# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6be5c973-8b04-43f7-a6cb-acff551a6702
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1965, meldete sich am 2
2.
Dezember 2014 beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 11/19) und stellte am 1
2.
Januar 2015 den Antrag auf Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung (
Urk.
11/18). Mit Verfügung vom
1
6.
März 2015 (
Urk.
3/3)
verneinte die
Arbeitslosenkasse
Unia
wegen Nichterfüllung der Beitragszeit
ein
en
Anspruch auf
Arbeits
losenentschädigung
ab dem 2
2.
Dezember 2014
und hielt daran nach ergan
gener Einsprache vom
1.
April 2015 (
Urk.
11/8) mit Entscheid vom 1
5.
Juni 2015 fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess die Versicherte am 1
7.
Aug
ust 2015 Beschwerde erheben (
Urk.
1
) mit dem Antrag, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids seien ihr a
b
dem 2
2.
Dezember 2014 auf der Grundlage eines versicherten Ver
dienstes von
Fr.
3‘583.- Arbeitslosenentschädigung
en
auszurichten. In der
Beschwerdeantwort vom
3
1.
August 2015 mit Ergänzung vom
7.
September 2015
(Urk.
10,
Urk.
13
) beantragte die
Kasse
die Abweisung der Beschwerde.
In der
Replik vom 1
8.
Januar 2016 (
Urk.
19) und
der Duplik vom 1
0.
Februar
und 2
3.
März
2016 (
Urk.
23
-24
)
hielten die Parteien an ihren Anträgen fest.
Die
Versicherte
reichte
am
1
1.
April 2016 (
Urk.
27)
eine weitere Eingabe ein. Die Kasse verzichtete in der Folge auf eine weitere Stellungnahme (
Urk.
30).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Der versicherte Verdienst
ist nicht Gegenstand des angefochtenen Entscheids (
Urk.
2). Auf
die Anträge der Beschwerdeführerin betreffend den versicherten Verdienst
ist daher nicht einzutreten
.
2.
2
.1
Der Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung setzt unter anderem voraus, dass die versicherte Person ganz oder teilweise arbeitslos ist (
Art. 8 Abs.
1
lit
. a
des
Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIG
)
und
einen anrechenbaren Arbeitsausfall erlitten
hat (
Art. 8 Abs.
1
lit
.
b in Verbindung mit
Art.
11
AVIG
)
. Ausserdem
muss
gemäss Art. 8 Abs.
1
lit
. e AVIG
die
Beitragszeit
erfüllt sein, sofern kein Befreiungsgrund nach Art. 14 AVIG gegeben ist.
2
.2
Gemäss
Art.
9 AVIG gelten für den Leistungsbezug und für die Beitragszeit, sofern dieses Gesetz nichts anderes vorsieht, zweijährige Rahmenfristen (
Abs.
1). Die Rahmenfrist für den Leistungsbezug beginnt mit dem ersten Tag, für den sämtliche Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind (
Abs.
2). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Ja
hre vor diesem Tag (Abs. 3).
2
.3
2
.3.1
Die Beitragszeit hat laut
Art.
13
Abs.
1 AVIG erfüllt,
wer innerhalb der dafür vorgesehenen Rahmenfrist (Art. 9 Abs. 3
AVIG
) während mindestens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat
(BGE 131 V 444 E.
1.2 und E. 3.3). Diese Tätigkeit muss genügend überprüfbar sein.
Nach der Recht
sprechung ist die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen Beschäf
ti
gung nur Beitragszeiten bildend, wenn und soweit hie
r
für effektiv ein Lohn aus
bezahlt wird. Mit dem Erfordernis des Nachweises effektiver Lohnzahlung sollen und können Missbräuche im Sinne fiktiver Lohnvereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhindert werden.
Dem Nachweis tatsächlicher
Lohnzahlung kommt dabei nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zu, wohl aber der Sinn eines bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlaggebenden Indizes für die Aus
übung einer
unselbständigen,
beitragspflichtigen Beschäftigung. Soweit eine solche Beschäftigung nachgewiesen, der exakte ausbezahlte Lohn jedoch unklar geblieben ist, hat eine Korrektur über den versicherten Verdienst zu erfolgen (BGE 131 V 444 E. 3.2.3; ARV 2008 S. 314, 2007 S. 46 E. 2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_387/2015 vom 1
1.
August 2015 E. 3 und 8C_75/2013 vom 2
5.
Juni 2013 E.
2.2).
2
.3.2
Als Beweis für den tatsächlichen Lohnfluss genügen Belege über ent
sprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bankkonto; bei behaupteter
Baraus
zahlung
fallen Lohnquittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitern (allenfalls in Form von Zeugenaussagen) in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche Lohnzahlung bilden Arbeitgeberbescheinigungen, vom Arbeit
nehmer oder der Arbeit
neh
me
rin unterzeichnete Lohnabrechnungen und Steuererklärungen sowie Eintra
gun
gen im individuellen Konto (BGE 131 V 44
4
E. 1.2
mit Hinweisen
; Urteil des
Bundesgerichts
C 173/05 vom
7.
April 2006 E. 1).
Voraussetzung für den Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung unter dem Gesichtspunkt der erfüllten Beitragszeit nach
Art.
8
Abs.
1
lit
. e in Verbindung
mit
Art.
13
Abs.
1 AVIG ist grundsätzlich einzig die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung während der geforderten Dauer von mindestens zwölf Beitragsmonaten. Diese Tätigkeit muss genügend überprüf
bar sein. Dem Nachweis tatsächlicher Lohnzahlung kommt dabei nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zu, wohl aber jener eines bedeutsamen und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlaggebenden Indizes für die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung (BGE 131 V 453 E. 3.3 am Ende; Urteil des Bundesgerichts C 173/05 vom
7.
April 2006 E. 1)
.
2
.3.3
An die Beitragszeit innerhalb der Rahmenfrist (Art. 13 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 9 Abs. 3 AVIG) angerechnet werden unter anderem auch
Zeiten, in denen die versicherte Person zwar in einem Arbeitsverhältnis steht, aber wegen Krank
heit (
Art.
3 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) oder Unfalls (
Art.
4 ATSG) keinen Lohn erhält und daher keine Beiträge bezahlt (
Art.
13
Abs.
2
lit
. c AVIG).
2
.4
Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der
Beweisfüh
rungslast
begriffsnotwendig aus, da es Sache des
Sozialversiche
rungsgerichts
(oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist, für die
Zusam
mentragung
des Beweismaterials besorgt zu sein (BGE 115 V 111 E. 3d/
bb
; Maurer, Sozialversicherungsrecht, Bd. I, 2. unveränderte Aufl., Bern 1983, S. 438
Ziff.
7a). Im Sozial
versicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten
wollte
(BGE 115 V 133 E. 8a). Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrschein
lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b).
3
.
3
.1
Die Beschwerdegegnerin
stellte sich
im angefochtenen Entscheid
auf den Standpunkt
, ausgeh
end von einem Arbeitsverhältnis
bei der
Y._
in der Zeit vom 3
0.
November bis zum 2
8.
Dezember 2013 und einem solchen bei der
Z._
AG in der Zeit vom
1.
Februar bis zum 1
1.
Dezember 2014 werde die erforderliche Mindestbeitragszeit
von
zwölf
Monaten
innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 2
2.
Dezember 2012 bis zum 2
1.
Dezember 2014 nich
t
erfüllt.
Daran würde sich auch nichts ändern, wenn man von einem Anspruchsbeginn ab
1.
Januar 2015 ausgehen und den ganzen Monat Dezember
2014 als Beitragszeit anrechnen würde.
Weitere Beitragszeiten sei
e
n mangels eines Lohnflusses oder sonstiger geeig
neter Beweismittel nicht nachgewiesen.
Auch die Zeit vom
1.
Januar bis zum 2
8.
Februar 2015 könne nicht als Beitragszeit angerechnet werden.
3
.2
Dagegen bringt die Beschwerdeführerin unter anderem vor, gemäss den von ihr vorgelegten Bestätigungsschreiben von drei Bekannten sowie weiterer Belege habe das Arbeitsverhältnis
bei der
Z._
AG
bereits am
1.
Januar 2014 begonnen. Es habe zudem erst am 2
8.
Februar 2015 geendet, nachdem ihr von den verantwortlichen Organen am 1
1.
Dezember 2014 zu Unrecht fristlos gekündigt und in der Folge die einmonatige Kündigungsfrist infolge einer Sperrfrist wegen Krankheit erst am 2
8.
Februar 2015 geendet habe.
Somit habe sie die Beitragszeit erfüllt und sei ihr die
Arbeitslosenentschädi
gung
bereits in der Zeit ab dem 2
2.
Dezember 2014 auszurichten.
4.
4.1
4.1.1
Streitig und zu prüfen ist
zunächst
, ob
der Monat Januar 2014 als
Beitrags
zeit
anzurechnen ist
.
Dies ist
, wie nachfolgend näher dazulegen ist,
zu ver
nein
en. Denn die wenigen vorliegenden Akten
enthalten
keine
schlüssigen Angaben
betreffend die Lohnauszahlung und die
Ausübung einer genügend überprüfbaren beitragspflichtigen
Beschäftigung
im Monat Januar 2014:
So
lässt sich der Inhalt des
mündlichen Arbeitsvertrages, welche
n
die
Beschwerdeführerin
nach ihren Angaben
mit der
konkursiten
Z._
AG (Konkurseröffnung am
4.
März 2015 mit nachfolgender Einstellung des Kon
kur
s
es mangels Aktiven am
2.
Juli 2015;
Handelsregisterauszug,
Urk.
32
)
abgeschossen ha
t
,
nicht mehr ermitteln
.
Eine
Lohnabrechnung
für den Monat Januar 2014
oder eine Arbeitgeberbescheinigung fehlen
ebenfalls und kön
nen nicht me
h
r
beschafft werden. Bezüglich der
Lohnauszahlung
für
Januar 2014
, welche nach Angabe der Beschwerdeführ
erin in bar erfolgt
e
,
fehlen
schlüssige
Belege.
Insbesondere hat
die
von der Beschwerdeführerin
nach
träglich
am
5.
Dezember 2014
erstell
t
e „Quittung über erhaltene
Nettoaus
zahlungen
“
(
Urk.
11/7 Beilage 7) keine Beweiseignung als Lohnquittung, wurde
s
ie
doch
erst
nachträglich
und einseitig
respektive
nicht in unmittel
barem
Zusammenhang mit einer
konkrete
n
Lo
hnausza
hlung erstellt
und
auch nicht
der Arbeitgeb
erin übergeben (BGE 101 IV 278); dem entspricht auch, dass darin
keine
näheren, konkreten
Umstände
zum
Bezug des Januarlohnes (
oder zu den
übrigen Löhne
n
)
angegeben wu
rden
. Es handelt sich um
eine
blosse
Parteibehauptung, woran allein die Bezeichnung als „Quittung“ nichts ändert.
Das Gleiche gilt für
den
von der Versicherten am
5.
Dezember 2014
nach
träglich
erstell
t
en
, von der Arbeitgeberin nicht unterschriebenen
Arbeitsver
trag
(
Urk.
11/7 Beilage
6) sowie
für
die
Steuererklärung
der Versicherten
für das Jahr 2014
, die erst im November 2015 erstellt wurde und mit den Anga
ben im beigelegten Lohnblatt, das Lohnzahlungen ab Februar 2014 ausweist, nicht korrespondiert
(
Urk.
20/1,
Urk.
25).
A
uch
in den
Buchhaltungs
-
und Geschäftsakten können gemäss der Aus
kunft des zuständigen Konkursamtes vom 1
7.
April 2015 (
Urk.
11/5)
keine Belege für die Barlohnauszahlungen und das Arbeitsverhältnis mit der Ver
sicherten ausfindig gemacht werden,
was unbestritten ist
.
Hingegen gab
A._
, welcher im massgebenden Zeitraum
einziger
Verwaltungsrat der
Z._
AG war, in seinem Schreiben vom 1
8.
Dezember 2014 an,
das Arbeitsverhältnis mit der
Beschwerdeführerin sei ab
1.
Februar
2014 wirksam geworden;
im Sommer 2015
reichte er
bei der
Sozialversiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich
(SVA), Ausgleichskasse,
eine Lohnabrech
nung betreffend die Versicherte für den Zeitraum Februar bis Dezember 2014 ein,
was zu einem entsprechenden Eintrag im individuellen Konto (IK) der Versicherten
für
die Periode Februar bis Dezember 2014 führte (Schreiben und E-Mail der SVA vom
2.
Febr
uar und 1
6.
Juli 2015,
Urk.
20/3; IK
-Auszug betreffend die
Beschwerdeführerin
,
Urk.
14/1).
Im Widerspruch
dazu
ging
B._
, Verwaltungsrat der
konkursiten
Z._
AG in der Zeit ab
5.
Januar 2015,
in dem von ihm ausgestellten
Arbeitszeugnis vom 2
7.
Mai 2015 (
Urk.
3/10) von einer Beschäftigungsdauer der
Versicherte ab
1.
Januar 2014
bis zum 2
8.
Februar 2015 aus
.
Diesem Arbeitszeugnis kommt diesbe
züglich jedoch keine
ausschlaggebende
Beweiskraft zu, liegen doch keine Anhalt
sp
unkte dafür vor, dass
B._
fundierte und echtzeitliche Kenntnisse
über
die angege
bene Beschäftigungsdauer besass, zumal die Beschwerdeführerin effektiv bereits ab dem 1
2.
Dezember 2014 unbestritte
nermassen nicht mehr bei der
Z._
AG tätig war.
Dem entspricht auch, dass das
Arbeitszeugnis
vom 2
7.
Mai 2015
erst auf Druck der Versicherten und der Konkursorgane ausg
estellt wurde (Schreiben der Rechtsvertreterin
vom 2
6.
Januar und 1
4.
April 2015;
Urk.
3/7,
Urk.
11/3
), wobei
B._
unbestrittenermassen
im Wesentlichen
den Inhalt des ihm von
der
Rechts
vertreter
in
als Vorlage eingereichten Arbeitszeugnisses
übernommen hat
(
Urk.
3/7;
Urk.
10 und
Urk.
19).
Keine
Beweiskraft hat
auch
die von der Beschwerdeführerin eingereichte Kopie
von zwei
Mitteilungen
auf ihrem Handy – gemäss welchen sie am
8.
Januar
2014 erst um 8.30 Uhr im Büro erscheine
, was mit „OK Hi
A._
“ bestätigt wurde
(
Urk.
11/8 Beilage 5) –
,
können doch solche Daten ohne
Weiteres
elektronisch manipuliert werden. Selbst wenn man jedoch
von der Richtigkeit des
Inhalt
s
dieser Kopie ausgehen würde, belegt
sie noch nicht, dass die Beschwerdeführerin damals eine beitragspflichtige Beschäftigung ausübte, da nicht ersichtlich ist, in welcher Funktion die Beschwerdeführerin am
8.
Januar 2014 im Büro von
A._
erscheinen
wollte
.
4.1.2
An dieser Beurteilung
vermögen die von der
Beschwerdeführerin im laufen
den Verfahren eingeholte
n
drei
Bestätigungen
von Bekannten nichts zu ändern:
Die B
estätigung
von
C._
,
eines Bekannten der Versicherten (
Urk.
11/8),
vom 1
6.
März 2015 (
Urk.
11/8 Beilage 4)
vermag, selbst wenn er die Beschwerdeführerin am Morgen des
6.
Januar 2014 zu den
Büroräum
lichkeiten
der
Z._
AG gebracht und sich dort noch mit
A._
unterhalten hat, die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung im Januar 2014 nicht zu belegen
. Denn
die
Beschwerdegegnerin
weist
zutreffend
darauf hin
(
Urk.
23),
dass
die Versicherte am
6.
Januar
2014
aus verschiede
nen Gründen
an der Arbeitsstelle
hätte erscheinen können
, wie
etwa
im Zusammenhang mit einer Besichtigung des Arbeitsplatzes oder des
Kennen
lernen
s
der Büroräumlichkeiten
oder aus sonstigen Gründen
. Somit kann die Versicherte daraus selbst dann nichts zu ihren Gunsten ableiten, wenn die Bestätigung
zutrifft
.
Was die
in der Bestätigung behauptete
informelle
Nachfrage von
C._
bei
A._
betrifft
und dessen
Antwort, dass
der
6.
Januar 2014 der
erste Arbeitstag
der
Vers
icherte
n
sei
,
ist insbesondere
zu berück
sichtigen, dass die
Bestätigung als Reaktion auf
ein E-Mail der Beschwerde
führerin vom 1
6.
März 2015
erfolgte
(
Urk.
11/8 Beilage 3)
. Darin
bat
die Beschwerdeführerin
C._
in einer Weise, die kaum suggestiver hätte formuliert werden können, ihr die
von ihr gemachten Angaben, insbesondere auch den
6.
Januar 2014 als ihr erster Arbeitstag,
zu bestätigen
. Dieser Auf
forderung kam
C._
somit spiegelbildlich
noch
gleichentags nach. Unter diesen Umständen ist
dessen
Bestätigung vom 1
6.
März 2015 als eine Gefälligkeits
bescheinigung ohne
jeden Beweiswert zu qualifizieren. Selbst wenn man davon
absehen
würde
, dass es sich
um eine
Gefälligkeits
beschei
nigung
handelt, könnte ihr
dennoch
keine ins Gewicht fallende Beweiskraft
zugemessen
werden,
da sie
sich
auf eine über ein Jahr zurückliegende,
nicht näher substantiierte, informelle, offenbar
mündliche Mitteilung von
A._
bezieht
, welche
zudem
dessen eigener
schriftlicher
Angabe vom 1
8.
Dezember 2014
(
Urk.
3/6)
widerspricht.
D._
ist nach Angabe der Beschwerdeführerin ein enger Bekannter, mit welchem sie regelmässig Kontakt hat (
Urk.
1). Dessen Bestätigung vom
1
7.
August 2015
(
Urk.
3/16)
, welche die Rechtsvertreterin mit der
gleichen
tags erfolgten
Beschwerde vorgelegt hat, beruht ebenfalls auf einer v
orgän
gigen, allerdings nicht offen gelegten
Kontaktnahme der Beschwerdeführerin oder de
r
en Rechtsvertreterin mit
D._
, was sich daraus ergibt, dass die Bestätigung „zuhanden der Arbeitslosenkasse UNIA“ verfasst wurde.
Da es sich um einen engen Bekannten handelt, mit welchem die Versicherte regelmässig Kontakt hat, ist aufgrund des Inhaltes der Bestätigung davon auszugehen, dass
die Beschwerdeführerin ihm ebenfalls vorgab, welchen Inhalt die Bestätigung zu umfassen habe. Anderseits ist auch hier zu bemer
ken, dass
D._
lediglich bestätigte, dass ihm die Beschwerdeführerin vom bevorstehenden Stellenantritt am
6.
Januar 2014 erzählte, und dass sie ihm „schon in der ersten Januarwoche“ über ihre Erfahrungen an der neuen Stelle berichtet habe. Damit ist nach wie vor nicht belegt, dass die Beschwer
deführerin im Januar 2014 bei der
Z._
AG eine beitragspflichtige Beschäftigung ausübte
.
E._
war
nach Angabe der Beschwerdeführerin ein Mitarbeiter der Firma,
bei welcher die
Z._
AG eingemietet
war
. In seinem Schreiben vom
2
9.
Juli 2015 (
Urk.
3/11)
bestätigt
e er
, dass er sich daran
„
erinnern“
könne, dass
sich
die Versicherte
Anfang
Janu
ar 2014 bei einem
Besichti
gungs
rundgang
als
neue
Mitarbeiterin der
Z._
AG vo
rgestellt
habe
.
Aus einem solchen flüchtigen, schon
eineinhalb Jahre
zurückliegenden Eindruck lässt sich jedoch weder ein
Lohnfluss
noch
die
Ausübung einer beitrags
pflichtig
en Beschäftigung im Januar 2014 ableiten, ganz abgesehen davon, dass auch diese Bescheinigung
offensichtlich
auf einer vorgängigen, nicht offen gelegten Kontaktnahme der Beschwerdeführerin beruht, was
ihre
Beweiskraft ebenfalls mindert.
Nach dem Gesagten kann die Beschwerdeführerin aus diesen drei Bestätigun
g
en
nichts zu ihren Gunsten ableiten. Von zusätzlichen Beweismassnahmen
, insbesondere von der Zeugeneinvernahme dieser drei Personen, sind keine weiteren Erkenntnisse zu erwarten, können sie doch auch im Zeugenstand nichts anderes bestätigen, als das, was sie bereits schriftlich formuliert haben
(antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b).
4.1.3
Zusammenfassend ist daher festzuhalten, dass
die geltend gemachte
Bei
tragszeit
im Monat Januar 2014 nicht hinreichend nachgewiesen ist.
Von einer
Parteibefragung
der Beschwerdeführerin
ist
abzusehen, da
sie ihren Standpunkt bereits ausführlich darlegen konnte und
davon keine weiteren
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind
.
Über den Antrag auf Zulassung zur Beweisaussage ist im vorliegenden Urteil nicht zu befinden.
4.2
Was die Beendigung des Arbeitsverhältnis
ses
der Versicherten bei der
Z._
AG im Dezember 2014 betrifft, so lassen sich die genauen Umstände nicht mehr
rechtsg
e
nüglich
ermitteln. Denn die Beschwerdeführerin kann ihre Angabe,
dass ihr am 1
1.
Dezember 2014
ungerechtfertigt fristlos gekün
digt worden sei, nach eigenen Angaben nicht nachweisen. Ebenso wenig lässt sich die Angabe der
Z._
AG in ihrem Schreiben vom 1
8.
Dezember 2014
(
Urk.
3/6), dass
es sich um ein bis Ende Dezember 2014 befristetes Arbeitsverhältnis gehandelt habe und die Beschwerdeführerin in der Zeit vom 1
1.
bis zum 3
1.
Dezember 2014 von der Arbeit freigestellt worden sei
,
überprüfen.
Unbestritten ist
jedoch
einerseits
, dass der Versicherten für die Monate ab Dezember 2014 kein Lohn mehr ausbezahlt wurde, und ande
rer
seits
, dass sie
in der Zeit ab 1
2.
Dezember 2014 in tatsächlicher Hinsicht bei der
Z._
AG
keine Beschäftigung mehr ausübte
,
und ihre Arbeit auch nicht mehr anbot
.
Für die geltend gemachte Krankheit in der Zeit vom 2
3.
Dezember 2014 bis zum 1
1.
Januar 2015 (
Urk.
11/24) legte die Beschwer
deführerin das rechtsprechungsgemäss erforderliche Arztzeugnis nicht vor und bezeichnete sie auch kein solches.
Unter diesen Umständen
besteht in der
Zeit ab
1.
Januar 2015 bis Ende Februar 2015
keine objektiv
überprüf
bare Tätigkeit respektive ist für diesen Zeitraum
von einem zumindest fak
tisc
h beendeten Arbeitsverhältnis
bei der
Z._
AG auszugehen. Daran än
dert auch
der Hinweis der Beschwerdeführerin
(
Urk.
29) auf ihre
Konkursein
gabe
vom 1
4.
April 2015
(
Urk.
3/12),
in welche
r
sie unter anderem Löhne für die Monate Dezember 2014 bis Februar 20
1
5
ein
fordert
e, n
ichts, da diese Eingabe in beweismässiger Hinsicht eine blosse Parteibehauptung darstellt. Auch der Hinweis der Beschwerdeführerin auf
Rz
B158 des Kreisschreibens
des Staa
tssekretariates für Wirtschaft (
seco
]
betreffend
AVIG-Praxis
und Arbeitslosenentschädigung (ALE)
,
gültig ab
1.
Januar 2015,
ändert daran
nichts
. Denn auch nach dieser Weisung können bei einer Konkurseinstellung mangels Aktiven nur dann Beitragszeiten angerechnet werden, wenn
die zugrunde liegenden
Lo
hnansprüche
rechtsgenüglich
erstellt sind, was vorlie
gend
nach dem Gesagten
nicht
zutrifft.
Andere geeignete Beweismittel
für eine beit
ragspflichtige Beschäftigung in
den Monaten Januar und Februar
wurden von der Beschwerdeführerin
nicht
offeriert
,
noch ergeben sich auf
grund der Akten Anhaltspunkte für solche
(
Urk.
11/23-24)
. Damit liegt Beweislosigkeit hinsichtlich der Arbeitstätigkeit von Januar und Februar 2015 vor, welche die Beschwerdeführerin zu vertreten hat (E. 2.4). Die Frage, ob
die Zeit
vom 1
2.
bis zum 3
1.
Dezember 2014 als Beitragszeit anzurechnen ist, kann offen bleiben.
4.3
Nach dem Gesagten ist
festzuhalten
, dass die Beschwerdeführerin im Januar 2014 und in den Monaten Januar und Februar 2015 keine Beitragszeit auf
weist. Ausgehend davon hat die
Beschwerdegegnerin
im angefochtenen Entscheid
(
Urk.
2)
, auf welchen verwiesen wird, zutreffend dargelegt, das
s die
Mindestbeitragszeit von zwölf
Monaten
nicht erfüllt ist, und zwar unabhän
gig davon, ob man
von einem Anspruchsbeginn ab 2
2.
Dezember 2014 oder
eine
m
solchen ab
1.
Januar 2015 ausgeht und au
ch unabhängig davon, ob man den
ganzen Monat Dezember 2014 als Beitragszeit anrechnet oder
bloss die Zeit vom
1.
bis zum 1
1.
Dezember 201
4.
Daran würde sich auch bei
einem
Ansp
ruchsbeginn
ab
1.
März 2015 nichts ändern, da die Monat
e
Januar und Februar 2015
keine Beitragszeiten bilden.
5.
Die
Beschwerdegegnerin
hat
einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung
folglich zu
Recht mangels Erfüllung der Beitragszeit verneint.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung de
r Beschwerde, soweit
auf sie
einzu
treten ist.