# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a63080fa-6406-554b-934c-51bb3ae8624b
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ E. M., geboren 1960, war seit 1983 als Operationsgehilfin im Spital A. tätig.
Mit Verfügung vom 7. April 2005 sprach die Sozialversicherungsanstalt St. Gallen E. M.
mit Wirkung ab 1. Juli 2004 eine ordentliche Invalidenrente zu. Der Invaliditätsgrad
wurde auf 50 Prozent festgesetzt, womit Anspruch auf eine halbe Rente bestand. E. M.
war in der Folge mit einem 50-Prozent-Pensum tätig.
Mit Schreiben vom 22. August 2005 orientierte die Spitalregion X. E. M., dass ihre
Stelle aufgehoben werden solle. Die Betroffene erhielt Gelegenheit, sich dazu zu
äussern.
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Mit Verfügung vom 26. September 2005 löste der Verwaltungsrat der Spitalregion X.
das Anstellungsverhältnis mit E. M. per 31. Dezember 2005 auf.
B./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 7. Oktober und 4. November 2005 erhob
E. M. Rekurs beim Gesundheitsdepartement mit dem Antrag, die Verfügung vom 26.
September 2005 sei aufzuheben, von der Auflösung des Anstellungsverhältnisses sei
abzusehen und es sei ihr eine andere Stelle in der Spitalregion X. anzubieten, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung machte die Betroffene im
wesentlichen geltend, sie sei im Zeitpunkt der Kündigung krank gewesen, weshalb
diese nichtig sei. Im weiteren habe die Arbeitgeberin ihr Ermessen fehlerhaft ausgeübt.
Bei einer geeigneten Ausgestaltung des Stellenplans und einer entsprechenden
Festlegung der Beschäftigungsgrade wäre es möglich gewesen, von einer Auflösung
des Arbeitsverhältnisses abzusehen. Zudem seien ihr Mitarbeitende vorgezogen
worden, welche viel leichter als sie eine neue Stelle gefunden hätten.
Das Gesundheitsdepartement wies den Rekurs mit Entscheid vom 3. April 2006 ab. Es
erwog, der Rekurrentin sei am 27. September 2005 eine 50-prozentige
Arbeitsunfähigkeit bescheinigt worden. Diese habe in der invaliditätsbedingten
Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die Rekurrentin sei daher im Zeitpunkt der Kündigung
nicht an der Arbeitsleistung verhindert gewesen, weshalb die Kündigung nicht während
der Sperrfrist erfolgt sei und keine Nichtigkeit vorliege. Die Kündigung stehe im
Zusammenhang mit der vom Kantonsrat verlangten Reform der Spitalstrukturen des
Kantons St. Gallen. Mit dem Aufbau medizinischer Schwerpunkte und dem Abbau
bestehender Doppelspurigkeiten werde die dezentrale Spitalversorgung längerfristig
sichergestellt. Es lägen keine Anhaltspunkte vor, dass die Reorganisation als Vorwand
benutzt worden sei, um das Anstellungsverhältnis aufzulösen. Die Auflösung sei aus
sachlichen und vertretbaren Gründen erfolgt.
C./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 2. und 22. Mai 2006 erhob E. M.-X.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 3.
April 2006 sei aufzuheben, die Angelegenheit sei zur Neubeurteilung im Sinne der
Erwägungen des Verwaltungsgerichts an das Erziehungsdepartement zurückzuweisen,
eventualiter sei von einer Auflösung des Anstellungsverhältnisses abzusehen,
eventualiter sei die Spitalregion X. zu verpflichten, der Beschwerdeführerin eine andere
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Stelle anzubieten, subeventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung im Sinne
der Erwägungen des Verwaltungsgerichts an das Gesundheitsdepartement
zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen. Zur Begründung wird im
wesentlichen vorgebracht, die Vorsteherin des Gesundheitsdepartements hätte in den
Ausstand treten müssen. Im weiteren sei die Beschwerdeführerin zumindest teilweise
arbeitsunfähig gewesen, als ihr bzw. ihrem Vertreter die Kündigung zugestellt worden
sei, weshalb die Kündigung nichtig sei. Ausserdem wäre bei einer pflichtgemässen
Ermessensausübung und einer Beachtung der ihm obliegenden Fürsorgepflicht der
Spitalverbund nicht berechtigt gewesen, das Arbeitsverhältnis aufzulösen. Auf die
einzelnen Vorbringen der Beschwerdeführerin wird, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 13. Juni 2006 auf Abweisung der
Beschwerde.
Die Spitalregion X. liess sich zur Beschwerde nicht vernehmen.
Die Beschwerdeführerin äusserte sich mit Eingabe vom 28. August 2006 zur
Stellungnahme der Vorinstanz und hielt an ihren Begehren fest.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 2
lit. a Ziff. 4 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt
VRP). Die Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 2. und 22.
Mai 2006 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die
Beschwerde ist einzutreten.
2./ Zu prüfen ist zunächst, ob die Vorinstanz mit dem angefochtenen Rekursentscheid
Ausstandsvorschriften missachtet hat.
a) Nach Art. 7 Abs. 1 VRP treten Behördemitglieder in den Ausstand, wenn sie
Vertreter, Beauftragte, Angestellte oder Organe einer an der Angelegenheit beteiligten
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Person sind oder in der Sache Auftrag erteilt haben (lit. b) oder wenn sie aus anderen
Gründen befangen erscheinen (lit. c). Nach Art. 7 Abs. 2 VRP sind Behördemitglieder,
die in einer Streitsache bereits bei einer Vorinstanz mitgewirkt haben, nicht
stimmberechtigt.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, die Vorsteherin des Gesundheitsdepartements
habe über einen Streitfall des Spitalverbunds X. entschieden. Seit dem 1. Januar 2006
sei sie Vorsitzende des Verwaltungsrats unter anderem dieses Spitalverbunds, womit
sie einen Rekursentscheid in eigener Sache gefällt habe. Deshalb hätte sie in den
Ausstand treten müssen.
b) Nach Art. 5 Abs. 1 des Nachtragsgesetzes vom 22. November 2005 zum Gesetz
über die Spitalverbunde (sGS 320.2, nGS 41-7) wählt die Regierung einen
Verwaltungsrat, der für die vier Spitalverbunde zuständig ist. Die Vorsteherin des
zuständigen Departements hat den Vorsitz im Verwaltungsrat (Art. 5 Abs. 2). Dieser
Nachtrag ist ab 1. Januar 2006 in Vollzug. Die Vorsteherin des
Gesundheitsdepartements wurde somit per 1. Januar 2006 Präsidentin des
Verwaltungsrates der Beschwerdegegnerin.
c) Im Rahmen der verwaltungsinternen Verwaltungsrechtspflege gelten nicht dieselben
Ausstandsregeln wie für die gerichtlichen Verfahren. In der verwaltungsinternen
Rechtspflege entscheiden als Rekursbehörden des öftern Instanzen, welche
gleichzeitig Aufsichtsorgan der verfügenden Behörde sind. Die Vorsteherinnen und
Vorsteher der Departemente entscheiden über Rekurse gegen Verfügungen von
Aemtern des eigenen Departements und über Rekurse gegen Verfügungen von
politischen Gemeinden und von Schulgemeinden (Art. 43bis VRP). Obwohl in diesen
Fällen die Rekursinstanz gleichzeitig auch Aufsichtsbehörde der verfügenden Instanz
ist, besteht in der Regel keine Befangenheit im Sinn von Art. 7 Abs. 1 lit. b oder c VRP.
Im vorliegenden Fall wurde die Auflösung des Anstellungsverhältnisses erstinstanzlich
vom Verwaltungsrat der Spitalregion verfügt. Anders als im Verhältnis eines
Departementes zu einem Amt oder zu einer Gemeinde ist die Vorsteherin des
Gesundheitsdepartements gleichzeitig Vorsitzende des Verwaltungsrates der
Spitalregionen. Gegen Verfügungen von Verwaltungsbehörden, die von einem
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Regierungsmitglied präsidiert werden, steht in der Regel nicht der Rekurs an ein
Departement offen, sondern die Beschwerde an das Verwaltungsgericht (Art. 59bis
Abs. 1 VRP). Gemäss Art. 7 Abs. 2 VRP ist die Vorsteherin des
Gesundheitsdepartements bei der Behandlung eines Rekurses gegen eine Verfügung
des Verwaltungsrates nicht stimmberechtigt, wenn sie bereits bei der
Beschlussfassung des Verwaltungsrates mitgewirkt hat. Rekurse gegen Verfügungen
des Verwaltungsrates der Spitalregionen sind somit vom stellvertretenden Departement
zu behandeln. Der Ausstandsgrund gilt auch dann, wenn der Verwaltungsrat der
Spitalregion gestützt auf Art. 40 VRP einen Rekurs gegen eine Verfügung der
Geschäftsleitung entscheidet und dieser Rekursentscheid weitergezogen wird. Auch in
einem solchen Fall könnte die Vorsteherin des Gesundheitsdepartements gemäss Art.
7 Abs. 2 VRP nicht über einen Rekurs gegen einen Rekursentscheid des
Verwaltungsrates entscheiden.
Im vorliegenden Fall steht aber fest, dass die angefochtene Verfügung des
Verwaltungsrates noch vor Vollzugsbeginn des Nachtragsgesetzes zum Gesetz über
die Spitalverbunde erging und die Departementsvorsteherin somit nicht im Sinne von
Art. 7 Abs. 2 VRP am Entscheid ihrer Vorinstanz mitgewirkt hat. Da die Vorsteherin des
Gesundheitsdepartementes bis Ende 2005 weder Mitglied des Verwaltungsrates der
Spitalregion war, diese als selbständige öffentlich-rechtliche Anstalt konstituiert ist und
keine allgemeine Aufsicht des Gesundheitsdepartements über die Spitalregionen
bestand, kann im vorliegenden Fall nicht von einer Voreingenommenheit bzw. von
einem Entscheid in eigener Sache gesprochen werden. Hinzu kommt, dass das
Ausstandsbegehren als verspätet betrachtet werden muss. Das Nachtragsgesetz zum
Gesetz über die Spitalverbunde wurde vom Kantonsrat am 28. September 2005
erlassen. Der Vertreter der Beschwerdeführerin reichte den Rekurs mit Eingaben vom
7. Oktober und 4. November 2005 aber beim Gesundheitsdepartement ein, ohne ein
Ausstandsbegehren zu stellen. Selbst wenn er bei der Einreichung des Rekurses hätte
davon ausgehen dürfen, dass dieser noch vor Ende 2005 entschieden würde, so war
dies spätestens am 28. Februar 2006, als ihm der Beizug der Rentenverfügung der
Sozialversicherungsanstalt zur Kenntnis gebracht wurde, nicht mehr der Fall. In jenem
Zeitpunkt musste der Vertreter der Beschwerdeführerin davon ausgehen, dass das
Gesundheitsdepartement, bei dem er das Verfahren anhängig gemacht hatte, über den
Rekurs entscheiden würde. Indem er auch nach Kenntnisnahme dieses Umstands kein
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Ausstandsbegehren stellte, wurde das Recht auf Geltendmachung von
Ausstandsgründen verwirkt (vgl. BGE 117 Ia 322 ff.).
3./ Zu prüfen ist weiter, ob die Kündigung infolge Krankheit der Beschwerdeführerin
nichtig ist.
a) Nach Art. 83 des Staatsverwaltungsgesetzes (sGS 140.1, abgekürzt StVG) werden
die Bestimmungen über den Kündigungsschutz des Schweizerischen
Obligationenrechts sachgemäss angewendet, soweit durch Verordnung keine
weitergehenden Kündigungsschutzbestimmungen vorgesehen sind.
Gemäss Art. 65 Abs. 1 der Verordnung über den Staatsdienst (sGS 143.20, abgekürzt
VStD) kann während Krankheit oder Unfall das Dienstverhältnis erst nach Ablauf des
Besoldungsanspruchs gekündigt werden. Vorbehalten bleiben die Kündigung während
der Probezeit und die fristlose Auflösung des Dienstverhältnisses nach Art. 78 und 82
StVG (Art. 65 Abs. 2 VStD).
b) Streitig ist, ob bei der Beschwerdeführerin im Zeitpunkt der Kündigung eine
Krankheit bestand, die nach Art. 65 Abs. 1 VStD die Kündigung ungültig erscheinen
liesse. Nach dem ärztlichen Zeugnis der Klinik Y., Dr. med. Z., vom 20. September
2005 bestand eine vollumfängliche Arbeitsunfähigkeit vom 19. bis 26. September 2005
und eine Arbeitsunfähigkeit zu 50 Prozent ab 27. September 2005. Das Zeugnis des
Hausarztes vom 3. Oktober 2005 bescheinigte eine Arbeitsunfähigkeit von 75 Prozent
vom 3. Oktober 2005 bis auf weiteres. Im Bericht vom 4. Oktober 2005 hielt die Klinik
Y., Dr. med. Z., fest, aufgrund der Depression und der therapeutischen Massnahmen
sei es aus medizinischer Sicht nicht zu empfehlen, mehr als vier bis viereinhalb
Stunden täglich zu arbeiten, inkl. Reisezeit.
c) Die Vorinstanz ging davon aus, dass die 50-pro-zentige Arbeitsunfähigkeit, die der
Beschwerdeführerin ab 27. September 2005 bescheinigt wurde, die
invaliditätsbedingte Arbeitsunfähigkeit betreffe, nicht die teilweise verbleibende
(Rest-)Arbeitsfähigkeit. Dies gehe aus der ärztlichen Bescheinigung vom 4. Oktober
2005 deutlich hervor. Die Beschwerdeführerin sei deshalb im Zeitpunkt der Zustellung
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der Kündigung am 27. September 2005 nicht an der Arbeitsleistung verhindert
gewesen. Die Kündigung sei daher nicht während der Krankheit erfolgt.
Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, sie sei am 27. September 2005
nur teilweise arbeitsfähig gewesen. Nach ihrer Auffassung beziehe sich die
Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent nicht auf die Gesamt-, sondern auf die
Restarbeitsfähigkeit. Sie wendet ein, die Vorinstanz habe das Arztzeugnis vom 20.
September 2005 falsch interpretiert. Auch habe sie zusätzliche Abklärungen
unterlassen, beispielsweise die Einvernahme von Dr. med. Y. als Zeugen, obwohl sie
dazu verpflichtet gewesen wäre.
d) Das Verwaltungsgericht kann der Auffassung der Beschwerdeführerin nicht folgen.
Diese war im Zeitpunkt der Kündigung mit einem Anstellungspensum von 50 Prozent
tätig. Am 7. April 2005 war ihr eine 50-prozen-tige Invalidität bescheinigt und eine
entsprechende IV-Rente zugesprochen worden. Würde allein das Arztzeugnis vom 20.
September 2005 berücksichtigt, könnte sich die Frage stellen, ob die bescheinigte
Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent per 27. September 2005 von der gesamten
Arbeitsfähigkeit von 100 Prozent ausging oder von der Restarbeitsfähigkeit von 50
Prozent unter Berücksichtigung der Teilinvalidität. Der Umstand, dass ein Arzt nicht
ohne weiteres darüber orientiert ist, wie hoch das jeweilige Arbeitspensum einer
Patientin ist, spricht dafür, dass die Arbeitsunfähigkeitsquote von der Basis eines vollen
Pensums von 100 Prozent ausgeht. Bestätigt wird dies durch das Schreiben von Dr.
med. Y. vom 4. Oktober 2005, worin dieser eine tägliche Arbeitszeit inkl. Reisezeit von
nicht mehr als vier bis viereinhalb Stunden empfiehlt. Daraus ergibt sich, dass der Arzt
die Restarbeitsfähigkeit auf 50 Prozent einschätzte und somit die Beschwerdeführerin
im Umfang eines 50 Prozent-Pensums als arbeitsfähig erachtete. Hätte der Arzt die
Beschwerdeführerin im Umfang ihrer Restarbeitsfähigkeit vollumfänglich
krankschreiben wollen, wäre es nicht nachvollziehbar, wenn er gleichzeitig eine
Beschränkung der Arbeitstätigkeit auf vier bis viereinhalb Stunden pro Tag empfohlen
hätte. Der Umstand, dass der Arzt die Beschränkung der Arbeitstätigkeit nur als
Empfehlung äusserte, verdeutlicht dies noch. Aufgrund der unmissverständlichen
Aussage in der ärztlichen Bescheinigung vom 4. Oktober 2005 war es nicht
erforderlich, weitere Beweise zu erheben oder den Verfasser des Arztzeugnisses zu
befragen. Somit steht fest, dass die Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Kündigung
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im Rahmen ihres ordentlichen Pensums arbeitsfähig war. Von einer Nichtigkeit der
Kündigung kann daher nicht gesprochen werden. Die Beschwerde erweist sich somit
auch in diesem Punkt als unbegründet.
4./ Im weiteren bestreitet die Beschwerdeführerin das Vorliegen eines triftigen Grundes
für die Auflösung des Arbeitsverhältnisses.
a) Das st. gallische Personalrecht enthält keine Regelung über die materiellen
Anforderungen an eine Kündigung. Allgemein gilt der Grundsatz, dass im öffentlichen
Dienst eine Kündigung nur aus triftigem Grund ausgesprochen werden darf. Dieser
muss nicht in der Person der Angestellten liegen. Als triftige bzw. sachliche Gründe für
die Auflösung des öffentlichen Angestelltenverhältnisses gelten unter anderem auch
betriebliche oder wirtschaftliche Gründe. Die Aufhebung einer Stelle wird sogar als
sachlicher Grund für die vorzeitige Auflösung eines Beamtenverhältnisses betrachtet
(vgl. GVP 2005 Nr. 5 mit Hinweisen). Die Beschwerdeführerin bestreitet denn auch
grundsätzlich nicht, dass veränderte Verhältnisse Anlass für Stellenaufhebungen und
damit auch für Kündigungen sein können.
b) Die Kündigung der Beschwerdeführerin erfolgte im Rahmen der Reduktion des
Bereitschafts- und Notfalldienstes in den Kliniken für Chirurgie und Orthopädie und der
Aufhebung der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Spital A.. Dies wurde in
der Mitteilung vom 22. August 2005 an die Beschwerdeführerin über die vorgesehene
Aufhebung ihrer Stelle festgehalten und ausgeführt, von den Massnahmen seien
Mitarbeitende verschiedener Abteilungen betroffen.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, den Arbeitgeber treffe bei langjährigen
Mitarbeitern eine besondere Treuepflicht. Dies gelte insbesondere auch in ihrem Fall,
da sie wegen ihrer Tätigkeit für ihren Arbeitgeber erkrankt sei. Es bestehen jedoch
keine Anhaltspunkte, dass die Arbeit Ursache für die Krankheit ist. Die Behauptung der
Beschwerdeführerin, sie sei am Arbeitsplatz von Kolleginnen und Vorgesetzten
gemobbt worden, was ihr enorm zugesetzt und ihre Gesundheit stark beeinträchtigt
habe, ist nicht belegt. Im Arztbericht vom 12. Juni 2001 findet sich ein Hinweis auf die
von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Mobbing-Situation am Arbeitsplatz,
wobei nähere Angaben fehlen, inwiefern diese Behauptung ärztlicherseits als zutreffend
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qualifiziert wurde. Im Arztbericht vom 30. April 2002 ist festgehalten, dass
Eifersüchteleien und schikanöses Verhalten einiger Frauen am Arbeitsplatz "offenbar
eine wesentliche Rolle" spielten. Jedenfalls ist nicht schlüssig belegt, dass das
Verhalten von Mitarbeitenden oder Vorgesetzten für die gesundheitlichen
Schwierigkeiten ursächlich war. Wie es sich damit verhält, kann aber offen bleiben.
Weitere Abklärungen sind daher nicht erforderlich. Selbst wenn eine erhöhte
Treuepflicht des Arbeitgebers bejaht würde, wäre eine solche im vorliegenden Fall
nämlich erfüllt worden. In der angefochtenen Verfügung vom 26. September 2005
wurde ausführlich dargelegt, welche Vorkehrungen unternommen wurden, um der
Beschwerdeführerin eine neue Stelle zu verschaffen. Es wurden Anfragen bei der
Leitung Pflege sowie bei der Leitung Hotellerie über Einsatzmöglichkeiten für die
Beschwerdeführerin ab Anfang 2006 sowie Anfragen in den Spitälern .. und .. betr.
Vakanzen sowie eine Mitteilung für die Aufnahme der Beschwerdeführerin im
Bewerberpool beim Leiter des Personaldienstes des Gesundheitsdepartements
gemacht. Am 17. Juli 2005 bestand eine Vakanz für eine Pflegehilfe im Spital .. mit
einem Beschäftigungsgrad von 40 Prozent. Im Juli 2005 fand ein Gespräch mit dem
Leiter Fachbereich Pflege und MTT über die aktuelle Situation mit Hinweis auf eine
aktive Vermittlung in .. oder .. statt. Auch wurden anhand der internen Stellenbörse
Bemühungen für eine Anstellung getroffen. Die Beschwerdeführerin legt nicht konkret
dar, in welchem Punkt die entsprechenden Feststellungen in der angefochtenen
Verfügung unzutreffend sind. Sie beantragt die Edition der Unterlagen über die
Bemühungen des Spitalverbunds, ihr eine neue Stelle zu vermitteln. Ueber diese
Bemühungen liegen offenbar keine schriftlichen Belege vor. Solche Anfragen und
Gespräche werden in der Regel mündlich geführt, ohne dass schriftliche Unterlagen
angefertigt werden. Es wäre ein unverhältnismässiger Aufwand, wenn solche
Vorkehrungen schriftlich dokumentiert werden müssten. Aufgrund der detaillierten
Auflistung in der Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin bzw. in der Begründung
der angefochtenen Kündigungsverfügung und des Fehlens jeglicher Anhaltspunkte für
eine unzutreffende Sachdarstellung ist davon auszugehen, dass die vom Spitalverbund
dargelegten Anstrengungen bei der Unterstützung der Stellensuche unternommen
wurden. Die Einwendungen der Beschwerdeführerin, sie müsse mit Nichtwissen
bestreiten, dass die Aktivitäten des Spitalverbunds für die Suche eines neuen
Arbeitsplatzes über allgemeine Bemühungen hinausgingen, sind nicht stichhaltig. Es
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wurden verschiedene Vorkehrungen getroffen, und die Beschwerdeführerin hat zwei
konkrete Angebote nicht weiter verfolgt. Ihre Erklärung, sie habe sich in den Ferien
befunden, als eine Pflegehilfe im Spital .. gesucht worden sei, ist nicht belegt. Nicht
überzeugend ist auch ihr Einwand, sie könne wegen ihrer Krankheit bzw. wegen ihrer
gesundheitlichen Probleme und wegen der Medikamente, die sie einnehmen müsse,
zur Zeit nicht mit dem Auto nach .. oder .. fahren, um dort zu arbeiten. Eine ärztliche
Bescheinigung, dass die Beschwerdeführerin nicht autofahren kann bzw. darf, liegt
jedenfalls nicht vor. Ausserdem ist es widersprüchlich, wenn der Arzt eine teilweise
Arbeitsfähigkeit als Operationsgehilfin inkl. Reisezeit bescheinigt, die
Beschwerdeführerin aber aufgrund einer Medikamenteneinnahme nicht einmal fähig
sein will, Distanzen zum Arbeitsort zu überwinden. Da die Beschwerdeführerin konkrete
Angebote der Arbeitgeberin für eine neue Stelle ohne stichhaltigen Grund nicht weiter
verfolgt hat, geht es nicht an, gegenüber der Arbeitgeberin den Vorwurf einer
Verletzung der Treuepflicht oder mangelnder Anstrengungen bei der Unterstützung der
Stellensuche zu erheben. Eigene Bemühungen, eine neue Arbeitsstelle zu suchen, legt
die Beschwerdeführerin im übrigen nicht dar.
c) Weiter behauptet die Beschwerdeführerin, sie müsse davon ausgehen, dass ihr bei
der internen Stellenvermittlung jüngere, besser qualifizierte und leistungsfähigere
Mitarbeiter vorgezogen worden seien und sie nur deshalb entlassen worden sei, weil
der Spitalverbund aus wirtschaftlichen Gründen lieber solche Mitarbeitende
beschäftigen wolle.
Die Wahl der aufzuhebenden Stellen lag im Ermessen der Spitalregion. Es besteht nicht
der geringste Anhaltspunkt, dass dieses Ermessen missbräuchlich gehandhabt oder
die Beschwerdeführerin in irgend einer Art und Weise diskriminierend behandelt wurde.
Es ist auch nicht von entscheidender Bedeutung, ob es bei einer anderen
Ausgestaltung des Stellenplans und/oder einer entsprechenden Festlegung der
Beschäftigungsgrade anderer Mitarbeiter möglich gewesen wäre, von einer Auflösung
des Arbeitsverhältnisses abzusehen und die Beschwerdeführerin weiter zu
beschäftigen. Gegen eine aus betrieblichen Gründen ausgesprochene Kündigung kann
nicht eingewendet werden, es hätte ebenso gut eine andere Abteilung geschlossen
oder eine andere Angestellte entlassen werden können. Die Spitalregion legte in der
Vernehmlassung an die Vorinstanz ausführlich dar, dass die Zahl der Stellen für
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Personen mit den Qualifikationen der Beschwerdeführerin sehr gering sei, aus rein
betriebswirtschaftlicher Sicht noch weitere Stellen hätten abgebaut werden müssen
und die Personalfluktuation sehr gering sei. Auch in diesen Punkten sind daher keine
weiteren Beweise zu erheben. Entscheidend ist, dass ein triftiger Grund für die
Aufhebung der Stelle der Beschwerdeführerin vorlag. Im übrigen besteht keine
Rechtspflicht, beim Entscheid über die Reduktion des Personals bestimmte
Personenkategorien zu privilegieren. Im Streitfall liegen auch keine Anhaltspunkte vor,
dass eine bestimmte Personalkategorie übermässig von der Stellenreduktion betroffen
wurde.
5./ Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde abzuweisen ist.
Gemäss Art. 97bis Abs. 1 lit. b VRP werden im Beschwerdeverfahren betreffend das
öffentlich-rechtliche Dienstverhältnis in sachgemässer Anwendung von Art. 343 Abs. 3
OR keine amtlichen Kosten erhoben. Nach der ständigen Praxis ist die Streitwertgrenze
von Art. 343 Abs. 2 OR sachgemäss anwendbar. Wohl verweist Art. 97bis Abs. 1 lit. b
VRP nur auf Art. 343 Abs. 3 OR, doch wird in diesem Absatz ausdrücklich auf
Streitigkeiten "im Sinne des vorstehenden Absatzes" und damit im Sinne von Abs. 2
Bezug genommen. Dies bedeutet, dass sich der Verweis auch auf Art. 343 Abs. 2 OR
erstreckt (VerwGE B 2005/104 vom 25. Oktober 2005 i.S. J.B. und weitere, publiziert in:
www.gerichte.sg.ch; R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004, S. 123).
Bei der Bemessung des Streitwerts wird nach der Praxis auf Art. 73 Abs. 2 lit. a des
Zivilprozessgesetzes (sGS 961.2) abgestellt, wonach der Streitwert wiederkehrender
Leistungen bei ungewisser oder unbeschränkter Dauer das Zwanzigfache der
einjährigen Leistung beträgt (Hirt, a.a.O., S. 123 f. mit Hinweisen). Da nicht davon
auszugehen ist, dass die Beschwerdeführerin nach über 20 Dienstjahren in der tiefsten
Gehaltsklasse eingeteilt ist, ist die Streitwertgrenze von Fr. 30'000.-- überschritten und
das Verfahren kostenpflichtig. Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die
amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen
(Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382
Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Sie ist mit dem Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
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Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen. Die Beschwerdeführerin ist
unterlegen (Art. 98bis VRP), und der Spitalverbund hat sich am Verfahren nicht
beteiligt.