# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9a375d3d-2bd9-4dfc-99e0-ee28e040ea96
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1958 geborene X._ war ab dem 2. Mai 2013 als Baufach
arbeiter bei einer Personalvermittlung in einem 100%-Pensum angestellt (vgl. das mit heutigem Datum ergangene Urteil im Verfahren IV.2018.00608 S. 2; die Angaben zum Anstellungsbeginn in der Bagatellunfallmeldung vom 4. Septem
ber 2015 [Urk. 8/1] treffen nicht zu) und dadurch bei der Suva obliga
torisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Gemäss Bagatellunfall
meldung der Arbeitgeberin vom 4. September 2015 stürzte der Versicherte am 28. August 2015 auf das rechte Knie, während er schwere Elemente in der Hand hielt. Dabei zog er sich eine Prellung am rechten Knie zu (Urk. 8/1; vgl. auch die Schaden
meldung vom 22. September 2015 [Urk. 8/3] sowie die undatierte Unfall
meldung des Ver
sicherten [Urk. 8/6 S. 5]). Ab dem 31. August 2015 wurde dem Ver
sicherten eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 8/6 S. 6). Die Suva kam für die Heilungskosten auf und erbrachte Taggeldleistungen (Urk. 8/5). Der behandelnde Arzt, Dr. med. A._, Facharzt FMH für
Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungsapparates
, stellte in seinem Bericht vom 29. September 2015 die Diagnose Meniskusriss rechts innen (Urk. 8/7 S. 6 f.) und führte am 7. Oktober 2015 eine Operation am rechten Knie (Kniegelenks
arthroskopie mit Teilmeniskektomie) durch (Urk. 8/28 S. 2 f. und Urk. 8/48
).
Am 18. März 2016 berichtete Dr. A._ (Urk. 8/48), dass ein Kontroll-MRI (vgl. Urk. 8/53) eine pro
grediente Osteonekrose am lateralen Tibiaplateau zeige und ein Gelenksersatz empfohlen werde. Eine Rückkehr in den Bauberuf als Maurer scheine unrealis
tisch. Am 26. April 2016 setzte Dr. A._ dem Versicherten rechts eine Knie-Totalendoprothese ein (Urk. 8/62). Kreisarzt Dr. med. B._, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappara
tes, hielt in seiner Stellungnahme vom 19. Mai 2016 fest, die Teilmeniskektomie vom 7. Oktober 2015 sei aufgrund eines degenerativen Zustandes (aktivierte Gonarthrose) vorgenommen worden. Die Operation vom 26. April 2016 sei daher nicht unfallkausal (Urk. 8/74). Die Suva teilte dem Versicherten am 20. Mai 2016 mit, der Fall werde per 26. April 2016 abgeschlossen, und ein Anspruch auf wei
tere Versicherungsleistungen werde abgelehnt. Die bisherigen Versicherungs
leistungen (Heilkosten) würden per Datum des Fallabschlusses eingestellt. Die Taggeldleistungen würden per 7. Mai 2016 eingestellt (Urk. 8/76
). Nachdem der Versicherte
mit Schreiben vom 6. Juni 2016 mitgeteilt hatte, dass er mit der Ein
stellung der Leistungen nicht einverstanden sei (Urk. 8/81), erliess die Suva am 17. Juni 2016 eine einsprachefähige Verfügung entsprechend der Mitteilung vom 20. Mai 2016 (Urk. 8/85).
Dagegen erhob der Versicherte am 15. Juli 2016 Einsprache (Urk. 8/93) mit anschliessender Begründung vom 12. September 2016 (Urk. 8/101). PD Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie,
nahm im Auftrag der Suva am 22. Mai 2017 eine
versicherungsinterne orthopädische Beurteilung
vor
(Urk.
8/127)
.
Gestützt darauf wies die Suva die Einsprache des Versicherten mit Entscheid vom 23. Mai 2017 ab (Urk. 2 [= Urk. 8/128]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 28. Juni 2017 Beschwerde und beantragte, in Aufhebung des angefochtenen Entscheids seien ihm die gesetzlichen Leistungen zu erbringen, insbesondere sei ihm eine Rente zuzusprechen (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 31. August 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7). Replicando hielt der Beschwerdeführer am 3. November 2017 an seinen Anträgen fest und stellte zusätzlich den Eventualan
trag, es sei die Sache zur weiteren Leistungsabklärung und zur Rentenprüfung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 13). Er legte eine im Auftrag des Krankenversicherers erstellte Aktenbeurteilung vom 28. Oktober 2017 von Dr. med. D._, Facharzt FMH für Chirurgie, auf (Urk. 14). Mit der Dup
lik vom 7. Dezember 2017, in welcher die Beschwerdegegnerin an ihren Anträgen festhielt (Urk. 17), reichte sie eine orthopädisch-chirurgische Beurteilung von Dr. C._ vom 4. Dezember 2017 zu den Akten (Urk. 18). Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 8. Dezember 2017 Frist zur Stellungnahme angesetzt (Urk. 19), welche er ungenutzt verstreichen liess. Davon wurde die Beschwerde
gegnerin mit Verfügung vom 24. Januar 2018 in Kenntnis gesetzt (Urk. 21).
3.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, wies mit Verfügung vom 13. Juni 2018 einen Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung ab. Die vom Beschwerdeführer am 6. Juli 2018 beim hiesigen Gericht eingereichte und am 30. Juli 2018 verbesserte Beschwerde wurde mit heutigem Urteil abgewiesen (vgl. Prozess Nr.
IV.2018.00608
).

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am 28. August 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
UVG
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
mass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Renten
beginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körper
liche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesund
heitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/aa).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfall
e
s genügt nicht.
Da es sich hie
r
bei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründen
der natürlicher Kausal
zusammenhang gegeben ist
-
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine vel ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweislast für das überwiegend wahrscheinliche Dahinfallen der natürlichen Unfallkausalität trägt, greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61 lit. c des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) und der Beweis
wür
di
gung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahr
schein
lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261 E. 3b in fine S. 264 mit Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid vom 23. Mai 2017, es sei auf den Bericht von Dr. C._ vom 22. Mai 2017 abzustellen. Demgemäss sei es durch das Ereignis vom 28. August 2015 mit überwiegender Wahrschein
lichkeit zu einer traumatischen Läsion des Innenmeniskus gekommen. Diesbezüg
lich sei von einer vorübergehenden Verschlimmerung eines Vorzustandes auszu
gehen. Im Zeitpunkt der Operation vom 26. April 2016 hätten jedoch keine Unfallfolgen mehr vorgelegen, die Folgen der Innenmeniskusläsion seien verheilt gewesen beziehungsweise es habe ein status quo sine bestanden. Die übrigen Beschwerden und Diagnosen, welche die Operation vom 26. April 2016 notwen
dig gemacht hätten, seien degenerativer Natur und nicht überwiegend wahr
scheinlich unfallkausal. Die Einstellung der Leistungen per 26. April 2016 sei somit nicht zu beanstanden (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer wandte in seiner Beschwerde vom 28. Juni 2017 dem
ge
gen
über ein, die orthopädische Beurteilung von Dr. C._ sei unvollständig. Der Unfall vom 28. August 2015 sowie der Vorzustand, welcher durch den Unfall vom 28. November 2012 entstanden sei, würden derart zusammenwirken, dass von einer gemeinsamen Verursachung des Gesundheitsschadens zu sprechen sei. Die Beschwerdegegnerin habe beide Ereignisse als äussere Ereignisse mit Einwir
kung auf den Körper anerkannt. Damit habe sie sowohl einen natürlichen als auch einen adäquaten Kausalzusammenhang bejaht. Der Wegfall eines ursächli
chen Zusammenhangs zwischen dem Unfallereignis und den bestehenden Beschwerden müsse von der Beschwerdegegnerin nachgewiesen werden. Diesen Beweis habe sie nicht erbringen können. Die Krankheitsgeschichte beweise, dass der Meniskusriss durch die beiden Unfälle vom 28. November 2012 und 28. August 2015 entstanden sei. Die Totalendoprothese habe ebenfalls aufgrund der Unfälle eingesetzt werden müssen (Urk. 1).
2.3
In der Replik vom 3. November 2017 bestritt der Beschwerdeführer im Wesentli
chen sämtliche Erwägungen der Beschwerdegegnerin und die medizi
nischen Ein
schätzungen von Dr. B._
und Dr.
C._
. Er brachte sodann vor, Dr.
B._
seien bloss unvollständige Akten vorgelegt worden. In der Ver
fügung der Beschwerdegegnerin werde nicht auf den Unfall des Jahres 2012 Bezug genommen. In der orthopädischen Beurteilung werde der Unfall vom 28. November 2012 fälschlicherweise als Unfall mit einer Beteiligung der Leisten beschrieben. Der Vorzustand sei durch den Un
fall vom 28. November 2012 ent
standen. Im Übrigen sei auf die Einschätzung von Dr. D._ vom 28. Oktober 2017 abzustellen (Urk. 13 und Urk. 14).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin reichte das Dossier Nr. F._ (Urk. 9) betreffend das gemeldete Ereignis vom 28. November 2012 zu den Akten.
3.1.1
Im Bericht des
E._
vom 10. Dezember 2012 betreffend die gleichentags durchgeführte MRI-Untersuchung des rechten Knie
gelenks wurde festgehalten, es seien ein Gelenkserguss, leichte Knorpel
schäden medial und lateral femorotibial sowie Knorpeleinrisse ohne grössere Defekte retropatellär sichtbar. Es komme
eine Meniskusdegeneration Grad
2 im medialen Hinterhorn ohne eigentlichen Riss zur Darstellung. Die Bänder seien intakt (Urk. 9/12).
3.1.2
Der Fall
Nr. F._
wurde
von der Beschwerdegegnerin
abgeschlossen, nachdem sich der Beschwerdeführer ab dem 25. Februar 2013 wieder zu 100 % arbeitsfähig
erklärt
und sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum gemeldet hatte mit der Angabe, er könne sofort eine Arbeit annehmen
(Urk. 9/29 f.).
3.2
Die Beschwerdegegnerin reichte sodann das Dossier Nr. G._ betreffend das gemeldete Ereignis vom 28. August 2015 zu den Akten (Urk. 8).
3.2.1
In der Bagatell-Unfallmeldung vom 4. September 2015 wurde festgehalten, der Beschwerdeführer sei mit schweren Elementen in der Hand auf das rechte Knie gestürzt. Dabei habe er sich eine Prellung zugezogen (Urk. 8/1, vgl. auch die Schadenmeldung vom 22. September 2015 [Urk. 8/3] sowie die undatierte Unfallmeldung des Versicherten [Urk. 8/6 S. 5]).
3.2.2
Im Bericht des E._ vom 1. September 2015 betreffend das gleichentags durchgeführte MRI des Knies rechts wurde folgende Beurteilung festgehalten: Im Vergleich zur letzten Voruntersuchung vom 10. Dezember 2012 zeigten sich nun ein mittelgradiger Gelenkserguss und ein abgrenzbarer Meniskusriss am Übergang vom Corpus zum Hinterhorn medialseits sowie im Vorderhorn und Corpus lateralseits mit hier Verbindung zu beiden Gelenkflächen im Sinne eines Risses Grad IV, Subluxation nach medial des Corpus. Weiter sei eine progrediente Femoropatellararthrose mit diskreten Akti
vierungs
zeichen sowie auch eine deutlich progrediente, lateral betonte Gonarthrose mit ausgeprägten Aktivierungszeichen im lateralen Tibiaplateau sichtbar. Es bestehe der Verdacht auf eine beginnende mukoide Degeneration des vorderen Kreuzbandes (Urk. 8/22 S. 3).
3.2.3
Dr. med. H._, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, I._, stellte in seinem Bericht vom 13. November 2015 über die Erstbehandlung vom 28. August 2015 die Diagnose Kniedistorsion rechts mit Meniskusriss. Der Beschwerdeführer habe sich am 25. August 2015 das rechte Knie verdreht. Gemäss Röntgenbefund vom 1. September 2015 sei ein Meniskus
riss sichtbar; eine ossäre Läsion sei nicht nachweisbar (Urk. 8/22 S. 1).
3.2.4
Dr. A._ hielt in seinem Schreiben an Dr. H._ vom 7. September 2015 fest, die Schmerzen des Beschwerdeführers seien auf die Meniskusläsion zurückzu
führen. Weiter bestünden aber auch noch eine Femoropatellararthrose und eine mukoide Degeneration des vorderen Kreuzbandes. Es würden nun die Kniege
lenksarthroskopie und die mediale Teilmeniskektomie durchgeführt werden (Urk. 8/120).
3.2.5
Im Operationsbericht vom 9. Oktober 2015 führte Dr.
A._
die Diagnose mediale und laterale Meniskusvorderhornläsion auf und
hielt fest
, er habe am 7. Oktober 2015 eine Kniegelenksarthroskopie mit Teilmeniskektomie (am medialen und lateralen Vorderhorn des rechten Kniegelenks
) durchgeführt (Urk. 8/28 S. 2 f.).
3.2.6
Im Bericht der J._ vom 12. November 2015 betreffend die MRI-Untersuchungen des rechten Knies vom 11. November 2015 wurde festge
halten, es zeigten sich keine erneuten Risse in die Menisci, jedoch deutliche degenerative Signalalterationen im verbliebenen Meniskushinterhorn medial und lateral. Sichtbar seien zudem eine kleine Infraktion am Tibiakopf posterolateral, angrenzend an die Teilmeniskektomie in der Pars intermedia des lateralen Meniskus, ein Knochenmarködem und ein Reizerguss des Kniegelenkes (Urk. 8/65 S. 3 f.).
3.2.7
Im Bericht der J._ vom 9. März 2016 betreffend die glei
chentags durchgeführten MRI-Untersuchungen des rechten Knies wurde festge
halten, im Verlauf zur Voruntersuchung zeigten sich progrediente, deutliche Knorpelschäden im lateralen Tibiaplateau mit etwas progredienten, zum Teil demarkierten subchondralen Signalveränderungen (Tibiaplateaunekrose). Es sei zudem ein Kniegelenkserguss sichtbar (Urk. 8/53).
3.2.8
Dr. A._ hielt in seinem Operationsbericht vom 27. April 2016 über die Knie-Totalendoprothese rechts fest, der Beschwerdeführer sei als Bauarbeiter nicht mehr arbeitsfähig (Urk. 8/62).
3.2.9
Kreisarzt Dr. B._ führte in seiner Stellungnahme vom 19. Mai 2016 aus, es hätten bereits im Jahr 2012 leichte unfallfremde Knorpelschäden femorotibial medial und lateral vorgelegen. Das MRI vom 1. September 2015 zeige bereits deutliche degenerative Veränderungen, unter anderem zystische Veränderungen tibial lateral. Diese benötigten in der Regel längere Zeit für ihre Entstehung als lediglich vier Tage (Unfallereignis bis MRI-Untersuchung). Im MRI vom 1. Sep
tember 2015 werde eine aktivierte Gonarthrose beschrieben, unter anderem erkennbar an der Aktivitätsanreicherung tibial lateral. Mit der Teilmeniskektomie medial und lateral am 7. Oktober 2015 seien degenerative Meniskusschäden behandelt worden. Daher sei die Operation vom 26. April 2016 nicht unfallkausal (Urk. 8/74).
3.2.10
Dr. C._ wies in seiner orthopädischen (Akten-)Beurteilung vom 22. Mai 2017 (Urk. 8/127) auf die Diskrepanz in den Schilderungen zum Unfallhergang hin. In der Schadenmeldung sei
angegeben, der Beschwerdeführer sei auf das rechte Knie gestürzt. Im Arztzeugnis von Dr.
H._
werde festgehalten, der Beschwerdeführer habe sich das rechte Knie verdreht. Da keine äusseren Verletzungszeichen sicht
bar gewesen seien, bestehe eine grössere Wahrscheinlichkeit dafür, dass der Beschwerdeführer am 28. August 2015 nicht einen Anprall, sondern ein Ver
drehtrauma des rechten Kniegelenks erlitten habe. Dr
. C._ gelangte zum Schluss, dass eine traumatische Meniskusverletzung, und zwar eine Schädigung des Innenmeniskus, durch das Ereignis vom 28. August 2015 wahrscheinlich sei. Weiter führte er aus, b
ereits dre
i Jahre vor diesem Ereignis werde mit dem Befund der Kern
spintomographie des r
echten Kniegelenkes vom 10. Dezember
2012 eine zweitgradige Degeneration des Innenmeniskus angegeben. Degen
erative Menis
kus
veränderungen würden mit den Berichten der MRI-
Untersuchung
en vom
1.
September
2015 und 1.
November
2015
(richtig: 11. November 2015)
bestätigt. Die bestehenden Schädigungen der Me
nisken entsprä
chen dem in der Literatur beschriebenen Voranschreiten eines Verschleissleidens mit weiteren Zusammen
hangstrennungen der Meniskus
struktur. Im konkreten Fall müsse
aber aufgrund der zeitnah dokumentierten schmerzhaften Bewegungseinschränkung davon aus
ge
g
angen werden, dass es beim
Ereignis
vom 28. August 2015
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit zu einer zusätzlichen Verl
etzung des Meniskus gekommen sei
. Das Fehlen eines Bonebruise im inn
eren Gelenkskompartiment spreche
zwar gegen eine wesentliche Gewalteinwir
kung, schliesse
aber bei vorbestehender Degeneration eine zusätzliche traumatische Schädigung des Meniskus nicht mit ausreich
ender Wahrscheinlichkeit aus
.
In dem mit vier
Untersuchungen doku
mentierten Verlauf zwischen D
ezember 2012 und März 2016 zeige
sich eine steti
ge Zunahme und Ausweitung des
Befundes unter Einbezug des unter der Gele
nkfläche angrenzenden Knochens. Der am
1.
September
2015
erhobene bild
gebende Befund sei
also vorbestehend und nic
ht unfallbedingt innerhalb von vier
Tagen entstanden.
Die Progredienz innerhalb d
es dokumentierten Zeitraumes sei
Ausdruck des natürlichen Verlaufes eines Verschleissleidens, wie es m
it fort
schreitender Zeit zunehme, und sei
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unab
hängig von dem am 28.
August
2015 erlebten Geschehen. Die überwiegend wahr
scheinlich erlebte Verletzung des Innenmeniskus
sei
chi
rur
gisch am
9. Oktober
2015
(richtig: 7. Oktober 2015)
behandelt
worden, habe
unter Würdigung der vorliegenden Dokumente
aber
keine Auswirkung auf das naturgemässe Fort
schreiten der vor
bestehenden Degeneration und sei
somit als vorübergehende Verschlimmerung eines Vorzustandes zu werten. Die indizierenden Diagnosen für den am 26.
April
2016 chirurgisch vorgenommenen Ersatz des rechten Kniege
lenkes respektive die diese Massnahme begründenden Beschwerden des
Beschwerdeführers
st
ünden
in keinem überwiegend wahrscheinlichen Kausalzu
sammenhang mit dem Geschehen vom 28.
August
2015
(Urk. 8/127 S. 7-10)
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegne
rin stützte sich im Einsprachee
ntscheid
vom 23. Mai 2017
auf die Aktenbeurteilung
von Dr. C._ (E. 3.2.10)
. Dem ausführlichen und detaillierten Bericht erkannte die Beschwerdegegnerin vollen Beweiswert zu. Dies ist nicht zu beanstanden, erfüll
t dieser doch die von der Recht
sprechung aufge
stellten Anforderungen an
eine beweistaugliche und beweis
kräftige Expertise (BGE 125
V 351 E. 3a S. 352, vgl. E. 1.7
).
4.2
4.2.1
Daran ändert der Bericht von Dr. D._ vom 28. Oktober 2017 (Urk. 14) nichts. Letzterer hielt in seiner Aktenbeurteilung fest, beim Ereignis vom 28. November 2012 sei es aufgrund der Kniekontusion rechts zu einem Knorpel
schaden auf der lateralen Seite gekommen, der primär – also 12 Tage nach dem Unfallereignis – radiologisch noch nicht ersichtlich gewesen sei oder unter dem radiologischen Begriff «Oberflächenirregularitäten» zu finden sei (die Knorpelver
hältnisse seien als leichte Knorpelschäden medial und lateral mit diskreten Ober
flächenirregularitäten ohne grössere Defekte beschrieben worden). Jedenfalls würden die lange Behandlungszeit (eine banale Kniekontusion sei normalerweise in 14 Tagen abgeheilt) und die mehrfach notwendigen Physiotherapiever
ordnungen darauf hindeuten, dass ein unerkanntes Verletzungsmuster habe vor
handen sein müssen. Allenfalls hätte eine exakte klinische Abschlussuntersu
chung eine Restsymptomatik hervorbringen können (Urk. 14 S. 12 f.). Weiter führte Dr. D._ aus, es sei eher ungewöhnlich, dass sich innerhalb von 2 1⁄2 Jahren eine progrediente Gonarthrose lateralseits bilde bei einem vorher unauf
fälligen Kniegelenk mit leichten arthrotischen Veränderungen medial und lateral ohne weitere zusätzliche Einflüsse (Erkrankungen, Unfälle etc.). Daraus lasse sich schliessen, dass es beim Unfall aus dem Jahre 2012 mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit zu einer nicht erkannten Knorpelverletzung gekommen sei, zumal sich in diesem Anteil auch abgrenzbare Zysten gebildet hätten, von denen in der Voruntersuchung nichts zu sehen gewesen sei (Urk. 14 S. 18).
Das Argument von Dr. D._, eine banale Kniekontusion sei normalerweise in 14 Tagen abgeheilt, weshalb die lange Behandlungszeit auf ein unerkanntes Verletzungsmuster hindeute, erweist sich als spekulativ; eine längere Behand
lungszeit könnte ebenso als Grund für einen degenerativen Vorzustand angeführt werden. Dr. C._ legte zudem in seiner orthopädisch-chirurgischen Beurteilung vom 4. Dezember 2017 anschaulich dar, weshalb die These von Dr. D._ nicht zu überzeugen vermag: Unter Hinweis auf die in seiner Beurteilung vom 4. Dezember 2017 abgebildeten MRT-Bilder vom 10. Dezember 2012, 1. Septem
ber 2015 und 9. März 2016, führte er aus, auf dem ersten Bild vom 10. Dezember 2012 könne durchaus ein Knorpelschaden an der aussenseitigen Tibiagelenks
fläche erkannt werden. Diesem Befund habe er in seiner Beurteilung vom 22. Mai 2017 wesentliche Bedeutung beigemessen. Wenn Dr. D._ in seinem Bericht festhalte, es sei zu einer «unerkannten» Knorpelläsion gekommen, bestehe Anlass zur Vermutung, dass er weder Kenntnis vom Inhalt der Beurteilung von Dr. C._ vom 22. Mai 2017 gehabt noch Einsicht in die bildgebenden Dokumente genom
men habe. Der Befund der aussenseitigen Gelenksfläche des Unterschenkels, wie er mit Kernspintomogramm vom 10. Dezember 2012 zur Darstellung gelange, sei von keinen Zeichen einer Gewalteinwirkung, zum Beispiel einem Knochenmark
ödem, begleitet worden. Die Annahme, dass diese Knorpelläsion durch ein trau
matisches Geschehen zwei Wochen zuvor entstanden sei, vermöge daher nicht zu überzeugen (Urk. 18 S. 3 f.).
4.2.2
Dr. D._ führte in seinem Bericht vom 28. Oktober 2017 sodann aus, das Knochenmarködem (vgl. E. 3.2.4) werde erstmals vier Wochen postoperativ (das heisst nach der Operation vom 7. Oktober 2015; vgl. E. 3.2.3) radiologisch beschrieben. Das heisse, es bestehe eine Koinzidenz mit dem operativen Eingriff. Dies werde
klinisch bestätigt durch den ungewöhnlichen postoperativen Verlauf
, in welchem
wegen zunehmenden akuten Schmerzen
vier
Wochen
nach der Operation
eine erneute
MR-
Untersuchung
habe durchgeführt werden müssen. Es sei
mehrfach beschrieben
worden
, dass nach arthroskopischen Eingriffen durch Verletzung der Knorpeloberfläche ein reaktives Knochenöde
m entstehen könne, was
den Heil
ungsverlauf nachhaltig verzögere (Hinweis auf Literatur).
Inwiefern die beschriebene scharfkantige rechtwinklige Infraktion im lateralen Tibia
plateau
bereich unmittelbar an die Resektionsstelle des lateralen Corpus angren
zend durch die Operations
instrumente erfolgt
sei, sei
hypothetisch
(Hinweis auf Literatur)
. In
dem Konsultationsprotokoll vom
1.
September 2015 beschreibe
Dr.
A._
lediglich Schmerzen über dem me
dialen Gelenksspalt. Somit habe
auf der lateralen Seite
,
wo sich die Tibiaplateauarthrose
befinde,
keine Schmerzsymp
tomatik
bestanden
. Der erste klinische Hinweis für diese Schmerz
symptomati
k im lateralen Tibiaplateau werde
mit
dem Schreiben von Dr. A._ an die SUVA vom 18. März
2016 erwähnt, nachdem die Osteonekrose radiolo
gisch bereits
festge
stellt worden sei (am
9.
März
2016
)
.
Mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit habe
das Unfallereignis aus dem Jahre 2012 zur streng lokalisierten Arthrosebildung im hinteren äusseren Gelenkbereich geführt. Das adäquate Unfallereignis aus dem Jahre 2015
habe zu
eine
r
Ruptur des medialen und des lateraten Meniskus
geführt
. Du
rch den operativen Eingriff (Gel
enksspiegelung, Teilmeniskektomie Aussen- und Innenmeniskus)
sei es zu einer
Aktivierung der Arthrose mit Aus
bildung eines Knochenmarködem und letztendlich einer Knochennekrose
gekom
men,
die zum endoprothetischen Gelenksersatz
geführt habe
.
Durch das Unfall
trauma vom 28. August 2015 habe sich demnach eine richtung
gebende Verschlimmerung eines Vorzustandes ergeben, die schlussendlich zu einer end
oprothetischen Versorgung geführt habe
. Mit überwiegender Wahrschei
nlich
keit sei
das Unfallereignis vom 28.
August
2015, entsprechend einer richtungs
gebenden Verschlimmerung, für die Operation vom 26.
April
2016 unfallkausal
(Urk. 14 S. 18 f.)
.
Dr. C._ nahm den Literaturhinweis von Dr. D._ auf und führte aus (Urk. 18 S. 4), in der besagten
Übersichtsarbeit
von Pape et al.
w
ür
den die Ergeb
nisse von neun klinischen Studien mit insgesamt 47 Patienten, bei denen eine Osteonekrose des Kniegelenks nach arthroskopisch durchgeführter Meniskuste
il
resektion diagnostiziert worden sei
, diskutiert. In dem akt
uell zu betrachtenden Fall stehe
eine Osteonekrose, also ein Gewebeuntergang von Knochen unter der aussenseitigen Gelenksfläche des Unterschenkels (laterales Tibiaplateau) zur Dis
kussion. In ihrer Übersicht
würden Pape et al
.
(Osteonecrosis in the postarthrosco
pic knee) 41
das innenseitige Kniegelenkskompartiment betreffende Fälle
beschreiben
, also
die
grosse
Mehrzahl der Fälle
. Die sechs latera
l gelegenen Osteonekrosen fänden
sich viermal im Oberschenkelknochen (femoral) und ledig
lich zweimal im lateralen Tibiaplateau, also wie b
eim
Beschwerdeführer
. Die Autoren
hätten
kommentier
t
:
«
In Relation zu der sehr hohen Anzahl an weltweit durchgeführten arthroskopischen Operationen scheint die Prävalenz dieser Osteo
nekrose sehr gering zu sein». Zudem seien
in der Literatur auch Fälle beschrieben, in denen die Degeneration des Meniskusgewebes auch dann mit einer Osteonekroseentwickl
ung assoziiert sei
,
wo
keinerlei Arthroskopie durchge
führt
worden sei. Patel et al
.
würden
daher die Frage
stellen
, ob es sich bei den Erkrankungsbildern einer spontanen, also ohne erkennbare Ursache auftretende
m
Osteonekrose des Kniegelenks und der Osteonekrose des postarthroskop
ischen Kniegelenks nicht um ein und dieselbe Pathologie handle
, die lediglich zu ver
schiedenen perioperativen
Zeitpunkten diagnostiziert werde. Pape et al
.
(Osteo
necrosis of the knee: current clinical concepts) würden schlussfolgern: «
Ob ein ursächlicher Zusammenhang zwischen degenerativem Meniskus- und Knorpel
schaden und der Entwicklung einer Osteonekrose besteht oder ob Degeneration und Osteonekrose lediglich zeitlich zus
ammentreffen, bleibt unklar». Nichtsdes
totrotz gä
ben die Autoren Kriterien an,
anhand welcher
ein durch Gelenks
spiegelung induzierter Gewebeunt
ergang nicht in Betracht zu ziehen sei
: Finde sich schon präoperativ, also zeitlich vor der Kniegelenk
spiegelung ein Knochen
mark
ödem im Kernspintomogramm, so sei die Diagnose einer vorbestehenden
Osteo
nekrose wahrscheinlich
.
Dr. C._ führte des Weiteren aus, es stehe ein Kernspintomogramm vom
1.
Sep
tember
2015
–
zeitlich also vor der
am
7.
Oktober
2015 vorgenommenen Arthro
skopie des rechten Kniegelenkes
– zur Verfügung. Es zeige
sich ein ausgeprägter Befund in der fraglichen Region der hinteren und aussenseitigen Gelenksfläche des Unterschenkels, welcher klar a
ls Knochenmarködem zu werten sei. Zusam
menfassend sei
das Postulat von Dr.
D._
, die später di
agno
stizierte Osteo
nekrose des l
ateralen Tibiaplateaus sei durch die Gelenkspiegelung ver
ursacht
, im Spiegel der Literatur
nicht nachzuvollziehen.
Dr. C._ gelangte zum Schluss, d
ie Progredienz des kernspintomographischen Befundes in der Region des lateralen Tibiaplateaus innerhalb des dokumentierten Zeitraumes zwischen Dezember 2012 und März 2016
sei
Ausdruck des natürli
chen Verlaufes eines Verschleissleidens, wie es mit fortschreitender Zeit
zunehme
, und mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unabhängig von dem am 28.
August
2015 erlebten Geschehen
.
Die indizier
enden Diagnosen für den am 26. April
2016 chirurgisch vorgenommenen Ersatz des rechten Kniegelenkes, respektive die diese Massnahme begründenden Beschwerden des
Beschwerde
führers, stünd
en in keinem übe
rwiegend wahrscheinlichen Kausal
zusammenhang mit dem Geschehen vom 28.
August
2015.
4.2.3
Dr. C._ setzte sich einlässlich mit der auch von Dr. D._ zitierten Literatur auseinander und legte anschaulich dar, weshalb die These von Dr. D._ nicht zu überzeugen vermag. Es ist auf die nachvollziehbare Einschätzung von Dr. C._ abzustellen, welche dem erforderlichen Beweismass genügt (E. 1.5). Die Einwände des Beschwerdeführers vermögen daran nichts zu ändern. Weitere Abklärungen sind daher nicht vorzunehmen.
Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass das Vorbringen des Beschwerdeführers, Dr. B._ seien bloss unvollständige Akten vorgelegt worden, ins Leere
zielt, da sich die Beschwerdegegnerin nicht auf seine Ein
schätzung abgestützt hat.
Es ist erstellt, dass es durch das Ereignis vom 28. August 2015 zu einer vorüber
gehenden Verschlimmerung eines Vorzustandes gekommen ist. Der status quo sine war spätestens am 26. April 2016 erreicht; die an diesem Tag durch
geführte Operation des rechten Knies (Gelenksersatz) stand mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit nicht in kausalem Zusammenhang mit dem Ereignis vom 28. August 2015. Ein Gelenksersatz wäre aufgrund des degene
rativen Zustands des Knies auch ohne das Ereignis vom 28. August 2015 notwendig geworden. Der Fallabschluss per 24. April 2016 und die Einstellung der Taggeldleistungen per 7. Mai 2016 erweisen sich somit als rechtens.
5.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.