# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 08ddbacf-d0b7-4267-bd66-827fe8472530
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A war ab dem 1. August 2016 als Sportlehrerin für die Volksschule der Gemeinde C tätig. Von 15. September bis 31. Dezember 2016 war A zu 100 % arbeitsunfähig. Am 6. Dezember 2016 wurde ihr die Probezeit aufgrund dieser krankheitsbedingten Abwesenheit um zwölf Schulwochen verlängert, beginnend mit der Wiederaufnahme ihrer Unterrichtstätigkeit.
Am 6. April 2017 verfügte die Schulpflege der Gemeinde C die Auflösung des Arbeitsverhältnisses mit A während der Probezeit auf 13. April 2017. Sie teilte dies jener gleichentags mit.
II.
Mit Verfügung vom 17. Juli 2018 wies die Bildungsdirektion den dagegen erhobenen Rekurs ab.
III.
A liess am 13. September 2018 Beschwerde beim Verwaltungsgericht führen und beantragen, unter Entschädigungsfolge sowie "Nachklagevorbehalt" sei der Rekursentscheid aufzuheben, die Missbräuchlichkeit der Kündigung vom 6. April 2017 festzustellen und ihr eine Entschädigung von sechs Bruttomonatslöhnen zuzusprechen. Die Bildungsdirektion mit Vernehmlassung vom 1./2. und die Gemeinde C mit Beschwerdeantwort vom 11. Oktober 2018 schlossen je auf Abweisung des Rechtsmittels. A äusserte sich hierzu am 8. November 2018. Die Gemeinde C machte am 20. November 2018 eine weitere Eingabe.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen erstinstanzliche Rekursentscheide der Bildungsdirektion über Anordnungen einer (Schul-)Gemeinde etwa betreffend die Auflösung eines lehrpersonalgesetzlichen Anstellungsverhältnisses nach §§ 41–44 in Verbindung mit §§ 19 Abs. 1 lit. a und Abs. 3 Satz 1 sowie 19a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) und § 10 des Lehrpersonalgesetzes vom 10. Mai 1999 (LPG, LS 412.31) zuständig.
Weil auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.
Der Streitwert beträgt sechs Monatslöhne, was einem Betrag von Fr. 36'302.95 entspricht. Die Beschwerde ist demnach durch die Kammer zu behandeln (§ 38 Abs. 1 in Verbindung mit § 38b Abs. 1 lit. c e contrario VRG).
3.
3.1
Die Beschwerdeführerin rügt eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch die Vorinstanz, und zwar in zweifacher Hinsicht: Einerseits habe jene ihr die Rekursantwort nie zur Stellungnahme (sondern nur zur Kenntnis) zugestellt, andererseits habe sich die Vorinstanz nicht mit ihrem Argument auseinandergesetzt, dass eine Verlängerung der lehrpersonalgesetzlichen Probezeit deshalb nicht möglich sei, weil diese mit fünf Monaten schon länger dauere als diejenige im Personalgesetz vom 27. September 1998 (PG, LS 177.10) und im Obligationenrecht (OR, SR 220), welche Erlasse als Probezeit drei Monate vorsähen.
3.1.1
Die Vorinstanz stellte die Rekursantwort der bereits zum damaligen Zeitpunkt anwaltlich vertretenen Beschwerdegegnerin (mit dem Vermerk "Geht an die Gegenpartei zur Kenntnisnahme") zu und ging nach der Einholung zweier Mitberichte ebenso vor. Die Parteien haben das Recht zu Stellungnahmen bezüglich Eingaben von Mitbeteiligten oder Gegenparteien von sich aus. Es ist ihre Sache, über die Erforderlichkeit weiterer Stellungnahmen zu entscheiden (Alain Griffel in: derselbe [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. A., Zürich etc. 2014 [VRG-Kommentar], § 26b N. 35). Von einer Gehörsverweigerung kann insofern keine Rede sein.
3.1.2
Aus dem Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung vom 18. April 1999 (BV, SR 101) fliesst unter anderem das Recht der Betroffenen, sich vor Erlass eines in ihre Rechtsstellung eingreifenden Entscheids zur Sache zu äussern und ihren Standpunkt zu allen relevanten Fragen wirksam zur Geltung zu bringen. Ebenso müssen die (Rechtsmittel-)Behörden die Vorbringen der Parteien entgegennehmen, prüfen und in ihrer Entscheidung berücksichtigen (BGE 127 I 54 E. 2b, 124 I 241 E. 2; Bernhard Waldmann, Basler Kommentar, 2015, Art. 29 BV N. 45 mit Hinweisen; Gerold Steinmann, St. Galler Kommentar zur Bundesverfassung, 2014, Art. 29 N. 49). Daraus folgt die Verpflichtung der Behörde, ihren Entscheid zu begründen. Dabei ist es nicht erforderlich, dass sie sich mit allen Parteistandpunkten einlässlich auseinandersetzt und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegt. Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Punkte beschränken. Die Begründung muss so abgefasst sein, dass sich die Betroffenen über die Tragweite des Entscheids Rechenschaft geben und ihn in voller Kenntnis der Sache an die höhere Instanz weiterziehen können. In diesem Sinn müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt (BGE 136 I 229 E. 5.2 mit Hinweisen).
Die Vorinstanz legt dar, weshalb sie von einer rechtsgültigen Verlängerung der Probezeit ausgehe. Dass die Vorinstanz dabei nicht jedes Argument der Beschwerdeführerin ausdrücklich widerlegt, stellt keine Gehörsverletzung dar, weil aus der Gesamtbegründung ersichtlich ist, weshalb die Vorinstanz zu einem anderen Schluss als die Beschwerdeführerin gelangt. Demnach ist die Vorinstanz ihrer Begründungspflicht nachgekommen.
3.2