# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5d1ec8d1-4797-4612-b29f-4f8bb2b8d323
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Die X. GmbH wurde im Dezember 2008 gegründet. Gemäss Handelsregister ist
Zweck des Unternehmens der Erwerb, die Veräusserung und die Verwaltung von
Beteiligungen sowie von Wertschriften. Als Gesellschafterin und Geschäftsführerin mit
Einzelunterschrift ist A.B. eingetragen. Im November 2011 erfolgte eine Sitzverlegung
von Rapperswil-Jona nach Q./ZH.
b. Mit Kaufvertrag vom 2. November 2009 hatte F.B. (Ehepartner von A.B.) eine 65%-
Beteiligung an der Y. AG für Fr. 2.-- von P.T. (35%) und der Z. AG (30%) erworben und
wurde damit zum Alleinaktionär (100%) dieser Gesellschaft. Bei dieser
Aktienübertragung handelte es sich nach Einschätzung des kantonalen Steueramtes
um Schenkungen (vgl. act. G 8/6 I/10-15). In den Veranlagungsverfügungen vom 11.
April 2012 für die Besteuerung der Schenkungen wurde - gestützt auf die Wegleitung
zur Bewertung von Wertpapieren ohne Kurswert für die Vermögenssteuer gemäss
Kreisschreiben Nr. 28 der Schweizerischen Steuerkonferenz vom 28. August 2008
(nachstehend: Wegleitung) - ein Verkehrswert von Fr. 130.-- pro Aktie festgelegt (act. G
8/6 II/01 f.). Die hiergegen von F.B. erhobenen Einsprachen (act. G 8/6 II/03) hiess das
kantonale Steueramt mit Entscheiden vom 8. August 2012 teilweise gut. Bei der
Bewertung der Aktien wurde einzig auf das Eigenkapital abgestellt und ein Marktwert
von Fr. 70'000.-- bzw. Fr. 70.-- pro Aktie ermittelt (act. G 8/6 II/05 f.). Diese Entscheide
erwuchsen in Rechtskraft.
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c. F.B. hatte seine 100%-Beteiligung an der Y. AG im Anschluss an den Erwerb der
Minderheitsbeteiligungen noch im Jahr 2009 in die X. GmbH eingebracht. Der
Aktienkauf war zum Nominalwert der eingebrachten Gesellschaft von Fr. 100'000.--
erfolgt. Ein schriftlicher Kaufvertrag liegt nicht vor. Für die Beurteilung des
Einbringungswertes der Aktien stellte das kantonale Steueramt in der Veranlagung
2009 der X. GmbH auf den in der Schenkungssteuerveranlagung festgelegten
Marktwert von Fr. 70'000.-- ab. Hieraus ergab sich eine überpreisige Einbringung des
Aktienpakets im Umfang der Differenz zwischen dem Marktwert (Fr. 70'000.--) und dem
Einbringungswert (Fr. 100'000.--). Dies führte zur Aufrechnung einer geldwerten
Leistung von Fr. 30'000.-- an F.B. bzw. A.B. und zur Veranlagung der X. GmbH mit
einem entsprechend erhöhten Reingewinn von Fr. 93'300.--. Zudem wurde das
Eigenkapital um Fr. 30'000.-- reduziert und die X. GmbH dementsprechend mit einem
Eigenkapital von Fr. 83'000.-- veranlagt (act. 8/6 III/02).
d. Die gegen diese Veranlagung erhobene Einsprache (act. G 8/6 III/03) wies das
kantonale Steueramt mit Einspracheentscheid vom 12. November 2012 ab (act. G 8/6
III/05). Den gegen diesen Entscheid erhobenen Rekurs (act. G 8/6 III/06) wies die
Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom 18. Juni 2013 ab (act. G 2/1).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob die X. GmbH mit Eingabe vom 22. Juli 2013
Beschwerde mit den Anträgen, der Entscheid sei aufzuheben und es sei bei der
Veranlagung 2009 auf eine Aufrechnung einer geldwerten Leistung von Fr. 30'000.-- zu
verzichten. Das Eigenkapital sei deklarationsgemäss mit Fr. 113'000.-- statt Fr.
83'000.-- festzulegen. Die Verfahrenskosten seien dem Beschwerdegegner
aufzuerlegen (act. G 1).
b. In der Vernehmlassung vom 21. August 2013 beantragte die Vorinstanz Abweisung

## Considerations

der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des vorinstanzlichen
Entscheids (act. G 7). Der Beschwerdegegner stellte in der Vernehmlassung vom 30.
September 2013 den Antrag, die Beschwerde abzuweisen (act. G 12).
c. In der Stellungnahme (Replik) vom 30. Oktober 2013 zu den Vernehmlassungen
bestätigte die Beschwerdeführerin ihren Standpunkt (act. G 16).
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d. Auf die Darlegungen der Parteien in den Eingaben dieses Verfahrens wird, soweit für
den Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2.
2.1. Streitig ist vorliegend, ob - und wenn ja, in welchem Umfang - die Zahlung der
Beschwerdeführerin an F.B. als Entgelt für die 100-%-Beteiligung an der Y. AG in der
Steuerveranlagung 2009 der Beschwerdeführerin als geschäftsmässig nicht begründet
aufzurechnen ist. Nach Art. 82 Abs. 1 lit. a und b StG setzt sich der steuerbare
Reingewinn einer Aktiengesellschaft aus dem Saldo der Erfolgsrechnung und aller vor
Berechnung dieses Saldos ausgeschiedener Teile des Geschäftsergebnisses
zusammen, die nicht zur Deckung von geschäftsmässig begründetem Aufwand
verwendet werden, wie insbesondere offene und verdeckte Gewinnausschüttungen
und Gewinnvorwegnahmen (Ziff. 5) sowie geschäftsmässig nicht begründete
Zuwendungen an Dritte (Ziff. 6). Diese Bestimmung deckt sich inhaltlich mit Art. 58
Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (SR 642.11; DBG).
Leistungen der Gesellschaft an die Inhaber von Beteiligungsrechten oder diesen
nahestehende Personen, denen keine oder keine genügenden Leistungen
gegenüberstehen und die einem an der Gesellschaft nicht beteiligten Dritten nicht oder
in wesentlich geringerem Umfang erbracht worden wären, unterliegen bei natürlichen
Personen der Einkommenssteuer nach Art. 33 Abs. 1 lit. c StG, da sie ihren Grund in
der Aktionärseigenschaft des Empfängers haben. Derartige Leistungen werden
allgemein als verdeckte Gewinnausschüttungen bezeichnet (vgl. Zigerlig/Oertli/
Hofmann, Das St. Gallische Steuerrecht, 7. A. 2013, III. Rz 111). Verdeckt sind
buchmässig nicht ausgewiesene Leistungen, die unter einem Aufwandtitel der
Erfolgsrechnung belastet werden oder - wie vorliegend - bei Tätigung eines
überpreisigen Kaufs (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG,
2. A., Rz 95 und 125 zu Art. 58 DBG). Nach der Rechtsprechung müssen für die
Annahme einer verdeckten Gewinnausschüttung die folgenden Voraussetzungen
kumulativ erfüllt sein: (1) Die Gesellschaft erbringt eine Leistung ohne entsprechende
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Gegenleistung, wodurch das Geschäftsergebnis gemindert wird. (2) Mit der Leistung
wird ein Beteiligter oder eine diesem nahestehende Person oder Unternehmung
begünstigt; ein der Gesellschaft fernstehender Dritter hätte sie unter gleichen
Bedingungen nicht erhalten; die Leistung ist also ungewöhnlich, mit einem
sachgemässen Geschäftsgebaren nicht vereinbar. (3) Der Charakter der Leistung bzw.
das Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung ist für die handelnden
Gesellschaftsorgane erkennbar (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., III. Rz 112). Wenn
umstritten ist, ob zwischen den gegenseitigen Leistungen ein offensichtliches
Missverhältnis besteht und deshalb auf eine verdeckte Gewinnausschüttung zu
schliessen ist, so ist - ausgehend von der natürlichen Vermutung für die
geschäftsmässige Begründetheit der Leistung - die Steuerbehörde für das behauptete
Missverhältnis beweispflichtig (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz 109 zu Art.
58 DBG).
2.2. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid unter anderem zum Schluss,
dass der im Schenkungssteuerverfahren festgelegte Verkehrswert der Aktien der Y. AG
auch in einer anderen Veranlagung Geltung habe, solange sich die wirtschaftliche Lage
der Unternehmung - wie vorliegend - nicht wesentlich verändert habe. Die
Beschwerdeführerin könne sich nicht darauf berufen, in guten Treuen von einem Wert
von Fr. 100'000.-- der 100%-Beteiligung ausgegangen zu sein, habe doch F.B. 65%
der Aktien unmittelbar zuvor für einen Wert von gerade einmal Fr. 2.-- übernommen.
Die Leistung der Beschwerdeführerin an F.B. in der Höhe von Fr. 100'000.-- für die
100%-Beteiligung an der Y. AG sei nur im Umfang von Fr. 70'000.-- begründet
gewesen. Es gebe keinen Grund, von den in der Veranlagung der Schenkungssteuern
von F.B. herangezogenen Bewertungsgrundlagen abzuweichen. Der
Beschwerdegegner habe zu Recht festgehalten, dass im Umfang von Fr. 30'000.-- eine
geldwerte Leistung an eine der Beschwerdeführerin nahestehende Person vorliege und
überdies das Eigenkapital entsprechend zu reduzieren sei (act. G 2/1). Die
Beschwerdeführerin bestätigt im vorliegenden Verfahren ihren Standpunkt, wonach das
Kreisschreiben Nr. 28 (Wegleitung) nicht schematisch anzuwenden sei, da die Y. AG
als personenbezogene Beratungsgesellschaft aufgebaut worden sei, die Mandate
grösstenteils durch F.B. geführt worden seien und die bisherigen Aktionäre den Verkauf
ihrer Beteiligungen als Alternative zur Auflösung der Gesellschaft betrachtet hätten.
Ihres Erachtens könne auf die bei der schenkungssteuerrechtlichen Veranlagung
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geltenden Bewertungsgrundlagen abgestellt werden, wonach ohne Berücksichtigung
des Ertragswertes auf das zum Transaktionszeitpunkt massgebende Eigenkapital
abzustellen sei. Indessen sei das per 31. Dezember 2009 massgebende Eigenkapital zu
berücksichtigen. Es treffe sicherlich zu, dass sich innerhalb der kurzen Zeitspanne
zwischen dem 2. November und dem 31. Dezember 2009 die wirtschaftliche Lage der
Gesellschaft kaum verändert habe. Willkürlich erscheine es, dass der
Beschwerdegegner für die Bestimmung des Einbringungswertes am 31. Dezember
2009 einen Wert von Fr. 70'000.-- festlege, unter Berücksichtigung des Eigenkapitals
per 31. Dezember 2008. Es sei auf das Eigenkapital per 31. Dezember 2009 von Fr.
111'000.- abzustellen. Bei den von F.B. am 2. November 2009 erworbenen Anteilen an
der Y. AG habe es sich um Minderheitsanteile gehandelt, wohingegen der
Beschwerdeführerin eine 100%-Beteiligung übertragen worden sei. Dies rechtfertige
unterschiedliche Bewertungsansätze. Im Weiteren sei ein steuerlich relevantes
Missverhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung nicht ersichtlich, zumal das
Eigenkapital per 31. Dezember 2009 (Fr. 111'000.--) deutlich höher gewesen sei als die
Gutschrift (Fr. 100'000.--) auf dem Gesellschafter-Kontokorrent und die 100%-
Beteiligung z.B. am 31. Dezember 2010 zu einem deutlich höheren Wert hätte
eingebracht werden können. Die Voraussetzungen für das Vorliegen einer geldwerten
Leistung seien nicht gegeben (act. G 1). Der Beschwerdegegner kommt in der
Vernehmlassung vom 30. September 2013 zum Schluss, dass die Beschwerdeführerin
sehr wankelmütig argumentiere. Neue stichhaltige Gründe, weshalb von dem im
Rahmen des Schenkungssteuerverfahrens festgelegten Wert von Fr. 70.-- pro Aktie
abgewichen werden solle, seien jedoch keine vorgebracht worden. Entsprechend sei
nach wie vor von einer überpreisigen Einbringung des Aktienpaketes im Umfang von
Fr. 30'000.-- auszugehen (act. G 12).
3.
3.1. Zu prüfen ist nachstehend, mit welchem Wert die 100%-Beteiligung an der Y.
AG in der Steuerveranlagung 2009 der Beschwerdeführerin einzusetzen ist. In der
Begründung zur Veranlagungsverfügung für die Schenkungssteuer vom 11. April 2012
hielt der Beschwerdegegner fest, dass der Aktienwert der Y. AG zum Zeitpunkt des
Kaufs der Aktienpakete durch F.B. (am 2. November 2009) Fr. 130.-- und per 31.
Dezember 2009 Fr. 250.-- pro Aktie betragen habe (act. G 8/6 II/01 Ziff. 1). Sofern ein
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massgebliches Aktienpaket (Anteil über 10%) unter unabhängigen Dritten gehandelt
werde, gelte der Kaufpreis als Verkehrswert. Aktionäre würden jedoch nicht als
unabhängige Dritte gelten, weshalb sich der Wert am inneren Wert der Aktie orientiere.
Dies gelte vor allem dann, wenn die Preisbildung nicht transparent erfolgt sei.
Vorliegend anerkenne der Beschwerdegegner den Kaufpreis nicht als Verkehrswert
(act. G 8/6 II/01 Ziff. 3). Das übergehende Vermögen werde zum Verkehrswert im
Zeitpunkt des Entstehens des Steueranspruchs bewertet, vorliegend also per 2.
November 2009. Der Verkehrswert habe dem Steuerwert per 31. Dezember 2008 von
Fr. 130.-- entsprochen. Der deutlich höhere und zeitnähere Steuerwert per 31.
Dezember 2009 von Fr. 250.-- könne für die Steuerveranlagung nicht herangezogen
werden (act. G 8/6 II/01 Ziff. 6). In den Einspracheentscheiden vom 8. August 2012
(Schenkungssteuer) wurde für die Bewertung der Aktien demgegenüber ausschliesslich
auf das Eigenkapital (Substanzwert) abgestellt und so ein Wert von Fr. 70'000.-- bzw.
Fr. 70.-- pro Aktie ermittelt (act. G 8/6 II/05 f.). Die Einspracheentscheide wurden von
F.B. nicht beanstandet und erwuchsen dementsprechend in Rechtskraft. Zu prüfen ist,
ob der vorerwähnte Wert der Beteiligung an der Y. AG zu Recht auch für die
Steuerveranlagung 2009 der Beschwerdeführerin zur Anwendung gebracht wurde.
3.2. Art. 56 Abs. 1 StG sieht vor, dass Wertpapiere nach dem Kurswert oder, wenn
kein solcher besteht, nach dem inneren Wert bewertet werden. Auch nach der
Wegleitung, von welcher die Schenkungssteuerveranlagung ausging, entspricht der
Verkehrswert bei nichtkotierten Wertpapieren, für die keine Kursnotierungen bekannt
sind, dem inneren Wert (Substanzwert). Dieser wird auch als Fortführungswert
bezeichnet. Bei Handänderungen unter unabhängigen Dritten gilt demgegenüber als
Verkehrswert der entsprechende Kaufpreis (Wegleitung Rz 2). Um das
Veranlagungsverfahren nicht zu verzögern, kann auf den Verkehrswert der
vorangegangenen Steuerperiode (n-1) abgestellt werden, sofern die Gesellschaft in der
aktuellen Steuerperiode (n) keine wesentlichen Veränderungen erfahren hat (Wegleitung
Rz 4). Grundlage für die Bestimmung des Substanzwertes ist die jeweilige
Jahresrechnung (Wegleitung Rz 11). Vorliegend wurde für die Übertragung der
Beteiligung an der Y. AG kein (schriftlicher) Kaufvertrag abgeschlossen und auch kein
Kaufpreis festgelegt. Damit war der Verkehrswert vom Beschwerdegegner zu ermitteln.
Von Bedeutung erscheint in diesem Zusammenhang, dass eine wesentliche
Veränderung der wirtschaftlichen Verhältnisse in der Zeit zwischen dem Erwerb der
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Anteile durch F.B. (am 2. November 2009) und der daran anschliessenden - der genaue
Zeitpunkt ist mangels schriftlicher Fixierung nicht bekannt - Übertragung der 100%-
Beteiligung an die Beschwerdeführerin nicht dargetan ist. Dies räumt auch die
Beschwerdeführerin selbst ein (vgl. act. G 1 S. 5 unten). Nachdem die Ehefrau von F.B.
(alleinige) Gesellschafterin und Geschäftsführerin der Beschwerdeführerin ist, kann
nicht von einem Rechtsgeschäft unter unabhängigen Dritten im Sinn der erwähnten
Wegleitung ausgegangen werden. Bereits vor dem Erwerb der Anteile an der Y. AG
durch F.B. beabsichtigten er und seine Ehefrau die Einbringung dieser Beteiligung in
die Beschwerdeführerin bzw. die Bildung einer entsprechenden Holdingstruktur (vgl.
act G 8/6 I/04). Zum Vorbringen der Beschwerdeführerin, wonach es sich bei den von
F.B. erworbenen Anteilen an der Y. AG um Minderheitsanteile gehandelt habe, an die
Beschwerdeführerin jedoch eine 100%-Beteiligung übertragen worden sei (act. G 1 S.
6), wies die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht darauf hin, dass bei
Unternehmen mit nur einer Titelkategorie der Steuerwert eines Titels dem
Unternehmenswert, dividiert durch die Anzahl Titel, entspreche (vgl. auch Wegleitung,
a.a.O., Rz 52). Der Wert eines Aktienpakets bestimme sich proportional zum
Unternehmenswert und nicht nach subjektiven Gesichtspunkten. Im Weiteren habe
F.B. bereits durch die erste Transaktion eine 100%-Beteiligung an der Y. AG erhalten.
Mit der zweiten Transaktion sei diese Beteiligung, und damit derselbe Gegenstand,
kurz danach an die Beschwerdeführerin übertragen worden (act. G 2/1 S. 10).
3.3. Diese Argumentation erscheint nachvollziehbar und begründet. Die
dargelegten Umstände und insbesondere auch die daraus resultierenden
Unwägbarkeiten hinsichtlich der Wertfestlegung sprechen für eine Anwendbarkeit des
im Schenkungssteuerverfahren im Sinn eines Substanz- und Fortführungswertes
festgelegten Betrages. Wenn F.B. sich einerseits im Schenkungssteuerverfahren auf
den Standpunkt stellte, dass die Y. AG praktisch keinen Wert habe (act. G 8/6 II/03 S.
3 und 5), anderseits jedoch zusammen mit seiner Ehefrau im Verfahren betreffend
Steuerveranlagung 2009 der Beschwerdeführerin einen erheblichen Wert der Y. AG
behaupten liess (act. G 8/6 I/04 S. 2 unten), so lässt sich dies nicht in Einklang bringen
und vermag so im Ergebnis nichts zur Beantwortung der streitigen Frage beizutragen.
Der in einem ersten Schritt - für Fr. 2.-- - erfolgte Erwerb von 65% der Aktien der Y. AG
durch F.B. und die unmittelbar daran anschliessende Übertragung der 100%-
Beteiligung auf die Beschwerdeführerin dienten beide dem einheitlichen Ziel, die Y. AG
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als Ganzes in die Beschwerdeführerin als Holding einbringen zu können (vgl.
Darlegungen in act. G 8/6 I/04). Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (act.
G 1 S. 6) lagen bei den beiden Transaktionen somit keine unterschiedlichen Umstände
vor, aufgrund welcher sich unterschiedliche Bewertungskriterien aufgedrängt hätten.
Als Verkehrswert gilt grundsätzlich der objektive Marktwert eines Vermögensobjektes.
Dieser entspricht dem Preis, der bei einer Veräusserung im gewöhnlichen
Geschäftsverkehr mutmasslich zu erzielen ist, den also ein unbeteiligter Dritter als
Käufer unter normalen Umständen zu zahlen bereit wäre (vgl. BGE 128 I 240 E. 3.1.2).
Im Schenkungssteuerverfahren bestätigte der Beschwerdegegner vorerst den
Verkehrswert der Y. AG dem Steuerwert per 31. Dezember 2008 entsprechend mit
Fr. 130.-- (act. G 8/6 II/01 Ziff. 6). Nachdem jedoch F.B. in der Folge geltend gemacht
hatte, die von der Y. AG betreuten Mandate würden grösstenteils von ihm selbst
geführt und die daraus resultierenden Umsätze/Erträge seien ihm zuzurechnen (act. G
8/6 II/03 S. 3), wurde in den Einspracheentscheiden vom 8. August 2012 für die
Bewertung der Aktien ausschliesslich auf das Eigenkapital von Fr. 70'000.-- bzw. Fr.
70.-- pro Aktie abgestellt (act. G 8/6 II/05 f.). Die von der Beschwerdeführerin
sinngemäss geltend gemachte Wertänderung der Beteiligung im Nachgang zur ersten
Transaktion (vom 2. November 2009) erscheint durch nichts begründet. Nach wie vor
nicht belegt ist ihre Behauptung, dass der Aktienkauf am 31. Dezember 2009
stattgefunden habe und damit der Wert des Eigenkapitals gemäss Jahresabschluss 31.
Dezember 2009 zur Anwendung kommen müsse (act. G 1 S. 5 unten, S. 6 Mitte und S.
8). Insbesondere aber fehlt es - angesichts der im Wesentlichen von einer Person (F.B.)
abhängigen Umsatzerzielung - an konkreten Anhaltspunkten, dass ein
aussenstehender Dritter im erwähnten Sinn für die 100%-Beteiligung an der Y. AG im
Jahr 2009 mehr als Fr. 70'000.-- zu zahlen bereit gewesen wäre. Es lässt sich nicht
beanstanden, dass der Beschwerdegegner angesichts dieser Verhältnisse - im Sinn
einer auf den konkreten Einzelfall bezogenen Beurteilung (vgl. dazu StB 56 Nr. 1 Ziff.
2.6) - dem Verkehrswert einzig den Substanzwert (Eigenkapital) zugrunde legte (vgl.
dazu auch act. G 12 S. 3 unten). Insoweit läge entgegen der Auffassung der
Beschwerdeführerin (act. G 1 S. 7) auch ein Missverhältnis zwischen Leistung und
Gegenleistung vor, wenn anstelle des Eigenkapitals per 31. Dezember 2008 von Fr.
70'000.-- vom Einbringungswert von Fr. 100'000.-- ausgegangen würde. Der Umstand,
dass der Erwerb von 65% der Aktien der Y. AG durch F.B. am 2. November 2009 für
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Fr. 2.-- erfolgt war, weist in dieselbe Richtung. Nicht relevant ist dabei, dass die
Eigenkapital-Werte per 31. Dezember 2009 und 2010 höher lagen. Nachdem im
Zeitpunkt der Transaktion vom 2. November 2009 der Jahresabschluss 2009 noch
nicht erstellt sein konnte und damit auch das Eigenkapital per 31. Dezember 2009 noch
nicht bekannt war, ist für das Eigenkapital der Jahresabschluss per 31. Dezember 2008
massgebend. Sachverhaltsmässig unrichtige Annahmen im vorinstanzlichen Entscheid
sind damit nicht ersichtlich. Die vorinstanzliche Ermessensausübung hinsichtlich der
Wertfestlegung hat das Verwaltungsgericht, das nach Art. 61 Abs. 1 VRP nur zur
Rechtskontrolle befugt ist, angesichts der geschilderten Verhältnisse zu respektieren.
Eine Ermessenskontrolle steht ihm nicht zu; im Fall der Ausübung pflichtgemässen
Ermessens ist ihm selbst dort eine Korrektur verwehrt, wo sich mehrere vertretbare
Möglichkeiten für eine Wertfestlegung gleichwertig gegenüberstehen.
4.
4.1. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem
Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist für das vorliegende Verfahren angemessen (Art. 7
Ziff. 222 Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss von
Fr. 2'000.-- wird verrechnet.
4.2. Eine ausseramtliche Entschädigung ist nicht zuzusprechen. Die
Beschwerdeführerin ist unterlegen, und der Beschwerdegegner hat keinen Anspruch
auf Kostenersatz (Art. 98bis VRP; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton
St. Gallen - dargestellt an den Verfahren vor dem Verwaltungsgericht, 2. A. 2003, Ziff.
825ff.).