# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3f2bac08-6132-41e9-8e87-b6646104ebef
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Mit Nachtragsverfügung vom 8. Mai 2013 setzte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, die persönlichen Beiträge von
X._
für das Jahr 2008 aufgrund eines aus selbständiger Erwerbstätigkeit erzielten Einkommens von gerundet Fr. 671‘400.-- (reines Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit 2008 Fr. 607‘700.-- sowie aufzurechnende per
sön
liche Beiträge Fr. 63‘792.--) auf Fr. 65‘059.20 inklusive Verwaltungskosten fest (Urk. 8/36). Hierbei stützte sie sich auf die Steuermeldung des Steueramtes des Kantons Zürich vom
6
.
Mai 2013
, mit welcher dieses ein von
X._
im Jahr 200
8
erzieltes Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von Fr.
607‘700
.-- gemeldet hatte (Urk.
8
/
33
).
Die dagegen von
X._
am
6.
Juni 2013 erhobene Einsprache (
Urk.
8/38), wies die
Aus
gleichskasse
mit Einspracheentscheid vom
9.
Juli 2013 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 28. August 2013 Beschwerde und bean
tragte, das beitragspflichtige Einkommen
2008
sei auf (gerundet) Fr. 664‘400.-- zu reduzieren (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 26. September 2013 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (Urk. 6, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-48), was dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 30. September 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Da die Differenz zwischen den von der Beschwerdegegnerin mit
Nachtragsver
fügung
vom
8. Mai 2013
(
Urk.
8/36)
gestützt auf ein
beitragspflichtiges
Ein
kommen 2008
des Beschwerdeführers
von
Fr. 671‘400.
-- erhobenen persön
li
chen Beiträge 2008 von
Fr.
65‘059.20
(
inklusive Ver
waltungskoste
n) und
den
gemäss dem Antrag des
Beschwerdeführers
gestützt auf ein Einkommen 2008 von Fr.
664‘400.-- (
Urk.
1 S. 1) zu erhebenden Bei
trä
gen
(zuzüglich Ver
wal
tungs
kosten)
den Streitwert Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in
die einzelrichterliche Zustän
digkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das
Sozial
versiche
rungsgericht
[
GSVGer
]).
2.
2.1
Vom Einkommen aus selbst
ändiger Erwerbstätigkeit werden Beiträge erhoben
(Art. 3
und 8 f.
des
Bundesgesetz
es
über die Alters- und
Hinterlassenenver
siche
rung
[AHVG]
;
Art.
2 und 3
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenver
sicherung [IVG]
;
Art.
26 und 27
des
Bundesgesetz
es
über den Erwerbsersatz für
Dienst
leisten
de
und bei Mutterschaft [
EOG
]).
Gemäss Art. 22 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenen
ver
sicherung
(AHVV) werden die Beiträge vom Ein
kommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit für jedes Beitragsjahr festgesetzt, wobei das Kalenderjahr als Beitragsjahr gilt. Die Beiträge bemessen sich auf
grund des Ein
kommens nach dem Ergebnis des im Beitragsjahr abge
schlos
senen Geschäfts
jahres und des am Ende des Geschäftsjahres im Be
trieb in
vestierten
Eigenkapi
tals
.
2.2
Das Einkommen aus selbst
ändiger Erwerbs
tätigkeit und das im Betrieb einge
setzte eigene Kapital werden von den
kan
tonalen Steuerbehörden ermittelt und den Ausgleichskassen gemeldet (
Art. 9 Abs.
3
AHVG
). Die Angaben der kanto
nalen Steuerbehörden sind für die
Aus
gleichskassen
verbindlich (
Art.
23
Abs. 4
AHVV). Die Ausgleichskassen ver
langen für di
e ihnen angeschlossenen
Selb
st
ändiger
werbenden
von den
ka
n
tonalen Steuerbehörden die für die Berech
nung der Beiträge erforderlichen Angaben. Das Bundesamt erlässt Weisungen über die erforderlichen Angaben und das Meldeverfahren (
Art.
27
Abs. 1
AHVV).
2.3
Die steuerlich zulässigen Abzüge der Beiträge nach Art. 8 AHVG sowie nach Art. 3 Abs. 1 IVG und nach Art. 27 Abs. 2 E
OG
sind von den Ausgleichskassen zum von den Steuerbehörden gemeldeten Einkommen hinzuzurechnen. Das gemeldete Ein
kommen ist dabei nach Massgabe der geltenden Beitragssätze auf 100 Prozent aufzurechnen (Art. 9 Abs. 4 AHVG in der seit 1. Januar 2012 in Kraft stehenden Fassung). Unter dem Titel „Aufrechnung steuerrechtlich zuläs
siger Abzüge“ sieht die diesbezügliche Übergangsbestimmung des AHVG vor, dass Art. 9 Abs. 4 AHVG für alle Einkommen aus selbständiger Erwerbs
tätigkeit gilt, die nach dem In
krafttreten dieser Änderung von den Steuer
behör
den gemeldet werden.
2.4
Das Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV) hat die Ausgleichskassen in
Rz
1095 der Wegleitung über die Beiträge der
Selbständigerwerbenden
und Nichterwerbstätigen in der AHV, IV und EO (WSN; gültig ab 1. Januar
2013
) angewiesen, die für die Bestimmung des steuerbaren Einkommens in Abzug gebrachten persönlichen AHV/IV/EO-Beiträge aufzurechnen. Sie haben gemäss
Rz
1169 WSN die von den Steuerbe
hörden gemeldeten Einkommen als Netto
einkommen zu betrachten (vgl.
BGE 139 V 537
E. 2.3
, Urteil des Bundesgerichts 9C_215/2014 vom
3.
September 2014 E. 2.3 mit Hinweis
).
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin das beitragspflichtige Ein
kommen des Beschwerdeführers für die Beitragsperiode 20
08
korrekt ermittelt hat.
3.2
Die
Steuerbehörde
meldete der Beschwerdegegnerin am
6
.
Mai 2013
ein vom Beschwerdeführer im Jahr 2008 erzieltes Einkommen aus selbständiger Er
werbstätigkeit von
Fr.
607‘700.-- (
Urk.
8/33).
Dieses Einkommen wird vom Be
schwerdeführer in
masslicher
Hinsicht nicht bestritten (vgl.
Urk.
1 S. 1)
.
Das
von der Steuerbehörde
gemeldete Einkommen von
Fr.
607‘700.--
ist
ein
Nettoeinkommen, was die Steuerbehörde
am 2
5.
Juni 2013
ausdrücklich bestä
tigte (Urk.
8
/
46/2
)
.
Bei der Steu
ermeldung vom
6
.
Mai 2013
handelt es also um d
as von der Steuerbehörde zu mel
dende Nettoein
kommen im Sinne von Art. 9 Abs. 4 AHVG in der ab 1. Januar 2012 gültigen Fassung, auf welchem die Beschwerdegegnerin zu Recht die AHV/IV/EO-Bei
träge
in An
wendung der For
mel in
Rz
1170 der WSN
wieder
aufgerechnet hat
(
vgl.
Urk. 2 S. 2)
.
Hierbei resultierten
die
mit
Nachtragsverfügung vom
8.
Mai 2013 aufgerechneten per
sönlichen Beiträge von
Fr. 63‘792.--
(
Urk.
8/36). Mit dem angefochtenen Ein
spracheentscheid vom
9.
Juli 2013 (
Urk.
2) wurde diese Nachtragsverfügung bestätigt, es schadet demnach nicht, wenn in der Be
grün
dung des
Einsprache
entscheids
an einer Stelle von auf
zurechnen
den
Beiträgen in der Höhe von Fr.
6
3
‘783.60 die Rede ist (
Urk.
2 S. 2).
Demgegenüber vermag der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen, es seien die in der Erfolgsrechnung 2008
effektiv verbuchten
AHV/IV/EO-Beiträge
von
Fr.
56‘724.50 aufzu
rechnen (
Urk.
1 S. 2,
Urk.
3/
2
)
,
nicht durchzudringen.
Die prozentuale
Be
itrags
aufrechnung
entspricht
der geltenden gesetzlichen Rege
lung (E. 2.3)
.
Damit sollten im Interesse der Rechtsgleichheit und
Praxistaug
lichkeit
die kantonalen Steuerbehörden von der Beitragsaufrechnung und vom entsprechenden Meldeverkehr entlastet werden. Die Aufrechnung wurde den Ausgleichskassen im Bewusstsein übertragen, dass die auf Steuerseite tatsäch
lich abgezogenen Beiträge nicht zwingend mit den auf AHV-Seite aufgerech
neten übereinstimmen. Um Diskussionen bezüglich der nicht übereinstimmen
den Beiträge auf Steuer- und AHV-Seite im Einzelfall vorzubeugen, wurde die neue Lösung auf Gesetzesstufe verankert (BGE 139 V 537 E. 4.3 S. 544).
3
.
3
Mit der Aufrechnung der AHV/IV/EO-Beiträge im Umfang von Fr.
63‘792.--
zum von der Steuerbehörde gemeldeten reinen Ein
kommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit 200
8
von
Fr.
607‘700.--
resultiert ein Erwerbseinkommen von Fr.
671‘492.--
beziehungsweise ein beitragspflichtiges Einkommen von (ge
run
det)
Fr.
671‘400.--
.
Demnach
erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid vom 9. Juli 2013 als rechtens
,
und
die Beschwerde
ist
abzuweisen.