# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 55bf2f3c-a581-4d2d-83c0-5aa7318c3d7f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
2 / 37
I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _ 1962, und Y._, geboren am _ 1962, heirateten am _ 1986 vor dem Zivilstandesamt O.1_. Aus ihrer Ehe gingen die beiden Söhne A._ (1986) und B._ (1990) hervor. Y._ ist ausserdem Mutter des vorehelich geborenen Sohnes C._ (1981). Seit dem _ 2013 leben die Parteien getrennt.
B. Im Rahmen des von Y._ eingeleiteten Eheschutzverfahrens verpflichtete das Gerichtspräsidium O.2_ mit Entscheid vom 26. September 2013 X._, Y._ monatliche Unterhaltszahlungen von CHF 2'750.00 ab dem 1. Februar 2013 bis zum 31. Januar 2014 zu leisten. Gegen diesen Eheschutzentscheid erhob Y._ Berufung ans Obergericht des Kantons K.1_. Mit Entscheid vom 17. Februar 2014 hiess das Obergericht des Kantons K.1_ die Berufung teilweise gut und verpflichtete X._ zu monatlichen Unterhaltszahlungen an Y._ in der Höhe von CHF 2'750.00 ab dem 1. Februar 2013 bis zum 31. Januar 2014 sowie CHF 910.00 ab dem 1. Februar 2014. Dieser Entscheid blieb unangefochten.
C. Gestützt auf Art. 114 ZGB reichte X._ am 2. Februar 2015 (Datum Eingang; persönlich überbracht) beim Bezirksgericht Hinterrhein (ab dem 1. Januar 2017 Regionalgericht Viamala) eine unbegründete Scheidungsklage im Sinne von Art. 290 ZPO ein und beantragte, was folgt:
1. Die am _ 1986 geschlossene Ehe sei zu scheiden.
2. Es sei festzustellen, dass kein gegenseitiger nachehelicher Unterhalt geschuldet sei.
3. Es sei festzustellen, dass dem Kläger ein güterrechtlicher Anspruch in der Höhe von CHF 32'161.45 und der Klägerin einen in der Höhe von CHF 67'817.75 zustehe. Das Liegenschaftskonto bei der D._ sei nach Auszahlung dieser Beträge zu saldieren. Eine Anpassung der Ausgleichszahlen wird aufgrund des Beweisergebnisses ausdrücklich vorbehalten.
4. Die Pensionskassenguthaben der Parteien seien im Sinne des Gesetzes hälftig zu teilen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
D. Anlässlich der Einigungsverhandlung vom 25. März 2015 schlossen die Parteien vor dem Bezirksgericht Hinterrhein eine Teilkonvention über sämtliche Nebenfolgen (Ausgleich der während der Ehe geäufneten Austrittsguthaben aus beruflicher Vorsorge; güterrechtliche Auseinandersetzung) mit Ausnahme des
3 / 37
nachehelichen Unterhalts. Zudem einigten sich die Parteien über die Kosten- und Entschädigungsfolgen bis zur Einigungsverhandlung.
E. Im Nachgang zur Einigungsverhandlung ersuchten beide Parteien die Einzelrichterin in Zivilsachen am Bezirksgericht Hinterrhein um Erlass vorsorglicher Massnahmen, X._ mit Eingabe vom 28. März 2015 (Datum Poststempel: 30. März 2015) und Y._ mit Eingabe vom 13. Mai 2015. Dabei beantragten beide Parteien die Abänderung der mit Entscheid des Obergerichts des Kantons K.1_ vom 17. Februar 2014 festgesetzten Unterhaltsbeiträge. Mit Entscheid vom 21. April 2016 wies die Einzelrichterin beide Gesuche um Erlass vorsorglicher Massnahmen ab. Ein Rechtsmittel gegen diesen Entscheid erhob keine der Parteien.
F. Mit Eingabe vom 23. April 2015 begründete X._ seine Scheidungsklage in Bezug auf den nachehelichen Unterhalt. Er stellte folgende Rechtsbegehren:
1. Es sei festzustellen, dass kein gegenseitiger nachehelicher Unterhalt geschuldet sei.
2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.
G. Y._ erstattete am 29. Juni 2015 innert zweimal erstreckter Frist die Klageantwort mit folgenden Rechtsbegehren:
1.a) Es sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten als nachehelichen Unterhalt einen Betrag von monatlich CHF 2'000.00 bis zum Eintritt des ordentlichen Pensionierungsalters des Klägers jeweils monatlich vorschüssig zu bezahlen.
b) Dieser Unterhaltsbeitrag sei gerichtsüblich zu indexieren bzw. dem Landesindex der Konsumentenpreise anzupassen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers.
H. Einen zweiten Schriftenwechsel ordnete das Bezirksgericht Hinterrhein nicht an. Am 10. Dezember 2015 erging die Beweisverfügung.
I. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 27. Juni 2016 hielten beide Parteien an ihren jeweiligen Anträgen fest.
J. Nach Durchführung der Hauptverhandlung erkannte das Bezirksgericht Hinterrhein mit Entscheid vom 27. Juni 2016, mitgeteilt am 10. Oktober 2016 in begründeter Form, was folgt:
1. Die zwischen X._, geb. am _ 1962, von O.3_, und Y._, geb. am _ 1962 [recte: _ 1962], von O.3_, am
4 / 37
_ 1986 vor dem Zivilstandesamt O.1_ geschlossene Ehe wird geschieden.
2.a. X._ ist verpflichtet, Y._ folgenden nachehelichen Unterhalt gemäss Art. 125 ZGB, zahlbar monatlich vorschüssig je auf den ersten Arbeitstag eines jeden Monats, zu leisten:
– CHF 950.00 ab Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils für sechs nachfolgende Monate und danach
– CHF 1'750.00 bis zum Eintritt von X._ ins ordentliche Pensionsalter.
b. Dieser nacheheliche Unterhalt basiert auf dem Landesindex für Konsumentenpreise des BFS per Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils. Er ist jährlich auf den 01. Januar dem Indexstand per Ende November des Vorjahres anzupassen, erstmals per 01. Januar 2017, es sei denn, der Unterhaltsschuldner beweise, dass sein Einkommen nicht mit der Teuerung Schritt gehalten hat und die Indexanpassung daher nicht oder nur in entsprechendem reduziertem Umfang möglich ist. Die Berechnung erfolgt nach der Formel: Ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Indexstand November ÷ ursprünglicher Indexstand.
3. Die Vorsorgeeinrichtung des Ehemannes _ wird angewiesen, von seinem Konto den Betrag von CHF 216'398.05 auf das Konto der Ehefrau bei der _ zu überweisen.
4. Die güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Ziff. 3 der Teilkonvention vom 25. März 2015 mit folgendem Wortlaut wird gerichtlich genehmigt und damit verbindlich:
3.1. Das Liegenschaftskonto _ bei der D._, lautend auf X._ und Y._ wird saldiert. Das Guthaben wird wie folgt aufgeteilt:
– X._ erhält einen Betrag von CHF 15'000.00.
– Y._ erhält den Restbetrag, ca. CHF 85'000.00.
Beide Parteien erteilen der D._ innert 30 Tagen seit Unterzeichnung dieser Teilkonvention den Auftrag zur Saldierung des Kontos.
3.2. Die Parteien halten fest, dass der Unterhalt an Y._ bis und mit März 2015 bezahlt ist.
3.3. Im Übrigen sind die Parteien güterrechtlich per Saldo aller Ansprüche auseinandergesetzt, d.h. jede Partei behält, was in ihrem Besitz ist bzw. auf ihren Namen lautet. Jede Partei trägt die Schulden, die sie eingegangen ist.
5.a. Die Gerichtskosten von CHF 6'000.00 gehen im Umfang von CHF 4'687.50 zu Lasten von X._ und im Umfang von CHF 1'312.50.00 [recte: 1'312.50] zu Lasten von Y._ und werden mit dem von X._ geleisteten Kostenvorschuss von CHF 3'500.00 verrechnet. X._ hat den Fehlbetrag von CHF 1'187.50 und Y._ einen solchen von CHF 1'312.50 dem Gericht innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
5 / 37
b. X._ ist verpflichtet, Y._ eine Parteientschädigung von CHF 4'811.40 zu bezahlen.

## Considerations