# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1e7a9c73-d99d-4bb7-a26f-22a912626116
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Der B._ geborene A._ war gemäss Handelsregisterauszug vom
20. Oktober 2008 bei der D._ GmbH mit Sitz in E._
Gesellschafter ohne Zeichnungsberechtigung und Geschäftsführer mit
Einzelunterschrift ab Gründung am 30. Juni 1998 bis zum 13. April 2007.
2. Am 25. Mai 1999 unterzeichnete A._ unter Angabe einer Lohnsumme
von CHF 97'200.-- einen Antrag für die D._ GmbH auf Abschluss
einer obligatorischen Unfallversicherung bei den C._Versicherungen
(Rechtsvorgängerin der C._ AG, nachfolgend: C._) mit Wirkung
ab dem 1. Mai 1999. Der Versicherungsantrag wurde angenommen, wobei
der Beginn auf den 26. Mai 1999 festgelegt wurde.
3. Mit Unfallmeldung vom 14. September 1999 meldete A._ der
C._, er habe beim Wandern im Wald einen Zeckenbiss erlitten. Der
genaue Zeitpunkt lasse sich nicht feststellen, doch habe er wegen dessen
Folgen (Neuroborreliose) während den Ferien Ende August 1999 in
F._ hospitalisiert werden müssen. Die C._ erbrachte daraufhin
die gesetzlichen Leistungen, teilte A._ jedoch mit Schreiben vom
30. Juli 2004 mit, sie übernehme keine Kosten mehr für
Laboruntersuchungen; für weitere Behandlungskosten komme sie nur auf,
wenn sie mit dem Zeckenbiss in kausalem Zusammenhang stünden.
4. Am 9. August 2006 ersuchte A._ die C._ um Ausrichtung einer
Unfallrente. Daraufhin machte die C._ Ungereimtheiten bezüglich des
Versicherungsverhältnisses geltend und betraute einen Buchprüfer mit der
Abklärung der erwerblichen Situation. In der Folge reichte A._ die
hierfür erforderlichen Unterlagen nicht ein, weshalb die C._ am 29.
April 2009 verfügte, von weiteren Erhebungen sei abzusehen, auf das
gemeldete Schadenereignis sei nicht einzutreten und es seien keine
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Leistungen mehr auszurichten. Zudem wurde A._ zur Rückerstattung
von unrechtmässig bezogenen Leistungen verpflichtet. Mit
Einspracheentscheid vom 21. August 2009 verzichtete die C._ auf
eine Rückforderung der zu Unrecht erbrachten Leistungen, hielt indes an
der Verneinung eines Anspruchs auf weitere Leistungen im
Zusammenhang mit dem Ereignis vom Frühling/Sommer 1999 fest. Mit
Urteil vom 29. November 2013 bestätigte das Sozialversicherungsgericht
des Kantons G._ den Einspracheentscheid vom 21. August 2009
mangels einer rechtsgenüglich nachgewiesenen Arbeitnehmertätigkeit
und damit Versicherteneigenschaft und wies die dagegen erhobene
Beschwerde ab. Die gegen das Urteil des Sozialversicherungsgerichts des
Kantons G._ vom 29. November 2013 eingereichte Beschwerde wies
das Bundesgericht mit Urteil 8C_58/2014 vom 24. September 2014 infolge
schuldhafter Verletzung der Mitwirkungspflicht ebenfalls ab. Das
Bundesgericht führte insbesondere was folgt aus (vgl. Erwägung 6.3 f.):
"Vorliegend ging es bei der angerufenen Mitwirkung primär um Auskünfte
und Unterlagen zur tatsächlichen Anstellung sowie zum Lohn des
Beschwerdeführers, was ihm mit der Vorlage von Lohnabrechnungen,
Lohnausweisen, Kontoauszügen usw. ohne grosse Umstände möglich
gewesen wäre. [...] Nach dem Gesagten ist eine unverschuldete
Verletzung der Mitwirkungspflicht mit dem kantonalen Gericht zu
verneinen, weshalb die Verweigerung der Leistungspflicht und der
Nichteintretensentscheid der Beschwerdegegnerin zu Recht erfolgt sind."
5. Ein paar Jahre später stiess A._ beim Aufräumen auf einen
Kontoauszug seines Privatkontos bei der H._ aus dem Jahr 1998. Mit
Schreiben vom 11. Februar 2019 teilte er der C._ mit, daraus lasse
sich nun der Lohnzufluss aus der D._ Informatik GmbH erkennen. Die
von der D._ Informatik GmbH im Jahr 1998 gestellten Rechnungen
(bereits aktenkundig) seien nicht nur in deren Buchhaltung verbucht,
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sondern es sei ihm auch der entsprechende Lohn ausbezahlt worden.
Offensichtlich sei somit eine Geschäftstätigkeit wie auch der Lohnfluss
nachweisbar, woraus folge, dass er zu dieser Zeit bei der C._
versichert gewesen sei und deshalb Anspruch auf UVG-Leistungen habe.
Ebenfalls erklärte sich A._ ausdrücklich zur weiteren Mitwirkung
bezüglich Sachverhaltsabklärung bereit.
6. Mit Verfügung vom 4. September 2019 entschied die C._, dass eine
weitere Prüfung sowie Beurteilung des Sachverhalts betreffend
Leistungsanspruch abgelehnt und auf das Revisionsgesuch nicht
eingetreten werde.
7. Die dagegen von A._ am 25. September 2019 bzw. 14. Oktober 2019
erhobene Einsprache wies die C._ mit Einspracheentscheid vom
10. Dezember 2019 ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen
ausgeführt, dass der Kontoauszug der H._ aus dem Jahr 1998 – der
für den Beweis der geltend gemachten Arbeitnehmerschaft ohnehin nicht
ausreiche – die bundesgerichtlich rechtskräftig bestätigte Verletzung der
Mitwirkungspflicht nicht wieder aufleben lasse. A._ und seiner
Rechtsvertretung sei mehrfach die Gelegenheit eingeräumt worden, die
notwendigen Unterlagen einzureichen. Die gewünschten Akten seien
jedoch nicht zugestellt worden und die C._ sei stattdessen am 6.
Februar 2009 vom damaligen Rechtsanwalt von A._ darüber in
Kenntnis gesetzt worden, dass der fragliche Sachverhalt buchhalterisch
und medizinisch vollständig abgeklärt sei und keine Unklarheiten vorliegen
würden. Gleichzeitig sei die C._ explizit aufgefordert worden, nun zu
einem Entscheid zu gelangen. Die C._ habe am 18. Februar 2009 die
noch offenen Punkte erneut ausführlich dargelegt und eine letzte Frist zur
Einreichung der für die Prüfung des Sachverhalts erforderlichen
Dokumente gewährt. Am 3. März 2009 habe A._ bestätigt, dass die
verlangten Unterlagen nicht eingereicht würden und der Entscheid nun
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aufgrund der Akten erfolgen solle, woraufhin die C._ am 29. April
2009 die entsprechende Verfügung erlassen habe. Auch im Rahmen des
kantonalen Gerichtsverfahrens vor dem Sozialversicherungsgericht
G._ sei A._ die Möglichkeit eingeräumt worden, die
erforderlichen Unterlagen einzureichen. Somit hätte er seiner
Mitwirkungspflicht jederzeit im langjährigen Gerichtsverfahren
(vollständig) nachkommen können. Es bestehe somit vorliegend kein
Anlass, auf das rechtskräftige Urteil des Bundesgerichts vom 24.
September 2014 zurückzukommen. Da A._ während des gesamten
Verfahrens anwaltlich vertreten gewesen sei, rechtfertige sich ein
Zurückkommen auf die Mitwirkungspflicht noch weniger. Des Weiteren sei
nicht ersichtlich, inwiefern das erst im Februar 2019 neu eingereichte,
einzelne Dokument aus dem Jahr 1998 am bisherigen Ergebnis etwas
hätte ändern sollen. Dies umso weniger, als darin nur Zahlungsvorgänge
des Jahres 1998 abgebildet seien, welche nicht einmal die massgebliche
Periode betreffen würden. Bekannterweise sei die Deckung im Jahr 1999
(Ereignis vom 24. August 1999) strittig gewesen. Unter Berücksichtigung
eines jahrelangen gerichtlichen Verfahrens mit zahlreichen Dokumenten
und eingehender Auseinandersetzung der Sachlage durch verschiedene
Sachverständige könne ein einzelnes, nicht einmal den hier
massgeblichen Sachverhalt betreffendes Aktenstück nicht dazu führen,
den zwanzig Jahre alten Sachverhalt wieder aufzurollen. Auch könne das
nachträgliche Nachreichen eines einzelnen Kontoauszugs nicht als
nachträglich angebotene Mitwirkung interpretiert werden. Vielmehr sei
dieser Vorgang aus verfahrensrechtlicher Sicht lediglich als nachträgliches
Auffinden oder Entdecken eines (angeblich neuen) Dokuments und/oder
Beweismittels im Sinne der Bestimmungen über die prozessuale Revision
zu würdigen. Hierzu seien die Unterlagen dem Bundesgericht (als letzte
beurteilende Instanz) zur Beurteilung einzureichen. Die C._ sei für
eine solche Prüfung sachlich nicht zuständig und könne folglich darauf
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nicht eintreten. Die Verfügung vom 4. September 2019 sei somit zu Recht
erfolgt.
8. Dagegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) mit Eingabe
vom 23. Januar 2020 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden und beantragte, ihm seien unter Aufhebung des
Einspracheentscheids vom 10. Dezember 2019 die gesetzlichen
Leistungen zuzusprechen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen
vorgebracht, aufgrund des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes könne
jederzeit auf eine Leistungsablehnung zurückgekommen werden, wenn
die Mitwirkung zu einem späteren Zeitpunkt wieder erbracht werde
(Hinweis auf BGE 139 V 585 E.6.3.7.5 und Urteil des Bundesgerichts
9C_244/2016 vom 16. Januar 2017 E.3.3). Mit Einreichung des
Kontoauszugs seines Privatkontos aus dem Jahr 1998 könne nun seitens
des Beschwerdeführers belegt werden, dass ein Lohnfluss zwischen der
D._ GmbH und dem Beschwerdeführer stattgefunden habe. Zudem
könne die Geschäftstätigkeit der D._ GmbH belegt werden. Des
Weiteren biete der Beschwerdeführer ausdrücklich seine vollumfängliche
Mitwirkung bei der Sachverhaltsabklärung an. Dass er bereits in den
Vorverfahren mehrmals die Gelegenheit gehabt habe, die notwendigen
Unterlagen einzureichen, sei vorliegend nicht relevant. Die festgelegte
Sanktion – hier die Leistungsablehnung – beziehe sich nur auf diejenige
Zeitspanne, während welcher die Mitwirkung verweigert worden sei
(Hinweis auf BGE 139 V 585 E.6.3.7.5). Da der Beschwerdeführer zum
jetzigen Zeitpunkt aber seiner Mitwirkungspflicht nachkomme, dies auch
entsprechend der C._ gegenüber kundgetan habe und die
entsprechenden Belege vorlege, entfalle der Kausalzusammenhang
zwischen der verfügten Leistungseinstellung und der Verletzung der
Mitwirkungsplicht. Die C._ sei daher verpflichtet, den Sachverhalt ab
dem Zeitpunkt, in dem der Beschwerdeführer dargetan habe, seiner
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Mitwirkungsplicht nachzukommen und auch entsprechende Belege zur
Feststellung des Sachverhalts eingereicht habe – somit mit Schreiben vom
11. Februar 2019 –, erneut auf die Leistungspflicht hin zu überprüfen.
9. Die C._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer
Beschwerdeantwort vom 10. März 2020 auf Abweisung der Beschwerde,
soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung verwies sie grundsätzlich
auf den angefochtenen Einspracheentscheid und betonte, dass die
offerierte Mitwirkung ein Wiederaufrollen des Falles nach mehr als fünf
Jahren nicht rechtfertige. Der vom Beschwerdeführer beim Aufräumen
gefundene Auszug der H._ aus dem Jahr 1998 zeige lediglich nicht
weiter spezifizierte Zahlungen auf sein Konto für die Monate Juni, August,
September, Oktober, November (Anmerkung des Gerichts: 1998) und
Januar (1999). Dass es sich dabei um tatsächliche Lohnzahlungen (und
nicht um irgendwelche anderen Zahlungen) der D._ GmbH handeln
sollte, lasse sich mit diesem Kontoauszug nicht belegen. Dazu komme,
dass der hier fragliche Zeitpunkt, auf welchen sich auch die Frage der
Verletzung der Mitwirkungspflicht bezogen habe, den Monat August 1999,
frühestens aber den Monat Mai 1999 (Vertragsabschluss) betreffe. Ein
(nicht genauer spezifizierter) Bankauszug aus dem Jahr 1998 könne
deshalb a priori nicht geeignet sein, einen Lohnfluss und eine
Geschäftstätigkeit in der fraglichen Zeitperiode im Jahr 1999 zu belegen.
Folglich sei das Einreichen des alten (und Jahre später "neu" entdeckten)
Bankauszugs nicht geeignet, nunmehr die früher verweigerte Mitwirkung
zu erbringen. Zudem könne es auch nicht relevant sein, dass der
Beschwerdeführer nun die vollumfängliche Mitwirkung anbiete, führe er
doch mit keinem Wort aus, worin diese Mitwirkung bestehen und wie sie
geeignet sein solle, den damals unbewiesenen Sachverhalt in einer Weise
abzuklären, die einen anderen (materiellen) Entscheid herbeiführen
könnte. Ein erneutes Aufrollen des Falles rechtfertige sich
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zusammenfassend nicht. Vielmehr sei davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer im Laufe von Aufräumarbeiten auf Dokumente
gestossen sei, mithilfe derer er einen neuen Entscheid zu erwirken
versuche. Ein entsprechendes Revisionsgesuch wäre an das
Bundesgericht zu richten, welches sich als letzte Instanz mit der Sache
befasst habe. Geringe Aussichten eines solchen Revisionsgesuchs
dürften aber nicht dazu führen, auf dem Umweg einer nunmehr
angerufenen Pseudo-Mitwirkung (d.h. ohne konkret geeignete
tatsächliche Mitwirkung) den abgeschlossenen und höchstrichterlich
beurteilten Fall neu aufzurollen. Insofern wäre auf das Begehren nicht
einzutreten.
10. Am 20. März 2020 hielt der Beschwerdeführer replicando an seinen
Anträgen fest und vertiefte seinen Standpunkt. Insbesondere wurden
diverse Rechnungen sowie die Buchhaltungen der D._ GmbH der
Jahre 1998 und 1999 eingereicht und ausgeführt, dass die Zweifel der
Beschwerdegegnerin hinsichtlich eines Anstellungsverhältnisses im
Zeitpunkt des Zeckenbisses mit den neu eingereichten Bankbelegen und
Vergleich mit den Buchhaltungsunterlagen der Jahre 1998 und 1999
beseitigt werden könnten. So seien seitens der D._ Informatik GmbH
an die I._ AG und mit Bankverbindung lautend auf den
Beschwerdeführer in den Jahren 1998 und 1999 laufend
Honorarrechnungen gestellt worden. Sämtliche Rechnungen seien in der
Buchhaltung der D._ GmbH der Jahre 1998 und 1999 unter dem
Konto "2110 Privat A._" entsprechend und korrekt verbucht worden.
Damit könne belegt und bewiesen werden, dass der Beschwerdeführer
Tätigkeiten im Sinne eines Arbeitnehmers für die D._ GmbH geleistet
habe. Schliesslich handle es sich vorliegend nicht um einen
Revisionstatbestand, weshalb auch kein Gesuch an das Bundesgericht zu
richten sei.
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11. Mit Duplik vom 28. April 2020 hielt die Beschwerdegegnerin ebenfalls an
ihren Anträgen fest und vertiefte ihre Argumentation. Insbesondere wurde
festgehalten, dass die in der Replik aufgeführten Rechnungen zum
Zeitpunkt der ursprünglichen Gerichtsverfahren bereits bekannt gewesen
und offensichtlich bereits damals als ungenügend erachtet worden seien,
um ein Anstellungsverhältnis des Beschwerdeführers im Zeitpunkt des
Unfalls zu belegen. Inwiefern der Bankauszug aus dem Jahr 1998 nun
geeignet sein solle, ein Anstellungsverhältnis im August 1999 zu belegen,
vermöge der Beschwerdeführer noch immer nicht darzulegen. Ausserdem
sei nicht ersichtlich, wie mit dem zufällig entdeckten Dokument, welches
bereits in den früheren Verfahren jederzeit hätte eingebracht werden
können, nun eine Mitwirkung angeboten werden solle, die eine
Wiederaufnahme des Verfahrens rechtfertigen würde.
Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensparteien sowie die
eingereichten Beweismittel wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 10. Dezember 2019. Gemäss Art. 1 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m.
Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann
gegen einen Einspracheentscheid Beschwerde an das
Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben werden, in welchem
die versicherte Person im Zeitpunkt der Beschwerdeerhebung ihren
Wohnsitz hat. Der Beschwerdeführer wohnt im Kanton Graubünden,
womit die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus
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Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als formeller und materieller
Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist der
Beschwerdeführer davon überdies berührt und er weist ein
schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (Art. 59 ATSG). Auf
die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (Art. 60 und
Art. 61 lit. b ATSG) ist somit – sofern es um die Ablehnung der
Beschwerdegegnerin geht, den Sachverhalt neu aufzurollen und
abzuklären – einzutreten. Hingegen ist mangels Zuständigkeit auf die
Beschwerde nicht einzutreten, soweit die Revision des Urteils des
Bundesgerichts 8C_58/2014 vom 24. September 2014 anbegehrt würde.
Die prozessuale Revision nach Art. 123 Abs. 2 lit. a des Bundesgesetzes
über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110) wäre
nämlich nicht beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden, sondern
beim Bundesgericht anhängig zu machen (vgl. beschwerdeführerische
Akten [Bf-act.] 2 E.2.3.5 f.).
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin eine erneute
Prüfung und Beurteilung des Sachverhalts hinsichtlich des
beschwerdeführerischen Leistungsanspruchs zu Recht abgelehnt hat.
3.1. Nach Art. 43 Abs. 1 Satz 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die
Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und
holt die erforderlichen Auskünfte ein. Mündlich erteilte Auskünfte sind
schriftlich festzuhalten (Art. 43 Abs. 1 Satz 2 ATSG). Kommen die
versicherte Person oder andere Personen, die Leistungen beanspruchen,
den Auskunfts- oder Mitwirkungspflichten in unentschuldbarer Weise nicht
nach, so kann der Versicherungsträger auf Grund der Akten verfügen oder
die Erhebungen einstellen und Nichteintreten beschliessen (Art. 43 Abs. 3
Satz 1 ATSG). Er muss diese Personen vorher schriftlich mahnen und auf
die Rechtsfolgen hinweisen; ihnen ist eine angemessene Bedenkzeit
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einzuräumen (Art. 43 Abs. 3 Satz 2 ATSG). Gemäss Art. 28 Abs. 1 ATSG
(in der bis zum 31. Dezember 2020 geltenden Fassung [vgl. Art. 83
ATSG]) haben die Versicherten und ihre Arbeitgeber beim Vollzug der
Sozialversicherungsgesetze unentgeltlich mitzuwirken. Wer
Versicherungsleistungen beansprucht, muss unentgeltlich alle Auskünfte
erteilen, die zur Abklärung des Anspruchs und zur Festsetzung der
Versicherungsleistungen erforderlich sind (Art. 28 Abs. 2 ATSG, in der bis
zum 31. Dezember 2020 geltenden Fassung [vgl. Art. 83 ATSG]). Laut Art.
55 Abs. 1 Satz 1 der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV; SR
832.202) müssen der Versicherte oder seine Hinterlassenen alle
erforderlichen Auskünfte erteilen und ausserdem die Unterlagen zur
Verfügung halten, die für die Klärung des Unfallsachverhaltes und die
Unfallfolgen sowie für die Festsetzung der Versicherungsleistungen
benötigt werden, insbesondere medizinische Berichte, Gutachten,
Röntgenbilder und Belege über die Verdienstverhältnisse. Sie müssen
Dritte ermächtigen, solche Unterlagen herauszugeben und Auskunft zu
erteilen (Art. 55 Abs. 1 Satz 2 UVV).
3.2. Die Mitwirkungspflicht gemäss Art. 28 ATSG bildet das Korrelat zur
Untersuchungspflicht nach Art. 43 ATSG, was insbesondere bei Verfahren
eine Bedeutung hat, welche auf ein eigenes Begehren zurückgehen (vgl.
KIESER, ATSG-Kommentar, 4. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2020, Art. 28
Rz. 12). Art. 28 ATSG regelt die Mitwirkung bei der Abklärung des
Sachverhalts, nicht jedoch die Folgen der verweigerten Mitwirkung; diese
ergeben sich vielmehr aus Art. 43 Abs. 2 (recte: Abs. 3) ATSG (vgl. KIESER,
a.a.O., Art. 28 Rz. 18 f. und 53 sowie Art. 43 Rz. 5 und 103). Der
Auskunftsbegriff gemäss Art. 28 Abs. 2 ATSG umfasst auch immerhin
diejenigen Unterlagen, welche die Auskunft belegen (vgl. zur
Auskunftspflicht KIESER, a.a.O., Art. 28 Rz. 57).
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4.1. Der Standpunkt des Beschwerdeführers, wonach die
Beschwerdegegnerin verpflichtet sei, den Sachverhalt ab dem Zeitpunkt,
in dem er dargetan habe, seiner Mitwirkungspflicht nachzukommen und
auch entsprechende Belege zur Feststellung des Sachverhalts eingereicht
habe – somit mit Schreiben vom 11. Februar 2019 –, erneut auf die
Leistungspflicht hin zu überprüfen, überzeugt nicht, wie nachfolgend
dargelegt wird.
4.2. Die seitens des Beschwerdeführers angerufenen höchstrichterlichen
Urteile BGE 139 V 585 E.6.3.7.5 und 9C_244/2016 vom 16. Januar 2017
E.3.3 sind vorliegend nicht einschlägig, da sie beide die (vorübergehende)
Verweigerung der Mitwirkung im Rahmen eines
Rentenrevisionsverfahrens betreffen (konkret: Revisionsbegutachtung).
Dabei ging es darum, die bereits laufende und auf einem Invaliditätsgrad
von 100 % basierende Rente zu überprüfen und gegebenenfalls
herabzusetzen, so dass die damaligen Betroffenen versucht gewesen sein
könnten, den Erlass eines neuen Entscheids möglichst lange
hinauszuzögern, und sie sich daher einer Begutachtung widersetzten. Die
Unfall- bzw. Invalidenversicherung war berechtigt, die Rente während der
Dauer der Mitwirkungsverweigerung einzustellen, musste bzw. hätte diese
aber gemäss dem Verhältnismässigkeitsgrundsatz nach Beendigung der
Mitwirkungsverweigerung und während der Fortsetzung des
Rentenrevisionsverfahrens wieder ausrichten (müssen). Im vorliegenden
Fall ist die Ausgangslage eine andere. Hier möchte der Beschwerdeführer
nach einem rechtskräftigen Entscheid auf Nichteintreten und
Leistungseinstellung erneute Abklärungen durch die Beschwerdegegnerin
erreichen.
4.3. Als wirklich neues Dokument kann einzig der Kontoauszug der H._
vom 31. Dezember 1998 (vgl. Bf-act. 15 und beschwerdegegnerische
Akten [Bg-act.] A216 B1) bezeichnet werden, wie denn auch der
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Beschwerdeführer selbst einräumt (vgl. Bf-act. 14). Abgesehen davon,
dass der Beschwerdeführer mit dem besagten Kontoauszug aus dem Jahr
1998 keinen Lohnbeleg (Lohnabrechnung, Lohnausweis) einreicht,
vermag er damit den Nachweis eines tatsächlichen
Anstellungsverhältnisses nicht zu erbringen, was aber im
Verwaltungsverfahren wie auch vom Sozialversicherungsgericht des
Kantons G._ und vom Bundesgericht als notwendig und beibringbar
bezeichnet wurde (vgl. Bg-act. 101 S. 4, 120, 124, 127, 137, 142, 144,
180, 190 S. 3, 192 S. 9, A212 E.4 f. und A213 E.6.2 f.). Daneben kann der
Bestand eines tatsächlichen Arbeitsverhältnisses auch nicht anderweitig
nachgewiesen werden. Den vorliegenden Akten lassen sich nämlich
bezüglich der erwerblichen Situation des Beschwerdeführers diverse
Ungereimtheiten und Widersprüchlichkeiten entnehmen, so namentlich
Diskrepanzen zwischen dem vertraglich vereinbarten und dem
verabgabten Lohn sowie den als "Salär" gebuchten Aufwendungen,
ausserdem gegensätzliche Angaben der Arbeitgeberin gegenüber der
Arbeitslosen- und der Unfallversicherung betreffend Bestand des
Arbeitsverhältnisses (vgl. Bg-act. 190 S. 6 ff. samt den erwähnten
Beilagen, A212 E.1.2, 2.4, 3.3 f., 4.3 und 5 sowie A213 E.6.1 f.).
4.4. Der Kontoauszug der H._ vom 31. Dezember 1998 (vgl. Bf-act. 15
und Bg-act. A216 B1) betrifft zwar das Privatkonto des
Beschwerdeführers, erwähnt aber weder die D._ (Informatik) GmbH
(in keiner wie auch immer gearteten Schreibweise) noch die I._ AG,
sondern weist lediglich Gutschriftsbeträge (ohne MWST) aus, welche von
der D._ Informatik GmbH von Mai bis November 1998 jeweils zum
ersten Tag des Monats gegenüber einer I._ AG in Rechnung gestellt
wurden (inkl. MWST) (vgl. Bf-act. 20, 21, 22, 23, 24, 25 und 26). Somit
lässt sich kein Bezug zwischen dem Beschwerdeführer und der D._
(Informatik) GmbH bzw. der I._ AG herstellen und schon gar kein
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Anstellungs- bzw. Lohnverhältnis nachweisen. Der Vollständigkeit halber
ist noch zu erwähnen, dass die seitens der D._ Informatik GmbH der
I._ AG am 5. Januar 1999 in Rechnung gestellten Beträge in der
Höhe von CHF 19'210.25 (inkl. MWST; ohne MWST = CHF 17'870.--) bzw.
CHF 16'232.50 (inkl. MWST; ohne MWST = CHF 15'100.--) (vgl. Bf-act. 27
und 28) auf dem Kontoauszug der H._ vom 21. Juli 1999 (betreffend
Zeitraum ab 1. Januar 1999), welcher ebenfalls das erwähnte Privatkonto
des Beschwerdeführers betrifft, nicht ausgewiesen sind (vgl. Bg-act. A216
B1).
4.5. Wenn der Beschwerdeführer dartut, nun – seit seinem Schreiben vom
11. Februar 2019 an die Beschwerdegegnerin – seine Mitwirkung
anzubieten und bereit zu sein, an der Sachverhaltsabklärung
vollumfänglich mitzuwirken, so ist dies nach Ansicht des streitberufenen
Gerichts unzureichend. Der Beschwerdeführer wäre verpflichtet gewesen,
mittels Unterlagen die gegen ihn sprechende Vermutung umzustürzen.
Denn das Bundesgericht hat in seinem Urteil 8C_58/2014 vom 24.
September 2014 in Erwägung 6.2 Folgendes festgehalten: "Die
Mitwirkungspflicht einer Partei erstreckt sich nämlich insbesondere auf
Tatsachen, welche diese besser kennt als die Verwaltung und welche
diese ohne Mitwirkung der Betroffenen gar nicht oder nicht mit
vernünftigem Aufwand erheben kann (BGE 130 II 482 E. 3.2 S. 486; 126
II 97 E. 2e S. 101; 124 II 361 E. 2b S. 365), wie namentlich
Buchhaltungsunterlagen (vgl. Urteil 2C_222/2011 vom 3. Juli 2012
E. 4.6.4). Geht es dabei um Vorgänge, welche der Verwaltung nicht
bekannt und schwierig zu beweisen sind, kann sich diese veranlasst
sehen, im Rahmen der Beweiswürdigung von bekannten Tatsachen auf
unbekannte zu schliessen. Es obliegt in einem solchen Fall der
versicherten Person, die gegen sie sprechende Vermutung umzustürzen
(SVR 2013 UV Nr. 6 S. 21, 8C_110/2012 E. 5.2). Von diesen Grundsätzen
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sind C._ und Vorinstanz zu Recht ausgegangen." Mit dem jetzigen
Einreichen eines einzelnen Kontoauszugs aus dem Jahr 1998, welcher
nicht einmal die relevante Periode im Jahr 1999 (Ereignis vom 24. August
1999) betrifft (vgl. Bf-act. 2 E.1.1 und 2.3.4), und dem allgemeinen
Anbieten der Mitwirkung bietet der Beschwerdeführer keinen
hinreichenden Anlass zu weiteren Abklärungen durch die
Beschwerdegegnerin, zumal er damit die gegen ihn sprechende
Vermutung nicht umzustürzen vermag.
4.6. Zudem war der Beschwerdeführer von der Beschwerdegegnerin wie auch
vom Sozialversicherungsgericht des Kantons G._ mehrfach
vorgängig dazu angehalten worden, die erforderlichen Auskünfte zu
erteilen und die notwendigen Unterlagen einzureichen (vgl. z.B. Bg-act.
127, 142, B151/1, 169, 170, 175 und 179), was er unbestrittenermassen
nicht tat:
Diverse Ungereimtheiten und Widersprüchlichkeiten bezüglich des
Bestandes eines Arbeitsverhältnisses und des Lohnes (vgl. vorstehend
Erwägung 4.3) führten dazu, dass die Beschwerdegegnerin den
Beschwerdeführer mit Schreiben vom 16. Oktober 2008 darüber
informierte, dass sie einen Buchprüfer mit der Abklärung der erwerblichen
Situation und dem Beizug von Auskünften (Steuerunterlagen, AHV-
Deklarationen, Lohnabrechnungen) betrauen werde (vgl. Bg-act. 142, 143
und 144). Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführer auf seine
Mitwirkungspflicht und die Folgen einer unentschuldbaren Nichterfüllung
hingewiesen (vgl. Bg-act. 142). In der Folge forderte die mit der
Buchprüfung beauftragte Firma den Beschwerdeführer mit Schreiben vom
20. Oktober 2008 und 14. November 2008 zur Einreichung von Unterlagen
auf (vgl. Bg-act. B148/1 und B151/1). Trotz wiederholten schriftlichen und
telefonischen Mahnungen sowie einer Besprechung mit dem damaligen
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 15. Januar 2009 wurden die
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verlangten Unterlagen nicht eingereicht, dies auch nicht nach erneuter
Fristansetzung und Androhung der Leistungseinstellung vom 19. Februar
2009 (vgl. Bg-act. 153, 155, 160, 169, 175, 178, 179, 180 und 184).
Anlässlich des Telefongesprächs vom 3. März 2009 teilte der damalige
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers der Beschwerdegegnerin mit,
dass keine Unterlagen eingereicht würden und der Entscheid somit
aufgrund der Akten zu erfolgen habe (vgl. Bg-act. 184 und 185; siehe auch
Bg-act. 178). Daraufhin verfügte die Beschwerdegegnerin am 29. April
2009 insbesondere, von weiteren Erhebungen sei abzusehen, auf das
gemeldete Schadenereignis sei nicht einzutreten und es seien keine
Leistungen mehr auszurichten (vgl. Bg-act. 192). Der Beschwerdeführer
unterliess entgegen entsprechender Aufforderungen auch im Einsprache-
und im kantonalen Gerichtsverfahren vor dem Sozialversicherungsgericht
des Kantons G._ die notwendigen Akteneingaben. Damit hätte der
Beschwerdeführer seiner Mitwirkungspflicht jederzeit im Rahmen des
langjährigen Verwaltungs- und Gerichtsverfahrens (vollständig)
nachkommen können und er hatte genügend Möglichkeiten, seine
Unterlagen zur Klärung des Sachverhalts zur Verfügung zu stellen. Was
er im hiesigen Verfahren vorbringt und vorlegt, nämlich einen einzelnen
Kontoauszug aus dem Jahr 1998, welcher – wie bereits dargelegt – nicht
einmal den massgeblichen Zeitraum im Jahr 1999 betrifft (vgl. vorstehend
Erwägung 4.5), reicht nicht aus, die Beschwerdegegnerin zu erneuten
Abklärungen anzuhalten bzw. zu verpflichten. Dies umso weniger, als
dass der Beschwerdeführer im Rahmen der früheren Verwaltungs- und
Gerichtsverfahren stets anwaltlich beraten und unterstützt war.
5. Im Ergebnis erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid der
Beschwerdegegnerin vom 10. Dezember 2019 als rechtens und die
dagegen erhobene Beschwerde vom 23. Januar 2020 ist abzuweisen,
soweit darauf einzutreten ist.
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6. Gerichtskosten sind keine zu erheben (aArt. 61 lit. a i.V.m. Art. 83 ATSG).
Der obsiegenden Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der
Parteikosten zu (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).
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