# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ce62ac9d-3ca8-4ac2-a4b2-dd1de3296879
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ (vormals Y./X._), geboren am _ 1978, und Y._, geboren am _ 1965, heirateten am _ 2006 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus ihrer Ehe gingen die Kinder A._, geboren am _ 2006, B._, geboren am _ 2008, und C._, geboren am _ 2010, hervor.
B.1. Die Ehegatten trennten sich im Juli 2011, wobei die Folgen des Getrenntlebens mit eheschutzrichterlichem Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Inn vom 10. Januar 2012 geregelt wurden. Dabei wurden die Kinder in Genehmigung einer entsprechenden Vereinbarung der Parteien unter die Obhut der Mutter gestellt und dem Vater als Minimalregelung für den Fall, dass sich die Eltern nicht einigen könnten, das Recht eingeräumt, die Kinder unter Vorankündigung von einer Woche einen halben Tag pro Woche zu besuchen. Aufgrund des Alters der Kinder wurde auf eine Regelung des Ferienrechts verzichtet. Des Weiteren wurde Y._ verpflichtet, rückwirkend ab 1. Juli 2011 für die Dauer des Getrenntlebens an den Unterhalt der Ehefrau und der Kinder monatlich insgesamt CHF 2'827.-- (je CHF 700.-- pro Kind und CHF 727.-- für die Ehefrau) zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen. Der gegen die Unterhaltsregelung erhobenen Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden (ZK1 12 8) sowie der geführten Beschwerde an das Bundesgericht (5A_380/2012) von Y._ war kein Erfolg beschieden.
2. Im Mai 2012 fand der bis anhin letzte Besuchskontakt zwischen dem Vater und seinen drei Kindern A._, B._ und C._ statt.
3. Am 12. Dezember 2012 stellte X._ beim Bezirksgericht Inn ein (superprovisorisches) Gesuch um Erlass weiterer eheschutzrichterlicher Massnahmen, namentlich um Anordnung eines Annäherungs- und Kontaktverbots sowie um einstweilige Aussetzung des väterlichen Besuchsrechts. Mit Verfügung vom 13. Dezember 2012 wurde der Erlass superprovisorischer Massnahmen abgelehnt. Nach Durchführung eines zweifachen Schriftenwechsels sowie einer mündlichen Hauptverhandlung wurde mittels Entscheid vom 5. Juni 2013 ein Gutachten zur Frage der Regelung des persönlichen Verkehrs in Auftrag gegeben, welches dem Gericht am 30. August 2013 erstattet wurde. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Inn erkannte mit Entscheid vom 11. November 2013, mitgeteilt am 21. November 2013, dass Y._ jede zweite Woche ein zweistündiges Besuchsrecht in Begleitung eines Beistands eingeräumt werde, womit im Grundsatz der Empfehlung der Gutachterin D._ gefolgt wurde. Für den Sohn
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A._ sei das Besuchsrecht im Verweigerungsfall in den ersten drei Monaten auszusetzen. Die getroffene Besuchsrechtsregelung gelte für sechs Monate ab Rechtskraft des Entscheids, anschliessend seien die Besuchskontakte ohne Begleitung eines Beistands durchzuführen. Der Einzelrichter wies die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Engadin/Südtäler an, einen Besuchsbeistand zu ernennen. X._ und ihr damaliger Lebenspartner wurden sodann ermahnt, das Besuchsrecht im gerichtlich angeordneten Umfang zu gewähren und jede Obstruktion desselben zu unterlassen.
4. Bereits mit Beschluss der Vormundschaftsbehörde O.2_ vom 28. November 2012 war ein Beistand für A._, B._, und C._ eingesetzt worden. Mit Entscheid der Kollegialbehörde der KESB Engadin/Südtäler vom 24. März 2014 wurde der ehemalige Mandatsträger auf eigenes Ersuchen hin als Beistand entlassen und in Nachachtung des Entscheids des Bezirksgerichts Inn vom 11. November 2013 E._, Berufsbeistandschaft Oberengadin/Bergell, zum neuen Beistand der Kinder ernannt. Diesem wurde im Wesentlichen die Aufgabe zugewiesen, die Besuchskontakte gemäss der richterlichen Besuchsrechtsregelung zu organisieren und zu überwachen.
5. Mit Eingabe vom 26. Juni 2014 ersuchten die Kinder A._, B._ und C._, vertreten durch ihre Mutter, das Bezirksgericht Inn um Abänderung des Entscheids der KESB vom 24. März 2014 sowie um Abänderung des mittels Eheschutzentscheid des Bezirksgerichts vom 11. November 2013 geregelten Besuchsrechts. Das Bezirksgericht trat mit Entscheid vom 10. November 2014 mangels Zuständigkeit nicht auf das Gesuch ein.
C. Zwischenzeitlich machte X._ beim Bezirksgericht Inn mit Eingabe vom 5. Juli 2013 die Scheidungsklage anhängig, wobei sie folgende Rechtsbegehren stellte:
„1. Die Ehe der Parteien sei gemäss Art. 114 ZGB zu scheiden.
2. Der Mutter sei für die drei Kinder A._, geb. am _ 2006, B._, geb. am _ 2008, und C._, geb. am _ 2010, das alleinige Sorgerecht zuzusprechen.
3. Zur Regelung des persönlichen Verkehrs mit dem Vater sei das laufende Eheschutzverfahren, Proz. Nr. _ mit diesem Verfahren zusammenzulegen und über die Regelung nach dessen Abschluss bzw. nach Erhalt des Gutachtens zu entscheiden.
3.1 Eventualiter sei dem Vater folgendes Besuchs- und Ferienrecht einzuräumen:
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- jeden ersten und dritten Samstag im Monat von 14:00 bis 16:00 Uhr ein begleitetes Besuchsrecht für B._ und C._;
- das Besuchsrecht für A._ sei bis zur Feststellung einer Verbesserung der Situation auszusetzen;
- auf ein Ferienrecht sei einstweilen zu verzichten;
- weitere Kontaktaufnahmen seien zu untersagen.
4. Der Beklagte sei zu verpflichten, ab dem 1. Juli 2013 monatlich im Voraus an den Unterhalt der drei Kinder je CHF 800.--, insgesamt CHF 2'400.-- zuzüglich gesetzlicher Kinder- bzw. Ausbildungszulagen an die Klägerin zu bezahlen. Diese Unterhaltspflicht daure bis zur Mündigkeit, längstens jedoch bis zum Abschluss der Berufsausbildung der Kinder.
5. Der Beklagte sei zu verpflichten, ab dem 1. Juli 2013 monatlich im Voraus der Klägerin einen Unterhaltsbeitrag von CHF 427.-- zu bezahlen. Diese Unterhaltspflicht daure bis die jüngste Tochter das 16. Lebensjahr erreicht hat, d.h. bis am 31. Januar 2026. Lebt die Klägerin während mehr als fünf Jahren mit einer anderen Person zusammen, entfalle diese Unterhaltspflicht für die weitere Dauer des Zusammenlebens.
6. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 4 und 5 seien auf dem Landesindex der Konsumentenpreise zu basieren.
7. Es sei festzustellen, dass die Parteien güterrechtlich auseinandergesetzt sind. Der Beklagte sei anzuweisen, seine Sachen in der Scheune an der Via _, O.2_ unter Vorankündigung an die Klägerin abzuholen. Im Übrigen solle jede Partei diejenigen Barschaften, Bank- und weitere Guthaben, Lebensversicherungen sowie Mobilien übernehmen bzw. behalten, die sich in ihrem Besitz befinden resp. auf ihren Namen lauten. Allfällige Schulden trage diejenige Partei, auf deren Namen sie lauten bzw. auf deren Namen sie begründet wurden.
8. Auf den Ausgleich der während der Ehe geäufneten Austrittsguthaben aus beruflicher Vorsorge sei zu verzichten.
9. Mit Vollzug der Scheidung seien die Parteien in ehe-, scheidungs- und güterrechtlicher Hinsicht vollständig auseinandergesetzt.
10. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge.“
D. Mit innert Nachfrist eingereichter Klageantwort vom 7. Oktober 2013 stellte Y._ folgende Anträge:
„1. Ziff. 1-2 des klägerischen Rechtsbegehrens vom 5. Juli 2013 seien gutzuheissen.
2.a) Der Vereinigungsantrag gemäss Ziff. 3 des klägerischen Rechtsbegehrens vom 5. Juli 2013 sei abzuweisen.
b) Stattdessen sei das Eheschutzverfahren Proz. Nr. _ als vorsorgliches Massnahmeverfahren weiterzuführen.
c) Die Parteien seien zur Teilnahme an einer Mediation zu verpflichten.
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d) Eventualiter bzw. für den Fall einer Nichteinigung in der Mediation sei unter Abweisung von Ziff. 3.1 des klägerischen Rechtsbegehrens vom 5. Juli 2013 wie folgt zu entscheiden:
1. Dem Beklagten sei für die ersten sechs Monate ein begleitetes Besuchsrecht von zwei Stunden jede Woche zu gewähren.
2. Für die Zeit danach sei den Parteien erneut Gelegenheit zu geben, Anträge zu stellen. Bis dann sei das Verfahren zu sistieren. Subeventualiter sei der Beklagte für die Zeit danach berechtigt zu erklären, die Kinder A._, B._ und C._ einen halben Tag pro Woche zu besuchen unter Vorankündigung einer Woche und einmal wöchentlich mit den Kindern zu telefonieren oder zu skypen. Ferner sei er berechtigt zu erklären, die Kinder an ihrem und an seinem Geburtstag zu besuchen.
3. Die Klägerin sei unter Androhung der Straffolgen von Art. 292 StGB im Unterlassungsfall zu verpflichten, sich in eine Therapie zu begeben mit dem Zweck, die Voraussetzungen zu schaffen, dass sie die Kinder ausreichend unterstützt im Kontakt zum Beklagten. Ziel der Therapie soll insbesondere sein, die Entfremdung zwischen dem Beklagten und den Kindern zu stoppen, die Enttäuschungen der Klägerin aufzuarbeiten und ihr die notwendige Hilfe zur Bekämpfung bzw. zum Umgang mit ihren Ängsten zukommen zu lassen.
4. Herr F._ (der Lebenspartner der Klägerin) und die Klägerin seien unter Androhung der Straffolge von Art. 292 StGB zu ermahnen, das Besuchsrecht im gerichtlich angeordneten Umfang zuzulassen und jede Obstruktion desselben zu unterlassen.
3. Der Beklagte sei berechtigt zu erklären, bei Drittpersonen in gleicher Weise wie die Klägerin Auskünfte über den Zustand und die Entwicklung der Kinder einzuholen, wie namentlich bei Lehrkräften, Ärzten, Therapeuten, der Logopädin etc.
4.a) Ziff. 4 des klägerischen Rechtsbegehrens vom 5. Juli 2013 sei abzuweisen. Stattdessen sei festzustellen, dass keine Kinderunterhaltsbeiträge zu zahlen sind.
b) Eventualiter und nur für den Fall, dass der Beklagte zu Gunsten seiner Kinder die Erbschaft seines Vaters G._ ausschlägt, sei der Beklagte berechtigt zu erklären, sich den Nettobetrag, der den Kindern aus der genannten Erbschaft allenfalls zufliesst, an die durch das Gericht allenfalls festgesetzten Unterhaltsbeiträge anrechnen zu lassen.
5. Ziff. 5 des klägerischen Rechtsbegehrens vom 5. Juli 2013 sei abzuweisen. Stattdessen sei festzustellen, dass kein nachehelicher Unterhaltsbeitrag geschuldet ist.
6.a) Ziff. 7 des klägerischen Rechtsbegehrens vom 5. Juli 2013 sei gutzuheissen.
b) Die Klägerin sei insbesondere zu verpflichten, dem Beklagten seine persönlichen Gegenstände aus der ehelichen Wohnung wie Winterkleider und -ausrüstung, seine Dokumente aus dem Büro,
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seine Fotoalben und seinen Siegelring mit dem Familienwappen herauszugeben.
7. Ziff. 8 des klägerischen Rechtsbegehrens vom 5. Juli 2013 sei abzuweisen. Stattdessen seien die während der Ehe geäufneten Austrittsguthaben aus beruflicher Vorsorge nach Gesetz hälftig zu teilen.
8. In Abänderung von Ziff. 9 des klägerischen Rechtsbegehrens vom 5. Juli 2013 sei festzustellen, dass die Parteien mit dem Vollzug der Scheidung in ehe-, scheidungs-, güter- und vorsorgerechtlicher Hinsicht vollständig auseinandergesetzt sind.
9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.“
E. Am 24. März 2014 fand die mündliche Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Inn statt, anlässlich welcher die Klägerin ihre Begehren wie folgt abänderte:
„1. Das Besuchsrecht, welches durch den Entscheid des Einzelrichters vom 11. November 2013 (mitgeteilt am 21. November 2013) festgelegt wurde, sei bis zum Abschluss der Therapie bei Frau H._, KJP, zu sistieren.
2. Eventualiter sei das Besuchsrecht, welches durch den Entscheid des Einzelrichters vom 11. November 2013 (mitgeteilt am 21. November 2013) festgelegt wurde, bis zum Abschluss der Therapie bei Frau H._, KJP, für A._ zu sistieren.
3. Für A._ sei aufgrund der Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung von Frau H._, KJP, ein Gutachten bei Frau D._ in Auftrag zu geben, welches folgende Fragen beantworten soll:
- Was für Auswirkungen hat das Besuchsrecht, welches durch den Entscheid des Einzelrichters vom 11./21. November 2013 festgelegt wurde, auf A._?
- Was für Auswirkungen hat es auf A._, wenn das Besuchsrecht auf die Schwestern beschränkt wird?
- Wenn überhaupt, in welcher Form und in welchem Umfang könnte ein Besuchsrecht nach abgeschlossener Therapie ausgeübt werden?
4. Abweisung folgender Rechtsbegehren der Klageantwort vom 7. Oktober 2013:
- Ziff. 2 lit. c und d
- Ziff. 4 bis 7
- Ziff. 9.“
Der Beklagte liess die unter Ziffer 2a, 2b und 4b gestellten Anträge seiner Klageantwort fallen, an den übrigen Begehren hielt er fest. Den unter Ziffer 2d Punkt 4 erhobenen Antrag änderte er dahingehend ab, dass die Klägerin und ihr
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Lebenspartner unter Strafandrohung anzuweisen (anstatt zu ermahnen) seien, die Obstruktion des Besuchsrechts zu unterlassen.
F. Das Bezirksgericht Inn teilte den Parteien seinen Entscheid vom 24. März 2014 am 24. April 2014 im Dispositiv und am 30. Juni 2014 in schriftlich begründeter Form mit. Darin erkannte es wie folgt:
„1. Die am 26. August 2006 vor dem Zivilstandsamt O.1_ geschlossene Ehe von X._ und Y._ wird geschieden.
2. X._ wird für die drei Kinder A._, geb. am _ 2006, B._, geb. am _ 2008, und C._, geb. am _ 2010, das alleinige Sorgerecht zugesprochen.
3.a) Y._ wird berechtigt, seine Kinder B._, C._ und A._ in Begleitung eines Beistandes jede zweite Woche an jeweils zwei Stunden auf dem Spielplatz oder an einem anderen vom Beistand zu bestimmenden neutralen Ort zu besuchen.
b) Für den Sohn A._ kann das Besuchsrecht in den ersten drei Monaten ausgesetzt werden, wenn A._ dies verweigert. Danach ist das Besuchsrecht auszuüben.
c) Die Besuchsregelung gemäss Ziff. 3a) und 3b) gilt für sechs Monate ab Rechtskraft des vorliegenden Entscheides. Für die Zeit danach wird Y._ berechtigt, seine Kinder B._, C._ und A._ in Begleitung eines Beistandes jede zweite Woche an jeweils vier Stunden auf dem Spielplatz oder an einem anderen vom Beistand zu bestimmenden neutralen Ort zu besuchen.
d) Die Anordnung der Beistandschaft zur Überwachung des persönlichen Verkehrs wird auf ein Jahr ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils begrenzt. Danach gilt die Besuchsregelung gemäss Ziff. 3c) Satz 2 ohne Begleitung eines Beistandes.
e) Y._ wird berechtigt, einmal pro Woche an einem zuvor mit X._ festgelegten Tag mit den Kindern zu telefonieren oder zu skypen.
4.a) Für die Kinder B._, C._ und A._ wird die im Eheschutzverfahren Proz. Nr. _ gestützt auf Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB rechtskräftig angeordnete Besuchsrechtsbeistandschaft weitergeführt. Der Beistand wird beauftragt, die Eltern mit Rat und Tat zu unterstützen und insbesondere dafür besorgt zu sein, dass die Kinder und der Vater das vom Gericht angeordnete Besuchsrecht ausüben und den Kontakt miteinander pflegen können. Weiter wird der Beistand beauftragt, das Besuchsrecht selbst zu überwachen oder dafür eine unabhängige Drittperson zu ermächtigen und unter Einbezug aller Beteiligten den Ort der Besuchsrechtsausübung und den Wochentag zu bestimmen sowie die Übergabe des Kindes (recte: der Kinder) zu überwachen.
b) Die KESB Engadin/Südtäler wird angewiesen, den gemäss Eheschutzentscheid vom 11./21. November 2013 (Proz. Nr. _) ernannten Besuchsbeistand nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB für die im vorliegenden Entscheid angeordnete Beistandschaft weiterhin
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aufrecht zu erhalten oder bei Bedarf einen neuen Beistand zu ernennen.
5. Y._ ist berechtigt (Art. 275a ZGB), bei Drittpersonen in gleicher Weise wie die Klägerin (X._) Auskünfte über den Zustand und die Entwicklung der Kinder einzuholen, wie namentlich bei Lehrkräften, Ärzten, Therapeuten, der Logopädin etc.
6. X._ wird unter Androhung der Straffolgen von Art. 292 StGB angewiesen das Besuchsrecht im gerichtlich angeordneten Umfang zuzulassen und jede Obstruktion desselben zu unterlassen (Art. 307 Abs. 3 ZGB).
7. Y._ wird verpflichtet, ab Rechtskraft des vorliegenden Scheidungsurteils an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder A._, geb. am _ 2006, B._, geb. am _ 2008, und C._, geb. am _ 2010, monatlich im Voraus je CHF 800.00 zu bezahlen, zuzüglich allfälliger Kinder- und/oder Ausbildungszulagen bis zur Mündigkeit, längstens bis zum Erreichen der wirtschaftlichen Selbständigkeit im Sinne von Art. 277 Abs. 1 ZGB des jeweiligen Kindes.
8. Y._ wird verpflichtet, ab Rechtskraft des vorliegenden Scheidungsurteils an den Unterhalt von X._ monatlich im Voraus CHF 335.00 bis und mit Januar 2020 zu bezahlen. Lebt X._ während mehr als fünf Jahren mit einer anderen Person zusammen, entfällt diese Unterhaltspflicht für die weitere Dauer des Zusammenlebens.
9. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziff. 7 und 8 basieren auf dem Schweizerischen Landesindex der Konsumentenpreise, Stand Februar 2014 von 98.7 Punkten (Basis Dezember 2010 = 100 Punkte). Sie sind bei einer Veränderung des Indexes um 3 Punkte, d.h. erstmals bei 101.7 Punkten, nach folgender Formel anzupassen (der Index ist abrufbar unter http://www.hev-statistik.ch/):
Neuer UB = alter UB x neuer Index alter Index
10. Das während der Ehe geäufnete Austrittsguthaben aus beruflicher Vorsorge wird je hälftig unter den Parteien aufgeteilt. Die Gastro Social Pensionskasse, Bahnhofstrasse 86, 5001 Aarau, wird angewiesen, vom Vorsorgekonto von X._ die Hälfte von CHF 4'058.95, nämlich CHF 2'029.47, auf ein von Y._ noch zu bezeichnendes Freizügigkeitskonto zu überweisen.
11.a) Das Gericht stellt fest, dass die Parteien güterrechtlich auseinandergesetzt sind.
b) Im Übrigen stellt das Gericht fest, dass jede Partei diejenigen Barschaften, Bank- und weitere Guthaben, Lebensversicherungen sowie Mobilien übernehmen bzw. behalten kann, die sich in ihrem Besitz befinden resp. auf ihren Namen lauten. Weiter stellt das Gericht fest, dass allfällige Schulden diejenige Partei trägt, auf deren Namen sie lauten bzw. auf deren Namen sie begründet wurden, mit Ausnahme derjenigen Schulden, die im Namen der minderjährigen Kinder begründet wurden.
http://www.hev-statistik.ch/
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c) Das Gericht nimmt Vormerk davon, dass die Parteien mit dem Vollzug der Scheidung in ehe-, scheidungs-, güter- und vorsorgerechtlicher Hinsicht vollständig auseinandergesetzt sind.
12. Im Übrigen werden die Anträge vollumfänglich abgewiesen.
13. Die Gerichtskosten werden von Amtes wegen festgesetzt und verteilt (Art. 105 Abs. 1 ZPO). Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 8'700.00 (Entscheidgebühr CHF 3'700.00, Kosten der Beweisführung inkl. Gutachten CHF 5'000.00) sind je hälftig von der beklagten Partei und von der Klägerpartei zu bezahlen und gehen infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege für beide Parteien (Proz. Nr. 135- und 135-2013-162) ‒ unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO ‒ zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
14. Die aussergerichtlichen Kosten werden wettgeschlagen. Die unentgeltlichen Rechtsbeistände werden ‒ unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO ‒ zu Lasten des Kantons Graubünden gemäss Kostenentscheiden (Proz. Nr. 135-2012-223 und 135-2013-162) entschädigt. Die Entschädigungen werden aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations