# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 05bb0a72-1d4a-40f5-881b-2f59c9c14f01
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A (nachfolgend: der Pflichtige) wurde am 29. November 2006 sowohl für den Militärdienst als auch den Schutzdienst untauglich befunden. Mit Veranlagungsverfügung vom 31. März 2021 wurde für das Ersatzjahr 2018 eine Abgabe in Höhe von Fr. ... festgesetzt. Für die Berechnung der Abgabe wurde von einem Reineinkommen in der Höhe von Fr. ... ausgegangen, wobei für die Ermittlung desselben die Einkünfte der Ehefrau vom gemeinsamen steuerbaren Einkommen abgezogen und die Abzüge der Ehefrau (Berufsauslagen sowie Aus- und Weiterbildung) aufgerechnet wurden. Ebenfalls aufgerechnet wurde der Zweiverdienerabzug in der Höhe von Fr. ...
Mit Einsprache vom 30. April 2021 (Datum Eingang bei der Wehrpflichtersatzverwaltung) ersuchte der Pflichtige um Aufhebung der Veranlagungsverfügung für das Ersatzjahr 2018 und Neufestsetzung des Ersatzabgabebetrags auf Fr. ...
Mit Einspracheentscheid vom 20. Januar 2022 wurde die Einsprache abgewiesen.
II.
Eine hiergegen erhobene Beschwerde vom 28. Februar 2022 wies das Steuerrekursgericht mit Entscheid vom 11. Mai 2022 ab.
III.
Am 16. Juni 2022 um 22.25 Uhr ging beim Verwaltungsgericht eine elektronische Beschwerdeschrift ein, in welcher sinngemäss beantragt wurde, es sei der vorinstanzliche Entscheid des Steuerrekursgerichts des Kantons Zürich sowie die Veranlagungsverfügung für das Ersatzjahr 2018 betreffend die Wehrpflichtersatzabgabe des Pflichtigen aufzuheben und der Ersatzabgabebetrag auf Fr. ... festzusetzen. Weiter sei der Beschwerdegegner anzuweisen, dem Pflichtigen den Betrag von Fr. ... zurückzuerstatten. Eventualiter sei die Sache zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen; alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerdegegners.
Da der elektronischen Eingabe die erforderliche elektronische Signatur fehlte, setzte sich die Verwaltungssekretärin am 17. Juni 2022 umgehend mit dem Rechtsvertreter des Pflichtigen in Verbindung und machte diesen auf die fehlende elektronische Signatur aufmerksam.
Am 21. Juni 2022 ging beim Verwaltungsgericht eine der schweizerischen Post übergebene Beschwerdeschrift mit gleichem Inhalt ein. Der eingereichten Beschwerdeschrift lag ein Begleitbrief datiert vom 17. Juni 2022 bei, wonach der Rechtsvertreter am 16. Juni 2022 über IncaMail der Post die Beschwerde eingereicht und auch die Bestätigung des Versands erhalten habe, weshalb er davon ausgehe, dass die Frist gewahrt sei. Aufgrund der Kontaktaufnahme durch die Verwaltungssekretärin betreffend die fehlende Signatur, habe er sich mit der Post in Verbindung gesetzt, bislang jedoch noch keine Rückmeldung erhalten, was das Problem sein könnte.
Mit Präsidialverfügung vom 20. Juni 2022 merkte das Verwaltungsgericht an, dass die Rechtsmittelfrist am 16. Juni 2022 abgelaufen sei sowie die Eingabe vom 16. Juni 2022 nicht den Anforderungen der Verordnung über die elektronische Übermittlung im Rahmen von Zivil- und Strafprozessen sowie von Schuldbetreibungs- und Konkursverfahren vom 18. Juni 2010 (VeÜ-ZSSV) genügte (fehlende elektronische Signatur) und daher davon auszugehen sei, dass das Rechtsmittel nicht rechtsgültig erhoben wurde. Weiter wurde dem Pflichtigen Frist zur Stellungnahme betreffend Gültigkeit der Beschwerdeerhebung angesetzt.
Auf den Beizug der vorinstanzlichen Akten und die Einholung einer Vernehmlassung wurde vorerst verzichtet.
Mit korrekt erfolgter elektronischer Eingabe vom 24. Juni 2022 nahm der Pflichtige zur Gültigkeit der Beschwerdeerhebung Stellung und beantragte, es sei die über die zertifizierte Zustellungsplattform IncaMail innert Frist eingereichte Beschwerde als rechtzeitig erfolgt zu behandeln und dem Pflichtigen eine Nachfrist zur Einreichung einer rechtsgültig unterzeichneten Beschwerde anzusetzen bzw. es sei davon Vormerk zu nehmen, dass eine rechtsgültig unterzeichnete Beschwerde mit Eingabe vom 17. Juni 2022 dem Verwaltungsgericht zugestellt worden sei und damit bereits im Recht liege. Eventualiter sei die Beschwerdefrist, die bis und mit 16. Juni 2022 lief, wiederherzustellen und es sei deshalb die mit Schreiben vom 17. Juni 2022 eingereichte und unterzeichnete Beschwerde als fristwahrend zu betrachten.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
1.1
Gemäss Art. 22 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die Wehrpflichtersatzabgabe (WPEG) vom 12. Juni 1959 bestellt jeder Kanton eine von der Verwaltung unabhängige Rekursinstanz, während als letzte kantonale Instanz ein oberes Gericht zu bestimmen ist. Demgemäss ist in Fällen betreffend Wehrpflichtersatzabgaben das Verwaltungsgericht zuständig (vgl. hierzu auch BBl 2017 6191, 6209). Da die funktionelle Zuständigkeit der Bestimmung des "oberen Gerichts" in der zürcherischen kantonalen Verordnung über die Wehrpflichtersatzabgabe nicht bzw. noch nicht umgesetzt worden ist, wäre eine Prüfung einer entsprechenden gesetzgeberischen Tätigkeit in diesem Sinne erwünscht.
1.2