# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 192097d9-0ac9-424c-84bf-a80effbfd445
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- A. im Verfahren SK.2015.60 bei der Strafkammer des Bundesstrafgerichts
(nachfolgend „Strafkammer“) durch Rechtsanwalt B. (nachfolgend „RA B.“)
amtlich verteidigt wurde;
- mit Urteil des Bundesstrafgerichts SK.2015.60 vom 29. April 2016 A. wegen
der Tätigkeit als Effektenhändler ohne Bewilligung verurteilt wurde; ihm ent-
sprechend auch die Verfahrenskosten (inkl. Kosten für die amtliche Verteidi-
gung) auferlegt wurden (act. 1.1);
- mit Beschwerde vom 4. Juli 2016 A. und RA B. an das hiesige Gericht ge-
langen und im Ergebnis eine Entschädigung von der Strafkammer für RA B.
als amtlichen Verteidiger des in obgenannten Strafverfahren Beschuldigten
von Fr. 8‘326.80 beantragen (act. 1);
- am 8. Juli 2016 die Strafkammer die Auszahlung der Entschädigung an
RA B. in der Höhe von Fr. 8‘326.80 verfügte (act. 3.1);
- die Strafkammer ihre Beschwerdeantwort am 14. Juli 2016 einreichte
(act. 5), was den Beschwerdeführern am 15. Juli 2016 zur Kenntnis gebracht
wurde (act. 6).

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- die amtliche Verteidigung gegen den Entscheid, mit welchem die Straf-
kammer des Bundesstrafgerichts die Entschädigung für ihre Bemühungen
festsetzt, Beschwerde bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
führen kann (Art. 135 Abs. 3 lit. a. StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG);
- die Beschwerdeerhebung ein Rechtsschutzinteresse voraussetzt;
- das Rechtsschutzinteresse im Zeitpunkt des Entscheids über die
Beschwerde noch aktuell sein muss (GUIDON, Die Beschwerde gemäss
Schweizerischer Strafprozessordnung, Berner Diss., Zürich/St. Gallen 2011,
N. 244 m.w.H.);
- vorliegend das Rechtsschutzinteresse mit der Verfügung der Strafkammer
vom 8. Juli 2016 weggefallen ist;
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- bei Eintritt der Gegenstandslosigkeit im Beschwerdeverfahren in erster Linie
kostenpflichtig wird, wer diese verursacht hat (TPF 2011 31; Entscheide des
Bundesstrafgerichts BB.2013.9 vom 25. Februar 2013, BB.2012.122 vom
7. November 2012, S. 4, BB.2011.122 vom 14. November 2011);
- vorliegend die Gegenstandslosigkeit nicht von den Beschwerdeführern
verursacht wurde;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens keine Gerichtskosten zu erheben sind
(Art. 428 Abs. 4 und 423 StPO);
- den Beschwerdeführern für die Aufwendungen im vorliegenden Verfahren
eine Parteientschädigung zu Lasten der Kasse des Bundesstrafgerichts zu
entrichten ist (Art. 436 Abs. 1 StPO i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO; Art. 73
StBOG und Art. 12 Abs. 1 BStKR);
- RA B. am 12. Juli 2016 seine Honorarnote einreichte (act. 3);
- der geltend gemachte Stundenansatz praxisgemäss von Fr. 300.-- auf
Fr. 230.-- zu reduzieren ist (vgl. hierzu u. a. den Beschluss des Bundesstraf-
gerichts BB.2013.11 vom 18. Juni 2013, E. 4.2 mit Hinweis);
- im Übrigen die geltend gemachten Aufwendungen als angemessen einzu-
stufen sind;
- sich die zu leistende Entschädigung daher auf Fr. 500.70 (inkl. MwSt.) be-
läuft;
- auch das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos geworden
ist.
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