# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2afc57d7-3a66-4769-9e14-e3363138fb7e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1974,
ist gelernter
Koch und war zuletzt von Mai bis Oktober 2017 ein einem Pensum von 50
%
bis 70
%
als Koch und Allrounder bei der
Y._
tätig (
Urk.
6/8
Ziff.
5.
3-
4).
U
nter Hinweis auf eine seit 1995 bestehende Gicht, eine Arthrose sowie
eine Pseudogicht
meldete sich der Versicherte am
1
1.
Februar 2018
bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an (
Urk.
6/8). Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
tätigte
medizinisc
he und
b
eruflich-erwerbliche Abklärungen
, wobei sie u
nter
anderem
eine Potentialerhebung
durch die
Stiftung
Z._
(
Urk.
6/38
-39
), sowie eine Haushaltabklärung
(6/56)
veranlasste
. Am 1
2.
Oktober 2018 schloss die IV-Stelle die beruflichen Massnahmen ab (
Urk.
6/41).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
6/60-61,
Urk.
6/67)
verneinte sie
mit Verfügung vom
5.
Novem
ber 2019
(
Urk.
6/73 =
Urk.
2)
einen Rentenanspruch.
2.
Der Versicherte erhob am
5.
Dezember 2019
Besch
werde gegen die Verfügung vom
5.
November 2019
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben
,
und es sei ihm
eine Rente zuzusprechen. Eventuell sei die Sache zu ergänzenden Abklärun
gen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen
(
Urk.
1 S. 2 Mitte
).
Die IV-Stelle beantra
gte mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Januar 2020
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer
am
6.
April 2020 zur Kenntnis gebracht, mit dem Hinweis, dass der beantragte (
vgl.
Urk.
1 S.
2
unten) zweite Schriftenwechsel
nicht als erforderlich erachtet werde, es den Parteien jedoch unbenommen bleibe, sich nochmals zur Sache zu äussern
(
Urk.
7)
. Mit Eingabe vom 1
6.
April 2020 (
Urk.
8) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen und Ausführungen fest, was der Beschwerdegegnerin am 2
1.
April 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
10).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Sowohl bei der erstmaligen Prüfung des Rentenanspruchs als auch bei der Rentenrevision und im Neuanmeldungsverfahren ist die Methode der Invalidi
tätsbe
messung (
Art.
28a IVG) zu bestimmen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 117 V 198 E. 3b).
Die für die Methodenwahl (Einkommensvergleich, gemischte Methode, Betäti
gungsvergleich) entscheidende Statusfrage, nämlich ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, beurteilt sich danach, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umstän
den täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist somit nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch erwerbstätig wäre. Massgebend sind die Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben, wobei für die hypo
thetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit der im Sozialversicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit erforderlich ist (BGE 144 I 28 E. 2.3, 141 V 15 E. 3.1, 137 V 334 E. 3.2, 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b).
Die Beantwortung der Statusfrage erfordert zwangsläufig eine hypothetische Beurteilung, die auch die hypothetischen Willensentscheidungen der versicherten Person zu berücksichtigen hat. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen wesensmässig einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in der Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden (vgl. BGE 144 I 28 E. 2.4).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, der Beschwerdeführer
könne seine bisherige Tätigkeit
als Koch und Allroun
der seit
dem
1
5.
Oktober 2017
nicht mehr ausüben
.
Gemäss
Beurteilung ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (
RAD
) sei ihm eine körperlich leichte, wechselbe
lastende Tätigkeit zu 50
%
zumutbar
.
Da
der Beschwerdeführer
im Gesundheits
fall
zu 50
%
einer E
rwerbstätigkeit
und die restliche Zeit
seinen
F
reizeitbeschäf
tigungen nachgehen
würde, sei der
gestützt
auf
die vom Bundesamt für Statistik herausgegebene Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE)
errechnete
Invalidi
tätsgrad
von 38
%
in das Verhältnis zu
der 50%igen Erwerbstä
tigkeit zu setzen, womit ein massgebender Invaliditätsgrad von 19
%
resultiere
(S. 2 oben)
. Ein Betätigungsvergleich sei nicht angezeigt, da der Beschwerdeführer nie Hausmann gewesen sei (S. 2 unten)
.
Daran hielt die Beschwerdegegnerin in der Beschwerde
antwort (
Urk.
5) fest.
2.2
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde (
Urk.
1
) demgegenüber gel
tend, b
ereits in jungen Jahren seien gesundheitliche Beschwerden in Form von Gichtschüben aufgetr
eten
, die ihn über die Jahre mehr und mehr dazu gezwungen hätten, sein Pensum als Koch zu reduzieren.
Der Invaliditätsgrad
sei klar nach
der allgemeinen Methode der Invaliditätsbemessung
zu ermitt
eln, da er als Gesunder zu 100
%
als Koch tätig wäre
und damit als Vollerwerbstätiger zu qua
lifizieren sei. Dem
entsprechend wäre gar keine Haushalta
bklärung notwendig gewesen.
Abgesehen davon sei diese nicht korrekt vorgenommen worden.
Eine eigentliche Abklärung der Einschränkung
en sei nicht erfolgt
. Hauptthema sei die Qualifikation gewesen und diesbezüglich seien die Darstellungen im Bericht nicht nachvollziehbar und stünden in klarem Widerspruch zu seinen Angaben anläss
lich des Standortgesprächs.
Selbst unter der bestrittenen Annahme
einer Teil
zeiterwerbstätigkeit im Gesundheitsfall sei die Annahme eines lediglich 50%igen Pensums
sodann
völlig unrealistisch (
S. 4 f
f.
Ziff.
II.1
lit
. a-m
)
. Weiter sei es
über
wiegend wahrscheinlich, dass eine allfällige medizinisch theoretische Restarbeits
fähigkeit nicht verwertbar und entsprechend der Anspruch auf eine ganze Rente ausgewiesen sei (S. 9 f.
Ziff.
II.2
lit
. a-b
).
Schliesslich leide auch die von der Beschwerdegegnerin vorgenommene Invaliditätsbemessung an
–
näher dargeleg
ten - Mängeln
(S. 10 ff.
Ziff.
II.3
lit
. a-c)
.
In seiner
Stellungnahme vom
1
6.
April 2020 (
Urk.
8) bekräftigte der Beschwerdeführer seinen Standpunkt, namentlich in Bezug auf die sozialversicherungsrechtliche Qualifikation.
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers und in diesem Zusammenhang insbesondere, nach welcher Methode die Invalidität zu bemessen ist
, sowie
wie es sich mit der Restarbeitsfähigkeit verhält
.
3.
3.1
Am 2
5.
Januar 2018
(
Urk.
6/1/1)
berichtet
e
der Hausarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, der Beschwerdeführer leide an einer schweren
polyartikulären
Arthritis mit starker Bewegungseinschränkung. Ab Mitte O
ktober 2017 sei er mehrfach zu Rehabilitationszwecken hospitalisiert gewesen
.
Gemäss (unvollständigem) Austrittsbericht der
B._
, Fachklinik für Rehabilitation, Rheumatologie und Osteoporose, vom
5.
Januar 2018 (
Urk.
6/
1/2-3) weilte der Beschwerdeführer v
om 1
5.
b
is 2
2.
Dezember 2017
in der
B._
. Gemäss Bericht vom 1
8.
Januar 2018 (
Urk.
6/1/6-9) war er auch vom 2
2.
Dezember 2017 bis 1
8.
Januar 2018 dort hospitalisiert
.
V
om 2
2.
Dezember 2017 bis 2
6.
Januar 2018
attestierten die Ärzte der
B._
dem Beschwerdeführer eine volle Arbeitsunfähigkeit
(
Urk.
6/1/10).
3.2
Am 2
0.
März 2018
(
Urk.
6/12)
berichtete
Dr.
A._
,
d
er Beschwerdeführer habe bis Oktober
2018
(gemeint wohl: 2017)
als Koch mit abnehmendem Einsatz gearbeitet
(
Ziff.
3.2). Seit
dem
1
5.
Oktober 2017
sei er zu
10
0
%
arbeitsunfähig
(
Ziff.
1.3).
In der Funktion eingeschränkt seien vor allem beide Fussgelenke sowie das linke Knie (
Ziff.
3.4).
Die b
isherige Tätigkeit
sei dem Beschwerdeführer
nic
ht mehr zumutbar. Auch Computer
arbeit
sei
schwierig
aufgrund von Schmerzen im Zeige
-
und Mittelfinger der dominanten rechten Hand (
Ziff.
4.1-2).
3.3
Im Bericht vom
5.
Juli 2018 (
Urk.
6/42/5-6) über die gleichentags erfolgte Unter
suchung nannte
PD
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
I
nstitut
D._
,
folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
-
schwerste
Polyarth
ro
se beider Füsse
mit:
-
tibiotalarer
,
subtalarer
,
Chopart
- und
Lisfrancgelenksarthrose
-
Arthrose des
1.
Metatarsophalangealgelenks
(
MTP-I-Arthrose
)
bei:
-
r
ezidivierender,
polyartikulärer
Kristallarthropathie
mit Gicht
schüben und Kalziumpyrophosphatkristall-Arthritis und
Hydroxylapatitkristall
-Arthritis
.
PD
Dr.
C._
führte aus, angesichts der globalen Erkrankung seien vor allem beschwerdelindernde Massnahmen notwendig, primär eine konservative Mass
schuh-Anfertigung. Aufgrund der nicht ganz
unerheb
lichen Operationsr
isiken sei eine operative Versorgung mit einer Totalprothese des oberen Sprunggelenks (OSG) und Double-
Arthrodese
erst nötig, wenn die konservativen Therapie
vers
u
c
he versagt hätten (S. 2 oben).
3.4
Am 2
5.
Juli 2018 (
Urk.
6/42/4
) ersuchte
Dr.
med.
E._
,
Facharzt für
Rheumatologie,
die ärztliche Leitung der
Universitätsklinik
F._
um eine ergänzende Beurteilung im Hinblick auf zusätzliche rehabilitative M
assnahmen. Dies
aufgrund der deutlichen Limitation des Beschwerdeführers mit auch zuneh
menden und sch
weren Mobilitätseinschränkungen
.
Dr.
E._
nannte folgende
Diagnosen:
-
rezidivierende
polyartikuläre
Kristallarthropathie
mit
-
Gichtarthropathie
mit rezidivierenden Schüben
-
Komponente mit Kalziumpyrophosphatkristallarthritis und
Hydroxyla
patitkristallarthritis
-
schwere symptomatische Arthrosen des OSG und des unteren Sprungge
lenks (USG) beidseits, rechtsbetont
-
Diabetes mellitus Typ II
.
3.5
Im Bericht über die Rheumatologie-Sprechstunde vom 1
9.
September 2018 (
Urk.
6/42/7)
empfahl
PD
Dr.
med.
G._
, Chefarzt Rheumatologie, Universitätsklinik
F._
,
die Weiterführung der ambulanten Physiotherapie mit Mobilisation der betroffenen Gelenke und – falls im Verlauf möglich – Belas
tungsaufbau. Eine erneute stationäre Rehabilitation erachtete er
zur Zeit
nicht
als
sinnvoll
(S. 2 Mitte).
3.6
Im
Schlussbericht
der
Z._
vom
4.
Oktober
2018
über
die
vom
3.
bis
2
8.
Sep
tember 2018 durchgeführte
Potenzialerhebung
(
Urk.
6/38
, vgl. auch
Urk.
6/39
) wurde ausgeführt,
grundsätzlich sei eine Eingliederung
möglich,
wobei es auf das
Tätigkeitsfeld
ankomme
.
Die Fähigkeiten, Ressourcen und Stärken des Beschwer
deführers lägen eher im manuellen Bereich. Es dürften
jedoch keine Arbeiten
sein, welche seine
Hände über längere Zeit zu
sehr in Anspruch nähmen
.
Zudem sollte es eine Tätigkeit sein, die abwechselnd sitzend und stehend verrichtet werden könne. Von einer
Bürotätigkeit
müsse abgesehen werden, da der Beschwerdefüh
rer über keinerlei administrative Kenntnisse verfüge
.
Der Arbeitsplatz sollte auf jeden Fall in der Nähe seines Wohnortes und
gut zu Fuss erreichbar sein. W
ichtig sei zudem ein Umfeld, in dem die Zusammenarbeit mit Männern überwiege (S. 5 oben). Grundsätzlich werde einer Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt zuge
stimmt. Aufgrund der Beeinträchtigungen liege ein sinnvolles Arbeitspensum zwischen 50
%
und 60
%
.
Die restliche Zeit solle genutzt werden, um weiterhin die Physiotherapie zu besuchen und sich für den
nächsten Arbeitstag auszuruhen
(S. 5 unten).
Eine Rückkehr in den angestammten Beruf als Koch sei weder sinn
voll noch zielführend. Eine Tätigkeit, bei welcher der Beschwerdeführer seine Kompetenzen aus dem alten Beruf anwenden könne, beispielsweise in einer Bäckerei oder anderen Lebensmittelbetrieben, wo Sandwiches, Salate und andere Snacks vorbereitet würden, sei jedoch eine mögliche Chance (S. 6 oben).
3.7
Dem Verlaufsprotokoll
zur
durchgeführten Berufsberatung (
Urk.
6/40) ist zu ent
nehmen, dass die Beschwerdegegnerin vom Verantwortlichen des von ihr für den Beschwerdeführer ins Auge gefassten Wiedereingliederungsbetriebs am 1
1.
Oktober 2018
dahingehend
informiert wurde, dass er
zur Zeit
keine Möglich
keit sehe, den Beschwerdeführer in den ersten Arbeitsmarkt
einzugliedern. Es best
ehe eine Mehrfachproblematik. Der Beschwerdeführer könne kaum gehen, kaum Treppen steigen und da er sich mit
Krücken
bewege, könne er
auch nichts tragen
. Er habe Weichteilrheuma im Nacken und könne keine feinmotorischen Arbeiten ausüben. An seinem Handy habe er einen Ring angebracht, damit ihm dieses nicht aus der Hand falle. Zudem könne er zwei Finger der rechten Hand nicht isoliert bewegen. PC-Kenntnisse habe er keine (S. 4 f.).
3.8
Am 1
9.
November 2018 (
Urk.
6/
42/
1-3, Eingangsdatum) berichtete
Dr.
A._
(vorstehend E. 3.1), der
Zustand
des Beschwerdeführers habe sich
verschlechtert
(
Ziff.
1.1). Die Funktion der rechten Hand sei stark reduziert und der Beschwer
deführer könne nicht mehr als 30 Minuten sitzen (
Ziff.
2.1).
Auch die Ausübung einer
angepasste
n
Tätigkeit
sei ihm
nicht möglich (
Ziff.
4.2).
3.9
Am
8.
Januar 2019 (
Urk.
6/45) berichtete
Dr.
E._
(vorstehend E. 3.4
), seit März 2018 fänden regelmässige rheumatologisch
e
Kontrollen und Behandlungen statt (
Ziff.
1.1). A
ufgrund d
er schweren sekundären Polyarth
r
o
se und der rezidi
vierenden Arthritis-Schübe
zwischen 2016 und Sommer 2018
sei aus
rheumato
logischer Sich
t
eine Arbeitsfähigkeit
in einer mittelschweren bis schweren kör
perliche Tätigkeit nicht gegeben
. Formal
wäre eine
wechselbelastende Tätigkeit von niedriger Intensität möglich (
Ziff.
5)
.
3.10
Der RAD-Arzt führte in seiner Stellungnahme vom 3
1.
Januar 2019 (
Urk.
6/59 S.
4 f.) aus, in der bisherigen Tätigkeit als Koch sei der Beschwerdeführer seit 1
5.
Oktober 2017 zu 100
%
arbeitsunfähig.
Mit Verweis auf die Potenzialerhe
bung durch die
Z._
attestierte er
ihm
i
n einer leichten, wechselbelastenden Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
bis 60
%
.
3.1
1
Im Bericht vom
5.
März 2019 über die gleichentags durchgeführte Haushaltab
klärung (
Urk.
6/56)
qualifizierte die Abklärungsperson
den Beschwerdeführer als zu 50
%
im Erwerbsbereich
Tätigen. Die anderen 50
%
schrieb sie der Freizeit zu und
verneinte diesbezüglich eine
invalidenversicherungsrechtlich
e Relevanz (S. 5
Ziff.
2.6).
3.12
In einem v
on der Rechtsvertreterin
des Beschwerdeführers bei
Dr.
E._
(vorstehend E.
3.4
)
eing
eholten
A
uszug aus der Krankengeschichte
des Beschwer
deführers
betreffend eine
(soweit ersichtlich bei einer/m gewissen
Dr.
H._
erfolgte)
Konsultation vom 1
1.
Dezember 2
012 (
Urk.
6/66/2-4)
wurde in der Anamnese unter anderem ausgeführt, 1995
sei es zu einem erstmaligen Gicht
schub am MTP I rechts gekommen. Der Beschwerdeführer
klage seit Jahren über Polyarthralgien mit intermittierenden entzündlichen Schüben.
Diese träten hauptsächlich in den Sprunggelenken und Grosszehengrundgelenken beidseits auf. Die Beschwerden in den anderen Gelenken (Knie beidseits, Ellenbogen beid
seits und rechte Hand) seien eher chronischer Natur. Eine Behandlung mit
Mephanol
vor Jahren habe der Beschwerdeführer wegen fehlender Besserung wieder abgesetzt. Aktuell bestehe keine fixe Medikation, es erfolge eine Selbstbe
handlung mit
Algifor
forte, wobei der Beschwerdeführer die Schmerzen seit sechs Wochen nicht mehr wegbekomme. 2010 sei der Beschwerdeführer im Spital
I._
und 2009 im Spital
J._
hospitalisiert gewesen. Aktuell verspüre er die meisten Beschwerden im rechten Sprunggelenk und im
Vorfuss
so
wi
e auch in der
rechten
Hand mit Flexionsdefizit. Er entlaste sich an zwei Stöck
en (
Urk.
6/66/2 oben). Im Bericht wurden
f
olgende
(verkürzt wiedergege
b
ene)
Diagnosen genannt (
Urk.
6/66/3 Mitte):
-
chronische
tophöse
und
erosive
Gichtarthropathie
, Erstmanifestation (EM) 1995
-
subakutes
lumbovertebrales
Syndrom
-
chronisches
zerv
ikovertebrales
Syndrom
3.13
In seiner Stellungnahme vom 2
7.
August
2019 (
Urk.
6/71 S. 3 unten
) führte der RAD-Arzt aus, aus den
von
Dr.
E._
eingereichten Unterlagen aus dem Jahr 2012
(vorstehend E. 3.12)
ergäben sich keine neuen richtungsweisenden
medizi
nischen Aspekte.
3.14
Die Abklärungsperson des Aussendienstes hielt in ihrer
Stellungnahme
vom 1
6.
September 2019 an der vorgenommenen Qualifikation gemäss Haushaltab
klä
rungsbericht (vorstehend E. 3.11
) fest
(
Urk.
6/71 S. 3 unten, S. 4 oben)
.
4.
4.1
Für die Beurteilung der Statusfrage massgebend ist,
in welchem Umfang
der
B
eschwerdeführer
ohne gesundheitliche Bee
inträ
chtigung überwiegend wahr
scheinlich erwerbstätig wäre
(vgl. vorstehend E. 1.3).
4.2
Aktenkundig ist, dass der Beschwerdeführer von August 1990 bis August 1993 eine Kochlehre
beim Verein
K
._
absolvierte (
Urk.
6/8
Ziff.
5.3,
Urk.
6/21/1).
Bereits kurz
e Zeit
nach seinem Leh
rabschluss erlitt
er
im Jahr 1995
einen ersten Gichtschub (vgl. vorstehend E. 3.12). Anlässlich
des Standortgesprächs mit
der
Kundenberaterin der Beschwerdegegner
in vom 1
2.
März 2018
gab der Beschwerdeführer an, sich dav
on wieder erholt zu haben,
dass es
aber
immer wieder schlimme
re
Phasen gegeben habe (
Urk.
6/10
S. 4 unten).
Von seit Jahren bestehenden Polyarthralgien mit intermittierenden ent
zündlichen Schüben
vor allem in den Sprunggelenken und Grosszehengrundge
lenken hatte
der Beschwerdeführer auch
bereits
anlässlich e
iner ärztlichen Konsultation im
Dezember 2012
berichtet
(vgl. vorstehend E. 3.12)
.
D
amals
hatte er einen
(weiteren) akuten Gichtschub erlitten
,
bei welchem der rechte Fuss, das rechte Handgelenk sowie beide Knie betroffen waren
. Ferner wurden unter ande
rem eine sekundäre
Pangonarthrose
beidseits, eine Sekundärarthrose des OSG und des USG, ein destruiertes MTP I rechts und eine schwere Sekundärarth
rose im MTP I links diagnostiziert. Die
Gichtarthropathie
wurde als chronisch einge
stuft
(vgl.
Urk.
6/66/3 Mitte) und es wurden zwei bereits erfolgte
Hospitalisatio
nen
in den Jahren 2009 und 2010 erwähnt (vgl. vorstehend E. 3.12).
Vor dem Hint
ergrund dieser
Aktenlage erscheint es glaubhaft, dass der Beschwer
deführer bei der Aus
übung s
einer erlernten,
körperlich anstrengenden
und vor
nehmlich im Stehen zu verrichtenden
Tätigkei
t als Koch
krank
heitsbedingt immer wie
der e
ingeschränkt war und er – wie er beschwerdeweise geltend machte (vgl.
Urk.
1 S. 3 oben) - begann,
seine Arbeitstätigkeit seiner gesundheitlichen Situa
tion
anzu
passen, indem er
Teilz
eit und auf Stundenlohnbasis arb
eitete.
Dies wird
untermauert durch seine Aussage
a
nlässlich des
Erstgesprächs mit
der
Berufsbe
raterin der Beschwerdegegnerin
vom 1
3.
Juni 2018
, wo er angab
, dass bei der Stellensuche
(
auch
)
seine gesundheitliche Situation eine Rolle gespielt habe. Länger als
vier bis fünf Stunden Stehen
sei für ih
n schon immer schwierig
gewe
sen
und man habe ihm seine Gehbeschwerden
schon
früher angesehen
(
Urk.
6/31
S. 4 Mitte).
Anlässlich des
zu Beginn des invalidenversicherungsrechtlichen Abklärungsverfahrens geführten
Standortgesprächs vom 1
2.
März 2018 hatte der Beschwerdeführer sodann explizit ausgesagt, dass er 100 % arbeiten würde, wenn er gesund wäre (
Urk.
6/10 S. 2 unten).
In beweismässiger Hinsicht
gilt es
in Bezug auf diese
«
Aussage
der ersten Stunde» zu beachten, dass das Gericht im Bereich des Sozialversicherungsrechts auf eine solche in der Regel abstellt, da ihr
in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs
rechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein kö
nnen (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V
133 E. 8c mit Hinweis).
4.3
Anlässlich der Haushaltabklärung
vom
5.
März 2019
(vorstehend E. 3.11)
gab der Beschwe
rdeführer demgegenüber an,
eine Vollzeitanstellung
sei
zumindest in den letzten 15
Jahren nie sein Ziel gewesen
. Er habe aber dafür gesorgt, dass er sich über Wasser habe halten können und habe hier und dort immer wieder Arbeits
stellen gefunden.
Die restliche Zeit habe seiner Freizeit gehört. Im Sommer sei er gern baden gegangen. In der letzten Phase vor der gesundheitlichen Verschlech
terung sei er oft mit dem Velo unterwegs gewesen. Auch für Gelegenheitsdienste für Bekannte habe die Zeit gereicht, was aber unregelmässig der Fall gewesen sei. Im Gesundheitsfall hätte er wie
zuvor weiter
gearbeitet und den erwirtschafteten Lohn als persönlichen Vollverdienst angesehen, die restliche Zeit hätte er aus persönlichen Gründen als Freizeit genutzt. Im
Schnitt habe er wohl zwischen 40
%
und 50
%
gearbeitet (
Urk.
6/56 S. 4
Ziff.
2.5, vgl. auch S. 2
Ziff.
2.1).
Aufgrund dieser
Aussagen und mit der
weiteren
Begründung, dass der Beschwer
deführer bei guter Gesundheit na
chweislich teilzeitlich
erwerbstä
tig gewesen sei, wie
namentlich die im Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug,
Urk.
6/21) für die
Ja
hre
2014, 2015 und 2016 ausgewiesenen Einkommen klar
zeigten
, qualifizierte die Abklärungsperson den Beschwerdeführer als 50
%
(Teil
- )Erwerbstätigen
ohne Aufgabenbereich
(
Urk.
6/56 S. 5
Ziff.
2.6.1,
Urk.
6/71
S. 3 unten, S. 4 oben). Darauf stellte die Beschwerdegegnerin ab
(vgl. vorstehend E. 2.1).
Vor dem Hintergrund der
Krankheitsgeschichte
und
den
Angaben des Beschwer
deführers anlässli
ch des Standortgesprächs
vom 1
2.
März 2018
sowie
des Erstge
sprächs mit der Berufsberaterin der Beschwerdegegnerin
vom 1
3.
Juni 2018
(vgl. vorstehend E. 4.1) rechtfertigt es sich, die
späteren
Aussagen des Beschwerdefüh
rers anlässlich der Haushaltabklärung zurückhaltend
zu würdigen.
Zu berück
sichtigen gilt es
dabei,
dass
sich das
Leiden des Beschwerdeführer
s
nach Lage der Akten
vornehmlich in (mehr oder weniger starken) Krankheitsschüben manifes
tiert, es mithin in der Vergangenheit bessere aber eben auch – wie der Beschwer
deführer selber aussagte und sich aus d
en
medizinis
chen Akten
ergibt – schlim
mere Phasen gab.
Mit Blick auf die aktenkundigen Diagnosen und Befunde
aus dem
J
ahr 2012 (vgl.
Urk.
6/66/2 f.) i
st sodann glaubhaft, dass dem Beschwerde
führer längeres Stehen
bereits
seit langer Zeit
Mühe bereitet und dies
in der Vergangenheit
einer vollzeitlichen Tätigkeit
im erlernten Beruf
als Koch
bald schon
entgegenstand.
Daher ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem Zusammenhang zwischen
dem Gesundheitszustand und
der sich
in den Einkom
men gemäss
IK-Auszug wiederspiegelnde
n
(vgl.
Urk.
6/21)
teilzei
tliche
n
Erwerbs
tätigkeit des Beschwerdeführer
s
auszugehen.
Dass sich der Beschwerdeführer trotz tiefen Einkommen
über
die Jahre
offenbar über Wasser halten konnte, scheint nicht zuletzt im Umstand begründet, dass er eigenen Angaben zufolge vor etwa 15 Jahren, mithin im Alter von etwa dreissig Jahren, zu seiner Mutter zog und lediglich freiwillig und nach seinen finanziellen Möglichkeiten Beiträge an die Lebenshaltungskosten entrichtete (
Urk.
6/56 S. 4 oben).
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, als gesunder Erwachsener
hätte er sich
nicht zum Zusamme
nleben mit seiner Mutter entsch
i
e
den
und er habe sich lediglich dazu gez
w
u
ngen gesehen, weil er krankheitsbedingt immer geringere Einnahmen gehabt habe (
Urk.
1 S. 7 unten), erscheint
dies jedenfalls nicht abwegig.
4.4
In Würdigung
der gesamten
Umstände ist vor dem Hintergrund der Verhältnisse, wie sie sich bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom
5.
November 2019 entwickelt haben,
mit
überwiegender
Wahrscheinlichkeit
davon auszugehen
, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall zu 100
%
einer Erwerbstätigkeit nach
gehen würde.
Dementsprechend hat die Invaliditätsbemessung nach der allgemei
nen Methode des Einkommensvergleichs zu erfolgen.
5.
5.1
Hinsichtlich der für die
Invaliditätsbemessung
wesentlichen
Frage der Arbeitsfä
higkeit
kann
gestützt auf die Berichte der Ärzte und weiteren Fachpersonen
(vgl. vorstehend E. 3.1 ff.)
als ausgewiesen gelten,
dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Ko
ch nicht mehr arbeitsfähig ist.
Fraglich ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit in einer
leidens
angepassten Tätigkeit verhält.
5.2
Während die Einglie
derungsfachpersonen der
Z._
in ihrem Bericht vom
4.
Oktober 2018 in einer leidensangepassten Tätigkeit gemäss näher umschriebe
nem Belastungsprofil ein Pensum von 50
%
bis 60
%
als
«
sinnvoll
»
bezeichnete
n
(vorstehend E. 3.6), berichtete der Hausarzt
Dr.
A._
am 1
9.
November 2018 von einem verschlechterten Gesundheitszustand und attestierte dem Beschwerdefüh
rer eine
volle
Arbeitsunfähigkeit auch für leidensangepasste Tätigkeiten
(vorste
hend E. 3.8)
. Der Rheumatologe
Dr.
E._
wiederum erachtete
gemäss
Bericht vom
8.
Januar 2019 formal eine wechselbelastende Tätigkeit von niedriger – jedoch nicht näher quantifizierter - Intensität als möglich
(vorstehend E. 3.9)
.
Diese Aktenlage erweist sich als zu dürftig, um die Frage
nach
der Restarbeitsfä
higkeit schlüssig
beantworten zu können. Es mangelt insbesondere an einer
auf allseiteigen Untersuchungen beruhenden
medizinischen
Beurteilung, welche sich unter Berücksichtigung der
geklagten Beschwerden und der
erhobenen Befunde
dazu äussert, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten der Beschwerdeführer arbeitsunfähig ist
. In der RAD-Stellungnahme vom 3
1.
Januar 2019 (vorstehend E. 3.10)
, auf welche die Beschwerdegegnerin
abstellte
(vgl. vor
stehend E. 2.1,), kann eine solche
nicht erblickt werden, erschöpft sich diese doch im unbegründeten Verweis auf die Potenzialerhebung durch die
Z._
.
5.3
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss stän
diger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Ver
fahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwie
rige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sach
verhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
5.4
Nach dem Gesagten erweist sich der
medizinische Sachverhalt
als nicht genügend abgeklärt
. Damit fehlt es an der Grundlage für einen Entscheid. Die Sache ist daher an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit diese, nach ergänzender medizinischer Abklärung, eine neue Beurteilung vornehme und über den Leis
tungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.
Dabei wird die Beschwerde
gegnerin auch die zur Invaliditätsbemessung wesentliche Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit auf dem in Betracht fallenden allgemei
nen (ausgeglichenen) Arbeitsmarkt (
Art.
28a
Abs.
1 IVG,
Art.
16 ATSG) zu prüfen haben.
In dem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
6.
6.1
Die
Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
I
VG sind ermessensweise auf
Fr.
7
00.-- festzusetzen und ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerle
gen.
6.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
Nach Einsicht in die Honorarnote
vom 1
6.
April 2020 (
Urk.
9)
ist die
Entschädi
gung auf
Fr.
1'647.35
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
festzusetzen
und von der unterliegenden Beschwerdegegnerin zu bezahlen.