# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 47426f83-5a99-4982-8dab-abee6ad200d1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1967
,
meldete sich im
Februar 2004
erst
mals
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 9/8). Nach medizinischen und beruflichen Abklärungen wies die IV-Stelle das Rentenbegehren mit
Verfügung vom 21.
Juli 2004 ab (Urk. 9/16).
Am 7. September 2015 erhob der Versicherte am hiesigen Gericht Beschwerde gegen den
die Verfügung vom 21.
Juli 2004 bestätigenden
Ein
spracheentscheid
vom 13. Juli 2005
(Urk. 9/49
,
Urk. 9/61)
.
Daraufhin verfügte die IV-Stelle am
10. November 2015
die wiedererwägungsweise Aufhebung
der Verfügung und des
Einspracheentscheids
(Urk. 9/67).
In der Folge
hiess das hiesige Gericht die Beschwerde mit Urteil IV.2005
.00972 vom
22. Dezember 2005
in dem Sinne gut, dass es die Sache an die IV-Stelle zu weiteren Abklä
rungen zurückwies (Urk.
9/81). Im Nachgang zu diesem Urteil liess die IV-Stelle den Versicherten durch die
Medizinische Abklärungsstelle (MEDAS)
Y._
begutachten (Gutachten vom 13. November 2006, Urk. 9/104). Gestützt darauf sprach die IV-Stelle dem Versicherten
mit Verfügung vom 16. August 2007
rückwirkend ab April 2004 eine halbe Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 52 % zu (Urk. 9/124
, Urk. 9/134
).
Im Rahmen der im April 2010 von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision (vgl. Urk. 9/1
37) bestätigte die IV-Stelle im
Juli 2010
den Anspruch des Versicherten auf eine halbe Rente (Urk. 9/147).
1.2
Am 22. Juli 2013
ersuchte
der Versicherte
unter Hinweis auf eine Verschlechte
rung
seines Gesundheitszustands
seit Februar 2013
um Revision der Invaliden
rente
(Urk. 9/171-172).
Die IV-Stelle
veranlasste daraufhin eine polydisziplinäre Begutachtung durch die
Z._ GmbH,
welche das Gutachten am 28. Mai 2015 erstattete (Urk. 9/208). Mit Vorbescheid vom 23. September 2015 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Erhöhung der bisherigen Rente auf eine ganze Invalidenrente von Juli 2013 bis April 2014 in Aussicht (Urk. 9/212). Nach dagegen erhobenem Einwand (Urk. 9/219) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit
Verfügungen vom 12. Mai 2016 von Juli 2013 bis Juli 2015 eine ganze Invalidenrente und ab August 2015 eine
Vier
telsrente
(jeweils samt einer Kinderrente) zu
(Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 13. Juni 2015 Beschwerde und beantragte, ihm sei ab 1. Juli 2013 eine unbefristete ganze Rente zuzusprechen und die Kinderrente sei entsprechend anzupassen. Eventualiter seien weitere Abklärun
gen zu tätigen und
subeventualiter
sei die Sache zur weiteren Abklärung zurückzuweisen. Zudem sei ihm die unentgeltliche Prozessführung sowie
ein
unentgeltliche
r
Rechtsbeistand
in der Person des Unterzeichnenden zu bewilli
gen
(Urk. 1).
Mit Eingabe vom 30. Juni 2016 zog der Beschwerdeführer sein Gesuch um unentgeltliche Rechtsvertretung zurück (Urk. 6, Urk. 7/2). Mit Beschwerdeantwort vom 5. Juli 2016 beantragte die Beschwerdegegnerin, es sei dem Beschwerdeführer eine
reformatio
in
peius
anzudrohen
,
eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen (Urk. 8).
Mit Verfügung vom 6. Juli 2016 ordnete das hiesige Gericht einen zweiten Schriftenwechsel an (Urk. 10). In seiner Replik vom 7.
September
2016
hielt der Beschwerdeführer an s
eine
n Anträgen fest
(Urk. 12
),
während die
Beschwerdegegner
in
mit Eingabe vom
3
.
Oktober
2016 auf
eine
Duplik
verzichtete
(Urk. 1
4
), was dem Beschwerdeführer
am
3
.
Oktober
2016 angezeigt wurde (Urk. 1
5
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und
Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9
C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 2.
1 mit Hinweisen).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.
4
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der
Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversiche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann
Fredenhagen
, Das ärztliche Gut
achten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung,
die Abklärun
gen hätten ergeben, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit Februar 2013 erheblich verschlechtert habe und ihm keinerlei Tätigkeit mehr zumutbar gewesen sei.
Seit April 2014 habe sich
die gesundheitliche Situation
wieder verbessert und eine leidensangepasste Tätigkeit sei ihm ab Mai 2015 wieder zu 70 % zumutbar
(Urk. 2
/1
)
.
In der Beschwerdeantwort ergänzte die Beschwerdegegnerin,
g
emäss
Z._
-Gutachten bestehe ab Mai 2014 eine Arbeitsfähigkeit von 70 % in adaptierten Tätigkeiten. Damit bestehe bereits ab Mai 2014 und nicht erst ab August 2015
nur noch
ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
(Urk. 8).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte seinerseits im Wesentlichen vor, sein Gesund
heits
zustand habe sich seit dem Jahr 2014 nicht
verbessert. Eine Ver
besserung sei in den Akten nicht genügend ausgewiesen
(Urk. 1)
.
Gemäss den Aus
führungen der
Z._
-Gutachter sei der
gastroenterologische
Status unverän
dert. Er sei nach wie vor vollständig arbeitsunfähig (Urk. 12).
3.
3.1
Im Rahmen des vorliegenden Rentenrevisionsverfahrens liess die
Beschwerde
geg
nerin
d
en Beschwerdeführer
vom
Z._
allgemeininternistisch, psychiatrisch, orthopädisch sowie
gastroenterologisch
begutachten.
Im
polydis
ziplinären
Gut
achten vom 28. Mai 2015
(Urk.
9/208
)
werden die bis zur Begut
achtung de
s
Beschwerdeführer
s
aktenkundigen medizinischen Berichte
unter Einschluss des
MEDAS-Gutachten
s
vom 13. November 2006 (Urk. 9/104)
zusammengefasst (Urk.
9/208/5-14
),
weshalb
sie
an
dieser
Stelle
n
i
cht
n
o
ch
einmal
wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den
n
a
chfolgenden Erwägungen darauf Bezug genommen.
3.2
Die Gutachter nannten
folgend
e
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähig
keit
:
Ch
ronische Beschwerden im Bereich der dominanten r
echten Schulter (ICD-10 M19.21/
Z98.8) sowie
eine
ch
ronische Pankreatitis (ICD-10 K
86.0).
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bestünden
im Wesentlichen
eine l
eichte
depressive
Episode (ICD-10 F32.0
), eine u
ndifferenzierte
Somati
sierungsstörung
(ICD-10 F45.1)
, c
hronische Beschwerden an Gesäss und rechter unterer Ex
tremität (ICD-10 M79.65/M97.60), ein c
hronisch intermittierendes
lumbo
verte
brales
Schmerzsyndrom ohne fassbare
radikuläre
Symptomatik
(ICD-10
M54.5)
sowie ein
Zustand nach
retroperitoneoskopischer
Nierenteilresektion links am 11.
September
2013 bei
hellzelligem
Nierenzellkarzinom links
(Urk. 9/208/30).
3
.
3
Der allgemeininternistische Gutachter führte aus, bei Zustand nach
Nierenteil
resektion
links bei Nierenzellkarzinom
im September 2013 könne eine postope
rativ bestehende Arbeitsunfähigkeit für eine Dauer
von
bis maximal sechs Monaten bescheinigt werden. Aktuell
sei der Beschwerdeführer
diesbezüglich
beschwerdefrei (Urk. 9/208/18).
3
.
4
3.4.1
Der psychiatrische Gutachter hielt fest,
der Beschwerdeführer
fühl
e sich nicht psychisch krank,
sei
nie
in psychiatrisch-psychotherapeu
tischer Behandlung
gewesen
und wünsch
e
sich auch keine solche. Er erhalt
e ein Antidepressivum verordnet und g
egen die Schmerzen
eine Analgetika-Medikation
. Es
bestünden
leichte depressive Verstimmungen
und
Schlafstörungen, die zum Teil aber auch schmerzbedingt
seien, sowie ein
verminderter Appetit. Damit
seien
die diagno
stischen Kriterien einer leichten depressiven Episode nach ICD-10 erfüllt. Es besteh
e
vor allem auch eine wechselnde somatische Problematik mit Schmerzen
im Bewegungsapparat sowie
abdominal
en Schmerzen
, aber nicht
so
multipel wie bei einer eigentlichen
Somatisierungsstörung
. Diagnostisch hand
le
es sich um eine undifferenzierte
Somatisierungsstörung
. Es best
ünden
Hinweise au
f
psychosoziale und emotionale Belastungsfaktoren mit einem
Migrationshinter
grund
, einer
nicht einfachen Vaterbeziehung
, einer gescheiterten Ehe und einer
schwierigen
finanziellen Situation.
Auf diesem Hintergrund
entstünden
die vor
liegenden psychischen Störungen
.
Es besteh
e
ein chronischer Verlauf.
Eine
schwere psychiatrische Kom
orbidität,
ein
unbewusster Konflikt beziehungsweise primärer Krankheitsgewinn und
ein
schwerer sozialer Rückzug
bestünden nicht
(Urk. 9/208/21).
3.4.2
Der Gutachter hielt fest, eine psychiatrisch begründete Arbeitsunfähigkeit könne heute nicht mehr bestätigt werden
. Dem Beschwerdeführer könne es zugemutet werden, in einer somatisch angepassten und seinen Fähigkeiten entsprechenden Tätigkeit ganztags und ohne Leistungseinschränkung zu arbeiten.
Die i
m
MEDAS-
Gutachten
von
2006
gestellte
Diagnose einer
Dysthymi
e
könne
rück
wirkend zum damaligen Zeitpunkt bestätigt werden. Mittlerweile besteh
e
aber eine leichte depressive Episode und es besteh
e
zusätzlich eine ind
ifferente
Somatisierungsstörung
. Die Diagnose einer Persönlichkeitsstörung
könne
nicht mehr bestätigt werden. Gegen die
se
Diagnose
spreche
vor allem auch der Ver
lauf mit vor der Erkrankung sonst normaler Sozialisatio
n und voller Leistungs
fähigkeit
. Der
Beschwerdeführer habe
im Untersuchungsgespräch
sogar selbst angegeben
, vom Charakter her ein ruhiger Mensch zu sein und sich nicht in Streitereien einzulassen
(Urk. 9/208/22)
.
3
.
5
3.5.1
Der ortho
pädische Gutachter führte aus, de
r
e
bene Gang
sei
unauffällig
gewesen
und b
ei der Untersuchung der Wirbelsäule
habe
sich eine freie Beweglichkeit sämtlicher Abschnitte
gezeigt
. Auch an den oberen und unteren Extremitäten
habe
eine freie Beweglichkeit bei guter Kraftentfaltung mit deutlicher Aus
nahme der rechten Schulter
bestanden
. Es
hätten
hier eine massive
Bewegungs
einschränkung
, muskuläre Atrophien sowie eine Schmerzangabe in der Tiefe bei der funktionellen Prüfung
bestanden
. Die Ausführungen des
Beschwerdeführers
seien
sehr ausladend und sprunghaft
erfolgt
, wobei er häufig nicht direkt auf die an ihn gerichteten Fragen
eingegangen sei
. Die ausführliche Untersuchung im Stehen, Gehen, Sitzen und Liegen
habe
jedoch bei guter Kooperation insge
samt problemlos durchgeführt werden
können
, wobei sich die Problematik klar auf d
ie rechte Schulter konzentriert habe.
Auf neurologischer Ebene
hätten
keine klaren Hinweise für das Vorliegen einer Pathologie im Bereich des peri
pheren Nervensystems
bestanden
. So
hätte
n
eine spinale
Kompressionsproble
matik
oder die Läsion eines grösseren peripheren
Nerv
e
s
klinisch weitestgehend ausgesch
l
ossen werden
können
. Auf radiologischer Ebene
hätte
n
eine massive rechtsseitige
Omarthrose
sowie weitgehend unauffällige Verhältnisse an zervi
kaler, thorakaler und lumbaler Wir
belsäule, Hüft- und
lliosakral
gelenken
bestanden
. Zusammenfassend
liessen
sich die im Bereich der rechten Schulter beklagten Beschwerden durch die klinischen und radiologisc
hen Befunde klar nachvollziehen. Gleich
zeitig
sei
zu betonen, dass die Umfangsmessung der oberen Extremitäten mit einer längerdauernden Schonung der rechten Seite keinesfalls vereinbar
sei
, was durch die Beobachtung unterstützt
worden sei
, dass sich der
Beschwerdeführer
im
Langs
itz
spontan wiederholt hochgestemmt habe
, um auf der Unterlage vor- und rückwärts zu rutschen. Dazu pass
e
auch die nach mehrmaligem Nachfragen getroffene anamnestische Angabe, weiterhin Auto zu fahren. Die Angabe einer völlig diffusen Gefühlsminderung der gesamten rechten oberen Extremität sowie die zeitweise in dies
em Bereich demonstrierte
Schwäche
liessen
dabei an eine deutliche nicht-organische Beschwerdekomponente
denken (Urk. 9/208/27).
3.5.2
Der
orthopädische
Gutachter
hielt fest,
f
ür körperlich mittelschwere und schwere Verrichtungen besteh
e
aufgrund der heutigen Untersuchung eine voll
ständige Arbeitsunfähigkeit. Für körperlich leichte Tätigkeiten unter weitgehen
der Schonung der rechten oberen Extremität lieg
e
dagegen aus rein orthopädi
scher Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 80
% bei ganztägigem Pensum mit um 20
% reduzierter Leistung aufgrund eines vermehrten Pausenbedarfes vor. Es sollten dabei mit der rechten Hand keine Lasten von über einem Kilo
gramm
beziehungsweise beidhändig über zehn Kilo
gramm
gehoben werden. Der Einsatz dieser Extremität oberhalb Brustniveaus sollte vermieden werden
.
Der
Ein
schätzung
im MEDAS-Gutachten von 2006 könne
aufgrund der heutigen Untersuchung bezüglich körperlich mittel-schwerer und schwerer Verrichtungen durchaus gef
olgt werden, doch gehe aus den
angeführten klinischen und radio
logischen Befunden kein Grund hervor, welcher gegen eine
höhergradige
Arbeitsfähigkeit für Verweistätigkeiten unter weitgehender Schonung der rechten oberen Extremität
spreche (Urk. 9/209/28)
.
3.6
Der
gastroenterologische
Gutachter berichtete,
im 2013 sei erstmals eine
akute Pankreatitis diagnostiziert worden. E
s
liege
eine chronische Pankreatitis vor, deren Ursache wahrscheinlich
aethyltoxischer
Natur
sei
. Im Vordergrund
stün
den
die chronischen Schmerzen, welche unter anderem mit Morphinpräparaten behandelt werden müss
t
en.
Der Beschwerdeführer
nehme
keine
Pan
krea
senzym
präparate
. Die chronischen Schmerzen könnten noch besser thera
piert werden
.
Durch Arbeitsausfälle wegen
Hospitalisationen
sei
die Arbeitsfä
higkeit im Mittel um 10
% eingeschränkt
, die Arbeitsfähigkeit sei seit drei (rich
tig wohl zwei) Jahren eingeschränkt
(Urk. 9/208/29).
3.7
Die Gutachter
hielten
zusammenfassend
fest,
es
besteh
e
aus polydisziplinärer Sicht für die Tätigkeit als Maurer wie auch für jede andere körperlich mittel
schwere und schwere Tätigkeit eine volle Arbeitsunfähigkeit. Dagegen besteh
e
für eine körperlich leichte, adaptierte Tätigkeit unter weitgehender Schonung der rechten oberen Extremität eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70
%. Die bei der vorbestehenden Berentung zuerkannte Arbeitsunfähigkeit von 50
%
könne
bei den vorliegenden Befunden in leichten, adaptierten Tätigkei
ten nicht mehr bestätigt werden
. Das Pensum
könne
vollschichtig umgesetzt werden m
it erhöhtem Pausenbedarf von 10
Minuten pro Stunde. Die aus
gastroenterologi
scher
und
orthopädischer
Sicht attestierten Arbeitsunfähigkeiten müss
t
en addiert werden, da einerseits täglich Ruhephasen und Pausen beansprucht w
ür
den und
andererseits intermittierend ganze Ausfälle wochenweise auftr
ä
ten
(Urk. 9/208/31-32)
.
3.8
Die Gutachter
gaben an
, a
ufgrund der anamnestischen Angaben,
der
Untersu
chungsbefunde, der vorliegenden Dokumente sowie der früher attestierten
Arbeitsunfähigkeiten
sei davon auszugehen
, dass für körperlich mittelschwere und schwere Tätigkeiten von einer bleibenden und vollständigen Arbeitsunfä
higkeit spätestens ab
1988 ausgegangen
werden
könne. A
ufgrund der Pank
reatitis
-S
chübe
könne
im Jahre 2013 eine vorübergehende Arbeitsunfähigkeit für jegliche Tä
tigkeiten nachvollzogen werden; dies
auch bei Zustand nach mehreren Teilresektionen links bei
hellze
lligem
Nierenzellkarzinom am 11
.
Sep
tember
2013 für eine Dauer von maximal
sechs
Monaten post
o
perativ. Nach einer vollen Arbeitsunfähigkei
t
vom Februar 2013 bis April 2014
sei
ab Mai 2014 eine Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 70
% für eine körperlich leichte, adaptierte Tätigkeit anzunehmen.
Es bestünden Diskrepanzen zwischen der Beurteilung und der Selbsteinschätzung des Beschwerdeführers, welcher sich aktuell kaum oder nur sehr eingeschränkt ar
beitsfähig fühle. Diese Einsch
ätzung habe durch di
e
polydisziplinäre
n Befund
e
nur partiell nachvollzogen werden können.
Der Beschwerdeführer sei nicht in psychiatrischer-psychotherapeuti
scher Behandlung
,
erh
alte
jedoch ein Antidepressivum
sowie
Analgetika, welche er gemäss abgenommenen Medikamenten-Serumspiegel auch regelmässig ein
n
eh
m
e
, was für eine gute Compliance spr
eche (Urk. 9/208/32)
.
Auf beruflicher Ebene
sei
die rasche Reintegration in den Arbeitsprozess dringend anzustreben. Aufgrund der vorliegenden Krankheits- und Behinderungsüberzeugung könn
t
en
jedoch
keine beruflichen Massnahmen erfolgversprechend vorgeschlagen wer
den
(Urk. 9/208/33)
.
4
.
4
.1
Das Gutachten des
Z._
vom 2
8.
Mai 2015
erfüllt die
rechtsprechungsgemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrundlagen (vgl. E. 1.
4
). Es beruht auf fachärztlichen Untersuchungen und wurde in Kennt
nis der relevanten
Vorakten
(Urk.
9
/
208/5-14
) abgegeben. Die Gutachter setzten sich ausführlich mit der persönlichen, beruflichen und gesundheitlichen Ent
wicklung de
s
Beschwerdeführe
rs
auseinander und nahmen zu den früheren Beurteilungen Stellung (Urk.
9/208/18, Urk. 9/208/22, Urk. 9/208/28-29
).
Die vom
Beschwerdeführer geklagten Beschwerden wurden berücksichtigt und die Gutachter setzten sich mit diesen hinreichend auseinander. Die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation wurden einleuchtend dargelegt und die Diagnose
n
nachvollziehbar begründet.
Das Gutachten erweist sich
für die vorliegend zu beantwortenden Fragen als umfassend.
4
.2
Hinsichtlich der Erhöhung der halben auf eine ganze Invalidenrente im Jahr 2013 ist aus
dem
Z._
-
Gutachten und den zugrunde liegenden medizinischen
Vorakten
ersichtlich
, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
aufgrund von
im Frühjahr 2013
neu aufgetretenen
Pankreatitis
s
chüben
und einer Nierenzellkarzinom-Operation
im Herbst 2013
im Vergleich zur
ursprüng
lichen
Rentenzusprache
vom
16. August
2007 (Urk. 9/124, Urk. 9/134, vgl. E. 1.1)
wesentlich verschlechtert hatte (
vgl.
E. 3.3,
E. 3.6,
E. 3.8
). Zwischen den Parteien ist
die voll
ständige
Arbeits
un
fähigkeit ab Februar 2013 denn auch nicht
um
stritten
(
vgl.
Urk.
1 S. 4,
Urk.
2
)
.
4
.3
Streitig
ist hingegen,
ob
die Beschwerdegegnerin die ganze Rente in der Folge zu Recht auf eine
Viertelsrente
herab
gesetzt hat, was sich danach beurteilt
,
ob sich der Gesundheitszustand de
s
Beschwerdeführer
s
nach Rentenerhöhung
in
einer
anspruchsrelevante
n
Weise
ver
bessert
hat
(vgl. E. 1.
1
).
Bejahendenfalls stellt sich die Frage nach dem Zeitpunkt der Herabsetzung der Invalidenrente.
4
.3.1
Entgegen der Rüge des Beschwerdeführers
halten die
Z._
-Gutachter schlüssig fest,
dass sich de
ssen
Gesamt-
Gesundheitszustand
wesentlich
verbessert hat.
Während
der Beschwerdeführer
ab Februar 2013 in allen Tätigkeiten
als zu
100
%
arbeitsunfähig erachtet wurde
(vgl.
vorstehend
E. 4.
2
)
,
gingen
die
Z._
Gutachter anl
ässlich der aktuellen Begutachtung im Jahr 2015
von einer
n
o
ch
insgesamt
30%
igen Arbeitsunfähigkeit
in leichten Verweistätigkeiten
aus.
Dabei legten die Gutachter nachvollziehbar dar, dass
-
neben der 10%igen Leistungseinschränkung aus
gastroenterologischer
Sicht
(vgl. E. 3.6)
-
in ortho
pädischer Hinsicht aufgrund
der objektivierbaren
Befunde im Bereich der rechten Schulter
aktuell
noch e
ine
20%ige Einschränkung
bestehe
(E. 3.
5, E. 3.7
)
.
Diese Einschätzung
einer nicht
höhergradigen
Arbeitsunfähigkeit aus orthopädischer Sicht
deckt sich insoweit im Wesentlichen mit den medizini
schen
Vorakten
, als bereits im MEDAS-Gutachten im Jahr 2006 eine etwa 70%ige Arbeitsfähigkeit bei günstiger Entwicklung erwartet wurde (vgl. Urk. 9/104/9-10). Darüber hinaus
überzeugt
sie
auch
mit Blick auf festgestellten Diskrepanzen
zwischen den angegebenen subjektiven Beschwerden und den erhobenen klinischen und radiologischen Befunden, wie insbesondere den beobachteten Bewegungen und des
Umfang
s
der oberen Extremitäten
sowie der anamnestischen Angabe des Beschwerdeführers, weiterhin Auto zu fahren (E. 3.
5.2, E. 3.8
).
Neben dem verbesserten orthopädischen Gesundheitszustand
kam
es
auch in internistischer Hinsicht
zu einer
relevanten
Verbesserung
,
indem
der Beschwerdeführer
nach einer
Nierenteilrese
ktion
im September 2013, auf
grund welcher
gemäss Gutachter eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
bis April 2014 zu bestätigen sei, im Zeitpunkt der Begutachtung beschwerdefrei war und mithin
aus internistischer Sicht
nicht mehr
in seiner Arbeitsfähigkeit einge
schränkt
ist
(E. 3.3)
.
4
.
3.2
Nach dem Gesagten
ist gestützt auf die nachvollziehbaren gutachterlichen
Schlussfolgerungen
davon auszugehen, dass sich
der Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers
seit
der
Erhöhung der Rente
im Jahr 2013
in internistischer sowie orthopädischer Hinsicht
wesentlich verbessert
hat
.
Aufgrund der ausge
wiesenen Verbesserung des Gesamt-Gesundheitszustands vermag der Beschwer
deführer auch mit seinem Vorbringen, gemäss den gutachterlichen Ausführun
gen sei der
gastroenterologische
Zustand unverändert
(E. 2.2)
, nicht durchzu
dringen.
4.3.3
Soweit die
Gutachter
hinsichtlich des Zeitpunktes der Verbesserung
retrospektiv
dafürhielten
, dass
bereits ab Mai 2014 von einer
70%ige
n
Arbeitsfähigkeit
aus
zugehen sei
(vgl. E.
3
.
8
), fehlen echtzeitliche Berichte
,
welche
diese Ein
schätzung
bestätig
en
.
Im Zeitraum ab Mai 2014 bis zu
r
Begutachtung im Mai 2015 liegen keine konkreten Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen vor und die in
dieser Zeit
ergangenen Berichte des
A._
betreffen im Wesentlichen die Beschwerden des Beschwerdeführers
im Zusammenhang mit der chronischen Pankreatitis
(vgl.
Urk.
9
/197/9-15,
Urk.
9
/
197/25-27)
.
Entspre
chend kann aufgrund fehlender echtzeitlicher Berichte nicht auf die retrospek
tive Arbeitsfähigkeitsschätzung der
Z._
-Gutachter abgestellt werden. Mit anderen Worten ist eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers ab Mai 2014 zwar möglich, nicht aber mit
dem im Sozial
versicherungsrecht massgebenden
Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit erstellt (vgl.
BGE 126 V 353 E. 5b)
. Vielmehr ist
eine wesentliche Ver
besserung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers
erst ab
dem
Begut
achtungszeitpunkt
und damit ab
Mai 2015
überwiegend wahrscheinlich ausge
wiesen.
4.4
Nach dem Gesagten ist
erstellt, dass der Beschwerdeführer
in der zuletzt ausge
üb
ten Tätigkeit als
Lagerist und Packer
und jeder
anderen
schweren Tätig
keit
zu 100 % arbeitsunfähig
ist. I
n einer angepassten körp
erlich leichten
Tätig
keit
bestand
von Juli 2013 bis April 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
und a
b
Mai 2015
ist
der Beschwerdeführer zu 70 % arbeitsfähig
.
Soweit
die Durch
führung weiterer Abklärungen
beantragt
wird
, ist in antizipierter
Beweiswürdi
gung
darauf zu verzichten (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_468/2007 vom 6. Dezember 2006 E.2.2 mit Hinweisen). Von weiteren Untersuchungen wären keine neuen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten.
5
.
5
.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen.
Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kommen
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Ein
kommensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
5.2
Da
e
in
e Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu berücksichtigen ist, sobal
d s
ie ohne wesentliche Unterbrechung drei
Monat
e gedauert hat
(Art. 88a Abs. 2
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV)
,
eine
Erhöhung der Rente auf Verlangen der versicherten Person jedoch frühestens von dem Monat an, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde, erfolgt (Art. 88
bis
Abs. 1
IVV
)
, sprach die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer aufgrund des Gesuchs um Erhöhung der Invalidenrente vom 22. Juli 2013 (Urk. 9/171-172) zu Recht ab dem 1. Juli 2013 eine ganze Invalidenrente zu.
5
.
3
5.3.1
Ab Mai 2015 bestand eine
70%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten
leich
ten
Tätigkeit
.
Der Beschwerdeführer
hat keinen Beruf erlernt und arbeitete
von 1998
bis
Ende 20
03
als Lagerist
, Packer und Träger
beim
Umzug
s
unternehm
e
n
B._
SA (Urk. 9/5
,
Urk.
9/182/4
)
.
Im Jahr 2010 und wiederum von Juni 2012 bis Februar 2013 arbeitete er
stundenweise
als Reinigungsangestell
ter bei der
C._
AG (vgl. Urk. 9/
181/2
).
Es ist davon auszugehen, dass er ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen weiterhin
solche Hilfsarbeitertätigkeiten
ausüben
würde.
Die Beschwerdegegnerin legte dem
Valideneinkommen
das Ein
kommen zugrunde, welches der Beschwerdeführer gemäss
Arbeitgeberbericht vom
3.
März 2004 verdient
hätte
(vgl. Urk. 9/5, Urk. 9/146, Urk. 9/222), und ging von einem an die Nominallohnentwicklung
im Jahr
2015 angepassten
Valideneinkommen
von Fr. 71‘700.90 aus. Dies ist
mit dem Beschwerdeführer (
Urk.
9/219/3,
Urk.
1)
nicht zu beanstanden
.
5.3.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und
Verdienstaus
sichten
keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (Urteil des Bundes
gerichts 9C_734/2013 vom 1
3.
März 2014 E. 2.1 mit Hinweis auf SVR 2008 IV
Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 5.1).
Beim ausgeglichenen Arbeitsmarkt handelt es sich um eine theoretische Grösse, so dass nicht leichthin ange
nommen wer
den kann, die verbliebene Leistungsfähigkeit sei unverwertbar.
An der Massge
blichkeit des theoretisch ausgeglichenen Arbeitsmarkt vermag der Umstand nichts zu ändern,
dass es für die versicherte Person im Einzelfall schwierig oder gar unmöglich ist, im tatsächlichen Arbeitsmarkt eine entsprechende Stelle zu finden (vgl. Urteil 8C_237/2011 vom 1
9.
August 2011 E. 2.3).] So geht die Gerichtspraxis etwa davon aus, dass gar für funktionell Ein
armige auf diesem Arbeitsmarkt genügend realistische
Betätigungs
möglich
keiten
bestehen, oder dass selbst ein auf 25 % beschränktes Pensum verwertbar ist (Urteil des Bun
desgerichts 8C_724/2012 vom
8.
Januar 2013 E. 4.3 mit Hinweisen und 8C_489/2007 vom 28. Dezember 2007 E. 4.1).
5.3.3
Gemäss den gutachterlichen Ausführungen sind dem
Beschwerdeführer
ange
passte
leichte
Tätigkeiten
mit weitgehender Schonung der oberen Extremität
vollschichtig zumutbar,
wobei
aufgrund des erhöhten Pausenbedarfs
eine
ins
gesamt 3
0%ige Leistungseinschränkung besteht (
vgl. E. 3.7
). Unter Beachtung des
orthopädischen Belastungsprofils (vgl. E. 3.5.2)
kann der Beschwerdeführer weiterhin verschiedene Tätigkeiten ausführen, wie insbesondere Kontroll- res
pektive Überwachungsarbeiten, aber auch gewisse, die zumutbare
Gewichtsli
mite
nicht überschreitende,
Sortierarbeiten. In Anbetracht dessen
und unter Berücksichtigung der dargelegten Rechtsprechung
ist dem Beschwerdeführer die
Verwertbar
keit der verbliebenen Arbeitsfähigkeit
auf dem
ausgeglichene
n
Arbeitsmarkt
entgegen
seiner Ansicht
(
Urk.
1 S. 5-6
)
zumutbar.
5.3.
4
Da der Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit nicht mehr ausüben kann,
ist nicht zu beanstanden
, dass die Beschwerdegegnerin
z
ur Ermittlung des
Inva
lideneinkommens
auf die
Tabellen der Lohnstrukturerhebungen (LSE) des Bun
desamtes für Statistik (BFS)
abstellte und den
monatliche
n
Bruttolohn (
Zentral
wert
)
männlicher
Arbeitskräfte im privaten Sektor
für einfache Tätigkeiten körperlicher und handwerklicher Art im Gesamtdurchschnitt
von
Fr.
5‘210
.-- (LSE 2012, Tabelle
TA1, Kompetenzniveau 1, S. 35) heranzog
.
U
nter
Berück
sichtigung der durchschnittlichen betriebsüblic
hen Arbeitszeit
sowie
der
Anpassung an die N
ominallohnentwicklung für das Jahr 2015
resultiert für
ein 70%-Pensum ein
Invalideneinkommen von
Fr.
46
‘
41
6
.
3
0.
5.3.
5
Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen zusätzlichen Abzug vom Tabellenlohn (vgl. BGE 126 V 75), wenn die versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in
ihrer Leistungsfähigkeit ein
geschränkt ist
(Urteil des Bundesgerichts 9C_72/2009 vom 30. März 2009, E.
3.4
mit Hinweis
).
Da dem Beschwerdeführer körperlich leichte Tätigkeiten nur noch eingeschränkt zumutbar sind, rechtfertigt sich, wi
e von der Beschwerdegegnerin erwogen,
deshalb
ein Tabellenlohnabzug von 10 %
(Urk. 2/1).
E
in darüber hin
ausgehender Abzug (von 25 %, Urk. 1 S. 6)
ist
dagegen entgegen dem
unsub
stantiierten
Vorbringen
des Beschwerdeführers nicht
gerechtfertigt
.
Insbeson
dere
ist kein
zusätzlicher
Abzug
für Teilzeiterwerbstätigkeit
zu gewähren
, ist dem Beschwerdeführer doch die Umsetzung des Pensums vollschichtig unter Berücksichtigung eines erhöhten Pausenbedarfs möglich (
vgl. E.
5.3.3
,
vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_366/2013 vom 18. Juni 2013 E. 4.3).
Auch weitere
Aspekte, die einen
höheren
Abzug begründeten,
sind vorliegend nicht
ersicht
lich.
5.4
Die Gegenüberstellung des
Valideneinkommens
von
Fr. 71‘700.90
mit dem
Invali
deneinkommen
von Fr.
41
‘
774
.6
0
(Fr.
46
‘
416
.
3
0
x
0
.9
)
ergibt einen Invaliditätsgrad von rund
41 %, womit
ab 1. August 2015 (Verbesserung per Mai 2015 zuzüglich drei Monate,
Art.
88a
Abs.
1 IVV)
ein Anspruch auf eine
Viertels
rente
resultiert.
Nachdem die Herabsetzung einer (laufenden) Rente frühestens vom ersten Tag des zweiten der Zustellung der Verfügung folgenden Monats an erfolgt (Art. 88
bis
Abs.
2
lit
. a IVV), ist die dem Beschwerdeführer bislang ausgerichtete halbe Invalidenrente erst per Juli 2016 (vgl.
Urk.
1 S. 3) auf eine
Viertelsrente
herabzusetzen.
5.5
Zusammenfassend hat der Beschwerdeführer von Juli 2013 bis Juli 2015 Anspruch auf eine ganze Invalidenrente, ab August 2015 Anspruch auf die bis
herige halbe Rente sowie ab Juli 2016 Anspruch auf eine
Viertelsrente
.
6.
Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
7.
7.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und a
uf
Fr.
800.-- anzusetzen. Da der Beschwerdeführer
nur
zu einem geringen Teil
obsiegt, sind
ihm
die Kosten
zu drei Viertel und der Beschwerdegegnerin zu einem Viertel
aufzuerlegen (vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_94/2010 vom 2
6.
Mai 2010, E. 4.
3).
7.2
D
er
vertretene Beschwerdeführer hat sodann gestützt auf Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 und 3 des G
esetzes über das
Sozialversiche
rungs
gericht
(
GSVGer
) Anspruch auf eine
- weil das teilweise Obsiegen einzig in der Offizialmaxime gründet und der Zeitpunkt der Reduktion vom Beschwerde
führer mit keinem Wort gerügt worden ist - entsprechend reduzierte
Prozess
entschädigung
. Diese
ist
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses auf Fr. 500.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Barauslagen) festzusetzen.