# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0401608a-db0d-4358-aa81-ac4b016a94d6
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2000
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. B.1 (geboren 15. Dezember 1977), B.2 (geboren 3. Mai 1976) und B.3 (geboren 13. April 1979) (jugoslawische Staatsangehörige, im Folgenden "die Geschwister B") kamen im Frühjahr 1991 mit ihren Eltern D und E aus Kosovo in die Schweiz. Die Eltern stellten am 13. März 1991 ein Asylgesuch, in welches die Kinder (neben den erwähnten auch F, geboren 12. August 1984) miteinbezogen wurden. Das Gesuch wurde am 5. Juni 1991 abgewiesen, das in der Folge erhobene Rechtsmittel am 10. Mai 1995; ein Wiedererwägungsgesuch blieb erfolglos. Mit Verfügung vom 23. September 1997 forderte das Bundesamt für Flüchtlinge die Familie B zum Verlassen der Schweiz bis 30. April 1999 auf. Wegen der damaligen kriegerischen Ereignisse in Kosovo beschloss der Schweizerische Bundesrat im April 1999 die gruppenweise vorläufige Aufnahme von Personen mit letztem Wohnsitz in Kosovo, und konnte auch die Familie B weiterhin in der Schweiz verbleiben. Im August 1999 hob der Bundesrat die vorläufige Aufnahme auf und setzte er den vorläufig Aufgenommenen eine Ausreisefrist bis 31. Mai 2000 an. Schliesslich wurden die drei älteren Geschwister B mit Verfügungen des Bundesamts für Flüchtlinge vom 19. April 2000 gestützt auf den Beschluss des Schweizerischen Bundesrats vom 1. März 2000 betreffend "humanitäre Aktion 2000" erneut vorläufig aufgenommen und die vorläufige Aufnahme vorerst auf zwölf Monate befristet.
Die drei älteren Geschwister B hatten bereits am 25. Mai 1998 Gesuche um Erteilung der eidgenössischen Einbürgerungsbewilligung gestellt. Die kantonale Direktion des Innern (heute Direktion der Justiz und des Innern; JI) beantragte dem zuständigen Bundesamt am 20. November 1998 Erteilung dieser Bewilligung. Nachdem am 31. Mai 1999 das Bundesamt für Ausländerfragen die Akten noch ohne Bewilligung zurückgesandt hatte, wurde am 19. Juli 1999 die eidgenössische Einbürgerungsbewilligung für den Kanton Zürich nach Art. 13 des Bundesgesetzes vom 29. September 1952 über Erwerb und Verlust des Schweizer Bürgerrechts (Bürgerrechtsgesetz [BüG; SR 141.0]) wiedererwägungsweise erteilt. In der Folge überwies die JI am 21. Juli 1999 die Akten dem Gemeinderat X zum Entscheid über die Aufnahme ins Gemeindebürgerrecht im Sinn von § 29 der Verordnung über das  das Kantonsbürgerrecht (Kantonale Bürgerrechtsverordnung; BürgerrechtsV) vom 25. Oktober 1978 (LS 141.11).
Mit Beschlüssen vom 16. November 1999 verweigerte der Gemeinderat X den Geschwistern B die Aufnahme in das Bürgerrecht der Gemeinde mit der Begründung, als letztinstanzlich abgewiesene Asylbewerber mit einer definitiv angesetzten Ausreisefrist erfüllten die Bewerber die Wohnsitzanforderungen gemäss § 4 BürgerrechtsV nicht.
II. Gegen diesen Beschluss liessen die Geschwister B am 23. November/ 17. Dezember 1999 Rekurs an den Bezirksrat erheben, der am 24. März 2000 die Rechtsmittel guthiess und die Geschäfte im Sinn der Erwägungen an den Gemeinderat X zum Neuentscheid zurückwies; die Gesuchsteller erfüllten die kantonalrechtlichen Wohnsitzerfordernisse und der Gemeinderat werde im zweiten Rechtsgang zu prüfen haben, ob auch die für eine Einbürgerung vorausgesetzte Eignung gegeben sei.

## Considerations