# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c19c038f-d6c3-4458-aad3-e3a0cdf63456
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1974, arbeitete bei der
Y._
AG als
Orthopädieschuhmacher
in einem
9
0
%-Pensum
(37.8
Stunden pro Woche)
und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallver
siche
rungs
anstalt (nachfolgend: Suva) obligatorisch gegen die Folgen von Un
fällen ver
sichert, als er sich am 21. Ja
nuar 2018 beim Trommelspielen
am linken Knie eine Prellung zuzog, als sich die Trommel vom Ledergurt löste und auf die
Knie
scheibe fiel
(vgl.
Bagatell
unfall
m
eldung
UVG
vom 1
6
. Februar 2018 Urk.
6
/1).
Am 13
.
Februar
2018 fand die Erst
untersuchung
bei
Dr.
med.
Z._
, Fach
arzt für Allgemeinmedizin,
statt
, im Rahmen derer eine Knieprellung auf der linken Seite diagnostiziert sowie der Ver
dacht auf eine Meniskusläsion links fest
gehalten wurde
. Eine Arbeitsun
fähig
keit wurde nicht attestiert
(vgl. Arzt
zeugnis vom 1
2.
Juli 2018,
Urk.
6/12)
. Zur Beur
teilung
einer möglichen Menis
kus
läsion
wurde eine Magnet
resonanz
tomographie (MRI) des linken Knies
ange
ordnet, welche
am 2
2.
Februar 2018 durchgeführt wurde
und eine Schädigung des media
len Meniskus zeigte
(vgl. Urk. 6/7).
Nach einer Infiltration, die nur eine vorüber
gehen
de Besserung gebracht habe,
erach
te
ten die untersuchenden Ärzte der
Klinik
A._
die Ind
ikation für eine Knie
arthroskop
i
e
mit
Teilmeniskek
to
mie
für gegeben (vgl. Arztbericht
e vom 17.
Mai
2018 [
Urk.
6/2], 2
9.
Mai
2018 [Urk. 6/3]), welche am 1
2.
Juni 2018 durchgeführt wurde (vgl. Operationsbericht vom 1
2.
Juni 2018,
Urk.
6/4). Diesbezüglich holte die Suva am 4. Oktober 2018 eine kreisärztliche Beurteilung von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie, ein, in welcher mit Eintritt des Status quo sine nach Ablauf von sechs Wochen der natürliche Kausalzusammen
hang zum Unfall
geschehen verneint wurde (vgl. Urk.
6/17
). Ge
stützt darauf ging die
Suva
per
4
. März 2018 von einem Status quo sine aus und ver
neinte mit Ver
fügung vom 16
.
Oktober 2018 ab dem 4
. März 2018 einen Leis
tungs
anspruch aus der obliga
torischen Unfall
ver
sicherung (Urk.
6/21
), wo
rüber sie auch die Kran
ken
kasse des Versicherten in Kenntnis
setzte
.
Da
gegen erhob der Versicherte am 1
3.
November (
Urk.
6/22) sowie
ergänzend am 29.
N
o
vember 2018 Einsprache (
Urk.
6
/
25), welche
die Suva mit
Einspracheentscheid
vom
2
0.
Februar
2019 ab
wies
(
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 18. März 2019 Beschwerde und beantragte sinngemäss, der
Einspracheentscheid
vom 20. Februar 2019 sei aufzu
heben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die gesetzlichen Versiche
rungs
leistungen zu erbringen (
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin
schloss mit Beschwerdeantwort vom
9.
Mai 2019
unter Hinweis auf die von ihr eingereichten Akten (Urk. 6/1-30) auf
A
bweisung der
Beschwerde (
Urk.
5
).
Mit Verfügung vom 1
3.
Mai 201
9 wurde dem Beschwerde
führer die Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG)
werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1).
1.2
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
mas
s
nahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.3
1.3.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung
entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweis
grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante
noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1
UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kosten
vergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
1.4.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5
1.5.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.5.2
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig er
scheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine
Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das An
stellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versicherungs
träger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangenheit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungsfall
jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an
die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärzt
lichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
1.6
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde ab, denen in beweis
mässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungs
recht
licher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
2.
2.1
Im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 20. Februar 2019 (Urk. 2)
sowie in ihrer Beschwerdeantwort vom
9.
Mai 2019 (
Urk.
5)
ging die Beschwerdegegnerin gestützt auf die medizinischen Abklärungen, insbesondere der kreisärztlichen Beurteilung von Dr.
B._
vom 4. Oktober 2018, davon aus, dass der Status quo sine 6
Wochen nach dem Unfallereignis
am 21. Januar 2018, erreicht worden
sei, wobei der Beschwerdeführer auf seine echtzeitlichen Aussagen der ersten Stunde zu behaften sei.
Ab dem 4. März 2018 bestehe daher kein Anspruch mehr auf UVG
Leistung
en.
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde vom 1
8.
März 2019 (
Urk.
1) zusammengefasst geltend,
ihm sei die Trommel beim Laufen auf das linke Kniegelenk gefallen. Dabei sei es zu einer Gelenkrotation mit gleich
zei
ti
ger Belastung des medialen Gelenks gekommen. In Bezug auf die Meniskus
läsion sei eine natürliche Unfallkausalität gegeben.
2.3
Streitig und zu prüfen
ist
, ob
der
Beschwerdeführer infolge des Unfallereignisses vom
21. Januar 2018
über den
4. März 2018
hinaus Anspruch auf Leistungen der Beschwerdegegnerin hat. Dabei stellt sich die Frage, ob am
4. März 2018
der sogenannte Status quo sine erreicht war.
3.
3.1
Der Bagatellunfallmeldung vom 1
6.
Februar
201
8
ist zu entnehmen, dass sich der Beschwerdeführer am
2
1.
Januar 2018
beim
Trommelspielen, als sich die Trom
mel vom Ledergurt löste und auf die Kniescheibe gefallen ist,
am
linken
Knie
eine Prellung zugezogen
habe (
Urk.
6/1
).
D
ie Erstkonsultation fand am 13.
Fe
bruar 2018
bei
Dr.
Z._
statt, im Rahmen derer der Beschwerdeführer berichtet habe, ihm sei vor drei Wochen eine Trommel a
uf das linke Knie gefallen. Dr.
Z._
diagnostizierte im «Arzt
zeugnis UVG»
eine Prellung am linken Knie und äusserte einen Verdacht auf eine Meniskusläsion (vgl.
Urk.
6/12).
In
der Folge wurde am 22.
Februar 2018 ein MRI des linken Knies durchgeführt. Diese habe eine Ver
kürzung der Pars
intermedia
des me
dialen Menis
kus und eine horizontale, die
Unterfläche erreichende Läsion im
Hin
ter
horn
übergehend auf die Pars
intermedia
gezeigt. Ferner zeige sich ein diskreter me
dialer
femorotibialer
Knorpelschaden, eine kleine Baker-Zyste sowie ein Ödem des
posterolateralen
Bündels bei durch
gehenden Fasern des
anteromedialen
Bün
dels
des vorderen Kreuzbandes (Urk.
6/7).
3.2
Dr.
med.
C._
, leitender Oberarzt Orthopädie an der
Klinik
A._
, stellte die Diagnose einer medialen Meniskusläsion des linken Knies mit/
bei Kniedistorsion am 2
1.
Januar 201
8.
Es sei eine Knieinfiltration durchge
führt wor
den, die während zirka sechs Wochen eine deutliche Besserung gebracht habe. Der Beschwerdeführer sei dann wieder auf eine
Driving
-Ranch golfen gegangen und habe seither wieder Beschwerden auf der Innenseite des linken Kniegelenkes.
Dr.
C._
hielt fest, das Auftreten medialer Schmerzen sei typisch bei Drehbe
wegungen (vgl.
Urk.
6/2).
In der Folge entschied sich der Beschwerdeführer zur Durchführung einer Kniearthroskopie mit
Teilmeniskektomie
(vgl.
Urk.
6/3), wel
che am 1
2.
Juni 2018 durchgeführt wurde (vgl.
Urk.
6/4).
3.3
Der Kreisarzt
Dr.
B._
hielt in seiner Stellungnahme vom
4.
Oktober 2018 fest, gemäss Schadenmeldung handle es sich um eine direkte Kontusion der Knie
scheibe durch eine Trommel. Von einem Flexions
-Rotationstrauma (Distorsion) sei nicht die Rede. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit liege keine unfall
kau
sale Läsion des Meniskus vor. Sechs Wochen nach der Kontusion mit der Trommel lägen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine Unfallfolge
n mehr vor (vgl. Urk.
6/17).
4.
4.1
Unbestritten ist, dass ein Unfall im Sinne von
Art.
4 ATSG vorliegt. Unklar ist hingeg
en, ob beim Unfallereignis vom
2
1.
Januar 201
8
eine Distorsion des linken Knies stattgefunden hat.
4.2
In Bezug auf den Unfallhergang ist das Aussageverhalten des Beschwerdeführers
nicht
konsistent. So
wird anlässlich der medizinischen Erstkonsultation vom 1
3
.
Fe
bruar
201
8
berichtet, dass
ihm
ca.
drei Wochen vor der Konsultation eine Trom
mel auf das linke Knie gefallen sei
(Urk. 6/12)
. Ebenso ist der
Baga
tell
un
fallmeldung vom 1
6.
Februar
201
8
zu entnehmen, dass
beim Trommel
spie
len die Trommel vom Ledergurt ab- und auf das linke Knie des Beschwerde
führers gefallen sei
(
Urk.
6
/1).
Als Diagnose wurde eine Knieprellung festgehalten
(vgl. vorne E. 3.1)
.
Erst nach Durchführung des MRI - und damit nach Feststellung der Meniskus
läsion –
sowie nach erfolgloser Infiltration
ist ärztlicherseits von einer Distorsion des linken Knies die Rede
(vgl. E. 3.2 hiervor)
, wobei sich
Dr.
C._
in den vorliegenden Arztberichten
weder
mit dem Unfallmechanismus
noch
einer
all
fälligen Unfallkausalität der Menis
kusläsion auseinandergesetzt hat
.
Dr.
B._
hielt in seiner kreisärztlichen Beurteilung jedoch fest, dass die Beschreibung des Unfallhergangs in der Scha
den
meldung und bei der Erstkonsultation nicht auf eine Distorsion schliessen lässt
.
Von einer Ro
tation des Kniegelenks
sei nie die Rede gewesen
(vgl. vorne E. 3.3). Darauf schil
derte
der Beschwerdeführer den Un
fallhergang
in seiner Ein
sprache neu, woran er auch
in seiner Be
schwer
de
schrift
festhielt
. Ihm sei
die Trommel
während dem
Laufen auf das linke Kniegelenk gefallen, wobei es zu einer Gelenkrotation mit gleich
zei
ti
ger Be
las
tung des me
dialen Ge
lenks ge
kom
men sei (vgl. E.
2.2 vor
stehend).
Angesichts dessen, dass in der Schaden
meldung ausdrücklich eine Prel
lung vermerkt ist und der Beschwer
de
führer erstmals in seiner Einsprache von einer Rotation im Knie
gelenk sprach, nachdem der Kreis
arzt aufgrund des fehlen
den Flexions- und Ro
ta
tionstraumas eine unfallkausale Meniskusläsion vernein
te, wirkt die neue Sach
darstellung kon
struiert.
Es entsteht der Eindruck, dass sie von nachträglichen Überlegungen ver
sicherungsrechtlicher Art beein
flusst ist.
G
egen eine durch
eine
Drehbewegung vom
2
1.
Januar 2018
erlittene Meniskusläsion
spricht ausserdem
, dass
aus der vorliegenden Aktenlage kein sofortiger Funk
tions
verlust hervorgeht. Vielmehr suchte der Beschwerdeführer erst gut drei Wochen nach dem Unfallereignis einen Arzt auf - der zwar einen Druckschmerz über dem linken Gelenkspalt und der linken Kniekehle, aber keine Funktions
ein
schränkungen festhielt (vgl.
Urk.
6/12) - und war weder vor noch nach der ersten Arztkonsul
ta
tion am 13. Februar 2018 arbeitsunfähig (vgl. Urk. 6/12, Urk.
6/1 mit dem Hinweis für den Arbeitgeber in Bezug auf die Bagatellunfall-Meldung), was eher für eine geringfügige Knie
prellung und gegen eine heftige traumatische Ein
wirkung mit schweren akuten Folgen
spricht.
Schliesslich ist darauf hinzu
weisen, dass die Schmerzen beim Be
schwer
de
führer durch
das Golfspielen
wieder zuge
nommen haben (vgl. E. 3.2).
Nach Lage der Akten ist es
deshalb
nicht zu beanstanden, wenn die Beschwerde
gegnerin, ge
stützt auf die ersten Angaben des
Beschwerde
führers
, davon ausge
gangen ist, dass es
z
u
keinem Rotationstrauma geko
mmen ist. Es leuchtet nicht ein, weshalb
der Beschwerde
führer
ein solch zentrales Ele
ment wie das
Verdrehen des Knie
gelenks
bei der ursprünglichen Un
fallmeldung nicht hätte erwähnen sollen. Zu beachten ist in diesem Z
usam
men
hang, dass das Formular «
Bagatell
un
fall-Meldung UVG»
bei der Zeile für die Unf
all
beschreibung Stich
worte wie «
Tätigkeit zur Zeit des Unfalls
», «Unfall
hergang»,
«beteiligte Gegen
stände»,
«Maschinen», «Geräte», «Fahrzeuge», «Stoffe»
und
«be
tei
ligte Personen»
enthält (
Urk.
6
/1). Zumindest nach Durchsicht dieser Stichworte hätte der
Be
schwer
de
führer
er
kennen müssen, dass von der Be
schwer
de
gegnerin eine mög
lichst präzise
He
r
gangs
schilderung
verlangt wird.
Ge
stützt auf die Aus
sage der ersten Stunde
ist deshalb von einer Kontusion
der Knie
scheibe
und nicht von einer Distorsion
aus
zu
gehen.
4.3
4.3.1
Zu klären bleibt, ob die nach dem
4.
März 2018 bestehenden Kniebeschwerden in einem Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 2
1.
Januar 2018 stehen oder auf unfallfremden Ursachen beruhen.
4.3.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich im angefochtenen Entscheid im Wesent
li
chen auf
die kreisärztliche Beurteilung
von
Dr.
B._
vom
4. Oktober
2018 (vgl. E. 3.3
).
4.3.3
Dr.
B._
ging
von einem Status quo sine
nach Ablauf von sechs Wochen ab Un
fall
ereignis aus (vgl. E. 3.3 hiervor)
, was angesichts der bundesgerichtlichen Recht
sprechung zu den als Kontusion bezeichneten Unfallmechanismen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8
C_178/2015 vom 2
8.
Juli 2015 E.
4.2)
nicht zu be
an
standen ist
.
Vor diesem Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass die Be
schwer
degegnerin am
4.
März 2018 von einem Status quo sine ausging und eine weiter
gehende unfallbedingte Kausalität verneinte.
Da der Nachweis eines Kau
salzu
sammenhanges zwischen
der festgestellten Meniskusläsion links
und dem
Ereig
nis
vom
2
1.
Januar
201
8
nicht mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit gelingt, hat der Beschwerde
führer die Folgen der Beweislosig
keit zu tragen (BGE 115 V 133 E. 8a mit Hinweisen)
.
4.3
.4
Da dem Unfallereignis jegliche kausale Bedeutung für die festgestellte Menis
kus
läsion links abzusprechen ist und auch kein unvermitteltes Auftreten von Be
schwerden im Zusammenhang mit dieser Meniskusläsion verbürgt ist, diese aus
weislich der Akten vielmehr durch Golfspielen stetig zugenommen haben, ist der Umkehrschluss zu ziehen, dass diese Verletzung mit überwiegender Wahrschein
lichkeit vorwiegend degenerativ bedingt ist und daher auch keine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2
lit
. c UVG vorliegt.
4.4
Nach dem Gesagten erweist sich der angefoc
htene
Einspracheentscheid
vom 20. Februar
201
9
(
Urk.
2) als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.