# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 60924651-a523-4356-ab4f-6892bf60994a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X. wurde am _ in A. geboren. Er ist heute wohnhaft an der Hauptstrasse_ in B.. X. arbeitet noch als Treuhänder, womit er, zusammen mit einer AHV-Rente, ein monatliches Einkommen generiert. Er ist weder im Schweizerischen Zentralstrafregister noch im Register für Administrativverfahren (ADMAS) verzeichnet.
B. Am 9. September 2011 war X., als Lenker eines PKW, Beteiligter an einem Verkehrsunfall, welcher sich in C. ereignete. Der Rapport der Kantonspolizei Graubünden vom 3. Januar 2012 schildert den Unfallhergang folgendermassen:
„X. fuhr mit dem Personenwagen, BMW 540i, _, auf der _strasse von C. her kommend in Richtung D.. Bei der Bushaltestelle _ bog X. links ab, um auf den _ Parkplatz zu gelangen. Zur selben Zeit fuhr Y. mit seinem Personenwagen, Toyota Rav4, _, auf der _strasse von D. her kommend in Richtung C.. Da der Abstand des Abbiegenden X. zum entgegenfahrenden Y. zu gering war, leitete Y. eine Vollbremsung ein. Eine seitlich-frontale Kollision konnte er nicht verhindern.“
C. Mit Strafbefehl vom 23. Februar 2012 verurteilte die Staatsanwaltschaft Graubünden X. wegen Verletzung der Verkehrsregeln gemäss Art. 36 Abs. 3 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG zu einer Busse von CHF 300.-, Ersatzfreiheitsstrafe 3 Tage.
D. Gegen diesen Strafbefehl erhob X. am 12. März 2012 Einsprache mit den Anträgen, der Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 23. Februar 2012 sei aufzuheben und das Verfahren sei einzustellen. Die Staatsanwaltschaft Graubünden ergänzte hierauf die Untersuchung und erhob am 4. Juni 2012 Anklage gegen X. beim Bezirksgericht Prättigau/Davos. Sie stellte dabei die folgenden Anträge:
„3.1.X. sei der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 36 Abs. 3 SVG und Art. 14 Abs. 1 Satz 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig zu sprechen.
3.2. Die beschuldigte Person sei mit einer Busse von CHF 300.00 zu bestrafen, bei schuldhafter Nichtbezahlung mit einer Ersatzfreiheitsstrafe von 3 Tagen.
3.3. Die Kosten des Verfahrens seien der beschuldigten Person aufzuerlegen.“
Die Staatsanwaltschaft Graubünden legte dieser Anklage folgenden Sachverhalt zugrunde:
„Am 9. September 2011, ca. 11.10 Uhr, fuhr X. mit seinem Fahrzeug BMW D 540i, _, auf der _strasse von C. kommend Richtung D.. Bei der
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Bushaltestelle _ bog er nach links ab, um auf den _-Parkplatz zu gelangen. Dabei schnitt er dem entgegenkommenden, vortrittsberechtigten, von Y. gelenkten Personenwagen, einem Toyota J RAV4, _, den Weg ab. Trotz einer Vollbremsung von Y. kollidierten die Fahrzeuge seitlich frontal. Gemäss Polizeirapport entstand am Fahrzeug des Beschuldigten ein Sachschaden von ca. CHF 10'000.00, am Personenwagen von Y. ein solcher von ca. CHF 7'000.00. Verletzt wurde niemand.“
E. Das Bezirksgericht Prättigau/Davos erkannte mit Urteil vom 21. Juni 2012, mitgeteilt am 7. August 2012:
„1. X. ist schuldig der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 36 Abs. 3 SVG und Art. 14 Abs. 1 Satz 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.
2. Dafür wird X. bestraft mit einer Busse von CHF 300.00. Bei schuldhafter Nichtbezahlung tritt an Stelle der Busse eine Ersatzfreiheitsstrafe von drei Tagen.
3. Die Kosten des Verfahrens von CHF 4'208.00 (Untersuchungsgebühr und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden von CHF 1'208.00 + Gerichtsgebühr von CHF 3'000.00) gehen zu Lasten des X..
X. schuldet dem Bezirksgericht Prättigau/Davos folglich:
Busse CHF 300.00
Verfahrenskosten CHF 4’208.00
Total CHF 4'508.00
In Rechtskraft erwachsene Busse und Verfahrenskosten sind innert 30 Tagen nach eingetretener Rechtskraft dieses Entscheids an die Bezirksgerichtskasse Prättigau/Davos zu bezahlen.

## Considerations