# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5dbb2ac5-b300-550c-84b9-f95ad1f7f861
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1966 geborene
X._
arbeitete als Bodenleger und meldete sich am 1
6.
März 1998 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2).
Zur Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse zog die IV-Stelle
B
erichte der behandelnden Ärzte
(
Urk.
7/3-5), einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/11) sowie Arbeitgeberberichte (
Urk.
7/7 und 7/10) bei.
Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
sprach sie dem Ve
rsicherten mit Verfügung vom 6.
November 1998 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zu (
Urk.
7/28 und 7/32).
1.2
Im Rahmen ordentlicher Revisionsverfahren in den Jahren 2000, 2003 sowie 2008 gab der Versicherte jeweils mit ausgefülltem Revisionsformular an, seine Rückenschmerzen hätten sich verschlimmert (
Urk.
7/44, 7/52, 7/69). Mit Mitteilungen vom 2
3.
Mai 2001, 1
7.
November 2003 sowie 20. August 2009
stellte die IV-Stelle einen unveränderten Rentenanspruch des Versi
cherten fest
(
Urk.
7/50, 7/57
, 7/74).
Zudem verneinte sie mit Verfügung vom 1
7.
November 2003 einen Anspruch auf
Hilflosenentschädigung
(Urk. 7/58).
1.3
Mit Schreiben vom
9.
Mai 2012 teilte die IV-Stelle mit, aufgrund einer
Geset
zesänderung
würde
der
Rentenanspruch überprüft (Urk. 7/82). Nach durch
geführtem
Vorbescheidverfahren
stellte sie die dem Versicherten bisher aus
gerichtete ganze Invalidenrente mit Verfügung vom 26. Juni 2012 auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats ein; einer allfälligen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufsc
hiebende Wirkung entzogen (Urk.
7/88).
1.4
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
3.
August 2012 Beschwerde
beim
hiesigen Sozialvers
icherungsgericht (
Urk.
7/100 S.
3).
Die
ses
hiess die Beschwerde mit Urteil vom 1
5.
November 2012 insoweit gut, als die angefochtene Verfügung aufgehoben und die Sache unter
Weiteraus
richtung
der bisherigen Rente an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung zurückgewiesen wurde (
Urk.
7/105). Mit Verfügung vom 25. April 2013 teilte die IV-Stelle in Umsetzung des Urteils mit, die Rente werde ab Aufhebung rückwirkend wieder ausgerichtet (
Urk.
7/109).
1.5
In der Folge zog die IV-Stelle Berichte der behandelnden Ärzte (
Urk.
7/125
und 7/127
) sowie einen Auszug aus dem individuellen Konto (
Urk.
7/126) bei. Zudem veranlasste sie die Erstellung eines polydisziplinären Gutachtens bei der Begutachtungsstelle
Y._ AG
, welche ihr Gutachten am 1
6.
April 2015 erstat
tete (
Urk.
7/152). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 1
3.
Januar 2016 [
Urk.
7/155], Einwand vom 11. Februar 2016 [
Urk.
7/156], Begründung vom 2
3.
April 2016 [
Urk.
7/161]) stellte die IV-Stelle die dem Versicherten bisher ausgerichtete ganze Invalidenrente mit Verfügung vom 2
7.
Mai 2016 auf das Ende des der Zustellung folgenden Monats ein; einer allfälligen dagegen gerichteten Beschwerde wurde die aufschiebende Wirkung entzogen (
Urk.
2 [=
Urk.
7/163]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
2
7.
Juni 2016 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm weiterhin eine ganz
e
Rente der Invalidenversicherung auszurichten, eventua
liter sei ihm eine
Dreiviertelsrente
der Invalidenversicherung und
subeventu
aliter
eine halbe Invalidenrente zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Der Beschwerde lag ein
Outprint
einer eingescannten Vertretungsvollmacht, datierend vom 27. Juni 2016
,
bei (Urk. 4).
Mit Beschwerdeantwort vom
1.
September 2016 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer mit Verfü
gung vom
6.
September 2016 angezeigt wurde (
Urk.
8).
Mit Verfügung vom 27. Februar 2017 wurden der Beschwerdeführer und seine Rechtsvertreterin aufgefordert, eine Vertretungsvollmacht im Original nachzureichen (Urk. 9). Mit Eingabe vom 3. März 2017 (Urk. 11) liess der Beschwerdeführer ein Exemplar einer Vollmacht im Original auflegen (Urk. 12), wobei es sich nicht um das Original der bei den Akten liegenden Vollmacht
eingescannten
(Urk. 4) handelte.
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfo
lgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeho
ben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozi
alversicherungsrechts
;
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentli
che Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Inva
liditätsgrad
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustan
des, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkun
gen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesund
heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn
sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Einspracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditäts
bemessung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.2
Lässt sich eine massgebliche Sachverhaltsänderung als Voraussetzung für eine revisionsweise Rentenherabsetzung oder –
aufhebung
nicht nachweisen, so kann die Verwaltung eine rechtskräftig zugesprochene Rente nur herab
setzen oder aufheben, wenn die Voraussetzungen für eine Wiedererwägung erfüllt sind. Dies ist dann der Fall, wenn sich eine formell rechtskräftige Rentenverfügung, die nicht Gegenstand einer materiellen richterlichen Beur
teilung gewesen ist, als zweifellos unrichtig erweist und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (vgl. Art. 53 Abs. 2 ATSG).
Nach höchstrichterlicher Rechtsprechung ist die zweifellose Unrichtigkeit als Voraussetzung für eine Wiedererwägung nur unter restriktiven Bedingungen zu bejahen, da die Wiedererwägung andernfalls zum Instrument für eine jederzei
tige voraussetzungslose Neubeurteilung von rechtskräftig zugespro
chenen Dau
erleistungen würde (vgl. Urteil des Bundesgerichts I
551/03 vom 30. Dezember 2003 E. 2.2.1). Nicht jede Unrichtigkeit, sondern nur eine qua
lifizierte, offen
sichtliche Unrichtigkeit berechtigt somit zur
wiedererwä
gungsweisen
Herabset
zung oder Aufhebung einer rechtskräftig zugesproche
nen Dauerleistung.
Die Wiedererwägung dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsan
wendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Wür
digung des Sachverhalts (Urteil des Bundesgerichts 8C_33/2011 vom 16. Mai 2011 E. 2.2). Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine
Leistungszusprache
aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener
Rechtsre
geln
erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig an
gewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt, deren Beurteilung notwen
digerweise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die Beurteilung einzelner Schritte bei der Feststellung solcher Anspruchsvo
raussetzungen (Invaliditätsbemessung, Arbeitsunfähigkeitsschätzung, Beweis
-
würdigung, Zumutbarkeitsfragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeitpunkt der rechtskräf
tigen
Leistungszuspre
chung
darboten, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtig
keit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein ver
nünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss - derjenige auf die Unrichtigkeit der Verfügung - denk
bar. Insbeson
dere ist eine auf keiner nachvollziehbaren ärztlichen Einschätzung der mass
geblichen Arbeitsfähigkeit beruhende Invaliditätsbemessung nicht
rechts
konform
und die entsprechende Verfügung zweifellos unrichtig im
wie
derer
wägungsrechtlichen
Sinne (Urteil des Bundesgerichts 8C_33/2011 vom 16. Mai 2011 E. 2.2 mit Hinweisen).
Sind die Wiedererwägungsvoraussetzungen gemäss
Art.
53
Abs.
2 ATSG erfüllt, ist auf die entsprechende Entscheidung zurückzukommen und es ist unter Berücksichtigung der
aktuell
massgebenden Umstände ein neuer Ent
scheid zu fällen. Mit anderen Worten ist der Rentenanspruch ex
nunc
et pro
futuro
ohne Bindung an die ursprüngliche Verfügung in all seinen Teilen neu zu beurteilen (BGE 140 V 514 E. 5.2).
1.3
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung;
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch
zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des
Beweiswer
tes
eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten,
4
. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen, bei der
Rentenzusprache
im Jahr 1998 sei die IV-Stelle von einem
Valideneinkommen
von Fr. 197‘000.- und einem Invalideneinkommen von
Fr.
50‘000.- ausgegan
gen, weshalb ein IV-Grad von 74
% resultiert
habe
. Der Beschwerdeführer sei bis am
8.
Mai 1996 beim Unternehmen
Z._
Unterlagsböden
angestellt gewesen
, bei dem er im Jahr 1995 ein Einkommen von
Fr.
197‘000.- erzielt
habe
. Er habe das Arbeitsverhältnis aufgelöst, weil er sich selbständig gemacht habe.
Ab dem 1. Mai 1996 sei der Beschwerdeführer bei der eigenen GmbH angestellt gewesen. Am 1
9.
September 1996 sei er schliesslich arbeitsunfähig geworden. Da er auch als gesunde Person nicht mehr bei der
Firma
Z._
gearbeitet hätte, hätte beim
Valideneinkommen
nicht
auf das Einkommen vom Jahr 1995 in der Höhe
von
Fr.
197‘000.-
abgestützt
werden dürfen.
Damit
liege ein Wiedererwägungsgrund vor.
Richtigerweise hätte das
Valideneinkommen
auf Fr. 132‘000.- und das Invalideneinkommen auf
Fr.
120‘000.- festgesetzt werden müssen, womit ein Invaliditätsgrad von 9
%
resultiert
hätte
.
Aus dem Gutachten gehe hervor,
dass
der Beschwerdeführer
in einer angepass
ten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei.
In der heutigen Situation würde er bei guter Gesundheit einer selbständigen Arbeitstätigkeit nachge
hen. Da jedoch keine verlässlichen Angaben darüber bestünden, wie hoch sein Einkommen aus dieser Tätigkeit wäre, seien die Zahlen der LSE-Tabellen heranzuziehen und von einem
Valideneinkommen
von Fr. 91‘677.45 auszu
gehen. Beim Invalideneinkommen sei von den gleichen Tabellenwerten aus
zugehen, wobei sich aufgrund dessen, dass er selber nicht mehr als Bodenle
ger arbeiten könne, ein Abzug von 10
%
rechtfertige.
Damit resultiere ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 10
%
(
Urk.
2).
2.2
Demgegenüber bringt der Beschwerdeführer
im Wesentlichen
vor,
die
Invalidi
tätsbemessung
der Beschwerdegegnerin sei falsch. Bei Eintritt des Gesundheitsschadens hätten ihm als
Valideneinkommen
ein Lohn von Fr. 143‘000.- sowie zusätzlich dazu ein hypothetischer Unternehmensgewinn angerechnet werden müssen. Da der Unternehmensgewinn nicht beziffert werden könne, sei das im Jahr 1995 erzielte Einkommen von
Fr.
197‘000.- heranzuziehen, womit dieses nicht als offensichtlich falsch bezeichnet wer
den könne. Zumindest hätte jedoch das
gemäss IK-Auszug
über einen län
geren Zeitraum erzielte Durchschnittseinkommen von
Fr.
160‘056.- als
Vali
deneinkommen
eingesetzt werden müssen.
Im Revisionszeitpunkt könne beim
Valideneinkommen
nicht auf die LSE-Tabellen abgestellt werden, da er bei guter Gesundheit selbständig erwerbend wäre. Daher müssten die statistischen Einkommenszahlen des Inhabers einer
Bodenlegerfirma
nach 20 Jahren eruiert werden oder es sei zumindest vom vorher erzielten durchschnittlichen Einkommen auszugehen und dieses der Teuerung anzupassen. Beim Invalideneinkommen sei die Beschwerdegegnerin zu Unrecht von einem statistischen Tabellenlohn eines Geschäftsführers aus
gegangen. Der Beschwerdeführer verfüge über keinen Lehrabschluss, auch nicht als Bodenleger. Er sei weder intellektuell noch sprachlich in der Lage, qualifizierte Büroarbeiten zu erledigen. Daher könne nicht vom
Kompetenz
niveau
3 ausgegangen werden. Vielmehr sei auf das Kompetenzniveau 1 abzustellen. Damit resultiere ein Invaliditätsgrad von
mindestens
50
%
(
Urk.
1).
3.
3.1
Im Sprechstundenbericht der
A._
Klinik vom
7.
November 1997 wurde ausgeführt, es sei eine Verlaufskontrolle
aufgrund
anhaltende
r
tief lumbale
r
Beschwerden bei Status nach
Hemilaminektomie
L5/S1
rechts vom 28. Februar 1997 wegen einer grossen Diskushernie durchgeführt worden. Die präoperativen Ischialgien
am
rechten Bein seien nicht mehr vorhanden. Es bestünden jedoch noch tief lumbale belastungsabhängige Beschwerden, auch nach längerem Sitzen. Empfohlen würden ein Stabilisationsprogramm sowie das Vermeiden der ungünstigen Haltung als Bodenleger. Es sollten nur noch rückenschonende Arbeiten, bei abwechselnd stehenden und sitzenden Positionen, ausgeführt werden. In einer angepassten Tätigkeit sei der Patient vollständig arbeitsfähig (
Urk.
7/1).
3.2
Am 2
8.
März 1998 gab der behandelnde Hausarzt gegenüber der IV-Stelle an, der Versicherte k
önne nur noch abwechslungsreich
e Tätigkeiten mit Wechsel zwischen Sitzen und Stehen ausüben. Als Bodenleger sei er zu 100 % arbeitsunfähig (
Urk.
7/4).
Im Arztbericht der
A._
Klinik vom 1
5.
Mai 1998 wurde
ebenfalls
ausgeführt, der Patient könne keine
schwer
körperlichen
und mittelschwerkörperlichen Arbeiten mehr ausführen. In einer angepassten Tätigkeit sei er zu 75
%
– 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/3 S. 3).
3.3
In der Folge wurde dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom
6.
November
1998 eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen (
Urk.
7/32).
4.
Im polydisziplinären Gutachten vom 1
6.
April 2015 wurden folgende Diagno
sen mit
Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit aufgeführt (Urk. 7/152 S.
37):
-
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom mit/bei:
-
Status nach
Hemilaminektomie
L5/S1 rechts wegen grosser
Dis
kushernie
am 28.2.1997
-
erosiver
Osteochondrose
L4/L5
-
aktuell ohne
radikuläre
Ausfallsymptomatik
-
schwere USG-Arthrose beidseits, rechtsbetont mit:
-
Status nach
Calcaneus
-Fraktur beidseits am 11.6.1999
-
Status nach Schraubenosteosynthese und
Spongiosaplastik
beid
seits am 22.6.1999
-
Status nach Metallentfernung rechts 2000
-
Status nach Metallentfernung links 2012
-
aktuell schmerzhaft eingeschränkte Fussbeweglichkeit beidseits.
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden folgende genannt (Urk. 7/152 S. 38):
-
essentielle arterielle Hypertonie, medikamentös eingestellt
-
Dupuytren’sche
Kontraktur Strahl IV links
Im rheumatologischen Teilgutachten wurde ausgeführt, der Explorand beklage sich über Schmerzen im Rücken und in den Füssen. Die Rücken
schmerzen seien bandförmig und würden nicht in die Beine ausstrahlen. Am Morgen habe er jeweils Anlaufschmerzen und nachts könne er nur auf der Seite liegen. Sonst könne er ein bis zwei Stunden sitzen oder ein bis zwei Stunden stehen und abwechslungsweise laufen. Vor allem in der Nacht habe er Fussschmerzen (
Urk.
7/152 S. 25).
Der begutachtende Rheumatologe schilderte, der Explorand betrete das Zim
mer in flüssigem Gang,
normalschrittig
und nicht hinkend.
Sein
Verhalten sei unauffällig und er gebe freimütig Auskunft.
Hinweise auf Aggravation oder Simulation würden
keine
vorliegen. Die Wirbelsäuleninspektion zeige eine abgeflachte Lendenwirbelsäule, deren Beweglichkeit allseitig zu 1/3 ein
geschränkt sei.
Bei den Gelenken der oberen Extremitäten würden sich weder Atrophien noch Schwellungen zeigen. Beide Schultergelenke seien frei und schmerzlos beweglich. Auch die Beweglichkeit der Hand- und Fingergelenke sei nicht eingeschränkt.
B
ei den Gelenken der unteren Extremitäten seien weder Atrophien noch Schwellungen feststellbar. Die Flexion der Hüfte sei bis zu 120° möglich. Die Rotation sei beidseits nach aussen zu 1/3 schmerz
los eingeschränkt. Bei den Sprunggelenken stehe das rechte in einer
Valgus
stellung
und sei mehr als das linke deformiert.
Der
Rückfuss
sei verbreitert. Das obere Sprunggelenk
zeige eine Extension von 30° und eine Flexion von 40°. Die Supination und die Pronation seien im oberen Sprunggelenk zu 2/3 und im unteren zu 1/3 schmerzhaft eingeschränkt. Links sei der
Rückfuss
ebenfalls verbreitert und der
C
a
lcaneus
sei beidseitig
druckdolent
(
Urk.
7/152 S. 26).
Die radiologischen Untersuchungen zeigten eine
erosive
Osteochondrose
L4/5 mit spondylotischer Reaktion. Das Segment L5/S1 sei ebenfalls eingeengt. Die Bandscheibe L3/4 sei unauffällig, aber die Wirbelkörper würden spondy
lotische Reaktionen zeigen. Im oberen Sprunggelenk links sei keine Arthrose erkennbar, hingegen sei eine schwere destruierende Arthrose zwischen Talus und
Calcaneus
zu sehen. Die Knochenstruktur des
Calcaneus
bei Status nach Fraktur sowie Schraubenosteosynthese und
Spongiosaplastik
sei schummerig. Das rechte obere Sprunggelenk sei frei von Arthrose, es würden sich aber im
Subtalargelenk
massive Degenerationen mit schwerster Arthrose zeigen (
Urk.
7/152 S. 27).
Der Gutachter führte weiter aus, der Explorand gebe insgesamt zwei Prob
leme an, einerseits bandförmige Rückenschmerzen, andererseits beidseitige Fussschmerzen.
Die
bei den
radiologischen Abklärungen erkennbare
erosive
Osteochondrose
L 4/5 würde die bandförmigen Rückenschmerzen erklären. Klinisch bestünden keine
spondylogenen
oder sogar
radikulären
Ausfälle, trotzdem seien die belastungsabhängigen Schmerzen bei längerem Sitzen und Stehen erklärbar. Auch für die Fussschmerzen fände sich mit der Defor
mierung des rechten Fusses mit
Valgusstellung
und Verbreiterung des
Rück
fusses
sowie fast aufgehobener Beweglichkeit im
Subtalargelenk
ein Korrelat für die starken Fussschmerzen. Die Anlaufschmerzen am Morgen seien damit ebenfalls erklärbar (
Urk.
7/152 S. 9).
Zur Arbeitsfähigkeit wurde ausgeführt, in seiner zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Bodenleger sei der Versicherte voll
ständig
arbeitsunfähig. In einer ange
passten Tätigkeit, wechselbelastend in teils sitzender, teils gehender und auch teils stehender Position, ohne Heben schwerer Lasten repetit
iv über 10
kg und ohne Heben von Lasten mit ausgestreckten Armen, ohne lange
Gehstre
cken
, ohne Arbeiten auf Leitern oder Gerüsten, sei ihm aus rheumatologi
scher Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar (
Urk.
7/152 S. 29).
Im psychiatrischen Teilgutachten wurde ausgeführt,
während der Untersu
chung komme es zu keinen spontanen Schmerzäusserungen oder
schmerzbe
dingten
Positionsveränderungen. Gestik und Mimik seien nicht
eingeschränkt und
eine Bewegungseinschränkung sei nicht erkennbar. Der Explorand halte Augenkontakt und spreche mit lauter
, gut modulierter
Stimme. Hinweise auf eine Aggravation würden nicht vorliegen. Der formale Denkablauf sei unauffällig, inhaltlich nicht auf eine bestimmte Thematik eingeengt und Hinweise auf Halluzinationen, Wahn oder Ich-Störungen bestünden nicht (
Urk.
7/152 S. 34-35).
Der Gutachter schilderte, beim Exploranden sei es zu keiner
Schmerzauswei
tung
gekommen, er könne die Schmerzen sehr lokalisiert und differenziert angeben. Während dem Gespräch seien weder Verdeutlichungstendenz
en
noch eine Aggravation erkennbar. Aufgrund dessen, dass die Schmerzen somatisch vollständig erklärbar seien, sei das Vorliegen einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung zu verneinen. Hinweise auf eine psychiatri
sche
Symptomatik
von Krankheitswert würden ebenfalls nicht vorliegen, so könne eine Depression oder Angststörung ausgeschlossen werden. Im Affekt wirke der Explorand nicht deprimiert, die Vitalgefühle seien nicht herabge
setzt und es lägen keine Insuffizienzgefühle vor. Auch kognitive oder mnes
tische Defizite könnten nicht eruiert werden. Ein psychiatrisches Leiden von Krankheitswert liege nicht
vor, weshalb der Versicherte aus psychiatrischer Sicht zu 100
%
arbeitsfähig sei (
Urk.
7/152 S. 36-37).
In der allgemein-internistischen Untersuchung kam der Gutachter zum Schluss, der internistische Status sei unauffällig. Aus allgemein-medizini
scher Sicht sei der Versicherte zu 100
%
arbeitsfähig (Urk.7/152 S. 42).
Aus neurologischer Sicht wurde dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsfähig
keit in einer angepassten Tätigkeit attestiert (
Urk.
7/152 S. 43).
In der interdisziplinären Zusammenfassung kamen die Gutachter zum Schluss, der Versicherte sei in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als selbständi
ger Bodenleger seit 1997 zu 100
%
arbeitsunfähig. In einer angepassten Tätigkeit sei er jedoch zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/152 S. 46).
5.
5.1
5.1.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Rentenaufhebung mit der zweifello
sen Unrichtigkeit der rentenzusprechenden Verfügung und hielt dafür, dass bei
richtiger Invaliditätsberechnung ein rentenausschliessender
Invaliditäts
grad
resultiert
hätte
(
Urk.
2).
5.1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines
Einkommensver
gleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizini
schen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Validen
einkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.1.3
Für die Bemessung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versi
cherte Person im relevanten Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich erzielen und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte.
Die Ermittlung des
Valideneinkommens
muss so konkret wie möglich erfolgen. Da die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden erfahrungsgemäss fortgesetzt worden wäre, ist in der Regel vom letzten Einkommen auszugehen, das vor Eintritt der
Gesund
heitsschädigung
erzielt wurde (SVR 2008 IV Nr. 35 S. 118 E. 3.2.2).
5.1.4
Aus den Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer bis am 3
1.
Mai 1996 beim Unternehmen
Z._
Unterlagsböden
angestellt war
, wobei als letz
ter effektiver Arbeitstag der 3
1.
Mai 1996 angegeben wurde (Urk. 7/9 S. 2)
. Er
beendete
das Arbeitsverhältnis
,
um s
ich selbständig zu machen (Urk.
7/9 S. 2).
Ab dem 1.
Mai 1996 war der Beschwerdeführer bei der
B._
GmbH angestellt, bei der er gleichzeitig Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift war.
Dabei
zahlte
er
sic
h ein monatliches Salär von Fr.
11‘000.- aus (Urk. 7/10).
Als Geschäftsführer mit Einzelunterschrift und Gesellschafter konnte er über das Gesellschaftskapit
a
l verfügen und sämtli
che Entscheidungen der GmbH treffen. Obwohl er
formellrechtlich
Arbeit
nehmer der von ihm beherrschten GmbH war, ist er daher gemäss
bundesge
richtlicher
Rechtsprechung
invalidenver
sicherungsrechtlich einem Selb
stän
digerwerbenden gleichzustellen
(vgl.
Urteil des Bundesgerichts
9C_453/2014
vom 1
7.
Februar 2015, E. 4.2)
.
Angesichts dessen, dass die
B._
GmbH erst am
5.
Juni 1996 im Handelsregister eingetragen wurde, kann nicht davon ausgegangen werden, dass sie bereits ab Mai 1996 – also vor
der
Eintragung im Handelsregister – einen Gewinn erwirtschaftete.
Es wirft daher Fragen auf, wie dem Beschwerdeführer ab dem
1.
Mai 1996 ein monatliches Salär in der Höhe von
Fr.
11‘000.-- ausgerichtet werden konnte. Zu berück
sichtigen ist zudem, dass die GmbH
ihre Geschäftstätigkeit
im Zeitpunkt des Eintritts des Gesundheitsschadens
erst vor kurzem aufgenommen hatte
. Auch aus diesem Grund erscheint unwahrscheinlich, dass dieses hohe Salär über einen längeren Zeitraum hinweg hätte ausbezahlt werden können. In Über
einstimmung mit der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, die bei erst kurz
zeitig ausgeübter selbständiger Erwerbstätigkeit davon ausgeht, dass sich die Einkommensentwicklung nicht zuverlässig voraussagen
lässt
(vgl
. Urteil des Bundesgerichts
9C_868/2013
vom
2
4.
März 2014, E. 4.2), kann
das
ausbe
zahlte Salär
daher nicht als Berechnungsgrundlage herangezogen werden.
Die IV-Stelle
setzte das
Valideneinkommen
bei der
Rentenzusprache
auf Fr. 197‘000.- fest und stützte sich dabei auf das Einkommen aus dem Jahr 1995 (
Urk.
7/27). Dem Auszug aus dem individuellen Konto
des Beschwer
deführers ist zu entnehmen, dass er in den Jahren 1991 bis 1994 ein durch
schnittliches Jahreseinkommen von
Fr.
115‘894.50 ([
Fr.
119‘200.- + Fr. 114‘600.- +
Fr.
111‘078.- +
Fr.
118‘700.-] / 4) erzielte (
Urk.
7/11). Im Jahr 1995
ist ein
verabgabtes
Einkommen von
Fr.
197‘000.- ausgewiesen (
Urk.
7/11
).
Ist der zuletzt bezogene Lohn überdurchschnit
tlich hoch, ist er nur dann als
Valideneinkommen
heranzuziehen, wenn mit überwiegender Wahrsc
heinlichkeit feststeht, dass er
weiterhin erzielt worden wäre (SVR 2011 IV Nr. 55 S. 163).
Den Akten ist nicht zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer befördert worden
wäre
.
Überwiegend wahrscheinlich ist der hohe Einkommensanstieg zumindest teilweise auf geleistete Überstunden zurückzuführen, wobei
es
angesichts des Lohnsprungs
unwahrscheinlich erscheint, dass allein
solche
für das extrem hohe Einkommen verantwortlich waren. In den Akten findet sich keinerlei Erklärung für den enormen
Ein
kommensanstieg
, was
Fragen aufwirft
. Vor dem Hintergrund, dass
der Beschwerdeführer
bei einem vollen Beschäftigungsgrad gemäss Angaben des Arbeitgebers bereits 45 Stunden pro Woche arbeitete (Urk. 7/7), erscheint
jedoch
ausgeschlossen, dass er weiterhin eine
sehr
hohe
Anzahl Überstunden geleistet
und ein solches Einkommen erzielt
hätte. Auch dass er in den Jah
ren zuvor ein relativ konstant
es
Einkommen erzielt hatte, spricht dagegen. Berücksichtigt man zudem, dass er gemäss eigene
n
Angaben über keinen Lehrabschluss verfügt
(
Urk.
1 S. 12), ist die Festsetzung des
Valideneinkom
mens
auf
Fr.
197‘000.- entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht nur als zweifellos falsch, sondern als unhaltbar anzusehen.
Richtigerweise hätte
vor dem Hintergrund, dass sich weder ein Abstellen auf das erst kurz
zeitig erwirtschaftete Einkommen als
Selbständigerwerbender
noch auf das zuletzt erzielte Einkommen als Angestellter rechtfertigt, auf statistische Werte wie die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für
Statistik perio
disch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) zurückgegriffen wer
den müssen. Dabei
wäre
eine Einordnung
in der Tabellengruppe
TA1
der LSE
1996,
Baugewerbe,
Anforderungs
niveau
3
,
gerechtfertigt
gewesen
, womit von einem monatlichen Bruttolohn von Fr. 4‘962.
-- hätte ausgegangen wer
den müssen
. Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen Wochenarbeitszeit von 41,7 Stunden (BGE 129 V 47
2.
E. 4.3.2),
hätte
sich für das Jahr 1996 ein
Valideneinkommen
von rund Fr. 62‘075.--
ergeben
. Bei einem
Invalidenein
kommen
von
Fr.
50‘000.-- (
Urk.
7/17)
hätte
damit ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von rund 20 %
resultiert
.
Die
damalige Verfügung
, mit der
dem Beschwerdeführer
eine ganze Invalidenrente zugesprochen
worden war
,
ist daher
als zweifellos unrichtig zu qualifizieren.
5.2
5.2.1
Damit bleibt der
Rentenanspruch des Beschwerdeführers
ex
nunc
et pro
futuro
zu prüfen. Gestützt auf das beweiskräftige Gutachten vom 1
6.
April 2015 ist von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweistätigkeit auszugehen. Wie bereits dargelegt (E. 5.1.2) ist der
Invalidi
tätsgrad
gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG auf
grund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen.
Nachfolgend sind daher das Validen- sowie das Invalideneinkommen
festzulegen
.
5.2.
2
Hinsichtlich des
Valideneinkommens
legte d
ie IV-Stelle dar, im
Gesundheits
fall
würde der Beschwerdeführer einer selbständigen Arbeitstätigkeit nachge
hen. Es könne jedoch nicht unbesehen auf den im Jahr 199
6
monatlich aus
bezahlten Lohn von
Fr.
11‘000.- abgestellt werden. Daher sei das Einkommen anhand der LSE-Tabellen festzulegen. Aufgrund
seines Fachwissens und sei
ner Berufserfahrung rechtfertige sich eine
Einordnung im Kompetenzniveau 3 (
Urk.
2). Der Beschwerdeführer macht hingegen geltend, aufgrund dessen, dass er im Gesundheitsfall selbständig erwerbend wäre, könne nicht auf die LSE-Tabellen zurüc
kgegriffen werden. Vielmehr seien entweder die statisti
schen Einkommenszahlen des Inhabers einer
Bodenlegerfirma
nach 20 Jah
ren zu eruieren oder es sei
auf das der Teuerung angepasste Durchschnitts
einkommen zurückzugreifen, das
er
vor Eintritt des Gesundheitss
chadens erzielt habe (
Urk.
1 S.
11).
Für die Bemessung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versi
cherte Person im relevanten Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich erzielen könnte. Wie beide Parteien
richtig
ausführten, ist vorliegend davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall
selbständig
erwerbend
wäre.
Indessen fehlen verlässliche Angaben darüber, was er als
Selbständigerwerbender
tat
sächlich verdienen würde. Wie bereits dargelegt, kann aufgrund dessen, dass sich
der Beschwerdeführer
erst wenige Monate vor Eintritt des
Gesundheits
schadens
selbständig gemacht hatte, nicht auf den
damals
ausbezahlten Lohn von monatlich
Fr.
11‘000.- abgestellt werden (vgl. E. 5.1.4).
Lässt sich auf
grund der tatsächlichen Verhältnisse das ohne gesundheitliche Beeinträchti
gung realisierbare Einkommen nicht hinreichend genau beziffern, darf
gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung auch bei
Selbständigerwerben
den
auf statistische Werte wie die
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruk
turerhebungen
(LSE)
zurückgegriffen werden, sofern dabei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren mitberücksichtigt werden (
Urteil des Bundesgerichts
I 782/06
vom
8.
November 2007, E. 5.2.2
).
Der Beschwerdeführer verfügt weder über eine abgeschlossene Berufsausbildung noch über deutsche Sprachkenntnisse (
Urk.
1 S. 12). Er konnte jedoch meh
rere Jahre lang Erfahrung im Beruf
sammeln
und verfügt
demgemäss
über fachliche Qualifikationen.
Zudem ist er es sich gewohnt, Verhandlungen zu führen und Aufträge zu akquirieren (
Urk.
7/15 S. 3).
Wie die IV-Stelle
zu Gunsten des Beschwerdeführers festhielt
, rechtfertigt sich daher eine Einord
nung
in der Tabellengruppe TA1, Baugewerbe,
im Kompetenzniveau 3, womit von einem monatlichen Einkommen von
Fr.
7‘
204.- auszugehen ist.
Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit
von 41,
7 Stunden
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Unter zusätzlicher Berücksichti
gung der
Nominallohnentwick
lung
ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2015 ein an die Entwicklung der Nominallöhne für männliche Arbeitskräfte von 2‘188 Punk
ten im Jahr 2012 auf 2‘226 Punkte im Jahr 2015 angepasstes
Validenein
kommen
von rund Fr. 91‘687.- (
Fr.
7‘204.- / 40 x 41,7
x 12 / 2188 x 2226)
erzielt hätte (vgl. die auf der Website des Bundesamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter „Statistiken finden“ unter der Rubrik „03 – Arbeit und Erwerb“ und der Unterrubrik „Löhne,
Erwerbseinkom
men
und Arbeitskosten“ publizierten
Lohnentwick
lungsdaten
). Damit ist dem
Einkommensver
gleich
ein
Valideneinkommen
in dieser Höhe zugrunde zu legen.
5.2.
3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit auf
genommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch
herausgegebenen
Lohnstruk
turerhebungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird
pra
xisgemäss
auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die betriebsübliche Wochenarbeitszeit
von 41,
7 Stunden
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksich
tigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwerarbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug ent
wickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Rechtsprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszugehörigkeit, Nationalität oder
Aufenthaltskatego
rie
sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte
(Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unter
durchschnittlichem Einkommen verwerten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des
Tabellenloh
nes
zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der Vergleichseinkommen mit
verantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des sogenannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134
V
322 E. 5.2).
Wie aus den Unterlagen hervorgeht, ist der Beschwerdeführer mit einem Beschäftigungsgrad von
ungefähr
20
%
teil
erwerbstätig und erzielt
e damit im Jahr 2015
ein Einkommen von
Fr.
15‘
600.-
-
(
Urk.
3/4/6
und 7/127 S. 6
)
. Da ihm jedoch in einer angepassten Verweistätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
zumutbar ist,
schöpft er mit diesem Beschäftigungsgrad seine Restarbeitsfähigkeit nicht aus, weshalb
dieses
Einkommen
nicht als
Invali
deneinkommen
herangezogen werden
kann
.
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist daher vorliegend ein statis
tischer Tabellenlohn heranzuziehen.
Angesichts der Ausbildung de
s Beschwerde
führers
und vor dem Hintergrund, dass Arbeitsplätze, an denen
bloss
adaptierte Tätigkeiten zu verrichten sind, in allen Branchen bestehen,
ist auf den Lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert),
Kompetenzniveau 1
, abzu
stellen und somit von einem standardisierten monatlichen Einkommen von Fr.
5‘210.-
-
auszugehen (LSE 201
2
, S.
35
, Tabelle TA1, TOTAL,
Kompe
tenzni
veau
1). Auf
gerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche
Arbeitszeit von 41,7 Stun
den pro Woche (vgl. Bundesamt für Statistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, A-S)
und angepasst an die Ent
wicklung
der Nominal
löhne
für
männliche
Arbeitskräfte von
2‘188
Punkten im Jahr 2012 auf 2‘
226
Punkte im Jahr 201
5
(vgl. die auf der Website des Bundesamtes für Statistik [www.bfs.admin.ch] unter „Statistiken finden“ unter der Rubrik „03 – Arbeit und Erwerb“ und der Unterrubrik „Löhne,
Erwerbseinkom
men
und Arbeitskosten“ publizierten
Lohnentwick
lungsdaten
)
ergibt dies bei einem Beschäftigungsgrad von
100
%, welcher de
m Beschwerdeführer
nach der gutachterlichen Beurteilung zumutbar ist, ein Bruttoeinkommen von
rund
Fr.
66‘309
.
-
-
(Fr.
5‘210
.- / 40 x 41,7 x 12 /
2‘188
x 2
‘226
).
Angesichts de
s
dem Beschwerdeführer
nur noch beschränkt
möglichen
Ein
satzspektrums
rechtfertigt sich ein Abzug vom errechneten Jahreseinkommen im Umfang von 10 %. Weitere persönliche oder berufliche Merkmale, welche sich auf die Lohnhöhe im
Kompetenzni
veau
1
auswirken könnten, sind nicht ersichtlich. Es resultiert
daher
ein
Invaliden
einkommen
von
rund
Fr.
59‘678
.
-
-
(Fr.
66‘309
.
-
-
x 0.9).
5.2.
4
Bei einem Invalideneinkommen von
Fr.
59‘678.- resultiert im Vergleich zum
Valideneinkommen
von
Fr.
91‘687.- eine Erwerbseinbusse von Fr. 32‘009.-
-
, was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von rund 35 % ent
spricht.
6.
6.1
Das Bundesgericht geht in ständiger Rechtsprechung vom Regelfall aus, dass eine medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit grundsätzlich auf dem Weg der Selbsteingliederung verwertbar ist (Ulrich Meyer, Rechtsprechung zum IVG, 2. Auflage, Zürich 2010, S. 383). In ganz besonderen Ausnahmefällen hat die Rechtsprechung dennoch nach lang
jährigem Rentenbezug trotz medizinisch (wieder) ausgewiesener Leistungs
fähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente zugesprochen, bis mit Hilfe von medizinisch-
rehabilitativen und/oder beruf
lich-erwerblichen Massnahmen das theoretische Leistungspotential ausge
schöpft werden kann. Es können im Ein
zelfall Erfordernisse des Arbeits
marktes der Anrechnung einer medizinisch vor
handenen Leistungsfähigkeit und medizinisch zumutbaren Leistungsentfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervorgeht, dass die Verwer
tung eines bestimmten Leistungspotentials ohne vorgängige Durchführung befähigender Massnah
men allein vermittels Eigenanstrengung der versicherten Person nicht mög
lich ist (
Urteil des Bundesgerichts 9C_163/2009
vom 10. September 2010,
E.
4.2.2).
Insbesondere
trifft dies auf Versicherte zu
, die das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen haben (
Urteil des Bundesgerichts 9C_228/2010
vom 2
6.
April 2011, E. 3.3).
6.2
Im Zeitpunkt der Renteneinstellung bezog der Beschwerdeführer seit rund 20 Jahren eine ganze Rente der Invalidenversicherung.
Zu prüfen ist daher, ob ihm eine Selbsteingliederung in den Arbeitsmarkt zumutbar ist oder ob
zuerst
berufliche Massnahmen
durchgeführt werden müssen
.
Am
6.
November 1998 wurde dem Beschwerdeführer eine ganze Rente der Invalidenversicherung zugesprochen (
Urk.
7/32). Bereits zum damaligen Zeitpunkt
war
er in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Den Akten ist zu entnehmen, dass er nach Eintritt des Gesundheitsschadens wei
terhin zu rund 25
%
in der eigenen GmbH angestellt war. Er erledigte leichte Büroarbeiten sowie Baustellenfahrten (Urk. 7/44 und 7/46). Zudem verhan
delte er mit den Architekten und Bauherren und holte Aufträge ein (
Urk.
7/15).
Aus dem Handelsregister geht hervor, dass er i
m
Mai
200
5
zusammen mit seiner Ehefrau eine
weitere GmbH
gründete, bei der er
einzel
zeichnungsberechtigter
Geschäftsführer sowie Hauptgesellschafter war. Rund ein Jahr später wurden seine Stammeinlagen
seiner
Ehefrau
übertragen. Auch die Geschäftsführung ging an sie über. Der Beschwerdeführer
blieb
jedoch bei der GmbH angestellt und erzielte im Jahr 2015 ein Einkommen von
Fr.
15‘600.- (
Urk.
3/4
/
6).
Aus dem Handelsregister geht zudem hervor, dass er bis im Jahr 2016 einzelzeichnungsberechtigter Geschäftsführer sowie Hauptgesellschafter seiner bereits im Jahr 1995 gegründeten GmbH
blieb
.
Da der Beschwerdeführer sich nie ganz aus dem Arbeitsleben zurück
zog
und in den letzten Jahren sowohl als unselbständig Erwerbender als auch in einer selbständigen Tätigkeit Erfahrungen sammeln und Kontakte knüpfen konnte, ist kein Bedarf nach Eingliederungsmassnahmen ersichtlich. Vielmehr ist dem Beschwerdeführer zuzumuten, sein Pensum zu erhöhen und sich selbst wieder vollständig in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund, dass ihm seit jeher eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit attestiert wurde.
7.
Zusammenfassend
bleibt festzuhalten, dass die rentenzusprechende Verfü
gung aufgrund einer
unhaltbaren
Invaliditätsberechnung zu Recht aufgeho
ben wurde. Im Zeitpunkt der Verfügung vom 2
7.
Mai 2016 lag ein
renten
ausschliessende
r
Invaliditätsgrad von 35
%
vor.
Damit
erweist sich
die Auf
hebung der bisher ausgerichteten Rente als rechtens. Die Beschwerde ist abzuweisen.
8.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr.
1‘000
.- festzulegen und
ausgangsge
mäss
vom Beschwerdeführer
zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).