# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7f0503c2-4256-488a-89a8-a7eedd6e736c
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend schwere Körperverletzung
Revision gegen ein Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Straf-
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kammer, vom 10. April 2018 (SB170161), gestützt auf den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, I. Strafkammer, vom 6. Oktober 2020 (SR200012)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 24. Juni
2017 (Urk. 72) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz:
1. Der Beschuldigte C._ ist schuldig der schweren Körperverletzung im
Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB.
2. Der Beschuldigte A._ wird vom Vorwurf der schweren Körperverletzung
im Sinne von Art. 122 StGB und vom Eventualvorwurf des Angriffs im Sinne
von Art. 134 StGB freigesprochen.
3. Der Beschuldigte D._ ist schuldig der versuchten schweren Körperver-
letzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 StGB.
4. Der Beschuldigte E._ ist schuldig der versuchten schweren Körperver-
letzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 StGB.
5. Der Beschuldigte F._ ist schuldig der versuchten schweren Körperver-
letzung im Sinne von Art. 122 StGB in Verbindung mit Art. 22 StGB.
6. Der Beschuldigte C._ wird bestraft mit 3 1⁄2 Jahren Freiheitsstrafe, wo-
von 366 Tage durch Haft erstanden sind.
7. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich der Beschuldigte C._ seit
21. Juli 2016 im vorzeitigen Strafvollzug befindet.
8. Der Beschuldigte D._ wird bestraft mit 3 1⁄2 Jahren Freiheitsstrafe, wo-
von bis und mit heute 540 Tage durch Haft erstanden sind.
9. Der Beschuldigte E._ wird bestraft mit 3 Jahren und 2 Monaten Frei-
heitsstrafe, wovon 467 Tage durch Haft erstanden sind.
10. Es wird davon Vormerk genommen, dass sich der Beschuldigte E._ seit
5. Dezember 2016 im vorzeitigen Strafvollzug befindet.
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11. Der Beschuldigte F._ wird bestraft mit 2 Jahren und 4 Monaten Frei-
heitsstrafe, wovon bis und mit heute 444 Tage durch Haft erstanden sind.
12. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten C._ wird vollzogen.
13. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten D._ wird vollzogen.
14. Die Freiheitsstrafe des Beschuldigten E._ wird vollzogen.
15. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten F._ wird im Umfang
von 14 Monaten aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jahre festgesetzt. Im
Übrigen (14 Monate, welche durch Untersuchungshaft und vorzeitigen Straf-
antritt vollständig erstanden sind) wird die Freiheitsstrafe vollzogen.
16. Der bedingte Vollzug bezüglich der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft
Lenzburg-Aarau vom 9. März 2015 gegen den Beschuldigten D._ aus-
gefällten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu CHF 30 wird widerrufen.
17. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte C._ gegenüber dem Privat-
kläger B._ aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach scha-
denersatzpflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Scha-
denersatzanspruches wird der Privatkläger B._ auf den Weg des Zivil-
prozesses verwiesen.
18. Die Schadenersatzforderungen des Privatklägers B._ gegen die Be-
schuldigten D._, A._, E._ und F._ werden abgewiesen.
19. Der Beschuldigte C._ wird in solidarischer Haftung mit allfälligen ande-
ren Mittätern verpflichtet, dem Privatkläger B._ CHF 40'000, zuzüglich
5 % Zins ab 16. Mai 2015, als Genugtuung zu bezahlen.
20. Die Beschuldigten C._, D._, E._ und F._ werden in soli-
darischer Haftung mit allfälligen anderen Mittätern verpflichtet, dem Privat-
kläger B._ CHF 10'000, zuzüglich 5 % Zins ab 16. Mai 2015, als Ge-
nugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das Genugtuungsbegehren
gegenüber D._, E._ und F._ abgewiesen.
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21. Das Genugtuungsbegehren gegenüber A._ wird abgewiesen.
22. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom
22. Juli 2015 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse lagernde
Mobiltelefon des Beschuldigten C._ wird dem Beschuldigten C._
nach Eintritt der Rechtskraft bis spätestens 3 Monate danach auf erstes Ver-
langen hin herausgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist wird es
der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.
23. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom
23. Juli 2015 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse lagernde
Mobiltelefon des Beschuldigten A._ wird dem Beschuldigten A._
nach Eintritt der Rechtskraft bis spätestens 3 Monate danach auf erstes Ver-
langen hin herausgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist wird es
der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.
24. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom
23. Juli 2015 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse lagernde
Mobiltelefon des Beschuldigten D._ wird dem Beschuldigten D._
nach Eintritt der Rechtskraft bis spätestens 3 Monate danach auf erstes Ver-
langen hin herausgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist wird es
der Lagerbehörde zur Vernichtung überlassen.
25. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom
2. September 2015 beschlagnahmte und bei der Bezirksgerichtskasse la-
gernde Mobiltelefon des Beschuldigten E._ sowie das dazugehörige
Netzteil mit USB-Kabel werden dem Beschuldigten E._ nach Eintritt der
Rechtskraft bis spätestens 3 Monate danach auf erstes Verlangen hin her-
ausgegeben. Nach ungenutztem Ablauf dieser Frist werden sie der Lager-
behörde zur Vernichtung überlassen.
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26. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 10'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 9'000.00 Gebühr Strafuntersuchung
Fr. 1'350.00 Kosten Kantonspolizei Zürich Fr. 213'958.60 amtliche Verteidigung Fr. 400.00 Gutachten / Expertisen etc. Fr. 160.00 Zeugenentschädigung Fr. 700.00 Auslagen Untersuchung Fr. 21'403.35 Entschädigung Privatklägervertreter Fr. 2'600.00 Beschwerden OGZ A._ Fr. 1'000.00 Beschwerde OGZ C._ Fr. 1'200.00 Beschwerde OGZ D._ Fr. 1'000.00 Beschwerde OGZ E._ Fr. 1'000.00 Beschwerde OGZ F._
Allfällige weitere Kosten bleiben vorbehalten.
27. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-
nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung sowie der nachfolgend in
Ziff. 30, 31, 32, 33 und 34 aufgeführten Kosten für diverse Beschwerdever-
fahren, werden zu 1/5 auf die Gerichtskasse genommen. Die verbleibenden
4/5 werden den Beschuldigten (ohne A._) in folgendem Umfang aufer-
legt:
− Beschuldigter C._: 5/16 − Beschuldigter D._: 4/16 − Beschuldigter E._: 4/16 − Beschuldigter F._: 3/16.
28. Das Schadenersatzbegehren des Beschuldigten A._ wird abgewiesen.
29. Dem Beschuldigten A._ werden CHF 61'760 zuzüglich 5 % Zins ab
29. Januar 2016 als Genugtuung aus der Gerichtskasse zugesprochen. Die
weitergehenden Genugtuungsansprüche werden abgewiesen.
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30. Die Kosten für die Beschwerdeverfahren von A._ betreffend Haftentlas-
sung, Geschäfts-Nr. UB150155 (erledigt mit Beschluss des Obergerichts
vom 22. Dezember 2015) sowie Geschäfts-Nr. UB160008 (erledigt mit Be-
schluss des Obergerichts vom 16. Februar 2016) in der Höhe von insgesamt
CHF 2'600 werden auf die Gerichtskasse genommen.
31. Die Kosten für die das Beschwerdeverfahren betreffend Verlängerung der
Untersuchungshaft, Geschäfts-Nr. UB160056 (erledigt mit Beschluss des
Obergerichts vom 10. Mai 2016) in der Höhe von CHF 1'000 werden dem
Beschuldigten C._ vollumfänglich auferlegt.
32. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren betreffend Entlassung aus der Si-
cherheitshaft, Geschäfts-Nr. UB160114 (erledigt mit Beschluss des Oberge-
richts vom 29. September 2016) in der Höhe von CHF 1'200 werden dem
Beschuldigten D._ vollumfänglich auferlegt.
33. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren betreffend Entlassung aus der Si-
cherheitshaft, Geschäfts-Nr. UB160118 (erledigt mit Beschluss des Oberge-
richts vom 28. September 2016) in der Höhe von CHF 1'000 werden dem
Beschuldigten E._ vollumfänglich auferlegt.
34. Die Kosten für das Beschwerdeverfahren betreffend Gesuch um Entlassung
aus dem vorzeitigen Strafvollzug, Geschäfts-Nr. UB1601178 (erledigt mit
Beschluss des Obergerichts vom 29. September 2016) in der Höhe von
CHF 1'000 werden dem Beschuldigten F._ vollumfänglich auferlegt.
35. Die Kosten der amtlichen Verteidiger Z1._, Z2._und Z3._
werden auf die Gerichtskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachfor-
derung für die einzelnen Beschuldigten hinsichtlich der Kosten ihrer eigenen
amtlichen Verteidigung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
36. Die Kosten der amtlichen Verteidigerin Z4._ werden auf die Gerichts-
kasse genommen; für die CHF 41'460.60 bleibt eine Nachforderung beim
Beschuldigten E._ gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO vorbehalten.
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37. Die Kosten des amtlichen Verteidigers X._ in der Höhe von
CHF 39'972.65 werden auf die Gerichtskasse genommen.
38. Die Kosten des unentgeltlichen Rechtsbeistands des Privatklägers B._
werden auf die Gerichtskasse genommen.
39. Rechtsanwalt lic. iur. Y._ wird für seine Aufwendungen als unentgeltli-
cher Rechtsbeistand des Privatklägers B._ mit CHF 21'403.35 (inkl.
MWST) aus der Gerichtskasse entschädigt.
40. Rechtsanwalt lic. iur. Z1._ wird für seine Aufwendungen als amtlicher
Verteidiger des Beschuldigten C._ mit CHF 28'626.80 (inkl. MWST) aus
der Gerichtskasse entschädigt.
41. Rechtsanwalt Dr. iur. X._ wird für seine Aufwendungen als amtlicher
Verteidiger des Beschuldigten A._ mit CHF 39'972.65 (inkl. MWST) aus
der Gerichtskasse entschädigt.
42. Über die Entschädigung von Rechtsanwalt lic. iur. Z2._ wird mit separa-
tem Beschluss entschieden.
43. Rechtsanwältin lic. iur. C. Z4._ wird für ihre Aufwendungen als amtliche
Verteidigerin des Beschuldigten E._ mit CHF 45'167.50 (inkl. MWST)
aus der Gerichtskasse entschädigt.
44. Rechtsanwalt Dr. iur. Z3._ wird für seine Aufwendungen als amtlicher
Verteidiger des Beschuldigten F._ CHF 38'031.80 (inkl. MWST) aus der
Gerichtskasse entschädigt.
Berufungsanträge im ersten Berufungsverfahren:
a) Der Verteidigung des Beschuldigten:
(Urk. 351 S. 1)
" 1. Die Berufung der Staatsanwaltschaft IV betreffend A._ sei abzuweisen und der Freispruch gemäss Urteil vom 19. Januar 2017 zu bestätigen.
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2. Neben der zugesprochenen Genugtuung in der Höhe von CHF 61'760.00 zzgl. 5 % Zins ab 29. Januar 2016 gemäss Urteil vom 19. Januar 2017 sei A._ Schadenersatz in der Höhe von CHF 8'607.60 zzgl. 5 % Zins ab 29. Januar 2016 zuzusprechen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen plus MWST zulasten des Staates."
b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich:
(Urk. 350 S. 2)
" 1. Der Beschuldigte A._ sei der schweren Körperverletzung im Sinne von Art. 122 Abs. 1 StGB schuldig zu sprechen und mit  Freiheitsstrafe von 4 1⁄2 Jahre zu bestrafen.
Eventualiter sei der Beschuldigte A._ des Angriffs im Sinne von Art. 134 StGB schuldig zu sprechen und zu bestrafen.
2. [...]"
Beschluss und Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 10. April 2018:

## Considerations