# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b219bd29-3c0d-4c3b-a1fb-8496a0098a19
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_004
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Die Beschwerdeführerin wurde 1952 mit dem Zweck gegründet, die
Wasserkräfte des B._ und des C._ sowie der angrenzenden
Gebiete zu nutzen. Hierfür wurde in den Jahren 1953 – 1958 ein Kraftwerk
errichtet, das seitdem von der Beschwerdeführerin betrieben wird. Die
dafür benötigte Wasserkonzession wurde der Beschwerdeführerin von
den zuständigen Konzessionsgemeinden für einen Zeitraum von 80
Jahren gewährt.
Das Aktienkapital von CHF 50 Millionen ist in 500'000 Namenaktien à CHF
100.00 aufgeteilt, die wie folgt auf die Aktionäre verteilt sind:
D._ AG 28.8 %
E._ AG 21.6 %
F._ AG 21.6 %
G._ Korporation (Gemeinden) 15.4 %
Kanton Graubünden 12.6 %
2. Im Jahr 1952 legten die damaligen Aktionäre der Beschwerdeführerin und
die Beschwerdeführerin selbst die Bedingungen ihrer Beziehung durch
einen sogenannten Partnervertrag fest. Gegenwärtig werden diese
Beziehungen durch einen Vertrag vom 17. Mai 1952 und durch dessen
Änderung vom 17. März 2008 (im Folgenden: "Vertrag") geregelt.
Der Vertrag sieht vor, dass die von der Beschwerdeführerin produzierte
Energie an ihre Partner (Aktionäre) weitergegeben wird, die im Gegenzug
für die Deckung aller Ausgaben der Beschwerdeführerin im Verhältnis zu
ihrem Anteil am Kapital der Beschwerdeführerin verantwortlich sind. Er
sieht auch vor, dass die Aktionäre der Beschwerdeführerin ihr jährlich im
Verhältnis zu ihrem Anteil am Kapital der Beschwerdeführerin einen
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"Dividendenaufschlag" von 5 % des einbezahlten Grundkapitals zahlen,
der eine Gewinnausschüttung in der Höhe von 5 % des einbezahlten
Aktienkapitals ermöglicht (im Folgenden: "Dividendenmodell"). Die
Festlegung der Höhe der Dividende bleibt in der Zuständigkeit der
Generalversammlung der Beschwerdeführerin. Darüber hinaus zahlen die
Aktionäre jährlich CHF 135'000.00 zwecks Rücklagenbildung.
Bis 2008 wurden bei der Beschwerdeführerin kantonale und kommunale
Steuern sowie die direkte Bundessteuer auf die ausgewiesenen Gewinne
erhoben, die sich aus dem in der Vereinbarung vorgesehenen
Vergütungssystem (Kosten plus 5 % des einbezahlten Aktienkapitals plus
Betrag für Rücklagen) ergaben.
Die Beschwerdegegnerin 1 hat diesen Mechanismus zur Vergütung der
Beschwerdeführerin in Frage gestellt.
3. Für die Steuerjahre 2009, 2010 und 2011 deklarierte die
Beschwerdeführerin steuerpflichtige Gewinne von CHF 3'290'000.00,
CHF 2'635'000.00 bzw. CHF 2'635'000.00. Diese Gewinne resultieren aus
der Anwendung des Vertrags.
Am 17. November 2014 eröffnete die Beschwerdegegnerin 1 die
definitiven Veranlagungsverfügungen für die Kantons- und direkten
Bundessteuern der Jahre 2009, 2010 und 2011. In diesen wurde eine
Korrektur der Verrechnungspreise gemäss separater Berechnung und
Begründung ebenfalls vom 17. November 2014 vorgenommen und die
steuerbaren Gewinne der Beschwerdeführerin für die Steuerperiode 2009
auf CHF 6'539'700.00, für die Steuerperiode 2010 auf CHF 6'713'300.00
und für die Steuerperiode 2011 auf CHF 3'140'800.00 festgelegt.
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4. Dagegen erhob die Beschwerdeführerin am 18. Dezember 2014
Einsprache mit den Anträgen auf Aufhebung der angefochtenen
Veranlagungsverfügungen vom 17. November 2014 und Veranlagung
gemäss der von ihr für die Steuerperioden 2009, 2010 und 2011
eingereichten Steuererklärungen.
5. Mit Verfügung vom 5. Juni 2015 forderte die Beschwerdegegnerin 1 die
Beschwerdeführerin auf, das Betriebsreglement, welches die Rechte und
Pflichten für den Kraftwerkeinsatz der Beschwerdeführerin für die
Geschäftsjahre 2008/09, 2009/10 und 2010/11 zwischen den
energiebeziehenden Partnern und dem Betriebsführer sowie zwischen
dem Betriebsführer und der Beschwerdeführerin regelt, die im Reglement
referenzierten Dokumente, die vollständigen Anhänge zum
Betriebsreglement, das Handbuch des Betriebsführers für das
Risikomanagement der Jahre 2008/09, 2009/10 und 2010/11 sowie einen
Nachweis des Anteils an grüner Energie in MWh für die Jahre 2008/09,
2009/10 und 2010/11 einzureichen.
6. Mit Schreiben vom 2. Juli 2015 reichte die Beschwerdeführerin der
Beschwerdegegnerin 1 eine Übersicht Grüne Energie der Graubündner
Partnerwerke für die Geschäftsjahre 2008/09, 2009/10, 2010/11 bzw.
2009, 2010 und 2011 sowie die Betriebsreglemente vom 11. Januar 2008
und 15. Februar 2011 und die Sub-KWB und Betriebsführungsverträge
vom 18. Dezember 2009 und 15. Dezember 2010 ein.
7. Mit Einspracheentscheiden betreffend Kantons- und direkte Bundessteuer
2009, 2010 und 2011 vom 4. September 2015 hiess die
Beschwerdegegnerin 1 die Einsprache der Beschwerdeführerin vom
18. Dezember 2014 teilweise gut und reduzierte die aufgerechneten
Verrechnungspreise auf Fr. 3'249'799 in der Steuerperiode 2009,
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Fr. 4'078'390 in der Steuerperiode 2010 bzw. Fr. 505'889 in der
Steuerperiode 2011. Zusammen mit den Einspracheentscheiden und der
entsprechenden Begründung vom 4. September 2015 stellte die
Beschwerdegegnerin 1 der Beschwerdeführerin die aktualisierte
Berechnung des Verrechnungspreises sowie das Gutachten von Prof. Dr.
H._ vom 1. September 2015 zu.
8. Gegen die Einspracheentscheide betreffend Kantons- und direkte
Bundessteuer 2009, 2010 und 2011 vom 4. September 2015 erhob die
Beschwerdeführerin am 7. Oktober 2015 Beschwerde an das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit folgenden Anträgen:
"1. Die Einspracheentscheide der Vorinstanz vom 4. September 2015 betreffend die Kantonalen Steuern und Direkte Bundessteuer 2009; die Kantonalen Steuern und Direkte Bundessteuer 2010 sowie die Kantonalen Steuern und Direkte Bundessteuer 2011 seien aufzuheben, soweit diesbezüglich die Einsprachen der Beschwerdeführerin abgewiesen wurden.
2. Die Beschwerdeführerin sei gemäss den von ihr für die Steuerperioden 2009, 2010 und 2011 eingereichten Steuererklärungen zu veranlagen;
3. Eventualiter sei die Sache an die Vorinstanz zur Neubeurteilung zurückzuweisen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Vorinstanz;"
Prozessualiter beantragte die Beschwerdeführerin was folgt:
"1. Es sei das von Prof. Dr. H._ erstellte Gutachten vom 1. September 2015 aus dem Recht zu weisen.
2. Die Vorinstanz sei zu verpflichten, darüber Auskunft zu erteilen, ob und wenn ja in welcher Funktion frühere oder derzeitige Mitarbeiter der Rechtsanwaltskanzlei I._ [...] bei den die Beschwerdeführerin betreffenden Veranlagungen und Einspracheentscheiden beigezogen worden sind und um welche Personen es sich dabei gehandelt hat oder nach wie vor handelt.
3. Die Vorinstanz sei zu verpflichten, darüber Auskunft zu geben, ob und in welcher Funktion weitere Dritte von der Vorinstanz betreffend die streitgegenständlichen Veranlagungen und Einspracheentscheide beigezogen worden sind.
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4. Es seien die Akten der Vorinstanz vollständig beizuziehen, inklusive Korrespondenz mit und Honorarnoten von allenfalls beigezogenen Drittpersonen.
5. Es sei der Beschwerdeführerin vollständige Einsicht in die Akten der Vorinstanz zu gewähren."
Begründend führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen was folgt
aus:
 Die Beschwerdegegnerin 1 müsse den steuerbaren Gewinn aufgrund von Art. 58 Abs. 1 DBG und Art. 79 Abs. 1 StG und der hierzu ergangenen bundesgerichtlichen Judikatur auf der Grundlage der handelsrechtskonformen Jahresrechnungen ermitteln. Aufgrund des Massgeblichkeitsprinzips dürfe die Beschwerdegegnerin 1 die von der Beschwerdeführerin im Rahmen der Jahresrechnung gewählten handelsrechtskonformen Ansätze nicht ersetzen (sog. Bilanzänderung). Dies wäre bloss möglich, wenn die von den Partnern an die Beschwerdeführerin entrichteten Entschädigungen nicht dem Drittvergleich standhielten und eine verdeckte Gewinnausschüttung vorläge. Eine solche werde nur angenommen, wenn das Missverhältnis von Leistung und Gegenleistung offensichtlich sei, wobei der Nachweis für das Vorliegen eines offensichtlichen Missverhältnisses durch die Steuerbehörden zu erbringen sei.
 Die Beschwerdeführerin erfülle sämtliche Merkmale eines Partnerbetriebs. Die Strukturierung als Partnerwerk sei in der Schweizer Elektrizitätswirtschaft üblich. Sie stelle eine betriebswirtschaftlich begründete Gestaltungsform dar, ein Energieinfrastrukturprojekt mit aussergewöhnlich hohem Finanzierungsbedarf von sehr hohen Risiken zu finanzieren. Das Bundesgericht habe die Ausgestaltung von Wasserkraftwerken als Partnerwerke wiederholt als gerechtfertigt betrachtet. Da sämtliche Kosten der Beschwerdeführerin von den Partnern getragen würden, die Beschwerdeführerin nicht zur Produktion einer Mindestmenge an elektrischer Energie verpflichtet sei und die Partner sämtliche von ihr erzeugte elektrische Energie abnähmen, sei die Beschwerdeführerin gegen Verluste abgesichert und trage keinerlei wesentliche Risiken. Die Beschwerdeführerin sei insbesondere allen Risiken und Einflüssen entzogen, die bestünden, wenn sie die produzierte Energie selber am Elektrizitätsmarkt absetzen müsste. Alle Markt(preis)risiken, operationellen Risiken, Liefer- und Erfüllungsrisiken, Ausfall-, Vertrags- , Auflagen- und Katastrophenrisiken würden von den Partnern getragen. Dieses Funktions- und Risikoprofil sei für die Prüfung der
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Angemessenheit der von den Partnern entrichteten Entschädigungen von entscheidender Bedeutung. Sowohl das Bundesgericht als auch das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden hätten dies in ihrer bisherigen Rechtsprechung anerkannt und Entschädigungen, welche auf dem Dividendenmodell entrichtet worden seien, als mit dem Drittvergleich angemessen betrachtet.
 Die Beschwerdeführerin werde von ihren Partnern nicht nur für den gesamten Betriebsaufwand, sondern auch für die von ihr entrichteten Steuern und Finanzierungskosten entschädigt. Zusätzlich erhalte sie einen Kostenaufschlag in der Form einer Eigenkapitalrendite von 5 %. Bei der von der Beschwerdeführerin angewandten Methode handle es sich ohne Weiteres um eine Kostenaufschlagsmethode. Diese basiere auf betriebswirtschaftlichen Überlegungen: Für einen Betrieb, der von allen Risiken geschützt sei, sei es betriebswirtschaftlich sachgerecht, den zu erzielenden wirtschaftlichen Erfolg anhand eines Zinses auf dem Eigenkapital zu bestimmen und bei der Anwendung der Kostenaufschlagsmethode den Kostenaufschlag in der Form einer Eigenkapitalrendite vorzunehmen.
 Mit Blick darauf, dass dem Aktienkapital der Beschwerdeführerin aus betriebswirtschaftlicher Sicht Fremdkapitalcharakter zukomme, erweise sich ein Aufschlag in Form einer Verzinsung des Aktienkapitals von 5 % als grosszügig. Dies gelte insbesondere, weil im Rahmen der angewandten Kostenaufschlagsmethode auch die von der Beschwerdeführerin zu zahlenden Steuern und anderen Abgaben sowie Finanzierungsaufwendungen (Zinsen) entschädigt würden; die Kostenbasis bei der von der Beschwerdeführerin angewandten Kostenaufschlagsmethode also viel breiter als bei einem international üblichen Kostenaufschlag sei, welcher auf den sog. Vollkosten (Betriebsaufwendungen, nicht aber auf Zinsen und Steuern) basiere. So werde in der Verrechnungspreisliteratur festgehalten, dass sich in der Verrechnungspreispraxis ein Kostenaufschlag in der Höhe von 5 % bis 10 % oder 5 % bis 15 % auf die Selbstkosten, d.h. die nach den Grundsätzen der betriebswirtschaftlichen Kostenerrechnung ermittelten Vollkosten, als in der Regel zweckmässig erwiesen. Dieser Kostenaufschlag werde − von ausserordentlichen Umständen abgesehen − als international üblich angesehen. Rechne man die von der Beschwerdeführerin angewandte Kostenaufschlagsmethode in eine international gebräuchliche Kostenaufschlagsmethode um, gelange man zu Kostenaufschlägen, welche mitnichten als offensichtlich unverhältnismässig zu Lasten der Beschwerdeführerin betrachtet werden könnten. Die Kostenaufschläge, welche bei einer Umrechnung des von der Beschwerdeführerin angewandten Kostenaufschlags in
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Form einer Eigenkapitalrendite auf einen gebräuchlichen Kostenaufschlag in der Form eines in einem Prozentsatz festgelegten Aufschlagssatz resultieren, bewegten sich damit in einer Bandbreite, welche ohne Weiteres als drittvergleichskonform zu betrachten sei. Selbst der von der Beschwerdegegnerin 1 beigezogene Gutachter führe in seiner Analyse aus, dass innerhalb der ausgewiesenen Jahresabschlüsse der Beschwerdeführerin für die Geschäftsjahre 2008/09, 2010 und 2011 der Marktwert der physischen Lieferung mit der Dividende abgegolten sei.
 Die Beschwerdegegnerin 1 habe nicht rechtsgenüglich aufgezeigt, dass die von der Beschwerdeführerin empfangenen Entschädigungen offensichtlich unangemessen seien. Das von der Beschwerdegegnerin 1 vorgeschlagene Verrechnungspreismodell basiere auf zahlreichen gravierenden verfahrensrechtlichen und materiellen Mängeln. Es verletze die OECD-Verrechnungspreisleitlinien in zahlreicher Hinsicht.
 Das von der Beschwerdegegnerin 1 angewandte Modell setze insbesondere die Kenntnis von Daten (z.B. Jahresrechnungen von Partnerwerken, Ermittlung der produzierten Partnerenergie sowie der Jahreskosten der verschiedenen Partnerwerke) voraus, welche der Beschwerdeführerin nicht zugänglich seien. Mithin wäre es der Beschwerdeführerin gar nicht möglich, aufgrund des von der Beschwerdegegnerin 1 entwickelten Modells selbständig eine korrekte Steuerveranlagung zu erstellen. Die Beschwerdeführerin könnte damit bei Anwendbarkeit des von der Beschwerdegegnerin 1 entwickelten Verrechnungspreismodells die von ihr zu entrichtende Steuer gar nicht im Voraus ermitteln. Das von der Beschwerdegegnerin 1 angewendete Verrechnungspreismodell erweise sich damit nicht nur als in der Praxis undurchführbar und in höchstem Masse unpraktikabel. Es verletze auch das in Art. 127 Abs. 1 BV enthaltene Legalitätsprinzip, welches fordere, dass der Steuerpflichtige aufgrund der bestehenden gesetzlichen Grundlagen in der Lage sein müsse, seine steuerliche Belastung im Voraus zu bestimmen.
 Auch die von der Beschwerdegegnerin 1 vorgenommene Verprobung mit dem ROCE-ähnlichen Ansatz erweise sich als untauglich, um die von der Beschwerdegegnerin 1 angewendete Kostenaufschlagsmethode zu bestätigen. Sie erweise sich als fehlerhaft und vermöge insbesondere nicht den Nachweis zu erbringen, dass die Entschädigungen der Partner, welche gestützt auf die von der Beschwerdeführerin angewendete und vom Bundesgericht bestätigte Kostenaufschlagsmethode entrichtet würden, offensichtlich unverhältnismässig seien.
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 Das von der Beschwerdegegnerin 1 eingereichte Gutachten von Prof. Dr. H._ vermöge die Angemessenheit des Leistungsaustauschs zwischen der Beschwerdeführerin und den Partnern ebenfalls nicht in Frage zu stellen. Dieses weise in formeller und materieller Hinsicht derart schwere Mängel auf, dass es aus dem Recht gewiesen werden müsse. In verrechnungspreisrechtlicher Hinsicht erweise sich das Gutachten insbesondere auch deshalb als unbrauchbar, da es sich über die Allokation der Funktionen, Risiken und Vermögensgegenstände zwischen Partnerwerken und Partnern im Allgemeinen sowie bezogen auf die Beschwerdeführerin und ihre Partner einfach hinwegsetze. Das Gutachten ignoriere wesentliche Faktoren (Allokation der Funktionen, Risiken und Vermögenswerte), welche es bei der Ermittlung einer mit dem Fremdvergleich angemessenen Entschädigung zu berücksichtigen gelte. Soweit das Gutachten ganz konkret auf die Entschädigung der für die physische Lieferung von Elektrizität an die Partner eingehe, bestätige es die Konformität der auf der von der Beschwerdeführerin angewandten Kostenaufschlagsmethode ermittelten Entschädigung auf der ganzen Linie.
9. Die Beschwerdegegnerin 1 beantragte in ihrer Vernehmlassung vom
10. Dezember 2015 was folgt:
"1. Die prozessualen Anträge seien im Sinne der Erwägungen [...] teilweise zu anerkennen, ansonsten aber abzuweisen.
2. Die materiellrechtlichen Rechtsbegehren seien vollumfänglich abzuweisen. 3. Unter gesetzlicher Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin."
Begründend führte die Beschwerdegegnerin 1 im Wesentlichen was folgt
aus:
 Die Beschwerdeführerin sei ein Partnerwerk, das mit allen Produktionsfaktoren und den erforderlichen Konzessionsrechten für die flexible Bereitstellung und Lieferung von Strom ausgestattet sei. Als hoch flexibles Speicherkraftwerk produziere es Spitzen- und Superspitzenenergie und könne auch für das Vorhalten von Kapazitäten eingesetzt werden.
 Die Beschwerdeführerin stelle ihre Kapazität während der gesamten Konzessionsdauer ausschliesslich ihren Partnern zur Verfügung. Die Partner kämen im Gegenzug für die Deckung der Jahreskosten auf. In diesen Jahreskosten sei auch eine Dividende von 5 % auf dem
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Grundkapital vorgesehen. Die Dividende bemesse sich nach Angaben der Beschwerdeführerin an der Rendite für risikolose Anlagen wie z.B. der Rendite auf Obligationen der Schweizer Eidgenossenschaft mit einer Laufzeit von 10 Jahren. Indem die Beschwerdeführerin auf eine Entschädigung des Marktwerts der flexiblen Kapazität verzichte, erbrächten die Partner eine ungenügende Gegenleistung für die vom Partnerwerk erbrachte Leistung. Das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung sei offensichtlich, wie das Gutachten und die Stellungnahme zur Beschwerde von Prof. Dr. H._ zeigten. Auch die Gewinnkorrektur beim Kernkraftwerk J._ AG oder die bisher von der Beschwerdeführerin akzeptierten Gewinnkorrekturen seien Indizien, dass die im handelsrechtlichen Erfolgsausweis ausgewiesenen Entschädigungen ungenügend seien und damit ein offensichtliches Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung vorliege.
 Die Beschwerdegegnerin 1 habe deshalb ermessensweise eine Korrektur mittels der gesetzeskonformen Kostenaufschlags-Methode vorgenommen. Sie orientiere sich bei der Bemessung des Kostenaufschlags an den Gestehungskosten der Beschwerdeführerin im Vergleich zu den Gestehungskosten repräsentativer Speicherwerke und am Energiequalitätsfaktor (EQF), als Indikator für die Werthaltigkeit der angebotenen Flexibilität. Dieses Vorgehen werde durch die , aber auch durch das Grundlagenpapier von Vallender/Athanas gestützt. Die Höhe der Korrektur sei aufgrund von Annahmen erfolgt, weil es keine für einen Direktvergleich verfügbaren Daten gebe. Die für den Vergleich und die Verprobung herangezogenen Daten bestätigten, dass das Ermessen pflichtgemäss und vorsichtig wahrgenommen worden sei.
10. Die Beschwerdegegnerin 2 hat sich in der Folge nicht vernehmen lassen.
11. Am 19. Februar 2016 hielt die Beschwerdeführerin replicando an ihren
Rechtsbegehren und prozessualen Anträgen fest und beantragte darüber
hinaus in prozessualer Hinsicht was folgt:
"1. Es sei die Vernehmlassung der Vorinstanz datiert auf den 10. Dezember 2015 aus dem Recht zu weisen.
2. Es sei der Beschwerdeführerin vollständige Einsicht in die Akten der Vorinstanz zu gewähren; es seien insbesondere die folgenden Akten zu edieren: a. Sämtliche Akten im Zusammenhang mit dem Auftrag zwischen K._
und der Vorinstanz, insbesondere
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i. die Auftragserteilung an K._; ii. (sämtliche) Honorarnoten im Detail, auch diejenigen, welche seine
Tätigkeit im Mai 2015 betreffen; iii. die K._ gestellten Rechts- und Gutachterfragen; iv. sämtliche Arbeitsergebnisse von K._; v. Instruktionen im Zusammenhang mit der Erarbeitung des
Berechnungsmodells; vi. allfällige Anmerkungen und Erläuterungen von K._ zum
Berechnungsmodell; vii. allfällige Rückfragen der Vorinstanz zum Berechnungsmodell bzw.
zum Gutachten. b. Sämtliche Akten im Zusammenhang mit dem Auftrag zwischen Prof. Dr.
H._ und der Vorinstanz, insbesondere i. die Auftragserteilung an Prof. Dr. H._; ii. die Fragen an den Gutachter; iii. allfällige Rückfragen des Gutachters; iv. die dem Gutachter zur Verfügung gestellten Informationen; v. die allenfalls von der Vorinstanz gestellten Zusatzfragen; vi. sämtliche Korrespondenz zwischen der Vorinstanz und dem
Gutachter; vii. sämtliche Honorarnoten des Gutachters im Detail."
Begründend führte die Beschwerdeführerin im Wesentlichen was folgt
aus:
 Die Beschwerdegegnerin 1 habe die Verfahrensrechte der Beschwerdeführerin schwer verletzt. Der Beschwerdeführerin seien jegliche Mitwirkungsrechte im Zusammenhang mit dem von Prof. Dr. H._ erstellten Gutachten versagt worden. Sie habe sich weder zur Person des Gutachters noch zu den Gutachterfragen noch zum Ergebnis des Gutachtens äussern können. Beim Gutachten von Prof. Dr. H._ handle es sich um ein Gutachten von grosser finanzieller und politischer Tragweite. Diesem liege zudem ein äusserst komplexer und umstrittener Sachverhalt zugrunde. Eine Heilung der schweren Verletzung des rechtlichen Gehörs sei nicht möglich. Auch im Zusammenhang mit Prof. Dr. K._, welcher angeblich mit der Beantwortung von Rechtsfragen beauftragt worden sei, seien die Verfahrensrechte der Beschwerdeführerin verletzt worden. Es habe sich herausgestellt, dass Prof. Dr. K._ nicht nur (abstrakte) Rechtsfragen beantwortet habe, sondern auch Sachverhaltsfragen abgeklärt bzw. umstrittene Tatsachen rechtlich gewürdigt habe. Er sei somit als externer Gutachter eingesetzt worden. Der Beschwerdeführerin seien auch im Zusammenhang mit Prof. Dr.
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K._ jegliche Mitwirkungsrechte verweigert worden. Dazu kämen weitere Verletzungen von Verfahrensrechten, namentlich die unzureichende Begründung der Einspracheentscheide und das widersprüchliche Verhalten der Beschwerdegegnerin 1 bzw. eine Verletzung von Treu und Glauben.
 Die nachlässige Verfahrensführung der Beschwerdegegnerin 1 zeige sich auch im Beschwerdeverfahren. Die Beschwerdegegnerin 1 habe es verpasst, die Vernehmlassung innert Frist einzureichen, weshalb diese aus dem Recht zu weisen und im vorliegenden Verfahren nicht zu beachten sei.
 Neben diversen Verfahrensfehlern sei der Entscheid der Beschwerdegegnerin 1 auch in materieller Hinsicht falsch. Der Entscheid beruhe auf einem Gutachten, welches auf falschen tatsächlichen Unterstellungen beruhe. Der Gutachter habe seinem Gutachten eine unzutreffende Auslegung des Partnervertrags zugrunde gelegt; entsprechend sei das Ergebnis des Gutachtens falsch. Der Entscheid beruhe auf einer fehlerhaften Auslegung der Partnerwerkbestimmungen und der OECD-Verrechnungspreisleitlinien. Der Entscheid verletze das Legalitätsprinzip, das Leistungsfähigkeitsprinzip sowie das Praktikabilitätsprinzip des interkantonalen Steuerrechts. Letztendlich führe der Entscheid zu einer Sollbesteuerung.
 Der angefochtene Entscheid sei aufgrund der schweren Verletzungen der Verfahrensrechte der Beschwerdeführerin im beantragten Umfang aufzuheben. Die Veranlagung der Beschwerdeführerin sei gemäss den von ihr für die Steuerperioden 2009, 2010 und 2011 eingereichten Steuererklärungen vorzunehmen. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Beschwerdegegnerin 1 zurückzuweisen.
12. Am 22. April 2016 hielt die Beschwerdegegnerin 1 duplicando an ihren
Anträgen fest. Begründend brachte sie im Wesentlichen was folgt vor:
 Das streitberufene Verwaltungsgericht habe auf dem Deckblatt der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 1 vom 10. Dezember 2015 fälschlicherweise den 11. Dezember 2015 als Datum des Poststempels aufgeführt. Richtig sei, dass die Beschwerdegegnerin 1 die Vernehmlassung bereits am 10. Dezember 2015 per Einschreiben der Post aufgegeben habe. Die Vernehmlassung sei somit fristgerecht eingereicht worden und folglich nicht aus zum Recht zu weisen.
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 Das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin sei nicht verletzt. Der Gutachtensauftrag an Prof. Dr. H._ habe dem Zweck der Erstellung eines Parteigutachtens in Bezug auf die Frage der risikogerechten Entschädigung des Betreibers eines Partnerwerks gedient. Mithin sei damit nicht die Erstellung eines spezifischen amtlichen Gutachtens im Rahmen der Veranlagung der Beschwerdeführerin beabsichtigt gewesen. Da es sich beim fraglichen Gutachten nicht um ein amtliches Gutachten gehandelt habe, sei die Einhaltung der für ein amtliches Gutachten erforderlichen verfahrensrechtlichen Voraussetzungen nicht erforderlich gewesen. Das Gutachten von Prof. Dr. H._ beantworte bloss  Fragen, nicht aber Rechtsfragen. Selbst wenn sich das Gutachten − was bestritten werde − auch zu Rechtsfragen äussern würde, könnte die Beschwerdeführerin daraus nichts zu ihren Gunsten ableiten, da es sich um ein Parteigutachten handle, das sich zur verwaltungsinternen Meinungsbildung auch zu Rechtsfragen äussern könne. Sodann werde bestritten, dass die Tätigkeit von Prof. Dr. K._ für die Beschwerdegegnerin 1 über die Klärung von Rechtsfragen hinausgegangen sei. Prof. Dr. K._ übe für die Beschwerdegegnerin 1 die Funktion eines externen Beraters aus. Soweit dessen Erkenntnisse in die Einspracheentscheide eingeflossen seien, sei der Anspruch auf rechtliches Gehör der Beschwerdeführerin mit der Beschwerdemöglichkeit ans Verwaltungsgericht gewahrt. Seine Abklärungen hätten eine breitere Abstützung der internen Meinungsbildung hinsichtlich der Veranlagung der Beschwerdeführerin bezweckt, denen kein amtlicher Gutachtenscharakter zukomme. Die verfahrensrechtlichen Voraussetzungen für die Einholung eines amtlichen Gutachtens seien in Zusammenhang mit den Dienstleistungen von Prof. Dr. K._ daher nicht anwendbar.
 Es seien weitgehend die Entwicklungen seit dem Hinterrhein-Entscheid im Jahr 1985 und ganz speziell auch die aktuellen Entwicklungen am Strommarkt, welche aufzeigten, dass das Entschädigungskonzept des Partnervertrags wesentliche Mängel aufweise.
 Die Behauptung, das Partnerwerk sei aufgrund des Partnervertrags den Marktrisiken entzogen, sei eine Schönwetterbehauptung und ökonomisch falsch. Das enge Zusammenwirken zwischen Partner und Partnerwerk bewirke, dass das Partnerwerk trotz Dividendengarantie dem Marktrisiko der Partner nicht völlig entzogen sei. Denn wenn die Strompreise am Markt über längere Zeit unter den Gestehungskosten der Stromanbieter lägen, sei es dem Partner ökonomisch nicht mehr möglich, die vollen Jahreskosten inklusive vertraglich zugesicherter Dividende zu übernehmen.
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 Die Einführung von neuen internationalen Strombörsen und der neue Markt für Systemdienstleistungen erlaube es flexiblen Partnerwerken, Geld auch ohne physische Lieferung durch zur Verfügung stellen von Turbinen- und evtl. Pumpkapazitäten zu verdienen. Dieses neue Wertschöpfungspotential, welches das Partnerwerk ihren Partnern seit Einführung der Spotmärkte und dem Markt für Systemdienstleistungen zur Verfügung stelle, sei zu entschädigen.
 Der Vergleich von Gestehungskosten von Werken mit vergleichbaren Produktionskapazitäten zeige, dass das Festhalten an einem Entschädigungskonzept, das an der Rendite des eingesetzten Aktienkapitals ansetze, zu wirtschaftlich unhaltbaren Gewinnausweisen führe, indem teurer gebauten Werken höhere Gewinne zugewiesen würden als günstiger gebauten Werken.
 Es sei deshalb sachgerecht, dass ökonomische Vorteile eines kostengünstigen Werks mit einem Effizienz-Markup und der Mehrwert der Flexibilität, welcher von den Partnern mit dem Vorhalten von Kapazitäten neu realisiert werden könne und realisiert werde, mit dem Flexibilitäts-Markup entschädigt würden. Das risikolose Zusatzgeschäft aus dem Vorhalten von flexiblen Kapazitäten, welches die Beschwerdeführerin ihren Partnern ermögliche, müsse der Beschwerdeführerin entschädigt werden. Der bestehende Partnervertrag würde es eigentlich erlauben, die lediglich bis auf weiteres festgelegten Entschädigungen den veränderten Gegebenheiten anzupassen. Darauf hätten die Partner verzichtet, deshalb liege eine geldwerte Leistung vor, deren Umfang vorsichtig ermittelt und erprobt worden sei.
13. Am 20. Juni 2016 hielt die Beschwerdeführerin triplicando an ihren
Anträgen fest und vertiefte ihre Argumentation.
14. Am 22. August 2016 hielt die Beschwerdegegnerin 1 quadruplicando an
ihren Anträgen fest und vertiefte ihre bisherigen Standpunkte.
15. Am 30. September 2016 reichte die Beschwerdeführerin noch eine
Stellungnahme zur Quadruplik der Beschwerdegegnerin 1 vom 22. August
2016 ein. Dabei hielt sie an ihren Rechtsbegehren und prozessualen
Anträgen fest und vertiefte abermals ihre Argumentation.
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16. Die Beschwerdegegnerin 1 verzichtete mit Schreiben vom 20. Oktober
2016 auf die Einreichung einer weiteren Stellungnahme und hielt
gleichzeitig an ihren Rechtsbegehren fest.
17. Am 16. Mai 2018 wurden die Parteien angefragt, ob sie zu einer
Referentenaudienz Hand bieten würden. Mit Einverständnis der Parteien
wurde diese am 28. September 2018 durchgeführt. Eine Einigung
zwischen den Parteien konnte nicht erzielt werden. Der
Beschwerdeführerin wurde daher aufgetragen, den Verfahrensstand im
Parallelverfahren betreffend Partnerwerke im Kanton Wallis, welcher beim
Bundesgericht anhängig war, mitzuteilen.
18. Mit Schreiben vom 22. Oktober 2018 teilte die Beschwerdeführerin mit,
dass der Fall vom Bundesgericht in Kürze entschieden würde, weshalb es
angebracht erscheine, das Verfahren von Verwaltungsgericht bis
spätestens Ende April 2019 zu sistieren. Diesem Sistierungsantrag
schloss sich die Beschwerdegegnerin 1 mit Schreiben vom 5. November
2018 an.
19. Vor Ablauf der Sistierungsfrist stellte die Beschwerdeführerin am 18. April
2019 einen Antrag auf Verlängerung der Sistierung, da gemäss Auskunft
des Bundesgerichts das Urteil im Parallelverfahren bis spätestens Ende
Juni 2019 erwartet werden könne. Diesem Antrag wurde mit Verfügung
vom 23. April 2019 stattgegeben.
20. Am 14. Juni 2019 teilte die Beschwerdeführerin mit, dass das
Bundesgericht den Parallelfall im Kanton Wallis entschieden habe. Am 20.
Juni 2019 stellte die Beschwerdeführerin dem Verwaltungsgericht das
entsprechende Urteil samt inoffizieller deutscher Übersetzung zu.
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21. Mit Schreiben vom 24. Juni 2019 hat das Verwaltungsgericht die Parteien
aufgefordert, vor dem Hintergrund des Bundesgerichtsurteils zum
weiteren Vorgehen Stellung zu nehmen. Die Beschwerdegegnerin 1 teilte
am 8. August 2019 mit, dass das Verfahren weiter zu führen sei und der
Fokus mit Bezug auf das einzuholende Gutachten auf die von der
Beschwerdegegnerin 1 gewählte Kostenaufschlagsmethode gelegt
werden sollte. Die Beschwerdeführerin vertrat demgegenüber mit Eingabe
vom 14. August 2019 die Ansicht, dass auf Grund der Erwägungen des
Bundesgerichts im Parallelfall die Beschwerde gutzuheissen sei, weshalb
auf die Einholung eines Gutachtens verzichtet werden könne. Allenfalls
könne eine Referentenaudienz durchgeführt werden.
22. Die Beschwerdegegnerin 1 teilte mit Stellungnahme vom 30. August 2019
mit, dass eine einvernehmliche Lösung im Rahmen einer
aussergerichtlichen Einigung ausgeschlossen werden könne, weshalb
das Verfahren weiter zu führen sei. Das Verwaltungsgericht solle vielmehr
ein Gerichtsgutachten einholen.
23. Am 2. September 2019 wiederholte die Beschwerdeführerin ihre Anträge
auf Gutheissung der Beschwerde sowie allfälliger Durchführung einer
Referentenaudienz. Zwischen den Parteien bestünde dem Grundsatz
nach Einigkeit, dass das Bundesgericht die Kostenaufschlagsmethode als
geeignete Methode bezeichnet habe, welche herangezogen werden
könne, um festzustellen, ob ein Missverhältnis zwischen Leistung und
Gegenleistung gegeben sei. Die Ausführungen des Bundesgerichts seien
klar und daher die Einhaltung eines Gerichtsgutachtens nicht notwendig.
24. Mit prozessleitender Verfügung vom 13. September 2019 ordnete der
Instruktionsrichter gestützt auf Art. 11 und Art. 12 Abs. 1 lit. f) des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) im
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vorliegenden Verfahren die Einholung eines Sachverständigengutachtens
an. Die Parteien wurden aufgefordert, ihre Fragen an den/die Gutachter/in
dem Verwaltungsgericht bis 15. Oktober 2019 vorzulegen und wenn
möglich dem Verwaltungsgericht einen bereits zwischen der
Beschwerdeführerin und der Beschwerdegegnerin 1 bereinigten
gemeinsamen Fragenkatalog einzureichen. Der/die Gutachter/in würde in
einem zweiten Schritt zu bestimmen sein. Der Instruktionsrichter behielt
sich vor, nach dem Vorliegen des definitiven Fragenkatalogs eine weitere
prozessleitende Verfügung zu erlassen.
25. Innert letztmals erstreckter Frist reichte die Beschwerdeführerin am 2.
Dezember 2019 ihren Fragenkatalog ein. Sie bemerkte dazu unter
anderem was folgt:
 Auf eine gemeinsame Eingabe habe man sich nicht einigen können. Immerhin habe man sich auf vier Punkte geeinigt, welche aufgrund des Bundesgerichtsurteils 2C_495/2017 und 2C_512/2017 vom 27. Mai 2019 nicht mehr durch einen/eine Gutachter/in geklärt werden müssten. Aus prozessökonomischen Gründen habe sie auf eine zeitaufwändige Beschwerde gegen die Erstellung eines Gerichtsgutachtens verzichtet. Ein/eine Gutachter/in habe sich indessen an den vom Bundesgericht festgesetzten Rahmen zu halten. Das Gutachten habe sich deshalb allein steuerrechtlichen und/oder verrechnungspreislichen Fragen zu widmen. Ein allgemeines energiewirtschaftliches Gutachten lehne sie ab. Ein/eine Gutachter/in werde von ihr aufgrund des in der Verfügung vom 13. September 2019 festgesetzten zweistufigen Ablaufs jetzt nicht vorgeschlagen. Die Änderung respektive Ergänzung der Fragen im Rahmen des nachfolgenden Schriftenwechsels werde ausdrücklich vorbehalten. Ebenso behalte sie sich die Ausführungen zu einem/einer allfälligen Gutachter/in bereits im vorliegenden Verfahrensstadium vor, sollten die Ausführungen der Beschwerdegegnerin 1 dazu Anlass geben.
26. Ebenfalls innert letztmals erstreckter Frist reichte die Beschwerdegegnerin
1 am 2. Dezember 2019 ihren Fragenkatalog ein. Sie führte diesbezüglich
unter anderem was folgt aus:
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 Die Parteien seien zuversichtlich gewesen, einen bereinigten gemeinsamen Fragenkatalog zu erstellen. Jedoch habe sich gezeigt, dass sich die Parteien diesbezüglich weder auf ein gemeinsames Vorgehen noch auf eine gegenseitige Vorlage resp. gemeinsame Bereinigung der Fragen hätten einigen können. Daher reiche sie ihren allein ausgearbeiteten Fragenkatalog ein. Dieser sei der Beschwerdeführerin aufgrund der gescheiterten Zusammenarbeit nicht vorgelegt worden. Die der/dem Gutachter/in herauszugebenden Dokumente habe sie aufgelistet. Der Katalog enthalte Fragen, welche sowohl auf die verrechnungspreistechnischen Aspekte als auch auf die Betriebs- und stromwirtschaftlichen Erkenntnisse der Wasserkraftwerke eingingen.
27. Am 4. Dezember 2019 gewährte der Instruktionsrichter den Parteien Frist
zur Stellungnahme zu den Fragen der jeweils anderen Partei an die/den
Gutachter/in.
28. Am 10. Januar 2020 stellte die Beschwerdeführerin folgende Anträge:
"1. Der/dem Gutachter/in seien ausschliesslich die Fragen der Beschwerdeführerin zu unterbreiten.
2. Eventualiter seien der/dem Gutachter/in sowohl der Fragenkatalog der Beschwerdeführerin als auch derjenige der Steuerverwaltung zu unterbreiten. Beim Fragenkatalog der Steuerverwaltung seien aber die energiewirtschaftlichen Fragen 1, 5, 7 und 8 zu streichen bzw. vorerst einmal zurückzustellen.
3. Subeventualiter sei ein energiewirtschaftliches Gutachten (erst dann) anzuordnen, falls das Verrechnungspreisgutachten zum Schluss gelange, dass einzelne relevante energiewirtschaftliche Fragen beantwortet werden müssten. Die Fragen an den/die energiewirtschaftliche(n) Gutachter/in wären dabei erst definitiv festzulegen, wenn das verrechnungspreisliche Gutachten vorliege. Sie sei nach wie vor bereit, im Rahmen einer Referentenaudienz die nächsten prozessualen Schritte zu besprechen bzw. eine einvernehmliche Lösung zu finden, die sich im Rahmen des bundesgerichtlichen Urteils 2C_495/2017 und 2C_512/2017 vom 27. Mai 2019 bewege."
29. Ebenfalls am 10. Januar 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin 1 was
folgt:
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"1. Die Fragen an die/den Gutachter/in dürften nicht durch das Bundesgerichtsurteil 2C_495/2017 und 2C_512/2017 vom 27. Mai 2019 eingeengt werden und es erscheine überflüssig, bei jeder Frage die  zu erwähnen.
2. Die Fragen an die/den oder Gutachter/in sollten offen gestellt werden und die Differenzierungen, welche sich an die Bundesgerichtsurteile 2C_ 495/2017 und 2C_512/2017 vom 27. Mai 2019 und die OECD-Verrechnungspreisleitlinien anlehnten, weggelassen werden.
3. Fragen 1, 2, 3, 4, 5, 8, 12d, 13f, 16 und 19 seien zu streichen. 4. Fragen 13a, 13b, 13c und 13d seien sehr suggestiv formuliert, materiell sei
deren Kern durch ihre Fragen 5, 6, 7 und 8 abgedeckt und neutraler formuliert. 5. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin, es stellten sich hier keine
energiewirtschaftlichen Fragen weshalb diesbezüglich kein Gutachten einzuholen sei, mache diese in ihrem Fragenkatalog in Frage 12e, 12f, 13a, 13c und 13d Aussagen, welche energiewirtschaftliche Kenntnisse voraussetzten. Fragen 1, 5, 7, 8 und 12 der Steuerverwaltung müssten separat, ev. durch einen energiewirtschaftlichen Gutachter, beantwortet werden."
30. Mit prozessleitender Verfügung vom 28. Februar 2020 ordnete der
Instruktionsrichter gestützt auf Art. 11 und Art. 12 Abs. 1 lit. f) VRG an,
dass die jeweiligen Fragenkataloge der Parteien unverändert dem/der
noch zu bestimmenden Gutachter/in vorgelegt werden. Überdies
verzichtete der Instruktionsrichter auf eine erneute Durchführung einer
Referentenaudienz und forderte die Parteien auf, bis zum 31. März 2020
höchstens je drei Vorschläge eines/einer Gutachter/in zu unterbreiten.
Nach Möglichkeit sollten sich die Parteien auf einen/eine Gutachter/in
einigen.
31. Am 30. März 2020 teilte die Beschwerdegegnerin 1 die Namen der in
Absprache mit der Beschwerdeführerin festgelegten möglichen Gutachter
mit. Mit Schreiben vom 31. März 2020 bestätigte die Beschwerdeführerin
diese vorgeschlagenen Gutachter und machte Vorschläge für den
Fragenkatalog.
32. In der Folge wurde den Parteien am 2. Juni 2020 der Entwurf zur
Auftragserteilung hinsichtlich der Gerichtsexpertise an Prof. Dr. L._
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zur Stellungnahme unterbreitet. Hierzu äusserten sich die Parteien
letztmals mit Stellungnahmen vom 10. Juli 2020 (Beschwerdegegnerin 1)
und 13. Juli 2021 (Beschwerdeführerin). Der Auftrag an den Gutachter
erging am 17. Juli 2020.
33. Das Gutachten wurde am 28. September 2020 fertig gestellt und am 29.
September 2020 an das Verwaltungsgericht versandt. Am 30. September
2020 wurde das Gutachten an die Parteien zur Stellungnahme zugestellt.
34. Am 30. November 2020 reichte die Beschwerdegegnerin 1 ihre
Stellungnahme zum Gutachten ein. Sie bemerkte dazu im Wesentlichen,
was folgt:
 Das Gutachten skizziere ein Verrechnungspreismodell, welches den anerkannten Verrechnungspreisvorgaben standhalte und in der Veranlagungspraxis umsetzbar sei. Das Modell zeige auf, wie die Verrechnungspreise für die seit Jahren umstrittene Frage der Partnerwerksbesteuerung festgelegt werden sollten.
 Obwohl die Antworten zu den Fragen der Beschwerdegegnerin 1 wiederholt anders ausgefallen seien, als es die Beschwerdegegnerin 1 erwartet hätte und teilweise Überlegungen der Beschwerdegegnerin 1 abgelehnt würden, sei die Beschwerdegegnerin 1 mit den Schlussfolgerungen und dem Verrechnungspreismodell einverstanden.
 Besonders hervorzuheben sei, dass die Kostenaufschlagsmethode nicht in Zweifel gezogen werde. Jedoch werde die Ermittlung des Verrechnungspreises auf Basis einer Pflichtdividende, wie von der Beschwerdeführerin beantragt, abgelehnt.
 Gemäss Gutachten werde eine kalkulatorische Verzinsung des Eigenkapitals zu 5 % in die Kostenbasis miteinbezogen. Dabei gebe es keinen Hinweis, woher dieser Zinssatz stamme. Ein Blick auf die Verzinsung von vergleichbar langfristigen Ausleihungen der Jahre 2009-2011 zeige, dass ein Zinssatz von 5 % durchaus dem Drittvergleich standhalte. In den Geschäftsberichten der Kernkraftwerke J._ und M._ zeige sich, dass diese die Rückstellungen für den Stilllegungs- und Entsorgungsfonds mit 5 % verzinsen würden und sich
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dabei auf die Verordnung über den Stilllegungs- und den Entsorgungsfonds für Kernanlagen stützten, welche von einer Betriebsdauer von 50 Jahren ausgehe. Da bei der Beschwerdeführerin die Konzessionsdauer 80 Jahre betrage, könne der Zinssatz von 5 % als Drittvergleich für die Bestimmung des marktüblichen Zinssatzes für langfristig zur Verfügung gestelltes Eigenkapital herangezogen werden.
 Im Gutachten würde bestätigt, dass Effizienzunterschiede in der Kostenbasis zu berücksichtigen seien. Diese würden mit Blick auf Werte von Vergleichswerken mit 20 % bemessen, was einer vorsichtigen Schätzung entspräche. Zwar könne der richtige Wert nicht eindeutig bestimmt werden, es spreche verfahrensökonomisch nichts dagegen, dem im Gutachten gewählten Ansatz zu folgen.
 Auch mit Blick auf den im Gutachten angenommenen Kostenaufschlag von 10 % gibt es keinen konkreten Hinweis, worauf sich dieser abstütze. Eine mögliche Erklärung sei die Übernahme des bei einem anderen Partnerwerk für die Bestimmung des steuerlich korrekten Verrechnungspreises festgelegten Kostenaufschlags von 10 %. Die Daten aus der Jahresrechnung des Kernkraftwerks J._ würden dies belegen.
 Das Gutachten würde klar aufzeigen, dass die steuerbaren Gewinne auf Basis der darin ermittelten Verrechnungspreise deutlich höher seien, als die Gewinne gemäss Selbstdeklaration der Beschwerdeführerin. Das Kostenaufschlagsmodell gemäss Gutachten zeige Resultate, die innerhalb der Kostenaufschläge von Partnerwerken liegen würden. Es konnte einzig kein Indiz für die Höhe des Effizienzvorteils gefunden werden. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung hätten die Steuerbehörden bei einer Ermessensveranlagung darauf zu achten, dass alle Unterlagen berücksichtigt würden, welche ihr zur Verfügung stünden. Auch hätten die Steuerbehörden alle Umstände zu würdigen, auch wenn diese sich nicht aus den Akten ergeben würden und eine vorsichtige Schätzung vorzunehmen, ohne allerdings dazu verpflichtet zu sein, im Zweifelsfall die für den Steuerpflichtigen günstigere Annahme zu treffen. Vor diesem Hintergrund könnte auf die im Gutachten dargelegten Parameter zurückgegriffen werden. Diese würden Drittvergleichen standhalten und den Anforderungen an eine ermessensweise vorgenommene Veranlagung entsprechen.
 Die in den Einspracheentscheiden veranlagten Gewinne würden auf Modellen beruhen, welche im Gutachten abgelehnt würden. Die
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Beschwerdegegnerin 1 akzeptiere diese Beurteilung, stelle aber gleichzeitig fest, dass die veranlagten Gewinne im Resultat nur unwesentlich von jenen gemäss Kostenaufschlagsmodell im Gutachten abweichen würden. Würde man die Parameter im Gutachten nur ein klein wenig ändern, z.B. einen Kostenaufschlag von 13 % statt 10 % vorsehen, so würde das Gesamtresultat aus den drei relevanten Steuerperioden praktisch dem veranlagten Gesamtgewinn für die Steuerperioden 2009-2011 entsprechen. Ein Kostenaufschlag von 13 % habe in den im Gutachten genannten Bandbreiten Platz. Es liege ein schlüssiges gutachterliches Ergebnis und ein daraus entwickeltes Kostenaufschlagsmodell vor, welches den international anerkannten Verrechnungspreisrichtlinien entspreche und in der Veranlagungspraxis leicht umsetzbar sei. Das Gutachten sei bestens geeignet für den Entscheid des Verwaltungsgerichts.
35. Innert letztmals erstreckter Frist reichte die Beschwerdeführerin am 10.
Dezember 2020 ihre Stellungnahme zum Gutachten ein. Sie bemerkte
dazu im Wesentlichen, was folgt:
 Das von der Beschwerdegegnerin 1 vertretene Modell (nachfolgend Modell GR) widerspreche dem Fremdvergleichsgrundsatz und könne somit nicht für die Verrechnungspreisermittlung verwendet werden. Dieses bestehe im Wesentlichen aus der Addition mehrerer Vergütungskomponenten. Das Gutachten habe das Modell GR in sämtlichen Elementen verworfen, indem es eine doppelte Berücksichtigung von Effizienzunterschieden in der Kostenbasis und im Aufschlag als nicht mit dem Fremdvergleich vereinbar und die konkrete Ausgestaltung des Effizienzzuschlags gar als willkürlich bezeichnet habe. Der EQF-Aufschlag sei sodann per se nicht anwendbar, da die diesbezüglichen Marktchancen ausschliesslich den Partnern zuzuordnen seien. Auch die ROCE-Verprobung weise gemäss Gutachten grundlegende Mängel auf. Angesichts dieser Erwägungen des unabhängigen Verrechnungspreisspezialisten würden sich weiter Ausführungen zum Modell GR erübrigen. Das Modell GR dürfe für das vorliegende Verfahren keine Rolle mehr spielen. Die Beschwerdegegnerin 1 habe damit den Nachweis eines offensichtlichen Missverhältnisses nicht erbracht, weshalb die Beschwerde bereits aus diesem Grund gutgeheissen werden müsste.
 Weiter gebe das Gutachten keine Indikation für die Annahme einer geldwerten Leistung. Die Partner würden der Beschwerdeführerin unter dem Dividendenmodell die Gesamtkosten (inkl. Steuern) und einen
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Aufschlag für die Ausschüttung einer Dividende sowie die Zuweisung an die gesetzlichen Reserven entschädigen. Dieser Aufschlag betrage rund 5.25 % auf dem Aktienkapital. Beim Dividendenmodell handle es sich um ein einfaches und praktikables Verrechnungspreismodell, welches insbesondere auch dem ökonomischen und verrechnungspreislichen Grundsatz, wonach tiefe Risiken zu tiefen, aber stabilen Gewinnen führen sollten, Rechnung tragen würde. In seinem Urteil 2C_495/2017, 2C_512/2017 habe das Bundesgericht festgehalten, es sei dem Steuerpflichtigen unbenommen, seine Entschädigung resp. seinen steuerbaren Gewinn nach dem Dividendenmodell zu ermitteln. Den Steuerbehörden sei dann aber eine Kontrollrechnung nach einer Methode gemäss Art. 58 Abs. 3 DBG zuzugestehen. Diese Vorgaben des Bundesgerichts würden dem Vorgehen der Beschwerdeführerin entsprechen.
 Das Bundesgericht habe sämtliche Aufwandpositionen gemäss Jahresrechnung ausser der Position Ertragssteuern sowie unter Ausklammerung des Kapitalsteueraufwandes als zulässige Kostenbasis erachtet. Die im Gutachten verwendete Differenzierung zwischen pagatorischen vs. kalkulatorischen Kosten dürfte wohl vor dem Hintergrund des deutschen Steuerrechts vorgenommen worden sein. Es sei stattdessen von verbuchtem (und steuerlich geschäftsmässig begründetem) Aufwand zu sprechen. Adaptiere man das Dividendenmodell der Beschwerdeführerin auf die durch das Bundesgericht beschriebene Kostenbasis, gelange man zu Kostenaufschlägen zwischen 11.50 - 17.94 %. Bezogen auf die ausgewiesenen Jahresgewinne würden sich Kostenaufschläge zwischen 11.75 - 14.09 % ergeben. Hinsichtlich des Kostenaufschlags habe das Bundesgericht in besagtem Urteil die Lehre zitiert, welche von einem Kostenaufschlag zwischen 3-15 % ausgeht. Die dargelegten Kostenaufschläge würden allesamt 12 % oder mehr betragen, weshalb kein offensichtliches Missverhältnis und somit auch keine geldwerte Leistung der Beschwerdeführerin vorliegen könne.
 Das Dividendenmodell sei eine Spielart der Kostenaufschlagsmethode, welche sich insbesondere dann als sachgerecht erweisen würde, wenn ein traditioneller Kostenaufschlag zu volatilen Ergebnissen führen würde, die sich aufgrund des Funktions- und Risikoprofils nicht rechtfertigen lassen. Da es in der Regel den einen "richtigen" Verrechnungspreis im Sinne eines mathematisch fixierbaren Werts nicht geben würde, sei in der Lehre einhellig anerkannt, dass dem Steuerpflichtigen innerhalb einer Bandbreite angemessener Preise grosses Ermessen zukomme. So bestehe keine Verpflichtung, innerhalb einer zulässigen Bandbreite den höheren Preis zu wählen.
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Ein Wert, der sich innerhalb der ermittelten Bandbreite bewegen würde, könne entsprechend nie eine geldwerte Leistung darstellen. Insbesondere liege gemäss Bundesgerichtsurteil 2C_495/2017, 2C_512/2017 kein unverhältnismässiger Verrechnungspreis vor, wenn er zu einem Gewinn führe, welcher "mehr oder weniger" das Doppelte von demjenigen beträge, welcher bei einem Kostenaufschlag von 5 % auf einer Kostenbasis gemäss verbuchtem Aufwand resultieren würde. Das Gutachten käme zum selben Schluss.
 Die Kostenaufschlagsmethode bestehe aus zwei Elementen – der Kostenbasis und dem Kostenaufschlag. Gemäss OECD und Lehre läge die genaue Ermittlung der Kostenbasis im Ermessen des Geschäftsführers. Dabei seien jeweils direkte Kosten, indirekte Kosten und betriebliche Aufwendungen des Gesamtunternehmens zu berücksichtigen. Das Abstellen auf verbuchte Aufwendungen sei nicht nur mit den OECD Verrechnungspreisrichtlinien kompatibel, sondern würde auch der schweizerischen Rechtsprechung entsprechen. Generell sei die handelsrechtliche Jahresrechnung für die steuerliche Gewinnermittlung massgeblich. Nicht verbuchte Aufwendungen seien im Gegenzug steuerlich unbeachtlich (umgekehrte Massgeblichkeit). In Bezug auf die Beurteilung, ob ein Kostenaufschlag fremdvergleichskonform sei, sei grundsätzlich immer der für den Steuerpflichtigen tiefste resp. günstigste Wert zu verwenden. Je breiter die Kostenbasis umso tiefer solle der Kostenaufschlag sein. Aus der Sensitivitätsanalyse im Gutachten würde sich ergeben, dass selbst bei Verwendung der breitesten Kostenbasis in sämtlichen strittigen Steuerperioden ein Kostenaufschlag von 5 % resultierte, was innerhalb der vorgesehenen Bandbreite läge.
 Im Gutachten würden beispielhafte Berechnungen dargestellt, welche vor dem Hintergrund der deutschen Verrechnungspreispraxis zu verstehen und auf schweizerische Gegebenheiten zu adaptieren seien. In Bezug auf die Berechnungsbeispiele sei darauf hinzuweisen, dass darin zusätzlich zu ohnehin schon breiten Kostenbasis zusätzlich eine Eigenkapitalverzinsung eingefügt werde und die Kostenbasis überdies um ein Effizienzelement ergänzt würde.
 In Bezug auf die Eigenkapitalverzinsung sei im Gutachten mit einem kalkulatorischen Zinssatz von beispielhaft 5 % gerechnet worden, auf dem wiederum ein Kostenaufschlag vorgenommen worden sei. Allerdings ergebe sich aus dem Gutachten ebenfalls, das eine solche Erweiterung nicht zwingend erforderlich sei. Der Beschwerdeführerin seien keinerlei Fälle aus der Praxis, Gerichtsurteile oder Publikationen aus der Schweiz bekannt, in welchen jemals eine
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Eigenkapitalverzinsung angesprochen worden wäre. Vielmehr werde immer auf die Aufwendungen gemäss handelsrechtlicher Jahresrechnung abgestellt. Dieser Ansatz entspreche der bundesgerichtlichen Praxis. So habe das Bundesgericht in BGE 2C_495/2017, 2C_512/2017 erkannt, dass das ausschliessliche Abstellen auf die verbuchten Aufwendungen bei der Ermittlung der Kostenbasis keinen Ermessensmissbrauch darstelle. Die Berücksichtigung einer rein kalkulatorischen Eigenkapitalverzinsung stehe nicht im Einklang mit dem Massgeblichkeitsprinzip und der in der Schweiz gerichtlich gestützten Praxis. Das Gutachten beziehe sich in diesem Punkt wiederholt auf deutsche Dokumentationspflichten, welche dem Schweizer Steuerrecht und der Schweizer Steuerpraxis fremd seien. So habe keine der Parteien jemals eine solche erweiterte Kostenbasis auch nur angesprochen. Letzten Endes erkenne das Gutachten ebenfalls, dass eine Eigenkapitalverzinsung mit Blick auf die OECD-Verrechnungspreisrichtlinien nicht notwendig sei. Vor diesem Hintergrund habe eine kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung in der Kostenbasis zu unterbleiben.
 Die Berücksichtigung eines Effizienzelements sei ebenfalls fragwürdig. So werde im Gutachten diesbezüglich darauf hingewiesen, dass, sofern ein solches Effizienzelement überhaupt Berücksichtigung finden dürfe, dies nur in dem Umfang geschehen könne, als die Kosten tatsächlich vom jeweiligen Kraftwerk beinflussbar seien. Im Falle einer Effizienzberücksichtigung müsse bei jedem Kraftwerk einzeln geprüft werden, inwieweit der Anteil von Kostenpositionen tatsächlich optimiert werden könne. Dafür seien die einzelnen Verhältnisse im Detail zu prüfen und zu berechnen. Ein solches Vorgehen wäre nicht praktikabel und würde an diversen rechtlichen Schranken scheitern (Steuergeheimnis, Wettbewerbsrecht). Auch sei nicht nachvollziehbar, warum in Bezug auf die Beurteilung des Effizienzkriteriums auf Daten zwischen verbundenen Unternehmen abgestellt werden könne. Aus den OECD-Verrechnungspreisrichtlinien gehe explizit hervor, dass Transaktionen zwischen verbundenen Unternehmen mit vergleichbaren Transaktionen zwischen unverbundenen Unternehmen zu vergleichen seien, was auch einen Vergleich der Kosten des getesteten Unternehmens mit einem vergleichbaren unabhängigen Unternehmen beinhalte.
 Schlussendlich werde im Gutachten nicht zuletzt auf Grund der Eigenkapitalverzinsung und des Effizienzelements auf eine sehr breite Kostenbasis abgestellt, die über das hinausgehen würde, was in der Schweiz und vielen anderen Ländern üblich sei. Im Gutachten werde daher festgehalten, dass der Kostenaufschlag typischerweise umso
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tiefer ausfalle, je breiter die Kostenbasis sei. In diesem Zusammenhang sei zu erwähnen, dass der von der Beschwerdeführerin festgelegte Verrechnungspreis selbst unter einer einseitigen Berücksichtigung der im Gutachten enthaltenen Parameter zu Gunsten des Fiskus in keinem offensichtlichen Missverhältnis dazu stehen würde. Somit müsse ein Kostenaufschlag bei 5 % angesetzt werden.
36. Innert Frist reichte die Beschwerdegegnerin 1 am 15. Januar 2021 ihre
Stellungnahme zur Vernehmlassung der Beschwerdeführerin vom 10.
Dezember 2020 ein. Sie bemerkte dazu im Wesentlichen, was folgt:
 Sowohl das Bundesgericht (BGE 2C_495/2017; 2C_512/2017) als auch das Gutachten würden unmissverständlich aufzeigen, dass die Kostenaufschlagsmethode die vorliegend anzuwendende Methode sei. Das von der Beschwerdeführerin angewendete Dividendenmodell sei weder in Art. 58 Abs. 3 DBG noch in Art. 79 Abs. 3 StG enthalten und damit per se nicht gesetzeskonform. Die Beschwerdegegnerin 1 habe daher die eingereichten Steuererklärungen für die Jahre 2009 bis 2011 auf der Basis einer Kostenaufschlagsmethode vorgenommen. Auf Grund der mangelnden Kooperation der Beschwerdeführerin im Einspracheverfahren habe die Beschwerdegegnerin 1 auf Basis der spärlich vorhandenen Informationen eine Korrektur der Verrechnungspreise mittels Kostenaufschlagsmethode nach Ermessen vornehmen müssen. Das Gutachten habe bestätigt, dass für die Ermittlung einer fremdvergleichskonformen Stromlieferung die Kostenaufschlagsmethode zu verwenden sei. Dabei sei von einer breiten Kostenbasis und von einem Kostenaufschlag zwischen 5 % bis 10 %, mitunter sogar 15 %, auszugehen. Daneben haben das Gutachten bestätigt, dass eine Berücksichtigung von Effizienzvorteilen den Vorgaben der OECD-Verrechnungspreisrichtlinien entspreche und zwar nicht im Rahmen der Ermittlung des Kostenaufschlags, sondern bei der Ermittlung der zu erstattenden Kosten.
 Die Anwendbarkeit der Kostenaufschlagsmethode nach Massgabe der OECD-Verrechnungspreisrichtlinien sei unbestritten. Diese Methode erfordere die Bestimmung sowohl einer sachgerechten Kostenbasis als auch eines fremdvergleichskonformen Kostenaufschlags. Zur Bestimmung einer sachgerechten Kostenbasis seien alle Kosten, die aus der Produktion oder Erbringung der Dienstleistung resultieren zu berücksichtigen. Dabei sei nicht einzig auf die rein handelsrechtlich ausgewiesenen Kosten abzustellen. Vielmehr seien auch die Kosten für das eingesetzte Eigenkapital zu berücksichtigen, da sich nur auf diese
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Weise ein sachgerechter Fremdvergleich zwischen Unternehmen, die eine unterschiedliche Eigenfinanzierung wählen, herstellen lasse. Eine rein von der Handelsbilanz abgeleitete Bestimmung der Kostenbasis zwecks Anwendung der Kostenaufschlagsmethode sei nach Massgabe der Schweizer Steuergesetze nicht sachgerecht.
 Mangels verfügbarer Daten in Bezug auf vergleichbare Transaktionen zwischen unabhängigen Dritten greife das Gutachten auf Erfahrungssätze aus der Praxis zurück. Dabei würden regelmässig Kostenaufschläge zwischen 5 % und 1 0%, teilweise bis zu 15 % beobachtet. In der Folge werde im Gutachten auf den Mittelwert von 10 % abgestellt, was seitens der Beschwerdegegnerin 1 als sachgerecht qualifiziert werde.
 Für die Beurteilung, ob ein offensichtliches Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung und damit eine verdeckte Gewinnausschüttung/Gewinnvorwegnahme vorliege, sei zentral, dass Verrechnungspreise, welche auf gleichen Kalkulationsgrundlagen beruhen, verglichen werden. Die Gegenüberstellung der von der Beschwerdeführerin verwendeten Verrechnungspreise gemäss Jahresrechnung mit den Verrechnungspreisvariationen gemäss Gutachten zeige, dass diese auf unterschiedlichen kalkulatorischen Grundlagen beruhen. Das Gutachten rechne mit Verrechnungspreisen ohne Berücksichtigung der Ertragssteuern und des ausserordentlichen Erfolges. Demgegenüber würden die Verrechnungspreise der Beschwerdeführerin sowohl die Ertragssteuern als auch den ausserordentlichen Erfolg enthalten. Vergleiche man die Verrechnungspreise auf gleicher Kalkulationsbasis, so zeige sich, dass die Verrechnungspreise auf Basis Cost plus 5 % immer höher seien, als die Verrechnungspreise der Beschwerdeführerin. Damit zeige sich, dass die Beschwerdeführerin mit ihrer Methode ausserhalb der im Gutachten vorgeschlagenen Bandbreiten liegen würde und damit keinen fremdvergleichskonformen Verrechnungspreis deklariere. So gehe das Dividendenmodell nicht von einer Bandbreite von Verrechnungspreisen aus, sondern lediglich von einem Preis (% Rendite auf dem Eigenkapital). Die Beschwerdeführerin habe im Rahmen des Verfahrens auch keine solche Bandbreite nachgewiesen.
 Die Beschwerdegegnerin 1 habe eine nach Ermessen erfolgte Korrektur der Verrechnungspreise mittels Kostenaufschlagsmethode innerhalb der vom Gutachten festgestellten Bandbreiten vorgenommen. Die Zulässigkeit einer ermessensweisen Bestimmung sei u.a. auch vom Verwaltungsgericht des Kantons Zürich im Entscheid vom 16. Dezember 2015 (SB2015.00005) festgehalten worden. Der im
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Gutachten gemachte Vorschlag sei einfach und praktikabel und könne bei den anderen sistierten Fällen der Partnerwerksbesteuerung angewendet werden.
 Abschliessend werde auf die Problematik der Veranlagungsverjährung hingewiesen. Diese sei von der Beschwerdegegnerin 1 bereits anlässlich der Referentenaudienz vom 28. September 2018 angesprochen worden.
37. Innert Frist reichte die Beschwerdeführerin am 12. Februar 2021 ihre
Stellungnahme zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin 1 vom 30.
November 2020 ein. Sie bemerkte dazu im Wesentlichen, was folgt:
 Beim vorliegenden Rechtsstreit gehe es in erster Linie um die Frage, ob die Beschwerdeführerin für ihre Leistungen an die Partner fremdvergleichskonform entschädigt resp. ob eine verdeckte Gewinnausschüttung vorliegen würde. Die Beschwerdeführerin mache geltend, dass die seit rund 60 Jahren angewandte Spielart der Kostenaufschlagsmethode, das sog. Dividendenmodell, weiterhin eine sachgerechte Methode zur steuerlichen Gewinnermittlung darstellen würde und zu einem fremdvergleichskonformen Verrechnungspreis führe. Demgegenüber wolle die Beschwerdegegnerin 1 eine Gewinnkorrektur vornehmen. Dieselbe Absicht habe die Steuerverwaltung des Kantons Wallis in einem ähnlich gelagerten Fall gehabt, welches vom Bundesgericht mit Urteil BGE 2C_495/2017; 2C_512/2017 entschieden wurde. Das Bundesgericht habe erkannt, dass es dem Steuerpflichtigen unbenommen sei, den steuerbaren Gewinn nach dem Dividendenmodell zu ermitteln. Den Steuerbehörden sei jedoch eine Kontrollrechnung nach einer Methode gemäss Art. 58 Abs. 3 DBG zuzugestehen. In casu sah das Bundesgericht keinen Anlass, von einer verdeckten Gewinnausschüttung auszugehen. Die Beschwerdegegnerin 1 versuche parallel zum Pilotverfahren im Kanton Wallis eine Gewinnaufrechnung mit einem weiteren, neuen Ansatz, welches vom Gutachten verworfen worden sei.
 Die Beweislast für das Vorhandensein einer geldwerten Leistung trage die Beschwerdegegnerin 1. Das Gutachten habe klar aufgezeigt, dass die Grundlage für diese Behauptung untauglich sei, weshalb der Beschwerdegegnerin 1 der Nachweis nicht gelungen sei. Insbesondere ignoriere die Beschwerdegegnerin 1, dass die Berechnungen im Gutachten beispielhaft seien und der Schweizer Verrechnungspreispraxis fremd. Darüber hinaus beziehe sich die
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Expertise des Gutachters nicht auf Schweizer Steuerrecht. Bei der Umsetzung von international anerkannten Verrechnungspreisrichtlinien käme den einzelnen Staaten ein grosser Gestaltungsspielraum zu, weshalb sich der Gutachter hinsichtlich der Anwendung einer schweizerischen Sondernorm im interkantonalen Steuerrecht nicht äussern könne. So liefere Art. 58 Abs. 3 DBG eine Legaldefinition der Kostenbasis, die den jeweiligen Gestehungskosten des Partnerwerks entsprechen würde. Dabei können sich die Gestehungskosten im Lichte des Massgeblichkeitsprinzips nur nach den handelsrechtlich verbuchten Aufwendungen in der Jahresrechnung bestimmen. Auf Grund dessen sei die Berücksichtigung von kalkulatorischen Kosten, welche nicht von einer unabhängigen Stelle geprüft worden seien, nicht statthaft.
 Das Gutachten habe das Dividendenmodell denn auch nicht verworfen. Vielmehr gehöre diese Methode, bei welcher die Kosten und ein Kostenaufschlag in Form einer Eigenkapitalrendite entschädigt werden, zu den Kostenaufschlagsmethoden. Auch das Bundesgericht habe im oben zitierten Urteil das Dividendenmodell explizit für zulässig erklärt. Das Bundesgericht habe auch festgehalten, dass eine verdeckte Gewinnausschüttung ausgeschlossen werden könne, wenn die ausgewiesenen Gewinne mehr oder weniger das Doppelte der Entschädigung betragen, die bei einer Kostenaufschlagsmethode mit breiter Kostenbasis und einem Kostenaufschlag von 5 % resultieren würde.
 Die von der Beschwerdegegnerin 1 geltend gemachte Eigenkapitalverzinsung sei nicht sachgerecht und in Kombination mit einem Kostenaufschlag geradezu willkürlich ebenso wie die Zinshöhe von 5 %. Die Beschwerdegegnerin 1 versuche die im Gutachten beispielhaft eingesetzen 5 % auf ihre Weise herzuleiten, in dem sie auf bestimmte Ausführungen in den Geschäftsberichten 2009 der Kernkraftwerke M._ und J._ verweist. Dabei handle es sich nicht um Rückstellungen, wie von der Beschwerdeführerin 1 fälschlicherweise angenommen, sondern um aktivierte Ansprüche gegenüber staatlichen Fonds, welche der Sicherstellung der Finanzierung der Stilllegung und Entsorgung von Kernkraftwerken und ihrer radioaktiven Abfälle dienen. Bei der angeführten Verzinsung geht es mithin um eine Sollrendite aus Optik der Kernkraftwerkbetreiber resp. des Fonds als Anleger in ein diversifiziertes Anlageportfolio mit einem höheren Risikoprofil. Bei einer Eigenkapitalverzinsung gehe es um in einen operativen (risikolosen) Betrieb investierte Eigenmittel, welche über einen Kostenaufschlag rentieren und dann nochmals mit einem Aufschlag versehen werden sollen. Daraus ergebe sich, dass
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selbst wenn man eine fiktive Erweiterung der Kostenbasis vorsehen wollte, das Abstellen auf solche Sätze für die Ermittlung einer kalkulatorischen Eigenkapitalverzinsung in der Kostenbasis willkürlich wäre.
 Mit Bezug auf das Effizienzkriterium werde nochmals betont, dass zu prüfen wäre, inwiefern die Kosten durch die Beschwerdeführerin beeinflussbar wären. Dies könne nur mittels einer umfassenden Vergleichbarkeitsanalyse gemacht werden, was während des gesamten bisherigen Verfahrens nicht durchgeführt worden sei. Auch hier müsse die Beschwerdegegnerin 1 zunächst ein Tatsachenfundament schaffen, auf welches die Berücksichtigung eines Effizienzelements abstützen könne.
 Die von der Beschwerdegegnerin 1 versuchte Herleitung eines Kostenaufschlags zwischen 10 % und 15 % sei willkürlich. Gemäss Gutachten sei von einer Bandbreite zwischen 5 % und 10 % auszugehen, da die 15 % von älteren deutschen Entscheiden stammen würden, welche im Gutachten nicht mehr berücksichtigt worden seien. Das von der Beschwerdegegnerin 1 zitierte Kernkraftwerk sei ebenfalls ein Partnerwerk, womit ein eigentlicher Drittvergleich nicht möglich sei. Darüber hinaus sei es verkürzt, den Blick selektiv nur auf ein einziges Partnerwerk zu werfen. Es gäbe zahlreiche Partnerwerke, welche deutlich tiefere als die von der Beschwerdegegnerin kalkulierten Kostenaufschläge aufweisen würden. Dies würde sich aus den zu Demonstrationszwecken aufgeführten Berechnungen zeigen. Es sei noch darauf hinzuweisen, dass bei einem handelsrechtlich verbuchten Aufwand nicht automatisch von einem entsprechend akzeptierten steuerbaren Gewinn ausgegangen werden könne. Auf Grund der jahrzehntelangen Diskussionen um die Partnerwerksbesteuerung sei die Beschwerdeführerin auf Grund des handelsrechtlichen Vorsichtsprinzips gezwungen, den Rechtsunsicherheiten mit Steuerrückstellungen zu begegnen, welche deutlich über dem seien, was ihres Erachtens mit Blick auf den richtigerweise zu veranlagenden Gewinn liegen würden.
 Entgegen dem, was im Gutachten festgehalten sei, vergleiche die Beschwerdegegnerin 1 bei ihren Berechnungen ausschliesslich Gewinne statt Verrechnungspreise. Dennoch zeige die Gegenüberstellung des Dividendenmodells der Beschwerdeführerin mit den Berechnungen der Beschwerdegegnerin 1, dass die Abweichungen minim seien. Damit sei offensichtlich, dass die Beschwerdegegnerin 1 bis heute keine geldwerte Leistung nachgewiesen habe.
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## Considerations