# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 84e6efef-1c5b-43c9-b116-156727277c23
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 14
I. Sachverhalt
A. Y._ und X._ heirateten am _1982 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus dieser Ehe gingen die mittlerweile volljährigen Kinder A._, B._ und C._ hervor. Die Parteien wohnten bis zu ihrer Trennung am 1. Januar 2010 in einer 5 1⁄2-Zimmerwohnung in der im Eigentum von X._ stehenden Liegenschaft S.1_ in O.1_.
B. Mit Eingabe vom 1. März 2010 ersuchte Y._ beim Bezirksgerichtspräsidium Imboden um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen. Anlässlich der mündlichen Eheschutzverhandlung vom 11. März 2010 schlossen die Parteien eine Trennungsvereinbarung ab. Darin verpflichtete sich Y._, X._, beginnend ab 1. Juli 2010 einen monatlich zum Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von Fr. 1‘000.-- zu bezahlen. In diesem Zusammenhang wurde festgehalten, dass die Unterhaltsbeiträge auf einem Einkommen des Ehemannes von durchschnittlich Fr. 4‘550.-- (AHV-Rente Fr. 2‘171.--, Miet- und Pachtzinseinnahmen Fr. 2‘380.--) und der Ehefrau ab April 2010 von netto Fr. 6‘700.-- inkl. Anteil 13. Monatslohn beruhen. Dem Ehemann wurde dabei ein Grundbedarf von Fr. 4‘500.-- (inkl. Hypothekarzinsen für die Liegenschaften in O.1_ und O.2_) und der Ehefrau ein solcher von Fr. 4‘550.-- (inkl. Ausbildungsbeitrag an den Sohn C._) angerechnet. Mit Verfügung vom 11. März 2010 genehmigte die Vizepräsidentin des Bezirksgerichts Imboden die von den Parteien abgeschlossene Trennungsvereinbarung und schrieb das Verfahren infolge Vergleichs vom Geschäftsverzeichnis ab.
C. Mit Eingabe vom 30. Dezember 2011 liess Y._ die Einzelrichterin am Bezirksgericht Imboden um Abänderung der Eheschutzmassnahmen ersuchen, wobei sie rückwirkend ab Dezember 2011 eine Aufhebung der Unterhaltspflicht gegenüber X._ beantragte. Zur Begründung führte sie aus, dass sie mittlerweile keine Kinderzulagen für den Sohn C._ mehr erhalte und dass sie ab 1. Januar 2012 lediglich noch 92% arbeite, weshalb ihr Lohn voraussichtlich auf Fr. 5‘791.95 sinke. Eine weitere Reduktion des Arbeitspensums sei geplant. Des Weiteren sei zu berücksichtigen, dass die Parteien zum Zeitpunkt der Trennungsvereinbarung von einer zu tiefen Steuerbelastung ausgegangen seien. Ausserdem sei X._ die vormals eheliche 5 1⁄2-Zimmerwohnung in O.1_ zugewiesen worden, welche er jedoch nicht mehr nutze. Es seien ihm daher hypothetische Mietzinseinnahmen von Fr. 2‘000.-- anzurechnen.
Seite 3 — 14
D. Nachdem die Einzelrichterin für Zivilsachen am Bezirksgericht Imboden Y._ zur Zahlung eines Gerichtskostenvorschusses von Fr. 1‘500.-- aufgefordert hatte, reichte diese am 19. Januar 2012 ein Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ein. Gleichentags beantragte sie, X._ sei als Gesuchsgegner zu verpflichten, ihr eine Bevorschussung der Gerichts- und Anwaltskosten in Höhe von Fr. 5‘500.-- zu leisten. In der Folge wies die Einzelrichterin für Zivilsachen am Bezirksgericht Imboden das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ab und erliess eine prozessleitende Verfügung, mit welcher sie das Verfahren betreffend Abänderung der Eheschutzmassnahmen und jenes betreffend Bevorschussung der Gerichts- und Anwaltskosten vereinigte. Mit Verfügung vom 20. August 2012 forderte sie Y._ zudem auf, einen Kostenvorschuss von Fr. 3‘000.-- zu leisten unter Einräumung eines Rückgriffrechts auf X._, sollte ihr Antrag auf Bevorschussung der Gerichts- und Anwaltskosten gutgeheissen werden. Eine von Y._ gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde hiess die I. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden mit Entscheid vom 8. März 2013 (vgl. vorinstanzliche Akten act. I./11) teilweise gut und wies die Sache zur Fortsetzung des Verfahrens an das Bezirksgericht Imboden zurück. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, bei einem Gesuch um Leistung eines Prozesskostenvorschusses durch die andere Partei hänge die Befugnis des Gerichts zur Erhebung eines Gerichtskostenvorschusses bei der gesuchstellenden Partei von der weiteren Behandlung des Begehrens ab. Dieser Entscheid dürfe gerade nicht von der Leistung eines Gerichtskostenvorschusses abhängig gemacht werden. Es stehe im Ermessen des Gerichts, ob es das Gesuch um Leistung eines Prozesskostenvorschusses vorab mittels separaten Entscheids erledige oder dieses im Rahmen des Hauptverfahrens behandle.
E. Anlässlich der mündlichen Verhandlung vom 9. September 2013 konnten die Parteien keine Einigung erzielen. In der Folge erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Imboden mit Entscheid vom 9. September, mitgeteilt am 23. Oktober 2013, wie folgt:
„1. Das Abänderungsgesuch wird teilweise gutgeheissen und die Unterhaltspflicht von Y._ gegenüber X._ mit Wirkung ab 1. Oktober 2012 aufgehoben.
2. Es wird davon Vormerk genommen, dass X._ seinen Antrag auf Herausgabe der sieben Bundesordner (die Jahre 2003 bis 2009 betreffend) zurückgezogen hat.
3. X._ wird verpflichtet, Y._ einen Gerichts- und Anwaltskostenvorschuss in Höhe von CHF 5‘500.00 zu leisten.
Seite 4 — 14
4. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 4‘500.00 gehen zu 1/3 zu Lasten von Y._ und zu 2/3 zu Lasten von X._.
X._ hat Y._ ausseramtlich mit CHF 4‘627.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations