# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 495059a3-beee-424d-886d-b3d76abbb21b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Eingabe vom 28. Dezember 2015 liessen die Z._AG in Liquidiation und die Y._AG beim Bezirksgericht Maloja um Rechtsschutz in klaren Fällen ersuchen und beantragten, die X._AG sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu verpflichten, ihnen Fr. 80'454.99 zuzüglich 5% Zins seit dem 24. November 2015 sowie Fr. 103.30 Betreibungskosten zu bezahlen. Zudem sei ihnen in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell für diesen Betrag definitive Rechtsöffnung zu erteilen.
B. Mit Schreiben vom 18. Januar 2016 teilte die X._AG dem Bezirksgericht Maloja mit, es sei nicht nachvollziehbar, wer die Vollmacht der Gegenpartei vom 25. März 2013 unterzeichnet habe. Da sich die Bevollmächtigung des Rechtsvertreters der Gegenpartei auf diese Vollmacht beziehe, werde um Aufforderung der Gegenseite zur Erläuterung der Bevollmächtigung ersucht.
C. Diesem Erläuterungsbegehren kamen die Z._AG in Liquidiation und die Y._AG am 20. Januar 2016 nach. Sie führten aus, dass die fragliche Anwaltsvollmacht am 11. Oktober 2011 von den Herren A._, damals wie aktuell einzelzeichnungsberechtigt für die Y._AG, und B._, damals einzelzeichnungsberechtigt für die Z._AG, unterzeichnet worden sei. Die Anwaltsvollmacht sei am 16. November 2015 zusätzlich mit Bezug auf die Z._AG von Rechtsanwalt lic. iur. Mario Pfiffner, gestützt auf eine Vollmacht mit Substitutionsbefugnis der Z._AG, unterzeichnet vom damals einzelzeichnungsberechtigten Präsidenten C._ vom 25. März 2013, unterzeichnet worden. Rechtsanwalt lic. iur. Mario Pfiffner sei sodann ab dem 30. November 2015 als Liquidator mit Einzelunterschrift an die Stelle von C._ getreten. Die Vollmacht der beiden Gesuchstellerinnen sei nie wiederrufen worden.
D. In ihrer Klageantwort vom 28. Januar 2016 führte die X._AG aus, es sei unter Hinweis auf die mit Schreiben vom 18. Januar 2016 aufgeworfene Frage betreffend die rechtsgenügliche Bevollmächtigung festzuhalten, dass diese im vorliegenden Fall fehle, weshalb auf die Klage nicht einzutreten sei.
E. Mit Entscheid vom 16. Februar 2016, mit schriftlicher Begründung mitgeteilt am 2. März 2016, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja wie folgt:
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"1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, den Gesuchstellerinnen den Betrag von CHF 80'454.99, zuzüglich 5% Zins seit 24. November 2015, zu bezahlen.
2. Den Gesuchstellerinnen wird in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes Oberengadin/Bergell (Zahlungsbefehl vom 1. Dezember 2015) für den Betrag von CHF 80'454.99, zuzüglich 5% Zins seit 24. November 2015, definitive Rechtsöffnung erteilt.
3. Die Kosten des Verfahrens im Betrage von CHF 1'500.-- gehen zulasten der Gesuchsgegnerin. Sie werden mit dem seitens der Gesuchstellerinnen geleisteten Kostenvorschuss verrechnet, unter Erteilung des Regressrechts auf die Gesuchsgegnerin.
Ausseramtlich hat die Gesuchsgegnerin die Gesuchstellerinnen mit CHF 2'760.-- zu entschädigen.
4. Gegen diesen Entscheid kann zivilrechtliche Beschwerde geführt werden (vgl. Art. 319 ff. ZPO). Diese ist beim Kantonsgericht von Graubünden innert 10 Tagen seit Zustellung des Entscheids schriftlich und begründet einzureichen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 321 Abs. 2 und 3 ZPO i.V.m. Art. 7 EGzZPO). Im vorliegend anwendbaren summarischen Verfahren erfolgt kein Fristenstillstand durch Gerichtsferien (vgl. Art. 145 Abs. 2 lit. b ZPO).
5. (Mitteilung)."
F. Gegen diesen Entscheid liess die X._AG mit Eingabe vom 17. März 2016 beim Kantonsgericht von Graubünden Beschwerde einreichen, wobei sie das folgende Rechtsbegehren stellte:
"1. Der Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja vom 16. Februar 2016, mitgeteilt am 2. März 2016 (Proz.Nr. _), sei aufzuheben und auf die Klage vom 28. Dezember 2015 sei nicht einzutreten.
2. Die Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens seien den Beschwerdegegnerinnen aufzuerlegen und diese seien zu verpflichten, die Beschwerdeführerin ausseramtlich mit CHF 2'760.00 zu entschädigen.
3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% MWST für das Beschwerdeverfahren zulasten der Beschwerdegegnerinnen."
Zur Begründung machte die X._AG geltend, mit dem Liquidationsbeschluss betreffend die Z._AG vom 24. November 2015 sei nicht nur das Zeichnungsrecht der bisherigen Verwaltungsräte untergegangen. Im Sinne von Art. 35 Abs. 2 OR bewirke der Liquidationsbeschluss grundsätzlich, dass sämtliche früher erteilten Vollmachten dahinfallen würden. Damit habe der Liquidationsbeschluss auch den Untergang der gestützt auf die erloschene Vollmacht erteilten Bevollmächtigung an den für die Z._AG in Liquidation handelnden Rechtsvertreter bewirkt. Folglich fehle es an einer
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Prozessvoraussetzung, weshalb auf die Klage nicht einzutreten sei. Dementsprechend sei der Entscheid der Vorinstanz aufzuheben.
G. Mit Verfügung des Vorsitzenden der II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden wurde die als Beschwerde bezeichnete Eingabe der Gegenpartei zugestellt, wobei festgehalten wurde, dass sich das Rechtsmittel gegen einen berufungsfähigen Entscheid im Sinne von Art. 308 Abs. 1 lit. a und Abs. 2 ZPO richte und folglich einstweilen als Berufung entgegengenommen werde. Gleichzeitig wurde der Z._AG in Liquidation sowie der Y._AG Frist zur Einreichung einer Berufungsantwort angesetzt.
H. In ihrer "Berufungsantwort" vom 30. März 2016 liessen die Z._AG in Liquidation und die Y._AG den Antrag stellen, es sei auf die Beschwerde nicht einzutreten, eventualiter sei sie abzuweisen. Eventualiter sei bei Zulassung der Beschwerde als Berufung (sog. Konversion) auf diese nicht einzutreten. Eventualiter sei die als Berufung entgegengenommene Beschwerde abzuweisen. Als Begründung führten sie unter anderem aus, mit der Unterzeichnung der vorliegenden Rechtsschrift durch Rechtsanwalt lic. iur. Mario Pfiffner, welcher auch einzelzeichnungsberechtigter Liquidator sei, erkläre sich dieser mit allen bisherigen Eingaben und Rechtsschriften von Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger in dieser Angelegenheit nochmals einverstanden. Er bestätige zudem alle in der vorliegenden Eingabe gemachten Ausführungen sowie die Bevollmächtigung von Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger zur Durchsetzung und zum Inkasso der Ansprüche gegenüber der Gesuchsgegnerin vor Gerichten, Ämtern und Behörden.
I. Mit Replik vom 29. April 2016 liess die X._AG die Abschreibung der Berufung infolge Gegenstandslosigkeit beantragen. Mit der nachträglichen Genehmigung durch den einzelzeichnungsberechtigten Liquidator sei der gerügte Mangel geheilt worden. Bis zur Einreichung der Berufungsantwort habe jedoch keine gültige Bevollmächtigung von Rechtsanwalt lic. iur. Stefan Metzger vorgelegen, wodurch die Berufungsbeklagte den Anlass zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens durch eine Prozesshandlung herbeigeführt habe. Deswegen seien die Prozesskosten von ihr zu tragen und sie habe damit auch keine ausseramtliche Entschädigung zu Gute. Selbst wenn ihr eine Entschädigung zustehen würde, sei der geltend gemachte Aufwand von 7.5 Stunden für die Erarbeitung der Berufungsantwort nicht angemessen und die Entschädigung auf maximal Fr. 300.-- inklusive Mehrwertsteuer festzulegen.
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J. In ihrer Duplik vom 12. Mai 2016 hielten die Z._AG in Liquidation und die Y._AG an ihrem bisherigen Rechtsbegehren fest. Die Gegenstandslosigkeit habe einzig die X._AG zu verantworten. Einerseits habe sie das falsche Rechtsmittel ergriffen. Andererseits habe sie tatbeständlich wie rechtlich unzutreffend die aus ihrer Sicht angeblich fehlende anwaltliche Bevollmächtigung vor Vorinstanz gerügt. Deswegen seien die Kosten des Rechtsmittelverfahrens von dieser zu tragen. Auch habe sie die Z._AG in Liquidation und die Y._AG für das Rechtsmittelverfahren ausseramtlich zu entschädigen.
Auf die übrigen Vorbringen in den Rechtsschriften sowie die Ausführungen im angefochtenen Entscheid wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen

## Considerations