# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4a4994ee-c29b-40e7-81ce-ac604d7085ed
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Ehescheidung (Art. 112)
Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichtes im ordentlichen  des Bezirksgerichtes Meilen vom 8. August 2019; Proz. FE160146
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Rechtsbegehren und Anträge (vorsorgliche Massnahmen):
- der Gesuchstellerin (act. 5/96 i.V.m. act. 5/80, sinngemäss): 1. Es sei die Tochter C._, geb. tt.mm.2005, unter die gemein-
same Obhut der Parteien zu stellen. 2. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab
1. August 2019 bis 31. Dezember 2019 einen monatlichen  von CHF 15'764.- sowie bei Fälligkeit die  und Steuerberatungskosten der Gesuchstellerin für das Jahr 2019 und soweit ausstehend und ab 1. Januar 2020 und für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens monatliche  in der Höhe von CHF 20'664.- zu bezahlen,  jeweils im Voraus auf den Ersten jeden Monats.
3. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchstellerin für die Betreuung der Tochter einen Betreuungsbeitrag in der Höhe von CHF 500.- pro Monat zu bezahlen, erstmals rückwirkend per 1. Dezember 2018.
Zudem sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchstellerin pro Ferienwoche, die C._ bei ihr verbringt einen  von CHF 775.- zu bezahlen, zahlbar einen Monat vor  der Ferienwoche, erstmals rückwirkend per 1. Dezember 2018.
4. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchstellerin auf erstes Verlangen folgende einmalige Unterhaltskosten zu :
• Umzugskosten in der Höhe von CHF 8'000.- • Mietkautionskosten in der Höhe von bis zu CHF 15'000.- • Erste grosse Leasingrate für ein Motorfahrzeug in der Höhe von
CHF 5'000.- • Sowie eine güterrechtliche Akontozahlung für die anfallenden
Kosten für Mobiliar und Hausrat in der Höhe von CHF 100'000.- 5. Es sei der Gesuchsteller zu verpflichten, der Gesuchstellerin ei-
nen Prozesskostenbeitrag in der Höhe von CHF 8'000.- zu .
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des .
- des Gesuchstellers (act. 5/98): 1. Es seien die Tochter C._, geb. tt.mm.2005, für die Dauer des
Verfahrens unter die Obhut des Gesuchsgegners zu stellen.
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2. Es sei die Betreuung von C._ durch die Gesuchstellerin wie folgt zu regeln:
2.1. Die Gesuchstellerin sei für berechtigt und verpflichtet zu erklären, C._ auf eigene Kosten wie folgt zu betreuen: - an den Wochenenden ungerader Kalenderwochen, jeweils von
Freitag nach Schulschluss/18:00 Uhr, bis Sonntagabend, 22:00 Uhr, wobei die Mutter die Tochter am Sonntag zum Vater zurückbringt;
- in den Jahren mit gerader Jahreszahl an Ostern und während der ersten Woche der Weihnachtsschulferien;
- in den Jahren mit ungerader Jahreszahl an Pfingsten und  der zweiten Woche der Weihnachtsschulferien ( Weihnachten);
- an Auffahrt, falls das darauffolgende Wochenende ein  der Gesuchstellerin ist (ungerade );
- während der ersten Woche der Sportferien, den ersten drei Wochen der Sommerschulferien und während der ersten  der Herbstferien.
Es sei der Gesuchgegner für berechtigt zu erklären, der  spätestens bis zu den Sommerferien mitzuteilen, falls er C._ in der zweiten Woche der Herbstferien nicht betreuen kann, und die Gesuchstellerin für diesen Fall zu , C._ während den ganzen Herbstferien zu .
2.2. Es sei anzuordnen, dass das Ferienrecht und die  gemäss Ziff. 3.1 allen anderen Betreuungsregelungen vorgehen.
2.3. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien ein  oder weitergehendes Betreuungs- bzw. Ferienrecht  altersgemässer Mitsprache von C._ von Mal zu Mal unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und des Wohls aller Beteiligten gegenseitig vereinbaren können.
Eventualiter für den Fall, dass C._ effektiv jede zweite  von der Gesuchstellerin betreut werden sollte, ist der  zu verpflichten, ihr jeweils CHF 250.- pro Woche zu bezahlen, zahlbar spätestens bis am Freitag der darauffolgenden Woche.
3. Es sei festzustellen, dass der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin keine Unterhaltsbeiträge für die Tochter C._ schuldet.
4. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin für sie persönlich folgende monatliche, jeweils auf den Ersten eines
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jeden Monats im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge zu :
- ab 1.8 bis 31.12.2019 CHF 2'700.- - ab dem 1.1.2020 für die weitere Dauer des Verfahrens:
CHF 3'700.- 5. Es seien sämtliche Anträge der Gesuchstellerin, soweit sie sich
nicht mit den Anträgen des Gesuchsgegners decken,  abzuweisen, insbesondere die Anträge Ziff. 2, 3 und 4 der Rechtsbegehren vom 4. April 2019.
6. Es sei der Antrag Ziff. 5 der Gesuchstellerin vom 4. April 2019  Gegenstandslosigkeit abzuschreiben.
7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, zuzüglich 7,7% Mehrwertsteuer, zulasten der Gesuchstellerin.
Verfügung des Bezirksgerichtes:
1. Die Obhut für die Tochter C._, geboren am tt.mm.2005, wird für die
Dauer des Scheidungsverfahrens dem Vater und Gesuchsteller zugeteilt.
2. Die Mutter und Gesuchstellerin ist für die Dauer des Scheidungsverfahrens
berechtigt und verpflichtet, C._ wie folgt auf eigene Kosten zu betreuen:
− an jedem zweiten Wochenende, jeweils von Freitag nach Schulschluss
bzw. Freitagabend bis Sonntagabend;
− jeweils an zwei Nachmittagen unter der Woche gemäss Stundenplan
sowie (kurzfristiger) Absprache mit C._ (zur Zeit Montag und
Dienstag Nachmittag);
− in geraden Jahren an Ostern und während der zweiten Woche der
Weihnachtsschulferien;
− in ungeraden Jahren an Pfingsten und während der ersten Woche der
Weihnachtsschulferien;
− am Auffahrtswochenende, wenn dieses auf das reguläre Betreuungs-
wochenende fällt;
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− während der ersten Woche der Sportferien, einer Woche der Früh-
lingsschulferien, den ersten drei Wochen der Sommerschulferien und
einer Woche der Herbstschulferien.
Im Übrigen regeln die Parteien ein abweichendes Besuchs- oder Ferienbe-
suchsrecht im gegenseitigen Einvernehmen nach Absprache mit C._
und nach Berücksichtigung ihrer Interessen und Bedürfnisse.
3. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des
Scheidungsverfahrens nachfolgende monatliche, persönliche Unterhaltsbei-
träge zu bezahlen:
− CHF 6'895.- ab 1. August 2019 bis zum Auszug der Gesuchstellerin aus der ehelichen Liegenschaft;
− CHF 10'120.- ab Auszug der Gesuchstellerin aus der ehelichen  bis 31. Dezember 2019;
− CHF 12'270.- ab 1. Januar 2020 bis zur Rechtskraft des .
Die Unterhaltsbeiträge sind an die Gesuchstellerin zahlbar, und zwar monat-
lich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
4. Im darüber hinausgehenden Umfang werden die Anträge der Gesuchstelle-
rin auf persönliche Unterhaltsbeiträge (Anträge Ziff. 2) abgewiesen.
5. Die Festsetzung der Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziff. 3 vorstehend
basiert auf folgenden Grundlagen:
− Erwerbseinkommen Gesuchstellerin: CHF 0.-;
− Erwerbseinkommen Gesuchsteller (bei einer Erwerbstätigkeit von 100%): CHF 47'500.- gerundet inkl. Bonus und Dividenden;
− Bedarf Gesuchstellerin: CHF 12'270.-;
− Bedarf Gesuchsteller: nicht ermittelt.
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6. Die Anträge der Gesuchstellerin auf Bezahlung von Kinderunterhaltsbeiträ-
gen (inkl. Ferienbeitrag) für die Tochter C._ (Anträge Ziff. 3) werden
abgewiesen.
7. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchstellerin zusätzlich zu den
Unterhaltsbeiträgen gemäss vorstehender Dispositiv-Ziff. 3 einmalige Unter-
haltszahlungen wie folgt zu leisten:
− für den Umzug: CHF 5'000.-;
− für die Demontage und den Neuaufbau der USM Haller Möbel CHF 2'767.-;
− für die Mietkaution der neuen Wohnung: CHF 9'675.-;
− für die erste grosse Leasingrate des Motorfahrzeuges: CHF 5'000.-.
Die vorgenannten Beträge sind vom Gesuchsteller an die Gesuchstellerin
innert zehn Tagen nach Vorlage des Mietvertrages bzw. Leasingvertrages
durch die Gesuchstellerin zu bezahlen, spätestens jedoch bis 31. Dezember
2019.
8. Die darüber hinausgehenden Anträge der Gesuchstellerin auf einmalige Un-
terhaltsleistungen sowie auf eine güterrechtliche Akontozahlung in Höhe von
CHF 100'000.- (Anträge Ziff. 4) werden abgewiesen.
9. Der Antrag der Gesuchstellerin auf Zusprechung eines Prozesskostenvor-
schusses (Antrag Ziff. 5) wird abgewiesen.
10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf CHF 3'000.-.
11. Die Entscheidgebühr wird den Parteien je hälftig auferlegt. Über die Ver-
wendung der einbezahlten Kostenvorschüsse wird im Endentscheid befun-
den.
12. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
13./14. (Mitteilung / Rechtsmittel.)
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Berufungsanträge:
- der Gesuchstellerin und Berufungsklägerin (act. 2):
1.1 Es sei die Verfügung des Bezirksgerichts Zürich vom 8. August 2019, Dispositiv Ziff. 3 und 6 aufzuheben und es sei der  zu verpflichten, der Berufungsklägerin ab 1. August 2019 die folgenden Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
- bis zum Auszug aus der ehelichen Liegenschaft: CHF 10'188.– - nach dem Auszug aus der ehelichen Liegenschaft:
CHF 14'688.– - ab 1. Januar 2020 bis Auszug aus der ehelichen Liegenschaft:
CHF 13'888.– - ab Auszug aus der ehelichen Liegenschaft: CHF 18'388.– - Staats- und Gemeinde- sowie Bundessteuern der Gesuchstel-
lerin für das Steuerjahr 2019 2.1 Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der Berufungsklä-
gerin an die Kosten der Betreuung der Tochter C._ einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 500.– pro Monat zu bezahlen, erstmals rückwirkend per 1. Dezember 2018.
2.2 Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, der  an die Kosten der Ferienbetreuung der Tochter C._ pro Ferienwoche einen Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 775.– zu bezahlen, zahlbar einen Monat vor Beginn der Ferienwoche, erstmals rückwirkend per 1. Dezember 2018.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. MwSt.) zu Lasten des Berufungsbeklagten.
Prozessualer Antrag: Es sei der Berufungsbeklagte zu verpflichten, die Kosten für das
Berufungsverfahren vorzuschiessen, eventualiter sei von der  eines Prozesskostenvorschusses für das  abzusehen.
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## Considerations

Erwägungen:
1. Sachverhalt
1.1 Die Parteien heirateten am tt. September 1989 und sind Eltern der mündi-
gen Söhne D._ (geb. tt. März 1997, 22-jährig), E._ (geb. tt. Dezember
1998, 20-jährig) und F._ (geb. tt. Juni 2000, 19-jährig) sowie der unmündigen
Tochter C._ (geb. tt.mm.2005, 14-jährig) (vgl. act. 42/2). Die Parteien befin-
den sich im Scheidungsverfahren vor dem Einzelgericht des Bezirksgerichtes
Meilen (nachfolgend: Vorinstanz).
1.2 In Bezug auf den ehelichen Unterhalt haben sich die Parteien mit Vereinba-
rung vom 3. April 2018 auf eine Regelung geeinigt, die bis Ende Juli 2019 galt.
Diese umfasst auch die Steuern der Parteien bis und mit Steuerjahr 2018 (vgl.
act. 5/75).
2. Prozessgeschichte
2.1 Mit Eingabe vom 9. September 2016 reichte die Gesuchstellerin und Beru-
fungsklägerin (nachfolgend: Berufungsklägerin) ein gemeinsames Scheidungsbe-
gehren von ihr und dem Gesuchsgegner und Berufungsbeklagten (nachfolgend:
Berufungsbeklagter) i.S.v. Art. 112 ZGB ein (vgl. act. 5/1-3).
2.2 Die Berufungsklägerin stellte zunächst am 31. August 2017 ein Gesuch um
vorsorgliche Massnahmen (vgl. act. 5/48). In der Verhandlung vom 3. April 2018
erarbeiteten die Parteien unter Mitwirkung der Vorinstanz eine Vereinbarung über
vorsorgliche Massnahmen betreffend den Kinderunterhalt und den ehelichen Un-
terhalt bis Ende Juli 2019 (vgl. Prot. Vi. S. 44 ff.; act. 5/75). In der Folge wurde
diese Vereinbarung von der Vorinstanz jedoch nicht gerichtlich genehmigt, weil
sich die Parteien nicht über die Kinderbetreuung hatten einigen können (vgl. Prot.
Vi. S. 50 f.).
Am 4. April 2019 reichte die Berufungsklägerin der Vorinstanz erneut ein
Gesuch um vorsorgliche Massnahmen ein (vgl. act. 5/80). Die Vorinstanz hörte
C._ am 3. Juni 2019 an (vgl. Prot. Vi. S. 86 ff.). Vergleichsversuche blieben
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schliesslich ohne Erfolg (vgl. Prot. Vi. S. 91; act. 5/110; zur vollständigen Pro-
zessgeschichte vgl. act. 6 E. I./2).
2.3 Mit Verfügung vom 8. August 2019 (act. 5/113 = act. 3 = act. 6 [Akten-
exemplar]) entschied die Vorinstanz wie eingangs wiedergegeben über das
Gesuch der Berufungsklägerin vom 4. April 2019 um Erlass vorsorglicher Mass-
nahmen.
2.4 Mit Eingabe vom 22. August 2019 (act. 2) erhob die Berufungsklägerin da-
gegen Berufung.
2.5 Die vorinstanzlichen Akten wurden beigezogen (vgl. act. 5/1-116). Auf das
Einholen einer Berufungsantwort wird verzichtet (vgl. Art. 312 Abs. 1 ZPO). Da
ohne Weiterungen ein Endentscheid ergehen kann, wird der prozessuale Antrag
der Berufungsklägerin gegenstandslos. Mit dem Endentscheid sind dem Beru-
fungsbeklagten die Doppel der Eingaben der Berufungsklägerin noch zuzustellen.
Das Verfahren ist spruchreif.
3. Prozessuales
3.1 Erstinstanzliche Entscheide über vorsorgliche Massnahmen sind mit Beru-
fung anfechtbar (Art. 308 Abs. 1 lit. b ZPO). Gegenstand des vorliegenden Beru-
fungsverfahrens betreffend vorsorgliche Massnahmen ist nur noch die Unterhalts-
pflicht des Berufungsbeklagten gegenüber C._ und der Berufungsklägerin.
Damit liegt eine vermögensrechtliche Streitigkeit vor (vgl. BGE 133 III 393 ff., E. 2;
BGer 5A_395/2010 vom 22. Oktober 2010, E. 1.2.2 m.w.H.). In vermögensrechtli-
chen Angelegenheiten ist die Berufung nur zulässig, wenn der Streitwert der
zuletzt aufrecht erhaltenen Rechtsbegehren mindestens Fr. 10'000.– beträgt
(vgl. Art. 308 Abs. 2 ZPO). Hier übersteigt dieser Streitwert Fr. 10'000.– bei
Weitem (vgl. act. 5/96 i.V.m. act. 5/80). Gegen den Entscheid der Vorinstanz ist
somit die Berufung zulässig. Die Berufung vom 22. August 2019 wurde rechtzeitig
(vgl. act. 5/113 i.V.m. act. 5/114/1 i.V.m. act. 2 S. 1), schriftlich und begründet bei
der Kammer als der zuständigen Rechtsmittelinstanz eingereicht, weshalb dem
Eintreten insoweit nichts entgegensteht.
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3.2 Im Berufungsverfahren kann sowohl die unrichtige Rechtsanwendung als
auch die unrichtige Feststellung des Sachverhaltes geltend gemacht werden
(Art. 310 ZPO). Ebenfalls gerügt werden kann die (blosse) Unangemessenheit
des vorinstanzlichen Entscheides. Die Berufungsinstanz verfügt damit sowohl in
tatsächlicher Hinsicht als auch in rechtlicher Hinsicht über volle Kognition. Grund-
sätzlich auferlegt sich die Berufungsinstanz bei der Überprüfung von Ermessens-
entscheiden der Vorinstanz jedoch insoweit Zurückhaltung, als sie nicht eigenes
Rechtsfolgeermessen ohne Weiteres an die Stelle des vorinstanzlichen stellt, ins-
besondere wo es örtliche und persönliche Verhältnisse zu berücksichtigen gilt,
denen das Sachgericht nähersteht (vgl. BK ZPO-STERCHI, Bern 2012, Art. 310
N 3; KURT BLICKENSTORFER, DIKE-Komm-ZPO, 2. Aufl. 2016, Art. 310 N 10).
3.3.1 Die Berufung ist schriftlich und begründet einzureichen (vgl. Art. 311
Abs. 1 ZPO). Im Rahmen der Begründung hat sich die Berufung führende Partei
mit den Erwägungen der Vorinstanz im Einzelnen auseinanderzusetzen und konk-
ret aufzuzeigen, was am angefochtenen Urteil oder am Verfahren des Bezirksge-
richts falsch war (Begründungsobliegenheit). Es genügt nicht, lediglich auf die vor
erster Instanz vorgetragenen Vorbringen zu verweisen, sich mit Hinweisen auf
frühere Prozesshandlungen zufriedenzugeben oder den angefochtenen Entscheid
in allgemeiner Weise zu kritisieren (vgl. BGE 138 III 374 ff., E. 4.3.1). Fehlt eine
hinreichende Begründung, tritt die Berufungsinstanz insoweit auf die Berufung
nicht ein (vgl. BGE a.a.O.; BGer 4A_290/2014 vom 1. September 2014, E. 3.1;
5A_438/2012 vom 27. August 2012, E. 2.2). Dies gilt auch im Bereich der Unter-
suchungsmaxime (vgl. ZK ZPO-REETZ/THEILER, 3. Aufl. 2016, Art. 310 N 5 f. und
Art. 311 N 36 ff., insbes. N 37 m.w.H.).
3.3.2 Die Berufung hat zudem Berufungsanträge zu enthalten. Diese müssen
sich zumindest aus der Begründung des Antrags oder aus dem angefochtenen
Urteil ergeben (vgl. BGE 137 III 617 ff., E. 4.2.2, 134 III 235 ff., E. 2 = Pra 97
[2008] Nr. 133; OGer ZH LY170033 vom 23. April 2018, E. II./1.2 m.w.H.). Das
Rechtsbegehren muss so bestimmt sein, dass es im Falle der Gutheissung der
Berufung unverändert zum Urteil erhoben werden kann. Namentlich sind Beru-
fungsanträge, die auf eine Geldzahlung gerichtet sind, zu beziffern (vgl. BGer
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4D_72/2014 vom 12. März 2015, E. 3 m.H. auf BGE 137 III 617 ff., E. 4.2 und
4.3). Rechtsbegehren sind im Lichte der Begründung auszulegen (Verbot des
überspitzten Formalismus, vgl. auch OGer ZH RU160057 E. 2.2 mit Verweis auf
BGE 137 III 617 E. 6.2 S. 621 f. m.w.H.; BGE 139 III 24 nicht publ. E. 1.2 Abs. 2;
BGer 5A_188/2017 vom 8. August 2017 E. 2.1 [zur Berufung]; 4D_72/2014 vom
12. März 2015, E. 4; 5A_709/2014 vom 18. Juli 2016, E. 2.3). Diese Auslegung
setzt ein gestelltes Rechtsbegehren voraus. Fehlt ein Rechtsbegehren, so gibt es
auch nichts auszulegen (vgl. zum Widerklagebegehren: BGer 5A_618/2015 vom
2. März 2016 E. 6.5 a.E.).
Die Berufungsklägerin beziffert ihren Antrag auf Verpflichtung des Beru-
fungsbeklagten zur Zahlung ihrer Staats- und Gemeinde- sowie Bundessteuern
für das Steuerjahr 2019 im Rechtsbegehren nicht (vgl. act. 2 S. 2). Ausgelegt
im Lichte der Begründung ergibt sich, dass die Berufungsklägerin – ausgehend
von den in der Höhe von Fr. 6'500.– pro Monat bis August 2019 vereinbarten
Unterhaltsbeiträgen sowie von bis Ende Dezember 2019 zuzusprechenden Un-
terhaltsbeiträgen von Fr. 10'188.– pro Monat – Fr. 17'000.– für Steuern 2019
(Fr. 13'000.– für Staats- und Gemeindesteuern plus Fr. 4'000.– für Bundessteu-
ern) zugesprochen haben will (vgl. act. 2 Rz. 7.3). Daher ist dieser Antrag genü-
gend beziffert. Er übersteigt das vor Vorinstanz verlangte im Übrigen auch nicht
(vgl. act. 5/96 S. 17 und S. 22 i.V.m. act. 5/97/19).
3.4 Gemäss Art. 317 Abs. 1 ZPO werden neue Tatsachen und Beweismittel
(Noven) im Berufungsverfahren nur noch berücksichtigt, wenn sie ohne Verzug
vorgebracht werden und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz
vorgebracht werden konnten. Art. 317 Abs. 1 ZPO regelt die Voraussetzungen,
unter denen Noven ausnahmsweise vorgebracht werden können, abschliessend,
ohne danach zu differenzieren, ob ein Verfahren in den Anwendungsbereich der
Verhandlungs- oder der Untersuchungsmaxime fällt. In Kinderbelangen können
Noven jedoch, sofern sie nicht gestützt auf Art. 317 Abs. 1 ZPO zulässig sind, von
der Kammer insoweit zur Kenntnis genommen werden, als dadurch auf wesentli-
che Sachverhalte hingewiesen wird, denen im Rahmen der Pflicht zur Sachver-
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haltserforschung von Amtes wegen mit eigenen Untersuchungen nachzugehen
wäre (vgl. zum Ganzen OGer ZH LY160019 vom 21. Juli 2016 E. 2.2.1.2 m.w.H.).
3.5 Im Entscheid über die Berufung ist zwar auf die durch die Parteien erhobe-
nen Einwände einzugehen, doch verpflichtet die Begründungspflicht (Art. 53 ZPO)
das Gericht nicht dazu, sich mit jedem einzelnen rechtlichen oder sachverhaltli-
chen Einwand der Parteien eingehend auseinanderzusetzen. Vielmehr darf sich
das Gericht in der Begründung seines Entscheids auf die wesentlichen Überle-
gungen konzentrieren, von welchen es sich hat leiten lassen, und auf die sich sein
Entscheid stützt (vgl. (vgl. BGE 142 III 433 ff., E. 4.3.2 m.w.H.). Nachfolgend ist
daher nur insoweit auf die Parteivorbringen (und auf die eingereichten Unterla-
gen) einzugehen, als dies für die Rechtsfindung erforderlich ist.
4. Zur Berufung im Einzelnen
4.1 Vorab ist festzuhalten, dass sich die Berufung der Berufungsklägerin einzig
gegen die Dispositiv-Ziffern 3 (persönliche Unterhaltsbeiträge der Berufungsklä-
gerin) und 6 (Kinderunterhaltsbeiträge [inkl. Ferienbeitrag] für die Tochter
C._) des vorinstanzlichen Urteils richtet. Die Zuteilung der Obhut über
C._ an den Berufungsbeklagten für die Dauer des Scheidungsverfahrens
(vgl. act. 6 Dispositiv-Ziffer 1), bildet somit nicht Gegenstand des Berufungsver-
fahrens.
4.2 Bei der Anordnung vorsorglicher Massnahmen während des Scheidungsver-
fahrens sind die (materiell- sowie verfahrensrechtlichen) Bestimmungen über die
Massnahmen zum Schutz der ehelichen Gemeinschaft sinngemäss anwendbar
(Art. 276 Abs. 1 ZPO i.V.m. Art. 271 ff. ZPO und Art. 172 ff. ZGB). Anders als im
Eheschutzverfahren besteht jedoch kein numerus clausus möglicher Massnah-
men; das Scheidungsgericht trifft die "nötigen vorsorglichen Massnahmen"
(vgl. Art. 276 Abs. 1 ZPO). Zur Vermeidung von Wiederholungen kann auf die zu-
treffenden Ausführungen der Vorinstanz zu den prozessualen Grundsätzen ver-
wiesen werden (act. 6 E. II./1 f. und IV./4.1). Ergänzend bleibt anzufügen, dass
die Tatsachenbehauptungen bzw. Bestreitungen nur glaubhaft zu machen sind
und eine Tatsache dann glaubhaft gemacht ist, wenn das Gericht aufgrund objek-
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tiver Gesichtspunkte den Eindruck hat, dass die geltend gemachte Tatsache auch
wirklich vorhanden ist, selbst wenn nicht ausgeschlossen werden kann, dass es
sich anders abgespielt haben könnte (vgl. BGE 139 III 86 ff., E. 4.2 = Pra 103
[2014] Nr. 69 mit Verweis auf BGE 132 III 715 ff., E. 3.1; 130 III 321 ff., E. 3.3).
4.3 Grundlagen der Unterhaltsberechnung
4.3.1 Die Vorinstanz führte zu den Grundlagen der Unterhaltsberechnung zu-
treffend aus, massgebend für die Berechnung des gebührenden Unterhalts – der
die obere Grenze des dem anspruchsberechtigten Ehegatten zuzusprechenden
Unterhaltsbeitrages bilde – sei der in der Ehe zuletzt gemeinsam gelebte Lebens-
standard, auf dessen Fortführung bei genügenden Mitteln beide Eheleute An-
spruch hätten (vgl. act. 6 E. IV./1.2).
Weiter sei der Unterhaltsbeitrag bei sehr guten finanziellen Verhältnissen
einstufig zu ermitteln (vgl. a.a.O., E. IV./1.2). Die Berufungsklägerin trage als un-
terhaltsansprechende Partei die Behauptungs- und Beweislast für ihren Bedarf.
Gewisse Pauschalisierungen seien bei der Bedarfsberechnung aber unumgäng-
lich, da es nahezu unmöglich sei, für Auslagenpositionen des täglichen Bedarfs
(Nahrung, Bekleidung, Körper- und Gesundheitspflege etc.) die entsprechenden
Zahlen nachträglich noch zu ermitteln. Für diese Ausgaben werde in der Regel
auf die pauschalen Grundbeträge der Richtlinie für die Berechnung des betrei-
bungsrechtlichen Existenzminimums vom 16. September 2009 des Obergerichtes
des Kantons Zürich abgestellt, wobei den konkreten Gegebenheiten Beachtung
zu schenken sei. Wenn dargetan sei, dass für solche Positionen deutlich höhere
Ausgaben als jene des Existenzminimums getätigt worden seien, könne bei-
spielsweise eine Verdoppelung des Grundbetrages erfolgen (vgl. a.a.O.,
E. IV./4.1).
4.3.2 Die Berufungsklägerin verweist in ihrer Berufungsschrift zwar darauf, vor
Vorinstanz die zweistufige Methode verwendet zu haben, um ihren früher geleb-
ten Unterhaltsanspruch zu untermauern (vgl. act. 2 Rz. 7.2). Bei der konkreten
Unterhaltsberechnung (vgl. a.a.O., Rz. 7.2.2 ff.) geht sie jedoch von jener der Vor-
instanz aus, die den Unterhaltsbeitrag einstufig ermittelte. Damit beanstandet sie
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die angewandte Methode und die Grundlagen der Berechnung nicht. Vielmehr
macht sie im Wesentlichen geltend, das Ergebnis der Vorinstanz weiche in kras-
ser Weise vom tatsächlich dargelegten Verbrauch der finanziellen Mittel der Par-
teien ab, sodass sie mit den ihr zugesprochenen Mitteln ihren früheren Lebens-
standard nicht beibehalten könne (vgl. act. 2 Rz. 7.2 und 7.2.1).
4.4 Konkrete Unterhaltsberechnung
4.4.1 Die Berufungsklägerin beanstandet vorab, die Festsetzung eines Un-
terhaltsbeitrages ohne Steuern und Wohnen, aber inkl. Essen, Krankenkasse etc.
von Fr. 6'895.– pro Monat sei willkürlich. Es stehe ihr grundsätzlich frei, wie sie
den früheren Lebensstandard glaubhaft machen wolle. Sie habe vor Vorinstanz
belegt, dass während der Ehe auf ihr eigenes Konto monatlich Fr. 10'000.– ge-
gangen seien (act. 2 Rz. 7.2.1 mit Verweis auf act. 5/66/11; Prot. Vi. S. 79). Die-
ser Betrag sei unbestrittenermassen monatlich verbraucht worden, ohne damit
Wohnungskosten, Steuern, Essen für die Familie, Krankenkassenprämien oder
ähnliches zu bezahlen (vgl. a.a.O., Rz. 7.2.1). Zur Begründung ihrer Unterhaltsbe-
rechnung verweist die Berufungsklägerin auf die Ausführungen im Verfahren am
Bezirksgericht Meilen FP150022, in welchem ihrer Ansicht nach ein "überaus lu-
xuriöser" Standard dargetan worden sei (vgl. a.a.O., Rz. 8 S. 9).
Die Berufungsklägerin legt nicht dar, inwiefern sie vor Vorinstanz glaubhaft
gemacht haben will oder es unbestritten gewesen sein soll, habe dem zuletzt
gelebten ehelichen Lebensstandard entsprochen, dass sie den Betrag von
Fr. 10'000.–, den sie gemäss eigenen Angaben monatlich auf ihr eigenes Konto
bekommen habe (vgl. Prot. Vi. S. 79), für ihren eigenen Bedarf verbraucht habe
resp. ohne damit Aufwendungen und Auslagen für andere Familienmitglieder zu
bezahlen. Zudem räumt sie selber ein, es seien auch Auslagen der Familie von
ihrem Konto bezahlt worden (vgl. a.a.O., Rz. 7.2.1). Auch ist zwar zutreffend,
dass die Berufungsklägerin grundsätzlich Anspruch auf Fortführung der gleichen
Lebenshaltung wie der Berufungsbeklagte hat. Der zuletzt gelebte eheliche Le-
bensstandard ist jedoch zumindest glaubhaft zu machen. Der Verweis auf die
Ausführungen der Parteien im Verfahren FP150022, die mit dem Ergebnis der
Unterhaltsberechnung gemäss Berufungsbegründung insofern übereinstimmten,
- 15 -
als in jenem Verfahren ein überaus luxuriöser Standard habe dargetan werden
können, ist für die Berufungsklägerin wenig hilfreich: In jenem Verfahren stand ei-
ne Forderung des Gemeinwesens gegen die Eheleute A._B._ betref-
fend Unterhalts- resp. Verwandtenunterstützungspflicht im Streit, so dass es
(auch) dort das Bestreben (dort allerdings beider Parteien) war, den Bedarf mög-
lichst extensiv darzustellen, wie auch die Berufungsklägerin eingesteht. Trotzdem
wurde in jenem Verfahren die Klage des Gemeinwesens geschützt (act.
5/53/2/27). Doch selbst wenn die zuständige Einzelrichterin im Verfahren
FP150022 von einem "überaus luxuriösen" Standard ausgegangen wäre, hätte
die Berufungsklägerin damit noch nicht glaubhaft gemacht, dass es dem eheli-
chen Lebensstandard entsprochen habe, dass sie den erwähnten monatlichen
Betrag für sich alleine ausgegeben habe.
Eine willkürliche Festsetzung des Unterhaltsbeitrages ist aufgrund dessen
auf jeden Fall nicht ersichtlich.
4.4.2 Wie im Einzelnen noch darzulegen sein wird, präsentiert sich die Berech-
nung des Bedarfs der Berufungsklägerin wie folgt:
Bedarfsposition Vorinstanz (act. 6 S. 15 ff.)
Berufung   in CHF pro Monat
Erwägung
Miete/NK/Strom
3'225.–
4'500.–
inkl. NK / PP 3'225.– E. 4.4.3
Lebensmittel (inkl. Wein, Kaf-
fee, etc.)
900.– (30.– pro
Tag)
1'520.– (50.– pro
Tag inkl. Drogerie-
und Gesundheits-
produkte) 900.–
E. 4.4.4
Drogerie- / Gesundheitspro-
dukte 0.– vgl. Lebensmittel 0.– E. 4.4.4
Krankenkasse (KVG/VVG) 714.– 758.– 714.– E. 4.4.5
Zahnarzt 45.– nicht beanstandet 45.–
- 16 -
Linsen/Brille 148.– nicht beanstandet 148.–
Selbstbehalt / Franchise / nicht
versicherte Kosten 147.– nicht beanstandet 147.–
Coiffeur / Körperpflege / Kos-
metik 575.– nicht beanstandet 575.–
Körperbehandlungen / Psycho-
therapie 685.– nicht beanstandet 685.–
Fitness / Sport / Hobbies 325.– nicht beanstandet 325.–
Hausrat-/Haftpflicht/Reise-
/Rechtsschutzversicherung 164.– nicht beanstandet 164.–
Kommunikation/Medien (Tele-
fon/Internet/TV/Zeitungen) 221.– nicht beanstandet 221.–
Mobilität, Fahrzeug (Benzin,
Unterhalt), ÖV 1'209.– nicht beanstandet 1'209.–
Reisen (Ferien, Wochenend-
ausflüge, etc.)
870.–
(670.– + 200.–
Besuchskosten
für Ferien und
Wochenendaus-
flüge mit
C._)
1'020.– + 400.–
(Ferien und Wo-
chenendausflüge
für sich selbst) 870.–
E. 4.4.6
Kleidung 200.– 1'600.– 200.– E. 4.4.7
Ausgang und Kultur 0.– 680.– 0.– E. 4.4.8
Strassenverkehrsamt/weitere
Versicherungen 200.– nicht beanstandet 200.–
Geschenke/Einladungen 80.– nicht beanstandet 80.–
Diverse Konsumgüter, Ver-
brauchsmaterial/Haushalt 125.– nicht beanstandet 125.–
Reinigung Kleider, Schuhma-
cher 50.– nicht beanstandet 50.–
- 17 -
Safe 36.– nicht beanstandet 36.–
Steuer-/Rechtsberatung 200.– nicht beanstandet 200.–
Total exkl. Steuern () 10'120.– 14'688.– 10'120.–
Steuern 2019 - 1'417.– - E. 4.4.9.1
Steuern 2020 2'150.– 3'700.– 2'150.– E. 4.4.9.2
Total inkl. Steuern (gerundet) 12'270.– 18'388.– 12'270.–
4.4.3 Zu den ihr angerechneten Wohnkosten für Miete, Nebenkosten und Strom
bringt die Berufungsklägerin vor, die Vorinstanz missachte den Grundsatz der
Gleichbehandlung der Ehegatten. Der Berufungsbeklagte habe nach seinem Aus-
zug seine Wohnkosten für eine 3.5-Zimmerwohnung auf Fr. 4'569.– pro Monat
beziffert. Er habe neu eine 7.5-Zimmer-Dach-Maisonette-Wohnung für Fr. 5'990.–
pro Monat gemietet. Es sei unbestritten, dass auch in Zukunft C._ zumindest
teilweise bei ihr wohnen werde. Auch E._ wohne wieder bei ihr. Der Hinweis
der Vorinstanz, wonach es im Bezirk G._ zahlreiche grosszügige Objekte ab
3.5 Zimmer mit einer Fläche von über 120 m2 in der Preiskategorie bis Fr. 3'225.–
zu finden seien, sei unbehelflich. Sie hätten zwei zusammengebaute Doppelein-
familienhäuser mit 550 m2 Wohnfläche, Sauna und (Doppel-)Garten bewohnt. Der
gehobene Wohnkomfort einer Eigentumswohnung bzw. eines Eigentumshauses
mit entsprechendem Garten fände sich nicht mit einer Miete von Fr. 3'000.– exkl.
Nebenkosten und Parkplatz im Bezirk G._ an entsprechend ruhiger Wohnla-
ge. Angesichts der früheren Wohnkosten und auch dem vom Berufungsbeklagten
gelebten Wohnstandard seien die von ihr veranschlagten Fr. 4'500.– pro Monat
(inkl. Nebenkosten und Parkplatz) angemessen (vgl. act. 2 Rz. 7.2.2). In ihrer
Eingabe vom 26. November 2019 teilt die Berufungsklägerin unter Beilage der
entsprechenden Mietverträge mit, sie habe Mietverträge für eine 4.5-Zimmer-
wohnung mit einem Parkplatz mit Mietantritt per 1. Februar 2020 abgeschlossen.
Deren Gesamtkosten würden sich auf brutto Fr. 3'885.– belaufen, weshalb sich
- 18 -
die von ihr geltend gemachte Position für Wohnen auf diesen Betrag reduziere
(vgl. act. 10 und act. 11/1-3).
Die Vorinstanz führte aus, die Berufungsklägerin habe Anspruch auf ähnli-
che Wohnverhältnisse wie während des Zusammenlebens bzw. wie der Beru-
fungsbeklagte. Zutreffend ist, dass die Berufungsklägerin Anspruch auf Beibehal-
tung des bisherigen ehelichen Standards hat, soweit dies aufgrund der Netto-
mehrkosten für zwei Haushalte möglich ist. Zu den von der Vorinstanz nicht fest-
gestellten Wohnverhältnissen während des Zusammenlebens der Parteien ist
festzuhalten, dass die Berufungsklägerin unbestrittenermassen vor der Trennung
in einer Doppel-Liegenschaft mit 550 m2 Wohnfläche, grosszügiger Sauna und
(Doppel-)Garten wohnte (vgl. act. 5/96 Rz. 2.2.3 und 2.3.1 i.V.m. act. 5/98). Selbst
wenn es die finanziellen Verhältnisse erlauben würden, wäre der Berufungskläge-
rin nunmehr aber nicht mehr die Bewohnung einer Doppel-Liegenschaft mit Sau-
na und Doppel-Garten zuzugestehen. Denn bei Wohnkosten in Mietverhältnissen
sind in erster Linie die persönlichen Verhältnisse massgebend, weshalb auf die
Anzahl der zu beherbergenden Personen abzustellen ist. Gemäss den von der
Berufungsklägerin nicht angefochtenen Dispositiv-Ziffern 1 und 2 der vorinstanzli-
chen Verfügung (vgl. act. 6 S. 32) wird der Berufungsbeklagte die Obhut über
C._ ausüben und C._ namentlich an jedem zweiten Wochenende und
während sechs Wochen Ferien bei oder mit der Berufungsklägerin verbringen und
braucht daher ein eigenes Zimmer. Die Berufungsklägerin bringt selber vor,
C._ werde nur noch teilweise bei ihr wohnen und sonst wohne nur noch der
volljährige Sohn E._ bei ihr (vgl. act. 2 Rz. 7.2.2). Demzufolge ist der Beru-
fungsklägerin eine 4.5-Zimmerwohnung zuzugestehen.
In der Umgebung von G._ sind 10 Wohnungen, Einfamilien- oder Dop-
pel-einfamilienhäuser (Sucheingabe: Wohnung&Haus, 4.5-5.5 Zimmer, ab 120
m2) zwischen monatlich zirka Fr. 3'000.– bis Fr. 3'500.– zu finden (vgl.
www.home-gate.ch, www.comparis.ch, besucht am 09.12.2019). Unter Würdi-
gung aller Umstände erscheint die ermessensweise Berücksichtigung eines mo-
natlichen Bruttomietzinses (inkl. Nebenkosten) von Fr. 3'225.– nicht unangemes-
sen. Die Berufungsklägerin macht zwar Wohnkosten inkl. Parkplatz geltend und
- 19 -
geht davon aus, dass in dem ihr von der Vorinstanz angerechneten Betrag von
Fr. 3'225.– pro Monat namentlich der Parkplatz enthalten sei (vgl. act. 2
Rz. 7.2.2). Dem ist jedoch nicht so (vgl. act. 6 E. IV./4.4), zumal die Berufungsklä-
gerin einen solchen Betrag soweit ersichtlich nicht geltend gemacht hatte. Was
daran falsch sein soll, legt die Berufungsklägerin nicht dar. Daher ist ihr auch im
Berufungsverfahren keine entsprechende Position in ihren Bedarf zu rechnen. Der
von der Berufungsklägerin angestellte Vergleich ihrer geltend gemachten Wohn-
kosten von Fr. 4'500.– mit aktuellen Wohnkosten des Berufungsbeklagten, der
gemäss ihrer Darstellung Raum für C._, E._, F._ und teilweise
auch D._ benötige (vgl. act. 2 Rz. 7.2.2), oder mit jenen, die der Berufungs-
beklagte bei seinem Auszug beziffert hatte, ist nach dem Gesagten unbehelflich.
Bleibt anzufügen, dass die von der Berufungsklägerin in ihrer Eingabe vom
26. November 2019 erwähnte, zu leistende Mietkaution von offenbar Fr. 11'100.–
(vgl. act. 10 i.V.m. act. 13/3) zwar den ihr von der Vorinstanz hierfür zugespro-
chenen Betrag von Fr. 9'675.– übersteigt (vgl. act. 6 S. 34 Dispositiv-Ziffer 7). Da
diese Dispositiv-Ziffer bzw. die Verpflichtung des Berufungsbeklagten, ihr für die
Mietkaution Fr. 9'675.– zu leisten, nicht angefochten wurde, bleibt es von vornhe-
rein auch diesbezüglich beim vorinstanzlichen Entscheid.
4.4.4 Die Berufungsklägerin beanstandet weiter, die Vorinstanz habe ihr zu
Unrecht anstelle von Fr. 50.– nur Fr. 30.– pro Tag für Essenkosten angerechnet.
Sie verlangt in ihrer Berufung unter dem Titel "für Essenskosten/Drogerie und Ge-
sundheitskosten" die Anrechnung von Fr. 1'520.– pro Monat (vgl. act. 2 Rz. 7.2.3).
Diesen monatlichen Betrag hatte sie bereits vor Vorinstanz geltend gemacht; Aus-
lagen für Gesundheits- und Drogerieprodukte waren darin – entgegen der Vor-
instanz – bereits enthalten (vgl. act. 6 E. IV./4.4.5 mit act. 5/96 S. 17).
Die Vorinstanz erachtete Fr. 900.– pro Monat für Lebensmittel als gerecht-
fertigt. Dies mit der Begründung, die Berufungsklägerin habe keine Belege zum
Beweis offeriert oder eingereicht und es sei nicht die Aufgabe des Gerichts, aus
Kreditkarten- und Kontoabrechnungen mutmassliche Beträge für Lebensmittelein-
käufe ausfindig zu machen, zumal Gesundheits- und Drogerieprodukte (welche in
denselben Geschäften erhältlich seien) nicht unter der Position Lebensmittel zu
- 20 -
veranschlagen seien. Zudem habe die Berufungsklägerin in den Plädoyernotizen
vom 4. Dezember 2017 selber noch einen Betrag von Fr. 900.– pro Monat (bzw.
Fr. 30.– pro Tag) gefordert (vgl. act. 6 E. IV./4.4.5 f.).
Die Berufungsklägerin räumt ein, zunächst vor Vorinstanz einen Betrag von
Fr. 900.– pro Monat (bzw. Fr. 30.– pro Tag) gefordert zu haben. Sie macht aber
geltend, nachdem sie sich ihre tatsächlichen früheren Ausgaben jedoch nochmals
vor Augen gehalten habe, sei ihr klar geworden, dass die zunächst vor Vorinstanz
geforderten Unterhaltsbeiträge den früheren Lebensstandard nicht decken könn-
ten. Auch sei sie von einem tieferen Einkommen des Berufungsbeklagten ausge-
gangen (vgl. act. 2 Rz. 7.2.3 mit Verweis auf act. 5/65 S. 3). Damit legt sie nicht
dar, inwiefern die Vorinstanz den ermessensweise festgesetzten Betrag von
Fr. 900.– pro Monat falsch festgesetzt haben soll oder inwiefern dies unzutreffend
sein soll.
Weiter bringt die Berufungsklägerin in diesem Zusammenhang sinngemäss
vor, die zuständige Einzelrichterin handle widersprüchlich, wenn sie im Schei-
dungsverfahren denjenigen Lebensstandard der Parteien in Frage stelle, den
sie im Verfahren FP150022 festgestellt habe. Dort sei die Einzelrichterin zum
Schluss gekommen, aufgrund der eingereichten Belege könnten die Kranken-
kassen- und Zahnarztkosten sowie die Kosten für Linsen, Psychotherapie, Fit-
ness, Coiffure, Körperpflege/Parfümerie und Kosmetik im Gesamtbetrag von
Fr. 32'500.– pro Jahr erstellt werden (vgl. act. 2 Rz. 7.2.3). Inwiefern die Beru-
fungsklägerin mit diesen Ausführungen die Anrechnung von Fr. 30.– pro Tag für
Essenkosten begründen will und/oder inwieweit sie von ihr vorinstanzlich geltend
gemachte Positionen (namentlich für Drogerie- und weitere Gesundheitsartikel)
zu Unrecht nicht berücksichtigt sieht, geht daraus nicht hervor. Bleibt anzumer-
ken, dass die Vorinstanz der Berufungsklägerin in der angefochtenen Verfügung
separate Positionen für ihre Krankenkassenkosten, Zahnarztkosten, Kosten für
Linsen, Psychotherapie, Fitness, Coiffure, Körperbehandlungen, Körperpflege und
Kosmetik in ihren Bedarf eingerechnet hat. Diese Positionen beanstandet sie in
diesem Zusammenhang nicht konkret, weshalb darauf nicht weiter eingegangen
werden kann. Daher (und auch, weil dies aus dem angeführten Urteil im Verfah-
- 21 -
ren FP150022 nicht hervorgeht und die Berufungsklägerin nicht darlegt) kann
offen bleiben, inwiefern die Einzelrichterin im erwähnten Verfahren höhere Kosten
als erstellt erachtet haben soll, als jene, die sie (unter ähnlichen, aber eben nicht
gleichen Titeln) in der hiesigen Unterhaltsberechnung berücksichtigte (vgl. act. 6
E. IV./4.4 mit act. 5/66/7 E. IV./6./3 S. 21 ff.).
4.4.5 In Bezug auf die Krankenkassenprämien beanstandet die Berufungsklä-
gerin, die Vorinstanz habe die mit Eingabe vom 10. Mai 2019 eingereichten, aktu-
alisierten Belege nicht berücksichtigt. Danach seien die Kosten von Fr. 553.– pro
Monat für die H._ und von Fr. 205.– pro Monat für die I._, mithin Fr.
758.– pro Monat ausgewiesen (vgl. act. 2 Rz. 7.2.8).
Zutreffend ist, dass die Berufungsklägerin vor Vorinstanz mit Eingabe vom
10. Mai 2019 noch vor der VSM-Verhandlung vom 28. Mai 2019 Belege für die
Krankenkassenprämien (KVG und VVG) eingereicht hatte, aus denen Kosten von
insgesamt Fr. 758.– pro Monat hervorgehen (vgl. act. 5/87/2). Jedoch ist nicht er-
sichtlich und wird von der Berufungsklägerin auch nicht dargelegt, inwiefern sie
diese Beträge vor Vorinstanz geltend gemacht und diesen Beleg als Beweismittel
offeriert hätte. Inwiefern die Vorinstanz ihr zu Unrecht nur Fr. 714.– pro Monat
angerechnet haben soll, ist daher nicht ersichtlich. Die Berufungsklägerin hatte
anlässlich der VSM-Verhandlung vom 28. Mai 2019 für die im Rahmen des Plä-
doyers in der Höhe von Fr. 552.– geltend gemachte Position "KVG und VVG"
als Beweismittel nicht act. 5/87/2 offeriert, sondern vielmehr jene Beilagen (vgl.
act. 5/96 S. 16 und S. 18 f. i.V.m. act. 5/66/5/9-10), auf welche die Vorinstanz zur
Begründung der berücksichtigten Kosten von rund Fr. 714.– pro Monat (inkl. der
seitens des Berufungsbeklagten anerkannten Kosten in der Höhe von Fr. 172.–
für die Zusatzversicherung der I._ halbprivat/privat) abstellte (vgl. act. 6
E. IV./4.4.7 mit Verweis auf act. 5/66/5/9-10 und Prot. Vi. S. 19).
4.4.6.1 Zu der ihr von der Vorinstanz in der Höhe von Fr. 870.– angerechneten
Bedarfsposition für Reisen (Ferien, Wochenendausflüge) bringt die Berufungsklä-
gerin vor, diese enthalte zu Unrecht einen Anteil für C._. Dieser sei separat
zu berechnen, und es gehe aus der Begründung der Vorinstanz nicht hervor, wel-
cher Anteil auf C._ entfalle. Zudem seien die Ehegatten gleich zu behandeln
- 22 -
und die geltend gemachten Aufwendungen bzw. Reisen seien vom Berufungsbe-
klagten nicht grundsätzlich in Abrede gestellt worden. Auch wenn sie einstweilen
teilweise von der Ferienwohnung in J._ Gebrauch machen könne, fielen dort
für regelmässige Restaurantbesuche und Freizeitaktivitäten hohe Kosten an. Da-
her seien die von ihr beantragten Fr. 1'020.– pro Monat nicht zu beanstanden
(vgl. act. 2 Rz. 7.2.5).
Weiter verlangt die Berufungsklägerin für Wochenenden, die sie nicht mit
C._ verbringe, und beispielsweise ins Tessin oder nach J._, zu Freun-
den oder Anlässen fahre, einen Beitrag für Mehrkosten für die Reise, Unterkunft,
auswärtige Verpflegung etc. von Fr. 200.– pro Wochenende. Zur Begründung
führt sie an, aufgrund der aussergewöhnlich guten finanziellen Verhältnisse sei es
nicht unglaubhaft, dass solche Mehrkosten anfallen würden (vgl. act. 2 Rz. 7.2.7).
4.4.6.2 Die Vorinstanz erwog dazu, die Berufungsklägerin habe in ihren Plädo-
yernotizen vom 4. Dezember 2017 für vier Wochen Ferien Fr. 2'000.– pro Woche
gefordert, während sie am 28. Mai 2019 ausgeführt habe, sie gebe für fünf Wo-
chen Ferien Fr. 2'500.– pro Woche aus. Eine Begründung für diese unterschiedli-
chen Bedarfsangaben sei nicht ersichtlich. Ausserdem gebe die Berufungskläge-
rin lediglich an, die Familie habe immer grosszügige und teure Ferien im Engadin
und im Ausland verbracht und belege dies mit einer Auflistung von Feriendestina-
tionen, die sie mit der ganzen Familie bereist habe. Die Berufungsklägerin habe
weder die genauen Kosten für Ferien noch für Wochenendausflüge belegt. Der
Berufungsbeklagte habe ausgeführt, in den Ferien seien sie nicht oft weggegan-
gen, sondern praktisch immer in der Ferienwohnung in J._ gewesen. Da sie
gemäss Besuchsrechtsregelung jedoch rund die Hälfte der Schulferien sowie je-
des zweite Wochenende mit C._ verbringe, und dies auch dem Wohl von
C._ diene, sei der Berufungsklägerin pro Ferienwoche für beide zusammen
Fr. 2'000.– an Mehrkosten (zusätzlich zu den ohnehin anfallenden Kosten für Es-
sen etc.) zu veranschlagen, was pro Jahr für vier Wochen Fr. 8'000.– ergebe
(vgl. act. 6 E. IV./4.4.26 f.).
Die Vorinstanz hielt fest, dem Umstand, dass die Berufungsklägerin mit
C._ Ferien auf eigene Kosten verbringe, sei im Rahmen des Bedarfs der Be-
- 23 -
rufungsklägerin Rechnung zu tragen (vgl. act. 6 E. III./7). Sie berücksichtigte im
Bedarf der Berufungsklägerin daher Fr. 870.– pro Monat als Besuchskosten (nicht
als Bedarfsposition der Berufungsklägerin für Ferien). Die Anträge der Berufungs-
klägerin auf Zusprechung eines Betrages von Fr. 500.– pro Monat für die Betreu-
ung von C._ und pro Ferienwoche, die C._ bei ihr verbringe (vgl. act.
5/96 S. 1), wies die Vorinstanz ab (vgl. act. 6 Dispositiv-Ziffer 6).
4.4.6.3 Da sich die Berufungsklägerin mit den ihr angerechneten Besuchskosten
und der entsprechenden Begründung der Vorinstanz nicht auseinandersetzt, kann
darauf nicht weiter eingegangen werden.
Weiter geht die Berufungsklägerin in Bezug auf die Bedarfsposition für Feri-
en auf die von der Vorinstanz erwähnten Aussagen des Berufungsbeklagten nicht
ein, wonach sie in den Ferien praktisch immer in der Ferienwohnung in J._
gewesen seien. Vielmehr hält sie dem lediglich entgegen, auch wenn sie einstwei-
len teilweise von der Ferienwohnung in J._ Gebrauch machen könne, fielen
dort für regelmässige Restaurantbesuche und Freizeitaktivitäten hohe Kosten an.
Es ist jedoch nicht ersichtlich, dass die Berufungsklägerin entsprechende Ausla-
gen beziffert oder substantiiert hätte. Im Übrigen begründet sie die von ihr erneut
geltend gemachten Fr. 1'020.– pro Monat nicht (weiter). Daher kann darauf von
vornherein nicht eingegangen werden. Dasselbe gilt auch in Bezug auf die von
der Berufungsklägerin ebenfalls erneut geltend gemachte Position für Wochen-
endausflüge (vgl. act. 5/96 S. 16 Ziff. 27 und S. 19 Ziff. 27).
4.4.7 Weiter beanstandet die Berufungsklägerin die Anrechnung des Betrages
von Fr. 200.– pro Monat für Kleidung und verlangt den bereits vor Vorinstanz
geltend gemachten Betrag von Fr. 1'600.– pro Monat. Der Berufungsbeklagte ha-
be eingestanden, dass sie eine "luxuriöse Lebenshaltung" geführt habe. Bei Klei-
derkosten von Fr. 2'400.– pro Jahr sei man davon weit entfernt. Auch der Beru-
fungsbeklagte habe für Kleiderkosten zwischen dem 23. Februar 2018 und dem
26. April 2019 einen Betrag von über Fr. 12'000.– geltend gemacht (vgl. act. 2
Rz. 7.2.4 mit Verweisen auf act. 5/66/7 und act. 5/99/23).
- 24 -
Vorab ist festzuhalten, dass sich die Berufungsklägerin mit den Erwägungen
der Vorinstanz zu den Kleiderkosten (vgl. act. 6 E. IV./4.4.29) nicht auseinander-
setzt. Sie bringt nicht vor, was daran falsch sein soll. Im Übrigen ist zwar zutref-
fend, dass der Berufungsbeklagte für die erwähnte Periode Auslagen von insge-
samt gut Fr. 12'000.– bzw. rund Fr. 1'000.– pro Monat für im Berufsalltag be-
nötigte Kleidung aufgelistet bzw. behauptet hat (vgl. act. 5/98 Rz. 71 i.V.m.
act. 5/99/23). Inwiefern deshalb glaubhaft sein soll, dass es dem ehelichen Le-
bensstandard entsprochen habe, dass die Berufungsklägerin Fr. 1'600.– pro Mo-
nat für Kleidung ausgegeben habe, erschliesst sich daraus nicht. Selbst wenn die
Parteien eine "luxuriöse Lebenshaltung" gelebt hätten, reichte dies zur Glaub-
haftmachung von Kleiderkosten in der Höhe von Fr. 1'600.– pro Monat nicht aus.
4.4.8 Weiter verlangt die Berufungsklägerin die Berücksichtigung eines Betra-
ges von Fr. 680.– pro Monat für Ausgang und Kultur im Sinne von Freizeit mit
Freunden in Clubs und Restaurants, Kino und Theater in ihrem Bedarf. Sie macht
geltend, es sei gerichtsnotorisch, dass für solche Unternehmen, insbesondere
wenn es sich um besser gestellte und gut situierte Verhältnisse handle, grosszü-
gig Geld ausgegeben werde. Daher sei nicht erkennbar, weshalb diese Position
gänzlicher ausser Acht gelassen werde (vgl. act. 2 Rz. 7.2.6).
Auch diesbezüglich setzt sich die Berufungsklägerin nicht mit der vorinstanz-
lichen Begründung (vgl. act. 6 E. IV./4.4.28) auseinander. Im Übrigen ist nicht
nachvollziehbar, wie die Berufungsklägerin einen auf den Franken bezifferten Be-
trag unter allgemeiner Anrufung der Gerichtsnotorietät solcher Verhältnisse glaub-
haft machen können soll. Auch kann eine pauschalisierte Festsetzung eines Be-
trages von vornherein nicht in Frage kommen, wenn die konkreten Gegebenhei-
ten nicht bekannt sind und die Berufungsklägerin keine entsprechenden Tatsa-
chenbehauptungen dazu aufstellte.
4.4.9.1 Die Berufungsklägerin führt zu den Steuern 2019 aus, die Parteien hätten
vereinbart, ihre Steuern 2018 noch gemeinsam, d.h. aus der Errungenschaft zu
bezahlen, entsprechend seien die Unterhaltsbeiträge exklusive Steuern vereinbart
worden. Für das Jahr 2019 sei dies nicht mehr vorgesehen, weshalb die Steuer-
betreffnisse von den Parteien selbst getragen und die entsprechenden Ausgaben
- 25 -
in den Unterhalt aufgenommen werden müssten. Am einfachsten, so die Beru-
fungsklägerin weiter, erfolge dies, indem der Berufungsbeklagte die Steuern der
Berufungsklägerin für das Steuerjahr 2019 separat bzw. zusätzlich zu den Unter-
haltsbeiträgen leiste. Jedenfalls bestehe keine Veranlassung, auch die Steuern
2019 aus der Errungenschaft zu bezahlen, da ansonsten die Berufungsklägerin
ihre Steuern zur Hälfte aus ihrem Vermögen zu bezahlen hätte (act. 2 Rz 7.3).
Die Vorinstanz hat den Bedarf der Berufungsklägerin inklusive Wohnkosten
von Fr. 3'225.– gerundet auf 10'120.– festgesetzt, wie folgt (act. 6 S. 16):
In den Erwägungen hat die Vorinstanz dazu festgehalten, der Gesuchsteller (Be-
rufungsbeklagter) habe sich bereit erklärt, die Steuerlast der Gesuchstellerin für
das Jahr 2019, in Anrechnung an die Errungenschaft der Parteien, zu bezahlen
(act. 6 S. 26 E. 4.4.39), wobei der Betrag von Fr. 2'150.– erst in einer zweiten
Phase, nämlich nach Bezahlung der Steuern für das Jahr 2019, somit ab Januar
2020, geschuldet sei (a.a.O., E. 4.4.40). Sodann wird auf derselben Seite unter
dem Titel "Unterhaltsbeiträge/Zahlungsmodalitäten" festgehalten, nach dem Aus-
zug aus der ehelichen Liegenschaft (d.h. inklusive Wohnkosten, Anm. hinzuge-
fügt) betrügen die Unterhaltsbeiträge bis längstens "Ende Dezember 2019 (Steu-
ern bezahlt durch den Gesuchsteller) CHF 10'120.– [...] pro Monat" (act. 6 S. 26
E. 5.1). Damit geht aus der Begründung des vorinstanzlichen Entscheids klar her-
vor, dass die Steuern 2019 vom Berufungsbeklagten separat bzw. zusätzlich zu
den Unterhaltsbeiträgen zu begleichen sind, wie dies die Berufungsklägerin ver-
langt. Aus welcher Masse diese Zahlungen erfolgen, ist nicht im vorliegenden
Zeitpunkt, sondern bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung zu regeln, und
die Vorinstanz hat sich hierzu zu Recht auch nicht geäussert. Was schliesslich die
Höhe des von der Vorinstanz eingesetzten Steuerbetreffnisses angeht, so wurde
- 26 -
diese von der Berufungsklägerin nicht bestritten; dass sie in der Berufung ohne
Bezugnahme auf den vorinstanzlichen Entscheid mit anderen Zahlen rechnet
(act. 2 Rz 7.3), vermag jedenfalls eine solche Bestreitung nicht zu ersetzen.
4.4.9.2 Zu den Steuern 2020 führt die Berufungsklägerin aus, diese seien in Hö-
he von rund Fr. 44'000.– bzw. rund Fr. 3'700.– zu erwarten (act. 2 Rz. 7.4). Dazu
reicht sie eine provisorische Steuerberechnung 2020 ein, aus welcher eine Steu-
erlast von insgesamt Fr. 43'763.05 (Staats- und Gemeindesteuern sowie die di-
rekte Bundessteuer) hervorgeht. Diese basiert auf dem Grundtarif und geht von
einem Einkommen von Fr. 197'000.– aus (vgl. act. 4/3).
Was an der vorinstanzlichen Berechnung falsch sein soll, führt die Beru-
fungsklägerin damit nicht aus. Da die von der Vorinstanz angestellte Unterhalts-
berechnung wie gezeigt vollumfänglich zu schützen ist, ist der vorinstanzliche
Entscheid auch in diesem Punkt zu bestätigen.
4.5 Zwischenfazit
Nach dem Gesagten ist die angefochtene Dispositiv-Ziffer 3 des vorinstanzlichen
Entscheides (persönliche Unterhaltsbeiträge für die Berufungsklägerin) zu bestä-
tigen.
4.6 Kinderunterhaltsbeiträge für C._ (Fr. 500.– pro Monat und Fr. 775.– pro
bei oder mit der Berufungsklägerin verbrachter Ferienwoche)
4.6.1 Die Vorinstanz erwog, bei der anzuordnenden Obhutsregelung habe der
Berufungsbeklagte keine Kinderunterhaltsbeiträge an die Berufungsklägerin zu
bezahlen, weshalb sie die Anträge der Berufungsklägerin auf Bezahlung von Kin-
derunterhaltsbeiträgen (inkl. Ferienbeitrag) für die Tochter C._ (Anträge Ziff.
3, vgl. act. 5/96 S. 1) abwies (vgl. act. 6 S. 34 Dispositiv-Ziffer 6). Dem Umstand,
dass die Berufungsklägerin mit C._ Ferien auf eigene Kosten verbringe, trug
die Vorinstanz im Rahmen des Bedarfs der Berufungsklägerin Rechnung (vgl.
oben E. 4.4.6).
- 27 -
4.6.2 Die Berufungsklägerin macht in ihrer Berufung wie bereits vor Vorinstanz
(vgl. act. 5/96 S. 4 ff.) geltend, es entstünden erhebliche zusätzliche Kosten (Flü-
ge ins Ausland, Ferien in Hotels, Freizeitaktivitäten etc.), wenn C._ ganze
Ferienwochen mit ihr verbringe, weshalb ihr hierfür Fr. 775.– pro Ferienwoche zur
Verfügung zu stellen seien (vgl. act. 2 Rz. 8.4). Neu bringt die Berufungsklägerin
vor, C._ werde im Jahr 2019 rund neun Ferienwochen bei ihr verbringen
(vgl. a.a.O., Rz. 8.2).
Auch den Antrag um Zusprechung von Fr. 500.– pro Monat für die Kosten
der Verpflegung und Freizeit während den Wochenenden bzw. unter der Woche
(vgl. a.a.O., Rz. 8.3 f.) stellt die Berufungsbeklagte erneut (vgl. act. 5/96 S. 4 ff.).
Zur Begründung führt sie aus, sie unternehme mit C._ auch an den Wochen-
enden häufig etwas (Anlässe, Restaurantbesuche, Ausflüge etc.), was mit ent-
sprechenden Kosten verbunden sei. Die variablen Kosten (Essen, Freizeit, Feri-
en) seien unabhängig von der Zuteilung der Obhut anhand der Leistungsfähigkeit
der Eltern zu verteilen. Bei der Berechnung des Barunterhaltes seien die konkre-
ten Umstände des Kindes sowie die Lebensstellung und die Leistungsfähigkeit
der Eltern massgebend. Auch C._ sei sich einen gehobenen Standard ge-
wohnt und wünsche sich beispielsweise wieder einmal Ferien im Ausland
(vgl. act. 2 Rz. 8.3).
4.6.3.1 Wie bereits dargelegt (vgl. oben E. 4.4.6) rechnete die Vorinstanz der Be-
rufungsklägerin eine Position für Besuchskosten in ihren Bedarf, weil sie mit
C._ Ferien und Wochenendausflüge auf eigene Kosten mache. Da sich die
Berufungsklägerin damit bzw. mit der entsprechenden Begründung der Vorinstanz
nicht auseinandersetzt, sondern lediglich ihren bereits vor Vorinstanz vertretenen
Standpunkt wiederholt, kann insoweit auf ihre Vorbringen nicht weiter eingegan-
gen werden.
4.6.3.2 In Bezug auf den monatlichen Kinderunterhaltsbeitrag, soweit dieser Es-
sen und Freizeit von C._ unter der Woche betrifft, bleibt anzufügen, dass die
Berufungsklägerin diese variablen Kosten von C._ nicht substantiiert, ge-
schweige denn beziffert. Auch kommt der Vorinstanz diesbezüglich ein grosses
Ermessen zu. Inwiefern der vorinstanzliche Entscheid falsch sein soll, ist daher
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nicht ersichtlich. Immerhin bleibt an dieser Stelle festzuhalten, dass der Beru-
fungsbeklagte offenbar auch im 2019 Zahlungen für zusätzlich anfallende Kosten
der Betreuung durch die Berufungsklägerin leistete (vgl. act. 2 Rz. 8.2), was das
Ungleichgewicht der finanziellen Leistungsfähigkeit zwischen der Berufungskläge-
rin und dem Berufungsbeklagten zumindest etwas zu mildern vermag.
4.6.4 Fazit
Nach dem Gesagten ist auch die angefochtene Dispositiv-Ziffer 6 des vorinstanz-
lichen Entscheides (Kinderunterhaltsbeiträge inkl. Ferienbeitrag) zu bestätigen.
5. Kosten- und Entschädigungsfolgen
5.1 Die Berufungsklägerin unterliegt vollumfänglich und wird kostenpflichtig (vgl.
Art. 106 Abs. 1 ZPO).
5.2 Es handelt sich um ein familienrechtliches Verfahren, in welchem lediglich
finanzielle Belange Prozessgegenstand sind. Die Entscheidgebühr ist daher in
Anwendung von § 4 Abs. 1 bis 3, § 8 Abs. 1 sowie § 12 Abs. 1 und 2 der Gebüh-
renverordnung des Obergerichts vom 8. September 2010 (GebV OG; vgl. OGer
ZH LY140004, Verfügung vom 25. März 2014) auf Fr. 3'000.– festzusetzen und
der Berufungsklägerin aufzuerlegen.
5.3 Parteientschädigungen sind keine zuzusprechen: der Berufungsklägerin
nicht, weil sie unterliegt (vgl. Art. 106 Abs. 1 ZPO), und dem Berufungsbeklagten
nicht, weil er die Berufung nicht beantworten musste und ihm keine Umtriebe ent-
standen sind, die zu entschädigen wären.