# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8c773478-6a56-42d1-9095-264113c995cd
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _ 1985, und X._, geboren am _ 1973, heirateten am _ 2009 vor dem Zivilstandsamt A._. Sie sind Eltern von B._, geboren am _ 2008. Seit dem _ 2015 leben die Ehegatten getrennt.
B. Mit Eingabe vom 10. März 2016 liess Y._ beim Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Plessur den Erlass von Eheschutzmassnahmen beantragen. Ihre Rechtsbegehren lauteten wie folgt:
"1. Es sei festzustellen, dass die Parteien berechtigt sind getrennt zu leben und bereits seit 15. September 2015 getrennt leben.
2. Die eheliche Wohnung an der _strasse 35 in O.1_ sei für die Dauer der Trennung X._ zur Nutzung zuzuweisen.
3. Das gemeinsame Kind B._, geboren _ 2008, sei unter die Obhut der Mutter zu stellen und ihr zur Pflege und Erziehung anzuvertrauen.
4. Dem Vater sei das Recht einzuräumen, die Tochter B._ jedes zweite Wochenende von Freitagabend 17:00 Uhr bis Sonntagabend 18:00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. Überdies sei er zu berechtigen, B._ jeden Dienstagabend zur gemeinsamen Einnahme des Nachtessens zu sich zu nehmen. Im Weitern soll ihm das Recht eingeräumt werden, B._ während den Schulferien insgesamt drei Wochen zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.
5. X._ sei zu verpflichten, Y._ an den Unterhalt des Kindes B._ monatliche im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 900.00 zuzüglich allfällige Kinderzulagen zu bezahlen.
6. X._ sei zu verpflichten, an den Unterhalt von Y._ monatliche im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge von CHF 1'400.00 zu bezahlen.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% MwSt zulasten des Gesuchsgegners."
C. X._ liess in seiner Stellungnahme vom 6. Mai 2016 das folgende Rechtsbegehren stellen:
"1. Mit den Ziffern 1 und 2 der Anträge vom 10.03.2016 ist der Gesuchsgegner einverstanden.
2. Die Ziffern 3 bis 7 der Anträge des Gesuches vom 10.03.2016 seien abzuweisen.
3. Das gemeinsame Kind B._, geb. _ 2008, sei derart unter die gemeinsame Obhut der Parteien zu stellen, als die Pflege und Erziehung der Tochter zwischen den Parteien alternierend durchzuführen ist und zwar wie folgt:
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- Während der Frühschicht des Gesuchsgegners sei die Tochter unter dessen Obhut zu stellen.
- Während der Spätschicht sei die Tochter unter die Obhut der Gesuchstellerin zu stellen.
4. Es sei Auskunft über die Tochter B._ bei Herrn E._, Sozialarbeiter vom Schulhaus C._ einzuholen (Tel. _) sowie beim Schulpsychologen.
5. Jede Partei habe für den Unterhalt der Tochter selber aufzukommen für die Zeit, wo sich die Tochter beim jeweiligen Elternteil aufhält.
6. Die Kinderzulagen sowie die Krankenkassenprämien sind zwischen den Parteien zu halbieren.
7. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, an die Gesuchstellerin maximal bis zum 01.09.2016 einen angemessenen Unterhaltsbeitrag von maximal CHF 866.-- monatlich zu bezahlen.
8. Für eine Zusatzbegründung sei eine Nachfrist bis zum 16.05.2016 zu gewähren.
9. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchstellerin, resp. zu Lasten des Staates infolge zur bewilligender unentgeltlicher Rechtsverbeiständung und Rechtspflege."
D. Eine erste mündliche Verhandlung fand am 26. Mai 2016 statt. Dabei erklärten sich beide Ehegatten einverstanden, die Kinder- und Jugendpsychiatrie D._ mit der Erstellung eines Gutachtens über die Obhutszuteilung zu beauftragen. Des Weiteren einigten sie sich im Sinne einer vorläufigen Regelung bis zum Erhalt des kinderpsychologischen Gutachtens darauf, dass B._ bei der Mutter bleibt, X._ sie jedoch jedes zweite Wochenende zu sich nimmt.
E. In seiner Stellungnahme vom 17. Juni 2016 hielt X._ an seinen bisherigen Anträgen fest.
F. Im Gutachten der kjp vom 9. Januar 2017 gelangte der Gutachter zum Ergebnis, dass bei beiden Elternteilen die Erziehungsfähigkeit gleichermassen geben sei. Beide Elternteile würden über eine gute und enge persönliche Beziehung zu ihrer Tochter verfügen. Bei der Abwägung der einzelnen Kriterien erschienen aus fachlicher Sicht die Unterschiede zu minimal, um darauf aufbauend eine fundierte Empfehlung abgeben zu können. Sowohl die Obhut beim Kindsvater wie auch bei der Kindsmutter würden im Sinne des Kindeswohls erscheinen. Aufgrund der höheren Bindungstoleranz zeige sich eine leichte Tendenz für eine Obhutszuteilung zur Kindsmutter.
G. Am 30. Januar 2017 liess Y._ ein ergänzendes Gesuch einreichen, wobei sie die folgenden Anträge stellte:
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"1. Es sei der Gesuchstellerin zu gestatten, den Aufenthaltsort des gemeinsamen Kindes B._, geb. am _ 2008, per 1. März 2017 von O.1_ nach O.2_ zu verlegen.
2. Die Gesuchstellerin sei zu ermächtigen, das Kind B._ per 28. Februar 2017 bei der Stadtschule O.1_ abzumelden und per 1. März 2017 bei der Schule in O.2_ anzumelden.
3. Über die Anträge gemäss den Ziffern 1 und 2 sei superprovisorisch zu entscheiden.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% MwSt zulasten des Gesuchsgegners."
H. Mit Stellungnahme vom 13. Februar 2017 liess X._ das folgende Rechtsbegehren stellen:
"1. Die Obhut über B._ sei per 01.03.2017 an den Kindsvater Herrn X._ zu übertragen und der Kindsmutter sei ein übliches Besuchs- und Ferienrecht zu gewähren. Über diesen Antrag sei superprovisorisch zu entscheiden.
2. Die Gesuchstellerin/Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, an den Gesuchsgegner/Gesuchsteller für die gemeinsame Tochter B._ einen angemessenen Unterhaltsbeitrag zu bezahlen ab dem 01.03.2017 und gleichzeitig sei jegliche Unterhaltspflicht des Gesuchsgegners/Gesuchstellers gegenüber der Gesuchstellerin/Gesuchsgegnerin betreffend der gemeinsamen Tochter B._ per 01.03.2017 aufzuheben.
3. Per 01.03.2017 sei die allfällige Unterhaltspflicht des Gesuchsgegners/Gesuchstellers gegenüber der Gesuchstellerin/Gesuchsgegnerin neu zu regeln, wobei dem Gesuchsgegner/Gesuchsteller das Recht einzuräumen ist, einen begründeten Antrag einzureichen, sobald er Einsicht nehmen konnte in den aktuellen Arbeitsvertrag der Gesuchstellerin/Gesuchsgegnerin.
4. Die Geltendmachung eines Betreuungsunterhalts durch den Gesuchsgegner/Gesuchsteller wird ausdrücklich vorbehalten.
5. Es sei festzustellen, dass seitens des Gesuchsgegners/Gesuchstellers seit dem 01.03.2017 keinerlei Unterhaltsverpflichtung gegenüber der Gesuchstellerin besteht.
6. Eventualiter sei B._ gerichtlich zu befragen über die von ihr gewünschte Wohnortsituation.
7. Die Anträge der Gesuchstellerin/Gesuchsgegnerin Nr. 1 bis 4 im Gesuch vom 30. Januar 2017 seien vollumfänglich abzuweisen.
8. Es sei Auskunft einzuholen über die aktuellste Situation von B._ beim Schulsozialarbeiter Herrn E._.
9. Eventualiter sei Herr F._ als Zeuge zu befragen.
10. Die Gesuchstellerin/Gesuchsgegnerin sei zu verpflichten, dem Gericht den aktuellen Arbeitsvertrag samt aktuelle Lohnabrechnungen einzureichen.
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11. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gesuchstellerin/Gesuchsgegnerin, resp. zu Lasten des Staates infolge bewilligter unentgeltlicher Rechtspflege und Rechtsverbeiständung."
I. Die mündliche Hauptverhandlung wurde am 14. Februar 2017 durchgeführt, wobei neben den Parteien und ihren Rechtsvertretern auch der Gutachter lic. phil G._ als Sachverständiger teilnahm. Anlässlich der Verhandlung wurden die Parteien zur aktuellen Wohn- und Arbeitssituation sowie zur Obhutszuteilung befragt. Der Gutachter äusserte sich überdies zu dem von der Kindsmutter beabsichtigten Wohnsitzwechsel, welcher für B._ einen Schulwechsel nach sich ziehen würde, sollte die Obhut der Mutter zugesprochen werden. Eine Einigung betreffend die Obhut konnte nicht erzielt werden. In der Folge stellten die Parteien die folgenden Rechtsbegehren:
Rechtsbegehren Ehefrau
"1. Es sei festzustellen, dass die Parteien berechtigt sind, getrennt zu leben und bereits seit dem 15. September 2015 getrennt leben.
2. Die eheliche Wohnung an der _strasse 35 in O.1_ sei für die Dauer der Trennung X._ zur Nutzung zuzuweisen.
3. Das gemeinsame Kind B._, geboren _ 2008, sei unter die Obhut der Mutter zu stellen und ihr zur Pflege und Erziehung anzuvertrauen.
4. Es sei der Gesuchstellerin zu gestatten, den Aufenthaltsort des gemeinsamen Kindes B._, geb. am _ 2008, per 1. März 2017 von O.1_ nach O.2_ zu verlegen.
5. Die Gesuchstellerin sei zu ermächtigen, das Kind B._ per 28. Februar 2017 bei der Stadtschule O.1_ abzumelden und per 1. März 2017 bei der Schule in O.2_ anzumelden.
6. Dem Vater sei das Recht einzuräumen, die Tochter B._ jedes zweite Wochenende von Freitagabend 17:00 Uhr bis Sonntagabend 18:00 Uhr zu sich auf Besuch zu nehmen. Im Weiteren soll ihm das Recht eingeräumt werden, B._ während den Schulferien insgesamt sechs Wochen zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.
7. X._ sei zu verpflichten, Y._ an den Unterhalt des Kindes B._ folgende monatliche im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge zuzüglich Kinderzulagen zu bezahlen:
 ab 10. März 2016 (Gesuchseinreichung) bis 31. Dezember 2016: CHF 900.00
 ab 01. Januar 2017: CHF 1'348.00 (d.h. Barunterhalt CHF 1'145.00 und Betreuungsunterhalt CHF 203.00)
8. X._ sei zu verpflichten, an den Unterhalt von Y._ folgende monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
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 ab 10. März 2016 (Gesuchseinreichung) bis 31. Dezember 2016: CHF 1'400.00
 ab 01. Januar 2017: CHF 417.00
9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% MwSt zu Lasten des Gesuchsgegners."
Rechtsbegehren Ehemann:
"1. Es sei festzustellen, dass die Parteien berechtigt sind getrennt zu leben und bereits seit 15. September 2016 (recte: 2015) getrennt leben.
2. Die eheliche Wohnung sei Herrn X._ für die Dauer der Trennung zur Nutzung zuzuweisen.
3. Die Obhut über B._ sei ab 1. März 2017 Herrn X._ zuzuweisen, Frau X._ sei ein angemessenes Besuchs- und Ferienrecht von zwei Wochenenden pro Monat und ein angemessenes Ferienrecht zu gewähren - ursprünglich drei Wochen. Über diesen Antrag sei superprovisorisch zu entscheiden.
4. Frau X._ sei zu verpflichten Herrn X._ für den Unterhalt von B._ ab 1. März 2017 einen angemessenen Unterhaltsbeitrag zu bezahlen. Dieser Unterhaltsbeitrag sei auf mindestens CHF 400.00 festzulegen. Gleichzeitig sei jede Unterhaltspflicht von Herrn X._ gegenüber Frau X._ aufzuheben.
5. Herrn X._ sei bezüglich der Realisierung des 80% Pensums zu befragen.
6. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit der Trennung bis 1. Januar 2017 auseinandergesetzt sind.
7. Die Anträge der Gegenpartei seien vollumfänglich abzuweisen.
8. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von Frau X._."
J. Mit Entscheid vom 14. Februar 2017, mitgeteilt am 21. Februar 2017, erkannte der Einzelrichter in Zivilsachen am Regionalgericht Plessur wie folgt:
"1. Y._ und X._ werden für berechtigt erklärt, getrennt zu leben und es wird festgestellt, dass sie seit dem 15. September 2016 (recte: 2015) getrennt leben.
2. Die eheliche Wohnung an der _strasse 35 in O.1_ wird für die Dauer des Getrenntlebens X._ zur Nutzung zugewiesen.
3.a) Bis am 28. Februar 2017 wird die elterliche Obhut über B._ Y._ X._ zugewiesen.
b) X._ ist bis am 28. Februar 2017 berechtigt, sein Kind jedes zweite Wochenende im Monat von Freitagabend bis Montagmorgen, zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen.
c) X._ wird verpflichtet, mit Wirkung ab 1. Januar 2017 an den Unterhalt von Y._ und B._ bis zum 28. Februar 2017
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monatlich insgesamt CHF 1'793.75 (Barunterhalt B._ CHF 1'204.40; Betreuungsunterhalt CHF 21.50; Ehegattenunterhalt CHF 567.85) zuzüglich allfällig vertraglich geregelter und gesetzlicher Kinder- und Ausbildungszulagen, zu bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zu bezahlen.
4.a) Ab 1. März 2017 bis und mit 31. Juli 2017 wird die elterliche Obhut über B._ X._ zugewiesen.
b) Y._ ist vom 1. März 2017 bis und mit 31. Juli 2017 berechtigt, ihr Kind jedes zweite Wochenende im Monat von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen und sie während den Schulferien für 2 Wochen zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.
c) X._ wird verpflichtet Y._ mit Wirkung ab 1. März bis und mit 31. Juli 2017 monatlich insgesamt CHF 500 zu bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats zu bezahlen.
5.a) Ab 1. August 2017 wird die elterliche Obhut für die Dauer des Getrenntlebens Y._ übertragen.
b) Es ist Y._ gestattet, den Aufenthaltsort des gemeinsamen Kindes B._ per 1. August 2017 von O.1_ nach O.2_ zu verlegen.
c) Y._ wird ermächtigt, das Kind B._ per 31. Juli 2017 bei der Stadtschule O.1_ abzumelden und per 1. August 2017 bei der Schule in O.2_ anzumelden.
d) X._ ist ab 1. August 2017 berechtigt, sein Kind an drei Wochenenden im Monat von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen und sie während den Schulferien für 5 Wochen pro Jahr zu sich oder mit sich in die Ferien zu nehmen.
e) X._ wird verpflichtet für die Dauer des Getrenntlebens, mit Wirkung ab 1. August 2017 an den Unterhalt von Y._ und B._ monatlich insgesamt CHF 1'793.75 (Barunterhalt B._ CHF 1'204.40; Betreuungsunterhalt CHF 21.50; Ehegattenunterhalt CHF 567.85) zuzüglich allfällig vertraglich geregelter und gesetzlicher Kinder- und Ausbildungszulagen, zu bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge sind monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines Monats zu bezahlen.
f) Der Unterhaltsbeitrag gemäss Ziff. 5e basiert auf dem Landesindex der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Januar 2017 von 100,0 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind jährlich auf den 1. Januar jedes Jahres, erstmals auf den 1. Januar 2018, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres wie folgt anzupassen:
Neuer UB = alter UB x neuer Index alter Index
g) Weist X._ nach, dass sich sein Einkommen nicht im Umfang der Teuerung erhöht hat, werden die Unterhaltsbeiträge nur proportional
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zur tatsächlichen Einkommenssteigerung angepasst. Bei unverändertem Einkommen entfällt eine Anpassung.
6.a) Es wird für B._ eine Erziehungs- und Besuchsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 ZGB errichtet und die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Graubünden beauftragt, eine geeignete Person zu ernennen.
b) Das Mandat umfasst insbesondere die Beratung und Unterstützung der Eltern gemäss der Empfehlung im Gutachten des KJP vom 9. Januar 2017.
c) Die in Ziffer 3b, 4b und 5d festgelegten Besuchsrechte gelten für den Fall, dass sich die Parteien nicht einvernehmlich unter Berücksichtigung der Interessen aller Beteiligten auf ein Besuchsrecht einigen.
d) Die Modalitäten der Übergabe von B._ vor und nach dem Besuch der Eltern sind in Absprache mit dem Beistand zu regeln.
7. Die superprovisorischen Anträge der Parteien werden abgewiesen.
8. Die Beweisanträge des Gesuchstellers werden abgewiesen.
9.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 7'365.00 (Entscheidgebühr CHF 1'500.00, Kosten KJP-Gutachten CHF 5'865.00) gehen je hälftig zu Lasten von Y._ und X._. Die den Parteien auferlegten Gerichtskosten gehen - unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO - zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b) Die Parteien schulden sich gegenseitig keine Parteientschädigung.
c) Die Y._ auferlegten Gerichtskosten von CHF 750.00 und die Kosten ihrer unentgeltlichen Rechtsvertretung, lic. iur. Irmgard Caviezel (recte: X._), von CHF 6'229.45 (inkl. Barauslagen und MwSt.) gehen unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
d) Die X._ auferlegten Gerichtskosten von CHF 750.00 und die Kosten seiner unentgeltlichen Rechtsvertretung, lic. iur. Adrian Fiechter, von CHF 6'282.20 (inkl. Barauslagen und MwSt.) gehen unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.

## Considerations