# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f05900c6-f8f8-40d5-9e3e-328907794f5f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die Ehegatten X. und Y. leben seit März 2009 getrennt. Aus ihrer Ehe gingen die beiden gemeinsamen Söhne Z., geboren am 8. Februar 1996, und V., geboren am 4. September 1998, hervor. In einem vor Bezirksgerichtspräsidium A. hängigen Eheschutzverfahren einigten sich die Ehegatten unter anderem darauf, die beiden Kinder für die Dauer der Trennung unter die Obhut und Pflege der Mutter zu stellen. Dem Vater wurde ein Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt. Mit Eheschutzverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums A. vom 10. Juni 2009 wurde die von den Ehegatten getroffene Vereinbarung richterlich genehmigt. Die getroffene Regelung wurde in der Folge nicht umgesetzt und die beiden Söhne verblieben unter der Obhut des Vaters.
Am 9. Juli 2009 wandte sich X. erstmals telefonisch an die Vormundschaftsbehörde A.. Mit Eingabe vom 15. September 2009 ersuchte sie die Vormundschaftsbehörde A. sodann schriftlich um Unterstützung beim Vollzug der eheschutzrichterlichen Obhutsregelung und beantragte in diesem Zusammenhang die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 ZGB für ihre beiden Söhne, wobei sie mehrere Personen vorschlug, welche für diese Aufgabe in Frage kämen.
Mit Schreiben vom 30. September 2009 gelangte X. mit dem Antrag um Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft gemäss Art. 308 ZGB bzw. um Intervention bei der Vormundschaftsbehörde an den Bezirksgerichtsausschuss A. als erstinstanzliche Aufsichtsbehörde in Vormundschaftssachen. Dieser teilte mit Schreiben vom 5. Oktober 2009 mit, es liege kein gültiger Anfechtungsgegenstand vor. Im Weiteren bestehe derzeit keine Veranlassung, bei der Vormundschaftsbehörde zu intervenieren.
Am 20. Oktober 2009 wandte sich X. wiederum schriftlich an die Vormundschaftsbehörde A. und forderte die Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft bis spätestens Ende Oktober 2009.
B. Mit Schreiben vom 12. November 2009 erhob X. beim Kreisamt B. Beschwerde gegen die Vormundschaftsbehörde A. bezüglich Nichtvollzugs ihres Antrages um Errichtung einer Erziehungsbeistandschaft für ihre beiden Söhne vom 15. September 2009. Diese wurde am 13. November 2009 über den Präsidenten des Vormundschaftsverbandes A. an die Vormundschaftsbehörde A. weitergeleitet, welche die Beschwerde schliesslich am 25. November 2009,
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nachdem die Vormundschaftsbehörde diesbezüglich am 18. November 2009 ein Gespräch mit X. geführt hatte, dem zuständigen Bezirksgerichtsausschuss A. überwies. Die Vormundschaftsbehörde A. nahm am 30. Dezember 2009 zur Sache Stellung und stellte Antrag auf Abweisung der Beschwerde unter Kostenfolge.
Am 26. Januar 2010 fand die Hauptverhandlung vor Bezirksgerichtsausschuss A. statt. X. liess folgende Anträge stellen:
„1. Es sei die Rechtsverweigerung der Vormundschaftsbehörde hinsichtlich der Behandlung des Antrags der Beschwerdeführerin auf Einsetzung eines Beistandes zum Vollzug der vom Eheschutzrichter verfügten elterlichen Obhut festzustellen.
2. Die Vormundschaftsbehörde sei anzuweisen, unverzüglich eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 2 ZGB zum Vollzug der elterlichen Obhut über die [Kinder] Z., geb. 8. Februar 1996, und V., geb. 4. September 1998, zu errichten, und zwar in der Person von W..
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. MWSt.) zu Lasten der Vormundschaftsbehörde A..“
Die Vormundschaftsbehörde wiederholte ihren Antrag auf Abweisung der Beschwerde.
C. Mit Urteil vom 26. Januar 2010, mitgeteilt am 10. Februar 2010, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss A. was folgt:
„1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
3. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens vor Bezirksgerichtsausschuss A. von Fr. 1'300.-- (Gerichtsgebühr Fr. 1'000.--, Schreibgebühr Fr. 300.--) gehen zulasten der Beschwerdeführerin und sind mit dem beiliegenden Einzahlungsschein innert 30 Tagen dem Bezirksgericht A. zu überweisen.

## Considerations