# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 159cce0c-9eb8-582c-ae53-bc55fe9efdc1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geb
oren 1953,
war
seit April 1969 bei der
Y._
als Mechaniker angestellt und dadurch bei der Schweizerischen
Unfallversiche
rungsanstalt
(SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert (
Urk.
9/245/
22
). Am 2
5.
Mai 1972 erlitt er einen Verkehrsunfall, bei dem er sich eine
Contusio
cerebri, eine Beckenfraktur links, eine Rissquetschwunde an der Stirn sowie ein
stumpfes Bauchtrauma mit Milz- und Blasenruptur zuzog (
Urk.
9/245/20
Ziff.
5).
Die SUVA erbrachte dafür sowie für verschiedene Rückfälle die gesetzli
chen Leistungen und sprach dem Ver
sicherten mit Verfügung vom
2.
Mai 1975 ab
1.
Mai 1975 eine Rente basierend auf einem Erwerbsunfähigke
itsgrad von 50 % zu
(
Urk.
9/239
/3
)
. Mit Verfügung vom 2
1.
Februar 1984 wurde die Rente basie
rend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 25 % ab
1.
Mai 1984
revisi
ons
weise
herabgese
tzt
(
Urk.
9/224/17)
.
1.2
Mit Verfügung vom 1
5.
Februar 2005 (
Urk.
9/222
) verneinte die SUVA einen An
spruch des Versicherten auf Ver
siche
rungsleistungen für
einen im November
2004
geltend gemachten Rückfall. Dag
egen erhob der Versicherte am 1
7.
Febru
a
r 2005
Einsprache
(Datum des Poststempels;
Urk.
9/218/1-2), welche die SUVA mit Entscheid vom 3
0.
August 2005 abwies (
Urk.
9/208). Die dagegen am 3
0.
No
vember 2005 erhobene Beschwerde (
Urk.
9/24) hiess das hiesige Ge
richt mit Urteil vom 2
7.
Juni 2006 in dem Sinne gut, als es die Sache zur er
neuten Abklärung und Entscheidung an die SUVA zurückwies (
Urk.
9/26; Pro
zess Nr.
UV.2005.00387).
In der Folge sprach die SUVA dem Versicherten mit Verfügung vom
8.
April
2008 (
Urk.
9/57), bestätigt mit
Einspracheentscheid
vom 3
0.
Mai 2008 (
Urk.
9/65)
,
weiterhin
eine Rente basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 25
%
sowie zusätzlich eine Integritätsentschädigung von 7
%
zu.
1.3
Am
3.
Juli 2014 machte der Versicherte
erneut
einen Rückfall geltend (
Urk.
9/76).
Die SUVA übernahm Taggeldzahlungen und Heilbehandlungskosten (vgl.
Urk.
9/93). Mit Verfügung vom 2
9.
Juni 2015 (
Urk.
9/151) stellte sie
die
für den Rückfall gewährten
Versicherungsleistungen per 3
1.
August 2015 ein
, wo
bei sie festhielt, über dieses Datum hinaus weiterhin für Schmerzmittel und Physiotherapie aufzukommen
.
Gleichzeitig hielt sie fest, dass dem Versicherten eine angepasste Tätigkeit entsprechend dem Zumutbarkeitsprofil von 2007 wei
terhin möglich sei.
Der Versicherte erhob dagegen am 2
9.
Juli 2015 Einsprache (
Urk.
9/158)
und machte eine Verschlechterung seiner Erwerbsfähigkeit geltend.
Die
SUVA
wies die Einsprache
mit Entsch
eid vom 1
6.
November
2015 ab
(
Urk.
9/172
=
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
6.
November 2015 (
Urk.
2) erhob der Ver
sicherte am 1
5.
Dezember 2015 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des
angefochtenen Entscheides, die Ausrichtung einer
ganzen Rente
spätestens
rück
wirkend per
1.
Mai 2014, eventuell die Rückweisung der Sache zur
Neube
ur
teilung
und in diesem Fall die Weiterausrichtung der Versicherungsleistun
gen, insbesondere der Taggelder (
Urk.
1/1 S.
2). Mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
Janu
ar 2016 (
Urk.
8) beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer mit Gerichtsverfügung vom 1
9.
Februar 2016 mitgeteilt
,
gleichzeitig wurde ihm antragsgemäss (
Urk.
1/2) die unentgeltliche Rechtsvertretung bewilligt (
Urk.
11).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass e
in Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
di
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene
ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.3
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen ge
währt
,
für Bezüger von Invalidenrenten jedoch nur unter den Voraussetzungen von
Art.
21 UVG
(
Art.
11 UVV). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wie
deraufflackern einer vermeintlich geheilten Krankheit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu ei
nem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes
Unfall
ereignis
an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversiche
rung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E.
2c in
fine
).
1.4
Gemäss
Art.
21 UVG werden dem Bezüger nach der Festsetzung der Rente die Pflegeleistungen und Kostenvergütungen (
Art.
10 - 13 UVG) gewährt, wenn er unter einem Rückfall oder an Spätfolgen leidet und die Erwerbsfähigkeit durch medizinische Vorkehren wesentlich verbessert oder vor wesentlicher Beein
trächtigung bewahrt werden kann (
Abs.
1
lit
. b). Bei Rückfällen und Spätfolgen hat der Rentenbezüger auch Anspruch auf die Pflegeleistungen und
Kostenver
gütungen
. Erleidet er während dieser Zeit eine Verdiensteinbusse, so erhält er ein Taggeld, das nach dem letzten vor der neuen Heilbehandlung erzielten Verdienst bemessen wird (
Abs.
3).
1.5
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hin
weis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des
Begriffes „namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durc
h weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG er
hoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versi
cherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai
2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
1.6
Nach der Rechtsprechung sind unter dem alten Recht entstandene Renten
ansprüche – seien diese abgestufte, befristete oder Dauerrenten – in
revisions
recht
licher
Hinsicht weiter nach Massgabe des Bundesgesetzes übe
r
die Kranken- und Unfallversicherung (
Art.
80
Abs.
2 KUVG) zu beurteilen (BGE 118 V 293 E. 2a).
Nach
Art.
80
Abs.
1 KUVG ist eine Rente für die Folgezeit entsprechend zu erhöhen, zu vermindern oder aufzuheben, wenn die Erwerbsunfähigkeit nach Fest
setzung der Rente erheblich grösser oder geringer geworden ist. Nach
Art.
80
Abs.
2 KUVG kann eine Rente während der ersten drei Jahre nach ihrer Festsetzung jederzeit, in der Folge aber nur noch bei Ablauf des
6.
und des
9.
Jahres revidiert werden. Rechtsprechungsgemäss ist eine Revision der Rente trotz Ablauf von 9 Jahren seit der Festsetzung möglich, wenn die Suva auf einen Rückfall oder auf Spätfolgen einzutreten hat. Dies trifft dann zu, wenn
die gemeldete Verschlimmerung des Gesundheitszustandes eine dauernde weitere
Verminderung der Erwerbsfähigkeit bewirkt oder befürchten lässt und ein drin
gender Fall vorliegt, beispielsweise wenn die versicherte Person
unerträgliche Schmerzen leidet oder ein sofortiger operativer Eingriff notwendig ist (BGE 105 V 31 E. 1c).
Ob eine Verschlimmerung eingetreten ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhaltes, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen
Renten
verfü
gung
bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen
Revisions
ver
fügung
. Unter revisionsrechtlichem Gesichtspunkt unerheblich ist dagegen die unter
schiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Sach
verhaltes (BGE 112 V 390 E 1b).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärzt
lichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Be
schwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vor
akten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuch
tet und ob die Schlussfolge
rungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Entscheid (
Urk.
2) wie folgt: Sie habe den am
3.
Juli 2014 gemeldeten Rückfall als unfallkausal anerkannt und dafür die gesetzlichen Versicherungsleistungen erbracht. Die kreisärztliche
Kurzbeur
teilung
vom 1
6.
Juni 2015 habe ergeben, dass der medizinisch-therapeutische Endzustand erreicht sei und die Zumutbarkeitsbeurteilung von 2007 weiterhin Gültigkeit habe.
Da der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Invaliden
rente vor dem Inkrafttreten des UVG am
1.
Januar 1984 entstanden sei, sei er in revisionsrechtlicher Hinsicht na
ch
Art.
76 bis 82 des KUVG
zu beurteilen. Im Vergleich mit der Sachlage, wie sie sich anlässlich der Rentenverfügung vom
8.
April 2008 präsentiert habe,
sei weiterhin von der Zumutbarkeit jeder ganz
tägigen wechselbelastenden Tätigkeit ohne Heben und Tragen von schweren
Lasten über 10 kg auszugehen. Die unfallbedingte Erwerbseinbusse betrage weiterhin 25
%
. Der Hausarzt des Beschwerdeführers habe denn auch einzig darauf hingewiesen, dass dieser in seiner Tätigkeit als Taxichauffeur nicht mehr arbeitsfähig sei. Eine Verschlechterung sei nicht ausgewiesen (S. 2 ff.). Zwar habe sich das Beschwerdebild verändert, nicht aber die medizinische Aus
gangs
lage. Die Schmerzschilderung des Beschwerdeführers stimme mit dem Be
richt seines Hausarztes nicht überein; gemäss letzterem sei lediglich eine anal
getische Behandlung nach Bedarf indiziert und auch lediglich intermittierend wieder Physiotherapie (
Urk.
8 S. 5).
2.2
Dem hielt der Beschwerdeführer entgegen (
Urk.
1), Streitgegenstand bilde die von der Beschwerdegegnerin verweigerte Rentenrevision und -erhöhung sowie die verweigerte weitere medizinische Abklärung betreffend Neubeurteilung der Arbeitsfähigkeit und des Invaliditätsgrades (S.
2 unten).
Die
Beschwerde
geg
nerin
stütze ihren Entscheid auf eine Untersuchung, die vor über 8 Jahren statt
gefunden habe. Die
heutigen
kreisärztlichen Beurteilungen genügten jedoch nicht. Sein Gesundheitszustand habe sich aus näher dargelegten Gründen seit
2007 verschlechtert. Eine ganztägige, uneingeschränkte wechselbelastende Tätig
keit sei ihm inzwischen nicht mehr zumutbar. Sein Bewegungsapparat sei durch die unfallbedingt degenerativen Entwicklungen derart eingeschränkt, dass spä
tes
tens seit Mai 2014 eine volle Erwerbsunfähigkeit bestehe. Die Prüfung erfolge nach neuem Recht. Die Beschwerdegegnerin habe den Rückfall aner
kannt und sei deshalb verpflichtet, weiter Abklärungen zu treffen oder eine Vollrente zuzusprechen. Bei weiteren Abklärungen seien insbesondere weiterhin Tag
gelder auszurichten (S. 5 ff.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Leistungspflicht der
Beschwer
degegnerin
ab dem
1.
September 2015 verhält.
Damit steht die Frage in Zu
sammenhang, ob sich die Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers seit der letzten
Rentenzusprache
von 2008, welche die zeitliche Vergleichsbasis bildet,
an
spruchsrelevant
verschlechtert hat.
3.
3.1
Die Ärzte der
Z._
stellten in ihrem
Gutachten vom
2.
Mai 2007
(
Urk.
9/198
=
Urk.
9/32
) folgende Diagnosen (S.
22):
Status nach Polytrauma am 2
5.
Februar 1972 mit und bei
Status nach schwerem Schädelhirntrauma mit
Contusio
cerebri
im Verlauf mittelschweres hirnorganisches Psychosyndrom mit mnes
tischen, affektiven und Denkstörungen
Status nach Rissquetschwunde Stirn
Status nach stumpfem Bauchtrauma mit Lazerationsverletzung der Darm
wand und des
Sigmoides
, Milz- und Blasenruptur, Status nach La
paro
tomie mit Milzresektion und Blasenrekonstruktion
Status nach instabiler Beckenringverletzung links Typ
vertical
shear
die linke Massa
lateralis
ist ca. nach 3 cm kranial verlagert bei ausge
prägten posttraumatischen degenerativen Veränderungen im Bereich des
lumbosakralen
Überganges links bzw.
Iliosakralgelenkes
links
Status nach Fraktur beider Schambeinäste mit Malrotation der linken Beckenhälfte
Status nach hochgradiger posttraumatischer Läsion des
Nervus
ischia
di
cus
links
aktuell: Reizung der Nervenwurzel L5 links aufgrund einer
extra
foraminalen
posttraumatischen
Stenosierung
mit Wurzeleinengung
degenerative Veränderung der unteren
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
mit Spondylose L4/5,
Spondylarthrose
L4/5, Spinalkanalstenose L4/5 bei
Diskusprotrusion
und Hypertrophie der
ligamenta
flava
Hohl-/Spreiz-/Spitzfussdeformität linker Fuss bei/mit
inkompletter posttraumatischer
Ischiadikusläsion
Status nach Transfer der
Tibialis
anterior
-Sehne links bei Instabilität des oberen Sprunggelenkes April 1974
Status nach
Debasierung
und Teilresektion des
Metatarsale
V-Köpf
chens bei plantarem Dekubitus des
Metatarsaleköpfchens
mit chroni
scher Osteomyelitis Juni 1974
Status nach Double-
Arthrodese
linker Fuss Dezember 1981
Status nach
Metatarsale
-Osteotomie IV/V links September 1987
Talonavikuläre
Arthrose links
Es bestünden
pathomorphologische
Veränderungen, die die vom Exploranden beklagten Rückenschmerzen erklärten. Diese seien
bildgebend objektiviert wor
den. Es zeigten sich ausgeprägte degenerative Veränderungen im Bereich des hinteren Beckenringes und der unteren LWS. Durch die frakturierte und nach kranial verlagerte linke Massa
lateralis
sei die Nervenwurzel L5 links beein
trächtigt und eingeengt, was mit dem positiven Ansprechen auf die
Nerven
wurzelblockade
habe verifiziert werden können (S
.
26). Aktuell sei
en
die
Schmerz
situation
und die funktionelle Situation hinsichtlich der intermittierend auftre
tenden chronischen Rückenschmerzen kompensiert. Bei aktuell geringem
bis mittelgradigem Leidensdruck ohne ausgebaute analgetische Therapie bestehe keine Indikation für eine
extraforaminale
Dekompression der Nervenwurzel L5 links. Falls sich jedoch eine klare
Radikulopathie
entwickeln würde, müsste dies erneut evaluiert werden (S. 27).
In einer entsprechend angepassten zumutbaren Tätigkeit sei der Beschwerde
führer zu 50 bis 100
%
arbeitsfähig. Es müsse sich um eine teils sitzende, teils laufende Tätigkeit mit Wechselbelastung ohne das Heben von schweren Lasten bis maximal 10 kg handeln. Der aktuelle zeitliche Umfang des Arbeitseinsatzes betrage etwa 6-8 Stunden (S. 28). Der Beschwerdeführer beschreibe eine ihm zumutbare Tätigkeit als eine vorwiegend sitzende, wechselbelastende, leichte Tätigkeit. Das Heben von schweren Lasten über 10 kg sei ihm nicht möglich. Eine Tätigkeit mit Arbeitszeitpensum von 6-8 Stunden wäre ihm in einer ange
passten Tätigkeit möglich (S. 15 oben).
Infolge des Hinweises der Beschwerdegegnerin vom 1
6.
November
2007 (
Urk.
9/193
),
wonach eine Bandbreite von 50 bis 100
%
Arbeitsfähigkeit viel zu gross sei, hielten die Gutachter mit Stellungnahme vom 2
8.
November 2007 (
Urk.
9/191
=
Urk.
9/39
) fest, dass der Beschwerdeführer von Oktober 2006 bis April 2007 bei der AWD zwischen 6 und 8 Stunden täglich gearbeitet habe. Im Zeitpunkt der Begutachtung sei er arbeitslos gewesen. Deshalb sei die damals gewählte Formulierung einer Arbeitsfähigkeit zwischen 50 und 100
%
bewusst offen gewählt worden. Aus gutachterlicher Sicht sei eine leichte Bürotätigkeit mit Wechselbelastung mit den entsprechenden ergometrischen Anpassungen am Arbeitsplatz durchaus zu 100
%
möglich. Vorgängig sollte in einer Übergangs
phase die Arbeitsfähigkeit von 50 auf 100
%
gesteigert werden.
Zur Wiederein
gliederung in den Arbeitsprozess sei sicherlich eine entsprechende
Arbeitsplatz
abklärung
zu erwägen. Darin könnte
n
eine systematische und standardisierte Beurteilung des Arbeitsplatzes, der arbeitsbezogenen Belastung sowie eine Empfehlung für ergonomische Anpassungen erfolgen.
Gestützt auf diese Einschätzung sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwer
deführer
weiterhin eine Invalidenrente
ausgehend von einer
Erwerbsunfähigkeit von 25
%
zu (
Urk.
9/57).
3.2
Seit
1.
Oktober 2013 war der Beschwerdeführer bei der
A._
in einem Pensum von 100
%
als Chauffeur angestellt. Am
3.
Juli 2014 meldete die Arbeitgeberin einen am
1.
Mai 2014 erlittenen Rückfall in Form einer Stau
chung der Wirbelsäule (
Urk.
9/76).
3.3
Eine bildgebende Untersuchung vom
7.
Juli 2014 ergab eine verglichen mit ei
ner Voruntersuchung vom 2
8.
August 2012 analoge Befundsituation mit
vor
be
schriebener
mässiger
Chondrose
bei L4/5 mit einer
breitbasigen
,
foraminal
auch
ausladenden
Bandscheibenprotrusion
, rechts
mediolateral
/
rezessal
die
Nerven
wurzel
von L5 minim auch tangierend, aufgrund einer ebenda auch mässigen Facettengelenksarthrose und Hypertrophie der
Lig
.
flava
im entspre
chenden Segment auch leichte Beengung des Spinalkanals, sowie mit
vorbeste
henden
kleineren, klinisch wohl kaum relevanten
perineuralen
Zysten S1, einem unver
ändert auch differentialdiagnostisch posttraumatischen Beckenschiefstand mit Fehlstellung/-bildung am
lumbo
-sakralen Übergang und hinteren
Becken
ring
links (
Urk.
9/81).
3.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Neurochirurgie, speziell
Wirbelsäulen
chirurgie
, diagnostizierte mit Bericht vom
9.
Juli 2014 (
Urk.
9/83) eine degene
rative Stenose mittelgradig L4/5 bei
Diskusprotrusion
und Facettenhypertrophie. Da die anderen Bewegungssegmente einwandfrei seien, könne mit grösster Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass die Beschwerden von L4/5 herrührten
, abgesehen von alten verletzungsbedingten Folgen. Hier könnte, nach Ausschöpfen der Therapie inklusive mehrerer Infiltrationen, die
posteriore
mikrotechnische Dekompression und Stabilisation L4/5 als Therapieoption emp
fohlen werden.
3.5
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte mit Be
richt vom 2
1.
Juli 2014 (
Urk.
9/84) aus, den Beschwerdeführer seit dem 2
8.
Juli 2003 zu behandeln. In den letzten Monaten sei es zu einer Verschärfung einer lumbalen Schmerzsymptomatik mit Ausstrahlung vor allem ins rechte Bein ge
kommen. Dabei beschreibe der Beschwerdeführer eine Schmerzverteilung mit 30
%
Ausstrahlung ins rechte Bein und 70
%
lumbal. Diese Beschwerden seien unfallbedingt. Es sei dem Beschwerdeführer vom
4.
bis 1
3.
Juli 2014 volle Ar
beits
unfähigkeit bescheinigt worden. Die Arbeitsaufnahme sei vorläufig auf
grund der Schmerzen und Sitzunfähigkeit nicht möglich.
3.6
Mit Bericht vom 1
1.
September 2014 (
Urk.
9/98) stellte
Dr.
med.
D._
, Oberarzt Wirbelsäulenchirurgie an der
E._
, folgende Diag
nose (S. 1):
chronisches
lumbospondylogenes
und Verdacht auf
radikuläres
L5-Schmerzsyndrom rechts mit und bei
leichtgradiger
rezessaler
Stenose und
Foraminalstenose
L4/5 beidseits
Status nach Sakralblock vom 1
1.
April 2014 ohne
Beschwerdebesse
rung
Status nach Facettengelenksinfiltration beidseits vor längerer Zeit mit mehrwöchiger Beschwerdebesserung lumbaler Rückenschmerzen
Status nach Polytrauma mit Beckenringverletzung mit partieller
Ischi
adicus
und
Femoralisparese
links, sowie Milz- und Blasenruptur und in der Folge
Hemisakralisation
LWK 5 links, Verkürzungshinken lin
kes Bein mit
Steppergang
bei ausgeprägter Atrophie des linken Beins und fixierter Spitzfussstellung
Es bestünden anamnestisch bei Status nach Polytrauma 1972 seit etwa zehn Jahren lumbale Rückenschmerzen und seit etwa fünf Jahren Ausstrahlungen ins rechte Bein entsprechend Gesäss, dorsaler Oberschenkel und ventraler Unter
schenkel, verbunden mit einer Taubheit in der Fusssohle
Dig
. III und IV rechts. Im linken Bein bestehe eine Taubheit des Oberschenkels dorsal, zudem zuneh
mende Schmerzen auch im Bereich des Sitzbeines beidseits und des Steissbei
nes. Aufgrund der Schmerzen
bestehe eine
Behinderung des
Sitzens
von 5 bis max. 20 Minuten seit etwa 10 Jahren und
eine
Reduktion der Gehstrecke auf 20-30 Minuten. Seit
4.
Juli 2014 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Der Beschwerdeführer nehme
täglich Schmerzmedikamente ein (S. 1 unten f.).
Dr.
D._
hielt fest, es bestünden chronische lumbale und
pelvine
Schmerzen bei Status nach schwerer Beckenfraktur. Die ausstrahlenden Be
schwerden präsentierten sich klinisch als
radikulär
. Neurologische Ausfälle zeigten sich auf der rechten Seite nicht. Im Liegen zeigten sich auch keine Nervenausdehnungszeichen, ausschliesslich im Stehen. Die Bildgebung zeige eine leichte
rezessale
Enge ohne zentrale Stenose und eine leichte
Fora
mi
nal
stenose
L4/5 beidseits. In den Funktionsaufnahmen finde sich allerdings kein Hinweis für Instabilität. Ob diese Verengung für die rechtsseitigen ausstrah
len
den Schmerzen verantwortlich sei, sei unklar. Es seien weitere Untersuchungen, al
lenfalls eine O
peration zu empfehlen, letztere
sei an der
F._
bereits terminiert (S. 3).
3.7
Am
2.
Oktober 2014 fand an der
E._
eine neurologische Untersu
chung statt. Mit gleichentags verfasstem Bericht
(
Urk.
9/106)
hielten die Ärzte fest, dass die Schmerzausstrahlung klinisch am ehesten dem
Dermatom
L5 rechts entspreche. Es fänden sich keine motorischen Ausfälle bei einer leichten Hypästhesie im Bereich der
Dig
III und IV rechts. Bildgebend zeige sich eine leichte
recessale
Enge und eine leichte
Foraminalstenose
L4/5 beidseits
rechts
betont
. Elektrophysiologisch ergebe sich bis auf eine Amplitudenminderung der
Tibialisneurographie
links ein Normalbefund. Differentialdiagnostisch stehe somit ein
lumboradikuläres
Reizsyndrom L5 rechts im Vordergrund. Der Be
schwerdeführer werde am 1
4.
Oktober
2014 zur Infiltrationstherapie aufge
boten.
3.8
Dr.
D._
hielt mit Bericht vom 2
3.
Oktober 2014 (Urk.9/111) fest, die Wurzelinfiltration habe eine halbstündige Taubheit und Schmerzfreiheit mit anschliessendem Wiederauftreten der Schmerzen, vor allem Nachts, erbracht. Aufgrund des starken Leidensdruckes bestehe eine Operationsindikation zur De
kompression und Stabilisation des Segmentes L4/
5.
Der Beschwerdeführer habe bereits einen Operationstermin an der
Klinik
F._
.
3.9
Dr.
B._
berichtete am 1
2.
November
2014 (
Urk.
9/115) über die Operation vom
7.
November 2014 und hielt fest, es seien postoperativ erfreulicherweise keine
radikulären
Ausstrahlungen mehr aufgetreten, die Schmerzen im opera
tiven Zugangsbereich seien
regredient
, die stufenweise Mobilisation einwandfrei
(S. 1).
3.10
Dr.
C._
bescheinigte ab
2.
bis 1
5.
Februar 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von
50
%
(
Urk.
9/119/2). Mit Bericht vom 2
8.
Januar 2015 (
Urk.
9/121) hielt
Dr.
C._
fest,
der Beschwerdeführer habe am
5.
Januar 2015 über eine zuneh
mende Schmerzreduktion berichtet, so dass er jetzt ungefähr eine Stunde am Stück sitzen könne, bis er dann schmerzbedingt wieder einige Zeit umhergehen müsse.
Er nehme keine Schmerzmittel mehr ein. Aufgrund des aktuellen
Ver
laufs
sei von einer guten Prognose auszugehen und es sei damit zu rechnen, dass der Versicherte seine Tätigkeit als Taxifahrer wieder voll werde aufnehmen können (S. 1). Es sei etwa Ende April 2015 mit einem Behandlungsabschluss zu rechnen; die Arbeitsaufnahme sei auf den
1.
Februar 2015 zu 50
%
vorgesehen (S. 2).
Mit Bericht vom 2
3.
März 2015 (
Urk.
9/130/2-4) diagnostizierte
Dr.
C._
einen Status nach Dekompression und Stabilisation L4/5 vom
7.
November 2014 wegen degenerativer Stenose L4/5 posttraumatisch mit
Diskusprotrusion
und
Fa
cettenhypertrophie
sowie leichte
Anterolisthesis
L4/
5.
Am
9.
Februar 2015 habe der Beschwerdeführer über eine Zuspitzung der Schmerzsituation unter der sit
zenden Tätigkeit berichtet. Es komme nun zu erneuten einschiessenden Schmer
zen von lumbal in den rechten Oberschenkel ausstrahlend, die schon nach kur
zer Sitzdauer aufträten und deshalb die Berufstätigkeit als Chauffeur verun
möglichten. Am 1
9.
Februar 2015 habe der Beschwerdeführer berichtet, dass sich unter der wiederum ausgesetzten Berufstätigkeit die Situation nun stark gebessert habe. Er könne jetzt, als oberste
Belastbarkeit, etwa 30 Minuten sitzen und 30 Minuten s
tehen. Er setze weiterhin
Dafalgan
zweimal täglich als Schmerzmedikation ein. Objektiv zeige sich
eine reizlose Wundsituation
ohne derzeit bestehende
radikuläre
Zeichen im klinischen Untersuch (S. 1).
Dr.
C._
führte aus, sich aufgrund des derzeitigen Verlaufs nicht mehr so sicher zu sein, ob eine Reintegration zu 100
%
in seine rein sitzende Tätigkeit gelingen werde.
Es könne nicht beurteilt werden, wann der Fall abgeschlossen sei. Er rechne damit, dass jetzt ein bleibender Nachteil bestehen werde (S. 2; vgl. auch
Urk.
9/139).
3.11
Am 1
3.
April 2015 berich
tete
Dr.
C._
erneut (
Urk.
9/139
) und hielt fest, es sei subjektiv trotz voller Arbeitsunfähigkeit eine Verschlechterung eingetreten. Objektiv sei
en
ein leichtes Hinken sowie eine Verlangsamung beim Aufstehen und Absitzen festzustellen. Die Narbenverhältnisse seien reizlos. De facto be
stehe eine volle Arbeitsunfähigkeit für sitzende Tätigkeiten; es seien maximal 30 Mi
nuten möglich. Velofahren gehe für etwa eine Stunde, dann trete eine
massive
Schmerzexazerbation
ein. Der Beschwerdeführer sei weiterhin voll arbeits
unfä
hig.
3.12
Dr.
C._
wiederholte mit Bericht vom 1
2.
Juni 2015 (
Urk.
9/145) die bereits gestellten Diagnosen und hielt fest, es habe sich bislang keine wesentliche Veränderung mehr ergeben. Weiterhin sei der Beschwerdeführer vor allem bei län
gerem Sitzen (mehr als eine Stunde) durch Schmerzen gequält und müsse dann die Sitzdauer unterbrechen.
Objektiv zeig
t
e
n
sich unverändert ein leicht hinken
des Gangbild, ein verlangsamter Bewegungsablauf beim Aufstehen und Absit
zen und reizlose Narbenverhältnisse.
Dr.
C._
rechnete nicht mehr mit einer weiteren Verbesserung der Situation. Die Nachkontrollen beim zuletzt be
han
delnden Wirbelsäulenchirurgen seien abgeschlossen. Der Patient werde wei
ter
hin eine regelmässige Anpassung der Analgesie und allenfalls auch inter
mittie
rend wieder Physiotherapie zur Schmerzsenkung benötigen. Eine Wieder
auf
nahme der Tätigkeit als Berufschauffeur sei nicht mehr möglich (S. 1-2).
3.13
Mit Schreiben vom
4.
August
2015 (
Urk.
9/163/2) hielt
Dr.
C._
fest,
d
er Beschwerdeführer habe seit 2007 dank einem milden Verlauf und einer guten
Mo
tivationslage
wieder eine
r
reguläre
n
geordnete
n
Berufstätigkeit als
Taxi
chauf
feur
nachgehen können. Seit mindestens 2012 leide er aber wieder an zuneh
menden ausstrahlenden Schmerzen vor allem in das rechte Bein mit Ver
stär
kung der Schmerzsituation im Sommer 201
4.
Die volle Arbeitsunfähigkeit als Taxichauffeur stehe eindeutig in Zusammenhang mit dem erwähnten
Unfall
er
eignis
.
3.14
Kreisarzt Prof.
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, hielt mit Stellungnahme vom 2
2.
September 2015 (
Urk.
9/168)
fest, es könne nach Kenntnis der aktuellen medizinischen Berichte von
Dr.
C._
davon ausgegangen werden, dass durch eine weitere Behandlung und Therapie keine relevante Verbesserung der gesundheitlichen unfallbedingten Situation zu erwarten sei. Somit sei aus medizinischer Sicht der Endzustand er
reicht. Die Zumutbarkeitsbeurteilung
des Gutachtens aus dem Jahr 2005 behalte weiterhin
Gültigkeit. Über den Behandlungsabschluss hinaus seien Schmerz
mittel und nach
entsprechender Kostengutsprache auch eine physiotherapeuti
sche Behandlung erstattungsfähig.
An der Integritätsentschädigungsbeurteilung vom 1
6.
August 2007 trete ebenfalls keine Veränderung ein. Eine kreisärztliche Untersuchung sei nicht erforderlich, da der medizinische Sachverhalt nach Ak
tenlage ausrei
chend geklärt erscheine.
3.
15
Dr.
C._
führte mit Schreiben vom
7.
Dezember 2015 (
Urk.
9/250/3) aus, er wolle zur Verdeutlichung ergänzen, dass sich seine Beurteilung einer bleibenden 100%igen Arbeitsunfähigkeit nicht nur auf die bisherige Tätigkeit als
Berufs
chauffeur
beziehe, sondern auch in jeder erdenklichen angepassten Tätigkeit weiterhin bestehe.
4.
4.1
Dr.
C._
erachtete den Endzustand mit Bericht vom 1
2.
Juni 2015 (vorstehend E. 3.12) als erreicht und hielt fest, es habe sich keine wesentliche Veränderung mehr ergeben. Er rechne nicht mehr mit einer weiteren Verbesserung der Situa
tion und die Nachkontrollen beim behandelnden Wirbelsäulenchirurgen seien abgeschlossen. Eine Wiederaufnahme der Tätigkeit als Berufschauffeur sei nicht mehr möglich. Es ist deshalb nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdeführerin zu diesem Zeitpunkt
die vorübergehenden Leistungen einstellte und den Ren
tenanspruch
neu über
prüfte (vgl. vorstehend E. 1.5).
Somit ist zu prüfen, ob eine Verschle
chterung eingetreten ist. Dabei
stellt sich die Frage, ob
, wie die Beschwerdegegnerin annimmt,
weiterhin von der Zumut
barkeit des 2007 festgelegten Belastungsprofils auszugehen ist.
4.2
Die Gutachter der
Z._
beschrieben
im Jahr 2007
das
Belastungs
profil
wie folgt (vorstehend E. 3.1): Es müsse sich um eine zum Teil sitzende, zum Teil laufende Tätigkeit mit Wechselbelastung ohne das Heben von schwe
ren Lasten bis maximal 10 kg handeln und der aktuelle zeitliche Umfang be
trage 6-8 Stunden. Der Beschwerdeführer selbst
habe
dies als möglich
erachtet
. Die Ärzte gingen zunächst von einer Arbeitsfähigkeit von 50 bis 100
%
aus, präzisierten ihre Beurteilung jedoch auf entsprechende Nachfrage der
Be
schwerdegegnerin
dahingehend, dass eine leichte Bürotätigkeit mit
Wechselbe
lastung
und den entsprechenden ergonomischen Anpassungen zu 100
%
mög
lich sei.
4.3
Kreisarzt Prof.
G._
hielt zur Begründung der
seiner Ansicht nach
weiterhin bestehenden Zumutbarkeit dieses Belastungsprofils
einzig
fest, es behalte wei
terhin Gültigkeit (vorstehend E.
3.14). Diese Beurteilung
erging
jedoch
ohne Durchführung eigener Untersuchungen und wurde ohne
Berücksichtigung oder
Erhebung von
Befunde
n
oder
sonstiger
schlüssige
r
Herleitung abgegeben, w
es
halb ihm kein entscheidender Beweiswert zukommt
(vorstehend E.
1.7
)
. Nebst dem Umstand, dass Prof.
G._
von einem Profil aus
dem Jahr 2005 auszugehen schien
und nicht ersichtlich ist, was
er
damit g
emeint hat
, ist das besagte Profil
von 2007
8 Jahre alt und kann angesichts der ausgeprägten unfallbedingten degenerativen
und
somit
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fortschreiten
den
Veränderungen nicht unbesehen
auf den aktuellen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers übertragen
werden. Diese Umstände rechtfertigen
eine ge
naue Überprüfung des
heute zumutbaren
Tätigkeitsprofils, denn selbst wenn
das frühere Profil
noch Gültigkeit haben sollte, kann nicht ausgeschlossen werden, dass dem Beschwerdeführer
dabei
nur noch ein Teilpensum zumutbar ist. Dem wurde mit dem Hinweis, dass ihm einzig die überwiegend sitzende Tätigkeit als Taxifahrer nicht mehr zumutbar sei, nicht genügend Rechnung
getragen.
4.4
Die medizinische Aktenlage erlaubt
somit
keine Beurteilung der Frage, ob sich die Arbeits
- und Erwerbs
fähigkeit des Beschwerdeführers
seit der letzten Über
prüfung
verschlechtert hat, denn dazu liegen nebst der
wie dargelegt
ungenü
genden Beurteilung durch Prof.
G._
einzig Berichte des behandelnden Haus
arztes vor, dessen Fachgebiet die Allgemeine Innere Medizin ist und der damit über die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers nur begrenzt Auskunft geben kann. Damit fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid.
5.
5.1
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). In erster Li
nie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung ab
gelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
5.2
Es ist ange
zeigt, die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie im Sinne der Erwägungen und unter Einholung eines aussagekräftigen, den
praxisge
mässen
Anforderungen genüg
enden fachärzt
lichen Berichts
den Sach
verhalt neu beurteile und hernach über den Leistungsanspruch des Be
schwerde
führers neu verfüge.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.3
Der Beschwerdeführer beantragt für den Fall weiterer Abklärungen die
Weiter
ausrichtu
ng
sämtlicher versicherter
Leistungen, insbesondere Taggelder, über den 3
1.
August 2015 hinaus (
Urk.
1 S. 2). Es steht ausser Frage, dass er bis zum Erlass einer neuen Verfügung weiterhin Anspruch auf Ausrichtung der bisheri
gen Rente basierend auf einem Erwerbsunfähigkeitsgrad von 25
%
hat, zumal die Beschwerdegegnerin von einem unveränderten Gesundheitszustand ausgeht (vgl.
Urk.
2 S. 10
Ziff.
6
;
Urk.
8
Ziff.
5
).
Hinsichtlich der Weiterausrichtung der kurzzeitigen Leistungen
, insbesondere der Taggelder,
ist wie bereits dargelegt (vgl. vorstehend E. 4.1) vom Erreichen des Endzustandes auszugehen, weshalb die vorhandene Aktenlage keine
Weiter
ausrichtung
der Taggelder erlaubt. Sollte sich aufgrund der vorzunehmenden Abklärungen diesbezüglich aber etwas anderes ergeben, so hätte der Beschwer
deführer nachträglich Anspruch auf Auszahlung weiterer Taggelder.
6.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E.
2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
)
und nach Einsicht in die Honorarnote des unentgeltlichen Rechtsvertreters des Beschwerdeführers auf
Fr.
2‘676.--
festgesetzt.