# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bbf91925-6e28-4e87-bc93-c8cfaaefd0ba
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1964
und bis zum 31. Juli 2011 als Senior
Sales
Specia
list bei der
Y._
tätig (
Urk.
9/6)
, meldete sich am 2
2.
August 2011 un
ter Hinweis auf ein Burnout zum Bezug von Massnahmen für die berufliche Eingliederung an (
Urk.
9/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich, IV-Stelle, holte einen Auszug aus den individuellen Konto
des Versi
cherten
(IK-Auszug,
Urk.
9/5), eine
Arbeitgeberauskunft (
Urk.
9/6) und
Arzt
berichte
(Urk.
9/8
und
Urk.
9/9
) ein
und zog die Akten des
Krankentaggeld
versicherers
bei (
Urk.
9/15).
Sie veranlasste
eine psychiatrische Begutachtung (vgl. das Gutachten von
Dr.
med.
Z._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, vo
m 4. September 201
2
,
Urk.
9/38) und
übernahm her
nach
ab
7. Januar 2013
die Kosten für ein Aufbautraining
(
Urk.
9/44),
ein Arbeitstraining (
Urk.
9/62,
Urk.
9/75 und Urk.
9/81)
und
für eine Massnahme
zur Zeitüberbrückung
bis
31.
Dezember 2014 (
Urk.
9/91)
bei der Stiftung
A._
.
Im Anschluss war zunächst eine Festanstellung bei der Stiftung
A._
im Umfang eines 80%-Pensums als kaufmännischer Mitarbeiter geplant (vgl.
Urk.
9/102 und
Urk.
9/106 S. 8), die in der Folge aber nicht zustande kam (
Urk.
9/106 S. 10 ff.).
Mit Mitteilung vom 10. Februar 2015 (
Urk.
9/105) wur
den die Eingliederungsbemühungen abgeschlossen.
Die IV-Stelle holte einen Arztbericht ein (
Urk.
9/109) und verneinte nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(
Urk.
9/113 f.
)
mit Verfügung vom 15. Dezember 2015 (
Urk.
2)
einen Anspruch auf eine Invali
denrente
.
2.
Gegen die Verfügung vom 15. Dezember 2015 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 15. Januar
2015 (richtig:
2016
)
Beschwerde (
Urk.
1; vgl. auch die
Be
schwerdeverbesserung
mit Originalunterschrift am 8. Februar 2016,
Urk.
5) mit dem Antrag auf eine Invalidenrente beziehungsweise Teilinvalidenrente sowie auf eine neue Begutachtung und Beurteilung.
Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Vernehmlassung vom 9. März 2016 auf Abweisung der Be
schwerde (Beschwerdeantwort,
Urk.
8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28
Abs.
2 IVG).
1.3
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtes fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie
erwiese
nermassen
therapieresistent sind (statt vieler:
BGE 140 V 193
E.
3.3 mit Hin
weis). Nur in einer solchen
–
seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depressionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind
–
gesetzlich verlangten Konstellation ist den no
rmativen Anforderungen des Art. 7 Abs.
2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (
BGE 141 V 281
E. 3.7.1 bis 3.7.3
). Ein solcher Sachverhalt muss überwiegend wahrscheinlich und darf nicht lediglich nicht
auszuschliessen
sein. Es kommt dazu, dass die Therapie in dem Sinne konse
quent gewesen sein muss, dass die aus fachärztlicher Sicht indizierten zu
mutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten in ko
operativer Weise optimal und nachhaltig ausgeschöpft wurden (
BGE 140
V 193
E. 3.3
;
BGE
137 V 64
E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bun
des
-
gerichts
9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E.
4.1).
2.
2.1
Die IV-Stelle gab in der das Leistungsbegehren abweisenden Verfügung vom 1
5.
Dezember 2015 (
Urk.
2) zu
r
Begründung an, es liege kein
Gesundheits
schaden
vor, der sich erheblich und dauerhaft auf die Arbeitsfähigkeit aus
wirke.
Die Arbeitsfähigkeit habe u
nter regelmässiger psychiatrischer Be
handlung langsam aber stetig gesteigert werden können. Zudem könne ins
gesamt eine relativ gute Prognose gestellt werden.
In der Beschwerdeantwort vom
9.
März 2016
(
Urk.
8)
führte sie ergänzend aus,
dass
die
invaliditäts
fremde
n
psychosoziale
n
Faktoren derart ausgeprägt seien, dass diese einen invalidisierenden Befund ausschliessen würden.
2.
2
Der Beschwerdeführer wandte dagegen in seiner Beschwerde vom 1
5.
Januar 2016 (
datiert mit 1
5.
Januar 2015,
Urk.
1 und
Urk.
5) im Wesentlichen ein, dass sein Gesundheitszustand gemäss seiner Ärztin
Dr.
m
ed.
B._
, Psy
chiatrie und Psychotherapie,
noch nicht 100
%
sei, weshalb psychosoziale
Be
lastungsfaktoren
(wie eine schwere Belastungssituation im Arbeitsbereich) zu einem sehr schweren
(
nicht einschätzbaren
)
Rückfall mit erheblicher und langandauernder Einschränkung der Arbeitsfähigkeit fü
hren könne.
3.
3.1
Dr.
Z._
erstatte der IV-Stelle am
4.
September 2012 ein
Psychiatrisches
Gutachten (
Urk.
9/38). Sie nannte die Diagnosen
(S. 23)
:
Anhaltende mittelschwere, agitierte depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) mit/bei
Burn-out durch Ausschöpfung der Ressourcen im Rahmen einer schweren Belas
tungssituation im Arbeitsbereich (ICD-10 Z73.0)
Somatoforme
autonome Funktionsstörung
, oberes Verdauungssystem (ICD-
10 F45.31), seltener auch Atmungssystem (ICD-10 F45.33)
l
eichte Zwangsstörung (Zw
angshandlungen,
ICD-10 F42.1)
Im Verlauf Regressio
ns- und
Chronifizierungstendenz
mit dysfunktionalen
Vermei
dungsstrategien
Alkoholabusus (ICD-10 Z72.1)
Verdacht auf arzneimit
telinduzierte extrapyramidale Störungen (bei SSRI
+ NSRI-Kombinationsbehandlung,
ICD-10 G21.1)
Aus diagnostischer Sicht hielt
Dr.
Z._
im Gutachten fest, dass sich aus einem initial typischen Burnout
-L
eiden als rein arbeitsbezogene psychische Balancestörung, eine alle Bereiche des Lebens beeinträchtigende depressive
Störung entwickelt habe, die den Versicherten auch noch bald zwei Jahre nach Aufgabe der Arbeit in sämtlichen Funktionen des Alltagslebens, inklu
sive Beziehungspflege, Gestaltung einer Tagesstruktur, Partizipation am sozi
alen
L
eben und Aufnahme von Eigenverantwortung e
rheblich einschränke
(
S. 22). Dabei könne aber heute keine schwere Depression, aber doch eine ins
gesamt mittelschwere Sympto
matik festgestellt werden.
Es seien
nebst
einer
depressiven
Stimmung
,
in einem für den Betroffenen deutlich
ungewöhnli
chen Ausmass
,
sowie
einem
Interessen- und Freudeverlust
an Aktivitäten, die normalerweise angenehm waren, insgesamt fünf
der ICD-10 F3
2.1-
Zusatz
kriterien
erfüllt
(Verlust des Selbstvertrauens, Klagen über vermindertes De
nk- und Konzentrationsvermögen sowie
Unschlüssigkeit, psychomotori
sche Agitiertheit, Schlafstörungen und Appetitver
lust mit
Gewichtsverände
rungen
)
. In Kombination mit der psychometrischen Bewertung auf den Fremdbeurteilungsskalen HAM-D und MADRS könne eine gegenwärtig mit
telgradige, agitierte depressive Episode, mit dem besonderen Aspekt einer er
heblichen gastrointestinalen
Psychosomatisierungsbereitschaft
sowie Bin
dung von
Ängsten in (leicht
-
gradige
n
) Zwangshandlungen, abgeleitet werden
(S. 22 f.)
.
Dr.
Z._
gab
weiter
an, das
s der Beschwerdeführer in seinem
letzten Auf
gabenbereich als EDV-Softwareentwickler b
eziehungsweise Senior
Sales
Spec
ialist
in einem kompetitiven internationalen Grossunternehmen auf
grund der gegenwärtig anhaltenden beziehungsweise persistierenden (stag
nierenden) agitierten mittelgradigen depressiven Episode mit Regression und dysfunktionalen Vermeidungsstrategien, leichter Zwangsstörung und
Psy
chosomatisierung
zu 100
%
arbeitsunfähig
sei
. Der Zustand des Beschwer
deführe
rs sei mit einer Kaderfunktion
mit Verantwortung für eine anspruchs
volle Kundschaft und hohen Performance- und
Kompetit
ivitätsvorgaben
nicht vereinbar.
Eine
Sachbearbeiterfunktion
im KV-/Handelsbereich bezie
hungsweise eine übersichtliche, vorwiegend administrative Aufgabe ohne intensive Kundenkontakte, ohne Zeit- oder Leistungsdruck und ohne An
for
derungen an
Krisenmanagement
s
kompetenzen
sei dem Beschwerdeführer in
des ab sofort beziehungsweise ab Datum der gutachterlichen Untersuchung am 3.
September 2012 zu 40
%
zumutbar
, wobei die festgestellte
g
estörte
Psychomotorikkomponente
, die wahrscheinlich arz
neimittelinduziert sei, den Versicherten
zu etwa 10
%
beeinträchtige.
Aus psychiatrischer Sicht sei die Prognose, vorausgesetzt, der Beschwerdeführer könne zu einer Überwindung der dysfunktionalen Verhaltensmuster motiviert werden, doch günstig, da keine Hinweise auf vorbestehende Persönlichkeits- oder Verhaltensstörungen
vorliegen würden und es sich um eine erste depressive Episode (keine
vorbe
stehende
affektive Störungen) bei einem zeitlebens leistungsfähigen und leistungsorientierten, ausgeglichenen und sozial gut vernetzten Versicherten handle. Von einem Wiedererlangen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit sei da
her, unter der Voraussetzung einer wöchentlichen psychiatrisch-psychothe
rapeutischen Behandlung,
einer
Neuevaluation der antidepre
ssiven Behand
lung (gegenwärtig
arz
neimittelinduzierte Nebenwirkungen) und intensiver berufsintegrativer Bemühungen auszugehen. Dieser Prozess dürfte, da
Re
gressionstendenzen
überwunden werden müssten, noch sechs bis acht Mo
nate in Anspruch nehmen (S. 2
4.
f.).
3.2
In der F
olge wurden vom
7.
Januar 2013 bis 3
1.
Dezember 2014 berufliche Massnahmen in der Stiftung
A._
durchgeführt.
Im Abschlussbericht vom 1
8.
März 2015 betreffend die Zeitüberbrückung vom
1.
Juli bis 3
1.
Dezember 2014 (
Urk.
9/110)
wurde
die Integration in den ersten Arbeitsmarkt als rea
listisch erachtet, wenn der Versicherte eine Arbeitsstelle annehme, die seinen Ressourcen und Möglichkeiten entspreche. Z
um Start
wurde
eine kaufmän
nische Tätigkeit mit geringem Druck, vorzugsweise als kaufmännischer All
rounder in einer Verwaltung oder im Back Office bis 80
% empfohlen.
Im Verlauf der Eingliederungsberatung nahm die Eingliederungsberaterin mehrfach Rücksprache mit dem Therapeuten
C._
und
der Psychiaterin
Dr.
B._
, bei welcher der Beschwerdeführer seit dem 1
6.
Mai 2012 in Be
handlung ist (
Urk.
9/109)
. Im Februar 2014 gab
Dr.
B._
an, sie sei erstaunt, wie langsam sich der Beschwerdeführer erhole. Zu Beginn der Behandlung habe sie an ein Burnout gedacht. Sie habe jedoch immer mehr feststellen müssen, dass die Beschwerden
chronifiziert
seien. Der Beschwerdeführer leide unter Ängsten und Panikattacken und sei rasch überfordert. Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit sehe sie auch in Zukunft nicht. Eine 50%ige Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt könnte sie sich mit einem langsamen Aufbau vor
stellen (
Urk.
9/106 S. 5 f.). Der Psychologe
C._
gab im Februar 2014 an, er habe festgestellt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerde
führers immer
im Zusammenhang mit Änderungen
verschlechtert habe,
so bei
der
Erhöhung der Stunden oder
beim
Ende einer Massnahme. Der Be
schwerdeführer leide unter grossen Verlustängsten, weshalb er so an der Stiftung
A._
hänge. Er habe aber Ressourcen und Potential und sei sehr zuverlässig. Oft sei er leider blockiert. Eine gewisse Portion Druck sei jedoch möglich. Es sei möglich, dass dann der Knopf aufgehe. Er habe die Rein
tegration bisher als zwar langsam aber erfolgreich betrachtet (S. 6).
Im De
zember 2014 teilte
Dr.
B._
mit, der Beschwerdeführer habe eine Entwick
lung in eine gute Richtung gemacht. Aktuell sei er
an seine Grenzen gestos
sen. Sie
beurteilte seine Leistungsfähigkeit bei zirka 50
%
.
3.
3
Im Bericht vom 1
7.
März 2015 (
Urk.
9/109) nannte
Dr.
B._
die Diagnosen anhaltende leichte bis mittelschwere depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.0-32.1) sowie vorwiegend Zwang
shandlungen (ICD-10 F42.1) und
die Differenzialdiagnose
anankastische
Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.5). Sie gab an, in den letzten
zweieinhalb
Jahren sei das Privat
leben des Beschwerdeführers stabil geblieben. Er wohne nach wie vor mit seiner langjährigen Freundin in einem Reiheneinfamilienhaus und pflege guten Kontakt zu seiner Familie und der Familie seiner Freundin.
Den Alkoholkonsum habe er auf zirka drei Bierdosen an drei bis vier Wo
chentagen reduziert.
Die Tagesstruktur in der Stiftung
A._
und ein gutes Arbeitsklima hätten ihm gut getan und unterstützend auf eine langsame Ge
nesung gewirkt. Die Prognose sei
relativ
gut, jedoch mit Einschränkung in der Leistungsfähigkeit.
Die Behandlung beim Psychologen
C._
laufe weiter. Bei ihr
fänden zirka dreiwöchentliche Termine statt.
Der Beschwer
deführer vertrage die aktuelle Medikation sehr gut. Für eine weitere Stabili
sierung werde er neu auf
Lamictal
eingestellt
.
Er
se
i
ab
2011 bis Januar 2013
in der bisherigen Tätigkeit als
EDV-Softwareverkaufsleiter zu 100
%
arbeits
unfähig gewesen. Sei
t
Januar 2013 würden
Wiedereingliederungsmassnah
men
mit einer langsamen Steigerung der Arbeitsfähigkeit in geschütztem Rahmen durchgeführt.
Seit Herbst 2014 betrag
e
die Arbeitsunfähigkeit 40
%
, die
sehr wahrscheinlich
bestehen bleibe
. Der Beschwerdeführer leide immer noch unter Stimmungsschwankungen und Konzentrationsstörungen. Er er
scheine nicht pünktlich zu den Terminen. Sein Arbeit
stempo sei verlangsamt. Es falle
ihm schwer, Arbeiten abzugeben. Er müsse diese wieder überarbeiten (zwanghaft). Die Leistungsfähigkeit sei um 40
%
vermindert. Es sei wahr
scheinlich keine Kaderfunktion zumutbar.
4.
4.1
Der Beschwerdeführer
leidet
im Wesentlichen
an
einer depressiven Erkran
kung. Laut dem Gutachten von
Dr.
Z._
vom
4.
September 2012, litt er im September 2012 an einer anhaltenden mittelschweren, agitierten depressi
ven Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
und einer leichten Zwangsstörung
. In der Folge
fand eine langsame Genesung statt
. Dr.
B._
diagnostizierte am 1
7.
März 2015 eine anhaltende leichte bis mittelschwere depressive
Episode mit somatischem Syndrom
, wobei sie die von
Dr.
Z._
in
diesem Zusammenhang erwähnte
gastrointestinale
Psychosomatisierungs
bereitschaft
nicht mehr thematisierte
.
Im Begutachtungszeitpunkt bestanden darüber hinaus
vermutlich
arzneimittel
induzierte
psychomotorische Störungen,
die
im Bericht
von
Dr.
B._
ebenfalls
nicht mehr erwähnt werden und
deshalb überwiegend wahrscheinlich nach
Anpassung der Medikation verschwanden.
Die Gutachterin befand
in der Expertise vom
4.
September 2012
, dass der Beschwerdeführer insgesamt (unter Einschluss einer 10%igen Beeinträchti
gung durch
die
wahrscheinlich arzneimittelinduzierte gestörte
Psychomoto
rikkomponente
) in einer angepassten Tätigkeit als
kaufmännischer
Sachbear
beiter zu 60
%
arbeitsunfähig sei und rechnete bei einer wöchentlichen psy
chiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung, Neuevaluation der
antide
pressiven
Arzne
imittelbehandlung und intensiven berufsintegrativen
Bemü
hungen mit einem Wied
er
erlangen einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in sechs bis acht Monate
n
.
Im März 2015 attestierte
Dr.
B._
eine verbleibende 40%ige Einschränkung in der Leistungsfähigkeit, die wahrscheinlich beste
hen bleibe.
Dr.
med.
D._
, Facharzt Allgemeinmedizin, vom Regionalen Ärztlichen Dienst der IV-Stelle
folgte dieser Einschätzung
in seiner Stellung
nahme vom 3
1.
März 2015 (
Urk.
9/115 S. 5)
.
4.2
4.2.1
Zu diskutieren ist die sozialversicherungsrechtliche Relevanz und Tragweite dieser ärztlichen Einschätzungen
mit Bezug auf einen
Rentenanspruch
, wie dies bereits die Beschwerdegegnerin tat (Urk.
9
/
115 S. 6 und
Urk.
8
), da d
en medizinischen Experten bei der Beurteilung, wie sich die erhobenen gesund
heitlichen Beeinträchtigungen auf die Arbeitsfähigkeit auswirken, keine ab
schliessende Beurteilungskompe
tenz zu
kommt
(BGE 140 V 193 E. 3.2,
Urteil des Bundesgerichts 9C_106/2015 vom 1. April 2015 E. 6.3).
4.2.2
Vorweg ist namentlich die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur invalidisie
renden Wirkung depressiver Leiden zu beachten (vgl. E. 1.3).
P
sy
chische Störungen
gelten
grundsätzlich nur dann als inval
idisierend
, wenn sie schwer und
therapeutisch nicht (mehr)
angeh
bar
sind (BGE 141 V 281
E. 4.3.1.2
). Bei leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen fehlt es laut Bundesgericht in der Regel an der vorausgesetzten Schwere, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch (
vgl. vorstehend E.
1.3
und
Urteil des Bundesgerichts 8C_290/2016 vom 2
0.
Juni 2016 E. 4.1
mit Hinweisen
).
4.2.3
Mit Blick
auf diese Grundsätze
liegt
beim Beschwerdeführer
kein
invalidisieren
des
depressives
Leiden
im Sinne der Rechtsprechung vor
.
Durch
die medizinische Behandlung und die
beruflichen M
assnahmen der IV-Stelle
konnten
Fortschritte und eine langsame Besserung erreicht werden (
E. 3.2 und E. 3.3
,
vgl. auch
Urk.
9/106 S. 6). Die ursprünglich diagnostizierte
an
haltende
mittelschwere
agitierte,
depressive Episode mit somatischem Syn
drom
schwächte sich ab. Die behandelnde Psychiaterin ging im März 2015 noch von einer anhaltenden leichten bis mittelschweren depressiven Episode mit somatischem Syndrom
(ICD-10 F32.0-F32.1)
aus
, wobei sie diese Di
ag
nose
nicht korrekt
codierte (richtig wäre
ICD-10 F32.01-F32.11) und auch die Annahme einer „Episode“, die bereits fünf Jahre dauert und
darüber hinaus
„
bis auf Weiteres
“
eine 40%ige Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit verur
sachen soll, nicht zu überzeugen vermag.
D
ass eine Besserung eingetreten ist, ist jedoch unbestritten und spiegelt sich auch im Abschlussbericht vom 1
8.
März 2015 zu den Eingliederungsmassnahmen (
Urk.
9/110)
wieder
.
Zu Beginn der beruflichen Massnahme konnte der Beschwerdeführer lediglich eine Präsenzzeit von 2
Stunden im Tag erreichen.
Gegen Ende der Mass
nahme wurde
eine Integration in den ersten Arbeitsmarkt als realistisch an
gesehen und zum
Einstieg
eine kaufmännische Tätigkeit mit geringem Druck, vorzugsweise als kaufmännischer Allrounder in einer Verwaltung oder im Back Office
in einem Pensum
bis 80
%
empfohlen
(S. 4)
.
Dr.
B._
gab
an
, dass die
aktuelle
Medikation für eine weitere Stabilisierung neu mit
Lamic
t
al
ergänzt werde
, was ein Hinweis dafür ist, dass auch noch nicht alle thera
peutischen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.
Rechtsprechungsgemäss
be
gründet das depressive
Leiden
somit
kein
en invalidisierenden
Gesundheits
schaden
.
4.
3
Die Gutachterin diagnostizierte im Rahmen des depressiven Leidens eine leichte Zwangsstörung
mit Zwangshandlungen (ICD-10 F
42.1).
Aus dem Be
richt der
behandelnde
n
Psychiaterin vom 1
7.
März 2015
ergeben sich keine Hinweise, wonach sich diese
seither verstärkt hat
.
Betreffend die nur als
Dif
ferenzialdiagnose
genannte Diagnose
anankastische
Persönlichkeitsstörung (
ICD-10
F60.5)
ist
nicht
ersichtlich und wurde
von Dr.
B._
auch
nicht be
gründet
, weshalb sich diese neu nachhaltig einschränkend auf die Arbeitsfä
higkeit auswirken sollte, obwohl sie vorher nie limitiere
nd in Erscheinung getreten ist.
So gab Dr.
Z._
in ihrer Expertise an,
dass
beim zeitlebens leistungsfähigen und leistungsorientierten, ausgeglichenen und sozial gut vernetzten Versicherten
keine
Hinweise auf vorbestehende Persönlichkeits- oder Verhaltensstörungen vorliegen würden (
E. 3.1
). Bis zum Jahr 2010 sind
jedenfalls
keine
psychische
n
Störungen
aktenkundig
(
Urk.
9/38 S. 7).
Die be
handelnde Psychiaterin legte denn auch nicht d
ar, gestützt auf welche Be
funde
sie die
ICD-
Kriterien
betreffend Persönlichkeitsstörungen im Allgemei
nen und
anankastische
Persönlichkeitsstörung im Besonderen (
vgl.
die von
Weltgesundheitsorganisation
[
WHO
]
herausgegebene Internationale Klassifi
kation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V
[
F
]
, Klinisch-diagnostische Leitlinien,
9.
Auflage 2014, S. 274
ff. und S. 281 f.
)
als gegeben erachtet.
Auch mit der Differenzialdiagnose lässt sich somit kein invalidisierender
Ge
sundheitsschaden
begründen.
Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Die Kosten sind ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzu
erlegen.