# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a7655626-6af4-45e0-96b2-ec9a6709968b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1971 geborene
X._
ist Mutter von drei Kindern (Jahrgänge
1994, 1996 und 2002; Urk. 6/1
) und war von
2006
bis
2007
als
Verkäuferin
tätig
(Urk. 6/9)
. Am
1
7.
September 2007
meldete sie sich unter Hinweis auf
Rückenbe
schwerden und eine psychische
Störung
bei der Invalidenversicher
ung zum Leis
tungsbezug an (Urk. 6/4
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen
und
liess die Versi
cherte insbesondere
psychiatrisch begutachten (Expertise vom 5. August 2008
; Urk.
6/23). M
it Verfügungen vom 11. Mai 2009 (Urk. 6/45)
sprach sie der Versi
cherten
eine
befristete ganze
Rente vom 1. September 2007 bis 31. Oktober 20
08 und eine unbefristete halbe Rente ab 1.
November 20
08 bei
einem
Invaliditäts
g
rad von 52
%
zu (v
gl. Urk.
6/40
).
1.2
Nach Eingang des am 2
3.
Dezember 2010 ausgefüllten Revisionsfragebogens (Urk. 6/47) holte die IV-Stelle unter anderem ein
bidisziplinäres
Gutachten ein (Urk. 6/64/2-33;
Urk. 6/67/1-10). Am 1
6.
Dezember 2011 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, ihr Rentenanspruch sei unverändert (
IV-Grad 52
%
;
Urk. 6/72).
1.3
Nach
Eingang des
am 1
4.
Februar 2017 ausgefüllte
n
Revisionsfragebogen
s
(Urk. 6/81
/1-3
)
und medizinischen und beruflichen Abklärungen
holte
die
IV-Stelle ein
bidisziplinäres
Gutachte
n ein, welches am
5.
Dezember 2017 erstattet wurde (Urk. 6/98
/1-39
). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 6/
104-106)
hob die IV-Stelle
m
it Verfügung vo
m 16.
April 2018 (Urk. 6/109
= Urk. 2
) die bisherige
halbe
Rente auf Ende des folgenden Monats nach Zustel
lung der Verfügung auf.
2.
Die Versicherte erhob am
17.
Mai 2018
Beschwerde gegen die Verfügung vom
1
6.
April 2018
(
Urk.
2) und beantragte
deren Aufhebung und Weiterausrichtung der halben Rente, eventuell ei
ner
Viertelsrente
. S
ubeventuell
sei die Sache zu weiteren medizinischen
Abklärungen
an die Beschwerdegegnerin
zurückzuwei
sen.
Mit Vernehmlassung vom
2
8.
Juni 2018 (Urk. 5
) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde
. Am 2
3.
Juli 2018 erstattete die B
eschwerdeführerin
die Replik (Urk. 8).
Mit Schreiben vom
27. August 2018 (Urk.
10
) verzichtete die Beschwerdegegnerin auf
das Einreichen einer
Duplik, was de
r
Beschwerdeführe
r
in
am
3
1.
August
2018 zur Kenntnis gebracht w
urde (Urk. 1
1
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel
che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Da
bei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (Art. 49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Re
visionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit
. f
der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV)
auf dem Weg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauffolgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachver
halt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
1.5
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene leistungseinstellende Ver
fügung vom 1
6.
April 2018 (
Urk.
2) damit, dass
sich d
ie wirtschaftlichen Verhält
nisse geändert
hätten. D
as erhöhte Einkommen bilde ein Revisionsgrund
(S. 1)
.
Es bestehe auch aus körperlicher Sicht ein Revisionsgrund.
Die durchgeführte Be
gutachtung habe ergeben, dass sich aus orthopäd
ischer
Sicht die
Halswirbelsäu
lenb
eschwerden leicht erhöht hätten und aufgrund dieser Beeinträchtigung
in der aktuellen Tätigkeit
als Kassiererin eine 20%ige Leistungseinschränkung bestehe. In angepassten Tätigkeiten
bestehe allerdings eine 100
%
ige Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatrischer
Sicht bestehe seit 2011 keine Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit
mehr. Eine 50%ige
Arbeitsunfähigkeit aufgrund von psychischen Beschwerden könne nicht nachvollzogen werden
.
Während der psychiatrischen Begutachtung habe
sich eine d
emonstrative Symptompräsentation
gezeigt. Zudem habe es wi
dersprüchliche Aussagen gegeben
(S. 2)
. Die
Kopfwehproblematik
sei
berücksich
tigt
worden
(S. 3)
.
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (
Urk.
1),
au
s psych
iatrischer
Sicht habe sich
der Gesundheitszustand seit der letzten Revi
sion
nicht
verändert. Der Gutachter komme lediglich zu einer anderen Einschät
zung bezüglich dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit.
In orthopädischer Hinsicht
sei eine
Verschlechterung
eingetreten
.
Ein
Revisionsgrund für eine Ren
tenaufhebung
sei damit nicht
gegeben
(
Rz
12)
. Auch in erwerblicher Hinsicht
sei kein Revisionsgrund gegeben (
Rz
13)
.
Die
Schwankungen der
Invaliditätsgrade
seien auf
die geringfügigen
Fluktuationen beim Einkommen zurückzuführen
. Die Beschwerdeführerin habe von ihrer Arbe
itgeberin unregelmässig einmalige Bo
nuszahlungen erhalten
. Es könne nicht von einem festen Lohnbestandteil ausge
gangen werden (
Rz
14).
Aus näher dargelegten Gründen (vgl.
Rz
19 ff.) könne das psychiatrische Teilgutachten nicht als beweistauglich angesehen werden (
Rz
24).
Mit
Replik vom 23.
Juli 2018 (
Urk.
8) führte die Beschwerdeführerin aus, e
s liege kein erheblich veränderter
Gesundheitszustand
vor,
die orthopädische
Ver
schlechterung sei auch nicht erheblich, da bereits im vormaligen Verfahren an der gleichen Stelle an der
Halswirbelsäule
krankhafte Befunde erhoben worden seien
(S. 1 f.)
. Auch
aus
erwerblicher Sicht
liege
kein Revisionsgrund
vor
, da 2016 wieder ein IV-Grad von 53
%
bestanden habe, was die
Beschwerdegegnerin
un
terlassen habe, aufgrund eines
Einkommensv
ergleichs zu berechnen
(S. 2)
. Ein Prozentvergleich, wie es die
Beschwerdegegnerin
nach Durchführung eines
Ein
kommensvergleichs
für die Jahre 2014 und 2015 vornehmen wolle, könne nicht vorgenommen werden
(S. 3)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin die bisher ausgerichtete halbe Rente der Beschwerdeführerin
zu Recht aufgehoben hat.
3.
Den rentenzusprechenden Verfügungen vom 1
1.
Mai 2009 (
Urk.
6/45) lag im We
sentlichen das Gutachten von
Dr.
Y._
, Facharzt für Psychiatrie
,
und Psychotherapie,
Klinik
Z._
,
vom
5.
August 2008 (Urk. 6/23
) zugrunde, worin folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt wurden (S
. 6
Ziff.
5
.1
):
-
r
ezidivierende depressive Stö
rung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.11)
-
Verdacht auf gene
ralisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)
Ohne Einfluss auf
die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
Y._
einen Status nach einer
posttraumat
ischen
Belastungsstörung
(ICD-10 F3
4;
S
. 6 Ziff. 5.2
).
Die
Beschwerdeführerin habe
am
1.
August
2002 einen Überfall al
s Tankstellen- Verkäuferin erlebt
,
was sehr glaubhaft eine posttraumatische Belastungsstörung ausgelöst
habe
. Die
Beschwerdeführerin habe
aber damals offensichtlich über ent
sprechende Ressourcen
verfügt
und trotz längeren Flashbackph
ä
nomenen
habe
sie ihre Arbeit fortgesetzt (was übrigens die beste Therapie der posttraumatischen Belastungsstörung
sei
beziehungsweise
wiederholte Expositionen). Erst im Rah
men der
mehrfachen Belastungen (Arbeit,
Haushalt, Eheprobleme, Familienprob
l
eme, drei Kinder etc.)
,
aber auch im Rahmen der eigenen abhängigen und ängst
lichen
Persönlichkeitszüge
sei
es seit Anfang 2006 zu zunehmender psychophy
sischer Erschöpfung
gekommen
und anschliessend im September 2006 zur ersten depressiven D
e
kompensation. Falls die Burnout-Diagnose nicht nur für die Spit
zenpolitiker und Spitzenmanager reserviert
sei, könne
man im Falle von
der Be
schwerdeführerin
über eine jahrelange Flucht in die Leistungen und anschlies
send effektiv eine Burnout-Entwicklung sprechen. Deswegen
könne
man die de
pressive Störung der
Beschwerdeführerin einerseits als eine «
Erschöpfungsdepres
sion
»
und andererseits
als
Depression im Rahmen der Anpassungsproblematik betrachten. In der Zwischenzeit
habe
die
Beschwerdeführerin
mehrere Depressi
onsphasen durchgemacht, so dass man im diagnostischen Sinne nach ICD-10 über eine rezidivierende depressive Störung sprechen
könne
. Während
der
Unter
suchung vom 23.
Juli
2008
habe
die
Beschwerdeführerin
in psychopathologischer Hinsicht leichte Konzentrati
onsstörungen,
leichte bis mitt
elschwere formale Denkstörungen, Deprimiertheit,
Ängste
,
leichte Antriebsstörungen und
eine
ver
minderte Psychomotorik auf
gewiesen
. Die oben beschriebenen psychopathologi
schen Merkmale
,
ergänzend mit den anamnestischen Angaben
,
erfüll
t
en die Kri
terien einer mittelgradigen depressiven Episode mit somatischen Symptomen. Die
Beschwerdeführerin
leide weiterhin
unter
Sorgen über zukünftiges Unglück, Ner
vosität, motoris
c
he Spannungen (Spannungskopfschmerz, Zittern, Unfähigkeit sich zu entspannen) so
wie
an
vegetative
r
Ü
bererregbarkeit (Schwitzen, Schwin
delgefühle)
,
und diese Symptome
seien
einerseits der ängstlich-abhängigen Per
sönlichkeit, aber grösstenteils im Rahmen einer generalisierten Angststörung an
zunehmen
.
Die generalisierte Angststörung
entwickle
sich meistens bei Persön
lichkeiten mit vermehrten ängstlichen Zügen
,
Menschen mit Abgrenzungsprob
l
ematik und leistungsorientierte Menschen, welche über Jahre psy
c
hischen und emotionalen Belastungen ausgesetzt
gewesen seien
. Dies
treffe
bei der
Beschwer
deführerin
zu, so dass sowohl psychodynamisch als auch aufgrund der vorhan
denen Symptome die Kriterien einer generalisierten Angststörung erfüllt
seien
(S. 6 f.
Ziff.
6).
Die posttraumatische Belastungsstörung habe sich bei der Beschwerdeführerin weitgehend zurückgebildet und sei für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht mehr relevant. Die mittelgradige
depressive Episode sowie die generalisierte Angststörung schränk
t
en die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin
ganz plau
sibel seit de
m 2
0.
September
2006 ein. Die depressive Störung ha
be
bekanntlich einen phasenförmigen Verlauf und deswegen
sei
es nicht möglich, den genauen Grad der Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht seit dem 20.
September
2006 zu beurteilen. Man
könne
aber bis zum Untersuchungstag von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgehen. Die gegenwärtig vorhandenen psycho
patho
l
ogis
c
hen Merkmale schränk
t
en die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführe
rin
um 50
% ein. Es
sei
gleichzeitig zu erwähnen
,
dass die
Beschwerdeführerin
für die Arbeit als Kassiererin an der Tank
stelle sicherlich weiterhin
zu
100
%
ar
beitsunfähig sein würde. Sie habe aber die Arbeitsstelle bereits gekündigt, so
dass man über eine 50%
ige Arbeitsfähigkeit a
l
s Verkäuferin an
einem anderen Ar
beitsplatz sprechen könne
(S.
7
Ziff. 6)
.
4.
4.1
Im Rahmen der
ersten amtlichen Rentenrevision holte die Beschwerdegegnerin
im Wesentlichen das folgende Gutachten
ein:
4.2
Dr.
A._
, Fachärztin für
Allgemeine
In
nere Medizin und
für Rheumatologie, erstattete am 1
6.
September 2011 (Urk.
6/64/2-33
)
im Rahmen einer
bidisziplinären
Begutachtung der Beschwerde
führerin das rheumatologische Teilgutachten. Die Untersuchung erfolgte am
2
9.
August 2011
(S. 1).
Dr.
A._
stellte keine
Diagnosen mit Auswirkung auf
die Arbeitsfähigkeit (S. 27 Ziff. 7.1). Als
Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte sie
einen Ni
kotin-Abusus und ausgedehnte chron
ische
Schmerzen
(S. 27 Ziff. 7.2)
.
In der klinischen Untersuchung seien ein leichter Beckentiefstand links von etwa einem Zentimeter ohne Hinke mit einer leichten Skoliose und eine leicht eingeschränkte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule in der Lateralflexion beid
seits die wesentlichsten Befunde. Bildgebend seien im September 2011 leichte degenerative Veränderungen der
Halswirbelsäule
mit einer leichte
n
medianen
Diskusprotrusion
C5/
C6 ohne Nervenkontakt die wesentlichsten Befunde
(S. 28 Ziff. 8)
.
In der angestammten Tätigkeit sei die Beschwerdeführerin vollständig arbeitsfä
hig (S. 29 Ziff. 9.1). Aus rheumatologischer Sicht sei sie nie langfristig arbeitsun
fähig gewesen (S. 29 Ziff. 9.2). Auch in einer angepassten Tätigkeit sei die Be
schwerdeführerin vollständig arbeitsfähig (S. 29 Ziff. 9.3).
4.
3
Dr.
Y._
erstattete am 1
9.
Oktober 2011 (
Urk.
6/67/1-
10
)
das psychiatrische Teilgutachten mit interdisziplinärer Zusammenfassung
.
Er nannte folgende
Diag
nosen mit
Auswirkung
auf
die Arbeitsfähigkeit (S. 7 Ziff. 5.1)
:
-
rezidivierende depressive Störung,
gegenwärtig
mittelgradig
e Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.11)
-
generalisierte Angststö
rung (ICD-10 F41.1)
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er
eine posttrau
matische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1), gegenwärtig weitgehend remittiert
(S. 7
Ziff.
5.2)
.
Seit
der
Begutachtung im Juli
20
08 habe sich der
psychische
Zustand aufgrund der anamnestischen Angaben nicht anhaltend verändert.
Anlässlich
der
Explora
tion vom
27. September
2011
habe
die
Beschwerdeführerin
die Symptome einer mittelgradigen depressiven Episode sowie einer generalisierten Angststörung auf
gewiesen
, weshalb ihr weiterhin aufgrund der Einschränkungen der psychokog
nitiven Funktionen (Konzentrationsfähigkeit, Gedankenfluss, psychische Belast
barkeit, geistige Flexibilität, Antrieb, Psychomotorik
und Ausdauer) weiterhin eine 50%
ige Arbeitsunfähigkeit attestiert werden
könne
.
Die Beschwerdeführerin
habe
weiterhin über posttraumatische Ängstlichkeit im Dunkeln verbunden mit Erinnerungen an einen schwarzgekleideten Mann
berichtet
, was auf
eine
durch
gemachte posttraumatis
c
he Belastungsstörung hindeute
,
die allerdings gegen
wärtig weitgehend als remittiert zu betrachten
sei
und keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin
habe
. Zusammenfassend
könne
man bei der
Beschwerdeführerin
aufgrund der anamnestischen Angaben, vorhanden
en
Akten und den gegenwärtig vorhandenen objektiven psychiatrischen Befunden keine nachhaltige Veränderung des psychischen Zustandes seit Juli 2008 feststel
len, weshalb ihr weiterhin aus psychiatrischer Sicht eine 50%ige Arbeitsunfähig
keit zu attestieren
sei (S. 7 Ziff. 6)
.
Mit
einer
weitere
n
Verbesserung sei nicht zu rechnen
(S. 8 Ziff. 8.3)
.
4
.4
Dr.
A._
und
Dr.
Y._
gaben in der interdisziplinären Zusammenfassung
(Urk.
6/67/9-10)
an, für die bisherige Tätigkeit könne eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
attestiert werden
(Ziff. 9.2.1
).
Für andere adaptierte Tätigkeiten bestehe
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (Ziff. 9.2.3). Die Beschwerdeführerin sei
bei der verblei
benden 50%ige
n
Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten mit sehr hohen Anforderungen an die Konzentration, sehr hohen Anforderungen an die geistige Flexibilität und psychische Belastbarkeit sowie Nachtarbeit nicht geeignet. Aus rheumatologi
scher Sicht besteh
e
kein Bedarf nach adaptierten Tätigkeiten
(Ziff. 9.2.4)
.
Die Be
schwerdeführerin fühle sich voll arbeitsunfähig (S. 10 Ziff. 9.5).
4.
5
Dr.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD), führ
te in seiner Stellungnahme vom
9.
November 2011
(Urk
. 6/68/4
) aus
, die 50%ige Restarbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tä
tigkeit bei einer «Tintenpatronen-Tankstelle» und für jede ähnlich gut angepasste Tätigkeit könne als gegeben angesehen werden.
5.
5.1
Im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung vom
1
6.
April 2018
(
Urk.
2) lagen im Wesentlichen die folgenden Berichte vor:
5.
2
Dr.
C._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
,
führte mit undatiertem Bericht (Urk. 6/85; eingegangen bei der Beschwerdegegnerin am 12. April 2017, vgl. Aktenverzeichnis) aus, er behandle die Beschwerdeführerin
, die seit 2012 zu 50
%
als Kassiererin bei der Genossenschaft
D._
arbeite (
Ziff.
1.4, vgl.
Urk.
6/81-82),
seit März 2013
(
Ziff.
1.2),
und
nannte folgende
Di
agnosen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1)
:
-
p
osttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F
43.1
)
-
rezidivierende depressive Störung, mittelgradig
e Episode (ICD-10 F33.11)
mit somatischem Syndrom i
m
Rahmen eines Status nach gewalttätigem Überfall von 2002
-
generalisierte Angststörung
(ICD-10 F33.11)
A
lle Diagnosen best
ünden
seit 2002 nach gewalttätigen Überfall
(Ziff. 1.1)
.
Als Verkäuferin bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6). Aufgrund von
s
chwere
n
Konzentrationseinbussen
(andernorts beschrieb er allerdings ein ledig
lich mittelgradig eingeschränktes Konzentrationsvermögen, S. 5)
,
Intrusionen, Flashbacks,
Hyperaro
u
sal
, rasche
r
Ermüdbarkeit und vermehrte
m
Erholungsbe
darf, reduzierte
r
psychophysische
r
Ausdauer, sehr niedrige
r
psychophysische
r
Stresstoleranz, stark reduzierte
r
geistliche
r
Flexibilität, phasenweise
n
Antriebs
störungen, Schwindel
und
Ohnmachtsanfälle
n bestehe eine reduzierte Arbeitsfä
higkeit in leidensangepasster Tätigkeit von 50 % (Ziff. 1.7).
5.
3
Dr.
E._
, Facharzt für
Chirurgie
, nannte mit Bericht vom 30. November 2017 (
Urk.
6/105/6-8) folgende Diagnosen (S. 1)
:
-
cervicocephale
s
Syndrom mit Begleitschwindel
-
cervicale
Mig
räne
-
lumbovertebrales
Syndrom
-
de
pressive Entwicklung
-
Vitamin D
-
Ma
ngel
Der
Hauptbefund
stelle eine seit Jahren bestehende
Migräne
dar
.
Seit drei bis vier Jahren komme es drei Mal pro Woche zu Kopfschmerzen.
Neurologisch seien
die
Befunde unauffällig
. Es sei eine neurologische Abklärungsuntersuchung mit MRI der Halswirbelsäule vom 1
2.
Oktober 2017 durchgeführt worden (S. 1).
Bei der Beschwerdeführerin bestehe eine verminderte Belastbarkeit des
Achsen
organs
. F
ür alle Tätigkeiten mit schwerem Heben oder Tragen von Lasten sowie in
wirbelsäulen
-belastenden Tätigkeiten und in Zwangshaltung, für langandau
erndes reines Stehen
,
insbesondere in vorübergeneigter Körperhaltung, für alle Tätigkeiten mit repetitiven Rumpf- oder HWS
rotierenden Stereotypien sowie Ar
beiten überwiegend im Überkopfbereich,
sei die Beschwerdeführerin
auf Grund der medizinischen Diagnose
nicht geeignet. Zumutbar ersch
i
e
nen körperlich leichte Tätigkeiten in
wirbelsäulen
-adaptierten Wechselpositionen mit der Mög
lichkeit zum Wechseln zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, insbesondere kein Heben von schweren Lasten, nicht mehr als 5 kg
(S. 2). In einer solchen der Be
hinderung angepassten Tätigkeit würde die Beschwerdeführerin aus somatischer Sicht
50 % arbeitsfähig
sein. Die Arbeitsfähigkeit werde auch durch die Migräne
attacken mit zwei bis drei Attacken pro Woche bestimmt, aufgrund dieser Mig
räneattacken sei die Beschwerdeführerin in ihrer Tätigkeit höchstens 50 % ar
beitsfähig (S. 3).
5.4
5.4
.1
Am
5.
Dezember 2017 erstatteten
Dr.
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
und
Dr.
G._
, Facharzt für
Orthopä
dische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
H._
,
ein
b
idisziplinäres
Gutachten
(
Urk.
6/98
)
und stellten folgende Di
agnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 36):
-
Funktionsstörungen der Halswirbelsäule ohne Nervenwurzelreizerschei
nungen bei kernspintomographisch nachgewiesener Diskushernie C5/6 rechts
Folgende Diagnosen hätten keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 36):
-
Funktionseinschränkung der rechten Schulter bei Ansatzreizung der Schulterdrehmanschette rechts
-
Neigung zu Lendenwirbelsäulenbeschwerden ohne bedeutsame Funkti
onseinschränkungen
-
beginnende Aufbrauchveränderungen am rechten Kniescheiben-Ober
schenkelgleitlager
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig weitgehend remittierte leichtgradige depressive Episode (ICD-10 F33.0)
5.4.2
Aus dem Teilgutachten von
Dr.
G._
geht hervor, dass am 1
2.
Oktober 2017 eine Kernspintomographie der Halswirbelsäule erfolg
te.
Diese zeige eine höhen
geminderte Bandscheibe HWK 5/6 mit Diskushernie und Wurzeltangierung C6 (S. 5).
Dr.
G._
führte aus, d
ie Untersuchung
habe
sich wegen der ausgepräg
ten dargebotenen Beschwerdesymptomatik hinsichtlich der Bewegungsprüfungen erschwert
gestaltet
. Insbesondere
sei
zunächst eine Bewegungsprüfung der Hals
wirbelsäule kaum möglich
gewesen
bei massiver aktiver Gegeninnervation. Bei mehrfacher vorsichtiger Wiederholung
habe
aber letztlich doch e
in
e gute Beweg
lichkeit der Halswirbelsäule festgestellt werden
können
, wobei lediglich die Seit
neigung nach rechts gering defizitär
gewesen sei
. Eine in den rechten Arm aus
strahlende Beschwerdesymptomatik
habe
, auch bei forcierter Rückneigung nach rechts, nicht provozier
t werden können
. Sensomotorische Defizite im Bereich der rechten oberen Extremität bei im Oktober 2017 nachgewiesener D
iskushern
ie in Höhe
Halswirbelkörper
5/6
seien nicht gefunden worden
. Auch
sei
die Bemuske
lung der rechten oberen Extremität identisch mit derjenigen der linken Seite
ge
wesen
. Das Reflexverhalten
sei
seitengleich
gewesen.
Sensibilitätsstörungen
hät
ten
nicht vor
gelegen
,
so dass der kernspintomographisch nachgewiesenen Dis
kushernie bei
Halswirbelkörper
5/6 rechts keine wesentliche klinische Bedeutung zukomme. Allerdings sei angesichts des Wurzelkontaktes der Hernie eine allfäl
lige Schmerzausstrahlung bei Zwangshaltungen der Halswirbelsäule denkbar.
Es
sei
darauf hinzuweisen, dass der Muskeltonus im Schulter-/Nackenbereich in kei
ner Weise erhöht
gewesen sei (S. 11
Ziff. 5.1
)
.
A
m rechten Schultergelenk handle
es sich mit Wahrscheinlichkeit um eine An
satzreizung der dort inserierenden Schul
terdrehmanschette, was dauerhaft Über
kopfarbeiten erschwere
, wobei aber die Beweglichkeit des rechten Schultergelen
kes heute nicht eingeschränkt
gewesen sei
. Von Seiten der unteren Lendenwir
belsäule
sei
keine Bewegungseinschränkung und auch keine Muskelspannungs
erhöhung
gesehen worden
. Nervenwurzelreizerscheinungen
hätten
an den unte
ren Extremitäten nicht provozier
t werden können
. Die Beweglichkeit
sei
lumbal nicht eingeschränkt
gewesen
, auch die segmentale lumbale Entfaltung
sei
mit einem gemessenen Ott-Zeichen von 30/34 und Schober-Zeichen 10/15 normal
wertig
gewesen
. Dies pass
e
auch zu den Befunden im Arztbrief
von
Dr.
E._
,
der röntgenologisch eine Lendenwirbelsäule ohne degenerative Veränderungen
gesehen habe
. Von Seiten des rechten Kniegelenkes
hätten
die subjektiv
g
eklagten Beschwerden nicht
zugeordnet werden können
. Das Kniegelenk
sei
blande, reiz
los, ohne Ergussbildung, frei beweglich und ohne erkennbare Funktionsein
schränkungen
gewesen.
Etwaige Beschwerden beim Treppensteigen
seien
mit der im MRT des rechten Kniegelenkes von 2011 durch initiale
femoropatelläre
Auf
brauchveränderungen erklärbar
(S. 11 f. Ziff. 5.1
)
.
Angesichts der in der Bildgebung objektivierten degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule mit Diskushe
rn
ie
Halswirbelkörper
5/6 nach rechts mit Wur
zeli
rri
tation und geringer Seitneigeeinschränkung nach rechts
seien
dauernde Zwangshaltungen
für
die Halswirbelsäule sicherlich nicht möglich, ebenso nicht Tätigkeiten, die eine häufige Überkopfarbeit fordern oder Zwangshaltungen der
Halswirbelsäule
nach sich ziehen
würden
(S. 12 Ziff. 5.2)
.
Die Beschwerdeführerin habe
angesichts der kern
spintomographisch nachgewie
senen degenerativen Veränderungen, insbesondere im Bereich der unteren Hals
wirbelsäule,
sicherlich Belastungseinschränkungen hinzunehmen
. Das Ausmass der Beschwerdesymptomatik korrelier
e
jedoch nicht mit den heute erhobenen Be
funden. So
w
äre
bei den subjektiv massiv
g
eklagten Beschwerden doch zumindest eine Tonuserh
öhung der Schulter-/Nackenmuskul
atur zu erwarten gewesen, was aber nicht der Fall
gewesen
sei
. Auch liessen sich keine typischen Nervenwurzel
reizerscheinungen oder gar sensomotorische Defizite feststellen, die als Korrelat zum MRT Befund herhalten könnten. Die angegebene erhebliche Gebrauchsmin
derung der rechten oberen Extremität und die
g
eklagten Schultergelenkbeschwer
den stimm
t
en auch nicht mit der rechts vermehrten Bemuskelung überein. Sollte wirklich im Alltag eine Minderbelastung des rechten Armes vorliegen, so hätte dies zwingend eine
Minderbemuskelung
rechts zur Folge. Insofern
bestünden
ge
wisse Inkonsistenzen hinsichtlich der dargebotenen Beschwerdesymptomatik. Im Besonderen
sei
der rechte Arm beim An- und Auskleiden ohne Schonha
ltung auch über Kopf eingesetzt worden (S. 12
Ziff. 5.3
).
Die heute erhobenen Befunde stimm
t
en im Wesentlichen mit den
in den Akten
notierten Bef
u
ndungen überein.
Allerdings könne der Einschätzung des aktuell behande
lnden Wirbelsäulenchirurgen Dr.
E._
in seinem Bericht vom 28.
März 2017 nicht gefolgt werden.
Er attestier
e
der
Beschwerdeführerin
ledig
lich eine Einsetzbarkeit von 50
% in angepasster Tätigkeit, ohne dass dies durch entsprechende klinisch relevante Befunde plausibel begründet
werde
. Angesichts der heute erhobenen Befunde ohne sensomotorische Defizite bei sehr guter Mo
bilität der Hals- und
Lendenwirbelsäule komme die aktuelle Tätigkeit als Kassie
rerin einer leidensangepassten Tätigkeit aus fachorthopädischer Sicht sehr nahe
(S. 13 Ziff. 5.4)
.
Die Arbeitsfähigkeit in der
angestammte
n
Tätigkeit
werde
mit 80
%
beurteilt
, dies seit 1
2.
Oktober 20
17 und wegen der Progredienz der cervikalen Beschwerden und Nachweis der wurzelbedrängenden Hernie C5/
6.
Bis zu diesem Datum habe die Arbeitsfähigkeit 100 % betragen (S. 13 Ziff. 6.1).
In angepasster Tätigkeit
be
trage die Arbeitsfähigkeit
100
%
(S. 13 Ziff. 6.2)
.
5.4.3
Dr.
F._
hielt in seinem
psychiatrischen
Teilgutachten fest,
die Beschwerdefüh
rerin reklamiere
Ängste, dass Familienangehörigen etwas zustossen könne, inter
mittierende Angst, wenn sie im Dunkeln unterwegs sei und Personen auf sie zu
kämen. Ihre Stimmung beschreib
e sie als überwiegend «
normal
»
. Wenn sie sich unter D
ru
ck gesetzt fühle
, reagiere sie mit Anspannung, «
Nervosität
»
und Unruhe, sei dann herabgestimmt mit einem erhöhten Angstniveau. Ansonsten reklamier
e
die
Beschwerdeführerin
häufig (mehrmals wöchentlich) vorhandene Schmerzen im HWS-Bereich inklusive Kopfschmerzen, Schulterschmerzen sowie Schmerzen im Lendenwirbelsäulenbereich, welche
belastungsabhängig seien
(S. 30 Ziff. 5.2)
.
Der
hier AMDP-konform erhobene psychiatrische Untersuchungsbefund
sei
bis auf eine von der Beschwerdeführerin intermittierend, besonders initial demons
trierte Herabgestimmtheit, eine demonstrierte intermittierende Antriebsminde
rung sowie während des Subtraktionstestes
demonstrierte Konzentrationsverm
in
derung
bezogen auf die objektiven Kriterien regelrecht. So
sei
die Beschwerde
führerin überwiegend affektiv adäquat, gut auslenkbar. In der Gegenübertragung
sei
keine namhafte psychische Beeinträchtigung aufspürbar
(S. 30 f. Ziff. 5.2)
.
Insbesondere
seien
die Achsensymptome einer depressiven Störung (tiefe Trau
rigkeit, Interessenverlust, Antriebsminderung) nicht evident. Anhaltspunkte für eine Schmerzverarbeitungsstörung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung oder einer chronischen Schmerzstörung mit psychischen und so
matischen Faktoren erg
ä
ben sich vor dem Hintergrund des Fehlens einer klinisch nachvollziehbaren Schmerzbeeinträchtigung und der nicht vorhandenen Evidenz eines ungelösten/fehlverarbeiteten seelischen Konfliktes nicht
(S. 31 Ziff. 5.2)
.
Zusammenfassend
lasse
sich somit nach Würdigung der anamnest
i
schen Anga
ben der Beschwerdeführerin und der
hier erhobenen Untersuchungsbefu
nde nur noch eine
subsyndromale
psychische Beeinträchtigung bei einer anamnestisch gerichteten guten Alltagsselbstständigkeit und einem ausreichend strukturierten Tagesablauf
und eine
r
50%igen Erwerbstätigkeit objektivieren
(S. 31 Ziff. 5.2)
.
Zusammenfassend
sei
bei der Beschwerdeführerin nach dem Überfallereignis im Jahre 2002 von einer psychischen Reaktionsbildung im Sinne einer leichten de
pressiven Episode mit im Vordergrund stehenden Angstsymptomen auszuge
h
en. Vorübergehend seien auch Albträume aufgetreten. Die Symptome einer posttrau
matischen Belastungsstörung (
Hyperarousal
, allgemeines Misstrauen gegenüber anderen Menschen, Vermeidungsverhalten, F
l
ashbacks)
seien
weder retrospektiv noch aktuell evident
.
Anamnestisch
ergebe
sich, dass die Beschwerdeführerin nach dem Überfallereignis
zirka
vier Jahre ihre Erwerbstätigkeit fortzusetzen in der Lage
gewesen sei
. Namhafte Einschränkungen im Bereich der Alltagsbewäl
tigung w
ü
rden von ihr nicht erwähnt. Für die Jahre 2006/2007 berichte sie eine Zunahme der psychischen Beeinträchtigung mit
innerer Unruhe, Anspannung, «
Nervosität
»
sowie Herabgestimmtheit, sei psychiatrisch hospitalisiert gewesen, sodass retrospektiv mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu jener Zeit eine mit
telgradige depressive Episode mit sukzessiver Remission nach dem Austritt aus der stationären Behandlung vorhanden gewesen sein dürfte
(S. 31
Ziff. 5.2
)
.
Im psyc
hiatrischen Gutachten vom
5.
August
2008
werde
entgegen den aktuellen anamnestischen Angaben der Beschwerdeführerin eine Verschlechterung des psy
chischen Zustandes nach dem Austritt aus der Klin
ik
I._
postuliert. Es wü
rden eine rezidivierende depressive Stö
ru
ng mit damals mittelgradiger Episode mit somatischem Syndrom, ein Verdacht auf eine general
isierte Angststörung und ein Status nach
posttraumatischer Belastungsstörung diagnostiziert. Die Ar
beitsfähigkeit
werde
mit 0
%
für
eine Tätigkeit als Textilverkäuferin mit einem Beginn der Arbeitsunfähigkeit ab dem 20.
September
2006 eingeschätzt. Prog
nostisch
werde
eine 50%ige Arbeitsf
ä
higkeit angenommen. Aus Sicht des aktu
ellen Gutachters
sei
unter Zugrundelegung der anamnesti
sch
en Angaben der
Be
schwerdeführerin
und der objektiven Befunde im erwähnten Gutachten
eine mit
telgradige Symptomausprägung der rezidivierenden depressiven Störung
zum Be
gutachtungszeitpunkt nicht nachvollziehbar,
insbesondere
sei
somit die postu
lierte Arbeitsunfähigkeit nicht zu bestätigen
(S. 33 f. Ziff. 5.5)
.
Im Folgegutachten desselben Gutachters vom 1
9.
Oktober
2011 w
ü
rden die glei
chen Diagnosen wie im Vorgutachten postuliert, allerdings
werde
nun eine 50%ige Arbeitsf
ä
higkeit für die bisherige Tätigkeit und eine ebenfalls 50%ige Arbeitsfähigkeit seit September 2006 postuliert. Vor dem Hintergrund der unver
änderten Diagnosen und der im zweiten Gutachten dargelegten Befunde
werde
das Ausmass der psychischen Beeinträchtigung in beiden Gutachten gleich ein
geschätzt. Die Diskrepanzen insbesondere auch in der retrospektiven Bewertung der Arbeitsunfähigkeit
sprächen gegen eine hinreichende Objektivität in der gut
achterlichen Gesamtbewertung
(S. 34 Ziff. 5.5)
.
Im Arztbericht des aktuell behandelnden Psychiaters
Dr.
C._
w
ü
rden als Di
agnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine posttraumatische Belas
tungsstörung, eine rezidivierende depressive Störung mit mittelgradiger Episode und somatischem Syndrom aufgeführt. Es
sei
von einem
Hyperarousal
, Flash
backs und Intrusionen die Rede, welche die
Beschwerdeführerin
aktuell anam
nestisch nicht bestätig
e
. Im Bericht
werde
insgesamt eine massive psychische Be
einträchtigung durch den Autor beschrieben, aus welcher schlussendlich eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit resultieren müsste. Diskrepant dazu
werde
die Ar
beitsfähigkeit der
Beschwerdeführerin
aber auf 50
% eingeschätzt. Insgesamt wi
dersp
re
ch
e
der Bericht auch den aktuellen anamnestischen Angaben der Be
schwerdeführerin und den hier erhobenen Befunden, sodass dessen
Objektivität als sehr eingeschränkt zu bewerten sei
(
S. 34 Ziff. 5.5
)
.
Aktuell
sei
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedingt durch eine psychi
sche Erkrankung mehr feststellbar, sodass die
Beschwerdeführerin
mindestens ab dem Begutachtungszeitpunkt wieder zu 100
%
arbeitsfähig
für
jedwede ihren Fä
higkeiten entsprechende Tätigkeit, zum Beispiel als Kassiererin und Verkaufsmit
arbeiterin,
sei (S. 34
Ziff.
6.1)
.
Psychiatrischerseits
sei
für die Beschwerdeführerin keine spezielle leidensange
passte Tätigkeit notwendig. Somit
gelte
die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
für
die zuletzt ausgeübte Tätigkeit für jedwede andere den Fähigkeiten der Beschwer
deführerin entsprechende Tätigkeit
(S. 35
Ziff.
6.2)
.
Aus psychiatrischer Sicht
habe sich der Gesundheitszustand der Beschwerdefüh
rerin seit der letzten Revision mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht ver
ändert.
Dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit w
ür
den aktuell anders be
urteilt
(S. 35
Ziff.
6.5.1)
.
5.4.4
In der
bidisziplinären
Beurteilung wurde ausgeführt,
o
rthopädischerseits
sei
,
wie ausführlich im Teilgutachten ausgeführt
,
eine
invalidenversicherungs
relevante
Funktionsstörung
der Halswirbelsäule ohne Nerve
nwurzelreizerscheinungen bei kern
spintomographisch nachgewie
sener Diskushern
ie C5/6 rechts erst seit 12.
Oktober
2017 belegbar.
Psychiatrischerseits
bestehe
aktuell lediglich eine
sub
syndromale
psychische Beeinträchtigung ohne Auswirkung auf die
Arbeitsfähig
keit
(S. 36
Ziff.
2.
1
)
.
Betreffend die Konsistenzprüfung wurde ausgeführt, d
as Ausmass der Beschwer
desymptomatik korrelier
e
aus orthopädischer Sicht nicht mit den aktuell erhobe
nen Befunden. So
w
äre
bei den subjektiv massiv
g
eklagten Beschwerden doch zumindest eine Tonuserhöhung der Schulter-/Nackenmuskulatur zu erwarten ge
wesen
, was
aber nicht der Fall
sei
. Auch
hätten
sich keine typischen Nervenwur
zelreizerscheinungen oder gar sensomotorische Defizite feststellen
lassen
, die als Korrelat zum MRT Befund herhalten könnten. Die angegebene erhebliche Ge
brauchsminderung der rechten oberen Extremität und die
g
eklagten Schulterge
lenkbeschwerden stimm
t
en auch nicht mit der rechts vermehrten Bemuskelung überein. Sollte wirklich im Alltag eine Minderbelastung des rechten Armes vor
liegen, so hätte dies zwingend eine
Minderbemuskelung
rechts zur Folge. Insofern best
ünden
gewisse Inkonsistenzen hinsichtlich der dargebotenen Beschwerde
symptomatik. Im Besonderen
sei
der rechte Arm beim An- und Auskleiden ohne Schonhaltung auch über Kopf eingesetzt
worden
(S. 36 f.
Ziff.
2.2)
.
Die
Beschwerdeführerin
zeig
e
aus fachpsychiatrischer Sicht intermittierend eine demonstrative Symptompräsentation, demonstrier
e
so jeweils kur
z
zeitig eine Herabgestimmtheit, eine Minderung des gerichteten motorischen Handlungsan
triebes und während des Subtraktionstests eine Konzentrationsverminderung. Diskrepant dazu verh
alte
sie sich während der Untersuchung überwiegend situa
tionsadäquat,
sei
gut schwingungsfähig und auslenkbar, entwickl
e
zeitweise so
gar einen gewissen Humor, zeig
e
einen adäquaten Antrieb und beantworte Fra
gen gut konzentriert und folgerichtig, bleib
e
bei insistierenden Nachfragen nach dem zeitlichen Verlauf der Beschwerden auffallend vage. Bezüglich der Situation am Arbeitsplatz
sei
sie auch insofern widersprüchlich, dass sie zunächst beton
e
, dass ihr Chef sehr verständnisvoll sei und auf ihr Befinden eingehe, im weiteren Verlauf behaupte sie dann, dass sie am Arbeitsplatz auch unabhängig von ihrer Belastbarkeit teilweise ganztägig eingesetzt werde, man keine Rücksicht auf ihr Befinden diesbezüglich nehme. Weiterhin
habe
sie
geäussert,
im familieneigenen Geschäft im Pensum
von
50
%
gearbeitet zu haben. Im Fragebogen für Arbeitge
bende
seien
allerdings 4
2 Stunden pro Woche deklariert (S. 37
Ziff.
2.2)
.
Eine Änderung hinsichtlich der Einsetzbarkeit
in
der angestammten Tätigkeit ha
be
sich infolge Progredienz der zervikalen Befunde aus orthopädischer Sicht seit dem 1
2.
Oktober
2017 ergeben. Details
seien
dem orthopädischen Gutachten zu entnehmen. Aus psychiatrischer Sicht ha
be
sich der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin
bei kritischer Längsschnittbetrachtung seit der letzten Revi
sion mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht verändert. Dessen Auswirkun
gen auf die Arbeitsfähigkeit w
ü
rden aktuell anders beurteilt
(S. 38 Ziff. 3.1).
5.
5
J._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwer
degegnerin (RAD), führte
mit
Stellungnahme
vom 1
1.
Januar 2018 (
Urk.
6/103/4-6
) aus, das Gutachten sei umfänglich und nachvollziehbar. Aktuell sei von einer insgesamt besseren Leistungsfähigkeit auszugehen, als in der letzten Rentenrevi
sion von November 2011, wobei sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin seitdem nicht wesentlich verändert habe, jedoch in seiner Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit jetzt anders eingeschätzt werde. Seit der letzten Revision sei eine Veränderung des Gesundheitszustandes eingetreten, die Halswirbelsäu
lenbeschwerden hätten leicht zugenommen. Aus psychiatrischer Sicht habe sich der Gesundheitszustand nicht wesentlich geändert, aber aktuell liege eine andere Beurteilung
betreffend
die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit vor.
J._
n
ahm
eine
Indikatorenprüfung
vor.
6.
6.1
Zu prüfen ist, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der letzten materiellen Prüfung des Anspruchs und ergangenen Mitteilung vom 16. Dezember 2011 (Urk. 6/72) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
1
6.
April 2018
(Urk. 2) in rentenrelevanter Weise verändert hat (vgl. vorstehend E. 1.3 f.).
De
r
Beschwerdeführer
in
wurde 200
9
ein
e befristete ganze Rente vom 1. Septem
ber 2007 bis 31.
Oktober 2008 und eine
unbefristete halbe Rente ab 1.
November 200
8 bei einem
Invaliditätsgrad
von 52
%
zugesprochen.
Die
Rentenzusprache
erfolgte in erster Linie gestützt auf ein psychiatrisches Gutachten von Dr.
Y._
vom
5.
August 2008
(vgl. vorstehend E. 3). Dr.
Y._
hat
eine
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Sympto
men (ICD-10 F33.11)
,
sowie einen
Verdacht auf
eine
generalisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)
diagnostiziert
. Er
hat
für
die
bisherige
Arbeit als Kassiererin an der Tankstelle
eine 100%ige A
rbeitsunfähig
keit und
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit als Verkäuferin an einem anderen Arbeitsplatz
attestiert
(vorstehend E. 3).
2011 wurde ein
bidisziplinäres
Gutachten eingeholt.
Die psychiatrische Begut
achtung erfolgte erneut durch
Dr.
Y._
, welcher
keine nachhaltige Verände
rung des psychischen Zustandes seit Juli 2008 feststellen
konnte. Er diagnosti
zierte
wiederum eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgra
dige Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.11)
,
sowie eine generali
sierte Angststörung (ICD-10 F41.1)
und
attestier
te
weiterhin eine 50%ige Arbeits
unfähigkeit
(vorstehend E. 4.3)
.
Aus rheumatologischer Sicht
stellte Dr.
A._
keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit und attestierte keine Arbeitsunfähigkeit (vorstehend E. 4.2). In der Folge
nahm
die Beschwerdegegne
rin
einen
unveränderte
n
Rentenanspruch
an (vgl.
Urk.
6/72)
.
6.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) in medizinischer Hinsicht auf das
bidisziplinäre
Gutachten von Dr.
F._
und Dr.
G._
(vorstehend E.
5.4)
, wonach
sich aus orthopädischer Sicht die
Hals
wirbelsäulen
-Beschwerden leicht erhöht hätten und aufgrund dieser Beeinträch
tigung als Kassiererin eine 20%ige Leistungseinschränkung bestehe. In angepass
ten Tätigkeiten bestehe allerdings eine 100%ige Arbeitsfähigkeit. Aus psychiatri
scher Sicht bestehe seit 2011 keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr.
Ein Revisionsgrund bilde das erhöhte Einkommen der Beschwerdeführerin, aber es
bestehe auch aus körper
licher Sicht ein Revisionsgrund
(vgl. vorstehend E. 2.1).
Das Gutachten
von
Dr.
F._
und
Dr.
G._
vom
5.
Dezember 2017 erfüllt die formalen Beweiswe
rt-Anforderungen (vorstehend E.
1.
6
) ohne weiteres, ist es doch für die streitigen Belange umfassend, beruht auf allseitigen Untersuchun
gen, berücksichtigt auch die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben.
Darüber hinaus leuchtet es auch in der Darlegung der medizinischen Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und enthält nach
vollziehbar begründete Schlussfolgerungen, so dass darauf abgestellt werden kann.
6.3
Was den somatischen Gesundheitszustand de
r
Beschwerdeführer
in
betrifft,
wurde der
orthopädische
Teil des
Gutachtens
von der
Beschwerdeführer
in
nicht in Frage gestellt
.
Dr.
G._
diagnostizierte
mit Ausw
irkung auf die Arbeitsfähigkeit Funktionsstörungen der Halswirbelsäule ohne Nervenwurzelreizerscheinungen bei kernspintomographisch nachgewiesener Diskushernie C5/6 rechts.
D
er kern
spintomographisch nachgewiesenen Diskushernie bei HWK 5/6 rechts komme
keine wesentliche klinische Bedeutung zu. Allerdings sei angesichts des Wurzel
kontaktes der Hernie eine allfällige Schmerzausstrahlung bei Zwangshaltungen der Halswirbelsäule denkbar.
Die Beschwerdeführerin habe angesichts der kern
spintomographisch nachgewiesenen degenerativen Veränderungen, insbesondere im Bereich der unteren Halswirbelsäule, sicherlich Belastungseinschränkungen hinzunehmen. Das Ausmass der Beschwerdesymptomatik korreliere jedoch nicht mit den erhobenen Befunden. Angesichts der erhobenen Befunde ohne sensomo
torische Defizite bei sehr guter Mobilität der Hals- und Lendenwirbelsäule komme die aktuelle Tätigkeit als Kassiererin einer leidensangepassten Tätigkeit aus fach
orthopädischer Sicht sehr nahe
.
Dr.
G._
attestierte
in der angestammten Tä
tigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 80 %,
dies seit dem 1
2.
Oktober 2017 (Datum Kernspintomographie)
und wegen der Progredienz der cervikalen Beschwerden und Nachweis der wurzelbedrängenden Hernie C5/
6.
Bis zu diesem Datum habe die
Arbeitsfähigkeit 100
%
betragen
. In
einer
angepasste
n
Tätigkeit
attestierte er eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit (vorstehend E. 5.4
.2
).
Den Beschwerden der Be
schwerdeführerin trug
Dr.
G._
dahingehend Rechnung, als er festhielt, dass
dauernde Zwangshaltungen für die Halswirbelsäule
sicherlich nicht
möglich seien
, ebenso nicht Tätigkeiten, die eine häufige Überkopfarbeit fordern oder Zwangshaltungen der
Halswirbelsäule
nach sich ziehen würden.
Soweit Dr.
E._
lediglich
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit attestierte
(vorstehend E. 5.3)
, kann ihm nicht gefolgt werden. So führte
Dr.
G._
überzeugend aus,
Dr.
E._
habe die attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit nicht
durch entsprechende klinisch relevante Befunde plausibel begründet.
Vorliegend hat sich das Beschwerdebild aus orthopädischer Sicht verändert, in
dem
seit dem 1
2.
Oktober 2017
eine
Progredienz der zervikalen Befunde
besteht
und eine
wurzelbedrängende Hernie C5/6
nachgewiesen
wurde. Diese
Verände
rung hat
neu
Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit
in angestammter Tätigkeit und ist somit grundsätzlich geeignet, den Rentenanspruch zu beeinflussen.
Damit
liegt ein Revisionsgrund vor.
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht
(vgl. vorstehend E. 1.3).
Daher
stehen
auch im Rahmen der
Neubeurteilung
von Gesundheitszu
stand und A
rbeitsfähigkeit
erhöhte
Halswirbelsäulen
-Beschwerden einer Renten
aufhebung nicht entgegen
(vgl. BGE 141
V 9).
Damit ist gestützt auf die Beurteilung des
orthopädischen Gutachters
Dr.
G._
aus somatischer Sicht von einer
80%
igen
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
und
eine
r
100
%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit aus
zugehen
.
6.4
In psychischer Hinsicht zeigte
Dr.
F._
in ausführlicher
und nachvollziehbarer
Weise auf, dass
zumindest
gegenwärtig keine Diagnose vorliege, welche die Ar
beitsfähigkeit beeinflusse. Insbesondere
war der
AMDP-konform erhobene psy
chiatrische Untersuchungsbefund bis auf eine von der Beschwerdeführerin inter
mittierend, besonders initial demonstrierte Herabgestimmtheit, eine demons
trierte intermittierende Antriebsminderung sowie während des Subtraktionstestes demonstrierte Konzentrationsverminderung bezogen auf die objektiven Kriterien regelrecht. So
war
die
Beschwerdeführerin überwiegend affektiv adäquat, gut auslenkbar. In der Gegenübertragung
war
keine namhafte psychische Beeinträch
tigung aufspürbar. Insbesondere
waren
die Achsensymptome einer depressiven Störung (tiefe Traurigkeit, Interessenverlust, Antriebsminderung) nicht evident.
Sodann haben sich auch keine
Anhaltspunkte für eine Schmerzverarbeitungsstö
rung im Sinne einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung oder einer chro
nischen Schmerzstörung mit psychischen und somatischen Faktoren vor dem Hintergrund des Fehlens einer klinisch nachvollziehbaren Schmerzbeeinträchti
gung und der nicht vorhandenen Evidenz eines ungelösten/fehlverarbeiteten see
lischen Konfliktes
ergeben
.
Dr.
F._
begründete, weshalb er
den
früheren Beurteilungen
durch
Dr.
Y._
grösstenteils nicht folgen k
önne
(vgl. vorstehend E. 5.4
.3
).
Insbesondere
kritisierte er
die Annahme einer mittelgradigen Symptomausprägung im Gutachten durch
Dr.
Y._
von 2008 als nicht nachvollziehbar, das Folgegutachten von 2011
als nicht hinreichend objektiv.
Er erachtete vielmehr den
psychischen
Gesundheits
zustand der Beschwerdeführerin seit der letzten Revision als überwiegend wahr
scheinlich nic
ht verändert
, weshalb er den gleichen Gesundheitszustand anders beurteile.
Angesichts der erhobenen psychopathologischen Befunde ergeben sich
aber
ge
wisse Zweifel an dieser Einschätzung. So kann
f
estgehalten werden
, dass
Dr.
F._
anlässlich seiner Untersuchung weder eine Einschränkung der Konzentration
,
der Aufmerksamkeit oder des Antriebs noch formale oder inhaltliche Denkstö
rungen feststellen konnte
(
Urk.
6/98 S. 27 f)
.
D
ies im Gegensatz zu
Dr.
Y._
, der
2008 und 2011
immerhin
leichte Konzentrationsstörungen, leichte (bis mit
telschwere) formale Denkstörungen, Deprimiertheit, Ängste, leichte Antriebsstö
rungen und eine verminderte Psychomotorik erhob
en hatte
(
Urk.
6/23 S. 5 ff.
Ziff.
4-6 und
Urk.
6/67 S. 5 f.
Ziff.
4).
Dies deutet
auf eine gewisse Verbesserung
der psychopathologischen Befunde hin.
So kam denn
Dr.
F._
auch
zum Schluss, dass aktuell keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bedingt durch eine psychi
sche Erkrankung mehr feststellbar
sei, sodass die Beschwerdeführerin mindestens ab dem Begutachtungszeitpunkt wieder zu 100
%
arbeitsfähig für jedwede ihren Fähigkeiten entsprechende Tätigkeit, zum Beispiel als Kassiererin und Verkaufs
mitarbeiterin, sei.
6.5
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge
samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018
E. 4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Ja
nuar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Übergangsrechtlich ist bedeutsam, dass die vor der Rechtsprechungsänderung eingeholten Gutachten nicht einfach ihren Beweiswert verlieren. Vielmehr ist im Rahmen einer gesamthaften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Ge
gebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Ab
stellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bundesrecht standhält (BGE 141 V 281 E. 8 unter Hinweis auf BGE 137 V 210 E. 6). Mithin ist im kon
kreten Fall zu klären, ob die beigezogenen Gutachten – allenfalls zusammen mit weiteren fachärztlichen Berichten – eine schlüssige Beurteilung anhand der mas
sgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht. Je nach Abklärungstiefe und -dichte kann zudem unter Umständen eine punktuelle Ergänzung genügen (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 5.2.2 und 8C_300/2017 vom 1. Februar 2018 E. 4.2).
6.6
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Be
weisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Ar
beitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfäl
ligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressi
ven Störung auszugehen ist, die nicht schon als chronifiziert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines struk
turierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1).
6.7
Das bidisziplinäre Gutachten wurde kurz nach Rechtsprechungsänderung verfasst, demensprechend nahm Dr. F._ noch keine eigentliche Indikatorenprüfung vor. Die RAD-Ärztin nahm eine solche vor (vgl. Urk. 6/103/6). Nach dem Gesagten (vgl. vorstehende Erwägung) scheint eine Indikatorenprüfung jedoch entbehrlich, da der psychiatrische Gutachter lediglich eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig weitgehend remittierte leichtgradige depressive Episode, diagnostizierte und in nachvollziehbarer Weise eine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verneinte (vorstehend E. 5.4.1 und 5.4.3). Daran vermag auch der Bericht des behandelnden Psychiaters Dr. C._ (vorstehend E. 5.2) nichts zu ändern, lag doch dieser dem psychiatrischen Gutachter zum Begutachtungszeitpunkt vor und führte der psychiatrische Gutachter in nachvollziehbarer Weise aus, weshalb der Einschätzung durch Dr. C._ nicht gefolgt werden könne (vgl. vorstehend E. 5.4.3). Zudem ist
in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfas
sende Behandlung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unter
schiedliche Natur von Behandlungsauftrag der therapeutisch tätigen (Fach-)Per
son einerseits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizini
schen Experten anderseits (BGE 124 I 170 E. 4) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anders
lautenden Einschätzungen gelangen.
6.8
Nach dem Dargelegten ergibt sich schlüssig, dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im massgeblichen Vergleichszeitraum in revisionsrechtlich erheblicher Weise
verändert
hat. Damit ist ein Revisionsgrund ausgewiesen und der medizinische Sachverhalt und die Arbeitsfähigkeit ist ohne Bindung an frühere Einschätzungen zu prüfen
. Mit den Gutachtern
Dr.
F._
und
Dr.
G._
ist
somit davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit
als Verkäuferin
seit
12.
Oktober 2017
zu
80
%
und
in einer
angepassten Tätigkeit
zu 100 % arbeitsfähig ist.
6.9
Angesichts dessen, dass ein Revisionsgrund aus
gesundheitlichen Gründen
be
steht, kann vorliegend die Frage, ob auch aus erwerblicher Sicht ein Revisions
grund vorliegt, offenbleiben.
7.
7.1
Soweit
die Beschwerde
führerin geltend macht, die
Beschwerdegegnerin
könne ke
in
en
Prozentvergleich
vornehmen (vgl. vorstehend E. 2.2),
kann ihr nicht ge
folgt werden, zumal die medizinischen Abklärungen ergeben haben, dass in ihrer angestammten Tätigkeit
als Verkäuferin
eine 80%ige Arbeitsfähigkeit vorliegt (vgl. vorstehend E. 5.4). Bei einer Einschränkung in der angestammten Tätigkeit von lediglich maximal 20
%
und keinen Anhaltspunkten für einen zusätzlich zu gewährenden leidensbedingten Abzug, erübrigt sich ein Einkommensvergleich, da kein rentenbegründender Invaliditätsgrad vorliegt (vgl. vorstehend E. 1.
2, E. 1.5
).
7.2
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass im Vergleich zur
letzten materiellen Prü
fung des Anspruchs
2011 eine anspruchsrelevante Verbesserung der Arbeitsfä
higkeit eingetreten ist. Bei einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
auch in der ange
stammten Tätigkeit erübrigt sich ein Einkommensvergleich; es besteht ein nicht mehr rentenbegründen
der Invaliditätsgrad von 20
%
.
Der angefochtene Entscheid ist rechtens. Dies führt zur Abweisung der Be
schwerde.
8
.
Die Gerichtskosten nach
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind auf
Fr.
900.-- anzusetzen und ausgangsgemäss der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.