# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6ca6b527-a9ab-4a6d-bd3a-671e7f42b4ab
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Ehescheidung (vorsorgliche Massnahmen)
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 6. Oktober 2017 (FE150951-L)
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Verfügung des Einzelgerichts der 5. Abteilung des Bezirksgerichtes Zürich vom 6. Oktober 2017:
(Urk. 2 S. 30 ff.)
"1. Der Antrag der Beiständin auf Anordnung einer sozialpädagogischen  wird abgewiesen.
2. In Abänderung/Konkretisierung der mit Urteil des Bezirksgerichts Bülach
vom 10. Juli 2014 genehmigten Vereinbarung der Parteien vom 13. März 2014 wird der Gesuchsteller im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für das Scheidungsverfahren für berechtigt erklärt, die Kinder ab November 2017 jeweils am ersten und dritten Wochenende eines jeden Monats auf  Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
Die Gesuchstellerin hat die Kinder jeweils freitags pünktlich in den Tanzun-
terricht zu bringen, der Gesuchsteller hat sie dort nach Abschluss des  pünktlich abzuholen. Am Montagmorgen hat der Gesuchsteller die Kinder pünktlich in die Schule/den Kindergarten zu bringen, die  hat sie dort nach Schulschluss/Kindergartenschluss wieder .
Während der Tanzschulferien hat die Gesuchstellerin die Kinder jeweils frei-
tags 18:00 Uhr pünktlich zum C._ [Ort], zu bringen und der  hat sie dort pünktlich abzuholen. Während der Schulferien hat der  die Kinder jeweils montags 08:00 Uhr pünktlich zum C._, zu bringen und die Gesuchstellerin hat sie dort pünktlich abzuholen.
3. Zusätzlich wird der Gesuchsteller in Abänderung/Konkretisierung der mit Ur-
teil des Bezirksgerichts Bülach vom 10. Juli 2014 genehmigten  der Parteien vom 13. März 2014 im Sinne einer vorsorglichen  für das Scheidungsverfahren für berechtigt erklärt, die Kinder ab  2017 wie folgt auf eigene Kosten zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen:
- in der ersten Woche der Frühlingsferien, ab Freitag nach Abschluss
des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18:00 Uhr) bis Ende dieser Woche, Freitag 18:00 Uhr;
- in den ersten zwei Wochen der Sommerferien, ab Freitag nach Ab-
schluss des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18:00 Uhr) bis Ende dieser beiden Wochen, Freitag 18:00 Uhr;
- in der ersten Woche der Herbstferien, ab Freitag nach Abschluss des
Tanzunterrichts (ansonsten ab 18:00 Uhr) bis Ende dieser Woche, Freitag 18:00 Uhr,
- an Ostern ab Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Dienstag nach Ostern,
8.00 Uhr;
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- an Weihnachten ab 25. Dezember, 18.00 Uhr, bis 26. Dezember, 18.00
Uhr;
Die Gesuchstellerin hat die Kinder jeweils freitags pünktlich in den  zu bringen, der Gesuchsteller hat sie dort nach Abschluss des  pünktlich abzuholen. Am Dienstag nach Ostern hat der  die Kinder pünktlich in die Schule/den Kindergarten zu bringen, die Gesuchstellerin hat sie dort nach Schulschluss/Kindergartenschluss wieder abzuholen.
Während der Tanzschulferien hat die Gesuchstellerin die Kinder jeweils frei-
tags vor dem Ferienbesuch sowie Gründonnerstag und am 25. Dezember um 18:00 Uhr pünktlich zum C._, zu bringen und der Gesuchsteller hat sie dort pünktlich abzuholen. Während der Schulferien hat der Gesuchsteller die Kinder am Dienstag nach Ostern um 08:00, am 26. Dezember um 18:00 Uhr sowie nach seinen Ferienbesuchen jeweils freitags 18:00 Uhr pünktlich zum C._, zu bringen und die Gesuchstellerin hat sie dort pünktlich .
4. Die Gesuchstellerin wird in Abänderung/Konkretisierung der mit Urteil des
Bezirksgerichts Bülach vom 10. Juli 2014 genehmigten Vereinbarung der Parteien vom 13. März 2014 im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für das Scheidungsverfahren für berechtigt erklärt, mit den Kindern ab  2017 die folgenden Ferienwochen zu verbringen:
- die zweite Woche der Frühlingsferien, ab Freitag ab 18:00 Uhr bis En-
de dieser Woche, Freitag 18:00 Uhr;
- die letzten zwei Wochen der Sommerferien, ab Freitag ab 18:00 Uhr
bis Ende dieser beiden Wochen, Freitag 18:00 Uhr;
- die zweite Woche der Herbstferien, ab Freitag ab 18:00 Uhr bis Ende
dieser Woche, Freitag 18:00 Uhr.
In den übrigen Schulferien ist die Gesuchstellerin berechtigt, mit den Kindern die Ferienwochen zu verbringen, hat jedoch das gemeinsame Wochenend- und Feiertagsbesuchsrecht des Gesuchstellers sowie der Kinder zu .
5. [Schriftliche Mitteilung]
6. [Berufung]"
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Berufungsanträge:
der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 2 f.):
"1. Dispositiv Ziffer 2, Abs. 2 und 3; Disp. Ziff. 3, Abs. 1, Alinea 4 und 5; Disp.
Ziff. 3 Abs. 2 und 3; Disp. Ziff. 4, Abs. 1, Alinea 2; sowie Disp. Ziff. 4 Abs. 2 des angefochtenen Entscheids seien aufzuheben und zur Vervollständigung des Sachverhalts sowie zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz .
2. Eventuell seien die genannten Bestimmungen des angefochtenen Ent-
scheids aufzuheben und durch folgende neue Fassung zu ersetzen:
a. Zu Dispositiv Ziffer 2., Absätze 2 und 3:
Absatz 2:
«Der Gesuchsteller hat die Kinder, D._ und E._ für die
Besuchskontakte an den Wochenenden jeweils freitags um 18:00 Uhr beim C._ abzuholen und sonntags um 18:00 Uhr beim C._ zurückzubringen.»
Absatz 3: Ersatzlos zu streichen.
b. Zu Disp. Ziffer 3., Absatz 1, Alinea 4 und 5:
Alinea 4:
«- in den Jahren mit gerader Zahl an Ostern, ab Gründonnerstag,
18:00 Uhr, bis Ostermontag, 18:00 Uhr, und in den Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingsten, ab Freitagabend vor  um 18:00 Uhr bis am Pfingstmontag um 18:00 Uhr. »
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Alinea 5:
«- in den Jahren mit gerader Jahreszahl am 1. Weihnachtstag (25. Dezember) und in Jahren mit ungerader Jahreszahl am 2. Weihnachtstag (26. Dezember), jeweils von 09:00 Uhr bis 21:00 Uhr.»
c. Zu Disp. Ziffer 4., Absatz 1, Alinea 2, und Absatz 2:
«- die letzten drei Wochen der Sommerferien, ab Montagmorgen,
08:00 Uhr, der dritten Schulferienwoche, bis Sonntagabend der fünften Schulferienwoche, 18:00 Uhr.»
Absatz 2: ersatzlos zu streichen.
3. Die Vollstreckung der vorstehend angefochtenen Bestimmungen des ange-
fochtenen Entscheids sei bis zur Rechtskraft des Berufungsentscheids .
4. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen für das Berufungsverfahren (inkl.
8 % MwSt für eine Parteientschädigung an die Berufungsklägerin) seien dem Berufungsbeklagten aufzuerlegen; eventuell seien sie praxisgemäss beiden Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen."
des Gesuchstellers und Berufungsbeklagten (Urk. 19 S. 2):
"1. Auf die Berufung der Berufungsklägerin sei nicht einzutreten.
2. Eventualiter sei die Berufung der Berufungsklägerin abzuweisen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWST zulasten der Berufungs- klägerin."

## Considerations

Erwägungen:
A. Sachverhalt / Prozessgeschichte
1. Die Parteien heirateten am tt. Juli 2009. Aus der Ehe gingen die beiden Töchter D._, geboren tt.mm.2009, und E._, geboren tt.mm.2012, hervor
(Urk. 6/19).
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2. Seit dem 21. Dezember 2015 ist am Bezirksgericht Zürich ein gemeinsames Scheidungsbegehren (Art. 112 ZGB) rechtshängig (Urk. 6/1 und Urk. 6/3). Zuvor
war am Bezirksgericht Bülach ein Eheschutzverfahren durchgeführt worden, wel-
ches mit Entscheid vom 10. Juli 2014 durch Genehmigung einer Parteivereinba-
rung vom 13. März 2014 erledigt werden konnte (Urk. 6/5/36). Das Scheidungs-
verfahren ist geprägt von Streitigkeiten hinsichtlich der Besuchskontakte der bei-
den gemeinsamen Kinder mit dem Vater und grossen Kommunikationsschwierig-
keiten der Parteien. Betreffend den detaillierten Prozessverlauf kann auf den an-
gefochtenen Entscheid verwiesen werden (Urk. 2 S. 2 ff.). Mit Verfügung vom 6.
Oktober 2017 fällte der erstinstanzliche Richter in Bezug auf die Regelung des
Kontaktrechts im Sinne vorsorglicher Massnahmen bzw. Abänderung des er-
wähnten Eheschutzentscheides den eingangs wiedergegebenen Entscheid (Urk.
2 S. 30 f.). Mit Verfügung vom gleichen Datum wurde den Parteien für die Zeit ab
6. Oktober 2017 die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege und Rechtsver-
beiständung entzogen und Frist anberaumt, um für die Gerichtskosten einen Kos-
tenvorschuss von einstweilen Fr. 4'000.– zu leisten (Urk. 6/86).
3. Gegen den Entscheid des Einzelgerichts der 5. Abteilung des  Zürich vom 6. Oktober 2017 (Urk. 2) liess die Gesuchstellerin und Beru-
fungsklägerin (fortan Gesuchstellerin) fristgerecht (vgl. Urk. 6/87/1) mit Eingabe
vom 20. Oktober 2017 Berufung erheben und die eingangs wiedergegebenen An-
träge stellen (Urk. 1). Mittels Schreiben vom 23. Oktober 2017 wurde der Ge-
suchsteller und Berufungsbeklagte (fortan Gesuchsteller) über den Eingang der
gegnerischen Berufung in Kenntnis gesetzt (Urk. 5). Der im Rahmen der Berufung
gestellte Antrag der Gesuchstellerin um Gewährung der aufschiebenden Wirkung
wurde mit Verfügung vom 30. Oktober 2017 abgewiesen, soweit darauf eingetre-
ten wurde. Ferner wurde der Gesuchstellerin Frist angesetzt, um für die Kosten
des Berufungsverfahrens einen Vorschuss von Fr. 4'000.– zu leisten (Urk. 7). Am
27. November 2017 erreichte die Kammer eine Noveneingabe der Gesuchstelle-
rin vom 24. November 2017 samt Beilagen mit diversen prozessualen Anträgen
(Urk. 9 und Urk. 11/1-13). Mit Beschluss vom 5. Dezember 2017 wurde auf den
Antrag der Gesuchstellerin um Wiedererwägung des Entscheides betreffend Ver-
weigerung der aufschiebenden Wirkung nicht eingetreten. Sodann wurden deren
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Armenrechtsgesuch und deren Antrag auf einstweiligen Verzicht auf einen Kos-
tenvorschuss bzw. betreffend Reduktion des Kostenvorschusses abgewiesen und
der Gesuchstellerin letztmals Frist zur Leistung des Kostenvorschusses von
Fr. 4'000.– angesetzt. Ferner wurde das Sistierungsgesuch der Gesuchstellerin
abgewiesen (Urk. 14). In der Folge bezahlte die Gesuchstellerin den Kostenvor-
schuss fristwahrend (Urk. 15). Mit Präsidialverfügung vom 15. Januar 2018 wurde
dem Gesuchsteller Frist zur Erstattung der Berufungsantwort anberaumt (Urk.
16). Am 26. Januar 2018 reichte die KESB Bülach Nord der Kammer den ihrer-
seits eingeholten Bericht betreffend die Intensivabklärung der Familienarbeiterin-
nen F._ und G._ vom 16. Januar 2018 zu den Akten (Urk. 18). Mit Ein-
gabe vom 29. Januar 2018 liess der Gesuchsteller innert Frist seine Berufungsan-
twort erstatten, womit er die eingangs zitierten Anträge stellte (Urk. 19; Urk. 21/1).
Mittels Schreiben vom 29. Januar 2018 leitete die Vorinstanz der Kammer Akten
der KESB Bülach Nord (Urk. 23/1-3) weiter (Urk. 22). Mit Präsidialverfügung vom
1. Februar 2018 wurde die Berufungsantwortschrift der Gesuchstellerin zur
Kenntnis gebracht. Ferner wurde beiden Parteien Frist anberaumt, um zum Inten-
sivabklärungsbericht der KESB Bülach Nord Stellung zu beziehen (Urk. 24). In-
nert erstreckter Frist (Urk. 25) bezog die Gesuchstellerin mittels Eingabe vom 28.
Februar 2018 rechtzeitig Stellung zum Intensivabklärungsbericht und den weite-
ren KESB Akten (Urk. 26). Diese Eingabe wurde dem Gesuchsteller am 6. März
2018 zur Kenntnisnahme zugesandt (Urk. 26 S. 1; Prot. II S. 9). Der Gesuchsteller
äusserte sich weder zum Intensivabklärungsbericht noch zur Stellungnahme der
Gesuchstellerin. Das Verfahren ist spruchreif.
B. Prozessuales
1. Im Rahmen ihrer Noveneingabe vom 24. November 2017 liess die  den Beizug der Akten der KESB Bülach Nord im Kindesschutzverfahren
betreffend D._ und E._ beantragen (Urk. 9 S. 1 f.). Im Beschluss der
Kammer vom 5. Dezember 2017 wurde in Aussicht gestellt, dass darüber erst
später zu entscheiden sei, weil zur Zeit die Intensivabklärung laufe und die KESB
Bülach Nord bzw. die beauftragten Fachpersonen wohl auf die Akten angewiesen
seien (Urk. 14 S. 9). Mit Blick auf die nunmehr aktenkundigen KESB-Akten, näm-
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lich den Intensivabklärungsbericht vom 16. Januar 2018 (Urk. 18 = Urk. 23/3), das
Aktenverzeichnis (Urk. 23/1) und das Anhörungsprotokoll vom 15. Januar 2018
(Urk. 23/2), welche im Zusammenhang mit dem vorliegenden Berufungsverfahren
ausreichend erscheinen, erübrigt sich der Beizug weiterer KESB-Akten. In ihrer
Stellungnahme vom 28. Februar 2018 verlangte die Gesuchstellerin denn auch
keinerlei weitere KESB-Akten mehr (Urk. 26).
2. Betreffend die allgemeinen Voraussetzungen für den Erlass von  Massnahmen, die summarische Natur des Verfahrens und das Erfordernis
der blossen Glaubhaftmachung der tatsächlichen Begebenheiten kann auf die zu-
treffenden Ausführungen im angefochtenen Entscheid verwiesen werden. Das
Nämliche gilt betreffend die in Kinderbelangen herrschende Offizial- und Untersu-
chungsmaxime (Urk. 2 S. 5 f.).
3. Das Berufungsverfahren ist ein eigenständiges Verfahren (BGE 142 III 413 E. 2.2.1). Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechtsanwendung und eine un-
richtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO).
Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kognition bezüglich Tat- und
Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermessensausübung (Angemes-
senheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April 2013, E. 3.1).
Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) können im Berufungsverfahren nur
unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO berücksichtigt werden, das
heisst, wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer
Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Dies
gilt gemäss der Praxis auch im Bereich der Untersuchungsmaxime (BGE 138 III
62 f. E. 2.2; OGer ZH LE150053 vom 16.06.2016, E. II./A.4). Neue rechtliche Aus-
führungen stellen keine Noven dar.
4. Insoweit der Gesuchsteller in seinem Hauptstandpunkt dafürhält, auf die  sei nicht einzutreten, weil die Gesuchstellerin sich bereits vor Vorinstanz
zur detailgenauen Regelung der Besuchskontakte habe äussern können, nament-
lich im Rahmen ihrer Eingabe vom 17. Juli 2017 (Urk. 6/75) oder ihres Replik-
rechts zu seiner Eingabe vom 28. Juli 2017 (Urk. 6/78), was sie jedoch unterlas-
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sen habe (Urk. 19 S. 3 f.), ist ihm nicht zu folgen. Der Gesuchstellerin steht es
frei, Berufung gegen den vorinstanzlichen Entscheid zu erheben. Ist diese rechts-
genügend begründet, ist darauf auch einzutreten. Sofern sie im Rahmen ihrer Be-
rufung jedoch neue Tatsachenbehauptungen vorbringt und neue Beilagen ein-
reicht, ist sie mit diesen Noven nur unter den erwähnten Voraussetzungen von
Art. 317 Abs. 1 ZPO zu hören. Diese Novenschranke gilt insbesondere auch im
Bereich der Untersuchungsmaxime (vgl. BGE 138 III 626 f. E. 2.2). Gestützt auf
die in Kinderbelangen geltende Offizialmaxime (Art. 296 Abs. 3 ZPO) ist es der
Berufungsinstanz jedoch unbenommen, von Amtes wegen, und wenn das Kin-
deswohl dies gebietet auch über die Parteianträge hinaus, die vorinstanzliche Be-
suchsrechtsregelung abzuändern (vgl. Urk. 26 S. 6).
5. Nicht gefolgt werden kann der Ansicht der Gesuchstellerin, wonach das  Dispositiv hinsichtlich der (pünktlichen) Abhol- und Rückgabezeiten il-
liquid, nicht praktikabel und nicht genügend präzis formuliert sei (Urk. 1 S. 6-8).
Wie bereits im Rahmen der Präsidialverfügung vom 30. Oktober 2017 (betreffend
Abweisung des Antrags der Gesuchstellerin auf Gewährung der aufschiebenden
Wirkung) erwogen (Urk. 7 S. 6 f.), geht aus der erstinstanzlichen Regelung klar
hervor, dass die Gesuchstellerin die Verantwortung für die beiden Kinder bis zum
jeweiligen Beginn der Tanzlektion hat, während der Gesuchsteller ab dem jeweili-
gen Schluss der Tanzlektion die Verantwortung für die Kinder hat (Urk. 2 S. 30).
Das heisst, dass die Gesuchstellerin jeweils während der Tanzstunde von
E._ (von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr) D._ zu betreuen (lassen) hat, wäh-
rend der Gesuchsteller jeweils die Betreuung von E._ während der Tanzun-
terrichtsstunde von D._ (von 16.30 bis 17.30 Uhr; vgl. je Urk. 4/3 i.V.m. Art.
317 Abs. 1 ZPO) sicherzustellen hat. In welcher Form diese Betreuung organisiert
wird, obliegt wiederum demjenigen Elternteil, welcher die Betreuung sicherzustel-
len hat. Das Nämliche gilt auch für die von der Gesuchstellerin monierten unkla-
ren Zeiten am Montagmorgen zum Kindergarten- bzw. Schulbeginn. Auch hier ist
aus der angefochtenen Verfügung klar ersichtlich, dass der Gesuchsteller nach
seinen Besuchswochenenden sowohl E._ pünktlich in den Kindergarten
(zwischen 8.20 Uhr und 8.30 Uhr, was gerichtsnotorisch ist, sowie Urk. 4/1 i.V.m.
Art. 317 Abs. 1 ZPO und Art. 99 Abs. 1 BGG analog) als auch D._ pünktlich
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um 9.10 Uhr in die Schule zu bringen hat (Urk. 4/2 i.V.m. Art. 317 Abs. 1 ZPO und
Art. 99 Abs. 1 BGG analog). Es ergeben sich mithin keine Vollstreckungsunklar-
heiten gemäss der angefochtenen Verfügung. Auch der besuchsberechtigte Ge-
suchsteller lässt ausführen, was mit der jeweiligen Pünktlichkeit gemeint sei, er-
schliesse sich den Parteien und der Vollstreckungsbehörde ohne weiteres (vgl.
Urk. 19 S. 4). Die Zweckmässigkeit der angefochtenen Besuchsrechtsregelung
wird beim Materiellen näher zu prüfen sein.
6. Die Gesuchstellerin lässt vorweg die Rückweisung des Verfahrens an die Vorinstanz beantragen zwecks Vervollständigung des Sachverhalts und erneuter
Entscheidung. Der massgebliche Sachverhalt sei mit Bezug auf die Kinderbelan-
ge in zu vielen wesentlichen Punkten von der Vorinstanz ungenügend abgeklärt
worden. Insbesondere seien die beruflichen Umstände des Gesuchstellers im
Hinblick auf die Ausdehnung des Wochenendbesuchsrechts bis am Montagmor-
gen nicht geklärt worden. Ferner hätte auch der Sachverhalt für das Feiertags-
und Ferienbesuchsrecht erforscht werden müssen, was die Vorinstanz gänzlich
unterlassen habe. Es seien namentlich weder die Parteien noch die Kinder dazu
angehört worden. Vielmehr sei solches nie Gegenstand der Verhandlungen ge-
wesen (Urk. 1 S. 2, 4 f., 12 f.).
Zwar fiel die Befragung der Parteien vor Vorinstanz eher knapp aus (vgl. Prot. I S.
21-29). Allerdings wurde den Parteien mit vorinstanzlicher Verfügung vom 22. Ju-
ni 2017 insbesondere die Gelegenheit eingeräumt, sich zu einer detailgenauen
Regelung der Besuchskontakte unter Angabe der genauen Zeiten, sowie mit den
damit verbundenen Modalitäten und der Festlegung der Ferienwochen und aller
Feiertage zu äussern (Urk. 6/70 S. 5). Wenn die anwaltlich vertretene Gesuchstel-
lerin es einerseits in ihrer Stellungnahme vom 17. Juli 2017 unterliess, den mass-
geblichen Sachverhalt darzutun und konkrete Anträge zum Ferien- und Feierta-
gebesuchsrecht des Gesuchstellers zu stellen (vgl. Urk. 6/75 S. 2), und es ande-
rerseits versäumte, sich in Ausübung ihres Replikrechts zur Stellungnahme des
Gesuchstellers vom 28. Juli 2017 zu äussern, welche konkrete Anträge zum Feri-
en- und Feiertagebesuchsrecht enthält (vgl. Urk. 6/78 S. 2; Urk. 6/80/1), hat sie
dies selber zu vertreten. Die in Kinderbelangen herrschende Offizial- und Unter-
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suchungsmaxime entbindet die Parteien nicht davon, den wesentlichen Sachver-
halt von sich aus substantiiert darzutun und glaubhaft zu machen (vgl. Urk. 2 S. 6
m.H.).
Allerdings war die Vorinstanz gestützt auf die weiteren aktenkundigen Unterlagen,
insbesondere die Berichte der Beiständin vom 12. September 2016 (Urk. 6/39)
und 16. Dezember 2016 (Urk. 6/52/1, 2), und mit Blick auf den Umstand, dass das
dem Beklagten gemäss dem Eheschutzentscheid vom 10. Juli 2014 eingeräumte
Besuchs- und Ferienbesuchsrecht (vgl. Urk. 6/5/36 S. 4) an sich nicht strittig war,
ohne weiteres in der Lage, einen diesbezüglichen im Kindeswohl liegenden Ent-
scheid zu fällen. Das Nämliche gilt für die Berufungsinstanz, nicht zuletzt auch mit
Blick auf den nunmehr aktenkundigen Intensivabklärungsbericht vom 16. Januar
2018 (Urk. 18), welcher letztlich auch eine gerichtliche Anhörung der Kinder (vgl.
Art. 298 Abs. 1 ZPO) entbehrlich macht.
Eine Rückweisung des Verfahrens drängt sich - nicht zuletzt auch angesichts
dessen summarischen Charakters - somit nicht auf.
7. Nicht angefochten wurde die Dispositivziffer 1 der Verfügung des  der 5. Abteilung des Bezirksgerichts Zürich vom 6. Oktober 2017 betreffend
Abweisung des Antrages der Beiständin auf Anordnung einer sozialpädagogi-
schen Übergabebegleitung. Diesbezüglich ist die Rechtskraft vorzumerken.
C. Materielles
1. Ordentliches Besuchsrecht
1.1. Die Vorinstanz räumte - dem Antrag der Beiständin auf eine detailgetreue Regelung des Besuchsrechts entsprechend (Urk. 6/52/1, 2) - dem Gesuchsteller
vorsorglich für die Dauer des Scheidungsverfahrens ab November 2017 ein Be-
suchsrecht jeweils am ersten und dritten Wochenende eines jeden Monats ein.
Das bisherige eheschutzrichterliche Besuchsrecht wurde dabei von Freitagabend
bis Montagmorgen (anstelle von bislang Sonntagabend, vgl. Urk. 6/5/36 S. 4)
ausgedehnt. Als Übergabeorte wurden die Tanzschule und bei Tanzschul- und
Schulferien der C._ (freitags 18.00 Uhr bzw. montags 8.00 Uhr) vorgesehen.
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Die Gesuchstellerin soll die beiden Töchter jeweils pünktlich in den Tanzunterricht
bringen und der Gesuchsteller hat sie dort nach Abschluss des Unterrichts pünkt-
lich abzuholen. Am Montagmorgen hat der Gesuchsteller die Kinder pünktlich zur
Schule bzw. in den Kindergarten zu bringen (Urk. 2 S. 30, Dispositivziffer 2).
Die Vorinstanz erwog, die eheschutzrichterliche Besuchsregelung an zwei Wo-
chenenden des Monats von Freitagabend bis Sonntagabend sei mehrheitlich un-
ter starker Mithilfe der Behörden so gelebt worden. Trotz Streitereien und Kom-
munikationsschwierigkeiten zwischen den Parteien würden diese sich gegenseitig
die Erziehungsfähigkeit nicht absprechen. Die Gesuchstellerin vertrete auch klar
die Meinung, dass der Gesuchsteller die Kinder sehen können solle und die Kin-
der gingen denn auch gerne zum Vater. Der Kontakt des nicht obhutsberechtigten
Gesuchstellers zu seinen Kindern sei daher aufrecht zu erhalten. Allerdings seien
die Modalitäten dieses Besuchsrechts, wie von der Beiständin und den Parteien
beantragt, derart zu gestalten, dass dabei möglichst wenig Konflikte entstünden.
Zwischen den Parteien bestünden tiefgreifende Konflikte und eklatante Kommuni-
kationsschwierigkeiten, die vom eisernen Anschweigen bis zu heftigsten verbalen
Auseinandersetzungen reichten. Solches sei sehr belastend für die beiden Kinder.
Weil es vor allem zu unschönen Vorfällen komme, wenn die Parteien aufeinander
träfen, liege es nahe, dass eine Besuchsrechtsregelung gefunden werden sollte,
bei welcher die Parteien sich möglichst wenig begegnen würden. Dies sei denn
auch von der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde so ausprobiert worden,
beispielsweise durch Übergabe im kjz, und als für die Kinder entlastend taxiert
worden. Schliesslich sei auch die Beratung/Mediation der Parteien gescheitert
und die Fachperson sehe offensichtlich als einzige Möglichkeit das Konzept einer
"parallelen Elternschaft" als zielführend, in dem die Eltern möglichst wenig direk-
ten Kontakt miteinander erlebten. Es dränge sich damit auf, eine Übergabelösung
zu wählen, mit welcher die Kinder wirksam vor Konflikten und Belastungen ge-
schützt würden. Weil es sogar bei Übergaben in öffentlichen Räumen, Cafés etc.
zu extremen Vorkommnissen gekommen sei, sollte eine Lösung gewählt werden,
bei welcher der persönliche Kontakt zwischen der Gesuchstellerin und dem Ge-
suchsteller bei der Übergabe möglichst vermieden werde. Gegen eine Übergabe-
begleitung würden sich die Parteien - namentlich aus Kostengründen - vehement
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wehren. Momentan hole der Gesuchsteller die Kinder jeweils am Freitagabend
nach dem Tanzunterricht ab, nachdem sie von der Mutter dort hingebracht wor-
den seien. Diese zurzeit gelebte Übergabemethode scheine sich bewährt zu ha-
ben. Sie vermeide (direkte) Kontakte zwischen den Eltern und entspreche damit
dem anzustrebenden Lösungsansatz. Eine Übernahme der Kinder in dieser Art
sei damit beizubehalten. Für die Rückgabe der Kinder an die Mutter sei eine ähn-
liche Regelung zu treffen. Da bezüglich Übernahme der Kinder am Sonntagabend
eine solche Lösung weder ersichtlich noch dargetan worden sei, biete sich die
Übergabe im Kindergarten bzw. in der Schule am Montagmorgen an. Dass die
Ausdehnung des Besuchsrechts um jeweils eine Nacht nicht im Kindeswohl und
insbesondere weniger gut als die belastenden Übergaben am Sonntagabend mit
dem Kontakt der Eltern sein sollte, erscheine nicht einleuchtend. An der Häufig-
keit der Besuche ändere sich zudem nichts. Jedoch sei so gerade weniger Kom-
munikation nötig. Mit der Übergabe in der Schule bzw. im Kindergarten falle über-
dies die Grundlage für schikanöses Nichteinhalten von Abmachungen eher weg,
weil gerade eine "Kontrolle" von Drittpersonen vorhanden sei, indem das ver-
mehrte Zuspätkommen im Unterricht schuldisziplinarische Konsequenzen zur
Folge hätte. Dass sich der Gesuchsteller nicht gegen eine ablehnende Haltung
der Gesuchstellerin wende, vermöge nichts an der Sachlage zu ändern, da das
Interesse an der Vermeidung eines direkten Kontakts der Eltern die Gefahr eines
allfälligen negativen Einflusses dieser Regelung zum Nachteil der Kinder über-
wiege. Zu betonen bleibe, dass bei der Festlegung des Besuchsrechts gerade
nicht die Interessen der Eltern, sondern jene der Kinder massgebend seien. Wäh-
rend der Schulferien bzw. der Tanzschulferien sei eine unbeschwerte Übergabe
mit dieser Regelung jedoch nicht gewährleistet. Während dieser Ferien seien die
Kinder daher, wie vom Gesuchsteller vorgeschlagen, beim C._ zu übergeben
(Urk. 2 S. 21 ff.).
1.2. Die Gesuchstellerin wehrt sich gegen die Ausdehnung des Besuchsrechts bis am Montagmorgen und den Übergabeort bei der Tanzschule. Sie beantragt
die Abholung der Kinder freitags um 18.00 Uhr und deren Rückbringung sonntags
um 18.00 Uhr je beim C._ durch den Gesuchsteller. Sie hält im Wesentlichen
dafür, die Ausdehnung des Wochenendbesuchsrechts des Gesuchstellers bis
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Montagmorgen erweise sich als schwer praktikabel und für alle Beteiligten belas-
tend. Der Gesuchsteller arbeite als Sicherheitsbeauftragter bei der Flughafenpoli-
zei im Schichtbetrieb und es sei fraglich, ob er diese Rückgabezeiten am Mon-
tagmorgen überhaupt einhalten könne. Die Vorinstanz habe es in Verletzung der
Untersuchungsmaxime unterlassen, die entsprechenden tatsächlichen Verhältnis-
se zu klären. Die Fahrt zum Kindergarten bzw. zur Schule am Montagmorgen im
Morgenverkehr verursache für die Kinder zusätzlichen Stress und liege nicht im
Kindeswohl. Zudem weiche die Vorinstanz mit ihrer Rechtsschöpfung ohne Not
von der bisher gelebten Regelung der Parteien ab, wonach die Kinder monate-
lang (freitags und sonntags Abend) beim C._ übergeben worden seien. So-
dann habe die erste Instanz eine Regelung getroffen, die von beiden Elternteilen -
wenn auch aus unterschiedlichen Gründen - ausdrücklich abgelehnt worden sei.
Ihre Begründung dafür - jede Begegnung der Parteien bei den Kinderübergaben
zu vermeiden - sei nicht schlüssig, denn sie greife während der Schul- oder Tanz-
schulferien doch wieder auf den bisherigen Übergabeort beim C._ zurück,
wo sich die Parteien (kurz) begegnen werden. Die von der Vorinstanz genannten
extremen Vorkommnisse kämen zwischen den Parteien aktuell nicht vor. Der An-
trag der Beiständin vom 12. September 2016 betreffend Übergabebegleitung für
die Besuchswochenenden, worauf sich die Vor-instanz stütze, sei überholt. Im
Hinblick auf das Kindeswohl erweise sich die getroffene Besuchsrechtsregelung
in diesem Punkt also als unangemessen und stelle insoweit eine unrichtige
Rechtsanwendung dar (Urk. 1 S. 6 ff.).
1.3. Demgegenüber meint der Gesuchsteller, er vermöge die Rückgabezeiten beider Kinder sehr wohl einzuhalten. Er habe auch zu keiner Zeit Gegenteiliges
geltend gemacht. Im Rahmen der vorsorglichen Massnahmen habe seitens der
Vorinstanz keinerlei Veranlassung bestanden, hierzu weitere Abklärungen vorzu-
nehmen. Die Abholung der Kinder bei der Tanzschule habe gegenüber deren
Übergabe beim C._ den Vorteil, dass sie gänzlich ohne gegenseitigen Kon-
takt der Parteien erfolgen könne. Die Gesuchstellerin habe es unterlassen, sich
zu einer alternativen Rückgabemöglichkeit der Kinder nach dem Besuchswo-
chenende zu äussern, welche den berechtigten Bedenken betreffend das Kin-
deswohl Rechnung getragen hätte. Die Ausdehnung im Sinne zweier Nächte pro
- 15 -
Besuchsrecht sei lediglich die logische Nebenfolge der Übergabe der Kinder am
Montag und nicht eigentliches Ziel. Eine kurze Fahrt zur Schule und Kindergarten
am Montagmorgen - selbst im Morgenstau - verursache bei den Kindern geringe-
ren Stress als die bisherigen Streitigkeiten der Parteien bei den Übergaben mit di-
rektem Kontakt zwischen diesen. Die Vorinstanz weiche mit guten Gründen von
der bisherigen Regelung ab. Er habe diese Lösung denn auch nicht abgelehnt,
sondern ihr lediglich die ablehnende Haltung der Gesuchstellerin gegenüber ge-
stellt (Urk. 19 S. 5 ff.).
1.4. Nicht strittig ist die Erziehungsfähigkeit beider Parteien und das  des Gesuchstellers an sich. Umstritten sind jedoch dessen Ausdehnung bis
am Montagmorgen sowie die Übergabeorte (Tanzschule bzw. Kindergar-
ten/Schule). Diese kritisierten Punkte werden jedoch nicht mit einer mangelnden
Betreuungsfähigkeit des Gesuchstellers bzw. dessen Unvermögen begründet,
sondern vielmehr mit einer schweren Praktikabilität und Belastung für alle Betei-
ligten. Dass die Mädchen gerne zum Vater gehen, steht ausser Frage (vgl. auch
Urk. 18 S. 10). Auch aus dem Intensivabklärungsbericht vom 16. Januar 2018
(zulässiges Novum gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO) geht hervor, dass beide Eltern-
teile im Grunde mit ihren Töchtern liebevoll und fürsorglich umgehen (Urk. 18 S.
7). Unter diesem Gesichtspunkt ist die Ausdehnung des Besuchsrechts um eine
Übernachtung auf Montagmorgen somit sinnvoll, zumal die Kinder beide einge-
schult sind, ein solches Besuchsrecht mithin auch altersadäquat erscheint. Der
Umstand, dass der Gesuchsteller vor Vorinstanz die Ausdehnung zwar begrüsste,
die Dauer der Besuchswochenenden dann aber mit Blick auf die ablehnende Hal-
tung der Gesuchstellerin doch auf die bisher gelebte Dauer von Freitagabend bis
Sonntagabend beschränkt wissen wollte (Urk. 6/78 S. 3), steht der vorinstanzli-
chen Regelung mit Blick auf die geltende Offizialmaxime und das Kindeswohl
nicht entgegen. Die neuen Mutmassungen der Gesuchstellerin über die wahren,
wohl beruflichen Gründe für die ablehnende Haltung des Gesuchstellers (Urk. 1
S. 10), sind nicht zu hören, zumal der Gesuchsteller heute mit der verfügten vo-
rinstanzlichen Regelung offenbar gut zurecht kommt, keine beruflichen Ein-
schränkungen geltend macht und diese Regelung denn auch praktiziert wird (Urk.
19 S. 5).
- 16 -
Die Gesuchstellerin vermochte namentlich keine konkreten Vorfälle darzutun, wo-
nach die Kinder am Montagmorgen beispielsweise nicht pünktlich im Kindergarten
bzw. in der Schule erschienen wären oder gar alleine irgendwo hätten warten
müssen (Urk. 1 S. 6 ff.; Urk. 26 S. 1 ff.). Es handelt sich um blosse Mutmassun-
gen ihrerseits im Hinblick auf die Schichtarbeit des Gesuchstellers und die unter-
schiedlichen Startzeiten von Kindergarten und Schule. Der Gesuchsteller kann
sich offenbar organisieren (Urk. 19 S. 5). Das genügt. Im Übrigen dürften die
Stundenpläne mit dem neuen Schuljahr 2018/2019 ohnehin wechseln. Weitere
Abklärungen zur Vereinbarkeit der Schichtpläne des Gesuchstellers mit den
Übergabezeiten am Montagmorgen (vgl. Urk. 1 S. 10) erübrigen sich jedenfalls
unter dem summarischen Blickwinkel.
Die Autofahrten an zwei Montagmorgen pro Monat, sei dies nun von H._
(Wohnort des Gesuchstellers) nach I._ (16 Minuten, 10.4 km) oder von Zü-
rich (Wohnort der Grosseltern väterlicherseits sowie der Schwester des Gesuch-
stellers; vgl. Urk. 26 S. 5; Urk. 18 S. 4 f.) nach I._ (32 Minuten [bei normalem
Verkehrsaufkommen, hier aber antizyklischer Verkehr; vgl. auch Urk. 7 S. 6], 26.4
km), dürften das Kindeswohl bestimmt weniger belasten, als die aktenkundigen
Streitereien der Parteien im Rahmen der direkten Kinderübergaben (vgl. Urk. 2 S.
18 f., Urk. 6/52/1).
Aus dem Intensivabklärungsbericht vom 16. Januar 2018, welcher den Zeitraum
vom 17. Oktober 2017 bis 15. Dezember 2017 beschlägt, geht hervor, dass die
Beziehung zwischen den Eltern (nach wie vor) durch zahlreiche Konflikte gekenn-
zeichnet ist. Die Kommunikation zwischen ihnen sei sehr gering und geprägt
durch ein hohes Mass an gegenseitigem Misstrauen. Sie kommunizierten meis-
tens per SMS. Die Eltern hätten eine Mediation angefangen, diese aber kurz da-
rauf wieder abgebrochen (Urk. 18 S. 6 f.). Es konnten keinerlei Anzeichen und
Merkmale von Gewaltanwendungen gegenüber den Kindern durch die Parteien
oder Grosseltern väterlicher- und mütterlicherseits festgestellt werden (Urk. 18 S.
13), womit der eigentliche Anlass zur Intensivabklärung (Gefährdungsmeldung
durch den Gesuchsteller) sich als unbegründet erwies (vgl. auch Urk. 26 S. 3).
Klar ist jedoch, dass der starke Paarkonflikt nach wie vor andauert und beide Par-
- 17 -
teien nicht in der Lage sind, ihre Kinder vor den elterlichen Problemen zu schüt-
zen (Urk. 18 S. 15). Wenngleich es offenbar zwischen den Parteien, die sich mit
Blick auf die Umsetzung der angefochtenen Regelung bei den Übergaben der
Kinder einzig noch in den Ferien beim C._ kurz persönlich begegnen dürften,
aktuell nicht mehr zu extremen Vorkommnissen kam, wie sie die Vor-instanz er-
wähnte (Urk. 2 S. 23; Urk. 1 S. 9; Urk. 6/39), kann von einer Beilegung des Paar-
konflikts respektive einem friedfertigen, respektvollen Umgang zwischen den Par-
teien nicht die Rede sein. Vielmehr dauern der Paarkonflikt und die Kommunikati-
onsschwierigkeiten an (Urk. 18 S. 6, 11 f., 14). Die Stossrichtung der Vorinstanz
ist daher beizubehalten, wonach bei den Kinderübergaben die persönliche Be-
gegnung der Parteien miteinander möglichst zu vermeiden ist, um die Kinder nicht
allfälligen erneuten Streitereien zwischen ihren Eltern auszusetzen, wie dies in
der Vergangenheit vermehrt vorgekommen ist (vgl. Urk. 6/39 S. 3, wonach es
auch in öffentlichen Räumen, Cafés etc. zu extremen Vorkommnissen gekommen
sei). Es gilt das Kindeswohl mangels Kooperationsfähigkeit der Parteien im Sinne
einer "parallelen Elternschaft" (vgl. Urk. 6/83 S. 4) zu schützen.
Die Gesuchstellerin kritisiert weiter, die bis anhin gelebte Besuchsrechtsregelung
habe, entgegen der Annahme der Vorinstanz, in einer Übergabe der Kinder beim
C._ (und nicht bei der Tanzschule) bestanden (Urk. 1 S. 8). Sie habe sinn-
gemäss vorgebracht, dass die Kinder zurzeit nicht bei der Tanzschule, sondern
beim C._ übergeben würden. Es bestünden diesbezüglich widersprüchliche
Aussagen, welche die Vorinstanz in ihren Sachverhaltsabklärungen nicht aus dem
Weg geräumt habe (Urk. 1 S. 8).
Die Vorinstanz hielt dafür, momentan hole der Gesuchsteller die Kinder jeweils
am Freitagabend nach dem Tanzunterricht ab, nachdem sie von der Gesuchstel-
lerin dorthin gebracht worden seien. Diese zurzeit gelebte Übergabemethode
scheine sich bewährt zu haben. Sie stützte sich dabei auf die Ausführungen des
Gesuchstellers im Rahmen seiner Stellungnahme vom 28. Juli 2017 (Urk. 6/78 S.
2 oben). Diese Stellungnahme wurde der Gesuchstellerin zur Kenntnisnahme zu-
gestellt (Urk. 6/80/1) und von ihr am 2. August 2017 empfangen (Urk. 6/82). Von
ihrem Replikrecht machte sie damals jedoch keinen Gebrauch (vgl. auch Urk. 2 S.
- 18 -
4 und vorstehend B.6), auch nicht nach den Sommergerichtsferien. Ihre Bestrei-
tungen im Berufungsverfahren erfolgen daher verspätet und sind nicht mehr zu
hören (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Es kann namentlich auch nicht gesagt werden, dass
sich die Gesuchstellerin erst durch den angefochtenen Entscheid zu diesen Be-
streitungen veranlasst sah. Zudem tut die Gesuchstellerin nicht dar, wo sie vor
Vorinstanz sinngemäss vorgebracht habe, dass die Kinder zurzeit nicht bei der
Tanzschule, sondern beim C._ übergeben würden (Urk. 1 S. 8). Nachdem
der Antrag der Gesuchstellerin um Erteilung der aufschiebenden Wirkung mittels
Verfügung vom 30. Oktober 2017 abgewiesen wurde (Urk. 7 S. 7), werden die
Kinder nunmehr jedoch ohnehin schon über einen längeren Zeitraum bei der
Tanzschule übergeben und dürften sich daran gewöhnt haben. Es besteht keine
Veranlassung, hier (ausserhalb der Tanzferien) wieder auf den C._ als Über-
gabeort zurückzugreifen.
Dass während der Tanzschul- und Schulferien die Übergabe der Kinder gleich-
wohl beim C._ erfolgt (vgl. Urk. 1 S. 9, 11), ändert selbstredend nichts am
Gesagten, zumal der direkte Kontakt der Parteien bei den Übergaben auf ein Mi-
nimum beschränkt werden soll. Während der Ferienzeiten wurde jedoch keine al-
ternative Rückgabemöglichkeit der Kinder ohne direkten gegenseitigen Kontakt
zwischen den Parteien bezeichnet und ist auch nicht ersichtlich. Eine sozialpäda-
gogische Übergabebegleitung wurde, wie erwähnt, von beiden Parteien abgelehnt
und denn auch rechtskräftig abgewiesen (Urk. 2 S. 19 f., 30, Dispositivziffer 1).
Weil sich die Parteien so aber lediglich während der Tanz- und Schulferien beim
C._ kurz begegnen werden, ist dies mit dem Kindeswohl dennoch vereinbar
und vertretbar.
Keine Rolle spielt, dass sich der Gesuchsteller vor Vorinstanz noch gegen eine
Ausdehnung des Besuchsrechts bis Montagmorgen stellte, weil er aufgrund der
dezidiert ablehnenden Haltung der Gesuchstellerin deren Widerstand befürchtete
(Urk. 6/78 S. 3). Heute ist er mit der (nunmehr gelebten) Ausdehnung des Wo-
chenendbesuchsrechts jedoch einverstanden (Urk. 19 S. 2, 5 f.) und diese ist
denn auch, wie erwähnt, dem Kindeswohl dienlich.
- 19 -
Zusammengefasst erweist sich die vorinstanzliche Wochenendbesuchsrechtsre-
gelung von Freitagabend bis Montagmorgen mit den in der Regel neutralen Über-
gabeorten als angemessen und ist auch praktikabel, weshalb sie in diesbezügli-
cher Abweisung der Berufung der Gesuchstellerin zu bestätigen ist.
2. Ferien- und Feiertagebesuchsrecht
2.1. Die Vorinstanz räumte dem Gesuchsteller ab November 2017 ein  in der ersten Woche der Frühlingsferien, in den ersten zwei Wochen
der Sommerferien sowie in der ersten Woche der Herbstferien ein, jeweils ab
Freitag nach Abschluss des Tanzunterrichts (ansonsten ab 18.00 Uhr) bis Ende
der Woche(n), Freitag 18.00 Uhr (Urk. 2 S. 31, Dispositivziffer 3, Abschnitt 1, Ali-
nea 1-3). Dies blieb unangefochten (vgl. Urk. 1 S. 2 f.).
Weiter räumte der erstinstanzliche Richter dem Gesuchsteller ein Ferienbesuchs-
recht an Ostern ab Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Dienstag nach Ostern, 8.00
Uhr, sowie an Weihnachten ab 25. Dezember, 18.00 Uhr, bis 26. Dezember,
18.00 Uhr, ein (Urk. 2 S. 31, Dispositivziffer 3, Abschnitt 1, Alinea 4 und 5 ).
Die Übergabemodalitäten regelte die Vorinstanz dahingehend, dass die Gesuch-
stellerin die Kinder jeweils freitags pünktlich in den Tanzunterricht zu bringen ha-
be, wo sie der Gesuchsteller nach Abschluss des Tanzunterrichts pünktlich abzu-
holen habe. Am Dienstag nach Ostern habe der Gesuchsteller die Kinder pünkt-
lich in die Schule bzw. den Kindergarten zu bringen. Während der Tanzschulferi-
en habe die Gesuchstellerin die Kinder jeweils freitags vor dem Ferienbesuch so-
wie am Gründonnerstag und 25. Dezember um 18.00 Uhr pünktlich zum C._
zu bringen, wo sie der Gesuchsteller pünktlich abzuholen habe. Während der
Schulferien habe der Gesuchsteller die Kinder am Dienstag nach Ostern um 8.00
Uhr, am 26. Dezember um 18.00 Uhr sowie nach seinen Ferienbesuchen jeweils
freitags 18.00 Uhr pünktlich zum C._ zu bringen, wo sie die Gesuchstellerin
pünktlich abzuholen habe (Urk. 2 S. 31 f., Dispositivziffer 3, Abschnitte 2 und 3).
Sodann wurde auch der Gesuchstellerin ab November 2017 ein Ferienbesuchs-
recht eingeräumt, nämlich je die zweite Woche der Frühlings- und Herbstferien
- 20 -
(ab Freitag, ab 18.00 Uhr, bis Ende dieser Wochen, Freitag, 18.00 Uhr), was nicht
angefochten wurde (Urk. 1 S. 3), sowie die letzten zwei Wochen der Sommerferi-
en. In den übrigen Schulferien soll die Gesuchstellerin berechtigt sein, mit den
Kindern die Ferienwochen zu verbringen, habe jedoch das gemeinsame Wochen-
end- und Feiertagsbesuchsrecht des Gesuchstellers sowie der Kinder zu respek-
tieren (Urk. 2 S. 21).
2.2. Die Gesuchstellerin beanstandet das Feiertagebesuchsrecht des  an Ostern und Weihnachten sowie die Übergabeorte bei der Tanzschule,
im Kindergarten und in der Schule. Weiter wünscht sie eine Ausdehnung ihres
zweiwöchigen Sommerferienbesuchsrechts auf drei volle Sommerferienwochen,
ohne Wahrung des Wochenendbesuchsrechts des Gesuchstellers in dieser Zeit.
Praxisgemäss würden Ferienabwesenheiten eines Elternteils mit den Kindern oh-
nehin generell dem Wochenend- und Feiertagsbesuchsrecht des anderen Eltern-
teils vorgehen (Urk. 1 S. 2 f., 14 ff.). Der Gesuchsteller akzeptiert die vor-
instanzliche Ferien- und Feiertagebesuchsrechtsregelung. Diese sei denn auch
nicht neu und dehne das Besuchsrecht auch nicht aus, sondern konkretisiere
bloss die eheschutzrichterliche Regelung (Urk. 19 S. 7 f.).
2.3. a) Im Rahmen der eheschutzrichterlichen Regelung vom 10. Juli 2014 wurde der Gesuchsteller berechtigt, die Kinder an Ostern und am zweiten Weih-
nachtstag (26. Dezember) auf Besuch zu nehmen und sie ausserdem (ab schul-
pflichtigem Alter) für vier Wochen jährlich auf eigene Kosten mit sich in die Ferien
zu nehmen (Urk. 6/5/36 S. 4, Dispositivziffer 3.2).
Mit Blick auf die schweren Kommunikationsschwierigkeiten der Parteien präzisier-
te die Vorinstanz diese Regelung. Lediglich betreffend Weihnachten wurde eine
geringfügige Ausdehnung (vom 25. Dezember, 18.00 Uhr, bis 26. Dezember,
18.00 Uhr) vorgenommen.
b) Weil die beiden Kinder einen guten Kontakt zum Vater pflegen und ihn gerne sehen, steht der Regelung eines ausgedehnten Ferien- und Feiertagebesuchs-
rechts in Anlehnung an die eheschutzrichterliche Regelung nichts entgegen. Dass
die Kinder bisher offenbar keine (oder nur kurze) Ferien mit dem Gesuchsteller
- 21 -
verbrachten (Urk. 2 S. 27 oben; Urk. 1 S. 13), spielt mit Blick auf die gute Vater-
Kinder-Beziehung und das gemäss Eheschutzentscheid vom 10. Juli 2014 jährlich
eingeräumte vierwöchige Ferienbesuchsrecht (Urk. 6/5/36 S. 4) denn auch keine
entscheidende Rolle. Weitere Abklärungen waren (und sind) nicht zu treffen. Zu-
recht erachtete die Vorinstanz demgegenüber eine Ferienbetreuung durch den
Gesuchsteller im Umfang von fünf Wochen jährlich als, jedenfalls im Rahmen des
vorsorglichen Massnahmenverfahrens, etwas zu ausgedehnt, dies im Hinblick auf
das Alter der Kinder und da die Kinder offenbar bisher keine Ferien mit dem Ge-
suchsteller verbracht hätten (Urk. 2 S. 27). Zudem hatten die anwaltlich vertrete-
nen Parteien vor Vorinstanz genügend Möglichkeiten, um sich auch zum Feierta-
ge- und Ferienbesuchsrechts (gegebenenfalls von sich aus, auch nach den
Sommergerichtsferien) zu äussern (vgl. demgegenüber: Urk. 1 S. 12 f.).
Die Gesuchstellerin führt im Rahmen ihrer Berufung neu aus, sie verbringe die
Sommerferien mit den Kindern jeweils in Spanien bei ihrer Familie und Freunden
in ihrem Herkunftsdorf. Dies sei eine lange und teure Reise. Dafür seien ihr drei
volle Sommerferienwochen zuzugestehen. Mit der vorinstanzlichen Regelung,
und insbesondere unter Wahrung des Wochenendbesuchsrechts des Gesuchstel-
lers auch in den Ferien, sei solches jedoch nicht mehr möglich, was nicht im Kin-
deswohl liege (Urk. 1 S. 15). Der Gesuchsteller beantragte im Rahmen seiner
letzten Stellungnahme vor Vorinstanz vom 28. Juli 2017 lediglich die ersten zwei
Wochen der Sommerferien für sich. Zu den Ferien der Gesuchstellerin äusserte
er sich nicht (Urk. 6/78 S. 2). Es ist in der Regel denn auch nicht üblich, auch die
Ferien des obhutsberechtigten Elternteils zu regeln, wie dies die Vorinstanz mit
Blick auf die Streitereien der Parteien zwecks Vermeidung von Konflikten (vgl.
Urk. 2 S. 28) getan hat. Es kann daher davon ausgegangen werden, dass sich die
Gesuchstellerin erst durch den angefochtenen Entscheid zu einer Äusserung be-
treffend ihr eigenes Ferienrecht mit den Kindern veranlasst sah. Ihre neuen Vor-
bringen stellen daher zulässige Noven dar (Art. 317 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 99
Abs. 1 BGG analog). Die Vorbringen der Gesuchstellerin sind nachvollziehbar und
es liegt im Wohl der Kinder, wie bis anhin (längere) Ferien im Herkunftsland ihrer
Mutter zu verbringen. Im Übrigen haben sich die Parteien offenbar mit Hilfe der
Beiständin bezüglich der Sommerferien 2018 bereits ungefähr in diesem Sinne
- 22 -
geeinigt (Urk. 19 S. 8; Urk. 26 S. 4; Urk. 21/1). Der angefochtene Entscheid ist
daher dahingehend abzuändern, dass der Gesuchstellerin die letzten drei Wo-
chen der Sommerferien, wie beantragt (Urk. 1 S. 3), ab Montagmorgen, 8.00 Uhr,
bis und mit Sonntagabend der fünften Sommerferienwoche zuzugestehen sind.
Wie sich die Ferienbesuchsregelung der Vorinstanz in den diesjährigen Sommer-
ferien auswirken würde (vgl. Urk. 1 S. 14 f.; Urk. 19 S. 8; Urk. 26 S. 4), kann somit
dahin gestellt bleiben.
Ansonsten bleibt es bei der vorinstanzlichen Regelung, insbesondere auch bei
der mitangefochtenen Dispositivziffer 4, Abschnitt 2, wonach die Gesuchstellerin
in den übrigen Schulferien berechtigt sein soll, mit den Kindern die Ferienwochen
zu verbringen, wobei sie jedoch das gesamte Wochenend- und Feiertagsbe-
suchsrecht des Gesuchstellers sowie der Kinder zu respektieren hat, zumal die
Ferienwochen beider Parteien mit den Kindern jeweils von Freitag, 18.00 Uhr, bis
Ende dieser Ferienwoche, Freitag, 18.00 Uhr, andauern (Urk. 2 Dispositivziffer 3,
Abschnitt 1, Alinea 1-3, und Dispositivziffer 4, Abschnitt 1, Alinea 1-3). Dass pra-
xisgemäss das Ferien- und Feiertagebesuchsrecht dem Wochenendbesuchsrecht
vorgeht, ändert daran nichts. In Anbetracht der vorliegenden Umstände erscheint
die vorinstanzliche Regelung vielmehr angemessen.
c) Die Gesuchstellerin kritisiert weiter, die vorinstanzlich getroffene  an Ostern und Weihnachten entspreche nicht einer gerichtsübli-
chen alternierenden Regelung und führe zudem zum unannehmbaren Ergebnis,
dass sie nie mehr zusammen mit den Kindern Ostern und Weihnachten feiern
könne.
Zwar wurde bereits im Rahmen des Ehschutzentscheides vom 10. Juli 2014 vor-
gesehen, dass der Gesuchsteller berechtigt sei, die Kinder an Ostern und am
zweiten Weihnachtstag (26. Dezember) auf Besuch zu nehmen (Urk. 6/5/36 S. 4,
Dispositivziffer 3.2). Zudem beantragte der Gesuchsteller im Rahmen seiner Ein-
gabe vom 28. Juli 2017, wozu sich die Gesuchstellerin nicht mehr vernehmen
liess, ein Feiertagebesuchsrecht an Ostern von Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis
Ostermontag, 18.00 Uhr, sowie an Weihnachten, vom 25. Dezember, 18.00 Uhr,
bis 26. Dezember, 18.00 Uhr (Urk. 6/78 S. 2). Allerdings kann es nicht im Kindes-
- 23 -
wohl liegen, dass die Kinder die Feiertage, insbesondere Ostern und Weihnach-
ten, jeweils nur noch mit einem Elternteil verbringen dürfen. Dementsprechend
sehen die gerichtsüblichen Regelungen denn auch stets ein jährlich alternieren-
des Feiertagebesuchsrecht vor. Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb vorliegend
davon abzuweichen wäre. Mit Blick auf die in Kinderbelangen herrschende Offizi-
al- und Untersuchungsmaxime ändert daran auch die fehlende Bestreitung der
Anträge des Gesuchstellers durch die Gesuchstellerin vor Vorinstanz nichts.
Vielmehr rechtfertigt sich folgende, gerichtsübliche alternierende, an die Proble-
matik der gegenständlichen Verhältnisse angepasste Regelung: Der Gesuchstel-
ler ist zu berechtigen, die Kinder in geraden Jahren jeweils am Weihnachtstag
(25. Dezember) und am Neujahrstag (1. Januar), in ungeraden Jahren am zwei-
ten Weihnachtstag (26. Dezember) und am zweiten Neujahrstag (2. Januar) je-
weils von 9.00 Uhr bis 21.00 Uhr (vgl. Urk. 1 S. 17 oben, gemäss dem, dem Kin-
deswohl entsprechenden Vorschlag der Gesuchstellerin) sowie in geraden Jahren
über Ostern, ab Gründonnerstag, 18.00 Uhr, bis Dienstag nach Ostern, 8.00 Uhr,
und in ungeraden Jahren von Pfingstsamstag, 9.00 Uhr, bis Dienstag nach
Pfingsten, 8.00 Uhr, auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu neh-
men.
Ungeachtet des Wochenendbesuchsrechts des Gesuchstellers ist die Gesuchstel-
lerin sodann zu berechtigen, die Kinder in geraden Jahren am zweiten Weih-
nachtstag (26. Januar) und am zweiten Neujahrstag (2. Januar), in ungeraden
Jahren am Weihnachtstag (25. Dezember) und am Neujahrstag (1. Januar) sowie
in ungeraden Jahren über Ostern (ab Gründonnerstag bis und mit Ostermontag)
und in geraden Jahren an Pfingsten (ab Pfingstsamstag bis und mit Pfingstmon-
tag) bei sich zu haben. Nachdem die Vorinstanz im Dispositiv die Ferien der Ge-
suchstellerin explizit festgehalten hat, sind nunmehr auch ihre Feiertage im Dis-
positiv aufzuführen. Anzumerken bleibt, dass eine Trennung der Eltern selbstre-
dend immer auch eine Anpassung des bisherigen Familienlebens mit sich bringt
(vgl. Urk. 1 18). Wie beim Wochenendbesuchsrecht erscheint es, insbesondere
auch beim Feiertagebesuchsrecht über Ostern und Pfingsten, zwecks Vermei-
dung/Minimierung von direkten Kontakten zwischen den Parteien, angebracht,
- 24 -
dass der Gesuchsteller die Kinder jeweils am Dienstagmorgen, nach Ostern und
Pfingsten, direkt in den Kindergarten bzw. die Schule bringt.
Wie vorstehend beim Wochenendbesuchsrecht dargetan, erweisen sich schliess-
lich auch hier die von der ersten Instanz vorgesehenen Übergabeorte bei der
Tanzschule und im Kindergarten bzw. in der Schule und bei Tanzschul- und
Schulferien beim C._ als sinnvoll und praktikabel und sind zu übernehmen.
3. Kindesschutzmassnahmen
3.1. Gemäss dem von der KESB Bülach Nord in Auftrag gegebenen  vom 16. Januar 2018 werden verschiedene Kindesschutzmass-
nahmen empfohlen. Einerseits soll zusätzlich zur bestehenden Besuchsrechtsbei-
standschaft eine Erziehungsbeistandschaft eingesetzt werden. Andererseits sei
bezüglich D._ eine psychiatrisch/psychologische Abklärung bei einer ambu-
lanten Anlaufstelle notwendig, um mehr über D._s Schwierigkeiten und de-
ren Ursache zu erfahren und sie dabei gezielt unterstützen zu können. Zudem soll
D._ weiterhin durch ihren Therapeuten Hr. J._ unterstützt werden. Auf-
grund der altersentsprechenden Entwicklung von E._ werden für sie zurzeit
keine spezifischen Unterstützungsmassnahmen empfohlen. Sodann wird für die
Kindseltern die Anordnung einer sozialpädagogischen Familienbegleitung sowie
eine Mediation/Beratung empfohlen (Urk. 18 S. 15 f.).
3.2. Hat das Gericht, das für die Ehescheidung oder den Schutz der ehelichen Gemeinschaft zuständig ist, die Beziehungen der Eltern zu den Kindern zu gestal-
ten, so trifft es auch die nötigen Kindesschutzmassnahmen und betraut die Kin-
desschutzbehörde mit dem Vollzug (Art. 315a Abs. 1 ZGB). Die Kindesschutzbe-
hörde bleibt jedoch befugt, ein vor dem gerichtlichen Verfahren eingeleitetes Kin-
desschutzverfahren weiterzuführen bzw. die zum Schutz des Kindes sofort not-
wendigen Massnahmen anzuordnen, wenn sie das Gericht voraussichtlich nicht
rechtzeitig treffen kann (Art. 315a Abs. 3 ZGB).
Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens ist die detailgetreue Rege-
lung des persönlichen Verkehrs des Gesuchstellers mit den Kindern. In diesem
- 25 -
Zusammenhang - und auch mangels akuter Gefährdung des Kindeswohl ansons-
ten - drängen sich keine weiteren Kindesschutzmassnahmen auf. Anlass für die
von der KESB Bülach Nord in Auftrag gegebene Intensivabklärung war, wie be-
reits erwähnt, eine Gefährdungsmeldung durch den Gesuchsteller, wonach die
Kinder von der Gesuchstellerin und von den Grosseltern mütterlicherseits ge-
schlagen würden (Urk. 18 S. 1 unten). Gemäss dem Intensivabklärungsbericht
konnten jedoch keine Anzeichen und Merkmale von Gewaltanwendungen gegen-
über den Kindern festgestellt werden, weder durch die Parteien noch durch die
Grosseltern väterlicher- oder mütterlicherseits (Urk. 18 S. 13). Somit erwies sich
der Anlass für die Abklärung als unbegründet. Betreffend die jüngere Tochter
E._ werden keine Kindesschutzmassnahmen empfohlen (Urk. 18 S. 15).
Laut dem Abklärungsbericht sei es im Übrigen schwierig, einen unmittelbaren Zu-
sammenhang zwischen den Schwierigkeiten von D._ und den Elternkonflik-
ten herzustellen (Urk. 18 S. 11, Ziffer 1). Die Frage nach den Ursachen und Lö-
sungen für D._s Schwierigkeiten und in diesem Zusammenhang die für
D._ empfohlene psychiatrische/psychologische Abklärung sprengen jeden-
falls den Gegenstand des vorliegenden Berufungsverfahrens. Diese Ansicht ver-
tritt im Übrigen auch die Gesuchstellerin (Urk. 26 S. 6) und sinngemäss wohl auch
der Gesuchsteller, welcher sich nicht zum Intensivabklärungsbericht äusserte.
Auch die allfällige Anordnung einer Erziehungsbeistandschaft bleibt der Vo-
rinstanz im Rahmen der Fortführung des Scheidungsverfahrens anheim gestellt.
Es bleibt jedoch darauf hinzuweisen, dass kein Anlass besteht und auch nicht gel-
tend gemacht wurde, an der grundsätzlichen Erziehungsfähigkeit der Eltern zu
zweifeln (Urk. 18 S. 12). Das Problem liegt einzig im eskalierten Paarkonflikt, wel-
cher mit der vorliegenden Besuchsrechtsregelung entschärft werden dürfte.
Die KESB Bülach Nord wird ausserdem das von ihr eingeleitete Kindesschutzver-
fahren, insbesondere im Zusammenhang mit einer allfälligen psychologischen
Abklärung von D._, allenfalls weiterführen können. Eine Psychotherapie
wurde von der Vorinstanz für D._ gemäss Verfügung vom 1. Juni 2017 be-
kanntlich bereits angeordnet und K._ mit deren Durchführung betraut (vgl.
Urk. 6/67 S. 8, Dispositivziffer 2). Diese Therapie ist seit Juni 2017 im Gang (vgl.
- 26 -
Urk. 18 S. 9 unten). Diesbezügliche Weiterungen erübrigen sich mithin vorliegend
ebenfalls.
Im Rahmen der vorinstanzlichen Verfügung vom 1. Juni 2017 wurde davon Vor-
merk genommen, dass die Parteien eine Mediation/Beratung bei dipl. psych.
L._ zur Verbesserung der Kommunikation zwischen den Parteien und damit
Verbesserung des Kindeswohls absolvieren. Dabei wurde diese Mediati-
on/Beratung vorerst auf 10 Sitzungen beschränkt und die Kostenübernahme
einstweilen geregelt (Urk. 6/67 S. 8, Dispositivziffer 3). Die Parteien haben diese
Mediation zwar angefangen, jedoch kurz darauf wieder abgebrochen (Urk. 18 S. 7
oben; Urk. 6/83). Es erscheint nicht sinnvoll und kaum erfolgversprechend, nun-
mehr im Rahmen des vorliegenden Berufungsverfahrens erneut eine solche
Massnahme anzuordnen. Im Übrigen wies selbst die Vorinstanz den Antrag der
Beiständin auf Anordnung einer sozialpädagogischen Übergabebegleitung ab,
weil eine solche von beiden Parteien abgelehnt werde und nicht erfolgsverspre-
chend sei, nachdem eine Mediation/Beratung, die auch die geordnete Übergabe
der Kinder im Blickfeld hatte, habe abgebrochen werden müssen. Zudem wäre
solches mit Blick auf die anfallenden Kosten angesichts der vorliegenden Erfolgs-
prognose nicht verhältnismässig (Urk. 2 S. 19 f., 30).
Sodann ist auch von der Anordnung einer relativ einschneidenden und kostenin-
tensiven sozialpädagogischen Familienbegleitung im vorliegenden Berufungsver-
fahren abzusehen.
Weiterhin bleibt zu erwähnen, dass, wie im Beschluss der Kammer vom 5. De-
zember 2017 erwogen, es im KESB-Verfahren um (dringliche) Kindesschutz-
massnahmen geht, während im vorliegenden Berufungsverfahren Einzelheiten
der Kontaktregelung zwischen dem Gesuchsteller und den beiden Kindern
D._ und E._ von Belang sind. Die beiden Verfahren haben mithin ver-
schiedene Regelungsgegenstände (Urk. 14 S. 9).
Resümiert drängen sich im vorliegenden Berufungsverfahren somit keinerlei wei-
teren Kindesschutzmassnahmen gemäss den Empfehlungen der KESB Bülach
Nord auf.
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Weil jedoch der Erlass von Kindesschutzmassnahmen erwogen wurde, ist auch
die Anordnung einer Vertretung der Kinder zu prüfen (Art. 299 Abs. 2 Bst. c Ziff. 2
ZPO). Eine solche Kindervertretung erscheint jedoch, jedenfalls im Rahmen des
vorliegenden Berufungsverfahrens, worin es im Wesentlichen um die detailge-
treue Regelung des persönlichen Verkehrs mit einer leichten Ausdehnung des-
selben geht, nicht notwendig. Es sind insbesondere keine wichtigen Fragen des
persönlichen Verkehrs an sich zu regeln (vgl. Art. 299 Abs. 2 Bst. a Ziff. 3 ZPO).
Allenfalls wird sich die Vorinstanz im Hauptverfahren die Anordnung einer Kinder-
vertretung zu überlegen haben.
C. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Die Vorinstanz sah in ihrem Entscheid über vorsorgliche Massnahmen von der Festsetzung von Gerichtskosten ab (Urk. 2 S. 32; Art. 104 Abs. 1 und 3 ZPO).
2. Die Gerichtsgebühr des Berufungsverfahrens ist, insbesondere mit Blick auf den Umstand, dass auch über die Gewährung der aufschiebenden Wirkung samt
Wiedererwägung zu entscheiden war (vgl. Urk. 7 und Urk. 14), auf Fr. 4'000.–
festzusetzen (§ 5 Abs. 1 i.V.m. § 6 Abs. 1, § 8, § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG). Es
rechtfertigt sich, die Gerichtskosten, mit Blick auf die einzig im Streit liegenden
Kinderbelange im engeren Sinne, den Parteien praxisgemäss je hälftig aufzuerle-
gen, zumal davon ausgegangen werden kann, dass beide Parteien gute Gründe
für ihre Standpunkte hatten (Art. 107 Abs. 1 lit. c ZPO). Dementsprechend sind
keine Parteientschädigungen festzulegen bzw. diese wettzuschlagen.
3. Die Gerichtskosten sind aus dem von der Gesuchstellerin geleisteten  in der Höhe von Fr. 4'000.– zu beziehen (Urk. 14 und Urk. 15). Der
Gesuchsteller hat der Gesuchstellerin den Vorschuss im Umfang von Fr. 2'000.–
zu ersetzen (Art. 111 Abs. 2 ZPO).