# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 421ec07e-eea1-4f42-bfa4-fe0520a20b36
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ hat mit Mietvertrag vom 7. Januar 2019 von B._ ein -Wohnhaus mit Stall und Scheune in C._, D._, zu einem Mietzins von monatlich CHF 300.00 exkl. Nebenkosten gemietet. Die Parteien vereinbarten dabei eine Kündigungsfrist von drei Monaten per Ende März/Juni/September. Mit amtlichem Kündigungsformular vom 8. November 2021 kündigte B._ den Mietvertrag vom 7. Januar 2019 per 30 Juni 2022.
B. Am 13. Juni 2022 instanzierte B._ beim Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair ein Gesuch um Rechtsschutz in klaren Fällen, wobei er folgende Rechtsbegehren stellte:
1. Herr A._ sei anzuweisen, die Liegenschadft [recte: Liegenschaft] C._ in D._, bis spätestens am 15. August 2020 zu verlassen und zu räumen sowie in ordnungsgemässem Zustand mit allen Schlüsseln zurückzugeben.
2. Dieser Ausweisungsbefehl soll unter dem ausdrücklichen Hinweis auf Art. 292 StGB ergehen, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
3. Der Gesuchsteller sei zu berechtigen, nach unbenütztem Ablauf der obigen Frist, im Sinne einer Ersatzvornahme, die Räumung der Wohnung zu veranlassen und dafür allenfalls polizeiliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsgegners.
C. Mit Eingabe vom 21. Juli 2022 nahm A._ zum Gesuch Stellung. Er machte dabei unter anderem geltend, ursprünglich habe es gemäss Mietvertrag die Abmachung gegeben, dass er bis zu einem konkreten Umbauprojekt das Haus "als Zwischennutzung" bewohnen könne. Ein vom Hausbesitzer vorgesehener Umbau sei jedoch noch nicht ausgeschrieben. Spätestens bei einem bevorstehenden Umbau (nach erfolgter offizieller Bewilligung) werde er das Haus mit Vorankündigung räumen und verlassen.
D. Mit Stellungnahme vom 29. Juli 2022 hielt B._ an seinem Gesuch fest. Er bestritt, dass es eine Abmachung zwischen ihm und A._ betreffend die angebliche "Zwischennutzung" gebe. Das Mietverhältnis basiere allein auf dem schriftlich abgefassten Mietvertrag; mündliche Vereinbarungen habe es keine gegeben.
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E. Mit Entscheid vom 29. August 2022, mitgeteilt am 31. August 2022, entschied der Einzelrichter am Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair, was folgt:
1. Das Gesuch wird gutgeheissen.
2. Die gesuchsgegnerische Partei wird richterlich angewiesen, das von ihr gemäss Mietvertrag vom 7. Januar 2019 gemietete ein  mit Stall und Scheune in C._ D._ per sofort, spätestens jedoch innert 20 Tagen, vollständig zu räumen und einwandfrei gereinigt mit allen Schlüsseln zurückzugeben.
3. Dieser Ausweisungsbefehl ergeht unter dem ausdrücklichen Hinweis auf Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafandrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
4. Der Gesuchsteller wird berechtigt, nach unbenütztem Ablauf der Frist nach Ziffer 2 im Sinne einer Ersatzvornahme die Räumung der Wohnung zu veranlassen und dafür allenfalls polizeiliche Hilfe in Anspruch nehmen.
5. Die Kantonspolizei Graubünden wird angewiesen, den vorliegenden Entscheid auf erstmalige Aufforderung der gesuchstellenden Partei hin zu vollstrecken. Die Aufgabe der Kantonspolizei besteht darin, der gesuchstellenden Partei Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und sich dort aufhaltende Personen – nötigenfalls unter Zwang – aus der Wohnung zu führen.
6. Die Organisation sowie die Kosten eines Schlüsseldienstes etc. einer allfällig notwendigen Türöffnung ist Sache der gesuchstellenden Partei.
7. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 800.00 gehen zu Lasten der gesuchsgegnerischen Partei und werden mit dem Kostenvorschuss der gesuchstellenden Partei von CHF 1'000.00 verrechnet. Dem Gesuchsteller wird für den Betrag von CHF 800.00 ein Regressrecht gegenüber der Gesuchsgegnerin eingeräumt (Art. 111 Abs. 2 ZPO).
8. Es werden keine ausseramtlichen Entschädigungen zugesprochen.

## Considerations