# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 95e86684-8884-4d91-9e09-10bf3c3e823d
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
Der 1979 geborene A reiste am 14. August 2002 in die Schweiz ein. Am 25. März 2003 heiratete er die Schweizerin C, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Ehefrau, letztmals verlängert bis am 24. März 2008, erteilt wurde. Im September 2006 zog A aus der ehelichen Wohnung aus.
Am 28. April 2008 verfügte das Migrationsamt des Kantons Zürich, dass die Aufenthaltsbewilligung von A nicht verlängert werde, und setzte ihm Frist zum Verlassen der Schweiz bis am 30. Juni 2008. Es erwog im Wesentlichen, die eheliche Gemeinschaft sei bereits im Mai 2005 aufgelöst worden, weshalb kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung bestehe. Auch habe sich A nicht massgeblich integriert, die Ehe sei kurz gewesen, er sei erst vor fünfeinhalb Jahren im Alter von 23 in die Schweiz eingereist, sodass eine Rückreise in die Heimat zumutbar sei.
Mit Verfügung vom 22. Mai 2008 nahm der Einzelrichter des Bezirksgerichts Zürich im Eheschutzverfahren davon Vormerk, dass die Eheleute A und C seit September 2006 getrennt lebten.
II.
Den gegen die Verfügung des Migrationsamts erhobenen Rekurs wies der Regierungsrat mit Beschluss vom 6. Januar 2009 ab.
III.
Mit Beschwerde vom 12. Februar 2009 liess A dem Verwaltungsgericht beantragen, es sei ihm die beantragte Bewilligung zu erteilen. Weiter sei die aufschiebende Wirkung der Beschwerde zu erhalten. Ausserdem verlangte er die Zusprechung einer Parteientschädigung.
Während sich die Sicherheitsdirektion nicht vernehmen liess, schloss die Staatskanzlei namens des Regierungsrats auf Abweisung der Beschwerde.
Die Kammer

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Der Beschwerde an das Verwaltungsgericht kommt von Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung zu, wenn mit der angefochtenen Anordnung nicht aus besonderen Gründen etwas anderes bestimmt wurde oder das Verwaltungsgericht und dessen Vorsitzender keine gegenteiligen Verfügungen treffen (§ 55 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 [VRG]). Da im vorliegenden Fall der Beschwerde die aufschiebende Wirkung nicht entzogen und im vorinstanzlichen Entscheid nichts Gegenteiliges bestimmt wurde, erweist sich der Antrag des Beschwerdeführers, die aufschiebende Wirkung der Beschwerde sei zu erhalten, als gegenstandslos.
2.
2.1
Gemäss der am 1. Januar 2007 in Kraft getretenen und von den Kantonen gemäss Art. 130 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (Bundesgerichtsgesetz; BGG) nach Ablauf einer Frist von zwei Jahren nach deren Inkrafttreten, also ab 1. Januar 2009, zu gewährleistenden Rechtsweggarantie von Art. 29a der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV) hat jede Person bei Rechtsstreitigkeiten Anspruch auf Beurteilung durch eine richterliche Behörde, welche die Streitigkeit unter rechtlichen und tatsächlichen Gesichtspunkten umfassend überprüfen können muss. Da der Regierungsrat als verwaltungsinterne Rechtsmittelinstanz die Anforderungen an eine richterliche Behörde im Sinn von Art. 29a BV nicht erfüllt, hat das Verwaltungsgericht – nach Ablauf der erwähnten Übergangsfrist – ungeachtet des Bestehens eines Rechtsanspruchs auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung oder Niederlassungsbewilligung auf die Beschwerde einzutreten. Die Frage, ob ein Rechtsanspruch besteht, ist somit nicht mehr Eintretensvoraussetzung, sondern Gegenstand der materiellen Erwägungen.
2.2