# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 28ab883d-9d8a-5f55-a26f-10fee6aceab9
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Mit Verfügung vom 1. Dezember 2004 erliess das Polizeikommando des Kantons
St. Gallen unter anderem folgende Verkehrsanordnungen:
"Krummenau, Schwägalpstrasse, Brücke Luteren-Ennetbühl; Schwäg-alpstrasse,
Brücke Luteren-Seebengatter: Höchstgewicht 38 t (Signal Nr. 2.16), mit
Vorsignalisation in Neu St. Johann und Kanton Appenzell Ausserrhoden."
"Mogelsberg, Hoffeldstrasse, Nähe Aach, Brücke über Aachbach; Hoffeldstrasse,
Brücke Aachbach 1; Hoffeldstrasse, Brücke Aachbach 2 (da die beiden Brücken
unmittelbar aufeinander folgen, nur Signalisation in Fahrrichtung vor Brücke Aachbach
1 bzw. Brücke Aachbach 2): Höchstgewicht 38 t (Signal Nr. 2.16), mit Vorsignalisation
in Hoffeld und östlich der Verzweigung nach Mogelsberg."
"Stein, Kantonsstrasse, Brücke über die Thur: Höchstgewicht 36 t (Signal Nr. 2.16),
zusätzlich zu bestehenden Signalisationen Mindestabstand 20 m und dem
Gegenverkehr Vortritt lassen bzw. Vortritt vor dem Gegenverkehr (Verfügung vom 8.
Januar 2001) mit Vorsignalisation in Gams, Wattwil, und Neu St. Johann."
"Wattwil, Poststrasse, Brücke über die Thur: Höchstgewicht 38 t (Signal Nr. 2.16),
zusätzlich zu bestehenden Signalisationen Mindestabstand 30 m und dem
Gegenverkehr Vortritt lassen bzw. Vortritt vor dem Gegenverkehr (Verfügung vom 8.
Januar 2001) mit Vorsignalisation in Wattwil."
Die Verkehrsanordnungen wurden im kantonalen Amtsblatt vom 6. Dezember 2004
publiziert. Allfälligen Rekursen wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.
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B./ Gegen diese Verkehrsanordnungen erhoben die G. AG, Lichtensteig, und die
Arbeitgebervereinigung Region Toggenburg mit Eingaben vom 10. bzw. 13. Dezember
2004 Rekurs beim Justiz- und Polizeidepartement. Die G. AG stellte den Antrag, auf die
Gewichtsbeschränkungen sei zu verzichten, allenfalls seien sie durch ein
Kreuzungsverbot für Lastwagen zu ersetzen. Zur Begründung führte sie im
wesentlichen an, die Massnahmen verstiessen gegen den Grundsatz der
Verhältnismässigkeit. Ein Kreuzungsverbot sei die mildere Massnahme, welche zudem
grössere Wirkung erziele. Der Wirtschaftsstandort Toggenburg werde beeinträchtigt,
und es entstünden enorme Umwege. Ausserdem seien gewisse Brücken erst kürzlich
saniert worden.
Die Arbeitgebervereinigung Region Toggenburg beantragte, auf die
Gewichtsbeschränkungen unter 40 Tonnen sei zu verzichten und es seien die
erforderlichen baulichen Massnahmen, welche die langfristige Sicherung der
unbeschränkten Passage der Toggenburger Hauptverkehrswege garantierten, ins
Strassenbauprogramm aufzunehmen. Das Toggenburg sei darauf angewiesen, dass
die Erschliessung durch Strassen nicht zusätzlich eingeschränkt werde. Die für die
Thurbrücke in Wattwil angeordnete Gewichtsbeschränkung verursache einen
provokativen Zustand, da das Industriegebiet links der Thur mit 40-Tonnen-Lastwagen
nicht mehr erreicht werden könne.
Die Kantonspolizei beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 7. Januar 2005 die
Abweisung der Rekurse. Zur Begründung hielt sie im wesentlichen fest,
Ausgangspunkt für die Massnahmen sei das per 1. Januar 2005 auf 40 Tonnen
angehobene zulässige Betriebsgewicht von Fahrzeugen und Fahrzeugkombinationen
sowie die Festlegung des zulässigen Höchstgewichts des unbegleiteten kombinierten
Verkehrs auf 44 Tonnen. Gemäss Berechnungen des Tiefbauamtes seien bei den
Brücken die von den Normen vorgeschriebenen Sicherheitsfaktoren nicht eingehalten.
Die Massnahmen dienten der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und schützten zudem
die Bauwerke.
Die Gemeinderäte Stein, Nesslau-Krummenau und Wattwil beantragten in ihren
Vernehmlassungen vom 11. bzw. 18. und 20. Januar 2005 sinngemäss die
Gutheissung der Rekurse. Der Gemeinderat Mogelsberg führte in seiner Stellungnahme
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vom 12. Januar 2005 aus, er könne die Notwendigkeit der Beschränkungen mangels
Unterlagen nicht beurteilen.
Das Tiefbauamt nahm durch Mitbericht vom 19. Januar 2005 zu den Rekursen
Stellung. Am 3. März 2005 erläuterte es auf Aufforderung des Justiz- und
Polizeidepartements die dem Mitbericht beigelegten Berechnungen des
Datenbankprogramms "Truck".
In ihrer Replik vom 21. März 2005 beantragte die G. AG, es seien Gutachten
aussenstehender Experten zu erstellen und die Berechnungen nach dem Programm
"Truck" nochmals durchzuführen, wobei für Fahrzeuge über 32 Tonnen ausschliesslich
von Sattelschleppern auszugehen sei.
Am 17. Juni 2005 liess sich das Tiefbauamt zur Replik der G. AG vernehmen.
Am 22. September 2005 äusserte sich das Tiefbauamt zu verschiedenen vom Justiz-
und Polizeidepartement gestellten Fragen im Zusammenhang mit dem
Rechenprogramm "Truck". Die G. AG nahm dazu am 20. Oktober 2005 Stellung, und
das Tiefbauamt liess sich zu dieser Stellungnahme am 21. November 2005 vernehmen.
Das Justiz- und Polizeidepartement wies die Rekurse der G. AG und der
Arbeitgebervereinigung Region Toggenburg mit Entscheid vom 8. Dezember 2005 ab,
soweit es darauf eintrat. Es erwog, Gegenstand der angefochtenen Verfügung seien
ausschliesslich strassenverkehrsrechtliche Anordnungen. Der Strassenbau bzw. -
ausbau sei nicht im Strassenverkehrsrecht geregelt, und das für Verkehrsanordnungen
zuständige Polizeikommando sei für strassenbauliche Massnahmen nicht zuständig.
Soweit daher die Arbeitgebervereinigung Region Toggenburg beantrage, die
erforderlichen baulichen Massnahmen zur Verstärkung der Brücken seien ins
Strassenbauprogramm aufzunehmen, sei auf den Rekurs mangels sachlicher und
funktioneller Zuständigkeit nicht einzutreten. Weiter erwog das Justiz- und
Polizeidepartement, das Tiefbauamt habe das Rechenprogramm "Truck" verwendet.
Dieses erlaube als "Filter" eine rasche Beurteilung der Befahrbarkeit von Brücken
innerhalb eines bestimmten Konfidenzbereichs, indem es Vergleichswerte der
Maximalbeanspruchung am Haupttragwerk unter den tatsächlichen Verkehrslasten und
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den für die Brücken massgebenden Normverkehrslasten liefere. Das offenbar auch in
anderen Kantonen und beim Bund verwendete Rechenprogramm beruhe auf dem
Fachwissen und der Erfahrung der Brückenbaufachleute. Es bestehe daher kein
Anlass, an den Schlussfolgerungen des Tiefbauamtes in bezug auf die Tragfähigkeit
der fraglichen Brücken zu zweifeln und auf die beantragte Einholung von Gutachten
könne verzichtet werden, zumal dies mit erheblichen Kosten verbunden wäre. Aufgrund
der fachlichen Beurteilung liessen die Tragfähigkeiten der fraglichen Brücken höhere
Lasten als 36 Tonnen (Stein) bzw. 38 Tonnen (Krummenau, Mogelsberg und Wattwil)
nicht zu. Daraus ergebe sich, dass der Schutz der Brücken und die Sicherheit der
Verkehrsteilnehmer auf den fraglichen Strassenabschnitten die verfügten
Verkehrsbeschränkungen notwendig machten. Andere, weniger einschneidende
Massnahmen, welche die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und den Schutz der
Brücken im gleichen Masse gewährleisteten, seien nicht ersichtlich. Im übrigen seien
die mit den umstrittenen Verkehrsanordnungen verbundenen Nachteile zumindest
teilweise von vorübergehender Dauer, da die Brücken in Wattwil, Mogelsberg und Stein
künftig erneuert bzw. saniert und verstärkt würden. Die Verfügung erweise sich damit
als verhältnismässig, weshalb die Rekurse abzuweisen seien.
C./ Mit Eingabe vom 19. Dezember 2005 erhob die G. AG Beschwerde beim
Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 8. Dezember 2005 sei
aufzuheben und die Vorinstanz sei anzuweisen, die Verfügung vom 1. Dezember 2004
durch unabhängige Experten überprüfen zu lassen mit dem Ziel, die fraglichen
Verkehrsanordnungen weitestgehend rückgängig zu machen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen zulasten des Staates. Zur Begründung wird im wesentlichen
vorgebracht, die Hauptkritik an den Verkehrsanordnungen habe darauf beruht, dass
diese auf der Grundlage des Programms "Truck" erfolgt seien, welches ernsthaft in
Frage gestellt worden sei. Trotzdem werde der Entscheid beinahe ausschliesslich mit
Daten dieses Computerprogramms begründet mit dem Vorwand, die Einholung von
Gutachten wäre mit erheblichen Kosten verbunden. Auf die weiteren Vorbringen in der
Beschwerde wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Das Justiz- und Polizeidepartement schliesst in seiner Vernehmlassung vom 17. Januar
2006 unter Hinweis auf die Ausführungen im angefochtenen Entscheid auf Abweisung
der Beschwerde.
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## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ a) Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur Behandlung der
Beschwerde gegen den Rekursentscheid des Justiz- und Polizeidepartements ist
gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1,
abgekürzt VRP). Die Beschwerdeführerin ist grundsätzlich zur Ergreifung des
Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
Beschwerdeeingabe vom 19. Dezember 2005 wurde rechtzeitig eingereicht und enthält
einen Antrag, eine Sachdarstellung und eine Begründung. Ausserdem wurde sie innert
angesetzter Nachfrist unterzeichnet (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Insoweit sind die Sachurteilsvoraussetzungen erfüllt.
b) Nicht näher einzutreten ist auf die Beschwerde, soweit die Eingaben der
Beschwerdeführerin an das Justiz- und Polizeidepartement als integrierende
Bestandteile der Beschwerdebegründung bezeichnet werden. In der Beschwerdeschrift
bzw. der Beschwerdebegründung ist im einzelnen darzulegen, inwiefern der
angefochtene Entscheid auf einer unrichtigen bzw. unvollständigen
Sachverhaltsfeststellung oder einer unrichtigen Rechtsanwendung beruht. Pauschale
Verweisungen auf Eingaben in vorhergehenden Verfahren genügen der
Begründungspflicht nicht. Es ist nicht Aufgabe des Verwaltungsgerichts, in den
Eingaben der Beteiligten an die Vorinstanz nach Gründen zu suchen, weshalb der
angefochtene Entscheid unrichtig sein könnte. Soweit jedoch in der
Beschwerdebegründung auf genau bezeichnete Teile der Rekursschrift verwiesen wird,
ist ein solcher Hinweis zulässig (vgl. Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 921 mit Hinweisen). Einzutreten ist somit
grundsätzlich auf diejenigen Rügen, die in der Beschwerdeeingabe vom 19. Dezember
2005 erhoben werden, sowie auf die konkreten Hinweise auf Vorbringen in den
Eingaben an die Vorinstanz.
c) In einem Punkt ist die Vorinstanz auf den Rekurs mangels Anfechtungsobjekts bzw.
mangels sachlicher und funktioneller Zuständigkeit nicht eingetreten. Dies betraf ein
Begehren der Arbeitgebervereinigung Region Toggenburg. Diese hat den
Rekursentscheid nicht angefochten. Auf den Rekurs der G. AG ist die Vorinstanz
vollumfänglich eingetreten, insbesondere hat sie deren Legitimation zu Recht bejaht.
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Nach Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP ist zur Erhebung des
Rekurses bzw. der Beschwerde berechtigt, wer an der Aenderung oder Aufhebung der
Verfügung oder des Entscheides ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut. Die
Beschwerdeführerin ist eine im Bereich Kieserzeugung, Beton, Transport und
Entsorgung tätige Unternehmung mit Sitz in Lichtensteig. Sie ist daher von den
verfügten Gewichtsbeschränkungen für die Brücken im Toggenburg in ihren eigenen
schutzwürdigen Interessen unmittelbar berührt.
2./ Nach Art. 3 Abs. 4 des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, abgekürzt SVG)
können Verkehrsanordnungen erlassen werden, soweit der Schutz der Bewohner oder
gleichermassen Betroffener vor Lärm und Luftverschmutzung, die Beseitigung von
Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen, die Sicherheit, die Erleichterung
oder die Regelung des Verkehrs, der Schutz der Strasse oder andere in den örtlichen
Verhältnissen liegende Gründe dies erfordern.
Die streitigen Verkehrsanordnungen bezwecken die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer
sowie den Schutz der betroffenen Strassen bzw. Brücken. Die Beschwerdeführerin
stellt die gesetzliche Grundlage der Anordnungen und das öffentliche Interesse an
Gewichtsbeschränkungen zum Schutz von Verkehrsteilnehmern sowie Bauwerken bzw.
Brücken grundsätzlich nicht in Frage. Sie rügt vielmehr, Vorinstanz und verfügende
Behörde seien aufgrund unrichtiger bzw. unvollständiger Sachverhaltsfeststellungen zu
Unrecht davon ausgegangen, die Gewichtsbeschränkungen seien zum Schutz der
Brücken notwendig.
a) Das Polizeikommando als verfügende Behörde stellte vollumfänglich auf die
Fachkunde des Tiefbauamtes ab. Dieses ermittelte die Grundlagen für die
Gewichtseinschränkungen mittels des Rechenprogramms "Truck". Die Vorinstanz
übernahm die Charakterisierung dieses Rechenprogramms durch das Tiefbauamt und
hielt fest, das Programm werde offenbar auch in anderen Kantonen und beim Bund
verwendet und beruhe auf dem Fachwissen und der Erfahrung der
Brückenbaufachleute. Es bestehe daher kein Anlass, an den Schlussfolgerungen des
Tiefbauamtes in bezug auf die Tragfähigkeit der fraglichen Brücken zu zweifeln, und auf
die beantragte Einholung von Gutachten könne verzichtet werden, zumal dies mit
erheblichen Kosten verbunden wäre.
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b) Die Beschwerdeführerin beantragte im Rekurs ausdrücklich die Einholung eines
Gutachtens. Die Einholung eines Gutachtens liegt im Ermessen der entscheidenden
Behörde. Angezeigt ist der Beizug eines Sachverständigen vor allem dann, wenn der
Behörde die zum Entscheid erforderliche Sachkunde über umstrittene Tatsachen fehlt,
was insbesondere bei Fragen der Naturwissenschaft oder Technik der Fall ist (vgl. F.
Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl., Bern 1983, S. 276; Rhinow/Koller/Kiss,
Oeffentliches Prozessrecht und Justizverfassungsrecht des Bundes, Basel/ Frankfurt
am Main 1996, Rz. 1136; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 976). Zwar kann sich die Behörde
auch auf die Fachkunde der Verwaltung stützen und auf den Beizug eines
aussenstehenden Experten verzichten (GVP 2001 Nr. 12, GVP 1986 Nr. 43). Nicht alle
Stellungnahmen fachkundiger Behörden sind jedoch Amtsberichte mit der Eigenschaft
eines Sachverständigengutachtens. Insbesondere Vernehmlassungen in einem
Rechtsmittelverfahren haben den Charakter von Parteiaussagen (Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz 974), weshalb der Beweiswert solcher Aeusserungen gegenüber einem Gutachten
gemindert ist (GVP 2001 Nr. 12).
c) Im vorliegenden Fall stützte sich die verfügende Behörde auf das Fachwissen einer
Verwaltungsstelle. Diese wurde von der Rekursinstanz aufgefordert, das
Rechenprogramm "Truck" zu erläutern. Die Vorinstanz hat die Beurteilung der
fachkundigen Behörde übernommen. Für die Vorinstanz, aber auch für das
Verwaltungsgericht, sind die Feststellungen und Schlussfolgerungen des Tiefbauamtes
mangels Fachkunde nicht nachvollziehbar. Die Feststellungen und deren Würdigung
erfordern spezifisches Fachwissen, insbesondere aus dem Bereich der Statik und/oder
der Baukunde. Das Tiefbauamt befand sich zudem in einer ähnlichen Stellung wie eine
Behörde, deren Entscheid angefochten ist, stützte sich das Polizeikommando bei der
Verfügung der Gewichtsbeschränkungen doch auf ihre Fachkunde. Hinzu kommt, dass
die Vorinstanz selbst die Berechnungen mit dem Programm "Truck" in einzelnen
Punkten als unzulänglich qualifiziert hat. Sie bemängelte, dass die Vergleichswerte für
36- bzw. 38-Tonnen-Einzelfahrzeuge nicht berücksichtigt worden seien, dass
Einzelfahrzeuge auch ohne Ausnützung des höchstzulässigen Betriebsgewichts auf
den Strassen zirkulieren würden und Diskrepanzen zwischen den den Berechnungen
zugrundeliegenden Geschwindigkeiten und den vor Ort zulässigen
Höchstgeschwindigkeiten bestünden.
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Die Vorinstanz zog aus den Truck-Datenblättern somit auch eigene Schlüsse.
Angesichts ihres fehlenden Fachwissens stehen diese Schlussfolgerungen allerdings
auf einer unsicheren Grundlage. Sie vermögen jedenfalls die Notwendigkeit einer
Gewichtseinschränkung auf den fraglichen Brücken nicht zu erhärten.
d) Die Beschwerdeführerin beanstandet, es gebe sonst nirgends
Gewichtsbeschränkungen von 5 bzw. 10 Prozent unter der Sollnutzlast. Dieses
Argument ist nicht von der Hand zu weisen. Jedenfalls muss davon ausgegangen
werden, dass bei den Höchstgewichten eine gewisse Sicherheitsmarge einbezogen
wird. Es ist nicht auszuschliessen, dass auf den fraglichen Brücken neben einem 36
bzw. 38 Tonnen schweren Lastwagen gleichzeitig noch eine gewisse Anzahl
Personenwagen oder leichte Nutzfahrzeuge verkehren. Dies bedeutet, dass mit einer
relativ grossen Sicherheitsmarge gerechnet werden muss, da ein Personenwagen bzw.
ein Lieferwagen bis 3,5 Tonnen wiegen kann (Art. 11 Abs. 2 lit. a und lit. e i.V. mit Art.
12 Abs. 1 lit. d der Verordnung über die technischen Anforderungen an
Strassenfahrzeuge, SR 741.41). Sodann ist auf der Postbrücke in Wattwil und der
Thurbrücke in Stein zwar ein Kreuzungsverbot bzw. ein Mindestabstand für Lastwagen
signalisiert, doch ist es auf diesen Brücken von der Fahrbahnbreite her ohne weiteres
möglich, dass gleichzeitig zwei schwere Lastwagen die Brücke befahren. Jedenfalls
kann auch bei signalisierten Kreuzungsverboten und Mindestabständen nicht
ausgeschlossen werden, dass sich zwei Lastwagen gleichzeitig auf der Brücke
befinden, und ausserdem wird es als zulässig erachtet, wenn sich gleichzeitig mit
einem Lastwagen noch Personenwagen auf der Brücke befinden. Unter diesen
Umständen überzeugt es nicht, dass bei den besagten Brücken das Befahren mit
einem Lastwagen von 36 bzw. 38 Tonnen Gewicht noch als zulässig erachtet wird, das
Befahren mit einem Lastwagen von 40 Tonnen aber nicht.
Weiter macht die Beschwerdeführerin geltend, die Mängel des Computerprogramms
"Truck" zeigten sich darin, dass das Programm bei Brücken mit kürzerer Spannweite
als die Fahrzeuge zum Ergebnis 38 t kommen könne, nachdem die Maximalbelastung
des schwerstmöglichen Fahrzeuges bei 28 t liege. Bei den "Truck"-Datenblättern sind
zwar Angaben zur Spannweite der Brücken vermerkt. Es finden sich Angaben zu
"effektiven" und "reduzierten" Spannweiten. Ob die angeführten Zahlen die Länge in
Metern zum Ausdruck bringen, ist wahrscheinlich, aber aufgrund der Akten nicht
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eindeutig. Einzelne Spannweiten liegen erheblich unter einem Wert von 10 (Metern ?).
Unter diesen Umständen ist das Argument der Beschwerdeführerin nachvollziehbar, es
sei bei der Anwendung des Programms fälschlicherweise gar nicht berücksichtigt
worden, dass bei einzelnen Fahrzeugarten (Dreiachs- oder Vierachs-Lastwagen) gar
nicht alle Achsen gleichzeitig auf einer Brücke mit geringer Spannweite stehen könnten.
Nach den Grundlagen des Tiefbauamts für die Modellrechnungen beträgt der Radstand
einzelner Fahrzeugtypen bzw. Fahrzeugkombinationen jedenfalls erheblich mehr als 10
Meter.
Die Art der Fahrzeuge, insbesondere auch die Achsanordnung, kann nach der
plausiblen Darstellung der Beschwerdeführerin einen erheblichen Einfluss auf die
Belastung einer Brücke haben. Daher ist zu prüfen, ob eine Gewichtsbeschränkung
allenfalls nur für gewisse Fahrzeugarten anzuordnen ist. Das Tiefbauamt hält zwar in
seiner Stellungnahme fest, es mache keinen Sinn, die Berechnungen (mit dem
Programm Truck) für bestimmte Fahrzeugkategorien durchzuführen, zumindest solange
nicht, als die Strassenverkehrsgesetzgebung entsprechende Verbotssignale nicht
vorsehe. Ob diese Ausführungen zutreffend sind, erscheint fraglich. Die Zulässigkeit
einer entsprechenden Signalisation wäre vom Polizeikommando zu beurteilen. Art. 64
Abs. 5 der Signalisationsverordnung (SR 741.21) sieht jedenfalls vor, dass der
Geltungsbereich von Signalen mittels einer Zusatztafel konkretisiert werden kann,
wobei ein Symbol oder eine Aufschrift bedeutet, dass ein Signal nur für die auf der
Tafel dargesellte Verkehrsart gilt (lit. a), oder dass mittels dem Wort "ausgenommen"
oder "gestattet" ein Signal für eine entsprechende Verkehrsart nicht gilt (lit. b). Ob
solche Ausnahmen für bestimmte Fahrzeugarten bzw. Lastwagenkategorien signalisiert
werden können, ist wie erwähnt vom Polizeikommando zu beurteilen.
Die unbeschränkte Zufahrt der auf öffentlichen Strassen zugelassenen Lastwagen ist
jedenfalls von erheblichem öffentlichen Interesse, weshalb Beschränkungen nur bei
ausgewiesener Notwendigkeit gerechtfertigt sind. Allein der Umstand, dass das
Tiefbauamt über Fachkunde verfügt, rechtfertigte im vorliegenden Fall den Verzicht auf
die beantragte Einholung eines Gutachtens nicht. Nachdem die Beschwerdeführerin
ausdrücklich die Einholung eines Gutachtens verlangt hatte, war es insbesondere auch
nicht zulässig, ein solches unter Hinweis auf die Kosten zu verweigern. Die
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Rekurrentinnen hätten zur Leistung eines Kostenvorschusses für die Barauslagen des
Beweisverfahrens verpflichtet werden können (Art. 96 VRP).
e) Aufgrund der vorstehenden Erwägungen gelangt das Verwaltungsgericht zum
Schluss, dass die Einwendungen der Beschwerdeführerin gegen die Feststellungen
des Tiefbauamtes und die von diesem getroffenen Schlussfolgerungen mittels einer
Expertise zu überprüfen sind. Der Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches
Gehör umfasste unter anderem den Anspruch, dass formrichtig angebotene
Beweismittel abgenommen werden, soweit sie erhebliche Tatsachen betrafen und
geeignet waren, über die streitige Tatsache Beweis zu erbringen (vgl. statt vieler BGE
117 Ia 268 f.). Der Verzicht auf die beantragte Einholung eines Gutachtens verletzte den
Anspruch der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör. Im vorliegenden Fall
rechtfertigt es sich, die Angelegenheit zur Einholung eines Gutachtens an die
Vorinstanz zurückzuweisen. Das Verwaltungsgericht verfügt zwar in bezug auf die
Feststellung des Sachverhalts über dieselbe Kognition wie die Vorinstanz, was eine
Heilung des Verfahrensfehlers im Beschwerdeverfahren grundsätzlich zuliesse (vgl.
Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 990). Die Expertise hat im Streitfall eine zentrale Bedeutung.
Der Beschwerdeführerin ginge eine Rechtsmittelinstanz verloren, wenn das Gutachten
im Beschwerdeverfahren eingeholt würde. Zudem handelt es sich um eine Materie, bei
der der Verwaltung unter Umständen ein gewisser Beurteilungsspielraum zukommt.
Dies rechtfertigt eine Rückweisung der Streitsache (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 56 Abs. 2 VRP). Folglich ist die Beschwerde gutzuheissen. Der Rekursentscheid
vom 8. Dezember 2005 ist aufzuheben, und die Angelegenheit ist zur Einholung einer
Expertise und zu neuer Beurteilung und Entscheidung an die Vorinstanz
zurückzuweisen. Dem Rekurs ist die aufschiebende Wirkung gestützt auf Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 VRP allerdings weiterhin zu entziehen, bis eine
allfällige Notwendigkeit einer Gewichtslimite definitiv geklärt ist.
3./ Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten des Staates (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Auf ihre Erhebung ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP). Der
Beschwerdeführerin ist der geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 2'000.-- zurückzuerstatten.
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Die Beschwerdeführerin hat Anspruch auf eine ausseramtliche Entschädigung (Art.
98bis VRP). Da sie nicht anwaltlich vertreten ist, ist ihr lediglich eine
Umtriebsentschädigung zuzusprechen. Das Verwaltungsgericht erachtet eine
Entschädigung von Fr. 500.-- als angemessen.