# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3fe3401b-efc1-4ad0-a432-3f1803d3f84d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 14
I. Sachverhalt
A. Mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde Prättigau/Davos (nachfolgend: Vormundschaftsbehörde) vom 17. März/1. Juli 2009 wurde X._ zum neuen Beirat (gemäss Art. 395 Abs. 1 und 2 aZGB) von A._, geboren am 15. Mai 1965, ernannt.
B. Am 18. September 2009 nahm X._ per Unterschrift zur Kenntnis, dass die Entschädigungsansätze für die Betreuung des von ihm angenommenen vormundschaftlichen Mandates gemäss ordentlicher Praxis im Sinne von Art. 27 und 28 der bis am 31. Dezember 2012 gültigen Verordnung über die Geschäftsführung und Entschädigung vormundschaftlicher Organe (BR 215.100) gelten und angewendet werden. Gemäss Art. 28 Abs. 1 dieser Verordnung haben Beiräte Anspruch auf eine von der Vormundschaftsbehörde anlässlich der Rechnungsprüfung oder der Berichtsgenehmigung festzusetzende Entschädigung von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.-- pro Jahr. Gemäss Abs. 2 kann dieser Betrag bei besonderer Beanspruchung angemessen erhöht, jedoch höchstens verdoppelt werden.
C. Mit Schreiben vom 4. März 2010 beantragte X._ der Vormundschaftsbehörde eine Stundenentschädigung in der Höhe von Fr. 100.-- für den Mehraufwand, welcher ihm durch die Suche einer neuen Unterkunft für A._ entstehe.
D. Die Vormundschaftsbehörde lehnte diesen Antrag mit Schreiben vom 17. März 2010, mitgeteilt am 24. März 2010, ab. Sie stellte X._ jedoch in Aussicht, dass die Arbeitsintensität des Mandats bei der Festsetzung der Entschädigung gewürdigt werde, indem bei ausgewiesenem hohem Aufwand die Höchstsätze (Fr. 2‘000.--) gemäss Verordnung angewendet würden.
E. Am 30. März 2011 stellte X._ der Vormundschaftsbehörde den Jahresbericht betreffend die Beiratschaft von A._ für die Periode vom 1. Juli 2009 bis 31. Dezember 2010 zu. Darin beantragte er die maximale Entschädigung gemäss Art. 28 Abs. 1 und 2 der Verordnung über die Geschäftsführung und Entschädigung der vormundschaftlichen Organe.
F. Mit Schreiben vom 2. Dezember 2011 legte X._ das Mandat als Beirat von A._ nieder. Er begründete dies insbesondere mit der negativen Grundhaltung der Vormundschaftsbehörde und seinem fehlendem Vertrauen in dieselbe.
Seite 3 — 14
G. Am 21. März 2012 stellte X._ der Vormundschaftsbehörde den Jahresbericht über die Beiratschaft über A._ für die Periode vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 zu. Darin beantragte er wiederum die maximale Entschädigung gemäss Art. 28 Abs. 1 und 2 der Verordnung über die Geschäftsführung und Entschädigung der vormundschaftlichen Organe. Zudem führte er aus, dass er die Beiratschaft nicht weiterführen könne.
H. Nach der Überprüfung der von X._ eingereichten Rechnungen bis Ende Februar 2012 im Zusammenhang mit der Beiratschaft über A._ kam die Vormundschaftsbehörde am 18. Juli 2012, mitgeteilt am 29. August 2012, zu folgendem Beschluss betreffend Genehmigung der Schlussrechnung gemäss Art. 423 aZGB und Art. 452 aZGB:
„1. Die vom bisherigen Beirat lic. iur. X._ eingereichte Schlussrechnung für die Periode vom 1. August 2009 bis zum 29. Februar 2012 schliesst mit einem Aktivsaldo von ca. Fr. 484‘000.00, der Vorschlag beträgt ca. Fr. 55‘055.00 (siehe Anhang). Weil die Schlussrechnung keine exakten Auskünfte über Vermögen und Vorschlag ergibt, kann die Schlussrechnung nicht genehmigt werden.
2. Der Bericht vom 30. März 2011 von X._ wird zur Kenntnis genommen.
3. Die Entschädigung des Mandatsträgers wird im Sinne von Art. 28 der VO über die Geschäftsführung und Entschädigung vormundschaftlicher Organe auf Fr. 5‘177.00 exklusive nachgewiesener Auslagen festgesetzt (siehe Anhang).
4. Der bisherige Mandatsträger lic. iur. X._ wird verpflichtet, der Vormundschaftsbehörde zu Handen des Mündels A._ Fr. 13‘796.70 an zu viel bezogenen Entschädigungen innert 20 Tagen seit Rechtskraft des Beschlusses zurückzubezahlen.
5. Der bisherige Mandatsträger X._ wird aufgefordert, die fehlenden Belege für die Betreuung und das Wohnen im ARGO-Wohnheim nachzureichen.
6. Die Gebühr der Vormundschaftsbehörde Prättigau/Davos im Sinne von Art. 26 und Art. 30 der VO über die Geschäftsführung und Entschädigung vormundschaftlicher Organe beträgt Fr. 4‘269.00 und die Beschlussgebühr beträgt Fr. 100.00 (siehe Anhang). Der Gesamtbetrag von Fr. 4‘369.00 ist vom neuen Beirat C._ mit beiliegendem Einzahlungsschein innert 30 Tagen zu Lasten des Mündels an die Vormundschaftsbehörde Prättigau/Davos zu überweisen.

## Considerations