006
übernommen
(Urk. 8/241
, Urk. 8/282
, Urk. 8/302
;
Proz
. Nr. UV.2006.00323
, Urk. 8/303
)
.
Inzwischen gewährte die SUVA
dem Versicherten
m
it Verfügung vom 4. Februar 2005
für eine mässige OSG-Arthrose
erneut eine zusätzliche
Integri
tätsentschädigung
von 10 % (Urk. 8/256).
G
leichzeitig
verfügte
sie
die
H
erabset
zung
der Rente
auf 25 %
, die sie jedoch
mit
Einspracheentscheid
vom
10. Mai 2005 wieder aufhob
(
weiterhin Invalidenrente von 32
%
;
Urk. 8/263).
1.2
Nach einer kreisärztlichen Untersuchung im März 2009 (Urk. 8/314) lehnte die SUVA mit Verfügung vom 29. August 2009 eine Änderung der Rente ab (Urk. 8/318). Auf Einsprache des Versicherten hin hob sie die Verfügung
wie
dererwägungsweise
auf und stellte eine externe Begutachtung in Aussicht (Urk. 8/322 und Urk. 8/326).
Am 13. September 2011 erstattete Dr. med.
Y._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologi
e des Bewe
gungsapparates, sein
Gutachten (Urk. 8/348)
.
Da
zu
nahm
der Versicherte mit Eingabe vom 13. Dezember 2011 Stellung (Urk. 8/350). Mit Verfügung vom
31. Mai 2012 lehnte die SUVA erneut eine Änderung der Rente ab (Urk. 8/316). Im Rahmen des
Einspracheverfahrens
(Urk. 8/369) wurde ein
weiteres
Gutachten
in Auftrag gegeben (Orthopädisches Gutachten von Prof. Dr. med.
Z._
, Klinikdirektor am
A._
, und von Dr. med.
B._
, O
berarzt, vom 18. Dezember 2013,
Urk. 8/395).
Nach Eingang der Stellungnahme des Versi
cherten vom 4. Februar 2014 (Urk. 8/397) nahm die SUVA mit Verfügung vom 15. April 2014 ihre frühere Verfügung vom 31. Mai 2012 zurück und beliess es bei der 32%igen Rente. Demgegenüber erhöhte sie die Integritätsentschädigung um weitere 5 % (Urk. 8/400).
Mit
Einsprachentscheid
vom 16. Oktober 2014 wies sie die Einsprache des Versicherten vom 26. Mai 2014 ab (Urk. 2, Urk. 8/401).
2.
Dagegen erhob
X._
am
19. November 2014 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren um Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheides
und
Zusprechung einer Invalidenrente
ab 1. September 2009 auf der Basis eines
In
validitätsgrades
von 40 % (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 6. Januar 2015 schloss die Verwaltung auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), worüber der Beschwerdeführer am 12. Januar 2015 orientiert wurde (Urk. 10).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG).
1.2
Eine Erhöhung der Rente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG setzt eine
anspruchs
erhebliche
Änderung der tatsächlichen Verhältnisse voraus, welche entweder in einer objektiven Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit entsprechend verminderter Arbeitsfähigkeit oder in geänderten erwerblichen Auswirkungen einer im Wesentlichen gleich gebliebenen
Gesundheitsbeein
trächtigung
liegen kann.
Im Bereich der obligatorischen Unfallversicherung ist die erforderliche Erheblichkeit der Sachverhaltsänderung gegeben, wenn sich der Invaliditätsgrad um 5 % verändert (BGE 140 V 85 E. 4.3 mit Hinweisen).
Demgegenüber stellt eine bloss abweichende Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhaltes keine revisionsrechtlich relevante Änderung
dar.
Die Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ur
sprünglichen Rentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen Revisionsverfügung. Eine rechtskräftige Revisionsverfügung gilt
im Hinblick auf eine weitere Revision
ihrerseits als (neue) Vergleichsbasis, wenn sie auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines
Einkom
mensvergleichs
(bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2013 vom 3. Oktober
2013 E.
2.
2-
3 mit Hinweis).
1.3
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.4
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der
–
kumulativ
–
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Rechtsprechung entweder Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundesamt für Sta
tistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) oder die DAP-Zahlen herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
Bei Heranziehen der DAP hat sich die Ermittlung des Invalideneinkommens auf mindestens fünf zumutbare Arbeitsplätze zu stützen. Zusätzlich sind Angaben zu machen über die Gesamtzahl der aufgrund der gegebenen Behinderung in Frage kommenden dokumentierten Arbeitsplätze, über den Höchst- und den
Tiefstlohn
sowie über den Durchschnittslohn der dem jeweils verwendeten
Be
hinderungsprofil
entsprechenden Gruppe. Damit soll die Überprüfung des
Aus
wahlermessens
ermöglicht werden, und zwar in dem Sinne, dass die Kenntnis der Gesamtzahl der dem verwendeten Behinderungsprofil entsprechenden Ar
beitsplätze sowie des Höchst-, Tiefst- und Durchschnittslohnes im Bereich des Suchergebnisses eine zuverlässige Beurteilung der von der SUVA verwendeten DAP-Löhne hinsichtlich ihrer Repräsentativität erlaubt. Das rechtliche Gehör ist dadurch zu wahren, dass die SUVA die für die Invaliditätsbemessung im kon
kreten Fall herangezogenen DAP-Profile mit den erwähnten zusätzlichen Anga
ben auflegt und die versicherte Person Gelegenheit hat, sich dazu zu
äussern
. Allfällige Einwendungen der versicherten Person bezüglich des
Auswahlermes
sens
und der Repräsentativität der DAP-Blätter im Einzelfall sind grundsätzlich im
Einspracheverfahren
zu erheben, damit sich die SUVA im
Einspracheent
scheid
damit auseinandersetzen kann. Ist die SUVA nicht in der Lage, im Ein
zelfall den erwähnten Anforderungen zu genügen, kann im Bestreitungsfall nicht auf den DAP-Lohnvergleich abgestellt werden; die SUVA hat
diesfalls
im
Einspracheentscheid
die Invalidität aufgrund der LSE-Löhne zu ermitteln. Im Beschwerdeverfahren ist es Sache des angerufenen Gerichts, die
Rechtskonfor
mität
der DAP-Invaliditätsbemessung zu prüfen, gegebenenfalls die Sache an den Versicherer zurückzuweisen oder an Stelle des DAP-Lohnvergleichs einen Tabellenlohnvergleich gestützt auf die LSE vorzunehmen
(BGE 139 V 592 E. 6.3, 129 V 472 E. 4.7.2).
1.
5
Für die Beurteilung des Gesundheitszustandes und der rechtlichen Folgen sind Versicherungsträger und Gerichte auf Angaben ärztlicher Expertinnen und Ex
perten angewiesen. Diese Angaben bilden die ausschlaggebenden Beweismittel. Nach dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise frei, d.h. ohne Bindung an förmli
che Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten
(vgl. BGE 125 V 351
E. 3a)
.
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE
134 V 231 E. 5.1;
125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
Die Beschwerdegegnerin begründet
e
den angefochtenen
Einspracheentscheid
damit, dass sich de
r Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers laut dem Gut
achten des
A._
vom 18. Dezember 2013
zwar
unbestrittenermassen ver
schlechtert habe. In einer angepassten Tätigkeit
ohne Sitzen von mehr als zwei Stunden hintereinander,
ohne längeres Stehen,
ohne Gehstrecken von mehr als 1⁄2
km, ohne
T
ragen von Lasten über 10-15 kg, ohne reg
elmässiges Treppenstei
gen oder S
pringen
bestehe eine volle
A
rbeitsfähigkeit
(Urk. 2 S. 10 f.)
.
Beim Vergleich eines gestützt auf fünf zumutbare DAP ermittelte
n
Invalideneinkom
men
s
von mindestens Fr. 52‘292.40
mit
einem
Valideneinkommen
(
als
Autome
chaniker
)
von
durchschnittlich Fr. 69‘505.
und
maximal Fr. 72‘215.
resul
tiere eine Erwerbseinbusse von
25 % beziehungsweise
höchstens 28 %
,
womit die revisionsweise Erhöhung der laufenden Invalidenrente (
32
%
)
wie verfügt nicht am Platz sei (S. 11)
.
Demgegenüber
rügt
der Beschwerdeführer
be
züglich
der Bemessung der
Erwerbs
einbusse
, dass
ihm die Beschwerdegegnerin eine 10min
ü
tige Pause pro Arbeitsstunde
zu
gestehe, was einer 1
7
%igen zeitlichen Einschränkung gleich
komme
, deren Berücksichtigung bei der Ermittlung des Invalideneinkommens zu einem Invaliditätsgrad von 37.5 %
führe
.
Darüber hinaus
entsprächen die von der Beschwerdegegnerin vorgebrachten DAP-Erfassungsblätter nicht dem Zumutbarkeitsprofil
(Urk. 1 S. 6 f.).
3.
3.1
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung
einer allfälligen
relevanten Änderung stellt der
Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin
vom 10. Mai 2005 dar, womit die
mit
Revisionsverfügung vom 4. Februar 2005
erfolgte
Rentenherab
setzung
aufgehoben
wurde (
weiterhin Invalidenrente von 32
%
;
Urk. 8/263). Dieser Entscheid
stützte sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf
den Bericht des
Kreisarztes Dr.
med.
C._
, Facharzt für Chirurgie, vom
18. Januar 2005
(Urk. 8/
249).
Darin wurden folgende Diagnosen genannt (S.
6
):
-
Zustand nach
Acetabulum
- und Os
ischii
-Fraktur rechts mit exquisiter
Schmerz
beeinträchtigung
im Bereich des Sitzbeines und zunehmender
Co
xarthrose
rechts, Schmerzkomponente am Trochanter
major
nach abgeheilter Osteotomie
-
Rechtes und linkes Kniegelenk beidseits nach traumatischen Verletzungen: leichte posttraumatische degenerative Veränderungen ohne wesentliche Beein
trächtigung der Funktion
-
Rechtes OSG zunehmende posttraumatische Arthrose nach medialer
Malleolar
fraktur
und komplexer Distorsion des OSG
D
ie Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers sei in einer angepassten Tätigkeit gemäss dem seit Jahren ausformulierten Zumutbarkeitsprofil
(leichte bis mit
telschwere Tätigkeiten, wechselbelastend, Zusatzbelastungen 10 bis 15 kg ver
einzelt, stehend, gehend, mehrere Male pro Arbeitszeit 300 m, sitzend mit der Möglichkeit aufzustehen und herumzugehen, bei der Fortbewegung ohne we
sentliche Zusatzbelastungen)
vollumfänglich zumutbar
(S. 5 f.)
.
3.2
I
n dem i
m
Rahmen der Rentenrevision eingeholten
Gutachten des
A._
vom 18. Dezember 2013
(Urk. 8/395)
wurden folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt (S. 17):
Zustand nach Verkehrsunfall vom 11.07.1988 mit:
1.
Fortgeschrittene sekundäre posttraumatische
Coxarthrose
rechts mit/bei (M16.5)
-
Status nach Osteosynthese einer mehrfragmentären
Acetabulum
-
hinterwand
fraktur
und
kleiner Impressionsfraktur
am
Femur
kopf
rechts am 11.08.1988 bei dorsaler Hüftluxation
rechts
-
Status nach chiru
rgischer Hüftluxation mit
Trochanterosteotomie
rechts am 26.08.1999
mit Metall
entfernung,
Neurolyse
N.
ischiadicus
,
Labrumteilre
sektion
,
Osteophytektomie
und Offsetkorrektur
-
Status nach
Trochanterschrauben
-Entfernung rechts am 17.03.2000 bei Bursi
tis
trochanterica
-
Klinisch
Vd.a
.
l
eichte persistierende Irritation d
es
Nervus
ischiadicus
rechts i.
R. posttraumatischen
Ve
rn
arbungen der
posterioren
Weichteile (hintere Hüftkapsel und kurze
Aussenrotatoren
), e
l
ektrophysiologisch keine Neuro
pathie des
Nervus
ischiadicus
-
Status nach Sitzbeinkontusion am 26
.
12.2002 mit protrahiertem Verlauf bzw. Re-Traumatisierung der
poster
ioren
Weichteil
e
2.
Beginnende
bikompartimentelle
Gonarthrose rechts mi
t/
bei (M17.3)
-
Status nach
D
é
bridement
und sekundärem Wundverschluss einer
whs
.
I
l°ig
offenen
Patellalängsfraktur
rechts am 11.07.1988, konservativ behandelt
-
Status nach operativer Entfernung eines
ossären
Fragmentes von der Pa
tell
a
am
01.12.1989
-
Status nach Kniearthroskopie mit medialer Meniskusentfernung 2012
3.
Beginnende mediale OSG-Arthrose rechts mit/bei (M19.1-7)
-
Status nach O
steosynthese einer medialen
Mall
eolarfraktur
rech
ts am 1
1.07.1988
-
Status nach Meta
llentfernung am 01.12.1
989
D
ie Situation
habe sich
deutlich verschlechtert. Klinisch
seien
die Beschwerden in der Hüfte
im Vordergrund, auch wenn insge
samt die belastungs- und
positi
onsabhängigen
Beschwerden sich weder qualitativ noch quantitativ gross ver
ändert
hätten. Es bestehe
aber einerseits klar eine symptomatische
Coxarthrose
, auch wenn
die Be
weglichkeit in der Hüfte noch relativ gut
sei
. Andererseits
lä
gen
periarth
ropathische
, am ehesten muskulä
re
I
rritatio
nen durch Vernarbun
gen der
post
erioren
Weichteile vor. Zwischenzeitlich
sei
es sogar zu einer neu
ro
l
ogisch messbaren Schädigung des
Nervus
ischiadicus
gekommen. Diese Ver
änderungen
seien
aber wieder
regredient
. Zweitens
hätten
sich die rechtseitigen Knieschmerzen in dem Sinn verschlechtert, dass radiologisch eine Zunahme der
Arthrose zu vermerken
sei
. Lediglich im rechten
F
uss seien
di
e Beschwerden minimal (S. 21).
Mit Bezug auf das Zumutbarkeitsprofil seien q
ualitativ keine
Limiten
gegeben, wo
hl aber quantitativ. Hier spiele
der Zeitfaktor eine wesentliche Rolle. Dem
nach soll
t
e
längeres Sitzen von mehr als zwei Stunden vermieden werden. Ebenfalls
sei
lä
nge
res Gehen (Gehstrecken von mehr als
1⁄2 km
) zu vermeiden. Auch
seien
das Tragen von Lasten
über
10-15
kg
und
repeti
tive Schl
äge auf das Hüftgelenk (Sprin
gen aus Höhe, Treppensteigen) zu vermeiden. Funktionen,
die ein
vermehrtes Flexionsausmass in
der Hüfte erforderten
(regelmässiges Trep
pensteigen)
,
seien
ebenfalls nicht zu empfehlen. Stehen, Gehen und Sitzen
seien
zeitlich und
l
eistungsmässig beschränkt zumutbar
.
Beim Liegen
seien
keine
Li
miten
vorhanden.
I
n seinem momentanen Beruf
könne
und
wolle d
er Explorand
unter Einhaltung der zeitlichen
Limiten
beziehungsweise
Pausen, welche er ge
mäss
eigenen
Aussagen gut im Griff habe,
weiterhin arbei
ten. Das beinhalte mehrma
lige Pausen während längeren Autofahrten. Zugemutet
würden
leichte b
is mittelschwere Tätigkeiten sowie Wechselbelastungen.
L
ängeres Sitzen sowie Zwangshaltungen mit Stossbewegungen
sollte
n
vermieden werden
. Grundsätz
lich
sei
eine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit vo
l
lumfänglich zu
mutbar. Bei
gleichbleibender Belastung
(nur Sitzen, nur Stehen)
sei
hingegen eine zeitliche
Limite
im Sinne von halbtägiger Arbeit gegeben
(S. 21 f.)
.
Aufgrund der fortgeschrittenen posttraumatischen
Coxarthrose
dürf
t
e
mit einer Zunahme der Beschwerden bis hin zu immobilisierenden Schmerzen gerechnet werden. Aufgrund
des Alters würden bei diesem Ex
ploranden sicherlich alle konservativen Therapieoptionen der
Coxarthrose
ausgeschöpft. Sollten diese aber nicht mehr s
uffizient sein und die Arbeitsfä
higkeit weiter eingeschränkt werden, sollte über einen Hüftgelenk
sersatz diskutiert werden. Dies
könnte al
lenfalls die Arbeitsfähigkeit positiv beeinflussen
(S. 22).
3.3
Das
Gutachten des
A._
vom 18. Dezember 2013
ist überzeugend und erfüllt sämtliche von der Rechtsprechung aufgestellten Kriterien, weshalb ihm Beweiskraft zukommt (vgl. dazu BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c). Damit ist eine relevante Verschlechterung der unfallbedingten Be
schwerden
wovon auch beide
Parteien aus
gehen (Urk. 2 S. 10, Urk. 1 S. 6)
ausgewiesen. Die Verschlechterung
äussert sich
im Rahmen
des
nach wie vor zumutbaren vollen Arbeitspensums
durch eine zeitlich und leistungsmässig zu
sätzlich eingeschränkte Zumutbarkeit von
s
itzen
d (bis maximal zwei Stunden) und
g
ehen
d
(bis maximal 500 m)
auszuübenden Tätigkeiten
.
4.
4.1
Was die erwerbliche Seite angeht, entspricht das
von der Beschwerdeführerin auf Fr. 69‘505.
bezifferte
Valideneinkommen
dem von drei verschiedenen Ar
beitgebern angegebenen Lohn für einen Automechaniker des gleichen Jahr
gangs wie
jenem
de
s
Beschwerdeführer
s
(Urk. 8/358-360) und ist somit nicht zu beanstanden. Dieser Betrag wurde vom Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage gestellt (Urk. 1).
4.2
4.2.1
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens stützte sich die Beschwerdegegnerin auf ihre Dokumentation von Arbeitsplätzen (
DAP
) und wies die zumutbaren Stellen aufgrund von fünf
DAP
-Arbeitsplätzen nach (
DAP
-
Nr. 4763
[
Hilfsarbei
ter
],
703585
[
Montageangestellter
],
695050
[
Produktionsmitarbeiter
],
825614
[
Montageangestellter
] und
338509
[
Montagearbeiter
];
Urk. 8/
398).
4.2.
2
Dem Einwand des
Beschwerdeführer
s
, die ihm von der Beschwerdegegnerin zuge
standene zehnminutige Pause pro Arbeitsstunde komme einer Einschrän
kung von 15 % gleich (Urk. 1 S. 6)
, ist
zu entgegnen, dass eine solche Pause im angefochtenen
Einspracheentscheid
lediglich im Rahmen einer
Alternativbe
rechnung
zu
seine
n
G
unsten erwähnt wurde.
Dabei
hielt
d
ie
Beschwerdegegne
rin
zu Recht fest, dass bei angepasster Tätigkeit gemäss Zumutbarkeitsprofil kein zusätzlicher Pausenbedarf
bestehe
(Urk. 2 S. 12).
4.2.3
In seiner Rüge gegen die von der Beschwerdegegnerin
heran
gezogenen DAP
nahm er auf die
DAP-Erfassungsblä
tter Nrn. 5388, 346014, 355607,
8392
und 9977
Bezug
,
die
Grundlage
des
Einkommensvergleich
s
in der
am 15. April 2014 in Wiedererwägung gezogenen (Urk. 8/400)
Verfügung
vom 31. Mai 2012
darstellten (Urk. 8/365-366). Die
aktuelle
Ermittlung des
Invalidenein
kommens
beruht dagegen sowohl im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 16. Oktober 2014 (Urk. 2) als auch in der ihm zugrundeliegenden Verfügung vom 15. April 2014 (Urk. 8/400)
auf
weiteren,
in E. 4.2.1
angegebenen
DAP-Ar
beitsplätzen
.
Auf die Einwendung des Beschwerdeführers ist somit nicht weiter einzugehen.
4.2.4
Die fünf ausgewählten Stellen (E. 4.2.1) entsprechen allesamt dem medizini
schen Zumutbarkeitsprofil gemäss Gutachten des
A._
vom 18. Dezember 2013
,
und
auch
die übrigen bundesgerichtlichen Kriterien
sind
erfüllt. Sodann
weicht
der
herangezogene
Durchschnittslohn der drei Stellen mit Fr.
52‘292.40
nicht wesentlich vom
Durchschnitt über alle in Frage kommenden Stellen
ab
(Fr.
51‘585.
, Urk. 8/
398 S.
1)
.
4.
3
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr.
69‘505.
und dem aufgrund der
DAP
-Blätter errechneten Invalideneinkommen von Fr.
52‘292.40
resultiert eine
Er
werbseinbusse
von
rund 25 %.
Selbst ein Abstellen auf d
en
Durchschnitt
s
lohn
von
Fr.
51‘585
.--
führte
zu
einer
Erwerbseinbusse
von
lediglich
rund 26 % ([69‘505 - 51‘585] / 69‘505 x 100).
Eine höhere als die im angefochtenen
Einspracheentscheid
bestätigte Rente fällt damit jedenfalls ausser Betracht.