# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f7073ed5-f0a0-465b-8735-fa981a25749c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963
, war s
eit
Januar 2007 als Bau
arbeiter bei der
A._ AG
angestellt (
Urk.
6/12
/1-2
Ziff.
1, 2.1 und 2.7).
Am 2
3.
März 2011 verletzte er sich an der rechten Schulter (
Urk.
6/46/36
Ziff.
4, 6 und 9).
Der Versicherte meldete sich am 2
4.
Juni 2011 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug
an (
Urk.
6/
7).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, erteilte am 1
0.
September 2012 Kostengutsprache
für einen Ausbil
dungskurs zum Kranführer
(
Urk.
6/34).
D
ie
A._
AG
kündigte
das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten
in der Folge
per 3
1.
Dezember 2012 (
Urk.
6/44 S. 1).
Am
4.
April 2013 teilte
die IV-Stelle
dem Versicherten mit, dass eine ihm gewährte Arbeitsvermittlung abgeschlossen werde (
Urk.
6/43).
Der Ver
sicherte war sodann vom 1
6.
April 2013 bis 3
0.
Juni 2015 als Kranführer bei der
B._ AG
angestellt (
Urk.
6/121 S. 1 f.
Ziff.
1, 2.1 und 2.2).
Mit Verfügung vom 2
0.
September 2013 (
Urk.
6/54) verneinte die
IV-Stelle
einen Rentenanspruch.
1.2
Mit Hinweis auf einen Verdacht auf eine Fibromyalgie, ein
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom und weitere Beschwerden
meldete
der Versicherte
sich
am 2
7.
April 2015 erneut bei der Invalidenversicherung an (
Urk.
6/56
Ziff.
6.2). Mit Verfügung vom 1
0.
August 2015 (
Urk.
6/63) trat die IV-Stelle auf das neue Leis
tungsbegehren nicht ein. Der Versicherte erhob dagegen am 2
7.
August 2015
(
Urk.
6/64/3)
Beschwerde. Mit Urteil
des hiesigen Gerichts
vom 1
6.
Dezember 2015
(Verfahren Nr. IV.2015.00858)
wurde die Verfügung vom 1
0.
August 2015 in Gutheissung der Beschwerde aufgehoben und die IV-Stelle angewiesen, das Gesuch des Versicherten vom 2
7.
April 2015 materiell zu behandeln (
Urk.
6/74 S. 10 Dispositiv
Ziff.
1).
Die IV-Stelle tätigte
medizinische Abklärungen (
Urk.
6/80,
Urk.
6/84) und holte ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am
2
6.
Mai
201
7
(
Urk.
6/104)
erstattet
wurde
.
Am
2
9.
Juni 2017
erliess die IV-Stelle
den Vorbescheid (
Urk.
6/109).
Der Versicherte
brachte dagegen Einwände (
Urk.
6/114) vor. Die IV-Stelle holte so
dann
einen Auszug au
s
dem Individuellen Konto (
IK-Auszug,
Urk.
6/120) und
einen Arbeitgeberbericht (
Urk.
6/12
1
) ein.
Am
5.
Februar
2018 (
Urk.
6/12
7
) reichte der Versicherte eine weitere Stellungnahme ein.
Mit Verfügung vom 1
4.
Februar 2018 (
Urk.
6/130 =
Urk.
2) verneinte die IV-Stelle einen Rentenanspruch.
2.
Der Versicherte erhob am 2
1.
März 2018 Beschwerde gegen die Verfügung vom 1
4.
Februar 2018 (
Urk.
2)
und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei di
e IV-Stelle zu verpflichten, ihm
die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Invaliden
rente, beruf
liche Massnahmen) auszurichten (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
7.
Mai 2018 (
Urk.
5) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
7.
Mai 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenan
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts
bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kon
text unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.3
Als Vergleichsbasis für die Beurteilung der Frage, ob bis zum Abschluss des aktuellen Verwaltungsverfahrens eine anspruchserhebliche Änderung des Invali
ditätsgrades eingetreten ist, dient die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensver
gleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkun
gen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_297/2016 vom
7.
April 2017 E. 2.2, nicht publiziert in: BGE 143 V 77, aber in SVR 2017 IV Nr. 51 S. 152). Dabei braucht es sich nicht um eine formelle Verfügung (
Art.
49 ATSG) zu handeln. Ändert sich nach durchge
führter Renten
revision als Ergebnis einer materiellen Prüfung des Rentenan
spruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit
. f
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
auf dem Weg der blossen Mitteilung (
Art.
51 ATSG), ist im
darauf folgenden
Revisions
verfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bundesgerichts 9C_599/2016 vom 2
9.
März 2017 E. 3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 2013 E. 3.1.2).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (
IVG
)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
)
.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte im angefochtenen Entscheid einen Rentenan
spruch.
Dabei stellte sie darauf ab
, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter seit Ende Januar 2015 nicht mehr arbeitsfähig sei. In einer körperlich leichten Tätigkeit sei er gemäss den medizinischen Abklärungen jedoch zu 80
%
arbeitsfähig (
Urk.
2 S. 1)
. Die Beschwerdegegnerin führte sodann nach der allgemeinen Methode der Invaliditätsbemessung
einen
Einkommensver
gleich durch, wobei sie
einen Leidensabzug von 5
%
auf dem Tabellenlohn
vor
nahm
und
einen rentenausschlie
ssenden Invaliditätsgrad von 34
%
ermittelte.
Sie stellte dazu fest, ein
höherer Abzug
sei
nicht gerechtfertigt. Das Anforderungs
niveau eins des verwendeten Tabellenlohnes umfasse bereits eine Vielzahl von leichten bis mittelschweren Tätigkeiten
(
Urk.
2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte
demgegenüber
vor, gemäss dem polydisziplinären Gutachten
vom 2
6.
Mai 2017
bestehe nebst
den somatisch bedingten Einschrän
kungen
die Diagnose einer mit
telgradigen depressiven Episode. Aus psychischen Gründen bestehe eine um 50
%
reduzierte Arbeitsfähigkeit. Nach der geänderten Rechtsprechung des Bundesgerichts verm
öge
die Therapierbarkeit allein keine ab
schliessende evidente Aussage über das Gesamtmass der Beeinträchtigung und deren Relevanz im IV-rechtlichen Kontext zu liefern. Die Beschwerdegegnerin habe die
se
Praxisänderung nicht zur Kenntnis genommen (
Urk.
1 S. 5
Ziff.
5).
Der Beschwerdeführer wandte sich sodann gegen den von der Beschwerdegegne
rin durchgeführten Einkommensvergleich und
sprach sich für
die Vornahme eines
Leidensabzug
es
von insgesamt 25
%
aus
(
Urk.
1 S. 6
Ziff.
6 unten).
2.3
Ergänzend wies die Beschwerdegegnerin
in der Vernehmlassung vom
7.
Mai 2018 darauf hin, dass die von den Gutachtern diagnostizierte depressive Episode als temporär zu betrachten sei, da diese unter einer adäquaten Therapie besserungs
fähig sei. Der Beschwerdeführer sei mit einer psychiatrischen Behandlung von einer Sitzung pro Monat unterversorgt (
Urk.
5 S. 1).
2.4
Mit Verfügung vom 2
0.
September 2013 (
Urk.
6/54)
hatte
die Beschwerdegegne
rin einen Rentenanspruch
verneint
. Am 2
7.
April 2015 meldete sich der Beschwerdeführer
erneut bei der Invalidenversicherung an (
Urk.
6/56). Die Ver
fügung vom 1
0.
August 2015 (
Urk.
6/63), mit welcher die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung nicht eingetreten ist, hat das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
6.
Dezember 2015 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückgewiesen zur materiellen Behandlung der Neuanmeldung (
Urk.
6/74 S. 10 Dispositiv
Ziff.
1).
Im vorliegenden Verfahren ist daher strittig
, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers verglichen mit dem Zeitpunkt der Ver
fügung vom 2
0.
September 2013 massgeblich verschlechtert hat und ob neu ge
gebenenfalls ein Rentenanspruch besteht.
Weiter stellte sich die Frage, ob gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten vom 2
6.
Mai 2017 für eine behinderungsan
gepasste Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
auszugehen ist.
2.5
Der Beschwerdeführer
ersuchte beschwerdeweise zudem um die Gewährung be
ruflicher Massnahmen
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
2).
Er äusserte sich jedoch nicht weiter
zu der beantragten Massnahme
. Auch im Einwand vom 1
3.
Oktober 2017 gegen den Vorbescheid der Beschwerdegegnerin vom 2
9.
Juni 2017
machte er keine
weite
ren
Angaben
(
Urk.
6/114 S. 4). Auf den nur in allgemeiner Form gestellten Antrag
um
Gewährung beruflicher Massnahmen
kann daher
im vorliegenden Verfahren
nicht weiter eingegangen werden.
Zudem wurde über einen Anspruch auf beruf
liche Massnahmen von der Vorinstanz nicht entschieden, weshalb auf den Antrag mangels
Anfechtungsobjekt
nicht einzutreten ist.
3.
3.1
Dr.
C._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
S
tellvertretender
L
eitender Arzt, Spital
D._
,
nannte im Bericht vom 1
2.
Juli 2011 (
Urk.
6/14/5-6) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein symptomatisches
subacromiales
Impingem
ent
, eine leicht symptomatische
AC-Arthrose und eine
Supraspinatusunterflächen
-Partialruptur rechts. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er ein metabolisches Syndrom mit Adipositas, einen Diabetes mellitus Typ 2, arterielle Hypertonie und Hypercholesterinanämie (
Ziff.
1.1).
Dr.
C._
gab an, dass aufgrund der Beschwerden an der Schulter eine Einschrän
kung bestehe für belastende Schultertätigkeiten mit Heben und Tragen von Lasten über Gürtelniveau. Aus medizinischer Sicht sei die bisherige Tätigkeit
als Bau
arbeiter
im Moment nicht zumutbar (
Ziff.
1.7).
3.2
Dr.
C._
stellte in einem weiteren Bericht vom 1
5.
August 2012 (
Urk.
6/33) fol
gende Diagnosen (S. 1):
persistierende Restbeschwerden mit partieller adhäsiver
Capsulitis
bei
-
Status nach
arthroskopischer
Supraspinatus-Repair
,
Bizepstenotomie
,
subacromialer
Dekompression, AC-Resektion und
perineuraler
Infiltration am 2
0.
Oktober 2011 bei
-
symptomatischer
transmuraler
ventraler
Supraspinatussehnen
-Ruptur,
Poulie
-Läsionen und AC-
Arthropathie
rechts
3.3
Dr.
E._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionalärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin
,
gab in einer Stellungnahme vom Juni 2013 (
Urk.
6/51 S. 3) an, anhand der Aktenlage sei wegen eines chronischen Schulter
leidens ab dem 2
3.
März 2011 eine Arbeitsunfähigkeit
von 100
%
ausgewiesen. Die Arbeitsunfähigkeit sei begründet durch glaubhafte und nachvollzieh
bare
be
wegungs
- und belastungs
abhängige Schmerzen der rechten dominanten Schulter, zum Beispiel in der bisherigen Tätigkeit als Bauarbeiter.
Laut einem
Bericht
von
Dr.
F._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin,
vom 3
0.
August 2011
(vgl.
Urk.
6/21/5-6)
sei der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Das Ressourcenprofil entspreche einer leichten bis allen
falls mittelschweren Tätigkeit ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten von über 10 kg bis selten und maximal 15 kg. Zu vermeiden seien Arbeiten
in
Armvorhalteposition und Überkopfarbeiten. Sofern die Tätigkeit als Kranführer dem genannten Ressourcenprofil entspreche
, könne diese als angepasste Tätigkeit angesehen werden. Für eine solche habe aus medizinischer Sicht mit überwiegen
der Wahrscheinlichkeit zu keinem Zeitpunkt eine länger dauernde Arbeitsunfä
higkeit vorgelegen.
3.4
Der Beschwerdeführer arbeitete n
ach der Absolvierung eines Kran
führerkurses und n
ach Beendigung der Anstellung bei der
A._
AG per 3
1.
Dezember 2012
seit April 2013
mit einem vollen Arbeitspensum
als Kran
führer
bei der
B._
AG (
Urk.
6/121 S. 1
Ziff.
2.1).
4.
4.1
Am
2
7.
April 2015
meldete sich der Beschwerdeführer
erneut bei der Invaliden
versicherung an (
Urk.
6/56).
Vom 1
3.
April bis
1.
Mai 2015
erfolgte
ein Reha-Aufenthalt
im Spital
G._
(
Urk.
6/80/8).
Die Ärzte
der Spital
G._ AG
stellten im Austrittsbericht Rehabilitation vom
1.
Mai 2015 (
Urk.
6/80/8-13) folgende Diagnosen (S. 1 f.):
1.
mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11
)
2.
chronische Schulterinstabilität rechts
-
Sonographie der Schulter rechts vom 1
4.
April 2015: Ruptur der
Bicepssehne
Caput
longum
rechts,
Tendinopathie
der
Supraspi
natussehne
rechts mit Verdickung der Bursa
subdeltoidea
, kein Ge
lenkserguss
-
therapeutische Infiltration
-
Status nach
sonographisch
gesteuerter Infiltration von dorsal
glenohumeral
mit
Kenacort
am 1
8.
März 2015: keine Besserung
-
Status nach möglicher
Supraspinatusverletzung
rechts bei klini
scher
Supraspinatusatrophie
-
Status nach operativer
Supraspinatussehnen
-Revision 2011
3.
dorsaler Fersensporn rechts
-
radiologisch grobscholliges Kalkdepot am Achillessehnenansatz
-
sonographisch
keine Bursitis, aber Verkalkungen der Achilles
sehnen, somit Hinweise für chronische
Enthesiopathie
4.
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
-
Facettengelenksüberlastung bei L3/4 beidseits
-
d
eutliche
ventro
-laterale
Spondylophytenbildung
, leichte
Osteo
chondrose
bei
BWK
7-11, leichte
Osteochondrose
und
Spondyl
arthrose
bei LWK 3/4 und LWK 4/5
-
MRI Brust- und Lendenwirbelsäule vom
3.
Februar 2015: keine Diskushernie, keine Einengung des Spinalkanals, keine Myelopathie oder Nervenwurzelkompression nachweisbar
5.
Diabetes me
l
litus Typ 2
6.
arterielle Hypertonie
7.
monoklonale
Gammopathie
-
monoklonale
Vermehrung der Immunglobuline vom Typ
IgA
lambda
Als weitere Diagnosen nannten die Ärzte
eine
Periarthropathia
coxae
rechts und
einen
Status nach
prostatogener
terminale
r
Makrohämaturie (S. 2 oben).
Weiter wurde ausgeführt, der Patient sei wegen einer komplexen Schmerz
situation zur stationären Rehabilitation zugewiesen worden. Beim Eintritt habe
er
sich
in einem leicht reduzierten Allgemeinzustand präsentiert. Er habe über Schmerzen, vor allem im Bereich der rechten Schulter, im Bereich der Lenden
wirbelsäule (LWS) sowie in
beiden Hüften
geklagt
. In der klinischen Untersu
chung habe sich eine Schwäche der
Supraspinatussehne
rechts
und eine einge
schränkte Beweglichkeit im Bereich der LWS gezeigt (S. 2 unten).
4.2
Dr.
H._
,
Fachärztin für Rheumatologie, Oberärztin, Klinik für Rheumatologie, Universitätssp
ital
I._
, stellte im Bericht vom
5.
August 2015 (
Urk.
6/80/6-7) fest, dass für die Tätigkeit auf dem Bau momentan keine Arbeits
fähigkeit bestehe. Bezüglich der Beschwerden am Fuss sollte eine vorwiegend sitzende Tätigkeit zu 100
%
möglich sein (S. 2).
4.3
Dr.
F._
gab im Bericht vom 1
8.
April 2016 (
Urk.
6/80/1-4) an, für die Tätigkei
ten als Bauarbeiter und Kranführer bestehe seit 2014 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
. Die Gehfähigkeit sei stark eingeschränkt. Der Beschwerdeführer könne sich auf einer Baus
telle nicht bewegen. Das
Be
-
und Entladen des Kranhakens sei ihm
daher
nicht möglich (S. 2
Ziff.
1.6-1.7).
4.4
Der Beschwerdeführer ist seit Mai 2015 bei
Dr.
J._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
im ambulanter psychiatrischer Behandlung (
Urk.
6/84 S. 1
Ziff.
1.2).
Dr.
J._
nannte im Bericht vom 2
6.
August 2016 (
Urk.
6/84) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpas
sungsstörung mit längerdauernder depressiver Reaktion (ICD-10 F43.21) und als Differentialdiagnose eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syn
drom (ICD-10 F32.11). Weiter nannte er als Diagnosen einen dorsalen Fersen
sporn rechts, ein chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom und eine chronische Schulterinstabilität rechts (S. 1
Ziff.
1.1).
Eine
Arbeit auf dem Bau
und
auch als Kranführer
sei
nicht mehr zumutbar (S. 2
Ziff.
1.7).
4.5
4.5.1
Die Gutachter der
K._
AG erstatteten am 2
6.
Mai 2017
(
Urk.
6/104)
im Auf
trag der Beschwerdegegnerin ein polydisziplinäres Gutachten. Das Gutachten ist
unterzeichnet
von
Dr.
L._
, Facharzt für Rheumatologie und für All
gemeine Innere Medizin,
Dr.
M._
, Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates und für Chirur
gie,
Dr.
N._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und für Pneumologie, und von
O._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, (S. 28).
Dr.
L._
führte im rheumatologischen Teilgutachten
aus, der Explorand
beklage
Schmerzen i
n mehreren Körperregionen. Die Hauptprobleme seien Beschwerden am
Rücken,
an
den Füssen sowie an den Schultern mit rechtsseitiger Betonung (S. 28
Ziff.
1.1 oben).
Gehen könne
er
maximal 100 bis 200 Meter, dann würden die Schmerzen am Rücken
exazerbieren
. Auch l
anges
Sitzen
sei nicht möglich
(S.
29 Mitte).
Der Beschwerdeführer sei seit November 2011 wegen einer Ruptur der
Rotatoren
manschette
(
Supraspinatussehne
) an der rechten Schulter krankgeschrieben
ge
wesen.
Die rechtsseitige
Supraspinatussehnen
-Läsion sei am 2
0.
Oktober
2011
arthroskopisch
repariert worden. Eine Umschulung zum Kranführer habe eine be
rufliche Wiedereingliederung auf
dem Bau
ermöglicht. Allerdings seien seit September 2004 zunehmende Schmerzen am rechten Fuss aufgetreten im Rahmen einer
Tendinopathie
der rechten Achillessehne bei Senk-/Spreizfüssen. Ab Ende Januar 2015 sei
erneut
eine
Arbeitsunfähigkeit attestiert worden (S. 35
Ziff.
4 Mitte).
Eine neue Sonographie beider Schultern sowie konventionelle Röntgen
bilder beider Schulter
n
vom 1
4.
Februar 2017
zeigten bei einem Status nach
Re
pair
der
Supraspinatussehne
rechts eine deutlich
e
residuelle
Tendinopathie
und e
ine starke Ausdünnung der Sehne
vor allem im ventralen Anteil, ohne Zeichen einer vollständigen Ruptur beziehungsweise einer Retraktion
. Die übrige
Rotatorenmanschette
rechts
sei normal. Bei
einem Status nach
Akromioplastik
rechts bestünden eine deutliche Verknöcherung
paraartikulär
und eine Verbrei
terung des AC-Gelenkspaltes ohne Stufe sowie eine massige
Omarthrose
rechts. Zudem finde sich eine deutliche AC-Gelenksarthrose links mit
subakormialen
osteophytären
Appositionen und vermutlich
subakromialen
Engpasssituationen. Es fänden sich somit entsprechende Zeichen einer aktivierten
Tendinopathie
der
Supraspinatussehene
bei erhaltener Kontinuität
. Die klinische Untersuchung der übrigen Gelenke der oberen Extremitäten erweise sich als altersentsprechend
bland
(S. 35
f.
Ziff.
4 unten).
Aus rheumatologischer Sicht bestehe für die angestammte Tätigkeit als Bauarbei
ter keine Arbeitsfähigkeit. F
ür eine adaptierte Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähig
keit von 80
%
(S. 36 unten).
4.5.2
Dr.
M._
führte im orthopädischen Teilgutachten aus, der Explorand sei danach gefragt worden, welche Arbeiten er als Kranführer habe verrichten müs
sen. Bei der Demonstration der Tätigkeiten habe er beide Schultern, insbesondere auch die rechte Schulter
,
vollkommen frei bewegen können. Auch das Anheben über 160°
bei der Abduktion
sei ohne erkennbare Schmerzen der rechten Schulter demonstriert worden
. Dabei habe er beide Arme über
dem Kopf zusammenführen können
(S. 42 unten).
Aus rein orthopädischer Sicht bestehe in der angestammten Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(S. 43
Ziff.
4 unten).
I
n einer optimal angepassten körperlich leichten Tätigkeit
bestehe aus orthopädischer Sicht
medizinisch-theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
. Das Ressourcenprofil entspreche einer leichten bis allenfalls mittelschweren Tätigkeit ohne Heben, Tragen und Transportieren von Lasten von mehr als 10 kg. Zu vermeiden seien sodann Arbeiten in einer Armvorhalteposition und Überk
opfarbeiten. Die Tätigkeit soll
e hauptsäch
lich wechselbelastend sein. Vermehrte Pausen sollten dem Exploranden zugestan
den werden (S. 44 oben).
Aus orthopädischer Sicht habe sich der Gesundheitszu
stand des Beschwerdeführers weder verbessert noch verschlechtert. Im Wesentli
chen handle es sich um einen unveränderten Zustand (S. 45
Ziff.
1).
4.5.3
O._
führte zur psychiatrischen Untersuchung aus
,
der Beschwer
deführer habe angegeben, dass
seit Mai 2015 einmal pro Monat psychiatrisch-psychotherapeutische Gespräche bei
Dr.
J._
statt
fänden
. Die Konversations
sprache sei portugiesisch. Auf Wunsch des Exploranden fänden keine häufigeren Sitzungen statt
.
Gemäss seinem Eindruck habe sich sein Zustand vor allem dank der Medikamente gebessert
. Er sei ruhiger und gelassener geworden und könne besser schlafen
(S. 53
Ziff.
1.1 unten).
Im Jahr 2016 habe er mit seiner Tochter zwei Wochen Ferien gemacht. Aktuell fehle ihm aber
die Lust,
privat
etwas zu unternehmen
. Freunde besuche er nur manchmal. Im Haushalt helfe er fast nichts. Wenn er den Boden aufwische, tue ihm der Rücken weh. Kochen könne er nicht, weil er kaum mehr als drei bis vier Minuten stehen könne (S. 54
Ziff.
1.2 unten).
O._
nannte als Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.10). Als Diagnose mit unkla
rem Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-1
0 F45.41, S. 56
Ziff.
3).
Die Konzentration und die Merkfähigkeit se
ien mittelgradig eingeschränkt und die Auffassungsgabe
leicht vermindert.
Der Beschwerdeführer habe
sodann
über eine Störung der Vitalgefühle geklagt. Es bestehe eine Reduktion der Lebendig
keit, der geistigen Frische, der Spannkraft und des Schwungs.
Weiter sei er
leicht deprimiert und vor allem bezüglich der Zukunft leicht hoffnungslos.
Der Be
schwerdeführer habe
eine leichte bis mittlere Dysphorie
beschrieben
und wirke resigniert. Es bestünden Ängste, wie die Mutter oder der Bruder an die Dialyse
zu
müssen.
Er
lasse
weiter
mittelgradige Insuffizienzgefühle erkennen in dem Sinne, dass er nicht mehr viel wert sei (S. 55
Ziff.
2
unten).
Des Weiteren
bestehe ein mittelgra
diger sozialer Rückzug, da
der Beschwerdeführer
a
m
liebsten alleine sei (S. 56 oben). Mit der gegenwärtig mittelgradigen depressiven Episode sei die Arbeitsfähigkeit wegen der verringerten Konzentration und der in der Untersu
chung auffällig gewordenen verminderten Auffassungsgabe eingeschränkt. Unter Berücksichtigung der depressiven Stimmungslage könne der Explorand aus psy
chiatrischer Sicht zu 50
%
arbeiten. Idealerweise bestehe ein wertschätzendes Arbeitsklima, was sich mit Sicherheit positiv auf die Leistung auswirken werde (S. 56
Ziff.
4 Mitte).
Aus psychiatrischer Sicht seien derzeit Einschränkungen durch die depressive Stimmungslage zu beachten. Dies betreffe vor allem die Konzentrationsfähigkeit, die Auffassungsgabe, den verminderten Antrieb und eine vermehrte körperliche und geistige Ermüdbarkeit. Aus psychiatrischer Sicht bestünden
durch die Depression
nur temporäre Einschränkungen
. Ansonsten be
stünden keine Einschränkungen
(S. 56
Ziff.
4 unten).
Der Explorand sei mit nur einer Sitzung pro Monat psychotherapeutisch unter
versorgt. Die Sitzungsfrequenz müsse erhöht werden.
Dadurch könne es gelingen, die
Copingmechanismen
bezüglich
des
Umganges
des Beschwerdeführers
mit der Arbeitslosigkeit und bezüglich seiner Schmerzen zu verbessern. Die antidepres
sive Medikation sei im gegenwärtigen Zeitpunkt adäquat. Solange es sich um eine mittelschwere Depression handle, solle die Therapie wöchentlich stattfinden. Medikamentös brauche es vorerst keine Anpassung. Erst wenn trotz wöchentli
cher Therapiesitzungen keine Besserung eintrete, sei eine Spiegelbestimmung von
Escitalopram
mit entsprechender Dosisanpassung oder allenfalls ein Wechsel des Antidepressivums in Erwägung zu ziehen. Die Therapiedauer (psychotherapeu
tisch und medikamentös) solle nicht kürzer als ein halbes Jahr sein. Als weitere Massnahme sei der Aufbau einer Tagesstruktur ausserhalb der Wohnung dringend erforderlich. Dies könne im Rahmen einer geschützten Arbeitsstelle geschehen, was den Vorteil einer gewissen Flexibilität bezüglich z
u erwartender Leistungs
schwankungen
aufweise. Für den Beginn werde wegen des längeren Fehlens einer verpflichtenden Struktur ein Aufbautraining vorgeschlagen, beginnend mit
einem Pensum von
zwei Stunden pro Tag mit weiterer Steigerung. Erst wenn der Explorand diese Anforderungen erfülle, erscheine die Fortsetzung der Arbeits
fähigkeit im Arbeitsmarkt sinnvoll, beispielsweise
mit
Hil
fe einer Arbeitsvermitt
lung (S. 57 unten).
4.5.4
Die
Gutachter stellten
polydisziplinär folgende Hauptdiagnosen mit Einschrän
kung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit (S. 17 f.
lit
. D):
1.
bilaterales, rechtsbetontes
Impingement
beider Schultergelenke
2.
symptomatische Knick-/Senkfüsse rechtsbeton
t
3.
chronisches
lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom
4.
moderates
Impingementsyndrom
der rechten Schulter bei Status nach
arthroskopischer
Refixation
der
Rotatorenmanschette
,
Bizpessehnen
tenotomie
, AC-Gelenkresektion sowie
5.
subak
r
omialer
Dekompression vom 2
0.
Oktober 2011 mit radiologisch er
kennbaren
periartikulären
Verknöcherungen sowie einer
Osteophytosis
subakromial
rechts (Befund vom 1
4.
Februar 2017)
6.
mittelgradige depressive Episode
Zudem stellten sie folgende Nebendiagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (S. 18):
-
Periarthropathia
coxae
rechts
-
Insertionstendopathie
des rechten Trochan
ter
major
aufgrund Fehlbelas
tung
bei unzureichendem Trainingszustand der rumpfstabilisierenden Muskulatur
-
Adipositas
-
Diabetes mellitus Typ II
-
arterielle Hypertonie
-
monoklonale
Gammopathie
unklarer Genese, Differentialdiagnose: mul
tiples
Myelom
-
obstruktives Schlafapnoesyndrom
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
4.5.5
Aus polydisziplinärer Sicht könn
e der
Beschwerdeführer eine leichte Tätigkeit mit Belastungen (Tragen/Stossen/Heben) bis 10 kg v
errichten
mit der Möglichkeit, wechselnde Körperpositionen einzunehmen. Ein
e
solche Tätigkeit könne ihm aus somatischer Sicht zu 80
%
zugemutet werden. Die Arbeitszeiten soll
t
en fix fest
gelegt sein
mit der Möglichkeit zu ausreichenden Pausen. Idealerweise sei das Arbeitsklima wertschätzend, was sich mit Sicherheit positiv auf die Leistung aus
wirken werde.
Mit der gegenwärtig mittelgradig depressiven Episode sei die Arbeitsfähigkeit wegen
einer
verringerten Konzentration
sfähigkeit
und der in der psychiatrischen Untersuchung auffällig gewordenen verminderten Auffassungs
gabe zusätzlich eingeschränkt. Sie betrage momentan 50
%
(S. 19
lit
. E
Mitte).
Für eine Tätigkeit als Bauarbeiter, in welcher der Beschwerdeführer üblicherweise mit mittelschweren und schweren körperlichen Belastungen konfrontiert werde, bestehe keine Arbeitsfähigkeit mehr. Auch die Tätigkeit als Kranführer sei mo
mentan nicht möglich. Dies wegen einer verringerten Konzentration
sfähigkeit
und einer
verminderten Auffassungsgabe. In einer angepassten Arbeitsumgebung könne aus medizinischer Sicht ein Arbeitspensum von 50
%
durchgeführt wer
den. Es werde empfohlen, dass die Wiederaufnahme der Tätigkeit stufenweise erfolge (S. 19
lit
. E unten).
Nach der Wiedereingliederung als Kranführer sei er seit Ende Januar 2015 auch für diese Tätigkeit krankgeschrieben. Nach der Aktenlage bestehe für die letzte Tätigkeit ab Ende Januar 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
(S. 20
Mitte
).
Als invaliditätsfremde Faktoren fänden sich beim Exploranden mangelnde Sprachkompetenzen und ein niedriges Bildungsniveau. Der Beschwerdef
ührer habe deshalb hierzulande „lediglich”
körperlich akzentuierte Hilfsarbeiten ver
richten können. Zudem habe er sich auch sprachlich nicht genügend integriert. Es sei festgestellt worden, dass der Explorand in der Untersuchung bei einem Missverständnis während des Gespräches umgehend in eine gereizte Stimmung geraten sei mit lauter Ausdrucksweise und ausholender Gestik (S. 22
Ziff.
1.3 oben). Eine Aggravation im engeren Sinne habe nicht vorgelegen. Anlässlich der orthopädischen Untersuchung sei aber eine Verdeutlichungstendenz bemerkt worden. Dies zeige, dass eine gewisse psychische Überlagerung der Beschwerden vorliege (S. 22
Ziff.
1.4).
Bezüglich
der persönlichen
Ressourcen sei
aus psychiatrischer Sicht derzeit die Einschränkung durch eine depressive Stimmungslage zu berücksichtigen. Dies betreffe vor allem die Konzentrationsfähigkeit, die Auffassungsgabe, einen verminderten Antrieb und eine vermehrte körperliche und geistige Ermüdbarkeit (S. 22
Ziff.
1.8 unten). Aus polydisziplinärer Sicht bestehe eine Restarbeitsfähigkeit von 50
%
, dies unter Berücksichtigung einer momentan depressiven Stimmungs
lage. Wenn sich der Zustand
des Beschwerdeführers
verbessere, was unter einer adäquaten Behandlung angenommen werden dürfe, betrage die Arbeitsfähigkeit 80
%
(S. 25
Ziff.
6.2).
4.6
Dr.
P._
, Facharzt für Chirurgie, RAD, führte in einer Stellung
nahme vom
2.
Juni 2017 (
Urk.
6/108 S. 3 f.) aus, aus versicherungsmedizinischer Sicht sei der Beurteilung
der Gutachter
im vorliegenden
Medas
-Gutachten zu fol
gen. Die formalen Aspekte könnten als erfüllt betrachtet werden (S. 3 oben).
Gemäss dem Gutachten bestehe in der bisherigen Tätigkeit als Hilfsarbeiter seit
Ende
Januar 2015 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
. In Bezug auf die bisherige Tätigkeit seien mittelschwere und schwere körperliche Belastungen nicht mehr zumutbar. Zudem bestünden eine verringerte Konzentration
sfähigkeit
und eine verminderte
Auffassungsgabe.
In einer angepassten Tätigkeit habe von 2011 bis August 2016 eine Arbeits
un
fähigkeit von 0
%
bestanden. Seit August 2016 be
stehe bis auf Weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
mit der Möglichkeit der stufenweisen Steigerung der Arbeitsfähigkeit (S. 4 Mitte).
In einer leichten Tätig
keit mit Belastungen (Tragen/Stossen/Heben) bis zu 10 kg, mit der Möglichkeit wechselnde Körperpositionen einzunehmen, könne dem Beschwerdeführer aus rein somatischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 80
%
zugemutet werden. Mit der gegenwärtig mittelgradigen depressiven Episode sei die Arbeitsfähigkeit wegen einer verringerten Konzentration
sfähigkeit
und einer auffällig gewordenen ver
minderten Auffassungsgabe zusätzlich eingeschränkt. Die Arbeitsfähigkeit be
trage momentan 50
%
(S. 4 unten).
5.
5.1
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
5
.2
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen, für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Rechtsprechung). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxisänderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler:
BGE
140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlauben, das tatsächlich
erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die ge
samthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (
BGE
143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die
funktionellen
Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Jan
uar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
5.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie „funktioneller Schweregrad" (E. 4.3)
-
Komplex „Gesundheitsschädigung" (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex „Persönlichkeit" (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex „Sozialer Kontext" (E. 4.3.3)
-
Kategorie „Konsistenz" (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
6.
6.1
Die Gutachter der
K._
AG nannten im Gutachten vom 2
6.
Mai 2017 als Hauptdiagnosen mit Einschränkung der zumutbaren Arbeitsfähigkeit
im Wesent
lichen
ein bilaterales, rechtsbetontes
Impingement
beider Schultergelenke, symptomatische Knick-/Senkfüsse rechtsbetont, ein chronisches
lumbospondylo
genes
Schmerzsyndrom, ein moderates
Impingementsyndrom
der rechten Schulter und eine mittelgradige depressive Episode.
Als
Nebendiagnose
diagnostizier
ten
die Gutachter
unter anderem eine chronische
Schmerzstörung mit somati
schen und psychischen Faktoren (E. 4.5.4 hiervor).
Nach
deren Einschätzung
be
steht
für
die angestammten Tätigkeiten als Bauarbeiter und Kranführer
seit Ende Januar 2015
eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
.
Für eine behinderungsange
passte Tätigke
it besteht
aus somatischer Sicht
jedoch
eine Restarbeitsfähigkeit von 80
%
. Aus psychiatrischer Sicht wurde
aufgrund
der
depressiven Störung
eine Restarbeitsfähigkeit von 50
%
attestiert
mit der Möglichkeit, die Arbeitsfä
higkeit
weiter
zu steigern
(E. 4.5.5).
Der behandelnde Psychiater
Dr.
J._
nannte als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Anpassungsstörung mit längerdauernder depressiver Reaktion. Als Differentialdiagnose nannte er eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom (vorstehend E. 4.4).
6.2
Das polydisziplinäre Gutachten
der
K._
AG
vom 2
6.
Mai 2017
erfüllt die Anforderungen der Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gut
achtens.
Darin werden
die
Einschränkungen
am Bewegungsapparat
und der psy
chiatrische Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
dargelegt.
Das Gutachten beruht weiter
auf den
notwendigen
polydisziplinären
Untersuchungen
und be
rücksichtigt die geklagten Beschwerden in angemessener Weise.
Die Gutachter legten
sodann
nachvollziehbar
dar, dass für die angestammten Tätigkeiten
aufgrund der somatischen
Beschwerden
nach einer zwischenzeitli
chen Wiedereingliederung als Kranführer seit Ende Januar 2015 eine Arbeitsun
fähigkeit von 100
%
beste
ht
, womit den multiplen somatisch bedingten Einschränkungen des Beschwerdeführer
s
Rechnung getragen wird.
Für
eine
ange
passte Tätigkeit
kann
aus somatischer Sicht
jedoch
von
eine
r
Arbeitsfähigkeit von 80
%
ausgegangen werden
.
Die Gutachter gaben weiter an
,
dass bei Anwendung einer adäquaten psychotherapeutischen Behandlung auch
von psychiatrischer Seite
von einer zumutbaren
Arbeitsfähigkeit von 80
%
ausgegangen werden kann
.
Das Gutachten vermag
somit
auch in der Beurteilung der medizinischen Situation und in den Sc
hlussfolgerungen zu überzeugen. Es erweist sich daher als beweistauglich.
6.3
Die Beschwerdegegnerin hat
es
trotz der Diagnose einer Depression und
der
ge
änderten bundesgerichtlichen Rechtsprechung (vgl. E. 5.2 hiervor)
unterlassen
, ein strukturiertes
Beweisverfahren durchzuführen.
Das polydisziplinäre Gutach
ten der
K._
AG
erlaubt
jedoch
die Prüfung der
sogenannten
Standardindi
katoren.
Zum Komplex
„Gesundheitsschädigung” ist hervorzuheben, dass beim Beschwer
deführer
zahlreiche somatisch
e
Einschränkungen
bestehen
, welche jedoch eine vergleichsweise geringe Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in einer angepass
ten Tätigkeit bewirken
. Von psychiatris
cher Seite beschrieb O._
als Befunde
etwa eine leichte bis mittlere Dysphorie.
Weiter stellte er fest
, dass der Beschwerdeführer bei der Untersuchung leicht deprimiert und bezüglich der Zukunft leicht hoffnungslos gewirkt habe. Weiter seien Insuffizienzgefühle er
kennbar gewesen
.
Der Gutachter
beschrieb
sodann eine Reduktion der Lebendig
keit, der
geistigen
Frische, der Spannkraft und des Schwungs. Die
erhobenen Be
funde
fasste
er
im Sinne einer
temporären
depressive
n
Stimmungslage
zusammen
(E. 4.5.3).
Die
erhobenen
diagnoserelevanten Befunde erweisen sich
somit
mehr
heitlich als eher leicht ausgeprägt.
In Bezug auf den Indikator Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resis
tenz
wies
O._
darauf
hin, dass die Gespräche bei
Dr.
J._
lediglich einmal pro Monat stattfänden. Der Gutachter erachtete eine Erhöhung der
therapeutischen Sitzungen
auf eine wöchentliche Frequenz als erforderlich
, wobei er eine zu erwartende
Verbesserung des Gesundheitszustandes und der Arbeitsfähigkeit
in Aussicht stellte
. Die medikamentöse Therapie bezeichnete
er
als ausreichend
(E. 4.5.3 hiervor)
.
Es ergibt sich daher, dass der Beschwerdeführer die therapeutischen Möglichkeiten bislang nur unzureichend wahrge
nommen hat. Zudem
kann
bei einer höheren Therapiefrequenz von einer Erhöhung der Arbeits
fähigkeit auf 80
%
ausgegangen werden.
Bezüglich Komorbiditäten
diagnostizierte der psychiatrische Gutachter zwar eine
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen
Faktoren. Er führte diese aber als
Diagnose mit unklarem beziehungsweise ohne massgeblichen Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit auf.
Dies lässt grundsätzlich nicht darauf schliessen, dass der Beschwerdeführer aufgrund von Schmerzen
zusätzlich
und massgeblich
in
seiner
Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist.
Zum Komplex „Persönlichkeit”
wies der Gutachter auf
sprachliche Schwierigkei
ten
hin
, was jedoc
h als IV-fremd zu bewerten ist.
Zudem
beschrieb er
im Zusam
menhang mit
der depressiven Störung eine verminderte Konzentrationsfähigkeit und eine reduzierte Auffassungsgabe
des Beschwerdeführers
.
Positiv ist im sozialen Kontext zu
vermerken, dass noch
ein gewisser
Kontakt zu Freunden be
steht. Auch wenn O._
einen mittelgradigen sozialen Rückzug
feststellte
, ergibt sich auf der anderen Seite,
dass der Beschwerdeführer
2016 mit seiner Tochter zwei W
ochen
nach Brasilien (vgl. S. 30 des Gutachtens)
in die Ferien
gefahren ist
und er noch gelegentlich Freunde besucht
. Zudem erhält er von seiner Frau
beispielsweise
Unterstützung im Haushalt
(E. 4.5.3). Dies spricht
dafür, dass beim Beschwerdeführer noch gewisse Ressourcen vorhanden sind.
Bezüglich der Kategorie „Konsistenz” ist festzuhalten, dass bei einer
nur
monat
lichen Frequenz
der Therapie bei
Dr.
J._
nicht von einem erheblichen
und
ausgewiesenen Leiden
sdruck ausgegangen werden kann, da angenommen wer
den darf, dass der Beschwerdeführer die Frequenz der Sitzungen ansonsten erhöht hätte.
Weiter ist zu bemerken, dass der Beschwerdeführer offenbar fähig ist, trotz Schmerzen regelmässig (nach Lage der Akten jährlich; vgl. S. 30
Ziff.
1.2 des Gutachtens) einen Langstreckenflug nach Brasilien zu bewältigen. Er ist zudem fähig, täglich eine halbe Stunde spazieren zu gehen, obwohl nach eigenen Anga
ben nach 100 bis maximal 200 Metern die Rückenschmerzen
exazerbieren
wür
den (vgl. S. 29 Mitte und S. 30
Ziff.
1.2). Weiter vermochte er im Zeitpunkt der Untersuchung täglich mit dem Zug zum nachmittäglichen Deutschkurs zu fahren und diesen zu absolvieren, womit das Aktivitätsniveau nicht als gleichmässig eingeschränkt betrachtet werden kann (S. 30
Ziff.
1.2). Insbesondere stellt der Umstand, dass er anlässlich der orthopädischen Untersuchung unter Ablenkung mehrfach die Schultern und Arme ohne Probleme bewegen konnte, die Konsis
tenz ebenfalls erheblich in Frage. Unter Berücksichtigung dieses entscheidenden beweisrechtlichen Aspekts ergibt
die Prüfung der Stand
ardindikatoren daher, dass die funktionellen Auswirkungen der medizinisch (psychiatrisch) festgestellten ge
sundheitlichen Anspruchsgrundlage anhand der Indikatoren nicht schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Die Folgen dieser Beweislosigkeit hat der Beschwerdeführer zu tragen (vgl. vorste
hend E. 5.2). Damit ist in
eine
r
angepasste
n
Tätigkeit
von einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit
von 80
%
auszugehen
.
A
ufgrund der ärztlichen Empfehlung
kann dem Beschwerdeführer
eine Intensivierun
g der Therapie zugemutet werden.
6.4
Der medizinische Sac
hverhalt ist somit
gestützt auf das Gutachten der
K._
vom 2
6.
Mai 2017
als
dahingehend
erstellt zu erachten
, dass in den angestamm
ten Tätigkeiten seit Ende Januar 2015 keine Arbeitsfähigkeit mehr besteht. Für eine
angepasste Tätigkeit ist aus polydisziplinärer Sicht dagegen von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
auszugehen.
An diesem Resultat vermag der Bericht des Instituts für Radiotherapie,
K
linik
Q._
, vom
8.
Januar 2018 (
Urk.
6/136) nichts zu ändern, enthält er doch keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit.
7.
7.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
7.2
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statisti
schen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug
der Lohnstatistik erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkre
ten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
IVG
, 3. Aufl.
2014
, N
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hin
weisen auf die Rechtsprechung).
7.3
W
ird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen körperlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesund
heitliche Einschränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbeding
ten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichts
punkts führen dürfen (Urteile des Bundesgerichts 9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1 und 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 mit Hinweisen).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss sich auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine ab
weichende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen (vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E. 7.1.1 mit Hinweisen
).
7.4
Die Beschwerdegegnerin bestimmte das
Valideneinkommen
gestützt auf das
vom Beschwerdeführer
als Kranführer
mutmasslich erzielte
Erwerbse
inkommen
(
Urk.
6/107).
Die
B._
AG gab im Bericht vom 1
3.
November 2017 für die
Tätig
keit als Kranführer
als aktuellen Lohn
ein Jahreseinkommen von
Fr.
76'050.
--
an
(
Urk.
6/121 S. 4
Ziff.
5)
.
Da davon auszugehen ist, dass der Beschwerdeführer
weiterhin als Krankführer gearbeitet hätte, kann f
ür das Jahr 2016 auf ein
Vali
deneinkommen
von
Fr.
76'050.-- abgestellt werden.
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens sind Tabellenlöhne heranzuzie
hen. Gemäss dem Bundesamt für Statistik betrug der durchschnittliche Monats
lohn im Jahr 201
4
basierend auf dem
Kompetenzniveau eins (einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art)
für Männer
Fr.
5'
312
.-- (LSE 201
4 Tabelle TA1_tirage_skill_le
vel
). Die Beschwerdegegnerin
nahm
einen Abzug vom Tabel
lenlohn von 5
%
vor (
Urk.
2 S. 2)
.
Gemäss m
edizinischer Beurteilung
können dem Beschwerdeführer
nur mehr körperlich leichte Täti
gkeiten zugemutet werden.
Der Tabellenlohn
gemäss Kompetenzniveau eins
umfasst jedoch Tätigkeiten körper
li
cher oder handwerklicher Art und damit auch solche,
welche dem Beschwerde
führer teilweise nicht mehr zugemutet werden können.
Zudem ist ihm lediglich ein Teilzeitpensum von 80
%
und nicht ein Vollzeitpensum möglich. Bestenfalls rechtfertigt sich damit ein Abzug vom Tabellenlohn von 10
%.
Nachdem dem Beschwerdeführer körperlich leichte Arbeiten möglich sind, scheidet ein höherer Abzug, wie
vom Beschwerdeführer gefordert (
Urk.
1 S. 6
Ziff.
6 unten), aus.
Bei einer Nominallohnentwicklung von total 0.4
%
im Jahr 2015 und 0.7
%
im Jahr 2016 (Tabelle T1.10 Nominallohnindex, 2011-2016) und einer wöchentli
chen Arbeitszeit im Jahr 2016 von 41.7 Stunden ergibt sich bei einer zumutbaren Arbeitsfähigkeit von 80 % ein Einkommen von
Fr.
48'
374
.-- (
Fr.
5'
312
.—x
12 :
40 x 41.7 x 1.004 x 1.007 x 0.8 x 0.9). Damit ist von einem Invalideneinkommen von
Fr.
48'
374
.-- auszugehen.
Vergleicht man das
Valideneinkommen
von
Fr.
76'050.-- mit dem Invalideneinkommen von
Fr.
48'
374
.-- resultiert eine Er
werbseinbusse von
Fr.
27'
676
.--, was einem Invaliditätsgrad von rund 3
6
%
ent
spricht.
Damit resultiert auch bei einem Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad.
7.5
Zum Zeitpunkt der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom September 2013 be
stand für die angestammte Tätigkeit als Kranführer eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
. Zwar wurde im Urteil des hiesigen Gerichts vom 1
6.
Dezember 2015 auf der Grundlage der seinerzeit vorliegenden medizinischen Berichte angenommen, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers weiter verschlechtert haben könnte (
Urk.
6/74 S. 9 f. E. 5.4).
Im damaligen Verfahren genügte zum einen die blosse Glaubhaftmachung einer Verschlechterung durch den Beschwer
deführer nach
Art.
87
Abs.
2 IVV. Zum anderen liegt nach Durchführung weiterer medizinischer Abklärungen und Einholung eines polydisziplinären Gutachtens ein
umfangreicheres
Bild vor als zum Zeitpunkt des Urteils vom 1
6.
Dezember 201
5.
Die Abklärungen ergaben dabei,
dass dem Beschwerdeführer eine behinde
rungsangepasste, körperlich leichte Tätigkeit zu 80
%
zugemutet werden kann, womit
bei einem maximal gerechtfertigten Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von rund 3
6
%
resultiert.
Die Verhält
nisse habe sich daher seit der letztmaligen Beurteilung nicht
anspruchsrelevant
verschlechtert.
7.6
Zusammenfassend
hat die
Rentenrevision verglichen mit dem Zeitpunkt der Ver
fügung vom September 2013 keine massgebliche Verschlechterung
des Gesund
heitszustandes in dem Sinne ergeben, als für eine behinderungsangepasste Tätig
keit von einer Arbeitsfähigkeit von 80
%
auszugehen ist.
Die Beschwerdegegnerin hat einen Rentenanspruch in der angefochtenen Verfügung daher zu Recht ver
neint. Die Beschwerde ist daher abzuweisen, soweit darauf einzutreten
ist
.
8.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Vor
liegend sind die Kosten auf
Fr.
800.-- festzusetzen. Ausgangsgemäss sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.