# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7e2c1dfc-7ee0-4849-bb22-76b9f4576dd9
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. B._, geboren am _ 1960, und A._, geboren am _ 1958, heirateten am 2. März 1984 vor dem Zivilstandsamt C._ Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor, die inzwischen alle volljährig sind. Die Parteien leben seit dem 1. Januar 2013 getrennt.
B. Am 9. Januar 2015 reichte A._ beim Bezirksgericht Plessur (ab 1. Januar 2017: Regionalgericht Plessur) gestützt auf Art. 114 ZGB eine mit einer Kurzbegründung versehene Scheidungsklage ein (Proz. Nr. 115-2015-2). Anlässlich der Einigungsverhandlung vom 12. Februar 2015 wurde festgestellt, dass sich die Parteien über den Scheidungspunkt einig seien, hinsichtlich des nachehelichen Unterhalts und der güterrechtlichen Auseinandersetzung aber Differenzen bestünden.
C. Mit Eingabe vom 31. März 2015 ersuchte B._ das Bezirksgericht Plessur um den Erlass vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren. Gegen den diesbezüglichen Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 17. August 2015 (Proz. Nr. 135-2015-264) erhoben beide Parteien Berufung an das Kantonsgericht von Graubünden, welches den Entscheid mit Urteil vom 7. Juli 2016 (ZK1 15 125) aufhob und die Sache zur Neubeurteilung an das Bezirksgericht Plessur zurückwies. Gegen den zweiten Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Plessur vom 1. November 2016 (Proz. Nr.-522) erhoben in Bezug auf die festgelegten Unterhaltsbeiträge wiederum beide Parteien Berufung. Mit Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden vom 19. Juli 2018 (KGer GR ZK1 16 196/197 v. 19.7.2018), mitgeteilt am 17. September 2018, wurde A._ verpflichtet, B._ die folgenden, monatlich im Voraus zahlbaren vorsorglichen Unterhaltsbeiträge zu leisten:
- CHF 4'820.00 von April 2015 bis und mit Dezember 2016;
- CHF 4'945.00 ab Januar 2017 bis zum Abschluss des 
D. Am 4. April 2019 fand vor dem Regionalgericht Plessur im Scheidungsverfahren die Hauptverhandlung statt. Mit Entscheid vom 4. April 2019, ohne schriftliche Begründung eröffnet am 30. April 2019, begründet mitgeteilt am 2. August 2019, erkannte das Regionalgericht Plessur wie folgt:
1. [Scheidungspunkt]
2. [Vorsorgeausgleich]
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3.a) A._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von B._ ab Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils bis am 30.04.2023 monatlich im Voraus CHF 6'471.00 zu bezahlen.
b) Der Unterhaltsbeitrag gemäss Ziffer 3/a basiert auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende März 2019 von 102.2 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind jährlich auf den 1. Januar jedes Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2020, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres wie folgt anzupassen:
Neuer UB = alter UB x neuer Index alter Index
Weist A._ nach, dass sich sein Einkommen nicht im Umfang der Teuerung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge nur proportional zur tatsächlichen Einkommenssteigerung angepasst. Bei unverändertem Einkommen entfällt eine Anpassung.
4.a) A._ wird verpflichtet, B._ innert 30 Tagen nach Eintritt der Vollstreckbarkeit dieses Entscheids eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 171'332.50 zu bezahlen.
b) A._ wird für berechtigt erklärt, die güterrechtliche Ausgleichszahlung (Ziffer 4/a) im Umfang von CHF 41'557.00 zu leisten, indem er CHF 41'557.00 von dem auf seinen Namen lautenden 3. Säule Vorsorgedepot Nr. D._ bei der F._, auf das 3. Säule Vorsorgekonto von B._ 3. Säule, mit der IBAN G._, überweist. Den Restbetrag von CHF 129'775.50 hat A._ auf andere Weise zu leisten.
c) Durch die Zahlung von insgesamt CHF 171'332.50 sind sämtliche bis und mit März 2019 entstandenen Ansprüche betreffend Unterhaltszahlungen aus dem Massnahmeverfahren (KGer GR, 19.07.2018, ZK1 16 196/197) getilgt.
d) B._ wird verpflichtet, A._ ihren Miteigentumsanteil am Grundstück Nr. E._, Plan Nr. H._, Grundbuch I._, innert 30 Tagen nach der Zahlung der güterrechtlichen Ausgleichszahlung von insgesamt CHF 171'332.50 gemäss Ziffer 4/ zu überschreiben, sodass A._ Alleineigentümer des Grundstücks wird.
5.a) Die mit Entscheid des Regionalgerichts Plessur vom 01.11.2016 vor- gemerkte Verfügungsbeschränkung auf dem Grundstück Nr. E._ im Grundbuch I._ mit dem Wortlaut "Rechtsgeschäfte bezüglich dieses Grundstückes zur Eintragung im Grundbuch bedürfen der Zustimmung der Ehefrau B._" wird gelöscht.
b) Allfällige mit der Löschung gemäss Ziffer 5/a im Zusammenhang stehenden grundbuchamtlichen Kosten sind A._ und B._ je hälftig in Rechnung zu stellen.
6. Im Übrigen werden die Rechtsbegehren abgewiesen.
7.a) Die Gerichtskosten von CHF 5'500.00 gehen im Umfang von CHF 3'666.65 (2/3) zu Lasten von A._ und im Umfang von
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CHF 1'833.35 (1/3) zu Lasten von B._. Sie werden mit dem von A._ geleisteten Vorschuss von CHF 5'500.00 verrechnet.
b) A._ hat B._ eine Parteientschädigung von CHF 7'781.20 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.
c) B._ hat A._ den geleisteten Gerichtskostenvorschuss im Umfang von CHF 1'833.35 zu ersetzen.

## Considerations