# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c07e91d7-e8fb-4cd7-95b8-eaa6d94e6d60
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1969 geborene
X._
, Vater
zweier erwachsener Kinder (geb.
1990, 1992),
ohne abgeschlossene Berufsausbildung
,
arbeitete seit 1989 im Angestelltenverhältnis zunächst im Unterboden- und hernach im
Fassa
denbau
und seit 2002 auf selbständiger Basis im Fassadenbau. Im Jahr 2004 gründete er zusammen mit einem Partner die
Y._
und war seither (als Angestellter in seinem eigenen Betrieb) als Geschäftsführer und
Fassa
denbauer
tätig. Zusätzlich amtete er seit 2003
als Hauswart bei der
Z._
resp. beim
Hauseigentümerverband
(Urk.
7/5/4
f.
, Urk.
7/16/83
,
Urk.
7/17
, Urk.
7/30,
Urk.
7/32
)
.
Am 2
9.
August 2009 erlitt er
bei
eine
m
Treppensturz
eine Verletzung der linken Schulter sowie eine Gesichtsprellung
(Urk.
7/16/42-45
,
Urk.
7/23/2
).
Mit Verfügung vom 22.
Sep
tembe
r 2011 sprach
der
Unfallversicher
er (Schweizerische
Unfallversi
che
rungs
anstalt
[SUVA]; heute
suva
)
dem Versicherten gestützt auf einen
Invali
ditätsgrad
von 38
%
eine Invalidenrente und eine
Integritätsentschädi
gung
zu (Urk.
7/16/47-50).
Am
8.
März 2012 (Eingangsdatum) meldete sich
der Ver
sicherte
unter Hinweis auf Schulter- und psychische Beschwerden
bei der Sozialversicherungsanst
alt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversiche
rung an (Urk. 7/5). Nach medizinischen und erwerblichen Abklärungen sprach
ihm
die IV-Stelle, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 50 %, mit Verfügung vom 1
8
.
Februar 2013
mit Wir
kung ab dem 1.
September
20
12
eine halbe Invalidenrente zu (Urk.
7/40 [Verfügungsteil 2],
Urk.
7/46
).
1.2
Im Rahmen
eines im Dezember 2013 eingeleiteten Revisionsverfahren holte die IV-Stelle zur Abklärung der medizinischen Verhältnisse unter anderem bei
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ein psychiatrisches Gutachten ein (
Gutachten vom
4.
Juni 2014;
Urk. 7/67).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbescheid vom 1
9.
Oktober 2015 [
Urk.
7/80],
Einwand vom
8.
November 2015 [
Urk.
7/84],
Einwand
ergänzung
vom 1
2.
Januar 2016 [
Urk.
7/91])
hob die IV-Stelle
mit
Verfügung vom
1
9.
Januar 2016
die Verfügung vom 1
8.
Februar 2013
wiedererwägungsweise auf
und stellte die Rentenleistungen per Ende Februar 2016 ein
(
Urk.
7/93 [=
Urk.
2]).
2.
Gegen die Verfügung vom
19
.
Januar 2016
liess de
r
Versicherte mit Eingabe vom 1
8
.
Februar 2016
Beschwerde erheben und beantragen, die angefoch
tene Verfügung sei aufzuheben und es sei
festzustellen, dass er weiterhin Anrecht auf eine halbe Rente habe (
Urk.
1 S. 1)
. Mit Beschwerdeantwort vom
8
.
April
201
6
beantragte die Beschwerdegegnerin Abw
eisung der Beschwerde (Urk. 6).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Renten
bezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgeho
ben (
Art.
17
Abs.
1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialver
siche
rungs
rechts
[
ATSG
]
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den
Invalidi
tätsgrad
und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbe
sondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesund
heitszustandes, sondern auch dann revidierbar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheb
lich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Verände
rung der gesund
heitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bundesgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswir
kungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesundheitszustan
des auf die Arbeits
fähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bil
den die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit
rechtskonformer Sachverhaltsabklärung,
Beweiswürdi
gung
und
Invaliditäts
be
messung
beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.
1.
2
Der Revisionsordnung gemäss
Art.
17 ATSG geht jedoch der Grundsatz vor, dass die Verwaltung befugt ist, jederzeit von Amtes wegen auf eine formell rechtskräftige Verfügung, welche nicht Gegenstand materieller richterlicher Beurteilung gebildet hat, zurückzukommen, wenn diese zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung ist (BGE 110 V 176 E. 2a;
Art.
53
Abs.
2 ATSG). Unter diesen Voraussetzungen kann die Verwaltung eine Rentenverfügung auch dann abändern, wenn die Revisionsvoraus
setzungen des
Art.
17
Abs.
1 ATSG nicht erfüllt sind.
Die Wiedererwägung im Sinne von Art. 53 Abs. 2 ATSG dient der Korrektur einer anfänglich unrichtigen Rechtsanwendung einschliesslich unrichtiger Feststellung im Sinne der Würdigung des Sachverhaltes. Das Erfordernis der zweifellosen Unrichtigkeit ist in der Regel erfüllt, wenn eine
Leistungszuspra
che
aufgrund falsch oder unzutreffend verstandener Rechtsregeln erfolgt ist oder wenn massgebliche Bestimmungen nicht oder unrichtig angewandt wurden. Anders verhält es sich, wenn der Wiedererwägungsgrund im Bereich materieller Anspruchsvoraussetzungen liegt,
deren Beurteilung notwendiger
weise Ermessenszüge aufweist. Erscheint die
Beurteilung
einzelner
Schritte
bei
der
Feststellung
solcher
Anspruchsvoraussetzungen
(
Invaliditätsbe
messung
Arbeitsunfähigkeits
schätz
u
ng
, Beweiswürdigung, Zumutbarkeits
fragen) vor dem Hintergrund der Sach- und Rechtslage, wie sie sich im Zeit
punkt der Leistungszusprechung dargeboten hat, als vertretbar, scheidet die Annahme zweifelloser Unrichtigkeit aus. Zweifellos ist die Unrichtigkeit, wenn kein vernünftiger Zweifel daran möglich ist, dass die Verfügung unrichtig war. Es ist nur ein einziger Schluss – derjenige auf die Unrichtig
keit der Verfügung – denkbar (statt vieler: Urteil des Bundesgerichtes 9C_63/2014 vom 8. Mai 2014 E. 2 mit Hinweisen). Um eine zugesprochene Rente wiedererwägungsweise aufheben zu können, muss zudem – nach damaliger Sach- und Rechtslage – erstellt sein, dass eine korrekte
Invalidi
tätsbemessung
hinsichtlich des Leistungsanspruches zu einem anderen Ergebnis geführt hätte (Urteil des Bundesgerichtes 8C_778/2012 vom 27. Mai 2013 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.1.3
Liegt in diesem Sinn ein
Rückkommenstitel
vor, gilt es grundsätzlich, mit Wirkung ex
nunc
et pro
futuro
einen rechtskonformen Zustand herzustellen. Dabei ist wie bei einer materiellen Revision nach Art. 17 ATSG auf der
Grundlage eines richtig und vollständig festgestellten Sachverhalts der
Inva
liditätsgrad
im Zeitpunkt der Verfügung über die Herabsetzung oder Aufhe
bung einer Rente zu ermitteln (Art. 85 Abs. 2
der Verordnung über die Inva
lidenversicherung [IVV]
in Verbindung mit Art. 88
bis
Abs. 2 IVV; Urteile des Bundesgerichtes 9C_770/2015 vom 24. März 2016 E. 2.2 und 8C_502/2015 vom 26. Oktober 2015 E. 2, je mit Hinweis).
1.
2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche
Gesund
heitsschäden
eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungs
gemäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen
der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer
Restarbeits
fähigkeit
auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.
3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
tels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen fest
zu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medi
zinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des
Beweiswer
tes
eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizini
schen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die
rechts
anwendende
Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenen
falls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
die angefochtene Verfügung damit, dass der medizinische Sachverhalt anlässlich der erstmaligen
Rentenzusprache
nicht hinreichend abgeklärt worden sei. Sie sei
gemäss dem Arztbericht der behandelnden Psychiaterin vom 1
4.
Juni 2012 erfolgt, welche eine mittelgra
dige depressive Episode mit einer Restarbeitsfähigkeit von 50
%
in ange
passter Tätigkeit diagnostiziert habe.
Diese Diagnose begründe grundsätzlich keinen stabilisierten Gesundheitsschaden mit Krankheitswert und in der Regel auch keine Arbeitsunfähigkeit im Sinne des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung.
Bei dieser Sachlage wäre bereits damals mit dem Unfallversicherer zu koordinieren gewesen.
Gemäss dem im
Revisionsver
fahren
eingeholten psychiatrischen Gutachten sei
der
Beschwerdeführer sowohl in der bisherigen als auch in einer angestammten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig.
Nachdem keine psychische Störung mehr vorliege und somit nur noch von reinen Unfallfolgen auszugehen sei, stelle sich die Frage, ob auf den vom Unfallversicherer ermittelten Invaliditätsgrad von 38
%
abzu
stellen sei. Von dessen Berechnung abweichend sei das
Valideneinkommen
entsprechend der Bewertung ihres Abklärungsdienstes gestützt auf den tat
sächlich ausgerichteten Monatslohn auf
Fr.
106‘566.-- und das
Invalidenein
kommen
auf
Fr. 68‘509.05 festzusetzen, womit sich ein Invaliditätsgrad von 36
%
ergebe. Von einer Aufrechnung auf das Verfügungsjahr könne abgese
hen werden, da diese das Validen- und Invalideneinkommen in gleichem Masse betreffe
. Ein Rentenanspruch der Invalidenversicherung sei somit nicht mehr ausgewiesen
(
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen vor, die
Beschwerdegegnerin habe vor der
Rentenzusprache
den Sachverhalt genügend abgeklärt.
Der Orthopäde Dr.
B._
habe im Bericht vom 25. Oktober 2011 geschrieben, dass er
höchstens zu 50
%
arbeitsfähig sei. Die Rheumatologin
Dr.
C._
habe in ihren Berichten angegeben, dass er wegen rheumatischer und orthopädischer Beschwerden höchstens zu 50
%
arbeiten könne.
Das psychiatrische Gutach
ten von
Dr.
A._
sei nicht mit der erforderlichen Sorgfalt verfasst worden.
Er stelle fest, dass er an keiner rentenrelevanten psychischen Krankheit leide. Dr.
D._
schreibe jedoch in ihrem Bericht, dass der Beschwerdeführer heute wie auch vor zwei Jahren wegen psychischer Beschwerden zu 50
%
arbeitsunfähig sei.
Dr.
A._
habe betreffend den gleichen Sachverhalt eine andere Meinung. Es gehe somit eigentlich um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts. Somit habe die Beschwerdegegnerin keinen Grund gehabt, eine Rentenrevision durchzuführen (
Urk.
1).
3.
3.1
3.
1
.1
Im Zeitpunkt der ursprünglichen Rentenverfügung vom
18. Februar 2013 (Urk. 7/40 [Verfügungsteil 2],
Urk.
7/46)
präsentierte sich die medizinische Aktenlage wie folgt:
3.1.2
Der Kreisarzt der
S
uva,
Dr.
med.
E._
, FMH für Chirurgie, hielt in seinem Bericht vom 1
5.
September 2010 betreffend die kreisärztliche Unter
suchung vom gleichen Tag fest, dass die nach dem Unfall vom 2
9.
August 2009 getätigten Abklärungen eine AC-Gelenksluxation
Tossy
I mit
vorbeste
hend
bewiesenen degenerativen Veränderungen im AC-Gelenk und
gleno
humeral
ergeben hätten. Aufgrund dieser Befunde sei nachvollziehbar, dass eine gewisse Einschränkung und Kraftminderung bestehe. Der Beschwerde
führer sei vollzeitlich und vollschichtig arbeitsfähig, unter Beachtung des von ihm bezüglich linker Schulter formulierten Zumutbarkeitsprofils (
Urk.
7/16/164-165).
3.1.3
Dr.
med.
B._
, FMH für orthopädische Chirurgie, hielt in sei
nem Bericht vom 2
5.
Oktober 2011 zu Händen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (
Urk.
7/4/1-2) fest, beim Beschwerdeführer lägen ein
Impingementsyndrom
(linke Schulter) sowie ein Status nach AC
Gelenks
luxation
links und Nasenbeinfraktur am 2
8.
August 2009 (richtig wohl 2
9.
August 2009) sowie eine AC Gelenksarthrose rechts vor (
Urk.
7/4/1). Der Beschwerdeführer sei sicher ernsthaft behindert bei
Überkopfarbeiten
, es könne ihm aber unterhalb der Brusthöhe bei nicht grob manuellen Arbeiten ein volles Arbeitspensum von 100
%
zugemutet werden. Natürlich bestehe in seinem früheren Beruf
eine Arbeitsunfähigkeit von mindestens 50
%
, da er mit den zumutbaren Arbeiten und der Administration nicht mehr als dies ausgelastet werden könnte (
Urk.
7/4/2).
3.1.4
Dr.
med.
C._
, Fachärztin FMH für physikalische Medizin, führte im Bericht vom 1
2.
April 2012 zu Händen der Beschwerdegegnerin (Urk.
7/19) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (1) ein chronisches
Cervicovertebralsyndrom
bei
Unkarthrosen
und
Diskuspro
tru
sionen
C5/6 und C6/7 mit Einengung C5/6 rechts, (2) ein chronisches
lumbo
spondylogenes
Syndrom bei
Protrusion
L4/5 mit Kontakt zur Nervenwurzel L4 und L5 sowie
Protrusion
L3/4, (3) eine chronische
Periarthropathia
humeroscapularis
(PHS) links bei AC-
Gelenksarthropathie
mit
Tossy
-I-Ver
letzung und deutlicher lateraler Luxation der
Clavikula
links, (4) eine chro
nische PHS rechts bei AC-Gelenksarthrose mit
subakromialem
Impingement
, (5) eine chronische
Epicondylopathie
humeri
radialis
rechts, (6) eine post
traumatische Schiefnase mit
Septumdeviation
nach links bei Status nach dislozierter Nasenbeinfraktur 2009 und Status nach
Septorhinoplastik
Februar 2012, (7) einen Status nach Ulcus
ventriculi
sowie (8) eine depressive Entwicklung an. In der bisherigen Tätigkeit sei der Beschwerdeführer seit dem
1.
November 2010 zu 50
%
resp. 40 % arbeitsfähig. Wechselbelastende Tätigkeiten seien ihm zu 40
%
zumutbar (
Urk.
7/19).
3.1.5
Dem Bericht der
F._
, Abteilung Orthopädie, vom 10. Mai 2012 zu Händen der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7/21) können fol
gende Diagnosen entnommen werden (
Urk.
7/21/6): (1) Verdacht auf
Zervi
kobrachialgie
beidseits mit/bei AC-Gelenksarthrose rechts mit
subakromialem
Impingement
Schulter rechts, (2) Tendinitis der
Supraspinatus
-Sehne links (bei Status nach AC Gelenksdistorsion im August 2009 (
Tossy
I) sowie (3) Verdacht auf leichte
Epicondylitis
humeri
radialis
rechts. Zur Arbeitsfä
higkeit wurde ausgeführt, als Bauarbeiter sei der Beschwerdeführer zu 50
%
arbeitsunfähig, dies im Sinne einer Fortsetzung der in der Sprechstunde vom 1
3.
Februar 2012 attestierten 50%igen Arbeitsunfähigkeit. Es lägen
bewe
gungsabhängige
Schulterschmerzen beidseits vor. Es bestehe eine vermin
derte Leistungsfähigkeit. Für körperlich weniger belastende Arbeiten könne ein normales zeitliches Pensum eingehalten werden. Dabei sollten das Heben von schweren Lasten und Überkopfarbeiten vermieden werden (Urk. 7/21/7).
3.1.6
Dr.
med.
D._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie nannte im Bericht vom 1
4.
Juni 2012 zu Händen der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7/23)
nebst den bereits bekannten somatischen Diagnosen
folgende seit Februar 2012
bestehende psychiatrische Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (
Urk.
7/23/1):
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
spezifische isolierte Phobien (Klaustrophobie, Höhenangst; ICD-10 F40.2)
Die behandelnde Psychiaterin gab sodann an, sie behandle den Beschwerde
führer seit dem
6.
Februar 201
2.
Derzeit umfasse die Behandlung des Beschwerdeführers stützende und ressourcenorientierte Gespräche und Psychopharmaka (
Seralin
mepha
1/0/0 sowie
Surmontil
25mg 0/0/1). Es wäre sinnvoll, die bestehenden Schmerzmittel mit Opiaten zu reduzieren und die Verhaltenstherapie der Depression und Angststörung nach Etablierung des therapeutischen Bündnisses in die Wege zu leiten (Urk. 7/23/3). Der Beschwerdeführer sei als Fassadenarbeiter seit dem
5.
Februar 2012 bis auf weiteres zu 50
%
arbeitsunfähig. Wegen starker Schmerzen in beiden Armen sei er nicht imstande, schwere körperliche Arbeit auszuüben. Die Schmerzen würden die depressiv-ängstliche Antriebs- und Stimmungslage verstärken. Der Beschwerdeführer sei auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit aus rein psychiatrischer Sicht aktuell nur zu 50
%
arbeitsfähig, dies mit 100%igem Belastungsprofil (
Urk.
7/23/3).
3.1.7
Dr.
med.
Dr.
rer
. pol.
G._
, FMH Innere Medizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) kam in seiner Stellungnahme vom 2
9.
Juni 2012 unter Bezugnahme auf die vorstehend aufgeführten Arztberichte zum Schluss, dass die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit seit dem Unfall vom 2
9.
August 2009 zunächst 0
%
und seit Mai 2011 50
%
betragen habe. In adaptierten Tätigkeiten habe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
und seit dem 5. Februar 2012 von 50
%
bestanden (psychiatrisch). Es gelte folgendes Belastungsprofil: körperlich leichte Tätigkeiten mit Gewichtslimitierung, Vermeidung von Überkopftätigkeiten und grobmanuelle Tätigkeiten (Urk.
7/34/4-5).
3.1.8
Dr.
C._
führte im
-
bei Erstattung der RAD-Stellungnahme offenbar noch nicht aktenkundigen - Verlaufsbericht vom 2
9.
Mai 2012 aus, die Situation habe sich seit ihrem letzten Bericht vom 1
2.
April 2012 nicht wesentlich geändert. Der Beschwerdeführer habe inzwischen seine bisherige Tätigkeit wieder zu 50
%
aufgenommen, allerdings bereiteten die Schulterschmerzen die grössten Probleme. Die bisherige Tätigkeit sei ihm bis auf weiteres zu 50
% zumutbar. Er könne als Fassadenbauer quantitativ und qualitativ nur eine limitierte Leistung erbringen. Als
Selbständigerwerbender
sollte er auf
den grössten Teil der alltäglichen Arbeiten verzichten müssen und sich eher mit Kontrollarbeiten beschäftigen. Wechselbelastende Tätigkeiten seien ihm zu 50
%
zumutbar (Urk. 7/26/2).
3.2
3.2.1
Anlässlich des im Dezember 2013 eingeleiteten Revisionsverfahrens holte die Beschwerdegegnerin folgende Arztberichte ein:
3.2.2
Dr.
C._
hielt im Verlaufsbericht vom 2
3.
Dezember 2013 fest, der Gesund
heits
zustand des Beschwerdeführers habe sich nicht wesentlich ver
ändert. Weiterhin bestünden
Cervicalgien
, Brachialgien, vorwiegend links mit
Dysästhesien
im linken Arm über
Dermatom
C6,
Druckdolenzen
subacro
mial
beidseits mit eingeschränkter Beweglichkeit beider Schultergelenke sowie Status nach Infiltrationen ohne wesentliche Besserung und
Thorako
lumbal
gien
mit Ausstrahlungen ins linke Bein mit
Dysästhesien
und
Parästhesien
über dem
Dermatom
L
5.
Der Beschwerdeführer könne keinerlei rückenbe
lastende Tätigkeiten ausführen. Die bisherige sowie wechsel
belastende Tätig
keiten seien ihm zu 50
%
zumutbar (
Urk.
7/62).
3.2.3
Dr.
D._
führte im Verlaufsbericht vom 1
4.
Februar 2014 als psychiatri
sche Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) im Rahmen des metabolischen Syndroms, spezifische Phobien (ICD-10 F40.2) sowie Merkmale einer Persönlichkeitsstörung Clustergruppe C (ICD-10 F60.6) an. In der Zeit zwischen Juni 2012 und Januar 2014 hätten unter Einnahme von antidepressiver Medikation die Schmerzproblematik und die depressive Antriebs- und Stimmungslage nicht wesentlich verändert werden können. Als
Fassadenisoleur
sei er seit dem
5.
Februar 2012 zu 50
%
arbeitsunfähig. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit sei aus rein psychiatrischer Sicht von Anfang der Behandlung an zu 50
%
möglich mit einem 100%igen
Belastungs
profil
(Urk. 7/63).
3.2.4
Dr.
A._
stellte im psychiatrischen Gutachten vom
4.
Juni 2014
die fol
genden
psychiatrischen
Diagnosen ohne Auswirkung
auf die Arbeits
fähigkeit (Urk.
7/67/7):
(1) Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion, gegenwärtig weitgehend remittiert (ICD-10 F43.21), (2) generali
sierte
Angst
störung
im Rahmen einer jahrelangen Störung der
Stressmodu
lations
fähig
keit
(ICD-10 F41.1), gegenwärtig teilweise remittiert. Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er keine.
Dr.
A._
führte sodann aus, s
eit dem Unfall im August 2009
sei
es beim
Beschwerdeführer
nach dem Verlust der Tagesstruktur und fehlender Mög
lichkeit, sich in Aktivitäten zu flüchten (und sich emotional zu entlasten) zum Ausbruch einer Anpassungsstörung mit längerer depressiver Reaktion
gekommen, weshalb er bei Frau
Dr.
D._
am
6.
Februar 2012 eine ambu
lante psychiatrische Behandlung aufgenommen habe. Die seit Februar 2012 postulierte mittelgradige depressive Episode sei auf die veränderte
Lebens
situation
(fehlende Möglichkeit, sich in die Arbeit bzw. in Aktivitäten zu flüchten) zurückzuführen und damit nach ICD-10 einer Anpassungsstörung zuzuordnen. Aus Sicht des Referenten sei aber nicht daran zu zweifeln, dass der Beschwerdeführer ab Februar 2012 über längere Zeit unter einer mittel
gradigen depressiven Symptomatik gelitten habe. Spezifisch isolierte Phobien seien anlässlich der Exploration des Beschwerdeführers nicht geschildert worden. Aus Sicht des Experten könne entgegen der behandelnden Psychia
terin beim Beschwerdeführer eine Persönlichkeitsstörung klar ausgeschlossen werden, akzentuierte ängstliche Persönlichkeitszüge aber bestätigt werden. Diese würden allerdings die Leistungsfähigkeit eines Betroffenen nicht anhal
tend einschränken. Aufgrun
d einer mittelgradigen depressi
ven Symp
tomatik k
ö
nn
e
aus Sicht
von Dr.
A._
seit dem
5.
Februar
2012 eine 50%ige Arbeits
unfähigkeit bestätigt werden. An
l
ässlich
der Exploration vom 2
0.
Mai 2014 habe der Beschwerdeführer
keine depressiven Symptome mehr auf
ge
wiesen
, weshalb von einer weitgehenden Remission der depressiven Sympto
matik ausgegangen werden k
ö
nn
e
. Beim
Beschwerdeführer
steh
e
gegen
wärtig eine generalisierte Angststörung mit anhaltenden Anspannun
gen, Unfähigkeit zu entspannen, nächtlichem Schwitzen, leichten Schlafstö
rungen (unter aktueller Medikation), Ängstlichkeit, Zurückgezogenheit, Gereiztheit sowie angstbedingter
Vermeidungshaltung im Vordergrund. Trotz der beschriebe
nen Symptome we
i
s
e
er
gleichzeitig weitgehend unauffällige
psycho
kognitive
Funktionen, insbesondere
hinsichtlich der
Konzentrations
fähigkeit
und
Konzentrations
dauer
, geistige Flexibilität,
Gedächtnisfunk
tionen
, Merkfähigkeit, Auffassungsvermögen, Antrieb und Psychomotorik auf, weshalb ihm aus psychiatrischer Sicht keine Einschränkung der Arbeits
fähig
keit mehr attestiert werden könne. Der Beschwerdeführer stehe seit Februar 2012 in ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behand
lung, wobei zur Erhaltung der vollen Arbeitsfähigkeit die therapeutischen Massnahmen weiterhin konsequent fortgesetzt werden sollten. Zwecks Verbesserung seiner psychischen Belastbarkeit und bei geklagten anhalten
den inneren Anspan
nungen und Unruhe wäre eine
Medikamenten
opti
mierung
zu empfehlen. Diesbezüglich könne dem Beschwerdeführer die Fortsetzung der medika
mentösen Therapie mit
Valdoxan
und gleichzeitiges Absetzen von
Fluoxetin
empfohlen werden. Tagsüber könnte dem
Beschwer
de
führer
eine niedrig dosierte
neuroleptische
Behandlung mit z.B.
Solian
2x50mg täglich empfohlen werden
(Urk.
7/67/8
9
)
.
4.
4.1
Vorauszuschicken ist, dass sich die Beschwerdegegnerin in den Erwägungen der angefochtenen Verfügung zwar ausdrücklich auf den
Rückkommenstitel
gemäss
Art.
53
Abs.
2 ATSG (Wiedererwägung) beruft und das Dispositiv dahingehend formuliert, dass die Rentenverfügung vom 1
8.
Februar 2013 wiedererwägungsweise aufgehoben werde. In den Erwägungen hält sie indessen fest, dass nicht nur ein Wiedererwägungsgrund (ungenügende Abklärung des medizinischen Sachverhaltes), sondern auch ein
Revisions
grund
(Wegfall der psychischen Störung) vorliege (
Urk.
2; vgl. Urk. 7/79/6). Der Beschwerdeführer seinerseits machte in der Beschwerde geltend, dass weder die Voraussetzungen für eine wiedererwägungsweise noch für
revisi
onsweise
Aufhebung der halben Invalidenrente erfüllt seien (genügende Abklärung resp. bloss andere Beurteilung des gleichen Sachverhaltes; vgl.
Urk.
2).
Unter diesen Umständen könnte die Rentenaufhebung trotz des Wortlautes des Dispositives ohne
Weiteres
auch dann bestätigt werden, wenn nur ein Revisionsgrund, nicht jedoch ein Wiedererwägungsgrund bestehen würde.
4.2
4.2.1
Die
Rentenzusprache
am 1
8.
Februar 2013 basierte in medizinischer Hinsicht auf der Stellungnahme von RAD-Arzt
Dr.
G._
vom 2
9.
Juni 2012 (vgl.
E. 3.1.6; vgl. E. 7/79/6).
4.2.2
Vorwegzunehmen ist, dass
RAD-Arzt
Dr.
G._
darin
ausdrücklich bemerkt hatte, es würden
in den
Vorberichten unfallfremde Diagnosen genannt. Als solche sind dabei nicht nur die von
Dr.
G._
– nebst den psychischen Beschwerden - explizit erwähnten intermittierenden
Dysästhe
sien
der linken Hand, sondern auch die in den Vorberichten gestellten Diag
nosen betreffend die rechte Schulter sowie die Hals- und Lendenwirbelsäule zu erachten.
Soweit die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung ausführte, es sei – nach dem Wegfall der psychischen Störung – nur von reinen Unfallfolgen auszugehen, kann ihr daher nicht gefolgt werden.
4.2.3
Dr.
G._
war
in der genannten Stellungnahme
zum Schluss gekommen, dass der Beschwerdeführer aus somatischer Sicht in angepasster Tätigkeit (stets) zu 100
%
arbeitsfähig (gewesen) sei und in bisheriger Tätigkeit seit Mai 2011 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe (
Urk.
7/34/5). Soweit sich der
Beschwerdeführer in der Beschwerde unter Hinweis auf die Berichte von Dr.
B._
vom 25. Oktober 2011 sowie von
Dr.
C._
vom 1
2.
April und 2
9.
Mai 2012 auf den Standpunkt stellt, es habe damals aus rheuma
tolo
gischen und orthopädischen Gründen auch in einer angepassten Tätigkeit lediglich eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestanden, kann ihm nicht gefolgt werden. Dr.
B._
hatte sich im genannten Bericht nur zur Arbeits
fä
higkeit in der bisherigen Tätigkeit des Beschwerdeführers als selbständiger Fassadenmonteur geäussert (
Urk.
7/4/1-2; vgl. aber den Bericht von Dr.
B._
vom
9.
April 2013, wonach dem Beschwerdeführer im Okto
ber 2011 eine angepasste Tätigkeit ganztags zumutbar gewesen sei [Urk. 7/56/2]). Die Einschätzung von
Dr.
C._
, wonach in einer wechsel
belastenden Tätigkeit eine 50%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, wurde von ihr nicht begründet und findet auch in den von ihr angeführten Diagnosen und Befunde keine Erklärung. Es besteht deshalb kein Grund, die besagte – mit den Einschätzungen der Ärzte der
F._
(vgl. E. 3.1.5) sowie ferner auch des Kreisarztes (vgl. E. 3.1.1) in Einklang stehende – Beur
teilung von RAD-Arzt
Dr.
G._
vom 29. Juni 2012 in Frage zu stellen.
4.3
4.3.1
I
n psychischer Hinsicht hatte RAD-Arzt
Dr.
G._
in seiner Stellungnahme vom 2
9.
Juni 2012
aufgrund des Berichtes von
Dr.
D._
vom 1
4.
Juni 2012 (
Urk.
7/23) auf eine seit Februar 2012 bestehende 50%ige Arbeitsunfä
higkeit auch in angepasster Tätigkeit geschlossen (
Urk.
7/34/5).
Dr.
D._
hatte darin, wie erwähnt, eine mittelgradige depressive Episode mit somati
schem Syndrom (ICD-10 F32.11) sowie spezifische isolierte Phobien (Klaust
rophobie, Höhenangst [ICD-10 F40.2]) diagnostiziert und dem Beschwerde
führer ein 50%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert.
4.3.2
Dazu ist zu bemerken, dass
weder aufgrund des Berichtes von
Dr.
D._
vom 1
4.
Juni 2012 noch aufgrund der übrigen damals vorliegenden Akten ersichtlich ist, inwiefern sich die – von
Dr.
D._
gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers diagnostizierte
–
Klaustrophobie und die Höhenangst je auf seine Arbeitsfähigkeit in bisheriger Tätigkeit ausgewirkt haben soll. Dies gilt erst recht auch hinsichtlich einer angepassten Tätigkeit.
Sodann konnte
nach der damaligen Rechtsprechung aus der angegebenen Diagnose einer mittelgradigen depressiven Episode gemäss ICD-10 F32.11 nicht ohne We
iteres geschlossen werden
, dass sie eine voraussichtlich blei
bende oder längere Zeit dauernde (teilweise) Erwerbsunfähigkeit bewirkte (vgl. statt vieler Urteil des Bundesgerichts 8C_484/2012 vom 2
6.
April 2013
E. 4.3.2.2). Bei einer depressiven Episode handelt es sich nämlich
definitions
gemäss
um ein vorübergehendes Leiden, indem solche Episoden im Mittel etwa sechs Monate, selten länger als ein Jahr dauern und länger dauernde Störungen unter F33 (rezidivierende depressive Störung) oder F34 (anhal
tende affektive Störung) zu
codieren
sind (Urteil des Bundesgerichtes 8C_80/2011 vom 1
4.
Juni 2011 E. 6.3.2 mit Hinweis).
Überdies galten
leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen aus dem depressiven
For
menkreis
bereits damals al
s therapeutisch
angehbar
(Urteile des Bundesge
richts 9C_250/2012 vom 2
9.
November 2012 E. 5, 9C_736/2011 vom
7.
Februar 2012 E. 4.2.2.1).
Aus dem Bericht von
Dr.
D._
vom 1
4.
Juni 2012 hätte daher nicht ein
fach auf eine psychisch bedingte 50%ige Arbeitsunfähigkeit geschlossen werden dürfen. Vielmehr hätte zumindest ein Verlaufsbericht von Dr.
D._
eingeholt werden müssen. Insofern war der medizinische Sach
verhalt in psychischer Hinsicht im Zeitpunkt der Rentenverfügung vom 1
8.
Februar 2013 (
Urk.
7/40 und
Urk.
7/46) in der Tat ungenügend abgeklärt.
4.3.3
Ebenso verhält es sich hinsichtlich der erwerblichen Auswirkungen der ein
ge
schränkten Leistungsfähigkeit.
Für die
Zusprache
einer halben Rente ausschlaggebend war die damalige Annahme der Beschwerdegegnerin, dass der Beschwerdeführer in der bisheri
gen Tätigkeit seit Mai 2011 (Zeitpunkt, ab welchem laut RAD-Arzt Dr.
G._
die bisherige Tätigkeit wieder zu 50
%
zumutbar war [Urk.
7/34/5])
-
nur noch - die Hälfte des von ihr mit Fr. 106‘566.-- beziffer
ten
Valideneinkommens
erzielen könne (Urk. 7/40). Gemäss dem
damals vor
liegenden IK-Auszug vom
2.
April 2012
sowie den Angaben der
Y._
hatte der Beschwerdeführer indessen im Jahr 2010 (bei laut RAD
Dr.
G._
damals bestehender 100%iger Arbeitsunfähigkeit in bishe
riger Tätigkeit [
Urk.
7/34/5]) bei dieser Firma Fr.
55‘770
.-- verdient
(
Urk.
7/15
und
Urk.
7/30/3
).
Hätte die Beschwerdegegnerin
diesem Einkom
men das von
ihr auch für das Jahr 2010 mit
Fr.
106‘566.
-- bezifferte
Vali
deneinkommen
gegenüber
gestellt
,
hätte sich ein Invaliditätsgrad von ledig
lich 48 % (= [Fr. 106‘566.-- abzüglich
Fr.
55‘770.--
] :
Fr.
106‘566.-- x 100
) und damit bloss ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
ergeben. Die
Beschwer
degegnerin
hätte daher aufgrund der damaligen Akten nicht einfach an
nehmen dürfen, der Beschwerdeführer könne seit Mai 2011 in der bisherigen Tätigkeit nicht mehr als die Hälfte des bisherigen Einkommens erzielen.
Schlicht unverständlich erscheint im Übrigen, wie die Beschwerdegegnerin in der Rentenverfügung (offenbar aufgrund des Einkommensvergleiches, wel
chen ihre Berufsberatung jedoch ausgehend von einer bloss 50%igen Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit durchgeführt hatte [
Urk.
7/33]) darauf hatte schliessen können, dass der Beschwerdeführer von August 2010 bis Mai 2011 mit einer vollzeitlich ausgeübten angepassten Tätigkeit sogar nur
Fr.
50‘715.-- hätte verdienen können (
Urk.
7/40).
4.3.4
Die Rentenverfügung vom 1
8.
Februar 2013 basiert demnach auf einem unge
nügend abgeklärten Sachverhalt. Ein
Rückkommenstitel
im Sinne von Art. 53
Abs.
2 ATSG erscheint deshalb gegeben.
5.
5.1
Laut den Angaben von
Dr.
C._
im
-
anlässlich des Revisionsverfahrens eingeholten
-
Bericht vom 2
3.
Dezember 2013 hat sich der somatische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Mai 2012 nicht wesentlich verändert (
Urk.
7/62; vgl. E. 3.2.2).
Da der Beschwerdeführer selbst
-
weder im Fragebogen für Rentenrevision noch in der Beschwerde
-
vorbrachte, seine Arbeitsfähigkeit habe sich aus somatischen Gründen verschlechtert, kann ohne Weiteres davon ausgegangen werden, dass bis zum Erlass der
ange
fochtenen Verfügung
vom 1
9.
Januar 2016 (
Urk.
2)
aus somatischer Sicht
unverändert in bisheriger Tätigkeit eine 50%ige und in angepasster Tätigkeit
eine 10
0%ige Arbeitsfähigkeit bestand.
5.2
5.2.1
Dr.
A._
stellte in seinem
anlässlich des Revisionsverfahrens einge
hol
ten
psychiatrischen Gutachten vom
4.
Juni 2014 die Diagnosen einer
An
passungs
störung
mit längerer depressiver Reaktion, gegenwärtig weitge
hend remittiert, (ICD-10 F43.21) sowie einer Angststörung im Rahmen einer jahre
langen Störung der Stressmodulationsfähigkeit, gegenwärtig teilweise remittiert
(
ICD-10 F41.1). Gemäss seiner Beurteilung kann zwar aufgrund einer mittelgradigen depressiven Symptomatik eine Arbeitsun
fähigkeit von 50
%
seit Februar 2012 bestätigt, für den Zeitpunkt der Begutachtung aber aus psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit mehr attestiert werden.
5.2.2
Zu den vom Beschwerdeführer gegen das Gutachten von
Dr.
A._
erhobe
nen formalen Einwänden, wonach die Exploration viel zu kurz gewesen
und
wonach
Dr.
A._
tendenziös und gegenüber den Versicherten voreinge
nommen
sei
(
Urk.
1 S. 4-5), ist festzuhalten, dass eine solche allgemein
gehaltene Kritik nicht geeignet ist, den
Beweiswert eines Gutachtens
in Zweifel zu ziehen. Es sind vorliegend keine konkreten Hinweise für eine Vor
eingenommenheit von Dr.
A._
ersichtlich, weshalb der Beschwerdeführer mit seinem Vorbringen nicht durchdringt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_714/2010 vom 9. Februar 2011 E. 2.1).
Rechtsprechungsgemäss gibt es
sodann
keine verbindliche Mindestdauer für eine psychiatrische Exploration, sondern es wird lediglich verlangt, dass die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist
(
vgl. statt vieler: Urteil
des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3).
5.2.3
Das psychiatrische Gutachten von
Dr.
A._
vom
4.
Juni 2014 beruht auf einer fachärztlichen Untersuchung und wurde in Kenntnis der und Ausei
nandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben.
Dr.
A._
hat detaillierte Befunde erhoben, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinandergesetzt.
Da die depressive Symptomatik
gemäss
Aktenlage s
eit Februar 2012 bestand und
Dr.
A._
ausdrücklich bestätigte, diese habe eine längere Zeit ein
e
mi
ttelgradige
Aus
prägung
aufgewiesen
(
Urk.
6/67/8), vermag zwar die von ihm gestellte Diagnose einer
Anpassungsstörung
gemäss
ICD-10 F43.21
nicht einzuleuchten. Bei einer Anpassungsstörung
gemäss
ICD-10 F43.21 handelt es sich nämlich
definitionsgemäss
um einen leichten depressiven Zustand als Reaktion auf eine länger anhaltende Belastungssituation, welcher aber nicht länger als zwei Jahre dauert (vgl.
Dilling
/
Mombour
/Schmidt, Internationale Klassifikation psychischer Störungen: ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diag
nostische Leitlinien, 9. Auflage 2014, S. 210
)
.
Dies ist jedoch insofern von untergeordneter Bedeutung, als
sich
die vorliegend strittige Frage, ob sich das psychische Zustandsbild des Beschwerdeführers resp. dessen Auswirkun
gen auf die Arbeitsfähigkeit wesentlich verändert haben, aufgrund der gut
achterlichen Feststellungen gleichwohl zuverlässig beurteilen lässt. Dr.
A._
hat nämlich – in Übereinstimmung mit den von ihm erhobenen klinischen Befunden – aufgezeigt, dass im Zeitpunkt der Begutachtung keine depressiven Symptome mehr bestanden und der Beschwerdeführer trotz der von ihm beschriebenen (von
Dr.
A._
einer generalisierten Angststörung [ICD-10 F41.1] zugeordneten) Symptome (anhaltende Anspannungen, nächt
liches Schwitzen, leichte Schlafstörungen, Ängstlichkeit, Zurückgezogenheit, Gereiztheit, angstbedingte Vermeidungshaltung) weitgehend unauffällige psychokognitive Funktionen aufwies. Laut den Angaben von Dr.
D._
in den Berichten vom 1
4.
Juni 2012 und 14.
Februar 2014 hatte der Beschwer
deführer demgegenüber damals depressiv gewirkt und waren seine Auffas
sung, Aufmerksamkeit und Konzentration leicht vermindert gewesen (Urk. 7/23/2). Im Weiteren hat Dr.
A._
schlüssig dargelegt, dass beim Beschwerdeführer zwar ängstlich-abhängige Persönlichkeitszüge vorlägen, eine Persönlichkeitsstörung jedoch angesichts der Tatsache, dass er acht Jahre die Primarschule absolviert und Militärdienst geleistet habe und auch im Erwachsenenalter den sozialen Anforderungen jahrelang ohne Probleme gewachsen gewesen sei, ausgeschlossen werden könne (
Urk.
7/67/8
).
Es besteht daher kein Grund, d
ie von
Dr.
A._
vorgenommene Ein
schätzung, wonach im Zeitpunkt der Begutachtung keine psychisch bedingte Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers mehr bestanden habe,
in Frage zu stellen
(zur fehlenden invalidisierenden Wirkung der von
Dr.
A._
beschriebenen akzentuierten Persönlichkeitszüge
[ICD-10 Z73] vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4 mit Hinweis auf 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1).
5.2.5
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers vermag die
Stellungnahme von
Dr.
D._
vom
8.
Dezember 2015 (
Urk.
7/90 [=
Urk.
3/1] an dieser Schlussfolgerung nichts zu ändern.
Dr.
D._
beschränkte sich darin darauf darzulegen, dass und weshalb sie
an
den von ihr in
i
hren Berichten vom 1
4.
Juni 2012 und 1
4.
Februar 2014
gestellten psychiatrischen Diagnosen (mittelgradigen depressiven Episode mit somatischem Syndrom [ICD-10 F32.11], spezifische isolierte Phobie [ICD-10 F40.2], Merkmale einer Persönlichkeitsstörung Cluster-Gruppe C [ICD-10 F60.6]) sowie an ihrer Einschätzung der Arbeitsfähigkeit (50%ige Arbeitsun
fähigkeit in bisheriger und angepasster Tätigkeit) fest
hält. Aktuelle Befunde, welche darauf
schliessen
lassen würden, dass wiederum eine mittelgradige depressive Symptomatik besteht, nannte sie nicht. D
ie Diagnose einer
Per
sönlichkeitsstörung
gemäss
ICD-10 F60.6
leitete sie sodann
weder in der genannten Stellungnahme noch in i
hrem Bericht vom 14.
Februar 2014 schlüssig her.
Abgesehen davon weist die Diagnose einer
Persönlichkeitsstö
rung
, wie die meisten Diagnosen, ohnehin keine direkte Korrelation zu einer Arbeitsunfähigkeit auf (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.1).
Wie Dr.
A._
zu Recht bemerkte, konnte der Beschwerdeführer jahrzehntelang erfolgreich einer Arbeitstätigkeit nachgehen, was gegen das Vorliegen einer relevanten
Per
sönlichkeitsstörung
spricht.
5.3
Angesichts der von
Dr.
A._
aufgezeigten Verbesserung des psychischen Zustandsbildes ist seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – nicht
bloss
als unterschiedliche Beur
teilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen psychischen Gesundheitszustandes zu erachten. Vielmehr stellt diese einen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17 ATSG dar, zumal der Beschwerdeführer selbst nicht geltend machte, dass sich sein psychisches Zustandsbild seit der Begutachtung bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung verschlechtert habe.
5.4
Anzufügen bleibt, dass der Beschwerdeführer
gemäss
seinen Angaben anläss
lich der Begutachtung damals (Mai 2014) zwar
-
niedrigdosierte
-
Psycho
pharmaka einnahm. Laut Dr.
A._
könnte die medikamentöse Behandlung aber optimiert werden (
Urk.
7/67/4 und
Urk.
7/67/9). Sodann teilte der Beschwerdeführer Dr.
A._
offenbar mit, eine Zeit lang habe er seine behandelnde Psychiaterin ein oder zweimal pro Monat aufgesucht, in den letzten Monaten aber nur noch einmal pro Monat, um die Medikamente zu holen (
Urk.
7/67/6)
Gemäss
den Angaben von
Dr.
D._
in ihrem Bericht vom 14.
Februar 2014 hatte zwar damals
-
nebst einer Pharmakotherapie
-
noch eine Gesprächstherapie stattgefunden, jedoch nur in zweimonatlichen Abständen (
Urk.
7/63/3).
Im
Weiteren hatte sie darin – wie schon im Bericht vom 1
4.
Juni 2012 (
Urk.
7/23/3) - eine Verhaltenstherapie empfohlen (
Urk.
7/63/3).
Gemäss
Aktenlage hat sich der Beschwerdeführer bislang aber weder einer solchen noch einer (teil
)stationären Therapie unterzogen.
Abgesehen davon, dass
-
auch - die bis zur Begutachtung erfolgte Reduktion der Behandlungsbemühungen des Beschwerdeführers (medikamentöse Thera
pie, jedoch keine Gesprächstherapie mehr) auf eine Verbesserung seines psy
chischen Gesundheitszustandes hinweist, hat er die ihm zumutbaren Behandlungsmöglichkeiten zu keiner Zeit optimal und nachhaltig ausge
schöpft. Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts (BGE 141 V 281 E.
4.3.1.2 unter Hinweis auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_736/2011 vom
7.
Februar 2012 E. 4.2.2.1) wäre dies
-
da unstrittig kein
e
schwere psychische Krankheit besteht - zur Annahme eines invalidisierenden psychischen Leidens aber
-
im gesamten Zeitraum zwischen der Rentenverfügung vom 18.
Februar
2013
und der rentenaufhebenden Verfügung vom 1
9.
Januar 2016 - erforderlich gewesen.
6.
6.1
Liegt ein Revisionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG
vor
, ist der
Invali
ditätsgrad
neu und ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen
zu ermitteln (
BGE 141 V 9). Ebenso verhält es sich bei Vorliegen eines Wiedererwägungsgrundes im Sinne von
Art.
53
Abs.
2 ASTG (vgl. E. 1.1.3).
6.2
6.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empiri
scher Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesund
heits
schaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
von selbständig erwerbstätig gewesenen Personen, das der Bestimmung des Invaliditätsgrades nach Art. 16 ATSG zugrunde zu legen ist, sollten in erster Linie die aus dem Auszug aus dem Individuellen Konto (IK) ersichtlichen Löhne herangezogen werden. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und verhält
nismässig kurzfristig in Erscheinung getretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während einer längeren Zeitspanne erzielten
Durch
schnitts
verdienst
abzustellen (Urteil des Bundesgerichts 8C_626/2011 vom 29. März 2012 E. 3, E. 4.1 f.).
Ein vor Eintritt des Gesundheitsschadens erzieltes (hohes) Einkommen, wel
ches bei einem überdurchschnittlichen zeitlichen Aufwand erarbeitet worden ist, muss im Rahmen des sozialversicherungsrechtlichen
Einkommensver
gleichs
nicht systematisch auf ein 100%-Pensum reduziert werden (Urteil des Bundesgerichtes 8C_1
38/2015 vom 2
6.
Oktober 2015 E.
5.3 unter Hinweis auf das Urteil 8C_671/2010 vom 2
5.
Februar 2011 E.
4.5). Ein aus einer Nebenbeschäftigung fliessendes Entgelt wird praxisgemäss berücksichtigt, wenn mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststeht, dass es im
Gesund
heitsfall
weiterhin erzielt worden wäre (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_671/2010 vom 2
5.
Februar 2011 E. 4.5.1 und E.
4.5.2).
6.2.2
Wie eingangs erwähnt, war der Beschwerdeführer seit 2004 in seinem eige
nen Betrieb (
Y._
) als (angestellter) Geschäftsführer und
Fassaden
bauer
tätig.
Gemäss
Aktenlage
betrug
sein
dortiger Lohn im Jahr
vor Eintritt des Gesundheitsschadens (2009)
Fr.
116‘000.-- (= Fr. 8‘000.-- x 12 plus Fr. 20‘000.-- Provision [vgl. IK-Auszug,
Urk.
7/15, und Lohnkonto 2008 der
Y._
,
Urk.
7/30/12]).
Gemäss
den Angaben der
Y._
im
„
Fragebogen für
Ar
beitgebende
“ vom 2
4.
August 2012
hätte der Beschwer
deführer im Gesundheitsfall (im Jahr 2012)
Fr.
120‘000.-- verdient (
Urk.
7/30/3).
Seit 2003 verrichtet
(
e
)
er überdies
in der von ihm und seiner Familie bewohn
t
en Liegenschaft
die Hauswarttätigkeiten (vgl. dazu die Angaben der
Z._
im Fragebogen für
Arbeitgebende
vom 1
0.
April 2012,
Urk.
7/17
/1-5, sowie den Arbeitsvertrag,
Urk.
7/17/11
).
Das mit diesen Tätig
keiten erzielte Einkommen belief sich stets auf
Fr.
490.-- pro Monat resp.
Fr.
5‘880.--pro Jahr (
Urk.
7/17/11,
Urk.
7/15 und
Urk.
7/95).
6.2.3
Der Abklärungsdienst der Beschwerdegegnerin, welcher am
4.
Oktober 2012 eine Abklärung vor Ort vorgenommen hatte, hatte im betreffenden
Abklä
rungsbericht
vom 1
2.
April 2012 festgestellt, dass der Beschwerdeführer
gemäss
den Lohnausweisen und IK-Einträgen
-
im Jahr 2008 als Geschäfts
führer und Fassadenbauer bei der
Y._
ein Einkommen (ohne Pauschalspesen und Provisionen) von Fr. 96‘000.-- erzielt habe, was unter Berücksichtigung der Nominallohnerhöhung einem Einkommen 2012 von
Fr.
100‘686.-- entspreche
.
Unter Berücksichtigung des Lohnes für die Tätig
keiten al
s Hauswart von Fr. 5‘880.-- erge
be sich ein
Valideneinkommen
2012 von
Fr.
106‘566.-- (Urk. 7/32/5).
Gestützt auf diese Angaben
bemass
die Beschwerdegegnerin
das
Validenein
kommen
2012 in der angefochtenen Verfügung
-
wie schon in der
Renten
verfügung
vom 1
8.
Februar 2013 (
Urk.
7/40)
-
mit
Fr.
106‘566.-- (
Urk.
2; vgl.
auch
Urk.
7/40/2
).
6.2.4
Gemäss
Aktenlage hatte der Beschwerdeführer in den Jahren 2006 und 2007 von der
Y._
ein Einkommen in der Höhe von
je
Fr.
96‘000.-- (=
Fr.
8‘000.--
x 12 [vgl. Urk. 7/32/4 und
Urk.
7/15]), mithin weder eine Pro
vision noch einen 1
3.
Monatslohn, bezogen, weshalb nicht
einfach ange
nommen werden kann
, dass ihm im Gesundheitsfall weiterhin eine Pro
vision von Fr.
20‘000.-- resp. neuerdings ein 1
3.
Monatslohn ausbezahlt worden wären. Mit Blick auf das
vor Eintritt des Gesundheitsschadens
erzielte Ein
komme
n nicht zu überzeugen vermag
auch die von der
Y._
im August 2012 gemachte Angabe, wonach der Beschwerdeführer im
Gesund
heitsfall
-
nunmehr -
Fr.
120‘000.--
verdient hätte.
Dies gilt umso mehr, als Grund zur Annahme besteht, dass die
Y._
geneigt war, zugunsten ihres Mitinhabers und Geschäftsführers auszusagen.
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin resp. deren Abklärungsdienst das
Valideneinkommen
aufgrund des vor Eintritt des
Gesund
heitsschadens
vom Beschwerdeführer bei der
Y._
tatsäch
lich
erzielten Lohnes berechnet hat. Die Hinzurechnung des Nebenein
kommens
als Hauswart von
Fr.
5‘880.
-- erscheint
aufgrund der Angaben der
Z._
(
Urk.
7/17) sowie der vorliegenden IK
Auszüge (Urk.
7/15,
Urk.
7/61,
Urk.
7/75 und
Urk.
7/95) ebenfalls als korrekt.
6.2.5
Ausgehend von einem Einkommen 2008 bei der
Y._
von Fr.
96‘000.-- (=
Fr.
8‘000.-- x 12) resultiert unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im Baugewerbe (Index 119,5 [2008] auf Index 125.8 [2015]; vgl. Bundesamt für Statistik, Nominallohnindex 1993 – 2015, Tabelle T1.93, Baugewerbe) für das Jahr 2015 (der Index für das Jahr 2016 liegt noch nicht vor) ein Einkommen von
Fr.
101‘061.1
0.
Unter Hinzu
rechnung des Nebeneinkommens als Hauswart ergibt sich ein
Validen
ein
kommen
2015 von Fr. 106‘941.1
0.
6.3
6.3.1
Nach dem Gesagten ist davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer
in der bisherigen Tätigkeit seit Mai 2011 zu 50
%
arbeitsfähig war und in einer angepassten Tätigkeit seit Ablauf des Wartejahres (August 2010) stets eine 100%ige Arbeitsfähigkeit bestand.
6.3.2
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Recht
spre
chung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in wel
cher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invali
dität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeits
verhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als
Invali
denlohn
(BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Schöpft die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens die ihr verbliebene Restarbeitsfähigkeit nicht voll aus, so können nach der Recht
sprechung für die
Bestimmung des Invalideneinkommens Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohn
strukturerhebungen
(LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und
9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl.
aber
BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1).
Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbs
tä
tigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbli
che Verwer
tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufli
che Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter,
Aktivi
tätsdauer
, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensum
stände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hinweisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).
War eine versicherte Person als Gesunde in einem insgesamt hohen Beschäf
ti
gungsgrad erwerbstätig
-
und hat sie (wie hier) auch ein entspre
chend höheres Einkommen erzielt, das beim
Valideneinkommen
berücksich
tigt wird
so ist ihr, wenn keine Einschränkung der Leistungsfähigkeit attestiert wird, auch weiterhin ein gleiches überdurchschnittliches Pensum, allenfalls in einer angepassten Tätigkeit, zumutbar (Urteil des Bundesgerichts 9C_883/2007 vom 1
8.
Februar 2008 E.
2.4).
6.3
.3
Gemäss
de
n vorliegenden IK-Auszügen hat der Beschwerdeführer im Jahr 2012 (
frühest
möglicher Rentenbeginn) bei der
Y._
ein Einkommen von Fr. 51‘156.--, im Jahr 2013 ein solches von
Fr.
55‘250.-- und im Jahr 2014 von
Fr.
44‘711.-- erzielt (
Urk.
7/95).
Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, hätte der Beschwerdeführer in
dieser Zeit sowie im weiteren Verlauf bis zur angefochtenen Verfügung in
einer angepassten Tätigkeit ein deutlich höheres Einkommen erzielen können. Zwar
hat er von 2002 bis 2004 auf selbständiger Basis und seither für seinen eigenen Betrieb gearbeitet.
Zuvor war er jedoch seit seiner Einreise in die Schweiz im Jahr 1989 bei verschiedenen Arbeitgebern im Angestell
tenverhältnis tätig gewesen.
Dem 1969 geborenen Beschwerde
führer war (2012) und ist daher
-
i
nsbesondere auch angesichts der
noch verbleibende
n Aktivitätsdauer
-
die Aufnahme einer angepassten unse
lbständigen Tätigkeit zuzumuten
. Dass der Beschwerdeführer stets in der Baubranche
arbeitete und
in anderen Bereichen übe
r keine Berufserfahrung verfügt
, ändert daran nichts.
6.3
.4
Die Beschwerdegegnerin zog in der angefochtenen Verfügung zur Berech
nung des Invalideneinkommens für den Haupterwerb den Tabellenlohn der LSE 2008 für Hilfsarbeiten (TA1, Total, Männer, Anforderungsniveau 4)
heran und rechnete diesen auf das Jahr 2012 auf, was ein Jahreseinkommen 2012 von
Fr.
62‘782.05 ergab. Einen Abzug vom Tabellenlohn nahm sie nicht vor. Unter Hinzurechnung des Einkommens von Fr. 5‘880.-- aus der Nebenerwerbstätigkeit setzte sie das Invalideneinkommen 2012 auf (insge
samt)
Fr.
68‘590.05 fest.
6.3.
5
Angesichts der langjährigen Tätigkeit des Beschwerdeführers als Geschäfts
führer der
Y._
stellt sich zunächst die Frage, ob nicht der
Tabellen
lohn
für Tätigkeiten im Anforderungsniveau 3 (entspricht
Kompe
tenzniveau
2 der LSE 2012) heranzuziehen wäre. So oblag ihm als Geschäftsführer
offen
bar insbesondere auch die Anweisung und Kontrolle der von der
Y._
beschäftigten Arbeitnehmer. Ansonsten war er aber offenbar weiter
hin selbst auf dem Bau tätig. Büroarbeiten scheint er nie verrichtet zu haben
(Urk. 7/32/2). Da er somit
letztlich
nur über Berufs- und Fach
k
enntnisse im Baubereich verfügt
,
ist der
Beizug
des Tabellenlohnes für
Tätigkeiten im A
nforderungsniveau 4 (entspricht Kompetenzniveau
1
der LSE 2012) nicht zu beanstanden
.
6.3.
6
Da im Zeitpunkt der rentenaufhebenden Verfügung (2016) die LSE 2012 bereits veröffentlicht war, wären an sich die Tabellenlöhne dieser LSE zu verwenden. D
er monatliche Bruttolohn für im
Kompetenzniveau 1 im priva
ten Sektor tätige Männer betrug im Jahr 2012
Fr.
5‘210.-- (LSE 2012 TA1 Total Kompetenzniveau 1). Dieser Tabellenlohn weist gegenüber dem von der Beschwerdegegnerin bei der
Leistungszusprache
im Jahr 2013 herangezoge
nen Tabellenlohn der LSE 2010 von
Fr.
4‘901.-- (LSE 2010 TA1 Total
Anfor
derungsniveau
4) ein Plus von 6,3
%
auf, was nicht mit der Lohnentwicklung von 2010 und 2012 übereinstimmt (BGE 142 V 178 E.
2.5.3.1). Während
gemäss
den nachfolgenden Erwägungen bei Verwendung der LSE 2012 auch dann kein rentenbegründender Invaliditätsgrad resultiert, wenn beim
Invali
deneinkommen
gar kein Nebeneinkommen berücksichtigt wird, ist dies bei Verwendung der LSE 2010 nicht der Fall. Es rechtfertigt sich daher, das Invalideneinkommen aufgrund der LSE 2010 zu berechnen (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1).
Ausgehend vom besagten Tabellenlohn der LSE 2010 von
Fr.
4‘901.-- resul
tiert unter Berücksichtigung
der betriebsübliche
n Wochenarbeitszeit im Jahr 2015
(die Zahlen des Jahres 2016 liegen noch nicht vor) von 41,7
Stunden (vgl. Bundesamt für Statistik,
T 03.02.03.01.04.01, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilung in Stunden pro Woche, To
tal
) und der
Nominal
lohnentwicklung
für Männer (Indexstand 2151 [2010] auf
2226 [2015
],
vgl.
Bundesamt für Statistik, Tabelle Schweizerischer Lohnindex, T39)
ein Ein
kommen 2015 von Fr. 63‘449.30 (=
Fr.
4‘901.--
: 40 x 41.7
: 2151 x 2226 x 12 [bei Anwendung der LSE 2012 wären es Fr.
66‘309.10, nämlich Fr.
5‘210.-- : 40 x 41.7 : 2188 x 2226 x 12).
6.3.
7
Wird das Invalideneinkommen auf der
Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Mit Bezug auf den behinderungs- beziehungsweise leidensbedingten Abzug ist zu beachten, dass das medizinische Anforderungs- und Belastungsprofil eine zum zeitlich zumutbaren Arbeitspensum tretende qualitative oder quan
titative Einschränkung der Arbeitsfähigkeit darstellt, wodurch in erster Linie das Spektrum der erwerblichen Tätigkeiten (weiter) eingegrenzt wird, welche unter Berücksichtigung der Fähigkeiten, Ausbildung und Berufserfahrung der versicherten Person
realistischerweise
noch in Frage kommen. Davon zu unterscheiden ist die Frage, ob mit Bezug auf eine konkret in Betracht fal
lende Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage verglichen mit einem gesunden Mitbewerber nur bei Inkaufnahme einer Lohneinbusse reale Chancen für eine Anstellung bestehen. Lediglich wenn - auch auf einem aus
geglichenen Arbeitsmarkt (zu diesem Begriff
BGE 110 V 273
E. 4b) - unter Berücksichtigung solcher Einschränkungen, die personen- oder
arbeitsplatz
bezogen
sein können, kein genügend breites Spektrum an zumutbaren
Ver
weisungstätigkeiten
mehr besteht, rechtfertigt sich allenfalls ein (zusätzlicher) Abzug vom Tabellenlohn (Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3.1.1
mit Hinweisen).
Vorliegend
besteht
trotz der
qualitativen Beeinträchtigungen in einer körper
lich leichten Tätigkeit (keine Überkopfarbeiten, keine grob
manuellen Tätig
keiten, vgl. E. 3.1.6
)
im Anforderungsniveau 4
ein
breites Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten. Zu nennen sind etwa einfache
Überwa
chungs
-, Prüf- und Kontrolltätigkeiten.
Die Vornahme eines leidensbedingten Abzuges erscheint daher nicht angezeigt.
Der fehlenden Ausbildung und Berufserfahrung des Beschwerdeführers
ausserhalb
des Baubereiches wird bereits durch den
Beizug
des Tabellenlohnes für einfache und repeti
tive Tätigkeiten –
grosszügig
–
Rechnung getragen. Weitere Abzugsgründe sind nicht ersichtlich.
Es erscheint daher – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers – durchaus vertretbar, dass die Beschwerdegegnerin keinen Abzug vom Tabellenlohn vorgenommen hat.
Bezogen auf die Haupterwerbstätigkeit ist deshalb von einem
Invalidenein
kommen
2015 von
Fr.
63‘449.30 auszugehen, womit im Vergleich zum ermittelten
Valideneinkommen
2015 von
Fr.
106‘941.10 eine
Erwerbsein
busse
von Fr. 43‘491.80 resp. ein Invaliditätsgrad von 40,67
%
resultiert (bei Verwendung der LSE 2012 würde die
Erwerbseinbusse
Fr. 40‘632.-- betragen, was einen Invaliditätsgrad 38 % ergäbe).
6.4
Was das – von der Beschwerdegegnerin auch beim Invalideneinkommen ange
rechnete – Nebeneinkommen für die Hauswartstätigkeit betrifft, ist zu bemerken, dass
gemäss
Aktenlage zwar nach Eintritt des
Gesundheitsscha
dens
das Anstellungsverhältnis mit der
Z._
fortbestand und dem Beschwerdeführer von dieser Firma weiterhin ein Jahreslohn von
Fr.
5‘880.-- ausbezahlt wurde. Der Beschwerdeführer gab aber im Juni 2011 gegenüber dem Unfallversicherer an, von den anfallenden Tätigkeiten (vgl.
„Pflichtenheft für Hauswar
t
dienste“
, Urk.
7/17/10)
könne er Tätigkeiten wie Treppenhäuser reinigen und Gartenarbeiten (Rasenmähen, Heckenschneiden) nicht mehr selber machen; sein Sohn helfe ihm dabei oder mache die Arbei
ten selber (Urk. 7/16/77). Anlässlich des Ressourcengesprächs bei der Beschwerdegegnerin vom 2
9.
März 2012 erklärte er,
dass er die Tätigkeit als Hauswart weiterhin ausführen könne, aber Hilfe vom Sohn bei
Überkopf
arbeiten
erhalte (Urk.
7/12/1)
.
Gegenüber dem Abklärungsdienst
äusserte
er
schliesslich
im Oktober 2012, dass nun sämtliche Hauswarttätigkeiten von seinem Sohn ausgeführt würden
(Urk. 7/32/4)
Angesichts der laut dem vorliegenden „Pflichtenheft für Hauswartdienste“ anfallenden Tätigkeiten sowie des von RAD-Arzt
Dr.
G._
formulierten Belastungsprofils (körperlich leichte Tätigkeiten ohne Überkopfarbeiten und grobmanuelle Tätigkeiten) hätte die Beschwerdegegnerin diese Angaben des Beschwerdeführers nicht einfach
ausser
Acht lassen dürfen. Dass die
Z._
weiterhin dem Beschwerdeführer den ganzen Lohn aus
richtete, ändert daran nichts, erscheint doch durchaus denkbar, dass es für diese Firma ohne Belang war und ist, ob die Hauswarttätigkeiten in der vom Beschwerdeführer bewohnten Liegenschaft von ihm selbst oder von Fami
lienangehörigen verrichtet werden.
Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass vorliegend bereits dann ein
rentenaus
schliessender
Invaliditätsgrad resultiert, wenn das trotz Gesundheitsschaden
erzielbare Gesamteinkommen unter
Fr.
65‘234.
-- (= 0,
39
% von
Fr.
106‘941.10) liegt. Dies wäre bereits bei einem anzurechnenden Nebenein
kommen von rund einem Drittel des bisherigen Nebeneinkommens von
Fr.
5‘880.-- der Fall (
Valideneinkommen
2015 von
Fr.
106‘941.10 abzüglich Invalideneinkommen [Haupterwerb] von Fr.
63‘449.30 = Fr. 1‘784.
70
[=
30,3
5
% von
Fr.
5‘880.--]).
Aufgrund der medizinischen Aktenlage ist nicht ersichtlich, weshalb es dem Beschwerdeführer im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns (Sep
tember 2012) sowie im weiteren Verlauf bis zur angefochtenen Verfügung nicht weiterhin zuzumuten und möglich gewesen sein sollte, die anfallenden Hauswartarbeiten – wie noch im Juni 2011 und im März 2012 – zumindest teilweise selbst zu verrichten und damit zumindest einen Drittel des bisheri
gen Nebeneinkommens zu erzielen. Gleiches gilt erst recht für die Erzielung eines Nebeneinkommens in einer anderen, den körperlichen Beschwerden des Beschwerdeführers vollumfänglich Rechnung tragenden Tätigkeit.
6.5
Es kann daher zumindest überwiegend wahrscheinlich davon ausgegangen werden, dass es dem Beschwerdeführer zuzumuten und möglich war, seit September 2012 bis zur angefochtenen Verfügung vom 1
9.
Januar 2016 ein
rentenausschliessendes
Einkommen zu erzielen.
7.
Zusammenfassend erweist sich die angefochtene Verfügung im Ergebnis jeden
falls als rechtens, wes
halb die dagegen erhobene Beschwerde abzuwei
sen ist.
8.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der
Invalidenver
siche-rung
vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem
Verfahrens
aufwand
und
unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festge
legt
.
Die Gerichtskosten sind auf Fr. 800.-- festzulegen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie de
m
unterliegenden Beschwerdeführer aufzuer
legen.