# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e157628d-f8e6-4741-96fa-73c22c84017d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Am 21. Dezember 2009 stellte
Y._
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
unter Hinweis auf eine hyperkinetische Störung des Sozialverhaltens
Antrag auf berufliche Eingliederungsmassnahmen für sei
nen 1993 geborenen Sohn
X._
,
welcher damals
das 9. und für ihn letzte Schuljahr
besuchte
(Urk. 6/2).
Daraufhin holte die IV-Stelle Auskünfte der behandelnden
Ärzte
ein
und organisierte
im Rahmen der Berufsberatung
ver
schiedene Schnupperlehren bis schliesslich im
Z._
ein
Ausbildungs
platz
als
Mechanikerpraktiker
gefunden werden konnte
(Urk. 6/36).
Daraufhin
er
teilte
die IV-Stelle
dem Versicherten am 13. Februar 2012 Kostengutsprache für die erstmalige berufliche Ausbildung zum
Mechanikerpraktiker
PrA
bei
m
Z._
vom 14. Februar 2012 bis 13. Februar 2013 (Urk. 6/38)
.
Am 21. Februar 2012
beantragte
der nun
volljährige
X._
die Ausrich
tung von Taggeldern
(Urk. 6/44)
, was ihm mit Verfügung vom 3. April 2012 (
Urk.
6/47) und 15. Mai 2012 (
Urk.
6/49) gewährt wurde.
Nachdem das
Z._
die Anhebung der Ausbildung au
f das Niveau des eidgenössischen
Berufs
attestes
empfohlen hatte (Urk. 6/52), erklärte die IV-Stelle m
it Mitteilung vom 4. September 2012 die Übernahme der Mehrkosten der erstmaligen beruflichen Ausbildung zum
Mechanikerpraktiker
mit eidgenössischem Berufsattest EBA
vom
6. August 2012 bis 5. August 2014 (Urk. 6/54).
Nach
verschiedenen, die Ausbildung gefähr
d
enden Verfehlungen des Versicherten
(betreffend Pünktlich
keit, Abmeldung bei Krankheit, Verhalten)
forderte
ihn
die IV-Stelle mit Schrei
ben vom 23. Oktober 2012
unter Androhung der Einstellung der Abklärungen und Abweisung des Leistungsbegehrens
auf,
seine Mitwirkungsplicht wahrzu
nehmen
(Urk. 6/60). Nach
weiteren,
wiederholten
Pflichtverletzungen
durch den Versicherten stellte die Verwaltung mit Vorbescheid vom 13. Februar 2013 den Abbruch der beruflichen Massnahmen in Aussicht (Urk. 6/67 f.)
. Daraufhin
er
suchte
X._
um Wiederaufnahme der Ausbildung (Urk. 6/71, Urk. 6/73). Mit Verfügung vom 12. April 2013 entschied die IV-Stelle
jedoch
im angekündigten Sinne (Urk. 6/75).
Anschliessend verneinte sie mit Verfügung vom 27. Mai 2013
nach Durchführung des
Vorbescheidverfahrens
(Urk. 6/77 ff.)
den Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 2).
2.
Gegen die rentenablehnende Verfügung
erhob
X._
am 25. Juni 2013 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren um Ausrichtung einer der Invalidität
angepas
sten
Rente, eventualiter um Rückweisung der Sache an die IV-Stelle zur weiteren Abklärung. Daneben ersuchte er um Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwalt
lic
.
iur
.
Zollinger
als unent
geltlichen Rechtsbeistand (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 27. August 2013 schloss die Verwaltung auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5). Mit Ver
fügung vom 30. September 2013
(Urk. 7)
wurde der Beschwerdeführer darüber orientiert. Daneben wurde er aufgefordert, seine prozessuale Bedürftigkeit dar
zulegen, wozu er mit Eingabe vom 3. Januar 2014 Folge leistete (Urk. 12
-14
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.
1
Im Gebiet der Invalidenversicherung gilt ganz allgemein der Grundsatz, dass die invalide Person, bevor sie Leistungen verlangt, alles ihr Zumutbare selber vor
zukehren hat, um die Folgen ihrer Invalidität bestmöglich zu mildern (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen). Dieses Gebot der Selbsteingliederung ist Ausdruck des in der ganzen Sozialversicherung geltenden Grundsatzes der
Schadenmin
derungspflicht
(vgl. BGE 120 V 368 E. 6b, 117 V 275 E. 2b), wobei jedoch von der versicherten Person nur Vorkehren verlangt werden können, die unter Be
rücksichtigung der gesamten objektiven und subjektiven Gegebenheiten des
Einzelfalles zumutbar sind (BGE 113 V 22 E. 4a mit Hinweisen auf Lehre und Rechtsprechung; ZAK 1989 S. 214 E. 1c).
D
ie Anforderungen an die
Schadenmin
derungspflicht
sind
dort strenger, wo eine erhöhte Inanspruch
nahme der Invalidenversicherung in Frage steht, namentlich wenn der Verzicht auf schadenmindernde Vorkehren Rentenleistun
gen auslöst (BGE 113 V 22
E. 4d
; SVR 2007 IV Nr. 34 S. 121, E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 8C_128/2007 vom 14. Januar 2008 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.3.2
In Konkretisierung dieser allgemein geltenden Scha
denminderungspflicht sieht Art.
7 IVG vor, dass die versicherte Person alles ihr Zumutbare unternehmen muss, um die Dauer und das Ausma
ss der Arbeitsunfähigkeit (Art.
6 ATSG) zu verringern und den Eintritt einer Invalidität (Art.
8 ATSG) zu verhindern (Abs.
1). Die versicherte Person muss an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung ins Er
werbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestellten Aufgabenbereich (Aufgabenbereich) dienen, aktiv teilnehmen.
Darunter fallen unter anderem die
Mass
nahmen beruflicher Art nach Art. 15-18 und 18b IVG (Abs. 2
lit
. c).
1.3.
3
Entzieht oder widersetzt sich eine versicherte Person einer zumutbaren Behand
lung oder Eingliederung ins Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglichkeit verspricht, oder trägt sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu
bei, so können ihr ge
mäss Art. 21 Abs.
4 ATSG die Leistungen vorübergehend oder dauernd gekürzt oder verweigert werden. Sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden; ihr ist eine angemessene Bedenkzeit einzu
räumen. Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar.
2.
Während die Beschwerdegegnerin die Rentenablehnung damit begründet, dass die aus invalidenversicherungsfremden Gründen abgebrochenen beruflichen Massnahmen
dem Beschwerdeführer
zumutbar gewesen seien
(Urk. 2), macht dieser geltend, die Beschwerdegegnerin gestehe ihm die Teilnahme an Einglie
derungsmassnahmen nicht zu (Urk. 1).
3.
3.1
Aus medizinischer Sicht
lässt sich dem Bericht der Hausärztin Dr. med.
A._
,
Fachärztin für Innere Medizin, vom 21. Januar 2010 (Urk. 6/6) und dem Bericht des
B._
vom 15. März 2010 (Urk. 6/7) entnehmen, dass
der Beschwerdeführer seit der Geburt an einer einfachen Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ADHD; ICD-10 F90.1)
leide
t. Daneben besteht
eine schwere Adipositas (ICD-10 E66.9
).
Weiter gaben die behandelnde
n
Fachleute im
B._
(Urk. 6/7) an,
infolge enormer moto
rische
r
Unruhe, Impulsivität und fehlender Konzentrationsfähigkeit sei der Be
schwerdeführer in eine
r
Kleinklasse eingeschult worden. Wegen
Schulleistungs
problemen
und zunehmenden Verhaltensauffälligkeiten habe er ab der Mittel
stufe in eine Sonderklasse für durchschnittlich intelligente, verhaltensauffällige Kinder gewechselt. Nach einer Eskalation mit zunehmender Depressivität, Un
pünktlichkeit, Schulleistungsproblemen und auffälligem Verhalten sei er ab der Oberstufe in einer Tagesschule mit Kleinstklassenunterricht beschult worden. E
s bestehe
eine deutlich verminderte Aufmerksamkeit und Konzentration sowie eine etwas weniger ausgeprägte motorische Unruhe. Infolge der sehr stark aus
geprägten Adipositas (BMI von 36 kg/m
2
)
sei der Beschwerdeführer
in den
grobmotorischen Funktionen und
in
der körperlichen Leistungsfähigkeit
einge
schränkt
.
E
s
sei
ihm nicht möglich, mehrere Stunden den Antrieb und die Ener
gie sowie die Konzentration und die körperlichen Ressourcen aufzubringen, um zufriedenstellende Erg
ebnisse zu erzielen. Er benötige
immer wieder Ruhepau
sen und die Möglichkeit, sich
durch die Vorgabe von klaren Strukturen
selbst zu orientieren
,
um von einer überschaubaren Aufgabe profitieren sowie zuverlässi
gere Leistungen erbringen zu können.
Diese Einschränkungen würden ih
n
auch beim Berufseinstieg behindern. Der Beschwerdeführer könne
von einer
Anlehre
oder Lehre in einem geschützten Rahmen deutlich profitieren. Damit könnte für ihn eine berufliche Integration möglich werden.
3.2
In der Folge gestaltete sich die Suche nach einer Ausbildungsstätte
im Rahmen von beruflichen Abklärungsmassnahmen als
schwierig.
Vom 24. Mai bis 4. Juni 2010
erfolgte
ein Schnupperaufenthalt in der
C._
zwecks
Abklärung der Aufnahme in eine
Anlehre
und ins Internat
. Dabei
bekundete
der Beschwer
deführer
Mühe mit dem Wohnen im Internat
(Urk. 6/10-11; Urk. 6/13). Vom 18. Oktober bis 5. November 2010 absolvierte der Versicherte beim
D._
eine Schnupperlehre im Service (Urk. 6/15) und vom 31. Januar bis 11. Februar 2011 Probewochen in der
E._
zwecks Abklärung der Eignung für die berufliche
Grundbildung als
Me
chanikpraktiker
PrA
/EBA
. W
egen ungenügenden Fähigkeiten und Fertigkeiten
konnte ihm letztere Institution
keine Lehrstelle als
Mechanikpraktiker
anbieten
(Urk. 6/21, Urk. 6/25). Nach zwei Schnupperlehrwochen vom 2
2.
bis 29. August und vom 19. bis 30. September 2011 in der Metallwerkstatt der
F._
konnte ihm bei ungenügender Zuverlässigkeit und Pünktlich
keit sowie mangels Interesse
s
für den Arbeitsbereich wiederum keine Ausbil
dun
g angeboten werden (Urk. 6/34).
3.3
Aus einer Schnupperlehre in den Abteilungen Mechanik, Logistik und Industrie sowie Elektromontage vom
Z._
vom 23. Januar bis 1. Februar 2012 resultierte schliesslich ein Ausbildungsplatz in der Mechanik auf der Stufe
Insos
PrA
ab dem 14. Februar 2012
(Urk. 6/36
, Urk. 6/39 S. 10
).
Am 13. Februar 2012 schlossen die Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer und die Institution eine Zielvereinbarung ab, worin sich der
Beschwerdeführer unter anderem v
er
pflichtete, stets pünktlich am Arbeitsplatz und in der Berufsschule zu erschei
nen, sich zur Steigerung seiner Leistungsfähigkeit voll einzusetzen und sich bei Krankheit oder sonstiger Verhinderung abzumelden (Urk. 6/40-41).
Die ersten fünf Ausbildungsmonate
im
Z._
verliefen gut
. Laut Bericht der Institution vom 29. August 2012 hätten sich Durchhaltewille und
Arbeits
haltung
verbessert und könnten mit enger Führung weiter konditioniert werden. Damit werde der Beschwerdeführer auch in der Lage sein
,
bessere Leistungen zu erbringen. Auch wäre er in der Lage, den schulischen Teil einer Ausbildung mit Eidgenössischem Berufsattest zu bewältigen. Er sei zwar langsam, bringe aber das nötige Potential mit. Im Betrieb habe er
ebenfalls gezeigt, dass er motiviert und in der Lage sei, die nötige Leistung zu erbringen. Gestützt auf diese Be
obachtungen empfahl
die Ausbildungsinstitution als Ausbildungsziel nunmehr d
as
eidgenössische Berufsattest
(Urk. 6/52).
Diesem Anliegen kam die Beschwerdegegnerin
mit Mitteilung vom 4. September 2012
nach
(Urk. 6/54)
.
Gleichentags
wurde eine
dem höh
eren Ausbildungsziel angepasste
Zielvereinbarung
abgeschlossen.
Wiederum
verpflichtete
sich der Beschwerdeführer unter anderem, sich zur
erfolgreichen Absolvierung der Aus
bildung
einzusetzen
,
stets pünktlich am Arbeitsplatz und in
der Berufsschule zu erscheinen
und sich bei Krankheit oder sonstiger Verhinderung abzumelden
. Daneben wurde er auf den Wortlaut von Art. 21 Abs. 4 ATSG aufmerksam ge
macht (Urk. 6/57).
A
m 18. Oktober 2012
erhielt
der Beschwerdeführer
einen schriftlichen Verweis
. Dabei
warf ihm das
Z._
vor
, sich bei Krankheit
und Unwohlsein nicht korrekt ab
zumelden und die zeitlichen Rahmenbedingungen nicht einzuhalten.
Insbesondere sei er am Vortag erneut nicht am Ausbildungsplatz erschienen. Abschliessend wurde er auf
den
sofortigen Ausbildungsabbruch im Falle eines zweiten Verweises aufmerksam gemacht (Urk. 6/59).
Vom 7. bis zum 31. Januar 2013 nahm der Beschwerdeführer an einem überbe
trieblichen Kurs
bei
G._
teil.
Im
Kompetenznach
weis
vom 31. Januar 2013
stellte ihm der Kursleiter ein in Bezug auf Leistung und Verhalten schlechtes Zeugnis
aus
.
D
er Beschwerdeführer
nütze
die vorhan
denen Fähigkeiten nicht, interessiere sich mehr für Anderes als für die Arbeit und fehle ohne Abmeldung
(Urk. 6/66).
Einem auf den 7. Februar 2013 anberaumten Standortgespräch mit dem zuständi
gen Berufsberater der IV-Stelle und einem Vertreter
der
Ausbildungs
institution
blieb der Beschwerdeführer unentschuldigt fern
. Auch
telefonisch
konnte er
nicht erreicht werden, weshalb de
r
Abbruch der Ausbildung und de
r
Abschluss der beruflichen Massnahmen beschlossen wurde (Urk. 6/74 S. 3).
3.4
Am 15. März 2013 berichtete das
Z._
,
dass
die Ausbildung abgebro
chen worden sei, weil
der Beschwerdeführer trotz grundsätzlichem Interesse am Beruf und Vorhandensein der nötigen körperlichen und kognitiven Fähigkeiten schulisch und praktisch ungenügende Leistungen erbracht habe, was auf feh
lenden Arbeitswillen
,
Faulheit
und Desinteresse
zurückzuführen sei.
Der Be
schwerdeführer wolle und könne sich nicht in die Arbeitswelt eingliedern
, ob
wohl er
die nötigen praktischen Fähigkeiten für eine Ausbildung zum
Mechani
kerpraktiker
EBA
hätte. Infolge seiner Faulheit sei er ein schwacher Sch
ü
ler
.
Er sei unpünktlich und unzuverlässig. Er weigere sich ostentativ den Vertrauens
arzt aufzusuchen und wisse genau, dass keine krankheitsbedingten Ursachen für seine Fehlzeiten geltend gemacht werden könnten
(Urk. 6/72)
.
4.
4.1
Dem oben wiedergegebenen Verlauf der beruflichen
Eingliederungsmassnahmen lässt sich entnehmen, dass de
m
Beschwerdeführer nach einer längeren
Abklä
rungsphase
im Anschluss an den Schulabschluss eine seine
r Leistungsfähigkeit
und
seinen
Interessen entsprechende erstmalige berufliche Ausbildung
als
Me
chanikerpraktiker
mit eidgenössischem Berufsattest
angeboten wurde.
Aufgrund der medizinischen Akten und der nachvollziehbaren Einschätzung der
Ausbil
dungsverantwortlichen
wäre der erfolgreiche
Abschluss
mit eidgenössischem Berufsattest dem Beschwerdeführer
kognitiv, schulisch
und
gesundheitlich
zu
mutbar gewesen
. Gegenteiliges
macht der Beschwerd
eführer zu Recht nicht geltend.
Auch
versuchten die
Beschwerdegegnerin und
die
Ausbildungsinstitution durch klare Abmachungen, verschiedene Hilfeleistungen und Ermahnungen
mehrmals
, den Beschwerdeführer zu einer positiven Änderung seines die Ausbildung ge
fährdenden Verhalten
s
zu bewegen
.
Dadurch trugen sie der schwierigen sozio
kulturellen Situation des Beschwerdeführers gebührend Rechnung.
Vor diesem Hintergrund kann der Beschwerdegegnerin nicht vorgeworfen werden, dem Be
schwerdeführer die Teilnahme an Eingliederungsmassnahmen
verweigert zu ha
ben
(vgl. Urk. 1 S. 4).
4.2
Demzufolge war der Beschwerdeführer
verpflichtet, sich den eingeleiteten, zumut
baren Eingliederungsmassnahmen zu unterziehen
und die dazu nötige Motivation aufzubringen. Indem er durch seine inkonstante
Eingliederungsbe
reitschaft
den Abbruch der beruflichen Massnahmen herbeiführte, kam er seiner Mitwirkungs- beziehungsweise Schadenminderungspflicht nicht nach. Auf die Folgen einer solchen Pflichtverletzung wurde er mehrmals hingewiesen. Mit der Aufforderung zur Wahrnehmung der Mitwirkungspflicht vom 23. Oktober 2012 (Urk. 6/60) wurde ihm unter Androhung der Verweigerung von weiteren Leis
tungen nicht nur eine letzte Chance gegeben, die Ausbildung weiter zu führen, sondern auch
sichergestellt, dass
er
sich der sozialversicherungsrechtlichen Fol
gen
weiterer
Verletzung
en
der Mitwirkungspflicht bewusst wird
.
4.3
Sind alle Tatbestandsvoraussetzungen des
Art. 21 Abs. 4 ATSG
erfüllt, ist die Rechtmässigkeit der Leistungskürzung zusätzlich davon abhängig, ob das
Kür
zungsausmass
mit Blick auf die erhoffte Auswirkung der zumutbaren Mass
nahme auf den Erwerbsschaden
verhältnismässig ist
(Bundesgerichtsurteil I 824/06 vom 13. März 2007 E. 4)
.
Die Beschwerdegegnerin
geht davon aus, dass der Beschwerdeführer
nach Beendi
gung der Ausbildung ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen er
zielen könn
t
e
.
Für eine medizinisch begründete Unzumutbarkeit
der späteren
vollzeitlichen Erwerbstätigkeit lassen sich in den vorliegenden Akten keine An
haltspunkte finden. Eine solche wird vom Beschwerdeführer denn auch nicht geltend gemacht.
Darüber hinaus ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass
der
Abbruch der Ausbildung
allein auf das Verschulden des Beschwerdeführers zurückzuführen ist
.
Da der Beschwerdeführer
mit einem
regulären
Abschluss
als
Mechanikerpraktiker
EBA
voraussichtlich keinen Anspruch auf eine Invaliden
rente erheben
könn
te
, erfolgte die strittige Rentenverweigerung
auch unter dem Gesichtspunkt der Verhältnismässigkeit
zu Recht
.
5.
5.1
Vorliegend sind beim die Voraussetzungen zur Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwalt
Zollinger
als unentgeltlichen Rechtsbeistand gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das
Sozialversicherungs
gericht
(
GSVGer
) erfüllt (Urk. 1, Urk. 14).
5.2
Ausgangsgemäss sind die Gerichtskosten von Fr. 600.
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Zudem ist
Rechtsanwalt
Zollinger
für seine Bemühungen aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Infolge unter
bliebener Einreichung der am 17. Juni 2014 angeforderten Kostennote innert angemessener Frist (Urk. 15) ist die Prozessentschädigung nach Ermessen auf Fr. 1‘
0
00.
festzusetzen.