# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** df4e7ed2-00fd-4032-b108-deaef885b41e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1956 geborene
X._
kam im Jahre 1989 in die Schweiz und verfügt über keine Berufsausbildung (
Urk.
9/3). Sie
arbeitete zuletzt vom 1. Juli 2007 bis am 31. Oktober 2008 in einem 50%-Pensum als Betriebsmitarbeiterin im Restaurant
Z._
in
A._
(
Urk.
9/3 S. 5 f.
, 9/18 S. 97
)
.
Am 2
2.
November 2005
war
die Versicherte beim Fensterreinigen von der Leiter
gestürzt
und
hatte
sich
unter anderem
eine
Calcaneusfraktur
rechts zu
gezogen
(
Urk.
9/18 S. 206 und 215)
, welche aufgrund von immer noch vorhandenen Restbeschwerden am 27. Februar 2008 operiert wurde
(
Urk.
9/18 S. 120 f., 9/31 S. 201 f.).
Seit diesem Unfall
und einer Rheuma
-
/
Polyarthritis-
Erkrankung
seit
dem Jahre
1997
ist
die Versicherte in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt (
Urk.
9/3 S. 7).
Am 15.
Dezember 2009 meldete sich die Versicherte bei der Sozial
-
versicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Rentenbezug an (
Urk.
9/3 und 9/16).
Die IV-Stelle nahm erwerbliche (
Urk.
9/
9-14, 20, 22 und 25
) und medizinische Abklärungen vor. Ferner zog
sie
die Akten der S
uva bei
, welche für diesen Unfall die gesetzlichen Leistungen gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) erbrachte
(
Urk.
9/
18 und 31).
Weiter
gab sie
am 6. Mai 2010 (
Urk.
9/26)
die von der Rehaklinik
B._
am
7
.
Dezember
2010 erstattete Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL) in Auftrag (
Urk.
9/30).
Daneben
liess die IV-Stelle eine Abklärung bei der Versicherten zu Hause durchführen (Abklärung der beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit in Beruf und Haushalt vom
2.
Mai 2011,
Urk.
9/32
).
Im Vorbescheid vom 8. November 2011 (
Urk.
9/36)
ermittelte
die IV-Stelle unter
Anwendung der gemischten Methode und
in
der Annahme, die Versicherte sei 50
%
im Aufgabenbereich und 50
%
im Erwerbsbereich tätig, einen
Invaliditätsgrad von rund 20
%
.
Einen Einwand erhob die Versicherte nicht.
Mit Schreiben vom 13. Januar 2012 reichte der Hausarzt der Versicherten,
Dr.
med.
C._
, einen Bericht der
Rheu
maklinik
und des Institutes für Physikalische Medizin des
D._
ein (
Urk.
9/40 f
.).
Den gleichen Bericht reichte der Vertreter der Versi
cherten mit Schreiben vom 23. Januar 2012 ein (
Urk.
9/42 f.).
Mit Verfügung vom
2.
Februar 2012 (
Urk.
2)
hielt
die IV-Stelle
an ihrem Vorbescheid fest
und verneinte
einen
Rentenanspruch
.
2.
Dagegen liess die Versicherte am 8. März 2012 Beschwerde erheben (
Urk.
1). Sie beantragte, die Verfügung sei aufzuheben und
die Sache
zu weiteren Abklärun
gen an die IV-Stelle zurückzuweisen. Die IV-Stelle schloss in ihrer
Beschwerde
antwort
vom 11. Mai 2012 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2012 sind die im Rahmen der IV-Revision 6a vorgenommenen Änderungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) und der Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten. In
materiellrechtlicher
Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grund
satz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führend
e Sachverhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die ange
fochtene Verfügung ist am 13. Februar 2012 (
Urk.
2) ergangen, wobei ein Sach
verhalt zu beurteilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmun
gen der IV-Revision 6a am 1. Januar 2012 begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig verfügt wurde, ist entsprechend den allgemeinen
intertemporal
rechtlichen
Regeln für die Zeit bis 31. Dezember 2011 auf die damals seit der 5. IV-Revision (ab dem 1. Januar 2008; AS 2007 5129 ff.) geltenden Bestimmun
gen und ab dem 1. Januar 2012 auf die neuen Normen der IV-Revision 6a ab
zustellen (vgl. zur 5. IV-Revision: Urteil des Bundesgerichts 8C_829/2008 23. Dezember 2008 E. 2.1). Im Folgenden werden die mass
-
geblichen Gesetzesbe
stimmungen - soweit nichts anderes vermerkt ist - in der seit dem 1. Januar 2008 geltenden Fassung zitiert.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im
Be
schwerdefall
das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
6
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfüg
baren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches
gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines
Arztbe
richtes
ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfas
send ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwer
den berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grund
sätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gut
achten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die IV-Stelle wies in ihrer Verfügung vom
2.
Februar 2012 (
Urk.
2) das Begeh
ren de
r
Beschwerdeführer
in
um eine Invalidenrente mit der Begründung ab, dass ihr aufgrund der ärztlichen Abklärungen
seit dem 2
3.
Dezember 2009
in einer sehr leichten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zugemutet werden könne. Ohne Gesundheitsschaden wäre sie weiterhin ihrer Tätigkeit als Küchen
hilfe
in
einem Pensum von 50
%
nachgegangen, die restlichen 50
%
entfielen
auf den Aufgabenbereich.
Aufgrund der Abklärungen errechne sich ein
Invali
ditätsgrad
von 20
%
, weshalb die Beschwerdeführerin keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe.
2.2
Die Beschwerdeführerin lässt dagegen vorbringen (
Urk.
1),
dass sich
ihr Gesund
heitszustand
im letzten Jahr verschlechtert
habe.
Im Dezember 2011
sei ein
Overlap
-Syndrom
bestehend aus
verschiedenen
Immunerkrankungen festgestellt worden
. Die
von der IV-Stelle
vorgenommenen Abklärungen seien mangelhaft.
3
.
3
.1
Nach ihrem Sturz
beim Fensterreinigen
am 2
2.
November 2005 war die
Beschwer
deführerin
hauptsächlich an
der
E._
in Be
handlung
(
Urk.
9/
18 und 31
)
.
Im
bei der Abteilung für Rheumatologie
der
E._
von der IV-Stelle eingeholten
Bericht vom 2
3.
Dezember 2009 (
Urk.
9/9) stellten
Dr.
med.
F._
und
Dr.
med.
G._
die nachfolgenden Diagnosen: Chronisches Schmerzsyndrom des Fusses rechts, bei einem Status nach Double-
Arthrodese
und einem Status nach mehrfragmentärer
Calcaneus
fraktur
mit Sekundärarthrose des USG rechts; eine sekundäre
Osteopen
ie
und
anamnestisch
ein
Antis
ynthetase
-Syndrom.
Aus rheumatologischer Sicht sei derzeit eine Arbeitsfähigkeit in einer Tätigkeit, die mit längerem Stehen oder Gehen verbunden
sei
, nicht realistisch. Für sit
zende Tätigkeiten ohne Belastung des Fusses besteh
e
aus rheumatologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit.
Die medizinische Beurteilung der Arbeitsbe
lastbarkeit lasse sich mit den zur Verfügung stehenden Unterlagen
jedoch
nicht verlässlich beantworten, weshalb
eine Evaluation der funktionellen Leistungsfä
higkeit
zu empfehlen sei
.
3.2
Dr.
med.
H._
, Facharzt für orthopädische Chiru
r
gie
,
hielt als Kreisarzt der SUVA in seinem Bericht zur ärztlichen Abschlussuntersuchung vom
7.
Dezember 2009 (
Urk.
9/31 S. 96 ff.) und seiner Ergänzung dazu (
Urk.
9/31
S. 72 f.) keine neuen Diagnosen fest.
Er
bescheinigte der Beschwerdeführerin in einer angepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
und
wies darauf hin, dass die von der Beschwerdeführerin angegebenen Einschränkungen an den oberen Extremitäten infolge ihres entzündlichen Rheumatismus in seiner Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit unberücksichtigt geblieben seien.
Zu einer weiteren Untersuchung
sah
er sich nicht veranlasst, da diese Beschwerden oh
ne Zusam
menhang mit dem Unfall
und daher nicht kausal für die Beurteilung durch die Unfallversicherung s
e
i
en
.
3
.3
Dr.
C._
, Facharzt für Innere Medizin FMH,
erhob
in seinem Bericht vom 1
1.
März 2010 (
Urk.
9/23) im Wesentlichen die gleichen Diagnosen. Ergänzend hielt er mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit einen Verdacht auf Morbus
Sudeck
rechts bei einem Status nach Double-
Arthrodese
des
r
echten Fusses und ein
lumboradikuläres
Syndrom S1 rechts fest.
Aufgrund ihrer Polyarthritis und
der
Probleme mit dem
oberen
Sprunggelenk
und dem Fersen
auf der rechten Seite
sei die Beschwerdeführerin praktisch für alle stehenden Tätigkeiten vollständig arbeitsunfähig. Für eine leichte
, sitzende
Tätigkeit
sei
denkbar, dass sie zwei bis drei Stunden täglich mit sehr langen Pausen von ca. 20 bis 30 Minuten pro Stunde arbeitsfähig wäre.
3
.4
Der Empfehlung der
E._
gemäss
gab die IV-Stelle bei der Rehaklinik
B._
eine Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit in Auftrag, welche am
7.
Dezember 2010
erstattet wurde (
Urk.
9/30).
Darin wurde
n
eine mehrfragmentäre
Calcaneusfraktur
rechts, eine Double-
Arthrodese
des rechten Fusses
,
eine Sekundärarthrose, ein chronisches Schmerzsyndrom des rechten Fusses
,
ein
mässiggradig
aktiviertes
Antisynthetase
-Syndrom
und ein
lumboradikuläres
Syndrom S1 rechts festgehalten.
Im Bericht
betonten
Dres
. med.
I._
und
J._
, Fachärzt
e
für
Physikalische Medizin und Rehabilitation und
K._
, Therapeutin Ergonomie
, dass a
nlässlich der Erhebung eine erhebliche Symptomausweitung beobachtet worden
sei
,
weshalb die Resultate der physischen Leistungstests für die Beur
teilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nicht verwertbar seien. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich deshalb auf medizinisch-theoretische Überlegungen, unter Berücksichtigung der Beobachtungen bei den
Leistungs
tests
.
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit hielten sie fest, dass
die Beschwerdeführerin in ihrer angestammten Tätigkeit nicht mehr arbeitsfähig sei. Eine angepasste, sehr leichte Tätigkeit mit zusätzlichen Pausen von insgesamt eineinhalb Stunden täglich
sei der Beschwerdeführerin ganztags zumutbar (S. 4).
3
.5
Daraufhin hielten
pract
.
m
ed.
L._
und
Dr.
med.
M._
fü
r den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
am 2
1.
und 2
2.
Dezember 2010
fest, dass dem Gutach
ten der Rehaklinik
B._
gefolgt werden könne (
Urk.
9/
34 S. 4). In der bishe
rigen Tätigkeit bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. In einer angepassten sehr
leichten
Tätigkeit mit dem im Bericht der Rehaklinik
B._
genannten
Belastungs
profil sei der Beschwerdeführerin seit dem 2
3.
Dezember 2009 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit zu
attestieren
.
3
.6
Ein Jahr nach der Beurteilung durch den RAD, reichten
Dr.
C._
und der Beschwer
deführer
erneut
einen Bericht der Rheumaklinik und des Instituts für physikalische Medizin des
D._
vom 2
2.
Dezember 2011 (
Urk.
3/1 = 9/41 = 9/44 = 9/47) ein. Diesem
sind im Wesentlichen die folgenden Diagnosen zu entnehmen:
Overlap
-Syndrom (
Antisynthetase
-Syndrom
,
Sjörgen
-Syndrom
,
systemischer Lupus
erythematodes
(
SLE
))
; ein Status nach mehrfragmentärer
Calcaneusfraktur
mit Sekundärarthrose des
rechten
unteren
Sprunggelenkes
und einem Status nach Double-
Arthrodese
; aktenanamnestisch
eine
Osteopenie
, ein beginnendes
Karpaltunnel-Syndrom
und
aktenanamnes
tisch
ein Status nach
lumboradikulärem
Syndrom S1 rechts. Zur Arbeitsfähig
keit der Beschwerdeführerin äusser
te
n
sich die Ärzte nicht.
4.
4.
1
Die Einschätzung
en
der Rehaklinik
B._
und der
E._
stimmen
,
soweit sie die
Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin betreffen
,
überein. Beide gehen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in angestammter und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
Tätigkeit
gemäss
bereits
beschriebenem Anforderungsprofil aus. Soweit kann die Einschätzung des RAD
vom 21./2
2.
Dezember 2010
, dass auf das Gutachten der Rehaklinik
B._
a
bgestellt werden könne (
Urk.
9/34 S. 4)
,
zu diesem Zeitpunkt
nachvollzogen werden.
Aufgrund
des Berichtes der
D._
vom 2
2.
Dezember 2011
(
Urk.
3/1 = 9/41 = 9/44 = 9/47
) erg
ab
sich
jedoch
in medizinischer Hinsicht
eine neue
Ausgangslage
. Der vor Abschluss des Verwaltungsverfahrens eingereichte Bericht
enthielt neue
Diagnosen
,
insbesondere
ein
Overlap
-Syndrom bestehend aus dem
bereits
diagnostizierten
Antisynthetase
-Syndrom
, einem
Sjörg
en
-Syndrom
und
einem
SLE
(
Urk.
3/1 = 9/41 = 9/44 = 9/47)
.
Diese erhobenen Diag
n
osen
stehen für
Krankheiten, welche sich
klarerweise
auf die Arbeitsfähig
keit auswirken können.
Zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführer
in
äussert sich der Bericht
zwar
nicht
;
er macht jedoch deutlich
, dass die Beschwerdefüh
rerin an Krankheiten leidet
, welche
geeignet sind
,
sie in ihrer Arbeitsfähigkeit
einzuschränken
.
Demgegenüber liegt d
ie Erstellung
der Evaluation der funktio
nellen Leistungsfähigkeit der Rehaklinik
B._
(
Urk.
9/30)
im für die Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit massgebenden Zeitpunkt (
Erlass der angefochtenen Verfügung vom
2.
Februar 2012
)
bereits
über
zwei
Jahr
e
(Testdaten November 201
0
) zurück,
weshalb ungewiss ist
, ob und in welchem Umfang die damalige Beurteilung der Rehaklinik
B._
noch zutrifft.
Gleiches gilt für die Beurtei
lung durch den RAD, welche im Verfügungszeitpunk
t bereits über ein Jahr zu
rücklag
(
Urk.
9/34 S. 4).
Eine zwischenzeitliche Verschlechterung des Gesund
heitszustandes,
auf welche der
behandelnde Arzt
Dr.
C._
in seinem Schreiben vom
1
0.
November 2011
hingewiesen hatte
(
Urk.
3/2, 9/47)
, ist
daher
sehr gut
möglich.
4.2
Die Verwaltung wäre nach Eingang des Berichtes des
D._
aufgrund der neuen
Diagnosen
gehalten gewesen
,
weitere medizinische Abklä
rungen vorzunehmen oder zu veranlassen
, was nunmehr nachzuholen ist
.
Die Verfügung vom
2.
Februar 2012 ist
daher
aufzuheben und
die Sache
zu
ergän
zenden
Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen.
E
ine interdisziplinäre Abklärung soll insbesondere zur Entwicklung der Arbeitsfähigkeit über den Zeitraum von der Anmeldung der Beschwerdeführerin bis zur Untersuchung Au
fschluss
geben.
Die IV-Stelle wird ausserdem
gegebenenfalls
die Abklärung der be
einträchtigen Arbeitsfähigkeit im
Haushalt erneut vornehmen lassen müssen
,
um
den veränderten Verhältnissen
Rechnung tragen zu können.
Nach der Vornahme dieser Abklärungen hat die IV-Stelle über den Anspruch der Be
schwerdeführerin auf eine Invalidenrente neu zu entscheiden.
In dies
em Sinne ist die Beschwerde gut
zuheissen.
5.
5.1
Abweichend von Art. 61
lit
. a ATSG ist das Bes
chwerdeverfahren um die Bewilli
gung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Gericht kostenpflichtig. Die Gerichtskosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (Urteil des Bundesgerichts
U 199/02 vom 1
0.
Februar 2004 E. 6 mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999 IV Nr. 10 S. 28 E. 3). Die Kosten sind auf Fr.
600
.-- anzusetzen und ent
sprechend dem Verfahrensausgang der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Ferner hat die vertretene Beschwerdeführerin Anspruch auf eine Prozess
-
entschädi
gung
. Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3 des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
ge
richt
des Kantons Zürich
GSVGer
). Vorliegend erscheint nach diesen Kriterien eine Prozessentschädigung von
Fr.
900.--
(inkl. Mehrwertsteuer und
Barausla
gen
) als angemessen.