# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1977e1d0-2e5d-474c-bc13-7694b891729e
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. A._, Jahrgang 1965, deutscher Staatsangehöriger und gelernter
Baufacharbeiter, war seit dem 14. Juni 2011 bei der C._ SA,
D._, mit befristetem Arbeitsvertrag bis 31. März 2012 zu 100 % als
Maschinist (Lokfahrer) bzw. "impiegato / operaio" (Angestellter / Arbeiter),
Einsatzort E._, tätig und damit bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfälle versichert.
2. Am 30. November 2011 erlitt er einen Unfall auf der Baustelle in E._,
als sich beim Arbeiten an der Kika-Schalung der Kettenzughaken löste
und ihn am rechten Arm traf. Dabei zog er sich eine offene dislozierte
Radiusmehrfragmentschaftfraktur rechts zu. Gleichentags erfolgte eine
Operation mit offener Reposition und Plattenosteosynthese Radiusschaft
rechts im Regionalspital F._ in G._. Die SUVA erbrachte die
gesetzlichen Leistungen (Heilbehandlung und Taggeld). Anfang
Dezember 2011 kehrte A._ nach Deutschland zurück.
3. Ab dem 1. Dezember 2012 war A._ wieder zu 100 % arbeitsfähig (in
jeder Tätigkeit). In der Folge erlitt er allerdings mehrere Rückfälle: So war
er vom 25. November 2015 bis am 17. Februar 2016 sowie vom
6. November 2018 bis am 14. Januar 2019 zu 100 % arbeitsunfähig,
wobei er in der Zwischenzeit jeweils wieder eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
erreichte. Nachdem er im September 2019 erneut einen Rückfall erlitten
hatte, fand am 24. Juni 2020 eine kreisärztliche Abschlussuntersuchung
statt. In seinem Bericht vom 29. Juni 2020 gelangte der Kreisarzt Dr. med.
H._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, zum Schluss, dass beim Versicherten nun – fast
neun Jahre nach dem Unfallereignis – ein stabiler Endzustand nach einer
erstgradig offenen distalen Radiusschaftfraktur eingetreten sei. Es ergebe
sich folgendes Zumutbarkeitsprofil: Leichte bis mittelschwere körperliche
Tätigkeiten, wobei Handgelenkszwangshaltungen rechts nach Möglichkeit
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zu vermeiden seien. Arbeiten, die mit repetitiver Griffkraft für den rechten
Arm und das rechte Handgelenk verbunden seien, sollten zwischendurch
immer wieder unterbrochen werden können. Mittelschwere bis schwere
Tätigkeiten sollten unfallkausal nur noch selten zum Einsatz kommen.
4. Mit Verfügung vom 27. Juli 2020 lehnte die SUVA den Anspruch auf eine
Invalidenrente ab. Begründend hielt sie im Wesentlichen fest, die
medizinischen und erwerblichen Abklärungen hätten ergeben, dass
A._ die angestammte Tätigkeit als Baufacharbeiter aufgrund der
Unfallfolgen grundsätzlich nicht mehr uneingeschränkt zumutbar sei.
Leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten könnten jedoch weiterhin
vollzeitig ausgeführt werden, wobei Handgelenkszwangshaltungen rechts
nach Möglichkeit zu vermeiden seien. Arbeiten, die mit repetitiver Griffkraft
für den rechten Arm und das rechte Handgelenk verbunden seien, sollten
zwischendurch immer wieder unterbrochen werden können. Mittelschwere
bis schwere Tätigkeiten sollten aufgrund der Unfallfolgen lediglich noch
selten ausgeführt werden. Bei einem Valideneinkommen von
CHF 75'204.80 (gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung
[LSE] 2018, TA1, Pos. 41-43 Baugewerbe, Kompetenzniveau 2, Männer,
aufindexiert auf das Jahr 2020) und einem Invalideneinkommen von
CHF 71'946.75 (gestützt auf die LSE 2018, TA1, Kompetenzniveau 2,
Männer, Total, aufindexiert auf das Jahr 2020) resultiere eine
unfallbedingte Einkommenseinbusse von 4.33 %, womit kein Anspruch
auf eine Invalidenrente bestehe. Darüber hinaus verneinte sie auch den
Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.
5. Am 14. September 2020 erhob A._ Einsprache gegen die Ablehnung
des Rentenanspruchs, wobei er die Verneinung des Anspruchs auf eine
Integritätsentschädigung unangefochten liess.
6. Mit Einspracheentscheid vom 9. Januar 2021 wies die SUVA die
Einsprache ab. Dabei ging sie bei der Aufindexierung des gestützt auf die
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LSE 2018 berechneten Validen- und Invalideneinkommens nicht mehr von
einer Teuerung von 0.9 %, sondern von 1.3 % für das Jahr 2020 aus.
7. Gegen den Einspracheentscheid vom 9. Januar 2021 erhob A._
(nachfolgend: Beschwerdeführer) am 11. Februar 2021 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er stellte folgende
Rechtsbegehren:
1. Der Einspracheentscheid der SUVA vom 9. Januar 2021 sei aufzuheben und es sei ihm ab dem Zeitpunkt der Anspruchsberechtigung eine  von 41 %, eventualiter eine Rente nach richterlichem Ermessen, zuzusprechen.
2. Alles unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der SUVA (zzgl. 7.7 % MWST).
In sachverhaltlicher Hinsicht hielt er im Wesentlichen fest, er sei im
Zeitpunkt des Unfalles bei der C._ SA im Tunnelbau beschäftigt
gewesen und habe dabei folgende Einkünfte erzielt: CHF 8'931.40 brutto
pro Monat von Mitte Juni 2011 bis Ende Dezember 2011 und CHF 9'515.--
brutto pro Monat von Januar bis März 2012. Zudem habe er ab dem Jahr
2015 bei der I._ AG folgende durchschnittlichen Bruttomonatslöhne
erzielt: CHF 7'808.35 von Juli bis Oktober 2015, CHF 7'241.25 von April
bis Dezember 2017 und CHF 7'004.35 von April 2018 bis November 2018.
Das Arbeitsverhältnis bei der I._ AG habe nur deshalb nicht
verlängert werden können, weil er per 6. November 2018 aufgrund des
erlittenen Unfalles wiederum arbeitsunfähig gewesen sei (Rückfall), die
Firma von seinen massiven Einschränkungen Kenntnis erhalten habe und
sie das Risiko einer Anstellung nicht mehr habe eingehen wollen. Jahre
nach dem Unfallereignis habe er sodann verschiedentlich als
Baufacharbeiter (Maurer) gearbeitet, wobei die Arbeiten nur mit starken
Schmerzen sowie Einschränkungen hätten erbracht werden können. Aus
finanziellen Gründen sei dies jedoch zwingend notwendig gewesen. Die
Arbeiten als eigentlicher Tunnelarbeiter, welche noch viel strenger
gewesen wären, habe er nach dem Unfallereignis aus gesundheitlichen
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Gründen leider überhaupt nicht mehr ausüben können; dies, obschon er
stets im Tunnelbereich habe tätig sein wollen. Der Kreisarzt habe denn
auch bereits am 14. April sowie 9. Juni 2016 bestätigt, dass die
Belastungen im Tunnel- sowie Stollenbau wahrscheinlich nicht mehr
zumutbar seien.
In rechtlicher Hinsicht machte er sodann geltend, es sei beim (gestützt auf
die LSE 2018, TA1, Kompetenzniveau 2, Männer, Total, aufindexiert auf
das Jahr 2020) ermittelten Invalideneinkommen ein Leidensabzug von
mindestens 10 % vorzunehmen. Mit Bezug auf das Valideneinkommen
hielt er sodann fest, die Regel besage, dass die Tätigkeit vor Eintritt der
Gesundheitsschädigung ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden
wäre und es sei nicht einzusehen, weshalb dies im vorliegenden Fall nicht
so hätte gewesen sein sollen. Das Valideneinkommen sei somit auf
mindestens CHF 115'717.50 festzusetzen (gestützt auf die bei der
C._ SA im Tunnelbau erzielten Einkünfte). Eventualiter sei zumindest
auf den bei der I._ AG in den Jahren 2017/2018 erzielten
durchschnittlichen Bruttomonatslohn von CHF 7'100.-- abzustellen.
8. In ihrer Beschwerdeantwort vom 24. Februar 2021 beantragte die SUVA
(nachfolgend: Beschwerdegegnerin) die vollumfängliche Abweisung der
Beschwerde. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen auf die
Ausführungen im angefochtenen Einspracheentscheid. Zudem hielt sie
u.a. fest, dass das Valideneinkommen rechtsprechungsgemäss mittels
statistischer Werte zu bestimmen sei, wenn – wie hier – der Versicherte
als Gesunder nicht mehr an der bisherigen Arbeitsstelle (vorliegend der
C._ SA) tätig wäre. Auch könne vorliegend für das
Valideneinkommen nicht auf die Bruttomonatslöhne (inkl.
Ferienentschädigung etc.) bei der I._ AG abgestellt werden, da es
sich hierbei (ebenfalls) um befristete und kurze Anstellungen von drei,
sieben und siebeneinhalb Monaten und nicht um unbefristete oder
ganzjährige Anstellungen gehandelt habe.
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Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen
Einspracheentscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in
den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 9. Januar 2021. Gemäss Art. 1 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m.
Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann
gegen einen Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung
Beschwerde an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben
werden, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Befindet sich der Wohnsitz der
versicherten Person im Ausland, so ist das Versicherungsgericht
desjenigen Kantons zuständig, in dem sich ihr letzter schweizerischer
Wohnsitz befand oder in dem ihr letzter schweizerischer Arbeitgeber
Wohnsitz hat (vgl. Art. 58 Abs. 2 ATSG). Vorliegend befanden sich sowohl
der letzte schweizerische Wohnsitz des Beschwerdeführers (vgl.
beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 35 S. 7, Abmeldebestätigung
vom 27. März 2012) als auch der Sitz seines letzten schweizerischen
Arbeitgebers (vgl. Bg-act. 190 und 278 S. 2) im Kanton Graubünden,
womit die örtliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünden gegeben ist. Dessen sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus
Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a des kantonalen Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Als formeller und
materieller Adressat des angefochtenen Einspracheentscheids ist er
davon überdies berührt und er weist ein schutzwürdiges Interesse an
dessen Aufhebung oder Änderung auf (vgl. Art. 59 ATSG). Auf die im
Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde (vgl. Art. 60 und
Art. 61 lit. b ATSG) ist somit einzutreten.
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2. Vorliegend ist unbestritten, dass von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustands des
Versicherten mehr erwartet werden kann (vgl. dazu Art. 19 Abs. 1 UVG),
d.h. der Endzustand erreicht ist, und der Beschwerdeführer in angepasster
Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig ist. So hielt der Kreisarzt Dr. med. H._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des
Bewegungsapparates, in seinem Bericht vom 29. Juni 2020
(Untersuchung vom 24. Juni 2020) Folgendes fest: Nachdem der
Beschwerdeführer bei mehreren Handchirurgen zu Konsultationen
gewesen sei und diese einstimmig zum Ergebnis gekommen seien, dass
weitere operative Massnahmen beim Versicherten nicht angezeigt seien,
könne nun der Fallabschluss inkl. Zumutbarkeitsbeurteilung erfolgen. Es
ergebe sich folgendes Zumutbarkeitsprofil (angepasste Tätigkeit): Leichte
bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten, wobei
Handgelenkszwangshaltungen rechts nach Möglichkeit zu vermeiden
seien. Arbeiten, die mit repetitiver Griffkraft für den rechten Arm und das
rechte Handgelenk verbunden seien, sollten zwischendurch immer wieder
unterbrochen werden können. Mittelschwere bis schwere Tätigkeiten
sollten unfallkausal nur noch selten zum Einsatz kommen. Von einer
weiteren Behandlung der Unfallfolgen sei mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit keine namhafte Verbesserung des
Gesundheitszustands (mehr) zu erwarten (Bg-act. 251 S. 10). In der Folge
stellte die Beschwerdegegnerin die Heilkosten per 31. Juli 2020 ein (vgl.
Bg-act. 259). Streitig und nachfolgend zu prüfen ist nun der Anspruch des
Beschwerdeführers auf eine Invalidenrente gemäss UVG ab 1. August
2020 bzw. die Bemessung des Invaliditätsgrades (Valideneinkommen und
Invalideneinkommen bezüglich Gewährung eines Leidensabzugs).
3. Gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG hat der Versicherte Anspruch auf eine
Invalidenrente, wenn er infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid
(Art. 8 ATSG) ist.
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3.1. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde
ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Erwerbsunfähigkeit wiederum ist der durch Beeinträchtigung der
körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und
nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht
kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG).
3.2. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitslage erzielen könnte (Invalideneinkommen), in
Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte,
wenn sie nicht invalid geworden wäre (Valideneinkommen; Art. 16 ATSG
[allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; vgl. BGE 145 V 141 E.3
m.w.H.]).
4. Nachfolgend gilt es zunächst auf die Ermittlung des Valideneinkommens
als Teil der Invaliditätsgradbestimmung einzugehen.
Während die Beschwerdegegnerin im angefochtenen
Einspracheentscheid von einem Valideneinkommen von CHF 75'502.95
(gestützt auf die LSE 2018, TA1, Pos. 41-43 Baugewerbe,
Kompetenzniveau 2, Männer, aufindexiert auf das Jahr 2020) ausgeht,
macht der Beschwerdeführer geltend, das Valideneinkommen sei auf
mindestens CHF 115'717.50 (gestützt auf die bei der C._ SA im
Tunnelbau erzielten Einkünfte), eventualiter auf CHF 86'385.30 (gestützt
auf den bei der I._ AG in den Jahren 2017/2018 erzielten
durchschnittlichen Bruttomonatslohn von CHF 7'100.--, aufindexiert auf
das Jahr 2020), festzusetzen.
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4.1. Für die Ermittlung des Valideneinkommens ist entscheidend, was der
Versicherte im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem
Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunder
tatsächlich verdienen würde, und nicht, was er bestenfalls verdienen
könnte (BGE 135 V 58 E.3.1, 131 V 51 E.5.1.2). Dabei wird in der Regel
am zuletzt vor Eintritt der Gesundheitsschädigung im angestammten
Bereich erzielten, allenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Lohn angeknüpft, da es der
Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 144 I 103 E.5.3, 134
V 322 E.4.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_528/2021 vom 3. Mai 2022
E.4.2.2, 8C_557/2019 vom 27. Januar 2020 E.6.1). Ein zuletzt bezogener
(hoher) Verdienst ist nur dann als Valideneinkommen heranzuziehen,
wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass er weiterhin
erzielt worden wäre (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_581/2020 vom
3. Februar 2021 E.6.1, 8C_592/2017 vom 16. März 2018 E.2.2,
8C_85/2015 vom 28. Oktober 2015 E.4.2). Insbesondere wenn der
Versicherte als Gesunder nicht mehr an der bisherigen Arbeitsstelle tätig
wäre, ist das Valideneinkommen praxisgemäss mittels statistischer Werte
zu bestimmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_551/2017 vom 2. August
2018 E.5).
4.2.1.1. Vorliegend ist es überwiegend wahrscheinlich, dass der
Beschwerdeführer auch ohne Gesundheitsschaden, d.h. aus
leidensfremden Gründen, im Zeitpunkt des frühestmöglichen
Rentenbeginns per 1. August 2020 nicht mehr auf der Baustelle in
E._ tätig gewesen wäre. So hatte die C._ SA ihr Projekt in
E._ ([...]) im September 2014 abgeschlossen (vgl. dazu [...], zuletzt
besucht am 21. Juni 2022). Zudem war der Arbeitsvertrag zwischen der
C._ SA und dem Beschwerdeführer ohnehin bis am 31. März 2012
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befristet (Beginndatum: 14. Juni 2011; vgl. Bg-act. 35 S. 6). Dafür, dass
der Beschwerdeführer nach der Beendigung dieses Arbeitsverhältnisses
(eine) weitere Anstellung(en) im Tunnelbau gefunden hätte, bestehen
keine konkreten Anhaltspunkte. Im Gegenteil: Der vom Beschwerdeführer
ins Recht gelegten "Bestätigung" der J._ AG (Personalvermittlung) ist
zu entnehmen, dass ihm in den Jahren 2013, 2015, 2017 und 2018 trotz
entsprechenden Interesses – was jedoch noch keinen eigentlichen,
gefestigten beruflichen Werdegang im Tunnelbau belegt – keine Stellen
im Tunnelbau angeboten werden konnten (vgl. beschwerdeführerische
Akten [Bf-act.] 5). Zudem ist davon auszugehen, dass seine Anstellung im
Bereich des Tunnelbaus bei der C._ SA die erste und einzige dieser
Art (in der Schweiz) war (vgl. dazu Bg-act. 278 [Auszug aus dem
individuellen Konto, IK-Auszug]). Etwas Anderes ist den Akten nicht zu
entnehmen und wird vom Beschwerdeführer auch nicht substanziiert
dargelegt (etwa mittels Einreichung allfälliger ausländischer
Arbeitsverträge). Insgesamt rechtfertigt es sich somit nicht, den zuletzt vor
Eintritt der Gesundheitsschädigung bei der C._ SA im Tunnelbau
erzielten (hohen) Lohn als Valideneinkommen heranzuziehen, zumal ein
solcher nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit weiterhin erzielt
worden wäre. Lediglich der Vollständigkeit halber sei zudem darauf
hingewiesen, dass dem Schreiben der C._ SA an die
Beschwerdegegnerin vom 4. April 2012 entgegen der Auffassung des
Beschwerdeführers nicht entnommen werden kann, dass er (ohne
Gesundheitsschaden) über den Monat März 2012 hinaus im K._-
Tunnel tätig gewesen und das Arbeitsverhältnis fortgeführt sowie
verlängert worden wäre (vgl. Bg-act. 37 sowie die entsprechenden
Ausführungen der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort).
4.2.1.2. Was den bei der I._ AG erzielten Verdienst anbelangt, gilt es darauf
hinzuweisen, dass die Tätigkeiten bei der I._ AG jeweils auf rund drei
bzw. acht Monate befristet waren und in den Jahren 2015, 2017 und 2018
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erfolgten (22. Juli bis 23. Oktober 2015 [Bf-act. 5; Bg-act. 138 S. 2],
18. April bis 22. Dezember 2017 [Bg-act. 177] sowie 9. April bis
30. November 2018 [Bg-act. 190, 178]) (vgl. auch Bg-act. 278 [IK-Auszug]
sowie Bf-act. 4 [Lohnausweise]). Im Zeitpunkt des frühest möglichen
Rentenbeginns am 1. August 2020 war der Beschwerdeführer somit seit
knapp zwei Jahren nicht mehr bei der I._ AG tätig, wobei er nicht
substanziiert darzulegen vermag, dass ihn die I._ AG längerfristig
angestellt hätte, "wenn das 'Ausfallrisiko' nicht derart hoch gewesen wäre"
(vgl. Beschwerde Ziff. 4.2). Im Übrigen rechtfertigt es sich ohnehin nicht,
auf den bei der I._ AG nach dem Unfallereignis in den Jahren 2017
und 2018 und damit bereits mit gesundheitlichen Einschränkungen
erzielten Verdienst (vgl. dazu insbesondere Bg-act. 177) abzustellen.
Denn gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist das, was eine
versicherte Person nach einem Unfallereignis verdient, für die Ermittlung
des Valideneinkommens ohne Belang, da dies nicht das hypothetische
Einkommen im Gesundheitsfall, sondern das Invalideneinkommen betrifft
(Urteil des Bundesgerichts 8C_541/2021 vom 18. Mai 2022 E.4.2.1).
4.2.2. Nach dem Gesagten ist es nicht zu beanstanden, wenn die
Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen anhand der statistischen
Werte der LSE, gestützt auf die Tabelle TA1, Positionen 41-43
(Baugewerbe), Kompetenzniveau 2, Männer, ermittelt hat, zumal es
überwiegend wahrscheinlich ist, dass der Beschwerdeführer ohne die
Unfallfolgen vollzeitig in seiner angestammten Tätigkeit als
Baufacharbeiter arbeiten würde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_5/2009
vom 16. Juli 2009 E.2.1 und 2.3). So ist den Akten zu entnehmen, dass er
über eine abgeschlossene Ausbildung als Baufacharbeiter, Kategorie
Mauerbau, verfügt (vgl. Bg-act. 261 und 266 [Abschluss: 1983]) und
leidenschaftlicher Bauarbeiter ist (vgl. Bg-act. 251 S. 5 [Angabe des
Beschwerdeführers anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung
vom 24. Juni 2020]; vgl. auch Bg-act. 222). Seiner beruflichen
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Qualifikation als Baufacharbeiter mit langjähriger Berufserfahrung
(insbesondere als Maurer, vgl. Bg-act. 266) wurde mit der Wahl des
Kompetenzniveaus 2 ("Praktische Tätigkeiten wie
Verkauf/Pflege/Datenverarbeitung und Administration/Bedienen von
Maschinen und elektronischen Geräten/Sicherheitsdienst/Fahrdienst")
Rechnung getragen. Dass er darüber hinaus über Spezialwissen, etwa im
Tunnelbau, verfügen würde, lässt sich den Akten nicht entnehmen (vgl.
die Bezeichnungen/Beschreibungen der Tätigkeiten des
Beschwerdeführers: "operaio" [Arbeiter; Bg-act. 9], "Betonbauer" [Bg-
act. 26 S. 1], "Maschinist (Lokfahrer)" [Bg-act. 28 S. 4 und Bg-act. 35 S. 6],
Bedienen von Stollenlok, Betonpumpe, Hebebühne und
Schaler/Betonspezialist [Bg-act. 45], "Baufacharbeiter im Bereich Maurer
und Betonarbeiten" [Bg-act. 82 S. 2], "Maschinist" [Bg-act. 103 S. 2],
"Maurer" [Bg-act. 167, 183, 190, 244, 231 S. 2, 233 S. 1], "angestammter
Beruf als Bauarbeiter/Monteur" [Bg-act. 172 S. 2], "Maurer und Allrounder"
[Bg-act. 251 S. 6 und 10]). Das ohne Unfallfolgen von der
Beschwerdegegnerin im angefochtenen Einspracheentscheid errechnete
Valideneinkommen gemäss LSE 2018, TA1, Pos. 41-43 Baugewerbe,
Kompetenzniveau 2, Männer, CHF 75'502.95 (= CHF 5'962.-- x 12 / 40 x
41.3 [durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit in der Baubranche] x
1.009 x 1.013 [aufindexiert auf das Jahr 2020]) ist damit korrekt bzw. nur
insoweit zu korrigieren, als der Nominallohnindex gemäss dem am
29. Juni 2020 vom Bundesamt für Statistik publizierten schweizerischen
Lohnindex im Jahr 2019 gegenüber dem Jahr 2018 im Baugewerbe nicht
um 0.9 %, sondern um 1 % gestiegen ist. Das Valideneinkommen beläuft
sich somit auf CHF 75'577.75 (= CHF 5'962.-- x 12 / 40 x 41.3
[durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit in der Baubranche] x 1.01 x
1.013 [aufindexiert auf das Jahr 2020]).
5.1.1. Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist gemäss bisheriger
Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation
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auszugehen, in der die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach
Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ –
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist,
dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll
ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung
als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich
erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches Erwerbseinkommen
gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare
neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, können gemäss
Rechtsprechung die Tabellenlöhne der LSE herangezogen werden. Dabei
wird in der Regel der Totalwert angewendet. Praxisgemäss ist beim
anhand der LSE vorgenommenen Einkommensvergleich sodann von der
Tabellengruppe A (standardisierte Bruttolöhne) auszugehen, wobei
üblicherweise auf die Tabelle TA1_tirage_skill_level, Privater Sektor,
abgestellt wird (BGE 148 V 174 E.6.2 mit zahlreichen Hinweisen).
5.1.2. Der Beschwerdeführer wendet sich nicht gegen das im angefochtenen
Einspracheentscheid (gestützt auf die LSE 2018, Tabelle TA1, Totalwert,
Kompetenzniveau 2, Männer) ermittelte Invalideneinkommen in der Höhe
von CHF 72'231.98 (= CHF 5'649.-- x 12 x 41.7 / 40 x 1.009 x 1.013
[Arbeitsfähigkeit von 100 %]), welches nach geltender Rechtsprechung
denn auch korrekt berechnet wurde. Er bringt aber vor, es sei ein
Leidensabzug von mindestens 10 % in Abzug zu bringen. Kein
Arbeitgeber würde ihn mit den multiplen Einschränkungen zu einem
Monatslohn von CHF 5'649.-- einstellen.
5.2.1. Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen
Lohndaten wie namentlich der LSE ermittelt, ist der so erhobene
Ausgangswert gemäss bisheriger Rechtsprechung allenfalls zu kürzen.
Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche
und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung,
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Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können und
die versicherte Person je nach Ausprägung deswegen die verbliebene
Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (zum Begriff
des ausgeglichenen Arbeitsmarktes: vgl. BGE 134 V 64 E.4.2.1; Urteile
des Bundesgerichts 8C_330/2021 vom 8. Juni 2021 E.5.3.1,
8C_464/2019 vom 28. November 2019 E.5.4) nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten kann. Der Abzug
soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände
im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen
und darf 25 % nicht übersteigen. Die bisherige Rechtsprechung gewährt
insbesondere dann einen Abzug vom Invalideneinkommen, wenn eine
versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter
Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist. Allfällige
bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene
gesundheitliche Einschränkungen dürfen nicht zusätzlich in die
Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer
doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (zum Ganzen
BGE 148 V 174 E.6.3 mit zahlreichen Hinweisen). Bestehen allerdings
über das ärztlich beschriebene Beschäftigungspensum hinaus zusätzliche
Einschränkungen – wie etwa ein vermindertes Rendement pro Zeiteinheit
wegen verlangsamter Arbeitsweise oder ein Bedarf nach
ausserordentlichen Pausen – oder ist die funktionelle Einschränkung ihrer
besonderen Natur nach nicht ohne Weiteres mit den Anforderungen
vereinbar, wie sie sich aus den gewöhnlichen betrieblichen Abläufen
ergeben, kann dies bei der Bemessung des leidensbedingten Abzugs vom
statistischen Tabellenlohn berücksichtigt werden
(EGLI/FILIPPO/GÄCHTER/MEIER, Grundprobleme der Invaliditätsbemessung
in der Invalidenversicherung, Zürich 2021, Rz. 361 m.w.H.). Nachfolgend
gilt es also zu prüfen, ob der Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen
- 15 -
Arbeitsmarkt verglichen mit anderen Beschäftigten mit einem
Minderverdienst rechnen müsste.
5.2.2. Das anlässlich der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung vom 24. Juni
2020 von Dr. med. H._ erstellte Zumutbarkeitsprofil lautet wie folgt:
Leichte bis mittelschwere körperliche Tätigkeiten, wobei
Handgelenkszwangshaltungen rechts nach Möglichkeit zu vermeiden
sind. Arbeiten, die mit repetitiver Griffkraft für den rechten Arm und das
rechte Handgelenk verbunden sind, sollten zwischendurch immer wieder
unterbrochen werden können. Mittelschwere bis schwere Tätigkeiten
sollten unfallkausal nur noch selten zum Einsatz kommen (vgl. Bg-act. 251
S. 10). Dabei blieb unbestritten, dass der Beschwerdeführer in einer
entsprechend angepassten Tätigkeit vollzeitig arbeiten kann. Zudem steht
fest, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genügend realistische
Betätigungsmöglichkeiten für Personen, welche
Handgelenkszwangshaltungen rechts nach Möglichkeit vermeiden sollten,
mittelschwere bis schwere Tätigkeiten nur noch selten ausüben und mit
repetitiver Griffkraft für den rechten Arm und das rechte Handgelenk
verbundene Arbeiten zwischendurch immer wieder unterbrechen sollten,
zu finden sind (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_276/2021 vom
2. November 2021 E.6). Dass der Beschwerdeführer seine verbliebene
100%ige Arbeitsfähigkeit in einer entsprechend angepassten Tätigkeit
aufgrund der im Zumutbarkeitsprofil erwähnten Einschränkungen nur mit
unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten könnte, ist dabei
nicht ersichtlich. Vielmehr lassen sich seine Einschränkungen mit den
gewöhnlichen betrieblichen Abläufen im Rahmen von körperlich leichten
bis mittelschweren Tätigkeiten vereinbaren. Zudem bringt der
Beschwerdeführer keine Anhaltspunkte dafür vor, dass die
gesundheitlichen Einschränkungen nicht vollumfänglich in der Beurteilung
der medizinischen Arbeitsfähigkeit bzw. im Zumutbarkeitsprofil
berücksichtigt worden wären, sondern spricht nur in allgemeiner Form von
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multiplen Einschränkungen und einem deutlich höheren Krankheitsrisiko
gegenüber gesunden Konkurrenten. Worin dieses erhöhte
Krankheitsrisiko liegen soll, ist aktenmässig allerdings nicht erstellt und
wird vom Beschwerdeführer auch nicht näher dargelegt. Im Ergebnis
rechtfertigt es sich somit nicht, einen Abzug vom gestützt auf die LSE
2018, Tabelle TA1, Totalwert, Kompetenzniveau 2, ermittelten und
unbestritten gebliebenen Invalideneinkommen vorzunehmen, zumal auch
über die gesundheitlichen Einschränkungen hinaus keine weiteren in der
Person des Beschwerdeführers liegenden Gründe für einen Leidensabzug
wie Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie
ersichtlich sind.
6. Stellt man dem ermittelten Valideneinkommen von CHF 75'577.75 das
Invalideneinkommen von CHF 72'231.98 gegenüber, so resultiert daraus
ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad von 4.4% bzw. abgerundet
4 % (zum Runden: BGE 130 V 121). Der angefochtene
Einspracheentscheid erweist sich somit im Ergebnis als rechtens, weshalb
die Beschwerde abzuweisen ist.
7. Gemäss Art. 61 lit. fbis ATSG sind Verfahren vor dem kantonalen
Versicherungsgericht bei Streitigkeiten über Leistungen kostenpflichtig,
wenn dies im jeweiligen Einzelgesetz vorgesehen ist. Die
Sonderbestimmungen zur Rechtspflege gemäss Art. 105 ff. UVG sehen
keine generelle Kostenpflicht vor. Damit sind
unfallversicherungsrechtliche Beschwerdeverfahren über Leistungen in
der Regel kostenlos. Vorbehalten bleibt die Kostenauflage infolge – in
casu nicht vorliegenden – mutwilligen oder leichtsinnigen Verhaltens
(Art. 1 Abs. 1 UVG i.V.m. Art. 61 lit. fbis in fine ATSG). Für das vorliegende
Verfahren sind daher keine Kosten zu erheben. Ein Parteikostenersatz
steht der obsiegenden Beschwerdegegnerin gemäss Art. 61 lit. g
ATSG nicht zu.
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