# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f6ab08e3-3f17-5d32-8671-4ac16128bfc7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
Der 1970 geborene
X._
absolvierte
eine Lehre als Sanitärinstallateur (Urk. 8/8) und war
zuletzt seit
2011 als
S
elbständig
erwerbender
in
der Reinigungsbranche tätig (Urk. 8/15 S. 2)
.
A
m
25.
November 2012
erlitt der Versicherte einen Fahrradunfall
und
verletzte sich
dabei
unter anderem
an der rechten Schulter,
a
m linken Handgelenk und
an
den
Knien
(Urk. 8/
6/
12-13).
Am 13. Oktober respektive 11. November 2014 meldete
er
sich unter Hinweis auf Schulter-, Knie- und Handgelenksbeschwerden sowie eine depressive
Erkrankung bei der Invalidenversicherung
an und stellte den Antrag auf Umschulung
(Urk. 8/2 und Urk. 8/10).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zog
namentlich
die Akten der Unfallversicherung
(
Urk.
8/6, Urk. 8/17
, Urk. 8/20
-24
)
bei
und klärte die erwerblichen
und medizi
nischen
Verhältnisse ab. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/28)
verneinte
die IV-Stelle
unter
dem
Hinweis, dass es an einer
Erwerbs
einbusse
fehle
, den Anspruch auf berufliche Massnahmen (Umschulung) mit Verfüg
ung vom 1. März 2016 (Urk. 2)
.
Dagegen erhob der Versicherte unter Auflage des Berichts der Klinik
Y._
vom 17. März 2016 (Urk. 3/2)
am
1
4. April 2016 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss, die Verfügung vom 1. März 2016 (Urk. 2) sei aufzuheben und es sei festzustellen, dass er Anspruch auf Umschulungsmassnahmen habe. In formeller Hinsicht stellte
er
das Gesuch um unen
tgeltliche Prozessführung
. Mit Beschwerdeantwort vom 11. Mai 2016 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde.
Mit Replik vom
20. Juni 2016
(Urk. 13)
erneuerte
der Beschwerdeführer
sein Rechtsbegehren
. Die Beschwerdegegnerin verzichtete mit Eingabe vom 21. Juli 2016 (Urk. 16) auf das Einreichen einer Duplik.
3.
Die Unfallversicherung erbrachte vorerst die gesetzlichen Leistungen und stellte diese mit Verfügung vom 17. November 2014 (Urk. 8/17/129-130) unter Hin
weis auf organisch nicht
hinreichend
nachweisbare Beschwerden und unter Verneinung der Adäquanz
der Restbeschwerden zum Unfall
per 31. Dez
ember 2014
ein
(vgl. auch Urk. 8/20/139-140)
. Am 21. September 2015 verneinte die
Unfallversicherung
das Vorliegen einer unfallbedingten Erwerbseinbusse und sprach dem
Beschwerdeführer
bei einer
Integritätseinbusse von 10 % eine
In
tegritätsentschädigung
zu (Urk. 8/21).
Nachdem der Beschwerdeführer gegen diesen Entscheid Einsprache erhoben hatte (Urk. 8/22), wurde
gemäss den An
gaben des behandelnden Psychiaters
des Beschwerdeführers,
PD
Dr.
med.
PhD
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie sowie für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie,
das
Einspracheverfahren
bis
zum
Entscheid
der Beschwerdegegnerin
über die beruflichen Massnahmen sistiert (Urk. 8/25).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von
Ge
burtsgebrechen
, Krankheit
oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8 ATSG) bedroht
e Versicherte haben gemäss Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; und
b.
die
Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 unter anderem in
Mass
nahmen beruflicher Art
wie die
Umschulung
.
1.3
Gemäss Art. 17
IVG
hat die versicherte Person Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit, wenn die Umschulung infolge Invalidität notwendig ist und dadurch die Erwerbsfähigkeit voraussichtlich erhalten oder verbessert werden kann (
Abs.
1). Al
s Umschulung gelten gemäss Art.
6
Abs.
1
der Verord
nung über die Invalidenversicherung (IVV)
Ausbildungsmassnahmen, die Versi
cherte nach Abschluss einer erstmaligen beruflichen Ausbildung oder nach Aufnahme einer Erwerbstätigkeit ohne vorgängige berufliche Ausbildung we
gen ihrer Invalidität zur Erhaltung oder Verbesserung der Erwerbsfähigkeit be
nötigen.
1.4
Nach der Rechtsprechung ist unter Umschulung grundsätzlich die Summe der Eingliederungsmassnahmen berufsbildender Art zu verstehen, die notwendig und geeignet sind, der vor Eintritt der Invalidität bereits erwerbstätig gewesenen
versicherten Person eine ihrer früheren annähernd gleichwertige Erwerbsmög
lichkeit zu vermitteln. Dabei bezieht sich der Begriff der „annähernden Gleich
wertigkeit" nicht in erster Linie auf das Ausbildungsniveau als solches, sondern auf die nach erfolgter Eingliederung zu erwartende Verdienstmöglichkeit. In der Regel besteht nur ein Anspruch auf die dem jeweiligen Eingliederungszweck angemessenen, notwendigen Massnahmen, nicht aber auf die nach den gegebe
nen Umständen bestmöglichen Vorkehren. Denn das Gesetz will die Eingliede
rung lediglich so weit sicherstellen, als diese im Einzelfall notwendig, aber auch genügend ist (BGE 130 V 488 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_163/2008 vom 8. August 2008 E. 2.2). Schliesslich setzt der Anspruch auf Umschulung voraus, dass die versicherte Person wegen der Art und Schwere des Gesundheitsschadens im bisher ausgeübten und in den für sie ohne zusätzliche berufliche Ausbildung offen stehenden zumutbaren Erwerbstätigkeiten eine bleibende oder längere Zeit dauernde Erwerbseinbusse von etwa 20 % erleidet, wobei es sich um einen blossen Richtwert handelt (BGE 130 V 488 E. 4.2, 124 V 108 E. 2a und b mit Hinweisen auf u.a. AHI 1997 S. 80 E. 1b; ZAK 1984 S. 91 oben, 1966 S. 439 E. 3).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Umschu
lung im Sinne von Art. 17 IVG hat.
2.2
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre leistungsabweisende Verfügung (Urk. 2) damit, dass der Beschwerdeführer nach sein
em Unfall
in einer ange
passten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei. Bei Gegenüberstellung des in der bisheri
gen Tätigkeit erzielten Einkommens und
des
in einer angepassten Tätigkeit
möglichen Verdienstes resultiere keine Erwerbseinbusse, weshalb kein Anspruch auf Umschulung bestehe (S. 1).
2.3
Der Beschwerdef
ührer stellte sich demgegenüber
auf den Standpunkt, sein invaliditätsbedingter Minderverdienst
betrage mehr als 30 %.
Dr.
med.
A._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates FMH, der Klinik
Y._
habe zudem in seinem Bericht vom 1. Dezember 2015 darauf hingewiesen, dass der Beschwerdeführer nach
erfolgter
Umschulung auf einen sitzenden Beruf wieder arbeitsfähig sei
n werde
(Urk. 1)
.
Im Weiteren habe er
der Beschwerdegegnerin mehrere Vorschläge f
ür eine Umschulung unterbreitet
, welche jedoch abgelehnt worden seien
. Im Übrigen müsse die
Be
schwerdegegnerin
seine psychischen
Beschwerden
, welche von der
Unfallversi
cherung
nicht ab
ge
klärt worden seien, berücksichtigen
(Urk. 13)
.
3.
3.1
Die erstbehandelnde
Dr.
med.
B._
,
Fachärztin FMH für Allgemeinmedizin
, erwähnte im Zeugnis vom 3. Januar 2013 nach dem Sturz mit dem Mountain
bike vom 25. November 2012 aufgetretene Schmerzen im Schultergelenk und Finger rechts, im Bereich des Rückens, des Rippenthorax links sowie des linken Hand- und Fussgelenks. Der Röntgenbefund des Thorax, der rechten Schulter und des linken Handgelenks habe keine Hinweise auf frische
ossäre
Läsionen ergeben (
Urk.
8/6/12-13). Im Bericht vom 11. Dezember 2012 des Chirurgen der
C._
war
nurmehr
von einem
postraumatischen
,
subacromialen
Schmerzsyndrom der Schulter rechts die Rede (
Urk.
8/6/15). In Bezug auf die Handbeschwerden konnte laut Bericht vom 5. März 2013 bildgebend kein Schaden ausgemacht werden (
Urk.
8/6/26-30). Der Oberarzt Handchirurgie der Klinik
D._
diagnostizierte am 3. Juni 2013 diesbezüglich einen Verdacht auf posttraumatische Sinusitis der Extensor
carpi
ulnaris
-Sehne links (Urk. 8/6/48
49).
Auf Zuweisung des behandelnden Psychiaters PD
Dr.
med.
Z._
erfolgte eine neurologische Untersuchung.
Dr.
med.
E._
, Fachärztin FMH für Neurologie, führte in ihrem Bericht vom 6. Juni 2013 (Urk
. 8/6/50-51) folgende Diagnosen
auf
(S. 1)
:
psychogene Beschwerden
Status nach Commotio cerebri (November 2012)
Die Ärztin hielt fest, unter Berücksichtigung der
angegebenen
Bewusstlosigkeit nach dem Fahrradunfall
sei
diagnostisch von einer Commotio cerebri auszuge
hen. Bei weiter unauffälligen Befunden im
Kernspintomogramm
des Schädels könnten die vom Beschwerdeführer geklagten Kopfschmerzen nicht als post
traumatisch gedeutet werden. Aller Wahrscheinlichkeit
nach
handle es sich um Spannungskopfschmerzen wie sie häufig vorkämen (S. 2).
3.2
Der behandelnde Psychiater
PD
Dr.
Z._
nannte in seinem Bericht vom 7. August 2013 (Urk. 8/6/78
-79
) folgende Diagnosen (S. 1):
posttraumatisches Stresssyndrom (ICD-10 F43.1)
mehrere depressive Episoden (ICD-10 F33.1)
Der
Arzt
wies darauf hin, dass sich das posttraumatische Stresssyndrom seit dem Beginn der psychiatrischen Behandlung am 10. Januar 2013 deutlich zu
rückgebildet habe. Das Ausmass der aktuell bestehenden depressiven Sympto
matik erlaube momentan eine Arbeitsbelastung von ungefähr 30 %
, wobei aus
orthopädischer Sicht weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % (vgl. dazu auch den Kreisarztbericht vom 28. März 2013,
Urk.
8/6/31) bestehe (S. 2).
Auch nach der Schulteroperation vom 16. Oktober 2013 (vgl. dazu Urk. 8/6/100
103) vermochte der Beschwerdeführer die Arbeitsfähigkeit nicht wieder zu erlangen (
Urk.
8/6/149).
3.
3
Im Bericht der
Klinik F._
vom 22. August 2014 über den von der
Unfall
versicherung
veranlassten (Urk. 8/6/151) Rehabilitationsaufenthalt vom 15. Jul
i bis
19. August 2014
(Therapieunterbruch vom 21. bis
25. Juli 2014)
wurden folgende Diagnosen
aufgeführt
(Urk. 8/6/205-2
14
S. 1-2):
Unfall vom 25.11.2012: Sturz mit Mountainbike
Kontusion Schädel
05.06.2013
Magnetresonanztomographie
(
MRI
)
Schädel nativ und mit KM: intrakraniell kein pathologischer Befund. Keine Hinweise auf traumatische Veränderungen
03.06.13: neurologische Untersuchung,
Dr.
E._
: psychogene Beschwerden, Spannungskopfschmerzen
Kontusion Schulter rechts
30.01.2013
Arthro
-
MRI Schulter rechts: leichte ansatznahe
Tendinopa
thie
der
Supraspinatussehne
ohne Hinweise auf eine Ruptur der einzel
nen Komponenten der
Rotatorenmanschette
.
Mässiggradige
AC-Ge
lenksarthrose
, diskrete
fibrozystische
degenerative Veränderungen am
Tuberculum
majus
an der typischen Stelle, übrige Binnenstrukturen unauffällig
16.10.2013
Arthroskopische
Kapsulotomie
,
subakromiale
Dekompres
sion und AC-Resektion
20.3.
2014 Steroidinfiltration Schulter rechts (
Dr.
A._
,
G._
,
H._
)
10.06.2014 klinische Kontrolle,
Dr.
A._
:
residuelle
postoperative
Frozen
Shoulder
möglich, Fortsetzung der
Physiotherapie. Schmerz
mittel
bei Bedarf. Der Patient darf Arbeiten mit Kontroll- und
Überwa
chungsfunktion
ausführen. Für
körperliche Tä
tigkeiten besteht weiter
hin eine Arbeitsunfähigkeit. Arbeitsunfähigkeit 80 %. Klinische Kon
trolle im September 2014 vorgesehen
.
18.07.2014 Röntgen Schulter beidseitig: keine degenerativen Veränderungen bei insgesamt regelrechtem Gelenkstatus. Diskrete AC-Gelenksarthrose beidseitig.
07.08.2014
Arthro
-MRI Schulter rechts: neu Bursitis
subacromialis
.
Stationäre
Tendinopathie
der
Supraspinatusseh
ne
. Stationär hypertro
phes AC-Gelenk. Kein Hinweis auf
Kapsulitis
.
Distorsion Handgelenk links (
adominant
)
01.02.2013
Arthro
-MRI Handgelenk links:
Tendinopathie
der Seh
ne
vom Extensor
carpi
ul
naris
. Diskrete Reizreaktion vom
ansonsten in
takten TFCC dorsal
ulnarseitig
ohne kommunizierende Läsion. Intakte Sehnen, Ligamente und
ossäre
Strukturen.
03.06.
2013 Röntgen Handgelenk links
ap
.
, s
owie
Stecherpro
jektion
: völlig unauffällige knö
cherne Befunde bei regelrechter Ausdichtung
der proximalen Handwurzelreihe. Keinerlei Anzeichen eines erhöhten
skapholunären
oder
radioulnären
Winkels
Ulnaplusvarianz
.
03.06.2013 Handchirurgie:
sonographisch
Verdacht auf posttraumati
sche
Synovitis
der Extensor
carpi
ulnari
s
-Sehne. Infiltration mit
Dipro
phos
/
Bup
ivacain
.
23.06.2013 ambulante Kontrolle Handchiru
r
gie Klinik
D._
: post
traumatische Subluxation der Extensor
carpi
ulnaris
-Sehne links mit rezidivierender
Synovitis
.
Sonographisch
milde
Synovitis
der Extensor
carpi
ulnaris
-Sehne, die in der
Supination
subluxiert. Operative
Stabi
lisierung der ECU-
Sehne könnte angeboten werden, komplette
Be
schwerdefreiheit
muss jedoch in Frage gestellt werden
.
Kontusion Knie rechts
13.06.2014 MRI Knie rechts:
Polylobuliertes
und polyzystisches Ganglion mit Ausdehnung von fast 5,5 cm und zieht sich
von medialen Hoffaschen Fettkörper über die
anteriore
, mediale Tibi
a nach medial
subka
p
sulär
/
subligamentär
. Der Ausgang des Befundes ist nicht klar, eine eigentliche horizontale Läsion im Meniskus ist nicht vorhanden. Kaliberschwaches vorderes Kreuzband, es ist aber durchgängig darge
stellt. Hinteres Kreuzband intakt. Knorpelveränderungen medial
retro
patellär
.
Gonalgien
links
13.06.2014 MRI Knie links: l
eichte mediale
femorotibiale
und mediale
retropatelläre
Knorpelveränderungen, keine
subchondrale
Ödeme. Auffäl
lige Vernarbungen des Hoff
a
schen Fettkörpers. Wenig Erguss
.
Lumbalgien
p
sychiatrische Diagnosen (gemäss Psychiater
Dr.
Z._
)
Depressivität
post
t
raumatisches Stresssyndrom
Panikattacken
fortlaufende psychiatrische Betreuung durch
Dr.
Z._
während der stationären Rehabilitation wünschte der Patient keine psychologisch-psychiatrische Mitbetreuung
; er nahm in dieser Zeit am
bulante Termine bei Dr.
Z._
wahr
.
Adipositas Grad II
(
BMI 36 kg/m2)
Die Ärzte der
Klinik F._
wiesen darauf hin
, es sei eine erhebliche Symp
tomausweitung erkennbar
. Das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Abklärung nur ungenügend erklären. B
ei gute
m
Effort
hätte der Beschwerdeführer in den Leistungstests und im Behandlungsprogramm
eine besser
e Leistung erbringen kön
ne
n (S. 3 und S. 4)
.
Eine wesentliche Verbesserung der Schmerzproblematik habe nicht er
reicht und die körperliche Leistungsfähigkeit sowie Belastbarkeit
hätten
nicht
wesentlich gesteigert werden können. Bei der Beweglich
keit
des rechten Schul
tergürtels sei indessen eine Verbesserung erzielt worden
(
S. 5
).
Betreffend die Tätigkeit als Hauswar
t gingen die Ärzte von einer 50
%igen Ar
beitsfähigkeit ab dem 20. August 2014 (ganztägige Präsenz mit 50 % Leistung) aus. Im Hinblick auf die Schulter- und Handgelenksbeschwerden seien Tätig
keite
n über Kopf mit dem rechten Arm
, das Ersteigen von Leitern und Gerüsten sowie wiederholte
Umwen
dbewegungen
des linken Unterarm
s (
adominant
) zu vermeiden. Andere berufliche Tätigkeiten mit leichten bis mittelschweren Ar
beiten (10-15 kg) seien unter Berücksichtigung der
genannten
Einschränkungen ganztägig zumutbar. Die Ärzte empfahlen eine Red
uktion der bisherigen Arbeit am aktuellen Arbeitsplatz
(
I._
Hauswartung,
H._
;
S. 3-4).
Aus medizinisch-rehabilitativer Sicht spreche nichts gegen die Wiederaufnahme der an
gestammten Arbeit mit voller Präsenz und sukzessiver Steigerung der Leistung (S. 5).
3.
4
Dr.
med.
J._
, Stellvertretende Oberärztin Handchirurgie, und
Dr.
med.
K._
, Chefarzt Orthopädie/Handchirurgie an der Klinik
D._
, stellten in ihrem Bericht vom 18.
Mai
2015 (Urk. 8/20/8-9) folgende Diagnosen (S. 1):
persistierende
uln
o
carpale
Schmerzen links bei
initial Verdacht auf rezidivierende
Synovitis
ECU-Sehne bei Subluxation
Status nach Distorsionstraum
a
11/2012
Die Ärzte hielten fest, der Beschwerdeführer habe über eine massive
Schmerzzu
nahme
nach der Infiltr
ation am 13. Mai 2015 berichtet
, wobei sich die Schmer
zen nach vier Tagen auf höherem Niveau stabilisiert hätten.
Der Beschwerde
führer
habe
eine
starke Einschränkung im Alltag
geltend
gemacht und
im Wei
teren angegeben, dass
s
owohl belastete als auch unbelastete Bewegungen äus
serst schmerzhaft
seien
und auch Nachtschmerzen
aufträten
. Die Ärzte gingen von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit als Hauswart aus und erachteten eine Umschulung als allenfalls sinnvoll (S. 2).
3.
5
In seinem Bericht vom 1. Dezember 2015 (Urk. 8/23)
führte
Dr.
med.
A._
, FMH orthopädische Chirurgie und Traumatologie, der den Schultereingriff vom 16. Oktober durchgeführt hatte,
folgende Diagnosen
auf
:
residuelle
postoperative
subak
romiale
Schmerzen rechts bei
Status nach
arthroskopischer
Kapsulotomie
,
subakromialer
Dekompression und AC-Gelenks-Resektion Schulter rechts vom 18.10.2013 bei
posttraumatischem
subakromialem
Schmerzsyndrom rechts
leichte
n
subakromiale
n
Schmerzen links bei Abduktion und Flexion über
Scapulaebene
Status nach Handgelenksdistorsion links
d
epressive Störung
Dr.
A._
hielt fest, der Beschwerdeführer könne
aufgrund
seines
Schulterlei
dens
keine schwere
n
körperlichen Tätigkeiten mehr ausführen und sei für solche Berufe zu 100 % arbeitsunfähig. Dies gelte für
d
en erlernten Beruf als Sanitär sowie auch für
die
Arbeit als Hauswart. Nach vorgängiger Umschulung auf einen sitzenden Beruf sei der Beschwerdeführer wieder voll arbeitsfähig.
3.
6
Gemäss Telefonnotiz vom
22
.
Dezember 2015
erachtete
PD
Dr.
Z._
den Beschwerdeführer
in
seiner angestammten Tätigkeit als Sanitär zu 100 % ar
beitsunfähig. In einer angepassten
Tätigkeit sei er „umschulungsfä
hig“, wobei der Umfang der Arbeitsfähigkeit nicht genau beziffert werden könne, sich a
ber gegen 100 % belaufen dürfte
(
Urk.
8/25)
.
3.
7
Für die Beurteilung massgebend sind die Verhältnisse bis zum Abschluss des Verwaltungsverfahrens (
Verfügung vom 1. März
2016; vgl. Urteil des Bundes
ge
richts 9C_698/2012 vom 3. Mai 2013 E. 1.1)
.
Der Bericht von Dr.
A._
vom 17. März 2016 (Urk. 3/2) datiert nach Verfügungserlass, ist im vorliegenden Verfahren indessen zu berücksichtigen, da er Aussagen bis zum relevanten Referenzzeitpunkt enthält und die darin erwähnte Untersuchung
vom 17. März 2016
im Übrigen
nur wenige Tage nach besagtem Zeitpunkt stattfand.
Dr.
A._
wiederholte bereits die in seinem Bericht vom 1. Dezember 2015 genannten Diagnosen
(vgl. E. 3.5
) und wies darauf hin, dass die Beweglichkeit der rechten Schulter eingeschränkt bleibe. Der Beschwerdeführer sei in der Lage, leichte Arbeiten auch in der angestammten beruflichen Tätigkeit
auszuführen
, wobei sicherlich Arbeiten bis
ungefähr
Brustniveau möglich seien.
4.
4.1
Was die
Auswirkungen der somatischen Beschwerden auf die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
betrifft,
bestehen unt
erschiedliche Auffassungen
.
Die Ärzte der
Klinik F._
hielten betreffend die Schulter- und
Handge
lenksbeschwerden
die Ausübung der Tätigkeit als Hauswart zu 50 % (ganztägige Präsenz mit 50 % Leistung) respektive die ganztägige Verrichtung anderer be
ruflicher Tätigkeiten (ohne Tätigkeiten über Kopf mit dem rechten Arm, ohne Ersteigen von Leitern/Gerüsten und ohne wiederholte
Umwendbewegungen
des linkten Unterarms) mit leichten bis mittelschweren Arbeiten als zumutbar. Gleichzeitig wiesen sie darauf hin, dass nichts gegen eine Wiederaufnahme der angestammten Tätigkeit mit voller Präsenz und sukzessiver Steigerung der Leistung spreche (
E. 3.3
hievor
), was in Widerspruch zur eben erwähnten
50%ige
n Arbeitsfähigkeit als Hauswart steht
.
Die Ärzte der Klinik
D._
gingen
demgegenüber
im Zusammenhang mit den
Handgelenksbeschwerden
von
eine
r
100%ige
n
Arbeitsunfähigkeit
als Hauswart
aus
(
Urk. 8/20/8-9
S. 2
).
Betreffend das Schulterleiden erachtete Dr.
A._
die Ausübung von leichten Arbeiten in der angestammten beruflichen Tätigkeit (Arbeiten bi
s ungefähr Brustniveau möglich)
als zumutbar (
Urk. 3/2
)
, schloss schwere körperliche Tätigkeiten als Sanitär
installateur
und Hauswart hingegen aus (Urk. 8/23).
Nicht
nachvollzi
ehbar ist
die Beurteilung der psychischen Beschwerden
respek
tive die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
durch PD
Dr.
Z._
.
Dieser
ging
im August 2013 von einer
30%igen Arbeitsfähigkeit
aus
(
E. 3.2
hievor
)
. Im De
zember 2015
soll
er
dagegen
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der ange
stammten Tätigkeit
für zumutbar gehalten
und betreffend
die Aufnahme einer
angepasste
n
Tätigkeit
nach erfolgter Umschulung
ausgeführt haben
, dass sich deren Umfang nicht genau beziffern lasse, sie aber
ungefähr
bei
100 %
liegen dürfte
(
E. 3.6
)
. Die von
PD
Dr.
Z._
gestellten Diagnosen
(posttraumati
sches Stresssyndrom und mehrere depressive Episoden)
sind nicht begründet
,
und es fehlen insbesondere
jegliche
Ausführungen darüber, wie sich
die
psychischen
Störungen auf die berufliche Tätigkeit
respektive die Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers konkret
auswirken.
Im Weiteren
legte der Psychiater
ni
cht dar
, weshalb eine Umschulung eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit zur Folge haben soll, zumal über die Art der Umschulung
jegliche Angaben fehlen
.
Ob und inwieweit der lediglich als Aktennotiz festgehaltenen Angaben des be
handelnden Psychiaters überhaupt Beweiswert beizumessen ist, braucht unter diesen Umständen nicht näher geprüft zu werden.
4.2
Die Frage nach de
m
konkret
zumutbaren
Umfang der Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers ist vorliegend
letztlich
von untergeordneter Relevanz
,
wie die nachfolgenden Ausführungen
(vgl. E. 5)
aufzeigen. D
e
nn selbst wenn – zu
gunsten des Beschwerdeführers – gestützt auf die Beurteilung
des behandelnden Psychiaters
PD Dr.
Z._
und in Ausblendung der Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrau
ensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b
/
cc mit weiteren Hinweisen) von einer 30%igen Arbeitsfähigkeit
lediglich in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
ausgegangen würde, so
läge
keine Erwerbseinbusse von
20 % (vgl. E. 1.4) vor
, und es bestünde kein Anspruch auf Umschulung (vgl. E. 1.1-3).
5.
5.1
5.1.1
Im Rahmen der Ermittlung der Erwerbseinbusse ist wesentlich, ob die versi
cherte Person als ganztägig oder zeitweilig
erwerbstätig oder als nicht erwerbs
tätig einzustufen ist
, da der
Grad der Erwerbstätigkeit je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich,
Betäti
gungsvergleich
, gemischte Methode) führt
.
Der entsprechende
Status
ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beeinträchtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstätigkeit der versicherten Person im
Gesundheits
fall
zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch, das heisst ohne Gesundheitsschaden, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, er
werbstätig wäre (
Art.
27
bis
IVV).
Ist anzunehmen, die versicherte Person wäre ohne gesundheitliche Beeinträchti
gung teilerwerbstätig, ohne daneben in einem andern Aufgabenbereich nach
Art.
5
Abs.
1 IVG
tätig zu sein, ist die Invalidität ausschliesslich nach den Grundsätzen für Erwerbstätige, somit nach
Art.
16 ATSG zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 e
contrario
).
Das
Valideneinkommen
ist nach Massgabe der ohne Gesundheitsschaden ausgeübten Teilerwerbstätigkeit festzulegen. Entscheidend ist, was die versicherte Person als Gesunde tatsächlich an Einkommen erzielen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Wäre sie gesundheitlich in der Lage, voll erwerbstätig zu sein, reduziert sie aber das Arbeitspensum aus freien Stücken, insbesondere um mehr Freizeit zu haben, oder ist die Ausübung einer Ganztagestätigkeit aus Gründen des Arbeitsmarktes nicht möglich, hat dafür nicht die Invalidenversicherung einzustehen (
BGE 125 V 157
E. 5c/
bb
mit Hinweisen; ZAK 1992 S. 92 E. 4a). Das Invalideneinkommen bestimmt sich entsprechend den gesetzlichen Vorgaben danach, was die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungs
massnahmen durch eine
ihr zumutbare
Tätigkeit bei ausgeglichener
Arbeits
marktlage
erzielen könnte. Dabei kann das – vom Arzt festzulegende –
Arbeits
pensum
unter Umständen grösser sein als das ohne gesundheitliche Beeinträch
tigung geleistete (vgl. BGE 131 V 51 E. 5.1.2).
5.1.2
Der Beschwerdeführer hat sich im Jahre 2011 selbständig gemacht und war bis zu seinem Unfall am 25. November 2012 in der Reinigungsbranche tätig (Urk. 8/15 S.
2
). In den Steuererklärungen für die Jahre 2011 und 2012 wurde aus selbständiger Tätigkeit ein Einkommen von Fr. 8‘100.-- (2011) respektive ein solches von Fr. 9‘180.-- (2012) ausgewiesen (Urk. 8/20/58-
61
S. 2 und
Urk. 8/20/63-66 S. 2). Von 200
4
bis
zur Trennung im Jahr
2009 war der Be
schwerdeführer als Hausmann tätig und betreute das Kind seiner damaligen Ehefrau
(
Urk. 7/1 S. 2 und Urk. 8/20/24-25 S. 2). Zuvor arbeitete er hauptsäch
lich als
Sanitärinstallateur
im Angestelltenverhältnis
, wobei er
gemäss IK-Aus
zug vom 8. April 2015 (Urk. 8/18)
in den Jahren 1993 bis 2003
in
seiner un
selbständigen Tätigkeit
ein jährliches Einkommen zwischen
rund
Fr.
5‘700
.
--
(1997)
und Fr.
4
4
‘000
.
--
(1993)
erzielte
, aber insbesondere während mehreren Jahren auch Einkommen von weit unter
Fr.
30.000
.
--
verabgabte
.
5.1.3
Mit Blick auf das bescheidene Einkommen des Beschwerdeführers
aus selbständiger Erwerbstätigkeit
(vgl. E. 5.1.2)
sowie auf den Umstand, dass
diese
nur von kurzer Dauer war und die Betriebsgewinne in den ersten Jahren nach Aufnahme einer solchen Tätigkeit üblicherweise gering sind (vgl. BGE 135 V 58 E. 3.4.6), kann bei der
Ermittlung
des Grads der Erwerbstätigkeit
nicht auf die
sen
Verdienst
abgestellt werden. Es ist vielmehr
das
aus unselbständiger Tätig
keit
erzielte
Einkommen
heranzuziehen, wobei auf den letzten
vor E
intritt des Gesundheitsschadens
ausgewiesenen
Jahreslo
h
n
im Angestelltenverhältnis
(
2003
)
in der Höhe von Fr. 27‘400.
--
(Urk. 8/18) abzustellen ist
.
Unter Berück
sichtigung des Umstands, dass
der
Beschwerdeführer im Jahre 2003
und
in den Jahren zuvor nur
jeweils
einige Monate pr
o Jahr arbeitete (Urk. 8/18
)
,
sowie gestützt auf seine eigenen Angaben, wonach er meistens temporär im Stunden
lohn und nicht „durchgehend“ gearbeitet habe, was ihm mehr Freiheit respek
tive Ferien erlaubt
habe (Urk.
7/1 S. 2)
, ist von einer teilzeitlichen Erwerbstätig
keit vor Eintritt des Gesundheitsschadens
auszugehen. Nachdem der Beschwer
deführer im Jahre 2003
– ähnlich wie in den Vorjahren -
lediglich während fünf Monaten (J
uli bis November, Urk. 8/18
)
ge
arbeitet
hat
,
ergibt sich ein Beschäfti
gungsgrad von 42 %
.
Da
keine Anhaltspunkte vorliegen, welche auf eine Än
derung der Erwerbssituation nach Eintritt des Gesundheitsschadens hinweisen, ist mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen) erstellt, dass sich der Beschwerdeführer auch ohne
Ge
sundheitsschaden
mit einem Teilzeitpensum von 42 % zufrieden geben würde. Im Weiteren fehlen Hinweise, dass
er
nach erfolgtem Unfall einen Aufgabenbe
reich im Sinne von Art. 27 IVV ausüben würde, zumal er geschieden ist und keine Kinder hat (Urk. 8/10 Ziff. 1.8 und Ziff. 3).
5.2
5.2.1
Rechtsprechungsgemäss bemisst sich die Invalidität respektive die
Erwerbsein
busse
bei einer hypothetisch im Gesundheitsfall lediglich teilerwerbstätigen versicherten Person ohne Aufgabenbereich
in der Regel
nach der allgemeinen
Methode des Einkommensvergleichs.
Dazu wird das
Invalideneinkommen in Be
zie
hung gesetzt zum
Valideneinkommen
(zum Invaliden- und
Valideneinkom
men
vgl. E. 5.1.1)
. Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allge
meine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hin
weisen).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
5.2.2
Gemäss dem IK-Auszu
g vom 8. April 2015 (Urk. 8/18) betrug der Lohn des Be
schwerdeführers im Jahre 2003 Fr. 27‘400.-- (vgl. E. 5.1.2), was angepasst an die Nominallohnentwicklung für Männer bis ins Jahr 2015 (
Bundesamt für Sta
tistik
, T1.93 Nominallohnindex, 1994-2015, Total, Männer, Stand 200
3 = 112.3, Stand 2015 = 127.7)
einem
Validen
einkommen
von Fr. 31‘157.
--
entspricht
.
5.2.3
Da die angefochtene Verfügung (Urk. 2) am
1. März
2016 und damit nach dem 22. Oktober 2014 (Stichtag für die Anwendung der LSE 2012), erfolgte,
ist
bei der Ermittlung des Invalideneinkommens
auf die
Tabellenlöhne
der
LSE 2012
abzustellen
(vgl. Bundesgerichtsurteile 142 V 178 E. 2.5.8.1 und 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2 sowie IV-Rundschreiben Nr. 328 vom 22. Oktober 2014). Entsprechend betrug der
monatliche Bruttolohn männlicher Arbeitskräfte in
einfachen
Tätigkeiten
körperlicher oder handwerklicher Art
im Jahr 2012 Fr. 5‘210.-- (LSE 2012, TA1, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirt
schaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor,
Kompetenz
niveau
1
, Männer). Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen
Wochenarbeits
zeit
von 41.7 Stunden im Jahr 2015 (BFS, T03.02.03.01.04.01 Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche) und angepasst an die Nominallohnentwicklung für Männer bis ins Jahr 2015 (BFS, T1.93
No
minallohnindex
, 1994-2015, Total, Männer, Stand 2012 = 125.5, Stand 2015 = 127.7) sowie ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 30 % (vgl. E. 4.
2
)
resul
tiert ein
Invalideneinkommen
von Fr. 19‘896.-- (Fr. 5‘210.-- / 40 x 41.7 x 12 /
125.5 x 127.7 x 0.3).
Gründe, die einen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen würden, sind nicht ersichtlich.
5.2.4
Bei einem
Valideneinkommen
von
Fr.
31‘157
.--
und einem
Invalideneinkom
men
von Fr.
19‘896
.-- resultiert eine Erwerbseinbusse
von Fr. 11‘261.--, was ei
nem
theoretischen
Invaliditätsgrad von gerundet 36 % (BGE 130 V 121) ent
spricht. In Anwendung
von BGE 142 V 290 E. 7.3,
wonach die Rechtsprechung gemäss BGE 131 V 51 dahingehend präzisiert wurde, dass bei teilerwerbstätigen Versicherten ohne Aufgabenbereich die anhand der
Einkommensvergleichsme
thode
(Art. 16 ATSG) zu ermittelnde Einschränkung im allein versicherten er
werblichen Bereich proportional – im Umfang der hypothetischen
Teilerwerbs
tätigkeit
– zu berücksichtigen ist und der Invaliditätsgrad somit der proportio
nalen Einschränkung im erwerblichen Bereich entspricht und damit den versi
cherten Bereich, welcher durch das hypothetische Teilzeitpensum
von 42 %
(vgl. E. 5.1
.
3)
d
efiniert wird, nicht übersteige
n kann, ergibt sich ein
relevanter
Invali
ditätsgrad
von
gerundet
1
5
%
(BGE 130 V 12
1
; 36 % x 0.42)
.
Dieser liegt
deutlich
unter der rechtsprechungsgemäss geforderten
Erheblichkeitsschwelle
von 20 % (vgl. E. 1.4), weshalb de
r
Beschwerdeführer kein
en
Anspruch auf Umschulung
hat
.
5.3
Im Lichte obiger Erwägungen erweist sich die angefochtene Verfügung als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
6.1
Die Gerichtskosten
gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG sind ermessensweise auf Fr. 700.-- festzusetzen und
ausgangsgemäss
dem unterliegenden Beschwerde
führer aufzuerlegen.
6.2
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraussetzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aus
sichtslos
und die Partei bedürftig
ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Da
der vorliegende Prozess nicht als von vornherein aussichtslos bezeichnet werden kann und der Beschwerdeführer bedürftig ist (Urk. 9 und Urk. 10/1-15), ist ihm antragsgemäss (Urk. 1
und Urk. 13
) die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren. Die dem Beschwerdeführer auferlegten Gerichtskosten sind dem
nach einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Der Besc
hwerdeführer wird auf § 16 Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) aufmerksam gemacht.
Das Gericht beschliesst
:
In Bewilligung des Gesuchs vom 1
4.
April 2016 wird dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt
,