# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9efed99e-274a-5c3f-823a-7b9c4c862aca
**Court:** AR_OG
**Chamber:** AR_OG_004
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** AR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A_ (nachfolgend auch: Beschwerdeführerin) meldete sich im Sommer 2016 bei der
Gemeinde C_ (nachfolgend auch: Beschwerdegegnerin) an und beantragte in der Folge
Unterstützungsleistungen durch die Sozialhilfe. Am 31. Oktober 2016 liess die
Beschwerdeführerin durch ihren Vertreter B_ beim Departement Gesundheit und
Soziales (nachfolgend auch: DGS bzw. Vorinstanz) eine Rechtsverweigerungsbeschwerde
gegen die Gemeinde C_ einreichen mit dem Antrag, die Gemeinde sei zu verpflichten,
umgehend über die Begleichung der beigelegten Rechnungen entscheiden. Die
Beschwerdeführerin begründete ihre Rechtsverweigerungsbeschwerde im Wesentlichen
damit, dass sie diverse Rechnungen bei der Gemeinde eingereicht und um deren
Übernahme gebeten habe. Nachdem ihr diesbezüglich seitens der Gemeinde weder
Bescheid gegeben worden sei noch eine Auszahlung der beantragten Beträge
stattgefunden habe, sei die Gemeinde zu verpflichten, umgehend über die beantragten
Kostenübernahmen zu entscheiden. Was die Beschwerdeführerin seit Juni 2016 erlebe, sei
der „Gipfel der Schlamperei.“ Das Verhalten des Sozialamts ziele darauf ab, die von ihr
beantragten Unterstützungszahlungen zu verweigern oder zu verzögern. Ihre Anträge seien
vorsätzlich verschleppt worden, ohne die für sie gravierenden Folgen zu bedenken.
Das DGS wies die von der Beschwerdeführerin erhobene Rechtsverweigerungs-
beschwerde gegen die Gemeinde C_ mit Entscheid vom 8. Dezember 2016 ab, insoweit
die Begehren nicht gegenstandslos waren.
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B. Gegen diesen vorinstanzlichen Entscheid richtet sich die von B_ namens und im Auftrag
der Beschwerdeführerin am 23. Januar 2017 erhobene Beschwerde ans Obergericht. Die
Beschwerdeführerin liess beantragen, es sei festzustellen, dass die Beurteilung der der
Beschwerde an das DGS vom 31. Oktober 2016 beigelegten Rechnungen und des der
Beschwerde an das DGS vom 31. Oktober 2016 beigelegten Kostenvoranschlags
verschleppt worden sei. Das Obergericht habe die Bezahlung dieser Positionen zu
verfügen. Eventualiter sei die Angelegenheit an die Vorinstanz zur Neubeurteilung
zurückzuweisen.
Mit Vernehmlassungen vom 18. und 19. April 2017 beantragten sowohl die Vorinstanz als
auch die Beschwerdegegnerin, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen. Mit Replik
vom 12. Juni 2017 hielt die Beschwerdeführerin an ihren Anträgen fest und wies darauf hin,
dass eine zwischenzeitlich erfolgte Zahlung der geforderten Unterstützungsbeiträge nichts
daran ändere, dass ihre Anträge bis zur Zahlung am 23. Mai 2017 verschleppt worden
seien. Somit sei diese Verschleppung festzustellen.
Hierauf erfolgten keine weiteren Eingaben mehr und der Schriftenwechsel konnte abge-
schlossen werden.
C. Nachdem keine Partei eine mündliche Verhandlung verlangt hatte, wurde die Sache am
22. Februar 2018 in der vierten Abteilung des Obergerichts in Abwesenheit der Parteien
abschliessend beraten und darüber entschieden. Die Beschwerde wurde abgewiesen,
soweit darauf einzutreten bzw. diese nicht infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben war.
Dem Begehren der Beschwerdeführerin entsprechend, wird das Urteil mit schriftlicher
Begründung eröffnet.
D. Auf weitere Einzelheiten im Sachverhalt und in den vorinstanzlichen Akten sowie die
Vorbringen der Parteien in den Rechtschriften wird, soweit entscheidrelevant, in den
nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.
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## Considerations

Erwägungen
1. Formelles
Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der Prozessvoraussetzungen ergibt, dass
diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung auf Seiten der Beschwerdeführerin
als auch hinsichtlich der formellen Erfordernisse mit Bezug auf die Beschwerdeschrift erfüllt
sind (Art. 54, Art. 56 und Art. 59 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRPG,
bGS 143.1]). Eine Vollmacht von B_ liegt vor. Das Obergericht ist für die Behandlung der
Beschwerde zuständig (Art. 54 Abs. 1 VRPG). Auf die Beschwerde ist somit grundsätzlich
einzutreten.
2. Materielles
2.1
In der beim DGS am 31. Oktober 2016 eingereichten Rechtsverweigerungsbeschwerde
bezog sich die Beschwerdeführerin auf folgende, ihrer Beschwerde beigelegte Unterlagen:
• Drei D_-Krankenkassenabrechnungen (datierend vom 23.9.2016, 10.10.2016 und
19.10.2016)
• Rechnung der SVA St. Gallen betreffend AHV-Beiträge, datierend vom 23.08.2016
• Quittung für Gasflasche, datierend vom 28.09.2016
• SAK-Stromrechnungen, datierend vom 29.10.2015, 21.12.2015, 22.02.2016,
30.04.2016, 30.06.2016, 30.09.2016
• Semesterrechnung Uni SG, datierend vom 18.07.2016
• Rechnung Gemeinde betreffend Wasser/Abwasser/Kehricht, datierend vom 11.07.2016
• Zahnarztrechnung, datierend vom 31.08.2016; Kostenvoranschlag Zahnbehandlung,
datierend vom 01.09.2016
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Da im vorliegenden Verfahren die Abweisung der Rechtsverweigerungsbeschwerde durch
die Vorinstanz angefochten ist, wird im Folgenden mit Bezug auf jede einzelne Position zu
prüfen sein, ob der Entscheid der Vorinstanz zu bestätigen oder aufzuheben ist. Es fällt auf,
dass sich das DGS im angefochtenen Entscheid nicht im Einzelnen mit den Rechnungen
auseinander setzte, auf die sich die Beschwerdeführerin in ihrer
Rechtsverweigerungsbeschwerde bezog. Einzig mit Bezug auf die Semesterrechnung der
Uni SG wurden nähere Ausführungen angebracht. Dieses Vorgehen dient weder der
Akzeptanz des Entscheids bei den betroffenen Parteien, noch genügt ein solches
Vorgehen den gesetzlichen Anforderungen an eine Begründung einer Verfügung oder
eines Entscheids, sofern die Parteien nicht auf eine Begründung verzichten (Art. 42 Abs. 4
i.V.m. Art. 41 Abs. 3 VRPG e contrario). Da, wie sich aus den folgenden Erwägungen
ergibt, der vorinstanzliche Entscheid im Resultat klar zu bestätigen ist, gibt somit das
Vorgehen der Vorinstanz Anlass zum ausdrücklichen Hinweis, dass ein Entscheid über
eine Rechtsverweigerungsbeschwerde grundsätzlich einer auf die Vorwürfe konkret Bezug
nehmenden Begründung bedarf, auf eine Rückweisung an die Vorinstanz kann aber unter
diesen Umständen verzichtet werden.
2.2 Krankenkassenabrechnungen
Im vorliegenden Verfahren ist der Entscheid über eine Rechtsverweigerungsbeschwerde
angefochten. Die Frage, ob die Gemeinde C_ im Rahmen der Sozialhilfe den jeweiligen
Selbstbehalt, der gemäss den Abrechnungen der Beschwerdeführerin auferlegt wurde,
übernehmen muss oder nicht, ist daher nicht Streitgegenstand; hat die Gemeinde allenfalls
inzwischen den Selbstbehalt übernommen und damit offensichtlich über eine Übernahme
dieser Kosten entschieden, führt diese Tatsache allerdings dazu, dass eine
Rechtsverweigerungsbeschwerde inzwischen gegenstandslos geworden ist und sich
lediglich noch die Frage stellt, ob der Gemeinde deshalb, weil sie im Zeitpunkt, als die
Beschwerde bei der Vorinstanz eingereicht wurde (hier: 31. Oktober 2016), noch nicht über
eine Übernahme der Kosten entschieden hatte, eine unzulässige Rechtsverzögerung
vorzuwerfen ist.
a. Wie dem Gericht aus den Akten aus einem anderen beim Obergericht pendenten
(ebenfalls an der Sitzung vom 22. Februar 2018 behandelten) Verfahren der
Beschwerdeführerin bekannt ist (O4V 17 16), beschloss der Gemeinderat C_ an der
Sitzung vom 11. Januar 2017, u.a. auch den Selbstbehalt aus der D_-Abrechnung vom
19. Oktober zu übernehmen. Somit liegt bezüglich dieser Abrechnung keine
Rechtsverweigerung vor, nachdem die Gemeinde inzwischen nachweislich über die
Übernahme des Selbstbehalts der in Frage stehenden Abrechnung entschied. Eine
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Rechtsverzögerung ist ebenfalls ausgeschlossen, da die in Frage stehende Abrechnung
vom 19. Oktober 2016 erst wenige Tage vor Einreichung der
Rechtsverweigerungsbeschwerde am 31. Oktober 2016 erstellt worden war.
b. Auch mit Bezug auf die zwei weiteren in Frage stehenden
Krankenkassenabrechnungen vom 23. September und 10. Oktober 2016 ist eine
Rechtsverweigerung bzw. -verzögerung klar zu verneinen. Selbst wenn diese Rechnungen
der Gemeinde unmittelbar nach deren Ausstellung zustellt worden wären (was offenbar gar
nicht der Fall war, siehe dazu nachfolgend, lit. c), würde in der Tatsache, dass die
Gemeinde in jenem Zeitpunkt, als die Beschwerdeführerin beim DGS eine
Rechtsverweigerung und -verzögerung rügte (nämlich am 31. Oktober 2016), noch nicht
über die Übernahme dieser Kosten entschieden hätte, weder eine Rechtsverweigerung
oder -verzögerung liegen: Am 31. Oktober 2016 waren noch keine eineinhalb Monate
vergangen, seitdem die Abrechnungen der Beschwerdeführerin überhaupt zugestellt
worden waren. Innerhalb dieser - jedenfalls unter dem Blickwinkel der Beurteilung der
Frage, ob eine Rechtsverweigerung anzunehmen ist - noch nicht übermässig langen
Zeitdauer kann der Gemeinde weder eine Rechtsverweigerung noch eine
Rechtsverzögerung vorgeworfen werden. Bei den eingereichten
Krankenkassenabrechnungen resultierte in allen drei Fällen eine Rückvergütung an die
Beschwerdeführerin, d.h. die Beschwerdeführerin musste gestützt auf diese Abrechnungen
gar keine Zahlung vornehmen, so dass für die Gemeinde kein Anlass bestand, davon
auszugehen, dass der Entscheid über eine Übernahme des Selbstbehaltes besonderer
Dringlichkeit bedurfte.
c. Zudem ist zu beachten, dass der Vertreter der Beschwerdeführerin in der im
vorliegenden Verfahren eingereichten Stellungnahme vom 23. August 2017 (act. 28)
anführte: „Eine weitere D_-Abrechnung vom 23. September 2016 habe ich nicht
beigelegt, obwohl A_ klar Anspruch auf Vergütung hat, weil ich feststellte, dass die
Übernahme dieser Abrechnung noch nicht beantragt wurde. Ich habe dies am 10. August
2017 nachgeholt.“ Wenn die Beschwerdeführerin somit im vorliegenden Verfahren
einräumen lässt, sie habe die vom 23. September 2016 datierende Rechnung, mit Bezug
auf welche sie am 31. Oktober 2016 Rechtsverweigerungsbeschwerde beim DGS erhoben
hatte, im Zeitpunkt der Einreichung der Rechtsverweigerungsbeschwerde beim DGS noch
gar nicht bei der Gemeinde eingereicht gehabt, entbehrte der beim DGS erhobene Vorwurf
einer Rechtsverweigerung ohnehin zum Vornherein jeglicher Grundlage.
d. Der vorinstanzliche Entscheid ist folglich bezüglich der Krankenabrechnungen im
Resultat zu bestätigen.
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2.3 Rechnung der SVA St. Gallen betreffend AHV-Beiträge
Die Vorinstanz nimmt in der Vernehmlassung nicht konkret Bezug auf diese Rechnung,
ebenso wenig ergeben sich die Gründe für die diesbezügliche Abweisung der von der
Beschwerdeführerin beim DGS erhobenen Rechtsverweigerungsbeschwerde gegen die
Gemeinde aus dem angefochtenen Entscheid vom 8. Dezember 2016. Im Resultat ist dem
abweisenden vorinstanzlichen Entscheid zuzustimmen, insoweit die
Rechtsverweigerungsbeschwerde inzwischen nicht ohnehin als gegenstandslos zu
betrachten ist:
a. Die in Frage stehende Rechnung der SVA St. Gallen war auch Thema im bereits
erledigten obergerichtlichen Verfahren O4V 17 32, welches aufgrund einer ausdrücklichen
Rückzugserklärung durch die Beschwerdeführerin mit Einzelrichterentscheid vom
23. Februar 2018 abgeschrieben werden konnte. Aus dieser Rückzugserklärung bzw. den
in diesem Zusammenhang abgegebenen Vorbringen der Beschwerdeführerin im Verfahren
O4V 17 32 ist offensichtlich zu schliessen, dass auch die Rechtsverweigerungsbeschwerde
im vorliegenden Verfahren inzwischen gegenstandslos geworden ist.
b. Auch eine unzulässige Rechtsverzögerung durch die Gemeinde liegt nicht vor: Da im
vorliegenden Verfahren einzig der Entscheid der Vorinstanz über die von der
Beschwerdeführerin am 31. Oktober 2016 eingereichte Rechtsverweigerungsbeschwerde
zu beurteilen ist, spielen die Ausführungen des Vertreters der Beschwerdeführerin, wonach
selbst im August 2017 noch nicht über die Kostenübernahme der SVA-Rechnung
entschieden worden sein soll, zum vornherein keine Rolle. Entscheidend ist, dass die
Verneinung einer unzulässigen Rechtsverzögerung durch die Vorinstanz bezogen auf den
Zeitpunkt der Einreichung der Rechtsverweigerungsbeschwerde Ende Oktober 2016
gerade noch vertretbar erscheint. Das Obergericht greift in diesen Ermessensspielraum
nicht ein.
2.4 Quittung für Gasflasche
Auch im Zusammenhang mit der in Frage stehenden Kostenübernahme für die Gasflasche
ist der vorinstanzliche Entscheid zu bestätigen:
a. Die Beschwerdeführerin macht geltend, der Gemeinde die in Frage stehende Quittung
für die Gasflasche am 30. September 2016 mit dem Antrag auf Kostenübernahme gemailt
zu haben. Wie sich aus den Akten des beim Obergericht ebenfalls pendenten Verfahrens
O4V 17 16 ergibt, wurde die Rechnung gemäss Beschluss des Gemeinderats vom
11. Januar 2017 schliesslich anteilsmässig mit Fr. 18.25 übernommen. Nachdem somit der
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Gemeinderat inzwischen über die Kostenübernahme entschieden hat, ist die von der
Beschwerdeführerin erhobene Rechtsverweigerungsbeschwerde gegenstandslos
geworden.
b. Auch eine Rechtsverzögerung ist im konkreten Fall klar zu verneinen, da seit dem Mail
an die Gemeinde im Zeitpunkt der Einreichung der Rechtsverweigerungsbeschwerde erst
rund ein Monat vergangen war und diese - auch angesichts des konkreten Betrags, um den
es inhaltlich ging - relativ kurze Zeitspanne offensichtlich keine unzumutbar lange Zeitdauer
darstellt, innerhalb welcher die Gemeinde bereits zwingend hätte über die
Kostenübernahme entscheiden müssen, ansonsten der Vorwurf einer Rechtsverzögerung
gerechtfertigt wäre.
2.5 SAK-Stromrechnungen vom 29. Oktober 2015, 21. Dezember 2015, 22. Februar 2016,
30. April 2016, 30. Juni 2016 und 30. September 2016
Die Vorinstanz hat im angefochtenen Entscheid nicht begründet, weshalb sie die Rüge
einer Rechtsverweigerung im Zusammenhang mit den angeführten Stromrechnungen
abgewiesen hat, soweit die Begehren nicht gegenstandslos waren. Im Resultat ist der
Entscheid mit folgender Begründung zu bestätigen:
a. Mit Bezug auf die ersten beiden SAK-Rechnungen aus dem Jahr 2015 über je Fr. 145.--
hat die Gemeinde der Beschwerdeführerin nachweislich bereits am 21. Juni 2016 mitgeteilt,
dass diese Rechnungen übernommen würden (vgl. act. 29, Schreiben der Gemeinde
betreffend Abrechnung Sozialhilfe vom 21. Juni 2016). Eine diesbezügliche am 31. Oktober
2016 eingereichte Rechtsverweigerungsbeschwerde an die Vorinstanz war somit zum
Vornherein offensichtlich gegenstandslos.
b. Aus den dem Gericht bekannten Akten aus dem Verfahren O4V 17 16 ergibt sich
ausserdem, dass der Gemeinderat C_ an der Sitzung vom 11. Januar 2017 auch über
die Übernahme der übrigen im vorliegenden Verfahren in Frage stehenden
Stromrechnungen aus dem Jahr 2016 einen Entscheid fällte, so dass auch diesbezüglich
die am 31. Oktober 2016 erhobene Rechtsverweigerungsbeschwerde inzwischen
gegenstandslos geworden ist. Inhaltlich sind die Entscheide des Gemeinderats im
vorliegenden Verfahren nicht weiter zu prüfen (es handelt sich nicht um ein
Rekursverfahren, sondern es ist einzig der Entscheid der Vorinstanz über die von der
Beschwerdeführerin gegen die Gemeinde erhobene Rechtsverweigerungsbeschwerde zu
beurteilen).
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c. Insoweit sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt stellt, der Gemeinde sei
unabhängig von inzwischen erfolgtem Entscheid über beantragte Kostenübernahmen bzw.
vorgenommenen Auszahlungen in jedem Fall eine unzulässige Rechtsverzögerung
vorzuwerfen, ist zu berücksichtigen, dass die Beschwerdeführerin der Gemeinde die in
Frage stehenden SAK-Rechnungen mit E-Mail vom 9. Oktober 2016 zugestellt hatte.
Bereits rund drei Wochen später reichte die Beschwerdeführerin ihre
Rechtsverweigerungsbeschwerde beim DGS ein. Unter diesen Umständen ist schlichtweg
nicht nachvollziehbar, worauf die Beschwerdeführerin ihren Vorwurf einer unzulässigen
Rechtsverzögerung stützen will. Für die Beurteilung der Frage, ob eine Rechtsverzögerung
vorliegt, ist entscheidend, ob die Gemeinde in jenem Zeitpunkt, als die Beschwerdeführerin
ihre Rechtsverweigerungsbeschwerde bei der Vorinstanz einreichte (also am 31. Oktober
2016), bereits hätte über die beantragten Kostenübernahmen entscheiden müssen. Dass
der Gemeinde, der die Rechnungen erst vor weniger als einem Monat vor direkter
Einreichung der Rechtsverweigerungsbeschwerde zugestellt worden waren, keine
Rechtsverzögerung vorgeworfen werden kann, erscheint offensichtlich.
2.6 Semesterrechnung Uni SG
Im angefochtenen Entscheid der Vorinstanz wird in diesem Zusammenhang angeführt, es
handle sich bereits um die zweite Rechtsverweigerungsbeschwerde im Zusammenhang mit
der in Frage stehenden Semesterrechnung. Der Gemeinde könne aber klar keine
Rechtsverweigerung vorgeworfen werden. Auch dieser Entscheid ist zu bestätigen:
a. Aus den dem Gericht bestens bekannten Akten im Verfahren O4V 17 16 ergibt sich,
dass der Gemeinderat an der Sitzung vom 11. Januar 2017, nachdem die
Beschwerdeführerin ihr Gesuch um Übernahme der Semestergebühren trotz
Stipendienzusage gemäss ihren Ausführungen in der Rechtsverweigerungsbeschwerde
vom 31. Oktober 2016 aufrecht erhielt, abwies (mit der Begründung, der
Stipendienzeitraum decke sich mit dem Zeitraum der in Frage stehenden
Semesterrechnung, womit sich eine subsidiäre Übernahme der Rechnung erübrige).
Nachdem die Gemeinde somit inzwischen über die beantragte Kostenübernahme der
Semestergebühren einen Entscheid gefällt hat, ist der Vorwurf einer Rechtsverweigerung
inzwischen gegenstandslos geworden.
b. Während bereits im inzwischen rechtskräftig erledigten Verfahren O4V 16 30 eine
Rechtsverweigerung der Gemeinde im Zusammenhang mit dem Antrag auf Übernahme der
in diesem Verfahren erneut in Frage stehenden Semesterrechnung verneint wurde, bleibt
im vorliegenden Verfahren zu prüfen, ob der Gemeinde - nachdem ihr die angeforderten
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Unterlagen nun vorlagen - eine Rechtsverzögerung vorzuwerfen ist, weil sie bis zum
31. Oktober 2016 (dem Zeitpunkt der Einreichung der vorliegend zu beurteilenden
Rechtsverweigerungsbeschwerde) noch nicht über eine Übernahme dieser Gebühren
entschieden hatte. Aus act. 29 ergibt sich, dass die Beschwerdeführerin mit Schreiben vom
27. September 2016 - gemäss ihren Angaben zum zweiten Mal - per Post die nötigen
Unterlagen zum Unterstützungsgesuch bei der Gemeinde einreichte, welches als
Grundlage für die Beurteilung des von der Beschwerdeführerin eingereichten
Kostenübernahmegesuchs bezüglich Semestergebühren nötig waren. Die relativ kurze
Zeitdauer zwischen Einreichung der nötigen Unterlagen und Erhebung einer
Rechtsverweigerungsbeschwerde spricht auch hier schon per se klar gegen das Vorliegen
einer Rechtsverweigerung. Zusätzlich entscheidend ist ausserdem, dass die
Beschwerdeführerin der Gemeinde mit Schreiben vom 3. Oktober 2016 (vgl. act. 29)
mitteilte, dass sie nach der Entgegennahme des Diploms Bachelor of Arts HSG in
International Affairs Anspruch auf Stipendien ab 1. Oktober 2016 erlangt habe. Dass die
Gemeinde unter diesen Umständen keinen Anlass sah, das Gesuch um Übernahme der
Semestergebühren als besonders dringlich zu behandeln (sondern wohl vielmehr
verständlicherweise davon ausging, das Gesuch um Kostenübernahme habe sich mit der
Stipendienzusage erledigt), ist nachvollziehbar.
2.7 Rechnung Wasser / Abwasser / Kehricht
Weder im angefochtenen Entscheid noch im Schriftenwechsel im vorliegenden Verfahren
begründet die Vorinstanz ihren Entscheid näher, die von der Beschwerdeführerin unter
anderem im Zusammenhang mit dieser Wasserrechnung stehende Rechtsverweigerungs-
beschwerde abzuweisen. Im Resultat ist der vorinstanzliche Entscheid mit folgender
Begründung zu bestätigen:
a. Vorweg gilt es festzuhalten, dass das Vorgehen der Gemeinde durchaus legitim
erscheint, die zahlreichen von der Beschwerdeführerin eingereichten Gesuche um
Kostenrückerstattung bzw. -übernahme zu sammeln und schliesslich gemeinsam an einer
einzigen Gemeinderatssitzung zu behandeln. Es kann von der Gemeinde schon vom
Arbeitsablauf her und damit aus praktischen Gründen gar nicht erwartet werden, dass sie
nach jedem einzelnen Gesuch um eine Kostenübernahme unverzüglich einen Entscheid
fällt.
b. Wie dem Gericht aus den Akten im Verfahren O4V 17 16 bekannt ist, lehnte es der
Gemeinderat C_ an der Sitzung vom 11. Januar 2017 (an welcher diverse
Kostenübernahmegesuche der Beschwerdeführerin behandelt wurden) schliesslich ab, die
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in Frage stehende Wasserrechnung vom 11. Juli 2016 zu übernehmen. Inhaltlich ist dieser
(durch die Gemeinde überzeugend begründete) Entscheid im vorliegenden Verfahren nicht
zu kommentieren. Im vorliegenden Verfahren entscheidend ist aber, dass folglich
inzwischen ein Entscheid über die beantragte Kostenübernahme vorliegt. Damit ist die von
der Beschwerdeführerin in diesem Zusammenhang erhobene Rechtsverweigerungs-
beschwerde gegenstandslos geworden.
c. Gemäss eigenen Angaben der Beschwerdeführerin (vgl. Ziff. 13 der Rechtsverwei-
gerungsbeschwerde an die Vorinstanz) stellte sie der Gemeinde die Wasserrechnung am
24. September 2016 per Mail zu und ersuchte um Kostenübernahme. Die
Rechtsverweigerungsbeschwerde bei der Vorinstanz wurde rund einen Monat später
eingereicht. Wie bereits erwähnt, sind die Hürden für die Annahme einer
Rechtsverweigerung oder unzulässigen Rechtsverzögerung generell und besonders in
zeitlicher Hinsicht nicht zu tief anzusetzen. Unter diesem Gesichtspunkt tendiert die
Rechtsprechung dazu, vor einer entsprechenden Beschwerde eine Mahnung als nötig zu
erachten (BGE 125 V 373, E. 2b/cc; Urteile des Bundesgerichts 9C_190/2007 vom
24. September 2007, E. 4.2; 1B_24/2013 vom 12. Februar 2013, E. 4; 1B_138/2016 vom
18. April 2016, E. 2). Die relativ kurze Zeitdauer zwischen der Einreichung des Gesuchs um
Kostenübernahme und der in der Folge ohne weiteres beim DGS erhobenen Beschwerde
vermögen den Vorwurf einer unzulässigen Rechtsverzögerung im konkreten Fall nicht zu
begründen.
2.8 Zahnarztrechnung und Kostenvoranschlag Zahnbehandlung
Weder im angefochtenen Entscheid noch im Schriftenwechsel des vorliegenden Verfahrens
nimmt die Vorinstanz konkret Bezug auf die in Frage stehenden Zahnarztrechnungen. Im
Resultat ist der vorinstanzliche Entscheid mit folgender Begründung zu bestätigen:
a. Aus den dem Gericht aus dem Verfahren O4V 17 16 bekannten Akten ist bekannt, dass
der Gemeinderat C_ an der Sitzung vom 11. Januar 2017 ebenfalls über die
Kostenübernahme der Zahnbehandlung entschieden hat. Der Vorwurf einer Rechtsver-
weigerung ist damit inzwischen gegenstandslos geworden.
b. Die Beschwerdeführerin hatte der Gemeinde die Zahnarzt-Rechnungen mit E-Mail vom
24. September 2016 zugestellt. Bezüglich der Frage, ob der Gemeinde eine unzulässige
Rechtsverzögerung vorzuwerfen ist, weil sie im Zeitpunkt der Erhebung der Rechts-
verweigerungsbeschwerde (also am 31. Oktober 2016) noch nicht über die
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Kostenübernahme entschieden hatte, kann auf das bereits unter Ziff. 2.7 lit. a und c
angeführte verwiesen werden.
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Zusammengefasst ist die vorliegende Beschwerde abzuweisen, soweit die gestellten
Anträge im Einzelnen nicht infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben sind. Insoweit die
Beschwerdeführerin vor Obergericht ausserdem verlangt, das Obergericht habe „die
Bezahlung dieser Positionen zu verfügen“, ist auf dieses Begehren zum Vornherein gar
nicht einzutreten, nachdem im vorliegenden Verfahren ein Entscheid über eine
Rechtsverweigerungsbeschwerde angefochten ist. Damit hat das Obergericht zu prüfen, ob
der vorinstanzliche Entscheid zu schützen ist oder nicht. Weder ist die materielle
Beurteilung einzelner Kostenübernahmen Gegenstand des vorliegenden Beschwerde-
verfahrens noch liegt die Zuständigkeit zur Auslösung von Zahlungen an die Beschwerde-
führerin beim Obergericht.
3. Kosten und Entschädigung
Das vorliegende Verfahren ist kostenlos. Eine Parteientschädigung ist weder verlangt noch
beim vorliegenden Verfahrensausgang zuzusprechen (Art. 34 des Gesetzes über die
öffentliche Sozialhilfe [SHG, bGS 851.1] i.V.m. Art. 53 Abs. 3, 22 Abs. 2 lit. b und 24
VRPG).
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