# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ce509adc-bfb1-4a33-8a87-887798f546b7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Arbeitsvertrag vom 25. Mai 2010 wurde Y._ per 7. Juni 2010 bei der X._, O.1_, angestellt. Ziffer 3 des Arbeitsvertrages lautet folgendermassen:
"3. Stellung in der ... (Name der noch zu gründenden AG)
Die Arbeitnehmerin ist als geschäftsführende Direktorin für das Hotel (voraussichtlich "A._") ... in O.2_ angestellt. Bis zur Gründung der Hotel AG ist sie bei der X._, O.1_ angestellt. Der Vertrag wird nach der Gründung der Hotel AG mit deren Namen aktualisiert und bis dahin angefallene Rechte der Arbeitnehmerin gehen auf die Hotel AG über.
[...]"
Während der Voreröffnungsphase des Hotels hatte die Arbeitnehmerin gemäss Vertrag u.a. folgende Aufgaben: Eröffnung und Betreiben des Voreröffnungsbüros, Offerteinholung und Evaluierung der Angebote für Homepage - IT - Telefonie - Software - Kassensysteme - Buchhaltungsprogramme - Wäsche - Geschirr - Kühlanlagen - Maschinen - Lingerie, Gesamt-Marketingplanung und Umsetzung, Mitarbeitersuche und -einstellung, Mitarbeit und Beurteilung bei der für den operativen Hotelbetrieb nötigen Bauvorhaben wie Küchenbau, Materialauswahl Zimmer, Bäder, Deko-Stoffe, Beleuchtung, Gestaltung von Bereichen wie Flure, Halle etc. Die Liste sollte nach Eintritt vervollständigt werden. Der Vertrag wurde auf unbestimmte Zeit abgeschlossen. Die Probezeit betrug 2 Monate. Während dieser Zeit war eine Kündigung "innerhalb von 14 Tagen" möglich. Nach Ablauf der Probezeit konnte der Vertrag beidseitig unter Einhaltung einer Frist von 3 Monaten auf das Ende einer Saison (30. November bzw. 31. Mai) gekündigt werden (vgl. zum Ganzen: Anstellungsvertrag/Direktionsvertrag vom 25. Mai 2010, vorinstanzliche Akten, klägerisches Aktenstück act. 13).
B. Die Eintragung der B._ ins Handelsregister Graubünden datiert vom 9. Juli 2010. Der Gesellschaftszweck war umschrieben als "Erwerb, Errichtung, Aus- und Umbau, Verwaltung, Verpachtung und Vermietung sowie Veräusserung von Hotelliegenschaften und Grundstücken bzw. Liegenschaften jeglicher Art oder Anteile davon". C._ wurde als Verwaltungsratspräsident mit Kollektivunterschrift zu zweien im Handelsregister eingetragen. Am 27. Oktober 2010 folgte eine Mutationsanmeldung im Handelsregister. Einerseits betraf diese den Zweck, der neuerdings auch die Führung von Hotelbetrieben beinhaltete. Zum Anderen wurden Y._ als zeichnungsberechtigtes Mitglied des Verwaltungsrates mit Kollektivunterschrift zu zweien und C._ als Verwaltungsratspräsident mit Einzelunterschrift für die B._ eingetragen. Am
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6. April 2011 wurden Y._ als zeichnungsberechtigtes Mitglied wieder aus dem Handelsregister gelöscht und C._ als Mitglied des Verwaltungsrates mit Einzelunterschrift eingetragen (zum Ganzen vorinstanzliche Akten, klägerische Aktenstücke act. 14 und 18).
C. Am 4. Februar 2011 sprach Y._ gegenüber dem Verwaltungsratspräsidenten der B._, C._, die ordentliche Kündigung ihres Arbeitsvertrages per 31. Mai 2011 aus (vorinstanzliche Akten, klägerisches Aktenstück, act. 51).
D. C._ erklärte seinerseits am 7. Februar 2011 die fristlose Kündigung des Arbeitsvertrages mit Y._. Dabei verwendete er das Briefpapier der X._, deren einzelzeichnungsberechtigter Verwaltungsrat er war (vorinstanzliche Akten, klägerisches Aktenstück, act. 52).
E. In der Folge verlangte Y._ die Bezahlung ihres Lohnes bis Ende Mai 2011, Bonuszahlungen, eine Entschädigung für Ferien- und Freitage sowie eine Entschädigung nach Art. 337c Abs. 3 OR. Zur Begründung brachte sie vor, die fristlose Kündigung des Arbeitsverhältnisses sei ungerechtfertigt.
F. Im Zuge dieser Auseinandersetzung reichte Y._ zunächst gegen die B._ eine Teilklage über CHF 30'000.-- beim Bezirksgericht Maloja ein (Proz. Nr. 115-2011-65). Am 7. April 2013 wurde über die B._ der Konkurs eröffnet und der Prozess gegen sie wurde zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben.
G. Mit Eingabe vom 3. September 2013 ersuchte Y._ die Schlichtungsbehörde des Bezirkes Maloja in gleicher Sache um die Durchführung einer Schlichtungsverhandlung zwischen ihr und der X._. Die Schlichtungsverhandlung fand am 14. November 2013 statt. Die Parteien konnten sich anlässlich dieser Verhandlung nicht einigen. Am selben Tag stellte der Vermittler die Klagebewilligung aus, welche folgende Rechtsbegehren enthielt:
"Rechtsbegehren klagende Partei:
1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin CHF 156'118.75 brutto nebst Zins zu 5% seit 7. Februar 2011 zu bezahlen.
2. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten.
Rechtsbegehren beklagte Partei:
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf überhaupt einzutreten sei.
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2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin."
H. Am 27. Februar 2014 reichte Y._ ihre Klage gegen die X._ frist- und formgerecht beim Bezirksgericht Maloja ein und stellte dabei folgende abgeänderten Rechtsbegehren (vgl. vorinstanzliche Akten, Rechtsschriften, act. 1):
"Rechtsbegehren klagende Partei:
1. Es sei die Beklagte zu verpflichten, der Klägerin CHF 154'600.00 brutto nebst Zins zu 5% seit 7. Februar 2011 zu bezahlen;
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten."
I. Die Klageantwort datiert vom 29. April 2014 mit unveränderten Rechtsbegehren.
J. Mit Schreiben vom 12. Mai 2014 ordnete das Gericht einen zweiten Schriftenwechsel an. Die Klägerin reichte die Replik am 24. Juni 2014 ein. Die Duplik datiert vom 19. September 2014.
K. Mit prozessleitender Verfügung vom 12. Februar 2015 wurde das Verfahren gestützt auf Art. 125 lit. a ZPO auf die Frage der Passivlegitimation beschränkt. Im Einverständnis der Parteien beurteilte das Gericht diese Frage ohne Parteivortritt. Es entschied (act. B.1):
"1. Die Einrede der fehlenden Passivlegitimation wird abgewiesen und das Verfahren demzufolge fortgesetzt.
2. Die Kosten verbleiben bei der Prozedur.

## Considerations