# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9d1db39d-8f8d-4bb0-abb8-b4f15ed6d023
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. B._, geboren am _1966, und A._, geboren am _1962, heirateten am _1990 vor dem Zivilstandsamt C._. Aus der Ehe gingen die beiden, zwischenzeitlich volljährigen und wirtschaftlich selbständigen Töchter D._, geboren am _1987, und E._, geboren am _1992 hervor.
B. Am 14. Juni 2013 reichten die Parteien beim Bezirksgericht Landquart (heute: Regionalgericht Landquart) ein gemeinsames Scheidungsbegehren ein. Anlässlich der Anhörung vom 19. August 2013 bestätigten beide Parteien einzeln wie auch gemeinsam ihren Scheidungswillen. In der Folge wurde das Verfahren zwecks Durchführung von Vergleichsgesprächen sistiert.
C. Nachdem keine vollständige Vereinbarung über die Scheidungsfolgen zustande gekommen war, wurde das Verfahren kontradiktorisch weitergeführt. In seiner Klagebegründung vom 2. Februar 2015 und Replik vom 8. Juni 2015 stellte A._ unter anderem den Antrag auf Übertragung des im Miteigentum der Parteien stehenden Grundstücks in sein Alleineigentum, eventualiter um Belassung des Grundstücks im Miteigentum der Parteien. Die Ehefrau sei zudem zu verpflichten, ihm aus Güterrecht CHF 61'435.80 nebst 5% Zins seit 30. Januar 2015 zu bezahlen. Anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung vom 12. Dezember 2018 beantragte der Ehemann, die Beurteilung des Güterrechts ad separatum zu verweisen. Ausserdem erklärte er sich zur Zahlung eines nachehelichen Unterhaltsbeitrags von monatlich CHF 1'000.00 bis zum Eintritt seines gesetzlichen AHV-Alters bereit. B._ beantragte an der mündlichen Hauptverhandlung unter anderem die Zusprechung einer monatlichen Unterhaltszahlung bis zum Erreichen ihres ordentlichen AHV-Alters in Höhe von CHF 2'610.00. A._ sei zudem zu verpflichten, eine Ausgleichszahlung in Höhe von CHF 42'114.43 zu leisten. Die eheliche Liegenschaft sei zu versteigern und vom Erlös seien vorweg sämtliche Hypothekarschulden, WEF-Vorbezug, Bundeshilfen, Gebühren, Steuern und Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft zu tilgen, ihr die aus ihrem Eigengut finanzierten CHF 10'000.00 zurückzuerstatten und danach ein allfälliger positiver Verkaufserlös hälftig zwischen den Ehegatten zu teilen. Ein allfälliger Negativsaldo sei vom Ehemann allein zu übernehmen.
D. Nach Durchführung der mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Regionalgericht Landquart mit Entscheid vom 12. Dezember 2018 wie folgt:
1. Die am 22. Juni 1990 zwischen B._ und A._ geschlossene Ehe wird gestützt auf Art. 112 ZGB auf gemeinsames Begehren hin gerichtlich geschieden.
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2. A._ wird gerichtlich verpflichtet, an B._ wie folgt nacheheliche Unterhaltsbeiträge auszurichten, welche monatlich je im Voraus auf den ersten Tag des Monats zu leisten sind:
a) Bis zum Eintritt des gesetzlichen AHV-Alters von A._, somit bis zum 31. Dezember 2027, CHF 2'120.00 pro Monat.
b) Ab dem 1. Januar 2028 bis zum Eintritt des gesetzlichen  der Ehefrau, somit bis zum 31. März 2030, CHF 1'620.00 pro Monat.
c) Ab dem 1. Juni 2030 erlischt die Leistungspflicht des Ehemannes zu nachehelichen Unterhaltsbeiträgen vollständig und definitiv.
3. [Indexierung Unterhaltsbeiträge]
4. A._ hat B._ aus der güterrechtlichen Auseinandersetzung folgende Leistungen zu erbringen:
a) Eine Zahlung über CHF 16'255.50 (1/2 Vorschlagsanteil)
b) Eine Zahlung über CHF 18'676.00 (Ersatzforderungen)
5. [Herausgabe Gegenstände]
6. [Ausgleich 3. Säule]
7. Bezüglich der ehelichen Liegenschaft G._, Parzelle Nr. H._, Plan I._, wird hiermit gerichtlich die private Versteigerung angeordnet. Mit der Durchführung wird der Betreibungsbeamte J._ beauftragt, soweit dieser den Auftrag übernimmt.
Der Erlös aus dieser Versteigerung wird nach Abzug der Hypothekarschulden, sämtlicher Bundeshilfen, des WEF-Vorbezuges (dieser ist vollumfänglich an die Pensionskasse des Ehemannes auszurichten), der Gebühren, Steuern und Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft, etc., hälftig zwischen den Parteien aufgeteilt. Ein allfälliger Fehlbetrag ist von beiden Parteien je hälftig zu tragen.
Mit dem Vollzug der vorstehenden güterrechtlichen Regelung sind die Eheleute in güterrechtlicher Hinsicht vollumfänglich auseinandergesetzt, inklusive aller Vermögenswerte und Gegenstände wie Inventar, Mobiliar und Fahrzeuge.
8. [Ausgleich berufliche Vorsorge]
9. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 12'000.00 (inklusive der Kosten des Liegenschaftsgutachtens von CHF 1'999.50) werden zu drei Viertel (CHF 9'000.00) dem Kläger und zu einem Viertel (CHF 3'000.00) der Beklagten auferlegt und mit den geleisteten Kostenvorschüssen (CHF 7'000.00 auf Seiten des Klägers und CHF 1'000.00 auf Seiten der Beklagten) verrechnet. Demzufolge hat der Kläger den ihm verbleibenden Fehlbetrag in Höhe von CHF 2'000.00 und die Beklagte den ihr verbleibenden Fehlbetrag von CHF 2'000.00 dem Gericht innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
10. A._ hat B._ eine reduzierte ausseramtliche Entschädigung von CHF 15'377.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) auszurichten.
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11. Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen wird als unentgeltliche Rechtsbeiständin für den Zeitraum vom 14. Juni 2013 bis zum 25. Juni 2018 und unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 8'808.20 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.
12. Sofern glaubhaft gemacht wird, dass die von A._ geschuldete reduzierte ausseramtliche Entschädigung gemäss vorstehender Ziffer 10 nicht einbringlich ist, wird Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen zusätzlich zur Entschädigung gemäss vorstehender Ziffer 11 als unentgeltliche Rechtsbeiständin für den Zeitraum vom 14. Juni 2013 bis zum 25. Juni 2018 und unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 8'808.20 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations