# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ddddaf93-c8f0-48fe-b4b3-67cdfa3eecef
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1967 geborene
X._
reiste 1990 in die Schweiz ein, wo sie zweimal Mutter wurde (1992 und 1995). In der Schweiz
war sie zuletzt
vom 1.
Oktober 2001 bis am 30.
Juni 2008 bei der Firma
Z._
,
A._
, in einem Pen
sum von 80
% als Schuhmodeberaterin angestellt
, wobei
der letzte
effektiv
e Arbeitstag der
21.
S
eptem
ber 2007
war
.
Am 17. November 2008 (Eingangsdatum) meldete sie sich unter Hinweis auf eine Rückenproblematik, bestehend seit Sep
tember 2007, bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV
Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 13/
1-2 und Urk. 13/
4). Nach Abklärung der erwerblichen und medizinischen Ver
hältnisse schloss die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen in Form einer Arbeits
vermitt
lung am 11. Mai 2009 ab (Urk. 13/23). Nach durchgeführtem
Vor
bescheid
ver
fahren
(Vorbescheid vom 18. Mai 2009 [Urk. 13/26];
Einwand vom 8. Juni 2009 [Urk. 13/28] inklusive ergänzende Begründung vom 8. Juli 2009 [Urk. 13/33]) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. September 2009 einen Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 13/37).
Dagegen erhob die Versicherte am 7. Oktober 2009 Beschwerde beim
hiesigen Gericht (Urk. 13/38/3
4
)
. Dieses hob die angefochtene Verfügung vom 8. September 2009 mit Urteil vom 21. Januar 2011 auf und wies die Sache zu weiteren Abklärungen und zu neuem Entscheid an die IV-Stelle zurück (Urk. 13/48). Di
ese
veranlasste
in der Folge
eine
bidis
ziplinäre
Begutachtung der Versicherten
(Urk. 13/61). Das internistisch-rheuma
tologische Gutachten wurde am 13. Juli 2011 (Urk. 13/68) erstattet, das psy
chiatrische Gutachten mit interdisziplinärer Zusammenfassung am 20. Juli 2011 (Urk. 13/66). Am 13. September 2011 wurde eine Haushalts
abklärung bei der Versicherten durchgeführt (vgl. den Abklärungs
bericht vom 4. November 2011 [Urk. 13/73]). Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Vorbescheid vom
3. November 2011 [Urk. 13/78] und 4. November 2011 [Urk. 13/76]; Einwand vom 13. Dezember 2011 [Urk. 13/86] mit
e
rgänz
enden Begründungen
vom 27. Januar 2012 [Urk. 13/90] un
d vom 2. März 2012 [Urk. 13/98]
; Stellung
nahme de
s
Gutachter
s
zum Einwand
vom 9. Mai 2012
[Urk. 13/101]; Stellung
nahme der Versicherten vom 6. Juli 2012 [Urk. 13/105]) sprach die IV-Stelle
der Versicherten mit Verfügung
vom 13. September 2012
bei einem Invaliditäts
grad von 64 %
eine befristet
e
Dreiviertelsrente
vom 1. Sep
tember 2008 bis am 31. Januar 2011 (Urk.
13/113
) und
mit Verfügung vom 18. September 2012
bei einer Hilflosigkeit leichten Grades
eine
befristete
Hilf
losen
en
tschädigung
vom 1. Sep
tember 2008 bis 31.
August 2010 zu (Urk. 13/116)
. Dagegen
erhob die Versicherte beim hiesigen Gericht am 10. Oktober 2012 Beschwerde. Nach Ansetzung einer Nach
frist zur Verbesserung der Beschwerde trat das Gericht auf die Beschwerde mit Beschluss vom 19. November 2012 nicht ein (Urk. 13/119).
1.2
Dr. med. B._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Medizin, teilte der IV-Stelle mit Schreiben vom 2. Juli 2014 im Namen der Versicherten mit, deren Gesundheitszustand habe sich verschlechtert (Urk. 13/123; Vollmacht der Versicherten vom 2. Juli 2014 [Urk. 13/125]). Nach durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(Vorbescheid vom 8. August 2014 [Urk. 13/129])
trat die IV-Stelle auf das neue Leistungsbegehren mit Verfügung vom 25. September 2014 nicht ein (Urk. 13/130).
1.3
Am 24
. Juli 2017
(Eingangsdatum)
meldete sich die Versicherte erneut bei der IV
Stelle zum Leistungsbezug an und machte eine Verschlechterung des Gesund
heitszustands geltend (Urk. 13/152). Die IV-Stelle veranlasste am 18. September 2017 (Urk. 13/154) eine Untersuchung der Versicherten
beim
Regionalen Ärztli
chen Dienst (RAD). Die Berichte wurden am 14. Nove
mber 2017 erstattet (vgl. die Berichte über die orthopädische/rheumatologische
[Urk. 13/155] und
über die psychiatrische
[Urk. 13/156] Untersuchung vom 31. Oktober 2017). Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 5. Dezember 2017 [Urk. 13/157]; Einwand vom 22. Januar 2018 [Urk. 13/164] mit anschliessender Begründung vom 26. Februar 2018 [Urk. 13/167])
verneinte die IV-Stelle mit Ver
fügung vom 13. März 2018 einen Leistungsanspruch der Versicherten (Urk. 2 [= Urk. 13/171]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 25. April 2018 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihr eine
Vier
telsrente
ab Januar 2018 zuzusprechen. Es seien sodann berufliche Massnahmen zur Wiedereingliederung durchzuführen. In prozessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (Urk. 1 S. 2). Mit Verfügung vom 2. Mai 2018 wurde
n
der Beschwerdeführerin und ihrer Vertretung eine Frist zur Verbesserung der Beschwerde (aktuelle schriftliche V
er
tretungsv
ollmacht und Unterlagen zum Nachweis der Identität der Beschwerde
führerin
, da unterschiedliche Namen angegeben worden waren
) angesetzt (Urk. 5). Mit Eingabe vom 14. Mai 2018 reichte die Beschwerdeführerin die erfor
derlichen Unterlagen ein (Urk. 7
und Urk. 8/1-3
). Am 18. Mai 2018 wurde ver
fügt, dass der Name der Beschwerdeführerin im Rubrum beibehalten werde. Gleichzeitig wurde der Beschwerdegegnerin Frist zur Einreichung einer Beschwerdeantwort
angesetzt
(Urk. 10). Mit Beschwerdeantwort vom 22. Juni 2018 beantragte die Beschwerdegegnerin die teilweise Gutheissung der Beschwerde in dem Sinne, dass die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen sei zur Prüfung von beruflichen Massnahmen. Bezüglich eines Rentenan
spruchs beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 12).
In der Replik vom 16. August 2018 hielt die Beschwerdeführerin voll
umfänglich an ihren Anträgen fest (Urk. 15). Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 29. August 2018 auf die Einreichung einer Duplik (Urk. 17), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 30. August 2018 angezeigt wurde (Urk. 18).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine
neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuan
meldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invali
ditätsgrades
auch
tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegrün
dende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
1.2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
)
. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE
140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE
143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund
heit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrschein
lichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweis
belastete versicherte Person
die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.2.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.2.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
ander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funk
tionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen
Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Ver
wal
tung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entschei
den haben
-
den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu
nehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundes
gerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
RAD-Berichte sind versicherungsinterne Dokumente, die von Art. 44 ATSG betreffend Gutachten nicht erfasst werden; die in dieser Norm vorgesehenen Ver
fahrensregeln entfalten daher bei Einholung von RAD-Berichten keine Wirkung (Urteil des Bundesgerichts 8C_385/2014 vom 16. September 2014 E. 4.2.1 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.4).
Praxisgemäss kommt einer reinen Aktenbeurteilung des RAD im Vergleich zu einer auf allseitigen Untersuchungen beruhenden Expertise, welche auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und die Schluss
folgerungen widerspruchsfrei begründet, nicht der gleiche Beweiswert zu (Urteil des Bundesgerichts
8C_971/2012 vom 11. Juni 2013 E. 3.4).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra
xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD
Berichte gehören – nicht abgestellt
werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
In der Verfügung vom 13. März 2018 erwog die Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführerin sei seit dem 22. Mai 2017 eine 50%ige und ab Dezember 2017 eine Arbeitstätigkeit von 80 % zumutbar. Es seien keine neuen medizinisch relevanten Tatsachen hervorgebracht worden. Da das Kriterium der dauerhaften gesundheitlichen Einschränkung nicht erfüllt sei, bestehe kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung. Aufgrund dessen erübrige sich das Erstellen eines Einkommensvergleichs. Berufliche Massnahmen seien nicht angezeigt (Urk. 2).
2.2
In der Beschwerde vom 25. April 2018 brachte die Beschwerdeführerin vor,
die Beschwerdegegnerin
habe in der angefochtenen Verfügung einen Rentenan
spruch zwar deshalb abgelehnt, weil keine neuen medizinisch relevanten Tatsa
chen vorgebracht worden seien. I
m Rahmen des
Einwand
verfahrens
habe sie
die Berechnung eines Einkommensvergleichs
aber
nachgeholt
. Sie sei
dabei von einem
Valideneinkommen
von 100 % im Bereich Detailhandel (LSE) sowie einem Invalideneinkommen von 80 % für Hilfsarbeiten aus
gegangen
. Einen leidensbe
dingten Abzug habe sie nicht gewährt und
beim Einkommensvergleich
einen Invaliditätsgrad von 24 % errechnet (Urk. 1 S. 4 mit Verweis auf Urk. 13/169 f.). Bei der letzten rechtkräftigen Invaliditätsbemessung sei der Beschwerdeführerin ein leidensbedingter Abzug von 25 % gewährt worden. Das stark eingeschränkte Tätigkeitsspektrum sei als lohnmindernder Faktor berücksichtigt worden. Beim aktuellen Einkommensvergleich werde hingegen kein leidensbedingter Abzug gewährt, obwohl die Beschwerdeführerin weiter in ihrem Belastungsprofil einge
schränkt sei und die gesundheitlichen Einschränkungen sogar grösser geworden seien (Urk. 1 S. 5 f.).
Es widerspreche der Rechtssicherheit und dem Willkürver
bot, wenn ein leidensbedingter Abzug einmal gewährt und dann nicht mehr gewährt werde (Urk. 1 S. 7).
2.3
In der Beschwerdeantwort vom 22. Juni 2018 hielt die Beschwerdegegnerin fest, die psychiatrische Diagnose habe aus rechtlicher Sicht keinen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit. Denn die Beschwerdeführerin habe einen relativ strukturierten
Tagesablauf. Zur Familie und drei guten Freundinnen bestehe reger Kontakt. Aus
serdem arbeite die Beschwerdeführerin seit einigen Jahren freiwillig im
C._
, wo sie türkisches Essen auf Bestellung koche. Die objektiven Befunde seien nicht stark ausgeprägt. Ein sozialer Rückzug habe nicht stattge
funden, und es bestünden gute Ressourcen, welche die Arbeitsfähigkeit positiv beeinflussten. Ein leidensbedingter Abzug sei
auch dann
nicht angebracht
, wenn von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen und ein Einkom
mensvergleich vorgenommen werde
. Die Einschränkung sei
diesfalls
dahinge
hend
zu berücksichtigen
, als
dass
die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit 80 % betrage. Im Übrigen sei der leidensbedingte Abzug von 25 %, wel
cher im Jahr 2012 getätigt worden sei, aus rechtlicher Sicht fragwürdig. Da der Anspruch auf berufliche Massnahmen nicht
rechtsgenüglich
geprüft worden sei, sei die Beschwerde in dem Sinne teilweise gutzuheissen, als dass die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei, damit diese den Anspruch auf berufli
che Massnahmen prüfe (Urk. 12).
2.4
Die Beschwerdeführerin hielt in der Replik vom 16. August 2018 daran fest, dass ein leidensbedingter Abzug von 25 % vorzunehmen sei
. Es werde sodann zur Kenntnis genommen, dass die Beschwerdegegnerin dazu bereit sei, einen Anspruch auf berufliche Massnahmen zu prüfen
(Urk. 15).
3.
3.1
Die Beschwerdegegne
rin ist auf die Neuanmeldung der Beschwerdeführerin
ein
getreten. Zu prüfen ist
daher
, ob sie eine rentenbegründende Verschlechter
ung des Gesundheitszustandes der Beschwerdeführerin
zu Recht verneint hat.
3.2
Mit rechtskräftiger Verfügung vom 13.
September 2012
(Urk.
13/113) sprach die
Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin eine befristete
Dreiviertelsrente
der
Invalidenversicherung be
i einem Invaliditätsgrad von 64 % vom 1. September 2008 bis am 31. Januar 2011 zu. Für die Zeit danach wurde ein Rentenanspruch bei einem Invaliditätsgrad von 28 % verneint. Die Beschwerdegegnerin ging davon aus, dass der Beschwerdeführerin ab dem 1. November 2010 wieder eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei
(Urk. 13/113/10-11)
.
Dabei stützte sie sich auf das internistisch-rheumatologische Gutachten vom 13. Juli 2011 (Urk. 13/68) und das psychiatrische Gutachten mit interdisziplinärer Zusammen
fassung vom 20. Juli 2011 (Urk. 13/66).
In der interdisziplinären Zusammenfassung
der beiden Gutachten
wurden die fol
genden Diagnosen mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit
festgehalten (Urk. 13/66/8):
-
Panvertebralsyndrom
bei
-
HWS:
cervikospondylogenes
Syndrom beidseits bei
k
leiner medianer bis paramedianer linksbetonter Diskushernie
C5/
C6 mit
k
nappem Kontak
t zum
Myelon
und leichter Spinalsteno
se C5/
C6 mit
sehr diskre
ter Progredienz (MRI 06/
2011 gegenüber MRI
12/2009), o
hn
e Nerven
wurzelkompression und o
hne
r
adikuläre
Zeichen
-
LWS:
lumbospond
ylogenes
Syndrom beidseits bei
Status nach
Spon
dylodese
L4/
L5
und Dekompression L4/
L5
am 27.9.2007 m
it guter La
ge des
Spondylodese
-Materials, o
hn
e wesentliche Narbenbildung und
mit
e
pidurale
r
Lipomatose ab Deckplatte L5 mit Obliteration de
s Duralsacks und leichter bis mä
ssiger Degeneration
des Facettengelenks L5/S1 rechts (MRI 06/2011), o
hne Nervenwurzelkompression und
o
hne
radi
kuläre
Zeichen
-
Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion (ICD-10: F43.21),
be
steh
end seit Mai 2008 (aktenmässig –
Hospitalisation
in der
D._
) und vollständig remittiert (anamnestisch) seit November 2010
Im internistisch-rheumatologischen Gutachten vom 13. Juli 2011 wurde im Wesentlichen festgehalten, die bisherige Tätigkeit der Beschwerdeführerin als Schuhmodeberaterin sei nicht mehr zumutbar. Dagegen könne sie Tätigkeiten mit eingeschränktem Belastungsprofil zu 100 % ausüben. Das Belastungsprofil sehe wie folgt aus: Lasten bis zehn Kilogramm könnten gehoben oder getragen wer
den. Überkopfarbeiten wie Vibrationen und Arbeiten mit repetitiven Rotations
bewegungen des Oberkörpers seien zu meiden. Ebenso seien das längere Verhar
ren in vor
n
über geneigter Haltung – ob stehen
d
oder sitzend – und unerwartete asymmetrische Lasteinwirkungen zu vermeiden. Ehe
r
günstig seien wechselbe
lastende Tätigkeiten (Urk. 13/68/37).
Im
psychiatrischen Gutachten mit interdis
ziplinärer Zusammenfassung vom 20. Juli 2011 wurde sodann festgehalten,
von Mai 2008 bis November 2010 könne von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ausge
gangen werden,
ab Dezember 2010
bestehe
wieder
eine
100%
ige Arbeitsfähigkeit
(Urk. 13/66
/6
)
.
3.3
3.3.1
Im Bericht des RAD vom 14. November 2
017 betreffend die orthopädisch-
rheumatologische Untersuchung vom 31. Oktober 2017 wurden die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit festgehalten (Urk. 13/155/7):
-
Lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom bei
-
St. n. Dekompression und
Spondylodese
Segment L5/5
-
Mä
ssiges
Cervicospondylogenes
Syndrom bei
-
Kleine
n
Discushernien
C4/5, C5/6
-
Osteochondrose
C4/5, C5/6
-
Milde
Epicondylitis
radialis
humeri
rechts
-
Dekonditionierung
der Rumpfmuskulatur
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden genannt (Urk. 13/155/7):
-
Verdacht auf
beginnende
Coxarthrose
links
-
V
erdacht auf
Kompressionssyndrom
N.
ulnaris
links
-
Verdacht auf
ACG-Arthrose
bds
.
-
Kongenitale
Thalassämia
minor
-
M.
Meulengracht
Sodann wurde festgehalten,
b
ei der
Beschwerdeführerin
sei
anhand der vor
liegenden medizinischen Berichterstattung und der körperlichen Untersuchung vom
31. Oktober
2017 ein somatischer Gesundheitsschaden ausgewiesen, der die
Arbeitsfähigkeit beeinträchtige
. In der angestammten Tätigk
eit als Schuhver
käuferin bestehe eine
0%
ige
Arbeitsfähigkeit seit spätestens 201
0.
In angepasster
Tätigkeit gemäss Belastungsprofil sei seit dem 22. Mai
2017
eine
80%
ige
Arbeits
fähigkeit zumutbar. Die Leistungseinschränkung von 20
% erkläre
sich durch einen erhöhten Pausenbedarf.
Das Belastung
sprofil
sei wie folgt zu beschreiben
: Tätigkeiten mi
t Heben oder Tragen von Lasten über 5
kg, Heben aus der Hocke, Verharren in Zwangshaltungen, repetitive Rumpfdrehungen oder HWS-Rota
tionen, kniende, gebückte oder rein stehende
Tätigkeiten sowie überwiegende Ü
berko
pfarbeiten oder Armvorhalte seien
nicht geeignet. Leichte Tätigkeiten in Wechselbelastung mit der Möglichkeit zum Wechsel zwischen Sitzen,
Stehen und Gehen seien
medizinisch-theoretisch zumutbar. Zur Entspannung der Rumpfmus
kulatur sollten pro Stunde 10 Minuten zusätzliche Pause gewährt werden. Die aktuelle Therapie mit gelegentlicher Einnahme v
on
Lornoxicam
und Massagen sei
angesichts der deutlichen
Dekonditionierung
unzureichend. Eine Medizinische Trainingstherapie zur Ausdauersteigerung der Rumpfmuskulatur und Verbesse
rung der muskulären
Dys
balance
und Haltungsinsuffizienz
mit begleitender Psychotherapie zum Er
lernen von Coping Strategien sei
zu empfehle
n. Der Gesundheitszustand stelle
sich im Vergleich mit dem rheum
atologischen Gutach
ten vom 13. Juli
2011 in Bezug auf Funktion und Be
l
astbarkeit des Achsen
skeletts verschlechtert dar
(Urk. 13/155/9 f.)
.
3.3.2
Im psychiatrischen Untersuchungsbericht des RAD vom 14. November 2017 wurde
n
als psychiatrische
Diagnose
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittelgradige Episode (ICD-
10 F33.0)
,
und als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein schädlicher Gebrauch von Tabak (ICD-10 F17.1)
aufgeführt
. Zur depressiven Stö
rung wurde zusätzlich festgehalten, die Beschwerdeführerin imponiere bei der Untersuchung eher leichtgradig depressiv. Es sei möglich, dass in der Vergangen
heit mittelgradige, vereinzelt zu Beginn auch eine
schwergradige
depressive Epi
sode bestanden hätten. Aktuell erscheine die depressive Symptomatik jedoch gebessert (Urk. 13/156/8).
Weiter wurde im Bericht festgehalten, es bestehe
eine Antriebsstörung mit deutlichen Hemmungen sowie eine psychophysi
s
che Belastbarkeitsminderung mit vorzeitiger Erschöpfung und Minderung der
konzentrativen
Ausdauer
belast
barkeit. D
ie aktuelle Arbeitstätigkeit sei
aus psychiatrischer Sicht einem geschützten Arbeitspl
atz gleichzusetzen, was bedeute
, dass die
Beschwerde
führe
rin
eine längere Abstinenz vom regulären
Arbeitsmarkt aufweise
. Ob der gegen
wärtige Arbeitsplatz dem orthopädischen Ressourcenprofil
entspreche, könne
aus psychiatrischer Sicht nicht beurteilt werden.
Das Ressourcenprofil sehe wie folgt aus:
Zeitlich flexible Tätigkeiten ohne permanenten Zeit- und Termindruck, bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne besondere Anforderungen an das Umstellungs- und Anpassungsvermögen
seien
, medizinisch-theoretisch, in einer wohlwollenden und konfliktarmen Arbeitsatmosphäre zunächst zu 50
% möglich.
Das Pensum
sei
schrittweise bis Ende April 2018 auf 80
%
zu erhöhen
. Die
Beschwerdeführerin benötige
flexible und häufigere Pausen, so dass ein 100
%
Pen
sum nicht
möglich erscheine
. Aus re
in psychiatrischer Sicht bestehe
seit dem Zeitpunkt der Untersuch
ung, überwiegend wahrscheinlich
seit Beginn der Behandlung im
E._
vor circa einem
Jahr,
eine
50%
ige
Arbeitsunfähigkeit
im ersten Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung des
genannten
Ressourcenprofils. Unter Fortführung der integrativen psychiatri
schen-psychotherapeutischen Behandlung und mit Hilfe von
beruflichen Mass
nahmen
sei
medizini
sch-theoretisch, innerhalb von sechs Monaten ein 80%iges
Pensum in einer
angepassten Tätigkeit
zu erreichen
(Urk. 13/156/9)
.
3.3.3
In der versicherungsmedizinischen Beurteilung vom 15. November 2017 hielt
Dr. med. F._
Facharzt für Chirurgie, Orthopädische Chir
urgie und Trau
ma
tologie
vom RAD
fest, seit
der RAD-Stellungnahme vom 6. August 2014 sei eine Verände
rung des Gesundheitszustandes eingetreten. Wegen somatischer und psychischer Einschränkungen sei auch in einer angepassten Tätigkeit keine volle Arbeitsfähigkeit mehr gegeben. In einer angepassten Tätigkeit bestehe derzeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit. Das Pensum könne bis April 2018 schrittweise auf 80 % gesteigert werden. Eine dauerhafte Einschränkung von 20 % werde verblei
ben
(Urk. 13/158/4 f.)
.
3.3.4
Am 28. November 2017 gab
Dr.
F._
vom
RAD weiter an, von somatischer Seite sei die Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit per sofort zu 80 % arbeits
fähig. Beim RAD-Untersuch habe sich gezeigt, dass primär die psycho
so
ziale Komponente zu den Einschränkungen führe. Die prognostische Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit von 50 % ab dem 22. Mai 2017 bis 31. März 2018 und von 20 % ab dem 1. April 2018 betreffe ausschliesslich den
psychischen Gesund
heitszustand (Urk. 13/158/5).
4.
4.1
Aus somatischer Sicht besteht bei der Beschwerdeführerin gemäss RAD
Beur
teilung eine 80%ige Arbeitsfähigkeit. Aufgrund der
Ausführungen des RAD erscheint aber fraglich, ob die Einschränkung von 20 % invaliden
ver
siche
rungs
rechtlich relevant ist. Die Einschränkung
soll
einem
erhöhten Pausen
bedarf
geschuldet sein
, welcher
aber
durch eine deutliche
Dekon
ditionierung
, insbe
son
dere der Rumpfmuskulatur, bedingt ist (E. 3.3.1). Am 28. November 2017 gab der RAD sodann an, beim
somatischen
Untersuch habe sich gezeigt, dass primär die psychosoziale Komponente zu den Einschränkungen führe (E. 3.3.4).
4.2
Die Fachärztin für Psychiatrie und Psycho
therapie des RAD
ging von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
mit einer schrittweisen Steige
rung bis Ende April 2018 auf 80 % aus (E. 3.3.2). Es fragt
sich
,
ob
die funk
tionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs
grundlage anhand der
Standardindikatoren schlüssig und wider
spruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden können (E. 1.2.2).
Es
ist darauf hinzuweisen
, dass die Beschwerdeführerin
gemäss RAD
anlässlich der Untersuchung
bloss
l
eichtgradig depressiv imponiert haben soll
(E. 3.3.2).
Der
von der Beschwerdeführerin
geschilderte Tagesablauf sc
heint
zudem
kaum eingeschränkt zu sein. Sie gab an, dann aufzustehen, wenn ihre Tochter aufstehe
, manchmal um 05.00 Uhr, manchmal um 06.00 Uhr. D
ann wasche sie sich und
trinke Tee. Wenn sie nicht aus dem Haus gehe, schminke
sie sich nicht
. Sie frühstücke etwas Kleines,
z
.B. Brot mit Tee, damit es ihr nicht schlecht werde. Dann lege sie sich wieder hin oder schaue fern, türkische Pro
gramme. Manchmal lese sie türkische Romane, nebenbe
i mache sie etwas im Haushalt, z
.B. Geschirr aufräumen, leichtere Haushaltstätigkeiten. Die Kinder würden ihr am Samstag regelmässig mit den schwer
eren Haushaltsarbeiten helfen, z
.B. mit dem Wäschewaschen. Fast täglic
h gehe sie mit ihrer Nachbarin eine Stunde spazieren
. Man würde dann gemeinsam durch die Altstadt
gehen
. Alleine würde sie
nicht
hin
ausgehen. Sie warte immer darauf, aufgefordert zu werden. Am Abend esse sie meist allein, denn die
Tochter komme oft erst gegen 22.
00 Uhr nach Hause. Am Sonntag würde sie meistens mit den Kindern zusammen essen. Sie verbringe grundsätzlich viel Zeit zu Hause. Sie sei auch viel im Bett, schaue dann manchmal im Internet türkisches Theater. Am Mittwoch gehe sie zur Arbeit ins
C._
, dann stehe sie um 06.00 Uhr auf, gehe um 07.
00 zur Arbeit, mit
einem
Einkaufstrolley
. Sie gehe in einem
türki
schen Laden einkaufen, denn sie müsse jeweils für 10-20 Personen kochen. Die Personen würden sich am Vortag zum Mittagessen anmelden. Sie fahre dann
zwei
Sta
tionen mit dem Bus, komme um 08.
00 Uhr im
C._
an, esse zunächst etwas Kleine
s und koche dann gemeinsam mit zwei Mitarbeitern. Bis um 12.
00 Uhr müsse sie fertig sein. Dann richte sie das Esse
n auf den Tellern an. Um ca. 13.
00 Uhr esse sie gemeinsam mit der Chefin zu Mittag. Sowohl von der Chefin als auch von den Mitarbeitern fühle sie sich sehr gut unterstützt. Dann räume sie ihre Töpfe auf und um 14.00 Uhr sei sie fertig. Manchmal bleibe s
ie noch etwas dort, denn sie möge
nicht sofort nach Hause gehen, da
nn rede sie noch etwas mit den a
nderen. Es tue ihr eben schon gut
,
unter Leute zu kommen. Auf dem Rüc
kweg nach Hause, den sie zu Fuss
zurücklege, kaufe sie noch etwa
s Brot oder Milch ein. Gegen 16.
00 Uhr sei sie dann wieder zu Ha
use (Urk. 13/156/4).
Die Beschwerdeführerin gab sodann an, a
b
dem Jahr
2007 s
ei es ihr
psychisch
zunehmend sehr schlecht gegangen. Angefangen habe es mit der jahrelangen Sorge um den Ex-Ehemann, den Tod der Mutter, ihre
r
Operation und d
er
Kündigung ihres Arbeitsplatzes. Zwei bis drei Jahre lang sei sie sehr depressiv gewesen. Inzwischen gehe es ihr psychisch schon wieder etwas besser. Sie habe aber weiterhin noch Restsymptome einer Depression und vielfältige somatische Beschwerden.
Sie nehme nur noch Schmerzmittel ein. Früher habe sie auch Antidepressiva eingenommen
(Urk. 13/156/5)
.
Zu den Ressourcen/Stärken befragt, gab die Beschwerdeführerin an, sie könne sich vorstellen, in einem Büro zu arbeiten. Wenn sie erst einmal das Haus verlassen habe, sei sie gerne unter Leuten (Urk. 13/156/6). Sie gehe einmal pro Woche einen halben Tag in das
C._
in
G._
arbeiten. Manchmal übernehme sie noch zusätzliche Dienste als Springerin. Durchschnittlich arbeite sie circa 29-33 Stunden pro Monat. Sie habe drei gute Freundinnen aus der Schweiz, aus Kroatien und Italien. Die kroatische Freundin sei ihre Nachbarin, die ihr immer sehr viel geholfen habe und sie oft aus ihrer Passivität und Zurück
ge
zogenheit
herausge
holt habe. Vor einem Jahr habe diese Nachbarin sie sogar für vier Tage nach Barcelona in die Ferien mitgenommen. Ausser Kochen könne sie keine Hobbys oder Freizeitbeschäftigungen benennen. Sie habe immer viel zu viel auf das Wohl der anderen geachtet und nicht auf ihr eigenes. Grund
sätzlich habe sie
immer noch viel Mühe, die Initiative zu ergreifen und etwas zu unternehmen, könne aber von anderen dazu aufgefordert werden und habe dann auch Freude an Aktivitäten. Angesichts dieser Schilderungen lässt sich eine 50%ige Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit zum Zeitpunkt der RAD
Unter
suchung am 31. Oktober 2017 nicht (mehr)
nachvollziehen
.
Aufgrund der Schilderungen der Beschwerdeführerin lässt sich auch kaum eine Veränderung im Tagesablauf der Beschwerdeführerin
im Vergleich zum
Jahr 2011 feststellen.
Damals hatte die Beschwerdeführerin
gegenüber dem Gutachter
Folgendes geschildert: Seit August 2010 arbeite sie in einer Cafeteria drei Tage je vier Stunden pro Woche und die Arbeit tue ihr gut. Die Leute würden nicht mer
ken, dass sie Schmerzen habe, die Mitarbeiter verstünden ihre Situation aber und würden ihr nach Bedarf helfen. Sie fühle sich im Moment nicht ganz wie vorher, aber doch sehr gut. Sie schlafe zwar noch immer nicht gut, sie schlafe aber seit Jahren nicht im Schlafzimmer; zuerst wegen der Erkrankung des Ehemannes und jetzt, da sie mit den zwei Kindern in einer 3-Zimmerwohnung wohne, wo jedes Kind ein Zimmer habe, schlafe sie im Wohnzimmer. Sie schlafe unterschiedlich ein
und
schlafe dann bis
morgens durch.
M
anchmal sei sie um circa 04.00 Uhr wach, schlafe dann aber wieder ein. Wenn ihre Tochter aufstehe, stehe sie auch auf (um circa 07.00 Uhr morgens). Tagsüber erledige sie den Haus
halt im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Bei den schweren Arbeiten hälfen ihr die Tochter, der Sohn oder die Nachbarin. Sie koche selber und gehe selber einkaufen. Sie gehe wieder unter Leute und könne sich wieder freuen. Sie fühle sich aus psychiatrischer Sicht in ihrer Arbeitsfähigkeit nicht mehr eingeschränkt (Urk. 13/66/4).
4.3
Es fragt sich daher, ob im Vergleich zur gutachterlichen Beurteilung aus dem Jahr 2011 nicht bloss eine andere Beurteilung desselben Sachverhalts vorliegt, was
eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes
der Beschwerde
führe
rin im Vergleich zur V
erfügun
g vom 13. September 2012
ausschlösse
.
Diese Frage kann letztlich aber offenbleiben, da sich auch dann kein rentenbe
gründender Invaliditätsgrad ermitteln lässt, wenn auf die
Einschätzung des RAD abgestellt
wird
,
wonach
eine dauerhafte Einschränkung der Ar
beitsfähigkeit von 20 % besteht. Dies ergibt sich aus dem
nachfolgende
n
Einkommensvergleic
h
.
4
.4
4.4.1
Da die Beschwerdeführerin über keine berufliche Ausbildung, insbesondere auch keine Ausbildung als Schuhverkäuferin, verfügt,
ist
nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin zugunsten der Beschwerdeführerin
auf
das standardi
sierte monatliche Einkommen für weibliche Arbeitskräfte (
Schweizerische Lohn
st
rukturerhebung [
LSE
]
2014, TOTAL in der Tabelle TA1)
im Bereich Detai
lhandel (47) im Kompetenzniveau
1 von Fr.
4
'517.
--
ab
gestellt hat
.
Dieses monatliche Ein
kommen ist unter Berü
cksichtigung der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 2017 (die Zahlen für das Jahr 2018 liegen noch nicht vor)
von
41,9
Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirt
schaftsabteilungen [NOGA 2008],
in Stunden pro Woche, 2004-2017
,
G 47
) sowie der Nominallohnentwicklung bis ins Jahr 2017
(Indexstand 2
’
673 [2014] auf
2’719
[
2017
]; vgl. Bundes
amt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Lande
s
index der Konsumenten
preise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Kon
sument
enpreise und der Reallöhne, 2010-2017
, Nominallöhne Frauen) auf ein Jahreseinkommen
bei einem 100%igen Arbeitspensum
hochzurechnen. Es resul
tiert somit
ein
Valideneinkommen
von Fr. 57’756
.
-- (
Fr.
4
'517.-- x
12 :
40 x 41,9
: 2
’
673 x
2’719
).
4.4.2
In einer angepassten Tätigkeit mit z
eitlich flexible
n
Tätigkeiten ohne perma
nen
ten Zeit- und Termindruck, bei nur geringem Publikumsverkehr, ohne beson
dere Anforderungen an das Umstellungs- und Anpassungsvermögen
ist der Beschwer
deführerin
, medizinisch-theoretisch, in einer wohlwollenden und konflikt
armen Arbeitsatmosphäre
ein 80%iges Arbeitspensum zumutbar.
Auch
zur Bemessung des Invalideneinkommens
sind
die Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) 2014 heranzuziehen.
Da die Beschwerdeführerin
über keine abgeschlossene Berufsausbildung
verfügt,
ist
auf das standardisierte monatliche Einkommen für weibliche
Hilfsa
rbeitskräfte (LSE
2014, TOTAL in der Tabelle TA1) im Kompetenzniveau 1 von Fr. 4‘300.
-- abzustellen
. Dieses monatliche Einkommen ist unter Berücksichtigung der durch
schnit
tlichen Arbeitszeit im Jahr 2017
von 41,7 Stunden pro Woche (
vgl.
Bun
desamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abteilungen [NOGA 2008],
in Stunden pro Woche, 2004-2017
,
A-S 01-96) sowie der Nomi
nallohnentwicklung bis ins Jahr 2017 (Indexstand 2’673 [2014] auf 2’719 [2017]; vgl. Bundesamt für Statistik, Schweizerischer Lohnindex, Landes
index der Kon
sumentenpreise, T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Kon
sumenten
preise und der Reallöhne, 2010-2017, Nominallöhne Frauen) auf ein Jahreseinkommen
bei einem 80%igen Arbeitspensum
hochzurechnen. Es resultiert somit ein Jahres
einkommen von Fr.
43’775
.-- (Fr
. 4‘300.-- x
12 :
40 x 41,7 :
2’673
x
2
'
719
x 80
%).
Der vermehrte Pausenbedarf zur Entspannung der Rumpfmuskulatur ist bereits in der 20%igen Einschränkung der
Arbeitsfähigkeit berücksichtigt, weshalb aus somatischer Sicht kein zusätzlicher Abzug vorzunehmen ist.
Selbst wenn
aus psychiatrischer Sicht
ein zusätzlicher
Abzug von 10 %
gewährt würde, ergäbe dies
ein Invalideneinkommen von
mindestens
Fr. 39’398
.
--.
Der
beim Einkommensvergleich im
Jahr 2012
vorgenommene Abzug von insge
samt 25 %
war nicht ge
rechtfertigt
und begründet keinen Anspruch darauf, dass erneut derselbe Abzug getätigt wird.
4.4.3
Die aus dem Einkommensvergleich resultiere
nde Erwerbseinbusse beträgt
dem
nach maximal
Fr.
18
’
358.-- (
Valideneinkommen
von
Fr. 57’756
.
--
abzüglich Invalidenein
kommen von
Fr. 39’398
.
--
), was einem rentenausschliessenden
Invaliditätsgrad von gerundet 32
% entspricht.
4.5
Nach dem Gesagten ist die Beschwerde insoweit abzuweisen, als die Beschwerde
führerin die Ausrichtung einer
Viertelsrente
der Invalidenversicherung ab Januar 2018 beantragte.
5.
5.1
In ihrer Verfügung vom 13. März 2018 lehnte die Beschwerdegegnerin die Durch
führung beruflicher Massnahmen ab (Urk. 2). Nachdem die Beschwerde
führerin beschwerdeweise berufliche Massnahmen zur Wiedereingliederung bean
tragt hatte (Urk. 1), erklärte sich die Beschwerdegegnerin in der Beschwerde
antwort vom 22. Juni 2018
jedoch
zur (erneuten) Prüfung beruflicher Mass
nahmen bereit
, da der Anspruch auf berufliche Massnahmen nicht
rechts
genüglich
geprüft wor
den sei
(Urk. 12). Dies nahm die Beschwerdeführerin zur Kenntnis (Urk. 15).
5.2
Invalide oder von einer Invalidität (
Art.
8 ATSG) unmittelbar bedrohte Versi
cherte haben Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufga
ben
bereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhalten oder zu verbessern, und die Voraussetzungen auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind (Art. 8 Abs. 1 IVG).
5.3
Angesichts der im Raum stehenden dauerhaften 20%igen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin erweist sich die bisherige Prüfung eines Anspruchs auf berufliche Massnahmen als nicht
rechtsgenüglich
, wie dies die Beschwerdegegnerin auch einräumt. Die Sache ist daher an diese zurückzuweisen, damit sie den Anspruch auf be
rufliche Massnahmen erneut prüfe
.
6.
Nach dem Gesagten ist
die Beschwerde
betreffend Antrag auf berufliche Mass
nahmen
in dem Sinne
gutzuheissen
,
dass
die Sache an die Beschwerde
gegnerin zurückzuweisen
ist
, damit diese einen Anspruch auf be
rufliche Mass
nahmen erneut prüfe
.
Im Übrigen
(Rentenanspruch)
ist die Beschwerde
abzu
weisen.
7.
Gestützt auf die einge
reichte Unterstützungsbestätigung der Stadt Zürich (Urk. 3) sind die Voraussetzungen für die unentgeltliche Rechtspflege gemäss § 16 Abs. 1 und 2 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) zu bejahen.
Der
Beschwerdeführer
in
ist die unentgeltliche Prozessführung
somit zu gewähren.
Die Kost
en des Verfahrens sind auf Fr. 8
00.
--
festzulegen
und ausgangsgemäss bei
den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen, die der Beschwerdeführerin aufzuerle
genden
Fr.
400.-- sind
zufo
lge Bewilligung der unentgeltli
chen Prozessführung jedoch einstweilen auf
die Gerichtkasse zu nehmen. Die
Beschwerdeführer
in
ist auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen.