# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 309c341c-cf0f-4885-8a8e-ab9daec2c0ce
**Court:** BL_SG
**Chamber:** BL_SG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** BL / Northwestern_Switzerland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

Sachverhalt:
A.
Mit Veranlagungsverfügung der Staatssteuer 2014 vom 21. April 2016 setzte die Steuerverwal-
tung das im Kanton Basel-Landschaft steuerbare Einkommen auf Fr. 428'159.-- sowie das
satzbestimmende Einkommen der Pflichtigen auf Fr. 214‘079.-- und den Steuerbetrag auf
Fr. 61‘734.-- fest. Das steuerbare Vermögen und das satzbestimmende Vermögen veranlagte
sie mit Fr. 545‘750.--, was einen Steuerbetrag von Fr. 2‘013.80 ergab. Unter anderem wies sie
Einnahmen aus Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) in Höhe von Fr. 26‘703.-- nicht den dekla-
rierten übrigen Einkünften, sondern dem Einkommen aus selbständigem Nebenerwerb zu.
B.
Mit Eingabe vom 20. Mai 2016 erhob der Pflichtige Einsprache und begehrte sinngemäss, es
handle sich bei den Einnahmen aus den PV-Anlagen nicht um Einkommen aus selbständiger
Nebenerwerbstätigkeit. Zur Begründung führte er aus, dass bei der Ansetzung der KEV Tarife
mit Lohnabzügen kalkuliert werde und somit der Tarif zu gering wäre. Bei anderen Personen
seien die Einnahmen aus PV-Anlagen nicht zum Einkommen hinzugerechnet worden, bei ihm
aber schon. Zudem sei er der Meinung, dass man für Fr. 1.-- Stromeinkommen egal wie, wer,
wo und wieviel, gleichbehandelt werden müsse.
Mit Entscheid vom 25. Mai 2021 wies die Steuerverwaltung die Einsprache betreffend die
Staatssteuer 2014 ab und erhöhte im Rahmen einer reformatio in peius das steuerbare Ein-
kommen von Fr. 428‘159.-- auf Fr. 943‘851.-- und das Reinvermögen von Fr. 545‘750.-- auf
Fr. 1‘726’730.--. Im Zuge der Revision bei der C._GmbH und der D._AG, bei welcher
der Pflichtige je zur Hälfte beteiligt sind, konnte ermittelt werden, dass der Pflichtige mit einer
weiteren Person sieben PV-Anlagen auf eigenen sowie angemieteten Dachflächen betreiben
würden: E._, T._weg 42 (Betrieb auf eigenem Dach), F._, U._weg 12 (Betrieb
auf eigenem Dach), E._, V._strasse 22f (Betrieb auf fremdem Dach), E._,
W._strasse 37 (Betrieb auf eigenem Dach), G._, X._ 9 (Betrieb auf fremdem Dach),
H._, Y._strasse 30 (Betrieb auf fremdem Dach) und F._, U._weg 14 (Betrieb auf
eigenem Dach). Dabei würden sie auf eigene Rechnung handeln, als einfache Gesellschaft
auftreten und mit der Anmietung von Dachflächen eine Gewinnabsicht verfolgen. Im Jahr 2014
hätten die PV-Anlagen auf angemieteten Dachflächen einen Gewinn von Fr. 23‘547.-- erzielt,
wobei die Hälfte dem Pflichtigen anzurechnen sei. Folglich reduziere sich das Einkommen aus
selbständigem Nebenerwerb von Fr. 26‘703.-- auf Fr. 11‘773.--. Nach dem Gesagten seien
deshalb nachstehende PV-Anlagen auf fremden Dächern als Geschäftsvermögen zu qualifizie-
ren: X._ 9, G._, Y._strasse 30, H._ und V._strasse 22f, E._. Demzufolge
würden sich die Geschäftsaktiven des Pflichtigen von Fr. 132‘750.-- auf Fr. 345‘900.-- erhöhen.
Diese Anlagen seien zudem als Betriebsstätten anzusehen und folglich sei deren Ertrag an den
Ort der gelegenen Sache auszuscheiden. Zu den Details werde auf den (umfassenden) Revisi-
onsbericht vom 26. März 2021 (Ziff. 3.3.1 - 3.3.3) verwiesen.
Im Rahmen der Untersuchungspflicht habe durch den Geschäftsbereich Revisorat eine Über-
prüfung der C._GmbH, der D._AG und der Steuerfaktoren des Pflichtigen stattgefunden.
Nach Abschluss dieser Prüfung seien die Ergebnisse im Revisionsbericht vom 26. März 2021
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festgehalten worden, welcher Grundlage für die nachfolgenden Korrekturen sei. Die Steuerver-
waltung erachte den Revisionsbericht zudem als Voranzeige betreffend die Schlechterstellung
im Rahmen des Einspracheentscheides (reformatio in peius). Da der Pflichtige und seine Ver-
treterin im Rahmen der Revision zur Vernehmlassung eingeladen worden sei, erachte sie die
Bedingung der Gewährung des rechtlichen Gehörs im Veranlagungsverfahren als erfüllt.
Hinzu komme, dass der Pflichtige zwischen 2008 bis 2013 Geld ab einem nichtdeklarierten
Konto der C._GmbH bezogen habe. Aufgrund diverser Schätzungen im Revisionsbericht
vom 26. März 2021 sei man zur Annahme gelangt, der Schwarzgeldbestand habe im Jahr 2009
rund Fr. 1‘270‘000.-- betragen und durch zusätzlichen Privatverbrauch sei dieser bis ins Jahr
2018 auf Fr. 0.-- gesunken. Für das fragliche Jahr 2014 resultiere ein Bestand von
Fr. 760‘000.--, weswegen sich das Barvermögen um diesen Fehlbetrag erhöhe.
Schliesslich seien Erträge aus qualifizierten Beteiligungen im Umfang von Fr. 621‘094.-- als
geldwerte Leistungen aufzurechnen. Die Aufrechnungen würden die Lieferung und Montage
von PV-Anlagen auf den Liegenschaften in E._, T._weg 42 (Fr. 35‘350.--), G._,
X._ 9 (Fr. 156‘250.--), H._, Y._strasse 30 (Fr. 80‘600.--), E._, V._strasse 22f
(Fr. 12‘000.--) und F._, U._weg 14 (Fr. 85‘750.--) betreffen. Die Aufrechnungen umfas-
sen zudem nicht verbuchte Umsätze WIR (Fr. 1'175.--), private Liegenschaftskosten diverser
Liegenschaften (Fr. 92'984.--), Pauschalspesen (Fr. 1'500.--), Kosten geschäftsmässig nicht
begründeter Fahrzeuge (Fr. 136.--), Privatanteil Fahrzeug (Fr. 430.--), I._AG (Fr. 7'407.--)
und die J._GmbH (Fr. 17'685.--). Daneben seien nicht gerechtfertigte private Liegenschafts-
kosten in Höhe von Fr. 129‘827.-- angefallen (vgl. Revisionsbericht vom 26. März 2021, Ziff.
3.1.3.4).
C.
Dagegen erhebt die Vertreterin, Ludwig + Partner AG, Rekurs und begehrt, (1) es sei der Ein-
spracheentscheid der Steuerverwaltung des Kantons Basel-Landschaft vom 25. Mai 2021 be-
treffend Staatssteuer 2014 aufzuheben und es sei auf die Aufrechnung beim steuerbaren Ein-
kommen im Umfang von Fr. 387'138.-- zu verzichten, (2) zusätzlich sei bei den Aufrechnungen
beim Reinvermögen der Betrag von Fr. 760'000.-- in Abzug zu bringen, (3) es sei die Aufrech-
nung der Geschäftsaktiven nach Erwägung 1.4 im Einspracheentscheid auf Grundlage der Er-
wägungen in vorliegendem Rekurs (Kapital 2.4) neu zu bestimmen und der überhöhte Betrag
der errechneten Geschäftsaktiven von den Aufrechnungen beim Reinvermögen in Abzug zu
bringen und (4) unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. MWST) zu Lasten der Vorinstanz.
Weiter stellt sie die Verfahrensanträge, (1) es sei das Verfahren bis auf Weiteres zu sistieren,
(2) es seien sämtliche Akten und Veranlagungsunterlagen der Vorinstanz von Amtes wegen
beizuziehen. Zudem seien die im Rekurs jeweils angegebenen Akten betreffend Einsprachever-
fahren der C._GmbH gegen die «Nachsteuern und Bussenverfügungen zur Staats- und
Gemeindesteuer und Bundessteuer 2009 bis 2016 beide datierend vom 11. Dezember 2020»
von Amtes wegen bei der Vorinstanz zu editieren und (3) den Rekurrenten sei Gelegenheit ein-
zuräumen bei Voranschreiten des derzeit rechtshängigen Einspracheverfahrens gegen die
„Nachsteuern und Bussenverfügungen zur Staats- und Gemeindesteuer und Bundessteuer
2009 bis 2016 beide datierend vom 11. Dezember 2020“ Ergänzungen einzureichen.
Ein überwiegender Teil der angefochtenen Aufrechnungen resultiere aus bestrittenen geldwer-
ten Leistungen der C._GmbH an den Rekurrenten. In diesem Zusammenhang sei ein Ein-
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spracheverfahren gegen die Nachsteuern und Bussenverfügungen rechtshängig, in welchem
dieselben Positionen zur Diskussion stehen würden. Es wäre deshalb zweckmässig, das vorlie-
gende Verfahren zumindest bis zum Vorliegen des Einspracheentscheids zu sistieren. Ausser-
dem werde mit vorliegendem Rekurs auf einige Beweismittel verwiesen, welche im Rahmen der
Überprüfung der Geschäftsbücher der C._GmbH sowie der darauffolgenden Nach- und
Strafsteuerverfahren entstanden seien. Würden sich diese Dokumente nicht bei den Vorakten
befinden, offeriere die Vertreterin sie in elektronischer Form einzureichen.
Betreffend den Ertrag aus qualifizierter Beteiligung gehe es zunächst um vier PV-Anlagen, wel-
che der Rekurrent und K._ als Aktionäre der C._GmbH sowie L._ als Angestellter
der Gesellschaft für sich privat erstellt hätten. Die C._GmbH habe lediglich die Module samt
Zubehör bestellt und den Privatpersonen zur Verfügung gestellt. Zur Wertbestimmung der in-
stallierten Anlagen habe die Vorinstanz die Stückpreise im Bereich von Fr. 680.-- bis Fr. 850.--
geschätzt. Jedoch gebe es bei PV-Anlagen diverse Unterschiede in Bezug auf die verwendeten
Solarmodule (Leistungsfähigkeit, Effizienz und Montagevorrichtungen). In der Zwischenzeit ha-
be die C._GmbH die effektiven Modulkosten belegt. Die jeweils verbauten Module würden
allesamt eine maximale Leistung von 250 Watt liefern und der Marktpreis für solche Module
läge bei rund Fr. 150.--. Für die administrativen Umtriebe werde der C._GmbH eine Marge
von 5 % des Wertes zugestanden, was von der Höhe her mehr als angemessen erscheine. Sei-
tens der C._GmbH und der Begünstigten sei aber nicht darauf beharrt worden, bloss auf die
tatsächlich viel tieferen Modulkosten abzustellen, sondern es sei zugestanden und belegt wor-
den, dass auch Montagematerial notwendig gewesen sei, um die PV-Anlagen zu errichten.
Auch auf dem Montagematerial sei der C._GmbH eine Marge von 5 % des Wertes zuge-
standen worden. Die Errichtung der PV-Anlagen hätten der Rekurrent, K._ sowie L._ in
Eigenregie vorgenommen, weshalb keine Installationsarbeiten für die Errichtung der PV-
Anlagen aufgelistet worden seien. Anfangs sei die C._GmbH in der Lüftungstechnik tätig
gewesen. Erst durch diese privat errichteten Anlagen habe sie die Kenntnisse erwerben kön-
nen, um solche Anlagen künftig auch geschäftlich anzubieten. Beim durchgeführten Marktpreis-
vergleich verkenne die Vorinstanz, dass bei Drittkunden nebst zusätzlich zu verrechnenden
Montagekosten auch viel teurere und leistungsfähigere Module, auf dem neuesten Stand der
Technik verbaut worden seien. Der Rekurrent und K._ hätten für ihre Anlagen möglichst
günstige Varianten verbaut. Infolge der wesentlich zu hoch gewerteten Kosten für die PV-
Anlagen sei bei den Rekurrenten auf Aufrechnungen als geldwerte Leistungen im Umfang von
Fr. 257‘311.-- zu verzichten. Die übermässigen Aufrechnungen hätten sich aufgrund der PV-
Anlagen der Liegenschaften X._ 9, G._ in Höhe von Fr. 106'837.--, Y._strasse 30,
H._ in Höhe von Fr. 75'695.--, V._strasse 22f, E._ in Höhe von Fr. 12'000.-- und
U._weg 14, F._ in Höhe von Fr. 62'779.-- ergeben.
Die Vorinstanz wolle die von der C._GmbH übernommenen Umbau- und Nebenkosten am
U._weg 14, F._ im Umfang von 50 % resp. Fr. 129‘827.-- den Rekurrenten als geldwerte
Leistungen aufrechnen, was vollumfänglich bestritten werde. Die Liegenschaft befinde sich im
Gesamteigentum des Rekurrenten und K._. Die C._GmbH habe sich seit 2004 in dieser
Rohbauliegenschaft eingemietet und dafür einen Mietzins von monatlich
Fr. 5‘600.-- bezahlt. Nach dem Umbau im Jahr 2014 hätten 670 m2 Nutzfläche zur Verfügung
gestanden. Aufgrund der äusserst tiefen Mietkosten sei vereinbart worden, dass sämtliche Kos-
ten (Nutzbarmachung aber auch Versicherungsprämien) von der C._GmbH zu bezahlen
seien. Um dem steigenden Platzbedarf der C._GmbH Rechnung zu tragen, sei der Mieter-
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ausbau oftmals in Eigenregie und über mehrere Jahre verteilt erfolgt. Aufgrund des Giebel-
dachs sei eine grössere Fläche zu tief bedacht und nicht nutzbar gewesen. Auch der Innenaus-
bau habe eine betrieblich sinnvolle Nutzung nicht zugelassen und mit dem Umbau habe die
neugeschaffene Etage mit 200 m2 als Bürofläche genutzt werden können. Folglich sei erstellt,
dass die C._GmbH nicht nur die Kosten der Nutzbarmachung, sondern auch deren Nutzen
getragen habe. Dem Argument der Steuerverwaltung, Um- und Einbauten in gemieteten Räum-
lichkeiten seien als nichtaktivierfähig zu betrachten, könne nicht gefolgt werden. In Anbetracht
des zusätzlichen Flächenbedarfs und der schlechten Lichtverhältnisse sei der Eingriff in die
Gebäudehülle notwendig gewesen. Zudem handle es sich bei der von der Steuerverwaltung
zitierten Einordnung um einen Leitfaden des Kantons M._. Dieser sei aber weder ein ver-
bindliches Gesetz, noch sei er für den Kanton Basel-Landschaft massgebend. Daneben würde
der Mietzins für derart grosse Gewerbeflächen mit Fr. 8.35 pro m2 im Monat weit unter dem
Marktüblichen liegen. Dass sämtliche Nebenkosten von der Rohbaumieterin übernommen wor-
den seien, sei vertraglich zulässig und aufgrund des äusserst günstigen Mietzinses für die Nutz-
fläche von 670 m2 auch nicht zu beanstanden.
Die im Jahr 2014 noch vorhandenen Barmittel in Höhe von Fr. 760‘000.-- müssten von der Vo-
rinstanz bewiesen werden, da es sich um eine steuerbegründende Tatsache handle. Tatsäch-
lich hätten die Rekurrenten das Bargeld bereits vor dem Jahr 2014 gänzlich verbraucht. Daher
sei auf eine Aufrechnung von Fr. 760‘000.-- beim Barvermögen zu verzichten.
Ausgehend von den zu hoch bewerteten Anlagekosten im Einspracheentscheid von gesamthaft
Fr. 497‘700.-- sei auch die Berechnungsbasis für die Aufrechnungen bei den Geschäftsaktiven
der Rekurrenten (von Fr. 132‘750.-- auf Fr. 345‘900.--) zu hoch ausgefallen. Die zu hoch bewer-
teten Anlagekosten seien, da es sich um zwei Gesellschafter handelt, jeweils um den doppelten
Betrag der zuvor ermittelten zu hohen Aufrechnungen betreffend G._, X._ 9
(Fr. 106‘837.--), H._, Y._strasse 30 (Fr. 75‘695.--) und E._, V._strasse 22f
(Fr. 12‘000.--) zu reduzieren. Somit seien lediglich Aufrechnungen für die Anlagekosten von
Fr. 108‘636.-- angebracht und die Aufrechnungen der Geschäftsaktiven seien auf dieser Grund-
lage neu zu bestimmen, wodurch sich die Höhe der Aufrechnungen beim Privatvermögen der
Rekurrenten reduziere.
Der Präsident des Steuergerichts weist mit Verfügung vom 6. Oktober 2021 die im Rekurs vom
25. Juni 2021 gestellten Verfahrensanträge bezüglich Sistierung und Beizug der Verfahrensak-
ten der C._GmbH ab. Den Rekurrenten stehe es jederzeit frei, Unterlagen, welche sich in
dieser Sache bereits in ihrem Besitz befinden und aus welchen sie etwas zu ihren Gunsten ab-
leiten, beim Steuergericht einzureichen.
Mit Vernehmlassung vom 29. Oktober 2021 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung des
Rekurses unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Rekurrenten. Ausgangspunkt
für die bei den Rekurrenten vorgenommenen Aufrechnungen bilde die Buchprüfung bei der
C._GmbH. An dieser sei der Rekurrent als Gesellschafter zur Hälfte beteiligt und deren Ge-
schäfte führe er als Vorsitzender. lm Rahmen der vorgenannten Buchprüfung habe sich gezeigt,
dass die C._GmbH für verschiedene Liegenschaften PV-Anlagen geliefert und die damit
verbundenen Montagen vorgenommen habe. Für die von ihr erbrachten Leistungen aus Liefe-
rung und Montage der PV-Anlagen seien keine Rechnungen gestellt und somit nicht oder nur
ungenügend, d.h. nicht marktkonform abgegolten worden. Die angenommenen Preise von bis
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zu Fr. 850.-- seien nicht zu beanstanden, denn sie würden auf Rechnungen basieren, welche
die C._GmbH an Dritte und an Nahestehende gestellt habe. Es handle sich somit um
marktkonforme Aufrechnungen. Insbesondere fehle auch der Nachweis, dass die günstigsten
Solarmodule nur für die «eigenen» Anlagen verbaut worden sein sollen. Dies gelte umso mehr,
als dass die zuständige Revisorin die C._GmbH mehrfach aufgefordert habe, Kalkulations-
details, Berechnungsgrundlagen und Bruttogewinnmargen im Allgemeinen sowie (im Speziel-
len) in Bezug auf die oben aufgeführten Rechnungen offenzulegen. Leider sei die C._GmbH
bzw. der Rekurrent selbst dieser Aufforderung und damit der im Steuerrecht gebotenen Mitwir-
kungspflicht nicht nachgekommen. Auch die Behauptung, dass die Montage durch den Rekur-
renten, K._ und L._ in deren Freizeit erfolgt und deshalb kein Betrag eingesetzt worden
sei, erscheine völlig widersprüchlich. Die Vertreterin habe noch mit Schreiben vom 11. Januar
2021 im Zusammenhang mit den aufgerechneten Pauschalspesen moniert, dass die betroffe-
nen Personen von 7 Uhr morgens bis spät in die Nacht und auch an den Wochenenden arbei-
ten würden. Wie da eine Montage der Solarmodule in der Freizeit überhaupt noch möglich sein
solle, erschliesse sich dem Leser deshalb nicht. Im Übrigen hätten sich die vorgenommenen
Aufrechnungen durch das Revisorat auf Fr. 192‘500.-- belaufen. Die Basellandschaftliche Ge-
bäudeversicherung (BGV) habe die PV-Anlagen mit Fr. 200'000.-- eingeschätzt. Im Ergebnis
zeige sich, dass die seitens Revisorats vorgenommenen Aufrechnungen «den Nagel somit
ziemlich genau auf den Kopf getroffen hätten».
Unter dem Titel der geldwerten Leistungen betreffend die Umbauten am U._weg 14, F._
erscheine es äusserst fragwürdig, dass die C._GmbH 15 Jahre mit den Innenausbauten
zugewartet habe. Unabhängig davon würden die vorgenommenen Arbeiten den Umfang der für
Rohbauten typischen Mietereinbauten sprengen. So seien zusätzliche Fenster eingebaut, das
Giebeldach in ein Pultdach umgebaut und darauf eine (weitere) PV-Anlage installiert worden.
Letztlich sei es dem Rekurrenten und K._ als Gesamteigentümer der Liegenschaft darum
gegangen, die mit dem Liegenschaftsumbau und den Installationen der Solaranlage verbunde-
nen Kosten nicht privat tragen zu müssen, sondern diese allein der C._GmbH zu belasten.
Entgegen der herkömmlichen Verbuchungspraxis, habe die Gesellschaft sämtliche Um- und
Ausbaukosten direkt über den Materialeinkauf der Erfolgsrechnung belastet. Würde es sich tat-
sächlich um Mieteinbauten handeln, so wären diese bekanntlich in der Gesellschaft zu bilanzie-
ren und in den Folgejahren abzuschreiben. Aber der damit verbundene Stromverkauf bzw. die
daraus resultierenden Erträge (Einspeisevergütungen) seien durch die Privatpersonen verein-
nahmt worden. Da es sich um Ein- und Umbauten handeln würde, die grundlegend in die Ge-
bäudestruktur eingreifen und letztlich in keinem ersichtlichen Zusammenhang mit der betriebli-
chen Tätigkeit der C._GmbH stehen würden, werde an den Aufrechnungen vollumfänglich
festgehalten.
Hinsichtlich der aufgerechneten Barmittel in Höhe von Fr. 760‘000.-- gelte es nachfolgende Her-
leitung miteinzubeziehen. Das Vermögen habe 2014 netto um knapp Fr. 1'100'000.-- zuge-
nommen. Diesem Betrag stehe ein Einkommensüberschuss von lediglich knapp Fr. 670'000.--
gegenüber. Dieser setze sich zusammen aus Einkünften von rund Fr. 1'280'000.-- und Ausga-
ben von gerundet Fr. 612'000.--. Es bestehe somit ein «Manko» von Fr. 430'000.--. Dies lasse
den Schluss zu, dass im Jahr 2014 versucht worden sei, das Schwarzgeld sozusagen «peu à
peu» und damit «weiss» wieder zurück in den Wirtschaftskreislauf zu bringen. Es sei davon
auszugehen, dass neben den in der Vermögens-/Einkommensrechnung bereits berücksichtig-
ten Ausgaben jeweils pro Jahr ungefähr weitere Fr. 100‘000.-- bis Fr. 110‘000.-- anfielen. Damit
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sei im Jahr 2014 mutmasslich Schwarzgeld von Fr. 540‘000.-- (= Fr. 430‘000.-- + Fr. 110‘000.--)
verwendet worden. Der Bestand des Schwarzgeldes werde Ende 2013 auf Fr. 1‘300‘000.-- ge-
schätzt. Somit belaufe sich der Restbestand per Ende 2014 noch auf Fr. 760‘000.--.
In der vom 8. Dezember 2021 datierenden Ergänzung zum Rekurs führt der Vertreter im We-
sentlichen aus, dass die Module von der C._GmbH nur eingekauft worden seien und es sich
bezüglich der im vorliegenden Rekursverfahren aufgeführten Photovoltaikanlagen nicht um ei-
nen Gesamtauftrag «Erstellen einer Photovoltaikanlage» an die C._GmbH handle. Die
Steuerverwaltung habe bei ihren Drittvergleichen auf Offerten zurückgegriffen, in denen eine
Gesamtleistung zur Diskussion gestanden habe, während bei den hier zur Diskussion stehen-
den privat errichteten Photovoltaikanlagen es sich durchgehend um einfache Dachkonstruktio-
nen handle. Demgegenüber seien die Vergleichsanlagen überwiegend auf Giebeldächern an-
gebracht worden, was nebst einem Baugerüst auch aufwendige Installationen bedinge und
demzufolge einen viel höheren Arbeits- und Kostenaufwand verursacht habe. Abgesehen da-
von, dass die ersten Bestellungen durch die C._GmbH ausgeführt worden seien (Material-
einkauf), was einen vernachlässigbaren Aufwand verursacht habe, sei keinerlei Leistung durch
die weiteren Mitarbeiter erbracht, weshalb der C._GmbH auch keine Arbeitsleistung zu ent-
schädigen sei. Dennoch sei auf den Panels und auf dem Montagematerial eine Marge von 5 %
zugestanden worden. Um die relativ einfache und schnelle Montage auf einfachen Dachkon-
struktionen zu verdeutlichen, sei von der C._GmbH ein Zeitraffervideo erstellt worden, wel-
ches aufzeige wie die Installation von 16 Panels innert 34 Minuten vollzogen werden könne,
was eine Montagezeit von 2 Minuten pro Panel ergebe.
Bezüglich der Liegenschaftskosten «U._weg 14» sei unbestritten, dass kein schriftlicher
Mietvertrag bezüglich der Grundmiete (ohne Dachgeschoss) bestehe und damit auch keine
schriftlichen Ausführungen zum Ausbau gemacht worden seien. Es sei ebenfalls unbestritten,
dass die Miete seit Anbeginn des Mietverhältnisses monatlich Fr. 5'600.-- betrage, wobei über
die ganze Mietperiode eine Rohbaumiete vorgelegen habe. Der Mieterausbau «Dachgeschoss»
sei dementsprechend nicht anders anzusehen, als das Mietverhältnis, welches die
C._GmbH ursprünglich mit der N._AG eingegangen sei: Dieses umfasse seit Anbeginn
die ganze Parzelle xx, GB F._, mit einer Fläche von 2'100 m2 sowie Büroräumlichkeiten von
ursprünglich 470 m2 Fläche. Das Grundstück werde vollständig betrieblich genutzt. Der verein-
barte Mietzins sei sehr günstig. Im Übrigen habe es sich auch dort um eine Rohbaumiete ge-
handelt, denn der ganze dort getätigte Ausbau sei zu Lasten der C._GmbH gegangen und
hätte bei Beendigung des Mietverhältnisses wieder entfernt werden müssen. Ausschlaggebend
sei vorliegend, dass der Mietzins bereits ursprünglich sehr tief gewesen sei und sich auch nach
dem Umbau der Liegenschaft nicht erhöht habe. Der Ausbau des Dachstocks am U._weg
14 habe Fr. 350'000.-- gekostet. Werde dieser Betrag auf ein Mietverhältnis übertragen, würde
dies einen kalkulatorischen Mietzins von monatlich zusätzlich Fr. 3'500.-- bis Fr. 4'000.-- auslö-
sen. Die C._GmbH habe bislang keinen Mietzins bezahlen müssen und habe das Dachge-
schoss über als sieben Jahre genutzt und dafür eine Investition von Fr. 350'000.-- übernom-
men. Aus dem Umstand, dass sich die C._GmbH dafür entschieden habe, die Investition zu
Übernehmen und dafür der bereits günstige Mietpreis erhalten geblieben sei, könne kein Miss-
verhältnis erblickt werden. Aufgrund der vorliegenden Umstände sei keine geldwerte Leistung
ersichtlich und es müsse vielmehr auf ein konkludentes Rohmietverhältnis geschlossen werden.
Dass die entstandenen Kosten von der C._GmbH steuerlich nicht aktiviert worden seien, sei
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zwar falsch, begründe aber auch keine geldwerte Leistung und hänge mit der sichtlichen Über-
forderung der anderen Gesellschafter zusammen, welche von Beruf Lüftungstechniker seien.
Die Steuerverwaltung führt in Ihrer Stellungnahme vom 14. Dezember 2021 unter anderem aus,
dass der von der Steuerverwaltung vorgenommene Drittvergleich auf Rechnungen basiere,
welche in den «Debitoren»-Ordnern der C._GmbH abgelegt gewesen seien. Damit bildeten
die von der zuständigen Revisorin vorgefundene Rechnungen Grundlage für den Drittvergleich.
Demgemäss sei die Vergleichsgrundlage gegeben.
Zudem seien die Vergleichsanlagen nicht auf Giebeldächern angebracht worden, was eine auf-
wendigere Installation bedingt hätte. So sei beispielsweise die Vergleichsanlage an der
Z._strasse 18 in O._ alles andere als ein Giebeldach. Nichtsdestotrotz seien auch für
diese Anlage Fr. 220'500.-- fakturiert worden, was bei einer verbauten Anzahl von 228 Solar-
modulen einen Stückpreis von Fr. 967.-- ergebe. Entsprechend zeige sich, dass die im Rahmen
der steuerlichen Aufrechnungen für die Solarmodule angenommenen Preise von bis zu
Fr. 850.-- nicht zu beanstanden seien. Schliesslich sei auch die Behauptung der Vertreterin,
dass es sich bei den privat errichteten Photovoltaikanlagen um durchgehend einfache Dach-
konstruktionen handeln würde, falsch, was beispielsweise ein Blick auf die privat gehaltenen
Liegenschaften U._weg 12 und U._weg 14, F._, zeige.
Die Vertreterin sei nicht in der Lage nachzuweisen, wo und welche Solarpanels tatsächlich ver-
baut worden seien. Die Behauptung, die Herren P._, K._ und L._ hätten für «ihre
Anlagen» möglichst günstige Varianten gewählt, stimme nachweislich nicht. Stellvertretend
könne auf die vermeintliche Kostenzusammenstellung für die Photovoltaikanlage an der
V._strasse 22f in E._ verwiesen werden, worin die Vertreterin unter Verweis auf die
Rechnung vom 27. September 2013 der in China ansässigen Q._Co. Kosten für die Solar-
panels von Fr. 143.30 pro Stück, mithin Fr. 13’183.60 geltend mache. Allerdings zeigten die
Dokumente der im Rahmen der Revision ebenfalls involvierten Abteilung Strafsachen und Un-
tersuchungen (ASU) der Eidgenössischen Steuerverwaltung (ESTV), dass nicht diese günsti-
gen, sondern wesentlich teurere Panels des Typs «Sunpower SPR327 (327 Wp)» mit einem
Stückpreis von Fr. 491.10) verbaut worden seien. Diese seien denn auch nicht in China, son-
dern in der Schweiz bei der Firma R._GmbH bezogen worden. lm Ergebnis gelte somit,
dass die Vertreterin nicht habe nachzuweisen können, wo und welche Solarpanels verbaut
worden seien. Die Behauptung, dass für die eigenen Anlagen möglichst günstige Varianten
verwendet wurden, sei schlichtweg falsch. Entsprechend haben die Rekurrenten auch die Fol-
gen der Beweislosigkeit zu tragen.
An der heutigen Parteiverhandlung halten die Parteien an ihren Anträgen und Vorbringen fest.

## Considerations

Erwägungen:
1.
Das Steuergericht ist gemäss § 124 des Gesetzes vom 7. Februar 1974 über die Staats- und
Gemeindesteuern (Steuergesetz, StG; SGS 331) zur Beurteilung des vorliegenden Rekurses
zuständig. Gemäss § 129 Abs. 3 StG werden Rekurse, deren umstrittener Steuerbetrag wie im
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vorliegenden Fall Fr. 10'000.-- pro Steuerjahr übersteigt, vom Präsidenten und vier Richterinnen
und Richtern des Steuergerichts beurteilt. Da die in formeller Hinsicht an einen Rekurs zu stel-
lenden Anforderungen erfüllt sind, ist ohne weiteres darauf einzutreten.
2.
Im vorliegenden Fall gilt es zu prüfen, ob die Aufrechnung von geldwerten Leistungen für gelie-
ferte und montierte PV-Anlagen in Höhe von Fr. 334’600.-- von der Steuerverwaltung zu Recht
vorgenommen wurde, ob die Liegenschaftskosten am U._weg 14 in F._ in Höhe von
rund Fr. 129’827.-- steuerlich berücksichtigt werden können und schliesslich, ob das Barvermö-
gen in Höhe von Fr. 760'000.-- zu Recht aufgerechnet wurde.
3.
3.1. Zum steuerbaren Einkommen gehören nach § 24 Abs. 1 lit. e StG insbesondere alle Ein-
künfte aus beweglichem Vermögen, namentlich Zinsen aus Guthaben, Dividenden und geldwer-
te Leistungen aus Beteiligungen aller Art (inkl. Gratisaktien und Gratisnennwerterhöhungen)
unter Einschluss des über den Nennwert hinaus ausgeschütteten Liquidationserlöses, (...).
Beteiligungserträge sind alle geldwerten Leistungen der Gesellschaft an die Inhaber der Beteili-
gungsrechte, welche in direktem Zusammenhang mit den Beteiligungsrechten stehen, d.h. ihren
Grund in der Beteiligung selbst haben. Der Ertrag aus qualifizierten Beteiligungen entspricht
dem Betrag der Gewinnausschüttung ohne Berücksichtigung von Schuldzinsen oder weiteren
Abzügen. Keine Einkünfte aus Beteiligungsrechten sind insbesondere Erträge, die bei der leis-
tenden Kapitalgesellschaft oder Genossenschaft geschäftsmässig begründeten Aufwand dar-
stellen (vgl. Baselbieter Steuerbuch Band 1 - Beteiligungserträge, 34 Nr. 5).
Dividenden, Gewinnanteile, Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Aktien, Antei-
len an Gesellschaften mit beschränkter Haftung, Genossenschaftsanteilen und Partizipations-
scheinen sind gemäss § 27quater Abs. 1 StG im Umfang von 60 % steuerbar, wenn diese Beteili-
gungsrechte mindestens 10 % des Grund- oder Stammkapitals einer Kapitalgesellschaft oder
einer Genossenschaft darstellen.
3.2. Sämtliche geldwerten Leistungen, die ein Anteilsinhaber - oder eine ihm nahestehende
Person - aufgrund seiner Beteiligungsrechte an einer juristischen Person von dieser erhält und
die nicht eine Rückzahlung des einbezahlten Kapitals sind, stellen steuerbaren Vermögenser-
trag dar. Dazu gehören neben den offenen Ausschüttungen von Dividenden und Liquidations-
gewinnen auch die so genannten verdeckten Gewinnausschüttungen wie übersetzte Saläre,
Spesen, Vorzugspreise und Darlehenszinsen, die dem Aufwand der juristischen Person belas-
tet worden sind (FINDEISEN/THEILER, in: Nefzger/Simonek/Wenk, [Hrsg.], Kommentar zum Steu-
ergesetz des Kantons Basel-Landschaft, Basel 2004, § 24 N 144).
3.3. Zum steuerbaren Reingewinn gehören namentlich Zuwendungen der Gesellschaft an die
Anteilsinhaber oder ihnen nahestehende Dritte, die einem Aussenstehenden nicht oder zumin-
dest nicht im gleichen Mass gewährt würden. Der Grundtatbestand solcher geldwerter Leistun-
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gen ist nach der Rechtsprechung immer dann anzunehmen, wenn (a) die Gesellschaft keine
oder keine gleichwertige Gegenleistung erhält, (b) der Aktionär direkt oder indirekt (z.B. über
eine ihm nahestehende Person oder Unternehmung) einen Vorteil erhält, der einem Dritten un-
ter gleichen Bedingungen nicht zugebilligt worden wäre, die Leistung also insofern ungewöhn-
lich ist, und (c) der Charakter dieser Leistung für die Gesellschaftsorgane erkennbar war (BGE
131 II 593 E. 5.1 S. 607; Urteile [BGer] 2C_272/2011 vom 5. Dezember 2011 E. 3.1 und 3.2.1;
2C_265/2009 vom 1. September 2009 E. 2.1, in: StR 64/2009 S. 915, mit Hinweisen;
2C_414/2012 vom 19.11.2012, E. 3).
Als geldwerte Vorteile aus Beteiligungen gelten dementsprechend alle durch Zahlung, Überwei-
sung, Gutschrift, Verrechnung oder auf andere Weise bewirkten in Geld messbaren Leistungen,
die der Inhaber gesellschaftlicher Beteiligungsrechte unter irgendeinem Titel aufgrund dieser
Beteiligung von der Gesellschaft erhält und welche keine Rückzahlung der bestehenden Kapi-
talanteile darstellen. Dazu gehören insbesondere sog. verdeckte Gewinnausschüttungen, d.h.
Zuwendungen der Gesellschaft, denen keine oder keine genügenden Gegenleistungen des
Anteilsinhabers entsprechen und die einem an der Gesellschaft nicht beteiligten Dritten nicht
oder nur in wesentlich geringerem Umfang erbracht worden wären. Das ist mit einem Drittver-
gleich zu ergründen (sog. Prinzip des "dealing at arm's length"), bei dem alle konkreten Um-
stände des abgeschlossenen Geschäfts zu berücksichtigen sind (vgl. BGE 138 II 57, E. 2.2).
Die verdeckten Gewinnausschüttungen bzw. geldwerten Leistungen unterliegen der Gewinn-
steuer der Kapitalgesellschaft, der Einkommenssteuer beim Anteilsinhaber sowie der Verrech-
nungssteuer, die von Inländern zurückgefordert werden kann. Eine verdeckte Gewinnausschüt-
tung findet in erster Linie statt, wenn die Unternehmung Privataufwand (Lebenshaltungskosten)
des Anteilsinhabers usw. aus eigenen Mitteln deckt und diesen als geschäftlichen Aufwand ver-
bucht oder wenn sie Geschäftsvermögen für Privatzwecke zur Verfügung stellt. Die häufigste
Form der verdeckten Gewinnausschüttung besteht darin, dass die Kapitalunternehmung auf-
grund eines Rechtsgeschäfts (z.B. Arbeits-, Darlehens-, Mietvertrag usw.) an Anteilsinhaber
oder nahestehende Personen zulasten eines Aufwandkontos Leistungen erbringt (z.B. Lohn,
Zins), welche im Verhältnis zu der von ihnen erbrachten Gegenleistung offensichtlich übersetzt
sind. Das ist dann der Fall, wenn die Leistung der Kapitalunternehmung höher ist als jene, die
sie einem unbeteiligten Dritten in jedem Fall höchstens zugestanden hätte (maximales markt-
konformes Entgelt; vgl. REICH/WEIDMANN, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schwei-
zer Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017 Basel,
Art. 20 N 46f.; HÖHN/WALDBURGER, Steuerrecht Band 1, 9. Auflage, Bern/Stuttgart/Wien 2001,
§ 18 N 106).
3.4. Im Bereich der geldwerten Leistungen gilt die Grundregel, dass die Steuerbehörde die Be-
weislast für steuerbegründende und -erhöhende Tatsachen trägt, die steuerpflichtige Gesell-
schaft dagegen diejenige für all das, was die Steuer aufhebt oder mindert. Der Behörde obliegt
insbesondere der Nachweis dafür, dass die Gesellschaft eine Leistung erbracht hat und dieser
keine oder keine angemessene Gegenleistung gegenübersteht. Hat die Behörde ein solches
Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung dargetan, so ist es Sache der steuerpflich-
tigen Gesellschaft, die damit begründete Vermutung zu entkräften. Gelingt ihr das nicht, trägt
sie die Folgen der Beweislosigkeit (zum Ganzen vgl. BGer 2C_414/2012 vom
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19. November 2012; vgl. auch MARKUS REICH, Steuerrecht, 3. Auflage, Zürich 2020, § 13
N 113 ff.).
3.5. Gemäss Ziff. 1.2.1 des Revisionsberichts (Steuerjahre 2010-2018) habe die C._GmbH
eine geldwerte Leistung zugunsten des Pflichtigen von Fr. 621'094.-- erbracht, wobei im vorlie-
genden Verfahren einzig die Aufrechnungen in Zusammenhang mit der Lieferung und Montage
der PV-Anlagen (Ziffer 3.1.3.3 Revisionsbericht) in den Liegenschaften T._weg 42 in
E._, X._ 9 in G._, Y._strasse 30 in H._, V._strasse 22f in E._ und
U._weg 14 in F._ in Höhe von insgesamt Fr. 334’600.-- strittig sind.
Die Aufrechnungen der Steuerverwaltung basieren auf Drittvergleichen bzw. auf Rechnungen
der C._GmbH für Leistungen, welche diese gegenüber Dritten erbracht hatte. Dabei errech-
nete sie einen durchschnittlichen Basispreis pro Modul von Fr. 850.--. Grundsätzlich stimmt die
Vertreterin den vorgenommenen Aufrechnungen im Einkommen des Pflichtigen zu, jedoch wird
deren Umfang bestritten: Die Vorgehensweise der Rekursgegnerin zur Bestimmung der Kosten
für die Solarmodule sei falsch. Bei der verbauten Variante, welche eine Leistung von 250 Watt
liefere, handle es sich um eine am Markt erhältlich günstige Variante. Die von der C._GmbH
erbrachte Leistung bestehe hier einzig darin, die Module samt Zubehör zu bestellen und diese
dem Rekurrenten und seinen Partnern zur Verfügung zu stellen. Für diese administrativen Auf-
wendungen habe die C._GmbH einen Kostenaufschlag von 5 % erhoben. Die Installation
hingegen sei vom Rekurrenten und seinen Partnern in Freizeit- und Wochenendarbeit in Eigen-
regie erfolgt, weswegen die C._GmbH auch keine Montage- und Installationsleistungen in
Rechnung gestellt habe. Die Montage eines Moduls erfordere rund 2 Minuten, woraus sich bei
650 Modulen ein Gesamtaufwand von insgesamt 22 Stunden ergebe.
Die Steuerverwaltung wiederum zieht diese Berechnungen in Zweifel: Zum einen fehle es am
Nachweis, dass die günstigen Module auch effektiv in beiden besagten Liegenschaften verbaut
wurden. Zum anderen würde sich der Pflichtige widersprüchlich verhalten: Der Pflichtige würde
gemäss eigenen Angaben Tag und Nacht sowie an den Wochenenden arbeiten. Dass die In-
stallation in Eigenregie in der Freizeit und an den Wochenenden stattgefunden haben soll, wer-
de bezweifelt.
Den Nachweis, dass die Installationsarbeiten ohne Zutun der C._GmbH stattgefunden habe,
bleibt die Vertreterin schuldig. Auch wenn die Montage pro Panel nur zwei statt drei Minuten in
Anspruch genommen hat, zeigt insbesondere die Rechnung an die S._AG, dass für die In-
stallation einer vergleichbaren PV-Anlage ein Preis pro Modul von Fr. 962.-- fakturiert und von
der Debitorin auch bezahlt worden ist. Die Behauptung der Vertreterin, dass es sich bei den
Vergleichsobjekten ausschliesslich um Giebeldachkonstruktionen handle, welche für die Instal-
lation einer PV-Anlage einen grösseren Aufwand bedeuteten, ist demnach zumindest für das
Objekt an der Z._strasse 18 in O._ offensichtlich falsch. lm Übrigen bestehen grosse
Zweifel, dass die günstigen Module aus China verbaut wurden. So zeigt die von der Steuerver-
waltung ins Recht gelegte «Beglaubigung PV-Anlage» für die Anlage an der V._strasse 22f
in E._ ein anderes Bild: Als Modultyp sind 92 Stück «Sunpower SPR327» mit einer Leistung
von 31’300 kWh angegeben, was einer doppelt so grossen Leistung entspricht, wie die mut-
masslich verbauten Module aufweisen. Insgesamt hat die R._GmbH 414 Module zu einem
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durchschnittlichen Preis von rund Fr. 485.-- geliefert. Dem Rekurrenten gelingt es somit nicht,
die von der Steuerverwaltung begründete Vermutung zu entkräften, weshalb sie die Folgen der
Beweislosigkeit zu tragen hat. Aus alledem folgt, dass die Aufrechnungen der Steuerverwaltung
zu recht erfolgt sind.
3.6. Weiter ist zu prüfen, ob die Liegenschaftskosten am U._weg 14 in F._ in Höhe von
rund Fr. 129’827.-- steuerlich berücksichtigt werden können.
Bei Mietereinbauten handelt es sich grundsätzlich um wertvermehrende Anlagekosten, welche
nach dem Akzessionsprinzip nach Beendigung des Mietverhältnisses in das Eigentum des
Vermieters übergehen (vgl. MICHAEL FELBER/MATHIAS HÄNI, in: Zweifel/Beusch/Oesterhelt
[Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Immobiliensteuern, 2021 Basel,
§ 3 N 19 ff.). Entsprechend wären diese typischerweise bei der Mieterin zu aktivieren und über
die Nutzungsdauer abzuschreiben. Vorliegend wurden die entsprechenden Aufwendungen di-
rekt als Aufwand über die Erfolgsrechnung ausgebucht. Gemäss § 53 StG ist der steuerbare
Reingewinn Gegenstand der Gewinnsteuer. Dieser setzt sich dabei unter anderem aus dem
Saldo der Erfolgsrechnung zuzüglich aller nicht zur Deckung des geschäftsmässig begründeten
Aufwands zulasten des Reingewinns ausgeschiedenen Teile des Geschäftsergebnisses, wie
insbesondere Aufwendung für die Herstellung, Anschaffung oder Wertvermehrung von Gegen-
ständen des Anlagevermögens zusammen. Zudem sind auch die der Erfolgsrechnung nicht
gutgeschriebenen Erträge zu addieren. Der Begriff des geschäftsmässig begründeten Aufwan-
des ist im Gesetz nicht definiert. Generell kann jener Aufwand als geschäftsmässig begründet
und damit als steuerlich abzugsfähig qualifiziert werden, welcher mittelbar oder unmittelbar ei-
nem unternehmerischen Zweck dient. Es reicht, wenn die Aufwendung mit der blossen Mög-
lichkeit der Gewinnerzielung verbunden werden kann (vgl. PETER BRÜLISAUER/MARCO
MÜHLEMANN, in: Zweifel/Beusch [Hrsg.], Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bun-
desgesetz über die direkte Bundessteuer, 3. Aufl. 2017 Basel, Art. 58 N 183).
Wiederum substantiiert die Vertreterin ihr Vorbringen nicht genügend, weshalb die von der
C._GmbH vorgenommen Ausbauten geschäftsmässig begründet sein sollen. Insbesondere
die behauptete Notwendigkeit der strukturellen Veränderung des Daches erschliesst sich dem
Gericht nicht: So konnte die Vertreterin nicht glaubhaft darlegen, inwiefern die alte Dachkon-
struktion für die Zwecke der C._GmbH nicht geeignet gewesen sei, insbesondere da der
Gesellschaftszweck den Betrieb eines Montageunternehmens für Lüftungs- und Klimatechnik
nennt. Vielmehr entsteht auf der Basis der vorliegenden Unterlagen der Eindruck, dass die
Dachkonstruktion einzig zum Zweck abgeändert wurde, dass der Rekurrent darauf eine grösse-
re Solaranlage installieren konnte. Da die Erträge aus dem Betrieb der PV-Anlage dem Pflichti-
gen direkt privat zufliessen, ist die Geschäftsmässigkeit der Umbauten höchst fraglich. Es wirkt
reichlich konstruiert, wenn die Vertreterin ausführt, dass die Rohbausituation über 10 Jahre bis
zum Umbau bestanden habe: Wenn die Räumlichkeiten dem Geschäft der C._GmbH nicht
dienlich gewesen wäre, hätte man einen Umbau sicherlich bereits früher angestrebt. Die weite-
ren Ausführungen der Vertreterin, dass das Dachgeschoss aufgrund einer Giebeldachkonstruk-
tion nicht genutzt werden konnte, weshalb eine Pultdachkonstruktion gewählt wurde, überzeu-
gen ebenfalls nicht: Der Raumgewinn mit der gewählten Pultdachkonstruktion ist gegenüber
dem Giebeldach marginal, sodass lediglich ein Drittel der Grundfläche nutzbar gemacht wurde.
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Es scheint viel naheliegender, dass die Pultdachkonstruktion einzig mit dem Zweck gewählt
wurde, eine weitere, grössere PV-Anlage installieren zu können. Wäre der Fokus tatsächlich auf
einem Raumgewinn für die geschäftliche Aktivität der C._GmbH gelegt worden, hätte eine
andere Dachform für die C._GmbH den grösseren Nutzen gebracht. Die Aufrechnung durch
die Steuerverwaltung sind demnach auch in diesem Punkt nicht zu beanstanden.
3.7. Schliesslich bleibt zu prüfen, ob das Barvermögen in Höhe von Fr. 760'000.-- zu Recht auf-
gerechnet wurde.
Der Vertreterin ist beizupflichten, dass der im Jahr 2014 noch vorhandene Barmittelbestand von
der Steuerverwaltung zu beweisen ist, da es sich hier um eine steuerbegründende Tatsache
handelt (siehe E.3.4.). Die Vertreterin stützt sich bei ihrer Argumentation auf den Umstand, dass
per 2014 keine Barmittel mehr vorhanden gewesen seien. Nach den Regeln über die objektive
Beweislast ist zu bestimmen, wer die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen hat, wenn das erfor-
derliche Beweismass nicht erreicht wurde, d.h. der Beweis für eine rechtserhebliche Tatsache
misslungen ist. Dabei kommt der steuerpflichtigen Person für steueraufhebende oder -
mindernde Tatsachen die objektive Beweislast zu, während die Steuerbehörde jene für steuer-
begründende und -erhöhende Tatsachen trifft (vgl. Entscheid des Bundesgerichts [BGE] 140 II
248, E. 3.5; BLUMENSTEIN/LOCHER, System des schweizerischen Steuerrechts, 7. Aufl., Zürich
2016, S. 519). Ein Beweis gilt als erbracht, wenn das Gericht nach objektiven Gesichtspunkten
von der Richtigkeit einer Sachbehauptung überzeugt ist. Absolute Gewissheit kann dabei nicht
verlangt werden. Es genügt, wenn das Gericht am Vorliegen der behaupteten Tatsache keine
ernsthaften Zweifel mehr hat oder allenfalls verbleibende Zweifel als leicht erscheinen. Unter
welchen Voraussetzungen ein rechtserheblicher Sachverhalt als ungeklärt betrachtet werden
muss, respektive welcher Grad der Gewissheit erreicht werden muss. um eine Tatsache als
wahr erscheinen zu lassen, hängt von den konkreten Umständen im Einzelfall ab. Dabei muss
zumindest glaubhaft gemacht werden, dass sich eine Tatsache so zugetragen hat wie behaup-
tet, ohne aber das Gegenteil auszuschliessen. Es genügt in der Regel, wenn die Überzeugung
der Behörde von der Lebenserfahrung und Vernunft getragen und auf sachlichen Gründen ab-
gestützt ist (vgl. RICHNER/FREI/KAUFMANN/MEUTER, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. Zürich
2016, Art. 123 N 74 ff.).
Das gemischte Veranlagungsverfahren zeichnet sich durch das Zusammenwirken von Steuer-
pflichtigem und Veranlagungsbehörde aus (Kooperationsmaxime). Der Steuerpflichtige ist zur
Selbstdeklaration und zur Mitwirkung an der behördlichen Sachverhaltsermittlung verpflichtet
(Veranlagungspflichten). Die Steuerbehörde hat den Sachverhalt zu untersuchen (Untersu-
chungspflicht) und in der Folge die Veranlagung zu erlassen. Kommt der Pflichtige seinen Mit-
wirkungspflichten nicht nach, muss die Steuerverwaltung die relevanten Steuerfaktoren auf Ba-
sis der ihr zur Verfügung stehenden Informationen und auf Basis der allgemeinen Lebenserfah-
rung nach pflichtgemässem Ermessen schätzen.
Die von der Steuerverwaltung angestellte Vermögens- und Einkommensrechnung 2014 ergibt
ein Einkommensdefizit für die Steuerperiode 2014 von Fr. 431'038.--. Dieses resultiert daher,
dass der Vermögenszunahme 2014 von Fr. 1,1 Mio. lediglich ein Einkommensüberschuss von
rund Fr. 670'000.-- entgegensteht. Dabei geht die Steuerverwaltung davon aus, dass per Ende
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2013 Barmittel im Umfang von Fr. 1,3 Mio. bestanden haben müssen. Die Steuerverwaltung
dagegen legt glaubhaft dar und leitet rechnerisch schlüssig den mutmasslichen Restbestand
von Fr. 260'000.-- per Ende 2014 her, sodass davon auszugehen ist, dass zumindest ein ge-
wisser nicht deklarierter Vermögensteil besteht. Die Vertreterin bringt dagegen nur pauschal
vor, dass keine Barmittel mehr vorhanden seien. Den entsprechenden Nachweis, dass die
Barmittel tatsächlich nicht mehr vorhanden seien, hat der Rekurrent nicht erbracht. Entspre-
chend ist die Schätzung der Steuerverwaltung hinsichtlich des Bestands nicht deklarierter Bar-
mittel nicht zu beanstanden.
4.
Nach dem Obenstehenden erweist sich der Rekurs insgesamt als unbegründet und ist abzu-
weisen.
Ausgangsgemäss haben die Rekurrenten gestützt auf § 130 StG i.V.m. § 20 Abs. 1 und 3 des
Gesetzes vom 16. Dezember 1993 über die Verfassungs- und Verwaltungsprozessordnung
(Verwaltungsprozessordnung, VPO; SGS 271) Verfahrenskosten von Fr. 2‘500.-- zu bezahlen
und es ist ihnen gestützt auf § 130 StG i.V.m. § 21 Abs. 3 VPO keine Parteientschädigung aus-
zurichten.
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