# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 420dbec3-e393-4980-b25b-f41fbdfee4cf
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1975, ist Mutter von vier Kindern
(
Urk.
2/8/12
Ziff.
3.1). Unter Hinweis auf die Folgen eines Verkehrsunfalles und
auf
eine De
pression meldete sich die Versicherte am 1
2.
Juli 2011 bei der Invalidenversi
cherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
2/8/12
Ziff.
6.2).
Die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte medizinische und erwerbliche Ab
klärungen
und liess die Versicherte durch ihren Regionalärztlichen Dienst (RAD) untersuchen (
Urk.
2/8/53-54). Mit Verfügung vom 2
2.
Juli 2013 (
Urk.
2/8/67 =
Urk.
2/2) verneinte
sie
einen Anspruch
der Versicherten
auf Leistungen der In
validenversicherung.
2.
2.1
Gegen die Verfügung vom 2
2.
Juli 2013 (
Urk.
2/2) erhob die Versicherte am 1
2.
September 2013 Beschwerde und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr ab
1.
Juni bis 3
1.
Dezember 2012 eine ganze und ab
1.
Januar 2013 eine halbe Rente auszurichten. Des Weiteren seien ihr berufliche Massnahmen zuzusprechen. Eventuell habe das Gericht ein psychiatrisches Gutachten in Auf
trag zu g
eben (
Urk.
2/1 S. 2
Ziff.
1-4).
Am 2
5.
Oktober 2013
(
Urk.
2/10)
zog die Beschwerdeführerin
das Gesuch vom
1
2.
September 2013 um Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege
(
Urk.
2/1 S. 2
Ziff.
5) zurück.
Mit Urteil vom 1
4.
Mai 2014
(
Prozess
Nr. IV.2013.00790)
wies das
hiesige
Ge
richt die Beschwerde ab und auferlegte der Beschwerdeführerin Gerichtskosten von
Fr.
600.-- (
Urk.
2/1
2 S. 15 Dispositiv
Ziff.
1-2).
D
ie
von der Beschwer
de
führe
rin
am 2
6.
Juni 2014
dagegen
erhobene
Beschwerde (
Urk.
2/14 Beilage) hiess das Bundesgericht mit
Urteil vom 1
2.
Januar 2015 gut, hob das Urteil vom 1
4.
Mai 2014 auf und
wies die Sache
zur Einholung eines psychiatrischen Gut
achtens
an das hiesige Gericht zurück (
Urk.
1
S. 6 Dispositiv
Ziff.
1).
2.2
Mit Gerichtsverfügung vom
7.
Juli 2015 stellte das
Gericht in Aussicht, dass bei
Dr.
med.
Y._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, ein psychiatrisches Gutachten in Auftrag
gegeben werde
und gab den Parteien Gelegenheit, sich zu den vorgesehenen Fragen zu äusser
n (
Urk.
4 S.
2 f. E. 2-3). Mit
Gerichtsbeschluss
vom 1
9.
November 2015 wurde
Dr.
Y._
mit der Begutachtung der Beschwerdeführerin beauftragt (
Urk.
12 Dispositiv
Ziff.
1).
2.3
In der Folge informierte
Dr.
Y._
das Gericht am 1
4.
März
2016 (
Urk.
17),
dass sich die Beschwerdeführerin dem auf den 1
5.
März 2016 ange
setzten Untersuchungstermin
(
Urk.
21/2)
nicht unterziehen werde beziehungsweise dass
diese zum angesetzten Termin nicht erschienen sei (Mitteilung vom 4. April 2016
, Urk. 19, vgl. auch Urk. 22).
Mit Verfügung vom 1
8.
April 2016
forderte das Gericht die Beschwerdeführerin auf, sich
einer neu anzusetzenden Untersuchung
durch
Dr.
Y._
zu unter
ziehen und machte sie auf die Folgen
einer
unberechtigt verweigerten
Mitwirkung aufmerksam (
Urk.
24 S. 4 Dispositiv
Ziff.
1).
Die Gutachterin
teilte
dem Gericht
daraufhin
am 2
3.
Mai 2016 schriftlich mit, dass sich die Beschwerdeführerin als nicht fähige erachte, sich einer Begutach
tung zu unterziehen (
Urk.
26).
A
m
3.
(Poststempel vom 21.) Juni 2016
(
Urk.
31)
reichte
Dr.
Y._
dem Gericht
eine Rechnu
ng für
die
ihr im Zusam
men
hang mit der
vorgesehenen
Begutachtung entstandene
n
Aufwendungen
in Höhe von
Fr.
1‘650.--
ein.
Mit Schreiben vom 23. Juni 2016 (Urk. 32-33) benannte die Beschwerdeführerin Gründe für das erneute Nichteinhalten des
Unter
such
ungstermins
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist
der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sund
heit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
blei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die
Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
wind
bar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der
Beweisfüh
rungslast
begriffsnotwendig aus, da es Sache des Sozialversicherungsgerichts (oder
der verfügen
den Verwaltungsstelle) ist, für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein (BGE 115 V 111 E. 3d/
bb
; Maurer, Sozialver
sicherungsrecht, Bd. I, 2. unveränderte Aufl., Bern 1983, S. 438
Ziff.
7a). Im
Sozi
al
versicherungsprozess
tragen mithin die Parteien in der Regel eine Beweis
last nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte (BGE 115 V 133 E. 8a). Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungs
grund
satzes
aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrschein
lichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu ent
sprechen (BGE 117 V 261 E. 3b).
2.
Strittig
ist, ob die Beschwerdeführerin Anspruch auf Leistungen der Invaliden
versicherung hat.
3.
3.1
Das hiesige Gericht hat in seinem Urteil vom 14. Mai 2014 der
Be
schwer
degegnerin
folgend auf die Einschätzung des Dr. med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und für Neurologie, RAD, (Urk. 2/8/53) abge
stellt, wonach sich die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden
entgegen der Einschätzung ihrer behandelnden Psychiaterin als nicht invalidi
sie
rend erweisen würden und mithin kein Anspruch auf eine Rente der Inva
li
den
versicherung bestehe (Urk. 2/12 E. 4.5).
Demgegenüber wies das Bundesgericht
in seinem Urteil vom 1
2.
Januar 2015 auf die gegen
sätzlichen psychiatrischen Einschätzungen von
Dr.
Z._
und der behandelnden Psychiaterin der Beschwerdeführerin
,
Dr.
med.
A._
,
Fach
ärztin
für Psychiatrie und Psychotherapie,
hin
und hielt fest,
die medizini
schen Akten
gestatteten es
nicht, die Einwände der behandelnden Psy
chiaterin
gegenüber der Beurteilung von
Dr.
Z._
ohne
W
eiteres zu verwerfen
(
Urk.
1 S. 5 E. 3.3.2).
Ebenso wenig
aber
genügten
die Stellungnahme von Dr.
A._
als medizinische
Be
urteilungs
g
rundlage.
Das Bundesgericht wies die Sache daher an das hiesige Gericht
zur Einholung eines
psychiatrischen
G
utachtens zurück
(
Urk.
1 S. 6 Dispositiv
Ziff.
1).
3.2
Mit Beschluss vom 1
9.
November
2015 beauftragte das
Sozialversiche
rungs
g
e
richt
Dr.
Y._
mit der Begutachtung der Beschwerdeführerin (
Urk.
12 S. 3
Dispositiv
Ziff.
1) und stellte ihr am 1
6.
Februar 2016 (
Urk.
15) das Dossier zu.
3.3
3.3.1
In der Folge sagte die Beschwerdeführerin
einen ersten
auf den 1
5.
März 2016
angesetzten
Untersuchungstermin (
Urk.
21/2)
ab.
Die Rechtsvertreterin
der Beschwerdeführerin
hielt
hierzu in einer
E-Mail
an d
i
e Gutachterin
vom 1
1.
März 2016
(
Urk.
20)
fest
, die Beschwerdeführerin habe sich bedauerlicherweise entschieden, nicht zur Begutachtung vom 1
5.
März 2016 zu
erschein
en. Sie begründe dies damit, dass der Druck vor einer Begutachtung zu gross
sei
,
sie wegen der Anreise grosse Ängste ausstehe und
ihr dies viel Stress verursache.
3.3.2
In
einem Schreiben
an ihre Rechtsvertreterin
vom 1
3.
März
2016 (
Urk.
23)
führte die Beschwerdeführerin
als Grund für die Absage
des Termins an
, sie habe
in der Zeit in der
B._
schlechte Erfahrungen mit Ärzten gemacht.
Des
wegen habe sie im Moment keinen Arzt.
Ärzte und Spitäler führten bei ihr
zu
Stress
und Ängstlichkeit
. In einem Spital in
C._
habe sie eine grosse Operation gehabt.
O
bwohl sie weitere
Probleme gehabt habe,
habe sie den Termin für die Nachkontrolle abgesagt.
In der
D._
habe sie unter Druck Medikamente
ein
nehmen müsse
n
, obwohl es ihr durch diese noch schlechter gegangen sei und sie Selbstmordgedanken gehabt habe. Trotz starker Nebenwirkungen habe sie weiter unter Druck Medikamente
ein
nehmen müssen (S.
1).
Sie
würd
e gerne zur Untersuchung
durch
Dr.
Y._
gehen
,
habe aber
Stress, Panik und extreme Angst
, dass sie auf dem Weg dahin einen Unfall
erleiden
w
ü
rde
. Deswegen ha
be sie den Termin abgesagt
(S. 2).
3.4
Mit Verfügung vom 1
8.
April 2016 forderte das Gericht die Beschwerdeführerin auf, sich einem von
Dr.
Y._
neu anzusetzenden
Untersuchungstermin zu unterziehen (
Urk.
24 S. 4 Dispositiv
Ziff.
1).
3.5
3.5.1
Dr.
Y._
teilte dem Gericht in einem Schreiben vom 2
3.
Mai 2016
daraufhin
mit, die Rechtsvertreterin habe ihr mitgeteilt, dass sich die Beschwer
deführerin als nicht fähig erachte, si
ch
einer Begutachtung zu unterziehen. Die Beschwerdeführerin werde daher
auch
zu dem auf den 3
1.
Mai 2016 angesetz
ten Termin nicht erscheinen (
Urk.
26).
3.5.2
Die Beschwerdeführerin legte
mit
Schreiben vom 1
7.
Juni 2016 (
Urk.
33) dar,
weshalb sie den
Termin vom
3
0.
(ric
htig: 31.) Mai 2016 abgesagt habe
.
Sie gab an
,
sie habe
schlechte Erfahrungen ge
macht.
Es sei für sie daher unmöglich ge
we
sen, den Termin wahrzunehmen. Im Juli 2012
sei
sie bei der
Beschwer
de
geg
nerin
von zwei Ärzten untersucht worden. Man habe ihr viele Fragen gestellt. Ihr sei schlecht gewesen. Um frische Luft zu bekommen, habe sie gefragt, ob sie ein paar Minuten nach draussen ge
hen könne
. Als sie zurückgekommen sei, habe der Arzt sie gefragt, ob sie Me
dikamente
ein
genommen habe. Sie habe dies verneint. Der Arzt habe sie
sofort zu einer Untersuchung ins
Labor geschickt. Sie habe
zur
Toilette gehen müssen. Dabei habe sie eine sehr schlechte Be
hand
lung erlebt. Sie habe die Toilettentüre offen
stehen
lassen und eine Kranken
schwester habe nachschauen müssen.
Dies
sei für sie unakzeptabel gewesen (S.
1 f.).
3.5.3
Die Rechtsvertreterin erklärte dazu in einem Schreiben vom 2
3.
Juni 2016 (
Urk.
32) zuhanden des Gerichts, die Beschwerdeführerin verweise in ihrem Schreiben auf eine Untersuchung im Juli 2012, die ein RAD-Psychiater durch
geführt habe. Es verfolge sie in den Träumen, dass sie bei der Untersuchung bei offener Tür unter Aufsicht einer Krankenschwester habe Urin lassen müssen. Aufgrund dieses Erlebnisses habe sie keinen Mut
mehr
für den neu angesetzten Ter
min gehabt.
4.
4.1
Die Mitwirkungs- und Verweigerungsrechte der Parteien sind nach
§
28
lit
. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) in Ver
bindung mit
Art.
160 ff. der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO) in der ZPO geregelt.
Art.
160
Abs.
1
lit
. c ZPO sieht vor, dass eine Partei einen Augenschein an Person oder Eigentum durch Sachverständige zu dulden hat.
Nach
Art.
163
Abs.
1 ZPO kann eine Partei die Mitwirkung verweigern, wenn sie eine ihr im Si
nne von
Art.
165 nahestehende Person der Gefahr strafrechtli
cher Verfolgung oder zivilrechtlicher Verantwortlichkeit aussetzen würde (
lit
. a); sich wegen
Verletzung eines Geheimnisses nach
Art.
321 des Strafgesetzbuches (StGB) strafbar machen würde; ausgenommen sind die Revisorinnen und Revi
soren;
Art.
166 Absatz
1 Buchstabe b dritter
Teilsatz
gilt sinngemäss (
lit
. b).
Die Trägerinnen und Träger anderer gesetzlich geschützter Geheimnisse können die Mitwirkung verweigern, wenn sie glaubhaft machen, dass das Geheimhal
tungsinteresse das Interesse an der Wahrheitsfindung überwiegt (
Art.
163
Abs.
2 ZPO).
4.2
Verweigert eine Partei die Mitwirkung unberechtigterweise, so berücksichtigt dies das Gericht bei der Beweiswürdigung (
Art.
164 ZPO). Das Gericht würdigt die Gesamtheit der Umstände frei (
Art.
157 ZPO). Im Fall der Verweigerung zumutbarer Mitwirkung einer Partei kann die Beweisabnahme ganz unter
bleiben (Berner Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung, Band II,
Art.
150-352 ZPO,
Art.
400-406 ZPO, N 5 zu
Art.
164 ZPO).
5.
5.1
Die Beschwerdeführerin hat
sowohl
einen ersten
auf den 1
5.
März 2016 ange
setzten als auch den
Untersuchungstermin bei
Dr.
Y._
vom 3
1.
Mai 2016
abgesagt. Die Beschwerdeführerin begründete
ihr Fernbleiben
im Wesentli
chen damit, dass die
geplante
Begutachtung bei ihr zu Stress und Ängsten ge
führt habe. Insbesondere verwies sie auf
ein früheres negatives Erlebnis
im Juli 2012,
das
sich bei einer Untersuchung
durch
den RAD der Beschwerde
gegnerin ereignet haben soll.
5.2
Hierbei
handelt es
sich
nicht
um
Gründe
, die eine Verweigerung der
Mit
wirkung
der Beschwerdeführerin
nach
Art.
160 ff. ZPO
rechtfertigen würden
. Auch liegen keine medizinischen Akten vor
und
es
ist nicht
ersichtlich
,
dass
der Beschwerdeführerin
eine Untersuchung
aus medizinischen Gründen nicht
hätte
zugemutet werden könne
n
.
Es ist daher von einer unberechtigten Verwei
gerung
der
Mitwirkungspflicht
auszugehen.
Das Bundesgericht hat das Urteil des hiesigen Gerichts vom 1
4.
Mai 2014
mit
seinem Entscheid vom 1
2.
Januar 2015
aufgehoben und die Sache
zwecks
Ein
holung eines Gerichtsgutachtens an das Gericht zurückgewiesen.
Nach
dem
sich die
Beschwerdeführerin
weigerte, sich
einer zumutbaren Begutachtung
zu un
ter
ziehen
,
kann
ein
wie
vom Bundesgericht als notwendig
erachtete
s
mediz
inische
s
Gutachten
zum
Gesundheitszustand und
der
Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin
nicht beigebracht werden
.
Mit Gerichtsverfügung vom 1
8.
April 2016 wurde die Beschwerdeführerin auf die Folgen einer unberechtigt verweigerten Mitwirkung hingewiesen.
Im Hinblick auf die zu prüfenden Ansprüche auf Leis
tungen der Invalidenversicherung liegt daher
Beweislosigkeit
vor
,
deren Folgen die Beschwerdeführerin zu tragen hat (E. 1.3 hiervor).
Sind mangels Mitwirkung der Beschwerdeführerin invalidisierende
Folgen
einer
gesundheitlichen Beeinträchtigung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit
nicht
nachzuweisen
, besteht Beweislosigkeit und wird ver
mutet,
dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend auswirkt (
BGE 140 V 290 E. 4.1 mit Hinweis auf
BGE 139 V 547
E. 8.1 S. 563).
An einem Leistungsanspruch fehlt es damit und die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
6.1
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
6
.2
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und
unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf Fr. 1‘000.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.
Die Beschwerdeführerin stellte in der Eingabe vom 1
1.
April 2016 erneut ein Gesuch um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung (
Urk.
22 S.
2).
Ein erstes Gesuch vom 1
2.
September
2013 (
Urk.
2/1 S.
2
Ziff.
5) hatte
die Be
schwerdeführerin
am 2
5.
Oktober 2013 ohne weitere Angaben zurückgezogen (
Urk.
2/10).
Gemäss ständiger kantonaler Praxis ist ein rückwirkender Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege zu verneinen. Was den Zeitraum ab
Gesuch
stellung
vom 11.
April
2016 betrifft, so ist das Gesuch um Bewilligung der unent
geltlichen Prozessführung in
Anbetracht der We
igerung der Beschwerde
führerin, sich einer
zumutbaren
Begutachtung zu unterziehen
,
bereits
infolge Aussichtslosigkeit abzu
weisen.