# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bc661bf8-ed9e-4dff-ac80-382b53cc396c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ wurde am _1976 in L.1_ geboren. Er ist verheiratet und Lehrer von Beruf. Gemäss seinen Angaben anlässlich der polizeilichen Einvernahme vom 23. Februar 2012 verdient er CHF 4'000.-- netto pro Monat (vgl. StA act. 2/3). Im Rahmen der richterlichen Befragung anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Maloja vom 30. September 2014 gab er an, bei seiner letzten Stelle im A._ habe er einen Bruttolohn von CHF 5'270.-- erhalten (vgl. Vorinstanz act. 10). Er ist im Schweizerischen Strafregister nicht verzeichnet (vgl. StA act. 2/1).
B. B._ stellte am 21. Februar 2012 im Namen der "C._AG" (O.1_) Strafantrag gegen X._ wegen Hausfriedensbruchs (vgl. StA act. 4/3).
C. Mit Strafbefehl vom 09. Oktober 2013, mitgeteilt am 11. Oktober 2013, wurde X._ des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 130.-- sowie einer Busse von CHF 400.-- bestraft. Der Vollzug der Geldstrafe wurde bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren und die Ersatzfreiheitsstrafe für die schuldhafte Nichtbezahlung der Busse wurde auf 3 Tage festgelegt. Folgender Sachverhalt war dem Strafbefehl zugrunde gelegt worden (vgl. StA act. 1/10):
"Vom Sonntag, 19., bis Mittwoch, 22. Februar 2012, betrat X._ täglich die Hotelliegenschaft C._ in O.1_, wissend, dass gegen ihn ein Hausverbot, schriftlich mitgeteilt am 20. September 2010, auf unbestimmte Dauer bestand. Am 21. Februar 2012 stellte der Direktor des obengenannten Hotels, B._, Strafantrag gegen den Beschuldigten wegen Hausfriedensbuchs."
D. Dagegen erhob X._ mit Schreiben vom 18. Oktober 2013 Einsprache (vgl. StA act. 1/11).
E. Mit Verfügung vom 30. April 2014, mitgeteilt am 05. Mai 2014, überwies die Staatsanwaltschaft Graubünden den Strafbefehl gestützt auf Art. 355 Abs. 3 lit. a und Art. 356 Abs. 1 StPO an das Bezirksgericht Maloja zur Durchführung der Hauptverhandlung. Sie hielt am Strafbefehl fest, der damit als Anklageschrift gilt (StA act. 1/33).
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F. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Maloja, zu der mit Verfügung vom 24. Juni 2014 vorgeladen wurde, fand am 30. September 2014 statt. Die Parteien stellten folgende Schlussanträge:
Anträge Staatsanwaltschaft:
"1. Der Beschuldigte sei des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 130.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren, zu bestrafen.
3. Der Beschuldigte sei zudem mit einer Busse von CHF 400.-- zu bestrafen. Bei schuldhafter Nichtbezahlung habe an Stelle der Busse eine Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen zu treten.
4. Die Kosten des Verfahrens seien dem Beschuldigten aufzuerlegen."
Anträge Verteidigung:
"1. Der Angeklagte sei vom Vorwurf des mehrfachen Hausfriedensbruches freizusprechen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Die Privatklägerschaft schloss sich den Ausführungen der Staatsanwaltschaft an und stellte keine Anträge.
G. Gegen das am 30. September 2014 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete und am 02. Oktober 2014 ohne schriftliche Begründung mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Maloja meldete X._ mit Eingabe vom 07. Oktober 2014 Berufung an (vgl. act. A.1), woraufhin das Bezirksgericht Maloja den Parteien am 17. März 2015 das schriftlich begründete Urteil mitteilte (vgl. act. E.1). Darin erkannte es wie folgt:
"1. X._ ist schuldig des mehrfachen Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB.
2. Dafür wird X._ mit einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen zu je CHF 80.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren, bestraft.
3. Zudem wird X._ zu einer Busse von CHF 200.-- verurteilt.
Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 2 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
– Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft CHF 900.00
– Barauslagen der Staatsanwaltschaft CHF 110.00
– Gerichtsgebühr CHF 2'000.00
Total CHF 3'010.00
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werden X._ auferlegt. Zuzüglich der Busse von CHF 200.-- schuldet er dem Bezirksgericht Maloja CHF 3'210.00.

## Considerations