# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** de785bf4-cbb5-48ff-bcc5-e38c7a62fdc4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1984, wurde von der Schweizerischen Unfallversiche
rungsanstalt (Suva) mit Wirkung ab dem 1. Oktober 2011 eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 12 % zugesprochen (Urk. 9/184). In der Folge hob die Suva die Invalidenrente im Rahmen einer Rentenrevision mit Verfü
gung vom 28. Juni 2016 rückwirkend ab dem 1. Juni 2015 auf und forderte die für die Zeit vom 1. Juni 2015 bis 27. Juni 2016 ausgerichteten Rentenleistungen in der Höhe von Fr. 7‘540.65 zurück; es wurde ausserdem festgehalten, dass die Leistungen während eines allfälligen Einspracheverfahrens in dem Umfang ausgerichtet würden, wie er aus der Verfügung hervorgehe. Bei Verfügungen, welche bisherige Leistungen herabsetzen oder aufheben würden, gelte die auf
schiebende Wirkung in diesem Sinne als aufgehoben (Urk. 9/224). Die von
X._
dagegen am 23. August 2016 e
rhobene Einsprache (Urk. 9/231)
wies die Suva mit Ein
sprache
entscheid vom 26. Juni 2017 ab und entzog einer allfälligen dagegen gerichteten Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 2 S. 9).
2
Dagegen erhob
X._
am 28. August 2017 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung des angefochtenen Einspracheentscheids vom 26. Juni 2017 sei ihm die bisherige Invalidenrente auch nach dem 27. Juni 2016
aus
zu
richten
. Even
tualiter sei ein Rückforderungsanspruch der Beschwerdegegnerin zu ver
neinen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht ersuchte er um Wiederherstellung der auf
schie
benden Wirkung der Beschwerde (Urk. 1 S.
2). Mit Beschwerdeantwort vom 28. September
2017 beantragte die Beschwerdegegnerin Abweisung der Be
schwerde, soweit darauf einzutreten sei (Urk. 8, unter Beilage der Suva-Akten [Urk. 9/1-245]).
Mit Verfügung vom
6.
Oktober 2017 wurde das Gesuch des Beschwerdeführers vom 2
8.
August 2017 um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Be
schwerde abgewiesen. Zudem wurde ihm das Doppel der Beschwerde
antwort
vom 2
8.
September 2017 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar
2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am
9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver
siche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Die hier zu beurteilende Berufskrankheit ist vor dem 1. Januar 2017 ausge
brochen
(vgl.
Urk.
9/73,
Urk.
9/184)
, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewe
senen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialver
sicherungsrechts (ATSG) sind auf die Unfallversicherung anwendbar, soweit das
UVG nicht ausdrücklich eine Abweichung vom ATSG vorsieht (
Art.
1
Abs.
1 UVG
).
1.3
Gemäss
Art.
6
Abs.
1 UVG werden - soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufs
unfällen und Berufs
krankheiten gewährt.
1.
4
Soweit nichts anderes bestimmt ist, sind Berufskrankheiten von ihrem Ausbruch an einem Berufsunfall gleichgestellt. Sie gelten als ausgebrochen, sobald der Betroffene erstmals ärztlicher Behandlung be
darf oder arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) ist
(Art. 9 Abs. 3 UVG)
.
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG. Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Inva
liditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durch
füh
rung allfälliger Einglie
-
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.5
Unter Vorbehalt des vorliegend nicht einschlägigen
Art.
22 UVG richtet sich
die Revision einer Invalidenrente der Unfallversicherung nach Art. 17 Abs. 1 ATSG. Gemäss dieser Norm wird die Rente dann von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezügers erheblich ändert.
1.6
Gemäss
Art.
25
Abs.
1 Satz 1 ATSG sind unrechtmässig bezogene Leistungen zurückzuerstatten. Wer Leistungen in gutem Glauben empfangen hat, muss sie
nicht zurückerstatten, wenn eine grosse Härte vorliegt (
Art.
25
Abs.
1 Satz 2 ATSG
).
Der Rückforderungsanspruch erlischt mit dem Ablauf eines Jahres, nachdem die Versicherungseinrichtung davon Kenntnis erhalten hat, spätestens aber mit dem Ablauf von fünf Jahren nach der Entrichtung der einzelnen Leistung. Wird der Rückerstattungsanspruch aus einer strafbaren Handlung hergeleitet, für welche das Strafrecht eine längere Verjährungsfrist vorsieht, so ist diese Frist mass
ge
bend (
Art.
25
Abs.
2 ATSG).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die bisherige Invalidenrente zu Recht mit Wirkung ab dem 1. Juni 2015 aufgehoben und die für die Zeit vom 1. Juni 2015 bis 27. Juni 2016 ausgerichteten Rentenleistungen in der Höhe von Fr. 7‘540.65 zurückgefordert hat.
2.2
Im angefochten
en
Einspracheentscheid vom 2
6.
Juni 2017 führte die Beschwer
de
gegnerin aus, der Beschwerdeführer verfüge seit dem
1.
Oktober 2011 über eine Festanstellung bei der
Z._
(vgl. Arbeitsvertrag vom 1
4.
Septem
ber 2011). Es sei daher von besonders stabilen Arbeitsverhältnissen auszugehen. Bei dieser Tätigkeit würden die Auflagen der Nichteignungsverfügung vom 1
2.
Oktober 2010
(
Urk.
9/73)
eingehalten (vgl. die Berichte von
Dr.
med.
A._
vom 2
5.
Juli 2012, 2
3.
August 2013 und
4.
November 2015). Damit schöpfe der Beschwerde
führer bei seiner Arbeitgeberin seine ihm verbleibende Arbeitsfähig
keit in zumut
barer Weise voll aus. Anhaltspunkte, dass es sich beim erzielten Einkommen um einen Soziallohn handeln würde,
läg
en nicht vor
. Somit könne für die Be
rech
nung des Invalideneinkommens auf das tat
sächlich erzielte Ein
kommen abgestellt werden.
Mit
seine
r
Beförderung zum Stores Supervisor
bei
der
Z._
per
1.
Juni 2015
habe der Beschwerdeführer eine Lohn
er
höhung von
Fr.
700.-- pro Monat erhalten. Ab dem
1.
Juni 2015 habe er damit einen Bruttolohn von
Fr.
6'300.--
pro Monat zuzüglich eines 1
3.
Monats
lohnes von
Fr.
6'300.-- erzielt. Somit ergebe sich ein Invaliden
einkommen von
Fr.
81'900.-- (
Fr.
6'300.-- x 13; vgl. die Vereinbarung Job Description
X._
vom
1.
Juni 2015). Gemäss der Auskunft des frühe
ren Arbeit
gebers des
Beschwerdeführers (
B._
) hätte er ohne Berufs
krankheit im Jahr 2015 einen Bruttolohn von
Fr.
5'920.-- pro Monat zuzüglich eines 1
3.
Monat
s
lohns von
Fr.
5'920.-- verdient (vgl. Schreiben der
B._
vom
6.
Juni 2016).
Auf diese konkreten Angaben der ehemaligen Arbeitgeberin könne abgestellt
werden. Damit resultiere ein Valideneinkommen von Fr. 76'960.-- (Fr. 5'920.
--
x
13).
Beim Vergleich von Valideneinkommen (Fr. 76'960.--
)
und
Invaliden
ein
kommen
(
Fr.
81'900.--
)
resultiere keine Erwerbs
einbusse
. Die Aufhebung der Invalidenrente per
1.
Juni 2015
sei
daher nicht zu beanstanden (
Urk.
2 S. 5 ff.). Weil der Beschwerdeführer
zudem
ab diesem Datum bis
zum
2
7.
Juni 2016 die monatliche Invalidenrente von
Fr.
580.05 zu Unrecht bezogen habe, habe er diese Renten
leistungen im Betrag von
Fr.
7'540.65 (
Fr.
580.05 x 13) zurückzuerstatten (
Urk.
2 S. 8).
2.3
Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber im Wesentlichen vor, dass er
im Zeitpunkt des Eintritts des Gesundheitsschadens 25 Jahre alt gewesen sei. Er sei damals bei der
B._
bereits Gruppenleiter gewesen. Er sei für
zwei
bis
drei
ihm unterstellte Arbeiter verantwortlich gewesen. Es sei davon auszugehen, dass er ohne die Berufskrankheit weiterhin im Bereich Baugewerbe gearbeitet hätte. Seine Absicht, beruflic
h weiterzukommen, habe
er bereits als junger Versicherter bewiesen. Im September 2005 habe er
bei der
B._
als Angestellter be
gonnen. Seine Arbeitgeberin sei sehr zufrieden mit ihm ge
we
sen. Gemäss deren Angaben sei er handwerklich begabt, selbständig, aktiv und leistungsorientiert
gewesen
. Sein Fachwissen habe er sich durch verschiedene Kurse und bei der Arbeit angeeignet. Es sei überwiegend wahrscheinlich, dass er
sich
ohne die ein
schränkende Berufskrankheit (Beginn
2008, Nichteignung per Feb
ruar
2010) nich
t mit der Position des Gruppenleiters begnügt hätte, sondern auch eine Fach
hoch
-
schule als Bauleiter
besucht und erfolgreich abgeschlossen hätte (
Urk.
1 S. 6).
Am
1.
Juli 2011
habe
er bei der
Z._
zunächst temporär die Stelle als Sachbearbeiter Lager und Logistik an
getreten.
P
er
1.
Oktober 211 habe er dann wegen seines guten A
rbeitseinsatzes und der Bereitschaft
,
sich sprachlich und fachlich weiterzubilden
,
eine Festanstellung als “Mitarbeiter
Stores und Logistic“
erhalten
. Der Jahreslohn sei
von
2011 (13 x 5‘200) bis 2015 (13 x 5‘600.--) um
Fr.
5‘200.-- gestiegen. Sein effektiver Werdegang mit überdurch
schnittlicher Leis
tungsbereitschaft spreche dafür, dass von
seiner
derzeitigen Tätigkeit als Stores Supervisor / Abteilungsleiter ein Rück
schluss auf die Validen
karriere gerecht
fertigt sei
(
Urk.
1 S. 7). Das Validen
einkommen sei
somit
gestützt auf die Schwei
-
zerische Lohnstrukturerhebung (LSE 2012
,
T 17
,
Füh
rungs
kräfte in der Produk
-
tion im Bau, total) auf
Fr.
111‘001.-- festzulegen
(
Urk.
1 S. 8).
3.
3.1
Unbestritten geblieben ist, dass das Invalideneinkommen auf Fr. 81'900.-- fest
zu
setzen
ist
(
Urk.
2 S. 5).
3.2
3.2.1
Im Streite liegt demgegenüber das Valideneinkommen. Während die Beschwerde
gegnerin ein Valideneinkommen von
Fr. 76'960.-- ermittelt hat (
Urk.
2 S. 6), bringt der Beschwerdeführer vor, dass von einem Valideneinkommen von Fr. 111‘001.-- auszugehen sei (
Urk.
1 S. 7-8). D
ies begründet er mit seiner mut
masslichen beruflichen Entwicklung, wenn er weiterhin im Be
reich Baugewerbe gearbeitet hätte und seinen Beruf als Flachdachisoleur
nicht
hätte aufgeben müssen (
Urk.
1 S. 6).
3.2.2
B
ei der Ermittlung des Valideneinkommens
ist
entscheidend, was die versicherte Person im massgebenden Zeitpunkt aufgrund ihrer beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Umstände nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit verdient hätte. Da die Invaliditätsbemessung der voraussichtlich bleiben
den oder längere Zeit
an
dauernden Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat (vgl.
Art.
8
Abs.
1 ATSG), ist auch die berufliche Weiterentwicklung zu berück
sichtigen, die eine versicherte Person normalerweise vollzogen hätte; dazu ist allerdings erforderlich, dass konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne gesundheit
liche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wäre
n
. Blosse Absichtser
klärungen genügen nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits durch konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums etc. kund
getan worden sein. Im Revisionsverfahren besteht insoweit ein Unterschied zur ursprünglichen Rentenfestsetzung, als der in der Zwischenzeit tatsächlich durchlaufene beruflich-erwerbliche Werdegang als invalide Person bekannt ist. Eine trotz Invalidität erlangte besondere berufliche Qualifizierung erlaubt allen
falls (weitere) Rückschlüsse auf die mutmassliche Entwicklung, zu der es ohne Eintritt des (unfallbedingten) Gesundheitsschadens bis zum Revisions
zeitpunkt gekommen wäre
(BGE 139 V 28 E. 3.3.3.2
in fine S. 31;
96 V 29
; SVR 2010 UV Nr. 13 S. 51, 8C_550/2009 E. 4.2). Allerdings darf aus einer erfolgreichen Inva
li
denkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgeleitet werden,
die versicherte Person hätte ohne Invalidität eine vergleichbare Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (RKUV 2005 Nr. U 554 S. 315,
U
340/04). Ein strikter Beweis für eine nach dem Unfall absolvierte Weiterbildung ist nicht zu verlangen, hingegen braucht es gewisse konkrete Anhaltspunkte im Unfallzeitpunkt, damit von einem späteren Abschluss der Ausbildung und einem
entsprechenden Einkommen ausgegangen werden kann (SVR 2010 UV Nr. 13 S.
51 E. 4.2; Urteil
des Bundesgerichts
8C_503/2015 vom 2
6.
Oktober 2015 E.
3.1.2
; Urteil des Bundesgerichts 8C_741/2016 vom
3.
März 2017 E. 5
).
3.
2
.3
Der Beschwerdeführer
leitet das
Valideneinkommen
von Fr. 111‘001.--
laut
seinen Angaben aus der
Lohnstrukturerhebung (LSE) 2012 des Bundesamtes für Statistik (BFS)
ab, gemäss welcher der Lohn für Führungskräfte in der Produktion im Bau
Fr.
8‘873.-- pro Monat betragen soll
(
Urk.
1 S. 7-8).
Der Beschwerdeführer ist im Kosovo aufgewachsen
(
Urk.
9/6 S. 1)
. Im Kosovo
begann er eine Schreiner
lehre, hat diese wegen der Ausreise nach Italien während des Krieges aber nicht beendet (
Urk.
9/28 S. 2). Im Kosovo
hat er keine
andere
berufliche Tätigkeit aus
geübt. Danach war er während vier Jahren in Italien im Gastgewerbe tätig und arbeitete
dort
zudem
als Hilfsarbeiter auf dem
Bau (Reno
vationen), im Speziellen
im Bereich
R
einigungsarbeiten (
Urk.
9/6 S. 1
,
Urk.
9/28 S. 2
).
Mit 20 Jahren kam er in die Schweiz (
Urk.
1 S. 3).
Eine langjährige Berufserfahrung
im Baugewerbe allein - sofern denn davon auszugehen wäre -
spricht aber nicht dafür, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2015 ohne Berufs
krankheit einen Lohn von
Fr.
111'001.-- h
ätte
erzielen können
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_413/2017 vom 1
9.
September 2017 E. 4.3.2)
. Konkrete Schritte wie Kursbesuche, Aufnahme eines Studiums usw. sind in seiner Zeit bei der
B._
nicht aktenkundig.
Das Vorbringen des Beschwerdeführers
,
er hätte
damals ei
ne Fachhochschule als Bauleiter
besuchen wollen
,
genügt nach dem Vorgenannten nicht.
Es ist
sodann
auch aufgrund des beruflichen Werdegangs des Beschwerdeführers bei der
Z._
nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit erstellt, dass er im Bau
gewerbe im Jahr 2015 ein
en
Lohn von
Fr.
111‘001 erzielt hätte. Er macht
diesbezüglich
geltend, dass er im Juni 2017 eine Ausbildung zum Fachmann Logistik an der
C._
begonnen habe (
Urk.
1 S. 8),
reichte dazu jedoch keine weiteren Unterlagen ein. Weitere Abklärungen können indes unterbleiben, da die Ausbildung zum Fachmann Logistik nicht mit einer Führungs
ausbildung
im Bau
gewerbe gleichzusetzen ist.
Auch das vom Beschwerde
führer aufgelegte Zertifikat zu einem Gefahrengut-Kurs
(
Urk.
3/6) und das Teilnahme-Zertifikat an einem Englisch-Kurs (
Urk.
3/7) lege
n
eine entsprechende berufliche Karriere im Baugewerbe ohne Berufskrankheit nicht
nahe.
3.2.
4
Die Beschwerdegegnerin bezieht sich demgegenüber auf die Angaben der
B._
, gemäss welchen der Beschwerdeführer im Jahr 2015 einen Grundlohn von
Fr.
5‘920.-- hätte erzielen können (
Urk.
9/219 S. 1). Dies ist nicht zu beanstanden,
da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesund
heitsschaden fortgesetzt worden wäre (Urteil des Bundesgerichts 8C_85/2015 vom 2
8.
Oktober 2015 E. 4.2).
3.3
Beim Vergleich von Valideneinkommen (Fr. 76'960.--) und Invaliden
ein
kommen
(
Fr.
81'900.--
)
ergibt sich
keine Erwerbs
einbusse
mehr. Die Veränderung ist mit dem Stellenantritt des Beschwerdeführers als Stores Supervisor bei der
Z._
per
1.
Juni 2015 eingetreten
(
Urk.
9/215 S. 3)
. Ab diesem Tag besteht kein Rentenanspruch gegenüber der Beschwerdegegnerin mehr.
Die rückwirkende Aufhebung der Rente ist ebenfalls nicht zu beanstanden, denn der Beschwerde
führer hätte wesentliche Verbesserungen in wirtschaftlicher Hinsicht von sich aus melden müssen (vgl. die Rentenverfügung vom 2
4.
Mai 2013 [
Urk.
9/184 S. 2]).
4.
4.1
Zu prüfen bleibt die Rückforderung für die vom
1. Juni 2015 bis 27. Juni 2016 ausgerichteten Rentenleistungen in der Höhe von Fr. 7‘540.65
.
4.2
Der Beschwerdeführer lässt vorbringen, dass sich s
eine erwerblichen Verhältnisse schon vor der Verfügung vom 2
8.
Mai 2013
, mit welcher die Beschwerde
gegnerin die Überentschädigung geprüft habe (vgl.
Urk.
9/190),
erheblich verän
dert
hätten
. Dies sei der Beschwerdegegnerin vom Beschwerde
führer mit Schrei
ben vom Februar 2013 unter Zustellung aller Lohnabrechnungen vom März 2012 bis Februar 2013 mitgeteilt worden
(vgl.
Urk.
9/173)
. Der Beschwerdeführer habe in gutem Glauben darauf vertraut, dass die anerkannte Invalidenrente von 12
%
unbefristet
ausbezahlt werde, da schon damals der IV-Grad unter 12
%
gelegen habe, nämlich bei 9.62
%
(
Urk.
1 S. 8).
G
estützt auf die Suva-Akten (
Urk.
9
/177 S. 2) und
Art.
25
Abs.
2 ATSG
sei
der
mit Verfügung vom 2
8.
Juni 2016
geltend gemachte
beziehungsweise
mit
dem angefochtenen
Einspracheentscheid vom 2
6.
Juni 2017
bestätigte
Rü
ckforderungsanspruch verjährt
(
Urk.
1 S. 8).
4.3
Diese Vorbringen gehen an der Sache vorbei, schliesslich hat die Beschwerde
geg
nerin die fragliche Invalidenrente
bei einem Invaliditätsgrad von 12
%
im selben Zeitraum, nämlich mit Verfügung vom 2
4.
Mai 2013 festgesetzt (
Urk.
9/184
). Von der Lohnerhöhung des Beschwerdeführers als Stores Supervisor hat sie erst im
Rahmen des von ihr eingeleiteten Rentenrevisionsverfahrens (vgl. deren Schrei
ben
vom 2
9.
April 2016 [
Urk.
9/214 S. 1]) aufgr
und des vom Beschwerdeführer
am 2
0.
Mai 2016 ausgefüllten Fragebogens erfahren, welcher bei ihr am 2
7.
Mai 2016 eingegangen ist (
Urk.
9/215). Mit
Erlass der
Verfügung vom 2
8.
Juni 2016 ist die Einjahresfrist gemäss
Art.
25
Abs.
2 ATSG mithin gewahrt
worden
.
Die Rückfor
derung ist
daher
ebenfalls nicht zu beanstanden.
5.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.