# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d95aa208-9e0f-406b-8aed-80c3cc164b66
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die O. AG ist Eigentümerin des Grundstücks Nr. 687, Grundbuch Flawil; es ist der
Gewerbe-Industrie-Zone GI-A zugeteilt, liegt zurückversetzt nördlich der in gerader
Linie von Nordwesten nach Südosten führenden Feldhofstrasse und ist mit einem ein-
bzw. teilweise zweistöckigen Industriegebäude überbaut. Westlich des Grundstücks
Nr. 687 stehen mehrstöckige Wohnhäuser und kleinere Wirtschaftsbauten; sie säumen
die Zufahrtsstrasse zur grossflächigen Überbauung des Habis-Areals, Grundstück Nr.
970, welches nordwestlich in einer Gewerbe-Industrie-Zone GI-B liegt. Das Grundstück
Nr. 970 ist verschiedenen Nutzungen zugeteilt und steht im Eigentum der H. AG, Flawil;
es grenzt im Osten an das Grundstück Nr. 985, das R.S. gehört und der Gewerbe-
Industrie-Zone GI-A zugeteilt, aber derzeit unbebaut ist. An die östliche Seite des
Grundstücks Nr. 985 grenzt das Grundstück Nr. 836, das ebenfalls R.S. gehört; auf
diesem Grundstück, das der Wohnzone W3 zugeteilt ist, befinden sich Gebäude und
Parkanlage der Villa W., die im Jahr 1910 als Wohnsitz des Eigentümers der damals
noch in Produktion stehenden H. AG bzw. deren Rechtsvorgängerin erbaut worden
war. Das Haupthaus mit seinen Nebengebäuden (Portikus, Waschhaus, Remise mit
Kutscherwohnung) ist zusammen mit dem im südlichen Parkbereich stehenden
Gartenpavillon sowie der ebenfalls innerhalb des Parks liegenden, die von der
Feldhofstrasse in Richtung Norden verlaufende Zufahrtsstrasse säumenden Lindenallee
in der Schutzverordnung der Gemeinde Flawil vom 28. März 1995 (im folgenden
Schutzverordnung) aufgeführt. Das gesamte Gebiet nördlich der Feldhofstrasse wird
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von einem Waldgürtel umfasst, der sich entlang der Westgrenze des Grundstücks Nr.
970 bis zur Ostgrenze des Grundstücks Nr. 836 hinzieht.
Am 14. September 2005 stellte die TDC Switzerland AG, Zürich, bei der Gemeinde
Flawil ein Baugesuch für den Neubau einer Mobilfunkantenne mit entsprechender
technischer Einrichtung auf dem Grundstück Nr. 687. Das Bauvorhaben umfasst eine
35,55 m hohe Antenne, die mit drei Sektorantennen für GSM 900 und UMTS-Dienste
sowie zwei Richtfunkantennen bestückt wird und an der Ostseite des
Industriegebäudes der O. AG zu stehen kommen soll. Östlich der Antenne ist zudem
die Errichtung einer Gerätekabine vorgesehen.
Gegen das Bauvorhaben erhoben – nebst anderen Personen – R.S. und die H. AG
innert der Auflagefrist durch ihren gemeinsamen Rechtsvertreter öffentlich-rechtliche
sowie privatrechtliche Einsprache.
Mit Beschluss vom 29. August und 5. Dezember 2006 wies die Baukommission der
Politischen Gemeinde Flawil sämtliche gegen das Bauvorhaben erhobenen öffentlich-
rechtlichen Einsprachen sowie privatrechtlichen Einsprachen nach Art. 684 des
Zivilgesetzbuches (SR 210, abgekürzt ZGB) ab, verwies die Einsprecher gestützt auf
Art. 84 Abs. 3 des Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG) auf den Zivilrechtsweg,
soweit ihre Einsprachen "darüber hinaus" privatrechtlichen Charakter hatten, und
erteilte die nachgesuchte Baubewilligung.
B./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 30. Januar und 21. Februar 2007 erhoben
die H. AG und R.S. getrennt Rekurs beim Baudepartement. Sie beantragten im
wesentlichen, der Einspracheentscheid der Baukommission der Politischen Gemeinde
Flawil sei vollumfänglich aufzuheben und es sei die gestützt auf das Baugesuch
bezüglich Neubau einer Mobilfunkanlage mit entsprechender technischer Einrichtung
auf dem Grundstück Nr. 687 nachgesuchte Baubewilligung zu verweigern, unter
Kosten- und Entschädigungsfolge. Die von der Bauherrschaft eingereichten
Baugesuchsunterlagen seien weder vollständig noch mängelfrei, und die geplante
Mobilfunkantenne stelle eine übermässige Strahlenbelastung und
Gesundheitsgefährdung dar; das Bauvorhaben halte ausserdem die Höhen- und
Grenzabstandsvorschriften nicht ein, verletze das Verunstaltungsverbot im Sinne von
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Art. 93 BauG sowie von Art. 33 des Baureglements der Gemeinde Flawil vom 6.
Januar/13. April 2004 (im folgenden Baureglement), verstosse gegen die
Schutzverordnung, da es natur- und heimatschutzrechtlich geschützte Objekte massiv
beeinträchtige, und es verursache übermässige Emissionen.
Mit Entscheid vom 20. November 2008 vereinigte das Baudepartement die
Rekursverfahren und wies die von der H. AG und von R.S. erhobenen öffentlich-
rechtlichen Rekurse und privatrechtlichen Rekurse nach Art. 684 ZGB ab. Ausserdem
änderte das Baudepartement Ziff. 3.3 der Baubewilligung vom 29. August/5. Dezember
2006 dahingehend, dass die Gerätekabine zur Einhaltung des Gebäudeabstands von 3
m entweder nach Osten zu verschieben oder an das Hauptgebäude anzubauen sei,
wobei diese Änderung vor Baubeginn planlich nachzuweisen sei. Das Baudepartement
erwog im wesentlichen, die Baubewilligung sei – vorbehältlich anderweitiger im
öffentlichen Recht begründeter Hindernisse und allenfalls verbunden mit der Pflicht,
nach Inbetriebnahme eine Abnahmemessung durchzuführen - zu erteilen, wenn beim
vorgesehenen Betrieb der Anlage die in der eidgenössischen Verordnung zum Schutz
vor nichtionisierender Strahlung (SR 814.710, abgekürzt NISV) festgelegten Grenzwerte
gemäss rechnerischer Prognose eingehalten seien. Zwingende Formvorschriften seien
mit dem Baugesuch nicht verletzt worden, und auch das Standortdatenblatt sei nicht in
der Weise unvollständig, dass eine Abweisung des Baugesuchs gerechtfertigt gewesen
wäre. Auch die OMEN Nrn. 25a und 25b seien zweckmässig ausgewählt worden. Die
Immissionsgrenzwerte seien ebenso eingehalten wie der Anlagegrenzwert an allen
OMEN. Da für die Höhe einer Anlage keine kommunalen Regeln bestehen, könne von
der Rekursgegnerin auch keine Begründung eingefordert werden, weshalb die Höhe
der geplanten Anlage technisch notwendig sei. Allerdings halte die Gerätekabine den
privilegierten erforderlichen Gebäudeabstand von 3 m nicht ein, weshalb sie nach
Osten zu verschieben sei oder alternativ an das Hauptgebäude angebaut werden
könne; diese Änderung könne mit einer Auflage sichergestellt werden. Die Möglichkeit
einer künftigen Nutzungsänderung für das Grundstück Nr. 985 – die Zuteilung zu einer
Wohn- oder Wohn-Gewerbe-Zone - könne nicht berücksichtigt werden. Die
Bewilligung der Mobilfunkantennenanlage verstosse nicht gegen die Schutzverordnung
der Gemeinde Flawil, und die Antenne könne – trotz ihrer besonderen Höhe – in der
sowohl in bezug auf die unterschiedlichen Nutzungen als auch die Gestaltung der
Bauten heterogenen Umgebung nicht als verunstaltend im Sinne von Art. 93 BauG
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bezeichnet werden. Die von der geplanten Gerätekabine ausgehenden Immissionen
seien mit den von einem Kühlschrank erzeugten Geräuschen vergleichbar; die
Planungswerte der Lärmschutzverordnung würden dabei erfahrungsgemäss nicht
annähernd erreicht, weshalb auch keine übermässigen Immissionen im Sinne von Art.
684 ZGB erkennbar seien. Auch eine übermässige Belastung durch allfällige
Windgeräusche im Sinne von Art. 684 ZGB sei zu verneinen, da der den Winden
ausgesetzte Teil der Mobilfunkanlage nicht mit beweglichen Bauteilen versehen sei.
Eine übermässige ideelle Immission in privatrechtlicher Hinsicht müsse ebenfalls
verneint werden.
C./ Gegen den Entscheid des Baudepartements vom 20. November 2008 erhoben R.S.
und die H. AG mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 3. Dezember 2008 Beschwerde
beim Verwaltungsgericht. In der Beschwerdeergänzung vom 6. Januar 2009
beantragen R.S. und die H. AG, der Entscheid des Baudepartements vom
20. November 2008 sei vollumfänglich aufzuheben, die für den Neubau einer
Mobilfunkanlage mit technischer Einrichtung auf dem Grundstück Nr. 687
nachgesuchte Baubewilligung sei zu verweigern und die Beschwerdegegnerin sei zu
verpflichten, die Beschwerdeführer für das Rekursverfahren ausserrechtlich
angemessen zu entschädigen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge für das
Beschwerdeverfahren zulasten der Beschwerdegegnerin, eventuell zulasten des
Staates. Die Beschwerdeführer machen im wesentlichen geltend, die Vorinstanz habe
den Sachverhalt unrichtig bzw. unvollständig festgestellt; sie beschreibe die Umgebung
des für die Mobilfunkanlage vorgesehenen Standortes unzutreffend, auf jeden Fall aber
sehr einseitig gefärbt. Das von ihr bezüglich Umgebung gezeichnete Bild war und sei
nicht zutreffend; von einer industriell geprägten Umgebung könne weder in
Blickrichtung Norden noch in Blickrichtung Osten oder Süden die Rede sein. Zudem
fehle ein Hinweis darauf, dass es sich bei den Kulturgütern – das Haupthaus der Villa
W. mit seinen Nebengebäuden, der im südlichen Parkbereich stehende Gartenpavillon
und die innerhalb des Parks befindliche Lindenallee – um ein Ensemble handle. Auch
komme nicht zum Ausdruck, dass sich die Kulturgüter in nächster Nähe zum geplanten
Mobilfunkanlage-Ort befänden. Zudem treffe es nicht zu, dass das Grundstück Nr. 836
kaum bzw. nur ganz schlecht einsehbar sei und die Schutzobjekte nur von wenigen
Standorten aus gemeinsam mit der Mobilfunkantenne zu sehen seien. Ausserdem habe
die Vorinstanz das rechtliche Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung
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(SR 101, abgekürzt BV) verletzt, indem sie den Antrag auf Einholung einer Expertise
ablehnte, die klären sollte, ob die geplante Mobilfunkanlage negative oder gar
unerträgliche Auswirkungen auf die in unmittelbarer Nähe befindlichen, geschützten
Kulturobjekte habe. Der Entscheid der Vorinstanz verstosse klar gegen Art. 3 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Natur- und Heimatschutz (SR 451, abgekürzt NHG)
sowie Art. 98 BauG; überdies sei er auch mit der Schutzverordnung in keiner Weise zu
vereinbaren. Es sei in formeller Hinsicht zu rügen, dass die Eidgenössische Natur- und
Heimatschutzkommission von der Vorinstanz zu Unrecht nicht in das Rekursverfahren
miteinbezogen worden sei. Schliesslich sprenge die geplante Antenne mit 35,55 m
Höhe jedes vernünftige Mass; sie wäre raumplanerisch am falschen Ort und würde in
der gegebenen Umgebung massiv stören und diese erheblichst verunstalten. Das
gesetzliche Verunstaltungsverbot würde durch die Zulassung der Antenne klar verletzt;
das Bauvorhaben der Beschwerdegegnerin in unmittelbarer Nähe zu den geschützten
Objekten sei offensichtlich deplaziert, verunstaltend und nicht zu verantworten.
Schliesslich wären für den Beschwerdeführer R.S. und seine Familie mit der Erstellung
der geplanten Antenne unzweifelhaft übermässige ideelle Immissionen verbunden, was
einem Verstoss gegen Art. 684 ZGB gleichkomme bzw. gleichkäme. Der angefochtene
Entscheid sei auch deshalb aufzuheben, weil die von der Vorinstanz bezüglich nicht
eingehaltenem Gebäudeabstand verfügte Auflage nicht genüge.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 23. Januar 2009 die
Abweisung der Beschwerde.
Die Beschwerdegegnerin stellte in ihrer Beschwerdeantwort vom 4. März 2009 das
Begehren, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten
sei, und der angefochtene Rekursentscheid sei vollumfänglich zu bestätigen, unter
voller Kosten- und Entschädigungsfolge.
Die Beschwerdebeteiligten liessen sich innert der angesetzten Frist nicht vernehmen.
Die Beschwerdeführer erhielten Gelegenheit, zu den Vernehmlassungen der Vorinstanz
und der Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen. Innert erstreckter Frist äusserten sie
sich mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 20. April 2009.
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Vor seinem Entscheid hat das Verwaltungsgericht an Ort und Stelle einen Augenschein
durchgeführt. Die Verfahrensbeteiligten wurden dazu eingeladen und erhielten
Gelegenheit, sich zu äussern.
Die weiteren von den Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten

## Considerations

Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen
dargelegt und gewürdigt.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeeingabe vom 3. Dezember 2008 und ihre Ergänzung vom 6. Januar 2009
erfüllen zeitlich, formal und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Zu prüfen ist im
folgenden, ob die beiden Beschwerdeführer zur Ergreifung des Rechtsmittels gegen
den Entscheid des Baudepartements vom 20. November 2008 legitimiert sind. Das
Verwaltungsgericht prüft diese Frage von Amtes wegen.
1.1. Den Beschwerdeführern wurden die Vernehmlassungen der Verfahrensbeteiligten
zugestellt, und es wurde ihnen Gelegenheit gegeben, dazu Stellung zu nehmen, soweit
darin neue tatsächliche oder rechtliche Argumente vorgebracht würden, welche bisher
nicht erörtert worden seien. Es wurde darauf hingewiesen, dass das Gericht über die
Zulassung der Stellungnahme entscheiden werde. Die Beschwerdeführer nahmen mit
Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 20. April 2009 zu den Vernehmlassungen Stellung.
Eine Beschwerdeergänzung auf dem Wege der Replik ist nur insoweit statthaft, als die
Ausführungen in den Vernehmlassungen dazu Anlass geben. Mit Anträgen und Rügen,
welche der Beschwerdeführer bereits in der Beschwerde hätte erheben können, ist er
nach Ablauf der Beschwerdefrist ausgeschlossen (BGE 132 I 42 E. 3.3.4 mit Hinweis
auf BGE 131 I 291 ff.).
Weder die Vorinstanz noch die Beschwerdegegnerin haben in ihren Stellungnahmen
Anträge gestellt, die über die im Rekursverfahren gestellten Begehren hinausgingen.
Die Beschwerdegegnerin hat indes mit ihrer Stellungnahme bzw. Vernehmlassung vom
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4. März 2009 ein rechtliches Argument vorgebracht. So machte sie geltend, die
Beschwerdeführerin sei zur Beschwerdeerhebung nicht legitimiert; es werde nicht
dargelegt, inwiefern sie im vorliegenden Verfahren überhaupt in rechtlich geschützten
Interessen tangiert sei. In der Beschwerde sei aufzuzeigen, inwiefern konkret
persönliche schutzwürdige Interessen verletzt werden, was in bezug auf die
Beschwerdeführerin mit keinem Wort getan werde. Dieses Vorbringen lässt sich als neu
qualifizieren. In diesem Sinne haben die Beschwerdeführer Anspruch auf eine Replik;
auf ihre Stellungnahme vom 20. April 2009 ist somit einzutreten.
1.2. Soweit die beiden Beschwerdeführer geltend machen, die Vorinstanz habe ihren
Rekurs zu Unrecht abgewiesen, sind sie ohne weiteres rechtsmittellegitimiert. Auf die
Beschwerde ist demnach grundsätzlich einzutreten. Ob allerdings die beiden
Beschwerdeführer auch berechtigt sind, die Sachverhaltsermittlung der Vorinstanz zu
rügen und geltend zu machen, der Entscheid der Vorinstanz verletze Art. 3 Abs. 1 NHG
sowie Art. 98 BauG, die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission sei von
der Vorinstanz zu Unrecht nicht in das Rekursverfahren von R.S. miteinbezogen
worden, und der angefochtene Entscheid verletze die Schutzverordnung sowie Art. 684
ZGB, ist im besonderen zu prüfen. Die Beschwerdegegnerin hat in ihrer
Vernehmlassung vom 4. März 2009 die Beschwerdelegitimation der
Beschwerdeführerin ausdrücklich bestritten; sie macht geltend, in der
Beschwerdeschrift sei mit keinem Wort dargetan, inwiefern der Entscheid die
Beschwerdeführerin überhaupt in rechtlich geschützten Interessen tangiere, weshalb in
bezug auf die Beschwerdeführerin auf die Beschwerde nicht einzutreten sei.
1.3. Gemäss Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP ist zur Erhebung der
Beschwerde vor Verwaltungsgericht berechtigt, wer an der Änderung oder Aufhebung
des Entscheids ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartut. Ein eigenes
schutzwürdiges Interesse hat eine Person, wenn sie mit dem Rechtsmittel nicht nur
Interessen Dritter oder Allgemeininteressen verfolgt; in einem solchen Fall würde die
Rechtsmittelbefugnis verneint (vgl. GVP 1996 Nr. 59; GVP 1993 Nr. 49; GVP 1977 Nr.
23; Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003,
Rz. 388). Schutzwürdig ist ein Interesse, das es rechtfertigt, geschützt zu werden, etwa
ein "praktischer Nutzen" oder "handfeste Belange" (vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 391).
Ausgeschlossen sind daher rein theoretische Interessen an der Entscheidung über eine
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Rechtsfrage (vgl. BGE 124 V 397 f. E. 2b; BGE 123 II 286 E. 4) oder das bloss
allgemeine Interesse an einer richtigen Anwendung des objektiven Rechts (BGE 127 II
38 E. 2e; BGE 125 II 194 E. 2a aa).
1.3.1. Die Legitimation eines Nachbarn in Bausachen ist nach ständiger
Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts davon abhängig zu machen, ob bei ihm
erstens räumlich die erforderliche enge nachbarliche Beziehung zum Baugrundstück
gegeben ist und ob er zweitens durch den kommunalen Bewilligungsentscheid
betreffend die streitige Baute unmittelbar und in höherem Ausmass als irgendjemand
oder die Allgemeinheit in eigenen Interessen beeinträchtigt ist. Dabei muss er
grundsätzlich im einzelnen dartun, inwieweit die allfällige Erteilung der Baubewilligung
konkrete eigene rechtliche oder tatsächliche Interessen intensiver beeinträchtigt als die
Interessen irgendwelcher Dritter; für jede Rechtsbehauptung muss das
Rechtsschutzinteresse vorliegen (vgl. zum Ganzen VerwGE vom 22. Januar 2009 i.S. F.
AG und G. AG sowie VerwGE vom 24. August 2006 i.S. P. AG, beide in:
www.gerichte.sg.ch; VerwGE vom 30. Oktober 2001 i.S. E.B.; GVP 1996 Nr. 59 und 60;
GVP 1977 Nr. 23; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 394; B. Heer, St. Gallisches Bau- und
Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 934 f.).
1.3.2. Gemäss der konstanten bundesgerichtlichen Rechtsprechung sind die in der
näheren Umgebung einer projektierten Mobilfunkanlage wohnenden Personen durch
die von der Anlage ausgehenden Strahlen in besonderer Weise betroffen und daher
legitimiert, Verwaltungsgerichtsbeschwerde zu führen und Rechtsmittel im kantonalen
Verfahren zu ergreifen (vgl. BGE 1A.220/2002 vom 10. Februar 2003). Die besondere
Betroffenheit wird bejaht, wenn der Beschwerdeführer in einem Umkreis wohnt, in dem
die anlagebedingte Strahlung über 10 % des Anlagegrenzwertes der NISV betragen
kann, wobei für die NIS-Prognose auf den massgebenden Betriebszustand der Anlage
und die Verhältnisse in der Hauptstrahlrichtung abzustellen ist (BGE 1A.220/2002 vom
10. Februar 2003 E. 2.1; BGE 128 II 171 E. 2.3; BGE 1A.62/2001 vom 24. Oktober 2001
E. 1bb). Es geht darum, den Kreis derjenigen Personen zu bestimmen, die von der
Anlage mehr als jedermann betroffen sind; dieser Kreis darf nicht zu eng gezogen
werden und nicht von komplexen Berechnungen im Einzelfall abhängen (BGE 128 II
171 E. 2.3; BGE 1A.62/2001 vom 24. Oktober 2001 E. 1bb). Diese Legitimationspraxis
wird im Schrifttum zwar teilweise als grosszügig bzw. zu grosszügig beurteilt (B.
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Wittwer, Bewilligung von Mobilfunkanlagen, Diss. Zürich, 2. Aufl., Zürich/Basel/Genf
2008, S. 163; C. von Zedtwitz, Bemerkungen zu BGE 1A.142/2001 vom 25. Februar
2002 [in der Zwischenzeit auszugsweise publiziert in BGE 128 II 168], in: AJP 2002 S.
825 ff., S. 832, wonach der Entscheidung, dass eine Strahlungseinwirkung ab einem
Zehntel des Anlagegrenzwertes mehr als bloss "minim" sein soll, etwas Zufälliges
anhafte). Es gibt indes keinen ersichtlichen Grund, von der bundesgerichtlich
festgelegten Regel abzuweichen.
Befindet sich eine natürliche oder juristische Person innerhalb des betroffenen Kreises,
ist sie zur Beschwerde an das Verwaltungsgericht legitimiert. Dabei braucht sie –
anders als bei der Beschwerde gegen eine Baubewilligung für eine herkömmliche
Baute – nicht im einzelnen darzutun, inwieweit die allfällige Erteilung der
Baubewilligung konkrete eigene rechtliche oder tatsächliche Interessen intensiver
beeinträchtigt als die Interessen irgendwelcher Dritter. Das Rechtsschutzinteresse ist
objektiv gegeben und muss nicht für jede Rechtsbehauptung einzeln dargelegt werden.
Unerheblich ist dabei, ob die voraussichtliche Strahlung natürliche oder juristische
Personen betrifft; Anlagegrenzwerte geben einen generellen Anspruch auf Einhaltung
der Anlagegrenzwerte u.a. in Räumen, in denen sich Personen regelmässig während
längerer Zeit aufhalten (BGE 128 I 62 E. 2bb). Gleichgültig ist, ob es sich dabei um den
Eigentümer selbst, den Mieter oder Pächter des betroffenen Raumes oder um die
Angestellten einer juristischen Person oder Dritte handelt.
1.4. Gemäss der unbestritten gebliebenen Darstellung der Vorinstanz sind vom
vorgesehenen Antennenstandort in einer Entfernung von rund 85 m das Dach und
teilweise die Westfassade des im Eigentum des Beschwerdeführers stehenden
Haupthauses – die Villa W. – zu erkennen. Eine Überprüfung dieser Distanz mit Hilfe
der im Baugesuch eingereichten Pläne bestätigt diese Feststellung. In welcher
Entfernung vom geplanten Antennenstandort sich der Gebäudekomplex der
Beschwerdeführerin befindet, hat die Vorinstanz in ihrem Entscheid nicht explizit
festgehalten. Wie jedoch aus den im Rahmen des Baugesuchs eingereichten Plänen
hervorgeht, befinden sich die Gebäude der Beschwerdeführerin, in denen sich
Personen – etwa Mieter, Angestellte juristischer Personen sowie Dritte - regelmässig
während längerer Zeit aufhalten, in einer Entfernung von ca. 110 bis maximal ca.
320 m.
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Dem Anlagebeschrieb zum Baugesuch lässt sich entnehmen, dass die
Beschwerdegegnerin eine Basisstation für GSM 900 und UMTS mit einer Leistung von
2370 (GSM 900) bzw. 3000 W (UMTS) zu errichten plant. In bezug auf die
Einspracheberechtigung hält das Standortdatenblatt fest, der Kreis der zur Einsprache
Berechtigten erstrecke sich aufgrund der Berechnung im Zusatzblatt 2 auf den
maximalen Abstand von 592 m zur geplanten Antenne. Die von der
Beschwerdegegnerin angestellten Berechnungen zur maximalen Distanz für die
Einspracheberechtigung sind nachvollziehbar und vollständig; sie entsprechen der
bundesgerichtlichen Vorgabe, wonach die zur Beschwerde berechtigte Person in
einem Umkreis wohnen muss, in dem die anlagebedingte Strahlung über 10 % des
Anlagegrenzwertes der NISV betragen kann, wobei für die NIS-Prognose auf den
massgebenden Betriebszustand der Anlage und die Verhältnisse in der
Hauptstrahlrichtung abzustellen ist. Der von der Beschwerdegegnerin berechnete
Einspracheperimeter kann deshalb im vorliegenden Verfahren als Grundlage dienen für
die Beurteilung der Frage, ob die beiden Beschwerdeführer zur Beschwerde berechtigt
sind.
1.5. Mit einer Distanz ihrer Gebäude von 85 bzw. 110-320 m vom geplanten
Antennenstandort sind sowohl R.S. als auch die H. AG im vorliegenden Verfahren
rechtsmittellegitimiert. Die Gebäude beider Beschwerdeführer, in denen sich Personen
regelmässig während längerer Zeit aufhalten, liegen innerhalb des
Einspracheperimeters von 592 m. Um mit ihren Rechtsbegehren zugelassen zu
werden, brauchen die Beschwerdeführer in ihrer Beschwerdeschrift nicht im einzelnen
darzutun, inwieweit die allfällige Erteilung der Baubewilligung konkret ihre eigenen
rechtlichen oder tatsächlichen Interessen intensiver beeinträchtigt als die Interessen
irgendwelcher Dritter.
Die Beschwerdeführer rügen unter anderem, die Sendeleistungen und Vertikalwinkel
der Antenne seien fernsteuerbar. Ausserdem sei das Qualitätssicherungssystem
ungenügend, was dazu führe, dass es beim Betrieb der Anlage praktisch beliebig zu
Überschreitungen der Grenzwerte kommen könnte. Zu diesen Rügen sind die
Beschwerdeführer nach den vorstehenden Darlegungen legitimiert.
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Im weiteren ist R.S. als Eigentümer der Villa W. zur Rüge legitimiert, die Antenne habe
eine übermässige Beeinträchtigung seiner als Schutzobjekt ausgeschiedenen
Liegenschaft zur Folge. Er ist daher auch zur Rüge der Verletzung von Art. 3 Abs. 1
NHG und der Verletzung von Art. 93 Abs. 1 und Art. 98 Abs. 1 und 2 BauG und der
Verletzung der kommunalen Schutzverordnung legitimiert.
Auf die Beschwerde ist im Sinn der vorstehenden Erwägungen einzutreten.
2. Die Beschwerdeführer stellen in ihrer Beschwerdeschrift den Antrag auf
"fachmännische Expertisierung" durch einen unabhängigen Dritten der negativen
Auswirkungen der geplanten Mobilfunkanlage auf die auf Grundstück Nr. 836
befindlichen, geschützten Kulturobjekte und der Frage der Unverträglichkeit der
Mobilfunkanlage mit ebendiesen geschützten Objekten.
Ein Gutachten, das die negativen Auswirkungen der geplanten Mobilfunkanlage auf die
auf dem Grundstück Nr. 836 befindlichen, geschützten Kulturobjekte und die Frage der
Unverträglichkeit der Mobilfunkanlage mit ebendiesen geschützten Objekten klären
soll, kann im Streitfall unterbleiben. Im Beschwerdeverfahren wurde ein Augenschein
durchgeführt. Aufgrund dieses Augenscheins lässt sich die Situation der Schutzobjekte
hinreichend feststellen und können allfällige Auswirkungen der geplanten
Mobilfunkantenne in visueller und ästhetischer Hinsicht beurteilt werden.
Dabei ist festzuhalten, dass die Kantonale Denkmalpflege in ihrer Stellungnahme vom
11. September 2007 (vgl. dazu hinten E. 4.1. und 4.2.) die Villa W. als Schutzobjekt von
regionaler Bedeutung eingestuft, jedoch gegen das Bauvorhaben generell – und im
besonderen aufgrund denkmalpflegerischer Überlegungen – keine Einwände erhoben
hat. Insbesondere hat sie nicht beanstandet, die geplante Mobilfunkanlage wirke sich
visuell und ästhetisch negativ auf die Villa W. aus oder sie vertrage sich nicht mit den
geschützten Objekten. Dieser Amtsbericht wurde von einer fachkundigen
Verwaltungsstelle verfasst, weshalb ihm der Charakter eines Gutachtens zuzuerkennen
ist (vgl. Cavelti/ Vögeli, a.a.O., Rz. 617 mit Hinweis). Im übrigen ist das Schutzobjekt
nicht in einem Bundesinventar aufgeführt, weshalb eine zwingende Begutachtung
gemäss Art. 7 NHG entfällt (vgl. dazu E. 4). Aus den dargelegten Gründen kann eine
weitere Begutachtung, wie sie die Beschwerdeführer beantragen, unterbleiben.
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3. Die Beschwerdeführer rügen, die Vorinstanz habe den Sachverhalt in verschiedener
Hinsicht nicht richtig festgestellt; sie beschreibe die Umgebung des für die
Mobilfunkanlage vorgesehenen Standortes unzutreffend, auf jeden Fall aber sehr
einseitig gefärbt, und das von ihr bezüglich Umgebung gezeichnete Bild sei nicht
zutreffend, da von einer industriell geprägten Umgebung weder in Blickrichtung Norden
noch Osten noch Süden die Rede sein könne. Es fehle ein Hinweis darauf, dass es sich
bei den Kulturgütern – dem Haupthaus der Villa W. mit seinen Nebengebäuden, dem
im südlichen Parkbereich stehende Gartenpavillon und der innerhalb des Parks
befindlichen Lindenallee – um ein Ensemble handle, und es komme nicht zum
Ausdruck, dass sich die Kulturgüter in nächster Nähe zum geplanten Mobilfunkanlage-
Ort befänden. Schliesslich treffe es nicht zu, dass das Grundstück Nr. 836 kaum bzw.
nur ganz schlecht einsehbar sei und die Schutzobjekte nur von wenigen Standorten
aus gemeinsam mit der Mobilfunkantenne zu sehen seien. Schliesslich seien, was den
Stand der Revision der Ortsplanung der Politischen Gemeinde Flawil betreffe, die
Angaben und Annahmen im angefochtenen Entscheid nicht mehr aktuell.
3.1. Gemäss Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP können mit der Beschwerde an das
Verwaltungsgericht Rechtsverletzungen sowie unrichtige bzw. unvollständige
Sachverhaltsfeststellungen geltend gemacht werden. Das Verwaltungsgericht überprüft
die Feststellungen des Sachverhaltes durch die Vorinstanz grundsätzlich frei (vgl.
Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 631). Eine Überprüfung des Sachverhalts erfolgt im
Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht allerdings nur, wenn die Beteiligten eine
unrichtige oder unvollständige Feststellung durch die Vorinstanz beanstanden (Cavelti/
Vögeli, a.a.O., Rz. 633). Zudem muss der Beschwerdeführer dartun, in welchen
Punkten die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz unrichtig sein soll, und er hat auch
anzugeben, mit welchen zusätzlichen Beweismitteln seine Darstellung belegt werden
kann oder aus welchen Gründen die Beweiswürdigung der Vorinstanz seiner Ansicht
nach fehl geht (vgl. Art. 48 Abs. 1 und Art. 50 Abs. 1 VRP; GVP 1970 Nr. 21; VerwGE
vom 27. Januar 2000 i.S. H. AG).
3.2. Die Beschwerdeführer haben die Punkte, in welchen die Sachverhaltsfeststellung
der Vorinstanz unrichtig sein soll, in ihrer Beschwerdeschrift detailliert genannt, und sie
haben auch angegeben, mit welchen zusätzlichen Beweismitteln – Augenschein und
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Gutachten – ihre Darstellung belegt werden kann und aus welchen Gründen die
Beweiswürdigung der Vorinstanz ihrer Ansicht nach fehl geht.
Der Behauptung, die Vorinstanz beschreibe die Umgebung des für die Mobilfunkanlage
vorgesehenen Standortes unzutreffend, auf jeden Fall aber sehr einseitig gefärbt, ist
nicht zu folgen. Namentlich vermag der Augenschein die Darstellung der
Beschwerdeführer nicht zu bestätigen. Der Augenschein ergab, dass die Vorinstanz
zutreffend feststellte, die Antenne komme in eine eher industriell geprägte Umgebung
mit teils auffällig wie auch grossflächig in Erscheinung tretenden Fabrikbauten zu
stehen. Die Bauten der Beschwerdeführerin sind namentlich aufgrund der
Dimensionierung, jene der Beschwerdebeteiligten O. AG auch aufgrund ihrer
Farbgebung markante bzw. auffällige Objekte.
Im weiteren trifft es aufgrund des Augenscheins zu, dass das Grundstück Nr. 836 mit
der Villa W. nur eingeschränkt sichtbar ist und die Schutzobjekte nur von wenigen
Standorten aus gemeinsam mit der Mobilfunkantenne zu sehen sind. Die Gebäude an
der Feldhofstrasse verunmöglichen über weite Strecken den direkten Blick auf die
Schutzobjekte. Einzig von bestimmten Standorten aus sind bzw. wären die Villa W. und
die Antenne gemeinsam sichtbar. Doch auch bei der gemeinsamen Sicht auf die
beiden Objekte wird das weitere Blickfeld von den Industriebauten und den Gebäuden
im Bereich der Feldhofstrasse wesentlich mitbestimmt. Dabei tritt namentlich beim
zweiten am Augenschein besuchten Standort das Mehrfamilienhaus an der
Feldhofstrasse beim Blick auf die Villa W. störend in Erscheinung. Soweit die Villa W.
gemeinsam mit der Antenne zu sehen ist, befinden sich links und rechts dieser Objekte
markante Bauten, welche das Blickfeld prägen.
Die Beschwerdeführer machen weiter geltend, es müsse im Sachverhalt zum Ausdruck
kommen, dass sich einerseits die Kulturgüter in nächster Nähe zum geplanten
Mobilfunkanlage-Ort befänden, und dass es sich anderseits bei den Kulturgütern um
ein Ensemble handle. Die Distanz vom Antennenstandort zu den Grundstücken der
Beschwerdeführer ergibt sich aus dem angefochtenen Entscheid, und die Ensemble-
Eigenschaft ist im Hinblick auf die Intensität einer allfälligen Beeinträchtigung durch die
Antenne nicht von ausschlaggebender Bedeutung. Zudem ging die Vorinstanz
unmissverständlich davon aus, dass der Schutzgegenstand aus mehreren Objekten
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besteht. Im übrigen ist in Bezug auf die zonenplanerische Zuweisung des
unüberbauten Grundstückes Nr. 985 davon auszugehen, dass sich dieses im Zeitpunkt
des angefochtenen Entscheids in der Gewerbe-Industrie-Zone GI-A befand. Die
Bestrebungen zur Umteilung des Grundstücks in die Wohn-Gewerbe-Zone sind
unbestritten. Festzuhalten bleibt aber, dass es auch nach der geplanten neuen
Zonenzuordnung in einer Bauzone liegen wird.
Aus dem Gesagten folgt, dass der Vorinstanz keine unrichtige bzw. unvollständige
Feststellung des Sachverhalts vorgeworfen werden kann.
4. Die Beschwerdeführer rügen in formeller Hinsicht, die Eidgenössische Natur- und
Heimatschutzkommission sei von der Vorinstanz zu Unrecht nicht in das
Rekursverfahren von R.S. miteinbezogen worden.
4.1. Gemäss Art. 5 Abs. 1 NHG erstellt der Bundesrat nach Anhören der Kantone
Inventare von Objekten von nationaler Bedeutung. Art. 6 Abs. 1 NHG bestimmt, dass
durch die Aufnahme eines Objektes von nationaler Bedeutung in ein Inventar des
Bundes dargetan wird, dass es in besonderem Masse die ungeschmälerte Erhaltung,
jedenfalls aber unter Einbezug von Wiederherstellungs- oder angemessenen
Ersatzmassnahmen die grösstmögliche Schonung verdient. Gemäss Art. 7 Abs. 1 NHG
obliegt es, wenn für die Erfüllung einer Bundesaufgabe der Kanton zuständig ist, der
kantonalen Fachstelle nach Art. 25 Abs. 2 NHG, zu beurteilen, ob ein Gutachten durch
eine Kommission nach Art. 25 Abs. 1 NHG erforderlich ist.
Für Gutachten, die ein Kulturdenkmal betreffen, ist im Kanton St. Gallen als kantonale
Fachstelle im Sinne von Art. 25 Abs. 2 NHG die Kantonale Denkmalpflege zuständig;
sie entscheidet - wenn für die Erfüllung einer Bundesaufgabe der Kanton zuständig ist
-, ob sich ein Gutachten durch eine Kommission nach Art. 25 Abs. 1 NHG aufdrängt.
Erteilt eine kantonale Behörde eine Baubewilligung, die eine Mobilfunkanlage zum
Gegenstand hat, gilt dies als Erfüllung einer Bundesaufgabe.
4.2. Die Kantonale Denkmalpflege hat im vorliegenden Fall am 11. September 2007
gegenüber der Vorinstanz eine Stellungnahme abgegeben. Darin erörterte sie die
regionale Bedeutung des Schutzobjekts und gelangte zum Schluss, einer Einstufung
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der Villa W. als Baudenkmal von nationaler Bedeutung stünden die stattgefundenen
Veränderungen entgegen. Gestützt auf die Stellungnahme einer fachkundigen
Amtsstelle, die im vorliegenden Fall den Charakter eines Gutachtens hat (vgl. Cavelti/
Vögeli, a.a.O., Rz. 617), und aufgrund der Tatsache, dass die Villa W. nicht in einem
Inventar des Bundes von Objekten mit nationaler Bedeutung figuriert, ging die
Vorinstanz zu Recht davon aus, dass die Eidgenössische Natur- und
Heimatschutzkommission nicht in das Rekursverfahren miteinzubeziehen sei. Soweit
dies die Beschwerdeführer als rechtsverletzend rügen, sind ihre Vorbringen
unbegründet. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
5. Die Beschwerdeführer bringen im weiteren vor, die Vorinstanz habe ihr rechtliches
Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, indem sie den Antrag auf Einholung
einer Expertise ablehnte, die klären sollte, ob die geplante Mobilfunkanlage negative
oder gar unerträgliche Auswirkungen auf die in unmittelbarer Nähe befindlichen,
geschützten Kulturobjekte habe.
5.1. Das rechtliche Gehör im Sinne von Art. 29 Abs. 2 BV umfasst das Recht, am
Beweisverfahren teilzunehmen; formrichtig angebotene Beweisanträge sind zu prüfen
und zu berücksichtigen (vgl. G. Steinmann, St. Galler Kommentar, 2. Aufl., N 26 zu Art.
29 BV). Die Behörde darf jedoch auf eine weiterführende Beweisabnahme verzichten,
wenn die Beweisanträge eine nicht erhebliche Tatsache betreffen oder offensichtlich
untauglich sind oder wenn die Behörde aufgrund bereits abgenommener Beweise ihre
Überzeugung gebildet hat und ohne Willkür in vorweggenommener Beweiswürdigung
annehmen kann, dass ihre Überzeugung durch weitere Beweiserhebungen nicht
geändert würde (BGE 130 II 429 E. 2.1; BGE 124 I 211 E. 4a).
5.2. Das Verwaltungsgericht ist nach der gesetzlichen Ordnung lediglich zur
Rechtskontrolle befugt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP; vgl. Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 740).
Ermessensentscheide darf es nur daraufhin überprüfen, ob das staatliche Organ, das
den Entscheid getroffen hat, Ermessen überschritten oder missbraucht hat. Eine
Ermessensüberschreitung liegt vor, wenn die betreffende Behörde in einem Bereich
Ermessen ausübt, in welchem der Rechtssatz kein Ermessen eingeräumt hat (Häfelin/
Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006,
Rz. 467). Ein Ermessensmissbrauch liegt vor, wenn die Behörde zwar im Rahmen des
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ihr eingeräumten Ermessens bleibt, sich aber von unsachlichen, dem Zweck der
Vorschrift fremden Erwägungen leiten lässt oder allgemeine Rechtsgrundsätze – wie
etwa das Willkürverbot – verletzt.
Gemäss Art. 9 BV hat jede Person Anspruch darauf, von den staatlichen Organen ohne
Willkür und nach Treu und Glauben behandelt zu werden. Willkür bedeutet "grobe
Unrichtigkeit", Handeln nach Belieben, ohne übergeordnete Leitlinien (vgl. C. Rohner,
St. Galler Kommentar, 2. Aufl. 2008, N 4 und 8 zu Art. 9 BV), gleichsam Negation von
Recht und Gerechtigkeit (P. Mahon, in: Aubert/Mahon, Petit commentaire de la
Constitution fédérale de la Confédération suisse du 18 avril 1999, Zürich/Basel/Genf
2003, N 4 zu Art. 9 BV). Ein Erlass ist willkürlich, wenn er sich nicht auf ernsthafte,
sachliche Gründe stützen lässt oder sinn- und zwecklos ist (BGE 131 I 6 E. 4.2; BGE
131 I 316 E. 3.2); allerdings ist er nicht schon dann willkürlich, wenn eine andere
Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn er
offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht,
eine Norm oder einen unumstrittenen Rechtsgrundsatz krass verletzt oder in
stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (vgl. BGE 132 I 17 E. 5.1).
5.3. Die Vorinstanz hat in vorweggenommener Beweiswürdigung den Antrag der
Beschwerdeführer auf Einholung einer Expertise abgelehnt, die klären sollte, ob die
geplante Mobilfunkanlage negative oder gar unerträgliche Auswirkungen auf die in
unmittelbarer Nähe befindlichen, geschützten Kulturobjekte habe. Dass die Vorinstanz
dabei willkürlich gehandelt hätte, lässt sich nicht erkennen. Sie durfte davon ausgehen,
dass die von den Beschwerdeführern beantragte Expertise keine neuen Erkenntnisse
hervorbringen würde und daher ihre Überzeugung nicht zu ändern vermöchte.
Aufgrund des Augenscheins und des gutachtlichen Berichts der fachkundigen
Amtsstelle wurde die Frage der Auswirkungen der Antenne auf die geschützten
Kulturobjekte hinreichend geklärt, weshalb die Vorinstanz auf eine weiterführende
Beweisabnahme verzichten durfte. Das Vorbringen der Beschwerdeführer, die
Vorinstanz habe ihr rechtliches Gehör verletzt, indem sie den Antrag auf Einholung der
Expertise ablehnte, ist unbegründet. Die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
6.
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6.1. In materieller Hinsicht machen die Beschwerdeführer geltend, die Sendeleistungen
und Vertikalwinkel der Antenne seien fernsteuerbar, weshalb sie von der Steuerzentrale
des Mobilfunkbetreibers aus jederzeit verändert werden könnten. Diese Tatsache sowie
der Umstand des nicht genügenden Qualitätssicherungssystems würden dazu führen,
dass es beim Betrieb der geplanten Mobilfunkanlage praktisch beliebig zu
Überschreitungen der Grenzwerte - namentlich des Anlagegrenzwertes – kommen
könne. Die Baubewilligung für die geplante Mobilfunkanlage sei aus diesem Grund zu
verweigern.
Die Beschwerdegegnerin hat sich – zusammen mit den anderen zwei schweizerischen
Netzbetreibern – verpflichtet, ein von kantonalen und kommunalen NIS-Fachstellen
erarbeitetes Qualitätssicherungssystem einzuführen (vgl. Wittwer, a.a.O., S. 71).
Sämtliche Betreiber – darunter auch die Beschwerdegegnerin – haben ein
Qualitätssicherungssystem implementiert, das durch die hierfür akkreditierte
Gesellschaft nach ISO-Normen zertifiziert worden ist; die Betreiber vergleichen dabei
täglich von den Steuerzentralen aus die tatsächlichen Sendeleistungen und -richtungen
mit den bewilligten (vgl. Wittwer, a.a.O., S. 71). Das Qualitätssicherungssystem kann
zwar nicht gänzlich verhindern, dass es zu Überschreitungen der bewilligten
Sendeleistungen kommt, doch sorgt es dafür, dass diese erkannt und sofort behoben
werden können (BGE 1C_148/2007 vom 15. Januar 2008 E. 3.2; BGE 1A.57/2006 vom
6. September 2006 E. 5).
Das Bundesgericht hat in verschiedenen Urteilen festgehalten, dass das
Qualitätssicherungssystem eine zulässige Alternative zur Kontrolle durch bauliche
Vorkehren darstellt (vgl. etwa BGE 1C.316/2007 vom 30. April 2008 E. 7.2; BGE
1C_462/2007 vom 29. April 2008 E. 5.1; BGE 1C_172/2007 vom 17. März 2008 E. 2.2;
BGE 1C.148/2007 vom 15. Januar 2008 E. 3). Ziff. 3.2 der Baubewilligung, welche der
Beschwerdegegnerin mit Beschluss der Baukommission der Politischen Gemeinde
Flawil vom 29. August und 5. Dezember 2006 erteilt wurde, schreibt vor, die geplante
Anlage müsse nach den Vorgaben des BAFU-Rundschreibens vom 16. Januar 2006
betrieben werden, und die Baugesuchstellerin werde verpflichtet, die bewilligte
Mobilfunkanlage in ihr Qualitätssicherungssystem einzubinden. Mit dieser Auflage in
der Baubewilligung ist hinreichend sichergestellt, dass es beim Betrieb der geplanten
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Mobilfunkanlage durch die Beschwerdegegnerin nicht zu Überschreitungen der
festgelegten Grenzwerte kommen wird.
Angesichts dieser Umstände erweist sich die Rüge der Beschwerdeführer der
mangelhaften Qualitätssicherung in bezug auf die geplante Mobilfunkanlage als
unbegründet; die Beschwerde ist in diesem Punkt abzuweisen.
6.2. Die Beschwerdeführer rügen im weiteren, der Entscheid der Vorinstanz verstosse
gegen Art. 3 Abs. 1 NHG, gegen Art. 93 und 98 BauG sowie gegen Art. 5 und 15 der
Schutzverordnung.
6.2.1. Art. 3 Abs. 1 NHG bestimmt, dass der Bund, seine Anstalten und Betriebe sowie
die Kantone bei der Erfüllung der Bundesaufgaben dafür sorgen, dass das heimatliche
Landschafts- und Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler
geschont werden und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, ungeschmälert
erhalten bleiben. Wie der Gesetzestext besagt, betrifft Art. 3 Abs. 1 NHG
Bundesaufgaben; zu den Bundesaufgaben, welche den kantonalen Behörden zufallen,
zählen namentlich Baubewilligungen, die gestützt auf Art. 24 des Bundesgesetzes über
die Raumplanung (SR 700, abgekürzt RPG) erteilt werden (vgl. A.-C. Favre, in: Keller/
Zufferey/Fahrländer [Hrsg.], Kommentar NHG, Zürich 1997, N 6 zu Art. 3 RPG). In
diesem Sinne muss eine kantonale Behörde Art. 3 NHG ebenfalls beachten, wenn sie
gestützt auf Art. 22 RPG eine Baubewilligung erteilt (vgl. BGE 131 II 546 ff.; BGE 1A.
142/2004 vom 10. Dezember 2004 E. 4.3; Wittwer, a.a.O., S. 132). Art. 2 Abs. 1 lit. b
NHG hält zudem ausdrücklich fest, dass die Erteilung von Bewilligungen zum Bau von
Werken und Anlagen, welche der Übermittlung von Nachrichten dienen, zur Erfüllung
von Bundesaufgaben gehört. Der Übermittlung von Nachrichten dienen – unter
anderem – auch Mobilfunkanlagen. Gemäss Art. 3 Abs. 3 NHG gilt die in Art. 3 Abs. 1
NHG statuierte Pflicht unabhängig von der Bedeutung des Objektes im Sinne von Art. 4
NHG. Art. 4 NHG unterscheidet beim heimatlichen Landschafts- und Ortsbild, den
geschichtlichen Stätten sowie den Natur- und Kulturdenkmälern gemäss Art. 24sexies
Abs. 2 BV zwischen Objekten von nationaler Bedeutung (lit. a) und Objekten von
regionaler und lokaler Bedeutung (lit. b). Bei der nach Art. 3 NHG gebotenen
Interessenabwägung sind – anders als bei Art. 6 Abs. 2 NHG – sämtliche Interessen –
und nicht nur solche von nationaler Bedeutung – zu berücksichtigen.
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Erteilt eine kantonale Behörde eine Baubewilligung für die Errichtung einer
Mobilfunkanlage, muss sie dafür sorgen, dass das heimatliche Landschafts- und
Ortsbild, geschichtliche Stätten sowie Natur- und Kulturdenkmäler geschont werden
und, wo das allgemeine Interesse an ihnen überwiegt, ungeschmälert erhalten bleiben.
Mit der Formulierung in Art. 3 Abs. 1 NHG hat der eidgenössische Gesetzgeber
allerdings nicht zum Ausdruck gebracht, es bestehe ein absoluter Schutz für Natur-
und Kulturdenkmäler, sondern, dass die Behörde im Einzelfall eine – einfache und freie
- Interessenabwägung vornehmen muss (vgl. in diesem Sinne auch Wittwer, a.a.O., S.
132; Favre, a.a.O., N 4 zu Art. 3 NHG).
6.2.2. Gemäss Art. 98 Abs. 1 BauG sind Bäche, Flüsse, Seen und ihre Ufer (lit. a),
besonders schöne und naturkundlich oder kulturgeschichtlich wertvolle Landschaften
(lit. b), bedeutende Ortsbilder, geschichtliche Stätten sowie Natur- und
Kulturdenkmäler (lit. c), Lebensräume für schutzwürdige Tiere und Pflanzen (lit. d),
Aussichtspunkte von allgemeinem Interesse (lit. e), künstlerisch oder geschichtlich
wertvolle Bauten oder Bauteile (lit. f) sowie markante Einzelbäume und Gehölze (lit. g)
als Schutzgegenstände zu erhalten. Art. 98 Abs. 2 BauG bestimmt, dass die
Beseitigung oder die Beeinträchtigung von Schutzgegenständen nur bewilligt werden
darf, wenn sich ein gewichtiges, das Interesse an der Erhaltung überwiegendes
Bedürfnis nachweisen lässt. Nach Art. 93 Abs. 1 sind Bauten und Anlagen,
Ablagerungen und andere Eingriffe in das Gelände, die das Orts- oder Landschaftsbild
verunstalten, untersagt. Bei der Beurteilung ist gemäss Art. 93 Abs. 2 dem Charakter
der Gegend und der Art der Zone Rechnung zu tragen.
6.2.3. Art. 5 Abs. 1 der Schutzverordnung der Gemeinde Flawil bestimmt, die
Umgebung von Kulturobjekten sei so zu gestalten, dass deren kultureller Wert nicht
beeinträchtigt wird; insbesondere sei darauf zu achten, dass Bepflanzungen,
Terrainveränderungen, die Gestaltung und Beschaffenheit von Vorplätzen,
Erschliessungen, Parkierungseinrichtungen usw. auf das Kulturobjekt abgestimmt
werden. Gemäss Art. 5 Abs. 2 der Schutzverordnung sind Bauten und Anlagen in der
unmittelbaren Umgebung von Kulturobjekten so zu gestalten, dass sie in bezug auf
Gebäudeform und -stellung, Dachgestaltung, Fassadengliederung, Materialien und
Farben das geschützte Objekt weder konkurrenzieren noch stören. Gemäss Art. 15
Abs. 1 der Schutzverordnung prägen die im Plan bezeichneten Einzelbäume, Alleen
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und Baumgruppen das Orts- und Landschaftsbild und sind in ihrem Erscheinungsbild
zu erhalten.
6.2.4. Das Verwaltungsgericht ist, wie bereits in bezug auf die Rüge der Verletzung von
Art. 29 Abs. 2 BV ausgeführt wurde, nach der gesetzlichen Ordnung lediglich zur
Rechtskontrolle befugt. Ermessensentscheide einer Behörde darf es nur daraufhin
überprüfen, ob das staatliche Organ, das den Entscheid getroffen hat, Ermessen
überschritten oder missbraucht hat.
6.2.5. Unbestritten ist, dass es sich bei der Villa W. um ein Schutzobjekt handelt; sie ist
– zusammen mit den übrigen zur Anlage gehörenden Gebäuden und dem im südlichen
Parkgelände stehenden Pavillon - als Kulturobjekt Nr. 8 im Anhang der
Schutzverordnung verzeichnet und wurde in der Stellungnahme vom 11. September
2007 von der kantonalen Denkmalpflege in ihrem heutigen Zustand als Schutzobjekt
von regionaler Bedeutung eingestuft. In bezug auf eine Baubewilligung, welche die
Errichtung einer Mobilfunkanlage betrifft, ist Art. 3 Abs. 1 NHG auf die Villa W.
anwendbar. Die Vorinstanz war somit verpflichtet, im Rahmen ihres Entscheids Art. 3
Abs. 1 NHG anzuwenden und vom gesetzlich gewährten Ermessensspielraum
Gebrauch zu machen.
Wie erwähnt, soll die Antennenhöhe der Mobilfunkanlage 35,55 m betragen, und das
Bauwerk soll in einer Entfernung von ca. 85 m zur Villa W. zu stehen kommen. Damit ist
die Distanz von der geplanten Antenne zum Schutzobjekt verhältnismässig gering.
Doch ist wie oben ausgeführt die Villa W. von ihrer Umgebung aus nur eingeschränkt
sichtbar, und insbesondere wird sie nur von wenigen Standorten aus gemeinsam mit
der Mobilfunkantenne zu sehen sein. Die Gebäude an der Feldhofstrasse
verunmöglichen über weite Strecken den direkten Blick auf die Schutzobjekte. Dazu
trägt auch das dichte Gehölz entlang der westlichen Grenze des Grundstücks Nr. 836
bei. Dieses schirmt, wenn die Gehölze belaubt sind, den Blick auf die Bauten praktisch
vollständig ab.
Einzig von bestimmten Standorten aus sind bzw. wären die Villa W. und die Antenne
gemeinsam sichtbar. Vom Antennenstandort aus selbst ist die Villa durch das Gehölz
gut zu erkennen. Allerdings befindet sich beim Blick von diesem Punkt aus die Antenne
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selber nicht im Gesichtsfeld. Wenn in der näheren Umgebung die Antenne gemeinsam
mit der Villa sichtbar ist, so ist das Bild zumeist von den weiteren Bauten in der
Umgebung, insbesondere der Industriehallen der H. AG und der Bauten der O. AG,
geprägt. Namentlich beim zweiten am Augenschein besuchten Standort tritt das
Mehrfamilienhaus an der Feldhofstrasse beim Blick auf die Villa W. störend in
Erscheinung. Soweit die Villa W. gemeinsam mit der Antenne zu sehen ist, befinden
sich links und rechts dieser Objekte markante Bauten, welche das Blickfeld prägen. An
den einzelnen Standorten, wo die Villa W. gemeinsam mit der Antenne sichtbar sein
wird, beeinflussen wie erwähnt die zum Teil wenig ästhetischen Bauten entlang der
Feldstrasse die Sicht auf die Villa in erheblichem Mass. Diese örtlichen Umstände,
namentlich die Heterogenität der Umgebung und der dort befindlichen Bauten sowie
der eingeschränkte Bereich, in dem die Antenne den Blick auf die Schutzobjekte
unmittelbar stört, durften bei der Beurteilung der Beeinträchtigung berücksichtigt
werden (vgl. VerwGE B 2005/116 vom 24. Januar 2006 i.S. Politische Gemeinde O., in:
www.gerichte.sg.ch).
Zutreffend ist, dass das Gehölz entlang der Westgrenze des Grundstücks Nr. 836 im
Winter den Blick auf die Villa vermehrt ermöglicht, da es zur Hauptsache aus
Laubgehölz besteht. Eine wesentliche Beeinträchtigung der Schutzobjekte ist aber
selbst dann nicht gegeben, weil die bestehenden Bauten in der Umgebung eine
prägende Funktion haben und die Antenne selber nur einen geringfügigen Einfluss auf
die Aussenansicht der Villa und deren Umgebung hat. Hinzu kommt, dass das westlich
angrenzende Grundstück Nr. 985, das dem Beschwerdeführer gehört, zur Überbauung
vorgesehen ist. Diese wird die Sicht namentlich auch vom vierten am Augenschein
besuchten Standort aus wesentlich prägen. Allerdings ergab der Augenschein auch,
dass die Antenne die Bauten in der Umgebung erheblich überragt. Dies fällt indes
aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse nicht besonders ins Gewicht.
Es bildet geradezu ein Charakteristikum der Villa W., dass sie von einem Grossteil ihrer
Umgebung aus nur sehr schwierig einsehbar ist. Trotz ihrer Nähe zu den
Industriebauten ist sie optisch deutlich von ihrer Umgebung abgeschirmt. Naturgemäss
ist dies im Winterhalbjahr weniger deutlich als während der Vegetationsperiode, wenn
die Bäume und Sträucher als natürlicher Sichtschutz dienen. Dies zeigte sich sowohl
anlässlich des Augenscheins als auch aus den von den Beschwerdeführern
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eingereichten Fotoaufnahmen von weiter entfernten Standorten, die zum Teil im Winter
aufgenommen wurden (Kirchturm, Landberg). Aufgrund dieser örtlichen Gegebenheiten
liegt durch die geplante Antenne keine übermässige Beeinträchtigung des
Schutzobjekts Villa W. bzw. deren kultureller Bedeutung vor. Insbesondere ist auch
keine Verletzung des Verunstaltungsverbots festzustellen, und die Antenne hat auch
keine Konkurrenzierung oder Störung des Schutzobjekts zur Folge.
Im weiteren konnte anlässlich des Augenscheins aber auch festgestellt werden, dass
die geplante Antenne von der Villa W. aus sehr gut sichtbar ist. Aufgrund der relativ
geringen Entfernung von der Villa und ihrer Höhe tritt sie beim Blick von der Villa bzw.
von deren Vorplatz gegen Westen markant in Erscheinung. Wie die Vorinstanz
zutreffend festhielt, besteht aber kein Anspruch des Eigentümers oder Bewohners
eines Schutzobjekts auf eine "schöne Umgebung". Massgebend ist einzig, ob das
Schutzobjekt in der Aussensicht beeinträchtigt wird. Schutzgegenstand ist das Objekt
selbst, das Bauwerk oder Ensemble. Die Sicht vom Schutzgegenstand auf die
Umgebung kann hingegen nicht als geschütztes Objekt gelten. Zwar ist die Umgebung
eines Schutzobjekts nicht bedeutungslos. Die Umgebung kann Schutz beanspruchen,
wenn in der Aussensicht eine Beeinträchtigung der Umgebung auch eine
Beeinträchtigung des Schutzgegenstands zur Folge hätte. Im vorliegenden Fall
befindet sich der Antennenstandort zwar relativ nahe beim Schutzobjekt. Er liegt aber
gleichsam ausserhalb jener Umgrenzung, welche die Umgebung der Villa markiert. Die
Sicht aus der Villa oder dem Park nach Westen wird zwar durch die Antenne
empfindlich beeinträchtigt, doch dies betrifft allein die Innensicht, während dies bei der
Aussensicht aufgrund der Abschirmung des Anwesens nicht der Fall ist.
Aus den vorstehenden Erwägungen folgt, dass der Vorinstanz keine fehlerhafte
Interessenabwägung vorzuhalten ist. Eine Verletzung von Art. 3 NHG oder Art. 98 Abs.
1 bzw. Art. 93 Abs. 1 BauG oder Art. 5 Abs. 2 bzw. Art. 15 der Schutzverordnung
wurde zu Recht verneint.
6.3. Die Beschwerdeführer machen geltend, mit der Erstellung der geplanten Antenne
seien unzweifelhaft übermässige ideelle Immissionen verbunden, was einem Verstoss
gegen Art. 684 ZGB gleichkomme bzw. gleichkäme. Die Angst und Unsicherheit ob der
Schädlichkeit der Strahlenbelastung einerseits und die ständige Präsenz und
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bedrohliche Nähe der wuchtigen und exorbitant hohen Mobilfunkanlage andererseits
würden den Beschwerdeführer und seine Familie in ihrem seelischen Empfinden
massiv verletzen und fast ständig erhebliches Unwohlsein hervorrufen; dies sei dem
Beschwerdeführer und seiner Familie nicht zuzumuten. Schliesslich würde die
Baubewilligung der Mobilfunkanlage sowohl die Villa W. als auch das Grundstück Nr.
985 massiv entwerten.
6.3.1. Gemäss Art. 684 Abs. 1 ZGB ist jedermann verpflichtet, bei der Ausübung seines
Eigentums, wie namentlich beim Betrieb eines Gewerbes auf seinem Grundstück, sich
aller übermässigen Einwirkungen auf das Eigentum des Nachbarn zu enthalten.
Verboten sind gemäss Art. 684 Abs. 2 ZGB insbesondere alle schädlichen und nach
Lage und Beschaffenheit der Grundstücke oder nach Ortsgebrauch nicht
gerechtfertigten Einwirkungen durch Rauch oder Russ, lästige Dünste, Lärm oder
Erschütterung. Das Schrifttum unterscheidet zwischen materiellen, ideellen und
negativen Immissionen (vgl. H. Rey, N 22 ff. zu Art. 684 ZGB, in: Honsell/Vogt/Geiser
[Hrsg.], Basler Kommentar, Zivilgesetzbuch II, Art. 457-977 ZGB, Art. 1-61 SchlT ZGB,
3. Aufl., Basel 2007; A. Meier-Hayoz, Berner Kommentar, Band IV, 1. Abt., 3. Teilb.,
Bern 1975, N 70 ff. zu Art. 684 ZGB). Ideelle Immissionen werden durch Zustände oder
Nutzungshandlungen auf dem Ausgangsgrundstück verursacht und erzeugen eine
Verletzung des psychischen Empfindens des Nachbarn oder verursachen
unangenehme psychische Eindrücke (Rey, a.a.O., N 28 zu Art. 684 ZGB; Meier-Hayoz,
a.a.O., N 72 zu Art. 684 ZGB). Eine ideelle Immission liegt beispielsweise vor, wenn ein
Nachbar ein feuer- oder explosionsgefährliches Gewerbe (BGE 24 II 265 ff.) betreibt,
oder wenn in der Nachbarschaft ein Schlachthaus (BGE 84 II 90) oder in einer
Stockwerkeigentumseinheit ein Erotik-Etablissement betrieben wird (BGE 5C.81/1999
vom 1. Juli 1999, E. 1b, publiziert in: Pra 1999 Nr. 189, S. 981 ff.). Anzulegen ist stets
der objektive Massstab des Empfindens eines normalen Durchschnittsmenschen, der
sich in der gleichen Situation befindet (BGE 88 II 14 E. 2a; Rey, a.a.O., N 9 zu Art. 684
ZGB), wobei aber unter einem Durchschnittsmenschen nicht ein empfindungs- und
gefühlloser Mensch zu verstehen ist (Meier-Hayoz, a.a.O., N 123 zu Art. 684 ZGB).
6.3.2. Nach der bundesgerichtlichen Praxis ist es grundsätzlich Sache des kantonalen
Bau- und Planungsrechts zu bestimmen, welche Anlagen in einer Bauzone
zonenkonform sind und welche ideellen Einwirkungen in der jeweiligen Wohnzone
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zulässig oder verboten sind (vgl. BGE 1A.120/2005 vom 31. Mai 2006, E. 8). Inwiefern
ein Bauvorhaben gegen Art. 684 ZGB verstösst, indem es ideelle Immissionen
verursacht, entscheidet sich daher in erster Line danach, ob es kantonales Bau- und
Planungsrecht verletzt. Das Bundesgericht hielt zur Frage des Verhältnisses zwischen
Art. 684 ZGB und dem öffentlichen Baurecht fest, dass die Kantone in ihren öffentlich-
rechtlichen Befugnissen durch das Bundeszivilrecht nicht beschränkt würden (Art. 6
ZGB). Das kantonale öffentliche Recht dürfe zwar nicht Sinn und Zweck des
Bundeszivilrechts widersprechen oder gar dessen Anwendung vereiteln, es verfüge
jedoch über "expansive Kraft" und bestimme mittels Bauordnung und Zonenplan mehr
und mehr, was nach Lage und Ortsgebrauch an Einwirkungen zulässig sei. Art. 6
Abs. 1 ZGB stelle in diesem Sinn nicht nur einen unechten Vorbehalt zugunsten der
Kantone dar, sondern verpflichte auch zur Harmonisierung von Bundeszivil- und
kantonalem öffentlichem Recht. Freilich sei nicht zu verkennen, dass die Ausweitung
des öffentlichen Baurechts tendenziell auf Kosten des privatrechtlichen
Immissionsschutzes gehen könne. Dies sei jedoch insoweit sachlich gerechtfertigt und
hinzunehmen. Werde daher das Vorliegen einer übermässigen Einwirkung im Sinn von
Art. 684 ZGB mit dem Argument verneint, das Bauvorhaben entspreche den
massgebenden öffentlich-rechtlichen (Bauabstands-)Normen, bedeute dies in aller
Regel keine Vereitelung von Bundesrecht (BGE 129 III 161 ff. E. 2.6).
Das Bundesgericht hielt in einem weiteren Urteil fest, dass der Immissionsschutz
bundesrechtlich im Bundesgesetz über den Umweltschutz (SR 814.01) und den darauf
gestützten Verordnungen geregelt sei. Für den Schutz vor nichtionisierender Strahlung,
die beim Betrieb ortsfester Anlagen erzeugt werde, habe der Bundesrat die NISV
erlassen. Diese Regelung sei abschliessend. Für das kommunale und kantonale Recht
bleibe deshalb insoweit kein Raum (BGE 133 II 321 E. 4.3.4 mit Hinweis auf Wittwer,
a.a.O., und A. Marti, in: ZBl 107/2006, S. 213). Die Gemeinde könne keine Auflagen
oder Bedingungen verfügen, die über die Anforderungen der NISV hinausgehen. Dies
bedeute nicht, dass die Gemeinden und Kantone keinerlei Möglichkeiten hätten, auf die
Standorte von Mobilfunkanlagen Einfluss zu nehmen. Ausgeschlossen seien bau- oder
planungsrechtliche Vorschriften zum Schutz der Bevölkerung vor nichtionisierender
Strahlung oder Bestimmungen, welche die in der Fernmeldegesetzgebung
konkretisierten öffentlichen Interessen verletzen. Würden die Zielsetzungen des
Fernmeldegesetzes eingehalten, so seien namentlich ortsplanerische Bestimmungen,
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die anderen als umweltschutzrechtlichen Interessen dienten, wie z.B. der Wahrung des
Charakters oder der Wohnqualität eines Quartiers, grundsätzlich möglich.
Mobilfunkantennen könnten bewirken, dass Liegenschaften und Wohnungen schwerer
verkäuflich oder vermietbar würden und Druck auf den Kaufpreis oder den Mietzins
entstehe. Umweltrechtskonforme Mobilfunkanlagen könnten unerwünschte
Auswirkungen dieser Art auslösen, obwohl von ihnen zur Zeit keine erwiesene
gesundheitliche Gefährdung ausgehe. Solche psychologischen Auswirkungen würden
auch als ideelle Immissionen bezeichnet, welche grundsätzlich neben dem
zivilrechtlichen Schutz durch planungs- und baurechtliche Vorschriften eingeschränkt
werden könnten (BGE 133 II 321 E. 4.3.4).
6.3.3. Wie die Vorinstanz zutreffend feststellte, verstösst die geplante
Mobilfunkantenne nicht gegen öffentlich-rechtliche Vorschriften. Der Beschwerdeführer
macht indes geltend, die Angst und Unsicherheit ob der Schädlichkeit der
Strahlenbelastung einerseits und die ständige Präsenz und bedrohliche Nähe der
wuchtigen und exorbitant hohen Mobilfunkanlage andererseits würden ihn und seine
Familie in ihrem seelischen Empfinden massiv verletzen und fast ständig erhebliches
Unwohlsein hervorrufen. Diese Ausführungen sind aus der Sicht der subjektiv
betroffenen Bewohner der Villa W. bis zu einem gewissen Grad nachvollziehbar.
Allerdings besteht in objektiver Hinsicht kein Grund, die innerhalb der geltenden
Vorschriften abgegebene Strahlung einer Mobilfunkantenne als gesundheitsgefährdend
oder als Beeinträchtigung des Wohlbefindens einzustufen. Insbesondere hat auch die
Dimension der Antenne keinen Zusammenhang mit der Intensität der
Strahlenbelastung. Die vom Beschwerdeführer geltend gemachten Beeinträchtigungen
beruhen auf einer ausschliesslich subjektiven Empfindung. Eine übermässige und
damit rechtswidrige Einwirkung auf das Eigentum des Beschwerdeführers im Sinn von
Art. 684 ZGB ist darin aber nicht zu erblicken.
Bezüglich der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Entwertung der Liegenschaft
ist festzuhalten, dass eine solche Rüge nicht im privatrechtlichen Einspracheverfahren
nach Art. 684 ZGB vorgetragen werden kann (vgl. Heer, a.a.O., Rz. 955). Daher ist nicht
weiter auf diese Vorbringen einzugehen.
6.3.4. Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerde auch in diesem Punkt
unbegründet ist.
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6.4. Die Beschwerdeführer bringen schliesslich vor, der angefochtene Entscheid sei
auch deshalb aufzuheben, weil die von der Vorinstanz bezüglich nicht eingehaltenem
Gebäudeabstand verfügte Auflage nicht genüge. Solange die Bauherrschaft nicht
zweifelsfrei nachweise, dass die Abstandsvorschriften eingehalten seien, müsse die
Baubewilligung verweigert werden. Auch aus diesem Grund sei der angefochtene
Entscheid aufzuheben.
6.4.1. Art. 87 Abs. 2 BauG hält fest, dass eine Baubewilligung mit einschränkenden
Bedingungen und Auflagen verbunden werden kann. Auflagen auferlegen dem
Adressaten der Bewilligung ein bestimmtes Tun, Dulden oder Unterlassen (vgl. Heer,
a.a.O., Rz. 869). Mit Bedingungen und Auflagen zur Baubewilligung können nur
Hindernisse von untergeordneter Bedeutung beseitigt werden (vgl. GVP 1979 Nr. 8).
Ergeht eine Anordnung in einem besonderen Verfahren und bedarf sie eingehender
Abklärungen der zuständigen Behörden, kann sie nicht als Bedingung oder Auflage im
gleichen Verfahren behandelt werden. Die Einhaltung grundlegender Baurechtsnormen
ist in einem einzigen und einheitlichen Baubewilligungsverfahren zu prüfen (vgl. Heer,
a.a.O., Rz. 869).
6.4.2. Die Vorinstanz erwog, die geplante Mobilfunkanlage entspreche sowohl den
umweltschutz- als auch den baurechtlichen Vorschriften, verstosse nicht gegen die
Schutzverordnung und wirke auch nicht verunstaltend im Sinne von Art. 93 BauG; Ziff.
3.3. der Baubewilligung vom 29. August und 5. Dezember 2006 sei jedoch mit der
Auflage zu ergänzen, die Gerätekabine sei entweder zur Einhaltung des
Gebäudeabstands von 3 m nach Osten zu verschieben oder sie sei an das
Hauptgebäude anzubauen; diese Änderung sei vor Baubeginn planlich nachzuweisen.
Die von der Vorinstanz verfügte Auflage betrifft die Einhaltung des Gebäudeabstandes
im Sinne von Art. 57 BauG; sie steht damit in einem unmittelbaren Zusammenhang mit
der Baubewilligung, bedarf keiner eingehenden Abklärung der zuständigen Behörde
und hat auch nicht in einem besonderen Verfahren zu ergehen. Die Auflage der
Vorinstanz ist in diesem Sinne nicht zu beanstanden; eine Rechtsverletzung liegt mit
der Auflage nicht vor. Dass die Auflage als solche nicht genügt, um die Einhaltung des
Gebäudeabstandes sicherzustellen, lässt sich ebenfalls nicht sagen. Die Auflage
bestimmt ausdrücklich, dass die Änderung vor Baubeginn planlich nachzuweisen sei.
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Mit dieser Bestimmung hat die Vorinstanz in hinreichender Weise sichergestellt, dass
die Bauherrin die Auflage einhält. Sollte die Bauherrin die ausgesprochene Auflage
nicht beachten und die Änderung vor Baubeginn nicht planlich nachweisen, müsste sie
mit den in Art. 130 Abs. 1 und 2 BauG festgelegten Sanktionen rechnen. Die
Beschwerde ist somit auch in diesem Punkt unbegründet.
6.5. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Vorinstanz mit ihrem Entscheid vom 20. November 2008 kein Recht verletzt hat. Die
Beschwerde ist daher als unbegründet abzuweisen.
7. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens den Beschwerdeführern aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 5'000.-- ist angemessen (Art. 13, Ziff. 622 Gerichtskostentarif,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Da die Beschwerdegegnerin obsiegt, hat sie Anspruch auf eine ausseramtliche
Entschädigung (Art. 98bis VRP). Sie hat keine Kostennote eingereicht, weshalb die
Entschädigung nach Ermessen zuzusprechen ist (Art. 6 der Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Eine Entschädigung
von Fr. 4'000.-- zuzügl. MWSt ist angemessen (Art. 20 Abs. 1 lit. b HonO). Die
Beschwerdeführer haften solidarisch für den gesamten Betrag.
Demnach hat das Verwaltungsgericht