# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** efde0070-c340-4601-bdd1-e3c944ffdfdb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1956,
Bauarbeiter, erlitt am
28. August 2003
einen Arbeitsunfall
. Er war im Begriff, Beton aus einem Betonkübel zu schütten, als
dieser von einem
Kranseil
umge
stossen wurde. Der Versicherte wurde dadurc
h zu Fall gebracht und stürzte
drei
Meter in die Tiefe
(
Urk. 8/9/45). Dabei zog er sich
laut Austrittsbericht der Klinik für Unfallchirurgie des
Y._
vom 4. September 2003
eine Commotio Cerebri, eine Distorsion der Halswirbelsäule sowie Kontusionen im Bereich der Lendenwirbelsäule, des Beckens und beider Fersenbeine
zu (Urk.
8/9/42
). Seine Arbeit nahm
der Versi
cherte nach dem Unfall
nicht wieder auf (Urk.
8/19
, vgl. auch Urk.
8/56
). Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leis
tungen (Heilbehandlung, Taggelder).
Am 23. Juli 2004 meldete
sich
X._
unter Hinweis auf Unfallfolgen
zum Bezug von IV-Leistungen an (Urk. 8/1)
. Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle
,
traf
in der Folge
erwerbliche und medizinische Abklärungen
und zog die Akten der SUVA bei (Urk. 8/9
, Urk. 8/18,
Urk.
8/21
,
Urk. 8/23 und Urk. 8/24
)
.
1.2
Nach Kenntnis der Ergebnisse von im März 2005 sowie Mai/Juni 2005 durch den Lebensversicherer beziehungsweise
Haftpflichtversicherer
durchgeführten Observationen verfügte die SUVA
am 30. April 2007
die
Einstellung der Versi
cherungsleistungen per 9. November 200
6
(Urk. 8/31).
Dies bestätigte sie mit Einsprache
-E
ntscheid vom 22. August 2007 (Urk.
8/36
).
Im
Einsprach
e
e
ntscheid
führte die SUVA aus
,
die Observation habe ergeben, dass
X._
an mehrere
n
Tagen über längere Zeit unter anderem strenge Gartenarbeit in gebückter und gekauerter Stellung verrichtet
, sich normal bewegt
und sich in einem regen sozialen Austausch mit Kollegen unterhalten habe.
Ebenso habe man ihn beim Einkaufen und Tragen schwerer Lasten, die er ohne Probleme in gebückter Haltung im Kofferraum
habe versorgen können
, sehen können.
Besonders aufgefallen sei die Vortäuschung
ausgeprägter
körperlicher Behin
derung anlässlich eines Besuches der
Z._
die
er nur im Bereich der Klinik gezeigt habe. Ausserhalb des Klinikbereichs habe er sich normal bewegt.
Weiter sei die
Notwendigkeit des behaupteten häufigen
Toilettenbe
suchs
wegen der Blasenstörung
während
andauernder Beobachtung
über län
gere Zeit
nicht feststellbar gewesen
(Urk. 8/36 S. 3 f.).
Die vom Versicherten
gegen den
Einsprache
e
ntscheid
erhobene Beschwerde wurde vom
hiesigen Gericht mit Urteil vom 30. Juni 2009
abgewiesen
(UV.2007.00423
, Urk.
8/57
)
.
1.3
Die IV-Stelle holte in der Folge weitere Arztberichte ein (Urk. 8/61 und Urk.
8/62) und veranlasste bei der MEDAS
A._
,
B._
, ein
polydis
ziplinäres
Gutachten, welches am 30. Juni 2010 erstattet wurde (Urk.
8/72).
Mit Vorbescheid vom 8. März 2011 stellte die IV-Stelle dem Versicherten
rückwir
kend
ab
1. August 2004
befristet
bis Ende August 2006
eine ganze Rente
in Aussicht (Urk. 8/80)
.
N
ach
Entdecken
eines Schreibfehlers (Urk. 8/83)
korrigierte sie die Befristung
mit Vorbescheid vom 12. April 2011
auf
Ende August 2005 (Urk. 8/85). Am 16. Mai 2011 erhob der Versicherte
dagegen
unter Beilage eines Berichts des behandelnden Psychiaters
Dr.
med.
C._
(Urk.
8/86/3-4) sowie eines Überweisungsschreibens zur stationären Aufnahme in die
D._
(
D._
;
Urk. 8/86/1-2) Einwand (Urk. 8/87)
.
Nach einem
entsprechenden
Aufenthalt des Versicherten vom 27. Mai bis 29. Juni 2011 erstatte die
D._
der IV-Stelle a
m 25. Oktober 2011
Bericht
(Urk. 8/90). Mit Verfügung vom 7. März 2012 hielt die IV-Stelle am Vorbescheid fest und ver
fügte
den
rückwirkend
en
Anspruch auf eine
befristete ganze
Invalidenrente
ab
1. August 2004 bis
31.
August 2005 (Urk. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 7. März
2012 erhob der Versicherte
am 14. April 2012 Beschwerde mit folgendem Rechtsbegehren (Urk. 1, S. 2):
„
1.
Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 7. März 2012 aufzuhe
ben und dem Beschwerdeführer ab 1. September 2005 ein
e
ganze Invali
denrente bzw. eventualiter eine Teilinvalidenrente auszurichten;
2.
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwerdegeg
nerin
.“
Mit Beschwerdeantwort vom 15. Mai 2012 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei a
b
zuweisen (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer am 5. Juni 2012 mitgeteilt wurde (Urk. 9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2008 und am 1. Januar 2012 sind die im Zuge der Revisionen 5
und 6a geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die
Invalidenversi
cherung (IVG), der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) und des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Kraft getreten.
In
materiell
rechtlicher
Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am 7. März 2012 – und somit nach Inkrafttreten der Revisionen 5 und 6a – ergangen, wobei ein Sachverhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen der 5. IV-Revision
am 1. Januar 2008 begonnen hat.
Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über
welche
noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den all
gemeinen intertemporalrechtlichen Regeln
für die Zeit bis 31. Dezember 2007 auf die damals geltenden Bestimmungen,
für die Zeit
ab 1. Januar 2008
bis 31.
Dezember 2011
auf die
nach
der 5. IV-Revision
(AS 2007 5129 ff.) gelten
den Bestimmungen und
ab dem 1. Januar 2012 auf die neuen Normen der IV
Revision 6a abzustellen (vgl. zur 5. IV-Revision: Urteil des Bundesgerichts 8C_829/2008 vom 23. Dezember 2008 E. 2.1). Im Folgenden werden die mass
geblichen Gesetzesbestimmungen
–
soweit nichts anderes vermerkt ist
–
in der ab 2012 geltenden Fassung zitiert.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überw
indbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Die
massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem
Invaliditäts
grad
von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die
ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Mit
BGE 137 V 210
hat das Bundesgericht die rechts
staatlichen Anforderungen an die Einholung von MEDAS-Gutachten durch die Invalidenversicherung neu konkretisiert.
Nach alten Regeln eingeholte Gutachten büssen deswegen allerdings nicht ungeachtet ihrer
jeweiligen
Über
zeugungskraft den Beweiswert ein
(BGE 137 V 210 E. 6 Ingress)
.
Dem
Umstand
, dass ein nach altem Standard in Auftrag gegebenes Gutachten eine massge
bende Entscheidungsgrundlage bildet,
ist bei
der Beweiswürdigung Rechnung zu tragen (
Urteil des Bundesgerichts 9C_495/2012 vom 4. Oktober 2012 E. 2.2
und E. 2.3 mit Hinweisen
).
1.
6
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bzw. Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E.
4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versi
cherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu
erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
Seitens des
Beschwerdeführer
s
wird zu Recht
beanstandet
(Urk. 1 S. 4)
, dass in
den Erwägungen
der angefochtenen Verfügung mehrmals
anstelle des Namens des Versicherten
der Textausschnitt „Fehler! Verweisquelle konnte nicht gefun
den werden.
“
erscheint
(Urk.
2,
Verfügungsteil 2, S. 2
)
.
Dieser Fehler
beein
trächtigt zwar
die
Lesbarkeit,
ist aber nicht als
Verletzung der
Begründungs
pflicht
(Art. 49 Abs. 3 ATSG)
zu qualifizieren
.
Die
Ausführungen
waren für den rechtsanwaltlich vertretenen Beschwerdeführer trotz
dem
verständlich
,
z
umal die Verfügung in ihrem Wortlaut mit dem Vorbescheid vom
12. April 2011
iden
tisch ist
(Urk. 8/84)
.
3
.
3
.1
Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer ab 2
8
. August 2003
sowohl
in der
angestammte
n
Tätigkeit als auch
in
angepasste
n
Tätigkeiten
voll arbeits
unfähig war und ihm somit nach Ablauf des Wartejahres (2
7. August 2004
)
ab
1. August 2004
eine ganze Rente der Invalidenversicherung zustand.
Streitig und zu prüfen ist hingegen der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente ab dem
1. September
2005.
3
.
2
Die Beschwerdegegnerin
begründete ihre Rentenbefristung
(
bis zum 31. August 2005
)
damit
,
dass
dem Versicherten
ab Juni 2005
eine mit dem Tragen eines Katheters vereinbare Tätigkeit
wieder
zu 100 % zumutbar gewesen
sei
.
Seit
September 2006 bestehe
im Übrigen
auch für die angestammte Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100 %.
Ferner nahm die
Beschwerdegegnerin
in ihrer Verfügung
zum neuen Bericht der
D._
vom 25. Oktober 2011 Stellung.
3
.
3
Demgegenüber macht
e
der Beschwerdeführer geltend (Urk. 1)
, die
Beschwer
degeg
nerin
führe an keiner Stelle aus, gestützt auf welche Unterlagen sie ab Juni 2005 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer
behinderungsange
passten
Tätigkeit ausgehe. Aus den Akten ergebe sich, dass auch noch nach Juni 2005 diverse Spitalaufenthalte aufgrund seines urologischen Problems
erfolgt seien
und dass
sich
diese Symptomatik nicht gebessert habe (S. 3 f.). Ferner stellt
e
sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass auf das psy
chiatrische Teilgutachten der MEDAS
A._
nicht abgestellt werden könne.
Der begutachtende Psychiater sei offensichtlich subjektiv voreingenom
men gewesen und es
lägen
eindeutige Berichte des behandelnden Psychiaters
Dr.
C._
und
der
D._
vor, welche die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers gestützt auf die psychischen Beschwerden verneinten
(S. 4 ff.)
.
4
.
4
.1
Die Erstversorgung nach dem Arbeitsunfall vom 28. August 2003 erfolgte im
Y._
, wo der Beschwerdeführer bis zum 2. September 2003 in der Klinik für Unfallchirurgie stationär in Behandlung war
. Gemäss
Austritts
bericht
vom
4. September 2003 (
Urk. 8/9/42) diagnostizierten d
ie Ärzte
eine Commotio Cerebri, eine Distorsion der Halswirbelsäule sowie Kontusionen im Bereich der Lendenwirbelsäule, des Beckens und beider Fersenbeine
nach dem Sturz aus drei Meter
n
Höhe auf die Füsse
mit
initial
er
Bewusstlosigkeit.
Die
neurologische Überwachung habe
sich
bei 15 Punkten auf der
Glasgow
Coma
Scale
(
GCS
)
problemlos gestaltet
. In der CT-Diagnostik (Schädel
,
Torax
, Abdo
men, Wirbelsäule sowie Becken) hätten sich keine Anhaltspunkte für frische Läsionen ergeben. Die
Y._
-Ärzte
empfahlen
unter
potenter Analgesie
die
all
mähliche Mobilisation nach Massgabe der Beschwerden. Die Arbeitsunfähigkeit dauere voraussichtlich bis am 10. September 2003.
4
.
2
Nach einem
stationären Aufenthalt
in der Rehaklinik
E._
vom 4. Februar bis 3. März 2004
stellten die Ärzte im Austrittsbericht
vom 26. März 2004
(Urk. 8/9/19-22)
fest, es habe wegen
selbstlimitierenden Verhaltens und der im Vordergrund stehenden Miktionsbeschwerden
–
welche zu ständigen
Unt
erbrü
chen
der Therapien
geführt hätten
–
keine relevante Verbesserung der Belast
barkeit erreicht werden
können
.
Diagnostiziert wurden
zum einen ein
Harnver
halten
mit Retentionsblase und eine sch
m
erzhafte
Pollakisurie
bei Verdacht auf Prostatahypertrophie. Zum anderen
hielten die Ärzte
fest, dass der Versicherte
als Folgen des Unfalls vom 28. August 2003
an einer
undifferenzierte
n
Somati
sierungsstörung
mit möglicher erlebnisreaktiver Komponente auf das
Unfallge
schehen
,
an
Angst und
depressive
r
Störung gemischt sowie an einem lumbal und zervikal betonten
Panvertebralsyndrom
leide.
Sie empfahlen
,
die urologi
schen Beschwerden weiter abzuklären.
Ferner
wiesen sie darauf hin, dass sich
während des stationären Aufenthaltes der psychische Leidensdruck mit latenter Suizidalität verstärkt
habe
.
Ohne Berücksichtigung der urologischen Problema
tik erachteten die Ärzte eine angepasste Tätigkeit
ganztags beziehungsweise unter zusätzlicher Berücksichtigung der psychiatrischen
Problematik
mi
ndestens halbtags als
zumutbar.
4.3
Am 13. August 2004
attestierte Dr.
F._
, Facharzt FMH für Rheumatologie, dem Beschwerdeführer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auch für Tätigkeiten in leichtem Umfang vom 28. August 2003 bis auf weiteres (Urk. 8/7).
4
.
4
Am 25. August 2004 (Urk. 8/18/26) hielten die Ärzte der Urologischen Klinik des Spitals
G._
fest, aus urologischer Sicht habe nie eine Arbeitsunfähig
keit bestanden.
4.5
Der
Kreisarzt der SUVA, Dr. med.
H._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
kam am 18. Februar 2005
zum Schluss, dass aktuell keine Arbeitsfä
higkeit bestehe (Urk. 8/18/4-8).
4
.
6
Der Psychiater Dr. med.
C._
teilte der SUVA am
11. Juli 2005 mit (Urk.
8/21/34-36)
, der Versicherte stehe sei dem 24. März 2004 in seiner Behandlung.
Er stellte
die
folgenden
Diagnosen:
Anpassungsstörung (Angst und depressive Reaktion sowie soziale Isolation [ICD10 F43.25]
)
nach einem Arbeitsunfall am 28. August 2003
Postcommotionelles
Syndrom (ICD 10 F07.2)
Kontusion im Bereich der Lendenwirbelsäule und beider Fersen
Halswirbelsäulen-Distorsion
Gegenüber Dr.
C._
hatte der Versicherte zum Unfall vom 28. August 2003 erklärt, er sei vier Meter tief gestürzt und mit dem Kopf und der Kreuzgegend auf dem Beton aufgeschlagen.
Dr.
C._
berichtete weiter,
d
er
etwas älter aus
sehende Versicherte wirke schon auf den erste
n
Blick sehr niedergeschlagen und ängstlich. Er bewege sich langsamer, wirke im ganzen Körper verkrampft und
habe
einen leidenden Ausdruck im Gesicht.
Der Versicherte ziehe sich ganz zurück, weil
er
die Anwesenheit von niemandem ertrage. Durch die bisherige Therapie habe sich der Zustand kaum
verändert
. Die Beschwerden seien gleich geblieben. Auch im Alltag sei der Versicherte beim Duschen und Anziehen der Socken auf die Hilfe der Ehefrau angewiesen. Er könne auch nur kürzere Strecken problemlos gehen. Am 8. September 2006 bestätigte Dr.
C._
(Urk.
8/24/16-17), a
us psychiatrischer Sich
t
halte
er
den Versicherten nach wie vor zu 100 % arbeitsunfähig.
4
.
7
Die Ärzte des
Paraplegikerzentrums
I._
berichteten am 15. Juli 2005, sie könnten die Beschwerden des Versicherten nicht objektivieren. Sie
würden
es vorderhand mit einer
D
auerkathetereinlage
m
it offener Ableitung versuchen
(Urk. 8/21/19). Am 1. September 2005 stellten die Ärzte die Diagnose eine
s
chro
nic
pe
l
vic
pain-Syndrom
es
unklarer Ätiologie bei Status nach Rückenverletzung (Urk. 8/21/21).
4
.
8
Am 1. Dezember 2005 berichteten die Ärzte der Urologischen Klinik und Polikli
nik des
Y._
(Urk. 8/21/13-14)
,
beim Patienten best
ü
nden persistierend erhebliche Restharnmengen über 200 ml unkl
a
rer Äti
ologie. Sie empfahlen ihm eine Urinableitung durch Dauerkatheter.
4
.
9
In einem
(
im MEDAS-Gutachten zitierten
)
Bericht vom
14. September 2006
stellte Dr. med.
J._
, Chefarzt Urologie, Spital
G._
,
fest,
der Patient
habe sehr Mühe mit dem Katheter im Sinne einer Dysurie. Aktuelle bestehe eine ausgeprägte
Urge
-Symptomatik ohne Infekt. Auch mit Medikation werde die Situation nur knapp toleriert. Die nächste Kontrolle sei in einem halben Jahr zu empfehlen
(Urk. 8/72/11)
.
Im ärztlichen Zwischenbericht
des Spitals
G._
vom 15. Dezember 2006
(
Urk. 8/72/
74-75
) diagnostizierte der
Spitalarzt
ein chronis
ches Kleinbecken-Schmerzsyndrom sowie
einen Status nach
initialer
Blasenentleerungsstörung. Der Versicherte trage aktuell keinen Katheter mehr
. Der Arzt
berichtete
von einer restharnfreien Miktion
,
vermerkte
aber eine mas
sive
Urge
-Symptomatik
. Eine psychische Überlagerung sei sicher gut möglich. Der Patient sei
bis auf weitere Zeit arbeitsunfähig.
4
.
10
Am 1. November 2006 hielt
SUVA-
Kreisa
rzt
Dr.
H._
fest (Urk. 8/24/4-
7), die von ihm nach
der
Untersuchung im Februar 2005 veranlassten somatischen Abklärungen hätten keine gravierenden Befunde ergeben. Schon damals habe der Versicherte über einen sehr störenden Miktionsdrang geklagt. Abklärungen seien erfolgt, eine Ur
sache habe sich
aber
nicht gefunden.
Der Versicherte hatte Dr.
H._
unter
Mitwirkung
einer Dolmetscherin berichtet, er leide unter einer dauernden Angst, nachts ausgeprägter als tags
über, höre Stimmen
und
habe das Gefühl, er werde verfolgt und man wolle ihn umbringen. Er habe schon zweimal versucht, sich vom Balkon zu stürzen
;
die Familienangehörigen hätten ihn zurückhalten können.
Dr.
H._
wies den Versicherten im Anschluss an die kreisärztliche Untersuchung mit dessen Ein
verständnis in
die
D._
ein
.
4
.
11
Am 27. März 2007 stellten die
D._
-Ärzte nach einem stationären Aufenthalt vom 2. November 2006 bis 9. Februar 2007 folgende Diagnosen (Urk. 8/30/1-6):
c
hronische posttraumatische Belastungsstörung (ICD 10 F43.1)
c
hronisches Schmerzsyndrom nach Arbeitsunfall im Jahr 2003
bek
annte Blasenentleerungsstörung mit erheblicher Restharnmenge
lumbal und zervikal betontes
Panvertebralsyndrom
bei Status nach Unfall am 28. August 2003
4
.1
2
Am 8. November 2007
(Urk. 8/72/67-68)
berichtete der behandelnde Psychiater Dr.
C._
von einem
chronifizierten
Zustand. Aus rein psychiatrischer Sicht halte
er
den Versicherten
für
zu 100 % arbeitsunfähig. Er werde wegen einer Verschlechterung demnächst wieder in die
D._
eintreten. In der Therapie
werde
das Krankheitsbild von einem ängstlich-agitierte
n
depress
iven Zustand und
von
starken Tendenzen zu regressivem Verhalten dominiert. In Überstimmung mit der
D._
diagnostizierte er
eine chronische
posttraumatische Belastungsstörung (ICD 10 F43.1) sowie
ein chronisches Schmerzsyndrom nach einem Arbeitsun
fall am 28. August 2003
.
4
.1
3
Im Bericht vom 17. Juni 2008
wiesen die
D._
-Ärzte nach einem stationären Aufenthalt vom 30. Januar bis 1. April 2008 darauf hin (Urk. 8/46), dass seit dem letzten Arztbericht vom 27. März 2007 keine Veränderungen eingetreten seien. Eine Einschätzung der weiteren Arbeitsunfähigkeit sollte im Verlauf der ambulanten Therapie
erfolgen
. Prognostisch mach
e
sich der
chronifizierte
Ver
lauf eher ungünstig bemerkbar.
4
.1
4
Am 2. November 2009 teilte PD Dr. med.
K._
, Spezialarzt FMH für Physikali
sche Medizin und Rehabilitation, der Beschwerdegegnerin
unter Hinweis
auf den Austrittsbericht der Rehaklinik
E._
mit
, aufgrund des Schmerzbildes infolge des Unfalls sei der Patient
zu
100 % arbeitsunfähig (Urk.
8/62
/1).
4
.
1
5
Am 30. Juni 2010 erstattete die MEDAS
A._
ihr
polydisziplinäres Gutachten
in den Fachdisziplinen Psychiatrie, Rheumatologie und Neurologie
,
unter
Beizug
eine
r
Dolmetscherin
(Urk. 8/72/1-34)
.
Die Schlussbesprechung mit
Dr. med.
L._
,
Facharzt
FMH für Allgemeine Medizin, und
mit
Dr. med.
M._
,
Facharzt
FMH für Rheumatologie
und Chefarzt der MEDAS
,
beruhte
auf einem
vorgängig im Zirkulationsverfahren erarbeiteten
Konsensfindungsprozess aller beteiligten Fachleute und
wurde von den genannten Ärzten unterzeich
net
(S. 26
und 34
)
.
Im
Rahmen des
Rheumatologischen Konsilium
s
(Urk. 8/72/37-43) stellte
Dr.
N._
,
Facharzt
FMH für Rheumatologie, Physikalische Medizin und Reha
bilita
tion, Klinik
Z._
,
fest,
seine
Untersuchung
habe
wenig Befunde
ergeben
. Es zeige sich eine gewisse
-
früher repet
itiv beschriebene
vorn
über geneigte Fehlhaltung beim Stehen und Gehen. Die Rückenlage sei aber gut möglich, so dass diese nicht fixiert sei. Die vertebrale Beweglichkeit sei einge
schränkt.
Ein Teil
der Schmerzen und ein Teil der Steifigkeit
könne
durch die radiologisch beschriebenen
Knochenappositionen im Sinne der diffusen idio
pa
thischen
Skeletthyperostose
(DISH)
erklärt werden. D
as heute vorliegende klini
sche Bild
-
unter Berücksicht
ig
ung der
Vorakten
-
deute allerding
s auf erhebli
che „psychiatrisch
überlagerte“ Schmerzen hin
. Aus rheumatologischer Sicht ergebe sich keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit. Somit sei jede Tätigkeit, auch die letztmals
aus
geführte Arbeit, zumutbar
(S. 5 f.)
.
Dr. med.
O._
,
Facharzt
FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
äusserte im Psychiatrischen Konsilium (Urk. 8/72/47-64) den Verdacht auf Aggravation. Hauptbefund in der klinischen Untersuchung sei die Diskrepanz zwischen dem subjektiven Schmerzleben und dem beobachteten Verhalten gewesen
. Trotz Schmerzintensität 10 seien beim Versicherten keine
averbalen
Schmerzäusse
rungen
beobachtbar gewesen. Auch bestehe eine Diskrepanz zwischen dem subjektiv hohen Krankheitsgefühl und dem nicht wahrnehmbaren Leidensdru
ck. So mache der Versicherte we
de
r
einen schmerzerfüllten noch einen depressiv leidenden Eindruck
(S. 10 ff.)
.
Dr.
O._
prüfte
das Vorliegen
einer posttrau
matischen Belastungsstörung
mit Blick
auf die
Definition
gemäss
ICD 10
:
F43.1
, wonach
ein belastendes Ereignis oder eine Situation kürzerer oder längerer Dauer
,
mit aussergewöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigem Ausmass,
welche
bei fast jedem eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde
, vorausgesetzt wird
. Er zog dabei die von Foerster definierten Kriterien
zum Schweregrad eines Unfallereignisses
in Erwägung (S.
12 ff.) und setzte sich mit denjenigen Exper
tisen auseinander, die eine posttraumatische Belastungsstörung bejaht hatten
.
So wies er darauf hin, dass die Ärzte
der
D._
von einem aktenwidrigen
Unfall
ereignis
mit einem Sturz aus zirka fünf Metern Höhe auf den Rücken und den Kopf ausgegangen waren. Ferner
würden
in den Berichten
der
D._
und
in jenen
des
behandelnden Psychiater
s
Dr.
C._
Einschränkungen aufgeführt – wie etwa die Notwendigkeit der Mithilfe der Ehefrau des Versicherten bei der täglichen Körperpflege –, welche weder mit den aktuellen Angaben des Versicherten noch mit den Ergebnissen der Observation übereinstimmten (S. 11 f.). Zusammenfas
send hielt der Psychiater
Dr.
O._
fest, dass die Diagnose einer posttraumati
schen Belastungsstörung beim Versicherten zu keinem Zeitpunkt seit dem Unfallereignis mit de
m
im Sozialversicherungsrecht geforderten
Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit gestellt werden konnte oder könne (S. 14).
Ebenfalls
diskutiert und
verneint wurde von
Dr.
O._
das Vorliegen einer
chronifizierten
depressiven Anpassungsstörung und einer dissoziativen Störung (S. 15 f.). Abgestützt auf die
sogenannten
Foerster Kriterien
müsse
von einer beträchtlichen Aggravation ausgegangen werden. Eine Simulation sei nicht sicher
auszuschliessen
. Wahrscheinlich werde die Aggravation auch von einer psychischen
Dekonditionierung
überlagert
, bei deren Genese soziokulturelle und psychosoziale Stressoren eine Rolle spielten (S. 16). Der psychiatrische Gutach
ter kam
ferner
nach Prüfung des Kriterienkataloges von Winckler und Foerster zum Schluss
,
in Bezug auf eine
mögliche
autonome
somatoforme
Funktions
störung
bezüglich Miktionsbeschwerden
sei
dem Versicherten
die Willensan
spannung zur Überwindung zumutbar. Dies decke sich auch mit den Beobach
tungen in der Untersuchungssituation (S. 16 f.).
Zusammenfassend hielt Dr.
O._
fest, dass beim Versicherten im
Untersu
chungszeitpunkt
keine psychiatrische Diagnose, die n
ach ICD-
10 Krankheitswert habe, mit der geforderten Wahrscheinlichkeit gestellt werden könne. Aus psy
chiatrischer Sicht sei weder eine krankheits-
oder
unfallbedingte
E
inschränkung der Arbeitsfähigkeit
noch ein
andauernder Gesundheitsschaden begründbar.
Dr. med.
P._
,
Facharzt
FMH für Neurologie,
stellte
im neurologischen
Konsi
lium (Urk. 8/72/44-46)
fest
, dass der Versicherte bei
m Arbeitsunfall
vo
m 28.
August 2003 eine milde traumatische Hirnverletzung (Commotio Cerebri) erlit
ten habe. Als einzige neurologische Besonderheit bestehe nun ein Kopfweh vom Spannungstyp.
Angesichts des
grossen Schmerzmittelkonsum
s
bestehe jedoch der Verdacht, dass es sich teilweise
um schmerzmittelinduzierte
Kopfschmerzen
handeln könn
t
e. Der vom Beschwerdeführer angegebene Schwindel sei
uncha
rakteristisch
;
Hinweise auf eine
vestibuläre
Schädigung ergäben sich nicht. Aus neurologischer Sicht könne aufgrund der Kopfschmer
zen keine bleibende mess
bare Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit begründet werden. Darüber hinaus seien keine neurologischen Beeinträchtigungen vor
handen, die eine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit begründen würden. Hin
weise darauf, dass die
Mik
tionsstörung
neurogenen Ursprungs sein könnte
,
gebe es keine (S. 3).
Zusammenfassend
hielten
die Gutachter fest, dass sie anlässlich ihrer
poly
diszipli
nären
Abklärung kein organisches oder psychisches Leiden mit rele
vanter Auswirkung auf die medizinisch-theoretische Arbe
itsfähigkeit hätten finden könn
en.
Die verschiedenen fachärztlichen Erkenntnisse führten
einzig
zu Diagnosen
, die zwar Krankheitswert hätte
n
, aber
keine
wesentliche Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit
b
egründeten. Es waren dies die folgenden
(Urk.
8/72/3
1 f.
):
Status nach Sturz aus zirka vier Meter
n
Höhe mit Commotio cerebri, Kontu
sion der Halswirbelsäule, Becken,
Calcanei
und möglicherweise
Halswirbel
säule
n
-Distorsion
am 28. August 2003
diffuses Ganzkörperschmerzsyndrom inklusive Lumbalgien
mögliche Beteiligung einer diffusen idiopathischen
skelettalen
Hypero
stose
Spannungskopfschmerzen
m
öglicherweise medikamenteninduzierte Kopfschmerzkomponente
c
hronische Unterbauchschmerzen und schmerzhafte
Pollakisurie
(
chronic
pelvic
pain
-syndrome)
p
assagere
Überlaufsblase
und Dauerkatheter-
P
f
lichtigkeit
uncharakteristische
Schwindelbeschwerden
Verdacht auf Aggravation und psychische
Dekonditionierung
a
utonome
somatoforme
urologische Funktionsstörung möglich (IDC-10
:
F45.3)
d
iffuse idiopathische
skelettale
Hyperostose
Coxart
h
rose
mässigen Grades
ISG-Arthrosen
Spreizfüsse
Innenohrschwerhörigkeit beidseits
l
eichte
Hyperlipidämie
möglich
d
iskrete
ekzematöse
Hautveränderungen an den Händen unklarer Genese
Als
Nebenbefund
führten sie einen
Status nach Synkope, wahrscheinlich
m
edi
kament
bedingt
(
Zyprexa
)
,
im Juni 2007
auf
.
Es bestehe eine
volle Arbeitsunfähigkeit in der Tätigkeit als Bauarbeiter und in einer adaptierten Tätigkeit
nach dem
Unfall vom 28. August 2003 bis Ende Mai 2005 (Zeitpunkt der Observation). Danach habe bis im August 2006 für eine an das Tragen des Dauerkatheters adaptierte Tätigkeit wieder eine volle Arbeitsfä
higkeit bestanden. Seit
der definitiven Entfernung des Dauerkatheters im
August 2
006 betrage die medizinisch-the
oretische Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten als auch in einer adaptierten Tätigkeit 100 % ohne jegliche Einschränkungen (S.
33.
).
4
.1
6
Der behandelnde
Psychiater
Dr.
C._
wies in einem Schreiben vom
2. Mai 2011 (Urk. 8/86/
3
-4)
an die Rechtsanwältin des Beschwerdeführers darauf hin,
der Versicherte
leide unter einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10
:
F43.1), einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige bis
schwergradige
Episode (ICD-10
:
F33.11, F33.2) sowie unter einem
chroni
fizierten
Schmer
zsyndrom. Aus diesem Grund sei
er seit
Behandlungsbe
ginn
zu 100 % arbeitsunfähig.
Trotz der bisherigen Therapie und zwei statio
nären Be
handlungen in der
D._
habe sich der Zustand nicht gebessert. Die Be
schwerden hätten sich in der letzten Zeit noch intensiviert
;
eine erneute
Hospi
talisation
werde notwendig. Im
Überweisungsschreiben
an die
D._
vom 12. Mai 2011 führte Dr.
C._
aus, seit der Versicherten vor kurzem einen negativen Bescheid
von
der IV-Stelle erhalten habe, sei er psychisch voll
dekompensiert
. Er sei sehr depressiv geworden, psychomotorisch stark unruhig, agitiert, fühle sich sehr bedroht und verarbeite die Situation paranoid und könne die innere Spannung nicht aushalten (Urk. 8/86/1-2).
4
.1
7
Am 25. Oktober 2011
erstattete die
D._
der IV-Stelle
nach einem stationären Aufenthalt
des Versicherten
vom 27. Mai bis 29. Juni 2011
Bericht (Urk. 8/90). Die
D._
-Ärzte diagnostizierten eine rezidivierende depressive Störung (F23.2
; richtig: F33.2
), gegenwärtig schwere Episode ohne „psychiatrische“ (richtig: psychotische) Symptome, eine posttraumatische Belastungsstörung (F43.1) und ein
chronifiziertes
Schmerzsyndrom. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine Blasenentleerungsstörung.
5
.
5
.1
Z
wischen den Parteien
besteht
z
um einen Uneinigkeit über die Auswirkungen der urologischen Beschwerden. Zum anderen
sind die
psychisch bedingten Ein
schränkungen
umstritten
.
Diesbezüglich
bemängelte d
er Beschwerdeführer
, auf
die psychiatrische Begutachtung
könne nicht abgestellt werden, da erhebliche
und erkennbare Zweifel an der Objektivität des Gutachters
bestünden
(Urk. 1 S.
5).
5.2
Der Beschwerdeführer kritisiert
e
z
unächst einen Widerspruch in der gutachterli
chen Würdigung
der
von ihm thematisierten
„
Stimmen
“
, die er höre (Urk. 8/87 S. 2).
Dieser Widerspruch ergibt sich
daraus, dass
der Wortlaut des psychi
atrischen Konsiliums zu diesem
Aspekt
in der z
usammenfassenden Beurteilung nicht richtig wi
e
dergegeben wurde
(Urk. 8/71/1-34 S. 30)
.
Die ursprünglichen Ausführungen des psychiatrischen Gutachters
sind demgegenüber plausibel
.
Dieser
erklärte
in Bezug auf die vom Versicherten erwähnten Stimmen, die ihn umzubringen drohten (Urk. 8/7
2
/47-64 S. 2 und 4)
,
diese Schilderung sei sehr auffällig. Bei akustischen Halluzinationen würden die Betroffenen in der Regel angeben, von den Stimmen beschimpft oder mit Vorwürfen eingedeckt zu wer
den. Auch gebe es Stimmen, die den Opfern imperativ befehlen würden, sich umzubringen. Dass eine Stimme drohe, den Kranken aktiv umzubringen
,
habe er im Rahmen seiner bisherigen klin
ischen Tätigkeit aber nie erlebt. Die Stim
men könnten als Verdeutlichungstendenz oder als Ausdruck eines besonderen soziokulturellen Erlebens interpretiert werden
(S. 10 f.).
5
.
3
Weiter
brachte der Beschwerdeführer vor, es könne nicht gegen ihn angeführt werden, dass er nicht so häufig auf die Toilette
gegangen sei
,
nachdem
er zuvor vom Gutachter gebeten worden sei, sich noch etwas zu gedulden und daraufhin gehorcht habe (Urk. 8/87 S. 2).
Dem ist entgegenzuhalten, dass es
nicht zu beanstanden ist, wenn der Psychiater
den Umstand
in seine Beurteilung
mitein
bezog
,
dass,
nachdem er den Versicherten freundlich gebeten ha
tt
e, sich mit dem Toilettengang nochmals fünf Minuten zu gedulden, daraus eineinhalb Stunden
w
u
rden
, ohne dass in dieser Zeit entsprechende nonverbale
Schmer
zäusserungen
, die auf Bauchschmerzen hingedeutet hätten, beobachtbar gewe
sen
waren
(Urk. 8/72/47-64 S.
9).
5
.
4
Der Gutachter hat – entgegen dem Vorhalt des Beschwerdeführers (Urk. 8/87 S.
2) – auch nicht Eindrücke der Dolmetscherin aus dem Vorzimmer unbesehen ins Gutachten übernommen.
D
ie
Wahrnehmung
der Dolmetscherin,
wonach
sich der psychische Zustand des Versicherten
in der Sitzung
im Vergleich zum Zustand im Wartezimmer stark verändert habe – da sei ein sehr sachliches Gespräch über die Politik in
Q._
möglich gewesen –
wurde
mit dem
Versi
cherten
eingehend besprochen (Urk. 8/72/47-64 S. 3), so dass
nicht gesagt wer
den kann,
die daraus gezogenen Schlüsse
basierten
vornehmlich a
uf Eindrücken der Dolmetscherin
.
5
.
5
Ebenfalls unbegründet ist der Einwand,
mit seiner Bemerkung
,
„als Boxer sei
der Versicherte
gewohnt, hart einzustecken“, habe der Gutachter
jegliche Sensibilität gegenüber dem Unfallerleben des Versi
cherten vermissen
lassen
(Urk. 8/87 S. 2).
Vielmehr
legen
sowohl das darauffol
gende Lächeln
des Versicherten
(Urk. 8/72/
47-64
S. 7)
als auch
das von ihm gezeigte
rege
Interesse am Boxsport (S. 5)
und
die
eigene Aussage
,
er habe im
Boxsport gelernt einzustecken
(S. 8)
,
den gegenteiligen Schluss nahe
.
5
.
6
Richtig ist, dass die Einschätzung des
begutachtenden
Psychiater
s
Dr.
O._
der Beurteilung der
D._
-Ärzte
und des behandelnden Psychiaters
Dr.
C._
widerspricht (vgl. Urk. 8/87 S. 3). Zutreffend ist auch, dass diese abweichende
Expertise
hinreichend begründet sein muss, damit darauf abgestellt werden kann
,
z
umal
der Beschwerdeführer
dreimal während
mehrere
n
Wochen
statio
när auf der
D._
war.
Gewicht kommt dabei dem Umstand zu
, dass die
D._
-
Ärzte
keine Kenntnis der Observationsergebnisse hatten. S
o
gingen
sie
gestützt auf
Angaben
des Beschwerdeführers
unter anderem
davon aus,
dieser
sei
„
auf die aktive Mithilfe seiner Ehefrau bei der persönlichen Körperpflege ange
wiesen
“
(Urk. 8/30 S. 3
; so auch der Psychiater Dr.
C._
vgl.
hievor
E.
4
.
6
)
. Der Gutachter
Dr.
O._
stellte diese Annahmen angesichts der
Observationsergeb
nisse
sowie der aktuellen Ausführungen des Beschwerdeführers nachvollziehbar in Frage.
Bereits im hiesigen Entscheid betreffend die Leistungspflicht der SUVA vom 30. Juni 2009 (UV.2007.423
, Urk.
8/57
)
war festgehalten worden
, dass
es vor dem Hintergrund der vorgetäuschten Einschränkungen
fraglich
erscheine
, ob auf die
damaligen
Diagnosestellungen der behandelnden Psychiater abge
stellt werden könne (E.
3.1).
S
owohl der behandelnde Psychiater
Dr.
C._
als auch die Ärzte der
D._
stützten sich
wesentlich auf die anamnestischen und aktuellen
(subjektiven)
Angaben des Beschwerdeführers
und
wiesen
an mehre
ren Stellen darauf hin, der Beschwerdeführer sei in den Gesprächen auf seine
kö
rperlichen Beschwerden fixiert
.
Dass der Beschwerdeführer gegenüber den Psychiatern
unterschiedliche
Anga
ben
machte
,
legen auch Widersprüche
zwischen
verschiedenen Berichten der
D._
nahe. So gingen die Ärzte
des
Ambulatorium
s
der
D._
, Sprechstunde für Belastungsreaktionen PTSD
,
im Bericht
vom 7. Mai 2008
(Urk. 8/52
/1-4
)
davon aus, dass der
Beschwerdeführer bei seinem ersten
stationären
Aufenthalt in der
D._
im
Jahre
2006 nach einem Suizidversuch (Medikamentenintoxikation) ein
gewiesen worden sei.
Im
Austrittsbericht
zum
ersten
Aufenthalt
vom 23. Feb
ruar 2007 an den behandelnden Psychiater Dr.
C._
(Urk. 8/72/69-73)
wurde demgegenüber vermerkt, der Patient sei nach Zuweisung durch den Kreisarzt der SUVA
,
Dr.
H._
,
freiwillig eingetreten. Ein Selbstmordversuch
wurde
nicht erwähnt
. I
m Austrittsbericht vom 19. Mai 2008
zum
zweiten
Aufenthalt
(Urk. 8/52/5-7)
wurde
sodann
vermerkt
, der Versicherte habe vor zirka ei
nein
halb Jahren über einen Selbstmord nachgedacht
(„aus dem 12.
Stock springen, mit Messer erst
echen“), habe aber keinen Suizidversuch unternommen.
Die
D._
-Ärzte
und Dr.
C._
gingen ferner
gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers
von einem schwereren Unfall
aus
als in den Akten doku
mentiert – nämlich von einem Sturz aus zirka fünf
oder vier
Metern
direkt auf den Rücken und
den
Kopf
.
Demgegenüber begründete d
er psychiatrische Gut
achter Dr.
O._
nachvollziehbar, weshalb keine posttraumatische
B
elastungs
störung
vorliege.
Im
vorerwähnten
Entscheid
des hiesigen Gerichts
über die Leistungspflicht der SUVA
wurde der Arbeitsunfall vom 28. August 2003
denn auch den
mittelschweren Unfällen zugeordnet und dramatische Begleitumstände oder eine besondere Eindrücklichkeit des Unf
alls verneint (Urk. 57 E. 3.4).
Auf
grund der Akten nicht nachvollziehbar ist der Einwand des Beschwerde
führers, die Einschätzung der
D._
habe aufgrund konkreter Tests objektiviert werden können, während diejenige von Dr.
O._
auf einer persönlichen und subjektiven Einschätzung beruhe.
Nicht ausser Acht gelassen werden darf sodann, dass – wie der behandelnde Psy
chiater und die
D._
-Ärzte in ihren Berichten selber ausführ
t
en – der Beschwer
deführer die Observation, die Aufhebung der
Rente des
Unfallversi
cherers
und die hier strittige
,
nur befristete
Zusprache
eine
r
Invalidenrente
(
verständlicherweise
)
als existenzbedrohend empfand.
Namentlich die
nach dem negativen Vorbescheid von den behandelnden Ärzte beschriebene psychische Belastungssituation
(E.
4.1
6
und E.
4
.1
7
hievor
)
dürfte
wesentlich
auf diese IV
rechtlich
unerhebliche
(vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_953/2012 vom 5.
April 2013 E. 3.1)
Problematik zurückzuführen sein.
5
.
7
Die Einwände des Beschwerdeführers gegen das psychiatrische Teilgutachten von Dr.
O._
erweisen sich nach dem Gesagten als unbegründet.
Anhalts
punkte für die geltend gemachte fehlende Objektivität finden sich keine.
Das Gutachten der MEDAS
A._
vom 30. Juni 2010 entspricht in allen Teilen den rechtsprechungsgemässen Anforderungen an ein
e
medizinische Expertise
(vgl. E.
1.
5
hievor
), so dass darauf abgestellt werden kann
.
Die
unter
Beizug
einer Dolmetscherin erfolgte
Begutachtung in der MEDAS
A._
umfasste
die
erforderlichen Untersuchungen rheumatologischer, neu
rologischer und p
sychiatrischer Fachrichtung, und die Schlussbesprechung
mit dem
Allgemeinmediziner und dem Chefarzt der MEDAS beruhte auf einem vorgängig im Zirkulationsverfahren erarbeiteten Konsensfindungsprozess aller beteiligten Fachleute
.
Die Gutachter
berücksichtigt
en
die geklagten Beschwerden
und hatten
Kenntnis der
(zahlreichen) relevanten
Vorakten
(inklusive Observationsmaterial)
. Das Gut
achten
i
st für die streitigen Belange
umfassend
. Die medizinischen Zusammen
hänge und die medizinische Situation werden eingehend erörtert und die Schluss
folgerungen sind
plausibel
begründet.
So legten d
ie Gutachter nachvoll
ziehbar
– mit
zahlreichen
Anmerkungen
zum Verhalten in der
Untersuchungs
situation
und zu den Abweichungen gegenüber den Einschätzungen
der
behan
delnden Psychiater
–
dar, dass
aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründbar sei.
Unbestritten und ebenfalls plausibel
darge
legt wurde
, dass auch aus
rheumatologischer
und neurologischer Sicht im Untersuchungszeitpunkt keine Einschränku
ng der Arbeitsfähigkeit vorlag.
5
.
8
Die urologisch bedingten Einschränkungen
wurden
im MEDAS-Gutachten
eben
falls
in nachvollziehbarer und plausibler Weise gewürdigt. Der Versicherte
litt nach
seinem Arbeitsunfall vom 28. August 2003 an chronischen
Unterbauch
schmerzen
und schmerzhafter
Pollakisurie
(
chronic
pelvic
pain
-syndrom
e
). Die urologischen Abklärungen blieben
indes
weitgehend ohne Ergebnis (
vgl. auch die zusammenfassende Beurteilung des SUVA-Arztes
H._
, E.
4
.
10
hie
vor
).
Einzig im kurze
n Bericht des Spitals
G._
vom 15.
Dezember 2006 wurde dem Beschwerdeführer
–
abweichend zu früheren Beurteilungen
des
selben Spi
tals
–
eine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Dies allerdings unter Hinweis auf den Verdacht einer psychischen Überlagerung.
Der psychiatrische
MEDAS-
Gutachter diskutierte denn
auch
eine mögliche
autonome
somatoforme
Funktionsstörung und kam nach Prüfung der
sogenannten
Foe
r
ster-Kriterien nachvollziehbar zum Schluss, dem Versicherten sei die Willensanspannung zur Überwindung der Miktionsbeschwerden zumutbar. Dies
steht
mit den Beobach
tungen in der Untersuchungssituation
i
m
Einklang
,
die zeigten, dass
es dem
Beschwerdeführer
ohne weiteres möglich war
, den geltend gemachten
impe
rativen Harndrang während eineinhalb Stunden zurückzuhalten
(
Urk.
8/72/47-
65 16 f.).
Relevant und zu berücksichtigen sind entsprechend den plausiblen Aus
führungen im MEDAS-Gutachten demgegenüber die
katheterbedingten
Ein
schränkungen
. Wann der Dauerkatheter definitiv entfernt worden ist, ergibt sich aus den Akten nicht eindeutig. Die MEDAS-Gutachter gingen von August 2006 aus. Bei der Kontrolluntersuchung
am
14. September 2006 im Spital
G._
berichtete
der Beschwerdeführer aber noch über seine Mühe mit dem Katheter.
Im ärztli
chen Zwischenbericht vom
15. Dezember 2006 wird
festgehalten, der Versi
cherte trage aktuell keinen Katheter mehr (vgl. E. 4.9
hievor
). In späteren Berichten
wird der Katheter nicht mehr thematisiert.
Der genaue Zeitpunkt der Entfernung kann letztlich offen bleiben, da
sich aus den
kathe
terbedingten
Einschränkungen
–
wie
die
nach
folgenden Ausführungen zeigen
(vgl. E. 6.1 nachstehend)
–
kein Anspruch auf eine
Invalidenrente
ergibt
.
5.9
Die MEDAS-Gutachter begründeten den von ihnen angenommenen Zeitpunkt (Juni 2005), in dem nach dem Unfall – mit Ausnahme der
katheterbedingten
Einschränkungen – wieder eine volle Arbeitsfähigkeit bestanden habe, mit dem während der Observation gezeigten Verhalten. Dies ist ebenfalls plausibel.
6
.
6
.1
Ab 1. Juni 2005 war
en
dem Beschwerdeführer nach dem Gesagten alle mit dem Tragen eines Dauerkatheters vereinbare
n
Tätigkeiten
wieder
zumutbar,
weshalb die Beschwerdegegnerin einen Einkommensvergleich
auf
diesen Zeitpunkt
hin
vorgenommen hat.
Validen- und Invalideneinkommen
(Fr. 64‘317.-- und Fr. 59‘197.--)
sind unbestritten und geben zu keinen Bemerkungen Anlass.
Die durch den Dauerkatheter bedingten Einschränkungen berücksichtigte die Beschwerdeg
eg
nerin mit einem Abzug von 5 %
vom
gestützt auf die
Lohn
strukturerhebung
(LSE) des Bundesamtes für Statistik ermittelten
Invalidenein
kommen
(
zum leidensbedingten Abzug
vgl.
etwa
Urteil des Bundesgerichts
9C_549/2012
vom
7.
März 2013
E. 3.1; zum Ganzen BGE 126 V 75).
Ob
bzw. in welcher Höhe ein
Abzug angesichts der
katheterbedingten
Einschränkungen angemessen ist,
kann offen bleiben,
da auch
bei einem
maximalen Abzug von 25 % – und somit einem Invalideneinkommen von Fr. 4
4
‘
398
.-- – der
Invalidi
tätsgrad
unter der
renten
begründenden
Grenze von 40 % liegen würde (
31
%).
6
.
2
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Verfügung vom 7. März 2012, wonach der Beschwerdeführer vom 1. August 2004 bis 31. August 2005
(vgl. Art. 88a Abs. 1 IVV)
Anspruch auf eine ganze Rente und anschliessend keinen Renten
an
spruch mehr hat, rechtens ist. Die Beschwerde ist somit abzuweisen.
7
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerle
gen.