# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e1ab8522-3451-58b3-bd39-98437397834f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1975,
arbeitete
zuletzt seit Januar 2003
bei
m
Y._
der
Z._
, zunächst als Sachbearbeiterin Finanzen und später
als Sachbearbeiterin Archiv (vgl.
Urk.
7/52
), als sie sich a
m 2
2.
Februar
2017
unter Hinweis auf Rückenschmerzen
bei der Invalidenversicherung zum
Leis
tungsbezug an
meldete
(
Urk.
7/14 S. 6
Ziff.
6.1
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische sowie erwerbliche Situation ab und erteilte der Versicherten am 2
4.
März 2017 Kostengutsprache für
«
Arbeits
vermittlung
direkt
»
via
A._
(
Urk.
7/31).
Mit Mitteilung vom 2
8.
Juli 2017
(
Urk.
7/103) wurde diese abgeschlossen.
Das Arbeitsverhältnis wurde per 3
1.
März 2018 aufgelöst (
Urk.
7/125;
Urk.
7/129
-130
).
Nach weiteren Abklärungen veran
lasste die IV-Stelle insbesondere
eine Abklärung der beeinträchtigten Arbeits
fähigkeit in Beruf und Haushalt, über welche am 2
4.
April 2018 berichtet wurde (
Urk.
7/132). Mit Vorbescheid vom 1
6.
Mai 2018 (
Urk.
7/135) stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Verneinung
eines
Rentenanspruchs in Aussicht, wogegen diese Einwände (
Urk.
7/137;
Urk.
7/143) erhob.
Nach erneut durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/152
;
Urk.
7/158
) sprach
die IV-Stelle der Versiche
rten mit Verfügung vom 2
8.
Februar 2019 (
Urk.
7/163;
Urk.
7/170
=
Urk.
2) eine
befristete
halbe Invalidenrente
für die Zeit von Novem
ber 2017 bis Ende März 2018 zu
.
2.
Die Versicherte erhob am
2.
April 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
8.
Februar 2019 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien ihr – allenfalls nach weiteren medizinischen Abklärungen – die gesetzlichen Leis
tungen zu gewähren, insbesondere eine Invalidenrente (vgl.
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
8.
Mai 2019 (
Urk.
6) die Abweisung der Beschwerde. Am 2
4.
Juni 2019 reichte die Beschwerdeführerin einen medizinischen Bericht ein (
Urk.
9-10), welcher der Beschwerdegegnerin zur Stellungnahme unterbreitet wurde (
Urk.
11).
M
it Stellungnahme vom 2
7.
August 2019 (
Urk.
12)
beantragte die Beschwerdegegnerin
die teilweise Gutheissung der Beschwerde und die
Zusprache
einer nicht befristeten halben Invalidenrente. Am 2
4.
September 2019 nahm die Beschwerdeführerin hierzu Stellung und bean
tragte ihrerseits die
Zusprache
einer
Dreiviertelsrente
ab dem
1.
November 2017 (
Urk.
16). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 2
3.
Oktober 2019 auf eine wei
tere
Stellungnahme (
Urk.
18), was der Beschwerdeführerin am 2
8.
Oktober 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
19).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unt
erbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog
. Invalideneinkommen), in
Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erz
ielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
1.4
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s
ein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1,
134 V 322 E. 4.1).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen
sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2;
Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversiche
rung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art.
28a
).
1.5
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
si
cher
te Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalide
nlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3;
135 V 297 E.
5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausge
ge
benen LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5
.2, 129 V 472 E. 4.2.1
). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E
. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne
ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermitt
lung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Ge
gebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
a.a.O.,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
1.6
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnit
ts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswir
kungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch
auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurch
schnit
tlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht auto
ma
tisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflicht
gemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalidenein
kommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der
medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht
zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1
und
9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen;
es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl.
Urteile des Bundesgerichtes
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin hielt
in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2)
im Wes
entlichen fest,
dass
die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit in einem Pen
sum von 100
%
arbeiten würde.
Die
Pensumsr
eduktion
sei
aufgrund der langjäh
rigen Rückenbeschwerden
erfolgt
. Aus medizinischer Sicht
sei ihr d
ie bisherige Tätigkeit nicht mehr zumutbar. In einer angepassten Tätigkeit bestehe nach Ablauf des Wartejahres im November 2017 eine Arbeitsfähigkeit von 70
%
bezo
gen auf ein Pensum von 80
%
. Nach Vornahme des Einkommensvergleichs resultiere ein Anspruch auf eine halbe Invalidenrente. Die medizinischen Abklä
rungen
hätten weiter ergeben
, dass in den darauffolgenden Monaten mit einer Steigerung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei. Ab Januar 2018 bestehe in einer angepassten Tätigkeit eine volle Arbeitsfähigkeit. Da eine Verbesserung des Ge
sundheitszustandes erst nach drei Monaten berücksichtigt werden könne, werde die Rente bis Ende März 2018 ausbezahlt. Danach bestehe kein Rentenanspruch mehr. Eine zusätzliche medizinische Abklärung sei nicht angezeigt (vgl. S. 3 f.).
Mit
Stellungnahme
vom 2
7.
August 2019
(
Urk.
12) beantragte die Beschwerde
gegnerin
unter Verweis auf die
Stellungnahme
des Regionalen Ärztlichen Die
nstes (RAD;
Urk.
13)
vom 2
6.
August 2019
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde die
Zusprache
einer nicht bef
risteten halben Invalidenrente.
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin
im Wesentlichen
auf den Standpunkt
(
Urk.
1)
,
die durch den
RAD-
Arzt vorgenommene
Arbeitsfähigkeits
e
inschätzung beruhe auf einer unvollständigen diagnostischen Grundlage (S. 7
Ziff.
16).
Die medizinische Situation sei ungenügend abgeklärt. Die Beschwerde
gegnerin verletze den Untersuchungsgrundsatz, indem sie auf die Berichte von
Dr.
B._
abstelle, ohne die Gründe zu nennen, weshalb nicht auf die Ein
schätzung der Ärzte der
C._
abgestellt werden könne (S. 8
Ziff.
18). Der Bericht von
Dr.
B._
vom Oktober 2017 sei – aus näher genannten Gründen (S. 9 ff.
Ziff.
19-23) - nicht beweistauglich (S. 9
Ziff.
19). Gestützt auf die beweistauglichen Berichte der behandelnden Ärzte sei seit November 2016 von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen (S. 11
Ziff.
23).
Sie sei b
ereits vor der Versetzung ins Archiv auch in einer Büro
tätigkeit gesundheitsbedingt bloss zu 80
%
arbeitsfähig gewesen (S. 12
Ziff.
25). Angesichts des aufwendigen Therapie- und Trainingssettings könne nicht auf einen bloss geringen Leidensdruck geschlossen werden. Sollte nicht auf die Be
richte der behandelnden Ärzte abgestellt werden, sei eine Begutachtung anzu
ordnen (S. 12 f.
Ziff.
26-27). Gestützt auf den Einkommensvergleich stehe ihr eine
Dreiviertelsrente
zu (S. 13
Ziff.
28).
I
n
den
ergänzenden Stellungnahmen
hielt die Beschwerdeführerin
fest, dass gestützt auf den
im Rahmen des Beschwerdeverfahrens
eingereichten
Bericht von
Dr.
D._
von einer 50%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit auszugehen sei.
Die Auslagen für diesen
Bericht seien der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
.
Ausserdem sei ein leidensbedingter Abzug zu gewähren.
A
b
dem
1.
November 2017
sei ihr
eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen
(
vgl.
Urk.
9
S. 4
;
Urk.
16 S. 2 f.).
2.3
Strittig und zu prüfen ist
einzig noch die Höhe
des
Rentenanspruch
s
anhand des
Einkommensvergleichs
. Sowohl die verbliebene Arbeitsfähigkeit aus medizini
scher
Sicht als auch die Qualifikation der Beschwerdefü
hrerin als voll Erwerbstätige und der Anspruch auf eine unbefristete Invalidenrente
sind nicht mehr umstritten.
3.
3.1
Am 2
6.
August 2016 erfolgte für die Pensionskasse Stadt Zürich (PKZH) eine vertrauensärztliche Begutachtung
der Beschwerdeführerin
durch
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Psychiatrie und Psychotherapie (vgl. Bericht vom 2
9.
August 2016,
Urk.
7/
18/1-11
)
.
Dieser diag
nostizierte
eine seit Sommer 2016 bestehende Anpassungsstörung, Angst und Depression gemischt (ICD-
10 F43.22), Differentialdiagnose (DD) Burn-out-Syn
drom (ICD-10 Z73.0), psychosomatische Symptomatik (S. 2
lit
. A1). Es bestehe ein Konflikt am Arbeitsplatz mit dem Vorgesetzten (S. 5
lit
. A4).
Eine Arbeits
unfähigkeit liege nicht vor
(S
. 8 f.
lit
.
B
1-
2).
3.2
Eine weitere vertrauensärztliche Begutachtung der Beschwerdeführerin für die PKZH erfolgte am 1
1.
Januar 2017 durch
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabilitation (vgl. Bericht vom 1
6.
Januar 2017,
Urk.
7/18/12-21).
Diese hielt fest, dass der
voroperierte, fast gänzlich versteifte Rücken nicht vereinbar
sei
mit dem repetitiven Heben von Lasten. Für eine leichte, wechsel
belastende
Tätigkeit ohne repetitives Heben von Lasten schwerer als 2 bis 3 kg und ohne Zwangspositionen länger als 30 bis 45 Minuten sei die Prognose gut (S. 5
lit
. A7.1-2). Der Arbeitsplatzkonflikt sei noch nicht gelöst (S.
5
lit
. A8).
In der bisherigen Tätigkeit liege eine dauernde vollständige Arbeits
un
fähigkeit vor (S. 7
lit
. B1). In einer angepassten Tätigkeit
bestehe
keine Arbeits
unfähigkeit (S. 8
lit
. B2).
3.3
Mit Bericht vom 1
9.
Januar 2017 (
Urk.
7/11/1-2)
nannte
Prof.
Dr.
med.
F._,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa
rates,
f
olgende
Diagnosen
(S. 1):
-
Bandscheibendegeneration L4/5 und L5/S1
-
Diskushernie L4/5 paramedian rechts
-
b
eginnende
Spondylolisthesis
L5
-
Status nach
Spondylodese
Th4 bis L2 mit Kyphose
-K
orrektur (2001) bei Morbus Scheuermann mit Kyphose von 90°
Die Beschwerdeführerin müsse an einen körperlich nicht beanspruchenden Arbeits
platz versetzt werden (S. 2).
3.4
Die Ärzte der
G._
nannten mit Bericht vom
1.
Februar 2017 (
Urk.
7/11/5-6) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Bandscheibendegeneration L4/5 und L5/S1
-
Diskushernie L4/5 paramedian rechts
-
Status nach
Spondylodese
Th4 bis L2 mit
dorsoventraler
Kyphose
-K
orrek
tur (2001) bei Morbus Scheuermann mit Kyphose von 90°
R
adiologisch
zeige sich
ein unauffälliger neurologischer Befund.
Die
Befunde der
Magnet
resonanztomographie (MRI) ergäben
eine Diskusdegeneration der beiden unteren Etagen und eine Diskushernie L4/
5.
Die Hebe- und Tragearbeit im Archiv sei
derzeit kontraproduktiv. Empfehlenswert wäre die Umsetzung auf einen Arbeitsplatz, wo keine körperlich belastenden Arbeiten anfallen würden (S. 2).
3.5
Dr.
med
.
H._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
führte
mit Bericht vom 2
9.
Mai 2017 (
Urk.
7/80) a
us
, dass er die Beschwerdeführerin seit April 2016 behandle (S. 1
Ziff.
1.2)
,
und
nannte
folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
1.1):
-
Bandscheibendegeneration L4/5 und L5/S1
-
Diskushernie L4/5 paramedian rechts
-
Status nach
Spondylodese
Th4 bis L2 mit dorsoventraler Kyphose-Kor
rektur
-
Morbus Scheuermann mit Kyphose 90°
Die Beschwerdeführerin sei in der bisherigen Archivtätigkeit vom
9.
November 2016 bis 3
1.
März 2017 vollständig arbeitsunfähig gewesen. Seit dem
1.
April 2017 bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 2
Ziff.
1.6).
In einer belas
tungsfreien Tätigkeit ohne körperliche Beanspruchung könne eine schrittweise Eingliederung versucht werden (S. 3
Ziff.
1.7).
3.6
Die Ärzte der
C._
diagnostizierten mit Bericht vom 2
0.
September 2017 (
Urk.
7/115/1-2) eine Lumbalgie bei Segmentdegeneration L4/5 und L5/S1 sowie kleiner medianer Diskushernie L4/5 und erwähnten einen Status nach
Spondylodese
Th4 bis L2 mit Kyphos
e-K
orrektur (2001) bei Morbus Scheuermann mit Kyphose von 90° (S. 1). Aus wirbelsäulenchirurgischer Sicht bestehe aktuell keine Indikation für ein operatives Vorgehen. Die Beschwerde
führerin sei in einer angepassten Tätigkeit oh
ne lendenwirbelsäulenbelastende
Aufgaben
zu 50
%
leistungsfähig (S. 2).
3.7
Eine vertrauensärztliche Verlaufskontrolle
für die PKZH
durch
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.2)
erfolgte am 1
2.
Oktober 2017 (vgl. Bericht vom 1
8.
Oktober 2017,
Urk.
7/110).
Dabei nannte sie
folgende Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 2
lit
. A1):
-
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom beidseits mit/bei:
-
schwerer Bandscheibendegeneration L4/5 und L5/S1
-
Diskushernie L4/5 paramedian rechts
-
b
eginnende
r
Spondylolisthesis
L5
-
Status nach
Spondylodese
Th4 bis L2 mit Kyphose
-K
orrektur (2001)
Aufgrund der unveränderten Schmerzsituation sei auf einen klinischen Untersuch verzichtet worden (S. 3
lit
. A3.3).
Es
liege
ein ausgeprägter Arbeitsplatzkonflikt
vor
(S. 4
lit
. A4). Die Beschwerdeführerin
sei in der bisherigen Tätigkeit dauerhaft
vollständig arbeitsunfähig.
Für eine leichte, wechsel
belastende
Tätigkeit ohne repetitives Heben von Lasten schwerer als 2 bis 3 kg und ohne Zwangspositionen länger als 30 bis 45
Minuten sei die Prognose gut
.
In einer
solch
angepassten Tätigkeit liege keine Arbeitsunfähigkeit vor. Es bestehe
aktuell
eine Arbeits
fähigkeit von 70
%
des Beschäftigungsgrades von 80
%
, wobei diese langsam gesteigert werden soll
te bis zu einer
vollen Arbeitsfähigkeit (
S. 5
lit
.
A7.1-2, S.
7
f.
lit
. B
1-
2).
3.8
Dr.
H._
(vorstehend E.
3.5)
bestätigte m
it Bericht vom 2
8.
November
2017 (
Urk.
7/117/1-3) die bisher von ihm ge
stellten
Diagnosen (S. 1
Ziff.
1.2).
Die Be
schwerdeführerin könne d
ie bisherige Tätigkeit nicht mehr
ausüben
. In einer
für den Rücken, insbesondere für die Lendenwirbelsäule (LWS),
angepassten Tätig
keit bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit (S. 1
Ziff.
2.1).
3.9
Mit
RAD-
Stellungnahme vom 2
6.
Februar 2018 erachtete
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates, einen somatischen Gesundheitsschaden als ausgewiesen.
In der bishe
rigen Tätigkeit
bestehe
seit dem
9.
November 2016 eine vollständige Arbeitsun
fähigkeit. In einer angepassten Tätigkeit
habe
vom
9.
November
2016 bis 1
1.
Okto
ber 2017 eine 50%ige Arbeitsfähigkeit
vorgelegen. Seit
dem 1
2.
Oktober 2017
bestehe
eine 70%ige Arbeit
sfähigkeit mit realisierbarer
Steigerung auf eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
(des vereinbarten Pensums von 80
%
)
binnen etwa drei
er Monate
, das
bedeute
bis Ende Dezember
2017 (vgl.
Urk.
7/134 S. 6
f.).
3.10
Dr.
H._
(vorstehend E. 3.5)
hielt mit
Schreiben vom 1
7.
Juli 2018 (
Urk.
7/141)
fest
, dass wechselbelastende
, angepasste Bürotätigkeiten in der Grössenordnung von 50
%
ausgeübt werden könnten. Eine volle Arbeitsfähigkeit sei der Beschwer
deführerin keinesfalls zumutbar (S. 1).
Sie benötige täglich drei bis vier Stunden Physiotherapie, Medizinische Trainingstherapie (MTT) und Bewegungstherapie.
Eine psychische Erkrankung liege seines Erachtens nicht vor (S. 2).
3.11
Mit RAD-Stellungnahme vom 2
9.
August 2018 erklärte
Dr.
I._
, dass keine neuen oder bislang unberücksichtigten, objektiven medizinischen Befunde vor
lägen (vgl.
Urk.
7/150 S. 3 f.).
3.12
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Rheu
matologie, nannte mit Bericht vom 1
8.
Juni 2019 (
Urk.
10) folgende Diagnosen (S. 1):
-
c
hronisches
lumbospondylogenes
Syndrom beidseits mit/bei:
-
Status nach
Spondylodese
Th4 bis L2 mit Kyphose
-K
orrektur (2001) mit erheblicher Bewegungseinschränkung der
Brustwirbelsäule (BWS)
und LWS
-
p
rogrediente
n
degenerative
n
Veränderungen der unteren LWS mit zu
nehmendem Einriss im
Anulus
fibrosus
L4/5 mit
Diskusprotrusion
so
wie vorbestehender
breitbasiger
Protrusion
L5/S1 links
foraminal
mit möglicher Wurzelaffektion L5 links
-
d
eutlicher Verspannung und
Druckdolenz
der
glutealen
und paraverte
bralen tieflumbalen Muskulatur
-
c
hronisches
zervikovertebrales
Syndrom beidseits mit/bei:
-
d
egenerativen Veränderungen mit moderater Segmentdegeneration C5/
6 mit
breitbasiger
Bandscheibenprotrusion
sowie Zeichen der leich
ten
foraminalen
Nervenwurzelkompression C6 beidseits
-
Beweglichkeitseinschränkung der
Halswirbelsäule (
HWS
)
-
Verspannung und
Druckdolenz
der Nacken/Schulter-Muskulatur beid
seits
-
t
herapieresistente
Dekonditionierung
mit/bei:
-
Atrophie der Rumpfmuskulatur seit der
Spondylodese
(2001)
-
trotz regelmässigem Training
-
verminderter körperlicher Belastbarkeit
Die Beschwerdeführerin sei nicht in der Lage, als Archivarin zu arbeiten. Eine Tätigkeit als Sachbearbeiterin im ersten Arbeitsmarkt (ohne Anpassung
bezüglich ihres
Leiden
s
) sei angesichts der gesundheitlichen Probleme nicht realistisch und rein theoretisch maximal zu 20
%
durchführbar (S. 5
Ziff.
2). Aktuell sei die Beschwerdeführerin in einer angepassten, leichten, wechselbelastenden Tätigkeit ohne rückenbelastende Arbeiten
sowie
ohne Tragen und Heben von Lasten über 2 kg sowie ohne Arbei
ten in geneigter Position oder Über-
Kopf-Arbeiten maximal zu 50
%
arbeitsfähi
g. E
ine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation
sei mittelfristig nicht auszuschliessen
.
Die Beschwerdeführerin
könne nur in einem Büro mit ergonomischem Mobiliar arbeiten.
Die Möglichkeit von regelmässigen Pausen müsse gewährleistet sein
(S. 5
Ziff.
3)
.
Dr.
D._
gab weiter an, dass er sich
der durch
Dr.
B._
im Oktober 2017 vorgenommenen Einschätzung nicht anschliessen
könne
. Insbesondere habe diese auf einen klinischen Untersuch verzichtet
(S. 5
Ziff.
4)
.
3.13
Mit RAD-Stellungnahme vom 2
6.
August 2019
hielt
Dr.
I._
fest, dass
der Bericht von
Dr.
D._
bislang unbekannte medizinische Informationen enthalte. So seien bezüglich des
bereits bekannten chronischen
lumbospondylogenen
Syn
drom
s
progredie
nte degenerative Veränderungen
beschrieben
worden. Auch sei neuerdings ein
c
hronisches
zervikoverte
brales
Syndr
om
beidseits bei degene
ra
ti
ven
Veränderungen diagnostiziert worden
. Hinsichtlich der
verbliebenen
Arbeits
fähigkeit
in der
bisherige
n
Tätigkeit sei
nebst
Dr.
D._
auch
Dr.
B._
von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit seit November 2016 ausgegangen.
Strittig sei einzig die
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit.
Die
durch
Dr.
D._
aktuell für eine optimal angepasste Tätigkeit
attestierte
Arbeitsfähigkeit von 50
%
könne angesichts der beschriebenen klinischen und radiologischen Befunde
nach
vollzogen werden.
Retrospektiv betrachtet sei überwiegend wahrscheinlich die durch
Dr.
B._
ab Oktober 2017 angenommene Arbeitsfähigkeit bereits zu hoch gegriffen gewesen. Dies bedeute,
dass seit November 2016 durchgehend und bis auf weiteres eine 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit vor
liege (vgl.
Urk.
13 S. 2 f.).
4.
4.1
In medizinischer Hinsicht steht aufgrund der Akten – insbesondere aufgrund des im Rahmen des Beschwerdeverfahrens eingereichten Bericht
s
von
Dr.
D._
(vor
stehen
d E. 3.12
)
sowie der darauffolgenden RAD-Stellungnahme
von
Dr.
I._
(vorstehend E. 3.13
)
- nun unbestrittenermassen fest, dass die Beschwerdeführerin aufgrund ihrer somatischen Beschwerden in der bisherigen Tätigkeit als Sachbe
arbeiterin Archiv seit November 2016 vollständig arbeitsunfähig und in einer angepassten Tätigkeit
gemäss Belastungsprofil
seither nur zu 50
%
arbeitsfähig ist
. Weitere Ausführungen hierzu erübrigen sich
daher
. Ebenfalls nicht mehr um
stritten und aufgrund der Akten nachvollziehbar ist die Qualifikation der Be
schwerdeführerin als
voll
Erwerbstätige
(vgl. hierzu
Urk.
2 S.
3;
Urk.
7/21 S. 2;
Urk.
7/132
S. 4
Ziff.
2.5
;
Urk.
7/142), weshalb diesbezüglich ebenso auf Weite
rungen verzichtet werden kann.
4.2
Es bleibt damit einzig die Prüfung der erwerblichen Auswirkungen vorzunehmen. Während die Beschwerdegegnerin aufgrund des vorgenommenen Einkommens
vergleichs auf eine
unbefristete
halbe Invalidenrente erkannte, beantragte die Beschwerdeführerin ein
e
Dreiviertelsrente
(vgl.
Urk.
1 S. 13 Ziff.
28;
Urk.
2 S. 4;
Urk.
12;
Urk.
16 S. 3
Ziff.
5
).
Anhand der me
dizinischen Akten ist seit dem
9.
November 2016 ununterbrochen eine mindestens 40%ige Arbeitsunfä
higkeit ausgewiesen (vorstehend E. 3
), womit das Wartejahr im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG (vorstehend E.
1.2) am 9
.
November
2017 erfüllt war. In diesem Zeitpunkt war angesichts der am 24.
Februar 2017 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenen Anmeldung (vgl.
Urk.
7/14; Aktenverzeichnis zu
Urk.
7 S. 1) auch die sechsmonatige Frist gemäss
Art.
29
Abs.
1 IVG abgelaufen. Ein Rentenanspruch würde somit unbestrittener
massen frühestens ab November 2017 bestehen. Für die Vornahme des Ein
kom
men
svergleichs ist
grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeitpunkt des hypo
thetischen Rentenbeginns, mithin auf das Jahr 2017, abzustellen (BGE 129 V 222).
4.3
Die Beschwerdegegnerin ermittelte das hypothetische
V
alideneinkommen
ge
stützt auf das gemäss Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Auszug) durch die
Beschwerdeführerin bei der
Z._
als Sachbearbeiterin Archiv im Jahr 20
16 erzielte Einkommen von
Fr.
74'459.-- bei ei
nem Pensum von 80
%
(vgl.
Urk.
7/20 S. 2
) und
berechnete – angepasst an die Nominallohnentwicklung
- ein hypothe
t
isches
Valideneinkommen
im Jahr 2017 von rund
Fr.
93'818.-- bei Hochrech
nung auf ein Pensum von 100
%
(vgl.
Urk.
2 S. 3 f.;
Urk.
7/149 S. 1;
Urk.
7/160). Dieses Vorgehen ist insbesondere angesichts der Tatsache, dass die erfolgte
Pen
sumsreduktion
auf 80
%
aus gesundheitlich
en Gründen erfolgte (vgl.
Urk.
7/21 S. 2;
Urk.
7/132 S. 4
Ziff.
2.5
), nicht zu beanstanden und wird auch von der Be
schwerdeführerin nicht bestritten (vgl.
Urk.
16 S. 2
Ziff.
3). Darauf ist abzustellen.
4.4
Da die Beschwerdeführerin nach Lage der Akten derzeit keine Tätigkeit ausübt, ist für die Bestimmung des
hypothetischen
Invalideneinkommens auf die Tabel
len
löhne der LSE und dabei auf den Zentralwert
bei den Frauen
für Bürokräfte und verwandte Berufe im Alter von 30 bis 49 Jahre abzustelle
n, was von
beiden Parteien unbestritten blieb
(vgl.
Urk.
7/160;
Urk.
16 S. 2
Ziff.
4
).
Da
bei
ist
jeweils die
im Verfügungszeitpunkt aktuellste veröffentlichte Tabelle zu verwenden (vor
stehend E. 1.5), weshalb entgegen den durch die Beschwerdegegnerin verwen
deten Zahlen der LSE 2014 (vgl.
Urk.
7/149 S. 1; Urk.
7/160) auf die Tabelle der LSE 2016 (veröffentlicht am 2
6.
Oktober 2018) abzustellen ist. Der entsprechende Zentralwert betrug im Jahr 2016
Fr.
5'
971
.-- (LSE 2016, T
A17
Ziff.
4, Frauen,
30 – 49 Jahre
). Der durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2017 von 41.7 Stunden sowie der Nominallohnentwicklung b
ei den Frauen von 2016 (Index: 2’709) bis 2017 (Index: 2’719
) angepasst, ergibt dies ein hypothetisches Invalideneinkommen von rund
Fr.
37'486.--
für das Jahr 2017 bei der verbliebe
nen Arbeitsfähigkeit von 50
%
(
Fr.
5
’971
.
-- :
40 x 41.7 x 12 : 2’709 x 2’719
x 0.5).
Die Beschwerdegegnerin gewährte keinen leidensbedingten Abzug (vgl. Urk.
7/160
), wogegen die Beschwerdeführerin einen solchen beantragte, da die Büroarbeit wechselbelastend sein müsse und sie keine Lasten von mehr als 2 kg Heben und Tragen dürfe
,
sie
ausserdem
auch im Rahmen des bereits reduzierten Pensums noch regelmässig Pausen einlegen müsse (vgl.
Urk.
16 S. 3).
Dies
be
züg
lich ist jedoch zu beachten, dass diese Einschränkungen bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthalten sind und nicht zusätzlich in die Bemessung des
leidensbedingten Abzugs einfliessen dürfen (vorstehend E. 1.6).
Weitere Gründe, welche einen Abzug rechtfertigen würden, wurden nicht geltend gemacht und sind auch nicht ersichtlich.
4.5
Wird das
Valideneinkommen
von
Fr.
93'818.--
dem Invalideneinkommen von Fr.
37'486.--
gegenübergestellt, resul
tiert eine Erwerbseinbusse von
Fr.
56'332.
, was
einem Invaliditätsgrad von 60.04
%
und gerundet 60
%
(vgl. hierzu BGE 130 V 121)
entspricht
.
Bei diesem Ergebnis steht der Beschwerdeführerin somit ab dem
1.
November 2017 eine
Dreiviertelsrente
der Invalidenversicherung zu (vor
stehend E. 1.2).
Mit dieser Feststellung und in Gutheissung der Beschwerde ist die angefoch
tene Verfügung somit aufzuheben.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
700.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
5.2
Ausgangsgemäss steht der obsiegenden vertretenen Beschwerdeführerin eine Prozessentschädigung zu, die gemäss
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) – ohne Rücksicht auf den Streitwert – nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens zu bemessen ist.
Nach der Rechtsprechung sind unter dem Titel Parteientschädigung auch die not
wendigen Kosten privat eingeholter Gutachten zu vergüten, soweit die Partei
expertise für die
Entscheidfindung
unerlässlich war (BGE 115 V 62 E. 5c). Dieser Grundsatz ist für das Verwaltungsverfahren ausdrücklich in
Art.
45
Abs.
1 ATSG festgehalten.
Die Beschwerdeführerin hat keine Kostennote eingereicht, beantragte jedoch aus
drücklich, dass die Auslagen für den Bericht von
Dr.
D._
in der Höhe von
Fr.
1'500.-- der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen seien (vgl.
Urk.
9 S. 4).
Unter Berücksichtigung der vorgenannten Bemessungskriterien
und des Umstandes, dass der Bericht von Dr.
D._
für die
Entscheidfindung
unerlässlich war,
ist die Prozessen
tschädigung vorliegend auf
Fr.
4
'
4
00.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.