# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 61e9352b-cc28-459c-88c4-c5bb66955701
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968
, absolvierte
eine Ausbildung als Pflegehelferin des Schweizerischen Roten Kreuzes
(Urk.
11
/
4
/
5
und 11/26/8
).
Zuletzt war sie v
om
1.
April 2007
bis
zur
Kündigung
durch die Arbeitgeberin
vom
2
7.
Januar 2011
per
30
.
April 2011
als
Hauswartin
ange
stellt
(Urk. 11/4/6
und 11/12
)
,
seit dem
1.
Juli 2010
mit einem Pensum von 100
%
(Urk.
11/12/2
).
Am
1
8
.
Februar 2011
meldete sich die Versicherte bei der
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stell
e, zum Leistungsbezug an (Urk. 11
/
4
)
. Diese
klärte die
erwerblichen (vgl. Urk.
11/10
, 11/12
und
11/26
) und medizinischen
(vgl. Urk.
11/9
, 11/11
, 11/13, 11/16, 11/23
,
11/
25
und
11/42
) Verhältnisse
ab und gewährte der Versicherten Unterstützung bei der Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes (vgl.
Urk.
11/28, 11/40 und 11/41). M
it Verfügung vom
19. Februar 2013
sprach die IV-Stelle der Versicherten
,
ausgehend von
einer
20
%igen Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit
und einem
Invaliditäts
grad
von 82
%
(
Urk.
11/44
, 11/46 und 11/50
)
, ab dem
1.
April 2012 eine ganze Invalidenrente
zu
(
Urk.
11/55)
.
Im
März 2014
leitete die IV-Stelle von Amtes wegen eine Rentenüberprüfung ein, indem sie der Versicherten den Fragebogen zur Revision der Invalidenrente zu
sandte,
den diese
am
14
. Januar 20
14
ausgefüllt retournierte (Urk.
11
/
57
). Die IV-Stelle holte einen
aktuellen IK-Auszug (
Urk.
11/58) und ärztliche Unterlagen
(
Urk.
11/63
und 11/64
)
ein. Mit Schreiben vom
30
.
Juli
20
14
forderte sie die Versicherte zur kontrollierten Drogenabstinenz während sechs Monaten auf (
Urk.
11/67).
Diese wurde bei
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, durchgeführt (vgl.
Urk.
11/70-73, 11/75
, 11/80
und
11/81
).
Die IV-Stelle holte einen Bericht der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandler ei
n
(
Urk.
11/78)
und gab bei
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten in Auftrag (
Urk.
11/84 und 11/88), das er am
5.
August 2015 erstattete (
Urk.
11/92)
.
Mit
Vorbe
scheid vom
12
.
Oktober
201
5
stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Aufhebung der Invali
denrente
in Aussicht (Urk.
11
/
95
)
. Dagegen liess die Versicherte Einwand erhe
ben (
Urk.
11/101
und 11/105
) und eine Stellungnahme ihrer psychiatrisch-
psy
chotherapeutischen Behandler vom 2
3.
November 2015 einreichen (Urk. 11/104).
Mit Verfügung vom
31
.
März
201
6
hob die IV-Stelle wie ange
kündigt die ganze Invalidenrente auf Ende des der Zustel
lung der Verfügung folgen
den Monats auf (Urk. 2 =
11
/
109
). Einer Beschwerde gegen die Verfügung entzog sie die auf
schiebende Wirkung (Urk. 2 S. 3).
2.
Gegen die Verfügung vom
31. März
2016
liess die Versicherte, vertreten durch
Y._
von Pro
Infirmis
, mit Eingabe vom
28
. A
pril
201
6
(Urk. 1)
samt Beilage (
Urk.
3)
Be
schwerde erheben mit dem Antrag, die ange
fochtene Verfügung sei aufzuhe
ben und
es sei ihr weiterhin eine ganze Invali
denrente zuzusprechen
; unter Kosten- und Ent
schädigungsfolgen
zu Lasten der
Beschwerdegegnerin (Urk. 1 S. 1
).
Überdies ersuchte sie um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
1 S. 1
)
Die IV-Stelle schloss am 2.
Juni 2016
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
10
). Mit Verfü
gung vom
9.
Juni 2016 wurde der Versicherten die unentgeltliche Prozessführung gewährt. Über
dies wurde
ein zweiter Schriftenwechsel ange
ordnet und der Beschwerde
führe
rin
eine
Frist
von 30 Tagen
zur Einreichung einer Replik angesetzt (Urk.
12). Die Replik wurde mit Eingabe vom 1
6.
Juni 2016 erstattet (Urk. 13
). Die
Beschwer
degegnerin
verzichtete am
28
.
Juni 2016
auf
eine
Duplik
(
Urk.
15), wovon der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 2
9.
Juni 2016 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
16)
.
Am 25. August 2016 liess die Beschwerdeführerin einen weiteren Arztbericht einreichen (
Urk.
17 und 18).
Dieser wurde der Beschwerdegegnerin mit Schreiben vom 2
9.
August 2016 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 19
).
Auf die einzelnen Ausführungen in den Rechtsschriften
und die im
Beschwerde
verfahren
neu eingereichten Unterlagen (
Urk.
3 und 18)
wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
tels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 11. Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August
2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Aus
wirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszu
stan
des auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurtei
lung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die
letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheent
sc
heid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditätsbe
messung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.1 mit Hinweisen).
1.4
Fehlen die in Art. 17 ATSG genannten Voraussetzungen, so kann die
Renten
verfü
gung
lediglich nach den für die Wiedererwägung rechtskräftiger
Verwal
tungsverfügungen
geltenden Regeln abgeändert werden. Danach ist die Verwal
tung befugt, auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegen
stand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn sich diese als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (Art. 53 Abs. 2 ATSG; BGE 110 V 176 E. 2a mit Hinweisen).
Das Gericht kann eine zu Unrecht ergangene Revisionsverfügung gegebenenfalls mit der substituierten Begründung schützen, dass die ursprüngliche
Rentenver
fügung
zweifellos unrichtig und die Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 125 V 368 E. 2 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 128 V 272 E. 5b/
bb
; Urteile
des Bundesgerichts 9C_121/2014 vom
3.
September 2014 E. 3.2.2, 9C_762/2013 vom 2
4.
Juni 2014 E. 4.2 und 9C_562/2008 vom 3. November 2008 E. 2.2 je mit Hinweisen).
1.5
Das Sozialver
sicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung
des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorlie
gen
einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, waru
m
es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gut
achtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwor
tung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Un
tersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
vertrat in der angefochtenen
Verfügung
im Wesent
lichen
die Auffassung
, es sei auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
A._
vom 5. August 2015
abzustellen
, gemäss welchem
wieder
eine
voll
e
A
rbeits
fähig
keit bestehe
.
Der Gesundheitszustand der
Beschwerdeführerin
habe sich seit der
Rentenzuspr
ache
ab April 2012 ge
bessert und es liege keine
renten
be
gründende
Invalidität mehr vor
(
Urk. 2).
In der Beschwerdeantwort vertrat die Beschwerdegegnerin überdies
neu
die Auf
fas
sung,
die rentenzusprechende Verfügung vom 1
9.
Februar 2013 sei in
Wiedererwägung zu ziehen, da aufgrund der damaligen Aktenlage
–
namentlich
in Anbetracht der
zuletzt im
Bericht des Psychiatriezentrums
B._
attestierten 50%igen Arbeitsunfähigkeit – nicht von einer 80%igen Arbeitsunfähigkeit hätte ausgegangen werden dürfen, sondern
weitere medizinische Abklärungen erfor
derlich gewesen wären (Urk. 10
mit Hinweis auf
Urk.
11/42
).
2.2
Demgegenüber liess die Beschwerdeführerin vorbringen
, auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
A._
könne nicht abgestellt werden
, da es mit Fehlern behaftet sei und widersprüchliche Angaben enthalte.
Zudem
belege
es keine
Verbesserung
ihrer
gesundheitlichen Situation, da
Dr.
A._
lediglich ein
e
andere Beurteilung eines u
nveränderten Sachverhalt
s
vorgenommen
habe
(Urk. 1).
In dem von der Beschwerdegegnerin angeführten Bericht des
Psychiatriezen
trums
B._
sei
zwar eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit
bestätigt
worden
.
Diese
Beurteilung
sei im fraglichen Bericht
aber auch unmissverständlich in Frage gestellt und darüber hinaus
sei
festgehalten worden,
die Patientin
habe sich gegen eine Krankschreibung gesträubt. Es sei nicht
der Beschwerdeführerin
anzulasten, dass sich die Beschwerdegegnerin und
deren
RAD gegen weitere Abklärungen zur Feststellung der Restarbeitsfähigkeit entschieden hätten
.
Deren Ergebnis wäre
zudem mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu Gunsten der Beschwerdeführerin ausgefallen
(Urk. 13
)
.
3.
3.1
Bei Erlass der
rentenzusprechende
n
Verfügung
am
1
9.
Februar 2013
präsen
tierte sich die medizinische Aktenlage
im Wesentlichen
wie folgt:
3.2
Der
Hausarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin,
hatte
die Versicherte
aufgrund einer
vermutete
n
Borderline
-Problematik
zur diagnostischen Einschätzung
und zur ambulanten therapeutischen Behandlung
ans Ambulatorium
D._
der
E._
AG
überwiesen
(
Urk.
11/9/7
= 11/11/1
).
Die erste Konsultation fand
der
en Bericht vom 10. Februar 2011 (Urk. 11/9/7-12; vgl. auch
Urk.
11/11/1-3) zufolge
am
8.
Februar 2011
statt
.
Es wurde
n
der Verdacht auf eine Anpassungsstörung (ICD-10: F43.2)
bei Ver
dacht auf eine emotional-
instabile Persönlichkeitsstörung vom
Bo
r
derline
-Typ (ICD-10: F60.31), der Verdacht auf eine
Polytoxikomanie
(ICD-10: F19.2) und eine fragliche Essstörung (ICD-10: F50.9) a
ls Diagnosen festgehalten
(Urk.
11/9/8
= 11/11/2
).
Die
Versicherte
habe
den Wunsch nach einer psycho
therapeutischen Begleitung geäussert,
worauf
man sie zur ambulanten Behand
lung ans Psychiatriezentrum
B._
weiterverwiesen habe
, wo sie am 1.
März
2011 einen ersten Termin bei der Diplom-Psychologin
F._
wahrnehmen werde (Urk.
11/9/9 = 11/11/3)
.
3.3
Der Hausarzt
Dr.
C._
führte in seinem Bericht vom 1
0.
März 2011
(Urk.
11/9/1-6)
die folgenden Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit auf
(
Urk.
11/9/1)
:
1.
Chronische Hepatitis C
mit
Genotyp 3a, Therapie mit Interferon geschei
tert und Zustand nach Hepatitis B
2.
Polytoxikomanie
und Zustand nach
Drogenabusus
3.
Rezidivierender Alkoholabusus
4.
Emotional-
instabile Persönlichkeit vom
Bor
derline
-
Typ
5.
Anorexie
6.
Zustand nach Hepatitis B.
Die Versicherte habe massive Probleme am Arbeitsplatz; sie habe immer wieder Ausraster, die sie untragbar machten. Sie sei nun gekündigt worden und lebe in Scheidung. Aus seiner Sicht sei ein Verbleiben im Arbeitsprozess nicht mehr zumutbar und auch nicht umsetzbar (
Urk.
11/9/2).
3.4
Im Psychiatriezentrum
B._
wurden
gemäss
den
Bericht
en von med.
pract
.
G._
und der Diplom-Psychologin
F._
vom
8.
April
und
vom
2
8.
Mai
2011 eine Cannabisabhängigkeit (ICD-10: F12.24) und ein Verdacht auf eine emotional
-
instabile Persönlichkeitsstörung vom
Borderline
-Typ (ICD-10: F60.31) diagnostiziert, welche sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten
. Der Status nach
Polytoxikomanie
(ICD-10: F19.20) sei ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk. 11/13/1
und 11/16/2
).
Aufgrund der akuten Krise
sei
die Versicherte
– ab dem 1
6.
März 2011 –
als zu 100
% arbeitsunfähig beurteilt
worden
(
Urk.
11/13/3
und 11/16/3
). Für die diagnostische Einschätzung und die Prognose bezüglich der Arbeitsfähigkeit
sei der
geplante stationäre Aufenthalt in der Psychiatrischen Klinik
E._
(d.h. in der
E._
AG) mit dem Ziel eines Cannabisentzugs
w
ichtig
(Urk.
11/13/
2-
3
und
11/16/
2-
3
).
3.5
Derselbe fand vom 1
5.
April bis zum
2
8.
Juli 2011
statt (
Urk.
11/
23/6).
Aus dem
Bericht der
E._
AG
, der am 2
3.
August 2011 bei der IV-Stelle
ein
getroffen war
(
Urk.
11/23, vgl. das Aktenverzeichnis),
geht hervor
, es seien
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10: F33.11)
,
und psychische und Verhaltens
störun
gen durch
Cannabinoide
, Abhängigkeitssyndrom mit gegenwärtigem
Substanz
gebrauch
(ICD-10: F12.24)
,
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit
gestellt worden
. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit sei
e
n Schwierigkei
ten mit Persönlichkeitsakzentuierungen (ICD-10: Z73.1) und die chronische Hepatitis C bei einem Status nach Hepatitis A und B (
Urk.
11/23/6)
.
Für die Dauer des stationären Aufenthalts wurde der Versicherten eine
100%ige
Arbeitsunfähigkeit attestiert
(Urk.
11/23/8
; vgl. auch
Urk.
11/16/5
)
.
Die
bishe
rige Tätigkeit
sei
aus medizinischer Sicht zu 60 bis 80
%
zumutbar
(Urk.
11/23/9; vgl. auch
Urk.
11/16/5); es werde
ein
stufenweiser
Wieder
ein
stieg
empfohlen
(
Urk.
11/23/9)
. Ab dem 2.
August 2011
sei
ein Pensum von 20
%
möglich
(
Urk.
11/
23
/
9
).
3.6
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und die Diplom-Psychologin
F._
vom Psychiatriezentrum
B._
bescheinigten der Versicherten mit Zeugnis vom
9.
August 2011 für die Dauer vom 30. Juli bis zum 31. August 2011 eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
11/16/4).
3.7
In ihrer Stellungnahme vom
1.
September 2011
stellte
Dr.
med.
I._
, Fachärztin FMH für Arbeitsmedizin und Allgemeine Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) unter Verweis auf den am 2
3.
August 2011 eingetroffenen Bericht der
E._
AG fest, es werde vom April bis Juli 2011 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert. Ab August 2011
sei
eine 20%ige Restarbeitsfähigkeit in
einer
leidensangepasste
n
Tätigkeit realistisch. Eine stufenweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozess werde gewünscht. Folgendes Ressourcenprofil könne erstellt werden: klar strukturierte Tätigkeiten ohne permanenten Zeit- und Termindruck, ohne hohen Publikumsverkehr, ohne Verantwortungsübernahme für Personen sowie Tätigkeiten
und
ohne hohe Anforderungen an die Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit
(
Urk.
11/44/4)
.
3.8
Mit einem weiteren Zeugnis vom
2.
September 2011 attestierten med.
pract
.
G._
und die Diplom-Psychologin
F._
vom Psychiatriezentrum
B._
der Versicherte
n
vom
1.
b
is zum 3
0.
September 2011 eine 30%ige Arbeitsun
fähig
keit
(
Urk.
11/25)
.
Sie
führten in ihrem Bericht
vom 24.
September 2012 eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10: F90), eine emo
tio
nal-instabile Persönlichkeitsstörung vom
Borderline
-Typ (ICD-10: F60.31), eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10: F33.4)
,
und psychische und Verhaltensstörungen durch
Cannabinoide
,
Abhängigkeits
syn
drom
, Teilremission (ICD-10: F12.201)
,
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
auf
(
Urk.
11/42/1-2).
Aus ihrer Sicht sei die Versicherte ab dem
8.
S
eptember 2012 langfristig zu 50
% arbeitsunfähig. Ob sie ta
tsächlich 50
%
arbeiten könne,
lasse sich im Rahmen der Behandlung nicht beurteilen
und sollte gesondert durch eine Massnahme überprüft werden
. Auch in einer behinderungsangepasste
n
Tätig
keit sollte die Versicherte maximal vier Stunden täglich arbeiten; ob dies tat
sächlich möglich sei, bleibe offen
(Urk.
11/42/3
-4
).
3.9
In einer weiteren Stellungnahme vom
4.
Oktober 2012 vertrat
Dr.
I._
vom RAD die Auffassung, es erübrigten sich Ergänzungen zu
ihrer
umfassen
den Stel
lungnahme vom
1.
September 201
1.
Darin seien
eine stark einge
schränkte Leistungsfähigkeit in alle
n
Tätigkeiten
und eine
80%ige Arbeitsun
fähigkeit in allen Tätigkeiten ab August 2011
beschrieben
worden
. Berufliche Massnahmen einzuleiten
sei
sinnvoll,
danach könnte
die Restarbeitsfähigkeit möglicherweise bis auf 50
%
gesteigert werden
.
Das Ressourcenprofil
habe
Dr.
I._
bereits
formuliert
(
Urk.
11/44/5).
4.
4.1
Zur weiteren Entwicklung der medizinischen Ve
rhältnisse lässt sich den Akten
entnehmen, dass
sich
die Versicherte
seit Januar 2013 von
Dr.
med.
J._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, hausärztlich
behandeln liess
(
Urk.
11/63/1). Diese
untersuchte die Versicherte ihrem Bericht vom Mai 2014 zufolge letztmals am 2
6.
November 2013 (
Urk.
11/63/1, vgl. das
Akten
verzeichnis
). In demselben führte
Dr.
J._
unter anderem eine exokrine Pankreasinsuffizienz mit chronischer Diarrhoe als Diagnose mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (
Urk.
11/63/1). Sie beurteilte
die Ver
sicherte
indessen
vor allem aus psychischen Gründen als arbeitsunfähig
(Urk.
11/63/2).
4.2
Aus dem
Austrittsbericht
zur
ambulanten
Behandlung in der
E._
AG
vom
4.
März 2014
geht hervor,
dass
die Versicherte
neben der pharmakolo
gischen Behandlung Einzeltherapie nach DBT
erhalten
und
ein Jahr
lang i
n einer
Skillsgruppe
teilgenommen
hatte.
A
ktuell
nehme sie
i
n
einer ADHS-Gruppe teil. Sie sei sensibler für selbstschädigen
de
s Verhalten geworden
und erkenne dieses schneller
. Sie versuc
he, ihm aktiv entgegenzusteuern.
S
ie erleide jedoch immer wieder Rückfälle mit Cannabiskonsum
, wobei sie diesbezüglich reflektierter sei und die Konsumphasen seltener
aufträten
und kürzer
ausfielen
. Aktuell stünden in der Therapie zwischenmenschliche Beziehungen und die Arbeit an den rigiden, zwanghaften Gedanken- und Verhaltensm
uster
n der Versicherten im Vordergrund. Die pharmakologische Behandlung und die
Ein
zeltherapie
in
der
E._
AG würden beendet, da die Therapeutin der Versicherten ihren Arbeitsplatz wechsle und die Patientin sich
dazu entschieden habe, sich bei ihr
weiterbehandeln zu lassen. Die ADHS-Gruppe werde die Ver
sicherte noch bis
zum Abschluss der Gruppe, voraussichtlich Ende Mai 2014,
in der
E._
AG besuchen
(Urk.
11/63/6-7)
.
4.3
Die Diplom-Psychologin
F._
und
Dr.
med.
K._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
bestätigten in ihrem
Bericht vom
2
3.
Mai 2014
die
im Bericht
des Psychiatriezentrums
B._
vom 2
4.
September 2012
– unter anderem von
der Diplom-Psychologin
F._
–
gestellten
Diagnosen (Urk.
11/64/1). Die Versicherte sei langfristi
g zu 100
%
arbeitsunfähig (Urk.
11/64/2-3). Es sei nicht absehbar, ab wann sie eine
behinderungs
ange
passte
Tätigkeit
werde
ausüben könne
n
(
Urk.
11/64/3).
4.4
Dem Bericht von
Dr.
J._
vom Februar 2015 zufolge war die Ver
sicherte aufgrund ihrer psychischen Instabilität arbeitsunfähig (
Urk.
1
1/75, vgl. das Aktenverzeichnis).
4.5
Die Diplom-Psychologin
F._
und
Dr.
K._
hielten in ihrem Verlaufsbericht vom
2.
März 2015 erneut die bereits gestellten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit fest
, wobei sie aktuell eine Abstinenz von
Cannabinoiden
vermerkten
(
Urk.
11/78/5). Es bestehe unverändert eine langfristige 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
11/78/5-6).
4.6
In seinem psychiatrischen Gutachten vom
5.
August 2015 führte
Dr.
A._
eine depressive Reaktion
(ICD-10: F43.21),
Januar 2011 bis Sommer 2012
,
als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf.
Ohne anhaltende Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien die folgenden Diagnosen:
-
Cannabisabhängigkeitssyndrom, gegenwärtig abstinent (ICD-10: F12.20)
-
Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung, gemäss Akten (ICD-10: F90.0)
-
Akzentuierte Persönlichkeitszüge mit ängstlichen Anteilen (ICD-10: Z73.1)
-
Status nach
Polytoxikomanie
(ICD-10: F12.20).
Seit Sommer 2012 bestünden keine anhaltenden beziehungsweise relevanten psychischen Beeinträchtigungen mehr. Die Versicherte sei voll arbeitsfähig. Die Funktionen seien kaum eingeschränkt, die Belastbarkeit nur wenig herab
ge
setzt. Es wirkten sich vor allem die ungünstigen krankheitsfremden Faktoren
aus
, wie der Status nach Trennung vom Partner, langjährige Arbeitsuntätigkeit, Rückzug in
die
therapeutische und kreative Welt und fehlende Motivatio
n zur Aufnahme einer Arbeit
(
Urk.
11/92/11).
4.7
Am 2
3.
November 2015
nahmen die Diplom-Psychologin
F._
und
Dr.
K._
Stellung zum psychiatrischen Gutachten. Sie legten dar, weshalb es ihrer Auf
fassung nach mit Mängeln behaftet sei
,
und hielten an ihrer eigenen Einschät
zung fest (
Urk.
11/104).
5.
5.1
Strittig und zu prüfen ist, ob auf das psychiatrische Gutachten von
Dr.
A._
vom
5.
August 2015
(
Urk.
11/92)
abgestellt werden kann
(
Urk.
1 und
2)
.
5.2
Das zur Diskussion stehende Gutachten basiert auf
der fachärztlichen Unter
suchung der Beschwerdeführerin am
2
9.
Juni 2015
(Urk.
11/92/1). Es
wurde in Kenntnis der medizinischen
Vorakten
erstattet (Urk.
11/92/1-4
). Die gestellten Fra
ge
n beantwortet es umfassend. Überdies setzt es sich de
tailliert mit anders
lau
tenden Beurteilungen, namentlich
mit
d
en von einigen der Behandler gestell
ten Diagnosen einer Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) und einer emotional-instabilen Persönlichkeitsstörung vom
Bo
r
derline
-Typ
, auseinan
der.
5.3
Gegen das Gutachten wurde vorgebracht,
die Untersuchung habe lediglich rund 1 1⁄2 Stunden gedauert, womit eine korrekte Beurteilung der komplexen Symp
tomatik nicht gewährleistet sei (
Urk.
1 S. 2,
11/104/1
,
11/104/6
und 11/105/1
). Hierzu ist generell
festzuhalten, dass ein Gutachter eine Explo
randin in der Regel nur für eine beschränkte Zeit sieht und sich aus der Anzahl und der Dauer der geführten Gespräche oder durchgeführten Untersu
chungen keine Rück
schlüsse auf die Wertigkeit eines Gutachtens ziehen lassen. Einen
krankheits
wertigen
Befund oder das Feh
len eines solchen kann ein erfahrener Diagnos
tiker ohne
Weiteres
auch nach einem einmaligen Gespräch beziehungsweise einer Untersuchung feststellen. Eine Mindestdauer ist dabei nicht zwingend ein
zuhalten
(vgl. die Urteile des Bundesgerichts
8C_660/2013 vom 1
5.
Mai 2014
E. 4.2.3
und 9C_671/2012 vom 1
5.
November 2012 E. 4.5
, je
mit Hinweis)
. Vorlie
gend kommt hinzu, dass
Dr.
A._
eine umfangreiche Kranken
-
geschichte
zur Verfügung stand, mit der er
sich vorbe
reiten und die
er
in
seine
Be
urteilung miteinbeziehen konnte. Darüber hinaus lässt sich seinen gutachterlichen Aus
führungen ent
nehmen, dass die Beschwerdeführerin ihre aktuellen Beschwerden und deren Behandlung, ihre sozialen Verhältnisse, ihre
n
Tagesablauf etc. einge
hend schilderte. Es fand eine ausführliche Anamnese und Befunderhebung statt (vgl. Urk.
11/92/4-8
).
Das Gutachten gibt in diesem Punkt folglich zu keinen Beanstandungen Anlass.
5.4
Des Weiteren wurde gerügt,
Dr.
A._
habe die Diagnosen einiger langjähri
ger Behandler in Frage gestellt, ohne Zusatzuntersuchungen durchzuführen (
Urk.
11/104/1
,
11/104/6
und 11/105/1
). Dem ist entgegen
zuhalten, dass dem Experten bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden ein weiter
Ermes
sensspielraum
zukommt und es nicht zwingend notwendig ist, dass der (psychi
atrische) Gutachter Zusatzuntersuchungen anordnet (vgl. das Urteil des Bundes
gerichts 8C_660/2013 vom 1
5.
Mai 2014 E. 4.2.3 mit Hinweis).
Es trifft zwar zu, dass sich
Dr.
A._
der (erst) im Rahmen des stationären Aufenthalts
vom
1
5.
April bis zum 2
8.
Juli 2011
in der
E._
AG
gestellten Diagnose einer rezidivierenden depressive
n
Störung
–
bestehend seit 2001 (
Urk.
11/23/6) –
nicht angeschlossen hat (
Urk.
11/104/1; vgl. Urk. 11/92/8
).
Die
fragliche
Diagnose
wurde im Bericht der
E._
AG vom August 2011 weder näher begründet noch mit entsprechenden fach
ärzt
lichen Vorberichten untermauert (
Urk.
11/23, vgl. insbesondere
Urk
.
11/23/7
).
Aus
dem Bericht der Klinik
E._
vom
6.
Mai 2003
, welcher
Dr.
A._
zur Beurteilung zur Verfügung stand (
Urk.
11/92/2),
ergeben sich
keine
rlei
Hin
weise auf eine
seit 2001 oder bereits früher bestehende
depressive Problematik (
Urk.
11/11
/18-20
).
In demselben wurde ferner festgehalten
, dass die
Versicherte seit dem Jahr 2000 lediglich sechs Sitzungen bei
Dr.
L._
absolviert
hatte
(Urk. 11/11/18)
, was gegen einen gravierenden psychischen Leidensdruck spricht
.
Vor diesem Hintergrund und
insbesondere
unter Berücksichtigung der mit den Akten übereinstimmenden Angaben
der Beschwerdeführerin, 2011
sei
ein schlimmes Jahr für sie gewesen, da die Trennung von ihrem Ehemann erfolgt sei, sie ihren Hund habe einschläfern lassen müssen und Probleme am Arbeits
p
l
atz bestanden hätten (
Urk.
11/92/5
; vgl.
Urk.
11/9/7, 11/12/9, 11/13/2, 11/17/1 und 11/23/6-7
), erscheint es
als
nachvollzie
hbar und schlüssig, dass Dr.
A._
eine Anpassungsstörung mit depressiver Reaktion gemäss ICD-10: F43.21 diagnostizierte.
Ebenso
leuchtet es ein, dass die nach Sommer 2012 erhobene Psychopathologie keine relevante Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit
wegen einer depressiven Störung mehr begründete (Urk.
11/92/9-10; vgl.
Urk.
11/64/2 und 11/78/5
)
.
Entgegen der von Seiten der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung ist es auch nicht zu beanstanden, dass die Beurteilung
Dr.
A._
s nicht auf
von ihm persönlich durchgeführten
Untersuchungen (zwischen Januar 2011
und Sommer 2012) beruhte (Urk.
11/104/1-2
und 11/104/6
), standen ihm dafür doch
die Beschreibungen der damals erhobenen Symptomatik der diversen Behandler zur Verfügung
(Urk.
11/9/8 = 11/11/2,
11/13/2-3, 11/16/2
, 11/23/7
und
11/42/3
)
.
Das
s
elbe gilt bezüglich des Zeitraums zwischen Sommer 2012 und dem Zeitpunkt der gutachterlichen Untersuchung (
Urk.
11/64/2
und
11/78/5
).
Soweit die Ausführungen
Dr.
A._
s zur im
Raum stehende
n
ADHS-Diag
nose
beanstandet wurden (
Urk.
11/104/2), ist zu bemerken, dass
sich dieselben
mit der Aktenlage decken
(vgl. insbesondere
Urk.
11/9/8
,
11/11/20
und 11/23
)
.
Es mag zutreffen, dass
Dr.
A._
Zweifel hinsichtlich der von einigen der Behandler (
relativ
spät) gestellten Diagnose hegte (
Urk.
11/92/9), er schloss eine entsprechendes Leiden indessen nicht aus (
Urk.
11/92/2). Es spielt deshalb auch keine Rolle
, ob
er
von den Resultaten
der gemäss der Diplom-Psychologin
F._
und med.
pract
.
G._
durchgeführten ADHS-Abklärung Kenntnis
hatte
(
Urk.
11/104/2).
Vielmehr ist entscheidend, dass die Behandlung mit
Concerta
den Angaben der Beschwerdeführerin zufolge die ADHS-Proble
matik zum Ver
schwinden
brachte
, wobei der
Medikamentenspiegel der am 29.
Juni 2015 ent
nommenen Blutprobe diesbezüglich unte
r dem
Referenz
bereich
lag (Urk.
11/92/9).
Das Fehlen der letztgenannten Angaben wurde
zu Unrecht moniert (
Urk.
1 S. 2 f. und
11/104/4),
da dieselben
im dem
Gutachten
ange
hängten
Ber
icht der MCL vom 1.
Juli 2017
aufgeführt
sind
(vgl. Urk. 11/92/17,
Methylphenidathydrochlorid
).
Auch von Seiten der Behandler wurde eine Ver
besserung unter der Anwendung von
Concerta
beschrieben (Urk. 11/42/2).
Es kommt hinzu
, dass
Dr.
A._
bei der Begutachtung
keine
Funktionsein
schränkungen
erhoben hat
, welche
die
Arbeits- und Leistungsfähigkeit beein
trächtige
n
. Unter diesen Umständen
hatte
er
auch
nicht näher zu prüfen,
ob die fragliche
diagnostische Einordnung
tatsächlich korrekt ist
, kommt der gestellten Diagnose allein doch keine wesentliche Bedeutung zu
(vgl. das Urteil des Bun
desgerichts 9C_671/2
012 vom 15. November 2012 E.
4.3 mit Hinweis).
Bezüglich
der
Diagnose einer Persönlichkeitsstörung vom
Borderline
-Typ gemäss ICD-10: F60.31 erkannte
Dr.
A._
sodann zutreffend, die Beschwer
deführerin habe erklärt, sie verspüre kein häufiges Gefühl innerer Leere, sie habe sich nie absichtlich verletzt oder geschnitten und sie habe stabile Bezie
hungen zu ihren Partnern gehabt
, womit relevante Symptome fehlten (Urk. 11/92/6
und 11/92/10
).
Seine Feststellung
,
(erst)
2011
sei
bloss
eine ent
sprechende Verdachtsdiagnose gestellt
worden (
Urk.
11/92/10), ist korrekt (Urk.
11/9/8 = 11/11/2, 11/11/20, 11/13/1
und
11/16/2
).
In diesem Zusammen
hang ist zu be
tonen
, dass
Dr.
C._
im Februar 2011 keine entsprechenden Abklärungen veranlasst hätte, wenn
die betreffende
Diagnose fachärztlich
zuvor
bereits einmal gestellt worden wäre (vgl. Urk. 11/9/7-9).
Einige Zeit
später, namentlich 2012, wurde
von med.
pract
.
G._
und der Diplom-Psycho
login
F._
hinsichtlich dieses Leidens eine Erstdiagnose gestellt (Urk. 11/42/1). Es erscheint nachvollziehbar, dass es als unwahrscheinlich betrachtet werden muss,
dass diese Störung bis 2011 niemandem aufgefallen oder erst danach entstan
den ist (
Urk.
11/92/10). Dies muss umso mehr gelten, als die Beschwerdeführe
rin Jahre zuvor psychiatrisch-psychotherapeutisch behandelt wurde, ohne dass entsprechende Feststellungen gemacht wurd
en (vgl. Urk.
11/11/18-20
). Die Beschwerdeführerin
vermag daher nichts aus ihrem Einwand abzuleiten
, das Fehlen von entsprechenden psychiatrischen Untersuch
ungen, Diagnosen oder Behandlungen sei nicht per se ein
Ausschluss
kriterium
für das Vorliegen einer Störung (
Urk.
11/104/2)
, hatten doch nachweislich fachärztliche Abklärungen stattgefunden
.
Ebenso wenig ist der von Seite
n
der Beschwerdeführerin
vert
r
e
tenen Auffassung zu folgen,
Dr.
A._
habe
die
vielen Arbeitsplatzwechsel und
die
berufliche Laufbahn nur unzureichend berücksichtigt (
Urk.
11/104/5). Immerhin war
die Beschwerdeführerin
während mehreren Jahren dazu in der Lage,
im selben Anstellungsverhältnis als Hauswartin tätig zu sein, zuletzt auch mit einem Pensum von 100
%
(Urk. 11/4/6 und 11/12
).
Mit Bezug auf den
erhobenen Medikamentenspiegel betreffend
Quetiapin
bleibt ferner zu bemer
ken, dass
Dr.
A._
richtig erkannte, er liege weit unter dem Referen
zwert (
Urk.
11/92/10; vgl. Urk.
1/92/17,
Quetiapin
).
5.5
Der Vorwurf,
Dr.
A._
habe
in seinem Gutachten
fälschlicherweise
festgehal
ten
, die Heroin- und Kokainabhängigkeit habe von ca. 1979 (statt 1989
)
bis 1996 gedauert
, trifft zu
(
Urk.
1 S. 2 und 11/104/4; vgl.
Urk.
11/92/9)
. Hierbei handelt es sich jedoch um einen offensichtlichen Verschrieb, der
weder den
Beweiswert des Gutachtens
zu schmälern noch
die ansonsten korrekten und schlüssigen Darlegungen
Dr.
A._
s in Frage zu stellen vermag. Ebenso wenig kommt es darauf an, ob die Beschwerdeführerin
im Zeitpunkt der Begut
achtung
einmal pro Monat oder einmal pro Woche ihre psychologische Betreu
erin auf
suchte (
Urk.
1 S. 2 und
11/104/4; vgl. Urk.
11/92/6 und 11/92/10). Diesbezüglich ist zu bemerken, dass die erstgenannte Angabe von der Beschwe
rdeführerin selbst stammt (Urk.
11/92/6), während die
zweit
ge
nannte
d
em Bericht der Behandler vom 2.
März 2015 entnommen wurde (Urk.
11/78/6).
5.
6
Zusammenfassend bleibt zu bemerken, dass nichts vorgetragen wurde, was das psychiatrische Gutachten von Dr.
A._
vom
5.
August 2015
als
nicht schlüssig er
schei
nen liesse oder sonst in Zweifel zu ziehen vermöchte. Ebenso wenig ist etwa
s Derartiges aus den Akten ersicht
lich. Vielmehr erfüllt das Gut
achten sämtli
che von der Rechtsprechung statu
ierten Anforderungen an ein medizi
ni
sches Gutachten (vgl. auch BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a). Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht darauf abgestellt.
6.
6.1
Mit dem Gutachten von
Dr.
A._
vom
5.
August 2015 ist ausgewiesen, dass sich der psychische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin zwischen Januar 2011 und Som
mer 2012 massiv verbessert hat und sie seither wiede
r zu 100
%
arbeitsfähig
ist
. Da diese Änderung vor Erlass der rentenzusprechenden Verfü
gung
a
m
1
9.
Februar 2013 (
Urk.
11/55)
eingetreten ist,
kann
ihr
revisionsrecht
lich
keine Relevanz zu
kom
m
en
. Dies wurde auch von der Beschwerdeführerin richtig erkannt
(
Urk.
1 S. 3 f.)
.
6.2
Es
ist daher
zu prüfen, ob die Voraussetzungen für eine wiedererwägungsweise Rentenaufhebung gegeben sind
(
vgl. auch
Urk.
10)
. Das Erfordernis der zwei
fellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine
Leistungszusprache
aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller
Anspruchsvoraus
set
zungen
liegt, deren Beurteilung notwendigerweise
Ermes
senszüge
aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststel
lung solcher
An
spruchsvoraussetzungen
(Invaliditätsbemessung,
Arbeitsun
fähigkeits
schätzung
, Beweiswürdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hinter
grund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräftigen
Leistungs
zusprechung
darbot, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrich
tigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein ein
ziger Schluss - derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung - denkbar (vgl. anstatt vieler das Urteil des Bundesgerichts 9C_215/2015 vom 10. Juni 2015
E. 2 mit zahlreichen Hin
wei
sen).
Dies trifft unter anderem zu, wenn der Verfügung e
i
n unhaltbarer Sachverhalt zugrunde gelegt wurde, insbesondere, wenn eine klare Verletzung des U
ntersuchungsgrundsatzes zu einer
unvollständigen
Sach
verhalt
sabklärung
führte (vgl. die
Urteil
e
des Bundes
-
gerichts
9C_201/2016 vom 1
8.
Juli 2017 E. 4.3 und
9C_692/2014 vom 2
2.
Januar 2015 E. 2
, je
mit Hin
weisen).
6.3
Die
Rentenzusprache
ab April 2012
beruhte auf d
en Stellungahmen des RAD vom 1.
September 2011 und
4.
Oktober 2012 (vgl. das Fest
stellungsblatt für den Beschluss vom 2
2.
Oktober 2012,
Urk.
11/44).
Gemäss
Art.
59 Abs. 2
bis
IVG
stehen die interdisziplinär zusammengesetzten regionalen ärztlichen Dienste (RAD) den IV-Stellen zur Beurteilung der medizi
nischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Artikel 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder
Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid unabhängig
(
Art.
59 Abs. 2
bis
IVG)
.
Die RAD können bei Bedarf selber ärztliche Untersuchungen von Versicherten durchführen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (
Art.
49
Abs.
2 der Verordnung über die Invalidenversicherung, IVV).
Überdies
stehen
die RAD
den IV-Stellen beratend zur Verfügung (
Art.
49
Abs.
3 IVV).
Bei den
der
Rentenzusprache
zugrunde gelegten
Stellungnahme
n
des RAD han
delt es sich nicht um Untersuchungsbericht
e
im Sinne von
Art.
49 Abs. 2 IVV,
da
Dr.
I._
die
Versicherte
nicht persönlich untersuchte. Ihre Stellung
nahmen sind daher lediglich als
Bericht
e
gemäss
Art.
49 Abs. 3 IVV
zu qualifi
zieren
. Mit solchen ist der anderwei
tig erhobene medizinische Sachverhalt durch den RAD zusammenzufassen und zu würdigen, wozu es auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei (vgl.
BGE 142 V 58 E. 5.1 und
das Urteil des Bundesgerichts I 143/07 vom 14. September 2007 E. 3.3).
6.4
Die erste
RAD-
Stellungnahme bezog sich auf den Bericht der
E._
vom August 2011 (
Urk.
11/44/4 und 11/23, vgl. auch das Aktenverzeichnis), gemäss welchem die bisherige Tätigkeit aus medizinischer Sicht als
zu 60 bis 80
% zumutbar beurteilt und ein stufenweiser Wiedereinstieg
–
ab dem 2.
August
2011 mit einem Pensum von 20
%
–
empfohlen wurde (Urk. 11/23/9). Die Schlussfolgerung, es bestehe ab August 2011 lediglich eine 20%ige Arbeitsfähigkeit in einer behinderungsangepassten Tätigkeit,
steht nicht nur im Widerspruch zum erwähnten Bericht, sondern auch zum Arztzeugnis vom 9. August 2011, gemäss welchem
für die Dauer vom 30. Juli bis zum 31. August 2011
bloss
eine 30%ige Arbeitsunfähigkeit
vorlag
(
Urk.
11/16/4).
Andere Ein
schätzungen der Arbeitsfähigkeit waren keine vorhanden.
Damit beruht die Stellungnahme des RAD auf einer aktenwidrigen Annahme.
Auch die zweite Stellungnahme,
wonach
seit August 2011 für sämtliche Tätigkei
ten eine 80%ige Arbeits
un
fähigkeit bestand (
Urk.
11/44/5), erweist sich als aktenwidrig. Gemäss Arztzeugnis
vom
2.
September 2011
war die Ver
sicherte
vom
1.
bis zum 3
0.
September 2011
bloss zu
30
%
a
rbeitsunfähig (
Urk.
11/25).
Ab dem
8.
September 2012
wurde der Versicherten
– mit deren Einverständnis –
eine
50%
ige
A
rbeitsunfähig
keit in der angestammten und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit attestiert
, gleichzeitig aber
eine weitere Abklärung diesbezüglich empfohlen
(Urk. 11/42/3-4).
Eine aussagekräftige ärzt
liche Stellungnahme zur Arbeitsfähigkeit, insbesondere ab April 2012, lag damit nicht vor. Ebenso wenig liess sich eine solche den weiteren Akten entnehmen.
Dementsprechend konnte sich der RAD im Rahmen sein
er Würdigung über
haupt nicht zu
einer Arbeitsunfähigkeitsbeurteilung äussern. Er wäre daher dazu gehalten gewesen, zusätzliche Abklärungen zu empfehlen.
Unter den geschilderten Umständen erscheint es als offensichtlich unrichtig, dass die Beschwerdegegnerin damals auf die Stellungnahme
n
des RAD abstellte und die Beschwerdeführerin
als in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu
2
0 % arbeitsfähig beurteilte.
Es
ist ihr
sowohl eine
Aktenwidrigkeit
als auch
ein offensichtlich unzulässiger Verzicht auf ergänzende Abklärungen
, mithin eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes
vorzuwerfen.
6.5
Bei zweifelloser Unrichtigkeit der ursprünglichen Rentenverfügung infolge Verlet
zung des Untersuchungsgrundsatzes erübrigt es sich, den damals rechts
erheblichen Sachverhalt weiter abzuklären und auf dieser nunmehr hinreichen
den tatsächlichen Grundlage den Invaliditätsgrad zu ermitteln. Abgesehen davon,
dass
Abklärungen
betreffend einen weiter zurückliegenden Zeitraum
häufig keine verwertbaren Ergebnisse zu liefern vermögen, geht es im
hier zu beurteilenden
Kontext darum, mit Wirkung ex
nunc
et pro
futuro
einen
rechts
konformen
Zustand herzustellen (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 9C_19/2008 vom 29. April 2008 E. 2.1 mit Hinweis). Es spielt deshalb
–
entgegen der von Seiten der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung
–
keine Rolle, ob die damals geboten gewesenen weiteren Abklärungen wie behauptet mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit ein positives Resultat für sie ergeben hätten (
Urk.
13 S. 1). Ebenso wenig kommt es darauf an, dass die Beschwerdeführerin keine Schuld an den damaligen Versäumnissen, das heisst an der Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes trifft (
Urk.
13 S. 2).
6.6
Nach dem Gesagten ist gestützt auf das Gutachten von Dr.
A._
vom 5. August 2015
aus psychiatrischer Sicht
von einer vollen Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin seit Sommer 2012 auszugehen. Eine seit der Begutachtung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 31. März
2016 eingetretene Verschlechterung ihres Gesundheitszustands wurde von der Beschwerdeführerin weder behauptet noch ergibt sich eine solche aus den Akten (vgl.
Urk.
3,
11/104
und 18).
Mit Bezug auf den physischen Gesundheitszustand ist
der Vollständig
keit halber zu bemerken, dass die Beschwerdeführerin zu Recht nicht vorbringen liess, ihre Arbeitsfähigkeit sei
im hier zur Diskussion stehende
n
Zeitraum bis zum 3
1.
März 2016
aus somatischen Gründen in invaliditätsrelevanter Weise beeinträchtigt
gewesen
(
Urk.
1, 13 und 17).
In diesem Zusammenhang
ist her
vorzuheben, dass die im
ärztlichen
Bericht
vom 26. November 2013 erstmals
aufgeführte
exokrine Pankreasinsuffizienz mit chronischer Diarrhoe (
Urk.
11/63/1) medikamentös behandelbar und
bei entsprechender Medikation
mit keinen weiteren Problemen verbunden ist
(vgl. das
Urteil des Bundesge
richts I 63/07
vom 1
8.
Januar 2008 E. 5.1 mit Hinweisen
; vgl. auch
Urk.
11/63/2
und 18 S. 1
)
.
6.7
Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerdegegnerin die Invalidenrente mit der angefochtenen Verfügung vom 3
1.
März 2016 zu Recht aufgehoben hat, zumal eine Berichtigung im Hinblick auf
die
periodischen Rentenleistungen von erheblicher Bedeutung
war
(BGE 140 V 85 E. 4.4). Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Beschwerde
führerin
aufzuerlegen
, zufolge gewährter
unentgeltlicher Prozessführung (Urk. 12) jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen
.