# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f5a85e4c-68d5-41b5-bd33-6ee02dd7c0c3
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1974 geborene und zuletzt bei der
Y._ als
Reinigungs
mitar
beite
rin
im Stundenlohn tätige
X._
meldete sich am 2
7.
Juli 2011 unter Hinweis auf Schmerzen und Bewegungseinschränkungen im rechten Fussgelenk, zunehmend seit dem Unfall im Jahr 2005, bei der
Sozial
versiche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis
tungen an (Urk. 6/3). Am 2
1.
Februar 2012 (Eingangsdatum, Urk. 6/23) stellte die Versi
cherte ein Begehren für Hilfsmittel (orthopädischer Serienschuh). Nach medizi
nischen und erwerblichen Abklärungen erteilte die IV-Stelle am
8.
Juni 2012 Kostengutsprache für orthopädische S
erienschuhe (Urk. 6/38) und am 4.
März 2013 für orthopädische Massschuhe (Urk. 6/56). Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
4.
September 2013, Urk. 6/69; Ein
wand vom
3.
Oktober 2013, Urk. 6/73
; ergänzende
Einwandbegründung
vom 1
3.
No
vember 2013,
Urk.
6/78)
sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfü
gung vom 2
5.
Februar 2014 (Urk. 2) eine vom
1.
Mai 2012 bis 3
1.
August 2013 befriste
te ganze Rente zu. Einen darüber hinausgehenden Anspruch verneinte sie.
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am
3.
April 2014 Beschwerde und beantragte, es sei ihr eine unbefristete Rente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwalt Yassin Abu-
Ied
als unentgeltlichen Rechtsbeistand (Urk. 1). Mit Verfügung vom
8.
April 2014 (Urk. 3) wurde der Beschwerdegegnerin die Beschwerdeschrift zugestellt und 30 Tage Frist für die Beschwerdeantwort angesetzt. Der Beschwerdeführerin wurden gleichzeitig 30 Tage Frist zur Einrei
chung des Formulars zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit angesetzt unter Androhung, dass bei ungenügender Substantiierung oder fehlenden oder ungenügenden Belegen zur finanziellen Situation davon ausgegangen werde, dass keine prozessuale Bedürftigkeit bestehe. Mit Beschwerdeantwort vom 2
0.
Mai 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 6/1-96).
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung und unentgeltliche
Prozessfüh
rung
wurde androhungsgemäss mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom
4.
Juni 2014 (Urk. 7) abgewiesen, da die Beschwerdeführerin ihrer
Substantiie
rungspflicht
betreffend prozessuale Bedürftigkeit nicht nachgekommen war. Gleichzeitig wurde der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort (Urk. 5) zu
gestellt. Mit Schreiben vom 1
0.
Juni 2014 (Urk. 9/1) reichte die Beschwerde
führerin das Formular zur Abklärung der prozessualen Bedürftigkeit (Urk. 9/2 unter Beilage weiterer Belege, Urk. 9/4, Urk. 9/5) sowie einen Kurzbericht des
Z._
vom 1
0.
November 2013 (Urk. 9/3) ein. Mit Eingaben vom 1
1.
September 2014 (Urk. 10) sowie 3
1.
Juli 2015 (Urk. 12) reichte die Beschwerdeführerin weitere medizinische Unterlagen ein (Urk. 11; Urk. 13/1-8) ein.
Der Beschwerdeführerin wurde mit Beschluss vom 2
0.
August 2015 Gelegenheit gegeben, zu einer allfälligen
Aufhebung der angefochtenen Verfügung und
Rückweisung
zu
r
ergänzen
den
Abklärung und neuen Verfügung
und einer allen
falls damit verbundenen
Schlechterstellung Stellung zu nehmen (
Urk.
14). Mit Schreiben vom
4.
September 2015 teilte die Beschwerdeführerin mit, sie sei mit einer Rückweisung einverstanden (
Urk.
16).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin führte in der angefochtenen Verfügung vom 25.
Februar 2014 aus, dass die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit seit dem 1
1.
Mai 2011 vollständig arbeitsunfähig sei. Ab Mai 2013 hätte sich die Beschwerdeführerin mit orthopädischen Massschuhen versorgen könne
n
, womit ihr ab diesem Zeitpunkt eine angepasste Tätigkeit
zu 100
%
zumutbar gewesen sei.
Die Beschwerdeführerin
brachte
in ihrer Beschwerde vom
3.
April 2014
vor
, dass sie weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig sei. Sie könne nicht richtig laufen und habe grosse Schmerzen dabei. Sie falle sehr oft um, „faktisch sei sie gelähmt“. Auch mit den Hilfsschuhen könne sie nicht richtig gehen und stolpere sehr viel. Deshalb müsse sie sich immer wieder in ambulante Behandlung bege
ben. Es sei ihr
deshalb
eine unbefristete Rente zuzusprechen.
2.
2.1
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheid
relevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes
gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
Von der Rückweisung der Sache an den Versicherungsträger zur Gewährung des rechtlichen Gehörs ist nach dem Grundsatz der Verfahrensökonomie dann abzu
sehen, wenn dieses Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem gleichlaufenden und der Anhörung gleichgestellten Interesse der versicherten Person an einer möglichst
beförderlichen
Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren sind (vgl. zum
Ganzen BGE 137 I 195 E. 2.3.2; BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2; BGE 133 I 201 E. 2.2).
Be
i
ungenügenden Abklärungen
durch den Versicherungsträger holt
die Beschwerd
e
instanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein
, wenn sie einen (im Verwaltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt über
haupt für gutachtlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine
Administrativ
expertise
in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betref
fende Beweiserhebung erfolgt alsdann vor der
–
anschliessend
reformatorisch entscheidenden
–
Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. E
ine Rückweisung an den Versicherungsträger
bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten
Frage begründet
ist.
Ausserdem
bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurück
zuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (B
GE
137 V 210
E.
4.4.1.
4 mit Hin
weisen; Urteil des Bundesgerichts
8C_815/2012 vom 21.
Oktober 2013 E.
3.4
,
publi
ziert in SVR 1/2014 UV Nr. 2 S.
3)
.
2.4
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung oder des
Einspracheentscheides
ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwal
tungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E.
1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).
3.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen wie folgt:
3.1
Die behandelnden Ärzte der Abteilung für Orthopädie der
A._
notierten in ihrem Austrittsbericht vom 1
6.
Mai 2011 (
Urk.
6/8 S. 2 f.)
fol
gende Diagnosen:
Diagnosen aus OP:
1
1.
Mai 2011:
oberes Sprunggelenk-
(
OSG
)
und
unteres Sprungge
lenk
-
(
USG
)
Arthrose, komplexe Fussdeformität, am ehesten bei motorischer
axionaler
Neuropathie mit
Fussheberparese
M3 rechts, deformierten Talus und Os
naviculare
Status nach Distorsionstrauma rechts 2005
Spreizfussdeformität beidseits
D
ie Beschwerdeführerin sei nach der Fussoperation
zu
100
%
arbeitsunfähig für acht Wochen.
Während dieser Zeit
finde eine Mobilisierung unter
Stockent
lastung
im Unterschenkelgips statt (gleich: Arztbericht vom 1
8.
Mai 2011,
Urk.
6/18 S. 5 f.).
3.2
Nach einer weiteren Operation am 1
6.
September 2011 notierten d
ie Ärzte der
A._
im
Austrittsbericht vom 2
0.
September 2011
(
Urk.
6/18 S. 7)
folgende Austrittsdiagnosen
:
Diagnosen aus OP:
1
6.
September 2011: Fehlender
ossärer
Durchbau
sowohl OSG als auch
subtalar
bei Status nach offener Achillessehnenverlängerung, spiralförmig, nach Farshad rechts, korrigierender OSG-
Arthrodese
rechts, hybrid und Interposition
autologe
Tibiaspongiosa
,
subtalarer
Arthrodese
rechts am 1
1.
Mai 2011 bei
Status nach Distorsionstrauma rechts 2005
Spreizfussdeformität beidseits
In den ersten beiden postoperativen
Tagen
habe sie vermehrt Schmerzen in der Region der Beckenkammspongiosa-Entnahme gehabt, welche jedoch medika
mentös gut hätten eingestellt werden können.
Ansonsten liege ein komplikati
onsloser
peri
- und postoperativer Verlauf vor. Mit Hilfe der Physiotherapie sei eine gute Mobilisation erfolgt. Die Beschwerdeführerin hätte in gutem
Allge
meinzustand
und regelrechten Wundverhältnissen nach Hause entlassen werden können.
Es erfolge weiterhin eine Ruhigstellung in gespaltenem
Unterschenkel
gips
mit Vollentlastung an Gehstöcken für insgesamt 6 Wochen
.
3.3
Dr.
med. B._
, Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte in seinem von der Beschwerdegegnerin eingeholten Arztbericht vom 2
9.
September 2011 (
Urk.
6/18) Arthrosen im oberen Sprunggelenk (OSG) und im unteren Sprung
gelenk (USG) bei komplexer Fussdeformität.
Die Beschwe
r
deführerin
sei seit dem 1
7.
Juni 2010 bis auf weiteres zu 100
%
arbeitsunfähig als
Reinigungsmit
arbeiterin
. Sie sei aufgrund der Gehbehinderung rechts mit Schmerzen einge
schränkt. Die
Auswirkungen
der
zwei bereits erfolgten Eingriffe an der
A._
liessen sich erst in drei bis sechs Monaten beurteilen.
3.4
Anlässlich der Verlaufskontrolle vom
9.
November 2011 (
Urk.
6/19) hielten die Ärzte
der
A._
fest, der Beschwerdeführerin gehe es sehr gut. Sie habe keine Schmerzen und komme ohne Gips in die Sprechstunde. Gelegentlich gehe sie in
Ballerinas
und an Gehstöcken. Die klinischen Befunde würden eine
residuelle
Schwellung zeigen. Es liege ein leichte Überwärmung vor. Sonst sei die OSG- und
Subtalar
-Region eigentlich indolent. Der Schraubenkopf im
sub
talaren
Gelenksbereich an der Ferse sei deutlich
druckdolent
. Die Sensomotorik und
Zirkulation seien unauffällig bis auf
eine
gestörte Sensibilität
anteromedial
im Bereich des
Saphenusversorgungsgebietes
und an der Grosszehe.
Am 1
9.
November 2011 wurde die Beschwerdeführerin vom Hausarzt aufgrund einer schmerzhaften Schwellung am OSG rechts an die
A._
zuge
wiesen (Arztbericht vom 2
3.
November 2011,
Urk.
6/20). Die Ärzte hielten fest, aufgrund der intakten Schrauben und sonst durchgebautem Knochen sowie nur leicht erhöhtem CPR-Wert
liege
kein wirklicher Anhaltspunkt für ein infektiöses Geschehen vor. Am 2
0.
November 2011 erfolgte eine erneute Selbstzuweisung durch die Beschwerdeführerin aufgrund der Schmerzen (Arztbericht vom 2
8.
November 2011,
Urk.
6/21). Die Schwellung sei
regredient
im Vergleich zum Vortag, es sei eher nicht von einem akuten
Infektgeschehen
auszugehen. Auch habe eine Fraktur radiologisch ausgeschlossen werden können. Sie würden bei einer ambulanten Therapie mit Analgesie und Entlastung mit Stöcken nach Massgabe der Beschwerden bleiben.
3.5
Dr.
med.
C._
, Oberarzt der Orthopädie der
A._
hielt in seinem zuhanden der Beschwerdegegnerin erstellten Arztbericht vom
9.
Oktober 2012 (
Urk.
6/42 S. 5 f.) als Diagnose eine
Lumboischialgie
rechts fest.
Er notierte folgende Nebendiagnosen
:
Schmerzhafte Schwellung OSG rechts bei
Status nach
Pseud
o
arthrosenrevision
OSG und USG rechts
,
Becken
kamm
spongiosa-Entnahme
,
Tutoplast
am 1
6.
September 2011 bei
Fehlendem
ossären
Durchbau
sowohl OSG als auch
su
btalar
bei
Status nach offener
Achillessehnenverängerung
, spiralförmig, nach Far
shad rechts, korrigierender OSG-
Arthrodese
rechts, hybrid und
Interpo
sition
autologe
Tibiaspongiosa
,
subtalarer
Arthrodese
rechts am 1
1.
Mai 2011 bei
Status nach Distorsionstrauma rechts 2005
Spreizfussdeformität beidseits
Die Beschwerdeführerin klage bereits seit 2005 über lumbale Beschwerden. Seit einem Jahr Progredienz mit zusätzlicher
ischialgiformer
Ausstrahlung. Es liege ein hinkendes Gangbild vor (OSG-
Arthrodese
rechts), daher
sei
en
der
Zehenspitz und
der
Fersenstand nicht durchgeführt
worden
. Im Stehen sei der
Einbeinstand
rechts nicht möglich, links sei er kein Problem. Es bestehe eine
Sensibilitäts
minderung
am Oberschenkel dorsal und Unterschenkel gesamthaft mit Maxi
mum dorsal. Die Kraft der Kennmuskeln sei nach langer Prüfung rechts auch möglich (si
e sei sehr vorsichtig) mit M4-
5.
PSR rechts sei nicht auslösbar, links auslösbar. Der
Lasègue
sei beidseits negativ. Ihrerseits sei keine Arbeitsunfähig
keit bescheinigt worden.
3.
6
Dr.
med. D._
, FMH Orthopädische Chirurgie, behandelt die Beschwer
deführerin seit dem 1
0.
September 201
2.
In ihrem von der
Beschwer
degegnerin
eingeholten Arztbericht vom 1
3.
Februar 2013 (Eingangsdatum,
Urk.
6/52)
stellte sie folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfä
higkeit:
Ausgeprägte OSG Rotationsinstabilität bei
residuellem
Klumpfuss links, bestehend seit Geburt
Restschmerzen bei Status nach
pantalarer
Arthrodese
mit
talon
avikulär
und
calca
neocuboidaler
Arthrose rechts
, Vorzustand verschlechtert durch Unfall
Die
Beschwerdeführerin
sei
seit dem
8.
Oktober 2012
bis auf Weiteres
zu
100
%
arbeitsunfähig
. Eine Änderung der Arbeitsfähigkeit sei „erst nach korrekter orthopädie-technischer Versorgung zu erwarten (Raumpflegerin)“. Die bisherige Tätigkeit sei mit adäquater orthopädie-technischer Versorgung zu ca. drei bis vier Stunden täglich zumutbar, wobei eine verminderte Leistungsfähigkeit in unebenem Gelände und bei Steigen auf Leitern bestehe. Es könne mit einer 50%igen Wiederaufnahme nach korrekter Versorgung gerechnet werden (Urk.
6/52). Nach korrekter Anpassung mit Massschuhen seien ihr rein sitzende Tätigkeit
en
ganztags, wechselbelastende Tätigkeiten drei bis vier Stunden täg
lich möglich (
Urk.
6/52 S. 4).
3
.7
Dr.
med.
E._
vom Regionalen Ä
rztlichen Dienst (RAD), Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, hielt in seiner Stellungnahme vom 2
2.
Februar 201
3
(
Urk.
6/68 S. 3 f.) fest, dass die Beschwerdeführerin gestützt auf die vorliegenden Arztberichte ab dem 1
1.
Mai 20
11 zu 100
%
arbeitsunfä
hig sei, wobei nicht klar sei, ob und gegebenenfalls wann die von Dr.
D._
avisierte Arbeitsfähigkeit von 50
%
tatsächlich erreicht werde. Angesichts der Angaben zum aktuellen Befund und in Kenntnis der durchgeführten operativen Eingriffe müsse die diesbezügliche Prognose eher ungünstig beurteilt werden. Hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit sei auf die nachvollziehbaren Angaben von
Dr.
D._
abzustellen, wonach sie zu 100
% arbeitsfähig sei „ab dem Zeitpunkt der Versorgung mit orthopädischen Massschuhen“ (die Verordnung sei am 1
8.
Dezember 2012 erfolgt) m
it folgendem Belastungsprofil: R
ein sitzende Tätigkeit, zeitweilig wechselbelastend, ohne Kauern, Steigen auf Leitern und Gerüste, Treppensteigen, ohne Bewegen von Lasten von mehr als 20 kg.
Mit ergänzender Stellungnahme vom 2
3.
März 2013 hielt
RAD-Arzt
Dr.
E._
fest, es liege auch in einer angepassten Tätigkeit eindeutig eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1
1.
Mai 2011 bis zur Versorgung mit Massschuhen vor (
Urk.
6/68 S. 4).
3.
8
Im zuhanden der Beschwerdegegnerin erstellten Arztbericht
vom 2
6.
März 2013 berichteten die
Ärzte der
A._
über die notfallmässige Konsultation der Besc
hwerdeführerin am 1
9.
März 2013
(
Urk.
6/59). Die Beschwerdeführerin habe erneut über Beschwerden betreffend d
a
s obere und untere Sprunggelenk rechts
geklagt
. Es bestehe eine lokale Schmerzsymptomatik mit Dauerschmerz, verstärkt unter Belastung.
S
eit der Operation seien die Schmerzen nie komplett weg gewesen. Aufgrund der aktuellen Beschwerden sei sie in der
F._
vorstellig geworden und wurde an die
A._
über
wiesen, wo sie operiert worden sei. Sie
habe
sich nie fiebrig gefühlt. Eine regu
läre Nachkontrolle im
Fussteam
im Februar dieses Jahres sei von ihr unent
schuldigt ausgelassen worden. Nach einer Nachkontrolle am
5.
April 2013 (
Urk.
6/61)
erfolgte am 1
1.
April 2013 (
Urk.
6/62) eine Infiltration mit
Corticoid
. Die Ärzte der
A._
hielten dafür, dass eine klinische Nachkontrolle in 6 Wochen erfolgen solle. Bis dahin solle sich die Beschwerdeführerin überle
gen, ob sie nur die Schraube, die ins
talonavikulär
-Gelenk reiche
,
entfernen wolle oder das gesamte
Osteosynthesematerial
. Es sei ihr nahegelegt worden, die Schraube von lateral nach medial reichend unbedingt entfernen
zu lassen
. Das restliche
Osteosynthes
ematerial
könne belassen werden,
d
a bei sehr diffuser Schmerzsymptomatik nicht sicher sei, ob die komplette Entfernung zu einer Schmerzlinderung führen würde. Bezüglich des OSG links würde die Wirkung der
Cortisoninfiltration
abgewartet werden (
Urk.
6/62).
3
.
9
Dr.
D._
hielt im Arbeitsunfähigkeitszeugnis vom
2.
Oktober 2013 (Urk.
6/72 S. 5) fest, dass die Beschwerdeführerin in ihrem angestammten Beruf als Serviertochter in dieser Zeit (vom
1.
September
2013
bis zum 3
1.
Januar
2013
[richtig: 2014]
) zu 100
%
arbeitsunfähig sei. In einem sitzenden
Beruf könnte sie
sicher 50
%
arbeiten.
4.
4.1
RAD-Arzt
Dr.
E._
ging von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit
ab dem 1
1.
Mai 2011 bis zur Versorgung mit Massschuhen aus (
Urk.
6/68 S. 4).
4.1.1
D
ie Ärzte der Abteilung für Orthopädie der
A._
attestier
ten in ihren Berichten
vom 1
6.
und 1
8.
Mai sowie vom
7.
Juli 2011 (E.
3
.1) nur kurze Arbeitsunfähigkeiten von einmal acht und
einmal rund 7 Wochen.
Eine andauernde Einschränkung lässt sich damit nicht begründen.
In den Berichten vom 2
0.
September und 9.
, 2
3.
und 2
8.
November 2011 (E. 3.2
; E. 3.4
) äusserten sich die Ärzte weder
zur Arbeitsfähigkeit
in der angestammten, noch in einer angepassten Tätigkeit.
Gestützt auf die Arztberichte der Ärzte der
A._
ist somit nicht beurteilbar, ob die Beschwerdeführerin dauerhaft in der angestammten oder in einer allfälligen angepassten Tätigkeit eingeschränkt
war und falls ja, in wel
chem Umfang.
4.
1.
2
Dr.
B._
attestierte der Beschwerdeführeri
n
am 2
9.
September 2011
eine 100%ige Arbeitsunfähigkei
t als Reinigungskraft
ab dem 1
7.
Juni 2010 bis auf weiteres
(E. 3.3)
. In einer angepassten Tätigkeit sei sie aktuell arbeitsunfähig
da sie sich in der
postoperativen Phase
befinde
. Zum Belastungsprofil einer allfällig angepassten Tätigkeit oder ab wann eine solche zumutbar sei, äusserte er sich nicht. Auch ist auf
die Erfahrungstatsache
hinzuweisen
, dass behandelnde
Arzt
personen
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patien
tinnen und Patienten aussagen (
BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
4.1.3
Dr.
D._
behandelt die Beschwerdeführerin erst seit dem 1
0.
September 2012 (
Urk.
6/52 S. 1). So attestierte sie die 100%ige Arbeitsunfähigkeit auch erst ab
dem
8.
Oktober 2012.
Gestützt auf die vorliegenden
Arztberichte lässt sich die von
Dr.
E._
festgehal
tene und von der Beschwerdegegnerin entsprechend übernommene 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1
1.
Mai 2011 bis zur Versorgung mit Massschuhen nicht nachvol
lziehen.
4.2
Ab der Versorgung mit Massschuhen
ging
Dr.
E._
von einer 100%igen Arbeits
fä
higkeit aus.
4.2.1
In den Berichten
vom 2
6.
März sowie vom
5.
und 1
1.
April 2013
(E.
3.8
) äusser
ten sich die Ärzte
der
A._
weder zur Arbeitsfähigkeit in der ange
stammten, noch in einer angepassten Tätigkeit.
4.2.2
Dr.
D._
hielt
in ihrem Arztbericht vom 1
3.
Februar 2013 (E. 3.6)
dafür, dass das Laufen und Stehen äusserst schmerzhaft und statisch problematisch seien und die Beschwerdeführerin entsprechend eingeschränkt sei (
Urk.
6/52 S.
2).
Inwieweit
die g
eklagten
Beschwerden
und erhobenen Befunde
die Arbeitsfähigkeit in einer sitzenden Tätigkeit
verunmöglichen sollen
, wird
aller
dings
nicht dargelegt
(
vgl.
Urk.
6/52 S. 4). Demnach ist auch nicht nachvoll
ziehbar, warum die 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer sitzenden Tätigkeit erst nach Versorgung mit Massschuhen erstellt sein soll.
Hinzu kommt, dass
Dr.
D._
im
Arztbericht vom
2.
Oktober 2013 (E. 3.8) eine
davon abweichende
Einschätzung
vornahm und dafür hielt, dass die Beschwerdeführerin
in einem sitzenden Be
ruf sicher 50
%
arbeiten könne. Daran hielt sie i
m zuhanden der Beschwerdeführerin erstellten Arztbericht vom 1
1.
Juli 2014 (
Urk.
11) f
est.
Ergänzend notierte sie, dass
bei einem optimal
en
Setting eventuell sogar eine höhere Arbeitsfähigkeit möglich wäre
. Eine Begründung, warum
sie bezüglich der
sitzende
n
Tätigkeit
eine abweichende Beurteilung vornahm
unterblieb ebenso wie die Darlegung des optimalen Settings.
4.
2.
3
Die
Einschätzung
en der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin durch den RAD-Arzt
Dr.
E._
beruhten
im Wesentlichen auf dem Arztbericht von Dr.
D._
vom 1
3.
Februar 201
3.
Da dieser - wie gezeigt - keine zuverlässige Beurteilung zulässt, kann nicht auf die Einschätzung v
on
Dr.
E._
abgestellt werden.
4.3
Nach
dem Gesagten lässt sich der Gesundheitszustand de
r Beschwerdeführerin
gestützt auf
die vorliegenden Arztberichte und die Stellungnahmen des RAD
Arztes
nicht
schlüssig
für den für die Verfügung vom
2
5.
Februar 2014
rele
vanten Zeitraum beurteilen.
Die
Sache
ist demnach
an die
Beschwerde
gegnerin
zurückzuweisen (
E. 2.3
), damit sie den Gesundhe
itszustand der Beschwerdeführerin
für den gesamten Zeitraum bis zum Erlass der neu zu erlassenden Verfügung prüft und hernach
neu über einen allfälligen
Leistungs
anspruch
entscheidet.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69
Abs.
1bis IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die
Verwal-tung
zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Diese ist gestützt auf
Art.
61
lit
. g ATSG in Ver
bindung mit
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherung
sgericht (
GSVGer
) unter Berück
sichti
gung der Bedeutung der Streitsache und der Schwi
erigkeit des Prozesses auf
Fr.
1
‘700.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.
Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und unentgeltliche
Rechtsvertre
tung
vom 1
0.
Juni 2014 (
Urk.
9/1) erweist sich damit als gegenstandslos.