# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a2f817d2-42d3-594e-91d5-741bda78ff4d
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Mit Verfügung vom 11. Juli 2008 erteilte die Vorinstanz A.Y. die Bewilligung zur
selbständigen Ausübung des Berufs als Zahnarzt im Kanton St. Gallen (vgl. act. 7/3).
Am 12. März 2009 informierte Dr. S.M., Kantonszahnarzt, die Vorinstanz darüber, dass
eine Patientin von A.Y. sich über dessen Behandlung beklagt habe (act. 7/4). A.Y. habe
ihm in diesem Zusammenhang gestanden, dass er keine Haftpflichtversicherung habe.
Aufgrund dessen forderte die Vorinstanz eine Kopie der
Berufshaftpflichtversicherungspolice an (act. 7/5), die ihr am 24. März 2009 zugestellt
wurde (act. 7/6). Mit Schreiben vom 17. Juni 2011 wurde die Vorinstanz darüber
informiert, dass Kunden die Rechnungen von A.Y. beanstandeten (act. 7/16). Die
Beanstandungen wurden als Aufsichtsbeschwerde entgegengenommen und A.Y. zur
Stellungnahme zugestellt (act. 7/20; 7/23). Vor Eingang seiner Stellungnahme ging eine
weitere Beanstandung ein (act. 7/24). Auch sie wurde A.Y. zugestellt (act. 7/26). Er
bezog Stellung (act. 7/29; 7/30.1). Die Stellungnahme von A.Y. im Fall E.W. wurde dem
Kantonszahnarzt zur Stellungnahme zugestellt (act. 7/30). Dieser nahm seinerseits
Stellung und wies auf diverse Unregelmässigkeiten hin (act. 7/31). Am 15. November
2011 informierte die Vorinstanz A.Y. darüber, dass im Rahmen des nun eröffneten
Disziplinarverfahrens beabsichtigt werde, ihm gegenüber einen Verweis auszusprechen
(act. 7/35). Am 24. November 2011 nahm A.Y. Stellung. Aufgrund des umstrittenen
Sachverhalts im Fall von E.W. wurde A.Y. ein Gutachten angekündigt (act. 7/38). Noch
vor Erteilung des Auftrags für das Gutachten ging eine weitere Aufsichtsbeschwerde
ein, zu der A.Y. Stellung bezog (act. 7/40; 7/42). Kurz darauf ging eine neue
Beschwerde ein, welche A.Y. ebenfalls zur Stellungnahme zugestellt wurde (act. 7/43).
Bald darauf erhielt die Vorinstanz weitere Beschwerden, die A.Y. ebenfalls zur
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Stellungnahme zugestellt wurden (act. 7/44-47; act. 7/49). Am 27. April 2012 wurde der
Begutachtungsauftrag betreffend E.W. erteilt (act. 7/48). Die Begutachtung erfolgte am
30. Mai 2015; mit Schreiben vom 25. Juni 2015 erstattete der Gutachter der Vorinstanz
Bericht (act. 7/51). Die Begutachtung brachte laut Gutachter Unstimmigkeiten zutage.
Der Bericht des Gutachters wurde A.Y. zur Stellungnahme zugestellt (act. 7/52). Mit
Schreiben vom 13. August 2012 beschwerte sich ein weiterer Patient über A.Y. (vgl.
act. 7/54). A.Y. bezog am 15. August 2012 Stellung zum Gutachten betreffend E.W.
(act. 7/55). Mit Schreiben vom 11. Februar 2013 stellte die Vorinstanz A.Y. eine neue
Beschwerde von August 2012 zur Stellungnahme zu (act. 7/57). Gleichzeitig wurde A.Y.
um die Einreichung diverser Unterlagen gebeten. Am 28. Februar 2013 stellte die
Vorinstanz A.Y. eine weitere Aufsichtsbeschwerde zu (act. 7/58). Mit Schreiben vom
28. März 2013 nahm A.Y., vertreten durch die Q. GmbH, Stellung dazu und reichte
diverse Unterlagen ein (act. 7/64). Mit Verfügung vom 17. April 2013 wurde die
gegenüber A.Y. am 11. Juli 2008 erteilte Berufsausübungsbewilligung als Zahnarzt bis
zum rechtskräftigen Abschluss des Disziplinarverfahrens dahingehend eingeschränkt,
dass ihm untersagt wurde, schulzahnärztliche Tätigkeiten und dabei insbesondere
Tätigkeiten gemäss Art. 2, 19-22 sowie 32-32ter der Schulzahnpflegeverordnung
auszuüben (act. 7/65). Einer allfälligen Beschwerde gegen diesen Entscheid wurde die
aufschiebende Wirkung entzogen. Widerhandlungen gegen die Verfügung würden
gemäss Art. 292 StGB bestraft. Gegen diese Verfügung erhob A.Y. Beschwerde; die
Vorinstanz beantragte die Abweisung derselben (act. 7/69-72). Zwischenzeitlich war
eine weitere Patientenbeschwerde eingegangen, die eine Begutachtung zur Folge hatte
(act. 7/66-68; act. 7/73-74). Mit Schreiben vom 15. Juli 2013 wurde erneut eine
Beschwerde eingereicht, die A.Y. zur Stellungnahme zugestellt wurde (act. 7/75-76;
act. 7/83). Am 22. Juli 2013 schrieb der Präsident des Verwaltungsgerichts die
Beschwerde (B 2013/91) von A.Y. zufolge Rückzugs ab (act. 7/77). Es gingen weitere
Patientenbeschwerden ein, zu denen A.Y. Stellung bezog (act. 7/88 ff.). Die Vorinstanz
stellte A.Y. mit Schreiben vom 17. Januar 2014 die bis zu diesem Zeitpunkt
aufgelaufenen Akten zu und fasste die Aktenlage zusammen (act. 7/187). Die
Vorinstanz hielt dabei fest, dass sie die Abklärungen zum Sachverhalt grundsätzlich als
abgeschlossen erachte. Sie führte aus, dass die Aktenlage darauf hindeute, dass sich
A.Y. in grossem Stil ungerechtfertigt zulasten seiner Patientinnen und Patienten
bereichert habe. Als Schulzahnarzt habe er Behandlungen vorgeschlagen bzw.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 4/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
durchgeführt, die nicht indiziert gewesen seien oder für die er nicht qualifiziert sei und
in welche die Erziehungsberechtigten der Kinder nicht oder mangels ausreichender
Information nicht gültig hätten einwilligen können. Damit sei nicht nur von
massgeblichen Verstössen gegen die Berufspflichten, sondern auch von einem
gänzlichen Fehlen der für eine weitere Berufsausübung erforderlichen
Vertrauenswürdigkeit seinerseits auszugehen. Angesichts dieser Sachlage werde
erwogen, ihm die Berufsausübungsbewilligung als Zahnarzt im Kanton St. Gallen zu
entziehen. Zudem werde erwogen, eine Busse in der Höhe von Fr. 8‘000.– sowie ein
umfassendes Berufsverbot auszusprechen. Gleichzeitig werde die Ablehnung des
Betriebsbewilligungsgesuchs vom 15. September 2010 in Erwägung gezogen. A.Y.
erhielt Gelegenheit, zu den Ausführungen der Vorinstanz Stellung zu nehmen. Er wurde
ausserdem angehalten, der Vorinstanz Akten zuzustellen. Nach diversen
Fristerstreckungen nahm A.Y. am 7. April 2014 Stellung (act. 7/222). Er beantragte,
sämtliche hängigen Aufsichtsbeschwerden gegen ihn zu sistieren, bis sich die
jeweiligen Beschwerdeführer zur Frage einer Einigung geäussert hätten. Eventualiter
seien die Beschwerden abzuweisen. In seiner Stellungnahme bemängelte er unter
anderem gleichzeitig, dass es noch in keinem der Aufsichtsbeschwerdeverfahren zu
einem Entscheid gekommen sei. Er habe somit keine Gelegenheit gehabt, sich auf
Basis eines rechtskräftigen Entscheids allenfalls anders zu verhalten. Daraus dürfe ihm
kein Nachteil erwachsen. Er sei gleich zu behandeln, wie wenn nur eine einzige
Beschwerde wegen Verletzung des SSO-Tarifs vorläge. Der Zweck von
Aufsichtsbeschwerden wie auch der daraus resultierenden Massnahmen liege gerade
in der Wiederherstellung der Beachtung von allenfalls nicht genügend beachteten oder
nicht richtig angewandten Regeln. Dieser Zweck werde vereitelt, wenn Verfahren so
lange dauerten. Der Rechtsunterworfene könne ein Fehlverhalten nicht erkennen und
sich auch nicht danach richten. Er sei angesichts der Vielzahl der auf ihn
hereinprasselnden Aufsichtsbeschwerden administrativ überfordert gewesen. Dass in
einer solchen Ausnahmesituation eine ordnungsgemäss bestehende
Haftpflichtversicherung zu spät gemeldet werde, sei vielleicht nachvollziehbar.
Rechtsstreitigkeiten mit dem Verkäufer der Praxis hätten dazu geführt, dass er
administrativ herausgefordert gewesen sei und Rechnungen nicht unmittelbar nach der
Behandlung gestellt habe. Der SSO-Tarif sei nicht allgemein verbindlich und er sei nicht
Mitglied der SSO. Ohne Mitglied zu sein, habe er keine Möglichkeit gehabt, sich oder
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 5/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Mitarbeitende betreffend die Anwendung des SSO-Tarifs ausbilden zu lassen. Die
Angaben von Dritten hätten sich als falsch herausgestellt. Angesichts der gesamten
Anzahl der Behandlungen sei die Anzahl der eingegangenen Aufsichtsbeschwerden
verschwindend klein. Er habe sich entschlossen, die seit der ersten
Aufsichtsbeschwerde angefallenen Rechnungen einer Überprüfung zu unterziehen und
sie allenfalls freiwillig anzupassen. Für diesen aufwändigen Prozess brauche er Zeit. Er
rechne damit, dass er bis mindestens Oktober 2014 damit beschäftigt sei, die
Rechnungen zu prüfen. Dazu habe er sich personell verstärken müssen. Denn er habe
sich von einer Angestellten aufgrund eines Vertrauensbruchs schwerwiegender Natur
rasch trennen müssen. Diese Angestellte stehe in einer engen Beziehung zu zwei
Aufsichtsbeschwerdeführern (einmal Nachbar; einmal nicht näher bezeichnet). Das
gesamte familiäre Umfeld eines dieser beiden Aufsichtsbeschwerdeführer versuche
nun, ihn zu diskreditieren. Er werde den Aufsichtsbeschwerdeführern
Vergleichsangebote unterbreiten. Er verfüge über alle notwendigen Fähigkeiten zur
Vornahme auch kieferorthopädischer Behandlungen. In der Folge reichte A.Y. trotz
entsprechender Aufforderung und trotz Praxismanagerin gewisse Patientenakten nicht
ein (act. 7/256 S. 1 m.w.H.). Die Vorinstanz erachtete dieses Verhalten als Verletzung
der Mitwirkungspflichten, die seine Vertrauenswürdigkeit weiter beeinträchtige. Die
Vorinstanz verwies in ihrem Schreiben vom 27. August 2014 überdies auf eine
Inspektion am 26. August 2014, an welcher der Kantonszahnarzt teilgenommen habe.
Die Überprüfung des Terminkalenders bzw. des Praxishandbuches anlässlich dieser
Inspektion habe ergeben, dass A.Y. den ganzen August 2014 über Patientinnen und
Patienten behandelt habe, obschon er gemäss Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom
5. August 2014 zu 100% arbeitsunfähig geschrieben gewesen sei. Aufgrund dieser
Sachlage müsse davon ausgegangen werden, dass A.Y. die Vorinstanz absichtlich
über seinen Gesundheitszustand zu täuschen versucht habe, um eine weitere
Fristverlängerung zu erhalten. Überdies seien zahlreiche abgelaufene Medikamente
entdeckt und die Hygiene als mangelhaft bewertet worden. Zudem habe man
festgestellt, dass A.Y. eine Lernende beschäftigt habe, ohne dass für diese eine
ausgebildete Dentalassistentin verantwortlich sei. Die Berichte des Kantonszahnarztes
und des Kantonsapothekers wurden A.Y. mit Schreiben vom 16. September 2014 zur
Stellungnahme zugestellt (act. 7/263). Mit Schreiben vom 26. September 2014 nahm
der anwaltlich vertretene A.Y. Stellung und beklagte die kurze Frist, die ihm zur
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 6/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Stellungnahme angesetzt worden war sowie die „praxiswidrige Bezeichnung der
entsprechenden Frist als letztmalig“ (act. 7/264). Damit wolle man ihm den Anspruch
auf das rechtliche Gehör verkürzen. Dazu habe er keinen Anlass gegeben. Im
Wiederholungsfalle behalte er sich rechtliche Schritte gegen dieses Vorgehen vor. Es
zeige einmal mehr, dass das Verdikt gegen ihn längst feststehe. Er habe dem
Kantonsapotheker dargelegt, welche Medikamente er abgebe und welche nicht. Dass
er keine Bewilligung zur Führung einer Privatapotheke habe, liege daran, dass dieses
Erfordernis erst seit dem 1. Januar 2014 aktuell geworden sei. Ein entsprechendes
Gesuch habe er gestellt. Er sei sich sicher, dass er nicht der einzige Zahnarzt im
Kanton sei, dessen Gesuch noch hängig sei. Die wenigen Medikamente, die er
abgegeben habe, habe er durchwegs genau zu den vom Lieferanten empfohlenen
Preisen abgegeben. Er gebe nur dann Medikamente ab, wenn er damit den
Patientinnen und Patienten am Wochenende oder spät nachts den Gang zur
Notfallapotheke ersparen könne. Derzeit gebe er keine Medikamente mehr ab, sondern
stelle Rezepte aus. Seine Aufbewahrung der Medikamente sei praxiserprobt und
ausreichend. Der Kühlschrank funktioniere einwandfrei. Die anderen, völlig
nebensächlichen Dinge, welche der Kantonsapotheker moniert habe, würden
vorgenommen bzw. besorgt. Es sei in keinem Fall zu einer Gefährdung von
Patientinnen oder Patienten gekommen. Er führe keine Sofortimplantationen aus und
sterilisiere das Besteck jeweils unmittelbar vor dessen Einsatz. Es werde staubdicht im
Schrank aufbewahrt. Die Hygienemassnahmen würden lückenlos durchgeführt, seien
aber nicht lückenlos dokumentiert worden. Dies werde korrigiert. Zu Gefährdungen sei
es nie gekommen. Der Lehrvertrag der Lernenden sei vom Amt für Berufsbildung
bewilligt worden. Es werde bestritten, dass die Ordnung und Sauberkeit in den
Behandlungsräumen nicht gut sei. Die Verwertbarkeit der heimlich erstellten
Fotographien eines Buches bestreite er. Wenn im Bericht des Kantonszahnarztes
moniert werde, seine Weiterbildung müsse überprüft werden, zeige dies, mit welcher
Akribie man Belastungen zu konstruieren versuche. Der Kantonszahnarzt stelle sich mit
seinem Verhalten nicht mehr als neutraler Gutachter dar. A.Y. beantragte, die diversen
Gutachten des Kantonszahnarztes aus dem Recht zu weisen und die Begutachtung
durch eine Fachperson nachzuholen, die sich den Dingen in Unabhängigkeit und
Objektivität widmen könne.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 7/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
B. Mit Verfügung vom 8. Mai 2015 entzog die Vorinstanz A.Y. die
Berufsausübungsbewilligung und auferlegte ihm eine Busse in Höhe von Fr. 8‘000.–
(act. 2 S. 86). A.Y. wurde angewiesen, den Betrieb seiner Praxis an der K.-Strasse 00 in
X. einzustellen und Auskündungen zu entfernen bzw. unterlassen, die auf eine Tätigkeit
im Kanton St. Gallen hinweisen. A.Y. wurde angedroht, dass die Einrichtung wenn
nötig mit polizeilicher Hilfe und auf seine Kosten geschlossen und geräumt werde.
Zudem wurde er verpflichtet, alle ihm bekannten Patientenfälle, bei denen eine Haftung
nicht zum Vornherein ausgeschlossen werden könne, ohne Verzug der zuständigen
Berufshaftpflichtversicherung zu melden. Sollte er dieser Verpflichtung nicht
nachkommen, werde die Vorinstanz ermächtigt, der Haftpflichtversicherung die
notwendigen Angaben herauszugeben. Widerhandlungen gegen die Verfügung würden
gemäss Art. 292 StGB mit Busse bestraft. Ihm wurde eine Gebühr von Fr. 5‘000.–
auferlegt. Einer allfälligen Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.
C. Mit Eingabe vom 15. Mai 2015 erhob A.Y. beim Verwaltungsgericht Beschwerde
gegen die obgenannte Verfügung (act. 1). Er beantragte die vollumfängliche Aufhebung
der Verfügung der Vorinstanz und den vollständigen Verzicht auf den Erlass von
Disziplinarmassnahmen unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der
Vorinstanz (act. 1 S. 2). Eventualiter beantragte er die Reduktion der auferlegten Busse
auf maximal Fr. 1‘000.– sowie geeignete Auflagen zur Sicherstellung, dass er unter
Anwendung des SSO-Tarifs abrechne. Überdies beantragte er, der Beschwerde die
aufschiebende Wirkung wieder zu erteilen. Mit Schreiben vom 18. Mai 2015 wurde die
Vorinstanz zur Stellungnahme zum Gesuch um aufschiebende Wirkung aufgefordert
(act. 4). Die Vorinstanz beantragte am 9. Juni 2015, der Beschwerde sei die
aufschiebende Wirkung nicht zu erteilen (act. 6). Mit Schreiben vom 7. August 2015
teilte die Vorinstanz dem Verwaltungsgericht mit, dass Hinweise vorliegen würden,
wonach der Beschwerdeführer trotz Entzugs der aufschiebenden Wirkung der
Beschwerde die Weiterbehandlung eines Patienten geplant habe (act. 11). In der
Beschwerdeergänzung vom 8. September 2015 beantragte der Beschwerdeführer neu
eventualiter die Rückweisung der Sache an die Vorinstanz, unter Erteilung von Auflagen
zur Gewährleistung der Verfahrensrechte des Beschwerdeführers im nachfolgenden
Verfahren und unter Anordnung eines unabhängigen Gutachtens über die
Abrechnungspraxis des Beschwerdeführers (act. 16 S. 2). Erweitert wurden die
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 8/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Rechtsbegehren zudem um geeignete Auflagen für die Dauer des Verfahrens, ohne
dass die Art dieser Auflagen spezifiziert wurde.
Mit Verfügung vom 14. September 2015 lehnte es der Präsident des
Verwaltungsgerichts ab, dem Gesuch um Wiederherstellung der aufschiebenden
Wirkung der Beschwerde zu entsprechen (act. 19). Dies wurde im Wesentlichen damit
begründet, dass der Entzug der aufschiebenden Wirkung durch die Vorinstanz
verhältnismässig sei. Die sofortige Wirksamkeit des von der Vorinstanz
ausgesprochenen Berufsausübungsverbots erscheine zur Wahrung der öffentlichen
Gesundheit und von Treu und Glauben im Geschäftsverkehr geeignet. Eine gleich
geeignete, aber mildere Massnahme zur Erreichung des angestrebten Erfolgs sei nicht
ersichtlich. Der Entzug der aufschiebenden Wirkung wiege für den Beschwerdeführer
zwar schwer, sei aber angesichts der angestrebten Ziele (Wahrung der öffentlichen
Gesundheit und von Treu und Glauben im Geschäftsverkehr) zumutbar, da der Entzug
zu den angestrebten Zielen in einem vernünftigen Verhältnis stehe.
Die Beschwerdeergänzung wurde der Vorinstanz am 29. September 2015 zur
Vernehmlassung zugestellt (act. 23). Mit Schreiben vom 16. November 2015 beantragte
die Vorinstanz die Abweisung der im Rahmen der Beschwerdeergänzung gestellten
Anträge (act. 26). Die Vernehmlassung der Vorinstanz wurde dem Beschwerdeführer
am 17. November 2015 zur Stellungnahme zugestellt (act. 28). Mit Stellungnahme vom
15. Dezember 2015 hielt dieser an seinen Rechtsbegehren fest (act. 33).
D. Am 2. August 2016, am 23. Dezember 2016, am 25. Januar 2017 und am 7. Februar
2017 überliess die Vorinstanz dem Verwaltungsgericht Unterlagen betreffend weitere
Aufsichtsbeschwerden betreffend den Beschwerdeführer (act. 35-39, 41 und 42). Dazu
äusserte sich der Beschwerdeführer nicht mehr.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 9/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
2. Für die selbständige Ausübung eines universitären Medizinalberufs bedarf es einer
Bewilligung des Kantons, auf dessen Gebiet der Medizinalberuf ausgeübt wird (Art. 43
des Bundesgesetzes über die universitären Medizinalberufe [Medizinalberufegesetz;
SR 811.11, MedBG] in Verbindung mit Art. 43 Abs. 1 lit. a des Gesundheitsgesetzes,
sGS 311.1, GesG). Gemäss Art. 3 Abs. 1 lit. c GesG ist das Gesundheitsdepartement
zur Erteilung und zum Entzug solcher Bewilligungen zuständig. Die selbständige
Ausübung der medizinischen Berufe richtet sich nach der Bundesgesetzgebung über
die Medizinalberufe (Art. 44 Abs. 1 GesG). Die Erteilung der Bewilligung setzt unter
anderem voraus, dass ein Gesuchsteller vertrauenswürdig ist sowie physisch und
psychisch Gewähr für eine einwandfreie Berufsausübung bietet (Art. 36 Abs. 1 lit. b
MedBG).
2.1. Der Begriff der Vertrauenswürdigkeit ist auslegungsbedürftig. In der Botschaft zum
MedBG wird der Begriff mit „gut beleumdet bzw. allgemein vertrauenswürdig“
beschrieben (BGer 2C_504/2014 vom 13. Januar 2015 E. 3.4, mit Verweis auf BBl 2005
173, Ziff. 2.6 S. 226 zu Art. 36 E-MedBG). Laut Bundesgericht besteht der
Schutzzweck dieses Erfordernisses nicht nur im unmittelbaren Wohl einzelner
Patientinnen und Patienten, sondern auch darin, deren kollektives Vertrauen zu
rechtfertigen bzw. erhalten (BGer 2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 4.4). Die
vertrauenswürdige Ausübung der medizinischen Tätigkeit setzt deshalb voraus, dass
der Bewilligungsinhaber in der Lage ist, einen Praxisbetrieb verantwortungsvoll zu
führen (BGer 2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 4.4). Für die Beurteilung der
Vertrauenswürdigkeit ist daher auch jedes Verhalten massgebend, das mit den
unternehmerischen Funktionen im Zusammenhang steht, soweit es Auswirkungen auf
das öffentliche Gesundheitswesen haben kann (BGer 2C_879/2013 vom 17. Juni 2014
E. 4.4). Praxisgemäss muss die Vertrauenswürdigkeit nicht nur im Verhältnis des
Bewilligungsinhabers zu den Patientinnen und Patienten, sondern auch zu den
Gesundheitsbehörden vorliegen (BGer 2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 4.5; BGer
2C_68/2009 vom 14. Juli 2009 E. 5). Die Vertrauenswürdigkeit kann etwa durch
wiederholtes Widersetzen gegen deren Anordnungen, falsche Angaben oder
Vertuschen unrechtmässigen Handelns schwer beeinträchtigt werden (BGer
2C_848/2009 vom 11. Mai 2010 E. 3.4). Sodann kann die bewilligungslose Aufnahme
einer bewilligungspflichtigen Tätigkeit zurecht Bedenken hinsichtlich der
Vertrauenswürdigkeit wecken (BGer 2P.159/2003 vom 29. September 2003 E. 4.3.2.1).
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 10/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Der Verlust der Vertrauenswürdigkeit kann aus der Verletzung von Berufspflichten
resultieren, muss dies aber nicht (vgl. BGer 2C_504/2014 vom 13. Januar 2015 E. 3.3).
An die Vertrauenswürdigkeit sind hohe Anforderungen zu stellen (vgl. BGer
2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 4.5; 2P.231/2006 vom 10. Januar 2007 E. 9.2). Die
Bewilligung wird gemäss Art. 38 MedBG entzogen, wenn ihre Voraussetzungen nicht
mehr erfüllt sind oder nachträglich Tatsachen festgestellt werden, aufgrund derer sie
hätte verweigert werden müssen (vgl. dazu W. Fellmann, in: Ayer/Kieser/Poledna/
Sprumont, Kommentar zum Medizinalberufegesetz, Basel 2009, N 37 zu Art. 40
MedBG). Der begründete Entzug der Bewilligung infolge mangelnder
Vertrauenswürdigkeit stellt keine Verletzung der Wirtschaftsfreiheit dar (VerwGE B
2015/79 vom 20. Dezember 2016 E. 4.1 mit Hinweis auf weitere Judikatur).
2.2. Personen, die einen universitären Medizinalberuf selbständig ausüben, haben
gemäss Art. 40 MedBG verschiedene Berufspflichten. Bei Verletzung der
Berufspflichten, der Vorschriften des MedBG oder von Ausführungsbestimmungen zum
MedBG kann die Aufsichtsbehörde gestützt auf Art. 43 Abs. 1 MedBG die folgenden
Disziplinarmassnahmen anordnen: Verwarnung (lit. a); Verweis (lit. b); Busse bis zu
Fr. 20‘000.– (lit. c); Verbot der selbständigen Berufsausübung für längstens sechs
Jahre, befristetes Verbot (lit. d); definitives Verbot der selbständigen Berufsausübung
für das ganze oder einen Teil des Tätigkeitsspektrums (lit. e). Die
Disziplinarmassnahmen knüpfen an die schuldhafte Verletzung von Berufspflichten
gemäss MedBG an. Die disziplinarische Verantwortlichkeit setzt entweder Vorsatz oder
Fahrlässigkeit voraus. An die Sorgfaltspflicht wird ein objektiver Massstab gelegt.
Verlangt wird die durchschnittliche Sorgfalt, die in guten Treuen verlangt werden darf
und muss, wobei die Beweislast der Disziplinarbehörde obliegt (T. Poledna, in: Ayer/
Kieser/Poledna/Sprumont, a.a.O., N 3 zu Art. 40 MedBG).
3. Die Vorinstanz wirft dem Beschwerdeführer diverse Verstösse gegen die
Berufspflichten vor. Überdies wirft sie dem Beschwerdeführer vor, er sei nicht
vertrauenswürdig bzw. biete bei der Berufsausübung keine Gewähr für ein integres
persönliches Verhalten. Sie erachtet es daher als gerechtfertigt, dem Beschwerdeführer
die Berufsausübungsbewilligung als Zahnarzt zu entziehen und ihm eine Busse in Höhe
von Fr. 8‘000.– aufzuerlegen. Der Beschwerdeführer lehnt diese Massnahmen ab. Die
Massnahmen sind im Folgenden zu prüfen.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 11/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Vorliegend räumt der Beschwerdeführer selbst ein, administrativ herausgefordert bzw.
sogar überfordert (gewesen) zu sein (Rechtsstreitigkeiten mit dem Verkäufer der Praxis;
Vielzahl der auf ihn hereinprasselnden Aufsichtsbeschwerden). Er anerkennt, wegen
der Rechtsstreitigkeiten mit dem Verkäufer der Praxis in verschiedenen Fällen nicht
unmittelbar nach der Behandlung Rechnungen gestellt zu haben. Aus demselben
Grund habe er auch die Haftpflichtversicherung zu spät gemeldet. Der
Beschwerdeführer liess es also zugestandenermassen am verantwortungsvollen
Umgang mit administrativen Aufgaben fehlen. Welche Gründe er dafür anführt, ist
unerheblich. Die bundesgerichtliche Praxis setzt nämlich voraus, dass der
Bewilligungsinhaber immer und unter allen äusseren Umständen in der Lage ist, einen
Praxisbetrieb unabhängig von den Rahmenbedingungen verantwortungsvoll zu führen.
Das Bundesgericht schränkt dieses Erfordernis in keiner Art und Weise ein (BGer
2C_879/2013 vom 17. Juni 2014 E. 4.4). Berücksichtigt man ausserdem, dass das
Bundesgericht hohe Anforderungen an die Vertrauenswürdigkeit stellt, so ist davon
auszugehen, dass die zugestandene administrative Überforderung ausreicht, damit die
Gesundheitsbehörden ihr Vertrauen gegenüber dem Beschwerdeführer zu Recht
verlieren durften, dies insbesondere unter Berücksichtigung der im Vergleich mit
anderen Bewilligungsinhabern hohen Anzahl an Aufsichtsbeschwerden (ob diese
gemessen an der Gesamtzahl der Behandlungen des Beschwerdeführers hoch ist, ist
dabei nicht ausschlaggebend; der Beschwerdeführer spricht selbst von einer Vielzahl
von Aufsichtsbeschwerden). Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer einräumt,
Hygienemassnahmen nicht lückenlos dokumentiert zu haben. Überdies bestreitet er
nicht, im August 2014 Patientinnen und Patienten behandelt zu haben, obwohl er
gemäss Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom 5. August 2014 arbeitsunfähig geschrieben
gewesen sei. Er bestreitet einzig die Verwertbarkeit des Beweismittels für diese
Behauptung der Vorinstanz (Photographie des Terminkalenders bzw.
Praxishandbuches). Es ist daher davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im
August 2014 Patientinnen und Patienten behandelte. Das Geschäftsgebaren des
Beschwerdeführers und dessen Verhalten gegenüber der Vorinstanz wecken damit
zurecht schwere Bedenken hinsichtlich seiner Vertrauenswürdigkeit, so dass der
Entzug der Bewilligung unter diesem Aspekt gerechtfertigt erscheint.
4. Dass angesichts dieser Bedenken überprüft wurde, ob dem Beschwerdeführer auch
andere Verfehlungen nachgewiesen werden können, überrascht nicht und kann der
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 12/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Vorinstanz nicht zum Nachteil gereichen bzw. den Kantonszahnarzt Dr. S.M. nicht in
seiner Unbefangenheit beeinträchtigen. Im Übrigen führte der Beschwerdeführer keine
weiteren Gründe dafür an, warum der Kantonszahnarzt Dr. S.M. befangen sein sollte.
Es ist somit davon auszugehen, dass dessen Beurteilung in Bezug auf die
eingegangenen Aufsichtsbeschwerden korrekt ist und der Beschwerdeführer
Berufspflichten verletzt hat.
4.1. Der Beschwerdeführer macht nun geltend, dass bisher kein rechtskräftiger
Entscheid betreffend eine Aufsichtsbeschwerde ergangen sei und er keine Gelegenheit
gehabt habe, sich auf Basis eines solchen Entscheids allenfalls anders zu verhalten. Er
hat sich aber offenbar gleichzeitig dennoch entschlossen, die seit der
ersten Aufsichtsbeschwerde angefallenen Rechnungen zu überprüfen und allenfalls
freiwillig anzupassen. Eine solche Vorgehensweise wäre ihm seit Eingang der
ersten Aufsichtsbeschwerde möglich und bereits damals angezeigt gewesen.
4.2. Der Beschwerdeführer macht im Hinblick auf das Verfahren geltend, dass ihm das
rechtliche Gehör nicht ausreichend gewährt worden sei, da eine Frist für eine
Stellungnahme als letztmalig bezeichnet worden sei, obschon dies praxisgemäss nicht
der Fall sei (act. 7/264). Aus Art. 29 Abs. 2 BV der Bundesverfassung (SR 101, BV)
ergibt sich in Bezug auf das rechtliche Gehör, dass die Behörde die Vorbringen des
vom Entscheid in seiner Rechtsstellung Betroffenen tatsächlich hört, prüft und in der
Entscheidfindung berücksichtigt. Für die Frage des Äusserungsrechts und der Fristen
für Stellungnahmen wird deshalb gefordert, dass einer Partei eines
Verwaltungsverfahrens eine angemessene Frist zur Stellungnahme einzuräumen ist
(vgl. Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des
Bundes, 3. Aufl. 2013, S. 187). Wann eine Frist angemessen ist, bestimmt sich nach
dem konkreten Einzelfall und vor allem nicht nach der ursprünglich angekündigten,
sondern der schlussendlich gewährten Frist (unter Berücksichtigung abgelehnter
Fristerstreckungsgesuche). Selbst wenn also die Vorinstanz eine Frist „praxiswidrig [...]
als letztmalig“ bezeichnet hätte, hätte sie das rechtliche Gehör nur verletzt, wenn die
angesetzte Frist nicht angemessen gewesen wäre und der Beschwerdeführer ein
Gesuch um Fristerstreckung gestellt hätte und dies abgelehnt worden wäre. Die zweite
Voraussetzung (Gesuch um Fristerstreckung, das abgelehnt wurde) wird nicht
behauptet und ist damit nicht erfüllt.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 13/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
4.3. Auch in verfahrensrechtlicher Hinsicht kann der Vorinstanz damit nichts
vorgeworfen werden.
5. Der Grundsatz der Verhältnismässigkeit gebietet, dass eine
Grundrechtseinschränkung zur Erreichung des angestrebten Ziels geeignet, notwendig
und für die betroffene Person zumutbar ist (BGE 139 I 218 E. 4.3). Der Zweck, welcher
Art. 36 und 38 MedBG zu Grunde liegt, besteht hauptsächlich im Schutz der Patienten,
mittelbar aber auch im Schutz des Gesundheitssystems, weil die Qualität der
Leistungserbringer (zusammen mit anderen Faktoren) die Effizienz des Systems
sicherstellt (J. Dumoulin, in: Ayer/Kieser/Poledna/Sprumont [Hrsg.], a.a.O., Rz. 4 zu
Art. 38 MedBG).
5.1. Was die Eignung der Bewilligungsverweigerung zur Erreichung des Regelungsziels
betrifft, ist diese zweifelsohne zu bejahen. Denn durch die Massnahme wird ein
(weitergehender) Schaden am Gesundheitssystem verhindert. Die darüber hinaus
ausgesprochene Busse dürfte zudem präventiv wirken, sollte der Beschwerdeführer
andernorts als Zahnarzt tätig sein oder sein wollen, und damit dem Schutz der
Patientinnen und Patienten dienen.
5.2. Was die Erforderlichkeit der Massnahme betrifft, wäre eine mildere Massnahme
vorliegend nicht zielführend, da der Vorinstanz das Vertrauen in den Beschwerdeführer
zurecht fehlt. Deshalb ist nicht ersichtlich, welche mildere Massnahme als die
Verweigerung der Berufsausübungsbewilligung zur Verfügung stünde. Insbesondere
steht ein zeitlich beschränktes Berufsverbot nicht zur Diskussion, da beim
Beschwerdeführer mit der fehlenden Vertrauenswürdigkeit im Kontakt mit der
Vorinstanz eine Grundvoraussetzung für die Berufsausübung nicht gegeben ist und
eine allfällige Wiederherstellung dieser Vertrauenswürdigkeit angesichts der
dargelegten Umstände nicht absehbar ist. Es kommt hinzu, dass auch während dem
laufenden Verfahren ständig neue Patientenbeschwerden gegen den Beschwerdeführer
aktenkundig geworden sind und dass sich der Beschwerdeführer nicht an die
Verfügung der Vorinstanz gehalten hat, obwohl seiner Beschwerde die aufschiebende
Wirkung entzogen worden war.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Unter einem anderen Aspekt ist die Erforderlichkeit der Busse zu beurteilen. Sie stellt in
Bezug auf die Berufspflichten eine mildere Massnahme dar als ein
Berufsausübungsverbot, aber eine schwerere als etwa ein Verweis. Nachdem die
Vorinstanz dem Beschwerdeführer zunächst einen Verweis angekündigt hatte und
angesichts der sich häufenden Anhaltspunkte für Verletzungen der Berufspflichten
schliesslich eine Busse androhte, erscheint eine solche unter dem Aspekt der
Erforderlichkeit der Massnahme ebenfalls angezeigt.
5.3. Der Entzug der Bewilligung unter Auferlegung einer Busse ist zumutbar, denn das
öffentliche Interesse am Schutz der Patientinnen und Patienten sowie an einem
intakten Gesundheitswesen ist höher zu gewichten als das private Interesse des
Beschwerdeführers, im Kanton St. Gallen weiterhin als Zahnarzt praktizieren zu dürfen
bzw. keine Busse auferlegt zu bekommen.
5.4. Die angefochtenen Anordnungen erweisen sich deshalb als verhältnismässig.
6. Die Beschwerde ist aus diesen Gründen abzuweisen.
7. (...).
(...).