# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9319bb6b-d437-44e6-93ce-4fbf32663d58
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die X._AG schloss mit der Y._, bestehend aus der A._AG sowie der B._AG, im Jahre 2009 einen Werkvertrag ab, wobei Erstere als Bauherrin und Letztere als Unternehmerin auftrat. Gegenstand des Werkvertrags bildeten die Baumeisterarbeiten für einen Hotelneubau in O.1_.
B. Im Frühling 2011 ereignete sich während der laufenden Bauarbeiten ein Ölunfall im Bereich der Parzellen- bzw. Bauprojektgrenze zwischen dem  und der benachbarten Mehrfamilienhausüberbauung. Die Behebung des Ölschadens erfolgte unter anderem durch die Y._, welche die Schadensbehebungsarbeiten gestützt auf mündliche Anweisungen ausführte.
C. Am 15. November 2011 erhielt die X._AG für den aufgrund des Ölunfalls verursachten Bauschaden eine Versicherungsleistung von CHF 60'100.-- ausbezahlt.
D. Die Y._ erhob in Zusammenhang mit den erwähnten Arbeiten für die Behebung des Ölschadens gegenüber der X._AG eine Forderung von CHF 45'805.25. Nachdem sie am 10. Mai 2012 ein entsprechendes Schlichtungsgesuch einreichte, fand am 28. Juni 2012 die Schlichtungsverhandlung vor dem Vermittleramt des Bezirks Maloja statt. Da keine Einigung zwischen den Parteien herbeigeführt werden konnte, stellte der Vermittler am 31. Juli 2012 die Klagebewilligung mit folgenden Rechtsbegehren aus:
Rechtsbegehren der klagenden Partei:
„1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 45'805.25, zuzüglich 5% Zins seit 12. März 2012, zu bezahlen.
2. Alles unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% MwSt. zu Lasten der Beklagten.“
Rechtsbegehren der beklagten Partei:
„1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zzgl. MwSt.) zulasten der Klägerin.“
E. Mit Klage vom 5. November 2012 prosequierte die Y._ die Streitsache an das Bezirksgericht Maloja, wobei sie unverändert an ihren Rechtsbegehren
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festhielt. Mit Klageantwort vom 3. Januar 2013 beantragte die X._AG neu was folgt:
„1. Die Klage sei abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge, letztere zuzüglich 8% MwSt., zulasten der Klägerin.“
Die Beklagte führte zur Begründung insbesondere aus, dass die Klage im Namen der Y._ und damit im Namen der einfachen Gesellschaft eingeleitet worden sei. Dieser Mangel in der Gläubigerbezeichnung könne vorliegend nicht geheilt werden, weshalb auf die Klage mangels Partei- und Prozessfähigkeit nicht einzutreten sei.
F. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten die Parteien mit Replik vom 14. Februar 2013 bzw. Duplik vom 12. April 2013 an ihren Anträgen und Ausführungen fest.
G. Mit Zwischenentscheid vom 1. Oktober 2013, mitgeteilt am 3. Oktober 2013, stellte das Bezirksgericht Maloja fest, dass die Prozessvoraussetzung der Partei- und Prozessfähigkeit auf Seiten der Klägerschaft gegeben sei und somit auf die Klage eingetreten werde. Das Bezirksgericht erwog, aufgrund des Umstands, dass neben dem Namen der einfachen Gesellschaft auch die Namen der Gesellschafter aufgeführt worden seien, beide Gesellschafter die Vollmacht an den Rechtsvertreter unterzeichnet hätten und die Parteien über längere Zeit Vertragspartner gewesen seien, habe die Beklagte über die Identität der Klägerschaft keine Zweifel hegen können und sei durch die ungenaue Bezeichnung „Klägerin“ nicht in ihren Interessen beeinträchtigt worden.
H. Nach Durchführung des Beweisverfahrens und einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Bezirksgericht Maloja mit Entscheid vom 19. August 2014, am 15. Januar 2015 im Dispositiv und am 12. Februar 2015 auf Verlangen der Beklagten mit schriftlicher Begründung mitgeteilt, wie folgt:
„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte verpflichtet, den Klägerinnen den Betrag von CHF 45'805.25, zuzüglich 5% Zins seit 20. März 2012, zu bezahlen.
2. Die Gerichtskosten dieses Verfahrens in Höhe von CHF 6'000.-- werden der Beklagten auferlegt. Sie werden mit dem klägerischerseits geleisteten Kostenvorschuss verrechnet, unter Erteilung des Regressrechts auf die Beklagte.
Die Beklagte wird verpflichtet, die Klägerinnen mit [CHF] 23'512.85 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.
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## Considerations