# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a97bfda7-9713-59d6-a4e7-00aea967c3a3
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1964
geboren
e
X._
arbeitete seit
1.
Oktober 2008 für die
Y._
als Zusteller
„
Swiss Express
“
und war in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen
Un
fallversicherungsanstalt
(SUVA) gegen die Folgen von Unfällen versichert (
Urk.
13/10 S. 1). Am 1
9.
Dezember 2008 rutschte er beim Aussteigen aus dem Zustellfahrzeug aus und fiel auf seinen rechten Ellbogen (
Urk.
13/10 S. 1). Am 1
9.
August 2009
verspürte
er sodann
beim
Anh
eben von Boxen
einen stechenden Schmerz
an beiden Ellbogen (
Urk.
13/1
, Urk.
13/3
).
Er be
gab sich gleichentags
ins
Z._
, wo eine Überlastung der Ell
bogen beidseits bei vorbestehenden degenerativen Veränderungen diagnosti
ziert wurde (
Urk.
13/5 S. 2).
Die
SUVA
erbrachte
Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen.
Am
2
4
.
Februar 2010
wurde
der SUVA ein Rückfall zum Unfall vom 1
9.
De
zember 2008
ge
meld
et (
Urk.
13/10 S. 1)
. In der Folge wurde
d
er
Ver
si
cher
te
am
30
.
März
2010 in der
A._
am rechten Ellbogen operiert (Urk. 10/14).
Der SUVA-Kreisarzt untersuchte den Versicherten a
m
1
3.
August 2010
(
Urk.
13/30)
und ergänzte
am
8.
September 2010
seinen Bericht zur
Kreis
arztuntersuchung
(
Urk.
13/34).
Gestützt
auf
die Beurteilung
des
Kreisarztes stellte die SUVA ihre Versicherungsleistungen mit Verfügung vom 2
1.
Septem
ber 2010 per 30. September 2010 ein (
Urk.
13/36). Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Am 2
9.
Dezember 2013 stürzt
e
der zuvor arbeitslos gewesene und bei der SUVA unfallversicherte
X._
mit seinem Fahrrad, wobei er eine Prellung des linken Ellbogens und des rechten Knies erlitt (
Urk.
12/2
,
Urk.
12/12 S. 1
). Er begab sich am
2
.
Januar 2014 in die
A._
, deren Ärzte einen Ver
dacht auf mediale Meniskusläsion des rechten Knies und eine traumatisierte
,
fortgeschrittene
Ellbogenarthrose links diagnostizierten
(
Urk.
12/1
S. 1
)
.
Die SUVA er
brachte Heilbehandlungs- und Taggeldleistungen (
vgl.
Urk.
12/5).
Bei der Operation in der
A._
vom
7.
März 2014 wurde eine
Kniege
lenks
arthroskopie
mit
Teilmeniskektomie
am rechten Knie durchgeführt (
Urk.
12/22-23).
Sodann wurde der Versicherte am
4.
Juli 2014 in derselben Klinik am linken Ellbogen operiert (
Urk.
12/50). Der SUVA-Kreisarzt
gelangte in seiner ärztlicher Beurtei
lung vom
4.
August 2014
zum Schluss, dass der
status
quo sin
e
bereits
per 3
0.
April 2014 erreicht gewesen sei
(
Urk.
12/56).
Am 29
.
August 2014 stellte die SUVA die Heilbehandlungs- und Taggeldleistung verfügungsweise rückwirkend per 30. April 2014 ein (
Urk.
12/62). Gleichzeitig forderte sie mit einer separaten Verfügung vom Versicherten
die
zwischen
1.
Mai und 3
1.
Juli 2014
ausbe
zahl
ten Taggelder im Betrag von
Fr.
11‘288.40
zurück
(
Urk.
12/63).
Gegen diese
Verfügungen erhob
X._
am
1.
Oktober 2014 Einsprache
(
Urk.
12/71)
,
welche
die SUVA mit Entscheid vom 3
0.
Januar 2015 ab
wies
, soweit sie darauf eintrat
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
3.
März 2015 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung des angefochtenen
Einspracheentscheids
vom 3
0.
Januar 2015 sei von einer Rückforderung abzusehen und ihm seien die Leistungen gemäss UVG über den 3
0.
April 2014 hinaus zu gewähren. Eventuell sei ein orthopädisches Gutachten betreffend Kausalität der Ellbogenbeschwerden zum Unfall vom 2
9.
Dezember 2013 zu veranlassen. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Bestell
ung eines unentgeltlichen Rechtsvertreters in der Person von Rechtsan
walt Martin Hablützel (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
April 2015 beantragte die Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei in dem Sinne teilweise gutzuheissen, dass der
Einspracheentscheid
vom 3
0.
April 2014
,
soweit damit die Verfügung vom 2
9.
August 2014 betreffend Rückforderung geschützt worde
n sei, aufzuheben sei. Im Übrigen sei die Beschwerde abzuweisen (
Urk.
10 S. 2, unter Beilage der orthopädischen Beurteilung der Abteilung
Versiche
rungs
medi
zin
der SUVA vom 1
4.
April 2015
[
Urk.
11
]
und der SUVA-Akten [
Urk.
12/1-96 und
Urk.
13/1-46]).
Mit Verfügung vom 2
8.
April 2015 wurde dem Beschwerdeführer Rechtsanwalt Martin Hablützel als unentgeltlicher Rechtsvertreter für
das vorliegende Verfah
ren bestellt und ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet (
Urk.
14).
Der Beschwerdeführer hielt mit Replik vom 2
6.
Mai 2015
an seinen Anträgen fest (
Urk.
16). Mit Eingabe vom 1
7.
Juni 2015 erklärte die Beschwerdegegnerin, sie halte an ihrem Antrag fest und verzichte auf eine Duplik (
Urk.
20). Das Dop
pel dieser Eingabe wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
9.
Juni 2015 zugestellt (
Urk.
21).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen
eingegangen
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG) werden
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt
die Versicherungs
leistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.2
1.2.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor
handensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um
schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der
Gesundheits
schaden
nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das
Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
spre
chende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäqua
ter Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhn
lichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeig
net ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Ein
tritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtser
hebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
1.4.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden be
rücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4.2
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der be
fragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Ver
sicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet er
scheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den
Arzt
berichten
im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
1.4.3
In Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten wie überhaupt von behandelnden Arztpersonen beziehungsweise Therapiekräften ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre
auf
tragsrechtliche
Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E.
3b/cc).
Wohl kann die einen längeren Zeitraum abdeckende und umfassende Behand
lung oft wertvolle Erkenntnisse zeitigen; doch lässt es die unter
schiedliche Natur von Behandlungsauftrag de
r therapeutisch tätigen (Fach-)
Person einer
seits und Begutachtungsauftrag des amtlich bestellten fachmedizinischen Experten anderseits (BGE 124 I 170
E. 4
) nicht zu, ein Administrativ- oder Gerichtsgutachten stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärun
gen zu nehmen, wenn die behandelnden Arztpersonen bzw. Therapiekräfte zu anderslautenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten bleiben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung aufdrängt, weil die anderslautenden Ein
schätzungen wichtige
und nicht rein subjektiver Interpretation ent
springende
Aspekte benennen, die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil
des Bundesgerichts
8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2
mit Hinweisen, u.a. auf
SVR 2008 IV Nr
. 15 S. 43 E.
2.2.1 [I 514/06]
).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin wegen der Folgen
des Unfalls vom 29. Dezember 2013
über den 30. April 2014 hinaus Leistungen zu erbringen hat, mithin, ob die nach diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden
am linken Ellbogen
noch in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusam
men
hang mit dem Unfallereignis vom 29. Dezember 2013 stehen.
Die Leistungseinstellung hinsichtlich der nach
diesem
Unfall geklagten
Kniebe
schwerden
rechts
blieb
hingegen
unbestritten, womit im Folgenden darauf nicht weiter einzugehen ist.
2.2
Mit
angefochtene
m
Einspracheentscheid
vom 3
0.
Januar 2015 erwog die Beschwerdegegnerin
,
gemäss Beurteilung vo
n
Kreisarzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie FMH,
vom
4.
August 2014
sei
die Operation des linken Ellbogens vom
4.
Juli 2014 nicht aufgrund von Unfallfolgen, son
dern wegen der vorbestehenden Arthrose erfolgt und seitens der
Kniebe
schwerden
sei
eine volle Arbeitsfähigkeit ab
1.
Mai 2014 zu at
testieren (
Urk.
2 S. 6).
Die Arztberichte und Arbeitsun
fähigkeitsatteste der behandelnden Ärzte würden keine Zweifel an der
kreisärzt
liche
n
Beurteilung be
gründen (
Urk.
2 S. 7).
Die Leistungseinstellung per 3
0.
April 2014 sei mithin nicht zu beanstanden (
Urk.
2 S. 8). Unbestritten geblieben sei, dass der
Beschwerdeführer
von der Beschwerdegegnerin in der Zeit vom
1.
Mai bis 3
1.
Juli 2014 Taggelder in der Höhe von total
Fr.
11‘288.40 (92 Tagessätze zu je
Fr.
122.70) erhalten habe. Dieser Betrag sei vom Beschwerdeführer zurück
zuer
statten (
Urk.
2 S. 9). Mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
April 2015 brachte die Beschwerdegegnerin sodann vor, dass die Rückforderung zu Unrecht
erbrachter Leistungen gemäss
Art.
25 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) voraussetze, dass entweder die Bedingungen für eine prozessuale Revision oder aber diejenigen für eine Wiedererwägung der ursprünglich zugesprochenen Leistung gegeben seien. Diese Voraussetzungen sei
e
n vorliegend nicht erfüllt, weshalb sich die Beschwerde in diesem Punkt als begründet erweise und somit (teilweise) gutzuheissen sei (
Urk.
10 S. 5).
2.3
Der Beschwerdeführer lässt demgegenüber im Wesentlichen vorbringen, er sei über den 3
0.
April 2014 hinaus zu 100
%
unfallbedingt arbeitsunfähig ge
schrie
ben worden. Ebenso sei die ärztliche Heilbehandlung über dieses Datum hinaus weitergelaufen. Er sei namentlich am
4.
Juli 2014 am linken Ellbogen operiert worden (
Urk.
1 S. 5).
Die Aktenbeurteilung von SUVA-Kreisarzt Dr.
B._
ergebe kein vollständiges Bild über die Anamnese und den
Verlauf des medizi
ni
schen Status und es könne nicht gesagt werden, dass sich damit eine persön
li
che Untersuchung des Beschwerdeführers erübrigen würde (
Urk.
1 S. 9-10). Auf
die reine Aktenbeurteilung könne nicht abgestellt werden. Die be
han
deln
den Ärzte der
A._
gingen von einer mindestens teilkausal unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit weit über den 3
0.
April 2014 hinaus aus (
Urk.
1 S. 11).
Da der
Beschwerdegegnerin der Nachweis des Wegfalls jeglicher Kausalität zwischen dem Unfallereignis und den Beschwerden nach dem 30. April 2014 misslungen sei, bleibe die einmal anerkannte und be
wiesene Kausalität bestehen und die Beschwerdegegnerin grundsätzlich auch über diesen Zeitpunkt hinaus leistungspflichtig (
Urk.
1 S. 15). Sodann bestehe kein An
spruch auf Rückforderung der geleisteten Taggelder. Mit dem Misslingen des Nachweises des Wegfalls jeder Kausalität könne die Beschwerdegegnerin sich weder auf eine zweifellose Unrichtigkeit im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ATSG noch auf neue Tatsachen oder Beweismittel im Sinne von
Art.
53
Abs.
1 AT
SG berufen, womit die Taggelder nicht zu Unrecht bezogen worden seien (
Urk.
1 S. 16
). Im Übrigen wären die Voraussetzungen der Rückforderungen geleisteter Taggelder selbst bei Annahme eines nachgewiesenen Wegfalls jeder Kausalität nicht gegeben (
Urk.
1 S.
1
7
-19
)
und auch
der
Vertrauensschutz würde einer Rück
forderung entgegenstehen (
Urk.
1 S. 20-
21)
.
3.
3.
1
3.1.1
Im Bericht der
A._
vom
7.
Januar 2014
wird die Diagnose Status nach „
Töffunfall
12/2013“ mit Verdacht auf mediale Meniskusläsion Knie rechts und traumati
sierte, fortgeschrittene Ellbogenbeschwerden links
angeführt
(Urk.
12/1)
.
3.1.2
Dem Bericht der
A._
vom
3.
Februar 2014 sind die Diagnosen a
ktivierte Ellbogenarthrose links
sowie Status nach offenem
Ellbogendébr
ide
ment
rechts am 3
0.
März 2010 bei mässiger bis fortgeschrittener schmerzhafter Ellbogenarthrose mit Bewegungseinschränkung beidseits rechts mehr als links sowie
N
ervus
(N.)
ulnaris
-Neuropathie rechts zu entnehmen (
Urk.
12/29 S. 1). Bei der Röntgenuntersuchung habe sich eine fortgeschrittene
arthrotische
Ver
änderung in allen
Kompartementen
des Ellbogengelenks sowie eine ausgeprägte
Osteo
phytenbildung
gezeigt
(
Urk.
12/29
S. 1-2
).
Beim Beschwerdeführer scheine eine aktive Schmerzsymptomatik aufgrund der vorbestehenden Arthrose im Ell
bo
gengelenk vorzuliegen (
Urk.
12/29 S. 2).
3.1.3
Bei der von
Dr.
med.
C._
, Oberärztin,
A._
,
befunde
ten
CT-
Untersuchung des linken Ellbogens vom
7.
Mai 2014 zeigten sich im Vergleich zu 2010 deutlich progrediente
Osteophyten
humeroulnar
,
humerora
dial
sowie am proximalen
Radioulnargelenk
, insbesondere medial am Ellbogen
gelenk betont.
Zum Teil zeigten sich abgebrochene
Osteophyten
periartikulär
, jedoch kein
Gelenkserguss
(
Urk.
12/39
S. 2
).
3.1.4
Gemäss Bericht der Ärzte des Zentrums für Paraplegie
A._
fand sich bei der neurologischen und neurophysiologischen Untersuchung vom
7.
Mai 2014 neben einer leichten sensiblen Schädigung des
N.
ulnaris
rechtsseitig am linken Ellbogen ein Befund passend zu einem
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom sensomotorisch ohne
höhergradige
axonale
Schädigungszeichen in der motorischen
Neurogra
phie
und im EMG (
Urk.
12/45 S. 2).
3.1.5
Im Bericht vom
8.
Mai 2014 hielten die Ärzte der
A._
fest, dass sich neurographisch ein
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom
links (leicht bis mittelgradig) mit geringer peripherer
Denervierung
verifizieren lasse. Zudem bestehe nach wie vor eine
endgradig
schmerzhafte Bewegungseinschränkung bei ansonsten schmerzfreier Flexion/Extension. Als operative Lösung werde dem Beschwerde
führer deswegen das offene
artikuläre
Débridement
des linken Ellbogens
im Sinne eines „Collum
Pro
cedure
“
offeriert, begleitet von einer
subcutanen
Vor
ver
lagerung
des
Nervus
ulnaris
analog zur Gegenseite (
Urk.
12/33 S. 2).
3.
1.
6
Dr.
med.
D._
, Oberarzt Orthopädie
A._
, führte in seinem Schreiben an den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
vom 2
7.
Februar 2015
aus, dass sich bei der ersten Unter
suchung des Beschwerdeführers vom 1. Feb
ruar 2010
beim Ellbogenröntgen eine beidseitige Arthrose, die überwiegend wahrscheinlich schon vor 2009 vorliegend gewesen sei, gezeigt habe.
Im Sprechstundenbericht werde festgehalten, dass linksseitig im Jahre 2002 anam
nestisch in
E._
eine Ellbogenarthroskopie nach einem Trauma erfolgt sei. Aus diesem Grund sei in den folgenden Berichten der
A._
von einer posttraumatischen Arthrose ausgegangen worden. Sei
t
dem Velounfall vom 2
9.
Dezember 2013 sei es zu einer Verschlechterung der klinischen Situation am linken Unterarm, mit zunehmenden Schmerzen, zudem einer Hypästhesie mit Einschlafen insbeson
dere
nachts
des IV. und V. Fingers
gekommen
. Die neuro
physiologische Untersuchung vom
7.
Mai 2014 habe die Diagnose eines
Sulcus
-
ulnaris
-Synd
rom
s
sensomotorisch ohne
höhergradige
axonale
Schädigungs
zei
chen
in der motorischen
Neuro
graphie
und im EMG
ergeben. Zusam
men
fassend könne aus medizinischer Sicht gesagt werden, dass die Beschwerden linksseitig insgesamt stark überwiegend eine Folge der vorbestehenden Arthrose seien. Es sei jedoch überwiegend wahr
scheinlich, dass das Unfallereignis vom Dezember 2013 wenigstens eine
teil
kaus
a
le
Bedeutung für die nachfolgenden
Ellbogen
beschwerden
gehabt habe, da es zu einer deutlichen Verschlechterung der kli
nischen Situation gekommen sei
(
Urk.
3/3
S. 1
)
.
3.
2
Der Beurteilung von SUVA-Kreisarzt
Dr.
B._
vom
4.
August 2014 ist be
züglich der Unfallkausalität der geklagten Beschwerden am linken Ellbogen zu entnehmen, dass die Ellbogenarthrose links bereits beim vorangegangen
en
Scha
denfall
vorbestehend gewesen sei. Im Übrigen würden die Röntgenbilder vom 1
9.
August 2009
auch
eine Arthrose auf der Gegenseite rechts zeigen.
Dies sei der Grund gewesen, weshalb der Fall bezüglich des rechten Ellbogens in der Folge nach der kreisärztlichen Beurteilung durch
Dr.
F._
im Jahr 2010 terminiert worden sei. Im neuen Schadenfall gebe der Beschwerdeführer zwar an, er habe am 2
9.
Dezember 2013 eine Verletzung am linken Ellbogen (Schmerzen und Bluten) erlitten, und bei der ersten ärztlichen Untersuchung
vier Tage später sei auch eine Schmerzhaftigkeit des Ellbogens festgehalten worden, wobei die diskrete Hypästhesie im Teilbereich des
N.
ulnaris
aber als vorbestehend
bezeichnet
worden sei. Dies passe sehr gut zu den erheblichen
Osteophyten
auch
ulnar
im Ellbogenbereich links. Solche
arthrotischen
Verän
derungen seien eine häufige Ursache für eine Schädigung des
N.
ulnaris
links im
Sulcus
ulnaris
. Die abgebrochenen
Osteophyten
zeigten keine frischen
Frak
turlinien
(
Urk.
12/56 S. 6)
. Weder klinisch noch bildgebend habe im Ansch
luss an das Ereignis vom 2
9.
Dezember 2013 eine erhebliche
unfallkau
sale
struktu
relle Schädigung des Ellbogens festgestellt werden können (Urk.
12/56 S. 6-7). Eine akute, erhebliche strukturelle Schädigung des linken Ellbogens hätte ohne Zweifel zu einer deutlichen Einschränkung der
El
lbogen
beweglichkeit
geführt,
was
gemäss der Untersuchung
s
befunde
der
A._
an
2.
Januar 2014 nicht
der Fall gewesen sei. Eine
kontusionelle
Schädigung eines
vorgeschädig
ten
Gelenks vermöge eine verstärkte
Schmerzhaftigkeit wäh
rend einiger
Wochen und Monate
zu erklären. Die Sensibilitätsstörung und damit die Schädigung des
N.
ulnaris
im Bereich des
Sulcus
ulnaris
sei gemäss den An
ga
ben bei der Untersuchung vom
2.
Januar 2014 vorbestehend. Die Arthrose sei eine gute Erklärung für die Entstehung einer
Ulnarispathologie
. Die Opera
tion des linken Ellbogens vom
4.
Juli 2014 sei nicht aufgrund von Unfall
folgen, son
dern wegen der vorbestehenden Arthrose des linken Ellbogens mit Schädigung des
N.
ulnaris
im
Sulcus
, mit überwiegend grosser Wahr
schein
lichkeit wegen der
Osteophytenbildung
in diesem Bereich
erfolgt
. Am
3.
April 2014 sei vier Wochen nach der
arthroskopischen
Knieoperation rechts bei der
Ab
schlussun
tersuchung
in der Kniesprechstunde ein günstiger Zustand festge
halten worden. Eine Arbeitsunfähigkeit bedingt durch die Knieoperation von rund 8 Wochen sei realistisch. Entsprechend wäre von Seiten der Knieoperation her wohl eine volle Arbeitsfähigkeit ab
1.
Mai 2014 zu attestieren. Dies kor
respondiere recht gut mit den erst dann
exazerbierenden
und in den Vorder
grund getretenen
Ell
bo
genbeschwerden
links, die ab
7.
Mai 2014 zu weiteren Abklärungen und
schliesslich zur Operation geführt hätten.
Deswegen seien die Leistungen per 30. April 2014 zu terminieren
(
Urk.
12/56 S.
7).
3.
3
In seiner orthopädischen Beurteilung vom 1
4.
April 2015 führte
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, Ab
teilung Versicherungsmedizin der
Beschwerde
gegnerin
, aus, unter Berücksichtigung der klinischen Befunde mit fehlendem Nachweis einer rele
vanten Gewalteinwirkung auf das linke Ellbogengelenk
, dem Vergleich der ob
jektivierbaren Bilddokumente vor und nach dem Unfall vom 2
9.
Dezember 2013 und der intraoperativen Beschreibung der morphologischen Verände
rungen im
Sulcus
ulnaris
ohne Hinweis auf unfallspezifische Verände
rungen sei mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass es infolge des Un
falls vom 2
9.
Dezember 2013 nur zu einer leichten Prellung des vorbestehend deut
lich
arthrotisch
geschädigten linken Ellbogengelenkes und des bereits im
Sulcus
ulnaris
durch Narbenbildung komprimierten
Nervus
ulnaris
gekommen
sei. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit habe als Folge des Unfalls vom 2
9.
Dezember 201
3
eine vorübergehende Verschlimmerung des vorbestehenden
Krankheits
zu
standes
einer fortgeschrittenen, den
Ulnarnerven
durch knöcherne
Randan
bauten
im
Sulcus
komprimierenden Arthrose des linken Ellbogengelenkes
resul
tiert (
Urk.
11 S. 12). Der Status quo sine sei spä
testens zum Zeitpunkt der
Kon
sultation
des Beschwerdeführers in der
A._
vom 2
4.
März 2014 erreicht gewesen, da im Rahmen dieser Konsulta
tion klinisch gleich
bleibende Bewegungsausmasse in der Beugung Streckung und Pro- und
Supination
und der Nachweis einer peripheren, intakten Sensibi
lität des
Nervus
ulnaris
fest
gestellt
worden sei
en
(
Urk.
11 S. 13).
4.
4.1
Unbestrit
tenermassen bestand beim Beschwerdeführer schon vor dem Unfall vom 2
9.
Dezember 2013 eine Arthrose am linken Ellbogen
(E. 3.1.6; Urk. 13/7
S. 2
, Urk. 13/5
)
.
Im Jahre 2002 wurde
– gemäss Angaben des Beschwerde
führers
eine Ellbogenarthroskopie durchgeführt (Urk.
3.1.6).
Nach dem
Fahr
rad
sturz
vom 2
9.
Dezember 2013
hat der
linke Ell
bogen
des Beschwer
de
führers gemäss seinen Angaben
geblutet
und geschmerzt (Urk.
12/1 S. 1, Urk.
12/12 S.
1).
Anzeichen für eine relevante Gewaltein
wirkung oder spezi
fische Unfall
folgen mit einer
Hämatombildung
, ander
weitigen Flüssigkeitskollektionen oder einer erheblichen Schwellung des linken Ellbogengelenks werden im Bericht d
er
A._
vom
7.
Januar 20
14
indes nicht erwähnt
(
Urk.
1
1 S. 11, Urk.
12/1)
.
Dr.
B._
weist
sodann
darauf hin, dass im An
schluss an den Unfall vom 2
9.
De
zember 2013 weder klinisch noch bildgebend eine struk
turelle
Schädigung des linken Ell
bogens des Be
schwerdeführers habe festgestellt werden können
. Auch habe keine deutliche Ein
schrän
kung der
Ellbogenbeweg
lich
keit
festgestellt werden können (E. 3.2). Bereits bei der kreisärztlichen Unter
su
chung durch
Dr.
F._
vom 1
3.
August 2010
war die
Ellbogenbeweg
lich
keit
einge
schränkt
(
Urk.
12/56 S.
7
,
Urk.
13/30 S. 3
)
.
Gemäss Dr.
G._
bestan
den nahezu identische
Bewe
gungsausmasse
des linken Ellbogengelenks in der
kreisärzt
lichen
Unter
suchung vom 13. August 2010 dreieinhalb Jahre vor dem Schadensereignis und am 2. Januar 2014 direkt nach dem Unfall
(Urk. 11 S. 11).
Demgegenüber vertritt der
behandelnde Arzt Dr.
D._
den Standpunkt, dass
es seit d
em
Unfal
l vom 29.
Dezember 2013
zu einer Ver
schlechterung der klini
schen Situation am linken Unterarm, mit zu
nehmenden Schmerzen und
zudem einer Hypästhesie mit
nächtlichem
Einschlafen des IV. und V. Fingers gekom
men
sei
.
In der Folge sei bei der neuro
physiolo
gische
n
Unter
suchung vom 7. Mai 2014 ein
Sulcus
-
ulnaris
-Syndrom diagnostiziert worden (E. 3.1.6).
Dem ist entgegen zu halten, dass der Beschwer
deführer bereits bei der Untersuchung in der
A._
vom 2. Januar 2014
diskrete
Hyp
-/
Parästhesien
ulnar
seitig
bis zum V. Finger rechts
am linken Arm
angegeben hat
, welche schon länger
bestanden
(Urk.
12/1 S. 2).
Hinzu kommt,
dass
gemäss
Dr.
G._
die
Bilddokumente der konven
tionellen Röntgenbilder und des
Computertomo
gramms
des linken Ellbogenge
lenks
bereits 2009 eine erhebliche Arthrose des linken Ellbogengelenks
zeigten
, die sich bis zum Zeitpunkt der Erstellung der konventionellen Rönt
genaufnahmen vom 2. Januar 2014 deutlich progredient entwickelt habe. Weiter
fand er
unwidersprochen
keine Anzeichen einer knö
cherne
n
Verletzung mit
Fraktur
zeichen
oder Dislokation oder gar Abbruch von
osteophytären
Randanbauten im Bereich des
Sulcus
ulnaris
(Urk. 11 S. 11). De
n
Sulcus
ulnaris
linksseitig
beurteilte er
durch die vor
bestehenden, ausgeprägten
osteo
phytären
Randanbauten erheblich einge
engt.
So würden sich die
im Befundbericht von Dr.
C._
beschriebe
nen „abgebrochenen
Osteophyten
“ in räumlicher Beziehung zum
Sulcus
ulnaris
dar
stellen
und seien bereits auf den konven
tionellen Röntgenbil
dern dreieinhalb Jahre vor dem Schadenereignis in iden
tischer Weise erkennbar
.
Im
Operations
bericht
vom
4.
Juli 2014
schliesslich
w
e
rde
von Prof.
Dr.
H._
eine Kompression des
Nervus
ulnaris
durch massive Verwachsungen und Ver
nar
bungen beschrieben,
wie sie sich typischerweise infolge einer jahrelang beste
henden Bewegungseinschränkung, bedingt durch die Streck- und
Beuge
hemmung
bei vorbestehender Arthrose, fänden. Ein
deu
tige Anzeichen für spezifische
Traumafolgen
wie knöcherne Verletzungen oder
Hämosiderinein
lagerungen
infolge von
Einblutungen
im
Sulcus
seien vom Opera
teur im Bericht nicht erwähnt worden
(Urk. 11 S. 12).
4.2
Nach dem Gesagten vermögen die Beurteilungen von
Dr
e
s
.
B._
und
G._
, wonach es beim Unfall vom 29. Dezember 2013 zu einer Kontusion des auf
grund der Arthrose vorgeschädigten linken Ellbogenge
lenks des Beschwerde
führers
kam
,
was
die verstärkte Schmerzhaftigkeit während einiger Wochen und Monate erklären k
a
nn (E. 3.2-3.3), zu überzeugen. Die Stellungnahme von
Dr.
D._
vom
2
7.
Februar 2015 (
Urk.
3/3)
wie auch die übrigen Berichte der
A._
begründen keine Zweifel an diesen Beur
teilungen.
Es recht
fertigt sich
,
Berichte behandelnder Ärzte mit Zurück
haltung zu würdigen (E.
1.4.3). Vorliegend fällt zudem ins Gewicht, dass
Dr.
D._
seine Auffassung, wonach der Unfall vom 2
9.
Dezember 2013 wenigstens eine teilkausale Bedeutung für die nachfolgenden Ellbogen
einzig
mit eine
r
deutlichen Verschlechterung der kli
nischen Situation begründet
, was von den
Dres
.
B._
und
G._
einleuch
tend re
l
a
tiviert wurde.
Befunde, welche von den
Dres
.
B._
und
G._
nicht
gewürdigt
worden wären, nennt er
nicht
. Es kommt hinzu, dass
die Rechtsfigur „
post
hoc, ergo
propter
hoc“, bei der eine Schädigung bereits des
halb als durch einen Unfall verursacht erachtet wird, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. Alfred Maurer,
Schweizerisches Unfallversiche
rungsrecht, 2.
Auflage, Bern 1989, S. 460, Anm. 1205
), für die Annahme eines Kausal
zu
sammenhangs
rechtsprechungsgemäss
nicht genügt (BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
).
Zu erwähnen ist ebenfalls, dass bei
m
Beschwerdeführer auch rechts eine Ell
bogengelenks-Arthrose mit Beweglichkeitseinschränkungen und eine
N.
ulnaris
-Neuropathie bestand
en
hatte
, weswegen er am 3
0.
März 2010 in der
A._
operiert wurde (
Urk.
13/7 S. 2,
Urk.
13/14 S. 1).
Entgegen der Ansicht des B
eschwerde
führer
s
(
Urk.
1 S. 9) kommt der Beurteilung von
Dr.
B._
Beweiswert zu, auch wenn es sich dabei um eine
Aktenbeurteilung
handelt
. Ein medizinischer Aktenbericht als Entscheidungsgrundlage ist zulässig, wenn die Akten ein voll
ständiges Bild über Anamnese, Verlauf und gegenwärtigen Status ergeben und diese Daten unbestritten sind; der Unter
suchungsbefund muss lückenlos vor
liegen, damit der Experte imstande ist, sich aufgrund der vor
handen Unterlagen eine vollständiges Bild zu verschaffen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_833/2009 vom 2
6.
Januar 2010 E. 5.1). Diese Voraussetzunge
n sind vorliegend erfüllt. Die
Dres
.
B._
und
G._
konnten auf die Befunde und Beurteilungen zu den nach
dem
Unfall vom 29. Dezember 2013 durchgeführten klinischen und
bild
gebenden
Untersuchungen abstellen. Zudem standen ihnen die
Vorakten
zur Verfügung. Welche
Beschwerden des Beschwer
deführers dabei unberücksichtigt geblieben wären (Urk.
1 S.
9), wird von diesem nicht dargetan.
Schliesslich
leuchtet es ein, dass
Dr.
B._
nach
der
Ellbo
genoperation
vom
4. Juli 2014 auf eine persönliche Unter
su
chung des Be
schwerdeführers verzichtet hat, denn nach einem solchen Eingriff dürfte
sich durch eine
klinischen Untersuchung
die
allfällige
Un
fallkausalität
von zuvor geklagten Beschwerden
nicht mehr beur
teilen lassen
.
Von weiteren medizinischen Abklärungen ist abzusehen, da
hievon
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte
Beweiswürdi
gung
; BGE 137 V 64 E.
5.2, vgl. BGE 135 V 465 E. 4.6; Urteil des Bundesge
richts 8C_783/2011 vom
6.
Januar 2012 E. 5.2.4).
Es ist mithin nicht zu be
anstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistun
gen gestützt auf die Beurteilung von
Dr.
B._
vom 4. August 2014
per 30. April 2014
eingestellt hat
.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt die Rückforderung hinsichtlich der
bereits ausbezahlten
Tag
gel
der vom 1. Mai bis 31. Juli 2014 in der Höhe von total Fr. 11‘288.40.
5.2
Wenn der Unfallversicherer die bisher gewährten Leistungen zurückfordert, muss er den hierfür erforderlichen
Rückkommenstitel
der prozessualen Revision oder der Wiedererwägung ausweisen (BGE 130 V 380 E. 2.3.1 mit weiteren Hin
weisen). Dies gilt auch für formlos ausgerichtete Taggeldleistungen (Urteil des Bundesgerichts 8C_127/2012 vom 3
0.
August 2012 E. 5.1).
5.3
Nach
übereinstimmenden Partei
vorbringen
ist kein
rechtsgenüglicher
Rück
kommenstitel
gegeben, was
mit der Rechts- und Aktenlage im Einklang
steht
, weshalb die Beschwerde bezüglich der Rückforderung
gutzuheissen
ist.
6
.
In teilweiser
Gutheissung der Beschwerde
ist demnach
der
Einspracheentscheid
der
Be
schwerdegegnerin
vom 30
.
Januar
20
15
insoweit auf
zu
h
e
ben, als der Beschwer
deführer zur Rückzahlung der vom 1. Mai bis 31. Juli 2014 von der
Beschwer
degegnerin
ausgerichteten Taggeldleistungen in der Höhe von total Fr. 11‘288.40 verpflichtet wird. Im Übrigen
ist
die Beschwerde
abzuweisen
.
7.
7.1
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
,
Rechtsanwalt Martin Hablützel
,
machte mit Eingabe vom 2.
Juli
201
5
(Urk. 2
2
) einen Zeitauf
wand von
total 17
Stunden sowie Ba
rauslagen von Fr.
153.--
geltend. Darin enthalten ist für den vorliegenden Prozess nicht notwendiger Aufwand, wie namentlich derjenige für das vorsorgliche Erlassgesuch bei der
Be
schwerdegegnerin
betref
fend Rückforderung sowie Korrespondenz mit dem Beschwerde
füh
rer betreffend die Versicher
ung beim früheren Arbeitgeber.
Um diesen Aufwand gekürzt ist ein Stundenaufwand auf 15,6 Stunden als angemessen zu betrachten. Die Ent
schä
digung für den unentgeltlichen Rechtsvertreter ist daher (insgesamt) auf Fr. 3‘871.80 (inkl.
Baraus
lagen
und Mehr
wertsteuer) festzusetzen.
7.2
Stellt die obsiegende Partei einen entsprechenden Antrag oder ist dies von ande
ren Gesetzen so vorgesehen, verpflichtete das Gericht die unterliegende Partei zum Ersatz der Parteikosten (§ 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht [
GSVGer
]).
Der Beschwerdeführer obsiegt nur teilweise, im Umfang der von den Hauptvorbringen unabhängig zu beurteilenden Rückfor
derung, weshalb sich eine Reduktion der Prozessentschädigung auf einen Viertel rechtfertigt.
D
ie Beschwerdegegnerin
wird daher ausgangsgemäss verpflichtet,
dem unentgeltlichen Rechtsvertre
ter des Be
schwerdeführers,
Rechtsanwalt Martin Hablützel
, Zürich, eine redu
zierte Prozessentschädigung von Fr. 1‘
0
00.-- (inkl.
Barausla
gen
und
MWSt
) zu be
zahlen.
Im weitergehenden Umfang wird der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwer
deführers, Rechtsanwalt
Martin Hablützel
, mit
Fr. 2‘871.80
(inkl.
Bar
aus
lagen
und
MWSt
) aus der Gerichtskasse ent
schädigt. Der Beschwerdeführer wird auf
die Rückzahlungspflicht gemäss
§
16
Abs.
4
GSVGer
hingewiesen.