# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bf4e474e-6772-4a42-8c55-65a6d4abb1c5
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 18
I. Sachverhalt
A. A. ist am 22. März 1964 in Zug geboren. Er ist Schweizer Staatsangehöriger und wohnt am X. in Y.. Nachdem A. die obligatorische Schulzeit durchlaufen hatte, absolvierte er eine dreijährige Lehre als _. Im Anschluss daran machte er eine vierjährige Weiterbildung zum _. 1987 machte sich A. selbständig. Sein Betrieb, welcher seit dem 24. Juni 2010 den Namen B. trägt, umfasst die _ in Maienfeld, die _ sowie die _ in _ und einen _ in _. A. ist mit C., geborene D., verheiratet und hat drei Kinder mit den Jahrgängen 1994, 1995 und 1997. Gemäss seinen eigenen Angaben beträgt sein monatliches Bruttoeinkommen ca. Fr. 6‘000.-- monatlich.
B. Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist A. zwei Mal wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand verzeichnet. Der Kreispräsident des Kreises Fünf Dörfer sprach ihn mit Strafmandat vom 16. April 2004, mitgeteilt am 20. April 2004, wegen vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 des Strassenverkehrsgesetzes (SVG; SR 741.01) schuldig und bestrafte ihn mit 25 Tagen Gefängnis, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren und einer Busse von Fr. 900.--. Mit Strafmandat vom 18. August 2004, mitgeteilt am 19. August 2004, wurde A. vom Kreispräsidenten des Kreises Maienfeldes des vorsätzlichen Fahrens in angetrunkenem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 SVG schuldig gesprochen und mit drei Monaten Gefängnis, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von vier Jahren und einer Busse von Fr. 900.-- bestraft. Der mit Strafmandat des Kreispräsidenten Fünf Dörfer vom 16. April 2004 gewährte bedingte Strafvollzug für die Gefängnisstrafe von 25 Tagen wurde widerrufen.
C. Mit Strafmandat bei Vergehen und Verbrechen gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die Strafrechtspflege des Kantons Graubündens (StPO-GR; BR 350.000) vom 9. Dezember 2010, mitgeteilt am 15. Dezember 2010, wurde A. vom Kreispräsidenten des Kreises Maienfeld des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 90.00 verurteilt.
D. Gegen dieses Strafmandat erhob A. am 17. Dezember 2010 fristgerecht Einsprache, worauf das Kreisamt Maienfeld die Akten am 21. Dezember 2010 der Staatsanwaltschaft Graubünden zur Durchführung des ordentlichen Verfahrens überwies.
Seite 3 — 18
E. Mit Verfügung vom 4. Mai 2011 wurde A. wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG in Anklagezustand versetzt. In der Anklageschrift vom gleichen Tag wurde der Anklage folgender Sachverhalt zu Grunde gelegt:
„Am 26./27. Juni 2010 fand in den Gemeinden Maienfeld und Igis-_ der erste Teil des L. statt. A. stand am 26. Juni 2010 als Mitglied des L. um 05.00 Uhr auf und begab sich um 07.00 Uhr zum Festplatz nach Maienfeld. Zwischen 13.30 Uhr und 15.30 Uhr war er zu Hause in _ und schlief. Um 16.00 Uhr traf er wieder auf dem Festplatz in Maienfeld ein. Zwischen ca. 17.00 Uhr des 26. Juni 2010 und ca. 02.45 Uhr des 27. Juni 2010 konsumierte A. fünf Flaschen Lagerbier der Marke Calanda zu je 5.6 dl und vier Flaschen Most der Marke Möhl zu je 5 dl, wovon die Hälfte des Mostes alkoholfrei war. Um 03.50 Uhr setzte sich A. auf sein Kleinmotorrad Z., K., und beabsichtigte, nach _ zu fahren. Nach ca. 50 Metern Fahrt fuhr vor ihm die Polizei von der Maienfelderstrasse in die Wiesenstrasse. A. hielt an, um der Polizei mitzuteilen, dass auf dem Festplatz alles ruhig und in Ordnung sei. Aufgrund des Mundalkoholgeruchs wurde A. einem Alkotest unterzogen. Da dieser positiv ausfiel, wurde A. im Kantonsspital Chur einer Blutentnahme zugeführt. Die Auswertung der Blutprobe durch das Institut für Rechtsmedizin am Kantonsspital St. Gallen ergab für die rechtlich relevante Zeit einen Blutalkoholgehalt von mind. 1.96 Gewichtspromille. A. anerkannte diesen Wert.
Die Polizei entzog A. am 27. Juni 2010 vorläufig den Führerausweis. Gemäss Gutachten des psychiatrischen Dienstes Graubünden vom 13. Oktober 2010 bestehe bei A. zwar keine Alkoholabhängigkeit, jedoch ein verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch, weshalb die Fahreignung aus verkehrsmedizinischer Sicht nicht gegeben sei. Gegen die anschliessende Verfügung des Straf- und Verkehrsamtes des Kantons Graubünden vom 15. Dezember 2010 betreffend den Entzug des Führerausweises für sämtliche Kategorien für 12 Monate, mit Wirkung ab dem 27. Juni 2010, liess A. durch Rechtsanwalt lic. iur. Luzi Bardill beim Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit am 17. Januar 2011 Beschwerde erheben. Diese wurde am 23. Februar 2011, mitgeteilt am 24. Februar 2011, von der Departementsvorsteherin abgewiesen.“
F. Mit Urteil vom 3. Oktober 2011, im Dispositiv mitgeteilt am 3. Oktober 2011, mit Urteilsbegründung mitgeteilt am 3. November 2011, erkannte das Bezirksgericht _ was folgt:
Seite 4 — 18
„1. A. ist schuldig des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG.
2. Dafür wird er mit einer unbedingten Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 90.-- bestraft.
3. Die Verfahrenskosten, bestehend aus:
- der Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 1‘075.00
- den Barauslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 534.00
- der Gerichtsgebühr des Bezirksgerichtes _ CHF 2‘500.00
- der Kosten des Kreisamtes Fünf Dörfer (Strafmandatsverfahren) CHF 300.00
total somit CHF 4‘409.00
werden vollumfänglich A. auferlegt.

## Considerations