# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8b3b0fc8-16ea-46bf-9d87-cabdd08defd2
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _1973, und X._, geboren am _1970, heirateten am 15. Mai 1996 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus dieser Ehe gingen die zwischenzeitlich volljährig gewordene Tochter A._, geboren am _1997, und der noch minderjährige Sohn B._, geboren am _1999, hervor. Die Parteien lebten bis zur Trennung in einer Mietwohnung in O.2_.
B. Am 2. Juni 2015 liess X._ beim Bezirksgericht Imboden ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, wobei sie folgende Anträge stellte:
"1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit 01. April 2015 getrennt leben.
2. Der Sohn B._, geb. _1999 sei unter die Obhut der Mutter zu stellen.
3. Der Vater sei zu verpflichten, der Mutter an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung für den Sohn B._ einen monatlichen, monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 750.00, zzgl. allfälliger Kinder- und Ausbildungszulagen zu bezahlen.
Ausserordentliche Auslagen für den Sohn im Sinne von Art. 286 Abs. 3 ZGB seien nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen zu 2/3 vom Vater und zu 1/3 von der Mutter zu bezahlen.
4. Der Ehemann sei zu verpflichten, an den Unterhalt der Ehefrau einen monatlichen, monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 4'100.00 zu bezahlen.
5. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 3 und 4 seien rückwirkend auf den 01. April 2015 festzulegen, wobei festzuhalten ist, dass der Gesuchsbeklagte bis anhin an den Unterhalt einen Betrag von CHF 8'000.00 geleistet hat. Er sei zu verpflichten, die rückständigen Alimente innert 10 Tagen nach Rechtskraft des Eheschutzentscheides seiner Ehefrau zu bezahlen.
6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 3 und 4 seien mit der üblichen Indexklausel zu versehen.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsbeklagten."
C. Mit Eingabe vom 10. Juni 2015 liess X._ zudem den Antrag stellen, es sei Y._ superprovisorisch zu verpflichten, bis zum Vorliegen eines endgültigen Entscheids an ihren Unterhalt und denjenigen des Sohnes B._ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag als Akonto in Höhe von Fr. 4'000.-- zu bezahlen. Mit superprovisorischer Verfügung vom 12. Juni 2015 hiess die Einzelrichterin am Bezirksgericht Imboden das Gesuch gut.
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D. In seiner Stellungnahme vom 17. Juli 2015 liess Y._ das folgende Rechtsbegehren stellen:
"1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit 1. August 2014 getrennt leben.
2.A) Die eheliche Liegenschaft C._ in O.2_ sei für die Dauer des Getrenntlebens samt vorhandenem Hausrat und Mobiliar dem Ehemann zur alleinigen Benützung zuzuweisen.
B) Die Ehefrau sei zu verpflichten, ihre persönlichen Gegenstände innert 10 Tagen seit Rechtskraft des Eheschutzentscheides aus der ehelichen Liegenschaft abzuholen.
3.A) Das eheliche Fahrzeug und der Wohnwagen seien für die Dauer des Getrenntlebens der Ehefrau zur alleinigen Benützung zuzuweisen.
B) Die Ehefrau sei zu verpflichten, dem Ehemann die Mietkosten für den Campingplatz in Höhe von CHF 2'860.80 zurückzuerstatten.
4. Der Sohn B._, geb. am _1999 sei unter die Obhut der Mutter zu stellen.
Auf die Regelung eines Besuchs- und Ferienrechts sei aufgrund des Alters des Sohnes zu verzichten.
5.A) Der Vater sei zu verpflichten, der Mutter an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung für den Sohn B._ monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge
 ab 1. April 2015 bis Juli 2015 von CHF 700.00
 ab 1. August 2015 von CHF 400.00
zzgl. allfälliger Kinder- oder Ausbildungszulagen, zu entrichten, zahlbar jeweils auf den Ersten eines Monats.
B) Ausserordentliche Auslagen für den Sohn B._ im Sinne von Art. 286 Abs. 3 ZGB, denen beide Eltern ausdrücklich zugestimmt haben, seien nach Vorlage der entsprechenden Rechnungen zu 1/2 vom Vater und zu 1/2 von der Mutter zu bezahlen, soweit diese nicht von Dritten, insbesondere Versicherungen finanziert werden.
6. Der Ehemann sei zu verpflichten, der Ehefrau ab 1. April 2015 bis 31. Oktober 2015 monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 3'190.00 zu entrichten, zahlbar jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
7. Es sei festzuhalten, dass der Gesuchsgegner seit 1. April 2015 monatlich an den Unterhalt der Ehefrau und des Sohnes einen monatlichen Betrag von CHF 4'000.00 geleistet hat. Der Gesuchsgegner sei berechtigt zu erklären, die zu viel bezahlten Alimente mit den zukünftig zu zahlenden Alimenten zu verrechnen.
8.A) Es sei die Gütertrennung per 17. Juli 2015 anzuordnen.
B) Es sei festzustellen, dass das gemeinsame Sparkonto per Ende März 2015 hälftig unter den Ehegatten aufgeteilt wurde und die Ehefrau einen Betrag von CHF 11'366.00 erhalten hat.
9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Gesuchstellerin.
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10. Sämtliche von den vorgenannten Rechtsbegehren abweichende gesuchstellerische Rechtsbegehren seien abzuweisen."
Gleichzeitig beantragte er die Reduktion der superprovisorisch festgelegten Unterhaltsbeiträge auf Fr. 3'889.-- für die Zeit ab 1. April 2015 bis 31. Juli 2015, auf Fr. 3'589.-- für die Zeit ab 1. August 2015 bis 31. Oktober 2015 und auf Fr. 400.-- ab 1. November 2015 bis zum Vorliegen eines endgültigen Entscheids. Des Weiteren sei festzustellen, dass er seit dem 1. April 2015 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 4'000.-- geleistet habe, welcher mit den zukünftig zu zahlenden Alimenten verrechnet werden könne.
E. In ihrer Replik vom 2. September liess X._ beantragen, den Ehegattenunterhalt eventualiter auf Fr. 4'250.-- festzulegen. Die übrigen Rechtsbegehren blieben unverändert. Y._ stellte in seiner Duplik vom 28. September 2015 das Begehren, es sei eventualiter lediglich die Berechtigung zum Getrenntleben (ohne Festlegung des Trennungszeitpunkts) festzustellen. An seinen übrigen Rechtsbegehren hielt er unverändert fest.
F. Am 16. November 2015 wurde in Anwesenheit der Parteien und ihrer Rechtsvertreter eine Eheschutzverhandlung durchgeführt. Eine Einigung konnte trotz intensiven Einigungsversuchen nicht erzielt werden. Mit Entscheid vom 16. November 2015, mitgeteilt am 15. Januar 2016, erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Imboden wie folgt:
"1. Es wird festgestellt, dass die Parteien zum Getrenntleben berechtigt sind.
2. Der Sohn B._, geb. am _1999, wird für die Dauer der Trennung unter die Obhut der Kindsmutter gestellt.
Angesichts des Alters des Kindes und im Lichte des übereinstimmenden Antrags der Kindseltern wird auf die Festlegung eines gerichtsüblichen Besuchsrechts verzichtet.
3. Die eheliche Liegenschaft C._ in O.2_ wird für die Dauer der Trennung Y._ zur alleinigen Benützung zugewiesen. X._ wird verpflichtet, ihre darin sich befindlichen persönlichen Gegenstände innerhalb von 10 Tagen nach Rechtskraft des vorliegenden Entscheids abzuholen.
4. Das eheliche Fahrzeug und der Wohnwagen werden der Ehefrau zur alleinigen Benützung während der Trennungsdauer überlassen.
5. Der vom Ehemann gestellte Antrag auf Rückerstattung der Campingplatzmiete im Betrag von CHF 2'860.80 durch die Gegenpartei wird abgewiesen.
6. Y._ wird verpflichtet, seiner Familie folgende, monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge zu entrichten:
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- ab 1. April 2015 bis 31. März 2016: CHF 4'032.00 (CHF 750.00 zuzüglich allfälliger Kinder-/Ausbildungszulagen für den Sohn B._, CHF 3'282.00 für die Ehefrau);
- ab 1. April 2016 für die weitere Trennungsdauer: CHF 2'516.00 (CHF 750.00 zuzüglich allfälliger Ausbildungszulagen für den Sohn B._, CHF 1'766.00 für die Ehefrau).
7. Y._ wird verpflichtet, die Hälfte des jeweils im Januar des Folgejahres zur Auszahlung gelangenden variablen Lohnanteils an die Ehefrau weiterzuleiten.
8. Die Kosten für nicht vorhergesehene ausserordentliche Bedürftnisse des Kindes B._ sind vom Ehemann zu zwei Dritteln und von der Ehefrau zu einem Drittel zu übernehmen.
9. Y._ ist berechtigt, den von ihm ab 1. April 2015 bereits geleisteten Unterhalt im Betrag von CHF 4'000.00 pro Monat mit den in Ziffer 6 hiervor festgelegten Unterhaltsbeiträgen zu verrechnen.
10. Es wird die Gütertrennung mit Wirkung ab 17. Juli 2015 angeordnet.
11. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5'500.00 werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Der auf X._ anfallende Anteil geht im Umfang der ihr gewährten unentgeltlichen Rechtspflege zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt das Rückforderungsrecht des Gemeinwesens (Art. 123 ZPO).
Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen. Rechtsanwalt lic. iur. Pius Fryberg wird antragsgemäss mit CHF 4'829.80 (inkl. Mehrwertsteuer) entschädigt. Die Entschädigung geht zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt der Rückforderungsanspruch des Gemeinwesens (Art. 123 ZPO).

## Considerations