# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e5aa261e-3bb2-577a-a269-77f049ecfdd2
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren im Jahr 1962, geschieden, Vater von drei Kindern (Jahrgänge 1994, 2004 und 2006), lebte bis Ende April 2015 in B._. Seit 1. Mai 2015 ist er in C._ wohnhaft.
Gemäss definitiver Veranlagungsanzeige der Kantonalen Steuerverwaltung (nachfolgend: Steuerverwaltung) vom 19. November 2015 betreffend die Steuerperiode 2013 ergab sich für den Steuerpflichtigen ein steuerbares Einkommen von CHF 78‘818.- (Kanton; geschuldete Steuer: CHF 7‘928.70) bzw. CHF 85‘363.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 1‘903.80) und gemäss ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 21. Januar 2016 betreffend die Steuerperiode 2014 ein steuerbares Einkommen von CHF 64'921.- (Kanton; geschuldete Steuer: CHF 5'985.15) bzw. CHF 67'620.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 950.45). Diese Steuerveranlagungen sind rechtskräftig.
B. Mit Eingabe vom 12. Februar 2016 stellte der Steuerpflichtige ein Gesuch um Erlass der noch offenen Steuern betreffend die Steuerperioden 2013 (CHF 14‘489.70) und 2014 (CHF 10‘526.70). Dies mit der Begründung, es sei ihm bei einem monatlichen Budget mit einem Überschuss von CHF 466.- (exkl. laufende Steuern) nicht möglich, die Steuern zu bezahlen und seine wirtschaftliche Lage nachhaltig zu sanieren.
Im Instruktionsverfahren holte die Steuerverwaltung weitere Unterlagen beim Steuerpflichtigen ein.
Am 3. März 2016 lehnte die Gemeinde einen Erlass ab und schlug Ratenzahlungen in kleinerer Höhe vor. Auch die Steuerverwaltung beantragte am 8. April 2016 eine Abweisung des Erlassgesuches.
Mit separaten Entscheiden vom 19. April 2016 betreffend die direkte Bundessteuer und die Kantonssteuer wies die Finanzdirektion des Kantons Freiburg das Erlassgesuch ab. Sie erwog, dass der Steuererlass, welcher bezwecke, zur dauerhaften Sanierung der wirtschaftlichen Lage der steuerpflichtigen Person beizutragen, für Steuerpflichtige vorgesehen sei, die in Not geraten seien. Vorliegend bestehe aber keine Notlage. Insbesondere würden die geltend gemachten Gründe, die gegenwärtigen verfügbaren finanziellen Mittel sowie die finanzielle Lage des Steuerpflichtigen in keiner Weise einen Steuererlass rechtfertigen. Gegebenenfalls könne eine Einschränkung des Lebensstandards verlangt werden. Zudem könnten die Steuern mittels neun Akontozahlungen im Voraus beglichen werden. Werde diese Gelegenheit nicht genutzt, rechtfertige dies keinen Steuererlass.
C. Gegen diese Erlassentscheide erhob der Steuerpflichtige am 17. Mai 2016 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Er stellt das Begehren, es seien ihm die offenen Steuerausstände (Bund/Kanton/Gemeinde) der Steuerjahre 2013 und 2014 zu erlassen. Zur Begründung wird ausgeführt, dass der Beschwerdeführer nach der Ehescheidung im Februar 2013 mit hohen Unterhaltszahlungen konfrontiert gewesen sei. Auch habe er seine Tochter aus erster Ehe finanziell unterstützt. Nachdem ihm im April 2013 auch noch seine Arbeitsstelle per Ende Oktober 2013 gekündigt worden sei und er – trotz intensiven Bemühungen – keine neue Stelle habe finden können, habe er ab Januar 2014 Arbeitslosentaggelder bezogen. Seine finanzielle Lage habe sich derart zugespitzt, dass er seinen Verbindlichkeiten nicht mehr habe nachkommen können und die
Kantonsgericht KG
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Alimente hätten bevorschusst werden müssen. Schliesslich habe er per 1. Januar 2015 eine neue Stelle gefunden, jedoch zu einem massiv tieferen Lohn. Er lebe auf dem betreibungsrechtlichen Existenzminimum. Vermögen habe er keines. Der monatliche Überschuss von CHF 466.- reiche knapp aus, die laufenden Steuern zu decken.
Der mit Verfügung vom 23. Mai 2016 festgesetzte Kostenvorschuss von CHF 600.- wurde fristgemäss bezahlt.
In ihren Bemerkungen vom 8. Juli 2016 schliesst die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
In seinen Gegenbemerkungen vom 10. August 2016 reichte der Beschwerdeführer, nunmehr vertreten durch die ATO Treuhand AG, zusätzliche Unterlagen zu seiner finanziellen Situation ein. An seinen Anträgen und Standpunkten hielt er fest.
Am 30. August 2016 verzichtete die Steuerverwaltung auf die Einreichung von Schlussbemerkungen.

## Considerations

Erwägungen
I. Prozessuales