# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 806b35a4-acc2-521a-a548-67be50d18109
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 26. Oktober 2015 schlossen A._ und B._ mit den Eltern von C._, geboren 2001, D._ (gesetzliche Vertreterin) und E._, einen als „Pflegevertrag“ betitelten Vertrag über die Aufnahme respektive Platzierung von C._ ab. Darin wurde u.a. vorgesehen, dass der Kindsvater E._ die Alimente in Höhe von CHF 725.- direkt der Pflegefamilie zu überweisen hat. Auch die Kindsmutter D._ verpflichtete sich darin, C._ einen Betrag von CHF 300.- zu überweisen, welcher anhand eines steigenden Einkommens angepasst werde. Mit Verfügung vom 16. Dezember 2015 erteilte das Jugendamt des Kantons Freiburg (nachfolgend das JA) die definitive Bewilligung für die Aufnahme C._s bei den Pflegeeltern A._ und B._. Da die Kindsmutter ihrer Verpflichtung zur Überweisung des Betrags von CHF 300.- nicht bzw. nur unregelmässig nachkam, wandten sich die Pflegeeltern an das JA bzw. an das Friedensgericht des Seebezirks (nachfolgend das Friedensgericht).
Mit Entscheid vom 29. August 2016 errichtete das Friedensgericht zu Gunsten von C._ eine Vertretungsbeistandschaft nach Art. 306 Abs. 2 ZGB und ernannte F._ zur Beiständin. Sie erhielt den Auftrag, C._ in allen finanziellen und nötigenfalls in den administrativen Angelegenheiten zu vertreten.
Mir Schreiben vom 13. Dezember 2017 gelangten A._ und B._ an das Friedensgericht und ersuchten dieses um die Genehmigung des Pflegevertrags vom 26. Oktober 2015. Zur Begründung führten sie aus, die Kindsmutter würde ihren finanziellen Verpflichtungen nach wie vor nicht nachkommen, weshalb eine Alimentenbevorschussung und Inkassomassnahmen eingeleitet werden müssten, wobei ersteres nur mit einem rechtskräftigen Titel beantragt werden könne.
Das Friedensgericht informierte A._ und B._ daraufhin mit Schreiben vom 11. Januar 2018, dass es an einer gesetzlichen Grundlage für die Genehmigung von Pflegeverträgen durch die Friedensgerichte fehlen würde und der eingereichte Pflegevertrag nicht als Unterhaltsvertrag angesehen werden könne. Mit Antwort vom 26. Januar 2018 stellten sich diese auf den Standpunkt, dass es sich beim genannten Pflegevertrag um einen gemischten Vertrag handle, da er auch den Unterhalt regle und das Friedensgericht daher zur formellen Genehmigung zuständig sei.
B. Mit Entscheid vom 9. April 2018 trat die Friedensrichterin auf das Gesuch mangels sachlicher Zuständigkeit bzw. mangels schutzwürdigen Interesses nicht ein.
C. Gegen diesen Entscheid erhoben A._ und B._ am 20. April 2018 Berufung und beantragten unter Kosten- und Entschädigungsfolge dessen Aufhebung und die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz zur Beurteilung. Eventualiter beantragten sie die Genehmigung des Pflegevertrages vom 26. Oktober 2015.

## Considerations

Die Friedensrichterin verzichtete mit Schreiben vom 9. Mai 2018 auf eine Stellungnahme und verwies auf die Erwägungen im Entscheid vom 9. April 2018.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 9
Erwägungen
1.