# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f1f44da3-d0d0-415e-b747-a240122af24d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 196
0, war seit
15
. Februar
2012
als
Pflegehelferin im
Stundenlohn mit
einem Pensum von 50 % beim
Y._
angestellt und in dieser Eigenschaft bei der
HDI Global SE, Hannover, Niederlassung Zürich/Schweiz
(nachfolgend
HDI Global
)
gegen die Folgen von Unfällen versi
chert
gewesen
(Urk.
7/K1
).
Die
Versicherte liess die
HDI Global
mit
Schadenmeldung
UVG vom
13
.
Januar
201
6
(Urk.
7
/
K1
) wissen, dass
sie sich bei einem Fahrradsturz am 14. Dezember 2015 an Oberschenkel, Schulter und Nacken Prellungen, Verstauchungen, Schür
fungen und Blutergüsse zugezogen habe.
Dr. med.
Z._
, welcher die Versicherte gleichentags behandelte,
diagnostizierte
am 13. Januar 2016
schwere Prellungen im linken Schultergelenk, am linken Oberarm und am linken Oberschenkel
(Urk.
7
/
M1
). Die
HDI Global
tätigte in der Folge medizinische Abklärungen
.
Am 29. März 2016 wurde die Versicherte ein erstes Mal an ihrer linken Schulter operiert (
a
rthroskopische
transossäre
Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette
[
Supraspinatus
,
ArthroTunn
e
ler
/
TunnelPro
],
gleno
-humorale
Synovektomie
,
Bicepstenotomie
, ACG-Resektion und
subacromiale
Dekompression;
Operations
berich
t vom 31. März 2016 [Urk. 7/M16
]
)
.
Die HDI Global
holte bei
Vertrauens
arzt
Dr. med.
A._
, Fach
arzt für
Innere Medizin
FMH, ein Aktengutachten
ein
, das am 18. April 2016
(Urk. 7/M13)
erstattet
sowie am 6. Juli
und
am 3. Novem
ber 2016 (
Urk. 7/M19,
Urk. 7/M22) ergänzt
wurde
.
Am 7.
Dezember 2016 wurde die Versicherte erneut an der linken Schulter operiert (Schulterarthroskopie mit intra- und
extraartikulärer
Proben-Entnahme, Anker- und Faden-Entfernung sowie intraartikulärer
Synovektomie
und
extraar
tikulärem
Débridement
;
vgl. Operationsbericht vom 7. Dezember
2016 [Urk. 7/M27
]
)
. Nach anhaltenden Schmerzen in der linken Schulter wurde Dr.
A._
erneut um eine Stellungnahme gebeten, welche er am 24. Juli 2017 (Urk. 7/M36) erstattete
.
Die Versicherte wurde am 23. August 2017
abermals
an der linken Schulter operiert
(
a
rthroskopische
Arthroly
se
mit zirkulärer
Kapsulotomie
;
Operationsbe
richt v
om 23. August 2017 [Urk. 7/M37]
)
.
Nach einer
Hospitalisation
der Versi
cherten vom 18. Juni bis 6.
Juli 2018
zur stationären
muskuloskellettalen
Reha
bilitation
in der
B._
(
Urk.
7/M56)
wurde Dr.
A._
erneut um eine versicherungsmedizinische Stellungahme angefragt. Diese erstattet
e
er am 13. August 2018 (Urk. 7/M57) und empfahl darin eine
musk
ul
oskelet
t
ale
Begut
achtung (S. 7 oben). In der Folge holte die Beschwerdegegnerin ein rheumatolo
gisches Gutachten
ein, welches
Dr. med.
C._
,
Chefarzt Klinik für Rheumatolo
gie am
D._
,
am
3
. Dezember 2018
(Urk. 7/M59) erstatte
te
sowie
am
24. Januar 2019 (Urk. 7/M60), am
14
. März 2019 (Urk. 7/M6
1
)
, am 21. Juni 2019 (Urk. 7/M63)
und am 9. Januar 2020 (Urk. 7/M64)
ergänzte.
Die HDI Global erbrachte
die gesetzlichen Leistungen
bis zum
30
.
Juni
201
9
(Heilbehandlung
und
Taggeld [vgl. Urk. 2
S. 10 unten, Urk. 7/K
104
S.
4 unten
]
).
1.2
Mit Verfügung vom
27
.
Juni
2019 (Urk.
7
/
K104
) stellte die
HDI Global
ihre Leis
tungen per
30
.
Juni
2019 ein.
Die
von der
Versicherten am
25
.
August
2019 (Urk.
7
/
K108
) erhobene Einsprache wies die
HDI Global
mit Entscheid vom
17
.
Februar 2020
ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte
am
15.
März 2020 (Urk. 1)
Beschwerde
mit fol
gendem Rechtsbegehren
(S. 10)
:
«
Wir beantragen, dass
vom Gericht der Beschwerde gegen den Einsprache-Entscheid der Versiche
rung und damit der Einsprache stattgegeben wird
der natürliche und adäquate Kausalzusammenhang der Behandlun
gen/Beschwerden zum Unfall im Sinne Teilkausalität aufgrund überwiegen
der Wahrscheinlichkeit weiterhin bestätigt wird, wie von Herrn
Dr.
A._
im Juli 2016 festgelegt und fast 3 Jahre lang von der HDI Versicherung anerkannt
bestätigt wird, dass die Teilkausalität zum Unfall von der Versicherung nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit widerlegt wurde
die Unfallversicherung HDI die Kosten für den Unfall vertragsgemäss weiter
hin übernehmen muss.
die Unfallversicherung HDI die entgangenen Taggelder nachzahlt und die durch die Ablehnung angefallenen Kosten für Franchisen, Selbstbehalte etc. entschädigt.
das Gutachten von Herrn Dr.
C._
insgesamt wegen schwerer Qualitäts
mängel als nichtig angesehen wird und sich weder HDI noch andere Sozial
versicherungen darauf berufen dürfen.
Die Abklärungen zur Berufsunfähigkeit etc. sind erneut mit einem anderen Gutachter durchzuführen. (Zusatzantrag)
»
Die auf Abweisung schliessende Beschwerdeantwort vom 19. Mai 2020 (Urk. 6) wurde der Versicherten mit Verfügung vom 22. Mai 2020 zugestellt (Urk. 10).
3.
Mit heutigem Datum ergeht sodann das Urteil im Verfahren der Beschwerdefüh
rerin gegen die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, betref
fend
Zusprache
einer von Juni 2017 bis August 2018 befristeten halben Invali
denrente (Prozess-Nr.
I
V.2020.
00719).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November
2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgese
tzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich
am
14. Dezember 2015
ereignet, weshalb die
bis 3
1.
Dezember 2016
gültig
gewesenen
Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.
2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt
– die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung
zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen
Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des
natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
den
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit
Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich
hiebei
um eine anspruchsauf
hebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und
sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den
Einspracheentscheid
(Urk. 2)
gestützt
auf das Gutachten sowie die
nach
folgenden Stellungnahmen von Dr.
C._
damit,
dass
der Unfall vom 14. Dezember 2015 keine eigenständigen strukturellen Verletzungen verursacht und lediglich einen unfallfremden Vorzustand temporär beeinflusst habe. Es sei davon auszugehen, dass der Unfall nur wenige Monate kausaltechnisch für die Beschwerden verantwortlich gemacht werden könne. Vor
liegend sei die Leistungspflicht erst per 30.
Juni 2019 eingestellt worden, ohne dass eine Rückforderung der über
einem langen Zeitraum
zu viel erbrachten Leis
tungen erfolgt sei
(S. 9-11
; vgl. auch die Beschwerdeantwort vom 19. Mai 2020 [Urk. 6]
).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
macht
e
demgegenüber in
ihrer
Beschwerde (Urk. 1)
geltend
,
das Gutachten von Dr.
C._
, auf welches die Beschwerdegegnerin bei ihrer Beurteilung abgestellt habe, vermöge
– aus näher dargelegten Gründen -
nicht zu überzeugen
und es könne nicht darauf abgestellt werden
. Wie von drei anderen Fachärzten befürwortet, sei die adäquate Teilkausalität zum Unfallereig
nis für überwiegend wahrscheinlich zu erachten. Die einzig von Dr.
C._
ver
tretene gegenteilige Argumentation vermöge keine überwiegende Wahrschein
lichkeit für dessen These eines aktivierten oder verschlimmerten degenerativen Vorzustandes zu begründen
(S. 3-10).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin
aufgrund des Unfalls vom 14. Dezember 2015 (
Fahrradsturz
)
und der darauf zurückgehenden Beschwerden der linken Schulter
auch über den
30
.
Juni
201
9 hinaus leistungspflichtig ist.
3.
3.1
Dr.
Z._
, der die Beschwerdeführerin am Tag des Fahrradsturzes am 1
4. Dezem
ber 2015
als Erster
behandelt hatte,
nannte in seinem Bericht vom 13. Januar 2016 (Urk. 7/M1) als Diagnosen schwere Prellungen im linken Schultergelenk, am linken Oberarm und am linken Oberschenkel.
3.
2
Nach am 29. März 2016 erfolgter Operation
an der linken Schulter
am
E._
(
a
rthroskopische
transossäre
Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette
[
Supraspinatus
,
ArthroTunnler
/
TunnelPro
],
gleno
-humorale
Synovektomie
,
Bicepstenotomie
, ACG-Resektion und
subacromiale
Dekompression;
vgl. Operationsbericht vom 31. März 2016 [Urk. 7/M16])
diagnostizierte
Dr. med.
F._
,
Leitender Arzt Orthopädiesprechstunde
a
m
E._
,
in seinem Bericht vom 4. Mai 2016 (Urk. 7/M14) eine postoperative
Frozen
Shoulder
links (S. 1).
3.
3
A
m 16. Juni 2016 (Urk. 7/M15)
führte Dr.
F._
aus,
o
bjektivierbare strukturelle traumatische Läsionen seie
n
im Sinne der
Pulleyläsion
nachweisbar und seien entsprechend operativ behandelt worden. Die Beschwerdeführerin sei vor ihrem Trauma vom 14. Dezember 2015 bezüglich der rechten
(richtig wohl: linken)
Schulter absolut beschwerdefrei und beweglich gewesen. Somit spielten sowohl unfallfremde Faktoren (AC-Gelenksarthrose, vordere
Supraspinatussehnen
läsion
), als auch unfallkausale Faktoren (
Pulleyläsion
mit Instabilität der langen
Bizespsehne
und vordere
Supraspinatussehenläsion
) eine Rolle. Somit sei eine Teilkausalität
gegeben
.
3.
4
Nach Vorlage der Beurteilung von Dr.
F._
vom 16. Juni 2016 (
E. 3.
3
)
erklärte Vertrauensarzt
Dr.
A._
am
6. Juli 2016 (Urk. 7/M19), intraoperativ habe sich die deutliche AC-Gelenksarthrose sowie die degenerative
Supraspinatusseh
n
en
läsion
bestätigt. Es bestehe also ein relevanter Vorzustand einer
Impingement
situation
mi
t deutlicher AC-Gelenksarthrose und
vorderer
Supraspinatusseh
n
en
läsion
. Intraoperativ habe sich nun korrekt
eine
Pulleyläsion
gezeigt, die teilkau
sal zum Ereignis vom 14. Dezember 2015 sei.
Der Fallabschluss sei circa sechs Monate postoperativ. Dann sei der Status quo sine zu prüfen (S. 2 f.).
3.
5
Am 3. November 2016 (Urk. 7/M22)
hielt Dr.
A._
fest,
aufgrund der vorlie
genden
Pulleyläsion
habe
er
im Rahme
n
der Beurteilung vom 6. Juli 2016 eine
Teilkausalität erkannt (S. 2 oben). D
er
Vorzustand werde nicht mehr erreicht wer
den können. Es resultiere eine richtungsgebende Verschlimmerung. Aufgrund des deutlichen B
efundes einer postoperativen
Fro
zen
Shoulder
sei im Minimum von einer weiteren sechsmonatigen Rehabilitation auszugehen
(S. 3).
3.
6
Am 7. Dezember 2016 wurde die
Beschwerdeführerin
erneut an der linken Schul
ter operiert (Schulterarthroskopie mit intra- und
extraartiku
lärer
Probene
nt
nahme, Anker- und Faden-Entfernung sowie intraartikulärer
Synovektomie
und
extraartikulärem
Débridement
[vgl. Operationsbericht vom 7. Dezember 2016
,
Urk.
7/M
27
]),
.
3.
7
Aufgrund einer verbleibenden schmerzhaften Schultersteife
wurde d
ie
Beschwer
deführerin
am 23. August 2017
abermals
an der linken Schulter operiert (
a
rthro
skopische
Arthrolyse
mit zirkulärer
Kapsulotomie
[vgl. Operationsbericht vom 23. August 2017
,
Urk. 7/M37]).
3.
8
In seiner versicherungsmedizinischen Stellungnahme vom 13. August 2018
(Urk. 7/M
57
)
berichtete Dr.
A._
,
es
sei mit keinen weiteren namhaften Ver
besserungen zu rechnen. Bei Vorzustand einer AC-Gelenksarthrose habe das Sturzereignis vom 14. Dezember 2015 zu einem Dauerschaden geführt. Der Vor
zustand werde sicher nicht mehr erreicht werden
(S. 4 f.)
.
3.
9
Dr.
C._
stellte
in seinem von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen
Gutachten
vom
3
.
Dezember
2018
(Urk.
7
/
M5
9
)
folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf d
ie Arbeitsfähigkeit (S. 23-25):
-
Schulterschmerzen links im Sinne einer
Periarthropathia
humero
scapula
ris
mit/bei:
-
Status nach Sturz auf die linke Körperhälfte vom 14. Dezember 2015
-
MRI-HWS (Halswirbelsäule) vom 17. Dezember 2015: Degenerative Veränderungen der HWS ohne Nervenwurzelkompression
-
Arthro
-MRI Schulter links vom 29. Februar 2016: Kleine
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
im distalen Drittel mit einem ca. 3 mm messenden Defekt und konsekutivem Kontrastmittelübertritt in die Bursa
subdeltoidea
und
subacromial
i
s
,
Entesiophyt
des
Musculus
deltoideus
am
Acromion
, AC-Gelenksarthrose als Ursache für ein klinisches
Impingement
, kleine Hill-Sachs-Delle als Hinweis auf eine alte
anteroinferiore
Schulterluxation
-
Status nach Operation vom 29. März 2016:
Arthroskopische
transossäre
Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette
auf
Supraspi
natus
,
glenohumerale
Synovektomie
,
Bizepstenotomie
, ACG-Resektion und
subacromiale
Dekompression
-
Schulterarthroskopie links am 7. Dezember 2016 mit intra- und
extra
artikulärer
Probenentnahme, Anker- und Fadenentfernung sowie intra
artikulärer
Synovektomie
und
extraartikulärem
Débridement
-
MR-
Arthrographie
Schulter links vom 17. Dezember 2016: Status nach
Refixierung
der
Supraspinatussehne
mit erhaltener Kontinuität der Sehne und leichtgradigem
bursaseitigem
Einriss der insgesamt schmächtigen Sehne. Kontrastmittel in der Bursa
subdeltoidea
, Status nach
Tenodese
der langen
Bizepssehne
, leichtgradige AC-Gelenksarthrose mit diskreten Aktivierungszeichen, der
Subacromial
raum
misst 6 mm. Keine Zeichen einer
Kapsulitis
adhaesiva
.
-
Arthroskopische
Arthrolyse
mit zirkulärer
Kapsulotomie
Schulter links am 23. August 2017
-
Status nach postoperativer
Phrenikusparese
bei versuchtem
I
nter
skalenusblock
bei Operation Nummer 1
-
Cervicospondylogenes
Syndrom, vor allem im
cervicothorakalen
Über
gang mit intermittierender Dysfunktion und
myofascialem
Befund
Der Gutachter hielt fest
,
Beschwerden würden anamnestisch nicht vorliegen, obwohl im MRI
vom 29. Februar 2016 eine kleine Hill-Sachs-Delle als Hinweis auf eine alte, das heisse vorbestehende
antero
-inferiore Schulterluxation links dargestellt worden sei. Zudem werde eine AC-Gelenksarthrose dargestellt. Dies sei als Vorzustand zu werten, obwohl die Beschwerdeführerin anamnestisch beschwerdefrei gewesen sei. Es handle sich um einen strukturellen Vorzustand (anamnestisch vor Unfallereignis asymptomatisch) im Sinne der degenerativen
Veränderung
(
S.
25
).
Weiter
erläuterte
Dr.
C._
, das Bild
sei bestimmt durch einen postoperativen Zustand nach drei Operationen, so dass nicht mehr davon ausgegangen werden könne, dass der aktuelle Zustand ohne einen operativen Eingriff so eingetroffen wäre. Die erhobenen Befunde stünden überwiegend wahr
scheinlich in natürlichem Kausalzusammenhang zu den operativen Eingriffen und nur möglicherweise
im
Zusammenhang zum Unfall
(S. 26)
.
Dr.
C._
führte aus, n
icht zum Unfall gehörten die Symptome, die i
m
Zusam
menhang einer wohl stattgehabten
anteroinferioren
Schulterluxation mit im MRI vom 29. Februar 2016 dargestellter Hill-Sachs-Delle stünden.
Es überwögen
die Punkte, die gegen einen natürlichen Kausalzusammenhang sprächen
,
deutlich
(S. 27 f.)
.
Bezüglich
der AC-Gelenksarthrose (im Sinne des erheblichen Vorzu
standes), welche durch den Unfall aktiviert worden sei, sollte ca. 2 bis 3 Monate posttraumatisch der Status quo sine eingetreten sein.
Zudem sei die
beschriebene
Supraspinatussehnenruptur
links, welche wahrscheinlich auch rechts bestanden habe/bestehe (Ultraschall Schulter rechts vom 13. Januar 2017)
,
als überwiegend wahrscheinlich nicht unfallkausal
einzuschätzen
.
Die Unfallfolgen seien insge
samt als vorübergehende Verschlimmerung eines prätraumatisch asymptomati
schen Vorzustandes zu werten (S. 29 f.).
3.
10
Nach
dem Einwand der Beschwerdeführerin, Dr.
C._
habe sich in seinem Gut
achten nicht mit der Einschätzung von Dr.
A._
auseinandergesetzt, äusserte
sich Dr.
C._
am 24. Januar 2019 (Urk. 7/M60) zu
dessen
Beurteilung
.
und
führte aus,
d
as
Vorliegen einer
Pulleyläsion
alleine sei nicht, wie in der versiche
rungsmedizinischen Stellungnahme
von Dr.
A._
vom 6. Juli 2016
(E. 3.4)
postuliert, als selbstverständlich unfallkausal einzuschätzen. Die
Rotatoreninter
vallschlinge
sei in praktisch gleichem Masse wie andere Teile der
Rotatorenman
schette
degenerativen Prozessen unterworfen. Sehr wahrscheinlich auch im vor
liegenden Fall.
Pulleyläsion
en
als nicht-traumatische, d
as heisse
degenerativ bedingte Veränderungen der
Rotatorenmanschette
des Schultergelenkes seien eher die Regel als die Ausnahme (S. 5-8).
3.
11
Auf Rückfrage der Beschwerdeführerin hielt Dr.
G._
in seiner E-Mail vom 20. März 2019 (Urk. 7/M62) fest,
Pulleyläsion
en
würden in rund 50 % der Fälle traumatisch ausgelöst durch einen Sturz auf den ausgestreckten Arm mit einer Rotationskomponente, was zu einer Überspannung der ventralen
Supraspinatus
sehne
führe. Dies sei häufig bei Velostürzen genau der Fall als Auffangversuch. Ob die leichte Irregularität des
Humeruskopfes
hinten eine
r alten Hill-Sachs Delle entspre
che, die dann auf eine alte Luxation hindeuten würde, sei als sehr fraglich zu bezeichnen.
Es
handle sich viel eher um eine breite knorpelfreie Zone am hin
teren Oberarmkopf, einer physiologischen «bare-zone». Damit entfalle das Argu
ment einer alten Luxation als Auslöser für die
Pulleyläsion
mit grosser Wahr
scheinlichkeit. Eine alte, degenerative
Pulleyläsion
führe typischerweise via Instabilität der
Bicepssehne
zu einer
Auffaserung
der Sehne im
Sulcuseingangs
bereich
. Im OP-Bericht vom 29. März 2016 werde zwar d
ie Instabilität der Sehne im
Sul
cus
beschrieben, aber keine
Auffaserung
, was den Schluss nahelege, dass dort keine gewesen
sei
. Explizit erwähnt werde der Zustand der
Bicepssehne
allerdings nicht. Die
Supraspinatussehne
werde im MRI vom 29. Februar 2016 beschrieben mit einer
hyperintensen
Signalalteration. Dies könne durchaus einer frischen Verletzung entsprechen mit einer entsprechenden Flüssigkeitsansamm
lung in der Sehne nach einem traumatischen Einriss im
Pulleybereich
. Somit
sei die
Pulleyläsion
nach wie vor als überwiegend wahrscheinlich traumatisch an
zu
sehen
.
3.
12
Nach Vorlage der E-Mail von Dr.
G._
vom 20. März 2019 (E. 3.
11
vorstehend) hielt Dr.
C._
am 21. Juni 2019 (Urk. 7/M63) fest,
es
fehlten von Dr.
G._
schlüssige Argumente für die Unfallkausalität. Der Unfallmechanismus werde an
genommen, ob aber ein Sturz auf den ausgestreckten Arm mit einer Rotations
komponente am 14. Dezember 2015 tatsächlich stattgefunden habe, sei nicht klar. Zu Beginn habe man sich auf die Halswirbelsäule konzentriert.
Erst im
Nach
hinein
seien
Beschwerden der Schulter
geltend gemacht
worden
. Hätte eine signifikante Traumatisierung der Schulter
stattgefunden, wäre eine unmittelbare
Funktionseinschränkung zu erwarten
gewesen. Dies
sei
nicht der Fall
gewesen
.
Sollte
hypothetischer Weise
statt einer radiologisch festgestellten Hill-Sachs-Delle eine
«physiologische bare-zone»
vorliegen, wäre auch diese als
Vorzustand zu werten. Dass die
hyperintense
Signalalteration der
Supraspinatussehne
im MRI vom 29.
Februar 2016 «
durchaus einer frischen
Verletzung entsprechen
könne»
sei
unbestritten, aber eben eher
unwahrscheinlich. Eine
transmura
le
Supra
spinatusläsion
verknüpft
mit
weiteren klinischen und bildgebenden wäre als überwiegend wahrscheinlich
unfallkausal einzuschätzen
(S. 3)
.
Weiter
erläuterte Dr.
C._
,
ü
b
ereinstimmend mit
Dr.
G._
erge
be die Revision der Bilder den Befund, dass es sich wahrscheinlich nicht um eine Hill-Sachs-Delle, sondern um einen degenerativen Prozess am hinteren
Humeruskopf
handle. Ein Knochen- oder ein Muskelödem lägen nicht vor. Theoretischer Hinweis für eine traumatische Genese könnte der Kontrastmittelübertritt in die Bursa
subdeltoidea
und
subacromialis
sein. Die Revision der Bildgebung vom 29. Februar 2016 habe keine
transmurale
Supraspinatussehnenruptur
, keine Sub
luxation der
Bicepssehne
und zahlreiche degenerative Veränderungen der Struk
turen des Schultergelenkes ergeben, aber keine Veränderungen, die nicht durch degenerative Veränderungen erklärt werden könnten. Es fände
sich
in der Historie der Beschwerdeführerin ein MRI der linken Schulter aus dem Jahr
2003 mit bereits beginnenden degenerativen Veränderungen. Es
sei
anzunehmen,
dass die linke Schulter bereits im Jahr 2003 so ausgeprägt symptomatisch war, dass
eine MRI Untersuchung als nötig erachtet
worden sei
.
Insgesamt erscheine
rein radio
logisch eine rein traumatische Genese als
unwahrscheinlich, aber als radiologisch teilkausal nicht vollkommen ausgeschlossen.
Zudem
sei
eine Akzentuierung vorbestehender Beschwerden oder eine
vorübergehende Beschwerdeauslösung durch eine Traumatisierung/Erschütterung
des Schultergelenkes bei den ausgeprägten degenerativen Veränderungen
wahrscheinlich.
Zur Einschätzung des Status quo
sine
könn
t
en in aller Regel nur die medizinische
Erfahrung und das allgemeine Verständnis herangezogen werden
(S. 7 f.)
.
Dr.
C._
schloss, zusammenfassend fänden sich auch bei wiederholter Betrach
tung der vorliegenden Fakten, das heisse unter Einbezug natürlicher und klinischer Kriterien, des
Traumahergangs
und radiologischer Kriterien, keine Sachver
halte die für eine Unfallkausalität im Sinne der richtungsweisenden Ver
schlech
terung eines degenerativen Vorzustandes sprechen oder diesen begründen würden (S. 9).
4.
4.1
4.1.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre Leistungspflicht gestützt auf die gut
achterliche Beurteilung von Dr.
C._
.
4.1.2
Die Beurteilung von
Dr.
C._
- das im ordentlichen Verfahren nach Art. 44
ATSG
eingeholte externe
Gutachten
(E. 3.9)
und nachfolgende Stellungnahmen
(E. 3.10, E. 3.12 und Urk. 7/M65
)
-
ist für die streitigen Belange umfassend und wurde in Kenntnis der und in
Auseinandersetzung mit den fall
relevanten Vorak
ten
sowie fachärztlich gegenteiliger Einschätzungen
erstellt (
Urk. 7/M59 S. 2-8 und
S. 30,
Urk. 7/M60 S. 1
und S. 5-7,
Urk. 7/M63 S. 1
-3
und S. 6, Urk. 7/M64 S. 4-6
,
E. 3.10,
E. 3.
12
).
Dr.
C._
lagen die voll
ständigen Unterlagen vor, so
auch das
Arthro
-MRI der linken Schulter vom 29. Febru
ar 2016 (vgl. Urk. 7/M63 S. 6
).
Er
legte die medizinischen Zusammenhänge einleuchtend dar und beurteilte die medizinische Situatio
n überzeugend. So zeigte er in seiner Beurteilung auf, dass
die
linke Schulter
einen
strukturellen
Vorzustand
im Sinne einer degenera
tiven Veränderung
(
AC-Gelenksart
h
r
ose
[E. 3.9]
und
einen degenerativen Prozess am hinteren
Humeruskopf
[E. 3.12], wobei er diesbezüglich zuerst von einem
traumatisch bedingten
Vorzustand im Sinne einer Hill-Sachs ausgegangen war [E. 3.9])
,
aufwies
, sodass
der Status quo sine
nicht
mehr
als
zwei bis drei Monate nach dem Unfall
vom
14. Dezember 2015 erreicht war
(E. 3.
9
, E. 3.
12
)
.
4.1.3
Dr.
C._
legte
plausibel dar, dass die
Anhaltspunkte
, welche
gegen einen natürlichen Kausalzusammenhang
zwei bis drei Monate nach
dem 14. Dezember 2015
sprechen,
deutlich
überwiegen
.
So
erläuterte
er nachvollziehbar
, dass z
war die Symptomfreiheit
vor dem Unfall
und
das Trauma beim Unfall auf einen natürlichen Kausalzusammenhang hinweisen, hingegen
der Wortlaut in der Anmeldung zum Röntgen vom 27. Dezember 2015 («Am 14.12.2015 Sturz vom Velo auf die linke Schulter und linke Körperhälfte. Gute Funktion. Neurologisch unauffällig»), die zunächst erfolgte Anmeldung zu einem MRI wegen Schmerzen der HWS (MRI HWS am 17. Dezember 2015), der von Dr. med.
H._
vom
E._
am 19. Februar 2016 beschriebene unauffällige klinische Befund ohne Ein
schränkung der Beweglichkeit,
der
von Dr.
F._
vom
E._
am 10.
März 2016 beschriebene Befund mit positivem
Impingementtest
(im Februar noch als nicht positiv gewertet)
,
deutlicher
Dru
ckdolenz
über dem AC-Gelenk un
d
nur sehr
geringe
r
Einschränkung der Beweglichkeit,
das Alter der Beschwerdeführerin mit 55 Jahren im Unfallzeitpunkt, die klinisch und radiologisch evidente AC-Gelenksarthrose, die fast uneingeschränkte Beweglichkeit der linken Schulter ohne Kraftverlust, die zweiwöchige Arbeitsfähigkeit nach dem Unfall, die zu
keinem Zeitpunkt feststellbare für eine akute
Rotatorenmanschettenruptur
typische «Pseudoparalyse», das Ablehnen der Beschwerdeführerin einer vom Behandler vorgeschlagenen
subacromialen
Infiltration und Favorisieren eines chirurgischen Vorgehens, die ähnlich
e Ausprägung einer kleinen
trans
muralen
Ruptur der
Supraspinatussehne
in der nicht traumatisierten rechten Schulter (Ultraschall am 13. Januar 2017), das Bild der beiden Schultern im Ultraschall vom 1. November 2018 mit Darstellung von degenerativen Veränderungen des AC-Gelenks, der
Subscapularissehne
und der
Supraspin
a
tussehne
der rechten Schulter und die mangelnde Besserung durch chirurgische Eingriffe
deutlich gegen einen natürlichen Kausalzusammenhang sprechen
(
Urk. 7/M59
S. 27 f.
)
.
4.1.4
Dr.
C._
zeigte
auf
,
dass bezüglich der AC-Gelenksarthrose, welche durch den Unfall aktiviert wurde, ca. 2 bis 3 Monate nach dem Unfall der Status quo sine eingetreten sein musste (E. 3.
9
).
4.1.5
Ferner
legte
Dr.
C._
überzeugend
dar
, dass auch die
beschriebene
Supra
spinatussehnenruptur
links
nicht
überwiegend
unfallkausal ist.
Er
bergründete dies
i
n Ergänzung zu den Anhaltspunkten, welche gegen eine natürliche Kausalität
sprechen
(E. 4.1.3 vorstehend)
,
nachvollziehbar damit,
dass i
n der
MRI-
Arthrog
r
aphie
vom 29.
Februar 2016 eine kleine
transmurale
Ruptur der
Supra
spinatussehne
im distalen Drittel mit einem ca. 3 mm messenden Defekt mit Kontrastmittelübertritt in die Bursa
subdeltoidea
/
subacromial
i
s
festgestellt
wor
den war, sich
ein
Entesiophyt
des
Musculus
deltoideus
am
Acromium
gezeigt hatte
und eine
AC-Gelenkarthrose als Ursache
für ein klinisches
Impingement
vorlag
.
Weiter
verwies er darauf, dass
i
n der
MRI-
Arthr
ographie
vom 17.
Dezem
ber 2016 ein Status nach
Refixierung
der
Supraspinatussehne
mit erhaltener Kontinuität der Sehne und leichtgradigem
bursaseitigem
Einriss der insgesamt schmächtigen Sehne ersichtlic
h
waren
und sich
Kontrastmittel in der Bursa
subdeltoidea
fand
.
Er
führte schlüssig fort, dass sich
keine Zeichen einer
Kapsulitis
adhaesiva
finden, die am 29.
Februar 2016 dargestellte kleine
trans
murale
Ruptur
der
Supraspinatussehne
sich in ä
hnlicher Ausprägung auch am 13. Januar 2017 im Ultraschall der
anamnestisch nicht traumatisierten rechten Schulter
gezeigt hatte und i
m Ultr
aschall beider Schultern vom 1.
November 2018 linksseitig ein postoperativer Zustand und rechtsseitig degenerative Veränderun
gen des AC-Gelenkes, der
Subscapularissehne
und der
Supraspinatussehne
dargestellt
wurden
.
Dr.
C._
führte denn auch
zu Recht vor Augen, dass d
urch die operativen Eingriffe subjektiv keine klare Symptombesserung erreicht werden
konnte und dass die Argumentation des
behandelnde
n
Chirurg
en Dr.
F._
diesbezüglich
widersprüchlich war, indem er die vordere
S
upraspinatussehnen
partialläsion
gleichzeitig
als unfallkausal
und
unfallfremd
bezeichnet
hatte
(
S.
29 f.)
.
Es ist denn auch tatsächlich so, dass auch Dr.
A._
, welcher aufgrund der
Pullyläsion
ebenfalls (vgl. dazu sogleich E. 4.2) von einer Unfall
teil
kausalität ausging, die
Supraspinatussehne
– in Übereinstimmung mit Dr.
C._
-
auf die degenerative Veränderung zurückführte (E. 3.4). Zudem drehte sich der medizi
nische Diskurs über die Frage der Unfallkausalität
im Grunde
einzig um die
Pullyläsion
(vgl. E. 3.3-E. 3.4, E. 3.10-12
sowie E. 4.1.6 und
E. 4.2 nachstehend). Es ist also
im Einklang mit der überzeugenden Erklärung von Dr.
C._
davon auszugehen, dass die
Supraspinatussehnenruptur
nicht unfallkausal war.
4.1.6
Darüber hinaus stellte
Dr.
C._
klar,
dass
die
Pulleyläsion
en
mit Subluxation der langen
Bicepssehne
auch zu den nicht untypischen degene
rativen Verände
rungen gehören
(Urk. 7/M59
S. 30 unten)
.
Er
erklärte plausibel, dass
Pulley
läsion
en
als degenerativ bedingte Veränderungen der
Rotatorenmanschette
des Schultergelenks eher die Regel als die Ausnahme
sind, was auch mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit bei der Beschwerdeführerin der Fall ist.
So zeigte Dr.
C._
schlüssig
auf
, dass
für die von Dr.
G._
vertretene, gegenteilige Ansicht die schlüssigen Argumente für die Unfallkausalität fehlen.
Bei
einer signifikanten Traumatisierung der Schulter beim Unfall
wäre eine
unmittelbare Funktionsein
schränkung zu erwarten gewesen, was jedoch nicht der Fall war. Ebenso wenig konnte eine
transmurale
Supraspinatusläsion
, welche für eine überwiegend unfallkausale Ursache sprechen würde,
mittels
Bildgebung
festgestellt werden
(E. 3.10, E. 3.12)
.
Zudem ergibt sich aus den Schilderungen des Unfalls klar, dass die Beschwerdeführerin auf die Schulter und die linke Körperseite stürzte und sich nicht etwa mit dem Arm abstützte (
Urk.
7/K1,
Urk.
7/K12,
Urk.
7/M24,
Urk.
7/M48), was laut
Dr.
C._
für eine traumatische Verletzung nötig gewesen wäre.
4.1.7
Aus den dargelegten Gründen kam Dr.
C._
daher zu Recht zum Schluss, dass die
Unfallfolgen insgesamt als vorübergehende Verschlimmerung eines prätrau
matisch asymptomatischen Vorzustandes zu werten
sind
(S.
29 f
.)
und der Status quo sine nicht mehr als zwei bis drei Monate nach dem Sturz vom 14. Dezember 2015 erreicht worden war (E. 4.1.2)
.
Die ausführliche gutachterliche
Beurteilung von Dr.
C._
ist demnach
schlüssig, nachvollziehbar begründ
et,
in sich wider
spruchsfrei und damit grundsätzlich beweiskräftig.
4.2
4.2.1
Im Gegensatz zu Dr.
C._
sahen
Dr.
F._
, Dr.
A._
und
Dr.
G._
mit dem Argument der bestehenden
Pulleyläsion
eine Unfallkausalität als
auch über zwei bis drei Monate nach dem Unfall hinaus als
weiterhin gegeben an
, da sie diese als unfallbedingt einschätzten
(vgl. E. 3.3-3.4, E. 3.10-3.11).
4.2.2
Nachdem er
ursprünglich selbst
nicht von einer Unfallkausalität ausgegangen war (vgl. Urk.
7/M13
)
,
schloss sich
Dr.
A._
am 6. Juli 2016 (E. 3.4)
ohne sich mit
der
Begründung
von Dr.
F._
inhaltlich auseinanderzusetzen
,
dessen Ei
n
sc
hät
zung an
,
dass
wegen
der
Pulleyläsion
von ei
ner
Teilu
nfallkausalität auszugehen
sei
.
In seinen weiteren Stellungahmen äusserte sich Dr.
A._
nicht mehr zur Unfallkausalität, sondern nahm
eine Teilkausalität
als gegeben
an
(vgl. E. 3.5, E. 3.8).
Dr.
F._
sprach sich
einzig
aufgrund der von ihm festgestellten
Pulleyläsion
und der vor dem Ereignis am
14. Dezember 2015
bestehenden Schmerzfreiheit für eine Teilkausalität aus. Das Vorliegen einer
Pulleyläsion
lässt jedoch nicht allein für sich auf eine Unfallkausalität schliessen, wie Dr.
C._
ausführlich darlegte
und selbst Dr.
G._
anerkannte (vgl. E. 3.
10-
11)
. Vielmehr sind auch die weiteren Umstände zu beachten.
Dr.
C._
hat denn auch nachvollziehbar aufgezeigt, weshalb er vorliegend die
Pulleyläsion
als nicht unfal
l
kausal erachtet
e
(
vgl.
E. 3.10
,
E. 3.12
und E. 4.1.6
).
Die Möglichkeit
, dass
die
Pulleyläsion
nicht auf den Sturz am 14. Dezember 2015 zurückgehen könnte,
wurde von
Dr.
F._
– und somit auch von Dr.
A._
-
gar nicht in Betracht gezogen.
So äusserte
sich Dr.
F._
etwa
nicht
zur Unfallmechanik und Krafteinwirkung, welche für eine traumatisch bedingte
Pulleyläsion
notwendi
g wäre oder,
wie dies Dr.
C._
getan hat,
nahm er auch keine Abwägung der
Kriterien, welche für und welche gegen eine traumatische Ursache sprechen,
vor
. Soweit
Dr.
F._
ausführte, vor dem Unfallereignis habe d
ie
Beschwerdeführer
in
keine Beschwerden gehabt, wes
halb die Gesundheitsschädigung der rechten Schulter auf den Unfall zurückzu
führen sei (
E. 3.3
), vermag
dies
nicht zu überzeugen. So
ist im Geltungsbereich von Art. 6 Abs.
1 UVG die natürliche Vermutung, wonach Beschwerden unfall
bedingt sein müssen, wenn eine vorbestehende Erkrankung bis zum Unfall schmerzfrei war, unfallmedizinisch nicht haltbar und beweisrechtlich unzulässig (Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc»,
Urteil des Bundesgerichts
8C_
241
/
2020 vom 29. Mai 2020 E. 3).
Der Begründungsansatz von Dr.
F._
– und damit auch von Dr.
A._
–
greift
demnach zu kurz
.
4.2.3
Auch
die
Einschätzung von Dr.
G._
,
dass aufgrund der
Pulleyläsion
sicher von einer
Unfall
kausalität
auszugehen
sei (E. 3.11)
,
vermag
nicht zu überzeugen.
Es
steht fest
, dass ohne eine auf ein traumatisches Vorereignis zurückgehende Hill-Sachs-Läsion – sondern einer bestehenden «bare
zone
» oder in den Worten von Dr.
C._
einen degenerativen Prozess am hinteren Humuskopf
(E. 3.11-12)
– nicht
ohne Weiteres
von einer traumatisch bedingt
en
Pulleyläsion
auszugehen
ist.
Dr.
C._
konnte
überzeugend aufzeigen
, dass a
u
ch
bei der von ihm ange
nommen
en
degenerativen Veränderung am hinteren Humuskopf mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit
ein
e
als
degenerative
r
Vorzustand zu wertende
Pulley
läsion
vorl
ag
.
Dr.
G._
sprach sich gegen
eine
degenerative
Pulleyläsion
aus, weil eine solche typischerweise mit einer
Auffaserung
der Sehne im
Suculusein
gangsbereich
einhergehe, was vorliegend aber nicht erwiesen sei
(E. 3.11)
.
Dr.
G._
wies aber auch darauf hin, dass der von ihm für seine Argumentation herangezogene Operationsbericht vom 29. März 2016 (E. 3.2) sich gar nicht zum Zustand der
Bicepssehne
äusserte und eine Instabilität im
Sulcus
der
Sehne
im Bericht tatsächlich beschrieben
wurde
(E. 3.11).
Damit handelt es sich bei seiner Begründung aber um eine reine Vermutung
ohne dargetane Anhaltspunkte. Gleiches gilt für seine Äusserungen zum Unfallgeschehen, wo er von reinen Annahmen
ohne Kenntnis
des tatsächlichen Unfallablaufs
auf eine für eine traumatische
Pulleyläsion
notwendige Unfallmechanik schloss
(vgl. E. 3.11-12).
Demgegenüber bezog Dr.
C._
die Tatsache, dass der tatsächliche Unfallher
gang nicht feststeht, in seine Beurteilung mit ein (E. 3.12). Auch gestand er ein, dass die im MRI vom 29. Februar 2016 dargestellte Signalalteration für eine fri
sche Verletzung sprechen könnte, er zeigte aber nachvollziehbar auf, dass dies wenig wahrscheinlich ist, da keine weiteren klinischen und bildgebenden Tatsa
chen für eine Unfallkausalität sprechen
und insbesond
e
re keine Veränderungen vorliegen, die nicht durch degenerative Veränderungen erklärt werden können
(E. 3.12).
Zu den von Dr.
C._
angeführten Umständen, welche in dessen Augen überwiegend wahrscheinlich für eine degenerativ bedingte
Pulleyläsion
sprechen, wie etwa das Ausbleiben einer unmittelbaren Funktionseinschränkung oder das Fehlen einer Pseudoparalyse
,
äusserte sich Dr.
G._
denn auch
nicht.
Aspekte
,
die von Dr.
C._
unerkannt oder nicht berücksichtigt worden wären, nannte Dr.
G._
keine
.
4.2.
4
Nach dem Gesagten vermögen die anderweitigen Einschätzungen durch
Dr.
F._
, Dr.
A._
und
Dr.
G._
die Beurteilung von Dr.
C._
nicht in
Frage
zu
stellen
.
4.3
4.3.1
Die Beschwerdeführerin brachte verschiedentlich Kritik an der Zuverlässigkeit der Beurteilung vor.
4.3.2
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 4 f.) vermag der Umstand, dass Dr.
C._
seine Meinung hinsichtlich des Vorliegens einer Hill-Sachs-Delle (traumatische Vorschädigung) im Laufe des Abklärungsverfahrens änderte und schliesslich
die Möglichkeit einer Abbildung eines
degenerativen
Prozess
es
am hinteren
Humeruskopf
(degenerative Vorschädigung)
für wahr
scheinlicher hielt
,
keine Zweifel an der Beweiskraft seiner gutachterlichen Ein
schätzung wecken.
Vielmehr zeigt dies auf, dass er offen gegenüber anderen medizinischen Ansichten war und nicht auf einer vorgefassten Meinung beharrte. Er
legte denn auch ausführlich dar, weshalb er nun von
einem
degenerativen Prozess am
hinteren
Humerus
kopf
ausging und konnte nachvollziehbar
aufzei
gen
, dass es sich auch dabei um
eine bestehende Vorschädigung
handelt
, welche ebenso nicht auf eine traumatische und
damit
unfallkausale
Pulleyläsion
schlies
sen lässt (vgl. E. 3.12 und E. 4.3.2 vorstehend).
4.3.3
Es ist grundsätzlich richtig, dass – wie die Beschwerdeführerin zu Recht
bemerkte
(Urk. 1 S. 5 f.) – Dr.
C._
und Dr.
A._
die gleichen Unterlagen bei ihrer Beurteilung vorlagen. Einzig aus diesem Grund darauf zu schliessen, dass die Beurteilung von Dr.
C._
nicht glaub
haft
sein sollte, weil er zu einem anderen Ergebnis kam, greift zu kurz. Wie bereits aufgezeigt (E. 4.2.2), ging Dr.
A._
einzig gestützt auf das Vorliegen einer
Pulleyläsion
von einer Teilunfallkausalität aus, ohne dies genauer zu begründen.
4.3.4
Nicht ersichtlich ist, wie die Beschwerdeführerin mit ihrem Hinweis
auf
die dege
nerative Veränderung und einer deswegen (noch) nicht notwendigen Operation der rechten Schulter oder den Hinweis auf das MRI 2003 die Unzulänglichkeit der gutachterlichen Beurteilung durch Dr.
C._
belegen will (vgl. Urk. 1 S. 6 f.). Dr.
C._
wies in seiner gutachterlichen Beurteilung
als einen von zahlreichen Faktoren, weshalb er von einer degenerativen Ursache ausging und eine Unfall
kausalität verneinte,
lediglich
daraufhin, dass im Ultraschall vom 13. Januar 2017 in der rechten Schulter eine ähnliche Ausprägung einer kleinen
transmuralen
Ruptur der
Surpaspinatussehne
in der nicht traumatisierten rechten Schulter fest
zustellen sowie im Ultraschall vom 1. November 2018 in beiden Schultern dege
nerative Veränderungen des AC-Gelenks, der
Subscapularissehne
und der
Supra
spi
a
tussehne
festzustellen waren (E. 4.1.3) sowie ein MRI aus dem Jahr 2003 in der linken Schulter bereits beginnende degenerative Veränderungen zeigte (E. 3.12)
und damit verschiedene degenerative Entwicklungen vorhanden sind
.
Inwiefern die Festlegung des
s
tatus
quo sine
durch Dr.
C._
nicht korrekt sein sollte, wie dies
von der
Beschwerdeführerin
behauptet
wurde (Urk. 1 S. 7), ist nicht ersichtlich.
So
legte
Dr.
C._
unter Angabe der von ihm zu Rate gezoge
nen medizinischen Literatur
offen
, auf welchen medizinischen Erfahrungsschatz er seine Beurteilung über die Erreichung des
status
quo sine stützte, um so die von ihm vertretene These zu untermauern
(Urk. 7/M
58 S. 39, Urk. 7/M60 S. 8, Urk. 7/M63 S. 4 f. Urk. 7/M64 S. 3
)
.
Die
dem entgegenstehende von der Beschwerdeführerin vorgebrachte
Aussage durch Dr.
A._
, dass die Erreichung
des
status
quo sine nicht vor dem ersten Eingriff am 29. März 2019 gelegt werden dürfe
(Urk. 7/M19 S. 2 und E. 3.4)
, erfolgte unter der irrigen Annahme, dass die
Pulleyläsion
unfallbedingt sei
(vgl. dazu E. 4.1.6 und E. 4.2.3)
, womit sich von Dr.
C._
überzeugend angegebene kürzere
Rekonvaleszen
z
zeit
erklärt
.
4.3.5
Nicht nachvollziehbar ist, wie dies von der Beschwerdeführerin vorgebracht wurde (Urk. 1 S. 8), wieso der von Dr.
C._
in seiner Stellungnahme vom 21. Juni 2019 (E. 3.12) am 10. April 2019 im Schweizerischen Medizin For
u
m veröffentliche Artikel «Degenerative oder traumatische Läsionen der
Rotatoren
manschette
»
für den vorliegenden Fall nicht einschlägig sein sollte (vgl. Urk. 7/M63 S. 4 f.).
So zitierte Dr.
C._
die von der Beschwerdeführerin ange
führte Passage um aufzuzeigen, dass bei Personen ab einem Alter von 40 Jahren Degenerationen der
Rotatorenmannschette
häufig vorkommen.
4.3.6
Entgegen der Kritik ist das Gutachten weder unsorgfältig noch widersprüchlich (Urk. 1 S. 8 f.). Wie aufgezeigt (E. 4.1)
,
entspricht es den bundesgerichtlichen Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise.
Was den Vorwurf angeht, Dr.
C._
sei entgegen der Aktenlage von einer anfänglichen Funktionalität der Schulter nach dem Ereignis am 14. Dezember 2015 ausgegangen, so ist darauf zu verweisen, dass dem Bericht über den radiologischen Befund des linken Schul
tergelenkes vom 18. Dezember 2015 (Urk. 7/M3), welches zur Abklärung einer Fraktur veranlasst wurde, zu entnehmen ist,
dass
die Artikulation im Schulterge
lenk erhalten und keine Luxation oder Subluxation feststellbar
war
.
Es lag keine pathologische Konturunterbrechung im Sinne einer Fraktur vor, indes eine leichte AC-Gelenksarthrose.
Dr.
C._
waren denn auch bei seiner Beurteilung über die anfänglich erhaltene Funktionalität der Schulter die Berichte der Behandler sowie dieser radiologische Befund sowie der Umstand, dass die Beschwerdeführerin nach dem 1
4.
Dezember 2015 ihre Arbeit für eine gewisse Zeit auch wieder auf
genommen hatte
,
bekannt und
er
berücksichtigte dies
für seine gutachterliche Beurteilung.
4.4
Zusammenfassend
ist
festzustellen, dass weder
die anderweitigen ärztlichen Ein
schätzungen (E. 4.2) noch
die Vorbringen
der Beschwerdeführerin (E. 4.3) die
gut
achterliche Beurteilung von
Dr.
C._
in Frage zu stellen
vermögen
.
Es ist
dem
nach
davon auszugehen, dass die Unfallfolgen insgesamt als vorübergehende Verschlimmerung eines prätraumatisch asymptomatischen Vorzustandes zu wer
ten sind und der Status quo sine nicht mehr als zwei bis drei Monate nach dem Sturz vom 14. Dezember 2015 erreicht worden war (E. 4.1)
.
Aus dem Umstand, dass die Unfallversicherung Leistungen über den Zeitpunkt der Beendigung der Unfallkausalität – also über das Erreichen des Status quo sine hinaus – erbracht hat, vermag die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. So kann
die Unfallversicherung ihre Leistungen ohne Berufung auf eine
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Rückkommens
titel
«ex
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et pro
futuro
» mit der Begründung einstellen, dass bei richtiger Betrachtungsweise die Voraussetzungen (Kausalität) nicht mehr gegeben war
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(BGE 130 V 380 E. 2.3.1).
Die auf den
30. Juni 2019
verfügte Leistungseinstellung ist demnach nicht zu beanstanden und die Beschwerde ist abzuweisen.