# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a21e02f0-f3cf-4687-8881-d0c190469ab8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (nachfolgend: KESB) Graubünden schloss im Februar 2014 und im Januar 2015 die im November 2013 und im Juni 2014 eröffneten Abklärungsverfahren ab, weil X._ die entsprechenden Hilfestellungen als nicht notwendig erachtete und keine genügenden Hinweise vorlagen, die eine Massnahme gegen den Willen von X._ rechtfertigten.
B. Aufgrund einer Gefährdungsmeldung von A._, der ehemaligen Arbeitgeberin von X._, vom 30. März 2016 befasste sich die KESB Nordbünden erneut mit X._.
C. Am 17. April 2016 liess sich X._ in Begleitung der Kantonspolizei Graubünden aufgrund von Selbstverletzungen freiwillig in die Klinik Waldhaus einliefern.
D. Das von der KESB Nordbünden eröffnete Abklärungsverfahren wurde am 5. Juli 2016 ohne Erlass von Massnahmen abgeschlossen.
E. Am 26. Oktober 2016 teilte die KESB Nordbünden X._ mit, dass aufgrund erneuter Hinweise über die Verschlechterung seines Gesundheitszustandes und der Ankündigung, dass er die ambulante psychiatrische Behandlung bei den Psychiatrischen Diensten abbrechen werde, die Behörde beschlossen habe, die Abklärungen zum fraglichen Schutzbedarf erneut aufzunehmen.
F. In der Folge fand am 28. November 2016 eine Anhörung von X._ vor der KESB Nordbünden statt, in welcher über die von der KESB vorgesehenen Massnahmen orientiert wurde (Verpflichtung zur ambulanten psychiatrischen Behandlung im Rahmen einer Weisung und Errichtung einer Vertretungsbeistandschaft zur Personensorge in den Lebensbereichen Gesundheit, Beschäftigung/Arbeit, Wohnen).
G. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 14. Dezember 2016, mitgeteilt am 23. Dezember 2016, erkannte die KESB Nordbünden wie folgt:
"1. Für X._ wird eine Beistandschaft nach Erwachsenenschutzrecht (Art. 390 ZGB) errichtet.
2. Die Beistandsperson erhält die Aufgaben und Kompetenzen, X._ im Rahmen einer Vertretungsbeistandschaft (Art. 394 ZGB) in den
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nachfolgend aufgelisteten Bereichen zu beraten, zu unterstützen und soweit nötig bei allen damit verbundenen Handlungen (Administration, Rechtsverkehr) zu vertreten:
a. Vermögensverwaltung (Art. 395 ZGB): Verwaltung des gesamten Einkommens und Vermögens (insbesondere Bestreitung der Lebenskosten, Geltendmachung von Forderungen und Leistungsansprüchen, sorgfältige Verwaltung sämtlicher Mobilien und Immobilien, Verkehr mit Banken, Post und ähnlichen Finanzinstituten);
b. Wohnen: stets für eine geeignete Wohnsituation bzw. Unterkunft für X._ besorgt zu sein (insbesondere Mietverhältnis, Wohnungssuche, evtl. Wohnbegleitung organisieren);
c. Medizin und Gesundheit: unter Berücksichtigung einer allfälligen Patientenverfügung für das gesundheitliche Wohl von X._ sowie für hinreichende medizinische Betreuung besorgt zu sein (insbesondere Verkehr mit Ärzten und anderem medizinischen Betreuungspersonal, Prävention), wobei das Vertretungsrecht für medizinische Massnahmen bei Urteilsunfähigkeit (Art. 378 Abs. 1 Ziff. 2 ZGB) ausdrücklich ausgeschlossen ist;
d. Arbeit und Bildung: stets für eine geeignete Berufs- bzw. Aus- und Weiterbildungssituation für X._ besorgt zu sein (insbesondere Beschäftigung, Arbeitsverhältnis, Bildungsinstitutionen, Stellensuche);
e. öffentliche Verwaltung: insbesondere Verkehr mit Steuerbehörden, Gemeinden, Betreibungsamt;
f. Versicherungen: stets für eine ausreichende und geeignete Versicherungsdeckung und Leistungssituation besorgt zu sein (insbesondere Sozialversicherungen, private Versicherungen, Krankenkassen);
g. soziale Teilhabe: soweit möglich und nötig für eine angemessene Tagesstruktur und ausreichende soziale Kontakte von X._ besorgt zu sein.
3. X._ wird der Zugriff auf das bei der Berufsbeistandschaft Plessur zu errichtende Betriebskonto entzogen.
4. B._ (Berufsbeistandschaft Plessur) wird zum Beistand von X._ ernannt.
5. Die Beistandsperson wird aufgefordert, unverzüglich nach Erhalt der Ernennungsurkunde:
a. sich die zur Erfüllung der Aufgaben nötigen Kenntnisse zu verschaffen und mit X._ persönlich Kontakt aufzunehmen;
b. ein Betriebskonto zu eröffnen, über das grundsätzlich sämtliche Einnahmen und Ausgaben abgewickelt werden, und die KESB zusammen mit der Einreichung des Inventars über die Eröffnung zu informieren;
c. ein persönliches Konto zu eröffnen oder ein bestehendes Konto zu bezeichnen, auf das X._ regelmässig Beträge zur freien Verfügung überwiesen werden, und die KESB zusammen mit der
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Einreichung des Inventars über die Eröffnung bzw. Bezeichnung zu informieren;
d. in Zusammenarbeit mit der KESB im Sinne der Erwägungen per Datum dieses Entscheids bzw. der Aufnahme des beweglichen Vermögens ein Inventar über sämtliche zu verwaltenden Vermögenswerte aufzunehmen und dieses zusammen mit einem Budget, das über die mutmasslichen Einnahmen und Ausgaben Auskunft gibt, spätestens zwei Monate nach Erhalt der Ernennungsurkunde zur Genehmigung einzureichen;
e. bei Banken und Versicherungen bestehende Vollmachten, Daueraufträge, Lastschriftverfahren, Kontokarten, E- etc. zu prüfen und nötigenfalls zu widerrufen; die KESB ist zusammen mit dem Eingangsinventar darüber zu informieren;
f. Bargeld, Wertgegenstände und wichtige Dokumente sicher aufzubewahren.
6. Die Beistandsperson ist gehalten:
a. der KESB alle zwei Jahre (erstmals per 31. Oktober 2018) die Rechnung samt Belegen sowie einen schriftlichen Rechenschaftsbericht (Ausführungen über die Rechnungsführung und Vermögensentwicklung, die Lage von X._ und die Ausübung der Beistandschaft) und ein aktuelles Budget einzureichen;
b. bei Hinweisen auf massgebliche Veränderungen der Lebensumstände von X._ während der Rechenschaftsperiode die KESB mit einem Bericht zu informieren und allenfalls eine geeignete Anpassung oder die Aufhebung der Massnahme vorzuschlagen.
7. Die Kosten im Verfahren Abklärung Erwachsenenschutzmassnahmen werden auf Fr. 1'000.— festgesetzt und beim Verfahren belassen.

## Considerations