# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 92de1334-8b9e-4937-9038-20ae7414a976
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1970, war
seit
dem 1.
Dezember 1995
bei der
Z._
AG als Apparateschlosser
angestellt und
dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) obligatorisch unfallversichert, als er am 23. März 2018
bei
der Arbeit beim
An
schrauben
einer Glühbirne (Lampe)
auf ein Förderband trat, das Gleichgewicht verlor und mit der
linken
Schulter auf den Tisch fiel (Bagatell-Unfallmeldung
UVG vom
3.
April 2018, Urk.
10/1
, vgl. auch
Urk.
10/78 S. 2
). A
m 12.
M
ai
2018 be
gab er sich erstmals in ärztliche Behandlung bei
Hausarzt
med
.
pract
.
A._
(
Urk.
10/15,
Urk.
10/
33/1
). Ein am 17.
Mai 2018 erstelltes MRI ergab eine
n
transmuralen
Riss
im ventralen Anteil
der
Supraspinatussehne
ansatznah (Urk.
10/7)
.
A
m 19. September 2018 wurde der Versicherte in der
G._
-K
linik
an der linken Schulter
operiert (
Urk.
10/12,
Urk.
10/53).
1.2
Nach mehrmaliger kreisärztlicher Beurteilung (Urk.
10/45
,
Urk.
10/54
) teilte die Suva dem Versicherten m
it S
chreiben vom 7.
Juni
2019 mit,
dass gemäss medi
zinischer Beurteilung
der Zustand, wie er sich auch ohne U
nfall vom 23.
März 2018 eingestellt hätte, spä
testens am 23.
J
un
i
2018 erreicht worden sei. Der Fall
werde
daher bezüglich der Unfallfolgen per
23.
Juni 2018 ab
g
esch
lossen und
die bisherigen Versicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten)
auf diesen Zeit
punkt
hin
eingestellt
(U
rk.
10/55
).
Dagegen opponierte
de
r Versicherte telefonisch (Urk.
10/61
)
,
worauf
die Suva
nach Einholung einer weiteren kreisä
rztlichen Stellungnahme
(
vom 17.
Juni 2019;
Urk.
10/63)
am 18.
Juni 2019 eine entspre
chende Verfügung
erliess
(
Urk.
10/66).
Dagegen erhob der V
ersicherte am 12.
Juli
2019 (U
rk.
10/82), ergänzt durch Eingaben vom
19.
August 2019 (U
rk.
10/89)
, vo
m 14.
Oktober 2019 (U
rk.
10/101)
und vom 25.
Oktober 2019
(U
rk.
10/
10
3) Ein
sprache, welche die Suva nach
Einholung von
weiteren
kreisär
z
t
lichen
Stellung
nahme
n
(Urk.
10/91,
Urk.
10/99,
Urk. 10/104, Urk.
10/110)
mit
Einspracheent
scheid
vom 2
4.
Juli 2020 abwies (U
rk.
2).
2.
Da
gegen erhob
X._
hierorts am 14.
September 2020 Beschwerde mit den
Anträge
n, es sei die Verfügung vom 18.
Juni 2019 (
richtig
wohl: der
Einspra
che
entscheid
vom 2
4.
Juli 2
020) vollständig aufzuheben (1.
), es seien ihm über den
23.
Juni
2018 hinaus und bis mindestens am 18. März 2019 Versicherungs
leis
tungen zuzusprechen (2.), eventualiter sei ein gerichtlich
es Obergutachten anzu
ord
nen (3.
)
,
subeventual
iter
sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur weiteren
Abklärung und
Neuverfügung zurückzuweisen (4.
)
,
unter Kosten- und Entschä
digungsfolgen zulasten der Beschwerdeg
eg
nerin
(
5.
;
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 6.
November 2020 stellte die
Suva
Antrag auf Ab
wei
sung der Beschwerde
(Urk. 9)
. Mit Verfügung vom 9.
November 2020 wurde ein zweiter Sc
hriftenwechsel angeordnet (Urk.
12).
Mit
Replik vom 30.
Januar 2021
hielt der Beschwerdeführer
im Wesentlichen an Anträgen
und Vorbringen
fest (Urk.
16). Auch d
ie Suva hielt mit Duplik vom 6.
April 2021 an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (
Urk.
20), was dem Beschwer
deführer mit Verfügung vo
m
8.
April 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
22).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes üb
er die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Be
rufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch
bei den im Einzelnen in Abs. 2 auf
geführten
Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind.
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird
sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie An
spruch auf
eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordent
lichen Renten
alters ereignet hat (
Art.
18 Abs. 1 UVG)
.
Der Rentenanspruch ent
steht, wenn von
der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besse
rung des Ge
sun
d
heitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliede
rungs
mass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Renten
be
ginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG). Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädi
gung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität,
Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesund
heits
schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall
fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später ein
gestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im Sozialver
sicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lich
keit nachgewiesen sein. Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine
anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis
last
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallversicherer. Diese Be
weisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spät
fol
gen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesge
richts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).
1.
4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
inter
nen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58
E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete den angefochtenen
E
insprachee
ntscheid
im Wesentlichen damit,
dass -
gestützt auf die
kreisärztlichen
Stellungnahmen
-
nicht überwiegend wahrscheinlich
sei
, dass die
Supraspinatussehne
der linken Schulter beim Ereignis vom 2
3.
März
2018
akut zerrissen worden sei.
Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass der Defekt der
Supra
sp
inatu
ssehne
und der damit einhergehende Defekt des
Biceps-Pulley
einen asymptomatischen V
or
zu
stand darstellten
.
Die über den Zeitraum von zwei bis drei Monaten nach dem Unfall anhaltenden Beschwerden seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit n
icht mehr dem Ereignis vom 23.
März
2018 zuzurechnen
,
diese seien mit dem
subacromialen
Impingement
gut erklärbar.
Die
kreisärztlichen
Beurteilungen seien schlüssig
, nachvollziehbar und überzeugend
und würden auch durch die abweichenden Beurteil
ungen des Operateurs
und des Hausarztes
nicht
schlüssig
widerlegt (
Urk.
2
). In der Duplik
verwies
die Beschwerdegegnerin
im Wesentli
chen auf
die
von ihr ergänzend
eingeholte
Stellungnahme des PD
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie,
vom
Suva Kompetenzzentrum Versiche
rungsmedizin,
welcher die
bisherigen kreisärztlichen
Ausführungen
bestätige
(Urk.
20
-21
)
.
2.2
Der Beschwerdeführer hält im Wesentlichen dagegen, dass die
kreisärztlichen
Beurteilung
en nicht
gee
ignet seien, den Wegfall eines ursächlichen Zu
sammen
ha
n
gs zwischen dem Unfallereignis und den bestehenden Beschwerden mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuweisen. Der Auffas
sung s
tünden sowohl die Stellungnahme
des behandelnden Operateurs
wie auch
die nun mit der Beschwerde eingereichte Beurteilung
von
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für
Chiru
r
gie
FMH
,
entgegen
. Es bestünden erhebliche Zweifel an der Zu
v
erlässigke
i
t und Schlüssigkeit der
kreisärztlichen
B
e
u
r
teilungen
(
Urk.
2
; vgl. auch
Urk.
16
)
.
3.
3.1
Am 1
7.
Mai 2018 wurde in der
D._
Radiologie,
in E._
, ein
Arthro
-MRI des
linken
Schultergelenks durchgeführt.
In der
B
e
u
r
teilung
wurde
aus
geführt
, es b
e
stehe ein
transmuraler
Riss im ventralen Anteil der
Supraspinatussehne
ansatz
nahe, ansonsten intakte Sehnen der
Rotatorenmanschette
(
Urk.
10/7)
.
3.2
Im Bericht vom
29.
August 2018
über die Konsultati
o
n vom
gleichen Tag
dia
gno
s
t
i
zierte
Dr.
med.
F._
,
Facharzt
FMH
für
Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates sowie
Oberarzt an der Orthopädie Obere Extremitäten,
der G._
K
linik,
Zürich,
eine symptomatische
ventrodistale
Supraspinatussehnenruptur
mit Verdacht auf LBS-Instabilität
(Lange Bizeps Sehne
)
und begleitendem
Impi
n
gement
bei
Status nach
Sturz
auf
die
linke Schulter am 23.
März 20
1
8.
Beim Patienten zeige sich weite
r
hin eine symptomatische
Ro
tato
renmanschettenläsion
mit eventuell
auch lateral instabiler
LBS und begleitendem
Impingement
, sodass nach sechs Monaten
konservativer Therapie
die Indikation für ein operatives Vorgehen gegeben sei (
Urk.
10/2).
Am 19.
September 2018 wurde
das linke Schultergelenk
operativ versorgt
(Schul
ter
arthroskopie links mit LBS Tenotomie und subpektoraler
Tenodese
,
subacro
miale
Bursektomie
und
Acromioplastik
, sowie SSP
Sehnenrefixation
), wobei
aufgrund der beim Eingriff
befundeten
deutlichen
subacromialen
Aufrauhungen im S
inne eines
Impingements
(auch) eine
Acromioplastik
erfolgte
(vgl. Opera
tions
bericht vom 19.
September 2018;
Urk.
10/53/2
; vgl. auch Austrittsbericht von
Dr.
F._
und
Dr.
med.
H._
, Assistenzarzt Or
thopädie;
Urk.
10/12).
3.3
Hausarzt m
ed
.
pract
.
A._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin FMH,
hielt im Bericht
vom 2
7.
März
2019
fest,
nachdem er den
Patient
en
seit 2015
nicht mehr gesehen habe, habe ihn
dieser am 12.
Mai 2018 konsultiert.
Der Patient
habe berichtet, dass
er
am
23. März 2018 am
Arbeitsplatz beim Anschrauben ei
ner Lampe auf das Förderband
getreten sei und
das Gleichgewicht verloren habe; dabei sei er mit der linken Schulter auf den Tisch gefallen. Er
(der Patient)
habe gedacht, dass es eine schwere
re
Prellung sei
,
die mit der Z
eit schon wieder gut komme
. Leider seien die Schmerzen
bei Abduktion der linken Schulter
nicht wie
der zurückgegangen
;
vielmehr habe er in der Nacht auch Schmerzen bekom
men
(Ruheschmerz),
was ihn dann doch nachdenklich gestimmt habe
. Vor dem Unfall habe er in der linken Schulter
ke
i
ne
Schmerzen gehabt
und solche auch nicht angegeben.
Bei der Untersuchung sei besonders ein Funktionsdefizit der linken Schulter (be
son
ders in der Abduktion) aufgefallen
. Da der indolente Patient deutliche Schmer
z
en angegeben habe, sei ein MRI veranlasst worden und der Patient – nachdem unter NSAR und Schonung keine B
esserung eingetreten sei -
an die
G-_
-
Klinik überwiesen worden (Urk.
10/44).
3.4
Kreisärztin
Dr.
med.
I._
, Fachärztin für Neurochirurgie,
hielt am 29.
Mär
z
2019 fest, es liege keine überw
i
e
gend wah
rscheinlich unfallbedingte
Supraspinatus
sehnen-
Ruptur
vor (Unfallmechanismus untypisch, zeitnah zum Unfallereignis
keine relev
anten Funktionsausfälle und MRI-
Befund mit
degenerativer
Impi
nge
ment-K
onstellation
gut vereinbar
;
Urk.
10/45). Diese Beurt
e
i
lung bestätigte sie am
3.
Juni 2019 (
Urk.
10/54).
A
m 17.
Juni 2019 hielt
Dr.
I._
in
einer
ausführlichen Beurteilung fest,
mit dem Sturz auf den Tisch und dem
geschilderten Anpralltrauma
liege
ein Unfall
me
chanismus vor, der eher nicht geeignet sei, die
kernspintomographischen und int
raop
e
rativ nachgewiesenen Läsionen im
Bereich der
Supraspinatussehne
und dem lateralen Pully-System zu verursache
n. Bei einem
direkten Anprall
an das Schultergelenk
komme es zu keine
r
unphysiologischen
Belastung der
Supra
spi
natussehne
,
die zu einem Zerreiss
e
n der Sehne oder des lateralen Pully
-Systems
führen könnte. Auch
zeige
sich zeitnah
zum Unfall
keine
erhebliche Funktions
einschränkung,
die zu einer I
nan
s
p
ruchnahme ärztlicher Hilfe oder
zur
Nieder
legung der Arbeit geführt hätte. Die Erstbehandlung habe sieben Wochen nach dem Unfall stattgefunden und äusserliche Verletzungen
hätten
bei der ersten Untersuchun
g am 1
2.
Mai 2018 nicht festgestellt
werden
können;
das von
med
.
pract
.
A._
festgestellte
«
Funktionsdefizit
der Schulter»
vor allem bei Abduktion sei sowohl mit unfallbedingten als auch degenerativ bedingten Veränderungen am linken Schu
l
tergelenk vereinbar. In Zusammenschau von U
nfallmechanismus
, kernspintomographischen Befunden und fehlender Funktionsbeeinträchtigung unmittelbar nach dem Unfall halte sie die Läsionen nur für eine mögliche Folge
d
es Unfalls vom 2
3.
März
2018 (
Urk.
10/63).
3.5
Med.
pract
.
A._
führte
in seiner Stellungnahme vom
1
2.
Juli 2019
zum kreis
ärztlichen Suva-Bericht vom 1
7.
Juni 2019
aus, der Versicherte habe vor dem Unfall im März 2019 nie Probleme mit der linken Schulter
gehabt. Die Schul
terschmerzen und Funktionseinschränkungen
seien
plötzlich und
zeitgleich mit dem Unfall aufgetreten. Dass der V
ersich
e
rte
weiter gearb
e
i
tet
habe
,
liege daran, dass er
zwar Apparateschlosser sei, jedoch
in der jetz
igen Tätigkeit mehr als Pro
grammierer der Maschinen als mit schweren Tätigkeiten
zu tun habe und Team
leiter sei. Er führe
durchwegs
nur leichte Tätigkeiten aus
. Ü
berdies
sei er
nicht schmerzempfindlich und
kein
Jammeri
.
Erst als es nach wenigen W
ochen nicht
besser gegang
e
n
sei, habe er sich bei ihm
(med.
pract
.
A._
)
gemeldet.
Des Weiteren
sei aus dem
– für den Versicherten nicht genau
erinnerlichen
–
Unfall
mechanismus unwahrscheinlich, dass er direkt auf die Schulter gefallen sei
,
son
dern höchstwahrscheinlich
,
dass indirekte Kräfte
bzw. Distorsionskräfte
auf die Sc
hulter gewirkt hätten
. In der Zusammenschau stehe für ihn (med.
pract
.
A._
) fest, dass die
Schulterschmerzen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfall
bedingt seien
(
Urk.
10/78)
.
3.6
Kreisärztin
Dr.
I._
hielt am
22. August 2019
in Ergänzung ihrer Stellungnahme vom 1
7.
Juni 2019
fest,
dass – auch wenn der Versicherte lediglich leichte Tätig
keiten ausgeübt habe – die Funktionseinsch
ränkung nicht derart
gewesen sei
, dass
er ärztlicher Hilfe bedurft hätte, weshalb sie nicht von einer relevanten Bewegungseinschränkung bzw. Pseudoparalyse direkt nach dem Unfall ausgehe.
Weiter
gehe
sie
mit Kollege
A._
einig, dass retrospektiv die Rekonstruktion des Unfallmechanismus schwierig sei. In der Regel führe ein direktes Anpralltrauma der Schulter zu keiner
Rotatorenmanschettenverletzung
. Entsprechende Abfang
bewegungen der linken Hand bzw. das Einwirken von indirekten Kräften auf die linke Schulter
, wie von med.
pract
.
A._
geschildert,
seien sicher nicht auszu
schliessen. Allerdings gebe es keine Hinweise auf Begleitverletzungen in der vor
liegenden Bildgebung
, zum Beispiel in Form von Hinweisen auf eine Zerrung des
Musculus
Delt
o
ideus
als
Synergist
des
Musculus
supraspinatus
, ein
Bone
bruise
oder Veränderungen der
Bizepssehne
als Hinweis für eine forcierte Kompression mit kranialer Subluxation des
Humeruskopfes
beim Sturz auf den nach hinten ausgestreckten Arm
.
P
ulley
-
Läsionen könnten zwar grundsätzlich sowohl dege
ne
rativ als auch
traumatisch bedingt sein, traumatisch bedingte
Pulley
-Läsionen würden jedoch eher als selten gelten.
Aufgrund
des fehlenden Nachweises einer entsprechenden Funktionseinschränkung unmittelbar nach dem Unfall
gehe sie
dahe
r
trotz der von med.
pract
.
A._
beschriebenen und vom Arbeitgeber be
stätigten eher leichteren Tätigkeit und des unklaren Unfallmechanismus nur von einem möglichen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall
vom März 2018
und der Schulterpathologie
links
aus (
Urk.
10/91)
.
3.
7
In seiner
E-Mail vom
1
5.
Juli 2019
an Hausarzt
med.
pract
.
A._
hielt O
perateu
r
Dr.
F._
im Wesentlichen
fest,
er habe in seinen Unterlagen einen Sturz von einem Förderband auf einen Tisch als Unfallmechanismus vermerkt, nicht eine Kontu
sion (direktes Anpralltrauma?).
Natürlich würden bei einem Sturz auch indirekte Kräfte auf die Sehnen wirken, und es könne auch durch Kompression der Sehnen am
Akromiom
zu Rupturen kommen. V
or dem Hintergrund des jungen Alters des Patienten (48 Jahre zum Zeitpunkt des Unfalls), der einwandfreien
Rotatoren
manschetten
-
Musku
l
atur
ohne Atro
phie oder Verfettung in de
n
MRI-
A
ufnahmen und entsprechendem
Unfallereignis sei die Ruptur seiner Einschätzung nach überwiegend wahrscheinl
i
ch
auf das Unfallereignis zurückzuführen.
Eine gewisse degen
erat
ive Vorschädigung der Sehne durch ein
subacromiales
Impi
n
gement
mit Friktionsproblematik könne nicht ausge
s
chlossen werd
e
n, allerdings hätte sich auch hier eine wegweisende Verschlechterung eines degenerativen Vorzustandes eingestellt
(
Urk.
10/96
/1
)
.
3.8
In seiner Stellungnahme vom
2
3.
Juli 2020
(
Urk.
10/110)
hielt
Kreisarzt
med.
pract
.
J._
,
Facharzt für Chirurgie, Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie und Facharzt für
Viszeralchirurgie
, von Kompetenzzentrum Versicherungs
medi
zin der Suva
im Wesentlichen fest,
mit dem fach
radiologischen
Befund zu
r MR–
Arthrogra
fie
der linken Schulter vom 17.
Mai 2018 werde ein
transmuraler
Riss d
es ventralen Anteils der
Supraspinatussehne
im Ansatzbereich als Befund ge
nannt. Veränderungen
,
die auf eine erhebliche Traumatisierung der linken S
chul
ter hinweisen
würden
,
wie z
.
B
.
ein traumatisches Knochenmarksödem (
Bone
bruise
)
würden nicht erwähnt
. Der von
Dr.
F._
postulierte Mechanismus einer
Av
ulsion
der
Supraspinatussehne
d
u
r
ch eine Kompression des Sehnenansatzes
gegen das
Acromiom
würde ein Knochenmarksödem erwarten lassen, traumatische Kno
chen
marksödeme könnten auch mehrere Wochen nach einem Trauma
häufig
mittels MRI nachgewiesen werden. Wenn
eine Sehnendurchmesser
durchsetzend
e
(
transmurale
) Zerreissung der
Supraspinatussehne
eintrete, so würden sofort seh
r st
a
r
ke Schmerzen auftreten und eine erhebliche Funktionsbeeinträchtigung der betroffenen Schulter eintreten
, die an eine Lähmung erinnern könne (Pseudo
pa
ralyse)
. Die Fortsetzung der Arbeit
,
die auch körperliche Tätigkeiten beinhalte, sei in diesem Zus
tand ungewöhnlich. Auch gehe e
ine traumatische Zerreissung der
Rotatorenmanschette
mit erheblichen Einsc
h
ränkungen
des tägliche
n Lebens einher.
Dass der Versicherte
, wie med.
pract
.
A._
ausführe,
vor dem Unfall keine Schulterbeschwerden gehabt habe
,
beweise nicht mit dem Mass der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit
,
dass vorher kein Defekt
der
Rotatorenmanschette
vorgelegen habe, seien die meisten degenerativ über lange Zeiträume entstan
denen Defekte von Sehnen
der
Rotatorenmanschette
(die
Supraspinatussehne
sei am häufigsten betroffen)
lange Zeit asymptomatisch
(S.
7)
.
Alsdann trete nach einer Verletzung typischerweise ein Schmerz ein, der im zeitlichen Verlauf ein Decrescendo erfahre. Die
Angabe, dass nach dem Unfall keine Besserung der Be
schwerden eingetreten sei,
passe daher
nicht zur
traum
atologischen
Erfahrung eines De
cre
sce
ndo der Schmerzen. Anhaltende Beschwerden oder eine Zunahme
der Beschwerden
(der Hausarzt nenne hinzutretende nächtliche Schmerzen) sprä
chen nicht typischerweise für eine
Traumafolge
, sondern würden eher als typi
scher Ausdruck eines Verschleissleidens gelten
(S. 8)
.
Dr.
I._
habe bereits darauf hingewiesen, dass nicht entscheidend sei, wie genau der Sturz abg
el
aufen sei, dies sei zumeist nicht genau zu rekonstruieren. Ent
scheidend für die med
i
zinische Beurteilung sei
– wenn das Unfallereignis geeignet sei, eine Verletzung zu verursachen – das klinische Bild, die funktionellen Defizite
und die daraus abzuleitende Diagnose. Wenn in engem zeitliche
m
Zusam
men
hang
mit dem Trauma eine MR-Tomographie durchgeführt werde, könnten Ver
än
de
run
gen an der Schulter objektiviert werden, die als Indiz für eine akute trau
matische Zerreissung der
Rotatorenmanschette
gälten. Vorliegend sei die MR-Tomo
graphie erst mit deutlicher Verzögerung durchgeführt worden. Zu diesem Zeitpunkt ermögliche sie keine verlässliche Aussage mehr bezüglich einer Unfallkausalität, sondern dokumentiere häufig lediglich einen zuvor asymptomatischen Vorzu
stand (S. 8).
Weiter führte med.
pract
.
J._
zur Hauptsache
aus,
anders als
Dr.
F._
, der den Versicherten als jungen Alters beschre
i
be,
werde
in wissenschaftlichen Studien zu pathologischen Veränderungen an der
Rotatorenmanschette
zumeist zwischen Personen unter 40 Jahren u
nd über 40 Jahren unterschieden. Des
weiteren
ermögliche der Zustand der Muskulatur keine sicheren Rückschlüsse darauf, dass ein nachgewiesener Defekt der
Rotatorenmansc
hette
Folge eines Traumas sei. Denn e
ine Atrophie und/oder eine Fetteinlagerung der Muskulatur der
Rotato
renmanschette
trete in der Regel nur dann ein
,
wenn ein grosser Sehnendefekt mit Retraktion des Sehnenstumpfes (und damit auch der Muskulatur) über einen langen Zeitraum bestehe
(S. 8).
Weiter beschreibe
Dr.
F._
im Sprechstundenbericht vom 2
9.
August 2018 ein begleitendes
Impingement
der Schulter
. D
er zum
Impingement
führende Konflikt
gelte als eine der Ursachen für degenerativ entstandene Defekte der
Rotatoren
man
schette
. Auch beschreibe
Dr.
F._
in
seinem Operationsbericht
«
deutliche
suba
cromiale
Aufrauhungen im Sinne e
ines
Impingemen
ts
»
, was eine gute Erklä
rung für die Beschwerden sei. Selbst wenn eine bereits degen
era
tiv vorgeschä
digte Sehne akut im Rahmen eines T
raumas zerreisse -
was einer richtungs
ge
benden Verschlimmerung entsprechen würde – würden akute Schmerzen und eine Funk
tionseinschränkung auftreten.
Es sei daher nicht ü
berwiegend wahrscheinlich, dass
die
Supraspinatussehne
der linken Schulter des Versicherten bei dem Ereig
nis vom 2
3.
März 2018 zerrissen worden sei
(S. 9)
.
Schlussfolgernd hielt med.
pract
.
J._
fest, n
achvollziehbar seien nach dem Sturz
auf die linke Schulter beim
Versicherten Schmerzen eingetreten, die aller
din
gs kein
De
cres
c
endo erfahren hätten. Nach einer Prellung der Schulter oder einer Distorsion der Schulter (ohne strukturelle Verletzungsfolgen
)
sei nach
trau
matologischer
Erfahrung mit
-
im zeitlichen Verlauf nachlassenden
–
Beschwer
den für einen Zeitraum von sechs bis acht Wochen zu rechnen. Wenn bereits ein Vorzustand vorliege, könne die Heilung länger dauern,
jedoch
allenfalls zwei bis drei Monate, wie
Dr.
I._
festgehalten habe.
Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass der Defekt der
Supraspinatussehne
und der damit einhergehende Defekt des
Biceps-Pulley
einen asymptom
atischen Vorzustand darstellten.
Eine richtung
gebende Verschlimmerung dieses Vorzustandes sei nicht mit dem Mass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit belegt.
Die über den Zeitraum von zwei bis drei
Monaten nach dem Unfall anhaltenden Beschwerden seien mit dem
Impin
gement
erklärbar.
Der Zustand
,
wie er ohne den Unfall vom 2
3.
März
2018
ein
getreten wäre, sei mit überwiegende
r Wahrscheinlichkeit
nach zwei, spätestens drei Monaten nach dem Ereignis
vom 2
3.
März 2018
erreicht (
S. 9 f.
)
.
3.9
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Chirurgie,
MAS Versicherungsmedizin
, hielt in ihrer
chirurgisch-
versicherungsmedizinischen Beurt
eilung vom 11.
September 2020
(Urk. 3/4)
im Wesentlichen
fest
, ein zeitnaher ärztlicher Befund liege nicht vor.
Die Erstkonsultation sei am 1
2.
Mai
2
018 erfolgt, weshalb grundsätzl
i
c
h eine Beweislosigkeit hinsichtlich lokaler objektivie
rbarer Befunde wie Bluterguss, Sch
ü
r
fung und Schwellung vorliegen würden. Diese seien auch nicht zwingend zu erwarten bei einwirkenden Scher- und/oder Rotationskräften, welche letztlich die Sehnenläsion verursachten. Das schlussendlich am Ende des Unfallme
cha
nis
mus stehende A
nprall
trauma beim Aufschlagen nach dem Sturz müsse keinen
b
e
sonderen Schweregrad aufweisen respektive mit konsekutiven sekundären Loka
lbefunden einhergehen
, was auch erkläre, dass der Versicherte seine beruf
liche Tätigkeit nicht zeitnah unterbrochen habe
(S. 3)
.
Soweit
med.
pract
.
J._
schlus
s
folgere, der vorlieg
e
nde Befund der Läsion an der
Rotatorenmanschette
hätte zu starken Schmerzen führen müssen
,
sei dem zu
widersprechen, würden zeitnah verursach
t
e Schmerzen ihre Ursache in den Weic
h
teilen haben
:
E
ine schwere Prellung, ein Bluterguss würden Schmerzen verur
sa
chen, nicht die Sehnenläsion selbst. Weiter liege eine
höhergradige
P
artial
lä
sion vor, nicht eine vollständige Ruptur, was erkläre, weshalb keine Pseudo
pa
ralyse des linken Armes vorgelegen habe. A
lsdann sei der Schmerzverlauf indi
viduell,
der von med.
pract
.
J._
geforderte De
cr
esc
endo-
Schmerz
sei
weder zwingend noch Vor
au
ss
e
tzung für die
Bejahung der Unfallkausalität (
S. 3).
Med.
pract
.
J._
erwähne nicht die bildgebend fehlende
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
;
diese sei Au
sdruck eines Verschleissleidens. Vorliegend sei ke
i
ne
Tendinopathie
der
Supraspinatussehne
nachgewiesen oder dokumentiert. Auch eine Verfettung oder Atrophie des zugehörigen
Musculus
supraspinatus
würde
n
fehlen.
Soweit
med.
pract
.
J._
argumentiere,
eine Atrophie/Verfettung würde in der Regel nur eintreten, wenn ein grosser Sehnendefekt mit Retraktion des Sehnenstumpfes über einen langen Zeitraum bestehe
,
sei dem grundsätzlich zu folgen. J
edoch liege vorliegend eine grössere Sehnenläsion vor und bei einem
Vermeiden der schmerzhaften/kraftlosen Bewegung, die den
Supraspinatus
mus
ke
l
betreffe, würde sich konsekutiv über die Zeit zumindest eine Teilver
fet
tung/
Teilatrophie
zeigen
.
Die MRI-
Bildgebung vom 1
7.
Mai 2018 weise zusammen
ge
fasst keinen relevanten Verschleiss an der
Supraspinatussehne
im Sinne eines
bisher
a
symptomatisch
en
Vorzustandes auf
, der erst mit dem Unfall vom 2
3.
März
2018 symptomatisch geworden sei (S. 4)
.
S
chlussfolgernd
hielt
Dr.
C._
fest
, mit Operationsbericht vom 19.
Septem
ber 2018 sei ein Vorzustand dokumentiert im Sinne von Aufrauhungen bei
suba
cromialem
Impingement
. Im Anschluss an den Unfall vom 2
3.
März 2018 sei eine
höhergradige
Partialläsion der
Supraspinatussehne
links
diagnostiziert und ope
ra
tiv versorgt
worden
. Diese Diagnose erkläre die vorliegend dokumentiert
e rela
tive Beschwerdearmut des V
ersicherten (es handle sich nicht um eine komplette Läsion). Die
S
upraspina
t
u
ssehne
weise bildgebend keine
Tendinopathie
auf, eben
so fänden sich im zugehörigen Muskel weder eine Atrophie noch eine V
erfettung
. Der vorliegend dokumentierte Unfallmechanismus weise
auf
eine nicht unerheb
liche schädigende Gewalteinwirkung gegen die linke Schulter hin
mit wirkenden
Rotations- und Scherkräften. Es sei daher überwiegend wahrsche
inlich, dass der Unfall vom 23.
März 2018 einen Vorzustand ric
htunggebend
verschlimmert
habe
(S. 5)
.
3.10
In seiner Stellungnahme vom
5.
November 2020
(
Urk.
11)
hielt
med.
pract
.
J._
zu den
Ausführungen
von
Dr.
C._
vom 1
1.
September 2020
im Wesent
lichen fest, indem
Dr.
C._
vermute
,
dass vor dem Anprall der Schulter Scher-
und/oder Rotationskräfte gewirk
t hätten, interpre
tiere sie Abläufe in den Un
fallhergang, die nicht belegt seien
. W
erde
der mit der Bagatell-Meldung UVG genann
te Hergang zugrunde gelegt
, so sei von einem Direktanprall der linken Schulter auszugehen
(
S. 3).
Alsdann könne der Aussage, wonach zeitnah verur
sachte traumatische Schmerzen ihre Ursache in den Weichteilen (und nicht in der
Sehnenläsion selbst) h
ätten
, so nicht gefolgt werden, sie seien anhand der wi
ssen
schaftlichen Literatur ni
c
ht zu belegen.
Der Schmerz nach einer Sehnenverletzung entstehe zufolge einer Reizung von Schmerzrezeptoren; Sehnen entsprächen Weichteilgewebe und enthielten Schmerzrezeptoren
(
S.
3
f
.
)
. Weiter sei eine Pseudoparalys
e nicht davon abhängig, dass di
e betroffene Sehne vollständig durchtrennt sei. E
s werde angenomm
en, dass die Pseudoparalyse die Folge einer
Kombinati
on der Komponenten Schmerz und Instabil
i
t
ät sei bezüglich der Fähig
keit
,
den Oberarmkopf in der Schulterpfanne korrekt zu zentrieren
(S.
4)
. Dass ein Decrescendo nach unfallkausaler
Supraspinatussehnen
-Zerreissung
weder zwin
gend noch eine Voraussetzung für das Bejahen der Unfallkausalität sei, stehe alsdann im Gegensatz zur aktuellen wissenschaftlichen Literatur
(
S.
4)
. Dies gelte auch für die Aussage, wonach eine grössere Sehnenläsion vorliege und
sich
daher
zum
indest eine Teilverfettung/Teil
a
trophie der Muskulatur zeigen müsste. E
ine f
ettige Infiltration des
Supraspinatusmuskels
sei vorlieg
e
nd, da eine Retraktion der Sehne nicht vorliege, nicht zu erwarten
;
auch
führe ein Mindergebrauch eines Muskels wegen Schmerzen nicht zu einer fettigen Infiltration.
Zudem
übersehe
Dr.
C._
, dass bei einer kontinuierlich eintretenden Zusammenhang
stren
nung der
Supraspinatussehne
im Rahmen einer
Tendinopathie
zumeist keine funktionellen Defizite auftreten würden und die davon betroffenen Personen in der Mehrheit schmerzfrei und damit asymptomatisch seien; eine Teilverfettung/-atrophie sei nicht zu erwarten
(S.
5)
.
Zusammenfassend
erfahre die Beurteilung vom 23.
Juli 2020 durch die Stellungnahme von
Dr.
C._
keine Änderung (
S. 6
).
3.11
Mit Stellungnahme vom
1
9.
Januar 2021
(
Urk.
16
Beilage 2
)
äusserte sich
Dr.
C._
ergänzend
im Wesentlichen dahin
, dass
es sich
beim –
gemäss Unfallmeldung - gegebenen Sachverhalt weder überwiegend wahrscheinlich noch wahrscheinlich um einen dabei resultierenden Direktanprall der linken Schulter auf den Tisch handle. Die Auseinandersetzung mit dem dokumentiert
en Unfall
mechanismus führe zu
r Einschätzung, dass eine Verletzung an der
Rotatoren
man
schette
basierend auf dem Unfallmechanismus
nicht zum Vorneherein
ausge
schlossen werden könne
(Stellungnahme S. 1)
.
Soweit
med.
pract
.
J._
festhalte, dass der typische Verlauf einer traumatisch verursachten
Supraspinatussehne
n
läsion
(zwingend)
ein Decrescendo zeige,
werde dies bestritten und
sei zu be
zweifeln, dass dieses Beweismass ausreiche für eine Kausalitä
tsbeurt
e
ilung. Auch
sei darauf hinzuweisen, dass beim Versicherten weder ein Decresce
n
do
- noch ein
Crescendo-
Schmerz dokumentiert worden sei, sondern ein persistierendes schmerz
haftes
Defizit be
i Belastung nach Unfall vom 23.
März 2018
(Stellung
nahme S.
2
f
.
)
.
Dass vorliegend die diskutierte
Supraspinatussehnenläsion
einer kontinu
ier
lich eingetretenen verschleisskausalen Zusammenhangstrennung entspreche, die
sich in ganzen Ausmass mit MRT-
Bildgebung vom 1
7.
M
ai 2018 manifesti
ert habe, und dies ohne
,
dass die
Supraspinatussehne
selbst
tendinopathisch
,
struk
turell verändert sei
,
sei unwahrscheinlich. Es bleibe vorliegend überwiegend wahr
sche
inlich, dass der Unfall vom 23.
März 2018 einen Vorzustand an der linken
Supraspinatussehne
richtunggebend verschlimmert habe (
S. 4
).
3.1
2
PD
Dr.
med.
B._
hielt
am 3
1.
März 2
021 z
usammenfassend fest,
dass
die Aus
füh
rungen von
med.
pract
.
J._
vom 23.
Juli 2020 und
vom
5.
November 2020
-
sich umfassend auf publizierte Literatur stützend und die B
esonderheite
n d
es Einzelfalls berücksichtigend -
zu einer nachvollziehbar überzeugenden Analyse
und Konklusion gelangten. Die chirurgisch-versicherungsmedizinischen Stel
lung
nahmen von
Dr.
C._
vermöchten die zentralen Argumente nicht zu
erschüt
tern, postulierten alle
nfalls die Möglichkeit e
iner anderslautenden
Bewer
tung, zeigten aber hierfür keine überwiegende Wahrscheinlichkeit auf
(Urk. 21
S. 7
)
.
4.
4.1
Es ist unbestritten, dass das Ereignis vom 2
3.
März 2018 einen Unfall im Sinne
von
Art.
4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversiche
rungs
rechts (ATSG) darstellt.
Strittig und zu prüfen ist
hingegen
, ob
die Beschwer
de
geg
nerin
zu Recht
ihre Leistungen
per 2
3.
Juni 2018 unter Hinweis auf das Errei
chen des Status quo
sine
eingestellt hat
,
beziehungsweise
, ob die danach wei
terhin bestehenden Beschwerden
an der linken Schulter noch
mit überw
i
e
gender
Wahr
scheinlichkeit
auf den
Unfall vom 2
3.
März 2018
zurückzuführen sind
.
4.2
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Ausführungen von Kreis
ärztin
Dr.
I._
vom
2
9.
März 2019 (
Urk.
10/45),
3.
Juni 2019 (
Urk.
10/54), 1
7.
Juni
2019 (
Urk.
10/63), 2
2.
August
2019 (
Urk.
10/91) und vom 2
9.
Oktober
2019
(
Urk.
10/
104
)
sowie
die Ausführungen von
Kreisarzt med.
pract
.
J._
vom
23.
Juli 2020
(
Urk.
10/110)
. Ergänzend legte sie im Beschwerdeverfahren die kreis
ärztlichen Beurteilungen von med.
pract
.
J._
vom
5.
November 2020
(Urk. 11)
und
die Stellungnahme
von PD
Dr.
med.
B._
vom 3
1.
März 2021
(Urk. 21)
ins Re
cht
.
Unter Berücksichtigung
der Angaben in der Unfallmeldung
vom
3.
April
2018 (Urk. 10/1)
, des
MRI-Befund
s
vom
1
7.
Mai 2018 (Urk.
10/7)
,
der
von
Dr.
F._
im Operationsbericht vom
19. September 2018
in
traoperativ erhobenen
(Vor-)
Be
funde
(vgl.
Urk.
10/
53
)
sowie
des
aktenmässig ausgewiesenen Verlaufs
legten
diese Ärzte
in nachvollziehbarer und schlüssiger Weise dar, weshalb
der Sturz am 23.
März 2018
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu einer Prellung bezie
hungs
weise Kontusion der linken Schulter ohne richtunggebende strukt
urelle Un
fallfolgen geführt hat
.
Insbes
ondere
zeigte
Dr.
I._
unter
Hinweis auf die Literatur
auf
, dass
das
(
unstreitig
; vgl.
Urk.
3/4
S. 3)
am Schluss stehende
Anpralltrauma
eher nicht geeignet sei,
die nachgewiesenen Läsionen zu verursachen
(
Urk.
10/6
3
S. 3;
vgl. dazu auch
Urteil
des Bundesgerichts
8C_446/2019 vom 2
2.
Oktober 2019 E. 5.2.2 und 5.2.3
)
, was
es
–
neben
anderen Indizien -
zu berücksichtigen gilt,
auch
wenn
nach der Rechtsprechung
dem Kriterium des Unfallmechanismus zur Beurteilung der
Unfallk
ausalität keine übergeordnete Bedeutung mehr beigemessen wird (vgl. dazu etwa Urteil des Bundesgerichts
8C_672/2020 E. 4.1.3 mit Hinweis).
Ebenso zeigten die
Suva-
Ärzte
mit Blick auf die erst am 1
7.
Mai 2018 veranlasste Bild
gebung
nachvollziehbar auf, dass
ein
e
erst
mit
deutlicher zeitlich
er Verzögerung durchgeführte MR-
Tomografie
keine verlässliche Aussage mehr bezüglich der Unfallkausalität
erlaubt
, sondern häufig lediglich einen zuvor asympto
matischen Zustand dokumentiert
,
und sich daher vorliegend – wo sich kein Anhalt für eine erhebliche Traumatisierung der Schulter
oder Begleitverletzungen
ergab (nament
lich kein
bone
bruise
)
-
aufgrund der Bildgebung (MRT)
nichts zugunsten einer unfallkausalen Genese der Beschwerden abgeleitet werden kann.
Weiter leuchte
t ein
, dass
eine
nach akuter Gewalteinwirkung verursachte traumatisch
e
Rota
to
ren
manschettenläsion
(
auch
bei
einer
degenerativ vorgeschädigten Sehne;
Urk.
10/110 S. 9)
unmittelbar zu Schmerzen, Kraft- und Funktionsverlust
führt
;
vor
diesem
Hintergrund erscheint
schlüssig
,
dass die Suva Ärzte -
nachdem
der
Beschwerdeführer
zeitnah keine ärztliche Hilfe in Anspruch nahm und unver
ändert seiner
(
selbst
wenn leichten
) körperlichen
Arbeit nachging
–
das Fehlen
von echtzeitlich dokumentierten,
unmittelbar
nach dem Unfallereignis eingetre
tenen
akuten
und erhebliche
n
Beschwerden und Funktionseinschränkungen
als Indiz gegen eine unfallkausale Genese
der
Beschwerden
ge
werte
t
haben
(vgl. etwa med.
pract
.
J._
Urk.
10/110 S. 6
f
.
vgl. auch
Urk.
21 S. 5
)
und
die
von
med.
pract
.
A._
erstmals
am
1
2.
Mai 2018
beschriebenen
Beschwerden
vor dem Hintergrund der von
Dr.
F._
intraoperativ erhobenen Befunde
dahin
würdigten, dass
der Defekt an der
Supraspinatussehne
überwiegend wahrscheinlich
einem
asymptomatischen Vorzustand
e
ntspricht
(
vgl.
med.
pract
.
J._
Urk.
10/110 S.
9)
.
Daran
ändert
auch nichts, dass
Hausa
r
zt
med.
pract
.
A._
am 1
2.
Juli 2019 festh
i
e
lt,
der Versicherte
habe
vor dem U
nfall nie Pr
obleme mit der linken Schulter gehabt
(
Urk.
10
/78)
; dies
muss
schon daher g
elten,
als
praxisgemäss
eine gesundheitliche Schädigung
beweisrechtlich nicht
bereits
dann als durch den Un
fall verursacht
gilt
, weil sie nach diesem aufgetreten ist (zur Unzulässigkeit der Beweismaxime
«
post
hoc ergo
propter
hoc»
BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/
2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1)
.
Auch
führte
med.
pract
.
J._
aus medizinischer Sicht
unter Hin
weis auf die
medizinische Fachl
iteratur
aus
, dass die meisten degenerativ entstandenen Defekte von Sehnen und
Rotato
renmanschette
lange Zeit asymptomatisch
sind
(
Urk.
10/110 S. 7)
.
Die Suva Ärzte hielten unter Hinweis auf die medizinische Literatur
aber
auch nachvollziehbar
fest
, dass
das Fehlen des für ein Unfallgeschehen typischen
Decrescendo-
Verlaufs gegen eine traumatische Genese der
Supraspinatussehnenläsion
spricht
(vgl. U
rk.
11 S. 4 und
Urk.
21 S
.
5)
.
4.3
Soweit
Dr.
F._
und
Dr.
C._
ihre
gegente
ilige
Beur
teilung
, wonach
die
Läsion der
Supraspin
atussehn
e
unfallkausal sei
,
unter anderem damit begrün
deten,
dass
die Muskulatur der
Rotatorenmanschette
bildgebend ohne Atrophie bzw. Verfettung
sei
,
zeigten
die Suva-Ärzte
unter Hinweis auf die me
dizinische Liter
atur
nachvollziehbar
auf
und wurde von
Dr.
C._
auch nicht grund
sätzlich
in Frage gestellt
, dass e
ine Atrophie und/oder eine Fetteinlagerung der Muskulatur der
Rotatorenmanschette
in der Regel nur
eintritt
, wenn ein grosser Sehnendefekt mit Retraktion des Sehnenstumpfes (und damit auch der Musku
latur) übe
r einen langen Zeitraum
vorliegt (
vgl. med.
pract
.
J._
;
Urk.
10/110 S.
8;
vgl
.
auch
PD
Dr.
B._
,
Urk.
21
S. 7
).
Soweit
Dr.
C._
dagegen
ein
wendet
,
es liege
ei
ne grössere Sehnenläsion vor
und
dass
bei einem Vermeiden der schmerzhaften Bewegung
,
die den
Supraspinatu
s
muskel
betreffe, sich konse
kutiv
über die Zeit
zumindest eine
Teilverfe
t
tung einstellen
würde
(
Urk.
3/4
S. 4)
,
verfängt
dies nicht. So
führte
med
.
pract
.
J._
für den mediz
i
nischen Laien
ebenso einleuchtend
aus
, dass
- da eine Retraktion der Sehne nicht gegeben sei -
beim Beschwerdeführer
e
ine fettige Infiltration des
Supr
aspinatusmuskels
nicht zu erwarten
sei
,
und
auch ein Mindergebrauch eines Muskels wegen Schmerzen nicht zu einer fettigen Infiltration
führe
(
Urk.
11 S
.
5)
.
Aber auch soweit
Dr.
C._
in ihrer Stellungnahme vom
1
9.
Januar 2021
einwendet
,
dass ein Decre
s
cendo
-
Schmerz nach
(
traumatischer
)
Supraspinatus
sehnenläsion
keine zwingende Vorauss
e
tzung für das Vorliegen einer Unfall
kausalität
sei
und
zu bezweifeln
sei
, dass der Hinweis von med.
pract
.
J._
auf den typischen Verlauf einer traumatisch verursachten
Supraspinatussehnenläsion
(Decrescendo
-
Schmerz)
als
«
Beweismass
ausreicht
für eine
Kausalitätsbeur
tei
lung
»
(
Urk.
16
Beilage 2
)
,
überzeug
t dies nicht
.
Zum einen
begründet
Dr.
C._
ihre
gegenteilige
Auf
f
assung
weder
fundiert
noch
setzt sie sich
mit der
von
med.
pract
J._
angegebenen
(
Urk.
11 S. 4)
einschlägigen
Fachliteratur
auseinander
; zum anderen
verkennt
sie
,
dass die S
uva
–Ärzte nicht allein aufgrund
des fehlenden Decrescendo
-
Verlaufs
auf eine dege
n
erative
Genese
der
Supraspinatussehnen
lä
sion
schlossen
,
sondern
dies
en
Aspekt
vielmehr
als
nur eine
n
von verschie
denen
Überlegungen
in
ihre
Beurteilung
mit ein
bezogen
.
Soweit
Dr.
C._
in ihrer Stellungnahme vom
1
9.
Januar 2021
schliesslich
geltend macht
,
beim Versi
cher
ten
sei
weder ein Decrescendo
-
noch ein Crescendo
-
Schmerz dokumentiert
,
trifft
dies
nicht zu
. Wie
PD
Dr.
med.
B._
in seiner Stellungnahme
vom 3
1.
März 2021
zu Recht ausführt
(
Urk.
21 S
. 6
)
,
findet
dies
e Angabe
in de
n U
nterlagen keine S
tütze
,
hat do
c
h
med.
pract
.
A._
am 27.
März 2019
berichtet
, dass der Ver
sicherte
im Verlauf
auch in der Nacht Schmerzen bekommen habe
(vgl. Bericht von med.
pract
.
A._
vom 2
7.
März 2019;
Urk.
10/44).
4.4
Nach
dem Gesagten haben die Su
va-
Ärzte überzeugend begründet, dass
es
zwar infolge des Sturzes und der Prellung der linken Schulter am
23.
März 2018
zu vorübergehende
n
Schmerzen kam, jedoch
die
für die Beurteilung der Unfallkau
salität
einer Gesundheitsschädigung
massgeblichen
K
rit
e
rie
n (
bildge
bende Be
funde, Vorgeschichte, Unfallhergang, Primärbefund, Verlauf; vgl. dazu etwa Urtei
l des Bundesgerichts 8C_672/2020 vom 1
5.
April 2021 E. 4.1.3
)
es
als überwiegend wahrscheinlich erscheinen lassen, dass
die
vorliegend im Streit liegenden
Be
schwerden an der linken Schulter (
Läsion der
Supraspinatussehne
)
nicht
a
uf
den Unfall vom
23. März 2018
zurückzuführen
sind
, und dass daher
der
Zustand,
wie er ohne den Unfall
vorgelegen hätte
, mit überwiegende
r Wahrscheinlichkeit nach
spätestens drei Monaten nach diesem
Ereignis erreicht war.
Die Beurteilung der Kreisärzte wird durch die g
egenteiligen Verlautbarungen
der behandelnden Ärzte sowie von
Dr.
C._
nicht in Frage gestellt.
Von weiteren medizinischen Abklärungen wie der eventualiter beantragten Ein
holung eines Gerich
tsgutachtens (vgl. Urk. 1 S. 2
) ist folglich abzusehen, da von diesen keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind (antizi
pierte Beweiswürdigung; BGE 136 I 229 E. 5.3, 124 V 90 E. 4b).
5.
Zusammenfassend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die kreisärztlichen Stellungnahmen abgestellt und ihre Leistungen per
2
3.
Juni 2018
eingestellt hat. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit war der Status quo sine in Bezug auf die lin
ke Schulter zu diesem Zeitpunkt
erreicht.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
vom
2
4.
Jul
i
2020
(Urk. 2) erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Fortuna Rechtsschutz-Versicherungs-Gesellschaft AG
-
Suva
-
Bundesamt für Gesundheit
4.