# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7ad9de10-fce0-569b-b190-0c06712f4541
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. B._, wohnhaft in C._, ist Inhaber der im Handelsregister eingetragenen Einzelfirma D._ mit Sitz in E._. Der Zweck der Firma wurde wie folgt definiert: Vermögensberatungen und Vermögensverwaltungen, Vermittlungen von Immobilien, Krediten und Hypotheken sowie Erbringung von Dienstleistungen im Finanz- und Versicherungsbereich.
Am 7. November 2018 reichten B._ und seine Ehefrau die Steuererklärung 2017 ein, mit welcher sie unter anderem ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit (Code 1.110) von CHF 27‘780.- (Ehefrau) und ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit (Code 1.210) von minus CHF 6‘626.- (Ehemann) deklarierten.
Mit Schreiben vom 14. Januar 2019 verlangte die Steuerverwaltung des Kantons Freiburg (: Steuerverwaltung) von den Steuerpflichtigen zusätzliche Unterlagen zu diversen Konten der eingereichten Jahresrechnung 2017 betreffend die D._, namentlich zu den Konten Erlöse (6000), Provisionszahlungen (3000), Fahrzeugabschreibungen (4420), Fahrzeugsteuern und -versicherungen (4600), Fahrzeugunterhalt und -reparaturen (4610), Benzin (4615) sowie Kunden- und Reisespesen (4850). Ausserdem forderte sie die Steuerpflichtigen auf, eine  sämtlicher Fahrzeuge, die sich während der Steuerperiode 2017 in ihrem Besitz befunden haben, einzureichen.
Nachdem die Steuerpflichtigen auf dieses Schreiben innert Frist nicht reagiert haben, wurden sie am 26. März 2019 gemahnt. Dabei wurden sie darauf hingewiesen, dass, sollten sie die  Frist wiederum nicht einhalten, sie nach Ermessen veranlagt würden.
Da sich die Steuerpflichtigen auch auf dieses Schreiben nicht vernehmen liessen, wurden sie am 16. Mai 2019 nach Ermessen veranlagt. Dabei setzte die Steuerverwaltung das Einkommen der Ehefrau aus unselbständiger Erwerbstätigkeit (Code 1.110) auf CHF 27‘780.- und das Einkommen des Ehemannes aus selbständiger Erwerbstätigkeit (Code 1.210) auf CHF 20‘000.- fest. Unter Berücksichtigung der übrigen Steuerfaktoren ergab sich ein steuerbares Einkommen (Code 7.910) von CHF 15‘674.- (Kanton; satzbestimmend: CHF 65‘642.-; geschuldete Steuer: CHF 999.70) resp. CHF 60‘332.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 433.-).
Gegen diese Ermessensveranlagung erhoben die Steuerpflichtigen, vertreten durch ihren , am 15. Juni 2019 Einsprache. Mit dieser reichten sie diverse Unterlagen zu den Akten und baten darum, die Ermessensveranlagung entsprechend zu berichtigen.
Mit Einspracheentscheid vom 27. Juni 2019 wies die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache ab. Sie wies darauf hin, dass sich der Wohnsitz der Steuerpflichtigen im Kanton Freiburg, der Sitz der D._ aber im Kanton E._ befinde. Das Einkommen des Ehemannes aus  Erwerbstätigkeit werde deshalb im Kanton E._ besteuert. Da es im Kanton  nur satzbestimmend zu berücksichtigen sei, betreffe der Einspracheentscheid nur die direkte Bundessteuer. Was die eingereichten Unterlagen anbelange, so seien die Steuerpflichtigen der Aufforderung vom 14. Januar 2019 nur ungenügend nachgekommen. So würden nach wie vor die einverlangten Belege (Rechnungen) sowie die Zusammenstellung der Fahrzeuge fehlen. Der Nachweis für eine offensichtliche Unrichtigkeit der Ermessensveranlagung sei damit nicht erbracht worden.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhoben die Steuerpflichtigen am 18. Juli 2019 Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Sie beantragen, es sei der angefochtene  aufzuheben und das Einkommen des Ehemannes aus selbständiger Erwerbstätig-
Kantonsgericht KG Seite 3 von 7
keit (Code 1.210) auf minus CHF 6‘626.- festzusetzen. Die Beschwerdeführer machen geltend, dass ihr Treuhänder gesundheitlich angeschlagen sei, weshalb er die einverlangten Unterlagen nur unvollständig eingereicht habe. Sie hätten nun die einverlangten Unterlagen so gut wie es gehe zusammengesucht und der Beschwerde beigelegt. Lediglich die Belege betreffend die Benzinkosten seien nicht mehr auffindbar gewesen. Im Weiteren weisen die Beschwerdeführer darauf hin, im Jahr 2017 über zwei Geschäftsautos (einen BMW 530xdrive und einen Fiat Punto) verfügt zu haben.
Der mit Verfügung vom 24. Juli 2019 auf CHF 800.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 14. August 2019 geleistet.
In ihrer Stellungnahme vom 3. September 2019 beantragt die Steuerverwaltung die Abweisung der Beschwerde.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung liess sich nicht vernehmen.

## Considerations

Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung massgeblich, aus den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen.
Erwägungen
1.