# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8d8f335a-e767-487b-8091-c58ee7de45c3
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Mit Urteil und Verfügung des Bezirksgerichts Uster vom 1
7.
September 2020
(
Urk.
1), in Rechtskraft erwachsen am 1
0.
Oktober 2020, wurde die am 2
8.
Febru
ar
2005 geschlossene Ehe zwischen
X._
, geboren
6.
Nov
ember 1980
, und
Y._
, geboren
1978, geschieden (Dispo
si
tivziffer 1 des Urteils). Betreffend Vorsorgeausgleich überwies das Bezirksgericht Uster die Streitsache dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich, da die Einrich
tung der beruflichen Vorsorge von
X._
, der
P
ersonal-
&
F
ür
sor
gefond
der
Z._
AG
,
darauf hinwies, dass ein Verfahren bei der Invali
denver
sicherung hängig sei, welches Einfluss auf die
geäufneten
Sparbeiträge und somit
auf die Regelung des Vorsorgeausgleichs im Scheidungsverfahren habe (
Urk.
2
/12;
Urk.
2/20-22).
2.
Mit Verfügung vom 2
8.
Oktober 2020 teilte das Sozialversicherungsgericht den Parteien mit, dass am hiesigen Gericht ein IV-Verfahren bezüglich
X._
(
Verfahrensnr
. IV.2020.00601)
hängig sei und dies Auswirkungen auf die Höhe der zu teilenden Freizügigkeitsleistung habe. Entsprechend werde in Erwä
gung gezogen, das Verfahren bis zum rechtskräftigen Abschluss des IV-Verfah
rens zu sistieren (
Urk.
3). Nachdem sich die Parteien hierzu nicht vernehmen liessen (vgl.
Urk.
7 und
Urk.
9)
,
sistierte das Gericht das Verfahren (
Urk.
10). Mit Verfügung vom 2
5.
Juni 2021 teilte das Gericht den Parteien mit, dass mit rechts
kräftigem Urteil vom 2
6.
März 2021 ein Rentenanspruch von
X._
verneint wurde (
Urk.
16). Dem Personal- und Fürsorgefonds der
Z._
AG wurde gleichzeitig eine Frist von 20 Tagen angesetzt, um die notwendigen Berech
nun
gen gemäss Urteil und Verfügung vom 1
7.
September 2020 des Bezirksge
richt
s
Uster vorzune
hmen. Nach Rückfrage seitens des
Personal- und Fürsorgefonds der
Z._
AG (vgl.
Urk.
19 und
Urk.
20) teilte das Gericht die Daten für den Vor
sor
geausgleich gemäss Scheidungsurteil mit (
Urk.
21). Mit Schreiben vom 1
7.
August
2021 reichte der Personal- und Fürsorgefonds de
r
Z._
AG die neue Durch
führbarkeitserklärung
für den Vorsorgeausgleich mit (
Urk.
22,
Urk.
23/1-2).
Den Parteien wurde hernach erneut Gelegenheit zur Stellungnahme geboten (
Urk.
24),
worauf sie allerdings verzichteten (vgl.
Urk.
26), was den Parteien wiederum zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
27).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Das Schweizerische Zivilgesetzbuch (ZGB) legt in
Art.
122 ff. die Grundsätze der Teilung der Ansprüche gegenüber ihren Vorsorgeeinrichtungen im Scheidung
sfall fest. Nach
Art.
122
ZGB werden die während der Ehe bis zum Zeitpunkt der Ein
leitung des Scheidungsverfahrens erworbenen Ansprüche aus der beruflichen Vorsorge
bei der Scheidung ausgeglichen.
1.2
Liegt eine Vereinbarung über den Ausgleich der Ansprüche aus der beruflichen
Vorsorge vor, so genehmigt gemäss
Art.
280
Abs.
1 der Zivilprozessordnung (Z
P0) das Scheidungsgericht diese, wenn die Ehegatten sich über den Ausgleich sowie dessen Durchführung geeinigt haben, sie eine Bestätigung der beteiligten Einrich
tungen der beruflichen Vorsorge über die Durchführbarkeit der getroffenen Rege
lung und die Höhe der Guthaben oder Renten vorlegen und das Gericht sich davon überzeugt hat, dass die Vere
inbarung dem Gesetz entspricht.
Kommt keine Vereinbarung zustande, stehen jedoch die massgeblichen Guthaben und Renten fest, so entscheidet gemäss
Art.
281
Abs.
1 ZPO das Scheidungs
ge
richt nach den Vorschriften des ZGB und des Bundesgesetzes über die Freizü
gig
keit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (FZG) über das Teilungsverhältnis (
Art.
122-124e ZGB in Verbindung mit den
Art.
22-22f FZG), legt den zu überweisenden Betrag fest und holt bei den beteiligten Ein
richtungen der beruflichen Vorsorge unter Ansetzung einer Frist die Bestätigung über die Durchführbarkeit der in Au
ssicht genommenen Regelung ein.
In den übrigen Fällen, in denen keine Vereinbarung zustande kommt, überweist nach
Art.
281
Abs.
3 ZPO das Scheidungsgericht bei Rechtskraft des Entscheides über das Teilungsverhältnis die Streitsache von Amtes wegen de
m nach FZG zuständigen Gericht.
1.3
Im Rahmen des Scheidungsverfahren
einigten sich die Parteien zwar auf die hälftige Teilung, eine abschliessende Regelung konnte
aber
nicht vorgenommen werden, da
das massgebende Guthaben von
X._
infolge
hängi
gem IV-Verfahren
nicht feststand. Die Überweisung der Sache ans hiesige Gericht zur Anordnung der Teilung erweist sich daher als rechtens (
Art.
281
Abs.
3 ZPO), weshalb auf die Sache einzutreten ist.
2.
Da das IV-Verfahren rechtskräftig abgeschlossen ist, konnte die Austrittsleistung von
X._
berechnet werden.
Die zu teilende Austrittsleistung zum Zeitpunkt der Einleitung des Scheidungs
verfahrens von
Y._
bei der BVK Personalvorsorge
des Kantons Zürich betrug
Fr.
79'999.10 (
Urk.
2/14), jene von
X._
beim Personal- und
Fürsorgefonds der
Z._
AG Fr.
47'995.85 (
Urk.
23/1).
Vor
eheliches Vorsorgeguthaben haben beide nicht
geäufnet
.
Gemäss Scheidungsur
teil des Bezirksgerichts Uster vom 17. September 2020 hat die Teilung hälftig zu erfolgen (
Urk.
1)
.
G
egenseitige Ansprüche der Ehegatten auf Austrittsleistungen oder auf Renten
anteile werden grundsätzlich verrechnet (Art. 124c ZGB).
Die BVK Personalvor
sorge des Kantons Zürich ist entsprechend anzuweisen, mit Rechtskraft des vor
lie
genden Urteils
Fr.
16'001.60
([Fr. 79'999.10 - Fr. 47'995.85
] :
2)
vom Vor
sor
ge
konto von
Y._
auf das Vorsorgekonto von
X._
beim Personal- und Fürsorgefonds der
Z._
AG zu überweisen.
3.
Gemäss Art. 2 Abs. 3 FZG wird die Austrittsleistung mit dem Austritt aus der Vorsorgeeinrichtung fällig. Ab diesem Zeitpunkt ist sie nach Art. 15 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
vor
sorge (BVG) zu verzinsen. Dabei hat die Vorsorgeeinrichtung den Mindestzinssatz von Art. 12 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVV 2) oder den allenfalls höheren reglementarischen Zins zu vergüten. Der Mindestzinssatz beträgt seit dem 1. Januar 2017 1 % (Art. 12
lit
. j BVV 2).
Für den Fall des Eintritts der Verzugszinspflicht (nach Ablauf von dreissig Tagen seit Rechtskraft des vorliegenden Entscheids) würde der anzuwendende Zinssatz
dem BVG-Mindestzinssatz plus ein Prozent entsprechen (Art. 2 Abs. 4 FZG und
Art. 26 Abs. 2 FZG in Verbindung mit Art. 7 der Verordnung über die Freizü
gig
keit in der beruflichen Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge [Frei
zügig
keitsverordnung, FZV]).
Rechtsprechungsgemäss ist daher die Austrittsleistung von
Fr.
16'001.60
vom massgebenden Stichtag der Teilung an, das heisst vorliegend ab dem
2
9.
April 2020
(Einleitung des Scheidungsverfahrens; vgl.
Art.
122 ZGB,
Art.
62 ZPO) bis zum Zeitpunkt der Überweisung zu verzinsen.
4
.
Das Verfahren vor dem hiesigen Gericht ist grundsätzlich kostenlos (Art. 73
Abs. 2 BVG in Verbindung mit § 33 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversiche
rungs
ge
richt,
GSVGer
).