# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b2d1239e-fa00-47c7-96d1-6dd04022c3ab
**Court:** BE_SRK
**Chamber:** BE_SRK_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat die Steuerrekurskommission den Akten entnommen:
A. Die Ehegatten B._ und A._ (Rekurrenten) hatten im Steuerjahr 2013 ihren steuerrechtlichen Wohnsitz in D._. Wie in den Vorjahren machten sie in ihrer
Steuererklärung für das Jahr 2013 Kosten des auswärtigen Wochenaufenthalts der Rekurrentin
in E._ geltend, wobei sich die Kosten in diesem Jahr auf insgesamt CHF 14'207.--
beliefen. In diesem Zusammenhang brachten sie vor, der Rekurrentin könne aufgrund der
Dauer des Arbeitswegs die tägliche Rückkehr an den Wohnsitz nicht zugemutet werden.
Überdies müsse sie infolge ihrer Tätigkeit als Finanzchefin der G._ oftmals
unregelmässige Arbeitszeiten in Kauf nehmen und in E._ Piketteinsätze während der
Nacht, an Wochenenden oder Feiertagen leisten. Ferner machten die Rekurrenten
Weiterbildungskosten der Rekurrentin, die für den Kauf von Fachliteratur angefallen seien, in
der Höhe von CHF 1'440.-- und zusätzliche Ausbildungskosten für ihre Tochter C._
(ZPV-Nr. _) von CHF 6'500.-- geltend.
B. Mit definitiver Veranlagungsverfügung vom 7. Juni 2016 wurden die Rekurrenten von der Steuerverwaltung des Kantons Bern, _ (Steuerverwaltung), für das Steuerjahr 2013
veranlagt. Dabei wich die Steuerverwaltung insofern von der Selbstschatzung der Rekurrenten
ab, als sie u.a. die geltend gemachten Kosten für auswärtigen Wochenaufenthalt
(CHF 14'207.--) nicht berücksichtigte, da die Rückkehr zum Wohnort mit den öffentlichen
Verkehrsmitteln zumutbar sei ("Arbeitsweg +/- 1 Stunde"). Für die Fahrten vom Wohnort zum
Arbeitsort gewährte sie die Kosten eines Generalabonnements (GA) der SBB (2. Klasse) in der
Höhe von CHF 3'560.--. Ferner liess sie die Weiterbildungskosten der Rekurrentin
(CHF 1'440.--) sowie die zusätzlichen Ausbildungskosten ihrer Tochter C._
(CHF 6'500.--) nicht zum Abzug zu. Letztere seien bereits in der Steuererklärung der Tochter
C._ pro 2013 berücksichtigt worden. Gegen die Veranlagungsverfügung erhoben die
Rekurrenten mit Eingabe vom 28. Juni 2016 Einsprache, welche die Steuerverwaltung mit
Einspracheentscheid vom 10. Januar 2017 teilweise guthiess. Bezüglich der geltend gemachten
Kosten für auswärtigen Wochenaufenthalt hielt sie mit Verweis auf ihr Schreiben vom 25.
August 2016 und einem geführten Telefongespräch an ihrer Beurteilung fest. Sie
berücksichtigte jedoch ohne Präjudiz Fahrkosten mit dem Privatauto für mögliche
Pikettdiensteinsätze und unregelmässige Arbeitszeiten in der Höhe von CHF 1'680.-- (20
Arbeitstage à 120 km/Tag à CHF 0.70). Bezüglich der Weiterbildungskosten der Rekurrentin
hielt die Steuerverwaltung fest, dass die Rekurrenten von den geltend gemachten Kosten von
CHF 1'440.-- bloss einen Betrag von CHF 233.-- mittels Quittungen nachgewiesen hätten. Da
diese nicht im Zusammenhang mit einer aktuellen Fortbildung ständen, seien diese mit dem
Abzug für übrige Berufskosten bereits abgegolten. Hinsichtlich der geltend gemachten
zusätzlichen Ausbildungskosten für ihre Tochter C._ akzeptierte die Steuerverwaltung
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aufgrund nachgereichter Quittungen und Rechnungen einen Betrag in der Höhe von CHF
1'885.--. Die geltend gemachten Wohnkosten seien dagegen als private Lebenshaltungskosten
zu qualifizieren und nicht zu berücksichtigen.
C. Gegen den Einspracheentscheid haben die Rekurrenten mit Eingabe vom 5. Februar 2017 Rekurs und sinngemäss Beschwerde bei der Steuerrekurskommission des Kantons Bern
(Steuerrekurskommission) erhoben und die Anerkennung der geltend gemachten Kosten des
auswärtigen Wochenaufenthalts, der Weiterbildungskosten sowie der zusätzlichen
Ausbildungskosten für die Tochter C._ beantragt. Zur Begründung bringen sie
hinsichtlich des auswärtigen Wochenaufenthalts vor, die Rekurrentin benötige pro Weg
zwischen Wohn- und Arbeitsort rund eineinhalb Stunden (1 Stunde 33 Minuten bzw. 1 Stunde
37 Minuten), weshalb die tägliche Rückkehr für sie nicht zumutbar sei. Gemäss TaxInfo liege
die Zumutbarkeit der täglichen Rückkehr an den Wohnort bei ca. einer Stunde Arbeitsweg. Der
Wochenaufenthaltsstatus sei zudem seit acht Jahren seitens der Steuerverwaltung anerkannt
worden. Nun argumentiere die Steuerverwaltung, dass die Überprüfung der deklarierten Kosten
jedes Jahr neu vorgenommen werden könne, was auch nicht bestritten werde. Allerdings
müssten für eine neue Beurteilung neue Erkenntnisse oder Fakten vorliegen. Weiter habe die
Steuerverwaltung nachträglich bloss die Kosten für die Benutzung der öffentlichen
Verkehrsmittel (CHF 3'560.--) berücksichtigt, nicht jedoch einen Verpflegungsabzug für eine
Hauptmahlzeit. Weiter halten die Rekurrenten fest, dass die geltend gemachten
Weiterbildungskosten sehr wohl in einem Zusammenhang mit der Fortbildung der Rekurrentin
gestanden hätten, da die Rekurrentin für ihre Masterarbeit Fachliteratur benötigt habe. Der
Arbeitgeber habe zwar die Kosten für die Schule übernommen, nicht jedoch die Kosten für
Fachliteratur, Reise- und weitere Spesen. Soweit die zusätzlichen Ausbildungskosten die
Tochter C._ betreffend, halten die Rekurrenten fest, dass die Tochter an der
Universität E._ Rechtswissenschaften studiert habe. Zusätzlich zum Studium habe sie
bei F._ und an der Universität E._ gearbeitet. Die in der Steuererklärung der
Tochter geltend gemachten Kosten beträfen einzig diese (Erwerbs-)Tätigkeiten und hätten nicht
im Zusammenhang mit dem Studium gestanden. Die in ihrer Steuererklärung geltend
gemachten Weiterbildungskosten seien vielmehr auf einen Kurs bei der Migros Klubschule
zurückzuführen. Für die Kosten des Studiums seien die Rekurrenten aufgekommen und die
Tochter habe in der Wohnung in E._ gelebt, weshalb die Rekurrenten nebst den
Ausbildungskosten an der Universität E._ auch die Kosten der Verpflegung an der
Universität sowie einen Anteil am Eigenmietwert ihrer Wohnung in E._ geltend
machen. Hierbei gelte hinsichtlich des Wochenaufenthalts der Tochter C._ das gleiche
wie bei der Rekurrentin bzw. der Weg vom Wohnort an die Universität E._ liege
deutlich über einer Stunde, weshalb eine tägliche Rückkehr für sie unzumutbar sei.
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D. Mit Brief vom 7. Februar 2017 hat die Vizepräsidentin der Steuerrekurskommission die Rekurrenten zur Beantwortung diverser Fragen und Einreichung weiterer Unterlagen
aufgefordert. Dieser Aufforderung sind die Rekurrenten nach einer bewilligten Fristverlängerung
mit Eingabe vom 14. März 2017 nachgekommen.
E. Die Steuerverwaltung hat in ihrer Vernehmlassung vom 24. Mai 2017 beantragt, Rekurs und Beschwerde seien unter Kostenfolge teilweise gutzuheissen. Sie bringt im Wesentlichen
vor, die Frage der Zumutbarkeit der täglichen Rückkehr an den Wohnort sei vorliegend zu
bejahen, da die Rekurrentin für den Weg vom Wohn- zum Arbeitsort mit den öffentlichen
Verkehrsmitteln 1 Stunde 10 Minuten (inkl. Velofahrt und Fussmarsch) benötige. Unter diesen
Umständen seien die Mehrkosten für den auswärtigen Wochenaufenthalt steuerlich nicht
abziehbar. Zu den von den Rekurrenten geltend gemachten Pikettdiensteinsätzen führt die
Steuerverwaltung aus, dass es sich um Bereitschaftspikettdienste handle, die mit den
vorgelegten Unterlagen nicht hätten nachgewiesen werden können. Damit der Rekurrentin für
mögliche Pikettdiensteinsätze jedoch keine zusätzlichen Kosten entstehen würden, seien im
Einspracheverfahren ein Berufskostenabzug für Fahrkosten in der Höhe von CHF 1'680.-- (20
Arbeitstage à 120 km/Tag à CHF 0.70) ohne Präjudiz für die Zukunft zum Abzug zugelassen
worden. Ferner sei unbestritten, dass sie die Mehrkosten für die auswärtige Verpflegung von
CHF 3'200.-- bereits im Einspracheverfahren hätte gewähren müssen. Bezüglich den
Weiterbildungskosten der Rekurrentin führt die Steuerverwaltung aus, sie habe durch die
fehlenden Informationen und Unterlagen im Veranlagungs- und Einspracheverfahren nicht
wissen können, dass die Rekurrentin ihre Ausbildung mit einer Masterarbeit abgeschlossen
habe. Die für diese Masterarbeit angefallenen und nachgewiesenen Kosten würden nun unter
dem Aspekt "neue Erkenntnisse" in der Höhe von CHF 245.-- gewährt. Hinsichtlich der geltend
gemachten zusätzlichen Ausbildungskosten für die Tochter C._ hält die
Steuerverwaltung fest, dass diese Kosten nur geltend gemacht werden könnten, soweit sie
nicht bereits von der Tochter C._ als Berufskosten abgezogen oder vom Arbeitgeber
übernommen worden seien. Hierbei sei zu berücksichtigen, dass die Tochter C._ erst
im Jahr 2014 bei F._ gearbeitet habe. Des Weiteren seien die von den Rekurrenten
aufgeführten Weiterbildungskosten von insgesamt
CHF 10'711.-- nur teilweise nachgewiesen worden. Zu den bereits im Einspracheverfahren
gewährten Kosten von CHF 1'885.-- könnten deshalb bloss nachträglich nachgewiesene Kosten
von CHF 300.-- "RW-Dekanat, Universität E._" gewährt werden. Auch wenn auf dem
Bankauszug für die Zahlung von CHF 550.-- unter Begünstigter die Universität E._
aufgeführt sei, würden diese Kosten infolge fehlender Unterlagen (Rechnung/Kursbestätigung
etc.) dagegen nicht als zusätzliche Ausbildungskosten gewährt. Aus dem Gesagten beantragt
die Steuerverwaltung, den Rekurrenten seien zusätzliche Kosten in der Höhe von CHF 3'200.--
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(auswärtige Verpflegung), CHF 245.-- (Weiterbildungskosten: Bücher gemäss Quittungen)
sowie CHF 300.-- (zusätzliche Ausbildungskosten für Tochter C._) zu gewähren.
F. Die Rekurrenten haben Gelegenheit erhalten, dazu Stellung zu nehmen, wovon sie mit Eingabe vom 22. Juni 2017 Gebrauch gemacht haben.
G. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat sich nicht vernehmen lassen.
Auf den Inhalt der einzelnen Rechtsschriften ist, soweit für den Entscheid wesentlich, in den
Erwägungen näher einzugehen.

## Considerations

Die Steuerrekurskommission zieht in Erwägung:
1. Einspracheentscheide der Steuerverwaltung betreffend die Einkommens- und Vermögensveranlagung können bei der Steuerrekurskommission durch Rekurs bzw.
Beschwerde angefochten werden (Art. 195 ff. des Steuergesetzes vom 21. Mai 2000 [StG; BSG
661.11] und Art. 140 des Bundesgesetzes vom 14. Dezember 1990 über die direkte
Bundessteuer [DBG; SR 642.11] i.V.m. Art. 9 der Verordnung vom 18. Oktober 2000 über den
Vollzug der direkten Bundessteuer [BStV; BSG 668.11]). Die Steuerrekurskommission ist
deshalb sachlich und örtlich zuständig. Die Rekurrenten sind im vorinstanzlichen Verfahren mit
ihren Anträgen nicht durchgedrungen. Sie sind daher beschwert und zur Anfechtung befugt (Art.
195 Abs. 2 StG und Art. 140 ff. DBG i.V.m. Art. 3 BStV i.V.m. Art. 86 und 65 des Gesetzes vom
23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG; BSG 155.21]). Auf die form- und
fristgerecht eingereichte Eingabe ist deshalb einzutreten.
Die vorliegende Streitsache wird von der Steuerrekurskommission in Dreierbesetzung beurteilt,
da der Streitwert über CHF 10'000.-- liegt (Art. 70 Abs. 3 und Abs. 4 Bst. c des Gesetzes vom
11. Juni 2009 über die Organisation der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft [GSOG;
BSG 161.1]).
2. Vorliegend ist vorab zu prüfen, ob die Steuerverwaltung den Rekurrenten zu Recht den Abzug betreffend die Berufskosten für auswärtigen Wochenaufenthalt pro 2013 im Umfang von
CHF 14'207.-- (Fahrkosten für Rückkehr an Wohnort mit öffentlichen Verkehrsmitteln von
CHF 3'200.--, Kosten für Verpflegung von CHF 6'000.-- und Kosten für Unterkunft von
CHF 5'007.--) gestrichen hat.
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3. Bund und Kantone erheben von natürlichen Personen eine Einkommenssteuer (Art. 1 Abs. 1 Bst. a StG; Art. 1 Bst. a DBG). Zu diesem Zweck wird das Reineinkommen der
Steuerpflichtigen ermittelt, indem von deren gesamten steuerbaren Einkünften (vgl. Art. 19-29
StG; Art. 16-24 DBG) die mit der Einkommenserzielung zusammenhängenden Aufwendungen
(Gewinnungskosten) und allgemeinen Abzüge (Art. 31-39 StG; Art. 26-33a DBG) abgezogen
werden (Art. 30 Abs. 1 StG; Art. 25 DBG). Zu den Gewinnungskosten zählen auch die
Berufskosten. Die zu berücksichtigenden Berufskosten fallen vor oder nach der eigentlichen
Arbeit an. Sie sind abzugrenzen von Auslagen, die den Arbeitnehmenden während der
Ausübung der beruflichen Tätigkeit entstehen. Solche Spesen sind grundsätzlich von der
Arbeitgeberin zu ersetzen (vgl. Art. 327a Abs. 1 des Schweizerischen Obligationenrechts [OR;
SR 220]) und werden entweder gestützt auf die tatsächlich entstandenen Kosten oder pauschal
vergütet (VGE 100.2015.252/253 vom 23.6.2017, E. 4.1 und 5.5).
3.1 Unselbstständig erwerbstätige Personen dürfen als Gewinnungs- bzw. Berufskosten u.a. die notwendigen Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte, die notwendigen
Mehrkosten für Verpflegung ausserhalb der Wohnstätte und bei Schichtarbeit sowie die übrigen
für die Ausübung des Berufs erforderlichen Kosten von den gesamten steuerbaren Einkünften
abziehen (vgl. aArt. 31 StG in der bis 31.12.2015 gültigen Fassung [BAG 00-124] bzw. aArt. 26
DBG in der bis 31.12.2015 gültigen Fassung [AS 1991 1184]). Näheres regelt für die Kantons-
und Gemeindesteuern die Verordnung vom 18. Oktober 2000 über die Berufskosten
(Berufskostenverordnung, BKV; BSG 661.312.56) und für die direkte Bundessteuer die
Verordnung des EFD vom 10. Februar 1993 über den Abzug von Berufskosten der
unselbständigen Erwerbstätigkeit bei der direkten Bundessteuer [Berufskostenverordnung; SR
642.118.1, im Folgenden: VBK]). Insbesondere können unselbstständig erwerbstätige
Personen, die an den Arbeitstagen am Arbeitsort bleiben und dort übernachten müssen, jedoch
regelmässig für die freien Tage an den steuerlichen Wohnsitz zurückkehren (sog.
Wochenaufenthalter), die Mehrkosten für den auswärtigen Aufenthalt abziehen (Art. 12 Abs. 1
BKV und Art. 9 Abs. 1 VBK). Für den Abzug der notwendigen Mehrkosten der auswärtigen
Verpflegung werden nach Art. 12 Abs. 2 erster Satz BKV bzw. Art. 9 Abs. 2 erster Satz VBK
feste Pauschalansätze bestimmt, wobei der Wochenaufenthalter nicht nur Mehrkosten für eine,
sondern unter Umständen auch für die zweite Hauptmahlzeit geltend machen kann, womit sich
der Pauschalabzug verdoppelt (gemäss Anhang zur VBK CHF 6'400.-- im Jahr [Fassung vom
21.7.2008 für die hier massgebende Steuerperiode 2013, AS 2008 4077]; BGer 2C_177/2012
vom 25.9.2012, E. 3.1; vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl.,
2016, N. 27 zu Art. 26 DBG). Für den Abzug der notwendigen Mehrkosten der Unterkunft sind
nach Art. 12 Abs. 3 BKV bzw. Art. 9 Abs. 3 VBK die ortsüblichen Auslagen für ein Zimmer
abziehbar (BGer 2C_177/2012 vom 25.9.2012, E. 3.1). Wie das Bundesgericht mit Entscheid
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vom 25. März 2011 festgehalten hat, ist der Begriff "Zimmer" zeitgemäss auszulegen und stellt
grundsätzlich eine 1-Zimmerwohnung bzw. ein Studio mit Bad und kleiner Küche bzw.
Kochecke dar (BGer 2C_728/2010 vom 25.3.2011, E. 2.1). Als Kosten des auswärtigen
Wochenaufenthalts können ferner die Fahrkosten in Abzug gebracht werden. Hierbei ist zu
unterscheiden zwischen den Kosten für Fahrten zwischen Wochenaufenthaltsort und
Arbeitsstätte und denjenigen für Fahrten zwischen Wochenaufenthaltsort und Wohnort. Für
Fahrten zwischen Wochenaufenthaltsort und Arbeitsstätte kann auf die allgemeinen Regeln
verwiesen werden (vgl. aArt. 12 Abs. 4 BKV in der hier noch anwendbaren bis 31.12.2015
gültigen Fassung [BAG 00-96] und aArt. 9 Abs. 4 VBK in der hier noch anwendbaren bis
31.12.2015 gültigen Fassung [AS 1993 1363]; vgl. Bruno Knüsel in: Kommentar zum
Schweizerischen Steuerrecht, Band I/2a, Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer [DBG],
2. Aufl., 2008, N. 21 zu Art. 26 DBG). Als Kosten für den Arbeitsweg sind somit nicht einfach die
tatsächlich gemachten Aufwendungen abziehbar. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass nur
die Kosten für den öffentlichen Verkehr notwendig sind. Wer sich aus persönlichen Gründen mit
einem privaten Verkehrsmittel an den Arbeitsplatz begibt, hat grundsätzlich nur Anspruch auf
Abzug der Kosten, die ihm bei Benützung des öffentlichen Verkehrs anfallen würden (vgl.
Knüsel/Suter in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die direkte
Bundessteuer [DBG], 3. Aufl., 2017, N. 8 zu Art. 26 DBG). Als notwendige Kosten für Fahrten
zwischen Wochenaufenthaltsort und Arbeitsstätte können bei öffentlichen Verkehrsmitteln die
tatsächlich entstehenden Auslagen abgezogen werden (Art. 7 Abs. 1 BKV; aArt. 5 Abs. 1 VBK
in der hier noch anwendbaren bis 31.12.2015 gültigen Fassung [AS 1993 1363]). Steht kein
öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung oder ist dessen Benützung objektiv nicht zumutbar, so
können die Kosten des privaten Fahrzeugs abgezogen werden (Art. 7 Abs. 3 BKV; aArt. 5 Abs.
3 VBK in der hier noch anwendbaren bis 31.12.2015 gültigen Fassung [AS 1993 1363]). Für
den Weg zwischen Wochenaufenthaltsort und Wohnort ist wiederum grundsätzlich auf die
Kosten des öffentlichen Verkehrs abzustellen. Wenn für diesen Weg ein privates Fahrzeug
benutzt wird, können auch diese Kosten nur abgezogen werden, sofern kein zumutbares
öffentliches Verkehrsmittel zur Verfügung steht. Abzugsfähig ist nur der Aufwand für eine
wöchentliche Heimkehr an den Wohnort (vgl. Bruno Knüsel, a.a.O., N. 21 zu Art. 26 DBG;
Leuch/Nanzer in: Praxiskommentar zum Berner Steuergesetz, Artikel 1 bis 125, 2014, N. 31 zu
Art. 31 StG).
3.2 Die Abzüge für auswärtigen Wochenaufenthalt werden unter den Voraussetzungen gewährt, dass die steuerpflichtige Person ihren Wohnsitz tatsächlich am Wochenendort (und
nicht am Wochenaufenthalts- bzw. Arbeitsort) hat, dass sie am Wochenaufenthalts- bzw.
Arbeitsort eine Übernachtungsmöglichkeit unterhält, die für die Ausübung der beruflichen
Tätigkeit notwendig ist, und dass ihr das tägliche Pendeln zwischen Wohn- und Arbeitsort nicht
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zuzumuten ist (vgl. Leuch/Nanzer, a.a.O., N. 30 ff. zu Art. 31 StG; ASA 66 632 E. 2). Dem
Bundesgericht erscheint ein täglicher Arbeitsweg von etwas mehr als 2.5 Stunden (unter
Berücksichtigung der konkreten Fahrstrecke [längere Zugreise mit Ruhemöglichkeiten, konkrete
Arbeitszeiten]) als zumutbar (BGer 2A.224/2004 vom 26.10.2004, E. 8.4.4; vgl.
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N. 16 zu Art. 26 DBG). Die Frage der Zumutbarkeit der
täglichen Rückkehr an den
Wohnort kann somit nicht allgemein beantwortet werden und die Dauer des Arbeitswegs allein
ist nicht massgebend. Im Einzelfall ist zu prüfen, ob der Zeitpunkt von Arbeitsbeginn und -ende
eine tägliche Rückkehr zumutbar macht, wie lange die Arbeit dauert, ob die Arbeitszeiten (fix
oder gleitend, Blockzeiten) der steuerpflichtigen Person in Bezug auf die Rückkehr an den
Wohnort einen gewissen Spielraum lassen, ob Teilzeitarbeit vorliegt, oder wie der Arbeitsweg
zumutbarerweise bewältigt (öffentliche oder private Transportmittel; häufiger Wechsel von
Tram/Bus/Zug) und ob ein Teil davon als Ruhe- oder Arbeitszeit (längere Zugreisen) genutzt
werden kann (BGer 2C_177/2012 vom 25.9.2012, E. 3.2.2; BGer 2A.224/2004 vom 26.10.2004,
E. 8.2). Darüber hinaus wird verlangt, dass die Rückkehr an den steuerrechtlichen Wohnsitz
grundsätzlich nur einmal wöchentlich erfolgen darf (BGer vom 25.1.2007, in StE 2007 B 22.3
Nr. 93 E. 4). Wie bei allen abziehbaren Berufskosten muss es sich um Aufwendungen handeln,
die für die Erzielung des Einkommens erforderlich sind und in einem direkten ursächlichen
Zusammenhang dazu stehen (Art. 2 Abs. 1 BKV und Art. 1 Abs. 1 VBK). Nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung müssen sie wesentlich durch ein beruflich begründetes
oder Erwerbszwecken dienendes Handeln verursacht oder bewirkt werden, mit der Folge, dass
nicht alle irgendwie mit der Einkommenserzielung in Zusammenhang stehenden Kosten
steuerlich unbegrenzt abziehbar sind. Die Berufskosten sind vor allem von den
Lebenshaltungskosten abzugrenzen, also von den Aufwendungen, die nicht der
Einkommenserzielung, sondern der Befriedigung der persönlichen Bedürfnisse dienen und
damit Einkommensverwendung darstellen (BGer vom 12.5.2003, in StE 2003 B 22.3 Nr. 76 E.
3.2 mit weiteren Hinweisen auf die Lehre).
3.3 Da es sich bei den Berufskosten um steueraufhebende bzw. -mindernde Tatsachen handelt, sind diese von der steuerpflichtigen Person nicht nur zu behaupten, sondern auch zu
belegen. Dabei hat die steuerpflichtige Person für alle Tatsachen, die für die Gewährung des
Abzugs erfüllt sein müssen, Beweis zu erbringen. Dieser Nachweis umfasst bei Berufskosten
von unselbstständig erwerbstätigen Personen die Höhe der Kosten, deren berufsmässige
Begründetheit und die Tragung dieser Kosten durch die steuerpflichtige Person. Gelingt der
Beweis nicht, trägt die steuerpflichtige Person die Folgen der Beweislosigkeit (BGE 133 II 153
E. 4.3; Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs [ZGB; SR 210]), die darin bestehen, dass
die entsprechenden Kosten steuerlich nicht zum Abzug zugelassen werden.
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4. Im hier interessierenden Steuerjahr 2013 waren der steuerrechtliche Wohnsitz der Rekurrenten unstreitig in der Einwohnergemeinde D._ und der Arbeitsort der
Rekurrentin in E._. Unter der Woche bewohnte die Rekurrentin, die als Finanzchefin
mit einem
100 %-Pensum bei der G._ tätig war (vgl. Formular 6 der Steuererklärung
pro 2013; Steuerdossier, pag. 6; Ernennungsschreiben vom 29.9.2004, S. 1; Steuerdossier,
pag. 125), eine Eigentumswohnung in E._ (Steuerdossier, pag. 65). Den Abzug für
auswärtigen Wochenaufenthalt begründeten die Rekurrenten insbesondere damit, dass der
Rekurrentin die tägliche Rückkehr an den Wohnort D._ nicht zumutbar wäre. Dies ist
im Folgenden zu prüfen.
4.1 Gemäss Routenplaner Google Maps (vgl. <http://www.maps.google.ch/maps>) ist die Strecke zwischen Wohnort (D._) und Arbeitsort (E._) durch öffentliche
Verkehrsmittel gut erschlossen und die Gesamtreisezeit der besten Fahrkurskombinationen
beträgt zwischen rund 1 Stunde 19 Minuten und 1 Stunde 29 Minuten (inkl. Wartezeit). Hierbei
benötigt die Rekurrentin vom Wohnort bis zur nächsten Haltestelle zu Fuss rund sieben Minuten
(500 Distanzmeter) oder gemäss eigener Aussage der Rekurrenten acht Minuten (vgl. Rekurs-
und Beschwerdeschreiben vom 5.2.2017, S. 1; Schreiben der Rekurrenten vom 14.3.2017,
S. 3). Die reine Busfahrt zum Bahnhof H._ beträgt rund fünf Minuten und die
anschliessende reine Zugfahrt mit dem InterCity (IC) an den Bahnhof E._ zwischen
rund 52 und 57 Minuten (abhängig von der Anzahl Haltestellen). Nimmt die Rekurrentin den
Bus bis zum Bahnhof I._ verlängert sich die reine Busfahrt zwar auf rund elf Minuten,
dafür verkürzt sich die entsprechende reine Zugfahrt mit dem IC nach E._ auf rund 47
bis 49 Minuten. Gemäss eigener Aussage der Rekurrenten beträgt die reine Fahrzeit mit Bus
und Zug via Bahnhof H._ zwischen rund 1 Stunde 12 Minuten und 1 Stunde 16
Minuten (vgl. Rekurs- und Beschwerdeschreiben vom 5.2.2017, S. 1 [inkl. Beilage 3]; Schreiben
der Rekurrenten vom 14.3.2017, S. 3 [inkl. Beilage 21]), wobei darin auch eine Wartezeit von
rund zehn Minuten und ein anschliessender Fussmarsch von rund sieben Minuten enthalten
sind. In E._ benötigt die Rekurrentin vom Bahnhof zu Fuss normalerweise rund fünf bis
sieben Minuten zum nahegelegenen Arbeitsort, weshalb sie auch auf kein zusätzliches
Verkehrsmittel angewiesen ist. Nach eigener Darstellung der Rekurrenten benötigt die
Rekurrentin für den Fussmarsch vom Bahnhof E._ zum Arbeitsort 13 Minuten, was
jedoch nicht glaubhaft ist. Die Rekurrentin nutzt gemäss Einspracheschreiben vom 28. Juni
2016 (Steuerdossier, pag. 56) bis zur Bushaltestelle in D._ im Normalfall das Fahrrad.
Den entsprechenden Abzug von CHF 700.-- haben die Rekurrenten im Formular 6 der
Steuererklärung pro 2013 (Steuerdossier, pag. 6) nebst den Kosten des öffentlichen Verkehrs
(CHF 3'200.--) geltend gemacht. Mit dem Fahrrad lässt sich die Strecke vom Wohnort bis zur
http://www.maps.google.ch/maps
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Bushaltestelle in D._ üblicherweise (nicht bei Schnee und Eis) in rund zwei Minuten
(anstatt sieben Minuten zu Fuss) zurücklegen, womit sich die Gesamtreisezeit um fünf Minuten
auf rund 1 Stunde 14 Minuten bis 1 Stunde 24 Minuten verkürzt. Ferner hat die
Steuerverwaltung zu Recht darauf hingewiesen (vgl. Schreiben der Steuerverwaltung vom
25.8.2016, S. 2; Steuerdossier, pag. 194), dass (zusätzlich) die Möglichkeit bestehe, direkt mit
dem Fahrrad vom Wohnort zum Bahnhof H._ zu fahren (Distanz 2.1 km). Dieser Weg
liesse sich in rund sieben Minuten zurücklegen, womit sich die Gesamtreisezeit weiter, um rund
fünf Minuten, verkürzen würde. Vorliegend wird von einem Arbeitsweg der Rekurrentin (mit
öffentlichen Verkehrsmitteln) von insgesamt (durchschnittlich) rund 1 Stunde 19 Minuten pro
Weg (rund 2 Stunden 38 Minuten täglich) ausgegangen, was mit Blick auf die geltende
Rechtsprechung (vgl. E. 3.2 hiervor) für die Zumutbarkeit einer täglichen Rückkehr an den
Wohnort D._ spricht.
4.2 Gemäss geltender Rechtsprechung (vgl. E. 3.2 hiervor) ist die Gesamtreisezeit jedoch nicht allein massgebend. Massgeblich ist eine Gesamtbetrachtung des Einzelfalls. Vorliegend
ist somit auch zu berücksichtigen, dass der Arbeitsweg der Rekurrentin mit einem kurzen Fuss-
bzw. Fahrradweg in D._, einem einmaligen Umsteigen (bei Benutzung des Busses)
und eine damit verbundene kurze Wartezeit sowie einem kurzen Fussweg zum in der Nähe des
Bahnhofs E._ liegenden Arbeitsplatz nicht besonders anstrengend ist
(vgl. BGer 2A.224/2004 vom 26.10.2004, E. 8.4.4). Hinzu kommt, dass zwischen H._
bzw. I._ und E._ – auch am frühen Morgen und abends – günstige
Zugverbindungen zur Verfügung stehen und die Zugfahrt, die mehr als die Hälfte der
Gesamtreisezeit ausmacht, als Ruhe- oder private Arbeitszeit genutzt werden kann (vgl. BGer
2A.224/2004 vom 26.10.2004, E. 8.4.4). Ferner gibt es vorliegend keine Anzeichen und wird
seitens der Rekurrenten auch nicht vorgebracht, dass im Normalfall der Zeitpunkt von
Arbeitsbeginn und -ende eine tägliche Rückkehr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
unzumutbar machen könnte. Vielmehr führen die Rekurrenten aus, der Arbeitsweg habe immer
mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt werden können und die Rekurrentin sei nicht
im Schicht-, sondern im regulären Bürodienst tätig gewesen. Die Rekurrentin leiste zwar noch
im Rahmen ihrer Kaderfunktion Pikettdienst ausserhalb der ordentlichen Arbeitszeit (vgl.
Schreiben der Rekurrenten vom 14.3.2017, S. 5). Aus den Akten geht jedoch weder hervor,
dass die Rekurrentin im Jahr 2013 tatsächlich Pikettdienst gehabt hat noch ausserhalb der
ordentlichen Arbeitszeit bzw. in der Nacht und zu einer Zeit, wo keine öffentlichen
Verkehrsmittel verfügbar gewesen sind, in E._ gearbeitet hat. Daran ändert nichts,
dass ihr direkter Vorgesetzter bestätigt, die Rekurrentin habe seit dem Jahr 2007 mehrere
Wochen im Jahr Pikettdienste leisten müssen und im Rahmen eines Piketteinsatzes innerhalb
von 60 Minuten in der J._ im Einsatz stehen müssen. Auch habe sie oftmals
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unregelmässige Arbeitszeiten in Kauf nehmen müssen, da es sich bei ihrer Organisation um
einen 24-Stunden Betrieb handle, in welchem alle Kaderangehörigen zu Sonderleistungen und -
einsätzen ausserhalb der üblichen Bürozeiten verpflichtet seien (vgl. Schreiben der Rekurrenten
vom 14.3.2017, S. 5; Bestätigungsschreiben von K._ [Chef Ressourcen und
Dienstleistungen] vom 15.8.2016; Steuerdossier, pag. 69). Aber selbst wenn die Rekurrentin
(gelegentlich) in E._ ausserhalb der ordentlichen Arbeitszeit, insbesondere in der
Nacht gearbeitet hätte, hätte sie in solchen Situationen in denen sie tatsächlich berufsbedingt
nicht mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach D._ hätte fahren können,
ausnahmsweise ohne Weiteres auf ein Auto oder ein Hotelzimmer in E._ zurückgreifen
können. Bezüglich Pikettdienste wäre sie in der Nacht zudem mit dem Auto in rund 50 Minuten
und innert der vorgegebenen 60 Minuten in E._ in der J._ gewesen.
4.3 An der Zumutbarkeit der täglichen Rückkehr an den Wohnort ändert nichts, dass die Rekurrenten darauf hinweisen, es sei nicht zumutbar, einen täglichen Arbeitsweg mit
öffentlichen Verkehrsmitteln von mehr als einer Stunde zurückzulegen und hierbei auf die
Praxisfestlegung der Steuerverwaltung im Zusammenhang mit alleinstehenden
Wochenaufenthaltern verweisen (einsehbar unter: <http://taxinfo.sv.fin.be.ch>, Rubriken
"Themen / 2. Einkommens- und Vermögenssteuern / Art. 4 StG "Steuerrechtlicher Wohnsitz
natürlicher Personen" / Ziff. 4.1 "Alleinstehende Wochenaufenthalter"; vgl. Rekurs- und
Beschwerdeschreiben vom 5.2.2017, S. 1). Tatsächlich hat die Steuerverwaltung in der
Veranlagungsverfügung pro 2013 (Steuerdossier, pag. 41) die Verneinung des Abzugs
betreffend die Berufskosten für auswärtigen Wochenaufenthalt folgendermassen begründet:
"Mehrkosten für auswärtiger Wochenaufenthalt nicht gewährt (Arbeitsweg +/- 1 Stunde)".
Entgegen der Ansicht der Rekurrenten hat die Steuerverwaltung damit allerdings nicht gesagt,
dass ein Weg von mehr als einer Stunde nicht zumutbar sei. Eine Praxis, dass ein Arbeitsweg
von über einer Stunde generell unzumutbar sei, existiert im Kanton Bern nicht und wäre nicht im
Einklang mit der geltenden Rechtsprechung (vgl. E. 3.2 hiervor). Wie vorerwähnt, ist die
Gesamtreisezeit allein nicht massgebend (vgl. E. 4.2 hiervor).
4.4 Des Weiteren vermögen die Rekurrenten aus dem Umstand, dass ihnen die Abzüge der Berufskosten für auswärtigen Wochenaufenthalt in den Vorjahren (z.B. im Jahr 2012; vgl.
Veranlagungsverfügung pro 2012; Steuerdossier, pag. 216), offenbar gewährt worden sind,
nichts zu ihren Gunsten abzuleiten. Für periodische Steuern gilt, dass in früheren
Steuerperioden getroffene Taxationen für spätere Veranlagungen grundsätzlich keine
Verbindlichkeit haben. Jede Veranlagung stellt ein eigenes, von früheren Veranlagungen
weitgehend unabhängiges Verfahren dar, in welchem die Behörden sowohl die tatsächliche als
auch die rechtliche Ausgangslage – ohne neue Erkenntnisse oder Fakten – vollumfänglich neu
http://taxinfo.sv.fin.be.ch
- 12 -
beurteilen dürfen. In (formelle) Rechtskraft erwächst jeweils nur die einzelne Veranlagung, die
als befristeter Verwaltungsakt ausschliesslich für die betreffende Steuerperiode Rechtswirkung
entfaltet (VGE 100.2010.280/281 vom 24.3.2011, in StE 2011 B 25.6 Nr. 59 E. 1.2 sowie die
dort aufgeführte Rechtsprechung und Literatur). Dies hat auch zur Folge, dass eine
steuerpflichtige Person eine einmal entschiedene Frage in jeder Steuerperiode wiederum mit
allen Rechtsmitteln anfechten kann; auch für sie entsteht keine Bindungswirkung
(Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N. 6 zu Art. 131 DBG, mit Verweisen auf die
bundesgerichtliche Rechtsprechung).
4.5 Unter diesen Umständen hat die Steuerverwaltung die tägliche Rückkehr an den Wohnort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu Recht als möglich und zumutbar angesehen. Damit sind
die Mehrkosten für den auswärtigen Wochenaufenthalt der Rekurrentin nicht beruflich
notwendig gewesen und stellen deshalb keine Gewinnungskosten dar. Es handelt sich um
Aufwendungen für die private Lebenshaltung, welche laut dem vorstehend Ausgeführten nicht
abziehbar sind. Dies bedeutet, dass kein berufsbedingter Abzug für Mehrkosten des
auswärtigen Wochenaufenthalts, sondern grundsätzlich bloss die berufsbedingten Abzüge für
Verpflegungsmehrkosten und Fahrkosten zur Anwendung gelangen. Es können somit keine
Mehrkosten für die Unterkunft in E._, höchstens Mehrkosten für eine Hauptmahlzeit
sowie die Fahrkosten zwischen Arbeits- und Wohnort berücksichtigt werden. Bezüglich der
Fahrkosten kann festgestellt werden, dass die von der Steuerverwaltung berücksichtigten
Fahrkosten in der Höhe von CHF 4'260.--, bestehend aus Kosten für die Benutzung der
öffentlichen Verkehrsmittel von CHF 3'560.-- (ein GA der SBB, 2. Klasse, Erwachsene) und
einer Fahrradpauschale von CHF 700.-- (vgl. zum Ganzen BGer 2C_745/2017 vom 21.9.2017)
nicht zu beanstanden sind. Dagegen sind die von der Steuerverwaltung kulanterweise
gewährten Fahrkosten für mögliche Pikettdiensteinsätze und unregelmässige Arbeitszeiten in
der Höhe von CHF 1'680.-- (20 Arbeitstage à 120 km/Tag à CHF 0.70) zu streichen, da diese
mit den vorgelegten Unterlagen nicht nachgewiesen worden sind (vgl. E. 4.2 hiervor). Zusätzlich
zu berücksichtigen sind in Übereinstimmung mit der Steuerverwaltung jedoch die Mehrkosten
für die auswärtige Mittagsverpflegung am Arbeitsort E._ von CHF 3'200.-- im Jahr
(sog. "voller Abzug"; vgl. Anhang zur VBK), die im Einspracheverfahren pro 2013 wohl
versehentlich nicht gewährt worden sind.
5. Strittig sind weiter die geltend gemachten Aufwendungen der Rekurrentin von insgesamt CHF 1'440.-- für den Besuch des Studiengangs Executive Master of Business Administration
(EMBA) mit Vertiefung in Controlling & Consulting an der Berner Fachhochschule (BFH) für das
Steuerjahr 2013.
- 13 -
5.1 Die Voraussetzungen für die Abzugsfähigkeit sind im Jahr 2013 sowohl für die direkte Bundessteuer wie auch für die kantonalen Steuern dieselben: Geltend gemacht werden können
die Weiterbildungskosten, sofern sie von der steuerpflichtigen Person selber getragen werden
und der Auffrischung oder der Vertiefung von Kenntnissen dienen, die zur Ausübung der
gegenwärtigen Erwerbsmöglichkeit notwendig sind (aArt. 11 Abs. 1 BKV in der hier noch
anwendbaren bis 31.12.2015 gültigen Fassung [BAG 00-96] und aArt. 8 VBK in der hier noch
anwendbaren bis 31.12.2015 gültigen Fassung [AS 1993 1363]). In Anwendung von aArt. 31
StG in der bis 31. Dezember 2015 gültigen Fassung (BAG 00-124) bzw. aArt. 26 DBG in der bis
31. Dezember 2015 gültigen Fassung (AS 1991 1184) können also die unmittelbar mit dem
Beruf zusammenhängenden Weiterbildungskosten (vgl. Abs. 1 Bst. d der jeweiligen
Bestimmungen) abgezogen werden. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung gelten als
"mit dem Beruf zusammenhängende Weiterbildungskosten" nur solche, welche im Rahmen
eines bereits erlernten und ausgeübten Berufs anfallen, nicht dagegen "Ausbildungskosten" im
Sinn von aArt. 39 Bst. b StG in der bis 31. Dezember 2015 gültigen Fassung (BAG 00-124)
bzw. aArt. 34 Bst. b DBG in der bis 31. Dezember 2015 gültigen Fassung (AS 1991 1184) für
die erstmalige Aufnahme einer Berufstätigkeit oder für einen neuen Beruf (BGer vom 6.7.2005,
in StE 2006 B 22.3 Nr. 86 E. 2.1 f.; BGer vom 17.10.2005, in StR 2006 S. 42 E. 2.3, mit
Hinweisen). Als Gewinnungskosten (vgl. E. 3 hiervor) sind Weiterbildungskosten abzugsfähig.
Die steuerpflichtige Person kann deshalb die Aufwendungen für die Weiterbildung soweit
abziehen, als die Kosten nicht von dritter Seite (z.B. Arbeitgeber) getragen werden. Unter
Weiterbildungskosten fallen die unmittelbaren Kosten (z.B. Semestergebühren und
Aufwendungen für Fachliteratur), aber auch bloss mittelbare Kosten wie Fahrten zwischen der
Wohnung und der Ausbildungsstätte, auswärtige Unterbringung, Mehrkosten für die
Verpflegung usw. Alle Aufwendungen müssen aber "für" die Weiterbildung getätigt werden;
müssen zu dem Zweck erfolgen, eine Weiterbildung zu bewirken (vgl.
Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N. 67 f. zu Art. 26 DBG). Wie in E. 3.3 hiervor dargelegt,
ist die steuerpflichtige Person für steuermindernde Tatsachen beweispflichtig.
5.2 Ob die in Frage stehende Bildungsmassnahme (EMBA) in casu tatsächlich als abziehbare Weiterbildung angesehen werden kann, scheint der Steuerrekurskommission fraglich. Da dies
vorliegend nicht bestritten ist und wie nachfolgend aufgezeigt werden wird der Abzug
geringfügig ausfällt, geht die Steuerrekurskommission – ausnahmsweise – zu Gunsten der
Rekurrenten davon aus, dass die Absolvierung des Studiengangs EMBA mit Vertiefung in
Controlling & Consulting an der BFH (inkl. Masterarbeit) als steuerlich massgebliche
Weiterbildung anzusehen ist. Im Folgenden ist somit bloss zu prüfen, ob die Rekurrenten für
den in ihrer Steuererklärung
pro 2013 geltend gemachten Abzug für Weiterbildungskosten von CHF 1'440.--
- 14 -
rechtsgenügliche Belege bzw. Beweismittel eingereicht haben. Aus dem Schreiben der
Rekurrenten vom 14. März 2017 (S. 1) ergibt sich, dass die Weiterbildungskosten von CHF
1'440.-- aus Kosten für Fachliteratur (CHF 589.--), Druckkosten, Kosten für Binden der
Masterarbeit und Diverses (CHF 467.--) sowie Verpflegungskosten (CHF 384.--; 14 mal Schule
plus zweimal Besprechung der Masterarbeit à CHF 24.--) bestanden haben. Vorab ist darauf
hinzuweisen, dass die Druckkosten etc. (CHF 467.--) sowie die Verpflegungskosten (CHF 384.--
) nicht belegt sind, da diese offenbar bar bezahlt worden sind. Bei den Verpflegungskosten ist
zudem darauf hinzuweisen, dass hier nur Mehrkosten (höchstens CHF 15.-- pro Tag) zu
berücksichtigen sind und diese bereits mit der Jahrespauschale von CHF 3'200.-- ("voller
Abzug"; vgl. E. 4.5 hiervor)
berücksichtigt werden. Belege haben die Rekurrenten bloss für die Kosten für Fachliteratur
eingereicht, allesamt adressiert an die Rekurrentin (vgl. Beilage 12 zum Schreiben der
Rekurrenten vom 14.3.2017; Steuerdossier, pag. 81-85). So haben sie eine Rechnung der LMI
Forum GmbH mit Bestelldatum vom 20. März 2013 für zwei Bücher ("Lean Administration I und
II") von insgesamt Euro 166.44 (bzw. CHF 202.40; Steuerdossier, pag. 82), eine Rechnung der
Stämpfli Verlags AG datiert vom 21. März 2013 für das Buch "Der kontinuierliche
Verbesserungsprozess [KVP]" von CHF 25.40 (Steuerdossier, pag. 83) sowie eine Rechnung
des Eulennest Verlags mit Rechnungsdatum vom 11. April 2013 für das Buch "Lean
Management: Vorsprung durch schlanke Konzepte" in der Höhe von Euro 16.-- (bzw. CHF 18.--
; Steuerdossier, pag. 84), ausmachend insgesamt CHF 245.80, eingereicht. Die Kosten für
Fachliteratur in der Höhe von
CHF 245.80, die im Einspracheentscheid pro 2013 noch nicht gewährt worden sind, werden
vorliegend, auch in Übereinstimmung mit der Steuerverwaltung (vgl. Vernehmlassung der
Steuerverwaltung vom 24.5.2017, S. 7 f.), als Weiterbildungskosten zum Abzug zugelassen.
Hinzu kommen noch die im Zusammenhang mit dem Kauf der zwei Bücher ("Lean
Administration I und II") entstandenen weiteren Kosten von CHF 23.55 (bestehend aus CHF
18.05 [Verzollung] und CHF 5.50 [Einfuhrsteuer gemäss Veranlagungsverfügung MWST]), die
mit der Quittung der Swiss Post (Steuerdossier, pag. 85) und der Veranlagungsverfügung
MWST (Steuerdossier, pag. 81) je vom 27. März 2013 (Verzollungsnummer 2040908957)
belegt worden sind. Insgesamt sind somit zu Gunsten der Rekurrenten Kosten für Fachliteratur
von rund CHF 269.35 zu berücksichtigen. Die weiteren Kosten für Fachliteratur sind dagegen
nicht rechtsgenüglich belegt und können folglich nicht als Weiterbildungskosten vom
steuerbaren Einkommen in Abzug gebracht werden. Aus den seitens der Rekurrenten
eingereichten zwei Kreditkartenrechnungen der Swisscard AECS AG aus dem Jahre 2013 sind
Käufe bei der Thalia Bücher AG, Bern (CHF 213.80), beim Internetshop Buch.CH, Winterthur
(CHF 8.30) sowie bei Fraunhofer IRB (CHF 93.40) ersichtlich. Allerdings ist damit nicht belegt,
- 15 -
was für Bücher gekauft wurden, insbesondere ist der Bezug zur Bildungsmassnahme nicht
gegeben.
6. Die Rekurrenten beantragen des Weiteren bei den Kantons- und Gemeindesteuern den Abzug für zusätzliche Ausbildungskosten für ihre Tochter C._.
6.1 Geniesst ein Kind eine auswärtige Ausbildung oder entstehen durch seine Ausbildung zusätzliche Ausbildungskosten, können die Eltern, welchen der Kinderabzug zusteht, zusätzlich
einen Ausbildungsabzug von höchstens weiteren CHF 6'200.-- pro Kind beanspruchen
(vgl. Art. 40 Abs. 3 Bst. b StG). Die ältere Praxis, wonach dieser Abzug nur gewährt wurde,
wenn das Kind zufolge seiner Ausbildung nicht bei den Eltern wohnen kann, wurde von der
Steuerverwaltung aufgegeben. Den Abzug kann nunmehr auch eine Person beantragen, deren
Kind jeden Abend heimkehrt (Leuch/Schlup Guignard, Praxiskommentar zum Berner
Steuergesetz, Artikel 1 bis 125, 2014, N. 31 zu Art. 40 StG). Allerdings gelten als
"nachgewiesene zusätzliche Ausbildungskosten" nach ständiger Rechtsprechung nur
Mehrkosten, die in Zusammenhang mit der ordentlichen schulischen Grundausbildung (inkl.
Kindergarten) aufgewendet werden, wie Schulgelder, Kosten für Veranstaltungen, die durch
den Schulbetrieb verursacht werden (Exkursionen, Schulreisen usw.), Aufwendungen für
Lehrbücher, Literatur und Nachhilfeunterricht im Bereich dieser Grundausbildung, Kosten für
auswärtige Verpflegung, Fahrkosten, Kosten für Wochenaufenthalt sowie Aufwendungen für
Musik- und Sportunterricht, sofern sie zu entsprechenden Berufen oder Ausbildungen (z.B.
Turnlehrer, Skilehrer) führen. Erfasst werden nur die Ausbildungskosten im engeren Sinn (VGE
100.2013.359/360 vom 13.10.2014, E. 2.3; Leuch/Schlup Guignard, a.a.O., N. 33 und N. 36 zu
Art. 40 StG). Werden (Ausbildungs-)Kosten jedoch bereits bei der Veranlagung des
Auszubildenden berücksichtigt, so sind die leistenden Eltern nicht berechtigt, ebenfalls einen
Abzug vorzunehmen. Übersteigen die Mehrkosten den Betrag von CHF 6'200.--, kann der
übersteigende Anteil auch nicht geltend gemacht werden. Dies gilt selbst dann, wenn solche
Mehrkosten zwingend entstehen, beispielsweise wenn ein Studium nur im Ausland angeboten
wird (Leuch/Schlup Guignard, a.a.O., N. 36 ff. zu Art. 40 StG). Das Recht der direkten
Bundessteuer kennt keinen entsprechenden Sozialabzug.
6.2 Vorliegend ist die volljährige Tochter C._ (geboren 1991) im Jahr 2013 als Studentin an der Universität E._ immatrikuliert gewesen und hat dort den Bachelor of
Law abgeschlossen. Unbestritten ist, dass es sich um die Erstausbildung der Tochter
C._ gehandelt hat. Auch ist unbestritten, dass die Tochter C._
unterstützungsbedürftig gewesen ist, da sie im Jahr 2013 ein Nettoeinkommen von insgesamt
CHF 22'263.-- erzielt hat (vgl. Veranlagungsverfügung der Tochter C._ pro 2013;
Steuerdossier, pag. 184) und die Einkommensgrenze von CHF 24'000.-- somit nicht erreicht hat
- 16 -
(vgl. Leuch/Schlup Guignard, a.a.O., N. 20 zu Art. 40 StG). Für die Kosten dieser
Erstausbildung haben somit die Eltern aufzukommen, auch wenn das Kind volljährig ist (Art.
277 Abs. 2 des schweizerischen Zivilgesetzbuchs [ZGB; SR 210]), so dass den Rekurrenten
von der Steuerverwaltung vorab zu Recht der Kinderabzug (vgl. Art. 40 Abs. 3 Bst. a StG und
Art. 35 Abs. 1 Bst. a DBG) in der Höhe von CHF 8'000.-- (Kantons- und Gemeindesteuern) bzw.
von CHF 6'500.-- (direkte Bundessteuer) gewährt worden ist. Da der Kinderabzug zulässig ist,
sind auch die entsprechenden Folgeabzüge, d.h. für die Kantons- und Gemeindesteuern der
Vermögensabzug von CHF 18'000.-- (vgl. Art. 64 Bst. b StG) sowie der Ausbildungsabzug in
der Höhe der nachgewiesenen Ausbildungskosten (höchstens CHF 6'200.--) und sowohl bei
den Kantons- und Gemeindesteuern als auch bei der direkten Bundessteuer pro Kind weitere
CHF 700.-- für Krankenkassen- und Versicherungsprämien der Kinder (sog. zusätzlicher
Versicherungsabzug; vgl. Art. 38 Abs. 1 Bst. g Ziff. 4 StG; Art. 33 Abs. 1bis Bst. b DBG), von der
Steuerverwaltung zu Recht gewährt worden. Streitig ist vorliegend somit lediglich der Umfang
des von der Steuerverwaltung berücksichtigten Ausbildungsabzugs.
6.3 Den im kantonalen Steuerrecht vorgesehenen Abzug für nachgewiesene zusätzliche Ausbildungskosten (Art. 40 Abs. 3 Bst. b StG) hat die Steuerverwaltung den Rekurrenten im
Einspracheentscheid pro 2013 im Umfang von CHF 1'885.--, bestehend aus Semestergebühren
von insgesamt CHF 1'610.-- (Frühlings- und Herbstsemester 2013 von je CHF 805.--) sowie
Auslagen von CHF 275.-- für einen Spanisch-Sprachkurs ("Spanisch Mittelstufe II") an der
Universität E._, gewährt. Zu den bereits im Einspracheentscheid pro 2013 gewährten
Kosten von CHF 1'885.-- beantragt die Steuerverwaltung im vorliegenden Rekurs- und
Beschwerdeverfahren, es seien weitere Ausbildungskosten in der Höhe von CHF 300.-- gemäss
Zahlungsnachweis ("RW-Dekanat, Universität E._") zu gewähren (vgl.
Vernehmlassung der Steuerverwaltung vom 24.5.2017, S. 8 f.), ausmachend insgesamt neu
CHF 2'185.--. Die Rekurrenten dagegen verlangen, dass der maximale Abzug für
nachgewiesene zusätzliche Ausbildungskosten (CHF 6'200.--) zu berücksichtigen ist.
6.4 Vorab ist darauf hinzuweisen, dass die Tochter der Rekurrenten ihr Nettoeinkommen von insgesamt CHF 22'263.-- im Jahr 2013 als Hilfsassistentin mit einem Arbeitspensum von
40 Prozent an der Universität E._ (CHF 17'912.--; Steuerdossier, pag. 189;
Anstellungsvertrag der Universität E._ vom 10.1.2013; Beilage 36 zum Schreiben der
Rekurrenten vom 14.3.2017) und in den Semesterferien als Aushilfe bei der Coop-
Verkaufsstelle in H._ (CHF 2'941.--; Steuerdossier, pag. 191 f.; Anstellungsunterlagen
der Coop; Beilage 37 zum Schreiben der Rekurrenten vom 14.3.2017) sowie als Aushilfe bei
der M._ (CHF 1'410.--; Steuerdossier, pag. 190) verdient hat. In diesem
Zusammenhang hat die Steuerverwaltung in der definitiven Veranlagung pro 2013 der Tochter
- 17 -
C._ folgende Berufskosten akzeptiert (Steuerdossier, pag. 184): Fahrkosten von
insgesamt CHF 4'200.-- (bestehend aus Kosten für das Fahrrad von CHF 700.-- und Kosten für
den öffentlichen Verkehr von CHF 3'500.--), Kosten für die auswärtige Verpflegung von
CHF 1'620.-- (108 Arbeitstage à CHF 15.--) sowie Weiterbildungskosten von CHF 2'711.--. Im
Folgenden wird somit mitzuberücksichtigen sein, ob die Ausbildungskosten im Jahr 2013 bei
der Veranlagung der Tochter C._ bereits berücksichtigt worden sind.
6.5 Die Tatsache, dass die Tochter C._ im Jahr 2013 an der Universität E._ Rechtswissenschaften studiert hat, ist nach der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet, durch
Auslagen in Zusammenhang mit dem Studium solche Ausbildungskosten zu verursachen.
Ferner ist davon auszugehen, dass die Rekurrenten die Ausbildungskosten ihrer Tochter
mitgetragen haben (vgl. E. 6.1 hiervor). In ihrer Steuererklärung pro 2013 haben die
Rekurrenten in diesem Zusammenhang zusätzliche Ausbildungskosten von insgesamt CHF
6'500.-- geltend gemacht (Steuerdossier, pag. 2). Im Rekurs- und Beschwerdeverfahren führen
die Rekurrenten aus (vgl. Schreiben der Rekurrenten vom 14.3.2017, S. 6), dass sie im
Jahr 2013 Ausbildungskosten der Tochter von insgesamt CHF 10'711.-- getragen haben,
bestehend aus Semestergebühren 2013 von CHF 2'735.--, Kosten für die Benutzung
öffentlicher Verkehrsmittel von
CHF 850.-- (Jugend-GA), Verpflegungskosten von CHF 1'680.-- (112 Tage à CHF 15.--) und
von Mietkosten CHF 5'446.-- (1/3 Eigenmietwert für ein Zimmer in der Eigentumswohnung in
E._). Diese Kosten sind von den Rekurrenten jedoch nicht nur zu behaupten, sondern
auch zu belegen (vgl. E. 3.3 hiervor). So haben die Rekurrenten u.a. zwei Kontoauszüge
("Zahlungen suchen") ihres Privatkontos Nr. _ bei der Bank L._ vorgelegt,
welche im Zeitraum 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 fünf Zahlungen der Rekurrenten an
die Universität E._ von insgesamt CHF 2'735.-- (Steuerdossier, pag. 94) und sieben
Zahlungen an ihre Tochter C._ von insgesamt CHF 1'635.40 (Steuerdossier, pag. 95)
belegen:
Ausführungsdatum Begünstigter gemäss Buchungstext Betrag in CHF 28.01.2013 Universität E._, _ E._ 550.00 11.02.2013 Universität E._, _ E._ 805.00 29.04.2013 Universität E._, _ E._ 275.00 02.07.2013 Universität E._, _ E._ 805.00 17.12.2013 RW-Dekanat, Universität E._, _ E._ 300.00
Total 2'735.00
27.02.2013 C._ _, _, _ D._ 556.00 02.04.2013 C._ _, _, _ D._ 116.00 29.04.2013 _ C._, _, _ D._ 66.00 02.07.2013 _ C._, _, _ D._ 230.00 02.10.2013 C._ _, _, _ D._ 330.00 28.10.2013 _ C._, _, _ D._ 200.00 02.12.2013 C._ _, _, _ D._ 137.40
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Total 1'635.40
6.5.1 Hinsichtlich der Zahlungen an die Universität E._ (CHF 2'735.--) ist vorab festzustellen, dass mit Hilfe der eingereichten Rechnungen ersichtlich ist, dass es sich bei den
Zahlungen an die Universität E._ nicht nur um Semestergebühren der Tochter
C._, sondern auch um weitere Rechnungen gehandelt hat. Die Rekurrenten haben die
Semestergebühren nämlich mit zwei Rechnungen von je CHF 805.--, ausmachend
CHF 1'610.--, datiert vom 22. Januar 2013 (Frühjahrssemester 2013) und vom 12. Juni 2013
(Herbstsemester 2013) und adressiert an die Tochter C._, belegt (Steuerdossier,
pag. 88 und 87). Diese Beträge von je CHF 805.-- stimmen mit jenen auf dem Kontoauszug
überein, weshalb diese Aufwendungen von insgesamt CHF 1'610.-- in Übereinstimmung mit der
Steuerverwaltung zu berücksichtigen sind. Ferner haben die Rekurrenten eine Rechnung für
einen Spanisch-Sprachkurs ("Spanische Mittelstufe II") an der Universität E._ in der
Höhe von CHF 275.-- (Steuerdossier, pag. 93) eingereicht. Im Gegensatz zu den
Semestergebühren (CHF 1'610.--) sind die Kosten für den Sprachkurs (CHF 275.--) jedoch nicht
als Ausbildungskosten zu berücksichtigen, da für die Steuerrekurskommission kein
Zusammenhang zum Studium der Rechtswissenschaften als Erstausbildung ersichtlich ist. Die
weiteren Zahlungen an die Universität E._ von CHF 550.-- und CHF 300.-- (vgl. Tabelle
hiervor) werden nicht mit Rechnungen belegt. Den Betrag von CHF 550.-- hat die
Steuerverwaltung zutreffend nicht berücksichtigt, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass
es sich hierbei – wie beim Sprachkurs – um Auslagen gehandelt hat, die nichts mit dem
Studium zu tun gehabt haben. Dafür ist aufgrund des im Rekurs- und Beschwerdeverfahrens
eingereichten Kontoabschlusses des Privatkontos der Rekurrenten Nr. _ per 31.
Dezember 2013 (S. 4; vgl. Beilage 23 zum Schreiben der Rekurrenten vom 14.3.2017)
ersichtlich, dass es sich beim Betrag von CHF 300.-- um die Bezahlung der Prüfungsgebühr der
Tochter C._ gehandelt hat (Buchungstext: "Prüfungsgebühr C._"). Dem Antrag
der Steuerverwaltung, den Betrag von CHF 300.-- als Ausbildungskosten zu berücksichtigen
(vgl. Vernehmlassung der Steuerverwaltung vom 24.5.2017, S. 9), ist demnach zu folgen.
Folglich sind Zahlungen an die Universität E._ von insgesamt CHF 1'910.-- als
Ausbildungskosten zu berücksichtigen.
6.5.2 Hinsichtlich den Zahlungen an die Tochter C._ (CHF 1'635.40) ist festzustellen, dass aus diesen Beträgen allein nicht ersichtlich ist, wofür diese Zahlungen tatsächlich
gewesen sind. Dem Kontoabschluss des Privatkontos der Rekurrenten Nr. _ per 31.
Dezember 2013 (S. 3; vgl. Beilage 23 zum Schreiben der Rekurrenten vom 14.3.2017) ist zwar
ersichtlich, dass es sich beim Betrag von CHF 137.40 um Bücher gehandelt hat (Buchungstext
"Bücher Ex Libris/Orell Füssli und Stud. Buchgenossenschaft"), nicht jedoch um was für Bücher.
Gemäss des im Rekurs- und Beschwerdeverfahren eingereichten Kontoauszugs ("1.10.2013
- 19 -
bis 31.10.2013") des Privatkontos der Rekurrenten Nr. _ (S. 3; vgl. Beilage 23 zum
Schreiben der Rekurrenten vom 14.3.2017) ist ersichtlich, dass der Betrag von CHF 330.--
(Valuta 2.10.2013) nichts bzw. nicht direkt mit dem Studium der Rechtswissenschaften zu tun
gehabt hat (Buchungstext: "Rückzlg. Brille"). Zu berücksichtigen ist jedoch, dass die
Rekurrenten eine Rechnung der Ex Libris vom 7. Oktober 2013 in der Höhe von CHF 274.40
und eine vom 11. November 2013 in der Höhe von CHF 47.20, beide adressiert an die Tochter
C._ (Steuerdossier, pag. 89 und 90), Quittungen der Studentischen
Buchgenossenschaft E._ von CHF 132.30 und CHF 23.50 sowie eine Quittung von
Orell Füssli von CHF 66.70 eingereicht haben, ausmachend insgesamt CHF 544.10
(Steuerdossier, pag. 91 und 92), woraus ersichtlich ist, dass vorliegend tatsächlich Auslagen
aufgrund von gekauften Lehrbüchern (u.a. Repetitorien "Personenrecht und Einleitungsartikel",
"Familienrecht" und "Sachenrecht") und Gesetzen in Zusammenhang mit dem Studium der
Rechtswissenschaften entstanden sind. Da die Rekurrenten Zahlungen an die Tochter
C._ (CHF 1'635.40) nachgewiesen haben und eine der Zahlungen (CHF 137.40) für
Bücher bei Buchhandlungen (Ex Libris, Orell Füssli und Studentische Buchgenossenschaft), die
mit den obgenannten Rechnungen und Quittungen übereinstimmen, bestimmt gewesen ist,
geht die Steuerrekurskommission zu Gunsten der Rekurrenten davon aus, dass die belegten
Kosten von insgesamt CHF 544.10 von den Rekurrenten übernommen worden sind. Es sind
somit die Semestergebühren von CHF 1'610.--, die Prüfungsgebühr von CHF 300.-- sowie die
Aufwendungen für Lehrbücher und Gesetze von CHF 544.10 als Ausbildungskosten zu
berücksichtigen.
6.5.3 Daran ändert nichts, dass die Steuerverwaltung – ob zulässig oder nicht, das ist im Rahmen dieses Verfahrens nicht Streitgegenstand – in der Veranlagung der Tochter
C._ pro 2013 Weiterbildungskosten in der Höhe von CHF 2'711.--, die offenbar
entstanden sind (Steuerdossier, pag. 165), berücksichtigt hat. Vorliegend werden von den
Rekurrenten Kosten in Zusammenhang mit dem Studium der Tochter geltend gemacht, die
nicht bereits in der Veranlagung der Tochter C._ berücksichtigt worden sind, weshalb
es sich erübrigt, darauf weiter einzugehen. Der Vollständigkeit halber ist bloss darauf
hinzuweisen, dass es fraglich ist, ob die bei der Tochter C._ berücksichtigten
Weiterbildungskosten tatsächlich im Rahmen eines bereits erlernten und ausgeübten Berufs
angefallen und von der Steuerverwaltung zu Recht gewährt worden sind. Dies insbesondere mit
Blick auf ihre damals ausgeübten Erwerbstätigkeiten (Hilfsassistentin und Aushilfe) und der
Tatsache, dass sie sich in der Erstausbildung befunden hat.
6.6 Des Weiteren haben die Rekurrenten, obwohl in der Veranlagungsverfügung der Tochter C._ für das Steuerjahr 2013 bereits Fahrkosten von insgesamt CHF 4'200.--
- 20 -
berücksichtigt worden sind (vgl. E. 6.4 hiervor), weitere Kosten für die Benutzung öffentlicher
Verkehrsmittel in der Höhe von CHF 850.-- (Jugend-GA) geltend gemacht (vgl. Schreiben der
Rekurrenten vom 14.3.2017, S. 6). Dies mit der Folge, dass die Steuerverwaltung darauf
hinweist, dass sie die der Tochter gewährten Berufskosten unter dem Aspekt "neue
Erkenntnisse" (die Kosten für den öffentlichen Verkehr haben offenbar bloss CHF 850.--
betragen und sind von den Rekurrenten getragen worden) in einem Nach- und
Strafsteuerverfahren nochmals überprüfen werde (vgl. Vernehmlassung der Steuerverwaltung
vom 24.5.2017, S. 8). Daraufhin haben sich die Rekurrenten entschuldigt und führen aus, dass
die Kosten für das Jugend-GA vorliegend bei der Berechnung der Ausbildungskosten nicht
(mehr) zu berücksichtigen seien (vgl. Stellungnahme der Rekurrenten vom 22.6.2017, S. 3).
Unstreitig ist somit, dass die Rekurrenten keine Auslagen in Zusammenhang mit Fahrkosten
getragen haben. Weiteres, insbesondere auch die Veranlagung der Tochter betreffend, wird die
Steuerverwaltung allenfalls in einem gesonderten Nach- und Strafsteuerverfahren zu prüfen
haben und ist vorliegend nicht Streitgegenstand.
6.7 Bei den auswärtigen Verpflegungskosten sind bloss die Mehrkosten, die in Zusammenhang mit dem Studium der Tochter C._ angefallen sind, zu berücksichtigen.
Das akademische Jahr dauert vom 1. August bis zum 31. Juli des jeweils folgenden Jahres und
unterteilt sich in zwei Semester. Hierbei dauern sowohl das Frühjahrssemester (Mitte Februar
bis Ende Mai) als auch das Herbstsemester (Mitte September bis Weihnachten) rund
14 Wochen (vgl. Internetseite der Universität E._, besucht am 13.2.2018). Dies ergibt
im Jahr 2013 rund 28 Wochen bzw. maximal 140 Tage (28 Wochen à fünf Tage), an denen der
Tochter C._ auswärtige Verpflegungskosten in Zusammenhang mit ihrem Studium
entstanden sein könnten. Die Rekurrenten haben trotz Beweispflicht nicht nachgewiesen, dass
die Tochter C._ jeweils an fünf Tagen pro Woche Vorlesungen besucht hat, für deren
Kosten sie aufkommen mussten. Zu berücksichtigen ist, dass die Tochter C._ im
Jahr 2013 neben dem Studium noch als Hilfsassistentin bei der Universität E._
angestellt gewesen ist. Folglich ist davon auszugehen, dass sie mit einem Arbeitspensum von
40 Prozent während der Vorlesungszeit (28 Wochen) an zwei Tagen pro Woche als
Hilfsassistentin tätig gewesen ist. Da für diese Zeit bei der Tochter C._ bereits
auswärtige Verpflegungskosten als Berufskosten berücksichtigt worden sind, können diese
Mehrkosten vorliegend nicht noch unter dem Titel Ausbildungskosten berücksichtigt werden.
Dementsprechend sind die vorliegend (maximal) zu berücksichtigenden 140 Tage um 56 Tage
(28 Wochen à zwei Tage) auf 84 Tage zu kürzen, was letztlich auswärtige Verpflegungskosten
von CHF 1'260.-- (84 Tage à CHF 15.--) ergibt. Die Tätigkeiten als Aushilfe bei der Coop-
Verkaufsstelle in H._ und bei der M._ haben dagegen in der unterrichtsfreien
Zeit stattgefunden, weshalb es hier keine Überschneidungen mit den Verpflegungskosten gibt.
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Der Vollständigkeit halber ist noch darauf hinzuweisen, dass im Lohnausweis Coop das Feld G
"Kantinenverpflegung / Lunch-Checks" angekreuzt worden ist (Steuerdossier, pag. 191), was
bei den Berufskosten der Tochter C._ entsprechend zu berücksichtigen gewesen wäre.
6.8 Schliesslich machen die Rekurrenten noch Kosten der Unterkunft der Tochter C._ für ein Zimmer in der Eigentumswohnung in E._ in der Höhe von rund
CHF 5'447.-- (1/3 Eigenmietwert für ein Zimmer) geltend (vgl. Schreiben der Rekurrenten vom
14.3.2017, S. 6 [inkl. Mietwertblatt; Beilage 24]). Inwiefern hier Kosten in Zusammenhang mit
dem Studium der Tochter entstanden sind, welche die Rekurrenten tatsächlich getragen haben,
geht aus den Akten nicht hervor. Dies braucht auch nicht abschliessend geklärt zu werden, da
solche allfällige Kosten nur dann in Abzug gebracht werden könnten, wenn es sich um
notwendige Mehrkosten des auswärtigen Wochenaufenthalts handeln würde. Wie bei der
Rekurrentin (vgl. E. 4.5 hiervor) ist jedoch auch bei der Tochter C._ die (tägliche)
Rückkehr an den Wohnort mit den öffentlichen Verkehrsmitteln als möglich und zumutbar zu
erachten, weshalb allfällige Kosten der Unterkunft bereits aus diesem Grund nicht als
Ausbildungskosten zu berücksichtigen wären.
6.9 Aus dem Gesagten ergeben sich nachgewiesene zusätzliche Ausbildungskosten der Tochter C._ von insgesamt CHF 3'714.10, bestehend aus Semestergebühren und
einer Prüfungsgebühr von CHF 1'910.--, Aufwendungen für Lehrbücher und Gesetze von
CHF 544.10 und auswärtige Verpflegungskosten von CHF 1'260.--.
7. Zusammenfassend gelangt die Steuerrekurskommission zum Schluss, dass die Mehrkosten für den auswärtigen Wochenaufenthalt der Rekurrentin von der Steuerverwaltung
zu Recht nicht gewährt worden sind, die Fahrkosten der Rekurrentin von CHF 5'940.-- auf CHF
4'260.-- zu kürzen und die Mehrkosten für die auswärtige Mittagsverpflegung der Rekurrentin
von CHF 3'200.-- im Jahr zu berücksichtigen sind (vgl. E. 4.5 hiervor). Ferner sind
Weiterbildungskosten der Rekurrentin in der Höhe von rund CHF 269.-- zu berücksichtigen (vgl.
E. 5.2 hiervor) und zusätzliche Ausbildungskosten der Tochter C._ bei den Kantons-
und Gemeindesteuern von CHF 1'885.-- auf rund CHF 3'714.-- zu erhöhen (vgl. E. 6.9 hiervor).
Dies führt zur teilweisen Gutheissung des Rekurses und der Beschwerde pro 2013. Die Akten
werden zur Neufestsetzung des steuerbaren Einkommens an die Steuerverwaltung
zurückgewiesen.
8. Bei diesem Ausgang des Verfahrens haben die Rekurrenten einen Anteil der gesamten Verfahrenskosten, einschliesslich eines Anteils allfälliger Auslagen für Gutachten oder andere
externe Kosten zu tragen (Art. 144 Abs. 1 und 5 DBG sowie Art. 200 Abs. 1 StG i.V.m. Art. 1, 2,
53, 58 und 59 des Dekrets vom 24. März 2010 betreffend die Verfahrenskosten und die
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Verwaltungsgebühren der Gerichtsbehörden und der Staatsanwaltschaft
[Verfahrenskostendekret, VKD; BSG 161.12]). Vorliegend obsiegen die Rekurrenten zu rund 40
Prozent. Die Verfahrenskosten in der Höhe von insgesamt CHF 1'600.-- werden den
Rekurrenten im Umfang des Unterliegens bzw. in der Höhe von CHF 1'000.-- zur Bezahlung
auferlegt und sind mit dem geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen. Weil die Rekurrenten
im vorliegenden Verfahren nicht vertreten sind und weil keine notwendigen und
verhältnismässig hohen Kosten entstanden sind, werden keine Parteikosten gesprochen (Art.
200 Abs. 4 StG sowie Art. 144 Abs. 4 DBG i.V.m. Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20.
Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG; SR 172.021]).