# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** acc52294-d504-488d-8c25-54b2a878f815
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1976 geborene und als kaufmännische Angestellte
erwerbs
tätig gewesene
X._
meldete sich am 19. Juni 2003 (Urk. 6/4) unter Hin
weis auf Rücken- und Halswirbel
-
/
Nackenschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an.
Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen (unter anderem Einholung eines Gutachtens von
Dr. med.
Y._
, Spezialarzt F
MH für orthopädische Chirurgie;
Expertise vom 9. März 2004; Urk. 6/23) sprach
die Sozialversicherungsanstalt
des Kantons
Zürich, IV-Stelle,
der Versicherten mit Verfügung vom 26. März 2004 (Urk. 6/25-27)
basierend auf einem Invaliditäts
grad von 50 %
rückwirkend ab 1. Juli 2003 eine halbe IV-Rente zu.
Mit Revisi
onsverfügung vom 25. Juli 2006 (Urk. 6/52)
qualifizierte die IV-Stelle die Versi
cherte als teilerwerbstätig und hob die IV-Rente – basierend auf einem neu er
rechnet
en Invaliditätsgrad von 23 % – a
uf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf.
1.2
Mit Schreiben vom 11. Mai 2007 (Urk. 6/57) meldete sich die Versicherte erneut zu
m
Leistungsbezug an.
Die Verwaltung tätigte berufliche und medizinische Ab
klärungen und veranlasste insbesondere eine rheumatologische Begutachtung im
Z._
(Expertise vom
1
2.
Dezember 2007; Urk. 6/72).
M
it Verfügung vom 11. April 2008 (Urk. 6/77-78, Urk. 6/83)
qualifizierte die IV-Stelle die Versicherte wieder als Vollerwerbstätige und sprach ihr
rückwirkend ab 1. Februar 2007 erneut
basierend auf einem Invaliditätsgrad von 50 %
eine halbe Invalidenrente zu.
Diesen Anspruch bestätigte die IV-Stelle jeweils mit Mitteilung vom
3. November 2008 (Urk.
6/87), 29. Januar 2010 (Urk. 6/93) sowie 9. Ja
nuar 2013 (Urk. 6/104)
.
1.
3
Im
Februar
2014 leitete die Verwaltung abermals ein amtliches Revisionsverfah
ren ein und tätigte berufliche sowie medizinische
Abklärungen.
Daraufhin
über
nahm
sie
insbesondere die Kosten für berufliche
Integrationsmassnahmen
(Urk.
6/110, Urk. 6/114, Urk. 6/116, Urk. 6/125, Urk. 6/137
)
–
unter Auferlegung einer
Mitwirkung
s
-
beziehungsweise Schadenminderungspflicht (Urk. 6/
123 und
127)
–
und
veranlasste
eine
polydisziplinäre Begutachtung der Versicherten durch die
A._ (
Gutachten vom 19. Mai 2017; Urk. 6/158).
Gestützt auf dieses Gutachten hob die Verwaltung die Invalidenrente nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/168)
wiedererwägungsweise
mit Verfügung vom 8. Januar 2018 (Urk. 2) auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats auf.
2.
Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 8. Februar 2018 (Urk. 1) Be
schwerde und beantragte, die IV-Verfügung vom 8. Januar 2018 sei aufzuheben und es sei ihr weiterhin eine halbe IV-Rente zuzusprechen (1.), eventualiter sei die IV-Verfügung vom 8. Januar 2018 aufzuheben und die IV-Stelle zu verpflich
ten, ihr eine halbe IV-Rente auszurichten und eine psychiatrische
Begutachtung durchzuführen
sowie gestützt auf das psychiatrische Gutachten sei über den An
spruch auf eine IV-Rente neu zu entscheiden
(2.); u
nter Kosten- und Entschädi
gungsfolge zu Lasten der Gegenpartei
(3.; S. 2).
Die Verwaltung schloss am 15. März 2018 (Urk. 5) auf Abweisung der Be
schwerde, was der Beschwerdeführerin am 19. März 2018 (Urk. 7) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Unabhängig von einem materiellen Revisionsgrund kann die IV-Stelle auf formell rechtskräftige Verfügungen, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Überprüfung gebildet haben, zurückkommen, wenn diese zweifellos unrichtig sind und wenn – was auf periodische Dauerleistungen regelmässig zutrifft (BGE 119 V 475 E. 1c mit Hinweisen) – ihre Berichtigung von erheblicher Bedeu
tung ist (Art. 53 Abs. 2 und 3 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2, 138 V 147 E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_819/2017 vom 13. Februar 2017 E. 2.2). Die Wie
dererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer an
fänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_121/2017 vom 5. Juli 2018 E. 8.2).
Die Wiedererwägung nach
Art.
53
Abs.
2 ATSG setzt voraus, dass kein vernünf
tiger Zweifel an der Unrichtigkeit der Verfügung möglich, folglich nur dieser ein
zige Schluss denkbar ist. In diesem Sinne qualifiziert unrichtig ist eine Verfügung, wenn eine Leistung aufgrund falscher Rechtsregeln beziehungsweise ohne oder in unrichtiger Anwendung der massgeblichen Bestimmungen zugesprochen wurde (BGE 141 V 405 E. 5.2, 140 V 77 E. 3.1 mit Hinweis). Gleiches gilt bei ei
ner klaren Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes, insbesondere wenn die notwendigen fachärztlichen Abklärungen überhaupt nicht oder nicht mit der er
forderlichen Sorgfalt durchgeführt wurden (vgl. Art. 43 ATSG; BGE 141 V 405 E. 5.2; Urteil des Bundesgerichts 8C_717/2017 vom
2.
August 2018 E. 3.2 mit Hinweisen). Soweit ermessensgeprägte Teile der Anspruchsprüfung vor dem Hin
tergrund der Sach- und Rechtslage einschliesslich der Rechtspraxis im Zeitpunkt der rechtskräftigen Leistungszusprechung in vertretbarer Weise beurteilt worden sind, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus (BGE 141 V 405 E. 5.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_766/2016 vom 3. April 2017 E. 1.1.2 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung kann das Gericht eine zunächst auf
Art.
17 ATSG gestützte Rentenaufhebung oder -herabsetzung gegebenenfalls mit der (substitu
ierten) Begründung schützen, dass die ursprüngliche (bzw. die letzte auf einer umfassenden materiellen Prüfung beruhende, vgl. BGE 140 V 514, 133 V 108) Rentenverfügung oder Mitteilung zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung sei (BGE 144 I 103 E. 2.2, 140 V 85 E. 4.2, 125 V 368 E. 2, je mit Hinweisen; vgl. Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversi
cherung, 3. Auflage 2014,
Rn
77 zu Art. 30–31).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung vom 8. Ja
nuar 2018 (Urk. 2) zusammengefasst, der medizinische Sachverhalt sei nicht ge
nügend abgeklärt gewesen. Zudem sei ein ausgewiesener Revisionsgrund nicht beachtet worden. Auch sei die Invaliditätsbemessung falsch gewesen. Es lägen folglich mehrere Wiedererwägungsgründe vor, weshalb die Revisionsmitteilung vom 9. Januar 2013 (Urk.
6/104
) zweifellos unrichtig gewesen sei
(S. 2).
Eine allseitige Leistungsüberprüfung könne auch bei einem wiedererwägungswei
sen Zurückkommen auf eine zweifellos unrichtige Revisionsmitteilung erfolgen.
Gestützt auf das zur Klärung des aktuellen Gesundheitszustandes in Auftrag ge
gebene
interdisziplinäre Gutachten beim
A._
liege keine Erwerbseinbusse mehr vor und die Beschwerdeführerin habe somit keinen Anspruch mehr auf eine In
validenrente. Bei der Stellensuche sei die Beschwerdeführerin gesundheitsbedingt nicht eingeschränkt. Es seien keine Gründe ersichtlich, weshalb sie sich nicht sel
ber eine geeignete Anstellung suchen könnte (S. 2 f.).
2.2
Dagegen wendet die Beschwerdeführerin (Urk. 1) im Wesentlichen ein,
der RAD habe zu Recht von einem unveränderten Gesundheitszustand mit einer fortbeste
henden Arbeitsunfähigkeit von 50 % ausgehen dürfen. D
a kein Revisionsgrund gegeben gew
esen sei, seien die gesetzlichen Voraussetzungen zur Aufhebung der IV-Rente vorliegend nicht erfüllt (S. 5). Sollte davon auszugehen sein, die IV-Stelle sei zurecht auf ihren Entsch
ei
d zurückgekommen, gelte es anhand eines strukturierten Beweisverfahrens zu prüfen, von welcher tatsächlichen Arbeits- und Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausgegangen werden müsse (
S. 5 f.). Sodann sei weder die rheumatologische
noch die
neurologische
Beurtei
lung einer vollständigen Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar (S. 10, S. 11 f.) und das psychiatrische Gutachten überzeuge nicht (S. 14 f.).
3.
3.1
Der rentenzusprechenden Verfügung vom 11. April 2008 (Urk. 6/77-78, Urk. 6/83) lagen vornehmlich nachstehende medizinische Dokumentationen zu
grunde:
3.2
Der behandelnde Arzt
Dr.
med.
B._
, Innere Medizin FMH, hielt in seinem Bericht vom 17. Juli 2007 (Urk. 6/62) zuhanden der Beschw
erdegegnerin als Di
agnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine chronische
cervi
co-cephale
Symptomatik bei Halswirbelsäulen-Kyphose, invalidisierende Schmerzen im Be
reich der Halswirbelsäule, davon ausgehend Kopfschmerzen und Schmerzen im Schultergürtelbereich fest. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit nannte er eine klassische Migräne. Den Gesundheitszustand beurteil
t
e er als stationär und attestierte der Beschwerdeführerin eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (S. 1).
3.
3
3.3.1
Im von der Beschwerdegegnerin
beim
Z._
veranlassten und am 12. Dezember 2007 (Urk. 6/71)
erstatteten rheumatologischen Gutachten
di
agnostizierten die verantwortlich zeichnenden Ärzte chronische Nacken- und Kopfschmerzen ohne wesentliche Veränderung der Halswirbelsäule bei sehr guter Gelenkbeweglichkeit ohne definierte Zeichen der Hypermobilität und ohne rönt
genologische Hinweise für Wirbelgleiten sowie diskrete chronische Kreuzschmer
zen bei
Sakralisation
beidseits mit
Osteochondrosen
L5/S1 (S. 19).
3.3.2
Zusammenfassend und unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde führten die Experten aus, eingehende Abklärungen seien im Jahr 2002 durch ei
nen damaligen Hausarzt in
C._
, Dr.
D._
, mit Röntgenbilder vom 10. April 2002 erfolgt, dann an der
E._
mit erneuten Röntgenbil
dern der Halswirbelsäule und des
Dens
sowie einer Magnetresonanzuntersuchung der Halswirbelsäule vom 4. Juni 2002 und dem Kommentar des Orthopäden Dr.
F._
, dass er keine substanzielle Ursache für die geschilderten Schmerzen habe finden können. Ein orthopädisches Gutachten am 1. März 2004 mit Rönt
genbilder
n
der ganzen Wirbelsä
ule in zwei Ebenen von Dr.
Y._
(Datum vom 9. März 2004
)
habe keine pathologischen Befunde und keine Hin
weise für die Ursache der Beschwerden ergeben (S. 14).
Die klinische Untersuchung sei mehr oder weniger
bland
. Die Muskulatur im Na
ckenbereich sei schmerzhaft, doch sei die Beweglichkeit nicht eingeschränkt. Spontane Bewegungen sowie aktive und passive
Bewegungen seien überall nor
mal (S. 15).
3.3.3
Hinsichtlich möglicher sensorischer oder motorischer Ausfälle wiesen sie darauf hin, die klinisch-rheumatologische Untersuchung sei weitgehend
bland
, ebenfalls die
peripher-neurologische und die Koordinationsprüfungen. Dementsprechend hätten sich wenig Hinweise auf Einschränkungen bezüglich Körperfunktionen und –
strukturen
ergeben (S. 16).
Die von der Beschwerdeführerin geschilderten Aktivitäten könnten aus rheuma
tologischer Sicht mehr oder weniger ohne Einschränkung wahrgenommen wer
den. Die Beschwerdeführerin sage, dass sie
nicht längere Zeit sitzen könn
e, und dass sie nach einem Arbeitstag verstärkt Schmerzen h
abe
, deren Ursache auf
grund der rheumatologischen Befunde nicht sicher festgehalten werden könn
t
e
n
(S. 17).
3.3.4
Zum Grad der Arbeitsfähigkeit konstatierten die Gutachter, aus rheumatologi
scher Sicht ergäben sich keine klaren Hinweise für eine Einschränkung
im Beruf einer Sachbearbeiterin mit Bildschirmplatz (S. 18).
3.4
Der Arzt des regionalen ärztlichen Dienstes (RAD) der Beschwerdegegnerin
ge
langte am 22. Januar 2008 (Urk. 6/73) in Würdigung der medizinischen Akten
lage zum Schluss, nach Vergleich der klinisch funktionellen Untersuchungsbe
funde des Gutachtens Dr.
Y._
9. März 2004
,
in
dem unter anderem von ausgeprägten
Druckdolenzen
im
Brustwirbelsäulen- und Lendenwirbelsäulen-Be
reich sowie der ganzen Schulterblattansatzmuskulatur recht
s
die Rede gewesen sei und dies im
Z._
bei nahezu
blandem
klinischen Untersuchungsbe
fund nicht mehr habe nachgewiesen werden können, sollte jetzt eine attestierte Verbesserung der funktionellen Befunde und damit des Gesundheitszustands auch ab Untersuchungsdatum 12. Dezember 2007 angenommen werden (S. 5).
4.
4.1
Insgesamt erhellen
die
vorgenannte
n
medizinischen Beurteilungen, dass die so
matischen Befunde keine genügende Grundlage für die Annahme einer Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit auch in leidensangepasster Tätigkeit boten.
Na
mentlich hielt sowohl Dr.
B._
als behandelnder Arzt als auch die Fach
gutachter des
Z._
übereinstimmend keine objektivierbaren Patho
logien fest, wobei sich der RAD diesen Einschätzungen anschloss. Während letz
tere eine mehr oder weniger
blande
klinische Untersuchung fe
sthielten (E. 3.3.2 hiervor),
sah auch Dr.
B._
keine pathologischen Befunde
auf den Rönt
genaufnahmen und
fand lediglich einen Hartspann paravertebral zur Halswirbel
säule und oberen Brustwirbelsäule sowie im Schultergürtel (Urk. 6/62 S. 3).
In
wiefern eine – wenn auch schmerzhafte – Verspannung eine 50%ige Arbeitsun
fähigkeit in sämtlicher Tätigkeit hätte bewirken sollen,
erschliesst sich aus seinem Bericht nicht
, zum
al
funktionelle Ausfälle nicht aktenkundig waren (E. 3.2 und E. 3.3.2 hiervor).
Auch hinsichtlich einer Kopfschmerzproblematik legt
insbeson
dere Dr.
B._
weder
objektivierbare Befunde, noch einen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit in nachvollziehbarer Weise dar.
Demnach muss davon ausge
gangen werden, dass die damalige
Rentenzusprache
ausschliesslich auf
den sub
jektiv empfundenen
Schmerzen
der Beschwerdeführerin beruhte. Indes vermochte bereits nach
der
Rechtspraxis im Zeitpunkt der
Rentenzusprache
ein Schmerzlei
den ohne entsprechendes organisches Korrelat grundsätzlich keinen Rentenan
spruch zu begründen (vgl. BGE 130 V 352).
Unter diesen Umständen steht die zweifellose Unrichtigkeit der mit Verfügung vom 11. April 2008 erfolgten
Ren
ten
zusprache
fest und deren Berichtigung ist, da es sich um eine periodische Dauerleistung handelt, von erheblicher Bedeutung.
Sodann rechtfertigt sich ein Zurückkommen auf die rentenzusprechende Verfü
gung vom 11. April 2008 auch aus revisionsrechtlichen Gesichtspunkten. Die im Nachgang ergangenen Mitteilungen zur Rentenbestätigung beruhen jeweils auf den Auskünften der Beschwerdeführerin (Urk. 6/79, Urk. 6/88, Urk. 6/97), der Ar
beitgeberauskunft (Urk. 6/81, Urk. 6/90, Urk. 6/102) sowie einem einfachen Ver
laufsbericht des behandelnden Arztes (Urk.
6/89, Urk. 6/91, Urk. 6/101) und fal
len demzufolge aufgrund fehlender umfassender medizinischer Abklärungen von vornherein als Vergleichs
grundlage
ausser Betracht
(vgl. E.
1.3
hiervor)
.
4.2
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Verfügung vom 11. April 2008 zu
folge zweifelloser Unrichtigkeit aufzuheben ist. Nachfolgend
ist daher rechtspre
chungsgemäss in freier Beurteilung
die Anspruchsberechtigung und allenfalls der Umfang des Anspruchs
der Beschwerdeführerin
pro
futuro
unter Berücksichti
gung der aktuellen Rechtsprechung
zu prüfen
(
vgl. etwa
Urteil des Bun
desgerichts
9C_868/2015 vom 22. Dezember 2015
E.
2.2 mit Hinweisen).
5.
5.1
5.1.1
Die am 8. Januar 2018 (Urk. 2) verfügte Rentenaufhebung basierte im Wesentli
chen auf dem polydisziplinären
A._
-Gutachten vom 19. Mai 2017 (Urk. 6/158)
. Darin
stellten
die verantwortlich
zeichnenden Ärzte keine Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 55). Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit diagnosti
zierten sie (S. 55):
-
Chronisches zervikales sowie
zervikookzipitales
Schmerzsyndrom mit/bei:
-
Fehlhaltung der Halswirbelsäul
e im Sinne der
Gestreckthaltung
-
Chronisches
Lumbovertebralsyndrom
mit/bei:
-
Lumbosacraler
Übergangsanomalie im Sinne einer
Sacralisation
von L5 beidseits
-
Ausgeprägter
Osteochondrose
L5/S1
-
Ohn
e
radikuläre
Ausfallsymptomatik
-
Chronischer Kopfschmerz multifaktorieller Ätiologie mit/bei:
-
Migräne mit Aura
-
Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen
-
Spannungskopfschmerzen
-
Mögliches Karpaltunnelsyndrom
beidseits
-
Kontaktanlässe mit Bezug auf das Berufsleben (ICD-10 Z56)
, aktuell Stel
lenlos
5.1.2
In Zusammenfassung der einzelnen Teilgutachten hielten die Experten fest, die im Rahmen der aktuellen interdisziplinären Begutachtung durchgeführte allge
mein-internistische Untersuchung ergebe das Bild einer 40-jährigen, jünger wir
kenden,
normosomen
Beschwerdeführerin in gutem Allgemeinzustand. Der kli
nisch allgemein-interni
stische
Status sei bis auf eine
Besenreiservarikosis
an bei
den Oberschenkeln völlig unauffällig. So ergäben sich keine Hinweise auf eine kardiopulmonale oder abdominelle Pathologie. Dementsprechend zeige das EKG einen unauffälligen Erregungsablauf und die Spirometrie ergebe keine Hinweise auf eine obstruktive oder restriktive Ventilationsstörung. Auch in den aktuell vorliegenden Laborwerten fänden sich bis auf einen erniedrigten Medikamenten
spiegel von Citalopram durchweg Normbefunde. Demzufolge könne aus rein all
gemein-internistischer Sicht keine Diagnose gestellt werden, die irgendeinen Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit der Versicherten hätte
(S. 59)
.
5.1.3
Bei der rheumatologischen Untersuchung fänden sich pathologische Befunde ei
gentlich nur im Bereich der Hals- und der Lendenwirbelsäule. Die Halswirbelsäule bewege beim Untersuch frei und ohne Schmerzen.
Suprascapulär
sei die Musku
latur stark
druckdolent
und verspannt und es bestünden
Ansatztendoperiostosen
am
Okziput
. Diese Beschwerden seien aber nur teilweise erklärt durch die
Ge
streckt
h
altung
der Halswirbelsäule, wie radiologisch festgehalten.
Im MRI der Halswirbelsäule vom 4. Juni 2002 habe keine Pathologie nachgewiesen werden können bei regelrechter Morphologie der Wirbelkörper, intakter
Disci
, fehlender Spinalkanal- und
Foraminalstenose
. Ebenfalls keine Neurokompression. Die ext
rem starken Schmerzen, wie sie von der Beschwerdeführerin geschildert würden, stünden eindeutig in Diskrepanz zu den erhobenen Befunden mit freier und schmerzloser
Halswirbelsäulenbeweglichkeit,
normaler Radiologie, normaler Neurologie und nur verspannter
suprascapulärer
Muskulatur. Die Kreuzschmer
zen bei
lumbosacraler
Übergangsanomalie und
Osteochondrose
L5/S1 seien glaubwürdig, klinisch und radiologisch erklärt, aber an und für sich nicht limi
tierend. Aus rheumatologischer Sicht sei die Beschwerdeführerin in ihrer zuletzt ausgeübten Tätigkeit als kaufmännische Angestellte, wo sie in verschiedenen Po
sitionen arbeiten könne und keine schweren Gewichte heben müsse, zu 100 % arbeitsfähig. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, bei der die Beschwerdeführerin in Wechselposition, stehend, gehend und sitzend, habe arbeiten können, sei den Lei
den entsprechend geradezu ideal
(S. 59)
.
5.1.4
Die aktuelle neurologische Untersuchung vermerkten die Experten als vollständig unauffäl
lig. Auch in dem einzigen
aktenkundigen, fachneurologischen Untersu
chungsbefund von Dr. med. G._
vom 26. Oktober 2004
würden
keine fokal
neurologisch
en Defizite beschrieben
. Insbesondere bestünden keine motorischen oder sensiblen
radikulären
Ausfälle im Rahmen der kernspintomographisch be
schriebenen degenerativen Lendenwirbelsäulen-Veränderungen. Neben der von der Beschwerdeführerin berichteten Migräne von einer
Attackenfrequenz
von circa vier pro Monat und einem Spannungskopfschmerz, welcher möglicherweise durch
nuchalen
Schmerz getriggert werde, müsse ein Medikamentenüberge
brauchskopfschmerz aufgrund einer Schmerzmedikamenteneinnahme an durch
schnittlich 20 Tagen pro Monat angenommen werden. Eine adäquate Therapie der chronischen Kopfschmerzen sei bisher nicht erfolgt. Insbesondere sei bisher trotz der Empfehlung von Herrn Dr.
G._
aus dem Jahr 2004 keine medikamen
töse Schmer
zprophylaxe der Migräne oder des Spannungskopfschmerzes zum Einsatz gekommen. Auch stünden zur
Attackentherapie
noch mehrere, bisher bei der Be
schwerdeführerin nicht erprobte
Triptane
zur Verfügung.
Hinsichtlich des chronischen Kopfschmerzes, insbesondere hinsichtlich der Medikamentenüberge
brauchskopfschmerzen, sei am ehesten eine stationäre Therapie, zum Beispiel im stationären Kopfschmerzprogramm der
H._
, zu empfehlen. Eine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resultiere aus den chronischen Kopfschmerzen nicht. Anamnestisch ergäben sich Hinweise auf ein mögliches Karpaltunnelsyndrom beidseits, welches für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht von Relevanz
wäre
, aber weiter abgeklärt werden sollte, falls diesbezüglich ein relevanter Leidensdruck entstehe. Zusammenfassend bestehe auf fachneuro
logischem Gebiet keine die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin dauerhaft einschränkende Diagnose. Der Gesundheitszustand sei aus fachneurologischer Sicht im Vergleich zur letzten Revision im Wesentlichen unverändert. Aus oben genannten Gründen müsse aus fachneurologischer Sicht die Aus
wirkung
auf die
Arbeitsfähigkeit jedoch anders beurteilt werden (S. 59 f.).
5.1.5
Im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Exploration könne keine Psychopatho
logie festgestellt werden, insbesondere ergäben sich keine Hinweise auf eine de
pressive Symptomatik. Die psychischen Beschwerden würden deutlich in den Vordergrund gestellt. Die Beschwerdeführerin wirke
dysphorisch
verstimmt und gebe nur sehr ungern Auskunft. Die Symptome einer Panikstörung schienen in Übereinstimmung mit dem letzten Bericht des
I._
abgeklungen zu sein, für eine «rezidivierende depressive Störung» ergäben sich keinerlei Anhaltspunkte, möglicherweise habe retrospektiv eine leichte Anpas
sungssymptomatik mit Kränkungsreaktion nach der Kündigung bei der
J._
vor
gelegen
,
habe die Beschwerdeführerin doch zuvor stets ihre
Arbeitsstellen selbst gekündigt
. Ein
e
psychiatrische Diagnose mi
t
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit könne zum heutigen Zeitpunkt nicht mehr
gestellt werden. Eine bis etwa
Sommer 2013 vorhandene Panikstörung, die erstmal
s
im Frühjahr 2011 aufgetreten sei, scheine inzwischen keine Rolle mehr zu spielen, auch die Beschwerdeführerin selbst habe nicht angeben können, wann sie die letzte Panikattacke erlitten ge
habt habe. Antidepressiva
seien weder in der Vergangenheit noch heute regel
mässig eingenommen worden. In eine ambulante psychotherapeutische Behand
lung habe sie sich nur nach Auferlegung einer Schadensminderungspflich
t sei
tens der IV-Stelle begeben
. Bis auf einen
dysphorischen
Zustand im Zusammen
hang mit der jetzigen Begutachtung könne kein psychisches Leiden mit Krank
heitswert festgestellt werden. Aus rein versicherungsmedizinischer Sicht bestehe eine vollumfängliche Arbeitsfähigkeit (S. 60 f.).
5.1.6
In versicherungsmedizinischer Gesamtschau konstatierten sie zu den spezifischen Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit und Arbeitsfähigkeit, die Versicherte
sei
weder aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt, weder in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als kaufmännische An
gestellte, noch in einer entsprechenden Verweistätigkeit (S. 61).
5.2
In ihrem Bericht vom 7. Dezember 2017 (Urk. 6/175/6-9) zuhanden der
Rechts
vertreterin der
Beschwerde
führerin
diagnostizierten die medizinischen Fachper
sonen des
I._
zur Hauptsache eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1), e
ine Panikstörung (F41.0), ein
c
ervicozephales
Syndrom sowie ein
lumbover
tebrales
Syndrom und hielten betreffend das positive Leistungsbild fest: «
Haus
halt über circa 30 Minute
n
, dann liegen, Haushalt verlangsamt aber noch mach
bar, kochen noch möglich, Autofahren circa 30 Minuten, spazieren circa 30 Mi
nuten». Zum negativen Leistungsbild notierten sie: «Schwere Arbeiten (EM) sind nicht möglich, kein Durchhaltevermögen, keine längeren, einseitigen Tätigkei
ten». Die Beschwerdeführerin sei aufgrund der Diagnosen sowie des
positiven und negativen Leistungsbildes auch für angepasste Tätigkeiten 100 % arbeitsunfähig.
6.
6.1
Vorwegzuschicken ist, dass
das
A._
-Gutachten vom 19. Mai 2017 (E. 5.1 hier
vor) auf den notwendigen allgemein-internistischen, rheumatologischen, neuro
logischen sowie psychiatrischen Untersuchungen beruht und sich somit für die streitigen Belange
als
umfassend erweist. Die Gutachter setzten sich detailliert mit den von der Beschwerdeführerin geklagten
Beschwerden auseinander (vgl. Urk. 6/158 S. 29, S. 36, S. 41, S. 47)
,
erstellten ihre Beurteilung in Kenntnis der wesen
tlichen
Vorakten
(vgl. S. 2-20)
und die daraus unter Nennung der medizi
nischen Zusammenhänge gezogenen Schlussfolgerungen leuchten ein. Nament
lich
legten sie dar, dass sich hinsichtlich sämtlicher Fachdisziplinen lediglich in der rheumatologischen Untersuchung pathologische Befunde fanden (vgl. E. 5.1.2-5.1.5 hiervor), was in eindeutiger Diskrepanz zu den von der Beschwer
deführerin geschilderten extrem starken Schmerzen stehe (E. 5.1.3 hiervor)
.
In diesem Sinne ist ohne Weiteres nachvollziehbar, dass
die
Experten
angesichts dieser Befundlage keine die Leistungsfähigkeit beeinträchtigenden Diagnosen
an
führten
und auf eine volle Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin schlossen. Das Gutachten entspricht damit den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische
Entscheidgrundlage
(E. 1.4 hiervor).
6.2
6.2.1
Soweit die Beschwerdeführerin (Urk. 1) Einwände gegen das rheumatologische Teilgutachten erhebt (S. 7-10)
,
übersieht sie, dass die gutachterliche Einschätzung auf persönlich erhobenen, objektivierbaren Befunden beruht (Urk. 6/158 S. 37 f.)
und in Kenntnis der relevanten
Vorakten
erfolgte (E. 6.1 hiervor)
.
Für die letztlich attestierte Arbeitsfähigkeit ist auch keine Beschwerdefreiheit in Bezug auf den Rücken erforderlich. Im Rahmen ihrer Schadenminderungspflicht hat sie sich das medizinisch
Z
umutbare anrechnen zu lassen.
Zudem vermag ein subjektiv emp
fundenes Schmerzgeschehen für sich alleine grundsätzlich keinen Rentenan
spruch zu begründen (vgl. E. 4.1 hiervor).
Im Übrigen
lässt das
A._
-Gutachten keine Zweifel
aufkommen
, dass die rheu
matologischen Verhältnisse unvollständig oder gar falsch erhoben worden wären. Dieses deckt sich in den Schlussfolgerungen
denn auch
vielmehr mit dem vorbe
stehenden Gutachten des
Z._
Zürich
, wonach ebenfalls keine das geschilderte Schmerzgeschehen erklärbare
n
Pathologien
eruierbar
waren
(E. 3.3.2 hiervor).
6.2.2
Gleich verhält es sich mit den geklagten Migränen-Attacken und
der Kopfweh
problematik
.
W
eder
konnte
ein
organisches Korrelat festgestellt werden, noch ist behandlungsanamnestisch ein erheblicher Leidensdruck
ausgewiesen. Denn wie dem Gutachten zu entnehmen ist, hat die Beschwerdeführerin bisher keine adä
quate Therapie in Anspruch genommen (vgl. E. 5.1.4 hiervor
; Urk. 6/158 S. 66
) und Hinweise auf eine medikamentöse Behandlung
– wobei die diesbezüglichen Optionen offensichtlich nicht ausgeschöpft sind (vgl. E. 5.1.4 hiervor) –
finden sich ebenfalls nicht (vgl. Urk. 6/158 S.
28).
Zudem ist auf die jahrelange Berufs
tätigkeit der Beschwerdeführerin hinzuweisen
(seit 1992; vgl. Urk. 6/1/1-3)
.
An
gesichts dessen erscheint nicht schlüssig, dass die Leistungsfähigkeit der Be
schwerdeführerin - gemäss eigener Aussage seit ihrer Kindheit an Kopfschmerzen leidend (Urk. 1 S. 12) – ohne ersichtliches somatisches Korrelat
beeinträchtigt sein soll.
Überdies gehen die beurteilenden Fachärzte mittlerweile auch von einem schmerzmittelinduzierten Kopfschmerz aus, welcher
aber
keine
massgebende
Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
zu
begründen
vermag
, infolgedessen der Be
schwerdeführerin nachvollzi
ehbar von den Gutachtern keine Verminderung der Leistungsfähigkeit
attestiert wurde.
6.2.3
Schliesslich sind auch die von der Beschwerdeführerin (Urk. 1) vorgebrachten Ar
gumente (Ungenauigkeiten in der Anamnese
; S. 2)
gegen die Beweiskraft des psy
chiatrischen Teilgutachtens – soweit die entsprechenden Rügen überhaupt zutref
fen
–
nicht geeignet, die Beweiskraft des Gutachtens in Frage zu stellen.
Den genauen Daten kommt für die Beurteilung des Gesundheitszustandes der Be
schwerdeführerin keine entscheidende Bedeutung zu,
zudem
erklärt sie
auch
nicht, welche Folgen die genannten Umstände auf die psychiatrische Beurteilung gehabt haben sollten, zumal jene doch auf den gutachterlich persönlich erhobe
nen Befunden beruht (Urk. 6/158 S. 50 f., S. 53 f.).
Dies gilt umso mehr, als es den Anspruch der Beschwerdeführerin pro
futuro
zu beurteilen gilt und weder ein revisionsrechtlicher Vergleich zu ziehen ist, noch eine rückwirkende Aufhebung im Raum steht
.
Ebenfalls nicht nachvollziehbar sind die Einwände der Beschwerdeführerin (Urk. 1) gegen die Befunderhebung (S. 13 f.).
Vordergründig ist wiederum nicht ersichtlich, inwiefern ärztliche Berichte aus den Jahren 2012 beziehungsweise 2014 entscheidenden Einfluss auf den pro
futuro
zu beurteilenden Leistungsan
spruch der Beschwerdeführerin
haben
sollen
, zumal den Experten die
wesentli
chen
medizinischen
Vorakten
bekannt waren (E. 6.1 hiervor).
Alsdann
diagnos
tizierten
auch die behandelnden Ärzte
–
in Übereinstimmung mit der gutachter
lichen Beurteilung – mit Bericht vom 17. August 2015 (Urk. 6/135/6-7) keine
statthabende Panikstörung mehr und die Beschwerdeführerin selber spricht von einer deutlichen Besserung (vgl. Urk. 6/158 S. 50). Im Übrigen belässt es die Be
schwerdeführerin
bei
unsubstanzi
i
erten
Einwendungen
. Eine Voreingenommen
heit der Gutachterin oder eine unsachgemässe Befunderhebung macht die Be
schwerdeführerin weder geltend noch finden sich entsprechende Hinweise in den Akten.
Endlich vermag auch der Bericht des
I._
vom 7. Dezember 2017 (E. 5.2 hiervor) das
A._
-Gutachten nicht in Zweifel zu zie
hen.
Abgesehen davon, dass hinsichtlich der Ausführungen der behandelnden Fach
personen zu berücksichtigen ist, dass
ihre
auf
tragsrechtliche
Ver
trauensstel
lung
zumindest als hausarztähnlich bezeichnet werden muss, weshalb hier eine gewisse Zurückhaltung bei der Würdigung
ihre
r Berichte angebracht ist (vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc),
unterliessen
sie eine differenzierte Auseinandersetzung m
it den genannten Diagnosen und deren
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit.
Da grund
sätzlich nur
schwere psychische Störungen invalidisierend sein k
önnen (BGE 143 V 418 E. 5.2.2), ist die attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit infolge einer diagnostizierten Depression mittleren Schwerengrades nicht nachvollziehbar. Auch bleibt unklar, ob die genannte Panikstörung Einfluss auf die Leistungsfä
higkeit der Beschwerdeführerin nimmt. Dem geschilderten Leistungsbild lassen sich keine Hinweise hierauf entneh
men (vgl. Urk. 6/175/6-9 S. 3), welches im Üb
rigen
nicht mit einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit vereinbar scheint,
umso mehr als
der Bericht weitere Ausführungen hierzu missen lässt.
6.3
Nach dem Gesagten erweist sich das
A._
-Gutachten vom 19. Mai 2017
als be
weiskräftig.
Der Sachverhalt ist in dem Sinne als erstellt zu erachten, dass der Beschwerdeführerin die angestammte Tätigkeit als kaufmännische Angestellte
uneingeschränkt
zumutbar ist. Eine Einkommensbusse resultiert nicht und damit auch kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung.
Damit ist die Beschwerde abzuweisen.
7.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen vor dem kantonalen Ver
sicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrens-aufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis Fr.
1'000.-- festgelegt. Vorliegend sind die
Kos
ten des Verfahrens auf Fr. 8
0
0.-- festzusetzen und ausgangsgemäss de
r
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen.