# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 677cecc7-106c-5a79-a6e1-7a6849948b47
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 11. März 2020 reichten die Steuerpflichtigen die Steuerklärung 2019 ein. Sie deklarierten unter anderem ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit des Ehemannes von CHF 96'528.- (Code 1.110) und ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit der Ehefrau von minus CHF 15'788.- (Code 1.210). Das steuerbare Einkommen belief sich auf CHF 27'241.- (Code 7.910).
Mit ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 20. August 2020 setzte die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) das steuerbare Einkommen auf CHF 48'930.- (Kanton; geschuldete Steuer: CHF 2'557.90) bzw. CHF 57'178.- (Bund; geschuldete Steuer nach Steuerabzug: CHF 0.-) fest. Das Einkommen resp. der Verlust aus der selbständigen  der Ehefrau wurde dabei nicht berücksichtigt.
Gegen diese Veranlagungsanzeige erhoben die Steuerpflichtigen am 1. September 2020 . Sie stellten den Antrag, es sei das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit der Ehefrau von minus CHF 15'788.- zu berücksichtigen. Zur Begründung führten sie aus, dass die Ehefrau als selbständige Coiffeuse tätig sei. Sie beschäftige Personal, trete aktiv als Geschäftsfrau auf und investiere Kapital. Auch habe Geschäftsräume gemietet. Zwar habe die Ehefrau  Probleme, die sie daran hindern würden, mehr im Betrieb zu arbeiten. Sie führe das Geschäft aber weiter, da sie gegenüber den Mitarbeiterinnen und Kunden Verantwortung zeige. Auch habe die Ausgleichskasse in den vergangenen Jahren nie Zweifel an ihrer Selbständigkeit gehabt.
Mit Einspracheentscheid vom 17. September 2020 wies die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache ab. Sie erwog, dass das Ehepaar seit dem Jahr 2013 im Kanton Freiburg  sei. Seit dem Jahr 2014 bringe die selbständige Erwerbstätigkeit der Ehefrau einen jährlichen Verlust ein. Deshalb sei den Steuerpflichtigen mit der Veranlagung 2018 mitgeteilt worden, dass etwaige zukünftige Verluste aus dieser Tätigkeit nicht mehr zum Abzug zugelassen würden.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben die Steuerpflichtigen, vertreten durch die  AG, am 19. Oktober 2020 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie stellen das Begehren, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben, die Tätigkeit der Ehefrau als selbständige Erwerbstätigkeit anzuerkennen und der in der Steuerperiode 2019 erlittene Verlust von CHF 15'788.- zum Abzug zuzulassen.
Der am 3. November 2020 einverlangte Kostenvorschuss von CHF 800.- wurde am 16. November 2020 geleistet.
In ihren Bemerkungen vom 9. Dezember 2020 schliesst die Vorinstanz auf eine Abweisung der Beschwerde.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

## Considerations

C. Die weiteren Elemente des Sachverhalts finden sich, soweit für die Urteilsfindung , in den folgenden rechtlichen Erwägungen.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 7
Erwägungen
Prozessuales
1.