# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f3c715e2-8728-4a10-bfeb-fb4fd3c86f6d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
M
it Urteil des hiesigen Gerichts vom 27
.
August 2014
im Verfahren ZL.
2014.00003 (
Urk.
7/46)
wurde die von
X._
, geboren 1965, gegen den
Einspracheentscheid
der Stadt
Y._
, Amt für Zusatz
leistun
gen zur AHV/IV vom 13. Dezember 2013 (
Urk.
7/V/3) erhobene Beschwerde (
Urk.
7/44/1-4)
gutgeheissen
, der
Einspracheentscheid
aufgehoben
und die Sache zur Neuberechnung
des Leistungsanspruches
ohne hypothetisches Ein
kommen
des Ehegatten
an
die Stadt
Y._
, Amt f
ür Zusatzleistungen zur AHV/IV, zurückgewiesen.
1.2
Am
13. November 2015
erliess
die Stadt
Y._
, Amt f
ür Zusatzleistungen zur AHV/IV, erneut eine Verfügung, wonach
gemäss
der darin
vorgenommenen Berechnung
für die Zeitperiode von April 2013 bis Ende November 2015 eine Nachzahlung in der Höhe von
Fr.
51‘237.-- sowie ein monatlicher Anspruch auf Ergänzungsleistungen in der Höhe von
Fr.
1‘687.-
-
resultierte
,
wobei die Nach
zahlung im Betrag von
Fr.
51‘500.-- ab November 2015 in der Berechnung als Vermögensbestandteil berücksichtigt wurde (
Urk.
7/V/5).
Die dag
egen von der Versicherten am 28
.
November 2015 erhobene Einsprache (Urk. 7/65
)
wies
die Stadt
Y._
, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV
, mit
Einspracheentscheid
vom 30
.
März 2016
ab (
Urk.
7/V/11 =
Urk.
2).
2.
Die Versicherte erhob am 5
.
April 2016 (Datum Poststempel) Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom 30
.
März 2016
(Urk. 2) und beantragte,
dieser
sei
neu zu beurteilen und die Nachzahlungen seien nicht in die Berechnung der fortfahrenden Ergänzungsleistungen miteinzubeziehen
(Urk. 1 S. 1
f.
).
Mit Beschwerdeantwort vom 20
.
April 2016
beantragte die Stadt
Y._
, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV, die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6),
was der Beschwerdeführerin am 25
.
April 2016
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art. 4 Abs. 1
lit
. a des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) haben Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG) in der Schweiz, die eine Altersrente der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
beziehen oder Anspruch auf eine Rente oder eine
Hilflosenentschädigung
der Invalidenversicherung
haben, Anspruch auf Ergänzungsleistungen. Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anerkannten Ein
nahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
1.2
Als
Einnahme
gilt
unter anderem auch ein Fünfzehntel
des Reinvermögens, soweit es bei
Ehepaaren 60'0
00 Franken übersteigt
(Art
.
11
Abs.
1
lit
. c ELG).
Das anrechenbare Vermögen ist nach den Grundsätzen der Gesetzgebung über die direkte kantonale Steuer für die Bewertung des Vermögens im
Wohnsitz
kanton
zu bewerten (Art. 17
Abs.
1
der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlasse
nen- und Invalidenversicherung; ELV
).
Zeitlich massge
bend für die Berechnung der jährlichen Ergänzungsleistungen sind in der Regel die während des vorgenommenen Kalenderjahres erzielten anrechenbaren Ein
nahmen, sowie das
am 1. Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen (Art. 23
Abs.
1 ELV).
1.3
Zum Vermögen einer Ergänzung
s
leistungen
beziehenden Person gehören die in ihrem Eigentum
stehenden beweglichen und unbe
weglichen Sachen, sowie ihre persönlichen und dinglichen Rechte. Die Herkunft der einzelnen Vermögens
werte
ist unerheblich (Wegleitung über die Ergänzungsleistungen
zur AHV und IV; WEL,
Rz
3443.01
, Stand per 1. Januar 2015
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den
angefochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2)
damit
,
bei der Ermittlung der Anspruchsberechtigung seien die vorhan
denen Vermögenswerte zu berücksichtigen, über welche die
e
rgänzungs
leistungsberechtigte
Perso
n ungeschmälert verfügen könne
(S. 2 Ziff.
3). Es handle sich bei der Nachzahlung um eine Kapitalzahlung, die als
Vermögens
bestandteil
in die Berechnung aufzunehmen sei.
Gemäss
Rechtsprechung sei die Herkunft des Vermögens sodann unerheblich (S. 2 Ziff.
4).
Es sei durchaus möglich, dass
für die
Beschwerdeführerin während der Dauer des Verwaltungs- und Rech
t
smittelverfahrens eine etwas sparsamere Lebensgestaltung nötig geworden sei, es sei jedoch nicht davon auszugehen, dass sie und ihr Ehemann hätten Not leiden müssen. Hiergegen spreche da
s auch ohne berücksichtig
te Nachzahlung vorhandene Vermögen von weit über
Fr.
100‘000.--
(S. 2
Ziff.
5).
2.2
Die Beschwerdeführerin machte dagegen in ihrer Beschwerde (Urk. 1) geltend,
sie sei nicht einverstanden mit dem Einbeziehen der Nachzahlung in die Berechnung der
laufenden
Ergänzungsleistungen
. Die
Fr.
286.-- bezögen sich lediglich auf die Differenz, die sich in der Berechnung des Anspruchs ergebe, weil nun die Nachzahlung einbezogen werde. Das Vermögen wäre nie auf dem
Stand, der für die Berechnung vom
1
3.
November 2015 genommen worden sei
, wenn die Ergänzungsleistung
en
rechtmässig
und rechtzeitig ausbezahlt worden wäre
n
. Sie betrachte die
Nachzahlung nicht als echte Kapitalzahlung.
Es sei nicht akzeptabel, dass trotz der Anerkennung eines Unrechts
,
dies
es
nachwir
kend auch die folgenden Leistungen schmälern solle. Der Vermögensverzehr sei ja ber
eits berücksichtigt, sonst werde
er quasi doppel
t
berechnet. Es könne min
destens verlangt werden, dass
die
unrechtmässig
verweigerte
n
Ergänzungs
leistungen
nicht eine Senkung des monatlichen Anspru
chs zur Folge hätten
. Der für das Jahr 2016 berechnete Verlust betrage konkret
Fr.
3‘432.--, für 2017 und 2018 wären es dann
gemäss
Verbrauch jeweils weniger, insgesamt gehe es aber um eine Summe von über
Fr.
6‘000.--, die nebst dem erlittenem Zwangssparen in der Vergangenheit nun in Zukunft verweigert werde
(S.
1 f.
)
.
3.
3.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin die
mit Verfügung vom 1
3.
November 2015 verfügte
Nachzahlung der von April 2013 bis November 2015 geschuldeten Ergänzungsleistungen
im Betrag von
Fr.
51‘500.--
bei der Anspruchsprüfung
ab November 2015
zu Recht als
Vermögensbestandteil
berücksich
tigt hat
(vgl.
Urk.
7/V/5 S. 8)
.
3.2
Es mag zwar sein, wie die Beschwerdeführerin
ausführte (vorstehend E. 2.2)
, dass ihr Vermögen nie diesen Stand gehabt hätte, wenn die
Ergänzungs
leistungen
von Anfang an korrekt ausbezahlt worden wären
, indem sie diese
fortlaufend
verbraucht hätte
. Dies ist jedoch vorliegend nicht
ausschlaggebend
,
weil bei der Ermittlung der Anspruchsberechtigung auf Zusatzleistungen grundsätzlich sämtliche vorhandenen Vermögenswerte, über welche die versi
cherte Person ungeschmälert verfügen kann
,
berücksichtigt
werden
und dies zudem unabhängig von deren Herkunft
(Urteil
des Bundesgerichts 9C_612/2012
vom
2
8.
November 2012, E. 3.2).
Wie in
Art.
9
Abs.
1 ELG festgehalten, entsprechen die jährlichen
Ergänzungs
leistungen
dem Betrag, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen. Ein Anspruch auf höhere Ergänzungsleistungen, wie ihn die Beschwerdeführerin
sinngemäss
durch die Nichtanrechnung der Nach
zahlungen geltend macht, besteht nicht.
Demnach ist
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin bei der Bemessung des Leistungsanspruchs der Beschwerdeführerin für die Zeit ab November 2015 den Nachzahlungsbetrag beim Vermögen berücksichtigte
.
4.
Der angefoc
htene
Einspracheentscheid
vom 3
0.
März 2016
ist
nicht zu bean
standen, was zur Abweisung der Beschwerde führt.