# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 49d41664-6edf-40c7-9141-5e6123cae097
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die X. AG nahm am im Eigentum von AY. stehenden Fahrzeug der Marke Ford Mustang, Baujahr 1965, umfangreiche Restaurierungsarbeiten vor. AY. wollte mit dem Fahrzeug ihrem Sohn ein Geschenk machen. Ursprünglich hatte die Genannte A. aufgesucht, der am Fahrzeug eine Sichtprüfung vornehmen, allenfalls auftretende Probleme behandeln, den Motor einstellen und die Zulassung beim Strassenverkehrsamt einholen sollte. A. führte verschiedene Arbeiten aus. Danach überführte er das Fahrzeug zur X. AG nach L., wo dieses, teils durch die genannte Unternehmung, teils durch von ihr beigezogene Drittfirmen, einer Totalrestauration unterzogen wurde. Hierfür wurde am 10. Juli 2009 an AY. Rechnung im Umfang von Fr. 72'791.05 gestellt. In der Folge kam es zwischen den Parteien zu Meinungsverschiedenheiten über die Frage, wer der X. AG den Auftrag zur Restaurierung erteilt hatte, sowie über die Frage des Auftragsumfangs bzw. die Höhe der Entschädigung.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 19. August 2009 instanzierte die X. AG beim Kreispräsidenten Oberengadin gegen AY. eine Forderungsklage. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 9. Oktober 2009 stellte der Vermittler am 23. Oktober 2009 den folgenden Leitschein aus:
„Klägerisches Rechtsbegehren
1. Die Beklagte sei zu verurteilen, der Klägerin den Betrag von CHF 72'791.05 nebst Zins zu 5% seit 19.08.2009 zu bezahlen.
2. Unter voller vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren
1. Abweisung der Klage.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin."
C. Die X. AG prosequierte die Klage mit Prozesseingabe vom 16. November 2009 an das Bezirksgericht Maloja. Dabei hielt sie unverändert an ihren Rechtsbegehren gemäss Leitschein fest. In ihrer Prozessantwort vom 19. Januar 2010 stellte AY. folgende Rechtsbegehren:
"1. Die Klage sei abzuweisen.
2a. Herrn A., B.-Strasse, C., sei der Streit zu verkünden.
2b. Das Verfahren sei zunächst auf die Frage der Aktivlegitimation der Klägerin zu beschränken.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin."
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Die Streitverkündung wurde A. mit Schreiben des Bezirksgerichtspräsidenten vom 22. Januar 2010 zur Kenntnis gebracht. Am 26. Januar 2010 teilte A. dem Bezirksgericht Maloja mit, dass er auf den Streit nicht eintrete. Mit Schreiben vom 10. Februar 2010 verzichtete die Klägerin auf das Einreichen einer Stellungnahme im Sinne von Art. 87 Abs. 2 ZPO.
D. Am 15. Februar 2010 erliess der Bezirksgerichtspräsident Maloja die Beweisverfügung. Darin bezeichnete er die mit den Rechtsschriften eingereichten Urkunden als relevant und ordnete zwei Editionen an. Von den von den Parteien aufgerufenen Zeugen erklärte er A., D. und BY. einstweilen als relevant. Schliesslich wurde darauf hingewiesen, dass das Einholen einer Expertise vorbehalten bleibe.
E. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Maloja fand am 12. Oktober 2010 statt. Mit Urteil vom 12. Oktober 2010, mitgeteilt am 10. Dezember 2010, erkannte das Gericht, wie folgt:
„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 8'000.-, Schreibgebühren von CHF 500.- und einem Streitwertzuschlag von CHF 1'400.-, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 300.- werden der Klägerin auferlegt.
3. Die Klägerin wird verpflichtet, die Beklagte mit CHF 8'000.- ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations