# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** df17ff98-2e8b-4415-ac44-a0c1663ed37b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1968 geborene
X._
meldete sich am 2
8.
August 2015 (Ein
gangsdatum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Leistungsbezug an (Urk. 6/12). Diese lud den Versicherten zu einem Stand
ort
gespräch ein, welches am 1
0.
September 2015 stattfand (Urk. 6/
15). Sie tätigte erwerbliche Abklärungen (Urk. 6/16) und zog Berichte der behandelnden Ärzte bei (Urk. 6/17, 6/35, 6/37). Mit Schreiben vom 24. November 2016 teilte sie dem Versicherten mit, die Arbeitsvermittlung werde abgeschlossen (Urk. 6/32). Zudem veranlasste sie die Erstellung eines psy
chiatrischen Gutachtens bei Dr.
med.
Y._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, welches am 1
6.
Juni
2017 erstattet wurde (Urk. 6/53). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
ver
neinte sie mit Verfügung vom 22. November 2017 einen Anspruch des Versicher
ten auf eine Rente der Invalidenversicherung (Urk. 2 [= 6/64]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
8.
Januar 2018 Beschwerde beim hiesigen Sozialversicherungsgericht und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm mit Wirkung ab Februar 2016 eine gan
ze Invali
denrente auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der
unentgeltlichen Prozessführung sowie um Bestellung eines unentgeltlichen R
echts
vertreters in der Person von Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
(Urk. 1).
Zudem legte er Berichte der psychiatrischen Poliklinik des Universitätsspitals
Z._
aus den Jahren 1996 und 1999-2001 sowie einen Bericht der behandelnden Psychologin auf (Urk. 3/2-3).
Mit Beschwerdeantwort vom
9.
Februar 2018 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 12. Februar 2018 angezeigt wurde (Urk. 7).
Mit Eingabe vom 1
9.
Februar 2018 reichte Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
eine Honorarnote ein (Urk. 8-9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG)
.
Sie kann Folge von Geburtsge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung,
IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl.
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nen
falls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen ein
ander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhal
ten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Ausein
andersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolge
rungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechts
anwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, die medizinischen Abklärungen hätten gezeigt, dass der Beschwerdeführer unter keinem invalidisierenden Ge
sund
heitsschaden leide, weshalb kein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe.
Zu den im
Vorbescheidverfahren
vorgebrachten Einwänden wurde ausgeführt, der psychiatrische Gutachte
r
habe alle relevanten
Vorakten
berücksichtigt. Die Behandlungsakten aus den 90er Jahren seien für die Beurteilung des aktuellen Gesundheitszustandes nicht von Belang, weshalb diese unberücksichtigt bleiben könnten (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber macht der Beschwerdeführer geltend, die IV-Stelle habe zu Unrecht auf das Gutachten des
Dr.
Y._
abgestellt. Dieser habe die Behand
lungsakten der Psychiatrischen Poliklinik aus den Jahren 1996 sowie 1999-2001 nicht beigezogen, weshalb sich sein Gutachten als mangelhaft erweise. Zudem habe er
das Problem des Beschwerdeführers auf dessen Transsexualität reduziert und den beruflichen sowie persönlichen Lebenslauf in krasser Weise verkannt.
Sein bisheriger Werdegang beweise seine Unfähigkeit, den eigenen Lebensun
ter
halt mit einer Erwerbstätigkeit zu bestreiten. Daher stehe ihm eine Invalidenrente zu (Urk. 1).
3.
Im Gutachten des
Dr.
Y._
vom 1
6.
Juni 2017 wurde folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 6/53 S. 8):
-
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion, bestehend seit August 2015, gegenwärtig vollständig remittiert (ICD-10: F 43.21)
Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurde folgende genannt (Urk. 6/53 S. 8):
-
Transsexualismus (ICD-10: F 64.0)
Der Explorand erscheine pünktlich und betrete das Untersuchungszimmer mit unauffälligem Gang. Er wirke gepflegt, bewusstseinsklar und allseits orientiert. Er gebe klare und präzise Antworten auf die gestellten Fragen, was auf unauf
fällige mnestische Funktionen hindeute. Im formalen Denken sei er geordnet, Hin
weise auf Wahnideen, Halluzinationen oder Ich-Störungen lägen nicht vor. Stimmungsmässig wirke der Explorand ausgeglichen, wenngleich leicht miss
trau
isch, hintergründig ängstlich und verunsichert. Die affektive Schwingungs
fähig
keit sowie der Elan
vitae
seien erhalten, der affektive Rapport sei gut herstellbar. Antrieb und Motorik seien unauffällig (Urk. 6/53 S. 7).
Dem Exploranden sei es im Erwachsenenalter jahrelang nicht gelungen, sich beruflich zu positionieren und während längere
r
Zeit eine konstante Arbeits
leistung zu erbringen. Hinw
ei
se auf ein anhaltend auffälliges Verhaltensmuster bezüglich Kognitionen, Wahrnehmungen und sozialer Interaktionen
sowie auf anhaltende Störungen der Affekt- und Impulskontrolle lägen jedoch nicht vor. Daher sei die fehlende berufliche Tätigkeit nicht auf eine Persönlichkeitsstörung, sondern auf die fehlende gesellschaftliche Anerkennung seines Transsexualismus zurückzuführen. Der Explorand verfüge über viele intellektuelle sowie auch per
sönliche Ressourcen, was die Fähigkeit zur Selbstversorgung bestätige. Nachdem eine belastende psychosoziale Situation im August 2015 eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion ausgelöst habe, sei er mehrmals stationär behandelt worden. Die letzte Behandlung, die von Februar bis August 2016 gedauert habe, habe zu einer Verbesserung der depressiven Symptomatik geführt. Seit August 2016 könne von einer vollständigen Remission der Anpassungsstörung ausge
gangen werden.
Während der Exploration zeige der Versicherte unauffällige psy
chokognitive Funktionen (Gedächtnisfunktionen, Konzentrationsvermögen, Auf
fas
sungsvermögen, Merkfähigkeit, Gedankenfluss, Affektlage, affektive Schwing
ungs
fähigkeit, Elan
vitae
, Antrieb und Psychomotorik
)
(Urk. 6/53 S. 8-9).
Zur Arbeitsfähigkeit hielt
Dr.
Y._
fest, der Versicherte sei in der ange
stam
mten Tätigkeit vollständig arbeitsfähig. Von August 2015 bis August 2016 sei er hingegen vollständig arbeitsunfähig gewesen (Urk. 6/53 S. 9).
4.
Das Gutachten vermag zu überzeugen. Es beruht auf sorgfältigen und allseitigen Untersuchungen (
Urk.
6/
53 S.
4-7
), berücksichtigt die geklagten Beschwerden (
Urk.
6/53 S. 5-6
) und ist in Kenntnis der relevanten
Vorakten
abgegeben worden (
Urk.
6/
53 S. 2-4
). Der Gutachter hat detaillierte Befunde erhoben, die medizi
ni
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtend dargelegt und seine Schluss
folgerungen nachvollziehbar begründet. Daher erfüllt das Gutachten die recht
spre
chungsgemässen Anforderungen an beweistaugliche Entscheidungs
grund
lagen.
Der Beschwerdeführer macht geltend, das Gutachten sei mangelhaft, weil Dr.
Y._
die Behandlungsunterlagen aus den Jahren 1996 sowie 1998-200
1 nicht beigezogen habe. So habe
Dr.
Y._
ein Kindheitstrauma zu Unrecht ver
neint, obwohl in den Berichten der Poliklinik
ein
Missbrauch in der Kindheit erwähnt werde. Auf seine Einschätzung könne daher nicht abgestellt werden (Urk. 1 S. 8-9).
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist die Einholung schriftlicher oder mündlicher Auskünfte des behandelnden Arztes zwar häufig wünschenswert, jedoch nicht zwingend erforderlich (Urteil des Bundesgerichts 9C_482/2010 vom 21. September 2010 E. 4.1). Entscheidend
für die psychiatrische Begutachtung ist vielmehr die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung
und Verhaltensbeobachtung (Urteil des Bundesgerichts 9C_391/2010 vom 19. Juli
2010 E. 3.2.1). Da
Dr.
Y._
den Beschwerdeführer eingehend untersuchte und ihm überdies die Akten der aktuellen Behandlungen vorlagen, verfügte er über eine genügende Grundlage zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers. Daran ändert nichts, dass ihm keine Informationen über einen Miss
brauch in der Kindheit des Beschwerdeführers vorlagen.
Der Beschwerdeführer schilderte gegenüber
Dr.
Y._
seine belastete Kindheit und gab an, weder Miss
handlungen noch Missbrauch erlebt zu haben (Urk. 6/53 S. 4). Auch in den Akten der aktuell behandelnden Ärzte finden sich keine Hinweise auf einen durchlebten Missbrauch
, obwohl sich der Beschwerdeführer mehrere Monate in stationärer Behandlung befand
(Urk. 6/35 S. 2, 6/37 S. 2). Dass der Beschwerdeführer diesen
weder gegenüber den behandelnden Ärzten noch gegenüber dem Gutachter er
wähnte, spricht dagegen, dass er sich dadurch noch belastet fühlt. Daher ist nicht ersichtlich, inwiefern sich diese Information massgeblich auf die Einschätzung des
Dr.
Y._
hätte auswirken können.
Im Übrigen findet sich in den einge
reichten Berichten einzig eine Verdachtsdiagnose auf eine
Borderline
Persönlich
keitsstörung (Urk. 3/2 S. 1, S. 5, S. 11, S. 14). Wie aus dem Gutachten hervorgeht, war
Dr.
Y._
diese Verdachtsdiagnose bekannt (Urk.
6/53 S. 3), weshalb er über alle für die Begutachtung relevanten Informationen verfügte.
Weiter bringt der Beschwerdeführer vor,
Dr.
Y._
reduziere sein Problem auf seinen Transsexualismus und verkenne
seinen
beruflichen und persönlichen Werde
gang in krasser Weise. Zudem
komme er zum Schluss
, dass von vielen intellektuellen und auch persönlichen Ressourcen ausgegangen werden könne, was nicht den Tatsachen entspreche (Urk. 1 S. 9-10).
Dem Gutachten ist zu entnehmen, dass sich
Dr.
Y._
intensiv mit der Anam
nese des Beschwerdeführers auseinandersetzte. Er wies auf die schwierige Kind
heit mit körperlicher und sozialer Verwahrlosung sowie auf die Schwierigkeit des Beschwerdeführers, sich in der Berufswelt zurechtzufinden, hin (Urk. 6/53 S. 8
). Die Behauptung,
Dr.
Y._
habe die Probleme des Beschwerdeführers auf seinen
Transsexualismus reduziert, ist daher aktenwidrig.
Dr.
Y._
führte zudem schlüssig
und nachvollziehbar aus, weshalb die längere fehlende berufliche Tätig
keit nicht auf eine Persönlichkeitsstörung, sondern auf die fehlende gesellschaft
liche Akzeptanz des Transsexualismus zurückzuführen sei.
Auch die Bemerkung bezüglich der vorhandenen Ressourcen ist nicht zu beanstanden.
Dr.
Y._
führte mehrere Tests mit dem Beschwerdeführer durch, in denen er durch
schnitt
lich abschnitt (Urk. 6/53 S. 7).
Auch eine frühere psychologische Testung hatte ein mindestens durchschnittliches Intelligenzniveau sowie keine auffälligen Per
sönlichkeitsdimensionen gezeigt (Urk. 3/2 S. 17).
Die Einschätzung des Dr.
Y._
vermag
daher
zu überzeugen. Im Übrigen steht diese in Einklang mit der Selbst
wahrnehmung des Beschwerdeführers, der sich selber als vollständig arbeitsfähig erachtet (Urk. 6/
53 S. 6).
Damit ist mit dem im Sozialversicherungsrecht gelt
enden Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt,
dass der Be
schwerdeführer in angestammter Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist. Weitere medizinische Abklärungen erweisen sich als nicht notwendig.
5.
Nach dem Gesagten ist die angefochtene Verfügung vom
22. November 2017
nicht zu beanstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
6.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
6
00.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (
Art.
69
Abs.
1bis IVG).
7
.
7
.1
Mit seiner Beschwerde vom 8. Januar 2018 ersuchte der Beschwerdeführer um
Ge
währung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um Bestellung eines unen
t
geltlichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsanwalt Jürg
Leimbacher
(
Urk.
1).
7
.2
Der Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege wird in erster Linie durch das
kan
tonale (Prozess-)Recht geregelt (vgl.
Art.
61 ATSG). Unabhängig davon besteht ein solcher Anspruch unmittelbar aufgrund von
Art.
29
Abs.
3 der Bundes
ver
fassung (BV) (BGE 127 I 204 f.). Gemäss
§
16
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) wird einer Partei auf Gesuch hin in kosten
pflichtigen Verfahren die Bezahlung der Verfahrenskosten erlassen, wenn ihr die dazu nötigen Mittel fehlen und der Prozess nicht als offensichtlich aussichtslos erscheint.
Als aussichtslos sind Prozessbegehren anzusehen, bei denen die Gewinn
aus
sichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum mehr als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 129 I 129 E. 2.3.1 S. 135 f., 128 I 225 E. 2.5.3 S. 236 mit Hinweis).
7
.3
Im vorliegenden Fall muss die Beschwerde als aussichtslos bewertet werden. Der Beschwerdeführer erklärte gegenüber dem Gutachter selbst, er fühle sich entgegen
der Beurteilung seiner behandelnden Psychotherapeutin voll arbeitsfähig (Urk. 6/5
3
S. 6). Vor diesem Hintergrund ist das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege aber wegen Aussichtslosigkeit abzuweisen.