# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 89444ef9-c6a8-473f-8d9c-bd56f794c95b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Durch Erbgang gingen mehrere Liegenschaften
(Liegenschaften
Y._
«...»
und
Z._
«...»
und
«...»
)
auf
X._
,
A._
und
Dr.
oec
.
publ
.
B._
über. Die Eigentümer bildeten
eine
einfache Gesellschaft
mit der Bezeichnung «
C._
»
(
Urk.
3/6
)
.
Deren
Zweck war der gemeinsame Erwerb und die Verwaltung der im Gesamteigentum der Gesellschafter stehenden Liegen
schaften, gegebenenfalls auch die Veräusserung aller oder einzelner dieser Lie
genschaften
; dies als langfristige Investition, nicht gerichtet auf
spekulative Im
mobiliengeschäfte; geführt
nach kaufmännischen Grundsätzen (
Art.
2 des Gesell
schaftsvertrags,
Urk.
3/6). Nach dem Tod von
A._
wurde die Gesellschaft von
deren Erben sowie von
X._
und
Dr.
oec
.
publ
.
B._
weitergeführt. Die Liegenschaften wurden bis zum 3
1.
Dezember 1995 steuerrechtlich als Privatvermögen behandelt
. Im Juni 2000 wurden sie - gestützt auf eine Vereinbarung mit dem Kantonalen Steueramt Zürich - rückwir
kend per
1.
Januar 1996 in das Geschäftsvermögen überführt (
Urk.
3/7, vgl. auch
Urk.
1 S. 4,
Urk.
7/46 S. 4).
Mit Vertrag vom 2
9.
Juni 2012 verkaufte
X._
ihren hälftigen Anteil an der
C._
beziehungsweise ihren Anteil an den Liegenschaften an
Dr.
oec
.
publ
.
B._
(
Urk.
7/43).
Gestützt auf die Steuermeldung AHV über die Veranlagung der dir
ekten Bundes
steuer
20
12 (Einschätzungsentscheid vom 1
6.
Februar 2017, vgl.
Urk.
7/24/3)
for
derte
die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, mit Verfügung
vom
1
6.
Juni 2017
von
X._
-
basierend auf einem beitragspflichtigen Einkommen von
Fr.
14'796'000.--
-
Beiträge aus selbständiger Erwerbstätigkeit
für das Jahr 2012
in der Höhe von
Fr.
1'441'670.
40
(inkl. Ver
waltungskosten) nebst Verzugszinsen (
Urk.
7/27,
vgl. auch
Urk.
7/28). Daran hielt sie mit
Einspracheentscheid
vom
6.
Juni 2018 fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am
9.
Juli 2018 Beschwerde und bean
tragte, der
angefochtene
Einspracheentscheid
sei aufzuheben und sie sei aus dem Register als
Selbständigerwerbende
zu entlassen (
Urk.
1 S. 2). Die Ausgleichskasse schloss in der Beschwerdeantwort vom 3
0.
Juli 2018 auf Abweisung der Be
schwerde (
Urk.
6).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Gemäss
Art.
4
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenver
sicherung
(AHVG) schulden die erwerbstätigen Versicherten Beiträge auf dem aus einer unselbständigen oder selbständigen Erwerbstätigkeit fliessenden Einkom
men. Nach
Art.
9
Abs.
1 AHVG ist Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbständiger Stellung ge
leistete Arbeit darstellt. Als selbständiges Einkommen gelten laut
Art.
17 der Ver
ordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV) alle in selbständiger Stellung erzielten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Ge
werbe-, Land- und Forstwirtschaftsbetrieb, aus einem freien Beruf, sowie aus je
der anderen selbständigen Erwerbstätigkeit, einschliesslich der Kapital- und Überführungsgewinne nach
Art.
18
Abs.
2 des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (DBG) und der Gewinne aus der Veräusserung von land- und forst
wirtschaftlichen Grundstücken nach
Art.
18
Abs.
4 DBG, mit Ausnahme der Ein
künfte aus zu Geschäftsvermögen erklärten Beteiligungen nach
Art.
18
Abs.
2 DBG.
1.1.2
Art.
17 AHVV gleicht die AHV-beitragsrechtliche Umschreibung des Einkom
mens aus selbständiger Erwerbstätigkeit derjenigen des Steuerrechts an. Soweit das AHVG und die AHVV keine abweichende Regelung enthalten, unterliegen grundsätzlich alle steuerbaren Einkünfte aus selbständiger Erwerbstätigkeit auch der Beitragspflicht (BGE 134 V 250 E. 3.2 mit Hinweisen). So gelten nach
Art.
17 AHVV Kapital- und Überführungsgewinne im Sinne des Bundessteuerrechts als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
9
Abs.
1 AHVG (vgl.
Art.
18
Abs.
2 Satz 2 DBG;
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Har
monisierung der direkten Steuern der Kantone und Gemeinden [StHG
]
).
Das Prin
zip
der Parallelität der
Verabgabung
von Vermögensgewinn und Vermögenser
trag
gilt bei Annahme von Geschäftsvermögen zwingend
(BGE 134 V 250 E. 4.2 mit Hinweis unter anderem auf Urteil H 210/06 vom 2
2.
Juni 2007 E. 6.3).
1
.1.3
Nicht unter den Begriff der selbständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
9
Abs.
1 AHVG und
Art.
17 AHVV fällt die blosse Verwaltung des persönlichen Vermögens. Der daraus resultierende reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht der Beitragspflicht. Anderseits stellen Kapitalgewinne aus der Veräusserung oder Verwertung von Gegenständen des Privatvermögens, wie Wertschriften oder Lie
genschaften, auch bei nicht buchführungspflichtigen (Einzel-)Betrieben, Einkom
men aus selbständiger Erwerbstätigkeit dar, wenn und soweit sie auf gewerbs
mässigem Handel beru
hen (BGE 134 V 250 E. 3.1; 125 V 383 E. 2a).
1.2
1.2.1
Das Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit und das im Betrieb einge
setzte eigene Kapital wird von den kantonalen Steuerbehörden ermittelt und den Ausgleichskassen gemeldet (
Art.
9
Abs.
3 AHVG). Die Angaben der kantonalen Steuerbehörden sind für die Ausgleichskassen verbindlich (
Art.
23
Abs.
4 AHVV). Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der Steuerbehörden für die Ausgleichs
kasse und die daraus abgeleitete relative Bindung des Sozialversicherungsgerichts an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind jedoch auf die Bemessung des mass
gebenden Einkommens und des betriebli
chen Eigenkapitals beschränkt.
1.2.2
Diese Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und be
schlägt daher nicht die Fragen, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gegebe
nenfalls solches aus selbständiger oder unselbständiger Tätigkeit vorliegt und ob die Person, die das Einkommen bezogen hat, beitragspflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung aufgrund des Rechts der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
zu beurteilen, wer für ein von der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig
ist (BGE 121 V 80 E. 2c
). Das gilt namentlich auch für die Qualifikation eines Vermögensbestandteils als Privat- oder Geschäftsvermögen, zumal diese Unterscheidung steuerrechtlich häufig ohne Belang ist, da steuerrechtlich der Ertrag sowohl aus Privat- als auch aus Geschäftsvermögen steuerbar ist. Die Steuermeldung ist daher mit Bezug auf den Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die AHV-Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikation als beitragsfreier Kapitalertrag auf Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus Geschäftsvermögen im Beitragsfestsetzungsverfahren erfolgen muss. In Bezug auf den Vermögensge
winn ist demgegenüber auch steuerrechtlich die Unterscheidung von Geschäfts- und Privatvermögen von Bedeutung, weshalb sich die AHV-Behörden in der Re
gel auf die Steuermeldung verlassen können und eigene nähere Abklärungen nur dann vornehmen müssen, wenn sich ernsthafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuermeldung ergeben
(BGE 134 V 250 E. 3.3
mit Hinweisen)
.
2.
2.1
Streitig und zu prüfen
ist, ob die Ausgleichskasse
bezüglich
der Beteiligung der Beschwerdeführerin an den Liegenschaften
zu Recht eine reine Verwaltung von pri
vatem Vermögen verneint und dementsprechend
den Gewinn aus deren Ver
kauf
als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit der AHV-Beitragspflicht unterstellt hat
.
2.2
Die Ausgleichskasse führte im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
6.
Juni 2018
aus, die kantonale Steuerverwaltung habe den Gewinn aus den Liegen
schaftsverkäufen
als
Einkommen aus selbständiger Tätigkeit
qual
i
fiziert
und ihr dies entsprechend gemeldet. Der von den Steuerbehörden getroffene Entscheid präjudiziere die AHV-mässige Beurteilung.
Es lägen keine Gründe vor, die ein Abweichen von der steuerlichen Qualifikation rechtfertig
t
e
n
. Die
C._
sei
nach kaufmännischen Grundsätzen geführt worden. Die Liegenschaften
stellten
Ge
schäftsvermögen dar
.
Der Kapitalgewinn der Beschwer
deführerin aus der Veräusserung der Liegenschaften beziehungsweise aus dem Verkauf ihres Gesellschaftsanteils sei somit als Einkommen aus selbständiger Er
werbstätigkeit zu q
ualifizieren (
Urk.
2 S. 2 f.).
2.3
Die Beschwerdeführerin
macht beschwerdeweise geltend,
der steuerliche
Paradigmawechsel
im Jahr 2000 sei erfolgt, weil die Beteiligten
sich
vor dem Hintergrund einer zu hohen Bewertung der Liegenschaft darauf geeinigt hätten, diese abzu
schreiben. Da Abschreibungen im Privatvermögen indessen nicht steuerwirksam erfolgen könnten, sei für Steuerzwecke die
Umqualifikation
der Liegenschaften zu Geschäftsvermögen beschlossen worden. Fortan seien die Gesellschafter steu
errechtlich als
Selbständigerwerbende
betrachtet worden. Am Charakter der Lie
genschaften als ererbte private Vermögensanlage habe sich
jedoch
nichts geän
dert. Die Qualifikation habe sich also nicht aus der Beurteilung der Art und Weise der Bewirtschaftung ergeben, sondern einzig aus der Forderung nach erfolgswirk
samen Abschreibungen. Solche könnten nur getätigt werden, wenn eine nach kaufmännischen Grundsätzen ge
führte Buchhaltung vorliege. Aus der (im Gesell
schaftsvertrag der
C._
gewählte
n)
Formulierung «ein nach kaufmännischen Grundsätzen geführtes Unternehmen» sei dahe
r nicht zu schliessen
, dass aus der bisherigen privaten Vermögensverwaltung nun eine unternehmerische Tätigkeit geworden sei (
Urk.
1 S. 5 f.). Der im Jahr 2000 er
folgte Vorgang einer freiwilligen Unterstellung von Privatvermögen sei inhaltlich nichts anderes als die Schaffung von
gewillkürtem Vermögen. Dieses
sei wie Pri
vatvermögen zu behandeln
und
unterstehe dementsprechend
nicht der AHV-Beitragspflicht
(
Urk.
1 S. 6 f.).
Sodann setze der
Be
griff der Erwerbstätigkeit
die Ausübung einer auf die Erzielung von Einkommen gerichteten Tätigkeit voraus. Dies sei bei der Beschwerdeführerin nicht der Fall. Sie sei nie als
Selbständiger
werbende
in Erscheinung getreten und von der Ausgleichskasse
auch nicht
als solc
he erfasst worden. Sie sei
Hausfrau und Mutter ohne
Erwe
rbstätigkeit gewe
sen. Nie habe sie
aktiv an der Verwaltung der Liegenschaften teilgenommen, son
dern sei einzig passive Kapitalgeberin durch Hingabe ihres ererbten Privatvermö
gens
gewesen. Zwar habe die Ausgleichskass
e Zürcher Arbeitgeber sie
für die Jahre 1989 bis 1993 als
Selbständigerwerbende
erfassen wollen, doch habe die zuständige
Rekurskommission
die entsprechenden Verfügungen mit
Entscheid
vom 1
7.
August 1995
aufgehoben (
Urk.
1 S. 7 f.). Der Ertrag aus den Liegenschaf
ten sei nie als beitragspflichtiges Erwerbseinkommen behandelt worden. Auf
grund des Grundsatzes der Parallelität in der
Verabgabung
könne der Gewinn aus der Veräusserung
nun
nicht plötzlich als Geschäftsvermögen qualifiziert werden (
Urk.
1 S. 8).
3.
3.1
Fragen der beitragsrechtlichen Qualifikation entscheiden sich nach den konkreten wirtschaftlichen Gegebenheiten (BGE 123 V 161 E. 1 S. 162; SVR 2009 AHV Nr. 9 S. 33 E. 2, 9C_219/2009). Liegenschaften bilden Alternativgüter, das heisst sie können sowohl zum Geschäfts- wie zum Privatvermögen gehören (Urteil 2A.52/2003 vom 2
3.
Januar 2004 E. 2.3). In BGE 134 V 250 ha
t das Bundesge
richt bestimmt
, da
ss Erben von Liegenschaften, welche
diese
nach dem Erbgang im Geschäftsvermögen
belassen,
sich AHV-rechtlich - gleich wie im Steuerrecht - eine selbständige Erwerbstätigkeit entgegenhalten lassen
müssen
, selbst wenn sie die Geschäftstätigkeit des Erblassers nicht fortsetzen
.
I
n BGE 140 V 241
hat
das Bundesgericht
diese Rechtsprechung in Bezug auf Mieterträge aus Liegen
schaften eines Unternehmers angewandt, der sein Geschäft aufgegeben hatte
, ohne dass dabei steuerrechtlich eine Umwandlung von Geschäftsvermögen in Pri
vatvermögen stattgefunden hatte.
3.2
Vorliegend überführten
X._
,
Dr.
oec
.
publ
.
B._
sowie die Erben von
A._
im Juni 2000 die Liegenschaften ins Ge
schäftsvermögen (
Urk.
3/7).
Mit Blick auf die steuer- und AHV-rechtliche Pa
rallelität sowie aus veranlagungspr
aktischen Gründen hat
für den Beitragsbereich der AHV das Gleiche zu gelten.
Wenn also
die Beschwerdeführerin respektive die Gesellschafter der
C._
sich aus steuerrechtlichen Gründen für die Überführung
in das Geschäftsvermögen entschieden haben,
gilt diese Wahl mit Blick auf den Grundsatz der steuer- und AHV-rechtlichen Pa
rallelität sowie aus durchführungstechnischen Gründen auch mit Bezug auf die Bel
ange des AHV-Rechts.
3.
3
Steht fest, dass die Liegenschaften zum Geschäftsvermögen gehören, braucht nicht zusätzlich geprüft zu werden, ob es sich bei der Vermietung um eine selbständige Erwerbstätigkeit handelt oder nicht. Diese Frage ist an sich bereits mit der Zuordnung der Liegenschaften zu
m Geschäftsvermögen beantwortet (BGE 134 V 250 E. 4.3).
Aus dem Argument
, sie
sei
bloss als Kapitalgeberin in Erschei
nung getreten und
habe
die Verwaltung
der Liegenschaften
Dr.
oec
.
p
ubl
.
B._
überlassen
, kann die Beschwerdeführerin somit n
ichts zu ihren Gunsten ableiten
.
3.
4
Zu Geschäftsvermögen erklärte qualifizierte Beteiligungen im Sinne von
Art.
18
Abs.
2 Satz 3 zweiter
Teilsatz
DBG ("gewillkürtes" resp. "optiertes" Geschäftsver
mögen) gehören vom Charakter her zum Privatvermögen
(vgl. auch Bundesge
richtsurteil 9C_444/2017 vom 1
4.
Mai 2017 E. 3.1)
.
Auf diese Bestimmung nimmt die Beschwerdeführerin Bezug, soweit
sie
geltend macht,
die im Jahr 2000 er
folgte Überführung der Liegensc
haften stelle nichts anderes
als die Schaffung von gewillkürtem Geschäftsverm
ögen
dar
(
Urk.
1 S. 7).
Art.
18
Abs.
2 Satz 3 DBG lässt aber die Schaffung von gewillkürtem Geschäftsvermögen einzig im Zusammen
hang mit Beteiligungen zu. Die Bestimmung soll dem Steuerpflichtigen den Ab
zug der Zinsen der zum Erwerb dieser Beteiligungen aufgenommenen Darlehen ermöglichen (
Erläuterungen des BSV zu den Änderungen der AHVV auf den
1.
Januar 2001, insbesondere zu
Art.
17,
in: AHI-Praxis 3/2000 S. 109; vgl. auch Locher
, Kommentar zum DBG, I. Teil, 2001, N 158 ff. zu
Art.
18 DBG
; Reich/
von Ah
, in: Kommentar zum Schweizerischen Steuerrecht, Bundesgesetz über die
di
rekte Bundessteuer, Zweifel/
Beusch
[Hrsg.],
3.
Aufl. 2017, N
57 zu
Art.
18 DBG)
.
In Bezug auf Liegenschaften ist diese Bestimmung nicht einschlägig. Angesichts ihres klaren Wortlauts und ihrer Zweckbestimmung besteht entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin auch kein Raum für eine analoge Anwendung (
Urk.
1
S. 7).
3.
5
Die Beschwerdeführerin wurde, wie
sie
zu Recht bemerkt,
in der Vergangenheit
hinsichtlich des Liegenschaftsertrags aus der
C._
nie als
Selbständigerwerbende
im AHV-rechtlichen Sinn behandelt (
Urk.
1 S. 8). Die Steuermeldung ist in
Bezug auf den Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die AHV-Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikation als bei
tragsfreier Kapitalertrag auf Privatvermögen oder beitragspflichtiges Einkommen aus Geschäftsvermögen im Beitragsfestsetzungsverfahren erfolgen muss
(E. 1.2.2 hiervor)
.
Soweit ersichtlich, erging
indessen
bis zum Erlass der Verfügung vom 1
6.
Juni 2017
nie eine selbständige Beitragsqualifikation durch
die Ausgleichs
kasse. Insofern schaffte diese auch kein Präjudiz. Wie dem auch sei,
AHV
-rechtlich wird der Beitrag jeweils für eine einzelne Beitragsperiode festgesetzt, wobei die einzelnen beitragsrelevanten Elemente nicht für künftige Beitragspe
rioden verbindlich festgesetzt werden
. Ein
für eine bestimmte Periode getroffener Entscheid verbietet daher nicht, eine Liegenschaft, die in einer vergangenen Periode dem Privatvermögen zugeordnet wurde, in einer folgenden Veranlagung unter Berücksichtigung der tatsächlichen Verhältnisse als Geschäftsvermögen zu qualifizieren. Immerhin müssen dafür Gründe vorliegen, welche
eine andere Qua
lifikation
nahe
legen
(BGE 124 V 150 E. 7b
; Bundesgerichtsurteil 9C_551/2008 vom 1
6.
Januar 2009 E. 3.1). Solche Gründe sind nach
dem Dargelegten gegeben:
Gewinne aus Liegenschaften, die zum Geschäftsvermögen gehören, unterliegen kraft dieses Umstandes als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit der AHV-Beitragspflicht. Ferner
kommt dem
Entscheid
der
Rekurskommission
vom 1
7.
August 1995
, mit dem eine Unterstellung der Beschwerdeführerin unter die AHV-Beitragspflicht als
Selbständigerwerbende
verneint wurde, kein Gewicht zu, da er
vor der Überführung der Liegenschaften in das Geschäftsvermögen
im Jahr 2000
erging.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde.