# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** faa4d04b-f520-480b-a2ab-51d98c092ad8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A/a. B._, geboren am _, und A._, geboren am _, sind die unverheirateten Eltern von C._, geboren am _ 2015. Der Vater hatte C._ am _ 2014 vor dem Zivilstandsamt O.1_ als sein Kind anerkannt. Bis Mitte 2018 wohnten die Eltern gemeinsam in O.2_. Danach zog die Mutter nach O.3_. Die Tochter C._ wurde nach der Trennung ihrer Eltern alternierend betreut, jeweils von Donnerstagabend bis Sonntagabend vom Vater in O.2_ und von Sonntagabend bis Donnerstagabend von der Mutter in O.3_. Während der Betreuungszeit der Mutter besuchte die Tochter bis Ende August 2019 zwei Tage und ab September 2019 einen Tag pro Woche eine Kindertagesstätte. Am 1. Oktober 2019 verlegte die Mutter ihren Wohnsitz nach O.4_.
A/b. Nach der Trennung versuchten die Eltern, die Belange der gemeinsamen Tochter C._ mit Hilfe der KESB Surselva zu regeln. Da diese Bemühungen scheiterten, reichte A._ am 31. Januar 2019 beim Regionalgericht Plessur gegen B._ eine entsprechende Klage ein (Proz.Nr. _).
B/a. Am 9. Juli 2019 stellte B._ beim Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur gegen A._ ein Gesuch auf Erlass vorsorglicher Massnahmen (Proz.Nr. 115-2019-518), mit folgenden Rechtsbegehren:
1. Dem Gesuchsgegner sei superprovisorisch zu verbieten, die Liegenschaft in seinem Eigentum zu verkaufen.
2. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Tochter C._ erstmals rückwirkend auf den 1. Juli 2018 bis und mit Dezember 2018 monatlich vorläufig einen Barunterhalt von CHF 1'047 zuzüglich die Kinderzulagen und einen Betreuungsunterhalt von CHF 195 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.
3. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Tochter C._ erstmals ab dem 1. Januar 2019 bis und mit Juli 2019 monatlich im Voraus auf den ersten jeden Monats vorläufig einen Barunterhalt von CHF 1'047 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.
4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Tochter C._ erstmals ab dem 1. September 2019 und künftig monatlich im Voraus auf den ersten jeden Monats vorläufig einen Barunterhalt von CHF 900 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.
5. Eventualiter (zum Rechtsbegehren 1) sei der Verkaufspreis auf ein gerichtliches Sperrkonto zu überweisen, welches der Sicherung des bereits aufgelaufenen Kindesunterhalts dient.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsgegners.
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B/b. Mit Entscheid vom 11. Juli 2019 wies der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur das Gesuch auf Erlass superprovisorischer Massnahmen gemäss Ziffer 1 des Rechtsbegehrens der Gesuchstellerin ab.
B/c. A._ stellte in seiner Stellungnahme vom 2. August 2019 folgende Anträge:
1. Es sei auf Ziff. 1 und 5 (Verkauf Liegenschaft) des Gesuches nicht einzutreten, eventualiter sei es abzuweisen.
2. Es seien Ziff. 2 – 4 (Unterhalt) und Ziff. 6 (Kostenverlegung) abzuweisen.
3.1 Es sei die gemeinsame Tochter der Parteien, C._, geboren am _ 2015, vorsorglich während der Dauer des Verfahrens unter die alternierende Obhut der Parteien zu stellen und es seien die Betreuungsanteile vorsorglich während der Dauer des Verfahrens wie folgt festzulegen:
- Betreuung durch die Mutter von Sonntagabend, 18.00 Uhr, bis Mittwochabend, 18.00 Uhr
- Betreuung durch den Vater von Mittwochabend, 18.00 Uhr, bis Sonntagabend, 18.00 Uhr
3.2 Eventualiter seien die Betreuungsanteile wie folgt festzulegen:
- Betreuung durch die Mutter von Dienstagabend, 18.00 Uhr, bis Freitagabend, 18.00 Uhr
- Betreuung durch den Vater von Freitagabend, 18.00 Uhr, bis Dienstagabend, 18.00 Uhr
3.3 Subeventualiter seien die Betreuungsanteile wie folgt festzulegen:
- Betreuung durch die Mutter von Montagabend, 18.00 Uhr, bis Donnerstagabend, 18.00 Uhr
- Betreuung durch den Vater von Donnerstagabend, 18.00 Uhr, bis Montagabend, 18.00 Uhr
4. Es sei festzustellen, dass sich der Wohnsitz von C._ vorsorglich während der Dauer des Verfahrens am Wohnsitz des Vaters in O.2_, politische Gemeinde _, befindet und der Vater sei für berechtigt zu erklären, die Schriften von C._ in der Gemeinde O.5_ hinterlegen zu lassen.
5. Der Gesuchstellerin sei vorsorglich zu verbieten, den Wohnsitz von C._ zu verlegen. Das Verbot sei mit der Strafandrohung des Art. 292 StGB zu verbinden, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
6. Die Festlegung der Betreuungsregelung (Rechtsbegehren Ziff. 3.1 hiervor) sowie das Verbot der Verlegung des Wohnsitzes (Rechtsbegehren Ziff. 5 hiervor) seien superprovisorisch und ohne Anhörung der Gegenpartei zu verfügen.
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7.1 Die Gesuchstellerin sei vorsorglich zu verpflichten, dem Gesuchsgegner für den Unterhalt der gemeinsamen Tochter C._ beginnend ab 1. September 2019 einen Barunterhalt in der Höhe von CHF 72.00 pro Monat zu bezahlen.
7.2 Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, die Kosten für die Kita für C._ nebst dem Unterhalt gemäss Ziff. 8.1 hiervor direkt zu begleichen.
8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten der Gesuchstellerin.
B/d. Mit Verfügung vom 14. August 2019 wies der Einzelrichter das Gesuch auf Erlass superprovisorischer Massnahmen gemäss Ziff. 6 der Rechtsbegehren des Gesuchsgegners ab.
C/a. Am 10. September 2019 fand die mündliche Verhandlung statt, wobei die Mutter ihre Rechtsbegehren wie folgt anpasste:
1. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für den Unterhalt seiner Tochter C._ erstmals rückwirkend auf den 1. Juli 2018 bis und mit Dezember 2018 monatlich vorläufig einen Barunterhalt von CHF 1'046 und einen Betreuungsunterhalt von CHF 127 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.
2. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für den Unterhalt seiner Tochter C._ erstmals ab dem 1. Januar 2019 bis und mit August 2019 monatlich im Voraus auf den ersten jeden Monats vorläufig einen Barunterhalt von CHF 826 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.
3. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für den Unterhalt seiner Tochter C._ erstmals für September 2019 auf den ersten (recte: jeden Monats) vorläufig einen Barunterhalt von CHF 675 und einen Betreuungsunterhalt von CHF 234 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.
4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, für den Unterhalt seiner Tochter C._ erstmals ab dem 1. Oktober 2019 und künftig monatlich im Voraus auf den ersten jeden Monats vorläufig einen Barunterhalt von CHF 715 und einen Betreuungsunterhalt von CHF 194 an die Gesuchstellerin zu bezahlen.
5. Sämtliche anderslautenden Rechtsbegehren des Gesuchsgegners seien abzuweisen.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchsgegners.
C/b. Mit Entscheid vom 10. September 2019, mitgeteilt am 12. Dezember 2019, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur wie folgt:
1. a) C._, geb. am _.2015, wird vorsorglich für die Dauer des Hauptverfahrens (Proz. Nr. _) unter die alternierende Obhut von B._ und A._ gestellt.
b) Die Betreuungsanteile werden vorsorglich wie folgt festgelegt: C._ verbringt jede Woche 3.5 Tage in der Obhut von B._
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und 3.5 Tage in der Obhut von A._. Die Parteien verständigen sich über die Festlegung der Betreuungstage und –zeiten.
c) B._ und A._ werden angewiesen, mit Hilfe einer von ihnen gemeinsam zu benennenden Fachperson die Übergabemodalitäten zu verbessern und je die Hilfe einer Mütter- bzw. Väterberatung in Anspruch zu nehmen.
2. a) Der Wohnsitz von C._ wird für die Dauer des Hauptverfahrens am Wohnsitz von B._ festgelegt.
b) B._ wird angewiesen, den Wohnsitz von C._ während der Dauer des Hauptverfahrens nicht zu wechseln. Diese Weisung wird verbunden mit der Strafandrohung nach Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
3. A._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von C._ vorläufig folgende monatliche Unterhaltsbeiträge (Barunterhalt, inkl. Kinderzulage und besondere Sozialzulage) zu bezahlen:
a) 01.07. – 31.12.2018: CHF 265.00 01.01. – 31.08.2019: CHF 80.00 01.09. – 30.09.2019: CHF 225.00 Ab 01.10.2019: CHF 235.00
b) Die zukünftigen Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats an B._ zu bezahlen.
c) Die Kinderzulage und die besondere Sozialzulage wurden in den Berechnungen berücksichtigt. Soweit die Kinderzulage zukünftig weiterhin der Mutter und die Sozialzulage dem Vater ausbezahlt wird, ist diesbezüglich kein Ausgleich geschuldet.
d) A._ ist berechtigt, allfällige nachweislich bereits bezahlte Unterhaltsbeiträge an seine Unterhaltsschulden anzurechnen.
4. Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.
5. a) Die Gerichtskosten von CHF 4'000.00 gehen je zur Hälfte zu Lasten von B._ und A._.
b) Jede Partei trägt ihre Parteikosten selber.
c) (Regelung URP B._)
d) (Regelung URP A._)

## Considerations