# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a51dc111-0dba-511d-8b68-c3f6f70f07fb
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1941,
bezieht eine
Rente der Alters- und
Hinter
las
senenversicherung
(AHV
; Urk. 8/A
)
und meldete sich a
m 3. Januar 2011
bei der Stadt
Y._
zum Bezug von Zusatzleistungen
(ZL)
zur AHV an
(Urk. 8/80/3)
. Das Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt
Y._
(
nachfolgend: AZL
)
prüfte die finanziellen Verhältnisse und verneinte mit Verfügung vom
1
7
.
Au
gust 2011
einen Anspruch auf Zusatz
leistungen
ab Januar 2011
unter An
rech
nung eines Verzichtvermögens von Fr. 90'000.-
- und von Vermögen in Form einer
Darlehens
forderung
im Betrag von Fr. 75'000.--
(
Urk.
8/45-46, Urk. 8/82/1
)
.
Hiergegen erhob der Versicherte mit
Schreiben vom 20. August 2011
Einsprache
(Urk.
8/47
),
welche
das AZL mit
Einsprache
ent
scheid
vom 31. August 2011 ab
wies
(Urk.
8/82/2
).
Die dagegen mit
Eingabe vom 30.
September 2011
erhobene Beschwerde
(Urk. 8/54)
wies das
Sozialver
siche
rungsgericht
des Kantons Zürich
im Verfahren Nr. ZL.2011.00075
mi
t Urteil vom 30.
August 2013 ab
(Urk.
8/55 S. 10
).
Das Urteil erwuchs unange
fochten in Rechtskraft.
1.2
Am 8.
Oktober 2013 meldete sich der Versicherte erneut bei der Stadt
Y._
zum
Bezug von Zusatzleistungen an (
Urk.
8/80/1
).
Das AZL verneinte mit Ver
fügung vom 10. Januar 2014 unter Berücksichtigung eines
Vermögens
ver
-
zichtes
von Fr. 240‘980.-- einen Anspruch des Versicherten ab Oktober 2013 (
Urk. 8/75,
Urk.
8/82/4), wogegen d
er Versicherte mit Schreiben vom 12. Feb
ruar 2014 Einsprache
erhob
(Urk. 8/77
). Das AZL wies die Einsprache und das damit gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung
mit
Ein
sprache
ent
scheid
vom 10. März 2014
ab
(Urk. 2
S. 4
).
2.
2.1
Da
gegen
erhob der
Versicherte
mit Eingabe vom
9.
April 2014
Be
schwerde und beantragte
, es sei die Streitsache an die Vorinstanz zurückzu
wei
sen
mit der Auflage, im Sinne der gerichtlichen Erwägungen neu zu ver
fügen
; e
ventualiter sei die Verfügung vom
10. Januar 2014
aufzuheben und
es sei
die
Beschwerde
gegnerin
zu verpflichten,
ihm per 1. Oktober 2014
(richtig:
1.
Oktober 2013)
vollum
fänglich
die beantragten Ergänzungsleistungen auszurichten
und ihm für das
verwal
tungsrechtliche
Verfahren die
unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
zu ge
wäh
ren
. In prozessua
ler Hinsicht
stellte der Beschwerdeführer den Antrag
, es sei ihm die unentgeltliche
Rechtspflege mit
Rechtsanwalt Radek Janis
als
unent
gelt
liche
m
Rechtsvertre
ter zu
gewähren (
Urk.
1 S. 2)
.
Die
Beschwerdegeg
nerin
schloss in der
Beschwerdeantwort vom
25. April 2014
auf Abweisung der Be
schwerde
(Urk. 7 S. 2).
In der
Repl
ik vom 12.
September 2014
hielt
der Be
schwerde
führer
an
seinen
Anträgen fest (Urk.
1
1
S. 2).
Mit Verfügung vom 16. September 2014
wurde dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt Radek Janis als un
entgeltlicher Rechtsvertreter für das vorliegende Verfahren bestellt
(Urk. 14 S. 2).
Die Beschwerdegegnerin hielt m
it
Duplik
vom
6. Oktober 2014
an ihrem Antrag auf Abweisung der Beschwerde fest (Urk. 16 S. 2)
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1.
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach den Art. 4 bis Art. 6 des seit Januar 2008 gültigen Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG) erfüllen, Zusatzleistungen
bestehend aus
bundes
rechtlichen
Ergänzungsleistungen, kantonaler Beihilfe und Gemeindezuschüssen
zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 des Gesetzes des Kan
tons Zürich über die Zu
satzleistungen zur AHV/IV, ZLG, in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fassung).
1.2
1.2.1
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten
Ausgaben
die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Die anrechenbaren Einnahmen werden nach Art. 11 ELG ermittelt.
Als Einnahmen angerechnet werden
unter anderem auch
Einkünfte und Ver
mö
gens
werte, auf die verzichtet worden ist (
Art.
11
Abs.
1
lit
. g ELG
, Art. 15 ZLG
).
1.2.2
Zweck der Ergänzungsleistungen ist eine angemessene Deckung des
Existenz
bedarfs
. Bedürftigen Rentnern der Alters- und Hinterlassenen- sowie der In
vali
denversicherung soll ein
regelmässiges
Mindesteinkommen gesichert wer
den. Die Einkommensgrenzen haben dabei die doppelte Funktion einer
Bedarfs
limite
und eines garantierten Mindesteinkommens. Deshalb sind bei der
An
spruchs
berechnung
grundsätzlich
nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhan
dene Vermö
genswerte zu berücksichtigen, über die der
Leistungsan
sprecher
unge
schmälert verfügen kann.
Dieser Grundsatz gilt nicht
und es liegt eine
Ver
zichtshandlung
vor
, wenn die versicherte Person ohne rechtliche Verpflich
tung
und ohne adä
quate Gegenleistung auf Einkünfte oder Vermögen verzichtet hat, wenn sie einen Rechtsanspruch auf bestimmte Einkünfte und Vermögens
werte hat, davon aber faktisch nicht Gebrauch macht oder ihre Rechte nicht durch
setzt, oder wenn sie aus von ihr zu verantwortenden Gründen von der Aus
übung einer möglichen und zumutbaren Erwerbstätigkeit absieht (
nicht publi
zierte E. 3e des Urteils BGE 128 V 39, BGE 121 V 204 E. 4a, AHI 2001 S. 133 E. 1b,
SVR 2011 EL Nr. 4 S. 11, 9C_329/2010 E. 3.1
,
Urteil des Bundesgerichts 9C_558/2013
vom 12.
No
vember 2013 E.
3.1.2
,
je mit Hin
weisen).
1.2.3
Ob eine adäquate Gegenleistung vorliegt, beurteilt sich nach dem Verhältnis zwischen Leistung und Gegenleistung im Zeitpunkt der
Entäusserung
(BGE 120 V 182 E. 4a; Urteil des Bun
desgerichts 9C_198/2010 vom 9. August 2010 E. 3.1). Die Anrechnung von Verzichtsvermögen richtet sich hingegen nicht nach dem geltenden Recht im Zeitpunkt des zur Diskussion stehenden
Vermö
gensverzichts
, sondern nach dem im Moment der Anrechnung geltenden Recht (soge
nannte unechte Rückwirkung; BGE 120 V 182 E. 4b; Urteil des Bundes
ge
richts 9C_198/2010 vom 9. August 2010 E. 3.3).
1.2.4
Ist ein einmal bestehendes Vermögen nicht mehr vorhanden, so trägt der
Leistungs
ansprecher
die Beweislast dafür, dass es in Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung oder gegen
eine
adäquate Gegenleistung hingegeben worden ist, wobei der Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gilt
(Urteil des Bundesgerichts
8C_1039/2008
vom
2
5.
Februar 2009
E. 2 mit Hinweisen).
1.2.5
Art. 11 Abs. 1
lit
. g
ELG enthält keine zeitliche Beschränkung in Bezug auf die Berücksichtigung des Vermögensverzichts. Ein hypothetisches Vermögen ist also auch dann anzurechnen, wenn die Verzichts
handlung sehr lange zurück
liegt
. Dem Aspekt des Zeitablaufs wird durch die
jährliche Reduktion
gemäss
Art.
17a
der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinter
las
se
nen- und Invalidenversicherung (ELV)
Rechnung getragen. Danach wird der an
zurechnende Betrag von Vermögenswerten, auf die verzichtet worden ist, jähr
lich um Fr.
10'000.
--
vermindert, wobei der Wert des Vermögens im Zeit
punkt des Ve
rzichtes unverändert auf den 1.
Januar des Jahres, das auf den Verzicht folgt, zu übertragen und dann jeweils nach einem Jahr
zu vermindern ist (Abs. 1 und
Abs.
2;
Urteil des Bun
desgerichts 9C_198/2010 vom 9. August 2010 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.3
Gemäss Art. 29
Abs.
2
der Bundesverfassung (
BV
)
haben die Parteien Anspruch auf rechtliches Gehör. Das rechtliche Gehör dient einerseits der Sachaufklärung,
andererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mit
wirkungs
recht beim Erlass eines Entscheids dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass des in ihre Rechtsstellung ein
greifenden Entscheids zur Sache zu äussern, erhebli
che Beweise beizu
bringen, Einsicht in die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden und an der Erhebung wesent
licher Beweise entweder mitzu
wirken oder sich zumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den Entscheid zu beeinflussen (BGE 132 V 368 E. 3.1 mit Hinweisen).
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Standpunkt,
im Urteil des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 30. August 2013 sei festgelegt worden, dass im Jahr 2008 ein
Ver
mögens
verzicht
von mindestens Fr. 60‘000.-- und im Jahr 2009 von Fr. 220‘980.-- zu berücksichtigen seien.
Es habe dem Beschwerdeführer klar sein müssen, dass das Gerichts
urteil für die weiter
e Berechnung verbindlich sein we
rde. Weitere Erläuterungen zur Anrech
nung des Verzichtsvermögens seien überflüssig ge
wesen.
Daher sei mit der direkten Zustellung
der Berechnung an den Be
schwer
deführer
-
wenn überhaupt
-
nur eine leichte Verletzung des
Anspruchs
auf das rechtliche Gehör an
zu
n
ehmen, die nunmehr geheilt sei
(
Urk.
2)
.
In der
Be
schwerdeant
wort
und Duplik
bringt
die Beschwerdegegnerin zudem vor, das Gerichtsurteil vom 30. August 2013 sei in Rechtskraft erwachsen. Die Rügen des Beschwerde
führers hätten gegen das Urteil im Rechtsmittelverfahren geltend gemacht werden müssen. Die Verzichtshandlung und Verzichtsberechnung seien recht
s
kräftig gerichtlich beurteil
t
worden und seien auch für spätere
Berech
nungs
perioden
gültig, solange keine Revisionsgründe vorliegen würden. In
so
fern bestehe eine
res
iudicata
. Neue erhebliche Tatsachen oder Beweismittel im Sinne eines Revisionsgrundes, welche im früheren Verfahren nicht hätten beigebracht werden können, lägen nicht vor und es sei auch kein
Revisionsge
such
gestellt worden (Urk. 7 S. 2).
Zum Anspruch auf unentgeltliche
Rechtsver
tretung
im
Verwaltungs
verfahren
hatte die Beschwerdegegnerin im angefochtenen Entscheid zudem ausgeführt, diese könne nicht gewährt werden, da die Begehren wegen des Gerichtsurteils, wovon nicht abgewichen werden könne, aus
sichtslos seien. Auch erweise sich die Angelegenheit als wenig komplex, da die Sache dem Be
schwerdeführer bereits bekannt gewesen sei
,
und es hätte eine einfache Eingabe mit Bezeich
nung des beanstandeten Betrages genügt (
Urk.
2 S. 3).
2.2
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein,
die Beschwerdegegnerin habe in der ZL-Berechnung zu Unrecht einen Vermögensverzicht berücksichtigt.
Er habe zwar
im Jahr 2007
aus dem Verkauf von Aktien der Firma
Z._
mit der ersten Kaufpreisrate von
Fr.
50‘000.-- über einen Konto-Stand von etwas über Fr. 40‘000.--
und
mit der Vergütung der Hauptkaufpreissumme von Fr. 270‘000.-- am 17. April 2008
zwischen
zeitlich
über ein
Vermögen per 2008
von
Fr.
313‘061.85
verfügt
. Dieses sei jedoch durch Verzehr für seine Lebens
haltung und durch Verluste an den Finanzmärkten aufgebraucht worden
, was aus dem lückenlos dokumentierten Verlauf seines Privatkontos bei der
A._
ersichtlich sei
.
Allein durch die Begleichung der Wohnungsmiete, der Kreditkartenschulden, des Autoleasings, der Ferien- und Gesundheitskosten
sei
im Zeitraum April 2008 bis Dezember 2011
ein Betrag von Fr. 275‘547.65 ver
braucht worden.
Hinzu gekommen seien die Ausgaben für den alltäglichen Bedarf sowie die Nebenkosten für die Wohnung. Diesen Ausgaben hätten eine geringe Rente von
Fr.
1‘635.-- pro Monat und vereinzelte Rückerstattungen von Versicherungen sowie Sozialhilfe-Leistungen gegenüber
gestanden. Ausserdem seien vom Privatkonto vom 3
0.
Juli bis 2
0.
November 2008 diverse Über
wei
sungen auf sein Konto und
das
seiner (Ex-)Ehefrau bei der
B._
im Gesamtbetrag von Fr. 98‘000.-- mit dem Zweck getätigt worden,
mit soge
nannten
Contracts
for
Difference
(
CFD’s
) zu handeln. Nach anfäng
lichen Ge
winnen habe er später immer grössere Verluste verbucht, weshalb er mehrfach Geld von seinem
A._
-Konto habe nachschiessen müssen.
So seien weitere rund Fr. 100‘000.-- verloren gegangen, was ebenfalls zweifelsfrei mit den eingereich
ten Belegen nachvollzogen werden könne.
Das Risiko des Handels mit CFD-Kontrakten könne mit jenem von Optionsgeschäften ver
glichen werden
. E
r habe jedenfalls nicht mit einem Totalausfall seiner Investitionen rechnen müssen, weshalb nach der Rechtsprechung des Bundes
gerichts kein Vermögensverzicht
vorliege, zumal er als langjähriger Inhaber einer Treuhand-Gesellschaft mit Finanz
fragen vertraut gewesen sei. Bei dem von der Beschwerdegegnerin früher als Darlehen berücksichtigten Betrag von Fr. 75‘000.-- handle es sich
sodann
nicht um
eine
gesicherte Darlehensforderung, sondern um einen umstrittenen An
spruch. Er habe seine Forderungen mit zwei Klagen am Bezirksgericht
C._
geltend gemacht, der
en Ausgang ungewiss sei. Es handle sich dabei daher nicht
um liquide Vermögenswerte
(
Urk.
1 S. 4 ff.).
In der Replik
führt
der Beschwer
deführer
zusätzlich
aus
, da der hier strittige Gegenstand eine andere Periode betreffe, als im gerichtliche
n
Verfahren Nr. ZL.2011.00075
beurteilt worden sei, könne keine Rede von einer bereits rechtskräftig beurteilten Sache sein. Auch die Ausführungen der Beschwerdegegnerin zu den Voraussetzungen einer Revi
sion
würden daher ins Leere zielen. Es müsse ihm unbenommen bleiben, für seine Ansprüche Behauptungen und Belege vorzubringen, welche bereits zu einem früheren Zeitpunkt
vorgelegen hätten, jedoch in einem früheren Verfah
ren nicht vorgebracht worden seien
(Urk. 11 S. 3 f.).
Zum Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung im
Ver
waltungsverfahren
macht der Beschwerdeführer geltend, er habe be
legt, dass er mittellos sei, zumal er auf Sozialhilfeleistungen angewiesen sei, um seinen Lebensunterhalt finan
zieren zu können. E
ntgegen dem Entscheid der
Beschwerde
gegnerin
sei
sein Begehren keineswegs aussichtslos
, da er mit zahlreichen Belegen den Nachweis erbringen könne, dass kein Vermögensverzicht vorliege, und da formelle Mängel der erstinstanzlichen Verfügung vorlägen. Auch gebiete die Komplexität des Sachverhaltes und der sich stellenden Rechtsfragen eine rechtliche Ver
tre
tung, zumal die prozessualen Erfolgschancen von der lückenlosen Sub
stan
tiie
rung und Beweisführung abhängen würden (
Urk.
1 S. 12).
2
.3
Strittig
ist
, ob
die Beschwerdegegnerin
nach der Neuanmeldung vom 8. Oktober 2013 (Urk. 8/80/1)
den Anspruch auf ZL-Leistungen für die Zeit ab Oktober 2013 zu Recht verneinte. Dabei ist zunächst zu
prüfen
, ob
die
Beschwerde
geg
nerin
das
mit Urteil vom 30. August 2013 (Urk. 8/55) beurteilte Verzichts
ver
mögen samt
offener
F
orderung zu Recht in die ZL-Be
rech
nung ab Oktober 2013
übernommen hat (E. 3 hernach).
Ausserdem ist strit
tig und zu prüfen, ob
die Beschwerdegegnerin
einen
Anspruch auf unent
gelt
liche Rechtsvertretung im
Verwaltungs
verfahren zu Recht verneint hat
(E.
4 hernach)
.
3.
3.1
3.1.1
Im Urteil ZL.2011.00075 vom 3
0.
August 2013 (
Urk.
8/55) erwog das hiesige Gericht, dass
im Jahr 2008 für den Verkauf der
Z._
ein Gesamterlös von Fr. 420‘000.-- zugunsten des Beschwerde
führers vereinbart worden
sei
, wovon dem Beschwerdeführer Fr. 50‘000.-- im Jahr 2007 und Fr. 270‘000.--
bei Unterzeichnung des Nachvertrages im April 2008 überwiesen worden seien.
Weitere Zahlungen von je Fr. 50‘000.-- seien per Ende Dezember 2008 und Ende Dezember 2009 vereinbart worden
. Der Be
schwerdeführer
habe jedoch erst am
2.
Juli 2011 gegen die (Käuferin)
D._
eine Betreibung im Betrag von Fr. 75‘000.-- eingeleitet und am 9. Juli 2011 das Rechtsöffnungsbegehren gestellt
, weshalb ihm für das Jahr 2008 zusammen mit der im Rechtsöffnungsbegehren gestellten Forderung für Spesen und Provi
sio
nen von Fr. 10‘000.-- ein Betrag von Fr. 60‘000.-- und für das Jahr 2009 der Be
trag von
Fr. 50‘000.-- als Verzichtsvermögen anzu
rechnen
sei
(E.
4). Die Prüfung der Vermögensabnahme ergebe zudem, dass
vom per Ende Dezember 2008 deklarierten steuerbaren Vermögen von Fr. 307‘208.--
, auf welchen Betrag der Beschwerdeführer im Minimum zu behaften sei,
nach
Beurteilung
der Wertminderung des BMW,
der Kosten für die Ferien
, der Lebenshaltungskosten, der AHV-Rente, des Nebenerwerbes und des Wertschriftenertrages
eine
Reduk
tion
um
Fr. 170‘
980.--
für das Jahr 2009
un
geklärt sei. Dabei könne für die Anspruchsermittlung für das Jahr 2011 offen bleiben,
um welche Vermögens
werte
es sich bei den geltend gemachten Anlageverluste
n
im Jahr 2008
gehan
delt habe und ob diese als Hochrisikospekulationen zu berücksichtigen seien.
In der ZL-Berechnung ab Januar 2011 sei
en
jedenfalls
insgesamt
ein
Verzichts
vermögen
von mindestens Fr. 215‘980.-- und zusammen mit dem Vermögens
stand Anfang 2011 von Fr. 18‘850.-- ein anrechenbares Vermögen von Fr. 234‘830.-- zu be
rücksichtigen
, so dass
bereits der daraus als anrechenbare Einnahme resultierende Vermögensverzehr von Fr. 19‘733.-- zusammen mit den übrigen Einnahmen von Fr. 20‘592.-- selbst ohne Vermögens
ertrag
die anre
chenbaren Ausgaben von Fr. 37‘086.-- übersteige
(E. 5)
.
3.1.2
D
as hiesige Gericht
verneinte mit Urteil vom 3
0.
August 2013 (
Urk.
8/55)
zufolge
dieser Begründung
den Anspruch des Be
schwerde
führers auf Zusatz
leistungen für das Jahr 2011
und wies die Beschwerde ab (E. 6)
. Dieses Erkennt
nis blieb unangefochten und erwuchs somit formell und auch materiell in Rechts
kraft (vgl. BGE 135 V 141 E. 1.4.1). Davon erfasst wurde insbesondere auch die Feststellung in der Begründung
des Urteils
, der Beschwerdeführer habe
im Jahr 2011
über ein Vermögen von Fr. 18‘850.--
verfügt und es könne ihm ein Verzichtsvermögen nach Art. 11
Abs.
1
lit
. g ELG von mindestens Fr. 215‘980.-- angerechnet werden (
Urk.
8/55 S. 10 f.; vgl. Urteil des Bun
desge
richts 9C_871/2013 vom
7.
April 2014 E. 3). Der
Anfech
tungsgegenstand
im
diesem
Urteil vorau
sgehenden
Einsprache
entscheid
vom 31. August 2011 (Urk. 8/82/2) betraf
die Zeit ab der Erstanmeldung
(Urk.
8/
80/3
) Anfang Januar 2011 (
vgl.
Verfügung vom
17.
August 2011, Urk. 8/45,
Urk.
8/82/1).
Das Urteil vom 30. August 2013 (Urk. 8/55) ist daher von Januar bis Ende Dezember 2011 von
Rechtsbestän
digkeit
erfüllt (vgl. BGE 128 V 39; Urteil des Bundesgerichts 9C_871/2013 vom 7.
April 2014 E. 4 mit Hinweisen). Entsprechend gelten auch die gerichtlichen Feststellungen zum Verzichtsvermögen allein für das Jahr 2011.
3.1.3
Denn beim
Anspruch auf
Zusatz
leistungen in ver
schie
denen Jahren ist recht
sprechungsgemäss - im Gegensatz etwa zu den Invalidenrentenverhältnissen - nicht von einem ein
heitlichen Rechtsverhältnis als Dauerverhältnis auszugehen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_849/2008 vom 16. Juni 2009 E. 1.4)
.
Weil die
Ergänzungsleistungen grundsätzlich jährlich ausgerichtet werden (Art. 3a Abs. 1
lit
. a ELG) und für die Bemessung der Leistungen in der Regel das während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielte Einkommen sowie das am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen massgeblich ist (Art. 23 Abs. 1 ELV), kann eine Verfügung über Ergänzungsleistungen in zeitli
cher Hinsicht nur für das Kalenderjahr Rechtsbeständigkeit entfalten. Im Rah
men der jährlichen Überprüfung können deshalb die Grundlagen der Berech
nung der
Ergänzungs
leistungen
ohne Bindung an früher berücksichtigte
Be
rechnungsfaktoren
und unabhängig allfälliger während der Bemessungsdauer möglicher
Revisions
gründe
(Art. 25 ELV) von Jahr zu Jahr neu festgelegt wer
den (BGE 128 V 39; Urteile des Bundesgerichts P 4/03 vom 17. November 2003, 8C_94/2007 vom 1
5.
April 2008 E. 3.1 und 9C_333/2014 vom 2
2.
August 2014 E. 4.2).
Aus
der
Rechtsbeständigkeit
f
ür ein Kalen
derjahr folgt
auch
, dass - abgesehen von pro
zessualer Re
vision und
Wieder
erwägung
(Art.
53
Abs.
1 und 2
des Bun
des
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
) - eine Anpassung
des Anspruches
für dieses
Kalenderjahr
lediglich im Rahmen von Ar
t. 17 Abs.
2 ATSG ("wenn sich der ihr zu Grunde liegende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat") oder Art. 25
Abs.
1 ELV (bei einer Ver
än
derung in den persönlichen [
lit
. a] oder wirtschaftl
ichen Verhältnissen [
lit
.
b-d]) zulässig ist (
Urteil des Bundesgerichts 9C_52/2015 vom 3. Juli 2015 E. 2.2 mit Hinweisen).
Liegt
-
wie hier
-
ein rechtskräftiges Gerichtsurteil
über den durch den
Ein
sprache
entscheid
definierten Anfechtungsgegenstand
vor,
haben e
rst nach Erlass des
Urteils
(hier:
vom
30.
August 2013
, Urk. 8/55)
bemerkte oder bekannt gewordene Tatsachen
zur
bereits beurteilten Anspruchsperiode
unbe
rücksichtigt zu bleiben. Dies
bezüglich stünde einzig der Weg der Revision des rechts
kräftigen Urteils ZL.2011.00075 vom
30.
August 2013
nach § 29 des Gesetzes über das
Sozial
ve
r
sicherungs
gericht
(
GSVGer
)
offen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C
_871/2013 vom 7.
April 2014 E. 5.1).
3.1.4
D
as
Konzept
der Rechtsbeständigkeit für ein Kalenderjahr
rechtfertigt sich aus dem Charakter der
Ergänzungs
leistung
als einer Bedarfsleistung, deren Aus
richtung dort angebracht ist, wo die Renten der Alters- und Invalidenver
siche
rung sowie allfälliges übriges Einkom
men die mini
malen Lebenskosten nicht decken. Die zeitliche Beschränkung der
Rechts
beständigkeit
auf ein Kalen
der
jahr dient der Sicherstellung der Aus
richtung korrekter
Ergänzungs
leistun
gen
, was bei Bedarfsleistungen besonders wichtig ist (
Urteil des Bundes
gerichts 8C_94/2007 vom 1
5.
April 2008 E. 4.1). Die Behörde wird in der Regel aber nicht ohne
trifftigen
Grund
von früher fest
gelegten
Berechnungs
grund
lagen
abweichen. Bei der Beweiswürdigung
darf
sie im Rahmen des
Un
ter
suchungs
grundsatzes
auch berücksichtigen, dass nun
angefochtene
Berech
nungsgrund
la
gen
seinerzeit unbestritten ge
blieben waren. Der ZL-Ansprecher andrerseits trägt das Risiko, dass er sich dem Vorwurf mutwilliger
Prozess
führung
und dem damit verbundenen Kostenrisiko aussetzt, wenn er mehrfach dieselben
Berech
nungsgrundlagen
beanstandet (Urteil des Bundes
gerichts 8C_94/2007 vom 1
5.
April 2008 E. 4.3).
3.2
3.2.1
Entgegen der Ansicht
der Beschwerdegegnerin
wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts
vom 3
0.
August 2013
(
Urk.
8/55)
somit
nicht rechtskräftig über den strittigen Vermögensverzicht
samt ausstehender F
orderung
im Sinne einer
res
iudicata
für alle weiteren Jahre
, sondern
allein
über den Leistungsanspruch des Beschwerde
führers
für das Jahr 2011
ent
schieden
(vgl. E. 6 des Urteils, Urk. 8/55 S. 10)
.
Im vorliegenden Verfahren bildet dagegen der Anspruch
für die
Monate Oktober bis Dezember 2013 und Januar 2014 den Anfechtungsgegenstand, der hier mit dem Streitgegenstand übereinstimmt (vgl. dazu BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1-2). Denn d
er zweite
Einspracheentscheid
vom 10. März 2014 (Urk. 2)
und die diesem zugrunde liegende Verfügung vom 10. Januar 2014
ver
neinte
n
- nebst dem Anspruch auf eine unentgeltliche Rechtsvertretung im
Verwal
tungs
verfah
ren
- den Anspruch auf Zusatz
leistungen für die Zeit von Oktober bis Dezemb
er 2013 und ab Januar 2014 (
Urk. 8/82/4
).
Auch wenn
zur Festlegung des Vermögens des Jahres 2011
im Urteil vom 30. August 2013
Überle
gungen angestellt worden waren, die bei der Be
stim
mung des Vermögens
ab Oktober 2013
erneut
anzustellen sind, sind diese nicht
bindend.
Die Prüfung,
ob und in welchem Umfang in den neuen ZL-Berech
nun
gen ab Oktober 2013 und ab Januar 2014 Vermögen zu berück
sichtigen sei,
muss
unter Berücksichtigung früherer Verzichtshandlungen
erfol
gen
.
Dabei steht
insbesondere
d
ie
Fest
stellung in E
. 5.7 des Urteils vom 30. August 2013, dass
sich
der Beschwerdeführer
für das
Jahr 2011
ein
Ver
zichtsvermögen
von zumindest
Fr.
215‘980.--
anrechnen lassen müsse (Urk.
8/55 S. 9)
,
einer
Neube
urteilung
ab Oktober 2013 nicht entgegen (vgl. Urteil des Bundes
gerichts 9C_871/2013 vom 7. April 2014 E. 5.2).
Neue Vorbringen und Beweismittel im Verfahren ab Oktober 2013 sind folglich auch dann zu hören, wenn sie bereits im früheren Verfahren hätten vorgebracht werden können, sofern und soweit si
e Auswir
kung auf die Anspruchs
beurteilung ab Oktober 2013 und ab Januar 2014 haben.
3.2.2
Die Beschwerdegegnerin stellte somit hinsichtlich des
für die Zeit ab Oktober 2013 anrechenbaren Vermögens
zu Unrecht
ohne Weiterungen
auf
die Fest
stel
lungen
im Urteil vom 30. August 2013
zum Verzichtsvermögen
ab
.
3.
3
3.3.1
In der Verfügung vom 10. Januar 2014 hat
te
d
ie Beschwerdegegnerin
in den ZL-Berechnungen
für die Monate Oktober bis Dezember 2013
den
aner
kannten
Aus
gaben
von Fr. 37‘522.--
, bestehend aus
Fr. 19‘210.--
Lebens
bedarf
, Fr. 5‘112.--
P
auschale obligatorische Kranken
ver
siche
rung und
Fr. 13’2
00.--
Wohnungsmiete,
als
anrechenbare
Einnahmen die
indivi
duelle
Prämienver
billi
gung
von
Fr. 1‘716.--, die
AHV
-
Rente in der Höhe von Fr. 20‘772.-- und
einen Ver
m
ögens
verzehr
von
Fr. 25‘964.-- sowie einen
V
er
mögensertrag
von Fr. 4‘706.--,
mithin ins
gesamt Fr.
53‘158.--
gegenübergestellt und so einen Überschuss von Fr.
15‘636.--
bestimmt (Urk.
8/82/4
S. 3).
In der Berechnung ab Januar 2014 berücksichtigte
die Beschwerdegegnerin
aufgrund der erhöhten Krankenver
sicherungs
pausachale von Fr. 5‘232.--
Ausgaben von insgesamt Fr. 37‘642.--
und Einnahmen von Fr. 52‘186.-- (indivi
duelle
Prämi
enver
billi
gung
Fr. 1‘764.--, AHV
-Rente Fr. 20‘772.--, Vermögensverzehr Fr. 24‘964.--, Vermögensertrag Fr. 4‘686.--
), was einen Überschuss von Fr. 14‘544.-- ergab
(
Urk. 8/82/4 S. 4).
3.3.2
Wie sich das zugrunde gelegte Vermögen von Fr. 333‘533.-- (ab Januar 2014:
Fr.
323‘533.--)
nebst dem Verzichtsvermögen von Fr. 240‘980.-- (ab Januar 2014: Fr. 230‘980.--) im Einzelnen
zusammensetzte, war dem Beschwerdeführer mit der Ver
fügung vom 10. Januar 2014 nicht eröffnet worden
(Urk. 8/75, Urk. 8/77a/2)
.
Erst a
us dem angefochtenen
Einspracheentscheid
ging schliess
lich
hervor,
dass
sich
das
berücksichtigte
Vermögen von Fr. 333‘533.--
nebst dem Verzichtsvermögen von Fr. 240‘980.--
aus
Fr. 901.--
Privatkonto,
Fr. 4'663.--
Mieterkautionskonto, Fr. 2‘500.--
Wert
Auto
gemäss eigener Dekla
ration
und Fr. 84‘489.-- Forderung aus Darlehen
zusammensetzte, wovon zudem die
einge
klagte Summe von Fr. 36‘387.--
gemäss dem Urteil vom 30.
August 2013, E.
4.3 (Urk.
8/55 S.
6 f.
)
abgezogen worden sei. Vom Nettover
mögen
von Fr. 297‘146.-- sei
en
(nach Abzug des Freibetrages von Fr. 37‘500.--) e
in Vermögensverzehr von Fr. 25‘964.-- (1/10) und ein Vermögensertrag von Fr. 4‘706.-- als Einnahmen pro Jahr anzurechnen
(Urk. 2 S. 2 f.)
.
Ebenfalls erst im
Einspracheentscheid
wurde erläutert, dass das eingerechnete Verzichtsvermögen sich nach den Vorgaben des Urteils vom 3
0.
August 2013 richte
und dementsprechend ein Vermögensverzicht von Fr. 60‘000.-- im Jahr 2008 und von Fr. 220‘980.-- im J
ahr 2009 zu berücksichtigen sei
, was unter Berücksichtigung der jährlichen Amortisation von Fr. 10‘000.-- (
Art.
17a ELV; erstmals per Januar 2010) am
1.
Januar 2013 den Betrag von Fr. 240‘980.--
und am 1.
Januar 2014 von Fr. 230‘980.-- ergebe
(
Urk.
2 S. 1 ff
.).
Gar nicht
erläutert
wurde sodann
, weshalb ein Betrag von Fr. 84‘489.-- für ein Darlehen als Ein
nahme angerechnet wurde.
3.3.3
Damit hatte der Beschwerdeführer keine Möglichkeit, sich
im
Einsprache
ver
fahren
zum Standpunkt der Beschwerdegegnerin zu äussern, was der Be
schwer
de
führer in der Einsprache vom
12. Februar 2014
zu Recht als Ver
letzung des recht
lichen Gehörsanspruches
(
Art. 29 Abs. 2 BV
,
Ar
t. 42 ATSG
)
rügte (Urk. 8/77 S. 3), zumal es entgegen der An
sicht der Beschwerdegegnerin (
Urk.
2 S. 2 f.) nicht auf der Hand lag, dass und wie sich das berücksichtigte
Verzichts
vermögen
aus dem Urteil vom 3
0.
August 2013
(
Urk.
8/55)
herleiten liess.
Dies und der - wie hiervor dargelegt - fälschlicherweise eingenommene Stand
punkt der Beschwerdegegnerin,
allfällige neue
Vorbringen und neue Beweis
mittel
zu Verzichtshandlungen und
zum Vermögensverbrauch seien nicht zu hören sowie eine Über
prüfung der mit Urteil vom 3
0.
August 2013 beurteilten Vermögensverhältnisse
im Hinblick auf den ZL-Anspruch ab Oktober 2013
sei nicht angezeigt
(
Urk.
2)
,
verhinderten die Möglichkeit zur
gehörigen
Stellung
nahme des Beschwerdeführers samt dem Recht zum Beibringen von erheblichen Be
weisen in dieser Sache
im
Einspracheverfahren
.
Die Beschwerdegegnerin hat sich denn auch in diesem Verfahren nicht
zur Sache und
zu den nunmehr vor
gelegten neuen Beweismitteln (Urk. 3/8-13) geäussert (
Urk.
7
, Urk. 16
).
Allein schon, da im Urteil vom 3
0.
August 2013 festgestellt worden war, dass für das Jahr 2009 eine ungeklärte Vermögensabnahme von Fr. 170‘980.-- verbleibe und ein Anlageverlust im Zeitraum vom
1.
August 2008 bis 3
0.
Januar 2009 von Fr. 45‘
000.-- nicht belegt sei (
Urk.
8/55 S. 8 f.), ist nicht
ohne Weiteres
auszu
schliessen, dass die Beschwerdegegnerin bei korrekter
Gehörs
gewährung
im
Einspracheverfahren
zu einem anderen Schluss gekommen wäre.
3.4
Der
angefochtene
Einspracheentscheid
vom 1
0.
März 2014
(
Urk.
2)
ist
daher
nach dem Gesagten in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben
und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie nach allfälligen er
gän
zenden Abklärungen über den Anspruch des Beschwerdeführers auf Zusatz
leistungen ab Oktober 2013 unter
Wahrung
des
rechtlichen
Gehörsanspruchs des Beschwerde
führers
(
Art. 29 Abs. 2 BV
,
Ar
t. 42 ATSG
; vgl.
BGE 132 V 368 E. 3.1,
126 V 75 E. 5b/
dd
,
124 V 180 E. 1a
und E. 2b
, je mit Hin
weisen
)
erneut verfüge.
4.
4.1
Zu prüfen ist sodann, ob die
Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf unent
gelt
liche Rechtsvertretung im Verwaltungsverfahren zu Recht verneint hat.
Wo die Verhältnisse es erfordern, wird der gesuchstellenden Person ein unent
gelt
licher Rechtsbeistand bewilligt (
Art.
37
Abs.
4 ATSG;
Art.
29
Abs.
3 BV). Voraussetzung sind Bedürftigkeit, Nichtaussichtslosigkeit der Rechtsbegehren sowie sachliche Gebotenheit der Vertretung (
BGE 132 V 200
E. 4.1
; Urteil des Bundesgerichts
9C_52/2015 vom
3.
Juli 2015 E. 4
.1
).
4.2
Die Beschwerdegegnerin erachtete
zunächst
das Kriterium der Aussichts
losigkeit des Rechts
begehrens als gegeben
(Urk. 2 S.
3
)
, was sich indes ange
sichts des Aus
gangs dieses Verfahrens und des hiervor Ausgeführten nicht bestätigen lässt
, da die Gewinnaussichten nicht als
beträchtlich geringer als die Verlust
ge
fahren und
nicht
kaum als ernsthaft bezeichnet werden können
(vgl.
BGE 128
I 225
E. 2.5.3).
4.3
4.3.1
Des Weiteren
hielt die Beschwerdegegnerin eine Rechtsvertretung im
Verwal
tungsverfahren
als sachlich nicht geboten
, da die Angelegenheit nicht komplex sei und auch eine einfache Eingabe zur Überprüfung der ganzen Be
rechnung geführt hätte
(
Urk.
2 S.
3
).
Das Kriterium
der
sachliche
n
Gebotenheit der Vertretung
ist mit Blick darauf, dass im sozialversicherungsrechtlichen Verwaltungsverfahren der
Untersu
chungsgrundsatz
gilt (
Art.
43 ATSG), nur in Ausnahmefällen zu bejahen. Es müssen sich schwierige Fragen rechtlicher oder tatsächlicher Natur stellen. Zu berücksichtigen sind die Umstände des Einzelfalles sowie die Besonderheiten des jeweiligen Verfahrens. Neben der Komplexität der Rechtsfragen und der Unübersichtlichkeit des Sachverhalts fallen auch in der Person des oder der Ver
sicherten liegende Gründe in Betracht, wie etwa die Fähigkeit, sich im Ver
fah
ren zurechtzufinden.
Schliesslich
muss eine gehörige Interessenwahrung durch Dritte (Verbandsvertreter, Fürsorgestellen oder andere Fach- und Ver
trauens
leute sozialer Institutionen)
ausser
Betracht fallen (
Urteil des Bundes
gerichts
9C_52/2015 vom
3.
Juli 2015 E. 4
.1 mit Hinweisen
).
4.3.2
Nach dem Urteil vom 3
0.
August 2013 (
Urk.
8/55) und der Neuanmeldung vom 8. Oktober 2013 (
Urk.
8/80/1) galt es zu klären
, ob ein Anspruch auf Zusatz
leistungen ab Oktober 2013 bestand, obschon ein solcher Anspruch für das Jahr 2011 mit Urteil vom 3
0.
August 2013
(
Urk.
8/55)
verneint worden war und darin Feststellungen rechtlicher und tatsächlicher Art
zu
Verzichts
hand
lungen
gemacht worden waren, die sich möglicher
weise auch auf
die
An
spruch
s
er
mittlung
ab Oktober 2013 auswirken.
Dabei handelt es sich, wie auch die Erwä
gungen hiervor und der Standpunkt der Beschwerdegegnerin in
dieser
Sache
zeigen, um
sachliche und
rechtliche Fragestellungen, die
der Beschwerde
führer zur genügenden Wahrung seiner Interessen nicht ohn
e
rechts
kundige Vertre
tung hätte beantworten können.
Im
Einspracheverfahren
galt zudem die von der Beschwerdegegnerin ohne weiterführende Begründung erlassene
Be
rech
nungs
verfügung
vom 10. Januar 2014 (
Urk.
8/82/4) adäquat zu rügen, wobei
insbe
sondere
formell-rechtliche Vorbringen in Betracht fielen
, welche nicht ohne Weiteres vom Beschwerdeführer selbst hätten erkannt und formuliert werden können
.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin genügt es insbesondere nicht, dass
auch die eigenen Vorbringen des
Beschwerdeführers eine neue An
spruchsprüfung ausgelöst hätten. Entscheidend ist vielmehr, dass er vor dem Hintergrund der gegebenen Sach- und Rechtslage ohne
Rechts
ver
tretung
seine Interessen nicht genügend hätte wahrnehmen können.
Ob etwa soziale Einrichtungen die notwendige fachkundige Unterstützung hätten (an-)bieten können,
wird nicht behauptet und
ist
ohnehin
fraglich. Jedenfalls wäre es Sache der Beschwerdegegnerin gewesen, den Beschwerdefüh
rer
bejahendenfalls
auf die grundsätzliche Subsidiarität anwaltlicher Vertretung gegenüber der Interessenwahrung durch andere fachkundige Dritte aufmerksam zu machen und solche z
u benennen (Art. 27 Abs. 2 ATSG
), was sie nach Lage der Akten indessen nicht getan hat
(vgl. Urteil des Bundes
gerichts
9C_52/2015 vom
3.
Juli 2015 E. 4
.2.1 mit Hinweis)
.
Unter den gegebenen Umständen ist auch das Kriterium der sachlichen Ge
boten
heit einer anwaltlichen Vertretung im
Einspracheverfahren
zu bejahen.
4.4
Die Beschwerdegegnerin wird
somit
nach Prüfung der
Anspruchs
voraussetzung
der Bedürftigkeit
über die Bewilligung der unentgeltlichen
Rechts
ver
tretung
für
das
Einspracheverfahren
unter Berücksichtigung dieser Erwägungen
neu
zu
verfügen
haben
.
5.
5.1
Das Verfahren ist kostenlos.
5.2
Dem unentgeltlichen Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Radek Janis,
steht ausgangsgemäss eine Prozessentschädigung zu.
Die Ent
schä
digung ist nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34
GSVGer
ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeit
aufwand und den Barauslagen fest
zuset
zen. Für die Schwierigkeit einer Streit
sache ist nicht
massgebend
, ob die sich im konkreten Fall stellenden Tat- oder Rechtsfragen für einen
Partei
vertreter
neu
artig sind oder nicht. Der Schwierig
keits
grad einer Streitsache ergibt sich nicht aus der subjektiven Berufs
erfahrung eines Rechtsvertreters und seinen individu
ellen Rechtskenntnissen, sondern objektiv aus der Komplexität des zu beurtei
lenden Sach
verhalts und der sich stellenden Rechtsfragen sowie aus dem Um
fang des zu bearbeiten
den Aktenmaterials. Bei der Beurteilung des Arbeits- und Zeit
aufwands darf der Sozialver
sicherungsrichter nach ständiger Recht
spre
chung auch beachten, dass der Sozialversicherungsprozess, im Unter
schied zum Zivilprozess, von der Untersuchungsmaxime beherrscht wird, wo
durch in zahl
reichen Fällen die Tätig
keit des Anwalts erleichtert wird. Diese soll nur insoweit berücksichtigt werden, als sich der Anwalt bei der Erfüllung seiner Aufgabe in einem vernünf
tigen Rahmen hält, unter Ausschluss nutzloser oder sonst
wie überflüssiger Schritte (BGE 114 V 87 E. 4b, Urteil des Bundes
gerichts I 30/03 vom 22. Mai 2003 E. 6.2).
5.3
Mit Honorarnote vom
21. August 2015
macht
Rechtsan
walt Janis
bei einem Stundenansatz
bis Ende 2014
von Fr. 200.--
und ab Januar 2015 von Fr. 220.--
und einem Zeit
aufwand von
19,6
Stunden ein Honorar von insgesamt Fr.
4‘504.55
(inklusive Barauslagen in der Höhe von Fr.
206.90
und 8 % Mehr
wertsteuer) geltend (Urk.
19
). Da
von stehen insgesamt
16,7
Stunden im Zusam
menhang mit dem Verfassen der Beschwerde
schrift
und der Replik
(ink
lusive Aktenstudium und Besprechung mit dem Klienten;
1. April bis 12. Sep
tember 2014
), was für
zwei Eingaben mit 13 und 5 Seiten, welche je sehr grosszügig und platz
einnehmend
formatiert wurden,
ange
sichts des nicht ausser
gewöhn
li
chen Schwierigkeitsgrades und
des
nicht
sehr
umfangreichen
Aktenmaterials
als überhöht erscheint, zu
mal der Sachverhalt und die Akten bereits aus dem Ver
fahren
zwischen den Parte
ie
n Nr. ZL
.20
11
.00
075
bekannt waren
und
sich der
Inhalt
der
B
eschwerdeschrift vereinzelt in der
Beschwerde
des Verfahren Nr. ZL.2011.00075
vom
30. Septem
ber 2011
wieder
findet
.
Unter Berück
sichti
gung des
besonderen
Zeitaufwandes für die rechnerischen Details in der Beschwerde zum Vermögensverbrauch der Zeit von 2008 bis 2011 (
Urk.
1
S. 6 f.)
und der Eingabe zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (
Urk.
12, 13/1-6)
ist der
dies
bezügliche zeitliche Aufwand daher auf an
gemes
sene
1
1
Stunden zu kürzen.
Für das Studium der Verfügung vom 16. September 2014, mit welcher dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtsvertretung für dieses Verfahren gewährt und der Beschwerdegegnerin Frist zur Duplik angesetzt wurde (Urk. 14), und
für
das Studium der Duplik (Urk. 16) je mit einem Schreiben an den Klienten
(22. Sep
tember bis 2
0.
Oktober 2014)
sowie für das abschliessende Studium dieses Urteils samt Zustellung und Nachbesprechung
mit dem
Klienten
wird
ein weitere Aufwand von zusammen 1,9 Stunden geltend gemacht (
Urk.
19 S. 1).
Damit resultiert ein zeitlicher Gesamtaufwand von 1
2
,9 Stunden, was beim gerichtsüblichen Stundenansatz von Fr.
200.--
(11,7 Stunden)
respektive von Fr. 220.--
(1,2 Stunden)
ab Januar 2015
den Betrag von Fr. 2‘
604
.--
ergibt
.
Für dieses Verfahren n
icht nachvol
lziehbar und daher zu streichen
ist der für den
4.
Mai 2015 geltend gemachte Aufwand von einer Stun
de für eine tele
fo
nische Besprechung mit dem Klienten, einem Schreiben an die Sozialen Dienst
e
und an die Zentralstelle Inkasso und einem Informationsschreiben an den Klienten
(Urk.
19 S. 1), nachdem keine weitere Eingabe des Beschwerde
führers
in diesem Verfahren und Zeitraum
erfolgt
war
.
Zuzüglich der geltend gemachten Barauslagen von Fr. 206.90
(
Urk.
19 S. 2
) und der Mehrwertsteuer von 8 %
auf den
Gesamtbetrag von
Fr.
2‘
8
10.90
ist die
Pro
zessentschädigung
nach dem Gesagten
auf den Betrag von Fr.
3‘035
.75
(in
klu
sive
Baraus
lagen
und Mehrwertsteuer) festzuse
tz
en.