# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f6f3dee0-9691-468a-ae0b-b2ea8732a60f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ ist am _1939 in O.1_ geboren. Er ist ledig, hat keine Kinder und lebt als Rentner in O.2_ und O.3_. Gemäss Auskunft der Steuerbehörden versteuerte X._ für die Periode 2010 ein Einkommen von insgesamt CHF 66‘735.00 und für die Periode 2011 ein solches von CHF 67‘107.00. Das Vermögen betrug im Jahre 2010 CHF 354‘025.00, und im Jahre 2011 noch CHF 347‘951.00. Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X._ nicht verzeichnet.
B. Mit Strafbefehl vom 13. Januar 2012, mitgeteilt am 19. Januar 2012, wurde X._ von der Staatsanwaltschaft Graubünden wegen Sachbeschädigung mit einer Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu je CHF 170.00, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren, und einer Busse von CHF 250.00 bestraft. Gegen diesen Strafbefehl erhob X._ am 28. Januar 2012 frist- und formgerecht Einsprache.
C. Mittels Verfügung vom 6. September 2012 teilte die Staatsanwaltschaft Graubünden den Parteien den Abschluss der Strafuntersuchung gegen X._ mit und stellte die Anklageerhebung beim Gericht gemäss Art. 324 ff. der Schweizerischen Strafprozessordnung (StPO; SR 312.0) in Aussicht.
D. In der Folge erhob die Staatsanwaltschaft Graubünden mit Anklageschrift vom 28. März 2013, den Parteien am 9. April 2013 mitgeteilt, beim Bezirksgericht Surselva Anklage gegen X._ und begehrte was folgt:
„1. X._ sei der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er mit einer Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu je CHF 170.00, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren sowie einer Busse von CHF 250.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 2 Tagen zu bestrafen.
3. Die Kosten des Verfahrens seien dem Beschuldigten aufzuerlegen.“
Der Anklage legten sie folgenden Sachverhalt zu Grunde:
„Am 19. Juni 2011, zwischen 13.40 und 15.05 Uhr, verschob X._ mit dem Personenwagen A._ sowie B._ drei Blumentöpfe, die seinem Nachbarn Y._ gehörten. Dieser hatte die Blumentöpfe auf seinem Vorplatz in O.2_ angrenzend an das Grundstück des Beschuldigten aufgestellt, wodurch sich X._ gestört bzw. behindert fühlte. Beim Verschieben der schweren Blumentöpfe von Y._ entstand an zwei Töpfen ein Schaden von total CHF 397.90, für den der Beschuldigte bzw. dessen Versicherung aufkam. Y._ stellte am 2.
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August 2011 gegen den Beschuldigten frist- und formgerecht Strafantrag wegen Sachbeschädigung.“
E. Die Staatsanwaltschaft Graubünden fügte ihrer Anklage einen Schlussbericht im Sinne von Art. 326 Abs. 2 StPO bei und trat dementsprechend an der späteren Hauptverhandlung nicht auf.
F. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Surselva, zu welcher mit Verfügung vom 12. April 2013 vorgeladen wurde, fand am 15. Mai 2013 statt. Anwesend waren der Beschuldigte, X._, und der Privatkläger im Strafpunkt, Y._. Gegen die Zuständigkeit und Zusammensetzung des Gerichts wurden keine Einwände erhoben. Der Beschuldigte wurde anlässlich der Hauptverhandlung zu seiner Person und zur Sache befragt. Die Anträge der Staatsanwaltschaft Graubünden, welche wie bereits erwähnt auf eine Teilnahme an der Hauptverhandlung verzichtete, wurden verlesen. X._ beantragte sinngemäss, er sei von der Anklage der Sachbeschädigung freizusprechen. Die Privatklägerschaft stellte keine Schlussanträge.
G. Das Bezirksgericht Surselva erkannte was folgt:
„1. X._ ist schuldig der Sachbeschädigung gemäss Art. 144 Abs. [recte: 1] StGB.
2. Dafür wird X._ mit einer Geldstrafe von 5 Tagessätzen zu je CHF 170.00 und einer Busse von CHF 250.00, ersatzweise bei deren schuldhafter Nichtbezahlung mit einer Freiheitsstrafe von 2 Tagen, bestraft.
3. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und dem Verurteilten eine Probezeit von 2 Jahren angesetzt.
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- den Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft von CHF 1‘630.00
- der Gerichtsgebühr von CHF 2‘800.00
total somit CHF 4‘430.00
gehen zulasten des Verurteilten X._ und sind - zusammen mit der Busse von CHF 250.00 - innert 30 Tagen seit Rechtskraft des Urteils dem Bezirksgericht Surselva zu überweisen.
5. Das Gericht stellt den Parteien nachträglich ein begründetes Urteil zu, wenn eine Partei dies innert 10 Tagen nach Zustellung des vorliegenden Dispositivs verlangt oder eine Partei ein Rechtsmittel ergreift (Art. 82 Abs. 2 lit. a und b StPO). Wird kein Rechtsmittel ergriffen, erwächst das Urteil ohne schriftliche Begründung in Rechtskraft.

## Considerations