# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2cb1a250-8ab7-42cd-8e50-845b00be60a5
**Court:** BL_SG
**Chamber:** BL_SG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** BL / Northwestern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Tax

## Facts

Mit Vernehmlassung vom 23. Januar 2018 beantragte die Steuerverwaltung die Abweisung des Rekurses. Zur Begründung führte sie u.a. aus, bei der Ermittlung des Eigenmietwertes dürfe der einfache Brandlagerwert zweier selbstgenutzter Liegenschaften innerhalb des Kantons aber in unterschiedlichen Gemeinden nicht addiert werden. Vorliegend handle es sich unzweifelhaft um zwei voneinander völlig unabhängige Wohnliegenschaften in B._ und C._. Eine  dieser beiden Liegenschaften bzw. der beiden Brandlagerwerte zur Ermittlung der Eigenmietwerte sei deshalb falsch. Eine neue rechtliche Würdigung eines Sachverhaltes, eine neue Rechtsprechung oder auch eine Änderung der bisherigen Rechtsprechung würden keinen Revisionsgrund bilden. Gleiches gelte auch für einen Fehler in der Rechtsanwendung.
An der heutigen Verhandlung hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.
E r w ä g u n g e n :
1.
Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes über die Staats- und Gemeindesteuern (Steuergesetz) vom 7. Februar 1974 (StG) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses . Gemäss § 129 Abs. 2 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im  Fall Fr. 8'000.-- pro Steuerjahr nicht übersteigt, vom Präsidenten und zwei Richterinnen und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu  Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weitere Ausführungen darauf einzutreten.
2.
Gemäss § 132 Abs. 1 StG kann eine rechtskräftige Veranlagung oder ein rechtskräftiger  auf Antrag oder von Amtes wegen zugunsten des Steuerpflichtigen revidiert werden,
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wenn (a) erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel entdeckt werden, (b) die  Behörde erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel, die ihr bekannt waren oder bekannt sein mussten, ausser Acht gelassen oder in anderer Weise wesentliche Verfahrensgrundsätze verletzt hat, oder (c) wenn ein Verbrechen oder Vergehen die Verfügung oder den Entscheid beeinflusst hat. Abs. 2 derselben Bestimmung schliesst jedoch eine  aus, wenn der Antragsteller als Revisionsgrund vorbringt, was er bei der ihm zumutbaren Sorgfalt schon im ordentlichen Verfahren hätte geltend machen können.
Ob vorliegend Revisionsgründe im Sinne von § 132 StG vorliegen, erscheint fraglich, zumal sich die Rekurrenten prima vista nicht auf erkennbare neue Tatsachen berufen sondern  lediglich vorbringen, die von der Steuerverwaltung vorgenommene Rechtsanwendung sei in den Perioden 2010 bis 2015 rechtsfehlerhaft gewesen. Die Frage kann offen bleiben,  sich der Rekurs in der Sache selbst als offensichtlich unbegründet erweist, wie die  Erwägung zeigt.
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3.1. Gemäss § 23 Abs. 2 i.V.m. § 24 lit. d StG sind die Naturaleinkünfte aller Art, insbesondere der Wert selbstverwendeter Erzeugnisse und Waren des eigenen Betriebes, durch eigene  geschaffene Werte, der Mietwert selbstgenutzter Liegenschaften, der Bezug und die Nutzung von Sachen, Rechten und Dienstleistungen steuerbar. Zum steuerbaren  gehören insbesondere alle Einkünfte aus unbeweglichem Vermögen, insbesondere aus Vermietung und Verpachtung, Eigengebrauch sowie wiederkehrende Einkünfte aus - oder anderen Nutzungsverträgen (§ 24 lit. d StG). Die Berechnung des steuerbaren  wird durch das basellandschaftliche Steuerrecht in § 27ter StG im Einzelnen  angeordnet und geregelt. Eine massgebliche Selbstnutzung liegt dann vor, wenn ein  zu Wohn- oder anderen Zwecken tatsächlich selbst gebraucht wird. Dabei ist es , wenn der Steuerpflichtige sein Haus oder seine Wohnung jederzeit zu seiner Verfügung hält und beziehen kann, ohne das Wohnrecht tatsächlich auszuüben; den entsprechenden  hat er zu versteuern, wie wenn er das ganze Jahr darin gewohnt hätte (vgl. Der  [StE], 1992, B 25.3 Nr. 13, E. 2a mit weiteren Hinweisen; vgl. Entscheid des  2C_773/2009 vom 23. April 2010, E. 2.1). Dasselbe gilt für unbenützte Wohnungen und Liegenschaften (z.B. Ferienhäuser), die der Eigentümer zu seiner Verfügung hält und deshalb nicht vermieten will (vgl. Findeisen/Theiler, a.a.O., § 27ter N 6; vgl. Höhn/Waldburger, a.a.O., § 41 N 36 mit weiteren Hinweisen; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. A. Zürich 2016, Art. 21 N 77ff.).
3.2. Gemäss § 43 StG ist der Wert der Grundstücke unter billiger Berücksichtigung des  und des Ertragswertes zu ermitteln (Abs. 1). Massgebend ist die . Das Nähere bestimmt die Vollziehungsverordnung (Abs. 3). Gemäss § 14 des Dekrets zum Steuergesetz vom 19. Februar 2009 gilt als Verkehrswert der Gebäude grundsätzlich der durchschnittliche Brandversicherungswert in den ersten 15 der letzten 17 Jahre vor der . Gemäss § 27ter StG leitet sich der Eigenmietwert von dem gemäss dem  vom 12. Januar 1981 geschätzten einfachen Brandlagerwert einer  ab, welcher mit einem gemeindespezifischen Korrekturfaktor, einem Korrekturfaktor nach
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Alter der Liegenschaft und einem Korrekturfaktor für Stockwerkeigentum multipliziert wird, was den steuerlichen Brandlagerwert ergibt (Abs. 1). Eine Zusammenrechnung von  verschiedener Liegenschaften wird vom Wortlaut dieser Regelung nicht vorgesehen; wie aufgezeigt basiert die gesetzliche Konzeption vielmehr auf einer Bemessung von Brandlager- und Eigenmietwert, die sich individuell an jedem einzelnen Grundstück orientiert. Insofern  es sachgerecht, wenn die Steuerverwaltung zur Ermittlung des Eigenmietwertes nur dann eine Zusammenrechnung von Brandlagerwerten vornimmt, wenn sich auf ein und  Grundstück mehrere Objekte mit einem separaten Brandlagerwert befinden. Dies ist zum Beispiel der Fall bei einem Wohnhaus mit separater Garage oder einem ähnlichen . In einem solchen Fall werden die Brandlagerwerte für das Wohnhaus und die Garage addiert. Der Eigenmietwert umfasst dann sowohl die Garage als auch das Wohnhaus. Soweit sich jedoch mehrere Liegenschaften resp. Wohnhäuser mit verschiedenen Grundstücken und entsprechend unterschiedlichen Parzellen oder sogar mehrere Grundstücke in  Gemeinden und Kantonen im Eigentum einer Person befinden, wird der Eigenmietwert für jede Liegenschaft separat und ohne Zusammenrechnung von Brandlagerwerten ermittelt.
4.
Gemäss den obenstehenden Ausführungen erweist sich der Rekurs als unbegründet,  er abzuweisen ist.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Rekurrenten gestützt auf § 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und  (VPO) Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 1‘000.-- zu bezahlen.
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## Considerations