# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 854d0c0d-23c6-4264-8bf7-208ac024cbd1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1966, Mutter einer Tochter
(Jahrgang 1987)
, war zuletzt
von
1995 bis November 2006
als
Bar
tenderin
im Restaurant
Y._
tätig, wobei der letzte Arbeitstag
am
31. März 2006
war (
Urk.
7/11
Ziff.
6.3.1,
Urk.
7/19
Ziff.
2.1 und
Ziff.
2.7
)
. Am
15. Mai 2007
meldete sie sich
unter Hinweis
auf unter anderem
Depressionen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsb
ezug an (
Urk.
7/11)
. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihr mit Verfügung
vom 4. Juli 2008 eine ganze Rente ab März 2007 zu
(
Urk.
7/42 und
Urk.
7/45
)
.
1.2
Nach Eingang eines am 6. Januar 2009 ausgefüllten
Revisionsfragebogens
(
Urk.
7/46
)
holte die IV-Stelle
unter anderem
bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt
für
Psychiatrie und Psychotherapie,
ein
psychiatrisches Gutachten ein,
welches am 10. Januar 2011 erstattet wurde (
Urk.
7/57/1-33)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/62-63,
Urk.
7/69
) hob die IV-Stelle mit Verfügung
vom 11. Oktober 2011 die
bisher ausgerichtete
Rente
auf (
Urk.
7/71 =
Urk.
2).
2.
2.1
Die Versicherte erhob am 11. November 2011 Beschwerde g
egen die Verfügung vom 11. Oktober 2011 (
Urk.
2)
und beantragte, die
se
sei aufzuheben
und
es sei
ihr
weiterhin eine ganze Rente der Invaliden
versicherung auszurichten (
Urk.
1 S. 2 oben)
.
Die IV-Stelle beantragte m
it Beschwerdeantwort vom 28. Dezember 2011
die
Abweisung der Beschwerde
(
Urk.
6)
.
Mit
Gerichtsverfügung vom
17. Januar 2012 (
Urk.
13) wurde
der Beschwerde
führerin
antragsgemäss (
vgl.
Urk.
1 S. 2
) die unentgeltliche Prozessführung
bewilligt.
Mit Replik vom 13. März 2012
hielt die Beschwerdeführe
rin an
ihren
beschwerde
weise
gestellten
Anträgen fest (
Urk.
16 S. 2 oben). Die
Beschw
erde
gegnerin
verzichtete am 23.
März 2012 auf das Einreichen
ei
ner Duplik (
Urk.
19). Dies wurde
der Beschwerdeführerin am 3.
April 2012 mitgeteilt
(
Urk.
20).
2.2
Mit Verfügung vom 26. Juli 2012 wurde die
GastroSocial
Pensions
kasse als zuständige Vorsorgeeinrichtung
auf deren Antrag hin (vgl.
Urk.
21) zum Prozess beigeladen (
Urk.
22).
Am 7.
August 2012 reichte die Beigeladene ein
von
Dr.
med.
A._
, Fachärztin
für
Neurochirurgie, am
2
0.
Juni 2012
erstattetes
neurochirurgisches
(
Urk.
24/2)
sowie ein von
Dr.
med.
B._
, Facharzt
für
Psychiatrie und Psychotherapie, am 10. Juli 2012 erstattetes psychiatrisches Gutachten (
Urk.
24/1) ein
und beantragte die Abweisung der B
eschwerde (
Urk.
23).
Die Beschw
erdegegnerin verzichtete am 11. Oktober 2012 auf eine Stellung
nahme zur
Eingabe der Beigeladenen (
Urk.
29). Die Beschwerdeführerin
bean
tragte am
17.
Oktober 2012
eventualiter die Vornahme
e
rgänzende
r
medizini
sche
r
Abklärungen (
Urk.
30).
2.3
Mit
Beschluss vom 27. November 2012 (
Urk.
31) nahm das Gericht
die Ein
holung eines Gerichtsgutachtens
bei med.
pract
.
C._
, Facharzt
für
Ps
ychiatrie und Psychotherapie
,
i
n Aussicht. D
ie Parteien und die Beigeladene
erhoben
keine Einw
ände
gegen den in Aussicht genommenen Gutachter
und die seitens d
es Gerichts formulierten Fragen. Die
Beigeladene
stellte allerdings
z
wei Ergänzungsfragen
(
Urk.
33) und die Beschwerdegegnerin beantragte, die Kosten des Gutachtens seie
n der Staatskasse aufzuerlegen
(
Urk.
34).
Nach Sichtung der Akten teilte der Gutachter
dem Gericht am
2.
Mai 2013
mit, dass er die ihm unterbreiteten Fragen nicht im Rahmen eines Aktengutachtens beantworten könne und er eine persönliche Begutachtung der Beschwerde
führerin als notwendig erachte (
Urk.
39/1)
. M
it Gerichtsverfügung vom 7. Mai 2013 (
Urk.
40)
wurde med.
pract
.
C._
ermächtigt,
die Beschwerdeführerin persönlich aufzubieten.
A
m 14. Januar 2014 erstattete med.
pract
.
C._
sein Gutachten (
Urk.
44).
Dazu nahmen die Beschwerdeführerin am
21. Januar 2014 (
Urk.
47) und
die
Beschwer
degegnerin
1
2.
Februar 2014 (
Urk.
49) Stellung
. D
ie Beigeladene
liess sich
innert der ihr angesetzten Frist (vgl.
Urk.
46
und
Urk.
48/2
) nicht ver
nehmen
. Am 4. März
2014
wurden die Stellungnahmen der Parteien der jewei
ligen Gegenpartei sowie der Beigeladenen zur Kenntnis gebracht (
Urk.
50)
.
Mit
V
erfügung vom
14. April 2014 (
Urk.
52)
wurden
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
sämtliche aktenkundigen gutachterlichen Beurteilungen
unter
breitet
,
und
sie
wurden
ersucht, die vom Gericht formulierten Fragen
(
Urk.
52 E.
2.3)
zu be
antworten.
Die
Stellungnahme
n
von
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
erging
en am 28. (
Urk.
54)
beziehungsweise
am 30. April 2014
(
Urk.
56)
und wurden den Parteien am 7. Mai 2014 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
58).
Am 14.
August 2014 äusserte sich
med.
pract
.
C._
aufforderungsgemäss (vgl.
Urk.
58)
z
u den Stellungnahmen
der beiden Vorgutachter
(
Urk.
62). Seine Eingabe wurde
den Parteien und der Beigeladenen am 19. August
2014 zur Kenntnis gebracht
(
Urk.
64).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG)
. Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sin
ne von Art. 17
Abs.
1 ATSG dar.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer mate
riellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sachverhalts
abklärung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V
108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.3
Bei Gerichtsgutachten weicht das Gericht nach der Pra
xis nicht ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der me
d
izinischen Fachleute ab, deren Aufgabe es ist, ihre Fach
kenntnisse der Gerichtsbarkeit zur Verfügung zu stel
len, um einen bestimmten Sachverhalt medizinisch zu erfas
sen. Ein Grund zum Abweichen kann vorliegen, wenn die
Gerichtsexper
tise
widersprüchlich ist oder wenn ein vom Gericht eingehol
tes Obergutachten in überzeugender Weise zu andern Schluss
folgerungen gelangt. Abweichende Beurteilung kann ferner ge
recht
fertigt sein, wenn gegensätzliche Mei
nungsäusserungen anderer Fachleute dem Gericht als trif
tig genug erschei
nen, die Schlüssigkeit des
Gerichtsgutach
tens
in Frage zu stellen, sei es, dass es die Überprüfung durch eine weitere Fachperson im Rahmen einer
Ober
expertise
für angezeigt hält, sei es, dass es ohne eine solche vom Ergebnis des Gerichtsgutachtens abweichende Schluss
folgerungen zieht (BGE 125 V 351 E. 3b/
aa
).
2.
2.1
Streitig und zu prüfen ist, ob die
B
eschwerdegegnerin
am 11. Oktober 2011
zu Recht die Aufhebung der seit März 2007 ausgerichteten ganzen Rente
verfügt
hat
.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
ging
zur Hauptsache
gestützt auf das
Gutachten von
Dr.
Z._
vom Januar 2011
davon aus,
dass
sich
der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin verbessert habe und
sie seit
Februar 2010
in
jegliche
n
Tätigkeiten,
mithin
auch
in
ihre
r
zuletzt ausgeübte
n
Tätigkeit,
zu
70
%
arbeits
fähig sei
, womit
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 30
%
resultiere
(
Urk.
2,
Urk.
6
)
.
In ihrer Stellungnahme zum Ger
ichtsgutachten vom Januar 2014 (
Urk.
49) hielt die Beschwerdegegnerin
fest, d
ie
vo
n
med.
pract
.
C._
attestierte
Arbeits
unfähigkeit
von 100
%
sowohl in
der angestammten
als
auch in
einer ange
passten
Tätigkeit
sei
a
ufgrund der Feststellungen im Gutachten
nicht nachvoll
ziehbar.
D
ie - einzeln genannten - Hobbies, denen die Beschwerdeführerin laut Gutachten nachgehe und das täglich absolvierte Fitnessprogramm liessen sich nicht mit einer erheblichen depressiven Störung vereinbaren. Auch fehle es an einem sozialen Rückzug
(S. 2 Mitte)
.
Aufgrund der diagnostizierten
Persönlich
keitsstörung
sei nicht von einer erheblichen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen
(S. 2 unten)
.
Vielmehr sei diese im Zusammenhang mit der depres
siven Störung zu beurteilen, wobei die Angaben zu Tagessgestaltung, sozialen Bezügen und Hobbies massgebend seien
(S. 2 f.)
. Wenn nun
eben dieselben Funktionen beurteilt würden, so sei keine erhebliche gesundheitsbedingte Einschränkung ersichtlich. D
er Gutachter
begründe auch nicht, weshalb die
Beschwerdeführerin nicht auf ihre Ressourcen zurückgreifen könnte
(
S. 3 oben
)
.
Die retrospektive Einschätzung, wonach eine Verbesserung gar nie stattge
funden habe, sei nicht nachvollziehbar begründet
und
vermög
e die Aussagen der Vorgutachter,
welche
beide
nach eigenständiger Untersuchung
eine Ver
besserung des
Gesundheitszustands postuliert hätten, nicht
zu widerlegen
(
S.
3
Mitte
).
2.3
Die
Beschwerdeführer
in
stellt
e
sich
demgegenüber
auf den Standpunkt
, dass sich ihr Gesundheitszustand seit dem Jahr 2008 nich
t in erheblichem Au
smass verbessert habe. Ihre
Arbeitsfähigkeit sei weit stärker eingeschränkt als von
Dr.
Z._
festgestellt, und
es
sei
ihr weiterhin nicht möglich
,
einer Erwerbs
tätigkeit nachzugehen
.
Auf
das
Gutachten
von
Dr.
Z._
könne
- aus näher dargelegten Gr
ünden - nicht abgestellt werden (
Urk.
1 S. 4 f.,
Urk.
16 S. 2 f.)
und a
uch das Gutachten von
Dr.
B._
reiche für eine gerichtliche Beur
teilung
der Arbeitsfähigkeit nicht aus (
Urk.
30
Ziff.
1).
Abzustellen sei auf das
Gerichtsgutachten, welches
nachvollziehbar und s
chlüssig erscheine (
Urk.
47).
2.4
Die Beigeladene
machte
gestützt auf die Gutachten
von
Dr.
B._
und
Dr.
A._
eine Restarbeitsfähigkeit
von 50
%
bis 6
0
%
geltend (
Urk.
23).
3.
3.1
Die
Rentenzusprache
vom Juli 2008
erfolgte im Wesentlichen gestützt auf das von der Beschwerdegegnerin
eingeholte
psychiatrische Gutachten von
Dr.
med.
D._
,
Facharzt für
Psychiatri
e und Psychotherapie
,
Klinik
E._
,
vom 18. April 2008
(
Urk.
7/37
;
vgl.
Urk.
7/39/3).
3.2
Nach
am 19. Februar und am 4. April 2008 durchgeführter Untersuchung nannte
Dr.
D._
a
ls Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige bis schwere Episode mit somatischen Symptomen
, ICD-10 F33.11, F33.
2
(S. 6
Ziff.
5.1)
.
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er ein Alkohol- und ein Kokainabhängigkeitssyndrom mit gegenwärtiger Abstinenz bezüglich beider Substanzen sowie anamnestisch eine langjährige, aktuell wieder
exazerbierte
Bulimia
nervosa
(S. 7
Ziff.
5.2).
Für die bisherige
Tätigkeit
attestierte
Dr.
D._
der Beschwerdeführerin eine Arbeitsunfähigkeit von
100
%
seit 29. März 2006
.
Er führte aus, die
Arbeits
unfähigkeit sei auf
eine
sehr stark reduzierte emotionale Belastbarkeit, allge
meine Erschöpfung, rasche Ermüdbarkeit, Konzentrationsstörungen, Antriebs
störungen und formale Denkstörungen zurückzuführen. Für adaptierte Tätig
keiten sei die Beschwerdeführerin im gleichen Zeitraum ebenfalls zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 8
Ziff.
7.1-3).
Insgesamt könne man
von e
in
er
sehr offene
n
Prognose bezüglich de
s
Verlauf
s
der
psychischen Störungen sprechen (S. 7 unten). Die intensive tagesklinische Behandlung soll
t
e weiterhin konsequent fortgesetzt werden.
Aufgrund der physischen Erschöpfung empfehle e
r zusätzlich ein Kö
rperaufbautraining
. Unter diesen therapeutischen Massnahmen könnte
n
die A
rbeitsfähigkeit beziehungs
weise
Wiedereingliederung
im günstigsten Fall in etwa sechs Monaten
neu eval
uiert
werden
(S. 8
Ziff.
8.1).
4.
4.1
Im Rahmen des im
Dezember
2008
eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens ergin
gen folgende medizinische Berichte:
4.2
Am 24. März 2009 berichteten d
ie Ärzte des
F._
, Psychiatri
sche Privatklinik
(
Urk.
7/
49), welche die Beschwerdeführerin vom 14. Dezember 2007 bis 19. März 2008 stationär
(vgl.
Austrittsbericht vom 13. Mai 2008,
Urk.
7/57/56-58
)
, vom 1. April bis 8. Juni 2008 teilstationär
(vgl.
Austrittsbe
richt
vom 25. August 2008,
Urk.
7/57/47-50)
und
vom 9. bis 1
2.
Juni 2008 im Rahmen einer Krisenintervention erneut stationär
(vgl.
Kurz-Austrittsbericht
vom 20. Juni 2008,
Urk.
7/57/51-52
)
behandelt hatten und bei welchen die Beschwerdeführerin
ab
18. Juni 2008 ambulant
in Behandlung stand (
Ziff.
1.3
).
Sie nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
rezidivierende depressive Störung mit derzeit mittelschwerer depressiver Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)
Bulimia
nervosa
, aktuell intermittieren
d
bulimisches
Essverhalten (ICD
10 F50.2)
Alkoholabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F
10.
21)
Kokainabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F14.21)
Die Ärzte führten aus,
o
bwohl die Beschwerdeführerin noch immer über chroni
sch
e
fibromyalgische
Schmerzen, leichte Ermüdbarkeit, Konzentrations- und Merkfähigkeitsstörungen, Erschöpfung sowie über Stimmungsschwankungen und Ängste klage, gelinge es ihr inzwischen, auf den Konsum von Alkohol und Kokain zu verzichten und auch das
bulimische
Essverhalten sowie
gegenregu
lierende
Massnahmen weitgehend zu kontrollieren (
S. 3 oben
).
Die Beschwer
deführerin befinde sich derzeit in ihrer ambulant-psychotherapeutischen Behandlung mit kognitiv-verhaltenstherapeutischem Schwerpunkt. Die Gesprä
che fänden in zwei- bis dreiwöchigen Abständen statt, dienten der Überwa
chung und Anpassung der Medikation, seien klärenden und stützenden Inhaltes und hätten zu einer Stabilisierung des bisherigen Zustandsbildes geführt. Die Medikation mit
Seroquel
habe inzwischen
auf 100 mg/d
reduziert werden können
, die
antidepressive Medikation mit
Fluoxetin
werde in der Dosierung von 20 mg/d weitergeführt
(
Ziff.
1.5). Aus psychiatrischer Sicht bestünden vor allen Dingen eine verminderte Belastbarkeit, eine verminderte Konzentrations
fähigkeit, diffuse Ängste, innere Unruhe und Stimmungsschwankungen. Diese Symptome sowie die Suchtproblematik begründeten eine verminderte Leis
tungsfähigkeit sowie eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für die zuletzt ausge
übte Tätigkeit als Barmanagerin (
Ziff.
1.7).
4.3
In ihrem Verlaufsbericht
vom
1
3. Juli 2010
(
Urk.
7/57/44-46)
diagnostizierten
die
Ärzte des
F._
zusätzlich zu den bereits im Bericht vom März 2009 genannten Diagnosen
eine
kombinierte Persönlichkeitsstörung mit narzisstischen und emotional instabilen Zügen (ICD-10 F61.0)
.
Sie
führten aus, der Beschwerdeführerin geli
nge es trotz regelmässiger Rück
schläge (häufige Fehlzeiten, Überforderung mit nachfolgenden körperlichen Erschöpf
ungszustän
den, Versagensgefühle und -ängste sowie innere
Blockade) sehr langsam, wieder mehr Selbstvertrauen aufzubauen und ihre
n
Alltag konstruktiver zu gestalten. Hilfreich erwiesen sich hier gezieltes körperliches Aufbautraining, das sie unter Anleitung im Fitnessstudio durchführe, sowie die Ressourcenaktivierung im Rahmen von ambulanter Ergotherapie (S. 3).
4.4
In s
einem am 10. Januar 2011 im Auftrag der Beschwerdegegnerin erstatteten Gutachten (
Urk.
7/57/1-33)
nannte
Dr.
Z._
nach am 1. Juli 2010 durchge
führter
psychiatrischer
Untersuchung folgende Diagnosen
(S. 11
Ziff.
4
):
k
ombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0), seit Adoleszenz
mit
histrionischen
, narzisstischen und emotional instabilen Anteilen
mit
Bulimia
nervosa
(ICD-10 F50.2)
mit Konsum von Alkohol, Kokain,
Cannabinoiden
und Tabak
mit rezidivierender depressiver Störung, gegenwä
rtig remittiert (ICD
10 F33.4).
Der Gutachter führte aus, a
ktuell würden von der Beschwerdeführerin subjektiv weiterhin depressive Symptome genannt. Sol
ch
e seien aber nicht ausreichend objektivierbar
.
Aus objektiver Sicht würden die Eingangskriterien der ICD-10 für eine depressive Störung aktuell nicht (mehr) erfüllt. Auf die subjektiv wechselhaften Verstimmungen der Beschwerdeführerin allein könne aus
versi
cherungsmedizinischer
Sicht nicht abgestellt werden (S. 13
Mitte und
unten).
Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass die Angaben zur Gültigkeit der Ant
worten
im Rahmen
eines - näher
genannten - Testverfahrens
auf de
r
Korrek
turskala
eine aussergewöh
nli
c
he Zustimmungstendenz gezeigt hätten, die als Verdeutlichungstendenz oder möglicherweise Simul
a
tion gewertet werden könne.
Zudem sei eine eindeutige Abgrenzung eigentlicher depressiver Zustandsbilder von Stimmungsschwankungen im Rahmen der kombinierten Persönlichkeitsstörung nicht mit ausreichender Wahrscheinlichkeit möglich.
Ein relevanter mindernder Einfluss eines eigenständigen depressiven Syndroms auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei nicht begründbar (S. 14 oben).
E
ine leicht ausgeprägte Persönlichkeitsstörung, wie sie bei der Beschwerde
führerin seit der Adoleszenz vorliege,
habe gemäss seiner Einschätzung
einen relevanten (krankheitsbedingten) Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit von 30
%
Minderung (von 100
%
)
auf dem ersten ausgeglichenen Arbeitsmarkt (S. 15 Mitte).
Im
Fall der Beschwerdeführerin
seien
ihr wechselnder Konsum von Alkohol, Kokain und
Cannabinoiden
, die
Bulimia
nervosa
und die gegenwärtig remit
tierte rezidivierende depressive Störung als Ausdruck von und somit Teil der kombinierten Persönlichkeitsstörung mit
histrionischen
, narzisstischen und emotional instabilen Anteilen einzuordnen („sekundär“ im
versicher
ungsmedi
zinischen
Sinn). Die De
fizite, die mit diesen „Teilstörungen“ verbunden seien, könnten grundsätzlich ein Ausmass erreichen, das zu einer eigenständigen deutlichen Minderung der Arbeitsfähigkeit (über die durch die
Persönlichkeits
defizite
begründbaren 30
%
von 100
%
hinaus
)
führ
en könne. Das sei beispiels
weise zu Zeiten einer ausgeprägten Alkoholabhängigkeit, eines vollständig unstrukturierten Konsums von Kokain, mehrfach
er
täglicher Ess-Brech-Anfälle und/oder eines mittelgradigen bis schweren depressiven
Syndroms anzuneh
men. Ein solches Ausmass einer der „Teilstörungen“ sei bis 2006 aber im Fall der Beschwe
rdeführerin nicht dokumentiert
(S. 15 unten, S. 16 oben).
Im Juni 2010 (Zeitpunkt der aktuellen Untersuchung) sei die
i
m Gutachten von
Dr.
D._
vom 18. April 2008
postulierte depressive Episode
sicher
remittiert
gewesen
, wobei aufgrund der Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der aktuellen Untersuchung davon ausgegangen werden könne, dass dies bereits ab Februar 2010 der Fall gewesen sei.
Eine wesentliche Verbesserung des Gesundheitszustands im Vergleich zum März 2006 (erste dokumentierte depres
sive Episode) beziehungsweise vom März 2008 (Gutachten von
Dr.
D._
) könne somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ab Februar 2010 angenom
men werden. Vor, während und nach diesen abgrenzbaren depressiven Episoden und ihren stationären Behandlungen sei
aufgrund der Defizite einer leicht aus
geprägten kombinierten Persönlichkeitsstörung
von
einer
Arbeitsunfähigkeit von 30
%
von 100
%
in jeder Art von Tätigkeit seit Adoleszenz
auszugehen
(S.
16 unten, S.
17 oben
, S. 17 f.
Ziff.
6
).
Krankheitsfremde Gesichtspunkte wie etwa eine Verdeutl
ichungstendenz, Widersprüche,
psychosoziale Faktoren wie Abstinenz vom und Lage am Arbeitsmarkt, finanzielle Sorgen sowie persönliche Berufswünsche als Kunstschaffende erklärten ausreichend die Diskrepanz zwi
schen der objektiven Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit und der subjektiv genannten (S. 18
Ziff.
8).
4.5
In ihrem Bericht vom
5. Mär
z 2012
(
Urk.
17)
erklärte
G._
,
Fachärz
tin
für
Neurologie
,
H._
,
mit den von
Dr.
Z._
gestellten Diagnosen und der von ihm geschätzten Arbeitsfähigkeit von 70
%
nicht ein
verstanden
zu sein
. A
ls
zusätzlich
e
Diagnosen
seien
r
ezidivierende depressive Episoden, aktuell mittelgradig (ICD-10 F33.1), eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
sowie
eine Persönlichkeitsveränderung nach psychischer Erkrankung und Missb
rauch in der Kindheit
zu nennen (
Ziff.
1). D
ie Belastbarkeit der Beschwerdeführerin sei stark beeinträchtigt.
Sie
sollte in geschütztem, angepasstem Rahmen stundenweise einen Arbeitsbelastungs-Auf
bau durchführen (
Ziff.
2). Seit 2006 bestünden unveränderte körperliche Beschwerden unterschiedlicher Lokalisation, welche unterschiedlich beeinträch
tigend seien. Betreffend die emotionalen Schwankungen sei eine Stabilisierung eingetreten, es bestehe aber nach wie vor eine reduzierte Belastbarkeit. Das Zustandsbild sei chronisch (
Ziff.
3).
4.6
In
ihrem im Auftrag der Beigeladenen erstatteten Gutachten
vom 20. Juni 2012
(
Urk.
24/2)
gelangte
Dr.
A._
zum Schluss, dass sich eine
anhaltende Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit aufgrund der
geklagten
somatischen Beschwer
den
zurzeit
aus neurochirurgischer Sicht nicht begründen
lasse
(S. 16 f.
lit
. B).
4.7
I
n seinem im Auftrag der Beigeladenen
am 10. Juli 2012
erstatteten Gutachten (
Urk.
24/1)
nannte
Dr.
B._
nach am 18. Juni 2012 durchgeführter
psychi
atrischer
Untersuchung
folgende Diagnosen (S. 8
Ziff.
4)
:
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leicht- bis mittelgradige Episode (ICD-10 F33.0/1)
Bulimia
nervosa
, mässig ausgeprägt (ICD-10 F50.2)
Status nach Kokainabhängigkeit, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F14.20)
Status nach Alkoholabhängigkeit, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F10.20)
akzentuierte Persönlichkeitszüge
(ICD-10 Z73.1)
Dr.
B._
führte aus, die rezidivierende depressive Störung sei der
Hauptbe
fund
(S. 9 oben)
. Eine Persönlichkeitsstörung könne bei der Beschwerdeführerin nicht diagnostiziert werden. Sie wirke zwar farbig, fröhlich und attraktiv, was aber ihren Persönlichkeitseigenarten zugeord
net werden könne. Sie sei kaum
n
a
rzisstisch, nicht emotional instabil und auch nicht
histrionisch
. Zusammen
gefasst könnten akzentuierte Persönlichkeitszüge diagnostiziert werden, welche seit jeher bestünden
(S. 9 unten).
Die Beschwerdeführerin
betreibe heute diverse Lebensaktivitäten, welche mit einer bedeutenden Depressivität nicht in Über
einstimmung gebracht werden könnten.
So gehe sie drei- bis viermal pro Woche in ein Fitnesscenter und übe diverse Hobbies intensiv aus. Sie halte sich auch eine Katze. Den Haushalt halte sie sauber und sie mache die Einkäufe selber. Derartige Lebensaktivitäten wären bei einer bedeutenden Depression nicht möglich.
Die Beschwerdeführerin spüre selber, dass es ihr besser gehe, weshalb sie daran sei, sich arbeitsmässig wieder aufzubauen (S. 10 oben).
Die
Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
könne heute als zu 40
%
bis 50
%
eingeschränkt gelten. Zu dieser Beurteilung führe in erster Linie die gebesserte rezidivierende depressive Störung. Die durchgeführten therapeutischen Mass
nahmen seien
indes
nicht vollumfänglich genügend. Die Beschwerdeführerin suche zwei- bis dreiwöchentlich eine Psychologin auf, sie nehme aber ein Medi
kament
(
Seroquel
, vgl. S. 8 Mitte)
nicht in genügendem Ausmass ein. Die Prog
nose sei vorsichtig positiv.
Es
müsse auf
- näher genannte -
ungünstige psy
chosozia
le Faktoren hingewiesen werden
(S. 10 unten). Er gehe davon aus, dass diese Faktoren dazu führten, dass die Beschwerdeführerin ihre
Restarbeitsfähig
keit
von 50
%
bis 60
%
nicht realisiere (S. 12
Ziff.
12).
Aus psychiatrischer Sicht sei seit 2009 eine Verbesserung des Gesund
heits
zustan
des eingetreten, die Beschwerdeführerin habe sich teilweise von den Depressionen lösen können (S. 12
Ziff.
9).
4
.8
In seinem im Auftrag
des Gerichts
am
14. Januar 2014
erstatteten Gutachten
(
Urk.
44) nannte med.
pract
.
C._
nach am
28. August und 9. Oktober 2013 durchgeführte
r
psychiatrischer
Untersuchung
(vgl. S. 2 Mitte)
folgende Diagno
sen
(S. 40 oben):
kombinierte Persönlichkeitsstörung emotional-instabiler und
histrioni
scher
Prägung (ICD-10 F61.0)
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischen Symptomen (ICD-10 F33.11), anamnestisch auch schweren Grades ohne psychotische Symptome (ICD-10 F33.2)
anamnestisch Alkoholabhängigkeitssyndrom mit gegenwärtig episodi
schem Substanzkonsum (ICD-10 F10.26)
anamnestisch Kokainabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10 F14.20)
Bulimia
nervosa
(ICD-10 F50.2)
Zum aktuellen Gesundheitszustand führte der Gutachter aus, dieser sei durch eine mittelschwere rezidivierende depressive Störung gekennzeichnet, deren subjektive Beeinträchtigungen nach gutachterlichem Ermessen über das objektiv feststellbare Mass hinausgingen, wobei sich der objektiv weniger depressiv wir
kende Untersuchungseindruck (gegenüber dem subjektiven Erleben) psychody
namisch aus dem Bemühen der Beschwerdeführerin um einerseits Selbstkon
trolle und andererseits Gesichtswahrung gegen aussen herleite (S. 44
Ziff.
1).
In diesem Zusammenhang sei von einer Dissimulation der psychischen Befindlich
keit zu sprechen (S. 37 unten).
Vom Vorliegen einer klinisch manifesten und anhaltenden depressiven Störung sei ab etwa dem Jahr 2006 auszugehen, ohne dass sich im zeitlichen Verlauf bis anhin eine deutliche Symptomlinderung eingestellt habe. Zwar sei im
Austritts
bericht
des
F._
über die dortige
Hospitalisation
vom Dezem
ber 2007 bis März 2008 eine deutliche Besserung der depressiven Störung nach den
Vorhospita
lisationen
im Jahr
2006 vermerkt und habe die Beschwerde
führerin gleichfalls gegenüber
Dr.
Z._
eine zeitweilige Befindlichkeitsver
besserung angetönt. Für den ak
tuellen Gutachter ergäben sich über den
Zeit
rahmen
seit 2006 jedoch keine genügenden Anhaltspunkte, um von zwischen
zeitlich allenfalls eingetretenen anhaltend stabilen psychischen Veränderungen im Sinne einer deutlichen Symptom-/Beschwerdereduktion ausgehen zu kön
nen
, zumal die Beschwerdeführerin Schwierigkeiten in der Anerkennung ihrer psychischen Gesundheitsproblematik aufweise und sich eher körperlich beein
trächtigt fühle
(S. 45
Ziff.
1.2). Im Zeitpunkt der Renteneinstellung im Oktober 2011 könne nicht von einer wesentlichen, dauerhaften Änderung des Gesund
heitszustands im Vergleich zu den im Zeitpunkt der
Rentenzusprache
vom Juli 2008 vorgelegenen Verhältnissen ausgegangen werden. Die therapeutischen Erfahrungen aus der ambulanten Behandlung der B
eschwerdeführerin seit dem Jahr
2008 zeichneten ein anderes Bild über die Entwicklung des Gesundheits
zustands als die von
Dr.
Z._
im Jahr 2011 beschriebene „Momentausnahme“ (S. 47
Ziff.
2).
Zur Arbeitsfähigkeit führte der Gutachter aus, gegenwärtig werde
gut
achterlicher
seits
eine bei der Explorandin bereits s
eit mehreren Jahren vor
liegende
100%ige Arbeitsunfähigkeit
sowohl in ihrem angestammten (zuletzt ausgeübten) Beruf als auch in einer Verweistätigkeit
angenommen. Diese begründe sich primär in depressionsbedingten Einbussen wie mangelnder Spannkraft, geringer Ausdauer, eingeschränkter eigener Motivationsfähigkeit und Motivationsaufrechterhaltungsfähigkeit, reduziertem Antrieb, geringer emotionaler Belastbarkeit, rascher Ermüdbarkeit, geistiger Inflexibilität und auch Interessenverlust (S. 40
Ziff.
7.2
, S. 47
Ziff.
2.3
).
Es wäre allerdings zu kurz
gegriffen, die Arbeitsunfähigkeit rein auf die Diagnose der depressiven Störung und die damit einhergehenden psychopathologischen Beeinträchtigungen abzustützen und somit den weiteren Diagnosen keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zuzuschreiben (S. 40 unten).
Gesamthaft müsse man die 100%ige Arbeitsunfähigkeit als auf einer komplexen psychischen
Gesundheits
beeinträchtigung
beruhend einstufen, wobei man die im Vorfeld der aktuellen Begutachtung erfolgten medizinisch-psychiatrischen Beurteilungen gerade auf
grund von deren Divergenz geradezu als Hinweis auf eine solche Komplexität anerkennen müsse (S. 42 Mitte).
4.9
In seiner Stellungnahme vom
28. April 2014 (
Urk.
54)
fü
hrte
Dr.
Z._
a
us, med.
pract
.
C._
bestätige mit seinem umfangreichen und differenzierten Gut
achten im Wesentlichen seine (
Dr.
Z._
) Einschätzungen. Er formuliere
jedoch
eine abweichende Wertung der rezidivier
enden depressiven Verstim
mungen, indem er sie als dauerhafte depressive Störung darstelle
(S. 2 Mitte). Seinen Argumenten könne
indes
aus rein psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht nicht gefolgt werden.
Gegenüber
Dr.
B._
habe die Beschwerde
führerin im Jahr
2012 selber angegebe
n, es sei ihr seit 2009
besser gegangen; au
ch im aktuellen Gutachten werde
die Einschätzung einer Verbesserung der depressiven Störung im Jahr 2011 durch die Beschwerdeführerin selbst erwähnt (S. 2 unten).
Diese Hinweise bestätigten die von der Beschwerdeführerin
im Juli 2010
auch ihm gegenüber gemachten Angaben, womit
seine
gutachte
rlichen Beurteilung
gerade nicht zu einer
„Momentaufnahme“
werde
(S. 3 oben).
Soweit med.
pract
.
C._
der Beschwerdeführerin für Juli 2010 eine Dissimulation unterstelle, verkenne er, dass
zu diesem Zeitpunkt im Gegenteil von einer Verdeutlichungstendenz (möglicherweise Simulation) auszugehen gewesen sei
(S. 3 Mitte
).
Das Postulat einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit für bisherige und adaptierte Tätigkeiten könne grundsätzlich kaum begründet werden; es sollten nämlich „Zumutbarkeit“ nicht mit „Gesundheit“ und „medizinisch-theoretisch“ nicht mit „individuell-realistisch“ v
erwechselt werden
. Auch bei bestehenden affektiven Symptomen und anderen psychopathologischen Phänomenen könne medizi
nisch-theoretisch eine Leistung von unterschiedlichem Ausmass erbracht wer
den
(S. 3 unten
, S. 4 oben
).
4.10
In seiner Stellungnahme vom 30. April 2014 (
Urk.
56) führte
Dr.
B._
aus, er
habe die
Beschwerdeführerin
am 18. Juni 2012 untersucht. Damals habe sie angegeben, dass es ihr oft relativ gut gehe und es selten zu schlimmen depressi
ven Phasen komme
. A
uch habe sie von einer regelmässigen Tagesgestaltung, vom Ausüben diverser Hobbies und von der Pflege einiger guter Kontakte
berichtet. Aufgrund der nicht als erheblich einzuordnenden pathologischen Befunde sei er für diese Zeit von einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode ausgegangen (S. 2 oben). Für die Zeit
ab
Oktober 2011 sei er
- gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin und das Gutachten von
Dr.
Z._
-
ebenfalls von einer leichten bis mittelgradigen depressiven Episode ausgegan
gen. Hingegen habe sich gemäss einem ärztlichen Bericht vom 5. März 2012 zu dieser Zeit wieder eine mittelgradige depressive Episode gefunden. Bei Berück
sichtigung aller ärztlichen Feststellungen sowie einer gew
issen
Schwankungs
breite
bei
rezidivierenden depressiven Störungen könne für die Zeit
ab
Oktober 2011 von einem sich tendenziell in Besserung befindenden Gesundheitszustand in Hinsicht auf die Depression a
usgegangen werden (S. 2 Mitte).
Er habe
in seinem Gutachten vom Juli
2012 keine Persönlichkeitsstörung ange
führt, sondern akzentuierte Persönlichkeitszüge
.
Dr.
Z._
habe
in seinem Gutachten vom Januar
2011 eine leicht ausgeprä
gte Persönlichkeitsstörung fest
gestellt (S. 2 f.). Unter Berücksichtigung der Arztberichte könne davon aus
gegangen werden, dass im Oktober 2011 keine Persönlichkeitsstörung vorgele
gen habe, hingegen habe von akzentuierten Persönlichkeitszügen ausgega
ngen werden können (S. 3 oben).
M
it Ausnah
me der Tätigkeit an einer Bar,
bei
welcher
mit Blick auf die
vorma
lige
Alkohol- und Kokainabhängigkeit die Gefahr eines Rückfalls bestehe
,
lies
sen
sich d
i
e von der Beschwerdeführerin früher ausgeübten Tätigkeiten
als angepasst ansehen.
Für solche
gelte das in seinem Gutachten festgelegte Aus
mas
s einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
bis
60
%
(S. 3 Mitte). Im Oktober 2011 habe - a
us näher dargelegten Gründen -
eine generelle Verbesserung des Gesundheitszustandes
und somit der Arbeitsfäh
i
gkeit
bestanden (S. 4 oben).
Die von med.
pract
.
C._
angeführten Lebensaktivitäten liessen eher auf eine leichte als auf eine mittelgradige depressive Episode schliessen (S. 4 Mitte). Persönlichkeitsstörungen entstünden gemäss ICD-10 in der Regel in der Jugend und zeigten später einen stabilen Verlauf (S. 4 unten). Es sei deshalb eher unwahrscheinlich, dass die Versicherte im Begutachtungszeitpunkt (August 2013) plötzlich eine Persönlichkeitsstörung aufweise, wodurch die Arbei
tsfähig
keit erheblich eingeschrä
nkt werde
. Auch die Lebensaktivitäten der Beschwer
deführerin könnten mit einer Persönlichkeitsstörung nicht in Übereinstimmung gebracht werden
(S. 4 f.).
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit könne med.
pract
.
C._
nicht gefolgt werden. Weshalb er bei einer doch insgesamt verbesserten Depression und einer
Persön
lichkeitsstörung
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
annehme, könne er (
Dr.
B._
) nicht nachvollziehen. Er habe 2012 darauf hingewiesen, dass damals
der Medikam
entenspiegel von
Seroquel
weit
unter dem Referenzbereich gelegen habe; durch eine genügende Behandlung könnten störende
Persönlich
keitszüge
günstig beeinflusst werden, was sinnvoller wäre, als die von med.
pract
.
C._
vorgeschlagene stationäre Behandlung, die er nicht unterstützen könne (S. 5 Mitte).
Med.
pract
.
C._
stufe
die psychosozialen Belastungsfaktoren in seinem Gutach
ten als Folge der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung ein. Diese Ansicht sei nicht nachvollziehbar. Die Versicherte sei seit Jahren nicht
arbeits
tätig
, habe sich an das Frühpensionierten-Leben gewöhnt, werde vom
Sozial
dienst
unterstützt und habe kaum finanzielle Probleme. Es sei offensichtlich, dass diese Faktoren nicht einer psychischen Störung zugerech
net werden könnten (S. 6 oben).
4.11
I
n seiner Stellungnahme vom 14. August 2014 (
Urk.
62)
führte med.
pract
.
C._
aus
,
durch die
Stellungnahmen von
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
ergebe sich kein Anlass, die Sch
lussfolgerungen im Gutachten vom Januar
2014 zu
korrigieren
oder zu revidieren (S. 2 oben).
Die
von
Dr.
Z._
postulierte
(nur vermeintliche) Besserung der depressiven Symptomatik im Jahr 2011 biete noch keinen genügenden Anhaltspunkt dafür, daraus eine teilweise oder vollständige Wiederherstellung
der
Arbeitsfähigkeit herleiten zu können (S. 2 Mitt
e).
Im Gutachten vom Januar
2014 werde die rezidivierende depressive Störung lediglich als primär, nicht jedoch alleinig mit der postulierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit in Verbindung gesetzt (S. 3 o
ben).
Den Ausführungen von
Dr.
B._
,
dass
die Lebensak
tivitäten der
Beschwerde
führerin
eher
auf eine leichte als eine mittelschwere Depression schliessen liessen, könne man vorderhand folgen. Jedoch müsse darauf hinge
wiesen werden, dass die Explorandin ihre Hobbies entgegen früher einge
schränkt habe und insbes
ondere auf die bei der seit 2008
behandelnden Psy
chotherapeutin eingeholte Auskunft, die bei der Explorandin zwar auch einen wechselnden Verlauf der psychischen Befindlichkeit beobachtet habe, aber auch anzugeben gewusst habe, dass nach ihrem Eindruck die Phasen schlechte
r
psy
chischer Befindlichkeit län
ger geworden seien (S. 4 oben). Entgegen
Dr.
B._
sei im Gutachten vom Januar 2014 an
keiner Stelle davon gespro
chen
worden
, dass die Explorandin plötzlich im August 2013 eine ihre Arbeits
fähigkeit erheblich beeinträchtigende
Persönlichkeitsstörung aufgewiesen habe
.
Vielmehr sei dargelegt worden, dass der Beginn der Persönlichkeitsstörung ab der Kindheit/Jugend und eine Manifestation ab dem Erwachsenenalter kenn
zeichnend seien.
Zudem müsse als unzutreffend erachtet werden, dass die
Lebensaktivitäten der Explorandin praktisch pauschal nicht mit einer
Persön
lichkeitsstörung
in Übereinstimmung gebracht werden könnten (S. 4 Mitte).
5
.
5
.1
Strittig
und zu prüfen
ist, ob im Zeitpunkt der Rentenaufhebung
(Oktober 2011) im Vergleich zum Jahr
2008 eine revisionsrelevante Veränderung
eingetreten ist
(vgl. vorstehend E. 1.1)
und wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in diesem Zeit
punkt verhält.
5.2
I
m Jahr 2008
diagnostizierte
Dr.
D._
eine
auf dem Boden einer
rezidivieren
den depressiven Störung
bestehende
mittelgradige
bis schwere depressive Epi
sode mit somatischen Symptomen
und attestierte
der Beschwerdeführerin sowohl für die angestammte
Tätigkeit als auch für
adaptierte Tätigkeiten eine volle Arbei
tsunfähigkeit
(vgl. vorstehend E. 3.2
).
Zur
Frage, ob seither bezüglich des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähig
keit eine Veränderung eingetreten ist,
äusserten sich
Dr.
Z._
in seinem Gut
achten vom Januar 2011 (vorstehend E. 4.4)
,
Dr.
B._
in seinem Gutachten
vom Juli 2012 (vorstehend E. 4.7)
und
med.
pract
.
C._
in seinem Gutachten vom Januar 2014 (vorstehend E. 4.8)
. Sodann liegen je eine Stellungnahme von
Dr.
Z._
(vorstehend E. 4.9) und
Dr.
B._
(vorstehend E. 4.10) zum G
ut
achten von med.
pract
.
C._
sowie eine Stellungnahme von med.
pract
.
C._
zu den Stellungnahmen der Vorgutachter (vorstehend E. 4.11) vor.
Diese Aktenlage erlaubt es, die
im vorliegenden Verfahren
strittige Frage
in einer wertenden Gesamtschau zu beantworten.
5.3
Während
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
im
Oktober 2011 von einem
im Vergleich zum Jahr 2008 verbesserten Gesundheitszustand ausgingen und der Beschwer
deführerin
eine Arbeitsfähigkeit von
70
%
(
Dr.
Z._
, vorstehend E. 4.4
) beziehungsweise 50
%
bis 60
%
(
Dr.
B._
, vorstehend E. 4.7
) attestierten, verneinte med.
pra
ct
.
C._
eine Verbesserung
und attestierte der Beschwerde
führerin eine
seit dem Jahr 2006
anhaltende Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für jegliche Tätigkeiten
(vorstehend E. 4.8)
.
Med.
pract
.
C._
ging vom Vorliegen einer
anhaltenden
, mittelschwer
en depressi
ven Störung
aus und
begründete die von ihm attestierte volle Arbeits
unfähigkeit primär mit den depressionsbedingten Einbussen
.
Dagegen wandten
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
ein, dass im Zeitpunkt ihrer Untersuchung
vom Juli 2010 beziehungsweise Juni 2012 die Depressivität remittiert (
Dr.
Z._
, vorstehend E. 4.9
) beziehungsweise
nurmehr
eine leichte bis mittelgradige Depressivität zu erheben
(
Dr.
B._
, vorstehend E. 4.10
) gewesen sei.
Zur
Begründung der von ihnen
im
Oktober 2011 postulierten Verbesserung ver
wiesen
sie
unter anderem
auf die Angaben
der Beschwerdeführerin
im Rahmen
d
er erfolgten
Begutachtungen.
5.4
Anlässlich der Begutachtung durch
Dr.
D._
im
Februar und April
2008
berich
tete die Beschwerdeführerin
unter anderem
, seit der Trennung vom letzten Freund im Jahr 2007 nicht mehr aus dem depressiven Loch herauszukommen, sich seit einigen Monaten nicht einmal mehr mit Sudoku beschäftigen zu kön
nen, wegen Migräne das Licht nicht mehr zu ertragen und sich ganz verzweifelt und überhaupt nicht mehr in der Lage zu fühlen, etwas zu arbeiten (
Urk.
7/37 S.
4 f.).
Anlässlich der Begutachtung dur
ch
Dr.
Z._
im Juli 2010 gab die
Beschwerde
führerin
demgegenüber
an
, die Depressionen seien im Vergleich zu 2007 seit 2009 besser geworden. Sie sei nicht mehr ununterbrochen traurig, könne auch wieder lachen und habe mehr Antrieb, aktiv zu sein. Seit Februar 2010 sei ihr Zustand „wieder gut“ (
Urk.
7/57 S. 5 oben).
Im Juni 2012 führte
sie
g
egenüber
Dr.
B._
aus, bis 2009 eine relativ schlimme Zeit durchgemacht zu haben, da die Depressionen oft ein starkes Ausmass angenommen hätten. Immer wieder habe sie Selbstmordimpulse verspürt. Sie habe antidepressiv wir
kende Medikamente eingenommen. Erst seit 2009 gehe es ihr besser. Seither fühle sie si
ch nicht mehr ständig traurig,
lache wieder und verspüre mehr Antrieb. Ähnlich gehe es ihr auch jetzt, die Verstimmungen seien wechselhaft ausgeprägt. Nur selten komme es zu schlimmen Phasen, oft gehe es ihr relativ gut
. Mit den Depressionen gehe es ordentlich, weshalb die
F
lucitine
-Dosis
habe
reduziert werden können
. Da es ihr besser gehe, plane sie die Wiederaufnahme einer Arbeitstätigkeit
(
Urk.
24/1 S. 5 unten, S. 6 oben).
5.5
D
ie
übereinstimmenden
Angaben der Beschwerdeführerin
anlässlich der Begut
achtungen durch
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
lassen darauf schliessen, dass
sich ihr
gesundheitliche
r
Zustand im
Verlauf
verbessert hat
und jedenfalls ab dem Jahr 2009 nicht mehr vom Vorliegen einer
mittel- bis
schwer
gradige
n
Depressivität, wie sie
Dr.
D._
im Jahr 2008
noch
diagnostiz
i
ert hatte,
ausge
gangen werden konnte. Entsprechend
bezeichneten
die Ärzte des
F._
in ihrem Bericht vom
März 2009 (vorstehend E. 4.2)
die
Depressivität
als
nurmehr
mittelschwer
ausgeprägt
und berichteten sie,
dass mittels der ab
Juni
2008 durchgeführten ambulant-psychotherapeutischen Behandlung eine Stabilisierung des Zustandsbildes
habe erreicht werden können. Besagtem Bericht ist
weiter
zu entnehmen
, dass die Beschwerdeführerin - wie von
Dr.
D._
empfohlen
(vgl. vorstehend E. 3.2
)
-
zwischenzeitlich
ein körperli
ches Aufbautraining
in einem Fitnessstudio aufgenommen
hatte
und
sich zur R
essourcenaktivierung
in
ambulante
Ergotherapie
begab,
was sich positiv auf ihren
Gesundheitszustand auswirkte.
Die Angaben der Be
schwerdeführerin anlässlich der
Begutachtungen zeigen sodann, dass sie
im
weiteren Verlauf
i
hre Lebensak
tivitäten
zu steigern
ver
mochte
und
sie
f
ähig
war
, ihren Tag zu gestalten
.
So gab
sie
a
nlässlich der Begutachtung durch
Dr.
Z._
im Juli 2010 an, dass sie
ihren Haushalt selb
ständig besorge, sich um eine Katze kümmere, ihre Therapietermine wahr
nehme und
ins Fitness-Center gehe. Anlässlich der Begutachtung durch
Dr.
B._
im Juni 2012 schilde
r
te sie, dass sie oft Velo fahre, viermal wöchentlich
ins Fitness-Center gehe, ihre Einkäufe erledige und - obwohl sie eher zurückgezogen lebe - einige gute Kontakte pflege (
Urk.
24/1 S. 6 obe
n, S. 6 Mitte). Zu den Hobbies, denen sie nachgehe,
zählten
Malen, Töpfern,
Musikhö
ren
und Tanzen.
Zudem
interessiere sie sich für Literatur (
Urk.
24/1 S. 6 Mitte).
M
ed.
pract
.
C._
gegenüber berichtete die Beschwerdeführerin im August und Oktober 2013, sehr viele - näher genannte - Hobbies zu haben, wobei sie aktuell den Hobbies Kochen, Lesen und Flamencotanzen nachgehe. Ferner male sie sehr gerne. Ein Teil der früheren Hobbies habe sie aus motivationalen Gründen (
Anmerkung des Gutachters:
keine Lust) auch wieder aufgegeben (S. 18 unten, S. 19 oben). Sie sei ein sehr aktiver Mensch, müsse immer etwas machen und aufnehmen (S. 17 unten). Bezüglich Freundes-
/
Kollegenkreis sei es teils-teils. Sie habe eine Freundin von ihrer früheren Arbeitsstelle, wolle allerdings den Kontakt zu dieser nicht zu eng halten. Mit dieser Freundin telefoniere sie, hin
gegen wolle sie derzeit beispielsweise nicht
mit ihr
in den Ausgang gehen. Aktuell habe sie einen gewissen Kollegenkreis, jedoch keinen Freundeskreis.
Ihre aktuell wichtigsten Bezugspersonen seien
ihre Tochter und ihre Eltern.
Sie wünsche sich nicht unbedingt mehr an Kontakten; allenfalls eine gute Freundin, mit der sie gemeinsam etwas unternehmen könnte, was vielleicht alleine nicht möglich sei. (S. 19
Ziff.
3.5).
5.6
Die von
Dr.
B._
und
Dr.
Z._
im Oktober 2011 postulierte Zustandsver
besserung findet in der dargelegten Aktenlage eine gewichtige Stütze. Zu über
zeugen vermag in diesem Zusammenhang insbesondere die Feststellung von
Dr.
B._
, wonach die Lebensaktivitäten der Beschwerdeführerin nicht mit einer bedeutenden Depressivität in Übereinstimmu
ng gebracht werden könnten.
S
eine Schlussfolgerung, wo
nach sich die Beschwerdeführerin teilweise von den Depre
ssionen habe lösen können (vorstehend E. 4.7
) beziehungsweise im Okto
ber 2011 diesbezüglich von einem sich tendenziell in Besserung befindenden Gesundheitszustand
ausgegangen werden könne (
vorstehend E. 4.10), erweist sich insgesamt
als nachvollziehbar
und schlüssig
begründet
.
5.7
Die
Einschätzung von med.
pract
.
C._
, wonach es bezüglich der depressiven Störung seit dem Jahr 2006 zu kei
ner massgeblichen Verbesserung gekommen sei,
lässt sich demgegenüber
mit der Aktenlage
nicht in Einklang bringen.
Dem Bericht der Ärzte des
F._
vom März
2009
ist zu entneh
men, dass die Beschwerdeführerin nach ihrem ersten stationären Aufent
halt in der
I._
von Ende März bis Mitte Juni 2006 (vgl.
Urk.
7/20) und ihrem daran anschliessenden
zweieinhalb
monatigen
Aufenthalt in der Klinik
J._
(vgl.
Urk.
7/18/7)
bis Ende 2007
ohne Medikamente
auskam und
fast beschwerdefrei
war
(
Urk.
7/49/2 oben und Mitte)
. Entgegen den Ausführungen von med.
pract
.
C._
ist damit
bereits
für die Zeit zwischen September 2006 und Ende 2007 eine doch längerdauernde und massgebliche Zustandsverbesserung dokumentiert.
Im Dezember 2007 wurde eine erneute
Hospitalisation
erforderlich, nachdem sich der damalige Lebensgefährte von der Beschwerdeführerin getrennt hatte (
vgl.
Urk.
7/49/2 oben und Mitte).
D
ie Begutachtung durch
Dr.
D._
, gestützt auf welche der Beschwerdeführerin im Jahr 2008 eine Invalidenrente zugespro
chen wurde,
erfolgte im Februar und
April 2008
und damit zu einer Zeit, als sich die Beschwerdeführerin - wie sie damals selber angab -
aufgrund der Tren
nung von ihrem Freund in einem depressiven Loch befand, aus welchem sie nicht mehr herauskam (
vgl.
Urk.
7/47 S. 4 unten). Dass sie sich im weiteren Verlauf aus diesem Loch herauszuarbeiten vermochte und sich ihr Zustand wenn auch
nicht
restituierte so aber doch auf einem höheren Niveau stabili
sierte,
kann
nach dem Gesagten (vorstehend E. 5.4-6)
als durch die Akten aus
gewiesen gelten.
In diesem Zusammenhang festzuhalten ist, dass a
uch
med.
pract
.
C._
in seiner Stellungnahme vom August 2014 (vorstehend E. 4.11)
ein
räumte
, dass den Ausführungen von
Dr.
B._
, wonach die Lebensaktivitäten der Beschwer
deführer
in e
her auf eine leichte als
die von ihm (
Dr.
C._
) diagnostizierte
mit
telschwere Depression schliessen liessen,
„
vorderhand gefolgt
“
werden könne
. Soweit er zur Relativierung anführte, dass die Beschwerdeführerin
ihre Hobbies
im Vergleich zu früher
eingeschränkt
habe
und nach dem Eindruck der behan
delnden
Psychotherapeutin die Phasen schlechter psychischer Befindlichkeit länger geworden seien, reicht dies nicht aus,
um
die
dargelegte
Zustandsver
besserung
in Frage zu stellen.
Abgesehen davon
ging
Dr.
B._
(im Gegen
satz zu
Dr.
Z._
)
nicht von einer
remittierten
,
sondern
lediglich von
einer
im Vergleich zum Jahr 2008
weniger schwer
ausgepr
äg
ten Depressivität aus, w
as vereinbar erschein
t mit
der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin n
ur - aber immerhin wieder
- einzelnen Hobbies nachge
h
t.
5.8
Die ärztliche Ei
nschätzung der Arbeitsfähigkeit
kann,
abhängig von der
Gut
achterperson
und von
den Umständen der Begutachtung,
eine grosse Varianz aufweisen und die ärztliche Beurteilung trägt von der Natur der Sache her unausweichlich Ermessenszüge (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.3, Urteil des Bundesge
richts 8C_25/2013 vom 20. August 2013 E. 5.1, vgl. auch Urteil des Bundesge
richts 9C_465/2013 vom 27. September 2013 E. 3.4).
Sowohl
Dr.
Z._
als auch
Dr.
B._
bezeichneten die von
med.
pract
.
C._
postulierte
100%ige
Arbeitsunfähigkeit
für jegliche
Tätigkeiten als nicht nachvollziehbar (vorstehend E. 4.9-10). Mit Blick darauf, dass med.
pract
.
C._
diese
primär mit den depressionsbedingten Einbussen begründete, diesbezüglich
aber
wie dargelegt
(vorstehend E.
5.4-6)
v
on einer
im Vergleich zu 2008
einge
tretenen Verbesserung aus
zugehen ist
,
erweist sich die
von
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
vorgebrachte Kritik als ber
echtigt.
Im Rahmen seiner Stellungnahme vom August 2014 (vorstehend E. 4.11)
hielt
med.
pract
.
C._
zwar
fest
, dass
er in seinem Gutachten
die rezidivierende depressive Störung lediglich primär, nicht jedoch alleinig mit der postulierten 100%igen Arbeitsunfähigkeit in Ve
rbind
ung gesetzt habe
. Seine diesbezügli
chen Ausführungen im Gutachten
vom Januar 2014
(
Urk.
44 S. 40 ff.
Ziff.
7.2
) lassen indes nicht erkennen, inwiefern
sich
mit Blick auf die weiteren Diagno
sen
(vgl.
Urk.
44 S. 40 unten)
, namentlich die von ihm diagnostizierte kombi
nierte Persönlichkeitsstörung,
gesamthaft gesehen (vgl.
Urk.
44 S. 42 Mitte) die Attestierung einer vollständigen Arbeit
sunfähigkeit rechtfertigen lässt. Die Ausführungen im genannten Abschnitt des Gutachtens erschöpfen sich viel
mehr in der Kritik der von
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
attestierten Arbeitsun
fähigkeiten
sowie der Feststellung, dass sich
die Suchtproblematik
- da über
wunden - nicht leistungsbeeinträchtigend auswirke
,
und lassen eine nachvoll
ziehbare Begründung der gezogenen Schlussfolgerung vermissen.
Des Weiteren wies
Dr.
B._
im Rahmen seiner Stellungnahme vom April 2014 (vorste
hend E. 4.10)
darauf hin,
dass med.
pract
.
C._
in seinem Gutachten
die psy
chosozialen
Belastungsf
aktoren in nicht nachvollziehbarer Weise als Folge der psychischen Gesund
heits
beeinträchtigung einstufe
(vgl.
Urk.
44 S. 42 Mitte)
,
währenddem
er (
Dr.
B._
) davon ausgehe
, dass diese
Faktoren
wi
e etwa
die lange Absenz vom Arbeitsmarkt
,
die Gewöhnung an das frühe Rentner
innen
dasein
und die Abhängigkeit vom Sozialamt dazu führten
,
dass die Beschwer
deführerin die
nach seiner Einschätzung bestehende Restarbeitsfähigkeit von 50
%
bis 60
%
nicht realisiere (vgl. vorstehend E. 4.7). Diese plausibel erschei
nende Kritik ist seitens med.
pract
.
C._
unkommentiert geblieben.
5.9
Insgesamt erweist sich die von
Dr.
Z._
und
Dr.
B._
im Rahmen ihrer Stellungnahmen vom April 2014 geäusserte Kritik am Gerichtsgutachten von med.
pract
.
C._
als triftig genug, um dessen Schlüssigkeit in Frage zu stellen
(vgl. vorstehend E. 1.3)
.
Dass sich der Gesundheitszustand der Beschwerde
führerin seit dem Jahr 2008 nicht verbessert haben und ihre Arbeitsfähigkeit anhaltend zu 100
%
eingeschränkt sein soll,
vermag nach dem Gesagten nicht zu
ü
berzeugen
.
In der Gesamtschau
als am überzeugendsten erweist sich die Beurteilung von
Dr.
B._
.
Im Gegensatz zur
Beurteilung
von
Dr.
Z._
trägt
diese
insbe
sondere dem Umstand Rechnung, dass die
rezidivierende depressive Störung der Beschwerdeführerin
ausgewiesenermassen
eine gewisse Schwankungsbreite aufweist
und sich deshalb einschränkend auf
die Arbeitsfähigkeit auswirkt.
5.10
Zusammenfassend ist der Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass sich der Ge
sund
h
eit
szustand der Beschwerdeführerin
im Oktober 2011
im Ver
gleich zu 2008 verbessert hat und für die von ihr früher ausgeübten Tätigkeiten - mit Ausnahme der Tätigkeit an einer Bar - eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
bis 60
%
bestand.
6
.
6.1
Zu prüfen bleib
t,
wie sich die eingetretene Verbesserung in erwerblicher Hin
sicht auswirkt
.
6.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.
3
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
ein
kommens
entscheidend, was die versicherte Person
im
massgebenden
Ze
it
punkt des
frühestmöglichen Rentenbeginns
(BGE 129 V 222) beziehungs
weise
der Erhöhung oder Herabsetzung der Rente im Falle einer Revision (Art. 88
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV)
nach dem
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesund
heitsschaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 129 V 222 E. 4.3.1 mit Hinweisen).
6.4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl
. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
6.
5
Nach dem Abschluss einer zweijährigen Bürolehre
im Jahr 1986
war die Beschwerdeführerin - teilweise durch ein
Temporärbüro
vermittelt - bei unter
schiedlichen Arbeitgebern in unterschiedlichen Branchen tätig
(vgl.
Urk.
7/7 und
Urk.
44 S. 13 unten und S. 15 f.).
A
b 1995
war sie
gemäss Angaben
im
Arbeitgeberfragebogen im
Restaurant
Y._
tätig (
Urk.
7/19
Ziff.
2.1). Im
Auszug aus dem individuellen Konto (
IK-Auszug
,
Urk.
7/15)
sind für die Jahre 1997 bis 2000 allerdings keine Einkommen dieses Arbeitgebers ausgewiesen beziehungsweise Einkommen
andere
r
Arbeitgeber
verbucht. Ununterbrochen und nur für das Restaurant
Y._
tätig war die Beschwerdeführerin ledig
lich vom Mai 2001 bis November 2006
beziehungsweise ihrem letzten Arbeits
tag im März 2006 (
Urk.
7/19
Ziff.
2.7,
Urk.
7/15/3).
Vor d
em Hintergrund dieser unsteten Erwerbsbiographie
kann nicht mit der notwendigen überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass
die Beschwerdeführerin
im Gesundheitsfall im Oktober 2011 weiterhin beim Restaurant
Y._
tätig gewesen wäre
(vgl.
Urk.
7/7/9,
Urk.
44 S. 16).
Abgesehen davon war das
im
Restaurant
Y._
erzielte Einkommen schwankend
(
vgl.
Urk.
7/15/3),
sodass
die von der Beschwerdeführerin zuletzt ausgeübte Tätigkeit insgesamt keine taugliche Grundlage zur
Ermittlung des
Valideneinkommens
darstellt. Dieses ist vielmehr gestützt auf statistische Tabellenlöhne zu ermitteln.
6.6
Nachdem die Beschwerdeführerin seit Eintritt ihres Gesundheitsschadens kei
ner Erwerbstätigkeit mehr nachging
, sind auch für die Bestimmung des
Invaliden
einkommens
statistische Tabellenlöhne heranzuziehen
.
Gemäss
Dr.
B._
sind der Beschwerdeführerin die früher ausgeübten Tätigkei
ten wie etwa das
Anwerben von Kreditkartenkunden sowie
die Arbeit im Verkauf
oder in einem
Büro
weiterhin zumutbar und besteht diesbezüglich einzig eine zeitmässige Einschränkung
(
Urk.
56 S. 3 Mitte).
Zur Ermittlung des
Invalideneinkommens
wäre
daher auf
die gleichen Tabellenlöhne
abzustellen
wie bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
.
Da die Bemessungsg
rundlagen
identisch sind, erübrigen
sich
indes
Ausführungen dazu, auf welche
Tabellen
löhne
im Einzelnen abzustellen wäre, beziehungsweise erweist sich
eine genaue B
ezifferung des Validen- und Invalideneinkommens a
ls nicht erforderlich
.
D
er Umstand,
dass Tätigkeiten an einer Bar aufgrund der früheren Alkohol- und Kokainabhängigkeit
der Beschwerdeführerin
als nicht mehr geeignet zu erach
ten sind,
wirkt sich nicht
einkommensrelevant
aus
,
steht der
Beschwerdeführe
rin mit Blick auf die ihr weiterhin zumutbaren Tätigkeiten
doch
ein sehr breites
Tätigkeitsfeld offen
. Gründe
,
die einen Abzug vom Invalideneinkommen recht
fertigen wü
rden, sind nicht ersichtlich.
Bei der von
Dr.
B._
attestierten Arbeitsfähigkeit von durchschnittlich 55
%
kann der Invaliditätsgrad im Sinne eines Prozentvergleichs auf 45
%
beziffert werden
, womit
ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
ausgewiesen
ist
(Art. 28
Abs.
2 IVG).
6.7
Zusammenfassend
ist die Beschwerde insofern teilweise gutzuheissen, als die bisherige
ganze Rente
der Beschwerdeführerin per
1.
Dezember 2011
auf eine
Viertelsrente
herabzusetzen ist.
7
.
7.1
Die Verfahrenskosten gemäss Art. 69
Abs.
1
bis
IVG sind
insbesondere nach dem Verfahrensaufwand festzusetzen und somit ermessensweise auf Fr. 1‘000.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerde
gegnerin
aufzuerlegen.
7.2
D
ie Kosten ein
es
G
erichtsg
utachten
s können dem Versicherungsträger auferlegt werden, wenn die Abklärungsergebnisse aus dem Verwaltungsverfahren in rechts
erheblichen Punkten nicht ausreichend beweiswertig sind, und zur Durchführung der vom Gericht als notwendig erachteten
Beweismassnahme
an sich eine Rückweisung in Frage käme, eine solche indessen mit Blick auf die Wahrung der Verfahrensfairness entfällt (vgl.
BGE
139 V 496 E. 4.3,
139 V 225 E. 4.3
).
Das Gerichtsgutachten vom Januar 2014
(
Urk.
44)
wurde in Auftrag gegeben, da sich der medizinische Sachverhalt nach Eingang des von der Beigeladenen ver
anlassten Gutachtens von
Dr.
B._
als weiter abklärungsbedürftig erwies.
Vorliegend kann der Beschwerdegegnerin nicht vorgehalten werden,
ihrer Abklärungspflicht im Verwaltungsverfahren ungenügend nachgekommen zu sein, zumal sie den medizinische
n
Sachverhalt
ihrerseits gutachterlich abklärte
. U
nter den gegebenen Umständen
sind di
e Kosten des Gerichtsgutachtens
sowie der vom Gericht eingeholten Stellungnahmen von
Dr.
Z._
,
Dr.
B._
und med.
pract
.
C._
v
on der Gerichtskasse zu tragen.
7.3
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
). Obwohl die Beschwerdeführerin
nicht vollum
fänglich obsiegt, sondern betreffend die beantragte
Weiterausrichtung einer
ganze
n
Rente
unter
liegt, rechtfertigt es sich nicht, die zuzusprechende
Prozess
entschädigung
zu kürzen, da der Verfahrensaufwand durch das Überklagen nicht erhöht wurde (vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_995/2012 vom 1
7.
Januar 2013
).
Di
e
Prozessentschädigung ist
beim
praxis
gemässen
Stundenansatz von
Fr.
17
0.
(zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
2‘900.--
(inklusive Barauslagen und Mehr
wertsteuer) zu bemessen und
von der Beschwerdegegnerin zu bezahlen.