# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6d71160b-31ed-5056-9cee-30737a0f5723
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ K.-H. und K. G.-T. deklarierten in der Steuererklärung 2004 ein steuerbares
Einkommen von Fr. 348'700.-- und ein steuerbares Vermögen von Fr. 7'454'146.--. Im
Wertschriftenverzeichnis waren unter anderem 89 Namenaktien der X Y AG mit einem
Wert von Fr. 63'300.-- pro Aktie und dem Vermerk "gem. Steuerbewertung 31.12.2003"
aufgeführt. K.-H. G. ist Geschäftsführer der X Y AG.
Am 31. Mai 2005 wurden K.-H. und K. G.-T. mit einem steuerbaren Einkommen von Fr.
348'700.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 7'564'000.-- veranlagt, wobei das
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deklarierte Wertschriftenvermögen unverändert übernommen wurde. Die Veranlagung
erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
In der Folge setzte das Kantonale Steueramt am 8. September 2005 den Wert pro Aktie
der X Y AG auf Fr. 14'700.-- fest.
Am 10. Oktober 2005 reichte das Ehepaar G.-T. ein Gesuch um Revision der
Veranlagungsverfügung vom 31. Mai 2005 ein mit der Begründung, sie seien um Fr.
4'325'400.-- zu hoch veranlagt worden. Sie hätten die zumutbare Sorgfalt bei der
Einreichung der Steuererklärung durch den Hinweis auf die Übernahme der
Bewertungsfaktoren des Vorjahres gewahrt.
Am 28. Oktober 2005 trat das Kantonale Steueramt auf das Revisionsgesuch nicht ein
mit der Begründung, dass die Steuerpflichtigen einen Vermerk hätten anbringen
können, dass der Steuerwert für 2004 noch nicht vorliege, oder Einsprache gegen die
fehlerhafte Veranlagungsverfügung hätten erheben können.
B./ Gegen die Verfügung vom 28. Oktober 2005 erhoben K.-H. und K. G.-T. am 26.
November 2005 Rekurs bei der Verwaltungsrekurskommission mit dem Antrag auf
Aufhebung des angefochtenen Entscheids und Gutheissung des Revisionsbegehrens,
unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Die Verwaltungsrekurskommission entschied in der Angelegenheit am 17. August 2006,
indem sie den Rekurs abwies, soweit darauf eingetreten wurde. Sie erwog im
wesentlichen, dass die Steuererklärung rechtlich eine erhebliche Willensäusserung
darstelle. Die Steuerpflichtigen hätten mit ihrer Steuererklärung ihren Willen bekundet,
entsprechend den deklarierten Faktoren besteuert zu werden. Die
Veranlagungsbehörde sei mangels eindeutigen Hinweises auf die fehlende
Aktienbewertung nicht verpflichtet gewesen, von sich aus eine Untersuchung
durchzuführen. Bei Anwendung der zumutbaren Sorgfalt hätten die Beschwerdeführer
gegen die fehlerhafte Veranlagung Einsprache erheben können.
C./ Mit Eingabe vom 1. September 2006 erhob das
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Ehepaar G.-T. Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Anträgen, der Entscheid
des Kantonalen Steueramts des Kantons St. Gallen vom 28. Oktober 2005 sei
aufzuheben, und es sei festzustellen, dass auf das Revisionsgesuch der
Steuerpflichtigen einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der
Beschwerdegegner. Zur Begründung wird im wesentlichen geltend gemacht, dass bei
Wertpapieren ohne Kurswert nicht die Deklaration des Steuerpflichtigen, sondern allein
die Aktienbewertung des Kantonalen Steueramtes massgebend sei. Die Pflichtigen
hätten folglich davon ausgehen können, dass die Bewertung in der
Veranlagungsverfügung korrekt erfolgt sei. An die zumutbare Sorgfalt dürfe folglich kein
allzu strenger Massstab angelegt werden. Es führe zu einem stossenden Ergebnis,
wenn ein offensichtlicher Fehler der Steuerbehörden nicht mehr korrigiert werden
könne, nur weil die Aktienbewertung erst nach Ablauf der Einsprachefrist zugestellt
worden sei.
Die Verwaltungsrekurskommission beantragt in der Vernehmlassung vom 28.
September 2006 die Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung wird auf die
Erwägungen des angefochtenen Entscheids verwiesen. Das Kantonale Steueramt trägt
in der Eingabe vom 5. Oktober 2006 ebenfalls auf Abweisung der Beschwerde an,
unter Kostenfolgen.
Mit Eingabe vom 26. November 2005 (Poststempel: 23. Oktober 2006) lassen sich die
Pflichtigen zur Vernehmlassung des Kantonalen Steueramtes vom 5. Oktober 2006
vernehmen.
Auf die von den Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten
Ausführungen wird, sofern sie wesentlich sind, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 196 Abs. 1
des Steuergesetzes, sGS 811.1, abgekürzt StG). Die Beschwerdeführer sind zur
Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 196 Abs. 1 StG). Bezüglich des
Rechtsbegehrens der Beschwerdeführer fällt in Betracht, dass sie in der
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Beschwerdeschrift vom 1. September 2006 die Aufhebung "des Entscheids des
Kantonalen Steueramtes des Kantons St. Gallen vom 28. Oktober 2005" beantragen.
Indes wird aus dem Gesamtzusammenhang und der Beschwerdebegründung ohne
weiteres klar, dass (auch) die Aufhebung des Urteils der Verwaltungsrekurskommission
vom 17. August 2006 angestrebt wird. Das Rechtsbegehren der Beschwerdeführer ist
in diesem Sinn auszulegen (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton
St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 916). Bezüglich der Replik vom 26. November 2005
(Poststempel: 23. Oktober 2006) fällt in Betracht, dass sich nach der Rechtsprechung
des Bundesgerichts Beschwerdeergänzungen insoweit als statthaft erweisen, als die
Ausführungen in den Vernehmlassungen der übrigen Beteiligten dazu Anlass geben
(BGE 132 I 47 sowie 131 I 311). Dies ist vorliegend nicht der Fall. Weder die Vorinstanz
noch der Beschwerdegegner haben in ihren Eingaben in rechtlicher oder tatsächlicher
Hinsicht Aspekte aufgegriffen, die nicht schon in den vorinstanzlichen Verfahren
thematisiert worden wären. Folglich ist auf die Beschwerde unter Vorbehalt der Replik
vom 26. November 2005 (Poststempel: 23. Oktober 2006) einzutreten. Im übrigen
entspricht die Beschwerde zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 StG sowie Art. 161 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art.
Art. 64 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS
951.1, abgekürzt VRP). Auf die Beschwerde ist unter dem erwähnten Vorbehalt
einzutreten.
2. Wie bereits im Rekursverfahren ist vorliegend umstritten, ob das kantonale
Steueramt auf das Revisionsbegehren der Beschwerdeführer zu Recht nicht
eingetreten ist.
2.1. Gemäss Art. 197 Abs. 1 StG kann eine rechtskräftige Verfügung oder ein
rechtskräftiger Entscheid auf Antrag oder von Amtes wegen zugunsten des
Steuerpflichtigen unter anderem dann revidiert werden, wenn erhebliche Tatsachen
oder entscheidende Beweismittel entdeckt werden (lit. a) bzw. wenn die erkennende
Behörde erhebliche Tatsachen oder entscheidende Beweismittel, die ihr bekannt waren
oder bekannt sein mussten, ausser acht gelassen oder in anderer Weise wesentliche
Verfahrensgrundsätze verletzt hat (lit. b). Nach Art. 197 Abs. 2 StG wird auf ein
Revisionsbegehren jedoch nicht eingetreten, wenn der Antragsteller als Revisionsgrund
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vorbringt, was er bei der ihm zumutbaren Sorgfalt schon im ordentlichen Verfahren
hätte geltend machen können.
2.2. Sinn und Zweck des Revisionsverfahrens bestehen darin, auf eine rechtskräftige,
fehlerhafte Veranlagung dann zurückkommen zu können, wenn Umstände dazu geführt
haben, die vom Steuerpflichtigen nicht zu vertreten sind. Dagegen kann das
Revisionsverfahren nicht dazu dienen, einen auf mangelnde Sorgfalt
zurückzuführenden Fehler in einem zweiten Verfahren zu beheben. Dies widerspräche
dem subsidiären Charakter der Revision und würde darauf hinauslaufen, über eine
rechtskräftige Veranlagung ein neues ordentliches Veranlagungsverfahren zu eröffnen.
Im Interesse der Rechtssicherheit dürfen an die Sorgfaltspflicht keine zu geringen
Anforderungen gestellt werden (VerwGE vom 2. April 1998 i.S. G.V.-R. mit weiteren
Hinweisen auf die verwaltungsgerichtliche Rechtsprechung).
2.3. Wertpapiere ohne Kurswert werden nach dem inneren Wert bewertet (Art. 56 Abs.1
StG). Sie können mit Zustimmung des Steuerpflichtigen zum Wert zu Beginn der
Steuerperiode oder der Steuerpflicht bemessen werden (Art. 68 Abs. 1 StG). Gemäss
dem St. Galler Steuerbuch wird die Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die
Vermögenssteuer nach der gleichnamigen Wegleitung vorgenommen, die von der
Konferenz staatlicher Steuerbeamter und der Eidgenössischen Steuerverwaltung
herausgegeben wird (Ausgabe 1995). Wertpapiere von Unternehmen, die ihren Sitz im
Kanton St. Gallen haben, werden durch das Kantonale Steueramt bewertet. Die
zuständige Veranlagungsbehörde erhält über die Verrechnungssteuerabteilung
Kenntnis von den massgeblichen Werten und übernimmt diese unverändert. Die
ermittelten Werte sind Bestandteil der ordentlichen Einkommens- und
Vermögensveranlagung und werden dem Steuerpflichtigen von der zuständigen
Veranlagungsbehörde eröffnet (StB 56 Nr. 1).
2.4. Die Beschwerdeführer haben im Wertschriftenverzeichnis ihrer Steuererklärung
2004 Fr. 5'633'700.-- als Steuerwert der 89 Aktien der X Y AG deklariert. Dies
entspricht einem Wert von Fr. 63'300.-- pro Aktie. Zusätzlich wurde der Vermerk "gem.
Steuerbewertung 31.12.2003" angebracht. Wie eingangs ausgeführt, wurde diese
Deklaration in der Veranlagungsverfügung vom 31. Mai 2005 unverändert
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übernommen. Nachdem die Verfügung unangefochten in Rechtskraft erwachsen war,
setzte das Kantonale Steueramt den Wert pro Aktie der X Y AG auf Fr. 14'700.-- fest.
2.5. Die Beschwerdeführer stellen sich in der Beschwerdeschrift vom 1. September
2006 auf den Standpunkt, die Veranlagungsbehörde habe gegen die Weisung von StB
56 Nr. 1 verstossen und eine falsche Veranlagung verursacht. Die Steuerpflichtigen
hätten darauf vertrauen dürfen, dass sich das Kantonale Steueramt an das Vorgehen
gemäss StB 56 Nr. 1 bei der Aktienbewertung halte. Es sei nicht Aufgabe der
Steuerpflichtigen, die steuerliche Unternehmensbewertung selbst vorzunehmen. Mit
der Steuerveranlagung sei den Steuerpflichtigen die Unternehmungsbewertung seitens
der Steuerbehörden mitgeteilt worden. Erst die spätere Zustellung der Aktienbewertung
habe aufgedeckt, dass die Steuerbehörden die Unternehmungsbewertung nicht
mitteilen wollten, sondern schlicht nicht berücksichtigt hätten. Dies müsse bei der
Beurteilung der Anforderung an die Sorgfalt im Sinne von Art. 192 Abs. 2 StG
entsprechend berücksichtigt werden.
Der Beschwerdegegner stellt sich in der Vernehmlassung vom 5. Oktober 2006 auf den
Standpunkt, mangels eindeutigem Vorbehalt oder Hinweis der Pflichtigen auf eine
fehlende aktuelle Aktienbewertung sei er nicht verpflichtet gewesen, eine Untersuchung
durchzuführen und mit der Veranlagung zuzuwarten. Selbst wenn aber ein Fehler
seitens der Steuerbehörden vorliegen würde, hätte das Revisionsbegehren abgewiesen
werden müssen (recte: hätte auf das Revisionsbegehren nicht eingetreten werden
dürfen). Ob die Steuerbehörde die zumutbare Sorgfalt bei der Vornahme der
Veranlagung gewahrt habe, sei für die Frage des Eintretens auf ein Revisionsbegehren
grundsätzlich nicht von Belang. Es liege zudem entgegen der Auffassung der
Beschwerdeführer auch kein absolut stossendes Ergebnis vor, da die
Veranlagungsbehörde keinen wesentlichen und offensichtlichen Fehler begangen habe.
Vielmehr liege eine Falschdeklaration der Pflichtigen vor.
2.6. Für das Steuerrecht gilt der gefestigte Grundsatz, dass die Steuerbehörde die
Beweislast für die steuerbegründenden Tatsachen trägt, während den Steuerpflichtigen
die Beweislast für Tatsachen trifft, welche die Steuerschuld aufheben oder mindern.
Steuermindernde Tatsachen, für die der Pflichtige den Nachweis nicht erbringt, kann
die Veranlagungsbehörde ohne weitere Abklärungen unberücksichtigt lassen; das
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pflichtgemässe Ermessen kann diesfalls nicht anstelle der Beweisführungspflicht des
Steuerpflichtigen treten (Weidmann/Grossmann/Zigerlig, Wegweiser durch das st.
gallische Steuerrecht, 6. Aufl., Muri-Bern 1999, S. 379 f. mit weiteren Hinweisen). Im
weiteren darf sich die Steuerbehörde grundsätzlich darauf verlassen, dass die
Steuererklärung richtig und vollständig ist. Sie ist nicht verpflichtet, ohne besonderen
Anlass weitere Abklärungen vorzunehmen. Selbst wenn die Veranlagungsbehörde
einen nicht eindeutigen oder unvollständigen Sachverhalt ungeklärt lässt und sich die
auf derart unsicherer Grundlage getroffenen Annahmen nachträglich als unzutreffend
herausstellen, besteht die Pflicht zur ergänzenden Untersuchung für die
Steuerbehörden nur dann, wenn die Steuererklärung Fehler enthält, die klar ersichtlich
bzw. offensichtlich sind. Hingegen rechtfertigt das Vorliegen bloss erkennbarer Mängel
noch nicht, bestimmte Tatsachen oder Beweismittel als zur Zeit der Veranlagung
bereits bekannt zu qualifizieren und den Behörden in der Folge das entsprechende
Wissen anzurechnen (vgl. K. Vallender, in: Kommentar zum Schweizerischen
Steuerrecht I/1, Basel 2002, Art. 51 StHG N 14 f.; BGE 2A.604/2003 vom 17. Juni 2004
E. 3.3.2 und 3.3.3 mit weiteren Hinweisen).
2.6.1. Bereits die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid darauf hingewiesen, dass
bei nicht börsenkotierten Aktien üblicherweise in Anwendung von Art. 56 Abs. 1 StG
auf den Vorjahreswert abgestellt wird, damit grosse zeitliche Verzögerungen bei der
Veranlagung der natürlichen Personen vermieden werden können. Dies war
unbestrittenermassen in früheren Jahren auch bei den Beschwerdeführern der Fall. Sie
wurden für 2003 mit dem per 31. Dezember 2002 ermittelten inneren Wert von Fr.
63'300.-- pro Aktie veranlagt. Für die Veranlagung 2004 hätte folglich wiederum der
Vorjahreswert, d.h. der aufgrund der Bilanz der X Y AG per 31. Dezember 2003
ermittelte innere Wert, massgebend sein müssen. Mit der Anmerkung in der
Steuererklärung 2004 haben die Beschwerdeführer, wie die Vorinstanz im
angefochtenen Entscheid zutreffend festgehalten hat, zwar auf die zeitlich
massgebende Aktienbewertung per 31. Dezember 2003 verwiesen, jedoch mit Fr.
63'300.-- den Wert per 31. Dezember 2002 eingesetzt. Dieser Umstand war für die
Veranlagungsbehörde in diesem Zeitpunkt indes nicht offensichtlich und klar
erkennbar, zumal, wie dargelegt, Wertpapiere ohne Kurswert mit Zustimmung des
Steuerpflichtigen zum Wert zu Beginn der Steuerperiode oder der Steuerpflicht
bemessen werden können (Art. 68 Abs. 1 StG). Mit Blick auf die vorstehend erläuterte
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Lehre und Rechtsprechung war die Veranlagungsbehörde deshalb nicht gehalten, von
sich aus eine Untersuchung durchzuführen. Mangels eines klaren Vorbehalts oder
Hinweises auf die fehlende aktuelle Aktienbewertung durfte die Veranlagungsbehörde
davon ausgehen, dass die Steuererklärung richtig und vollständig ausgefüllt wurde.
Im weiteren fällt in Betracht, dass die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid
zutreffend darauf hingewiesen hat, dass dem Beschwerdeführer als Geschäftsführer
der X Y AG klar gewesen sein muss, dass der Wert der Aktiven aufgrund des im Jahr
2003 erwirtschafteten Verlustes massiv gesunken sein musste und nicht mehr gleich
hoch wie im Vorjahr sein konnte. Es wird von den Beschwerdeführern auch nicht in
Abrede gestellt, dass im Zeitpunkt des Erlasses der Veranlagungsverfügung am 31. Mai
2005 der Geschäftsabschluss der X Y AG per 31. Dezember 2003 vorgelegen hat. Vor
diesem Hintergrund ist mit den Vorinstanzen davon auszugehen, dass die
Beschwerdeführer die zu hohe Bewertung der Aktien hätten erkennen können. Bei
ausreichender Sorgfalt im Sinne von Art. 197 Abs. 2 StG wäre es den
Beschwerdeführern somit möglich gewesen, den vorgebrachten Revisionsgrund im
ordentlichen Verfahren geltend zu machen.
2.6.2. Zu prüfen ist im folgenden der Einwand der Beschwerdeführer, es müsse in
bezug auf die Anforderungen an die zumutbare Sorgfalt gemäss Art. 197 Abs. 2 StG
berücksichtigt werden, dass sich die Veranlagungsbehörde nicht an die im St. Galler
Steuerbuch publizierten Weisungen gehalten habe. Dabei fällt in Betracht, dass nach
der Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts für die Frage des Eintretens auf ein
Revisionsbegehren grundsätzlich nicht von Belang ist, ob die Behörde bei ihrem
Entscheid mit zumutbarer Sorgfalt vorgegangen ist oder nicht. Ob und in welchem
Mass sich die Behörde bei ihrem Entscheid in einem Irrtum oder in Unkenntnis über
entscheidende Tatsachen befunden hat, stellt sich bei der Frage, ob ein
Revisionsgesuch begründet ist oder nicht. Erst auf dieser Stufe ist zur Frage der
Sorgfalt der Behörde Stellung zu nehmen und nicht bei der Frage des Eintretens,
welche von der zumutbaren Sorgfalt des Gesuchstellers abhängt (VerwGE vom 28.
April 1987 i.S. Kantonale Steuerverwaltung). An dieser Rechtsprechung, welche unter
der Geltung des bis 31. Dezember 1998 anwendbaren Steuergesetzes ergangen ist, ist
festzuhalten. Auch Art. 197 StG schliesst ein Eintreten auf ein Revisionsbegehren aus,
wenn es dem Beschwerdeführer möglich und bei genügender Sorgfalt zumutbar
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gewesen wäre, den Grund für die Wiederaufnahme mit einem ordentlichen Rechtsmittel
geltend zu machen. Von dieser Rechtslage kann nicht abgewichen werden, indem der
Steuerbehörde ein Vorwurf bei der Veranlagung gemacht wird. Welche Sorgfalt diese
bei der Veranlagung anzuwenden hat, muss bei der Frage geprüft werden, ob ein
Wiederaufnahmegesuch begründet ist oder nicht (vgl. Art. 197 Abs. 1 StG). Daran
vermag auch der Grundsatz von Treu und Glauben, auf den sich die Beschwerdeführer
berufen, nichts zu ändern. Der klare Wortlaut von Art. 197 Abs. 2 StG lässt auch unter
Berücksichtigung von Treu und Glauben nicht den Schluss zu, dass ein Eintreten auf
ein Gesuch um Wiederaufnahme zulässig wäre, wenn dem Steuerpflichtigen die
Geltendmachung eines Fehlers im ordentlichen Rechtsmittelverfahren bei zumutbarer
Sorgfalt möglich gewesen wäre, die Veranlagungsbehörde jedoch bei ihrem Entscheid
selbst zu wenig sorgfältig war (vgl. VerwGE vom 28. April 1987 i.S. Kantonale
Steuerverwaltung). Im Steuerrecht ist die Tragweite des Grundsatzes von Treu und
Glauben wegen des Legalitätsprinzips von vornherein geringer als in anderen
Rechtsgebieten (StE 2007 B 24.4 Nr. 75). Aus dem Gesagten folgt, dass selbst wenn
dem Beschwerdegegner eine mangelnde Sorgfalt im Zusammenhang mit der
Bewertung der Aktien vorgeworfen werden könnte, auf das Revisionsbegehren zu
Recht nicht eingetreten wurde.
2.6.3. Zu prüfen bleibt der Einwand der Beschwerdeführer, wonach mit Blick auf das
stossende, das Gerechtigkeitsgefühl verletzende Ergebnis ungeachtet von Art. 197
Abs. 2 StG auf das Revisionsgesuch einzutreten sei. In der Lehre und Rechtsprechung
wird teilweise die Auffassung vertreten, dass eine Revision unabhängig vom Bestehen
eines Revisionsgrundes möglich sein soll, wenn eine Veranlagung auf einem
wesentlichen und offensichtlichen Tatsachen- oder Rechtsirrtum der Steuerbehörde
beruht (H. Casanova, Die Nachsteuer, in: ASA 68 (1999), S. 8; Känzig/Beh¬nisch, Die
direkte Bundessteuer, III. Teil, 2. Aufl., Basel 1992, Art. 126 N 28 ff.; StE 1990 B 97.11
Nr. 9, 1995 B 97.3 Nr. 2; StR 1993, S. 114 E. 4c). Die vorstehenden Erwägungen zeigen
indes, dass die Veranlagungsverfügung vom 31. Mai 2005 nicht auf einem
wesentlichen und offensichtlichen Irrtum der Steuerbehörde beruht, sondern die zu
hohe Bewertung der Namenaktien der X Y AG in erster Linie von den
Beschwerdeführern bzw. ihren Steuervertretern zu vertreten ist. Raum für eine
"erleichterte Revision" (vgl. Casanova, a.a.O., S. 8) besteht unter diesen
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Voraussetzungen nicht. Auch unter diesem Gesichtspunkt ist der Beschwerdegegner
deshalb auf das Revisionsgesuch zu Recht nicht eingetreten.
2.7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf
einzutreten ist.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten den
Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr.
2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Sie wird mit
dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis Abs. 1 VRP).