# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6e046bca-fe45-5433-86c1-9cc77c7889b5
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Der Steuerpflichtige und seine Ehefrau reichten am 3. Juni 2020 die Steuererklärung 2019 ein. Das Ehepaar deklarierte ein Einkommen aus unselbständiger Erwerbstätigkeit (Code 1.110) von CHF 180’207.- und machte unter anderem einen Pauschalabzug für Krankheits- und  (Code 4.110) für sich und zwei Kinder im Betrag von CHF 16’840.- sowie einen  (Code 6.110) von CHF 14’000.- geltend. Das steuerbare Einkommen (Code 7.910) belief sich auf CHF 121’254.-.
Mit ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 22. Oktober 2020 setzte die Kantonale  Freiburg (nachfolgend: Steuerverwaltung) das steuerbare Einkommen (Code 7.910) auf CHF 135’682.- (Kanton; geschuldete Steuer: CHF 12’760.75) bzw. CHF 152’092.- (Bund;  Steuer nach Steuerabzug: CHF 6’071.-) fest, wobei sie den Steuerpflichtigen einen  für Krankheits- und Unfallkosten (Code 4.110) von CHF 12’800.- (Kanton) resp. CHF 4’200.- (Bund) und einen Kinderabzug (Code 6.110) von CHF 7’000.- (Kanton) bzw. CHF 6’500.- (Bund) gewährte.
Gegen diese Veranlagungsanzeige erhob der Steuerpflichtige am 24. November 2020 schriftlich Einsprache. Er machte geltend, dass seine ältere Tochter mit Jahrgang 1997 (nachfolgend: ) das Studium im Sommer 2019 abgeschlossen habe und erst seit September 2019 einer  Arbeit (im Teilzeitpensum) nachgehe. Da ihr steuerbares Bruttoeinkommen im Jahr 2019 nur knapp über CHF 18’000.- betragen habe und sie auch über kein Vermögen verfüge, sei sie über den Studienabschluss hinaus auf die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern angewiesen . Entsprechend seien die von den Eltern für ihre Tochter bezahlten Krankheits- und  zum Abzug zuzulassen und ihnen auch der Kinderabzug zu gewähren.
Mit Einspracheentscheid vom 11. Dezember 2020 wies die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache mit der Begründung ab, dass die Tochter per Stichtag (31. Dezember 2019) weder in einer Lehre noch in einer Fachhochschule oder Universität eingeschrieben gewesen sei. Das von ihr ab September 2019 erzielte Einkommen liege deutlich über dem Existenzminimum. Es könne somit davon ausgegangen werden, dass die Tochter ab September 2019 ihren Lebensunterhalt grösstenteils selber habe bestreiten können und nicht ausschliesslich von den Eltern habe  werden müssen.
B. Gegen diesen Einspracheentscheid erhob der Steuerpflichtige mit Eingabe vom 12. Januar 2021 (Datum der Postaufgabe) Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg. Er stellt sinngemäss das Begehren, es sei der angefochtene Einspracheentscheid in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und der für seine Tochter geltend gemachte Abzug für Krankheits- und Unfallkosten sowie der Sozialabzug zu gewähren. Unter Hinweis auf die Allgemeine Wegleitung der Kantonalen Steuerverwaltung zur Steuererklärung für natürliche Personen 2019 (nachfolgend: Wegleitung zur Steuererklärung) macht er geltend, dass die Steuerverwaltung ausser Acht gelassen habe, dass der Sozialabzug allgemein gewährt werde, wenn das Bruttoeinkommen des Kindes (Code 3.910) während einer Periode von 12 Monaten den Betrag von CHF 18'000.- nicht übersteige.  könne der Betrag von CHF 18’000.- überschritten werden, diesfalls müssten jedoch die Unterhaltskosten belegt werden. Da seine Tochter seit September 2019 ein Bruttoeinkommen von CHF 19’000.- erzielt habe, könne der Steuerverwaltung nicht gefolgt werden, wenn sie davon ausgehe, dass das erzielte Einkommen deutlich über CHF 18’000.- gelegen habe. Vielmehr sei auf die Ausnahmeregelung abzustellen, zumal die entsprechenden Belege, wonach die Eltern für die Unterhaltskosten ihrer Tochter aufgekommen seien, beigebracht worden seien.
Kantonsgericht KG Seite 3 von 7
Der am 20. Januar 2021 einverlangte Kostenvorschuss von CHF 800.- wurde am 19. Februar 2021 geleistet.
In ihren Bemerkungen vom 15. März 2021 schliesst die Vorinstanz auf eine Abweisung der Beschwerde.
Ein weiterer Schriftenwechsel wurde nicht durchgeführt.

## Considerations

C. Die weiteren Elemente des Sachverhalts finden sich, soweit für die Urteilsfindung , in den folgenden rechtlichen Erwägungen.
Erwägungen
Prozessuales
1.