# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 62e8f7c2-0591-42c4-beb0-5fcc50491479
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren im Jahre 1964 in der
Y._
, verheiratet, Mutter zweier Kinder, reiste im Jahr 1990
aus
Z._
in die Schweiz
ein (Urk. 6/31/3). Sie erlangte im Jahre 2005 das Schweizer Bürgerrecht (
Urk.
6/1, Urk. 6/31/1). Seit 1. Juni 2007 arbeitete sie im Restaurant/Service der von ihrem Ehemann
A._
geführten
B._
, an welcher sie als Gesellschafterin ohne Zeichnungsberechtigung beteiligt w
ar (Urk. 6/31/5-6, Urk. 6/40/2
). Am 5. Januar 2009 meldete sie sich unter Hinweis auf mehrere, seit 2008 bestehende Tumore auf der Leber bei der IV-Stelle Obwalden zum Leistungsbezug an (Urk. 6/31, Aktenverzeichnis zu Urk. 6/1-112). Die IV-Stelle Obwalden tätig
t
e Abklärungen in beruflich-erwerblicher (Urk. 6/33, Urk. 6/40) und medizinischer (Urk. 6/2-7, Urk. 6/10, Urk. 6/14-16, Urk. 6/19-20, Urk. 6/23, Urk. 6/29, Urk. 6/39, Urk. 6/41-45, Urk. 6/48-49) Hin
sicht und zog die Akten des Krankentaggeldversicherers, der AXA Versiche
rungen AG (nachfolgend: AXA), bei (Urk. 6/8-9, Urk. 6/11,
Urk. 6/13, Urk. 6/21-22, Urk. 6/25-28, Urk. 6/38). Am 14. März 2009 stürzte
X._
und
zog sich eine dis
lozierte Jochbein- und Jochbogenfraktur rechts mit
Orbitabodenbeteiligung
zu (Urk. 6/50/2). Die Unfallversicherung, die AXA, gewährte Heilbehandlung und Taggeld. Die IV-Stelle Obwalden nahm
in der Folge
weitere Abklärungen zum medizinischen Sachverhalt vor (Urk. 6/50-51, Urk. 6/56, Urk. 6/59-60) und holte die Stellungnahme von Dr. med.
C._
, Facharzt Allgemeinmedizin (D), Zusatz Sportmedizin, Manuelle Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) vom 21. Dezember 2009 (Urk. 6/61) ein. Mit Vor
bescheid vom 6. Januar 2010 kün
digte sie der Ver
si
cherten die Abweisung des Leistungsbegehrens an (Urk. 6/63). Dage
gen
erhob
X._
am 22. Januar 2010 Einwand (Urk. 6/68). Am 10. Februar 2010 nahm RAD-Arzt Dr.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, Stellung (Urk. 6/71). Nach Prüfung des Ein
wands
von
X._
verfügte die IV-Stelle Obwalden am 19. Februar 2010 wie vorbeschieden die Abweisung des Leistungsbegehrens (Urk. 6/72). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Die AXA veranlasste
beim
E._
das Gutachten vom 30. Juni 2011 (nachfolgend:
E._
-Gutachten vom 30. Juni
2011, Urk. 6/76), welches sie der IV-Stelle Obwalden mit Eingabe vom 14. Juli 2011 mit dem Antrag, dass diese ihre Leistungspflicht neu prüfe, zustellte (Urk. 6/77). Die IV-Stelle Obwalden teilte der AXA am 18. Juli 2011 mit, dass Neuanmeldungen zum Leistungsbezug durch die versicherte Person oder deren gesetzliche Vertretung zu erfolgen habe, ein solches Gesuch derzeit aber nicht vorliege (Urk. 6/79). Am
selben Tag überwies sie das IV-Dossier an die
in
folge Wegzugs von
X._
in den Kanton Zürich nunmehr zu
stän
dige Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (Urk. 6/78). Mit einer der IV-Stelle Zürich am 25. Oktober 2011 zugegangenen Eingabe meldete sich
X._
bei
dieser unter Hinweis auf die im Bericht der
F._
vom 25. Fe
bruar
2011 (Urk. 6/87) und im
E._
-Gutachten
vom 30. Juni 2011 (Urk. 6/76) genannten Diagnosen erneut zum Leistungsbezug an (Urk. 6/88, Aktenverzeichnis zu Urk. 6/1-112). Nachdem die IV-Stelle Zürich die Stellungnahme von RAD-Arzt med.
pract
.
G._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, vom 8. November 2011 (Urk. 6/91) eingeholt hatte, erging am 12. Januar 2012 der
Vorbescheid, wonach auf das neue
Leistungs
begehren
nicht eingetreten werde (Urk. 6/93). Dagegen liess
X._
am 7. Februar 2012 Einwand erheben (Urk. 6/96), welchen sie mit Eingabe vom 15. März 2012 ergänzend begründen liess (Urk. 6/98). Nach Prüfung des Einwandes verfügte die IV-Stelle Zürich am 25. Mai 2012 wie vorbeschieden, dass auf das neue Leistungsbegehren von
X._
vom
25. Oktober 2011 nicht eingetreten werde (Urk. 2/2).
2.
Da
gegen führte
X._
am 27. Juni
2012 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 25. März 2012 seien ihr die gesetzlichen Leistungen auszurichten, insbesondere sei auf ihr neues
Leistungs
begehren
einzutreten. Eventualiter sei die Verfügung der IV-Stelle Obwalden vom 19. Februar 2010 in Revision zu ziehen (Urk. 1 S. 2). Mit
Beschwerde
antwort
vom 17. August 2012 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Beschwerde (Urk. 5, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 6/1-112), was der Beschwerdeführerin mit Mitteilung vom 22. August 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
4.
Zu ergänzen ist, dass die AXA mit Entscheid vom 1. November 2012 die Ein
spra
che
von
X._
vom
14. September 2011 gegen ihre Verfügung vom 11. Oktober 2011, mit welcher sie die Heilbe
handlung und Tag
gelder rückwirkend per 31. Juli 2011 eingestellt und ein
en
Anspruch der Beschwerde
führerin auf eine Invalidenrente der Unfallversicherung verneint hatte
und ihr
bei einer Integritätseinbusse von 10 % eine Integritätsentschädigung von Fr. 12‘600.-- zuge
sprochen hatte, in dem Sinne teilweise guthiess, als die Heil
behandlung im Sinne der Erwägungen dieses
Einspracheentscheids
übernom
men wurde. Im Übrigen wurde die Einsprache abgewiesen. Die von der Beschwerde
führerin gegen diesen Entscheid am 3. Dezember 2012 erhobene Beschwerde ist Gegenstand des Prozesses UV.2012.00277 und wurde mit Urteil heutigen Datums in dem Sinne gutge
heissen, als der
Einspracheentscheid
vom
1.
November 2012
,
soweit ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine Rente der Unfallver
siche
rung verneint wurde, aufgehoben
und festgestellt wurde, dass die Beschwerde
führerin bei einem Invaliditätsgrad von 20
%
ab dem
1.
August 2011 Anspruch auf
eine Invalidenr
ente
des Unfallversicherers
hat
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das neue Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin vom 25. Oktober 2011 (Urk. 6/88)
nicht
einge
treten ist.
1.2
Die Beschwerdeführerin macht im Wesentlichen
geltend, dem Bericht der
F._
vom 25. Februar 2011 (Urk. 6/8
7
) könne entnommen werden, dass es ihr seit einigen Monaten wieder schlechter ginge (Urk. 1 S. 5). Aus dem
E._
-Gutachten vom 30. Juni 2011 (Urk. 6/76) gehe deutlich eine Ver
schlechterung
des Gesundheitszustandes seit der Verfügung der IV-Stelle Obwalden vom 29. (richtig: 19.) Februar 2010 (Urk. 6/72) hervor. Darin werde festgehalten, dass es nach dem Unfall mit Gesichtsschädelfraktur erneut zu Depression, Angst und Panikattacken gekom
men sei und dass erneut eine psy
chiatrisch-psychothera
peutische Be
handlung einschliesslich
Psychopharma
ka
therapie
aufgenom
men worden sei. Der Unfall habe auch in somatischer Sicht Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit gehabt (Urk. 1 S. 7). Damit
bestünden
die von der Recht
sprechung geforderten gewisse
n
Anhaltspunkte, dass sich der Gesundheitszustand nach der letzten leistungsab
weisenden Verfügung in mass
gebender Weise verändert habe, weshalb auf
das
neue
Leistungs
begehren
der Beschwerdeführerin
einzutreten sei (Urk. 1 S. 8).
Das
E._
-Gutachten
vom 30. Juni 2011 (Urk. 6/76) sei erst nach der angefochtene
n
Ver
fügung (gemeint ist die Verfügung der IV-Stelle Obwalden vom 19. Februar 2010, Urk. 6/72) in Auftrag gegeben worden und datiere erst vom Juni 2011. Die Bei
bringung dieses Beweismittels sei daher zuvor noch nicht möglich gewesen, weshalb eventualiter die Ver
fügung der IV-Stelle Obwalden
vom 19. Februar 2010
(Urk. 6/72)
durch die neu zu
ständige Beschwerdegegnerin in Revision gezogen werden müsse (Urk. 1 S. 8).
1.3
Die Beschwerdegegnerin stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt,
dass
die Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung, derzeit mittelgradige depressive Episode, wie auch
diejenige einer
somatoforme
n
Schmerzstörung im Rahmen der Beurteilung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin in der Stel
lungnahme des RAD vom 21. Dezember 2009 (Urk. 6/61) bereits gewür
digt worden
seien
(Urk. 2/2 S. 1). Aus
dem
E._
-Gutachten vom 30. Juni 2011 (Urk. 6/76) würden aus versicherungsmedizinischer Sicht im Vergleich zur Beur
teilung der RAD-Stellungnahme vom 21. Dezember 2009 (Urk. 6/61) bzw. der Verfügung der IV-Stelle Obwalden vom 19. Februar 2010 (Urk. 6/72) keine massgebende Verschlech
terung des Gesundheitszustandes oder neue funk
tionelle Einschränkungen hervorgehen (Urk. 2/2 S. 2). Beim
E._
-Gutachten vom 30. Juni 2011 (Urk. 6/76) handle es sich um eine medizinische
Neubeur
teilung
eines unverän
dert gebliebenen Gesundheitsschadens. Dasselbe gelte für den Bericht der
F._
vom
25. Februar 2011
(
Urk. 5 S.
2
)
.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Un
fall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsun
fähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psy
chischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Ein
gliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglich
keiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsun
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Wurde eine Rente, eine
Hilflosenentschädigung
oder ein Assistenzbeitrag wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades, wegen fehlender Hilflosigkeit oder weil aufgrund des zu geringen Hilfebedarfs kein Anspruch auf einen
Assistenzbei
trag
entsteht, verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3 IVV
(bis 31. Dezember 2011: Abs. 4)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2
(bis 31. Dezember 2011: Abs. 3)
dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der
Invalidität oder der Hilflosigkeit oder die Höhe des invaliditätsbedingten Betreuungsaufwandes oder Hilfebedarfs der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
2.
3
Ob eine im Sinne von Art. 87 IVV erhebliche Tatsachenänderung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich der Verhältnisse im Zeitpunkt der Neuanmeldung mit denjenigen bei Erlass der letzten, auf einer materiellen Prüfung des Renten
anspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Ermittlung des Invaliditätsgrades beruhenden Verfügung (BGE 130 V 71 E. 3.2.3 und E. 3.2.4, Urteil des Bundesgerichts 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E.
2.1 mit Hinweisen).
2.
4
Mit Art. 87 Abs. 3
i.V.m
. Abs. 2 IVV
(bis 31. Dezember 2011
: Abs. 3 und 4)
soll verhin
dert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, d. h. keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintre
tensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Änderung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sachverhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Ver
waltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E.
4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E.
2.2 mit Hinweisen).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts ist unter
Glaubhaftmachen im Sinne von
Art.
87
Abs.
3 IVV
(bis 31. Dezember 2011: Abs. 4)
nicht der Beweis nach dem im
Sozial
ver
siche
rungsrecht
allgemein
massgebenden
Grad der überwiegenden Wahr
schein
lich
keit zu verstehen. Die Beweisanforderungen sind vielmehr herabgesetzt, indem nicht im Sinne eines vollen Beweises die Überzeugung der Verwaltung begrün
det zu werden braucht, dass seit der letzten, rechtskräftigen Ent
scheidung tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten ist. Es genügt, dass für den gel
tend gemachten rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse Anhalts
punkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete
Sachver
haltsänderung
nicht erstellen lassen
.
Bei der Prüfung der Frage, ob die Vorbringen der versi
cherten Person glaubhaft sind, berücksichtigt die Ver
waltung unter anderem
, ob seit der rechtskräftigen Erledigung des
letzten Rentengesuchs lediglich kurze oder schon längere Zeit vergangen ist; je nachdem sind an die Glaubhaftma
chung einer Änderung des rechtserheblichen Sachverhalts höhere oder weniger hohe Anforderungen zu stellen
(Urteil des Bundesgerichts 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.2 mit weiteren Hin
weisen).
2.
5
Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind; verneint sie dies, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten.
D
as Gericht
hat
die Behandlung der
Eintretensfrage
durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwaltung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV
(bis
31. Dezember 2011:
Abs. 4)
Nichteintreten beschlossen hat und die versicherte Person deswegen Beschwerde führt; hingegen unterbleibt eine richterliche Beurteilung der
Eintretensfrage
, wenn die Verwaltung auf die Neuanmeldung eingetreten ist (BGE 109 V 108 E.
2b).
3.
3.1
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung, ob die Beschwerdeführerin
bei
der Neuanmeldung vom
25
.
Oktober 2011 (Urk. 6/88)
mit
dem
Bericht der
F._
vom 25. Februar 2011 (Urk. 6/87) und
dem
E._
-
Gutachten vom 30. Juni 2011 (Urk. 6/76)
eine erhebliche
Tatsachenän
derung
im Sinne von Art. 87 IVV glaubhaft gemacht
hat, ist die
Ver
fügu
ng der IV-Stelle Obwalden
vom 19. Februar 2010
, mit welcher
diese das Begehren der Beschwerdeführerin um Ausrichtung einer Invalidenrente abgewiesen hatte
(Urk. 6/72)
.
Zu prü
fen ist, ob glaubhaft erscheint, dass sich der Grad der Invali
dität z
wischen dem
19. Februar 2010
und der
Neuanmeldung vom
25
.
Oktober
2011
(Urk. 6/8
8
)
in einer für den Anspruch
erheblichen Weise
geän
dert hat. Nach
dem zwischen der einen An
spruch auf
Rente
verneinen
den Ver
fü
gung vom
19. Februar 2010
(Urk. 6/76)
und der Neuanmeldung am
25
.
Oktober
2011
(Urk. 6/88)
rund 20
Monate liegen, sind an die Glaubhaft
machung neuer Tat
sachen grund
sätzlich nicht allzu hohe An
forderun
gen zu stel
len (vgl. Urteil des Bundesgerichts I
460/01
vom 18. Februar 2003 E. 4.1).
3.2
3.2.1
Beim Erlass der Verfügung der IV-Stelle Obwalden
vom
19. Februar 2010 (Urk. 6/72) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt:
3.2.2
Im Arztbericht vom 29. September 2008 diagnostizierte Dr. med.
H._
, Facharzt für Urologie, einen Status nach Hepatitis B,
Leber
häman
giome
,
eine
unklare
parenchymatiöse
Neubildung in der Leber (beginnende Leber
zirrhose),
einen
Status nach Nierenkoliken links Mai 2005 und Oktober 2005 und rechts anfangs 2008,
einen
Status nach Eisenmangelanämie,
eine
COPD,
eine
ASS-Allergie,
eine
Reizdarmsymptomatik sowie
eine
persistierende Mikrohämaturie (Urk. 6/14).
3.2.3
Dr. med.
I._
,
Facharzt für Allgemeine Medizin, welcher die Be
schwerdeführerin
vo
m
11. Juni 2001 bis 6. Dezember 2005 und wieder ab 28. Januar 2008 behandelte, nannte im Arztbericht vom 26. März 2009 die Dia
gnosen depressive Verstimmung mit Angst, mehrere Leberrundherde un
klarer Genese, Differentialdiagnose (DD): Adenom,
Malignom
, chronische Hepatitis B und chronisches
Lumbovertebralsyndrom
(Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit) sowie Status nach Nierenkolik links
(
Urk. 6/43/2
)
. Seit mehre
ren Monaten be
stünden persistierende
,
an Grösse zunehmende Leberrundherde unklarer Genese. Die Beschwerdeführerin habe dadurch eine Depression mit Angst entwickelt, da mehrere Familienangehörige an
einem
Hepatom
oder
einer
Leberzirrhose verstorben seien.
In ihrer bisherigen Tätigkeit als Mitarbeiterin
im Restaurant
B._
(vgl.
Arbeitgeberfragebogen, Urk.
6/40/2)
sei die Beschwerdeführerin seit dem 30. September 2008 bis auf weiteres zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 6/43/3). In seinem Verlaufsbericht vom 26. November 2009
schrieb Dr.
I._
,
nach erfolgter Rehabilitation wegen Unfall sei die Beschwerdeführerin in einer leichten, wechselbelastenden, psychisch nicht allzu strengen Tätigkeit zu 50 % arbeitsfähig (Urk. 6/60/1-2).
3.2.4
Dem B
ericht des
J._,
Klinik für Gastroen
terologie und Hepatologie, Departement für Innere Medizin, vom 25. Mai 2009 sind die folgenden Diagnosen zu entnehmen (Urk. 6/49/1):
Status nach Hepatitis B
keine Hinweise für das Vorliegen einer Leberzirrhose
mehrere, bildgebend (CT, MRI) nicht-malignitätsverdächtige
befund
kon
stante
Leberläsionen
Hepatomegalie
und Lebersteatose, DD: nicht-alkoholische Fettleber
Tumormarker (AFP,
Ca
19-9 und CEA) normwertig
Laktoseintoleranz
Status nach Nierenkoliken links Mai 2005 und Oktober 2005 und rechts Anfangs 2008
Status nach Eisenmangelanämie mit/bei
Hämatochezie
bei Hämorrhoiden, Status nach Ligatur am 16. März 2004
Status nach Analfissur bei 6 Uhr (April 2004)
axiale
Hiatushernie
(Juni 2003)
Uterus
myomatosus
COPD bei persistierendem
Nikotinabusus
(kumulativ 30py)
ASS-/
Reovist
-Allergie
3.2.5
Die Ärzte des
K._
stellten im
B
ericht vom 4. Juni 2009 als Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine dislozierte Joch
bein- und Jochbogenfraktur rechts mit
Orbitabodenbeteiligung
(Urk. 6/50/2). Die Beschwerdeführerin sei vom 16. bis 21. März 2009 behandelt worden. Für den Zeitraum von 14. März bis 24. April 2009 at
testierten sie ihr eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 6/50/3). Am 27. Oktober 2009 berichteten sie über die weitere Behandlung der Beschwerdeführerin bis 13. Oktober 2009. Nach Austritt aus dem
K._
habe die Beschwerdeführerin über persistierende Schmerzen geklagt. Die
Hypo
sen
sibilität
im Versorgungsbereich des
Nervus
(N.)
infraorbitalis
rechts habe sie ebenfalls als sehr störend empfunden. Die klinische Untersuchung habe immer reizlose Wundverhältnisse, keine Anzeichen für Ent
zündung und lediglich eine leichte
persistierende Schwellung der Wange rechts gezeigt (Urk. 6/59/1). Gemäss den Ärzten des
K._
waren die Befunde der post
operativen augenärztlichen und
orthoptischen
Untersuchung und der intra
operativen Inspektion bei der
Osteosynthese
materialentfernung
wie auch die
jenigen der bildgebenden Untersuchungen (konventionelle
Röntgen
bilder,
Computerto
mogramm
,
Magnet
resonanztomo
grafie
) unauffällig
(Urk. 6/59/1
2).
3.2.6
In ihrem Bericht vom 21. September 2009 diagnostizierten die
Dres
. med.
L._
, Chefarzt,
M._
, Oberarzt, und
N._
, Assistenz
arzt, von der
O._
eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1, bestehend seit Frühjahr 2009), eine an
hal
tende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD
-10: F45.4, bestehend seit „2007?“
) sowie Panikattacken (ICD-10: F41.0, bestehend seit März 2009
;
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit, Urk. 6/56/2). Als Diagnosen ohne Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit bezeichneten sie eine Gast
ritis und rezi
di
vierende Harnwegsinfekte, welche seit einigen Jahren bestehen würden (Urk. 6/56/2). Bei der Beschwerdeführerin bestünden eine verminderte Kon
zen
tration und Aufmerksamkeit
die Beschwerdef
ührerin sei gedanklich ab
wesend
sowie Niedergeschlagenheit, ein vermindertes Energieniveau und eine ver
minderte Moti
vation. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Service
angestellte
sei die Be
schwerdeführer
i
n seit Mai 2009 bis auf weiteres zu 75 % arbeitsunfä
hig (Urk. 6/56/3).
3.2.7
RAD-Arzt Dr
.
C._
gelangte
zum Schluss, dass ein bleibender
Gesund
heitsschaden
mit
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nicht ausgewiesen sei (Urk. 6/61/3).
RAD-Arzt Dr.
D._
hielt
in seiner Stellungnahme vom 10. Februar 2010 fest, die mittelgradige depressive Symptomatik der Beschwer
deführerin stehe in einem engen zeitlichen und ursächlichen Zusammenhang mit dem Unfall vom 14. März 2009 und seinen Folgen (Gesichtsverletzung, mehrfache Operation) und könne nicht als eigenständiges psychiatrisches Krankheitsbild angesehen werden, zumal eine frühere entsprechende psy
chia
trische Anamnese fehle. Er
fahrungsgemäss seien derartige im Zusammenhang mit Unfällen auftretende psychische Reaktionen als Anpassungsstörung (in diesem Fall als längere de
pressive Reaktion gemäss ICD-10 F43.21) einzustufen, gut behandelbar und die Prognose sei gut, falls nicht soziale Faktoren die Therapie erschweren würden oder sich ein wesentlicher Krankheitsgewinn ent
wickle. Anpassungsstörungen würden keinen dauerhaften psychischen
Ge
sund
heitsschaden
darstellen. Die an
deren genannten Diagnosen (
somato
forme
Schmerzstörung und Panikattacken) würden nicht mit entsprechenden Sympto
men und Befunden beschrieben und seien damit nicht ausgewiesen (Urk. 6/71
/1
).
3.3
3.3.1
Bei
der Neuanmeldung vom 25. Oktober 2011 (Urk. 6/88) berief sich die Be
schwer
deführerin
auf den
Bericht der
F._
vom 25. Februar 2011 (Urk. 6/87) sowie das
E._
-Gutachten vom 30. Juni 2011 (Urk. 6/76).
3.3.2
Die Ärzte der
F._
stellten in ihrem Bericht vom 25. Februar 2011 die Diagnosen rezidivierende, depressive
Störung mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1) und Verdacht auf anhaltende,
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) und führten aus, parallel zu der erfolgten psychiatrisch-psycho
therapeu
tischen Begleitung habe sich die Beschwerde
füh
rerin bisher einige Male Operationen unterziehen müssen, welche sie erneut belastet hätten. Ihr psy
chi
scher Zustand habe sich seit Beginn der psychiatrischen Behandlung etwas gebessert. Ihr derzeitiger psychiatrischer Zustand erlaube eine
Arbeits
tätigkeit
von etwa 30 % (Urk. 8/87/3).
3.3.3
Am
E._
-Gutachten
vom 30. Juni 2011 (Urk. 6/76) waren
P._
, Geschäftsführer
,
und Dr.
med.
Q
._
, medizinische Verantwortung, sowie die
Dres
. med.
R._
, Facharzt für Neurologie, als Hauptgutachter
und
S._
,
Facharzt für Psychiatrie, als
Konsiliargutachter
beteiligt (Urk. 6/76/21). Gestützt auf die von der AXA zugestellten und die vo
n ihnen beigezogenen Unterlagen sowie
auf ihre psychiatrische und neurologische Unter
su
chung der Beschwerde
führerin vom 30. Mai 2011 (Urk. 6/76/22) bzw. 1. Juni 2011 (Urk. 6/76/1)
stellten
die
E._
-
Gutachter die folgenden Diagno
sen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/7
6
/18
-19
, Urk. 6/76/31, Urk. 6/76/40-41):
rezidivierende depressive Störung, mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F33.1 G)
Status nach
Blow
in-Fraktur des rechten Mittelgesichts vom 14. März 2009 (Stückfraktur des rechten
Os
zygomaticum
. Impressionsfraktur der Orbita unter Beteiligung der lateralen
Orbitawand
und des
Orbitabodens
, der
Fissura
infraorbitalis
sowie der ventralen und lateralen
Kieferhöhlen
wand
, multiple kleine Stückfragmente mit
Aufspiessung
des
Musculus
rectus
lateralis
), keine intrakranielle oder
cervikale
Verletzung. Status nach Reposition und Osteosynthese des Jochbeins rechts,
Orbitabo
den
re
vision
und –
plastik
vom 17. März 2009
residuale, unfallkausale traumatische Schädigung des N.
maxillaris
rechts mit persistierender
Allodynie
und neuralgischem Schmerz
residualer, unfallkausaler, anhaltender Oberkieferschmerz im Sinne eines
Nozizeptorenschmerz
es
, überwiegend wahrscheinlich
myofascial
mit
myo
artropathischem
Kieferschmerz rechts
inkomitierende
Hyperphorie
rechts (bis
Hypertropie
im
Abblick
) bei
Rec
tus-inferior-parese
rechts, Fusion im Gebrauchsblickfeld (zum Teil Dip
lopie im
Abblick
). Status nach Augenmuskeloperation 2011. Geringe Refraktionsanomalie (korrigiert).
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (Urk. 6/78/18, Urk. 6/76/31, Urk. 6/76/40):
Verdacht auf Panikstörung (ICD-10: F41.1 V)
multifaktorielle chronische Insomnie schmerzbedingt bei chronischem gemischtem Gesichtsschmerz sowie
Restless
-
legs
-Syndrom
leichter
myofascialer
zerviko
z
ephaler
Kopfschmerz
anamnestisch frühere, sporadische episodische Migräne
Grössenstationäre Leberläsionen ohne Nachweis neuer fokaler Patho
lo
gien. Verdacht auf Leberadenome in den Segmenten VII, VI und III. Ver
dacht auf Leberhämangiom im Segment VII, DD: Adenom. Zwei
Leber
hämangiome
im Segment VII. Leberläsion im Segment VI, DD: Adenom, Hämangiom
.
Der
Gesamtbeurteilung der
E._
-Gutachter
kann entnommen werden, dass aus neurologischer Sicht seit der operativen Versorgung der am 14. März 2009 erlittenen
Blow
in-Fraktur des rechten Mittelgesichts unfallkausal eine residuale traumatische Schädigung des N.
maxillaris
rechts mit persistierender
Allodynie
und neuralgischem Schmerz sowie überwiegend wahrscheinlich unfallkausal ein anhaltender Oberkieferschmerz im Sinne eines
Nozizeptorenschmerz
es
, überwie
gend wahr
scheinlich
myofascial
unfallkausal mit
myoartropathischem
Kiefer
schmerz
rechts, bestünden. Allenfalls teilweise unfallkausal sei hingegen ein
leichter
zervikozephaler
,
myo
fascial
vermittelter Kopfschmerz zu beschreiben. Zusätzlich sei seitens der
Augenklinik des
K._
eine
inkomi
tierende
Hyper
phorie
rechts (bis
Hypertropie
im
Abblick
) bei
Rectus
-inferior-parese rechts zu konstatieren
. B
ei Status nach Augenmuskeloperation anfangs 2011 sei mittlerweile die Fusion im Gebrauchsblickfeld wieder erlangt worden. Es bestehe jedoch noch Diplopie im
Abblick
insbesondere bei Blick nach unten rechts (Urk. 6/76/19).
Im psychiatrischen
Teil
gutachten
vom 30. Mai 2011
hielt Dr.
S._
fest, dass es im Zusam
menhang mit der Aufgabe eines von der Beschwerde
füh
rerin betriebenen Imbiss-Standes im Jahre 2005 zu einer ersten depressiven Episode, angstbetont, mit der Notwendigkeit einer psychotherapeutische
n
Fach
beur
tei
lung
gekommen sei
. Im Zusammenhang mit Lebertumoren (Häman
giomen) sowie bei gleichzeitigen sozialen Belastungsfaktoren durch ökono
mische Schwierigkeiten des gemeinsam mit dem Ehemann betriebenen Restau
rants im Jahr 2010
(richtig wohl: 2008)
hätten
sich erneut depressive Symptome und Ängste
gezeigt
. Eine Fachbehandlung sei nicht erfolgt, die Symptomatik habe aber Anlass zu hausärztlichen Gesprächen gegeben und der Hausarzt habe im Dezember 2008 explizit das Vorliegen einer depressiven Verstimmung mit Angst erwähnt. Nach einem Unfall mit Gesichtsschädelfraktur sei es erneut zu Depression und Angst gekom
men, die Beschwerdeführerin habe über
Panik
at
tacken
, frei flottierende Ängste sowie über die Entwicklung von Insuffizienz
gefühlen und depressiven Symptomen mit der Aufnahme einer erneuten psychiatrisch-psychotherapeu
tischen Behandlung einschliesslich
Psycho
phar
ma
ko
therapie
berichtet (Urk. 6/76/31). Mit Blick auf die frühere ängstlich-
depressive Dekom
pens
at
ion im Jahre 2005 mit damals notwendiger psycho
therapeutischer Behandlung müsse die Diagnose einer rezidivierenden depressiven Störung gestellt werden. Dies entspreche auch dem Bericht der
F._
vom 25. Februar 2011 (Urk. 6/76/37). Auf die Frage der AXA, ob durch die Heilbe
handlung der letzten sechs Monate ein Fortschritt habe erzielt werden könne, antwortete
Dr.
S._
, dass unter der psychiatrisch-psycho
thera
peutischen Behandlung eine gewisse Stabilisie
rung eingetreten sei (Urk. 6/76/35). Zur Prognose hielt Dr.
S._
fest, dass prinzipiell von einem behandelbaren
Stö
rungsbild
ausgegangen werden könne (Urk. 6/76/37).
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin führten die
E._
-Gutachter aus, aufgrund der gemischten leicht bis mittelgradigen
Gesichts
schmerzsymptomatik
sei eine Reduktion der Arbeitsfähigkeit um 20 % begründ
bar. Nach mittlerweile zweijährigem Verlauf sei ein Endstadium erreicht (Urk. 6/76/20). Aus ps
ychia
trischer Sicht führe die -
unfallunabhängige
-
rezi
divierende depressive Stö
rung der Beschwerdeführerin zu einer Einschränkung
der Arbeitsfähigkeit (Urk. 6/76/33). Die Beschwerdeführerin sei wegen der mit dem psychischen Krankheitsbild einhergehenden Beeinträch
tigung psychischer Grundfunktionen nur in der Lage, ihrem körperlichen Belastungsprofil und ihrem Ausbildungs- und Kenntnisstand entsprechende Tätigkeiten sechs Stun
den Arbeiten täglich zu verrichten. Eine darüber hinausgehende Minderung der Leistungsfähigkeit bestehe nicht. Lediglich beim Auftreten von Panikattacken könne es kurzzeitig zu einer vorübergehenden weiteren Einschränkung der Arbeitsfähigkeit kommen (Urk. 6/76/34).
4.
Umstritten ist, ob mit den aufgelegten Berichten eine Verschlechterung des Leis
tungsvermögens
der Beschwerdeführerin
glaubhaft gemacht worden ist.
In psy
chiatrischer Hinsicht macht die Beschwerdeführerin geltend, dass es nach dem Unfall vom 14. März 2009 erneut zu Depression, Angst und Panikattacken gekommen sei (
Urk.
1 S. 7).
Die
Auswirkungen der besagten psychischen Stö
rungen wurden
zwar schon
von der IV-Stelle Obwalden abgeklärt
.
Während RAD-Arzt
Dr.
D._
damals
allerdings noch davon ausging, dass kein
eigen
ständiges psychiatrisches Krankheitsbild
,
sondern eine
im Zusammenhang mit
dem Unfa
ll
vom 1
4.
März 2009 aufgetretene
psychische Reaktion
in der Form einer
Anpassung
sstörung vorliege
, welche gut
behandelbar
sei
(E. 3.2.7)
,
diagnostizierte
E._
-Gutachter
Dr.
S._
mit schlüssiger und überzeugender Begründung
eine re
zid
ivierende de
pressive Störung, mittelgradige Episode (Urk. 6/76/37).
Anlässlich der Begutach
tung im
E._
zeigte sich somit,
dass bei der Beschwerdeführerin
im
Begutachtungszeit
punkt
(3
0.
Mai 2011)
nicht mehr bloss eine Anpassungsstörung, sondern eine regelrechte
Depression bestand
.
Mit
dem
E._
-Gutachten vom 30. Juni 2011 (Urk. 6/76) wurde
somit
zumindest
glaubhaft gemacht, dass sich
der psy
chische Gesund
heitszustand der Beschwer
deführerin seit der
leistungsab
weisen
den
Verfügung der IV-Stelle Obwalden vom 19. Februar 2010 (Urk. 6/72) in sich auf den
Rentena
nspruch aus
wirkender Weise
verschlimmert haben
könnte
.
In somatischer Hinsicht
diagnostizierten
d
ie
E._
-Gutachter
insbesondere
eine
residuale trau
matische Schädigung des N.
maxillaris
(E.
3.3.3
). Die
E._
-Gut
achtern hielten weiter fest, dass noch Diplopie im
Abblick
, insbesondere bei Blick nach unten rechts, bestehe (
Urk.
6
/76/39-40). Da die Beschwe
rdeführerin mit den aufgelegten
E._
-Gutachten vom 30. Juni 2011 (Urk. 6/76)
zumindest eine Verschlimmerung ihres psychi
schen Gesundheitszustandes glaubhaft ge
macht hat, ist die Beschwerdegegnerin
verpflichtet, auf
deren
neues Leistungs
be
gehren einzutreten und dieses
allseitig
zu prüfen (vgl. BGE 117 V 198 E. 4b)
.
Demnach ist
die angefochtene Verfügung vom 2
5.
Mai 2012 in Gutheissung der Beschwerde
aufzuheben
und die Sache an
die Beschwerdegegnerin
zurü
ckzu
w
eisen
, damit diese auf die Neuan
meldung
der Beschwerdeführerin
vom
25. Oktober 2011
eintrete und nach Vornahme der notwendige
n Abklärungen über deren
Leistungsanspruch verfüge.
5
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das vorliegende Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Sie sind der unterlegene
n
Be
schwerde
gegnerin
aufzuerlegen.
Die vertretene Beschwerdeführerin hat Anspru
ch auf eine
Prozessentschädi
gung
, welche nach der Bedeutung der Streitsache
und
der Schwierigkeit des Pro
zesses auf
Fr.
1‘000.--
(inklusive Barauslagen und
MWS
t
)
festzusetzen ist.