# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0dc68c98-bf9e-401a-a448-316dc99db0e7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Im Jahre 2007 wurde die damals im Eigentum der D._ stehende Liegenschaft auf Grundstück Nr. _, Grundbuch O.1_, in Stockwerkeigentum aufgeteilt und umgebaut. Im Anschluss verkaufte die D._ sämtliche Stockwerkeinheiten und die Miteigentumsanteile an A._, B._ und C._. Zum Grundstück Nr. _ gehören auch zwei Autoabstellplätze in einem offenen Autounterstand, an welchen die Eigentümerinnen der Stockwerkeinheiten Nr. _ und Nr. _ – B._ und A._ – ein ausschliessliches Benützungsrecht haben. Dieser offene Autounterstand wurde im Verlauf des Jahres 2008 ebenfalls von der D._ erstellt.
B. Nachdem im Jahre 2009 Änderungen am Autounterstand vorgenommen worden waren, brach dieser im März 2014 unter der Schneelast zusammen. Gemäss einer im Rahmen vorsorglicher Beweissicherung eingeholten Expertise seien die vorgenannten Änderungen am Autounterstand – insbesondere die Entfernung mehrerer Stützen – Grund für den Einsturz gewesen.
C. Nach dem Scheitern der Schlichtungsverhandlung vom 7. April 2016 reichten A._, B._ und C._ am 15. Juli 2018 Klage gegen die D._ beim Bezirksgericht Maloja (seit 1. Januar 2017: Regionalgericht Maloja) mit folgendem Rechtsbegehren ein:
1. Es sei die Beklagte richterlich zu verpflichten, den drei Klägerinnen den Betrag von CHF 80'412.95, nebst 5 % Zins seit 02.06.2014, zu bezahlen.
2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
Begründend führten sie im Wesentlichen aus, dass die Änderungen am Autounterstand im Jahr 2009 durch die D._ durchgeführt worden seien, worüber die drei Klägerinnen nie näher orientiert worden seien. Im Juli 2009 sei der Autounterstand schliesslich den Klägerinnen übergeben worden. Der durch den Einsturz entstandene Schaden sei deswegen Folge eines (versteckten) Sachmangels, für den die D._ hafte.
D. Die D._ beantragte in der Klageantwort vom 23. September 2016 die kostenfällige Abweisung der Klage, soweit darauf eingetreten werden könne. Begründend führte sie aus, dass der eingestürzte Autounterstand schon Ende 2008 und damit vor den baulichen Veränderungen übergeben worden sei. Die
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baulichen Anpassungsarbeiten seien von keiner Person durchgeführt worden, welche mit der D._ im Zusammenhang stehe.
E. In der Replik vom 12. Oktober 2016 und der Duplik vom 3. November 2016 bestätigten die Parteien ihre Anträge.
F. In der Hauptverhandlung vom 12. September 2017 vor dem Regionalgericht Maloja reduzierten die Klägerinnen ihre Forderung auf CHF 75'387.90.
G. Am 12. September 2017, mitgeteilt am 13. September 2017, eröffnete das Regionalgericht Maloja den Parteien seinen Entscheid ohne schriftliche Begründung mit folgendem Dispositiv:
1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 8'000.- sowie die Kosten der Schlichtungsbehörde von CHF 400.- werden den Klägerinnen unter solidarischer Haftbarkeit einer jeder für den gesamten Betrag auferlegt, unter Anrechnung des von ihnen geleisteten Vorschusses von CHF 8’000.-.
Wird keine schriftliche Begründung des Entscheids verlangt, reduzieren sich die Gerichtskosten des Regionalgerichts Maloja auf CHF 4'000.-.
3. Die Klägerinnen werden verpflichtet, die Beklagte ausseramtlich mit CHF 14'860.50 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu entschädigen, unter solidarischer Haftbarkeit einer jeder für den gesamten Betrag.

## Considerations