# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3461559c-6d1d-4f71-8748-65c85c1073b3
**Court:** CH_BGer
**Chamber:** CH_BGer_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
A.
Mit Urteil vom 18. September 2014 hiess das Bundesgericht die Beschwerde der A._ AG gegen die B._ AG (1C_860/2013) gut und hob das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 13 70 vom 22. Oktober 2013, den Einspracheentscheid sowie die Baubewilligung des Gemeindevorstands Vaz/ Obervaz vom 23. August 2012 auf. Die Sache wurde im Sinne der Erwägungen an die Gemeinde Vaz/Obervaz zurückgewiesen. Auf die gleichzeitig erhobene Beschwerde der A._ AG gegen C._ (1C_864/2013) trat das Bundesgericht nicht ein, soweit die Beschwerde nicht gegenstandslos geworden war.
Das Bundesgericht verpflichtete die B._ AG in Disp.-Ziff. 5 (Abs. 1), die A._ AG für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'000.-- und für das verwaltungsgerichtliche Verfahren mit Fr. 3'634.20 zu entschädigen.
B.
Dagegen hat die B._ AG am 3. November 2014 ein Revisionsgesuch beim Bundesgericht eingereicht. Sie beantragt, Disp.-Ziff. 5 Abs. 1 sei aufzuheben und die Parteientschädigung für das verwaltungsgerichtliche Verfahren auf Fr. 1'257.10 festzusetzen.
Die A._ AG verzichtet auf einen förmlichen Antrag. Sie weist aber in ihrer Vernehmlassung darauf hin, dass nach Einreichung ihrer Kostennote vom 17. Mai 2013 zusätzlicher Aufwand entstanden sei: Die B._ AG habe am 28. Mai 2013 erstmals Bezug auf den Sondernutzungsplan (Quartierplan Garner Lain) genommen. Der Anwalt der A._ AG habe die Quartierplanunterlagen eingesehen und am 4. September 2013 dazu Stellung genommen. Insofern habe das Bundesgericht mit der Zusprechung von Fr. 3'634.20 sein Ermessen nicht überschritten.

## Considerations

Erwägungen:
1.
Auf das rechtzeitig erhobene Revisionsgesuch (Art. 124 lit. b BGG) ist einzutreten.
2.
Die Gesuchstellerin macht geltend, der A._ AG sei eine Parteientschädigung von Fr. 3'634.20 zugesprochen worden; dies entspreche dem Aufwand, den sie (die Gesuchstellerin) mit Honorarnote vom 28. Mai 2013 geltend gemacht habe. Dagegen habe die A._ AG am 17. Mai 2013 eine Honorarnote über nur Fr. 1'257.10 eingereicht. Beide Honorarnoten hätten Bestandteil der verwaltungsgerichtlichen Akten gebildet, die vom Bundesgericht beigezogen wurden.
Das Bundesgericht habe offensichtlich die in den Akten liegende erhebliche Tatsache, dass die A._ AG eine Entschädigung von bloss Fr. 1'257.10 geltend gemacht habe, aus Versehen nicht berücksichtigt, womit der Revisionsgrund gemäss Art. 121 lit. d BGG erfüllt sei. Hätte das Bundesgericht dagegen der A._ AG bewusst mehr zugesprochen, als von dieser verlangt worden sei, wäre der Revisionsgrund gemäss Art. 121 lit. b BGG erfüllt.
3.
Tatsächlich hat das Bundesgericht die in den verwaltungsgerichtlichen Akten liegende Honorarnote des Rechtsvertreters der A._ AG vom 17. Mai 2013 übersehen. Hätte es diese beachtet, hätte es jedenfalls nicht eine Parteientschädigung in Höhe von genau Fr. 3'634.20 für das verwaltungsgerichtliche Verfahren zugesprochen. Insofern wurde eine erhebliche, in den Akten liegende Tatsache nicht beachtet.
Das Revisionsgesuch ist daher gutzuheissen und neu über die Parteientschädigung der im Verfahren 1C_860/2013 obsiegenden A._ AG zu entscheiden.
Allerdings umfasst deren Honorarnote vom 17. Mai 2013 nur den bis zu diesem Datum entstandenen Aufwand. Wie sich dem verwaltungsgerichtlichen Urteil (R 13 70) entnehmen lässt, wurden die Instruktion und der Schriftenwechsel anschliessend fortgesetzt (Sachverhalt Ziff. 12-14 S. 9 ff.). Die Höhe des Gesamtaufwands der A._ AG lässt sich den verwaltungsgerichtlichen Akten nicht entnehmen und wurde auch im vorliegenden Verfahren nicht beziffert. Unter diesen Umständen rechtfertigt es sich, die Sache zur Neufestsetzung der Parteikosten an das Verwaltungsgericht zurückzuweisen. Disp.-Ziff. 5 Abs. 1 des bundesgerichtlichen Urteils ist in diesem Sinne neu zu fassen.
4.
Die Gesuchstellerin obsiegt mit ihrem Revisionsgesuch, auch wenn noch nicht feststeht, wie hoch die neu festzusetzende Parteientschädigung sein wird.
Unter den besonderen Umständen des vorliegenden Falles rechtfertigt es sich, keine Kosten zu erheben und die Gesuchstellerin für das Revisionsverfahren aus der Bundesgerichtskasse zu entschädigen.