# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 63176147-41a8-5abd-b66c-08c05b7b1bad
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Urban Planning and Environmental

## Facts

I. Sachverhalt
1. Der Beschwerdeführer ist Eigentümer der Parzelle Interlaken Grundbuchblatt
Nr. E._ (F._strasse 34). Die Liegenschaft befindet sich in der Mischzone
Kern viergeschossig (MK 4) und im Ortsbildgestaltungsbereich. An der Nordost- und
Südostseite grenzt sie an die Parzelle Interlaken Grundbuchblatt Nr. G._
(F._strasse 38). Auf dieser steht ein Gebäude, das im Bauinventar der Gemeinde
als schützenswertes K-Objekt aufgeführt ist.
2. Am 13. Juni 1990 erteilte die Gemeinde Interlaken dem Beschwerdeführer eine
kleine Baubewilligung, um die bestehenden Balkone auf der Nordwestseite des Gebäudes
zu vergrössern. Die vergrösserten Balkone verfügten vorne und seitlich über eine Brüstung
aus Kunststoff und Glas. Vorne war zudem eine textile Roll-Markise angebracht.
3. Im September 2014 entfernte der Beschwerdeführer Teile der Brüstungen sowie die
Markisen. Neu wurden die Balkone vorne und an den Seiten mit Sicherheitsglas versehen,
so dass sie nun vollständig eingefasst sind.
4. Auf Anzeige des Beschwerdegegners hin eröffnete die Gemeinde Interlaken ein
baupolizeiliches Verfahren. Da umstritten war, ob die vorgenommenen Arbeiten
baubewilligungspflichtig waren, ersuchte die Gemeinde das zuständige
Regierungsstatthalteramt um einen Entscheid gemäss Art. 48 Abs. 2 Bst. a BewD1.
Das Regierungsstatthalteramt Interlaken-Oberhasli hielt mit Verfügung vom 8. Mai 2015
fest, die Vervollständigung der Verglasung der Balkone sei baubewilligungspflichtig.
5. Gegen diese Verfügung reichte der Beschwerdeführer am 9. Juni 2015 Beschwerde
bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Er beantragt die
1 Dekret vom 22. März 1994 über das Baubewilligungsverfahren (Baubewilligungsdekret, BewD; BSG 725.1).
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Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es sei festzustellen, dass die ausgeführten
Arbeiten an den Balkonen bewilligungsfrei seien.
6. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet2, holte die
Vorakten ein und führte den Schriftenwechsel durch. Das Regierungsstatthalteramt
Interlaken-Oberhasli hält mit Stellungnahme vom 12. Juni 2015 an der angefochtenen
Verfügung fest und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Die Gemeinde Interlaken
beantragt mit Eingabe vom 22. Juni 2015 die Abweisung der Beschwerde und die
Bestätigung der angefochtenen Verfügung. Der Beschwerdegegner beteiligte sich mit
Beschwerdeantwort vom 13. Juli 2015 am Verfahren. Er beantragt ebenfalls die Abweisung
der Beschwerde. Auf die Rechtsschriften wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den
nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Das Regierungsstatthalteramt ist nach Art. 48 Abs. 2 Best. a BewD zuständig, im
Zweifelsfall über die Bewilligungspflicht von Bauvorhaben zu entscheiden. Dies steht im
Zusammenhang mit seiner baupolizeilichen Zuständigkeit gemäss Art. 45 Abs. 1 und 2
BauG3. Der Feststellungsentscheid des Regierungsstatthalteramts kann nach Art. 49
Abs. 1 BauG innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Beschwerde bei der BVE angefochten
werden.4
b) Der Beschwerdeführer führt aus, er sei als Nutzniesser der Liegenschaft und als
Bauherr sowie als Verfügungsadressat von der angefochtenen Verfügung direkt persönlich
betroffen und daher zur Beschwerde legitimiert. Gemäss dem
Grundstücksinformationssystem Grudis ist der Beschwerdeführer Alleineigentümer der
2 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191). 3 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0). 4 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 1a N. 5; BVR 1987 S. 450 E. 2.
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Parzelle Interlaken Grundbuchblatt Nr. E._. Als solcher ist er notwendige
Verfahrenspartei im baupolizeilichen Verfahren5 und Adressat der angefochtenen
Verfügung. Auf seine form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist einzutreten.
c) Die Liegenschaft des Beschwerdegegners grenzt unmittelbar an die Nordwestseite
der Parzelle E._ an. Er ist daher von den fraglichen Bauarbeiten an den Balkonen
als Nachbar betroffen. Der Beschwerdegegner hat sich am baupolizeilichen Verfahren als
Anzeiger beteiligt. Er ist daher auch zur Beteiligung am vorliegenden Verfahren legitimiert.6
2. Bewilligungspflicht
a) Nach Ansicht des Beschwerdeführers ist die Verglasung der Balkone
baubewilligungsfrei. Er stützt sich auf Art. 6 Abs. 1 Bst. c BewD, wonach das Unterhalten
und Ändern (einschliesslich Umnutzen) von Bauten und Anlagen keiner Baubewilligung
bedarf, wenn keine bau- oder umweltrechtlich relevanten Tatbestände betroffen sind. Mit
dieser Vorschrift, welche auf eine Gesetzesänderung im Jahr 2008 zurückgehe, habe der
Gesetzgeber eine Liberalisierung gegenüber dem früheren Recht angestrebt. Als
bewilligungspflichtig seien daher einzig solche Unterhalts- und Änderungsarbeiten zu
betrachten, welche die öffentliche Ordnung störten. Dies sei vorliegend nicht der Fall. Zum
Austragen nachbarlicher Querelen dürfe das Baubewilligungsverfahren nicht dienen.
Ebenfalls abzulehnen sei die von der Vorinstanz gewählte Vorgehensweise, wonach im
Zweifel die Baubewilligungspflicht bejaht werde.
b) Die Vorinstanz hielt in der angefochtenen Verfügung fest, es sei nicht entscheidend,
dass die bestehende Tragkonstruktion nicht verändert worden sei. Indem die Verglasung
komplettiert und teilweise Kunststoffe und Markisen durch Glas ersetzt worden seien, habe
sich das äussere Erscheinungsbild der Balkone verändert. Es entstehe zunächst ein
optischer Unterschied, indem bis auf Höhe des Geländers das bisherige Milchglas durch
ebenfalls blickdichtes, mit Folie bedecktes Glas ersetzt worden sei. Sodann könne die
Verglasung bis auf Deckenhöhe je nach Sonneneinstrahlung zu einer erheblichen
Spiegelung führen. Dies sei geeignet, nachbarliche Interessen zu tangieren. Zudem liege
das Bauvorhaben im Ortsbildgestaltungsbereich und befinde sich unmittelbar neben einer
5 Vgl. Art. 46 Abs. 2 BauG. 6 Vgl. Art. 46 Abs. 2 Bst. a BauG.
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als schützenswertes K-Objekt aufgeführten Liegenschaft (F._strasse 38). Mit der
Fassadenänderung seien auch diese öffentlichen Schutzinteressen in wesentlicher Weise
berührt.
Die Gemeinde Interlaken stellt sich in ihrer Stellungnahme vom 22. Juni 2015 auf den
Standpunkt, mit der Vollverglasung lägen nun keine Balkone mehr vor, sondern ein Erker,
d.h. ein über mehrere Geschosse reichender Vorbau. Damit liege eine
baubewilligungspflichtige Fassadenänderung vor.
Der Beschwerdegegner fügt an, dass sich mit der Verglasung der Wohnraum vergrössere,
da die Balkone nunmehr ganzjährig und wetterunabhängig benutzt werden könnten.
c) Gemäss Art. 22 Abs. 1 RPG7 dürfen Bauten und Anlagen grundsätzlich nur mit
behördlicher Bewilligung errichtet oder geändert werden. Nicht baubewilligungspflichtig
sind Kleinvorhaben, die keine nennenswerten Einflüsse auf Raum, Erschliessung und
Umwelt haben. Art. 22 Abs. 1 RPG ist eine Minimalvorschrift. Das kantonale Baurecht darf
den Kreis der Bauten und Anlagen, die nach dieser Bestimmung bewilligungspflichtig sind,
nicht einschränken. Hingegen ist es den Kantonen erlaubt, die Baubewilligungspflicht auf
weitere Tatbestände auszudehnen. Der bernische Gesetzgeber hat die
baubewilligungspflichtigen und baubewilligungsfreien Vorhaben gemäss den
bundesrechtlichen Vorgaben in Art. 1a und Art. 1b BauG in genereller Art und Weise
definiert.8
Nach Art. 1a Abs. 1 BauG sind alle künstlich geschaffenen und auf Dauer angelegten
Bauten, Anlagen und Einrichtungen (Bauvorhaben), die in fester Beziehung zum Erdboden
stehen und geeignet sind, die Nutzungsordnung zu beeinflussen, indem sie zum Beispiel
den Raum äusserlich erheblich verändern, die Erschliessung belasten oder die Umwelt
beeinträchtigen, baubewilligungspflichtig. Baubewilligungspflichtig sind auch wesentliche
Terrainveränderungen (Art. 1a Abs. 2 BauG). Keiner Baubewilligung bedürfen nach Art. 1b
Abs. 1 BauG der Unterhalt von Bauten und Anlagen, für eine kurze Dauer erstellte Bauten
und Anlagen sowie andere geringfügige Bauvorhaben. Im Übrigen bestimmt das
Baubewilligungsdekret die baubewilligungsfreien Bauvorhaben. Baubewilligungsfrei sind
7 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700). 8 Zum Ganzen Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 1a N. 10 ff. und Art. 1b N. 1; Waldmann/Hänni, Handkommentar RPG, 2006, Art. 22 N. 1, N. 4 und N. 10 ff.; BGE 120 Ib 379 E. 3c, 119 Ib 222 E. 3.
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insbesondere die erwähnten Unterhalts- und Änderungsarbeiten gemäss Art. 6 Abs. 1 Bst.
c BewD, wenn keine bau- oder umweltrechtlich relevanten Tatbestände betroffen sind.
Nach Art. 6 Abs. 2 BewD sind alle Vorhaben, die von gleicher oder geringerer Bedeutung
sind als die in Art. 6 Abs. 1 BewD genannten Vorhaben ebenfalls baubewilligungsfrei.
Massstab dafür, ob eine bauliche Massnahme erheblich genug ist, um sie dem
Baubewilligungsverfahren zu unterwerfen, ist die Frage, ob mit deren Realisierung nach
dem gewöhnlichen Lauf der Dinge so wichtige räumliche Folgen verbunden sind, dass ein
Interesse der Öffentlichkeit oder der Nachbarn an einer vorgängigen Kontrolle besteht.9
d) Den in den Akten vorhandenen Fotografien10 lässt sich entnehmen, dass die Balkone
nach der vollständigen Verglasung im Vergleich zum vorherigen Zustand nunmehr als
geschlossener Gebäudevorsprung in Erscheinung treten. Zwar ist das angebrachte
Sicherheitsglas abgesehen von den Milchglaspartien durchsichtig und die Konstruktion
wirkt dadurch weniger massiv als bspw. ein gemauerter Erker. Die auf den Fotografien
aufscheinende Spiegelwirkung des Glases gibt jedoch der Konstruktion optisch klar eine
andere Wirkung als die zuvor bestehenden offenen Balkone. Insbesondere trägt die
Spiegelung zum Eindruck der einheitlichen geschlossenen Konstruktion bei.
Der Beschwerdeführer bestreitet, dass von der vorgenommenen Verglasung eine relevante
Glanzwirkung ausgehen könne. Bereits vorher habe eine Verglasung bestanden und
zudem sei der Hof zur Nordseite orientiert.
Dem kann nicht gefolgt werden. Dem Situationsplan gemäss dem
Grundstücksinformationssystem Grudis lässt sich entnehmen, dass sich die verglasten
Balkone auf der Nordwestseite des Gebäudes befinden. Entsprechend kann eine
Spiegelwirkung eintreten, wie sich auch der Fotodokumentation in den Akten entnehmen
lässt. Die Spiegelwirkung ist grösser als beim vorhergehenden Zustand mit den offenen
Balkonen, da nunmehr deutlich grössere Flächen verglast sind.
Demnach entstand mit der vorgenommenen Verglasung eine optische Veränderung, die –
trotz der Durchsichtigkeit des Glases – deutlich wahrnehmbar ist. Für den anstossenden
Nachbarn kann sich die erwähnte Spiegelwirkung nachteilig auswirken. Ob gestalterische
Vorschriften in der Tat verletzt sind, ist nicht im vorliegenden Verfahren zu prüfen. Dies
9 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, a.a.O., Art. 1a N. 10. 10 Vorakten, pag. 11-16; Beschwerdebeilagen 1-2 und 4-8.
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wird vielmehr Gegenstand des Baubewilligungsverfahrens sein. Entscheidend ist, dass mit
dem Bauvorhaben wesentliche gestalterische Veränderungen vorgenommen wurden. Das
Bauvorhaben zeitigt damit baurechtliche Folgen, die aufgrund öffentlicher oder
nachbarlicher Interessen eine vorgängige Kontrolle als angezeigt erscheinen lassen. Nach
dem Gesagten ist das Vorhaben demnach baubewilligungspflichtig.
3. Betroffene Schutzinteressen
a) Nach Ansicht des Beschwerdeführers hat die Vorinstanz zu Unrecht berücksichtigt,
dass sich in der Nachbarschaft ein denkmalgeschütztes Objekt befindet. Das geschützte
Objekt sei nicht zusammen mit den Balkonen ersichtlich. Würden die Balkone stören, dann
hätten sie bereits bei ihrer Erstellung nicht bewilligt werden dürfen; sie seien jedoch
unbestrittenermassen bewilligt worden.
b) Die Vorinstanz stützt sich auf Art. 7 Abs. 2 BewD. Nach dieser Vorschrift sind
Bauvorhaben, die insbesondere ein Ortsbildschutzgebiet oder ein Baudenkmal oder
dessen Umgebung betreffen, baubewilligungspflichtig. Dies gilt aufgrund des
entsprechenden Vorbehalts in Art. 6 Abs. 1 BewD auch für Bauten, die ansonsten
bewilligungsfrei wären. Massgebend ist im Verfahren um die Bewilligungspflicht lediglich,
ob die fraglichen Schutzinteressen durch das Bauvorhaben betroffen sind. Ob eine Störung
oder Beeinträchtigung vorliegt, ist hingegen eine Frage, die im Rahmen des
Baubewilligungsverfahrens zu prüfen ist.
c) Das Baugrundstück befindet sich im Ortsbildgestaltungsbereich von Interlaken. Nach
Art. 511 GBR11 bezwecken die Ortsbildgestaltungsbereiche die Erhaltung, die Gestaltung
und die behutsame Erneuerung der für das Ortsbild prägenden Elemente, Merkmale und
Strukturen. Im Gemeindebaureglement ist zu dieser Vorschrift ein Kommentar des
Gemeinderates eingefügt. Nach diesem haben sich innerhalb von
Ortsbildgestaltungsbereichen alle baulichen Massnahmen bezüglich Stellung, Volumen
und Gestaltung (Fassaden, Materialisierung, Dach, Aussenräume etc.) gut ins Ortsbild und
in die Umgebung einzufügen.
11 Gemeindebaureglement der Einwohnergemeinde Interlaken vom 9. Juli 2009.
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Die in Frage stehende Balkonverglasung, welche die äussere Gestaltung des Gebäudes
verändert, betrifft demnach das Schutzinteresse des Ortsbildgestaltungsbereichs, in dem
sich das Gebäude befindet. Das Vorhaben ist auch aus diesem Grund
baubewilligungspflichtig. Damit erübrigt sich die Frage, ob sich die Bewilligungspflicht auch
aus der Nähe zu einem Baudenkmal ergeben würde, obwohl sich die Balkone an der vom
Baudenkmal abgewandten Gebäudeseite befinden.
4. Zusammenfassung und Kosten
a) Nach dem Gesagten hat die Verglasung der Balkone bau- bzw. umweltrechtlich
relevante Auswirkungen, so dass sie nicht als bewilligungsfreies Unterhalten und Ändern
im Sinne von Art. 6 Abs. 1 Bst. c BewD betrachtet werden kann. Zudem befindet sich das
Gebäude im Ortsbildgestaltungsbereich der Gemeinde Interlaken, so dass die
entsprechenden Schutzinteressen betroffen sind. Nach Art. 7 Abs. 2 BewD ist die
Verglasung auch aus diesem Grund baubewilligungspflichtig.
Die Vorinstanz hat demnach zu Recht erkannt, dass die Verglasung der Balkone
baubewilligungspflichtig ist. Dies ergibt sich aus der Prüfung und korrekten Anwendung der
gesetzlichen Vorgaben und nicht, wie der Beschwerdeführer befürchtet, aus einer
Rechtsanwendung nach dem Grundsatz "in dubio pro duriore". Entsprechend ist die
Beschwerde abzuweisen und der angefochtene Entscheid zu bestätigen.
b) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegt der Beschwerdeführer. Er hat die
Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf eine
Pauschalgebühr von Fr. 800.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG in Verbindung mit Art. 19 Abs. 1
GebV12).
Der Beschwerdeführer hat zudem dem Beschwerdegegner die Parteikosten zu ersetzen
(Art. 108 Abs. 3 VRPG). Der Rechtsvertreter des Beschwerdegegners macht Parteikosten
im Umfang von Fr. 3'901.50 geltend (Honorar Fr. 3'512.50, Auslagen Fr. 100.–,
Mehrwertsteuer Fr. 289.–). Dies gibt zu keinen Bemerkungen Anlass. Der
12 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 154.21).
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Beschwerdeführer hat somit dem Beschwerdegegner die Parteikosten von Fr. 3'901.50 zu
ersetzen.
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