# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9fcca161-f8fd-4eba-bbac-24174cafe703
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
A._ ist Eigentümer der Parzellen Nrn. 0000_ und 0001_, Grundbuch X._. Nach dem
Zonenplan der Politischen Gemeinde X._ sind beide Grundstücke der
Landwirtschaftszone zugewiesen. Gemäss dem kantonalen Richtplan liegen sie im
Landschaftsschutzgebiet Y._. Das Grundstück Nr. 0000_ ist mit dem im Jahre 1988
erbauten, früheren Betriebsleiterwohnhaus Assek.-Nr. 0002_ überbaut. Auf dem 1993
vom Stammgrundstück Nrn. 0000_ abparzellierten Grundstück Nr. 0001_ stand am
1. Juli 1972 das Wohn- und Gasthaus Assek.-Nr. 0003_, welches im Jahre 2011 vom
Eigentümer ersatzlos abgebrochen wurde (act. 12/7/114, 130, 171 f.,
www.geoportal.ch). Von 1988 bis 2011 verfügte der Gemeinderat X._ gegenüber A._,
welcher bis ins Jahr 2013/2014 einen Landwirtschaftsbetrieb (rund 29 ha
landwirtschaftliche Nutzfläche, ca. 54 Grossvieheinheiten) führte, unter anderem was
folgt:
- Am 3. November 1988 bewilligte er ihm gestützt auf die Verfügung des damals
zuständigen Amtes für Umweltschutz vom 13. Oktober 1988 den Neubau des
landwirtschaftlichen Wohnhauses Assek.-Nr. 0002_ auf Parzelle Nr. 0000_ unter der
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Bedingung, dass das Dachgeschoss nicht als Zweitwohnung ausgebaut oder vermietet
wird (act. 12/7/27-41).
- Am 13. Januar 2000 bewilligte er ihm gestützt auf die Zustimmung des
damaligen Planungsamtes (heute: Amt für Raumentwicklung und Geoinformation
[nachstehend: AREG]) vom 23. Dezember 1999 nachträglich den Ausbau des
Dachgeschosses (zwei Zimmer und Bad/WC) des Wohnhauses Assek.-Nr. 0002_ auf
Parzelle Nr. 0000_ (act. 12/7/93-108).
- Am 9. August 2011 bewilligte er ihm den Abbruch des Wohn- und Gasthauses
Assek.-Nr. 0003_ und die Humusierung der südlichen Parkfläche auf Parzelle
Nr. 0001_ (act. 12/7/115-135).
B.
Am 17. Oktober 2016 reichte A._ ein Baugesuch für den Ausbau des Dachgeschosses
im Wohnhaus Assek.-Nr. 0002_ sowie den Neubau einer freistehenden Garage und
einer Wärmepumpe auf Parzelle Nr. 0000_ ein. Mit raumplanungsrechtlicher
Teilverfügung vom 6. Juli 2017 stellte das AREG fest, das Wohnhaus Assek.-
Nr. 0002_ sei nach dem 13. Oktober 1988 noch landwirtschaftlich genutzt worden.
Gleichzeitig verweigerte es die erforderliche Zustimmung zum Ausbau des
Dachgeschosses und dem Bau der freistehenden Garage. Dem Einbau einer
Wärmepumpe stimmte es zu. Am 15. August 2017 bewilligte der Gemeinderat X._
trotzdem den Ausbau des Dachgeschosses. Mit Schreiben vom 4. September 2017 an
den Gemeinderat X._ und A._ stellte das AREG fest, die Baubewilligung für den
Ausbau des Dachgeschosses sei nichtig. Einen von A._ gegen die
raumplanungsrechtliche Teilverfügung des AREG vom 6. Juli 2017 erhobenen Rekurs
(Verfahrensnummer 00-0004_) schrieb das Baudepartement am 18. Dezember 2017
zufolge Rückzugs ab. Am 17. Januar 2018 schrieb der Gemeinderat X._ das
Baugesuch von A._ vom 17. Oktober 2016 zufolge Rückzugs ab (act. 11/1, 10 f.,
act. 12/7/173-181, 198, 200, 203).
C.
Am 1. April 2019 stellte die Baukommission X._ fest, dass der Eigentümer im
Dachgeschoss des Wohnhauses Assek.-Nr. 0002_ auf Parzelle Nr. 0000_ ein
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Wohnzimmer und eine Küche ohne Bewilligung eingebaut und das Dachgeschoss
vermietet hatte. Sie forderte daher A._ zur nachträglichen Baueingabe auf. Am
7. Juni 2019 reichte A._ ein Baugesuch für den Ausbau des Dachgeschosses im
Wohnhaus Assek.-Nr. 0002_ auf Parzelle Nr. 0000_ nach. Während der öffentlichen
Auflage vom 20. Juni 2019 bis 3. Juli 2019 gingen keine Einsprachen ein. Mit
Verfügung vom 24. September 2019 verweigerte der Gemeinderat X._ gestützt auf die
abschlägige raumplanungsrechtliche Teilverfügung des AREG vom
10. September 2019 die nachträgliche Baubewilligung für den bereits erfolgten Ausbau
des Dachgeschosses im Wohnhaus Assek.-Nr. 0002_ und forderte A._ auf, bis
31. Oktober 2019 einen Vorschlag für die Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustands einzureichen. Den dagegen von A._ am 9. Oktober 2019 erhobenen Rekurs
(Verfahrensnummer 00-0005_) wies das Baudepartement mit Entscheid vom
11. Februar 2020 ab; gleichzeitig verpflichtete es ihn, innert 30 Tagen nach Rechtskraft
des Entscheids einen Vorschlag für die Wiederherstellung des rechtmässigen
Zustandes beim Gemeinderat X._ einzureichen (act. 2, 12/1 und 12/5/1, 3, 5, 11-17).
D.
Gegen den Entscheid des Baudepartements (Vorinstanz) vom 11. Februar 2020 erhob
A._ (Beschwerdeführer) durch seinen Rechtsvertreter am 27. Februar 2020
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es sei der
angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich
Mehrwertsteuer aufzuheben und die nachträgliche Baubewilligung für den Ausbau des
Dachgeschosses im Wohnhaus Assek.-Nr. 0002_ auf Parzelle Nr. 0000_ zu erteilen
(act. 1). Am 20. April 2020 ergänzte er seine Beschwerde mit einer Begründung (act. 7).
Mit Vernehmlassung vom 28. April 2020 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der
Beschwerde (act. 10). Die Politische Gemeinde X._ (Beschwerdebeteiligte) verzichtete
stillschweigend auf eine Stellungnahme.
Auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids und die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
(...).
2.
Der Beschwerdeführer stellt die Beweisanträge (act. 7, S. 7, 10-13, 16 Ziff. III/4, 7 f.,
10), es sei K._, Gemeindeschreiber und Mitglied der Baukommission der
Beschwerdebeteiligten (www. ... .ch), als Zeuge zu befragen und es sei ein
Augenschein durchzuführen. Auf die beantragten Beweisvorkehren kann in antizipierter
Beweiswürdigung verzichtet werden. Die entscheidrelevanten tatsächlichen
Verhältnisse ergeben sich mit hinreichender Klarheit aus den Verfahrensakten und dem
Geoportal (www.geoportal.ch), welchem ein offizieller Anstrich anhaftet und welches im
Internet leicht zugänglich ist (vgl. zu nicht beweisbedürftigen notorischen Tatsachen
BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.3 mit Hinweisen, insbesondere auf
BGE 143 IV 380 E. 1.2, in: Pra 2018 Nr. 61). Es ist nicht ersichtlich, was die beantragten
Beweisvorkehren an zusätzlichem Erkenntnisgewinn bringen würden (vgl. dazu
BGer 1C_13/2018 vom 13. März 2019 E. 3 mit Hinweisen sowie B. Märkli, in: Rizvi/
Schindler/Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar,
Zürich/St. Gallen 2020, N 29 ff. und N 50 ff. zu Art. 12-13), zumal sich in erster Linie
Rechts- und keine Sachverhaltsfragen stellen. Folglich kann der Vorinstanz – entgegen
der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl. act. 7, S. 9, 12 f. Ziff. III/6, 8) – auch keine
Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör (Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung
der Schweizerischen Eidgenossenschaft; SR 101, BV, Art. 4 lit. c der Verfassung des
Kantons St. Gallen; SR 131.225, sGS 111.1, KV, Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen
Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten; SR 0.101, EMRK)
vorgeworfen werden, wenn sie im Rekursverfahren in antizipierter Beweiswürdigung auf
die beantragte Befragung des Gemeindeschreibers sowie auf die Durchführung eines
Augenscheins verzichtet hat.
3.
Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz vor, ihrer Begründungspflicht nicht
nachgekommen zu sein (act. 1, Ziff. III/2, act. 7, S. 4-6, 8-13, 16 Ziff. III/2 f., 6-8, 10).
Die Begründung des angefochtenen Entscheids ist, soweit hier von Interesse (vgl.
act. 2, S. 6 f. E. 2.1 und 2.4 f.), so abgefasst, dass sich der Beschwerdeführer über die
Tragweite des Entscheids hinreichend Rechenschaft geben und ihn denn auch, wie
seine ausführlich begründete Eingabe zeigt, in voller Kenntnis der Sache an das
Verwaltungsgericht weiterziehen konnte. Damit genügt die Begründung den von Lehre
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und Rechtsprechung verlangten Anforderungen und verletzt den Anspruch auf
rechtliches Gehör des Beschwerdeführers nicht (vgl. Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 4 lit. c KV,
und Art. 6 Ziff. 1 EMRK, Art. 24 Abs. 1 lit. a VRP sowie BGer 1C_219/2018 vom
9. November 2018 E. 3.2 mit Hinweis auf BGE 143 III 65 E. 5.2).
4.
Nicht umstritten ist, dass für das vorliegend strittige Bauvorhaben mangels
Zonenkonformität (Art. 21 Abs. 1 des Planungs- und Baugesetzes; sGS 731.1, PBG, in
Verbindung mit Art. 16a des Bundesgesetzes über die Raumplanung,
Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG, und Art. 34 der Raumplanungsverordnung;
SR 700.1, RPV) nachträglich keine ordentliche Bewilligung nach Art. 22 Abs. 2 RPG
sowie Art. 146 PBG erteilt werden kann und es auch auf keinen Standort ausserhalb
der Bauzonen (Art. 24 Ingress und lit. a RPG) angewiesen ist. Weiter bestreitet der
Beschwerdeführer (vgl. act. 7, S. 13 f. Ziff. III/9) die Beurteilung der Vorinstanz in
Erwägung 2.2 f. des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 6 f.) zu Recht nicht, wonach
das Bauvorhaben die Voraussetzungen für eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24d
Abs. 1 RPG in Verbindung mit Art. 42a Abs. 1 RPV nicht erfüllt (vgl. dazu R. Muggli, in:
Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Bauen ausserhalb
der Bauzone, Zürich 2017, N 14 und 18 zu Art. 24d). Folglich hat es damit sein
Bewenden.
5.
Der Beschwerdeführer stellt sich demgegenüber auf den Standpunkt (act. 1 Ziff. III/2,
act. 7, S. 3-14, 17 Ziff. III/1-9, 12), der Ausbau des Dachgeschosses des Wohnhauses
Assek.-Nr. 0002_ auf Parzelle Nr. 0000_ falle unter die Bestandesgarantie des vor
vielen Jahrzehnten rechtmässig erstellten, altrechtlichen – indes im Jahr 2011 freiwillig
abgebrochenen – Wohn- und Gasthauses Assek.-Nr. 0003_ auf Parzelle Nr. 0001_.
Gemäss der raumplanungsrechtlichen Beurteilung des AREG vom 13. Dezember 2009
sei jedenfalls zumindest der Anteil des damaligen Restaurants an der Nutzfläche von
der Bestandesgarantie erfasst. Er habe diese unter die Bestandesgarantie fallenden
Flächen nicht im bisherigen Gast- und Wohnhaus Assek.-Nr. 0003_, sondern im
Wohnhaus Assek.-Nr. 0002_ in Anspruch genommen. Dieses Vorgehen sei aus
raumplanerischer Sicht betrachtet vorteilhafter. Die aus dieser Sicht mögliche
eigenständige Ersatzbaute werde in einer bestehenden Liegenschaft realisiert. Die
Entfernung von 80 m sei raumplanerisch als geringfügig zu betrachten, selbst wenn es
sich nicht um dasselbe Grundstück handle. Mit diesem Nutzungstransfer werde mehr
Kulturland geschaffen als mit einem eigenen Ersatzbau am ursprünglichen Standort.
Selbst wenn er das Wohn- und Gasthaus Assek.-Nr. 0003_ nach dem Erwerb im 2011
freiwillig abgebrochen habe, bedeute dies nicht, dass kein fortbestehendes Interesse
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mehr an der Weiternutzung gegeben sei. Das AREG habe jedenfalls eine solche
Bestandesgarantie im Jahr 2009 bestätigt, weshalb er heute in seinem guten Glauben
zu schützen sei. Überdies habe er vom Gemeindeschreiber die Zusicherung erhalten,
dass die Baubewilligung erteilt werde, wenn er innert fünf Jahren das Baugesuch
einreiche. Auch in Art. 77 Abs. 1 lit. c des bis 30. September 2017 gültigen Gesetzes
über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht (Baugesetz; nGS 32-47, BauG, in
der Fassung vom 1. Januar 2015) sei dieselbe Frist enthalten gewesen. Dieser
Verpflichtung sei er mit der Einreichung des Baugesuchs im Jahr 2016
nachgekommen.
bis
Laut Art. 24c Abs. 1 RPG werden bestimmungsgemäss nutzbare Bauten und Anlagen
ausserhalb der Bauzonen, die nicht mehr zonenkonform sind, in ihrem Bestand
grundsätzlich geschützt (vgl. dazu VerwGE B 2017/189 vom 28. Februar 2019 E. 5.7.1
mit Hinweisen). Solche Bauten und Anlagen können mit Bewilligung der zuständigen
Behörde erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden,
sofern sie rechtmässig erstellt oder geändert worden sind (Abs. 2). Veränderungen am
äusseren Erscheinungsbild müssen für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder eine
energetische Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein, die Einpassung in die
Landschaft zu verbessern (Abs. 4). Eine Änderung gilt als teilweise und eine
Erweiterung als massvoll, wenn die Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer
Umgebung in den wesentlichen Zügen gewahrt bleibt. Verbesserungen gestalterischer
Art sind zulässig (Art. 42 Abs. 1 RPV). Ob die Identität der Baute oder Anlage im
Wesentlichen gewahrt bleibt, ist unter Würdigung der gesamten Umstände zu
beurteilen (Abs. 3 Satz 1). Es ist darauf abzustellen, ob die Änderung bei einer
Gesamtbetrachtung von untergeordneter Natur ist. Die Wesensgleichheit der Baute
oder Anlage muss hinsichtlich Umfang, äusserer Erscheinung sowie Zweckbestimmung
gewahrt werden und es dürfen keine wesentlichen neuen Auswirkungen auf die
Nutzungsordnung, Erschliessung und Umwelt geschaffen werden (vgl.
BGer 1C_9/2019 vom 4. Oktober 2019 E. 3.3 und BGer 1C_312/2016 vom 3. April 2017
E. 3.1 f. je mit Hinweisen). Eine Baute oder Anlage darf nur wiederaufgebaut werden,
wenn sie im Zeitpunkt der Zerstörung oder des Abbruchs noch bestimmungsgemäss
nutzbar war und an ihrer Nutzung ein ununterbrochenes Interesse besteht (vgl. dazu
Art. 42 Abs. 4 Satz 1 RPV und Zaugg/Ludwig, Baugesetz des Kantons Bern,
4. Aufl. 2017, N 25 zu Art. 81). Sofern dies objektiv geboten erscheint, darf der Standort
der Ersatzbaute oder -anlage von demjenigen der früheren Baute oder Anlage
geringfügig abweichen (vgl. dazu Art. 42 Abs. 4 Satz 4 RPV und BGE 127 II 209 E. 3 mit
Hinweisen). Auch beim Wiederaufbau (Ersatzneubau) sind die Identität und
5.1.
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Wesensgleichheit von abgebrochenem und neuem Objekt Voraussetzung (vgl.
R. Muggli, a.a.O., N 39 zu Art. 24c).
Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass er sich in Bezug auf das
neurechtliche Wohnhaus Assek.-Nr. 0002_ auf Parzelle Nr. 0000_, welches am
3. November 1988 bewilligt wurde, nicht auf die erweiterte Besitzstandsgarantie
gemäss Art. 24c RPG berufen kann (vgl. dazu Art. 41 Abs. 1 RPV, R. Muggli, a.a.O.,
N 19 zu Art. 24c und zutreffende E. 2.1 des angefochtenen Entscheids, act. 2, S. 6).
Seiner Ansicht nach soll die Erweiterung der landwirtschaftsfremden Wohnnutzung im
1988 erstellten, neurechtlichen Wohnhaus Assek.-Nr. 0002_ auf Parzelle Nr. 0000_
indessen mit der Gesamtfläche des im Jahr 2011 freiwillig abgebrochenen
altrechtlichen, teilweise zonenwidrigen Wohn- und Gasthauses (ehemals Assek.-
Nr. 0003_) auf Parzelle Nr. 0001_ kompensiert werden. Ein solcher
"Nutzungstransfer" ausserhalb der Bauzonen würde indessen einer entsprechenden
gesetzlichen Grundlage bedürfen (vgl. dazu Entscheid des Verwaltungsgerichts Glarus
vom 30. November 2004 E. 6 mit Hinweisen, in: ZBl 2005 S. 490 ff., siehe
demgegenüber zur Nutzungsübertragung innerhalb der Bauzone Art. 89 Abs. 1 PBG
und BGer 1C_430/2015 vom 15. April 2016 E. 5.1 mit Hinweisen). Eine solche fehlt im
vorliegenden Fall. Darüber hinaus hat die Vorinstanz in Erwägung 2.4 des
angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 7) mit Recht festgehalten, dass durch einen
solchen übertrag die Absicht des Gesetzgebers, an neurechtliche Bauten im Hinblick
auf Erweiterungsmöglichkeiten restriktivere Anforderungen zu stellen als an
altrechtliche (vgl. dazu BGer 1C_85/2019 vom 23. Juli 2019 E. 3.4 mit Hinweisen und
R. Muggli, a.a.O., N 5 und 9 zu Art. 24d), unterlaufen würde. Im Weiteren stand das
ehemalige Wohn- und Gasthaus Assek.-Nr. 0003_ auf Parzelle Nr. 0001_ bereits zum
Zeitpunkt des raumplanungsrechtlichen Vorbescheids vom 13. Dezember 2009 leer
(vgl. act. 8/3, S. 3), bevor es dann vom Beschwerdeführer im Jahr 2011 freiwillig
abgebrochen wurde. Bereits deshalb kann nicht mehr gesagt werden, es bestände an
dessen Weiternutzung nach wie vor ein ununterbrochenes Interesse im Sinne von
Art. 42 Abs. 4 Satz 1 RPV. Dass der Beschwerdeführer am 17. Oktober 2016 ein
Baugesuch für den Ausbau des Dachgeschosses im Wohnhaus Assek.-Nr. 0002_ auf
Parzelle Nr. 0000_ eingereicht und sich dabei ebenfalls auf den sogenannten
"Nutzungstransfer" berufen hat (act. 12/7/173-181, 190), vermag daran nichts zu
ändern. So oder anders ist ihm entgegenzuhalten, dass er den Wiederaufbau der
freiwillig abgebrochenen Baute nicht ohne Verzug an die Hand genommen hat (vgl.
hierzu BGer 1A.143/2002 vom 17. Juli 2003 E. 4.3 f. mit Hinweisen, in: ZBl 2005
S. 158 ff.). Bereits aus diesen Gründen erweist sich der angestrebte, strittige
5.2.
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6.
Soweit der Beschwerdeführer noch einen Anspruch auf Gleichbehandlung im Unrecht
geltend macht (act. 7, S. 14-16 Ziff. III/10), ist nicht erkennbar und wird von ihm auch
nicht weiter dargetan, inwiefern das AREG oder die Beschwerdebeteiligte in Bezug auf
den von ihm geltend gemachten Sachverhalt "Nutzungstransfer" eine ständige
gesetzwidrige Praxis pflegten und überdies auch noch zu erkennen gegeben hätten,
dass sie auch in Zukunft nicht von einer (rechtswidrigen) Praxis abzuweichen
gedächten (vgl. dazu VerwGE B 2013/49 vom 8. Juli 2014 E. 5.1 mit Hinweisen,
bestätigt mit BGer 1C_444/2014 vom 27. Januar 2015 E. 4.2 f.). Im übrigen darf bei
unrechtmässigen Bewilligungspraxen regelmässig erwartet werden, dass eine
betroffene Gemeinde ihre diesbezügliche Praxis aufgrund des Ausganges eines
verwaltungsgerichtlichen Verfahrens aufgibt, widrigenfalls die Aufsichtsinstanz
einschreiten müsste (vgl. GVP 2001 Nr. 1).
7.
Auch soweit sich der Beschwerdeführer gegen die Bemessung der amtlichen Kosten
im Rekursverfahren wehrt (act. 7, S. 16 f. Ziff. III/11), ist seiner Beschwerde kein Erfolg
beschieden.
"Nutzungstransfer" als nicht bewilligungsfähig. Dahingestellt bleiben kann bei diesem
Ergebnis, ob die Identität der altrechtlichen Baute mit dem "Nutzungstransfer" in das
Dachgeschoss einer neurechtlichen Liegenschaft, insbesondere in Bezug auf die
Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild (Art. 24c Abs. 4 RPG) sowie unter dem
Aspekt der Geringfügigkeit einer Standortverschiebung (Art. 42 Abs. 4 Satz 4 RPV),
überhaupt noch in den wesentlichen Zügen gewahrt bliebe.
Dem Beschwerdeführer hilft nicht weiter, soweit er sich in diesem Zusammenhang auf
den Vertrauensschutz (Art. 5 Abs. 3 und Art. 9 BV) beruft: Dem Vorbescheid des AREG
vom 13. Dezember 2009 (act. 8/3) lässt sich jedenfalls mitnichten auch nur ansatzweise
eine Zusicherung für den von ihm anbegehrten "Nutzungstransfer" entnehmen. Sodann
musste ihm klar sein, dass die kommunale Baubehörde nicht allein zuständig sein
konnte, über die Bewilligungsfähigkeit eines ausserhalb der Bauzonen vorgesehenen
"Nutzungstransfers" zu entscheiden. Ebenso konnte und musste er wissen, dass K._
weder als Gemeindeschreiber noch als Mitglied der Baukommission befugt war, auf
kommunaler Stufe über die Bewilligungsfähigkeit des "Nutzungstransfers" alleine zu
entscheiden. Die von ihm angeführte Frist gemäss Art. 77 Abs. 1 lit. c BauG bezieht
sich sodann auf die Bestandes- und Erweiterungsgarantie innerhalb der Bauzonen (vgl.
dazu Art. 77 Abs. 1 BauG), weshalb er auch aus diesem Einwand nichts
zugunsten seiner Begehren ableiten kann.
bis
quinquies
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Den Behörden kommt bei der Verlegung und Bemessung von amtlichen und
ausseramtlichen Kosten ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Die
Ermessenskontrolle ist dem Verwaltungsgericht im Beschwerdeverfahren verwehrt
(Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP, vgl. VerwGE B 2019/75 vom 19. Dezember 2019 E. 4.2 mit
Hinweisen auf BGE 135 II 172 E. 3.2 und VerwGE B 2017/29 vom 20. Juli 2018,
berichtigt am 13. August 2018 E. 5, und VerwGE B 2015/309 vom 26. April 2017 E. 4.1
je mit Hinweisen). Nr. 20.13.01 des Gebührentarifs für die Kantons- und
Gemeindeverwaltung (sGS 821.5, GebT) legt gestützt auf Art. 100 VRP sowie Art. 1 und
Art. 3 der Verordnung über Kosten und Entschädigungen im Verwaltungsverfahren
(Verwaltungsgebührenverordnung; sGS 821.1, VGV) für Rekursentscheide eines
Departements einen Rahmen zwischen CHF 200 und CHF 5'000 fest. Besteht ein
Mindest- und ein Höchstansatz können gemäss Art. 4 der Verordnung über die
Bearbeitung von Rekursverfahren vor den Departementen (sGS 951.11, RekV) bei der
Gebührenbemessung die Art des Falls (lit. a), die finanziellen Interessen der Beteiligten
(lit. b), die Umtriebe (lit. c), die finanziellen Verhältnisse des oder der Kostenpflichtigen
(lit. d) und die Art der Prozessführung der Beteiligten (lit. e) berücksichtigt werden (vgl.
dazu VerwGE B 2020/49 vom 23. Juni 2020 E. 4.2). Mit Blick auf den dargelegten
Gebührenrahmen für departementale Rekursentscheide und den in Fällen wie dem
vorliegenden gebotenen Zeit- und Arbeitsaufwand der Vorinstanz erscheint die von
dieser erhobene Entscheidgebühr von CHF 3'000 nicht als überhöht.
8.
(...).