# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8711b7dd-70e1-4393-b1b5-c7a7e0ccf093
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
A. Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons St. Gallen haben am 31.  2007 A. wegen des Verdachts des Betrugs, der Veruntreuung sowie der Widerhandlungen gegen das ANAG und gegen das SVG in  genommen. Die A. im Kanton St. Gallen zur Last gelegten  wurden allesamt im Jahr 2007 verübt. Im Laufe des Verfahrens  die Strafverfolgungsbehörden des Kantons St. Gallen darauf , dass bei der Stadtpolizei Bern bereits am 15. August 2001 gegen A. eine Anzeige wegen des Verdachts des Betrugs, evtl. der Veruntreuung  worden ist. Aus diesem Grund ersuchte die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen am 16. November 2007 die Generalprokuratur des  Bern um die Übernahme des gegen A. im Kanton St. Gallen hängigen Strafverfahrens (act. 1.1). Die Generalprokuratur des Kantons Bern  dementsprechend die Gerichtsbarkeit des Kantons Bern am 20. November 2007 (act. 1.2).
Mit Schreiben vom 19. November 2007 teilte die Staatsanwaltschaft  der Generalprokuratur des Kantons Bern mit, dass sie gegen A.  Strafuntersuchung wegen des Verdachts der Zechprellerei führe. Am 2. November 2001 habe die Kantonspolizei Zürich zudem einen  gegen den Beschuldigten rapportiert, der sich in der Berner Filiale der B. AG zugetragen habe, weshalb die Staatsanwaltschaft Zürich –  der Generalprokuratur des Kantons Bern die Akten zur Prüfung des Gerichtsstandes zugehen liess (act. 1.3). Die Generalprokuratur des  Bern anerkannte mit Beschluss vom 21. November 2007 auch  die Gerichtsbarkeit des Kantons Bern (act. 1.4).
B. Mit Schreiben vom 7. Dezember 2007 gelangte die Generalprokuratur des Kantons Bern an die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und hielt fest, dass sich ihre Anerkennung vom 21. November 2007 im Nachhinein als irrtümlich erwiesen habe, da sich A. gemäss Aktenlage nicht der  Zechprellerei, sondern des gewerbsmässigen Betrugs schuldig  haben dürfte (wobei die erste Anzeige am 18. Dezember 2000 bei der Kantonspolizei Zürich erhoben worden ist). Aus diesem Grund schickte die Generalprokuratur des Kantons Bern der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich ihre Akten zurück und liess ihr gleichzeitig die Berner Akten zukommen mit der Bitte um Stellungnahme zum Gerichtsstand (act. 1.6).
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Am 10. Januar 2008 teilte die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich der Generalprokuratur des Kantons Bern mit, dass sie die Zuständigkeit des Kantons Zürich ablehne (act. 1.7).
C. Mit Eingabe vom 15. Januar 2008 gelangte die Generalprokuratur des Kan-
tons Bern an die I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts und , es seien die Behörden des Kantons Zürich für berechtigt und  zu erklären, A. zu verfolgen und zu beurteilen (act. 1). In ihrer  vom 17. Januar 2008 beantragte die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich die Abweisung des Gesuchs (act. 4). Die  wurde der Generalprokuratur des Kantons Bern am 22. Januar 2008 zur Kenntnisnahme zugestellt (act. 5).
Auf die Ausführungen der Parteien sowie die eingereichten Akten wird,  erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Die I. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Die Zuständigkeit der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zum
Entscheid über Gerichtsstandsstreitigkeiten ergibt sich aus Art. 345 StGB i.V.m. Art. 279 Abs. 1 BStP, Art. 28 Abs. 1 lit. g SGG und Art. 9 Abs. 2 des Reglements vom 20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht (SR 173.710). Voraussetzung für die Anrufung der I. Beschwerdekammer ist allerdings, dass ein Streit über einen interkantonalen Gerichtsstand vorliegt und dass die Kantone über diesen Streit einen Meinungsaustausch durchgeführt  (SCHWERI/BÄNZIGER, Interkantonale Gerichtsstandsbestimmung in Strafsachen, 2. Aufl., Bern 2004, N. 599). Eine Frist für die Anrufung der I. Beschwerdekammer besteht für die Kantone nicht (SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 623).
1.2 Die eingangs erwähnten Behörden sind nach ihren kantonalen Zuständig-
keitsordnungen berechtigt, bei interkantonalen Gerichtsstandskonflikten  Kantone vor der I. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts zu  (SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., Anhang II). Der Gesuchsteller hat mit dem Gesuchsgegner vor Einreichung des Gesuchs einen  durchgeführt. Auch die übrigen Eintretensvoraussetzungen geben vorliegend zu keinen weiteren Bemerkungen Anlass, so dass auf das  einzutreten ist.
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2. 2.1 Wird jemand wegen mehrerer, an verschiedenen Orten begangener straf-
barer Handlungen verfolgt, so sind die Behörden des Ortes, wo die mit der schwersten Strafe bedrohte Tat begangen worden ist, auch für die  und die Beurteilung der anderen Taten zuständig. Sind diese  Handlungen mit der gleichen Strafe bedroht, so sind die Behörden des Ortes zuständig, wo die Untersuchung zuerst angehoben wird (Art. 344 Abs. 1 StGB).
2.2 Zwischen den Parteien unbestritten ist die zeitliche Abfolge der Anzeigeer-
hebungen betreffend die vorliegend interessierenden Delikte, welche als die mit der schwersten Strafe bedrohten Taten in Frage kommen. Den  Akten ist zu entnehmen, dass A. im Zeitraum vom 1. Dezember 2000 bis 31. März 2001 in insgesamt neun Hotels in den Kantonen Zürich, Luzern und Basel-Stadt geweilt hat, jeweils ohne für die Rechnung . Der Beschuldigte ging hierbei stets nach dem gleichen Tatmuster vor. Unter Verwendung von fingierten Bestätigungen einer nicht  Firma C. GmbH erfolgten Hotelreservationen für eine Drittperson.  logierte, meistens unter Angabe des Pseudonyms D., in den , ohne die anfallenden Rechnungen zu zahlen. Die Geschädigten  in der Folge feststellen, dass die C. GmbH an den besagten Adressen nicht existierte. Die Rechnungen blieben damit unbezahlt. Insgesamt  der Beschuldigte auf diese Weise einen Schaden in der Höhe von mehreren 10'000 Franken (vgl. im Einzelnen die Untersuchungsakten des Kantons Zürich). Der erste dieser Fälle wurde am 18. Dezember 2000 in Z. der Kantonspolizei Zürich zur Anzeige gebracht. Demnach soll A. am 1. Dezember 2000 unter dem Pseudonym D. ohne Reservation im Hotel E. in Z. erschienen sein und habe beim Einchecken den (mutmasslich ) deutschen Reisepass Nr. 1 vorgewiesen. Wann genau der  das Hotelzimmer verlassen habe, sei nicht bekannt. Am 4.  2000 sei festgestellt worden, dass das entsprechende Zimmer  war (vgl. im Einzelnen die Untersuchungsakten des Kantons Zürich, ND 10). Weiter soll A. am 17. April 2001 in Y. (Kanton Bern) mittels  Kreditkarte einen Laptop gekauft haben. Die entsprechende  wegen Betrugs datiert vom 27. September 2001 (vgl.  des Kantons Zürich, ND 3). Die Strafverfolgungsbehörden des Kantons Bern verfolgen A. derweil, weil dieser am 10. April 2001 bei einer Garage im Kanton Bern ein Auto gemietet und anschliessend  ins Ausland verschoben hat. Dieser Sachverhalt wurde der Stadtpolizei am 15. August 2001 wegen Betrug evtl. Veruntreuung zur  gebracht (vgl. Untersuchungsakten des Kantons Bern).
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2.3 In materieller Hinsicht umstritten ist vorab die rechtliche Qualifikation der durch A. zum Nachteil der verschiedenen Hotels verübten . Währenddem der Gesuchsgegner diesbezüglich von Zechprellerei  Art. 149 StGB ausgeht, hält der Gesuchsteller dafür, dass es sich bei der ganzen Reihe gleich gelagerter Fälle um gewerbsmässigen Betrug im Sinne von Art. 146 Abs. 2 StGB oder doch zumindest um eine Reihe an einfachen Betrugsfällen gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB handelt.
2.3.1 Bei der Beurteilung der Gerichtsstandsfrage muss von der aktuellen Ver-
dachtslage ausgegangen werden. Massgeblich ist nicht, was dem  nachgewiesen werden kann, sondern der Tatbestand, der  der Untersuchung bildet, es sei denn, dieser erweise sich von  als haltlos oder sei sicher ausgeschlossen. Der Gerichtsstand  sich also nicht nach dem, was der Täter begangen hat, sondern nach dem, was ihm vorgeworfen wird, das heisst was aufgrund der  überhaupt in Frage kommt. Grundsätzlich stellt die I.  hierbei auf die Aktenlage zum Zeitpunkt ihres Entscheides ab. Bei der Überprüfung einer durch die Kantone geschlossenen Vereinbarung  sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Vereinbarung entscheidend. Beim Vergleich der verschiedenen Straftaten und Strafdrohungen gilt der Grundsatz „in dubio pro duriore“. Im Zweifel ist also auf den für den  ungünstigeren Sachverhalt abzustellen (vgl. zum Ganzen /BÄNZIGER, Die aktuelle Rechtsprechung des Bundesstrafgerichts zum interkantonalen Gerichtsstand in Strafsachen, in: Jusletter 21. Mai 2007, N. 25, 26 und 42 m.w.H.).
2.3.2 Die Zechprellerei ist unter den in Art. 149 StGB beschriebenen Vorausset-
zungen ein normaler Betrug, wenn der Gast im Zeitpunkt der Täuschung (Bestellung) „prellen“ will, d.h. Schädigungsvorsatz hat und die  der Zahlungsfähigkeit und Zahlungsbereitschaft arglistig erfolgt (ARZT, Basler Kommentar Strafrecht II, 2. Aufl., Basel 2007, Art. 149 StGB N. 1). Das Tatbestandsmerkmal der Arglist ist dann gegeben, wenn der  zur Täuschung eines anderen ein ganzes Lügengebäude errichtet oder sich besonderer Machenschaften oder Kniffe bedient, aber auch, wenn er bloss falsche Angaben macht, deren Überprüfung nicht oder nur mit  Mühe möglich oder nicht zumutbar ist, sowie wenn er den  von der möglichen Überprüfung abhält oder nach den  voraussieht, dass jener die Überprüfung der Angaben aufgrund eines besonderen Vertrauensverhältnisses unterlassen werde (vgl. auch BGE 125 IV 124 E. 3a S. 127 f.). Im angeführten Entscheid verneinte das  das Vorliegen der Arglist, mit der Begründung, dass es den  Hoteliers möglich gewesen wäre, vom Beschuldigten eine Kre-
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ditkarte zu verlangen oder ihn aufzufordern, wenigstens einen Teil der  im Voraus zu bezahlen, um Rückschlüsse auf dessen Zahlungsfähigkeit zu ziehen (BGE 125 IV 124 E. 3b). Dieser Entscheid ist in der Lehre auf Kritik gestossen (vgl. ARZT, a.a.O., Art. 146 StGB N. 60 und 71; JENNY, Die strafrechtliche Rechtsprechung des Bundesgerichts im Jahre 1999, ZBJV 136/2000 S. 656), welcher das Bundesgericht in seinem Entscheid 6S.467/2002 vom 26. September 2003 scheinbar Rechnung  hat. Demnach ist nicht entscheidend, ob der Betroffene alles  hat, um den Irrtum zu vermeiden. Arglist scheidet lediglich aus, wenn das Opfer die grundlegendsten Vorsichtsmassnahmen nicht beachtet hat. Entsprechend entfällt der strafrechtliche Schutz nicht bei jeder  des Opfers, sondern nur bei Leichtfertigkeit. Arglist kann deshalb auch bei einfachen falschen Aussagen gegeben sein, wenn eine weitere  nicht handelsüblich ist, etwa weil sie sich im Alltag als  erweist und die konkreten Verhältnisse eine nähere Abklärung nicht nahe legen oder gar aufdrängen und dem Opfer diesbezüglich der Vorwurf der Leichtfertigkeit nicht gemacht werden kann. Mit einer engeren Auslegung des Betrugstatbestandes würden die sozialadäquate  und damit der Regelfall des Geschäftsalltages  nicht geschützt (Urteil des Bundesgerichts 6S.467/2002 vom 26. September 2003 E. 1.5 m.w.H.).
2.3.3 Im vorliegenden Fall ist ohne weiteres davon auszugehen, dass der Be-
schuldigte den Schädigungsvorsatz bereits vor seiner Ankunft bei den  Hotels hatte. In Berücksichtigung der Tatsache, dass der  innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums auf ähnliche Art und Weise gleich neun Hotels um die Bezahlung prellte und zumeist unter falschem Pseudonym oder doch unter Vorschub von falschen Firmenadressen die Buchungen vornahm, und in Anwendung des Grundsatzes „in dubio pro “ ist kaum am bereits vorbestehenden Schädigungsvorsatz zu .
In Anbetracht der oben zitierten Lehre und Rechtsprechung zur Arglist beim Betrug ist vorliegend (auch in Anwendung des Grundsatzes „in dubio pro duriore“) bezüglich der dem Beschuldigten zur Last gelegten  zum Nachteil der Hotelbetriebe nicht nur von „Zechprellereien“, sondern von echten Betrugsfällen auszugehen. Dass der Beschuldigte die Hotelbetriebe nicht nur konkludent über seine mangelnde  täuschte, sondern teilweise auch mit gefälschten Ausweispapieren und unter Verwendung von falschen Pseudonymen bzw. mittels  durch nicht existierende Firmen operierte, deutet weiter auf das  von Arglist hin.
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2.4 In diesem Sinne ist bereits bezüglich des vom Beschuldigten zum Nachteil des Hotels E. in Z. verübten Delikts von einem Betrugsfall auszugehen. Vorliegend kann offen bleiben, ob es sich bei der Reihe gleich gelagerter Fälle um eine Reihe einzelner Betrugsfälle im Sinne von Art. 146 Abs. 1 StGB oder um gewerbsmässigen Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB handelt. Da es sich hierbei um das erste der mit der schwersten Strafe  Delikte handelte, liegt der gesetzliche Gerichtsstand im  Fall im Kanton Zürich.
Bemerkenswert ist, dass bereits die Kantonspolizei Zürich diesen Vorfall am 5. April 2001 unter dem Gesichtspunkt des Hotelbetrugs nach Art. 146 StGB evtl. der Zechprellerei gemäss Art. 149 StGB rapportierte und auch die Bezirksanwaltschaft II für den Kanton Zürich das Verfahren offenbar  dem Titel des Betrugs gemäss Art. 146 StGB führte (vgl.  des Kantons Zürich, ND 10), währenddem der  im vorliegenden Verfahren und dem vorhergehenden  geltend macht, das Verfahren bisher nur wegen Zechprellerei  zu haben.
3. 3.1 Der Gesuchsgegner stellt sich ferner auf den Standpunkt, dass der Ge-
suchsteller in Kenntnis der Untersuchungsakten den Gerichtsstand  habe und es keinen Grund gebe von dieser anerkannten  abzuweichen. Der Gesuchsteller führt demgegenüber aus, dass diese Anerkennung in der Annahme, dass dem Beschuldigten im Kanton Zürich (nur) Zechprellerei vorgeworfen werde, mithin irrtümlich erfolgt sei, weshalb er nicht darauf behaftet werden könne.
3.2 Anerkennt ein Kanton seinen Gerichtsstand, so ist er grundsätzlich dabei
zu behaften, es sei denn, die Anerkennung beruhe auf einem  Versehen oder auf offensichtlich falschen rechtlichen  (vgl. TPF BG.2006.27 vom 29. August 2006 E. 2.2, BG.2006.22 vom 30. Juni 2006 E. 3.1 und BG.2005.30 vom 26. Januar 2006 E. 3.2, jeweils mit Hinweis auf SCHWERI/BÄNZIGER, a.a.O., N. 455 f.).
3.3 Bei ihrer Anfrage auf Überprüfung des Gerichtsstandes vom 19. November
2007 führte die Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat fälschlicherweise aus, dass sie gegen A. eine Strafuntersuchung betreffend Zechprellerei führe (act. 1.3). Der Gesuchsteller legte dies seiner Anerkennung des  vom 21. November 2007 zu Grunde (act. 1.4). Er macht nun , dass dieser Beschluss auf einen Irrtum bezüglich der rechtlichen
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Qualifikation der Delikte basiert habe. Wie oben gezeigt (E. 2.4) gründete dieser Irrtum auf den fehlerhaften Ausführungen der Staatsanwaltschaft -Limmat (act. 1.3), da das Verfahren gegen A. hinsichtlich des ersten Delikts zum Nachteil des Hotels E. im Kanton Zürich unter dem Titel Betrug eröffnet wurde (vgl. Untersuchungsakten des Kantons Zürich, ND 10). Betreffend den Einigungsverhandlungen über den Gerichtsstand hat die I. Beschwerdekammer festgehalten, dass aus der Anfrage an den um Übernahme ersuchten Kanton zum Ausdruck gebracht werden muss,  Vorwurf aus welchem Grund als gerichtsstandsrelevant betrachtet wird. Es kann nicht Sache der angefragten Behörde sein, abzuklären, auf welchen Tatverdacht oder welche Rechtsgrundlage sich die Anfrage stützt (vgl. TPF BG.2006.9 E. 2.1 m.w.H.). Der von beiden Parteien angerufene Vertrauensgrundsatz beinhaltet auch, dass die vom anfragenden Kanton gemachten Ausführungen inhaltlich korrekt sind. Dies war hier vorliegend nicht der Fall. Auch wenn die Anerkennung durch den Gesuchsteller im vorliegenden Fall allenfalls etwas vorschnell erfolgte, so kann ihm dies nicht zum Nachteil gereichen, da der Irrtum in erster Linie auf die  Gerichtsstandsanfrage des Gesuchsgegners zurückzuführen ist.
3.4 Aus diesem Grund kann der Gesuchsteller nicht auf seine Anerkennung
behaftet werden und es sind die Strafverfolgungsbehörden des  für berechtigt und verpflichtet zu erklären, die A. zur Last gelegten strafbaren Handlungen zu verfolgen und zu beurteilen.
4. Es werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 245 Abs. 1 BStP i.V.m.
Art. 66 Abs. 4 BGG).
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