# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 714ca0c5-0a2d-45a9-adac-c11db666dcd6
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Am 13. Dezember 2021 erhielt das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden das E-Mail-Schreiben der A._ GmbH, B._, vom 3.
Dezember 2021, welches an das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit
Graubünden (nachfolgend KIGA) gesandt worden war, vom KIGA
zugestellt. Es lautete im Betreff "Erneute Einsprache der Verfügung" und
bezog sich auf den Einspracheentscheid des KIGA vom 25. November
2021, so dass es zuständigkeitshalber vom KIGA an das
Verwaltungsgericht weitergeleitet wurde. Das Verwaltungsgericht eröffnete
das vorliegende Verfahren S 21 126.
2. Mit Instruktionshandlung vom 15. Dezember 2021 teilte die zuständige
Instruktionsrichterin der A._ GmbH (nachfolgend Beschwerdeführerin)
mit, dass das Verwaltungsgericht als Versicherungsgericht ausschliesslich
Eingaben per Post entgegennimmt. Da die Beschwerde den gesetzlichen
Anforderungen im Sinne von Art. 61 lit. b ATSG nicht genüge, werde ihr
eine Frist bis zum 11. Januar 2022 zur Verbesserung der Eingabe, d.h. eine
rechtsgenüglich unterzeichnete Beschwerde mit einem Rechtsbegehren,
einer kurzen Sachverhaltsdarstellung und einer kurzen Begründung
einzureichen, eingeräumt, unter Androhung des Nichteintretens auf die
Beschwerde bei ungenutztem Fristablauf.
3. Die nicht erstreckbare Frist verstrich in der Folge ungenutzt und die
Beschwerdeführerin liess sich bis dato (14. Januar 2022) nicht vernehmen,
obschon ihr das Schreiben der Instruktionsrichterin am 16. Dezember 2021
zugestellt wurde.
- 3 -

## Considerations

II. Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1. Nach Art. 9 Abs. 1 des Gerichtsorganisationsgesetzes (GOG; BR 173.000)
leiten die Vorsitzenden oder die von ihnen bezeichneten Richterinnen oder
Richter als Instruktionsrichterinnen oder Instruktionsrichter die Verfahren
bis zum Entscheid und treffen nötigenfalls vorsorgliche Verfügungen.
2. Gemäss den bundesgesetzlichen Bestimmungen des
Arbeitslosenversicherungsgesetzes (Art. 1 Abs. 1 AVIG; SR 837.0) und
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (Art. 61 lit. b ATSG; SR 830.1) in Verbindung
mit Art. 38 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG; BR 370.100) hat
eine Beschwerde ein Rechtsbegehren, eine gedrängte Darstellung des
Sachverhalts und eine kurze Begründung zu enthalten. Sie ist zu
unterzeichnen und im Doppel unter Beilage der verfügbaren Beweismittel
und des angefochtenen Entscheids einzureichen; weitere Beweismittel
sind genau zu bezeichnen. Genügt eine Eingabe den gesetzlichen
Erfordernissen nicht, wird eine angemessene Frist zur Verbesserung
angesetzt und mit der Androhung verbunden, dass auf die Eingabe sonst
nicht eingetreten werde.
3. Im konkreten Fall ist dazu erstellt, dass die Beschwerdeführerin auf das
Schreiben der Instruktionsrichterin vom 15. Dezember 2021 nicht reagierte
und somit die angesetzte Frist zur Verbesserung ihrer Eingabe ungenutzt
verstreichen liess. Dies hat androhungsgemäss einen
Nichteintretensentscheid zur Folge.
4. Nach Art. 61 lit. fbis ATSG ist das kantonale Beschwerdeverfahren bei
Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig, wenn dies im jeweiligen
Einzelgesetz vorgesehen ist; sieht das Einzelgesetz keine Kostenpflicht
bei solchen Streitigkeiten vor, so kann das Gericht einer Partei, die sich
- 4 -
mutwillig oder leichtsinnig verhält, Gerichtskosten auferlegen. Da das
AVIG keine Kostenpflicht statuiert und Mutwilligkeit oder Leichtsinn nicht
vorliegen, sind der Beschwerdeführerin keine Kosten aufzuerlegen. Das
KIGA hat keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung (vgl. Art. 61 lit. g
ATSG).
- 5 -
II. Die Einzelrichterin erkennt:
1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2. Es werden keine Kosten erhoben.