# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e3dffc59-96f5-486f-a1f7-7abdccb721aa
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A. wurde am _ in X. geboren. Er ist verheiratet und Vater dreier Kinder. Die Familie wohnt in Y.. A. ist selbständig erwerbender Treuhänder und arbeitet als Experte in Rechnungslegung. Sein Netto-Einkommen beläuft sich für das Jahr 2009 auf Fr. 248'000.–, das steuerbare Vermögen auf über Fr. 1’000'000.– (act. 2.5).
B. Im Schweizerischen Strafregister ist A. mit einer Vorstrafe verzeichnet. Mit Strafmandat des Kreispräsidenten X. wurde er am 26. März 2003 wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand, grober Verletzung der Verkehrsregeln sowie Widerhandlungen gegen das Strassenverkehrsgesetz (SVG; SR 741.01) zu einer bedingt vollziehbaren Gefängnisstrafe von 90 Tagen sowie einer Busse von Fr. 2'500.– verurteilt (act. 2.1). Im ADMAS-Register figuriert er mit dieser Eintragung sowie mit zwei Eintragungen wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand in den Jahren 1996 und 1997 (act. 2.2).
C. Mit Strafmandat vom 30. Juni 2010 verurteilte die Kreispräsidentin Z. A. wegen Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit (Art. 91a Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes), Verletzung von Verkehrsregeln (Art. 31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG) sowie pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall (Art. 51 Abs. 1 und 3 SVG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 1 SVG) und bestrafte ihn mit einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 390.– bedingt bei einer Probezeit von 4 Jahren sowie mit einer Busse von Fr. 4'600.–, ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von 12 Tagen (act. 1.6). Gegen dieses Strafmandat erhob A. am 2. Juli 2010 Einsprache beim Kreisamt Z.. Mit Schreiben vom 5. August 2010 bestätigte der private Verteidiger von A., dass an der Einsprache festgehalten werde.
D. Mit Anklageverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 29. September 2010 wurde A. wegen Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit gemäss Art. 91a Abs. 1 SVG, Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG sowie pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall gemäss Art. 51 Abs. 1 und 3 SVG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 1 SVG in Anklagezustand versetzt (act. 1.18). Gemäss Anklageschrift vom gleichen Tage wurde der Anklage folgender Tatbestand zugrunde gelegt (act. 1.19):
„Nachdem der Angeklagte am Abend des 5. März 2010 im Rathaus V. eine Eigentümerversammlung geleitet hatte, fuhr er zwischen 21.00 und 22.00
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Uhr mit seinem Personenwagen, einem VW D Sharan, C., nach V.-W., wo er ins Hotel V. einkehrte. Dort trank er zunächst Mineralwasser und bestellte anschliessend einen halben Liter Weisswein, wovon er im Maximum zwei Gläser konsumierte. Um 23.30 Uhr verliess er das Restaurant und bestieg sein Fahrzeug, um nach Hause zu gelangen. Beim Rückwärtsfahren aus dem Parkplatz stiess er auf der gegenüberliegenden Strassenseite mit dem abgestellten Car, Marke Mercedes-Benz D Setra S315, Kontrollschild D. (D), zusammen. Dabei wurden die Skibox und das Abschlussblech hinten rechts beschädigt. Der Sachschaden am Car belief sich auf € 1'661.--. Bei diesem Zusammenstoss wurde auch das Fahrzeug des Angeklagten hinten rechts beschädigt, nämlich die Lichtanlage, der Kotflügel und die Stossstange. Obwohl A. diesen Zusammenstoss bemerkte, fuhr er mit seinem Auto nach Hause, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern. Aufgrund des Selbstunfalles, seiner Vorstrafen auf diesem Gebiet und der späten Unfallzeit hätte der Angeklagte mit der Anordnung einer Atemalkoholprobe rechnen müssen, was er mit dem Verlassen der Unfallstelle bewusst vermeiden wollte.
Der Chauffeur des oben erwähnten Cars erstattete am 6. März 2010 um 07.50 Uhr Anzeige bei der Kantonspolizei. Als in der Folge um 09.00 Uhr der zuständige Polizeibeamte beim Wohnhaus des Angeklagten erschien, liess dieser durch seine Tochter wahrheitswidrig mitteilen, er sei nicht zuhause. Eine Blutprobe konnte in der Folge nicht durchgeführt werden.“
E. Mit Urteil vom 28. April 2011, schriftliches Urteilsdispositiv mitgeteilt am 29. April 2011 (per Fax) bzw. 2. Mai 2011 (per Post), vollständig ausgefertigtes Urteil mitgeteilt am 2. September 2011, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Prättigau/Davos was folgt:
„1. A. ist schuldig der Vereitelung von Massnahmen zur Feststellung der Fahrunfähigkeit gemäss Art. 91a Abs. 1 SVG, der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG sowie des pflichtwidrigen Verhaltens bei Unfall gemäss Art. 51 Abs. 1 und 3 SVG in Verbindung mit Art. 92 Abs. 1 SVG.
2. Dafür wird A. verurteilt zu und bestraft mit:
a) einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je CHF 390.00. Der Vollzug der Geldstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von 4 Jahren aufgeschoben.
b) einer Busse von CHF 4'600.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 12 Tagen.
3. a) Die Kosten des Verfahrens von CHF 5'413.00 (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 1'663.00, Gerichtsgebühren CHF 3'500.00, Kosten Kreisamt Z. CHF 250.00) gehen zu Lasten von A..
b) A. schuldet dem Bezirksgericht Prättigau/Davos folglich:
Busse CHF 4'600.00
Verfahrenskosten CHF 5'413.00
Total CHF 10'013.00
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In Rechtskraft erwachsene Busse und Verfahrenskosten sind innert 30 Tagen nach der Zustellung des Entscheids mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.

## Considerations