# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d230912c-d55e-4ac0-af96-59915c5b4364
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1982,
reiste im Februar 2014 in die Schweiz ein und
war seit
März 2014 bei der
Z._
als Bauarbeiter in einem 100%-Pensum angestellt (
Urk.
5/14).
Am 2
6.
April 2016 sowie ergänzend am
4.
Juli 2016 (Eingangsdatum) meldete
die Krankentaggeldversicherung den
Versicherte
n
unter Hinweis auf eine psychi
sche Erkrankung bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen an (
Urk.
5/1
und
Urk.
5/1
0)
. Die IV-Stelle holte die Berich
te der behandelnden Ärzte (Urk.
5/24
,
Urk.
5/27,
Urk.
5/47,
Urk.
5/57) sowie einen Auszug aus dem Individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug;
Urk.
5/5
) ein,
ersuchte die Arbeitgeberin um Aus
künfte (vgl. Arbeitgeberfra
gebo
gen vom 14.
Juli 2016; Urk.
5/14) und
veranlasste eine psychiat
risch/neuro
psycho
logische Begutachtung
(vgl. Gutachten vom 1
9.
September 2018;
Urk.
5/71).
Mit Schreiben vom 1
9.
April 2017 und erneut am 3
1.
Oktober 2018
ersuchte
die IV-Stelle
den Versicherten
bzw. die Erwachsenenschutzbehörde der Wohnsitzgemeinde
um Angaben bezüglich einer allfälligen Arbeitstätigkeit in einem EU- oder EFTA-Staat (Urk. 5/29 und
Urk.
5/72)
, woraufhin der Versicherte am
5.
November 2018 das
entsprechende Formular E 207
einreichte, dabei jedoch keine in einem EU- oder EFTA-Staat
zurückgelegten Erwerbs- oder Wohnzeiten
angab
(
Urk.
5/73).
Nach durchgeführtem
Vor
bescheid
verfahren
(Vorbescheid vom
4.
Dezember 2018; Urk. 5/77) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 2
9.
Januar 2019 einen Leistungsanspruch zufolge Nichterfüllung der versiche
rungsmässigen Voraus
setzungen
(
Urk.
79 =
Urk.
2)
.
2.
Hiergegen erhob der
Versicherte
mit Eingabe vom 1
4.
Februar 2019
Beschw
erde und beantragte sinngemäss weitere Abklärungen hinsichtlich seiner Arbeits
tätig
keit in EU- oder EFTA-Staaten (
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 1
9.
März 2019 (Urk. 4) auf teilweise Gutheissung im Sinne einer Rückweisung zur weiteren Ab
klärung.
Ausserdem beantragte sie,
dass die
Gerichtskosten dem Beschwerde
füh
rer
auferlegt werden
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung
vom 2
9.
Januar 2019 (
Urk.
2)
hielt die Be
schwerdegegnerin fest,
erwerbliche Abklärungen hätten ergeben, dass der Be
schwerde
führer keine Sozial
versicherungsbeiträge in einem EU- oder EFTA-Staat geleistet habe
. Da er die versicherungsmässigen Voraussetzungen (drei volle Bei
tragsjahre) nicht erfülle, werde das Leistungsbegehren trotz krankheits
bedingter Erwerbs
un
fähigkeit abgewiesen.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 14. Februar 2019 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend, er habe mehrere Jahre im Ausland gearbeitet, unter anderem in Portugal, Grossbritannien und in Spanien.
Entsprechend sei
die Prüfung seines Antrags für eine Rente der Invaliden
versi
cherung
aufgrund neu vorliegender Informationen zu seiner Arbeits
tätigkeit
i
n EU- oder EFTA-Staaten
fortzuführen
.
2.3
In der Folge konstatierte die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort vom 1
9.
März 2019 (
Urk.
4),
mangels entsprechender Angaben se
i
sie bisher da
von ausgegangen, dass der Beschwerdeführer keiner Erwerbstätigkeit im Ausland nachgegangen sei. Aufgrund der erstmals mit der Beschwerde gemachten Anga
ben seien
weitere Abklärung
en
bezüglich entrichteter Beiträge in EU- oder EFTA-Staaten
notwe
n
dig
. Die Beschwerde
gegnerin
fügte an
, dem Beschwerdeführer
wäre es
bereits im
Vor
bescheid
verfahren
möglich gewesen, über besagte Tätig
keiten im Ausland zu informieren. Mithin seien die Gerichtskosten dem Be
schwerde
führer aufzuerlegen.
3.
Nach
dem in Bezug auf die Eingabe der Beschwerdegegnerin
vom
1
9.
März 2019 (
Urk.
4
) übereinstimmende Anträge auf Rückweisung der Streitsache zu
r
weiteren
Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen
vorliegen und diese mit der Akten- und der Rechtslage im Einklang stehen, ist die Beschwerde gutzuheissen, die ange
fochtene Verfügung vom
2
9.
Januar 2019
(
Urk.
2) aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese weitere Abklärungen
hin
sichtlich anrechenbarer Beitragszeiten
vornehme und her
nach über den Renten
anspruch des
Beschwerdeführer
s
neu verfüge.
4
.
4
.1
Da
es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG) und auf
Fr.
400.-- anzusetzen.
4.2
§
28
lit
. a
GSVGer
bestimmt, dass
unter anderem
in Bezug auf die Kosten und Entschädigungen die Bestimmungen der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) über die Prozesskosten
(
8.
Titel)
sinngemäss anwendbar sind. Gemäss
§
28
lit
. a
GSVGer
in Verbindung mit
Art.
10
8 ZPO
hat unnötige Prozesskosten zu bezahlen, wer sie verursacht hat.
Dies folgt aus dem allgemeinen Rechtsgrund
satz, wonach jene Partei für die Kosten des Verfahrens aufzukommen hat, welche
sie
bewirkt hat (Verursacherprinzip; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_304/2018 vom
6.
Juli 2018 E. 4.3.2).
4.3
Der Beschwerdeführer hat unnötige Prozesskosten verursacht, wäre es ihm doch möglich gewesen,
die Angaben über seine Arbeitstätigkeit im Ausland bereits
bei der Anmeldung oder
im
Zusammenhang mit den
wiederholten Nachfragen
der Beschwerdegegnerin oder
(zumindest)
im Rahmen eines Einwands im
Vorbe
scheidverfahren
bei
zubringen, was
vor Verfügungserlass
zu weiteren Abklärun
gen seitens der Beschwerde
gegnerin geführt hätte.
Die Gerichtskosten von
Fr.
400.-- werden deshalb dem Beschwerdeführer aufer
legt.