# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 01347df4-3be1-4f5b-b03c-961f3351e9fe
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2004
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. B. wurde am 16. Februar 1973 in D. geboren und genoss in Italien eine „normale“ Schulausbildung. Zur Zeit arbeitet er als Elektriker und erzielt ein monatliches Einkommen von EUR 1‘600.--. Seine Schulden belaufen sich auf rund EUR 18‘000.--, die er in monatlichen Raten von EUR 600.-- abbezahlt. Vermögen ist keines vorhanden.
B. ist verheiratet mit C. und Vater einer vierjährigen Tochter.
B. ist weder im schweizerischen Zentralstrafregister noch im  (ADMAS) eingetragen. Über seinen Leumund ist dem Gericht nichts Nachteiliges bekannt.
B. Mit Verfügung vom 1. Juli 2003 setzte die Staatsanwaltschaft Graubünden B. wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG sowie Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG in den Anklagezustand. Die zu Handen des Bezirksgerichtsausschusses Hinterrhein erhobene Anklage stützte sich auf folgenden Sachverhalt:
„Am 21. Dezember 2002 zwischen 11.33 Uhr und 11.35 Uhr fuhren Beamte der Kantonspolizei Graubünden (Wm E. und Kpl mbA F.) mit dem neutralen Dienstwagen, Kennzeichen G., auf der Autostrasse A13 vom Anschluss H. in Richtung I.. Unmittelbar nach dem Anschluss H. folgten sie auf der Südspur dem Personenwagen der Marke Fiat mit den Kontrollschildern A.. Der Lenker dieses Fahrzeuges, B., fuhr vom Anschluss H. währen ca. 1,5 km dem voranfahrenden Auto mit einem Abstand von maximal 10 Metern bei einer Geschwindigkeit zwischen 120 km/h und 130 km/h nach. Die Polizeibeamten führten sodann eine Geschwindigkeitsmessung durch, die auf Höhe der Ausfahrtstafel Nr. X., Ausfahrt I.-Nord, begonnen und beim Vorwegweiser bei Anschlüssen Nr. Y., vor dem Anschluss I.-Süd bei J., beendet wurde. Die erwähnte Messung wurde mit dem  METAS 11710 über eine Distanz von 1266 Metern in 33.06 Sekunden ausgeführt und ergab eine registrierte Fahrgeschwindigkeit von 137.85 km/h. Nach Abzug der Sicherheitsmarge von 11,03 km/h (8 %) überschritt B. somit die signalisierte Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h um 26 km/h.
B. leistete am 21. Dezember 2002 ein Depositum von Fr. 700.-- (ES 68988).
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C. Mit Strafmandat vom 3. Februar 2003, mitgeteilt am 17. Februar 2003, bestrafte der Kreispräsident Domleschg B. wegen grober Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 27 Abs. 1 SVG, Art. 34 Abs. 4 SVG sowie Art. 12 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG mit einer Busse von Fr. 500.--. Gegen dieses Strafmandat liess B. durch seinen damaligen Rechtsvertreter, Rechtsanwalt Jérôme H. Bauer, D-Ludwigsburg, am 28. Februar 2003 Einsprache erheben. Dieser beanstandete unter anderem die Qualifikation des Verhaltens von B. als grobe Verkehrsregelverletzung.
D. Die Staatsanwaltschaft stellte in der Ergänzung der Anklageschrift vom 1. Juli 2003 folgenden Antrag:
„1. B. sei der groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG sowie der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er mit einer Busse von CHF 500.-- zu bestrafen.
3. Der Eintrag der Busse im Strafregister sei bei Wohlverhalten nach Ablauf einer Probezeit von einem Jahr zu löschen.
4. Kostenfolge sei die gesetzliche.“
E. Mit Entscheid vom 11. Mai 2004, mitgeteilt am 16. Juni 2004, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein:
„1. B. ist schuldig der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 34 Abs. 4 SVG und Art. 12 Abs. 1 VRV sowie Art. 27 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.
2. Dafür wird er mit einer Busse von Fr. 300.-- bestraft.
3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus: Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden Fr. 1010.—
Kosten des Kreisamtes Domleschg Fr. 280.—
Gerichtsgebühr Fr. 3300.—
Total Fr. 4590.—
gehen zu drei Vierteln (abzüglich des geleisteten Depositums von Fr. 700.--) zulasten von B.. Der Betrag von Fr. 2742.50 ist zusammen mit der Busse von Fr. 300.--, total somit Fr. 3042.50.- -, innert 30 Tagen seit Mitteilung des Entscheides an das Bezirksgericht Hinterrhein, PC-Konto 70-4650-5 zu überweisen.

## Considerations