# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 02529389-ba6f-4e72-a65c-d4f6b11fefd5
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
A (nachfolgend: der Beschuldigte) reichte für die Steuerperiode 2012 keine Steuererklärung ein. Deswegen wurde er am 24. Mai 2013 vom Steueramt der Stadt B per Einschreiben gemahnt und darauf hingewiesen, dass er bei Nichteinreichung der Steuererklärung innert Nachfrist nach Ermessen veranlagt würde und wegen der Verletzung von Verfahrenspflichten bestraft werden könne. In der Folge veranlagte das Steueramt der Stadt B den Beschuldigten für die direkte Bundessteuer 2012 mit Verfügung vom 22. August 2013 nach pflichtgemässem Ermessen mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. ....
Mit Eingabe vom 6. September 2013 wies der Beschuldigte darauf hin, dass er die Zuständigkeit des Steueramts der Stadt B zur Vornahme der Veranlagung bezweifle und das kantonale Steueramt als hierfür zuständig erachte. Diese Eingabe nahm das kantonale Steueramt als Einsprache entgegen und veranlagte den Beschuldigten mit Entscheid vom 11. Oktober 2013 erneut mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. ....
B.
Mit Verfügung vom 5. Dezember 2013 auferlegte das kantonale Steueramt, Dienstabteilung Bundessteuer, dem Beschuldigten eine Ordnungsbusse wegen Nichteinreichens der Steuererklärung 2012 in der Höhe von Fr. 100.-. Da der Beschuldigte diese Ordnungsbusse nicht bezahlte, kam es vor dem Bezirksgericht Zürich zu einem Rechtsöffnungsverfahren: Einem vom Beschuldigten ins Recht gelegten Urteil des Bezirksgerichts Zürich, Einzelgericht Audienz, vom 11. September 2014, lässt sich denn entnehmen, dass der Beschuldigte gegen die Bussenverfügung vom 5. Dezember 2013 Einsprache erhoben hat. Auf diese sei das kantonale Steueramt mit Entscheid vom 29. Januar 2014 wegen Verspätung nicht eingetreten. Die Zustellung dieses Einspracheentscheids an den Beschuldigten sei indessen im Rechtsöffnungsverfahren nicht nachgewiesen worden. Weder die Einsprache des Beschuldigten gegen die Strafverfügung vom 5. Dezember 2013 noch der Einspracheentscheid des kantonalen Steueramts liegen dem Verwaltungsgericht vor.
C.
Am 30. Oktober 2014 erstellte der zuständige Steuerkommissär ein Duplikat der Ordnungsbusse vom 5. Dezember 2013. Auf diesem wurde das Datum vom 5. Dezember 2013 handschriftlich durchgestrichen und auf den "30. Oktober 2014" abgeändert. Im Gegensatz zur ursprünglichen Strafverfügung blieb das Duplikat ohne Unterschrift und wurde dem Beschuldigten am 4. November 2014 gegen Rückschein zugestellt. Mit einer auf den 28. November 2014 datierten und als "Einsprache" überschriebenen Eingabe wandte sich der Beschuldigte an das kantonale Steueramt und machte geltend, die zugestellte Verfügung werde zu Unrecht als Duplikat der Ordnungsbusse vom 30. Oktober 2014 bezeichnet; vielmehr handle es sich um ein Duplikat der Ordnungsbusse vom 5. Dezember 2013. Zudem habe das Bezirksgericht Zürich die Vollstreckung der Ordnungsbusse verhindert, weswegen sie "unverzüglich zu annullieren" sei.
Mit Einspracheentscheid vom 10. April 2015 hielt das kantonale Steueramt, Gruppe Bezugsdienste, fest, es habe dem Beschuldigten mit Verfügung vom 30. Oktober 2014 eine Ordnungsbusse von Fr. 100.- wegen nicht fristgerechten Einreichens der Steuerklärung 2012 auferlegt. Auf die hiergegen erhobene Einsprache, welche erst am 16. Dezember 2014 der Post übergeben worden sei, könne wegen Verspätung nicht eingetreten werden.
II.
Mit Beschwerde an das Verwaltungsgericht vom 8. Mai 2015 erneuerte der Beschwerdeführer sinngemäss die bereits vor Vorinstanz gestellten Anträge. Das kantonale Steueramt reichte dem Verwaltungsgericht am 8. Juni 2015 die Verfahrensakten ein.

## Considerations

Der Einzelrichter erwägt:
1.