# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 89f2d37c-a1d1-459e-90c2-fbb62cace96b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1959, meldete sich am 18. März 2005
unter Hin
weis auf
ein psychisches Leiden bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbe
zug an (Urk. 9/7). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach ihm mit Verfügung vom 8. November 2005 bei einem Invaliditätsgrad von 100 % eine ganze Rente ab 1. März 2005 zu (Urk. 9/27; vgl. Urk. 9/23).
1.2
Im September 2008 leitete die IV-Stelle eine Rentenrevision ein (vgl. Urk. 9/62). Per 1. November 2008 zog der Versicherte in die Türkei, womit neu die IV
Stelle für Versicherte im Ausland für ihn zuständig war (vgl. Urk. 9/69). Mit Vorbescheid vom 12. August 2010 stellte die IV-Stelle für Versicherte im Aus
land die Aufhebung der Rente in Aussicht (Urk. 9/102). Nach Einwand des Ver
sicherten (Urk. 9/110) holte die zuständige IV-Stelle ein polydisziplinäres Gut
achten des Y._ ein, das am 10. Mai 2012 erstattet wurde (Urk. 9/141). Nach ergangenem Vorbescheid (Urk. 9/156) hob die IV-Stelle für Versicherte im Aus
land die bisher ausgerichtete Rente mit Verfügung vom 2. November 2012 auf (Urk. 9/157). Dagegen erhob der Versicherte am 10. Dezember 2012 Beschwerde (Urk. 9/171/21-33). Ab dem 15. Dezember 2012 hatte der Versicherte wieder Wohnsitz in der Schweiz (vgl. Urk. 9/172). Mit Urteil vom 3. Oktober 2013 (Urk. 9/179) wies das Bundesverwaltungsgericht die Streitsache zur Veran
lassung weiterer medizinischer Abklärungen und zum Erlass einer neuen Verfü
gung an die Vorinstanz zurück.
1.3
In der Folge holte die nunmehr wieder zuständige Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, weitere medizinische Berichte sowie ein polydis
ziplinäres Gutachten der Ärzte der Z._ ein, das am 26. März 2015 erstat
tet wurde (Urk. 9/201 S. 2 ff.). Mit Verfügung vom 12. Oktober 2016 erteilte sie
Kostengutsprache
für ein
Belastbarkeitstraining (
Urk.
9/2
14
),
welches schliess
lich
aus gesundheitlichen Gründen beendet
wurde
(
Urk.
9/222)
. Nach durchge
führtem Vorbescheidverfahren
(
Urk. 9/227
;
Urk. 9/233
)
hielt die IV
Stelle mit Verfügung vom 21. Juni 2017 an der Aufhebung der bisher ausgerichteten Ren
te per 1. Januar 2013 fest (Urk. 9/238 = Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
21. August 2017
Beschwerde
(Urk. 1)
gegen die Ver
fügung vom 21. Juni 2017 und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm zumindest eine halbe Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei seine gesund
heitliche Einschränkung anhand eines neuen fachärztlichen Gutachtens abzu
klären (Urk. 1 S. 2 Ziff. 1). In formeller Hinsicht beantragte er die unentgeltliche Prozessführung und Rechtsvertretung (Urk. 1 S. 2 Ziff. 2 und 3).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 25. September 2017 (Urk. 8) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 25. Oktober 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 10).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare
Eingliederungsmassnahmen wieder
herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsren
te und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revi
sionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige Ein
spracheentscheid, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.5
In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auf
tragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behand
lung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unterschiedliche Natur von Behandlungsauftrag de
r therapeutisch tätigen (Fach
)
Person einer
seits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Exper
ten anderseits (BGE 124 I 170
E. 4
) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichts
gutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anders
lautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Ein
schätzungen wichtige
–
und nicht rein subjektiver Interpretation entspringende
–
Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil
des Bundesgerichts
8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2
mit Hinweisen, u.a. auf
SVR 2008 IV Nr
. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]
).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Invalidenrente des Beschwerdeführers zu Recht per 1. Januar 2013 aufgehoben wurde.
2.2
Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) aus, dass gemäss Gutachten der Z._ kein psychiatrischer Gesundheitsschaden aus
gewiesen sei, der für die Invalidenversicherung relevant sei (S. 2 oben). Die Diagnose der Persönlichkeitsstörung sei gemäss ICD-Kriterien nicht plausibel, da sie die dafür notwendigen Erkennungsmerkmale nicht aufweise (S. 2 Mitte). Psychosoziale Belastungsfaktoren, wie sie beim Beschwerdeführer vorlägen, könnten dabei nicht berücksichtigt werden. Aus somatischer Sicht lägen zwar gewisse Beschwerden vor, eine angepasste Tätigkeit sei dem Beschwerdeführer jedoch zu 100 % zumutbar. Damit könnte er ein rentenausschliessendes Ein
kommen erwirtschaften (S. 2 oben).
2.3
Der Beschwerdeführer machte in der Beschwerde (Urk. 1) geltend, dass die Beschwerdegegnerin zwar auf das Gutachten der Ärzte der Z._ abstütze, jedoch dessen Ergebnisse ignoriere, wenn es um die Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit gehe. In Bezug auf den psychiatrischen Teil komme dem Z._-Gutachten voller Beweiswert zu (S. 5 Mitte). Es sei nicht nachvollziehbar, wes
halb die seitens der Gutachter eindeutig attestierte Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 50 % nicht gelten solle (S. 5 unten). In Bezug auf die Teilgutachten der Rheumatologie und der Inneren Medizin müsse es sich um Aktengutachten handeln, da er von den entsprechenden Gutachtern nicht persönlich untersucht worden sei. Entsprechend seien sie nicht verwertbar (S. 6 oben/Mitte).
3.
3.1
A._, Psychosomatische und Psychosoziale Medizin, nannte im Bericht vom 2. Juni 2005 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 9/15/5-7) die Diagnose einer chronisch-depressiven Entwicklung. Die dauernde Arbeits- und Erwerbsunfähigkeit betrage 80 % (S. 3 oben).
3.2
Dr. med. B._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte im Bericht vom 5. Juni 2005 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 9/16/5-6) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine depressive Störung sowie eine Persönlichkeitsstörung. Nach der Trennung von der Ehefrau vor einigen Jahren sei es zu einer depressiven Entwicklung mit sozialem Rückzug, Verlust des Lebenssinnes, Arbeitslosigkeit gekommen (S. 1 Mitte). Seines Erach
tens bestehe eine mindestens 75%ige Arbeitsunfähigkeit seit der ersten Kon
trolle bei ihm am 1. März 2004 (S. 2 oben).
3.3
Dr. med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Gutachten vom 23. September 2005 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 9/21)
folgende Diagnosen (S. 7 oben):
-
chronische schwere Depression
-
narzisstische Persönlichkeitsstörung
Dr. C._ führte aus, der Beschwerdeführer imponiere als narzisstische Persön
lichkeit. Hinweise auf diese seien neben den Idealisierungen die deutlich sicht
bare Kränkbarkeit, das Misstrauen und die starken Vergleiche mit anderen. Vor drei Jahren sei es innerhalb eines Monates zu zwei psychischen Schocks gekommen: Der Beschwerdeführer habe die Kündigung erhalten und die Ehe
frau habe sich von ihm getrennt, zugunsten eines Freundes von ihm. Dies seien subjektiv zwei persönliche Niederlagen gewesen, die der Beschwerdeführer auf
grund seiner narzisstischen Persönlichkeitsstörung als übermässige Kränkungen erlebt und psychisch nicht verkraftet habe (S. 7 Mitte). Es sei zu einer Depres
sion gekommen, die von Anfang an einen schweren Grad gehabt habe und bis heute trotz psychiatrischer Behandlung chronifiziert geblieben sei. Der Beschwer
deführer sei in eine starke Apathie geraten, unternehme praktisch nichts mehr, habe alle Interessen verloren, kaufe kaum selber ein und mache den Haushalt selber kaum (S. 7 unten). Aus psychiatrischer Sicht sei er g
enerell
zu über 75
%
arbeitsunfähig (S. 8 Mitte)
.
3.4
Im
Verlaufsgutachten
vom 22. April 2010 (Urk. 9/94) nannte Dr. C._ folgende Diagnosen (S. 8 oben):
-
chronisc
he Depression zur Zeit leichten Grades
-
narzi
sstische Persönlichkeitsstörung
-
arterielle Hypertonie, ar
teriosklerotische Herzkrankheit
Dr. C._ gab an, der Beschwerdeführer mache heute einen völlig anderen Ein
druck als bei der letzten Begutachtung im September 2005. Eine depressive Symptomatik sei gar nicht mehr erkennbar. Zeichen einer narzisstischen Per
sönlichkeitsstörung zeigten sich weiterhin in Form einer Kränkbarkeit, eines extremen Misstrauens und der Betonung der eigenen Leistungen (S. 8 oben). Die Verbesserung des psychischen Zustandes gehe sicher auf die verbesserten Lebensumstände zurück. Der Beschwerdeführer habe im Jahr 2007 wieder geheiratet und verstehe sich mit seiner heutigen Ehefrau gut. Diese überwache seine Behandlung, nehme ihm die Hausarbeit ab und animiere ihn zu körperli
chen Aktivitäten. An Residualbeschwerden der Depression gebe der Beschwer
deführer noch Schlaf- und Konzentrationsstörungen an (S. 8 unten). Er unter
nehme viele Aktivitäten: Schreiben eines Buches, Karten spielen in einem Lokal, Spazieren, Einkaufen, Musizieren, Arbeit in einem Rebberg. Auffällig sei ein hoher Alkoholkonsum (S. 9 oben).
Aus psychiatrischer Sicht bestehe zum heuti
gen Zeitpunkt eine Arbeitsunfähigkeit von weniger als 30 %; diese Beurteilung gelte generell für
alle
beruflichen Tätigkeiten (S. 9 unten).
3.5
Das Gutachten der Ärzte des Zentrums für Medizinische Begutachtung (Y._) vom 10. Mai 2012 (Urk. 9/141) basierte auf einer allgemeinmedizinischen und internistischen, einer rheumatologischen, einer kardiologischen und einer psychiatrischen Untersuchung sowie den vorhandenen Akten (vgl. S. 3 oben). Darin wurden folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt (S. 29 Mitte):
-
kombinierte und andere Persönlichkeitsstörungen im Sinne einer
-
primären narzisstisch-paranoiden Persönlichkeitsstörung und
-
sekundären andauernden Persönlichkeitsänderung nach Extrem
belastung
-
Störungen durch Alkohol,
regelmässiger Substanzgebrauch
-
chronisches lumbospondylogenes Syndrom links bei
-
degenerativen Veränderungen der LWS mit Diskusprotrusionen mit
-
begleitender Tonuserhöhung der paravertebralen Muskulatur rechts
betont
Die Ärzte des Y._ gaben an, der Beschwerdeführer sei sowohl aus rheumatolo
gischer Sicht wie auch aus internistischer und kardiologischer Sicht für die bis
her ausgeübte Tätigkeit als Soziologe oder Ethnologe in seiner Arbeitsfähigkeit nicht eingeschränkt. Bei notwendigem längerem Sitzen sei allenfalls von einem vermehrten Pausenbedarf von 20 % auszugehen. Es bestünden Limitationen für körperlich schwere, insbesondere rückenbelastende Tätigkeiten in Folge der rheumatologischen Befunde (S. 30 Mitte).
Das Hauptproblem bestehe eindeutig auf psychiatrischer Ebene. Primär handle es sich um eine intelligente, sehr narzisstisch strukturierte Persönlichkeit, die im Umgang als ein schwieriger Charakter zu bezeichnen sei. Dazu komme in Addi
tion das Erlebnis einer Inhaftierung mit Folterungen. Hier werde davon ausge
gangen, dass der Beschwerdeführer eine posttraumatische Belastungsstörung durchgemacht habe und heute noch Restsymptome mit einer Vermeidungshal
tung, Alpträumen, sozialen Phobien und gelegentlichen Flashbacks zeige (S. 30 Mitte). In den Jahren zwischen 2002 und 2004 habe er reaktiv eine schwere depressive Periode durchgemacht, an die er sich kaum mehr erinnern könne. Heute sei die depressive Symptomatik weniger ausgeprägt. Neben der depressi
ven Symptomatik fänden sich auch paranoische Symptome mit dem Gefühl, von seiner Umgebung beeinträchtigt, ungerecht behandelt zu werden und gegen diese Ungerechtigkeiten ankämpfen zu müssen (S. 30 unten). Als weiteres Prob
lem komme ein untauglicher Selbstheilungsversuch mittels Alkohol hinzu. Spo
radisch konsumiere er auch Haschisch (S. 30 f.). Des Weiteren habe der Beschwerdeführer in seiner Heimat keine realistischen Chancen, eine Stelle zu finden, die seiner Qualifikation entspreche. Dazu komme, dass er ein schwieri
ger Charakter sei, weshalb sich die Frage stelle, ob er einem Arbeitgeber zumut
bar sei (S. 31 oben). Somit gestalte sich die Gewichtung der Einschränkung der Arbeitsfähigkeit schwierig. Es sei zu befürchten, dass der Beschwerdeführer bei einer
Rentenaufhebung
oder einer Rentenkürzung wieder reaktiv vermehrt depressiv, eventuell
suizidal
werden könnte. Die Persönlichkeitsstörung stehe im Vordergrund, die depressiven Symptome seien nicht im Sinne einer eigen
ständigen depressiven Krankheit zu verstehen (S. 31 Mitte). Die Gutachter schätzten 50 % der Nichtarbeitstätigkeit als Folge der psychischen Krankheit und 50 % als sozial bedingt (S. 31 unten). Es liege eine höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als 30 % vor. Grundlegend sei die narzisstische paranoide Persönlichkeitsstörung, die nach wie vor vorhanden sei (S. 33 unten).
3.6
Dr. C._ hielt in der
Stellungnahme zum
Y._-Gutachten vom 27. August 2012 (Urk. 9/151/1-5)
an seiner Einschätzung fest
. Der hauptsächliche psychi
sche Grund für die frühere Arbeitsunfähigkeit, die depressive Störung, sei im Y._-Gutachten ebenfalls als nur noch leicht und nicht von Bedeutung ange
nommen worden (S. 2 oben). Der Psychiater des Y._ diagnostiziere ein Alko
holabhängigkeitssyndrom. Dies begründe er neben dem Sehen von komischen Dingen nur mit „einer gewissen Gesichtsrötung sowie einem leichten Tremor der Hände“. Diese Befunde hätten die übrigen Gutachter nicht aufgeführt. Auch lasse der Psychiater die Exploration von weiteren, mehr beweiskräftigen Symp
tomen einer Alkoholstörung ausser Acht (S. 3 Mitte). Zur Frage der Arbeitsfä
higkeit sei gar nicht Stellung genommen worden (S. 4 unten).
4.
Im
Urteil
des
Bundesverwaltungsgericht
s
vom
3.
Oktober 2013 (
Urk. 9/179) wurde ausgeführt, es sei zu prüfen, ob die IV-Stelle für Versicherte im Ausland den Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht per 1. Januar 2013 ver
neint habe (S. 10 Ziff. 4). Zeitlicher Referenzpunkt bilde die ursprüngliche ren
tenzusprechende Verfügung vom 8. November 2005 (S. 10 Ziff. 4.1). In somati
scher Hinsicht sei auf das Gutachten des Y._ vom 10. Mai 2012 abzustellen, was unbestritten sei (S. 11 Ziff. 4.4). In psychiatrischer Hinsicht lägen hinsicht
lich der Diagnosen wie auch der Arbeitsfähigkeitseinschätzung unterschiedliche fachärztliche Beurteilungen vor. Dr. C._ attestierte dem Beschwerdeführer eine Einschränkung von 30 %, während das Y._ von einer Einschränkung von 50 % ausgehe (S. 11 f. Ziff. 4.5). Insbesondere in Bezug auf die Diagnose der Störung durch Alkohol, die von den Gutachtern als mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit betrachtet werde, genüge das Gutachten des Y._ den rechtli
chen Anforderungen nicht. Nicht abgeklärt worden sei auch die Frage nach einer allfälligen Kausalität und Wechselwirkung zwischen Sucht- und psychi
scher Problematik (S. 13 Ziff. E. 4.5.2.1). Insgesamt könne zur Begründung einer Invalidität nicht auf die Diagnose einer Alkoholabhängigkeit abgestellt werden (S. 14 Ziff. E. 4.5.2.1 a.E.). Auch in Bezug auf die Auswirkungen der Persönlich
keitsstörung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers vermöge das Gut
achten des Y._ angesichts der ungeklärten Differenzen zur Einschätzung von Dr. C._ nicht vollends zu überzeugen (S. 14 Ziff. 4.5.2.2). Nebst diesen Unklarheiten und dem Umstand, dass keine einheitliche und verlässliche Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit vorliege, könne in psychiatrischer Hinsicht für die Ermittlung der Invalidität des Beschwerdeführers nicht auf das Gutachten des Y._ abgestellt werden. Da sich anhand des Gutachtens von Dr. C._ die psy
chische Entwicklung des Beschwerdeführers vom 13. April 2010 bis zum 2. November 2012 nicht beurteilen lasse, sei mithin festzuhalten, dass der mass
gebende Sachverhalt nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit feststehe (S. 15 Ziff. 4.5.3). Eine Rückweisung der Sache an die Vorinstanz zu weiteren Abklärungen sei möglich, da sie insbesondere in der notwendigen Erhebung der bisher ungeklärten Fragen nach einer allfälligen Kausalität und Wechselwirkung zwischen Sucht- und psychischer Problematik und den Auswirkungen auf die Arbeits- respektive Leistungsfähigkeit begründet liege (S. 15 f. Ziff. 5).
5.
5.1
Die nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts eingegangenen Berichte geben über den Gesundheitszustand des Beschwerdeführers folgendes Bild:
5.2
Dr. med. D._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, nannte im Bericht vom 25. Juni 2014 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 9/186/5-7) folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
-
chronifizierte depressive Störung, schwankend zwischen mittelgradigen und schweren Perioden, mit somatischem Syndrom
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung (narzisstische Persönlichkeitsstörung und paranoide Persönlichkeitsstörung)
Dr. D._ führte aus, die schwierige Manifestation beider Krankheiten hätte den Beschwerdeführer trotz seines langen Studiums und seines errungenen sozialen Status daran gehindert, eine erfolgreiche Karriere zu verfolgen. Das Gefühl der Niederlage sowie die depressive Weltsicht hätten sich bereits etabliert. Der Krankheitsverlauf habe sich mittlerweile bereits chronifiziert. Der Beschwerde
führer sei aus psychiatrisch-psychotherapeutischen Gründen zumindest 70 % arbeitsunfähig (S. 3 oben).
5.3
Dr. med. E._, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, nannte im Bericht vom 1. Juli 2014 zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 9/187) folgende Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
-
chronisches lumbospondylogenes Syndrom bei/mit DH L4/5 links
-
depressive Störung mittleren Grades
-
koronare Herzkrankheit bei/mit Status nach 2x Herzinfarkt 2008/2010
Dr. E._ führte aus, der Beschwerdeführer leide seit langer Zeit unter chronischen lumbalen Schmerzen rechts. Frühere Therapien hätten keine Besse
rung seiner Schmerzen gebracht (Ziff. 1.4). Sie attestierte dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsunfähigkeit seit mindestens Januar 2013 (Ziff. 1.6).
5.4
Das polydisziplinäre Gutachten der Ärzte der Z._ vom 26. März 2015 (Urk. 9/201 S. 2 ff.) basierte auf einer internistischen, einer rheumatologischen und einer psychiatrischen Untersuchung sowie den vorhandenen Akten (vgl. S. 1 und S. 6). Darin wurden folgende Hauptdiagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt (S. 12 Mitte):
-
lumbospondylogenes Reizsyndrom rechts
-
narzisstische Persönlichkeitsstörung
-
rezidivierende depressive Störung, zurzeit leichte Episode
Aus internistischer Sicht wurde aktenanamnestisch eine positive Familien
anamnese für Herzinfarkte erwähnt (S. 13 oben). Auffällig sei eine etwas ver
grössert erscheinende Leber (S. 13 Mitte). Die internistischen Befunde hätten keine unmittelbare Auswirkung auf die aktuelle Arbeitsfähigkeit. Jedoch bedür
fe es hier zumindest einer laborchemischen Verlaufskontrolle und bei Persistenz des erhöhten CRPs (C-reaktives Protein) und der auffälligen Leberwerte weiterer Abklärungen (S. 13 unten).
In der rheumatologischen Untersuchung hätten sich Hinweise für eine Quadrizepsschwäche leichteren Grades auf der rechten Seite sowie ein Ausfall des Tibialis-Posterior-Reflexes auf der rechten Seite gefunden. Damit bestehe eine Diskrepanz zum MRI-Befund von 2011, hingegen nicht unbedingt zum MRI
Befund von 2007 (S. 14 oben). Aufgrund des unklaren Untersuchungs
befundes sei das MRI der Lendenwirbelsäule wiederholt worden mit der Frage nach Neu
rokompression, insbesondere der L4 und L5-Wurzel rechts. Es habe keine Hin
weise für eine Neurokompression gegeben. Auch klinisch habe keine radikuläre Symptomatik objektiviert werden können. Ein ausgeprägter Rückenschmerz, ausgehend von den Facettengelenken, oder myofasziale Beschwerden lägen nicht vor und kämen daher als Ursache nicht in Betracht (S. 14 unten). Zusam
menfassend bleibe eine Diskrepanz der angegebenen Schmerzen zur aktuellen Bildgebung des Rückens. Es sei deshalb von einem syndro
malen Beschwerdebild auszugehen (S. 15 oben).
Aus psychiatrischer Sicht seien eine leichte Freudlosigkeit, ein leichter Antriebs
mangel, eine erhöhte Ermüdbarkeit sowie Schlafstörungen, Suizidge
danken und verminderte Konzentration feststellbar. Damit seien aktuell die Kri
terien für das Vorliegen einer leichten depressiven Episode erfüllt (S. 15 Mitte). Grundlegend seien sich alle Vorgutachten und ärztlichen Berichte ab dem Jahr 2005 darüber einig, dass beim Beschwerdeführer eine Persönlichkeitsstörung vom narzissti
schen Typ vorliege. Beim psychiatrischen Gesprächstermin seien deutliche Züge einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung feststellbar (S. 15 unten). Es sei nicht unüblich, dass gerade eine narzisstische Persönlichkeitsstö
rung in Zeiten von beruflichem und privatem Erfolg kompensiert sei (S. 16 oben). Der Beschwerde
führer habe sowohl beruflich als auch privat weitgehend „unan
gefochtene“ dominante Positionen eingenommen. Als diese beiden Stütz
pfeiler seines Lebens im Jahr 2002 zusammengebrochen seien, habe seine narzisstische Persönlichkeit dekompensiert und es hätten sich in der Folge depressive Symp
tome entwickelt (S. 16 Mitte).
Die Ärzte der Z._ führten zur Arbeitsfähigkeit aus, dass der Beschwerde
führer aus psychiatrischer Sicht in seiner bisherigen Tätigkeit als Ethnologe/Soziologe/Teamleiter als zu 50 % arbeitsunfähig zu beurteilen sei. Aus rheumatologischer Sicht bestehe bei leichten degenerativen Veränderungen am Bewegungsapparat keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit für leichte und wechselbelastende Tätigkeiten. Aufgrund seines Rückenleidens sei der Beschwer
deführer aber für mittelschwere und schwere Tätigkeiten 100 % arbeits
unfähig, da er nicht lange stehen und laufen könne (S. 18 unten). Die psychiatrische Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit von 50 % bestehe auch für eine Verweistätigkeit (S. 19 oben).
Bezüglich der psychiatrischen Diagnostik würden die vorliegenden Ein
schätzungen mit den Vorberichten in den wesentlichen Punkten übereinstim
men. Allerdings werde vorliegend nicht von einer Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung ausgegangen. Eine Alkoholabhängigkeit, wie im Gutach
ten vom Mai 2012 beschrieben, scheine zum jetzigen Zeitpunkt ebenfalls nicht vorzuliegen (S. 19 Mitte). Der Alkoholkonsum sei als Folge der psychiatrischen Diagnosen zu sehen und habe bisher keine relevanten Folgeschäden mit sich gezogen (S. 21 unten). Der Beschwerdeführer habe angegeben, Alkohol nur in Massen und nicht täglich zu konsumieren. Aufgrund des Explorationsgesprä
ches gebe es, abgesehen vom Tremor beider Hände, keine Anhaltspunkte dafür, dass dies nicht zutreffen könnte (S. 53 unten).
5.5
RAD-Ärztin Dr. med. F._, Fachärztin für Arbeitsmedizin und Allgemeinmedizin, hielt mit Stellungnahme vom 2. April 2015 (Urk. 9/225 S. 4 ff.) fest, dass der Beschwerdeführer gemäss Gutachten aus psychischen Gründen auch in einer angepassten Tätigkeit zu 50 % arbeitsunfähig sei. Aus arbeitsme
dizinischer Sicht sei dies nicht nachvollziehbar. Der Gesundheitszustand habe sich klar gebessert, die Depression sei quasi remittiert und die Persönlichkeits
störung sei nicht mit einer schweren Dysfunktionalität verbunden (S. 4 unten).
5.6
Dr. D._ nannte im Bericht vom 26. November 2016 zuhanden des Rechtsver
treters des Beschwerdeführers (Urk. 9/219) dieselben Diagnosen wie im früheren Bericht vom 25. Juni 2014 (S. 1 Mitte). Er hielt fest, dass der Beschwerdeführer aus psychiatrisch-psychotherapeutischen Gründen zumindest 70-80 % arbeits
unfähig sei (S. 3 oben).
5.7
RAD-Arzt Dr. med. G._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, hielt mit Stellungnahme vom 30. März 2017 (Urk. 9/237/3) fest, die vom psychiatrischen Gutachter attestierte 50%ige Arbeitsunfähigkeit sei seiner Ein
schätzung nach plausibel.
6.
6.1
Das Bundesverwaltungsgericht hielt im Urteil vom 3. Oktober 2013 fest, dass in somatischer Hinsicht auf das Gutachten der Ärzte des Y._ vom 10. Mai 2012 abzustellen sei. Demnach sei der Beschwerdeführer aus rheumatologischer Sicht wie auch aus internistischer und kardiologischer Sicht für die bisher ausgeübte Tätigkeit als Soziologe oder Ethnologe in seiner Arbeitsfähigkeit nicht einge
schränkt. Lediglich bei notwendigem längerem Sitzen sei allenfalls von einem vermehrten Pausenbedarf von 20 % auszugehen. Nicht zumutbar seien körper
lich schwere, insbesondere rückenbelastende Tätigkeiten. Es bestehe eine Limi
tation für das Heben und Halten von Gewichten über 10 Kilogramm, Zwangs
haltungen der Wirbelsäule sowie Rotation und Beugebewegungen. Es könne mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass die körperlichen Beschwerden invalidisierende Folgen hätten (Urk. 9/179 S. 11 Ziff. 4.4).
Im zeitlich späteren Bericht von Dr. Efe E._ sowie im Z._-Gut
achten wurde aus somatischer Sicht
wie bereits seitens der Ärzte des Y._
im Wesentlichen ein lumbospondylogenes Syndrom diagnostiziert. Auch angesichts dieser Beurteilungen ist weiterhin davon auszugehen, dass aus soma
tischer Sicht sowohl
i
n der bisherigen Tätigkeit als
Soziologe/Ethnologe wie auch in einer angepassten, körperlich leichten Tätigkeit eine volle Arbeits
fähigkeit besteht.
6.2
In psychiatrischer Hinsicht kann auf das Gutachten der Ärzte der Z._ vom 26. März 2015 abgestellt werden. Dieses
erfüllt die Anforderungen an den Beweiswert medizinischer Berichte im Sinne der Rechtsprechung (vgl. vor
stehende E. 1.
4
) vollumfänglich. Es setzt sich mit allen Aspekten der gesund
heitlichen Beeinträchtigungen auseinander und berücksichtigt insbe
sondere auch sämtliche bis dahin angefallenen ärztlichen Untersuchungs
berichte. Ins
gesamt ist das
psychiatrische Teilg
utachten umfassend und vermag zu überzeu
gen.
Die Beweiswertigkeit des
psychiatrischen
Gutachtens wurde
denn auch
vom Beschwerdeführer
nicht in Frage gestellt.
Damit ist gestützt auf das Gutachten der
Ärzte der Z._
davon auszuge
hen, dass d
er Beschwerdeführer
in psychischer Hinsicht an einer
narzisstischen Persönlichkeitsstörung sowie einer rezidivierenden
depressiven
Störung
leidet.
Eine Alkoholabhängigkeit wurde nicht festgestellt, der Alkoholkonsum wurde als Folge der psychiatrischen Diagnosen gesehen (und sei bisher ohne relevante Folgeschäden geblieben).
Soweit sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt stellte, dass keine Per
sönlichkeitsstörung vorliege, vermag dies nicht zu überzeugen. So wurde beim Beschwerdeführer seit Juni 2005 (bis zum aktuellsten Arztbericht vom Novem
ber 2016) durchgehend eine Persönlichkeitsstörung diagnostiziert. Auch im Z._-Gutachten wurde festgehalten, dass sich grundlegend alle ärztlichen Berichte und Gutachten ab dem Jahr 2005 darüber einig seien, dass eine narzisstische Persönlichkeitsstörung vorliege.
6.3
Des Weiteren ist weitgehend unbestritten, dass sich die Persönlichkeitsstörung auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirkt. Wie der psychiatrische Gutachter der Z._ nachvollziehbar darlegte, kann eine narzisstische Per
sönlichkeitsstörung in Zeiten von beruflichem und privatem Erfolg kompensiert sein. Beim Beschwerdeführer habe die narzisstische Persönlichkeit dekompen
siert, als die beiden Stützpfeiler seines Lebens im Jahr 2002 zusammengebro
chen seien (Verlust der Arbeitsstelle und Trennung von der Ehefrau). Aktuell äussere sich diese narzisstische Persönlichkeitsstörung in einer deutlich gereiz
ten, dysphorischen und rasch impulsiv und aggressiv reagierenden Art, welche dazu führe, dass er sich vornehmlich zurückziehe, soziale Kontakte meide und weitgehend resigniert habe. Kumulativ (zusammen mit der leichten depressiven Episode) sei von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit auszugehen (Urk. 9/201 S. 2 ff., S. 17 unten). RAD-Psychiater Dr. G._ beurteilte diese Einschätzung als plau
sibel. Anders RAD-Ärztin Dr. F._, welche eine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit aus arbeitsmedizinischer Sicht nicht für nachvollziehbar befand. Bei Dr. F._ handelt es sich jedoch nicht um eine Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie und ihre abweichende Ansicht vermag nicht zu überzeugen. Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer trotz seiner Persönlich
keitsstörung früher voll arbeitsfähig war, ist für die aktuelle Arbeitsfähigkeit nicht massgebend, zumal im Z._-Gutachten nachvollziehbar erklärt wur
de, weshalb die narzisstische Persönlichkeitsstörung früher keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hatte.
Soweit
der behandelnde Psychiater Dr. D._ –
bei welchem d
er Beschwerde
führer
seit
Februar 2014
in Behandlung steht (vgl.
Urk. 9/186 Ziff. 1.2
)
–
von einer
70-80%igen
Arbeitsunfähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit aus
geht, vermag dies das Gutachten nicht in Zweifel zu ziehen,
zumal
zwischen ihm und de
m Beschwerdeführer
eine vergleichbare Vertrauenskonstellation besteht wie zwischen dem Hausarzt und seinem Patienten
(vgl. E.
1.5
).
Dasselbe gilt für die seitens der Hausärztin Dr. E._ attestierte volle
Arbeitsun
fähigkeit auch
in einer angepassten Tätigkeit. Überdies stützte Dr. E._ ihre Einschätzung sowohl auf somatische als auch auf psychiatrische Diagnosen und begründete die 100%ige Arbeitsunfähigkeit nicht näher.
Nach dem Gesagten kann
aus psychiatrischer Sicht auf das Gutachten der Ärzte der Z._ vom 26. März 2015 abgestellt werden
, wonach bei
m Beschwer
deführer auch
in einer angepassten Tätigkeit eine
5
0%ige Arbeitsfähigkeit besteht.
6.4
In Bezug auf den zeitlichen Verlauf der Arbeitsfähigkeit verwies der psychiatri
sche Gutachter der Z._, Dr. med. H._,
auf die bisher attestier
te
n Arbeitsunfähigkeiten (vgl. psychiatrisches Teilgutachten, Urk. 9/201/53-68 S. 1)
und bestätigte somit die Einschätzung
en von Dr. C._ vom April 2010, der Ärzte des Y._ vom Mai 2012 sowie von Dr. D._ vom Juni 2014. Entsprechend ist für die Zeit ab März 2012 (Begutachtung durch die Ärzte des Y._) von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit sowie für die Zeit ab Februar 2014 (Beginn der Behandlung bei Dr. D._) von einer 70 %igen Arbeitsunfä
higkeit auszugehen. Ab November 2014 (Untersuchung durch den psychiatri
schen Gutachter der Z._, vgl. Urk. 9/201/53 oben) ist wieder eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit massgebend.
7.
7.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2; zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorgesehenes Urteil des Bundesgerichts 8C_841/2016 vom 30. November 2017 E. 4.2.1).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli
che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE
141 V 281). Mit zur Publikation in der amtlichen Sammlung vorge
sehenem Urteil 8C_130/2017 vom 30. November 2017 hat das Bundes
gericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem struk
tu
rierten Beweis
verfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krank
heitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wer
tung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundes
gericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Ressourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
7.2
Nach dem Gesagten ist zu prüfen,
ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen
. Vorliegend wurden dem Beschwerde
führer für die Zeit ab März 2012 eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit, für die Zeit ab Februar 2014 eine 70 %ige Arbeitsunfähigkeit sowie ab
November
2014 wieder eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen attestiert.
E
ine schlüssige Prüfung der massgebenden Standardindikatoren
ist gestützt auf die
Gutachten
der Ärzte des Y._ und
der
Z._
sowie die übrigen m
edizi
nischen Akten möglich. W
eitere medizinische Abklärungen sind dementspre
chend nicht angezeigt.
7.3
Für die Zeit ab März
2012
wurde dem Beschwerdeführer eine 50%ige Arbeits
un
fähigkeit attestiert. Im Gutachten der Ärzte des Y._ wurde hinsichtlich der Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde festgehalten, dass es sich beim Beschwerdeführer um eine intelligente, sehr narzisstisch strukturierte Persön
lichkeit handle, die im Umgang als ein schwieriger Charakter zu bezeichnen sei. Es liege eine Persönlichkeitsstörung mit Krank
heitswert vor, die im Vordergrund der Problematik stehe. Die depressiven Symptome seien als sekundäre Entwick
lung auf objektiv belastende Umstände zu bezeichnen und nicht als eigenstän
dig depressive Krankheit zu verstehen (Urk. 9/141 S. 31 Mitte). Die depressive Symptomatik sei heute weniger ausgeprägt. Es lägen aber auch paranoische Symptome vor, mit dem Gefühl, von seiner Umgebung ungerecht behandelt zu werden und gegen diese Ungerechtigkeiten ankämpfen zu müssen (Urk. 9/141 S. 30 unten).
Zum zweiten Indikator („Behandlungserfolg oder -resistenz") ergibt sich aus dem
Y._-Gutachten, dass eine deutliche Reduktion des Alkoholkonsums indi
ziert sei und theoretisch eine vertiefte Psychotherapie wünschenswert wäre (der Beschwerdeführer suche einmal im Monat eine Psychiaterin auf). Kurz- oder mittelfristig sei allerdings von diesen Massnahmen keine substantielle Verbesse
rung der Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Der Zustand habe sich chronifiziert, die Persönlichkeitsstörung bestehe seit Jahrzehnten (Urk. 9/141 S. 32 unten). Diese Angaben weisen auf eine Behandlungsresistenz hin.
D
as gutachterlich diagnostizierte
lumbospondylogene Syndrom kann
wohl nicht
als massge
bliche somatische Komorbidität
gelten, zumal sich diese
s
nur insofern auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auswirk
t
, als
es
der Ausübung
von
körperlich schweren Tätigkeit
en
entgegensteh
t
.
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung können nur Beschwerden als Begleiterkrankungen rechtlich relevant sein, wenn ihnen eine eigenständige, invalidisierende Bedeutung zukommt. Ist dies nicht der Fall, werden sie allenfalls im Rahmen der Persön
lichkeitsdiagnostik berücksichtigt (BGE 141 V 281 E. 4.3.1.3).
V
orliegend
han
delt es sich
bei der depressiven Symptomatik
im massgebenden Zeitraum
nicht um ein selbständiges Leiden
mit Krankheitswert
.
In Bezug auf die einzig im Y._-Gutachten diagnostizierte Störung durch Alkohol ist zumindest fraglich, ob dieser
eigenständige, invalidisierende Bedeutung
zukommt.
Bezüglich Persönlichkeit
wurde der Beschwerdeführer als narzisstisch sehr ver
letzlich beschrieben, empfindsam und erfüllt von einem subjektiven Gerechtig
keitssinn. Es bestehe ein grosses Bedürfnis nach Wichtigkeit, Anerkennung, Zuwendung und Verständnis, sowie ein Gefühl des Missverstanden-Werdens und Ungerecht-behandelt-Werdens (Urk. 9/141 S. 24 Mitte).
Der Beschwerde
führer neige zu einem paranoiden Verhalten, ertrage keine Kritik, sei frustrati
onsintolerant, leicht kränkbar, neige zu sozialem Rückzug und dysphorisch-depressiven affektiven Zuständen. In diesem Sinne wirke sich die Persönlich
keitsstörung auf die Zusammenarbeit in jedem Team aus (Urk. 9/141 S. 32 Mit
te).
Betreffend den sozialen
Kontext ist
festzuhalten, dass d
er Beschwerdeführer
damals zusammen
mit seiner
zweiten
Ehefrau
in der Türkei lebte.
Er lebe zurückgezogen, pflege wenig Kontakte zu anderen Menschen. Er lese regelmäs
sig (könne sich aber nicht lange konzentrieren), spiele ab und zu Gitarre (Urk. 9/141 S. 9 Mitte; Urk. 9/141 S. 24 unten), fahre Auto (habe aber kein eigenes Fahrzeug). Er habe keine klare Tagesstruktur (Urk. 9/141 S. 15 Mitte). Er schlafe schlecht und müsse sich am Tag mehrmals hinlegen, gehe kurze Zeit spazieren (nicht länger als eine halbe Stunde), esse zusammen mit der Ehefrau, die den Haushalt ohne seine Mithilfe erledige (Urk. 9/141 S. 11 oben).
In
sgesamt kann in
Bezug auf den funktionellen Schweregrad
von einer rechts
erheblichen
Gesundheitsschädigung
ausgegangen werden: Der Beschwerde
führer wird insbesondere durch die Auswirkungen der Persönlichkeitsstörung in seiner Arbeits- und Leistungsfähigkeit eingeschränkt, welche in jedem Lebens
bereich zu paranoidem Verhalten und sozialem Rückzug führt.
Zu prüfen bleibt der Aspekt der Konsistenz.
Die Einschränkungen im Erwerbs
bereich stimmen im Wesentlichen mit denjenigen in den sonstigen Lebensberei
chen überein. So beteiligt sich der Beschwerdeführer nicht an der Haushalts
führung, nimmt mit Ausnahme von Spaziergängen und dem gelegentlichen Spielen eines Musikinstrumentes keine Aktivitäten wahr und hat wenig soziale Kontakte. Der Beschwerdeführer steht in psychiatrischer Behandlung, wobei die Sitzungsfrequenz mit einmal pro Monat eher tief ist. Dies ist indessen grund
sätzlich Sache des behandelnden Psychiaters (vgl. Michael E. Meier, Zwei Jahre neue Schmerzrechtsprechung, in Riemer-Kafka/Hürzeler, Das indikatorenorien
tierte Abklärungsverfahren, Zürich/Basel/Genf 2017, S. 145). Überdies hätte eine vertiefte Psychotherapie nach Ansicht der Gutachter des Y._ keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Vom Fehlen eines
ausgewiesen
e
n
Leidensdruck
s
kann nach dem Gesagten nicht ausgegangen werden
.
Die abschliessende Würdigung des Beschwerdebildes anhand der Standardindi
katoren ergibt, dass auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, wie sie sich aus dem
Y._-
Gutachten ergibt, abgestellt werden kann.
Für den Zeitraum März
2012
bis
Januar 2014 ist somit von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit auszugehen. Entsprechend
ist eine Verbesserung des
Gesundheitszu
stand
es
des Beschwerdeführers
ausgewiesen
.
Somit liegt ein Revisionsgrund vor.
7.4
Für die Zeit ab Februar 2014 attestierte Dr. D._ dem Beschwerdeführer eine 70 %ige Arbeitsunfähigkeit. Zum
funktionellen Schweregrad
ergibt sich aus dem Bericht von Dr. D._ vom Juni 2014 eine Zunahme der depressiven Symp
tomatik. Es wurde nebst der Persönlichkeitsstörung eine chronifizierte depressi
ve Störung, schwankend zwischen mittelgradigen und schweren Perioden, diag
nostiziert. Der Beschwerdeführer war Ende des Jahres 2012 in die Schweiz zurückgekehrt, nachdem seine Invalidenrente eingestellt worden war. Er lebt mit seiner zweiten Ehefrau in Zürich und ist abhängig vom Sozialamt (vgl.
psy
chiatrische
s Teilgutachten der Z._, Urk. 9/201/53-68 S. 49
)
. Zum Indikator Komorbiditäten ergibt sich, dass der depressiven Störung im aktuellen Zeit
raum eine
eigenständige, invalidisierende Bedeutung
zukommt. Der Beschwer
de
führer steht in regelmässiger Behandlung bei Dr. D._, mit psycho
thera
peutischen Gespräche alle ein bis zwei Wochen sowie Abgabe von Psycho
pharmaka (vgl. Urk. 9/201/53-68 S. 52 oben; Urk. 9/186/5-7 S. 2 unten). Im Übrigen finden sich in den Akten keine
Anhaltspunkte für
massgebliche
Ände
rung
en, weshalb im Wesentlichen auf die Prüfung der Standardindikatoren für die Zeit ab März 2014 verwiesen werden kann (vorstehende E. 7.3). D
ie Würdi
gung des Beschwerdebildes anhand der Standardindikatoren
ergibt, dass auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit durch Dr. D._ abgestellt werden kann. Entsprechend ist für die Zeit ab Februar 2014 von einer 70%igen Arbeitsunfä
higkeit in jeder Tätigkeit auszugehen.
7.5
Betreffend die Zeit ab November 2014 ist gestützt auf die Beurteilung der Ärzte der Z._ wieder von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Zum funktionellen Schweregrad wurde im Z._-Gutachten (Urk. 9/201 S. 2 ff.) festgehalten, dass sich die dekompensierte narzisstische Persönlichkeitsstörung aktuell in einer deutlich gereizten, dysphorischen und rasch impulsiv und aggressiv reagierenden Art des Beschwerdeführers äussere, welche dazu führe, dass er sich vornehmlich zurückziehe, soziale Kontakte meide und weitgehend resigniert habe. Die aktuell vorliegende leichte depressive Episode äussere sich durch Konzentrationsstörungen, Schlafstörungen, Grübeln, Antriebsmangel und Freudlosigkeit (S. 17 unten).
Zur aktuellen Situation ergibt sich aus dem
psychiatrische
n Teilgutachten
(Urk. 9/201/53-68
)
, dass sich der Beschwerdeführer von seiner zweiten Ehefrau getrennt hat und aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist. Vorüberge
hend konnte er bei einem Bekannten als Untermieter wohnen, muss sich aber nun eine neue Unterkunft suchen (S. 50 Mitte). Ein geregelter Tagesablauf besteht nicht mehr. Der Beschwerdeführer hat keine regelmässigen Essenszeiten, wäscht keine Wäsche. Er verlässt die Wohnung, um einzukaufen. Soziale Kon
takte hat er praktisch keine (S. 50 unten). Er hat freundschaftliche Kontakte aus der beruflich aktiven Zeit, auf die er zurückgreifen kann. Einmal pro Woche trifft der Beschwerdeführer seinen Sohn. Zu Hause schaut er Filme am Fernsehen, hört Musik oder spielt Ud (orientalisches Musikinstrument; S. 51 oben). Aus psychiatrischer Sicht wurde die Weiterführung der aktuellen Psycho
therapie (bei Dr. D._, alle ein bis zwei Wochen, S. 52 oben) empfohlen, die Prognose bezüglich der Entwicklung der Persönlichkeitsstörung wurde als ungünstig beurteilt (S. 59 Mitte). Als Begleiterkrankung der Persönlichkeitsstö
rung ist die rezidivierende depressive Störung zu erwähnen, welche zu einer leichten Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit führt (vgl. Urk. 9/201 S. 2 ff., S. 17 unten) und somit
eigenständige, invalidisierende Bedeutung
hat.
Zur Konsistenz ist festzuhalten, dass das
Verhalten des Beschwerdeführers in der Freizeitgestaltung und bei den sozialen Aktivitäten
mit der
attestierten
50%igen
Arbeitsunfähigkeit
vereinbar
ist
.
Es besteht ein gewisser sozialer Rück
zug. Der Beschwerdeführer lebt allein, hat am liebsten seine Ruhe und meidet soziale Kontakte. Als vorhandene Ressourcen sind das intakte Verhältnis zu sei
nem Sohn, die freundschaftlichen Kontakte sowie sein Hobby, das Ud-Spielen, zu erwähnen. Der Beschwerdeführer steht in regelmässiger psychiatrischer Behandlung, was auf einen ausgewiesenen Leidensdruck hindeutet.
Insgesamt ergibt d
ie Würdigung des Beschwerdebildes anhand der Standardin
dikatoren, dass auf die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, wie sie sich aus dem Gutachten
der Ärzte der Z._
ergibt, abgestellt werden kann.
Für die Zeit ab
November
2014 ist somit von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit in jeder Tätigkeit auszugehen. Entsprechend
ist wiederum eine Verbesserung des
Gesundheitszustand
es
des Beschwerdeführers
ausgewiesen
.
7.6
Zusammenfassend ist für die Zeit von März 2012 bis Januar 2014 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit, von Februar 2014 bis Oktober 2014 von einer 30 %igen sowie ab November 2014 wieder von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auszugehen. Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswir
kungen.
8.
8.1
Für die Vornahme des Einkommensvergleiches ist grundsätzlich auf die Gege
benheiten im Zeitpunkt des
(hypothetischen) Rentenbeginns
abzustellen (BGE
128 V 174, BGE 129 V 222).
Vorliegend ist der Rentenanspruch ab Januar 2013 zu prüfen, wobei für Mai 2014 (drei Monate nach Verschlechterung) sowie Februar 2015 (drei Monate nach Verbesserung) jeweils ein separater Einkom
mensvergleich vorzunehmen ist (Art. 88a IVV).
8.2
G
emäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkom
mensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrschein
lichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versi
cherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstruk
turerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berück
sichtigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bundes
gerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
8.3
Vorliegend kann zur Bestimmung des Valideneinkommens nicht auf die zuletzt ausgeübte Tätigkeit des Beschwerdeführers abgestellt werden, da ihm die Anstellung im Jahr 2002 aus invaliditätsfremden Gründen gekündigt wurde (vgl. Urk. 9/201 S. 2 ff., S. 55 oben). Die Beschwerdegegnerin stützte sich zur Berechnung des Valideneinkommens auf LSE 2014, Tabelle TA1, Ziff. 86-88 (Gesundheits- und Sozialwesen), Kompetenzniveau 3. Sie gab dazu an, dass beim Beschwerdeführer aufgrund der diversen Tätigkeiten sowie seines Studi
ums ein grosses Wissen im Gesundheitswesen vorhanden sei (vgl. Ein
kommensvergleich vom 16. Januar 2017, Urk. 9/224). Dies erscheint nachvoll
ziehbar und vermag zu überzeugen, zumal sich diese Zahlen im Rahmen dessen bewegen, was der Beschwerdeführer zuletzt verdient hat (vgl. Urk. 9/13).
Der von Männern mit komplexen praktischen Tätigkeiten im Gesundheits- und Sozialwesen erzielte Lohn betrug im Jahr 2012 Fr. 6'944.-- pro Monat (LSE 2012, Tabelle TA1, Ziff. 86-88 Gesundheits- und Sozialwesen, Kompetenz
niveau 3), was bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.5
Stunden im
Gesundheits- und Sozialwesen
(betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschafts
abteilungen in Stunden pro Woche; vgl. www.bfs.admin.ch, Statistiken, Arbeit und Erwerb,
Gesundheits- und Sozialwesen
)
Fr. 86
‘
452
.80 im Jahr ergibt (Fr.
6’944
.-- : 40 x
41.5
x 12). Unter Berücksichtigung der
männerspezifischen
Nominallohnentwicklung von 0.
8 %
im Jahr 2013 (Entwicklung der Nominal
löhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne; vgl.
www.bfs.admin.ch, Sta
tistiken, Arbeit und Erwerb) ergibt sich für das Jahr 201
3
ein
Validen
e
inkommen von
Fr. 8
7‘
144
.
42
(
Fr. 8
6‘
452
.80 x 1.00
8
).
Zur Berechnung des Valideneinkommens für das Jahr 2014 kann auf die Lohn
strukturerhebung 2014 abgestellt werden. Demnach betrug der von Männern im Gesundheits- und Sozialwesen im Kompetenzniveau 3 erzielte Lohn Fr. 7'038.-- pro Monat (LSE 2014, Tabelle TA1, Ziff. 86-88 Gesundheits- und Sozialwesen, Kompetenzniveau 3), was bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von 41.5
Stunden im
Gesundheits- und Sozialwesen
(betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche;
a.a.O.
)
Fr. 87
‘
623
.
1
0 im Jahr ergibt (
Fr. 7'038
.-- : 40 x
41.5
x 12).
Für das Jahr 2015 ergibt sich u
nter Berücksichtigung der
männerspezifischen
Nominallohnentwicklung von 0.
3 %
im Jahr 201
5
(Entwicklung der Nominal
löhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne;
a.a.O.
) ein
Validene
inkommen von
Fr. 87
‘
885
.
97
(
Fr. 87
‘
623
.
1
0
x 1.00
3
).
8.4
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtspre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröf
fentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug der
Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermitt
lung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtspre
chung).
8.5
Vorliegend ist das Invalideneinkommen gestützt auf die
Lohnstrukturerhebun
gen
zu ermitteln, und zwar anhand des über den Durchschnitt aller Wirtschafts
zweige von Männern mit einfachen Tätigkeiten erzielten Lohnes, der sich im Jahr 2012 auf Fr. 5’210.-- pro Monat belief (LSE 2012, Tabelle TA1, Total Männer, Kompetenzniveau 1), was bei einer durchschnittlichen Wochenarbeits
zeit von 41.7 Stunden (
betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche
, Total
;
a.a.O.) rund Fr. 65'177.10 im Jahr ergibt (Fr. 5’210.-- : 40 x 41.7 x 12). Unter Berücksichtigung der männerspezifischen Nominallohnentwicklung von 0.8 % ergibt sich für das Jahr 2013 ein Einkom
men von Fr. 65'698.52 (65'177.10 x 1.008). Angepasst an das zumutbare Pen
sum von 50 % resultiert somit ein Einkommen von Fr. 32'849.26 (65'698.52 x 0.5).
Zur Berechnung des Invalideneinkommens für das Jahr 2014 kann auf die Lohnstrukturerhebung 2014 abgestellt werden. Demnach betrug der im Durch
schnitt aller Wirtschaftszweige von Männern im Kompetenzniveau 1 erzielte Lohn im Jahr 2014 Fr. 5’312.-- pro Monat (LSE 2014, Tabelle TA1, Total Männer, Kompetenzniveau 1), was bei einer durchschnittlichen Wochenarbeits
zeit von 41.7
Stunden (betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche
, Total
;
a.a.O.
)
Fr. 66'453.12
im Jahr ergibt (
Fr. 5'312
.-- : 40 x
41.7
x 12).
Angepasst an das zumutbare Pensum von 30 % resultiert somit ein Einkommen von Fr. 19’935.94 (66'453.12 x 0.3).
Für das Jahr 2015 ergibt sich u
nter Berücksichtigung der
männerspezifischen
Nominallohnentwicklung von 0.
3 %
im Jahr 201
5
ein
E
inkommen von Fr.
66
‘
652
.
48
(
66'453.12
x 1.00
3) respektive Fr. 33'326.24 im zumutbaren Pen
sum von 50 % (66
‘
652
.
48 x 0.5).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können
(BGE 124 V 321 E.
3b/aa). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten
(BGE 126 V 75 E.
5b/aa). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdi
gung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.
2; 134 V 322 E.
5.2 und
126 V 75 E.
5b/bb-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfä
higkeit eingeschränkt ist
(BGE 126 V 75 E.
5a/bb). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthalte
ne gesundheitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dür
fen (Urteile des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E.
3.1
mit Hinweisen
).
Das fortgeschrittene Alter des Beschwerdeführers wirkt sich nicht zwingend lohnsenkend aus, zumal
Hilfsarbeiten auf dem massgebenden hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
16 ATSG) grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.4.3).
Ob
sodann während des im Streit liegenden Zeitraums wegen der Teilzeitarbeit ein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen ist (vgl. dazu Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.2 mit Verweisen; aber
betreffend Männe
r ohne Kaderfunktion gemäss LSE
2012 [bei Teilzeitarbeit zwi
schen 50 und 74
%
]
auch
Urteil
des Bundesgerichts 9C_802/2016 vom 30.
März 2017 E. 4.1)
,
kann dahingestellt bleiben
. Selbst ein Abzug vom Tabellenlohn von 10 % – der in dieser Höhe nicht gerechtfertigt ist – hätte jedoch keinen Einfluss auf den Rentenanspruch, wie sich aus der nachfolgenden Erwägung ergibt.
8.6
Für die Zeit ab Januar 2013 berechnet sich der Invaliditätsgrad wie folgt:
Bei einem Valideneinkommen von
Fr. 8
7‘
144
.
42
und einem Invalideneinkommen von
Fr. 32'849.26
beträgt die Einkommenseinbusse
Fr. 54'295.16
, was einem Invaliditätsgrad von
62.30
% entspricht.
Unter Berücksichtigung eines Leidens
abzugs von 10 % ergäbe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 29'564.33 (32'849.26 x 0.9) und ein Invaliditätsgrad von 66.07 %.
Entsprechend hat d
er Beschwerdeführer
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
.
Für den Anspruch ab Mai 2014 ergibt sich folgender Einkommensvergleich:
Bei
einem Valideneinkommen von Fr. 87
‘
623
.
1
0
und einem Invalideneinkommen von
Fr. 19’935.94
beträgt die Einkommenseinbusse
Fr. 67'687.16
, was einem Invaliditätsgrad von
77.25
% entspricht.
Unter Berücksichtigung eines Leidens
abzugs von 10 % ergäbe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 17'942.35 (19’935.94 x 0.9) und ein Invaliditätsgrad von 79.52 %.
Entsprechend hat d
er Beschwerdeführer
Anspruch auf eine
ganze Rente
.
Der Einkommensvergleich ab Februar 2015 präsentiert sich wie folgt:
Bei einem Valideneinkommen von
Fr. 87
‘
885
.
97
und e
inem Invalideneinkommen von Fr. 33'326.24
beträgt die Einkommenseinbusse
Fr. 54'559.73
, was einem Invali
ditätsgrad von
62.08
% entspricht.
Unter Berücksichtigung eines Leidensabzugs von 10 % ergäbe sich ein Invalideneinkommen von Fr. 29'993.62 (33'326.24 x 0.9) und ein Invaliditätsgrad von 65.87 %.
Entsprechend hat d
er Beschwerde
führer
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
.
8.7
Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Dreiviertelsren
te ab 1. Januar 2013, auf eine ganze Rente ab 1. Mai 2014 sowie wiederum auf eine Dreiviertelsrente ab 1. Februar 2015. Dies führt zur Gutheissung der Beschwerde.
9.
9.1
Die Kosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr. 1’0
00.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
Damit erweist sich das Gesuch de
s
Beschwerdeführer
s
um unentgeltliche Prozess
führung (
Urk.
1 S. 2
Ziff. 3
) als gegenstandslos.
9.2
Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer eine angemessene Proze
ssentschädigung auszurichten (§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht). Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses wird diese beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
2
2
0.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
2‘200
.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festgelegt.
D
as Gesuch de
s
Beschwerdeführer
s
um unentgeltliche
Rechtsvertretung
(
Urk.
1 S. 2
Ziff. 2
)
erweist sich damit
als gegenstandslos.