# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ea7de557-5277-408b-85f8-bcfbab615427
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_004
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt verglichen werden, da es sich dort um ein Haus gehandelt habe,
welches aufgrund seines schlechten äusseren Zustandes nicht habe vermietet
werden können. Der Zustand der betreffenden Liegenschaft in ... würde eine
Eigennutzung oder Vermietung dagegen ohne Weiteres zulassen. Aus den
Äusserungen des Beschwerdeführers im Schreiben vom 26. September 2011
könne keine Renovationsabsicht entnommen werden. Das Schätzungsamt
habe die Mietwerte in der Schätzung vom 17. November 2011 bereits
herabgesetzt und somit einer allfälligen Renovationsbedürftigkeit der
Liegenschaft Rechnung getragen. Auf diese herabgesetzten Eigenmietwerte
habe sich die Steuerverwaltung abgestützt.

## Considerations

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. a) Gemäss Art. 43 Abs. 3 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRG; BR 370.100) entscheidet das Gericht in einzelrichterlicher Kompetenz,
wenn der Streitwert Fr. 5‘000.-- nicht überschreitet und keine Fünferbesetzung
vorgeschrieben ist. Vorliegend liegt, wie weiter unten ausgeführt wird, kein
Streitwert vor und es ist auch keine Fünferbesetzung vorgeschrieben, weshalb
die Zuständigkeit des Einzelrichters zweifelsfrei zu bejahen ist.
b) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bilden der
Einspracheentscheid der kantonalen Steuerverwaltung vom 21. Februar 2012
respektive die diesem zugrunde liegende kantonale Veranlagungsverfügung
vom 7. Februar 2012. Streitig ist einerseits die Frage, ob die Steuerverwaltung
zu Recht den hälftigen Eigenmietwert für die Wohnung UG und EG und eine
Doppelgarage in der Höhe von total Fr. 18‘000.-- im Sinne der Eigennutzung
aufgerechnet hat. Weiter ist zu prüfen, ob der Steuerwert des Waldgrundstücks
in ... zu Recht von Fr. 300.-- auf Fr. 600.-- erhöht worden ist mit einer hälftigen
Berücksichtigung von schliesslich Fr. 300.--.
c) Nun ist aber festzustellen, dass die Steuerbeträge für die kantonale und die
städtische Einkommenssteuer 2010 Fr. 0.-- betragen, womit die beanstandete
Aufrechnung der Eigenmiete schliesslich ohne konkrete Auswirkung geblieben
ist. Dies trifft auch für die kantonale und die städtische Vermögenssteuer von
Fr. 567.-- bzw. 786.-- zu, welche trotz Aufrechnung von hälftig Fr. 300.-- anstatt
Fr. 150.-- für die Waldparzelle auf Gebiet der Gemeinde ... unverändert
geblieben sind. Diese ausserkommunale Waldparzelle ist bei der städtischen
Liegenschaftensteuer schliesslich zu Recht überhaupt nicht berücksichtigt
worden. Insgesamt ist demnach der Beschwerdeführer zufolge der
beanstandeten Aufrechnungen nicht mit höheren Steuerbeträgen belastet
worden. Eine konkrete Beschwer ist aber nach Art. 50 VRG Voraussetzung für
die Legitimation zur Beschwerdeerhebung. Diese ist vorliegend nicht gegeben,
weshalb auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann. Nachdem sich die
Veranlagungssituation für das nachfolgende Jahr aus verschiedenen Gründen
anders stellen kann, ist auch aus dieser Sicht keine materielle Beurteilung der
Beschwerde angebracht.
2. Weiter gilt es formell festzuhalten, dass die kantonalen Behörden gemäss Art.
216 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG; SR
642.11) lediglich von denjenigen natürlichen Personen, die am Ende der
Steuerperiode oder der Steuerpflicht ihren steuerrechtlichen Wohnsitz oder,
wenn ein solcher in der Schweiz fehlt, ihren steuerrechtlichen Aufenthalt im
Kanton haben, die direkte Bundessteuer erheben. Der steuerrechtliche
Wohnsitz des Beschwerdeführers befand sich am Ende der im vorliegenden
Verfahren zur Diskussion stehenden Steuerperiode 2010 unzweifelhaft in ... im
Kanton .... Folglich war der Kanton ... sowohl für die Veranlagung als auch für
den Bezug der direkten Bundessteuer zuständig. In Bezug auf die direkte
Bundessteuer hätte der Beschwerdeführer demzufolge gegen die
Veranlagungsverfügung des Kantons ... betreffend Bundessteuer vorgehen
müssen. Vor diesem Hintergrund erweist sich der Einwand des
Beschwerdeführers, er hätte die Veranlagungsverfügung für die direkte
Bundessteuer nie erhalten und diese demnach nicht anfechten können, als
unbegründet. Denn der Kanton Graubünden ist in Bezug auf natürliche
Personen ohne Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton kraft Art. 7 Abs. 1 lit. c des
Steuergesetzes für den Kanton Graubünden (StG; BR 720.000) lediglich befugt,
das sich aus dem Grundeigentum im Kanton Graubünden ergebende
Einkommen und Vermögen zu besteuern. Dies ist mit der
Veranlagungsverfügung vom 7. Februar 2012 geschehen. Mit der Veranlagung
sowie mit dem Bezug der direkten Bundessteuer des Beschwerdeführers hat
der Kanton Graubünden somit auch nichts zu tun.
3. Zusammenfassend ergibt sich demnach, dass auf die Beschwerde nicht
eingetreten werden kann.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens gehen die Verfahrenskosten zulasten des
Beschwerdeführers. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit öffentlich-
rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2
VRG in der Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem
amtlichen Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend kein
Anlass.