# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a6b7b1c5-9a9e-4af8-95a9-67991c732054
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Miroslav
X._
, geboren 1966
, war
seit dem 1
8.
Juni 2015
bei
der
Y._
AG
als
Bodenleger
tätig (vgl.
Urk.
6/1/3)
und meldete sich
am
8.
April 2016 u
nter Hinweis auf
seit einem Arbeitsunfall vo
m
2
3.
September 2015 bestehende
Augenbeschwerden
bei der Invalidenversiche
rung
zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/11
Ziff.
6.1-2
).
Mit Verfügung vom 2
1.
Juni 2016 stellte die Suva die Versicherungsleistungen per
1.
Juli 2016 ein (
Urk.
6/36/72
-74
)
.
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi
nische und erwerbliche Situation ab, zog Akten der
Suva
bei (
Urk.
6/1,
Urk.
6/20,
Urk.
6/25-26,
Urk.
6/36
)
und verneinte nach
durchgeführt
em
Vorbescheidver
fahren
(
Urk.
6/39
;
Urk.
6/40,
Urk.
6/48
)
mit Verfügung vom 2
7.
Juli 2017
einen Rentenanspruch (
Urk.
6/51
=
Urk.
2)
.
2.
Der
Versicherte erhob am 1
3.
September 2017
Beschwerde gegen die Verfügung
vom
2
7.
Juli 2017
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
die Sache
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen und diese zu verpflichten, weitere Abklärungen zu seiner funktionellen Leistungsfähig
keit in der ange
stammten sowie
in einer angepassten Tätigkeit vorzunehmen und hernach über ihre Leistungspflicht neu zu entscheiden (
Urk.
1 S. 2
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
7.
Oktober 2017
(
Urk.
5
) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer
am 2
7.
Okto
ber 2017 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch
Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder
teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausge
glichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vor
lie
gens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheit
lichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenver
siche
rung (IVG)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungs
massnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allge
meine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hin
weisen).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
IVG
).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass die Ar
beitsunfähigkeiten anhand der augenärztlichen Befunde nicht plausibel nach
voll
ziehbar seien. Die Beschwerden seien nicht unfallbedingt, sondern aus
schliess
lic
h krankhafter Natur. Dem Beschwerdeführer sei seine bisherige Tätigkeit als Boden
leger ohne Einschränkung vollumfänglich zumutbar. Die Beschwerden begrün
de
ten keine langandauernde Arbeitsunfähigkeit.
Er
sei genügend
behandelt und abgeklärt worden
(S. 1 f.
).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, es sei ihm am 2
3.
September
2015
beim Öffnen einer Mörtelmaschine heisser
Mörtel in die Augen gespritzt
(S. 2 unten f.
Rz
4). Er leide seit dem Ereignis unter ver
minderter Sehkraft, an Schmerzen und insbesondere unter stark beeinträch
ti
genden Doppelbildern. Auf die Einschätzung des
Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
könne nicht abgestellt werden (S. 3
Rz
5-6
, S.
5
Rz
14
). Der Umstand, dass die Behan
dlung in der Augenklinik des Universitätsspitals
Z._
abge
schlossen worden sei, bedeute nicht, dass keine beeinträchtigenden Beschwerden mehr vorlägen (S. 3 unten f.
Rz
9). Es sei unzutreffend, dass er genügend abgeklärt worden sei. Insbesondere sei versäumt worden, eine bildgebende Schädelun
te
rsu
chung zu machen
. So sei ihm am 2
2.
November 2010 bei einem Unfall eine 30 kg
schwere Gipslatte auf den Kopf gefallen. Seither leide er an
cervikalen
Be
schwer
den, habe jedoch trotzdem immer gearbeitet
(S. 4
Rz
. 10)
. Es sei nicht berück
sichtigt worden, dass die seit dem Unfall vom 2
3.
September 2015 bestehende Doppelbilder-Problematik möglicherweise im Sinne einer Verschlimmerung einer vorbestehenden, vor dem Unfall jedoch noch kompensierten Augenstörung
durch den früheren Unfall zu seh
en sei, was auch ohne Re-Traumatisierung des Schädels der Fall sein könne (S. 4
Rz
11). Zudem liege der Bericht der elektrophysio
logischen Untersuchung nicht vor (S. 4
Rz
12).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Inva
lidenrente.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Physikalische Medizin, nannte in ihrem Berich
t vom 1
1.
Januar 2016 (
Urk.
6/36
/
36-37
) als Diagnose
monoculäre
Doppel
bilder nach Trauma vom 2
3.
September 201
5.
Dem Patienten sei während der Arbeit mit einem Hochdruckgerät flüssiger Beton in beide Augen gespritzt. Er habe initial beidseits Schmerzen mit vermehrtem Tränenfluss gehabt. Die notfall
mässige Einweisung in die Augenklinik sei noch am selben Tag erfolgt
(S. 1)
.
Dr.
A._
führte
aus, seit dem Unfall
bestünden Doppelbilder, rechts mehr als links. Die regelmässigen Kontrollen in der Augenklinik hätten einen
Visusabfall
gegenüber dem 2
3.
September 2015 sowie Doppelbilder ergeben. Es bestünden nächtlich
e
Schmerzen vor allem im rechten Auge. Die letzte Kontrolle in der Augenklinik habe Doppelbilder bei jeder Blickrichtung ergeben. Der Patient könne nicht Auto fahren und sei arbeitsunfähig (S. 2).
3
.2
Dr.
me.d
B._
,
Facharzt für Neurologie, nannte in seinem Bericht vom
8.
Februar 2016
(
Urk.
6
/36/40-41)
nach Untersuchung des Beschwerdeführers am
2.
und am
5.
Februar 2016
als Diagnose einen Status nach Arbeitsunfall am 2
3.
September 201
5 mit Augenverletzung beidseits
mit persistierenden m
onoku
laren Doppelbildern rechts
mit entrundeter Mydriase (S. 1 Mitte).
Dr.
B._
führte aus, im Rahmen des Arbeitsunfalls vom 2
3.
September 2015 sei es zu einer Verletzung beider Augen, hauptsächlich des rechten Auges gekommen, mit
persistierendem Doppeltsehen
mit im Status entrundeter und weit
gehend lichtstarrer Pupille.
Neurologisch seien die Befunde unauffällig,
ins
be
sondere die visuell evozierten Potentiale, so dass eine Verletzung am Nerven
system nicht nachweisbar sei
(S. 2 unten).
3.3
Dr.
med.
C._
, Assistenzarzt, Augenklinik,
Z._
,
stellte in
s
einem
Bericht vom 1
9.
Mai 2016 (
Urk.
6/36/66-67) folgende Diagnosen (S. 2):
-
Anisokorie
-Mydriase, am ehesten traumatisch
-
Differenzialdiagnose posttraumatisch, Differenzialdiagnose vorbestehend
-
initial keine weiteren Anzeichen für eine
B
ul
buskontusion
im Rahmen vom Unfallereignis vom 2
3.
September 2015
-
unklare
Visusminderung
-
monokuläre
Doppelbilder rechts mehr als links
Dr.
C._
führte aus,
der Beschwerdeführer habe sich am 2
3.
September 2015 auf dem Augennotfall vorgestellt. Er habe angegeben, dass er eine Betonpumpe
dekon
nektiert
habe und ihm
dabei
ein Strahl mit Beton ins Gesicht geflogen
sei. I
m Rahmen der augenärztlichen Untersuchung vom 2
3.
September 2015 habe sich ein
reizfreier Augenbefund rechts mit erweiterter Pupille gezei
gt. Der
Visus
rechts habe bei 0.
6
sc
,
mit
stenopäischer
Lücke bei 1.
0 gelegen. Der Beschwer
deführer habe sich am folgenden Tag erneut vorgestellt u
nd ein Passfoto von sich vor dem
Unfall mitgebracht. Auf dem Passfoto sei deutlich eine
Anis
o
korie
mit erweiterter Pupille rechts zu sehen gewesen. Von augenärztlicher Seite habe am 2
4.
September 2015 kein weiterer Handlungsbedarf bestanden, weshalb man den Fall habe abschliessen wollen.
Der Beschwerdeführer habe sich weiter am 3
0.
September 2015
,
am
5.
Oktober 2015 sowie am 1
9.
Oktober 2015 in der Augenklinik vorgestellt.
In der Verlaufskontrolle vom
4.
November 2015 habe er angegeben, auch linksseitig
periokulare
Schmerzen zu haben.
Am 2
0.
November 2015 habe
er
angegeben, sowohl mit dem rechten wie auch mit dem linken Auge Doppelbilder zu sehen.
Dr.
C._
führte aus, dass t
rotz d
em
Vorhalten einer
stenopäischen
Lücke die Doppelkonturen nicht verschwunden
seien
. Der Be
schwer
deführer habe auch nach erfolgter Brillenanpassung beidseits Doppelkon
turen wahrgenommen.
Es sei eine
kranielle
Bildgebung veranlasst worden, da sich die angegebenen Beschwerden von augenärztlicher Seite her nicht hätten erklären lassen. Am 2
9.
Januar 2016 habe der Beschwerdeführer a
ngegeben
,
dass
er nicht liegen
könne
, weshalb eine
kranielle
Bildgebung nicht möglich sei. Am
8.
Februar 2016 sei dem Beschwerdeführer erklärt worden, dass man die Pupillen
erweiterung durch e
ine Kontaktlinse mit aufgedruckte
r Iris am rechten Auge
korrigieren könne.
Auch nach einer Kontaktlinsenanpassung habe der Beschwer
de
führer weiterhin angegeben, Doppelkonturen am rechten Auge zu sehen
(S. 1 f.).
3.4
Dr.
C._
nannte in seinem Bericht vom 1
9.
Mai 2016 (
Urk.
6/17) als Diagnose eine
unklare
Visusminderung
mit Doppelkonturen (
Ziff.
1.1). Der Beschwerde
führer sei seit dem 2
3.
September 2015 bei ihnen in Behandlung, und die letzte Kontrolle sei am 2
2.
April 2016 erfolgt (
Ziff.
1.2).
Dr.
C._
führte aus,
die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht noch zumutbar. Es bestehe keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
(
Ziff.
1.6-7).
3.5
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Op
h
th
almologie und
Ophthalmochirurgie
, und
Dr
.
med.
E._
, Facharzt für Op
h
th
almologie,
Kompetenz
zen
trum Versicherungsmedizin, Suva,
führten in ihrer Stellungnahme vom
8.
Juli 2016 (
Urk.
7/36/98-99) aus, der Versicherte sei in der Augenklinik des
Z._
mehr
fach untersucht worden. Es seien umfangreiche Spezialuntersuchungen durch
ge
führt worden, darunter eine optische Kohärenztomographie des Augenhinter
grun
des, sowie eine Hornhauttopographie.
Alle Untersuchungen, die eine Mitar
beit
des Versicherten nicht erfordert hätten, hätten einen unauffälligen Befund gezeigt
. Die einzige objektivierbare Veränderung sei eine Pupillenerweiterung am rechten Auge. Anhand eines Passbildes habe jedoch nachgewiesen werden können, dass diese Veränderung schon vor dem Unfall bestanden habe. Bei dem beschriebenen Unfallhergang wären im ungünstigsten Falle traumatische Veränderungen an der Hornhaut, der Linse oder der Netzhaut zu erwarten. Solche Veränderungen hätten jedoch nicht vorgelegen. Selbst wenn die erweiterte Pupille am rechten Auge durch den Unfall bedingt wäre, was jedoch durch
das Passfoto h
ab
e widerlegt werden
können
, müsste die Sehschärfe nach Vorhalten einer
stenopäischen
Lücke normal sein.
Unter Berücksichtigung des Unfallhergangs und des ophthalmo
lo
gischen Gesamtbefundes seien die vom Versicherten angegebenen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf den Unfall vom 2
3.
September 2015 zurückzuführen (S. 1).
3.6
PD
Dr.
med.
F._
, Oberarzt, und
Dr
.
med.
G._
, Assistenzärztin, Augenklinik,
Z._
, führten in ihrem Bericht vom 2
0.
September 2016 (
Urk.
6/36/115-116) aus, der Beschwerdef
ührer habe sich in ihrer n
euro-o
phthal
mologischen Sprechstunde am
6.
Juli 2017 mit persistierenden
Visusproblemen
vorgestellt. Die Doppelbilder bestünden beidseits weiterhin
,
und die
Visusmin
-
derung
rechts nach stattgehabtem Trauma habe sich nur ein wenig gebessert.
Die Ärzte führten aus, im op
h
thalmologischen Untersuch hätten sich weiterhin die
Anisokorie
sowie die stark entrundete Pupille gezeigt. Es zeigten sich
komplett
reizfreie vordere
Bul
busabschnitte
sowie eine allseits anliegende unauffällige Ne
tz
haut. Es sei bereits eine elektrophysiologische Un
tersuchung durchgeführt worde
n (visuell evozierte Potenziale; VEP, sowie ein multifokales
E
le
k
troretinogram
m
;
ERG).
Im
ERG
hätten sich beidseits normale
seitenvergleichbare
Amplituden und Gipfel
zeiten und keine fokale Störung gezeigt. Das ERG werde somit als unauf
fällig gewer
tet
. Die
VEP
hätten sich ebenfalls nicht pathologisch gezeigt
.
Die Ärzte führten aus, klinisch seien die persistierenden Doppelbilder des Patienten
mono
kulär
sowie
binokulär
reproduzierbar.
Di
ese würden im Rahmen der weiten,
stark entrundeten Pupille interpretiert. Es werde dringendst die Anpassung der Lese
brille empfohlen
(S. 1)
.
3.7
Dr.
C._
stellte in seinem Bericht vom
5.
Oktober 2016 (
Urk.
6/36/120-122)
nach gleichentags erfolgter Untersuchung des Beschwerdeführers
folgende Diagnosen (S. 2 Mitte):
-
Anisokorie
-Mydriase, am ehesten traumatisch
-
Differenzialdiagnose posttraumatisch, Differenzialdiagnose vorbe
stehend
-
initial keine wei
teren Anzeichen für eine
Bulbusk
ontusion
im Rahmen vom Unfallereignis vom 2
3.
September 2015
-
Presbyopie
Dr.
C._
führte aus, der Beschwerdeführer sei zur Untersuchung vom
5.
Oktober 2016 mit einer Dolmetscherin gekommen. Er habe seine Lesebrille nicht
dabei
gehabt
, er verwende diese nicht (S. 1 oben).
Dr.
C._
führte aus, ein perfektes Sehen am rechten
Auge sei wegen der Mydriasis nicht mehr möglich. Es sei bei
Presbyopie
eine Lesebrille notwendig. Es seien keine weiteren Behandlungen oder Abklärungen möglich, da alles versucht worden sei. Eine Verbesserung bestehe im Tragen der Lesebrille (S. 2 unten).
3.8
Dr.
C._
nannte in seinem Bericht vom 2
0.
November 2016 (
Urk.
6/33) als Diag
nose eine Mydriase, am
ehesten traumatisch bedingt, bestehend seit 2014
oder
länger (
Ziff.
1.2). Der Beschwerdeführer sei seit dem 2
3.
September 2015 bei ih
nen in Behandlung, und der Behandlungsabschluss sei am
5.
Oktober 2016 erfolgt (
Ziff.
3.1).
In der Tätigkeit als Bodenleger sei der Beschwerdeführer in einem Vollzeit-Pen
sum ohne Einschränkung
arbeitsfähig
(
Ziff.
2.1).
3.9
Pract
. med.
H._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom
6.
April 2017 (
Urk.
6/38/5) aus, als Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit bestünden eine
Anisokurie
und e
ine Mydriasis des rechten Auges,
wahrscheinlich vorbestehend
zum Trauma vom September 201
5.
Pract
. med.
H._
führte aus, die vom Beschwerdeführer anamnestisch ge
schil
derten Beschwerden führten nicht zu einer wesentlichen funktionellen Ein
schränkung. Es seien keine die Arbeitsfähigkeit dauerhaft reduzierende
n
Ein
schrän
kungen vorhanden. Laut Arztbericht der Augenklinik des
Z._
vom 2
0.
November 2016 sei die Tätigkeit als Bodenleger
in
Vollzeit ohne Einschrän
kungen möglich. Aus arbeitsmedizinischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit weiter
hin möglich.
Die bisherige Dauer der unfallbedingten Arbeitsunfähigkeit s
ei
aufgrund
der augenärztlichen Befunde nicht plausibel nachvollziehbar.
3.10
In seiner Stellungnahme vo
m 2
6.
Juli 2017 (
Urk.
6/50/2-
3) führte
pract
. med.
H._
, RAD, aus, im Rahmen des Einwandes seien keine neuen medizinischen Einschränkungen genannt worden. Die vom Versicherten geklagten Beschwerden oder Einschränkungen seien im Rahmen der
f
achärztlichen Behandlungen seit dem Unfall vom 2
3.
September 2015 lege
artis
behandelt und beurteilt worden. Beim Unfallereignis handle es sich um eine direkte Schädigung der Augen. Ein sonstiges Trauma sei nicht erfolgt. Somit sei auch die Argumentation im Rahmen des Einwandes eines eventuellen Zusammenhanges mit einem alten Unfall
er
eignis aus dem Jahre 2010 aus medizinischer Sicht nicht plausibel nachvoll
ziehbar.
Bei dem Unfall aus dem Jahr 2015 sei auch kein erneutes Schädel
hirntrauma erfolgt. Somit könne eine Reaktivierung oder Verschlechterung eines vorbestehenden Gesundheitsschadens aufgrund des Unfalles aus dem Jahr 2010 aus arbeitsmedizinischer Sicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausge
schlossen werden. Entgegen der im Einwand
postulierten unvollständigen Abklä
rung sei festzuhalten, dass der Versicherte in der Augenklinik des
Z._
sei
t
dem Unfallereignis umfassend ophthalmologisch behandelt und betreut worden sei. Die Behandlung sei letztlich abgeschlossen worden. Somit sei aus arbeitsme
di
zinischer Sicht keine Notwendigkeit gegeben, medizinische Abklärungen wieder
auf
zunehmen. An der bisherigen
RAD-Stellungnahme könne festgehalten werden.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging in ihrer
Verfügung
(
Urk.
2) gestützt auf die Aktenlage und die
darauf basierenden
Stellungnahmen von
RAD-Arzt
pract
. med.
H._
vom
April und Juli 2017
(vgl. vorstehend E. 3.9-10
) davon aus, dass keine langandauernde Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen und dem Beschwerde
füh
rer seine bisherige Tätigkeit als Bodenleger ohne Einschränkungen vollumfäng
lich zumutbar sei (vgl. vorstehend E. 2.1).
4.2
Auf die Einschätzung durch RAD-Arzt
pract
. med.
H._
kann abgestellt werden, zumal sie mit den vorliegenden fachärztlichen Berichten, insbesondere denjenigen des seit dem geltend gemachten Unfallereignis vom 2
3.
September 2015 behandelnden Arztes der Augenklinik des
Z._
,
Dr.
C._
(vgl. vorstehend E. 3.3-4, E. 3.7-8), übereinstimmt. Bereits in seinem Bericht vom Mai
2016
(vgl. vo
rstehend E. 3.4) ging
Dr.
C._
von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers in seiner angestammten Tätigkeit
aus, was
Dr.
C._
zuletzt in seinem Bericht vom November 2016 (vgl. vorstehend E. 3.8)
bestätigte
.
Entgegen den Ausführungen
von
Dr.
A._
vom
Januar 2016 (vgl. vorstehend E. 3.1)
,
wonach
der Beschwerdeführer
,
nachdem ihm flüssiger Beton in die Augen gespritzt sei, neben Schmerzen an vermehrtem Tränenfluss gelitten
habe, geht aus dem Bericht von
Dr.
C._
vom Mai 2016 (vgl. vorstehend E. 3.3) hinsichtlich der am Unfalltag vom 2
3.
September 2015 erfolgten notfallmässigen Konsul
tation hervor, dass sich ein reizfreier Augenbefund gezeigt habe.
Zu Recht wiesen
die
Suva-
Ä
rzte
Dr.
D._
und
Dr.
E._
in ihrer Stellungnahme vom
Juli 2016
(vgl. vorstehend E. 3
.5
) darauf hin, dass bei dem vom Beschwerdeführer be
schriebenen Unfallhergang traumatische Verletzungen an der Hornhaut, der Linse oder der Netzhaut zu erwarten gewesen wären. S
olche Verletzungen
konnten jedoch
, wie aus dem Bericht von
Dr.
C._
vom Mai 2016
(
vgl. vorstehend E. 3.3) hervorgeht,
fachärztlicherseits
nicht festgestellt werden.
Weiter führte
Dr.
C._
aus, dass von
augenärztlicher Seite bereits a
m 2
4.
Septem
ber 2015 kein weiterer Handlungsbedarf bestanden
habe
. Wie aus einem vom Beschwerdeführer gezeigten Passfoto ersichtlich gewesen sei, habe die erweiterte Pupille schon vor dem Unfallereignis bestanden.
Für das seit dem
2
0.
November 2015 vom Beschwerdeführer angegebene Doppelbildersehen konnte
in der Folge trotz umfassenden Abklärungen
von augenärztlicher Seite keine Erk
lärung gefunden werden.
In diesem Zusammenhang bemerkten die Suva-
Ä
rzte
Dr.
D._
und
Dr.
E._
in ihrer Stellungnahme vom Juli 2016 (vgl. vorstehend E. 3.5), dass sämtliche Untersuchungen, welche eine Mitarbeit des Versicherten nicht erforderten, einen unauffälligen Befund gezeigt hätten.
Soweit
der Beschwerdeführer
nun beschwerdeweise bemängelt, er sei ungenü
gen
d abgeklärt worden
,
und es sei insbesondere versäumt worden, eine bild
ge
bende Schädeluntersuchung zu
veranlassen
(vgl. vorstehend E. 2.2), ist ihm ent
gegen zu halten, dass, wie
Dr.
C._
im Mai 2016 (vgl. vorstehend E. 3.3)
ausführte, eine
kranielle
Abklärung veranlasst
wurde
,
diese
jedoch
unterblieb,
weil der Beschwer
deführer
angab
,
nicht liegen zu können.
Abgesehen davon ergab die im Februar 2016 bei
Dr.
B._
durchgeführte neurologische Untersuchung unauffällige Be
funde
und keine Hinweise auf eine Verletzung des Nervens
ystems (vgl. vor
steh
end E. 3.2). Auch
die gemäss
PD
Dr.
F._
und
Dr.
G._
durchge
führte elektrophysiologische Untersuchung blieb unauffällig (vgl. vorstehend E.
3.6).
Im Übrigen verwendete der Beschwerdeführer, wie
aus dem Bericht von
Dr.
C._
vom Okto
ber 2016 (vgl. vorstehend E. 3.7
) hervor
geht
, die für ihn ange
passte Lesebrille, welche eine Verbesserung des Doppelbildersehens bewi
rken sollte
, nicht, was auf einen eher geringen Leidensdruck hinweist.
Den Akten lassen sich überdies keine Hinweise entnehmen, dass der Beschwerde
führer an
cervikalen
Beschwerden leiden würde, welche einen Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Wie er selber
ausführte
, war es ihm
auch
möglich, trotz dieser seit dem Unfall im Jahr 2010 bestehenden Beschwerden zu arbeiten
(vgl. vorstehend E. 2.2)
.
Anhaltspunkte dafür, dass der Beschwerdeführer, wie er gel
tend machte, durch den Unfall vom 2
3.
September 2015, welcher bis dato keine fachärztlich belegten
direkten
Verletzungen nach sich zog,
nun eine
Retrau
ma
tisierung
einer vorbestehenden, ebenfalls nicht ärztlich dokumentierten Proble
matik
erlitten
habe soll
,
bestehen keine.
Soweit der
Beschwerdeführer verlangt, es seien weitere Abklärungen durchzufüh
ren (
vgl. vorstehend E. 2.2
), kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung (B
GE 127 V
491 E. 1b
) verzichtet werden. Der Gesundheitszustand und die medi
zinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend
fachärztlich
abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen wären keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
4.3
Aufgrund des Gesagten ist der Beschwerdeführer
in seiner angestammten Tätig
keit als Bodenleger uneingeschränkt arbeitsfähig. Damit liegt kein invalidisie
render Gesundheitsschaden vor.
Die angefochtene Verfügung (
Urk.
2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
6
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegende
n Beschwerde
führer aufzuerlegen.