# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ff810164-5abc-43b5-9462-0ff931727c49
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960, ist gelernte Drogistin (Urk. 9/3) und war zuletzt zwischen
dem
1. September 2005 und
dem
30. November 2011 als
„
Arztsekretärin Leitende Ärzte
“
im Spital
Y._
tätig, wobei ihr letzter effektiver Arbeitstag am 17. November 2010 war (Urk. 9/12/2).
Am 18. November 2010 erlitt sie eine schwere
subarachnoidale
und intrazerebrale Blutung bei
rupt
ur
iertem
Aneurysma der
Arteria
cerebri
media
rechts (Urk. 9/47/15).
Am 20. Februar 2011 (Urk. 9/3) meldete sie sich bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
IV-Stelle, tätigte medizinische,
erwerbliche sowie
haushaltliche
Abklärungen.
B
eim
Z._
holte sie
ein neurologisch-
neuro
psychologisches Gutachten ein, das am
8. Mai 2013 (Urk. 9/47) erstattet wurde
. Zudem
zog
sie
die Akten des Krankentaggeldversicherers (Urk. 9/13, 9/15 und 9/33) sowie der Pensionskasse (Urk. 9/30) bei
.
Mit Vorbesc
heid vom 3. Juli 2014 (Urk. 9/63
) wurde der Versicherten die befristete Ausrichtung einer
Viertels
rente
zwischen
1. November 2011
und
31. Mai 2013
in Aussicht gestellt. Dagegen erhob die Versicherte am 3.
September 2014 (Urk. 9/73) sowie am
24. September 2014
(Urk. 9/76)
Einwände und reichte neue Akten ein (Urk. 9/69, 9/70, 9/72)
. Mit Verfügung vom 2. April 2015 (Urk. 9/90=Urk. 2) entschied die IV-Stelle wie angekündigt.
2.
Am 11. Mai 2015 (Urk. 1) erhob die Versicherte Beschwerde und beantragte die Aufhebung der angefochtenen Verfügung, die Feststellung ihrer fehlenden Arbeitsfähigkeit, die Feststellung eines prozentualen Anteils der Erwerbstätig
keit von 80 %, die Feststellung einer 50%igen Einschränkung im Haushalt sowie die
Neuberechnung
von Invaliditätsgrad und Rentenanspruch.
Mit Beschwerdeantwort vom 8. Juli 2015 (Urk. 8) beantragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin mit Verfügung vom 9. Juli 2015 (Urk. 10) zur Kenntnis gebracht wurde.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nach
folg
enden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Sie kann Folge von
Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG)
. Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Arbeitsunfähigkeit ist die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geisti
gen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufga
benbereich berücksichtigt (Art. 6 ATSG).
1.4
Erwerbsunfähigkeit ist gemäss Art. 7 ATSG der durch Beeinträchtigung der kör
perlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Abs.
1). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsun
fähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7
Abs.
2 ATSG).
1.
5
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbstätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.6
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen) Art. 88a IVV fest
zusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Ren
tenanspruch erhebliche Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der
Rentenzu
-
sprechung
oder des Rentenbeginns mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung bezie
hungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369
E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343
E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die
gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten
verfü
gungsweise
geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründet ihre
n Entscheid
damit, aufgrund der getätig
ten Abklärungen
sei davon auszugehen
, dass die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden in zeitlicher Hinsicht weiterhin zu 40 % ihrer Erwerbstätig
keit als Arztsekretärin nachgehen würde und zu 60 % im Aufgabenbereich
Haushalt
tätig wäre. Bei einem Teilinvaliditätsgrad von 100 % im Erwerbs
-
bereich
zwischen dem Beginn der Wartezeit am 18. November 2010 und dem 28. Februar 2013 sowie fehlender Einschränkung im Haushaltsbereich bestehe zwischen 1. November 2011 und 31. Mai 2013 Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invalidenversicherung. Anschliessend bestehe aufgrund eines wesentlich verbesserten Gesundheitszustandes kein Rentenanspruch mehr.
2.2
Demgegenüber macht die Beschwerdeführerin geltend, mit der Aussage, wonach sie bei guter Gesundheit wieder einer ausserhäuslichen Tätigkeit in einem Umfang von 40 % nachgehen würde, habe sie ihre Teilzeitarbeit mit schwan
kenden
Pensen
im Spital
Y._
gemeint. Sie habe
aber
geplant, nach dem Auszug der Töchter ihr Pensum wieder auf 80 % zu erhöhen.
Die Einschätzung der Beschwerdegegnerin, wonach wieder eine Arbeitsfähigkeit von 50
% bestehe, treffe klar nicht zu
. Die empfohlene optimale Tätigkeit ohne erhebliche körperliche und kognitive Anforderungen in einem stressfreien Umfeld sowie mi
t einer erholsamen Mittagspause
sei im heutigen Umfeld
realis
tischerweise
nicht erreichbar.
Schliesslich
ergebe sich eine Einschränkung in der Haushaltsführung von mindestens 50 %.
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin
rügt im Zusammenhang mit der durchgeführten
Haus
haltsabklärung
eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, da ihr das entsprechen
-
de
Protokoll nie zur Überprüfung der Richtigkeit der Aussagen vorgelegt worden
sei,
a
nsonsten sie auf das klare Missverständnis hingewiesen
hätte
. Indem sich die Beschwerdegegnerin auf ein Protokoll abstütze, welches
ihre
Aussage falsch darstelle und
ihr
nie zur Bestätigung des Wahrheitsgehaltes vor
gelegt worden sei, sei ihr rechtliches Gehör verletzt (Art. 29
Abs.
2 BV)
(Urk. 1, N 5, S. 5).
Den Akten des Verwaltungsverfahrens ist zu entnehmen, dass der Rechts
-
vertreterin
der Beschwerdeführerin auf deren Gesuch hin am 22. August 2014 (Urk. 9/68) durch Zustellung von Kopien vollumfängliche Einsicht in die bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Akten (Urk. 9/1-66)
gewährt wurde
, wozu auch der Abklärungsbericht Haushalt (Urk. 9/59) gehört
e
. Entsprechend hatte sie die -
un
genutzt
g
e
bliebene
- Möglichkeit, sich im
E
inwandverfahren
dazu zu äussern.
D
ie vorgebrachte Rüge einer Verletzung des
Anspruchs auf rechtliches Gehör
erweist sich damit als unbegründet
(Urteil des Bundesgerichts 9C_477/2015 vom 5. November 2015 E. 4.5).
3
.2
D
ie Beschwerdeführerin
macht
im Einzelnen
geltend,
die
im Abklärungsbericht festgehalten
e
Aussage
, wonach sie im hypothetischen Gesundheitsfall mit einem Pensum von 40 % einer Erwerbstätigkeit nachginge,
sei Folge
ein
es
Missver
ständnis
ses.
S
ie habe tatsächlich
ihre
bisherige Tätigkeit mit schwankenden
Pensen
gemeint und würde
ohne gesundheitliche Einschränkungen
aufgrund des zwischenzeitlich erfolgten Auszuges der Töchter aktuell einem Pensum von 80 % nachgehen.
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer ver
sicherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel, begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61
E. 6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich
im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts 8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen).
3.3
Der die Beschwerdeführerin betreffende Abklärungsbericht über den Haushalt erfüllt grundsätzlich die soeben genannten Kriterien. Namentlich sind die Angaben der versicherten Person berücksichtigt worden. Abweichungen von diesen erfolgten erst im Nachhinein. Es besteht deshalb kein Anlass, zusätzlich die Beschwerdeführerin und deren Tochter in Bezug auf das Arbeitspensum im Gesundheitsfall gerichtlich zu befragen. Dies gilt umso mehr, als
nicht davon ausgegangen werden
kann
, dass
sich die Tochter hinsichtlich ihrer Mutter als Zeugin unvoreingenommen äussern kö
nn
te und die Aussagen der Beschwerde
führerin in einer persönlichen Befragung der Versicherten aus naheliegenden Gründen ebenfalls mit grösster Zurückhaltung zu würdigen wären.
Dem Abklärungsbericht Haushalt ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführe
rin ausgesagt habe, ihr Pensum kurz vor der Erkrankung auf 40 % reduziert
zu haben
,
weil sie dies so gewollt habe
.
B
ei
guter Gesundheit
würde
sie
wieder
mit einem Teilzeitpensum von 40 % einer ausserhäuslichen Arbeit nachgehen (Urk. 9/59). Im Rahmen des
Einwandverfahrens
reichte die Beschwerdeführerin ein Zwisch
enzeugnis ihres früheren Arbeit
gebers vom 31. August 2010 ein (Urk. 9/69). Diesem ist die zeitliche Entwicklung
ihrer
Arbeitspensen
zu ent
nehmen:
Nachdem sie anfänglich zwischen 1. September 2005 und 31. Mai 2008 in einem Pensum von 40 % erwerbstätig
gewesen
wa
r, folgte am 1. Juni 2008 eine
Pensumse
rhöhung
auf 50 %, am 1. November 2008 eine weitere Erhöhung
des Pensums
auf 60 % und schliesslich am 1. März 2009 eine letzte Steigerung des Pensums auf 70 %. Bereits per 1. Juli 2009 reduzierte sie das Pensum auf wie
derum 60 %.
Noch vor der Hirnblutung erfolgte p
er 1. September 2010 mittels Vertragsanpassung eine Neudefinition der Funktionsbezeichnung in „Arzt- und Pflegesekretärin Onkologie Zentrum“ mit unveränderten Aufgaben gemäss Stellenbeschrieb vom Juni 2010 sowie
da
mit
verbunden eine
Reduktion des Beschäftigungsgrades auf 40
%
. Per 1. Oktober 2010 sah die Vertragsanpassung eine höhere lohnmässige Einstufung vor
.
Die Behauptung
der Beschwerdeführe
rin, wonach sie mit dem anlässlich der Haushaltsabklärung genannten Pensum
im Gesundheitsfall
von 40 % tatsächlich die Tätigkeit im Spital
Y._
mit wechselnden
, das heisst auch höheren
Pensen
gemeint haben soll, findet unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die
Pensumsreduktion
auf
eigenen Wunsch erfolgte, keine
Stütze.
Überdies sind d
ie beiden Töchter der Beschwerdeführerin in den Jahren 1988 und 1990 geboren und waren damit im Zeitpunkt der
Pensumsreduktion
am
1. September 2010
bereits seit längerer Zeit nicht mehr auf
erzieherische Unter
stützung
oder anderweitige Betreuung
durch die
Beschwerdeführerin angewie
sen. Dies zeigt denn auch die Tatsache, dass die Beschwerdeführerin
schon
im Jahr 2008
–
also gerade
in dem Jahr, in dem die jüngere Tochter volljährig wurde
–
begann
,
ihr Pensum schrittweise zu erhöhen.
Das heisst schon damals wäre sie in der Lage gewesen, den Beschäftigungsgrad
hinaufzusetzen
. Dennoch reduzierte sie ihn noch vor der Hirnblutung freiwillig auf 40 %.
Damit ändert auch der
geltend gemachte,
zwischenzeitlich erfolgte faktische Auszug der jün
geren Tochter nichts daran, dass von einem Anteil der Erwerbstätigkeit von 40 % im Gesundheitsfall auszugehen ist.
Somit
ist die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Anwendung der gemischten Methode zur Invaliditätsbemessung mit Anteilen von 40 % Erwerbstätigkeit und 60 % Tätigkeit im Aufgabenbereich Haushalt nicht zu beanstanden.
4
.
4.1
Am
29. April 2011 (Urk. 9/14) informierten die Ärzte der Abteilung für Neuro
logie der Klinik
A._
die Beschwerdegegnerin über die Behandlung der Beschwerdeführerin. Nach einem stationären Aufenthalt
in ihrer Klinik
zwischen 18. Januar und 26. März 2011
se
i
die Beschwerdeführerin zwischen 28. März 2011 und 7. April 2011 ambulant behandelt
worden
.
Sie
diagnostizierten eine k
ombinierte
subarachnoidale
und intrakranielle Blu
tung rechts temporal bei
rupturiertem
Aneurysma der
Art
eria
cerebri
media
am
18. November 2010
und
attestierten in der angestammten T
ätigkeit als
Arzt
sekretärin
eine 100%ige Arbeits
un
fähigkeit vom 18. November 2010 bis min
destens 27. Mai 2011. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch zumutbar
, je nach Ergebnissen des therapeutischen Arbeitsversuches eventuell
in einem Pensum von 50 %
.
Mit einer Wiederaufnahme der Tätigkeit
in diesem Umfang
könne frühestens Anfang Juni 2011 gerechnet werden
.
4
.
2
PD
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Neurologie,
berichtete der Beschwerdegegnerin am 18. Mai 2011 (Urk. 9/16) über die Beschwerdeführerin
. Er diagnostizierte einen
Status nach
Subarachniodalblutung
dritten Grades gemäss
Hunt
-Hess-Skala
am 18. November 2010 bei
rupturiertem
Aneurysma der
mittleren Gehirn
-
schlagader
(MCA)
rechts.
Da die Behandlung noch nicht abgeschlossen sei, obliege d
ie Beurteilung der Arbeitsfähigkeit
dem behandelnden Neurochirurgen. Seines Erachtens sei die Patientin aktuell noch nicht arbeitsfähig. Eine zumindest teilweise Wiedererlan
gung der Arbeitsfähigkeit erscheine
realistisch
und sollte nach erfolgter Kalot
ten-Rekonstruktion
/-Reimplantation
angestrebt werden. Es sei noch mit einer Besserung zu rechnen.
4
.3
Am 23. Mai 2011 (Urk. 9/17) berichtete
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Innere Medizin, der Beschwerdegegnerin über die
hausärztliche
Behandlung der Beschwerdeführerin.
Ebenfalls g
estützt auf die Diagnose eines
Status nach Ruptur eines Ane
urysma
der MCA
attestierte
sie
der Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit als Arztsekretärin seit 18. November 2010
-
und bis auf weiteres
-
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
Die angestammte Tätigkeit sei zur
zeit nicht mehr zumutbar, wobei eventuell im Juli 2011 ein Arbeitsversuch unternommen werde.
In einer angepassten Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähig
keit im Umfang von ein bis zwei Stunden pro Tag.
4
.
4
Prof.
Dr.
D._
, Facharzt für Neurochirurgie, vom Zentrum für endoskopische und minimalinvasive Neurochirurgie der Klinik
E._
berichtete der Beschwerdegegnerin im September 2011 (Urk. 9/20) über die Behandlung der Beschwerdeführerin. Er stellte folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit.
Zustand nach schwerer
subarachnoidaler
und intrazerebraler Blutung bei
rupturiertem
Aneurysma der
Arteria
cerebri
media
Zustand nach Ausschaltung des Aneurysmas über
pterionalen
Zugangsweg am 18.11.2010
Zustand nach
osteoklastischer
Entlastungs-
Kraniekt
o
mie
bei postoperativer Schwellung am 20.11.2010
Anlage eines
ventrikuloperitonealen
Shuntes
bei
Hydrocephalus
malresorp
tivus
und Knochendeckel-Reimplantation am 11.1.2011
Zustand nach Schädelrekonstruktion mit
Titanium-Mesh
in neurochirur
gischer und kieferchirurgischer Zusammenarbeit am 23.5.2011
Er attestierte der Beschwerdeführerin eine
fort
dauernde Arbeitsunfähigkeit
seit 18. November 2010, wobei eine Wiederaufnahme der
angestammten
Tätigkeit
circa
Anfang
2012
geplant sei.
4
.
5
Am 27. Januar 2012 (Urk. 9/29) erstattete
Dr.
med.
F._
, Praktische Ärztin
und
medizinische
Gutachterin SIM
,
ein vertrauensärztliches Gutachten zuhanden
der Pensionskasse der Beschwerdeführerin. Gestützt auf die ihr zur Verfügung gestellten medizinischen Akten sowie die
persönliche Untersuchung vom
26. Januar 2012 stellte sie
die Diagnose eines
Status nach schwerer
subarach
noidaler
und intrazerebraler Blutung bei
rupturiertem
Aneurysma der
Arteria
cerebri
media
am 18.
November
2010
.
Sie attestierte der Besc
hwerdeführerin eine fortdauernde
Arbeitsunfähigkeit
von 100 %
, wobei nach Ausschleichen der antiepileptischen Therapie Mitte März 2012 und unter Fortführung der eingeleiteten Therapiemassnahmen mit einer Wiederaufnahme der angestammten Arbeitstätigkeit
ungefähr im Mai 2012 im zuletzt ausgeübten Pensum von 40 % mit entsprechender Leistung
gerechnet werden könne. Es bestünden keine Hinweise für eine
Berufsunfähigkeit
.
4
.
6
Mit ärztlichem Bericht vom 29. Januar 2012 (Urk. 9/28)
informierte
Dr.
med. C._
die Beschwerdegegnerin über die Behandlung der Beschwer
deführerin
.
S
ie
attestierte
der Beschwerdeführerin
gegenüber dem Vorbericht unverändert
eine andauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als Arztsekretärin und erachtete eine
von ihr nicht näher umschriebene
angepasste Tätigkeit in einem Umfang von ein bis zwei Stunden pro Tag als zumutbar.
4
.7
Im
Verlaufsbericht zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 24. August 2012 (Urk. 9/32/3 f.) stellte Prof.
Dr.
D._
zusätzlich
die Diagnose eines Zustandes nach seriellen komplex fokalen Anfällen im Mai 2012
nach Ausschleichen der antiepileptischen Medikation
.
4.
8
Am 8. Mai 2013 wurde
das
von der Beschwerdegegnerin
beim
Z._
in Auftrag gegebene
n
eurologisch-neuropsychologische
Gutachten
erstattet (Urk. 9/47)
. Dieses wurde
von
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Neurologie
,
sowie
Dr.
H._
, Diplompsychologin,
und
lic
. phil.
I._
, Fachpsychologin für Neuropsychologie FSP und neuro
psycho
logische Gutachterin SIM
,
verfasst und basiert auf den medizinischen
Vorakten
sowie persönlichen
Untersuchungen
vo
m 11.
und
13. Februar 2013 (Urk. 9/47
/1)
.
Dr.
G._
hielt im Rahmen der neurologischen Beurteilung fest
(Urk. 9/47/22-24), w
egen einer
Anfalls
erie
nach Ausschleichen der
antiepilep
tischen
Medikation
sei diese wieder aufgenommen worden
, mit dem Ergebnis, dass
die Beschwerdeführerin
seit einem Jahr anfallsfrei
sei
. Aufgrund einer
resi
duellen
Ataxie und Störung der Feinmotorik an der linken Hand, könne sie nicht mehr im professionellen Rahmen für das Schreiben von längeren Texten auf der Tastatur eingesetzt werden
(Urk
.
9/47/22).
Der aktuelle Zustand müsse nach zweijährigem Verlauf in etwa als Endzustand angesehen werden. Durch weitere Übung könne noch mit einer leichten Erholung gerechnet werden, sicherlich werde sie aber nicht mehr eine Fingerfertigkeit erreichen, die für eine
Berufsausübung als Sekretärin in der freien Marktwirtschaft ausreiche.
Relevant für die Reintegration in einen Beruf seien die zurückgebliebenen leichten neuropsychologischen Defizite. Eigenanamnestisch würden eine rasche Ermüdbarkeit und eine beeinträchtigte Konzentration beschrieben und schon in der Testsituation habe sich eine unterdurchschnittliche Arbeitsgeschwindigkeit gezeigt. In der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich verlangsamte Reaktionszeiten und eine erhöhte Fehleranfälligkeit sowie Auslassungen bei der geteilten Aufmerksamkeit ergeben. Diese Befunde seien mit der Arbeit als medizinische Sekretärin schlecht vereinbar, da sich diese Arbeit aus vielen Tätigkeiten zusammensetze, die parallel ablaufen müssten und zu viele Detail
-
informationen
aus verschiedenen Quellen auf einmal zu
memorisieren
seien.
Es bestehe nach wie vor eine Tagesmüdigkeit und ein erhöhtes Schlafbedürfnis, was sich erfahrungsgemäss nach einer Hirnverletzung
zumeist nur
wenig zurückbilde, womit eine 100%ige Arbeitstätigkeit sicherlich nicht zumutbar sei. Die Aufmerksamkeitsleistung bei hirngeschädigten Personen nehme in der zweiten Tageshälfte rasch ab
, weshalb
sie einen Mittagsschlaf einhalten
müss
ten, um
überhaupt noch einer Tätigkeit nachgehen
zu könn
en. Die erhobenen Befunde seien als leichte neuropsychologische Funktionsstörungen zu werten.
Weder in der neurologischen noch in der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich Diskrepanzen zu den Voruntersuchungen ergeben
.
Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte
Dr.
G._
einen Status nach kombinierter
subarachnoidaler
und intrakranieller Blutung rechts temporal bei
rupturiertem
Aneurysma der
Arteria
cerebri
media
am 18. November 2010. Keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mass sie de
m
Status nach Entlastungskraniotomie und Implantation
eines
ventrikulo
-peritonealen S
hunts am 20. November 2010,
d
em Status nach
Schädelkalottenrekonstruktion
und plastischer Korrektur mittels
autologem
Knochenimplan
tat am 11. Januar 2011 sowie d
em Status nach zweiter Korrektur mittels
Titanium-Mesh
am 12. Dezember 2011 bei.
In der bisherigen Tätigkeit sei bleibend von einer Arbeitsfähigkeit von 0 % auszugehen.
Für angepasste
Tätigkeiten
,
das heisst solche, bei denen weder
unter Zeitdruck
gearbeitet
,
noch
gleichzeitig
mehrere
Anforderungen
berück
sichtigt
werden müssten
(Urk. 9/47/23)
, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 40-50 %
.
D
iese
sollte
vorzugsweise auf vier bis fünfeinhalb Arbeitstage verteilt erbracht werden
(Urk. 9/47/25)
.
4.9
Im
August 2013 (Urk. 9/70) berichteten die Behandlungspersonen des
J._
über die durchgeführte Erg
otherapie. Sie führten aus,
im von der
Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebenen Gutachten würden erfreulicherweise alle geprüften neuropsychologischen Funktionen mit Ausnahme der ge
teilten Aufmerksamkeit sowie des
allgemeinen Arbeitstempo
s
unauffällige Werte zeigen. Die Resultate würden gut mit den in der Ergotherapie beobachteten Fortschritten im Bereich der einzelnen Funk
tionen korrelieren.
Die geteilte Aufmerksamkeit sowie das Arbeitstempo seien elementare Funk
tionen in ihrem angestammten Arbeitsbereich. Die noch vorhandenen Defizite in diesen Bereichen würden ein effizientes Arbeiten nach wie vor stark erschweren, was bei berufsbezogenen Arbeiten der Patientin im Sekretariat des Ambulatoriums deutlich zu erkennen gewesen sei.
4.1
0
PD
Dr.
B._
nahm a
m 1. September 2014
(Urk. 7/71)
erneut
zuhanden der Beschwerdeführerin
aus neurologischer Sicht
Stellung
zur Arbeitsfähigkeit. Er führte aus, die Beschwerdeführerin stehe seit November 2010 in seiner
Behand
-
lung
.
Residuell
bestünden
neuropsychologische Defizite sowie
eine
sympto
-
matische
Epilepsie mit komplex-fokalen Anfällen. Die Epilepsie sei seit Mai 2012 mit fortgeführter Medikation unter Kontrolle, das heisst, es bestehe Anfallsfreiheit. Er qualifiziere die
fortbestehenden, deutlich ausgeprägten
resi
duellen
neuropsychologischen Defizite als mittelschweres bis schweres
frontales Verhaltens-Ausfallsyndrom
.
Folglich erachte er die Arbeitsfähigkeit als nicht gegeben und könne die Attestierung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit nicht nach
vollziehen. Soweit ihm bekannt sei, seien die Kolleginnen und Kollegen des
J._
zu einer ähnlichen Schlussfolgerung gelangt.
5.
5.1
D
as neurologisch-neuropsychologische Gutachten des
Z._
wurde
durch eine versicherungsexterne Fachärztin für
Neurologie in Kooperation mit
zwei Psychologinnen, von denen die eine über eine Spezialisierung auf dem Gebiet der Neuropsychologie verfügt, und
auf der Grundlage
persönlicher
Untersu
chung
en
sowie in Kenntnis der medizinischen
Vorakten
erstellt. Unter Erörte
rung der erhobenen Befunde gelangt
e
die Neurologin
zum Ergebnis, dass
auf
grund der erhobenen Befunde und unter Würdigung der Ergebnisse der neu
ropsychologischen Testung
, namentlich Schwierigkeiten bei der geteilten Auf
merksamkeit und eine verlangsamte Arbeitsgeschwindigkeit,
in der ange
stammten Tätigkeit bleibend von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszu
gehen sei. Aufgrund einer fortbestehenden Tagesmüdigkeit und eines erhöhten Schlafbedürfnisses attestierte sie in angepasster Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit
von 40-50 %, wobei
sie deren Verwertung verteilt auf vier bis fünfeinhalb Arbeitstage
empfahl.
Bei einer Arbeitstätigkeit mit einem Pensum von 40-50 % bestehe im Haushalt keine Einschränkung.
W
eder in der neurologischen noch in der neuropsycho
logischen Untersuchung
seien
Diskrepanzen zu den Voruntersuchungen festge
stellt worden
(Urk. 9/47/2
3
f
f.
).
Die der angefochtenen Verfügung zugrunde liegende Annahme einer Verbesse
rung der Arbeitsfähigkeit ab 1. März 2013
wurde erst ab dem Zeitpunkt ange
nommen,
nachdem die dem Gutachten zugrunde liegenden persönlichen Untersuchungen am 11. sowie
am
13. Februar 2013
stattgefunden hatten, worauf
die Gutachterin gestützt darauf von einer aktuell bestehenden Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit von 40 bis 50 % ausging.
5.2
Die Beschwerdeführerin bringt dagegen vor, dass die Annahme einer 50%igen Arbeitsfähigkeit ab 1. März 2013
unzutreffend sei. Sie verwies
auf die Ausfüh
rungen des
behandelnde
n
Ergotherapeut
en
in seinem Zwischenbericht vom August 2013 (Urk. 9/70=Urk. 3/3)
- und damit rund ein halbes Jahr nach der Begutachtung -
in Bezug auf einen in seiner Praxis durchgeführten Arbeitsver
such, anlässlich dessen die Beschwerdeführerin ihr bekannte Arbeiten im Sek
retariat übernommen habe
. Darin werde ausgeführt, dass der Arbeitsversuch abgebrochen worden sei, da die
konzentrative
Belastbarkeit je nach Tagesform nach rund einer Stunde deutlich abgenommen habe.
Auch der
behandelnde Neurologe,
Dr.
B._
, habe ausgeführt, dass die Arbeitsfähigkeit nicht gegeben sei. Er könne die Attestierung einer 50%igen Arbeitsfähigkeit nicht nach
vollziehen
,
und er verwies auf die
Kolleginnen und Kollegen des
J._
sowie deren ähnliche
Schlussfolgerung (Urk. 9/71 = Urk. 3/4).
5.3
Wie im Gutachten eine Übereinstimmung der Ergebnisse der Exploration mit denjenigen der Voruntersuchungen festgestellt wurde, lässt sich auch d
em zitierten Zwischenb
ericht des Ergotherapeuten
vom August 2013 (Urk. 3/3)
ent
nehmen, dass
eine Kongruenz der
Ergebnisse aus der neuropsychologischen
Testung
mit den während der
T
herapie beobachteten
Fortschritten im Bereich der einzelnen Funktionen
bestand
.
Selbst
der erwähnte Abbruch des
Arbeits
versuches
spricht nicht gegen die Verwertbarkeit des Gutachtens.
Gemäss d
er Beschreibung
im Zwischenbericht hat nämlich
die Beschwerdeführerin
dabei ihr bekannte Sekretariatsarbeiten
verrichtet
und damit eine Tätigkeit, welche ihrer
a
ngestammten
zumindest
angenähert war
.
Dies
stimmt
exakt
mit der
Annahme im
Z._
-Gutachten
überein
,
dass
in der angestammten Tätigkeit bleibend kei
ne Arbeitsfähigkeit mehr besteht
.
PD Dr.
B._
führte
am
1. September 2014
(Urk. 3/4)
aus
, die
residuelle
n
neu
ropsychologischen Defizite
seien deutlich und bestünden leider fort, wobei
er von
ein
em
mittelschwere
n
bis schwere
n
frontale
n
Verhaltensausfallsyndrom
ausging
. Er legte
indessen
nicht dar, welche wichtigen Aspekte bei der Begut
achtung unerkannt geblieben oder nicht gewürdigt worden wären.
Soweit
er
auf die Ausführungen des
J._
-Ergotherapeuten
verweist
, ist
auch hier
darauf hin
zuweisen, dass diese nur die Arbeitsfähigkeit in angestammter Tätigkeit betref
fen
und damit nicht geeignet sind, das
Z._
-Gutachten in Zweifel zu ziehen
.
Da sich
Dr.
B._
nicht zu den Möglichkeiten der Beschwerdeführerin geäussert hat, in einer angepassten Tätigkeit zu arbeiten, verliert sein Einwand ebenfalls entscheidend an Gewicht. Denn darin sind die
Z._
-Gutachter mit
Dr.
B._
einig, dass in der angestammten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit besteht.
Schliesslich ist auch auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstel
lung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aus
sagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
5.4
Die Beschwerdeführerin rügt im Zusammenhang mit den von ihr mit der
Ein
wandbegründung
vom 3. September 2014 (Urk. 9/73) neu eingereichten Berichte
n
des Ergotherapeuten (Urk. 9/70) sowie des behandelnden Neurologen (Urk. 9/71) eine Verletzung des rechtlichen Gehörs, da diese von der
Beschwer
degegnerin
nicht berücksichtigt worden seien und sich in den nachfolgend zugestellten Verfahrensakten keine
diesbezügliche
Stellungnahme des Regiona
len Ärztlichen Dienstes der Beschwerdegegnerin (RAD) befinde, auf die in der
Verfügung
verwiesen worden sei.
Im Feststellungsblatt für den Beschluss
vom 5. Februar 2015
ist
indessen
nament
lich eine vom 15. September 2014
(Urk. 9/81/2).
datierende Anfrage an den RAD betreffend Vorbringen neuer, unberücksichtigter medizinischer Tat
sachen im Rahmen der Einwanderhebung enthalten. Diese wurde am 17. November 2014 vom RAD-Arzt med.
pract
.
K._
, Facharzt für Neurologie, dahingehend beantwortet, dass keine neuen, unberücksichtigten medizinischen Tatsachen vorgebracht würden
.
Wie dem Schreiben der Beschwerdegegnerin vom 24. April 2015 (Urk. 9/99) zu entnehmen ist, wurden der Beschwerdeführerin, auf deren Gesuch vom 21. April 2015 (Urk. 9/98) hin, sämtliche seit der letzten Akteneinsicht neu erstellten Verfahrensakten zuge
stellt.
Damit ist ausgewiesen, dass die Beschwerdegegnerin die neu eingereich
ten Berichte dem RAD zur Stellungnahme unterbreitet, dieser sich dazu geäus
sert hat und diese Vorgänge in den der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführe
rin zugestellten Verfahrensakten
festgehalten
sind.
Damit
erweist sich die
Rüge ein
er Verletzung des rechtlichen Gehörs als unbegründet.
5.5
Die Beschwerdeführerin beantragt
in Bezug
auf
die
Beurteilung ihrer
Arbeits
-
fähigkeit
die eigene Befragung sowie die Zeugenbefragung des behandelnden Ergotherapeuten sowie ihres Ehemannes.
Der Ergotherapeut hat sich bereits zweimal schriftlich zu den Ergebnissen der von ihm durchgeführten Behandlung geäussert. Zudem handelte es sich bei der Tätigkeit anlässlich des Arbeitsversuchs, wie unter E
.
5.4
ausgeführt, um eine
zumindest ähnliche, vergleichbare wie die
angestammte Tätigkeit
,
für welche gemäss
dem
Gutachten keine Arbeitsfähigkeit besteht
. Der anscheinend abge
brochene Arbeitsversuch erlaubt jedoch
– wie erwähnt -
keine Rückschlüsse in Bezug auf die zur Bestimmung des Invaliditätsgrades relevante Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit.
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sind
ihre
eigenen
Beobachtungen beziehungsweise Erfahrungen und
jene
ihres Ehemannes bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit von Vornherein nicht geeignet, um die Ergebnisse der neurologisch-neuropsychologischen Begutachtung in Zweifel zu ziehen.
Zudem
wurde
ja tatsächlich
festgestellt, dass die Beschwerdeführerin gewissen
Aufgabe
n
stellungen
nicht gewachsen war.
Damit sind von
den beantragten
Zeugeneinvernahme
n
des Ergotherapeuten
und des Ehemannes der Beschwerdeführerin
,
ebenso wenig wie von
deren
B
efragung
als Partei
,
neue
Erkenntnisse zu erwarten, welche etwas an der bestehenden Überzeugung des Gerichts ändern würden
.
Damit kann auf diese
Beweismass
nahmen
verzichtet
werden (
BGE 136 I 229 E. 5.3).
5.6
Zusammenfassend kann auf das neurologisch-neuropsychologische Gutachten des
Z._
abgestellt werden und nachdem die Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit als Bandbreite (40-50 %) angegeben wurde, ist vom Mittelwert und damit von 45 % auszugehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_193/2009 vom 20. August 2009 E. 1.3.1).
6.
6.1
Zur Bestimmung der invaliditätsbedingten Einschränkung im Aufgabenbereich der Haushaltsführung stellte die Beschwerdegegner
in auf den
Abklärungsbericht (Urk. 9/59)
ab, der
von einer
versicherung
s
internen
Fachperson
auf der Grund
lage eines am 29. Juli 2012
(Urk. 9/81/3)
im Haushalt der Beschwerdeführerin durchgeführten Augenscheins
erstellt wurde
.
6.2
Die Beschwerdeführerin
vertritt die Auffa
s
sung
, dass auf die Ergebnisse des Abklärungsberichts nicht abgestellt werden könne und stattdessen von einem Teilinvaliditätsgrad im Aufgabenbereich von 50 % auszugehen sei
.
Zur Begründung ihres Standpunktes bringt sie vor, dass sich ihr Arbeitstempo erheblich verlangsamt habe und sie auch in qualitativer Hinsicht das frühere Niveau nicht mehr annähernd erreichen könne.
Innerhalb kürzester Zeit habe sie die Fähigkeit verloren, sich auf eine Aufgabe zu konzentrieren. Zwar treffe es zu, dass sie theoretisch sämtliche Haushaltsaufgaben ausführen könne, sie könne diese allerdings nicht mehr alleine bewältigen, da sie jeweils zu langsam arbeite, dann schnell wieder ermüde und völlig
unfokussiert
werde. Die Haus
haltshilfe, welche vor Eintritt der Arbeitsunfähigkeit zu ihrer Entlastung einge
stellt worden sei, sei deshalb für die Bewältigung der Haushaltsarbeiten unent
behrlich geworden.
Diese
arbeite an rund fünf Stunden pro Woche und erledige sämtliche Putzarbeiten (Wohnungspflege wie Böden aufnehmen und staubsau
gen, Abstauben, das Reinigen von Fenstern und Bädern,
das
Beziehe
n von Bet
ten) sowie das Bügeln und
werde
bei diesen Tätigkeiten
von einem weiteren Beauftragten unterstützt. Mit der Pflege von Garten und Terrasse sei ein
Gar
tenbauunternehmen
betraut.
Der Ehemann könne die Beschwerdeführerin nicht zusätzlich entlasten, da er in einer anforderungsreichen Position als Chief Financial
Officer bei einer international tätigen Schweizer Firma angestellt sei
,
einen Drittel seiner Arbeitszeit auf Geschäftsreisen im Ausland verbringe und in der übrigen Zeit regelmässig Überstunden leisten müsse. Er habe seiner Ehefrau bereits sämtliche Administrativarbeiten abgenommen und sehe sich ausser
stande, seine Ehefrau bei der Haushaltsführung noch zusätzlich zu unterstützen. Auch die jüngere Tochter unterstütze ihre Mutter nicht im Haushalt, da sie nur noch selten vorbeikomme und ihren eigenen Haushalt bei ihrem Freund führen müsse.
6.3
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28
Abs.
1
lit
. b IVG entspricht der Einbusse an funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufga
benbereich (Art. 6 ATSG; BGE 105 V 156 E. 2a). Bei der Bemessung der Invali
dität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht
von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem Leistungsansprecher im Rahmen der
Schadenminde
rungspflicht
Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhal
tensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die ver
sicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit einteilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familien
angehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt tätigen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen
Entlöh
nung
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiese
nermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichtigende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine vernünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Ver
sicherungsleistungen zu erwarten wären. Dabei darf nach der Rechtsprechung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht nicht etwa die Bewältigung der Haushalttätigkeit in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die übrigen Familienmitglieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Famili
enmitglied finden lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der ent
sprechenden Teilfunktion in Frage kommt. Schliesslich vermag die Tatsache, dass sich die der Rechtsprechung zugrunde liegenden, in Art. 159
Abs.
2 und 3 ZGB zwischen den Ehegatten und in Art. 272 ZGB zwischen Eltern und Kindern statuierten Beistandspflichten nicht unmittelbar durchsetzen lassen (d.h. weder klagbar noch vollstreckbar sind), sondern nur freiwillig erfüllt werden können (
Honsell
/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, 3. Aufl., Basel 2006,
N.
9 zu Art. 272 ZGB;
Bräm
/
Hasenböhler
, Zürcher Kommentar, 3. Aufl., Zürich 1998,
N.
168 zu Art. 159 ZGB), an der Schadenminderungspflicht der im Haushalt beschäftigten Versicherten nichts zu ändern. Denn wie auch im Erwerbsbereich darauf abzustellen ist, ob die verbleibende Erwerbsfähigkeit auf einem ausge
glichenen Arbeitsmarkt grundsätzlich verwertbar ist, unabhängig davon, ob eine solche Anstellung rechtlich durchsetzbar ist, ist auch in Bezug auf den
Haushaltbereich davon auszugehen, was in der sozialen Realität üblich und zumutbar ist, unabhängig davon, ob eine Mithilfe rechtlich durchsetzbar ist (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_729/2009 vom 30. November 2009 E. 4.1-3).
6.4
Dem Abklärungsbericht Haushalt, welcher auf den Angaben der Beschwerde
-
führerin
basiert, ist zu entnehmen, dass sie grundsätzlich alle im Haushalt anfallenden Arbeiten erledigen könne. Bei gründlichen Reinigungsarbeiten in der Küche
werde sie schnell müde und müsse diese deshalb in Etappen erledigen. Die Abklärungsperson erachtet deren Erledigung in Etappen
indessen
als zumutbar
. Dem ist zuzustimmen
.
Ebenfalls ist in Rechnung zu stellen,
dass die Haushaltshilfe, welche auch Arbeiten ausübt, bezüglich derer die Beschwerdeführerin
keine Einschränkungen angab, namentlich Fenster- und Badreinigung sowie Abstauben,
und
pro Woche rund fünf Stunden im Haushalt
der Beschwerdeführerin tätig ist, weiterhin falls nötig in Anspruch genommen wird, zumal
die Beschwerdeführerin bereits vor ihrer Erkrankung gewisse Arbeiten an die Haushalthilfe delegiert
hatte
(
Urk.
1,
S. 8
Rz
. 18
).
Wie dem Abklärungsbericht im Haushalt entnommen werden kann, wurde
denn auch
der
bisherige
Aufgabenbereich der Haushaltshilfe als Folge der Erkrankung lediglich um Bügelarbeiten erweitert, wobei die Hemden des Ehemannes der Beschwerdeführerin davon ausgenommen sind und bereits zuvor in die Wäscherei gegeben wurden (Urk. 9/59/6).
Somit ist
lediglich noch die Wäsche eines Zweipersonenhaushaltes
zu bewältigen
, wobei mit den Hemden des Ehe
mannes ein anspruchsvoller Teil wegfällt
. I
n Bezug auf
die
Bügelarbeiten,
wel
che
allenfalls in Etappen
und/
oder unter Einbezug des Ehemannes
ausgeführt werden können
,
resultiert somit keine ins Gewicht fallende
Einschränkung
. Auch
eine allfällig erforderliche Mithilfe beim von der Beschwerdeführe
rin als anstrengend empfundenen
Wechseln der Bettwäsche ist dem Ehemann
ohne
Weiteres
zumutbar.
In Bezug auf die Pflege des Aussenbereichs sind dem Abklärungsbericht keine Einschränkungen zu entnehmen (Urk. 9/59/6).
Die
Beauftragung von Drittpersonen
zur Hilfe
in Haushalt und Garten
, welche schon bisher erfolgt ist, bleibt ebenfalls weiterhin zumutbar. Ansonsten
ergeben sich keine Hinweise darauf, dass die Beschwerdeführerin in der Haushaltsfüh
rung in einem Mass eingeschränkt wäre, welches
das
zumutbare
Mass an
Mit
hilfe
durch den Ehemann übersteigen würde
.
Diesbezüglich ändert auch ein zwischenzeitlich erfolgter faktischer Auszug der jüngeren Tochter nichts
,
zumal sich dadurch gewisse Haushaltarbeiten erübrigt haben müssen
.
6.5
Die Beschwerdeführerin beantragt
in Bezug auf ihre Tätigkeit im Aufgaben
bereich Haushalt
die
Befragung ihrer Haushalthilfe, eines ebenfalls von ihr beauftragten Reinigungsdienstleisters sowie ihres Gärtners
.
Darauf kann
verzichtet werden
.
D
iese
würde
n
nichts an der
aufgrund der beste
henden Akten
lage
gebildeten Überzeugung des Gerichts ändern,
dass
die
Be
schwerdeführer
in
im Aufgabenbereich nicht
wesentlich
eingeschränkt ist
,
falls
sie erstens weiterhin die ihr bisher zugekommene Hilfe in Anspruch nimmt und diese zweitens punktuell durch den Ehemann, durch die Tochter oder durch Dritte verstärkt wird respektive – was die Hilfe Dritter angeht – noch mehr auf die der Beschwerdeführerin nicht mehr ohne weiteres möglichen Verrichtungen konzentriert wird. Was die Tochter betrifft, so ist deren zeitweise Hilfe auch noch zumutbar, wenn sie nicht mehr vollumfänglich zu Hause, aber in mit zumutbarem Aufwand überbrückbarer Distanz vom Elternhaus wohnt.
Damit
ist mit der Beschwerdegegnerin von einem Teilinvaliditätsgrad von 0 %
im Aufgabenbereich Haushalt
auszugehen
.
7.
7.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine
ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie ni
cht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
7.2
Die ärztlich attestierte
vollständige
Arbeitsunfähigkeit
in der angestammten Tätigkeit
begann am 1
8
.
November 2010
(Urk.
9
/
13/8
) und die Anmeldung zum Leistungsbezug bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung erfolgte am
20. Februar 2011 (Urk. 9
/
3
). Unter kumulativer Berücksichtigung des invaliden
versicherungsrechtlichen Wartejahrs (Art. 6 ATSG in Verbindung mit Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG), sowie der Frist von sechs Monaten zwischen der Anmeldung
zum Leistungsbezug und der Entstehung des Rentenanspruchs (Art. 29 IVG), ergibt sich ein frühestmöglicher Rentenbeginn am 1.
November
201
1.
Die
von der Beschwerdegegnerin vorgenommene
Bestimmung des
Validenein
kommens
auf der Grundlage der Einkommensangabe des Arbeitgebers für
ein Pensum von 40 % als Arztsekretärin im
Jahr 2011 (Urk. 9/
12/3
) unter Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung
erweist sich
grundsätzlich
als korrekt
.
Diese belief sich im Vergleich
zum
Jahr 2012 auf dem definitiven Wert von 1,0 %
und
für das
Jahr 2013
auf den
definitive
n
Wert
von
0
,7 %
(
Bundesamt für Statistik, Lohnentwicklung 201
5
, T
2
.1.10, Nominallohnindex
nach Geschlecht,
2016)
.
Damit ergibt sich das hypothetische
Valideneinkommen
im Jahre 2013 aus folgender Rechnung:
Fr. 30‘224.35 x 1
,
01 x 1
,
007 = Fr. 30‘740.28
7.3
Gestützt auf das Gutachten des
Z._
ging
die Beschwerdegegnerin bis
zum
28. Februar 2013
, dem letzten Tag des Monates, in welchem die Untersuchun
gen der Versicherten erfolgten,
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin und damit davon aus, dass es
dieser
in diesem Zeitraum
gar
nicht zumutbar war, ein Erwerbseinkommen zu erzielen.
Entsprechend
bestand
in dieser Periode im Erwerbsbereich aufgrund von dessen Gewichtung mit 40 %
ein Teilinvaliditätsgrad von
40
%
, was zum Bezug einer
Viertelsrente
berechtigt.
Da eine Verbesserung des Gesundheitszustandes erst drei Monate nach deren Eintritt zu berücksichtigen ist (Art. 88a Abs. 1 IVV), ist
auch für die Monate März, April und Mai 2013 noch von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit auszu
gehen und es ist
das ab dem 1. Juni 2013 erzielbare Invalideneinkommen zu bestimmen.
Weil
die
Beschwerdeführer
in
seit dem Eintreten der Arbeitsunfähigkeit im November 2010
keiner Erwerbstätigkeit
mehr
nachgeht
,
ist das
ab dem
1. Juni 2013 erzielbare
Invalideneinkommen auf der Grundlage der
Lohnstrukturer
hebung
des Bundesamtes für Statistik
(LSE)
zu bestimmen
(BGE 126 V 75
E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
Da die Verfügung
am 2
.
April
201
5
, und damit nach dem 22. Oktober 2014 (Stichtag für die Anwendung der LSE 2012
gestützt auf das IV-Rundschreiben Nr. 328 von diesem Datum
),
erlassen wurde
, findet
nicht die LSE des Jahres 2010
,
sondern diejenige des Jahres 2012 Anwendung
(BGE 142 V 178
E. 2.5.8.1, IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 22. Oktober 2014
S. 1 unten
).
Für das von der
Beschwerdeführer
in
weiterhin erzielbare Ein
kommen ist auf die Tabelle T1_skill_level, Kompetenzniveau 1,
Frauen
, mit
einem Bruttomonatslohn von
Fr. 4
‘2
28
.-- abzustellen. Das Kompetenzniveau 1 der LSE 2012 entspricht dem Anforderungsniveau 4 in den LSE vor 2012
(IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 22. Oktober 2014), a
uf welches in der angefochte
nen Verfügung abgestellt wurde. Da die LSE 2012 auf einer Wochenarbeitszeit von 40 Stunden basiert, ist der ermittelte Tabellenwert auf die effektive bet
riebsübliche Arbeitszeit von 41,
7 Wochenstunden (
Die Volkswirtschaft
, a.a.O.,
12
-
2014, S. 92
Tab. B9.2
) umzu
rechnen.
Auch das Invalideneinkommen ist aufgrund eines Pensum
s
von 40 % zu bestimmen.
Zudem
ist die zwischen 2012 und 2013 eingetretene
Nominal
lohnentwicklung
von 0
,
7 %
zu berücksichtigen
(Bundesamt für Statistik, a.a.O.)
.
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, dass die von der Gutachterin beschriebene optimal angepasste Tätigkeit im heutigen Arbeitsumfeld nicht existiere,
ist
dem zu entgegnen, dass das trotz der gesundheitlichen Beeinträch
tigung
zumutbarerweise
erzielbare Einkommen bezogen auf einen ausgegliche
nen Arbeitsmarkt zu ermitteln ist, wobei an die Konkretisierung von
Arbeits
gelegenheiten
und Verdienstaussichten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (BGE 138 V 457 E. 3.1) und
zudem
die Tatsache der Einschränkung des möglichen Betätigungsfeldes
von der IV-Stelle
mit einem leidensbedingten
Abzug von 20 % angemessen berücksichtigt
wurde
.
Das Invaliden
einkommen (jährliches Bruttoein
kommen) resultiert damit aus der folgenden Rechnung:
0,4 x
12 x
0,8 x
Fr.
4
‘2
28
.-- / 40 x 41.7 =
Fr.
16‘925.53
Für den Zeitraum ab dem 1. Juni 2013 steht einem
Valideneinkommen
von Fr. 30‘740.28 ein Invalideneinkommen von Fr. 16‘
925.33 gegenüber. Damit resultiert der Teilinvaliditätsgrad im mit 40 % zu gewichtenden Erwerbsbereich aus folgender Rechnung:
0,4 x
(1- (Fr. 16’925.33/Fr. 30‘740.28)
x 100
=17,
98 %.
7.4
Im
Zeitraum zwischen dem 1. November 2011 (frühestmöglicher Rentenbeginn) und dem 31. Mai 2013
ergibt sich aus der Addition der Teilinvaliditätsgrade von 0 % im Aufgabenbereich Haushalt und 40 % im Erwerbsbereich ein
Invali
ditätsgrad
von 40 %
und damit
ein
Anspruch auf eine
Viertelsrente
der Invali
denversicherung
.
Ab dem 1. Juni 2013 ergibt sich
in
der Summe der Teilinvaliditätsgrade von 0 % im Aufgabenbereich Haushalt und 17.98 %
ein
Invaliditätsgrad von 18 % (
BGE 130 V 121 E. 3.2
), welcher nicht zum Rentenbezug berechtigt.
Die angefochtene Verfügung ist damit
nicht zu beanstanden
und die Beschwerde abzuweisen.
8.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der
Invalidenversiche-rung
vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--
festge
-setzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr.
800.-- als
ange
-messen.
Entsprechend dem Verfahrensausgang sind die Kosten der
Beschwerde-fü
hrer
in
aufzuerlegen und es ist ihr
zufolge Unterliegens keine
Parteientschädi-gung
zuzusprechen.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
der
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
Rechtsanwältin
Dr.
Lucy Gordon
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4
.