# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d142e851-7c2f-5ed0-80f8-7c9f8e850b72
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die politische Gemeinde Bad Ragaz ist Eigentümerin des am nordwestlichen
Siedlungsrand von Bad Ragaz gelegenen Grundstücks Nr. 0000. Mit Ausnahme eines
rund 40 m breiten und 280 m langen Landstreifens südwestlich des Bürgerheimareals,
der im übrigen Gemeindegebiet (üG) liegt, ist die Parzelle der Landwirtschaftszone
(LwZ) zugeteilt. Der grösste Teil der Grundstücksfläche - so auch derjenige, der
Gegenstand des Verfahrens ist - gehört zu den Fruchtfolgeflächen (FFF).
B./ Am 9. April 2001 genehmigte das Baudepartement den überarbeiteten Zonenplan
der politischen Gemeinde Bad Ragaz, verweigerte aber die Einzonung der Grundstücke
Nr. 0001 und Nr. 0002 (Malangga) in die Wohnzone und teilte diese Parzellen der LwZ
zu. Was das Gebiet "Unterrain" anbetrifft, wurde festgehalten, die Zuweisung zum üG
lasse sich vertreten, weil eine bauliche Nutzung mittel- bzw. langfristig nicht
ausgeschlossen werden könne.
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Nachdem am 17. Oktober 2001 ein Augenschein durchgeführt worden war, wies die
Regierung am 2. Juli 2002 einen gegen die Nichtgenehmigung der Einzonung der
Grundstücke Nrn. 0001 und 0002 in die Wohnzone erhobenen Rekurs der Eigentümer
der Grundstücke ab. Sie erwog im Wesentlichen, die fraglichen Parzellen würden keine
Inseln innerhalb des Baugebiets darstellen, welche einen Anspruch auf Einzonung zu
begründen vermöchten. Vielmehr würden sie im Zusammenhang mit dem umgebenden
Landwirtschaftsland stehen und zudem durch die Malanggastrasse klar vom Baugebiet
getrennt. In Betracht falle weiter, dass die beiden Grundstücke als FFF gälten.
Schliesslich könne durch die Ausscheidung des Gebiets "Unterrain" zum üG eine sehr
grosse Fläche von rund 15 ha für die weitere bauliche Entwicklung in Anspruch
genommen werden.
Am 21. August 2002 erhoben die Eigentümer der Grundstücke Nrn. 0001 und 0002
durch ihren Rechtsvertreter gegen den Entscheid der Regierung vom 2. Juli 2002
Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Sie beantragten, der angefochtene Entscheid
und der Entscheid vom 9. April 2001 seien aufzuheben und die Einzonung der
Grundstücke in die Wohnzone W2 sei zu genehmigen. Eventuell seien die Parzellen im
üG zu belassen. Am 18. Dezember 2002 hiess das Verwaltungsgericht die Beschwerde
im Sinn der Erwägungen teilweise gut und hob den angefochtenen Entscheid insoweit
auf, als damit die Zuordnung der Grundstücke Nrn. 0001 und 0002 zur LwZ angeordnet
worden war. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen. Die Angelegenheit wurde
in Bezug auf die Zonenzuordnung der Parzellen Nrn. 0001 und 0002 zur LwZ an die
politische Gemeinde Bad Ragaz zurückgewiesen (B 2002/111). Das Verwaltungsgericht
erachtete die Interessenabwägung der Regierung als begründet, gelangte aber zum
Ergebnis, es sei nicht zwingend, die fraglichen Parzellen aufsichtsrechtlich vom üG in
die LwZ umzuzonen. Das Gebiet sei weitgehend erschlossen, grenze an eine Bauzone
und füge sich an das bestehende überbaute Gebiet an. Weiter sei das Gebiet
"Unterrain" keine Bauzone. Aufgrund der Unsicherheit, wann jenes Gebiet dereinst
eingezont werde, erscheine es fraglich, ob nicht auch für das Gebiet "Malangga"
weitere Optionen offengehalten werden sollten.
C./ Am 4. Mai 2004 erliess der Gemeinderat Bad Ragaz sowohl einen Teilzonenplan
Malangga als auch einen Teilzonenplan St. Leonhard.
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Der Teilzonenplan Malangga betrifft die Grundstücke Nrn. 0001 und 0002. Er sieht vor,
einen Teil der Grundstücke, einen Streifen bzw. eine Bautiefe entlang der
Malanggastrasse, im üG zu belassen und die Fläche im Übrigen der LwZ zuzuweisen.
Im Rahmen der Vorprüfung hatte das Amt für Raumentwicklung (heute: Amt für
Raumentwicklung und Geoinformation, AREG) am 2. September 2003 mitgeteilt, der
Teilzonenplan könne "hinsichtlich des üG" nicht genehmigt werden.
Der Teilzonenplan St. Leonhard betrifft das Grundstück Nr. 0000. Danach wird
hinsichtlich des Bürgerheimareals eine definitive Zonenzuteilung vorgenommen (W1b,
W2b und Grünzone Freihaltung Bauzone [GRF]). Weiter sieht er vor, den im üG
gelegenen Teil des Grundstücks von rund 40 m Breite sowie einen zusätzlichen
Streifen von rund 20 m Breite des in der LwZ gelegenen Teils des Grundstücks der
Wohnzone W1a zuzuweisen. Betroffen ist eine Fläche von rund 16'800 m . Im Rahmen
der Vorprüfung hatte das AREG am 5. Dezember 2003 mitgeteilt, die Zonenerweiterung
sei mit Blick auf das benachbarte Gebiet "Malangga" nicht möglich. Denkbar sei
lediglich eine kleine Zonenerweiterung, wenn die Nutzung des Altersheims dies
zwingend erfordere. In der Folge, am 28. Dezember 2004, wies der Gemeinderat Bad
Ragaz mehrere Einsprachen ab, die im Zusammenhang mit den beiden
Teilzonenplänen eingereicht worden waren, so auch diejenige der Eigentümer der
Grundstücke Nrn. 0001 und 0002.
D./ Am 21. Dezember 2004 erhoben die Eigentümer der Grundstücke Nrn. 0001 und
0002 durch ihren Rechtsvertreter Rekurs bei der Regierung. Sie stellten das Begehren,
die Entscheide der Bürgerschaft von Bad Ragaz, das Referendum gegen die
Teilzonenpläne Malangga und St. Leonhard nicht zu ergreifen, sei aufzuheben und die
Angelegenheit sei zur neuen Entscheidung an den Gemeinderat Bad Ragaz
zurückzuweisen. Eventuell seien die Grundstücke Nrn. 0001 und 0002 der Wohnzone
W1b zuzuweisen und das für die Einzonung vorgesehene Gebiet "St. Leonhard" sei wie
bis anhin in der Zone WEb (Zonenplan 1980) und in der LwZ zu belassen, wobei
allfällige Baulücken geschlossen werden könnten. Subeventuell seien die Grundstücke
Nrn. 0001 und 0002 teilweise der Wohnzone W1b und teilweise bzw. ganz dem üG
zuzuweisen. Nachdem eine Stellungnahme des AREG eingeholt und ein Augenschein
durchgeführt worden war, hiess die Regierung den Rekurs am 28. Februar 2006 gut
und hob die Einspracheentscheide des Gemeinderats Bad Ragaz vom 28. September
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2004 und den stillschweigend zustimmenden Entscheid der Bürgerschaft auf. Die
Angelegenheit wurde im Sinn der Erwägungen an den Gemeinderat Bad Ragaz
zurückgewiesen (RB 2006/123). Zusammenfassend wird der Entscheid damit
begründet, die im Gebiet "St. Leonhard" erfolgte Zuweisung der im üG und in der LwZ
gelegenen Fläche des Grundstücks Nr. 0000 in die Wohnzone W1a sei weder recht-
noch zweckmässig. Eine Rückweisung an den Gemeinderat Bad Ragaz zur neuen
Entscheidung sei angebracht, weil es sowohl im Gebiet "Malangga" als auch im Gebiet
"St. Leonhard" Alternativen bezüglich der Frage gebe, welchen Nutzungszonen die
betroffenen Grundstücke zuzuordnen seien.
E./ Am 23. März 2010 erliess der Gemeinderat Bad Ragaz den Teilzonenplan St.
Leonhard II. Er sieht vor, ab dem Grundstück Nr. 0000 eine Teilfläche bzw. einen
Streifen von rund 30 m Breite und rund 280 m Länge vom üG in die Wohnzone W1b
umzuzonen (vgl. lit. C des angefochtenen Entscheids und Beilagen 5 und 6 zu act. 4
der Vorinstanz). Im Rahmen der Vorprüfung hatte das AREG am 30. Oktober 2009
mitgeteilt, dass einem Teilzonenplan St. Leonhard II nicht zugestimmt werden könne
(vgl. Beilage 3 E. 3.1 zu act. 4 der Vorinstanz). Dieser hatte vorgesehen, dass eine
Fläche von 40 m x 280 m (1,12 ha) vom üG in die Wohnzone W1b und eine Fläche
von20 m x 280 m von der LwZ in das üG umgezont werden solle (vgl. Beilage 2 zu
act. 4 der Vorinstanz).
Die öffentliche Auflage erfolgte in der Zeit vom 7. April bis 6. Mai 2010. Während der
Auflagefrist erhoben C.D., G. und H.I., E.F. und A.B., alle Bad Ragaz, Einsprache gegen
den Teilzonenplan St. Leonhard II. Am 13. Juli 2010 wies der Gemeinderat Bad Ragaz
die Einsprachen ab. In der Folge wurde der Teilzonenplan dem fakultativen
Referendum unterstellt. Das Referendum ist nicht zustande gekommen.
F./ Am 11. Oktober 2010 erhoben C.D., G. und H.I., E.F. und A.B., alle vertreten durch
Rechtsanwalt Dr. Martin Schmid, Chur, gegen den zustimmenden Entscheid der
Bürgerschaft von Bad Ragaz Rekurs beim Baudepartement. Sie stellten die
Rechtsbegehren, die angefochtenen Einspracheentscheide seien aufzuheben und der
Teilzonenplan St. Leonhard II sei nicht zu genehmigen. Sodann sei die politische
Gemeinde Bad Ragaz anzuweisen, die Teilfläche der Parzelle Nr. 0000 vom üG in die
LwZ umzuteilen. Am 3. November 2010 nahm der Gemeinderat Bad Ragaz Stellung
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und beantragte, der Rekurs sei abzuweisen. Am 17. Januar 2011 teilte das AREG dem
Baudepartement mit, eine Genehmigung des Teilzonenplans könne nicht in Aussicht
gestellt werden. Am 18. Mai 2011 wurde der Rekurs zufolge Vorbefassung des
Baudepartements dem Departement des Innern zur Weiterbearbeitung überwiesen.
Nachdem am 13. Juli 2011 ein Augenschein stattgefunden hatte, hiess das
Departement des Innern den Rekurs am 19. Dezember 2011 teilweise gut. Die
Einspracheentscheide des Gemeinderats Bad Ragaz vom 13. Juli 2010 und der
stillschweigend zustimmende Entscheid der Bürgerschaft wurden aufgehoben. Im
Übrigen wurde der Rekurs abgewiesen. Der Entscheid wird im Wesentlichen damit
begründet, die Einzonung der strittigen Fläche in die Wohnzone W1b sei weder recht-
noch zweckmässig. Die Siedlungsentwicklung im Gebiet "Unterrain" geniesse nach wie
vor Priorität gegenüber der Siedlungsentwicklung in den als FFF qualifizierten
nördlichen Randgebieten der politischen Gemeinde Bad Ragaz.
G./ Am 3. Januar 2012 erhob die politische Gemeinde Bad Ragaz, vertreten durch den
Gemeinderat, dieser vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Jürg Bereuter, St. Gallen,
gegen den Entscheid des Departements des Innern vom 19. Dezember 2011
Beschwerde beim Verwaltungsgericht (B 2012/3). Innert erstreckter Frist stellte sie am
13. Februar 2012 den Antrag, der angefochtene Entscheid sei unter Kosten- und
Entschädigungsfolge aufzuheben. Das Departement des Innern verzichtete am
22. Februar 2012 auf eine Stellungnahme und beantragte, die Beschwerde sei
abzuweisen. C.D., G. und H.I., E.F. und A.B. nahmen am 10. April 2012 durch ihren
Rechtsvertreter Stellung und stellten das Rechtsbegehren, die Beschwerde sei
abzuweisen. Am 24. April 2012 machte die politische Gemeinde Bad Ragaz von der
Möglichkeit Gebrauch, sich zu neuen tatsächlichen und rechtlichen Argumenten zu
äussern.
Am 20. Dezember 2012 ersuchte das Verwaltungsgericht das AREG darum, über die
Genehmigung des Teilzonenplans St. Leonhard II förmlich zu entscheiden und am
8. Januar 2013 wurde das Beschwerdeverfahren B 2012/3 bis zum Entscheid
betreffend die Genehmigung förmlich sistiert. Am 1. Februar 2013 lehnte es das AREG
ab, den Teilzonenplan St. Leonhard II zu genehmigen.
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Am 14. Februar 2013 erhob die politische Gemeinde Bad Ragaz durch ihren
Rechtsvertreter gegen die Verfügung des AREG vom 1. Februar 2013 Rekurs bei der
Regierung und ersuchte am 28. Februar 2013 darum, die Angelegenheit sei als
Sprungbeschwerde dem Verwaltungsgericht zu überweisen. Am 19. März 2013
beschloss die Regierung, den Rekurs dem Verwaltungsgericht als Beschwerde zu
überweisen (RB 2013/153). Am 11. April 2013 wurde die Beschwerde betreffend
Nichtgenehmigung des Teilzonenplans II zurückgezogen und in der Folge
abgeschrieben (B 2013/63). Die Verfügung des AREG wurde dem Rechtsvertreter von
A.B., C.D., E.F. sowie G. und H.I. zur Kenntnis gebracht und es wurde ihm Gelegenheit
zur Stellungnahme gegeben. Am 30. August 2013 teilte Rechtsanwalt Dr. Martin
Schmid mit, dass er darauf verzichte, sich vernehmen zu lassen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
1.1. Das Verwaltungsgericht ist sachlich zuständig, den angefochtenen
Rekursentscheid des Departements des Innern zu überprüfen (Art. 59bis Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP).
1.2. Der zuständigen Behörde einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft steht nach
Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 2 VRP das Beschwerderecht zur Wahrung
öffentlicher Interessen zu. Nach ständiger Praxis des Verwaltungsgerichts setzt die
Beschwerdelegitimation des Gemeinwesens voraus, dass dieses den streitigen
Entscheid durch Setzen eines Rechtsaktes im eigenen Aufgabenbereich erlassen und
damit bestimmte öffentliche Interessen vertreten hat (vgl. VerwGE B 2010/246 vom
15. Dezember 2011 E. 1.3 mit Hinweis auf Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit
im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 450 ff., abrufbar unter www.gerichte.sg.ch).
Als Trägerin der kommunalen Nutzungsplanung (Art. 7 des Baugesetzes, sGS 731.1,
abgekürzt BauG) wird die politische Gemeinde Bad Ragaz durch den angefochtenen
Entscheid in ihren hoheitlichen Befugnissen betroffen. Auch müssen politische
Gemeinden aufgrund von Art. 86 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 111 Abs. 1 des
Bundesgerichtsgesetzes (SR 173.110) an ein oberes kantonales Gericht gelangen
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können, wenn ein kommunaler Nutzungsplan im kantonalen Rechtsmittelverfahren
aufgehoben wird (vgl. Aemisegger/Haag, Praxiskommentar zum Rechtsschutz in der
Raumplanung, Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 33 RPG Rz. 84). Somit ist die politische
Gemeinde Bad Ragaz legitimiert, gegen den Entscheid des Departements des Innern
vom 19. Dezember 2011 Beschwerde zu erheben.
Dasselbe gilt grundsätzlich hinsichtlich der Verweigerung der Genehmigung des
Teilzonenplans St. Leonhard II (Art. 31 BauG, Art. 1 und Anhang BD.A 12 der
Ermächtigungsverordnung, sGS 141.41, abgekürzt ErmV). Nachdem die politische
Gemeinde Bad Ragaz aber bereits den Rekursentscheid, mit welchem die
Einspracheentscheide des Gemeinderats Bad Ragaz vom 13. Juli 2010 und der
stillschweigend zustimmende Entscheid der Bürgerschaft aufgehoben worden sind,
angefochten hat, war es nicht erforderlich, die Nichtgenehmigung des Teilzonenplans
separat anzufechten (vgl. dazu VerwGE B 2010/246 vom 15. Dezember 2011 E. 1.3,
abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Folgerichtig hat die politische Gemeinde Bad
Ragaz das Rechtsmittel gegen die Verweigerung der Genehmigung zurückgezogen. An
dieser Beurteilung ändert nichts, dass die Genehmigung rechtsbegründende Wirkung
hat (Art. 26 Abs. 3 des Raumplanungsgesetzes, SR 700, abgekürzt RPG) und dass die
bundesrechtlichen Koordinationsgrundsätze gemäss Art. 25a RPG verlangen, dass der
Genehmigungsentscheid, der eine ganzheitliche Prüfung des zu genehmigenden
Planes beinhaltet, spätestens im Rahmen des Verfahrens vor der letzten kantonalen
Rechtsmittelinstanz eingeholt und in die Beurteilung miteinbezogen wird (vgl. dazu
BGer 1C_422/2008 vom 23. Dezember 2008 E. 1.2.4).
1.3. Im Weiteren erfüllen die Beschwerdeeingabe vom 3. Januar 2012 und ihre
Ergänzung vom 13. Februar 2012 die gesetzlichen Anforderungen in zeitlicher,
sachlicher und inhaltlicher Hinsicht (Art. 64 in Verbindung mit Art.47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP).
1.4. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. C.D., G. und H.I., A.B. und E.F. sind Eigentümer der Grundstücke Nrn. 0003, 0004,
0005 und 0006. Weil sie von der zur Diskussion stehenden Einzonung
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unbestrittenermassen stärker betroffen wären als Dritte, sind sie berechtigt, am
Verfahren als Beschwerdegegner teilzunehmen.
3. Bei der Überprüfung der Nutzungsplanung ist die Kognition des Verwaltungsgerichts
beschränkt. Es ist lediglich zur Rechtskontrolle befugt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Liegt
ein Entscheid innerhalb des Ermessenspielraums bzw. wurden die
Verfassungsprinzipien sowie der Sinn und Zweck der gesetzlichen Ordnung beachtet,
liegt noch keine Rechtsverletzung vor, selbst wenn das Ermessen unzweckmässig
gehandhabt wurde. Anders verhält es sich bei einem qualifizierten Ermessensfehler,
wenn die Verwaltung das Ermessen missbraucht bzw. über- oder unterschritten hat
(vgl. dazu GVP 2010 Nr. 36 E. 4.2.3.).
4. Bauzonen umfassen nach Art. 15 lit. a RPG Land, das sich für eine Überbauung
eignet und weitgehend überbaut ist (lit. a) oder voraussichtlich innert 15 Jahren
benötigt und erschlossen wird (lit. b). Aufgrund dieser Bestimmung gehört Land, das
den gesetzlichen Voraussetzungen entspricht, grundsätzlich in eine Bauzone, sofern es
nicht als Folge der Abwägung aller für die Raumplanung massgebenden Zielsetzungen,
insbesondere aus ortsplanerischen Erwägungen, ganz oder teilweise einer
Nichtbauzone zugewiesen wird (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern
2003, Rz. 83 mit Hinweisen).
Die Grundlagen der Raumplanung ergeben sich aus Art. 75 der Bundesverfassung (SR
101, abgekürzt BV) sowie aus Art. 1, 3 und 14 ff. RPG. Zu den Planungsgrundsätzen
gehören namentlich der Landschaftsschutz sowie die Siedlungsgestaltung und -
begrenzung. Der Planungsgrundsatz von Art. 3 Abs. 3 RPG verlangt, dass die
Siedlungen nach den Bedürfnissen der Bevölkerung gestaltet und in ihrer Ausdehnung
begrenzt werden. Das Gemeinwesen hat eine Ordnung der Besiedelung zu schaffen,
die auf die gewünschte Entwicklung des Landes ausgerichtet ist. Daraus folgt, dass die
private Nachfrage allein keine Erweiterung der Bauzone rechtfertigt (VerwGE B 2011/19
vom 20. März 2012 E. 6.1 mit Hinweisen, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Obschon
der Baulandbedarf ein wichtiges Entscheidungskriterium darstellt, verstiesse ein
solcher Planungsautomatismus gegen zahlreiche bedeutsame Planungsgrundsätze des
RPG. Über den blossen Bedarf hinaus müssen somit für eine Einzonung besondere
Gründe vorliegen, die sich aufgrund einer umfassenden Abwägung und Abstimmung
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sowie aufgrund der vorwiegend regional und überregional erwünschten Entwicklung
aufdrängen (Waldmann/Hänni, Handkommentar zum RPG, Bern 2006, Rz. 28 zu Art. 15
lit. b mit zahlreichen Hinweisen).
Unbestritten ist, dass die zur Diskussion stehende Fläche grundsätzlich zur
Überbauung geeignet ist und dass in der politischen Gemeinde Bad Ragaz
Baulandbedarf besteht. Die Vorinstanz hat ihr aber die Eigenschaft des weitgehend
überbauten Landes nach Art. 15 lit. a RPG abgesprochen und auch die
Voraussetzungen nach Art. 15 lit. b RPG als nicht erfüllt erachtet.
5. Die Beschwerdeführerin stellt sich auf den Standpunkt, der angefochtene Entscheid
verletze die Gemeindeautonomie.
5.1. Im Kanton St. Gallen ist die politische Gemeinde im Rahmen von Verfassung,
Gesetz und übergeordneter Planung Planungsbehörde (Art. 2 Abs.1 und Art. 4 f. BauG;
vgl. auch Ziff. 1.2 hiervor). Das dabei ausgeübte Ermessen hat gestützt auf allgemeine
Rechtsprinzipien zweckmässig und angemessen zu erfolgen (Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 740). Nach Art. 33 Abs. 3 lit. b RPG gewährleistet das kantonale Recht die volle
Überprüfung von Nutzungsplänen durch wenigstens eine Beschwerdebehörde. Der
Anspruch umfasst neben der Rechts- und Sachverhaltskontrolle auch die
Ermessenskontrolle (GVP 2010 Nr. 36 mit Hinweis auf BGE 127 II 242 und 118 Ib 397).
Diese Funktion kommt im Rahmen des Rekursverfahrens dem dafür zuständigen
Departement zu (Art. 46 Abs. 1 VRP). Hält sich die politische Gemeinde an die
erwähnten Schranken, wahrt dieses den nötigen Ermessensspielraum der
Planungsbehörde bei der Orts- und Regionalplanung. Weder die Rechtsmittel- noch
die Genehmigungsinstanz darf das eigene Ermessen anstelle desjenigen der Gemeinde
setzen. Die politische Gemeinde darf nicht verpflichtet werden, eine rechtskonforme
und zweckmässige Planungsmassnahme aufzuheben und an deren Stelle eine andere,
nicht zweckmässigere Lösung umzusetzen (VerwGE B 2002/111 E. 4a) mit Hinweis auf
M. Bertschi, Die Umsetzung von Art. 15 lit. b RPG über die Dimensionierung von
Bauzonen: Bundesrecht, föderalistische Realität und ihre Wechselwirkungen, Diss.
Zürich 2001, S. 169 mit Hinweisen). Die kantonalen Behörden können jedoch im
Rahmen der Zweckmässigkeitskontrolle nicht erst einschreiten, wenn die Lösung der
Gemeinde ohne sachliche Gründe getroffen wurde und schlechthin unhaltbar ist.
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Vielmehr dürfen sie die Ortsplanung korrigieren, wenn sie sich aufgrund
überkommunaler öffentlicher Interessen als unzweckmässig erweist oder wenn sie den
wegleitenden Grundsätzen und Zielen der Raumplanung nicht entspricht oder diesen
unzureichend Rechnung trägt (Heer, a.a.O., Rz. 67 mit Hinweisen).
5.2. Die Beschwerdeführerin macht vorab geltend, der angefochtene Entscheid verletze
die Gemeindeautonomie, weil die Vorinstanz ihr eigenes Ermessen ohne zureichende
Begründung an die Stelle ihres Ermessens gesetzt habe. In Anbetracht ihrer
Zuständigkeit im Bereich der Ortsplanung hätte erwartet werden dürfen, dass sich die
Vorinstanz mit ihren Überlegungen, insbesondere auch mit denjenigen, die den
Einspracheentscheiden bezüglich der Voraussetzungen für eine Zonenplanänderung
und bezüglich der Zuweisung von Flächen zu einer Bauzone zugrunde liegen,
auseinandersetze. Sie habe aber losgelöst davon eine eigenständige Beurteilung
vorgenommen.
5.2.1. Die Begründungspflicht ist Ausfluss des rechtlichen Gehörs und hat
Verfassungsrang (Art. 29 Abs. 2 BV). Das Bundesgericht stellt in kantonalen Verfahren
diesbezüglich aber keine allzu hohen Anforderungen (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1054).
Nach Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP soll die Verfügung die Tatsachen, die Vorschriften und
die Gründe enthalten, auf die sie sich stützt. Die entscheidende Behörde hat kurz die
Überlegungen zu nennen, von denen sie sich leiten lässt und auf welche sich der
Entscheid stützt. Nicht erforderlich ist, dass auf jeden Einwand im Einzelnen
eingegangen wird. Es genügt, wenn aus dem Gesamtzusammenhang der Begründung
hervorgeht, weshalb ein Begehren abgewiesen wird, und wenn es dem Betroffenen
möglich ist, den Entscheid sachgerecht anzufechten (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1054
mit Hinweisen). Rechtsmittelentscheide erfordern meist eingehendere Erwägungen als
erstinstanzliche Verwaltungsakte. Es ist zu verlangen, dass nicht nur die für den
Entscheid massgeblichen Gründe genannt werden, sondern dass zu den im Verfahren
gemachten Vorbringen Stellung genommen wird (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 1057 mit
Hinweisen).
5.2.2. Zutreffend ist, dass den Einspracheentscheiden vom 13. Juli 2010 zur Frage des
Baulandbedarfs und zu derjenigen der Recht- und Zweckmässigkeit der Ausdehnung
der W1b im Gebiet St. Leonhard ausführliche Erwägungen zugrunde liegen. Auch in der
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Vernehmlassung im Rahmen des Rekursverfahrens (act. 4 der Vorinstanz) hat die
Beschwerdeführerin diesbezüglich Ausführungen gemacht und anlässlich des
Rekursaugenscheins hat sich der vormalige Gemeindepräsident dazu geäussert (act.
24 und 25 der Vorinstanz) und insbesondere auch geltend gemacht, seit dem
Entscheid der Regierung vom 28. Februar 2006 (RB 2006/123) hätten sich die
Verhältnisse wesentlich geändert. Im angefochtenen Entscheid gelangt die Vorinstanz
insbesondere auch aufgrund der Feststellungen, die anlässlich des
Rekursaugenscheins gemacht worden sind, zum Ergebnis, auch eine von der
Beschwerdeführerin allenfalls gewünschte Siedlungsentwicklung nach Norden führe
nicht dazu, dass die zur Diskussion stehende Fläche als weitgehend überbaut im Sinn
von Art. 15 lit. a RPG qualifiziert werden könne. Weiter geht aus den Erwägungen zum
angefochtenen Entscheid hervor, warum es aus Sicht der Beschwerdeführerin
sachgerecht ist, die Angebotslücke bezüglich Bauland durch die Einzonung im Gebiet
"St. Leonhard" durch einige Bauparzellen zu mildern, bis im Gebiet "Unterrain"
Baureife erreicht werde. Es war der Vorinstanz aber unbenommen, im angefochtenen
Entscheid aufgrund des Entscheids der Regierung vom 28. Februar 2006 (RB
2006/123) und der Stellungnahme des AREG vom 30. Oktober 2009 (act.10 der
Vorinstanz) ausführlich zu begründen, warum sich die Situation aus ihrer Sicht seit
Februar 2006 nicht in massgebender Weise verändert habe bzw. warum die
Voraussetzungen von Art. 15 lit. b RPG nicht erfüllt seien. Aus den Erwägungen der
Vorinstanz ergibt sich ohne weiteres, aus welchen Gründen die Vorinstanz die
Argumentation der Beschwerdeführerin nicht als stichhaltig erachtet bzw. aus welchen
Gründen die Vorinstanz die Meinung vertritt, es sei insbesondere mit den Grundsätzen
der geordneten Besiedlung des Landes und dem schonenden Umgang mit der
Landschaft sowie mit dem Gebot der haushälterischen Bodennutzung unvereinbar,
einen Teil des am Siedlungsrand gelegenen Grundstücks Nr. 0000 der Bauzone
zuzuweisen.
5.2.3. Somit erweist sich die Beschwerde als unbegründet, soweit die
Beschwerdeführerin der Vorinstanz vorwirft, der angefochtene Entscheid verletze die
Gemeindeautonomie, weil ihm keine hinreichende Begründung ihres
Rechtsstandpunktes zugrunde liege.
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5.3. Die Beschwerdeführerin hält weiter dafür, die Vorinstanz und das AREG hätten die
Gemeindeautonomie verletzt, weil eine rechtskonforme und zweckmässige
Planungsmassnahme aufgehoben bzw. nicht genehmigt worden sei. Sie begründet
dies damit, Angebot und Nachfrage bezüglich Bauland würden in Bad Ragaz
auseinanderklaffen und der Teilzonenplan St. Leonhard II diene dazu, die
Angebotslücke zu mildern, bis im Gebiet "Unterrain" gebaut werden könne. Zu prüfen
ist deshalb, ob die Vorinstanz die Einspracheentscheide der Beschwerdeführerin vom
13. Juli 2010 ohne sachliche Notwendigkeit aufgehoben hat bzw. ob der Teilzonenplan
St. Leonhard II zu Unrecht nicht genehmigt worden ist.
5.3.1. Die Beschwerdeführerin beruft sich auf das Urteil des Verwaltungsgerichts vom
18. Dezember 2002 (B 2002/111) und hält fest, danach seien sowohl das Gebiet "St.
Leonhard" als auch das Gebiet "Unterrain" dem üG zugewiesen und deshalb für eine
weitere bauliche Entwicklung vorgesehen. Die Genehmigung dieser Massnahmen sei
im Rahmen der Zonenplanrevision im Jahr 2001 erfolgt. Zudem würden für beide
Gebiete hinsichtlich FFF dieselben Restriktionen gelten. Es sei aber unrealistisch,
anzunehmen, im Jahr 2016 seien die Voraussetzungen für die Erteilung von
Baubewilligungen im Gebiet "Unterrain" erfüllt. Auch im Rahmen des vorinstanzlichen
Verfahrens, zuletzt anlässlich des Augenscheins, sei darauf hingewiesen worden, dass
bezüglich des Gebiets "Unterrain" zahlreiche Verfahren hängig seien. Die Vorinstanz
verkenne die Tragweite der Hürden, die zu nehmen seien, bis dieses Gebiet
etappenwiese der Überbauung zugeführt werden könne (Landumlegungsverfahren,
Gewässerprojekt zwecks Bachöffnung, Kantonsstrassenprojekt,
Naturgefahrenthematik). Das Kantonsstrassenprojekt sei erst jetzt aufgegriffen worden
und werde dem Kantonsrat voraussichtlich im Rahmen des
16. Strassenbauprogramms zur Genehmigung empfohlen. Verzögerungen würden sich
auch dadurch ergeben, dass massgebliche Teile des Gebiets "Unterrain" gemäss
Gefahrenkarte Gebiete mittlerer Gefährdung seien, während das im Gebiet "St.
Leonhard" der W1b zuzuweisende Land lediglich als Gebiet mit geringer Gefährdung
gelte. Im Gegensatz zur Auffassung der Vorinstanz würden sich daraus bezüglich der
Prioritäten bei der Einzonung bedeutsame Unterschiede ergeben. Gemäss
Koordinationsblatt V 41 des kantonalen Richtplans sei die Einzonung von Flächen in
Gebieten mittlerer Gefährdung nämlich nur möglich, wenn u.a. keine anderen
Möglichkeiten für die Siedlungsentwicklung bestehen würden.
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5.3.1.1. Die Zone üG umfasst nach Art. 21 Abs. 1 BauG das Gebiet, das für eine
spätere bauliche Entwicklung oder nicht für eine bestimmte Nutzung vorgesehen ist.
Beim üG handelt es sich nicht um eine Bauzone, somit auch um keine Reservebauzone
oder Bauzone zweiter Etappe. Mit der Zuweisung eines Gebiets im Sinn von
Bauerwartungsland zum üG wird lediglich dem Umstand Rechnung getragen, dass
sich das Gebiet grundsätzlich für eine Überbauung eignet und die Planungsbehörde
hier eine mögliche bauliche Entwicklung sieht, weshalb verhindert werden soll, dass die
beabsichtigte Zonenordnung durch Bauten und Anlagen negativ präjudiziert wird
(VerwGE B 2010/63 vom 9. November 2010 E. 3.3.1 mit Hinweis auf BGer 1P.343/2002
vom 16. Januar 2003 E. 7.3 und Heer, a.a.O., Rz. 392, abrufbar unter
www.gerichte.sg.ch).
Nach Art. 30 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung (SR 700.1, abgekürzt RPV) sorgen
die Kantone dafür, dass die FFF den LwZ zugeteilt werden; sie zeigen in ihren
Richtplänen die dazu erforderlichen Massnahmen. Sodann stellen sie sicher, dass der
Anteil am Mindestumfang der FFF (Art. 29 RPV) dauernd erhalten bleibt (Art. 30 Abs. 2
RPV). Die FFF geniessen keinen absoluten Schutz. Das Bundesgericht misst dem
Gesichtspunkt des Kulturlandschutzes und damit auch der
Fruchtfolgeflächensicherung im Rahmen der Interessenabwägung aber ein hohes
Gewicht zu (vgl. VerwGE B 2002/111 vom 18. Dezember 2002 E. 4 d) dd), P. Hänni,
Planungs-, Bau- und besonderes Umweltschutzrecht, 5. Aufl., Bern 2008, S. 120 mit
Hinweisen; F. Jost, Grösse und Lage von Bauzonen, Diss. Zürich 2000, S. 180).
5.3.1.2. Sowohl das Gebiet "St. Leonhard" als auch das Gebiet "Unterrain", das eine
Fläche von rund 15 ha umfasst und das zwischen der Sarganserstrasse und der SBB-
Linie am nördlichen Rand von Bad Ragaz in der Nähe des Autobahnanschlusses liegt,
sind dem üG zugewiesen (bezüglich des Gebiets "Unterrain" vgl. E. 5.3 des
angefochtenen Entscheids und Beilage 29 zu act. 4 der Vorinstanz, Planungsbericht
zum Teilzonenplan "Unterrain" vom 2. September 2010). Sodann liegen beide
Planungsgebiete vollständig in der FFF (vgl. Beilage 2 zu act. 4 der Vorinstanz,
Planungsbericht zum Teilzonenplan St. Leonhard II vom 20. Juli 2009 und
Planungsbericht zum Teilzonenplan "Unterrain" vom 2. September 2010). Das
Verwaltungsgericht hat im Urteil vom 18. Dezember 2002 (B 2002/111) im
Zusammenhang mit einem Teilzonenplan Malangga erwogen, die Beschwerdeführerin
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sehe sowohl das Gebiet "Unterrain" als auch das Gebiet "St. Leonhard" für eine
weitere bauliche Entwicklung vor und sie habe das ganze Gebiet "Unterrain" dem üG
zugeordnet, weshalb es unter dem Aspekt der zentrumsnahen Überbauung
gerechtfertigt sei, der baulichen Entwicklung im Gebiet "Unterrain" höhere Priorität
zuzumessen als dem weiter entfernten Gebiet "Malangga", und es sei sachgerecht,
den durch die Einzonung im Gebiet "Unterrain" bedingten Verlust von rund 15 ha FFF
anderweitig zu kompensieren. Das Gericht folgerte, daher könne nicht beanstandet
werden, dass dem Schutz der FFF im Gebiet "Malangga" im Rahmen der
Interessenabwägung ein relativ hohes Gewicht beigemessen werde.
5.3.1.3.Im Gegensatz zur Auffassung der Beschwerdeführerin kann aus diesen
Erwägungen nicht gefolgert werden, das Gericht habe es als sachlich gerechtfertigt
erachtet, dass für eine weitere bauliche Entwicklung in Bad Ragaz einer Einzonung im
Gebiet "St. Leonhard" gegenüber einer solchen im Gebiet "Unterrain" insbesondere
auch in zeitlicher Hinsicht Priorität zukommen könnte. In Betracht fällt weiter, dass die
Regierung am 28. Februar 2006 einen Rekurs im Zusammenhang mit den
Teilzonenplänen "St. Leonhard" und "Malangga" gutgeheissen und die Angelegenheit
im Sinn der Erwägungen an die Beschwerdeführerin zurückgewiesen hat (RB
2006/123). Der Teilzonenplan "St. Leonhard" sah u.a. ebenfalls vor, den im üG
gelegenen Teil des Grundstücks Nr. 0000 von rund 40 m Breite sowie einen
zusätzlichen Streifen von rund 20 m Breite des in der LwZ gelegenen Teils des
Grundstücks der Wohnzone (W1a) zuzuweisen. Bereits damals hatte sich die
Beschwerdeführerin auf den Standpunkt gestellt, in Bad Ragaz bestehe ein drückender
Baulandbedarf. So hielt die Regierung fest, in einem Schreiben der Beschwerdeführerin
vom 12. Februar 2004 werde zusammenfassend ausgeführt, dass zwar eine Einzonung
des im üG liegenden Gebiets "Unterrain" in Etappen vorgesehen sei, die Einzonung
aber von einer Landumlegung und der Gesamterschliessung abhänge, wobei die
Staatsstrasse im 14. Strassenbauprogramm enthalten sei (vgl. E. 12 a zum RB
2006/123). Zusammenfassend gelangte die Regierung zum Ergebnis, dass die
Überlegungen des Verwaltungsgerichts zum Verhältnis "Unterrain/Malangga" auch für
das Verhältnis "Unterrain/St. Leonhard" gelten würden, zumal sich die Situation im
Gebiet "Unterrain" nicht in massgebender Weise geändert habe. In Bezug auf die
einzuzonende Fläche im Gebiet "St. Leonhard" hielt sie fest, die Beschwerdeführerin
habe ihren Bedarf an Bauland im Einklang mit den raumplanerischen Zielen und
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Grundsätzen zu befriedigen. Die bauliche Entwicklung habe primär innerhalb der
bestehenden Siedlung zu erfolgen. Solange dies möglich sei, seien Gebiete am
Siedlungsrand nicht in Betracht zu ziehen, mindestens dann, wenn es sich nicht um
bereits weitgehend überbautes Gebiet handle. Ins Gewicht falle zudem der Anspruch,
durch den Erhalt geeigneten Kulturlandes eine ausreichende Versorgungsbasis zu
sichern. Im Gebiet "Unterrain", das von Bauzonen umgeben sei und zu einem grossen
Teil näher am Ortskern liege als das Gebiet "St. Leonhard", sei ein grosses Stück FFF
für die künftige bauliche Entwicklung ausgeschieden worden. Eine bauliche
Entwicklung habe deshalb zunächst in diesem Gebiet zu erfolgen und nicht auf dem
ebenfalls der FFF zugeordneten am Siedlungsrand liegenden Grundstück Nr. 0000 im
Gebiet "St. Leonhard". Bauzonenflächen hätten sich nicht allein nach den
Marktbedürfnissen zu richten, deren Dimensionen seien mit Rücksicht auf das
Gesamtinteresse zu begrenzen (vgl. E. 12 c des RB 2006/123). In Betracht fällt weiter,
dass das AREG aus denselben Überlegungen nicht bereit ist, dem Teilzonenplan St.
Leonhard II zuzustimmen und ihn zu genehmigen. In der Stellungnahme vom
30. Oktober 2009 (Beilage zu act. 10 der Vorinstanz) wird zusammenfassend
festgehalten, die Verhältnisse hätten sich bezüglich einer Einzonung von Teilflächen ab
dem Grundstück Nr. 0000 nicht entscheidend verändert, seitdem die Regierung am 28.
Februar 2006 diesbezüglich einen Entscheid gefällt habe. Eine Einzonung widerspreche
nach wie vor dem raumplanerischen Grundsatz der zentrumsnahmen Entwicklung und
dem Erfordernis einer geordneten Besiedlung des Landes. Auch sei sie weder mit dem
schonenden Umgang mit der Landschaft noch mit dem Gebot der haushälterischen
Bodennutzung vereinbar.
5.3.2. Die Beschwerdeführerin macht für die geplante Zonenplanänderung im Gebiet
"St. Leonhard" Marktbedürfnisse geltend und argumentiert, die Kapazitäten des
Zonenplans seien praktisch ausgeschöpft. Aus ihrer Sicht besteht ein gewichtiges
öffentliches Interesse an einer Anpassung des Zonenplans im Gebiet "St. Leonhard".
Sie begründet dies damit, es sei nicht möglich, den Bedarf nach Bauland im Gebiet
"Unterrain", das den Schwerpunkt der künftigen Entwicklung in Bad Ragaz bilde, innert
nützlicher Frist zu decken. Der Teilzonenplan St. Leonhard II diene dazu, die weitere
Abwanderung von Familien zu stoppen, weil er es gestatte, den Bedarf an zusätzlichem
Bauland raschmöglichst zu decken, bis im Gebiet "Unterrain" Baureife erreicht werde.
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Aufgrund der Baulandreserveberechnung im Grundlagenbericht der err Raumplaner,
Herisau, vom 1. April 2010 (Beleg Nr. 7 zu act. 4 der Vorinstanz), der
Einwohnerkapazitätsberechnung der Region Sarganserland-Werdenberg der err
Raumplaner, Herisau, vom 25. Mai 2011 (act. 23 der Vorinstanz) und der
Einwohnerkapazitätsberechnung der Region Sarganserland-Werdenberg der err
Raumplaner, Herisau, vom 1. Dezember 2011 (Beilage 1 zur Beschwerde) ergibt sich
für die Zonen WE folgendes Bild:
total überbaut unüberbaut Ew Pot. Ew
April 2010 21.94 ha 16.38 ha 5.56 ha
In % 100 74.7 25.3
25.5.2011 21.92 ha 17.52 ha 4.40 ha 484 154
In % 100 78.8 20.1 100 31
1.12.2011 21.92 ha 17.90 ha 4.02 ha 484 141
In % 100 81.6 18.4 100 29.1
Die Reserven in der WE haben in 19 Monaten um 6,9 % (von 25.3 % auf 18.4 %)
abgenommen. Unter der theoretischen Annahme, dass der Bedarf im Jahr 4.36 %
beträgt, was sehr hoch wäre, reichen die Reserven in der WE somit, gerechnet ab
Beginn des Jahres 2012, noch für eine Zeitdauer von über 4 Jahren. Damit ist erstellt,
dass gerade in den Wohnzonen niedriger Dichte, die mit dem Teilzonenplan St.
Leonhard II geschaffen werden sollen (W1b), zur Zeit selbst bei recht hohem Verbrauch
noch genügend Reserven bestehen. Dabei sind die Baulandreserven gemäss Lehre
und Rechtsprechung unabhängig von der Erhältlichkeit miteinzubeziehen (Flückiger/
Grodecki, in: Aemisegger/Kuttler/Moor/Ruch (Hrsg.), Kommentar RPG, Ausgabe 2009,
Art. 15 Rz. 115 mit Hinweisen).
Die Fläche der geplanten Einzonung beträgt rund 0.8 ha(30 m x 280 m). Selbst wenn
die Reserven an Bauland in der WE bis zur Erreichung der Baureife im Gebiet
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"Unterrain" knapp werden, wäre es raumplanerisch nicht vertretbar, am Siedlungsrand
neues Bauland zu schaffen und die FFF preiszugeben, kurz bevor das zentrumsnahe
geeignetere Gebiet Unterrain mit einer Fläche von rund 16 ha für die Überbauung zur
Verfügung steht, zumal es auch im Gebiet "Wolleb" noch einige freie Parzellen gibt
(Einspracheentscheide Gemeinderat 13. Juli 2010).
Die Einzonung im Gebiet "Unterrain" erfordert unbestrittenermassen noch einige
planerische Massnahmen. Mit der Überbaubarkeit kann frühestens im Jahre 2016
gerechnet werden. Bis dahin reicht indessen wie aufgezeigt die Ende 2011 vorhandene
Reservefläche aus. Somit ist zur Zeit der Bedarf für eine weitere Einzonung am
Siedlungsrand nicht ausgewiesen. Dabei ist nicht zu verkennen, dass die Gemeinde
Anstrengungen zur inneren Verdichtung unternimmt (siehe Rz. 16 der Beschwerde).
5.3.3.Die Beschwerdeführerin hat sich im Rekursverfahren neu darauf berufen, aus der
Tatsache, dass massgebliche Teile des Gebiets "Unterrain" gemäss Gefahrenkarte
Gebiete mittlerer Gefährdung seien, würden sich bezüglich der Prioritäten von
Einzonungen bedeutsame Unterschiede ergeben. Auch im Rahmen des
Beschwerdeverfahrens beruft sie sich darauf, zufolge der "Naturgefahrenthematik" sei
bezüglich der Einzonung des Gebiets "Unterrain" mit Verzögerungen zu rechnen.
Zutreffend ist, dass die in die W1b einzuzonende Fläche der Parzelle Nr. 0000 gemäss
Gefahrenkarte, wie sie im Geoportal aufgeschaltet ist, im gelb-weiss gestreiften bzw.
zu einem kleinen Teil im weissen Bereich (Restgefährdung/keine oder
vernachlässigbare Gefährdung) liegt, während das Gebiet "Unterrain" teilweise dem
blauen Bereich (mittlere Gefährdung) zugeordnet ist. Die Tatsache, dass Flächen in
Gefahrengebieten mittlerer Gefährdung liegen, schliesst ihre Einzonung laut
Koordinationsblatt V 41 des kantonalen Richtplans aber nicht aus. Wie die Einzonung
von Flächen in Gefahrengebieten mit geringer Gefährdung setzt sie voraus, dass ein
umfassendes Massnahmenkonzept Naturgefahren zeigt, wie das Risiko mit
verhältnismässigen Massnahmen auf ein tragbares Mass reduziert wird. Bei Flächen in
Gefahrengebieten mit mittlerer Gefährdung kann zudem u.a. verlangt werden, dass der
Gefährdung mit verhältnismässigen Massnahmen begegnet wird. In Betracht fällt
weiter, dass die Beschwerdeführerin darauf verzichtet, darzulegen, ob und wenn ja
welche zeitlichen Verzögerungen die Vermeidung neuer Gefahrenpotentiale im Gebiet
"Unterrain" mit sich bringt bzw. ob für dieses Gebiet ein Massnahmenkonzept vorliegt
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oder ein solches in Arbeit ist. Demzufolge ist nicht zu beanstanden, dass im
angefochtenen Entscheid in diesem Zusammenhang festgehalten wird, weil der
Schwerpunkt der baulichen Entwicklung aus Sicht der Beschwerdeführerin im Gebiet
"Unterrain" liege bzw. weil beide Gebiete für eine Einzonung vorgesehen seien, seien
die Vorgaben der Gefahrenkarte nicht von wesentlicher Bedeutung.
5.3.4. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Vorinstanz mit Recht festgestellt
hat, dass sich die Verhältnisse in Bad Ragaz seit dem Entscheid der Regierung vom
28. Februar 2006 (RB 2006/123) nicht entscheidend geändert haben und dass deshalb
gestützt auf Art. 15 lit. b RPG kein Anspruch darauf besteht, auf der Parzelle Nr. 0000
die zur Diskussion stehende Einzonung vorzunehmen. Die Argumentation, wonach eine
bauliche Entwicklung zunächst im Gebiet "Unterrain" zu erfolgen habe, weil es von
Bauzonen umgeben sei und zu einem grossen Teil näher am Ortskern liege als das
Gebiet "St. Leonhard" und weil dort im Hinblick auf die künftige bauliche Entwicklung
ein grosses Stück FFF ausgeschieden worden sei, ist sachgerecht und überzeugt. Die
Tatsache allein, dass Teile des Gebiets "Unterrain" gemäss Angaben der
Beschwerdeführerin bestenfalls im Jahr 2016 baureif sein dürften, vermag an dieser
Beurteilung nichts zu ändern, abgesehen davon, dass fraglich ist, ob mit der Einzonung
eines Teils des Grundstücks Nr. 0000 in die Wohnzone W1b eine Überbrückung in
zeitlicher Hinsicht überhaupt möglich wäre. Auch der Umstand, dass gemäss
Ergebnisbericht der Flächenpotenzialanalyse für den Kanton St. Gallen 2011
(www.areg.sg.ch) einzig St. Gallen, Rorschach, Rapperswil-Jona und Bad Ragaz
Siedlungsflächenreserven von weniger als 15 m /Raumnutzer aufweisen, führt zu
keinem anderen Ergebnis.
6. (...).
7. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Der
angefochtene Entscheid verletzt die Gemeindeautonomie nicht und erweist sich auch
unter dem Gesichtspunkt von Treu und Glauben sowie unter raumplanungsrechtlichen
Aspekten als rechtmässig. Sodann ist nicht zu beanstanden, dass der Teilzonenplan
St. Leonhard II nicht genehmigt worden ist.
8. (...).
2
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9. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht