# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f68bc42c-8e64-460f-bfb6-5fa212f423b5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1965 geborene,
überwiege
nd als Hauswartin arbeitstätige
X._
stellte im November 1992 unter Hinweis auf Ellenbogenbeschwerden ein
erstes Gesuch um Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
8/5). Mit Ver
fügungen vom 1
1.
November 1994 (
Urk.
8/26-28) sprach ihr die Eidge
nössi
sche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, Ausgleichskasse des Kantons Zürich (heute Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-
Stelle)
,
vom
1.
Mai 1993 bis 2
8.
Februar 1994 eine ganze und ab
1.
März 1994
eine halbe Invalidenrente zu.
Anlässlich der im Jahr 1996 auf Gesuch hin eingeleiteten Revision sprach die IV-Stelle der Versicherten mit Verfügung vom
4.
Juni 1997 (
Urk.
8/54)
–
ge
stützt auf einen Invaliditätsgrad von 70
%
- eine ganze Invalidenrente ab
1.
August 1995 zu.
Die in den Jahren 1998, 2002 und 2006 von Amtes wegen vorgenommene
Ren
tenrevisionen
(
Urk.
8/60
und 68
,
Urk.
8/70
und 72
,
Urk.
8/74
und 79
) zogen keine Änderungen nach sich.
Aufgrund des im Jahr 2008 von Amtes wegen eingeleiteten
Revisions
ver
fahrens
(
Urk.
8/85) wurde die ganze Invalidenrente - gestützt auf einen
Inva
liditätsgrad
von 47
%
- auf eine
Viertelsrente
reduziert, mit Wirkung ab
1.
Dezember 2009, was der Versicherten mit Verfügung vom
4.
November 2009 (
Urk.
8/115) mitgeteilt wurde. Diese Verfügung erwuchs
unangefochten
in Rechtskraft.
1.2
Im Jahr 2010 wurde erneut von Amtes wegen eine Revision eingeleitet (
Urk.
8/121). In der Folge zog die IV-Stelle Auszüge aus dem individuellen
Konto (IK;
Urk.
8/122,
Urk.
8/178), Arbeitgeberunterlagen (
Urk.
8/125) und
Arzt
berichte
bei. Weiter liess sie eine polydisziplinäre medizinische Unter
suchung (Allgemeine/Innere Medizin, Orthopädie, Evaluation der funktio
nel
len Leistungsfähigkeit [EFL], Psychiatrie) durch d
ie
Y._
GmbH
,
Medizinische Abklärungsstelle der IV-Stelle (MEDAS), durchführen
. Das Gutachten wurde am
5.
November 2012 mit Ergänzung vom 2
6.
November 2012 erstattet (
Urk.
8/164 und
Urk.
8/166).
D
ie Hausärztin
Dr.
med
.
Z._
, Innere Medizin/Pneumologie,
informierte die IV-Stelle mit B
ericht vom
9.
Januar 2013 (
Urk.
8/172) über eine bevor
stehende Operation am
A._
im Frühling 2013 auf
grund einer
anlässlich der
Magnetresonanztomographie (
MRI
, MRT)
nach
ge
wiesenen, noch bestehenden rechtsseitigen
Rezessusstenose
im Segment L4/
5.
Wegen daraus resultierender, jedoch zum Teil unbestimmbarer Arbeits
unfähigkeit kam die IV-Stelle zum
Schluss, die medizinische Sachlage mittels einer polydisziplinären medizinischen Verlaufs-
Untersuchung
am
Y._
erneut abzuklären (vgl.
Urk.
8/205 S. 2 f.). Das entsprechende von ihr in Auftrag gegebene Gutachten wurde am 1. Dezember 2014 erstattet (
Urk.
8/205).
1.3
Mit Vorbescheid vom
9.
März 2015 (
Urk.
8/215) wurde der Versicherten in Aus
sicht gestellt, dass sie vom
1.
Januar bis 3
1.
Mai 2012 und vom
1.
November 2012 bis 3
1.
Dezember 2013 Anspruch auf eine ganze Inva
lidenrente und dazwischen weiterhin Anspr
uch auf eine
Viertelsrente
habe.
D
ie bisherige
Viertelsrente
werde erst für die Zukunft beziehungsweise
auf En
de des der Zustellung der Verfügung f
olgenden Monats aufgehoben
. Am 1
8.
März 2015 wurde dagegen unter Beilage medizinischer Berichte Einwand
(
Urk.
8/219,
Urk.
8/224) erhoben. Mit Schreiben vom
1.
April
2015 (
Urk.
8/228)
äusserte die Versicherte ihre Gedanken zum Vorbescheid.
Auc
h
Dr.
med.
B._
, Oberärztin am
A._
,
äusserte sich am 1
4.
April 2015 (
Urk.
8/232)
dazu
. Mit Schreiben vom
8.
Mai 2015 (
Urk.
8/237) erhob der Rechtsvertreter der Versicherten Einwand unter Bei
lage weiterer medizinischer Berichte (
Urk.
8/235-236). In der Folge holte die IV-Stelle bei den
Y._
-Ärzten eine ergänzende Stellungnahme zu den einge
reichten medizinischen Berichten ein, welche am 2
3.
Juni 2015 (
Urk.
8/242
)
erfolgte. Nach Gewährung des rechtlichen Gehörs
(Urk. 8/245, Urk. 8/250)
ver
fügte die IV-Stelle am 1
2.
November 2015 im angekündigten Sinne (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
4.
Dezember 2015 (
Urk.
1) Beschwerde mit den Anträgen, es sei ihr von Mai 2011 bis Januar 2014 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Betreffend Rentenanspruch ab Februar 2014 sei die Sache zur ergänzenden medizinischen Abklärung und zum Neuentscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 2
7.
Januar 2016 (
Urk.
7) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom
1.
Februar 2016 (
Urk.
9) zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung
und Eingliederung verblei
ben
de ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Pro
zent auf eine ganze Rente (
Art.
28 Abs. 2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
bezügers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und da
mit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht
nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern au
ch
dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich
gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E.
3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhält
nisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit ver
ändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unter
schiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverän
dert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer
Sach
ver
haltsabklärung
, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit
Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Unter
suchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kennt
nis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet
und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begrün
det sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Es gilt jedoch zu beachten, dass ärztliche Angaben zur Arbeitsfähigkeit zwar eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumutbarkeit von Arbeitsleis
tungen bilden, es jedoch letztlich der rechtsanwendenden Behörde - der Ver
waltung oder, im Streitfall, dem Ge
richt - obliegt, zu beurteilen, ob eine Invali
dität im Rechtssinne, bejahendenfalls eine solche rentenbegründender Art ein
getreten ist. Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine rein medizinische, sondern letztlich auch eine juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der von einem medizinischen Bericht festgestellten Arbeitsun
fähigkeit abzuweichen ist, ohne dass dieser seinen Beweiswert verlöre (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.1-2 mit Hinweisen;
SVR 2015 IV Nr. 16
S. 45 E. 2.3 [9C_662/2013]; Urteil des Bundesgerichts 9C_3/2015 vom 20. Mai
2015 E. 3.3.2
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte aus, a
ufgrund einer Schulteroperation und einer erneuten Verschlechterung sowie einer Operation
der
Lendenwirbel
säule
(LWS)
bestehe von
Januar bis Ende Mai 2012 sowie ab November 2012 bis Ende Dezember 2013 ein Anspruch auf eine ganze Invalidenre
nte, danach und dazwischen ein
solche
r
auf eine
Viertelsrente
. Seit dem Gutachten im Oktober 2013 bestehe aufgrund einer Verbesserung des Gesundheitszustandes eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit. Aus psychia
tri
scher Sicht bestünden keine Diagnosen mehr und somit eine volle Arbeits
fähigkeit. Die Beschwerdeführerin könne in der angestammten Tätigkeit ein Jahreseinkommen von
Fr.
52‘163.82 und in einer angepassten Tätigkeit ein solches von
Fr.
46‘947.44 erzielen, womit sich ein rentenausschliessender
Inva
liditätsgrad
von 10
%
ergebe (
Urk.
2 und
Urk.
7).
2.2
Demgegenüber machte die Beschwerdeführerin
zusammengefasst geltend,
zwischen der Schulteroperation vom 1
8.
Oktober 2011 und der letzten
Rücken
operation
am 1
4.
März 2013 habe ununterbrochen eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die vollständige Arbeitsunfähigkeit wegen der Rücken- und Schulterprobleme
sei
gestützt auf die medizinischen Berichte
mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit spätestens seit der
Erstoperation im Februar 2011
vorgelegen
. Der Anspruch auf eine ganze In
validenrente bestehe somit ab
1.
Mai 2011 bis Ende Januar 201
4.
Betreffend den Rentenanspruch ab Februar 2014 sei die Sache ergänzend abzuklären
(
Urk. 1).
2.3
Strittig
sind
d
ie Zeiträume, in welchen wegen des verschlechterten Gesund
heitszustandes Anspruch auf eine ganze Rente besteht, und ein allfälliger Rentenanspruch ab Februar 2014.
3.
3.1
Die Ärzte am
C._
nannten in ihrem orthopädisch-psychiatrischen Gutachten vom
5.
August
2009
(
Urk.
8/101), worauf die Beschwerde
gegn
erin ihre Verfügung vom
4.
Novem
ber 2009 (
Urk.
8/115) stützte, folgende Diagnosen mit Auswirku
ng auf die Arbeitsfähigkeit (S. 24):
-
Partielle
Sakralisation
L5 und Segmentdegeneration L4/5 bei
links
betonter
Discushernie
und mittelschwerer Spinalkanalstenose mit wahr
scheinlicher Beeinträchtigung der L5 Nervenwurzeln beidseits
-
Partialruptur der langen
Bicepssehne
intraarticulär
, leichte Bursitis
subacromialis
bei leichter
Acromioclaviculargelenksarthrose
rechts
-
Femoropatelläre
Inkongruenz und Verdacht auf
Chondropathie
links bei 0-Achse
-
Adipositas
-
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung bestehend sei über zehn Jahren (ICD-10 F45.4)
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte bis mittel
gradige Episode (ICD-10 F33.0, ICD-10 F33.1)
Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Ärzte folgende Diagnosen (S. 25):
-
Status nach Operation nach Hohmann 1992 und 1994 sowie Abtra
gung einer
osteokartilaginären
Exostose
am radialen
Epicondylus
humeri
rechts 93 und 95
-
Penizillin-Allergie
-
Nikotinabusus
In ihrer interdisziplinären Zusammenfassung und Beurteilung führten die Gut
achter aus, die Beschwerdeführerin leide seit über zehn
Jahren an thera
pi
eresistenten lumbalen Schmerzen,
die nachts in die
Schultern ausstrahlten, und seit sechs
Monaten verstärkt an therapieresistenten
Oberschenkel
schmer
zen
beidseits, die sich gelegentlich in beide Füsse und nachts in die Schultern fortsetz
ten. Seit sechs
Monaten manifestier
t
en sich auch Schulterschmerzen in beide Finger ausstrahlend, die trotz konservativer Therapie keine Bess
e
rung aufwiesen.
Die lumbalen Schmerzen könn
t
en grösstenteils auf die
im MRI nachgewiesene
Segmentdegeneration L4/5 mit Dis
k
ushernie und mittel
schwerer Spinalkanalstenose und wahrscheinlicher Beeinträchtigung der
Nerven
wurzeln
L5 beidseits zurückgeführt werden. Die
Oberschenkelschmer
zen
seien
eventuell durch die radiologisch dokumentierte linksseitige
femo
ropatelläre
Inkongruenz bei klinisch vermuteter
Chondropathie
bedingt. Die Schulterschmerzen rechts könn
t
en aufgrund des MRIs auf eine Partialruptur der langen
Bicepssehne
intraarticulär
, eine leichte Bursitis
subacromialis
und eine geringe
Acromioclaviculargelenksarthrose
rechts zurückgeführt werden, wobei das Ausmass der Beschwerden mit den relativ geringen degenerativen V
eränderungen im MRI kontrastiere (S. 23)
.
Der psychiatrische Gutachter
hielt
fest, dass bei der Schilderung der chro
nischen Beschwerdesymptomatik wiederholt ungenaue Angaben gemacht
worden seien
und damit die Schmerzsymptomatik mit Ausbreitungstendenz durch eine körperliche Störung nicht vollständig erklärt werden
könne
. Aus psychiatrischer Sicht
trete
diese Schmerzsymptomatik in Verbindung mit emotionalen Konflikten auf und es
könne
e
ine anhaltende
so
matoforme
Schmerzstörung angenommen werden. Daneben fänden sich Hinweise für ei
ne rezidivierende depressive Störung und anamnestisch
lasse
sich ein sexueller
Missbrauch in der Kindheit erheben. Die Beschwerdeführerin befinde sich et
wa
seit zehn
Jahren in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung, worauf in der Folge ein relativ stabiles psychisches Zustandsbild mit leichten Stimmungsschwankungen ohne wesentliche Stimmungseinbrüche
eingetreten sei
. Mit vermehrten körperlichen Beschwerden
sei
es seit etwa Sept
ember 20
08 wieder verstärkt zu depressiven Störungen mit leichter bis mittel
gra
diger depressiver Episode
gekommen
. Eine vorübergehende Angststörung seit Sept
ember
20
08
sei
seit Monaten wieder weitgehend abgeklungen. Bei der
Beschwerdeführerin
sei
aus psychiatrischer Sicht eine anhaltende
somato
forme
Schmerzstörung anzunehmen, die in Verbindung mit einer rezidivie
renden depressiven Störung mit gegenwärtig leichter bis mitte
l
gr
adiger de
pressiver Episode stehe
. Damit lieg
e
auf Grund der depressiven Störung eine psychische Komorbidität vor, die zu einer Beeinträchtigung der
Schmerzbe
wältigung
und Schmerzverarbeitung führ
e. Somit verfüge
sie
nicht über aus
reichende Ressourcen für den Umgang mit den Schmerzen und die Voraus
setzungen für eine zumutbare Willensanstrengung seien eingeschränkt, je
doc
h nicht aufgehoben und somit zumindest teilweise überwindbar (S. 24).
D
ie
Gutachter
attestierten in bisheriger Tätigkeit bis August 2008 eine 80%ige Arbeitsfähigkeit, ab September 2008 eine solche von 60
%
und seit
dem Zeitpunkt der Begutachtu
ng (orthopädisch-psychiatrische
Beurteilung vom
2
2.
Juli
2009) eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
(S. 25). Die Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit basiere auf einem somatischen
Leiden, das bedeute
den degenerativen Veränderungen der LWS, der rechten Schulter und einer
femoropatellären
Inkongruenz mit
Chondropathie
rechts und Adipositas sowie auf einer anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung in Verbindung mit einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig leichter bis mittelgradiger Episode. Ein Überwiegen von psychosozialen Faktoren
sei nicht anzunehmen
(S. 27).
L
eidensangepasste,
also
geistig einfache
T
ätigkeit
en
ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne erhöhten Zeitdruck, ohne erforderliche erhöhte Konzen
tra
tions
fähigkeit, ohne erhöhte Verantwortung, ohne vermehrte
Kundenkon
takte
, die nicht in grösseren Teams durchgeführt werden müss
t
en und die
ab
wech
s
lungsweise
sitzend und stehend in temperierten Räumen ausgeübt werden könn
t
e
n
, ohne dass dabei häufig inklinierte und
reklinierte
sowie rotierte Körperhaltungen eingenommen und Gegenstände über 5 kg gehoben oder
getragen respektive auf Leitern und Treppen gelaufen werden müss
t
e
n
und bei
de
nen
nicht häufig kniende Positionen notwendig
sei
en
, könn
t
e
n
ab Sept
em
ber 20
08 zu 70
%
(Arbeitsunfähigkeit 30 %)
zugemutet werden (S. 25).
3.2
In Bezug auf das aktuelle Revisionsverfahren sind folgende medizinische Akten
zu berücksichtigen
:
3.2.1
Die
Y._
-Gutachter, welche die Beschwerdeführerin am 1
1.
November 2014
unter
suchten, nannten in ihrem polydisziplinären Gutachten vom 1. Dezem
ber
2014 (
Urk.
8/205
/1-38
) mit Einfluss
auf die Arbeitsfähigkeit die
folgenden
Diagnosen (S. 34):
-
Chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom
(ICD-10 M54.5/Z98.8)
-
Status nach
mikrochirurgischer Entfernung einer Diskushe
rn
ie LWK4/5 links und
Dekompression des
Rec
essus
lateralis
beidseits am 16.1.2012 (PD
Dr.
D._
,
A._
)
-
Status nach Entfernung einer
Rezidivhernie
LWK5/SWK1 links, Dekompression LWK4/5,
interkorporeller
Fusion mit
tels Cage-Ei
nlage
und dorsaler
Spondylo
dese
LWK5/SWK1 am 13.8.2012 (
Dr.
E._
,
A._
)
-
Status nach
mikr
ochirurgischer Dekompression LWK4/5 und L
W
K5/SWK1 rech
t
s am 04.03.2013 (
Dr.
E._
,
A._
)
-
anamnestisch im seitherigen Verlauf
B
eschwerdezunahme
-
radiologisch unveränderter Befund ohne klare Hinweise für
Neuro
kompression
(MRI 29.
08.2013 und 20.03.2014)
-
HWS-Syndrom
(ICD-10
M53.1)
bei
-
Status nach Diskektomie HWK5/6 mit Cage-Fusion 2011 ohne
radikuläre
oder
medulläre
Beteiligung
O
hne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
führt
en die Gutachter folgende Diagnosen an (S. 34 f.):
-
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
-
Probleme mit Bezug auf vermuteten sexuellen Missbrauch durch eine Person innerhalb des engeren Familienkreises (Z61.4)
-
Adipositas (ICD-10 E66.0)
-
BMI 33 kg/m2
-
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (ICD-10 J44.9)
-
aktuell unter
inhalativer
Therapie unauffällige Spirometrie
-
Dauersteroid-Therapie
-
fortgesetzter Nikotinkonsum (ICD-10 F17.1)
-
Status nach Schul
terarthroskopie,
Bizepstenotomie
,
subakromialer
Dekom
pression,
Bursektomie
und
Akromiopla
stik
rechts am 18.10.2011 (
Dr.
F._
,
A._
;
ICD-10 Z98.8)
-
Chronische Kniebesch
werden beidseits (ICD-
1
0 M17.0)
-
anamnes
t
isch Gonarthrose beidseits
-
Status nach
E
ingriff bei Karpaltunnelsyndro
m beidseits 1985 (ICD-10 Z
98
.
8)
-
Status nach
Denervierung
und Operation nach Hohmann Ellbogen rechts am 11.9.1992 und
24.11.1994 (ICD-10 Z
98.8)
-
Status nach Abtragung
osteoka
r
t
il
aginä
rer
Exostosen
am
Epicondylus
h
umeri
radialis
des rechten Ellbogens am 4.8.1993 und 28.9.1995 (ICD-10 Z98.8)
-
Status nach Ringbandspa
l
tung und
Teilsynovektomie
Ringfinger rechts a
m 14.08.2013 (
A._
;
IC
D-10 Z98.
8)
-
Anamnestisc
h schnellender Daumen links (IC
D-10 M65.4)
In ihrer Gesamtbeurteilung schilderten die Gutachter
(Konklusion durch
i
nter
disziplinären
K
onsensus)
, a
us Si
cht des Bewegungsapparates finde
sich ein chronisches
lu
mb
ove
rt
ebrales
Schmerzsyndrom, wobei sich die von der
Beschwerdeführerin
beklagten Lumbalgien durch die k
l
inischen und radio
logischen Befunde keinesfalls vollständig begründen l
ies
sen. Bei den vorlie
genden deutlichen
In
konsistenzen
müsse
an eine massive nicht-organische
Beschwerdekomponente
gedacht werden. Aus Sicht des Bewegungsapparates besteh
e
für die angestammte Tätigkeit als Hauswartin, wie auch für andere
körperlich leichte, adaptierte Tätigkeiten unter Wechselbelastung eine Arbeits
- und Leistungsfäh
i
gkeit von 100
%
, wobei das wiederholte Heben und Tragen von Lasten über 10 kg vermieden werden sollte. Aus neurologischer Sicht
könne
neben dem degenerativen LWS-Syndrom
ein H
alswirbelsäulen
(HWS)
-Syndrom ohne Hinweis
e auf eine
radikuläre
oder
medul
läre
Beteiligung fest
ges
tellt werden. Für eine angepasste
,
nicht rücke
nbelastende und geistig ein
fache Tätigkeit besteh
e
dagegen eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Aus psyc
hiat
rischer wie auch aus a
llgemeininternistischer Sicht fä
nden sich keine
zusätzlichen Befunde und Diagnosen, welche eine Einschränkung der Arbeit
s
fähigkeit
begründeten.
Zusammenfassend bestehe
somit aus polydisziplinä
r
er
Sicht
für eine körperlich leichte
, nicht r
ückenbelastende und geistig wenig
anspruchsvolle Tätigkeit eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 100
%
.
Auf
grund der
anamnestischen
Angaben,
der
Untersuchungsbefunde, der vor
liegenden Dokumente sowie der
früher attestierten Arbeitsunfä
higkeiten
sei
aus polydisziplinarer Sicht von oben genanntem Arbeits-
und Leistungsprofil spätestens sechs
Monate nach dem letzten operativen Eingriff, somit ab Oktober 2013,
auszugehen
,
was mit Sicherheit ab November 2014 bestätigt werden könne
(S. 36)
.
Zusammenfassend hielten sie fest, b
ei der
Beschwerdeführerin könne eine volle Arbeitsunfähigkeit für alle rü
ckenbelastenden Tätigkeiten und
Über
kopfarbeiten
festgestellt werden. Dagegen besteh
e
für eine körperlich
leichte
,
adaptierte Tätigkeit eine Arbeits- un
d Leistungsfähigkeit von 100
%
(S. 37).
3.2.2
Die
Fachleute
der
G._
stellt
en in ihrem Bericht vom 1
2.
März 2015 (
Urk.
8/235) die Diagnosen einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Fakto
ren (ICD-10 F45.41) sowie eine Anpassungsstörung bei
psychosozialer Belas
tungssituation (ICD-10 F43.2)
. Sie hielten fest, dass die Beschwerdeführerin
Konzentrationsstörungen und Gedächtnisprobleme beklage.
Formalgedank
lich
sei sie auf die Schmerzstörung und die daraus resultierende Arbeitsun
fähig
keit eingeengt. Aufgrund der somatischen Erkrankung bestünden Zukunfts
ängste und Sorgen wegen der Gesundheit. Ansonsten seien keine Ängste
explorierbar
. Sie leide unter ausgeprägten Durchschlafstörungen und de
r Appe
tit sei vermindert. Es bestehe kein Hinweis auf akute Suizidalität oder Fremdgefährlichkeit. Die Arbeitsfähigkeit sei durch die schwere chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren deutlich beein
trächtigt. Aus psychiatrischer Sicht sei sie zu maximal 50 % arbeitsfähig. Es bestünden deutliche Einschränkungen in der Belastbarkeit, der Konzentra
tion, im Durchhaltevermögen und der Selbstbehauptungsfähigkeit.
3.2.3
Dr.
med.
B._
, Oberärztin am
A._
,
führte in ihrem Bericht vom 1
4.
April 2015 (
Urk.
8/232)
aus, die von der Beschwerdeführerin bis anhin durchge
führte Hauswartstätigkeit
könne sicherlich nicht zu 100
%
ausgeübt werden
.
Dies sei auch im Austrittsbericht zum Rehabilitationsaufenthalt vom 2
0.
Okto
ber
bis
8.
November 2014 in der Klinik
H._
fest
gelegt worden, indem für
die bisherige Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 75
%
attestiert worden
sei
. Zudem bestünden pulmonale Einschränkungen. Diese Erkrankung schränke die Beschwerdeführerin wesentlich ein und beein
flusse ihre Arbeitsfähigkeit als Hauswartin wesentlich. Sie
(
Dr.
B._
)
bitte um Überprüfung der Einstufung der Arbeitsfähigkeit aus rheumato
logischer Sicht
unter
Mitberücksichtigung der
pulmonale
n
Situation (S. 1).
3.2.4
3.2.4
.1Der begutachtende
Y._
-Psychiater
Dr.
I._
hielt in seiner
(Teil-)
Stellung
nahme vom 2
3.
Juni 2015 (
Urk.
8/242 S. 1) fest, d
ie Beurteilung der
G._
ge
lang
e
zum Schluss, dass diagnostisch eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren vorliege (
ICD-10
F45.41). In
seinem
psy
chiatrischen Gutachten
sei
die Diagnose einer
somatoformen
Schmerz
störung
(
ICD-10
F45.4) gestellt
worden
. Damit
würden
beide diagnostische
n
Einschätzungen sehr ähnlich aus
fallen. Zusätzlich nenne
die
G._
eine
An
passungsstörung
(
ICD-10
F43.2) bei psychosozialer Belastungssituation. Für letztere Diagnose
sehe er
keine Veranlassung, da die von der
G._
beschrie
benen Einschränkungen der Konzentration und des Durchhaltevermögens bereits im
Krankheitsprofil
der
somatoformen
Störung enthalten
seien
. Die bereits in
seinem
Gutachten erwähnten psychosozialen Belastungsfaktoren, wie Todesfälle im Bekanntenkreis oder durchgemachte Operationen,
seien
als IV-fremde Faktoren zu werten und nicht im Sinne einer Anpassungsstörung.
Insofern beschreib
e
die
G._
ein mit
seinem
Gutachten durchaus kompatibles Zustandsbild, folger
e daraus aber eine 50
%ige Arbeitsunfähigkeit, was sich bei den geringen vorhandenen Befunden und den regen Alltagsaktivitäten nicht begründen
lasse
. Somit änder
e
der
Arztbericht des
G._
seine
Beurtei
lung hinsichtlich des psychiatrischen Sachverhaltes nicht.
3.2.
4.2
Y._
-
Gutachter und
Orthopäde
Dr.
J._
führt
e
in seiner
(Teil-)
Stellung
nahme vom 2
3.
Juni 2015 (
Urk.
8/242 S. 2)
zum
Schreiben
von
Dr.
B._
(E. 3.2.3
hievor
) aus,
dass d
er
en
Arbeitsfähigkeitse
inschätzung aufgrund der heutigen Untersuchung in
keiner Weise gefolgt werden
könne
.
Dr.
B._
führ
e
mit Ausnahme einer
Fussheberparese
M4 beidseits in ihrer Diagnoseliste keine klinischen
Befunde an und
nehme
zur Arbeitsfähigkeit auch nicht näher Stellung. Dieser neuro
l
ogische Befund
sei, wie im
Y._
-G
utachten unter Ab
schnitt 4.3.4 aus entsprechender fachärztlicher Sicht dargestellt, als sehr fragwürdig anzusehen. Wie bereits in Abschnitt 4.2.8 im Rahmen der Stel
lungnahme zum Schreiben der Rheumatologie des
A._
vom 1
9.
September
2014 festgehalten,
sei
der Leidensdruck
der Beschwerde
führerin
aufgrund
spärliche
r
klinische
r
Angaben
nicht klar ablesbar.
Insgesamt
– so beide Gutachter -
würden
gegenüber
dem
Y._
-
Gutachten keinerlei neu
e
objektive Faktoren, welche gegen die von
ihnen
a
ttestierte Arb
eitsfähigkeit sprächen, genannt,
so dass an ihrer
Einschätzung
klar festzuhalten
sei
.
4.
4.
1
Vorab
ist festzuhalten, dass sich die Experten i
n den
Y._
-Gutachten vom
5.
November 2012 (
Urk.
8/164/1-3) und 1. Dezember 2014 (E. 3.2.1
hievor
) umfassend zu den Beschwerden und deren Auswirkungen auf die Arbeits
fähig
keit
äussern
. Das
(aktuellere)
Gutachten
vom
1.
Dezember 2014
, auf welche
s
vorliegend abzustellen ist,
basiert auf eingehenden Untersuchungen,
be
rücksich
tigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden (Urk. 8/
205 S. 16 f., S.
20 f., S.
25, S.
31) und erging in Kenntnis der medi
zinischen
Vorakten
(Urk. 8/205 S. 4 ff.)
beziehungsweise es erfolgte eine
kri
ti
sche Auseinandersetzung damit (
Urk.
8/205 S. 3 ff., S.
24, S.
30 f., S.
33
f.
).
4.2
Die
Beschwerdeführerin
bringt vor
, dass sich in der Zwischenzeit die
Rücken
beschwerden
verschlechtert hätten und diesbezüglich - insbesondere bezüg
lich der Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit - ergänzender
Abklärungs
bedarf
bestehe (
Urk.
1 S.
5
f.)
und reicht dazu Berichte
vom
1.
und
8.
Dezember 2015 (
Urk.
3/3-4)
von
Dr.
E._
ein
.
D
arin
diagnostizierte
dieser
erneute linksseitige
Lumboischialgien
bei Verdacht auf
Anschlussdege
nera
tion
L4/5 bei Status nach Dekompression L4/5 und L5/S1 rechts am
4.
März 201
3.
Er stellte fest, nach Durchführung des MRI zeige sich nun, dass sich die Anschlussdegeneration L4/5 dezent verschlechtert habe. Aufgrund der voran
gegangenen Dekompression und ebenfalls bestehenden
bewegungs
ab
hängi
gen
Rückenschmerzen wäre hier bei einer erfolglosen konservativen Therapie die Erweiterung der
Spondylodese
auf das Seg
ment L4/5 zu erwä
gen. Seines Erachtens sei eine
[Arbeitstätigkeit]
über das bisherige
Ausmass
(20%ige Tätig
keit als
Hausabwartin
) nicht durchführbar (
Urk.
3/4).
Diesbezüglich ist
zunächst festzuhalten
, dass die
se
Berichte
erst
nach
Ver
fügungserlass
(1
2.
November 2015) erstellt w
o
rden
sind
beziehungsweise die
Beschwerdeführerin
auch erst
danach,
nämlich
am 3
0.
November 2015, in di
e Sprechstunde
von Dr.
E._
gegangen ist.
Es f
rag
t sich
, ob der Inhalt der beiden Berichte den Sachverhalt vor dem Zeitpunkt des
Verfü
gungser
lasses
beschlägt
und
somit
in die
gerichtliche
Beurteilung
mitein
zu
be
zieh
en
w
ä
re
(
vgl. etwa
Urteil des Bundesgerichts 9C_235/2016 vom 26. Janu
ar 2017 E. 4.2
).
Vorliegend handelt es sich um eine (Anschluss-)
Degeneration
,
d.h.
um ein
en schleichenden Prozess
, welcher sich nicht sofort, sondern erst
nach
einem gewissen Zeit
ablauf
„akut“
beziehungsweise
gravierend auswirk
t
.
Damit lässt sich nicht von der Hand weisen, dass durchaus
Anzeichen für eine Ver
schlechterung
bereits vor Verfügungserlass
bestehen
.
J
edoch können die gesundheitlichen Auswirkungen, insbesondere in Bezug auf die Arbeits
fähig
keit, noch nicht erheblich sein, zumal
selbst
Dr.
E._
auf eine
lediglich
dezente Verschlechterung hinwies
und vorerst
auch nur
eine
konservative
Therapie empfahl
. Die
Anschluss
degenerati
on
braucht folglich hier (noch)
nicht berücksichtigt
zu
werden
.
Es
ist aber
darauf hinzuweisen
, dass es der Beschwerdeführerin unbenommen bleibt, sich in diesem Zusammenhang bei einer
späteren
, nun
massgeblichen, Verschlechterung
bei der IV-Stelle
neu anzu
melden.
4.
3
Zur chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) führte
der
Y._
-Gut
achter
Dr.
med.
K._
, FMH Allgemeine Innere Medizin, aufgrund seiner am 1
1.
November
2014 erfolgten Untersuchung,
nachvollziehbar aus, dass diese -
qualifiziert
als Anstrengungsdyspnoe Grad II (
Urk.
8/205/17) - unter Inhalations- und Steroidbehandlung gut eingestellt
sei
und quantitativ keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit in einer körperlich leichten und mittel
schweren Tätigkeit begründe
(
Urk.
8/205/20).
Die Hausä
rzt
in
Dr.
Z._
nannte in ihrem Schreiben vom 2
4.
März
2015 (
Urk.
8/225/1) zwar eine COPD Stadium 3, CAT D unter Therapie. Ebenso ist ihrem Bericht zu ent
nehmen, dass es im März 2014 und Januar 2015 zwei weitere Vorfälle einer Exazerbation (die letzte fand im September 2013
statt) gegeben
hat; diese konnten jedoch jeweils
ambulant behandelt werden.
Dr.
Z._
führte plau
sibel aus, dass im angestammten Beruf als
Hausabwartin
aufgrund immer wieder auftretender Atemnot bei körperlicher Belastung keine 100%ige Arbeits
fähigkeit möglich sei. In einer körperlich nicht anstrengenden Tätig
keit sah
sie
von Seiten der COPD jedoch keine Einschränkung (der Arbeits
fähigkeit). Diese Ausführung deckt sich mit derjenigen von
Dr.
K._
, welcher ebenfalls keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bei körperlich leichten, adaptierten Tätigkeiten
annahm
.
Eine wesentliche gesundheitliche Verschlechterung ist damit
jedenfalls
nicht ausgewiesen.
Inwiefern es dies
bezüglich weiterer Abklärung bedarf, wie von der Beschwerdeführerin ver
langt (
Urk.
1 S. 6 f.), ist nicht ersichtlich.
4.
4
4.4.1
In psychiatrischer Hinsicht wurde
von den
Y._
-Gutachtern
eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
- ohne Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit -
diagnostiziert
(E. 3.2.1
hievor
)
.
In diesem Zusammenhang stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Stand
punkt, in Berücksichtigung der Foerster-Kriterien, welche heute nicht mehr von besonderer Bedeutung seien, sei aufgrund inzwischen überholter Recht
sprechung der diagnostizierten anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung im
C._
- und den
Y._
-Gutachten keine Invalidisierung mehr zugesprochen
worden. Dem stehe der
G._
-Bericht vom 1
2.
März
2015 gegenüber, in wel
chem
von einer schweren chronischen Schmerzstörung und einer deut
lichen Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von 50
%
ausgegangen werde. Unter Berücksichtigung dieses Berichts und der neuen Rechtsprechung wür
den sich in psychiatrischer Hinsicht ergänzende medizinische Abklä
rung
en aufdräng
en (
Urk.
1 S. 7 f.
Ziff.
9).
4.
4.
2
N
ach altem Verfahrensstandard eingeholte Gutachten
verlieren
rechtspre
chung
s
gemäss
ihren
Beweis
wert
nich
t
. Es ist
aber
im Rahmen einer gesamt
haften Prüfung des Einzelfalls mit seinen spezifischen Gegebenheiten und den erhobenen Rügen entscheidend, ob ein abschliessendes Abstellen auf die vorhandenen Beweisgrundlagen vor Bun
desrecht standhält. In sinngemässer Anwendung auf die nunmehr materiell-beweisrechtlich geänderten Anforde
rungen ist in jedem einzelnen Fall zu prü
fen, ob die beigezogenen admini
strativen und/oder gerichtlichen Sachverständi
gengutachten - gegebenenfalls im Kontext mit weiteren fachärztlichen Berich
ten - eine schlüssige Beurtei
lung im Lichte der massgeblichen Indikatoren erlauben oder nicht (BGE
141 V 281 E. 8
).
Die juristische Anspruchsprüfung
ist
in jedem Fall Aufgabe des
Rechts
anwenders
,
womit
die medizinische Schätzung der funktionellen Leistungs
fähig
keit rechtlich nicht verbindlich
ist
(Urteil des Bundesgerichts 9C_154/20
16 vom 1
9.
Oktober 2016 E. 4.1
.).
4.
4
.
3
Mit BGE 141 V 281 hat das Bundesgericht seine bisherige Rechtsprechung zur Invaliditätsbemessung bei Schmerzstörungen ohne erkennbare organi
sche Ursa
che und vergleichbaren psychosomatischen Leiden (BGE 130 V 352 und an
schliessende Urteile) angepasst und festgehalten, dass die
Invalidi
tätsbemessung
stärker als bisher den Aspekt der funktionellen Auswirkungen zu berücksichti
gen hat, was sich schon in den diagnostischen Anforderungen niederschlagen muss.
Nach wie vor aber kann eine Einschränkung der Leistungsfähigkeit nur
an
spruchs
erheblich
sein, wenn sie Folge einer Gesundheitsbeeinträchtigung ist, die fachärztlich einwandfrei diagnostiziert worden ist (BGE 141 V 281 E. 2.1 mit Hinweis). Die Sachverständigen sollen die Diagnose einer anhalten
den
somatoformen
Schmerzstörung (ICD-10 F45.40) so begründen, dass die
Rechts
anwender
nachvollziehen können, ob die
klassifikatorischen
Vorgaben tatsächlich eingehalten sind. Dem diagnose-inhärenten Schweregrad der
soma
to
formen
Schmerzstörung ist vermehrt Rechnung zu tragen: Als
„
vor
herrschende Beschwerde" verlangt wird
„
ein andauernder, schwerer und quä
lender Schmerz" (Weltgesundheitsorganisation, Internationale Klassifi
ka
tion
psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitli
nien
,
Dilling
/
Mombour
/Schmidt [Hrsg.], 9. Aufl. 2014, F45.4 S. 233). Im Gegen
satz zu anderen psychosomatischen, beispielsweise dissoziativen Stö
rungen, die nicht schon an sich einen Bezug zum Schweregrad aufweisen, setzt die Diag
nose einer
somatoformen
Schmerzstörung per definitionem Beein
trächti
gung
en der Alltagsfunktionen voraus (BGE 141 V 281 E.
2.1.1 mit Litera
tur
hin
weisen).
4.
4
.
4
Gerade solche Beeinträchtigungen sind vorliegend
jedoch
nicht ersichtlich. So lassen di
e medizinischen Akten auf eine rege Alltagsaktivität der Be
schwerdeführerin
schliessen
.
Am Morgen
-
nach dem Aufstehen
jeweils zwischen 6.00 und 7.00 Uhr
- beginnt sie den Tag mit Heimgymnastik
.
Danach geht sie mit ihren Hunden spazieren und nimmt ungefähr
ab
10.00 Uhr ihre Aufgabe als Hauswart
in
war. Am Nachmittag geht sie wieder mit den Hunden spazieren. Neben diesen re
gelmässig
en Spaziergängen
hat
sie ausserdem Kontakt mit Nachbarn
und trifft jeweils an den Wochen
end
en ihre Kollegen und
Hundefreunde
. Sie schaut TV, liest Bücher und Zeitung, benutzt ein Elektromofa und geht ab und zu auch schwimmen (
Urk.
8/ 205 S.
22). Weiter ist sie
Mitglied der
kynologischen
Gesellschaft und im
Jodlerklub
. Ein
sozialer Rückzug in allen Lebensbelangen
ist
demnach
nicht ausgewiesen
, zumal sie gut
vernetzt ist mit Bekannten, Hundesportlern und Nachbarn. Die jetzige Tätigkeit gefällt ihr, da sie
ihr
eine relativ freie Zeit
einteilung ermöglicht
und draussen stattfindet
(vgl.
Urk.
8/205 S.
24). Ent
gegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (
Urk.
1 S.
7
f.) sind die
Voraus
setzungen
für die Bejahung einer die Arbeitsfähigkeit einschränkenden psy
chi
schen Erkrankung
beziehungsweise
einer invalidisierenden psychischen Erkrankung
somit
auch gestützt auf die neue
Rechtsprechung
(BGE 141 V 281) nicht gegeben
.
Insbesondere
ist bei den g
eringen vorhandenen Befun
den u
nd den regen Alltagsaktivitäten in psychiatrischer Hinsicht keine
wesentliche gesundheitliche Verschlechterung
erkennbar
(vgl. E.
1.3
hievor
)
.
Inwiefern sich die
sbezüglich
ein
weiterer Abklärungsbedarf
aufdrängt, ist
auch hier
nicht ersichtlich
(vgl.
Urk.
1 S. 8).
4.
5
4.
5
.1
Gestützt auf die
den
rechtsprechungsgemässen
Anforderungen an eine beweis
kräftige medizinische
Entscheidgrundlage
(vgl. E. 1.4
hie
vor
)
genügen
den
Y._
-Gutachten – dasjenige aus dem Jahr 2014 (vgl. E.
3.2.1
hievor
) verwies unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Verschlechterungen infolge der erfolgten Operationen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit auf das
jenige aus dem Jahr 2012 (
Urk.
8/164/1-30) - ist ab 1
8.
Oktober 2011 eine
durchgehende Arbeitsunfähigkeit bis Ende Februar 2013 ausgewiesen
(
Urk.
8/164
S.
24
f. und S. 27 f. und
Urk.
8/205
S. 29 f., S.
33
)
.
Zumindest liegen keine gegenteiligen Anhaltspunkte in den Akten vor.
Die
gesund
heit
liche Verschlechterung
im Oktober
2011
ist nach
Art.
88a
Abs.
2 IVV (
Drei
mo
nats
frist
) ab Januar 2012 zu beachten.
Die Beschwerdeführerin hätte zwar ab
1.
März 2013 wieder arbeitsfähig sein sollen, da jedoch eine
weitere LWS-Operation (Dekompression L4/5 und L5/S1 rechts am
4.
März 2013; vgl.
Urk.
8/177 S. 6) erfolgte, lag erneut eine Arbeitsunfähigkeit für die Dauer von sechs Monaten vor (
Urk.
8/205 S. 36).
Die Beschwerdeführerin war somit
gemäss
Y._
-Gutachten (vorne E. 3.2.1)
ab Oktober
2013 in einer leidensangepassten Tätigkeit wieder 100 %
arbeits
fähig.
G
emäss
Art.
88a
Abs.
1 der Verordnung über die Invalidenver
siche
rung
(IVV
) ist diese gesundheitliche Verbesserung – entgegen der Ansicht der Be
schwerdeführerin – ab Januar 2014, und nicht erst ab Februar 2014, zu berücksichtigen
(1. Oktober 2013 plus drei Monate)
.
Als
Zwischenfazit
kann festgehalten werden, dass
d
ie
Beschwerdeführerin
(
spätestens
)
vom
1.
Januar 2012 bis 3
1.
Dezember 2013
Anspruch a
uf eine ganze Rente
hat
.
4.5
.2
Bezüglich der Frage, ob bereits vor der Schulteroperation vom 18. Oktober 2011
eine (100%ige) Arbeitsunfähigkeit bestanden hat (
Urk.
1 S. 4 f.
Ziff.
5)
,
ist der Beschwerdeführerin
insofern beizupflichten, als sie geltend machte, dass sich keines der
Y._
-Gutachten expli
zit mit der Frage befasst hatte
. Im
A._
-
Bericht vom
7.
Juni 2011 (
Urk.
8/138/1-4)
wurde
aufgrund der am 1
4.
Februar 2011 erfolgten
anterioren
cervicalen
intervertebralen Fusion und Diskektomie C5/C6 (
Hospi
talisation
vom 1
3.
bis 1
7.
Februar 2011) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 1
1.
Februar bis 1
8.
Mai
2011 attestiert.
In seinem
Bericht vom 1
9.
Oktober 2011 (
Urk.
8/143) erklärte zudem PD
Dr.
L._
, Oberarzt am
A._
, welcher als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit unter anderem
den Status nach ventraler Fusion C5/C6 am 1
4.
Februar 2011 nannte (
Ziff.
1.1
S.
1), dass noch nicht absehbar sei, wann mit einer Wiederauf
nahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden könne (
Ziff.
1.9 S. 3). Auf
grund des Eingriffes ist
eine - beziehungsweise
die bescheinigte
–
Arbeits
unfähigkeit naheliegend. Darauf gingen die
Y._
-Gutachter jedoch – wie die Beschwerde
führerin zu Recht ausführte (
Urk.
1 S.
4
f.
Ziff.
5) -
nicht ein.
Unter Be
rück
sichtigung der
F
rist von drei Monaten gemäss
Art.
88a
Abs.
2 IVV
hat
die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer ab Februar 2011 bestehenden und länger als drei Monate andauernden 100%igen Arbeitsunfähigkeit bereits ab
1.
Mai 2011 Anspruch auf eine ganze Rente, die es
jedoch infolge 50%iger Arbeits
fähigkeit per Ende Mai 2011
bzw. dann aufgenommenen Arbeit zu 50 %
(
Urk.
8/138 S.
3)
– unter Beachtung der dreimonatigen
F
rist
von Art. 88a Abs. 1 IVV und der lediglich bis 18 Mai 2011 attestierten 100%igen Arbeits
unfähigkeit
– ab
August
2011 anzupassen gilt (Reduktion).
Nach dem Gesagten
ist festzuhalten, dass die Beschwerdeführerin
vom
1.
Mai bis
3
1.
Juli
2011
Anspruch auf eine ganze Rente hat. Danach
besteht – bei gleichen Parametern für die Bestimmung des Invaliditätsgrads wie
bei
der der Beschwerdeführerin zugestandenen
Viertelsrente
(siehe Urk. 8/112 S. 1) – der Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
(62.5 Invaliditätsgrad). Infolge der
am 18.
Oktober
2011 erfolgten Operation und der damit verbundenen durch
gehen
den 1
0
0%igen Arbeitsunfähigkeit, besteht dieser Anspruch bis zum 31.
Dezem
ber 2011 (oben E. 4.5.1).
5.
Nach dem Gesagten
hat die Beschwerdeführerin vom 1. Mai bis 31. Juli 2011 Anspruch auf eine ganze Rente, vom 1. August bis 31. Dezember 2011 An
spruch auf eine
Dreiviertelsrente
und vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2013 wiederum Anspruch auf eine ganze Rente. Da
d
e
r
Beschwerdeführer
in
ab
Oktober 2013
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
in einer leiden
sangepassten
Tätigkeit zumutbar
ist
, besteht ab 1.
Januar
2014 – wie
v
erfügt – kein Renten
anspruch mehr.
6
.
6
.1
Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Beschwerdeschr
ift unter Beilage einer Bestäti
gung betreffend Bezug von Sozialhilfe ein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung eines unent
geltlichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsanwalt
Daniel
Christe
gestellt (Urk. 1
S. 2 und 8
, Urk.
3/5
).
Die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen
Prozess
führung
un
d zur Bestellung einer unentgeltlichen Rechtsvertretung gemäss § 16 Abs. 1 und Abs. 2 des Gesetzes über das Sozial
versicherungsgericht (
GSVGer
) sind erfüllt.
6.2
Das Verfahren ist kostenpflichtig. Die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 1‘000.-- festzusetzen.
Die
Beschwerdegeg
nerin
unterliegt hinsichtlich des Anspruchs auf eine ganze Rente vom 1.
Mai bis Ende
Juli
2011
, der
Dreiviertelsrente
vom
1. August bis 31. Dezember 2011 und der ganzen Rente
vom
1.
Juni bis
Ende
Oktober 201
2
, während
die
Be
schwerdeführer
in
in Bezug auf den Anspruch auf eine
ganze Rente für
den Monat
Januar 2014
und hinsichtlich
der Rückweisung zur
Abklärung des Rentenanspruchs ab Februar
2014
unterliegt. Es recht
fertigt sich bei diesem Aus
gang des Verfahrens, die Gerichtskosten im Umfang von
drei Vierteln
der Beschwerdegegnerin und zu einem
Viertel
de
r
Beschwerdeführer
in
aufzu
er
legen.
Der auf die Beschwerdeführerin entfallende Anteil
von
Fr.
250
.--
ist
infolge
bewilligter unentgeltlicher
Prozess
führung
jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse zu
nehmen.
6.3
Nach § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person
Anspruch auf Ersatz der
Partei
kosten
.
Mit Honorarnote vom
9.
Mai
2017 (Urk. 11) machte der mit heutigem Be
schluss bestellte unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerde
führerin einen Aufwand von 9 Stunden und Barauslagen im Betrag von Fr. 29.50 geltend, was angemessen erscheint. Daraus resultiert eine Entschä
di
gung von insgesamt Fr. 2‘170.
25 (inklusive Barauslagen und Mehrwert
steuer).
Davon hat die Beschwerdegegnerin
Fr.
1‘
627
.
70
(
drei Viertel
) als Prozessentschädigung zu tragen.
Im Übrigen Umfang von Fr. 542.55 wird der Rechtsvertreter aus der Gerichtskasse entschädigt.
Die
Beschwerdeführer
in
ist auf
§
16
Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie zur Nachzahlun
g der Auslagen
für
die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern
sie
dazu in der Lage ist.