# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8b3ad171-b938-4c49-b22c-10c3d9e3d9e9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1955 geborene
X._
, s
eit 1.
Juli 1996
als Gruppenleiter
beim
Y._
angestellt
und dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch
gegen Unfallfolgen versichert
,
zog
sich a
m
1. März 2010 beim Ein
s
teigen in einen
Lastwagen
eine
linksseitige
Schulter
verletzung
zu
(Urk. 8/1)
, welche
am
10. Mai 2010 in der Klinik
Z._
mittels offener
Rotatore
nmanschetten
-Rekonstruktion mit
Tenodese
der langen
Biz
e
p
ssehne
(LBS)
und
Acromioplastik
operativ behandelt
wurde
(
Urk. 8/11).
A
m
25. Oktober 2010
nahm
der Versicherte
di
e Arbeit
beim
bis
heri
gen Arbeitgeber
in
einer
angepasste
n
Tätigkeit
wieder auf
(
Urk.
8/
42
) und stei
gerte
die
anfängliche
Leistungsfähigkeit von 25 %
bis
am
1. Juli 2011
auf 70 %
bei ganztägiger Präsenz (
Urk. 8/
77 S. 2
).
D
ie SUVA
, welche für die Heilbehandlung aufgekommen war und
Taggeld
leis
tungen
erbracht hatte,
sprach
dem Versicherten
mit Verfügung vom 11. Juni 2012 (Urk. 8/140)
eine
auf einem Invaliditätsgrad von 24 % beruhende Rente mit Wirkung ab 1. November 2011
zu, wogegen sie
die Ausrichtung einer
In
te
gritätsentschädigung
ablehnte
. In teilweiser Gutheissung der
am 28. Juni 2012
dagegen erhobenen Einsprache
(Urk. 8/141)
gewährte sie
dem Versicherten
mit Entscheid vom 12. Oktober 2012 (Urk. 2) eine
E
ntschädigung
für eine
Integri
tätseinbusse
von
7.5 % (S.
7-9), während
sie einen Anspruch auf eine höhere als die
verfügte Invalidenrente
verneinte
(S. 3-6).
2.
Hier
gegen erhob
X._
a
m 15. November 2012 (Urk. 1) Beschwerde und beantragte,
der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 12. Oktober 2012 sei aufzuheben und ihm sei eine
R
ente auf der Basis eines Invaliditätsgrades von 30 % zuzusprechen.
Die SUVA schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 3. Januar 2013 (Urk. 7) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 9. Januar 2013
(Urk. 10)
zur Kenntnis gebracht wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die
Zusprache
einer Integritätsentschädigung
nach Massgabe einer
Integritäts
einbusse
von
7.5
%
bildet
im
vorliegend
en Verfahren
ni
cht mehr Streitgegen
stand (Urk. 1 S. 3 oben
).
Str
it
tig und zu prüfen ist
hier
einzig die
Höhe der
für
den Rentenanspruch massgebende
n
und von der Beschwerdegegnerin
mit
24 %
bezifferten
unfallbedingte
n
Erwerbsunfähigkeit.
1.
2
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (
Art.
8
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil
des
Sozialversi
cherungs
rechts
,
ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1
des Bundesgesetzes üb
er die Unfallversicherung,
UVG
). Invalidität ist die voraus
sicht
lich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsun
fähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird da
s Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der (
unfall
be
dingten
) Invalidität und nach Durchführung
der medizinischen Behandlung und
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zu
mutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(I
nvalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Valideneinkommen
; Art. 16 ATSG).
1.
3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist ent
scheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseiti
gen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte kommt
Beweis
wert
zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihr
e Zuverlässigkeit beste
hen (BGE 125 V 351 E.
3b/
ee
). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Ein
ho
lung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die
Beweis
wür
digung
strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zwei
fel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztli
chen Fest
stellungen, so sind ergänzende Abklärungen mittels unabhängige
r Begut
ach
tung vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.
4.4 in
fine
mit Hinweis)
.
1.4
1.4.1
Für die Festsetzung des Invalideneinkommens ist nach der Rechtsprechung pri
mär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versi
cherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstä
tigkeit aus, bei der
–
kumulativ
–
besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbleibende Arbeitsfähigkeit in zu
mutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der
tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn. Ist kein solches tatsächlich er
zieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so können nach der Recht
sprechung entweder Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukt
urerhebungen (LSE) oder der von der SUVA zusammengestellten Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP)
herange
zogen werden (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweisen).
1.4.2
Wenn die Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen werden, wird für die
Invali
ditätsbemessung
praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (
Tabellen
gruppe
A) abgestellt (BGE 129 V 476 E
. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) auszugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Ar
beitszeit von 40 Wochenstunden zugrunde liegt, welcher Wert etwas tiefer ist als die
im Jahr 2011
betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von wöchent
lich
41.7 Stunden
(Die Volkswirtschaft
4/2014 S.
90 Tabelle B
9.2; BGE 129 V 484 E
.
4.3.2, 126 V 77 f. E. 3b/
bb
, 124 V 322 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E
. 2a).
1.4.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechen
de Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatz
fähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszu
g
ehö
rigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punk
te dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allge
meinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwer
ten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
2.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin
hielt zur Begründung ihres
Rentenentscheid
s
insbeson
dere
fest
, dass de
m
Beschwerdeführer
die
angestammte
Tätigkeit
als Gruppen
leiter
beim
Y._
wegen der unfallbedingten Be
schwerden an der linken Schulter
nicht mehr (vollumfänglich) zumutbar sei und er
am bisherigen Arbeitsplatz
die ihm verbleibende Restarbeitsfähigke
it nicht voll ausschöpfen könne
, zumal
dort
nicht genügend leichte Arbeiten vorhanden seien
.
Dagegen
könne
er
eine
den Unfallfolgen
angepasste
Tätigkeit
zu
100 %
ausüben
und
damit
ausgehend vom
branchenübergreifenden
LSE-Tabellenlohn für Männer mit Berufs- und Fachkenntnissen (Anforderungsniveau 3)
sowie
einem leidensbedingten Abzug von 5 %
einen Invalidenlohn
erwirtschaften, welcher um
24 %
unter dem
hypothetisch ohne Gesundheitsschaden
erzielbare
n
(Validen-)
Einkommen
liege
(
Urk. 2 S. 4-6, Urk. 7 S. 3-7
).
2
.
2
De
r
Beschwerdeführer
begründete
seinen
Antrag auf
Zusprache
einer
Rente nach Massgabe eines
Invaliditätsgrad
es
von 30 % im Wesentlichen damit, dass er
am
angestammten
Arbeitsplatz
eine Leistungsfähigkeit von 70 % wiederer
langt habe und die Tatsache der erfolgreichen Reintegration höher zu gewichten sei als eine
„Rentenersparnis“ von 6 %.
Im Üb
rigen betrage die Arbeitsfähigkeit in einer Verweisungstätigkeit lediglich 75 %, wobei
nurmehr
Hilfsarbeiten im Sinne des Anforderungsniveaus 4
der LSE
in Betracht kämen und vom
Ta
bel
lenlohn
ein Abzug von 15
%
zu gewähren sei, sodass ein
Invaliditätsgrad von 59 %
resultiere
(Urk. 1 S. 4-13).
3
.
3
.1
D
ie Ärzte der
Klinik A._
, wo sich der Beschwerdeführer vom 6. September bis 12. Oktober 2010 zur stationären Rehabilitation aufgehalten hatte, erachteten
im Austrittsbericht vom 19. Oktober 2010 (Urk. 8/46
S. 2
)
die bisherige Tätigkeit
als Gruppenführer Tiefbau
aufgrund der am 1. März 2010 er
littenen
V
erletzung
an der linken Schulter
als
nicht mehr zumutbar
.
E
ine ang
e
passte
,
mithin
körperlich leichte bis mittelschwere
Tätigkeit
ohne Krafteinsatz des linken Armes, ohne länger dauernde Tätigkeiten links über Schulterhöhe, ohne
H
antieren von Gewichten körperfern, ohne häufige Rotationsbewegungen der linken Schulter, ohne Vibrationsbelastung und Schläge bezüglich des li
nken Armes sowie
ohne ungesicherte Arbeit
en
an sturz
exponierten Stellen
wie
auf
hohe
n
Leitern, Baugerüst
en und Dächern
könne
d
er
Beschwerdeführer
jedoch ganztags verrichten.
3
.
2
Im
Bericht vom 10. Mai 2012 (Urk. 8/120
S. 5 f.
) betreffend die Untersuchung vom Vortag
diagnostizierte
der SUVA-Kreisarzt Dr. med.
B._
, Facharzt für Chirurgie,
ein
am
1.
März 2010 erlittene
s
Distorsionstrauma
der
linke
n Schulter mit
Rotatorenmanschettenruptur
(SSP/partiell SSC)
und
einen
Status nach
SSP-Seh
nenrekonstruktion
sowie
eine
bleibende Insuffizienz der
Rotatorenman
schette
. Er hielt dafür, dass die
noch vorhandenen Beschwerden im Bereich des linken Schultergelenks und die damit verbundene Einschränkung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit unfallkausal
seien.
In der
zuletzt ausgeübte
n
Tätigkeit im
Y._
bestehe weiterhin eine
Arbeitsfähigkeit
von 70 %
.
Körperlich l
eichte bis mittelschwere Tätigkeiten
ohne Arbeiten über Kopf unter Last sowie mit sel
tenem Überkopfgreifen, mit einer Gewichtsbelastung von 15 kg bis zur Hüfte und 3 kg bis in Brusthöhe repetitiv
sowie
selten 25 kg bis in Hüfthöhe und 8 kg bis in Brusthöhe, ohne Arbeiten an stossenden, schlagenden und vib
rierenden Maschinen und ohne Tätigkeiten mit
höheren Anforderungen an die Rotation im linken Schultergelenk seien dem Beschwerdeführer zu 100 % zu
mutbar.
3
.
3
In
d
er
im
Einspracheverfahren
verfassten
Stellungnahme
vom 11. Oktober 2012 (Urk. 8/147 S. 1)
erklärte
d
er SUVA-Versicherungsmediziner Dr. med.
C._
, Facharzt für C
hirurg
ie
,
die wohlwollende Meinung des Operateurs
, welcher
am 21. März 2011
eine angepasste Tätigkeit nur
im Umfang von
75 % als zumutbar erachte
t habe
(vgl.
hiezu
nachfolgende E. 3.4)
, sei
zur
Kenntnis genommen wor
den.
Jedoch
seien die teilweise
gegenteiligen
Beurteilungen der Ärzte der
Klinik A._
und des SUVA-Kreisarztes fundierter beziehungsweise aktueller. Nach Studium
von
Ak
ten und
Röntgenbildern
könne er die
kreisärzt
liche
Einschätzung von Dr.
B._
vom
10.
Mai 2012, wonach
dem Beschwer
deführer
eine angepasste Tätigkeit zu 100 % zumutbar sei, als medizinisch plausibel bestätigen.
3
.
4
Dr. med.
D._
, Facharzt
für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
, welcher
den Beschwerdeführer am
10. Mai 2010
in der Klinik
Z._
operiert
(Urk. 8/11) und
ihm
a
m 21. März 2011 eine Ar
beitsfähigkeit von 75 % für einfach schulterbelastende Tätigkeiten bis maximal
der
Horizontalen und
mit
Gewicht
en
bis
höchstens
10 kg
bescheinigt
hatte
(Urk. 8/66)
, nahm
am 18. Oktober 2012 zur Arbeitsfähigkeitseinschätzung des SUVA-Kreisarztes Stellung
(Urk. 3) und monierte, diese weiche wesentlich von derjenigen der Ärzte der
Klinik A._
vom Oktober 2010 ab. Er habe letztere zumindest für den damaligen Zeitpunkt
für
richtig
befunden
und
seine Bewertung
immer
an diese angelehnt
(vgl. auch Bericht von Dr.
D._
vom 16. November 2010, Urk. 8/53)
. Da dem Beschwerdeführer eine
Verwei
sungstätigkeit gemäss dem von den Ärzten der
Klinik A._
formulierten Zumutbarkeitsprofil in einer
volle
n
zeitliche
n
Präsenz zumutbar sei, die damals
ausgeübte Tätigkeit beim Strasseninspektorat aber belastender gewesen sei, habe er die Zumutbarkeit zeit
lich
limitiert. Qualitativ erachte er die von der SUVA festgelegte Zumutbarkeit aufgrund der Befunde von 2010 als zu hoch, insbesondere was d
as Heben
von Gewichten
von 25 kg
bis
Brusthöhe betreffe. Ihm scheine in solchen Tätigkeiten zumindest eine Leistungseinbusse vorzuliegen, welche vorsichtig geschätzt 25 %
betragen
dürfte.
4
.
4.1
I
n Anbetracht
dieser medizinischen Aktenlage
ist – entgegen dem Standpunkt des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 5-9) –
in keinerlei Hinsicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
eine
de
n
verbleibenden Unfallfolgen
an
der linken Schulter
angepasste
Tätigkeit
entsprechend
dem vom SUVA-Kreisarzt
Dr.
B._
b
eschrie
benen
Zumutbarkeitsprofil
(vgl. E. 3.2 hiervor) im Umfang von 100 % als
zumutbar
erachtete
.
Wie in der Beschwerdeantwort (Urk.
7 S. 4) zutreffend festgehalten wurde
,
vermögen die Ausführungen
des behandelnden Facharztes
nicht zu einer
abweichenden
Beurteilung zu führen
.
Dr.
D._
bekräftigte
am
16. November 2010 (Urk. 8/53 S. 2) und 18. Oktober 2012 (Urk. 3) die
E
inschät
zung der
Mediziner
der
Klinik A._
(vgl. E. 3.1 hiervor)
, wel
che ihrerseits im Wesentlichen mit derjenigen der
Dres
.
B._
und
C._
(vgl. E. 3.2 und
E.
3.3 hiervor)
übereinstimmt.
Namentlich
ging auch Dr.
D._
von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in
einer
zumutbaren
Verweisungstätigkeit aus
und begründete die
von ihm attestierte
Einschränkung
von 25 %
damit, dass
der Beschwerdeführer im Rahmen der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit beim bisherigen Arbeitgeber einer hö
heren Belastung ausgesetzt sei
(vgl. E. 3.4 hier
vor)
.
So
dann ist d
er Rüge des behandelnden Facharztes, wonach das
vom SUVA-Kreisarzt
defi
nierte
Zumut
barkeitsprofil
– insbesondere was das Heben von Lasten
bis
Brust
höhe betreffe –
zu hoch angesiedelt
sei
(
vgl. E. 3.4 hiervor
)
,
nichts abzugewinnen
, liegen doch die von Dr.
B._
diesbezüglich
festgelegten
Gewichtslimiten
(repetitiv 3 kg und selten 8 kg
, vgl. E. 3.2 hiervor
) deutlich unter de
m
von Dr.
D._
mo
nierten Grenzwert von 25 kg
.
H
inweise, welche gegen die Zuverlässigkeit
der
kreisärztlichen
Einschätzung
von Dr.
B._
sprä
chen, sind
nicht ersichtlich
, weshalb
praxis
gemäss (vgl. E. 1.3 hiervor)
ohne medizinische Weite
rungen
da
rauf abgestellt werden kann.
Insbesondere kann auf die beantragte Einholung eines versicherungs
externen Gutachtens (Urk. 1 S.
9 f.) verzichtet werden, da davon keine zusätzlichen
entscheidrelevanten
Aufschlüsse zu erwar
ten sind (anti
zipierte Beweiswürdigung, vgl. BGE 122 V 157 E.
1d).
4.2
4.2.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die
verbleibenden Unfallfolgen
an der linken Schulter
in
erwerblicher Hin
sicht auswirk
en
.
4.2.2
Vor dem Hintergrund, dass der in einer zumutbaren Verweisungstätigkeit voll einsatzfähige Beschwerdeführer mit der Tätigkeit beim
Y._
mit einer Leistungsfähigkeit von 70
%
(
Urk.
8/79 S. 4)
die ihm
aus medizinischer Sicht
verbleibende A
rbeits
- respektive Erwerbs
fähigkeit
nicht voll ausschöpft, sind
für die Bestimmung des Invalideneinkommens
entgegen der beschwerdeweise vertretenen Auffassung (Urk. 1 S. 4 f.) rechtsprechungs
gemäss (vgl. E. 1.4.1 hiervor)
die LSE-Tabellenlöhne heranzuziehen. Dies gilt umso mehr, als
gemäss den Angaben des Personalamtes des Kantons
E._
der tatsächlich erzielte Verdienst eine Soziallohnkomponente bei
nhaltet (vgl. Urk. 8/145 S. 2).
Dabei erscheint es
mit der Beschwerdegegnerin (Urk. 2 S. 6, Urk. 7 S. 6)
als gerechtfertigt,
vom
monatlichen Bruttolohn
von
männlichen Arbeitskräften
mit
Berufs- und Fachkenntnisse
n
(Anforderungsniveau 3)
gemäss der Tabelle TA1 der LSE 2010
in der Höhe
von Fr. 5'909.--
auszugehen
. D
enn d
er Beschwerdeführer verfügt aufgrund seiner Ausbildung zum Landwirt
(Urk. 1 S. 11)
und
der
langjährigen
Arbeits
erfahrung
in der verantwortungsvollen Posi
tion als Gruppenleiter beim
Y._
über
breitge
fä
cherte und fundierte Fach- und Führungskompetenzen
, auf
welche
er ange
sichts dessen, dass die unfallbedingten gesundheitlichen Beschwerden keine gänzliche berufliche Neuorientierung erforder
n
,
zumindest teilweise
weiterhin zurückgrei
fen kann.
Entgegen der Darstellung in der Beschwerdeschrift (Urk. 1 S. 11) ist nicht anzunehmen, dass der ausgeglichene Arbeitsmarkt für den Be
schwerde
führer nur noch Hilfsarbeiterstellen bereithält,
bei welchen
er
bloss
für einfache und repetitive Aufgaben eingesetzt und
lediglich
entsprechend den für Tätigkei
ten mit Anforderungsniveau 4 ausgewiesenen LSE-Tabellenlöhnen
entlöhnt
würde
.
Aufgerechnet auf das Jahr
des beschwerdeweise zu Recht unbe
stritten gebliebenen Rentenbeginns
(2011)
ergibt sich
somit
unter Berücksichtigung
der betriebsüblichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche
(vgl. Tabelle B 9.2
, Total
in: Die Volkswirtschaft
4
/201
4
, S. 9
0
)
und der geschlechterspezifischen Nominallohnentwicklung von 1 % (
vgl
.
Bundesamt für Statistik,
Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 1976-201
3
; ab
rufbar unter http://www.bfs.admin.ch
)
ein
Betrag
von
Fr. 74'661.-- (Fr. 5'9
09.-- : 40 x 41.7 x 12 x 1.01).
Die Beschwerdegegnerin gewährte unter Hinweis auf die unfallbedingten Ein
schränkungen einen Abzug von 5 % vom
LSE-
Tabellenlohn (Urk. 2 S. 6, Urk. 7 S.
6 f.
,
Urk.
8/137 S. 2
).
Mit Blick darauf
, das
s der Beschwerdeführer in einer
Verweisungst
ätig
keit
zu 100 %
arbeitsfähig ist und das Anforderungsniveau 3 eine Vielzahl von
körperlich
leichten und mittelschweren Tätigkeiten
umfasst,
welche dem Be
schwerdeführer
trotz der verbleibenden Unfallfolgen
im Wesent
lichen
zumutbar sind,
liegt
der
von der Verwaltung
vorgenommene
Abzug
nicht ausserhalb des
ihr
zu
stehenden
Ermessens
.
Gründe für eine
weitergehende
Her
absetzung des Invalideneinkommens sind nicht
ersichtlich
.
S
tatistisch
steht
fest, dass
sich
das fortgeschrittene Alter
– der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt des
Rentenbe
ginns
56 Jahre alt –
lohnerhöhend
aus
wirkt
(
vgl. LSE 2010,
Tabelle TA
9
,
An
forderungsniveau
3, 50-64/65 Jahre, Männer
), weshalb sich entgegen der
Auf
fassung
des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 12)
unter diesem Titel
kein höherer Abschlag rechtfertigen lässt.
Schliesslich
wies die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort (Urk. 7 S. 7)
zutreffend
darauf hin, dass
nach der
allgemei
nen Lebenserfahrung
eine längere Anstellung in der öffentlichen Ver
waltung bei einem späteren privatwirtschaftlichen Arbeitsverhältnis
nicht
eine unter
durchschnittliche
Entlöhnung
nach sich zieht
(
vgl.
Urteil des Bundesge
richts 9C_206/2012 vom
7.
Mai 2012 E. 3.4.3).
Hinzu kommt,
dass
dem Beschwerde
führer
berufliche
Tätigkeiten im öffentlichen Bereich
–
welche
durchschnittlich besser
entlöhnt
werden
(
vgl.
LSE
2010
,
Tabellen
TA
2 und TA 3
)
–
nicht grund
sätzlich
verwehrt
sind
.
Bleibt es
dementsprechend
bei einem
Abzug von 5 %,
beträgt das
Invalideneinkommen Fr. 70'928.--
(Fr. 74'661.-- x 0.95).
4.2.3
Das
von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die Angaben der Finanzver
wal
tung des Kantons
E._
und
die
von dieser eingereichten
Lohnkonti
(Urk. 8/88-90, Urk. 8/94-95) mit Fr. 93'618.
-- im Jahre 2011
(Urk. 8/97, Urk. 2 S. 5 unten)
bezifferte
Valideneinkommen
wurde
beschwerdeweise nicht
bemän
gelt
und gibt zu keinen Bemerkungen Anlass.
4.2.4
Angesichts der
sich
aus
der Gegenüberstellung
dieser beiden Vergleichsgrössen
ergebenden
unfallbedingten Lohneinbusse von rund 24 % ist die
Zusprache
ei
ner auf einem Invaliditätsgrad in dieser Höhe basierenden Rente (Urk. 2) nicht zu beanstanden. Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen.