# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 628885ab-d2bf-56fc-b490-f8d6002f80f2
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1967 geborene
X._
,
Mutter
dreier erwachsener Kinder
und zu
letzt als Sachbearbeiterin im Rechnungswesen/Administration/HR bei der
Y._
tätig, meldete sich am 6. Juni 2017 unter Hinweis auf psychische Be
schwerden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/2, Urk. 7/11
/1
). Die Sozialversicherungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle,
nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor und zog unter anderem die Akten des Krankentaggeldversicherers bei.
Am 17. Januar 2018
erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Belastbarkeitstraining
bei der
Z._
vom 5. Februar bis 4. Mai 2018
(
Urk. 7/25). Mit Mitteilung vom 15. Februar 2018 (Urk. 7/33) informierte
die IV-Stelle die Versicherte darüber, dass das Belastbar
keit
straining
per 18. Februar 2018 abgebrochen
werde und sie
die Kosten für ein entsprechendes Training beim
A._
vom 19. Februar bis 4. Mai 2018
übernehme.
Am 26. April 2018 erteilte die IV-Stelle Kostengutsprache für ein Aufbautraining bei der
A._
vom 5. Mai bis 4. November 2018
(Urk. 7/44)
, welches sie am 5.
November 2018 bis zum 4. Januar 2019 verlängerte (Urk. 7/84)
.
Mit Mitteilung vom 13. Dezember 2018 (Urk. 7/92) informierte die IV-Stelle die Versicherte
über
die Kosten
gutsprache für ein
Arbeitstraining
in der
B._
vom 5. Januar bis 4. Juli 201
9.
Am 16. April 2019 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass das Arbeitstraining per 1
5.
April 2019 abgebrochen worden sei und die Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen würden, da
sie
sich überfordert fühle und das Arbeitstraining gesundheitsbedingt abbrechen
wolle (Urk. 7/98). Mit Vorbescheid vom 5. August 2019 (Urk. 7/107) stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht
, wogegen die Versicherte am 16. August 2019 Einwand (Urk. 7/109, Urk. 7/114) erhob.
Am 21. Oktober 2019 verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch der Invalidenversicherung (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 19. November 2019 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die Verfügung vom 2
1.
Oktober 2019 sei aufzuheben und die Sache zu neuer Abklärung und Entscheidung an die Verwaltung zurückzuweisen. In formeller Hinsicht stellte sie das Gesuch um unentgeltlich
e
Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2020 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Be
schwerdeführerin am 13. Januar 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE
145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E.
2.1, 130 V 396
E. 5.3 und E.
6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ih
rem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek
tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE
145 V 215 E. 5.3.2,
1
43 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E.
3.7, 13
9 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
4
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
beurteilen die RAD die medi
zinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmetho
den können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allge
meinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Unter
suchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht – ge
wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu na
mentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzu
stellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG be
treffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra
xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner
ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Ok
tober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung vom
21. Okto
ber 2019 (Urk. 2) damit,
dass sich
a
ufgrund der medizinischen Beurteilung
zeige
, dass die Arbeitsunfähigkeit
aufgrund der Überforderung der Beschwerdeführerin an ihrer letzten Arbeitsstelle resultiere.
Solche Probleme am Arbeitsplatz seien seitens der Invalidenversicherung nicht versichert, wes
halb
sie keinen Anspruch auf
IV-
Leistungen begründeten (S. 1).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführe
rin auf den Standpunkt (Urk. 1), aufgrund der Aktenlage ergebe sich ein Bild eines weitgehend unsteten berufli
chen Werdegangs mit häufigen Stellenwechseln, meist bereits nach einem Jahr. Dies könne sehr gut
zu
einer gestörten Persönlichkeitsstruktur passen, was aber
noch näher abzuklären sei (S.
4 lit. f). Die Einschätzung des RAD-Arztes, wonach gestützt auf die
Akten
nicht erkennbar sei, warum die Beschwerdeführerin für den Bürobereich arbeitsunfähig sein solle, sei angesichts der Berichte der behan
delnden Ärzte nicht nachvollziehbar. Der RAD-Arzt habe am
16.
Juli 2018 im
merhin festgehalten, es müsse
mittels
Begutachtung festgestellt werden, wie es sich mit der Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit verh
alte
(vgl. Urk. 7/99/9).
Im Weiteren sei die Rentenabweisung ohne Berücksichtigung des
Arztb
erichts vom 26. September 2019 (Urk. 7/114
)
erfolgt. Die Beschwerdeführe
rin machte schliesslich geltend, dass nicht
bloss
eine
Anpassungsstörung vorliege, sondern ein Leiden, welches nun schon seit mehreren Jahren lege
artis
fachärzt
lich behandelt worden sei, ohne dass
ihre Situation habe verbessert
werden
kön
nen. Diese ohne Weiteres erkennbare missliche Situation hätte zumindest dazu führen müssen, dass die Beschwerdegegnerin ei
ne Begutachtung veranlasse (Urk. 1 S. 5
).
3.
3
.1
Im Austrittsbericht der
C._
vom
22. August 2017
betreffend den stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin vom 2
1.
J
uni bis 25. Juli 2017 (Urk. 7/20
/17-21) wurden folgende Diagnosen
genannt
(S. 1):
-
rezidivierende depressive
Störung
, gegenwärtig mittelgradige Episode
(ICD-10 F33.1
)
-
Akzentuierung von
Persönlichkeitszüge
n (ICD-10 Z
73.1)
-
Mammazysten
bds
(ICD-10 N60.0)
-
Nikotinabusus (ICD-10 F17.1)
Die
C._
-Fachpersonen führten aus, dass sich die spezifischen Eigenschaf
ten/Verhaltensweisen der emotional instabilen Persönlichkeitsstörung vom
Borderline
-Typ gemäss ICD-10 (ohne selbstverletzendes Verhalten im eigentli
chen Sinne) als erfüllt erwiesen. Gleichzeitig seien die allgemeinen Kriterien einer Persönlichkeitsstörung aufgrund einer langjährigen recht stabilen Partnerschaft mit dem Exmann der Beschwerdeführerin, stabiler Beziehungen zu den drei er
wachsenen Kindern und einer recht kontinuierlichen Berufstätigkeit (wenn auch mit häufigem Wechsel) in Frage gestellt (S. 3).
I
m Verlauf
habe
eine recht erfreuliche Stabilisierung des psychischen und physi
schen Zustandsbildes erzielt werden können. Bei Austritt habe die Beschwerde
führerin von leichten
Verbesserungen
betreffend
Freudempfinden, Selbstan
nahme, Interessen, Entschlussfähigkeit und Energie berichtet
, zugleich bestehe aber nach wie vor eine Schlappheit, Erschöpfbarkeit sowie zunehmende Unruhe im Hinblick auf den Austritt
. Ungeachtet dieser Verbesserung auf Symptomebene bleibe die Beschwerdeführerin auf
der
Funktionsebene Belastbarkeit sowie
Um
stellungs
-, Durchhalte-, Selbstbehauptungs- und Kontaktfähigkeit zu Dritten deutlich eingeschränkt (S. 3
f.
).
Im Weiteren wurde festgehalten, dass vom 21. Juni bis 31. Juli 2017 ein
e 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe
und im Anschluss die Einschätzung durch das Behandlungsteam der Tagesklinik zu erfolgen habe (S. 4).
3.
2
Dr.
med.
D._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
stellte in ihrem B
ericht vom 30. Juli 2018 (Urk. 7
/69)
folgende Diagnosen
(S. 3 Ziff. 2.5)
:
-
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1)
-
emotional-instabile Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.31), ED 11/2017 nach SKID II
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
keine
Die Ärztin wies unter anderem
auf eine verminderte Konzentration, Einschrän
kung der subjektiven Merkfähigkeit, Einengung des formalen Denkens auf die Zukunftsgestaltung und die Beziehung zur Mutter, Gedankenkreisen um die Mei
nung anderer, eine geringe affektive Schwingungsfähigkeit, Affektarmut sowie eine hintergründige Anspannung bei konfliktbeladenen Themen hin. Wut und Ärger würden gegen sich gerichtet oder
dysphorisch
kommuniziert und negative Emotionen seien nur eingeschränkt lenkbar (S. 3 Ziff. 2.4).
Für eine Bürotätigkeit attestierte
Dr.
D._
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1. Februar bis 31. Juli 2018
und
hielt fest, die Beschwerdeführerin sei für eine solche Tätigkeit aus medizinischer Sicht nicht mehr arbeitsfähig. In ange
passter Tätigkeit ohne Leistungsdruck und mit der Möglichkeit, technisch und handwerklich tätig zu sein, könnte die Beschwerdeführerin eine Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60
% erlangen (S. 2 Ziff. 1.3, S. 4
Ziff. 2.7
, S. 6 Ziff. 4.3
).
Dr.
D._
führte weiter aus
, dass die Beschwerdeführerin bei der Bürotätigkeit in einen inneren Anspannungszusta
nd gerate und Angst/Panik erleb
e, sich ein
gesperrt und überwacht fühle, sich nicht mehr konzentrieren könne und Flucht
wege (sozialer Rückzug) suche. Sie habe dann den Eindruck, dass andere Personen ihr Böses wollten und erlebe gehäuft somatische Symptome (Migräne), welche zur Vermeidung führten (S. 5 Ziff. 3.5).
3.
3
In ihrem Bericht vom 17
. Mai 2019 (Urk. 7/103)
nannten
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH,
und Psychologin
F._
,
F._
,
die gleichen Diagnosen
wie
Dr.
D._
, wobei sie von einer leichtgradigen depressiven Episode ausgingen
(S.
3
Ziff.
2
.5
; vgl. E. 3.2
hievor
)
. Sie
führten aus, dass
sich
die Beschwerdeführerin
im Rahmen der IV-Eingliederungsmassnahme
zunehmend überfordert und unter Druck
gefühlt habe
und erneut in einen Erschöpfungszustand geraten
sei
. Dies habe zum Ab
bruch der Massnahme geführt, was die Beschwerdeführerin sichtlich enttäuscht habe. Gleichzeitig sei auch ein grosser Druck weggefallen, so dass sie aktuell wie
der etwas stabiler wirke. Dennoch müsse von einer längerfristigen verminderten Belastbarkeit ausgegangen werden, wobei der Verlauf der Integrationsmassnah
men gezeigt habe, dass die Beschwerdeführerin nicht in der Lage sei, eine kon
stante und stabile Arbeitsleistung abzurufen. Es dominierten nach wie vor eine emotionale Instabilität und phasenweise ein verminderter Antrieb bei depressiven Stimmung
seinbrüchen (S. 2
Ziff. 2.1 f.).
Im Weiteren hielten die
F._
-Fachpersonen fest, dass aktuell keine Arbeitsfä
higkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt respektive eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit für die angestammte Tätigkeit als Sachbearbeiterin und jede andere zumutbare Tätigkeit bestehe. Die erfolglos verlaufene Integrationsmassnahme lasse eine un
günstige Prognose vermuten (
S. 2 Ziff. 1.3,
S. 3 Ziff. 2.7
, S. 6
Ziff. 4.1 f.
).
Als Einschränkungen mit Auswirkungen auf die bisherige Tätigkeit
nannten
die
F._
-Fachpersonen
eine affektive Instabilität, phasenweise Antriebsstörungen am Morgen sowie
grosse Schwierigkeiten bei der Aufrechterhaltung respektive beim
konstanten
Abruf der Arbeitsleistung, Konzentration und Energie
sowie der Mitteilung eigener Bed
ürfnisse
(S.
4
Ziff. 3.4).
3.
4
Der RAD-Arzt
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ging in seiner Stellungnahme vom 3. Juli 2019 (Urk. 7/106/5-7) von folgenden Diagnosen aus:
-
mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
rezidivierende depressive Störung, zuletzt leichtgradig (ICD-10 F33.0)
-
ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73)
Dr.
H._
führte aus, dass die Beschwerdeführerin
aufgrund
der akzentuierten Persönlichkeitsanteile auf Kritik und Zurückweisung intensiver reagiere als an
dere, was bei der Wahl des Arbeitsplatzes zu berücksichtigen sei. Zeitweilig könn
ten situative Schwankungen der emotionalen Funktionen und der Affektkontrolle auftreten. Es sei deshalb empfehlenswert, der Beschwerdeführerin keine Tätigkei
ten unter sozial ungünstigen Bedingungen mit wechselnden Bez
ugspersonen,
starr a
utoritären Strukturen und Zeitdruck anzubieten. Darüber hinaus bestünden gegenwärtig keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit.
Als Belastungsprofil gab
der RAD-Arzt
zeitlich flexible Tätigkeiten ohne perma
nenten Zeit- und Termindruck, bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne beson
dere Anforderungen an das Umstellungs- und Anpassungsvermögen an, wobei klar strukturierte Verrichtungen in ruhiger und emotional spannungsarmer At
mosphäre vorteilhaft wären.
Dr.
H._
attestierte eine
Arbeitsfähigkeit von 60 bis 80
% in bishe
riger Tä
tigkeit respektive eine
sol
che
von 10
0 % in angepasster Tätigkeit
.
Unter dem Titel versicherungsmedizinische Beurteilung hielt
der RAD-Arzt
fest, die Arbeitsfähigkeit werde durch verschiedene psychosoziale Faktoren (
Mittei
lung der Kündigung am 22.
Februar 2017
durch den Arbeitgeber
; Aussage der Beschwerdeführerin, wonach sie aufgrund von Schul
den/Betreibungen/Lohn
-
pfändungen nicht mehr im Bereich der Buchhaltung ar
beiten könne
; Hinweis im Abschlussbericht, dass keine berufsspezifischen Kom
petenzen hätten beobachtet werden können)
beeinflusst (Urk. 7/106/6)
.
Im Weiteren führte
Dr.
H._
aus, dass eine Persönlichkeitsstörung in Anbe
tracht der Biographie nicht nachvollziehbar sei. Die seitens der
C._
-Fachperso
nen
diagnostizierten akzentuierten Persönlichkeitszüge seien auch unter Berück
sichtigung der in den Verlaufsberichten dokumentierten Auffälligkeiten (fehlende Flexibilität
;
Probleme mit aussergewöhnlichen Situationen, Druck oder Stress) plausibel (Urk. 7/106/7).
3.
5
PD
Dr.
med.
I._
, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie, und
lic
. phil.
J._
,
eidg
. anerkannte Psychotherapeutin
,
K._
,
führten in ihrem Bericht vom 26. September 2019 (Urk. 7/114) aus, dass
die seitens der Beschwerdegegnerin erwähnten Überforde
rungsgefühle
und akzentuierten Persönlichkeitszüge in Frage zu stellen seien. Im
Verlauf der mittlerweile mehrere Jahre andauernden psychiatrisch-psychothera
peutischen Behandlung
seien
starre, sich wiederholende Ve
rhaltensmuster aufge
treten
, welche im Rahmen einer klinisch relevanten Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.31) einzuordnen seien.
Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin auf
grund Verhaltensauffälligkeiten bereits als Kind mehrfach psychologisch respek
tive psychiatrisch abgeklärt worden sei, spreche für eine seit Kindheit bestehende Problematik. Letztere dürfte sich über viele Jahre in einem sozial verträglichen Ausmass manifestiert habe
n, sei doch die Beschwerdeführerin einige Jahre (aller
dings fast ausschliesslich mit reduziertem Pensum)
arbeitstätig
gewesen.
Ab zirka 2012 seien nach der Scheidung und dem Wegfall der familiären Unter
stützung vermehrt Probleme an verschiedenen Arbeitsplätzen aufgetreten, und es sei 2017 zu einem schweren depressiven Einbruch gekommen. D
abei dürfte die Problematik durch die hormonelle Umstellung im Rahmen des Klimakteriums und der damit verbundenen psychischen Beschwerden potenziert worden sein. Es sei von einer
dekompensierten
Persönlichkeitsstörung mit nicht mehr sozial verträg
lichem Ausmass auszugehen, wobei sich diese im Bereich der Affektivität mit deutlichen Stimmungsschwankungen und Antriebsprobleme
n
geäussert habe.
In den letzten Monaten seien überdies namentlich die emotionale Instabilität und die
Impulskontrollstörung auffallend gewesen, welche sich in der berufli
chen In
tegrationsmassnahme und
der partnerschaftlichen Beziehung deutlich einschrän
kend auswirkten (keine konsistente Teilnahme an der
M
assnahme, stark schwan
kende Tagesverfassung, Aufnahme/Abbruch einer partnerschaftlichen Bezie
hung). Zudem seien deutliche Unterschiede in der Eigen- und Fremdwahrneh
mung beobachtbar, welche auch in der Zeit des Abbruchs der Integrationsmass
nah
me
eine Rolle
ge
spielt
hätten
. Im zwischenmenschlichen Kontext fühle sich die Beschwerdeführerin oft missverstanden, misstraue anderen und habe gro
sse Mühe, sich f
ür eigene
Bedürfnisse einzusetzen und sich von anderen abzugren
zen. Die gescheiterten Integrationsmassnahmen verdeutlichten, wie diese Prob
leme
die Beschwerdeführerin
in der Erfüllung der Anforderungen des Arbeitsplat
zes behindert
en
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei ihrer leistungsabweisenden Verfügung (Urk. 2)
im Wesentlichen
auf die Stellungnahme des RAD-Arztes vom 3. Juli 2019 (
Urk. 7/118/2
), welcher seinerseits keine eigene Untersuchung durchgeführt hat.
4.2
Der RAD-Arzt und die behandelnden
Ärzte
sind sich insoweit einig, als dass sie von einer rezidivierenden depressiven Störung von leichtem respektive mittlerem Grad ausgingen (vgl. E. 3.1-3.4
hievor
)
. Uneinig
keit besteht hingegen darin, ob
bei der Be
schwerdeführerin
- so Dr.
D._
sowie die
F._
-
und
K._
-
Fachpersonen -
eine versicherungsrelevante Persönlichkeitsstörung
gemäss ICD-10 F60.3 oder
– so
Dr.
H._
und die
C._
-Fachpersonen
-
lediglich eine Per
sönlichkeitsakzentuierung nach ICD-10 Z73.1 vorliegt, welche rechtsprechungs
gemäss nicht unter den Begriff des rechtserheblichen Gesundheitsschadens (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.5)
fällt.
Uneins
sind sich der RAD-Arzt und
die behandelnden Ärzte
sodann über den Umfang der Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit. Wäh
rend
Dr.
H._
eine Arbeitsfähigkeit von 60-80 % in angestammter bezie
hungsweise eine solche von 100 % in angepassten Tätigkeit postulierte, gingen die behandelnden Ärzte von einer 100%igen Arbeits
un
fähigkeit
in angestammter Tätigkeit aus und prognostizierte
n für eine
Verweistätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von maximal 50 bis 60 %
(vgl. E. 3.1
-3
hievor
)
.
4.3
Zur Begründung
der von ihm gestellten Diagnose von akzentuierten Persönlich
keitszügen beschränkte sich der RAD-Arzt in seiner Stellungnahme vom 3. Juli 2019 (vgl. E. 3.4
hievor
)
auf den Hinweis
betreffend die
Schlüssigkeit des Berichts der
C._
-Fachpersonen
vom 22. August 2017 (vgl.
E. 3.1
hievor
)
sowie die in den Verlaufsberichten erwähnten Auffälligkeiten (fehlende Flexibilität, Probleme mit aussergewöhnlichen Situationen/Druck/Stress) bei der Beschwerdeführerin.
Im Weiteren setzte er sich mit
der von Dr.
D._
und den
F._
-F
achpersonen gestellten Diagnose
einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung
(vgl. E 3.2-3)
nicht auseinander, sondern hielt lediglich in pauschaler Weise und ohne wei
tere
Begründung
fest, dass eine Persönlichkeitsstörung in Anbetracht der Biogra
phie
nicht nachvollziehbar
sei.
Gleiches
gilt
bezüglich der
von Dr.
H._
ge
stellte
n
Diagnose einer leichtgradigen depressiven Episode, welch
e er nicht näher begründete
.
Auch
nahm
er
keine
Stellung zur unterschiedlichen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch Dr.
D._
und die
F._
-Fachpersonen
. Im Weiteren
ist zu berücksichtigen
, dass der RAD-Arzt unter dem Titel Beschreibung der Ein
schränkungen in Bezug auf die bisherige Tätigkeit
im Wesentlichen
auf die im Zusammenhang mit den akzentuierten Persönlichkeitsanteilen
erwähnten
Limi
tierungen hinweist,
jedoch
den entsprechenden
P
e
rsönlichkeitszügen
gemäss sei
ner Auffassung keine Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit zukomm
t
. Betref
fend die
mit der
depressiven Störung zusammenhängenden Beeinträchtigungen äusserte er sich hingegen nicht, obwohl er
dieser
Auswirkungen auf die Arbei
ts
fähigkeit zumass.
Dr.
H._
gab sodann für die Arbeitsfähigkeit in ange
stammter Tätigkeit lediglich einen ungefähren Rahmen an, indem er von einer 60 bis 80%igen Leistungsfähigkeit ausging
.
Bezüglich der
von ihm
erwähnten psy
chosozialen Faktoren ist schliesslich festzuhalten
,
dass das Vorliegen
solcher
nicht von vornherein einen invalidisierenden Gesundheitsschaden ausschliesst (vgl. dazu BGE 127 V 294 E. 5a, Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2
)
und sich Dr.
H._
nicht
(
näher
)
dazu äussert
e
,
inwiefern
invaliditätsfremde
Gründe die Auswirkungen der Gesundheitsbeeinträchtigungen auf die Erwerbsfähigkeit konkret
beeinflussen
.
An dieser Stelle ist sodann
auf die Aktennotiz der Beschwerdegegnerin vom 1
6.
Juli 2018
(Urk. 7/99/9) zu verwei
sen
, wonach der RAD-Arzt eine gutachterliche Beurteilung der Frage nach dem Umfang der Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit in Erwägung zog
.
Nach dem Gesagten ist die RAD-Einschätzung vom 3. Juli 2019
nicht
vollends nachvollziehbar, weshalb die Beschwerdegegnerin ihre Leistungsablehnung nicht darauf abstützen durfte.
4.4
In den Akten finden sich sodann
keine fachärztlichen Beurteilungen, die ein ab
schliessendes Bild betreffend die Arbeitsfähigkeit erlauben.
Im Bericht von
Dr.
med.
L._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vom 11. Juli 2017 (Urk.
7/20/25-26)
fehlt
für die postulierte Arbeitsunfähigkeit von 100 % jegliche Begründung
, was im Übrigen auch
für die diagnostizierte mittelgradige
depres
sive Episode
und die akzentuierten Persönlichkeitszüge
gilt.
Die
C._
-Fachperso
nen äusserten sich lediglich zum Umfang der Arbeitsfähigkeit für die Periode vom 21. Juni bis 31. Juli 2017 und
ver
wiesen für die Zeit danach auf die durch das Behandlungsteam der Tagesklinik vorzunehmende Einschätzung (vgl. E. 3.1
hie
vor
).
Dr.
D._
führte im Sinne einer Prognose aus, dass die Beschwer
deführe
rin in einer angepassten
technisch
en
/handwerklichen Tätigkeit
wahrscheinlich
eine Arbeitsfähigkeit von 50 bis 60 % erlangen könnte
(vgl. E. 3.2
hievor
)
.
Die
K._
-Fachpersonen
äusserten sich in ihrem Bericht vo
m 26. September 2019 (vgl. E.
3.5
hievor
)
–
welche
r dem RAD-Arzt
seitens der Beschwerdegegnerin
nicht vorgelegt wurde (vgl. Urk. 7/118) – nicht zur Arbeitsfähigkeit.
In den
ä
rzt
lichen Zeugnissen der behandelnden Ärzte (Urk. 7/1/1-2, Urk. 7/52, Urk. 7/55, Urk.
7/63
) fehlt es
schliesslich
nicht nur an einer Begründung für die
darin
attes
tierte Arbeitsunfähigkeit, sondern
auch an
entsprechenden Diagnosen
.
Im
Zu
sammenhang mit den Berichten der behandelnden Ärzte ist im Übrigen
die Er
fahrungstatsache zu berücksichtigen, dass
diese
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Pa
tientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Ebenso wenig
erlauben
die vom Krankentaggeldversicher
er eingeholten Berichte von Dr. med.
M._
, Facharzt FMH Psychiatrie und Psychotherapie
,
vom 3. Mai 2017 (Urk. 7/7/4-5) und D
r. med.
N._
, Fachärztin FMH
Neurologie, spez. Neuropsychologie, vom 20. September 2017 (Urk. 7/20/7-12) ein
e
abschliessende Beurteilung d
er Arbeitsfähigkeit. Dr.
M._
hielt
unter Hinweis
a
uf therapeu
tisch-rehabilitative Gründe
fest, dass der Beschwerdeführerin eine Rückkehr in die angestammten Verhältnisse nicht mehr zumutbar sei
. Mit Bezug auf die me
dizin
theoretische Frage nach der Zumutbarkeit einer störungsadaptierten Arbeits
aufnahme mit der Gewichtung von
medizinal
-fremden Kontextfaktoren verwies er
darauf, dass diese durch den Rechtsanwender beurteilt werden müsse (Urk. 7/7
/
4-5 S. 2)
. Aus dem Bericht
der Neurologin
Dr.
N._
, welche verhal
tensneurologisch ein subklinisches Zustandsbild ohne Krankheitswert sowie leis
tungspsychologisch keine berufsrelevanten neurokognitiven Funktionsdefizite diagnostizierte und
aus psychiatrisch-psychopathologischer und neuropsycholo
gisch-leistungspsychologi
scher Sicht für die angestammte
sowie jede andere bil
dungsadäquate Tätigkeit von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit aus
ging
(Urk. 7/20/7-12
S. 5
f.),
lassen sich insbesondere keine
direkt
en
Rückschlüsse auf die
in Frage stehende
Diagnose respektive Arbeitsfähigkeit
in psychiatrischer Hinsicht
ziehen.
Mit Bezug
auf den von der Kundenberaterin der Beschwerdegegnerin
in der Res
sourcenprüfung vom
5. August 2019
(Urk. 7/108)
gemachten Hinweis, wonach die gesundheitlichen
Einschränkungen
der Beschwerdeführerin
einzig
auf
ihre
Überforderung am Arbeitsplatz zurückzuführen seien (Urk. 7/108 S. 1), ist auf den Bericht der ZTZP-Fachpersonen
(vgl. E. 3.5
hievor
)
zu verweisen, welche diese Schlussfolgerung
eingehend
in Frage stellte
n.
4.5
Im Lichte der obigen Erwägungen
ist der medizinische Sachverhalt in wesentli
chen Teilen ungeklärt, weshalb weitere Abklärungen notwendig sind und die Sa
che zwecks
Einholung eines entsprechenden Gutachtens
an die Beschwerdegeg
nerin zurückzuweisen ist. Hernach wird sie über die Rentenfrage neu zu entschei
den haben. Die Beschwerde ist entsprechend gutzuheissen.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos
ten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerde
gegnerin
aufzuerlegen.
Damit erweist sich das Gesuch der Beschwerdeführerin um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 2) als ge
genstandslos.
5.2
Dem Verfahrensausgang entsprechend ist die Beschwerdegegnerin zu verpflich
ten, eine Prozessentschädigung zu bezahlen. Das Gesuch um unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
erweist sich
ebenfalls
als gege
n
standslos.
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) be
misst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Be
deutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Ob
siegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Es ist der Beschwerdeführerin unter Berücksichtigung dieser Grundsätze eine Pro
zess
ent
schädigung von Fr.
2
’
2
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.