# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5c28f016-2b76-4c36-9ae9-19346fccc3a2
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A.1. Am 4. April 2012 ersuchte die damalige A._, nunmehr Y._, den Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja darum, ihr zu gestatten, den Betrag von Fr. 282'558.15 gerichtlich zu hinterlegen und eine Hinterlegungsstelle zu bezeichnen. Zur Begründung machte sie geltend, dass die X._ und die Z._ mit ihr einen Werkvertrag über Gipserarbeiten am Berghaus _ abgeschlossen hätten und die beiden Unternehmen im betreffenden Werkvertrag als "ARGE Z._/X._" bezeichnet seien. Nach Abschluss der betreffenden Gipserarbeiten, aber noch bevor die Schlusszahlung geleistet worden sei, seien zwischen den beiden Unternehmen Streitigkeiten betreffend Aufteilung der Zahlungen innerhalb der ARGE entstanden. Da die Gefahr einer Doppelzahlung bestehe, die Forderung gegenüber der ARGE jedoch anerkannt sei und lediglich die Zahlungsempfängerin nicht feststehe, sei vorliegend die gerichtliche Hinterlegung zu bewilligen.
2. Mit Stellungnahme vom 25. April 2012 stimmte die Z._ dem Gesuch zu, während die X._ in ihrer Stellungnahme vom 4. Juni 2012 dessen Abweisung verlangte.
3. Mit Entscheid vom 6. Juni 2012 bezeichnete der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja die Kasse des Bezirksgerichts Maloja als Hinterlegungsstelle für den von der Gesuchstellerin anerkannten Werklohnausstand von Fr. 282'558.15.
B. In seinem an alle Parteien gerichteten Schreiben vom 18. Dezember 2015 hielt der Bezirksgerichtspräsident Maloja fest, dass das in dieser Sache von der X._ gegen die Y._ angehobene Verfahren mit Entscheid vom 25. August 2015 inzwischen rechtskräftig abgeschlossen sei. Gleichzeitig bat er die Parteien um Mitteilung bis am 28. Dezember 2015, wohin die in diesem Zusammenhang beim Bezirksgericht Maloja hinterlegte Werklohnsumme von Fr. 282'558.15 weiterzuleiten sei. Im Säumnisfall würde sie der Y._ erstattet.
C. Mit innert Frist eingereichter Stellungnahme vom 28. Dezember 2015 beantragte die X._ folgendes:
"1. Aus dem hinterlegten Betrag seien der Gesuchsgegnerin 1 CHF 103'854.00, zuzüglich 5 % Verzugszins seit 18. April 2011, auszuzahlen;
2. eventualiter: es sei der Gesuchsgegnerin 2 Frist zur Einleitung einer Klage gegen die Gesuchsgegnerin 1 anzusetzen, mit der Androhung,
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dass bei nicht rechtzeitiger Klageanhebung aus dem hinterlegten Betrag CHF 103'854.00, zuzüglich 5 % Verzugszins seit 18. April 2011, an die Gesuchsgegnerin 1 ausbezahlt werden;
3. subeventualiter, der hinterlegte Betrag sei, samt aufgelaufener Zinsen, zuhanden der einfachen Gesellschaft der beiden Gesuchgegnerinnen auf das Klientengelder-Abwicklungskonto des Unterzeichnenden zu überweisen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgegnerin 2."
D. Mit Schreiben vom 14. Januar 2016 liess der Bezirksgerichtspräsident Maloja der Y._ und der Z._ die vorerwähne Eingabe der X._ zukommen und räumte diesen die Gelegenheit zur schriftlichen Stellungnahme bis am 25. Januar 2016 ein.
E. Die Y._ stellte in ihrer Stellungnahme vom 19. Januar 2016 klar, dass sie die interne Aufteilung des zugunsten der aus der X._ und der Z._ bestehenden einfachen Gesellschaft nichts angehe, sondern einzig die Gesuchsgegnerinnen 1 und 2 betreffe. Zugleich wurde festgehalten, dass die Hinterlegung zugunsten der einfachen Gesellschaft und mit schuldbefreiender Wirkung zu ihren Gunsten erfolgt sei.
F. Mit innert erstreckter Frist eingereichter Stellungnahme vom 3. Februar 2016 stellte die Z._ folgende Anträge:
"1. Es sei die gesamte hinterlegte Summe von CHF 282'558.15 weiterhin beim Bezirksgericht Maloja hinterlegt zu belassen.
2. Eventualiter sei der Gesuchsgegnerin 1 eine Frist zur Einleitung einer Klage gegen die Gesuchsgegnerin 2 anzusetzen, mit der Androhung, dass bei unbenütztem Ablauf der Klagefrist der hinterlegte Gesamtbetrag von CHF 282'558.15 an die Gesuchsgegnerin 2 ausbezahlt werde.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MwSt zu Lasten der Gesuchsgegnerin 1."
G. Mit Stellungnahme vom 15. Februar 2016 machte die X._ im Wesentlichen geltend, nachdem sich weder die Y._ noch die Z._ innert der ersten angesetzten Frist hätten vernehmen lassen, verletze eine erneute Fristansetzung den Grundsatz des Handelns nach Treu und Glauben, weshalb die entsprechenden Stellungnahmen aus dem Recht zu weisen seien.
H. Mit Entscheid vom 18. März 2016, mitgeteilt gleichentags, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja was folgt:
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"1. Die Anträge der Gesuchsgegnerin 1 werden abgewiesen und der hinterlegte Betrag verbleibt einstweilen beim Bezirksgericht Maloja.
2. Die Gerichtskosten von CHF 500.- werden der Gesuchsgegnerin 1 auferlegt, unter Vorbehalt einer anderslautenden Kostenverteilung zwischen den Gesuchsgegnerinnen durch den ordentlichen Richter. Sie werden mit dem seitens der Gesuchstellerin geleisteten Vorschuss verrechnet, unter Erteilung des Regressrechts auf die Gesuchsgegnerin 1.
Die Gesuchsgegnerin 1 wird verpflichtet, die Gesuchstellerin und die Gesuchsgegnerin 2 ausseramtlich mit je CHF 500.- zu entschädigen, unter Vorbehalt einer anderslautenden Kostenverteilung zwischen den Gesuchsgegnerinnen durch den ordentlichen Richter.

## Considerations