# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5944b86c-0e48-421a-a747-85a85fc44d5a
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die S. AG, Zürich, reichte am 25. April 2008 bei der Bauverwaltung der Politischen
Gemeinde Buchs ein Baugesuch für die Erstellung einer Mobilfunkanlage auf dem
Flachdach des Mehrfamilienhauses Vers.-Nr. 0000 auf dem Grundstück Nr. 0001 in
Räfis, Politische Gemeinde Buchs, ein. Das Grundstück liegt in der südöstlichen Ecke
der Wohnzone W3. Unmittelbar südlich grenzt eine Wohnzone W2 an, während das
östlich angrenzende Gebiet der Wohn-Gewerbe-Zone WG3 zugeteilt ist. Östlich der
Bahnlinie liegt die Bauzone Burgerau, die der Wohn-Gewerbe-Zone WG2 und der
Wohnzone W2 zugeschieden ist. Die UMTS-Antennen sollen auf drei Seiten des
bestehenden technischen Aufbaus (Antenne AU an der Ostseite mit einer
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Sendeleistung von 2100 W , BU an der Südseite mit einer Sendeleistung von 1800
W und CU an der Westseite mit einer Sendeleistung von 600 W ) montiert, die
technischen Geräte im Untergeschoss des Wohnhauses untergebracht werden.
Die gegen das Baugesuch erhobenen öffentlich-rechtlichen Einsprachen wies der
Gemeinderat Buchs am 18. Mai 2009 ab. Das Baudepartement des Kantons St. Gallen
wies den von X.Y. gegen den Einspracheentscheid erhobenen Rekurs nach Beizug
eines vom Amt für Umwelt und Energie am 26. Oktober 2009 erstatteten Amtsberichts
und Durchführung eines Augenscheins am 13. Januar 2010 ab, soweit es darauf
eintrat.
B./ Das Verwaltungsgericht hiess die von X.Y. am 26. Januar 2010 gegen den
Rekursentscheid erhobene Beschwerde am 24. August 2010 gut, hob den
angefochtenen Entscheid auf und wies die Angelegenheit zur weiteren Feststellung des
Sachverhalts im Sinn der Erwägungen und zur neuen Entscheidung an die Vorinstanz
zurück. Zur Begründung wurde ausgeführt, das Argument, die unterschiedlichen
Sendeleistungen der drei Antennen seien aufgrund der zu versorgenden Gebiete nicht
nachvollziehbar, könne nicht von der Hand gewiesen werden. Die grafischen Karten,
welche gemäss Amtsbericht "so gut es eben geht die Realität modellieren" und
"nachvollziehbar und stimmig" seien, klärten den Sachverhalt in diesem Punkt nicht
hinreichend. Angaben zum Neigungswinkel der Antenne AU fehlten offenbar. Ob die im
Amtsbericht getroffene Annahme den realen Verhältnissen entspreche, sei nicht klar.
Es sei auch nicht ersichtlich, weshalb in diesem Punkt keine Ergänzung des
Datenblattes verlangt worden sei. Die Vorinstanz habe den Bericht offenbar nicht in
allen Teilen als überzeugend erachtet, wenn sie ausführlich begründe, weshalb die
Antenne AU auch zulässig sei, selbst wenn mit ihr ausschliesslich die Versorgung von
Nichtbaugebiet und des Fürstentums Liechtenstein beabsichtigt wäre. Aufgrund des
Standortdatenblattes und der Abdeckungskarten sowie des Berichts des Amts für
Umwelt und Energie könne weder der Sendebereich der Antenne hinreichend bestimmt
noch die geltend gemachte Unmöglichkeit der Versorgung von Gebieten ausserhalb
der Schweiz nachvollzogen werden. Der Sachverhalt sei gegebenenfalls unter
Einholung eines Gutachtens zu ergänzen.
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Die Rekursinstanz gab den Verfahrensbeteiligten am 22. Oktober 2010 bekannt, es sei
vorgesehen, beim Amt für Umwelt und Energie einen Amtsbericht zu folgenden Fragen
einzuholen:
1. Weshalb sind bei den verschiedenen Antennen unterschiedliche Sendeleistungen
möglich?
2. Sind die Baugesuchsunterlagen bzw. das Standortdatenblatt hinsichtlich der
Neigungswinkel der Antenne vollständig?
3. Lässt sich der Sendebereich der Antenne AU anhand der vorhandenen Unterlagen
bestimmen?
4. Welche Gebiete, insbesondere auch solche ausserhalb der Schweiz, können mit der
projektierten Antenne versorgt werden?
X.Y. machte geltend, das Amt für Umwelt und Energie sei befangen, präzisierte –
ebenso wie die S. AG - einzelne Fragen und verlangte die Beantwortung zusätzlicher
Fragen. Das Amt für Umwelt und Energie wurde am 23. November 2010 entsprechend
beauftragt und hielt im Bericht vom 14. Dezember 2010 im Wesentlichen fest, die
Sendeleistung einer UMTS-Antenne habe keinen Einfluss auf die Grösse des zu
versorgenden Gebietes. Der Pilot-Kanal (CPICH) bestimme die Reichweite eines
Sektors. Während der Sektor CU mit einer Sendeleistung von 600 W mit einem
Carrier betrieben werde, kämen beim Sektor AU drei Carriers zu je 560 W zum Einsatz.
Mehr Carriers bedeuteten mehr Kapazität und Qualität und nicht mehr flächenmässige
Abdeckung. Die Sektoren BU und CU könnten nicht mit der optimalen Leistung von
2100 W betrieben werden, weil sonst an zwei Orten mit empfindlicher Nutzung
Anlagegrenzwerte überschritten würden. Ausserhalb der Schweiz könne ein
Verbindungsaufbau im Gebäudeinnern praktisch ausgeschlossen werden; im Freien sei
zu erwarten, dass ein normales Telefongespräch geführt, aber keine Datenverbindung
mit 384 kb/s aufgenommen werden könne. Eine exakte Aussage betreffend Abdeckung
und Netzwerkqualität könne erst nach Inbetriebnahme der Antenne gemacht werden.
Das Standortdatenblatt vom 27. Juni 2008 sei vollständig ausgefüllt worden und die
Neigungswinkel auf dem Zusatzblatt 2 seien klar ersichtlich.
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X.Y. liess dazu im Wesentlichen ausführen, bei drei Carriers zu je 560 W verbleibe eine
Leistungsdiskrepanz. Die Reichweite des Pilot-Kanals bleibe unerwähnt. Wie ein
Verbindungsaufbau im Gebäudeinnern ausserhalb der Schweiz ausgeschlossen
werden könne, sei anhand der tabellarischen Angaben nicht nachvollziehbar. Die
Fachwelt mache zudem unterschiedliche Angaben zur Reichweite einer UMTS-
Antenne. Wenn die Reichweite von der Anzahl der gleichzeitigen Benutzer abhänge,
frage sich, wovon die Abdeckungskarte ausgehe. Die verwendeten Parameter seien
nicht nachvollziehbar. Die Antenne AU solle grossmehrheitlich unbewohntes Gebiet
abdecken, trotzdem sei sie mit dreimal grösserer Kapazität ausgerüstet. Dies ergebe
schon aus rein wirtschaftlichen Überlegungen keinen Sinn. Vielmehr solle
hauptsächlich zusätzliche Kapazität und Qualität für das Fürstentum Liechtenstein und
das davor liegende Nichtbaugebiet in der Schweiz geschaffen werden. Das
mutmassliche Versorgungsgebiet unter günstigsten Umständen sei nicht dargestellt
worden. Um die Grundlagen eines künftigen Gutachtens zu bestimmen, seien die
Baugesuchsunterlagen zu vervollständigen.
C./ Das Baudepartement (nachfolgend Vorinstanz) wies den Rekurs am 16. Februar
2012 ab. Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, die Ausstandspflicht
treffe nicht Behörden, sondern deren Mitglieder. Eine Rückweisung führe nicht dazu,
dass im früheren Verfahren involvierte Personen befangen erschienen. Die Einholung
eines Gutachtens erübrige sich, weil das Amt für Umwelt und Energie als Fachbehörde
zur Beantwortung hauptsächlich technischer Fragen ausreichend qualifiziert sei. Da die
Antenne die öffentlich-rechtlichen Vorschriften einhalte, sei die Baubewilligung
grundsätzlich zu erteilen. Die Reichweite eines Mobilfunkdienstes hänge von der
Benutzungsdichte und der benötigten Datenrate ab ("Cell-Breathing"). Die Reichweite
von UMTS-Antennen werde gemäss Anbietern von Netzwerkplanungssoftware für die
Indoor-Versorgung und einer Datenrate von 384 kb/s mit 0,78 km angegeben. Eine
exakte Aussage könne erst anhand von "Drivetests" gemacht werden. Die
Sprachübertragung im freien Feld im Fürstentum Liechtenstein sei aufgrund der nicht
statischen Mobilfunktechnik in Kauf zu nehmen, für die Netzwerkplanung eines
Mobilfunkbetreibers aber nicht relevant. Die Erreichbarkeit der Antenne für
hochqualitative Datenübertragung Indoor beschränke sich auf das Gebiet innerhalb der
Schweizer Grenze.
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D./ Gegen den Rekursentscheid vom 16. Februar 2012 erhob X.Y. (nachfolgend
Beschwerdeführer) mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 2. März 2012 und
Ergänzung vom 16. April 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem
Rechtsbegehren, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der angefochtene
Entscheid aufzuheben und die Baubewilligung für die Antenne AU zu verweigern,
eventuell sei die Baubewilligung mit der Auflage bzw. Bedingung zu erteilen,
Sendeleistung und Neigungswinkel soweit zu reduzieren, dass die Antenne nicht zur
Versorgung des Fürstentums Liechtenstein verwendet werden könne, subeventuell sei
die Sache an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Mit Vernehmlassung vom 7. Mai 2012 beantragte die Vorinstanz die Abweisung der
Beschwerde. Die S. AG (nachfolgend Beschwerdegegnerin) beantragte mit
Vernehmlassung vom 29. Mai 2012 die Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Die Politische Gemeinde Buchs verzichtete stillschweigend auf
eine Vernehmlassung. Der Beschwerdeführer nahm zu den Vernehmlassungen am
20. Juni 2012 Stellung.
Auf die Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge wird,
soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. In der Beschwerde wird vorab eine unrichtige und unvollständige Feststellung des
Sachverhalts hinsichtlich des Abdeckungsgebiets der geplanten Mobilfunkanlage
gerügt.
2.1. Die Vorinstanz ist in tatsächlicher Hinsicht im Wesentlichen davon ausgegangen,
das Standortdatenblatt vom 27. Juni 2008 sei vollständig und korrekt erstellt worden
und die Neigungswinkel seien auf dem Zusatzblatt 2 aufgeführt. Das Azimut der
Hauptstrahlrichtung der Antenne AU mit einer Sendeleistung von 2100 W , verteilt
auf drei Carriers zu je 560 W, betrage 80° von Norden aus gemessen und der
horizontale Neigungswinkel 0-6°. Weil die Reichweite durch den Pilot-Kanal bestimmt
werde, bedeute die stärkere Leistung keine grössere flächenmässige Abdeckung,
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sondern mehr Kapazität und Qualität und somit für das Wohnquartier Burgerau eine
bestmögliche Qualität für Sprach- und Datenübertragung. Die flächenmässige
Abdeckung lasse sich aufgrund des Standortdatenblattes nicht bestimmen. Die
Reichweite von UMTS-Antennen werde gemäss Anbietern von
Netzwerkplanungssoftware (z.B. A.I.) für die Indoor-Versorgung und eine Datenrate von
384 kb/s mit 0.78 Kilometern (Vorstadt), was ungefähr der Distanz bis zum
Werdenberger Binnenkanal entspreche und mit der Abdeckungskarte übereinstimme,
bzw. 1.01 Kilometern (Land) angegeben. Die flächenmässige Abdeckung werde der
Karte in der Realität ziemlich nahe kommen, hänge aber von vielen Parametern wie
Gelände, Bevölkerungsdichte, Verteilung und Verhalten der Mobilfunknutzer usw. ab.
Die Erreichbarkeit der Antenne für hochqualitative Datenübertragung Indoor
beschränke sich auf das Gebiet innerhalb der Schweizer Grenze. Eine Versorgung des
Fürstentums Liechtenstein mit UMTS-Diensten könne ausgeschlossen werden; dass
eine Sprachübertragung im Freien möglich bleibe, sei aufgrund der nicht statischen
Mobilfunktechnik in Kauf zu nehmen.
2.2. Die Vorbringen in der Beschwerde sind nicht geeignet, die Unrichtigkeit und
Unvollständigkeit dieser vorinstanzlichen Sachverhaltsermittlung darzutun.
2.2.1. Nach Auffassung des Beschwerdeführers ist ungeklärt, weshalb die drei
geplanten Antennen trotz unterschiedlicher Sendeleistung flächenmässig nahezu gleich
grosse Gebiete abdecken. Die durch den Pilot-Kanal bestimmte theoretische
Reichweite der Antenne bleibe unerwähnt. Wenn die praktische Reichweite von der
Anzahl der gleichzeitigen Benutzer abhänge, müssten die in den Abdeckungskarten
verwendeten Parameter bekannt sein. Die tabellarischen Angaben des Amts für
Umwelt und Energie im Bericht vom 14. Dezember 2010 seien zu tief bzw. "zu
konservativ".
Das Amt für Umwelt und Energie legt im Bericht vom 14. Dezember 2010 dar, dass
sich die gesamte Leistung der Antenne AU aus drei Carriers – im Gegensatz zur
Antenne CU, welche mit einem Carrier betrieben werde - zusammensetze, deren
Reichweite durch den Pilot-Kanal jedes Carriers bestimmt werde. Mehr Carriers führten
deshalb nicht zu einer grösseren Reichweite, sondern zu mehr Kapazität und Qualität.
Im Bericht werden sodann tabellarisch Angaben zur Reichweite der Antenne AU
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gemacht, wobei nach In- und Outdoor-Betrieb, Datenübertragungsrate (12, 64 und 384
kb/s) und Struktur des versorgten Gebietes (Stadtzentrum, Stadt, Vorstadt, Land, freies
Feld) differenziert wird. Danach variiert die Reichweite zwischen 230 Metern (Indoor-
Betrieb im Stadtzentrum mit einer Datenübertragungsrate von 384 kb/s; Non-Real-
Time-Daten) und 5170 Metern (Outdoor-Betrieb im freien Feld mit einer
Datenübertragungsrate von 12 kb/s; Sprache). Der Beschwerdeführer stellt diesen
Werten Angaben eines privaten Instituts (vgl. act. 8/11), wo die Rede von einigen
Kilometern (hohe Datenrate) bis 15 Kilometern (Sprache) ist, gegenüber. Diese
Angaben beziehen sich auf die rein funktechnische Reichweite der Mobilfunksender
von UMTS-Handys. Ob und unter welchen Voraussetzungen, insbesondere bei welcher
Leistung des Pilotkanals, sie auch für Antennen des fraglichen Typs gelten, kann aus
diesen Angaben nicht abgeleitet werden. Die Vorbringen in der Beschwerde bieten
deshalb keinen Anlass, an den Angaben des Amts für Umwelt und Energie zur
Reichweite von UMTS-Antennen zu zweifeln. Dass die Reichweite des Pilot-Kanals
nicht in einer konkreten Zahl angegeben wird, schadet angesichts dieser tabellarisch
differenzierten Angaben nicht.
2.2.2. Nach der Auffassung des Beschwerdeführers ist schon aus rein wirtschaftlichen
Überlegungen nicht nachvollziehbar, weshalb die Sendeleistung der Antennen BU und
CU, welche – im Gegensatz zur Antenne AU – dicht besiedeltes Gebiet abdecken
sollen, geringer sein sollen.
Bereits im Bericht vom 26. Oktober 2009 führte das Amt für Umwelt und Energie aus,
die Leistungen der Antennen BU (1800 W ) und CU (600 W ) seien reduziert
worden, damit an den Orten mit empfindlicher Nutzung die Anlagegrenzwerte
eingehalten werden. Bei der Antenne AU sei eine solche Reduktion nicht erforderlich
(vgl. act. 8/17). Diese Begründung erscheint ohne Weiteres nachvollziehbar. Die vom
Betreiber unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten angestrebte optimale Versorgung des
Sendegebietes mit den Dienstleistungen der Mobilfunktelefonie findet ihre Grenze an
den Vorschriften der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung (SR
814.710, abgekürzt NISV). Dass der Betrieb der Antenne AU mit einer Leistung von
2100 W zu einer Überschreitung dieser Grenzwerte an den Orten mit empfindlicher
Nutzung führen würde, macht auch der Beschwerdeführer nicht geltend. Im Übrigen
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erweist sich der von der Antenne AU in östlicher Richtung versorgte Sektor sowohl im
Gebiet Räfis als auch im Gebiet Burgerau durchaus als dicht überbaut.
2.2.3. Der Beschwerdeführer führt sodann aus, die Vorinstanz sei bei der Darstellung
des mutmasslichen Versorgungsgebiets von einem "worst case"-Szenario –
schlechteste Umweltbedingungen bei allerhöchsten Qualitätsansprüchen -
ausgegangen. Diese Argumentation erweist sich insoweit als widersprüchlich, als in der
Beschwerde gleichzeitig beanstandet wird, es sei nicht ersichtlich, welche Parameter
den Abdeckungskarten zugrunde lägen.
Im Zusammenhang mit den Abdeckungskarten knüpft der Beschwerdeführer an der
Beurteilung der Vorinstanz an, wonach die Beurteilung von Mobilfunkdiensten eine
komplexe Angelegenheit sei und es zur Bestimmung der flächenmässigen Abdeckung
eines Geländemodells Angaben zur Bevölkerungsdichte usw. brauche. Die
Verfahrensbeteiligten stimmen darin überein, dass die Grösse des durch die Antenne
AU bei einer Sendeleistung von 2100 W , verteilt auf drei Carriers, versorgten
Gebietes vorab von der Beanspruchung durch die Benutzer abhängt, d.h. dass wenige
Nutzer mit hoher Datenübertragungsrate die Kapazität ausschöpfen können, so dass
es für andere Nutzer zu Engpässen kommen kann ("Cell-Breathing"). Das theoretische
Abdeckungsgebiet einer Antenne wird unter anderem durch deren Höhe und den
Neigungswinkel, d.h. die Abweichung von der Vertikalen, bestimmt. Dieser beträgt bei
der Antenne AU zwischen 0° und -6°. Der maximale Neigungswinkel liegt damit sogar
höher als bei den Antennen BU und CU, wo er zwischen 0° und -5° beträgt
(vgl. act. 8/7-2, Zusatzblatt 2 zum Standortdatenblatt). Welcher Neigungswinkel der
Abdeckungskarte zugrunde liegt, ist in der Tat nicht bekannt (vgl. act. 8/11-3 und 4).
Da eine solche Karte jedoch unbestrittenermassen lediglich eine Annäherung an die
Wirklichkeit darstellt und zudem tabellarische Distanzangaben des Amts für Umwelt
und Energie vorliegen, steht diese Unklarheit der Feststellung der Tatsachen, soweit
wie möglich und für die rechtliche Beurteilung von Belang ist, nicht entgegen.
Unter diesen Umständen erübrigt sich auch die Einholung eines Gutachtens zu dieser
Frage. Im Übrigen erscheinen die den Bericht unterzeichnenden Vertreter des Amts für
Umwelt und Energie – wie die Vorinstanz eingehend begründet hat – nicht als
befangen. Das kommt nicht zuletzt auch darin zum Ausdruck, dass sich die
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Amtsvertreter nicht auf eine öffentliche Diskussion mit Mobilfunkgegnern einlassen und
als Partei erscheinen wollten.
2.2.4. Schliesslich erweisen sich die Unterlagen zum Baubewilligungsverfahren nicht
als unvollständig. Der Inhaber einer Mobilfunkanlage muss der Behörde im
Bewilligungsverfahren ein Standortdatenblatt einreichen, das die aktuellen und
geplanten technischen und betrieblichen Daten der Anlage sowie Angaben über die
von der Anlage erzeugte Strahlung enthält (Art. 11 Abs. 2 lit. a und c NISV). Wird bei
den technischen Daten der Anlage ein Winkelbereich anstatt eines fixen Winkels für die
vertikale Senderichtung eingetragen, muss die NIS-Berechnung unter Zugrundelegung
der bezüglich der NIS-Belastung ungünstigsten Senderichtung innerhalb des
gewählten Winkelbereichs erfolgen, d.h. in der Regel mit dem steilsten Winkel. Nur so
kann sichergestellt werden, dass der Anlagegrenzwert in allen bewilligten Einstellungen
der Anlage eingehalten wird (vgl. BGer 1A.57/2006 vom 6. September 2006 E. 3.1).
Aus dem Zusatzblatt 2 zum Standortdatenblatt werden – wie ausgeführt – die
Neigungswinkel der drei Antennen ersichtlich. In der Beschwerde wird nicht geltend
gemacht, die Anlagegrenzwerte seien nicht entsprechend den Vorgaben der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung berechnet worden.
2.3. Zusammenfassend ist in tatsächlicher Hinsicht festzustellen, dass die
Sendeleistung der Antenne AU von 2100 W eine Abdeckung des südlichen
Baugebiets der politischen Gemeinde Buchs, insbesondere des Quartiers Burgerau,
mit qualitativ hochstehenden Mobilfunkdiensten ermöglicht. Dabei ist davon
auszugehen, dass auch die locker überbaute Rheinebene und Gebiete des
Fürstentums Liechtenstein im Sendebereich liegen. Das Siedlungsgebiet des
Fürstentums Liechtenstein liegt rund zwei Kilometer und mehr vom Standort der
Antenne AU entfernt. Unter Berücksichtigung der Angaben des Amts für Umwelt und
Energie im Bericht vom 14. Dezember 2010 zur Reichweite und des – den
Neigungswinkel bestimmenden - Zwecks der Antenne, die Wohngebiete in der
politischen Gemeinde Buchs östlich ihres Standortes zu erschliessen, ist deshalb mit
der Vorinstanz davon auszugehen, dass im Fürstentum Liechtenstein ausserhalb von
Gebäuden unter Umständen ein Telefongespräch geführt, jedoch innerhalb von
Gebäuden eine Versorgung mit UMTS-Diensten ausgeschlossen werden kann.
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3. Ausgehend von diesen tatsächlichen Feststellungen bleibt in rechtlicher Hinsicht zu
prüfen, ob für die Antenne AU zu Recht eine Baubewilligung erteilt worden ist.
3.1. In der Beschwerde wird vorgebracht, auch ohne kommunale Rechtsgrundlage
könne es sich rechtfertigen, in Zonen, die in erster Linie für das gesunde und ruhige
Wohnen bestimmt seien, die Errichtung von Betrieben und Anlagen, die ideelle
Immissionen verursachen können (wie Mobilfunkanlagen), von einem funktionalen
Zusammenhang zur jeweiligen Zone abhängig zu machen. Soweit die Antenne AU
geeignet sei, im Wesentlichen Nichtbauland und Gebiete des Fürstentums
Liechtenstein zu versorgen, sei sie am geplanten Standort in der Wohnzone W3 nicht
zonenkonform. Für diesen Zweck sei der Betreiber auf eine Bündelung von
Infrastrukturanlagen auf einem der schon zahlreich vorhandenen, bestehenden
Mobilfunkstandorte ausserhalb der Bauzone, z.B. im Gebiet der Autobahn, zu
verweisen.
3.2. Mobilfunkantennen sind als Infrastrukturbauten in Bauzonen nicht generell und
unabhängig von ihrem Verwendungszweck zulässig. Verlangt wird ein Bezug zu den
Zonenflächen, auf welchen sie erstellt werden sollen (Art. 22 Abs. 2 lit. a Bundesgesetz
über die Raumplanung; SR 700, Raumplanungsgesetz). Innerhalb der Bauzonen sind
sie grundsätzlich zonenkonform, soweit sie hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in
einer unmittelbaren funktionellen Beziehung zum Ort stehen, an dem sie errichtet
werden sollen, und im Wesentlichen Bauzonenland abdecken. Die Zonenkonformität
einer Mobilfunkantenne kann unter Umständen auch bejaht werden, wenn sie der
Ausstattung der Bauzone als Ganzem und nicht nur speziell dem in Frage stehenden
Bauzonenteil dient (BGer 1C_106/2010 vom 19. Oktober 2010 E. 4.3 mit Hinweisen auf
BGE 133 II 353 E. 4.2 und 133 II 321 E. 4.3.2).
3.3. Die Mobilfunkanlage mit den Antennen AU, BU und CU steht im südlichen Teil des
Baugebiets der Gemeinde Buchs am westlichen Rand der Rheinebene. Die umstrittene
Antenne AU ist mit einem Azimut von 80° (Abweichung von Norden) ungefähr gegen
Osten ausgerichtet. Der horizontale Neigungswinkel beträgt 0-6°. Sie ist damit
geeignet, das in östlicher Richtung gelegene grossflächige Baugebiet der relativ dicht
überbauten Wohn- und Gewerbezonen WG3 westlich sowie WG2 und W2 östlich der
Bahnlinie (Burgerau) mit qualitativ hochstehenden Mobilfunkdiensten zu versorgen. Die
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Fläche erstreckt sich in ostnordöstlicher Richtung über rund 450 Meter, in östlicher
Richtung über rund 550 Meter und in ostsüdöstlicher Richtung über rund 660 Meter.
Hätte die Antenne - wie vom Beschwerdeführer behauptet - den vorrangigen Zweck,
die locker überbaute Rheinebene und das Siedlungsgebiet des angrenzenden
Fürstentums Liechtenstein mit Mobilfunkdiensten zu erschliessen, wäre ein weiter
östlich gelegener Standort im Quartier Burgerau dafür besser geeignet gewesen.
Die Sendeleistung der Antenne AU von 2100 W liegt zwar deutlich über den
ebenfalls zur geplanten Anlage gehörenden Antennen BU und CU mit Leistungen von
1800 W und 600 W . Die Leistungen der Antennen BU und CU mussten jedoch,
wie bereits dargestellt, zur Einhaltung der Anlagegrenzwerte an den Orten mit
empfindlicher Nutzung reduziert werden. Demgegenüber entspricht die Antenne AU
einer durchschnittlichen Dimension und Leistungsfähigkeit (vgl. dazu BGer
1C_192/2010 vom 8. November 2010 E. 6.3 mit Bezug auf eine stabförmige
Rundantenne mit einer Gesamtleistung von maximal 2050 W , welche gleichzeitig
sowohl auf der GSM- als auch auf der UMTS-Frequenz betrieben werden konnte; vgl.
auch BGer 1A.6/2007 vom 6. September 2007 E. 5, wo es um die Bewilligung einer
GSM/UMTS-Mobilfunkantenne mit einer Leistung von 2150 W je Sektor ging). Auch
der Beschwerdeführer bringt im Übrigen nicht vor, die Antenne AU werde mit einer
ausserordentlich hohen Sendeleistung betrieben. Entscheidend ist, dass die Anlage
einem tatsächlichen Bedürfnis zur lokalen Versorgung mit Mobilfunkdiensten
entspricht. Deshalb kann nicht gesagt werden, dass mit der Anlage vor allem die
Bevölkerung im Fürstentum Liechtenstein mit Mobilfunkdiensten versorgt würde.
Die topografischen Verhältnisse einerseits und die fehlende klare Begrenzbarkeit der
Reichweite elektromagnetischer Strahlen führen unvermeidlicherweise dazu, dass sich
das Versorgungsgebiet der Antenne AU mit reduzierter Qualität auch über das
Baugebiet der politischen Gemeinde Buchs hinaus auf Nichtbauland erstreckt.
Ebensowenig ist ausgeschlossen, dass unter günstigen Umständen auch Gebiete im
Fürstentum Liechtenstein in den Nutzen der Antenne gelangen. Dieser Zweck steht
aber insbesondere unter Berücksichtigung des Standorts der Antenne AU
offensichtlich nicht im Vordergrund. Deshalb ist insgesamt davon auszugehen, dass
auch die Antenne AU hinsichtlich Standort und Ausgestaltung in einer unmittelbaren
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funktionellen Beziehung zum Ort steht, an dem sie errichtet werden soll, und im
Wesentlichen dazu dient, Bauzonenland der Gemeinde Buchs abzudecken.
Die Vorinstanz hat die Frage, welche Auswirkungen der Betrieb der Antenne AU mit
einer unter 2100 W liegenden Sendeleistung auf die Reichweite hätte, zwar nicht
geklärt. Dies schadet indessen nicht, da sowohl feststeht, dass die Antenne AU im
Wesentlichen der Versorgung des südlichen Teils des Baugebietes der Gemeinde
Buchs dient, als auch die Anlagegrenzwerte beachtet werden. Gemäss der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung regelt das Verordnungsrecht die vorsorgliche
Emissionsbegrenzung grundsätzlich abschliessend, so dass die rechtsanwendende
Behörde nicht im Einzelfall gestützt auf den in Art. 11 Abs. 2 und Art. 12 Abs. 2 des
Umweltschutzgesetzes (SR 814.01) verankerten Vorsorgegrundsatz eine noch
weitergehende Begrenzung verlangen kann. Der Erlass der Anlagegrenzwerte erfolgte
gerade in der Absicht, im Interesse der Rechtssicherheit festzulegen, was zur
vorsorglichen Emissionsbegrenzung erforderlich ist. Hält die umstrittene Anlage – wie
vorliegend die Antenne AU - die Anlagegrenzwerte ein, darf auf die Prüfung weiterer
vorsorglicher Massnahmen grundsätzlich verzichtet werden (vgl. BGer 1A.62/2001 vom
24. Oktober 2001 E. 4f).
4. (...).
5. (...).