# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5769c86b-fa6d-48e5-bc51-c62f895aac2d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Criminal
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ reiste gemäss eigenen Angaben am 14. Juni 2016 illegal in die Schweiz ein und reichte am 20. Juni 2016 im Empfangs- und Verfahrenszentrum (EVZ) des Staatssekretariats für Migration (SEM) in O.1_ ein Asylgesuch ein. Mit Schreiben vom 25. Juli 2016 teilte ihm das SEM mit, dass aufgrund der Aktenlage das Dublin-Verfahren beendet worden sei. Das Asylgesuch werde deshalb in der Schweiz geprüft. Mittels Zuweisungsentscheid des SEM vom 8. August 2016 wurde X._ für die Dauer des Asylverfahrens dem Kanton Graubünden zugewiesen.
B. Mit Entscheid vom 19. August 2016 stellte das SEM fest, dass X._ nicht als Flüchtling anerkannt werden könne und lehnte dessen Asylgesuch ab. Gleichzeitig wurde er aus der Schweiz weggewiesen und unter Androhung von Zwangsmassnahmen im Unterlassungsfall aufgefordert, die Schweiz bis zum 14. Oktober 2016 zu verlassen. Mit dem Vollzug der Wegweisung wurde der Kanton Graubünden beauftragt.
C. Gegen diesen Entscheid erhob X._ am 23. September 2016 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde. Mit Zwischenverfügung vom 4. Oktober 2016 wurde X._ erlaubt, den Abschluss des Verfahrens in der Schweiz abzuwarten.
D. Mit Urteil vom 4. September 2017 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gegen den Wegweisungsentscheid des SEM vom 19. August 2016 ab, womit dieser in Rechtskraft erwachsen ist.
E. Mit Schreiben des SEM vom 7. September 2017 wurde X._ zum Verlassen der Schweiz eine neue Ausreisefrist bis zum 5. Oktober 2017 gewährt.
F. In der Folge wurde X._ durch das Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden (AFM GR) zu einem Besprechungstermin am 14. September 2017 vorgeladen. Er kam dieser Vorladung jedoch nicht nach. Eine weitere Vorladung für einen zweiten Termin wurde mit dem Hinweis retourniert, dass X._ das Erstaufnahmezentrum Foral mit seinem kompletten Gepäck verlassen habe. Daraufhin meldete das AFM GR dem SEM das Untertauchen von X._ und beantragte am 6. Oktober 2017 dessen Ausschreibung im Fahndungssystem RIPOL bei der Kantonspolizei.
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G. Mit Schreiben vom 23. März 2018 teilte das SEM mit, dass die Schweiz gestützt auf das Dublin-Verfahren der Überstellung von X._ in die Schweiz zugestimmt habe. Mittels Verfügung des Amtes für Migration und Zivilrechts Graubünden vom 28. März 2018 wurde die Flughafenpolizei beauftragt, X._ im Anschluss an die Überführung aus L.1_ unverzüglich in den Kanton Graubünden zu überstellen. Direkt im Anschluss an die Zuführung in den Kanton Graubünden wurde X._ am 6. April 2018, gestützt auf den Haftbefehl des Amtes für Migration und Zivilrechts Graubünden, in Ausschaffungshaft versetzt. Gleichentags wurde ihm das rechtliche Gehör zur Anordnung der Ausschaffungshaft gewährt. Dabei gab er zu Protokoll, dass es für ihn nicht möglich sei, nach L.2_ zurückzukehren. Zudem verweigerte er jegliche Kooperation für eine Papierbeschaffung.
H. Am 6. April 2018 wurde das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden um Überprüfung der Ausschaffungshaft ersucht. Die mündliche Verhandlung wurde auf den 9. April 2018 angesetzt.
I. Nach Durchführung der mündlichen Verhandlung, an welcher X._ persönlich teilnahm, erkannte das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden mit Entscheid vom 9. April 2018, gleichentags mündlich eröffnet und schriftlich mitgeteilt, wie folgt:
1. Die vom Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden bis zum 4. Juli 2018 angeordnete Ausschaffungshaft ist rechtmässig sowie angemessen und wird geschützt.
2.a) X._ hat die Verfahrenskosten von CHF 500.00 zu übernehmen. Da die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt sind, gehen diese Kosten – unter dem Vorbehalt der Rückforderung – zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b) Die Kosten des Übersetzers von CHF 100.00 gehen zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
3. X._ kann gemäss Art. 80 Abs. 5 AuG einen Monat nach der Haftüberprüfung ein Haftentlassungsgesuch beim Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden einreichen.

## Considerations