# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 069f4ea7-a6bd-4b8f-94c1-0339a009fc08
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ L. K., geb. 1971, ist türkische Staatsangehörige. Sie gelangte 1983 im Rahmen des
Familiennachzugs zu ihren Eltern nach B. und erhielt eine Aufenthaltsbewilligung im
Kanton St. Gallen. Später wurde ihr die Niederlassungsbewilligung erteilt. 1992
heiratete sie in der Türkei ihren Landsmann H. K., geb. 1968. Der Ehemann gelangte
1992 im Rahmen des Familiennachzugs in die Schweiz und erhielt eine
Aufenthaltsbewilligung. Die Eheleute haben drei Töchter. M., geb. 1994, ist Schweizer
Staatsangehörige, während F., geb. 1998, und A., geb. 2006, über
Niederlassungsbewilligungen verfügen.
Nachdem die Eheleute die Familienwohnung in B. auf Ende Juni 2008 gekündigt und F.
aufgrund des Wegzugs in die Türkei an der Schule abgemeldet hatten, stellte das
Ausländeramt mit Verfügung vom 14. Mai 2009 fest, dass die
Niederlassungsbewilligungen von L., F. und A. K. erloschen sind.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhoben L., F. und A. K. durch ihre
Rechtsvertreterin Rekurs, der vom Sicherheits- und Justizdepartement mit Entscheid
vom 28. Januar 2010 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe ihrer Rechtsvertreterin vom 15. Februar 2010 erhoben L., F. und A. K.
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Entscheid des Sicherheits-
und Justizdepartements vom 28. Januar 2010 bzw. die Verfügung des Ausländeramts
vom 15. Mai 2009 seien aufzuheben, es sei von einem Widerruf der
Niederlassungsbewilligungen abzusehen und die Fremdenpolizeibehörde sei
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anzuhalten, den Beschwerdeführerinnen die Aufenthaltsbewilligungen zu verlängern
bzw. den weiteren Aufenthalt in der Schweiz zu bewilligen, eventualiter sei das von den
Beschwerdeführerinnen im Zeitpunkt der Rekurseingabe gestellte Gesuch um eine
erleichterte Erteilung der Niederlassungsbewilligung als fristgerecht zu betrachten und
die Angelegenheit zur Prüfung der erleichterten Wiederzulassung der
Aufenthaltsbewilligungen an das Ausländeramt zurückzuweisen, eventualiter sei den
Beschwerdeführerinnen der vorläufige Aufenthalt bzw. die vorläufige Aufnahme in der
Schweiz zu gewähren, subeventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz oder an
das Ausländeramt zur Ergänzung der Entscheidgrundlagen und zur Neubeurteilung
zurückzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 15. April 2010 unter Hinweis

## Considerations

auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Akten die Abweisung der
Beschwerde.
Die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die von den
Beschwerdeführerinnen zur Begründung vorgebrachten Ausführungen werden, soweit
wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführerinnen sind grundsätzlich zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert
(Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeschrift vom 15.
Februar 2010 wurde rechtzeitig eingereicht und entspricht formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerden ist im Grundsatz einzutreten.
Gegenstand des angefochtenen Entscheids ist die Abweisung des Rekurses gegen die
vom Ausländeramt getroffene Feststellung des Erlöschens der
Niederlassungsbewilligungen. Soweit in der Beschwerde beantragt wird, den
Beschwer-eführerinnen seien die Aufenthaltsbewilligungen zu verlängern, kann nicht
darauf eingetreten werden. Ebenso ist nicht auf das Eventualbegehren um Gewährung
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des vorläufigen Aufenthalts bzw. der vorläufigen Aufnahme einzutreten, da diese
Begehren über den Gegenstand des Rekursentscheids hinausgehen und im
Beschwerdeverfahren keine neuen Begehren zulässig sind (Art. 61 Abs. 3 VRP).
Im weiteren wurde das Begehren um Beurteilung der erleichterten Wiederzulassung der
Aufenthaltsbewilligung bereits im Rekursverfahren als Subeventualantrag gestellt.
Darauf ist unten näher einzugehen (E. 2.5.)
2. Art. 61 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (SR
142.20, abgekürzt AuG) bestimmt, dass die Aufenthalts- und die
Niederlassungsbewilligung nach sechs Monaten erlöschen, wenn die Ausländerin oder
der Ausländer die Schweiz verlässt, ohne sich abzumelden. Auf Gesuch hin kann die
Niederlassungsbewilligung während vier Jahren aufrechterhalten werden.
2.1. Art. 79 der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR
142.201, abgekürzt VZAE) bestimmt, dass die Fristen nach Art. 61 Abs. 2 AuG durch
vor-übergehende Besuchs-, Tourismus- oder Geschäftsaufenthalte in der Schweiz
nicht unterbrochen werden (Abs. 1) und dass das Gesuch um Aufrechterhaltung der
Niederlassung vor Ablauf der sechsmonatigen Frist nach Art. 61 Abs. 2 AuG
eingereicht werden muss (Abs. 2).
2.2. Die Beschwerdeführerinnen werfen der Vorinstanz eine Verletzung der Pflicht zur
korrekten Sachverhaltsfeststellung vor, da die beantragten Zeugen nicht befragt
worden seien. Dieser Vorwurf ist allerdings unbegründet. Bei den in der Rekursschrift
beantragten Zeugen handelt es sich ausnahmslos um enge Verwandte der
Beschwerdeführerinnen. Es war deshalb davon auszugehen, dass diese die
schriftlichen Angaben der Beschwerdeführerinnen bestätigen würden, falls sie
mündlich befragt worden wären. Auf eine Befragung als Zeugen durfte daher ohne
Verletzung des rechtlichen Gehörs der Beschwerdeführerinnen verzichtet werden. In
der Eingabe vom 16. November 2009 wurde zusätzlich noch die Einvernahme von Filiz
Y. beantragt. Nach den Ausführungen der Beschwerdeführerinnen zu schliessen
handelt es sich bei Filiz Y. um eine Tante und damit ebenfalls um eine enge Verwandte.
Hinsichtlich einer Zeugenbefragung ist daher auf die Ausführungen im Zusammenhang
mit der beantragten Befragung der Verwandten zu verweisen. Aus den dort
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dargelegten Gründen ist auch im Beschwerdeverfahren darauf zu verzichten, die engen
Verwandten der Beschwerdeführerinnen als Zeugen zu befragen
Nicht nachvollziehbar ist zudem, weshalb das Vorgehen der Vorinstanz Art. 54 VRP
verletzen soll. Inwiefern im Streitfall eine gütliche Verständigung nach Art. 54 VRP
herbeigeführt werden kann, ist nicht ersichtlich und wird von den
Beschwerdeführerinnen auch nicht näher dargelegt.
2.3. Bei der Anwendung von Art. 61 Abs. 2 AuG ist nicht entscheidend, ob der
Mittelpunkt der Lebensverhältnisse in der Schweiz aufgegeben und stattdessen im
Ausland ein neuer Wohnsitz begründet wurde; massgebend ist vielmehr das formale
Kriterium der Dauer des Aufenthalts im Ausland. Auch das unfreiwillige Verweilen im
Ausland, z.B. aus gesundheitlichen Gründen, hat daher das Erlöschen der Bewilligung
zur Folge. Es genügt zur Beibehaltung der Bewilligung im übrigen nicht, vor Ablauf der
sechs Monate kurz in die Schweiz zurückzukehren und wieder auszureisen. Wenn aber
der Lebensmittelpunkt ins Ausland verlegt worden ist, wird die sechsmonatige Frist
durch vorübergehende Besuchs- oder Tourismusaufenthalte nicht unterbrochen (Art.
79 Abs. 1 VZAE), wenn die definitive Rückkehr in die Schweiz nicht vor Fristablauf
erfolgt (vgl. Zünd/Arquint-Hill, in: Uebersax/Rudin/Hugi-Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2.
Aufl., Basel 2009, Rz. 8.9 mit Hinweisen).
2.4. Fest steht, dass die Eheleute K. ihre Wohnung per Ende Juni 2008 gekündigt
haben. Der Ehemann hielt gegenüber dem Einwohneramt B. schriftlich fest, es hätte
eine Lösung für die Familie sein sollen, damit sie nicht noch mehr in ein Schuldenloch
fallen, da er lange keine Arbeit gefunden habe. Das Ganze sei eigentlich für ca. ein Jahr
gedacht gewesen. Er wohne vorläufig allein mit seinem Schwager und seiner
Schwägerin und bemühe sich weiterhin um eine Arbeitsstelle. Seine Ehefrau wohne
momentan mit den Kindern in der Türkei. Die Kinder besuchten in Trabzon die Schule.
Die Ehefrau sei im Dezember 2008 mit den Kindern für drei Wochen in die Schweiz
eingereist.
Soweit in der Beschwerde als Grund für die Übersiedlung der Kinder in die Türkei
schwache schulische Leistungen im Fach Deutsch behauptet werden, sind diese
Ausführungen nicht überzeugend. Nachhilfestunden in Deutsch hätten auch in der
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Schweiz besucht werden können. Diese Massnahme wäre zudem weit problemloser
und kostengünstiger gewesen als ein Besuch eines Internats in der Türkei. Die Gründe
für die Übersiedlung der Kinder in die Türkei wurden übrigens in der Beschwerde neu
vorgebracht. Im Rekurs hatten die Beschwerdeführerinnen keine schulischen Probleme
der Kinder, sondern ausschliesslich die Sozialhilfeabhängigkeit angeführt. Die
Beschwerdeführerinnen verlieren übrigens kein Wort darüber, wie die Betreuung der
Kinder in der Türkei bewerkstelligt wurde. Einerseits wollen die Eltern ihre Kinder in die
Türkei verbracht, anderseits wollen sich sowohl die Ehefrau als auch der Ehemann in
der Schweiz aufgehalten haben. Der Ehemann will die beiden jüngeren Töchter F. und
A. mit dem eigenen Auto im Beisein der Ehefrau am 2. September 2008 in die Türkei
gefahren haben (Beschwerde Ziff. III/2). Sodann wird vorgebracht, die Tochter M. habe
in die Türkei mitgehen wollen, als sie gehört habe, dass F. dort ein Internat besuchen
werde. Die Einschulung der beiden Kinder habe nach den Sommerferien in der Türkei
am 12. September 2008 stattgefunden. In die Türkei gefahren soll der Ehemann aber
mit der Mutter und den beiden jüngeren Töchtern sein. Diese Vorbringen sind
widersprüchlich. Irgendwelche Angaben über Verwandte, welche die Kinder betreuen,
werden in der Beschwerde nicht gemacht. Immerhin war die jüngste Tochter bei der
Übersiedlung in die Türkei nach dem Sommer 2008 erst rund zwei Jahre alt. Mit der
jüngsten Tochter soll die Beschwerdeführerin am 3. November 2008 die Türkei wieder
verlassen haben. Es werden aber keine Angaben gemacht, wo die Ehefrau und die
Kinder während ihres längeren Aufenthalts in der Türkei wohnten. Namentlich haben
sie keine Angaben über jene Personen gemacht, die sie beherbergten, oder
Hotelrechnungen etc. eingereicht. Die Darstellung des Sachverhalts ist in einzelnen
Teilen widersprüchlich und erscheint wirklichkeitsfremd.
Für die Rückkehr der beiden älteren Töchter in die Schweiz anfang Dezember 2008
liegen keine Sachbeweise vor. Namentlich wurden keine Unterlagen über eine Flugreise
und keine Reisedokumente eingereicht. Aus den im Rekursverfahren eingereichten
Akten act. 5 und 6 geht nicht hervor, dass die Töchter im Dezember 2008 vom Vater in
die Türkei gefahren wurden. Belegt ist einzig ein für die Ehefrau gebuchter Flug von
Zürich nach Istanbul bzw. von Istanbul nach Trabzon am 14. Dezember 2008.
Die eingereichten Sachbeweise vermögen die Darstellung der Beschwerdeführerinnen
nicht glaubhaft zu machen. Um wessen Pass es sich handelt, der als act. 3 im
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Rekursverfahren eingereicht wurde, ist nicht ersichtlich. Auch ist nicht ersichtlich, ob
die Daten 02.09.08 bzw. 03.11.08 Einreise- oder Ausreisevermerke sind. Die am 16.
April 2009 ausgestellte Bestätigung über einen am 14. Dezember 2008 erfolgten Flug
von Zürich nach Istanbul und von dort nach Trabzon betrifft die Ehefrau. Die
Passeinträge im Zusammenhang mit dem Personenwagen SG 000'000, die als act. 6
im Rekursverfahren eingereicht wurden, sind ebenfalls unklar. Einerseits will der
Ehemann mit dem Auto in die Türkei gereist sein, während die Verlängerung des
Passeintrags für die vorübergehende Einfuhr des Autos von der Ehefrau beantragt
worden sei. Um welchen Pass es sich bei der als act. 6 eingereichten Kopie handelt, ist
wiederum nicht ersichtlich.
Zusammenfassend steht fest, dass die Familienwohnung der Beschwerdeführerinnen
per Ende Juni 2008 aufgelöst wurde. Nach eigenen Angaben reisten die
Beschwerdeführerinnen am 2. September 2008 in die Türkei ein. Zuvor soll die
fünfköpfige Familie zusammen mit den beiden erwachsenen Geschwistern der Ehefrau
in einer Viereinhalbzimmerwohnung gelebt haben. Dies erscheint wenig überzeugend.
Fest steht jedenfalls, dass die Beschwerdeführerinnen die Schweiz spätestens anfang
September 2008 verliessen. Der geltend gemachte Aufenthalt der Kinder in den ersten
beiden Dezemberwochen in der Schweiz ist nicht belegt. Allein ein Flug der Ehefrau am
14. Dezember 2008 in die Türkei ist erstellt. Ein Flug des Ehemannes von der Türkei
zurück in die Schweiz ist nicht nachgewiesen, obwohl er das Auto dort zurückgelassen
haben und in die Schweiz zurückgekehrt sein will.
Als Rückreisetermin der Ehefrau wird in der Beschwerde der 12. Mai 2009 angegeben.
Für dieses Datum spricht eine Kopie eines Passes. Doch findet sich dieses Datum
lediglich unter der für Visa vorgesehenen Seite. Diejenige Passkopie, auf der die
angeblichen Verlängerungen für die Einfuhr des Autos vermerkt sind, lässt sich nicht
eindeutig dem Ehemann oder der Ehefrau zuordnen. Eine Nummer tragen die
entsprechenden Seiten des Passes nicht. Hingegen erscheint aufgrund der
Arztrechnung eine ärztliche Behandlung von F. K. am 18. Mai 2009 in W. ausgewiesen.
Aus dem Gesagten folgt, dass bei den Beschwerdeführerinnen nach dem 2. September
2008 für eine Zeit von über sechs Monaten weder regelmässige Reisen in die Schweiz
noch längere Aufenthalte in der Schweiz nachgewiesen sind. Insbesondere hielt sich F.
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K. vom Juni 2009 bis Januar 2010 wiederum ununterbrochen in der Türkei auf, was den
Besuch von Mai/Juni 2009 nicht als Unterbruch der sechsmonatigen Frist erscheinen
lässt. Der Ehemann erklärte denn auch gegenüber dem Einwohneramt B., die
Rückreise der Ehefrau und der Kinder sei für ca. ein Jahr gedacht. Selbst wenn im
Dezember 2008 noch ein Besuch von rund zwei Wochen in der Schweiz als erwiesen
angenommen würde, vermöchte dies nach den dargelegten Grundsätzen keinen
Unterbruch der sechsmonatigen Frist zu begründen. Auch wäre wie erwähnt
unbeachtlich, ob die Dauer der Abwesenheit unverschuldeterweise mehr als sechs
Monate betrug. Hinzu kommt, dass die Familie ihre Wohnung auflöste und der
Ehemann allein bei der Schwägerin und dem Schwager in deren Wohnung verblieb.
Dies belegt, dass die Beschwerdeführerinnen ihren Lebensmittelpunkt in die Türkei
verlegt haben. Der Einwand, die Schul- und Feriensysteme in der Schweiz und in der
Türkei seien nicht koordiniert, ist unbegründet. Wie erwähnt, sind die Gründe für einen
Aufenthalt von mindestens sechs Monaten unbeachtlich. Sowohl gesundheitliche
Gründe als auch unfreiwillige Abwesenheiten führen nach dem Willen des
Gesetzgebers zum Erlöschen der Niederlassung. Ein Verschulden ist nicht
entscheidend. Im weiteren ist das Erlöschen der Niederlassung eine zwingende
Rechtsfolge; eine Prüfung der Verhältnismässigkeit bzw. eine Güterabwägung kann
nicht stattfinden. Unter diesen Umständen ist davon auszugehen, dass die
Beschwerdeführerinnen ohne Abmeldung mehr als sechs Monate im Ausland verbracht
haben. Daher haben Ausländeramt und Vorinstanz zu Recht entschieden, dass die
Niederlassungsbewilligungen gemäss Art. 61 Abs. 2 AuG erloschen sind.
2.5. Die Beschwerdeführerinnen machen weiter geltend, es sei das im Rekurs gestellte
Gesuch um eine erleichterte Wiedererteilung der Niederlassung im Sinn von Art. 30
Abs. 1 lit. k AuG als rechtzeitig zu betrachten und die Sache sei an das Ausländeramt
zur Beurteilung des Gesuchs zurückzuweisen. Die Vorinstanz erwog, im Rekurs dürften
zwar neue Begehren gestellt werden, indes nur im Rahmen des
Anfechtungsgegenstands. Zudem werde eine Wiederzulassung erst aktuell, wenn das
Erlöschen der Niederlassung rechtskräftig festgestellt sei. Inwiefern diese Beurteilung
rechtswidrig ist, legen die Beschwerdeführerinnen nicht dar. Diese haben die
Möglichkeit, nach Eintritt der Rechtskraft des Erlöschens der Niederlassung dem
Ausländeramt ein entsprechendes Gesuch einzureichen. Auf das in der Beschwerde als
Eventualantrag gestellte Begehren kann hingegen nicht eingetreten werden.
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2.6. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Beschwerde abzuweisen ist, soweit darauf einzutreten ist.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zu Lasten der Beschwerdeführerinnen (Art. 95 Abs. 1 VRP).
Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Art. 13 Ziff. 622
Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der geleistete Kostenvorschuss in gleicher Höhe ist
zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht