# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a63f2be2-e8df-4858-a72f-f11b56ee2bd7
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Der X.-bach entspringt im südlich der Gemeinde B. gelegenen Gebiet Vorderberg
und verläuft danach in steilem Gelände in einem offenen Gerinne. Er ist ab dem Gebiet
"Steigs", Grundstück Nr. 0000, Grundbuch B., eingedolt und wird in der
Mischabwasserkanalisation zur ARA geführt. Da die Mischabwasserleitung bei
Hochwasser (HQ 100) die Wassermengen des X.-bachs und das Abwasser des
angeschlossenen Siedlungsgebiets nicht zu fassen vermag, liess die Gemeinde B. das
Hochwasserschutzprojekt X.-bach ausarbeiten. Dieses sieht vor, die Wassermengen
oberhalb des Gamerlen-Ranks in einer neuen Ableitung in einem offenen Gerinne zum
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Stoffel-Areal und von dort unterirdisch zur Seez zu führen. Dadurch kann auch die
heute bestehende Verflechtung Gewässer/Abwasser (Kanalisation) aufgehoben werden
(vgl. act. G 13/8/16 [technischer Bericht]). An der Bürgerversammlung vom 20.
November 2012 genehmigte die Bürgerschaft das Hochwasserschutzprojekt mit einem
Kostenvoranschlag von Fr. 1'940'000.--. Dessen Realisierung wurde vom Gemeinderat
am 27. November 2012 beschlossen (act. G 13/8/15). Das Projekt wurde vom 11.
Dezember 2012 bis 9. Januar 2013 öffentlich aufgelegt. Die betroffenen
Grundeigentümer erhielten mit Schreiben vom 7. Dezember 2012 eine persönliche
Anzeige (act. G 13/8/16 und 17).
b. Die hiergegen von Rechtsanwalt Dr. iur. M. Köppel, Sargans, für A.Z. erhobene
Einsprache, welche sich vorab gegen die Offenlegung des Bachlaufs und die dadurch
bewirkte Beeinträchtigung der Bewirtschaftung der Obstanlage auf dem Grundstück
Nr. 0000 richtete (act. G 13/8/19+21), wies der Gemeinderat B. mit
Einspracheentscheid vom 3. Juni 2013 ab (act. G 13/8/24). Das Baudepartement des
Kantons St. Gallen wies den dagegen erhobenen Rekurs (act. G 13/1+6) nach
Durchführung eines Augenscheins am 23. März 2014 (act. G 13/13) mit Entscheid vom
23. Januar 2015 ab (act. G 13/22).
B.
a. Gegen diesen Entscheid liess A.Z. durch seinen Rechtsvertreter mit Eingabe vom
6. Februar 2015 Beschwerde erheben mit den Rechtsbegehren, der Entscheid sei
aufzuheben (Ziff. 1), der Einspracheentscheid vom 3. Juni 2013 sowie der Erlass in
Sachen "Hochwasserschutzprojekt X.-bach mit Baulinienplan" seien aufzuheben (Ziff.
2), das "Hochwasserschutzprojekt X.-bach mit Baulinienplan" sei nicht zu verwirklichen
(Ziff. 3) und es sei der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu gewähren (Ziff. 4); unter
Kosten- und Entschädigungsfolge (Ziff. 5). In der Beschwerdeergänzung vom 31. März
2015 bestätigte der Rechtsvertreter die Anträge 1-3 und 5; den Antrag 4 zog er zurück
(act. G 10).
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b. In der Vernehmlassung vom 23. April 2015 beantragte die Vorinstanz Abweisung der
Beschwerde, verwies zur Begründung auf die Darlegungen im angefochtenen
Entscheid und hielt fest, dass das Amt für Natur, Jagd und Fischerei an seiner im
vorinstanzlichen Verfahren abgegebenen Stellungnahme festhalte (act. G 12). Die
Beschwerdegegnerin liess durch Rechtsanwalt lic. oec. Thomas Frey, St. Gallen, mit
Eingabe vom 18. Mai 2015 die Rechtsbegehren stellen, die Beschwerde sei
abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei (Ziff. 1), unter Kosten- und
Entschädigungsfolge zulasten des Beschwerdeführers (Ziff. 2; act. G 17).
c. Mit Replik vom 2. Juni 2015 bestätigte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
seine Anträge und Ausführungen (act. G 20). In der Duplik vom 30. Juni 2015 liess auch
die Beschwerdegegnerin ihren Standpunkt bestätigen (act. G 24).
d. Auf die Darlegungen der Parteien in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird,

## Considerations

soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der Beschwerdeführer
ist - als Eigentümer des Grundstücks Nr. 0000 und Empfänger des Rekursentscheids
vom 23. Januar 2015 - zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Im Weiteren erfüllt die Beschwerdeeingabe vom 6.
Februar 2015 (act. G 1) und ihre Ergänzung vom 31. März 2015 (act. G 10)
grundsätzlich die gesetzlichen Anforderungen in zeitlicher, sachlicher und inhaltlicher
Hinsicht (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Da der
Beschwerde von Gesetzes wegen die aufschiebende Wirkung zukommt (Art. 64 in
Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 VRP) fehlt dem Beschwerdeführer bezüglich des
Antrags, der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen, ein
schutzwürdiges Interesse; dieser Antrag wurde denn auch zurückgezogen (act. G 10).
Nicht einzutreten ist auf die Anfechtung des Einspracheentscheids vom 3. Juni 2013
sowie des Erlasses "Hochwasserschutzprojekt X.-bach mit
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Baulinienplan" (Rechtsbegehren Ziff. 2); diese sind durch den Rekursentscheid ersetzt
worden (Devolutiveffekt), gelten aber immerhin als durch die Beschwerde inhaltlich
mitangefochten (BGer 1C_3/2013 vom 19. November 2013 E. 2 mit Hinweis auf BGE
134 II 142 E. 1.4; Entscheid des Verwaltungsgerichtspräsidenten B 2013/64 vom 29.
April 2013 E. 1, www.gerichte.sg.ch). Sodann ist auf die Ausführungen des
Beschwerdeführers insoweit nicht einzutreten, als lediglich auf Vorbringen im
vorinstanzlichen Verfahren verwiesen wird (act. G 10 S. 2 Ziff. II.4.). Im Übrigen ist auf
die Beschwerde einzutreten.
2.
2.1. Der Beschwerdeführer lässt die Durchführung eines Augenscheins vor Ort
sowie als jeweils ergänzendes Beweismittel eine Parteiaussage (Parteibefragung) des
Beschwerdeführers - zu den einzelnen materiellen Ausführungen - beantragen (act. G
10 S. 3); sodann stellt er Antrag auf Expertise und Befragung eines sachverständigen
Zeugen (act. G 10 S. 9 sowie S. 11-13). Der Augenschein ist die unmittelbare sinnliche
Wahrnehmung von Tatsachen durch die entscheidende Instanz. Er dient dem besseren
Verständnis des Sachverhalts. Ob ein Augenschein durchzuführen ist, liegt im
pflichtgemässen Ermessen der urteilenden Instanz. Unbestrittene Tatsachen brauchen
nicht durch einen Augenschein überprüft zu werden, sofern eine Nachprüfung nicht
durch öffentliche Interessen geboten ist (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, St Gallen 2003, Rz. 966). Die tatsächlichen Verhältnisse ergeben
sich im vorliegenden Fall im Wesentlichen aus den massgeblichen Plänen sowie den
übrigen Verfahrensakten. Mit Blick auf den umfassend dokumentierten Sachverhalt
besteht kein konkreter Anlass für die Durchführung eines Augenscheins. Die
Notwendigkeit einer allfälligen Parteibefragung des Beschwerdeführers, einer Expertise
und einer Befragung des sachverständigen Zeugen ist nachstehend mit Bezug auf die
konkreten Gegebenheiten zu klären.
2.2. Streitig ist die Ausgestaltung des Gewässerschutzprojektes, soweit es das
Grundstück Nr. 0000 betrifft. Letzteres liegt in der Landwirtschaftszone und grenzt im
Nordosten an die in der Wohnzone W3 liegenden Grundstücke Nr. 0001 und 002. Der
X.-bach verläuft heute ab dem Grundstück Nr. 0000 als eingedoltes Gewässer durch
relativ dicht überbautes Gebiet. Bei Niederwasser vermag die (in die ARA mündende)
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Kanalisation die anfallende Wassermenge zu fassen; bei stärkerem Regen ist dies nicht
mehr der Fall, weshalb unterhalb der Schäfli-Brücke die Hochwasserentlastung in die
Seez zum Tragen kommt. Gemäss dem vorliegenden Projekt sollen daher die
Wassermengen des X.-bachs oberhalb des Gamerlen-Ranks in einer neuen Ableitung
zur Seez geführt werden. Unterhalb des Gamerlen-Ranks soll das Wasser in einem
offenen Gerinne bis zum Stoffel-Areal und von dort in einem bereits bestehenden
unterirdischen Stollen in die Seez geführt werden (vgl. act. G 13/8/16 [technischer
Bericht]).
2.3. Bei den in Art. 76 und 78 der Bundesverfassung (BV; SR 101) verankerten
Anliegen des Hochwasser- und Naturschutzes handelt es sich um öffentliche
Interessen, welche in den einschlägigen Gesetzen näher umschrieben werden.
Gewässer werden gemäss Art. 15 des Wasserbaugesetzes (sGS 734.1; WBG)
ausgebaut oder offen gelegt, wenn der Schutz von Menschen und Tieren oder von
erheblichen Sachwerten es erfordert (Abs. 1). Gewässer können zu Verbesserung,
Aufbau und Wiederherstellung von Lebensräumen von einheimischen Tieren und
Pflanzen ausgebaut oder offen gelegt werden (Abs. 2). Nach Art. 37 des
Gewässerschutzgesetzes (SR 814.20, GSchG) dürfen Fliessgewässer nur verbaut oder
korrigiert werden, wenn unter anderem der Schutz von Menschen oder erheblichen
Sachwerten es erfordert (Abs. 1 lit. a) oder dadurch der Zustand eines bereits
verbauten oder korrigierten Gewässers im Sinn dieses Gesetzes verbessert werden
kann (Abs. 1 lit. c). Dabei muss der natürliche Verlauf des Gewässers möglichst
beibehalten oder wiederhergestellt werden. Gewässer und Gewässerraum müssen so
gestaltet werden, dass sie einer vielfältigen Tier- und Pflanzenwelt als Lebensraum
dienen können (Abs. 2 lit. a), die Wechselwirkungen zwischen ober- und unterirdischem
Gewässer weitgehend erhalten bleiben (Abs. 2 lit. b) und eine standortgerechte
Ufervegetation gedeihen kann (Abs. 2 lit. c). In überbauten Gebieten kann die Behörde
Ausnahmen von Absatz 2 bewilligen (Abs. 3). Nach Art. 38 GSchG dürfen
Fliessgewässer nicht überdeckt oder eingedolt werden (Abs. 1). Die Behörde kann
Ausnahmen unter anderem für den Ersatz bestehender Eindolungen und
Überdeckungen bewilligen, sofern eine offene Wasserführung nicht möglich ist oder für
die landwirtschaftliche Nutzung erhebliche Nachteile mit sich bringt (Art. 38 Abs. 2 lit. e
GSchG). Nach Art. 6 des Fischereigesetzes (FiG; sGS 854.1) sind die Lebensräume von
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Wassertieren, deren Struktur und ökologische Funktionsfähigkeit beeinträchtigt ist,
aufzuwerten. Der natürliche Zustand ist nach Möglichkeit wieder herzustellen.
2.4. Eine Begutachtung durch das Landwirtschaftliche Zentrum Flawil ergab
gemäss Bericht vom 22. März 2012 unter anderem, dass die Parzelle Nr. 0000 gemäss
Flächenstatistik 2011 mit 1113 Niederstammobstbäumen bepflanzt sei. Die Obstanlage
werde gemäss den Richtlinien der integrierten Produktion bewirtschaftet. Die Pflege
der Kulturen erfolge somit nach ökologischen Grundsätzen. Der Pflanzenschutz werde
nach Ausschöpfung von biologischen und biotechnischen Massnahmen mit
chemischen Pflanzenschutzmitteln durchgeführt. Im Gewässerraum sei eine
Bewirtschaftung der Obstanlage auf Parzelle Nr. 0000 nicht mehr möglich. Die
Gewässerraumfläche betrage 649 m . Diese Fläche ginge für den Obstanbau verloren,
was ca. 162 Bäumen entspreche. Sehr erschwerend für die Pflege einer Obstanlage
seien die beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln vorgeschriebenen Mindestabstände
zu Oberflächengewässern. Die Bachoffenlegung würde die Bewirtschaftung des
Grundstücks stark erschweren bzw. nahezu verunmöglichen, da dieses auf zwei Seiten
von Oberflächengewässern umgeben wäre. Ein Grund für eine Ausnahmebewilligung
gemäss Art. 38 Abs. lit. e GSchG sei gegeben (act. G 13/8/9). Gemäss dem
geologischen Gutachten der Dr. Bernasconi AG vom 19. August 2014 wäre die neue
Bachführung alternativ auch über die Unterliegerparzelle Nr. 0001 machbar. Die
Platzverhältnisse an der Obergrenze des Grundstücks Nr. 0001 seien für die
Realisierung der Offenlegung des X.-baches absolut ausreichend. Wegen der
grosszügigeren Platzverhältnisse sei dort sogar eine naturnähere Gerinnegestaltung
möglich. Die topographischen Verhältnisse seien auf Grundstück Nr. 0001 zwar etwas
schwieriger als auf Grundstück Nr. 0000; diese seien aber technisch mit
verhältnismässigem Mehraufwand beherrschbar. Ferner sei auch gefällstechnisch die
Unterquerung der Egelbodenstrasse mit Anbindung an die bestehende Druckleitung
weiterhin möglich. Mit einer Bachführung an der Obergrenze des Grundstücks Nr. 0001
würde die aufwendige und kostspielige Umlegung der Regenabwasserleitung, wie sie
das Projekt vorsehe, entfallen (act. G 13/18).
2.5.
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2.5.1. Im angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz fest, der natürliche Verlauf des
X.-baches (Art. 37 Abs. 2 GSchG) würde ab Grundstück Nr. 0000 quer durch das Dorf
B. Richtung Seez führen. Aufgrund der dichten Überbauung des Dorfes müsste der
Bach auf der gesamten Strecke eingedolt werden. Diesfalls liessen sich keinerlei
ökologische Verbesserungen gegenüber dem heutigen Zustand erzielen. Die
Voraussetzungen für eine Ausnahme vom Grundsatz der Beibehaltung des natürlichen
Verlaufs des Gewässers (Art. 37 Abs. 3 GSchG) seien vorliegend erfüllt. Der Entscheid,
für den X.-bach eine neue Linienführung festzulegen, sei nachvollziehbar und nicht zu
beanstanden (act. G 2 S. 12 f.). Für den in Frage stehenden Abschnitt seien vier
Varianten geprüft worden. Bei drei Varianten habe die Ableitung des Gewässers durch
das Stoffel-Areal zur Seez im Vordergrund gestanden, die Variante 4 habe die
Ableitung durch das Dorf B. vorgesehen. Eine (teilweise) Offenlegung sei nur bei
Variante 2, welche dem vorliegend angefochtenen Projekt entspreche, sowie bei
Variante 3, welche die Ableitung durch das Grundstück Nr. 0001 ("W.") bis zur
Egelbodenstrasse vorsehe, möglich. Die Variante 3 entspreche dem Vorschlag,
welchen der Beschwerdeführer als Alternative zu vorliegendem Projekt vorgebracht
habe. Nicht zutreffend sei somit, dass die letztgenannte Variante nicht ernsthaft geprüft
worden sei. Der Variantenvergleich habe ergeben, dass die Variante 4 (Ableitung durch
das Dorf mit Eindolung auf der ganzen Länge) die teuerste und ökologisch schlechteste
Lösung gewesen wäre. Auch bei Variante 1 (Eindolung X.-bach auf der gesamten
Länge ab Grundstück Nr. 0000 bis zur Seez) hätte eine ökologische Verbesserung nicht
erreicht werden können; sie wäre gegenüber den Varianten 2 und 3 sodann rund 10
Prozent teurer gewesen. Als wesentliche Vorteile der Variante 2 gegenüber der Variante
3 sei festgehalten worden, dass nur bei Variante 2 eine Offenlegung zwischen Steigs
und Egelbodenstrasse möglich sei. Bei Variante 3 wären aufgrund der topographischen
Verhältnisse die bautechnischen Aufwendungen für eine Offenlegung grösser und
kostenintensiver als bei Variante 2. Zudem seien bei Variante 2 keine Altlasten (Stoffel-
Areal) tangiert und keine Gebäudeunterquerungen (Stoffel-Areal) erforderlich. Ein
weiterer Vorteil von Variante 2 sei, dass die heutige Grenzmauer zwischen den
Grundstücken Nrn. 0000 und 0001 im Fall eines Extremhochwassers als zusätzlicher
Hochwasserschutz für das unterliegende Gebiet wirke. Aufgrund dieser Vorgaben sei
der Beschluss der Beschwerdegegnerin, die Variante 2 aufzulegen, nachvollziehbar
und nicht zu beanstanden. Auch die kantonalen Fachstellen hätten im Rahmen der
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Vorprüfung der Weiterverfolgung der Variante 2 zugestimmt, weil diese den Vorgaben
der Umwelt- und Gewässerschutzgesetzgebung am ehesten entspreche und nur bei
ökologischer Verbesserung der Gewässersituation eine Subventionierung für diesen
Abschnitt in Aussicht stehe. Das Gutachten Bernasconi vom 19. August 2014 ändere
nichts an dieser Beurteilung, zumal die dort diskutierte Variante bereits im Rahmen des
Vorprojekts geprüft worden sei. Zudem komme selbst das Gutachten zum Schluss,
dass die topographischen Verhältnisse auf dem Grundstück Nr. 0001 schwieriger seien
als auf Grundstück Nr. 0000 und eine Offenlegung auf Grundstück Nr. 0001 nur mit
einem technischen Mehraufwand gegenüber dem vorliegenden Projekt realisierbar
wäre (act. G 2 S. 12-15).
2.5.2. Der Beschwerdeführer beanstandet ausschliesslich die geplante Linienführung
des X.-baches in einem offenen Gerinne durch das landwirtschaftlich als Obstanlage
genutzte Grundstück Nr. 0000. Seine Interessen seien bisher zu wenig gewichtet
worden. Beispielsweise werde die Düngung erschwert, da hierfür Gewässerabstände
einzuhalten seien. Durch die Realisierung des Projekts gingen rund 650 m
Anbaufläche für Frühsorten verloren. Dadurch sei seine Konkurrenzfähigkeit betroffen,
da er ohne Frühsorten nicht auf den Markt von B. kommen und die bestehenden
Lieferverträge nicht mehr einhalten könne. Sein Interesse an der Nichtrealisierung des
Hochwasserschutzprojektes auf dem Abschnitt seines Grundstücks überwiege das
Interesse an einer vollständigen Offenlegung auf diesem Streckenabschnitt. Es gebe
realistische Alternativen, welche im Vergleich zum bestehenden Projekt weit weniger
gravierende Beschränkungen zur Folge hätten. Eine Obstanlage gehöre ebenso zur
Natur wie ein offenes Gewässer. Es sei eine Variante zu wählen, welche sowohl eine
offene Bachführung als auch den möglichst ungehinderten Weiterbetrieb der
Obstanlage ermögliche. Gemäss Erstbericht des Landwirtschaftlichen Zentrums vom
22. März 2012 seien die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung erfüllt. Die
Zufahrt zum Grundstück Nr. 0000 sei jahrhundertealt und in der vergangenen Zeit nur
deshalb nicht mehr benützt worden, weil die beiden aneinandergrenzenden
Grundstücke hätten vereinigt werden können. Bei Realisierung des Projekts würde
nicht nur die Obstanlage einen Schaden erleiden, sondern auch das ganze Grundstück
einen Minderwert erfahren. Nach vorsichtiger Schätzung dürfte sich dieser auf Fr.
300'000.-- belaufen. Am Einwand, dass die Variante 3 (Bachführung durch das
Grundstück Nr. 0001) nicht ernsthaft geprüft worden sei, werde festgehalten. Sei die
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von der Beschwerdegegnerin geäusserte Absicht, mit dem Vorhaben etwas zugunsten
der Natur realisieren zu wollen, kein blosses Lippenbekenntnis, so sei die Variante 3
über das Grundstück Nr. 0001 zu favorisieren, da dann die Obstanlage des
Beschwerdeführers erhalten werden und ein offenes Fliessgewässer entstehen könne.
In Tat und Wahrheit seien alle Varianten als wenig naturnah zu qualifizieren. Eine
konsequent naturnahe Variante würde keine Ableitung über eine alte Druckleitung
vorsehen, sondern bereits über der Obstanlage des Beschwerdeführers ansetzen und
das Wasser im Geländegefälle direkt zur Seez führen (act. G 10 S. 6-13).
3.
3.1.
3.1.1. Aufgrund der geschilderten und in den Akten aufgeführten Umstände hat als
dargetan zu gelten, dass die Beschwerdegegnerin im Vorverfahren die in Betracht
kommenden Varianten umfassend prüfte bzw. prüfen liess (vgl. dazu act. G 13/8/6) und
die daraus resultierenden Vor- und Nachteile gegeneinander abwog. Das Tiefbauamt
hatte in der Beurteilung vom 4. Juni 2012 unter Einbezug der wasserbaulichen und
fischereirechtlichen Stellungnahmen festgehalten, dass aus finanziellen,
wasserbautechnischen und ökologischen Gründen die Offenlegung auf der gesamten
Länge (ohne Teileindolung) weiterverfolgt werden sollte. Eine Mitfinanzierung durch
Bund und Kanton sei nur für eine offene Linienführung (ohne Teileindolung) denkbar
(act. G 13/8/11a-c; vgl. dazu Art. 20 der Wasserbauverordnung [WBV], sGS 734.11,
wonach für Eindolungen keine staatlichen Beiträge geleistet werden). Der (im Fall einer
Eindolung entfallende) Subventionsbeitrag für den in Frage stehenden Abschnitt liegt
(bei Gesamtkosten von rund Fr. 269'000.--) nach Lage der Akten im Bereich von rund
Fr. 156‘000.-- bis Fr. 170‘000.-- (act. G 13/8 S. 7 unten; act. G 2 S. 17 E. 4.1 am
Schluss). In der fischereirechtlichen Stellungnahme vom 24. April 2014 bestätigte das
Amt für Natur, Jagd und Fischerei seine Feststellung vom 31. Mai 2012 (act. G
13/8/11c), wonach an einer offenen Linienführung des X.-baches auf dem Grundstück
Nr. 0000 festzuhalten sei. Eine durchgehend offene Führung in Bezug auf die
Längsvernetzung der aquatischen Lebewesen und die Vernetzung der terrestrischen
Lebensräume sei existenziell. Eine partielle Eindolung unterbreche das
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Längskontinuum aus fischereirechtlicher und landwirtschaftlicher Sicht unzulässig und
stelle den ökologischen Nutzen des gesamten Projekts in Frage (act G 13/12).
3.1.2. Der Entscheid für das vorliegende, im öffentlichen Interesse
(Hochwasserschutz im Siedlungsgebiet [vgl. dazu Naturgefahrenkarte in act. G 18],
Entflechtung Gewässer/Kanalisation, ökologische Verbesserung) liegende Projekt
erweist sich bei diesen Gegebenheiten als überzeugend begründet. Nicht fundiert
erscheint demgegenüber der Vorwurf des Beschwerdeführers, dass die Variante 3
(Bachführung durch das Grundstück Nr. 0001 "W.") nicht ernsthaft geprüft worden und
das Vorgehen des Beschwerdegegners einseitig gewesen sei (act. G 10 S. 12). Laut
dem erwähnten Gutachten Bernasconi vom 19. August 2014 wäre die Bachführung
zwar alternativ auch über die Unterliegerparzelle Nr. 0001 machbar (act. G 13/18
Beilage). Aus dem Gutachten ist jedoch kein zwingender Anlass ersichtlich, bei
mehreren in Betracht kommenden bzw. realisierbaren Varianten der vom
Beschwerdeführer bevorzugten Hochwasserschutz-Variante den Vorzug gegenüber der
von der Vorinstanz im Rahmen ihres Auswahlermessens bestätigten Variante zu geben.
Wenn gemäss dem Gutachten Bernasconi mit einer Bachführung oberhalb des
Grundstücks Nr. 0001 eine aufwendige Umlegung der Regenwasserableitung entfiele,
so steht diesem Vorteil der ebenfalls im Gutachten angeführte Nachteil gegenüber,
dass die topographischen Verhältnisse auf Grundstück Nr. 0001 schwieriger als
diejenigen auf Grundstück Nr. 0000 wären und zu einem Mehraufwand führen würden
(vgl. act. G 13/18 Beilage S. 4). Eine vom Beschwerdeführer beantragte Befragung des
Experten zu den Varianten und den Kosten der erwähnten Vor- und Nachteile
(Beweisanträge in act. G 10 S. 11-13) vermöchte unter diesen Umständen zum
vornherein nicht zu Erkenntnissen zu führen, aufgrund welcher das angerufene Gericht
die Ermessensausübung der Vorinstanzen zwingend zu korrigieren hätte. Sodann
braucht die Frage, ob bzw. inwiefern die heutige Grenzmauer zwischen den
Grundstücken Nr. 0000 und 0001 - wie im vorinstanzlichen Entscheid bejaht (act. G 2 E
3.3.4) und vom Beschwerdeführer verneint (act. G 10 S. 11 f., G 20 S. 4 unten) - im Fall
eines Extremhochwassers als zusätzlicher Hochwasserschutz für das unterliegende
Gebiet wirken würde, in dieser Situation nicht näher untersucht zu werden. Fraglich
kann damit einzig noch sein, ob für das Grundstück des Beschwerdeführers eine
Ausnahmebewilligung im Sinn von Art. 38 Abs. 2 lit. e GSchG zu erteilen ist. Nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann eine Ausnahmebewilligung für
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Gewässerabdeckungen (Eindolungen) nur dann erteilt werden, wenn sich im Rahmen
einer umfassenden Interessenabwägung ergibt, dass die für die offene Wasserführung
sprechenden Gründe sich als weniger gewichtig erweisen als jene für eine Eindolung
bzw. Überdeckung (vgl. ZBl 1997, S. 320-323 mit Hinweis auf BGer 1A.140/1995 vom
26. Februar 1996). Dabei entspricht es nach der Rechtsprechung des
Verwaltungsgerichts nicht Sinn und Zweck von Art. 38 Abs. 2 lit. e GSchG, nur dann
eine Ausnahme von der Offenlegungspflicht zu bewilligen, wenn die offene
Wasserführung in technischem Sinn absolut unmöglich ist, was kaum je der Fall sein
dürfte (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, Rz. 765 mit
Hinweisen).
3.2.
3.2.1. Unbestritten ist, dass das vorliegende Projekt für den Beschwerdeführer mit
einer Eigentumsbeschränkung verbunden ist. Zwar ist für die Verwirklichung des
Vorhabens kein Landerwerb (Enteignung) vorgesehen, jedoch bewirkt das Projekt eine
Einschränkung der Nutzung der Obstanlage. In der Gutachtenergänzung vom 20. Juni
2012 schätzte das Landwirtschaftliche Zentrum die Entschädigung für die Folgen der
Bachoffenlegung, d.h. für den Wegfall von Obstkulturen (1'180 m ), den
Bodenminderwert und die Erstellung eines Mäusezauns (ohne Erstellung der Zufahrt)
auf rund 25'000.-- Franken (act. G 13/8/12). In einer weiteren Gutachtenergänzung vom
27. Juni 2012 wurde der jährliche Ertragsausfall in den ersten beiden Jahren auf Fr.
5'364.-- und in den Folgejahren auf Fr. 3'197.-- geschätzt (act. G 13/8/13). In der
bereits erwähnten fischereirechtlichen Stellungnahme vom 31. Mai 2012 wurde in
diesem Zusammenhang dargelegt, das Gutachten des Landwirtschaftlichen Zentrums
(act. G 13/8/9 und vorstehende E. 2.4) zeige, dass mit der Offenlegung des Gewässers
die Einschränkung der landwirtschaftlichen Nutzung nicht als existenzbedrohender
Härtefall für den betroffenen Grundeigentümer und somit auch nicht als erheblicher
Nachteil bezeichnet werden könne (act. G 13/8/11c). Die Vorinstanz gelangte im
angefochtenen Entscheid unter anderem zum Schluss, dem Landwirtschaftlichen
Zentrum hätten nicht alle Grundlagen für eine umfassende Interessenabwägung
vorgelegen. Der im Gutachten gezogene Schluss sei nicht nachvollziehbar. Bereits
heute fliesse der X.-bach offen durch das Grundstück bis zur Eindolung. Die geplante
Offenlegung verlaufe unmittelbar entlang der Grundstücksgrenze, auf welcher eine
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Steinmauer stehe. Ein Zugang zur Obstanlage entlang der nordöstlichen Grenze sei
aufgrund der Mauer schon heute nicht möglich. Inwieweit also eine Offenlegung
entlang der Grundstücksgrenze die Bewirtschaftung gegenüber heute erschweren
würde, sei nicht ersichtlich. Im Übrigen sei das Grundstück Nr. 0000 heute vollständig
über die Y.-strasse (Gemeindestrasse 3. Klasse) erschlossen. Damit sei der Einwand,
dass mit dem Projekt die ursprüngliche Zufahrt über die Egelbodenstrasse
verunmöglicht werde, nicht zu hören. Nach den Ausführungen des Beschwerdeführers
sei diese Zufahrt bei der Vereinigung der Grundstücke aufgegeben worden und werde
nicht mehr benützt. Mehr als fraglich sei, ob für einen Ausbau dieser in der
Landwirtschaftszone liegenden "Zufahrt" überhaupt eine Bewilligung erteilt werden
könnte, wenn das Grundstück bereits vollständig erschlossen sei. Der Antrag auf
Erteilung einer Ausnahmebewilligung sei abzulehnen. Das Gewässerprojekt stelle ein
geeignetes und erforderliches Mittel dar, um den Hochwasserschutz sowie die
Entflechtung von der Kanalisation zu erreichen. Zudem würden die ökologischen
Anforderungen an ein Gewässerschutzprojekt erfüllt. Das öffentliche Interesse am
Projekt überwiege die geltend gemachten privaten Interessen (act. G 2 S. 19-21).
3.2.2. Vorab ist festzuhalten, dass der Hinweis des Beschwerdeführers (act. G 10 S.
9) zutrifft, wonach für eine Erfüllung des Ausnahmetatbestandes von Art. 38 Abs. 2 lit. e
GSchG das Vorliegen eines "erheblichen Nachteils" genügt und es keines
existenzbedrohenden Härtefalls für den betroffenen Grundeigentümer bedarf. Die - von
den Parteien diskutierte (act. G 17 S. 5 oben, G 20 S 3 f.) - Feststellung im
angefochtenen Entscheid, wonach das Landwirtschaftliche Zentrum für die Beurteilung
der Frage, ob Gründe für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung gegeben seien, nicht
zuständig sei (act G 2 S. 18), erscheint in diesem Zusammenhang nicht von
Bedeutung. Denn das Landwirtschaftliche Zentrum wurde "lediglich" als
Gutachterstelle (nicht als Beurteilungsinstanz) beigezogen. Die grundsätzliche fachliche
Kompetenz dieser Stelle für eine gutachterliche Äusserung zur erwähnten Frage dürfte
dabei nicht wirklich zweifelhaft sein. Davon zu unterscheiden ist die (nachstehend zu
klärende) Frage, ob die gutachterliche Äusserung auch inhaltlich überzeugt.
3.2.3. Mit Blick auf die Darlegungen im erwähnten Gutachten und die beiden
Gutachtenergänzungen ist ohne Weiteres davon auszugehen, dass die Bewirtschaftung
der Obstanlage - wenn auch teilweise eingeschränkt - weiterhin möglich bleibt.
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Unbestritten blieb der Hinweis der Beschwerdegegnerin, dass vom Projekt gut 17%
der gesamten Fläche des Grundstücks Nr. 0000 tangiert sind (vgl. act. G 17 S. 5). Von
daher erscheint der Einwand des Beschwerdeführers, wonach der Nutzen früher
getätigter Investitionen (Erstellung Kühlraum) erheblich zu relativieren wäre (act G 10 S.
9), nicht begründet, zumal vom Beschwerdeführer gemäss dem ebenfalls unbestritten
gebliebenen (vgl. act. G 20 S. 3 Ziff. 2 Mitte) Hinweis der Beschwerdegegnerin (act. G
17 S. 4) bei Bedarf offenbar auch dazugekauftes Obst im Kühlraum gelagert wird, ohne
dass er deswegen als Obsthändler im eigentlichen Sinn zu bezeichnen wäre. Wenn im
Weiteren die begutachtende Fachstelle zum einen bestätigt, dass die Nutzung der
Obstanlage durch die Bachoffenlegung "sehr erschwert oder nahezu verunmöglicht"
würde (act G 13/8/10b S. 3), zum anderen aber offensichtlich in der Lage ist, die
Nachteile einzugrenzen und detailliert frankenmässig zu quantifizieren (act. 13/8/12 f.),
so stehen diese beiden Umstände nicht ohne Weiteres miteinander in Einklang. Dies
deutet darauf hin, dass die erstgenannte Feststellung in der erwähnten Absolutheit
nicht zutrifft. Sodann ist von Bedeutung, dass die (aktuelle) Zufahrt zum Grundstück Nr.
0000 über die Y.-strasse durch das Projekt nicht tangiert wird, auch wenn eine früher
benützte (vor Vereinigung der Grundstücke bestehende) Zufahrt danach nicht mehr
benützt bzw. "reaktiviert" werden könnte. Der vom Beschwerdeführer geltend
gemachte Umstand, dass die alte Zufahrt bei veränderten künftigen Verhältnissen
wieder Bedeutung erhalten könnte (act. G 10 S. 8 und act. G 13/8/21b), vermag - als
hypothetischer Aspekt - für sich allein keinen erheblichen Nachteil zu begründen,
aufgrund dessen auf eine Bachoffenlegung zu verzichten wäre, zumal die Zufahrt
uneingeschränkt gewährleistet ist. Unbestritten ist, dass die durch die
Projektrealisierung entstehenden wasserbaubedingten Nachteile von der
Beschwerdegegnerin finanziell abzugelten sind, wobei die Entschädigungsbestandteile
und deren Höhe - da nicht Verfahrensgegenstand - nicht in diesem Verfahren zu klären
sind (vgl. Art. 28 WBG).
3.2.4. Der Beschwerdeführer lässt die inhaltliche Richtigkeit der erwähnten fachlichen
Stellungnahme vom 24. April 2014, wonach eine partielle Eindolung mit Unterbrechung
des Längskontinuums den ökologischen Nutzen des gesamten Projekts in Frage stellen
würde (act G 13/12), pauschal anzweifeln (act. G 10 S. 9 unten), ohne dies jedoch
auch nur ansatzweise zu begründen. Es fehlt damit an einem konkreten Anlass, die
Richtigkeit der erwähnten Stellungnahme in Frage zu stellen. Das Amt für Natur, Jagd
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und Fischerei lässt denn auch in diesem Verfahren seinen begründeten und auch
nachvollziehbaren Standpunkt ausdrücklich bestätigen (act. G 12). Von daher besteht
somit ein öffentliches (ökologisches) Interesse, dass das Hochwasserschutzprojekt in
der geplanten Form (ohne Unterbrechung der Bachöffnung) realisiert werden kann. Das
öffentliche Interesse am Projekt ist auch dadurch begründet, dass ein offener Bachlauf
im Gegensatz zur Eindolung das Wasser aus dem natürlichen Einzugsgebiet
aufnehmen und abführen kann, wodurch die Hochwassersicherheit erhöht wird. Bei
eingedolten Gewässern ist die Verklausungsgefahr wesentlich grösser und die
Zugänglichkeit für die Kontrolle und den Unterhalt bedeutend aufwändiger (vgl. act. G
13/8/11b S. 2). Die Schlussfolgerung, dass der für den Beschwerdeführer entstehende
Nachteil - insbesondere auch im Vergleich mit dem durch das Projekt bewirkten
Nutzen - insgesamt nicht als erheblich zu bezeichnen ist, erscheint auch angesichts
der in den Gutachtenergänzungen des Landwirtschaftlichen Zentrums dargelegten
Verhältnisse begründet, zumal sich daraus wie erwähnt eine Eingrenzbarkeit der
Nachteile ergibt. Wenn die Vorinstanz die Voraussetzungen für eine
Ausnahmebewilligung verneinte und das öffentliche Interesse an der Realisierung des
Hochwasserschutzprojektes unter Einbezug eines Teils des Grundstücks des
Beschwerdeführers höher wertete als sein privates Interesse an einer
uneingeschränkten Nutzung seiner Obstanlage, so erscheint dies begründet und lässt
sich demensprechend nicht beanstanden. Eine unsorgfältige Interessenabwägung, die
eine Rechtsverletzung darstellen würde und durch das Verwaltungsgericht korrigiert
werden könnte bzw. müsste, liegt nicht vor. Aus dem Gesagten folgt, dass das
Hochwasserschutzprojekt mit den einschlägigen gesetzlichen Normen in Einklang steht
und sachlich begründet ist. Angesichts des klar zu Tage liegenden, im Wesentlichen
unbestrittenen Sachverhalts einschliesslich der betrieblichen Verhältnisse vermöchten
eine Parteibefragung des Beschwerdeführers, die von ihm beantragte Expertise und
eine Befragung von Dr. Bernasconi als sachverständigen Zeugen (vgl. act. G 10 S. 9
und S. 11-13 sowie vorstehende E. 3.1.2) nicht zu einem anderen Resultat zu führen.
Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
4.
4.1. (...).
4.2. (...).
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