# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5a7f84b6-0ff3-4f61-a454-dd5c3ee46a3d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 16
Sachverhalt
A. X. war von 1997 bis 2005 als Masseur im Wellness-Bereich des Hotels Y. in A. tätig. Bis und mit der Wintersaison 2002/2003 verfügte er jeweils über einen befristeten Saison-Arbeitsvertrag mit der Y. AG. Zwischen den Parteien bestand zudem eine mündliche Vereinbarung, wonach X. für jede Massage, die er über das vereinbarte Soll von 48 Vollmassagen pro Monat hinaus erbrachte, eine Provision erhielt. Am 23. März 2003 vereinbarten die Parteien, dass X. rückwirkend ab 1. Januar 2003 12 Monatslöhne pro Jahr ausbezahlt erhalte. Gemäss Vereinbarung blieben die bisherigen Abmachungen bezüglich Provisionen erhalten. Jeweils am Anfang einer Saison sollte über die vergangene Saison abgerechnet werden. Dabei sollten die aufgelaufenen Provisionen mit den Löhnen, die für die arbeitsfreie Zeit der Zwischensaison bezahlt wurden, verrechnet und eventuelle Überschüsse oder Unterdeckungen auf die nächste Saison vorgetragen oder ausbezahlt werden.
Am 22. August 2003 schloss X. mit der Y. AG einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit Vertragsbeginn am 1. November 2003 ab. Gemäss Vertrag betrug die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit mit Einschluss der Präsenzzeit 42 Stunden. Der Ferienanspruch belief sich auf fünf Wochen (Ziffer 5 des Vertrags). Darüber hinaus hatte der Arbeitnehmer Anspruch auf zwei Ruhetage pro Woche (Ziff. 6) sowie sechs Feiertage pro Jahr (Ziff. 8). Der Lohn für X. betrug Fr. 5'000.-- brutto pro Monat (Ziff. 10). Unter dem Titel "Besondere Vereinbarungen" (Ziff. 12) wurde festgehalten, dass die Provisionen laufend verrechnet und am Ende des Arbeitsverhältnisses ausbezahlt oder zurückerstattet werden. Gemäss dem zwischen den Parteien am 17. Dezember 2004 abgeschlossenen Zusatz zum Arbeitsvertrag galt für X. ab 1. November 2004 eine Arbeitszeit von 41 statt 42 Stunden pro Woche, und der Ferienanspruch wurde auf vier Wochen pro Jahr reduziert.
Das Arbeitsverhältnis zwischen X. und der Y. AG wurde per 15. Oktober 2005 aufgehoben. Im Anschluss kam es zwischen den Parteien über eine Entschädigungsforderung von X. für nicht bezogene Ferien, Ruhe- und Feiertage zum Streit.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 22. Juni 2007 instanzierte X. beim Kreispräsidenten Oberengadin eine Forderungsklage gegen die Y. AG. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 31. August 2007 erstellte der Vermittler am 17. September 2007 den folgenden Leitschein:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
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1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von Fr. 19'639.30 zuzüglich 5% Zins auf Fr. 19'639.30 seit 15. Oktober 2005 zu bezahlen.
2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6% MwSt zu Lasten der Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Abweisung der Klage.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers."
C. X. prosequierte den Leitschein mit Prozesseingabe vom 8. Oktober 2007 an das Bezirksgericht Maloja. Dabei reduzierte er die Forderungssumme von Fr. 19'639.30 auf Fr. 15'850.65. Die Y. AG beantragte in ihrer Prozessantwort vom 26. November 2007 unverändert die kostenfällige Abweisung der Klage. Am 20. Dezember 2007 reichte X. eine Stellungnahme im Sinne von Art. 87 Abs. 2 ZPO ein.
D. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Maloja fand am 7. Oktober 2008 statt. Mit Urteil vom 7. Oktober 2008, mitgeteilt am 23. Oktober 2008, erkannte das Bezirksgericht Maloja, wie folgt:
„1. Die Klage wird abgewiesen.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 2'500.- und CHF 500.- Schreibgebühren, werden auf die Gerichtskasse genommen.
3. Der Kläger wird verpflichtet, die Beklagte ausseramtlich mit CHF 6'000.-, zuzüglich 7,6 % Mehrwertsteuer, zu entschädigen.

## Considerations