# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8a3282e9-3427-45c8-a396-bd827eb9521f
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
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A./ O.S.K., geboren am 10. April 1968, Staatsangehöriger der Elfenbeinküste, stellte
nach illegaler Einreise in die Schweiz am 17. November 1999 ein Asylgesuch. Dieses
wurde vom Bundesamt für Flüchtlinge (heute Bundesamt für Migration) mit Verfügung
vom 3. März 2000 abgewiesen. Die gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wies
die Schweizerische Asylrekurskommission mit Urteil vom 9. Juni 2000 ab. Das
Bundesamt für Flüchtlinge forderte O.S.K. am 16. Juni 2000 auf, die Schweiz bis 14.
Juli 2000 zu verlassen.
Am 28. Juli 2000 heiratete O.S.K. in St. Gallen die Schweizer Bürgerin E.St., geboren
am 3. März 1951. Aufgrund dieser Eheschliessung erhielt er am 14. November 2000
eine Jahresaufenthaltsbewilligung, welche letztmals bis 27. Juli 2005 verlängert wurde.
Die Ehe zwischen O.S.K. und E.St. wurde mit rechtskräftigem Urteil des Kreisgerichts
St. Gallen vom 3. März 2005 geschieden.
B./ Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs widerrief das Ausländeramt mit Verfügung
vom 2. Mai 2005 die Aufenthaltsbewilligung von O.S.K. Zur Begründung führte es im
wesentlichen an, O.S.K. habe nicht ganz zwei Jahre mit seiner Schweizer Ehegattin
zusammengelebt. Die eheliche Gemeinschaft müsse mindestens fünf Jahre angedauert
haben, damit derjenige, welcher die Bewilligung aufgrund der Eheschliessung erhalten
habe, nach der Auflösung weiterhin in der Schweiz bleiben könne. Diese
Voraussetzung fehle im vorliegenden Fall. In Anbetracht der Dauer seines bisherigen
Aufenthalts in der Schweiz und der familiären Verhältnisse sei O.S.K. die Rückkehr in
sein Heimatland zumutbar.
C./ Gegen die Verfügung vom 2. Mai 2005 erhob O.S.K. am 13. Mai 2005 Rekurs beim
Justiz- und Polizeidepartement. Er beantragte die Aufhebung der angefochtenen
Verfügung und die Verlängerung der Jahresaufenthaltsbewilligung. Zur Begründung
brachte er im wesentlichen vor, er leide unter paranoiden Wahnvorstellungen und
einzig die Schweiz biete ihm den Zugang zu den notwendigen Medikamenten sowie die
Möglichkeit, durch Arbeit genügend Geld zu verdienen, um sich diese Medikamente zu
kaufen. Es liege somit ein Härtefall vor. Hinzu komme, dass er fast fünf Jahre
verheiratet gewesen sei, seit fünfeinhalb Jahren in der Schweiz lebe, sich sehr gut
integriert und keine Schulden gemacht habe und sich als Arbeitnehmer wohlverhalte.
Ausserdem pflege er seit einiger Zeit eine Liebesbeziehung zu einer in W. lebenden
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Frau, für deren Kinder er eigentlicher Ersatzvater geworden sei, während er zu seinen
eigenen Kindern und Verwandten in der Heimat keinen Kontakt unterhalte.
Das Justiz- und Polizeidepartement entschied in der Angelegenheit am 16. Januar
2006, indem der Rekurs abgewiesen wurde. Das Departement stellte fest, dass die
Jahresaufenthaltsbewilligung von O.S.K. am 27. Juli 2005 abgelaufen sei, weshalb es
nicht mehr um den Widerruf, sondern ausschliesslich um die Nichtverlängerung der
Bewilligung gehe. In materieller Hinsicht erwog das Departement, weder die Beziehung
zu seiner neuen Partnerin noch die arbeitsmarktliche Situation vermöchten eine
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu rechtfertigen. Auch das diagnostizierte
Krankheitsbild stelle keine schwere gesundheitliche Beeinträchtigung im Sinne eines
Härtefalls dar, und es gebe keine Hinweise, dass O.S.K. bei einer Rückkehr in sein
Heimatland in eine konkrete, seine Existenz bedrohende Situation geraten könnte,
weshalb sich die angefochtene Verfügung als recht- und verhältnismässig erweise.
D./ Gegen den Entscheid des Justiz- und Polizeidepartements vom 16. Januar 2006
erhob O.S.K. mit Eingabe vom 31. Januar 2006 Beschwerde beim Verwaltungsgericht.
Er beantragt die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Verlängerung der
Jahresaufenthaltsbewilligung bzw. die Erteilung einer Härtefallbewilligung. Eventualiter
sei die Sache zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen,
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung macht O.S.K. im
wesentlichen geltend, der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig bzw.
unvollständig festgestellten Sachverhalt und fehlerhafter Ermessensbetätigung. In
Würdigung der gesamten Umstände - vollkommene soziale, sprachliche und
wirtschaftliche Integration, Beziehung zur Lebenspartnerin und deren Kindern,
sechsjähriger Aufenthalt in der Schweiz, gesundheitliche Situation, Sicherheitslage im
Heimatland - liege ein Härtefall vor und es sei ihm die Aufenthaltsbewilligung zu
erteilen.
Das Justiz- und Polizeidepartement beantragt in der Vernehmlassung vom 17. Februar
2006 die Abweisung der Beschwerde, unter Kostenfolge.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1./ a) Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben, soweit der
Beschwerdeführer die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die Verlängerung
der Aufenthaltsbewilligung beantragt (Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Dagegen ist das Bundesamt für
Migration gemäss Art. 51 lit. a der Verordnung über die Begrenzung der Zahl der
Ausländer (SR 823.21, abgekürzt BVO) zuständig für Ausnahmen im Sinne von Art. 13
lit. f BVO. Es kann deshalb nur soweit auf die Beschwerde eingetreten werden, als sich
die kantonalen Behörden ergänzend auf die Begrenzungsverordnung berufen; mangels
Zuständigkeit nicht eingetreten werden kann dagegen auf den – erstmals im
Beschwerdeverfahren gestellten - Antrag, es sei ihm eine Härtefallbewilligung zu
erteilen.
b) Der Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Bezüglich des Verweises in der
Beschwerdeeingabe vom 31. Januar 2006 auf die Rekurseingaben vom 13. Mai 2005
und 10. Juni 2005 ist zu berücksichtigen, dass es das Verwaltungsgericht nach
ständiger Rechtsprechung ablehnt, dass anstelle einer Begründung pauschal auf die
Eingaben an Vorinstanzen verwiesen wird. Ein solcher Verweis ist ungenügend, da aus
ihm nicht hervorgeht, in welchen Punkten und weshalb der Entscheid der Vorinstanz
angefochten wird (Cavelti/Vögeli, Die Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des
Kantons St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 921). Soweit in der Beschwerdeschrift
pauschal auf die Rekurseingaben verwiesen wird, kann deshalb auf die Beschwerde
nicht eingetreten werden. Im übrigen erfüllt die Beschwerdeschrift vom 31. Januar
2006 zeitlich, formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP).
c) Auf die Beschwerde ist - unter den erwähnten Vorbehalten - einzutreten.
2./ a) Nach Art. 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) entscheidet die zuständige Behörde im
Rahmen der gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem
Ermessen über die Erteilung von Aufenthalt und Niederlassung. Die
Aufenthaltsbewilligung ist stets befristet (Art. 5 Abs. 1 ANAG). Grundsätzlich besteht
kein Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, es sei denn, der betroffene
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Ausländer könne sich auf eine Sondernorm des Bundesrechts oder eines
Staatsvertrags berufen (BGE 130 II 389 f. mit Hinweisen).
aa) Der ausländische Ehegatte eines Schweizer Bürgers hat nach Art. 7 Abs. 1 ANAG
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Nach einem
ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren hat er Anspruch
auf die Niederlassungsbewilligung.
Die Ehe des Beschwerdeführers mit E.St. wurde am 3. März 2005 geschieden. Er hat
deshalb keinen Anspruch mehr auf eine Aufenthaltsbewilligung nach Art. 7 Abs. 1
ANAG. Nachdem die Ehe des Beschwerdeführers mit seiner Schweizer Ehefrau
weniger als fünf Jahre gedauert hat, hat er auch keinen Anspruch auf Erteilung der
Niederlassungsbewilligung.
bb) Der Beschwerdeführer leitet aus seiner Beziehung zu seiner Lebenspartnerin U.G.
einen Rechtsanspruch auf Aufenthaltsbewilligung ab.
Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK)
garantiert den Schutz des Familienlebens. Es kann dieses Grundrecht verletzen, wenn
einem Ausländer, dessen Familienangehörige hier leben, die Anwesenheit in der
Schweiz untersagt wird. Vorausgesetzt wird nach ständiger bundesgerichtlicher
Rechtsprechung, dass der hier weilende Familienangehörige selber ein gefestigtes
Anwesenheitsrecht hat. Dies ist nicht nur dann der Fall, wenn er über das Schweizer
Bürgerrecht oder eine Niederlassungsbewilligung verfügt, sondern auch dann, wenn er
eine Aufenthaltsbewilligung hat, die ihrerseits auf einem festen Rechtsanspruch beruht
(BGE 2A.575/2002 vom 17. März 2003 E. 3.2 mit Hinweisen auf BGE 126 II 339 f. und
382 sowie BGE 125 II 639). Nach der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofes
für Menschenrechte ist der Begriff des Familienlebens im Sinn von Art. 8 EMRK weit zu
fassen, und es können auch rein faktische familienähnliche Beziehungen darunter fallen
(BGE 2A.575/2002 vom 17. März 2003 E. 3.4 mit Hinweis). Indes gilt ein
Konkubinatspaar, bei dem einer der Partner bereits verheiratet ist, nicht als Familie im
Sinne der Konvention (BGE 2A.575/2002 vom 17. März 2003 E. 3.5 mit Hinweis).
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U.G. ist - auch wenn sie offenbar seit geraumer Zeit von ihrem Ehemann getrennt lebt -
verheiratet. Dementsprechend stellt die Beziehung zwischen dem Beschwerdeführer
und U.G. keine familiäre Beziehung dar, die unter dem Schutz von Art. 8 EMRK steht
und dem Beschwerdeführer einen Anspruch auf Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung verschaffen würde. Gleiches gilt für die Beziehung des
Beschwerdeführers zu den Kindern von U.G. (vgl. BGE 2A.575/2002 vom 17. März
2003 E. 3.4). Bei dieser Ausgangslage kann offenbleiben, ob die Beziehung angesichts
des Umstandes, dass der Beschwerdeführer erst seit wenigen Monaten mit U.G.
zusammenwohnt, überhaupt die erforderliche Nähe und Konstanz aufweist (vgl. BGE
2A.575/2002 vom 17. März 2003 E. 3.3), um unter den Schutzbereich von Art. 8 EMRK
zu fallen.
b) Nachdem feststeht, dass der Beschwerdeführer keinen Anspruch auf Verlängerung
der Aufenthaltsbewilligung hat, ist der Entscheid nach pflichtgemässem Ermessen zu
treffen (Art. 4 ANAG).
aa) Die Ausübung des freien Ermessens nach Art. 4 ANAG wird durch Art. 16 ANAG
und Art. 8 Abs. 1 der Vollziehungsverordnung zum ANAG (SR 142.201) konkretisiert.
Danach sind die geistigen und wirtschaftlichen Interessen des Landes, der Grad der
Überfremdung und die Lage des Arbeitsmarktes zu berücksichtigen. Entsprechend
diesen Zielsetzungen ist die Zuwanderung der Ausländer zu begrenzen. Nach den
Weisungen und Erläuterungen über Einreise, Aufenthalt und Arbeitsmarkt des IMES (2.
Aufl., Bern 2004, Ziff. 654) kann die Aufenthaltsbewilligung des ausländischen
Ehegatten nach der Auflösung der Ehe verlängert werden, insbesondere um Härtefälle
zu vermeiden. Massgebend sind namentlich folgende Umstände: Dauer der
Anwesenheit, persönliche Beziehungen zur Schweiz (insbesondere, wenn Kinder
vorhanden sind), berufliche Situation, Wirtschafts- und Arbeitsmarktlage, persönliches
Verhalten, Integrationsgrad. Zu berücksichtigen sind ferner die Umstände, die zur
Auflösung der Ehe geführt haben. Steht fest, dass der im Familiennachzug
zugelassenen Person, namentlich wenn sie misshandelt worden ist, eine Fortführung
der ehelichen Beziehung nicht länger zugemutet werden kann, ist dies beim Entscheid
besonders in Rechnung zu stellen. Härtefälle sind zu vermeiden. Erfolgt die Scheidung
nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalt von fünf Jahren, ist
nach den Weisungen des IMES die Nichtverlängerung der Bewilligung nur in Erwägung
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zu ziehen, wenn die Aufenthaltsbewilligung erschlichen wurde, oder wenn ein
Ausweisungsgrund oder ein Verstoss gegen die öffentliche Ordnung vorliegt. Von einer
hinreichend langen Dauer der Anwesenheit, die eine Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung begründen kann, wird auch nach der Anwesenheitsregelung
des Ausländeramts nach einer Ehedauer von fünf Jahren ausgegangen.
bb) Nach Art. 13 lit. f BVO sind Ausländer von der Höchstzahl für erwerbstätige
Personen ausgenommen, wenn ein schwerwiegender persönlicher Härtefall oder
staatspolitische Gründe vorliegen. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt
ein Härtefall im Sinn von Art. 13 lit. f BVO voraus, dass sich der betreffende Ausländer
in einer persönlichen Notlage befindet. Das bedeutet, dass seine Lebens- und
Daseinsbedingungen gemessen an einem durchschnittlichen Schicksal von Ausländern
in gesteigertem Masse in Frage gestellt sein müssen bzw. die Verweigerung der
Ausnahme von der zahlenmässigen Begrenzung für den Betroffenen schwere Nachteile
zur Folge hätte. Ein Aufenthalt von mindestens zehn Jahren führt grundsätzlich zur
Gewährung einer Ausnahme von den Begrenzungsmassnahmen, vorausgesetzt dass
sich der Ausländer tadellos verhalten hat, finanziell unabhängig sowie sozial und
beruflich allgemein gut integriert ist. Bei der Beurteilung des Härtefalls sind die
Besonderheiten des Einzelfalls zu berücksichtigen. Wenn der Ausländer eine
besonders enge Beziehung zur Schweiz hat, kann dies die Anforderungen an die
Dringlichkeit der Notlage verringern, sofern gerade auch darin eine Härte zu sehen ist,
dass er seine Beziehung zur Schweiz nicht oder nicht mehr hier leben kann. Dies ist
auch daran zu messen, wie weit es dem Ausländer zumutbar ist, sich in seiner Heimat
aufzuhalten.
Art. 13 lit. f BVO gibt dem Ausländer selbst dann keinen Rechtsanspruch auf Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung, wenn er sich in einer Situation befindet, die die
Anforderungen an einen Härtefall erfüllt (vgl. BGE 122 II 186 ff.), da die Bestimmungen
der BVO das den Kantonen durch Art. 4 ANAG eingeräumte Ermessen nicht
einschränken. Die kantonale Behörde kann somit selbst dann die Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung verweigern, wenn die bundesrechtlichen Kriterien eines
Härtefalls erfüllt sind (vgl. GVP 1998 Nr. 23 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung).
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cc) Die Ehe des Beschwerdeführers mit E.St. dauerte vier Jahre und rund sieben
Monate, und er lebt erst seit knapp sechs Jahren in der Schweiz. Eine hinreichend
lange Dauer der Anwesenheit, die eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
begründen könnte, liegt damit nicht vor.
dd) Der Beschwerdeführer hat den weitaus grössten Teil seines Lebens in der Heimat
verbracht, wo neben weiteren Verwandten (Geschwister, Tante) seine beiden Kinder
leben, zu denen er nach eigenen Angaben wieder Kontakt hat und die er auch
regelmässig finanziell unterstützt. Der Beschwerdeführer verfügt damit in der
Elfenbeinküste über ein soziales Netz, welches ihm helfen kann, in der Heimat wieder
Fuss zu fassen.
ee) Der Beschwerdeführer arbeitet als Hilfsschreiner. Aufgrund der arbeitsmarktlichen
Situation ergeben sich keine zwingenden Gründe für eine Verlängerung der
Bewilligung. Es entspricht den üblichen Erwartungen, dass sich ausländische
Staatsangehörige während ihrer Anwesenheit in der Schweiz korrekt verhalten und
namentlich als Arbeitskraft bewähren. Sodann wird nicht in Abrede gestellt, dass die
Wirtschaftslage im Heimatland des Beschwerdeführers schlechter ist. Indes vermag
dieser Umstand allein keine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu rechtfertigen,
da andernfalls kaum je ein Ausländer aus der Schweiz weggewiesen werden könnte.
ff) Medizinische Gründe können je nach den Umständen zur Anerkennung eines
Härtefalls führen, wenn der Betroffene beweist, dass er an einem ernsthaften
Gesundheitsschaden leidet, der während einer langen Zeitspanne dauernde
Behandlung oder punktuelle medizinische Notfallmassnahmen erfordert, die im
Herkunftsland nicht verfügbar sind, so dass eine Ausreise aus der Schweiz
schwerwiegende Folgen für seine Gesundheit nach sich ziehen könnte. Hingegen
genügt der Umstand allein, dass er in der Schweiz bessere medizinische Leistungen
als die im Herkunftsland angebotenen erhalten kann, nicht, um eine Ausnahme von den
Begrenzungsmassnahmen zu rechtfertigen (Pra 92 Nr. 25 E. 5.3).
Das Verwaltungsgericht anerkannte einen Härtefall bei einer türkischen
Staatsangehörigen, die als Folge ihrer ehelichen Probleme akut suizidgefährdet war
(VerwGE vom 24. Oktober 2002 i.S. S.S.), sowie bei einem Kind, bei dem aufgrund
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eines Geburtsgebrechens die erhebliche Gefahr einer dauernden Beeinträchtigung
bestand und das im Herkunftsstaat keinen hinreichenden Zugang zu medizinischen
Leistungen hatte (VerwGE vom 25. Januar 2005 i.S. G.Y., zur Zeit unter
www.gerichte.sg.ch). Verneint hat das Verwaltungsgericht hingegen einen Härtefall bei
einer HIV-infizierten Frau aus der Elfenbeinküste. Das Verwaltungsgericht erwog, dass
die medizinische Versorgung in gewissen Landesteilen der Elfenbeinküste zwar
unbefriedigend sei, indes in Abidjan Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten im
Bereich HIV-Aids grundsätzlich vorhanden seien (VerwGE vom 13. September 2005 i.S.
M.-L.R. zur Zeit unter www.gerichte.sg.ch).
Gemäss dem ins Recht gelegten ärztlichen Zeugnis von Dr. med. H.St. vom 6. Juni
2005 leidet der Beschwerdeführer an paranoider Störung mit der Tendenz zur
Entwicklung von wahnhaften Verfolgungsängsten und ohne die fortdauernde Einnahme
eines antipsychotischen Medikaments würden sich erneut psychotische Symptome
einstellen.
Es ist unbestritten, dass die medizinische Versorgung in der Elfenbeinküste mit Europa
nicht zu vergleichen ist. Indes hat die Eidgenössische Asylrekurskommission mit
Entscheid vom 28. Oktober 2003 festgehalten, dass die Spitäler in Abidjan akzeptabel
funktionieren würden (EMARK 2003/29, S. 188). Hinweise darauf, dass diese
Einschätzung nicht mehr zutreffend ist, sind nicht ersichtlich. Nachdem in Abidjan, wo
der Beschwerdeführer geboren wurde und seine Kinder leben, grundsätzlich eine
akzeptable medizinische Behandlung und Therapierung von Erkrankungen möglich
sind (vgl. VerwGE B 2005/86 vom 13. September 2005 i.S. M.-L.R., zur Zeit unter
www.gerichte.sg.ch), ist davon auszugehen, dass dort auch die paranoide Störung des
Beschwerdeführers angemessen behandelt werden kann. Eine schwere
gesundheitliche Beeinträchtigung im Sinne der dargelegten Rechtsprechung, welche
einen Härtefall begründen würde, ist damit nicht belegt.
gg) Nicht gefolgt werden kann dem Beschwerdeführer sodann, soweit er geltend
macht, eine Rückkehr ins Heimatland sei ihm mit Blick auf die Sicherheitslage nicht
zuzumuten. Die Eidgenössische Asylrekurskommission erwog mit Entscheid vom 28.
Oktober 2003, dass der Wegweisungsvollzug in die Elfenbeinküste grundsätzlich
zumutbar sei (EMARK 2003/29 S. 185 ff.). Gründe, weshalb diese Einschätzung nicht
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mehr zutreffen sollte, sind nicht ersichtlich und werden vom Beschwerdeführer nicht
dargelegt. Insbesondere macht er nicht geltend, eines der im Bericht der
Schweizerischen Flüchtlingshilfe vom 13. Oktober 2005 erwähnten
Gefährdungspotentiale würde auf ihn zutreffen. Nachdem er als gelernter Schreiner
auch in der Elfenbeinküste relativ gute Chancen hat, um wirtschaftlich wieder Fuss
fassen zu können, und über familiäre Beziehungen verfügt, sind keine persönlichen
Gründe ersichtlich, welche einer Rückkehr in die Heimat entgegenstehen würden.
hh) Ein Härtefall ist aufgrund der konkreten Umstände nicht gegeben.
c) Zusammenfassend kommt das Verwaltungsgericht zum Schluss, dass in der
Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung keine Rechtsverletzung erblickt werden
kann. Die Beschwerde ist als unbegründet abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht