# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ef350b28-c174-41ad-9698-021e11a658c1
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

Sachverhalt
A. Mit Zahlungsbefehl Nr. C._ des Betreibungsamts Zürich 9 vom 1. Oktober 2019 betrieb B._ A._ für den Betrag von CHF 26'132.15 zuzüglich Zins von 4.12% seit 1. Oktober 2019, Zinsen von CHF 3'322.50 sowie Kosten von CHF 103.30 für die Ausstellung des Zahlungsbefehls. Der dagegen von A._ erhobene Rechtsvorschlag wurde vom Bezirksgericht Zürich mit Rechtsöffnungsentscheid vom 11. Juni 2020 beseitigt und es wurde die definitive Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 26'132.15 nebst Zins zu 4.12% seit 1. Oktober 2019 sowie für CHF 3'322.50 erteilt. Eine dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 14. Oktober 2020 abgewiesen. Dagegen gelangte A._ mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht, welches nach Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung mit Urteil vom 11. Juni 2021 die subsidiäre Verfassungsbeschwerde abwies, soweit es darauf eintrat. Bereits mit Urteil vom 2. März 2021 hatte das Obergericht des Kantons Zürich ein Revisionsgesuch von A._ gegen das Urteil vom 14. Oktober 2020 abgewiesen.
B. Am 19. Januar 2021 stellte B._ beim Ufficio Esecuzioni Regione Bernina (nachfolgend Betreibungsamt Bernina) das Fortsetzungsbegehren, nachdem A._ seinen Wohnsitz nach D._ verlegt hatte. Daraufhin wurde am 20. Januar 2021 die Pfändungsankündigung für den Betrag von CHF 32'767.15 ausgestellt.
C. In der Folge ersuchte A._ wiederholt um Terminverschiebungen und machte geltend, verschiedene Verfahren seien in dieser Angelegenheit noch hängig. Sodann reichte er am 1. März 2021 ein Gesuch um Sistierung des Verfahrens ein.
D. Am 26. März 2021 gelangte das Betreibungsamt Bernina rechtshilfeweise an das Betreibungsamt Zürich 9 und beauftragte dieses mit der Pfändung. Dieses Rechtshilfegesuch wurde am 30. April 2021 zurückgewiesen, da A._ nicht in E._ angetroffen werden konnte.
E. Am 6. August 2021 beauftragte das Betreibungsamt Bernina das Betreibungsamt Rapperswil-Jona, bei A._ die Pfändung zu vollziehen, woraufhin das Betreibungsamt Rapperswil-Jona am 10. August 2021 eine Pfändungsankündigung erliess. Einem am 16. August 2021 von A._ eingereichten Sistierungsgesuch wurde nicht entsprochen, was das Betreibungsamt Rapperswil-Jona ihm mit Schreiben vom 17. August 2021
mitteilte. Gleichzeitig wurde A._ gebeten, bis spätestens am 27. August 2021 beim Betreibungsamt Rapperswil-Jona vorbeizukommen.
F. Dagegen erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 23. August 2021 beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde mit folgenden Anträgen:
1. Der Pfändungsauftrag der Beschwerdegegnerin vom 06.08.2021 an das Betreibungsamt Rapperswil-Jona betreffend Betreibung Nr. F._ sowie die erneute Anordnung des obgenannten Pfändungsauftrags vom 17.08.2021 seien beide als nichtig zu erklären.
2. Eventualantrag: Das Betreibungsamt Poschiavo sei anzuweisen, bis zum rechtskräftigen Ausgang der nachfolgend aufgeführten Straf- und Zivilverfahren bzw. Rechtsmittelverfahren, nämlich:
2.1. Restitutionsklage an das Landgericht Traunstein vom 03.02.2021;
2.2. Strafanzeige gegen 1. B._ etc. an die Staatsanwaltschaft Zürich und Traunstein, je vom 28.01.2021 und
2.3. Beschwerde an das Kantonsgericht Graubünden betr. Gesuch um einvernehmliche private Schuldenbereinigung vom 19.02.2021
die gegen den Beschwerdeführer beabsichtigte Pfändung zu sistieren.
3. Es sei der vorliegenden Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen.
G. Mit Eingabe vom 30. August 2021 beantragte B._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin), es sei auf die Beschwerde wegen Litispendenz der Beschwerde KSK 21 49 vor dem Kantonsgericht Graubünden nicht einzutreten. Darüber hinaus seien dem Beschwerdeführer eine Busse von CHF 1'500.00 für bös- oder mutwillige Prozessführung sowie alle Kosten und Gebühren aufzuerlegen.
H. Das Betreibungsamt Bernina beantragte mit Stellungnahme vom 3. September 2021, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, eventualiter sei diese abzuweisen.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie auf die Verfahrensakten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.1. Gemäss Art. 17 Abs. 1 und 2 SchKG kann mit Ausnahme der Fälle, in denen das SchKG den Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder eines Konkursamtes innert 10 Tagen wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde bei der
Aufsichtsbehörde geführt werden. Als einzige kantonale Beschwerdeinstanz ist das Kantonsgericht für die Beurteilung solcher Beschwerden zuständig (Art. 13 EGzSchKG [BR 220.000]). Der Begriff "Gesetz" im Sinne von Art. 17 SchKG ist dabei weit auszulegen, sodass auch Verordnungen, Reglemente und Weisungen des Vollstreckungsrechts mitgemeint sind (Philippe Maier/Ivan Vagnato, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Aufl., Zürich 2017, N 20 zu Art. 17 SchKG). In jedem Fall können aber lediglich Verfahrensfehler gerügt werden; über materiell-rechtliche Fragen wird im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht entschieden (vgl. BGer 7B.11/2002 v. 5.3.2002 E. 3a). Die Pfändungsankündigung vom 10. August 2021 ist dem Beschwerdeführer am 12. August 2021 zugestellt worden. Da der letzte Tag der 10-tägigen Frist auf den Sonntag, 22. August 2021, fiel, endete sie am folgenden Werktag, am Montag, 23. August 2021 (vgl. Art. 142 Abs. 3 ZPO i.V.m. Art. 31 SchKG). Die Beschwerde erweist sich daher als frist- und formgerecht.

## Considerations