# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 94640766-245a-4207-a295-0254c46d486d
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Abänderung Scheidungsurteil
Berufungen gegen eine Verfügung und ein Urteil des Einzelgerichts im
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ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 28. August 2019 (FP180011-G)
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Rechtsbegehren:
des Klägers (Urk. 96 und Urk. 123 in Präzisierung von Urk. 2 und Urk. 24):
" 1. In Abänderung von Ziffer 3.2.b) des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2017 (FE160081) sei die Obhut für die Kinder C._, geb. tt.mm.2018 [recte: 2008], und D._, geb. tt.mm.2018 [recte: 2010], dem Kläger zuzuteilen.
1.1. Es sei folglich die Beklagte zu verpflichten, die Kinder dem Kläger auf erste Aufforderung in den USA zur gemeinsamen Rückreise mit ihm in die Schweiz zu übergeben.
1.2. Es sei folglich die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger auf erste Aufforderung alle gültigen Reisedokumente und alle persönlichen Effekten der Kinder zu übergeben.
1.3. Es sei die Beklagte zu verpflichten, sämtliche Kosten für ein  in den USA zu tragen (einschliesslich  des Klägers), sofern sie diesen Aufforderungen gemäss Ziff. 1.1. und 1.2. nicht nachkommt.
2. Für den Fall, dass der Antrag Ziff. 1 abgewiesen wird, sei in  von Ziff. 3.2.c) bb. des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2017 (FE160081) das Besuchs- und Kontaktrecht wie folgt zu regeln:
2.1. Der Vater ist berechtigt, die Kinder jeweils am ersten  pro Monat von Freitagabend nach der Schule bis  Schulbeginn in den USA auf eigene Kosten mit sich auf  zu nehmen. Schliessen sich an das Besuchswochenende Feiertage an, während denen die Kinder schulfrei haben,  sich das Besuchswochenende um die schulfreien Tage.
2.2. Weiter ist der Vater berechtigt und verpflichtet, die Kinder  der Schulferien für 6 Wochen pro Kalenderjahr auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen. Die Eltern sprechen sich jeweils bis Ende Jahr über die Ferienverteilung für das gesamte kommende Jahr ab. Kommt keine Einigung , sei dem Vater das Entscheidungsrecht zuzugestehen; er teilt der Mutter seine Ferienwünsche für das gesamte Jahr bis  1. Januar mit.
In Anrechnung an diese Ferienzeit verbringen die Kinder die Weihnachtsferien über Weihnachten und Neujahr (von  vor Weihnachten bis Schulbeginn nach Neujahr)  bei einem oder beim anderen Elternteil, beginnend 2018/19 beim Vater.
Dem Vater steht es frei, die Ferien mit den Kindern ausserhalb der USA zu verbringen. Die Mutter ist verpflichtet, dem Vater je-
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weils bei Antritt des Ferienbesuchsrecht gültige Pässe der Kinder zu übergeben.
Die Mutter übernimmt einmal pro Jahr die Reisekosten für Hin- und Rückreise der Kinder zum Wohnort des Vaters. Die darüber hinaus gehenden Reisekosten übernimmt der Vater.
2.3. Der Vater ist berechtigt, einmal pro Woche, jeweils  14 Uhr lokale Zeit USA, mit beiden Kindern während 30 Minuten zu skypen. Die Mutter verpflichtet sich, alle  Mittel zur Verfügung zu stelle, damit dieser Kontakt  werden kann. Die Mutter verpflichtet sich weiter, die Kinder während dieser Zeit alleine zu lassen.
3. In Abänderung von Ziffer 3.4. des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2018 (FE160081) seien die Kinderunterhaltsbeiträge wie folgt festzulegen.
3.1. Es sei festzustellen, dass der Kläger für den Fall, dass die Obhut für die Kinder ihm zugeteilt wird, auf Unterhaltsbeiträge für die Kinder verzichtet.
3.2. Für den Fall, dass das Gericht die Obhut für die Kinder bei der Beklagten belässt, seien die Unterhaltsbeiträge für die Kinder wie folgt festzulegen:
 Der Vater verpflichtet sich, folgende monatliche  für beide Kinder zusammen zu bezahlen: USD 1'582.– ab Juli 2018 bis ein Jahr nach Rechtskraft des Abänderungsurteils betreffend Obhutsumteilung;  USD 1'399.– bis zum ordentlichen Abschluss einer Erstausbildung.
 Die Unterhaltsbeiträge sind an die Mutter zahlbar, und zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines  Monats. Die Zahlungsmodalitäten gelten über die  hinaus, solange das Kind im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Vater stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet.
 Erzielt das Kind einen eigenen Lohn, reduzieren sich die Unterhaltsbeiträge um ein Drittel des Lohns.
 Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als CHF 200.– pro Ausgabeposition, z.B. Zahnkorrekturen, Kosten für  Fördermassnahmen, Privatschulgebühren)  die Parteien je zur Hälfte. Voraussetzung für die  Kostentragung ist, dass sich die Parteien vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben und nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese . Der Vater verpflichtet sich, der Mutter den  Betrag innert 20 Tagen nach Vorlage der Rechnung zu überweisen."
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der Beklagten (Urk. 115):
" 1. Die Anträge Ziff. 1 und 1.1 bis 1.3 (act. 96 S. 2) des Klägers seien abzuweisen.
2. Die Anträge Ziff. 2 und 2.1 bis 2.3 (act. 96 S. 2-3) des Klägers seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
3. Die Anträge Ziff. 3 und 3.2 (act. 96 S. 3) des Klägers seien , Antrag 3.1 vorzumerken.
4. Die Anträge des Klägers auf Erlass von  im Sinne von Act. 77 S. 21 Rz. 66 seien vollumfänglich .
5. Die Anträge des Klägers auf Entzug der Suspensivwirkung für  Entscheid des Gerichts über die Obhut (Prot. S. 40,  11 zu act. 77) sei abzuweisen.
6. Die Editionsanträge der Beklagten gemäss Rz. 50.b hiernach  gutzuheissen.
7. Die Gerichtskosten seien ausgangsgemäss dem Kläger . Der Kläger sei zur Bezahlung einer angemessenen  an die Beklagte (zuzügl. 7.7% Mehrwertsteuer) zu verpflichten."
Massnahmebegehren (betreffend Obhut, Besuchsrecht):
des Klägers (Urk. 77 anlässlich der Verhandlung über die vorsorglichen Mass-
nahmen vom 30. Oktober 2018 in Präzisierung von Urk. 2):
" 1. In Abänderung von Ziffer 3.2.b) des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2017 (FE160081) sei die Obhut für die Kinder C._, geb. tt.mm.2008, und D._, geb. tt.mm.2010, dem Kläger .
1.1. Es sei folglich die Beklagte zu verpflichten, die Kinder dem Kläger auf erste Aufforderung in den USA zur gemeinsamen Rückreise mit ihm in die Schweiz zu übergeben.
1.2. Es sei folglich die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger auf erste Aufforderung alle gültigen Reisedokumente und alle persönlichen Effekten der Kinder zu übergeben.
1.3. Es sei die Beklagte zu verpflichten, sämtliche Kosten für ein  in den USA zu tragen (einschliesslich  des Klägers), sofern sie diesen Aufforderungen gemäss Ziff. 1.1. und 1.2. nicht nachkommt.
2. [Betreffend Antrag 2 zum Besuchsrecht und zu den Weihnachtsferien 2018/2019 haben die Parteien sich anlässlich der Verhandlung über die vor-
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sorgliche Massnahmen vom 30. Oktober 2018 geeinigt, vgl. Urk. 80 und Urk. 83]
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich 7.7% MWSt, zu Lasten der Beklagten."
der Beklagten (Urk. 20):
" 1. [Betreffend Antrag 1 zum Nichteintreten auf das klägerische Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen hat das Gericht mit Verfügung vom 7. September 2018 (Urk. 46, Dispositiv-Ziff. 2) entschieden, dass auf das Gesuch eingetreten wird.]
2. Eventuell sei das Gesuch des Klägers um vorsorgliche  vollumfänglich abzuweisen.
3. Die Verfahrenskosten seien dem Kläger aufzuerlegen, und der Kläger sei zur Bezahlung einer angemessenen  (zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer) an die Beklagte zu ."
Massnahmebegehren (Drittschuldneranweisung, Kindesunterhalt):
der Beklagten (Urk. 66):
" 1. Es sei die jeweilige Arbeitgeberin des Klägers unter Androhung der doppelten Zahlungspflicht im Unterlassungs- und Verzugsfall, anzuweisen, vom monatlichen Nettolohn des Klägers die gemäss Dispositiv-Ziffer 3.4 des Scheidungsurteils vom 07.06.2017 zu bezahlenden Kinderunterhaltsbeiträge von CHF 4'100.–,  Kinderzulagen, ab sofort monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats direkt auf das Privatkonto der  bei der UBS Switzerland AG (IBAN: ...) zu überweisen.
2. Eventualiter sei die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich,  474, 8405 Winterthur, unter Androhung der doppelten  im Unterlassungs- und Verzugsfall, anzuweisen, von der dem Kläger zustehenden Arbeitslosenentschädigung die  Dispositiv-Ziffer 3.4 des Scheidungsurteils vom 07.06.2017 zu bezahlenden Kinderunterhaltsbeiträge von CHF 4'100.–,  einen den gesetzlichen Kinderzulagen entsprechenden Zuschlag, per sofort monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats direkt auf das Privatkonto der Beklagten bei der UBS Switzerland AG (IBAN: ...) zu überweisen.
Sowie den prozessuale Antrag: 3. Der Kläger sei im Sinne von Art. 160 Abs. 1 ZPO zu verpflichten,
dem Gericht seine Arbeitgeberin, gegebenenfalls seine , mitzuteilen und das Arbeitsverhältnis, gegebenenfalls die Arbeitsverhältnisse, unter Beilage von Urkunden zu belegen."
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des Klägers (Urk. 94):
" 1. Es seien die Anträge Ziff. 1 und 2 sowie der prozessuale Antrag Ziffer 3 vollumfänglich abzuweisen, unter Kosten- und  (zuzüglich 7.7% MWSt) zu Lasten der Beklagten und Gesuchstellerin.
2. Widerklageweise seien in Abänderung von Ziffer 3.4. des  vom 7. Juni 2018 (FE160081) die  ab Juli 2018 für die weitere Dauer des Verfahrens wie folgt festzulegen.
2.1. Es sei festzustellen, dass der Kläger für den Fall, dass die Obhut für die Kinder im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen ihm zugeteilt wird, auf Unterhaltsbeiträge für die Kinder verzichtet.
2.2. Für den Fall, dass das Gericht die Obhut für die Kinder im  der vorsorglichen Massnahmen bei der Beklagten belässt, seien die Unterhaltsbeiträge für die Kinder wie folgt festzulegen:
 Der Vater verpflichtet sich, folgende monatliche  für beide Kinder zusammen zu bezahlen: USD 1'582.– ab Juli 2018 bis ein Jahr nach Rechtskraft des vorsorglichen Entscheids betreffend Obhutsumteilung; danach USD 1'399.– bis zum ordentlichen Abschluss einer Erstausbildung.
 Die Unterhaltsbeiträge sind an die Mutter zahlbar, und zwar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines  Monats. Die Zahlungsmodalitäten gelten über die  hinaus, solange das Kind im Haushalt der Mutter lebt und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Vater stellt bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnet.
 Erzielt das Kind einen eigenen Lohn, reduzieren sich die Unterhaltsbeiträge um ein Drittel des Lohns.
 Ausserordentliche Kinderkosten (mehr als CHF 200.– pro Ausgabeposition, z.B. Zahnkorrekturen, Kosten für  Fördermassnahmen, Privatschulgebühren)  die Parteien je zur Hälfte. Voraussetzung für die  Kostentragung ist, dass sich die Parteien vorgängig über die ausserordentliche Ausgabe geeinigt haben und nicht Dritte, insbesondere Versicherungen, für diese . Der Vater verpflichtet sich, der Mutter den  Betrag innert 20 Tagen nach Vorlage der Rechnung zu überweisen."
der Beklagten (Urk. 102):
"Die Widerklage des Klägers zur Drittschuldneranweisung sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden
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kann, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers."
Urteil des Bezirksgerichtes Meilen vom 28. August 2019 (Urk. 158 S. 82 ff. = Urk. 169 S. 82 ff.)
1. In Abänderung von Ziff. 3.2 lit. b) des Scheidungsurteils des Einzelgerichts
im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juni 2017
(FE160081-G) wird die Obhut über die Kinder
− C._, geboren tt.mm.2008,
− D._, geboren tt.mm.2010,
ab dem 24. Dezember 2019 dem Vater zugeteilt.
Die Beklagte wird verpflichtet, entsprechende Vorkehrungen in den Vereinig-
ten Staaten zu treffen, um eine ordentliche Beendigung der Schule durch die
Kinder bis zu den Weihnachtsferien zu gewährleisten und die Kinder dem
Kläger ab dem 24. Dezember 2019, auf erste Aufforderung hin, in den Ver-
einigten Staaten zur gemeinsamen Rückreise in die Schweiz zu übergeben.
Der Kläger trägt die Kosten für den Flug der Kinder in die Schweiz.
Die Beklagte wird verpflichtet, den Kindern für den Umzug sämtliche persön-
lichen Effekten, die sie mitnehmen möchten (namentlich Bekleidung, Spiel-
sachen, Sport- und Hobbyausrüstung) sowie sämtliche Personalausweise
(Reisepass und ID) mitzugeben.
2. In Abänderung von Ziff. 3.2 lit. c) des Scheidungsurteils des Einzelgerichts
im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juni 2017
(FE160081-G) wird der Beklagten folgendes Recht auf persönlichen Verkehr
mit den Kindern eingeräumt:
aa. Ferienaufteilung
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Die Beklagte ist berechtigt, die gemeinsamen Kinder, C._ und D._,
während der nachfolgend bezeichneten Zeiträume im Jahr zu sich oder mit
sich zu nehmen:
− In Jahren mit ungerader Jahreszahl, während der Frühlingsferien,
gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals im Jahr 2021.
− Jeweils während der ersten drei Wochen in den Sommerferien, ge-
mäss Schulferienkalender der Kinder.
− In Jahren mit gerader Jahreszahl, während der Weihnachtsferien,
gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals 2020.
Darüber hinausgehende Absprachen in gegenseitigem Einverständnis und
unter Berücksichtigung der Wünsche der Kinder bleiben vorbehalten.
bb. Reisemodalitäten
Bezüglich der Ferien gelten folgende Reisemodalitäten:
Die Beklagte ist berechtigt, die Kinder jeweils am ersten Tag der Ferien nach
Schulschluss, an deren Wohnsitz bzw. an den nachfolgend aufgeführten Or-
ten in Zürich in Empfang zu nehmen. Reisen die Kinder zur Mutter, reisen
sie am ersten Tag nach Schulschluss ab, um an den nachgenannten Orten
von der Mutter in Empfang genommen zu werden.
Die Mutter wird verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Kinder bis am Abend
des zweitletzten Tages der Schulferien (ausgenommen in den Sommerferi-
en) wieder an ihrem Wohnsitz eintreffen. Für die Sommerferien gilt der letzte
Tag der drei Sommerferienwochen als Reisetag.
Orte, an denen die Mutter die Kinder in Empfang nehmen kann, sind der
Wohnsitz des Vaters, der Flughafen Zürich Kloten und der Hauptbahnhof
Zürich, der Wohnsitz der Mutter (zurzeit in E._, Georgia), oder der
Flughafen am Wohnsitz der Mutter (zurzeit Atlanta Hartsfield-Jackson Air-
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port). Der Vater wird verpflichtet, sicherzustellen, dass die Mutter die Kinder
an diesen Orten in Empfang nehmen kann.
Die Mutter wird verpflichtet, dem Vater bis spätestens vier Monate im Vo-
raus mitzuteilen, an welchem der obgenannten Orte sie die Kinder in Emp-
fang nehmen wird. Erfolgt keine Mitteilung, so wird davon ausgegangen,
dass die Mutter die Kinder am Wohnsitz des Vaters abholen wird.
Die Mutter trägt die Kosten für die Reise der Kinder zu ihr und der Vater wird
verpflichtet, die Reisepässe der Kinder diesen jeweils mitzugeben.
Die Eltern werden verpflichtet, sich gegenseitig die Zustimmung für Reisen
der Kinder zum anderen Elternteil als "Unaccompanied Minors" zu erteilen
und sich gegenseitig auf erstes Verlangen, alle dafür notwendigen Informati-
onen bekanntzugeben und alle erforderlichen Unterschriften zu leisten.
cc. Telefon-/Skype-Kontakte
Die Eltern werden verpflichtet, einen freien, unbegleiteten Kontakt der Kinder
zum jeweils anderen Elternteil per Skype, Whatsapp oder anderen techni-
schen Mitteln zuzulassen. Die Eltern werden ferner verpflichtet, jegliche Auf-
nahmen dieser Gespräche zu unterlassen und nehmen zur Kenntnis, dass
dies eine Persönlichkeitsverletzung ihrer Kinder darstellt.
Die Eltern werden ermahnt und verpflichtet, Angelegenheiten, die sie im
Rahmen ihrer gemeinsamen elterlichen Sorge miteinander absprechen
müssen, nicht mit den Kindern in Abwesenheit des anderen Elternteils zu
diskutieren.
3. In Abänderung von Ziff. 3.4 des Scheidungsurteils des Einzelgerichts im or-
dentlichen Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 7. Juni 2017
(FE160081-G) erlischt die Pflicht des Klägers, Kinderunterhaltsbeiträge an
die Beklagte zu leisten, am 24. Dezember 2019.
4. Es wird festgestellt, dass die Beklagte mangels Leistungsfähigkeit nicht in
der Lage ist, ab dem 24. Dezember 2019 Kinderunterhaltsbeiträge an den
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Kläger zu bezahlen, und der Kläger auf Unterhaltsbeiträge für die Kinder
verzichtet hat.
5. Die Vereinbarung vom 15. Juli 2019 wird im Übrigen und soweit nicht wider-
rufen genehmigt.
Sie lautet wie folgt:
" In Abänderung des Scheidungsurteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juni 2017 vereinbaren die Parteien neu was folgt:
1. Obhut [...]
2. Kontaktrecht [...]
3. Kinderunterhalt [...]
a. Offene Unterhaltsbeiträge Die Parteien halten fest, dass der Vater der Mutter für die Monate seit Juli 2018 die Kinderunterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 3.4 des Scheidungsurteils des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juni 2017 schuldet, wobei sie sich darüber , dass diese infolge tieferen Bedarfs bzw. tieferer Lebenshaltungskosten in den Vereinigten Staaten als in der Schweiz auf 80% zu reduzieren sind. Die offene Schuld bis und mit Juli 2019 beträgt CHF 46'800.– (CHF 4'500.– Kinderunterhalt für beide Kinder [davon CHF 1'700.– Betreuungsunterhalt, inkl. Kinderzulagen], reduziert auf 80%, für 13 Monate). Der Vater verpflichtet sich, diese Schuld in Raten von monatlich CHF 3'600.– (davon CHF 1'360.– Betreuungsunterhalt, inkl. Familienzulage) ab 1. August 2019, zahlbar an die Mutter, und zwar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats, zu tilgen. Sämtliche Unterhaltsbeiträge sind auf das Konto der Beklagten bei der UBS zu überweisen (IBAN ...).
b. Kinderunterhalt Der Vater verpflichtet sich, ab dem 1. August 2019 [...] der Kinder einen  Kinderunterhalt von CHF 3'600.– (davon CHF 1'360.– , inkl. Kinderzulagen) zu bezahlen. Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar an die Mutter, und zwar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. [...]
4. Grundlagen der Unterhaltsberechnung Ziff. 3.6 wird durch folgende Bestimmung ersetzt: Dieser Vereinbarung liegen die folgenden finanziellen Verhältnisse zugrunde:
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Einkommen netto pro Monat, inkl. Anteil 13. Monatslohn, Familienzulagen :
Kläger: CHF 8'500.– (100% Pensum) Beklagte: CHF 0.– C._: CHF 200.– D._: CHF 200.–
Vermögen: Kläger: CHF 0.– Beklagte: CHF 0.– C._: CHF 0.– D._: CHF 0.–
familienrechtlicher Bedarf (ab 24. Dezember 2019): Kläger: CHF 4'000.– Beklagte: CHF 2'000.– C._: CHF 1'400.– D._: CHF 1'400.–
5. Beistandschaft Ziff. 3.3 wird durch folgende Bestimmung ersetzt: Die Parteien beantragen dem Gericht, die bestehende Beistandschaft  Entscheid der KESB des Bezirks Meilen vom 8. Dezember 2016 .
6. Steuerschulden Der Kläger sichert der Beklagten zu, dass er allfällige noch offenen  aus der Zeit vor Rechtskraft des Scheidungsurteils begleichen , soweit diese noch nicht beglichen sein sollten.
7. Widerrufsvorbehalt [...]
8. Vorsorgliche Massnahme [...]"
6. Die weiteren Anträge der Parteien werden abgewiesen, soweit sie nicht ge-
genstandslos geworden sind.
7. Die Gerichtskosten werden wie folgt festgelegt:
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CHF 6'000.00 Entscheidgebühr;
CHF 2'090.00 Kosten für die Abklärung des SSI USA
CHF 1'387.50 Dolmetscherkosten
CHF 9477.50 Gerichtskosten total.
8. Die Gerichtskosten werden den Parteien je hälftig auferlegt.
Es wird davon Vormerk genommen, dass kein Kostenvorschuss einverlangt
worden ist.
9. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
10. Schriftliche Mitteilung an
- den Kläger, gegen Empfangsschein
- die Beklagte, gegen Empfangsschein
- die KESB des Bezirks Meilen, gegen Empfangsschein
- die Beiständin, F._, Kinder- und Jugendhilfezentrum (kjz)
G._, ... [Adresse], vorab per Fax, gegen Empfangsschein.
11. [Rechtsmittelbelehrung]
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Verfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 28. August 2019 (Urk. 158 S. 88 ff. = Urk. 169 S. 88 ff.)
1. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme wird die Obhut über die Kinder
− C._, geboren tt.mm.2008,
− D._, geboren tt.mm.2010,
ab dem 24. Dezember 2019 und bis zur Rechtskraft des nachfolgenden Ur-
teils dem Vater zugeteilt.
Die Beklagte wird verpflichtet, entsprechende Vorkehrungen in den Vereinig-
ten Staaten zu treffen, um eine ordentliche Beendigung der Schule durch die
Kinder bis zu den Weihnachtsferien zu gewährleisten und die Kinder dem
Kläger ab dem 24. Dezember 2019, auf erste Aufforderung hin, in den Ver-
einigten Staaten zur gemeinsamen Rückreise in die Schweiz zu übergeben.
Der Kläger trägt die Kosten für den Flug der Kinder in die Schweiz.
Die Beklagte wird verpflichtet, den Kindern für den Umzug sämtliche persön-
lichen Effekten, die sie mitnehmen möchten (namentlich Bekleidung, Spiel-
sachen, Sport- und Hobbyausrüstung) sowie sämtliche Personalausweise
(Reisepass und ID) mitzugeben.
2. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme wird der Beklagten folgendes
Recht auf persönlichen Verkehr mit den Kindern eingeräumt:
aa. Ferienaufteilung
Die Mutter ist berechtigt, die gemeinsamen Kinder, C._ und D._,
während der nachfolgend bezeichneten Zeiträume im Jahr zu sich oder mit
sich zu nehmen:
− In Jahren mit ungerader Jahreszahl, während der Frühlingsferien,
gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals im Jahr 2021
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− Jeweils während ersten drei Wochen in den Sommerferien, gemäss
Schulferienkalender der Kinder
− In Jahren mit gerader Jahreszahl, während der Weihnachtsferien,
gemäss Schulferienkalender der Kinder, erstmals 2020.
Darüber hinausgehende Absprachen in gegenseitigem Einverständnis und
unter Berücksichtigung der Wünsche der Kinder bleiben vorbehalten.
bb. Reisemodalitäten
Bezüglich der Ferien gelten folgende Reisemodalitäten:
Die Mutter ist berechtigt, die Kinder jeweils am ersten Tag der Ferien nach
Schulschluss, an deren Wohnsitz bzw. an den nachfolgend aufgeführten Or-
ten in Zürich in Empfang zu nehmen. Reisen die Kinder zur Mutter, reisen
sie am ersten Tag nach Schulschluss ab, um an den nachgenannten Orten
von der Mutter in Empfang genommen zu werden.
Die Mutter wird verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Kinder bis am Abend
des zweitletzten Tages der Schulferien (ausgenommen in den Sommerferi-
en) wieder an ihrem Wohnsitz eintreffen. Für die Sommerferien gilt der letzte
Tag der drei Sommerferienwochen als Reisetag.
Orte, an denen die Mutter die Kinder in Empfang nehmen kann, sind der
Wohnsitz des Vaters, der Flughafen Zürich Kloten und der Hauptbahnhof
Zürich, der Wohnsitz der Mutter (zurzeit in E._, Georgia), oder der
Flughafen am Wohnsitz der Mutter (zurzeit Atlanta Hartsfield-Jackson Air-
port). Der Vater wird verpflichtet, sicherzustellen, dass die Mutter die Kinder
an diesen Orten in Empfang nehmen kann.
Die Mutter wird verpflichtet, dem Vater bis spätestens vier Monate im Vo-
raus mitzuteilen, an welchem der obgenannten Orte sie die Kinder in Emp-
fang nehmen wird. Erfolgt keine Mitteilung, so wird davon ausgegangen,
dass die Mutter die Kinder am Wohnsitz des Vaters abholen wird.
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Die Mutter trägt die Kosten für die Reise der Kinder zu ihr und der Vater wird
verpflichtet, die Reisepässe der Kinder diesen jeweils mitzugeben.
Die Eltern werden verpflichtet, sich gegenseitig die Zustimmung für Reisen
der Kinder zum anderen Elternteil als "Unaccompanied Minors" zu erteilen
und sich gegenseitig auf erstes Verlangen, alle dafür notwendigen Informati-
onen bekanntzugeben und alle erforderlichen Unterschriften zu leisten.
cc. Telefon-/Skype-Kontakte
Die Eltern werden verpflichtet, einen freien, unbegleiteten Kontakt der Kinder
zum jeweils anderen Elternteil per Skype, Whatsapp oder anderen techni-
schen Mitteln zuzulassen. Die Eltern werden ferner verpflichtet, jegliche Auf-
nahmen dieser Gespräche zu unterlassen und nehmen zur Kenntnis, dass
dies eine Persönlichkeitsverletzung ihrer Kinder darstellt.
Die Eltern werden ermahnt und verpflichtet, Angelegenheiten, die sie im
Rahmen ihrer gemeinsamen elterlichen Sorge miteinander absprechen
müssen, nicht mit den Kindern in Abwesenheit des anderen Elternteils zu
diskutieren.
3. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme erlischt die Pflicht des Klägers,
Kinderunterhaltsbeiträge an die Beklagte zu leisten, am 24. Dezember 2019.
4. Es wird im Sinne einer vorsorglichen Massnahme festgestellt, dass die Be-
klagte mangels Leistungsfähigkeit nicht in der Lage ist, ab dem
24. Dezember 2019 Kinderunterhaltsbeiträge an den Kläger zu bezahlen.
5. Die Teilvereinbarung vom 28. Juni 2019 wird im Übrigen als Vereinbarung
über die vorsorglichen Massnahmen genehmigt.
Sie lautet wie folgt:
" [...] 2. Beistandschaft
Die Parteien beantragen dem Gericht, die bestehende Beistandschaft  Entscheid der KESB des Bezirks Meilen vom 8. Dezember 2016 .
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[...]"
6. Der Antrag der Beklagten auf Drittschuldneranweisung wird abgewiesen.
7. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen erfolgt gemäss obigem
Urteil.
8. Die Mitteilung erfolgt gemäss obigem Urteil.
9. [Rechtsmittelbelehrung]
Berufungsanträge:
Geschäfts-Nr. LC190028-O (betreffend Urteil)
der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 168 S. 2 f.):
"1. Disp. Ziff. 1, 2 und 3 des angefochtenen Urteils des Einzelgerichts o.V. am
Bezirksgericht Meilen vom 28. August 2018 (FP180011-G/U) seien aufzuhe-
ben und die Obhut über die Kinder
- C._, geb. tt.mm.2008, und
- D._, geb. tt.mm.2010,
bei der Beklagten und Berufungsklägerin als Mutter zu belassen.
2. Für die Fortdauer der Obhut der Beklagten und Berufungsklägerin sei das
Kontaktrecht des Klägers und Berufungsbeklagten zu den Kindern gemäss
Ziffer 1 der Teilvereinbarung der Parteien vom 28. Juni 2019 (act. 144, Urteil
des Einzelgerichts o.V. Meilen vom 28. August 2019, FP180011-G/U,
Erw. V.2.1, S. 36) und seine Unterhaltspflicht gemäss Ziff. 3.a bis 3.b sowie
4 der (gemäss Disp. Ziff. 5 des gleichentags erlassenen Urteils der Vo-
rinstanz genehmigten und soweit nicht widerrufenen) Teilvereinbarung der
Parteien vom 15. Juli 2019 (Urteil des Einzelgerichts o.V. Meilen vom
28. August 2019, FP180011-G/U, Disp. Ziff. 5, S. 85) zu bestimmen.
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3. Eventuell (zu Antrag Ziff. 1 und 2 hiervor) seien Disp. Ziff. 1, 2 und 3 des an-
gefochtenen Urteils des Einzelgerichts o.V. am Bezirksgericht Meilen
(FP180011-G/U) aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vo-
rinstanz zurückzuweisen.
4. Die Gerichtskosten für das vorliegende Berufungsverfahren seien dem Klä-
ger und Berufungsbeklagten aufzuerlegen, und dieser sei zur Bezahlung ei-
ner angemessenen Parteientschädigung (zuzügl. 7,7% MwSt.) an die Be-
klagte und Berufungsklägerin zu verpflichten."
des Klägers und Berufungsbeklagten (Urk. 175 S. 2):
"1. Es seien die Berufungsanträge abzuweisen und das Urteil des  Meilen vom 28. August 2019 (Geschäfts Nr. FP180011) vollstreckbar zu erklären;
2. [...]
3. unter Kosten- und Entschädigungsfolgen in Höhe von CHF 15'000.– (zuzüg-
lich 7,7% MWSt) zu Lasten der Beklagten und Berufungsklägerin ( Beklagte)."
Geschäfts-Nr. LY190042-O (betreffend Verfügung)
der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 179/168 S. 2 f.):
"1. Disp. Ziff. 1 bis 3 der angefochtenen Verfügung des Einzelgerichts o.V. am
Bezirksgericht Meilen (FP180011-G/U) seien aufzuheben und die Obhut
über die Kinder
- C._, geb. tt.mm.2008, und
- D._, geb. tt.mm.2010,
bis zur Rechtskraft des gleichentags erlassenen Urteils der Vorinstanz über
das klägerische Abänderungsbegehren bei der Beklagten und Berufungs-
klägerin als Mutter zu belassen.
2. Während der Fortdauer der Obhut der Berufungsklägerin und Beklagten
über die Kinder bis zur Rechtskraft des Endentscheids im Abänderungsver-
fahren sei im Sinne einer vorsorglichen Anordnung das Kontaktrecht des
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Klägers und Berufungsbeklagten gemäss Ziffern 1 und 3 der Teilvereinba-
rung der Parteien vom 28. Juni 2019 (act. 144, Urteil des Einzelgerichts o.V.
Meilen vom 28. August 2019, FP180011-G/U, Erw. V.2.1, S. 36) und seine
Unterhaltspflicht gemäss Ziff. 3.b der (gemäss Disp. Ziff. 5 des gleichentags
erlassenen Urteils der Vorinstanz genehmigten und soweit nicht widerrufe-
nen) Teilvereinbarung der Parteien vom 15. Juli 2019 (Urteil des Einzelge-
richts o.V. Meilen vom 28. August 2019, FP180011-G/U, Disp. Ziff. 5, S. 85)
zu bestimmen.
3. In Abänderung von Disp. Ziff. 9 Abs. 2 der angefochtenen Verfügung und
gestützt auf Art. 315 Abs. 5 ZPO sei der vorliegenden Berufung die auf-
schiebende Wirkung zu erteilen und die Vollstreckung bis zur Rechtskraft
des End-entscheids im Abänderungsverfahren der Parteien aufzuschieben.
4. Die Gerichtskosten für das vorliegende Berufungsverfahren seien dem Klä-
ger und Berufungsbeklagten aufzuerlegen, und dieser sei zur Bezahlung ei-
ner angemessenen Parteientschädigung (zuzügl. 7,7% MwSt.) an die Be-
klagte und Berufungsklägerin zu verpflichten."
des Klägers und Berufungsbeklagten (Urk. 179/179 S. 2):
"Es seien die Berufungsanträge abzuweisen und die Verfügung des  Meilen vom 28. August 2019 (Geschäfts-Nr. FP180011) vollstreckbar zu ;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 7,7% MWSt) zu Lasten der Beklagten und Berufungsklägerin (nachfolgend Beklagte)."

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien wurden mit Urteil des Bezirksgerichts Meilen vom 7. Juni
2017 geschieden. Die gemeinsamen Kinder C._, geboren am tt.mm.2008,
und D._, geboren am tt.mm.2010, wurden unter der gemeinsamen elterli-
chen Sorge der Parteien belassen. Die Obhut über die beiden Kinder wurde der
- 20 -
Beklagten und Berufungsklägerin (fortan: Beklagte) zugeteilt und der Kläger und
Berufungsbeklagte (fortan: Kläger) erklärte sich damit einverstanden, dass die
Mutter den Wohnsitz der Kinder nach Ende des laufenden Schuljahres 2016/2017
in die USA oder nach Frankreich verlegt. Der Kläger verpflichtete sich, der Be-
klagten ab Rechtskraft des Scheidungsurteils monatliche Kinderunterhaltsbeiträge
von CHF 3'500.– (2 x CHF 1'200.– Barunterhalt zuzüglich CHF 1'100.– Betreu-
ungsunterhalt) und nach einem Jahr ab Rechtskraft bzw. ab Aufnahme der Er-
werbstätigkeit durch den Kläger monatliche Kinderunterhaltsbeiträge von CHF
4'100.– (2 x CHF 1'200.– Barunterhalt zuzüglich CHF 1'700.– Betreuungsunter-
halt), immer zuzüglich Kinderzulagen, zu bezahlen, wobei der Betreuungsunter-
halt bis und mit 13. Altersjahr von D._ befristet wurde. Die mit Entscheid der
KESB Meilen vom 8. Dezember 2016 errichtete Beistandschaft gemäss Art. 308
Abs. 2 ZGB wurde beibehalten (Urk. 4/69).
2. Mit Eingabe vom 15. Juni 2018, gleichentags zur Post gegeben und bei
der Vorinstanz eingegangen am 18. Juni 2018, klagte der Kläger auf Abänderung
des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2017 und beantragte insbesondere, die beiden
Kinder C._ und D._ seien unter seine alleinige Obhut zu stellen. Zudem
ersuchte er um den Erlass vorsorglicher Massnahmen (Urk. 1, Urk. 2). Per 16.
Juni 2018 zog die Beklagte mit den beiden gemeinsamen Kindern und mit ihrem
am tt.mm.2016 geborenen Sohn H._ zu ihrem Ehemann I._ in die Ver-
einigten Staaten von Amerika (Urk. 21/1/1-4, Urk. 51 S. 8). In ihrer Verfügung vom
7. September 2018 bejahte die Vorinstanz im Rahmen des Massnahmeverfah-
rens ihre internationale und örtliche Zuständigkeit trotz der Übersiedlung der Kin-
der in die USA (Urk. 46). Auch der Kläger heiratete erneut und hat mit seiner Ehe-
frau J._ einen Sohn, K._, geboren am tt.mm.2016 (Urk. 124/16). Am 28.
Juni 2019 schlossen die Parteien eine Teilvereinbarung (Urk. 144), die nach An-
hörung der Kinder nicht genehmigt werden konnte (Urk. 169 S. 36 f.). Am 15. Juli
2019 schlossen die Parteien eine weitere Vereinbarung, die teilweise widerrufen
wurde (Urk. 152, Urk. 155). Für den Verlauf des erstinstanzlichen Abänderungs-
verfahrens kann im Übrigen auf den angefochtenen Entscheid verwiesen werden
(Urk. 158 S. 14 ff.). Am 28. August 2019 fällte die Vorinstanz das eingangs im
Dispositiv aufgeführte Urteil (Urk. 158 S. 82 ff.). Zugleich verfügte sie den Erlass
- 21 -
der eingangs ebenfalls aufgeführten vorsorglichen Massnahmen (Urk. 158 S. 88
ff.). Gemäss beiden Entscheiden wurden die Kinder C._ und D._ ab
dem 24. Dezember 2019 unter die Obhut des Klägers gestellt.
3. Gegen das Urteil und die Verfügung der Vorinstanz vom 28. August 2019
erhob die Beklagte mit Eingaben vom 9. September 2019 und 30. September
2019 je eine Berufung (Urk. 179/168, Urk. 168). Mit Beschluss vom 24. Oktober
2019 wurde der Berufung gegen die Verfügung vom 28. August 2019 die auf-
schiebende Wirkung erteilt und das Kontakt- und Besuchsrecht sowie die Unter-
haltspflicht des Klägers für die Dauer des Berufungsverfahrens geregelt (Urk.
179/178). Die Berufungsantworten datieren vom 6. November 2019 und vom 12.
Dezember 2019 (Urk. 179/179, Urk. 175). Die Beklagte erstattete am 9. Dezem-
ber 2019 eine weitere Stellungnahme zu den vorsorglichen Massnahmen (Urk.
179/183). Mit Beschluss vom 9. Januar 2020 wurden die beiden Berufungsverfah-
ren vereinigt und eine Kindesvertretung im Sinne von Art. 299 ZPO angeordnet
(Urk. 179/192, Urk. 180). Am 20. Januar 2020 wurde die Kindesvertreterin er-
nannt (Urk. 184), worauf am 18. Februar 2020 eine Kinderanhörung durchgeführt
wurde (Prot. II S. 20 ff.).
4. Am 19. Februar 2020 wurden C._ und D._ auf Antrag der Kin-
desvertreterin per sofort unter die Obhut des Klägers gestellt (Urk. 195). Nach
Anhörung der Parteien (Urk. 198, Urk. 201) wurde diese Massnahme mit Be-
schluss vom 16. März 2020 bestätigt (Urk. 206). Nach Eingang weiterer Stellung-
nahmen (Urk. 204, Urk. 207, Urk. 213, Urk. 216, Urk. 218) wurden die Parteien
am 22. Mai 2020 auf den 30. Juni 2020 zu einer Instruktionsverhandlung vorgela-
den (Urk. 220). In einer Noveneingabe vom 26. Juni 2020 teilte die Beklagte mit,
sie sei per 16. Juni 2020 mit ihrem Sohn H._ aus den USA in die Schweiz
zurückgekehrt und habe sich in L._ angemeldet (Urk. 221 S. 5). An der Ver-
handlung vom 30. Juni 2020 schlossen die Parteien eine Vereinbarung über das
Kontaktrecht der Beklagten und die Regelung des Kinderunterhalts für die weitere
Dauer des Berufungsverfahrens, die mit Beschluss vom 7. Juli 2020 genehmigt
wurde (Urk. 227, Urk. 230; Prot. II S. 39 ff.). Mit Beschluss vom 20. Oktober 2020
wurde das von der Beklagten am 26. Juni 2020 gestellte Gesuch um unentgeltli-
- 22 -
che Rechtspflege abgewiesen (Urk. 240). In der Folge setzten die Parteien und
die Kindesvertreterin ihre Bemühungen um eine einvernehmliche Regelung fort
(Urk. 237/1-3, Urk. 238, Urk. 243 bis Urk. 246, Urk. 248, Urk. 251/1-3 und Urk.
252/1-2; Prot. II S. 72 bis S. 75).
5. Am 31. März 2021 wurden die Parteien auf den 25. Mai 2021 zu einer
weiteren Instruktionsverhandlung vorgeladen (Urk. 249, Urk. 250). Anlässlich die-
ser Verhandlung schlossen die Parteien und die Kindesvertreterin die folgende
Vereinbarung (fortan: Vereinbarung) und ersuchten um deren Genehmigung (Urk.
254):
"1. Elterliche Sorge, Wohnsitz der Kinder und Betreuungsregelung
In Aufhebung von Ziffer 3.2.a Abs. 2 (Einverständnis des Kindsvaters zur Wohn-
sitzverlegung der Kinder ins Ausland) und in Abänderung von Ziffer 3.2.b-c (Obhut /
persönlicher Verkehr) des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2017 vereinbaren die Par-
teien was folgt:
3.2.b) Zivilrechtlicher Wohnsitz
Die Kinder C._, geboren tt.mm.2008, und D._, geboren tt.mm.2010, ha-
ben ihren zivilrechtlichen Wohnsitz am Wohnort des Kindsvaters.
3.2.c) Betreuungsregelung
aa. Die Kindsmutter betreut die Kinder C._ und D._ wie folgt:
– an den Wochenenden in den geraden Kalenderwochen von Frei-
tagabend, 17.00 Uhr, bis Sonntagabend, 19.00 Uhr, wobei auf Freizeitaktivitä-
ten der Kinder bei der Ausübung des Betreuungsrechts Rücksicht zu nehmen
ist; fällt das Wochenende auf Ostern, verlängert es sich von Gründonnerstag
nach Schulschluss bis Ostermontag, 19.00 Uhr, fällt das Wochenende auf
Pfingsten, verlängert es sich bis Pfingstmontag, 19.00 Uhr;
– während der Frühlingsferien gemäss Schulferienkalender der Kinder;
– in Jahren mit gerader Jahreszahl während der letzten beiden Wo-
chen der Sommerferien, in den Jahren mit ungerader Jahreszahl während der
- 23 -
ersten drei Wochen der Sommerferien, gemäss Schulferienkalender der Kin-
der;
– in den Jahren mit gerader Jahreszahl während der Weihnachtsferien, gemäss
Schulferienkalender der Kinder;
– in Jahren mit ungerader Jahreszahl während der Herbstferien,
gemäss Schulferienkalender der Kinder.
– Die Kindsmutter betreut die Kinder sodann nach Absprache unter
den Parteien an individuellen weiteren Einzeltagen, allenfalls auch stunden-
weise, insbesondere an schulfreien Nachmittagen, soweit und sofern dies von
den Kindern gewünscht wird. Die Kindseltern sprechen sich dafür jeweils
frühzeitig, d.h. mindestens 3 Tage im Voraus jeweils ab.
bb. Zu den übrigen Zeiten werden die Kinder vom Kindsvater betreut.
cc. Beide Parteien verpflichten sich, die Kinder für die Ferienaufenthalte nicht oh-
ne Zustimmung des anderen Elternteils in ein Land zu verbringen, in welchem
sie aufgrund der dannzumal aktuellen Lagen einem erhöhten Gesundheitsri-
siko ausgesetzt sein könnten. Besteht Uneinigkeit zwischen den Parteien
über das Verbringen der Kinder ins Ausland für Ferienaufenthalte, sind die
Reiseempfehlungen des EDA und des BAG massgeblich.
Im Übrigen werden Ziff. 3.2.b-c (Obhut / persönlicher Verkehr) des Scheidungsur-
teils vom 7. Juni 2017 aufgehoben.
2. Beistandschaft
In Abänderung von Ziffer 5.5 des Scheidungsabänderungsurteils des Bezirksge-
richts Meilen vom 28. August 2019 vereinbaren die Parteien was folgt:
Die Parteien beantragen, die mit Entscheid der KESB Meilen vom 08. Dezember
2016 errichtete Beistandschaft i.S.v. Art. 308 Abs. 2 ZGB weiter beizubehalten, den
Auftrag an die Mandatsperson jedoch im Wortlaut im Hinblick auf die neu vereinbar-
te Betreuungsregelung anzupassen.
- 24 -
3. Reisepässe
Die Kindsmutter ist mit der Ausstellung deutscher Reisepässe für D._ und
C._ einverstanden und verpflichtet sich, die ihr vom Kindsvater vorgelegte Zu-
stimmungserklärung mit notariell beglaubigter Unterschrift zu unterzeichnen und
dem Kindsvater zu übergeben.
Der Kindsvater verpflichtet sich, der Kindsmutter die französischen Reisepässe der
Kinder herauszugeben und falls notwendig eine Zustimmungserklärung für die Er-
neuerung der französischen Pässe der Kinder zu unterzeichnen.
Die Kindsmutter verpflichtet sich, dem Kindsvater eine Fotokopie der Greencards
der Kinder zukommen zu lassen.
4. Kinderunterhalt / Finanzielle Grundlagen
In Abänderung von Ziff. 3.4 des Scheidungsurteils vom 7. Juni 2017 wird die Unter-
haltspflicht des Kindsvaters per 1. März 2020 aufgehoben. Bis zum 29. Februar
2020 gilt die Regelung gemäss Ziffer 5.3.a-b des Abänderungsurteils des Bezirks-
gerichts Meilen vom 28. August 2019.
Mangels Leistungsfähigkeit der Kindsmutter wird derzeit auf die Festlegung von
Kinderunterhaltsbeiträgen an den Kindsvater ab 1. März 2020 verzichtet.
Der Kindsvater kommt grundsätzlich für den Barunterhalt der Kinder auf. Davon
ausgenommen sind die während der Betreuungszeiten der Kindsmutter bei ihr an-
fallenden Kosten.
Für die finanziellen Verhältnisse verweisen die Parteien auf Ziffer 5.4 des Abände-
rungsurteils des Bezirksgerichts Meilen vom 28. August 2019, wobei im Einkom-
men der Kindsmutter die Unterhaltsbeiträge ihres Ehemannes I._ nicht be-
rücksichtigt sind.
5. Die Parteien regeln die offenen Verpflichtungen des Kindsvaters (Schulden , Verpflichtung des Kindsvater[s] zur vollständigen Bezahlung der Steuer-
schulden) wie folgt:
a. Der Kindsvater verpflichtet sich, der Kindsmutter bis 30. September 2021 Fr.
15'000.– netto für ausstehenden Kinderunterhalt zu bezahlen.
- 25 -
b. Der Kindsvater verpflichtet sich, die offenen Steuerschulden gegenüber dem
Staat Zürich und der Politischen Gemeinde L._ (Verlustschein nach Art. 115
SchKG, Betreibungs-Nr. ... / 22.03.2016; Betreibungsamt L._) bis Ende Juli
2021 vollständig zu begleichen, unter Mitteilung an die Kindsmutter.
Mit der Erfüllung dieser Verpflichtungen (lit. a und b) gelten sämtliche noch offenen
Unterhaltsforderungen gemäss vorstehender Ziffer 4 Abs. 1 und sämtliche güter-
rechtlichen Ansprüche der Kindsmutter aus dem Scheidungsurteil als erfüllt. Kommt
der Kindsvater mit einer dieser Verpflichtungen in Verzug, fällt die Vereinbarung in
diesem Punkt dahin und leben die bisher aufgelaufenen Kinderunterhaltsschulden
des Kindsvater[s] gegenüber der Kindsmutter wieder auf.
6. Saldoklausel
Mit Vollzug dieser Vereinbarung erklären sich die Parteien als per Saldo aller ge-
genseitigen Ansprüche vollständig auseinandergesetzt und ziehen sämtliche, allfäl-
lige weitergehenden Anträge im vorliegenden Verfahren zurück.
7. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten inklusive die Kosten der Kindsvertre-
tung für das erst- und das zweitinstanzliche Verfahren je zur Hälfte und verzichten
für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren gegenseitig auf eine Parteientschädi-
gung."
II.
1.1 Die Berufung der Beklagten vom 30. September 2019 richtet sich gegen
die Dispositiv-Ziffern 1 bis 3 des Urteils der Vorinstanz vom 28. August 2019 (Urk.
168 S. 2). Dispositiv-Ziffer 4 betreffend Unterhalt ist untrennbar mit der angefoch-
tenen Dispositiv-Ziffer 1 verbunden. Demzufolge ist vorzumerken, dass die Dispo-
sitiv-Ziffern 5 und 6 des Urteils der Vorinstanz vom 28. August 2019 mit Ablauf
der Frist zur Erhebung einer Anschlussberufung (vgl. Urk. 174) am 13. Dezember
2019 in Rechtskraft erwachsen sind. Keine Vormerknahme der Rechtskraft erfolgt
mit Blick auf Art. 318 Abs. 3 ZPO hinsichtlich der in Dispositiv-Ziffern 7 bis 9 des
- 26 -
vorinstanzlichen Urteils geregelten erstinstanzlichen Kosten- und Entschädi-
gungsfolgen.
1.2 Die Berufung der Beklagten vom 9. September 2019 richtet sich gegen
die Dispositiv-Ziffern 1 bis 3 der Verfügung der Vorinstanz vom 28. August 2019
(Urk. 179/168 S. 2). Dispositiv-Ziffer 4 betreffend Unterhalt ist untrennbar mit der
angefochtenen Dispositiv-Ziffer 1 verbunden. Demzufolge ist vorzumerken, dass
die Dispositiv-Ziffern 5 und 6 der Verfügung der Vorinstanz vom 28. August 2019
mit Ablauf der Berufungsfrist am 10. September 2019 in Rechtskraft erwachsen
sind (vgl. Urk. 162), wobei Dispositiv-Ziffer 7 (wonach die Regelung der Kosten-
und Entschädigungsfolgen gemäss dem Urteil in der Hauptsache erfolgt) wiede-
rum von einer Vormerknahme auszunehmen ist.
2.1 Die Parteien beantragen die Genehmigung einer Vereinbarung, mit der
im Scheidungsurteil vom 7. Juni 2017 und im vorinstanzlichen Urteil vom 28. Au-
gust 2019 rechtskräftig geregelte Kinderbelange abgeändert werden sollen. Da
Kinderbelange der Parteidisposition entzogen sind (Art. 296 Abs. 3 ZPO), wird ei-
ne solche Vereinbarung erst rechtsgültig, wenn das Gericht sie genehmigt hat,
wobei eine dem Gericht vorgelegte Vereinbarung als gemeinsame Anträge ent-
gegenzunehmen und zu behandeln sind (Sutter-Somm/Gut, in: Sutter-
Somm/Hasenböhler/Leuenberger, ZPO-Komm., Art. 279 N 7; BSK ZPO-Bähler,
Art. 279 N 1c). Das mit einer Änderung der elterlichen Sorge, der Obhut oder des
Unterhaltsbeitrags befasste Gericht hat dabei auch den persönlichen Verkehr o-
der die Betreuungsanteile neu zu regeln (Art. 134 Abs. 4 ZGB).
2.2 An der im Scheidungsurteil vom 7. Juni 2017 angeordneten gemeinsa-
men elterlichen Sorge über die beiden Kinder soll – mit Ausnahme der Aufhebung
des Einverständnisses des Klägers zur Verlegung des Wohnsitzes der Kinder ins
Ausland (Ziffer 3.2.a Abs. 2 des Scheidungsurteils) – gemäss der Vereinbarung
nichts geändert werden. Die Aufhebung dieser Bestimmung kann ohne weiteres
genehmigt werden, nachdem die Kinder mehrheitlich beim Kläger leben und ihr
Wohnsitz an dessen Wohnort geknüpft werden soll.
- 27 -
2.3 Die Parteien stellen den Antrag, die bisherige Regelung der Obhut (Al-
leinobhut der Beklagten) und des persönlichen Verkehrs zwischen dem Kläger
und den Kindern durch die in der Vereinbarung getroffene Betreuungsregelung
mit Wohnsitz der Kinder am Wohnort des Klägers zu ersetzen.
C._ und D._ leben seit dem 19. Februar 2020 beim Kläger in der
Schweiz (Urk. 195). Ende Juni 2020 kehrte die Beklagte mit ihrem Sohn H._
ihrerseits in die Schweiz zurück. Sie lebt seither in L._ in der Nähe des Klä-
gers und der Kinder. Die in Ziffer 1 der Vereinbarung getroffene Betreuungsrege-
lung führt im Wesentlichen die seit Juli 2020 bestehende, funktionierende Kon-
taktregelung weiter. Die Betreuung der Kinder durch die Beklagte an zusätzlichen
individuellen Einzeltagen auf Wunsch der Kinder und nach (frühzeitiger) Abspra-
che trägt dem Bedürfnis nach einer gewissen Flexibilisierung der Betreuung unter
Berücksichtigung anderweitiger Freizeitaktivitäten Rechnung (vgl. Prot. II S. 80, S.
83 f., S. 86 f.). Die Vereinbarung wird von den Parteien und der Kindesvertreterin
mitgetragen, wobei die Kindesvertreterin im Hinblick auf die zweite Instruktions-
verhandlung nochmals Rücksprache mit den Kindern nahm (Prot. II S. 87). Da die
Kinder mehrheitlich vom Kläger betreut werden, erscheint es folgerichtig, dass
sich der Wohnsitz der Kinder am Wohnort des Vaters befindet. Ziffer 1 der Ver-
einbarung ist daher zu genehmigen. Ebenfalls genehmigungsfähig ist Ziffer 3 der
Vereinbarung, welcher der Gedanke zugrunde liegt, dass beide Elternteile über
Reisepässe der Kinder verfügen sollen, was eine Aushändigung und Rückgabe
derselben an einen Elternteil in Zukunft überflüssig macht.
2.4 Bereits mit Entscheid der KESB Bezirk Meilen vom 8. Dezember 2016
war für C._ und D._ eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB er-
richtet und der Beiständin im Rahmen ihrer besonderen Befugnisse der Auftrag
erteilt worden, das jeweils rechtskräftig angeordnete Besuchsrecht zu überwa-
chen und soweit notwendig die Modalitäten festzulegen (Urk. 4/29, Urk. 11/99).
Die Vor-instanz genehmigte die von den Parteien beantragte Aufhebung der Bei-
standschaft in Dispositiv-Ziffer 5.5 des Urteils bzw. in Dispositiv-Ziffer 5.2 der Ver-
fügung vom 28. August 2019 (Urk. 169 S. 85 f., S. 91). Die Vorinstanz hielt dafür,
die in Ziffer 2 der Teilvereinbarung vom 28. Juni 2019 (Urk. 144) beantragte Auf-
- 28 -
hebung der Beistandschaft sei angesichts des Wegzugs der Beklagten in die USA
zu genehmigen (Urk. 169 S. 38) und die Beklagte habe den in Ziffer 5 der Verein-
barung vom 15. Juli 2019 (Urk. 152) gestellten Antrag auf Aufhebung der Bei-
standschaft nicht widerrufen (Urk. 169 S. 40). Die Genehmigungen sind in
Rechtskraft erwachsen (vgl. E. II.1.1 und II.1.2). Eine eigentliche Aufhebung der
Beistandschaft in einer separaten Dispositiv-Ziffer erfolgte seitens der Vorinstanz
nicht. Die Beiständin F._ ist jedenfalls nach der Rückkehr der Kinder und der
Beklagten in die Schweiz wieder tätig geworden (vgl. Prot. II S. 81, S. 84 und S.
88; vgl. auch die E-Mail der Vizepräsidentin der KESB Bezirk Meilen an den da-
maligen Rechtsvertreter der Beklagten vom 6. Juli 2020, worin sich diese nach
dem Wohnsitz der Beklagten und dem Stand des Verfahrens erkundigt [Urk.
229]). Der beantragten Beibehaltung der mit Entscheid der KESB Bezirk Meilen
vom 8. Dezember 2016 errichteten Beistandschaft steht – nachdem sowohl die
Kinder als auch die Beklagte wieder in die Schweiz zurückgekehrt sind – nichts
entgegen. Somit ist Ziffer 2 der Vereinbarung zu genehmigen und anzuordnen,
dass die Beistandschaft weitergeführt wird. Der Aufgabenbereich der Beistands-
person ist den neuen Betreuungsverhältnissen anzupassen.
2.5.1 Nachdem die Kinder per 19. Februar 2020 unter die Obhut des Klägers
gestellt wurden und der Kläger die Kinder auch in Zukunft überwiegend betreut,
ist seine Unterhaltsverpflichtung – wie bereits im Beschluss vom 7. Juli 2020 für
die Dauer des Berufungsverfahrens angeordnet wurde (Urk. 230) – antragsge-
mäss per 1. März 2020 aufzuheben. Bis zu diesem Zeitpunkt richtet sich die Un-
terhaltsverpflichtung des Klägers nach Dispositiv-Ziffer 5.3.a-b des vorinstanzli-
chen Urteils, die unangefochten in Rechtskraft erwachsen ist. Die Beklagte ver-
fügt nach wie vor über kein Erwerbseinkommen und lebt zusammen mit dem fünf-
jährigen H._ von den Unterhaltsbeiträgen ihres pensionierten Ehemannes
I._ (Prot. II S. 78 f., Urk. 223/4 S. 5). Die Beklagte ist zwar auf der Suche
nach einer Arbeitsstelle in der Altenpflege. Aufgrund ihrer mangelnden Berufser-
fahrung in diesem Bereich, ihrer Ausbildung und bisherigen Tätigkeit in Frankreich
(vgl. Prot. II S. 81) erscheint aber unwahrscheinlich, dass sie in absehbarer Zeit
ein über ihr Existenzminimum hinausgehendes Einkommen erzielen kann. Zudem
muss sie in ihren Betreuungszeiten für den Barunterhalt der Kinder aufkommen.
- 29 -
Zu präzisieren ist an dieser Stelle, dass der in Dispositiv-Ziffer 5.4 des vorinstanz-
lichen Urteils (Urk. 169 S. 86) ausgewiesene Bedarf der Beklagten von CHF
2'000.– (ab 24. Dezember 2019) den Aufenthalt in den USA betrifft, während die
Beklagte bei ihrer Rückkehr in die Schweiz von einem erweiterten Existenzbedarf
(inkl. H._) ausging, der mit den Unterhaltsleistungen ihres Ehemannes von
CHF 5'000.– nur knapp gedeckt werden könne (Urk. 221 S. 9). Der Kläger lässt
sich unterhaltsrechtlich auf dem im Scheidungsurteil (Urk. 4/69 S. 6) und im Urteil
der Vorinstanz (Urk. 169 S. 86) festgehaltenen (hypothetischen) Einkommen von
CHF 8'500.– pro Monat behaften, auch wenn er ausführte, bei der M._ AG
effektiv lediglich CHF 64'000.– netto im Jahr zuzüglich Kinderzulagen zu verdie-
nen. Obwohl er zusammen mit seiner – in einem Pensum von 40% als Gymnasi-
allehrerin tätigen – Ehefrau einen Mietzins von CHF 5'200.– bezahlt, ist er den-
noch nicht auf Sozialhilfe angewiesen, da er im Umfang der Unterdeckung auf die
finanzielle Unterstützung seines Schwiegervaters zählen kann (Prot. II S. 63, S.
82). Auf diese Weise kann der Barbedarf der Kinder beim Kläger gedeckt werden.
Ziffer 4 der Vereinbarung, der einen Verzicht auf die Festlegung von Kinderunter-
halt beinhaltet, ist daher zu genehmigen.
2.5.2 In den Ziffern 5 und 6 der Vereinbarung werden die bis 1. März 2020
aufgelaufenen, offenen Unterhaltsschulden des Klägers und eine weitere güter-
rechtliche Verpflichtung einer einvernehmlichen Lösung zugeführt. Mit Erfüllung
der beiden in Ziffer 5 genannten Verpflichtungen durch den Kläger geht zwar eine
erhebliche Reduktion der offenen Unterhaltsschuld gemäss Dispositiv-Ziffer 5.3.a-
b des vorinstanzlichen Urteils einher. Dabei gilt es aber einerseits zu beachten,
dass die Kinder bis Februar 2020 bei der Beklagten in den USA in komfortablen
Verhältnissen gelebt haben, wo ihre Bedürfnisse vollständig durch Leistungen
Dritter gedeckt wurden. Eine (rückwirkende) Einbusse ihres damaligen Lebens-
standards droht aufgrund der vereinbarten Regelung nicht. Andererseits ist unge-
wiss, wann der Kläger in der Lage wäre, bei seinem jetzigen Einkommen von
CHF 64'000.– netto pro Jahr die gesamte ausstehende Unterhaltsschuld zu be-
zahlen, zumal er ab 1. März 2020 hauptsächlich den Barunterhalt der Kinder be-
streitet, keine Unterhaltsbeiträge von der Beklagten erhält und mit seiner jetzigen
Ehefrau für ein weiteres Kind, K._, sorgen muss. Die Beklagte wurde für of-
- 30 -
fene Steuerforderungen des Jahres 2014 von der Gemeinde L._ bis zur Aus-
stellung eines Verlustscheines betrieben, verfügt über einen entsprechenden Ein-
trag im Betreibungsregister und muss mit der erneuten Geltendmachung der
Steuerforderung rechnen (Urk. 236/2, Urk. 253), was ihre wirtschaftliche Bewe-
gungsfreiheit einschränkt. Gemäss dem Scheidungsurteil vom 7. Juni 2017 und
dem vorinstanzlichen Urteil vom 28. August 2019 hat der Kläger im internen Ver-
hältnis diese offenen Steuerschulden zu bezahlen. Die in Ziffer 5 getroffene Rege-
lung bietet daher auch Vorteile für die Beklagte. Die Kindervertreterin bezeichnete
es wiederum als enorm wichtig für die Kinder, dass eine Lösung gefunden und
das Verfahren abgeschlossen werden könne (Prot. II S. 87). Dies gilt zwar haupt-
sächlich für die nicht vermögensrechtlichen Aspekte; dass sich weitere finanzielle
Auseinandersetzungen zwischen den Eltern nicht günstig auf das Wohl der Kinder
auswirken, versteht sich aber von selbst. Kommt der Kläger mit einer der beiden
stipulierten Verpflichtungen (Zahlung von CHF 15'000.– netto für ausstehenden
Kinderunterhalt bis 30. September 2021; Zahlung der offenen Steuerschulden bis
Ende Juli 2021) in Verzug, bleiben die Kinderunterhaltsbeiträge im gemäss Dis-
positiv-Ziffer 5.3.a-b des vorinstanzlichen Urteils festgelegten Umfang geschuldet
und kann mangels Vollzugs der Vereinbarung auch die in Ziffer 6 der Vereinba-
rung enthaltene Saldoklausel nicht zum Tragen kommen. Im Interesse einer voll-
ständigen und gütlichen Auseinandersetzung der Parteien sind auch die Ziffern 5
und 6 der Vereinbarung zu genehmigen.
3. Mit dem gestützt auf übereinstimmende Parteianträge ergehenden En-
dentscheid der Berufungsinstanz in der Sache und dem Rückzug sämtlicher, all-
fälliger weitergehenden Anträge (Ziffer 6 der Vereinbarung) erübrigt sich die An-
ordnung von vorsorglichen Massnahmen.
III.
1. Die erstinstanzlichen Kostenansätze (Urk. 169 S. 87), die auch das Mas-
snahmeverfahren umfassen (vgl. Urk. 169 S. 91), sind zu bestätigen. Die zweitin-
stanzliche Entscheidgebühr ist gestützt auf § 6 Abs. 1 in Verbindung mit § 5 Abs.
1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf CHF 5'000.– festzusetzen, wobei zu be-
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rücksichtigen ist, dass sich die Parteien umfassend geeinigt haben und eine Ver-
einbarung genehmigt werden kann (vgl. für das Scheidungsverfahren § 6 Abs. 2
lit. a GebV OG). Die Auslagen für die Übersetzungen betragen CHF 367.50 (Urk.
193), CHF 682.50 (Urk. 227A+B) und CHF 570.– (Urk. 256), total CHF 1'620.–.
Die Auslagen für die Kindesvertretung sind gestützt auf die Honorarnote von
Rechtsanwältin X._ vom 31. Mai 2021 (Urk. 257) antragsgemäss auf CHF
14'025.80 (CHF 13'023.– zuzüglich CHF 1'002.80 [7.7% Mehrwertsteuer]) festzu-
setzen.
2. Die Kosten des erst- und zweitinstanzlichen Verfahrens sind vereinba-
rungsgemäss dem Kläger und der Beklagten je zur Hälfte aufzuerlegen und mit
den von der Beklagten geleisteten Vorschüssen von insgesamt CHF 18'000.–
(Urk. 173, Urk. 179/174, Urk. 187) zu verrechnen. Der Fehlbetrag ist vom Kläger
nachzufordern (Art. 111 Abs. 1 ZPO). Der Kläger hat der Beklagten die geleiste-
ten Vorschüsse im Umfange von CHF 2'938.35 zu ersetzen (Art. 111 Abs. 2
ZPO). Der Kläger und die Beklagte haben für das erst- und zweitinstanzliche Ver-
fahren gegenseitig auf eine Parteientschädigung verzichtet. Demnach sind für
beide Verfahrensstufen keine Parteientschädigungen zuzusprechen (Art. 109
Abs. 1 ZPO).