# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e6839273-ddae-472e-8391-cf51325179d7
**Court:** SO_OG
**Chamber:** SO_OG_004
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** SO / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

In Sachen
A._
, vertreten durch B._ GmbH,
Beschwerdeführerin
gegen
C._
,
Beschwerdegegner
betreffend
Rechtsöffnung
zieht die Zivilkammer des Obergerichts in
Erwägung
:
I.
1. Die A._ (im Folgenden die Gesuchstellerin) ersuchte das Obergericht des Kantons Solothurn am 26. Januar 2022 in der gegen C._ (im Folgenden der Gesuchsgegner) geführten Betreibung Nr. [...] des Betreibungsamtes Region Solothurn um Erteilung der provisorischen Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 901.05 nebst Zins zu 5% seit 1. Januar 2021 sowie für die Zahlungsbefehlskosten von CHF 100.00; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der gesuchsgegnerischen Partei.
2. Ebenfalls noch am 26. Januar 2022 übermittelte das Obergericht das Rechtsöffnungsgesuch zuständigkeitshalber an das Richteramt Bucheggberg-Wasseramt.
3. Am 14. Februar 2022 liess sich der Gesuchsgegner zum Rechtsöffnungsgesuch vor der Vorinstanz vernehmen.
4. Mit Urteil vom 25. Februar 2022 wies der Amtsgerichtspräsident von Bucheggberg-Wasseramt das Rechtsöffnungsgesuch in der Betreibung Nr. [...] des Betreibungsamtes Region Solothurn ab und auferlegte die Gerichtskosten von CHF 150.00 der Gesuchstellerin.
5. Fristgerecht erhob die Gesuchstellerin (im Folgenden die Beschwerdeführerin) am 8. März 2022 dagegen Beschwerde an das Obergericht des Kantons Solothurn und verlangte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Gutheissung des Rechtsöffnungsbegehrens unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
6. Da sich die Beschwerde sofort als offensichtlich unbegründet erweist (Art. 322 Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO, SR 272]), kann auf die Einholung einer Beschwerdeantwort des Gesuchsgegners verzichtet werden.
II.
1. Der Rechtsöffnungsrichter erwog im angefochtenen Entscheid, die Gesuchstellerin stütze ihr Rechtsöffnungsbegehren auf einen Mietvertrag vom 21. November 2018. In jenem Vertrag habe sich der Gesuchsgegner verpflichtet, jeweils monatlich im Voraus einen Mietzins von CHF 600.00 (CHF 495.00 Miete und CHF 105.00 Nebenkosten akonto) zu bezahlen. In seiner Stellungnahme vom 12. Februar 2022 führe der Gesuchsgegner aus, dass er nicht nachvollziehen könne, welcher Mietzins noch offen sei. Auch die Nachforderung für Heiz- und Nebenkosten der Jahre 2018 und 2019 könne er nicht nachvollziehen, da er sich nicht erinnere, jemals Rechnungen dafür erhalten zu haben. Bei Dauerschuldverhältnissen mit periodischen Zahlungspflichten – wie bei Mietverträgen – sei die in Betreibung zu setzende Zeitperiode im Betreibungsbegehren zu spezifizieren. Diese Angaben müssten im Lichte von Art. 67 Abs. 1 Ziff. 4 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (SchKG, SR 281.1) im Betreibungsbegehren selbst aufgeführt sein, eine zuvor geführte Korrespondenz mit dem Schuldner ändere daran nichts. Vorliegend werde im Zahlungsbefehl vom 16. Dezember 2021 als Forderungsgrund «Offener Mietzins CHF 600.00» genannt. Entsprechend dürfte auch das Betreibungsbegehren formuliert worden sein. Eine konkrete Angabe, für welchen Monat keine Miete bezahlt worden sei, fehle. Da eine Spezifizierung der Forderung nicht möglich sei, was die Stellungnahme des Gesuchsgegners klar bestätige, könne die Rechtsöffnung für den in Betreibung gesetzten Mietzins nicht erteilt werden. Und auch für die Nachforderungen aus Heiz- und Nebenkosten könne die Rechtsöffnung nicht erteilt werden. Nachforderungen für Nebenkosten, weil die akonto-Zahlung nicht ausreiche, seien vorliegend von der Schuldanerkennung nicht erfasst.
2. Mit der Beschwerde kann einzig die unrichtige Rechtsanwendung und die offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 320 ZPO). Im Beschwerdeverfahren gilt das Rügeprinzip, d.h. die Beschwerde führende Partei hat im Einzelnen darzulegen, an welchen Mängeln (unrichtige Rechtsanwendung, offensichtlich unrichtige Feststellung des Sachverhalts) der angefochtene Entscheid ihrer Ansicht nach leidet (vgl. Dieter Freiburghaus/Susanne Afheldt in: Thomas Sutter-Somm et al. [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Zürich 2016, Art. 321 ZPO N 15).
3.1 Die Beschwerdeführerin bringt in ihrer Rechtsmitteleingabe gegen den angefochtenen Entscheid lediglich vor, anhand des Debitorenauszugs vom 8. Februar 2020 sei klar ersichtlich, um welche offenen Mietzinse es sich handle. Zudem sei nochmals zu erwähnen, dass der Beschwerdegegner seinen Mietzins seit Mietbeginn am 1. Dezember 2018 jeweils rückwirkend und nicht im Voraus begleiche. Ferner könne man anhand des erwähnten Debitorenauszugs entnehmen, wie sich der Restbetrag von CHF 160.70 und CHF 140.35 zusammensetze. Eine detaillierte Aufstellung der beiden Kosten habe der Beschwerdegegner bzw. die Einwohnergemeinde mit der jeweiligen Schlussabrechnung der Nebenkosten 2018 beziehungsweise 2019 erhalten.
3.2 Mit ihren Äusserungen in der Rechtsmitteleingabe vermag die Beschwerdeführerin somit nicht darzulegen, inwiefern der Rechtsöffnungsrichter das Recht unrichtig angewendet oder den Sachverhalt offensichtlich unrichtig festgestellt haben soll. Vielmehr begnügt sie sich damit, ihre Sicht der Dinge wiederzugeben. Den Anforderungen an eine Beschwerdeschrift ist damit nicht Genüge getan. Die Beschwerde ist demnach abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten werden kann.
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Beschwerdeführerin dessen Kosten von CHF 225.00 zu bezahlen (vgl. Art. 48 i.V.m. Art. 61 Abs. 1 Gebührenverordnung zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs [GebV SchKG, SR 281.35]).
Demnach wird
erkannt
:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden kann.
2.
Die A._ hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 225.00 zu bezahlen.

## Considerations