# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 57abb445-5e0e-45f6-aea6-782a2c01a613
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1956 geborene
X._
ist Mutter von sechs
erwachsenen
Kindern (
Urk.
8/13/6-8, 8/3/3).
Sie
war
ab
Anfang
2012 im Stunde
n
lohn mit einem Pen
sum von
circa
20
%
als Reinigungskraft
im Hotel Restaurant Y._
tätig
(
Urk.
8/3/6)
.
Am
1
2.
Februar 2017 erlitt
X._
einen Unfall, wobei sie mit der Fus
s
spitze gegen einen Treppentritt stiess, was ihre bereits vorhandenen
Knieschmerzen
ver
schlimmerte.
Sie
erhielt
ab dem
1
5.
Februar
2017
bis zum 1
2.
März 2017
Taggel
der der Unfal
lversicherung und
anschliessend
bis zum 3
0.
September 2017 der Krankentaggeldversicherung
(
Urk.
8/
5/2, 8/4/23, 8/22/1
)
.
Am 1
1.
September 2017 (Eingangsdatum) meldete si
ch
X._
unter Hinweis auf Knieprobleme
und de
n
Unfall vom
1
2.
Februar 2017
bei der Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
zum Bezug von Leistungen der Inva
lidenversicherung an
(
Urk.
8/3).
Die IV-Stelle tätigte Abklärungen in medizini
scher und beruflich-erwerblicher Hinsicht und zog die Akten der zuständigen Unfall
versicherung
,
der
Swica
Versiche
rungen AG
,
und der Krankentaggeldversi
cherung, der
Swica
Krankenversicherung AG
,
bei
(Urk.
8/5, 8/10,
8/11, 8/
14, 8/15, 8/20, 8/21
, 8/32-36, 8/39
-
41
)
.
Das Arbeits
verhältnis
wurde per 3
0.
Septem
ber 2017 aufgelöst (
Urk.
8/21/1).
Mit Mitteilung
vom 1
8.
Januar 2018 stellte die IV-Stelle fest, dass aufgrund de
s
Gesundheitszustandes der Versicherten keine Ei
n
gliederungsmassnahmen mög
lich seien (
Urk.
8/24/1).
Am 1
9.
Februar 2018 unterzog sich die Versicherte im Stadtspital
Z._
einer transsternale
n
Thymus-Resektion (Urk.
8/39/11).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
8/
44) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
1.
November 2018
auch
einen Anspruch auf
eine Invalidenr
ente
(
Urk.
2,
8/
45).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 2
7.
November
2018
an die IV
Stelle Beschwerde
und beantragte sinngemäss
die
Zusprache
einer Rente
(Urk.
1)
.
Die IV-Stelle überwies die Beschwerde mit Schreiben vom 1
7.
Dezember 2018 an das Gericht (
Urk.
4).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit
Beschwerde
antwort
vom 3
0.
Januar 2019 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). Dies wurde der Beschwerde
führerin
mit Verfügung vom
1.
Februar 2019 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Ein wesentlicher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Artikel 28 Abs. 1
lit
. b IVG liegt gemäss Art. 29
ter
der Verordnung über die Invalidenver
sicherung (IVV)
vor, wenn die versicherte Person an mindestens 30 aufeinander
folgenden Tagen voll arbeitsfähig war
.
1.
4
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invalidi
tätsbemessung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als
ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Beson
deren sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Begabungen zu berücksichtigen. Massgebend sind die Verhält
nisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil
)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
6
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum
sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
1.
7
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk
tionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbs
tätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizi
nischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Ver
wal
tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei
den haben
den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung
(Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss
folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra
xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte in der angefochtenen Verfügung vom
1.
November 2018 einen Rentenanspruch der Beschwerdeführerin mit der Begründung, dass zwar gesundheitliche Einschränkungen bestanden h
ätten
, sich diese
aber
nicht langandauernd auf die Arbeitsfähigkeit ausgewirkt h
ätten
. Die Beschwerdeführerin sei demnach in ihrer angestammten Tätigkeit im bisherigen Arbeitspensum arbeitsfähig (
Urk.
2)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin macht
e
in der Beschwerde vom 2
7.
November 2018 geltend, dass sie mit dem Entscheid der IV-Stelle nicht einverstanden sei. Ihre gesundheitliche Situation sei nochmals zu überprüfen, da sie infolge Krankheit (Generalisierte Myasthenia
gravis
, Polyarthrose,
Reflu
x
ösphagitis
und Vitamin
B
12-Mangel) weit
erhin
zu
100
%
arbeitsunfähig sei.
Sie leide unter Kraftlosigkeit und ihr sei oft schwindelig. Sie habe Schmerzen an den Schultern, an den Daumen, am Knie und am Kreuz. Auch der Magen bereite ihr grosse Schmerzen. Sie sei zudem nicht in der Lage, ihren Haushalt zu bewältigen.
Die Beschwerde
führerin führte für eine weitere Überprüfung ihre behandelnden Ärzte auf
(
Urk.
8/47)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit der Anspruch auf eine Invalidenrente und in diese
m
Zusammenhang insbesondere die Höhe der Arbeitsfähigkeit.
3.
3.1
Im Notfallbericht des S
pital
s
A._
vom 1
2.
Februar 2017 wurde nach dem Ereignis vom selben Tag
ein Verdacht auf
eine Innenmeniskusläsion rechts diagnostiziert.
Es wird im Bericht festgehalten, dass die Beschwerdeführerin nach einem Sturz beim Treppensteigen Schmerzen im rechten Knie habe. Als Therapie wurde Analgesie und Ruhigstellung des Knies mittels
Mecronschiene
verordnet (
Urk.
8/14/42).
3.
2
Im Bericht vom 2
0.
Februar 20
17 des S
pital
s
A._
w
urde
die Diagnose einer aktivierten
Varusgonarthrose
mit Substanzdegeneration des Aussenmeniskus-Vorderhorns und Korpus sowie
einer
kombinierte
n
radiäre
n
und horizontale
n
Rissbildung des Innenmeniskus
gestellt
(
Urk.
8/14/43).
3.3
Mit Bericht vom 2
8.
März 2017 zuhanden der
Swica
hielt
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, fest, dass die Beschwerdeführerin
bereits
im März 2012 wegen Beschwerden im
rechten
Knie bei ihm in Behandlung
gewesen sei
. Daraufhin sei eine MRI-Untersuchung am
3.
April 2012 durchge
führt worden. Diese habe eine Signalalteration im
Innenmeniskushinterhorn
ohne tiefen Einriss sowie eine globale Arthrose
femorotibial
Grad II und retropatellar Grad II bis III gezeigt. Am
9.
Mai 2016 sei die Beschwerde
führerin
erneut wegen Kniebeschwerden bei ihm in der Sprechstunde gewesen
, worauf eine
Gonarthrose rechts diagnostiziert worden
sei
. Die Beschwerdeführerin sei am 1
4.
Dezember 2016 erneut wegen Knieschmerzen auf der rechten Seite in seine
r Sprechstunde gewesen
. Das MRT vom 2
1.
Dezember 2016
habe
eine aktivierte
mässiggradige
Varusgonarthrose
gezeigt
(
Urk.
8/14/32).
Nach einem Sturz vom 1
2.
Februar 2017 seien die Kniebeschwerden verstärkt aufgetreten.
Eine Arbeitsunfähigkeit bezüglich des Knieleidens sei von
ihm
nicht attestiert worden (
Urk.
8/14/23).
3.4
Im Bericht vom 2
4.
April 2017 zuhanden der
Swica
hielt
Dr.
med.
C._
, F
acharzt FMH für
Innere Medizin, fest, dass anlässlich einer Konsultation am 1
6.
September 2010 eine Röntgenuntersuchung des rechten Knies eine leichte mediale Gonarthrose gezeigt habe. Eine Lokalinfiltration mit
Kenacort
40 habe eine deutliche Besserung der Beschwerden ergeben. Eine Arbeitsunfähigkeit wegen dieses Leidens habe
er
nicht attestiert (
Urk.
8/14/15).
3.
5
Im Gutachten
von
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Chirurgie, beratender
Arzt
der
Swica
, vom 2
8.
April 2017 führt
e
dieser die folgenden Diagnosen auf (
Urk.
8/14/8):
-
Bagatelltraum
a
am 1
2.
Februar 201
7
mit/bei
-
fraglicher Prellung rechtes Kniegelenk
-
vorbestehenden degenerativen Veränderungen im rechten Knie
gelenk
-
seit Jahren bestehenden Knieschmerzen
Dr.
D._
h
ie
lt sodann fest, dass die Beschwerdeführerin seit mindestens 2010 über Schmerzen in ihrem rechten Kniegelenk klage.
Das Ereignis vom 1
2.
Februar 2017 sei demnach nicht die einzige Ursache der festgestellten gesundheitlichen Störung. Ein MRI habe deutliche degenerative Veränderungen im Kniegelenk gezeigt. Der Unfall vom 1
2.
Februar 2017 kann gemäss
Dr.
D._
für die Dauer von vier Wochen als Mitursache
der fest
gestellten gesundhei
tlichen Störung gesehen werden
(
Urk.
8/14/7-9)
.
3.
6
Im Gutachten zuhanden der
Swica
vom 1
4.
Juni 2017 führte
Dr.
med.
E._
,
Fachärztin für
Orthopädi
e
und Traumatologi
e
des Bewegungsapparates, zertifi
zierte medizinische Gutachterin SIM
, folgende Diagnosen zum Zeitpunkt der Untersuchung auf
(
Urk.
8/15/12)
:
-
Chronische Beschwerden des rechten Kniegelenks bei degenerativen Ver
änderungen medial betont.
In 12/2
016 eine aktivierte Symptomatik
, jetzt chronische Beschwerden.
Anatomisch
varische
Beinachse
n
, weichteilbe
dingt bei erheblichem Übergewicht
valgische
Beinachsen.
-
Fehl- und Überbelastung des Bewegungsapparates bei Übergewicht von etwa 30 Kg
.
-
Fehlstatik der Wirbelsäule, Haltungsinsuffizienz, muskulär
er
Hartspann und
verschmächtigte
Rumpfmuskulatur.
-
Kein nervenwurzelbezogenes neurologisches Defizit.
Dr.
E._
hielt betreffend die Arbeitsfähigkeit fest, dass die
Beschwerdeführerin
ab sofort täglich zwei Stunden arbeiten könne, ohne auf Leitern und Gerüst
e
zu steigen oder häufiges Treppensteigen. Sollte es möglich sein, die
Beschwerde
führerin
in der Ebene zu beschäftigen,
sei der Einsatz als Reinigungskraft möglich. Für eine angepasste Tätigkeit, d
as heisst
durchschnittlich leichte und gelegentlich mittelschwere Tätigkeit, die bevorzugt im Sitzen verrichtet werden könne, ging
Dr.
E._
von einer vollen Arbeitsfähigkeit (8.5 Stunden pro Arbeitstag) ohne Einschränkungen der Leistungsfähigkeit aus (
Urk.
8/15/13).
3.
7
Im
Notfallaustrittsbericht des S
pital
s
A._
vom 3
1.
Oktober 2017 w
urde
festgehalten, dass
sich
die Beschwerdeführerin am 2
7.
Oktober 2017
selbst zuge
wiesen und über Schwäche und Photophobie geklagt
habe
.
Die Diagnose
lautet
e
auf
eine unklare Schwächesymptomatik mit den Differentialdiagnosen depressive Episode, Fatigue Syndrom
und
prolongierte Migräne. Die Symptomatik sei unklar geblieben (
Urk.
8/41/29-31).
3.8
Mit Bericht vom 2
1.
November 2017 des S
pital
s
A._
w
urde
festgehalten, dass die Beschwerdeführerin vom 1
0.
bis 2
2.
November 2017 hospitalisiert
gewe
sen sei
. Es w
u
rden folgende (provisorische
n
) Diagnosen genannt (
Urk.
8/41/11):
-
Verdacht auf ein
Thymom
-
Generalisierte Myasthenie Gravis
-
Refluxösophagitis
Es wurde die Weiterführung der medikamentösen Ther
apie mit
Spiricort
,
Imurek
und
Mestinon
Drag empfohlen. Eine ambulante neurologische Verlaufs
kontrolle sei in zwei Wochen geplant (
Urk.
8/41/12).
3.9
Im Bericht vom 1
1.
Dezember 2017 h
ie
lt
Dr.
med.
F._
, Leitender Arzt Neurologie
a
m S
pital
A._
, fest, dass die Beschwerdeführerin berichte, dass es ihr gut gehe. So habe sie vor circa vier Tagen zuletzt ein hängendes Augenlid, seither jedoch keinerlei Beschwerden mehr gehabt.
Dr.
F._
berichtet
e
weiter, dass der neurologische Befund unauffällig gewesen sei. Es hätten sich keine
m
yasthenen
Symptome, keine
Ptose
und keine Doppelbilder gezeigt. Der
Simpsontest
sei negativ ausgefallen und es
habe
sich zudem keine Schwäche der Kaumuskulatur, der Kopfbeuger
oder
–
strecker
gezeigt
(
Urk.
8/41/9-10).
3.
10
Auch im Bericht vom
9.
Januar 2018 berichtet
Dr.
F._
weiterhin von einem unauffälligen neurologischen Befund. Die Beschwerdeführerin habe ihm keinerlei Beschwerden angegeben (
Urk.
8/41/13)
.
3.1
1
Mit Bericht vom
2.
Februar 2018 h
ie
lt
Dr.
med.
G._
, Leitender Arzt T
h
oraxchirurgie im Stadtspital
Z._
,
ebenfalls
fest, dass die Beschwer
deführerin unter der Medikation beschwerdefrei sei und auch keine relevanten Begleiterkrankungen zeige. Klinisch fänden sich keine grobneurologischen Auffälligkeiten und es bestünde keine Müdigkeit oder Abgeschlagenheit.
Dr.
G._
h
ie
lt weiter fest, dass am 1
9.
Februar 2018 die Thymusresektion geplant sei (
Urk.
8/41/15-16).
3.
12
Im
Bericht vom 2
7.
April 2018
bestätigt
e
Dr.
G._
folgende Diagnosen
(
Urk.
8/39/4)
:
-
Myasthenia
gravis
, Erstdiagnose 11/2017
-
Thymom
pT2 pN0 (0/18), cM0, L0, V0, Pn1,
Masaoka
Klassifikation
IIb
02/2018
Bei der Beschwerdeführerin sei
im Novem
b
er 2017
eine Myasthenia
gravis
diagnostiziert worden. In einer Computertomographie des T
h
orax
habe sich dann
der Verdacht auf ein
Thymom
geäussert
. Nach medikamentöser Einstellung der
Myasthenie
sei
die Resektion des
Thymoms
am 1
9.
Februar 2018 über eine partielle obere
Sternotomie
mit Perikard-Teilresektion, Teilresektion des Ober
lappens recht
s
und Perikard-Plastik
erfolgt. Im Anschluss
habe sich die Beschwer
deführerin
eine
r
Rehabilitation in der Klinik
H._
vom
2
8.
Februar bis
2.
April 2018 unterzogen
. Weiter führte
Dr.
G._
aus, dass die Myasthenie mit den Medikamenten sehr gut kontrolliert sei und aus seiner Sicht keine wesentlichen Einschränkungen bestünden. Ein Wiedereinstieg ins Erwerbsleben
sollte gemäss
Dr.
G._
möglich sein, wobei schwere Lasten von über 10 Kg in den ersten sechs Wochen nach der Operation zu vermeiden gewesen seien. Danach
hätte
eine sukzessive Steigerung bis zur Normalbelastung erfolgen
können
(
Urk.
8/39/4-5).
3.
13
Im Austrittsbericht der Rehak
lini
k
H._
vom 2
0.
April 2018 wurden die Diagnosen Myasthenia
gravis
, Polyarthrose
sowie
Refluxösophagitis bestätigt und zudem ein Vitamin B12 Mangel im tiefnormalen Bereich diagnostiziert. Nach Durchführung des Therapieprogramms vom 2
8.
Februar bis
2.
April 2018 habe die Beschwerdeführerin alltagsrelevante Fortschritte erzielen können. So sei sie im Aussen- und Innenbereich ohne Hilfsmittel selbstständig mobil und habe schliesslich Aufgaben im Stehen für
circa
40 Minuten erledigen können. Eine Verordnung für Physiotherapie nach dem Austritt sei der Beschwerdeführerin ausgehän
digt worden (
Urk.
8/41/19-21).
3.1
4
Im Bericht vom 1
0.
April 2018 h
ie
lt
Dr.
F._
fest, dass es der Beschwerdeführe
rin postoperativ gut gehe. Beschwerden aufgrund der Myasthenie habe diese nicht angegeben. Im neurologischen Befund habe er auch keine entsprechenden klini
schen Zeichen finden können (
Urk.
8/41/8).
3.1
5
Am
2
5.
Mai 2018 bestätigt
e
Dr.
F._
die Diagnose Myasthenie
gravis
mit Thymusresektion und Refluxösophagitis,
wobei letztere
keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit habe. Betreffend die Myasthenie führt
e
Dr.
F._
weiter aus, dass die Beschwerdeführerin subjektiv beschwerdefrei und der neurologische Befund unauffällig sei, sodass im günstigsten Fall die Arbeitsfähigkeit, die vor der Erkrankung bestand
en habe
, wieder erreicht werden könne. Eine Einschränkung in der Haushaltsführung aufgrund der Myasthenie best
ehe
nicht (
Urk.
8/40/9-1
2
).
3.
1
6
Mit Bericht vom 1
9.
Juni
2018 bestätigt
e
Dr.
B._
die bereits genannten Diagnosen und führt
e
zudem ein
c
ervico
-
vert
ebr
ales Syndrom auf. Als einzige Funktionseinschränkung der Beschwerdeführerin n
annte
Dr.
B._
eine
rasche Ermüdung.
Für Tätigkeiten im Bereich Hausdienst/Raumpflege attestierte er vom
1.
November 2017 bis 1
0.
Juli 2018 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
8/41/3-5).
3.1
7
In der Stellungnahme vom 1
2.
Juli 2018 hielt
Dr.
med.
I._
vom
Regionale
n
Ärztliche
n
Dienst (RAD) unter Berücksichtigung der vorgenannt
en Arztberichte fest, dass ein Gesundheitsschaden, der eine höhergradige Arbeitsunfähigkeit begründe, nicht nachvollziehbar ausgewiesen sei
. Die am 2
4.
Oktober 2017 symptomatisch gewordene und im November 2017 erstmals diagnostizierte Myasthenia
gravis
habe auf die spezifische Medikation mit einer Vollremission der Symptomatik reagiert. Auch habe sich nach der operativen Entfernung des damit assoziierten
Thymoms
vom 1
9.
Februar 2018 ein komplikationsloser post
operativer Verlauf gezeigt. Der behandelnde Neurologe wie auch der operierende
Thoraxchirurge
hätten zuletzt keine Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit bestä
tigt. Grund zur Anmeldung bei der Invalidenversicherung seien die langjährigen Kniebeschwerden gewesen.
Orthopädischerseits
habe sich gemäss dem von der Unfallversicherung eingeholten Gutachten eine Einsatzfähigkeit sowohl als Reinigungskraft als auch in angepasster Tätigkeit ergeben
(
Urk.
8/43/7).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stellte zur Beurteilung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin auf die Stellungnahme des RAD
Arztes
Dr.
I._
ab
(
Urk.
8/43/7
)
.
Diese wurde
in Kenntnis der und in Auseinan
der
setzung mit den
Vorakten
erstattet und
trägt
der konkreten
medizinischen Situation angemessen Rechnung
. Die Schlussfolgerung von
Dr.
I._
erweist sich
im
Lichte der
Berichte der behandelnden Ärzte der Beschwerdeführerin
als
nach
vollziehbar.
4.
2
Die bereits im Jahr 2010 aufgetretenen Knieschmerzen
führten gemäss Aktenlage
bis zum Unfall vom 1
2.
Februar 2017
zu keiner ärztlich attestierten
Arbeitsunfä
higkeit
(
Urk.
8/14/15, 8/14/23)
. Nach dem Ereignis vom 1
2.
Februar 2017 kann
vorliegend
von einer Arbeitsunfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit von eini
gen Monaten
ausgegangen werden.
Dr.
E._
erachtete die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit am 1
4.
Juni 2017 bereits wieder für zwei Stun
den arbeitsfähig, soweit sie nicht auf Leitern und Gerüste steigen müsse und auch häufiges Treppensteigen vermieden werde (
Urk.
8/15/13). Zwar meldete sich die Beschwerdeführerin am 1
1.
September 2017 unter Hinweis auf ihre Knieprobleme bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/3/6), jedoch finden sich in den ärztlichen Berichten nach Juni 2017 keine Befunde oder Beurteilun
gen, welche auf eine massgebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die Kniebeschwerden schliessen lassen. So fehlen insbesondere auch im Austrittsbe
richt der Reha
k
lini
k
H._
vom 2
0.
April 2018 Hinweise auf eine massgebli
che
Knieproblematik (
Urk.
8/41/20) und der Beginn der von
Dr.
B._
attestierten Arbeitsunfähigkeit in seinem Bericht vom 1
9.
Juni 2018 fällt auf den
1.
Novem
ber 2017 (
Urk.
8/41/2), was mit der erstmaligen Diagnosestellung der Myasthenia
gravis
korrespondiert und darauf schliessen lässt, dass auch
Dr.
B._
den Knie
beschwerden keine massgeblich leistungseinschränkende Wirkung (mehr) beimass.
Entsprechend ist
davon auszugehen,
dass
die Kniebeschwerden
die Arbeitsfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit
spätestens seit November 2017
nicht mehr
massgeblich
einschränk
t
en.
4.
3
Die erstmals im Oktober 2017 aufgetretene Myastheni
a
gravis
war
gemäss Berichten von
Dr.
F._
spätestens ab
7.
Dezember 2017 medikamentös gut ein
gestellt
,
die Beschwerdeführerin war beschwerdefrei und der neurologische Befund unauffällig (
Urk.
8/41/9). Es ist daher davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin
von
diesem Zeitpunkt
bis zur
Thymektomie
am 1
9.
Februar 2018
nicht in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt war
. Damit liegt ein wesentli
cher Unterbruch der Arbeitsunfähigkeit im Sinne
von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG in Verbindung mit
Art.
29
ter
IVV vor und das Wartejahr, welches
mit dem Unfall vom 1
2.
Februar 2017 und der damit ein
her
gehenden Arbeitsunfähigkeit
begonnen hatte, wurde unterbrochen
. Die Arbeitsunfähigkeitszeugnisse von
Dr.
B._
, dem Hausarzt der Beschwerdeführerin, vermögen diese Vermutung auch nicht umzustossen
,
ist doch in
Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Nach erfolgter operative
r
Resektion des
Thymoms
am 1
9.
Februar 2018 und darauffolgender Hospitalisierung sowie während des Reha-Aufenthalts vom 2
8.
Februar bis
2.
April 2018 ist von einer Arbeitsunfähigkeit der Beschwerde
führerin auszugehen.
Doch bereits bei Austritt aus der Reha hatte die Beschwer
deführerin relevante Fortschritte gemacht und an Mobilität gewonnen
(
Urk.
8/41/19-21)
.
Im
Bericht von
Dr.
F._
vom 1
0.
April 2018
wurde denn
au
ch
festgehalten, dass die Beschwerdeführerin keine Beschwerden mehr ang
ebe
. Sie habe keine
myasthenen
Symptome mehr und auch
die
Schmerzen im Schulter
bereich, die postoperativ aufgetreten waren, hätten abgenommen (
Urk.
8/41/7). Eine Arbeitsunfähigkeit wurde von
Dr.
F._
nicht attestiert.
Ein Gesundheits
schaden
,
der eine Arbeitsunfähigkeit begründen würde
,
ist somit ab April 2018 aufgrund der Aktenlage nicht mehr ersichtlich.
4.
4
Die
Würdigung
der
medizinischen Akten
führt zum Schluss
, dass bei der Beschwerdeführerin
kein
Gesundheitsschaden ausgewiesen ist,
welcher bis zum
Erlass des hier angefochtenen Entscheids vom
1.
November 2018 (
Urk.
2), der die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (
BGE 143 V 409
E. 2.
1
)
, eine dauerhafte, durchschnittlich mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit ohne wesentlichen Unterbruch (
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG in Verbindung mit
Art.
29
ter
IVV) nach sich gezogen hat
. Vielmehr handelte es sich bei den Beschwerden um Erkrankungen, die medikamentös eingestellt werden konnten und/oder lediglich akut und zeitlich begrenzt auftraten.
Soweit die Beschwerdeführerin geltend machte, es seien weitere Abklärungen durchzuführen, vermag
sie
nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzu
treffend bez
iehungsweise unvollständig wäre, weshalb kein hinreichender Anlass zu weiteren Abklärungen besteht (BGE 110 V 48 E. 4a).
5.
5.1
Da die Beschwerdeführerin nur in Teilzeit erwerbstätig
war
, stellt sich grundsätz
lich die Frage
nach dem
Status. Die Beschwerdegegnerin
verzichtete im ange
fochtenen Entscheid auf eine abschliessende Qualifikation (
Urk.
2),
ging
aber im Feststellungsblatt vom 2
1.
September 2018
von einer Erwerbstätigkeit von
circa
20-
50
%
aus
(
Urk.
8/43/4)
.
Die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin, wie sie aus dem individuellen Konto (
Urk.
8/10) ersichtlich ist, zeigt schwankende Einkommenszahlen und wiederholte Phasen der Arbeitslosigkeit mit Bezug von Arbeitslosenentschädigung.
Tatsache ist, dass die
Beschwerdeführerin
gemäss eigenen Angaben
zuletzt in einem Pensum von
circa
20
%
arbeitstätig war (
Urk.
8/3/6)
und bei der Arbeitslosenkasse mit einer Vermittlungsfähigkeit von 50
%
gemeldet war (
Urk.
8/20/1)
.
Wi
e
es sich mit
ihrer invalidenversicherungs
rechtlichen Qualifikation
genau
verhält, braucht indes nicht abschliessend beant
wortet zu werden.
U
nabhängig davon
,
ob von einer Erwerbstätigkeit von 20 oder 50
%
auszugehen wäre
, resultiert
nämlich
kein rentenbegründender Invaliditäts
grad, wie sich aus dem Nachfolgenden ergibt.
5.2
Da die Beschwerdeführerin im erwerblichen Bereich nicht eingeschränkt ist,
müsste sich vorliegend die Einschränkung im Haushaltsbereich auf zwischen 50
% (bei einer Erwerbstätigkeit von 20
%
) und 80
%
(bei einer Erwerbstätigkeit von 50
%
) belaufen
, damit insgesamt ein rentenbegründender Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
resultieren würde. Von einer derartig weitreichenden Ein
schränkung im Haushalt ist jedoch aufgrund des ärztlich festgestellten Gesund
heitszustandes
und
der
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
der Beschwerdeführerin nicht auszugehen (vgl. E. 3).
Dies insbesondere
,
da die Tätig
keit als Reinigungskraft und
die Tätigkeiten im Haushalt teilweise dieselben oder sehr ähnlich sind.
Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass die versicherte Person ihre Arbeit im Krankheitsfall in erster Linie einzuteilen und die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch zu nehmen hat. Letztere geht dabei weiter als der übliche Umfang, den man erwarten darf, wenn die versicherte Person nicht an einem Gesundheitsschaden leiden würde (BGE 133 V 504 E. 4.2).
Zudem attestierte
Dr.
F._
ausdrücklich, dass aufgrund der Myasthenie keine Ein
schränkung in der Haushaltsführung best
ehe
(
Urk.
8/40/12).
Gestützt auf die Aktenlage
rechtfertigt es sich daher, von einer abschliessenden Qualifikation abzusehen,
ist
doch jedenfalls
nicht von einer invalidisierenden Einschränkung im Haushaltsbereich auszugehen.
5.3
Die Beschwerdegegnerin hat nach dem Gesagten zu Recht einen Anspruch auf
Invalidenrente
verneint, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6
.
Da es im vorliegendem Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
6
00.
--
anzusetzen und der unter
liegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.