# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 40d89784-e10c-47d3-9d02-3bb6b1482bc8
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. A._, wohnte im Jahr 2016 in B._ mit Wochenaufenthalt in C._. Er war Doktorand
an der ETH und dort erwerbstätig. Vom 17. Juli bis 22. Oktober 2016 absolvierte er
zwei Praktika (Internships) in den USA. Für 2016 deklarierte er ein steuerbares
Einkommen von CHF 52'677 und ein steuerbares Vermögen von CHF 0. Er machte
geltend, dass der in den USA versteuerte Betrag (CHF 41'509) vom steuerbaren
Einkommen abzuziehen sei. Die Steuerbehörde veranlagte A._ am 7. Februar 2018 für
die Kantons- und Gemeindesteuern 2016 (nach Ausscheidung der ausländischen
Einkünfte) mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 41'900 zum Satz von
CHF 65'700 und einem steuerbaren Vermögen von CHF 0 sowie für die direkte
Bundessteuer 2016 mit einem steuerbaren Einkommen von CHF 42'500 zum Satz von
CHF 66'700.
b. Die gegen diese Veranlagungen erhobenen Einsprachen vom 18. Februar 2018 hiess
das kantonale Steueramt am 3. April 2018 teilweise gut und setzte das steuerbare
Einkommen für die Kantons- und Gemeindesteuer 2016 auf CHF 30'400 zum Satz von
CHF 53'900 und für die direkte Bundessteuer auf CHF 31'000 zum Satz von
CHF 55'000 fest (act. G 8/7 I/2 und I/5). Die hiergegen von A._ erhobenen
Rechtsmittel (Rekurs und Beschwerde; act. G 8/1) wies die
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 26. März
2019 ab (act. G 2).
B.
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a. Gegen diesen Entscheid erhob A._ mit Eingabe vom 25. April 2019 Beschwerde mit
den Anträgen, die Flug- und Wohnkosten in den USA (CHF 12'280 und CHF 2'268)
seien als Aus- und Weiterbildungskosten von seinem Schweizer Einkommen
abzuziehen (Ziff. 1). Für die Bemessung des satzbestimmenden Einkommens sei nicht
das "adjusted gross income" ($ 42'140), sondern das "taxable income" ($ 34'763) bzw.
ein zwischen diesen beiden Werten liegender Betrag zu verwenden (Ziff. 2; act. G 1).
b. Die Vorinstanz beantragte in der Vernehmlassung vom 9. Mai 2019 Abweisung der
Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf den angefochtenen Entscheid (act. G 7).
Der Beschwerdegegner beantragte in der Eingabe vom 29. Mai 2019 Abweisung der
Beschwerde und verzichtete auf eine Vernehmlassung (act. G 10). Die
Beschwerdebeteiligte verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung (act. G 11).
c. Auf die Darlegungen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden

## Considerations

Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung
des Einkommens aus unselbständiger Erwerbstätigkeit hinsichtlich der Einkünfte und
der Abzüge vereinheitlicht sind, hat die Vorinstanz den Rekurs betreffend die Kantons-
und Gemeindesteuern einerseits und die Beschwerde betreffend die direkte
Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen Urteil, aber mit getrennten
Dispositivziffern erledigt; unter diesen Umständen durfte auch der Beschwerdeführer
die Beschwerden in einer gemeinsamen Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3).
Ebenso ist es zulässig, dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen
Akt entscheidet (vgl. BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2;
VerwGE B 2014/222 und 223 vom 25. Februar 2016, E. 1; www.gerichte.sg.ch).
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 196 Abs. 1 des
Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum
Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 des Gesetzes über
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die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde
legitimiert, und seine Eingabe vom 25. April 2019 (act. G 1) entspricht zeitlich, formal
und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 StG in Verbindung mit
Art. 64 und Art. 48 Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG).
Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt; die
beschwerdeführende Person kann sich sodann auch darauf berufen, die angefochtene
Verfügung oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder
unvollständig festgestellten Sachverhalt (Art. 61 VRP). Das Verwaltungsgericht
entscheidet, ohne an die Begehren der Beteiligten gebunden zu sein (Art. 196 Abs. 2
StG).
2.
2.1. Der Beschwerdeführer war im Jahr 2016 Doktorand an der ETH und übte eine
Erwerbstätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter mit einem jährlichen Nettolohn von
CHF 47'928 aus. In der Zeit von 17. Juli bis 22. Oktober 2016 absolvierte er - als
notwendigen Bestandteil seines Doktorats - zwei Praktika (Internships) in den USA und
erzielte dabei ein "adjusted gross income" von $ 42'140. Streitig ist, ob die Vorinstanz
zu Recht Wohnkosten in den USA von CHF 12'280 und Flugkosten von CHF 2'268 in
der Steuerveranlagung 2016 des Beschwerdeführers als Berufskosten (und nicht als
Aus- und Weiterbildungskosten) einstufte und das "adjusted gross income" von
$ 42'140 (anstelle des "taxable income" von CHF 34'763) als satzbestimmendes
Einkommen bestätigte.
2.2. Nach Art. 26 Abs. 1 DBG und Art. 39 Abs. 1 StG (in der ab 1. Januar 2016 gültigen
Fassung) können von den Einkünften aus unselbständiger Erwerbstätigkeit die
notwendigen Kosten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsstätte bis zu einem
gewissen Betrag (lit. a), die notwendigen Mehrkosten für Verpflegung ausserhalb der
Wohnstätte (lit. b) und die übrigen für die Ausübung des Berufes erforderlichen Kosten,
vorbehältlich Art. 45 Abs. 1 lit. j StG bzw. Art. 33 Abs. 1 lit. j DBG (lit. c), als
Berufskosten abgezogen werden. Für die Berücksichtigung der übrigen notwendigen
Berufsauslagen ist ein Pauschalabzug vorgesehen. Vermag dieser im Einzelfall die
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übrigen Berufsauslagen nicht abzudecken, steht den Steuerpflichtigen der Nachweis
höherer Kosten offen (Art. 39 Abs. 2 StG und Art. 21 Abs. 1 und 2 der
Steuerverordnung [StV, sGS 811.11]; Art. 26 Abs. 2 DBG). Nach Art. 45 Abs. 1 lit. j StG
(in der ab 1. Januar 2016 gültigen Fassung) und Art. 33 Abs. 1 lit. j DBG werden von
den Einkünften die Kosten der berufsorientierten Aus- und Weiterbildung,
einschliesslich Umschulungskosten, bis zum Gesamtbetrag von CHF 12'000 je
Steuerpflichtigen abgezogen, wenn ein erster Abschluss auf Sekundarstufe II vorliegt
oder das 20. Altersjahr vollendet ist und es sich nicht um die Ausbildungskosten bis
zum ersten Abschluss auf Sekundarstufe II handelt.
Mit der gesetzlichen Neuordnung per 1. Januar 2016 wurde die Abgrenzung zwischen
Aus- und Weiterbildung aufgegeben; ab der Steuerperiode 2016 sind auch klassische
Ausbildungskosten abzugsfähig, sofern sie berufsorientiert sind. Ein direkter
Zusammenhang mit dem gegenwärtig ausgeübten Beruf ist damit nicht mehr
erforderlich. So können auch freiwillige Umschulungskosten und Berufsaufstiegskosten
zum Abzug gebracht werden. Dies führt dazu, dass bislang als klassische
Gewinnungskosten unbegrenzt abzugsfähige Weiterbildungskosten nicht mehr zum
Abzug zugelassen werden, soweit der Maximalbetrag überschritten wird (St. Galler
Steuerbuch [StB] 45 Nr. 15, Ziff. 3.1; Eidgenössische Steuerverwaltung, Kreisschreiben
Nr. 42 vom 30. November 2017 betreffend steuerliche Behandlung der
berufsorientierten Aus- und Weiterbildungskosten [Kreisschreiben Nr. 42]). Wie bis
anhin gilt ein Doktorandenstudium als Weiterbildung (vgl. StG 45 Nr. 15 Ziff. 3.3.1). Die
Weiterbildungskosten fallen indes nicht mehr unter die Berufskosten (Art. 39 Abs. 1
StG bzw. Art. 26 Abs. 1 DBG), sondern unter die allgemeinen Abzüge (Art. 45 Abs. 1 lit.
j StG bzw. Art. 33 Abs. 1 lit. j DBG). Zu klären ist die Abziehbarkeit von
Weiterbildungskosten, wenn - wie dies vorliegend beim Beschwerdeführer im Jahr
2016 der Fall war - ein Erwerbseinkommen erzielt wird.
2.3. Bezieht eine in der Schweiz ansässige Person Einkünfte, die in den Vereinigten
Staaten besteuert werden können, so nimmt die Schweiz diese Einkünfte von der
Besteuerung aus. Die Schweiz kann bei der Festsetzung der Steuer für das übrige
Einkommen dieser Person den Steuersatz anwenden, der anzuwenden wäre, wenn die
betreffenden Einkünfte nicht von der Besteuerung ausgenommen wären (Art. 23 Abs. 1
lit. a des Abkommens zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und den
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Vereinigten Staaten von Amerika zu Vermeidung der Doppelbesteuerung [Abkommen
CH-USA], SR 0.672.933.61).
3.
3.1. Im angefochtenen Entscheid legte die Vorinstanz unter anderem dar, es sei zwar
davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Rahmen des Doktorats verpflichtet
gewesen sei, die beiden internships in den USA zu absolvieren. Bei dem während des
rund dreimonatigen Aufenthalts erzielten Lohn von rund CHF 40'000 handle es sich
jedoch nicht um einen symbolischen Lohn; vielmehr habe er damit seinen
Lebensunterhalt bestreiten können. Es habe sich nicht um typische Praktika gehandelt,
bei denen häufig nur geringe Entgelte ausgerichtet würden. Bei einem Lohn in dieser
Höhe stehe nicht mehr das Sammeln praktischer Erfahrung, sondern die Abgeltung des
Unternehmens für Arbeitsleistung im Vordergrund. Die in den USA angefallenen Kosten
würden daher mehr mit einer Erwerbstätigkeit und weniger mit Bildung
zusammenhängen. Daran änderten die Einreisebestimmungen der USA und die
Visaerteilung nichts. Selbst wenn das Visum nicht für eine Erwerbstätigkeit benutzt
werden dürfe, seien allein die tatsächlichen Gegebenheiten (Erzielung eines Lohns von
rund CHF 40'000) massgebend. Keine Rolle spielen dürfe, wo die Weiterbildung mit
Erwerbstätigkeit absolviert worden sei. Hätte der Beschwerdeführer eine solche in der
Schweiz durchlaufen und wären dabei Kosten von mehr als CHF 12'000 entstanden,
würde er diese nicht als Weiterbildungskosten in Abzug bringen wollen, denn diese
seien im Gegensatz zu den Berufskosten auf CHF 12'000 begrenzt. Da das
Doktorandenstudium als Weiterbildung gelte, müsste zudem (der Argumentation des
Beschwerdeführers folgend) geschlossen werden, dass auch die im Zusammenhang
mit dem Doktorat in der Schweiz entstandenen Kosten (öffentliche Verkehrsmittel
CHF 1'792, Fahrrad CHF 700, Zimmermiete CHF 9'600) als Weiterbildungskosten in
Abzug zu bringen seien. Dies könne aufgrund der Abzugsgrenze von CHF 12'000 nicht
im Interesse des Beschwerdeführers liegen. Damit sei nicht zu beanstanden, dass der
Beschwerdegegner die in den USA entstandenen Flug- und Wohnkosten als
Berufskosten in Abzug gebracht habe. Auch wenn die Kosten als Weiterbildungskosten
zu qualifizieren gewesen wären, hätte der Antrag, diese vollumfänglich von dem in der
Schweiz erzielten Einkommen abzuziehen, abgewiesen werden müssen. Die
Weiterbildungskosten hätten (als allgemeiner Abzug) im Rahmen der
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Steuerausscheidung im Verhältnis der Reineinkünfte quotenmässig auf die einzelnen
Steuerdomizile verteilt werden müssen (StG 45 Nr. 15 Ziff. 3.1). Die im Zusammenhang
mit dem USA-Aufenthalt angefallenen Kosten hätten nicht der Erzielung des
Erwerbseinkommens in der Schweiz gedient. Aus dem Umstand, dass im Vorjahr die
Weiterbildungskosten vollumfänglich von dem in der Schweiz erzielten Einkommen
abgezogen worden seien, könne der Beschwerdeführer nichts zu seinen Gunsten
ableiten. Insbesondere handle es sich dabei nicht um eine Zusicherung der
Steuerbehörde, dass die Weiterbildungskosten in den Folgejahren steuerlich gleich
behandelt würden (act. G 2 S. 5-7 mit Hinweis auf Richner/Frei/Kaufmann/Meuter,
Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, Rz. 6 zu Art. 131 DBG).
Der Beschwerdeführer müsse in der Schweiz nur das in der Schweiz erworbene
Einkommen versteuern. Das in den USA erzielte Einkommen werde in der Schweiz
jedoch zur Satzbestimmung herangezogen. Der Beschwerdegegner gehe zu Recht
vom "adjusted gross income" als satzbestimmendes Einkommen aus. Das "adjusted
gross income", welches sich aus dem Erwerbseinkommen und der Rückzahlung der für
das Jahr 2015 zuviel abgezogenen Bundessteuern zusammensetze, sei dem
Beschwerdeführer zugeflossen. Zutreffend sei, dass der Steuersatz für das in der
Schweiz zu versteuernde Einkommen höher sei, je grösser das bei der
Steuersatzbestimmung anrechenbare, in den USA erzielte Einkommen sei. Dies sei als
Ausfluss des Grundsatzes der Besteuerung nach der wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit (Art. 127 Abs. 2 der Bundesverfassung, BV [SR 101]) hinzunehmen
(act. G 2 S. 7 f.).
3.2. Der Beschwerdeführer wendet ein, die von ihm absolvierten Internships hätten
obligatorischen Charakter im Rahmen des Doktorats. Das J1-Visum sei unter der
Voraussetzung der unterschriftlichen Bestätigung durch ihn und die Praktikumsfirmen
erteilt worden, dass er in den USA nicht arbeite, sondern eine Weiterbildung absolviere.
Ob ein Einkommen während einer Ausbildung von symbolischer Natur sei, könne nur
durch Vergleich mit dem Lohn bei einer Erwerbstätigkeit dieser Person bestimmt
werden. E._'s Median Lohn habe 2017 bei $ 197'000 (p.a) gelegen. Sodann habe er
2016 über einen Master-Abschluss mit ETH-Medaille verfügt und damit unter den
besten 2% der Absolventen rangiert. Sein Lohn wäre damit einiges über CHF 200'000
gelegen. Vor Abschluss des Doktorats habe er im Weiteren zwei Arbeitsstellen
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angenommen. Bei der einen Arbeit habe es CHF 40'000 Signup Bonus, CHF 15'000
Monatslohn, 3 Monatsgehälter Bonus und einen zusätzlichen Bonus in Form von Aktien
gegeben. Bei der anderen Arbeit habe er einen sechsstelligen Signup-Bonus in bar und
einen sechsstelligen Signup Bonus in Firmenaktien gehabt (Auszüge der
Arbeitsverträge in act. G 3). Bei insgesamt CHF 40'000 für 4 Monate könne somit von
einem symbolischen Lohn ausgegangen werden. Im Weiteren seien die
Lebenshaltungskosten in den USA so hoch gewesen, dass die Einkünfte nicht gereicht
hätten und es ohne sein Erspartes nicht gegangen wäre. Nur in gewissen Branchen
seien Praktikas/Weiterbildungen schlecht bezahlt. E._ bezahle für Weiterbildungen,
weil sie später ausgebildete Mitarbeiter bräuchten. Seine Motivation sei nicht
finanzieller Art gewesen. Er wäre finanziell besser dagestanden, wenn er bei seiner
Tätigkeit an der ETH keinen unbezahlten Urlaub genommen und weiterhin in C._ für
CHF 6'275 pro Monat gearbeitet hätte. Wäre es ihm möglich gewesen, diese
Weiterbildung in der Schweiz zu machen und wären Kosten von ca. CHF 14'500
entstanden, so hätte er diese bei den Steuern in Abzug bringen können (maximal
CHF 12'000), womit sich sowohl sein steuerbares als auch das satzbestimmende
Einkommen verkleinert hätte. In den USA könnte er die Kosten nicht als Berufskosten
in Abzug bringen, da seine Tätigkeit dort als Weiterbildung taxiert sei. Die Feststellung
im vorinstanzlichen Entscheid, wonach die im Zusammenhang mit dem USA-Aufenthalt
angefallenen Flug- und Wohnkosten nicht der Erzielung des Erwerbseinkommens in
der Schweiz gedient hätten, sei falsch. Er habe keine Arbeitserlaubnis in den USA und
einen Hauptwohnsitz in der Schweiz, d.h. nur der Schweizer Arbeitsmarkt profitiere von
seiner Ausbildung (act. G 1 S. 2-6).
Im Weiteren sei das "taxable income" als satzbestimmendes Einkommen zu
verwenden. Im Minimum müsse letzteres im Bereich zwischen $ 41'883
(Bruttolohntotal von Intel und Google) und $ 34'763 liegen, weil ansonsten gegen das
Verbot der Doppelbesteuerung verstossen würde. Das "adjusted gross income" dürfe
nicht als satzbestimmendes Einkommen verwendet werden, da er sonst im Jahr 2016
auf Teilen seines versteuerten Einkommens 2015 nochmals (satzbestimmend) Steuern
bezahlen würde. Hätte er in der Schweiz einen Bruttolohn von $ 41'883 erzielt, wäre
auch nicht der gesamte Betrag zu seinem steuerbaren Einkommen hinzugezählt,
sondern Versicherungsprämien etc. abgezogen worden (act. G 1 S. 7 f.).
3.3.
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3.3.1. Nicht in Frage gestellt ist vorliegend, dass das vom Beschwerdeführer im Jahr
2016 absolvierte Doktorandenstudium im steuerrechtlichen Sinn als Weiterbildung gilt
(vgl. StB 45 Nr. 15 Ziff. 3.3.1). Als belegt zu gelten hat sodann, dass die von ihm
absolvierten Internships einen obligatorischen Bestandteil des Doktorandenstudiums
darstellten (vgl. Research-Plan S. 3 und Brief von Prof. F._; act. G 3) und er dabei für
die Zeit von knapp vier Monaten ein "adjusted gross income" von $ 42'140 erzielte. Für
die Prüfung der Frage, ob dabei von einem - gegen das Vorliegen einer
Erwerbstätigkeit im Sinn von Art. 39 StG und Art. 26 DBG sprechenden -
"symbolischen" Lohn auszugehen sei oder nicht, erachtete die Vorinstanz es als
massgebend, ob mit dem Lohn der Lebensunterhalt bestritten werden kann oder nicht
(act. G 2 S. 5). Dieses Kriterium erscheint sachlich begründet und auch praktikabel. Die
Bezeichnung als Internship (Praktikum) hat in diesem Zusammenhang für sich allein
keine Aussagekraft. Den vom Beschwerdeführer angestellten Lohnvergleichen (act. G 1
S. 4) bedarf es somit zur Beantwortung der Frage "Erwerbstätigkeit oder
Weiterbildungspraktikum" nicht, zumal solche Vergleiche, soweit sie sich auf
statistische Werte (Medianlöhne) beziehen, auch mit erheblichen Unwägbarkeiten
belastet wären. Nicht abschliessend erklärt blieb von Seiten des Beschwerdeführers,
inwiefern er mit dem erwähnten Salär seinen eigenen - wenn auch kostspieligen -
Lebensunterhalt in den USA nicht hätte finanzieren können (act. G 1 S. 4). Der
Umstand allein, dass er für den Nachweis von persönlichen Mitteln (personal fund) im
Rahmen der Visaerteilung der US-Botschaft einen Kontoauszug vorlegen musste (act.
G 1 S. 4), belegt keine zusätzlichen Ausgaben. Zu Recht ging die Vorinstanz unter
diesen Umständen davon aus, dass die Finanzierung des Lebensunterhalts mit dem
erzielten Salär möglich war und wertete dies als Indiz für das Vorliegen einer
Erwerbstätigkeit im Sinn von Art. 39 StG und Art. 26 DBG.
Der Beschwerdeführer anerkennt die von der Steuerbehörde vorgenommene
Einstufung seiner Abzüge im Rahmen der ETH-Anstellung als Berufskosten explizit und
bestätigt, dass in der Regel alle Doktorierenden der ETH als wissenschaftliche
Mitarbeiter angestellt würden, sie jedoch nicht nur Angestellte, sondern auch
Studierende (Weiterbildung/Doktorat) seien; dies seien zwei verschiedene, jedoch
gekoppelte Dinge (act. 1 S. 5 mit Hinweis auf https://www.ethz.ch/de/doktorat.html).
Diese Situation mit Koppelung einer Anstellung mit einem Studium entspricht im
Ergebnis derjenigen, wie sie auch im Rahmen der vom Beschwerdeführer absolvierten
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Internships in den USA vorlag: Die Internships bildeten wie dargelegt (vgl. vorstehender
Absatz) einen obligatorischen Bestandteil des Doktorats und waren in diesem Sinn an
letzteres "gekoppelt". Auch dieser Umstand spricht für die Richtigkeit der Einstufung
der in den USA entstandenen Aufwendungen als Berufskosten im Zusammenhang mit
dem dort erzielten Einkommen.
Der Beschwerdeführer erachtet im Weiteren die Feststellung im vorinstanzlichen
Entscheid, wonach die im Zusammenhang mit dem USA-Aufenthalt angefallenen Flug-
und Wohnkosten nicht der Erzielung des Erwerbseinkommens in der Schweiz gedient
hätten (act. G 1 S. 6), als falsch. Seine Arbeitsstelle an der ETH sei davon abhängig
gewesen, dass er ein Doktorat an der ETH mache; letzteres wiederum habe die
Weiterbildung in den USA vorausgesetzt (act. G 1 S. 6). „Erforderlich“ für die berufliche
Tätigkeit im Sinn von Art. 39 Abs. 1 lit. c StG bzw. Art. 26 Abs. 1 DBG sind Kosten, die
ihren Grund in der beruflichen Tätigkeit haben, unbekümmert darum, ob sie objektiv
vermeidbar gewesen wären. Verlangt wird dabei ein qualifiziert enger, d.h. rechtlich
erheblicher (wesentlicher) Zusammenhang zwischen Art, Grund und Zweck der
Ausgabe einerseits und der Natur der beruflichen Tätigkeit anderseits (Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 2 zu Art. 26 DBG). Die vom Beschwerdeführer
absolvierten Internships in den USA bildeten wie dargelegt zwar (unabdingbare)
Voraussetzung für das Doktorat. Für die Ausübung der Arbeit an der ETH im Jahr 2016
als wissenschaftlicher Mitarbeiter war die Absolvierung der Weiterbildung in den USA
indes nicht - im Sinn eines qualifiziert engen Zusammenhangs - erforderlich; vielmehr
konnte sie in dem hier in Frage stehenden Jahr unabhängig davon ausgeübt werden
(feste Vertragsdauer bis 31. Oktober 2016; vgl. Vertragsänderung vom 13./15. Januar
2015 in act. G 3). Soweit sich der Beschwerdeführer auf künftige berufliche
Verhältnisse bezieht (vgl. act. G 1 S. 6 unten), ist festzuhalten, dass es vorliegend einzig
um das Jahr 2016 geht. Insofern lässt sich die vorinstanzliche Feststellung, dass die im
Rahmen der Internships angefallenen Kosten nicht der Erzielung des
Erwerbseinkommens in der Schweiz gedient hätten, sondern als Berufskosten im
Zusammenhang mit dem dort erzielten Einkommen angefallen seien, nicht
beanstanden.
3.3.2. Unbestritten blieb, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz aufgrund von Art.
23 Abs. 1 lit. a des Abkommen CH-USA nur das in der Schweiz erworbene Einkommen
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versteuern muss, das in den USA erzielte Einkommen in der Schweiz jedoch zur
Satzbestimmung herangezogen wird. Die Vorinstanz bestätigte die Verwendung des
"adjusted gross income" von $ 42'140 bzw. CHF 41'509 (Kurs 0.985) als
satzbestimmendes Einkommen (= Einkommen aus unselbständigem Haupterwerb
[USA]; act. G 8/7 I/4) mit dem Hinweis, dass das Einkommen von $ 38'813 um die
vorsorglich erhobenen Bundesstaatssteuern reduziert und beim "taxable income"
zusätzlich ein Abzug von $ 4'050 gewährt worden sei. Dabei handle es sich um eine
Steuerbefreiung ("exemption individual"), die unter anderen mit Visum J gewährt
werde. Da es diese beiden Abzüge im Schweizerischen Steuerrecht nicht gebe,
erscheine es sachgerecht, sie bei der Ermittlung des für die Besteuerung in der
Schweiz massgebenden satzbestimmenden Einkommens nicht zu berücksichtigen.
Das "adjusted gross income", welches sich aus dem Erwerbseinkommen und der
Rückzahlung der für das Jahr 2015 zuviel abgezogenen Bundessteuern
zusammensetze, sei dem Beschwerdeführer zugeflossen. Welcher Betrag für 2016
vorsorglich an US-Bundesstaatssteuern abgezogen werde, sei im CH-
Veranlagungsverfahren nicht massgebend (act. G 2 S. 7 f.).
Fest steht, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2016 von zwei Arbeitgebern (E._ und
G._) in den USA insgesamt einen Bruttolohn von $ 41'883 erhalten hat ($ 37'730 + $
4'153; vgl. "W-2 Federal Filing copy Wage and Tax Statement", Beilagen zu act. G 3).
Wird die Steuerrückerstattung für das Vorjahr 2015 ($ 257; vgl. Form 1099-G "State
income tax Refunds" 2015; Beilage zu act. G 3) zum erwähnten Bruttolohn 2016
addiert, resultiert das "adjusted gross income". Das von der Vorinstanz angewendete
satzbestimmende Einkommen überschreitet somit den Bruttolohn 2016, was nicht
angeht (vgl. Art. 127 Abs. 2 BV: Besteuerung nach der wirtschaftlichen
Leistungsfähigkeit), zumal die erwähnte Steuerrückerstattung bereits im Jahr 2015
satzbestimmend für die CH-Steuern verwendet worden war (der Bruttolohn 2015 von
aufgerundet $ 25'876 bzw. CHF 24'907 [Kurs 0.96256] findet sich dementsprechend in
der Steuerausscheidung direkte Bundessteuer 2015; vgl. "W-2 Wage and Tax
Statement 2015" und Ausscheidung vom 5. April 2017; Beilagen zu act. G 3). Für das
satzbestimmende Einkommen muss daher der Betrag von $ 257 (Steuerrückerstattung
2015) ausser Betracht bleiben. Auch Rückerstattungen von CH-Steuern für ein dem
Steuerjahr vorangehendes Jahr könnten selbstredend nicht satzbestimmende
Grundlage bilden für das aktuelle Steuerjahr.
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Im Übrigen weist der vorinstanzliche Entscheid zutreffend darauf hin, dass es die
Reduktionen des "adjusted gross income" durch die vorsorglich erhobenen
Bundesstaatssteuern ($ 3'327) und den Abzug von $ 4'050 ("exemption individual") als
Abzüge im Schweizerischen Steuerrecht nicht gebe und sie bei der Ermittlung des für
die Besteuerung in der Schweiz massgebenden satzbestimmenden Einkommens daher
nicht zu berücksichtigen seien (act. G 2 S. 8). Weitere Abzüge vom erwähnten
Bruttoeinkommen sind nicht konkret belegt. Als satzbestimmendes Einkommen 2016
(aus unselbständigem Haupterwerb USA) hat daher der Betrag von $ 41'883 bzw.
CHF 41'255 zu gelten.
4.
4.1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde ist der angefochtene Entscheid vom
26. März 2019 demnach insoweit aufzuheben, als die Einkünfte aus unselbständiger
Tätigkeit (USA) auf CHF 41'255 (vgl. act. G 8/7 1/3 f.) festzusetzen sind. Die Sache ist
zu entsprechender Neuveranlagung an den Beschwerdegegner zurückzuweisen. Im
Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2. In Streitigkeiten hat jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 145 in
Verbindung mit Art. 144 Abs. 1 DBG). Eine Gebühr von CHF 2'500 (CHF 1'500
Kantons- und Gemeindesteuern, CHF 1'000 Direkte Bundessteuer) erscheint für das
vorliegende Verfahren angemessen (Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 5 DBG;
Art. 7 Ziff. 222 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Der Beschwerdeführer obsiegt
lediglich zu einem sehr kleinen Teil, weshalb ihm die Kosten vollständig aufzuerlegen
sind (vgl. statt vieler VerwGE B 2014/130 vom 27. November 2015, E. 5.2 m.H.); der
Kostenvorschuss von CHF 2'500 wird angerechnet.
Die amtlichen Kosten des vorinstanzlichen Verfahrens von CHF 600 (je CHF 300
Kantons- und Gemeindesteuern und direkte Bundessteuer) werden ebenfalls dem
Beschwerdeführer auferlegt, unter Verrechnung mit dem dort von ihm geleisteten
Kostenvorschuss von CHF 600.
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4.3. Eine ausseramtliche Entschädigung ist dem Beschwerdeführer nicht zuzusprechen
(Art. 98 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 144 Abs. 4 DBG und Art. 64
Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren, SR 172.021), da er nicht mehrheitlich
obsiegt hat. Die Vorinstanz hat keinen Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung
(Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98 VRP; Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 829);
sie stellte auch keinen entsprechenden Antrag.