# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1852dc46-01bd-591f-a27b-c92de75fc536
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1971, Dr.
iur
./LL.M./Rechtsanwältin, leidet an einem
lumbo
radikulären
Syndrom S1 links, bei Diskushernie L5/S1 (Urk. 3/3
5; Urk. 7/7
9; Urk. 7/15
16).
1.2
Mit Formular vom 25. Ja
nu
ar 2004 (Urk. 7/26, insbes. S. 6 Ziff. 7.8) beantragte sie bei der SVA, IV
Stelle, die Übernahme der Kosten von Fr. 1'395.
(
zuzügl
. Lieferpauschale von Fr. 25.
, d.h. total Fr. 1'420.
, inkl. Mehrwertsteuer [
MWSt
]) für einen beim Rückenzentrum
Y._
ange
schafften Büro(dreh)
stuhl
Modell '
Capisco
0049' der norwegischen Firma HÅG (vgl. Rechnung vom 8. De
zem
ber 2003 [Urk. 3/8 = Urk. 7/12 = Urk. 7/18 Bei
lage = Urk. 7/24 Beilage]) und ersuchte gleichzeitig um Kostengutsprache für einen bei der
Z._ AG
beziehungsweise bei der
A._ GmbH
bestellten (motorisierten) Bürotisch Modell 'surf' der dänischen Firma SIS international a/s im Betrag von Fr. 2'254.
(
zuzügl
. Fr. 60.
Lieferpauschale, d.h. total Fr. 2'314.
, inkl.
MWSt
; vgl. Bestellschein vom 6. De
zem
ber 2003 [Urk. 7/24] und Rechnung vom 29. Ja
nu
ar 2004 [Urk. 3/7 = Urk. 7/11]).
Nach Beizug des Arbeitgeberberichts vom 13. Fe
bru
ar 2004 (Urk. 7/23), der Arztberichte von Dr. med.
B._, Arzt für Rheumatologie
, vom 10. März/26. April 2004 (Urk. 3/3 = Urk. 7/7 = Urk. 7/16) und vom 7. Mai 2004 (Urk. 3/5 = Urk. 7/15; vgl. Urk. 7/9; Urk. 7/19 = Urk. 7/22; vgl. auch Urk. 3/4 = Urk. 7/8) sowie der Lieferantenberichte vom 6. Mai 2004 (Urk. 7/17
18; vgl. Urk. 7/20
21) lehnte die Verwaltung mit Verfügung vom 25. Mai 2004 (Urk. 3/1 = Urk. 7/6 = Urk. 7/13) die Übernahme des fraglichen Büromobiliars als Hilfs
mittel ab (vgl. Feststellungsblatt vom 24. Mai 2004 [Urk. 7/14]). Die von der Versicherten dagegen am 23. Ju
ni 2004 erhobene Einsprache (Urk. 7/5) wurde von der Verwaltung mit Entscheid vom 19. Ju
li 2004 (Urk. 2 = Urk. 7/2) abge
wiesen.
2.
2.1
Hiergegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 14. Sep
tem
ber 2004 (Urk. 1; samt Beilagen [Urk. 3/1; Urk. 3/3
8]) beim Sozialversicherungsgericht des Kan
tons Zürich Beschwerde, mit dem Rechtsbegehren um Aufhebung des ange
fochtenen Entscheids und Verpflichtung der Verwaltung zur nachgesuchten Kostenvergütung für den Bürostuhl '
Capisco
' im Betrag von Fr. 1'395.
und den Bürotisch 'surf' im Betrag von Fr. 2'254.
, je zuzüglich Lieferpauschalen von Fr. 25.
beziehungsweise Fr. 60.
; alles unter Kosten
und Entschädi
gungsfolge zulasten der Verwaltung (S. 2).
2.2
Die Verwaltung schloss mit Beschwerdeantwort vom 22. Ok
to
ber 2004 (Urk. 6; samt Akten [Urk. 7/1
26]) auf Abweisung der Beschwerde, worauf der Schrif
tenwechsel mit Verfügung vom 26. Ok
to
ber 2004 (Urk. 8) geschlossen wurde.

## Considerations

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert Fr. 20’000.
nicht übersteigt (zur Rückerstattung begehrter Gesamtanschaffungspreis [inkl. Lieferung] von Fr. 3'734.
[= Fr. 1'395.
+ Fr. 25.
+ Fr. 2'254.
+ Fr. 60.
[inkl.
MWSt
]), fällt die Beurteilung der
Beschwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (§ 11 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]).
2.
2.1
Invalide oder von Invalidität (im Sinne von Art. 8 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]) unmittelbar bedrohte Versicherte haben Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit diese not
wendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit (oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich nach Art. 3 Abs. 3 ATSG zu betätigen) wieder herzustellen, zu erhalten oder zu verbessern; der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen be
steht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der In
validität, wobei die gesamte noch zu erwartende Arbeitsdauer zu berücksichti
gen ist (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Eingliederungsmassnahmen bestehen unter anderem in der (eine Sachleistung im Sinne von Art. 14 ATSG darstellenden; vgl. Art. 8 Abs. 4 IVG) Abgabe von Hilfsmitteln (Art. 8 Abs. 3
lit
. d IVG).
Versicherte haben im Rahmen einer vom Bundesrat aufzustellenden Liste An
spruch auf jene Hilfsmittel, deren sie für die Ausübung der Erwerbstätigkeit (oder der Tätigkeit in ihrem Aufgabenbereich, für die Schulung, die
Aus
und Weiterbildung oder zum Zwecke der funktionellen Angewöhnung) bedürfen (Art. 21 Abs. 1 Satz 1 IVG). Die Hilfsmittel werden zu Eigentum oder leihweise in einfacher und zweckmässiger Ausführung abgegeben (Art. 21 Abs. 3 Satz 1 IVG). Durch eine andere Ausführung verursachte zusätzliche Kosten haben die Versicherten selbst zu tragen (Art. 21 Abs. 3 Satz 2 IVG). Ersetzt ein Hilfsmittel Gegenstände, die auch ohne Invalidität angeschafft werden müssen, so kann den Versicherten eine Kostenbeteiligung auferlegt werden (Art. 21 Abs. 3 Satz 3 IVG). Der Bundesrat kann dazu nähere Vorschriften erlassen (Art. 21 Abs. 4 1. Halbsatz IVG). Hat die versicherte Person ein Hilfsmit
tel, auf das sie An
spruch besitzt, auf eigene Kosten angeschafft, so kann ihr die Versicherung Amortisationsbeiträge gewähren (Art. 21
bis
Abs. 1 IVG); der Bundesrat setzt die Höhe der entsprechenden Beiträge fest (Art. 21
bis
Abs. 3 IVG).
Die Befugnis zum Erlass ergänzender Bestimmungen im Sinne von Art. 21 Abs. 1 und 4 IVG und Art. 21
bis
Abs. 3 IVG, namentlich zur Aufstellung einer Hilfsmittelliste, hat der Bundesrat in Art. 14 der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) an das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) über
tragen, welches die Verordnung über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die In
validenversicherung (HVI) mit anhangsweise aufgeführter Hilfsmittelliste erlas
sen hat. Laut Art. 2 Abs. 1 HVI besteht im Rahmen der im Anhang aufgeführten Liste Anspruch auf Hilfsmittel, soweit diese für die Fortbewegung, die Herstel
lung des Kontaktes mit der Umwelt oder für die Selbstsorge notwendig sind. Anspruch auf die in dieser Liste mit (*) bezeichneten Hilfsmittel besteht gemäss Art. 2 Abs. 2 HVI nur, soweit diese für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit (oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des Anhangs ausdrücklich genannten Tätigkeit) notwendig sind. Schafft eine versicherte Person ein Hilfsmittel nach der im Anhang aufgeführten Liste selber an oder kommt sie für die Kosten einer invaliditätsbedingten Anpassung selber auf, so hat sie gemäss Art. 8 Abs. 1 HVI Anspruch auf Ersatz der Kosten, die der Versi
cherung bei eigener Anschaffung oder Kostenübernahme entstanden wären.
Die im HVI
Anhang enthaltene Hilfsmittelliste ist insofern abschliessend, als sie die in Frage kommenden Hilfsmittelkategorien aufzählt. Dagegen ist bei jeder Hilfsmittelkategorie zu prüfen, ob die Aufzählung der einzelnen Hilfsmittel (in
nerhalb der Kategorie) ebenfalls abschliessend oder bloss exemplifikatorisch ist (BGE 117 V 181 und 115 V 193
Erw
. 2b, mit Hinweisen).
2.2
Gemäss den Ziffern 13.02* und 13.03* HVI
Anhang in Verbindung mit Art. 2 Abs. 2 HVI gehören der Behinderung individuell angepasste Sitz
, Liege
und Stehvorrichtungen sowie Arbeitsflächen zu den von der Invalidenversicherung (IV)
abzugebenen
Hilfsmitteln (sofern sie für die Ausübung einer Erwerbstätig
keit oder die Tätigkeit im Aufgabenbereich, für die Schulung, die Ausbildung, die funktionelle Angewöhnung oder für die in der zutreffenden Ziffer des An
hangs ausdrücklich genannte Tätigkeit notwendig sind). Bei der Abgabe von Geräten, die auch Gesunde in gewöhnlicher Ausführung benötigen, ist den Ver
sicherten eine Kostenbeteiligung aufzuerlegen. Entsprechende Hilfsmittel, deren Anschaffungskosten geringfügig sind, gehen zu Lasten der Versicherten.
Als Vorrichtungen im Sinne von Ziffer 13.02* HVI
Anhang gelten unter ande
rem Büro
und Arbeitsstühle, wobei konventionelle, auch von Nichtbehinderten benutzte Stühle, nicht als Hilfsmittel der IV übernommen werden können (
Rz
13.02.2* des Kreisschreibens des Bundesamtes für Sozialversicherung [BSV] über die Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung [KHMI]). Als Vorrichtungen im Sinne von Ziffer 13.03* HVI
Anhang gelten individuell ange
passte Arbeitsflächen, wobei seriell hergestellte, auch von Nichtbehinderten be
nutzte Flächen, nicht als individuelle Hilfsmittel gelten (ebenso wenig wie Ein
richtungen in Sonderschulen, Ausbildungsstätten und geschützten Werkstätten, welche zur Ausstattung solcher Institutionen gehören); jedoch können unter Umständen auch seriell hergestellte Geräte als individuell angepasst gelten, so
fern sie für Behinderte hergestellt werden und ohne Behinderung nicht ange
schafft würden (
Rz
13.03.2* KHMI).
2.3
Begnügt sich eine versicherte Person, die Anspruch auf ein in der Liste des HVI
Anhangs aufgeführtes Hilfsmittel hat, mit einem anderen, kostengünstige
ren Hilfsmittel, das dem gleichen Zweck wie das ihr zustehende dient, so ist ihr dieses selbst dann abzugeben, wenn es in der Liste nicht aufgeführt ist (sog. Austauschbefugnis; Art. 2 Abs. 5 HVI; s. auch
Rz
1028 KHMI und
Rz
1035 KHMI).
Gestützt darauf gilt praxisgemäss folgender Grundsatz: Umfasst das von der versicherten Person selber angeschaffte Hilfsmittel auch die Funktion eines ihr an sich zustehenden Hilfsmittels, so steht einer Gewährung von
Amortisations
und Kostenbeiträgen nichts entgegen; diese sind alsdann auf der Basis der An
schaffungskosten des Hilfsmittels zu berechnen, auf das die versicherte Person an sich Anspruch hat (BGE 120 V 292
Erw
. 3c und 111 V 213
Erw
. 2b; ZAK 1988 S. 182
Erw
. 2b und 1986 S. 527
Erw
. 3a; Meyer
Blaser, Zum Ver
hältnismässigkeitsgrundsatz im staatlichen Leistungsrecht,
Diss
. Bern 1985, S. 87 ff.). Die Austauschbefugnis kommt nur zum Tragen, wenn zwei unter
schiedliche, aber von der Funktion her austauschbare Leistungen in Frage ste
hen (wie z.B. ein Treppenlift gemäss Ziffer 13.05* HVI
Anhang anstatt ein Trep
penfahrstuhl gemäss Ziffer 14.05 HVI
Anhang). Vorausgesetzt wird mithin ne
ben einem substitutionsfähigen aktuellen gesetzlichen Leistungsanspruch auch die funktionelle Gleichartigkeit der Hilfsmittel. Ferner ist für die Anwendung der Austauschbefugnis massgeblich, dass das von der versicherten Person an
geschaffte Hilfsmittel nicht nur in der unmittelbaren Gegenwart, sondern auch unter den Voraussetzungen, mit welchen auf weitere Sicht gerechnet werden muss, die Funktion eines ihr rechtens zustehenden Hilfsmittels erfüllt (BGE 127 V 123 f.
Erw
. 2b, mit Hinweisen). Schliesslich unterliegt eine solche Hilfsmittel
versorgung den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 8 IVG (Ge
eignetheit, Erforderlichkeit, Eingliederungswirksamkeit; SVR 1999 IV Nr. 27 S. 84
Erw
. 3c am Ende; vgl. BGE 122 V 214
Erw
. 2c).
3.
3.1
Streitig ist, ob die IV den Büro(dreh)
stuhl
Modell '
Capisco
' und den Büro(
motoren
)tisch 'surf' als Hilfsmittel zu übernehmen hat. Unbestritten ist da
bei, dass die gekauften Büromöbel der Ausübung einer Erwerbstätigkeit
näm
lich der Einrichtung des Büroarbeitsplatzes im Rahmen der Anwaltstätigkeit der Beschwerdeführerin (bei der Anwaltskanzlei
C._
)
und gleichzeitig gemäss ärztlicher Empfehlung (vgl. Berichte von Dr.
B._
vom 10. März 2004 [Urk. 7/16] S. 2 und vom 7. Mai 2004 [Urk. 7/15] Ziff. 3
4) der Linderung von Restbeschwerden wie auch der Beschwerdeprophylaxe dienen.
Die Beschwerdegegnerin hält unter Bezugnahme auf das Urteil des Eidgenössi
schen Versicherungsgerichts (EVG) vom 28. Mai 2003 in Sachen B. (I 181/03) dafür, sowohl Sitz
, Liege
und Stehvorrichtungen als auch Arbeitsflächen müssten im Hinblick auf die Übernahme durch die IV individuell angepasst sein, was bei serienmässig hergestellten Produkten wie den vorliegend in Frage ste
henden nicht der Fall sei; daran ändere auch der Umstand nichts, dass diese in Spezialgeschäften erstanden worden seien (Urk. 2 = Urk. 7/2, je S. 2 f. Ziff. I/3
5; vgl. Urk. 6; Urk. 7/6 = Urk. 7/13). Demgegenüber macht die Be
schwerdeführerin geltend, zwar handle es sich bei den in Frage stehenden Bü
romöbeln um Serienprodukte, doch würden diese in geringerer Stückzahl als konventionelle Produkte hergestellt, liessen sich individuell auf die medizi
nisch
ergonomisch konkret erforderliche wechselnde Arbeitsposition einstellen und würden ohne behinderungsbedingte Notwendigkeit nicht angeschafft; da die in diesem Sinne unkonventionellen, nur in Spezialgeschäften erhältlichen, im Vergleich zu herkömmlichen zwar wesentlich teureren, gemessen an Einzel
anfertigungen indessen erheblich billigeren Möbel die Funktion an sich zuste
hender Hilfsmittel erfüllten, müssten sie von der IV selbst für den Fall über
nommen werden, dass sie nicht als individuell an die Behinderung angepasst zu qualifizieren wären (Urk. 1; vgl. Urk. 7/5).
3.2
Wie das EVG im Urteil vom 28. Mai 2003 in Sachen B. (I 181/03) mit Verweis auf einen früheren Entscheid vom 17. De
zem
ber 1999 in Sachen G. [I 393/99] festgehalten hat, ist für die Anerkennung als Hilfsmittel im Sinne der Zif
fern 13.02* und 13.03* HVI
Anhang sowohl in Bezug auf Sitz
, Liege
und Stehvorrichtungen als auch hinsichtlich Arbeitsflächen gleichermassen voraus
gesetzt, dass diese der Behinderung individuell angepasst sind. Diesem Erfor
dernis widerspricht im Allgemeinen eine serienmässige Herstellung. Die Zif
fern 13.02* und 13.03* HVI
Anhang haben hinsichtlich des Erfordernisses der individuellen Anpassung keine substantielle Änderung gegenüber der vormali
gen Normenlage gemäss Wegleitung des BSV über die
Abgabe von Hilfsmitteln durch die Invalidenversicherung (WHMI) gebracht, wonach die Unterscheidung in der Herstellungsart (Einzelanfertigung oder Serienfabrikation) ein Kriterium dafür bildet, ob eine Vorrichtung als individuell angepasst und damit als Hilfs
mittel gelten kann.
Die von der Beschwerdeführerin angeschafften Arbeitsplatzausrüstungsgegens
tände (Bürostuhl und
tisch) erfüllen die Voraussetzungen der individuellen An
passung nicht. Wie die Beschwerdeführerin selbst einräumt, werden diese Ge
rätschaften serienmässig fabriziert (Urk. 1 S. 5 Ziff. 2 und S. 6 f. Ziff. 2 [sinn
gemäss]). Entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 1 S. 5 Ziff. 2 und S. 7 Ziff. 2) handelt es sich dabei zudem
wie die bei den Akten liegenden Prospekte belegen (Urk. 3/6; Urk. 7/17
18; s. auch die Produktbeschreibungen unter
'http://www.hag.no'
bzw.
'http://www.sis-int.com'
)
um mitunter auch für eine nichtbehinderte Käuferschaft produzierte und von Nichtbehinderten aus Gründen des Gesundheitsbewusstseins oder
was den Motorentisch angeht
schlicht der Bequemlichkeit halber angeschaffte und benutzte Büro
und Ar
beitsmöbel. Es fehlen Hinweise dafür, dass diese spezifisch auf die Bedürfnisse von behinderten Personen ausgelegt oder in irgendeiner Art und Weise den konkreten Bedürfnissen der Beschwerdeführerin angepasst worden wären; dass sie die spezifischen
Entlastungs
respektive Wechselbelastungsbedürfnisse der Beschwerdeführerin offenbar ohne weiteres individuelles Zutun abdecken (vgl. Urk. 1 S. 3 Ziff. 1 und S. 5 f. Ziff. 2), tut in diesem Zusammenhang nichts zur Sache. Und auch der Umstand, dass die Produkte nicht grossflächig vertrieben, sondern nur in spezialisierten Fachgeschäften angeboten werden (vgl. Urk. 1 S. 5 Ziff. 2, S. 6. Ziff. 2 und S. 7 Ziff. 2), führt zu keiner anderen Beurteilung. In diesem Sinne als konventionell zu qualifizierende
Arbeits
und Büromöbel kön
nen grundsätzlich nicht als Hilfsmittel im Rechtssinne gelten. Es lässt sich
im Unterschied etwa zu elektrisch höhenverstellbaren Küchenarbeitsflächen, Bade
wannensitzliften oder Spezialwindeln bei Stuhl
oder Harninkontinenz, die un
besehen der seriellen Produktion ohne Behinderung gemeinhin nicht ange
schafft werden
nicht sagen, dass die fraglichen, seriell gefertigten Möbel, na
mentlich der
wie die meisten Pulte
höhenverstellbare, jedoch optional auch mit elektrischem statt bloss manuellem Mechanismus angebotene Bürotisch (vgl. Urk. 7/17), gleichsam für Behinderte hergestellt und ohne Behinderung (bzw. ohne medizinische Notwendigkeit) nicht angeschafft würden (vgl. Urk. 1 S. 5 Ziff. 2).
Zwar mag es zutreffen, dass das von der Beschwerdeführerin zugelegte, seriell produzierte, konventionelle Büromobiliar vorliegend die gleiche Funktion erfüllt wie einzeln angefertigte oder individuell angepasste Produkte und es sich dabei somit um hinsichtlich der Funktion austauschbare Behelfe handelt (vgl. Urk. 1 S. 5 ff. Ziff. 2). Sodann mögen die in Frage stehenden Gegenstände geeignet sein, ihre
Behelfsfunktion auch längerfristig zu erfüllen. Indessen ist entgegen der Meinung der Beschwerdeführerin (vgl. Urk. 1 S. 6 Ziff. 2) aufgrund der me
dizinischen Akten (Urk. 3/3
5; Urk. 7/7
9; Urk. 7/15
16) keineswegs ausgewie
sen, dass im Rahmen einer einfachen und zweckmässigen Versorgung Anspruch auf individuell angepasste Vorrichtungen im Sinne der Ziffern 13.02* und 13.03* HVI
Anhang besteht. Vielmehr ist anhand der eigenen Angaben der Be
schwerdeführerin (vgl. Urk. 1 S. 3 Ziff. 1) und der Stellungnahme von Dr.
B._
vom 10. März 2004 (Urk. 3/3 = Urk. 7/7 = Urk. 7/16) davon auszugehen, dass die allgemein auch von Nichtbehinderten gepflogene Anschaffung von Büro(dreh)
stühlen
Modell '
Capisco
' und Büro(
motoren
)tischen Modell 'surf' den gesundheitlichen Bedürfnissen der Beschwerdeführerin vollauf genügt. Von ei
nem im Sinne einer Austauschbefugnis substitutionsfähigen aktuellen gesetzli
chen Leistungsanspruch kann mithin trotz funktioneller Vergleichbarkeit mit Hilfsmitteln im Sinne der Ziffern 13.02* und 13.03* HVI
Anhang keine Rede sein. Es besteht demnach keine Kostenbeteiligungspflicht der IV im Sinne von Art. 2 Abs. 5 HVI in Verbindung mit
Rz
1028 KHMI und
Rz
1035 KHMI (vgl. Urk. 1 S. 6 f. Ziff. 2). Denn eine solche ist grundsätzlich nur gegeben, wenn die anzuschaffenden beziehungsweise angeschafften Behelfe der Umschreibung der entsprechenden Hilfsmittelkategorie überhaupt genügen. Eine Beteiligung an den Kosten der Beschaffung einer Sitz
, Liege
und Stehvorrichtung oder einer Arbeitsfläche durch die IV setzt nun aber insbesondere voraus, dass diese der Invalidität aus medizinischer Notwendigkeit individuell angepasst sein müssen, und zwar im Sinne einer spezifischen Adaption und nicht durch eine Bedürfnis
abdeckung im Rahmen der ohnehin gewährleisteten, gleichsam normalen Funk
tionalität. Dies trifft vorliegend
wie dargelegt
eben gerade nicht zu. Die Austauschbefugnis soll nicht dazu führen, der einschlägigen Hilfsmittelum
schreibung nicht genügende "Nichtpflichtleistungen" von der IV vergütet zu er
halten.
3.3
Zusammenfassend führt dies zur kosten
und entschädigungslosen Abweisung der Beschwerde.