# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 998ac385-27d6-4b93-9459-190dc349793b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 23. September 2008 schloss X._ mit der A._ einen Generalunternehmervertrag betreffend Umbau- und Erneuerungsarbeiten an der Casa B._ in O.1_ zum Pauschalbetrag von Fr. 700'000.-- ab. Die A._ vergab daraufhin die auszuführenden Arbeiten an verschiedene Subunternehmer, darunter auch die Y._SA. Diese begann anfangs Oktober 2008 mit der Umsetzung. Im Verlaufe der Umbauarbeiten verlangte X._ verschiedene Zusatzleistungen, welche die Y._SA ausführte und sodann direkt bei der Bauherrin in Rechnung stellte. Diese verweigerte jedoch die Zahlung mit der Begründung, es handle sich um Arbeiten, welche im Zusammenhang mit dem Generalunternehmervertrag stünden und daher als Bestellungsänderung zu qualifizieren seien. Die Y._SA stellte in der Folge ihre Arbeiten ein.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 30. Dezember 2009 gelangte die Y._SA an das Vermittleramt des Kreises Oberengadin. Gemäss Leitschein vom 17. Februar 2010 stellten die Parteien anlässlich der Sühneverhandlung vom 19. Januar 2010 die folgenden Begehren:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 118'239.55 zuzüglich 5% Verzugszins auf CHF 95'438.55 seit 26. Juni 2009 und 5% Verzugszins auf CHF 22'801.00 seit 6. Januar 2010 zu bezahlen.
2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. 7.6% MWST) zu Lasten der Klägerin."
C. Nachdem die Parteien anlässlich der Sühneverhandlung keine Einigung erzielen konnten, prosequierte die Y._SA den Leitschein mit Eingabe vom 9. März 2010 an das Bezirksgericht Maloja. Dabei hielt sie an den von ihr anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren fest. Mit Prozessantwort vom 10. Mai 2010 hielt auch X._ an ihren bisherigen Rechtsbegehren fest. Auch in der Replik vom 22. Juni 2010 sowie in der Duplik vom 3. September 2010 blieben die von den Parteien gestellten Anträge unverändert.
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D. Mit Beweisverfügung vom 11. Oktober 2010 ordnete das Bezirksgericht Maloja unter anderem die Einholung einer Expertise über die geleistete Arbeit und deren Wert an. Diese ging am 24. November 2011 ein. Die Y._SA stellte daraufhin am 18. Januar 2012 Zusatzfragen, X._ verzichtete innert Frist darauf. Das Bezirksgericht Maloja führte zudem am 9. Oktober 2012 in Anwesenheit der Parteien sowie des Experten einen Augenschein auf der fraglichen Liegenschaft durch.
E. Nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Bezirksgericht Maloja mit Urteil vom 12. Dezember 2012, mitgeteilt am 16. August 2013, wie folgt:
"1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin CHF 92'429.80, zuzüglich 5% Verzugszinse ab 26. Juni 2009 bis 30. Dezember 2009 auf CHF 70'363.45, sodann auf CHF 66'792.25 sowie 5% Verzugszinse ab 6. Januar 2010 auf CHF 25'637.55, zu bezahlen.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 10'000.--, einem Streitwertzuschlag von CHF 2'500.--, Schreibgebühren von CHF 500.-- sowie den Gutachterkosten von CHF 19'150.--, werden zu drei Vierteln der Beklagten und zu einem Viertel der Klägerin auferlegt.
3. Die Beklagte wird verpflichtet, die Klägerin mit CHF 21'350.-- ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations