# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 07726697-b742-44ac-bf8b-b61654856b32
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1980 geborene
X._ meldete sich a
m 3. Mai 2013 beim Regio
nalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) Zürich Hardturmstrasse zur Ar
beitsvermittlung an (Urk. 8/1) und beantragte ab 1. Mai 2013 Arbeitslosenent
schädigung
. Gemäss den Angaben im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung (Urk. 8/3) hatte die Versicherte zuvor von 2003 bis anfangs April 2012 in Ungarn gearbeitet und war in der Schweiz in den zwei Jahren vor Geltend
machung des Anspruches auf Arbeitslosenentschädigung vom 14. April bis 1. August 2012 bei der Y._ sowie vom 1. August 2012 bis 1. Mai 2013 bei der Z._ erwerbstätig gewesen
(Urk. 8/3)
. Die Arbeitslo
senkasse eröffnete eine Rahmenfrist und erbrachte Taggeldleistungen bis zur Erschöpfung des Leistungsanspruches am 9. Mai 2014 (vgl. Urk. 8/12, 8/39).
1.2
Am 31. Juli 2015 meldete sich die Versicherte beim RAV
P._
erneut
zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 8/43) und beantragte ab 1. August
2015 Arbeits
losenentschädigung
.
Im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung gab die Ver
sicherte an, vom 28. Juli 2014 bis 31. März 2015 bei der A._ sowie vom 1. April bis 31. Juli 2015 beim Einzelunternehmen B._, erwerbstätig gewesen zu sein (Urk. 8/41).
Mit Verfügung vom 3. September 2015 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kan
tons
Zürich einen Anspruch
auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 1. August 2015, da während der Rahmenfrist vom 3. August 2013 bis 2. August 2015 ge
mäss dem IK-Auszug keine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt worden sei
(Urk.
8/69
). Mit Verfügung vom
7
. September 2015
hob die Arbeits
losen
kasse des Kantons Zürich die Verfügung vom 3. September 2015 wieder
erwä
gungsweise auf und verneinte mit derselben Begründung wie in der aufge
hobenen Verfügung einen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung ab dem 3. August 2015 (Urk. 8/73). Gegen diese Verfügungen
erhob die Versicherte am 8. Oktober 2015 Einsprache (Urk. 8/76). Am 19. November 2015
teilte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich der Versicherten mit, es sei zweifelhaft, ob ein tatsächlicher Lohnbezug für die Tätigkeit beim Einzelunternehmen B._, mittels der eingereichten Lohnabrechnungen genü
gend ausgewiesen sei, und gewährte ihr Frist zur Stellungnahme
(Urk
. 8/79), worauf die Versicherte am
26. November 2015
Stellung nahm
(Urk. 8/80).
Mit Entscheid vom
4. Dezember 2015
vereinigte die Arbeitslosenkasse die beiden Einspracheverfahren und wies beide Einsprachen ab
(Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 21. Januar 2016 Beschwerde und be
an
tragte die Ausrich
tung der gesetzlichen Leistungen (Urk. 1).
Die Beschwer
de
geg
nerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 8. Februar 2016 auf Abweisung der
Beschwerde (Urk. 7), was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 10. Febru
ar
2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Eine der gesetzlichen Voraussetzungen fü
r den Anspruch auf Arbeitslosen
ent
schädigung besteht darin, dass die versicherte Person die Beitragszeit erfüllt hat (Art. 8 Abs. 1 lit. e des Bundesgesetzes üb
er die obligatorische Arbeitslo
senver
sicherung und die Insolvenzentschädigung, AVIG). Die Beitragszeit hat erfüllt, wer innerhalb der Rahmenfrist nach
Art. 9 Abs. 3 AVIG während min
destens zwölf Monaten eine beitragspflichtige Beschäftigung ausgeübt hat (Art. 13 Abs. 1 AVIG). Die Rahmenfrist für die Beitragszeit beginnt zwei Jahre vor dem Tag, an welchem die versicherte Person er
stmals sämtliche Anspruchs
voraus
setzungen erfüllt (Art. 9 Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 AVIG).
1.2
1.2.1
Die beitragspflichtige Beschäftigung gemäss Art. 13 Abs. 1 AVIG muss genü
gend überprüfbar sein. Nach der Rechtsprechung ist die Ausübung einer an sich beitragspflichtigen Beschäftigung nur Beitragszeiten bildend, wenn und soweit hierfür effektiv ein Lohn ausbezahlt wird. Mit dem Erfordernis des Nachweises effektiver Lohnzahlung sollen und können Missbräuche im Sinne fiktiver Lohn
vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer verhindert werden. Dem Nachweis tatsächlicher Lohnzahlung kommt dabei nicht der Sinn einer selbständigen Anspruchsvoraussetzung zu, wohl aber der Sinn eines bedeutsa
men und in kritischen Fällen unter Umständen ausschlaggebenden Indizes für die Ausübung einer unselbständigen, beitragspflichtigen Beschäftigung. Soweit eine solche Beschäftigung nachgewiesen, der exakte ausbezahlte Lohn jedoch unklar geblieben ist, hat eine Korrektur über den versicherten Verdienst zu er
folgen (BGE 131 V 444 E. 3.2.3; ARV 2008 S. 314, 2007 S. 46 E. 2.1; Urteile des Bundesgerichts 8C_387/2015 vom 11. August 2015 E. 3 und 8C_75/2013 vom 25. Juni 2013 E. 2.2).
1.2.2
Als Beweis für den tatsächlichen Lohnfluss genügen Belege über entsprechende Zahlungen auf ein auf den Namen des Arbeitnehmers oder der Arbeitnehmerin lautendes Post- oder Bankkonto; bei behaupteter Barauszahlung fallen Lohn
quittungen und Auskünfte von ehemaligen Mitarbeitern (allenfalls in Form von Zeugenaussagen) in Betracht. Höchstens Indizien für tatsächliche Lohnzah
lungen bilden Arbeitgeberbescheinigungen, vom Arbeitnehmer oder der Arbeit
nehmerin unterzeichnete Lohnabrechnungen und Steuererklärungen sowie Ein
tragungen im individuellen Konto (BGE 131 V 444 E. 1.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts C 173/05 vom 7. April 2006 E. 1). Fehlen Belege für eine Lohnüberweisung (Post- oder Bankkontoauszüge oder Quittungen für Lohn
zahlungen), ist eine tatsächlich erfolgte Lohnentrichtung nicht mit der erforder
lichen Wahrscheinlichkeit erstellt (ARV 2004 S. 115; Urteil des Bundesgerichts C 250/03 vom 28. Juli 2004 E. 2.1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid aus, unter „B._“ werde seit dem 18. November 2014 ein Einzelunter
nehmen geführt, welches dieselbe Adresse wie die A._ aufführe. Gemäss Angaben der A._ habe der dort zuletzt erzielte Monats
lohn Fr. 6‘700.-- betragen. Gemäss Arbeitsvertrag zwischen der Beschwerde
führerin und dem Einzelunternehmen B._, sei für dieses Arbeitsverhältnis ein Bruttomonatslohn von Fr. 8‘750.-- vereinbart wor
den. Als Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit dem Einzelun
ternehmen B._, seien finanzielle Schwierigkeiten der Arbeitgeberin genannt worden. Was den Kündigungszeitpunkt betreffe, habe die Beschwerdeführerin im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung angegeben, die Arbeitgeberin habe ihr am 1. Juli 2015 per Ende Juli 2015 gekündigt. Auf Hin
weis der Arbeitslosenkasse hin, die Kündigungsfrist würde sich somit möglich
erweise verlängern, habe die Beschwerdeführerin in der Folge jedoch mitgeteilt, es sei ihr bereits anfangs Juni 2015 mündlich gekündigt worden.
Die Beschwerdegegnerin erwog, der Nachweis des tatsächlichen Lohnbezugs sei in der Regel mittels Arbeitgeberbescheinigungen und Lohnabrechnungen zu erbringen. Bei begründeten Zweifeln über die korrekte Bescheinigung müsse die Arbeitslosenkasse allerdings weitere Abklärungen treffen. Aufgrund der un
klaren Adressverhältnisse der Arbeitgeberin, des behaupteten markanten Lohn
sprungs der Beschwerdeführerin unter gleichzeitiger Angabe von finanziellen Unsicherheiten bzw. Schwierigkeiten als Kündigungsgrund, der kurzen Dauer des angegeben Arbeitsverhältnisses, der mit dieser behaupteten Beschäftigungs
dauer knapp erfüllten Anspruchsvoraussetzung der Mindestbeitragszeit gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG sowie des nicht einheitlich geschilderten Kündigungs
zeitpunktes liege ein Zweifelsfall vor.
Vorliegend sei w
eder
im
IK-Auszug ein Einkommen
aufgeführt
,
noch sei eine
Anmeldung zur Bezahlung der Quellensteuer erfolgt
. Die Einzahlungen auf das Privatkonto der Beschwerdeführerin würden
sodann
weder betragsmässig noch datumsmässig mit den
geltend gemachten
Barlohnbezügen korrespondieren. Mit den aktenkundigen Lohnabrechnungen und Barlohnzahlungsbestätigungen vermöge
einzig
die
Arbeitgeber
in
Angaben über die effektive Auszahlung von Löhnen machen, was weisungsgemäss nicht zu einem Anspruch auf Arbeits
losenentschädigung führen könne. Es sei somit nicht ausgewiesen, dass die Be
schwerdeführerin innerhalb der Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 3. August 2013 bis am 2. August 2015 während mindestens zwölf Monaten eine beitrags
pflichtige Beschäftigung ausgeübt habe, weshalb kein Anspruch auf Arbeits
losenentschädigung bestehe (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber wurde beschwerdeweise im Wesentlichen vorgebracht, es sei aus
reichend ausgewiesen, dass die Beschwerdeführerin
vom 1. April bis 31. Juli 2015
beim Einzelunternehmen
B._,
erwerbstätig ge
wesen sei
. Die Beschwerdeführerin habe
hierzu
Lohnabrechnungen mit quittier
ten Barzahlungen eingereicht. Aus den Akten sei ersichtlich, dass bereits bei der Anstellung bei der
A._
die Lohnzahlung
en
teilweise in bar aus
bezahlt worden sei
en
. Dieser Vorgang zeige, dass Barzahlungen bereits während
dem vorangegangen Anstellungsverhältnis üblich gewesen seien und dieser Vor
gang auch beim nachfolgenden Anstellungsverhältnis von April bis Juli 2015 nicht als ungewöhnlich qualifiziert werden könne.
Aus
dem Kontoauszug der Beschwerdeführerin
sei sodann ersichtlich, dass
im Zeitraum vom 12. Mai bis 10. August 2015 Bareinzahlungen
im Gesamtbetrag von
Fr. 22‘950.
--
erfolgt
seien
, was in direktem Zusammenhang mit den Barlohnzahlungen von monat
lich Fr. 7‘717.75 von April bis Juli 2015
stehe.
Die Beschwerdeführerin habe vom erhaltenen Barlohn
somit
durchschnittlich Fr. 5‘700.
--
pro Mon
at auf ihr Bankkonto einbezahlt. D
en zurückbehaltenen Betrag
habe sie
für die Deckung der finanziellen Bedür
fnisse des Haushaltes verwendet (Urk. 1).
3.
3.1
Gemäss den eingereichten Lohnabrechnungen der A._ verdiente die Beschwerdeführerin bei dieser Arbeitgeberin ein monatliches Bruttoein
kommen von Fr. 6‘250.-- (Urk. 8/61). In der Arbeitgeberbescheinigung wurde festgehalten, die Beschwerdeführerin sei als „Leitung Administration“ tätig gewesen. Das Arbeitsverhältnis sei aufgrund eines Eigentümerwechsels per 31. März 2015 aufgelöst worden (Urk. 8/48). Über die A._, welche seit dem 18. Juli 2014 im Handelsregister eingetragen war, wurde am 31. Mai 2016 der Konkurs eröffnet (vgl. www.zefix.ch).
Gemäss der Arbeitgeberbescheinigung des Einzelunternehmens B._, war die Beschwerdeführerin in der Folge vom 1. April bis 31. Juli 2015 für dieses Unternehmen als Leiterin Office und Assistenz der Geschäftsführung tätig (Urk. 8/46), wobei gemäss eingereichtem Arbeitsvertrag (Urk. 8/44) ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 8‘750.-- vereinbart wurde. Sowohl im Antrag auf Arbeitslosenentschädigung als auch in der Arbeitgeber
be
scheinigung wurde festgehalten, das Arbeitsverhältnis sei am 1. Juli 2015 per 31. Juli 2015 wegen finanziellen Schwierigkeiten (Urk. 8/46) respektive wegen finanziellen Unsicherheiten (Urk. 8/41) aufgelöst worden. Auf Ersuchen der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 8/51) reichte die Beschwerdeführerin am 14. August 2015 das Kündigungsschreiben nach, welches vom 30. Juni 2015 datiert und gemäss Briefkopf eingeschrieben versandt wurde (Urk. 8/60). Die Beschwerdegegnerin teilte der Beschwerdeführerin in der Folge mit, gestützt auf die gemachten Angaben und die eingereichten Unterlagen sei davon auszuge
hen, dass die Kündigungsfrist, welche gemäss eingereichtem Arbeitsvertrag ein Monat betrage, nicht eingehalten worden sei, weshalb sie der Arbeitgeberin ihre Arbeit wieder anbieten sowie eventuell ein Schlichtungsbegehren einreichen müsse (Urk. 8/64). Daraufhin brachte die Beschwerdeführerin neu vor, die Kün
digung sei anfangs Juni 2015 mündlich erfolgt. Die schriftliche Bestätigung sei leider falsch datiert worden (Urk. 8/68).
3.2
Auch wenn der Nachweis
einer
tatsä
chlichen
Lohnzahlung keine selbständige Anspruchsvoraussetzung darstellt, hat die Beschwerdegegnerin
vorliegend
den
noch zu Recht den tatsächlichen Lohnfluss geprüft,
da
dieser rechtspre
chungs
gemäss ein bedeutsames, gerade in kritischen Fällen ausschlaggebendes Indiz
für die Ausübung einer beitragspflichtigen Beschäftigung darstellt (vgl. E. 1.2
.1
).
Ein solch kritischer Fall ist vorliegend gegeben:
Zweifel über die Richtigkeit der Bescheinigungen durch das Einzelunternehmen B._, ergeben sich aus der Tatsache, dass gemäss eingereichtem Arbeitsvertrag für die dort ausgeübte Tätigkeit ein mo
natlicher Brutto
lohn in der Höhe von Fr. 8‘750.-- vereinbart wurde. Die Be
schwerde
füh
rerin – welche gemäss den Angaben in der Anmeldebestätigung zur Arbeits
vermittlung gelernte Administrationskauffrau/Kauffrau mit ausländi
schem Ab
schluss ist (Urk. 8/50) - verdiente gemäss Arbeitsvertrag mit der A._ zuvor ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 6‘250.--. Dass bei der Anstellung beim Einzelunternehmen B._, ein so hohes Einkommen vereinbart wurde, jedoch bereits zwei Monate nach Anstel
lungsbeginn – gemäss Angaben der Beschwerdeführerin anfangs Juni 2015 – aufgrund finanzieller Schwierigkeiten gekündigt wurde, erweckt Zweifel an der Richtigkeit der gemachten Angaben, umso mehr, als genau auf jenen Zeitpunkt gekündigt wurde, in welchem die Be
schwerdeführerin die Mindestbeitragszeit gemäss Art. 8 Abs. 1 lit. e AVIG erfüllt hätte.
Dass nicht unbesehen auf die Angaben des Einzelunternehmens B._, und der Beschwerdeführerin abgestellt werden kann, ergibt sich auch daraus, dass zuerst durch beide bestätigt worden war, der Beschwer
de
führerin sei am 1. Juli 2015 gekündigt worden und dementsprechend auch ein
entsprechendes Kündigungsschreiben eingereicht wurde, welches vom 30. Juni 2015 datiert, in der Folge jedoch – nachdem auf die Konsequenzen dieses Kündigungszeitpunktes hingewiesen worden war – mitgeteilt wurde, dieses Schreiben sei falsch datiert worden und die Kündigung sei bereits an
fangs Juni 2015 erfolgt (vgl. E. 3.1). Auch der eingereichte Arbeitsvertrag vom 31. März 2015 – welcher somit ein Tag vor Anstellungsbeginn ausgestellt wurde – erweckt sodann gewisse Zweifel an der Korrektheit der durch das Einzelunter
nehmen B._, und der Beschwerdeführerin gemachten Angaben. So wurde in Ziffer 8 dieses Vertrages festgehalten, es würden die ge
setzlichen Bestimmungen der Normalarbeitsverträge für Haushaltsangestellte gelten (Urk. 8/44). Die Beschwerdeführerin war jedoch gemäss Arbeitsvertrag
nicht für hauswirtschaftliche Arbeiten in einem Haushalt angestellt (vgl. die Ve
r
ordnung über den Normalarbeitsvertrag für Arbeitnehmerinnen und Arbeit
neh
mer in der Hauswirtschaft des Schweizerischen Bundesrates
vom 2
0.
Okto
ber 2010
sowie den
Normalarbeitsvertrag
für hauswirtschaftliche Ar
beitnehmer
des Kantons Zürich vom
2
9.
Mai 1991)
, sondern gemäss Ziffer 1 des Arbeitsver
trages als Leiterin Office, Assistenz der Geschäftsführung und Marketingtätig
keiten (Urk. 8/44).
Augenfällig ist zudem, dass die Beschwerdeführerin gemäss Angaben in den Akten auch schon vor der ersten Anmeldung zum Leistungsbezug nur während der Mindestbeitragsdauer in der Schweiz gearbeitet hatte (Sachverhalt E. 1.1). Beide damals aufgeführten Arbeitgeberinnen wurden im Juni 2013 gerichtlich aufgelöst (vgl.
www.zefix.ch
). Der Geschäftsführer und einzige Gesellschafter der Y._ - bei welcher die Beschwerdeführerin gemäss Arbeit
geberbescheinigung gut drei Monate angestellt gewesen war und für welche Beschäftigung ein monatliches Bruttoeinkommen von Fr. 8‘500.-- vereinbart worden war - trug im Übrigen denselben Namen wie der Vater des Kindes der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 8/4 sowie Handelsregisterauszug, www.zefix.ch). Bei der Z._, wo die Beschwerdeführerin gemäss Arbeitgeberbescheini
gung neun Monate angestellt gewesen war und ein monatliches Bruttoeinkom
men von Fr. 9‘500.-- erzielt hatte, war sodann C._ als Mitglied des Verwaltungsrates im Handelsregister eingetragen. Eine Person mit demselben Namen war auch als Gesellschafter bei der D._ aufgeführt, bei welcher auch die Beschwerdeführerin Gesellschafterin war (vgl. www.zefix.ch). Schliess
lich ist bezüglich dieser zwei damals geltend gemachten Arbeitsverhältnisse darauf hinzuweisen, dass im IK-Auszug vom 20. August 2015 nach wie vor keine Einkommen dieser Arbeitgeberinnen aufgeführt sind (vgl. Urk. 8/67).
Bereits aufgrund dieser Gegebenheiten bestehen erhebliche Zweifel, dass die Beschwerdeführerin wie angegeben eine beitragspflichtige Beschäftigung beim Einzelunternehmen B._, ausgeübt hat.
3.3
Z
um Nachweis von Lohnzahlungen durch das Einzelunternehmen
B._
,
reichte die Beschwerdeführerin
Lohnabrechnungen für die Monate April, Mai, Juni und Juli 2015 ein (Urk. 8/59). Gemäss diesen Lohnab
rechnungen betrug der monatliche Bruttolohn Fr. 8‘750.-- und der monatliche Nettolohn Fr. 7'717.7
7.
Auf den Lohnabrechnungen
ist
ein Stempelvermerk „BETRAG erh.“ angebracht, gefolgt von einem Datum (1. Mai 2015 [auf der Lohn
abrechnung April 2015], 1. Juni 2015 [auf der Lohnabrechnung Mai 2015], 1. Juli 2015 [auf der Lohnabrechnung Juni 2015], 31. Juli 2015 [auf der Lohn
abrechnung Juli 2015]) sowie der
Unterschrift
en
der Beschwerdeführerin
. Im Rahmen des Einwandverfahrens reichte die Beschwerdeführerin ausserdem
ein Schreiben
von E._
(Inhaber des Einzelunternehmens B._ mit Einzelunterschrift, vgl.
www.zefix.ch
)
ein,
in welchem dieser bestätigte, dass die Beschwerdeführerin den
Lohn
jeweils
während der Ar
beitszeit
in
bar erhalten
habe
und
sich
dieser
auf
vier Mal je Fr. 7‘717.77
belaufen
habe (Urk. 8/80).
Diese Angaben stehen in Diskrepanz zu den
Ausführungen
in der Arbeitgeber
be
scheinigung.
Darin hatte
E._
noch unterschriftlich be
stätigt
, der letzte Monatslohn habe Fr. 9‘200.-- betragen
und
der AHV-pflichtige Gesamt
verdienst
habe sich auf
Fr. 36‘800.-- belaufen (Urk. 8/46
; entspricht vier Mal Fr. 9‘200.--
).
Aufgrund dieser widersprüchlichen Angaben bestehen erheb
liche Zweifel an der Korrektheit der eingereichten Bestätigungen über die er
folgten Barauszahlungen.
Hinzu kommt, dass die Löhne gemäss
den
Angaben von
E._
während der Arbeitszeit ausbezahlt wurden (Urk. 8/80)
. Gemäss der Lohnabrechnung für den Monat April 2015 wurde der Lohn für diesen Monat am 1. Mai 2015 ausbe
zahlt (Urk. 8/59). D
er 1. Mai 2015
ist
im Kanton Zürich
ein Feiertag, welcher
den Sonntagen gleichgesellt ist (§ 1 Abs. 1 lit. b und Abs. 3 des Ruhetags- und Ladenöffnungsgesetzes des Kantons Zürich vom 26.
Juni 2000). Auch ange
sichts dessen erscheint es äusserst fraglich, ob die gemachten Angaben korrekt sind.
Beschwerdeweise machte die Beschwerdeführerin zum Nachweis der tatsächlich erfolgten Lohnzahlungen sodann geltend, sie habe von den erhaltenen Barlohn
zahlungen durchschnittlich zirka Fr. 5‘700.-- pro Monat auf ihr Bankkonto ein
bezahlt, was aus den eingereichten Bankauszügen ersichtlich sei. Aus diesen er
gebe sich, dass im Zeitraum vom 12. Mai bis 10. August 2015 Bareinzahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 22‘950.-- erfolgt seien. Die restlichen Fr. 2‘000.-- pro Monat habe sie für die Deckung der laufenden finanziellen Bedürfnisse des Haushaltes bar zurückbehalten (Urk. 1 S. 4). Entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin ist d
ies ist mit Blick auf den eingereichten Ban
kauszug nicht zutreffend. Aus diesem
ergibt sich, dass in
der fraglichen
Zeit lediglich
Einzahlungen im Gesamtbetrag von Fr. 13‘550.-- erfolgten (Urk. 3/3). Somit sin
d auch die diesbezüglichen Angaben der Beschwerdeführerin widersprüch
lich.
Was die Tatsache betrifft, dass die geltend gemachten Einkommen nicht im IK-Auszug vermerkt sind, ist der Beschwerdeführerin zu folgen, wonach dies auf
grund des Zeitpunktes des eingeholten Auszuges am 20. August 2015 kein Indiz gegen erfolgte Lohnzahlungen darstellt (Urk. 8/67). Was die
fehlende
Qu
ellen
steuerdeklaration betrifft -
gemäss Auskunft
des Gemeindesteueramtes O._ vom 18. November 2015
erfolgte keine Anmeldung (Urk. 8/78) -
machte die Beschwerdeführerin geltend,
soweit es
diesbezüglich zu Verzögerungen gekommen sein
sollte,
sei dies ein Versäumnis der Arbeitgeberin, das
ihr
nicht an
gelastet werden könne. Diesbezüglich ist
jedoch
darauf hinzuweisen, dass die Beschwerdeführerin gemäss Arbeitszeugnis als „Direktionsassistentin“
unter anderem
für die Überwachung der Finanzen zuständig war (Urk. 8/80)
. Somit hätte sie Kenntnis über die getätigten Zahlungen haben müssen und hätte somit auch Auskunft über dieses Versäumnis geben können.
Angesichts all dieser dargelegten Ungereimtheiten können die von der Be
schwer
deführerin
unterzeichneten Lohnabrechnungen nicht als beweiskräftig erachtet
werden und gelingt der Nachweis einer effektiven Lohnzahlungen trotz umfang
reichen Abklärungen auch nicht anderweitig.
3.4
Ist somit der Lohnfluss nicht ausgewiesen (vgl. E. 3.3) und bestehen auch sonst erhebliche Zweifel an der Korrektheit der gemachten Angaben (vgl. E. 3.2), ist eine beitragspflichtige
Beschäftigung
für die Zeit vom 1. April bis 31. Juli 2015
nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
aus
gewiesen.
Da somit die Beitragszeit gemäss Art. 13 Abs. 1 AVIG nicht erfüllt ist (vgl. 1.2.1), erübrigen sich Ausführungen zur Beschäftigung bei der A._.
Die Beschwerde ist dementsprechend abzuweisen
.