# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 63ec7f19-0344-454c-bfd3-697d23af375e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._ und X._ heirateten am _2010 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus dieser Ehe ging der Sohn A._, geboren am _2010, hervor. Die Eheleute hatten sowohl eine Wohnung in O.1_ wie auch in O.2_, beide bezeichneten jedoch O.1_ als ihren Wohnsitz.
B. Mit Eingabe vom 8. September 2011 ersuchte Y._ beim Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen. Anlässlich der mündlichen Eheschutzverhandlung vom 10. November 2011 schlossen die Parteien eine Trennungsvereinbarung ab. Darin wurde festgehalten, dass der Sohn A._ für die Dauer der Trennung unter die Obhut der Mutter zu stellen ist, die elterliche Sorge jedoch bei beiden Elternteilen verbleibt. Dem Vater wurde ein Besuchsrecht für jedes zweite Wochenende eingeräumt. Die Wohnung in O.2_ wurde Y._ und dem Sohn A._ überlassen. Des Weiteren verpflichtete sich X._, an den Unterhalt seines Sohnes einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 2‘000.-- zuzüglich Kinderzulagen und an den Unterhalt seiner Ehefrau monatliche Ehegattenunterhaltsbeiträge in Höhe von Fr. 800.--, jeweils rückwirkend ab Oktober 2011, zu leisten. Mit Entscheid vom 1. Dezember 2011 genehmigte der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden die von den Parteien abgeschlossene Trennungsvereinbarung und schrieb das Verfahren infolge Vergleichs vom Geschäftsverzeichnis ab.
C. Mit Eingabe vom 15. März 2013 liess X._ den Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden um Abänderung der Eheschutzverfügung ersuchen, wobei er eine Aufhebung der Unterhaltpflicht gegenüber seinem Sohn wie auch gegenüber der Ehefrau per 1. April 2013 beantragte. Zur Begründung führte er aus, er arbeite unfallbedingt immer noch 43.5%, jedoch habe die Verpflichtung der Arbeitgeberschaft zur Lohnweiterzahlung im Umfang der ursprünglichen Anstellung von 91.3% per Ende Februar geendet. Eventualiter seien die Unterhaltsbeiträge zu sistieren, bis feststehe, ob und in welcher Höhe Taggelder der Unfallversicherung erhältlich gemacht werden könnten. Ausserdem stellte er den Antrag auf Neuregelung des Besuchsrechts und die Einräumung eines Ferienrechts sowie die Anordnung einer Besuchsrechtsbeistandschaft. Gleichzeitig liess er ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege stellen, welches mit Entscheid vom 28. Juni 2013 genehmigt wurde.
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D. In ihrer Stellungnahme vom 15. April 2013 liess Y._ beantragen, es sei auf das Abänderungsgesuch nicht einzutreten, eventualiter sei es abzuweisen. Zur Begründung machte sie geltend, der zivilrechtliche Wohnsitz von X._ befinde sich seit mehreren Jahren in O.2_. Örtlich zuständig sei somit nicht das Bezirksgericht Imboden, sondern ein Bezirksgericht in O.2_ oder O.3_.
E. Mit Replik vom 10. Mai 2013 hielt X._ an seinen Anträgen gemäss Abänderungsbegehren vom 15. März 2013 fest. Zur örtlichen Zuständigkeit führte er aus, er sei seit dem 20. Februar 2008 an der gleichen Adresse in O.1_ angemeldet, was aus der Meldebestätigung zweifelsfrei hervorgehe. Auch bezahle er in O.1_ seine Steuern. Y._ hielt in ihrer Duplik vom 14. Juni 2013 ebenfalls an den bisher gestellten Anträgen fest.
F. Mit Schreiben vom 28. Juni 2013 lud der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden die Parteien zu einer mündlichen Hauptverhandlung am 15. Juli 2013 vor. Gleichzeitig liess er von den Parteien verschiedene Urkunden zu den finanziellen Verhältnissen (Lohnbelege, Abrechnungen über die Taggeldleistungen) edieren.
G. Anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung vom 15. Juli 2013 unter der Leitung des Einzelrichters am Bezirksgericht Imboden konnten sich die Parteien weder mit Bezug auf eine allfällige Sistierung der Unterhaltsbeiträge noch mit Bezug auf die Regelung des Besuchs- und Ferienrechts einigen. In der Folge erhielten die Rechtsvertreter beider Parteien die Möglichkeit, sich materiell zur Sache zu äussern.
H. Mit Entscheid vom 15. Juli 2013, mitgeteilt am 26. August 2013, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden wie folgt:
„1. Auf das Gesuch vom 15. März 2013 wird nicht eingetreten.
2. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 5‘000.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt. Sie gehen infolge der X._ gewährten unentgeltlichen Rechtspflege zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen. Vorbehalten bleibt der Rückforderungsanspruch des Gemeinwesens gemäss Art. 123 ZPO.
Ausseramtlich hat der Gesuchsteller die Gesuchsgegnerin mit CHF 10‘789.30 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations