# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 61de6fa4-8962-5030-a85b-c32abbdc4dbe
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

I. Sachverhalt
RA Nr. «D_DNI»/«D_DNJ»/«D_DNN» 2
1. Die Beschwerdegegner haben bei ihrem landwirtschaftlichen Betrieb vor rund 12
Jahren einen Lager- und Aufbereitungsplatz für die Feldrandkompostierung eingerichtet.
Die Parzelle Neuenegg Gbbl. Nr. G._ liegt in der Landwirtschaftszone, das Wohn-
und Ökonomiegebäude sind der Weilerzone (WeZ)1 zugeteilt. Die Beschwerdeführenden
beklagten sich bei der Gemeinde mehrmals über den Kompostaufbereitungsplatz.
Aufgrund der baupolizeilichen Anzeige von anderen Nachbarn eröffnete die Gemeinde ein
Wiederherstellungsverfahren und forderte die Beschwerdegegner am 9. September 2014
auf, eine allfällig vorhandene Baubewilligung für die Kompostanlage vorzulegen oder die
Anlage in den ursprünglichen Zustand zurückzubauen. Gleichzeitig verpflichtete sie die
Beschwerdegegner, die Geruchsemissionen ab sofort auf das absolute Minimum zu
beschränken und gab Gelegenheit, ein nachträgliches Baugesuch einzureichen.2 Die
Beschwerdegegner reichten am 18. November 2014 ein Baugesuch für den Neubau eines
Lagerplatzes für Maschinen, eines Aufbereitungsplatzes zur Feldrandkompostierung sowie
eines offenen Unterstandes für die Stückholzlagerung sowie ein Ausnahmegesuch nach
Art. 24b RPG3 ein. Neben anderen erhoben die Beschwerdeführenden Einsprache gegen
das Bauvorhaben. Das AGR stellte mit Verfügung vom 4. Februar 2015 fest, dass das
Bauvorhaben zonenkonform sei und keine Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG
benötige. Mit Gesamtbauentscheid vom 12. Mai 2015 erteilte das Regierungsstatthalteramt
Bern-Mittelland die Baubewilligung und eröffnete die Verfügung des AGR über die
Zonenkonformität.
2. Gegen diesen Gesamtbauentscheid reichten die Beschwerdeführenden am 12. Juni
2015 Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE)
ein. Sie beantragen die Aufnahme ihrer Lastenausgleichsansprüche in den Bauentscheid.
Ausserdem verlangen sie die Streichung des Wortes "unkorrekt" in der Erwägung 3.2,
Bst. E des vorinstanzlichen Entscheides. Sie machen geltend, sie hätten nie gesagt, die
Bezeichnung der Baugesuchstellerin als "Einfache Gesellschaft der Gebr. F._,
H._" sei unkorrekt. Mit der Vorenthaltung des Namens der Betreiberfirma
I._GmbH werde aber der Anschein erweckt, es handle sich um einen rein
1 Neuenegg, Zonenplan 1 Siedlung / Weilerzonen, vom AGR genehmigt am 6. Dezember 2011 2 Vorakten Regierungsstatthalteramt, pag. 71 3 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700)
RA Nr. «D_DNI»/«D_DNJ»/«D_DNN» 3
landwirtschaftlichen Betrieb, um von der zweifelhaften Zonenkonformität abzulenken.
Sinngemäss beantragen die Beschwerdeführenden den Bauabschlag.
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet4, holte die
Vorakten ein und führte den Schriftenwechsel durch. Das Regierungsstatthalteramt Bern-
Mittelland verzichtet gemäss Schreiben vom 22. Juni 2015 auf eine förmliche
Vernehmlassung. Die Beschwerdegegner beantragen mit Beschwerdeantwort vom 30. Juni
2015, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Das Amt für
Gemeinden und Raumordnung (AGR) schliesst mit Eingabe vom 3. Juli 2015 auf
Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde äussert sich mit Stellungnahme vom 29. Juli
2015, ohne einen Antrag zu stellen.
Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden
Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Der Entscheid des Regierungsstatthalters von Bern-Mittelland ist ein
Gesamtentscheid im Sinne von Art. 9 Abs. 1 KoG5, die Verfügung des AGR eine weitere
Verfügung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 Bst. b KoG. Diese sind gestützt auf Art. 11 Abs. 1
KoG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 1 KoG mit Baubeschwerde nach Art. 40 Abs. 1 BauG6
bei der BVE anfechtbar. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde zuständig. Zur
Beschwerde befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer
Einsprachegründe und die zuständige Gemeindebehörde (Art. 10 KoG in Verbindung mit
Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden stehen in einer genügend nahen
Beziehung zum Bauvorhaben. Sie sind im vorinstanzlichen Verfahren unterlegen und durch
4 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191) 5 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1) 6 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721)
RA Nr. «D_DNI»/«D_DNJ»/«D_DNN» 4
den vorinstanzlichen Gesamtentscheid beschwert. Die Beschwerdeführenden sind daher
zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde
ist grundsätzlich einzutreten. Ob auf jedes Vorbringen eingetreten werden kann, ist in den
nachfolgenden Erwägungen zu beurteilen.
b) Nicht eingetreten werden kann, soweit die Beschwerdeführenden eine sprachliche
Korrektur von Ziff. 3.2 Bst. E des vorinstanzlichen Entscheides verlangen. Anfechtbar ist
nur die Verfügungs- bzw. Entscheidformel − vorliegend Ziffer 4 ("Entscheid") des
angefochtenen Gesamtbauentscheides − nicht aber die Begründung.7 Die von den
Beschwerdeführenden beanstandete Formulierung steht im materiellen Teil des
Gesamtentscheides als Titel einer Rüge der Beschwerdeführenden. Dieser Titel hat keinen
Verfügungscharakter, sondern ist lediglich Bestandteil der Entscheidbegründung. Die
Formulierung kann deshalb nicht angefochten werden.
2. Zonenkonformität
a) In der Landwirtschaftszone sind Bauten und Anlagen für die landwirtschaftliche
Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau zonenkonform (vgl. Art. 16a
RPG). Die Baute oder Anlage muss für die in Frage stehende Bewirtschaftung nötig sein,
es dürfen ihr am vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen
und der Betrieb muss voraussichtlich längerfristig bestehen können (vgl. Art. 34 Abs. 4
RPV8). Das Bundesamt für Raumentwicklung ARE hat in einem Merkblatt definiert, unter
welchen Voraussetzungen eine Anlage für eine bäuerliche Feldrandkompostierung in der
Landwirtschaftszone als zonenkonform gilt.9 Demnach sollen die Anlagen nach dem
raumplanerischen Konzentrationsprinzip hofnah errichtet werden. Entweder müssen sie
benötigt werden, um die auf dem Betrieb anfallende Biomasse stofflich zu verwerten. Oder
der erzeugte Kompost muss für den betreffenden Landwirtschaftsbetrieb benötigt werden.
Das Grüngut muss zu mehr als der Hälfte aus dem ortsüblichen Bewirtschaftungsbereich
stammen; die Feldrandmieten müssen in der Regel innerhalb des ortsüblichen
Bewirtschaftungsbereichs vom Sammel- bzw. Aufbereitungsplatz angelegt und mindestens
7 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 12, 74 N. 2 8 Raumplanungsverordnung des Bundesrates vom 28. Juni 2000 (RPV; SR 700.1) 9 ARE, Merkblatt Feldrandkompostierung, abrufbar unter www.are.admin.ch > Raumentwicklung & Raumplanung > Bauen ausserhalb der Bauzonen
RA Nr. «D_DNI»/«D_DNJ»/«D_DNN» 5
51% des Kompostes müssen auf den Feldern und Wiesen innerhalb dieses Rayons verteilt
werden. Als ortsüblicher Bewirtschaftungsbereich wird in Anlehnung an Art. 21 BGBB10
i.V.m. Art. 10 und 12 LBV11 und Art. 24 GschV12 von einer Distanz von 6 bis 15 km
ausgegangen. Die Grenze der Zonenkonformität ist überschritten, wenn pro Jahr mehr als
5'000 t Grüngut verarbeitet werden.
b) Die Beschwerdegegner betreiben als Betriebsleitergemeinschaft einen
landwirtschaftlichen Betrieb. Der Sammel- und der Aufbereitungsplatz liegen direkt vor dem
Bauernhof, die Anlage entspricht somit dem Konzentrationsprinzip. Die Beschwerdegegner
verarbeiten rund 700 - 1'000 t Grüngut pro Jahr (Gartenabfälle, Rasen- und Wiesenschnitt,
Strauch- und Baumschnitt, Rüstabfälle in Haushaltsmengen), das zur Hauptsache von den
Sammelstellen der Gemeinden Neuenegg und Laupen stammt, die in ca. 3 bis 4 km
Fahrdistanz liegen. 13 Die Feldrandkompostierung erfolgt lokal und dient zur Düngung der
eigenen Felder. Das Bauvorhaben entspricht somit den Voraussetzungen des ARE an eine
zonenkonforme Feldrandkompostierung. Die Vorinstanz hat sich im Entscheid mit den
Geruchsimmissionen auseinandergesetzt und bei den Nebenbestimmungen die
Massnahmen verbindlich erklärt, die im Geruchsgutachten der K._GmbH vom
1. Oktober 201414 in Ziffer 5 vorgeschlagen wurden. Da es sich um Vorschläge aus einem
privaten Gutachten handelt und unter Ziffer 5 des Geruchsgutachtens noch weitere
Textpassagen stehen, wäre wünschbar gewesen, dass diese Auflagen im Entscheid
einzeln aufgeführt worden wären. Dies wird im vorliegenden Verfahren von Amtes wegen
nachgeholt. Die Beschwerdeführenden legen nicht dar, inwiefern diese Massnahmen nicht
genügen bzw. inwiefern der vorinstanzliche Entscheid und die Verfügung des AGR zur
Zonenkonformität rechtsfehlerhaft sein sollten. Auch wenn es sich um eine juristische
Laienbeschwerde handelt, bei der praxisgemäss nicht allzu hohe Anforderungen an die
Begründung gestellt werden, genügt es nicht, bloss zu behaupten oder anzudeuten, der
angefochtene Entscheid sei falsch.15 Der Hinweis, dass die Kompostaufbereitungsanlage
an einem ungeeigneten Standort installiert sei und die Immissionen seit Jahren geduldet
10 Bundesgesetz vom 4. Oktober 1991 über das bäuerliche Bodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) 11 Verordnung vom 7. Dezember 1998 über landwirtschaftliche Begriffe und die Anerkennung von Betriebsformen (Landwirtschaftliche Begriffsverordnung, LBV; SR 910.91) 12 Gewässerschutzverordnung des Bundesrates vom 28. Oktober 1998 (GSchV; SR 814.201) 13 Vorakten Regierungsstatthalteramt, pag. 176, 185, 313, 358 14 Vorakten Regierungsstatthalteramt, pag. 181-168 15 VGE 100.2012.36 vom 15.05.2012, E. 3.3; BVR 2007 S. 470 E. 2.4; Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 32 N. 12 und 15.
RA Nr. «D_DNI»/«D_DNJ»/«D_DNN» 6
würden, stellt keine konkrete Rüge dar und genügt den Anforderungen an die
Begründungspflicht nicht; darauf kann nicht weiter eingetreten werden (vgl. Art. 32
VRPG16).
c) Die Beschwerdeführer rügen, effektiv werde die Kompostieranlage nicht durch die
Beschwerdegegner betrieben, sondern durch die Firma I._GmbH. Im Baugesuch
waren die Beschwerdegegner als Baugesuchsteller genannt. Im gleichzeitig eingereichten
Ausnahmegesuch nach Art. 24 ff. RPG legten sie dar, dass sie die Kompostierung mit der
Firma I._GmbH durchführten.17 Der Name der Betreiberfirma war im
vorinstanzlichen Verfahren somit bekannt. Gemäss elektronischem Auszug aus dem
Handelsregister18 hat die im Jahr 2002 gegründete I._GmbH Sitz an der
Wohnadresse des Beschwerdegegners 2. Die Beschwerdegegner sind zusammen mit
einer weiteren Person gleichen Nachnamens einzige Gesellschafter, beide
Beschwerdegegner fungieren zudem als Geschäftsführer. Die I._GmbH wird somit
durch die Beschwerdegegner, d.h. die Landwirte dominiert und geführt. Der Umstand, dass
die Beschwerdegegner die Kompostieranlage im Kleid einer juristischen Person betreiben,
hat deshalb keinen Einfluss auf die Zonenkonformität. Im Übrigen können nach Art. 2 LBV
auch juristische Personen Bewirtschafter eines landwirtschaftlichen Betriebs sein. Die
Beschwerdeführenden vermögen daher mit ihrer Rüge nicht durchzudringen.
3. Lastenausgleich
a) Die Beschwerdeführenden beantragen die Anmerkung ihres
Lastenausgleichsbegehrens im Bauentscheid. Sie bringen vor, es sei ihnen entgangen, die
Lastenausgleichsansprüche in ihrer Einsprache anzumelden. Gestützt auf das Schreiben
der Gemeinde vom 12. Februar 2015, in dem sie auf dieses Recht hingewiesen worden
seien, müsse die Anmeldung des Lastenausgleichsbegehrens noch möglich sein.
b) Nutzt ein Grundeigentümer einen Sondervorteil, der ihm durch eine
Ausnahmebewilligung, eine Überbauungsordnung oder sonst wie in wesentlicher
Abweichung von den örtlichen Bauvorschriften zu Lasten eines Nachbarn eingeräumt ist,
16 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 17 Vorakten Regierungsstatthalteramt, pag. 119 18 www.zefix.ch
RA Nr. «D_DNI»/«D_DNJ»/«D_DNN» 7
so hat er diesen Nachbarn zu entschädigen, wenn die Beeinträchtigung erheblich ist
(Art. 30 Abs. 1 BauG). Gegenstand des Lastenausgleichs können einzig Ansprüche sein,
die sich aus der Anwendung des bernischen Bau- und Planungsrechts ergeben, da der
Lastenausgleich eine Besonderheit des bernischen Baurechts ist. Ansprüche, die sich auf
die Spezialgesetzgebung oder Bundesrecht stützen, fallen ausser Betracht.19
Lastenausgleichsbegehren sind innert der Einsprachefrist oder der in einer besonderen
Mitteilung genannten Frist anzumelden (Art. 31 Abs. 2 BauG). Der Anspruch auf
Lastenausgleich ist verwirkt, wenn er nicht fristgerecht angemeldet wird (Art. 31 Abs. 4
BauG).
c) Die Vorinstanz hat das Bauvorhaben im Rahmen des ordentlichen
Baubewilligungsverfahrens nach Art. 26 BewD20 öffentlich publiziert. Sie hat in der
Publikation auf die Möglichkeit zur Anmeldung von Lastenausgleichsansprüchen
aufmerksam gemacht und darauf hingewiesen, dass diese verwirken, wenn sie nicht innert
der Einsprachefrist angemeldet werden.21 Die Beschwerdeführenden räumen ein, dass sie
es verpasst haben, die Lastenausgleichsansprüche in ihrer Einsprache anzumelden und
berufen sich nun auf die Stellungnahme der Gemeinde vom 12. Februar 2015. Bei diesem
Schreiben handelt es sich nicht um eine besondere Mitteilung an die Nachbarn im Sinne
von Art. 31 Abs. 2 BauG, sondern um ein Schreiben der Gemeinde an das
Regierungsstatthalteramt, in dem sie zu den eingegangenen Einsprachen Stellung nimmt.
Zur Einsprache der Beschwerdeführenden hielt die Gemeinde fest, bezüglich der geltend
gemachten Wertverminderung der Liegenschaften könne ein Lastenausgleich geltend
gemacht und in den Bauentscheid aufgenommen werden. Die Aussage ist so zu
verstehen, dass die Gemeinde auf diesen Einsprachepunkt nicht einzugehen brauchte,
weil über eine allfällige Wertverminderung nicht im Baubewilligungsverfahren entschieden
wird, sondern dafür das Lastenausgleichsverfahren zur Verfügung steht. Eine versäumte
Frist könnte nur nach Art. 43 VRPG wiederhergestellt werden. Voraussetzung dafür ist,
dass die Partei unverschuldeterweise abgehalten worden ist, fristgerecht zu handeln, innert
30 Tagen nach Wegfall des Hinderungsgrundes ein begründetes Gesuch zur
Fristwiederherstellung einreicht und gleichzeitig die versäumte Handlung nachholt. Die
19 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 30/31 N. 3 20 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1) 21 Vorakten Regierungsstatthalteramt, pag. 206 und 210
RA Nr. «D_DNI»/«D_DNJ»/«D_DNN» 8
Beschwerdeführenden machen keine Hinderungsgründe geltend, zumal sie die Einsprache
ja fristgerecht einreichen konnten. Nach dem Gesagten können nach Ablauf der
Einsprachefrist keine Lastenausgleichsansprüche mehr angemeldet werden. Der
entsprechende Antrag der Beschwerdeführenden ist daher abzuweisen.
4. Kosten
a) Die Verfahrenskosten werden bestimmt auf eine Pauschalgebühr von Fr. 600.–
(Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1 GebV22). Sie werden der
unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale Verhalten einer Partei
gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände rechtfertigten, keine
Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Bei diesem Ausgang des
Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Ihre Beschwerde ist abzuweisen, soweit
darauf eingetreten werden kann. Die Ergänzung des Gesamtbauentscheides mit dem
Wortlaut der Auflagen zur Begrenzung der Geruchsimmissionen erfolgt von Amtes wegen
um der Klarheit willen. Dies rechtfertigt keine Ausscheidung von Verfahrenskosten. Die
Verfahrenskosten von Fr. 600.− werden den Beschwerdeführenden auferlegt.
b) Als unterliegende Partei haben die Beschwerdeführenden der Gegenpartei die
Parteikosten zu ersetzen (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Die Kostennote des Anwaltes der
Beschwerdegegner gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Die Beschwerdeführenden haben
somit den Beschwerdegegnern die Parteikosten von Fr. 725.65 (inkl. Auslagen und
Mehrwertsteuer) zu ersetzen.