# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ab27901a-ef0f-48c3-82da-029f4e983afb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1973 geborene
X._
war ab dem 1. Juni 2010 als Facharbeiter Strassenunterhalt
in einem Vollzeitpensum angestellt und dadurch bei der Suva gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 6. Mai 2018
ereignete sich ein Verkehr
sunfall, bei welchem
e
in Autolenker den Versicherten
auf seinem Motor
rad
übersah
und
dessen Vortritt
missachtete
. Es kam zur Kollision, wobei der Versicherte
über die Motorhaube des Automobils geschleudert wurde und nach dem Aufprall am B
oden liegen blieb
, ohne dass
eine
B
ewusstlosigkeit
eintrat
(Urk. 8/2
, Urk. 8/9
, Urk. 8/19
und Urk. 8/37
).
Der Versicherte wurde mit der
Am
bulanz
ins Spital Y._
transportiert, wo er bei einer medialen Schenkelhalsfraktur
(Oberschenkel) links, einer komplexen K
nieverletzung links,
einer gering dislozierten, intraartikulären
distalen Radiusfraktur (Handgelenk)
rechts dominant,
einer mehrfragmentär intraartikulären, nicht dislozierten Fraktur des Os
trapezoideum
(Hand)
rechts
dominant
und einer lateralen
Malleolarfraktur
Typ Weber B links (Sprunggelenk)
erstversorgt
wurde
(Urk. 8/10 und Urk.
8
/31/4)
; noch am selben Tag fand
infolge der genannten Schenkelhalsfraktur
eine geschlossene Reposition mit Osteosynthese mittels dynamischer Hüftklinge statt
(Urk. 8/
1
1
).
Die S
uva
erbrachte die gesetzlichen Leistungen
(
vgl.
Urk. 8/12
und Urk. 8/22
).
Vom
23. Mai 2018
bis 7. August 2018
befand sich der V
ersicherte
in der
Rehaklinik
Z._
zur stationären R
ehabilitation
(mit einem Therapie
unterbruch bei Austritt am 27. Jun
i 2018 und Wiedereintritt am 16.
Juli 2018 [Urk. 8/33-35
, 38
];
Urk. 8/13, Urk.
8/17,
Urk. 8/
44/2 f.
und Urk. 8/53).
Am
20. November 2018 wurde störendes
Osteosynthesematerial
an der linken Hüfte entfernt und eine
Bursektomie
durchgeführt (Urk. 8/84). Am
11. Februar 2019 erfolgte sodann eine
Denervierung
des rechten Handgelenks (Urk. 8/107)
.
Der Versicherte unternahm ab
dem
8
. April 2019 einen Arbeitsversuch (
Urk. 8/
114/1, 134/1
f.
)
und wurde a
m 7. August 2019 im Auftrag der Berufs
vorsorgeeinrichtung
vertrauensärztlich untersucht
(Gutachten
von Dr. med.
A._
, Spezialarzt für Orthopädie und Traumatologie FMH,
vom 3. Oktober 2019 [Urk. 8/191]).
Am 5. Dezember 2019 erfolgte sodann eine kreis
ärztliche Unte
rsuchung durch Dr. med. B._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, mit Definition
der Arbeitsfähigkeit,
des Zumutbarkeitsprofils sowie Schätzung der Höhe der Integritätsentschädigung (Urk. 8/218
f.
).
Dr.
A._
untersuchte den Ver
sicherten im Auftrag der Berufsvorsorgeeinrichtung am 19. Februar 2020 erneut (vgl. sein Gutachten vom 10. Februar 2020 [recte: 10. März 2020], welches am 12. März 2020 bei der Berufsvorsorgeeinrichtung einging [Urk. 8/248]).
Gestützt hierauf teilte die
Berufsvorsorgeeinrichtung dem Versicherten m
it Schrei
ben vom 13. März 2020
mit, dass er zufolge einer 100%igen Berufsinvalidität Anspruch auf eine Vollrente der Vorsorgeeinrichtung habe. Die Rente beginne mit dem
jenigen Tag, für welchen der Lohn für die angestammte Tätigkeit nicht mehr aus
gerichtet werde, und
ende nach
zwei Jahre
n
(
vgl.
IV.202
2
.00040
Sachverhalt, vgl. auch
Urk.
8/253
).
Mit Schreiben vom 22. April 2020 stellte die Suva dem Ver
sicherten in Aussicht, dass der Fallabschluss per 31. Mai 2020 erfolgen werde
.
Damit würden die Heilbehandlungskosten sowie
die
Taggeldleistung
en per die
sem Datum eingestellt;
vorbehalten seien allfällige medizinisch-therapeutische Massnahmen zur Erhaltung des Gesundheitszustandes beziehungsweise der Erwerbsfähigkeit
(Urk. 8/262). Die Arbeitgeberin entliess den Versicherten mit Verfügung vom 23. April 2020 invaliditätshalber per 31. Mai 2020 (Urk. 8/268).
Mit Verfügung vom 24. April 2020 sprach die Suva dem Versicherten eine Invalidenrente der Unfallversicherung ab dem 1. Juni 2020 bei einem Erwerbs
unfähigkeitsgrad von 13 % sowie eine Integritätsentschädigung bei einer Integritätseinbusse von 20 % zu
(
Urk. 8/27
7
).
Die Einsprache des Versicherten vom 22. Mai 2020 (Urk. 8/286)
wurde nach einer
erneuten
ärztlichen Beurteilung von Dr.
B._
vom 22. September 2020
betreffend den Integritätsschaden
(Urk. 8/294) mit Entscheid vom 13. Oktober 2020 abgewiesen (Urk. 2 [= Urk. 8/296]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 12. November
2020
Beschwerde beim Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und beantragte, der ange
fochtene Entscheid sei aufzuheben und es sei ihm eine Invalidenrente von mindestens 30 % sowie eine Integritätsentschädigung gestützt auf eine Integritätseinbusse von mindestens 30 % im Betrag von mindestens Fr. 44'460.-
- zuzusprechen. Eventualiter sei hinsichtlich des Umfangs der Integritätseinbusse einerseits sow
ie des benötigten Pausenbedarfs
bei einem vollzeitig zumutbaren Erwerbspensum
andererseits
eine umfassende neutrale medizinische Begut
achtung vorzunehmen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 30. November 2020 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 4. Dezember 2020 angezeigt wurde (Urk. 9). Mit Eingabe vom 29. Juni 2021 (Urk. 11; vgl. auch die telefonische An
kündigung vom 28. Juni 2021 [Urk. 10])
äusserte sich
der Beschwerdeführer
unter Auflage diverser Unterlagen (Urk. 12/1-4) nochmals zur Sache. Dazu erstattet
e
die Beschwerdegegnerin am 30. Juli 2021 eine Stellungnahme (Urk. 15), welche dem Beschwerdeführer am 2. August 2021 zugestellt wurde (Urk. 16). Mit Ein
gabe vom 24. Januar 2022 informierte der Beschwerdeführer darüber, dass er
gegen die Verfügung der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle, vom 5. Januar 2022
(siehe nachfolgende Ziffer 3)
Beschwerde erhoben habe (Urk.
17).
3.
Nach Anmeldung des Beschwerdeführers vom
2. November 2018
(Eingangs
datum)
–
unter Hinweis auf
das
Ereignis vom
6. Mai 2018
– sprach ihm die
IV-Stelle
mit Verfügung vom 5. Januar 2022 eine befristete ganze Rente der Invalidenversicherung für die Zeit vom 1. Mai 2019 bis zum 31. März 2020 zu.
Die dagegen vom Beschwerdeführer am
21. Januar 2022
beim hiesigen Gericht eingereichte
Beschwerde wurde mit heutigem Urteil abgewiesen
(vgl.
das parallel laufende Beschwerdeverfahren IV.2022.00040
)
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1.
Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Da sich d
er hier zu beurteilende Unfall am
6. Mai 2018
ereignet
hat
,
finden diese geänderten Bestimmungen
auf den vorliegenden Fall Anwendung.
1.2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung [
UVG
]
). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
). Zur Bestimmung des Invaliditätsgrades wird gemäss Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der (unfallbedingten) Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworde
n wäre (sog.
Valideneinkommen
).
1.3
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens ab
gestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs
3.
Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden an
gemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten ver
sicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Ver
sicherungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Ver
sicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab
klärungen vorzunehmen (BGE
145 V 97 E. 8.5,
142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen
Einspracheentscheid
im Wesentlichen
(Urk. 2)
, es könne auf
die kreisärztliche Beurteilung von Dr.
B._
vom 6. Dezember 2019 abgestellt werden, wonach dem Beschwerdeführer leichte wechselbelastende Tätigkeiten vollzeitig zumutbar seien. Nicht zumutbar seien Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten, Tätigkeiten auf unebenem Gelände sowie Tätigkeiten, welche
des
Bedienen
s
von rüttelnden und vibrierenden Maschinen bedürften. Es bestehe sodann Übereinstimmung
mit der
Beurteilung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit
durch
Dr.
A._
vom 10. Februar 2020
(recte: 10. März 2020)
. Demgemäss seien in der Einsprache auch keine Einwände gegen das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil erhoben worden.
Zur Bemessung des Inv
alideneinkommens
seien die statistischen Löhne
gemäss LSE 2018, priv
ater Sektor, Kompetenzniveau 2
, heranzuziehen
. Der Beschwerde
führer sei gelernter Maurer und verfüge über eine langjährige Erfahrung auf dem Bau, insbesondere im Garten- und Strassenbau.
Er habe
in seiner Tätigkeit im Strassenbau die Funktion als Vorarbeiter ausgeübt. E
r sei zudem von April 200
0 bis Juli 2003
als Ge
schäftsführer
einer GmbH
tätig gewesen,
habe
im Jahr 2011
die Staplerprüfung absolviert und verfüge über den Kleinlastwagen-Ausweis C1 bis 7.5 Tonnen.
Damit rechtfertige sich die Anwendung des Kompetenz
niveaus
2.
Der leidensbedingte Abzug von 5 % berücksichtige
sodann
die unfall
bedingten körperlichen Einschränkungen hinreichend.
Für das Jahr 2020 ergebe sich somit ein Invalideneinkommen von Fr.
68'350.--, was
bei einer Gegen
überstellung zum
Valideneinkommen
von Fr. 78'200.-- eine unfallbedingte Erwerbseinbusse von aufgerundet 13 % ergebe.
In Anbetracht
der
Unfallfolgen erscheine eine
Integritätsentschädigung
von 20 %
sodann
als angemessen.
2.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer
in seiner Beschwerde vom 12. November 2020
vor
(Urk. 1)
,
der
tatsächliche, innerhalb der letzten 12
Monate
vor dem
Unfall erzielte Lohn habe
Fr. 80'056.50 betragen. Dieser Lohn sei der Nominallohnentwicklung anzupassen. Entgegen der Ansicht der Beschwerde
gegnerin sei
überdies zur Ermittlung des Invalideneinkommens
nicht der Lohn d
er LSE-Tabelle TA1 2018,
Kompetenzniveau 2, heranzuziehen, sondern der
jenige gemäss Kompetenzniveau
1.
Er (der Beschwerdeführer) könne ausschliess
lich auf Berufserfahrung im Bereich schwerer, körperlich anstrengender
praktischer Arbeit zurückgreifen. Eine solche Arbeit könne er nicht mehr ver
richten und damit könne er die Berufserfahrung ohne Umschulung auch nicht nutzen.
Im
Kompetenzniveau 1
ergebe
sich ein Tabel
lenlohn von Fr. 68'446.--
. Unter Berücksichtigung eines angemessenen Leidensabzugs von 25 %
resultiere
ein Invalideneinkommen von Fr. 51'344.50, was zu einem Invaliditätsgrad von 35.9 % führe.
Des Weiteren seien b
ei der Bemessung der Integritätsentschädigung nicht sämtliche dauernden Beeinträc
htigungen berücksichtigt worden;
unberück
sichtigt geblieben seien die Gonarthrose links, die Fraktur des Os
trapezoideum
rechts, die Radiusfraktur rechts sowie die
Denervation
des rechten Ha
ndgelenks. Dass Dr.
B._
in
seiner Beurteilung
festgehalten habe
, beim Beschwerdeführer sei aufgrund der Risikofaktoren und der Grunderkrankungen mit einer kürzeren Lebensdauer zu rechnen und es sei bei Einhaltung des Zumutbarkeitsprofils nicht mit einer Progression der leichten Handgelenksarthrose, der Hüftgelenks- und Kniegelenksarthrose in den nächsten 15 Jahren auszugehen, sei diskriminierend und nicht nachvollziehbar. Allfällige Risikofaktoren würden eine Verweigerung eines höheren Integritätsschadens nicht rechtfertigen. Die Integritäts
entschädigung sei nach der Integritätseinbusse zu bemessen, die
voraussichtlich
eines Tages bestehen werde.
2.3
In der Eingabe vom 29. Juni 2021 brachte der Beschwerdeführer vor,
der
Ab
klärungsbericht
der Abklärungsstätte
C._
vom 13. April 2021
zeige
, dass behinderungsbedingt auch keine körperlich leichten handwerklichen Tätigkeiten mehr in Frage kämen.
Die Mög
lichkeit einer Umschulung habe
ausgeschlossen werden
müssen
. Ausserdem sei die Abklärungsspezialistin zum Schluss gelangt, dass eine Integration im ersten Arbeitsmarkt aufgrund erheblicher behinderungs
bedingter Einschränkungen und
Schmerzen beziehungsweise
Beschwerden sowie knapper schulischer Ressourcen
nicht möglich sei
(Urk. 11).
2.4
Dagegen wandte die Beschwerdegegnerin in ihrer Eingabe vom 30. Juli 2021
(Urk. 15)
ein, der Abklärungsbe
richt datiere vom 13. April 2021
und damit nach Erlass des angefochtenen Entscheids. Bereits aus diesem Grund sei der Ab
klärungsbericht nicht zu berücksichtigen. Im Übrigen obliege die abschliessende Beurteilung der sich aus einem Gesundheitsschaden ergebenden funktionellen Leistungsfähigkeit in der Hauptsache einem Arzt oder einer Ärztin und nicht den Fachleuten der Berufsberatung beziehungsweise der beruflichen Eingliederung. Auch die aufgelegte Verfügung der IV-Stelle datiere nach
dem angefochtenen Entscheid; darüber hinaus entfalte die Invaliditätsschätzung der Invaliden
versicherung gegenüber der Unfallversicherung keinerlei Bindungswirkung.
3.
3.1
3.1.1
D
r.
B._
führte in seinem Bericht
vom 6.
Dezember 2019 über die
kreisärzt
liche
Untersuchung vom 5. Dezember 2019 die folgenden Diagnose
n
im Zusammenhang mit dem Motorradunfall vom 6. Mai 2018 (bei bestehender oraler Antikoagulation)
auf (Urk.
8/218/7):
-
Transzervikale Schenkelhalsfraktur links
-
6.5.2018 geschlossene Reposition, Osteosynthese mit dynamischer Hüftklinge
-
Impressionsfraktur retropatellare Gelenkfläche und ausgeprägtes präpa
tellares Hämatom linkes Knie
-
Radiäre und horizontale Risse mediales
Meniskushinterhorn
links
-
Zerrung der medialen Anteile der linken
Quadrizepssehne
mit Muskel
hämatom
-
Weber B-
Fraktur distale linke Fibula
-
6.5.2018 konservative Behandlung mit Cast
-
Gering dislozierte distale Radiusfraktur rechts mit intraartikulärer Beteiligung
-
6.5.2018 konservative Behandlung mit Cast
-
Status nach Teil-OSME Fem
ur und
Bursektomie
links am 20.
11.2018
-
Status nach
Denervierung
des rechten Handgelenks 11.2.2019
-
Leichte Handgelenksarthrose rechts, leichte Hüftgelenksarthrose links, leichte Kniegelenksarthrose links
-
Funktionseinschränkungen durch Schmerzhaftigkeit, Bewegungs
einschränkung und Kraftminderung
Dr.
B._
führte aus, vorgängig zum Unfall sei es beim Beschwerdeführer im Jahr 2015 zu einem
Aortenersatz
wegen eines
Aortenaneurysmas
gekommen, er sei daher zum Unfallzeitpunkt antikoaguliert (zur Hemmung der Blutgerinnung) gewesen.
Nach
dem Unfall und
der Rehabilitation in der Rehaklinik
Z._
hätten Probleme durch die
gluteale
Muskelinsuffizienz,
die
Knie-, Handgelenks- und Hüftgelenksbeschwerden persistiert. Im Verlauf sei beim Beschwerdeführer eine Schraubenentfernung der Osteosynthese am linken Hüftgelenk zusammen mit einer
Bursektomie
durchgeführt worden; diese Operation habe die Beschwerden im linken Hüftgelenk nicht vollständig beseitigen können. Wegen anhaltender Schmerzen im Handgelenksbereich rechts sei am 11. Februar 2019 die
Denervierung
des rechten Handgelenks durchgeführt worden. Trotz der durch
geführten
Denervation
hätten belastungsabhängige Beschwerden im Hand
gelenksbereich rechts bei der schweren Arbeit, welche der Beschwerdeführer
aktuell wieder ausübe, bestanden. In Anbetracht der Unfallfolgen betreffend das rechte Handgelenk, das linke Hüft-, Knie- und Sprunggelenk und den zu erwartenden Spätfolgen aufgrund der richtunggebenden Verschlimmerung des Gesundheitszustands durch den Unfall sei dem Beschwerdeführer die ange
stammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar.
Durch die Fortsetzung ärztlicher
Behandlungen könne keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden, insbesondere nicht durch die Entfernung der Platte im Bereich des linken Oberschenkels. Eine namhafte Besserung im Sinne einer Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit sei aufgrund des Schweregrades der Verletzungen in der angestammten Tätigkeit nicht mehr zu erreichen. Versicherungsmedizinisch sei der Endzustand somit erreicht (Urk. 8/218/7 f.). Bei Fortführung des aktuellen Arbeitspensums bei 100%iger Präsenz und 50%iger Arbeitsleistung sei mit einer sehr ungünstigen Prognose zu rechnen, da es über
wiegend wahrscheinlich innert weniger Jahre zu einer völligen Dekompensation der Gelenksituation des Hüft- und Kniegelenks links kommen werde. In Anbe
tracht der Unfallfolgen sei dem Beschwerdeführer eine leichte wechselbelastende Tätigkeit vollzeitig zumutbar. Nicht zumutbar seien Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten, Tätigkeiten auf unebenem Gelän
de sowie Tätigkeiten, welche des
Bedienen
s
von rüttelnden und vibrierenden
Maschinen bedürften (Urk. 8/218/9).
3.1.2
Dr.
A._
ging in seinem Gutachten vom 10. Februar 2020 (recte: 10. März 2020)
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in der bis
herigen Tätigkeit
aus und attestierte ihm ab dem 10. März 2020 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit mit Wechselbelastung zwischen Gehen, Sitzen und Stehen auf ebenem Gelände sowie gelegentlichem Heben von Lasten bis zu 10 Kilogramm (Urk. 8/248).
3.2
Der kreisärztliche Bericht wurde in Kenntnis der
Vorakten
erstattet und ist für die
streitigen Belange umfassend. Dr.
B._
setz
te
sich mit den Befunden, den geklagten Bes
chwerden sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers
auseinander
. Seine Schlussfolgerungen
leuchten in der Darlegung der medizinischen Zustände und Z
usammenhänge ein
und stehen
überdies
im Einklang mit der Einschätzung von Dr.
A._
. Damit erfüllt die kreisärztliche Beurteilung
die Anforderungen an eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage,
darauf abzustellen ist
(E. 1.4 f.
).
In seiner Beschwerde vom 12. November 2020 wandte der Beschwerdeführer
denn auch
nichts
gegen die
Beurteilung von Dr.
B._
ein und legte der Bemessung des Invalideneinkommens ein Voll
pensum zugrunde (
Urk.
1 S. 5).
3.3
3.3.1
Erst nach der Abklärung in der Abklärungsstätte
C._
vom 1.-26. März 2021 und nach Erhalt des Abschlussberichts vom 13. April 2021 (Urk. 12/3)
machte der Beschwerdeführer
gestü
tzt auf letzteren geltend,
eine Integration im ersten Arbeitsmarkt
sei nicht möglich
(Urk. 11).
3.3.2
Abgesehen davon, dass
der
Einspracheentscheid
vom
13. Oktober 2020
recht
sprechungsgemäss die zeitliche Grenze der ric
hterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (
BGE 143 V 409 E. 2)
und der Abschlussbericht der Abklärungsstätte
C._
vom 13. April 2021 datiert
,
ist die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen
gemäss der Rechtsprechung
nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und
nicht durch die Eingliederungs
fachleute auf
der
Grundlage der von ihnen
er
hobenen
subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (
Urteil des Bundesgerichts
8C_370/2019
vom 22.
Oktober 2019
E. 3 mit Hinweisen
).
Beim aufgelegten Absch
lussbericht der Abklärungsstätte
C._
vom 13
. April 2021 (Urk. 12/3) handelt es sich nicht um einen
medizinischen Bericht oder gar ein Gutachten.
Die vom 1.-26. März 2021 durchgeführte Abklärung diente
der Evaluation
, welche fachlichen und persönlichen Kompetenzen
beim Beschwerde
führer
vorliegen
, wie
sich seine
Eingliederungsfähigkeit (inklusive der körper
lichen, psychischen und zeitlichen Belastbarkeit)
gestalte
, welche kognitiven, per
sönlichen und motivationalen Voraussetzungen sowie welche Leistungsfähigkeit im Hinblick auf eine allfällige Umschulung und
die
evaluierten B
erufsfelder bestünden
. Schliesslich diente die Abklärung
der Erarbeitung eines Ein
gliederungsplanes (Urk. 12/3 Ziff. 3).
Dem Abschlussbericht lässt sich entnehmen, dass bürobezogene Tätigkeiten aus schulischen und intellektuellen Gründen
nicht geeignet seien
. D
emgegenüber sei
deutlich
geworden
, dass der Beschwerdeführer ein versierter Praktiker
sei
, der über handwerkliches Geschick vom feinmanuellen bis zum gröberen B
ereich verfüge
und der auch bei komplexeren Aufgaben selbständig eine L
ösung finde
. Allerdings
hätten
sich behinderungsbedingte Ein
schränkungen
gezeigt
. Der B
eschwerdeführer sei
nicht in der Lage
gewesen
, aus
dauernd zu arbeiten;
wiederholt seien
Pausen notwendig
gewesen
, da ihm das längere Stehen respektive Sitzen S
chmerzen bereitet
habe
. Beim Hantieren
seien
sodann Schmerzen im rechten Handgelenk auf
getreten
.
Der Beschwerdeführer musste
im Rahmen der Evaluation
in
C._
verschiedene Holzknoten und Holzspiele (verbunden mit unterschiedlichen Hand- und Maschinenarbeiten) her
stellen,
Lötarbeiten
im Schalttafelbau
ausführen,
ein Getriebe
montieren
und eine PC-Gravur vor
nehmen
.
Da
der Beschwerdeführer
in der Vergangenheit
bereits deutlich zu verstehen
gegeben hatte
, dass er unbedingt wieder seine angestammte handwerkliche Tätigkeit aufnehmen wolle und eine Bürotätigkeit «gar nic
hts für ihn sei» (Urk. 8/134/2), erscheint seine
Motivation, sich auf eine administrative Tätigkeit einzulassen,
fraglich. Des Weiteren darf bezweifelt werden, dass die im A
b
schluss
bericht der Abklärungsstätte
C._
aufgezählten handwerklichen Tätigkeiten dem Belastungsprofil des Beschwerdeführers entsprachen –
dies
ins
besondere im Hinblick auf seine Verletzungen an der rechten dominanten Hand
sowie auf das Erfordernis der Wechselbelastung
.
Es
kann daher nicht unbesehen auf
die Ergebnisse der Abklärung in
C._
abgestellt werden.
Insbesondere lässt sich
auch
die Schlussfolgerung, der Beschwerdeführer sei auf einen geschützten Arbeitsplatz angewiesen, nicht nachvollziehen.
Selbst
wenn
büro
bezogene Tätigkeiten aus schulischen und intelle
ktuellen Gründen nicht geeignet
sind
,
stehen
dem Beschwerdeführer in Berücksichtigung des Belastungsprofils genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt,
so insbesondere Überwachungs-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten
, zur Verfügung (vgl. das Urteil des Bundesgerichts
8C_587/2019
vom 30. Oktober 201
9 E. 6.2 mit weiteren Hinweisen
).
Dementsprechend
vermag der Abschluss
bericht der Abklärungsstätte
C._
nichts an der Schlüssigkeit der kreisärzt
lichen Beurteilung zu ändern.
3.4
Nach dem Gesagten
ist mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erstellt
, dass dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar ist.
4.
4.1
Die
Beschwerdegegnerin
hat
den Rentenanspruch aufgrund ein
es Einkommens
vergleichs geprüft
.
4.2
4.2.1
Bei der Ermittlung des
Valideneinkom
mens
stellte sie auf die Angabe
der ehe
maligen Arbeitgeberin vom 28. November 2019 ab,
wonach
der Beschwerde
führer im Jahr 2020 ein Einkommen von Fr. 73'700.-- zuzüglich
übrige AHV-pflichtige Zulagen von
Fr. 4'500.-- und somit insgesamt ein Einkommen von Fr. 78'200.-- erzielen
wü
rde
(Urk. 8/211 S. 1-2)
.
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend,
die Rente sei gemäss Art. 22 Abs. 4 Satz 1 UVV zu bemessen. G
emäss Lohnausweis 2017 habe das Bruttoeinkommen Fr. 77'389.-- zuzüglich weiterer Vergütungen von Spesen
betragen. Neben einer Entschädigung für effektive Spesen (welche unberück
sichtigt
zu bleiben hätten
) seien auch Zulagen für den Bereitschaftsdienst von Fr. 1'650.-- ausgerichtet worden, total Fr. 79'039.--. Im Jahr 2018 sei der Grund
lohn nicht tiefer gewesen, und es seien zusätzlich Zulagen für Pikett-Bereit
schaftsdienst, Schicht-, Nacht- und Wochenenddienst etc. ausgerichtet worden, was aus den Lohnabrechnungen Januar bis April 2018 hervorgehe. Der tat
sächlich
e,
innerhalb der letzten 12 Monate vor dem Unfall erzielte Lohn habe somit Fr. 80'056.50 betragen.
4.2.2
Art. 22 Abs. 4 Satz 1 UVV
dient als Grundlage für die Bemessung der Rentenhöhe und
ist im Zusammenhang mit der Bemessung des Invaliditätsgrades nicht einschläg
ig. Massgebend ist vielmehr
Art. 16 ATSG (Art. 18 UVG; vgl. auch E. 1.2).
D
ass die Beschwerdegegnerin auf die Angaben der ehemaligen Arbeit
ge
berin abstellte (vgl. Urk. 8/2
71 f.) und von einem
Valideneinkommen
im Jahr 2020 von Fr. 78'200.-- ausging
, ist demgemäss
nicht zu beanstanden. Die An
gaben erweisen sich a
ngesichts der in den Jahren 2016 und 2017
im Auszug aus dem individuellen Konto des Beschwerdeführers vom 9. Dezember 2019 (Urk. 8/225/2) ausgewiesenen
Jahreseinkünfte
von Fr. 77'467.-
- beziehungsweise Fr. 77'388.
--
überdies
als nachvollziehbar
(vgl. auch
Urk.
6/34/12-14 aus IV.2022.
00
040
[=
Urk.
18/1], Lohnübersicht für die Jahre 2016-2018, wonach der Zuschlag für Pikett-Bereitschaftsdienst jeweils nur in den Wintermonaten aus
gerichtet wurde). Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass keine Hinweise aktenkundig sind, wonach der Beschwerdeführer seine vormalige Tätigkeit als Vorarbeiter (vgl.
Urk.
8/137 S. 6) aus gesundheitlichen Gründen auf
gegeben hätte. Vielmehr ist davon auszugehen, dass hierfür invaliditätsfremde Gründe verantwortlich waren (vgl.
Urk.
12/4 S. 5 mit Hinweis zur Schulbildung des Beschwerdeführers; vgl. auch Urteil IV.2022.00040 E. 5.3.2).
4.3
4.3.1
Zur Bemessung des Invalideneinkommens
stützte sich die Beschwerdegegnerin auf
die
statistische Werte
der
Schweizerische
n
Lohnstrukturerhebung (L
SE) 2018
und zog den Lohn gemäss der Tabelle
TA1_tirage_skill_level,
privater Sektor, Kompetenzniveau 2, Männer, von monatlich Fr. 5'649.-- heran
.
Unter Berück
sichtigung einer wöchentlichen Arbeitszeit für das Jahr 2020 von 41.7 Stunden und in Anbetracht der Nominallohnentwicklung ermittelte sie ein hypothetisches Jahreseinkommen von Fr. 71'947.--. Sie gewährte sodann einen leidensbedingten Abzug von 5 % und gelangte zu einem Invalideneinkommen für das Jahr 2020 von Fr. 68'350.--.
Der Beschwerdeführer machte demgegenüber geltend,
er könne seine bisherige Berufserfahrung in einer schweren, körperlich anstrengenden praktischen Arbeit nicht in einer angepassten Tätigkeit nutzen. Hierzu müsste er sich umschulen lassen. Um das Kompetenzniveau 2 heranziehen zu können, müsse eine Berufs
erfahrung auch in einer angepassten Tätigkeit eingesetzt werden können. Bei ver
sicherten Personen, welche nach Eintritt eines Gesundheitsschadens lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle Arbeiten verrichten könnten, sei vom Totalwert im Kompetenzniveau 1 auszugehen.
4.3.2
Dem Beschwerdeführer ist es nicht mehr möglich, die angestammte Tätigkeit als Maurer beziehungsweise als Facharbeiter Strassenunterhalt auszuüben.
Wenn die versicherte Person
nach Eintritt der Invalidität
nicht auf einen angestammten Beruf zurückgreifen kann, rechtfertigt sich die Anwendun
g von LSE-Kompetenzniveau
2 nach der bundesgerichtlichen Praxis nur dann, wenn sie über besondere Fertigkeiten und Kenntnisse verfügt (
Urteile
des Bundesgerichts
8C_732/2018 und
8C_742/2018
vom 26. März 2019 E. 8.2.1 mit weiteren Hin
weisen).
Zwar
nahm der Beschwerdeführer in der Vergangenheit gelegentlich Führungs
funktionen wahr
und
gehörten Bürotätigkeiten
teilweise
zu seinem
Betätigungs
feld:
Im Jahr
1996 war er für ein paar Monate Gruppenleiter in einem Arbeits
integrationsprojekt (Urk. 8/134/17)
,
b
ei
einer Anstellung vom 3. November 2003 bis 31. Juli 2005 als Maurer/Maschinist leitete er eine Arbeitsgruppe v
on 2-4 Per
sonen (Urk. 8/134/12) und
im Rahmen seiner Anstellung als Facharbeiter Strassenunterhalt
hatte er zeitweise die Position eines Vorarbeiters inne, welche das Erledigen von gelegentlichen
Büro
arbeiten mit einschloss (
vgl. Urk. 8/40/2 sowie auch das Zwischenzeugnis vom 15. Juni 2012 [Urk. 8/134/9 f.]; vgl.
auch
Urk.
12/4 S. 5
).
Den Akten der Invalidenversicherung is
t jedoch zu entnehmen, dass vom Beschwerdeführer betreffend die letztgenannte Tätigkeit
ein
Abschluss als Vorarbeiter
erwartet wurde
(Angaben des Beschwerdeführers anlässlich des Gesprächs vom 23. Juli 2015
IV.2022.00040
Urk. 6/11/
5 [=
Urk.
18/2 S. 5]
),
er
die
Tätigkeit als Vorarbeiter
jedoch
von sich aus
wieder auf
gab (
IV.2022.00040
Urk. 6/75/4
[=
Urk.
18/3 S.4], vgl. auch
Urk.
12/4 S. 5
).
D
ie
doch eher kurzzeitigen
Führungse
rfahrungen qualifizieren nicht dazu, dem Beschwerdeführer besondere Fertigkeiten und Kenntnisse zu attestieren
, welche die Anwendung des Kompetenzniveaus 2 rechtfertigen würden.
Auch scheint nachvollziehbar, dass
er
– ungeachtet der fraglichen Motivation zur Ausübung einer Bürotätigkeit – aus schulischen und intellektuellen Gründen für eine solche Arbeit nicht geeignet ist.
D
asselbe
gilt auch
in Berücksichtigung der
bei der
D._
GmbH
ausgeübten Tätigkeit. Der Beschwerdeführer war –
nebst einem weiteren Gesellschafter und
Geschäftsführer sowie einem im Jahr 2002 neu hinzugetretenen Gesellschafter
–
Gesel
lschafter und Geschäftsführer
dieser GmbH
.
Der
en
primäre
r
Zweck
lag
im Anbau von Hanf und im Verkauf von ausschliesslich gesetzlich zulässigen Hanf
produkten (vgl. www.zefix.ch)
.
Gemäss Arbeitszeugnis vom 7. Juli 2003 war
der Beschwerdeführer
von April 2000 bis am 7. Juli 2003 für den Einkauf, den Ver
kauf, die Produktion, das Kassawesen und die Personalführung zuständig (Urk. 8/134/13).
Von einer erfolgreichen Geschäftsführung kann
allerdings
nicht ausgegangen werden, wurde über die am 2. Mai 2000 im Handelsregister ein
getragene Gesellschaft bereits am
17. November 2003
der Konkurs eröffnet
(vgl. www.zefix.ch)
.
Schliesslich darf der
Umstand, dass der Beschwerdeführer über die Staplerprüfung verfügt und befähigt ist, Kleinlastwagen C1 bis 7.5 Tonnen
zu lenken (Urk. 8/134/6),
nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihm das Führen solcher Fahr
zeuge lediglich in begrenztem zeitlichem
Umfang
zumutbar ist, zumal ihm bloss noch Tätigkeit
en
in Wechselbelastung
zwischen Gehen, Sitzen und Stehen
zumutbar sind.
Entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin
rechtfertigt es sich
somit
nicht, auf das Kompetenzniveau 2 abzustellen
(vgl. auch die Aufzählung von Sach
verhalten betreffend die Anwendung des Kompetenzniveaus 2 im Urteil des Bundesgerichts 8C_226/2021 vom 4. Oktober 2021 E. 3.3.3.1)
. Vielm
ehr ist auf das Kompetenzniveau
1 abzustellen
und somit
von einem standardisierte
n monatlichen Einkommen von Fr. 5'417.-- auszugehen (LSE
2018, Tabel
le TA1, TOTAL, Kompetenzniveau 1
).
Dieses monatliche Einkommen ist unter Berück
sichtigung der durchschnittlichen
Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche (vgl.
Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen [NOGA 2008], in Stunden pro Woche, 2004-2020, TOTAL) und unter Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung bei Männern bis ins Jahr 2020
(
Index
stand 2260 [2018] auf 2298 [2020]; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Lande
sindex der Konsumentenpreise, T 39, Entwick
lung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2
010-2020
, Nominal
löhne, Männer
)
auf ein Jahreseinkommen für eine 100%ige Tätigkeit hochzu
rechnen, was Fr. 68’906.-- ergibt (Fr. 5‘417.-- x 12 : 40 x 41,7 : 2260 x 2298).
4.3.3
Während die Beschwerdegegnerin einen Abzug von 5 % gewährte, beantragte der Beschwerdeführer einen solchen von 25 %.
Mit dem Abzug vom Tabellenlohn
soll
nach BGE 126 V 75 der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Aus
mass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthalts
kategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unter
durchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen. Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit ent
haltene gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen
(Urteil des Bundesgerichts
8C_58/2021
vom 30. Juni 2021 E. 4.2.1 mit weiteren Hinweisen)
.
Wie bereits erwähnt
lässt sich die Schlussfolgerung
im Abschluss
bericht der
Ab
klärungsstätte
C._
vom 13. April 2021, wonach der Beschwerdeführer auf eine
n
geschützte
n
Arbeitsplatz angewiesen sei
,
nicht
nachvollziehen
. Mass
geblich ist die kreisärztliche Beurteilung, gemäss welcher
dem Beschwerdeführer eine leichte wechselbelastende Tätigkeit vollzeitig zumutbar
ist
. Nicht zumutbar
sind
hingegen
Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten, Tätigkeiten auf unebenem Gelände sowie Tätigkeiten, welche des Bedienens von rüttelnden und vibrierenden Maschinen bedürften (
Urk.
8/218/9).
Da
s
medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil
stellt
eine zum zeitlich zu
mutbaren Arbeitspensum hinzutretende qualitative oder quantitative Ein
schränkun
g der Arbeitsfähigkeit dar
. Dadurch wird in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten,
der
Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fallende Tätigkeit bei ausgeg
lichener Arbeitsmarktlage (Art.
16 ATSG) verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anste
llung bestehen. Lediglich wenn –
auch auf ein
em ausgeglichenen Arbeitsmarkt –
unter Berück
sichtigung solcher Einschränkungen, die personen- oder arbeitsplatzbezogen sein können, kein genügend breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellen
lohn (Urteil des Bundesgerichts 8C_48/2021 vom 20. Mai 2021 E.
4.3.3). Zu
beachten ist dabei, dass der massgebende ausgeglichene Arbeitsmarkt auch so
genannte Nischenarbeitsplätze umfasst, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen seitens des Arbeit
gebers rechnen können (Urteil
des Bundesgerichts 9C_134/2016 vom 12. April 2016 E.
5.3).
A
ngesichts des in Frage stehenden
Belastungsprofils erscheint ein Abzug von 5 %
angemessen und gerechtfertigt,
zumal der Tabellenlohn auf dem hier zugrunde gele
gten Kompetenzniveau
1 bereits eine Vielzahl von körperlich leichten Tätig
keiten umfasst (vgl. statt vie
ler: Urteile des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E. 4.3.2 und 8C_219/2019 vom 30. September 2019 E.
5.2, je mit Hinweisen).
Die vom Beschwerdeführer behauptete Leistungseinschränkung mit erhöhtem Pausenbedarf, welche einen höheren Abzug rechtfertigte, findet in den Akten keine Stütze.
Das Invalideneinkommen beträgt damit Fr.
65’461.--
(Fr. 68’906.-- x 0.9
5
).
4.3.4
Die aus dem Einkommensvergleich resultierende Erwerbseinbusse beträgt dem
nach
Fr.
12
'
739
.--
(
Valideneinkommen
von
Fr. 78'200.-- abzüglich Invaliden
ein
kommen von Fr.
65’461.--
), was einem Invaliditätsgrad von gerundet 1
6 % ent
spricht.
Insoweit ist der angefochtene
Einspracheentscheid
, mit welchem eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 13 % zugesprochen wurde,
abzu
ändern
.
5.
5.1
Der Beschwerdeführer machte
ferner
geltend, bei der Integritätsentschädigung von 20 % seien nicht sämtliche dauernden Beeinträcht
igungen berücksichtigt worden.
5.2
Kreisarzt Dr.
B._
hielt in seiner medizinischen Beurteilung des
Integritäts
schadens vom
5.
beziehungsweise 6. Dezember 2019 fest, klinisch und radio
logisch bestehe beim Beschwerdeführer eine beginnende
Coxarthrose
links. Im Verlauf sei unter Einhaltung des Zumutbarkeitsprofils mit einer Verschlechterung bis hin zu einer mässigen
Coxarthrose
zu rechnen. Eine Entschädigung von 20 % erscheine in Anbetracht der zu erwartenden natürlichen P
rogredienz gemäss Tabelle 5 angemessen (Urk. 8/219).
In seiner Beurteilung vom 22. September 2020 führte Dr.
B._
aus,
Dr.
A._
quantifiziere den
Arthrosegrad
in seinem Gutachten nicht, bezüg
lich der zum
utbaren Arbeitsfähigkeit bestehe
Konsens. Unter Berücksichtigung der Risikofaktoren und Grundkrankheiten,
Aorten
wurzelersatz
, Hypertonie, Status
nach
Nikotinabusus und Adipositas sei
beim Versicherten mit einer kü
rzeren Gesamtlebensdauer als beim Durchschnitt
zu rechnen. Bei Einhalt
ung des Zumutbarkeitsprofils sei
nicht mit einer derartigen Progression der leichten Handgelenksarthrose rechts, leichten Hüftgelenksarthrose links und leichten Kniegelenksarthrose links in den nächsten 15 Jahren zu rechnen
, dass die nächste Stufe, die mä
ssige Arthrose am Handgelenk rechts und Kniegelenk links
, erreicht werde
. Nichtdislozierte/
unverschobene
Frakturen, wie im gegenständlichen Fall am Os
trapezium
und die geringe Dislokation am Radius, bis 1.5 mm, führ
t
en üblicherweise zu keiner raschen Progression einer posttraumatischen
Arthrose, da die Gelenksflächen
kongruenz
beim Unfall
weitgehend erh
alten geblieben sei
und die Hände
in einer leichten Tätigkeit
keiner Gewichtsbelastung
ausgesetzt seien
. D
as Kniegelenk, bei
vorbestehende
r
Kniegelenksarthrose medial und retro
patellar bei Status nach medialer
Teilmeniskektomie
zu einem unbekannten Zeit
punk
t mit Knorpelglatze (
objektiviert im MRI
vom 8. Mai 2018, zwei Tage nach dem Ereignis), sei
im Sinne einer Impressionsfraktur der medialen Facette der retropatellaren Gelenkfläche richtungsgebend geschädigt
worden
.
Die
Impressionsfraktur
sei
abgeheilt mit
kleiner Stufe. Vorbestehend sei somit eine leichte bis mä
ssige Arthrose am Kniegelenk links
gewesen;
die Impressionsfraktur
habe
zu keiner dauernden und erheblichen Schädigung
(gemeint wohl: Progression)
der vorbestehenden Arthrose
geführt
. Auch auf diese Umstände
sei i
m Gutachten nicht eingegangen
worden. Die zu erwartende mä
ssige
Coxarthrose
sei
angemessen geschätzt
worden. Ob 30
%
nicht
doch angemessener wären
, könne eine ewige Streitfrage bleiben. 30 % entsprä
chen dem Verlust eines g
anzen Fusses gemäss Tabelle 4.3;
der
Zustand des Versicherten werde
lebenslänglich besser bleiben als
bei einem Zustand
nach Fussverlust
(
Urk.
8/294)
.
5.3
5.3.1
Gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung beruht die Integritätsentschädigung grundsätzlich auf dem Gedanken der Genugtuung und soll einen gewissen Aus
gleich für Schmerz, Leid sowie Beeinträchtigung des Lebensgenusses bringen (BGE 133 V 224 E. 5.1).
Bei der konkreten Festsetzung muss allerdings beachtet werden, dass das Prinzip der abstrakten und egalitären Bemessung gilt. Im Unterschied zur Bemessung der Genugtuungssumme im Zivilrecht sind die erlittene Unbill und die weiteren besonderen Umstände des Einzelfalles nicht zu berücksichtigen. Massgeblich ist die medizinisch-theoretische Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Integrität
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_756/2019 vom 11. Februar 2020 E. 4.2 mit Hinweisen).
Bei gleichem medizinischen Befund ist der Integritätsschaden für alle Versicherten gleich; er wird abstrakt und egalitär bemessen (BGE 115 V 147 E. 1, 113 V 218 E. 4b).
5.3.2
Im Anhang 3 zur UVV hat der Bundesrat Richtlinien für die Bemessung der Integritätsschäden aufgestellt und in einer als gesetzmässig erkannten, nicht ab
schliessenden Skala (BGE 124 V 29 E. 1b mit Hinweisen) häufig vorkommende und typische Schäden prozentual gewichtet. Für die darin genannten Integritäts
schäden entspricht die Entschädigung im Regelfall dem angegebenen Prozentsatz des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes (Ziff. 1 Abs. 1). Die Ent
schädigung für spezielle oder nicht aufgeführte Integritätsschäden wird nach dem Grad der Schwere vom Skalenwert abgeleitet (Ziff. 1 Abs. 2). Integritätsschäden, die gemäss der Skala 5 % nicht erreichen, geben keinen Anspruch auf Ent
schädigung (Ziff. 1 Abs. 3). Die völlige Gebrauchsunfähigkeit eines Organs wird dem Verlust gleichgestellt; bei teilweisem Verlust und teilweiser Gebrauchs
unfähigkeit wird der Integritätsschaden entsprechend geringer, wobei die Ent
schädigung jedoch ganz entfällt, wenn der Integritätsschaden weniger als 5 % des Höchstbetrages des versicherten Verdienstes ergäbe (Ziff. 2).
5.3.3
Die Medizinische Abteilung der Suva hat in Weiterentwicklung der
bundes
rätlichen
Skala weitere Bemessungsgrundlagen in tabellarischer Form (sog. Fein
raster) erarbeitet. Diese von der Verwaltung herausgegebenen Tabellen stellen zwar keine Rechtssätze dar und sind für das Gericht nicht verbindlich, umso weniger als Ziff. 1 Abs. 1 von Anhang 3 zur UVV bestimmt, der in der Skala angegebene Prozentsatz des Integritätsschadens gelte im Regelfall, welcher im Einzelfall Abweichungen nach unten wie nach oben ermöglicht. Soweit sie jedoch lediglich Richtwerte enthalten, mit denen die Gleichbehandlung aller Versicherten gewährleistet werden soll, sind sie mit dem Anhang 3 zur UVV ver
einbar (BGE 124 V 29 E. 1c, 116 V 156 E. 3a).
Die Tabelle 5 der Suva enthält die Skala zum Integritätsschaden bei Arthrosen.
5.4
Aus dem kreisärztlichen Bericht und der Beurteilung des Integritätsschadens vom 6. Dezember 2019 (Urk. 8/218 und Urk. 8/219) sowie der Beurteilung vom 22. September 2020 (Urk. 8/294) ergibt sich, dass Dr.
B._
eine beginnende
Coxarthrose
links (beziehungsweise eine leichte
H
üfgelenksar
t
h
rose
links), eine leichte H
andgelenksarthrose rechts und eine leichte Kniegelenksarthrose links feststellen konnte, was nicht im Widerspruch zu den von Dr.
A._
erhobenen Befunden steht.
Funktionsstörungen oder andere
Arthrosen
sind nicht
ausgewiesen
.
Ein Integritätsschaden von 20 % im Zusammenhang mit der
Coxarthrose
erweist sich in Anwendung der Suva-Tabelle 5 als angemessen (bei einem Rahmen von 10-30 % bei mässiger Arthrose). Was das
Kniegelenk
anbelangt, ging Dr.
B._
von keiner durch den Unfall bedingten
dauernden und erheblichen
Progression
der
bereits vorbestehenden Arthrose
– und mithin nicht versicherten Ereignisses –
aus
.
Angesichts dessen erscheint die Verneinung einer Integritätsentschädigung in diesem Zusammenhang berechtigt.
Nicht zu überzeugen vermag demgegenüber, soweit
Dr.
B._
das Erreichen einer mässigen Arthrose am Handgelenk rechts mit dem Hinweis auf die beim Beschwerdeführer bestehenden Risikofaktoren verneinte. Zum einen hat die Bemessung der Integritätsentschädi
gung –
unter Ausschluss allfälliger individueller Besonderheiten
–
abstrakt und egalitär zu erfolgen, so dass bei gleichem medizinischen Befund der Integritätsschaden für alle Versicherte
n
gleich ist (E. 5.3.1) und sich ähnliche Unfallfolgen miteinander vergleichen lassen (vgl.
Murer
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung,
4.
Auflage, Zürich 2012, S. 166). Zum anderen hat
Dr.
B._
in Bezug auf die
–
derzeit
–
leichte Hüftgelenksarthrose links trotz der von ihm postulierten verkürzten Gesamtlebensdauer auf eine zu erwartende mässige
Coxarthrose
geschlossen (E. 5.2). Mit Blick auf diese Um
stände ist seitens des rechten Handgelenks mit dem im Sozialversicherungsrecht
massgeblichen Beweisgrad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
vom Erreichen der nächsten Stufe, einer mässigen Arthrose
,
zu rechnen.
In Anwendung der Suva-Tabelle 5
ist daher
von
ein
em
Integritätsschaden von 5 %
a
uszugehen
.
Von verschiedenen Integritätsschäden ist auszugehen, wenn die Beein
trächtigungen sich medizinisch eindeutig feststellen und in ihren Auswirkungen voneinander klar unterscheiden lassen. Klar unterscheidbare und sich gegenseitig nicht beeinflussende Integritätsschäden sind grundsätzlich zu addieren (Urteil des Bu
ndesgerichts 8C_300/2020 vom 2.
Dezember 2020 E. 4.3 mit Hinweisen).
In Kumulation der Integritätsschäden an der linken Hüfte und am rechten, dominanten Handgelenk ergibt sich eine
Integritätsentschädigung
bei einer Integritätseinbusse
von total 25
%.
Insoweit ist der angefochtene
Einsprache
entscheid
abzuändern
.
6.
Gemäss den vorstehenden Erwägungen ist
die Beschwerde in dem Si
nne teilweise gutzuheissen, als dass der Beschwerdeführer Anspruch
auf eine
Invalidenrente bei einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 16 % und
Anspruch
auf eine Integritäts
entschädigung bei
einer Integritätseinbusse von 25
% hat
. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen
.
7.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens
steht dem
anwaltlic
h vertretenen Beschwerdeführer gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG und § 34
des Gesetzes über das
Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) eine Prozessentschädigung zu.
Diese ist nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit Art.
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Sache und nach der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen. Der Beschwerdeführer obsiegt
sowohl
in Bezug auf die beantragte Erhöhung des Invaliditätsgrades
als auch der beantragten Erhöhung der Integritätsentschädigung
teilweise
, wobei das Überklagen in diesem Zusammenhang keine Reduktion der Parteientschädigung rechtfertigt, hat es doch den Prozessaufwand nicht wesentlic
h beeinflusst (BGE 117 V 401 E.
2c; Urteil des Bu
ndesgerichts 9C_889/2011 vom 8. Februar 2012 E.
7).
Entsprechend ist
eine
Prozessentschädigung von Fr. 2’5
00.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) auszurichten.