# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 068a0fb7-c148-5684-aff0-2a7be49aa22c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 19
81
geborene
X._
trat nach der Primarschule ins
Lang
zeitgymnasium
ein, welches er indes nach drei Schuljahren abbrach. In der Folge erlangte er im Rahmen einer einjährigen Ausbildung das Handelsdiplom der Privatschule
Y._
(Urk. 1 S. 5-6, Urk. 15/5/5). Hernach absolvierte er auf der
Z._
eine dreijährige Lehre als kaufmännischer Angestellter, wobei er die Abschlussprüfung an der kaufmännischen
Berufsmit
telschule
A._
bestand (Urk. 15/5/5, Urk. 15/30/3-4). Es folgten verschie
dene temporäre Arbeitsverhältnisse, unter anderem eine Handlangertätigkeit bei seinem Vater, sowie ein Bezug von Leistungen der Arbeitslosenversicherung (Urk. 15/5/5-6, Urk. 15/7/2, Urk. 15/35/4, Urk. 1 S. 7
lit
. e). Ferner wurde der Versicherte in ein Beschäftigungsprogramm vermittelt (Urk. 15/106/1). Nach
dem eine begonnene Arbeitsintegration in der
B._
an unent
schuldigtem Fernbleiben gescheitert war (Urk. 15/106/4), wurde
X._
per 2
3.
März 2009 therapeutisch im
C._
untergebracht (Urk. 15/30/2, Urk. 15/106/7, Urk. 1 S. 7 f.
lit
. f-g). Der ent
sprechende Pensions-Vertrag wurde ihm per 3
1.
März 2010 gekündigt (Urk. 15/106/9).
Kurz vor seinem Austritt
wurde
er
von seinem behandelnden Psychiater
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zur Früherfassung angemeldet. Dies unter Hinweis auf eine Depression (Urk. 15/
1). Am 2
5.
April 2010 meldete er sich zudem zum Leistungsbezug an (Urk. 15/5).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, liess
in der Folge Auszüge
aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers (IK-Ausz
ü
g
e
, Urk. 15/7
und Urk. 15/37
) erstellen, holte Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 15/8-9
, Urk. 15/12) und gab bei der
E._
ein psychiatrisch-psychologisches Gutachten in Auftrag, welches am 2
3.
Dezember 2010 erstattet
wurde (Urk. 15/22).
Hernach fanden berufliche Abklärungen statt (Urk. 15/27
28,
Urk. 15/30
, Urk. 15/35
), in deren Rahmen eine Zielvereinbarung für ein Auf
bautraining abgeschlossen wurde (Urk. 15/38).
Im weiteren Verlauf nahm die IV-Stelle Zwischenberichte über die
Integrations
massnahme
im
F._
zu den Akten (Urk. 15/40, Urk. 15/48, Urk. 15/52
, Urk. 15/54
) und sprach dem Versicherten die Kostenübernahme für das Aufbautraining sowie Taggelder zu (Urk. 15/41, Urk. 15/44
, Urk. 15/55
).
Nach weiteren beruflichen Abklärungen (Urk. 15/57) wurden die
Kostengutspra
che
für das Aufbautraining verlängert (Urk. 15/58), Begleitung in Form von Job
Coaching gewährt (Urk. 15/60)
, eine weitere Zielvereinbarung abgeschlossen (Urk. 15/62)
und weiterhin Taggelder ausgerichtet (Urk. 15/61).
Es folgten wei
tere Zwischen
-
(Urk. 15/63, Urk. 15/67, Urk. 15/69
-70
)
und ein Schlussbericht über die Integrationsmassnahme im
F._
(Urk. 15/
72) sowie der Bericht von
Dr.
D._
vom 1
1.
Juni 2012 (Urk. 15/73).
Vom
1.
Juli bis am 2
1.
Dezember 2012 hatte der Versicherte eine befristete
, von der Invalidenversi
cherung finanzierte
Anstellung als Koch-Praktikant in einem Alters- und Pfle
geheim
inne
(Urk. 15/74).
Nach weiteren beruflichen Abklärungen und Gesprächen
(
vgl.
Urk. 15/
76
und Urk. 15/81
) stellte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 17. Oktober 2012 die Beendigung der Integrationsmassnahme
(Abschluss des Aufbautraining
s
, Beendigung des Job Coachings und Ablehnung weiterer Integrationsmassnahmen)
in Aussicht
(Urk. 15/80). Am 2
3.
November 2012 ver
fügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne (Urk. 15/82).
1.2
Des Weiteren prüfte
die IV-Stelle
den Rentenanspruch des
Versicherten
. Am 9.
Januar 2013 forderte
sie ihn
auf, die Erfüllung der ihm am 1
0.
Februar 2011 auferlegten Schadenminderungspflicht zu dokumentieren. Für den Säumnisfall drohte sie an, aufgrund der vorliegenden Akten zu entscheiden (Urk. 15/83).
Nach Rücksprache mit dem
Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD
;
Urk.
15/85/8
)
kündigte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom
1.
März 2013
die Verneinung des
A
nspruchs
auf eine Rente
an
(Urk. 15/
87).
Hiergegen erhob der
Versicherte
Einwand
(Urk. 15/
88 und
Urk.
15/92). Mit Verfügung vom
6.
Mai 2013 wies die IV-Stelle das Rentenbegehren ab
(Urk. 15/
96 =
Urk.
2).
2.
Gegen die Verfügung vom
6.
Mai 2013
liess
der
Versicherte am
6.
Juni 2013
unter Beilage
diverser Unterlagen
(
Urk.
3/
3-14
) Beschwerde erheben und bean
tragen, der angefochtene Ent
scheid sei aufzuheben und das Verfahren sei zur Einholung einer Ergänzung des Gutachtens der
E._
vom 2
3.
Dezember 2010, eventuell zur Stellungnahme zum Verlauf der beruflichen Massnahmen und zum weiteren Vorgehen zurückzuweisen
. Eventualiter sei
ihm mindestens eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung zuzusprechen
(Urk.
1 S. 2)
. In prozessu
aler Hinsicht beantragte
er
die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und der unentgeltlichen Rechtsvertretung (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle beantragte in der Beschwerdeantwort vom
9.
August 2013
die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
11
)
und reichte gleichzeitig ihre Akten ein
(Urk. 12/
1-100)
. Mit
Gerichts
v
erfügung
vom
1
4.
August
2013 wurde
die Beschwerdegegnerin unter Hinweis auf die von den
E._
-
Gutachtern verwendeten Unterlagen aufgefordert, die Ak
ten vollständig einzureichen
(Urk.
13). Daraufhin reichte die
Beschwerdegegne
rin
zusätzliche Berufsunterlagen ein
(Urk. 15/
106).
Mit Verfügung vom
2.
September 2013 wurde dem Beschwerdeführer
die unentgeltliche
Prozess
führung
gewährt und es wurde ihm Rechtsanwältin Pia Dennler-Hager, Win
terthur,
als unentg
eltliche
Rechtsvertreter
in
bestellt. Im Übrigen wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (
Urk.
1
6
). Mit Replik vom
7.
Oktober 2013
änderte
der Beschwerdeführer
seine
in der Beschwerdeschrift gestellten Anträ
gen
insofern ab, als er nun in erster Linie die Rentenzusp
rechung
und bloss eventualiter die Rückweisung zur Ergänzung der Begutachtung beantragte (
Urk.
21 S. 23
). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am
1
7.
Dezember
2013 auf das Einreichen einer Duplik (
Urk.
2
3
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung
).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was
vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, der Beschwerdeführer sei in einer Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter zu 50
%
und in einer leidensangepassten Tätigkeit zu 70
%
arbeits
fähig. Sie nahm einen Leidensabzug von 10
%
vor und errechnete einen unter 40
%
liegenden Invaliditätsgrad, weshalb sie den Anspruch des Beschwerde
führers auf eine Invalidenrente verneinte (
Urk.
2).
In der Beschwerdeantwort fügte sie an, in Anbetracht der Diagnosen im Gutachten und der Relativierung derselben durch den RAD müsse auch eine Prüfung der Überwindbarkeit im Sinne von
Art.
7
Abs.
2 ATSG in Betracht gezogen werden (Urk. 11 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer liess in der Beschwerdeschrift seine Lebensgeschichte
sowie seine aktuelle Situation
darlegen und betonen, dass zu seiner Eingliede
rung in den ersten Arbeitsmarkt eine langfristige Zeitplanung erforderlich sei (Urk. 1
, insbesondere
S. 5-11).
Er benötige eine längerfristige Platzierung in einer geschützten Einrichtung (Urk. 1 S. 21 f.), welche nur über die
Zusprache
einer Invalidenrente zu erreichen sei (
Urk. 1 S. 32 mit Verweis auf
Urk. 3/
13 S. 1
). Weiter
wies
er
darauf hin, dass allenfalls die Militärakten weiteren Auf
schluss über die psychische Problematik geben könnten (
Urk. 1
S. 14).
Auch das Vorliegen eines
Asperger
Syndroms sei noch zu prüfen (S. 15 f.).
Zusammen
fassend hielt er fest, dass es Teil seines Gesundheitsproblems sei, dass er nicht verstehe beziehungsweise nicht umsetzen könne, was bei der Arbeit konkret von ihm verlangt oder erwartet werde (S. 15).
Auf dem ersten Arbeitsmarkt sei er nicht vermittelbar
, was auch die beruflichen Eingliederungsversuche gezeigt hätten
(
Urk. 1
S. 23 f. mit Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_910/2011
vom 3
0.
März 2012
, E. 3
;
Urk. 1
S. 33 f.
).
3.
3.1
An fünf Terminen im Oktober sowie im Dezember 2010 wurde der Beschwerde
führer in der
E._
psychiatrisch untersucht (Urk. 15/22/2). Die Gutachter berück
sichtigten die
Vorakten
und die Angaben des Beschwerdeführers, holten Fremdauskünfte ein
, erhoben die Anamnese
sowie die psychopathologischen Befunde (Urk. 15/22/2-29).
Am 16. November 2010 fand zusätzlich eine
neu
ro
psychologische Begutachtung unter Anwendung testpsychologischer Verfah
ren statt (Urk. 15/
22/48), welche ins Hauptgutachten einbezogen
wurde (Urk. 15/22/29). Die
E._
-
Gutachter nannten folgende Diagnosen
(Urk. 15/22/30)
:
eine Störung durch
Cannabinoide
, Abhängigkeitssyndrom, gegenwärtig episodischer Substanzgebrauch (ICD-10: F12.26)
eine
Dysthymia
(ICD-10: F34.1)
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4)
eine ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.6)
.
Für eine Cannabisabhängigkeit spreche der langjährige, regelmässige Konsum mit vergleichsweise hohen Substanzdosen. Ebenso sei von einem starken Drang beziehungsweise Wunsch, die Substanz zu konsumieren, sowie von einer bis zu einem gewissen Grad verminderten Kontrollfähigkeit bezüglich des Zeitpunkts und der Menge des Konsums auszugehen. Das Kriterium „anhaltender
Sub
stanzkonsum
trotz Nachweises eindeutig schädlicher Folgen“ treffe nicht ein
deutig zu, da die möglichen schädlichen Folgen von Cannabis nicht eindeutig erfassbar seien beziehungsweise nicht direkt und kausal mit dem
Cannabis
kon
sum
in Verbindung zu bringen seien. Wegen der Vernachlässigung von Akti
vitäten und Interessen zugunsten des Cannabiskonsums sei dennoch ein Abhängigkeitssyndrom zu diagnostizieren (Urk. 15/22/30-31).
Eine chronisch subdepressive Stimmung kombiniert mit Interesse- und
An
triebs
verlust
, rezidivierenden Schlafstörungen, Müdigkeit und sozialem Rückzug werde eigen- wie auch fremdanamnestisch für das gesamte Erwachse
nenalter beschrieben. Über die
Dysthymie
hinaus und auf deren Basis seien auch wieder
holt depressive Phasen leichten bis mitte
lgradigen Ausmasses auf
getreten, was als „double
depression
“ bezeichnet werde. Vermutlich seien die depressiven Krisen im zeitlichen Zusammenhang mit den jeweiligen Wechseln in Einrich
tungen des betreuten Wohnens beziehungsweise wieder zurück nach Hause zu sehen, da der Beschwerdeführer bei ausgeprägtem depressiven
Zu
standsbild
weniger dazu in der Lage gewesen sei, den Anforderungen des All
tags gerecht
werden zu können und infolgedessen mehr Unterstützung benötigt habe. Der Unterstützungsbedarf sei jedoch nicht nur durch die affektive Störung allein bedingt, sondern auch im Zusammenhang mit dem Cannabiskonsum und der Persönlichkeitsstruktur zu sehen. Aktuell sei die depressive Störung remit
tiert und nur eine
Dysthymie
vorhanden (Urk. 15/22/32).
Anhand der eigen- und fremdanamnestischen Angaben sei davon auszugehen, dass das ängstlich-selbstunsichere Verhalten bereits in der Schulzeit begonnen habe.
Beim Beschwerdeführer bestünden auch in Zeiten weitgehender affektiver Stabilität und in Abwesenheit relevanter depressiver Symptome eine Beein
trächtigung des Antriebs, der Wahrnehmung, des Denkens sowie seines
Sozial
verhaltens
beziehungsweise der Beziehungen zu anderen Menschen. Davon
seien mehrere Lebensbereiche betroffen und der Beschwerdeführer leide seit Jahren darunter. Er sei chronisch besorgt, fühle sich unzulänglich und teilweise minderwertig. Insbesondere habe er Sorge, in sozialen Situationen kritisiert oder abgelehnt zu werden
.
Daher vermeide er soziale und berufliche Aktivitäten, welche zwischenmenschliche Kontakte voraussetzen
. Des Weiteren weise er in vie
len Bereichen seines Lebens eine gewisse Abhängigkeit auf (Urk. 15/22/33-34)
.
Vor dem Hintergrund der Persönlichkeitsakzentuierung sowie der
Dysthymie
bestünden deutliche Beeinträchtigungen des Antriebs, der Motivation sowie verschiedenste Ängste und Unsicherheiten, welche die Arbeitsfähigkeit noch deutlich einschränkten.
Die Arbeitsfähigkeit im erlernten Beruf als kaufmänni
scher Angestellter betrage 50
%
. In angepasster Tätigkeit sei der Beschwerde
führer aktuell zu 70
%
arbeitsfähig.
Die Anpassungen müssten sich auf folgende Bereiche beziehen: Erforderlich sei eine wohlwollende, unterstützende und ver
trauensvolle Atmosphäre und ein ebensolches Verhältnis zur vorgesetzten Per
son. Der Beschwerdeführer benötige weniger Anleitung und konkrete praktische Arbeitsbetreuung als vielmehr selbstwertdienliche und motivationsfördernde Unterstützung in Form von Anerkennung, Lob und Anregung von aussen. Nötig seien mit anderen Worten Rahmenbedingungen, in denen er genug
Entschei
dungshilfen
, Unterstützung und Vorgaben erhalte, ohne sich dabei eingeengt oder bevormundet zu fühlen. Inwieweit im Rahmen der angepassten Tätigkeit Sozialkontakte zu gewichten seien, lasse sich nicht eindeutig beantworten. Vor dem Hintergrund der ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstruktur seien häufige soziale Kontakte, insbesondere Kundenkontakte, der Arbeitsfähigkeit abträglich. Hingegen habe der Beschwerdeführer in Bezug auf die geschützte Tätigkeit in der Gastronomie angegeben, die Zusammenarbeit mit anderen Menschen im Team sehr zu schätzen.
Ob solche Bedingungen auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden sein würden, sei fraglich und hänge zu einem Gutteil
auch vom Verhältnis zum direkten Vorgesetzten ab. Da der Beschwerdeführer seit vielen Jahren nicht mehr auf dem ersten Arbeitsmarkt tätig gewesen sei, bestünden sicher alleine deswegen gewisse Eingewöhnungsschwierigkeiten be
züglich der Vorgaben an Struktur, Verbindlichkeit, Zuverlässigkeit und auch der Arbeitsbelastung, worauf Rücksicht genommen werden solle. In diesem Sinne habe eine
Dekonditionierung
stattgefunden und der Beschwerdeführer werde einige Zeit benötigen, um
sich
wieder zu adaptieren. Sinnvoll sei deshalb eine schrittweise Steigerung der Arbeitstätigkeit auf zunächst 70
%
. Bei gutem Ver
lauf werde auf längere Sicht eine 100%ige Arbeitstätigkeit als möglich erachtet (Urk. 15/22/
38
39).
Für die Vergangenheit gingen die Gutachter von einer schwankenden Arbeitsfähigkeit aus (vgl. Urk. 15/22/39-41).
Die nach ihrer Ein
schätzung vorliegenden Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit seien auf ein psychisches Leiden mit Krankheitswert zurückzuführen (Urk. 15/22/43). Indes sei davon auszugehen, dass sich eine Cannabisabstinenz günstig auf die Ar
beits
fähigkeit des Beschwerdeführers auswirken könne. Für die Vergangen
heit werde ein ungünstiger Einfluss des
Cannabisabusus
auf die
Krankheits
ent
wick
lung
vermutet (Urk. 15/22/45).
Für das tatsächliche Erreichen und Auf
recht
erhalten der beschriebenen 70%igen Arbeitsfähigkeit sei eine
Can
na
bis
absti
nenz
unabdingbar (Urk. 15/22/46).
3.2
Zum
E._
-
Gutachten nahm der RAD-Arzt
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
und manuelle Medizin
,
am
2.
Februar 2011
Stellung. Er führte aus, das Vorliegen einer Persönlichkeitsstörung sei nicht schlüssig dargetan, da es sich bei den für diese Diagnosestellung angeführten Symptomen zumindest teilweise um die Auswirkungen der
Dysthymie
handeln könnte. Da nicht eindeutig eine Persönlichkeitsstörung vorliege, sei aus
versi
cherungsmedizinischer
Sicht eher der Cannabiskonsum als massgeblich zu be
trachten. Im Übrigen sehe der Beschwerdeführer sich als arbeitsunfähig, da er es morgens oft nicht schaffe, aus dem Haus zu gehen. Er habe aber dem wider
sprechend angegeben, er stehe morgens ausgeglichen auf und leide erst abends unter seiner verminderten Stimmung. Auf die Beurteilung einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
in angestammter und von 70
%
in angepasster Tätigkeit könne abge
stellt werden, wobei die Arbeitsfähigkeit in den kommenden Monaten bei
Can
nabisabstinenz
und kontinuierlicher Therapie auf 100
%
steigerbar
sei. Dem Beschwerdeführer sei eine entsprechende Schadenminderungspflicht aufzuerle
gen (Urk. 15/85/6).
3.3
Vom
1.
September 2011 bis am 3
1.
Mai 2012
absolvierte der Beschwerdeführer im
F._
ein Aufbautraining
im Sinne einer
Integra
tionsmassnahme
.
Dem Schlussbericht vom
5.
Juni 2012 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer selbständig und zuverlässig gearbeitet habe, sich jedoch oft
habe
krank
melden
müssen
und ab und
an
zu spät zur Arbeit erschienen sei. Zudem habe er etwas mehr Pausen benötigt als andere Mitarbeiter. Ab Dezem
ber 2011
habe sich die Situation verbessert. Bezüglich de
s
Einhalten
s
von Ab
machungen wurde festgehalten, dass der Beschwerdeführer nicht regelmässig in die Therapie gegangen sei. Das Ziel einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
in der freien Wirtschaft h
abe er erreicht. Am Ende der Massnahme habe er meist 30 Stunden pro Woche gearbeitet
(Urk. 15/72)
.
3.
4
Vom
8.
Februar 2012 bis zum 2
9.
August 2012 erhielt der Beschwerdeführer ein Job Coaching zur Stabilisierung der Arbeitsfähigkeit und -leistung und zwecks Unterstützung im Suchen einer Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt. Dem Verlaufsprotokoll vom 1
1.
September 2012 ist zu entnehmen, dass das Ziel nicht erreicht werden konnte. Die Arbeitsleistungen des Beschwerdeführers seien immer wieder Schw
ankungen ausgesetzt gewesen, so
dass im Moment von einer Integration in den ersten Arbeitsmarkt abzusehen und der Rentenanspruch zu prüfen sei. Empfohlen werde eine Anstellung im geschützten Umfeld und ein regelmässiges Fortführen der Psychotherapie (Urk. 15/76/1
, Urk. 15/76/13
, Urk. 15/81/12
).
Dieses Vorgehen war abgesprochen mit der RAD-Ärztin
Dr.
med.
H._
,
Fachärztin für
Psychiatrie und Psychotherapie
, welche am
9.
Mai 2012 ausgeführt hatte, der Beschwerdeführer habe keine Arbeits
fähig
keit auf dem ersten Arbeitsmarkt erreichen können. Zudem hatte sie darauf hingewiesen, dass es bereits im
E._
-
Gutachten als fraglich erachtet worden sei, ob eine dem ausformulierten Profil entsprechende Arbeitsstelle auf dem freien Arbeitsmarkt überhaupt existiere
. Wegen der Frage einer
Rentenzusprache
empfahl sie die Einholung eines Berichtes des behandelnden Psychiaters
(Urk. 15/76/8
; Urk. 15/85/
7
).
3.
5
Am 1
1.
Juni 2012 berichtete
Dr.
D._
,
der Beschwerdeführer leide seit min
destens August 2008 an einer mittelgradigen depressiven Episode ohne somati
sches Syndrom (ICD-10: F32.10). Bei der Arbeit im
F._
habe sich der Beschwerdeführer sehr aufgehoben gefühlt. Eine Steigerung auf 25 bis 30 Stunden pro Woche sei mehr oder weniger gut gelungen, jedoch habe der Be
schwerdeführer Angst vor dem hohen Erwartungsdruck in der freien Wirtschaft. Der Beschwerdeführer habe sich sehr positiv entwickelt, insbesondere was Pünktlichkeit und Verlässlichkeit in der Therapie anbelange. Auch
stimmungs
mässig
sei er deutlich stabilisiert gewesen, bis sich das Ende des Einsatzes im
F._
abgezeichnet habe. Es habe sich gezeigt, dass Veränderungen schwierig zu bewältigen seien. Der Beschwerdeführer habe eine fast zwanghaft
anmut
ende Art, sich Veränderungen zu widersetzen. Diese verminderte
Umstel
lungsfähigkeit
sei ein grosses Hindernis, um sowohl im geschützten als auch im sogenannten freien Arbeitsmarkt Fuss zu fassen. Als kaufmännischer Ange
stell
ter sei er weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig. Einschränkend seien die zeit
weise Verminderung von Energie und Antrieb, das mangelnde Durchhaltever
mögen, die Verlässlichkeit und die mangelnde Umstellungsfähigkeit. Arbeitseinsätze könne er deswegen nur mit grosser Unterstützung längerfristig durchhalten. Eine adaptierte Tätigkeit sei ihm eventuell mit Unterstützung zuzumuten. Wie sich im Jahr 2011 gezeigt habe, sei eine Einsatzfähigkeit wie diejenige im
F._
machbar. Deutlich eingeschränkt sei die Anpassungsfähigkeit,
mässig eingeschränkt die Belastbarkeit. Auch bei einer Arbeit im geschützten Rahmen benötige der Beschwerdeführer einen klaren Rahmen und Support. Die Arbeitsfähigkeit auf dem freien Markt sei deutlich eingeschränkt. Auch in einer adaptierten Tätigkeit sei maximal eine Leistung von 50
%
möglich (Urk. 15/73).
3.
6
Nach der Einholung dieses Arztberichtes hielt RAD-Ärztin
Dr.
med
.
I._
,
Fachärztin für Allgemein- und Arbeitsmedizin,
am
9.
Januar 2013
fest, es gelte nach wie vor die
im
E._
-
Gutachten attestierte Arbeitsunfähigkeit. Die medizinische Massnah
m
e der Cannabisabstinenz inklusive Compliance-Kontrolle sowie einer adäquaten psychiatrischen Therapie sei im Sinne der Selbsteingliederungspflicht und zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit zumutbar
und in einem Jahr zu überprüfen (Urk. 15/85/8).
Am 2
9.
Februar 2013 ergänzte
Dr.
I._
,
der Beschwerdeführer leide gemäss dem Gutachten der
E._
an einer Persönlichkeitsstörung, weshalb mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer krankheitsbedingten Non-Compliance auszugehen und daher keine Schadenminderungspflicht aufzuerlegen sei (Urk. 15/85/8).
3.7
Dr.
D._
hielt am
3.
Juni 2013 fest, der Beschwerdeführer leide aktuell an einer sich in einem leichten Ausmass befindenden rezidivierenden depressiven Störung (ICD-10: F33.0), an einer ängstlichen (vermeidenden)
Persönlichkeits
störung
(ICD-10: F60.6) sowie an einer Störung durch
Cannabinoide
(ICD-10: F12.26).
Weiter führte er aus, die Wertigkeit des Cannabiskonsums sei für ihn fraglich, da der Beschwerdeführer unter Cannabis recht gute Leistungen er
bracht habe
in der Küche des
C._
und im
F._
.
Eine therapeutische Begleitung inklusive Medikation mit
Fluctine
und
Efexor
habe in den letzten vier Jahren stattgefunden und zu keiner gravie
ren
den Veränderung geführt. Die während der Integrationsmassnahme gemach
te Angabe, der Beschwerdeführer überschätze seine eigenen Fähigkeiten, bestätigte
Dr.
D._
.
Es sei dem Beschwerdeführer nicht möglich, im ersten Arbeitsmarkt zu arbeiten. Er gab an, eine Ergänzung des Gutachtens der
E._
für die Zeit nach dem 2
3.
Dezember 2010 erachte er als sinnvoll. Insbesondere müsse der schlechte Verlauf während der vorgeschlagenen Massnahmen kritisch gewürdigt werden. Denn trotz Aufbautraining und Jobcoaching und einem wohlwollenden und unterstützenden, vertrauensvollen Arbeitsplatz habe im
F._
keine dauerhafte
Steigerung der Arbeitsfähigkeit zum Übertritt in den ersten Arbeits
markt erreicht werden können (Urk. 3/7, in Verbindung mit den in Urk. 3/6 gestellten Fragen).
4.
4.1
Die IV-Stelle stützte sich bei der Beurteilung der aktuellen Erwerbsfähigkeit des Ver
sicherten auf das psychiatrisch-psychologische
Gutachten
der
E._
mit
neuropsychologischer Testung
vom
2
3.
Dezember 2010
(
Urk.
15/22
). Das Gut
achten beruht auf den erforderlichen fachärztlichen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben, beruht auf allseitigen Untersu
chungen, berücksichtigt die geklagten Beschwerden und ist für die streitigen Belange umfassend. Die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation wurden eingehend erörtert und die Schlussfolgerungen sind begrün
det. Die attestierte erwerbliche Beeinträchtigung ist vor dem Hintergrund des im Gutachten beschriebenen psychischen Zustandsbildes mit
Interesse- und
An
triebsverlust
, sozialem Rückzug, Beeinträchtigung der Wahrnehmung, des Den
kens sowie des Sozialverhaltens, Sorge und Gefühlen von Minderwertigkeit sowie beim Bestehen verschiedenster Ängste und Unsicherheiten und einer gewissen Abhängigkeit
nachvollziehbar.
Bezüglich der attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % in der angestammten Tätig
keit und von 70 % in einer angepassten Tätigkeit ist zu beachten, dass es sich bei der angepassten im Grundsatz um die angestammte und erlernte Tätig
keit als kaufmännischer Angestellter handelt, jedoch weitgehend ohne
Kunden
kontakte
und mit einem besonderen arbeitgeberseitigen Setting.
So ist gemäss dem Gutachten
eine wohlwollende und unterstützende, vertrauensvolle Arbeits
atmosphäre und ein ebensolches Verhältnis zu den Vorgesetzten wichtig. Weiter benötig
t
der Versicherte selbstwertdienliche und motivationsfördernde Unter
stützung in Form von Anerkennung, Lob und Anregung von aussen. Er
kann
von Rahmenbedingungen profitieren, in denen er genug Entscheidungshilfen,
Unterstützung und Vorgaben erhält, ohne sich dabei eingeengt oder zu sehr be
vormundet vorzukommen (Urk. 15/22/38).
Vom Intellekt her ist eine kaufmän
nische Arbeit ohne
Weiteres
möglich, denn
in der neuropsychologischen Diag
nostik ergaben sich Hinweise auf sehr gute ko
gnitive Ressourcen und eine gut
ausgeprägte kognitive Leistungsfähigkeit. Das Intelligenzniveau lag im oberen Normbereich und die nonverbalen Abstraktionsleistungen waren gut (Urk. 15/22/59).
4.2
4.2.1
Der Beschwerdeführer wandte gegen das Abstellen auf
die im
E._
-
Gutachten
genannte 50- beziehungsweise 70%ige Arbeitsfähigkeit
ein, seit der Begutach
tung durch die
E._
habe sich seine gesundheitliche Situation nicht verbessert, wie die beruflichen Abklärungen gezeigt hätten. Die Beendigung der
Integrati
onsmassnahme
im
F._
habe ihn vielmehr massiv zurückgewor
fen. Die
E._
habe indes für die von ihr angenommene positive Entwicklung das Gelingen der Eingliederungs
massnahmen vorausgesetzt (Urk.
21 S. 2
f.
). Bei den aktuellen Lebensverhältnissen sei er sozial stark isoliert (Urk. 21 S. 3). Sowohl die depressive als auch die soziale Komponente seien aktuell stärker ausgeprägt, weshalb das
E._
-
Gutachten zu ergänzen sei
(Urk. 21
S. 4).
Des Weiteren sei die Aussagekraft von psychologischen Testungen bezüglich Depressivität und sozialer Ängste beeinträchtigt, da er bestehende Sachverhalte innerlich umbaue
,
was
die psychologischen Testungen verfälscht habe (Urk. 21 S. 4 f.). Daneben erschienen eine hyperkinetische Störung im Kindesalter, sowie ein
Asperger
-Syndrom als eine genetisch mitbeeinflusste
Chromosomenschwä
che
(ICD-10: F84.5) möglich (Urk. 21 S. 5 ff.). Bei den klinisch-psychiatrischen Untersuchungen sei der Einbezug der Familienangehörigen unterblieben, ob
wohl diese am ehesten
in der Lage
seien, erhellende Angaben zu machen. Bei den beruflichen Abklärungen der IV-Stelle sei die Mutter hingegen einbezogen worden (Urk. 21 S. 8). Seine depressive Störung sei
unterdessen
wieder aktiviert worden (Urk. 21 S. 15). Im Verlauf sei die Arbeitsfähigkeit schwankend gewe
sen. So hätten die Gutachter ab Beginn der Beschäftigung in der
B._
im April 2008 eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
angegeben, nach dem „Versagen“ im
C._
habe die
Depressivität zugenommen, so
dass die Arbeits
fähigkeit auf 30
%
gesunken sei. Ab 2010 habe sich der Zustand nicht zuletzt wegen der Eingliederung im
F._
wieder stabilisiert, was zur Schlusseinschätzung einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
(
für eine kaufmännische Anstellung
) beziehungsweise 70
%
(in einer leidensangepassten unqualifizierten Tätigkeit) geführt habe. Entsprechend sei seit dem „Scheitern“ im
F._
im April 2012 wieder von einer Zunahme der depressiven Entwicklung und ins
gesamt von einer höheren Reduktion der Arbeitsfähigkeit als im Dezember 2010 auszugehen. Die 70%ige Arbeitsfähigkeit sei zudem nicht als „aus dem Stand heraus“ realisierbar beurteilt worden. Nun, da er sich wieder in einer psychi
schen Dekompensation (double
depression
) befinde, betrage die Arbeitsfähigkeit 30 bis 50
%
. Auf mehr als 50
%
habe sie auch im Rahmen der beruflichen Ein
gliederung nicht gesteigert werden können (Urk. 21 S. 20 f.).
Auch anhand der Berichte der
J._
sei ersicht
lich, dass er an relevanten psychischen Beeinträchtigungen leide (Urk. 21 S. 21). Zudem seien nun seine bei der Berufsberatung, der Beschäftigung i
n der
B._
und bei der Teilnahme
im Programm Move On
aufgetrete
nen
Schwierigkeiten dokumentiert, welche nicht mit einer vollen Arbeitsfähig
keit während jener Zeit kompatibel seien (Urk. 21 S. 21).
Der Beschwerdeführer wies darauf hin, dass die RAD-Ärztin
Dr.
H._
die Ein
holung eines Arztberichtes von
Dr.
D._
veranlasst habe, dass aber anschlies
send nicht mehr aus fachärztlicher Sicht zu diesem Bericht Stellung genommen worden sei. Stattdessen habe
Dr.
I._
zur nicht mehr aktuellen
Can
na
bis
abhängigkeit
Stellung genommen (
Urk. 1
S. 24 f.).
4.2.2
Die 50%ige Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit wurde an keine weiteren Bedingungen oder an zukünftige positive Entwicklungen geknüpft, sondern diese bestand „aktuell“ (Urk. 15/22/38). Ebenso verhielt es sich mit der 70%igen Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit (Urk. 15/38/22) aus medizinisch-theore
tischer Sicht. Dass eine schrittweise Steigerung auf 70
%
sinnvoll sei
(Urk. 15/22/39)
,
bezog sich nicht auf das objektiv Zumutbare, sondern auf die praktische Umsetzung der medizinisch-theoretischen Arbeitsfähigkeit.
4.2.3
Darin, dass
Dr.
D._
in seinem Bericht vom 1
1.
Juni 2012 von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit als kaufmännischer Angestellter ausging, ist keine Verschlechterung zu sehen, denn er beurteilte die Arbeitsfähigkeit in ange
stammter Tätigkeit seit August 2008 so (Urk. 15/
73/2), auch bereits in seinem Bericht vom 1
1.
Mai 2010 (Urk. 15/9/3).
Mangels gewichtiger Anhaltspunkte für Veränderungen waren daher keine
erneute
n
Abklärungen angezeigt, sondern es konnte
im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung
weiterhin auf das
E._
-
Gutachten abgestellt werden.
4.2.4
Im
E._
-
Gutachten wurden die Ergebnisse der neuropsychologischen Testung nur hilfsweise berücksichtigt. So wurde anhand der Testung lediglich eine
Per
sönlichkeitsakzentuierung
mit selbstunsicheren Merkmalen und schizoiden Merkmalen - hingegen keine eigentliche Persönlichkeitsstörung - diagnostiziert (Urk. 15/22/57, Urk. 15/22/61).
Daneben hatten die
E._
-
Gutachter jedoch sämtliche weiteren vorhandenen Informationen einbezogen (Urk. 15/22/35). Die nun vom Beschwerdeführer geltend gemachte verfälschte Darstellung der Situa
tion anlässlich der neuropsychologischen Untersuchung hatte demnach keinen entscheidenden Einfluss
auf das Ergebnis des Gutachtens.
4.2.5
Wie es sich
in der Zeit
vor der Begutachtung mit der Arbeitsfähigkeit des Be
schwerdeführers verhielt, ist nicht entscheidend. Die
E._
-
Gutachter räumten denn auch selber ein, es sei schwierig, für die Vergangenheit
valide
Angaben zu machen (Urk. 15/22/
39-40
).
4.2.6
Soweit der Beschwerdeführer
geltend macht, er sei auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht vermittelbar (vgl. Urk. 1 S. 23 f.), ist dem entgegenzuhalten, dass f
ür die Invaliditätsbemessung nicht massgeblich
ist
, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem Angebot an Arbeitskräften entsprechen wür
den.
Zu berücksichtigen ist zudem, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt (
Art.
16 ATSG) auch sogenannte Nischenarbeitsplätze umfasst, also Stellen- und
Arbeits
angebote
, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können
(
Urteil
des Bundesgerichts
8C_1050/2009 vom 2
8.
April
2010
, E.
3.3).
Daher ist a
uch in der Tatsache, dass der Beschwerdeführer nicht in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden konnte, keine Verschlechterung zu sehen.
4.3
4.3.1
Die Beschwerdegegnerin brachte vor
, in Anbetracht der Diagnosen im Gutach
ten und der Relativierung derselben durch den RAD müsse auch eine Prüfung der Überwindbarkeit im Sinne von
Art.
7
Abs.
2 ATSG in Betracht gezogen werden (Urk. 11 S. 2).
4.3.2
Der Beschwerdeführer hielt hierzu fest, eine Schadenminderungspflicht in Bezug auf Cannabis sei ihm nicht auferlegt worden und wäre auch nicht von Bedeu
tung, da die Einschränkungen auf einer psychischen Pathologie beruhten, wel
che nicht durch den Cannabiskonsum ausgelöst worden sei. Daher könne auch die Überwindbarkeitspraxis nicht angewandt werden (
Urk.
21 S. 8 ff.).
4.3.3
Ein psychischer Gesundheitsschaden
ist insofern als überwindbar zu erachten, als er
nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit
führt
, als angenommen werden kann, die V
erwertung der Arbeitsfähigkeit
sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar
(vgl. vorstehende E. 1.2).
Generell besteht eine Erwerbsunfähigkeit nur soweit, wie sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (vgl. vorstehende E. 1.1).
Im
E._
-
Gutachten wurden solche
-
krankheitsbe
dingt
nicht überwindbare -
Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit
nachvoll
zieh
bar dargelegt und insbesondere auf die Persönlichkeitsstruktur des Beschwer
deführers in Kombination mit der
Dysthymie
hingewiesen (Urk. 15/22/38).
Der
RAD
-Arzt
Dr.
G._
stellte die Diagnose
der Persönlichkeitsstörung in Frage. Die im
E._
-
Gutachten festgehaltene Arbeitsunfähigkeit anerkannt
e
er, führte sie jedoch hauptsächlich auf den Cannabiskonsum zurück
(vgl. vorste
hende E. 3.2)
.
Eine psychiatrische Exploration kann von der Natur der Sache her nicht
ermes
sensfrei
erfolgen. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Expe
rte lege
artis
vorgegangen ist
(Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2013 vom 2
2.
Mai 2013, E. 5.1 mit Hinweis).
Dies war beim
E._
-
Gut
achten der Fall, sodass die abweichende Meinung des RAD-Arztes
Dr.
G._
bezüglich der Diagnose
keine Zweifel
an der Expertise
zu erwecken vermag.
Im Übrigen hielt er die Beurteilung
d
er Arbeitsfähigkeit durch die
E._
gleichwohl
für plausibel. Soweit die Beschwerdegegnerin
eine Verletzung der
Schaden
minderungspflicht
geltend machen
will, ist anzumerken, dass
Dr.
I._
sich auf den Standpunkt stellte, die Non-Compliance des Be
schwerdeführers sei krankheitsbedingt beziehungsweise könne er die
Schaden
minderungspflicht
wegen seiner Persönlichkeitsstörung nicht erfüllen (vgl. Urk. 15/85/8 und vorstehende E. 3.6).
Hinzu kommt, dass für
das
Aufrecht
e
rhalt
en
ein
er 70%igen Arbeitsfähigkeit in
einer
angepasste
n
Tätigkeit ein Ver
zicht auf Cannabis vorausgesetzt
wird
(Urk. 15/22/46).
4.
4
Im Schlussbericht über die Integrationsmassnahme im
F._
vom
5.
Juni 2012 wurde davon ausgegangen, der Beschwerdeführer habe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in der freien Wirtschaft erreicht (Urk. 15/72/2, Ziff. 4.4).
Auch
Dr.
D._
ging in seinem Bericht vom 1
1.
Juni 2012
von einer Leistung von maximal 50
%
in einer adaptierte
n
Tätigkeit auf dem freien Markt aus (Urk. 15/73/4).
Die Beurteilungen durch
Dr.
D._
und durch die Leitung des
F._
weichen
damit nicht
erheblich
von der Beurteilung der
E._
-
Gutachter ab,
sodass letztere
umso realistischer erscheint
.
Insgesamt ist nach dem Gesagten entsprechend dem
E._
-
Gutachten
von einer Arbeitsfähig
keit von
50
%
als kau
f
männischer Angestellter
sowie von einer Arbeitsfähigkeit von
50 % sowie von einer Arbeitsfähigkeit von
70
%
unter den im Gutachten genann
ten besonderen Voraussetzungen
aus
zugehen
.
5.
5.1
Die Arbeitsfähigkeit in der erlernten Tätigkeit als kaufmännischer Angestellter ist durch das psychische Leiden des Beschwerdeführers und der damit verbun
de
nen Beeinträchtigung der sozialen Fähigkeiten eingeschränkt.
Körperliche oder intellektuelle Faktoren wirken sich nicht limitierend aus. Ein
Arbeitspen
sum
von über 50 % erachteten die Gutachter nur unter bestimmten Gegeben
hei
ten für möglich. Erforderlich ist eine selbstwertdienliche und
motivations
för
dernde
Unterstützung in Form von Anerkennung, Lob und Anregung und Rahmen
bedingungen, in denen der Beschwerdeführer genug Entscheidungshilfen, Unterstützung und Vorgaben erhält, ohne sich dabei aber eingeengt oder bevormundet zu fühlen.
5.2
Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst rechtsprechungsgemäss auch soge
nannte Nischenarbeitsplätze (vgl. vorstehende
Erw
. 4.2.6). Vorliegend indessen ist der Rahmen, innert dem eine über 50
%
hinausgehende Arbeitsleistung möglich ist, derart eng, dass nicht mehr von einem blossen Nischenarbeitsplatz gesprochen werden kann. Der Beschwerdeführer benötigt für eine Steigerung seiner Arbeitsleistung nicht nur einen entgegenkommenden Arbeitgeber, son
dern stetige aktive Unterstützung und Motivation durch diesen. Solches kann in der Regel nur an einem geschützten Arbeitsplatz erwartet werden, nicht jedoch in der freien Wirtschaft. Bei der Stelle im
F._
, bei der es sich um einen geschützten Arbeitsplatz handelte, vermochte der Be
schwerdeführer erst nach längerer Eingewöhnung eine Arbeitsleistung von über 50 % zu erbringen (vgl.
Urk.
15/72/2
Ziff.
5.1).
5.3
Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer in der freien Wirt
schaft
zumutbarerweise
ein hälftiges Pensum erbringen könnte. Primär in Frage kommt eine Tätigkeit im erlernten Beruf als kaufmännischer Angestellter. Da
rauf basierend ist die Invaliditätsbemessung vorzunehmen. Da die angestammte Tätigkeit auch weiterhin, wenn auch in reduziertem Umfang, zumutbar ist, ist der Invaliditätsgrad mittels eines Prozentvergleichs zu bestimmen. Mit anderen Worten entspricht die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit dem Invaliditätsgrad. Beim Prozentvergleich fällt ein leidensbedingter Abzug ausser Betracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_109/2013 vom 9 April 2013, E. 4.2 mit Hinwei
sen). Vorliegend
beträgt
die Arbeitsunfähigkeit und damit der Invaliditätsgrad 50 %, weswegen der Beschwerdeführer Anspruch auf eine halbe Rente hat. In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
Der Rentenanspruch entsteht frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (
Art.
29
Abs.
1 IVG).
Letzterer erfolgte im April 2010, weshalb der Rentenanspruch frühestens ab
1.
Oktober 2010 ent
stand.
Das Wartejahr sowie die übrigen Voraussetzungen von
Art.
28 Abs. 1 IVG waren zu jenem Zeitpunkt erfüllt (vgl. zum zeitlichen Verlauf Urk. 15/22/40-41).
Zwar
entsteht
der Rentenanspruch
nicht, solange die versi
cherte Person ein Taggeld nach
Art.
22
IVG
beanspruchen kann
(
Art.
29
Abs.
2 IVG).
Der Beschwerdeführer hatte jedoch im Oktober 2010 noch keinen Anspruch auf Taggelder, sondern erst ab September 2011 (vgl. Urk. 15/44/1), weshalb der
Rentenanspruch
ab
1.
Oktober 2010 entstand.
7
.
7
.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen der gesetzlichen Vorgabe (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Die Kosten sind der unterlie
genden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
7.2
Ausgangsgemäss hat der Beschwerdeführer gestützt auf
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) Anspruch auf eine volle Prozessentschädigung
.
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers weist in der eingereichten
Kosten
note
vom
6.
November
2014 (
Urk.
25
) für das vorliegende Verfahren einen Zeit
aufwand von
10,41 Stunden
sowie Barauslagen von
Fr.
88.90 aus.
Diese Aufwendungen erscheinen als gerechtfertigt,
woraus beim gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr.
200.-- eine Entschädigung von Fr. 2‘082.-- zuzüglich Barauslagen von
Fr.
88.90 zuzüglich Mehrwertsteuer im Betrag von
Fr.
173.65 resultiert. Infolgedessen hat
die Beschwerdegegnerin der unentgeltlichen
Rechtsvertreterin
des Beschwerdeführers eine
Prozessentschä
digung
in der Höhe von
Fr.
2‘344.55
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bezahlen.