# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ae2b4bde-ac48-439d-9381-8c8d0bb5bfbf
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A.1. A. ist die Tochter von C. und D. (ehemals E.). Die Ehe von C. und D. wurde mit Urteil vom 27. Januar 1972 geschieden. Am 15. Dezember 1990 heiratete C. B.. Diese Ehe blieb bis zum Tod von C. am 5. September 2006 bestehen.
2. Mit Ehevertrag vom 18. Februar 2002 vereinbarten C. und B. die Gütertrennung und nahmen gleichzeitig zahlreiche Vermögensdispositionen untereinander vor. Nach dem Ableben von C. erwies sich sein Nachlass als überschuldet. Grund dafür war im Wesentlichen die im Jahr 1972 im Rahmen der gerichtlich genehmigten Scheidungskonvention vereinbarte und mit dem Tod von C. fällig gewordene güterrechtliche Abgeltung von Fr. 1‘000‘000.-- zugunsten seiner damaligen Ehefrau, D.. Mit Datum vom 4. Dezember 2008 wurde über den Nachlass von C. deshalb der Konkurs eröffnet und die konkursamtliche Liquidation angeordnet.
3. Am Konkurs gegen den Nachlass von C. (Konkurs Nr. _ vor dem Konkursamt Surselva) beteiligte sich auch A.. Am 4. September 2008 hatte ihr D. nämlich die Forderung von Fr. 1‘000‘000.-- gegen den Nachlass von C. abgetreten. Neben der Grundforderung meldete A. auch den vom 5. September 2006 bis zum 31. Dezember 2008 auf diese aufgelaufenen Zins von Fr. 113‘205.15 im Konkurs an, somit einen Betrag von insgesamt Fr. 1‘113‘205.15. Als Treffnis am Konkursergebnis wurde A. ein Betrag von Fr. 34‘387.-- ausbezahlt. Ein Betrag von Fr. 1‘078‘818.15 blieb somit ungedeckt. Vor diesem Hintergrund liess sich A. gestützt auf Art. 260 SchKG den Anspruch der Masse auf Anfechtung der zwischen C. und B. in Vollziehung des Ehevertrags vom 18. Februar 2002 vorgenommenen Vermögensdispositionen abtreten, woraufhin das Konkursamt Surselva ihr Frist bis zum 11. Mai 2009 einräumte, um gegen B. in dieser Angelegenheit Klage zu erheben.
B. Am 27. April 2009 liess A. die Klage beim Kreisamt Cadi zur Vermittlung anmelden. Da anlässlich der Sühneverhandlung vom 15. Dezember 2009 keine Einigung erzielt werden konnte, wurde A. am 25. Februar 2010 der Leitschein mit folgenden Rechtsbegehren ausgestellt:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. a. Die Beklagte sei zur Rückgabe i.S.v. Art. 291 SchKG
- der L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z.
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- der L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z.
- der L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z.
- des Alpteilrechts an der F., bestehend am Grundstück Nr. _ des Liegenschaften und Servituten-Registers der Gemeinde Z.
zu verpflichten.
b. Das Konkursamt Surselva sei anzuweisen, die vollstreckungsrechtliche Beschlagnahme der Objekte zu vollziehen und die Objekte der Masse abzuliefern.
c. Eventualantrag: Sofern die Beklagte die Liegenschaften, einzelne Liegenschaften oder Teilflächen davon oder das Alpteilrecht nicht mehr hat, sei sie zur Zahlung des aus dem Verkauf erzielten Nettoerlöses an die Klägerin zu verpflichten.
2. a. Die Beklagte sei zur Rückgabe i.S.v. Art. 291 SchKG der Fisher-Lodge „G.“, Parzelle Nr. _, Plan _ des Grundbuches von Y., X., samt den zugehörigen Fischerei-Rechten zu verpflichten.
b. Das Konkursamt Surselva sei anzuweisen, die vollstreckungsrechtliche Beschlagnahme der Objekte zu vollziehen und die Objekte der Masse abzuliefern.
c. Eventualantrag: Sofern die Beklagte diese Objekte oder einzelne Teile davon nicht mehr hat, sei sie zur Zahlung des aus dem Verkauf erzielten Nettoerlöses an die Klägerin zu verpflichten.
3. Die Beklagte sei zu verpflichten, die durch sie ab dem Konto des C. gemäss Seite 15, oben, Ziff. 3.5 des Ehevertrages auf Gütertrennung bezogenen Betrages von CHF 29‘033.00, nebst Zins zu 5 % ab dem Datum des Bezugs, der Klägerin zu erstatten.
4. Unter kreisamtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren:
1. Die Klage sei abzuweisen.
2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin zuzüglich 7,6% Mehrwertsteuer.“
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C. Mit Prozesseingabe vom 18. März 2010 prosequierte A. die vorliegende Streitsache unter Erneuerung der Rechtsbegehren gemäss Leitschein innert Frist an das Bezirksgericht Surselva.
D. In ihrer Prozessantwort vom 20. Mai 2010 hielt B. ebenfalls an ihrem Rechtsbegehren gemäss Leitschein fest. Gleichzeitig reichte sie beim Bezirksgerichtspräsidium Surselva ein gegen die Klägerin gerichtetes Gesuch um Sicherstellung der ausseramtlichen Kosten ein. Mit Verfügung vom 15. Juni 2010 wurde dieses Gesuch gutgeheissen und A. verpflichtet, zur Sicherstellung der mutmasslichen aussergerichtlichen Kosten von B. eine Sicherheitsleistung von Fr. 13‘000.-- zu bezahlen.
E. In der Replik vom 29. Juni 2010 beziehungsweise in der Duplik vom 13. September 2010 hielten beide Parteien unverändert an ihren Rechtsbegehren gemäss Prozesseingabe beziehungsweise Prozessantwort fest.
F. Mit Beiurteil des Bezirksgerichts Surselva vom 17. Dezember 2010, mitgeteilt am 3. Januar 2011, wurde die von A. mit Eingabe vom 15. November 2010 gegen die Beweisverfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Surselva vom 3. November 2010 angehobene Beschwerde teilweise gutgeheissen und B. verpflichtet, den zwischen ihr und der H. geschlossenen Kaufvertrag über die Fisherlodge in X. zu edieren.
G. Anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Surselva vom 11. April 2011 passte der Rechtsvertreter von A. im Rahmen seines Parteivortrags Ziffer 2.a des klägerischen Rechtsbegehrens wie folgt an:
„Die Beklagte sei zu verpflichten, den aus dem Verkauf der  „G.“, Parzelle Nr. _, Plan _ des Grundbuches von Y., X., samt den zugehörigen Fischerei-Rechten erzielten Nettoerlös an die Klägerin zu verpflichten [recte: zu bezahlen], nämlich mindestens Fr. 145‘105.00 zuzüglich 5 % Zins seit dem 4. Dezember 2008.“
Mit Entscheid vom 11. April 2011, mitgeteilt am 4. Juli 2011, erkannte das Bezirksgericht Surselva wie folgt:
„1. Die Anfechtungsklage von A. gegen B. wird gutgeheissen.
2. Der aufgrund des Ehevertrags vom 18. Februar 2002 durch die Beklagte erfolgte Erwerb der Grundstücke
- L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z.,
- L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z.,
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- L.- und S.-Registerparzelle Nr. _, Plan _, Gemeinde Z. und
- Alpteilrecht (Nr. 203) an der F., bestehend am Grundstück Nr. _ des Liegenschaften und Servituten-Registers der Gemeinde Z.
ist zwangsvollstreckungsrechtlich unwirksam und es sind diese Grundstücke im Konkurs Nr. _ vor dem Konkursamt Surselva in die Konkursmasse einzubeziehen und zugunsten der Klägerin zu verwerten.
3. Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von Fr. 145‘105.-- sowie den Betrag von Fr. 29‘033.--, letzteren zuzüglich Zins von 5 % seit 15. Dezember 2009, zu bezahlen.
4. Die Kosten des Kreisamtes Cadi von Fr. 250.-- sowie die Kosten des Bezirksgerichts Surselva, bestehend aus:
- der Gerichtsgebühr von Fr. 8‘900.--
- dem Streitwertzuschlag von Fr. 10‘000.--
- der Schreibgebühr von Fr. 1‘100.--
- den Barauslagen von Fr. -.--
total somit Fr. 20‘000.--
gehen zulasten der Beklagten.
Die Beklagte hat die Klägerin ausserdem ausseramtlich mit Fr. 26‘362.65 zu entschädigen.
Der von der Klägerin dem Bezirksgericht Surselva entrichtete Betrag von Fr. 13‘000.-- zur Sicherstellung der mutmasslichen aussergerichtlichen Kosten der Beklagten wird bei diesem Ausgang des Verfahrens nach Eintritt der Rechtskraft des Entscheids der Klägerin zurückerstattet.

## Considerations