# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 48fbc85d-1a10-493c-b815-7e20353c37aa
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961, war seit 1990 als Etagenmit
-
arbei
terin
im Hotel
Y._
tätig und damit bei der
Elips
Versicherungen AG (nach
folgend:
Elips
) obligatorisch unfallversichert, als sie am
6.
Juli 2019
a
uf dem Nachhauseweg
stürzte und
sich an der
rechte
n
Schulter
verletzte
(
vgl.
Urk.
8
/4-
5).
Mit Verfügung vom 2
1.
April 2020 (
Urk.
8/17) stellte die
Elips
ihre für die Folgen des erlittenen Unfalls erbrachten Versicherungsleistungen per
3.
Dezem
ber 2019 ein.
Die
von der
Versicherte
n
dagegen am
4.
Mai 2020 erhobene Ein
sprache (
Urk.
8/15/1-2)
wies die
Elips
mit
Einspracheentscheid
vom 1
1.
August 2020 (
Urk.
2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
1.
August 2020 (
Urk.
2) erhob die Versi
cherte am
9.
September 2020 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben, und die
Elips
sei zu verpflichten, ein externes Gutachten über ihren Gesundheits
zustand in Auftrag zu geben und ihr Leistungsbegehren sodann erneut zu prüfen (
Urk.
1 S. 2 oben).
Die
Elips
beantragte mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
Oktober 2020 (
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde
. Dies wurde
der Beschwerdeführerin am 2
4.
Novem
ber 2
020 zur Kenntnis gebracht
(
Urk.
10).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (
UVG
)
setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht wer
den kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kos
tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.4
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzuneh
men (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungseinstellung im angefochtenen Entscheid
(
Urk.
2)
damit,
g
estützt auf die
von ihr eingeholten versicherungsme
dizinischen
Stellung
n
ahmen
sei
davon auszugehen, dass die Beschwerden in der rechten Schulter überwiegend wahrscheinlich auf bereits vor dem Unfallereignis bestehende Abnützungen in der Schulter zurückzuführen seien
.
Spätestens
per
Einstellungsdatum
sei
damit kein
Kausalzusammenhang mehr gegeben
zwischen dem Ereignis vom
6.
Juli 2019 und den Schulterbeschwerden der Beschwerde
führerin
(S. 10 unten).
Ein externes Gutachten vermöchte die echtzeitlichen Beurteilungen nicht zu widerlegen. Der entsprechende Antrag der Beschwerde
führerin sei auch im Sinne der antizipierten Beweiswürdigung abzuweisen (
Urk.
7 S. 6
Ziff.
14.2).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte demgegenüber (
Urk.
1) geltend,
g
emäss
Stellung
nahme der behandelnden Ä
rztin
hätten sich im MRI direkte Unfallfolgen gezeigt.
Die im Juni 2020 operativ
behandelte
n
Verletzungen seien als direkte
Unfallfolge
zu werten. Durch
die
Fortsetzung der ärztlichen Behandlung sei damit noch eine namhafte Besserung des u
nfallbedingt beeinträchtigten Gesundheitszustands
zu erwarten (S. 3
Ziff.
4).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob im Zeitpunkt der
verfügten
Leistungseinstellung (
3.
Dezember 2019) noch
behandlungsbedürftige
Schulterbeschwerden
bestan
den, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürlichem Kausalzusammen
hang mit dem Unfall vom
6.
Juli 2019
standen.
3.
3.1
Am 2
6.
September 2019 (
Urk.
8/1/1-2) berichteten
Dr.
med.
Z._
,
Shoulder
Fellow, und
Dr.
med.
A._
, Assistenzarzt Orthopädie,
Uni
versitätsklinik
B._
,
die Beschwerdeführerin am 2
4.
September 2019 in der Schultersprechstunde untersucht zu haben. Sie habe sich selbst zugewiesen und über persistierende Schulterschmerzen rechts seit etwa vier Monaten geklagt. Sie habe ein Unfallereignis beschrieben, wobei sie nach vorne auf die Hände gestürzt sei. Seitdem würden die Schmerzen aus der rechten Schulter ausgelöst. Vor die
sem Ereignis habe die Beschwerdeführerin keine Beschwerden gehabt
(S. 1 Mitte)
. Die Röntgenuntersuchung der rechten Schulter am Untersuchungstag
(vgl.
Urk.
8/2)
habe ein zentriertes
Glenohumeralgelenk
ergeben. Es hätten sich keine Verkalkungen und keine abgrenzbare Fraktur gezeigt (S. 1 unten)
. Klinisch liege am ehesten eine posttraumatische
subak
romiale
Bursitis
vor.
Im Rahmen der Sprechstunde sei eine
subakromiale
Infiltration erfolgt.
Zusätzlich habe die Beschwerdeführerin noch eine leichte Schwäche der
Rotatorenmanschette
gezeigt, welche bei der nächsten Verlaufskontrolle mit einer
Arthro
-Magnetreso
nan
z
tomographie (
Arthro
-MRI) abgeklärt werde (S. 2).
3.2
Im Bericht vom
4.
Dezember 2019 (
Urk.
8/1/3-4) über die
am Vortag in der Uni
versitätsklinik
B._
durchgeführte
Schultersprechstunde
nannte
Dr.
Z._
(vorstehend E. 3.1) als Diagnose eine
chronische
posterosuperiore
Rota
torenmanschettenruptur
rechts mit/bei Status nach Sturz auf die rechte Schulter am
6.
Juli 2019 (S. 1 Mitte).
Er
führte
aus,
auf die
subakromiale
Infiltration habe die Beschwerdeführerin rund zwei Wochen gut angesprochen und dabei eine wesentliche Schmerzreduktion verspürt. Seither bestünden jedoch wieder zuneh
mend Schmerzen, insbesondere bei Belastung
(S. 1 Mitte)
.
Das
Arthro
-MRI
vom
3.
Dezember
2019 (vgl.
Urk.
8/3) habe eine grosse
postero
superiore
Rotatoren
manschettenr
uptur
mit deutlich
retrahierter
und ausgedünnter
Supraspinatus
sehne
und in der parasagittalen Aufn
ahme ersichtlicher fettiger Inf
iltration des
Supraspinatus
(
Gout
allier
Grad II)
sowie
des
Inf
raspinatus
(
Goutallier
Grad I bis
II)
ergeben. Der
Musculus
subsc
apularis
sei
tendinopathis
ch
verändert, jedoch ohne relevante Ruptur oder Verfettung.
Glenohumeral
sei de
r Befund altersent
sprechend. Es bestehe
eine
A
rthropathie
des
Akromioklavikulargelenk
s
(
AC
-Gelenk,
S. 1 f.)
.
In der Beurteilung führte
Dr.
Z._
aus, es zeige sich eine b
ereits chronische und doch recht grosse
posterosuperiore
Rotatoren
-
manschet
tenruptur
mit fettiger Infiltration insbesondere des
Supraspinatus
-
muskels, mit Ausdünnung und Retraktion der Sehne, welche wohl nicht mehr oder nur noch partiell zu rekonstruieren wäre.
Man habe sich einvernehmlich auf ein konserva
tives Vorgehen geeinigt. Es sei erneut ein Block Physiotherapie verordnet und der Fall vorerst abgeschlossen word
e
n (S .2
).
3.3
Die Radiologen der Universitätsklinik
B._
beurteilten das
Arthro
-MRI
der rechten Schulter
vom
3.
Dezember 2019 (vgl. vorstehend E. 3.2) wie folgt (
Urk.
8/3 S. 1 unten): Grosse
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
(nur noch einzelne Fasern inserieren) mit Retraktion der Sehne bis Zenit des
Hume
ruskopfes
und Beteiligung des vorderen Drittels der
Infraspinatussehne
. Atrophie und Verfettung des
Musculus
supraspinatus
(
Goutallier
II bis III).
Tendinopathie
der
Subskapularissehne
.
Tendinopathie
der langen
Bizepssehne
. Leichte Degene
ration des AC-Gelenks.
3.4
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
,
D._
GmbH, erstattete am 2
7.
März
2020
eine
aktenbasierte
versicherungsmedizinische Stel
lungnahme im Auftrag der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
8/19)
.
Darin wies er zunächst darauf hin, dass sich in den Akten widersprüchliche Angaben zum Zeit
punkt des Unfall
s fänden, nämlich
vier Monate vor der Erstkonsultation in der Universitätsklinik
B._
am 2
4.
September 20
19 beziehungsweise der
6.
Juli 201
9.
Was
den
Ereignishergang
anbelange,
habe die Beschwerdeführerin ange
geben, sie sei gestürzt und habe versucht, sich mit den Händen aufzufangen. Die Arbeitgeberin habe eine Schulterprellung angegeben (vgl. Unfallmeldung vom 1
3.
Dezember 2019,
Urk.
8/4
Ziff.
9). Somit habe die Beschwerdeführerin entwe
der eine Stauchung oder eine direkte Kontusion der rechten Schulter erlitten
(S.
4 unten). Die am ersten Untersuchungstag durch
geführte konventionelle Rönt
genu
ntersuchung
habe lediglich ein leicht gebogenes
Akromion
Typ II ergeben. Es habe sich keine Verkalkung bei
zentriertem
Glenohumeralgelenk
gezeigt
(S. 4
f.). D
as MRI vom
3.
Dezember
2019 habe reichlich degenerative und
abnüt
-
zungs
bedingte
B
efunde zu Tage gefördert.
Im AC-Gelenk
habe sich eine leichte Dege
neration mit Überlastungsödem gezeigt. Die
Subskapularissehne
und die lange
Bizeps
sehne
hätten sich
tendinopathis
ch
verändert dargestellt
als Zeichen einer Überlastung beziehungsweise Reizung. Die
Supraspinatusmuskulatur
habe bereits eine deutliche Verfettung und die dazugehörige Sehne eine degenerative Ruptur gezeigt.
Insbesondere die
Verfettung weise auf eine bereits lange bestehende Ent
wicklung hin.
Das MRI habe keine
offensichtlichen strukturellen traumatischen Schädigungen eröffnet (S. 5 oben).
Die a
m
Erstuntersuchung
stag
diagnostizierte Bur
si
tis, bei der es überwiegend wahrscheinlich im Rahmen des Stur
z
es zu einer Aktivierung gekommen sei,
könne per Untersuchung am
3.
Dezember
2019 nicht mehr als unfallbedingt betrachtet werden. Eine Bursitis sei
nämlich
typische Folge einer Über
lastung des Schultergelenks, vor allem
bei Überkopfarbeiten. Schulter
prellungen oder –
stauchungen
begründeten
indes
nur eine vorübergehende Aktivierung im Sinn
e
einer Bursitis
(S. 5 Mitte).
Schulterstauchungen via ausge
streckte Arme/Hände oder Schulterprellungen seien gemäss unfallchirur
gisch-orthopädischer Lehre grundsätzlich
nicht geeignet, einen Riss in der
Rotatoren
manschette
zu verursachen. Solche Ereignisse führten in aller Regel zu einer kurz
zeitigen vorübergehenden Verschlimmerung von wenigen Wochen. Vorliegend
bestehe
zwar
eine
sehr lange Latenz zwischen
dem
Ereignis und
der
Erstkonsul
tation,
die
Annahme einer vorübergehenden Verschlimmerung des Vorzustands
sei
aber
medizinisch
gerechtfertigt. Per
3.
Dezember 2019 sei der
Status quo sine
erreicht
(S. 5
unten
).
Durch das Ereignis sei es zu keiner
strukturelle
n
, richtung
gebende
n
Ve
rschlimmerung gekommen
(S. 6 oben).
Der Gesundheitszustand sei
durch unfallfremde Faktoren bestimmt
(S. 6
Ziff.
4.2)
.
3.5
Dr.
med.
E._
, Assistenzarzt Orthopädie, Universitätsklinik
B._
, nannte i
n seinem Wiedererwägungsgesuch vom
9.
April 2020
(
Urk.
8/15 S. 4 =
Urk.
8/18
S. 3
)
als Diagnose eine
chronische
posterosuperiore
Rotatorenman
sche
ttenruptur
rechts mit/bei Status nach
S
turz auf die rechte Schulter am
6.
Juli
201
9.
Er führte aus, bei der Erstvorstellung am 2
4.
September
2019 habe
die Beschwerdeführerin
Schulterschmerzen seit etwa vier Monaten gehabt, die ein
deutig von einem Sturz nach vorne ausgelöst worden seien, wobei sich die
Beschwerdeführerin
mit den Armen abgefangen habe. Dieses Ereignis werde ein
deutig als Auslöser der Beschwerden beschrieben. Somit gelte die Verletzung als unfallbedingt.
3.6
Im Bericht vom 1
3.
Mai 2020 (
Urk.
8/14) über die Sprechstunde vom gleichen Tag führten
PD
Dr.
med.
F._
, Leitender Arzt Schulterchirurgie, und
Dr.
med.
G._
,
Shoulder
Fellow,
Universitätsklinik
B._
,
aus,
es
bestehe eine grosse traumatisch
bedingte
posterosuperiore
Rotatorenmanschet
tenruptur
mit bereits deutlicher fettiger Degeneration
sowohl
der
Supraspinatus
sehne
als auch der
Infraspinatussehne
rechts. Aufgrund des anhaltenden Leidens
drucks
sei ein
operatives Vorgehen besprochen
worden
.
Für den 2
3.
Juni 2020 sei eine Schulterarthroskopie mit gegebenenfalls partieller oder kompletter
Rotato
renmanschettenrekonstruktion
rechts geplant. Zusätzlich eine
Bizepstenotomie
und eine AC-Resektion (S. 1 f.).
3.7
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.4
) führte in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 1
9.
Juni
2020 (
Urk.
8/9) aus, auch unter Berücksichtigung der Angaben v
on
Dr.
E._
(vorstehend E. 3.5
) sei von einer Schulterkontusion direkter Art oder von einer Stauchung auszugehen. Einen Sturz auf ausgestreckte Arme habe die Beschwerdeführerin nicht angegeben, wobei auch ein solcher keine fast vollstän
dige
Transmuralruptur
der
Supraspinatussehne
mit bereits bestehender Retraktion der Sehne und einer Beteiligung des vorderen Drittels der
Infraspinatussehne
zu erklären vermocht hätte. Schon gar nicht erkläre das von
Dr.
E._
geschilderte Ereignis eine
Tendin
opathie
der
Subskapularissehne
(S. 2 unten).
Diese
r Mechanismus sei
nicht geeignet,
eine unfallbedingte Läsion der
Rotato
renmanschette
herbeizuführen
. In der Bildgebung
seien
verschiedenste abnut
zungsbedingte Veränderungen der
Schultersehnen und -gelenke
beschrieben
.
Die Sehnen der
Rotatorenmanschette
wiesen teils
Tendinopathien
auf. Darunter ver
stehe man alters- beziehungsweise abnutzungsbedingte Veränderungen der Tex
tur der Sehne. Es handle sich nicht um Unfallfolgen. Diese Veränderungen begünstigten Läsionen im Bereich der
Rotatorenmanschette
bis hin zum vollstän
digen Verlust der Kontinuität der Sehnen, was im Lebensalter der Beschwerde
führerin relativ häufig sei (S. 2 f.). Im Gegensatz dazu seien u
nfallbedingte Ver
letzungen der
Rotatorenmanschette
in jedem Lebensalter selten.
Um eine Sehne zum Zerreissen zu bringen, sei ein spezieller Unfallmechanismus notwendig. Eine direkte Prellung der Schulter gehöre nicht dazu, und auch nicht eine kurze Stau
chung (S. 3 oben). Vorliegend gebe es weder in der Bildgebung, noch auf der Haut, noch im darunterliegenden Muskelgewebe Hinweise auf eine erfolgte Gewalteinwirkung. Demgegenüber fänden sich jedoch diverse Veränderungen an verschiedenen Sehnen der
Rotatorenmanschette
. Gegen eine traumatische
Rota
torenmanschettenruptur
spreche überdies, dass die Sehnen funktionell ant
ago
nistisch agierender Muskeln
gleichzeitig Veränderungen zeigten
(S. 3 Mitte
)
. Es sei nicht erklärba
r, wie bei einem
Sturz
auf die Schulter oder einer
Stauchung
der Schulter
mehrere muskuläre Antagonisten gleichzeitig geschädigt worden sein sollen
. Denn es sei beim Ereignis nicht zu einer forcierten, exzentrisch gerichteten abnormen muskulären Zugbewegung gekommen, die das physiologische Aus
mass der betreffenden Sehne überschritten hätte. Die Schulter hä
tte g
l
e
ichzeitig mit abnorm hohen Kräften gewaltsam in alle Richtungen gezogen werden müs
sen, um das im MRI beschriebene pathologische Bild zu verursachen (S. 3 f.).
Auffällig bei der MRI-Untersuchung vom
3.
Dezember 2019 seien ausserdem
eine bereits bestehende mittelgradige fettige Atrophie des
Musculus
supraspinatus
Goutallier
II bis III und eine leichte fettige Atrophie des
Musculus
infraspi
-
natus
Goutallier
I gewesen (S. 4 oben). Unter Berücksichtigung der – näher dargelegten – fachradiologischen Lehre, wonach es bis zu einer Retraktion einer gerissenen Sehne und bis zur Entwicklung einer fettigen Atrophie Monate dauert, sei zu erkennen, dass kein Abriss am
Tuberculum
majus
nachgewiesen worden sei. Es habe dort auch keinerlei Knochenödem bestanden, dies wohlgemerkt knapp fünf Monate nach dem Unfallereignis.
Die typischen traumatischen Marker seien im Bericht über das
Arthro
-MRI vom
3.
Dezember 2019 nicht erwähnt. Ein Erguss oder eine blutige
Imbibierung
im Bereich der betroffenen
Rotatorenmanschetten
muskeln
sei nicht nachgewiesen worden (S. 4 unten).
Die Angabe
des orthopädi
schen Chirurgen
Dr.
F._
, wonach es sich um eine traumatische grosse
trans
murale
Ruptur der
Rotatorenmanschette
handle (vgl. vorstehend E. 3.6
), sei nicht nachvollziehbar. Das
Gesamtbild entspreche eindeutig einer degenerati
v verän
derten rechten Schul
ter.
Die Tatsache, dass zwischen dem Ereignis und der Erst
konsultation ein sehr langer Zeitraum lag, spreche auch gegen eine traumatische richtunggebende Verschlimmerung des degenerativen Vorzustands, wäre es doch bei einer traumatischen Ruptur der
Supraspinatussehne
innert 72 Stunden zu einer augenfälligen schmerzhaften Pseudol
ähm
ung des betroffenen Arms gekom
men. Dieses Symptom s
ei für Betroffene derart dramat
i
s
ch, dass sie in nahezu allen Fällen
sofort ärztliche Hilfe suchten (S. 5 oben).
Der gemeldete Unfall habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit lediglich zu einer vorübergehenden Verschlimmerung der überwiegend wahrscheinlich dege
nerativen Veränderungen an der rechten Schulter geführt. Der Status quo sine sei mit der MRI-Untersuchung vom
3.
Dezember 2019 erreicht, denn diese habe objektiviert, dass keine traumatische Veränderung bestand (S. 5 Mitte).
3.8
Dr.
G._
(vorstehend E. 3.6
), Oberärztin Chirurgie, und med.
pract
.
H._
, Assistenzarzt Orthopädie, Universitätsklinik
B._
,
nannten in ihrem Bericht vom 2
6.
August 2020 (
Urk.
3) als Diagnosen einen Status nach
arthro
skopischer
Rotatorenmanschettenrekonstruktion
rechts vom 2
3.
Juni 2020 mit
Bizepstenotomie
,
anterolateraler
Akromioplastik
und AC-Resektion mit/bei chro
nischer
posterosuperiorer
Rotatorenmanschettenruptur
,
Bizepstendinopathie
und symptomatischer AC-Gelenksarthrose rechts bei Status nach Sturz auf die rechte Schulter am
6.
Juli 2019 (S. 1 unten). Sie führten aus, im MRI vom
3.
Dezember
2019 hätten sich bereits eine deutliche Retraktion der Sehnenstümpfe sowie eine fettige Infiltration
des
Supraspinatus
Goutallier
Grad II und des
Infraspinatus
Goutallier
Grad I bis II gezeigt, welche bei bereits fünf
Monate zurückliegendem Trauma als direkte Unfallfolgen auftreten könnten.
Ihrer Beurteilung nach seien die im operativen
Vorgehen
vom 2
3.
Juni 2020 behandelten Verletzungen
des Schultergelenks
als direkte Folge des Traumas zu werten
(S. 1 Mitte)
.
4.
4.1
Gemäss Angaben der Arbeitgeberin in der Unfallmeldung vom 1
3.
Dezember 2019 (
Urk.
8/4) sei die Beschwerdeführerin
am
6.
Juli 2019
beim nach Hause Lau
fen
gestürzt und habe sich die Schulter angeschlagen (
Ziff.
6).
Im Fragebogen
vom
6.
Januar 2020
zum
Unfallhergang
(
Urk.
8/5) schilderte die Beschwerdefüh
rerin den Unfallhergang identisch und gab an,
sofort Schmerzen an der rechten Schulter verspürt zu haben (S. 1).
In der Unfallmeldung wurde als Verletzung eine Prellung der Schulter vermerkt (
Urk.
8/4
Ziff.
9).
Aufgrund persistierender Schulterschmerzen
rechts
begab sich die Beschwerde
führer
in
erstmals am 2
4.
September 2019 in medizinische Behandlung, dies in der Schultersprechstunde der Universitätsklinik
B._
. Dem
diesbezüglichen
Berich
t
vom 2
6.
September 2019 (vorstehend E. 3.1) sind detailliertere Angaben zum Unfallhergang zu entnehmen. Demnach sei die Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge nach vorne
auf die Hände gestürzt. Diesen Unfallhergang
bestätigte
im Wesentlichen auch
Dr.
E._
in seinem
Wiedererwägungsgesuch vom
9.
April 2020
, in welchem er von einem Sturz nach vorne berichtete, wobei sich die Beschwerdeführerin mit den Armen abgefangen habe
(vorstehend E. 3.5).
4.2
Während die Schulterspezialisten der Universitätsklinik
B._
im September 2019 zunächst vom Vorliegen einer posttraumatischen
subakromialen
Bursitis ausgingen (vgl. vorstehend E. 3.1)
,
diagnostizierten sie nach am
3.
Dezember 2019 durchgeführtem
Arthro
-MRI (vorstehend E. 3.3) eine chronische
posterosu
periore
Ro
tatorenmanschettenruptur
rechts. Zur
Frage der Unfallkausalität
nah
men sie jedoch keine
Stellung
(vgl. vorstehend
E. 3.2). Nachdem sich der Versi
cherungsmediziner
Dr.
C._
in seiner Stellungnahme vom 2
7.
März 2020
(vor
stehend E. 3.4)
dahingehend geäussert hatte, dass das Unfallereignis zu einer vorübergehenden Verschlimmerung des im MRI vom
3.
Dezember 2019 objekti
vierten degenerativen Vorzustands geführt habe
,
und der Status quo sine
per
3.
Dezember 2019 erreicht sei, stellte sich
Dr.
E._
in seinem
Wiedererwä
gungsgesuch
vom
9.
April 2020 (vorstehend E. 3.5) auf den Standpunkt, dass die Verletzung unfallbedingt sei.
Zur Begründung führte er
einzig
an, dass das Ereignis eindeutig als Auslöser der Beschwerden beschrieben werde. Im Bericht vom 1
3.
Mai 2020
(vorstehend E. 3.6) bezeichneten alsdann auch der Schulter
chirurg
Dr.
F._
und die Orthopädin
Dr.
G._
die
posterosuperiore
Rotato
renmanschette
nruptur
als traumatisch bedingt, dies allerdings ohne nähere Begründung. Daraufhin nahm
Dr.
C._
am 1
9.
Juni 2020 erneut Stellung (vor
stehend E. 3.7).
4.3
Dr.
C._
setzte sich i
n seinen Stellungnahmen
vom 2
7.
März und vom 1
9.
Juni 2020
(vorstehend E. 3.4, E. 3.7)
eingehend mit der medizinischen Aktenlage
und dabei
insbesondere den Ergebnissen der Bildgebung vom
3.
Dezember 2019 (vor
stehend E. 3.3)
auseinander. Er nahm
a
uch Bezug
auf die Angaben der Beschwer
deführerin zum Unfallhergang
und ging in nachvollziehbarer Weise davon aus, dass
sie
entweder eine Stauchung oder eine direkte Kontusion der
rechten Schul
ter erlitten habe. Im
Lichte dieser Annahme
würdigte
Dr.
C._
die bildgebend objektivierten Verletzungen
, insbesondere die von den Radiologen beschriebene grosse
transmurale
Ruptur der
Supraspinatussehne
mit Retraktion der Sehne bis zum Zenit des
Humeruskopfes
(vgl. vorstehend E. 3.3)
.
Unter
Hinweis
auf die medizinische Literatur
zur Ursache von
Rotatorenmanschettenläsionen
erörterte
er
in n
achvollziehbarer Weise, dass der beschriebene
Unfallmechanismus nicht geeignet
sei, eine Läsion der
Rot
atorenmanschette
herbeizuführen, und dass
bei
den
objektivierten Veränderungen an verschiedenen Sehnen funktionell antago
nistisch agieren
der Muskeln
eine
forcierte, exzentrisch gerichtete abnorme mus
kuläre Zugbewegung
hätte erfolgt sein müssen, was beim infrage stehenden Ereignis nicht der Fall sei.
Dr.
C._
l
egte
weiter
dar, dass im MRI vom
3.
Dezember 2019 keine offensichtlichen traumatischen Schädigungen
,
aber
ver
schieden
st
e abnutzungsbedingte Veränderungen der Schultersehnen und –
gelen
-
ke
objektiviert worden seien. Dabei
wies er auf das Fehlen typischer trau
matischer Marker
wie
ein Knochenödem am
Tubercu
lum
majus
,
einen
Erguss oder eine blutige
Imbibierung
im Bereich der betroffenen
Rotatorenmanschettenmus
kulatur
hin und
zeigte
unter Bezugnahme auf die fachradiologische Literatur
in nachvollziehbarer
Weise auf
, dass namentlich
die
bereits deutliche Verfettung der
Supraspinatusmuskulatur
auf
eine
bereits lang bestehende Entwicklung
hinweise
,
desgleichen
die
objektivierte Retraktion der dazugehörigen gerissenen Sehne.
Fer
ner wies er darauf hin, dass die objektivierten
tendinopathischen
Veränderungen der Sehnen der
Rotatorenmanschette
Läsionen im Bereich der
Rotatorenman
schette
bis hin zum vollständigen Verlust der Kontinuität der Sehnen begünstig
ten.
Vor diesem Hintergrund zog er den nachvollziehbaren Schluss, dass der
sta
tus
quo sine per Datum der MRI-Untersuchung vom
3.
Dezember 2019 erreicht sei.
Eine durch den Unfall vom
6.
Juli 2019 herbeigeführte s
trukturelle
, richtungge
bende
Verschlimmerung des dokumen
tierten Vorzustands
verneinte
Dr.
C._
sodann
mit der nachvollziehbaren Begründung, dass
es
bei einer traumatischen Ruptur der
Supraspinatussehne
innert 72 Stunden zu einer augenfälligen schmerzhaften Pseudolähmung des betroffenen
Armes hätte kommen müssen, aufgrund welcher Betroffene in nahezu allen Fällen sofort ärztliche Hilfe suchten
, im Falle der Beschwerdeführerin
zwischen dem Ereignis und der medizinischen Erstkonsultation
jedoch
ein sehr langer Zeitraum
liege. Dies steht im Einklang mit der Aktenlage (vgl. vorstehend E. 3.1).
Dafür, dass
die Beschwerdeführerin
zeitnah
zum Unfall
nicht die von
Dr.
C._
beschriebenen
starken
Schmerzen verspürte,
die auf eine traumatische Ruptur der
Supraspinatussehne
hinweisen, spricht
nicht
zuletzt
d
ie Angabe in der Unfallmeldung vom 1
3.
Dezember 2019, wonach
die Beschwerdeführerin
(zwar)
immer wieder Schmerzen gehabt habe, und nun
(also erst jetzt)
mehr (
Urk.
8/4
Ziff.
6).
Die fachärztliche Beurteilung durch
Dr.
C._
erweist sich
als für die streitigen Belange umfassend. Sie ist schlüssig und in
jeder Hinsicht überzeugend.
4.4
Dr.
G._
und med.
pract
.
H._
hielten in ihrem Bericht vom
2
6.
August 2020 (vorstehend E. 3.8)
dagegen, dass eine
deutliche Retraktion der Sehnens
t
ümpfe sowie
eine
fettige Infiltration des
Supraspinatus
Goutallier
Grad II
und des
Infra
spinatus
Goutallier
Grad I bis II
als Unfallfolgen auftreten könnten, wovon im Fall der Beschwerdeführerin auszugehen sei,
da
d
as Trauma bei deren Objektivie
r
ung bereits fünf Monate zurückgelegen habe
. Mit dieser Begründung beurteilten sie die am 2
3.
Juni 2020 operativ behandelten Verletzungen als direkte Folge des Traumas.
Unter Hinweis auf die fachradiologische Lehre hielt zwar auch
Dr.
C._
fest, dass es bis zur Retraktion einer ger
issenen Seh
n
e
und bis zur Entwicklung einer fettigen Atrophie Monate dau
e
re
(vgl. vorstehend E. 3.7). Im Gegensatz zu
Dr.
G._
und med.
pract
.
H._
würdi
gte
Dr.
C._
die bildgebende Befund
lage indes umfassender. Dabei wies er insbesondere auf das Fehlen typischer trau
matische
r
Marker sowie verschiedenste abnutzungsbedingte Veränderungen hin, darunter
tendinopathisch
veränderte Sehnen, welche Läsionen im Bereich der
Rotatorenmanschette
begünstigten.
Der Bericht von
Dr.
G._
und med.
pract
.
H._
vom 2
6.
August 2020 (vorstehend E. 3.8) vermag keine auch nur geringen Zweifel an de
r
– wie eben dargelegt (vgl. vorstehend E. 4.3) schlüssigen -
versi
cherungsmedizinischen
Beurteilung
durch
Dr.
C._
zu erwecken.
Auf Letztere kann daher abgestellt
und
auf die beantragte
Einholung eines externen Gutach
tens
in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 124 V 90 E. 4b; 122
V 157 E. 1d) verzichtet werden.
4.5
Nach dem Gesagten ist
gestützt auf die versicherungsmedizinische Beurteilung durch
Dr.
C._
davon auszugehen, dass der Status quo sine am
3.
Dezember 2019 eingetreten
ist
, mithin
im Zeitpunkt der
verfügten
Leistungseinstellung
keine
behandlungsbedürftige
n
Schulterbeschwerden
(mehr)
bestanden, die mit überwiegender Wahrscheinlichkeit in natürlichem Kausalzusammenhang mit dem Unfall vom
6.
Juli 2019 standen.
Der angefochtene Entscheid erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.