# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 05e020f2-ea4b-4d8b-9859-1e050a97f0aa
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

I. Sachverhalt
A. Mit Arrestgesuch vom 28. Juni 2019 leitete die G._ (fortan Arrestgläubigerin) beim Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos ein Arrestverfahren gegen AA._ (fortan Arrestschuldner) ein. Mit Entscheid vom 10. Juli 2019 entsprach der Einzelrichter dem Arrestgesuch teilweise und beauftragte das Lead-Betreibungsamt Prättigau/Davos mit dem Arrestvollzug (Proz. Nr. 335-2019-88 [RG act. 5 bis 6]).
B. In der Arresturkunde setzte das Lead-Betreibungsamt Prättigau/Davos der Arrestgläubigerin Frist zur Einleitung von Widerspruchsverfahren an. Die Arrestgläubigerin kam dieser Aufforderung innert Frist nicht nach. In der Folge entliess das Lead-Betreibungsamt Prättigau/Davos mit Verfügung vom 11. September 2019 die bereits verarrestierten Grundstücke, welche nicht auf die natürliche Person des Arrestschuldners lauteten, aus dem vollzogenen Arrest (Proz. Nr. 335-2019-88).
C. Nach Wegfall des Arrestbeschlages stellte die Arrestgläubigerin mit Eingabe vom 12. September 2019 beim Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos erneut ein Arrestgesuch gegen den Arrestschuldner, basierend auf derselben Arrestforderung und demselben Arrestgrund, mit folgenden Rechtsbegehren (RG act. 1a):
Es seien zur Sicherstellung der fälligen Arrestforderung von CHF 241'000'000 zzgl. Zins zu 0.1% pro Tag ab dem 8. Juli 2016 folgende Vermögenswerte des Arrestschuldners zu verarrestieren, alles, soweit verarrestierbar, bis zur Deckung der Arrestforderung zzgl. Kosten des Arrestverfahrens, insbesondere
1. die folgenden Grundstücke und Baurechte gemäss Grundbuchamt W._, Grundbuchkreis AB._, eingetragen im (formellen) Allein- bzw. Miteigentum der D._ AG, inklusive sämtliche damit zusammenhängende Miet- und Pachtzinsen:
1.1. Nr. BQ._, ein Geschäftshaus mit Einstellhalle, I._weg 2 + 4, W._, Plan-Parzelle AC._, Grundstücksfläche 23'071 m2, Geb.-Nr.: AD._, AE._, AF._, AG._, AH._;
1.2. Nr. AI._, Geschäftshaus, J._platz 2, W._,  AJ._, Grundstücksfläche 427 m2, Geb.-Nr. ;
1.3. Nr. 5606, I._, W._, ein selbständiges und dauerndes Baurecht zulasten des Grundstücks Nr. AK._, Plan Nr. 96, I._weg 2, W._, Geb.- Nr.: AL._
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AM._, AN._, AO._, im Eigentum von W._, gültig bis 30. September 2061;
1.4. Nr. AP._, ein Geschäftshaus, K._strasse 27 + 29, W._, Plan-Parzelle AQ._, Geb.- Nr. AR._;
1.5. Nr. AS._ Miteigentum an Autoeinstellhalle, K._strasse 27 + 29, W._, Sonderrecht an Parkplätzen Nr. 20-24 und 31-40 im 1. UG C-D bzw. Nr. 11-50 und 53-57 im 2. UG C-D, K._strasse 27 + 29, W._; inkl. 60/210 Miteigentum an Grundstück Nr. L._;
1.6. Nr. AT._, 78/100 Miteigentum an Grundstück Nr. M._ mit Sonderrecht an Anteil Geschäftshaus mit Einstellhalle, N._strasse 35C, W._; und
1.7. Nr. AU._, Geschäftshaus, N._ 35C, W._, W._ [sic!], Plan-Parzelle AV._, Grundstücks-fläche 140 m2, Geb.-Nr. AW._;
2. die folgenden Baurechts-Grundstück(e) und Grundstück gemäss Grundbuchamt W._, Grundbuchkreis AB._, eingetragen im (formellen) Alleineigentum von F._ AG, inklusive sämtliche damit zusammenhängende Miet- und Pachtzinsen:
2.1. Nr. AX._, Baurechtsgrundstück, Geschäftshaus, P._strasse 5, W._, ein selbständiges und dauerndes Baurecht zulasten des Grundstücks Nr. AY._, im Eigentum von AZ._, gültig bis _ 2077; und
2.2. Nr. BA._, 2-Familienhaus mit Nebenbauten, Q._strasse 46, W._, Plan-Parzelle Nr. BB._, Grundstücks-fläche 847 m2, Geb.- Nr. BC._, BD._, BE._;
3. die folgenden Grundstücke eingetragen im (formellen) Alleineigentum von E._ AG, inklusive sämtliche damit zusammenhängende Miet- und Pachtzinsen:
3.1. Grundbuchamt BF._, Grundstück Nr. R._, Plan Nr. 2, BG._, Geschäftshaus Vers.-Nr. BR._, S._strasse 2; und
3.2. Grundbuchamt W._, Grundbuchkreis AB._, Grundstück Nr. T._, Gewerbe Nr. 0.01 im EG Stockwerkeinheit, U._strasse 39, W._,  BH._ sowie an Stammgrundstück Baurechtsblatt Nr. 5992, Wertquote zu 2'548/10'000;
4. Grundstück gemäss Grundbuchamt BI._, eingetragen im (formellen) Alleineigentum von BJ._, geboren _ 1961, von BK._, wohnhaft V._strasse 29, BL._, Liegenschaft Nr. BM._, Plan Nr. 21, "BN._", Vers. Nr. BO._, Einfamilienhaus mit Hallenbad, an der V._strasse 29, Wiese, Wald, Quelle, Geräteschopf, Vers.- Nr. BP._, BL._.
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Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Arrestschuldners.
Prozessuale Anträge
1. Es sei der Arrestentscheid zufolge Dringlichkeit unverzüglich zu fällen und der entsprechende Arrestbefehl unverzüglich zu erlassen. Der Kostenvorschuss in Höhe von CHF 2'000 ist bereits beglichen.
2. Ein wider Erwarten (teil-)abweisender Entscheid sei dem Arrestschuldner praxisgemäss nicht zuzustellen. Dies gilt auch für den Fall, dass der Arrestschuldner eine Schutzschrift hinterlegt haben sollte.
3. Sämtliche Drittschuldner seien über die Verarrestierung gleichzeitig zu informieren und das Betreibungsamt Prättigau/Davos sei als leitendes sog. "Lead-"Betreibungsamt einzusetzen zwecks Koordinierung des (gleichzeitigen) Vollzugs des Arrestes.
D. Ebenfalls am 12. September 2019 hinterlegten A._, die C._ AG, die D._ AG, die E._ AG sowie die F._ AG (fortan auch Betroffene bzw. Betroffene 1 bis 5) beim Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos eine Schutzschrift. Diese Schutzschrift richtete sich gegen das erwartete Arrestgesuch zur Erneuerung des vorstehend erwähnten aufgehobenen Arrestes auf diversen Liegenschaften. Das Rechtsbegehren lautete, wie folgt (RG act. 2):
1. Es sei die vorliegende Schutzschrift als vorläufige Stellungnahme zu einem allfälligen Gesuch der Arrestgläubigerin um neuerlichen Erlass eines Arrestbefehls betreffend die unter Ziff. 2 genannten Grundstücke entgegenzunehmen.
2. Es sei ein allfälliges Gesuch um Erlass eines Arrestbefehls betreffend die folgenden Grundstücke abzuweisen:
- Sämtliche Grundstücke im Eigentum der D._ AG, namentlich nachfolgende Grundstücke im Grundbuch der Gemeinde W._:
Nr. BQ._, ein Geschäftshaus mit Einstellhalle, I._weg 2+4, W._;
Nr. AI._, J._platz 2, W._;
Nr. 5606, I._, W._, ein selbständiges und dauerndes Baurecht zulasten des Grundstücks Nr. AK._, Plan Nr. 96, I._weg 2, W._, im Eigentum von W._, gültig bis 30. September 2061;
Nr. AP._, ein Geschäftshaus, K._strasse 27 + 29, W._;
Nr. AS._ sowie die Parkplätze Nr. 20-24 und 31-40 im 1. UG C-D bzw. Nr. 1150 und 53-57 im 2. UG C-D, K._strasse 27+29, W._; inkl. 60/210 Miteigentum an Grundstück Nr. W._/6724;
Nr. AT._, N._ 35C, W._; inkl. 78/100 Miteigentum am Grundstück Nr. W._/6470; und
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Nr. AU._, N._ 35C, W._.
- Sämtliche Grundstücke im Eigentum der E._ AG, namentlich nachfolgende Grundstücke:
Grundbuchamt W._, Grundbuchkreis AB._, Grundstück Nr. T._, Stockwerkeinheit, U._strasse 39, W._, sowie an Stammgrundstück W._/Nr. 5992, U._strasse, W._, Wertquote zu 2'548/10'000;
Grundbuchamt BF._, Grundstück Nr. R._, Plan Nr. 2, S._strasse 2, BG._.
- Sämtliche Grundstücke im Eigentum der F._ AG, namentlich nachfolgende Grundstücke im Grundbuch der Gemeinde W._:
Nr. AX._, U._strasse 5, W._, ein selbständiges und dauerndes Baurecht zulasten des Grundstücks Nr. AY._, im Eigentum von AZ._, gültig bis 19. Februar 2077;
Nr. BA._, Geschäftsliegenschaft, Q._strasse 46, W._.
3. Sollte das befürchtete Arrestgesuch nicht eintreffen, sei diese Schutzschrift beim Gericht zu behalten und den übrigen Parteien nicht zuzustellen.
4. Sollte das befürchtete Arrestgesuch eintreffen und vom Gericht entgegen dem Rechtsbegehren Nr. 2 gutgeheissen werden, sei der Arrest nur gegen Hinterlegung einer angemessenen Arrestkaution sowie Sicherstellung einer angemessenen ausseramtlichen Entschädigung zu Gunsten der Betroffenen 1-5 gutzuheissen.
5. Die weiteren Rechtsmittel sowie das rechtliche Gehör der Betroffenen 1-5 bleiben von vorliegender Schutzschrift nicht betroffen.
6. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Arrestgläubigerin.
E. Mit Arrestbefehl vom 16. September 2019 hiess der Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos das (zweite) Arrestgesuch der Arrestgläubigerin gut bzw. belegte die besagten Liegenschaften sowie sämtliche damit zusammenhängende Miet- und Pachtzinsen erneut mit Arrest (RG act. 3). Tags darauf vollzog das Lead-Betreibungsamt den Arrestbefehl (Arrestbefehl Nr. 21900011; RG act. 17).
F. Gleichzeitig mit dem Arrestbefehl erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos mit separat eröffnetem Entscheid vom 16. September 2019 betreffend die Arrestkaution, wie folgt (RG act. 4):
1. Der G._ wird eine Frist bis zum 21. Oktober 2019 angesetzt, um eine Arrestkaution von CHF 12 Millionen zu leisten. Die Sicherheit ist durch Garantie einer in der Schweiz niedergelassenen Bank oder
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eines zum Geschäftsbetrieb in der Schweiz zugelassenen Versicherungsunternehmens zu leisten.
Garantien müssen unwiderruflich, unbedingt und ohne Befristung ausgestellt werden. Es muss zudem Gewähr bestehen, dass die Garantiegeberin in der Lage ist, die in Frage stehende Summe bei Bedarf ohne Weiteres und kurzfristig auszuzahlen. Erforderlich ist eine vom Grundverhältnis unabhängige Verpflichtung, bei der keine Einreden und Einwendungen aus diesem Verhältnis möglich sind.
Die Garantie ist rechtzeitig bestellt, wenn sie spätestens am letzten Tag der Frist bestellt ist. Bei Säumnis wird der gestützt auf den Arrestbefehl vom 16. September 2019 vollzogene Arrest aufgehoben, soweit er A._, die C._ AG, die D._ AG, die E._ AG und die F._ AG betrifft.
2. Die Prozesskosten bleiben bei der Prozedur.
3. Wer durch diesen Entscheid in seinen Rechten betroffen ist, kann innert zehn Tagen, nachdem ihm dieser Entscheid mitgeteilt worden ist, beim Regionalgericht Prättigau/Davos Einsprache erheben. Das Gericht gibt den Beteiligten Gelegenheit zur Stellungnahme und entscheidet ohne Verzug.
Die Einsprache gegen diesen Entscheid braucht in einem ersten Schritt nicht begründet zu werden. Es genügt, wenn der Einsprecher innert Frist erklärt, Einsprache zu erheben. Um das rechtliche Gehör und das Akteneinsichtsrecht zu wahren, wird das Regionalgericht Prättigau/Davos dem Einsprecher nach Eingang der Einsprache eine Frist ansetzen, um seine Einsprache näher zu begründen. Für die Berechnung der Einsprachefrist sind die Betreibungsferien und der Rechtsstillstand gemäss Art. 56 ff. SchKG zu beachten. Indes sind Anordnung und Vollzug des Arrests von der Wirkung der Betreibungsferien und der geschlossenen Zeiten ausgeschlossen.
4. [Mitteilung]
G. Gegen diesen Entscheid erhob die Arrestgläubigerin mit Eingabe vom 27. September 2019 frist- und formgerecht Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden und beantragte, dass der Arrestkautionsentscheid ersatzlos aufzuheben sei (zum Ganzen KSK 19 83; RG act. 16).
H. Gleichentags, am 27. September 2019, erhob die Arrestgläubigerin zudem beim Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos – nach eigenen Angaben vorsorglich und subsidiär – begründete Einsprache gemäss Art. 278 SchKG gegen den Arrestkautionsentscheid vom 16. September 2019. Sie beantragte, was folgt (RG act. 11):
Dringende Anträge
1. Es sei die der Einsprecherin mit Entscheid des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 16. September 2019, Prozess Nr. 335-2019-121, Dispositiv Ziffer 1 angesetzte Frist zur Leistung der Arrestkaution, dringlich und superprovisorisch, ohne Anhörung der Einsprachegegner oder des Arrestschuldners, vorläufig (und bis rechtskräftig über die in
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gleicher Angelegenheit hängige Beschwerde beim Kantonsgericht Graubünden entschieden wurde) abzunehmen;
2. Eventualiter sei die der Einsprecherin mit Entscheid des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 16. September 2019, Prozess Nr. 335-2019-121, Dispositiv Ziffer 1 angesetzte Frist zur Stellung der Arrestkaution um (erstmals) 60 Tage zu erstrecken[.]
Rechtsbegehren in der Sache
1. Der Entscheid des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 16. September 2019, Prozess Nr. 335-2019-121[,] und damit die im Entscheid gemäss Ziffer 1 angeordnete Arrestkaution an die Einsprecherin [Arrestgläubigerin] sei ersatzlos aufzuheben.
2. Unter solidarischer Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Einsprachegegner 1-5 [Betroffene 1-5].
Prozessualer Antrag
Es sei das vorliegende Einspracheverfahren nach Fristabnahme bzw. Erstreckung der Frist gemäss den dringlichen Anträgen Ziffer 1 bzw. 2 zu sistieren[,] bis rechtskräftig über die beim Kantonsgericht Graubünden hängige Beschwerde gegen den Entscheid des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 16. September 2019, Prozess Nr. 335-2019-121[,] entschieden ist.
I. Das Kantonsgericht trat mit Entscheid vom 9. Oktober 2019 auf die Beschwerde der Arrestgläubigerin nicht ein, da ihr gegen den angefochtenen Entscheid einzig die Einsprache nach Art. 278 Abs. 1 SchKG zur Verfügung stand. Entsprechend hatte der Arrestrichter, der bereits den Arrestbefehl ausgesprochen hatte, über die Einsprache zu entscheiden (Art. 278 Abs. 1 und 2 SchKG; iudex a quo). Die im Verfahren KSK 19 83 direkt erhobene Beschwerde erwies sich als verfrüht, weshalb darauf nicht einzutreten war (zum Ganzen KSK 19 83; RG act. 16).
J.a. Am 14. Oktober 2019 nahmen die Betroffenen 1 bis 5 zur gesamten Einsprache der Arrestgläubigerin Stellung, und beantragten die kostenfällige Abweisung derselben (RG act. 18).
J.b. Der Arrestschuldner äusserte sich ebenfalls mit Stellungnahme vom 14. Oktober 2019 zu den dringenden Anträge sowie zum prozessualen Antrag der Einsprache der Arrestgläubigerin. Er schloss auf deren Abweisung, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MwSt. zulasten der Arrestgläubigerin (RG act. 19).
K. Mit Schreiben vom 14. Oktober 2019 passte die Arrestgläubigerin ihren dringenden Antrag gemäss Ziff. 1 ihrer Einsprache dahingehend an, dass die Fristabnahme bis zum Entscheid über die Arrestkaution im Rahmen des Einspracheverfahrens beim Regionalgericht Prättigau/Davos zu erfolgen habe
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(und nicht [mehr] bis zum Entscheid über die Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden [RG act. 20]).
L. Mit (prozessleitender) Verfügung vom 16. Oktober 2019 erstreckte der Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos der Arrestgläubigerin die Frist zur Leistung der Arrestkaution um 60 Tage. Die Anträge auf Abnahme der Frist und Sistierung des Verfahrens lehnte er ab (RG act. 21).
M. Mit Schreiben vom 6. Dezember 2019 beantragten die Betroffenen 1 bis 5, der Arrestgläubigerin sei kein weiterer Aufschub der Pflicht zur Leistung einer Kaution zu gewähren. AIIfäIIige Fristerstreckungsgesuche seien abzuweisen, und in der Sache selbst sei ohne weiteren Verzug ein Entscheid zu fällen (RG act. 30).
N. Mit Eingabe vom 16. Dezember 2019 gelangte die Arrestgläubigerin erneut an den Einzelrichter, mit dem Ersuchen, dass ihr die Frist zur Leistung der Arrestkaution um weitere 60 Tage erstreckt werde (RG act. 35). In der Folge hiess der Einzelrichter mit Verfügung vom 18. Dezember 2019 das Gesuch der Arrestgläubigerin teilweise gut und erstreckte ihr die Frist um 30 Tage (anstatt der anbegehrten 60 Tage). Die Frist lief nunmehr bis zum 23. Januar 2020 (RG act. 36).
O. Mit Schreiben vom 20. Dezember 2019 wiederholten die Betroffenen 1 bis 5 ihren Antrag, dass der Arrestgläubigerin keine weiteren Fristerstreckungen zur Leistung einer Arrestkaution zu gewähren seien. Sollte die Kaution nicht spätestens bis am 23. Januar 2020 geleistet worden sein, so sei der Arrest umgehend aufzuheben (RG act. 39). Die Arrestgläubigerin widersetzte sich diesen Anträgen mit Schreiben vom 7. Januar 2020 (RG act. 44).
P.a Am 10. Januar 2020 verfügte der Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos, der Arrestkautionsentscheid werde als Teil des Arrestentscheids gefällt. Der Arrestgläubigerin werde die Frist für das Leisten einer Arrestkaution von CHF 12 Mio. abgenommen. Eine solche sei neben allenfalls weiteren Kautionspunkten im Arrestentscheid neu zu verfügen, sollte die Verpflichtung der Arrestgläubigerin, eine Arrestkaution zu leisten, bestätigt werden. Die Kosten verblieben bei der Prozedur (RG act. 45).
P.b. Gegen diese Verfügung erhoben A._, die C._ AG, die D._ AG, die E._ AG sowie die F._ AG am 23. Januar 2020 Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden. Sie stellten das folgende Rechtsbegehren (act. A.1 [KSK 20 2]):
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1. Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und der Arrestgläubigerin sei letztmalig eine Frist von 5 Banktagen zur Leistung der Arrestkaution in der Höhe von CHF 12 Millionen gemäss Entscheid des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 16. September 2019 anzusetzen, verbunden mit der Auflage, dass die Betroffenen 1-5 aus dem Arrest entlassen werden, wird die Arrestkaution innert dieser Frist nicht geleistet.
2. Unter Kosten und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.
P.c. Mit Beschwerdeantwort vom 7. Februar 2020 beantragte die Arrestgläubigerin, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten. Eventualiter sei auf die Beschwerde in Bezug auf A._ und die C._ AG nicht einzutreten. Subeventualiter sei die Beschwerde vollumfänglich abzuweisen. Sämtliche Anträge stellte die Arrestgläubigerin unter solidarischer Kosten- und Entschädigugnsfolge zulasten von A._, der C._ AG, der D._ AG, der E._ AG sowie der F._ AG (act. A.2 [KSK 20 2]).
Q. Am 17. Januar 2020 erstattete der Arrestschuldner seine Stellungnahme zum Hauptrechtsbegehren der Einsprache der Arrestgläubigerin betreffend die Arrestkaution, mit folgendem Rechtsbegehren (RG act. 46):
1. Die Einsprache sei abzuweisen.
2. Es sei der Arrestgläubigerin eine nicht erstreckbare Frist zur Leistung der Arrestkaution in Höhe von CHF 12 Millionen anzusetzen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST zu Lasten der Arrestgläubigerin.
R. Mit Eingabe vom 10. Februar 2020 machte die Arrestgläubigerin von ihrem Replikrecht Gebrauch (RG act. 53). Mit Schreiben vom 24. Februar 2020 verzichtete der Arrestschuldner seinerseits auf eine weitere Replik (RG act. 58).
S. Am 5. März 2020 erging der Arresteinspracheentscheid des Einzelrichters am Regionalgericht Prättigau/Davos im Parallelverfahren. Der Einzelrichter hiess die Einsprachen gegen den Arrestbefehl vom 10. Juli 2019 teilweise gut; im Übrigen hielt er den Arrestbefehl aufrecht (RG act. 93 [Proz. Nr. 335-2019-88]). Der Entscheid bildet Gegenstand der Beschwerdeverfahren KSK 20 15 und KSK 20 16.
T. Mit Entscheid vom 16. März 2020, mitgeteilt am gleichen Tag, erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Prättigau/Davos, wie folgt:
1. Hinsichtlich folgender Position wird zur Sicherstellung der fälligen Arrestforderung von CHF 241'000'000.00, zuzüglich Zins zu 18 % pro Jahr seit 8. Juli 2016, der G._ gegen AA._ am Arrestbefehl des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 16. September 2019 festgehalten:
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[Position 1 der Arrestvollzugsurkunde:]
4. Grundstück gemäss Grundbuchamt BI._, eingetragen im (formellen) Alleineigentum von BJ._, geboren 5. März 1961, von BK._, wohnhaft V._strasse 29, BL._, Liegenschaft Nr. BM._, Plan Nr. 21, "BN._", Vers. Nr. BO._, Einfamilienhaus mit Hallenbad, an der V._strasse 29, Wiese, Wald, Quelle, Geräteschopf, Vers. Nr. BP._, BL._;
2. Hinsichtlich folgender Positionen wird der Arrestbefehl des Regionalgerichts Prättigau/Davos vom 16. September 2019 in Gutheissung der Einsprachen gegen den Arrestbefehl vom 16. September 2019 aufgehoben:
[Positionen 2-12 der Arrestvollzugsurkunde:]
1. die folgenden Grundstücke und Baurechte gemäss Grundbuchamt W._, Grundbuchkreis AB._, eingetragen im (formellen) Allein- bzw. Miteigentum der D._ AG, inklusive sämtliche damit zusammenhängende Miet- und Pachtzinsen:
1.1. Nr. BQ._, ein Geschäftshaus mit Einstellhalle, I._weg 2 + 4, W._; Plan-Parzelle AC._, Grundstücksfläche 23071 m2, Geb.-Nr. AD._, AE._, AF._, AG._, AH._;
1.2. Nr. AI._, Geschäftshaus, J._platz 2, W._; PIan-Parzelle AJ._, Grundstücksfläche 427m2, Geb. -Nr. 1-372;
1.3. Nr. 5606, I._, W._, ein selbständiges und dauerndes Baurecht zulasten des Grundstücks Nr. AK._, Plan Nr. 96, I._weg 2, W._, Geb. -Nr. AL._ AM._, AN._, AO._, im Eigentum von W._, gültig bis 30. September 2061;
1.4. Nr. AP._, ein Geschäftshaus, K._strasse 27 + 29, W._; Plan-Parzelle AQ._, Geb.-Nr. AR._;
1.5. Nr. AS._ Miteigentum an Autoeinstellhalle, K._strasse 27+29, W._, Sonderrecht an Parkplätzen Nr. 20-24 und 31-40 im 1. UG C-D bzw. Nr. 11-50 und 53-57 im 2. UG C-D, K._strasse 27 + 29, W._; inkl. 60/210 Miteigentum an Grundstück Nr. L._;
1.6. Nr. AT._, 78/100 Miteigentum an Grundstück Nr. M._ mit Sonderrecht an Anteil Geschäftshaus mit Einstellhalle, N._ 35C, W._; und
1.7. Nr. AU._, Geschäftshaus, N._ 35C, W._; Plan-Parzelle AV._, Grundstücksfläche 140 m2, Geb.-Nr. AW._;
2. die folgenden Baurechts-Grundstück(e) und Grundstück gemäss Grundbuchamt W._, Grundbuchkreis AB._, eingetragen im (formellen) Alleineigentum von F._ AG, inklusive sämtliche damit zusammenhängende Miet- und Pachtzinsen:
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2.1. Nr. AX._, Baurechtsgrundstück, Geschäftshaus, U._strasse 5, W._, ein selbständiges und dauerndes Baurecht zulasten des Grundstücks Nr. AY._, im Eigentum von AZ._, gültig bis _ 2077; und
2.2. Nr. BA._, 2-Familienhaus mit Nebenbauten, Q._strasse 46, W._; Plan-Parzelle Nr. BB._, Grundstücksfläche 847 m2, Geb.-Nr. BC._, BD._, BE._;
3. die folgenden Grundstücke eingetragen im (formellen) Alleineigentum von E._ AG, inklusive sämtliche damit zusammenhängende Miet- und Pachtzinsen:
3.1. Grundbuchamt BF._, Grundstück Nr. R._, Plan Nr. 2, O._, BG._, Geschäftshaus Vers.-Nr. BR._, S._strasse 2; und
3.2. Grundbuchamt W._, Grundbuchkreis AB._, Grundstück Nr. T._, Gewerbe Nr. 0.01 im EG Stockwerkeinheit, U._strasse 39, W._,  BH._ sowie an Stammgrundstück Baurechtsblatt Nr. 5992, Wertquote zu 2'548/10'000;
3. Die Einsprache der G._ vom 27. September 2019 gegen den Arrestkautionsentscheid vom 16. September 2019 wird gutgeheissen.
4. Die Spruchgebühr von CHF 2'000.00 geht zu Lasten der G._. Sie wird mit dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
5. Die G._ wird verpflichtet, AA._ eine Parteientschädigung von CHF 9'318.20 (inkI. Spesen und MWST) zu bezahlen.
6. Die G._ wird verpflichtet, A._, C._, der D._ AG, der E._ AG und der F._ AG eine Parteientschädigung von insgesamt CHF 4'659.10 (inkl. Spesen und MWST) zu bezahlen.

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