# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 533f646c-d377-4b09-9d3a-f75ca8401bd5
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

Sachverhalt
A. Mit Zahlungsbefehl Nr. C._ des Betreibungsamts Zürich 9 vom 1. Oktober 2019 betrieb B._ A._ für den Betrag von CHF 26'132.15 zuzüglich Zins von 4.12% seit 1. Oktober 2019, Zinsen von CHF 3'322.50 sowie Kosten von CHF 103.30 für die Ausstellung des Zahlungsbefehls. Der dagegen von A._ erhobene Rechtsvorschlag wurde vom Bezirksgericht Zürich mit Rechtsöffnungsentscheid vom 11. Juni 2020 beseitigt und es wurde die definitive Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 26'132.15 nebst Zins zu 4.12% seit 1. Oktober 2019 sowie für CHF 3'322.50 erteilt. Eine dagegen erhobene Beschwerde wurde vom Obergericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 14. Oktober 2020 abgewiesen. Dagegen gelangte A._ mit subsidiärer Verfassungsbeschwerde an das Bundesgericht, welches nach Abweisung des Gesuchs um aufschiebende Wirkung mit Urteil vom 11. Juni 2021 die subsidiäre Verfassungsbeschwerde abwies, soweit es darauf eintrat. Bereits mit Urteil vom 2. März 2021 hatte das Obergericht des Kantons Zürich ein Revisionsgesuch von A._ gegen das Urteil vom 14. Oktober 2020 abgewiesen.
B. Am 19. Januar 2021 stellte B._ beim Ufficio Esecuzioni Regione Bernina (nachfolgend Betreibungsamt Bernina) das Fortsetzungsbegehren, nachdem A._ seinen Wohnsitz nach D._ verlegt hatte. Daraufhin wurde am 20. Januar 2021 die Pfändungsankündigung für den Betrag von CHF 32'767.15 ausgestellt.
C. In der Folge ersuchte A._ wiederholt um Terminverschiebungen und machte geltend, verschiedene Verfahren seien in dieser Angelegenheit noch hängig. Sodann reichte er am 1. März 2021 ein Gesuch um Sistierung des Verfahrens ein.
D. Am 26. März 2021 gelangte das Betreibungsamt Bernina rechtshilfeweise an das Betreibungsamt Zürich 9 und beauftragte dieses mit der Pfändung. Dieses Rechtshilfegesuch wurde am 30. April 2021 zurückgewiesen, da A._ nicht in Zürich angetroffen werden konnte.
E. Am 6. August 2021 beauftragte das Betreibungsamt Bernina das Betreibungsamt Rapperswil-Jona, bei A._ die Pfändung zu vollziehen, woraufhin das Betreibungsamt Rapperswil-Jona am 10. August 2021 eine Pfändungsankündigung erliess. Einem am 16. August 2021 von A._ eingereichten Sistierungsgesuch wurde nicht entsprochen, was das Betreibungsamt Rapperswil-Jona ihm mit Schreiben vom 17. August 2021
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mitteilte. Gleichzeitig wurde A._ gebeten, bis spätestens am 27. August 2021 beim Betreibungsamt Rapperswil-Jona vorbeizukommen.
F. Dagegen erhob A._ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 19. August 2021 beim Kreisgericht E._ als untere Aufsichtsbehörde für  Beschwerde mit folgenden Anträgen:
1. Die Pfändungsankündigung des Betreibungsamts Jona-Rapperswil vom 10.08.2021 sowie die Verfügung des Betreibungsamts  vom 17.08.2021 seien als nichtig zu erklären.
2. Eventualantrag: Die auf den 27.08.2021 festgesetzte Pfändung des Beschwerdeführers sei bis zum rechtskräftigen Ausgang der nachfolgend aufgeführten Rechtsmittelverfahren, als da sind:
2.1. Restitutionsklage an das Landgericht F._ vom 03.02.2021;
2.2. Strafanzeige gegen 1. B._ etc. an die Staatsanwaltschaft Zürich und F._, je vom 28.01.2021 und
2.3. Beschwerde an das Kantonsgericht Graubünden betr. Gesuch um einvernehmliche private Schuldenbereinigung vom 19.02.2021
einstweilen aufzuschieben.
3. Subeventualantrag: Im Falle der Abweisung des Haupt- und Eventualantrages sei das Betreibungsamt anzuweisen, lediglich den dem Beschwerdeführer im Hinblick auf seine Berufshaftpflichtversicherung bei der G._ zustehenden Versicherungsanspruch zu pfänden.
4. Es sei der vorliegenden Beschwerde aufschiebende Wirkung zu erteilen.
G. Mit Entscheid vom 20. August 2021 trat das Kreisgericht E._ nicht auf die Beschwerde ein und überwies diese dem Kantonsgericht von Graubünden (fortan Kantonsgericht). Im Wesentlichen wurde ausgeführt, die Beschwerde gegen die rechtshilfeweise erwirkte Amtshandlung richte sich nicht gegen die Art und Weise, wie das Betreibungsamt Rapperswil-Jona seine Amtshandlung durchgeführt habe, sondern gegen die Pfändung als solche. Eine solche Rüge sei bei der Aufsichtsbehörde des ersuchenden Amtes einzureichen.
H. Mit Verfügung vom 23. August 2021 forderte der Vorsitzende der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Kantonsgerichts B._ (nachfolgend Beschwerdegegnerin) zur Vernehmlassung sowie das Betreibungsamt Bernina zur Vernehmlassung und Aktenzustellung auf. Der Beschwerde wurde einstweilen keine aufschiebende Wirkung erteilt.
I. Mit Eingabe vom 26. August 2021 beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung sämtlicher Anträge, soweit darauf überhaupt eingetreten werden könne. Ebenso sei der Antrag auf aufschiebende Wirkung abzuweisen. Darüber
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hinaus seien dem Beschwerdeführer eine Busse von CHF 1'500.00 für bös- oder mutwillige Prozessführung sowie alle Kosten und Gebühren aufzuerlegen.
J. Das Betreibungsamt Bernina beantragte mit Stellungnahme vom 3. September 2021 die Abweisung der Beschwerde.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften sowie auf die Verfahrensakten wird, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.1. Gemäss Art. 17 Abs. 1 und 2 SchKG kann mit Ausnahme der Fälle, in denen das SchKG den Weg der gerichtlichen Klage vorschreibt, gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder eines Konkursamtes innert 10 Tagen wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde bei der Aufsichtsbehörde geführt werden. Als einzige kantonale Beschwerdeinstanz ist das Kantonsgericht für die Beurteilung solcher Beschwerden zuständig (Art. 13 EGzSchKG [BR 220.000]). Der Begriff "Gesetz" im Sinne von Art. 17 SchKG ist dabei weit auszulegen, sodass auch Verordnungen, Reglemente und Weisungen des Vollstreckungsrechts mitgemeint sind (Philippe Maier/Ivan Vagnato, in: Kren Kostkiewicz/Vock [Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, 4. Aufl., Zürich 2017, N 20 zu Art. 17 SchKG). In jedem Fall können aber lediglich Verfahrensfehler gerügt werden; über materiell-rechtliche Fragen wird im Beschwerdeverfahren grundsätzlich nicht entschieden (vgl. BGer 7B.11/2002 v. 5.3.2002 E. 3a). Die Nichtigkeit einer Verfügung kann jederzeit geltend gemacht werden und ist von der Aufsichtsbehörde von Amtes wegen zu beachten (Art. 22 Abs. 1 SchKG). Mit Blick auf die Rechtssicherheit bildet die Nichtigkeit einer Verfügung indessen die Ausnahme. Eine Verfügung ist nur dann nichtig, wenn der ihr anhaftende Mangel besonders schwer wiegt bzw. offensichtlich oder zumindest leicht erkennbar ist und zudem die Annahme der Nichtigkeit die Rechtssicherheit nicht ernsthaft gefährdet (Jolanta Kren Kostkiewicz, SchKG Kommentar, 20. Aufl., Zürich 2020, N 2 zu Art. 22 SchKG).
1.2. Das Verfahren vor der Aufsichtsbehörde richtet sich prinzipiell nach den kantonalen Verfahrensbestimmungen (Art. 20a Abs. 3 SchKG), wobei die bundesrechtlichen Minimalvorschriften zu beachten sind (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 1-5 SchKG). Letztere geben unter anderem vor, dass die Aufsichtsbehörde den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen hat (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG). Die damit gesetzlich festgeschriebene Untersuchungsmaxime verpflichtet die
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## Considerations