# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b7163d06-377b-4e7c-8c4e-51912b0bba06
**Court:** ZH_SRK
**Chamber:** ZH_SRK_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Tax

## Facts

hat sich ergeben:
A. A und B (nachfolgend der/die Pflichtige, zusammen die Pflichtigen) hatten
2014 ihren Wohnsitz D; der Pflichtige war Teilhaber der Kollektivgesellschaft E (nach-
folgend E) mit Sitz in F/SZ, für welche er auch erwerbstätig war. Gemäss Jahresrech-
nung 2014 der E erzielte er Einkünfte von Fr. 6'607'909.-, die sich aus einem Anteil am
Reingewinn von Fr. 6'209'909.- und aus einem während des Jahres vorbezogenen
Betrag von Fr. 398'000.- zusammensetzten. In ihrer Steuererklärung 2014 deklarierten
die Pflichtigen die Einkünfte als selbstständiges Erwerbseinkommen und wiesen diese
nahezu vollständig dem Kanton Schwyz als Geschäftsort zur Besteuerung zu.
Mit Einschätzungsvorschlag für die Staats- und Gemeindesteuern 2014 vom
30. August 2017 qualifizierte der Steuerkommissär einen Anteil von Fr. 1'056'186.- der
Einkünfte aus der E als am Wohnsitz zu versteuerndes Arbeitsentgelt. Zur Begründung
verwies er auf die Auszahlung eines "Performance Interest" an Angestellte, und rech-
nete gestützt darauf dem verbuchten Arbeitsentgelt des Pflichtigen einen entsprechen-
den Anteil als "Performance Interest" hinzu.
Am 11. Oktober 2017 fand eine Besprechung statt, und am 13. Dezem-
ber 2017 lehnten die Pflichtigen den Vorschlag mit eingehender Begründung ab. Sie
machten geltend, dass der im Kanton Zürich steuerbare Lohn Fr. 180'000.- betrage.
Mit Auflage vom 25. März 2019 verlangte der Steuerkommissär u.a. den Gesell-
schaftsvertrag mit Anhängen sowie Angaben zu den Gehaltsleistungen an Kadermitar-
beiter. Die Pflichtigen antworteten am 26. April 2019.
Am 16. Mai 2019 traf der Steuerkommissär die Einschätzung für die Staats-
und Gemeindesteuern 2014. Darin setzte er das im Kanton Zürich zu besteuernde Ar-
beitsentgelt auf Fr. 1'157'000.- fest, bestehend aus Grundlohn und Grundlohn-Bonus
von Fr. 398'000.- und einem "Performance Interest" von Fr. 759'000.-.
B. Hiergegen liessen die Pflichtigen am 12. Juni 2019 Einsprache erheben
und u.a. beantragen, das Tätigkeitsentgelt auf Fr. 180'000.- festzusetzen, mit einer
Reihe von Eventualanträgen. Am 15. Juli 2019 fand auf Antrag der Pflichtigen eine
Besprechung statt.
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Am 11. September 2019 hiess das kantonale Steueramt die Einsprache in
einem nicht mehr streitigen Punkt teilweise gut und setzte folgende Steuerfaktoren fest:
Fr.
Steuerbares Einkommen 1'027'400.-
Davon Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen 27'500.-
Satzbestimmendes Einkommen 6'272'300.-
Steuerbares Vermögen 7'515'000.-
Satzbestimmendes Vermögen 8'451'000.-.
Mit Bezug auf die Frage des an den Wohnsitz auszuscheidenden Arbeitsent-
gelts hielt es an seiner bisherigen Beurteilung fest.
C. Mit Rekurs vom 10. Oktober 2019 beantragten die Pflichtigen, die Veranla-
gung unter Berücksichtigung der inzwischen erfolgten definitiven Veranlagung des
Kantons Schwyz sowie der Vorgaben des einschlägigen interkantonalen Konkordats
vorzunehmen und das steuerbare Einkommen im Kanton Zürich dementsprechend auf
Fr. 180'000.- festzusetzen. Eventualiter sei das steuerbare Einkommen auf brutto
Fr. 398'000.- festzusetzen, unter Abzug der anteiligen Sozialversicherungsbeiträge,
subeventualiter sei die Veranlagung des Kantons Schwyz anzupassen; alles unter Kos-
ten- und Entschädigungsfolgen. Sie rügten, dass sich aus der Einschätzung sowie der-
jenigen des Kantons Schwyz eine aktuelle Doppelbesteuerung ergebe. Zudem könne
die Vergütungsstruktur eines unselbstständigen Mitarbeiters nicht vorbehaltlos auf ei-
nen Kollektivgesellschafter übertragen werden. Der an bestimmte Angestellte ausbe-
zahlte "Performance Interest" sei aufgrund eines einmaligen Ereignisses erfolgt und sei
auch deshalb für die Lohnbestimmung nicht massgebend. Die Lösung des Kantons
Schwyz entspreche dem Konkordat; eine Abweichung sei nur nach Absprache mög-
lich, was hier nicht erfolgt sei. Auch im Rahmen eines Drittvergleichs liege der verbuch-
te Gewinnvorbezug des Pflichtigen im Bereich eines marktüblichen Tätigkeitsentgelts.
Das kantonale Steueramt schloss am 7. November 2019 auf Abweisung des
Rekurses.
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## Considerations

Die Kammer zieht in Erwägung:
1. Bei persönlicher Zugehörigkeit ist die Steuerpflicht unbeschränkt; sie er-
streckt sich aber nicht auf Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke aus-
serhalb des Kantons (§ 5 Abs. 1 des Steuergesetzes vom 8. Juni 1997, StG). Die
Steuerausscheidung für Geschäftsbetriebe, Betriebsstätten und Grundstücke erfolgt im
Verhältnis zu andern Kantonen und zum Ausland nach den Grundsätzen des Bundes-
rechts über das Verbot der interkantonalen Doppelbesteuerung (§ 5 Abs. 3
Satz 1 StG).
a) aa) Das Bundesgericht hat in seiner gesetzesvertretenden Rechtsprechung
zu Art. 127 Abs. 3 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 für die Teilhaber an einer
Kollektivgesellschaft Ausscheidungsregeln aufgestellt. Demnach sind Beteiligungen an
kaufmännischen Kollektiv- und Kommanditgesellschaften und deren Ertrag (Kapitalzin-
sen und Gewinnanteile) am Sitz der Gesellschaft steuerbar (Peter Mäusli-Allenspach,
Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Interkantonales Steuerrecht, 2011,
§ 18 N 40 ff; auch zum Folgenden, mit Hinweisen; Peter Locher, Die Praxis der Bun-
dessteuern, III. Teil, Das interkantonale Doppelbesteuerungsrecht, Band 4, § 8, IV A, 1
Nr. 5; § 8, IV A, 2, insbes. Nr. 17). Da die Beteiligungen und ihr Ertrag den Gesellschaf-
tern zugerechnet werden, haben diese am Gesellschaftssitz (sofern dieser nicht im
Kanton ihres Hauptsteuerdomizils gelegen ist) ein Nebensteuerdomizil, und zwar ein
Spezialsteuerdomizil des Geschäftsorts. Neben diesem bestehen allenfalls sekundäre
Steuerdomizile der Gesellschafter an den Orten, an denen die Gesellschaft Betriebs-
stätten unterhält. Am Sitz der Gesellschaft ist der Anteil des Gesellschafters am Eigen-
kapital der Gesellschaft steuerbar. Dazu gehört in erster Linie der in den Büchern der
Gesellschaft ausgewiesene Anteil am buchmässigen Gesellschaftskapital der Gesell-
schaft.
Der Zins für das Gesellschaftskapital und die Anteile der Gesellschafter am
Reingewinn sind als Ertrag aus Beteiligung an der Personengesellschaft an deren Sitz
steuerpflichtig. Hingegen ist das Arbeitsentgelt des mitarbeitenden Gesellschafters
seinem Hauptsteuerdomizil zur Besteuerung zuzuweisen (Locher, § 8, IV A, 2 mit zahl-
reichen Beispielen). Für die Bestimmung der als Arbeitsentgelt am Hauptsteuerdomizil
zu besteuernden Quote sind Vereinbarungen über ein Salär nicht unbedingt massge-
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bend, sie sind aber zu beachten, wenn sie als den Verhältnissen ungefähr angemes-
sen erscheinen (Locher § 8, IV A, 2 Nr. 10). Damit bei der Aufteilung überhaupt ein
Salär Berücksichtigung findet, wird eine gewisse Regelmässigkeit und Intensität der
Arbeitsleistung vorausgesetzt (Locher § 8, IV A, 2 Nr. 12). Zwischen den Gesamtbezü-
gen und dem vereinbarten Arbeitsentgelt muss zudem ein angemessenes Verhältnis
bestehen (Locher § 8, IV A, 2 Nr. 9). Massgebend ist der Betrag, der für die gleiche
Arbeitsleistung an einen Dritten bezahlt würde (Locher § 8, IV A, 2 Nr. 17 E. 4; Mäusli-
Allenspach, § 18 N 44; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Kommentar zum Zürcher Steu-
ergesetz, 3. A., 2013, § 5 N 42 StG; Andreas Schorno, in: Kommentar zum Aargauer
Steuergesetz, 4. A., 2015, § 9 N 26).
bb) Handelsrechtlich ist der Anspruch eines mitarbeitenden Gesellschafters
auf ein Arbeitsentgelt bzw. Honorar in Art. 558 Abs. 3 sowie Art. 559 Abs. 1 OR gere-
gelt. Es ist indessen nur geschuldet, wenn es im Gesellschaftsvertrag vorgesehen ist
(Lukas Handschin, in: Basler Kommentar, Obligationenrecht II, 5. A., 2016, N 4 zu
Art. 558 – 560 OR). Steuerrechtlich wird indessen ungeachtet einer fehlenden Verein-
barung ein Anteil Honorar festgesetzt, da es sich um eine reine Ausscheidungsregel
handelt, die letztlich nur eine angemessene Verteilung der bezogenen Einkünfte auf
die interessierten Kantone bezweckt (Locher, § 8, IV A, 2 Nr. 14).
cc) Zur Vermeidung der Doppelbesteuerung bei der Festlegung von Tätig-
keitsentgelten bei Teilhabern von Kollektiv- und Kommanditgesellschaften haben die
Steuerverwaltungen der Kantone der Ostschweiz (Aargau, Appenzell A.-Rh, Appenzell
I.-Rh, Glarus, Graubünden, Schaffhausen, St. Gallen, Thurgau und Zürich) mit der
Vereinbarung vom 10. Juli 2000 (nachfolgend Vereinbarung) eine gemeinsame Rege-
lung getroffen (Mäusli-Allenspach, § 18 N 47; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, § 5 N 45
StG). In einer Tabelle werden darin die Ansätze für eine Aufteilung festgehalten; ge-
mäss dieser ist ab Fr. 500'000.- ein Anteil von Fr. 180'000.- als Tätigkeitsentgelt am
Hauptsteuerdomizil steuerbar. Gemäss Ziff. 6 der Vereinbarung gilt das Schema
grundsätzlich für alle zu bearbeitenden Fälle. In Ziff. 7 der Vereinbarung ist ferner vor-
gesehen, dass in ausserordentlichen Fällen durch gegenseitige Absprache eine Einzel-
fall-Lösung getroffen werde.
Daneben besteht eine weitere Vereinbarung vom 23. Juni 1999 der gleichen
Kantone für Partner von Anwaltskanzleien. Diese sieht für solche in Form einer Kollek-
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tivgesellschaft eine Aufteilung von 50% des Reingewinns als Entschädigung für die
Arbeitsleistung vor (St. Galler Steuerbuch, StB 16 Nr. 4).
An diese Vereinbarungen ist das Steuerrekursgericht indessen nicht gebun-
den, da sie lediglich eine Einschätzungspraxis festlegen und daher frei überprüfbar
sind (VGr, 28. Juni 2006, SB.2005.00065 E. 4.1 a.E.).
dd) Die Aussonderung eines Arbeitsentgelts wird vom kantonalen Steueramt
geltend gemacht und stellt einen steuermehrenden Umstand dar. Es liegt daher an
diesem, die Höhe des Arbeitsentgelts nachzuweisen (RB 1990 Nr. 36 = StE 1990
B 92.51 Nr. 3, auch zum Folgenden). Die Steuerbehörde ist dabei in hohem Mass auf
die Mitwirkung der steuerpflichtigen Person angewiesen. Es ist daher folgerichtig, an
die rechtsgenügende Darlegung derartiger Tatsachen durch die Behörden keine hohen
Anforderungen zu stellen. Erscheint der von der Steuerbehörde angenommene Sach-
verhalt als sehr wahrscheinlich, gilt der Nachweis des Fiskus als geleistet. In der Folge
liegt es am Steuerpflichtigen, für die behauptete gegenteilige Tatsache den Gegenbe-
weis zu erbringen (RB 1984 Nr. 28 = StE 1984 B 11.1 Nr. 2).
b) aa) Die Kollektivgesellschaft E mit Sitz in G bezweckt gemäss Gesell-
schaftsvertrag das Erbringen von .... Sie hält Anteilsrechte an auf H domizilierten Ltds.,
die als General Partner von sich ebenfalls dort befindlichen Investmentvehikeln in Form
von Limited Partnerships fungieren. Die E erbringt Investment-
Beratungsdienstleistungen an diese. Im Jahr 2014 schüttete eine der Investitionen ei-
nen ausserordentlich hohen Ertrag an die E aus, was zu ebenfalls aussergewöhnlich
hohen Bezügen der Gesellschafter führte. Der Pflichtige deklarierte für dieses Jahr ein
Gesamteinkommen aus der E von Fr. 6'607'909.- (vgl. Jahresrechnung). 2013 hatte
das Total der Bezüge Fr. 1'299'426.- betragen.
Der Gesellschaftsvertrag vom ... 2013 enthält keine Regelung über ein Hono-
rar. Ziff. 5.3 des Gesellschaftsvertrags schreibt einzig vor, dass die Gesellschafter am
Gewinn und Verlust im Verhältnis ihrer Kapitalanteile teilnehmen. Nach den bundesge-
richtlichen Vorgaben ist deshalb für die interkantonale Steuerausscheidung ein Ar-
beitsentgelt (Honorar) festzusetzen, das am steuerrechtlichen Wohnort zu besteuern
ist.
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bb) Die Vorinstanz ist zur Ermittlung des Arbeitsentgelts auf die Weise vorge-
gangen, dass sie auf die Entlöhnung eines angestellten Mitarbeiters (I) abstellte, der
eine Kaderposition wie der Pflichtige inne hatte (Einspracheentscheid S. 9). Diesem
wurde 2014 neben dem Grundlohn und dem Bonus ein "Performance Interest" von
Fr. 756'010.- ausbezahlt. Das kantonale Steueramt qualifizierte diesen "Performance
Interest" ebenfalls als Teil des Gehalts und schloss daraus, dass auch dem Pflichtigen
ein solcher "Performance Interest" zugestanden hätte. Gestützt darauf kam es zum
Schluss, dass sich das Arbeitsentgelt des Pflichtigen auf die im Lauf des Jahres bezo-
genen Fr. 398'000.- (Entgelt plus Bonus) sowie denselben "Performance Interest" be-
laufen haben müsse, was zusammen Fr. 1'154'010.- ergebe.
c) Dieser Beurteilung ist zuzustimmen:
aa) Grundsätzlich lässt der Vergleich innerhalb derselben Unternehmung an-
hand der Entlöhnung eines angestellten Mitarbeiters in gleicher Stellung und Funktion
das genaueste Ergebnis erwarten. Dabei sind die Person des Lohnempfängers sowie
die Lohnpolitik und die Salarierung von rang- und funktionsmässig Gleichgestellten zu
würdigen. Einem solchen Vergleich anhand der konkreten Verhältnisse in der betroffe-
nen Unternehmung ist gegenüber einem Benchmarking gestützt auf schweizweite sta-
tistische Angaben, wie es die Pflichtigen zur Begründung des Eventualantrags vertre-
ten, den Vorzug zu geben (VGr, 28. Juni 2006, SB.2005.00065, E. 4.2.2).
Mit Auflage vom 25. März 2019 hat die Vorinstanz die Details zur Entlöhnung
von Schlüsselmitarbeitern eingefordert. Gemäss der eingereichten Tabelle der an An-
gestellte ausbezahlten Saläre, Boni und "Performance Interests" 2007 bis 2016 be-
stand die Entlöhnung jeweils aus einem Grundsalär sowie einem Bonus, die jeweils
jedes Jahr ausbezahlt wurden. Der Bonus lag im Bereich von 12% bis 27% (2014).
Nach den Ausführungen der Pflichtigen wurde jeweils für die Mitarbeiter ein Zielbonus
festgelegt; nach Jahresende sei die Bewertung des Mitarbeiters aufgrund der Zielerrei-
chung erfolgt. Nur 2014 und 2015 kam ein zusätzlicher "Performance Interest" hinzu.
Es liegt auf der Hand, dass diese Lohnstruktur auch für die Bestimmung des Anteils
des Arbeitsentgelts eines Gesellschafters heranzuziehen ist.
Der "Performance Interest" ist zudem entgegen der Auffassung der Pflichtigen
als im Arbeitsverhältnis begründet zu qualifizieren. Nach ihrer Sachdarstellung im
Schreiben vom 26. April 2019 wurde dieser nur an drei Schlüsselmitarbeiter ausgerich-
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tet und gründete in den jeweiligen Arbeitsverträgen. Der Anteil war individuell verschie-
den und betrug 3,0%, 1,6% bzw. 0,4% am gesamten Performance Interest. Damit wur-
de es diesen Mitarbeitern ermöglicht, nicht nur am Ergebnis ihrer unmittelbaren eige-
nen Tätigkeit, sondern am Geschäftserfolg generell zu partizipieren. Es ist nicht
einzusehen, weshalb diese Anknüpfung am Geschäftserfolg gegen eine Qualifikation
als Lohn sprechen sollte. Es ist denn auch keine andere Grundlage für die Ausrichtung
dieser Leistung ersichtlich, wird doch nicht geltend gemacht, die Mitarbeiter hätten Be-
teiligungsrechte gehalten, die ihnen einen Anspruch auf einen Anteil am Geschäftser-
folg verschafft hätten. Der individuelle Anteil am "Performance Interest" wurde dem
betreffenden Mitarbeiter denn auch im Lohnausweis als Teil des Bruttolohns beschei-
nigt. Wurden aber 2014 Schlüsselmitarbeitern solche "Performance Interest" ausge-
richtet, so muss sich ein solcher im Rahmen des hier vorzunehmenden Drittvergleichs
auch der geschäftsleitende Gesellschafter anrechnen lassen. Der Umstand, dass ein
Kollektivgesellschafter an sich bereits kraft Gesellschafterstellung am Gewinn partizi-
piert und sich deshalb kaum eine solche Gewinnbeteiligung als Bestandteil eines förm-
lich vereinbarten Arbeitsentgelts auszahlt, untermauert gerade die Notwendigkeit eines
Drittvergleichs mit angestellten Mitarbeitern.
Beim für den Vergleich herangezogenen Mitarbeiter handelt es sich um den-
jenigen mit dem höchsten Anteil am "Performance Interest", was darauf hinweist, dass
er ein wichtiger Kadermitarbeiter war. Gemäss seinem Personalblatt hatte er den Rang
eines Investment Directors und war dem Pflichtigen direkt unterstellt. Der Pflichtige
selber war gemäss demselben Blatt Managing Partner. Daraus ist zu schliessen, dass
der betreffende Mitarbeiter aufgrund seiner Unterstellung sogar eher einen geringeren
Anspruch auf den "Performance Interest" hatte als ein angestellter Mitarbeiter in der
Funktion des Pflichtigen. Mithin fährt der Pflichtige mit dem Vergleich eher zu gut. Die
Pflichtigen bestreiten die Eignung des Mitarbeiters zum Vergleich nicht; sie machen
vielmehr grundsätzliche methodische Einwendungen geltend. Das kantonale Steuer-
amt hat dem Pflichtigen zudem nur denselben Anteil am "Performance Interest" (Fr.
756'010.-) aufgerechnet wie dem genannten Mitarbeiter, und nicht etwa einen höheren
Betrag proportional zum übrigen Gehalt. Damit ist der Anteil des Pflichtigen bestimmt
nicht zu hoch, lag doch die Summe der Bezüge ohne "Performance Interest" des ge-
nannten Mitarbeiters tiefer als der unter dem Jahr angefallene Vorbezug des hierar-
chisch höher einzureihenden Pflichtigen. Der Vorbezug wird in der von den Pflichtigen
eingereichten Übersicht mit der Summe von Grundlohn und Bonus von angestellten
Mitarbeitern gleichgestellt und erfüllte demnach dieselbe Funktion.
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bb) Die Pflichtigen wenden dagegen ein, dass in der erwähnten interkantona-
len Vereinbarung der Ostschweizer Kantone der auszuscheidende Anteil des Tätig-
keitsentgelts auf Fr. 180'000.- beschränkt sei.
Dem ist entgegenzuhalten, dass es im vorliegenden Fall um die Ausscheidung
der Einkünfte im Verhältnis zum Kanton Schwyz geht, der die Vereinbarung nicht un-
terzeichnet hat. Damit gelangt diese ohnehin nicht zur Anwendung. Soweit bekannt,
besteht keine einschlägige Vereinbarung zwischen dem Kanton Zürich und dem Kan-
ton Schwyz. Selbst wenn aber der Inhalt der Vereinbarung als Ausdruck einer allge-
meinen Einschätzungspraxis betrachtet würde, hilft dies den Pflichtigen nicht weiter, da
in Ziff. 7 ausserordentliche Fälle vorbehalten werden. Die extreme Höhe seiner Bezüge
im Vergleich zum in der Vereinbarung geregelten Maximalbetrag von Fr. 500'000.-
rechtfertigt die Annahme eines solchen aussergewöhnlichen Falles. Der weitere Ein-
wand der Pflichtigen, dass in solchen Fällen zudem eine gegenseitige Absprache der
Kantone zu erfolgen habe, dringt ebenfalls nicht durch. Die zuständigen Steuerbehör-
den hatten im vorliegenden Fall miteinander Kontakt aufgenommen, gelangten aber
nicht zu einer Einigung. Scheitert eine Einigung, muss es der kantonalen Steuerbehör-
de unbenommen sein, eine Einschätzung gestützt auf ihre eigene Beurteilung der Ver-
hältnisse vorzunehmen.
Hinzu kommt, dass Grundlage der Ausscheidung die bundesgerichtliche
Rechtsprechung ist, vor der auch solche interkantonalen Vereinbarungen zurücktreten
müssen. Im Hochlohnbereich in der Finanzdienstleistungsbranche ist bereits seit Jahr-
zehnten eine Entwicklung zu hohen variablen Gehaltsbestandteilen zu beobachten.
Eine Beschränkung des auszuscheidenden Tätigkeitsentgelts auf Fr. 180'000.- unge-
achtet des effektiven Totals der Bezüge ist deshalb von vornherein nicht mehr sachge-
recht. Gerade der vorliegende Fall zeigt auf, dass extrem hohe variable Gehaltsbe-
standteile, die in derselben Unternehmung an angestellte Mitarbeiter ausgerichtet
werden, nicht einfach ausser Acht gelassen werden dürfen, da sonst der vom Bundes-
gericht statuierte Drittvergleich nicht mehr eingehalten würde.
cc) Die bundesgerichtliche Praxis statuiert indessen, dass ein Arbeitsentgelt
anzunehmen sei, wie es mit einer gewissen Regelmässigkeit – also nicht nur während
des betreffenden Jahres – erzielt wird (Locher, § 8, IV A, 2 Nrn. 10, 14 und 17). Die
genannten Entscheide stammen indessen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts und
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wiederspiegeln nicht mehr die in den letzten Jahrzehnten zu beobachtenden Entwick-
lungen mit am Erfolg anknüpfenden variablen Lohnanteilen. Zahlt eine Unternehmung
wie hier ihren angestellten Kadermitarbeitern solche Erfolgsbeteiligungen aus, verlangt
der massgebende Drittvergleich, diese individuelle Lohnpolitik auch beim Kollektivge-
sellschafter zu berücksichtigen. Der Rückgriff auf den mehrjährigen Durchschnitt ist
nicht sachgerecht, da dies ja nachgewiesenermassen nicht der Lohnpolitik entspricht.
d) Damit ist der angefochtene Entscheid zu bestätigen.
2. Die Pflichtigen beantragen subeventualiter, zur Vermeidung einer Doppel-
besteuerung die Veranlagung des Kantons Schwyz aufzuheben bzw. diese entspre-
chend anzupassen.
Das Steuerrekursgericht ist für die Beurteilung von Rechtsmitteln gegen Ent-
scheide anderer Kantone örtlich nicht zuständig (§ 147 StG). Die Veranlagung von
Steuerpflichtigen, die mehreren Steuerhoheiten unterworfen sind, erfolgt nach dem
Verfahrensrecht jedes einzelnen betroffenen Kantons (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
§ 5 N 99 StG). Der Einbezug der Einschätzung eines anderen Kantons kann erst nach
Erschöpfung des kantonalen Instanzenzugs auf der Stufe des Bundesgerichts durch
Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erfolgen (Richner/Frei/Kauf-
mann/Meuter, § 154 N 25 StG). Auf den Antrag ist deshalb nicht einzutreten.
3. Aufgrund dieser Erwägungen ist der Rekurs abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist. Ausgangsgemäss sind die Kosten des Verfahrens den Pflichtigen auf-
zuerlegen (§ 151 Abs. 1 StG) und ist ihnen keine Parteientschädigung zuzusprechen
(§ 152 StG i.V.m. § 17 Abs. 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom
24. Mai 1959).