# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8479685a-7426-419d-a0f4-e35680bc1035
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 19
63
, bezieht seit
September 2001 eine volle Invaliden
rente (vgl. Urk.
10/178c S. 2
).
Seit November 2003 erhält sie Zusatzleistungen
zu
ihr
er Invalidenrente
, wobei diese bis Juli 2007 gemeinsam mit der Tochter
Y._
und dem Sohn
Z._
berechnet wurden, ab August 2007 nur noch – und mit Unterbrechung – mit der Tochter
Y._
(vgl.
Urk.
2
S.
1
).
Mit
Schreiben vom 18. Juli 2012 (
Urk.
10/146)
teilte die Versicherte
dem Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt Zürich
mit
, dass ihre Tochter
Y._
bereits seit August 2011 keine Kinderrente der Invalidenversicherung mehr er
halte. In der Folge berechnete
das Amt für Zusatzleistungen
zur AHV/IV
den Anspruch de
r
Versicherten auf Zusatzleistungen für die
Zeit von
1.
August 2011 bis
31. August 2012
neu (ohne Einbezug der Tochter)
und forderte von ih
r
mit Verfügung vom 28. August 2012 einen Betrag von Fr.
25‘900
.-- zurück (Urk.
10/
212/
6
1). Dagegen erhob die
Versicherte mit Eingabe vom
2
2.
September 2012
Einsprache (
„Beschwerde“,
Urk.
1
0
/1
60
).
Diese wurde mit Entscheid vom
16. November 2012
abgewiesen (
Urk.
10/
212/
65
).
1.2
Mit Schreiben vom
2
3
.
Janua
r 201
3
stellte die Versicherte ein Gesuch um Erlass der Rückerstattung der unrechtmässig gewährten Zusatzleistungen
(Urk.
1
0
/1
78
).
Mit
Verfügung vom
2
2.
April 2013
wies
das Amt
für Zusatzleis
tungen zur AHV/IV
der Stadt Zürich
das Erlassgesuch
vollumfänglich
ab (
Urk.
1
0
/
212/
68
). Die dagegen erhobene Einsprache der Versicherten (
Urk.
10/196
) wies
das Amt
für Zusatzleistungen zur AHV/IV
mit Entscheid vom
11. Juni 2013
ab (
Urk.
10/
212/
71
).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 11. Juni 2013
(
Urk.
2)
erhob die Versi
cherte mit Eingabe vom 4. Juli 2013 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, dieser sei aufzu
heben und ihr sei die Rückerstattungsforderung in der Höhe von Fr. 25‘900.-- zu erlassen; die verrechnungsweise zurückbehaltenen
Rückerstat
tungsbeträge
seien ihr nachzuzahlen (S. 2
Ziff.
1-3). Zudem
ersuchte
sie
um un
entgeltlichen Rechtsbeistand für das
Verwaltungsverfahren
und das
Beschwer
deverfahren
(S.
2
Ziff.
4).
Mit
Vernehmlassung
vom
1
2.
September
2013
beantrag
te
das Amt für Zusatzleis
tungen
die
Abweisung der Be
schwerde (Urk.
8
).
Diese Eingabe wurde der Versicherten mit Verfügung vom
2.
Oktober 2013
(
Urk.
11) zugestellt. Gleichzeitig wurde sie aufgefordert,
das Formular zur Abklärung der prozessu
alen Bedürftigkeit auszufüllen sowie Belege
betreffend ihre finanzielle Situation einzureichen. Mit
Eingabe vom 1
2.
Nov
ember 201
3
kam die Versi
cherte dieser Auflage nach (
Urk.
1
2
; vgl. auch
Urk.
13-
14).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 25 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
So
zi
al
versicherungsrechts
(ATSG) sind unrechtmässig bezogene Leistungen zu
rückzu
erstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie nicht zu
rückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt.
1.2
Der gute Glaube als Erlassvoraussetzung ist nicht schon mit der Unkenntnis des Rechtsmangels gegeben. Es ist zu unterscheiden zwischen dem guten Glauben als fehlendem Unrechtsbewusstsein und der Frage, ob sich jemand unter den
ge
gebenen Umständen auf den guten Glauben berufen kann und ob er bei zu
mut
barer Aufmerksamkeit den bestehenden Rechtsmangel hätte erkennen sol
len. Der
Leistungsempfänger darf sich nicht nur keiner böswilligen Absicht, sondern auch
keiner groben Nachlässigkeit schuldig gemacht haben.
Nach der Recht
sprechung entfällt der gute Glaube als
Er
lassvoraussetzung
von vornhe
r
ein, wenn
der
Rück
erstat
tungs
tat
bestand
(Melde
oder
Auskunftspflichtver
let
zung
) durch ein arglis
tiges oder grobfahrlässiges Verhalten her
beigeführt wurde. Anderseits kann sich
die versicherte Person auf den guten Glauben be
rufen, wenn ihre fehlerhafte Hand
lung oder Unter
lassung nur eine leichte Ver
letzung der Melde- oder Aus
kunfts
pflicht darstellt (vgl. BGE 112 V 97 E. 2c
so
wie Urteil des Bundesgerichts 8C_759/2008 vom 26. November 2008 E. 3.2 und E. 3.3
).
1.3
Eine grosse Härte im Sinne von Art. 25 Abs. 1 ATSG liegt gemäss Art. 5 Abs. 1 der Verordnung des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversi
cherungsrechts
(ATSV) vor, wenn die vom Bundesgesetz vom 19. März 1965 über
die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversi
cherung
(ELG) anerkannten Ausgaben und die zusätzlichen Ausgaben nach Art. 5 Abs. 4 ATSV die nach ELG anrechenbaren Einnahmen übersteigen. Für die Berechnung
der anerkannten Ausgaben (und des allenfalls hinzuzurechnen
den
Vermö
gens
teils
)
gelten die Regeln gemäss Art. 5 Abs. 2 und 3 ATSV. Mass
gebend sind die wirtschaftlichen Verhältnisse, wie sie im Zeitpunkt vorliegen, in welchem über die Rückforderung rechtskräftig entschieden ist (vgl. Art. 4 Abs. 2 ATSV).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist einzig, ob der Beschwerdeführerin die
Rückerstattung
der zu viel ausbezahlten Zusatzleistungen im Betrag von Fr.
2
5‘
90
0.-- erlassen werden kann. Die
entsprechende Rückerstattungsverfügung ist in Rechtskraft er
wachsen.
2.2
Die Beschwerdegegnerin hielt im angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) fest, dass die Beschwerdeführerin gegen die Meldepflicht verstossen habe, da
im Jahr 2011 keine Meldung über einen Wegfall der IV-Kinderrente erfolgt sei (S. 3 oben). Eine Meldepflichtverletzung lasse sich nicht dadurch rechtfertigen, dass ein Leistungsbezüger gesundheitlich angeschlagen sei. Gerade bei einer Über
forderung in Bezug auf die Zusatzleistungen sei einem Leistungsbezüger zuzu
muten, besondere Sorgfalt walten zu lassen und nötigenfalls jeweils konkrete Hilfe von Drittpersonen – Beratungsstellen, einem Rechtsberater oder geeigne
ten Personen aus dem persönlichen Umfeld – in Anspruch zu nehmen. So wäre beispielsweise ein kurzer telefonischer Kontakt zu ihrem Rechtsanwalt ohne weiteres zumutbar gewesen (S. 3 f.). Den Gedanken, dass der Wegfall der IV-Zusatzrente keine oder allenfalls eine erhöhende Wirkung auf den Anspruch auf Zusatzleistungen habe, weshalb keine Eile zur Mitteilung bestehe, hätte die Be
schwerdeführerin bei einer mit dem System der Zusatzleistungen bekannten Stelle oder Person konkret rückversichern müssen. Die Problematik eines beste
henden oder nicht bestehenden Kinderrentenanspruchs sei bereits mehrfach Thema in der Korrespondenz zwischen der Beschwerdegegnerin und der Be
schwerdeführerin gewesen (S. 4 oben).
2.3
Die Beschwerdeführerin machte in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass sie
psychisch schwer angeschlagen sei, an einer posttraumatischen
Belastungsstö
rung
sowie an einer Depression leide (S. 4
Ziff.
5
). Sie habe aufgrund ihrer mangelnden Ausbildung und ihres schlechten psychischen Gesundheitszustan
des unmöglich wissen können, dass diese Veränderung zu einer völligen
Neu
berechnung
der Zusatzleistungen führe. Es sei ja nicht so, dass sie ein neu hin
zugekommenes Einkommen verschwiegen hätte, sondern im Gegenteil so, dass ein bisher laufender Rentenanspruch weggefallen sei. Sie habe
der
Beschwerde
gegnerin
den Ausbildungsunterbruch von
Y._
rechtzeitig gemeldet und in guten Treuen davon ausgehen können, dass sie ihre Informationspflichten damit erfüllt habe (S. 5
Ziff.
6).
Mit einer Leistungskürzung habe sie unmöglich rech
nen müssen (S. 5
Ziff.
7).
Es sei nachvollziehbar, dass eine schwer psychisch kranke juristische Laiin den Zusammenhang zwischen einer Kinderrente und der Berechnung der Zusatzleistungen nicht kenne (S. 9
Ziff.
14).
3
.
3
.1
Vorab ist festzuhalten
, dass die IV-Kinderrente für
Y._
per
1. August 2011 einges
tellt wurde (vgl.
Urk.
10/174) und
die Beschwerdeführerin den Wegfall der Kinderrente
erst
mit Schreiben vom 18. Juli 2012 mitteilte
(Urk.
10/146).
Des Weiteren ergibt sich aus den Akten
betreffend IV-Kinderrente
und Ausbil
dung der Kinder
Folgendes:
3
.2
Die Beschwerdegegnerin
führte im
Schreiben vom
24. Sep
tember 2007 (Urk.
9/70) aus,
zufolge Wegfa
ll
des
Lehrlingslohn
s der Tochter
Y._
erfolge ab dem 1. Oktober 2007 eine Neuberechnung
.
Y._
könne
in die Berechnung
der Zusatzleistungen
einbezogen werden, solange
ein
e IV-Zusat
zrente für sie aus
gerichtet werde
; ohne Ausbildungsvertrag w
e
rd
e
diese im Alter von 18 Jahren eingestellt.
3.3
Mit
Schreiben
vom 31. März 2008 (
Urk.
9/79) hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass die
Tochter
Y._
am 11. Mai 2008 18 Jahre alt
werde. Somit habe
sie nur noch Anspruch auf eine IV-Kinderrente
, wenn sie eine Lehre absolviere oder eine Schule besuche. Dementsprechend forderte sie die Beschwerdeführerin auf, einen Lehrvertrag oder eine
Schulbestätigung ein
zu
reichen.
3.4
A
m 24. April 2008 (
Urk.
9/82)
hielt die Beschwerdegegnerin
zur gleichentags ergangenen Verfügung (
Urk.
9/131/
25) fest, dass die
Tochter
Y._
mit Wirkung
ab Juni 2008 bei der Berechnung
der Zusatzleistungen
nicht mehr berücksich
tigt
werden könne
. Sobald
ein
Lehrvertrag oder
eine
Schulbestätigung beige
bracht werde und
Y._
wieder einen Rentenanspruch begründe, werde eine Neuberechnung vorgenommen.
3.5
I
m Rahmen der
periodischen
Überprüfung des Anspruchs
auf Zusatzleistungen
im Juni 2008 (vgl.
Urk.
9/88)
reichte die Beschwerdeführerin eine
Anmeldebe
stätigung
der
A._
AG vom 11. Juni 2008
ein
(
Urk.
9/92). Dar
aus g
ing
hervor, dass sich die Tochter
Y._
für einen 6 Semester dauernden
Lehrgang
als Kauffrau mit eidgenössischem
Fähigkeitszeugnis
mit
Star
t am
18. August 2008 angemeldet hat
te
.
3.6
Die Beschwerdegegnerin teilte am 17. Juni 2008 (
Urk.
9/98) mit, nach Vorliegen der neuen IV-Verfügung für die Tochter
Y._
könne diese bei der Berechnung der Zusatzleistungen wieder berücksichtigt werden.
3.7
Mit
Schreiben vom 25. Juni 2008 (
Urk.
9/99
) führte die Beschwerdegegnerin aus, dass
eine
Neuberechnung
notwendig sei
, da
der
Sohn
Z._
seine
Lehr
e per Ende Juli 2008 beende
.
Daher habe ab 1. August 2008 eine Mietzinsaufteilung vorgenommen werden müssen, da
der
Sohn ab diesem Datum auch keinen
Zu
satzrentenanspruch
mehr haben werde.
Die Beschwerdegegnerin bat um u
mge
hend
e
Benachrichtigung
, falls
d
em
Sohn oder
d
er
Tochter erneut
eine
Rente zu
gesprochen werde
, damit
eine
Neube
rechnung vorgenommen werden könne
.
3.
8
A
m 20. Juli 2008 (
Urk.
9/10
0) teilte die Tochter der Beschwerdeführerin,
Y._
, mit, dass sie ab 1.
August 2008 wieder
eine
Kinderrente
bezieh
e
. Ab dem
18. Au
gust besuche sie die
Handelsschule.
3.
9
Die Beschwerdegegnerin forderte die Beschwerdeführerin
mit Schreiben vom
13. Juli 2009
(
Urk.
9/113)
auf, eine
Schulbestätigung
oder
einen
Lehr
vertrag
von
Y._
einzureichen
.
Mit
der
Bestätigung
der
Handelsschule
A._
vom
14. Juli 2009
(
Urk.
9/114)
, wonach
Y._
für einen vom 18. August 2008 bis
15. Juli 2011 dauernden Lehrgang als Kauffrau eingeschrieben
sei
,
kam sie dieser Auf
forderung nach.
3.
10
Am 29. Januar 2010 (
Urk.
9/116) und 28. Mai 2010 (
Urk.
9/123) folgten weitere
Aufforderungen
der Beschwerdegegnerin
,
einen
Praktikumsvertrag
von
Y._
zuzustellen, worauf die Beschwerdeführerin
Bestätigungen
der
Handelsschule
A._
einreichte
(
Urk.
9/117
;
Urk.
9/123a
)
. Diesen ist zu entnehmen, dass
Y._
für einen vom 17. August 2009
bis 13. Juli 2012 dauernden Lehrgang als Kauf
frau
eingeschrieben ist, welcher vom 7. Februar 2011 bis 31. Januar 2012 ein Praktikum vorsieht.
3.11
Mit Schreiben
vom 5. Januar 2011 (
Urk.
9/128) bat die Beschwerdegegnerin
um Zustellung des
Praktikumsvertrag
s der Tochter
Y._
.
3.1
2
Am
26. Januar 2011
meldete sich die Beschwerdeführerin telefonisch
(vgl.
Akten
notiz,
Urk.
10/211 S. 3) und teilte mit, dass ihre
Tochter
Y._
im Septem
ber und Oktober 2010 wegen einer Operation im Spital gewesen
sei
und
deshalb Prüfungen verpasst habe. Si
e sei nun daran, diese nachzuholen. Wenn sie diese bestanden habe, könne sie eine Praktikumsstelle suchen.
3.1
3
Mit
Tele
fonat
vom 4. März 2011 (vgl
. Aktennotiz,
Urk.
10/211 S. 3) teilte die Beschwerdeführerin mit, dass
Y._
die Prüfungen bestanden habe. M
it der Schulleitung sei vereinbart worden, dass sie ab Sommer ein Praktikum machen werde;
sie
schicke den Vertrag, sobald
ein solcher
zustande gekommen
sei
.
3.1
4
A
m 7. April 2011
wurde der Beschwerdegegnerin ein Bürofachdiplom
des Verban
des
B._
datierend
vom 10. Februar 2011 zugestellt (
Urk.
9/123b).
3.1
5
Mit
Schreiben
vom 26. Juli 2011 (
Urk.
10/137) führte die Beschwerdegegnerin aus,
es würden noch Unterlagen benötigt, so de
r
Praktikumsvertrag von
Y._
(gemäss Telefongespräch
vom 4. März 2011) und
die
Mitteilung, ob
ein
Er
werbseinkommen
erzielt werde oder ob sie weiterhin zur Schule gehe
.
Am
3. August 2011 (
Urk.
10/138)
wurde die Beschwerdeführerin erneut aufgefor
dert,
die entsprechenden Unterlagen einzureichen
.
3.1
6
Mit undatiertem
Schreiben
(
Eingang a
m 15. August 2011,
Urk.
10/139)
teilte
Y._
mit, dass sie dieses Jahr leider kein Praktikum gefunden habe
; die Schule habe ihr leider nicht geholfen. Sie werde sich in Zukunft selber um einen
Prak
tikumsplatz
bemühen.
3.1
7
Mit
Schreiben vom 20. Februar 2012 (
Urk.
10/1
60a
) führte die
Beschwer
-
deführe
rin
aus, sie schicke (wie telefonisch vereinbart) eine Kopie des Büro
-
fachdiploms
von
Y._
. S
obald
die Operationen vorbei seien
, werde
Y._
ein Praktikum absolvieren oder weiterhin zur Schule gehen
.
Die
Beschwerde
gegnerin
hat dieses Schreiben offenbar nicht erhalten (vgl. entsprechenden
Ver
-
merk auf dem Schreiben
)
.
3.1
8
Die Beschwerdegegnerin forderte die Beschwerdeführerin a
m 4. Juli 2012 (Urk.
10/
145
) auf, ihr
mitzuteilen, ob
Y._
weiterhin die
Schule besuche
,
ein
Praktikum absolviere
oder
eine
Arbeitsstelle gefunden habe.
3.1
9
Mit
Schreiben vom 18. Juli 2012 (
Urk.
10/
146
) gab die Beschwerdeführerin an, dass
Y._
noch in ärztlicher Behandlung
sei. Sie habe noch kein Praktikum und
keine Arbeitsstelle
gefunden
.
Rechtsanwalt
Heusser habe
bei der Überprü
fung ihrer Unterlagen
herausgefunden, dass in der Berechnung immer noch
die
Kinderrente
von
Y._
als Einnahme berücksichtigt
werde und das seit August 2011:
„Ich bitte Sie, diesen Fehler zu korrigieren und warte au
f Rückzahlung.“
4
.
4.1
Gemäss Art. 24 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hin
terlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) hat der Anspruchsberechtigte der kantonalen Durchführungsstelle von jeder Änderung der persönlichen und von jeder ins Gewicht fallenden Änderung der wirtschaftlichen Verhältnisse unver
züglich Mitteilung zu machen.
I
n den Verfügungen über die Ausrichtung von Zusatzleistungen
findet sich
je
weils ein Hin
weis auf die Meldepflicht. So werden die
„Erhöhung oder Vermin
derung de
r
Ein
nahmen
“
wie auch die „Aufnahme oder Beendigung der Ausbil
dung von Kindern“ explizit
als meldepflichtige
Sachverhalt
e aufgeführt
(vgl. beispielsweise die Verfügungen vom
26. Januar 2011
,
Urk.
9/131/4
7 S. 2 Mitte, und vom
2.
September 2011
,
Urk.
10/212/50
S. 2
Mitte
).
Der Wegfall der IV-Kinderrente für die Tochter
Y._
bedeutete eine
Verminde
rung de
r
Ein
nahmen und ist somit klar ein meldepflichtiger Tatbestand.
Anzu
merken ist,
dass die Meldepflicht unabhängig davon besteht,
wie
sich der mel
depflichtige Sachverhalt
auf den Leistungsanspruch
der versicherten Person auswirkt.
4
.2
Von einer grobfahrlässigen Verletzung der Meldepflicht ist auszugehen, wenn die rückerstattungspflichtige Person nicht das Mindestmass an Aufmerksamkeit aufgewendet hat, welches von einem verständigen Menschen in gleicher Lage und unter den gleichen Umständen verlangt werden muss. Wie in anderen Be
reichen beurteilt sich das Mass der erforderlichen Sorgfalt nach einem objekti
ven
Massstab, wobei aber das den Betroffenen in ihrer Subjektivität Mögliche und
Zumutbare (Urteilsfähigkeit, Gesundheitszustand, Bildungsgrad usw.) nicht aus
ge
blendet werden darf (Urteil des Bundesgerichts 8C_759/2008 vom 26. Novem
ber
2008 E. 3.2 und E. 3.5).
4
.
3
In objektiver Hinsicht hätte die Beschwerdeführerin beim
Wegfall der
Kinder
rente
ohne weiteres erkennen können und müssen, dass
dies eine Änderung für ihren Anspruch bedeutete
, mithin ein meldepflichtiger Tatbestand
vorlag
.
Die Beschwerdegegnerin musste
a
usserdem
aufgrund der vorausgegangenen Korrespondenz mit der Beschwerdegegnerin (vgl. E.
3
)
Kenntnis
davon
haben, dass die
Ausrichtung der IV-Kinderrente
für
Y._
für ihren Anspruch auf Zu
satzleistungen relevant
ist
.
Die Tatsache, ob eine IV-Kinderrente bezogen wird oder nicht, hat einen direkten Einfluss auf die Zusatzleistungen; sobald ein Kind keinen Zusatzrentenanspruch mehr begründet, kann es bei der Berechnung der Zusatzleistungen nicht mehr berücksichtigt werden. Dies wurde in mehreren Schreiben der Beschwerdegegnerin klar festgehalten (vgl. insbesondere E. 3.2, E. 3.4 sowie E. 3.
7
). In
den Monaten Juni und Juli 2008
erfolgte
bereits einmal eine Berechnung der Zusatzleistungen ohne Einbezug der Tochter
Y._
, da diese volljährig und nicht mehr in Ausbildung war
und somit keinen Renten
anspruch mehr begründete
. Diese Neuberechnung hatte eine deutliche Reduk
tion der Zusatzleistung
en zur Folge
(von
Fr.
2‘755.-- auf
Fr.
1‘895.--
pro Monat, vgl. die entsprechenden Verfügungen in
Urk.
9/131/23 sowie
Urk.
9/131/26;
aufgrund eines Fehlers der Beschwerdegegnerin
erfolgte im Monat Jun
i 2008
indessen
noch keine deutliche Reduktion
und auf eine Rückforderung wurde verzichtet
, vgl.
Urk.
9/
83
).
Vor d
ies
em Hintergrund vermag die Aussage der Beschwerdeführerin, mit einer Leistungskürzung habe sie „
unmöglich rechnen müssen“(
Urk.
1 S. 5
Ziff.
7),
nicht zu überzeugen.
Nach rein objektivem Massstab liegt grobe Fahrlässigkeit vor, denn praxis- und rechtsprechungsgemäss ist die Unterlassung der Meldung von veränderten Renten- oder Erwerbseinkünften oder die Unterlassung der Meldung von leicht erkennbaren Berechnungsfehlern nicht nur leicht nachlässig (
Rz
4652.03 der Wegleitung des
Bundesamte
s für Sozialversicherungen
über die
Ergän
zungs
leistungen
zur AHV und IV, Stand 1. Januar 2013;
vgl. Urteil des Bundesge
richts
8C_391/2008 vom 14. Juli 2008
E. 4.4.1 und E. 4.4.4
).
4
.
4
In subjektiver Hinsicht
machte die Beschwerdeführerin geltend,
dass sie psy
chisch schwer angeschlagen sei, an einer posttraumatischen Belastungsstörung sowie an einer Depression leide.
Generell ist zu bemerken, dass sich Depressio
nen nicht immer gleich stark auswirken. Vorliegend gab die behandelnde Psy
chotherapeutin im August 2011 an, dass Dauer und Heftigkeit der depressiven Episoden variieren würden (vgl. Urk. 10/178c S. 7
Ziff.
4.2).
Es ist davon auszu
gehen, dass es immer wieder bessere Phasen gab, in welchen es der Beschwer
deführerin möglich war, sich um administrative Belange zu kümmern. So ge
lang es ihr bislang,
den Schriftverkehr betreffend den Anspruch auf Zusatzleis
tungen adäquat zu handhaben
(
eventuell auch dank Unterstützung ihrer Tochter oder ihres Rechtsanwaltes
)
. Die Beschwerdeführerin brachte jeweils die
erfor
derlichen Unterlagen
bei und meldete
sich auch gelegentlich telefonisch bei der Beschwerdegegnerin, um etwas mitzuteilen, nachzufragen oder sich zu be
schweren (vgl. Aktennotiz,
Urk.
10/211).
Offenbar
war die Beschwerdeführerin jeweils
auch
in der Lage, der Beschwerdegegnerin Belege zu ihren
Krankheits
kosten
zukommen zu lassen und deren Vergütung zu beantragen (vgl.
bei
spielsweise
die entsprechenden Verfügungen vom Oktober 2011,
Urk.
1
0
/
212/51
und
Urk.
10/
212/52
).
Im Übrigen ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, wonach es
einem Leistungsbezüger
bei einer Überforderung in Bezug auf die Zusatzleistungen zuzumuten
sei
, nötigenfalls Hilfe von Drittpersonen in An
spruch zu nehmen.
Insgesamt ist nicht ersichtlich – und wurde auch nicht näher dargelegt –,
dass
der Beschwerdeführerin aufgrund der psychischen Probleme
die Einstellung der IV-Kinderrente
nicht
bewusst
gewesen wäre oder es ihr nicht
möglich
gewesen
wäre
, den Wegfall
dieser Rente
zu melden
.
Damit ist die Un
terlassung der Meldung
auch unter Berücksichtigung des beeinträchtigten Ge
sundheitszustandes a
ls grobfahrlässig zu beurteilen
.
4.
5
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, dass
die Tochter
Y._
im Au
gust 2011 einen Ausbildungsunterbruch gemeldet hatte, ist festzuhalten, dass
Y._
d
ie Beschwerdegegnerin
lediglich
darüber informiert
e
, dass
sie
kei
ne Praktikumsstelle gefunden habe
.
Das Praktikum war im Rahmen des Lehrgangs an der Handelsschule vorgesehen.
Angesichts der Tatsache, dass der Schulbe
such gemäss den
neueren
Bestätigungen der
Handelsschule
A._
noch bis Mitte Juli 2012 vorgesehen war, sah sich
die Beschwerdegegnerin
im damaligen Zeit
punkt
indessen nicht veranlasst, w
eitere Abklärungen vorzunehmen, zumal
Y._
angab, dass sie sich nun selbst um ein Praktikum bemühe (vgl.
Urk.
10/139).
Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde war damit nicht von vornherein klar, dass
die Ausbildung unterbrochen
wird und
auch die
Kin
derrente
wegfällt.
So war es offenbar möglich, dass die Prüfungen wegen der Operationen nachgeholt werden konnten und auch das Praktikumsjahr sollte in Absprache mit der Schulleitung erst später starten als geplant (vgl. E. 3.
12 und E. 3.13
).
Dass ab August 2011 keine Kinderrente mehr ausgerichtet wurde, wurde
der Beschwerdegegnerin
erst mit Schreiben vom 1
8.
Juli 2012 mitgeteilt.
4
.
6
Nach dem Gesagten ist von einem
grobfahrlässigen
Verhalten der Beschwerde
füh
rerin auszugehen, das rechtlich den guten Glauben ohne weiteres aus
schliesst.
Folglich hat die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
1
1.
Juni 2013
(
Urk.
2)
zu Recht das Vorliegen des guten Glaubens ver
neint. Damit erübrigt sich die Prüfung der finanziellen Situation der Beschwer
defüh
rerin, da bei Fehlen der Voraussetzung des gutgläubigen Leistungsbezugs ein Er
lass
der Rückerstattungspflicht bereits nicht mehr in Frage kommt.
5.
5.1
Damit ist zu prüfen, wie es sich mit dem Anspruch
der Beschwerdeführerin auf
unentgeltliche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren verhält.
Die
Be
schwerdegegnerin
hat das entsprechende Gesuch der Beschwerdeführerin im
Einspracheentscheid
abgewiesen (
Urk.
2 S. 4 f.), was aus dem Dispositiv jedoch nicht ersichtlich ist.
5
.2
Nach Art. 37
Abs.
4
ATSG
wird der gesuchstellenden Person im Verwaltungs
-
ver
fahren ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Ver
hältnisse es erfordern.
Der Anspruch auf unentgeltliche
Verbeiständun
g
im Verwaltungsverfahren
setzt - wie im Beschwerdeverfahren (Art. 61
lit
. f ATSG) - die Bedürftigkeit der
ge
suchstellenden
Partei, die fehlende Aussichtslosigkeit der Rechtsbegehren sowie die sachliche Gebotenheit des
Beizugs
eines Anwalts voraus. Im
Vorbescheid
verfahren
besteht ein Anspruch auf anwaltliche
Verbeiständung
nur in Aus
nahmefällen, in denen ein Rechtsanwalt beigezogen wird, weil schwierige rechtliche oder tatsächliche Fragen dies als notwendig erscheinen lassen
und eine
Verbeiständung
durch Verbandsvertreter, Fürsorger oder andere Fach- und Vertrauensleute sozialer Institutionen nicht in Betracht fällt
(Urteil des Bundes
gerichts 9C_315/2009 vom 1
8.
September 2009 E. 1 mit Hinweisen). An die sachliche Gebotenheit der unentgeltlichen
Verbeiständung
ist ein sehr strenger Massstab anzulegen (Urteil des Bundesgerichts 9C_991/ 2008 vom 1
8.
Mai 2009 E. 4.4.1 mit Hinweis).
5
.3
Die Beschwerdegegnerin machte im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) geltend, dass es sich bei der Frage nach dem gutgläubigen Bezug von Zusatzleistungen nicht um eine besonders schwierige rechtliche Frage handle, bei der anwaltliche Vertretung im
Einspracheverfahren
notwendig erscheine. Hinzu komme, dass die Beschwerdeführerin seit September 2012 durch Mitarbeitende der Sozialen Dienste der Stadt Zürich begleitet gewesen sei (S. 5).
5
.4
Die Beschwerdegegnerin wies mit Schreiben
v
om
2.
August 2012 (
Urk.
10/147) darauf hin, dass
eine Rückerstattung
geprüft
werde.
Abschliessend hielt sie fest: „Wir bitten Sie, dieses Schreiben ebenfalls Ihrem Anwalt Pierre Heusser [...] zu zeigen.“
Mit
Schreiben vo
m 2
4.
August 2012 (
Urk.
10/151) hielt sie dann fest, dass eine
Rückforderung von
etwa
Fr.
26‘000.-- zu erwarten sei. Die
Verfügung werde sie in Kürze erhalten. „Wir empfehlen Ihnen, dieses Schreiben Ihrem Anwalt zu zeigen.“
Mit Schreiben vom 1
6.
November 2012 zum gleichentags ergangenen
Ein
-
sprache
entscheid
(
Urk.
10/170) führte die Beschwerdegegnerin aus, die Ein
gabe der Beschwerdeführerin sei als Einsprache behandelt worden. Die Möglich
keit eines Erlassgesuches stehe der Beschwerdeführerin nach wie vor offen. „Ich muss Sie aber darauf hinweisen, dass es wohl wenig Aussicht auf Erfolg hätte, nachdem der für einen Erlass vorausgesetzte gute Glaube im Rechtssinne nicht gegeben erscheint: [...]. Ein Erlassgesuch wäre entsprechend gut zu begründen. Im Zweifel rate ich Ihnen zur kurzen Rücksprache mit dem von Ihnen erwähn
ten Rechtsanwalt.“
5.5
Die Beschwerdeführerin
hat offenbar ei
ne Zeitlang Sozialhilfe bezogen.
Herr
C._
von den Sozialen Diensten
der Stadt Zürich
meldete sich am
5.
November 2012 bei der Beschwerdegegnerin und teilte mit, dass die Be
schwerdeführerin
neu bei ihnen
geführt werde.
Die Beschwerdeführerin bestä
tigte im Telefongespräch
vom 2
9.
Januar 2013
, dass sie
etwa einmal pro Monat zur Sozialhilfe
gehe
(
vgl. Aktennotiz,
Urk.
10/211 S.
4)
.
Der
Sozialarbeiter
C._
trat im November 2012
insbesondere im Zusammen
hang mit der Abtretung von
Ansprüchen an die Sozialen Dienste in Erschei
nung (vgl.
Urk.
10/166-167).
Es bestehen jedoch keine Hinweise, dass er res
pektive
die Sozialhilfebehörde sich anerbot
en hätte
n
, die Vertretung
der Be
schwerdeführerin
im
Einspracheverfahren
zu übernehmen
.
Auch
ist nicht klar, ob diese überhaupt über das entsprechende Verfahren informiert waren,
wurden
doch
sowohl die
Rückerstattungsverfügung vom 2
8.
August 2012 (
Urk.
10/61)
als auch der
Einspracheentscheid
vom 1
6.
November 2012 (
Urk.
10/65)
der
Be
schwerdeführerin direkt zugestellt.
5.
6
Nach dem Gesagten
forderte
die Beschwerdegegnerin die Beschwerdeführerin
mehrmals
dazu auf
, Rücksprache mit
einem
Anwalt zu nehmen, auch noch Mitte November 2012, als sie bereits durch Mitarbeitende der Sozialen Dienste der Stadt Zürich begleitet war.
Zudem hielt sie fest, dass ein Erlassgesuch gut zu begründen wäre.
Vor diesem Hintergrund
erscheint es widersprüchlich, wenn sie nun geltend macht, der
Beizug
eines Rechtsanwaltes wäre nicht erforderlich gewesen, zumal sie in ihren Schreiben
auch
nicht auf die mögliche Hilfe durch Mitarbeitende der Sozialen Dienste aufmerksam gemacht hat.
Vielmehr ist da
von auszugehen, dass der
Beizug
eines Anwalts sachlich geboten
war.
Des Weiteren war
der Rechtsstandpunkt der Beschwerdeführerin nicht aussichts
los.
Schliesslich kann d
ie Bedürftigkeit angesichts der damaligen Situ
ation der Beschwerdeführerin ohne weiteres bejaht werden,
wurde sie in jenem Zeitpunkt doch
noch von der Sozialhilfe unterstütz
t
.
Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde
betreffend
unentgeltliche Rechtsvertretung im
Verwaltungsver
fahren
.
6.
Die Voraussetzungen zur Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung ge
mäss § 16 Abs. 1 und Abs. 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) sind erfüllt.
In Bewilligung des Gesuchs vom
4.
Juli 2013
ist der Be
schwerdeführerin Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser
, Zürich, als unentgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren zu bestellen.
7.
7.1
Die Beschwerdeführerin hat lediglich in einem geringen Ausmass obsiegt (betref
fend
unentgeltliche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren
), weshalb sich die Ausrichtung einer Prozessentschädigung nicht rechtfertigt.
7.2
Mit Honorarnote vom
4.
Februar 2015 machte Rechtsanwalt
Dr.
Pierre Heusser
einen Aufwand von
8
Stunden und
40 Minuten sowie Barauslagen von Fr. 103.--
(zuzüglich Mehrwertsteuer) geltend (
Urk.
18
), was angesichts der Be
deutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Falles angemessen erscheint. Beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
200.
--
für bis Ende 2014 an
-
gefalle
nen Aufwand
ist der unentgeltliche Rechtsvertreter somit mit
Fr.
1‘982.80
(in
klusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) aus der Gerichtskasse zu entschädi
gen. Die Beschwerdeführerin wird auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hingewiesen, wo
nach sie zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern sie dazu in der Lage ist.