# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ece59113-cfaf-41a6-950a-1cb16da4536e
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
Mit Urteil 1C_249/2021 vom 12. Juli 2022 hiess das Bundesgericht die
gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 19
32 vom 16. Februar 2021 erhobene Beschwerde von A._, F._,
G._, H._, I._, J._ und K._ gut und hob die
Baubewilligung der Gemeinde B._ vom 19. März 2019 auf (vgl. Ziff.
1 Urteilsdispositiv). Es erwog, dass die Gemeinde vor der Erteilung der
Baubewilligung an die Baugesellschaft C._ zwingend hätte prüfen
müssen, ob die Zuteilung des Baugrundstücks zur Wohnzone bzw. zur
Bauzone noch gerechtfertigt war. Bevor die bereits in die Wege geleitete
Überprüfung der Bauzonen auf dem gesamten Gemeindegebiet
abgeschlossen war, hätte die Gemeinde für das Bauvorhaben auf der
Parzelle Nr. 1983 keine Baubewilligung erteilen dürfen. Die Erteilung der
umstrittenen Baubewilligung stehe im Widerspruch zu Art. 15 RPG, ohne
dass im vorliegenden Verfahren geprüft werden müsse, ob die schrittweise
Inkraftsetzung der Planungszone generell bundesrechtswidrig war.
Vorliegend müsse die Gemeinde im Rahmen der hängigen
Ortsplanungsrevision entscheiden, wo und wie die Reduktion ihrer
Bauzonen erfolgen soll (vgl. Erwägung 2.5.3 und Erwägung 2.5.4). Die
Gerichtskosten von Fr. 4'000.-- wurden der Baugesellschaft C._
auferlegt (Ziff. 2 Urteilsdispositiv). Aussergerichtlich wurde die
Baugesellschaft C._ verpflichtet, die Beschwerdeführenden für das
bundesgerichtliche Verfahren mit insgesamt Fr. 6000.-- zu entschädigen
(Ziff. 3 Urteilsdispositiv). Im Übrigen wurde die Sache zur Neuverlegung
der Kosten und der Parteientschädigung der vorangegangenen Verfahren
an das Verwaltungsgericht Graubünden zurückgewiesen (Ziff. 4
Urteilsdispositiv).
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## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch
entscheiden, also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber
kassatorisch, also den angefochtenen Entscheid nur aufheben oder die
Angelegenheit an die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich verfügende
Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]; vgl. auch
KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013,
Rz. 1640; m.w.H. DORMANN, in: Niggli/Uebersax/ Wiprächtiger/Kneubühler
[Hrsg.], Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel
2018, Art. 107 Rz. 12 ff.). Dabei kann das Bundesgericht gemäss Art. 67
und Art. 68 Abs. 5 BGG auch die Kosten und/oder die Entschädigungen
des vorangegangenen Verfahrens anders verteilen. Es weist die
Angelegenheit dabei entweder an die Vorinstanz zurück, damit diese über
die Kostenverteilung entscheidet, oder entscheidet selbst
(KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1658; GEISER, in: Niggli/Uebersax/
Wiprächtiger/Kneubühler [Hrsg.], Basler Kommentar zum
Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 67 Rz. 5 und Art. 68
Rz. 24 f.). Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben und Anweisungen
des Bundesgerichts für die Vorinstanz verbindlich (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI,
a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger/Kneubühler,
a.a.O., Art. 107 Rz. 18; vgl. auch BGE 143 IV 214 E.5.3.3 m.H.a. 135 III
334 E.2.1).
1.2. Nach der verbindlichen Anweisung des Bundesgerichts (siehe Ziff. 4
Urteilsdispositiv) sind die Kosten- und Entschädigungsfolgen des
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Verfahrens vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden neu zu
verlegen.
2. Da die Beschwerdeführenden vor dem Bundesgericht vollständig obsiegt
haben, sind sie im kantonalen Verfahren so zu stellen, als wären sie mit
ihrer Beschwerde vor dem Verwaltungsgericht durchgedrungen.
2.1. Nach Art. 73 Abs. 1 VRG des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRG; BR 370.100) hat die im Rechtsmittelverfahren unterliegende Partei
die Kosten zu tragen. Die Gerichtskosten aus dem
verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren R 19 32 von insgesamt
CHF 7'864.-- (bestehend aus einer Staatsgebühr von CHF 7'000.-- und
Kanzleiauslagen von CHF 864.--) gehen somit entsprechend dem
Ausgang des bundesgerichtlichen Verfahrens je zur Hälfte zu Lasten der
Beschwerdegegnerin 1 (Gemeinde) und der Beschwerdegegnerin 2
(Baugesellschaft C._).
2.2. Darüber hinaus haben die beiden Beschwerdegegnerinnen die
obsiegenden Beschwerdeführenden für das verwaltungsgerichtliche
Beschwerdeverfahren R 19 32 aussergerichtlich zu entschädigen (Art. 78
Abs. 1 VRG). Die Parteientschädigung wird gemäss Art. 2 Abs. 1 der
Verordnung über die Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen
und Rechtsanwälte (Honorarverordnung [HV]; BR 310.250) i.V.m. Art. 19
des kantonalen Anwaltsgesetzes (AnwG; BR 310.100) durch die
urteilende Instanz nach Ermessen festgesetzt. Ausgangspunkt bildet
dabei die Kostennote, die der entschädigungsberechtigten Partei für die
anwaltliche Vertretung in Rechnung gestellt wird (Art. 2 Abs. 2 HV), soweit
insbesondere der vereinbarte Stundenansatz üblich (vgl. Art. 3 Abs. 1 HV)
und der geltend gemachte Aufwand angemessen und für die
Prozessführung erforderlich sind. Reichen die Parteien zu Beginn des
Verfahrens nicht eine vollständige, unterzeichnete Honorarvereinbarung
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ein, kann die urteilende Instanz davon absehen, für die Festsetzung der
Parteientschädigung die Anwaltsrechnung heranzuziehen (Art. 4 Abs. 1
HV).
2.3. Der Rechtsanwalt der Beschwerdeführenden reichte dem Gericht im
Verfahren R 19 32 zwei Honorarnoten ein. Die Erste datiert vom 8. Mai
2019 über CHF 7'584.30 (Arbeits-/Zeitaufwand 37.90 Std. à CHF 320.--
/Std. [CHF 12'128.--] zzgl. Auslagenpauschale 4 % [CHF 485.10] [macht
CHF 12'613.10], abzgl. Akonto CHF 5'571.05 [macht CHF 7'042.05], plus
7,7 % MWST [auf CHF 7'042.05; ergibt CHF 542.25]). Die Zweite datiert
vom 31. Juli 2019 über CHF 16'003.70 (44.65 Std. à CHF 320.--/Std. [CHF
14'288.--], zzgl. Auslagenpauschale 4% [CHF 571.50] [macht CHF
14'859.50], plus 7.7 % MWST [auf CHF 14'859.50; ergibt CHF 1'144.20]);
zusammengezählt ergibt sich daraus ein Gesamttotal von CHF 23'588.--.
Diese Honorarnoten sind noch in mehrfacher Hinsicht zu korrigieren bzw.
zu kürzen. Nach Art. 3 Abs. 1 HV beträgt der übliche Stundenansatz im
Durchschnitt CHF 240.--. Liegt eine Honorarvereinbarung gemäss Art. 4
HV vor, ist ein Stundenansatz von max. CHF 270.-- zulässig. Eine solche
Honorarvereinbarung liegt nicht bei den Akten, weshalb hier der übliche
Stundenansatz von CHF 240.-- zur Anwendung kommt. Weiter kann
praxisgemäss eine Kleinspesenpauschale von max. 3 % (nicht 4 %)
verrechnet werden. Was zudem die Höhe des Arbeits- und Zeitaufwands
von gesamthaft 82.55 Std. (37.90 Std. + 44.65 Std.) angeht, so erachtet
das Gericht diesen Aufwand als zu hoch bemessen. Wie dazu der
Honorarnote des Gegenanwalts im Verfahren R 19 32 vom 10. Oktober
2019 zu entnehmen ist, machte dieser einen Aufwand von 22.9 Std.
geltend. Nach Ansicht des Gerichts erscheint es daher gerechtfertigt, den
anrechenbaren Arbeits- und Zeitaufwand hier auf pauschal 40 Std. zum
Ansatz von CHF 240.-- [CHF 9'600.--] zzgl. Spesenpauschale 3 % [CHF
288.--] und 7.7 % MWST [auf CHF 9'888.-- macht CHF 761.40]
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festzulegen, was eine Kostennote von CHF 10'649.40 ergibt. Im
bundesgerichtlichen Verfahren betrug die Entschädigung CHF 6'000.--
(Ziff. 3), was ebenfalls für diese (höhere) kantonale Entschädigung spricht.
Im bezifferten Umfang von gesamthaft CHF 10'649.40 haben die beiden
Beschwerdegegnerinnen die Beschwerdeführenden also je hälftig (macht
CHF 5'324.70 pro Partei) für den notwendig verursachten Kostenaufwand
im Beschwerdeverfahren R 19 32 zu entschädigen.