# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 97e19864-3048-4676-8f3c-6e4605989ed0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963, meldete sich
erstmals
am
2.
Juni 2009
unter Hinweis auf
ständige starke Rücken
schmerzen
mit
zeitweise
n
starken Kopfschmerzen erstmals
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/7
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab
(
Urk.
7/11,
Urk.
7/13-15
)
und holte bei
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für
Physikalische Medizin und Rehabilitation
,
ein Gut
achten ein, das am
4.
Januar 2010 erstattet wurde (
Urk.
7/20). Gestützt auf die getätigten Abklärungen verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
8.
Juni 2010 einen Rentenanspruch (
Urk.
7/26).
1.2
Am
1
9.
August 2014
meldete sich die Versicherte
erneut
bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug
an
und machte eine
Verschlechterung im Sinne eines Verdachts auf einen Bruch im linken Fuss
als Folge
eines Ende
Januar 2014 erlittenen Un
falls
geltend (
Urk.
7/28).
Neben der Abklärung der medizinischen und erwerb
li
chen Situation (
Urk.
7/35,
Urk.
7/37,
Urk.
7/41,
Urk.
7/43,
Urk.
7/46,
Urk.
7/52-54)
holte die IV-Stelle die Akten des Unfallversicherers (
Urk.
7/34,
Urk.
7/50-51) ein und verneinte mit Verfügung vom
4.
April 2016 erneut einen Rentenanspruch
, da die Versicherte wieder ihrer angestammten Tätigkeit als Kioskverkäuferin im bisherigen Pensum
nachgehe
(
Urk.
7/57
).
1.3
Mit Früherfassungsformular meldete sich die Versicherte am
7.
April 2017
unter Hinweis auf
eine Diskushernie
und Arthrose im Rücken sowie eine
n seit dem Unfall bestehenden
konstanten Schmerz im linken Fuss
erneut bei der IV-Stelle
zum Leistungsbezug an
(
Urk.
7/61)
und reichte dazu mehrere Berichte der Uni
versitätsklinik
A._
ein (
Urk.
7/67). Die IV-Stelle
stellte mit Vorbescheid vom 1
7.
Juli 2017
zunächst
das Nichteintreten
auf das Leistungsbegehren
in Aussicht
(
Urk.
7/70).
Nach Eingang weiterer Berichte der Universitätsklinik
A._
(
Urk.
7/76-78) und Einwanderhebung der nun vertretenen Versicherten am 1
8.
Oktober 2017 (
Urk.
7/79)
trat die IV-Stelle auf das Gesuch ein und
holte weitere Arztberichte (
Urk.
7/
84,
Urk.
7/90,
Urk.
7/96
)
sowie
die
Akten des Unfall
versicherers
ein
(
Urk.
7/82
,
Urk.
7/91,
Urk.
7/94,
Urk.
7/97).
Nach Rücksprachen mit dem Regionalen Ärztlichen Dienst (
RAD,
vgl. Stellungnahmen vom 1
0.
April und vom 1
1.
Juni 2019,
Urk.
7/107/7-9) führte die IV-Stelle a
m
9.
Juli 2019 eine Abklärung
im Haushalt der Versicherten
durch (Abklärungsbericht vom 2
5.
Juli 2019,
Urk.
7/105)
und verneinte nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/108,
Urk.
7/116) mit Verfügung vom 2
4.
Januar 2020 einen Renten
an
spruch (
Urk.
7/120 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am
2
4.
Februar 2020
Beschwerde gegen die Verfügung vom
2
4.
Januar
2020
(
Urk.
2) und b
eantragte, diese sei aufzuheben, es sei ein Ge
richts
gutachten einzuholen und hernach über den Leistungsanspruch zu entschei
de
n. In formeller Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozess
führung
(
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
3.
März 2020
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde der Beschwerdeführerin am
2
8.
April 2020
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
benem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachver
halts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im
Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Da
bei braucht es sich nicht u
m eine formelle Verfügung (Art.
49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit
. f
der
Verordnung über die Invali
den
versicherung (IVV)
auf dem W
eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf
folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssach
verhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun
desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E.
3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201
3 E.
3.1.2).
1
.4
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk
tionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
des
Bundesgesetz
es
ü
ber die Invalidenversicherung,
IVG
). Nach Art. 49
IVV
beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfme
thoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der all
gemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Unter
suchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_40
6/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge
wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben
– den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu
namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer
tung
vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu
stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG be
treffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die ge
klagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abge
geben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schlussfolge
rungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den praxis
gemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Okto
ber 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
1.5
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3 IVV), so ist im Beschwerdeverfahren zu prüfe
n, ob im Sinne von Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass aus ärztlicher Sicht eine gesundheitliche Einschränkung in der Arbeits
fähigkeit mit verminderter Belastbarkeit des linken Fusses bestehe. Aus den Unfallakten gehe hervor, dass die Beschwerdeführerin aufgrund der Beschwerden am linken Fuss seit April 2017 vollständig arbeitsunfähig sei. Die Beschwerden hätten mindestens bis April 2018 angedauert. Die Ausübung der bisherigen Tätigkeit als Verkäuferin in einem Kiosk im Teilzeitpensum sei damit nicht mehr zumutbar. In einer angepassten vorwiegend sitzenden Tätigkeit bestehe eine volle
Arbeitsfähigkeit
und
es
resultiere gemäss Einkom
m
ensvergleich keine Erwerbs
einbusse
.
Gemäss Haushaltsabklärung würde die Beschwerdeführerin ohne ge
sundheitliche Einschränkung weiterhin im Pensum von 50
%
erwerbstätig sein. Die restlichen 50
%
würden auf den Haushaltsbereich fallen, in welchem sie zu 19.9
%
eingeschränkt sei. Daraus resultiere
ein Invaliditätsgrad von 10
%
, wes
halb der Anspruch auf eine Invalidenrente
abzuweisen sei
(S. 1 f.).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
bis zum Erlass der Verfügung seien keine medizinischen Berichte über die gesundheitlichen Einschränkungen aufgrund ihres Rückenleidens eingeholt worden
,
obwohl der RAD-Arzt anlässlich seiner Stellungnahme am 1
0.
April 2019 explizit auf den Mangel hingewiesen und die Einholung dieser Berichte bezüglich der Rückenbeschwerden gefordert habe. Der in der Folge eingeholte Bericht der Universitätsklinik
A._
vom 1
6.
Mai 2019 entspreche inhaltlich den beiden zuvor eingeholten Berichten und beziehe sich ausschliesslich auf die Fussproblematik. Unter diesem Aspekt könne auch nicht auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit abgestellt werden, wonach sie in einer sitzenden Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
aufweisen solle (S. 8).
So sei eine sitzende Tätigkeit wegen der Rückenbeschwerden gerade nicht ganztags möglich. Auch eine stehen
de Tätigkeit komme aufgrund der Fussbeschwerden nicht in Frage. Es sei daher eine
bidisziplinäre
Begutachtung mit Beurteilung sowohl der Fuss- als auch der Rückenbeschwerden einzuholen (S. 9 oben). Sie sei zudem als zu 90
%
erwerbs
tätig und zu 10
%
im Haushalt tätig zu qualifizieren (S. 9 f.).
Sie
habe anlässlich der Haushaltsabklärung angegeben, im Gesundheitsfall
zu einem Pensum von 80 bis 100
%
erwerbstätig zu sein. Das zuletzt ausgeübte Pensum von 43
%
sei ge
sundheitsbedingt nicht höher ausgefallen. Sie leide seit knapp 20 Jahren an Rückenschmerzen und habe aus diesem Grund seit geraumer Zeit kein höheres Pensum ausüben können. Entsprechend sei die Qualifikation festzulegen und ein Einkommensvergleich vorzunehmen sowie das Leistungsbegehren zu beurteilen (S. 10).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob bei der Beschwerdeführerin seit Erlass der renten
ablehnenden Verfügung vom
4.
April 2016
(
Urk.
7/57
) eine anspruchsbegrün
dende Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten ist.
3.
3.1
Die massgebende medizinische Aktenlage bei Erlass der
rentenablehnenden
Ver
fügung vom
4.
April 2016
(
Urk.
7/57
) stellte sich wie folgt dar:
3.2
PD
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates,
Teamleiter Fusschirurgie der Universitäts
klinik
A._
,
nannte im Bericht vom 2
9.
April 2014 (
Urk.
7/34/21-22) als Dia
gnosen eine Fraktur
des
Processus
anteri
or
calcanei
links sowie eine Impres
sionsfraktur
des
O
s
navikulare
links bei Status nach schwerer Distorsion des oberen Sprunggelenks (OSG) im Januar 2014 im
Rückfuss
links. Bekannt sei, dass die Beschwerdeführerin ihren Fuss zwischen Trottoir und Bus eingeklemmt habe. Sie habe auf der linken Seite eine
Chopart
-Gelenksverletzung erlitten mit Betei
ligung des
Processus
anteri
or
calcanei
(nicht-dislozierte Fraktur) und des Os
navi
kulare
. Aktuell seien noch Residuen sichtbar. Es werde die Stockentwöhnung empfohlen. Vom 2
3.
April bis 1
2.
Mai 2014 bestehe eine 100%ige Arbeitsun
fähigkeit.
3.3
Dr.
B._
berichtete am
2
0.
Juni 2014 (
Urk.
7/34/8-9) über eine klinische und radiologische Verlaufskontrolle
.
Er hielt fest
,
dass
die Beschwerdeführerin weiterhin über starke Schmerzen im Bereich des
calcaneocuboidalen
Gelenkes
klage
. Auf der Röntgenaufnahme zeige sich keine sekundäre Dislokation und auch keine massive Arthrose. Zur diagnostisch-therapeutischen Massnahme sei eine lokale Infiltration zu empfehlen.
Mit ärztliche
m
Zeugnis vom 1
7.
Juni 2014 wurde der Beschwerdeführerin
von
Dr.
B._
vom 1
7.
Juni bis 3
1.
Juli 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (
Urk.
7/34/12).
3.4
A
m 1
0.
Juli 2014 berichtete
Dr.
B._
über eine klinische Kontrolle nach Infil
tration und führte aus (
Urk.
7/34/45-46), die Infiltration habe keinerlei Besserung gebracht. Rund sechs Monate postoperativ sei eine operative Intervention jedoch zu früh. Es sei noch eine spontane Verbesserung der Schmerzproblematik zu erwarten. Es seien deshalb orthopädische Schuheinlagen mit medialer Abstützung sowie das Tragen von festem Schuhwerk
zu empfehlen
.
Zudem könne die Schmerzproblematik in der
Chiropraxis
im Hause verbessert werden
(S. 1 f.)
.
3.5
Dr.
B._
berichtete am 2
4.
Oktober 2014 (
Urk.
7/41/6-7) über eine Verlaufs
kontrolle und nannte in diagnostischer Hinsicht neu eine
Pseudarthrose
bei Frak
tur
des
Processus
anteri
or
calcanei
links, eine Impressionsfraktur
des
Os
navi
ku
lare
links sowie eine
Achillessehnentendinopathie
links. Dazu
führte er aus
, die durchgeführte Chiropraktik sowie auch die Physiotherapie
hätten
keine eigent
liche Linderung der Beschwerden gebracht. Bei vermehrte
r
Belastung entstünden starke Schmerzen im Bereich des
calcaneocuboidalen
Gelenkes. Die Beschwerde
führerin sei weiterhin arbeitsunfähig. Es bestehe eine
Pseudarthrose
im Bereich der Fraktur
des
Processus
anterior
calcanei
links sowie eine dort vorbestehende Arthrose mit Zysten. Bei ausgeschöpften konservativen Therapiemassnahmen bestehe die Indikation zur
Arthrodese
des
calcaneocu
b
oidalen
Gelenkes, womit die Beschwerdeführerin einverstanden sei.
3.6
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
Hausarzt der Beschwerdeführerin,
führte
im Bericht vom 2
5.
Januar 2015 unter Beilage zahl
reicher Berichte der Universitätsklinik
A._
(
Urk.
7/43/6-23,
Urk.
7/43/26-28) sowie des Universitätsspitals
D._
(
Urk.
7/43/24-25,
Urk.
7/43/29-30)
aus (
Urk.
7/43/1-5), er behandle die Beschwerdeführerin seit dem 2
8.
November 1997 (
Ziff.
1.2)
,
und nannte
als Diagnosen ein chronisches zervikal betontes
Panverte
bralsyndrom
bei Wirbelsäulenfehlform und -
fehlhaltung
bestehend seit 1980,
eine
Pseudarthrose
bei Fraktur des
Processus
anteri
or
calcanei
links mit Status nach
Arthrodese
calcaneocu
b
oidal
links im November 2014 sowie eine Im
pres
sionsfraktur
des
Os
navikulare
links bestehend seit
Januar 2014 (
Ziff.
1.1).
Zur Prognose hielt
Dr.
C._
fest, bezugnehmend auf die chronischen Rücken
beschwerden sei nicht mit einer Besserung zu rechnen. In Bezug auf die Fuss
beschwerden sei nach dem operativen Eingriff eine Besserung zu erhoffen (
Ziff.
1.5).
Für die Tätigkeit als Verkäuferin bestehe seit dem
1.
Februar 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
1.6).
Körperlich sei die Beschwerdeführerin durch die panvertebralen Beschwerden eingeschränkt. Psychisch sei sie vermin
dert belastbar durch die schwierigen psychosozialen Umstände.
Eine leidensan
gepasste Tätigkeit sei im Umfang von 8.5 Stunden pro Tag mit einem zu
zirka 25
%
verminderten Belastungsprofil möglich (
Ziff.
1.7)
.
3.7
Dr.
med.
E._
, Assistenzarzt Orthopädie der Universitätsklinik
A._
, hielt auf Rückfrage im Schreiben vom 2
7.
Mai 2015 (
Urk.
7/46
/1
) fest, aktuell sei eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit als Verkäuferin nach der erfolgten Operation vor einem halben Jahr noch vertretbar. Langfristig werde wahrschein
lich eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit möglich sein. Ob diese jedoch wieder zu 100
%
erreicht werden könne, sei zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht abzusehen. Die
nächste klinisch-radiologische Verlaufskontrolle werde Mitte Juni 2015 erfol
gen. Dann werde eine gen
auere Abschätzung möglich sein.
3.8
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Oberarzt Orthopädie
der
Universitätsklinik
A._
, führte im Bericht vom 1
6.
Juni 2015 (
Urk.
7/51/17-18) aus, der Belastungsaufbau habe gut geklappt und die Beschwerdeführerin arbeite aktuell zu 50
%
als Kiosk
verkäuferin. Die Steigerung der Arbeitsfähigkeit könne aktuell nicht weiterge
führt
werden, da die Beschwerdeführerin beim längeren Stehen weiterhin Schmerzen im Fuss habe.
3.
9
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates, Oberarzt Orthopädie
der
Universitätsklinik
A._
, führte im Bericht vom 2
7.
November 2015 (
Urk.
7/52) aus, die Beschwer
den im
arthrodesierten
Gelenk seien praktisch vollständig
regredient
. Gelegen
tlich bemerke die Beschwerdeführerin die Platte. Sie beklage jedoch noch Schmerzen über dem
ventrolateralen
OSG sowie über der medialen Säule, ins
besondere im
Talonviculargelenk
. Diese Beschwerden seien schon präoperativ vorhanden gewesen und hätten sich nach der Operation nicht geändert (S. 1).
3.
10
Dr.
C._
hielt
im Verlaufsbericht vom 1
1.
Januar 2016 (
Urk.
7/54/1-3) bei unveränderten Diagnosen fest, im Bereich der
Arthrodese
bestünden keine Be
schwerden mehr. Die bisherige Tätigkeit als Kioskverkäuferin könne zu 50
%
, das heisst
während
4.25 Stunden pro Tag ausgeübt werden. Eine angepasste Tätigkeit sei im Umfang von 8.5 Stunden pro Tag möglich (
Ziff.
2.1). Dabei bestehe eine Verminderung der Leistungsfähigkeit im Umfang von 25
%
(
Ziff.
2.2).
3.
11
Gestützt auf
die
medizinischen Berichte
verneinte die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom
4.
April 2016
den
Anspruch auf Leistungen der Invaliden
ver
sicherung, da die Beschwerdeführerin wieder ihrem bisherigen Pensum von zirka 43
%
nachgehe, ein entsprechendes Einkommen erziele und damit rentenaus
schlies
send eingegliedert sei (
Urk.
7/57).
4.
4.1
Für die Zeit nach der rechtskräftigen Verfügung vom
4.
April
2016
(
Urk.
7
/
57
) finden sich in den Akten im Wesentlichen die folgenden Berichte:
4.2
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Neurochirurgie, Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie der Universitätsklinik
A._
, nannte im Bericht vom 2
3.
Dezember 2016
(
Urk.
7/67
/1-2
) als Diagnosen
Zervikalgien
und Lumbalgien bei Facettengelenks
degeneration von C2-C5 linksbetont, L4/5 links, mediane Diskushernie C5/6 mit Berührung des
Rückenmarks, beginnende
Neuroforamenstenose
C4/5 recht
s
, C3/4 links, C5/6 links ohne Nervenwurzelkompression sowie minime
anteriore
Ante
rolisthesis
L4/5, mit leichter
foraminaler
Stenose. Die Beschwerdeführerin sei vom Hausarzt aufgrund persistierender chronischer
Zervikalgien
und leichte
r
Lumbal
g
ien, welche seit Jahren vorhand
en
seien, zugewiesen worden. Die Schmerzen seien tagsüber und belastungsabhängig vorhanden, manchmal auch in der Nacht. Es erfolge keine regelmässige Schmerzmitteleinnahme. Es erfolge Physiotherapie mit
temporärer
Verbesserung der Symptomatik. Ausstrahlungen oder ein Kraft
verlust best
ünden
nicht.
K
linisch und MR-tomographisch
bestehe eindeutig
eine schmerzhafte Facettengelenksarthrose besonders an der Halswirbelsäule und linksbetont. Es bestehe
eine
Indikation für eine Infiltration der Facettengelenke von C2-5 links.
4.3
Die Fachpersonen der Chiropraktik der Universitätsklinik
A._
berichteten am 2
7.
Januar 2017 (
Urk.
7/67/3-5)
über eine ambulante Untersuchung und hielten
fest, die Beschwerdeführerin berichte seit 40 Jahren über intermittierende Nacken
schmerzen mit leichter Ausstrahlung in den linken Arm. Die Beschwerdeführerin habe bereits seit 20 Jahren in erster Linie passive Physiotherapie, was jedoch zu keiner anhaltenden Linderung der Nackenbeschwerden links geführt habe. Des Weiteren berichte sie über chronische tieflumbale Schmerzen seit 40 Jahren und über Spannungskopfschmerzen linksseitig (S. 1). Die Beschwerdeführerin leide sowohl an einem
zervikospondylogenen
wie auch an einem
lumbospondylogenen
Schmerzsyndrom. Der Fokus liege initial auf der Behandlung der zervikalen Problematik und in einer zweiten Phase auch lumbal. Eine Prognose sei zu diesem Zeitpunkt schwierig. Sofern die Therapie anspreche, sollte eine merkliche Bes
se
rung innert zehn Behandlungen festgestellt werden. Längerfristig seien muskel
aufbauende Massnahmen zur Stabilisation der Wirbelsäule unumgänglich (S. 2 f
.
).
4.4
Dr.
H._
berichtete am
1
5.
März 2017 (
Urk.
7/67/6-7)
von einer Verlaufs
kon
tr
olle und führte aus, die Beschwerdeführerin berichte von sieben Einheiten Chiro
prak
tik, welche allerdings überhaupt keine Besserung gebracht hätten. Es bestünden weiterhin vor allem linksbetonte
Zervikalgien
ohne Ausstrahlung. Die CT-ge
steuerte Facettengelenksinfiltration sei wegen Angst kurz vor der Durchführung abgebrochen worden. Aus medizinischer Sicht bestehe weiterhin die Empfehlung, die Facettengelenke zu infiltrieren.
Die Beschwerdeführerin werde sich dies über
legen und sich bezüglich eines Termins gegebenenfalls melden. Aktuell sei sie bereit
,
Physiotherapie durchzuführen, ausserdem werde eine Arbeitsunfähigkeit von einer Woche ausgestellt.
4.
5
Med.
pract
.
I._
, Assistenzarzt Orthopädie der Universitätsklinik
A._
, hielt im Bericht vom 1
1.
Juni 2018 (
Urk.
7/84/7-11) fest, die Beschwerdeführerin sei bereits 2014 fusschirurgisch aufgrund einer Fraktur des
Processus
anteri
or
calcanei
in der Universitätsklinik
A._
in Behandlung gewesen. Bei Aus
bil
dung einer
Pseudarthrose
nach Fraktur sei eine
Arthrodese
calcaneocuboidal
am linken Fuss erfolgt. In der Folge persistierten die Schmerzen am linken Fuss, so dass am
9.
Februar 2018 eine ventrale OSG-Arthroskopie mit
Arthrolyse
, Resek
tion des
Bassett
-Ligamentes sowie eine komplette
Osteosynthesematerialent
fernung
erfolgt sei. Die Auswirkungen dieser Operation
seien
abzuwarten. Am 2
2.
Mai 2018 sei die Beschwerdeführerin zuletzt in der Sprechstunde gewesen. Sie beklage weiterhin andauernde Schmerzen über dem linken OSG
(S. 2)
.
Da weiterhin deutliche Schmerzen im linken OSG bestünden
,
sei auch eine dem
L
eiden angepasste Tätigkeit wahrscheinlich nur mit einem verminderten Pensum möglich. Eine mehrheitlich sitzende Tätigkeit ohne Belastung des linken OSG könnte allenfalls für die Beschwerdeführerin möglich sein. Die genaue prozen
tuale Angabe dazu sei jedoch aktenanamnestisch schwierig zu treffen. Aufgrund der deutlich eingeschränkten Mobilität und
der
Schmerzen im Bereich des linken Sprunggelenkes sei die Beschwerdeführerin in allen Aspekten der Haushalts
führung eingeschränkt (S. 4 f.).
4.
6
Dr.
med.
J._
, Assistenzärztin der Universitätsklinik
A._
, berichtete
am
5.
November 2018 (
Urk.
7/90/4-6) von einem stationären Gesundheitszu
stand
. In der Verlaufskontrolle vom 1
6.
August 2018 sei aufgrund einer pathologisch veränderten
Peronealsehne
eine diagnostische ultra
schall
gesteuerte Infiltration des
Peronealsehnenfaches
erfolgt, die keine Wirkung erbracht habe. Die
calca
neocuboidale
Arthrodese
sei nicht durchgebaut erschienen. Es sei daher ein SPECT
-
CT zur weiteren Bilanzierung veranlasst worden. Hier habe sich assoziiert ein vermehrter Knochenumbau neben dem ehemaligen
Calcaneocuboidalgelenk
gezeigt. Als diagnostisch-therapeutische Option
sei die Degeneration zwischen
Cuboid
und
Naviculare
infiltriert worden. In der Verlaufskontrolle am 1
8.
Oktober 2018 habe die Beschwerdeführerin angegeben, von der Infiltration profitiert zu haben, danach seien die Beschwerden wieder in der gleichen Intensität vorhanden gewesen. Nach ausgeschöpfter konservativer Therapie
sei
daher als
ultima
ratio
ein operatives Vorgehen im Sinne eine
r
talonavicularen
Arthrodese
und gege
benenfalls
einer
cuboidonavicularen
sowie
subtalaren
Arthrodese
besprochen worden (S. 2). Ohne Angabe zum Umfang erachtete
Dr.
J._
eine Wieder
eingliederung in
eine
sitzende Tätigkeit als möglich (S. 3).
4.
7
Dr.
med.
K._
, Fachärztin für Chirurgie, Kreisärztin der Suva, hielt in der Kurzbeurteilung vom
1.
März 2019 (
Urk.
7/94/10-11) unter anderem fest,
die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Kioskverkäuferin sei einge
schränkt, da es sich um eine rein stehende/gehende, zum Teil körperlich mittel
schwere bis schwere Tätigkeit handle. In einer leichten bis mittelschweren wech
selbelastenden Tätigkeit mit einem sitzenden Anteil von 30-50
%
ohne knien
de/
kauernde Tätigkeit, ohne Besteigen von Leitern und Gerüsten, Gehen auf guter Ebene, ohne Zwangshaltungen für den linken Fuss, ohne Bedienen von vibrie
renden Maschinen mit links, sei eine ganztägige Arbeitsfähigkeit gegeben.
4.
8
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatol
ogie des Bewegungsapparates, Stellvertretender
Leiter Technische Orthopädie der Uni
versitätsklinik
A._
, führte im Bericht vom 1
6.
Mai 2019 (
Urk.
7/96/7-10) aus, aktuell sei die Beschwerdeführerin einmal im Monat in der Sprechstunde zur Ver
laufskontrolle. Diese
berichte
über einen stationären Verlauf bei persistierenden Fussschmerzen links. Mit der Schuhanpassung zeige sie sich zufrieden. Zu Hause mobilisiere sie noch immer barfuss. Sie habe das Tragen von birkenstock
ähn
lichen Hausschuhen versucht, dies habe ihr aber Schmerzen im Bereich des
Hallux
valgus
links verursacht (S. 2). Die Füsse der Beschwerdeführerin seien schmerz
bedingt nur begrenzt belastbar, entsprechend sei die Tätigkeit als Verkäuferin nicht mehr möglich (S. 3). Grundsätzlich sei ein 100%iges Arbeitspensum in einer angepassten Tätigkeit möglich. Aufgrund der Schmerzsituation bestehe eine ein
geschränkte Belastbarkeit, die Beschwerdeführerin sei jedoch im Haushalt selb
ständig lebensfähig (S. 4).
4.
9
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumato
lo
gie des Bewegungsapparates, RAD,
führte in seiner Stellungnahme vom 1
1.
Juni 2019 (
Urk.
7/107/8-9) aus, hinsichtlich der Bewertung der Arbeitsunfähigkeit seien die aktenkundigen Angaben - zuletzt und ganz aktuell von der Universi
tätsklinik
A._
- aus versicherungsmedizinisch-orthopädischer Sicht nachvoll
ziehbar. In der bisherigen Tätigkeit als Verkäuferin bestehe seit Mitte April 2015 eine 50%ige und ab
1.
April 2017 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit bestehe hingegen eine 100%ige Arbeitsfähigkeit, ausge
nommen im Zeitraum von maximal drei Monaten nach der letzten Fussoperation ab dem
9.
Februar 201
8.
Als Belastungsprofil nannte
Dr.
M._
eine körperlich leichte, fast ausschliesslich sitzende Tätigkeit, ohne häufiges Bücken oder Arbei
ten über Kopf, ohne häufiges Treppensteigen, Gehen auf unebenem Boden oder lange Arbeitswege zu Fuss
von mehr als
500
Metern
.
5.
5.1
Die Frage, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin in einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat, beurteilt sich durch einen Vergleich
der Verhältnisse
im Zeitpunkt der
rentenablehnenden
Verfügung
vom
4.
April 2016
(
Urk.
7/57
)
mit dem Gesundheitszustand im Zeitpunkt der ange
foch
tenen Verfügung (
Urk.
2). Zwischen den Parteien ist dabei unbestritten, dass die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als
Kioskverkäuferin
auf
grund der verminderten Belastbarkeit des linken Fusses
inzwischen vollständig arbeitsunfähi
g ist. Dies
erweist sich
mit Blick
auf die medizinische Aktenlage auch ohne weiteres als nachvollziehbar.
Hinsichtlich
der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit stützte sich die Beschwerdegegnerin auf die Einschätzung durch den RAD-Arzt
Dr.
M._
, welcher gestützt auf die zahlreichen Berichte der Universitätsklinik
A._
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausging (
vgl.
Urk.
7/107/8-9).
5.2
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt Beweiswert zu,
sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich wider
spruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Bestehen auch nur geringe Zweifel in Hinblick auf die Zuver
lässigkeit und Schlüssigkeit einer versicherungsinternen ärztlichen Feststellung, so sind ergänzende Abklärungen mittels unabhängiger Begutachtung vorzuneh
men (BGE 135 V 465 E. 4.4 mit Hinweis).
Im Weiteren
kann auch auf
Stellungnahmen
des RAD nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen. Sie müssen insbesondere in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden sein und in der Beschreibung der medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchten; die Schlussfolgerungen sind zu begründen. Die RAD-Ärzte müssen sodann über die im Einzelfall gefragten persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügen
.
Nicht zwingend erforderlich ist, dass die ver
sicherte Person untersucht wird
(Urteil des Bundesgericht
s
9C_904/2009 vom 7. Juni 2010 E. 2.2 mit Hinweisen).
Bei der Würdigung der Stellungnahmen von
Dr.
M._
ist
demnach
zu berück
sichtigen, dass interne Berichte des RAD eine andere Funktion als medizinische Gutachten (Art. 44 ATSG) oder Untersuchungsberichte des RAD im Sinne von Art. 49 Abs. 2 IVV haben. Zu deren Verfassung erheben die RAD-Ärzte nicht selber medizinische Befunde, sondern setzen sich mit den vorhandenen auseinan
der. Die Funktion dieser Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
gewisser
massen
als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerich
ten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben, den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu nament
lich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vor
zunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei (Urteil des Bundesge
richts 9C_692/2014 vom 22. Januar 2015 E. 3.3 mit Hinweisen).
5.3
Dr.
M._
konnte sich anhand der ihm zur Verfügung gestellten Akten entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ein vollständiges Bild über Anamnese, den Krankheitsverlauf sowie
insbesondere
den gegenwärtigen
und (effektiv) verän
der
ten
Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin machen.
Gegenteilige Beur
tei
lungen der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit finden sich keine in den Akten. So ging auch
Dr.
L._
von
der Universitätsklinik
A._
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit aus (vgl.
Urk.
7/96/7-10). Und auch die Suva-Kreisärztin
Dr.
K._
erachtete - wenn auch
lediglich
aus unfall
bedingter Sicht - eine vollständige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit als gegeben (vgl.
Urk.
7/94/10-11).
Soweit die Beschwerdeführerin im Wesentlichen
eine Verletzung der
Abklärungs-
und Untersuchungspflicht
durch die
Beschwerdegegnerin
hinsichtlich der Rücken
beschwerden
bemängelte (
Urk.
1 S. 7 ff.)
,
ist festzuhalten,
dass
eine wesentliche Veränderung der
(seit Jahren bestehenden)
Rückenbeschwerden aus den vorlie
genden Akten nicht ersichtlich ist und im Übrigen auch von der Beschwerde
führerin nicht geltend gemacht wird.
Auch wenn in den Berichten der Univer
sitätsklinik
A._
nunmehr unter anderem eine schmerzhafte Facettengelenks
arthrose insbesondere an der
Halswirbelsäule
diagnostiziert wurde, deutet dieser Umstand
alleine
nicht auf veränderte Auswirkung
en
der bestehenden Rück
en
beschwerden hin.
Dass sich die
se
in ihrer Intensität oder Auswirkungen auf den Alltag oder die Arbeitsfähigkeit in den letzten Jahren verändert hätten, ergibt sich
aus den Akten
nicht.
Die Zuweisung
an die Orthopädie der Universitätsklinik
A._
durch den Hausarzt
erfolgte
denn auch nicht infolge Zunahme der Rückenbeschwerden, sondern aufgrund d
er seit
Jahren
vorhandenen persistie
renden chronischen
Zervikalgien
und leichten Lumbalgien
(vgl.
Urk.
7/67/1-2)
und kann damit im Sinne eines erneuten Therapieanlaufs verstanden werden
.
Dass
die
von der Beschwerdeführerin geklagten
Rückenbeschwerden nicht im Vorder
grund
stehen
und die Arbeitsunfähigkeit im
Wesentlichen
durch die Fuss- und nicht durch die Rückenbeschwerden bedingt
ist
, bestätigte Hausarzt
Dr.
C._
in seinem Bericht vom
4.
September 2017 zuhanden der Suva (vgl.
Urk.
7/82/229).
Dafür spricht auch der
vorliegende
Behandlungsverlauf. Die Beschwerdeführerin
war seit der Neuanmeldung am
7.
April 2017
- und im Übrigen auch davor -
vor
wiegend bezüglich der Fussbeschwerden in Behandlung
. Bezüglich der Rücken
beschwerden erfolgten zwischen Ende Dezember 2016 und Mitte März 2017
nur wenige Konsultationen.
Die
von den Ärzten der Universitätsklinik
A._
emp
fohlene
Facettengelenksinfiltration
wurde
von der Beschwerdeführerin
nicht durchgeführt und die
eingeleitete
chiropraktische
Behandlung
brachte
keine Bes
serung
.
Dass die Beschwerdeführerin jemals (aktive) muskelaufbauende Massnah
men zur Stabilisation der Wirbelsäule
durchführte, welche
von den Chiroprak
tikern der Universitätsklinik
A._
im Bericht vom 2
7.
Januar 2017 (vgl.
Urk.
7/67/3-5)
als unumgänglich bezeichnet und auch
bereits durch
Dr.
Z._
im Gutachten vom
4.
Januar 2010 (vgl.
Urk.
7/20 S. 4) und in zahlreichen frü
heren Berichten sowohl des Universitätsspital
s
D._
als auch der Universitäts
klinik
A._
(vgl.
Urk.
7/43/24-30) empfohlen wurde
n
,
ist nicht ersichtlich
.
Die
Beschwerdeführerin
lässt sich
seit 20 Jahren in erster Linie mittels passiver Physiotherapie behandeln (vgl.
Urk.
7/67/3) und möchte an diesem Behand
lungs
setting offenbar
nichts
ändern (vgl.
Urk.
7/67/7,
Urk.
7/86). Dies ist mit einem deutlichen oder zumindest zunehmenden Leidensdruck
aufgrund
der Rückenbe
schwerden
nur schwer zu vereinbaren.
Des Weiteren wiesen d
ie Ärzte der Universitätsklinik
A._
im Bericht vom 1
5.
März 2017 neben den weiterhin bestehenden
,
vor allem linksbetonten
Zervi
kalgien
auf die von der Beschwerdeführerin berichtete
sehr grosse Belastung wegen der Kündigung des Arbeitsplatzes aufgrund der mehrfachen Arbeitsun
fähigkeit
hin
und de
re
n
Wunsch, einen IV-Antrag zu stellen
, was auf soziale Belastungsfaktoren hindeutet
.
Mit Blick auf die seinerzeit
akut
geklagten Rücken
beschwerden attestierten d
ie Ärzte
der Universitätsklinik
A._
der Beschwer
de
führerin
im erwähnten Bericht vom 1
5.
März 2017
nur
eine
vorübergehende
Arbeitsunfähigkeit von
einer Woche (vgl.
Urk.
7/67/6-7).
Im weiteren Verlauf rückten die
Fussbeschwerden
und deren Behandlung
in den Vordergrund. Somit
ist es verständlich und nachvollziehbar, dass
sich
die Ärzte der Universitätsklinik
A._
auf Nachfrage der Beschwerdegegnerin im Wesent
lichen hierzu äusserten. Dennoch ist davon auszugehen, dass die
behan
delnden
Ärzte der Universitätsklink
A._
, welche die
Zervikalgien
und Lumbalgien jeweils in allen Berichten
unter den Diagnosen
aufführten, allfällige diesbe
züg
liche Einschränkungen respektive Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
auch ohne explizite Aufforderung seitens der Beschwerdegegnerin
erwähnt
und sich
dazu geäussert hätten, falls die Beschwerdeführerin
durch solche
massgeblich beeinträchtigt gewesen wäre, zumal die
Aufforderung zur Berichtserst
attung
durch die Beschwerdegegnerin
beispielsweise
am 2
7.
Mai 2019
nicht wie davor mit Bezug auf eine erfolgte Operation
(vgl.
Urk.
7/84/1) oder in Bezug auf einen Kontrolltermin
des Fusses
(vgl.
Urk.
7/90/1), sondern
in
allgemeiner
Weise erging
(
vgl.
Urk.
7/96/1).
5.4
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S. 7 f.) ist nach dem Gesagten nicht ersichtlich, welche neuen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse von einem Bericht der Abteilung für Wirbelsäulenchirurgie
oder
von
weiteren Abklä
rungen
zu erwarten gewesen wären. Dies gilt umso mehr in Anbetracht des Um
stands, dass hinsichtlich der Rückenbeschwerden keine Anhaltspunkte für eine eingetretene wesentliche Veränderung bestehen und solche auch nicht geltend gemacht wurden.
Nach dem Gesagten kann folglich nicht von einer
entscheid
relevanten
gesundheitlichen Verschlechterung ausgegangen werden, womit sich der Gesundheitszustand als hinreichend abgeklärt erweist.
Soweit die Beschwer
deführerin verlangt, es seien weitere Abklärungen durchzuführen, kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen).
Nachdem die Beschwerdeführerin
schliesslich
auch keinen Bericht oder allfällige Erkenntnisse aus weiteren Untersuchungen oder Behandlungen
(vgl.
Urk.
7/96/12)
zu den Akten
reichte, darf angenommen werden, dass sich auch daraus nichts Anderes ergab.
Die Beschwerdegegnerin ging daher
gestützt auf die Stellungnahme des RAD
zu Recht von einer 100%igen angepassten Arbeitsfähigkeit aus und musste diesbezüglich auch keine weiteren Abklärungen treffen.
Zusammenfassend ist damit der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu betrachten, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nicht in einer
anspruchsbegründenden Weise verschlechtert hat
.
5.5
Der von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Einkommensvergleich
(vgl.
Urk.
7/119/3,
Urk.
2 S.
2 f.
)
wird durch die Beschwerdeführerin einzig hinsichtlich
der vorgenommenen Qualifikation von 50
%
im Erwerb und 50
%
im Haushalt bestritten.
Unbestritten blieb
en
insbesondere die von der Beschwerdegegnerin ermittelten hypothetischen Einkommen (Validen- und Invalideneinkommen) so
wie die gestützt auf den Haushaltsabklärungsbericht vom 2
5.
Juli 2019 (vgl.
Urk.
7/105) ermittelte Einschränkung im Haushalt von 19.9
%
,
welche nach Lage der Akten
nicht zu beanstanden ist
. Die
massgebenden
Grund
s
ätze wurden be
achtet
(
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_817/2013 vom 2
8.
Mai 2014 E. 5).
Die Beschwerdegegnerin befasste sich erst im vorliegenden Abklärungsverfahren vertieft mit der Statusfrage und veranlasste
die
Haushaltsabklärung.
Darin legte die
Abklärungsperson
die Qualifikation von 50
%
im Erwerbsbereich und 50
%
im Haushaltsbereich Tätige fest und begründete dies im Wesentlichen damit, dass die Beschwerdeführerin - gesundheitsbedingt - nie mehr als eine 50%ige Anstel
lung gesucht habe, obwohl ihr dies aus medizinischer Sicht zumutbar gewesen
wäre
. Ein Pensum von 80 - 100
%
bei guter Gesundheit sei
somit
nicht nach
vollziehbar (vgl.
Urk.
7/105 S. 4 f.).
Bei der ersten
Leistungsabklärung ging die Beschwerdegegnerin von einer Qualifikation von 70
%
im Erwerb und 30
%
im Haushalt aus (vgl.
Urk.
7/21/3). Bereits damals gab die Beschwerdeführerin an, ab dem Kindergarteneintritt des jüngsten Sohnes
wäre sie ohne den Gesund
heitsschaden
wieder zu 100
%
erwerbstätig
gewesen
(vgl.
Urk.
7/15).
Auch im folgenden Abklärungsverfahren ging die Beschwerdegegnerin von einer
Teiler
werbstätigkeit aus
,
ohne im Detail
aber
auf die Statusfrage einzugehen
(vgl.
Urk.
7/56/3).
Es bestehen
zwar
A
nhaltspunkte
(Alter der Kinder, knappe finan
zielle Lage), welche grundsätzlich für die Annahme einer im Gesundheitsfall in höherem Pensum ausgeübten Erwerbstätigkeit sprechen würden
, jedoch
s
ind diese Umstände allein
noch
nicht ausschlaggebend, eine bestimmte Sachverhalts
-
variante
als überwiegend wahrscheinlich zu würdigen. Vielmehr ist stets auch die konkrete Situation zu berücksichtigen, in welcher die versicherte Person im zu prüfenden Zeitpunkt steht.
Dass die Beschwerdeführerin bis zur Geburt ihres ältesten Sohnes im August 1990 im
Grossen
und Ganzen zu 100
%
gearbeitet
hätte
, lässt sich dem Auszug aus dem individuellen Konto (IK) vom 1
3.
Juli 2017
(vgl.
Urk.
7/68
/1
)
n
icht ohne Weiteres entnehmen. So erzielte die Beschwerde
führerin einzig in den Jahren 1981 bis 1985 etwas höhere Einkünfte, wobei es
rückblickend
selbst unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung fraglich ist, ob die Beschwerdeführerin damals
effektiv
ein 100%iges Pensum innehatte.
Wenn auch die Rückenbeschwerden damals schon bestanden haben mögen
(
Urk.
7/7/8)
, ist nicht sichtlich, dass diese eine Beeinträchtigung der Arbeitsun
fähigkeit
beziehungsweise eine Reduktion des Arbeitspensums nach
sich gezogen hätten
.
Auch sonstige Unterlagen - sowohl in erwerblicher als auch medizinischer Hinsicht - liegen aus dieser Zeit keine vor
, so dass
den
entsprechenden Angaben der Beschwerdeführerin
nicht gefolgt werden kann
.
Fest steht
jedoch
, dass die Beschwerdeführerin seit der Geburt der Kinder nie mehr ein höheres Pensum als 50
%
gesucht und
auch
ausgeübt hatte und dies mit den Rückenbeschwerden begründete (vgl.
Urk.
7/105 S. 5 oben). In diesem Zusammenhang hielt die Be
schwerdegegnerin
aber
fest, dass
die Beschwerdeführerin
bei Eintritt des jüngsten Kindes in den Kindergarten
trotz
ärztlicherseits
attestierte
r
höhere
r
Arbeits
fähig
keit
auch
als Kioskverkäuferin
(vgl.
Urk.
7/20
/4 f.
)
- welche auch Eingang fand in die unbestritten gebliebene Verfügung der IV-Stelle vom 1
8.
Juni
2010 (
Urk.
7/26) -
kein höheres Pensum
als 50
%
aus
geübt hat
(vgl.
Urk.
7/119 S. 3 oben).
Auch angestrebt hat sie ein solches nicht nachweislich.
Ob
- wie
die Beschwerdeführerin geltend macht -
richtigerweise von einem Erwerbsanteil von
90
%
auszugehen ist
(
Urk.
1 S. 9 f.),
kann
im Übrigen
offen
bleiben. Vor dem Hintergrund des unter Anwendung der gemischten Methode erstellten unbestrittenen Einkommensvergleichs und
der
unbestritten
gebliebenen
Einschränkung im Haushalt, führt
selbst
die Annahme eines höheren
als
des
von der Beschwerdegegnerin angenommenen
Erwerbsanteils
angesichts
der festge
stellten
vollen
Arbeitsfähigkeit in
einer
leidensangepassten Tätigkeit
nicht
zu einem anspruchsbegründende
n
(Gesamt-)Invaliditätsgrad
.
Nach dem Gesagten hat die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 2
4.
Janu
ar 2020 einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin zu Recht verneint. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
6.
6.1
Die Voraussetzungen für die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sind erfüllt (vgl.
Urk.
3), so dass dem mit der Beschwerde vom
2
4.
Februar 2020
gestellten Antrag (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
3) zu entsprechen ist.
6.2
Die Verfahrenskosten
gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG
in der hier anwendbaren, bis Ende 2020 gültigen Fassung
(
Art.
83 ATSG)
sind ermessensweise auf
Fr.
700.-- festzusetzen,
ausgangsgemäss
der Beschwerdeführerin aufzuerlegen und infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
)
, wonach die Beschwerdeführerin zur
Nachzahlung der
Gerichtskosten
verpflichtet
ist
, sobal
d sie dazu in der Lage ist.