# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a20ae3e0-9fc8-54ab-a861-281fbf2aec09
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1976 geborene
X._
war seit Februar 2015
bei der
Y._
AG als k
aufmännische Angestellte angestellt und in diesem Rahmen bei der AXA Versicherungen AG (nachfolgend: AXA) obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert (Urk. 6/A1). Mit Unfallmeldung vom 25. Mai 2018 wurde der AXA angezeigt, dass die Versicherte am 15. Mai 2018 am rechten Bein einen Zeckenbiss erlitten habe (Urk. 6/A1).
Die AXA holte daraufhin
Berichte der behandelnden Ärzte ein (Urk. 6/
M1-M22
) und legte diese Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin sowie Physikalische Medizin und Rehabilitation
,
zur Beurteilung vor (
Stellungnahme vom 19. Dezem
ber 2018 [
Urk. 6/
M23]
).
Mit Schreiben vom 4. Januar 2019 teilte die AXA der Versicherten mit, dass sie sich nicht als leistungspflichtig erachte
,
die Abklä
rungskosten ohne Präjudiz
aber
bis am 31. Juli 2018 übern
ehme
(Urk. 6/A14). Nachdem die Versicherte den Erlass einer
einsprachefähigen
Verfügung verlangt hatte (Urk. 6/A25), verneinte die AXA mit Verfügung vom 14. Februar 2019 einen Leistungsanspruch ab dem 1. August 2018 und entzog einer dagegen erho
benen Einsprache die aufschiebende Wirkung (Urk. 6/A27).
Die dagegen erhobene Einsprache vom 13. März 2019 (Urk. 6/A28) wies die AXA mit Einspracheent
scheid vom 24. Oktober 2019
insofern
ab
, als sie sich zur Übernahme der bis zum 31. August 2018 angefallenen Kosten bereit erklärte, eine darüberhinausgehende Leistungspflicht aber verneinte
(Urk. 2 = Urk. 6/A34).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 16. November 2019 Beschwerde und bean
tragte, die AXA
sei
zu verpflichten, die
Leistungen im Zusammenhang mit dem
Unfall
ereignis
(Zeckenbiss vom 15. Mai 2018)
vollumfänglich
zu
erbring
en (Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom 8. Januar 2020
schloss die AXA auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 5), worüber die
Beschwerdeführerin
am 21. Januar 2020
in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversic
herung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
15. Mai 2018
ereignet, weshalb die
ab dem 1. Januar 2017
gültig
en
Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Ein Unfall ist gemäss Art. 4
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädigende
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschlichen Körper
, die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat.
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfall
folgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5
Nach der Rechtsprechung erfüllt der Zeckenbiss sämtliche Merkmale des Unfall
begriffs gemäss Art.
4 ATSG, wobei massgebend ist, ob aufgrund der fachärzt
lichen Stellungnahmen darauf geschlossen werden kann, dass im Zeitpunkt der
vorhandenen Versicherungsdeckung überwiegend wahrscheinlich von einem Zecke
nstich auszugehen ist, der die Gesundheitsschädigung bewirkt ha
t. Der erfolgte Kontakt mit dem
Borreliose-Erreger kann mit serologischen Unter
su
chungen belegt werden; indessen genügen diese nicht für den Schl
uss auf eine daraus entstandene
Lyme
-Borreliose
. Deren Diagnose
–
gleich welchen Stadiums –
setzt ein entsprechendes klinisches Beschwerdebild (Müdigkeit, Malaise, Kopf
schmerzen, Schlafstörungen, Fieber, Arthralgien, Myalgien, Heiserkeit, Nausea, Erbrechen, Konjunktivitis, Gewichtsverlust, Diarrhöe) und den Ausschluss von Differentialdiagnosen voraus, wobei je nach Krankheitsstadium ein pathologi
scher laborchemischer Test die Wahrscheinlichkeit der Diagnose erhöhen kann. Ebenso hilfreich können bei rückblickender Einschätzung der Verlauf und die Ergebnisse einer Therapie sein. Weitere Indizien sind denkbar (Urteil des Bun
desgerichts 8C_8
31/2016 vom 7. März 2017 E.
2.2 mit Hinweisen)
.
Eine Neuroborreliose
gilt als wahrscheinlich, wenn nebe
n dem typischen klini
schen Bild
Borrelien
-spezi
fische
IgG
- und/oder
IgM
-Antikörper im Serum und ein positiver
Liquorbefund
mit
lymphozytärer
Pleozyto
se
, Blut/
Liquorschran
kenstö
rung
und/oder
intrathekaler
Immunglobulinsynthese
vorhanden sind; zudem müssen
andere Ursachen für die Symptomatik ausgeschlossen werden können (Urteil des vormaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 77/05 vom 22. August 2005
E.
3.2 mit Verweis auf die Leitlinien der Deutschen Gesellschaft
für Neurologie zur Neuroborreliose
der Wissenschaftlichen Medizinischen Fach
gesellschaften AWMF).
1.6
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungs
interner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erschei
nen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
trä
ger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
in
ternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
stellt sich im angefochtenen Entscheid auf den Stand
punkt
, sowohl die serologischen Abklärungsergebnisse als auch die geschilderte Symptomatik würden vorliegend mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gegen eine stattgehabte
Borrelieninfektion
sprechen.
Bei dieser umfassenden, auf mehr
fachen Untersuchungen basierenden medizinischen Dokumentation ohne wirk
liche
Evidenz einer
Borrelioseninfektion
sei nicht nachvollziehbar, weshalb Dr. med.
A._
, Fachärztin FMH für Neurologie, in Widerspruch zu den übrigen Ärzten die Hauptdiagnose einer klinisch systemischen Borreliose im Stadium II gestellt habe. Der Aktenbeurteilung von Dr.
Z._
vom 18. Dezember 2018 sei voller Beweiswert zuzumessen, da aus den Akten keine Hinweise für eine Un
zuverlässigkeit derselben ersichtlich seien und auch
keine
begründeten divergie
renden Fachmeinungen vorliegen würden, die geeignet wären, auch nur geringe Zweifel
daran
zu wecken.
B
ei objektiver «ex
post
» Betrachtung des gesamten Verlaufes
sei
ein Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten Be
schwerden und dem Zeckenstich vom
15. Mai 2018 höchstens möglich
,
jedoch nicht
überwiegend wahrscheinlich.
Aufgrund der Tatsache, dass die
Beschwerde
gegnerin
ihre Leistungen im Sinne von Abklärungskosten nach Art. 45 ATSG noch bis zum 31. August
2018
erbracht habe, würden diese per 31.
August 2018 eingestellt (Urk. 2
S. 5 ff.
, Urk. 5 S. 3 ff.
).
2.2
Dagegen bringt die
Beschwerdeführerin
im Wesentlichen vor, die Berichte
von Dr.
A._
würden den kausalen Zusammenhang zwischen dem am 15. Mai
2018 erlitten
en Zeckenbiss und dem daraus entstandenen ge
sundheitlichen Zu
stand bestätig
en. Die Behandlung
durch
Dr.
A._
habe
sich als erfolgreich
erwiesen
, da ihre Therapie auf die wirkliche Ursache
der
Krankheit gewirkt
habe
.
Der aufgebotene Arzt
der AXA
habe es nicht als nötig erachtet, mit ihr persönlich zu sprechen, geschweige denn sie zu untersuchen. Auch mit Dr.
A._
sei
er
nicht in Kontakt getreten. Er wiederhole die Behauptung, dass die Beschwerden psychosomatischer Natur sein könnten und verdrehe dabei die Bedeutung der Aussagen einiger Ärzte zugunsten der Versicherung. Das Vorgehen der AXA lasse den Verdacht aufkommen, dass es sich um ein Gefälligkeitsgutachten handle. Bis zum Zeckenbiss sei sie privat und beruflich gesund und glücklich gewesen. Es seien keine Gründe dafür zu erkennen, dass sich plötzlich eine Panikattacke ent
wickelt und sie sich die Schmerzen, Krämpfe, Erschöpfungszustände und das veränderte Blutbild nur eingebildet habe (Urk. 1).
2.3
Umstritten und zu klären ist die Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin
ab dem 1. September 2018 und dabei insbesondere die Frage, ob zu diesem Zeitpunkt noch
ein
auf das Unfallereignis vom
15. Mai 2018
zurückzuführender
Gesund
heits
schaden
vorgelegen hat.
3.
3.1
Der erstbehandelnde Arzt, Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, stellte bei der
Beschwerdeführerin
am 16. Mai 2018 eine minime punktförmige Läsion am rechten proximalen Unterschenkel fest
und diagnos
ti
zierte
– i
n seinem
am
24. September 2018
erstatteten Bericht –
eine beginnende Borreliose nach Zeckenbiss. Ab dem 31. Mai respektive dem 1. Juni 2018 habe die
Beschwerdeführerin
Arthralgien i
m linken Arm aufsteigend ab
Digitus
1 und 2 beklagt. Es seien keine Parästhesien nachweisbar gewesen
(Urk. 6/M2).
3.2
Dem Endbefund der Infektionsserologie der
C._
vom 7. Juni 2018
lässt sich entnehmen, dass eine Infektion mit B.
burgdorferi
trotz negativem
Screeningtest
nicht sicher auszu
schliessen sei. Der Befund könn
e ebenso als residuale Immunantwort nach früher durchgemachter oder behandelter Infektion interpretiert werden. Bei weiterhin bestehendem klinischen Verdacht werde eine Verlaufskontrolle in 2-3 Wochen empfohlen
(Urk. 6/M11)
.
3.3
V
om
9.
bis am
10.
Jun
i
2018
war die
Beschwerdeführerin
im Kantonsspital
D._
hospitalisiert.
Dr.
med.
E._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin und Oberärztin am
D._
, stellte in ihrem Bericht
vom 11. Juni 2018
folgende Diagnose
(
Urk. 6/
M7
):
-
Unklare rezidivierende Arthralgien der oberen Extremität
Die Zuweisung sei aufgrund von unklaren Arthralgien der oberen Extremität und ausgeprägter Angst vor einer Borreliose erfolgt.
In der klinischen Untersuchung habe kein fokal neurologisches Defizit objektiviert werden können
, die Gelenke der oberen Extremitäten hätten sich ohne Überwärmung, druckindolent und mit vollem Bewegungsumfang dargestellt. Eine Borreliose als Ursache für die Be
schwerden werde als äusserst unwahrscheinlich erachtet. Die empirische Therapie, welche ambulant begonnen worden sei mit
Doxycyclin
100 mg per
os
2x täglich
,
sei dennoch fortgeführt worden und soll
te
bis zur
Borrelienserologie
weiterlaufen
(Urk. 6/M7).
3
.4
Prof. Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für
Infektiologie
und Allgemeine Innere Medizin,
hielt nach der Konsultation
vom 10. Juli 2018
fest, die
Beschwer
deführerin
habe immer noch
residuelle
Arthralgien, ein Exanthem habe sie nie festgestellt.
S
ubjektiv
habe sie
im Bereich des linken Armes Gelenksteifigkeit zuerst der Fingergelenke, im Verlauf auch bis zur Schulter reichend, entwickelt. Objektiv habe ein guter Allgemeinzustand bestanden, die
Beschwerdeführerin
habe etwas
dysthym
gewirkt. Die Serologie für FSME vom 7. Juni 2018 sei nega
tiv,
Borrelia
burgdorferi
IgM
grenzwertig und
I
gG
negativ ausgefallen.
Eine
Borrelieninfektion
als
Ursache der S
ymptomatik sei unwahrscheinlich und die
antibiotische Therapie
soll
te
nicht mehr fort
gesetzt werden
(Urk.
6/M18).
3.5
Vom 22. bis am 29. August 2018 war die
Beschwerdeführerin
im Spital
G._
hospitalisiert. Im Austrittsbericht vom 29. August 2018 stellten die Ärzte folgende Diagnosen (Urk. 6/M1):
-
Subfebrile Temperaturen und diffuse Beschwerden unklarer Ätiologie
-
Differentialdiagnose (DD) prolongierter viraler Infekt, Post-Borreliose-Syndrom (unwahrscheinlich)
-
Müdigkeit DD beginnende Depression
-
Arthralgien obere Extremität links
-
Thorakales Engegefühl und
Palpitationen
DD funktionell
-
Fatigue unklarer Ätiologie Erstdiagnose (ED) Februar 2016
-
Aktuell:
aggraviert
seit Juni 2018
-
Fragliche Borreliose Juni 2018
-
Status nach Zeckenstich Unterschenkel rechts 15. Mai 2018
-
Serologisch nicht ein
deutig gesicherte Diagnose (WB
IgG
negativ,
I
gM
positiv) DD falsch positiv
-
Therapie mit
Doxycyclin
vom 16. Juni bis am 6. Juli 2018
-
Struma
uninodosa
rechts, ED 2012
-
Regelmässige Kontrollen ohne Grössenprogredienz, zuletzt Januar 2016
-
Aktuell:
euthyreote
Stoffwechsellage
-
Übergewicht (BMI 29.8 kg/m
2
)
Die Ärzte hielten fest, klinisch hätten sich keine Auffälligkeiten gefunden. Labor
analytisch sei im mikroskopisch differenzierten Blutbild
eine leichtgradige Leu
kozytose beziehungsweise
Neutrophilie
(vorwiegend segmentkernige) ersichtlich, bei ansonsten fehlender CRP- und Blutsenkung-Erhöhung. Klinisch und bild
gebend (
Thoraxröntgen
,
Abdomensonographie
) hätten sich keine Hinweise auf einen Infekt,
Splenomegalie
oder
Neoplasie
ergeben. Eine breite
infektiologische
Abklärung (negative Blutkulturen, Hepatitis B und C, Lues und HIV) sei ebenfalls nicht wegweisend gewesen. Auch ein Vitamin-Mangel oder
eine
Hypo-/Hyper
thyreose als Ursache der diffusen Be
schwerden sei nicht ersichtlich
gewesen. Eine kardiale Ursache der Beschwerden habe bei negativen kardialen Biomarker
n, un
auffälligem
EKG und Echokardiographie ebenfalls ausgeschlossen werden können.
Zur Mitbeurteilung seien konsiliarisch mehrere Fachspezialisten involviert gewe
sen (Neurologie,
Infektiologie
, Rheumatologie). Hierbei hätten die fehlende Ent
zün
dungskonstellation (normale BSR, negative ANA, RF und anti-CCP; durch
Prof
.
F._,
H._,
im Juli 2018 bestimm
t), die atypische Schme
rz
angabe sowie
rad
iologisch und klinisch fehlende Hinweise
auf Arthritiden gegen eine rheumatologische Erkrankung
gesprochen
.
Die Diagnose einer Borreliose im Juni
2018
bleibe serologisch und klinisch sehr zweifelhaft, bei möglicher Borre
liose sei aber damals ja ei
ne suffiziente Therapie mit
Doxy
cyclin
erfolgt, sodass aktuell sicherlich keine Neuroborreliose vorliege. Zur Suche einer möglichen psy
chosomatischen Genese sei auch eine Mitbeurteilung der Kollegen der Psychiatrie erfolgt, welche keine Hinweise auf eine psychiatrische Erkrankung oder auf eine Belastungssituation gefunden hätten.
In der Gesamtschau sei
en
die subfebrile Temperatur und diffuse Beschwerde
kon
stellation unklar geblieben. Es hätten sich keine Anhaltspunkte für gravierende
Ursachen gefunden. Möglicherweise handle es sich um einen prolongierten vira
len
Infekt oder um ein Post-Borreliose-Syndrom, was über mehrere Monate an
halten könne. Eine funktionelle Begleitkomponente der Beschwerden sei durch
aus mög
lich (Urk. 6/M1).
3.6
Nach Kenntnisnahme der serologischen Befunde vom 3.
September
2018
(Urk. 6/M17)
beurteilte Prof.
F._
die Diagnose einer Borreliose im späten Stadi
um in seinem Verlaufseintrag
vom 4. September 2018
als nach wie vor unwahr
scheinlich.
Es habe sich nach w
ie vor keine
Serokonversion
im
I
gG
-Western
Blot
gezeigt.
Die Symptome seien atypisch. Eine L
umbalpunktion
wäre hilfreich, werde von der
Beschwerdeführerin
aber abgelehnt
(Urk.
6/
M18)
.
3.7
Ab dem 30. August 2018 stand die
Beschwerdeführerin
bei Dr.
A._
in Be
handlung.
Diese stellte i
n ihrem Bericht
vom 21. September 2018
folgende Diag
nosen
(Urk. 6/M4
):
-
Klinisch systemische Borreliose im Stadium II,
Polyradikulitis
, EM Juni 2018
-
Cervicobrachialgien
links bei
Foramenstenose
HWK 6/7
links ohne senso
motorische Ausfälle, fortgeschrittene degenerative Veränderungen in der Etage HWK 5/6, 6/7,
Diskusprotrusion
HWK 5/6 rechts
-
Struma
uninodosa
rechts, ED 2012
-
Übergewicht (BMI 29.8 kg/m
2
)
Dr.
A._
führte über 21 Tage eine
antibiotische
Therapie mit
Rocephin
/
Cef
triaxone
durch.
Z
usätzlich
seien
Trit
t
ico
und
in kleinen Dosen
Temesta
eingesetzt worden. Schon in den ersten Tagen nach Beginn der antibiotischen Therapie habe die
Beschwerdeführerin
über
eine
Besserung der Schmerzsymptome berichtet,
sie
habe wieder schlafen können und
die Temperatur
sowie auch die Leukozyten-/
Throm
bozytenzahl
hätt
e
n
sich normalisiert.
Nach retrospektiver Beurteilung der Situation der
Beschwerdeführerin
habe die Therapie mit
Doxycyclin
im dissemi
nierten Stadium der Borreliose nicht ausreichend sein können, beziehungsweise seien die Bakterien im Nervensystem nicht vollständig bekämpft worden. Nach
dem Absetzen der Therapie sei es zur Verschlechterung der
Radikulitis
mit
Schmerz
exazerbation
, insbesondere in den vorbestehenden engen Austrittsstellen der Nervenwurzeln inklusive C7
,
gekommen.
Die durchgeführte elektrophysiolo
gische Abklärung am 21. September 2018 habe Hinweise auf
eine
radikuläre
Schädigung in den Wurzeln
ergeben
, die sich in der Bildung des
Nervus
medianus
und
Nervus
ulnaris
links beteiligten. Eine ergänzende Diagnostik bei anhaltenden Schmerzen im BWS- und LWS-Bereich mittels MRI sei für den 27. September 2018 geplant. Bei weiter anhaltenden Schmerzen in der Wirbelsäule und im Fall der fehlenden Erklärung dafür im MRI-Befund werde
eine Lumbalpunktion be
ziehungsweise eine Liquor-Untersuchung empfohlen
. Eine solche sei von der
Beschwerdeführerin
zuvor aufgrund der negativen Erfahrungen, beziehungsweise
Komplikationen nach
Epiduralanästhesie
vor Jahren
,
abgelehnt worden
(Urk. 6/M4
).
3.8
In ihrem
Bericht vom 24. Oktober 2018
wiederholte Dr.
A._
die in ihrem Vorbericht gestellten Diagnosen
, wobei sie nunmehr von einem Status nach systemischer Borreliose ausging
.
Die
Beschwerdeführerin
habe berichtet, noch
viel Schmerzen
in den verschiedenen Körperregionen zu verspüren. Die Schmer
zen am linken Arm stünden aktuell im Vordergrund. Ausserdem empfinde sie unangenehme
pulsatile
Schmerzen im Schulterbereich und im
thorako
-lumbalen
Übergang sowie auch im LWS-Bereich, insbesondere beim Liegen auf dem Rücken
.
Bei der laborchemischen Kontrolle habe sich ein regelrechtes Blutbild, ohne Hin
weise auf Leukozytose gezeigt. Zum sicheren Ausschlus
s ein
er Autoimmuner
kran
kung, insbesondere
von
Kollagenosen, bei anhaltenden Schmerzsymptomen seien diagnostisch ergänzend die Lupus-Antikörper sowie auch andere für die Kolla
ge
nose spezifische Antikörper abgenommen worden. Alle Werte hätten im Norm
bereich gelegen. Da die Schmerzen der
Beschwerdeführerin
überwiegend neuro
pathischen Charakter hätten, habe sie empfohlen,
Lodine
probeweise kom
plett abzusetzen
(Urk.
6/
M15).
3.9
Der beratende
Arzt der AXA
,
Dr.
Z._
, erstattete am
19. Dezember 2018
eine Aktenbeurteilung.
Er hielt fest, dass aufgrund der in den Akten im Zeitablauf dokumentierten Angaben überwiegend wahrscheinlich keine Lokalreaktion als Hinweis für eine
Borrelienübertragung
aufgetreten sei. So sei die Zecke nur klein gewesen, umgehend entfernt worden und es habe sich keine ausgedehntere Rötung beziehungsweise ein Erythema
migrans
entwickelt. Während allenfalls einzelne Symptome zu Beginn n
och einer Borreliose (frühes, zum
T
eil
späteres Stadium) zugeordnet werden könnten, mache die reine Summierung anhaltender, nur möglicherweise mit einer Borreliose zu vereinbarenden Symptome die Diag
nose
derselben
nicht wahrscheinlicher. Da es auch durch eine korrekte antibio
ti
sche Behandlung
–
ereignisnah mit
Doxycyclin
und später durch
Ceftriaxone
–
nicht
zu einer Ausheilung der Symptome gekommen sei, sei eine Borreliose als Ursache als unwahrscheinlich zu beurteilen.
Die
Borrelienserologie
sei insgesamt als negativ zu beurteilen, eine eigentliche
Serokonversion
habe nicht stattge
fun
den. Der Grund für den bei negativem
Screeningtest
positiven
Bead
Array Test für
I
gM
bleibe unklar: er könne als Residuum für einen früheren Kontakt mit
Borrelien
interpretiert werden, beziehungsweise als eine unspezifische Kreuzreak
tion. Die serologischen Resultate würden somit überwiegend wahrscheinlich gegen einen aktiven
Borrelioseinfekt
infolge des Zeckenstichs vom 15. Mai 2018 sprechen. Die Neurologin, Dr.
A._
, gehe von einer
Polyradikulitis
und somit von einer Neuroborreliose aus.
Gemäss den Leitlinien für Diagnostik und Therapie der Neuroborreliose der Deutschen Gesellschaft für Neurologie liege jedoch nur eine mögliche und keine (überwiegend) wahrscheinliche Neuroborreliose vor.
Zusammenfassend hielt
Dr.
Z._
fest,
zu Beginn
habe
ein überwiegend wahrscheinlicher Anfangsverdacht auf ein Zeckenstichereignis mit
Borrelien
übertragung
bestanden (punktförmige Läsion beim Hausarztbesuch am 16. Mai
2018, fragliches Labor am 7. Juni 2018). Berechtigte Zweifel seien erst mit dem Auftreten eines zunehmend atypischen, polysymptomatischen Krankheitsbildes
und der damit verbundenen
Hospitalisation
im
D._
(9./10. Juni 2018) entstan
d
en. Diese Zweifel seien schliesslich durch die zusätzlichen Abklärungen im Kantons
spital
G._
(22.-29. August 2018) und eine erneute, im gleichen Labor wie zu Beginn (
C._
) durchgeführte Verlaufsserologie (30. August 2018) mit gleich
bleibendem Befund gestützt worden.
Der weitere klinische und Laborverlauf habe dann rückwirkend auch die bereits am 10. Juli 2018 vertretene Meinung von Prof.
F._
, dass das Vorliegen einer Borreliose u
nwahrscheinlich sei, bestätigt (Urk. 6/M23 S. 3 ff.).
Dass die Neurologin, Dr.
A._
, immer noch an der Diag
nose einer (Neuro-)Borreliose festhalte, sei aufgrund der Aktenlage und wie oben dargelegt nicht nachvollziehbar.
4.
4.1
Die
Beschwerdegegnerin
verneinte einen Kausalzusammenhang zwischen den geltend gemachten Beschwerden und dem Zeckenstich vom 15. Mai 2018 und
stützte
sich dabei in medizinischer Hinsicht
auf die Einschätzung von Dr.
Z._
vom 19. Dezember 201
8.
Dessen Beurteilung erweis
t
sich als umfassend. So setzte er sich eingehend
mit den erhobenen Befunden, dem Verlauf sowie ins
besondere den vorliegenden Laborwerten auseinander.
Dr.
Z._
nahm in
nachvollziehbarer und begründeter Weise zur
en
tscheidrelevanten
Frage Stel
lung
, ob
mit ü
berwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine
aktive Neuroborreliose
zu schliessen sei und mithin die von der
Beschwerdeführerin
ge
klagten Be
schwerden überwiegend
wahrscheinlich im Ereignis vom
15. Mai 2018
(Zecken
stich) grün
den würden.
Dabei
schadet nicht, dass
Dr.
Z._
die Beschwerde
führerin
nicht selbst untersucht
und nicht mit ihr gesprochen
hat
(vgl. Urk. 1)
, da auch reinen Aktengutachten voller Beweiswert zukommt, sofern – wie
vorliegend
– ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die Beurteilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2011 vom 22.
Dezember 2011 E.
3.2.2 mit Hinweisen).
4.2
Soweit die
Beschwerdeführerin
vorbringt, sie hege den Verdacht, dass es sich bei der Stellungnahme von Dr.
Z._
um ein zugunsten der
Beschwerde
geg
nerin
erstattetes Gefälligkeitsgutachten handle (Urk. 1), sei sie auf die – einleitend aufgeführte
(E. 1.6
) – bundesgerichtliche Rechtsprechung verwiesen, wonach d
as
Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungs
träger alleine nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliesse
n
lässt.
4.
3
4.3.1
In materieller Hinsicht bringt die
Beschwerdeführerin
vor,
die Berichte von Dr.
A._
würden den kausalen Zusammenhang zwischen dem am 15. Mai 2018 erfolgten Zeckenbiss und dem daraus entstandenen gesun
dheitlichen Zu
stand bestätigen
(
E. 2.2
)
.
Nachdem
sowohl die Ärzte des
D._
als auch der
Infektiologe
Prof. Dr.
F._
eine Borreliose als Ursache der Beschwerden als (äusserst) unwahrscheinlich erachtet hatten (E. 3.3-3.4) und sich
auch
anlässlich
der
breiten internistischen und
infek
tiologischen
Abklärungen im Spital
G._
vom 22. bis am 29. August 2018
eine Ursache für die Beschwerden
nicht hatte finden lassen
und
die involvierten Ärzte
das Vorliegen einer (Neuro-)Borreliose aufgrund von Anamnese und Klinik verneint
hatten
(E. 3.5), begab sich die
Beschwerdeführerin
–
zweck
s Einholung einer Zweitmeinung (vgl. Urk. 6/M1 S. 3) –
zu Dr.
A._
in Behandlung.
Dr.
A._
diagnostizierte
in ihren Berichten durchwegs
eine klinisch
syste
mische Borreliose im Stadium II
(
Polyradikulitis
; E. 3.
7-3.8
, Urk. 6/M22 [Bericht vom 5. Oktober 2018]
)
, was
mit einer
Neuroborreliose
gleichzusetzen ist
(vgl.
E. 3.9
).
Sie
begründe
te
dies
in ihrem Bericht vom 21.
September 2018 damit, dass die dreiwöchige antibiotische Behandlung mit
Rocephin
/
Ceftriaxone
zu einer vollständigen Normalisierung des Blutbildes
bis
zum 19. September 2018, einer Rückbildung der Schmerzen im
rechten Bein und in der linken Schulter sowie einer Normalisierung der Temperatur und einer Normalisierung des Herzrhythmus geführt habe (Urk. 6/M4).
Aus ihrem Folgebericht vom 5. Oktober 2018 lässt sich
entnehmen, dass
der
Rückgang
der
Schmerzen
höchstens
vorübergehender Natur
war, zumal die Beschwerdeführerin erneut über Schmerzen insbesondere an beiden
Schultern und eine Schmerzverstärkung am rechten Bein berichtete (Urk. 6/M22 [Bericht vom 5. Oktober 2018]).
Der Tatsache,
dass
somit
auch
die
zweite
anti
biotische Behandlung keine anhaltende Beschwerdeverbesserung bewirkt
e
,
trug
Dr.
A._
im Verlauf insofern Rechnung, als sie
in ihrem Bericht vom 5. Okto
ber 2018
–
bei Bestätigung einer Kompression des C7 Nervs links
foraminal
mittels MRI
vom 27.
September 2018
–
neu
einen psychosomatischen
sowie einen
physiotherapeutischen
Therapieansatz
empfahl
(Urk. 6/M22 [Bericht vom 5. Okto
ber 2018]
)
und den Schmerzen
in ihrem Bericht vom
24. Oktober 2018
einen vorwiegend neuropathischen Charakter zu
schrieb
(E. 3.9
).
Ein Zusammenhang zwischen der antibiotischen Behandlung und der (vorübergehenden) Schmerz
lin
derung ist umso mehr in Frage zu stellen, als aufgrund der –
nach dem Gesagten offensichtlich
auc
h von Dr.
A._
vermuteten
– psychosomatischen Kompo
nente des Beschwerdebildes die Rückbildung der Schmerzen auch in der gleich
zeitig stattgefundenen Einnahme von Psychopharmaka (
vgl. E. 3.7
) begründet liegen
könnte.
Von der Durchführung einer
Liquorpunktion
wurde vorliegend mangels Zustimmung der
Beschwerdeführerin
(
vgl. E. 3.6-3.7
)
abgesehen
, womit es
vorliegend insbesondere auch an einem positiven
Liquorbefund
mangelt, um mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf eine
Neuroborreliose
schliessen zu können
(vgl.
E. 1.5
).
Dass Dr.
A._
in ihren Berichten vom
5.
respekti
ve vom 24. Oktober 2018 stets no
ch eine Neuroborreliose diagnostizierte, erweist sich nach dem Dargelegten nicht als schlüssig.
Im Übrigen hat sich Dr.
A._
auch nicht dazu geäussert, inwiefern die Einschätzungen der
vorbehandelnden Ärzte,
welche das Vorliegen einer Borreliose mit Blick auf die klinischen und serolo
gischen Befunde als unwahrscheinlich bezeichneten
(E. 3.3-3.6)
, unzutreffend sein sollte
n
.
Dem Bericht von Dr.
B._
vom 24. September 2018
(E. 3.1)
ist
keine
separate
Bedeutung
zuzugestehen
, zumal er
die
Diagnose
einer Borreliose
nicht begründete und
es beim blossen
Verweis
auf den Bericht von Dr.
A._
vom 21. September 2018
bewenden liess
(
vgl.
Urk. 6/M2).
Nach dem Gesagten vermögen die Berichte von Dr.
A._
den Beweiswert der Stellungnahme von Dr.
Z._
vom 18. Dezember 2018 nicht in Frage zu stellen.
4.
3
.2
Soweit sich die Beschwerdeführerin
auf eine vor dem
Zeckenbiss vom 15. Mai 2018 bestehende Schmerzfreiheit beruft (
E. 2.2
) handelt es sich
um eine beweis
rechtlich unzulässige Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc»,
welche zum Nachweis der Unfallkausalität nicht zu genügen vermag (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
4.4
Zusammengefasst
erachteten
es
die berichtenden Ärzte zwar
als möglich, dass die Besc
hwerden der Beschwerdeführerin
auf einen Zeckenbiss zurückzuführen sind. Voraussetzung für eine Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin wäre indes, dass der Zeckenbiss überwiegend wahrscheinlich für die Beschwerden verantwortlich wäre
(E. 1.5
)
.
Keiner der bei den Akten liegenden Berichte lässt jedoch diesen Schluss zu.
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf die überzeugende Einschätzung
von Dr.
Z._
abstellte und
eine Leistungs
pflicht mangels Vorliegen einer Kausalität
ab dem 1. September 2018
–
unter Verzicht auf eine Rückforderung der bereits erbrachten Leistungen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_22/201
9 vom 24. September 2019 E. 3) –
verneinte.
Für weitere medizinische Abklärungen besteht kein An
lass, zumal davon keine ande
ren
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind (BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3)
.
5.
Der angefochtene Einspracheentscheid vom 24. Oktober 2019 (Urk. 2) erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.