# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** be80a294-acd5-5135-a6ed-f6ccaadea227
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1963, seit 1989 bei der
Y._
angestellt und zuletzt seit Jan
uar
2009 als Senior
Application
Manager
tätig
(Urk. 7/2 Ziff. 3
;
Urk. 7/18 Ziff. 1, Ziff. 2.1)
, reduzierte aufgrund eines
Rückenleidens
mit wiederholten Absenzen ab Anfang 2010 das Arbeitspensum von zuletzt 100 % per 14. Februar 2011
auf 50 %
(Urk. 7/2 Ziff. 2). Am 25. März 2011 meldete sein Arbeitgeber ihn bei der
Inva
li
denversicherung zur Früherfassung an (Urk. 7/2). Nach entsprechender Ab
klä
rung
und Aufforderung durch die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle (Urk. 7/4
-5
)
,
meldete sich der Versicherte
wegen des
Rücken
leidens
am
1. Juni 2011 zum Leistungsbezug an (Urk. 7/9). Die IV-Stelle holte in der Folge medizinische Berichte (Urk.
7/16/5-9, Urk. 7/17, Urk. 7/19
, Urk. 7/29-30
)
, einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug, Urk. 7/14) sowie einen
Arbeitge
berbericht
(Urk. 7/18)
ein und tätigte
Frühinterventionsmassnah
men
(Urk. 7/24).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/32-36), in dessen Rahmen eine Stellungnahme des Arbeitgebers des Versicherten eingeholt wurde (Urk. 7/38) und weitere ärztliche Zeugnisse ergingen (Urk. 7/37)
, verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 16. Mai 2012 einen Anspruch des Versicherten auf eine Invalidenrente (Urk. 7/40 = Urk. 2).
2.
Gegen
die Verfügung vom 16. Mai 2012 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 14. Juni 2012 Beschwerde und beantragte,
es sei ihm rückwirkend ab Januar 2012 eine angemessene Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1 S. 2). Ferner reichte er weitere medizinische Berichte (Urk. 3/3-4) ein. Mit Beschwerdeantwort vom 9. August 2012 beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6).
Mit Replik vom 20. September 2012 (Urk. 10) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest
.
Am 1. Oktober 2012 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf die Einreichung einer Duplik (Urk. 12)
, was dem Beschwerdeführer am
3.
Oktober 2012 zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsun
fähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
4
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (
§
26
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung - da diese das Verfahren verlängert und verteuert - abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Be
gehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. SVR 1995 ALV Nr. 27 S. 69).
2.
2.1
Strittig ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invalidenrente hat. Zu prüfen ist zunächst, ob die vorhandenen medizinischen Akten eine Beurteilung dieser Frage zulassen, oder ob es weiterer Abklärungen des rechtserheblichen Sachverhalts bedarf.
2.2
Nach Ansicht der Beschwerdegegnerin
besteh
t
eine 100%ige
Restarbeitsfähig
keit
für leichte und wechselbelastende Tätigkeiten in einem Büro ohne
Lasten
hebung
über 5 Kilogramm (Urk. 2 S. 2).
Der Beschwerdeführer macht geltend, seit dem 1
0.
Januar 2011 durchgehend durchschnittlich zu 56
%
arbeitsunfähig zu sein.
3.
3.1
Wegen
Rückenschmerzen
war der Beschwerdeführer vom 6. bis 20. Mai 2011 i
m
Z._
,
Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin
,
hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 20. Mai 2011 (Urk. 7/19/7-12
= Urk. 7/30/6-14)
stellten Prof. Dr. med
.
A._
,
Klinikdirektor
,
und Dr. med
.
B._
,
Assistenzarzt,
folgende
Diagnosen
(S. 1)
:
c
hronisch rezidivierendes
thorakovertebrales
Schmerzsyndrom
rechtsb
e
tont
Höhe Brustwirbelkörper (BW
K) 8 und 9 seit zirka 2007
b
ei Impressionsfraktur der Vorderkante von BWK 8,
Wirbelsäulen
fehlhaltung
und muskulärer
Dysbalance
Röntgen Januar 2011: mehrsegmentale überbrückende Spondylose der BWS (DISH), Höhenminderung BWK 8 Vorderkante
Magnetresonanztomographie (MRI) der Brustwirbelsäule (BWS) vom 18. April 2011: kein Hinweis auf entzündliche Veränderungen oder aktivierte BWS Degeneration,
geringgradige
Chrondrosis
interverteb
ralis
im mittleren BWS-Drittel, BWK 8 Höhenminderung Vorderkante
DEXA 13. Mai 2011: Lendenwirbelsäule (LWS) T-Score -0.7, Schen
kelhals links -0.4 (normal)
m
etabolisches Syndrom
Diabetes mellitus Typ 2
Dyslipidämie
Adipositas
Vitamin D-Mangel
3.2
Aufgrund
des
anlässlich seiner
Hospitalisation
festgestellten Diabetes mellitus Typ 2 und
des
metabolischen Syndrom
s
wurde der Beschwerdeführer in der Klinik für Endokrinologie,
Diabetologie
& klinis
che Ernährung des
Z._
behan
delt mit dem Ziel,
seinen Blutzuckerspiegel zu verbessern und
sein
Gewicht zu reduzieren (vgl. Bericht von Dr. med.
C._
,
Assistenzärztin
,
vom 20. Juni 2011, Urk. 7/17/6-7).
In ihrem Bericht vom 6. Jul
i 2011 zuhanden der
Be
schwerdegegnerin
(Urk. 7/17/1-5) führte Dr.
C._
betreffend Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus, von Seiten des Diabetes bestünden keine Einschrän
kungen
. Aus
diabetologischer
Sicht sei die bisherige Arbeit zumutbar und es bestehe ein sehr guter Verlauf ohne Spätfolgen, womit der Beschwerdeführer in keiner Weise durch den Diabetes in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde (Ziff. 1.6-7, Ziff. 1.11).
3.3
Dr. med.
D._
,
FMH Rheumaerkrankungen, berichtete am 29. Juli 2011
zuhanden der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/19/1-6).
Als Diagnose mit Auswir
kung
auf die Arbeitsfähigkeit nannte er ein massives
thoracolumbales
Schmerz
syn
drom
bei allgemeiner
Dekonditionierung
und diffuser
idiopatischer
skeletta
ler
Hyperostose
(DISA) bestehend seit Herbst 201
0.
Als
Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
nannte er
ein metabolisches Syndrom mit Diabetes mellitus,
Dyslipidämie
und Adipositas (Ziff. 1.1).
Mit Bezug auf d
en
Austritts
bericht
der Rheumaklinik des
Z._
hielt er fest, er könne
aufgrund seiner
bild
gebenden
Dokumente die
in jenem erwähnte
Impressionsfraktur der
Vorder
kante
der BWK 8 nicht nachvollziehen (Ziff. 1.11). Weiter führte er
aus, seit der
Hospitalisation
sei zuerst wieder eine massive Verschlechterung der Schmerzen innert kurzer Zeit eingetreten
. In der Folge hätten diese
unter fortgeführter Physiotherapie und Medikation
bei gesteigerter Arbeitsfähigkeit und verbesser
ter fixierter BWS-Hyperkyphose
sukzessive
abgenommen
. Betreffend Arbeits
fähigkeit müsse allerdings vorsichtig
vor
gegangen werden, damit nicht eine erneute Dekompensation bei zu rascher Steigerung erfolge. Bei Annahme
des
fortbestehenden günstigen Verlaufes sei von einer vollen Arbeitsfähigkeit per Spätherbst dieses Jahres auszugehen (Ziff. 1.4).
Er attestiere daher dem Beschwerdeführer ab dem 16. Juli 2011 bis sicher Ende Oktober 2011 eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit (Ziff. 1.6).
3.4
Am 12. Dezember 2011 berichtete Dr.
D._
,
dass die Rückenschmerzen des Beschwerdeführers langsam
besserten
, sie es aber nach wie vor nicht erlauben
würden
, die Arbeitsfähigkeit auf über 50 % zu steigern. Jede längerdauernde statische Belastung führe sehr rasch zu sehr starken Schmerzen im Bereiche der BWS mit Tendenz zur sekundären Generalisierung nach oben und unten, was den Beschwerdeführer immer wieder zum Durchbewegen zwinge, aber auch immer wieder zum Entlasten durch Liegephasen. Glücklicherweise sei die
Be
rufsfunk
tion
optimal angepasst, indem sich der Beschwerdeführer
im Geschäft
immer
wieder bewegen und auch grössere Arbeitsteile von zu Hause aus erledi
gen könne (Urk. 7/29/3).
3.5
Dr. med.
E._
,
Facharzt Allgemeinmedizin, und Dr. med.
F._
,
Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, vom Regionalen Ärztli
chen Dienst (RAD)
,
führten in ihrer Stellungnahme vom 19. Dezember 2011 (Urk. 7/31/3) aus, der nur noch Teilzeit tätige Beschwerdeführer leide an schmerzhaften Einschränkungen im Wirbelsäulenbereich und an der rechten Schulter im Sinne einer diffusen idiopathischen
skelettalen
Hyperostose
und an
einer
allgemeine
n
Dekonditionierung
. Dr.
D._
bescheinige ab Februar 2011 eine durchschnittliche 50%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten und zugleich lei
densangepassten Tätigkeit. Dies
sei
aus klinischer und
ver
siche
rungs
medizinischer
Erfahrung
so
nicht nachvollziehbar. Ohne eigenständiges psychi
atrisches Krankheitsgeschehen sei
eine vollständige
Restarbeitsfähigkeit ausgewiesen bei einem Belastungsprofil, welches eine leichte und wechsel
belastende Tätigkeit in einem Büro beinhalte, ohne Lastenheben über 5 Kilo
gramm. Weitere medizinische Abklärungen seien nicht notwendig.
3.6
Mit Stellungnahme vom 27. März 2012 hielt Dr.
E._
vom RAD fest, dass keine neuen fachärztlich ausgewiesenen medizinischen Tatsachen und Befunde mehr vorgebracht worden seien, weshalb ohne weitere medizinische Abklärungen an der Stellungnahme vom 19. Dezember 2011 (vorstehend E. 3.5) festgehalten werden könne (Urk. 7/39/2).
3.7
Auf
Zuweisung des behandelnden Arztes Dr.
D._
wurde der Beschwerde
führer
vom 7. bis 26. Mai 2012 in der
G._
hospitalisiert.
Im Austrittsbericht vom 26. Mai 2012 (Urk. 7/44/16-22 = Urk. 3/3)
diagnosti
zierten die Ärzte ein chronisch rezidivierendes
thorakovertebrales
Schmerzsyn
drom
rechtsb
etont auf Höhe von BWK 8 und 9 s
eit 2007, ein metabolisches Syndrom, einen Status nach Vitamin D-Mangel sowie eine
Impingementsymp
tomatik
der linken Schulter (S. 1). Die Ärzte berichteten, Zuweisungsgrund beziehungsweise Vorgabe des
Zuweisers
sei die
muskuloske
lettale
Rehabilitation zur stationären Physiotherapie mit Kraftaufbau der Rumpfmuskulatur und Ausdauertraining sowie Instruktion in regelmässigen Eigenübungen gewesen (S. 2 oben). Am 26. Mai 2012
habe der Beschwerde
führer in gutem Allgemeinzustand und
verbesserter Schmerzsituation sowie verbesserter Kraft- und Ausdauersituation in die
gewohnte häusliche Umgebung sowie in
die ambulante Weiterbetreuung entlassen werden können (S. 2 unten). Die Ärzte attestierten dem Beschwerdeführer eine vollständige Arbeitsunfähig
keit wäh
rend des Klinikaufenthaltes und empfahlen einen Wiedereinstieg zu 50 % des
bisherigen Pensums am 30. Mai 201
2.
Sie hielten fest, falls dies gut toleriert werde, könne all 14 Tage versucht werden, das Pensum entsprechend zu steigern (S. 3 am Schluss).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid auf die Stellungnahme der Ärzte des RAD vom 19. Dezember 201
1.
Darin führten diese aus, ohne eigen
ständiges psychiatr
isches Krankheitsgeschehen sei eine
100
%ige
A
rbeitsfähig
keit ausgewiesen (vgl. vorstehend E. 3.5), obwohl
der
behandelnde
Arzt Dr.
D._
(vgl. vorstehend
E. 3.3-4
)
sowie die Ärzte
der
G._
(vgl. vorstehend E. 3.
7
)
j
eweils eine Teilarbeitsunfähigkeit
von zirka 50 %
attes
tiert
und diese auch eingehend begründet
hatten.
Diesen ärztlichen Auffassun
gen stehen einzig die k
napp
en
, kaum begründete
n
Stellungnahme
n
des RAD
vom
19. Dezember 2011 sowie vom 27. März 2012
(vgl. vorstehend E. 3.5-6)
gegenüber, welche wegen fehlender eigener Untersuchung des Beschwerdefüh
rers nicht geeignet
sind
, die anderslautenden Einschätzungen der behandelnden Ärzte zu widerlegen
. Ausserdem ist es fraglich und bedarf daher der näheren Abklärung, ob
– wie in der Beschwerdeantwort
vom 9. August 2012
von der Beschwerdegegnerin erstmals
geltend gemacht – ein
pathogenetisch
-ätiologisch unklares
syn
dromales
Zustandsbild vorlieg
t
(Urk. 6 S. 2 Ziff. 3)
.
Ebenso fraglich scheint die Aussage der Beschwerdegegnerin
, es lägen keine objektivierbaren anatomischen Befunde (keine objektivierbare
radikuläre
Symptomatik, keine Ausfallsymptomatik)
vor
,
welche aus
versicherungsmedizi
nischer
Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründen könnten (Urk. 6 S. 2 Ziff. 3).
Aus den medizinischen Akten geht hervor, dass der Beschwerdeführer an einem chronisch rezidivierenden
thorakovertebrale
n
Schmerzsyndrom bei einer mehrsegmentalen überbrückenden Spondylose der BWS und einer
Impressionsfraktur der Vorderkante von BWK 8
(abweichende Auffassung durch Dr.
D._
,
vgl. vorstehend E. 3.3)
leidet (vgl.
vorstehend E. 3.1
,
E. 3.7
)
, womit sehr wohl
mittels MRI und Röntgenbilder
erhobene
objektivierbare Befunde
vorliegen.
Zu beachten ist auch, dass eine lumbale Symptomatik
,
je nach Aus
prägung und Schweregrad, die Arbeitsfähigkeit auch ohne
radikuläre
Beteili
gung einschränken kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_105
9/2009 vom 4. August 2010 E. 4).
Damit
lässt sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers nur unge
nügend beurteilen.
Bei
dieser
Akten
lage bestand für die Beschwerdegegnerin die Pflicht zu ergänzenden medizinischen Abklärungen (Art. 43 ATSG).
4.2
Zusammenfassend ergibt sich, dass über den strittigen Leistungsanspruch nicht ohne zusätzliche medizinische Abkl
ärungen entschieden werden kann.
Die feh
lenden Abklärungen sind grundsätzlicher Natur, weshalb die
Beschwerdegegne
rin
diese durchzuführen hat.
D
er angefochtene Entscheid
ist somit
aufzuheben und die Sache ist zur Durchführung der nötigen Abklärungen an die
Beschwer
degegnerin
zurückzuweisen.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
5.1
Die Verfahrenskoste
n gemäss Art. 69 Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr
.
500.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen.
5.
2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
der
vertretene
Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Gestützt auf
§
34
Abs.
3
GSVGer
ist die
Prozess
entschädigung
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen. Unter Berücksichtigung dieser
Be
me
ssungskriterien
ist die Entschä
digung auf Fr.
2'4
00.-- (inkl. Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.