# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6dabf09a-8146-476d-9c10-c93ff93a43f5
**Court:** SG_VB
**Chamber:** SG_VB_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Urban Planning and Environmental

## Facts

BDE 2020 Nr. 95 Art. 27 VRP. Ein Rechtsanspruch auf Wiedererwägung besteht, wenn ein Revisionsgrund vorliegt, also wenn die ursprüngliche Fehlerhaftigkeit der Verfügung geltend gemacht wird. Daneben besteht ausnahmsweise auch Anspruch auf Wiedererwägung, wenn seit dem Erlass der aufzuhebenden Verfügung Änderungen des entscheidrelevanten Sachverhalts oder der massgeblichen Rechtslage eingetreten sind, die dazu führen, dass der ursprüngliche Entscheid mit der aktuellen Sach- oder Rechtslage nicht mehr im Einklang steht (Erw. 3.1). // (Dieser Entscheid wurde mit VerwGE B 2020/201 vom 21. Mai 2021 [Anordnung der Ersatzvornahme; Nichteintreten] teilweise aufgehoben und mit VerwGE B 2020/211 vom 21. Mai 2021 [Wiedererwägungsgesuch; Nichteintreten] bestätigt. Gegen die Urteile des Verwaltungsgerichtes wurde Beschwerde beim Bundesgericht erhoben.)
BDE 2020 Nr. 95 finden Sie im angehängten PDF-Dokument
Kanton St.Gallen
Baudepartement
20-6607
Entscheid Nr. 95/2020 vom 12. Oktober 2020
Rekurrent
A._
vertreten durch Dr.iur. Werner Ritter Rechtsanwalt, Im Forum,
Bahnhofstrasse 24, 9443 Widnau
gegen
Vorinstanz Gemeinderat Z._(Entscheid vom 11. August 2020)
Betreff Wiedererwägung und Ersatzvornahme
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 95/2020), Seite 2/14
Sachverhalt
A.
a) A._, Y._, ist Eigentümer von Grundstück Nr. 001, Grund-
buch Z._, an der M._strasse in Z._. Das Grundstück liegt ge-
mäss geltendem Zonenplan der Gemeinde Z._ vom 27. Januar
1993 teils in der Landwirtschaftszone und teils im Wald. Es ist u.a. mit
einem alten Schopf überbaut, der sich teils auf dem Grundstück
Nr. 001, grossteils aber auf dem Strassengrundstück Nr. 002 der Poli-
tischen Gemeinde Z._ (M._strasse) befindet.
b) Die M._strasse ist nach dem geltenden Gemeindestrassen-
plan der Gemeinde Z._ als Gemeindestrasse 1. Klasse eingeteilt.
c) Nach längerem Schriftverkehr mit A._ erliess der Gemeinde-
rat Z._ am 16. August 2019 folgende Verfügung:
1. Ihren Antrag um Erteilung eines Baurechts lehnt der
Gemeinderat ab.
2. Der Rückbau des Schopfes sowie die umweltgerechte Entsorgung der Altautos und des Unrats und damit die Wiederherstellung des rechtmässigen Zustandes hat bis spätestens 18. Oktober 2019 zu erfolgen (...).
3. Auf die Erhebung einer Gebühr für diese Verfügung wird verzichtet.
Zur Begründung wurde ausgeführt, der Schopf sei baulich in einem
sehr schlechten Zustand; er müsse deshalb aus Sicherheitsgründen
abgebrochen werden. Die etwa 60 m2 grosse Baute stehe einerseits
im Wald und anderseits auf einem klassierten Strassengrundstück,
wobei die Grundstücksgrenze mitten durch den Schopf verlaufe. Der
Schopf
rot eingefärbt: Strassengrundstück
Entscheid des Baudepartementes SG (Nr. 95/2020), Seite 3/14
Schopf sei nie bewilligt worden. Nachdem A._ auf den desolaten
Zustand der Baute aufmerksam gemacht worden und zur Beseitigung
des Schopfs aufgefordert worden sei, habe dieser ohne Bewilligung
noch rasch bauliche Massnahmen getroffen, um die Sicherheitsbe-
denken zu zerstreuen; zudem habe er die Politische Gemeinde Z._,
auf deren Grundstück sich die Baute weitgehend befinde, um Gewäh-
rung eines Baurechts ersucht. Im Übrigen lagerten auf dem Grund-
stück von A._ (im Bereich seines Wohnhauses) auch Altautos und
sonstiger Unrat. Bis anhin sei die Nutzung des Schopfs zwar toleriert
worden, wegen der zunehmenden Verschlechterung der baulichen
Substanz sei der Abbruch nun aber unumgänglich. Eine nachträgliche
Bewilligung für den Schopf sei nicht denkbar, weil er baufällig sei und
er sich überdies im Wald und auf einer öffentlich klassierten Strassen-
fläche befinde.
d) Gegen diesen Beschluss erhob A._, vertreten durch lic.iur.
Christian Eggenberger, Rechtsanwalt, Buchs, Rekurs beim Baudepar-
tement (Verfahren Nr. 19-6847).
e) Am 16. September 2019 fasste der Gemeinderat Z._ auf-
grund des erhobenen Rekurses – und im Einvernehmen mit dem Ver-
treter des Rekurrenten – folgenden Beschluss:
1. Ziffer 1 und 2 der Abbruchverfügung vom 16. August

## Considerations