# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a6b7550a-c97c-4349-82ff-d34b6abc0606
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1979
, war seit
August 2014
bei
m
Kanton Zürich
als
Primarlehrerin
angestellt und damit bei der
AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA)
versichert, als
sie
am
5. März 2016
bei
m Sandboarding stürzte und sich dabei Verletzungen an Kopf und Hüfte rechts
zuzog (
vgl.
Urk.
12/
A1
= Urk. 3/4
).
Nach
getätigten
Abklärungen
stellte die AXA
die bis dahin erbrachten Leistungen
mit Verfügung vom
24. Februar 2017 (Urk. 12/A13 = Urk. 12/A15/4-5
= Urk. 3/13
)
per
28. Februar
2017 ein, wobei sie noch die vierte
Serie Physiothera
pie übernahm.
Die von der Versicherten am
17. März 2017
erhobene
und am 3. April 2017
ergänz
t
e
Ei
nsprache (Urk. 12/A15/1-2
=
Urk. 3/16
; Urk. 12/A18/1-2
= Urk. 3/17
) wies die AXA mit Entscheid vom 24. Oktober 2017
(Urk.
12/A26 = Urk. 2) ab.
2.
Die Versicherte erhob am
14. November 2017
Beschwerde gegen den
Einsprache
entscheid
vom
24. Oktober 2017
(Urk. 2) und beantragte,
dieser sei aufzuheben und die AXA sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen im Zusammenhang mit dem Unfall vom 5. März 2016 zu erbringen. Eventuell sei die Sache zurück
zuweisen und die AXA zu verpflichten, weitere medizinische Abklärungen in Auftrag zu geben
und danach über ihren Anspruch zu entscheiden
(Urk. 1 S.
2
Ziff. I
). Mit Beschwerdeantwort vom
14. Dezember 2017
(Urk.
11
) beantragte die
AXA
die Abweisung der Beschwerde. Di
es wurde
der Beschwerdeführerin am
22. Januar 2018
zur Kenntnis gebracht (Urk.
13).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesgeset
zes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversi
cherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem
1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am
5. März 2016
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des na
türlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Er
folg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht hinreichend nachweisba
ren Unfallfolgeschäden ist wie folgt zu differenzieren (BGE 127 V 102 E. 5b/
bb
): Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder
trauma der Halswirbelsäule (HWS), eine dem Schleudertrauma äquivalente Ver
letzung oder ein Schädelhirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 (sogenannte Psycho-Praxis) zur An
wendung.
Bei Schleudertraumen und äquivalenten Verletzungen der HWS sowie Schädel
hirntraumen, welche mindestens den Schweregrad der
Contusio
cerebri erreichen (Urteil des Bundesgerichts 8C_270/2011 vom 2
6.
Juli 2011 E. 2.1), wird hingegen auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet (sogenannte Schleudertrauma-Praxis; zum Ganzen: BGE 134 V 109 E.
2.1 mit Hinweisen).
Ergibt sich, dass es an der Adäquanz fehlt, erübrigen sich auch Weiterungen zur natürlichen Kausalität (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67; Urteil des Bundesgerichts 8C_70/2009 vom 3
1.
Juli 2009 E. 3).
1.5
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Un
falles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Um
stände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamt
würdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
-
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalles;
-
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
-
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
-
körperliche Dauerschmerzen;
-
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
-
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
-
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346 S. 428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV Nr. 58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie zum Beispiel eine auf
fallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwieri
gen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungs
weise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Kriterien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Handelt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenz
bereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berück
sichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu forschen, die möglicher
weise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit mitbegünstigt haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.6
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztli
chen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versi
cherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmass
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere
(zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von wei
teren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger the
rapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognos
tisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
sondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezem
ber 2014 E. 3).
2.
2.1
Mit angefochtenem
Einspracheentscheid
(Urk. 2) führte die Beschwerdegegnerin im Wesentlich
en
aus, dass die Ausführungen der beratenden Ärzte aufzeigen würden, dass
die
Frage der natürlichen Kausalität
zwischen
der bestehenden Symptomatik und dem Sturzereignis vom 5. März 2016 unterschiedlich beurteilt werde. Diese Frage könne jedoch offengelassen werden, da der adäquate Kausal
zusammenhang ohnehin abgelehnt werden müsse
. Es bedürfe daher auch keiner weiteren Abklärung
(S. 4 f. Ziff. 2.3.4).
Vorliegend lägen gemäss medizinischer Aktenlage keine organisch objektivierbaren Veränderungen, die durch den Unfall entstanden wären,
vor (S. 5 Ziff. 2.3.5).
Aufgrund der Akten habe spätestens Ende September 2016 ein medizinischer Endzustand bestanden, weshalb die Festlegung des Endzustands per 28. Februar 2017 grosszügig erfolgt sei (S. 6 Ziff. 2.3.6)
. Der vorliegende Fall, der Sturz beim Sandboarding, sei als mittelschweres Ereignis im Grenzbereich zu den leichten Unfällen einzustufen. Da keines der relevanten zu
sätzlichen Kriterien erfüllt sei, sei der adäquate Kausalzusammenhang zu vernei
nen (S. 7 f. Ziff. 2.3.8). Zusammenfassend sei kein unfallbedingtes organisches Substrat im Sinne einer strukturellen Veränderung objektiviert worden und ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 5. März 2016 un
d den geklagten Beschwerden sei
spätestens ab dem 28. Februar 2017 zu verneinen (S. 8 Ziff. 2.3.9).
Daran hielt die
Beschwerdegegnerin
in ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 11) grund
sätzlich fest.
2.2
Demgegenüber machte die
Beschwerdeführerin
beschwerdeweise (Urk. 1) geltend,
die Festlegung des medizinischen Endzustand
s sei zu früh erfolgt. So könne
dem
medizinischen Bericht vom 8. März 2017
des behandelnden Neurologen
entnom
men werden, dass sie während den Ferien eine deutliche Besserung der Kopfbe
schwerden verspürt habe. Zudem bestünden noch immer Nacken-/Schulter
-
und insbesondere Hüftschmerzen, welche eine weitere physiotherapeutische Behand
lung notwendig machten (S. 4 Ziff. III.5). Zudem
sei die Adäquanzprüfung zu früh erfolgt,
habe
doch
der beratende Arzt
in seinem Bericht vom 31. August 2017 erklärt, dass eine Befundlücke vorliege
. Anhand zusätzlicher Untersuchun
gen hätten möglicherweise bildgebende Nachweise für eine Unfallfolge festge
stellt werden können. Ferner seien die Hüfte und die Schulter beziehungsweise der Nacken gar nicht oder ungenügend abgeklärt worden (S. 5 Ziff. III.9).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin auch über den 28. Februar 2017 hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat und dabei insbesondere das Vorliegen des Kausalzusammenhangs betreffend die noch be
stehenden Beschwerden.
3.
3.1
Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass die
Beschwerdeführerin
am 5. März 2016 während den Ferien in
Kangaroo
Island, Australien, beim
Sand
boarden
stürzte
und sich
dabei Verletzungen an Kopf und Hüfte rechts zuzog (vgl.
Urk.
12/A1
= Urk. 3/4
). Vor Ort in
Kangoroo
Island nahm sie den
Health
Service in Anspruch, wo ihr die Einnahme von Paracetamol empfohlen wurde (Urk. 12/M13
= Urk. 3/3
).
3.2
Am 3
0.
März 2016 erfolgte die Erstbehandlung in der Schweiz bei
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin, die eine Hüftkontusion rechts und eine
Contusio
cerebri diagnostizierte sowie eine Arbeitsunfähigkeit verneinte (Urk. 12/M1
/1
= Urk. 3/5
).
3.3
Aufgrund persistierender Kopfschmerzen frontal erfolgte am 15. April 2016 eine MRI Abklärung des Gehirns inklusive Schädelkalotte im
A._
, Klinik für Neuroradiologie. Anlässlich der MRI Abklärung wurden keine akuten
Traumafolgen
intrakraniell, jedoch Markl
agerveränderungen mit FLAIR Hyp
erintensitäten nachgewiesen
(Urk. 12/M2
= Urk. 3/6
).
3.4
Ein Arzt der Klinik für Neuroradiologie des
A._
führte im ärztliche
n
Konsilium vom 3. Mai 2016 (Urk. 12/M5 = Urk. 3/7) aus, dass die FLAIR-Hyperintensitäten für eine erst 37-jährige Patientin auffällig seien. Im vorliegenden Fall könnte noch das Rückenmark nach Läsionen abgesucht werden, ansonsten gebe es keine Spezial-Sequenz, die bildgebend in der Differentialdiagnose helfen könnte. Meist
gehe man in solchen Fällen pragmatisch vor und kontrolliere den Befund in zirka einem Jahr hinsichtlich einer allfälligen Progredienz.
3.
5
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Neurologie, Kopfwehzentrum
C._
, berichtete am 1. Juni 2016 über die gleichentags erfolgte Untersuchung (
Urk. 12/A18/6-8 =
Urk. 12/M7
= Urk. 3/8
) und nannte ein
en
akuten posttrau
matischen
Kopfschmerz sowie einen Status nach Schädel
h
irn
t
rauma Grad I am 5. März 2016 und einen Status nach Polytrauma am 5. Juni 2010 als Diagnosen
(S. 1)
. Die Beschwerdeführerin
leide an einem akuten posttraumatischen Kopf
schmerz sowie anderen klassischen Symptomen nach Schädelhirntrauma wie Konzentrationsstörungen, Aufmerksamkeitsdefiziten, reduzierter Belastbarkeit und erhöhtem Schlafbedarf. Die Kopfschmerzen hätten passend zur Diagnose in den letzten Wochen seit dem Trauma sukzessive an Intensität verloren.
Thera
peutisch würde zur Verbesserung der Kopfschmerzen und der Aufmerksamkeits
defizite in erster Linie eine Behandlung mit einem Antidepressivum Sinn machen. Eine solche Behandlung lehne die Beschwerdeführerin aber derzeit ab, weil sie mit derartigen Medikamenten im Rahmen des Polytraumas vor sechs Jahren ne
gative Erfahrungen gemacht habe
. Entsprechend werde der Beschwerdeführerin alternativ eine Medikation mit hochdosiertem Magnesium sowie Vitamin B2 vor
geschlagen
(S. 2).
Weiter sollte die Beschwerdeführerin langsam
wieder beginnen
, sich körperlich zu betätigen. Dazu gehöre die Durchführung eines regelmässigen aeroben Ausdauertraining
s
sowie Entspannungsübungen. Zudem werde die Beschwerdefüh
rerin aufgrund von ausgedehnten
nuchalen
Verspannungen durch eine Physio
therapeutin zur Einweisung in eine
muskelrelaxierende
Therapie mit
der Trans
kutanen Elektro-Neuro-Stimulation (
TENS
)
vorgestellt. In Bezug auf die im MR-Befund beschriebenen Herde werde bei fehlender Klinik entschieden, zunächst ein abwartendes Verhalten an den Tag zu legen. Im Falle von Auffälligkeiten wären als nächste Schritte eine Bildgebung der gesamten Wirbelsäule und eine
Lumbal
punktion (
LP
)
zum Nachweis von
oligoklonalen
Banden
angezeigt sowie gegebe
nenfalls
visuell evozierte Potentiale (
VEPs
; S. 2 f.)
.
3.
6
In seinem Bericht vom 20. Juni 2016 (Urk. 12/M6) führte
Dr.
B._
aus, dass eine langsame Besserung der Beschwerden vorliege, die Beschwerdeführerin jedoch weiterhin an Kopfschmerzen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen und einer reduzierten Belastbarkeit leide. Eine Arbeitsunfähigkeit attestierte er nicht.
3.
7
Dr.
B._
führte in seinem Bericht vom 27. Juli 2016 (Urk. 12/M8
= Urk. 12/M14
= Urk. 3/9
) aus, dass die Beschwerdeführerin von einer weiteren Besserung der
Beschwerden berichtet habe, sie jedoch nicht sagen könne, ob diese Besserung durch die Medikamente
bedingt
sei (S. 1).
3.
8
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurologie und beratender Arzt der Beschwer
degegnerin, führte in seiner Stellungnahme vom 27. Juli 2016 (Urk. 12/M12
= Urk. 3/14
) aus,
dass die Beschwerden der Beschwerdeführerin vollkommen un
spezifisch seien (S. 1). Die Unfallkausalität der Kopfschmerzen könne er nicht be
urteilen und benötige bezüglich Beurteilung des Fallabschlusses einen Bericht des Kopfwehzentrums
C._
(S. 2).
3.
9
Dr.
B._
nannte
in seinem Bericht vom 21. September 2016 (Urk. 12/M15
= Urk. 3/10
)
einen chronischen posttraumatischen Kopfschmerz mit organischem Psychosyndrom
(reduzierte Belastbarkeit und Konzentrationsfähigkeit) als
Kopf
weh-
Diagnose und führte
aus,
dass der Gesundheitszustand der Beschwerdefüh
rerin soweit stabil sei. In den Ferien habe sie sich etwas erholen können und spüre zusammenfassend weiterhin eine langsame Besserung ihrer Beschwerden. Die Beschwerdeführerin sei mit dem Werdegang ihrer Kopfschmerze
n und den Residuen ihres Schädel
-Hirn-Traumas weitgehend zufrieden, hierbei bereiteten vor allem noch die
ungerichteten
Vertigo
Symptome Probleme. Bei unauffälliger klinischer Testung bezüglich einer peripheren Schwindelursache und Bildgebung sei diese Symptomatik vor allem mit den weiterhin bestehenden
nuchalen
Verspannungen in Eink
lang zu bringen. Bezüglich der a
llgemeinen tendenziellen Besserung lehne die Beschwerdeführerin weiterhin eine Therapie mit einem Antide
pressivum ab. Zur Optimierung ihrer
nuchalen
Verspannungen werde die Beschwerdeführerin angehalten, die Therapien mit TENS mehrmals täglich zu praktizieren. Zudem werde die Therapie für die Physiotherapie erneu
er
t sowie eine Verordnung für Osteopathie ausgestellt
(S. 1).
3.
10
In seinem Bericht vom 14. Dezember 2016 (
Urk. 12/A18/5 =
Urk. 12/M9
= Urk. 3/11
) führte
Dr.
B._
aus, dass die Beschwerdeführerin von einer Ver
schlechterung ihrer Kopfschmerzen berichtet habe
, da sie wohl
allergisch auf das
Vitamin B2 Präparat
reagiere.
Zur Verifizierung, ob die Unverträglichkeit auf das aktuell eingenommene Vitamin B2 per se zurückgeführt werden könne, werde d
ie
Beschwerdeführerin zum Bezug eines anderen Präparates angehalten. Weiter er
halte sie e
ine Verordnung zur
Osteopathieb
ehandlung
sowie für physikalische Therapien.
3.
11
Der beratende Arzt
Dr.
C._
führte in seiner Stellungnahme vom 18. Januar 2017 (Urk. 12/M11
= Urk. 3/15
) aus,
dass die Genese der Kopfschmerzen offen sei. Auch die Genese der FLAIR-Hyperintensitäten im MRI-Schädel vom 15. April 2016 sei offen, es sei jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich, dass diese auf den Sturz vom Sandboarding vom 5. März 2016 zurückgeführt werden könnten.
Ein Zusammenhang der FLAIR-Hyperintensitäten im MRI-Schäden vom 15. April 2016 mit dem Unfall vom 5. März 2016 sei höchstens möglich (S. 1). Die Kopf
schmerzen seien möglicherweise unfallkausal, die Kopfschmerzen seien in den Erstakten nie genannt worden. Vermutlich könne mit einer weiteren medizini
schen Behandlung keine namhafte Besserung des aktuellen Gesundheitszustandes erwartet werden (S. 2).
3.1
2
Dr.
B._
berichtete am
8.
März 2017 über die gleichentags erfolgte Nachkontrolle (Urk. 12/M16/2-3
= Urk. 3/12
) und führte aus, die Beschwerdeführerin habe be
richtet,
dass sie vor dem Unfall keine Kopfschmerzen gehabt habe
und diese un
mittelbar nach dem Trauma
aufgetreten
seien
. Dass im vorgenommenen MRT kein typisches traumatisches Verletzungsmuster aufgezeigt hab
e werden können, schliesse seiner
Ansicht nach einen posttraumatischen Kopfschmerz nicht aus.
Auch seien die von der Beschwerdeführerin eindrücklich g
eschilderte
n
Kon
zentrations
- und Belastungsstörungen zusammen mit
den
Kopfschmerzen auf ein Trauma bedingtes organisch
es Psychosyndrom zurückzuführen, welches die Diagnose von posttraumatischen Kopfschmerzen weiter unterstütze. Der diagnos
tizierte chronische posttraumatische Kopfschmerz mit organischem Psychosyn
drom müsse in erster Linie für die bestehenden Kopfschmerzen
verantwortlich gemacht werden (S. 1).
Bezüglich
der
Beschwerden
habe sich
keine wesentliche Änderung seit der letzten Kontrolle im Dezember
2016
ergeben
.
Die Beschwerde
führerin habe w
eiterhin täglich Kopfschmerzen, doch
sie habe
gelernt, damit um
zugehen. In den Ferien verspüre sie aber eine deutliche Besserung, bei der Arbeit in der Schule stosse sie
hingegen
schnell an ihre Belastungsgrenzen
und leide dann vermehrt unter Kopfschmerzen (S. 2).
3.1
3
Der behandelnde Physiotherapeut
D._
führte in seinem Bericht vom 28. August 2017 (Urk. 12/M18/1) aus, dass sich die Beschwerdeführerin seit April 2017 nicht mehr in seiner Behandlung befinde.
Primär seien die sakralen Be
schwerden beziehungsweise die Beschwerden im Beckenbereich behandelt wor
den. Die zuletzt behandelte
n
Beschwerden seien Bewegungseinschränkungen im Nacken
,
vor allem beim Kopfdrehen
,
gewesen. Zusätzlich habe die Beschwerde
führerin Zeichen einer
Epicondylitis
lateralis
rechts gezeigt.
Im Moment seien aus seiner Sicht keine weiteren Therapieformen notwendig. Der Behandlungsverlauf sei erfolgreich gewesen und die Massnahmen hätten während den Therapien an
gemessen und progressiv angepasst werden können. Die Beschwerdeführerin habe die Behandlung beendet.
3.1
4
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Physikalische Medizin und für Rehabil
ita
tion sowie für Rheumatologie und
beratender Arzt der Beschwerdegegnerin,
er
wähnte
in
seinem Bericht vom 31. August 2017 (Urk. 12/M19
= Urk. 3/18
)
ein früheres Ereignis vom 5. Juni 2010
,
als die Beschwerdeführerin
als Fussgängerin auf
einem
Fussgängerstreifen überfahren
worden sei und dabei ein leichtes Schä
deltrauma mit Skalpierung parietal rechts mit zusätzlichen Verletzungen der Rip
pen, des unteren Schambeinasts, des rechten Knies, der rechten Tibia und der rechten Fibula und weitere Verletzungen erlitten habe. In der Folge sei es zu einer Anpassungsstörung mit Angst, Depression und Panikattacken gekommen
, dies wohl auch, da ihr Ehemann bei diesem Unfall verstorben
sei
. Im Laufe des Jahres 2011 habe sie ihre berufliche Tätigkeit als Lehrerin
wieder
aufnehmen
können. Über spezifische Beschwerden bis zum Ereignis vom 5. März 2016 werde in den Akten nicht berichtet beziehungsweise werde dies am Rande verneint (S. 1).
Die e
reignisnahe
n medizinischen
Akten seien
im vorliegenden Fall
leider
sehr
dürftig,
die Diagnose
eines Schädelhirntraumas Grad I
sei jedoch mit
überwie
gend
er W
ahrscheinlich
keit anzunehmen, auch wenn die
von der Hausärztin
nicht
zutreffend
diagnostizierte
Contusio
cerebri
(vgl. vorstehend
E. 3.2
) hier nicht nachzuweisen sei
.
Die Diagnose eines chronischen (beziehungsweise persistieren
den) posttraumatischen Kopfschmerzes sei in Folge des Ereignisses vom 5. März 2016 überwiegend wahrscheinlich gesichert und damit die natürliche Kausalität gegeben.
Die klinisch-neurologische Untersuchung und die kraniale Bildgebung seien im vorliegenden Fall unergiebig gewesen. Eine neurophysiologische, neuropsychologische oder eine Liquor-Untersuchung seien nicht durchgeführt worden. Es bestehe somit
eine
Befundlücke
, wobei
sich die Durchführung dieser Zusatzuntersuchungen für das medizinische Management der Beschwerdeführe
rin bisher nicht aufgedrängt habe, da
aus klinischer Sicht
mit
keinen neuen
Er
kenntnissen zu rechnen
wäre
. Im Rahmen einer Begutachtung wären allerdings um der Vollständigkeit zu genügen entsprechende Zusatzuntersuchungen zu er
wägen. Andererseits genügten für die hier vorgenommene aktenmässige Stel
lungnahme die vorgelegten Akten
(S. 3).
T
raumabedingte
organische Befunde
hätten nicht festgestellt werden können. Die FLAIR-Hyperintensitäten entsprächen zwar einem objektiven Befund, könnten aber keinem Trauma zugeordnet werden. Durch den Unfall vom 5. März 2016 seien keine traumatischen strukturellen Veränderungen nachgewiesen. Die natür
liche Kausalität sei gegeben. Es bestehe ein Vorzustand (Ereignis vom 5. Juni 2010), wobei aus den Akten nicht wirklich ersichtlich sei, wie aktiv dieser zum Zeitpunkt des aktuelle
n Ereignisses noch gewesen sei (S. 4).
4.
4.1
Die
Beschwerdeführerin stürzte am 5. März 2016 während den Ferien in Austra
lien beim
Sandboarden
und zog sich dabei ein Schädelhirntrauma Grad I zu (
vgl.
vorstehend
E. 3.1,
E. 3.5
,
E. 3.14
; vgl.
auch
Urk. 12/A18/5 = Urk. 12/M9 = Urk. 3/11 S. 1; Urk. 12/M8 = Urk. 12/M14 = Urk. 3/9 S. 1; Urk. 12/M15 = Urk. 3/10 S. 1; Urk. 12/M16/2-3 = Urk. 3/12 S. 1).
Die von der Allgemeinmedizi
nerin
Dr.
Z._
nicht näher begründete diagnos
tizierte
Contusio
cerebri (
vorste
hend E. 3.2) erscheint gestützt auf die
überzeugende
Beurteilung des beratenden Arztes
Dr.
E._
vom 31. August 2017
(vorstehend E. 3.14)
als
nicht zutreffend
.
Seit dem Unfall vom 5. März 2016 leidet die Beschwerdeführerin an Kopfschmer
zen, wobei der behandelnde Neurologe
Dr.
B._
einen chronischen posttrauma
tischen Kopfschmerz mit organischem Psychosyndrom diagnostizierte (vorste
hend E. 3.
9
; vgl. vorstehend
E. 3.5
).
4.2
Aus den medizinischen Akten ergibt sich, dass den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden kein unfallbedingtes organisches Substrat im Sinne einer bildgebend oder sonst klar nachweisbaren strukturellen Veränderung zugrunde liegt.
So schlossen die Ärzte des
A._
gestützt auf die MRI Abklärung des Gehirns vom 15. April 2016 das Vorliegen von akuten
Traumafolgen
intrakraniell aus (vorstehend E. 3.3). Diese Auffassung teilte auch der behandelnde Neurologe Dr.
B._
in seinem Bericht vom 1. Juni 2016 (Urk. 12/A18/6-8 = Urk. 12/M7 = Urk. 3/8 S. 2 oben), die behandelnde Allgemeinärztin
Dr.
Z._
in ihrem Schrei
ben vom 27. April 2016 (Urk. 12/M4) sowie der beratende Arzt Dr.
E._
in seiner Stellungnahme vom 31. August 2017 (vorstehend
E. 3.14
).
Da rechtsprechungsgemäss von
organisch
objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen erst dann gesprochen werden kann, wenn die erhobenen Befunde mit apparati
ven/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2007 vom 7. August 2008 E.
8.2
)
, ist mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass höchstens
organisch
nicht
hinreichend
nachweisbar
e Beschwer
den verbleiben.
4.3
Zur Beurteilung der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin ist dabei zunächst zu prüfen, ob der verfügte Fallabschluss zu R
echt erfolgt ist
.
Dr.
B._
führte
anlässlich der Untersuchung im Kopfwehze
ntrum vom 1. Juni 2016 aus
, dass die Kopfschmerzen der Beschwerdeführerin passend zur Diagnose eines akuten posttraumatischen Kopfschmerzes in den letzten Wochen seit dem Trauma sukzessive an Intensität verloren hätten (vorstehend
E. 3.5
). Am 20. Juni 2016 berichtete Dr.
B._
über eine langsame Besserung der bei der Erstkonsulta
tion dokumentierten Beschwerden (vorstehend
E. 3.6
) und am 27. Juli 2016
berichtete
er über eine weitere Besserung dieser Beschwerden (vorstehend
E. 3.7
).
Am 21. September 2016 sprach Dr.
B._
sogar von einem stabilen Gesundheits
zustand der Beschwerdeführerin. In den Ferien habe sie sich etwas erholen kön
nen und spüre zusammenfassend weiterhin eine langsame Besserung ihrer Be
schwerden.
Zudem sei
sie angehalten
worden
, zur Optimierung ihrer
nuchalen
Verspannungen die Therapien mit TENS zu praktizieren
, die Physiotherapie wei
terzuführen und mit Osteopathie zu beginnen (vorstehend
E. 3.9
).
Gestützt auf die soeben genannten Berichte ging die Beschwerdegegnerin in nachvollziehbarer Weise davon aus, dass spätestens Ende September 2016 der medizinische Endzu
stand erreicht gewesen sei, hätten doch die Therapiemassnahmen noch das Ziel der Stabilisierung und Optimierung der Verspannungen verfolgt, weshalb diese nicht mehr als eigentliche Heilbehandlung gewertet werden könnten (
vgl.
Urk. 2 S. 6 Ziff. 2.3.6; vgl.
auch
vorstehend E. 2.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_402/2007 vom 23. April 2008 E. 5.1.2).
Am 14. Dezember 2016 berichtete
Dr.
B._
von einer Verschlechterung der Kopf
schmerzen, dies sei jedoch wahrscheinlich auf eine allergische Reaktion auf
das
Vitamin B2 Präparat zurückzuführen. Zudem wurde die Beschwerdeführerin an
gehalten, die
osteopat
h
ische
Behandlung fortzuführen und sich einer physikali
schen Therapie zu unterziehen (vorstehend
E. 3.10
).
Die zu diesem Zeitpunkt ver
mehrt aufgetretenen Beschwerden vermögen der Beschwerdegegnerin folgend am erreichten Endzustand nichts zu ändern (vgl. Urk. 2 S. 6 Ziff. 2.3.6). Dies insbe
sondere aufgrund der bundesgerichtlichen Rechtsprechung, wonach
in Fällen mit
vorhersehbare
m
Wiederauftreten von Beschwerden aus einem stationären Ge
sundheitszustand
ebenfalls von einem Endzustand auszugehen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 244/04 vom 20. Mai 2005 E. 3.2). Auch de
r beratende Arzt
Dr.
C._
war
in seiner Stellungnahme vom
18. Januar 2017 der Ansicht, mit einer weiteren medizinischen Behandlung könne vermutlich keine namhafte Bes
serung des aktuellen Gesundheitszustandes erwartet werden (vorstehend E. 3.
11
).
Dr.
B._
führte schliesslich am 8. März 2017 aus, dass
sich bezüglich der Be
schwerden keine wesentliche Änderung seit der letzten Kontrolle im Dezember 2016 ergeben habe. D
ie Beschwerdeführerin
leide
weiterhin täglich unter Kopf
schmerzen, in den Ferien
verspüre sie
jedoch eine deutliche Besserung. Bei der Arbeit in der Schule stosse sie hingegen schnell an ihre Belastungsgrenzen und leide dann vermehrt unter Kopfschmerzen (vorstehend
E. 3.12
).
Mit dem genann
ten Bericht vermag die Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten abzuleiten
(vgl. vorstehend E. 2.2)
, vielmehr bestätigte
Dr.
B._
, dass ein seit längerer Zeit unveränderter Gesundheitszustand vorliegt.
Ausserdem ist
vorliegend von belas
tungsabhängigen Beschwerden auszugehen.
Gestützt auf den Beschwerdeverlauf ist
der Beschwerdegegnerin folgend
per Ende September 2016 beziehungsweise spätestens
per
Ende Februar 2017 vom Errei
chen des medizinischen Endzustands auszugehen.
D
ie ab Oktober 2016 durchge
führten Therapiemassnahmen
dienten
hauptsächlich noch der Stabilisierung und Optimierung der Verspannungen. Von einer durch weitere Behandlungen nach Ende Februar 2017 zu erwartenden, ins Gewicht fallenden Besserung kann somit nicht die Rede sein.
In diesem Zusammenhang ist auch zu berücksichtigen, dass sich die Beschwerdeführerin seit April 2017 nicht mehr in physiotherapeutischer Behandlung befindet und der behandelnde Physiotherapeut am 28. August 2017 darlegte, momentan seien keine weiteren Therapieformen notwendig (vorstehend
E. 3.13
).
4.
4
Die Beschwerdeführerin machte unter Hinweis auf den Bericht von
Dr.
E._
vom 31. August 2017 (vgl. vorstehend E. 3.1
4
) geltend, die Adäquanzprüfung sei zu früh erfolgt, da noch weitere Abklärungen hätten vorgenommen werden sol
len. Anhand zusätzlicher Untersuchungen hätten möglicherweise bildgebende Nachweise für eine Unfallfolge festgestellt werden können (vorstehend E. 2.2).
Den medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass keine unfallbedingten organi
schen Befunde vorliegen. So schlossen die Ärzte des
A._
gestützt auf die MRI Abklärung des Gehirns vom 15. April 2016 das Vorliegen von akuten
Trauma
folgen
intrakraniell aus. Diese Auffassung teilte auch der behandelnde Neurologe
Dr.
B._
in seinem Bericht vom
1. Juni 2016
,
die
behandelnde
Allgemeinärztin
Dr.
Z._
in ihrem Schreiben v
om 27. April 2016
sowie der beratende Arzt Dr.
E._
in seiner Stellungnahme vom 31. August 2017 (vorstehend
E. 4.2
).
Für weitergehende Abklärungen sahen die behandelnde
n
Ärzte keinen Anlass.
Dies ergibt sich entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 1 S. 5 Ziff. III.9) auch nicht aus dem Bericht eines Arztes des
A._
zum Konsilium vom 3. Mai 201
6.
Denn aus diesem Bericht geht hervor, dass in Fällen wie dem vor
liegenden meist pragmatisch vorgegangen und der Befund in einem Jahr hin
sichtlich einer Progredienz kontrolliert werde (vorstehend E. 3.4).
In diesem Sinne entschied auch der behandelnde Neurologe Dr.
B._
, als er am 1. Juni 2016 fest
hielt, dass zunächst ein abwartendes Verhalten an den Tag zu legen sei und erst im Falle von Auffälligkeiten eine Bildgebung der gesamten Wirbelsäule und eine LP zum Nachweis von
oligoklonalen
Banden angezeigt sei (vorstehend E. 3.5).
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die vom beratenden Arzt Dr.
E._
erwähnten Untersuchungen (vgl. vorstehend E. 3.14) nicht veranlasst hat, hielt doch Dr.
E._
in seiner Stellungnahme
aus
drücklich
fest, dass
die vorgelegten Akten für die aktenmässige Stellungnahme genügten (vorstehend E. 3.14). Der diesbezügliche Einwand der Beschwerdefüh
rerin erweist sich somit als unbegründet.
4.
5
Zudem machte die Beschwerdeführerin geltend, die Hüfte und die Schulter bezie
hungsweise der Nacken sei
en
gar nicht oder ungenügend abgeklärt worden (vorstehend E. 2.2).
Die Beschwerdeführerin gab in der Unfallmeldung vom 28. März 2016 als be
troffenen Körperteil den Kopf und die rechte Hüfte an
(Urk. 12/A1 = Urk. 3/4)
. Der Beilage des Berichts des die Beschwerdeführerin am Tag des Unfalls in Australien behandelnden Arztes können Hinweise auf geklagte Kopf- und Hüft
beschwerden entnommen werden (Urk. 12/M13 = Urk. 3/3). Im Bericht der be
handelnden Ärztin
Dr.
Z._
bezüglich der Erstbehandlung in der Schweiz am 30. März 2016 wurde eine Hüftkontusion rechts und eine
Contusio
cerebri
fest
gehalten (vorstehend E. 3.2).
In den ersten medizinischen Berichten nach dem Unfall vom 5. Mär
z 2016 wurden somit lediglich
Kopf- und Hüftbeschwerde
n
erwähnt, Hinweise auf Schulterbeschwerden fehlen.
Im ersten Bericht des behandelnden Neurologen Dr.
B._
vom 1. Juni 2016 ist insbesondere von Kopfschmerzen als auch von
nuchalen
Verspannungen die Rede
(vorstehend E. 3.5)
.
Dies gilt auch für die nachfolgenden Berichte von Dr.
B._
(vorstehend E. 3.6-3.7, E. 3.9-3.10, E. 3.12).
Hinweise auf Hüft- und Schulterbeschwerden fehlen hier gänzlich.
Schliesslich ist dem
Bericht des behandelnden Physiotherapeuten vom 28. August 2017 zu entnehmen, dass sich die Beschwerdeführerin seit April 2017 nicht mehr in physiotherapeutischer Behandlung befindet. Primär seien die sakralen Be
schwerden beziehungsweise die Beschwerden im Beckenbereich behandelt wor
den. Zuletzt seien Bewegungseinschränkungen im Nacken vor allem beim Kopf
drehen behandelt worden. Zusätzlich habe die Beschwerdeführerin Zeichen einer
Epicondylitis
lateralis
rechts gezeigt (vorstehend E. 3.13).
Hinweise auf Hüft- und Schulterbeschwerden finden sich keine.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass in den medizinischen Berichten zu keinem Zeitpunkt die Rede von Schulterbeschwerden war.
In Bezug auf die gel
tend gemachten Hüftbeschwerden wurden diese lediglich zu Beginn der ärztlichen Behandlung erwähnt, anlässlich der physiotherapeutischen Behandlung waren diese kein Thema mehr. Schliesslich fand durch die Physiotherapie eine Verbes
serung der Nackenbeschwerden statt, sodass die Physiotherapie im April 2017 durch die Beschwerdeführerin selbst beendet wurde. Der Einwand der Beschwer
deführerin, wonach die Hüfte und die Schulter beziehungsweise der Nacken gar nicht oder ungenügend abgeklärt worden sei
e
n, erweist sich somit als unbegrün
det. Es ist folglich nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin in Bezug auf Hüft-, Schulter- und Nackenbeschwerden keine weiteren Abklärungen getä
tigt hat
.
4.
6
Nach dem Gesagten ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Adäquanzprüfung per Ende Februar 2017 vorgenommen hat. Dies insbesondere auch mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach sich die Voraussetzung der namhaften Besserung des Gesundheitszustands nach der Steigerung oder Wiederherstellung einer unfallbedingt beeinträchtigten Arbeits
fähigkeit ausrichtet (vgl. vorstehend E. 1.6), wurde doch der Beschwerdeführerin zu keinem Zeitpunkt nach dem Ereignis vom 5. März 2016 eine Arbeitsunfähig
keit attestiert (vgl. vorstehend E. 3.1-3.7, E. 3.9-3.10, E. 3.12).
I
m Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 28. Februar 2017
war
der medizinische Endzustand erreicht. Der Zeitpunkt des Fallabschlusses und damit der Adäquanz
prüfung erfolgte
somit
nicht verführt.
5.
5.1
In Bezug auf die noch vorhandenen Kopfschmerzen legte der beratende Arzt Dr.
C._
in seiner Stellungnahme vom 18. Januar 2017 dar, dass die Genese der Kopfschmerzen
sowie
die Genese der FLAIR-Hyperintensitäten im MRI-Schädel vom 1
5.
April 2016 (vgl. vorstehend E. 3.3) offen seien, letztere könnten jedoch nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 5. März 2016 zu
rückgeführt werden. In der Folge kam
Dr.
C._
zum Schluss, dass nur möglicherweise ein natürlicher Kausalzusammenhang zwischen der bestehenden Symptomatik und dem Unfall vom 5. März 2016 bestehe (vorstehend
E. 3.11
).
Demgegenüber kam der beratende Arzt
Dr.
E._
in seiner Stellungnahme vom 31. August 2017 zum Schluss, dass zwischen den chronischen posttraumatischen Kopfschmerzen und dem Ereignis vom 5. März 2016 überwiegend wahrscheinlich ein natürlich
er Kausalzusammenhang vorliege (vorstehend E. 3.14).
Es liegt eine unterschiedliche Beurteilung der beiden beratenden Ärzte in Bezug auf das Vorhandensein der natürlichen Kausalität vor. P
raxisgemäss
kann jedoch
die Frage nach einer natürlichen Kausalität der entsprechenden Beschwerden zum ve
rsicherten Unfallereignis offen
bleiben, wenn
, wie nachfolgend aufzuzeigen sein wird,
ein allfälliger Kausalzusammenhang nicht adäquat und damit nicht
rechtsgenügl
ich
wäre (BGE 135 V 465 E. 5.1; vgl. vorstehend E. 1.4).
5.2
Gestützt auf die vorliegende
Akten
lage erlitt die
Beschwerdeführerin
durch den Sandboardingsturz zwar ein Schädelhirntrauma, jedoch nur ein solches ersten Grades, mithin eine Commotio cerebri, das den Schweregrad einer
Contusio
cerebri nicht erreicht hat (vorstehend E. 4.1), weshalb praxisgemäss der adäquate Kausalzusammenhang nicht nach den Regeln der Schleudertrauma-, sondern
nach derjenigen der Psychopraxis (vgl. vorstehend E. 1.4) zu beurteilen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_270/2011 vom 28. Juli 2011 E. 2.1 mit Hinweisen).
Mit der Beschwerdegegnerin ist dabei festzuhalten, dass das objektiv erfassbare Unfallereignis vom
5.
März 2016 als mittelschwerer Unfall im Grenzbereich zu den leichten Unfällen einzustufen ist
(vgl. vorstehend E. 2.1)
.
Die Qualifizierung wurde durch die Beschwerdeführerin denn auch nicht substantiiert beanstandet (vgl. Urk. 1).
Somit wäre die Adäquanz eines Kausalzusammenhanges nur dann zu bejahen, wenn vier der massgeblichen Kriterien (oder eines der Kriterien aus
geprägt) erfüllt wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_833/2016 vom 1
4.
Juni 2017 E. 6.1 mit Hinweisen).
5.
3
Der zu beurteilende Unfall hat sich objektiv betrachtet weder unter besonders dramatischen Begleitumständen ereignet, noch war er von besonderer Eindrück
lichkeit
.
Die Beschwerdeführerin erlitt durch den Sandboardingsturz ein Schädelhirn
trauma Grad I (vorstehend E. 4.1
, E. 5.2
). Dabei kann jedoch aus objektiver Sicht nicht von schweren oder besonderen Verletzungen gesprochen werden, zumal die bildgebenden Untersuchungen keine unfallbedingten Befunde zeigte
n
(vorste
hend
E. 4.2
).
Generell beschränkte sich die Behandlung in der Folge im Wesentlichen auf
manualtherapeutische
Massnahmen, ärztliche Verlaufskontrollen sowie medika
mentöse Schmerzbekämpfung (vgl. vorstehend E. 3.5, E. 3.7, E. 3.9-3.10, E. 3.13). Damit ist das Kriterium der
ungewöhnlich langen Dauer der
ärztlichen Behand
lung nicht erfüllt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_638/2012 vom 3
0.
Oktober 2012 E. 4.2.3 mit Hinweisen).
Beim Kriterium der
körperlichen Dauerschmerzen
können adäquanzrelevant nur in der Zeit zwischen dem Unfall und dem Fallabschluss ohne wesentlichen Un
terbruch bestehende erhebliche Beschwerden sein. Die Erheblichkeit beurteilt sich nach den glaubhaften Schmerzen und nach der Beeinträchtigung, welche die ver
unfallte Person durch die Beschwerden im Lebensalltag erfährt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_682/2013 vom 1
4.
Februar 2014 E. 11.2 mit Hinweis
en
). Die Beschwerdeführerin machte zwar glaubhaft geltend, dass sie an Kopfschmerzen leide, es liegen jedoch keine Anhaltspunkte dafür vor, dass sie deshalb in ihrem Lebensalltag wesentlich beeinträchtigt ist, zumal die Beschwerdeführerin ihre Er
werbstätigkeit nach ihrem Australienaufenthalt Ende März 2016 wieder aufneh
men konnte (vgl. vorstehend
E. 4.6
).
Zudem sind aus den Akten weder besondere Gründe ersichtlich, welche die Heilung beeinträchtigt hätten, noch besondere Komplikationen erkennbar. Recht
sprechungsgemäss darf allein wegen persistierender Beschwerden trotz durchge
führter Behandlungen nicht auf einen schwierigen Heilungsverlauf und erhebli
che Komplikationen geschlossen werden (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_9/2010 vom 1
1.
Juni 2010 E. 3.7.4). Es bedarf hierzu besonderer Gründe, wel
che die Heilung beeinträchtigt haben. Derartige Gründe liegen nicht vor, weshalb dieses Kriterium nicht erfüllt ist. Auch das Kriterium der ärztlichen Fehlbehand
lung ist nicht gegeben.
Schliesslich wurde der Beschwerdeführerin seit dem Unfall keine Arbeitsunfähig
keit attestiert (vorstehend
E. 4.6
), weshalb auch das Kriterium der
physisch be
dingten
Arbeitsunfähigkeit zu verneinen ist.
5.4
Nach dem Gesagten ergibt sich, dass keines der praxisgemässen Kriterien als erfüllt erachtet werden kann, weshalb der adäquate Kausalzusammenhang zwi
schen dem Unfallereignis und den über den
2
8.
Februar 2017
hinaus anhaltend geklagten, organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden zu vernei
nen ist. Die von der Beschwerdegegnerin auf diesen Zeitpunkt hin verfügte Leis
tungseinstellung ist folglich nicht zu beanstanden.
Der angefochtene
Einspracheentscheid
erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.