# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ba5a0333-6e97-4410-90ce-61203b4916a2
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft München I die hiesigen Strafverfolgungsbehörden
rechtshilfeweise u.a. um Durchführung einer Hausdurchsuchung beim Be-
schuldigten A. sowie um Beschlagnahme beweisrelevanter Unterlagen er-
suchte (vgl. act. 1.1, Rz. 1);
- am 30. November 2021 der Wohnsitz von A. durchsucht und dabei verschie-
dene Gegenstände und Aufzeichnungen sichergestellt wurden (vgl. act. 1.1,
Rz. 3; act. 1.2, Rz. 4);
- A. gleichentags die Siegelung verlangte (vgl. act. 1.1, Rz. 3; act. 1.2, Rz. 4);
- die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz diesbezüglich beim Zwangs-
massnahmengericht des Kantons Schwyz am 17. Dezember 2021 um Ent-
siegelung ersuchte (vgl. act. 1.1, Rz. 4);
- das Zwangsmassnahmengericht am 30. Mai 2022 Folgendes verfügte
(act. 1.1):
1. Es wird eine richterliche Triage der im Verfahren RI AL 2020 1 versiegelten Aufzeich-
nungen und Gegenstände (Kartonschachtel [Siegelnummer 242] mit: Computer
Mac, HD-Pos. B1; Notebook Macbook, HD-Pos. B2; Ordner B., HD-Pos. B3; Sicht-
mäppli «C. Rechtsanwälte», HD-Pos. B4; Mobiltelefon iPhone 12 Pro, schwarz, HD-
Pos. B5) zur Aussonderung der Anwaltskorrespondenz angeordnet.
2. (...)
- A. dagegen am 10. Juni 2022 bei der Beschwerdekammer des Bundesstraf-
gerichts Beschwerde einreichte (act. 1);
- er dabei um Aufhebung der angefochtenen Verfügung, um Abweisung des
Entsiegelungsgesuchs vom 17. Dezember 2021 und um vollständige Rück-
gabe der sichergestellten und gesiegelten Unterlagen und Daten bzw. Da-
tenträger ersucht, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der
Staatskasse;
- er zudem den prozessualen Antrag stellt, der Beschwerde sei die aufschie-
bende Wirkung zu erteilen.
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## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten die
Bestimmungen des VwVG anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37
Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (siehe
Art. 12 Abs. 1 IRSG);
- gemäss Art. 80e Abs. 2 IRSG der Schlussverfügung vorangehende Zwi-
schenverfügungen selbständig angefochten werden können, sofern sie ei-
nen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken
durch die Beschlagnahme von Vermögenswerten und Wertgegenständen
(lit. a) oder durch die Anwesenheit von Personen, die am ausländischen Pro-
zess beteiligt sind (lit. b);
- ein im Rahmen des Rechtshilfeverfahrens ergangener Entsiegelungsent-
scheid nicht mittels ordentlichem Rechtsmittel, sondern erst im Rahmen ei-
ner gegen die Schlussverfügung gerichteten Beschwerde angefochten wer-
den kann (siehe Art. 80e Abs. 2 IRSG e contrario; BGE 138 IV 40 E. 2.3.1
S. 44 f.; 127 II 151 E. 4c/bb S. 156; 126 II 495 E. 5e/bb-dd S. 503 ff.;
TPF 2017 66 E. 3.1; Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2019.268 vom
21. Oktober 2019; RR.2019.195 vom 14. August 2019 E. 2.1; RR.2018.177
vom 28. Juni 2018);
- dies umso mehr im vorliegenden Fall zu gelten hat, als das Zwangsmass-
nahmengericht nicht abschliessend über das Entsiegelungsbegehren ent-
schieden, sondern lediglich die künftige Durchführung einer richterlichen Tri-
age zwecks Aussonderung allfälliger Anwaltskorrespondenz angeordnet hat
(vgl. act. 1.1, Rz. 17 und 16, wonach das Zwangsmassnahmengericht die
Parteien über die konkrete Ausgestaltung der richterlichen Triage separat
informieren werde);
- der Beschwerdeführer geltend macht, ihm drohe für den Fall der Anwesen-
heit von Personen, die am ausländischen Prozess beteiligt sind, an dieser
Triage ein nicht wieder gutzumachender Nachteil, der vorliegend die Zuläs-
sigkeit der sofortigen Beschwerde gegen die Verfügung des Zwangsmass-
nahmengerichts erfordere (act. 1, Rz. 5 ff.);
- die allfällige Anwesenheit von Personen, die am ausländischen Prozess be-
teiligt sind, offensichtlich nicht Gegenstand der angefochtenen Verfügung
des Zwangsmassnahmengerichts, sondern – wenn überhaupt und wie der
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Beschwerdeführer selbst erwähnt (act. 1, Rz. 6 und 10) – der Eintretensver-
fügung der Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz vom 6. September 2021
bildet;
- die vom Beschwerdeführer in Frage gestellte Rechtshilfefähigkeit der im
Rechtshilfeersuchen geschilderten Straftaten (siehe act. 1, Rz. 13 f. und 22
ff.) erst im Rahmen des abschliessenden Entscheides über die Gewährung
der Rechtshilfe zu beurteilen sein wird (siehe zur grundsätzlichen Beschrän-
kung der Anfechtungsmöglichkeit auf den Zeitpunkt der Erledigung des
Rechtshilfeersuchens die Entscheide des Bundesstrafgerichts RR.2014.280
vom 15. Januar 2015 E. 2.1; RR.2014.47 vom 6. Juni 2014 E. 3.1; jeweils
m.w.H.);
- sich die Beschwerde nach dem Gesagten als offensichtlich unzulässig er-
weist, weshalb auf sie ohne Durchführung eines Schriftenwechsels (Art. 57
Abs. 1 VwVG e contrario) nicht einzutreten ist;
- das Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung mit dem vorliegenden
Entscheid hinfällig wird und als gegenstandslos abzuschreiben ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten dem Beschwerde-
führer aufzuerlegen sind (Art. 63 Abs. 1 VwVG);
- die Gerichtsgebühr für das Beschwerdeverfahren auf Fr. 1'000.– festzuset-
zen ist (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3
lit. a des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die
Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstrafverfahren [BStKR;
SR 173.713.162]);
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