# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 41c2fab3-c081-4567-a0c7-ab8d0dfc2aa5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967,
Mutter von vier Kindern (geboren 1994, 1997, 1999 und 2003)
und von Beruf Planerin Marketingkommunikation
,
arbeitet
e zuletzt
von
Juni 1997
bis Juni 2009
(mit kürzeren Unterbrüchen)
bei der
Firma Y._
(
Urk.
8/59
). Am
3
0.
Oktober 2009
(Eingangsdatum)
meldete sich die
Versicherte
wegen eines Burnouts (einer
Überlastungsdepression
)
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/1).
Die IV-Stelle hol
te den Bericht von
Dr.
med.
Z._
, FMH Psychia
trie und Psychotherapie, vom 9.
November 2009 (
Urk.
8/11)
, den Bericht von
Dr.
med.
A._
, FMH Allgemeine Medizin, vom 1
9.
November 2
009 (Eingangsdatum,
Urk.
8/12) und
den Arbeitgeberbericht der
Firma Y._
vom
4.
Januar 2010 (
Urk.
8/18) ein. Am 2
6.
März 2010 erteilte sie
der Versicherten
Kostengutspra
che
für ein Belastbarkeitstraining
vom 6.
April bis zum
5.
Juli 2010
(
Urk.
8/26)
. Diese
Integrationsmassnahme
musste
jedoch
nach einem Monat
abgebrochen werden
(
Mitteilung der IV-Stelle vom
2
1.
Juni 2010
,
Urk.
8/46).
Daraufhin nahm die
IV-Stelle den Bericht von Dr.
Z._
vo
m 1
2.
Februar 2011 (
Urk.
8/56) und
de
n Bericht von
Dr.
med.
B._
, FMH Innere Medizin und FMH Rheumatologie, vom
8.
April 2011 (
Urk.
8/57) zu den Akten und liess einen Auszug aus dem individuellen Konto erstellen (IK-Auszug vom 1
8.
Apr
il 2011,
Urk.
8/59
). Am 3
0.
Mai 2011 teilte
sie
der
Versicherten mit, dass sie die
Dienst
leistungen im Bereich
der
berufliche
n
Eingliederung
abschliesse
, da
Frau C._
von der
Firma D._
mitgeteilt habe, dass ihr Gesundheitszustand zurzeit keine berufliche Eingliederung zulasse
(
Urk.
8/64). In der Folge reichte
Dr.
Z._
der IV-Stelle
seinen Bericht vom 2
7.
Mai 2011 ein (
Urk.
8/65). Mit Vorbescheid vom 2
8.
Juli 2011 stellte die IV-Stelle der
Versicherten gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 54
%
die
Zusprache
einer halben Rente mit Wirkung ab dem
1.
Mai 2010 in Aussicht (
Urk.
8/74).
Nachdem der IV-Stelle
seitens der
AXA Wint
erthur der
Bericht von
Dr.
Z._
vom 2
3.
Juli 2011 (
Urk.
8/72
; vgl. auch
Urk.
8/87
) ein
gereicht
worden war, gab diese
beim
Institut E._
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, das am
8.
Mai 2012 erstattet wurde (
Urk.
8/97). Mit Vorbescheid vom 10.
September 2012, der den Vorbescheid vom 2
8.
Juli 2011 ersetzte, stellte die IV-Stelle der Versicherten
nun
die Abweisung ihres Rentenbegehrens in Aussicht (
Urk.
8/105). Dagegen erhob die V
ersicherte mit Eingaben vom 29.
O
ktober 2012 (
Urk.
8/110) und 6.
November 2012 (
Urk.
8/112) Einwand, woraufhin die IV-Stelle die Stellungnahme des
Institut
s
E._
vom 1
2.
Februar 2013
(Urk.
8/115)
ein
holte
.
Schliesslich verneinte die IV-Stelle mit Verfügung
vom 12.
Juni 2013
– ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 33
%
- einen Rentenanspruch der Versicherten (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
5.
August 2013 Beschwerde und bean
tragte,
die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihr die gesetz
lichen Leistungen zuzusprechen, insbesondere eine angemessene Rente ab dem
1.
Mai 201
0.
Eventualiter sei eine Neubegutachtung vorzunehmen (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom
4.
September 2013 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). Mit Replik vom 1
0.
Oktober 2013 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest (
Urk.
14). Die
Beschwerde
gegnerin
erklärte mit Eingabe vom 3
1.
Oktober 2013, dass sie auf das Einrei
chen einer Duplik verzichte (
Urk.
17).
Die mit Verfügung vom 4.
November 2013 (
Urk.
18)
auf
deren
Gesuch hin (
Urk.
12)
zum Prozess beigeladene AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, Winterthur, nahm am
6.
Januar 2014 Stellung zu den bisherigen Eingaben der Parteien und beantragte die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
21).
Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 2
2.
Januar 2014 darauf, sich h
ierzu vernehmen zu lassen (Urk.
25
). Am
2
8.
Januar 2014 reichte die Beschwerdeführerin ihre Stellungnahme ein (
Urk.
26). Dies wurde d
en Ver
fahrensbeteiligten am 31.
Januar 2014 angezeigt (
Urk.
27).
3.
A
uf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten
und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch der Beschwerdefü
hrerin auf eine Rente der Invalidenversicherung.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als relevant gelten Einschränkun
gen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Person bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbstätig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychischen Beeinträchti
gung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versicherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad
entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.5
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These ab
stellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was
vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Dr.
A._
hielt in seinem Bericht vom 1
9.
November 2009 (Eingangsdatum) als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine psychophysische Erschöpfung fest. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er (1) ein Raynaud-Phänomen der Hände und (2) ein
lumbovertebrales
Syndrom bei Beckenschiefstand und entsprechender linkskonvexer Skoliose, Hyperlordose. Er erklärte, dass die Beschwerdeführerin in der zuletzt ausgeüb
ten Tätigkeit seit dem 1
3.
Mai 2009 zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Die Prognose
sei aber günstig
. Mittelfristig könne wieder mit einer Arbeitsaufnahme gerech
net werden (
Urk.
8/12/2
-4
).
2.2
Die
medizinischen Fachpersonen
der Klinik
F._
diagnostizierten im
Austrittsbe
richt
vom 2
4.
November 2010 (1) eine Erschöpfungsdepression bei jahrelanger Mehrfa
chbelastung (ICD-10 F32.1), (2)
ein Burnout-Syndrom
(ICD-10 Z73.0), (3) ein Mangel an Entspa
nnung und Freizeit (ICD-10 Z73.2) und
(4)
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit hohem Leistungs-
und
Perfektionsstre
ben
(ICD-10 Z73.1).
Sie
erklärten, dass die Beschwe
rdeführerin vom 1
1.
bis zum 30.
Oktober 2010
zur stationären psychosomatischen Rehabilitation bei ihnen hospitalisiert gewesen sei
. Die Arbeitsfähigkeit sei bis zum 1
3.
November 2010 weiterhin nicht gegeben.
Die Arbeitsfähigkeit ab dem 1
4.
November 2010 sei zu überprüfen und neu zu beurteilen.
Es könne nicht davon ausgegangen werden, dass die Beschwerdeführerin in absehbarer Zeit in der Lage sei
n
werde, eine
r Erwerbstätigkeit nachzugehen (
Urk.
8/109/4-8).
2.
3
Dr.
Z._
stellte i
m Bericht vo
m 1
2.
Februar 2011 als Diagnose
n
mit Auswirk
ung auf die Arbeitsfähigkeit
(1)
eine anhaltende mittel- bis
schwergradige
depressive Störung (ICD-10 F33.11/33.
2), bestehend seit anfangs 2008
, sowie
(2)
einen Mor
bus
Bechterew
. Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeits
-
fähigkeit nannte er nicht.
In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Medien
-
beraterin sei die Beschwer
deführerin wie folgt arbeitsunfähig gewesen (
Urk.
8/56/1-2):
100
%
vom 1
3.
Mai bis zum 3
0.
Juni 2009
50
%
vom
1.
Juli 2009 bis zum
3.
Mai 2010
100
%
vom
4.
Mai
bis zum 2
3.
Juni 2010
50
%
vom
2
4.
Juni
bis zum 1
0.
Oktober 2010
100
%
vom 1
1.
Oktober
bis zum 1
3.
November 2010
50
%
seit dem 1
4.
November 2010 bis jetzt
Dr.
Z._
erklärte, dass die Prognose ungünstig sei. Die Beschwerdeführerin werde kaum je wieder voll arbeitsfähig sein. Die momentane 50%ige Arbeitsfä
higkeit stelle auch langfristig das Maximum
an Arbeitsfähigkeit
dar
(
Urk.
8/56/
1-
2).
2.4
Dr.
B._
diagnostizierte in seinem Bericht vom
8.
April 2011 eine undifferen
zierte
Spondarthropathie
mit ISG-Arthritis links. Die Beschwerde
f
ührerin sei, seit er sie kenne (
1.
Februar 2010
)
,
für eine leichte körperliche Arbeit im Wechsel von Sitzen und Stehen, in einem beheizten Raum und ohne Heben von Lasten
auf Dauer
zu
50
%
arbeits
un
fähig (
Urk.
8/57/6-7
).
2.5
Im Bericht vom 2
7.
Mai 2011 erklärte
Dr.
Z._
, dass sich inzwischen sowohl der körperliche als auch der psychische Gesundheitszustand der Beschw
erdeführerin verschlechtert hätten
. Sie leide an Verzweiflungszuständen, Hoffnungslosigkeit, psychischer und physischer Erschöpfung und wieder vermehrt an Rücken- und Gelenkschmerzen. Seit dem
1.
Mai 2011 müsse sie zu 100
%
ar
beitsunfähig eingestuft werden
(
Urk.
8/65).
2
.6
Die Ärzte des
Instituts E._
stellten in ihrem Gutachten vom
8.
Mai 2012 folgende Diagno
sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/97/13-14):
(1)
eine rezidivierende dep
ressive Störung mit gegenwärti
g leichter Episode (ICD-10
F33.00)
(2)
eine undiffer
e
nzierte
Spondarthrop
a
thie
(ICD-10 M45.09)
-
kernspintomographisch 03/2010 ISG-Arthritis links
-
aktuell klinisch und labo
r
technisc
h
keine Entzündungsaktivität
-
wechselnde Polyar
t
hral
gien ohne Nachweis
von
Sy
n
oviti
den
(3)
ein chronisches
Panvertebralsyndrom
(ICD-10 M54.99)
-
Wirbelsäulenfehlstatik bei Status nach thorakalem Morbus Scheuermann
-
myostatische
Insuffizienz
mit den entsprechenden
muskulolig
amentären
Überlastungsreaktionen
-
klinisch keine Hin
weise für
radikuläre
Symptomatik
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfäh
igkeit hielten
sie
fest
(Urk.
8/97/14)
:
(1)
eine akzentuierte Persö
nlichkeit mit ängstlich vermeid
ende
n und abhängig
asthenische
n
Zügen (ICD-10 Z73.1)
(2)
eine allgemeine Hypermobili
t
ät (ICD-10 M35.7)
(3)
rezidivierende
gastr
itische
Beschwerden (ICD-10 K29.
7)
-
Dauerbehandlung mit PPI
Im
Rahmen des interdisziplinären Konsensus
gaben die
Ärzte des
Instituts E._
an
, dass
d
er
Beschwerdeführerin aufgrund der objektivierbaren rheumatologischen Befunde schwere und überwiegend mittelschwere Tätigkeiten nicht mehr zumutbar seien. Aus psychiatrischer Sicht bestehe aufgrund der rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig leichter Episode eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeit von 20
%
. Zusammengefasst sei
sie
aus polydisziplinärer Sicht für körperlich leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten zu 80
%
arbeits- und leistungsfähig,
vollschich
tig
realisierbar. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Produktions- und
Adm
i
nistrationsleiterin
sei ihr
ebenfalls
in einem 80
%
-Pensum zumutbar. Aufgrund der anamnestischen Angaben, ihrer Untersuchungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsunfähigkeiten würden sie davon ausgehen, dass die 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seit dem psy
chischen Zusammenbruch im Januar 2009 bestehe.
Im Haushalt seien d
er Beschwerdeführerin
auch
keine schweren und mittelschweren Tätigkeiten mehr zumutbar. Sie würden von einer Arbeitsunfähigkeit im Haushalt von unter 10
%
ausgehen
(
Urk.
8/97/14-15).
2.7
Dr.
Z._
führte
in seiner Stellungnahme vom 2
2.
September 2012
aus
, dass die im Gutachten des
Instituts E._
diagnostizierte rezidivierende depressive Störung, aktuell leichten Grades, nicht
zutreffe
. Aufgrund der bei der Beschwerdeführerin meist in starker Ausprägung vorhandenen Symptome ergebe sich unzweifelhaft die Diagnose einer rezidivierenden depressive
n
Störung, schwankend zwischen mittel- und
schwergradig
. Zudem spreche auch der trotz regelmässiger ambu
lanter und stationärer Behandlung langwierige Krankheitsverlauf eindeutig gegen das Vorliegen einer leichten Störung.
Wei
ter werde im Gutachten
des
Instituts E._
unter anderem
fälschlicherweise behauptet, dass die Beschwerdeführerin den Haushalt alleine besorgen könne,
was seit Januar 2009 keineswegs mehr der Fall sei.
S
eit der letzten Verschlechterung
im
Mai 2011
beurteile er die Beschwerdeführerin
als zu 100
%
arbeitsunfähig (
Urk.
8/
109).
2.8
PD
Dr.
med.
G._
, L
eitender Arzt der Rheumaklinik des
Spitals H._
, hielt in seinem an
Dr.
B._
gerichteten Bericht vom 30.
Oktober 2012 folgende
rheumatologischen
Diagnosen fest (Urk.
8/111
/1
):
(1)
eine ax
iale
Spondyloarthriti
s
(Beginn ca. 1994, Ers
t
di
a
gnose 2010)
-
a
xialer Befall mit ISG-Arthritis und klinisch auch Spondylitis
-
akute ISG-Arthritis
links MRI 03/2010
-
Enthes
itiden
-
Daktyliti
den
-
ungenügendes Ansprechen auf konventionelle Behandlung
(2)
eine
Pe
r
i
arthropathia
humeroscapularis
vom
Supra
s
pinatus
-Typ rechts
(3)
ein Raynau
d-Syndrom
-
kein
e Hinweise für eine Kollagenose
Dr.
G._
gab an, dass die Beschwerdeführerin für eine leichte
wechselbelas
tende
Tätigkeit ohne repetitives Heben, Stossen oder Ziehen von Lasten über 7,5 kg bis 10 kg, ohne stereotype repetitive manuelle Belastungen, ohne repeti
tiv gebückt zu verrichtende Tätigkeitsanteile, ohne repetitiv über Kopf zu ver
richtende Tätigkeiten, ohne Notwendigkeit zum Autofahren am Stück
während
mehr als 30 bis 60 Minuten und ohne ausschliessliches Gehen oder Stehen sowie ohne Notwendigkeit zum anhaltenden Sitzen ohne die Möglichkeit zum selbständigen Wechsel der Körperposition aus
rein rheumatologischer Sicht
zu 80
%
arbeitsfähig
sei
. Zusätzlich sei aber noch eine Leistungsreduktion von ca. 30
%
aufgrund von vermehrten Pausen, langsamerem Arbeitstempo und auch
den
sich kumulierenden Beschwerden im Tagesverlauf zu berücksichtigen. Dar
aus ergebe sich schliesslich eine zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer angepass
ten Tätigkeit von etwa 50
%
seit ca. Mai 2010
(
Urk.
8/111/2).
2.9
Die Ärzte des
Instituts E._
führten in der Stellungnahme vom 1
2.
Februar 2013 aus
,
dass
sich
der von
Dr.
G._
von der Rheumaklinik des
Spitals H._
erhobene Befund, soweit dokumentiert, weitestgehend mit dem am
7.
März 2012 im
Institut E._
erhobe
nen rheumatologischen
Befund decke.
Zusammenfassend könne gesagt werden, dass weder beim behandelnden Rheumatologen
Dr.
B._
noch bei
Dr.
G._
noch bei der Untersuchung im
Institut E._
an objektvierbaren Befunden mehr als eine ISG-Arthritis links
habe festgestellt werden können
. Dies
e
allein schränke die Arbeitsfähigkeit für leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende
Tätigkeiten, wie
d
ie zuletzt ausgeüb
te Tätigkeit als Produktions
-
und
Admi
nistrati
onsleiterin
,
nicht
ein
. In psychiatrischer Hinsicht
sei festzustellen, dass die
inzwischen noch ein
gereichte Stellungnahme von Dr.
Z._
vom 2
2.
September 2012 keine neuen Fakten oder wesentlichen Änderungen gegen
über
den
Berichten vom November 2009, Februar 2011 und Juli 2011 enthalte. In
sgesamt würden sie daher an ihrer Beurteilung im
Gutachten vom
8.
Mai 2012 vollumfänglich f
esthalten
(
Urk.
8/115).
2.10
In der Stellung
nahme vom 1
2.
Juli 2013
legte
Dr.
Z._
dar
, dass die Ärzte
des
Instituts E._
den Tagesa
blauf und die Symptomatik
besser zu kennen glaub
t
en als er, der
die Beschwerdeführerin seit mehr als
vier Jahren behandle und auch über Drittinformationen der behandelnden Psychologin und zwei Kindern der Beschwerdeführerin verfüge. Hier könne er
deshalb
nur gesamthaft widerspre
chen. Die zum Zeitpunkt der Begutachtung tiefe Dosis von
Venlafaxin
(37,
5 mg) erkläre sich daraus
, dass eben erst mit dieser Behandlung begonnen wor
den sei und
dass
diese tiefe Dosis anfänglich absolut fachgerecht gewesen sei. Die Dosis sei später gesteigert worden. Zudem habe die Beschwerdeführerin jahrelang das Antidepressivum
Cipralex
genommen. Die Unterstellung
der Ärzte des
Instituts E._
, die Beschwerdeführerin nicht adäquat behandelt zu haben,
müsse
des
halb
zurückgewiesen werden (
Urk.
3/4)
.
2.11
Dr.
G._
von der Rheumaklinik des
Spitals H._
gab im Bericht vom
7.
August 2013
zuhanden von
Dr.
B._
an, dass seit der letzten Konsultation keine wesentli
che Besserung der gesu
ndheitlichen Situation bestehe
, so dass weiterhin von einer Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von ca. 50
%
auszugehen sei (
Urk.
3/5).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung
vom 12.
Juni 2013
i
n medizinischer Hinsicht
im Wesentlichen auf
das Gutachten des
Instituts E._
vom
8.
Mai 2012 (
Urk.
8/97) und auf di
e Stellungnahme des
Instituts E._
vom 12.
Februar 2013 (
Urk.
8/115).
3
.2
3
.2.1
Im
rheumatologischen Teil
ihrer
Expertise vom
8.
Mai 2012
legten die Ärzte des
Instituts E._
dar, dass die Beschwerdef
ührerin seit über 10 Jahren unter
Schmerzen im Bereich der gesamten Wirbelsäule mit besonderer Betonung im Lumbal- u
nd
Sacralbereich
mit nächtlichem
Erwachen
gegen ca. 1.00
Uhr sowie unter wechselnden Polyarthralgien der grossen und kleinen Ge
lenke leide. Bei der aktuellen k
linischen Untersuchun
g finde sich eine Wirbelsäulenf
ehlstatik mit vermehrter teilfixierter Brustwirbelsäule
n
-Kyphose und kompensatorischer
Halswirbelsäulen-Hyperlordose s
owie eine
Steilstellung der Lendenwirbelsäule. Die Wirbelsäulenbeweglichkeit sei ins
gesamt in allen Ebenen eingeschr
änkt. Es be
stünden
ein Reizzustand der int
erspinösen Bandverbindung L4 bis
S1 und
ili
olumbal
beids
eits sowie eine ISG-Funktionsstö
rung links. Die Atembreite sei mit 3 cm leicht vermindert. Der klinische Befund stimme gut mit dem Befund der Ker
n
spintomographie des gesamt
en
Rumpfes vom März 2010 überein
, bei der eine
ISG-Arthritis lin
ks sowie ein Status nach Mo
r
bus
Scheuermann thora
kal fes
t
gestellt worden sei. Im ü
brigen Wirbelsäulenbereich
, dem Becken- und Schultergürtel
sowie dem Brustwandbereich hätten keine
entzündlichen Ver
än
derunge
n nachgewie
sen w
erden können. Klinische Hin
we
iszeichen für eine
radi
kuläre
Symptomatik
o
der
eine
Wurzelkompressionssymptomatik wie Reflexausfälle
oder Abschwächung
von Kenn-Muskeln würden sich weder im Zervikal- noch im Lumbalbereich finden. Dies passe ebenfalls gut zum Befund der Kernspintomographie vom März 2010, bei der keine Diskushernie habe nachgewiesen werden können.
Für die von der Beschwerdeführerin
angegebe
nen Polyarthralgien,
aktuell nach ihren Angaben vor allem im rechten Knie
und
in
beiden Sprunggelenken wie auch
in
den Händen
,
finde sich kein ent
sprechendes klinisches Korrelat. Die Beweglichkeit sämtlicher Gelenke sei frei,
Synovitiden
seien
nicht
z
u erkennen und
gemäss den
Angaben der Beschwer
deführerin anamnestisch bislang
auch
nicht aufgetreten. Eine möglich
e
Ursache für die von der Beschwerdeführerin angegebenen Polyarthralgien könne die allgemein
e
Hypermobili
tät mit Überstreckbarkeit
der Gel
enke bei allgemeiner Bindegewebsschwäche
sein. Bei nur ungenügender muskulärer Stabilisierung könne es bed
ingt hier
du
r
ch immer wieder zu Überlastungserscheinungen im Bereich der peripheren Gelenke und zu Blockierungen im Wirbelsäulenbereich mit der ent
sprechenden Beschwerdesymptomatik
kommen
. Labortechnisch
wür
den sich
derzeit keine Hinweise für eine
entzündliche Aktivität finden (
Urk.
8/97/12-13).
Im Rahmen des interdisziplinären Konsensus kamen die Ärzte des
Instituts E._
zum Schluss, dass der Beschwerdeführerin aufgrund der objektivierbaren rheumato
logischen Befunde schwere und überwiegend mittelschwere Tätigkeiten
nicht mehr zumutbar seien. Für leichte bis gelegentlich mittelschwere,
wechselbelas
tende
Tätigkeiten wie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Produktions- und Administrationsleiterin bestehe aus Sicht des Bewegungsapparates eine volle Arbeitsfähigkeit
. Dabei gebe es weder
aus rheumatologischer noch aus ander
weitig somatischer Sicht Hinweise dafür, dass die Arbeitsfähigkeit hinsichtlich derartiger Tätigkeiten seit Januar 2009
längerfristig relevant eingeschränkt gewesen sei
.
Im Haushalt seien der Beschwerdeführerin ebenfalls keine schwe
ren und mittelschweren Tätigk
eiten
mehr zumutbar
(
Urk.
8/97/14-15). Diese Beurteilung der Ärzte des
Instituts E._
erscheint angesichts der genannten Befunde und der Erläuterungen dazu
einleuchtend
.
3
.2.2
Weiter führten d
ie
Ärzte des
Instituts E._
aus,
dass
die Einschätzung von
Dr.
B._
im Bericht vom
8.
April 2011, wonach die Beschwerdeführerin für leichte wechselbelastende Tätigkeiten lediglich zu 50
%
arbeitsunfähig sei, aus ihrer Sicht als zu niedrig anzusehen sei.
Der damals erhobene Befund decke
sich mit
dem ihrer aktuellen Untersuchung
. Hinweise für einen Befall der peripheren Gelenke oder einen über das linke
Iliosacralgelenk
hinausgehenden Befall der Wirbelsäule würden sich weder klinisch noch kernspintomographisch
finden
(
Urk.
8/97/13).
Auch diese Darlegungen erscheinen
plausibel.
3
.2.3
In der Stellungnahme
vom 1
2.
Februar 2013
äusserten sich die
Ärzte des
Instituts E._
ferner
ausführlich
und in nachvollziehbarer Weise
zum im Rahmen des
Vorbe
scheidverfahrens
eingereichten Bericht von
Dr.
G._
von der Rheumaklinik des
Spitals H._
vom 3
0.
Oktober 201
2.
Sie führten dazu aus
, dass sich der von
Dr.
G._
erhobene Befund, soweit
dokumentiert
, weitestgehend mit dem in der Untersuchung im
Institut E._
erhobenen rheumatologischen Befund decke. Auch bei
Dr.
G._
s Untersuchung hätten
sich im Bereich
der peripheren Gelenke keine
Arthr
osynovitid
en
oder
Tenosynovitid
en
nachweisen las
sen. Die
Überstreckbar
keit
der Gelenke sei von
Dr.
G._
allerdings nicht dokumentiert worden. Ins
gesamt sei die Dokumentation seiner Untersuchung relativ rudimentär. So gebe er in lediglich zwei Sätzen d
ie Gelenkuntersuchung wieder („P
eriphere Gelenke ohne
Arthro
- oder
Tenosynovitiden
.
Impingementsymptomatik
und positiver
Jobe
-Test im Bereich der rechten Schulter.“
)
.
Ob und inwieweit die
Halswirbel
säule
durch
Dr.
G._
untersucht worden sei, sei nicht dokumentiert. Ebenso sei die Atembreite nicht gemessen worden. An objektivierbaren pathologischen Befunden sei
en
bei seiner wie auch bei der Untersuchung im
Institut E._
ein positives
Menell
-Zeichen links sowie eine eingeschränkte Lendenwirbelsäulen-Beweg
lich
keit festgestellt worden. Die im
Spital H._
am 2
9.
Oktober 2012 durchgeführten Röntgenaufnahmen der Hals- und Lendenwirbelsäule,
des Thorax und des Beckens sei
en laut schriftlichem Befund
, bis auf postentzündli
che Veränderun
gen des linken
Iliosac
ralgelenkes
, unauffällig gewesen. Nachdem weder beim
behandelnden Rheumatologen Dr.
B._
noch bei der Untersuchung im
Institut E._
Enthesitiden
oder
Dakylitiden
hätten nachgewiesen werden können, erstaune es, dass
Dr.
G._
dies
in seinen Diagnosen
angegeben habe. Zusammenge
fasst könne gesagt
werden, dass weder beim behandelnden Rheumatologen
Dr.
B._
noch bei
Dr.
G._
noch in der Untersuchung im
Institut E._
an objekti
vierbaren Befunden mehr als eine
ISG-Arthritis links hätten festgestellt werden können. Dies
e
allein schränke die Arbeitsfähigkeit für leichte bis gelegentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten, wie die zuletzt ausgeübte Tätig
keit als Produktions- und Admi
nistrationsleiterin, nicht ein (
Urk.
8/115/1-2).
3.2.4
Darauf hinzuweisen bleibt
in diesem Zusammenhang
noch
, dass
Dr.
G._
von der Rheumaklinik
des
Spitals H._
an sich
von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin ausging
. Die
zusätzliche Einschränkung
von 30
%
begrün
dete er
nicht mit Befunden, sondern
mit dem
angeblich
langsameren
Arbeits
tempo
und
dem
vermehrte
n
Pausenbedarf
der Beschwerdeführerin
.
Dr.
G._
s
Beurteilung weicht
daher im Kern
nicht stark
von der Einschätzung der Ärzte des
Instituts E._
ab.
3
.3
3
.3.1
Im psychiatrischen Teil der Expertise vom
8.
Mai 2012 führten d
ie Ärzte des
Instituts E._
aus
,
dass die Beschwerdeführerin
als mittleres von drei Kindern im Kanton Zürich aufgewachsen sei.
Psychoheredopathien
seien nicht bekannt.
Sie
schil
dere eine schöne Kindheit in geordneten und harmoni
schen Familienverhält
nissen. Die Beschwerdeführerin
habe während neun Jahren die Schule sowie
e
ine dreijährige kaufmännische
Berufsschule besucht. Zudem
habe sie sich in einem zweijährigen Lehrgang als Planerin Marketingkommunikation ausbilden lassen
.
Zwischen 1997
und 2009
sei sie zunächst als Sachbearbeiterin, dann als Produktionsleiterin und schliesslich in der
Administrationsleitung der
Firma Y._
tätig gewesen. Die Beschwerdeführerin habe sich in auffälliger Weise mit der F
irma identifiziert,
sich schlecht abgrenzen können
und sei offenbar ausgenützt worden. Diese Abhängigkeit lasse auf akzentuierte Persönlichkeitszüge schliessen. Als die Firma verkauft worden sei,
sei für sie eine Welt zusammengebrochen. Sie habe ihren Lebensinhalt und ihr Selbstver
trauen verloren und depressiv reagiert. Aktuell berichte die Beschwerdeführerin über einen Verlust des Lebenswillens, über Erschöpfung und über eine generelle Freudlosigkeit. In der Untersuchungssituation habe sie sich aber recht lebhaft und energisch präsentiert. Die pharmakologische Behandlung der depressiven Störung sei deutlich insuffizient. Die angebliche
Schlafstörung werde
psycho
pharmakologisch
überhaupt nicht behandelt. Auch die Dosierung von
Venla
fa
xin
liege näher am homöopa
thischen Bereich. B
ei der Beschwerdefüh
rerin
könne eine rezidivierende depressive
Störung mit gegenwärtig
leichtgra
diger
Episode
festgestellt werden.
Eine mittelgradige oder
schwere Depression liege aber nicht vor. Weder würden depressiv-psychotische Symptome bestehen noch liege eine Suizidalität vor. Die Beschwerdeführerin sei gut
schwingungs
fähig
gewesen und in ihrem Familienalltag durchaus aktiv. Da ihr Ehemann zu 100
%
erwerbstätig sei, sei sie hauptsächlich für die Kinder und
deren Erzie
hung zuständig. Sie
besorge zudem
auch alle Haushalt
s
arbeiten. Sie koche, kaufe ein, sauge Staub und reinige die Kleider. Am Wochenende würden
in der
Familie verschiedene
Aktivitäten wie Zopf backen oder
Wanderungen stattfin
den. Die Beschwerdeführerin unterhalte hochfrequente Kontakte zu ihren Eltern, Geschwistern, Schwiegereltern sowie einer Kollegin. Sie nehme sich am Wochenende ausführlich Zeit, um die Zeitung zu lesen, was auf keine Kon
zentrationsschwäche hindeute. Gleiches gelte auch für das Benützen eines Motorfahrzeuges mit daraus ableitbarer Verkehrstauglichkeit
(
Urk.
8/97/9)
.
Im Rahmen
des interdisziplinären Konsensus
kamen die Ärzte des
Instituts E._
zum Schluss
, dass
a
us psychiatrischer Sicht aufgrund der rezidivierenden depressi
ven Störung mit gegenwärtig leichter Episode eine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit für jegliche Tätigkeit von 20
%
bestehe
. Zusammengefasst sei
die Beschwerdeführerin
aus polydisziplinärer Sicht für körperlich leichte bis gele
gentlich mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten zu 80
%
arbeits- und leistungsfähig, vollschichtig realisierbar. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Produktions- und Administrationsleiterin sei ihr ebenfalls in einem 80
%
-Pen
sum zumutbar. Aufgrund der anamnestischen Angaben, ihrer Untersuchungs
befunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten Arbeitsun
fähigkeiten würden sie davon ausgehen, dass die 20%ige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit seit dem psychischen Zusammenbruch im Januar 2009
bestehe
. Im Haushalt würden sie von einer Arbeitsunfähigkeit von unter 10
%
ausgehen
(
Urk.
8/97/
15).
Auch diese Einschätzung der Ärzte des
Instituts E._
ist angesichts der genannten Befunde und der Erläuterungen dazu einleuchtend.
3
.3.2
Zu den Berichten
von
Dr.
Z._
bemerkten die Ärzte des
Instituts E._
sodann
in nachvoll
ziehbarer Weise
, dass
keine Gründe für dessen wechselnde Angaben betreffend Arbeitsunfähigkeit zwischen 50
%
und 100
%
ersichtlich seien. Sie könnten weder die 50%ige noch die 100%ige
Arbeitsunfähigkeit bestätigen
(
Urk.
8/97/10). Des Weiteren erklärten die Ärzte
des
Instituts E._
, dass auch die von Dr.
A._
ab Mai 2009 attestierte 100%ige Arbeitsunfähigkeit der Beschwer
deführerin
medizinisch
nicht nachvollziehbar sei und vielmehr überwiegend die
subjektive
Einschätzung der Beschwerdeführerin wiedergebe (
Urk.
8/97/15).
3
.3.3
In der Stellungnahme vom 1
2.
Februar 2013 ergänzten die Ärzte des
Instituts E._
, dass der neu eingereichte Bericht von
Dr.
Z._
vom 2
2.
September 2012 keine neuen Fakten oder wesent
lichen Änderungen gegenüber d
en Berichten vom November 2009, Februar
2011 und Juli 2011 enthalte. Im
Bericht von
Dr.
Z._
würden ICD-10-Merkmale aufgezählt
, die dem Lehrbuch entnommen seien, jedoch nicht auf den Zustand der Beschwerd
eführerin zutreffen würden. Dr.
Z._
sei
alsdann
zu falschen Sc
hlussfolgerungen gelangt, weil
er den tatsächlichen Alltag der Beschwerdeführerin nicht exploriert und die Beschwerden nicht in Relation zu den erkennbaren Ressourcen gesetzt habe. Dadurch
sei seine
Beurteilung ein
seitig
geraten
. Si
e sei lediglich auf das Krankhe
itsgeschehen ausgerichtet und zeige daher
eine wesentlich
schwergradigere
Störung, als tatsächl
ich vorliege. Dies könne am Beispiel
des Merkmals der Antriebshemmung seh
r gut darge
stellt werden. Setze
man die
scheinbare Antrieb
shemmung in Bezug
zu den geschilderten Aktivitäten im Familienalltag, so
sei schnell erkennbar, dass eigentlich keine schwerwiegende Antriebsstörung vorliegen könne. Genau diese Diskrepanz sei im Gutachten des
Instituts E._
herausgearbeitet und dargestellt worden. Ähnliche Diskrepanzen würden sich für weitere Subsyndrome wie die
Kon
zentrationsstörung
, den
Libidoverlust
, die Schlafstörung oder das Morgentief ergeben,
die allesamt nicht den von Dr.
Z._
angegebenen Stellenwert einneh
men würden. Denn entweder seien sie nicht behandelt worden (Schlafstörung) oder könnten durch Inkonsistenzen nicht bestätigt werden (vgl. Abschnitt Tages
ablauf im Gutachten des
Instituts E._
,
Urk.
8/97/7-8
). Rezidivierende depressive Störung
en
würden in unterschiedlich ausgeprägten Episoden und
Schweregra
den
verlaufen. Aus der Ch
ronizität
einer Störung könne nicht automatisch auch auf das Vorliegen einer
schwergradigen
depressiven Episode geschlossen wer
den. Praktisch keine depressive Störung verharre über Jahre auf dem gleichen Niveau. Eine solche sei deshalb als diagnostisch unklar einzustufen.
Auch
der Krankheitsverlauf
sei
im Gutachten des
Instituts E._
sehr wohl dargestellt und seit Aus
bruch der Störung im Januar 2009 geschildert worden. Die Krankheitsauslöser seien ausführlich herausgearbeitet und gewürdigt worden.
Hinzuweisen sei fer
ner auch auf die
geradezu grotesk anmutende Disk
repanz, in der
Dr.
Z._
einerseits angeblich eine
schwere depressive Störung genannt habe
und ande
rerseits eine Behandlung mit
der minimalen Dosis
von 37,
5 mg
Venl
afa
x
in
vornehme
. So sei es nicht verwunderlich, dass die Beschwerdeführerin schon über Jahre in dieser rezidivierenden Störung verharre, da ihr ja überhaupt keine Chance eingeräumt werde, durch eine adäquate Behandlung
aus der Depression herauszukommen
. Was di
e Integrationsversuche anbelang
e, dürfte hinlänglich bekannt sein, dass erfolglose Integrationsversuche nicht nur aus Krankheits
gründen erfolglos verlaufen
würden
. Insgesamt würden somit auch die erhobe
nen Einwände nicht stichhaltig erscheinen. Die depressive Störung sei weiterhin als
leichtgradig
einzustufen (
Urk.
8/115/2-3).
Auch diese
Ausführungen
der Ärzte des
Instituts E._
sind schlüss
ig.
3.3.4
Was den Einwand der Beschwerdeführerin hinsichtlich der angeblich zu kurzen Dauer der
E._
-Be
gutachtung betrifft (vgl.
Urk.
1
Rz
. 33
), ist darauf hinzuwei
sen, dass es rechtsprechungsgemäss grundsätzlich nicht auf die Dauer der jeweiligen Untersuchung ankommt. Massgebend ist in erster Linie vielmehr, ob die darauf basierenden ärztlichen Folgerungen inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig sind (vgl. Urteil des Bundesger
ichts 8C_848/2012 vom 16.
April
2013
E. 3.2.2). Wie sich aus den E. 3.2 und E. 3
.3
.1-3
ergibt, wurde die Beschwerdeführerin vorliegend eingehend untersucht und die Ärzte des
Instituts E._
haben ihre Schlussfolgerungen überzeugend begründet.
Den üblichen Tagesab
lauf der Beschwerdeführerin haben
sie
sodann sehr detailliert geschildert (
vgl.
Urk.
8/97/7-8). Dass dieser
falsch wiedergegeben worden sei und dass die Beschwerdeführerin
etwa
gar k
ein
e sozialen Kontakte mehr pflege und
die not
wendigen Arbeiten im Haus überha
u
pt nicht mehr ausführen könne,
wie
sie
nachträglich behauptete
(
Urk.
1
Rz
. 33
),
ist
unter diesen
Umständen nicht glaubhaft.
Dass die Beschwerdeführerin (auch) als Leiterin Produktion tätig war
(vgl.
Urk.
1
Rz
. 41), kann
dem Arbeitgeberbericht der
Firma Y._
selbst entnommen werden (
Urk.
8/18/2).
Die
- meist nur stichwortartig begründeten -
Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin
von
Dr.
Z._
sind schliesslich auch deshalb wenig plausibel, weil
er
im Bericht vom
9.
November 2009 eine
schwergradige
depr
essive Störung diagnostizierte,
gleichzeitig aber
auch
angab, dass die letzte Kontrolle
bei ihm
am 3
0.
September 2009, das heisst knapp eineinhalb Monate zuvor, stattgefunden habe (
Urk.
8/11/1).
I
m Bericht
vom 1
2.
Februar 2011, in dem
Dr.
Z._
eine anhaltende mittel- bis
schwergradige
depressive Störung diagnostizierte, erklärte er, dass die letzte Kontrolle
bei ihm
am 1
9.
Januar 2011, das heisst mehr als drei Wochen zuvor
,
stattgefunden habe
(
Urk.
8/56/1)
.
Angesichts
die
ser
Diagnose
n wäre jedoch
sicher
lich
zu erwarten gewesen, dass Therapiesit
zungen in viel geringeren Zeitabständen
hätten
d
urchgeführt werden müssen.
Während des knapp dreiwöchigen stationären Aufenthalts der Beschwerdefüh
rerin in der Klinik
F._
(vgl. E. 2.2) lag vorübergehend eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit vor.
Eine
längerandauernde
Arbeitsunfähigkeit
der Beschwerde
führerin
aus psychischen Gründen von mehr als 20
%
ist vorliegend
aber
nicht ausgewiesen.
3.4
Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass auf die Beurteilung der Ärzte des
Instituts E._
abgestellt werden kann.
4.
Wann das sogenannte Wartejahr (vgl. E.
1.5
), das
gemäss
Beschwerdegegnerin
a
m
1
3.
Mai 2009
zu laufen begann
(
Urk.
2)
, ablief beziehungsweise ob es über
haupt erfüllt ist, kann – wie
die nachfolgende Invaliditätsbemessung zei
g
en wird
-
offen bleiben.
Denn w
ie unter anderem aus den Aufzeichnungen des Asses
s
mentgesprächs bei der
Firma D._
vom 1
9.
Oktober 2009 (
Urk.
8/17/3-4),
dem Austrittsbericht d
er Klinik
F._
vom 2
4.
November 2010
(
Urk.
8/109/5
) oder
auch
dem Gutach
ten des
Instituts E._
vom
8.
Mai
2012 (
Urk.
8/97/7)
hervorgeht,
kündigte
die Beschwer
deführerin
ihre Stelle bei der
Firma Y._
auf den 30.
Juni 2009 aus invaliditätsfremden Gründen (Auseinandersetzungen mit dem neuen
Eigentümer
, Verlegung des Sitzes,
Überlastungssitua
tion
,
Urk.
8/1/5 und
Urk.
8/23/9).
Sie wäre daher auch im Gesundheitsfall nicht mehr bei dieser Arbeitgeberin tätig.
Zur Best
immung des
Valideneinkommens
der Beschwerdeführerin
sind folglich
die Tabellenlöhne
gemäss
der Schweize
rischen Lohnstrukturerhebung heranzuziehen
.
Dasse
lbe gilt auch für Festlegung des
Invalideneinkommens, d
a die
Be
schwerdeführer
in
bislang keine ihr
zumut
bare Erwerbstätigkeit aufgenommen hat (BGE 126 V 76 E. 3b).
Da
sie
in ihrer angestammten Tätigkeit als
Planerin Marketingkommunikation seit Januar 2009 grundsätzlich
zu 80
%
arbeitsfähig ist,
kann ein sogenannter
Prozentver
gleich
vorgenommen werden. Das ohne Invalidität erzielbare hypothetische Erwerbseinkommen ist dabei mit 100
%
zu bewerten, während das
Invaliden
einkommen
auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz zu veranschlagen ist, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (BGE 114
V
313 E. 3a mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts I 850/05 vom 2
1.
August
2006 E. 4.2 und I 375/05 vom 2.
Dezemb
er 2005 E. 3.2
). So
fern man die Beschwerdeführerin mit der Beschwerdegegnerin
als im Gesundheitsfall
zu 90
% im Erwerbsbereich und zu 10
%
im
Aufgabenbereich
einstuft
(
Urk.
2)
,
resultiert
somit
im Erwerbsbereich ein Teilinvaliditätsgrad
von
9
%
(
10
%
x 0,9;
ein sogenannter Leidensabzug ist namentlich deshalb nicht zu gewähren, weil sich Teilzeitarbeit bei Frauen
in der Regel
nicht lohnmindernd, sondern
lohner
höhend
auswirkt, vgl. zum Ganzen
BGE 126 V 75; Meyer/
Reichmuth
, Recht
sprechung
des Bundesgerichts zum IVG, 3.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014,
N 107 zu Art.
28a
)
und i
m Aufgabenbereich
ein Teilinvaliditätsgrad
von
1
%
(
10
%
x 0,1;
gemäss
dem Gutachten des
Instituts E._
ist die Besch
werdeführerin im Haushalt weniger als
10
% eingeschränkt
, vgl. E.
3.2.1
)
, das
heisst
also ein
nicht rentenbegründender
Gesamtinvaliditätsgrad von 10
%
.
Würde man von einem höheren Anteil des Aufgaben- beziehungsweise
Haushalt
bereiches
ausgehen, was angesichts dessen, dass der Ehemann der Beschwerdefüh
rerin zu 100
%
erwerbstätig ist und
die Familie drei minderjäh
rige Kinder
und ein
grosses
Einfamilienhaus
hat
(
Urk.
8/97/5), durchaus denk
bar wäre, würde
bei einer Einschränkung im Haushalt von
weniger als
10
%
im Übrigen ein noch geringerer Gesamti
nvaliditätsgrad resultieren.
Die Beschwerde erweist sich daher als unbegründet und ist abzuweisen.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht,
ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwe
rt festzulegen (
Art.
69 Abs.
1
bis
IVG) und
auf
Fr.
800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der
Beschwerdeführerin
aufzuerlegen.