# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 07f3e813-1bc3-4ea4-ac6e-d608cdca1131
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1974,
arbeitete vom 1
1.
August 2008 bis zum 31. Dezember 2009 bei der
Y._
als kaufmännische Ange
stellte. Das Arbeitsverhältnis wurde durch die Arbeitgeberin wegen Umstruk
tu
rierung aufgelöst (
Urk.
8/15). Die Versicherte meldete sich in der Folge bei der Arbeitslosenversicherung zum Leistungsbezug an und bezog ab dem
4.
Januar 2010 Arbeitslosentaggelder bei einer Vermittlungsfähigkeit von 100
%
bzw. ab dem
6.
Januar 2011 von 80
%
(
Urk.
8/11).
Vom 2
6.
Oktober
2010 bis zum 25.
April 2011 befand sich die Versicherte auf Zuweisung des Regionalen Arbeitsvermittlungszentrums (RAV)
mit einem Beschäftigungsgrad von 80
%
in einem Arbeitseinsatz bei der
Z._
(
Urk.
8/9).
Wegen starken
Konzen
t
rationsstörungen
, starkem Schwindel, Depressionen, Rücken
schmerzen und Er
schöpfungszuständen me
ldete sich
X._
am 12.
April 2011 bei der Inva
lidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/1).
Am
5.
Mai 2011 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, das
s
aufgrund ihres derzeitigen Gesund
heitszustandes keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 8/8). In der Folge holte sie die Arbeitgeberberichte der
A._
vom
9.
Mai 2011 (
Urk.
8/10)
und der
Y._
vom
6.
Mai 2011 (Urk. 8/15)
sowie die Arztberichte von
Dr.
med.
B._
,
FMH Physika
lische Medizi
n, vom 1
6.
Mai 2011 (
Urk.
8/16),
von
Dr.
med.
C._
,
Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, vom 28. Juni 2011 (
Urk.
8/19) und von der
D._
vom
2.
November 2011 (
Urk.
8/27/6; unter Beilage weiterer Berichte vom
2.
November 2011, Urk. 8/27/7-8 und vom 1
8.
Mai 2011,
Urk.
8/27/9-10)
ein
.
Am
9.
Mai 2011 gab die
Unia
Arbeitslosen
kasse
Auskunft
über die von ihr erbrachten Leistungen der Arbeitslosen
versi
cherung (Urk. 8/11).
Die von der IV-Stelle veranlasste rheuma
tologische-psychi
atrische Begutachtung durch
Dr.
med.
E._
,
In
nere Medizin FMH speziell Rheumaerkrankungen, konnte nicht durchgeführt werden, da die Versi
cherte der Gutachterin die von ihr gewünschten Auskünfte nicht erteilen wollte (
Urk.
8/32). Die IV-Stelle machte deshalb die Versicherte mit Schreiben vom
2.
Februar 2012 auf ihre Mitwirkungspflicht bei der Begut
achtung aufmerksam (
Urk.
8/33).
Sie entschied sich jedoch daraufhin, die Be
gutachtung nicht bei
Dr.
E._
,
sondern beim
F._
durchführen zu lassen (vgl. Mitteilung vom 1
3.
Februar 2012,
Urk.
8/38).
Am 3
0.
März 2012 erstattete die Klinik
G._
(Chefarzt
Dr.
med.
H._
,
Psychiatrie und Psychotherapie) das psychiat
rische Teilgutachten (
Urk.
8/42) und am 2
6.
April 2012 das
F._
das interdis
ziplinäre Gutachten
un
ter Einbezug der Beurteilung von
Dr.
H._
(
Urk.
8/43).
Mit Vorbescheid vom 2
2.
Mai 2012 teilte die IV-
Stelle
X._
mit, sie habe keinen Anspruch auf eine Invalidenrente, da ihr Invaliditätsgrad lediglich 6
%
betrage (Urk. 8/48).
Dagegen erhob die Versicherte durch
den
C
oop
R
echt
sschutz am
1. Juni 2012 (
Urk.
8/51) bzw. am 1
6.
Juli 2012
(
Urk.
8/59)
durch Rechtsanwalt Thomas Laube Einwand. Am 23.
Januar 2013 nahm das
F._
zu den Einw
änden betreffend da
s von ihm erstellten Gutachtens Stellung (
Urk.
8/70).
Mit Verfü
gung vom 1
9.
Juni 2013
verneinte die IV-Stelle ein
en Rentenanspruch (
Urk.
2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob
X._
durch Rechtsanwalt Laube am 5. Juli 2013 Beschwerde mit folgenden Anträgen (
Urk.
1 S. 2):
„1.
Die Verfügung vom 1
9.
Juni 2013 sei aufzuheben.
2.
Der Beschwerdeführerin sei ab Oktober 2011 eine Rente der IV auszu
rich
ten.
3.
Eventuell: Es seien die notwendigen medizinischen Abklärungen durchzu
führen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“
Die Beschwerdegegnerin ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 1
1.
September 2013 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). D
ie
Beschwerdeführer
in
liess mit Replik vom 2
4.
Septemb
er 2013 vollumfänglich an ihren
Anträgen festhalten (
Urk.
11).
Die Beschwerdegegnerin verzichtete am
8.
Oktober 2013 auf Duplik (
Urk.
15), was der Beschwerdeführerin am 1
4.
Oktober 2013 mitgeteilt wurde (
Urk.
16).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
des
ge
setzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Be
ein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit ver
ursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze
oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent An
spruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28
Abs. 1 IVG).
1
.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Laut dem Arztbericht von
Dr.
B._
vom 1
6.
Mai 2011 (
Urk.
8/16) besteht bei der Beschwerdeführerin ein chronisches
Panvertebralsyndrom
bei ausgeprägter S-förmiger
Kyphoskoliose
der BWS und Torsionsskoliose der LWS sowie
Osteo
chondrose
C5/6 mit reaktiver Spondylose. Die Beschwerdeführerin leide unter
chronifizierten
Rückenschmerzen. Sie fühle sich dadurch in ihrem Alltag stark behindert und brauche für gewisse Verrichtungen Hilfe. Als KV-Angestellte sei sie nicht in der Lage, Arbeiten mit langem Gehen oder Stehen, insbesondere Heben und Tragen mittelschwerer Lasten auszuüben. Es könne mit der Wieder
aufnahme der beruflichen Tätigkeit im Umfang von 100
%
gerechnet werden.
2.2
Gemäss dem Arztbericht von
Dr.
C._
vom 2
8.
Juni 2011 (
Urk.
8/19) besteht
bei der Beschwerdeführerin eine Persönlichkeit mit narzisstischen Zügen sowie ein Status nach akuten
polimorphen
psychotischen Störungen ohne Symptome einer Schizophrenie in akuten
Belastungssituationen (ICD-10 F
23.01).
Die Beschwerdeführerin habe
Dr.
C._
erstmals am 1
0.
April 2002 aufgesucht, sie sei in Begleitung ihres Vaters gekommen. Damals sei sie seit einigen Tagen verwirrt gewesen, habe sich beobachtet und verfolgt gefühlt, habe unter Konzentrationsstörungen, teilweise
r
Apathie und sozialem Rückzug gelitten. Unter
neuroleptischer
Medikation habe innert
Tagen
eine Erholung eingesetzt.
Im Juli 2005 habe sich die Beschwerdeführerin wieder wegen Angst
zuständen gemeldet, welche nach etwa zwei Wochen abgeklungen seien. Am
1.
Juli 2009 sei die Beschwerdeführerin wiederum von ihrem Vater gebracht worden, sie sei
schlaflos, verwirrt und wahnhaft gewesen.
Dies nach einer plas
tischen Gesichtsoperation in
I._
.
Unter medikamentöser Therapie habe wiederum eine rasche Stabilisierung erreicht werden können. Die plastische Ope
ration sei wegen den Folgen der früheren Gesichtsparese, welche die Beschwerdeführerin bis heute stark belaste, erfolgt. Nach der Rückkehr in die Schweiz seien Komplikationen aufgetreten, welche im weiteren Verlauf aber ausgeheilt seien, so dass das Resultat für die Beschwerdeführerin nun zufrie
denstellend sei.
Trotz wiederholten depressiven Verstimmungen bestehe insge
samt ein guter Verlauf, was sich vor allem in einer Verbesserung des Schlafs bemerkbar gemacht habe, so dass die Medikamente weitgehend hätten reduziert werden können. Aktuell sei die Stimmung der Beschwerdeführerin ausgegli
chen, es gebe keine Hinweise auf eine grobe Störung von Konzen
tration, Auf
fassung, Aufmerksamkeit, Gedächtnis und auf ein psychotisches Erleben. Die Beschwerdeführerin sei durch die lang dauernde Arbeitslosigkeit stark belastet, sie möchte unbedingt wieder eine Stelle, um die
Fürsorge
abhängigkeit
zu ver
meiden. Aufgrund der Belastungen in ihrer Kindheit und Jugend bestehe eine persönlichkeitsbedingte Vulnerabilität, eine eingeschränkte Belastbarkeit und möglicherweise leichte kognitive Ein
schränkungen, wie sich das in den letzten Arbeitseinsätzen gezeigt habe. Deshalb bestehe eine maximal 50%ige Arbeits
fähigkeit als Sekretä
rin/Sachbearbeiterin (bei Arbeit mit begrenztem Druck und ebensolcher zeitlicher Belastung
)
seit Anfang 201
0.
Im Haushaltsbereich sei die Arbeits
fähigkeit nicht eingeschränkt. Eine Ver
besserung könne mittelfristig nicht erwartet werden. Eine neuropsychologische Abklärung wäre sinnvoll.
2.3
Laut dem Bericht der
D._
(Oberarzt
Dr.
med.
J._
,
Facharzt für Neurochirurgie)
vom
2.
November 2011 (
Urk.
8/27/6)
besteht a
us
wirbel
s
äulenchirurgischer
Sicht
bei
Thorakalskoliose
eine Einschränkung der Belast
barkeit der Beschwerdeführerin. In einer optimal angepassten Tätigkeit
sei
wahrscheinlich eine Arbeit
sfähigkeit von 60-70
%
zeitlich
vorstellbar.
Zu dieser Beurteilung gelangte
n die Ärzte der
D._
aufgrund von zwei Kon
sultationen. Als Ergebnis der Konsultation vom 1
8.
Mai 2011 (
Urk.
8/27/9-10) hielt
en
sie
fest, falls es sich um eine idiopathische Skoliose handle, könnten die Beschwerden nicht eindeutig auf die
mässiggradig
ausgeprägte Skoliose zurück
geführt werden. Es müssten deshalb medizinische Unterlagen über den Verlauf beigezogen und allenfalls MRI-Untersuchungen der HWS und BWS durch
geführt werden. Im Bericht über die Konsultation vom
2.
November 2011 (
Urk.
8/27/7) führte
n
die
Ärzte der
D._
aus,
das am 2
8.
Oktober 2011 durchgeführte MRI der BWS und HWS habe keinen Nachweis für eine spinale Pathologie oder eine kongenitale Veränderung ergeben. Bis auf die bekann
te thorakale Skoliose sei die Untersuchung negativ ausgefallen. Die tho
rakale
Skoliose sei in den letzten 20 Jahren nicht progredient.
Sie könne allen
falls einen Teil der lokalen Beschwerden erklären. Ein
wirbelsäulen
chirurgischer
Eingriff könne unter diesen Umständen nicht empfohlen werden.
2.4
Gemäss dem
bidisziplinären
Gutachten des
F._
vom 2
6.
April
2012 (
Urk.
8/4
3
) besteht bei der Beschwerdeführerin ein chronisches
zerviko-thorakovertebrales
Schmerz
syndrom
mit/bei
Thorakalskoliose
, erheblicher muskulärer
Dysbalance
zervikal und thorakal, Haltungsinsuffizienz,
anteriorem
Knieschmerz rechts und einem reizlosen Kniegelenk, klinisch keine Anhaltpunkte für Kniebinnenläsion, ein Zustand nach polymorpher psychotischer Störung sowie eine inter
mittie
rende Akzentuierung der Persönlichkeitszüge (emotional instabilen und narziss
tischen, ICD-10: Z73.1).
Bei der Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) habe kein relevantes arbeitsbezogenes körperliches Problem ermittelt wer
den können. Bei zuverlässiger Leistungsbereitschaft der Beschwerdeführerin liege die Belastbarkeit allgemein im Bereich einer mittel
schweren Arbeit. Die EFL habe
Belastbarkeitslimiten
für Heben vom Boden bis zu Taillenhö
hen für Gewichte von maximal 17,
5 kg, für Heben von Taillen- bis zu Kopfhöhe von maximal 7,5 kg und für Heben horizontal von maximal 25 kg ergeben. Die an
gestammte Tätigkeit
als Sachbearbeiterin bei einer Versicherung
, bei welcher es sich um eine leichte wechselbelastende Tätigkeit gehandelt habe,
sei der Be
schwerdeführerin sowohl aus rheuma
tologischer wie auch aus psychiatrischer
Sicht vollumfänglich zumutbar. Seit dem 1
5.
Februar 2012 sei die Beschwerde
führerin als Sachbearbeiterin bei der Firma
K._
angestellt. Hierbei handle es sich um eine überwiegend sitzende Arbeit. Aus rheumatologischer Sicht sei diese grundsätzlich in einem höheren Pensum zumutbar. Es seien je
doch vermehrte Kurzpausen zu empfehlen, um
Ent
lastungshaltun
gen
einneh
men zu können, entsprechend einer zeitlichen Reduktion von einer Stunde pro Tag (Arbeitsfähigkeit 87,5
%
). Aus psychiatrischer Sicht bestehe keine Ein
s
chränkung der Arbeitsfähigkeit. Aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht sei der Beschwerdeführerin eine körperlich maximal mittelschwere Tätigkeit unter Berücksichtigung der oben aufgeführten
Belastbarkeitslimiten
ganztags zumut
bar. Aufgrund der nachvoll
ziehbaren
myofaszialen
Schmerz
problematik
werde eine Tätigkeit mit aus
reichenden wechsel
belastenden Anteilen empfohlen. Aus psychiatrischer Sicht seien Tätigkeiten mit sehr hohen Anforderungen an die psychische Belast
barkeit, z.B. eine Arbeit in einem grossen Team oder mit vielen
Kunden
kontakten
, nicht geeignet, in einer optimal adaptierten Tätigkeit bestehe aber eine 100%ige Arbeitsfähigkeit.
3.
Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
Die Parteien s
ind sich
vor allem
darin
nicht einig, ob der Invaliditätsgrad basierend auf der Einschätzung des Gutachtens des
F._
berechnet werden kann. Während die Beschwerdegegnerin dieses Gutachten für überzeugend hält, bezeichnet
es die Beschwerdeführerin
als ungenügend, ins
besondere
beruhe es nicht auf einer umfassenden Abklärung,
berücksichtige nicht sämtliche gesundheitlichen Beeinträchtigungen und setze sich nicht aus
reichend mit den medizinischen
Vorakten
und den darin enthaltenen abwei
chenden Einschätzungen der Arbeitsfähigkeit auseinander.
3.1
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das
vom
F._
und von
Dr.
H._
erstellte
bidisziplinäre
Gutachten
vom 3
0.
März 2012 (
Urk.
8/43)
für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist. Es beruht auf den
er
for
der
lichen allseitigen Untersuchungen, insbesondere wurde eine ausführliche Eva
lu
ation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(EFL)
durch
geführt (Urk.
8/43/7-15
).
3.2
Was die seitens der Beschwerdeführerin kritisierte Untersuchungsdauer betrifft, ist auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts hinzuweisen, wonach es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens nicht auf die Dauer der Untersu
chung ankommt, sondern in erster Linie massgebend ist, ob die Expertise in
haltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Immerhin muss der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestel
lung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein. Dabei
kann
eine zwanzigminütige Untersuchung ausreichen, wenn keine konkreten Hin
weise vorliegen, dass sich die kurze Untersuchungsdauer negativ auf die Quali
tät des Gutachtens ausgewirkt
hat (Urteil 8C_942/2009 vom 29.
März 2010 E.
5.2). Solche Umstände sind hier nicht ersichtlich.
3.3
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, es handle sich bei den praktisch täglichen Gewaltexzessen des Vaters in der Kindheit und der Jugend um ein gesundheitliches Problem, welches durch die Gutachter selbstständig abzuklären gewesen wäre, ist festzuhalten, dass Verhaltensweisen und Handlungen von Dritten selbstredend kein invalidisierendes gesundheitliches Problem darstellen, sondern lediglich ein solches verursachen können. Ausserdem ist die mittler
weile 40 Jahre alte Beschwerdeführerin schon vor Jahren bei ihren Eltern aus
gezogen und damit aktuell nicht mehr mit den Gewaltexzessen des Vaters kon
frontiert. Einer umfassenden Aufarbeitung von in der
Kindheit und Jugend
stattgefundenen Traumen bedarf es allenfall
s zur Behandlung eines gegen
wärti
gen
psychischen Problems. Zur Stellung einer Diagnose und insbesondere zur Einschätzung der Arbeitsfähigkeit erscheint es dagegen als genügend, wenn diese als mögliche Ursachen von den begutachtenden Ärzten erwähnt werden.
Dasselbe gilt bezüglich der
Fascialparese
, welche das Gesicht der Beschwerde
führerin in ihrer Kindheit und Jugend entstellte, jedoch zwischenzeitlich mit einem für die Beschwerdeführerin zufriedenstellenden Resultat (
Urk.
8/19/6) mittels plastischer Gesichtsoperation korrigiert werden konnte.
3.4
Das Gutachten berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Be
schwerden und ist in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet worden. In Bezug auf die
Vorakten
haben die Gutachter in ihrer Stel
lungnahme vom 23. Januar 2013 (
Urk.
8/70)
zutreffend
festgehalten,
dass der rheumatologische Teil des Gutachtens zwar keinen formellen
Akten
zusammen
zug
enthält, jedoch eine chronologische Darstellung der Kranken
geschichte so
wohl aufgrund der Akten als auch aus Sicht der Beschwerde
führerin erfolgt ist. Ausserdem listet das im Zeitpunkt der rheumatologischen Begutachtung bereits vorhandene psychiatrische
Teilgut
achten
die für die psychiatrische Begutach
tung relevanten Vordokumente auf (
Urk.
8/42/2). Es hat damit insgesamt eine genügende Auseinandersetzung mit den
Vorakten
stattgefunden
. Die Gutachter
weisen in ihrer Stellungnahme vom 2
3.
Januar 2013 (
Urk.
8/70) sodann darauf hin, dass die rheumatologische Untersuchung per se einen kursorischen auf die Sensomotorik beschränkten Neurostatus enthalte, welcher durch die EFL ergänzt werde und die psychiat
rische Untersuchung auch Tests zur neuropsychologi
schen Funktionsfähigkeit umfasst habe.
In der EFL seien ausserdem auch die koordinativen und die
Gleich
gewichtsfunktionen
erfasst worden.
Diese hätten kei
ne Hinweise auf eine funktionsbehindernde Schwindelproblematik und keine Hinweise auf eine organische Störung der Hirnfunktion ergeben, womit sich eine zusätzliche
neuro
o
to
logische
wie auch eine vollständige neuropsycholo
gi
sche Abklärung erübrigte. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizi
ni
schen Zusammenhänge ein. Die von den Gutachtern vorgenommen
en
Schluss
folgerungen sind einlässlich und nachvollziehbar begründet. Das Gut
achten genügt damit auch in dieser Hinsicht den gestellten Anforderungen.
3.5
In den Akten keine Bestätigung findet
die Behauptung der Beschwerdeführerin, sie habe in den letzten Jahren praktisch von jedem Arbeitgeber angesichts ihrer stark unterdurchschnittlichen und fehlerhaften Arbeitsleistung die Kündigung erhalten. Die Stelle bei der
A._
,
wo sie seit dem
1.
Dezember 2003 arbeitete, hat die Beschwerdeführerin am 2
8.
Februar 2006 selber gekündigt (
Urk.
8/10/6)
. Die Arbeitsverhältnisse mit der
L._
und
mit der
Y._
wurde
n
von der
jeweiligen
Arbeitgeberin
aus wirtschaftlichen Gründen bzw.
wegen einer betrieblichen Umstrukturierung aufgelöst
, wobei die Beschwerdeführerin von beiden Firmen durchwegs gute
bis sehr gute
Arbeitszeugnisse erhielt
(
Urk.
8/14/9,
Urk.
8/15/6
)
.
Aus dem Lebens
lauf der Beschwerdeführerin (
Urk.
8/14/1) ergibt sich sodann, dass sie zwar einige Stellenwechsel zu
verzeichnen hatte
, sie war aber zwischen November 1997 und November
2006 in zwei mehrjährigen Arbeitsverhältnissen tätig.
So
dann waren die Arbeitsverhältnisse beim
M._
(November und Dezember 2007) und bei der
N._
(April und Mai 2010) zum vorneherein befristet, mithin ergibt sich auch bei diesen Arbeitsverhältnissen kein Hinweis, dass sie wegen ungenügenden Leistungen der Beschwerdeführerin aufgelöst worden wären. Mithin bleibt damit lediglich das Arbeitsverhältnis mit der
O._
,
welches von der Arbeitgeberin im April 2008 während laufen
der Probezeit aufgelöst worden ist (
Urk.
8/14/1,
Urk.
8/14/7).
3.6
Be
i
der
Würdigung von
Berichte
n
behandelnder
Ärzte ist der Erfahr
ungstat
sache Rechnung zu tragen
, dass
sie
mitun
ter im Hinblick auf ihre
auftragsrecht
liche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E. 3b/cc).
Die Einschätzung von
Dr.
C._
vermag ausserdem
deshalb
nicht zu überzeugen,
weil
er gegenüber der Arbeitslosen
versicherung im Arztzeugnis vom 1
0.
Januar 2011 der Beschwerdeführerin lediglich für die Zeit vom
3.
bis zum
5.
Januar 2011 eine 100%ige und ab dem
6.
Januar 2011 ein 20%ige Arb
eitsunfähigkeit bescheinigt
hatte
(
Urk.
8/11/2), gegenüber der Beschwerdegegnerin aber im Be
richt vom 2
8.
Juni 2011 im Widerspruch zu seiner echtzeitlich
en Einschätzung festh
ie
lt
, es bestehe seit Anfang 2010 eine maximale Arbeitsfähigkeit von 50
%
(
Urk.
8/19/6).
Ausserdem
berichtete
Dr.
C._
,
aktuell sei die Stimmung der Beschwerdeführerin ausgeglichen und es gebe keine Hinweise auf grobe Störung von Konzentration, Auffassung, Aufmerksamkeit und Gedächtnis sowie auf psychotisches Erleben.
Der
von
Dr.
C._
festgehaltenen
Krank
heitsgeschichte
ist zu entnehmen
, dass die Beschwerdeführerin sich seit
dem Jahre
2002 wohl wiederholt in psychiatrische Behand
lung begeben musste, un
ter entsprechender Medikation aber jeweils rasch eine deutliche Verbesserung des Zus
tands eintrat. Aktuell erkannte
Dr.
C._
dagegen
eine starke Belastung
vor allem in der
lang
dauernden
Arbeitslosigkeit und damit in e
inem invaliditätsfremden Grund. Die einge
schränkte Belastbarkeit bei der Arbeit ergab
sich
für
Dr.
C._
offensichtlich auch nicht aus eigenen Feststel
lungen
und Abklärungen
, sondern aus dem Bericht der
Z._
vom
1.
April 2011 (
Urk.
8
/9), laut welchem die Beschwerde
führerin während des vom 2
6.
Oktober 2010 bis zum 2
5.
April 2011 dauernden Arbeitseinsatzes in der Be
lastbarkeit und der Kritikfähigkeit teilweise einge
schränkt gewesen sei, was sich z.B. durch
Vergesslichkeiten
, eher langsames Arbeiten und
Konzentrations
schwierigkeiten
gezeigt habe.
3.7
Was die Einschätzung der
D._
anbelangt, so ist festzuhalten, dass diese lediglich eine
mässiggradig
ausgeprägte Skoliose festgestellt hat, welche
allenfalls einen Teil der lokalen Beschwerden erklären könne. Ausserdem sei die
thorakole
Skoliose in den letzten 20 Jahren nicht progredient gewesen (Urk. 8/27/7). Entgegen der Behauptung der Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S. 4) hat die
D._
auch nic
ht die IV-Anmeldung eingeleitet, sondern die Beschwerdeführerin hat dies selber gemacht und die
D._
erst nach erfolgter Anmeldung erstmals konsultiert. Die MRI-Untersuchung fiel bis auf die bereits bekannte thorakale Skoliose negativ aus. Obwohl
die
D._
somit im wesentlichen
keine Befunde erheben konnte, welche die von der Beschwerde
führerin geklagten Beschwerden erklären, attestierte sie ihr aus
wir
belsäulenchirurgischer
Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 30 bis 40
%
in einer optimal angepassten Tätigkeit, was nicht zu überzeugen vermag.
3.8
Zusammenfassend ist die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des
Invalidi
tätsgrades
zu Recht von der Einschätzung des
bisdisziplinären
Gutachtens des
F._
ausgegangen, wonach die Beschwerdeführerin eine körperlich maximal mittelschwere Tätigkeit unter Berücksichtigung der
Belastungslimiten
(Heben vom Boden bis zu Taillenhöhen maximal 17,5 kg, Heben von Taillen- bis zu Kopfhöhe maximal 7,5 kg und Heben horizontal maximal 25 kg) ganztags zu
mutbar ist, wobei aufgrund der
myofaszialen
Schmerzproblematik ausreichend wechselbelastende Anteile notwendig sind. Aus psychiatrischer Sicht erleidet die Beschwerdeführerin ausserdem insofern eine Einschränkung, als Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die psychische Belastbarkeit (z.B. in einem grossen Team oder mit vielen Kundenkontakten) ungeeignet sind.
4.
4.1
Es ist davon
auszugehen, dass
die Beschwerdeführerin ohne Eintritt des
Gesund
heitsschadens
weiterhin zu 100
%
einer Tätigkeit im kaufmänn
ischen Bereich nachgehen würde, wobei zu berücksichtigen ist, dass sie ihre letzte unbefristete Vollzei
tstelle bei der
Y._
nicht aus gesundheitlichen Gründen verloren hat.
Der Zentralwert für mit Sekretariats- und Kanzleiarbeiten beschäftigten Frauen auf dem Anforderungsniveau 3 (Berufs- und Fach
kennt
nisse vorausgesetzt) betrug im Jahre 2010 im privaten und öffentlichen Sektor zusammen Fr. 6‘093.
pro Monat bei 40 Arbeitsstunden pro Woche (LSE 2010, Tabelle T7S, S. 31), was unter Be
rücksichtigung einer betriebsüblichen Arbeits
zeit von 41,6 Stunden pro Woche
ein hypothetisches Ein
kom
men von monatlich Fr.
6‘336.70 bzw. Fr.
76‘040.40
pro Jahr (mal 12) ergibt.
Angepasst an den Nominallohnindex für Frauen (vgl. Bundesamt für Statistik, Tabelle
T.2.10
: 20
10
=
100.0
, 2011 =
101.0
) resultiert für das Jahr 2011 ein
Validen
einkommen
von
Fr.
76‘800.80
.
4.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder je
denfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) heran
ge
zogen werden (BGE 126 V 75 f. E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472
E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardi
sier
ten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hin
weis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei
der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass
ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die seit 2008 betriebsübliche durchschnittliche Arbeits
zeit von wöchentlich 41,6 Stunden (Die Volkswirt
schaft 12-2011 S. 98 Tabelle B9.2;
BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 f. E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI
200
0 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit ver
richteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnit
tliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu
einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem
Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merk
male der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre
gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits
markt
nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Be
stimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Ein
zel
fall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des
Tabel
len
lohnes
zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitver
antwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten
Leidens
abzuges
nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
4.3
Die
Beschwerdeführerin
kann
grundsätzlich weiterhin in ihrem angestammten
Tätigkeitsbereich arbeiten
.
Es ist damit bei der Berechnung des
Invaliden
ein
kommens
vom gleichen Tabellenlohn auszugehen wie beim
Validen
einkommen
, somit also von
Fr.
76‘800.8
0.
Die
Beschwerdeführerin
sollte eine möglichst
wechselbelast
ende Tätigkeit
ausüben
und
muss
bei einseitiger Belastung v
er
mehrte Pausen einschalten. Es sind zwar im kaufmännischen Bereich durchaus Stellen vorhanden, bei welchen eine wechselnde Belastung besteht
,
d
ie
Stellen
auswahl
ist
für die
Beschwerdeführerin aber
dadurch
eingeschränkt
bzw. es besteht bei
Stellen mit
einseitiger Belastung durch die vermehrt notwendigen Pausen eine
zeitlich um rund 15
%
reduzierte Arbeitsfähigkeit. Ausserdem ist
die Beschwerde
führerin
auch für Tätigkeiten mit hohen Anforderungen an die psychische Belastbarkeit ungeeignet. Diesen Umständen ist mit einem
Abzug von
insgesamt 20
%
Rechnung zu tragen.
Es
resultiert
damit
eine
Einko
mmens
ein
busse
bzw.
ein Invaliditätsgrad von
20
%
.
5.
Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht zum Ergebnis gelangt ist, dass die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
6.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG das
Be
schwerdeverfahren
bei Streitigkeiten
um die Bewilligung oder die Verweige
rung von IV-Leistungen vor dem kanto
na
len Versicherungsgericht kostenpflich
tig. Die Kosten werden nach dem
Ver
fah
rensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von 200-1000 Fran
ken
festgelegt.
Die Gerichtskosten sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.