# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3ec0ab35-af27-4a01-a08d-acb9c05ca7e8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. X._ und Y._ sind die unverheirateten Eltern des am _ 2012 geborenen Z._. Der Kindsvater anerkannte das Kind vorgeburtlich auf dem Zivilstandsamt O.1_. Die Kindsmutter war zunächst die alleinige Inhaberin der elterlichen Sorge. Gemäss dem am 4. März 2013 mittels Entscheid der KESB Mittelbünden/Moesa genehmigten Unterhaltsvertrag vom 28. Februar 2013 obliegt die Obhut über Z._ seit der Auflösung des gemeinsamen Haushalts der Eltern im April 2013 der Kindsmutter.
B. Mit Entscheid vom 29. November 2013 regelte die KESB Mittelbünden/Moesa das Besuchsrechts des Kindsvaters und errichtete im Weiteren eine Beistandschaft in Besuchsrechtsangelegenheiten. Diesen Entscheid zog die KESB Mittelbünden/Moesa nach einer Beschwerde des Kindsvaters an das Kantonsgericht von Graubünden in Wiedererwägung und regelte nach Einholung eines Gutachtens mit Entscheid vom 29. Januar 2014 das Besuchsrecht des Vaters neu und wies dem Beistand gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB die entsprechenden Kompetenzen zu. Nach Einholung eines Gutachtens erteilte die KESB Mittelbünden/Moesa den Eltern mit Entscheid vom 5. August 2015 die gemeinsame elterliche Sorge für Z._.
C. In den folgenden Jahren kam es zu wiederholten Konflikten unter den Eltern insbesondere in Bezug auf Fragen der allgemeinen und schulischen Erziehung sowie der Ernährung von Z._. Im Zuge dessen passte die KESB Mittelbünden/Moesa mit dem Einverständnis der Eltern mit Entscheid vom 7. Februar 2019 die Massnahme an und erteilte der Beiständin neue Aufgaben und Kompetenzen.
D. Am 29. Juli 2019 reichte der Kindsvater bei der KESB Mittelbünden/Moesa eine Gefährdungsmeldung betreffend den gesundheitlichen Zustand (Übergewicht) seines Sohnes ein. Infolgedessen eröffnete die KESB Mittelbünden/Moesa ein Abklärungsverfahren.
E. In der diesbezüglich von der KESB Mittelbünden/Moesa erlassenen verfahrensleitenden Verfügung vom 9. September 2019, mitgeteilt am 10. September 2019, wurde was folgt entschieden:
1. X._ und Y._ werden aufgefordert (Art. 314 Abs. 2 ZGB):
a. an vorerst maximal zehn Mediationsgesprächen unter der fachlichen Leitung von lic. iur. A._ (Rechtsberater & Mediator) sowie B._, M.Sc. (Paar-/Familienberaterin & Mediatorin), _.ch,
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_strasse 8, O.2_, aktiv teilzunehmen und an der gemeinsamen Erarbeitung von adäquaten Lösungen zur Bewältigung ihrer Konflikte im Bereich der gemeinsamen elterlichen Sorge aktiv mitzuwirken;
b. die mit den Mediatoren festgelegten Termine verbindlich wahrzunehmen.
2. Die Aufgaben der Beiständin (C._, Berufsbeistandschaft D._) in den Bereichen Ernährung, Gesundheit und schulische Erziehung werden während der Dauer der Mediation sistiert.
(Rechtsmittel [nach Art. 319 ZPO]).
(Mitteilung).
Begründend wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass für die Behörde keine erhebliche, direkte Gefährdung für Z._ ersichtlich sei, dass es jedoch mit Blick auf sein langfristiges Wohl eine nachhaltige Bewältigung der Elternkonflikte zu erreichen gelte. Anlässlich der Besprechung vom 16. August 2019 hätten die Eltern ihr Einverständnis zur Teilnahme an einer Mediation erklärt.
F. Gegen diese Verfügung liess X._ (nachfolgend: Beschwerdeführerin), vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter, mit Eingabe vom 16. September 2019 zivilrechtliche Beschwerde an das Kantonsgericht Graubünden erheben. Beantragt wurden die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Gewährung der aufschiebenden Wirkung.
G. Die KESB Mittelbünden/Moesa beantragte mit Beschwerdeantwort vom 18. September 2019 die kostenfällige Abweisung der Beschwerde, sofern darauf eingetreten werden könne. Auf eine Begründung wurde mit Verweis auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid sowie auf die Akten (insbesondere KESB act. 200) verzichtet.
H. Mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2019 liess Y._ (nachfolgend: Beschwerdegegner), vertreten durch lic. iur. et oec. Pius Fryberg, was folgt beantragen:
1. Die Beschwerde sei gutzuheissen und die angefochtene verfahrensleitende Verfügung sei aufzuheben.
Die Angelegenheit sei an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde KESB Mittelbünden/Moesa zurückzuweisen, damit diese die notwendigen Abklärungen bezüglich des Gesundheitszustandes von
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Z._ unternimmt und nach Rücksprache mit den Fachärzten die notwendigen Massnahmen zum Kindesschutz trifft.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
I. Auf die weiteren Ausführungen in der angefochtenen Verfügung, in den Rechtsschriften sowie in den Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen

## Considerations