# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 35956366-740d-4c0c-8c9c-2bf0d931be09
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1975, absolvierte ei
ne Schreinerlehre und war ab 1.
März 2014 bei der
Y._
AG als Verkaufsberater tätig (
Urk.
6/9/5). Nach einem stationären
Aufenthalt vom 30. Juli
b
is 5.
August 2014 im
Z._
der
A._
(
Urk.
6/17/6-7)
und
ambulanter psy
chiatrischer Behandlung bei Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie (
Urk.
6/16/3), beg
ab sich
der Versicherte vom 29. Oktober 2014 bis 20.
Januar 2015 in der Psychia
tri
schen Klinik
C._
in stationäre Be
handlung.
Am 3
.
Dezember 2014 meldete sich der Versicherte
zum
Leistungs
bezug bei der Eid
genössischen
Inva
lidenversicherung
an
(Urk. 6/9)
. Die
Sozialversicherungsan
stalt
des Kantons Zürich,
IV-Stelle, holte in medizinischer Hinsicht einen ärztli
chen Bericht von
Dr.
med.
D._
, Facharzt für allgemeine Medizin
(
Urk.
6/17)
,
ein und zog die Akten der
Krankentag
geldversicherung
(
Urk.
6/16/1-3) sowie
den
Austrittsbe
richt
der Psychiatrischen Klinik
C._
(
Urk.
6/18) bei. In
beruflich-
erwerb
licher Hinsicht zog sie einen Auszug aus dem
I
ndividuellen Konto des Versicherten (
Urk.
6/15) bei und holte einen
Ar
beitgeberbericht
ein (
Urk.
6/22). Ab 1.
Februar 2015 nahm der Versicherte die Arbeit bei seiner bis
herigen Ar
beitgeberin in ei
ner neuen Funktion als
Lager
mitarbeiter
wieder auf mit einem
Pensum von 40
%
(Urk. 6/22/2)
. Mit Vorbescheid vom 30.
April 2015 (
Urk.
6/25
) stellte die IV-Stelle die Abweisung des
Leistungsbe
geh
ren
s
in Aus
sicht
. Mit Verfügung vom 16.
Juni 2015 (
Urk.
2)
entschied sie dementsprechend
.
2.
Gegen die Verfügung vo
m 16.
Juni
2015 erhob der Versicherte Beschwerde (
Urk.
1) und reichte
am 5. August
2015
eine Lohnab
rechnung der
Y._
AG für den Monat Juli 2015 (
Urk.
3/1) sowie eine ärztliche
Arbeitsun
fähigkeitsbescheinigung
von
Dr.
B._
vom 2
9.
Juli
2015 betreff
end den Zeit
raum vom
1.
bis 15.
August 2015 (
Urk.
3/2) ein. Er be
an
tragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Berück
sichtigung der neu einge
reichten Urkunden sow
ie eine
Rentenzusprache
(Urk. 1
)
. Mit
Beschwerde
antwort
vom 25.
August 2015 schloss die IV-Stelle auf
Abweisung der Be
schwerde (Urk.
5).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit er
forderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundes
ge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
An
spruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
ti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Die Rentenhöhe ist sowohl vom Ausmass der nach Ablauf der Wartezeit weiter
hin bestehenden Arbeitsunfähigkeit als auch von einem entsprechend hohen Grad der durchschnittlichen Arbeitsunfähigkeit während des vorangegangenen Jahres abhängig. Somit kommt eine ganze Rente erst in Betracht, wenn die ver
sicherte Person während eines Jahres durchschnittlich mindestens zu 70 % ar
beits
unfähig gewesen und weiterhin wenigstens im gleichen Umfang invalid im Sinne von Art. 28 Abs. 2 IVG
ist
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts 9C_
659
/201
5
vom 2
2.
Februar 2016
E. 3.
1).
1.3
Der Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Alters
jahres folgt (
Abs.
1). Die Rente wird vom Beginn des Monats an aus
bezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Abs.
3).
1.4
Zur Annahme der Invalidi
tät nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkran
kungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festge
stellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit we
sentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohen
der finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das
Be
schwerdebild
mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festge
stellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren her
rühren, bestehen darf, son
dern davon psychiatrisch zu unterscheidende Be
funde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare an
dauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleich
baren psychischen Leidenszustand. Solche von der sozio
kulturellen Belas
tungs
situation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselb
ständigte psy
chische Störungen mit Auswirkungen auf die
Ar
beits
- und Erwerbs
fähigkeit sind unab
dingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die be
gutachtende Person dagegen im Wesentli
chen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hin
rei
chende Erklä
rung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidi
sie
ren
der psychischer Gesundheitssc
haden gegeben (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen ver
selbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar invaliditätsbegründend aus
wirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.5
Jede psychogene Störung, ob einfache oder neurotische Form, kann im Einzel
fall
Krankheitswert haben, weshalb jeder Einzelfall sorgfältig ge
prüft werden muss. Notwendig sind in jedem Fall ein ausführlicher ärztlicher Bericht oder ein ent
sprechendes fachärztliches Gutachten sowie die Abklärung der erwerblichen Um
s
tände (AHI 1997 S.
43 E.
5c). Dabei müssen psychiatrische Berichte in der Regel
auf einer persönlichen Untersuchung beruhen (RKUV 2001 Nr. U 438 S.
345, Urteile des Bundesgerichts 9C_602/2007 vom 11. April 2008 E. 5.3 und I 169/06 vom 8. August 2006 E. 4.4 mit Hinweisen). Für die verläss
liche Beurtei
lung des psychischen Gesundheitszustandes und seiner Auswirkun
gen auf die Arbeits
fähig
keit sind in der Regel psychiatrische Fach
ärzte beizu
ziehen (BGE 130 V 352
E. 2.2.3., Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ste
llte in ihrer Verfügung vom 16. Juni 2015 (Urk.
2) sinngemäss fest, dass d
er Beschwerdeführer seit dem 6.
Januar 2014 in seiner Arbeitsfähigkeit e
ingeschränkt gewesen sei. Am 1.
Februar 2015 habe er beim bisherigen Arbeitgeber in eine neue Funktion gewechselt. Unter Annahme eines Vollzeitpensums erziele er
mit Behinderung
ein jäh
rliches Bruttoeinkommen
von Fr.
71‘500.--. Aus dem Einkommensvergleich mit dem bisher erzielten Brutto
lohn von Fr. 97‘500.-- pro Jahr ergebe
sich ein Invaliditätsgrad von 27
%, womit kein Rentenanspruch be
stehe. Das Wartejahr sei per 6.
Januar 2015 abgelaufen
.
Auf
grund der Anmeldung vom 18.
Dezember 2014 und der Ent
stehung des
Renten
anspruchs frühestens sechs Monate
nach
Geltendma
chung
des Leistungsanspruchs
hätten allfäll
ige Leistungen frühestens ab 1.
Juni 2015 ausgerichtet werden
können
.
2.2
Der Beschwerdeführer beantragt in se
iner Beschwerde vom 5.
August 2015 (Urk. 1) sinngemäss die
Aufhebung der Verfügung vom 16.
Juni 2015, die Be
rücksichtigung neu eingereichter Urkunden sowie die
Zusprache
einer Rente
.
Er
macht geltend, dass er ab 1.
Februar
2015 seine Tätigkeit beim bisherigen Ar
bei
t
geber in einer neuen Funktion als Lagermitarbeiter mit einem 40%-Pensum wie
deraufgenommen habe. Er habe dieses bisher auf 60
% (mo
nat
licher Brutto
lohn
Fr.
4‘650.--) steigern können und es werde weiterhin
Kran
kentaggeld
für
eine 40%ige Arbeitsunfähigke
it ausbezahlt. Er werde per 15.
August 2015 seinen
Arbeitgeber wechseln und fortan mit einem Pensum von 60
% als
Aussen
dienstmitarbeiter
tätig sein.
2.
3
Mit Beschwerdeantwort vom 25.
August
2015 (
Urk.
5) beantragt die
Beschwerde
gegnerin
die Abweisung der Beschwerde. Unter Hinweis auf den Be
richt der psychiatrischen Klinik
C._
vom 11.
Februar 2015
(Urk.
6/18/2) wird ausgeführt, dass psychosoziale Gründe zu einer Überlastung des Beschwerde
führers geführt hätten und von fachärztlicher Seite keine psy
chiat
rische Diag
nose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit gestellt worden sei. Des
halb werde von einer vollen Arbeitsfähigkeit auch in der angestammten Tä
tig
keit ausge
gangen.
3.
3.1
Wie
dem Feststellungsblatt vom 30. April 2015 (Urk.
6/24) zu entnehmen ist,
ging
die Beschwerdegegn
erin in ihrer Verfügung vom 16. Juni 2015 (Urk.
2
) für den Zeitraum vom 6. Januar 2014 bis (mindestens) 5.
Januar 2015 von ei
ner 100%igen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers
und a
b 1
.
Februar 2015 von einer Tätigkeit mit einem Vollzeitpensum als Lagerist beim bisherigen Ar
beitgeber aus.
3.2
Der
angefochtenen Verfügung vom 16.
Juni 2015 (
Urk.
2)
liegen
dabei im Ein
zel
nen betreffend die Arbeitsfähigkeit des Versicherten
folgende medizi
ni
sche Akten zugrunde:
Kurzaustrittsbericht der
A._
vom 11.
August 2014
mit
den
Diagnosen
einer Anpassungsstörung
(ICD-10 F43.2) sowie
einer
Allergie auf
Penicilin
. Ohne spezifische Angaben zur Arbeitsfähigkeit
(Urk.
6/17/6-7);
Ärztliches Zeugnis
von
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psy
chotherapie, vom 8.
Oktober 2014
zuhanden der
Krankentag
geldversicherung
Visana
mit der
Diagnose
einer
mit
tel
gradige
n
depres
si
ve
n
Episode (ICD-10 F32.1)
sowie
der
Feststellung einer
Arbeits
un
fähigkeit
von
100
% ab 6.
Aug
ust 2014 bis auf Weiteres (Urk.
6/16/3);
Bescheinigung
einer 100%igen
Arbeitsunfähigkeit
in Form eines ärztli
chen Zeugnisses
durch die Psychiatrische Klinik
C._
vom 6.
November 2014
für die Dauer vom 29. Oktober bis 30. November 2014
(Urk.
6/3);
Ärztlicher Bericht
von
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allgemei
ne Medizin, vom 20.
Januar 2015 mit der
Diagnose
„
ICD-10 F43.2
“
und Annahme einer Arbeits
un
fähigkeit von 100 % ab 1. Juli 2014
(Urk.
6/17/1-5);
Austrittsbericht der Psychiatrisch
en Klinik
C._
vom 11.
Feb
ruar 2015
mit den
Diagnosen
einer
mittelgradige
n
depressive
n
Episode (ICD-10 F32.1) sowie
einer
undifferenzierte
n
Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1)
, ohne Angaben der Arbeitsfähigkeit
(Urk.
6/18).
3.3
Die Annahme eines Beginns der Arbeitsunfähigk
eit beim Beschwerdeführer ab
6.
Januar
2014 findet
in d
ies
en
einzig massgeblichen
medizinischen
Akten keine
Stütze:
Dr.
B._
als behandelnde Psychiaterin des Beschwerdeführers legte sich in
ihrem ärztlichen Zeugnis vom 8.
Oktober 2014 (
Urk.
6/16/3) auf den 6.
August 2014 als Beginn der Arbeits
unfähigkeit fest und bezeichnete de
ren Dauer als „bis auf Weiteres“. Seitens der Psychiatrischen Klinik
C._
w
urde dem Beschwerdeführer am 6.
No
vember 2014 eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit während des Spitalaufenthaltes
vom 29. Oktober bis 30.
November 2014 attestiert (Urk. 6/3).
Dr.
D._
legte
den Beginn der Arbeits
unfähigkeit auf
ungefähr 1.
Juli 2014
fest
und ver
wies
für weitere Angaben
auf
Dr.
B._
(Urk.
6/17/2). Nachdem die Angabe von Dr.
D._
nur
an
nähe
rungsweise er
folgte, er über keine psychiatrische Fach
ausbil
dung verfügt und
den
Verfah
rens
akten
nicht zu entnehmen
ist,
dass
er den Be
schwerdeführer zeitnah nach dem Eintreten der Arbeitsunfähigkeit un
tersucht
hätt
e, ist auf den
von der
Fach
ärztin
genannten
6.
August 2014 als Beginn der Arbeitsunfähigkeit ab
zustellen. Damit war am 16.
Juni
2015 das Wartejahr gemäss Art. 6 ATSG
i.V.m
. Art.
28
Abs.
1
li
t
. b IVG noch nicht ab
gelaufen
sondern erst am 6. August 201
5
.
Aufgrund der frühzeitigen Anmeldung des Beschwerdeführers zum
Leistungs
bezug
vom 3. Dezember 2014
(Urk. 6/9)
l
ief
die
kumulativ
zu beachtende
Frist von sechs Monaten zwischen Anmeldung und Entstehung des Rentenanspruchs
(Art. 29 Abs. 1 IVG)
während des laufenden Wartejahrs ab. In Bezug auf die Bestimmung des Zeitpunkts des theoretisch frühestmöglichen Rentenbeginns
bleibt sie damit ohne Einfluss
.
Unter Berücksichtigung von
Art.
29 Abs. 3 IVG hätte der Beschwerdeführer
demnach
bei Erfüllen der weiteren Vo
raussetzungen frühestens ab
1.
August 2015 Anspruch auf eine Rente.
Demzufolge ist jeden
falls bis zum Erlass der strittigen Verfügung vom 16. Juni
2015, welche recht
sprechungsgemäss die zeitliche Grenze der richterlichen Überprüfungsbefugnis bildet (BGE 132 V 215 E.
3.1.1 mit Hinweisen), kein Rentenanspruch des Versicherten entstanden, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
D
ie IV-Stelle - an welche die Sache zu überweisen ist -
wird
im Sinne einer Neuanmeldung zu prüfen und gegebenenfalls neu darüber zu verfügen haben, ob sich der Ge
sund
heitszustand
und respektive oder die erwerblichen Bedingungen
ab dem ge
nannten Zeitpunkt
des 1. August 2015
in anspruc
hsrelevanter Weise verändert haben, da genügend Anhaltspunkte hierfür gegeben sind, wie im Folgenden aufzuzeigen ist.
3.
4
Der Beschwerdeführer bringt in seiner Beschwerdeschrift vom 5. August 2015 (Urk. 1) vor, er habe seine Arbeitstätigkeit am 1. Februar 2015 beim bisherigen Ar
beitgeber in einer neuen Funktion als Lagermitarbeiter mit einem Pensum von 40 % wieder aufgenommen. Zwischenzeitlich habe er sein Pensum auf 60 % steigern können. Er reichte zudem ein ärztliches Zeugnis von
Dr.
B._
vom 29. Juli 2015 (Urk. 3/2) ein, mit welchem ihm eine Arbeitsunfähigkeit von 40 % für den Zeitraum vom 1. bis 1
5.
August 2015 attestiert wird. Nicht zuletzt aufgrund des aktenkundigen Wechsels der Ar
beitsstelle
(vgl. Urk. 1)
wird die
Beschwerdegegnerin im Rahmen zusätzlicher
Erhebungen den tatsächlichen Um
fang der Erwerbstätigkeit ab 1. August 2015
abzuklären
haben
.
Ferner sind
– wie oben erwähnt -
die diversen in den medizinischen Akten befindlichen
Arzt
berichte
für die Beurteilung des invalidenversicherungsrechtlichen Re
ntenan
spruchs nicht ausreichend, und sie
widersprechen
s
ich punkto
Diag
no
se
stel
lungen
und hinsichtlich der Frage, ob und in welchem
Mass
invalidi
täts
fremde
Gründe die Gesundheit des Beschwerdeführers einschränken. Die
Be
schwer
de
gegnerin
wird somit nach Überweisung der Sache
auch
zu prüfen und gegebenenfalls neu darüber zu verfügen haben, ob sich der Gesundheitszustand ab dem Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung in anspruchsrelevanter Weise verändert hat
und hierzu ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag geben müssen (Urteil des Bundesgerichts 8C_772/2007 vom 6. Mai 2008 E. 5.2.3 mit Hinweisen)
.
4
.
Wie der von der Vorinstanz eingereichten Anr
ufnotiz vom 3
1.
Juli
2015 (Urk.
6/27/1) zu entnehmen ist, wurde der Beschwerdeführer auf die Möglichkeit
von Eingliederungsmassnahmen und das Erfordernis eines entsprechenden schrift
li
chen Antrages aufmerksam gemacht. Offenbar sind entsprechende Ab
klärungen im Gange, womit an dieser Stelle nicht weiter darauf einzugehen ist.
5
.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr.
500.-- anzusetzen.
E
ntsprechend dem Ausgang des Verfahrens
wären sie dem unterliegenden
Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Gestützt auf § 28
lit
. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht in Verbindung mit Art. 107 Abs. 1 der Schweizerischen Zivilprozessordnung kann das Gericht indessen
von den Verteilungsgrundsätzen abweichen und die Prozes
skosten nach Ermessen vertei
len, wenn
eine Partei in guten Treuen zu
r Prozessführung veranlasst war (
lit
. b)
oder
wenn andere besondere Umstände vorliegen, die eine Verteilung nach dem Ausgang des Verfahrens als unbillig erscheinen lassen
(
lit
. f)
.
Beide Voraus
setz
ungen sind hier gegeben: Die IV-Stelle ist in der angefochtenen Verfügung fälschlicherweise von einem
mutmasslichen
Rentenbeginn am 1.
Juni 2015 aus
gegangen. Wäre dies richtig, so hätte das Gericht auf die Beschwerde eintreten können, und die Beschwerde wäre in diesem Fall allein schon wegen der mangelhaften Abklärungen in medizinischer Hinsicht durch die
Beschwerdegeg
nerin
zumindest in dem Sinn
gutzuheissen
gewesen, dass die Sache zur
Neu
abklärung
an die
Beschwerdegegnerin hätte
zurückgewiesen werden müssen. Bei dieser Sachlage rechtfertigt es sich, die Kosten des Verfahrens der IV-Stelle aufzuerlegen.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die Beschwerde wird i
m Sinne
der Erwägungen abgewiesen
.
2.
Die Akten werden
nach Eintritt der Rechtskraft dieses Urteils
an die IV-Stelle über
wiesen, damit sie im Sinne der Erwägungen verfahre
.
3
.
Die Gerichtskosten von
Fr.
500
.-- werden
der Beschwerdegegnerin
auferlegt. Rech
nung
und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechts
kraft zugestellt.
4
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
X._
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
5
.