# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 38b03e67-f295-4c9a-8eea-718e2da61414
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 8. Januar 2018 (FE160161-C)
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Rechtsbegehren:
des Klägers und Berufungsbeklagten (Urk. 7/52 S. 1 f. und Prot. Vi S. 16, ):
1. In Abänderung des Urteils des Obergerichts des Kantons Zürich vom 16. Juni 2016 (Ziff. 1) sei der Kläger ab 1. April 2017 zu , der Klägerin [recte: Beklagten] an die Kosten des  und der Erziehung der Tochter C._ einen  von monatlich Fr. 550.–, zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinder- oder Ausbildungszulagen, zu bezahlen.
2. In Abänderung des Urteils des Obergerichts des Kantons Zürich vom 16. Juni 2016 (Ziff. 2) sei festzustellen, dass der Kläger seit 1. April 2017 keinen persönlichen Unterhalt mehr schuldet.
3. Die Beklagte sei zu verpflichten, die eheliche Wohnung an der D._-strasse ... in E._ per 1. November 2017 gereinigt und geräumt zu verlassen. Eventualiter sei die Wohnung bis  5. November 2017 durch die Beklagte gereinigt und  zu verlassen.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich  zu Lasten der Beklagten.
der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 7/65 S. 1 f.):
1. Es sei das Begehren des Klägers auf Abänderung des Urteils des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 16. Juni 2016,  1, abzuweisen;
2. Es sei das Begehren des Klägers um Abänderung des Urteils des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 16. Juni 2016,  2, abzuweisen;
3. Es sei in Bestätigung des Urteils des Einzelgerichtes im  Verfahren am Bezirksgericht Bülach vom 13. Juli 2015 (Urk. 40 / EE140181-C) festzuhalten, dass die eheliche  an der D._-strasse ... in E._ samt Mobiliar und Hausrat für die Dauer des Getrenntlebens und bis zum 31. November 2017 der Klägerin [recte: Beklagten] und der  zur alleinigen Benützung zugewiesen ist;
4. Anderslautende oder weitergehende Anträge des Klägers seien abzuweisen;
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mwst. von 8% zu Lasten des Klägers.
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Verfügung des Einzelgerichts am Bezirksgericht Bülach vom 8. Januar 2018 (Urk. 2 S. 18 f.):
"1. In Abänderung von Ziffer 1 des Urteils des Obergerichts des Kantons Zürich
vom 16. Juni 2016 wird der Kläger verpflichtet, der Beklagten an die Kosten
des Unterhalts und der Erziehung der Tochter C._, geboren am tt. Au-
gust 1999, rückwirkend ab dem 1. April 2017 bis zum 31. Oktober 2017 ei-
nen Barunterhalt von monatlich Fr. 564.– und ab dem 1. November 2017 ei-
nen Barunterhalt von monatlich Fr. 710.50 im Voraus auf den Ersten eines
jeden Monats zu bezahlen, zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche
Kinder- oder Ausbildungszulagen.
2. In Abänderung von Ziffer 2 des Urteils des Obergerichts des Kantons Zürich
vom 16. Juni 2016 wird festgestellt, dass der Kläger der Beklagten seit dem
1. April 2017 keinen persönlichen Unterhalt mehr schuldet.
3. Es wird vorgemerkt, dass die Beklagte die eheliche Liegenschaft an der
D._-strasse ... in E._ am 15. November 2017 verlassen hat und
der Kläger für die Räumungs- und Entsorgungskosten aufkommt.
4. [Mitteilungssatz]
5. [Rechtsmittelbelehrung]"
Berufungsanträge:
der Berufungsklägerin und Beklagten (Urk. 1 S. 2):
"1. «Es sei Dispositiv-Ziff. 1 des angefochtenen Entscheides  und es sei der Berufungsbeklagte und Kläger zu , der Berufungsklägerin und Beklagten an die Kosten des  und der Erziehung der Tochter C._, geboren am tt.08.1999, rückwirkend ab dem 1. Mai 2017 bis zum 1. August 2017 einen Barunterhalt von monatlich CHF 1'158.00, ab 1. September 2017 einen solchen von CHF 1'298.00, ab 1. Dezember 2017 einen Barunterhalt von monatlich CHF 1'700.00 und ab 1. Januar 2018 einen solchen von
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CHF 2'022.00 im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats, zu bezahlen, zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinder- oder Ausbildungszulagen;
2. Es sei Dispositiv-Ziff. 2 des angefochtenen Entscheides  und durch folgende Fassung zu ersetzen:
«In Abänderung des Urteils des Obergerichtes des Kantons  vom 16. Juni 2016 (Ziff. 2) sei festzustellen, dass der  seit 1. Mai 2017 keinen persönlichen Unterhalt mehr schuldet.»
3. Es seien die vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen dem Ausgang des Verfahrens entsprechend anzupassen;
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. Mwst. von 7.7% zu Lasten des Berufungsbeklagten.»"
des Berufungsbeklagten und Klägers (Urk. 13 S. 2):
1. Die Berufung sei vollumfänglich abzuweisen. 2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beru-
fungsklägerin, zuzüglich Mehrwertsteuer.

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien heirateten am tt. März 1999. Sie haben eine gemeinsame
Tochter, C._, geboren am tt. August 1999 (Urk. 7/3). Mit Eingabe vom
18. Dezember 2014 machte die Beklagte und Berufungsklägerin (fortan Beklagte)
beim Einzelgericht am Bezirksgericht Bülach ein Eheschutzverfahren anhängig.
Mit Urteil vom 13. Juli 2015 wurden unter anderem die vom Kläger und Beru-
fungsbeklagten (fortan Kläger) für C._ und die Beklagte persönlich zu zah-
lenden Unterhaltsbeiträge geregelt (Urk. 7/17/35 S. 33 f., Dispositivziffern 5 und
6). Gegen diesen Entscheid erhoben beide Parteien Berufung. Mit Urteil der
Kammer vom 16. Juni 2016 (teilweise berichtigt mit Urteil vom 5. Juli 2016) wurde
der Kläger verpflichtet, ab dem 1. November 2014 Kinderunterhaltsbeiträge von
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monatlich Fr. 1'500.–, zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinder-
oder Ausbildungszulagen, zu bezahlen (Urk. 7/17/42 S. 59, Dispositivziffer 1). Die
persönlichen Unterhaltsbeiträge der Beklagten wurden vom 1. November 2014 bis
zum 28. Februar 2015 auf Fr. 2'500.–, vom 1. März 2015 bis zum 31. Juli 2015
auf Fr. 2'437.–, für den August 2015 auf Fr. 2'330.– und ab dem 1. September
2015 für die weitere Dauer des Getrenntlebens auf Fr. 1'825.– festgesetzt
(Urk. 7/17/42 S. 59, Dispositivziffer 2; Urk. 7/17/43). Seit dem 2. Juni 2016 stehen
die Parteien vor Vorinstanz in einem Scheidungsverfahren (Urk. 7/1). Mit Eingabe
vom 24. April 2017 ersuchte der Kläger um Abänderung des Urteils der Kammer
vom 16. Juni 2016. Er stellte die erwähnten Begehren (Urk. 7/52 S. 1 f. und
Prot. Vi S. 16). Betreffend den weiteren Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens
kann auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden
(Urk. 2 S. 3 ff.). Die Vorinstanz hat den eingangs angeführten Entscheid gefällt
(Urk. 2 S. 18 f.).
2. Die Beklagte hat gegen die Verfügung vom 8. Januar 2018 fristgerecht
Berufung erhoben (Urk. 1; Urk. 7/82). Mit Verfügung vom 12. Februar 2018 wurde
der Berufung teilweise aufschiebende Wirkung erteilt (vgl. Urk. 9 S. 7, Dispositiv-
ziffer 2). Die Berufungsantwort datiert vom 12. März 2018 (Urk. 13). Sie und die
Eingabe der Beklagten vom 9. Mai 2018 wurden je der Gegenpartei zur Kenntnis-
nahme zugestellt (Urk. 17; Urk. 19; Urk. 20; Urk. 21/1-7).
3. Die Beklagte hat einen Kostenvorschuss von Fr. 5'500.– geleistet (Urk. 5;
Urk. 8).
4. Im Berufungsverfahren können neue Tatsachen nur noch berücksichtigt
werden, wenn diese ohne Verzug vorgebracht wurden und wenn sie trotz zumut-
barer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten
(Art. 317 Abs. 1 ZPO). Dies gilt auch bei Verfahren in Kinderbelangen, in denen
gemäss Art. 296 Abs. 1 ZPO der Sachverhalt von Amtes wegen zu erforschen ist
(BGE 138 III 625 E. 2.2). Unechte Noven, die bei zumutbarer Sorgfalt bereits vor
erster Instanz hätten geltend gemacht werden können, können einzig dann be-
rücksichtigt werden, wenn gerügt wird, die Vorinstanz habe eine bestimmte Tat-
sache in Verletzung der Untersuchungsmaxime nicht beachtet (vgl. OGer ZH
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LE150070 vom 01.06.2016, I./E. B.4.). Noven können auch in der Berufung je-
doch stets so weit vorgebracht werden, als erst der Entscheid der Vorinstanz da-
zu Anlass gibt (BGE 139 III 466 E. 3.4; bestätigt in BGer 4A_51/2015 vom 20. Ap-
ril 2015, E. 4.5.1, je zu Art. 326 ZPO). Nach Berufungsbegründung und -antwort
können nur noch echte Noven vorgebracht werden, und zwar längstens bis zum
Beginn der Urteilsberatung (BGE 142 III 788 E. 2.2.6). Wer sich auf Noven beruft,
hat deren Zulässigkeit darzutun (vgl. BGer 5A_456/2016 vom 28. Oktober 2016,
E. 4.1.1).
5. Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine unrich-
tige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die
Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und
Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-
senheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1). In der schriftli-
chen Berufungsbegründung (Art. 311 ZPO) ist hinreichend genau aufzuzeigen,
inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten als fehler-
haft zu betrachten ist bzw. an einem der genannten Mängel leidet. Das setzt (im
Sinne einer von Amtes wegen zu prüfenden Eintretensvoraussetzung) voraus,
dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet, die er an-
ficht, sich argumentativ mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend präzi-
ser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptungen,
Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen Ak-
tenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die pauschale
Verweisung auf frühere Vorbringen oder deren blosse Wiederholung genügen
nicht (vgl. BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGer 5A_751/2014 vom 28. Mai 2015,
E. 2.1). Was nicht oder nicht in einer den gesetzlichen Begründungsanforderun-
gen entsprechenden Weise beanstandet wird, braucht von der Rechtsmittel-
instanz nicht überprüft zu werden; diese hat sich – abgesehen von offensichtli-
chen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu be-
schränken, die in der schriftlichen Begründung formgerecht gegen den erstin-
stanzlichen Entscheid erhoben werden (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4 m.w.Hinw.;
BGer 5A_111/2016 vom 6. September 2016, E. 5.3).
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6. Mit der vorliegenden Berufung nicht angefochten wird Dispositivziffer 3
der Verfügung vom 8. Januar 2018. Die Rechtskraft dieser Dispositivziffer ist vor-
zumerken.
7. Auf die Ausführungen der Parteien wird nachfolgend nur soweit für die
Entscheidfindung notwendig eingegangen.
II.
1. Im Urteil der Kammer vom 16. Juni 2016 wurde ab März 2015 von Ein-
künften des Klägers von Fr. 10'738.– netto pro Monat ausgegangen (Urk. 7/17/42
S. 29). Die Einkünfte der Beklagten wurden ab September 2015 auf Fr. 7'127.–
(inkl. Fr. 250.– Kinderzulagen und Fr. 267.– Anteil Lehrlingslohn C._) festge-
setzt (Urk. 7/17/42 S. 24). Beim Kläger wurde ab September 2015 ein Bedarf von
Fr. 5'045.– und bei der Beklagten (inkl. C._) von Fr. 6'899.– berücksichtigt
(Urk. 7/17/42 S. 43 f.). Die Vorinstanz sah es als glaubhaft an, dass sich die Ein-
künfte des Klägers neu auf Fr. 8'084.– und jene der Beklagten auf Fr. 8'882.– be-
laufen. C._ wurden Einkünfte von Fr. 517.– (Fr. 250.– Kinderzulagen und
Fr. 267.– Anteil Lehrlingslohn) angerechnet (Urk. 2 S. 14). Den Bedarf des Klä-
gers setzte die Vorinstanz auf Fr. 5'004.– fest. Bei der Beklagten ging sie bis zum
31. Oktober 2017 von einem Bedarf von Fr. 4'197.– und hernach von Fr. 4'807.–
aus. Den Bedarf von C._ setzte die Vorinstanz bis zum 31. Oktober 2017 auf
Fr. 1'645.– und hernach auf Fr. 1'938.– fest (Urk. 2 S. 14 f.). Da sich die finanziel-
len Verhältnisse der Parteien insgesamt erheblich verändert hätten, bejahte die
Vorinstanz das Vorliegen eines Abänderungsgrundes. Sie hielt dafür, es seien die
aktuellen Einkommen den revidierten Bedarfszahlen gegenüberzustellen. Dabei
solle jedoch nicht von den im Entscheid der Kammer vorgenommenen Wertungen
abgewichen werden. Gemäss Vorinstanz ist für C._ kein Betreuungsunterhalt
mehr geschuldet. Den Barunterhalt von C._ setzte die Vorinstanz vom
1. April 2017 bis zum 31. Oktober 2017 auf Fr. 1'128.– und ab dem 1. November
2017 auf Fr. 1'421.– fest. Gestützt auf die angeführten Einkommens- und Be-
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darfszahlen kam die Vorinstanz zum Schluss, die Parteien seien derzeit finanziell
ungefähr gleich leistungsstark. Sie hätten daher für den Barunterhalt von C._
je hälftig aufzukommen. Einen Anspruch der Beklagten auf persönlichen Unterhalt
sah die Vorinstanz ab dem 1. April 2017 nicht mehr als gegeben an. Entspre-
chend verpflichtete die Vorinstanz den Kläger in Abänderung des Urteils der
Kammer vom 16. Juni 2016 zur Zahlung eines Unterhalts an C._ von monat-
lich Fr. 564.– vom 1. April 2017 bis zum 31. Oktober 2017 und von Fr. 710.50 ab
dem 1. November 2017, je zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kin-
der- oder Ausbildungszulagen (Urk. 2 S. 18, Dispositivziffer 1). Weiter stellte die
Vorinstanz fest, dass der Kläger der Beklagten ab dem 1. April 2017 keinen per-
sönlichen Unterhalt mehr schuldet (Dispositivziffer 2).
2. Die Beklagte rügt im Wesentlichen, die Vorinstanz habe ihr Einkommen
zu hoch und ihren Bedarf zu tief angesetzt. Beim Kläger sei sie von einem zu tie-
fen Einkommen und einem zu hohen Bedarf ausgegangen. Die Vorinstanz habe
daher den falschen Schluss gezogen, dass die Parteien in etwa gleich leistungs-
stark seien und eine hälftige Aufteilung des Barunterhalts für C._ angezeigt
sei (vgl. Urk. 1 S. 4). Den Barunterhalt von C._ beziffert die Beklagte vom
1. Mai 2017 bis zum 31. August 2017 mit Fr. 1'704.25, vom 1. September 2017
bis zum 30. November 2017 mit Fr. 1'815.–, vom 1. Dezember 2017 bis zum
31. Dezember 2017 mit Fr. 2'217.25 und hernach ab dem 1. Januar 2018 mit
Fr. 2'539.60. Hiervon bringt die Beklagte die Einkünfte von C._, bestehend
aus Fr. 250.– Kinderzulagen und Fr. 267.– Anteil Lehrlingslohn, in Abzug, womit
sich zu deckende Barunterhalte von Fr. 1'158.–, Fr. 1'298.–, Fr. 1'700.25 und
Fr. 2'022.60 ergeben (Urk. 1 S. 12 ff.). Die Beklagte geht davon aus, dass der
Barunterhalt von C._ in allen Phasen vollumfänglich vom Kläger zu decken
sei. Der Kläger sei finanziell leistungsstärker. Sodann sei der von ihr geleistete
"Naturalunterhalt" zu berücksichtigen (Urk. 1 S. 15 f.). Betreffend ihren persönli-
chen Unterhalt rügt die Beklagte einzig, dieser sei erst per 1. Mai 2017 aufzuhe-
ben (Urk. 1 S. 5). Damit steht im Berufungsverfahren ausser Frage, dass ein
Grund vorliegt, um die mit Urteil der Kammer vom 16. Juni 2016 festgesetzten
persönlichen Unterhaltsbeiträge der Beklagten und die Beiträge an C._ ab-
zuändern.
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3.1. Gemäss Art. 133 Abs. 3 ZGB kann das (Scheidungs-)Gericht den Kin-
desunterhaltsbeitrag über den Eintritt der Volljährigkeit hinaus festlegen. Dabei
kann ein Elternteil, welcher die elterliche Sorge inne hat, in seinem Namen und
anstelle des minderjährigen Kindes die diesem geschuldeten Unterhaltsbeiträge
geltend machen (sog. Prozessstandschaft). Wird das Kind im Laufe des Verfah-
rens volljährig, dauert die Prozessstandschaft für die Beiträge nach Erreichen der
Volljährigkeit an, sofern das nun volljährige Kind dem zustimmt (vgl. BGE 142 III
78 E. 3.2; BGE 129 III 55 Regeste und E. 3). C._, geboren am tt. August
1999, war am 2. Juni 2016 (Rechtshängigkeit des Scheidungsverfahrens) noch
nicht volljährig. Sie hat im Scheidungsverfahren der Geltendmachung von Unter-
haltsansprüchen durch die Beklagte auch über ihre Volljährigkeit hinaus zuge-
stimmt (vgl. Urk. 7/66/1). Können nun dereinst - sofern die Voraussetzungen ge-
geben sind (vgl. Art. 277 Abs. 2 ZGB) - im Scheidungsurteil Volljährigenunter-
haltsbeiträge für C._ festgelegt werden, muss dies auch im Massnahmever-
fahren möglich sein. Die Beklagte ist befugt, den (vorsorglichen) Volljährigenun-
terhalt für C._ als Prozessstandschafterin geltend zu machen (vgl. zum Gan-
zen ZR 105 Nr. 40; OGer ZH LE140008 vom 01.09.2014, S. 14 f., IV./E. 2.3, und
OGer LY160030 vom 09.09.2016, S. 8 f., E. B.3.). Hingegen ist kein Grund er-
sichtlich, wieso nach dem Eintritt der Volljährigkeit von C._ die Untersu-
chungs- und die Offizialmaxime nach Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO noch Geltung
beanspruchen sollten. Entsprechend kann sich die Beklagte mit Bezug auf die ab
dem 12. August 2017 festzusetzenden Unterhaltsbeiträge nicht auf die Untersu-
chungs- und die Offizialmaxime nach Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO berufen (vgl.
Urk. 1 S. 4 und 5).
3.2. Weder im Urteil des Einzelgerichts am Bezirksgericht Bülach vom
13. Juli 2015 (Urk. 7/17/35 S. 33, Dispositivziffer 5) noch im Entscheid der Kam-
mer vom 16. Juni 2016 (Urk. 7/17/42 S. 59, Dispositivziffer 1) wurde im Dispositiv
explizit festgehalten, dass die Fr. 1'500.– Kinderunterhalt über die Volljährigkeit
von C._ hinaus bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung (vgl.
Art. 277 Abs. 2 ZGB) geschuldet wären. Hingegen ergibt sich dies aus der Be-
gründung (vgl. insbesondere Urk. 7/17/42 S. 22 ff., Anrechnung eines Viertels des
Lehrlingslohnes von C._ berechnet über die gesamte Dauer der Lehre bis
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voraussichtlich am 9. August 2018) und ist zwischen den Parteien auch nicht um-
stritten. So hat die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid die Unterhaltsbeiträge
für C._ über deren Volljährigkeit hinaus festgesetzt bzw. abgeändert (vgl.
Urk. 2 S. 17 und 18, Dispositivziffer 1). Dies rügt keine Partei.
3.3. Die Beklagte hat vor Vorinstanz die Abweisung des Abänderungsgesu-
ches des Klägers sowohl mit Bezug auf die Beiträge für C._ als auch ihre
persönlichen Unterhaltsbeiträge beantragt (Urk. 7/65 S. 1, Anträge 1 und 2). Mit
der Berufung verlangt sie für C._ ab dem 1. Dezember 2017 einen monatli-
chen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1'700.– bzw. – ab dem 1. Januar 2018 – von
Fr. 2'022.–. Dies ist ein höherer Beitrag, als C._ mit dem Urteil der Kammer
vom 16. Juni 2016 zugesprochen wurde (Urk. 7/17/42 S. 59, Dispositivziffer 1,
Fr. 1'500.–). Ob ein solches Vorgehen zulässig ist, kann offenbleiben. Es werden
keine Fr. 1'500.– übersteigenden Beiträge zugesprochen (vgl. nachfolgend
II./E. 6.3.).
4. Die Abänderung wirkt in Bezug auf die Unterhaltsbeiträge grundsätzlich
nur für die Zukunft. Aus Billigkeitserwägungen kann von diesem Grundsatz abge-
wichen werden, wobei eine Abänderung frühestens auf den Zeitpunkt der Einrei-
chung des Abänderungsgesuches zurückwirkt (vgl. BGer 5P.385/2004 vom
23. November 2004, E. 1.1; bestätigt in BGer 5A_681/2014 vom 14. April 2015,
E. 4.3). Der Kläger hat sein Abänderungsgesuch am 25. April 2017 anhängig ge-
macht (Urk. 7/52). Entgegen der Ansicht der Vorinstanz können daher weder die
persönlichen Unterhaltsbeiträge der Beklagten noch die Beiträge an C._
rückwirkend auf den 1. April 2017 abgeändert werden. Es erscheint angemessen,
die persönlichen Unterhaltsbeiträge der Beklagten per 1. Mai 2017 wegfallen zu
lassen. Auf denselben Zeitpunkt sind die Beiträge an C._ abzuändern. Inso-
weit ist die Berufung der Beklagten gutzuheissen (Urk. 1 S. 5).
5.1. Es sind die Einkommen und die Bedarfszahlen der Parteien sowie von
C._ zu bestimmen. Vorab sei diesbezüglich darauf hingewiesen, dass das
Abänderungsverfahren weder ein Rechtsmittel noch eine Revision darstellt. Es
ermöglicht keine umfassende Neubeurteilung der Rechtslage und erlaubt es ins-
besondere nicht, einen im ursprünglichen Verfahren begangenen Verfahrensfeh-
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ler nachträglich zu korrigieren. Der Abänderungsprozess erlaubt nur die Anpas-
sung des Unterhalts an veränderte Verhältnisse, nicht hingegen seine vollständi-
ge Neufestsetzung. Es ist demnach nicht zu prüfen, welcher Unterhaltsbeitrag auf
Grund der aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse als angemessen erschiene.
Ausgangspunkt bildet vielmehr das ursprüngliche Urteil, das massgebend dafür
ist, welche Lebenshaltung der Bemessung des Unterhaltsbeitrags zugrunde gele-
gen hat. Daran ist das Abänderungsgericht gebunden. In Bezug auf die Unter-
haltsbeiträge hat deshalb zwar möglicherweise eine partielle Neuberechnung der
Existenzminima und der Einkommen zu erfolgen. Auf Punkte, die keine dauerhaf-
te und erhebliche Änderung erfahren haben, ist aber nicht zurückzukommen. Die-
sem Zweck entsprechend erfasst die Abänderung nur rechtskraftfreie Tatsachen
(echte Noven). Obwohl sich infolge der Notwendigkeit, die veränderten wirtschaft-
lichen Verhältnisse zu würdigen, im Abänderungsverfahren teilweise dieselben
Fragen stellen, welche bereits im ursprünglichen Entscheid zu beantworten wa-
ren, dürfen nur gerade die veränderten Tatsachen und ihre voraussichtliche Wei-
terentwicklung, nicht aber die gerichtlichen Feststellungen und Wertungen des
früheren Prozesses neu beurteilt werden (vgl. OGer ZH LY170058 vom
03.05.2018, S. 10, II./E. 3.1. f.)
5.2. Einkommen Kläger
5.2.1. Der Kläger war gemäss dem Entscheid der Kammer vom 16. Juni
2016 zum damaligen Zeitpunkt Geschäftsführer der F._ GmbH und dort "als
Komplementärtherapeut selbständig erwerbstätig" (Urk. 7/17/35 S. 15;
Urk. 7/17/42 S. 24). Ab März 2015 wurde ihm ein Einkommen von Fr. 10'738.–
angerechnet (Fr. 9'100.– Nettoeinkommen [inkl. Boni und Dividendenzahlungen],
Fr. 1'596.– Mietzinsertrag und Fr. 42.– Naturalboni [...-Geschenkgutscheine];
Urk. 7/17/35 S. 14 ff.; Urk. 7/17/42 S. 24 ff.).
5.2.2.1. Der Kläger berief sich vor Vorinstanz darauf, er habe seine
Stammanteile an der Gesundheitspraxis F._ GmbH am 29. März 2016 rück-
wirkend per 1. Januar 2016 an den damaligen weiteren Gesellschafter G._
veräussert. Damit habe er seine Berechtigung zum Bezug von Dividenden verlo-
ren. Ebenso wenig beziehe er andere Leistungen. Sein Nettoeinkommen habe
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sich im Jahre 2017 auf Fr. 6'488.– pro Monat belaufen (Urk. 7/52 S. 4). Die Ver-
äusserung der Anteile ist gemäss Kläger aus gesundheitlichen Gründen erfolgt.
Er habe seit Mitte 2015 an starken Burn-out Symptomen gelitten. Der Verkauf der
Anteile sei nicht "freiwillig" oder "grundlos" erfolgt. Er könne nicht mehr rückgän-
gig gemacht werden (vgl. Urk. 7/52 S. 6).
5.2.2.2. Der Kläger berief sich als Abänderungsgrund bzw. Grund für seinen
tieferen Lohn somit darauf, dass er im Jahr 2015 ein Burn-out erlitten habe. Zufol-
ge dieser gesundheitlichen Beschwerden habe er beruflich kürzer treten und sei-
ne Stammanteile an der GmbH verkaufen müssen. Durch den Verkauf habe er
seinen Anspruch auf Dividendenzahlungen verloren und könne keine ...-
Geschenkgutscheine mehr beziehen. Damit beruft sich der Kläger jedoch auf Tat-
sachen, welche sich vor der Fällung des Entscheids der Kammer vom 16. Juni
2016 ereignet haben. Der Kläger hätte diese Tatsachen, welche sich zwischen
dem Erlass des erstinstanzlichen Eheschutzentscheides vom 13. Juli 2015 und
dem Entscheid der Kammer vom 16. Juni 2016 ereignet haben, im damaligen Be-
rufungsverfahren einbringen können und müssen (vgl. Art. 317 Abs. 1 ZPO und
BGE 143 III 42 E. 5). Die Scheidung wurde erst am 2. Juni 2016 anhängig ge-
macht. Der Kläger hat dies unterlassen. Es geht nicht an, diesen Fehler nunmehr
über ein Abänderungsverfahren zu korrigieren (vgl. vorangehend II./E. 5.1.). Da-
ran ändert nichts, dass zufolge des erhöhten Einkommens der Beklagten und der
neuen Bedarfszahlen dennoch vom Vorliegen eines Abänderungsgrundes auszu-
gehen ist. Somit kann offenbleiben, ob der Kläger aus gesundheitlichen Gründen
dazu gezwungen war, seine Anteile an der GmbH zu verkaufen oder nicht. Es
sind ihm weiterhin Einkünfte aus Dividendenzahlungen und "Naturalboni" anzu-
rechnen. Unangefochten blieb, dass sich diese Zahlungen auf total Fr. 1'842.– be-
laufen (vgl. Urk. 1 S. 12; Urk. 7/52 S. 7). Sodann gehen beide Parteien davon
aus, dass der Kläger derzeit einen Nettolohn von Fr. 6'488.– pro Monat bezieht
(Urk. 1S. 12; Urk. 13 S. 8). Entsprechend sind dem Kläger Fr. 8'330.– anzurech-
nen.
5.2.3.1. Die Parteien besitzen an der H._-strasse ... in E._ eine
Wohnung im Miteigentum. Diese wird der F._ GmbH als Praxisräumlichkei-
- 13 -
ten für Fr. 4'630.– pro Monat vermietet (Urk. 7/66/6; Urk. 15/1). Gemäss Ent-
scheid der Kammer wurde den Parteien je Fr. 1'596.– pro Monat als Einkommen
aus der Vermietung der Wohnung angerechnet (Urk. 7/17/35 S. 14 und 17;
Urk. 7/17/42 S. 17 ff.).
5.2.3.2. Die Beklagte macht geltend, die Vorinstanz habe ihren Einwand,
dass der Kläger zufolge der Reduktion der Hypothekarzinsen ein höheres Ein-
kommen als Fr. 1'596.– aus der Vermietung der Wohnung erziele, nicht beachtet.
Seit April 2017 behalte der Kläger den nach Abzug der Verwaltungskosten etc.
verbleibenden Rest von Fr. 2'038.95 pro Monat für sich. Es sei ihm ein zusätzli-
ches Einkommen von Fr. 442.95 pro Monat anzurechnen (Urk. 1 S. 5 f.; Urk. 7/65
S. 5 f.).
5.2.3.3. Der Kläger hat im Berufungsverfahren eine Zusammenstellung "Ver-
teilung Mietzinserträge H._-strasse ..." eingereicht (Urk. 15/1). Gemäss die-
ser Aufstellung verblieb ihm im Jahre 2017 nach Abzug des an die Beklagte ge-
leisteten Anteils sowie der bezahlten Hypothekarzinsen und Nebenkosten ein Er-
trag von Fr. 23'739.15. Zu beachten ist, dass gemäss Zusammenstellung der Klä-
ger der Beklagten im Jahre 2017 lediglich einen Anteil von Fr. 18'754.80 anstatt
Fr. 19'152.– (12 x Fr. 1'596.–) und somit Fr. 397.20 zu wenig ausbezahlt hat. Die-
ser der Beklagten anzurechnende Differenzbetrag ist in Abzug zu bringen. Damit
resultiert ein Einkommen des Klägers aus der Vermietung der Wohnung von
Fr. 1'945.15 pro Monat ([Fr. 23'739.15 – Fr. 397.20] : 12).
5.2.4.1. Der Kläger hat per 31. Januar 2018 die in seinem Alleineigentum
stehende Liegenschaft an der D._-strasse ... in E._ für Fr. 1'410'000.–
verkauft. Die Beklagte beantragt, dem Kläger seien Fr. 1'650.– pro Monat als
Vermögensertrag anzurechnen (vgl. Urk. 19 S. 4 f.).
5.2.4.2. Es erscheint glaubhaft, dass der Kläger aus dem Verkauf der Lie-
genschaft nach Abzug der Hypothek von Fr. 746'000.–, der Grundstückgewinn-
steuer von Fr. 120'000.–, der Maklergebühren von Fr. 10'000.–, der Kosten für
das Notariat von Fr. 766.– sowie der Kosten für Renovationsarbeiten von
Fr. 8'031.– einen Erlös von rund Fr. 525'000.– erzielt hat (Urk. 19 S. 4 f.; Urk.
- 14 -
21/5; Urk. 21/6). Es ist von einem möglichen Vermögensertrag von 1 % pro Jahr
auszugehen (vgl. Prot. Vi S. 22). Damit resultiert ein Ertrag von Fr. 5'250.– pro
Jahr. Entsprechend sind dem Kläger ab dem 1. Februar 2018 Fr. 437.50 pro Mo-
nat als Einkommen anzurechnen.
5.2.5. Zusammengefasst ergibt sich beim Kläger vom 1. Mai 2017 bis und
mit 31. Januar 2018 ein massgebliches Einkommen von Fr. 10'275.15 (Fr. 8'330.–
+ Fr. 1'945.15). Ab dem 1. Februar 2018 resultiert ein Einkommen von
Fr. 10'712.65 (Fr. 10'275.15 + Fr. 437.50).
5.3. Einkommen Beklagte
5.3.1. Die Beklagte ist seit dem 1. März 2017 in einem 100 % Pensum bei
der ... des Kantons Zürich, I._, als Adjunktin tätig. Sie erzielt ein Jahresein-
kommen von Fr. 106'625.– brutto (Urk. 7/66/8). Die Vorinstanz berechnete ge-
stützt auf dieses Jahressalär für die Beklagte einen monatlichen Nettolohn von
Fr. 7'286.– (Urk. 2 S. 13).
5.3.2. Die Beklagte rügt, sie habe im Januar und Februar 2017 noch
Fr. 5'014.– verdient. Es ergebe sich für das Jahr 2017 ein monatlicher Durch-
schnittslohn von netto Fr. 6'907.– (Urk. 1 S. 8).
5.3.3. Der Kläger weist zu Recht darauf hin, dass die Unterhaltsbeiträge erst
ab dem April bzw. Mai 2017 abgeändert werden (vgl. Urk. 13 S. 5 f.). Im Januar
und Februar 2017 hat der Kläger der Beklagten die Unterhaltsbeiträge basierend
auf ihrem (damals noch) tieferen Lohn bezahlt. Ab dem März 2017 erzielt die Be-
klagte einen Lohn von (unangefochten) Fr. 7'286.– pro Monat. Im Rahmen der
Abänderungsklage ist von diesem Nettolohn auszugehen. Weiter ist der Beklag-
ten ein Mietzinsertrag von Fr. 1'596.– pro Monat als Einkommen anzurechnen
(Urk. 1 S. 12; Urk. 2 S. 13). Es resultiert ein Einkommen von total Fr. 8'882.–.
5.4. Einkommen C._
5.4.1. Die Beklagte bezieht Kinderzulagen für C._ von Fr. 250.– pro
Monat.
- 15 -
5.4.2. C._ absolviert eine Lehre als Fachfrau Gesundheit EFZ
(Urk. 7/17/14/57.2). Im Entscheid der Kammer vom 16. Juni 2016 wurde festge-
legt, dass der Beklagten ab dem August 2015 über die ganze Lehre von C._
ein Viertel des Durchschnittseinkommens angerechnet werde. Dieses wurde mit
Fr. 267.– beziffert (vgl. Urk. 7/17/42 S. 23 f.). Dabei war der Kammer bewusst,
dass C._ im August 2017 volljährig wird und die Lehre voraussichtlich noch
bis zum 9. August 2018 dauert. Es können diesbezüglich keine neuen Tatsachen
geltend gemacht werden (vgl. hierzu BGE 141 III 376 E. 3.3.1; BGer 5A_893/2016
vom 30. Juni 2017, E. 2.3.1). Im Rahmen des Abänderungsverfahrens ist bei
C._ auch nach deren Volljährigkeit von einem anrechenbaren Einkommen
von Fr. 267.– pro Monat auszugehen (vgl. Urk. 7/17/14/57.2 S. 2; Urk. 13 S. 13).
5.5. Bedarf Kläger
5.5.1. Beim Kläger ging die Vorinstanz ab dem 1. April 2017 von einem er-
weiterten Notbedarf von Fr. 5'004.– aus (Grundbetrag Fr. 850.–, Wohnkosten inkl.
Nebenkosten Fr. 2'100.–, Krankenkasse [inkl. VVG] Fr. 340.–, Haftpflicht-/Mo-
biliarversicherung Fr. 30.–, Kommunikation und Medien Fr. 75.–, 3. Säule
Fr. 559.– und Steuern Fr. 1'050.–).
5.5.2. Umstritten sind die Wohnkosten. Der Kläger lebt mit einer Partnerin in
einer einfachen Wohn- und Lebensgemeinschaft. Grundsätzlich wäre in seinem
Bedarf die Hälfte des Mietzinses einzusetzen (vgl. Urk. 7/17/42 S. 36). Im Ent-
scheid der Kammer rechnete man dem Kläger vom damaligen, ausgewiesenen
Mietzins von Fr. 3'600.– pro Monat Fr. 2'100.– an (Urk. 7/17/42 S. 36). Zwischen-
zeitlich sind der Kläger und seine Partnerin in ein Einfamilienhaus an der J._-
strasse ... in K._ umgezogen. Die Liegenschaft gehört der Partnerin des
Klägers (Prot. Vi S. 26; Urk. 65 S. 12). Der Kläger hat mit seiner Partnerin einen
Mietvertrag geschlossen, aus welchem sich ergibt, dass er ihr für die Mitbenut-
zung der Liegenschaft einen monatlichen Mietzins von Fr. 2'100.– zu bezahlen
hat (Urk. 7/53/12). Die Beklagte macht zwar geltend, dass die Lebenspartnerin
des Klägers bei der ... [Bank] arbeite und dort Vorzugskonditionen für die Hypo-
thek erhalte. Sie bestreitet hingegen nicht, dass die Fr. 2'100.– einen marktkon-
formen Mietzins für die Mitbenutzung der Liegenschaft darstellen (vgl. Urk. 7/65
- 16 -
S. 12 f.; Urk. 1 S. 11). Entsprechend hat es bei diesem Betrag grundsätzlich sein
Bewenden. Die Vorinstanz hat zu Recht auf die Edition der entsprechenden Hy-
pothekarverträge verzichtet (Urk. 1 S. 11; Urk. 2 S. 15; Urk. 7/65 S. 13). Hingegen
wurde dem Kläger im Entscheid der Kammer ein Betrag für die Miete von
Fr. 2'100.– und nicht lediglich von Fr. 1'800.– (Fr. 3'600.– : 2) zugesprochen, weil
er von der Wohnung ein Zimmer mehr für C._ beanspruchte (vgl.
Urk. 7/17/42 S. 36). Der Kläger legt nicht dar, dass er dies heute nicht mehr täte.
Er behauptet nicht, dass die Fr. 2'100.– die Hälfte des marktkonformen Mietzinses
für die gesamte Liegenschaft abdecken würden. Vorliegend blieb unbestritten,
dass C._ nie mehr beim Kläger übernachtet (vgl. Urk. 1 S. 16). Es rechtfertigt
sich daher nicht, ihm einen erhöhten Wohnkostenanteil zu gewähren. Vielmehr ist
ein Mietzins von Fr. 1'800.– zu berücksichtigen. Der Kläger belegt nicht, dass er
den Mietzins seiner Partnerin effektiv entrichtet. Entsprechende Quittungen liegen
nicht im Recht. Die Anpassung des Mietzinses kann daher rückwirkend per 1. Mai
2017 erfolgen.
5.5.3. Im Entscheid der Kammer wurde beim Kläger ein Betrag von
Fr. 1'050.– für die Steuern eingesetzt (Urk. 7/17/35 S. 5; Urk. 7/17/42 S. 43). Die
Beklagte hat diesen Betrag vor Vorinstanz nicht beanstandet (vgl. Urk. 7/65). Sie
führt nichts zur Zulässigkeit des von ihr geltend gemachten Novums aus. Der ent-
sprechende Einwand der Beklagten in der Berufung ist verspätet und nicht mehr
zu beachten, zumal sie sich in diesem Zusammenhang nicht auf eine Verletzung
der Untersuchungs- und Offizialmaxime beruft (Urk. 1 S. 11, vgl. hierzu vorange-
hend I./E. 4.).
5.5.4. Damit ergibt sich für den Kläger ab dem 1. Mai 2017 ein Bedarf von
Fr. 4'704.– (Fr. 5'004.– – Fr. 300.– Wohnkosten [Fr. 2'100.– – Fr. 1'800.–]).
5.6. Bedarf Beklagte
5.6.1. Die Vorinstanz hat den Bedarf der Beklagten bis zum 31. Oktober
2017 auf Fr. 4'197.– festgesetzt (Grundbetrag Fr. 1'350.–, Wohnkosten
inkl. Nebenkosten Fr. 888.–, Krankenkasse inkl. VVG Fr. 372.–, Haftpflicht- und
Mobiliarversicherung Fr. 30.–, Kommunikation und Medien Fr. 100.–, Auslagen
- 17 -
Arbeitsweg Fr. 197.–, Ausbildungskosten Fr. 100.–, 3. Säule Fr. 560.–, Steuern
Fr. 600.–). Ab dem 1. November 2017 erhöht sich der Betrag gemäss Vorinstanz
auf Fr. 4'807.– (Wohnkosten neu Fr. 1'373.–, Auslagen Garagen-/Rollerparkplatz
Fr. 125.–; vgl. Urk. 2 S. 14 ff.).
5.6.2.1. Damit die Beklagte ihre neue Anstellung erhielt, musste sie sich zur
Absolvierung der Ausbildung "..." verpflichten. Die Ausbildung dauert drei Semes-
ter. Sie kostet Fr. 15'300.– (Urk. 7/65 S. 6 f.; Urk. 7/66/9; Urk. 7/66/10). Die Be-
klagte muss die Ausbildungskosten selber tragen (Urk. 1 S. 7; Urk. 13 S. 5). Die
Vorinstanz hat der Beklagten monatlich Fr. 100.– für die Weiterbildung angerech-
net. Dies mit der Begründung, die Ausbildung werde ihr während ihres ganzen
weiteren Berufslebens zugute kommen (Urk. 2 S. 13). Die Beklagte verlangt die
Anrechnung von Fr. 1'000.– pro Monat. Sie habe die Weiterbildungskosten in den
nächsten anderthalb Jahren und nicht während zwölf Jahren abzubezahlen. Die
Studiengelder und -gebühren seien gerichtsnotorisch semester- oder monatswei-
se im Voraus zu entrichten. Sie habe anlässlich der persönlichen Befragung aus-
geführt, dass sie die Kosten monatlich zahlen müsse (Urk. 1 S. 7).
5.6.2.2. Kosten für Aus- und Weiterbildung sind zu berücksichtigen, wenn
sie zur Sicherung der wirtschaftlichen Existenz erforderlich sind und nicht vom Ar-
beitgeber übernommen werden. Ebenfalls zum Bedarf zählen Ausbildungs- oder
Umschulungskosten, wenn ein Ehegatte wieder ins Erwerbsleben einsteigen soll
(vgl. Mattias Dolder/Pascal Diethelm, Eheschutz [Art. 175 ff. ZGB] - ein aktueller
Überblick, in: AJP 2003 S. 661). Ansonsten gehören diese Kosten nicht ins fami-
lienrechtliche Existenzminimum und sind aus dem Überschuss zu bezahlen (Jann
Six, Eheschutz, Ein Handbuch für die Praxis, 2. Auflage, N 2.113).
5.6.2.3. Die Ausbildung der Beklagten dient weder der wirtschaftlichen Exis-
tenzsicherung noch dem Wiedereinstieg ins Erwerbsleben. Vielmehr fördert sie
das berufliche Weiterkommen der Beklagten. Nichtsdestotrotz darf nicht verkannt
werden, dass die Ausbildung Voraussetzung für die neue Position der Beklagten
war. Der Stellenwechsel war mit einem erheblichen Einkommensanstieg verbun-
den. Von diesem Einkommensanstieg profitiert auch der Kläger. Er muss der Be-
klagten ab dem 1. Mai 2017 keinen persönlichen Unterhalt mehr bezahlen. Die
- 18 -
Unterhaltszahlungen an die gemeinsame Tochter vermindern sich. Es erscheint
daher sachgerecht, in etwa einen Drittel der anfallenden Kosten von Fr. 15'300.–
im Bedarf der Beklagten zu berücksichtigen. Geht man davon aus, dass die
Scheidung der Parteien Ende April 2019 abgeschlossen sein wird, erscheint es im
Rahmen der vorsorglichen Massnahmen daher angezeigt, ab dem 1. Mai 2017
Fr. 200.– einzusetzen.
5.6.3.1. Die Vorinstanz hat der Beklagten eine Krankenkassenprämie (inkl.
VVG) von Fr. 372.–, wie im Entscheid der Kammer vom 16. Juni 2016
(Urk. 7/17/42 S. 43), angerechnet (Urk. 2 S. 16). Die Beklagte rügt, die per 2017
geltende Prämie von Fr. 495.65 sei unberücksichtigt geblieben (Urk. 1 S. 7). Die
Beklagte setzt sich mit den Erwägungen der Vorinstanz, dass die Erhöhung nicht
belegt sei (Urk. 2 S. 16), mit keinem Wort auseinander. Sie verweist lediglich auf
die beiden Urkunden 7/68/33 und 7/68/34, welche jedoch mit der Klageantwort
vom 25. August 2017 und nicht im Rahmen des vorsorglichen Massnahmebegeh-
rens ins Recht gelegt wurden. Inwieweit die Vorinstanz diese Dokumente von sich
aus hätte berücksichtigen müssen, führt die Beklagte nicht an. Auf die Berufung
ist in diesem Punkt nicht einzutreten (vgl. vorangehend I./E. 5.).
5.6.3.2. Für das Jahr 2018 macht die Beklagte neu eine Krankenkassen-
prämie inkl. VVG von Fr. 470.40 geltend (Urk. 1 S. 15). Die Kosten sind belegt
(Urk. 4/4). Die Beklagte hat die Jahresfranchise bei Fr. 2'000.– belassen und
nicht, wie vom Kläger behauptet, auf Fr. 300.– gesenkt (vgl. Urk. 4/4 S. 1; Urk. 13
S. 5 i.V.m. S. 3 f.). Im Rahmen des Eheschutzverfahrens hatte die Beklagte aber
einzig Zusatzversicherungen bei der ... [Versicherung] geltend gemacht und be-
legt (Urk. 7/17/30; Urk. 7/17/35 S. 21). Nicht zu berücksichtigen sind daher, wie
vom Kläger zu Recht gerügt (Urk. 13 S. 4), die geltend gemachten Prämien von
Fr. 43.80 für Zusatzversicherungen bei der L._ AG (Urk. 4/4 letzte Seite). Die
Beklagte legt nicht dar, inwieweit der Abschluss dieser Versicherungen gesund-
heitsbedingt war (Urk. 19 S. 3 f.). Es ist ab dem 1. Januar 2018 eine Krankenkas-
senprämie (inkl. VVG) von Fr. 426.60 einzusetzen.
5.6.4. Damit ergibt sich für die Beklagte vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Okto-
ber 2017 ein Bedarf von Fr. 4'297.– (Fr. 4'197.– + Fr. 100.– Ausbildungskosten
- 19 -
[Fr. 200.– – Fr. 100.–]). Ab dem 1. November 2017 bis zum 31. Dezember 2017
beläuft sich der Bedarf auf Fr. 4'907.– (Fr. 4'807.– + Fr. 100.– Ausbildungskos-
ten). Ab dem 1. Januar 2018 ergibt sich ein Bedarf von Fr. 4'961.60 (Fr. 4'907.– +
Fr. 54.60 Krankenkassenprämie [Fr. 426.60 – Fr. 372.–]).
5.7. Bedarf C._
5.7.1. Die Vorinstanz hat den Bedarf von C._ bis zum 31. Oktober 2017
auf Fr. 1'645.– festgesetzt (Grundbetrag Fr. 600.–, Wohnungskosten inkl. Neben-
kosten Fr. 444.–, Krankenkasse [inkl. VVG] Fr. 121.–, Selbstbehalt/Franchise
Fr. 30.–, Kommunikation und Medien Fr. 50.–, Hobbies/Ferien Fr. 300.– und
Steuerbelastung Fr. 100.–). Ab dem 1. November 2017 ging sie von Fr. 1'938.–
aus (Wohnkosten neu Fr. 687.–, Garage-/Rollerparkplatz Fr. 50.–; vgl. Urk. 2
S. 14 ff.).
5.7.2. In Abweichung zum Eheschutzverfahren hat die Vorinstanz im Bedarf
von C._ neu eine Position für Hobbies/Ferien eingefügt. Die Vorinstanz ging
so vor, weil sie gestützt auf die Tatsachen, dass C._ nunmehr volljährig ist
und die Beklagte ihren Bedarf mit ihrem Einkommen selber zu decken vermag,
keine Überschusszuteilung mehr vornahm (Urk. 2 S. 17). Dies wird von den Par-
teien nicht beanstandet und ist so zu belassen.
5.7.3. Die Beklagte rügt, die Vorinstanz hätte in Wahrung der Untersu-
chungs- und Offizialmaxime beim Bedarf von C._ nach deren Volljährigkeit
einen Grundbetrag von Fr. 850.– einsetzen müssen (Urk. 1 S. 5). Wie bereits dar-
gelegt, finden die genannten Maximen nach Eintritt der Volljährigkeit von C._
keine Anwendung mehr (vgl. vorangehend II./E. 3.1.). Sodann sehen die Richtli-
nien des Obergerichts des Kantons Zürich für die Berechnung des betreibungs-
rechtlichen Existenzminimums vom 16. September 2009 für das Kind, welches in
Haushaltsgemeinschaft mit einem Elternteil lebt, keine Erhöhung des Grundbe-
trages von Fr. 600.– auf Fr. 850.– vor, wenn es volljährig ist und sich noch in der
Ausbildung befindet (vgl. Kreisschreiben II./4.). Entsprechend hat die Kammer in
ihrem Entscheid vom 16. Juni 2016 ab dem Zeitpunkt der Volljährigkeit von
C._ keine Erhöhung des Grundbetrages vorgesehen, obwohl dazumal be-
- 20 -
reits bekannt war, dass C._ sich auch nach dem tt. August 2017 voraussicht-
lich noch in Ausbildung befinden würde. Im Ausgleich dafür wurde der Grundbe-
trag der Beklagten bei Fr. 1'350.– belassen (Urk. 7/17/42 S. 43).
5.7.4. Weiter macht die Beklagte geltend, es sei bei C._ für das Jahr
2017 eine Krankenkassenprämie von Fr. 150.25 einzusetzen (Urk. 1 S. 5 m.Hinw.
auf Urk. 7/68/5 und Urk. 7/68/7). Unter Anwendung der Untersuchungs- und Offi-
zialmaxime wären die im Zeitpunkt des Entscheids der Vorinstanz bekannten
Fr. 134.65 für die Grundversicherung und die Zusatzversicherungen bei der ...
[Versicherung] einzusetzen gewesen (vgl. Urk. 7/68/5). Nicht zu berücksichtigen
ist die Zusatzversicherung bei der L._ AG (Urk. 7/68/7). Es kann auf die vo-
rangehenden Ausführungen verwiesen werden (vgl. II./E.5.6.3.2.). Eine Prämien-
erhöhung nach der Volljährigkeit hätte geltend gemacht werden müssen (vgl. vo-
rangehend II./E. 3.1.). Ab dem 1. Januar 2018 sind Prämien von Fr. 472.60 bei
der M._ belegt (Urk. 4/2) und entsprechend zu berücksichtigen. Anzeichen
dafür, dass die Beklagte die Franchise für C._ auf den 1. Januar 2018 ge-
senkt hat (Urk. 13 S. 3 f.), liegen nicht vor. Vielmehr hatte C._ bis zur Volljäh-
rigkeit eine Franchise von Fr. 0.– und hernach von Fr. 300.– (vgl. Urk. 19 S. 2;
Urk. 21/1; Urk. 21/2).
5.7.5. Die Beklagte setzt im Bedarf von C._ neu Fr. 30.– pro Monat für
eine Haftpflicht- und Mobiliarversicherung ein (vgl. Urk. 1 S. 12 ff.). Die Kosten
werden weder begründet noch belegt. Sie sind nicht zu berücksichtigen.
5.7.6. Damit ergibt sich für C._ vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Oktober
2017 ein Bedarf von Fr. 1'658.65 (Fr. 1'645.– + Fr. 13.65 Krankenkasse
[Fr. 134.65 – Fr. 121.–]). Für den 1. November 2017 bis zum 31. Dezember 2017
beläuft sich der Bedarf auf Fr. 1'951.65 (Fr. 1'658.65 + Fr. 243.– Wohnkosten
[Fr. 687.– – Fr. 444.–] + Fr. 50.– Garagen-/Rollerplatz). Ab dem 1. Januar 2018 ist
von einem Bedarf von Fr. 2'289.60 auszugehen (Fr. 1'951.65 + Fr. 337.95 Kran-
kenkasse [Fr. 472.60 – Fr. 134.65]).
6.1. Aus den vorangehenden Zahlen ergibt sich, dass C._ ab dem
1. Mai 2017 bis zum 31. Oktober 2017 einen ungedeckten Bedarf von
- 21 -
Fr. 1'141.65 (Fr. 1'658.65 – Fr. 517.–), vom 1. November 2017 bis zum 31. De-
zember 2017 von Fr. 1'434.65 (Fr. 1'951.65 – Fr. 517.–) und ab dem 1. Januar
2018 von Fr. 1'772.60 (Fr. 2'289.60 – Fr. 517.–) hat.
6.2. Der Kläger hat vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Januar 2018 einen Über-
schuss von Fr. 5'571.15 (Fr. 10'275.15 – Fr. 4'704.–). Ab dem 1. Februar 2018 er-
scheint ein Überschuss von Fr. 6'008.65 (Fr. 10'712.65 – Fr. 4'704.–) als glaub-
haft. Die Beklagte hat vom 1. Mai 2017 bis zum 31. Oktober 2017 einen Über-
schuss von Fr. 4'585.– (Fr. 8'882.– – Fr. 4'297.–), vom 1. November 2017 bis zum
31. Dezember 2017 von Fr. 3'975.– (Fr. 8'882.– – Fr. 4'907.–) und ab dem 1. Ja-
nuar 2018 von Fr. 3'920.40 (Fr. 8'882.– – Fr. 4'961.60).
6.3. C._ ist volljährig. Es sind keine Gründe ersichtlich bzw. glaubhaft,
wieso sie noch auf Betreuung angewiesen wäre. Wenn die Beklagte für die Toch-
ter weiterhin wäscht, bügelt und putzt (Urk. 1 S. 15), macht sie dies auf freiwilliger
Basis bzw. muss sie die Abgeltung solcher Arbeiten mit der Tochter regeln. Die
Kosten für die Unterkunft, das Essen, die Kleidung und die Schulsachen etc. von
C._ (vgl. Urk. 1 S. 15) werden durch den zu leistenden Barunterhalt abge-
deckt. Dieser ist von beiden Eltern im Verhältnis ihrer Leistungsfähigkeit zu de-
cken. Aus den vorangehenden Ausführungen resultiert ein Verhältnis von rund
60 % Kläger zu 40 % Beklagte. Damit ist der Kläger zu verpflichten, die nachfol-
genden Unterhaltsbeiträge für C._ zu bezahlen (gerundet):
1. Mai 2017 bis 31. Oktober 2017 Fr. 690.– (60 % von Fr. 1'141.65) 1. November 2017 bis 31. Dezember 2017 Fr. 860.– (60 % von Fr. 1'434.65) ab dem 1. Januar 2018 Fr. 1'060.– (60 % von Fr. 1'772.60).
Für die Monate 1. Mai 2017 bis 31. Dezember 2017 ergibt sich ein durchschnittli-
cher Wert von gerundet Fr. 730.– pro Monat.
6.4. Die Unterhaltsbeiträge für C._ sind zahlbar bis zum Abschluss ei-
ner angemessenen Ausbildung. C._ beendet ihre Lehre voraussichtlich am
9. August 2018 (Urk. 7/17/14/57.2). Hingegen erscheint glaubhaft, dass sie die
Prüfung für die höhere Fachschule bestanden hat und beabsichtigt, im Anschluss
an die Lehre mit der Ausbildung "Pflege HF" zu beginnen (vgl. Urk. 21/7). Ob der
Abschluss der Lehre allein eine angemessene Ausbildung im Sinne von Art. 277
- 22 -
Abs. 2 ZGB darstellt, kann nicht allgemeingültig beantwortet werden. Angesichts
der heutzutage durchlässigen und vielseitigen Bildungswege entspricht es einem
weitverbreiteten Ausbildungskonzept, dass nach der Lehrabschlussprüfung wei-
terführende Studien an einer Fachhochschule aufgenommen werden. Insofern
kann ein Lehrabschluss nicht generell als angemessene Ausbildung gelten, wel-
che einen Unterhaltsanspruch während der darauf folgenden weiterführenden Be-
rufsausbildung von vornherein ausschliessen würde. Soweit ein Lehrabschluss
Teil eines Ausbildungskonzepts bildet, das den erkennbaren Fähigkeiten und
Neigungen des Kindes entspricht, und die für das Erreichen des eigentlichen Be-
rufsziels erforderliche weitere Ausbildung nicht selbst finanziert werden kann, ist
ein Andauern der elterlichen Unterhaltspflicht daher zu befürworten (vgl. hierzu
OGer ZH LZ130007 vom 23.08.2013, S. 8 ff., E. 2.2. lit. b). Mangels anderweitiger
Behauptungen erscheint im Rahmen des vorliegenden Massnahmeverfahrens
glaubhaft, dass der Besuch der höheren Fachschule dem Ausbildungsplan und
den Fähigkeiten von C._ entspricht. Die Unterhaltsbeiträge sind daher bis auf
weiteres, d.h. bis zum Abschluss einer angemessenen Ausbildung zuzusprechen.
III.
1. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie
auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3
ZPO). Die Vorinstanz hat die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen
dem Endentscheid vorbehalten (Urk. 2 S. 18). Die Beklagte beantragt zwar, es
seien die vorinstanzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen dem Ausgang des
Verfahrens entsprechend "anzupassen" (Urk. 2 S. 2, Antrag 3), begründet diesen
Antrag aber nicht weiter. Einer Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen
erst im Scheidungsurteil steht nichts im Wege. Entsprechend ist die Regelung der
Vorinstanz zu bestätigen. Sie ist ins Dispositiv aufzunehmen.
2.1. Die Gerichtsgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von
§ 12 Abs. 1 i.V.m. § 5 Abs. 1, § 6 Abs. 1 und § 8 Abs. 1 der GebV OG auf
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Fr. 5'500.– festzusetzen. Die Kosten sind ausgangsgemäss dem Kläger zu einem
Drittel und der Beklagten zu zwei Dritteln aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 2 ZPO). Sie
werden aus dem von der Beklagten geleisteten Vorschuss bezogen. Der Kläger
hat der Beklagten Fr. 1'833.35 zurückzuerstatten.
2.2. Die volle Parteientschädigung für das Berufungsverfahren ist gestützt
auf § 5 Abs. 1 i.V.m. § 6 Abs. 1, § 9 sowie § 13 Abs. 1 AnwGebV auf Fr. 3'000.–
festzusetzen. Hiervon hat die Beklagte dem Kläger einen Drittel und damit
Fr. 1'000.– zuzüglich einen Mehrwertsteueranteil von Fr. 77.– (7,7 %) zu bezah-
len.