# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a1f20297-2c4a-5c6b-aca0-94f20b37b5a7
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Am 12. April 2010 fand die ordentliche Bürgerversammlung der Politischen
Gemeinde B. statt. In der Diskussion zum ersten Traktandum "Jahresrechnung 2009
mit Bericht und Anträgen der GPK" äusserte sich P.K. zu einer früheren
Abstimmungsbeschwerde. Der Gemeindepräsident nahm dazu Stellung; eine weitere
Diskussion wurde nicht gewünscht. Vom 26. April bis 10. Mai 2010 lag das Protokoll
der Bürgerversammlung öffentlich auf.
B./ Am 10. Mai 2010 erhob P.K. Protokollbeschwerde beim Departement des Innern
und beantragte, das Protokoll der ordentlichen Bürgerversammlung vom 12. April 2010
sei gemäss den tatsächlichen Aussagen des Gemeindepräsidenten zu berichtigen. Zur
Begründung machte er hauptsächlich geltend, die Stellungnahme des
Gemeindepräsidenten zu seinem Votum sei wesentlich kürzer ausgefallen als im
Protokoll festgehalten.
Mit Entscheid vom 22. Oktober 2010 wies das Departement des Innern die
Protokollbeschwerde ab. Es erwog, auf Grund der Akten könne es als erwiesen
erachtet werden, dass die vom Beschwerdeführer beantragte Berichtigung des
Protokolls nicht zu einer wahrheitsgemässen Wiedergabe der Äusserungen des
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Gemeindepräsidenten führen würde. Weitere Nachforschungen über den genauen
Wortlaut seien nicht notwendig. Die im Protokoll enthaltene Zusammenfassung der
Antwort des Gemeindepräsidenten erfülle den Anspruch der Stimmbürgerschaft auf
richtige Abbildung des Meinungsbildungsprozesses.
C./ Mit Eingaben vom 3. und 23. November 2010 erhob P.K. Beschwerde gegen den
Entscheid des Departements des Innern und beantragte, zur Gewährleistung der
politischen Rechte gemäss Art. 2 lit. c der Kantonsverfassung (sGS 111.1, abgekürzt
KV), Schutz vor Willkür sowie Wahrung von Treu und Glauben, und Art. 4 lit. a KV,
gleiche und gerechte Behandlung, eine Zeugenbefragung; stellvertretend für die 340 an
der Bürgerversammlung anwesend gewesenen Stimmberechtigten seien als erste
Instanz die Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission als Zeugen zu befragen.
In ihrer Vernehmlassung vom 10. Dezember 2010 beantragte die Vorinstanz die
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen im
angefochtenen Entscheid und hielt ergänzend fest, die Richtigkeit der Aufzeichnungen
sei zusätzlich durch die Unterschrift von drei Stimmenzählern bestätigt worden. Es sei
unter diesen Umständen nicht davon auszugehen, dass weitere Zeugenbefragungen
verstärkte Sicherheit in diesem Streitpunkt bringen könnten. Selbst wenn sie im Sinne
des Beschwerdeführers ausfielen, stünden ihnen immer noch die Handnotizen des
Protokollführers und die Aussagen dreier anderer Zeugen gegenüber.
Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Schreiben vom 22. Dezember 2010 auf eine
Vernehmlassung und verwies auf ihre Stellungnahme vom 8. Juni 2010 zuhanden der
Vorinstanz sowie auf die Vernehmlassung der Vorinstanz vom 10. Dezember 2010.
P.K. liess sich mit Schreiben vom 8. Januar 2011 zu den Vernehmlassungen der
Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin vernehmen.
Die weiteren Erwägungen des angefochtenen Entscheids sowie die weiteren
Vorbringen der Beteiligten werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden
Erwägungen dargelegt und gewürdigt.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
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1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist als Stimmberechtigter zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert
(Art. 50 Abs. 1 und 3 des Gemeindegesetzes, sGS 151.2, abgekürzt GG). Die
Beschwerde ist fristgerecht eingereicht worden (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art.
47 Abs. 1 VRP).
Der Beschwerdeführer beantragt, zur Gewährleistung seiner politischen Rechte seien
die Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission, die an der Bürgerversammlung vom
12. April 2010 anwesend waren, als Zeugen zur Sache zu befragen. Inwiefern der
angefochtene Entscheid der Vorinstanz aufzuheben oder abzuändern ist, ergibt sich
aus dem Antrag selbst nicht. Unter Berücksichtigung des gesamten Wortlautes der
Beschwerde ist jedoch davon auszugehen, dass mit der Beschwerde im wesentlichen
die Aufhebung des vorinstanzlichen Entscheids und die Berichtigung des Protokolls
angestrebt wird. Der Antrag auf Zeugenbefragung ist deshalb lediglich als
Beweisantrag zu verstehen. Insbesondere wenn Laien die Streitsache selbst führen,
werden an die Bestandteile einer Beschwerde keine hohen Anforderungen gestellt, um
den Rechtsschutz möglichst umfassend zu gestalten (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 914 ff.). Deshalb
ist die Beschwerde auch in formaler und inhaltlicher Hinsicht als rechtsgenüglich zu
betrachten (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die
Beschwerde ist einzutreten.
2. Es ist zu prüfen, ob der Beschwerdeführer zu Recht geltend macht, seine politischen
Rechte seien durch eine falsche Protokollierung der Antwort des Gemeindepräsidenten
verletzt worden.
2.1. Art. 34 Abs. 1 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) gewährleistet die
politischen Rechte und schützt damit die freie Willensbildung und die unverfälschte
Stimmabgabe (Abs. 2). Die ursprünglichste Art der Willensbildung stellt die
Bürgerversammlung dar, an der die Bürgerschaft frei und offen diskutiert und ihre
Beschlüsse in offener Abstimmung trifft (vgl. H. R. Arta, Die Zuständigkeitsordnung
nach dem st. gallischen Gemeindegesetz in der politischen Gemeinde mit
Bürgerversammlung, Diss. St. Gallen 1990, S. 42 f.). Gemäss Art. 48 GG muss ein
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Protokoll der Bürgerversammlung erstellt werden (Abs. 1), das mindestens Ort und Zeit
der Versammlung, die Zahl der Stimmberechtigten, die Zahl der an der Versammlung
teilnehmenden Stimmberechtigten, die Anträge, die Beschlüsse und ausgezählten
Abstimmungsergebnisse sowie Einsprachen und ihre Erledigung enthält. Das
Gemeindegesetz verlangt demnach, wie bereits in seiner bis 31. Dezember 2009
gültigen Fassung (nGS 15-59), lediglich die Führung eines Beschlussprotokolls
(VerwGE vom 15. Februar 2001 i.S. E.S.). Wird über diese gesetzliche
Mindestanforderung hinaus ein Votenprotokoll erstellt, in dem die einzelnen
Diskussionsbeiträge festgehalten sind, ist es nicht erforderlich, die Anträge und Voten
wörtlich wiederzugeben. Derart hohe Anforderungen würden die spontanen und
offenen Meinungs- und Willensäusserungen behindern und damit die
Bürgerversammlung in der erwähnten ursprünglichen Art in Frage stellen (vgl. VerwGE
vom 22. Januar 2002 i.S. E.S.). Der Versammlungsleiter und der Protokollführer
bestätigen mit ihrer Unterschrift die Richtigkeit und Vollständigkeit des Protokolls.
Dabei ist unter Vollständigkeit zu verstehen, dass die in Art. 48 Abs. 2 GG aufgeführten
Elemente im Protokoll enthalten und, soweit es sich um ein Votenprotokoll handelt, alle
Wortmeldungen unter den entsprechenden Traktanden erfasst sind. Die Richtigkeit
andererseits bezieht sich darauf, dass die gemäss Art. 48 Abs. 2 GG protokollierten
Informationen den tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen und die Voten der
Versammlungsteilnehmer mit ihren wesentlichen Inhalten und somit wahr
wiedergegeben werden; der Protokollführer bestätigt insbesondere auch, dass der
Protokolltext mit seinen Notizen übereinstimmt. Da bei der nur sinngemässen
Wiedergabe von Voten Missverständnisse oder Fehler nicht ausgeschlossen sind,
können Stimmberechtigte und Personen mit schutzwürdigen Interessen innert der
Auflagefrist Protokollbeschwerde beim zuständigen Departement erheben (Art. 49 Abs.
1 in Verbindung mit Art. 50 Abs. 1 GG).
2.2. Der Beschwerdeführer macht geltend, der Gemeindepräsident habe auf sein
Votum zum Amtsbericht über eine frühere Abstimmungsbeschwerde in zögerlicher Art
und Weise dreimal geantwortet: "Es wurde doppelt gezählt." Im Protokoll der
Bürgerversammlung vom 12. April 2010 sei diese Antwort dann aber wie folgt notiert
worden: "X.Y. hält ausdrücklich fest, dass keine Manipulation der Ergebnisse
vorgelegen hat und dies auch im Beschwerdeentscheid manifestiert ist. Es stimmt,
dass 46 Stimmausweise der Urne doppelt gezählt wurden, d.h. sowohl bei den
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Urnenstimmen als auch bei den brieflichen Stimmen gezählt wurden. Dies hat aber
keinen Einfluss auf das Ergebnis, wo nur die gültigen Stimmzettel massgebend sind.
Stimmzettel wurden nicht doppelt gezählt." Diese Art und Weise der Protokollierung sei
amtsmissbräuchlich und stelle einen klaren Verstoss gegen Treu und Glauben dar.
2.3. Die Vorinstanz erwog, der politische Meinungsbildungsprozess sei bezugnehmend
auf das jeweilige Traktandum wahr darzustellen. Beim Votenprotokoll der
Bürgerversammlung vom 12. April 2010 habe dies bedeutet, dass alle für die
Meinungsbildung entscheidenden Diskussionsbeiträge mit ihrem tatsächlichen Inhalt
festzuhalten waren. Die vom Beschwerdeführer beantragte Berichtigung betreffe das
Traktandum eins, in welchem es um die Genehmigung der Jahresrechnung 2009 der
politischen Gemeinde B. sowie der Elektrizitätsversorgung B. gegangen sei. Inwieweit
dieses Thema mit der vom Beschwerdeführer vorgebrachten Stellungnahme zu einer
mit Urteil (recte: Entscheid) des Departementes des Innern vom 7. April 2009
abgeschlossenen Rechtsstreitigkeit zusammenhänge, sei nicht erkennbar. Ob die
Stellungnahme des Beschwerdeführers unter diesen Umständen überhaupt als für die
Meinungsbildung entscheidender Diskussionsbeitrag gewertet werden könne, dürfe
bezweifelt werden. Seine Wortmeldung wie auch die Antwort des
Gemeindepräsidenten seien jedoch im Protokoll festgehalten worden. Das Protokoll sei
damit als vollständig zu werten. Die Abweichungen des Protokolltextes zu der vom
Beschwerdeführer behaupteten Version erscheine beträchtlich. Da an der
Bürgerversammlung keine Tonbandaufnahmen gemacht worden seien, könne nicht
festgestellt werden, ob das Protokoll die Antwort des Gemeindepräsidenten
sinngemäss wiedergebe. Den Notizen des Protokollführers sei aber zu entnehmen,
dass die Antwort des Gemeindepräsidenten nicht nur im Hinweis auf die
Doppelzählung bestanden habe. Zusätzlich sei in den Handnotizen die Zahl "46"
aufgeführt, was nahelege, dass der Gemeindepräsident die Doppelzählung
zahlenmässig präzisiert habe. In den Handnotizen seien zudem der Hinweis auf die
fehlende Feststellung einer Manipulation und klärende Angaben zur Doppelzählung
enthalten. Die Notizen zeigten somit, dass das Protokoll die Wortmeldung des
Gemeindepräsidenten dem Sinn nach weit besser wiedergebe als die vom
Beschwerdeführer beantragte Berichtigung. Hinzu komme, dass die Stimmenzähler mit
ihrer Unterschrift bezeugt hätten, dass das Geschehen im Protokoll richtig festgehalten
sei. Angesichts der Diskrepanz zwischen der vom Beschwerdeführer behaupteten und
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der protokollierten Version dürfe davon ausgegangen werden, dass ihnen der
Unterschied aufgefallen wäre.
2.4. Es ist der Vorinstanz beizupflichten, dass der Beitrag des Beschwerdeführers
offensichtlich nicht im Zusammenhang mit dem Inhalt des ersten Traktandums stand.
Da der Gemeindepräsident aber auf die Frage eingetreten ist und die
Versammlungsteilnehmer der Behandlung dieses Themas stillschweigend zustimmten,
ist dagegen nichts einzuwenden. Zwar steht dafür gemäss Art. 45 GG die allgemeine
Umfrage zur Verfügung, welche erst nach Erledigung der angekündigten Geschäfte
eröffnet wird (Abs. 1), die Festlegung der Tagesordnung liegt jedoch in der Kompetenz
der Bürgerversammlung (Art. 35 Abs. 1 GG).
An der Bürgerversammlung vom 12. April 2010 wurden nicht nur die Beschlüsse,
sondern auch die Voten der Versammlungsteilnehmer protokolliert. Der Protokollführer
machte sich während der Bürgerversammlung handschriftlich Notizen und formulierte
daraus nach der Versammlung das Protokoll. Bei dieser Vorgehensweise ist es nicht
möglich, und wie erwähnt auch nicht erforderlich, die Voten wortwörtlich zu
protokollieren; es reicht, wenn sie den wahren Sinn der Äusserungen wiedergeben. Der
Gemeindepräsident, der Protokollführer und die Stimmenzähler unterzeichneten das
Protokoll am 19. April 2010 und bestätigten damit dessen Vollständigkeit und
Richtigkeit. Es ist nicht streitig, dass das Protokoll vollständig ist; bestritten wird vom
Beschwerdeführer, dass das Votum des Gemeindepräsidenten richtig protokolliert
wurde. Es ist deshalb zu prüfen, ob das Protokoll den Beitrag des
Gemeindepräsidenten in seinem wesentlichen Inhalt wiedergibt; nicht relevant sind
sprachliche oder stilistische Aspekte.
Der Beschwerdeführer äusserte sich im Rahmen der Diskussion zum ersten
Traktandum zu einem Amtsbericht über eine im April 2009 erledigte
Abstimmungsbeschwerde. Nach den protokollierten und nicht bestrittenen Angaben
des Beschwerdeführers ging es dabei darum, dass anlässlich einer Wahl der Mitglieder
der Geschäftsprüfungskommission bzw. einer Volksabstimmung 46 in den
Wahlprotokollen erfasste Stimmausweise fehlten. Der Beschwerdeführer legte dazu
seine Meinung dar und zeigte sich insbesondere befremdet darüber, dass es der
Gemeinderat unterlassen hatte, über die Abweichung bei der Nachzählung zu
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informieren. Anlässlich der Bürgerversammlung bat er den Gemeindepräsidenten
deshalb, diese Abweichung zu erklären und schloss seine Ausführungen mit dem
Hinweis, es sei den Versammlungsteilnehmern überlassen, einen Antrag bezüglich
Einreichung einer Strafanzeige wegen Verdachts auf Manipulation von brieflich
abgegebenen Stimmzetteln und Vernichtung von Stimmausweisen zu stellen. Der
Beschwerdeführer behauptet, der Gemeindepräsident habe daraufhin dreimal
geantwortet: "Es wurde doppelt gezählt." Er bestreitet nicht, dass die weitere
Diskussion, wie im Protokoll festgehalten, nach dem Votum des Gemeindepräsidenten
nicht mehr gewünscht wurde.
Der Protokollführer hielt in seinen Handnotizen folgendes fest: "X.: 46 doppelt gezählt,
keine Manipulation festgestellt (Urne waren auch die brieflichen enthalten) = keine
weitere Diskussion". Aufgrund dieser Notizen ist davon auszugehen, dass sich das
Votum des Gemeindepräsidenten nicht in der dreimaligen Wiederholung eines kurzen
Satzes erschöpfte, denn es ist sehr unwahrscheinlich, dass der Protokollführer
angesichts des in der Regel bestehenden Zeitdrucks mehr als das Gesagte notierte.
Aus dem gleichen Grund ist es auch verständlich, dass der Protokolltext die Voten
nicht wortwörtlich wiedergeben kann. Der Schreiber konnte die einzelnen Beiträge mit
ihrem wesentlichen Grundgehalt nur fragmentarisch festhalten; die stilistische
Bearbeitung erfolgte erst später bei der Ausformulierung des Protokolltextes.
Wesentlich ist dabei, dass die zentralen Aussagen nicht verfälscht wiedergegeben
werden. Davon kann im vorliegenden Fall nicht die Rede sein. Die vom
Beschwerdeführer behauptete Äusserung des Gemeindepräsidenten ist im
Protokolltext vollständig enthalten. Der Beschwerdeführer legt im übrigen nicht dar,
inwiefern die seiner Meinung nach zu Unrecht angefügten Textpassagen die politische
Willensbildung verfälschen bzw. seine politischen Rechte verletzen könnten. Da er dem
Inhalt des Votums ganz offensichtlich grosse Bedeutung zumisst, ist im weiteren
unerklärlich, weshalb er sich mit einer so minimalen Stellungnahme hätte zufrieden
geben sollen. Es ist vielmehr anzunehmen, dass er die Möglichkeit zur Nachfrage
genutzt hätte, um eine ausführlichere Antwort zu erhalten. Angesichts dieser Umstände
ist der Vorinstanz zuzustimmen, dass der Protokolltext dem Gesagten in seinem
wesentlichen Gehalt näher kommt und es als unwahrscheinlich angesehen werden
muss, dass die Antwort in der vom Beschwerdeführer behaupteten Kürze ausgefallen
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ist. Das bestätigen nebst dem Gemeindepräsident und dem Protokollführer im übrigen
auch die an der Versammlung anwesenden Stimmenzähler mit ihrer Unterschrift.
2.5. Der Beschwerdeführer bestreitet die Richtigkeit der Akten; insbesondere ist er der
Meinung, die Handnotizen des Protokollführers gäben nicht das vom
Gemeindepräsidenten Gesagte wieder. Er weist deshalb auf weitere Mitbürger hin, die
mit ihrer Aussage der Wahrheitsfindung dienen könnten und beantragt die Befragung
der Mitglieder der Geschäftsprüfungskommission.
Die Vorinstanz stellte in ihrem Entscheid fest, ohne Tonbandaufnahme sei es nicht
möglich, den tatsächlichen Wortlaut des Votums zu eruieren. Auch von allfälligen
Zeugenaussagen sei keine weitere Klärung zu erwarten. Dem ist beizupflichten, denn
es ist nicht anzunehmen, dass sich die Versammlungsteilnehmer nach nahezu einem
Jahr an den genauen Wortlaut einer Äusserung erinnern können. Dies um so mehr, als
das vom Beschwerdeführer aufgeworfene Thema an der Versammlung offensichtlich
auf kein grosses Interesse stiess. Andernfalls hätte sich aus der Antwort des
Gemeindepräsidenten wohl eine Diskussion entwickelt. Solchen Aussagen könnte
deshalb kaum höhere Beweiskraft zugemessen werden als den nur wenige Tage nach
der Versammlung gemachten Richtigkeitsbestätigungen der Stimmenzähler. Die
Befragung von Zeugen würde folglich nicht dazu beitragen, den Sachverhalt genauer
zu klären. Es kann daher darauf verzichtet werden, ohne gegen das vom
Beschwerdeführer angerufene Recht auf gleiche und gerechte Behandlung zu
verstossen (Art. 4 lit a KV). Diese Verfahrensgarantien basieren auf Art. 29 ff. BV und
garantieren dem Rechtsuchenden ein rechtsstaatliches Verfahren, insbesondere auch
die Mitwirkung bei der Beweiserhebung. Danach hat er Anspruch auf Abnahme der
rechtzeitig und formgerecht angebotenen Beweismittel, sofern sie eine erhebliche
Tatsache betreffen und nicht, wie es vorliegend der Fall ist, offensichtlich untauglich
sind, um über die Tatsachen Beweis zu erbringen (vgl. Häfelin/Müller/Uhlmann,
Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 1686).
2.6. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, sie habe sich einseitig auf die
Notizen des Protokollführers und das daraus entstandene Protokoll gestützt und keine
weiteren Zeugen befragt. Aus der Formulierung seines Antrages ist zu schliessen, dass
er dieses Vorgehen als willkürlich betrachtet.
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Die Vorinstanz kam aufgrund der Aktenlage zum Schluss, es sei erwiesen, dass die
vom Beschwerdeführer beantragte Berichtigung des Protokolls nicht zu einer
wahrheitsgemässen Wiedergabe des Votums des Gemeindepräsidenten führen würde.
Sie hielt in ihrem Entscheid fest, dies genüge, um den Berichtigungsantrag
abzuweisen. Weitere Nachforschungen über den genauen Wortlaut der vom
Gemeindepräsidenten gemachten Äusserungen könnten folglich unterbleiben.
Angesichts der dargelegten Umstände sei auch von zusätzlichen Zeugenbefragungen
keine weitere Klärung zu erwarten.
Die antizipierte Beweiswürdigung ist zulässig, wenn auf Grund der bereits
abgenommenen Beweise der rechtlich erhebliche Sachverhalt für genügend geklärt
erachtet wird und ohne Willkür vorweg die Annahme getroffen werden kann, die
rechtliche Überzeugung würde durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert
(Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003,
Rz. 622; BGE 2C_799/2009 vom 21. Juni 2010 E. 3.1). Die Vorinstanz führte
überzeugend aus, sie messe den Handnotizen entscheidende Beweiskraft zu, da die
Aussagen des Gemeindepräsidenten und des Beschwerdeführers gegensätzlich seien
und aufgrund fehlender Tonbandaufnahmen keine Klarheit über den tatsächlichen
Wortlaut gewonnen werde könne. Sie erwog weiter, die erhebliche Differenz zwischen
der protokollierten und der vom Beschwerdeführer behaupteten Version hätte den
Stimmenzählern wohl auffallen müssen, als sie die Vollständigkeit und Richtigkeit des
Protokolls bestätigten. Der Entscheid stützt sich somit auf vernünftige,
nachvollziehbare Gründe ab und entspricht dem das Verwaltungsverfahren
bestimmenden Grundsatz der freien Beweiswürdigung (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 615).
Deshalb kann auch nicht gesagt werden, die Vorinstanz habe willkürlich entschieden
und damit gegen Art. 2 lit. c KV verstossen. Willkürlich ist ein Entscheid nicht schon
dann, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen
wäre, sondern erst dann, wenn er offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen
Situation in klarem Widerspruch steht, eine Norm oder einen unumstrittenen
Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken
zuwiderläuft. Willkür liegt nur vor, wenn nicht bloss die Begründung eines Entscheides,
sondern auch das Ergebnis unhaltbar ist (BGE 135 V 2 E. 1.3). Davon kann in
vorliegendem Fall keine Rede sein.
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2.7. Der Beschwerdeführer zitiert einen Entscheid des Departements des Innern aus
dem Jahre 2007. Darin wird festgehalten, die Beweislast falle zu Ungunsten der
Gemeinde aus, wenn das Votenprotokoll der Bürgerversammlung ohne Einsatz
technischer Hilfsmittel erstellt worden und der Inhalt einzelner Aussagen im Rahmen
einer Protokollbeschwerde nicht mehr zweifellos feststellbar sei (GVP 2007 Nr. 107). Im
damals zu beurteilenden Fall behauptete der Protokollführer, einen bestimmten Hinweis
gemacht zu haben. In den handschriftlichen Protokollnotizen wurde dieser jedoch nicht
festgehalten. Folglich konnten nur die sich widersprechenden Aussagen zur
Beweisführung beigezogen werden. Das Departement des Innern erwog, die Führung
eines wahrheitsgetreuen Protokolls gehöre zum Aufgabenbereich der Gemeinde. Um
dieser Aufgabe nachkommen zu können, stehe es ihr frei, unter Verwendung
technischer Hilfsmittel ergänzende Aufzeichnungen zu machen. Unterlasse sie
derartige Vorkehrungen, habe sie im Fall einer Beweislosigkeit auch deren Folgen zu
tragen. Im vorliegenden Fall kann aber nicht von Beweislosigkeit gesprochen werden,
denn die Gemeinde legte die Notizen und das unterzeichnete Versammlungsprotokoll
als Beweise vor. Sie kam somit der Beweispflicht nach. Wie erwähnt ist bei einem
Votenprotokoll keine wörtliche Protokollierung erforderlich. Wenn der
Beschwerdeführer in dieser Situation behauptet, ein Votum sei falsch protokolliert
worden und folglich auch die Richtigkeit der Protokollnotizen in Frage stellt, trägt er
dafür die Beweispflicht. Andernfalls müsste entweder gänzlich auf das Votenprotokoll
verzichtet werden oder aber eine Tonaufzeichnung wäre unabdingbar.
2.8. Der Beschwerdeführer beruft sich im weiteren auf den Grundsatz von Treu und
Glauben, führt jedoch nicht konkret aus, inwiefern dieser Rechtsgrundsatz verletzt
worden sein soll. Nachdem den Akten keine Hinweise auf rechtsmissbräuchliches bzw.
widersprüchliches Verhalten der Behörden oder eine Verletzung des Grundsatzes des
Vertrauensschutzes (vgl. Häfelin/Haller/Keller, Schweizerisches Bundesstaatsrecht, 7.
Aufl., Zürich/Basel/Genf 2008, Rz. 820 ff.) zu entnehmen sind, ist darauf mangels
ausreichender Substantiierung nicht einzugehen.
2.9. Aus dem Gesagten ergibt sich, dass die politischen Rechte des
Beschwerdeführers durch die Protokollierung der Äusserungen des
Gemeindepräsidenten nicht verletzt wurden. Die Vorinstanz hat die Berichtigung des
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Protokolls der Bürgerversammlung vom 12. April 2010 somit zu Recht verweigert. Die
Beschwerde ist deshalb als unbegründet abzuweisen.
3. Dem Ausgang des Verfahrens entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 7 Ziff. 222
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss
in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen. Der Beschwerdeführer ist
unterlegen (Art. 98bis VRP), und die Beschwerdegegnerin hat keinen Anspruch auf
Kostenersatz (vgl. R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem
Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss. St. Gallen 2004,
S. 176).
Demnach hat das Verwaltungsgericht