# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b09c5276-df9c-4e84-af29-945f35b7decc
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Kaufvertrag vom 13. Juni 2007 erwarb A. von der X.-GmbH, B. einen VW Touareg V10 zum Preis von Fr. 53‘500.00.
Der betreffende Personenwagen war am 10. Mai 2005 in Mailand in Verkehr gesetzt worden. In Italien wurde das Fahrzeug in der Folge dem rechtmässigen Eigentümer gestohlen und schliesslich während des Zeitraums vom 29. Juli 2005 bis 14. September 2005 von einem gewissen „V.“ zusammen mit zwölf weiteren Fahrzeugen dem Firmeninhaber des Autohandels H.-SA S., O., verkauft. Letzterer brachte den VW Touareg anschliessend in die Schweiz nach S.. Dort wiederum erwarb H.X. als Geschäftsführer der X.-GmbH, B. das fragliche Fahrzeug am 13. September 2005 von der H.-SA und bezahlte dafür einen Kaufpreis von Fr. 79‘500.00.
Am 20. September 2005 verkaufte die X.-GmbH den VW Touareg sodann für Fr. 88‘888.00 an F. in B. weiter, welcher sich jedoch bereits am 12. Oktober 2005 im Rahmen des gegen O. wegen Diebstahls und Hehlerei eröffneten Strafverfahrens mit einer vorläufigen Beschlagnahme des Fahrzeugs seitens der Staatsanwaltschaft des Kantons Tessin konfrontiert sah. Diese Beschlagnahmeverfügung wurde auch H.X. ausgehändigt, welchen die Kantonspolizei in der Folge auf Rechtshilfeersuchen der Tessiner Staatsanwaltschaft am 16. Oktober 2005 betreffend den Ankauf von drei in Italien gestohlenen Personenwagen, darunter auch des an F. veräusserten und von O. gekauften VW Touareg, einvernommen hat. Zudem beschlagnahmte die Kantonspolizei Graubünden bei H.X. im Auftrag der Staatsanwaltschaft Tessin gleichentags die italienischen Originalpapiere und italienischen Kennzeichen der betreffenden Fahrzeuge.
Mit Verfügung vom 23. Februar 2006 hob die Staatsanwaltschaft des Kantons Tessin die vorläufige Beschlagnahme schliesslich gestützt auf Art. 165 Abs. 1 und 2 CPPT (kantonale Strafprozessordnung) und Art. 59 Ziff. 1 Abs. 2 aStGB wieder auf. In der Folge kaufte die X.-GmbH den gestohlen gemeldeten VW Touareg von F. wieder zurück, bevor sie das Auto schliesslich, wie eingangs ausgeführt, am 13. Juni 2007 zum Kaufpreis von Fr. 53‘500.00 an A. veräusserte und es diesem am 22. Juni 2007 auslieferte.
Letzerer wiederum fand mit L. in Polen eine Kaufinteressentin für den VW Touareg, welche eine Anzahlung an den Kaufpreis von Fr. 4‘000.00 leistete. Über
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die Versenderin K. organisierte A. daraufhin den Export des betreffenden Fahrzeugs nach Polen und beauftragte R. mit dessen Überführung.
Nachdem der VW Touareg am 12. Juli 2007 von R. über das Zollamt Schaffhausen-Thayingen nach Deutschland ausgeführt worden war, wurde das Fahrzeug am 13. Juli 2007 anlässlich des beabsichtigten Grenzübertritts nach Polen von der Bundespolizeiinspektion Ludwigsdorf in Deutschland zu Beweiszwecken sichergestellt. Gemäss Schreiben des Hauptzollamtes Heilbronn vom 28. April 2009 konnte es schliesslich dem rechtmässigen Eigentümer in Italien herausgegeben werden.
Laut Bestätigung vom 16. Juni 2009 erhielt L. die von ihr geleistete Anzahlung von Fr. 4‘000.00 in der Folge von A. zurückerstattet und trat letzterem zugleich die ihr allenfalls zustehenden Rechtsgewährleistungsansprüche ab.
B. Mit Urteil des Präsidenten della Corte delle assise correzionali di Locarno vom 23. September 2008 wurde O. der mehrfachen Hehlerei für schuldig befunden.
C. Am 29. September 2009 machte A. beim Kreispräsidenten Maienfeld als Vermittler eine Forderungsklage gegen die X.-GmbH anhängig. Nach erfolglos verlaufender Sühneverhandlung vom 21. Oktober 2009 bezog A. am 10. November 2010 den Leitschein.
Mit Prozesseingabe vom 1. Dezember 2009 unterbreitete er die Streitsache dem Bezirksgericht Landquart. Seine Rechtsbegehren lauteten:
„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 59‘000.00 zuzüglich 5 % Zins seit 21.10.2009 zu bezahlen.
2. Unter voller vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, diese zuzüglich jeweils geltende MWSt. zu Lasten der Beklagten.“
Am 8. Dezember 2009 liess A. der H.-SA, S. gestützt auf Art. 30 Abs. 1 ZPO durch den Bezirksgerichtspräsidenten Landquart den Streit verkünden. Die H.-SA, S. verzichtete jedoch mit Schreiben vom 2. Februar und 22. Februar 2011 auf einen Beitritt zum Verfahren.
In ihrer Prozessantwort vom 28. Januar 2010 liess die X.-GmbH die kostenfällige Abweisung der Klage beantragen.
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Am 18. Februar 2010 reichte A. seine Vernehmlassung gemäss Art. 87 Abs. 2 ZPO ein, worauf der Schriftenwechsel mit Zustellung der Vernehmlassung zur Kenntnisnahme an die Gegenpartei geschlossen wurde.
D. Mit Urteil vom 23. Februar 2011, mitgeteilt am 6. April 2011, erkannte das Bezirksgericht Landquart:
„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Kosten des Kreispräsidenten Maienfeld als Vermittler im Betrage von Fr. 250.00 sowie die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 2‘401.00
- einer Schreibgebühr von Fr. 423.00
- den Barauslagen von Fr. 176.00
Total Fr. 3‘000.00
werden gänzlich dem Kläger auferlegt, welcher der Beklagten zudem eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 7‘500.00 (allfällige MwSt. darin enthalten) zuzüglich 3 % des Betrages für Barauslagen zu bezahlen hat.

## Considerations