# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ca671085-e81b-4862-bcc8-9b625994fe99
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Forderung
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 10. Abteilung, vom 10. September 2019 (FV190082-L)
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Rechtsbegehren des Klägers: (Urk. 2 S. 2)
1. Es sei der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger den Betrag von CHF 13'737.50 nebst Zins von 5% seit dem 21. Dezember 2018 sowie CHF 103.30 Betreibungskosten und die Kosten des  in der Höhe von CHF 560.00 zu bezahlen.
2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des  Embrachertal sei zu beseitigen und es sei dem Kläger  Rechtsöffnung zu erteilen.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des .
Urteil des Bezirksgerichts Zürich, 10. Abteilung, vom 10. September 2019: (Urk. 29 S. 11 f.)
1. Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger zu bezahlen:
˗ Fr. 13'737.50 nebst 5 % Zins seit 21. Dezember 2018
˗ Fr. 103.30 Betreibungskosten in der Betreibung Nr. ... des  Embrachertal
Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. ... des Betreibungsamtes  (Zahlungsbefehl vom 26. März 2019) ist aufgehoben.
2. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 2'275.– festgesetzt.
3. Die Gerichtskosten werden dem Beklagten auferlegt und mit dem vom  geleisteten Vorschuss verrechnet. Ein allfälliger nicht beanspruchter Teil des Vorschusses wird dem Kläger zurückerstattet.
4. Der Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Parteientschädigung von Fr. 3'750.– (inkl. 7.7% Mehrwertsteuer und Kosten des ) zu bezahlen.
Zudem wird der Beklagte verpflichtet, dem Kläger den  im Umfang der Inanspruchnahme für die Deckung der gerichtlichen Entscheidgebühr zu ersetzen.
5. [Schriftliche Mitteilung].
6. [Rechtsmittelbelehrung: Berufung; Frist 30 Tage].
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Berufungsanträge: (Urk. 28 S. 1, sinngemäss)
1. Die Forderung im Betrag von CHF 13'737.50 nebst Zins zu 5 % seit 21. Dezember 2018 sei aufzuheben.
2. Die Betreibungskosten im Betrag von CHF 103.30 seien dem Kläger aufzuerlegen.
3. Die Entscheidgebühr von CHF 2'275.00 sei dem Kläger .
4. Die Parteientschädigung von CHF 3'750.00 (inkl. 7,7 % MWSt) sei dem Kläger aufzuerlegen.

## Considerations

Erwägungen:
1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
1.1. Der Beklagte ist Inhaber der Einzelfirma "C._" (Urk. 4/5). Der Kläger
wohnte in der selben Wohngenossenschaft wie der Beklagte, woher sich die Par-
teien kannten (Prot. I S. 11). Im Rahmen ihrer Bekanntschaft ersuchte der Beklag-
te den Kläger um einen "kurzfristigen Überbrückungskredit" in der Höhe von
Fr. 35'000.– für den Kauf eines Taxifahrzeuges. Zu diesem Zweck schlossen die
Parteien am 8. April 2008 einen Darlehensvertrag (Urk. 4/1). Nachdem es in der
Folge zu Zahlungsschwierigkeiten seitens des Beklagten gekommen war, schlos-
sen die Parteien am 1. September 2009 eine weitere Vereinbarung, in welcher
der aufgelaufene Saldo festgehalten und die zukünftige Amortisierung des Darle-
hens festgelegt wurden (Urk. 4/2). Da auch diese festgelegten Modalitäten durch
den Beklagten nicht vertragsgemäss erfüllt wurden, setzten die Parteien am
17. Januar 2012 eine dritte Vereinbarung auf. Darin wurde wiederum der aktuelle
Restbetrag des Kredites festgehalten sowie die Zahlungsmodalitäten festgelegt,
um das gewährte Darlehen bis Ende 2014 zurückzubezahlen (Urk. 4/3). Da es er-
neut nicht zu einer vereinbarungsgemässen Rückzahlung des Darlehens gekom-
men war, betrieb der Kläger den Beklagten im März 2019, woraufhin dieser
Rechtsvorschlag erhob (Urk. 4/7).
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1.2. Am 9. Mai 2019 reichte der Kläger unter Beilage der entsprechenden Kla-
gebewilligung vom 14. Februar 2019 beim Bezirksgericht Zürich (Vorinstanz) die
vorliegende Klage ein (Urk. 1 und Urk. 2). Nach durchgeführter Hauptverhandlung
vom 6. September 2019 erliess die Vorinstanz am 10. September 2019 – vorab in
unbegründeter Form – das eingangs aufgeführte Urteil (Urk. 20). Auf Antrag des
Beklagten (Urk. 23) liess die Vorinstanz den Parteien die begründete Ausfertigung
des Urteils am 19. November 2019 zukommen (Urk. 24 = Urk. 29; Urk. 25 f.). Da-
gegen erhob der Beklagte am 6. Januar 2020 fristgerecht Berufung und stellte die
vorstehend aufgeführten Berufungsanträge (Urk. 28 S. 1).
1.3. Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (Urk. 1-27). Da sich die Be-
rufung sogleich als unbegründet bzw. unzulässig erweist, kann auf die Einholung
einer Berufungsantwort verzichtet werden (Art. 312 Abs. 1 ZPO).
2. Besonderheiten des Berufungsverfahrens
2.1. Mit der Berufung können unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Beru-
fung ist begründet einzureichen (Art. 311 Abs. 1 ZPO). Zu dieser Begründungsob-
liegenheit gehört, dass in der Berufungsschrift dargelegt werden muss, weshalb
der vorinstanzliche Entscheid in den angefochtenen Punkten unrichtig sein soll;
die Berufung muss sich dementsprechend mit den Entscheidgründen der Vorin-
stanz im Einzelnen auseinandersetzen. Wiederholungen des bereits vor der ers-
ten Instanz Vorgetragenen genügen den gesetzlichen Anforderungen daher
ebenso wenig wie allgemeine Kritik am angefochtenen Entscheid. Das Oberge-
richt hat sodann die geltend gemachten Rügen frei und unbeschränkt zu überprü-
fen; es muss dagegen den angefochtenen Entscheid nicht von sich aus auf weite-
re Mängel untersuchen, es sei denn, der Sachverhalt sei geradezu willkürlich
festgestellt oder das Recht sei geradezu willkürlich angewandt worden und diese
Fehlerhaftigkeiten würden klar zutage treten. Das Berufungsverfahren ist damit
nicht einfach eine Fortsetzung des erstinstanzlichen Verfahrens, sondern es dient
der Überprüfung des angefochtenen Entscheids im Lichte von konkret dagegen
vorgebrachten Beanstandungen (vgl. zum Ganzen BGE 138 III 374 E. 4.3.1; BGE
142 III 413 E. 2.2.4; ZK ZPO-Reetz/Theiler, Art. 311 N 36).
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2.2. Neue Vorbringen (Noven) sind im Berufungsverfahren nur noch in be-
schränktem Rahmen zulässig. Zulässig sind neue Tatsachenvorbringen und Be-
weismittel nur dann, wenn sie – kumulativ – ohne Verzug vorgebracht werden
(Art. 317 Abs. 1 lit. a ZPO) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster
Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317 Abs. 1 lit. b ZPO). Auch neue Ein-
reden gelten als Noven (ZK ZPO-Reetz/Hilber, Art. 317 N 31; Steininger, DIKE-
Komm-ZPO, Art. 317 N 2); sie sind nur dann zulässig, wenn sie auf zulässigen
neuen Tatsachen beruhen (BSK ZPO-Spühler, Art. 317 N 13).
3. Erwägungen der Vorinstanz
3.1. Die Vorinstanz hielt vorab fest, es sei unbestritten, dass zwischen den Par-
teien am 8. April 2008 ein Darlehensvertrag abgeschlossen worden sei, mit wel-
chem der Kläger dem Beklagten ein verzinsliches Darlehen von Fr. 35'000.– zu-
züglich Spesen und Auslagen gewährt habe. Auch die bisherigen Amortisations-
zahlungen sowie die Zinsberechnung seien unbestritten geblieben. Anlässlich der
Hauptverhandlung habe der Beklagte sogar ausdrücklich anerkannt, dass die klä-
gerische Forderung im Betrag von Fr. 13'737.50 rechnerisch richtig sei. In diesem
Umfang sei somit der Bestand der Forderung ausgewiesen. Der Beklagte behaup-
te allerdings, die streitgegenständliche Vereinbarung lediglich unterschrieben zu
haben, weil der Kläger ihm gedroht habe, seinen Konkurs auf dem Platz Zürich,
insbesondere in der Taxibranche, zu verbreiten. Der Beklagte sei anlässlich der
Hauptverhandlung jedoch nicht ansatzweise imstande gewesen, die näheren Um-
stände der geltend gemachten Drohung darzutun – so die Vorinstanz weiter. Sei-
ne Behauptungen seien unsubstantiiert geblieben und neben der Befragung der
Eheleute B._ habe er keine weiteren Beweismittel offeriert. Sein Einwand er-
weise sich bei näherer Betrachtung als blosse Schutzbehauptung, um seiner Zah-
lungspflicht zu entgehen. Überdies gelte es zu betonen, dass selbst dann, wenn
die "Drohung" so wie vom Beklagten vorgebracht, ausgesprochen worden wäre,
diese nicht geeignet gewesen wäre, eine gegründete Furcht im Sinne von Art. 30
Abs. 1 OR zu begründen. Vielmehr sei die Tatsache, dass über die Einzelunter-
nehmung "C._" mit Wirkung ab dem tt.mm.2010 der Konkurs eröffnet worden
sei, für jedermann im Handelsregister und Amtsblatt des Kantons Zürich ersicht-
lich gewesen (Urk. 29 S. 4-6).
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3.2. Zu der vom Beklagten vorgebrachten Verrechnungseinrede erwog der Vor-
derrichter, der Beklagte räume selbst ein, dass er seine geltend gemachte Gegen-
forderung weder qualifizieren noch quantifizieren könne. Dem Beklagten sei es
nicht gelungen, darzutun, inwiefern die rechtlich nicht zu beanstandenden Bemü-
hungen seitens des Klägers, seine Forderung durchzusetzen, einen Schaden ver-
ursacht hätten. Ferner sei nicht ersichtlich, auf welche Anspruchsgrundlage der
Beklagte seinen behaupteten Schadenersatz stützen wollte. Es möge zwar durch-
aus zutreffen, dass der Beklagte aufgrund der eingeleiteten Betreibungen nicht
mehr gleich kreditwürdig gewesen sei wie zuvor. Das Vorgehen des Klägers sei
jedoch nicht zu beanstanden und Hinweise für ein rechtsmissbräuchliches Han-
deln zur Durchsetzung seiner Forderung seien nicht ersichtlich. Zusammengefasst
sei eine Verrechnungsforderung im Zusammenhang mit den gegen den Beklagten
eingeleiteten Betreibungen nicht ausgewiesen. Der Beklagte berufe sich schliess-
lich darauf, dass er in den Jahren 2008 bis 2010 dem Sohn des Klägers diverse
Male Nachhilfeunterricht erteilt habe. Diese aufgelaufenen Stunden seien eben-
falls mit der Forderung des Klägers zu verrechnen. Der Beklagte habe jedoch we-
der die Zahl und Daten der geleisteten Nachhilfestunden, noch deren Inhalt und
Anhaltspunkte für die Bemessung der Höhe eines vereinbarten Honorars darzutun
vermocht. Vielmehr räume er gar selbst ein, dass diesbezüglich keine Vereinba-
rung zwischen ihm und dem Kläger getroffen worden sei. Der Beklagte habe auch
nie Rechnungen oder Mahnungen für die Nachhilfestunden ausgestellt. Mangels
einer hinreichend dargelegten vertraglichen Grundlage sei eine der Verrechnung
zugängliche Forderung des Beklagten gegenüber dem Kläger nicht ausgewiesen.
Die Einrede der Verrechnung in Bezug auf geleistete Nachhilfestunden falle daher
ausser Betracht und sei abzuweisen (Urk. 29 S. 7-10).
4. Berufung
4.1. Der Beklagte bringt vor Obergericht zusammengefasst vor, er halte nach
wie vor daran fest, dass er die Vereinbarung vom 17. Januar 2012 nur unter sehr
grossem und fast nicht aushaltbarem Druck seitens des Klägers unterschrieben
habe. Im Zusammenhang mit der angeblichen Drohung offeriert der Beklagte so-
dann die Einvernahme von zwei weiteren Zeugen (D._ und E._). Eine
dieser Personen, nämlich D._, habe mit dem Beklagten persönlich Kontakt
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aufgenommen und ihn "dringend aufgefordert", die Vereinbarung mit dem Kläger
zu unterzeichnen. Der Kläger habe also seine Position des "Stärkeren" mit allen
Mitteln ausgenutzt, da ihm bewusst gewesen sei, dass er seine Forderung auf
dem offiziellen Rechtsweg nicht mehr hätte einfordern können (Urk. 28 Rz. 1).
Wie einleitend bereits ausgeführt, sind neue Tatsachenvorbringen und neue
Beweismittel im Berufungsverfahren nur dann zulässig, wenn sie trotz zumutbarer
Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (Art. 317
Abs. 1 lit. b ZPO). Der Beklagte erklärt in seiner Berufungsschrift nicht, weshalb er
die beiden neuen Zeugeneinvernahmen erst(mals) vor Obergericht beantragt
bzw. weshalb er die entsprechenden Behauptungen nicht bereits im erstinstanzli-
chen Verfahren vorgebracht hat. Angeblich wurde der Beklagte bereits vor der
Unterzeichnung der Vereinbarung im Jahr 2012 von einem der beiden Zeugen
kontaktiert und unter Druck gesetzt. Somit wäre es ihm durchaus möglich gewe-
sen, die entsprechenden Tatsachen und Beweismittel bereits im erstinstanzlichen
Verfahren vorzubringen. Überdies wäre die behauptete Kontaktaufnahme durch
den Zeugen D._ nicht als Furchterregung im Sinne von Art. 29 f. OR zu qua-
lifizieren. Durch die "dringende Aufforderung", den Vertrag zu unterschreiben,
musste der Beklagte nicht annehmen, dass er oder eine ihm nahe verbundene
Person "an Leib und Leben, Ehre oder Vermögen mit einer nahen und erhebli-
chen Gefahr bedroht" sei (vgl. Art. 30 Abs. 1 OR). Diesbezüglich behauptet der
Beklagte nicht einmal, dass der Zeuge D._ ihm überhaupt einen Nachteil in
Aussicht gestellt hat, falls er die Vereinbarung nicht unterschreiben sollte. Nach
dem Gesagten sind die beiden im Rahmen der Berufungsschrift neu offerierten
Zeugeneinvernahmen sowie die damit zusammenhängenden Tatsachenbehaup-
tungen aufgrund des verspäteten Vorbringens unbeachtlich. Auch wenn der Be-
klagte die erwähnten Vorbringen rechtzeitig in das Verfahren eingebracht hätte,
würde es sich bei der (behaupteten) Kontaktaufnahme durch den Zeugen
D._ nicht um eine Furchterregung im Sinne von Art. 29 f. OR handeln. Und
selbst wenn eine Furchterregung zu bejahen wäre und sich die dritte Vereinba-
rung als unverbindlich erwiese, so änderte sich am Anspruch des Klägers nichts,
zumal mit der dritten Vereinbarung einzig die Zahlungsmodalitäten zu Gunsten
des Beklagten angepasst wurden, unter Festhaltung des geschuldeten Restsal-
dos (vgl. Urk. 29 S. 6).
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4.2. In Bezug auf die Verrechnungsforderung betreffend die Nachhilfestunden
führt der Beklagte berufungsweise aus, es sei leider äusserst schwierig diesbe-
züglich Beweise vorzulegen. Jedoch müsste die Ehefrau des Klägers bestätigen
können, dass der Beklagte "diverse Male" bei ihnen in Embrach gewesen sei und
dem Sohn im Bereich Rechnungswesen viele Nachhilfestunden gegeben habe.
Es sei deshalb zwingend, die bereits in der Klageantwort genannten Zeugen vor-
zuladen. Es sei sein Recht, "aus deren Munde zu hören", wie viele Nachhilfestun-
den geleistet worden seien (Urk. 28 Rz. 2).
Die Vorinstanz erwog diesbezüglich, dass der Kläger mangels einer vertrag-
lichen Grundlage unter den gegebenen Umständen von einer Gefälligkeit seitens
des Beklagten habe ausgehen dürfen. Der Beklagte räume selbst ein, dass keine
Vereinbarung zwischen ihm und dem Kläger getroffen worden sei (Urk. 29 S. 9 f.).
Mit diesen nachvollziehbaren Erwägungen der Vorinstanz betreffend die fehlende
vertragliche Grundlage sowie die Qualifikation als (unentgeltliche) Gefälligkeit
setzt sich der Beklagte im Rahmen seiner Berufung überhaupt nicht auseinander.
Damit ist er seiner Begründungsobliegenheit nicht nachgekommen (vgl. vorste-
hend E. 2.1), weshalb bereits aus diesem Grund auf die Berufung in diesem Punkt
nicht einzutreten wäre. Überdies sind Beweismittel nur dann abzunehmen, wenn
zuvor substantiierte Tatsachenbehauptungen von der beweisbelasteten Partei
aufgestellt wurden. Die Vorinstanz hat zu Recht kritisiert, dass der Beklagte in Be-
zug auf seine Verrechnungsforderung nicht rechtsgenügend dargelegt hat, wann
und vor allem wie viele Nachhilfestunden überhaupt geleistet wurden (Urk. 29
S. 9). Entsprechend hat der Beklagte seine Forderung auch nicht beziffert, was al-
lerdings für die Geltendmachung eines finanziellen Anspruchs zwingend notwen-
dig wäre (ausgenommen sind hier nicht einschlägige Ausnahmen zur Beziffe-
rungspflicht). Somit liegt in casu im Zusammenhang mit dem behaupteten Nachhil-
feunterricht überhaupt kein Tatsachenfundament vor, über welches Beweis abge-
nommen werden könnte. Das Beweisverfahren dient nicht dazu, fehlende Behaup-
tungen zu ersetzen oder zu ergänzen, sondern setzt solche vielmehr voraus (BGE
144 III 67 E. 2.1). Da vorliegend bereits die notwendigen Tatsachenbehauptungen
fehlen, hat die Vorinstanz zu Recht auf die Durchführung eines Beweisverfahrens
verzichtet.
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4.3. Schliesslich hält der Beklagte auch vor Obergericht an seiner "Gegenkla-
ge" fest. Es sei ihm durch die mehrfachen Betreibungen resp. kreditschädigenden
Schreiben der F._ AG ein Schaden entstanden. Er könne diesen allerdings
weder qualifizieren noch quantifizieren. Wie hoch der Schaden effektiv sei, lasse
sich nicht mathematisch erstellen. Es sollte aber auch dem Gericht klar sein, dass
durch dieses Vorgehen seitens des Klägers dem Beklagten zusätzlicher Schaden
entstanden sei (Urk. 28 Rz. 3).
Bereits im Zusammenhang mit den Nachhilfestunden wurde vorstehend da-
rauf hingewiesen, dass ein finanzieller Anspruch zwingend beziffert werden muss.
Der Beklagte hält allerdings selbst fest, dass er den geltend gemachten Schaden-
ersatz weder qualifizieren noch quantifizieren könne. Bereits die Vorinstanz erwog
diesbezüglich korrekt, dass der Beklagte seinen Schaden zu beweisen und die
Grundlagen für dessen Berechnung substantiiert und nachvollziehbar darzutun
gehabt hätte. Diesen prozessualen Pflichten ist der Beklagte nicht nachgekom-
men. Er wiederholt in seiner Berufungsschrift lediglich seine Behauptungen, die er
bereits im erstinstanzlichen Verfahren vorgebracht hatte, ohne aufzuzeigen, wo
die Vorinstanz das Recht falsch angewendet oder den Sachverhalt unrichtig fest-
gestellt haben soll. Schliesslich ist auch nicht nachvollziehbar, inwiefern ein
Schreiben einer Inkassofirma zu einem finanziellen Schaden führen könnte. Es ist
ferner nicht ersichtlich, dass der Kläger den Beklagten in rechtsmissbräuchlicher
Weise betrieben hätte, weshalb auch diesbezüglich in Übereinstimmung mit der
Vorinstanz offensichtlich kein Schadenersatzanspruch entstanden ist.
4.4. Nach dem Gesagten bleibt es bei den vorinstanzlichen Erwägungen, wel-
che zur Klagegutheissung geführt haben. Damit bleibt es auch bei der gesetzes-
konformen (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO) Regelung der vorinstanzlichen Kosten- und
Entschädigungsfolgen. Die Berufung des Beklagten erweist sich somit als rechtlich
unbegründet. Demgemäss ist die Berufung abzuweisen, soweit auf sie einzutreten
ist, und ist das angefochtene Urteil zu bestätigen (Art. 318 Abs. 1 lit. a ZPO).
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5. Kosten- und Entschädigungsfolgen des Berufungsverfahrens
5.1. Für das Berufungsverfahren beträgt der Streitwert Fr. 13'737.50.–. Die
zweitinstanzliche Entscheidgebühr ist in Anwendung von § 4 Abs. 1 und 2, § 10
Abs. 1 sowie § 12 der Gerichtsgebührenverordnung auf Fr. 1'000.– festzusetzen.
5.2. Die Gerichtskosten des Berufungsverfahrens sind ausgangsgemäss dem
unterliegenden Beklagten aufzuerlegen (Art. 106 Abs. 1 ZPO).
5.3. Für das Berufungsverfahren hat der Beklagte zufolge seines Unterliegens
keinen Anspruch auf eine Entschädigung. Dem Kläger erwuchs kein erheblicher
Aufwand. Demgemäss sind für das Berufungsverfahren keine Parteientschädi-
gungen zuzusprechen (Art. 106 Abs. 1 ZPO; Art. 95 Abs. 3 ZPO).