# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** be6daaaf-7418-43b6-93ab-ba5f1f1addbd
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach der
im März
2012 geborenen
X._
mit Verfügung vom 1
8.
Dezember 2012 eine
Hilflosenentschädigung
im Sonderfall aufgrund eingeschränkter
Sehfähig
keit
- entsprechend einer
Entschädigung wegen Hilflosigkeit leichten Grades
-
ab
5.
April 2012 zu (
Urk.
7/37).
1.2
Nach Eingang eines Revisionsgesuchs vom 2
0.
März 2013 (
Urk.
7/59) und am 1
2.
Sept
ember 2013 ergangenem Vorbescheid (
Urk.
7/68) holte die IV-Stelle einen Abklärungsbericht ein,
der
am 2
2.
Januar 2014 (
Urk.
7/103) erstattet wurde.
Mit Verfügung vom 1
3.
Februar 2014
erhöhte die
IV-Stelle
die
Hilf
losen
ent
schä
digung
auf eine solche wegen mittlerer Hilfslosigkeit
und sprach der Ver
sicherten einen Intensivpflegezuschlag
zu, beides ab
1.
Februar 2014
(
Urk.
7/106 =
Urk.
2).
2.
Die Eltern der Versicherten erhoben am 1
7.
März 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
3.
Februar 2014 (
Urk.
2) mit dem Antrag, diese sei teilweise aufzuheben
,
und es sei rückwirkend ab Dezember 2012 eine mittlere
Hilflo
senentschädigung
auszurichten sowie ab Dezember 2012 ein
Intensivpflegezu
schlag
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-3).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
6.
Mai 2014 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde, was den
Eltern der Versicherten
am 2
1.
Mai 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
42
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz, die hilflos sind, Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
. Vorbehalten bleibt Artikel 42
bis
IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (
Art.
9 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).
Praxisgemäss (BGE 121
V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen
Lebensverrich
tungen
massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):
Ankleiden, Auskleiden;
Aufstehen, Absitzen, Abliegen;
Essen;
Körperpflege;
Verrichtung der Notdurft;
Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme
.
1.2
Art.
37 der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) sieht drei
Hilflo
sig
keitsgrade
vor. Gemäss
Abs.
3 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als leicht, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheb
licher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;
einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf;
einer durch das Gebrechen bedingten ständigen und besonders aufwen
digen Pflege bedarf;
wegen einer schweren Sinnesschädigung oder eines schweren körperlichen Gebrechens nur dank regelmässiger und erheblicher Dienstleistungen Drit
ter gesellschaftliche Kontakte pflegen kann; oder
dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Artikel 38 angewie
sen ist.
1.3
Gemäss
Art.
37 Abs. 2 IVV gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die ver
si
cherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:
in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli
cher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erhebli
cher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Artikel 38 angewiesen ist.
Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach
Art.
37
Abs.
2
lit
. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen
Lebens
verrichtungen
voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2).
1.4
Gemäss
Art.
42
ter
Abs.
3
IVG wird d
ie
Hilflosenentschädigung
für Minderjäh
rige, die zusätzlich eine intensive Betreuung
brauchen,
ab einem
invaliditäts
beding
ten
Betreuungsaufwand von mindestens 4 Stunden pro Tag
um einen
Inten
siv
pflegezuschlag
erhöht
.
1.5
Anhang III zum Kreisschreiben über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invali
denversicherung (KSIH) enthält Richtlinien zur Bemessung der massgebenden Hilflosigkeit bei Minderjährigen, wobei es sich bei den Altersangaben um
Ori
entierungswerte
handelt
, die nicht in jedem Fall absolut anzuwenden sind (Anhang III S. 1).
2.
2.1
Strittig ist der Zeitpunkt, ab welchem von einer mittleren Hilflosigkeit auszuge
hen ist und Anspruch auf einen Intensivpflegezuschlag besteht.
2.2
Die Beschwerdegegnerin ging von einem höheren Grad der Hilflosigkeit ab November 2013 aus (
Urk.
2 S. 3 oben).
2.3
Die
Eltern der Versicherten
legten diesbezüglich dar (
Urk.
1), aus welchen Grün
den
- ihres Erachtens und abweichend von den Feststellungen der
Beschwerde
gegnerin
-
bei welchen Verrichtungen ab welchem Zeitpunkt eine Hilfsbedürf
tigkeit (S. 5 ff.) und ein Überwachungsbedarf (S. 8) bestand und
ab wann
von welchem invaliditätsbedingten Betreuungsaufwand auszugehen sei (S. 9 f.).
3.
3.1
Die Ärzte des
A._
nannten mit Bericht vom
2.
Mai 2012 (
Urk.
7/6) als Diagnose ein
Aicardi
-Syndrom mit globaler Entwicklungsstörung und symptomatischer Epilepsie (
Ziff.
1.1). Sie bestätigten, dass mehrere
Geburts
gebrechen
(Nr. 387, 381, 415, 418 419
und
423
) vorlägen (
Ziff.
1.3).
3.2
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führte in ihrer Stellungnahme vom 1
3.
Dezember 2012 (7/40/2) unter anderem aus,
die Versicherte sei muskulär
hypoton
und zu keiner eigenen Bewegung in der Lage. Deshalb müsse sie fachgerecht und regelmässig umgelagert werden; hier gebe es einen medizinischen Anteil am Lagern, der bei einem gesunden Kind in diesem Alter nicht bestehe. Die
Kombination der mus
kulären Hypotonie
mit der
Epilepsie
mache
d
ie Lagerung noch wichtiger
, weil bei einem Anfall eine etwas erhöhte Aspirationsgefahr bestehe. Med
izinisch
sei es notwendig, dass immer eine Person in der Nähe der Versicherten sei,
dies
müsse aber nicht unbedingt eine Fachkraft sein.
Die Überwachungsbedürftigkeit durch eine Fachkraft für 24 Stunden pro Tag sei medizinisch nicht ausgewiesen.
Betreffend Taubblindheit führte sie aus, aus
näher dargelegten Gründen müsse
von einer funktionellen Blindheit ausgegangen werden. Bezüglich des
Hörens
müssten weitere Bericht
e
abgewartet werden.
3.
3
Am 2
2.
Januar 2014 berichtete die Abklärungsperson über die am Vortag erfolg
te
Abklärung (
Urk.
7/103).
Im Bereich „Ankleiden/Auskleiden“ wurde ein zeitlicher Mehraufwand von 10 Minuten pro Tag festgehalten, dies ab Anpassung einer Augenprothese (Novem
ber 2013); ein Mehraufwand für das Umkleiden werde ab dem Alter von 3 Jah
ren anzurechnen sein (S. 3 oben).
Im Bereich „Aufstehen/Absitzen/
Abliegen“ wurde ein zeitlicher Mehraufwand von 15 Minuten pro Tag ab Januar 2013 und von 20 Minuten pro Tag ab November 2013 festgehalten (S. 3 Mitte).
Im Bereich „Essen“ wurde ein Mehraufwand von 120 Minuten pro Tag ab Novem
ber 2013 festgehalten, dies ab dem Zeitpunkt, ab welchem die Versi
cher
te bei Gesundheit in der Lage wäre, einen Löffel zu halten (S. 3 unten). Zum zeitlichen Aspekt wurde ausgeführt, gemäss den Angaben der Mutter betrage der Aufwand 330 Minuten. Gemäss Weisung könnten
für die
Mahlzeit
en
höchs
tens 80 Minuten
sowie wegen der Schluckbeschwerden zusätzlich 100 Mi
nuten angerechnet werden, was bei einem altersentsprechenden Abzug von 60
Minu
ten insgesamt 120 anrechenbare Minuten ergebe (S. 4 oben).
Zum Bereich „Verrichtung der Notdurft“ wurde ausgeführt, weder fänden Kathe
terisierungen statt noch müsse der Darm manuell ausgeräumt werden; somit könne der Bereich erst mit 2 1⁄2 Jahren (September 2014) angerechnet werden. Bauchmassagen und
Colonstimulation
würden im Rahmen der medizi
nischen Massnahmen angerechnet (S. 4 Mitte).
Zum Bereich „Fortbewegung“ wurde ausgeführt, er sei - seit Mai 2013 - ausge
wiesen (S. 4 unten).
Der Mehraufwand für dauernde medizinisch-pflegerische Hilfe (Überwachun
g wegen Epilepsie, Bauchmassage/
Colonstimulation
, Physiotherapie,
Atemthera
pie
, Augentropfen) wurde mit Total 169 Minuten pro Tag festgehalten (S. 4 f.).
Betreffend intensive Überwachung wurde ausgeführt, der Bereich könne (erst) ab 6 Jahren geltend gemacht werden, jedoch sei schon mit der Verfügung vom 1
8.
Dezember 2012 eine Anrechnung der Überwachung ab Geburt erfolgt; der
zeitliche Aufwand (2 Stunden) sei bei den medizinischen Massnahmen berück
sichtigt (S. 5 unten).
Zusammenfassend
wurde
ein Mehraufwand pro Tag von 3 Stunden 8 Minuten ab Mai 2013 und ein solcher von 5 Stunden 23 Minuten ab November 2013 festgehalten (S. 6 oben).
Eine leichte Hilflosigkeit (Aufstehen/Absitzen/Abliegen, Fortbewegung) sei ab Mai 2013 ausgewiesen, eine mittlere (zusätzlich: An-/Auskleiden und Essen) ab November 2013 (S. 6 Mitte).
Unter Anrechnung der (Augen-) Protheseneinlage und des Bereichs Essen sei ein zeitlicher Mehraufwand von über 4 Stunden ab November 2013 ausgewiesen (S.
6 unten).
3.
4
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, führte in sei
nem Bericht vom
6.
Februar 2014 (
Urk.
7/99) aus, dass er die Versicherte seit Geburt behandle (
Ziff.
2.1) und nannte als Diagnose ein
Aicardi
Syndrom (
Ziff.
1.1). Er bestätigte, dass mehrere Geburtsgebrechen (Nr. 381, 387, 415, 418, 419 und 423) vorlägen (
Ziff.
1.3).
Den Verlauf und die bisherige Therapie betreffend führte er aus (
Ziff.
2.
3
):
Brei, Tee per Spritze, Schlaf sehr unterschiedlich, Krämpfe 10
-
20 x/
Tag sehr wechselnd, wenig affektive Reaktion auf Mutter, Ernährungssituation schwie
rig, pro Mahlzeit zirka 1.5 h;
momentan Physiotherapie nach Möglichkeit wöchentlich, Logopädie,
low
vision
Frühförderung
Als ärztlichen Befund nannte er (
Ziff.
2.4):
schwerstbehindert, kaum Interaktion, kein Blickkontakt, ruhig, zum Teil atak
tische Bewegungen, zum Teil schlaff, keine koordinierten Bewegungen, momentan keine Kontrakturen, MER lebhaft an unteren Extremitäten, schwach an oberen Extremitäten.
4.
4.1
Mit Verfügung vom 1
8.
Dezember 2012 wurde eine Hilflosigkeit leichten Grades ab April 2012 anerkannt. Diese Verfügung ist rechtskräftig geworden. Eine Erhöhung der anzunehmenden Hilflosigkeit fällt somit frühestens ab Januar 2013 in Betracht. Die Versicherte war zu diesem Zeitpunkt 10 Monate alt.
4.2
Betreffend den Bereich „Essen“ machten die
Eltern der Versicherten
geltend, der Einschätzung der Beschwerdegegnerin, es sei gestützt auf die Richtlinien im Anhang III KSIH (vorstehend E. 1.5) von einem Eintritt der Hilfslosigkeit mit 20
Mo
naten auszugehen, könne nicht gefolgt werden (
Urk.
1 S. 5 Mitte). Die
Versi
cherte müsse noch immer vollumfänglich von den Eltern gefüttert werden
. Sie habe Mühe mit dem Mundverschluss und müsse ständig mit
Mundbobath
darin stimuliert werden. Auch habe sie Mühe mit Schlucken. Sie erhalte fünf Mahl
zeiten pro Tag, alle in Form eines flüssigen Breis (S. 5). Es müsse praktisch ab Geburt von einem nicht altersgemässen Entwicklungsstand der Fähigkeit zur Nahrungsaufnahme und einem erhebliche
n
pflegerischen Mehraufwand ausge
gangen werden (S. 6 oben). All dies rechtfertige es, von den Richtlinien abzu
weichen (S. 6).
Es sei von einer Hilflosigkeit ab Frühjahr / Sommer 2012 auszu
gehen (S. 7).
4.3
Dass bei der Versicherten erhebliche behinderungsbedingte Erschwernisse im Bereich der Ernährung bestehen, ist offensichtlich und im Grundsatz auch unbestritten. Zu entscheiden ist nur, aber immerhin, ab welchem Alter der Auf
wand grösser ist als er auch bei einem gesunden Kleinkind wäre.
Die Richtlinien sehen vor, dass ein Kind ab 13 Monaten selbständig aus der Fla
sche trinken kann, dass das
Angewiesensein
auf pürierte Nahrung / Brei ab 2
Jah
ren einen nicht altersgemässen Mehraufwand darstellt, ebenso ab 13 Mona
ten die erforderliche Überwachung wegen Erstickungsgefahr beim Essen, bei
spielsweise bei Epilepsie, sowie das Erfordernis vermehrter Mahlzeiten ab Beginn des Mehraufwands.
Dass dies, wie in der Beschwerde geltend gemacht, bereits im Frühjahr / Som
mer 2012, mithin im Alter von wenigen Monaten, der Fall
gewesen
sein soll, vermag nicht einzuleuchten. Umgekehrt wird auch das Abstellen der
Beschwer
degegnerin
auf das Alter, in welchem ein Kind mit einem Löffel hantieren kann (18 Monate), den Umständen nicht gerecht.
In
Anlehnung an die
Richtlinien
erscheint es als sachgerecht und
an
gezeigt
, auf das Alter von 13 Monaten abzustellen, mithin von einem relevanten Mehrauf
wand im Bereich der Nahrungsaufnahme ab April 2013 auszugehen.
4.4
Zum Bereich „Verrichten der Notdurft“ machten die
Eltern der Versicherten
gel
tend, die erforderliche Bauchmassage und Stimulation sei nicht nur bei
m
Zeit
bedarf
für medizinische Massnahmen anzurechnen, sondern auch als Hilfsbe
dürftigkeit bei der betreffenden Lebensverrichtung, gälten sie doch gemäss Richtlinien als Mehraufwand beziehungsweise unübliche Verrichtungsart (
Urk.
1 S. 7), weshalb der Beginn der Hilflosigkeit auf die erste Hälfte des ersten Lebensjahres, spätestens aber auf Dezember 2012 festzusetzen sei (S. 8 oben).
Dem kann nicht gefolgt werden. In den genannten Richtlinien findet sich keine solche Feststellung, und dass aus anderen Gründen bis zum von der
Beschwer
de
gegnerin
angenommenen Alter die Hilfsbedürftigkeit der Versicher
ten grösser
sein sollte als diejenige eines gesunden Kleinkindes, ist weder ersichtlich noch geltend gemacht worden.
4.5
Der Bereich „Fortbewegung“ wurde im Abklärungsbericht (
Urk.
7/103) ab Mai 2013 anerkannt, weil die Versicherte nicht frei stehen könne (S. 4). Dies ist insofern nicht einfach nachvollziehbar, als gleichzeitig berichtet wurde, die Versicherte habe noch keine Kopfkontrolle und könne deshalb (auch) nicht sit
zen (S. 3 Mitte).
Gemäss den Richtlinien kann ein Kind ab 10 Monaten krabbeln und ab 15 Mo
na
ten frei gehen.
Ob die Versicherte (wenigstens) krabbeln kann, ist den Unterlagen nicht zu ent
nehmen. Offensichtlich scheint jedoch, dass sie stärker eingeschränkt ist
,
als von der Beschwerdegegnerin angenommen. Dem ist Rechnung zu tragen, indem der Bereich der Fortbewegung im Alter von 12 Monaten, mithin ab März 2013 berücksichtigt wird.
4.6
Betreffend Überwachung wurde beschwerdeweise darauf hingewiesen, seitens des RAD sei ein entsprechender Bedarf, wenn auc
h nicht durch eine medizini
sche
Fachkraft, anerkannt worden (vgl. vorstehend E.
3.2); damit sei spätestens ab Dezember 2012 der Bedarf nach einer dauernden persönlichen Überwachung ausgewiesen (
Urk.
1 S. 8
Ziff.
2).
Gemäss
Rz
8035 KSIH ist unter der dauernden persönlichen Überwachung eine „medizinische oder pflegerische Hilfeleistung“ zu verstehen. Deren Notwendig
keit wurde in der von den
Eltern der Versicherten
angeführten RAD-Beurteilung aber gerade verneint, womit sich die Nichtanerkennung durch die
Beschwerde
gegnerin
als zutreffend erweist
.
4.7
Die Beschwerdegegnerin hat ab Mai 2013 einen Mehraufwand von 3 Stunden 8
Mi
nuten angenommen
(vorstehend E. 3.3)
, wobei die einzige ersichtliche (wenn auch nicht genannte) Erklärung für das Datum der angenommene Beginn im Bereich der Fortbewegung ist.
Diesbezüglich richtig wäre jedoch März 2013 (vorstehend E. 4.5).
Im Bereich der Nahrungsaufnahme ist ab April 2013 ein Mehraufwand von 2
Stunden zu berücksichtigen (vorstehend E. 4.3).
Damit beträgt der Mehraufwand jedenfalls 5 Stunden und 8 Minuten, dies ab April 2013.
Ab diesem Datum besteht dementsprechend Anspruch auf einen
Intensivpflege
zuschlag
.
4.8
Die angefochtene Verfügung ist somit in teilweiser Gutheissung der Beschwerde dahin
gehend
abzuändern, dass ein Intensivpflegezuschlag von
mindestens
4
Stunden
in Anwendung von
Art.
88a
Abs.
2 IVV
ab
1.
Juli 2013 ausgewiesen ist.
5.
5.1
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
600.-- festzusetzen und ausgangsgemäss zu zwei Dritteln den
Eltern der Versicherten
und zu einem Drittel der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Die teilweise obsiegende Versicherte
ha
t
Anspruch auf eine um zwei Drittel gekürzte Prozessentschädigung, womit ih
r
die Beschwerdegegnerin beim
pra
xisgemässen
Stundenansatz von
Fr.
170
.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) für bis Ende 2014 angefallenen Aufwand
Fr.
5
00.--
(inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer) zu bezahlen hat.