# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f2dfda87-7f98-4dce-a528-aa5658e01c62
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am H. in I. geboren und wuchs zusammen mit einer Schwester bei seinen Eltern in J. auf, wo er auch die Schulen besuchte. Nach der Schulentlassung und nach einem halbjährigen Welschlandaufenthalt absolvierte er bei den A. in B. eine Kondukteurlehre. Er ist auch heute noch bei den A. angestellt, und zwar als Zugchef und nebenamtlicher Fachlehrer. Dabei erzielt er ein jährliches Nettoeinkommen von Fr. 76'700.--. Sein Vermögen beläuft sich auf Fr. 214'900.--. Im Schweizerischen Zentralstrafregister und im SVG-Massnahmenregister ist X. nicht verzeichnet.
B. Am 12. Juli 2003 (Samstag) stand X. um ca. 02.30 Uhr auf und fuhr mit seinem Personenwagen Toyota Corolla, Kontrollschild-Nr. C. nach D., wo er um 04.45 Uhr seine Arbeit aufnahm. Nach Dienstschluss um ca. 12.15 Uhr tätigte er in D. Einkäufe und trat um ca. 13.30 Uhr die Heimfahrt nach K. an. Dabei fuhr er in einer Kolonne mit einer Geschwindigkeit von ca. 50-60 km/h. Zwischen E. und F., auf der Höhe der Einmündung des Feldweges, nickte er kurz am Steuer ein, woraufhin das Fahrzeug auf die linke Fahrbahn geriet und den talseitigen Leitplankenbeginn überfuhr. Nachdem der Wagen zunächst der Böschung entlangfuhr, überschlug er sich und stürzte die in diesem Bereich steil abfallende Böschung hinunter. X. zog sich beim Unfall eine Muskelverletzung zu. Am Personenwagen entstand Sachschaden in Höhe von ca. Fr. 18'000.--. Der Schaden an der Leitplanke beläuft sich auf ca. Fr. 1'000.--.
C. Mit Verfügung vom 19. August 2003 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen X. eine Strafuntersuchung wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln. Nach Abschluss der Untersuchung erliess sie am 8. September 2003 gestützt auf Art. 49 Abs. 1 lit. a StPO in Verbindung mit Art. 172 StPO einen Mandatsantrag an das Kreisamt Churwalden, wonach X. der groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG schuldig zu sprechen sei.
D. Mit Strafmandat vom 6. November 2003 sprach die Kreispräsidentin Churwalden X. antragsgemäss der groben Verletzung von Verkehrsregeln schuldig und bestrafte ihn mit einer Busse von Fr. 1'500.--. Dagegen erhob X. am 13. November 2003 fristgerecht Einsprache beim Kreispräsidium Churwalden, welches die Akten gestützt auf Art. 175 Abs. 2 StPO der Staatsanwaltschaft Graubünden überwies. Die Untersuchung wurde durch eine weitere Einvernahme von X. ergänzt. Nachdem der zuständige Untersuchungsrichter am 9. Januar 2004 die Schlussverfügung erlassen hatte, erging am 30. März 2004 folgende Anklageverfügung:
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„1. X. wird wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 2 SVG und Art. 2 Abs. 1 VRV in Verbindung mi Art. 90 Ziff. 2 SVG in Anklagezustand versetzt.
2. Der Fall wird gestützt auf Art. 346 StGB und 48 StPO dem Bezirksgerichtsausschuss Plessur zur Beurteilung überwiesen.
3. Als privater Verteidiger wurde lic. iur. Andrea Mani, Rechtsanwalt und Notar, Obere Gasse 24, Postfach 516, 7002 Chur, bestellt.

## Considerations