# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a40807e2-4535-4aaf-8f81-41f98371de6b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren, 1959, meldete sich am
1
1.
Juni 2004 unter Hinweis auf Rücken
beschwerden
sowie eine Depression
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
6/4
). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons
St.
Gallen
, IV-Stelle,
verneinte mit Verfügung vom 1
9.
Juni 2006 einen
Leis
tungsanspruch
der Versicherten
(
Urk.
6/51). Die dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
6/70) wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Urteil vom
4.
Juli 2008 ab (
Urk.
6/80).
1.2
Am
5.
März 2013 meldete sich die Versicherte erneut bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/87). D
ie IV-Stelle
holte
unter anderem bei
m
Y._
ein polydiszip
linäres Gutachten ein, das am 3
1.
Dezember 2013 erstattet wurde (
Y._
-Gutachten,
Urk.
6/126). Nach
durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/128-138
)
verneinte
die
IV-Stelle
mit
Verfügung vom
1
0.
Juli 2014 wiederum einen Anspruch der Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung
(Urk.
6/140
= Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am
9.
September 2014
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Ver
fügung vom
1
0.
Juli 2014
(
Urk.
2) und beantragte,
diese sei aufzuheben und es sei ihr mit Wirkung ab dem 1
8.
März 2013 eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen (S. 2
Ziff.
1), eventuell sei die Verfügung aufzuheben und es sei ihr eine halbe Rente zuzusprechen (S. 2
Ziff.
2
), subeventuell sei die Verfügung aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, eine Abklärung im Haushalt durchzu
führen. Nach durchgeführter Haushaltsabklärung sei über den Anspruch auf eine Rente neu zu verfügen (S. 2
Ziff.
3).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
5.
Oktober 2014
(
Urk.
5
) die Abwei
sung der Beschwerde. Dies wurde
der Beschwerdeführerin am
1
1.
November 2014 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der
durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG)
sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzuge
hen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Ver
änderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschlies
sen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.4
Hinsichtlich des
Be
weiswertes
eines ärzt
lichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Be
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
te
n
(Anam
nese) abgegeben wor
den ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
men
hänge und in der Beur
teilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon
aus, dass sich bei der
Beschwerdeführer
in keine IV-relevante Veränderung seit dem
Z._
-Gutachten aus dem Jahre 2005 ergeben habe. Bei der nunmehr im
Y._
-Gutachten attestierten 50%igen Arbeitsunfähigkeit handle es sich daher um eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts (S. 2 oben). Es könne daher in Anlehnung an das Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden (S. 2 Mitte).
2.2
D
ie
Beschwerdeführer
in
hielt dem entgegen (Urk. 1), dass
sich seit der Begut
achtung im Jahr 20
05 sowohl ihre rheumatologische
wie auch die neurologi
sche und psychische Situation massgeblich verschlechtert habe (S. 5 unten).
Zusammenfassend ergebe sich gestützt auf das
Y._
-Gutachten, dass eine Ver
änderung der gesundheitlichen Verhältnisse vorliege, indem sich die 200
5
diag
nostizierten Leiden in ihrer Intensität und ihrer Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit verstärkt hätten (S. 12 unten).
Es sei daher von einer maximalen Arbeitsfähigkeit von 50
%
in einer angepassten Tätigkeit auszugehen
(S. 13 Mitte)
.
Ohne Gesundheitsschaden würde sie heute ausserdem einer vollen Erwerbstätigkeit nachgehen, weshalb der Invaliditätsgrad anhand eines
Ein
kommensvergleichs
zu bestimmen sei (S. 13 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist somit, ob seit
dem
anspruchsverneinenden Urteil des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 4. Juli 2008 (Urk. 6/80)
eine erhebliche Verände
rung
des Gesund
heits
zu
standes der
Beschwerdeführer
in
ein
getret
en ist und ihr
infol
ge
dessen ein An
spruch auf eine Rente zusteht.
3.
3.1
D
e
m
ursprünglichen, rechtskräftigen Urteil des
Versicherungsgerichts
des Kan
tons
St. Gallen
vom
4. Juli 2008 (Urk. 6/80)
lagen die nachfolgenden medizini
schen Berichte zu Grunde:
Am 1
9.
August 2003 war die Beschwerdeführerin in der Klinik für Neurochirur
gie des
A._
wegen einer Diskushernie L5/S1 medio-rechtslateral operiert worden (
Urk.
6/12/13). Weil die Beschwerdeführerin trotz komplikationslosem postoperativem Verlauf (vgl.
Urk.
6/12/10) stärkere Rückenschmerzen beklagt
e
, erfolgte am
6.
November 200
3 eine radiologische Kontrolle
, welche eine Diskusdegeneration sowie eine
breitbasige
, leicht
rechts
bet
onte
Dikushernie
im Niveau L4/5 mit
rezessaler
Einengung vor allem rechts und eine Kompression der Nervenwurzel L5 rechts, eine
Osteochondrose
L5/S1, eine leichte
Retropositio
von L5 übe
r
S1, einen Status nach
Fenestration
L5/S1 rechts mit entsprechenden Defekten, eine
residuelle
Diskushernierung
L5/S1
mit
kleinvolumiger
kompressiver
Restdiskushernie L5/S1 rechts mit
kurzstreckiger
Verlagerung und Kompression der Nervenwurzel S1 rechts bei Zustand nach
Fenestration
und Ligamentum-
flavum
-Resektion L5/S1 rechts, eine
peridurale
und die Nervenwurzel S1 einbeziehende Narbenbildung, eine Narbenbildung ebenfalls im Bereich der
Anulus-fibrosus-Rupturstelle
entlang der
posterioren
Hemizirkumferenz
der Bandscheibe L5/S1, ferner
Tarlovzysten
sakral beidseits und ein
Wirbelkörperhämanglom
L3 gezeigt
habe
(
Urk.
6/12/12
).
3.2
Die Ärzte der Klinik
B._
, Klinik für Rheumatologie und Rehabilitation des Bewegungsapparates, berichteten am 2
3.
Januar 2004 (
Urk.
6/12/7-8) über den stationären Aufenthalt der Beschwerdeführerin und nannten folgende Diagno
sen:
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
mögliche
kleinvolumige
Rest-/
Rezidivhernie
L5/S1 mit Kompression der Nervenwurzel S1 rechts
Status nach
Fenestration
L5/S1 am 1
9.
August 2003
Depression, behandelt
Migräne
muskuläre Beschwerden im Schulter-/Nackenbereich
Sie führten aus, dass im Verlauf des Aufenthaltes eine leichte Besserung habe beobachtet werden können. Klinisch hätten keine Hinweise für eine
radikuläre
Ätiologie der Beschwerden bestanden. Aus rheumatologischer Sicht bestehe für eine leichte Arbeit eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
. Zu empfehlen seien ein Wechsel des Antidepressivums, die Weiterführung des Heimprogramms und
einer
medizinischen Trainingstherapie
sowie eines Aquafitprogramms und eines allgemeinen Fitnesstrainings.
3.3
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, bericht
ete am 2
4.
Juni 2004 (
Urk.
6/12
/5
-6) und nannte folgende Diagnosen (S. 1
lit
. A):
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom bei Status nach
Fenestration
L5/S1 August 2003
Verdacht auf
Rezidivhernie
mit Irritation der Nervenwurzel S1 rechts
Er führte aus,
dass die Beschwerdeführerin seit dem 1
9.
August 2003 als
Reini
gungsangestellte
zu 100
%
arbeitsunfähig sei (S. 1
lit
. B). Der Gesundheitszu
stand der Beschwerdeführerin sei stationär (S. 2
lit
. C).
Anstelle einer weiteren Operation sei konservativ behandelt worden, womit eine vorübergehende Bes
serung habe erreicht werden können. Beim Versuch, im Frühling die frühere Tätigkeit während vier Stunden täglich wieder aufzunehmen und später in der
Verpackerei
leichte Arbeit auszuüben, habe die theoretisch vorgesehene
Arbeitsfähigkeit nicht erreicht werden können und nach zwei Wochen
s
ei der Versuch abgebrochen worden
(S. 2
lit
. D)
. Im Beiblatt vom 2
5.
Juni 2004 (vgl.
Urk.
6/12/3-4) gab
Dr.
C._
an, der Beschwerdeführerin sei die bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar, da die Schmerzen ein längeres Arbeiten auch bei leichter Arbeit verhindern würden.
Das Heben schon von kleineren Lasten verursache Schmerzen, ebenso das repetitive Drehen oder leichte Bücken. Aber auch längeres Sitzen (über eine halbe Stunde lang) sei kaum möglich. Das Ste
hen und Bücken verursache nach einer bis zwei Stunden starke Rückenschmer
zen. Kürzere Arbeitseinsätze könne der Arbeitgeber nicht anbieten. Eine ganztä
gige Arbeit mit reduzierter Leistung sei nach den gegenwärtigen Erfahrungen kaum möglich.
Körperlich wirklich leichte Tätigkeiten, die bezüglich Steh- und Sitzperioden vielseitig seien, kämen im Ausmass von ein- bis zweimal pro Woche täglich eine bis zwei Stunden lang in Frage. Das Problem sei die feh
le
nde Ausbildung der Beschwerdefü
h
r
erin, weshalb gegenwärtig auch Büroar
beiten nicht möglich seien.
3.4
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Neurologie, berichtete am 3
0.
August 2004 (
Urk.
6/15) und nannte folgende Diagnosen (S. 1
lit
. A):
langandauernde mittelgradige Depression bei Ehekonflikt, körperlichen Beschwerden und überempfindlicher und unsicherer Persönlichkeit
chronisches, therapieresistentes
Lumbovertebralsyndrom
mit
Wurzelrei
zung
(L5 und S1 rechts) bei Status nach Diskushernie
n
-Operation am 1
9.
August 2003
Er führte aus,
dass er die Beschwerdeführerin seit de
m
1
5.
April 2002 behandle. Die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin als Hilfsarbeiterin betrage aktu
ell über 70
%
und könne in einem Jahr neu beurteilt werden (S. 1
lit
. B). Die bisherige Tätigkeit sei täglich für eineinhalb bis zwei Stunden zumutbar, wobei eine verminderte Leistungsfähigkeit von 30 bis 40
%
bestehe. Es wirkten sich eine reduzierte Belastbarkeit und Ausdauer, Antriebsarmut, Konzentrationsstö
rungen und starke Schmerzen im Rücken- und Beinbereich negativ aus. Bei einer Rückbildung der Depression könnte die Arbeitsfähigkeit eventuell gestei
gert werden. Andere leichte und einfache körperliche Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin
auch
täglich eineinhalb bis zweieinhalb Stunden bei einer Einschränkung von 30 bis 40
%
zumutbar (S. 2
lit
. D).
3.5
Die Ärzte des
Z._
erstatteten ihr
poly
dis
ziplinäres
Gutachten am 1
7.
August 2005 (
Urk.
6/35) gestützt auf die
Akten, die Untersuchungen der Beschwerdeführerin sowie die Schlussfolgerungen des multidisziplinären Konsensus. Sie nannten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S.
15
Ziff.
5.1):
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom, aktuell ohne
radikuläre
Symptomatik
Status nach
Fenestration
bei Diskushernie L5/S1 rechts
klinisch
residuelles
sensibles Ausfallsyndrom S1 rechts
leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0)
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 15
Ziff.
5.2) nannten sie eine abhängige, unsichere Persönlichkeit (ICD-10 F61.0).
Sie führten aus, dass
seit August 2003 eine vollständige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit im Reinigungs- und Küchendienst bestehe
(S. 16)
. Hingegen bestehe seit Abschluss der Rehabilitation in der Klinik
B._
Ende Januar 2004 für jede angepasste körperlich leichte bis mittelschwere Tätigkeit ohne schwere Anteile und ohne länger dauernde Zwangshaltungen der unteren Wirbelsäule aus ortho
pädischer und internistischer Sicht keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine Einschränkung von 20
%
bei
voll
zeitlichem
Pensum infolge einer gewissen Verlangsamung des Arbeitstempos. In einem durchschnittlichen Haushalt sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit aus
zugehen, da dort üblicherweise kaum körperlich schwere Arbeiten vorkämen (S.
17).
3.6
Die zuständige Abklärungsperson führte am 12. Mai 2006 bei der Beschwerde
führerin zu Hause eine Haushaltabklärung an Ort und Stelle durch, qualifizierte sie als zu 80 % im
Er
werbsbereich
und zu 20 % im Haushalt tätig und ermittelte eine Einschrän
kung von 13.11 % im Haushalt (Urk. 6/44).
4.
4.1
Für die Zeit nach der mit rechtskräftigem Urteil vom Juli 2008 bestätigten Ver
fügung vom 1
9.
Juni 2006 finden sich in den Akten die folgenden medizini
schen Berichte:
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 2
1.
März 2013 (
Urk.
6/92/6-7) und nannte folgende Diagnosen mit Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
lit
. A):
langdauernde Depression mit somatischen Beschwerden, aktuell mittel- bis
schwergradig
chronisches
Lumbovertebralsyndrom
bei/mit Status nach
Fenestration
L5/S1 rechts 2003, Diskushernie L4/5 rechtsbetont,
Ta
rl
ovzysten
sakral beidse
its, Wirbelkörperhämangiom L
3,
Osteochondrose
L5/S1
Cystocele
III° und
Rectocele
I°, Status nach vorderer und hinterer Raf
fung am 1
6.
Dezember 2010
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine unkomplizierte kortikale Nierenzyste links sowie ein Status nach
Nephrolithiasis
mit spontanem Steinabgang vor Jahren (S. 1
lit
. A). Er führte aus, dass der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin stationär sei und die Prognose bezüglich der vollen Arbeits- und Erwerbsfähigkeit auch von der
Gesamtsitua
tion
(schlechte Ausbildung, geringe Deutschkenntnisse, mangelnde
Berufsiden
tität
, tiefe Eigenaktivität und
chronifiziertes
Leiden) abhänge (S. 2
lit
. C und D).
4.2
Die Ärzte des
F._
berichteten am 3
0.
Ma
i 2013 (
Urk.
6/103) und nannten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
Migräne (2-3 Mal/Monat)
LWS-Schmerzen mit/bei
L4/5 Diskushernie rechtsbetont
Diskushernie L5/S1
Status nach
Fenestration
L5/S1 rechts am 1
9.
August 2003
Ta
r
lovzysten
sakral beidseits Wirbelkörperhämangiom L3
Osteochondrose
L5/S1
bifrontal
betonte Hirnatrophie mit/bei
Kleinhirntonsillentiefstand
,
caudale
Anteile reichen bis
Foramen
mag
num
, Rest altersentsprechend
frontal erweiterte
Liquorräume
, Differentialdiagnose SDH, Hygrom
Sie führten aus,
dass die Beschwerdeführerin seit dem
6.
Juni 2012 in
einzel
psy
chotherapeutischer
Behandlung bei ihnen sei und sie zurzeit an der interdis
ziplinären Schmerzbehandlung im
G._
teil
nehme (S. 2
Ziff.
1.5).
Die
Beschwerdeführerin sei seit dem
1.
Augus
t 2011 bis zum
7.
Juni 2012 zu 5
0
%
und vom
7.
Juni 2012 bis zum 3
1.
Mai 2013 zu
10
0
%
arbeitsunfähig gewesen (S. 3
Ziff.
1.6).
Die Indikation für eine
behinde
rungsangepasste
Tätigkeit sei ab dem
1.
Juni 2013 im Rahmen von 50
%
gege
ben (S. 3
Ziff.
1.7
und
Ziff.
1.9
).
4.3
Die Ärzte der
Y._
erstatteten ihr
poly
disziplinäres
Gutachten am 3
1.
Dezember 2013 (
Urk.
6/126) gestützt auf die Akten, die Untersuchungen der Beschwerdeführerin sowie die Beschlüsse der interdisziplinären Konsens-Besprechung. Sie
nannten folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 25
Ziff.
6.1):
chronische Schmerzstörung mit psychischen und physischen Faktoren (ICD-10 F45.4)
rezidivierende depressive Störung ohne vollständige Remission; gegen
wärtig mittelgradige Episode ohne somatisches Syndrom (ICD-10 F33.10)
Status nach Suizidversuch, anamnestisch 2002 und 2004
Differentialdiagnose Verdacht auf
Traumafolgestörung
3 Monate Gefängnis in der
H._
1981
die diagnostischen Leitlinien für eine posttraumatische
Belastungs
störung
nach ICD-10 sind nicht erfüllt
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit
Status nach
Fenestration
bei Diskushernie L5/S1 rechts am 1
9.
August 2003 mit
klinisch
residuellem
leichtem sensiblem Ausfallsyndrom S1 rechts
und motorischem Ausfall bei fehlendem ASR rechts
Osteochondrose
L5/S1
a
ktuell selten auftretende
pseudoradikuläre
Schmerzausstrahlung in das rechte Bein
episodische Migräne ohne Aura
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 26
Ziff.
6.2) nannten sie einen Status nach
postpunktionellen
Kopfschmerzen bei
Liquorunterdruck
syndrom
bei
Liquorleckage
nach Myelographie mit 2-3mali
gem Blut-Patch, eine mögliche leichte kognitive Störung
, eine anamnestisch beginnende
Coxarthrose
,
die Angabe von
Kältemissempfindungen
in den unteren Extremitäten sowie einen Verdacht auf Asthma bronchiale.
Der rheumatologische Teilgutachter führte aus, dass das Ausstrahlungsmuster eher untypisch sei und sicher keine eindeutig
radikuläre
Symptomatik vorliege. Für die lumbalen Schmerzen und möglicherweise auch für die Ausstrahlung gebe es jedoch im MRI eindeutig pathologische Korrelate. Hierzu gehörten in erster Linie die sakralen
Tarlovzysten
sowie die aktivierte Facettengelenks-Arthrose, vor allem L5/S1 links (S. 19 unten). Die aktuelle Symptomatik sei sicherlich psychosom
atisch überlagert. Körperlich schwere und mittelschwere
Tätigkeiten seien der Beschwerdeführerin nicht mehr zumutbar. Eine leichte körperliche Tätigkeit mit der Möglichkeit zum regelmässigen Absitzen erscheine zu 50
%
möglich (S. 20 oben).
Der neurologische Teilgutachter führte aus, dass
sich bezüglich der
Kältemiss
empfindungen
im Bereich beider Unterschenkel und Füsse in der aktuellen neurologischen Untersuchung keine Hinweise für eine Polyneuropathie der grosskalibrigen Nervenfaser fänden. Die Symptome könnten jedoch auf eine Polyneuropathie der schmerzleitenden Nervenfasern im Sinne einer Small-fiber Neuropathie hindeuten. Diese Beschwerden
seien laut Beschwerdeführerin seit Jahren bekannt, in den Akten jedoch nie dokumentiert worden
. Bei einer seit Jahren bekannten episodischen Migräne, aktuell ohne Aura, berichte die Beschwerdeführerin über ein Vorkommen von etwa 2-3 Migräneattacken pro Monat. Weiter berichte die Beschwerdeführerin über kognitiv
e
Störungen im Sinne einer vermehrten Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen, die ihr erstmals vor 3-4 Jahren aufgefallen seien. Im Rahmen der aktuellen
Anam
neseerhebung
seien keine
höhergradigen
kognitiv
en Einschränkungen aufge
fallen. Am 2
4.
Mai 2012 sei eine Kernspintomographie des Schädels veranlasst worden, wobei die Bilder insgesamt als altersentsprechend regelrechtes Schädel-MRI
befundet
worden seien (S. 21 f.).
Aus rein neurologischer Sicht bestehe für jegliche Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
. Die Einschränkung begründe sich durch die Migräne ohne Aura mit einem Auftreten von 2-3
Kopfschmerz
attacken
pro Monat
(S. 22 Mitte)
.
Die psychosomatischen
Teilgutachter führte
n
aus, dass
sich die Beschwerden der Beschwerdeführerin nicht ausschliesslich somatischen Korrelaten zuordnen liessen.
Obwohl sich bei der orientierenden Prüfung während der Exploration keine Störung der Konzentration feststellen lasse, würden sich gemäss den geschilderten Aussagen der Beschwerdeführerin sowie im Rahmen der Berichte der behandelnden Ärzte glaubhafte Hinweise für eine Störung der Konzentra
tion ergeben. Diese Symptome würden nach ICD-10 die Kriterien für eine mit
telgradige depressive Episode erfüllen (S. 23 unten). Entsprechend der Aktenanamnese sowie der aktuellen Anamnese mit Hinweisen für eine begin
nende manifeste depressive Entwicklung gegen Ende der 1990er Jahre, sei von einer rezidivierenden depressiven Störung ohne vollständige Remission bei gegenwärtig mittelgradiger Episode ohne somatisches Syndrom, bestehend seit mindestens Frühling 2011, auszugehen.
Diese Befunde würden sich mit dem Gutachten des
Z._
von August 2005 decken
(S. 24 Mitte)
.
Auf Grund der chro
nischen Schmerzstörung und der mittelgradigen depressiven Störung mit sozia
lem Rückzug und fehlendem therapeutischen Ansprechen sei die Beschwerde
führerin derzeit
zu
50
%
arbeitsfähig (S. 25 oben).
Die Gutachter führten in der Gesamtbeurteilung
aus, das
lumbovertebrale
Schmerzsyndrom sei durch die in der Bildgebung beschriebenen
Tarlov
z
ysten
sakral beidseits erklä
rbar. Wahrscheinlich seien die
Tarlov
z
ysten
schon 2003 vorgelegen und seien ursächlich für die Rückenschmerzen gewesen, weshalb die Operation und die Steroidinfiltrationen wirkungslos gewesen seien
. In den letz
ten Jahren sei es nachvollziehbar zu einer Verschlechterung der Rückenschmer
zen mit Ausstrahlung in die Beine gekommen, wobei die aktuelle Symptomatik stark psychosomatisch überlagert sei. Die Depression sei schwankend gewesen. Seit Sommer 2012 habe die Beschwerdeführerin eine regelmässige Betreuung beim Psychiater, was zusammen mit der psychopharmakologischen Behandlung eine Besserung
g
ebracht habe, aber bisher ohne Remission gewesen sei
(S. 28)
.
Aufgrund der chronischen Schmerzstörung und der mittelgradigen depressiven Störung mit sozialem Rückzug und fehlendem therapeutischem Ansprechen sei die Beschwerdeführerin derzei
t zu 50
%
arbeitsunfähig (S. 29
).
5.
5.1
Anfechtungsgegenstand bildet vorliegend
,
wie erwähnt
,
nicht die erste
Invalidi
täts
bemessung
, sondern die erneute Ablehnung eines Anspruchs auf eine Rente. Somit ist vor
liegend zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin seit der - mit dem rechtskräftigen rentenablehnenden Urteil vom
4
.
Juli
20
08
bestätigten - Verfügung vom
19
.
Juni 2006
bis zum Zeitpunkt der Verfügung vom
10
.
Juli
201
4
, welcher
rechtspre
chungsge
mäss
die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bil
det (BGE 130 V 68 E. 5.2.3, BGE 121 V 366 E. 1b mit Hinweis, vgl. auch BGE 129 V 4 E. 1.2), in einem rentenbegründenden Ausmass verschlechtert hat.
5.2
Die Rentenabweisung im Jahr 2006
erfolgte gemäss Urteil vom
4
.
Juli
20
08
(Urk.
6
/
80
) gestützt auf das
Z._
-Gutachten von August 2005
(vgl.
vorstehend
E. 3.
5
). Damals wurden ein chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom, eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) sowie eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F34.4)
diagnostiziert. Ebenso wurde
eine abhängige, unsichere Persönlichkeit
beschrieben, welche jedoch kein
en
Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit habe.
Gestützt darauf wurde eine
100%ige Arbeitsfähigkeit
aus somatischer
Sicht sowie eine 80%ige Arbeitsfähigkeit
aus psychiatrischer Sicht attestiert.
Die Beschwerdeführerin rügte, seit der Rentenabweisung habe sich ihr Gesu
nd
heitszustand verschlechtert.
5.
3
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das
Y._
-Gutachten vom 31. Dezember
201
3
(Urk.
6
/
126
) auf den für die strittigen Belange umfassenden und allseitigen Untersuchungen beruht und die von der Beschwer
deführerin geklagten Beschwerden in angemessener Weise berücksichtigt. Es wurde sodann in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstellt und trägt der konkre
ten medizinischen Situation Rechnung.
Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizini
schen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin werden ausführlich begründet. Es ist damit für die Beantwortung der Frage nach einer Verände
rung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin umfassend und erfüllt die praxisgemässen Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.4) vollumfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
darauf abgestellt werden kann.
5.4
D
ie
psychosomatischen Teilg
utachter
des
Y._
machten
ausdrücklich
darauf auf
merksam, dass
sich der
anlässlich der aktuellen Untersuchung
erhobene
psychopathologische Befund der Beschwerdeführerin
mit demjenigen
im
Z._
-Gut
achten aus dem Jahre 2005
decke
(
Urk.
6/126
S.
24
).
Weiter zeigten die Gut
achter
auf, dass
das
lumbovertebrale
Schmerzsyndrom durch die in der B
ild
gebung beschriebenen
Tarlovz
ysten
, welche schon
im Jahre
2003 vorgelegen seien, erklärbar sei
und diese wahrscheinlich bereits damals ursächlich für die Rückenschmerzen gewesen seien
(S. 28).
Weiter zeigten sie in nachvollziehbarer Weise auf
,
dass
es in den letzten Jahren zu einer Verschlechterung der Rücken
schmerzen gekommen sei, die aktuelle Symptomatik jedoch
stark psychosoma
tisch überlagert sei (S. 28).
Schliesslich
begründeten die Gutachter einlässlich und sorgfältig,
dass sie gegenüber der letzten Begutachtung im Jahre 2005 von einem weitgehend ähnlichen Zustandsbild ausgingen, die Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
jedoch anders beurteilen
würde
n
, zumal die verschiedenen Krankheitskomponenten
ihres Erachtens
nur teilweise überwindbar seien
(S.
2
1.
f, S. 24, S. 25).
5.
5
Entgegen der
Au
f
f
ass
ung der Beschwerdeführerin ist hinsichtlich der gestell
ten Diagnosen
in
den Beurteilung
en, welche der Verfügung von 2006 und dem Urteil vom Juli
20
08
zugrunde lagen, und
in
den neueren, im massge
benden Zeit
punkt des Verfügungserlasses im Juli 2014
vorliegenden Beurteilungen kein wesentlicher Unterschied ersichtlich. Es liegt vielmehr eine im Vergleich zu den früheren Berichten präziser formulierte Beurteilung des im Wesentlichen unver
ändert gebliebenen Sachverhaltes vor.
So sind
,
wie bereits ausgeführt
,
nach wie vor
das
lumbovertebrale
Schmerzsyndrom und die chronische Schmerzstörung, die depressive Problematik sowie die Migräne von Bedeutung
.
Selbst wenn jedoch exakt dieselben Diagnosen gestellt werden wie bei der ursprüng
lichen
Rentenzusprache
, würde dies eine Rentenrevision nicht grund
sätzlich
ausschliessen
, da jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Ver
hältnissen, welche geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen, Anlass zur Rentenrevision gibt (BGE 125 V 368 E. 2, BGE 105 V 29 mit weiteren Hinweisen).
Invalidenversicherungs
rechtlich
erheb
lich ist einzig, ob und in welchem
Mass
eine Beeinträchtigung der Erwerbs
fä
higkeit - und zwar unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbese
hen der Ätiologie - ausgewiesen ist (Urteil des Bundesgerichts I 815/05 vom 5. Februar 2007 E. 7.2.2 mit weiteren Hinweisen). Unabhängig von den gestell
ten Diagnosen ist somit zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin seit der letztmaligen Prüfung im Jahre 2008 verschlechtert hat.
5.
6
Eine leidensangepasste Tätigkeit wurde im
Z._
-Gutachten (vgl. vorstehend E.
3.5) aus psychiatrischer Sicht aufgrund der leichten depressiven Episode und der anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung als zu 80
%
zumutbar beurteilt.
Die
Y._
-Gutachter attestierten der Beschwerdeführerin im Dezember 2013
hin
gegen
aus psychiatrischer Sicht
eine
50%ige Arbeitsunfähigkeit
aufgrund
ein
er mittelgradigen depressiven Störung und
ein
er chronischen Schmerzstörung (vgl. vorstehend E. 4.3).
Sie machten jedoch ausdrücklich darauf aufmerksam, dass der von ihnen beschriebene psychopathologische Befund weitgehend identisch mit demjenigen im
Z._
-Gutachten von 2005 sei, in Bezug auf die Arbeitsfähig
keit jedoch
nur von einer teilweisen Überwindbarkeit d
er
Krankheitskompo
nenten
ausgegangen werde
.
Diesbezüglich bleibt anzumerken, dass in psychiatrischer Hinsicht der gleich gebliebene Sachverhalt somit lediglich anders beurteilt wurde, was keinen Revisionsgrund darstellt.
Eine Verschlimmerung des Zustandes liess sich nicht dokumentieren, zumal
keine neu hinzugekommenen Beschwerde
n
oder Patho
logien
feststellbar gewesen waren.
Es ist somit nicht nachvollziehbar, weshalb bei im Wesentlichen gleichen
klinischen Befunden
und Diagnosen aus psychi
atrischer Sicht
eine höhere Arbeitsunfähigkeit resultieren solle, womit nach wie vor von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 80
%
auszugehen ist.
Die Beur
teilung der Überwindbarkeit ist sodann eine Rechtsfrage und nicht d
urch den Gutachter vorzunehmen
.
Im Übrigen ist es mit der bundesgerichtlichen Recht
sprechung vereinbar, einem
Gutachten vollen Beweiswert zuzuerkennen, jedoch von der medizinischen Einschätzung der Arbeitsfähigkeit unter Berücksichti
gung sozialversicherungsrechtlicher Aspekte abzuwe
ichen (vgl. BGE 130 V 352 E. 3.3 S. 358 ff.).
Dies gilt auch unter Berücksichtigung der geänderten
bundes
gerichtlichen
Rechtsprechung zu den psychosomatischen Leiden (BGE 141 V 281).
Aus der Gesamtbeurteilung im
Y._
-Gutachten (S. 28) ist sodann zu schliessen, dass aus somatischer Sicht
nach wie vor
keine Arbeitsunfähigkeit für eine
lei
densangepasste
Tätigkeit vorliegt. So
wurde einerseits in der Gesamtbeurteilung weder eine rheumatologische noch eine neurologische Einschränkung erwähnt
und
andererseits der Hinweis auf die starke psychosomatische Überlagerung angebracht.
Schliessl
ich wird in der Gesamtbeurteilung klar festgehalten, dass die Beschwerdeführerin aus psychischen Gründen
als
zu 50
%
arbeitsunf
ä
hig
beurteilt werde
(S. 29)
.
5
.
7
Zusammenfassend ist nach dem Gesagten festzuhalten, dass sowohl in Bezug auf die Diagnosen wie auch in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht von einer objekti
ven, anspruchserheblichen Verschlechterung des Ge
sundheitszustandes der Be
schwerdeführerin und somit nach wie vor von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit in sämtlichen leichten bis mittelschweren körperli
chen Tätigkeiten auszugehen ist.
Be
i dieser Schlussfolgerung
bleibt es
somit
auch unter dem Gesichtspunkt der unlängst ergangenen Änderung der Rechtsprechung
zur Beurteilung
somato
former
Schmerzstörungen
(vgl.
(BGE 141 V 281).
5.
8
Von einer erneuten Abklärung im Aufgabenbereich ist abzusehen, da davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind. Die Beschwerdeführerin wurde umfassend abgeklärt und beurteilt, wobei den Gutachtern auch die Beurteilung und das Ergebni
s der ursprünglichen Haushalta
bklärung vorgelegen hat (
Urk.
6/44) und sie sich über die Wohnsituation der Beschwerdeführerin ein Bild machen konnten (vgl.
Urk.
6/126 S. 17 oben). Trotzdem erwähn
t
en sie keine nennenswerte Einschränkung beziehungsweise Verschlechterung im Aufgaben
bereich. Dies wird durch den Umstand gestützt, dass die Beschwerdeführerin in leichter
und mittelschwerer
Tätigkeit
zu 80
%
arbeitsfähig ist und im Haushalt, im Gegensatz zur beruflichen Tätigkeit, die Aufgaben und die Zeit frei einteilen kann
(BGE 133 V 504 E. 4.2).
Rechtsprechungsgemäss ist zudem darauf hinzu
weisen, dass die Mithilfe der Familienangehörigen in solchen Fällen im Sinne der Schadenminderungspflicht weiter geht als der übliche Umfang, den man erwarten darf, wenn die Beschwerdeführerin nicht an einem
Gesundheitsscha
den
leiden wü
rde (BGE 133 V 509 E. 4.2).
Selbst die Beschwerdeführerin machte keine Ausführungen zu einer allfäl
ligen
höheren
Einschränkung im Haushalt. Da auch bei einer Einschränkung in einzel
nen Teil
bereichen des Aufgabenbe
reichs kein
rentenbegründender Invaliditätsgrad
entstehen würde, kann vorlie
gend auf die Einholung eines Haushaltsberichts verzich
tet
werden.
Schliesslich kann auch die vorliegend strittige Qualifikation offen bleiben, da hinsichtlich der medizinisch ausgewiesenen 80%igen Arbeitsfähigkeit selbst bei der Annahme einer 100%ige Erwerbstätigkeit
ein rentenausschliessender
Invali
ditätsgrad
resultieren würde.
6.
Zusammenfassend ist festzustellen, dass nach der Würdigung der medizinischen Akten mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin nicht ausgewiesen ist.
Die Beschwerdegegnerin hat den Anspruch auf eine Invalidenrente der Beschwer
deführerin somit zu Recht verneint, weshalb die Beschwerde abzuwei
sen ist.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerle
gen.