# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b3acb810-9c74-40a1-9a94-cbaed4c88a92
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _ 1932, und X._, geboren am _ 1934, sind seit mehreren Jahrzehnten verheiratet und Eltern von drei volljährigen Töchtern. Die Ehefrau hält sich infolge einer Demenzerkrankung seit einigen Jahren im Seniorenzentrum A._ in O.1_ auf. Aufgrund des Umstands, dass X._ ab April 2016 die Heimkosten nicht mehr bezahlte, bzw. der damit verbundenen Gefährdung des Aufenthalts von Y._ im A._ wurde mit Entscheid der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Nordbünden vom 19. Oktober 2016 eine Vertretungsbeistandschaft für die Genannte errichtet. Da die Bemühungen des Beistands, einvernehmlich Geldleistungen für Y._ erhältlich zu machen, scheiterten, wurde ihm mit Entscheid der KESB Nordbünden vom 30. November 2016 die Zustimmung zur Prozessführung mit Substitutionsrecht erteilt.
B. Mit Eingabe vom 14. Dezember 2016 beantragte Y._, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Jean-Pierre Menge, beim Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur (ab 1. Januar 2017 Regionalgericht Plessur) den Erlass von Eheschutzmassnahmen. Ihre Rechtsbegehren lauteten wie folgt:
„1. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, die bisher aufgelaufenen Unterbringungskosten der Gesuchstellerin im A._ von Fr. 40’177.65 sowie die zukünftigen Kosten ab 1.12.2016 zu bezahlen.
2. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, sämtliche Belege über sein Vermögen und seine Einkünfte (inkl. allfällige Mieterträge aus seinen beiden Liegenschaften) vorzulegen.
3. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, einen Kostenvorschuss für den Anteil der Ehefrau an die Kosten des Eheschutzverfahrens sowie einen solchen an die Anwaltskosten der Ehefrau in der Höhe von Fr. 3’000.-- zu leisten.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% Mehrwertsteuer.”
C. Am 16. Dezember 2016 stellte das Gericht X._ das Gesuch zu und setzte ihm Frist an zur Einreichung einer Stellungnahme. Gleichzeitig wurden die Parteien zu einer mündlichen Anhörung am 11. Januar 2017 vorgeladen und aufgefordert, die erforderlichen Beweismittel einzureichen.
D. Mit Schreiben vom 30. Dezember 2016 teilte X._ sinngemäss mit, dass er keine weiteren Zahlungen für seine Ehefrau leisten werde. Zur Begründung führte er unter anderem aus, dass er Alleineigentümer seiner Liegenschaften sei und seiner Ehefrau in den letzten Jahren bereits über CHF 100’000.00 bezahlt
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habe, was wesentlich mehr sei, als ihr Privatvermögen betragen habe. An der Anhörung werde er nicht erscheinen und er werde auch keine Unterlagen einreichen.
E. Nachdem der Ehemann mit prozessleitender Verfügung vom 13. Januar 2017 aufgefordert worden war, einen rechtskundigen Vertreter zu bestellen, teilte Rechtsanwalt lic. iur. Remo Cavegn am 26. Januar 2017 mit, dass er von X._ beauftragt worden sei, dessen Interessen zu wahren. Am 16. Februar 2017 reichte er eine Stellungnahme mit folgenden Anträgen ein:
„1. Das Gesuch sei abzuweisen.
2. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer von 8% zu Lasten der Gesuchstellerin.”
F. Im Rahmen des erstinstanzlichen Verfahrens wurden die Steuererklärungen bzw. Steuerveranlagungen der Ehegatten X._ von 2013 bis 2015 sowie die amtlichen Schätzungen der Liegenschaften von X._ ediert.
G. Die mündliche Hauptverhandlung fand am 17. Februar 2017 in Anwesenheit von X._ sowie der Rechtsvertreter beider Parteien statt. Mit Entscheid vom 17. Februar 2017, mitgeteilt am 27. Februar 2017, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur, wie folgt:
„1. X._ wird verpflichtet, die bisher aufgelaufenen Unterbringungskosten von Y._ im A._ von CHF 40’177.65 sowie die zukünftigen Kosten ab 01.12.2016 soweit diese nicht durch die AHV-Rente von Y._ gedeckt sind, zu bezahlen.
2. Im Übrigen werden die Rechtsbegehren abgewiesen.
3. a) Die Gerichtskosten von CHF 1’500.00 gehen zu Lasten von X._ und sind dem Kanton Graubünden zu überweisen.
b) X._ hat Y._ eine Parteientschädigung von CHF 1’944.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations