# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** af38cae2-8384-4e8e-87b3-f8c7b54dea9e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. A., geboren am B., verstarb am C. in D.. Als gesetzliche Erben hinterliess er seine Tochter Y., geboren am E., seine Tochter F., geboren am G., sowie seinen Sohn X., geboren am H..
A. war zu Lebzeiten Alleineigentümer des Grundstücks "am I." in D. mit einem Wohnhaus, einem Stall, einer Garage sowie 1'574 m2 Gebäudegrundfläche und Umschwung (LS.-Register und Vermessungsparzelle J., Grundbuch der Gemeinde D.). Gemäss amtlicher Schätzung vom 29. Oktober 1993 wies das Grundstück zum damaligen Zeitpunkt einen Verkehrswert von Fr. 601'000.-- auf. Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 23. Dezember 1994 verkaufte A. sel. das Grundstück seinem Enkel Z. zu einem Preis von Fr. 350'000.--. Z. beglich den Kaufpreis einerseits durch Übernahme von Grundpfandschulden im Betrag von insgesamt Fr. 190'000.--. Anderseits gewährte der Verkäufer dem Käufer für den Betrag von Fr. 160'000.-- ein unverzinsliches Darlehen. Im Kaufvertrag wurde A. sel. ein lebenslängliches Nutzniessungsrecht im Sinne von Art. 745 ff. ZGB eingeräumt.
Nach dem Tod von A. kam es zwischen den Prozessparteien zum Streit über die Frage, ob der Erblasser mit dem Kaufvertrag vom 23. Dezember 1994 die Pflichtteile seiner Nachkommen verletzt hat.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 11. Mai 2007 instanzierten X. und Y. bei der Kreispräsidentin D. gegen Z. eine Herabsetzungsklage. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 12. Juni 2007 erstellte die Vermittlerin am 14. Juni 2007 den folgenden Leitschein:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Die im Rahmen des Vertrages vom 23. Dezember 1994 betreffend Liegenschaft L.+S.-Register und Vermessungsparzelle Nr. J., im Grundbuch der Gemeinde D., an den Beklagten erfolgte Zuwendung sei auf jenen Bruchteil des Wertes herabzusetzen, der den Klägern ihren vollen Pflichtteil von 3⁄4 des gesamten Nachlasses verschafft.
2. Zu diesem Zwecke sei der Teilungswert der Erbschaft zuzüglich der der Herabsetzung unterliegenden lebzeitigen Zuwendungen festzustellen, soweit erforderlich durch richterliche Einholung eines Bewertungsgutachtens für die erwähnte Liegenschaft und es sei auf der Grundlage des so ermittelten Gesamtwertes der Umfang des klägerischen Pflichtteils und der zulässige Maximalwert der beklagtischen Begünstigung festzusetzen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6 % MwSt. zu Lasten des Beklagten."
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C. X. und Y. prosequierten den Leitschein mit Prozesseingabe vom 28. Juni 2007 an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. Dabei hielten sie unverändert an ihren Rechtsbegehren fest. In seiner Prozessantwort vom 22. Oktober 2007 beantragte Z., die Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Kläger abzuweisen. Am 26. November 2007 reichten die Kläger eine Replik ein, in der sie die Rechtsbegehren der Prozesseingabe bestätigten. Ebenso hielt der Beklagte in seiner Duplik vom 22. Januar 2008 unverändert an seinen Anträgen gemäss Prozessantwort fest. Am 8. Februar 2008 reichten die Kläger ihre Stellungnahme nach Art. 87 Abs. 2 ZPO ein.
D. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos fand am 20. November 2008 statt. Mit Urteil vom 20. November 2008, mitgeteilt am 8. Januar 2009, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos, wie folgt:
„1. Die Herabsetzungsklage des X. sowie der Y. gegen Z. wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Kreisamtes D. in Höhe von Fr. 116.-- sowie die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 4'000.00
- Schreibgebühren von Fr. 840.00
- Barauslagen von Fr. 160.00
total somit von Fr. 5'000.00
gehen je hälftig (= je Fr. 2'500.00) zu Lasten des X. und der Y.. Sie werden mit dem von X. geleisteten Kostenvorschuss verrechnet und diesem wird gegen Y. das Rückgriffsrecht im Umfange von Fr. 2'500.-- eingeräumt.
3. X. und Y. werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, Z. ausseramtlich mit Fr. 22'857.50 (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations