# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b7465503-3849-43b0-b130-fb4606bedc8c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1. Die 1984 geborene X._ arbeitete vom 1. März 2004 bis 28. Februar 2006 bei der Y._ als Fabrikarbeiterin (Fragebogen für Arbeitgebende vom 5. März 2009, Urk. 9/16). In der Folge bezog sie Arbeitslosenentschädigung und wurde am 21. Februar 2008 ausgesteuert (Auskunft der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich vom 23. Februar 2009, Urk. 9/14/3). Am 6. Januar 2009 meldete das Spital Z._ die Beschwerdeführerin bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zur Früherfassung an (Urk. 9/4). Nachdem die IV-Stelle mit der Versicherten am 26. Januar 2009 ein Telefongespräch geführt hatte (Urk. 9/5), stellte sie ihr ein Anmeldeformular für den Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung zu (Urk. 9/6), welches die Beschwerdeführerin am 3. Februar 2009 ausfüllte (Urk. 9/7). In der Folge liess die IV-Stelle einen Auszug aus dem individuellen Konto erstellen (Urk. 9/13), holte Arztberichte beim Spital Z._ (Bericht vom 13. Februar 2009, Urk. 9/12), beim A._ (Bericht vom 2. März 2009 Urk. 9/17) und bei Dr. med. B._, Fachärztin FMH für Innere Medizin, (Bericht vom 15. April 2009, Urk. 9/18) ein und zog die Auskünfte der Y._ vom 5. März 2009 (Urk. 9/16) und der Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich vom 23. Februar 2009 (Urk. 9/14) bei. In der Folge gab die IV-Stelle beim Zentrum C._ ein Gutachten in Auftrag, welches dieses am 28. August 2009 erstattete (Urk. 9/22). Am 9. November 2009 führte die IV-Stelle bei der Versicherten eine Haushaltsabklärung durch (Bericht vom 1. Dezember 2009, Urk. 9/24). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheide vom 17. und 18. Februar 2009, Urk. 9/29 und Urk. 9/30, sowie Einwand vom 16. März 2010, Urk. 9/32) verneinte die IV-Stelle mit Verfügungen vom 7. und 8. April 2010 sowohl einen Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 2/1) als auch einen Anspruch auf Arbeitsvermittlung (Urk. 2/2).
2. Hiergegen liess X._ am 11. Mai 2010 durch Rechtsanwältin Barbara Laur Beschwerde erheben und die Zusprache einer Rente der Invalidenversicherung, eventualiter von Arbeitsvermittlung beantragen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und um Bestellung von Rechtsanwältin Laur als unentgeltliche Rechtsvertreterin (Urk. 1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 17. Juni 2010 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8). Mit Verfügung vom 22. Juni 2010 wurde der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung gewährt und Rechtsanwältin Laur als unentgeltliche Rechtsvertreterin bestellt. Gleichzeitig wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (Urk. 13). Nachdem die Beschwerdeführerin in der Replik vom 24. August 2008 an den gestellten Anträgen festgehalten hatte (Urk. 15), verzichtete die Beschwerdegegnerin auf das Einreichen einer Duplik (Urk. 18).
3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 349 Erw. 3.4.2 mit Hinweisen).
Bei nicht erwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen. Art. 7 Abs. 2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (Art. 28a Abs. 2 IVG in Verbindung mit Art. 8 Abs. 3 ATSG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2
bis
IVG; spezifische Methode; BGE 130 V 99 Erw. 3.3.1, 104 V 136 Erw. 2a; AHI 1997 S. 291 Erw. 4a). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnützige und künstlerische Tätigkeiten (Art. 27 der Verordnung über die Invalidenversicherung [IVV]).
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2
ter
IVG) festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittelten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (BGE 130 V 393 ff. Erw. 3.3 mit Hinweisen; vgl. BGE 134 V 9).
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 Prozent, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie mindestens zu 60 Prozent invalid, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 Prozent, oder auf eine Viertelsrente, wenn sie mindestens zu 40 Prozent invalid sind.
1.3 Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 Erw. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 Erw. 5.1; 125 V 352 Erw. 3a, 122 V 160 Erw. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1 Strittig und zu prüfen ist, inwieweit die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin eingeschränkt ist und ob sie Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung hat oder ob sie - soweit kein Rentenanspruch besteht - Anspruch auf Arbeitsvermittlung hat.
2.2 Dr. med. D._, Oberarzt Neurologie des Spitals Z._, diagnostizierte im Bericht vom 13. Februar 2009 eine symptomatische Epilepsie bei Hippokampussklerose rechts (ICD-10 G40.2). Er führte an, dass eine Arbeitstätigkeit möglichst bald aufgenommen werden sollte. Die Beschwerdeführerin könne keine gefährlichen Arbeiten an Maschinen oder auf Leitern/Gerüsten verrichten. In einer diesen Einschränkungen angepassten Tätigkeit sei sie aber zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 9/12).
2.3 Das A._ hielt mit Bericht vom 2. März 2009 als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine symptomatische fokale Epilepsie mit komplex-fokalen und sekundär generalisiert tonisch-klonischen Anfällen (ICD-10 G40) und eine Hippokampussklerose rechts sowie eine Atrophie des rechten Frontallappens unklarer Ätiologie fest. Im Rahmen einer nicht-invasiven prächirurgischen Diagnostik seien bei ihnen vier Anfälle registriert worden, deren Semiologie und EEG-Korrelat nicht eindeutig zwischen einem rechts temporalen und einem möglichen rechts frontalen Anfallsbeginn hätten differenziert werden können. Die Ergebnisse der inzwischen durchgeführten neuropsychologischen Untersuchung seien ebenfalls mit Funktionsdefiziten beider Regionen vereinbar und auch das fMRI ermögliche keine klare Lateralisation mesio-temporaler Funktionsbeeinträchtigungen. Zudem habe mit dieser Untersuchung eine atypische Sprachdominanz nicht ausgeschlossen werden können. Die Beschwerdeführerin gehe zur Zeit keiner Erwerbstätigkeit nach. Auch bei einer relativ stabilen Anfallsfrequenz eines komplex-fokalen Anfalles einmal pro Monat bestehe eine nicht unerhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, da weder eingeschätzt werden könne, wann es zu einem Anfall komme, noch wie ausgeprägt die begleitenden Symptome sein werden. Ausserdem hänge die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit stark von der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit ab. Da die Beschwerdeführerin fahruntauglich sei, seien jegliche Berufsfelder ausgeschlossen, für die ein Führerschein erforderlich sei. Auch die neuropsychologischen Defizite schränkten die Beschwerdeführerin bezüglich hoch bis höchst qualifizierte Tätigkeiten ein. Es sei jedoch durchaus vorstellbar, dass die Beschwerdeführerin an einem gut umrissenen und klar strukturierten Arbeitsplatz mit entsprechenden Supervisionsinstanzen zumindest stundenweise einer Erwerbstätigkeit nachgehen könne. Es ergäben sich auch Einschränkungen in der Haushaltsführung, wobei die Beschwerdeführerin dies bislang relativ problemlos habe bewerkstelligen können (Urk. 9/17).
2.4 Dr. B._ diagnostizierte mit Bericht vom 15. April 2009 eine kryptogene Epilepsie seit April 2005 und eine Angstsymptomatik. Die Beschwerdeführerin sei zwischen den Anfällen gesund, allenfalls bestehe aufgrund der Medikamente eine vermehrte Müdigkeit und ein vermindertes Konzentrationsvermögen. Aufgrund der erhöhten Sturzgefahr seien Arbeiten an gefährlichen Maschinen nicht möglich. Die bisherige Tätigkeit als Fabrikarbeiterin sei weiterhin zumutbar. Wann die Beschwerdeführerin wieder eine berufliche Tätigkeit aufnehmen könne, sei schwierig zu beantworten. Die familiäre Situation habe sich völlig geändert. Sie sei nämlich umgezogen und habe nun zwei kleine Kinder. Sie könne daher zur Zeit keiner Arbeit nachgehen. Den Haushalt besorge die Beschwerdeführerin selber (Urk. 9/18).
2.5 Das C._ hielt im Gutachten vom 28. August 2009 (Urk. 9/22) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine symptomatische fokale Epilepsie mit komplex-fokalen und sekundär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen seit 2005 bei Hippokampussklerose rechts sowie Atrophie des rechten Frontallappens unklarer Aetiologie, möglicherweise Geburts-/postpartaler Genese (mögliche abgelaufene Enzephalitis) und (2) eine leichte neuropsychologische Störung bei grenzwertiger Intelligenz, frontaler Funktionseinschränkung (mit leicht beeinträchtigter Gedächtnisleistung vorrangig nonverbaler Ebene, verminderter kognitiver Flexibilität und reduzierter selektiver Aufmerksamkeit) und Dyskalkulie (S. 17). Da die frühere Tätigkeit mit Entgraten von Gegenständen den Umgang mit Schneidewerkzeugen voraussetze, was als selbst- und fremdgefährdend einzustufen sei, sei die Beschwerdeführerin für diese Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig. Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit sei die Unkalkulierbarkeit des Auftretens der bewusstseinsstörenden Erkrankung und damit die potentielle Gefährdung zu berücksichtigen. Prinzipiell sei aber unter Berücksichtigung der Einschränkungen in einem angepasstem Arbeitsbereich eine 100%ige Arbeitsfähigkeit möglich. Als Einschränkung sei das Vermeiden von Schichtarbeit, insbesondere der Ausschluss von Nachtschichttätigkeit (zur Vermeidung von Schlafstörungen und Schlafdefiziten als Anfallstrigger) zu nennen. Weiter seien Tätigkeiten zu vermeiden, die im Zustand der Bewusstseinsveränderung oder bei Bewusstseinsverlust zu einer Gefährdung von sich selbst oder von fremden Personen führen könne. Zu solchen Tätigkeiten zählten insbesondere erdferne Tätigkeiten und Tätigkeiten an oder mit gefährdenden Maschinen. Die Fahreignung sei derzeit ebenfalls auszuschliessen. Aufgrund der auffallenden leichtgradigen neuropsychologischen Auffälligkeiten mit vorrangig Frontalhirn-Funktionsstörungen und eher niedriger Intelligenz seien nur einfache Tätigkeiten unter Vermeidung von zeitlichem Druck, Vermeidung von erhöhter geistiger Flexibilitätsanforderung und Aufmerksamkeitsforderung möglich. Zu berücksichtigen sei auch die bekannte Rechenschwäche. In einer diesen Einschränkungen angepassten Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 19-20).
2.6 Das A._ diagnostizierte mit Bericht vom 5. Mai 2010 eine symptomatische fokale Epilepsie mit komplex-fokalen und sekundär generalisierten tonisch-klonischen Anfällen (ICD-10 G40) bei Hippokampussklerose rechts sowie Atrophie des rechten Frontallappens unklarer Ätiologie. Eine zuletzt vorgeschlagene und bereits geplante invasive prächirurgische Diagnostik zur definitiven Abklärung der Möglichkeit einer epilepsiechirurgischen Intervention habe die Beschwerdeführerin nach längerer Überlegung abgelehnt. Auch bei der aktuellen Konsultation habe sie den Wunsch geäussert, zunächst die pharmakotherapeutischen Optionen weiter auszuschöpfen, zumal sie gemäss Anfallskalender seit der Eindosierung von Valproinsäure eine deutliche Reduktion der Anfallsfrequenz festgestellt habe. Es sei daher vereinbart worden, dass das Valproat schrittweise aufdosiert werde. Die Beschwerdeführerin werde nochmals über die Möglichkeit eines epilepsiechirurgischen Eingriffs nachdenken. Die Arbeitsfähigkeit sei aus epileptologischer Sicht derzeit eingeschränkt für Arbeiten in grosser Höhe, an gefährlichen Maschinen und im Umgang mit Schutzbefohlenen. Inwiefern zusätzliche quantitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit infolge allfälliger kognitiver Einschränkungen vorlägen, müsste auf der Grundlage einer aktuellen neuropsychologischen Testuntersuchung, zum Beispiel im Rahmen einer entsprechenden Anfrage durch die IV-Behörde, beurteilt werden (Urk. 3/4).
3.
3.1 Die Beschwerdegegnerin qualifizierte die Beschwerdeführerin als zu 50 % erwerbstätig und als zu 50 % im Aufgabenbereich tätig. Hinsichtlich der Einschätzung der Arbeitsfähigkeit stützte sie sich im Wesentlichen auf das Gutachten des C._ und ging von 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit, jedoch von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit aus (Feststellungsblatt, Urk. 9/26).
Das C._ (Urk. 9/22) ging bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin von etwa vier komplex-fokalen Anfällen pro Monat mit einer Dauer von jeweils meist ein bis zwei Minuten, in deren Verlauf die Beschwerdeführerin nicht stürzt, jedoch eine potenzielle Eigengefährdung besteht, aus. Sporadisch würden aber auch noch Grand mal-Anfälle auftreten (S. 14-15). In der neuropsychologischen Begutachtung zeigten sich bei der Beschwerdeführerin bei grenzwertiger Intelligenz leicht beeinträchtigte Gedächtnisleistungen, die sich vor allem im nonverbalen Bereich manifestierten. Als Hinweis auf frontale Funktionseinschränkungen ist nach Ansicht des C._ die verminderte kognitive Flexibilität zu werten und auch die deutlicheren Ausfälle der selektiven Aufmerksamkeit seien in diesem Sinne zu deuten (S. 29). Das vom C._ anhand dieser Einschränkungen erstellte Belastungsprofil, wonach Schichtarbeit, insbesondere Nachtschichttätigkeit, Tätigkeiten, die im Zustand der Bewusstseinsveränderung oder bei Bewusstseinsverlust zu einer Eigengefährdung oder einer Gefährdung von fremden Personen führen könnten, und Tätigkeiten, die eine Fahreignung voraussetzen, zu vermeiden sind und nur einfache Tätigkeiten unter Vermeidung von zeitlichem Druck, Vermeidung von erhöhter geistiger Flexibilitätsanforderung und Aufmerksamkeitsforderung möglich sind, ist nachvollziehbar.
Das Gutachten des C._ ist umfassend. Es berücksichtigt sowohl die geklagten Beschwerden, die eigenen Untersuchungen als auch die medizinische Aktenlage. Zur Erstellung des Gutachtens wurde eine neurologische, eine neuropsychologische und eine psychiatrische Begutachtung durchgeführt. Das Gutachten beantwortet sämtliche sich stellenden Fragen in nachvollziehbarer Weise. Es erfüllt somit alle Kriterien, denen ein beweistaugliches Gutachten zu genügen hat, womit es eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage bildet.
3.2 Dr. D._ attestierte der Beschwerdeführerin wie das C._ eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (Erw. 2.2). Das von ihm erstellte Belastungsprofil ist nicht so detailliert, wie dasjenige des C._. Dr. D._ hielt jedenfalls keine weitergehende, als die vom C._ festgehaltenen Einschränkungen fest.
3.3 Das A._ hielt mit Bericht vom 2. März 2009 eine nicht unerhebliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin fest (Erw. 2.3). Es führt hierbei jedoch nicht klar aus, ob mit dieser Einschränkung eine prozentmässige Einschränkung oder eine Einschränkung betreffend mögliche Arbeitstätigkeiten gemeint ist. Es hält aber fest, dass die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit stark von der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit abhänge. Diese Einschätzung stimmt mit derjenigen des C._ überein, attestiert dieses doch für gewisse Tätigkeiten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, für eine optimal behinderungsangepasste Tätigkeit aber keine Einschränkung. Betreffend Umfang der möglichen Arbeitstätigkeit hält das A._ lediglich fest, dass die Beschwerdeführerin mit entsprechenden Supervisionsinstanzen zumindest stundenweise einer Erwerbstätigkeit nachgehen könne. Eine obere Grenze der zeitlichen Arbeitsfähigkeit hält das A._ nicht fest. Da das C._-Gutachten überzeugend darlegt, dass bei der Beschwerdeführerin bei einer optimal behinderungsangepassten Tätigkeit keine zeitliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit besteht und das A._ sich hierzu nicht äussert, steht der Bericht des A._ der Einschätzung des C._ nicht entgegen. Anzufügen ist, dass die Beschwerdeführerin in Übereinstimmung mit der Qualifizierung durch die Beschwerdegegnerin sowieso lediglich zu 50 % arbeitstätig ist bzw. wäre und die restliche Zeit im Aufgabenbereich tätig ist.
3.4 Gemäss Dr. B._ kann die Beschwerdeführerin aufgrund der familiären Situation keiner Arbeit nachgehen (Erw. 2.4). Da es sich bei der familiären Situation nicht um eine gesundheitsbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit handelt, ist sie invalidenversicherungsrechtlich irrelevant. Aus rein medizinischer Sicht hält Dr. B._ hingegen sogar die angestammte Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Fabrikarbeiterin als zumutbar. Dr. B._ hält somit zumindest keine invalidenversicherungsrechtlich relevante weitergehende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als das C._ fest.
3.5 Die Beschwerdeführerin macht geltend, seit der Begutachtung durch das C._ habe sich ihr Gesundheitszustand verschlechtert. Das Gutachten des C._ datiert vom 28. August 2009, wobei die Untersuchungen der Beschwerdeführerin am 22. Juli beziehungsweise 4. August 2009 durchgeführt wurden (Urk. 9/21). Die abweisenden Verfügungen der Beschwerdegegnerin sind am 7. und 8 April 2010 ergangen. Das A._ hält im Bericht vom 5. Mai 2010 fest, im Mai 2009 sei eine Umstellung der antiepileptischen Medikation mit Ausschleichen von Lamictal und neu Einschleichen von Trileptal sowie Urbanyl vorgenommen worden. Hierunter habe sich eine Verbesserung der Anfallsituation mit zum Teil mehrwöchiger Anfallsfreiheit gezeigt. Dann habe die Anfallsfrequenz jedoch wieder zugenommen. Im Anfallskalender seien für Januar 2010 6, für Februar 2010 8, für März 2010 37 und für April 2010 6 Anfälle verzeichnet. Die Beschwerdeführerin habe angegeben, dass am 19. April 2010 eine erneute Medikationsumstellung mit Absetzen von Trileptal und neu Eindosieren von Valproat erfolgt sei. Seither habe sie nur noch drei kleine Anfälle gehabt (Urk. 3/4 S. 1). Das C._ ging in seinem Gutachten von etwa 4 Anfällen pro Monat aus, wobei es festhielt, dass es wohl eine Dunkelziffer gebe (Urk. 9/22 S. 17). Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Anzahl der Anfälle trotz Anfallskalender nicht sehr präzise festgehalten werden kann, ist lediglich für den Monat März 2010 von einer wesentlichen Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin auszugehen. Ab April 2010 ist dann das Eindosieren mit Valproat erfolgt, was offensichtlich zu einer Besserung des Gesundheitszustandes geführt hat (Urk. 3/4). Nach dem Gesagten ist lediglich von einer kurzzeitigen Verschlechterung im März 2010 auszugehen, weshalb kein Anlass besteht, von der Einschätzung des C._ abzuweichen.
3.6 Zusammenfassend ist von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als Fabrikarbeiterin bei der Y._ und einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit auszugehen.
4.
4.1 Die von der Beschwerdegegnerin vorgenommen Qualifizierung der Beschwerdeführerin als zu 50 % arbeitstätig und zu 50 % im Aufgabenbereich tätig ist angesichts der persönlichen und familiären Verhältnisse der Beschwerdeführerin nicht zu beanstanden.
4.2 Zur Ermittlung der erwerblichen Auswirkungen der gesundheitlich bedingten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ist ein Einkommensvergleich vorzunehmen Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypothetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungserlass respektive bis zum Einspracheentscheid zu berücksichtigen sind. Der hypothetische Rentenbeginn ist in dem Zeitpunkt, in welchem die Beschwerdeführerin während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens zu 40 Prozent arbeitsunfähig gewesen war und sich daran eine Erwerbsunfähigkeit in mindestens gleicher Höhe anschliesst (Art. 28 Abs. 1 IVG). Der Rentenanspruch entsteht jedoch frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs (Art 29 Abs. 1 IVG). Die Beschwerdeführerin meldete sich im Januar 2009 zum Leistungsbezug an. Massgebend für den Einkommensvergleich ist somit das Jahr 2009.
4.3
4.3.1 Die Beschwerdeführerin arbeitete zuletzt, bevor sie arbeitslos war, als Fabrikarbeiterin bei der Y._. Diese Stelle verlor sie aufgrund einer Umstrukturierung der Y._ (Urk. 9/16/8-9). Sie würde daher auch ohne Gesundheitsschaden nicht mehr bei der Y._ arbeiten. Für die Berechnung des Valideneinkommens ist somit auf die Löhne gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik abzustellen.
Da die Beschwerdeführerin keiner Erwerbstätigkeit nachgeht und somit auch das Invalideneinkommen anhand von Tabellenlöhnen zu bestimmten ist, basieren Validen- und Invalideneinkommen auf derselben Grundlage. Es kann daher ein Prozentvergleich vorgenommen werden, wobei das Valideneinkommen auf 100 % festzusetzen ist.
4.3.2 Bei der Festlegung des Invalideneinkommens gilt es zu beachten, dass die Beschwerdeführerin nur noch Tätigkeiten ausüben kann, bei denen es im Zustand der Bewusstseinsveränderung oder bei Bewusstseinsverlust zu keiner Gefährdung von sich selbst oder von fremden Personen kommt. Schichtarbeit ist für die Beschwerdeführerin nicht mehr möglich. Die ausgeübte Tätigkeit muss zudem eine einfache Tätigkeit sei, bei der kein zeitlicher Druck besteht und keine erhöhten geistigen Flexibilitätsanforderungen und Aufmerksamkeitsforderungen notwendig sind. Die Beschwerdeführerin ist zudem nicht fahrfähig. Im Rahmen der Invaliditätsbemessung darf bei der Bestimmung des trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbaren Einkommens nicht von realitätsfremden Einsatzmöglichkeiten ausgegangen werden. Insbesondere kann von einer Arbeitsgelegenheit im Sinne von Art. 16 ATSG dort nicht gesprochen werden, wo die zumutbare Tätigkeit in nur so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der allgemeine Arbeitsmarkt nicht kennt und das Finden einer entsprechenden Stelle deshalb zum vornherein als ausgeschlossen erscheint. Ferner ist bei der Ermittlung des Invalidenlohns gegebenenfalls dem Umstand Rechnung zu tragen, dass eine versicherte Person, welche körperliche Schwerarbeit verrichtete, nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine physisch anstrengende Tätigkeit mehr auszuüben vermag. Eine solche Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit kann sich als Erwerbseinbusse niederschlagen, wenn für die versicherte Person keine anderen entsprechenden Erwerbsgelegenheiten in Frage kommen, wie sie der allgemeine ausgeglichene Arbeitsmarkt enthält. Der Begriff des ausgeglichenen Arbeitsmarktes beinhaltet jedoch nicht nur ein gewisses Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Arbeitskräften, sondern auch einen Arbeitsmarkt, der einen Fächer verschiedenster Tätigkeiten aufweist, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 276 Erw. 4b). Letztes gilt auch im Bereich der un- und angelernten Arbeitnehmenden. Schliesslich ist zu berücksichtigen, dass in Industrie und Gewerbe Arbeiten, welche physische Kraft verlangen, seit vielen Jahren und in ständig zunehmendem Ausmass durch Maschinen verrichtet werden, während den Überwachungsfunktionen - wie auch im Dienstleistungsbereich - grosse und wachsende Bedeutung zukommt (ZAK 1991 S. 320 f. Erw. 3b; RKUV 1993 Nr. U 168 S. 104 Erw. 5b). Die Beschwerdeführerin ist aufgrund der vorgenannten Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit in ihrer Einsatzmöglichkeit eingeschränkt. Die Einschränkung geht jedoch nicht so weit, dass der allgemeine Arbeitsmarkt nicht eine der Behinderung der Beschwerdeführerin angepasste Stelle kennt. So sind insbesondere Reinigungsarbeiten bei denen in einem Team gearbeitet wird, ohne Weiteres möglich. Der Tatsache, dass das mögliche Tätigkeitsfeld der Beschwerdeführerin eingeschränkt ist, ist jedoch durch einen angemessenen Leidensabzug vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen.
4.3.3 Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 Erw. 5.2). Der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin relativ stark in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist, ist mit einem maximalen Abzug von 25 % vom Tabellenlohn Rechnung zu tragen. Das Invalideneinkommen der Beschwerdeführerin beläuft sich somit auf 75 % des Valideneinkommens, womit sich eine Einkommenseinbusse von 25 % und ein Invaliditätsgrad in der selben Höhe ergibt.
4.4 Zu prüfen bleibt, wie die Beschwerdeführerin in der Führung des Haushalts eingeschränkt ist. Diesbezüglich führte die Beschwerdegegnerin am 9. November 2009 eine Haushaltsabklärung durch. Sie stellte dabei unter Berücksichtigung der gestellten Diagnosen, der von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden und Behinderungen sowie der Familiengrösse, Wohnverhältnisse, technischen Einrichtungen und der örtlichen Lage eine Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushaltbereich von 13,6 % fest (Urk. 9/24). Der von der Beschwerdegegnerin verfasste Bericht setzt sich eingehend mit den einzelnen Haushaltsbereichen sowie deren prozentualen Gewichtung auseinander und umschreibt die zu verrichtenden Tätigkeiten sowie die an Ort und Stelle festgestellte Einschränkung in diesen Bereichen unter Berücksichtigung der Mithilfe der im Haushalt wohnenden Familienmitglieder. Der Bericht erweist sich als nachvollziehbar und enthält insbesondere keine klar feststellbaren Fehleinschätzungen, womit er den an ihn gestellten Anforderungen entspricht und - was den Aufgabenbereich der Beschwerdeführerin betrifft - darauf abgestellt werden kann. Somit ist für den Haushaltsbereich von einer Einschränkung von 13,6 % auszugehen.
4.5 Bei Anwendung der gemischten Methode setzt sich der massgebende Invaliditätsgrad zusammen aus der Einschränkung des Anteils als Erwerbstätige von 12,5 % (0.5 x 25 %) und der Einschränkung des Anteils als Hausfrau von 6,8 % (0.5 x 13,6 %), was einen Invaliditätsgrad von 19,3 % (12,5 % + 6,8 %) ergibt. Damit hat die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Invalidenrente.
5.
5.1 Gemäss Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG haben arbeitsunfähige (Art. 6 ATSG) Versicherte, welche eingliederungsfähig sind, Anspruch auf aktive Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes. Die Bestimmung verlangt neu keinen Kausalzusammenhang zwischen dem Gesundheitsschaden und der Notwendigkeit der Arbeitsvermittlung mehr, sondern Arbeitsvermittlung ist schon dann zu gewähren, wenn Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 6 ATSG und subjektive und objektive Eingliederungsfähigkeit vorliegen (vgl. dazu SVR 2006 IV Nr. 45 S. 164 Erw. 4.1.1 mit dem Kreisschreiben über die Eingliederungsmassnahmen beruflicher Art [KSBE], gültig ab 1. Januar 2010, Rz 5005 sowie der Botschaft zur 5. IV-Revision, BBI 2005 4565). Ein Mindestinvaliditätsgrad ist keine Anspruchsvoraussetzung. Die Beschwerdeführerin kann ihre angestammte Tätigkeit nicht mehr ausüben und ist auch in der Ausübung einer anderen Tätigkeit eingeschränkt. Da keine Anzeichen bestehen, welche an der subjektiven oder objektiven Eingliederungsfähigkeit der Beschwerdeführerin zweifeln liessen, hat sie Anspruch auf Arbeitsvermittlung im Sinne von Art. 18 IVG.
5.2 Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer Anspruch auf berufliche Massnahmen im Sinne von Arbeitsvermittlung. Die Beschwerde erweist dich demzufolge in diesem Punkt als begründet.
6. Zusammenfassend hat die Beschwerdeführerin bei einen Invaliditätsgrad von 19,3 % keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Hingegen ist ihr Arbeitsvermittlung im Sinne von Art. 18 Abs. 1 lit. a IVG zu gewähren. Die Beschwerde gegen die Verfügung vom 7. April 2010 (Urk. 2/1; Rentenanspruch) ist somit abzuweisen und diejenigen gegen die Verfügung vom 8. April 2010 (Urk. 2/2, Arbeitsvermittlung) gutzuheissen.
7.
7.1 Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 800.-- festzusetzen. Nachdem die Beschwerdeführerin nur im Eventualstandpunkt obsiegt, sind ihr die Gerichtskosten zu drei Vierteln und der Beschwerdegegnerin zu einem Viertel aufzuerlegen. Der Kostenanteil der Beschwerdeführerin ist aufgrund der ihr mit Verfügung vom 22. Juni 2010 (Urk. 13) gewährten unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
7.2 Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (GSVGer) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3 GSVGer). Da die Beschwerdeführerin teilweise obsiegt hat, hat sie Anspruch auf eine reduzierte Prozessentschädigung von der Beschwerdegegnerin. Nach Einsicht in die Honorarnote der unentgeltlichen Rechtsvertreterin vom 10. Dezember 2010 (Urk. 20) ist diese auf Fr. 644.50 festzusetzen. Zudem ist die unentgeltliche Rechtsvertreterin mit Fr. 1'933.60 aus der Gerichtskasse zu entschädigen.