# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2285ce4a-66ec-4f03-95ea-a1b91b5f4cdc
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Kaufvertrag vom _ 2014 erwarb X._ (nachfolgend: Beklagter) von Y._ (nachfolgend: Kläger) einen Lieferwagen samt Anhänger zu einem Kaufpreis von CHF 55'000.00. Der Kaufpreis sollte bei der Übergabe bar bezahlt werden. Obwohl der Lieferwagen samt Anhänger dem Beklagten übergeben wurde, blieb der Kaufpreis jedoch unbezahlt. Am 24. Oktober 2014 unterzeichneten die Parteien eine Ergänzung zum Kaufvertrag vom 26. September 2014, in welchem der Beklagte ausdrücklich erklärte, die Vertragssumme in Höhe von CHF 55'000.00 dem Kläger zu schulden. Weiter hielten die Parteien fest, dass der Kaufpreis in Höhe von CHF 55'000.00 ab dem 1. November 2014 fällig sei.
B. Mit Schlichtungsgesuch vom 13. April 2015 gelangte der Kläger an das Vermittleramt des Bezirks Landquart (heute: Vermittleramt Landquart). Gemäss Klagebewilligung vom 26. Mai 2015 stellte der Kläger anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 19. Mai 2015 die folgenden Rechtsbegehren (vorinstanzliche Akten, act. II/1):
1. Es sei der Beklagte zu verurteilen, dem Kläger CHF 55'000.00 nebst Zins zu 5% seit 1. November 2014 zu bezahlen.
2. Unter Kostenfolge zu Lasten der beklagten Partei.
C. Nachdem die Parteien anlässlich der Schlichtungsverhandlung keine Einigung erzielen konnten, liess der Kläger mit Eingabe vom 16. September 2015 Klage beim Bezirksgericht Landquart (heute: Regionalgericht Landquart) einreichen und beantragte was folgt (vorinstanzliche Akten, act. II/2):
1. Es sei der Beklagte zu verurteilen, dem Kläger CHF 55'000.00 nebst Zins zu 5% seit 1. November 2014 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten sowohl für das Gericht- als auch für das Schlichtungsverfahren.
D. Mit Klageantwort und Widerklage beantragte der Beklagte am 9. November 2015 Abweisung der Klage und verlangte widerklageweise die Rückzahlung einer gemäss seiner Sachdarstellung bereits geleisteten Anzahlung von CHF 20'000.00 gegen Rückübertragung des Fahrzeugs (vorinstanzliche Akten, act. II/3). Begründend führte der Beklagte aus, gemäss Kaufvertrag sei dieser nur gültig,
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wenn der Beklagte dem KIäger den Kaufpreis von CHF 55'000.00 vollständig bezahle. Der Kaufvertrag sei sodann unter der Bedingung abgeschlossen worden, dass der Beklagte den Kläger als Vertragsfahrer bei der A._ ablösen könne. Da weder der Kaufpreis gänzlich bezahlt worden sei, noch die Bedingung der Anstellung bei der A._ eingetreten sei, sei der Vertrag nicht rechtsgültig zustande gekommen. Im Weiteren sei er vom Kläger übervorteilt worden und das Kaufobjekt weise zudem diverse Mängel auf.
E. In seiner Widerklageantwort vom 15. Februar 2016 beantragte der Kläger Abweisung der Widerklage, soweit darauf einzutreten sei (vorinstanzliche Akten, act. II/4).
F. Am 8. November 2017 fand vor dem Regionalgericht Landquart die Hauptverhandlung statt. Die Parteien blieben bei ihren Anträgen.
G. Mit Entscheid vom 8. November 2017, mitgeteilt am 13. Dezember 2017, erkannte das Regionalgericht Landquart, was folgt (act. B.2):
1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird der Beklagte gerichtlich verpflichtet, dem Kläger CHF 35'000.00 zuzüglich 5% Zins seit dem 1. November 2014 zu bezahlen.
2. Die Widerklage wird abgewiesen.
3. Kosten- und Entschädigungsfolge:
a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 4'500.00 (Entscheid mit Begründung) werden zu 80 Prozent (CHF 3'600.00) dem Beklagten und zu 20 Prozent (CHF 900.00) dem Kläger auferlegt. Der Kostenanteil des Klägers von CHF 900.00 wird dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'000.00 verrechnet. Der Restbetrag von CHF 2'100.00 wird dem Kläger erstattet. Der Kostenanteil des Beklagten geht unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und wird auf die Gerichtskasse genommen.
b) Der Beklagte hat dem Kläger eine reduzierte ausseramtliche Entschädigung von CHF 4'360.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.
c) Der unentgeltliche Rechtsbeistand des Beklagten wird – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 4'284.70
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(inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations