# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fe340ebc-e908-4f1d-8317-ade5307789b0
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ ist Alleineigentümerin der Parzelle Nr. Z.2_, einem Grundstück mit 5 m2 Grundstückfläche, sowie Miteigentümerin im Umfang von 2/100 an dem daran anschliessenden Grundstück Nr. Z.3_, einer Zufahrtsstrasse mit einer Gesamtfläche von 122 m2, beides Plan 37, C._, Grundbuch O.1_. Darüber hinaus verfügt sie über eine Personaldienstbarkeit in Form eines alleinigen, übertragbaren und vererblichen Benützungsrechts am Aussenabstellplatz AP5 mit entsprechendem Fuss- und Fahrwegrecht zu Lasten von Parzelle Nr. Z.4_ (zwei Mehrfamilienhäuser mit 1‘801 m2 Gebäudegrundfläche und Umschwung, Plan 37, C._, Grundbuch O.1_), die ebenfalls an die Parzelle Nr. Z.2_ anschliesst.
Y._ ist Eigentümer der Parzelle Nr. Z.5_, einem bebauten Grundstück, das an die Parzellen Nr. Z.3_, Nr. Z.2_ und Nr. Z.4_ angrenzt, sowie Miteigentümer zu 23/100 am bereits genannten Grundstück Nr. Z.3_, alle Plan 37, C._, Grundbuch O.1_.
B. Mit Eingabe vom 11. Juli 2014 beantragte X._ beim Einzelrichter des Bezirksgerichts Imboden den Erlass eines gerichtlichen Verbots im Sinne von Art. 258 ZPO. Das Gesuch wurde mit Entscheid vom 23. Juli 2014, mitgeteilt am gleichen Tag, gutgeheissen und das gerichtliche Verbot wie folgt im Amtsblatt des Kantons Graubünden vom 31. Juli 2014 publiziert:
„Das Begehen und das Befahren sowie das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen aller Art auf den Liegenschaften Nr. Z.3_ und Z.2_ sowie auf dem Aussenabstellplatz AP5 und dessen Zufahrt auf der Liegenschaft Nr. Z.4_, alle Plan 37, C._, Grundbuch O.1_, ist für Unberechtigte gerichtlich verboten. Widerhandlungen können auf Antrag mit Busse bis zu CHF 2‘000.00 bestraft werden.“
C. Gegen dieses gerichtliche Verbot reichte Y._ mit Eingabe vom 26. August 2014 (Postaufgabe 27. August 2014) fristgerecht Einsprache ein. In der Folge stellte X._ am 22. September 2014 beim Vermittleramt des Bezirks Imboden ein Schlichtungsgesuch. An der Schlichtungsverhandlung vom 21. Oktober 2014 konnten sich die Parteien nicht einigen, weshalb X._ am 24. Oktober 2014 die Klagebewilligung bezog. Diese enthält folgende Rechtsbegehren:
„Klagende Partei:
1. Die Einsprache des Beklagten vom 26. August 2014 (Postaufgabe am 27. August 2014) gegen das am 31. Juli 2014 im Kantonsamtsblatt Nr.
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31 vom 31. Juli 2014 publizierte gerichtliche Verbot der Klägerin sei aufzuheben.
2. Dem Beklagten sei das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen aller Art auf der Liegenschaft Nr. Z.3_ und das Begehen und Befahren sowie das Abstellen und Parkieren von Fahrzeugen aller Art auf der Liegenschaft Nr. Z.2_ sowie auf dem Aussenabstellplatz AP5 und dessen Zufahrt auf der Liegenschaft Nr. Z.4_, alle Plan 37, C._, Grundbuch O.1_, zu verbieten.
3. Das gerichtliche Verbot gemäss Ziff. 2 hiervor sei im Falle der Widerhandlung unter der Strafandrohung von Art. 292 StGB bzw. Art. 258 Abs. 1 ZPO anzuordnen.
4. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten.
Beklagte Partei:
1. Abweisung der Klage.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.“
D. Mit Klageschrift vom 6. November 2014 prosequierte X._ die Klagebewilligung rechtzeitig an das Bezirksgericht Imboden. Die Rechtsbegehren liess sie dabei unverändert. Am 7. Januar 2015 reichte Y._ eine mit „Einsprache“ betitelte Eingabe ein, die das Bezirksgericht Imboden als Klageantwort entgegennahm. Y._ beantragte sinngemäss die Abweisung der Klage soweit die Parzelle Nr. Z.3_ betreffend. Weiter hielt er wörtlich fest: „Auf die Einsprache der Parzelle Nr. Z.2_ und auf das Parkplatzverbots werde ich verzichten“. Am 19. Januar 2015 verzichtete X._ auf eine Replik, weshalb die Duplik entfiel.
E. Am 20. Juli 2016, mitgeteilt am selben Tag, erliess die Bezirksgerichtsvizepräsidentin Imboden die Beweisverfügung. Im Rahmen der Ausführungen über den Gegenstand des Beweisverfahrens hielt sie unter anderem fest, es sei zwischen den Parteien nicht strittig, dass „die beklagte Partei nicht berechtigt ist, das im Alleineigentum der klagenden Partei stehende Grundstück Nr. Z.2_, Grundbuch _, zu begehen und befahren sowie darauf Fahrzeuge abzustellen und zu parkieren“ und dass „die beklagte Partei nicht berechtigt ist, den beheizten Aussenparkplatz Nr. 5 und dessen Zufahrt auf der Liegenschaft Nr. Z.4_, Grundbuch O.1_, zu begehen und befahren sowie darauf Fahrzeuge abzustellen und zu parkieren“. Sie erklärte im Weiteren die eingereichten Urkunden als relevant. Die Editionsbegehren liess sie nur teilweise zu. Sie ordnete von Amtes wegen einen Augenschein an betreffend Grösse und Lage der in Frage stehenden Parzelle Nr. Z.3_ sowie die dortige Verkehrssituation. Schliesslich wies sie darauf hin, dass über die Durchführung
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einer Parteibefragung an der Hauptverhandlung entschieden werde. Die Beweisverfügung blieb unangefochten.
F. Anlässlich des Augenscheins am 15. November 2016 waren neben dem Bezirksgericht Imboden in Fünferbesetzung X._ in Begleitung ihres Ehemannes, ihr Rechtsvertreter, Rechtsanwalt lic. iur. Erich Vogel, sowie Y._ anwesend. Da neben dem vorliegenden Verfahren am Bezirksgericht Imboden ein weiteres Verfahren bezüglich des von X._ erwirkten gerichtlichen Verbots geführt wurde, nämlich ein Verfahren zwischen X._ und A._ und B._, in dem ebenfalls ein Augenschein angeordnet worden war, nahm am 15. November 2016 auch A._ am Augenschein teil. Alle Parteien erhielten Gelegenheit, sich zu dem sie betreffenden Sachverhalt zu äussern. Im Anschluss an den Augenschein fand die Hauptverhandlung, welche beide Verfahren umfasste, vor dem Bezirksgericht Imboden statt; es nahmen die bereits erwähnten Personen und B._ teil.
Mit Entscheid vom 15. November 2016, mitgeteilt am 6. April 2017, erkannte das Bezirksgericht Imboden in vorliegendem Verfahren:
1. In teilweiser Gutheissung der Klage wird es Y._ gerichtlich verboten, die Liegenschaft Nr. Z.2_, Plan Nr. 37 (C._,O.1 _) sowie die Liegenschaft Nr. Z.4_, Plan Nr. 37 (C._, O.1_) samt Aussenabstellplatz Nr. 5 zu begehen, zu befahren, darauf Fahrzeuge abzustellen und zu parkieren.
2. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
3. a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 3‘600.00 werden der Klägerin zu 4/5 und dem Beklagten zu 1/5 auferlegt. Sie werden ab dem von X._ geleisteten Kostenvorschuss von CHF 5‘000.00 bezogen, unter Erstattung des Restbetrages von CHF 1‘400.00 nach Rechtskraft des Urteils und nach Vorlage eines Einzahlungsscheins.
b) Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin den von ihm zu tragenden Kostenanteil in Höhe von CHF 720.00 zu erstatten und sie überdies ausseramtlich mit CHF 700.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations