# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 41645b26-a1bc-45b2-a9fb-ca5ac8523a78
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968, meldete sich am 1
6.
Dezember 2011 (Ein
gangsdatum) unter Hinweis auf einen
am
2
3.
September 2010
erlittenen
Bein
bruch
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/16).
Nach medizinischen und erwerblichen Abklärun
gen sowie durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 2
3.
Juni 2014,
Urk.
7/49; Einwand vom 2
5.
August 2014,
Urk.
7/50; ergänzende
Ein
wandbegründung
vom
2.
Oktober 2014,
Urk.
7/55) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom
7.
Oktober 2014 einen Rentenanspruch (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 1
0.
November 2014 Beschwerde und bean
tragte, es sei die angefochtene Verfügung aufzuheben. Die Beschwerdegegnerin sei anzuweisen, die Akten rechtsgenügend, insbesondere ohne
Mehrfachauf
nahme
derselben SUVA-Akten neu zu ordnen und zu aktualisieren. Sie sei anzuweisen, zu ermitteln, alsdann neu zu entscheiden und ihm eine Invaliden
rente auszurichten.
Mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
Dezember 2014 schloss die Beschwerde
-
gegne
rin
auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
7/1-60), was dem Beschwerdeführer am 1
7.
Dezember 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt in der angefochtenen Verfügung
(
Urk.
2)
dafür, dass de
m
Beschwerdeführer im rentenrelevanten Zeitraum ab Juni 2012 eine körperlich leichte Tätigkeit (Belastungsprofil: Wechselbelastung ohne regelmäs
siges Heben und Tragen von mittelschweren und schweren Lasten in überwie
gend sitzender Arbeitsposition, mit der Möglichkeit, kurze Strecken zu gehen, ohne Gehen auf unebenem Grund, ohne Zwangshaltungen des Kniegelenks wie Hocken oder Knien, ohne wiederholtes Treppensteigen, ohne Arbeiten auf Lei
tern und Gerüsten) vollumfänglich zumutbar sei.
Gestützt auf einen
Einkom
mensvergleich
resultiere entsprec
hend ein Invaliditätsgrad von 0
%.
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber im Wesentlichen vor, die SUVA richte nach wie vor Taggelder auf Grundlage vollständiger Arbeitsfähigkeit aus,
wobei sie davon ausgehe, dass die Aufnahme einer angepassten Tätigkeit bis
lang nicht zumutbar gewesen sei.
Das Dossier der Beschwerdegegnerin sei durch den mehrfachen
Beizug
der gleichen Akten der Schweizerischen
Unfallversi
cherungsanstalt
(SUVA) unnötig umfangreich und völlig unübersichtlich. Der letzte vollständige
Aktenbeizug
sei am 2
9.
Oktober 2012, mithin vor mehr als zwei Jahren erfolgt, und habe die Urkunden 1-172 enthalten. Mittlerweile umfasse das SUVA-Dossier allerdings mehr als 325 Urkunden, wovon die Beschwerdegegnerin nur den Bericht über die kreisärztliche Untersuchung vom
7.
Oktober 2013 (
Urk.
7/43), sowie den provisorischen und definitiven
Austritts
bericht
der Rehaklinik
Y._
vom 3
0.
Januar 2012
habe
(
Urk.
7/45-46). Die Akten seien entsprechend nicht mehr aktuell, unvollständig und andererseits durch mehrfache Aufnahme derselben völlig unübersichtlich, was je für
sich den Anspruch auf rechtliches Gehör verletze. Die fehlende Aktualität der SUVA-Akten verletze die Untersuchungspflicht. Im Jahr 2012 sei weder eine Verbes
serung des Gesundheitszustandes eingetreten noch habe die SUVA den Fall p
er
1.
April 2012 abgeschlossen
, wovon aber die Beschwerdegegnerin auszugehen scheine
(
Urk.
1).
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
2.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundes
gerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
3.
Die medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen wie folgt:
3.1
Dr.
med.
Z._
, FMH Allgemeinmedizin, notierte in seinem
von der
Beschwer
degegnerin
eingeholten
Arztbericht
vom 2
0.
Januar 2012 folgende Diagnose (
Urk.
7/22 S. 5):
Dislozierte laterale
Tibiafraktur
rechts bei Arbeitsunfall 2
3.
September 2010
Plattenosteosynthese 2
9.
September 2010 (Limmattal Spital)
Osteosynthesematerial
-Entfernung 1
7.
November 2011
Der Beschwerdeführer sei vom 2
3.
September 2010 bis zum
8.
Januar 2012 voll
umfänglich arbeitsunfähig gewesen. Seit dem
9.
Januar 2012 sei er
zu
50
%
arbeitsfähig (halbtags, versuchsweise). Kniebelastende Tätigkeiten seien nie mehr möglich, das heisse Treppen- oder Leiternsteigen sei nicht mehr länger als wenige Minuten möglich. Kraftvolle Zug-, Stoss- und Drehbewegungen
, axiales Abstützen,
Gehen
ausschliesslich auf unebenem Untergrund, Gerüstarbeiten und schwere Arbeiten wie Pickeln, Schaufeln, Spitzen, und Vibrationen seien nicht möglich. Die bisherige Tätigkeit
als Bauarbeiter sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar. Der Beschwerdeführer sei wahrscheinlich austherapiert (
Urk.
7/22 S. 5).
3.2
3.2.1
Die behandelnden Ärzte der Uniklinik
A._
, Orthopädie, hielten in ihrem zuhanden der SUVA erstellten Arztbericht vom
3.
April 2012 folgende Diagnose fest (
Urk.
7/33 S. 126):
Posttraumatische, lateralbetonte Gonarthrose Knie rechts mit/bei
Status nach Plattenosteosynthese einer lateralen
Tibiakopfimpressions
fraktur
rechts am 2
9.
September 2010 (
fecit
Limmattalspital)
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
am 1
7.
November 2011
Der Beschwerdeführer beklage seit der
Osteosynthesematerialentfernung
vom 1
7.
November 2011 unveränderte Kniegelenksbeschwerden, vor allem
lateral
seits
bei Belastung, jedoch auch in der Nacht. Er nehme unregelmässig Schmerzmedikamente ein und arbeite aktuell noch zu 50
%
auf der Baustelle. Eine Umschulung habe noch nicht stattgefunden (
Urk.
7/33 S. 126).
Aufgrund der mitgebrachten Bilder und der klinischen Untersuchung zeige sich eine klare, lateralbetonte, posttraumatische Gonarthrose.
Für eine
unikomparti
mentelle
wie auch
Totalendoprothese
sei er definitiv noch zu jung. Allenfalls käme eine Umstellungsosteotomie in Frage. Um dies besser evaluieren zu kön
nen, würden sie eine aktuelle MRI-Untersuchung durchführen sowie ein zusätz
liches
Orthoradiogramm
und neue konventionelle Aufnahmen
erstellen
. Dann seien die Befunde erneut zu besprechen. Eine Weiterführung der Arbeit auf der Baustelle sei aufgrund des hohen Leidensdruckes und der doch fortgeschrittenen Arthrose sicherlich nicht mehr indiziert. Sie bäten deshalb die SUVA um Ein
leitung entsprechender Massnahmen, inklusive Bewilligung einer Umschulung. Ab dato bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
7/33 S. 127).
3.2.2
Im
Bericht über die Verlaufskontrolle
vom 1
9.
April 2012
hielten die behandeln
den Ärzte der Uniklinik
A._
fest, dass
klinisch
die
Druckdolenz
über dem
anteromedialen
Gelenkkompartiment imponiere. Aufgrund des jungen Alters sei keine Indikation für eine Knieprothese gegeben, aufgrund der
Valgusstellung
von 2° stelle sich die Frage nach einer
varisierenden
Umstel
lungsosteotomie
mit Entlastung des defekten lateralen Kompartimentes. Dadurch könne eine Schmerzreduktion erwartet werden, eine Schmerzfreiheit werde jedoch kaum möglich sein. Aufgrund der
Druckdolenz
im
anteromedialen
Gelenkbereich mit bereits fraglich medialen degenerativen Veränderungen möchten sie vorerst eine therapeutische Kniegelenksinfiltration durchführen. Er sei weiterhin zu 10
0
% arbeitsunfähig (
Urk.
7/33 S. 108 f
f
.).
3.2.3
Dr.
med.
B._
, Oberarzt
Uniklinik
A._
, Orthopädie, teilte der SUVA mit Schreiben vom 3
0.
Mai 2012 mit, dass sich beim Beschwerdeführer eine fortge
schrittene, posttraumatische lateral betonte Gonarthrose bei Status nach
Platte
nosteosynthese
einer lateralen
Tibiakopfimpressionsfraktur
zeige. Sowohl das
Arthro
-CT als auch das MRI zeigten eine komplette Destruktion des lateralen
Tibiaplateaus
mit grossem Substanzverlust. Die hier vorliegende posttraumati
sche Arthrose sei nicht vereinbar mit einer körperlich belastenden Arbeit, die Arbeit auf der Baustelle sei nicht zumutbar. Eine Arbeit ohne körperliche Belastung sei zu 50
%
zumutbar (
Urk.
7/33 S. 69).
3.2.4
Am 1
2.
September 2012 wurde in der Uniklinik
A._
am rechten Knie des Beschwerdeführers eine
Allograft
-Rekonstruktion laterales
Tibiaplateau
durch
geführt, woraufhin er noch bis zum 1
9.
September 2012 hospitalisiert
war
(Bericht vom 2
0.
September 2012,
Urk.
7/33 S. 21).
Die behandelnden Ärzte notierten folgende Diagnosen:
Posttraumatische aseptische
Osteonekrose
mit partiellem Einbruch latera
les
Tibiaplateau
Knie rechts bei
Status nach Plattenosteosynthese einer lateralen
Tibiakopfimpressions
fraktur
rechts am 2
9.
September 2010 (
fecit
Limmattalspital)
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
am 1
7.
November 2011
Der
peri
- und postoperative Verlauf sei problemlos und der Beschwerdeführer sei bei Austritt praktisch selbständig an zwei Unterarm-Gehstöcken mit 5kg Teilbelastung mobil gewesen. Er werde in gutem Allgemeinzustand nach Hause entlassen.
3.2.5
Am
2.
Oktober 2012 erfolgte die Verlaufskontrolle und die Klammerentfernung an der Uniklinik
A._
(Arztbericht vom 1
5.
Oktober 2012,
Urk.
7/33 S. 14 f.). Der Beschwerdeführer berichte, dass er die Schmerzmedikamente habe reduzie
ren können. Sämtliche Klammern seien entfernt worden. Zur Sicherheit seien noch einmal
Steristrips
angelegt worden. Er werde sich in ca. einer Woche beim Hausarzt melden zwecks Wundkontrolle und Entfernung der
Steristrips
, ansonsten erfolge die nächste klinische Verlaufskontrolle wie vorgesehen am
8.
November 201
2.
3.3
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Chirurgie
FMH
und Kreisarzt der SUVA, untersuchte den Besch
werdeführer am
7.
Oktober 2013 (
Urk.
7/42).
Dr.
C._
diagnostizierte einen Status nach dislozierter lateraler
Tibiakopffraktur
rechts vom 2
3.
September 2010 und lateraler
Tibiakopfosteosynthese
am 2
9.
Septem
-
ber
201
0.
Osteosynthesematerialentfernung
(
OSME
)
am 1
7.
November 2011 und posttraumatischer lateralbetonter Gonarthrose Knie rechts mit grossem
osteo
-
chrondralem
Defekt mit Impression und Substanzdefekt des lateralen Tibia
-
plateaus und
Allograft
-Rekonstruktion laterales
Tibiaplateau
Knie rechts am 1
2.
September 2012 und partielle OSME am
7.
Juni 2012 (
Urk.
7/42 S. 5).
Subjektiv persistierten Schmerzen und ein Brennen im Bereich des rechten Knie
gelenkes und Belastungsintoleranz. Objektiv finde sich eine minimale
Auf
klappbarkeit
in
Valgusstress
, ein leichter Kniegelenkserguss, ein Beugedefizit und eine ausgeprägte muskuläre Hypotrophie der rechten unteren Extremität.
Es sei mit dem Beschwerdeführer besprochen worden, dass versucht werden solle
,
durch eine stationäre
Rehamassnahme
d
ie Situation des rechten Beines
, sowohl in Bezug auf die Beweglichkeit als auch auf die muskuläre Hypotrophie
, zu verbessern
. Gleichzeitig könne eine Schmerztherapie durchgeführt werden, so dass ein stationärer Aufenthalt diesbezüglich als sinnvollste Variante erscheine. Im Rahmen des
Rehaaufenthaltes
könne auch ein Zumutbarkeitsprofil erstellt werden, da es derzeit nicht wahrscheinlich erscheine, dass eine körper
lich schwere Tätigkeit als Bauarbeiter auf Dauer möglich sei (
Urk.
7/42
S.
5).
3.4
Der Beschwerdeführer befand sich vom 1
9.
Dezember 2013 bis zum 3
0.
Januar 2014 in der Rehaklinik
Y._
.
Die Ärzte beurteilten die Arbeitsfähig
keit/Zumutbarkeit und Eingliederungsperspektive dahingehend, dass eine mäs
sige Symptomausweitung beobachtet worden sei. Infolge Selbstlimitierung seien die zu erwartenden Verbesserungen bezüglich Funktion und Belastbarkeit nicht erreicht worden. Die Resultate der physischen Leistungstests seien deshalb für die Beurteilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise ver
wertbar. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersu
chung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur zum Teil erklä
ren. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich auch auf medizinisch-theore
tische Überlegungen, unter Berücksichtigung der Beobachtungen bei den
Leis
tungstests
und im Behandlungsprogramm. Eine weitergehende Einschränkung der Belastbarkeit lasse sich medizinisch-theoretisch nicht begründen. Es liege keine psychische Störung vor, welche eine arbeitsrelevante Leistungsminderung begründen könnte.
Die Tätigkeit als Bauarbeiter sei nicht mehr zumutbar. Eine mindestens leichte Arbeit sei aktuell zumutbar. Dabei seien folgende Einschränkungen zu beach
ten: Die Tätigkeit müs
se wechselbelastend (im Wechsel
von Gehen, Stehen und Sitzen), ohne Gehen in unebenem Gelände, ohne Tätigkeiten in
Knie-Zwangs
positionen
wie in der Hocke oder im Knien, ohne wiederholtes Treppensteigen und ohne Ersteigen von Leitern und Gerüsten, sein. Diese Einschätzungen der Zumutbarkeit seien aus unfallkausaler Sicht erfolgt und würden vorbehältlich der nächsten Kontrolle beim Operateur gelten (
Urk.
7/46 S. 2).
3.5
Nach Abschluss der Reha in
Y._
wurde in der Uniklinik
A._
am 1
8.
Februar 2014
(
Urk.
7/47)
eine Verlaufskontrolle durchgeführt.
Die Ärzte notierten folgende Diagnosen:
- Persistierende Schmerzen Knie rechts
bei
S
t
atus nach partieller OSME (3x3.5er Schrauben) proximale Tibia lateral
Knie rechts am
7.
Juni 2013 bei
überstehenden Schrauben proximale Tibia rechts medial bei
Status nach
Allograftrekonstruktion
laterales
Tibiaplateau
Knie rechts
am 1
2.
September 2012
p
osttraumatische
aseptische
Osteonekrose
mit partiellem Einbruch late
rales
Tibiaplateau
Knie rechts
Status nach Plattenosteosynthese einer lateralen
Tibiakopfimpressions
fraktur
rechts am 2
9.
September 2010 (
fecit
Limmattalspital)
Status nach
Osteosynthesematerialentfernung
am 1
7.
November 2011
Sie
führten aus, dass der Beschwerdeführer über keinerlei Besserung der Beschwerden nach intensiver Physiotherapie in
Y._
berichte. Nach wie vor bestünden sowohl tagsüber wie auch nachts starke Schmerzen, insbesondere über dem äusseren Kniegelenk. Die Schmerzmedikation bringe keinerlei Besse
rung. Eine schmerzfreie Gehstrecke sei nicht
möglich. Aktuell sei er zu 100
% arbeitsunfähig als Bauarbeiter.
Die Schmerzsituation des rechten Kniegelenkes sei nach wie vor nicht zufrieden
stellend. Zur genaueren Beurteilung werde zeitnah ein
Arthro
-CT
des rechten Kniegelenks durchgeführt, insbesondere zur Darstellung der lateralen Knorpelschicht (
Chondrylose
). Je nachdem sei zu entscheiden, ob mit einer
arthroskopischen
Spülung sowie
Osteosynthesematerialentfernung
eine Schmerzlinderung wahrscheinlich sei oder ob eine
Knie-Totalprothesenimplan
tation
trotz des jungen Alters erfolgen solle. Der Termin sei bereits vereinbart worden. Zusätzlich werde für weitere vier Wochen eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit ausgestellt (
Urk.
7/47).
4.
4.1
Der Beschwerdeführer wurde am 1
2.
September 2012 erneut am Knie operiert (E.
3.2.4).
Bis zur Untersuchung durch den Kreisarzt am
7.
Oktober 2013
liegt nur noch der Verlaufsbericht der Uniklinik
A._
vom 1
5.
Oktober 2012 vor (E. 3.2.5). Eine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit wird darin nicht vorgenom
men.
Dr.
C._
und die Ärzte der Rehaklinik
Y._
fasste
n die
Vorakten
, insbeson
dere auch jene der Uniklinik
A._
im Jahr 2013 zusammen
.
Arbeitsfähig
keitseinschätzungen
in der angestammten als insbesondere auch in einer ange
passten Tätigkeit
mit jeweiligem Belastungsprofil
gehen daraus
allerdings
nicht hervor (
Urk.
7/42 S. 1 ff.
;
Urk.
7/46 S. 5 f.
).
Dr.
C._
hielt
entsprechend fest, dass ein
Rehaaufenthalt
als sinnvollste Vari
ante erscheine, da in dessen Rahmen auch ein Zumutbarkeitsprofil erstellt wer
den könne, da es derzeit nicht wahrscheinlich erscheine, dass eine körperlich schwere Tätigkeit als Bauarbeiter auf Dauer möglich sei (E. 3.3)
.
Die Ärzte der Rehaklinik
Y._
nahmen eine aktuelle Arbeitsfähigkeitseinschätzung vor, äusserten sich allerdings nicht zum zeitlichen Verlauf seit
der Operation im September 2012 (E. 3.5) und auch die behandelnden Ärzte der Uniklinik
A._
nahmen - soweit aus den vorhandenen Akten ersichtlich - nicht Stellung zu einer angepassten Tätigkeit ab September 2012 (E. 3.6).
Damit lässt sich die Arbeitsfähigkeit
insbesondere für eine angepasste Tätigkeit für den rentenrelevanten Zeitraum,
insbesondere
ab der Operation im September 2012, nicht beurteilen.
Entsprechend hielt auch med.
pract
.
D._
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) in ihrer Stellungnahme vom 2
3.
Mai 2014 fest (
Urk.
7/53 S. 7), dass nach der Operation im September 2012 von einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit auch für angepasste Tätigkeiten aus
gegangen werden könne,
sich
der genaue Verlauf der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit anhand der Akten allerdings nicht beurteilen
lasse
.
Zusammenfassend erweist sich die Aktenlage für eine abschliessende Beurtei
lung des Leistungsanspruchs als unzulänglich. Die Sache ist daher an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit sie den Gesundheitszustand und die Arbeitsfähig
keit
,
insbesondere in einer angepassten Tätigkeit und im zeitlichen Verlauf
,
in geeigneter Weise korrekt - unter Einholung der vollständigen SUVA-Akten - abklärt und anschliessend über den
Leistungs
anspruch neu verfügt.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
4.2
Vollständigkeitshalber ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin ihrer
Akten
führungspflicht
(
Art.
46 ATSG; vgl.
Art.
41
lit
. h der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV) nachgekommen ist und die mehrfache Aufnahme der SUVA
-Akten
in rechtlicher Hinsicht
nicht zu beanstanden ist.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb der vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Diese ist gestützt auf
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) unter Berücksichti
gung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
auf
Fr.
1
‘
6
00.-- (inklusive
Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.