# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5c1c17f4-e87e-5839-ad35-d220c07c94df
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1954, seit 1986 als Buschauffeur bei den
Y._
tätig
(Urk. 8/13/2)
, wurde im Dezember 2008
aufgrund von mehreren selbstverschuldeten Kollisionen vom Fahrdienst dispensiert (Urk. 8/8/3
, Urk. 8/14/2
).
In der Folge meldete sich der Versicherte a
m 5. Januar 2009 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf eine
schwere Depression
zum Leistungsbezug (Rente/Berufliche Massnahmen) an (Urk. 8/1).
Das
Arbeitsverhältnis
mit den
Y._
wurde durch die Arbeitgeberin
per Ende November 2009 auf
gelöst
(Urk. 8/
26
,
Urk.
8/53/2).
Im
Februar/März
2010
fand
eine verkehrsmedizinische Begutach
tung
statt
(Urk. 8/94, Urk. 8/96), welche zum Entzug des Führerausweises für Motorfahrzeuge aller Kategorien führte (Urk. 8/40/1 f.).
Am 27. Juli 2010 wurde der Versicherte
ausserdem
von Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psy
chiatrie und Psychotherapie FMH, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) untersucht (Bericht vom 28. Juli 2010, Urk. 8/41).
Gestützt darauf
sprach die IV-Stelle dem Versicherten bei einem Invaliditätsgrad von 100 %
(ab 1. Dezember 2009) respektive von 74 % (ab
1
. Juli 2010) eine ganze Rente zu
(
Verfügungen vom 9. Dezember 2010 [
Urk. 8/
48
,
Urk.
8/57]
).
1.2
Im Jahr 2012 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein. Sie stellte dem Versicherten einen Revisionsfragebogen zu (Urk.
8/68)
, liess einen Auszug aus dem Individuellen Konto erstellen (Urk.
8/69
) und
ordnete eine psychiatrische Abklärung bei
med.
pract
.
A._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie
,
an
(
Untersuchung vom 14. März 2013,
Gutachten
vom 27. Juni 2013 [
Urk. 8/75
]
).
Am 19. August 2013
fand bei der IV-Stelle ein Standortgespräch statt, anlässlich welchem
dem Versicherten mitgeteilt wurde, dass er mit
der Herabsetzung der Rente rechnen müsse
,
und ihm
Eingliederungs
-
massnahmen
angeboten wurden (Urk. 8/79). Nach
durchgeführtem
Vorbescheid
-
verfahren – im Rahmen dessen ergänzende Stellungnahmen bei med.
pract
.
A._
eingeholt wurden (
Urk. 8/98, Urk. 8/106) – setzte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 14. November 2014 (Urk. 2)
die
bisher ausgerichtete ganze Invalidenrente
per Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monat
s auf eine
Viertelsrente
herab
.
1.3
Am 26. November 2014 ersuchte der Versicherte die IV-Stelle um Unterstützung bei der Eingliederung
, namentlich
um Kostengutsprache für eine
verkehrsmedi
zinische
Begutachtung zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis
(Urk. 8/
126).
2.
Gegen die Verfügung vom 14. November 2014 erhob
X._
am 15. Dezember 2014 Beschwerde (Urk. 1) und beantra
gte, die angefochtene Ver
fügung sei aufzuheben und es sei ihm die bisherige ganze Rente
weiterhin
aus
zurichten (Urk. 1 S. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 2. Februar 2015 (Urk. 7 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-132) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde. Mit Replik
vom 2. Juni 2015 (Urk. 13)
hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest.
Mit Duplik vom
11. August 2015
(Urk. 16)
brachte die Beschwerdegegnerin zur Kenntnis, dass
zwischenzeitlich
eine von ihr finanzierte verkehrsmedizinische Begutachtung durchgeführt worden sei
,
und
reichte die entsprechenden Berichte sowie das Verlaufsprotokoll der Eingliederungsberatung zu den Akten (Urk. 17/1-3).
Der Beschwerdeführer nahm
dazu am
17. November 2015 Stel
lung (Urk. 21), was der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 23. Dezember 2015 (Urk. 23) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. Au
-
gust
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
kam in ihrer Verfügung vom 14. November 2014 gestützt auf die medizinischen Abklärungen zum Schluss, der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe sich verbess
ert. Der Beschwer
deführer sei in
der angestammten Tätigkeit
wieder
zu 50-60 % sowie in ange
passten T
ätigkeiten zu 80 % arbeitsfähig
. Nach Einkommensvergleich resultiere ein Invaliditätsgrad von 44 %, weshalb noch Anspruch auf eine
Viertelsrente
bestehe.
Falls
der Beschwerdeführer
die Durchführung von beruflichen Mass
nahmen wünsche – welche ihm anlässlich des Standortgespräches
vom
19. August 2013 präsentiert worden sei
en
, ohne
dass
er
seither das Angebot in
Anspruch genommen h
ätte
– könne er sich mit einem Zusatzgesuch melden (Urk. 2).
In der Beschwerdeantwort
vom 2. Februar 2015
brachte die
Beschwerdegegnerin
zusätzlich vor,
die ursprüngliche
Rentenzusprache
erweise
sich
als zweifellos unrichtig
, da der damalige RAD-Arzt keine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
habe diagnostizieren können
. Es bestehe
zwar
die naheliegende Vermutung, dass
dieser
den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers noch als labil erachtet habe
,
wofür auch die
von ihm
vorgesehene kurz angesetzte Revisionsfri
st von zwei Jahren spreche
.
Bei einer rechtskonformen
,
nach
versi
cherungsmedizinischen
Kriterien beurteilten Restarbeitsfähigkeit wären dem Beschwerdeführer jedoch bereits damals keine Leistungen der Invalidenversi
cherung zugestanden. Soweit das Gericht zum Schluss kommen sollte,
dass es nicht
zu einer wesentlichen Änderung des leistungsrelevanten Sachverhaltes gekommen
sei
, sei d
ie
rentenherabsetzende
Verfügung mit der substituierten Begründung der Wiedererwägung zu schützen (Urk.
7
).
Mit Duplik vom 11. August 2015 teilte die Beschwerdegegnerin
ergänzend
mit, inzwischen
habe eine erneute verkehrsmedizinische Begutachtung stattgefun
den
. Dabei sei
ebenfalls auf einen stabilisierten Gesundheitszustand hingewie
sen
worden
. Nachdem die Fahreignung im Jahr 2010 aufgrund des noch nicht genügend stabilisierten Gesundheitszustandes verneint worden sei, sei
diese
in der verkehrspsychologischen Abklärung vom 18. Mai 2015
nun
als positiv beurteilt worden. Eine relevante Verbesserung des Gesundheitszustandes werde somit auch hiermit bestätigt (Urk. 16).
2.2
Der Beschwerdeführer macht
e
demgegenüber im Wesentlichen geltend, es sei zu keiner wesentlichen Verbesserung
seines
Gesundheitszustandes seit der
Renten
zusprache
im Jahr 2010 gekommen. Med.
pract
.
A._
habe denn in seinem Gutachten auch festgehalten, dass es sich um eine unterschiedliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei im Grossen und Ganzen unverändertem Gesundheits
zustand handle. Da
s Gutachten von med.
pract
.
A._
sei im Übrigen wider
sprüchlich, oberflächlich, und sei nicht in Kenntnis und in Auseinandersetzung a
ller
Vorakten
erstellt worden. Insbesondere habe der Gutachter nicht über die verkehrspsychologische Abklärung der kognitiven
Fahreignung vom 30.
März
2010 verfügt und damit seine Beurteilung in Unkenntnis der im Jahr 2014 noch immer festgestellten Hirnleistungsdefizite abgegeben.
Damit sei d
ie gutachterli
che Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht haltbar und dem Gutachten komme kein Beweiswert zu.
Falls dennoch von einem veränderten Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
ausgegangen würde, sei zu beachten, dass die
medizi
nisch-theoretisch festgestellte
Restarbeitsfähigkeit heute wirtschaftlich
nicht
mehr
verwertb
ar
wäre
. Er sei 60 Jahre alt,
infolge
der medizinisch begründeten Fahruntauglichkeit im angestammten Beruf nicht mehr arbeitsfähig und es sei aufgrund der persönlichkeits- und krankheitsbedingten
Leistungseinschränkun
gen
von einer äusserst geringen
Anpassungsfähigkeit
für
eine neue Tätigkeit auszugehen
. Im Übrigen sei das von der Beschwerdegegnerin der angefochtenen Verfügung zugrunde gelegte Invalideneinkommen nicht korrekt ermittelt wor
den
(Urk. 1).
Stellungnehmend zur Beschwerdeantwort hielt der Beschwerdeführer sodann dafür
, es treffe nicht zu, d
ass die ursprüngliche
Rentenzusprache
zw
eifellos unrichtig gewesen sei
. Der anspr
uchsbegründende Sachverhalt sei
korrekt und vollständig erhoben worden. Wenn die Beschwerdegegnerin damals zum Schluss gekommen sei, es läge ei
ne 50%ige Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten vor,
handle es sich um einen Ermessensentscheid und nicht um eine qualifizierte falsche Anwend
ung von Rechtsregeln (Urk. 13).
Hinsichtlich der neuerlich durchgeführten verkehrsmedizinischen Begutachtung
wies der Beschwerdeführer schliesslich
in seiner Stellungnahme vom 17. November 2015
darauf hin
, dass lediglich die Fahreignung für die Benüt
zung von Personenwagen für private Zwecke
wieder
bejaht worden sei, er jedoch nach wie vor keine Transporterlaubnis für den professionellen Personen
verkehr sowie f
ür Kleinbusse, Lieferwagen und Ä
hnliches habe. Aus der Tatsa
che, dass er teilweise wieder als fahrtauglich eingestuft worden sei, könne nicht geschlossen werden, dass sich sein Gesundheitszustand seit der
Rentenzuspra
che
wesentlich und dauernd verändert habe
(Urk. 21).
3.
3.1
Die im Rahmen der verkehrsmedizinischen Begutachtung (Untersuchung vom 15. Februar 2010, Gutachten
des
B._
vom 19. April 2010 [Urk. 8/94]) durchgeführte verkehrspsychologische Abklärung der kognitiven Fahreignung vom 30. März 2010
(Urk. 8/96)
ergab,
dass eine verkehrsrelevante Verlangsamung der Wahrnehmungs-,
Informations
verarbeitungs
- und Reaktionsfähigkeit bestehe und die Fähigkeit zur Kontrolle und Steuerung von Handlungsimpulsen sowohl mit als auch ohne Zeitdruck nicht in genügendem Ausmass gegeben sei. Die beurteilende Fachpsychologin kam zum Schluss, aufgrund der erhobenen Befunde
müsse davon ausgegangen werden
, dass der Beschwerdeführer zum jetzigen Zeitpunkt nicht über ausrei
chende Leistungsreserven verfüge, um im Strassenverkehr mit Fahrzeugen aller Führerausweiskategorien angemessen schnell und
richtig rea
gieren zu können (Urk. 8/96/6).
Anlässlich
der verkehrsmedizinischen Untersuchung
vom 15. Februar 2010
hatte
sich
der Explorand in einem leicht reduzierten Zustandsbild bei klinisch subdepressi
ver Affektlage
präsentiert
.
Die Gutachter hielt
en
fest, d
er Beschwer
deführer habe von rezidivierenden depressiven Stimmungsphasen von zirka ein bis zwei Wochen Dauer berichtet, zuletzt zu Jahresbeginn 201
0.
Gesamthaft betrachtet könne
von einer noch nicht genügend
stabilisierten rezidivierenden depressiven Störung ausgegangen werden, welche zuletzt zu Jahresbeginn 2010 zu einer zehntägigen depressiven Episode geführt habe, weswegen auch weiter
hin eine ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung mit
antide
pressiver
Medikation in Anspruch genommen werde. Die
verkehrspsychologi
sche
Untersuchung habe Hirnleistungsdefizite in einem Ausmass bestätigt,
so
dass aktuell die Fahreignung des Beschwerdef
ührers
für sämtliche
Führeraus
weiskategorien
aller medizinischen Gruppen verneint werden müsse. Es werde die Fortführung der bereits etablierten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung empfohlen. Sobald von therapeutischer Seite eine eindeutige Stabi
lisierung der psychischen Gesundheitssituation mit insbesondere einer Verbes
serung der kognitiven Fähigkeiten dokumentiert werden könne, sei eine erneute verkehrsmedi
zinische Untersuchung sinnvoll, wobei eine solche zwingend mit einer erneuten verkehrspsychologischen Abklärung der kognitiven Fahreignung verbunden
sein
müsse (Urk. 8/94/4).
3.2
RAD-Arzt Dr.
Z._
, welcher den Beschwerdeführer am
27. Juli 2010
unter
suchte,
hielt in seinem B
ericht vom 28. Juli 2010 (Urk. 8/41)
fest, beim Beschwerdeführer seien anamnestisch rezidivierende depressive Störungen mit mehrfachen
Hospitalisationen
und ambulanten psychiatrischen Behandlungen dokumentiert. Bedingt durch diese Erkrankung und auf Grund eines obstrukti
ven Schlafapnoesyndroms sei ihm die Stelle als Buschauffe
ur
auf September 2009 gekündigt worden, nachdem es wiederholt wegen Unachtsamkeit und Einschlafens am Steuer zu Verkehrsunfällen gekommen sei und nachdem ein Arbeitsversuch im Zentrallager der
Arbeitgeberin
von Juni bis August 2009 mit einem Teilzeitpensum zwischen 50 % und 75 % wegen mangelnder Konzentr
a
tionsfähigkeit gescheitert sei
.
Aufgrund der ge
schild
erten gesundheitlichen Einschränkungen sei dem Beschwerdeführer ab dem 12. Juni 2010 für unbe
stimmte Zeit der Führerausweis inklusive der Bewilligung für den berufsmässi
gen Personentransport sowie der Berechtigung zum Führen von Trolleybussen entzogen worden.
Bei der heutigen Untersuchung habe sich im psychopatholo
gischen Befund kein auffälliges medizinisches Korrelat mehr ergeben, so dass unter Berücksichtigung der Aktenlage aus versicherungspsychiatrischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
,
ausgewiesen sei.
Gemäss Aktenlage sei
vom 10. Dezember 2008 bis Ende Mai 2009
eine vollständige
, von Juni bis September 2009
eine 50%ige
,
sowie
erneut ab Oktober 2009
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (in
der
bisherigen und
in
angepassten Tätigkeiten)
ausge
wiesen.
Ab Untersuchungsdatum bestehe in der
bisherigen
Tätigkeit als Buschauffeur weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, in angepassten Tätig
keiten bestehe jedoch eine 50%ige Arbeitsfähigkeit mit folgendem
Anforde
rungsprofil
:
z
eitlich flexible Tätigkeiten ohne permanenten Zeit- und Termin
druck bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne besondere Anforderungen an das Umstellungs- und Anpassungsvermögen, in einer wohlwollenden und
kon
fliktarmen
Arbeitsatmosphäre.
Dr.
Z._
hielt abschliessend fest, die nächste medizinische
Reevaluation
sei in zwei Jahren angezeigt (Urk. 8/41/6).
3.3
Gestützt auf die Beurteilung von Dr.
Z._
wurde dem Beschwerdeführer bei ei
ner
100
%
igen
Arbeitsunfähigkeit bis zum Untersuchungszeitpunkt respektive einer
50%igen Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten ab
diesem Zeitpunkt
und
bei
daraus resultierenden
Invaliditätsgrad
en von 100 % respektive
74 % eine ganze Rente zugesprochen (
Sachverhalt E. 1.3
).
4.
4.1
4.1.1
Am
14.
März 2013 wurde der Beschwerdeführer
im Rahmen des
Rentenrevisions
verfahrens
von med.
pract
.
A._
psychiatrisch begutachtet
(Gutachten
vom 27. Juni 2013, Urk. 8/75).
Der Gutachter diagnostizierte mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine ängstlich vermeidende
Persönlich
keitsstörung
(ICD-10 F60.6). Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erachtete er eine rezidivierende depressive Störung, aktuell höchstens noch leichte depressive Episode (ICD-10 F33.0
; Urk. 8/75/11
).
Der Gutachter hielt fest
, der Beschwerdeführer habe ein erstes Mal im Jahr 2007 und ein zweites Mal im Jahr 2009 wegen schwer depressiven Episoden hospita
lisiert werden müssen. Die volle Leistungsfähigkeit habe er bei der Arbeit seither nie mehr erreicht. Schliesslich sei er zuerst vom Fahrdienst suspendiert und kurz darauf entlassen worden. Zwischenzeitlich habe er sich wieder deutlich erholt. Geblieben sei
en
eine verminderte Belastbarkeit und allgemeine Verunsicherung.
D
iagnostisch würden die anamnestischen Angaben sowie die
Persönlichkeits
merkmale
(Gefühl der Minderwertigkeit; andauernde Unsicherheit und erhöhte Anspannung; Sorge, kritisiert zu werden oder Fehler zu machen; Tendenz, sozial schwierigen Situationen auszuweichen, ausser der Beschwerdeführer sei sich des Erfolgs gewiss) für das Vorliegen einer ängstlich vermeidenden
Persön
lichkeitsstörung
sprechen. Die genannten Persönlichkeitsmerkmale dürften mit einer erhöhten Verletzlichkeit beziehungsweise einer reduzierten Belastbarkeit (emotionaler oder zeitlicher Druck) einhergehen. Weiter dürfte es dem Beschwerdeführer schwer fallen, sich flexibel auf Veränderungen einzulassen oder selbständig Entscheidungen zu treffen. Arbeiten im Team dürften im Zusammenhang mit der verminderten Kritikfähigkeit ebenfalls erschwert sein. Andererseits dürften
der Persönlichkeit des Beschwerdeführers
klar vorgegebene und gut strukturierte Aufgaben entgegenkommen. Es sei jedoch darauf hinzu
weisen, dass der Beschwerdeführer trotz der ge
schild
erten
Persönlichkeitsmerk
male
über viele Jahre in der Lage gewesen sei, einer Tätigkeit vollschichtig nachzugehen. Denkbar sei allerdings, dass im Zusammenhang mit der vermin
derten Belastbarkeit und erhöhten Vulnerabilität auch das Risiko für die Ent
wicklung eines depressiven
Zustandbildes
erhöht sein könnte. Die in der Vor
geschichte wiederholt beschriebenen, zum Teil schwer depressiven Phasen wür
den eine entsprechende Vermutung unterstützen. Momentan – ohne ausgespro
chen belastende psychosoziale Faktoren – liege aber höchstens noch eine leichtgradige depressive Symptomatik oder gar eine Remission vor. Entspre
chend könne
momentan
die affektive Symptomatik allein eine Arbeitsunfähig
keit nicht mehr plausibel erklären. Zusammenfassend könne gesagt werden, dass auf Grund der Persönlichkeit des Beschwerdeführers eine erhöhte Prädis
position für die Entwicklung einer depressiven Symptomatik unter wesentlichen Belastungsfaktoren vorliege. Entsprechend sollte bei der Wahl der Tätigkeit auf ein optimales Belastungsprofil geachtet werden. In einer entsprechenden Tätig
keit könne zurzeit bei einer weitgehend remittierten depressiven Symptomatik von einer hohen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. Nachvollzogen werden könne bei der beschriebenen erhöhten Verletzlichkeit des Beschwerdeführers ein leicht vermehrter Erholungsbedarf, was eine geringfügige Reduktion der Leis
tungsfähigkeit rechtfertigen würde (Urk. 8/75/12 f.).
Der Gutachter hielt weiter fest
, es könne davon ausgegangen werden, dass die bisherige Tätigkeit als Buschauffeur teilweise angepasst sein dürfte. Einerseits kämen die klar strukturierten und eindeutig formulierten Erwartungen ohne wesentliche Anforderungen an Flexibilität und Anpassungsfähigkeit der Per
sönlichkeit des Beschwerdeführers entgegen. Auch die geringen Anforderungen an die Teamfähigkeit würden zum Ressourcenprofil des Beschwerdeführers passen. Hingegen sei zu vermuten, dass der Schichtbetrieb, der starke zeitliche Druck und die hohe Verantwortung, die der Beschwerdeführer bei der Arbeit trage, mit einer Verminderung der Belastbarkeit einhergehen
dürften
. In einer entsprechenden Tätigkeit könne
spätestens
ab
Untersuchungsdatum langfristig von einer zirka 50 bis 60%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden. In einer
optimal angepassten Tätigkeit ohne wesentlichen zeitlichen emotionalen Druck, mit nicht allzu hohen Anforderungen an die Anpassungsfähigkeit und Fle
xibi
lität, ohne allzu hoher Verantwortung
und ohne allzu hohen Ansprüche
an die Teamfähigkeit könne
spätestens
ab
Untersuchungsdatum von einer wenigstens 80%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (Urk. 8/75/14).
Stellungnehmend zu den Berichten der behandelnden Ärzte des
C._
hielt der Gutachter dafür, diese seien wenig aussage
kräftig. Aufgrund kaum vorhandener Angaben zum Befinden des Beschwerde
führers (psychopathologische Befunde) und zum Verlauf seit der letzten Beur
teilung seien die Angaben zur Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar. Ein schwer depressives Zustandsbild, das theoretisch eine hochprozentige Arbeits
unfähigkeit begründen würde und das gemäss Akten tatsächlich einmal vorge
legen sei, liege heute nicht mehr vor (Urk. 8/75/15).
4.1.2
Nachdem
dem
Gutachter med.
pract
.
A._
zusätzlich das verk
ehrsmedizinische Gutachten inklusive der
v
erkehrspsychologischen
Abklärung
en
aus dem Jahr 2010
sowie weitere Berichte des
C._
zu
ge
stellt worden waren
(vgl. Urk. 8/84, Urk. 8/92, Urk. 8/94, Urk. 8/96)
, nahm
er hierzu
am 24. Februar 2014 ergänzend Stellung (Urk. 8/98).
Der Gutachter hielt fest, zum Zeitpunkt der Begutachtung hätten nur noch wenige pathologische Befunde erfasst werden können. Es scheine, dass die Befunde, welche von den ambulant behandelnden Therapeuten zitiert würden, einem Bericht aus dem Jahr 2010 entnommen worden seien. Im Gutachten werde nicht angezweifelt, dass der Beschwerdeführer im Vorfeld unter zum Teil schweren depressiven Episoden gelitten habe. Allerdings seien diese zwischenzeitlich nahezu vollstän
dig remittiert und könnten aus heutiger Sicht keine hochgradige Arbeitsunfä
higkeit mehr erklären
(Urk. 8/98/2)
. Inwiefern die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, insbesondere in der bisherigen Tätigkeit als Buschauffeur, durch die im Rahmen der verkehrsmedizinischen Abklärung im Jahr 2010 fest
gestellten neuropsychologischen Defizite
aktuell tangiert werde, könne bei aktu
ell fehlender neuropsychologischer Testung aus psychiatrischer Sicht nicht abschliessend beurteilt werden. Die nachgereichten verkehrsmedizinischen Abklärungsberichte seien älteren Datums und für die heutige Beurteilung nicht mehr massgebend. Selbst wenn die neuropsychologischen Defizite bis heute weiter bestehen würden, dürfte das im Gutachten beschriebene angepasste Arbeitsprofil auf die Fähigkeiten des Beschwerdeführers abgestimmt sein und die im Gutachten angeführte Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit trotzdem Gültigkeit haben
(Urk. 8/98/2)
.
4.
1.
3
In der Folge reichte der Beschwerdeführer einen weiteren Bericht
des
C._
ein (vgl. Urk. 8/102
)
, in welchem dafürgehalten wurde, es bestünden weiterhin kognitive Defizite (Konzentration, Gedächtnis sowie Reaktionsfähigkeit) und der Gutachter habe
die depressive
Symptomatik
nicht vollständig erfasst. Zu diesem Bericht nahm
Gutachter med.
pract
.
A._
a
m 2. Juli 2014
Stellung (Urk. 8/106)
.
Er
führte aus
,
grundsätzlich sei festzu
halten, dass
zum Zeitpunkt der Begutachtung grobkursorisch keine
hochauffäl
ligen
kognitiven Einschränkungen zu beobachten gewesen
seien
. Hinweise auf hirnorganische Defizite (anamnestisch dementielle Entwicklung, organische Erkrankung oder beispielsweise ein signifikanter Alkoholabusus) hätten bei der Begutachtung nicht festgestellt werden können. Theoretisch sei es denkbar, dass es im Rahmen einer schweren depressiven Episode, wie diese anamnestisch bei dem Beschwerdeführer in früheren Jahren vorgelegen haben dürfte, zu einer
pseudodemenziellen
Symptomatik
kommen könne
, was die früher erhobenen kognitiven Defizite erklären könnte
n
. Diese seien aber nach einem Abklingen der depressiven Symptomatik in
der Regel ebenfalls
regredient
.
4.2
Im Rahmen der erneuten verkehrsmedizinischen Begutachtung im
B._
(Untersuchung vom 27. März 2015, Gut
achten vom 26. Mai 2015 [Urk. 17/2]) wurde wiederum eine verkehrspsycholo
gische Abklärung der kognitiven Fahreignung –
durch dieselbe
Fachpsycholo
gin wie im Jahr 2010 – durchgeführt (Urk. 17/3). Die am 13. Mai 2015 durch
geführten Tests ergaben
durchschnittliche Resultate
(
bezüglich
kurzfristige
r
Erinnerungsfähigkeit
,
Konzentrationsfähigkeit,
reaktiver Belastbarkeit, Reakti
onsgeschwindigkeit und motorischer Geschwindigkeit, Überblicksgewinnung, peripherer Wahrnehmung
) respektive
überdurchschnittliche Resultate
(
bezü
glich geteilter Aufmerksamkeit;
Urk. 17/3 S. 6 ff.). Die untersuchende Fachpsycholo
gin hielt fest, aus den in den Leistungstests erzielten Resultaten liessen sich ins
gesamt betrachtet keine Hinweise auf grundlegende Beeinträchtigungen in den Bereichen Informationsaufnahme und –
verarbeitung
ableiten. Ebenso wenig liessen die Befunde auf eine verlangsamte motorische Reaktionsausführung schliessen. Die getesteten Aufmerksamkeitsfunktionen
(selektive, geteilte
Auf
merksamkeit
und Daueraufmerksamkeit)
seien intakt und auch die Fähigkeit zur Handlungsregulation sei in ausreichendem Masse gegeben.
Es könne davon ausgegangen werden, dass der Beschwerdeführer zum jetzigen Zeitpunkt als Lenker eines Motorfahrzeuges der 3. medizinischen Gruppe nicht überfordert sei.
Die Befunde würden jedoch teilweise im unteren Normbereich liegen, wes
halb im Sinne einer präventiven Vermeidung von Überforderungssituationen die kognitive Fahreignung für die höh
eren Kategorien ve
rneint werde (
Urk. 17/3 S. 10
+11
).
Im verkehrsmedizinischen Gutachten wurde in der psychiatrischen Anamnese festgehalten,
ab
anfangs
2010 sei es zu einer zunehmenden Verbesserung
des
psychischen Zustandsbildes gekommen und
der
Beschwerdeführer
habe sich unter der Medikation mit
Efexor
75 mg
(aktuell abends)
deutlich stabilisieren können. Beruhigungs- und Schlafmittel müsse er keine einnehmen. Der Schlaf sei gut. Er leide
nicht
unter Schlafstörungen. Selten habe er noch
Stimmungs
schwankungen
. Er sei nun positiver, offener, habe mehr Kontakt mit
Menschen
, könne sich auch selber besser akzeptieren und fühle sich nicht mehr so insuffi
zient (Urk. 17/2 S. 2).
I
n der Anamnese
wurde weiter ausgeführt
, der Beschwer
deführer
habe sich
psychisch stabilisieren
können und
er
hoffe,
w
ieder fahren
zu
dürfe
n
(Urk. 17/2 S. 3).
Anlässlich
der
verkehrsmedizinischen
Untersuchung ergaben sich keine Anhaltspunkte für kognitive Einschränkungen oder affektive Auffälligkeiten. Es bestanden keine Hinweise auf formale oder inhaltliche Denkstörungen und der Antrieb und die Psychomotorik waren unauffällig (Urk.
17/2 S.
3 f.
). Die Gutachterin hielt fest, der Beschwerdeführer
habe
ange
geben, dass es ihm in den letzten fünf Jahren psychisch weitestgehend gut gegangen sei. Er habe sich unter
medikamentöser
Behandlung mit einem Stim
mungsaufheller (
Efexor
) psychisch stabilisieren können. Eine erneute
Hospita
lisation
sei seit 2009 nicht mehr notwendig gewesen (Urk. 17/2 S. 5). Bei gesamthafter Betrachtung
könne
bei
m Beschwerdeführer von einem zwischen
zeitlich positiven Verlauf ausgegangen werden. Die psychische Erkrankung (
rezidivierende
Depression) sei unter adäquater medikamentöser und therapeu
tischer Behandlung stabil. Hinweise für
höhergradige
,
die Fahreignung ein
schränkende
depressive Symptome hätten sich anlässlich der Untersuchung nicht ergeben. Der Beschwerdeführer weise eine gute Krankheitseinsicht und
Medikamentencompliance
auf. Er sei in regelmässiger Behandlung und nehme diese auch wahr (Urk. 17/2 S. 5). Hinweise
auf kognitive
oder charakterliche Defizite hätten sich nicht feststellen lassen. Somit könne die Fahreignung zum gegenwärtigen Zeitpunkt für die 3. medizinische Gruppe wieder bejaht werden (Urk. 17/2 S. 6).
5.
5.1
Aus den vorliegenden Akten ergibt sich
zweifelsfrei
, dass es
seit der
Rentenzuspra
che
im Jahr 2010
zu einer wesentlichen Verbesserung des
Gesund
heitszustands
des Beschwerdeführers
respektive seiner Arbeitsfähigkeit
gekom
men ist
. Nachdem
der Beschwerdeführer im Jahr
2010 noch
unter
depressiven Einbrüchen
gelitten hatte
(E. 3.1),
konnte
er
sich
seither
psychisch stabilisieren.
Entsprechend wurde keine
Hospitalisation
mehr notwendig (E. 4.2) und aus den Akten ergibt sich, dass sowohl die Frequenz der ambulanten psychotherapeuti
schen wie auch die antidepressive medikamentöse Behandlung reduziert wur
de
n
. So hatte der Beschwerdeführer im Zeitpunkt der RAD-Untersuchung im Juli 2010 alle zwei bis drei Wochen Einzelgespräche, einmal pro Woche
Grup
pengespräche
und wurde täglich mit
Efexor
150 mg behandelt (Urk. 8/41/2+4).
Aus dem Bericht der behandelnden Therapeuten im Revisionsfragebogen ergibt sich, dass
noch etwa einmal im Monat eine Konsultation durchgeführt und
d
er
Beschwerdeführer
medikamentös mit 75 mg
E
fexor
behandelt werde
(Urk. 8/68/3), im Rahmen der verkehrsmedizinischen Abklärung gab der Beschwerdeführer
in Bezug auf die psychotherapeutische Behandlung
schliess
lich an, noch alle zwei Monate therapeutische Gespräche zu führen
(Urk. 17/2 S. 2)
.
Dass es zu einer gesundheitlichen Verbesserung kam,
zeigt sich sodann
insbeson
dere
auch darin
, dass d
ie kognitiven Defizite, welche im J
uni 2010
zur Aberkennung der Fahreignung für sämtliche Führerausweiskategorien geführt hatten (E. 3.1
und
Sachverhalt E. 1.1
)
, im Rahmen der erneuten
verkehrspsy
chologischen
Abklärung im
Frühjahr
2015 nicht mehr festgestellt werden konnten.
Es
ergaben sich keinerlei Hinweise
auf Hirnleistungsdefizite mehr und
d
ie Fahr
eignung
wurde dementsprechend wieder bejaht
. Einzig im Sinne einer präventiven Vermeidung von Überforderungssituationen wurde die Fahr
erlaub
nis
für die höheren Kategorien
nicht wieder erteilt
(E. 4.2).
Deme
ntsprechend
konnte
Gutachter med.
pract
.
A._
anlässlich seiner Untersuchung
auch keine diesbezüglichen
Einschränkungen mehr feststellen und hielt fest
, die früher erhobenen kognitiven Defizite könnten durch die depressive Erkrankung verur
sacht worden sein; diese Defizite seien aber nach einem Abklingen der depressi
ven Symptomatik in der Regel ebenfalls
regredient
(E. 4.1
.1 f.
).
Schliesslich gab der Beschwerdeführer selber wiederholt an,
seine psychische Situation habe sich seit dem Jahr 2010 verbessert (Standortgespräch vom 19. August 2013 [Urk. 8/79/2], verkehrsmedizinische Untersuchung vom 27. März 2015 [E. 4.2])
. Und aus dem verkehrsmedizinischen Gutachten vom 26. Mai 2015 ergibt sich, dass selbst die behandelnden
Therapeuten
des
C._
gegenüber dem
B._
am 16. April 2015 über eine Stabilisation des Gesundheitszustandes des Beschwer
deführers seit dem Jahr 2010 und eine
r
Verbesserung des Allgemeinzustandes berichtet
und
den Beschwerdeführer
wieder
für zu 100 % fahrtauglich erachtet
hatten
(Urk. 17/2 S. 4).
Wenn Gutachter
med.
pract
.
A._
in
retrospektiver
Bean
twortung der Frage zum Verlauf
des Gesundheitszustandes
respektive der Arbeitsfähigkeit
seit der RAD-Untersuchung im Jahr 2010
im Gutachten vom 27. Juni 2013
notierte
,
es handle sich um eine unterschiedliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei im Grossen und Ganzen unveränderten Gesundheitszustand (Urk. 8/75/15), kann ihm angesichts der
obigen
Ausführungen nicht gefolgt werden, zumal er denn im Zeitpunkt der Begutachtung auch noch nicht in Kenntnis der Resultate der erneuten
verkehrspsychologischen Testung
en
(E. 4.2)
war
, welche
klarerweise
eine gesundheitliche Verbesserung
bestätigen
.
5.2
Dass
die Beschwerdegegnerin sodann
gestützt auf die Beurteilung von Gutach
ter
med.
pract
.
A._
von
einer 80 % Arbeitsfähigkeit
in angepassten Tätigkei
ten ausgegangen ist, ist nicht zu beanstanden.
Das Gutachten von med.
pract
.
A._
vermag die an eine beweiskräftige ärztliche Expertise gestellten Anfor
derungen vollumfänglich zu erfüllen (E.
1.5
). Es beruht auf den erforderlichen und allseitigen Untersuchungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist in Kenntnis der relevanten
Vorakten
abgegeben worden. Insbe
sondere hat sich Gutachter med.
pract
.
A._
auch mit dem verkehrsmedizinischen Gutach
ten aus dem Jahr 2010 auseinandergesetzt, nachdem ihm dieses nachgereicht worden war (E. 4.1.2).
Der Gutachter legte
sodann
nachvollziehbar dar, dass auf die abweichende Beurteilung der
behandelnden
Therapeuten des
C._
nicht abgestellt werden könne, welche lediglich eine Arbeitsfähigkeit von 15 %
bei Tätigkeiten ohne Leistungsdruck als möglich
erachtet
(Urk. 8
/68/3) respektive
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt attestiert (Urk. 8/75/17)
hatten.
Der Gutachter
hielt
diesbezüglich
insbesondere fest
, die von d
en behandelnden
Therapeuten
genannte
depressive Symptomatik habe im Rahmen der Begutachtung n
icht festgestellt werden kön
nen
(E. 4.1.2 f.)
.
So wurde in den Berichten des
C._
beispielsweise dafürgehalten
, der Beschwerdeführer leide an
Kon
zentrationsverminderung
-
Filme
zu
schauen
sei
ihm
kaum mehr möglich -
und
bei der Testung der Konzentration, des Gedächtnisses sowie der Reaktionsfähig
keit
hätten sich im Jahr 2014 erneut
unterdurchschnittliche Ergebnisse ergeben (Urk. 8/92,
Urk.
8/102,
Urk.
8/111). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen der Begutachtung bei
med.
pract
.
A._
unter anderem
angab,
jeweils am Morgen die Zeitung von vorne bis hinten durchzu
lesen, wobei ihm
Zeitung lesen keine Schwierigkeiten
bereite (Urk. 8/75/10 f.).
I
n
Übereinstimmung mit
den Untersuchungsergebnissen
von Gutachter med.
pract
.
A._
, welche
keine
Hinweise auf kognitive
Auffälligkeiten
erga
b
en
,
konnten auch im Rahmen der verkehrsmedizinischen Abklärungen keiner
lei
Anhaltspunkte
für
kognitive Einschrän
kungen mehr festgestellt werden
.
Damit übereinstimmend ergaben
schliesslich
auch d
ie
verkehrspsychologischen Abklärungen durchschnittliche Resultate bezüglich Konzent
ration
(E. 4.2).
Auch weitere von den behandelnden Therapeuten
des
C._
aufgeführte Symptome wie Lust- und Interessenlosigkeit, Antriebslosigkeit, Angst unter Leuten etc.
(Urk. 8/92, 8/102)
konnten
sodann
weder im Rahmen der gutachterlichen Untersuchung
bei med.
pract
.
A._
noch im Rahmen der verkehrsmedizinischen Untersuchung festgestellt werden. Vielmehr wurde darüber berichtet, dass
der Beschwerdeführer
wieder
mehr Kontakt mit
Menschen
habe
,
und
hinsichtlich
seines
Tagesablauf berichtete der Beschwerdeführer über zahlreiche Aktivitäten (Engagement in
Freiwilligenorga
nisation
,
auswärts
essen, Besuch von
Fussballspielen des FC Winterthurs
und Konzerten, Kinobesuche, Spaziergänge,
etc.;
vgl. Urk. 8/75/10 f.).
Angesichts dessen
erscheinen die Ausführungen
der behandelnden Therapeuten des
C._
nicht nachvollziehbar und verm
ögen
diese
die gutachterliche
Beurteilung
von med.
pract
.
A._
nicht zu erschüttern.
5.3
Zusammenfassend
ist somit mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit erstellt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers verbessert hat und ihm eine angepasste Tätigkeit im Umfang von
zumindest
80 % zumutbar ist.
Bei dieser Sachlage liegt ein Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 ATSG vor und es kann offen bleiben, ob
– ginge man von einem unveränderten Gesundheitszustand aus -
die Verfügung, mit welcher die ursprüngliche Rente zugesprochen
worden war
, als zweifellos unrichtig zu betrachten wäre.
6.
6.1
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der
auf eine angepasste Tätig
keit im Umfang von mindestens 80
%
eingeschränkten Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers.
6.2
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das
Valideneinkommen
gestützt auf die Anga
ben der ehemaligen Arbeitgeberin (
Urk. 8/13
), wonach der Beschwerde
führer
im Jahr 2008 ein jährliches Einkommen von Fr. 85‘
777.90 verdient hätte (Urk. 8/42/1,
Urk.
8/85)
,
was nicht strittig ist und zu keinen Beanstandungen Anlass gibt und unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung zu einem
Valideneinkommen
von
Fr.
90‘370.
--
im Jahr 2013
führt
(20
08
:
2092 Punkte
, 20
13
:
2204
Punkte; Die Volkswirtschaft 3/4-2015, Tab. B10.3, S. 89).
6.3
6.3.1
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienstaussich
ten
keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (Urteil des Bundesge
richts 9C_734/2013 vom 1
3.
März 2014 E. 2.1 mit Hinweis auf SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 5.1).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
realistischerweise
nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zumutbar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt ab von den Umständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten massgebend sind (Urteil
des Bundesgerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 107 V 17 E. 2c).
Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 2.1 mit Hinweisen).
Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt auch davon ab, welcher Zeit
raum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Die im gesamten Bereich des Sozialversicherungsrechts geltende Schadenminderungspflicht und
die daraus abgeleitete Selbsteingliederungslast gebieten grundsätzlich, die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit möglichst früh zu beantworten. Gemäss BGE 138 V 457 E. 3.4 steht die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).
6.3.2
Der Beschwerdeführer macht geltend, dass – selbst wenn noch von einer medizi
nisch-theoretisch festgestellten Restarbeitsfähigkeit von 80 % in ange
passten Tätigkeiten ausgegangen würde – diese aufgrund seines fortgeschritte
nen Alters und der attestierten Leistungseinschränkungen auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr verwertbar wäre (E. 2.2)
.
Im Zeit
punkt der Feststellung von med.
pract
.
A._
vom 27. Juni 2013, wonach ein Arbeitspensum von
wenigstens
80 % in angepasster Tätigkeit zumutbar sei (
E.
4.1.1), verblieb dem am 20. November 1954 geborenen Beschwerdeführer bis zur regulären Pensionierung noch eine Restaktivitätsdauer von mehr als sechs Jahren. Angesichts der generell relativ hohen Hürden, wel
che das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer Mensche
n entwickelt hat (vorstehend E.
6.3.1; Urteil des Bu
ndesgerichts 9C_118/2015 vom 9. Juli 2015, E.
4.4), stellt dies für sich betrachtet bereits eine vergleich
sweise lange Zeitspanne dar. Der
Beschwerdeführer war sodann, nach
dem
ihm im Jahr 2010 nur noch eine Arbeit in angepassten Tätigkeiten möglich war (zu 50 %;
vgl.
E. 3.2)
, ab
dem Jahr
2011 in
solchen Tätigkeit
en
zu einem
Pensum von 15 % erwerbs
tätig
(Urk. 8/68)
.
Nachdem eine berufliche Umstel
lung mithin bereits vor einigen Jahren erfolgte,
kann umso weniger davon aus
gegangen werden, die nunmehr
um 30 %
höhergradig
attestierte Arbeitsfähig
keit
in angepassten Tätigkeiten
sei nicht mehr verwertbar.
Anzufügen bleibt, dass
die Beschwerdegegnerin
dem Beschwerdeführer vor Erlass der r
entenherabsetzenden
Verfügung Hilfeleistungen bei der beruflichen Wiedereingliederung angeboten
hat (Urk. 8/79).
Der Beschwerdeführer hat sol
che
zwischenzeitlich
denn
auch in Anspruch genommen (vgl. Sachverhalt E. 1.3 und E. 2: Kostengutsprache für die verkehrsmedizinische Begutachtung zur Wiedererlangung des Fahrausweises), im Juni 2015 jedoch mitgeteilt, dass eine weitere Beratung und Unterstützung durch die IV-Eingliederungsberatung nicht
mehr
erforderlich sei (Verlaufsprotokoll 19. Juni 2015, Urk. 17/1).
6.3.
3
Bezüglich
des
Invalideneinkommens macht d
er Beschwerdeführer weiter gel
tend
, zur Ermittlung
dieses Einkommens
sei auf das der
erstmaligen
Rentenzu
sprache
zugrunde gelegte Invalideneinkommen abzustellen, wobei dieses
Ein
kommen
auf ein Pensum von 80 % hochzurechnen und der
Nominallohnent
wicklung
anzupassen sei (Urk. 1 S. 8 f.).
Dem kann nicht gefolg
t werden.
Liegt ein Revisionsgrund vor, so hat nach der Rechtsprechung eine umfassende Prüfung des Rentenanspruchs zu erfolgen (
Urteil des Bundesgerichts 9C_427/2012 vom 5. Dezember 2012
,
E. 3.4 mit Hin
weisen).
Nachdem eine wesentliche Verbesserung eingetreten ist, sind die Ver
hältnisse
somit
umfassend neu zu prüfen und
es
besteht keine Bindung an das der erstmaligen leistungszusprechenden Verfügung zugrunde gelegte
Invaliden
einkommen
.
6.3.4
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das Invalideneinkommen
auf der Grundlage der Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundesamt für Statistik periodisch heraus
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE 2010) und stützte sich dabei auf die Tabelle TA1, alle Branchen, Stufe 4, ab (Urk. 8/85, Urk. 2). Dies gibt zu keinen Beanstandungen Anlass. Damit ergibt sich für das Jahr 2010 ein
Einkom
-
men
von Fr. 58‘812.-- (Fr. 4‘901.-- x 12). Unter Berücksichtigung der
Nominal
-
lohn
entwicklung
(2010: 2150 Punkte, 2013: 2204 Punkte; Die Volkswirtschaft 3/4-2015, Tab. B10.3, S. 89) sowie der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeits
-
zeit von 41,7 Stunden (Die Volkswirtschaft, 3/4-2015 Tab. B9.2 S. 88) resultiert für das Jahr 2013 ein Einkommen von Fr. 62‘851.--, respektive bei einem
80%-Pensum ein Einkommen von Fr. 50‘281.--.
6.3.5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen
Durch
-
schnitts
werten
ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
-
zen
. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in
Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
Entgegen
dem
Vorbringen des Beschwerdeführers
(Urk. 1 S. 9)
ist insbesondere ein Abzug aufgrund
gesundheitliche
r
Einschränkungen nicht ange
zeig
t.
So lei
det der Beschwerdeführer unter keinen kognitiven Einschränkungen mehr und Gutachter med.
pract
.
A._
hielt einzig dafür, angepasste Tätigkeiten dürften keinen wesentlichen zeitlichen
oder
emotionalen Druck, keine allzu hohen Anforderungen an die Anpas
sungsfähigkeit und Flexibilität sowie
keine allzu hohe Verantwortung oder hohe Ansprüche an die Teamfähigkeit beinhalten (E. 4.1.1). Angesichts dieser nur
leichtgradigen
Einschränkungen im
Zumutbar
keitsprofil
bietet der ausgeglichene Arbeitsmarkt dem Beschwerdeführer ein genügend grosses Spektrum an zumutbaren Tätigkeiten des
Anforderungsni
veaus
4 (beispielsweise reine Überwachungsarbeiten, gewisse
Lageristentätig
keiten
sowie gewisse Fahr- und Kurierdienste). Sodann wirkt sich im Bereich der Hilfsarbeiten auf dem hypothetisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt ein fortge
schrittenes Alter nicht zwingend lohnsenkend aus (Urteil des Bundesgerichts 9C_808/2015 vom 2
9.
Februar 2016 E. 3.4.2 mit Hinweisen). Was den Beschäf
tigungsgrad betrifft, anerkannte die Rechtsprechung bislang zwar bei Männern, welche aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbstätig sein können, unter diesem Titel einen Abzug vom Tabellenlohn. Damit sollte dem Umstand Rechnung getragen werden, dass bei Männern statistisch gesehen Teil
zeitarbeit vergleichsweise weniger gut
entlöhnt
wird als Vollzeittätigkeit. Dies ist - jedenfalls bei einem Teilzeitpensum zwischen 75
%
und 89
%
, wie es dem Beschwerdeführer zumutbar ist - nach den jüngeren statistischen Erhebungen allerdings nicht mehr der Fall (vgl. Bundesamt für Sozialversicherungen BSV, IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 2
2.
Oktober 2014 mit Hinweis auf die Tabelle T2 beziehungsweise Tabelle Beschäftigungsgrad der LSE). Anderweitige Anhalts
punkte für eine Verwertung der Restarbeitsfähigkeit mit unterdurchschnittli
chem Erfolg sind nicht auszumachen. Bei dem - zu Gunsten des Beschwerde
führers - von der Beschwerdegegnerin in Anwendung gebrachten Abzug von 5
%
hat es damit sein Bewenden.
Unter Berücksichtigung eines Abzuges von 5 % beträgt das
Invalideneinkom
men
somit Fr. 47‘767.--.
6.4
Bei einem Invalideneinkommen von Fr. 47‘767.-- resultiert im Vergleich zum
Valideneinkommen
von
Fr. 90‘370.
--
eine Erwerbseinbusse von
Fr.
42‘603.--, was einen Invaliditätsgrad von rund 47 % entspricht (zur Rundung: BGE 130 V 121 E. 3.2).
Bei einem Invaliditätsgrad von 47 % besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
(E. 1.3).
Die mit Verfügung vom 14. November 2014 erfolgte
Rentenherabset
zung
ist damit rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
7.
Die Kosten des Verfahrens
sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).