# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** dd9813d8-fcd2-4e6a-a331-9fc24b804566
**Court:** BL_EG
**Chamber:** BL_EG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** BL / Northwestern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Aus dem Sachverhalt:
Am 25. April 2006 beschloss der Gemeinderat der Einwohnergemeinde Arisdorf den Bau- und Strassenlinienplan "Q. ". In der Folge wurde das Strassenbauprojekt "Erschliessung Q." ausgearbeitet. Die provisorische Kostenverteiltabelle und der dazugehörende Perimeterplan datieren vom 6. Oktober 2006. Am 19. November 2008 wurde der definitive Perimeterplan einschliesslich Kostenverteiltabelle erstellt. Mit Verfügung vom 10. Dezember 2008 wurden A. für seine Parzelle Nr. 4485, Grundbuch Arisdorf, ein Strassenbeitrag von Fr. 16'379.40 in Rechnung gestellt. Für die ebenfalls im Eigentum von A. stehende Parzelle Nr. 4486, Grundbuch Arisdorf, wurde nach Abzug der Kosten der Landabtretung und einer Ertragsausfall- und Umtriebsentschädigung ein Strassenbeitrag von Fr. 9'000.25 verfügt. Mit Schreiben vom 19. Dezember 2008 und ergänzender Begründung vom 21. Januar 2009 erhob A. gegen die Verfügungen der Einwohnergemeinde Arisdorf vom 10. Dezember 2008 Beschwerde beim Steuer- und Enteignungsgericht, Abteilung Enteignungsgericht (nachfolgend: Enteignungsgericht). Er stellte den Antrag, die Beitragsverfügungen seien aufzuheben respektive die Beiträge in Berücksichtigung der vorbestehenden Erschliessung zu reduzieren.

## Considerations

Aus den Erwägungen:
2. Beschwerdeobjekt
2.1 In Bezug auf die Strassenbeiträge ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer die von ihm geltend gemachten Rügen im Rahmen des definitiven Beitragsverfahrens überhaupt noch vorbringen kann. Führt eine Gemeinde betreffend Strassenbeiträge ein zweistufiges Verfahren mit einem provisorischen und einem definitiven Beitragsperimeterplan durch, so ist sie im Interesse der Rechtssicherheit an die in der provisorischen Beitragsverfügung getroffenen Grundsatzentscheide gebunden. Als solche sind namentlich der Umfang des Beitragsperimeters und die Gewichtung der Vorteile anzusehen. Ein Zurückkommen auf diese Punkte im Rahmen der definitiven Beitragsverfügung ist in der Regel nur zulässig, sofern die Voraussetzungen für den Widerruf einer rechtskräftigen Verfügung erfüllt sind (vgl. VGE vom 25. November 1987 [Nr. 85], Urteil des Enteignungsgerichts vom 26. Mai 2008 [650 2008 10]). Mit der Beschwerde gegen eine definitive Beitragsverfügung können demnach nach ständiger Gerichtspraxis in der Regel nur Rechnungsfehler gerügt werden, falls die Beitragspflicht als solche im Rahmen einer provisorischen Beitragsverfügung, beziehungsweise eines provisorischen Kostenverteilers angefochten werden konnte.