# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 961d618d-9cc4-4ef2-aec3-ee888401b81f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die Sozialversicherungsa
nstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV
(nachfolgend: SVA), sprach dem
1983
geborenen
(
Urk.
9/9 S. 1)
X._
mit Verfügung vom
4.
April 2012
mit Wirkung ab
1.
Januar 2012 Zusatz
leis
tungen zur IV-Rente
von
monatlich
Fr.
1‘432.-- (
Ergänzungsleis
tungen
von
Fr.
1‘230.-- sowie kantonale Beihilfen im Betrag von
Fr.
202.--)
zu (
Urk.
9/88
).
Dagegen erhob der Versicherte am 2
4.
April 2012 Einsprache und
machte geltend, es seien
ihm ein
zu tiefer
Mietzins
und zu hohe
Vermögenser
träge
an
gerechnet worden
(
Urk.
9/94
).
Mit Verfügung vom
3
1.
Juli 2012
be
rechnete
die
SVA
den monatlichen Zusatzleistungsanspruch ab
1.
Januar 2012 neu und setzte
ihn unter Anrechnung des maximal zulässigen Mietzinses auf
Fr.
1‘668.-- (
Er
g
änzungsleistungen
von
Fr.
1‘466.-- sowie Beihilfen von
Fr.
202.--) fest (
Urk.
9/99-100)
.
Auch gegen diese Verfügung reichte der Versi
cherte eine Ein
sprache ein
und verlangte erneut die Anrechnung eines tieferen
Vermögens
er
trags
(
Urk.
9/105
). Mit Entscheid vom
2.
August
2012 hiess die SVA die Ein
s
prache gegen die Verfügung vom
4.
April 2012
insofern
teilweise gut
, als ihr
bereits mit der während laufendem Verfahren erlassenen
Verfügung vom 3
1.
Juli
2012
entsprochen worden war, und bestätigte diese Verfügung
(
Urk.
2/1).
Mit einem weiteren
Einspracheentscheid
vom 2
1.
August 2012 wies die SVA die Ein
sprache gegen die Verfügung vom 3
1.
Juli 2012 ab (
Urk.
2/2).
1.2
Gegen beide
Einspracheentscheide
erhob der Versicherte, vertreten durch Rechts
a
nwalt
Dr.
Peter Hübner, mit Eingabe vom 1
4.
September 2012 Be
schwerde
und beantragte, in Aufhebung der angefochtenen
Einspracheent
scheide
sei die Sache zur Neubeurteilung an die SVA zurückzuweisen, und es sei ihm
ein
unent
geltliche
r
Rechtsvertret
er in der Person von Rechtsanwalt
Dr.
Peter Hübner zu bestellen (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
7.
Oktober 2012 beantragte die SVA die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8).
Mit Verfügung vom
1.
November 2012 wies das Gericht das Gesuch des Be
schwer
deführers um unentgeltliche Rechtsvertretung ab (
Urk.
10).
Im Rahmen von
Replik (
Urk.
13; vgl. auch
Urk.
14-15) und Duplik (
Urk.
17) hielten die Par
tei
en an ihren Anträgen fest.
2.
2.1
Mit Verfügung vom
6.
Juni 2013
sprach die SVA
X._
mit Wirkung
ab
1.
Januar 2013
monatliche Zusatzleistungen von
Fr.
1‘684.--(
Ergänzungs
leis
tungen
von
Fr.
1‘482.-- sowie Beihilfen von
Fr.
202.--)
zu (
Urk.
22/5/153
). M
it
Ein
sprache vom 1
4.
Juni 2013 beanstandete der Versicherte
die
Höhe der bei
der
Berechnung des Leistungsanspruchs berücksicht
igten
Sozialversiche
rungsab
züge
und
Erträge aus Sparguthaben sowie die Anrechnung des Saldos eines Bank
kontos als eigenes Vermögen
(
Urk.
22/2,
Urk.
22/5/160
). Am 1
9.
September 2013
erliess die SVA eine neue Verfügung, mit welcher sie dem Versicherten tiefere
Erträge aus Sparguthaben anrechnete
und ihm aufgrund dessen ab
1.
Januar 2013
neu monatliche Zusatzleistungen von
Fr.
1‘693.-- (
Er
gänzungsleistungen
von
Fr.
1‘491.-- sowie Beihilfen von
Fr.
202.--) zusprach
(
Urk.
22/5/165-166
). Mit
Einspracheentscheid
vom 2
3.
September 2013 hiess die SVA die Einsp
rache gegen die Verfügung vom
6.
Juni 2013
teilweise gut,
soweit
ihr bereits mit der
w
ährend laufendem
Einsprachev
erfahren
erlassenen Verfü
gung vom
1
9.
Sep
tem
ber
2013
entsprochen worden war, und bestätigte
die
se
Verfügung (
Urk.
2
2/2
)
.
2.2
Der Versicherte erhob am 2
7.
September 2013 Beschwerde gegen den
Ein
spra
cheentscheid
vom 2
3.
September 2013 mit dem sinngemässen Antrag auf Zu
sprechung höherer
Zusatzleistungen
(
Urk.
22/1).
In der Beschwerdeantwort vom
1.
November 2013 schloss die SVA auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
22/4).
3.
Mit Verfügung vom 2
1.
November 2013 vereinigte das Gericht das bisher
als
Prozess Nr. ZL.2013.00092 geführte Beschwerdeverfahren gegen den
Ein
spra
che
entscheid
der SVA vom 2
3.
September 2013 mit dem älteren Prozess Nr.
ZL.2012.00087 betreffend die
Einspracheentscheide
vom
2.
sowie 2
1.
August 2012 und schrieb den Prozess Nr. ZL.2013.00092 als dadurch erledigt ab (
Urk.
22/6
,
Urk.
23). Gleichzeitig stellte es dem Beschwerdeführer eine Kopie der Beschwerdeantwort vom
1.
November 2013 zu (vgl.
Urk.
23 S. 3).
4.
Auf die Ausführungen der Parteien und die Akten ist, soweit für die
Entscheid
findung
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzugehen.
Die Einzelrichterin

## Considerations

zieht in Erwägung:
1
.
Die SVA hat zwei
Einspracheentscheide
betreffend den
monatlichen
Zusatzleis
t
ungsanspruch
ab
1.
Januar 2012
erlassen
, nämlich die mit
der vorliegenden
Be
schwerde angefochtenen Entscheide vom
2.
und vom
2
1.
August 201
2.
Mit beiden
Einspracheentscheiden
wurde der Zusatzleistungsanspruch entsprechend der Berechnung in der Verfügung vom 3
1.
Juli 2012 auf
Fr.
1‘668.-- festge
setzt
(
Urk.
2/1-2
,
Urk.
9/99-100
)
.
Der erste
reformatorische
Einspracheentscheid
vom
2.
August 2012 schloss das
vom Beschwerdeführer mit
Einsprache
vom
2
4.
April 2012
(
Urk.
9/94)
einge
lei
te
te V
erfahren gegen die Verfügung vom
4.
April 2012 betreffend den
L
eis
tungs
anspruch
ab
1.
Januar 2012
ab
(
Urk.
2/1).
Noch w
ährend dieses
Ein
sprache
ver
fahren
hängig
war, er
liess die SVA die Verfügung vom
3
1.
Juli 2012
, womit sie
den
Leistungsan
spruch
ab
1.
Januar 2012 neu berechnete und den Anträgen in der
Einsprache vom
2
4.
April 2012
teilweise
nachkam
, ohne
Sie
jedoch zu be
grün
den. Sie
v
erwies vielmehr auf den noch zu erlassenden
Einspra
che
ent
scheid
,
in welchem die Begründung der neuen Berechnung dargetan wurde
(
Urk.
2/1 S.
2,
Urk.
9/99-100
)
. Soweit mit
der
(Wiedererwägungs-)
Verfügung vom
3
1.
Juli
2012
den
Anträ
gen
in der Einsprache
nicht entsprochen worden war, war die Ein
sprache
vom
2
4.
April 2012
nicht gegenstandslos geworden
und
das
Ein
spra
cheverfahren
nicht erledigt worden
. Hinsichtlich der weiterhin strittigen Punkt
e
galt
die
Wie
dererwägungsverfügung
vom 3
1.
Juli 2012 durch die Ein
sprache vom
2
4.
April 2012
als
mitangefochten
,
und
ihre Rechtmässigkeit war
im
hängigen
Ein
spracheverfahren
zu prüfen
(vgl.
ZAK
1992 S. 117 mit Hinweisen
;
BGE 131
V 407
). Eine
weitere
Einsprache gegen
die Verfügung vom 3
1.
Juli 2012
war
nicht
nötig
, da
dies
be
züglich
bereits ein
Einspracheverfahren
bei der SVA
hängig
war
.
D
ie SVA hätte
folglich
hinsichtlich der
zweiten
Einsprache vom
3.
August 2012
(
Urk.
9/105)
Nichteintreten verfügen müssen
(zur
Prüfung der „Einrede der
Rechtshängig
keit“ von Amtes wegen im Beschwerdeverfahren
vgl. Zünd/Pfiffner
Rauber
, Kommentar zum Gesetz über das
Sozialversicherungs
ge
richt
des Kantons
Zü
rich,
2.
Auflage
, Zürich 2009,
§
13
Rz
91)
. Da sie
nicht in dieser Weise vorge
gangen ist, sondern
auf die zweite Einsprache eingetreten ist und
diese
materiell geprüft hat
, ist der fehlerhafte
Einspracheentscheid
vom
2
1.
August 2012
vom Gericht aufzuheben.
2
.
D
er Beschwerdeführer
rügt in
verfahrensrechtliche
r
Hinsicht
,
die SVA habe das von ihr festgestellte Vermögen und dessen Erträge erstmals im
Einspracheent
scheid
vom
2.
August 2012 detailliert festgehalten; da er vor Erlass dieses Ent
scheids dazu nicht habe Stellung nehmen können, sei sein Anspruch auf recht
liches Gehör verletzt worden
, was für sich allein die Aufhebung des angefoch
tenen Entscheids rechtfertige
(
Urk.
1 S. 5)
.
Sofern damit eine Verletzung der in
Art.
1
Abs.
1 ELG
sowie
§
1
Abs.
1 ZLG in Verbindung mit
Art.
49
Abs.
3
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (A
TSG)
statuierten Pflicht, Verfügungen zu be
gründen, soweit sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen,
ge
rüg
t
werden soll
, ist folgendes zu beachten: Bei Erlass der Verfügung vom
4.
April
2012
befand sich das Verfahren im nichtstreitigen Zustand. Zusammen mit der Verfügung wurde dem Beschwerdeführer das Berechnungsblatt zugestellt, auf welchem sämtliche Ausgaben- und Einnahmenposten aufgeführt sind (
Urk.
9/88 S.
5
; vgl. auch
Urk.
9/105
).
Damit
wurden
dem Beschwerdeführer die Überle
gung
en, von denen sich die SVA leiten liess und auf welche sie ihren Entscheid stützte, soweit dargelegt,
dass er einzelne Positionen der Bedarfsberechnung
ge
zielt und mit
substantiiert
er Begründung
anfechten konnte. Höhere Anforde
rungen an die Begründungsdichte sind in diesem Verfahrensstadium angesichts der hohen Zahl an Verfügungen, welche von der SVA erlassen werden, nicht zu stellen.
Eine Verletzung weiterer Teilgehalte des Anspruchs auf rechtliches Gehör im
Ein
spracheverfahren
ist nicht ersichtlich. Insbesondere verlangt der Anspruch auf rechtliches Gehör nicht, dass der versicherten Person nach Erlass der ange
foch
tenen Verfügung und vor Erlass
des
Einspracheentscheids
,
quasi als
Zwi
schen
schritt
im
Einspracheverfahren
,
der voraussichtliche Entscheid mit den detai
llier
ten Erwägungen mitgeteilt wird.
3.
3.1
Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt in der Schweiz haben An
spruch auf Ergänzungsleistungen, wenn sie eine Rente der Invalidenversi
che
rung
beziehen (
Art.
4
Abs.
1
lit
. c des Bundesgesetzes über die
Ergänzungs
leistungen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung; ELG). Die jährliche
Er
gänzungsleistung
entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (
Art.
9
Abs.
1 ELG). Ge
mäss
Art.
10
Abs.
3
lit
. c ELG werden unter
anderem Beiträge
an die Sozialver
sicherungen des Bun
des
unter Ausschluss der Krankenversicherung als Ausga
ben anerkannt. Als
Ein
nah
men anzurechnen sind auch Einkünfte aus bewegli
chem und unbeweg
lichem
Vermögen (
Art.
11
Abs.
1
lit
. b ELG) sowie ein Fünf
zehntel des Reinvermögens,
soweit es bei alleinstehenden Personen
Fr.
37‘500.-- übersteigt. Zum Einkommen
aus beweglichem Vermögen zählt der realisierte Kapitalertrag, namentlich die Brut
tozinsen aus Sparguthaben und W
ertpapieren
(
Carigiet
/Koch,
Ergänzungs
leis
tungen
zur AHV/IV,
2.
Auflage, Zürich 2009, S. 167)
sowie Gewinnanteile jeder
Art.
Nachgewiesene Bankspesen, die bei der
Kontoführung zwingend an
fallen, werden auf Verlangen der
leistungsanspre
chenden
Person von den
Brutto
zinsen
abgezogen (
Rz
3432.01 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialver
sicherung über die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV in der seit
1.
Januar 2012 gültigen Fassung [
WEL])
.
3.2
Gemäss
Art.
23
Abs.
1 der Verordnung über die Ergänzungsleistungen zur Al
ters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELV) sind in zeitlicher Hin
sicht für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistung in der Regel die wäh
rend des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Ein
nahmen sowie das am
1.
Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen mass
geblich.
3
.3
Gemäss
§
13 ff. des kantonalen Zusatzleistungsgesetzes (ZLG) werden Beihilfen ausgerichtet, wenn die Person die Voraussetzungen für Ergänzungsleistungen er
füllt und in den letzten 25 Jahren vor der Gesuchstellung während einer
Min
destdauer
im Kanton gewohnt hat. Der jährliche Höchstanspruch auf Beihilfe beträgt für Alleinstehende 2420 Franken (
§
16
Abs.
1 ZLG).
4
.
4
.1
Im
ang
efochtenen
Einspracheentscheid
vom
2.
August 2012
wurde
für die Be
rech
nung des Zusatzleistungsanspruchs ab
1.
Januar 2012
ein
Vermögense
r
t
rag
von
Fr.
410.54
berücksichtigt,
bestehend aus
Zinserträge
n
von
Fr.
1.25 aus einem
Bankkonto bei der
Y._
,
Fr.
1.39 aus einem Konto bei der
Z._
,
Fr.
2.45
aus einem Konto bei der
A._
sowie
Fr.
9.45 aus einem Bank
konto bei der
B._
sowie
aus
Wertschriftenerträge
n
von
Fr.
150.-- aus einer Aktie des
C._
,
Fr.
6.-- aus einer Aktie der
D._
,
Fr.
40.-- aus einer Aktie der
E._
,
Fr.
100.-- aus einer Aktie
des
F._
sowie
Fr.
100.-- aus einer Aktie der
G._
(
Urk.
2/1 S. 3,
Urk.
9/100 S. 2).
4.2
Der Beschwerdeführer bestreitet die Anrechenbarkeit
de
s
K
ontos bei der
Bank
B._
, da es sich hierbei
um ein Familienkonto handle, welches dem Lebensun
ter
halt aller Familien-Mitglieder, also auch seiner Eltern, diene (
Urk.
1 S.
6
,
Urk.
9/80
).
Bei diesem Konto handelt es sich um ein Sparkonto, das
unbe
stritte
nermassen auf den Namen des Be
schwerdeführers
lautet
(
Urk.
9/76,
Urk.
9/81 S.
6
).
Auch lässt
er
sich die Zusatzleistun
gen auf dieses Konto auszahlen (vgl.
Urk.
9/87 S.
2
).
Dies
spricht
zunächst
dafür
, dass
er
alleiniger Berechtigter an den
auf dieses
Konto
einbezahlten Be
trägen
ist.
Alsdann
hat
der Beschwerdeführer
weder der SVA noch dem Gericht Kontoauszüge eingereicht,
aus denen
sich die Zahlungsströme und damit mög
licherweise andere am Kontosaldo berechtigte
Personen eruieren liessen.
E
r musste Kenntnis
davon
haben, d
ass es
ihm
auf
grund
seiner Auskunfts- und Mitwirkungspflicht oblag, seine Behauptungen mit Be
legen
zu untermauern,
und unbewiesene Sachverhalte von der SVA nicht be
rücksichtigt werden müs
sen. In der Checkliste am Ende des von ihm am 1
0.
Feb
ruar 2012 unterzeichne
ten Standardformulars der SVA zur periodischen
Überprüfung seines
Zusatz
leistungsanspruchs
wurde nämlich ausdrücklich da
rau
f hingewiesen (
Urk.
9/72 S. 7).
Auch wenn
das
Konto
bei der
B._
nicht in den
Wertschriften- und
Gut
habenverzeichnissen
zu den Steuererklärungen für die Jahre 2010 und 2011 aufgeführt wird (
Urk.
9/74 S.
5,
Urk.
9/79 S.
2
), ist mangels
anderer
Belege
da
für, dass die Behauptungen des Beschwerdeführers zutreffen, davon auszuge
hen, dass
die
Erträge
aus diesem Konto
und
der
Saldo
zu den Einkünften und
Vermögen
swerten des Beschwerdeführers zu
rechnen
sind.
Es bleibt darauf hinzuweisen, dass
selbst
für den Fall, dass das Konto bei der
B._
als Familienkonto mit mehreren Berechtigten zu qualifizieren wäre,
in ei
nem weiteren Schritt zu klären wäre, inwiefern der Beschwerdeführer an den aus dem Konto fliessenden Gesamteinkünften und am Saldo berechtigt ist, und ihm ein solcher Teil alsdann anzurechnen wäre.
4.3
Der
Beschwer
deführer macht ferner geltend,
die von der SVA angerechneten Bruttozinserträge aus den Bankkonten müssten um die angefallenen
Bankspe
sen
, etwa für
Porti
für die Gutschriftanzeige der Lohnüberweisungen und Über
weisungen der IV-Rente und der Zusatzleistungen
reduziert werden, was zu ei
nem negativen Ertrag führe. Folglich dürften ihm keine Zinserträge angerechnet werden (
Urk.
1 S.
6).
Mit Ausnahme der mit dem Steuerausweis per 3
1.
Dezember 2011 des Bankkon
tos bei der
Y._
nachgewiesenen Versandspesen von
Fr.
10.20 (
Urk.
9/69 S.
1
,
Urk.
9/91
)
hat
der
vertretene
Beschwerdeführer die
erstmals in der Beschwer
de
schrift vom 1
4.
September 2012
behaupteten Spesen
(vgl.
Urk.
9/94,
Urk.
9/105)
nicht genau beziffer
t
und auch nicht
beleg
t
.
Weder
auf den
bei den vorinstanz
lichen Akten liegenden
Steuerausweisen per 3
1.
Dezember 2011 der
Konti
bei der
Z._
,
A._
sowie
B._
(
Urk.
9/
69 S. 2 f.,
Urk.
9/81 S. 6)
,
noch im Wertschriften- und Guthabenverzeichnis der Steuerer
klärung
2011 (
Urk.
79
S.
2) sind solche
Spesen aufgeführt.
Der Beschwerdefüh
rer
ist im
Be
schwer
deverfahren
a
nwaltlich vertreten
. I
m vorangehenden Ver
fahren
wurde er
von seinem Vater, welcher Versicherungsfachmann ist, unter
stützt (
Urk.
9/67,
Urk.
9/72 S.
2,
Urk.
9/80), insbesondere auch beim Ausfüllen des in der vor
steh
enden Erwägung erwähnten Formulars der SVA zur periodi
schen Überprüfung des Zusatzleistungsanspruchs
, wo
auf die
den versicherten Personen obliegende
Auskunftspflicht
und
die
Rechtsfolgen, wenn eine be
hauptete Position nicht be
legt wird
, hingewiesen wurde
(
Urk.
9/72 S. 2 und 7)
. Schliesslich wies die SVA in der Beschwerdeantwort ausdrücklich auf die feh
lenden Belege zu den be
haup
teten Bankspesen hin (
Urk.
8 S. 2)
, und der Be
schwerdeführer reichte dem
Gericht
am 2
1.
September 2013
einen Auszug aus einer älteren Fassung der WEL
ein, wo ebenso wie in
Rz
3432.01
der ab
1.
Januar 2012
gültigen
Fassung der
WEL
(vgl.
vorstehend E. 3.1
) festgehalten wird, dass nur nachgewiesene
Bank
spesen
auf Verlangen der versicherten Per
son von den Bruttozinsen abgezogen
werden
(
Urk.
19,
Urk.
20/3)
. Da es der Beschwerdeführer trotz alledem im Rahmen
des zweiten Schriftenwechsels
und im weiteren Verlauf des Verfahrens
unterliess, die behaupteten Spesen
genau zu beziffern und
mit Kontoauszügen z
u belegen, kann
-
ohne dass der behauptete Sachverhalt weiter abzuklären wäre
-
davon ausgegangen werden, dass die gelten
d gemachten Banks
pesen
dem Be
schwerdeführer
nicht
belastet wurden
.
Die angerechneten Bruttozinserträge aus den
Konti
bei
der
Z._
,
A._
und
B._
(
Urk.
2/1 S.
3)
sind demzufolge nicht zu beanstanden.
Aufgrund
der ausgewiesenen Spesen von
Fr.
10.20, welche den Bruttozins von
Fr.
1.25 übersteigen, ist lediglich für das Konto bei der
Y._
kein Zinsertrag an
zurechnen
, was zu einer Reduktion des an
gerechneten Vermögensertrags um den Betrag von
Fr.
1.25 führt
.
4.4
Der Beschwerdeführer bestreitet die Anrechenbarkeit des Wertschriftenertrags von
Fr.
100.-- aus der Aktie der
G._
und macht gel
tend, diese Aktie sei im Zeitpunkt der Generalversammlung im Jahr 2011 noch nicht in seinem Besitz gewesen, weshalb ihm auch keine Dividende ausbezahlt
worden sei (
Urk.
1 S. 7,
Urk.
14
; vgl. auch
Urk.
9/80
).
Diesbezüglich weist die SVA
zu Recht darauf hin
(
Urk.
8 S. 2)
, dass
die Aktie im
Wertschriftenverzeich
nis
der Steuererklärungen für die Jahre 2010 und 2011 jeweils aufgeführt war (
Urk.
9/74 S.
6,
Urk.
9/79 S.
2). Gemäss der entsprechenden Detailansicht der für die Bemessung der direkten Bundessteuer relevanten Kursliste wurde die Divi
dende
von
Fr.
100.--
am 1
8.
April 2011 ausbezahlt (
Urk.
9/81 S. 4).
Bei dieser Aktenlage und mangels Beweisen, die für die Darstellung des Beschwerdefüh
rers sprechen, ist die Anrechnung des Dividendenertrags von
Fr.
100.-- nicht zu beanstanden.
4.5
Unbestrittenermassen
betrug der Dividendene
rtrag
aus
der Aktie
der
E._
im Jahr 2011
Fr.
20.--
(
Urk.
1 S. 7,
Urk.
2/2 S. 3
,
Urk.
9/79 S.
2
)
und nicht
,
wie im
Einspracheentscheid
vom
2.
August 2012 festgehalten
,
Fr.
40
.
-- (
Urk.
2/1 S.
3)
. Der angerechnete Vermögensertrag ist folglich um
Fr.
20
.-- zu reduzieren
.
4.6
Insgesamt ergibt sich, dass die
gemäss
Einspracheentscheid
vom
2.
August 2012 für die Ermittlung des Zusatzleistungsanspruchs ab
1.
Januar 2012 angerech
ne
ten Vermögenserträge von gesamthaft
Fr.
410.
54
um
Fr.
1.25 sowie
Fr.
20.--
zu reduzieren sind, was zu einem anrechenbaren Vermögensertrag von
Fr.
389.
29
(gerundet 389.--)
führt
beziehungsweise zu insgesamt um
Fr.
21.25 reduzierte Gesamt
einnahmen
.
Ausgehend von den übrigen, unbestritten
en und
nicht zu bean
standenden Einnahmen- und Ausgabenposten gemäss dem
Berec
h
nungsblatt
der
Verfügung vom 3
1.
Juli 2012
(
Urk.
9/100
)
, welche
dem ange
foch
tenen
Ein
spracheentscheid
vom
2.
August 2012 zugrunde liegen
(
Urk.
2/1 S.
3
)
,
stehen den
anerkannte Ausgaben von
Fr.
36‘896.--
anrechenbar
e
Einnah
men von neu
ge
rundet
Fr.
19‘285
.--
(
Fr.
19307.-- minus
Fr.
21.
2
5)
gegenüber, was zu einem
Ausgabenüberschuss von
Fr.
17‘61
1
.--
und dementsprechend einem monatli
chen Anspruch auf Ergänzungsleistungen von
Fr.
1‘468.--
führt.
Insofern ist die
Beschwerde vom
1
4.
September 2012 teilweise
gutzuheissen.
Die gemäss dem angefochtenen
Einspracheentscheid
und der zugrunde liegen
den Verfügung vom 3
1.
Juli 2012 ausgerichteten kantonalen Beihilfen von mo
natlich
Fr.
202.-- und jährlich
Fr.
2
‘
424.-- entsprechen dem gesetzlichen
Höch
st
anspruch
(vorstehend E. 3.3)
und sind nicht zu beanstanden.
5.
Mit der ebenfalls in diesem Prozess zu behandelnden Beschwerde vom 2
7.
September 2013 (
Urk.
22/1) gegen den
Einspracheentscheid
der SVA vom 2
3.
September 2013 betreffend den Anspruch auf Zusatzleistungen ab
1.
Januar 2013 (
Urk.
22/2
) rügte der Beschwerdeführer die
von der SVA auch für
da
s Jahr
2013
vorgenommene
Anrechnung von Saldo und Erträgen des
B._
-Kontos bei den Einnahmen und begründete dies
(
wiederum
)
damit, dass es sich bei diesem Konto um ein Familienkonto handle, woraus der Lebensunterhalt für sich und seine Eltern finanziert werde und welches von allen dreien monatlich finanziell
alimentiert werde (
Urk.
22/1).
D
er Beschwerdefüh
r
er
belegt
e
seine Behaupt
ungen
indes
weiterhin
n
icht
;
vielmehr
bezeichnete
er
das Konto bei der
B._
in einem
Schrei
ben an die SVA vom 2
0.
September 2012 als „mein Konto“
(
Urk.
22/5/128).
Es
gilt das unter der vorstehenden E. 4.
2 f
ür die jäh
rliche Ergänzungsleistung 2012 Gesagte. Dies hat
zur Folge
, dass die Berücksichtigung des Kontos bei der
B._
in der Zusatzleistungsberechnung
2013
nicht zu bean
standen ist.
Zudem sind die ausgerichteten kantonalen Beihilfen von monatlich
Fr.
202.
--
ebenfalls nicht zu beanstanden, da dieser Betrag wie bereits gesagt dem
Höch
st
anspruch
entspricht.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde vom 2
7.
September 2013.
6.
Nach
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) und
Art.
61
lit
. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person Anspruch auf den vom Gericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses festzusetzenden Ersatz der Parteikosten.
Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze und in Anbetracht dessen, da es sich
nur um ein sehr geringes Obsiegen handelt, ist unter
Brücksichtigung
des gericht
süblichen Stundenansatz
es
von Fr. 200.-- eine Parteientschädigung von Fr.
400.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) angemessen.