# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d631d8e2-ce35-417f-b753-51300b563f3b
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

nicht genügend um die ihr obliegende Sachverhaltsabklärung gekümmert
habe. Denn er sei der deutschen Sprache praktisch nicht mächtig und
aufgrund der Krankheit fast nicht in der Lage, sich mitzuteilen. Aus
diesem Grunde hätte sich die Beschwerdegegnerin besser mit Dr. med.
E._ in Verbindung setzen sollen, statt sein Schreiben vom
26. Oktober 2015 aus dem Recht zu weisen.
15. Mit Duplik vom 4. Dezember 2015 hielt auch die Beschwerdegegnerin an
ihren Anträgen und Standpunkten unverändert fest. Schliesslich seien
sowohl das Schreiben von Dr. med. E._ vom 26. Oktober 2015 sowie
die mit der Replik eingereichten Elektroenzephalografie-Befunde (EEG)
der Jahre 2007-2012 unbeachtlich, soweit diese nicht bereits aktenkundig
seien. Im konkreten Fall seien keine neuen Vorbringen angeführt, welche
eine Veränderung glaubhaft machten.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften und
auf die im Recht liegenden Unterlagen sowie in der angefochtenen
Verfügung vom 23. September 2015 wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom
23. September 2015, mit welcher die Beschwerdegegnerin auf das
gestellte Gesuch um Invalidenrente nicht eingetreten ist, stellt demnach
ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Die sachliche
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Zuständigkeit des Verwaltungsgerichtes als Versicherungsgericht ergibt
sich aus Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) i.V.m. Art. 49 Abs. 2 lit. a
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100). Zur
Beschwerde legitimiert ist, wer als Adressat von der angefochtenen
Verfügung berührt und ein schutzwürdiges Interesse an dessen
Aufhebung oder Änderung aufweist (Art. 59 ATSG). Dies trifft in Bezug
auf den Antrag um Aufhebung der angefochtenen Verfügung (Ziff. 1 des
Rechtsbegehrens) zu. Auf die zudem frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde (Art. 60 und Art. 61 lit. b ATSG) ist – unter Vorbehalt von
nachstehender E.1b – somit einzutreten.
b) Weiter beantragt der Beschwerdeführer die Feststellung der 100%igen
Invalidität sowie die Vornahme einer Begutachtung (Ziff. 2 und 3 des
Rechtsbegehrens). Diese Anträge sind nicht Gegenstand der
angefochtenen Verfügung, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann.
2. Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht
angenommen hat, der Beschwerdeführer habe eine wesentliche
Veränderung des Gesundheitszustands resp. eine damit einhergehende
Beeinträchtigung der adaptierten Arbeitsfähigkeit nicht rechtsgenügend
glaubhaft gemacht und ob die Beschwerdegegnerin somit
berechtigterweise auf das Gesuch um Invalidenrente vom 23. September
2015 nicht eingetreten ist.
3. a) Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades in der
Vergangenheit verweigert (oder eingestellt), so wird ein neuerliches
Gesuch zum Bezug von Versicherungsleistungen (sog. Neuanmeldung)
nur geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich der
Grad der Invalidität in einer für den Anspruch erheblichen Weise
verändert hat (Art. 87 Abs. 3 i.V.m. Art. 87 Abs. 2 der Verordnung über
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die Invalidenversicherung [IVV, SR 831.201]; vgl. BGE 133 V 108 E.5.2,
130 V 343 E.3.5). Damit knüpft das Gesetz das Eintreten auf eine
Neuanmeldung an dieselben Voraussetzungen, wie sie im Falle eines
Revisionsgesuches gelten. Ohnehin besteht bei dieser
neuanmeldungsrechtlich erforderlichen Glaubhaftmachung einer
anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades sowie auch bei
der materiellrechtlichen Anspruchsprüfung eine grundsätzliche Analogie
zum Rechtsinstitut der Rentenrevision, welche ebenfalls auf eine erneute
Prüfung eines Leistungsanspruchs aufgrund veränderter Verhältnisse
abzielt. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung bestehen deshalb
sowohl für die erforderliche Glaubhaftmachung einer
anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades als auch bei der
materiell-rechtlichen Anspruchsprüfung bei beiden Instituten im
Wesentlichen dieselben Beweisanforderungen, Abklärungs- und
Prüfpflichten (vgl. BGE 133 V 108 E.5.2 m.w.H. sowie Urteil des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 10 180 vom 28. Juni
2011 E.3b). Der relevante Zeitraum zur Beurteilung, ob die
anspruchsbegründenden tatsächlichen Verhältnisse sich in erheblicher
Weise verändert haben, ist vom Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen
Verfügung an bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung zu
beurteilen (vgl. analog BGE 133 V 108 E.4).
b) Gemäss Praxis des Bundesgerichts ist unter Glaubhaftmachen im Sinne
von Art. 87 Abs. 2 IVV kein Beweis nach dem im
Sozialversicherungsrecht allgemein massgebenden Grad der
überwiegenden Wahrscheinlichkeit (vgl. BGE 133 V 108 E.5.2; BGE 121
V 45 E.2a; BGE 121 V 204 E.6b) zu verstehen. Die Beweisanforderungen
sind vielmehr herabgesetzt, indem nicht im Sinne eines "vollen Beweises"
die Verwaltung überzeugt werden muss, dass seit der letzten,
rechtskräftigen Entscheidung tatsächlich eine relevante Änderung
eingetreten ist. Vielmehr genügt es, dass für den geltend gemachten
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rechtserheblichen Sachumstand wenigstens gewisse Anhaltspunkte
bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist,
bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete
Sachverhaltsänderung nicht erstellen lassen. Grundsätzlich unterliegt das
Glaubhaftmachen nach Art. 87 Abs. 2 IVV weniger strengen
Anforderungen als im Zivilprozessrecht.
c) Um beurteilen zu können, ob sich die gesundheitliche Verfassung eines
Versicherten seit der letzten Überprüfung derart verbessert hat, sind die
Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene Gericht auf
Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls andere
Fachleute zur Verfügung stellen. Dabei können sich die IV-Stellen und im
Streitfall die Sozialversicherungsgerichte auf die Regionalen Ärztlichen
Dienste (RAD; Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die Berichte der
behandelnden Ärztinnen und Ärzte oder auf externe medizinische
Sachverständige abstützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Die Aufgabe des Arztes
besteht darin, den Gesundheitszustand zu beurteilen und − wenn nötig −
seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, d.h. mit den Mitteln
fachgerechter ärztlicher Untersuchung unter Berücksichtigung der
subjektiven Beschwerden Befunde zu erheben und gestützt darauf eine
Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Arzt seine genuine Aufgabe, wofür
die Verwaltung und im Streitfall das Gericht nicht kompetent sind. Bei der
Folgeabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen
für die Arbeitsfähigkeit kommt dem Arzt hingegen keine abschliessende
Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt er zur Arbeitsunfähigkeit
Stellung, d.h. er gibt eine Schätzung ab, welche er aus seiner Sicht so
substanziell wie möglich zu begründen hat. Die ärztlichen Auskünfte
bilden sodann eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen dem Versicherten konkret noch zugemutet
werden können (vgl. BGE 140 V 193 E.3.2 m.w.H.).
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4. a) In Anwendung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. dazu
vorstehend E.3a) ist für die Beurteilung, ob sich die tatsächlichen
Verhältnisse wesentlich verändert haben, auf den Zeitraum zwischen der
letzten rechtskräftigen Verfügung (vorliegend der 22. September 2014
[Renteneinstellung gestützt auf IME-Gutachten sowie Observations- und
Ermittlungsergebnisse]) bis zum Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung
(23. September 2015) abzustellen. In Bezug auf den
beschwerdeführerischen Gesundheitszustand erscheint es zunächst als
sinnvoll, die für diesen Zeitraum relevanten verschiedenen medizinischen
Arztberichte – zumindest im Wesentlichen – chronologisch kurz
wiederzugeben:
 Dr. med. E._ (Facharzt für Neurologie) teilte am 5. Dezember 2014 der IV-
Stelle mit, die Aphasie habe sich in den letzten Monaten eindeutig verschlechtert
und betreffe in zunehmendem Masse auch die Muttersprache. Deshalb sei es auch
der Ehefrau nur eingeschränkt möglich, mit dem Beschwerdeführer zu
kommunizieren (vgl. beschwerdegegnerische Beilage [Bg-act.] C2 Nr. 118).
 Am 19. Mai 2015 schrieb Dr. med. E._ der IV-Stelle, gemäss Auskunft der
Ehefrau vom 9. Mai 2015 sei ein erneuter - diesmal eindeutiger epileptischer Anfall -
aufgetreten und überdies habe sich die bekannte globale Aphasie weiter
verschlechtert (vgl. Bg-act. C2 Nr. 122).
 Nachdem Dr. med. E._ in Kenntnis des Vorbescheids vom 28. Juli 2015
gewesen ist, äusserte er sich in einem erneuten Schreiben vom 20. August 2015
dahingehend, dass sich der Gesundheitszustand insofern verschlechtert habe, als
dass die Aphasie zugenommen habe und erneut epileptische Anfälle aufgetreten
seien (vgl. Bg-act. C2 Nr. 132). Diesem Schreiben legte er eine Beurteilung von Dr.
med. F._ (Facharzt für Radiologie/Neuroradiologie) im Zusammenhang mit dem
MRI des Neurokraniums vom 30. Oktober 2014 bei (vgl. Bg-act. C2 Nr. 133).
 In seinem Schreiben vom 26. Oktober 2015 führte Dr. med. E._ (vgl.
beschwerdeführerische Beilage [Bf-act.] zur Beschwerde 3) aus, dass es sich im
vorliegenden Fall um eine über Monate langsam zunehmende Verschlechterung der
sprachlichen Funktionen handle, die als langsam fortschreitende Dekompensation
einer bereits deutlich eingeschränkten Sprachfähigkeit aufzufassen sei. Ein erneuter
Schlaganfall hätte eine deutliche Verschlechterung der Sprachfähigkeit verursacht
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und entsprechend eine Behandlung nach sich gezogen. Dies sei hier jedoch nicht
der Fall.
b) Hinsichtlich der wesentlichen Veränderung der Verhältnisse bringt der
Beschwerdeführer vor, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert
(vgl. Bf-act. zur Replik 1 [EG-Befunde 2007 bis 2012 von Dr. med.
E._] und 2 [Kontroll-MRI vom 30. Oktober 2014, CD Diagnose
Zentrum Belmont]). In dem von ihm soeben erwähnten Kontroll-MRI vom
30. Oktober 2014 sei eine Darstellung der Blutgefässe erfolgt, welche im
Stromgebiet der hier betroffenen Arterie (Arteria cerebri media links) im
ersten Abschnitt einen unauffälligen Befund ergeben habe, in den
entfernteren Abschnitten sei jedoch eine fehlende Darstellung des
Gefässabschnitts aufgetreten. Gemäss Dr. med. E._ handle es sich
bei der Aphasie um einen langsamen, sich über viele Monate
erstreckenden Prozess und nicht um ein plötzlich auftretendes Ereignis
i.S. eines akuten Schlaganfalls. Deshalb sei keine Spitaleinweisung
erfolgt. (vgl. hierzu Ausführungen in der E-Mail von Dr. med. E._ an
die Rechtsvertretung des Beschwerdeführers, datiert vom 26. Oktober
2015, in Bf-act. 3). Bei der Aphasie handle es sich um eine
Dekompensation der bereits beeinträchtigten sprachlichen Funktionen.
Die langsame Verschlechterung hätte nur durch wiederholte
aphasiologische Prüfungen – möglichst in der Muttersprache –
nachgewiesen werden können. Aufgrund des hohen Aufwands und der
hohen Kosten sei dies im klinischen Alltag aber nicht üblich und würde
von der Krankenkasse voraussichtlich auch nicht übernommen.
Deswegen hätte hier die Beschwerdegegnerin einhaken und eine solche
Prüfung selbst durchführen müssen.
Das Wiederaufleben der epileptischen Anfälle sei darauf zurückzuführen,
dass auch das durch den Anfall entstandene Narbengewebe zunehmend
epileptogen werde, auch wenn sich radiologisch keine Vergrösserung des
vernarbten Hirnareals zeige.
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c) Unbestrittenermassen hat der Beschwerdeführer im Jahr 2006 einen
Schlaganfall erlitten. Indem Dr. med. E._ in seinem Schreiben vom
26. Oktober 2015 ausführt, dass ein erneuter Schlaganfall sich akut in
Form einer plötzlich eintretenden deutlichen weiteren Verschlechterung
manifestiert und eine sofortige Behandlung bedingt hätte – was jedoch
keineswegs der Fall gewesen sei – bestätigt er, dass es in der Folge kein
akutes oder auch älteres ischämisches Ereignis gegeben hat. Somit fehlt
es damit nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung am geforderten
objektivierbaren anatomisch-pathologisch veränderten Substrat (vgl. dazu
auch RAD Stellungnahme vom 9. November 2015 S. 2 in Bg-act. C3).
Tatsache ist, dass der Status nach ausgedehntem linkshemisphärischem
ischämischem Mediainfarkt vom Januar 2006 mit persistierender Aphasie
bereits im interdisziplinären IME-Gutachten von Dr. med. B._
(Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) sowie pract. med. C._
(Facharzt für Rheumatologie und Innere Medizin) vom 23. Juli 2013
berücksichtigt, diagnostiziert und gewürdigt wurde (vgl. in Bg-act. C2 Nr.
60 S. 9 ff., S. 29, S. 32 ff. sowie S. 52, S. 59 ff. und S. 126 ff.). Selbst
wenn im rechtlich relevanten Zeitrahmen sich der Zustand des
Beschwerdeführers sich verschlechtert haben sollte, bestand die Aphasie
bereits früher. Die Beschwerdegegnerin hält somit zu Recht fest, dass im
Gesuch bzw. in den bis zum Verfügungserlass am 23. September 2015
eingereichten Arztberichten von Dr. med. E._ objektiv betrachtet
weiterhin der bereits bekannte, im Zeitpunkt der letzten rechtskräftigen
Verfügung vom 22. September 2014 wiedergegebene Sachverhalt
bewertet und daraus lediglich andere Schlussfolgerungen gezogen
werden als im früheren Verwaltungsverfahren. Ferner fällt in diesem
Zusammenhang ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer nicht weiter
belegt, eine adäquate Therapie (bspw. Logotherapie) zur Verbesserung
der Sprachfähigkeiten absolviert zu haben und inwieweit eine solche auf
die Arbeitsfähigkeit auswirken würde (vgl. RAD Stellungnahme vom
9. November 2015 S. 3 f. in Bg-act. C3).
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Betreffend Epilepsie führt Dr. med. E._ sodann korrekt aus, dass
eine Verschlechterung nicht einzig durch eine Durchführung einer EEG
bewiesen oder ausgeschlossen werden könne (vgl. Mailverkehr zwischen
Dr. med. E._ und der beschwerdeführerischen Rechtsvertretung vom
26. Oktober 2015 in Bf-act. 3). Der Beschwerdeführer hat auch in diesem
Zusammenhang nicht dargelegt, inwieweit die vorgebrachte
Verschlechterung sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken sollte. Denn eine
verschlechterte Epilepsie muss einerseits nicht unbehandelbar sein und
andererseits sich selbst bei allfälliger Verschlechterung auf die
Arbeitsfähigkeit auswirken. Überdies hat sich Dr. med. E._ zur
offenbar immer noch bestehenden Fahrfähigkeit nicht geäussert. Falls
tatsächlich eine aktive Epilepsie bestünde, wäre die Fahrfähigkeit jedoch
in der Regel aufgehoben (vgl. dazu KRÄMER et. al, Epilepsie und
Fahrtauglichkeit, Aktualisierte Richtlinien der Verkehrskommission der
Schweizerischen Liga gegen Epilepsie [SLgE] 2005, S. 143).
Entsprechend müsste auch eine amtliche/medizinische Aufhebung der
Fahrerlaubnis dokumentiert sein (vgl. RAD Stellungnahme vom
9. November 2015 S. 6 in Bg-act. C3).
Insgesamt ist festzustellen, dass die fachärztlich geltend gemachte
Verschlechterung des Gesundheitszustands, nämlich eine
Verschlechterung der Epilepsie sowie eine Zunahme der Aphasie sich
nicht nachvollziehbar objektivieren lassen. Die Stellungnahmen von Dr.
med. E._ führen nicht schlüssig aus, aufgrund welcher Erkenntnisse,
medizinischer Untersuchungen oder Tests er zur Einschätzung eines
verschlechterten Zustands gelangt ist. Aufgrund gewisser Formulierungen
in den Arztberichten ist wohl davon auszugehen, dass er sich stark auf
die subjektiven anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers stützte.
Vielmehr ist es vorliegend so, dass weder bildgebende Dokumente noch
sonst wie Untersuchungsergebnisse existieren, welche auf organisch-
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pathologischer Ebene Hinweise für eine im relevanten Zeitraum
eingetretene Verschlechterung liefern würden. Hinzu kommt, dass seit der
letzten rechtskräftigen Rentenverfügung vom 23. September 2014
lediglich kurze Zeit verstrichen ist. Nicht einmal ein Jahr später – konkret
am 15. Juni 2015 – erfolgte die Neuanmeldung zum IV-Rentenbezug. An
den Nachweis der Glaubhaftmachung einer erheblichen
Sachverhaltsänderung resp. Verschlechterung des Gesundheitszustands
im Sinne von Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV sind bereits daher entsprechend
höhere Anforderungen zu stellen.
Demnach kann festgehalten werden, dass die Beschwerdegegnerin zu
Recht nicht auf die Neuanmeldung eingetreten ist, zumal eine erhebliche
Veränderung des Gesundheitszustands resp. eine damit einhergehende
Beeinträchtigung der adaptierten Arbeitsfähigkeit für den rechtlich
relevanten Zeitrahmen im Sinne von Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV vom
Beschwerdeführer nicht genügend glaubhaft gemacht worden ist. Der
angefochtene Einspracheentscheid vom 23. September 2015 ist nicht zu
beanstanden, was zu dessen Bestätigung und zur Abweisung der
dagegen erhobenen Beschwerde führt, soweit darauf einzutreten ist.
5. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei
Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-
Leistungen vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die
Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom
Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Vorliegend
erscheinen Gerichtskosten von Fr. 700.-- als angemessen. Diese werden
dem unterliegenden Beschwerdeführer auferlegt. Der obsiegenden
Beschwerdegegnerin steht keine Parteientschädigung zu (Art. 61 lit. g
ATSG e contrario).
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