# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 286b7f48-985f-5c43-9f86-276d8a49359b
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

I. Sachverhalt
1. Der Beschwerdeführer reichte am 22. Juni 2015 bei der Gemeinde Brienz ein
Baugesuch ein für eine Generalsanierung seines Teils des zusammengebauten Hauses
auf Parzelle Brienz Grundbuchblatt Nr. D._. Die Parzelle liegt im Wirkungsbereich
des Uferschutzplans Nr. 2, Sektor B (Wohn- und Gewerbezone WG2). Gegen das
Bauvorhaben erhob unter anderem die Beschwerdegegnerin Einsprache; sie ist
Eigentümerin des anderen Hausteils auf Parzelle Brienz Grundbuchblatt Nr. E._.
RA Nr. 110/2015/152 2
Mit Entscheid vom 25. September 2015 erteilte die Gemeinde Brienz die Baubewilligung.
Dies unter anderem mit folgender Nebenbestimmung: "Unabhängig von den bestehenden
Wanddimensionen sind sämtliche in diesem Bauentscheid festgehaltenen Bestimmungen
betreffend Brandschutz, Schallschutz und weiteren baulichen Massnahmen zu Lasten der
Räumlichkeiten des Gesuchstellers auszuführen (inkl. Schliessung Schiessscharte). Die
Tragsicherheit von stützenden Bauteilen ist zu gewähren".
2. Gegen diese Nebenbestimmung reichte der Beschwerdeführer am 29. Oktober 2015
Beschwerde bei der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Er
beantragt, die Nebenbestimmung sei ersatzlos zu streichen. Weiter beantragt er eine
Überprüfung der Baubewilligung vom 20. September 2010 "auf Rechtsmissbrauch" und
eine Prüfung der angefochtenen Nebenbestimmung "auf Rechtmässigkeit und
Verhältnismässigkeit". Schliesslich beantragt er eine Prüfung der "Rechtsanwendung nach
ZGB Art. 2 (...) (Vertrauensschutz) aller drei Parteien Einsprecherin (...), Baukommission
und mir".
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet1, führte den
Schriftenwechsel durch und holte die Vorakten ein. Die Gemeinde Brienz beantragt in ihrer
Stellungnahme vom 1. Dezember 2015 die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf
eingetreten werden könne. Die Beschwerdegegnerin beantragt in ihrer Beschwerdeantwort
vom 3. Dezember 2015, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, soweit die Überprüfung
des rechtskräftigen Bauentscheids vom 20. September 2010 verlangt werde. Im Übrigen
sei die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Am 9. Februar 2016 führte
das Rechtsamt einen Augenschein mit Instruktionsverhandlung durch. Danach erhielten
die Verfahrensbeteiligten die Gelegenheit, Schlussbemerkungen einzureichen.
4. Auf die Rechtsschriften, die Vorakten und das Protokoll des Augenscheins wird,
soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
1 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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## Considerations

II. Erwägungen
1. Eintreten
a) Mit dem ersten Rechtsbegehren wird die Nebenbestimmung eines Bauentscheids
angefochten. Bauentscheide inklusive Nebenbestimmungen können nach Art. 40 BauG2
innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden.3 Die
BVE ist somit insoweit für die Beurteilung der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde
befugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher im Rahmen ihrer Einsprachegründe und
die zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Der Beschwerdeführer, dem die
Baubewilligung mit der umstrittenen Nebenbestimmung erteilt wurde, ist durch den vor-
instanzlichen Entscheid beschwert und daher zur Beschwerdeführung legitimiert. Auf seine
form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist hinsichtlich des ersten
Rechtsbegehrens einzutreten.
b) Anfechtungsobjekt ist die Verfügung der Vorinstanz, also der Bauentscheid vom
25. September 2015. Der Streitgegenstand kann nicht über das Anfechtungsobjekt
hinausgehen.4 Soweit der Beschwerdeführer in seinem zweiten Rechtsbegehren die
Überprüfung einer alten Baubewilligung vom 20. September 2010 verlangt, kann daher
nicht auf seine Beschwerde eingetreten werden.
c) Der zweite Teil des zweiten Rechtsbegehrens und das dritte Rechtsbegehren des
Beschwerdeführers stellen keine eigenständigen Rechtsbegehren dar. Sowohl die
verlangte Überprüfung der Nebenbestimmung auf Rechtmässigkeit und
Verhältnismässigkeit als auch der Verweis auf Art. 2 ZGB5 und den Vertrauensschutz
dienen lediglich der Begründung der Beschwerde. Diese Rügen sind daher im Rahmen des
ersten Rechtsbegehrens zu prüfen.
2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721) 3 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 40-41 N. 8 4 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 72 N. 6 bis 8 5 Schweizerisches Zivilgesetzbuch vom 10. Dezember 1907 (ZGB; SR 201)
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2. Nebenbestimmung
a) Der Beschwerdeführer verlangt die ersatzlose Streichung der folgenden
Nebenbestimmung in Ziff. 3.2.1 des angefochtenen Bauentscheids: "Unabhängig von den
bestehenden Wanddimensionen sind sämtliche in diesem Bauentscheid festgehaltenen
Bestimmungen betreffend Brandschutz, Schallschutz und weiteren baulichen Massnahmen
zu Lasten der Räumlichkeiten des Gesuchstellers auszuführen (inkl. Schliessung
Schiessscharten). Die Tragsicherheit von stützenden Bauteilen ist zu gewähren." Er macht
geltend, dabei handle es sich um einen unzulässigen Eingriff in privatrechtliche
Angelegenheiten. Damit werde ein Mittel geschaffen, jeden Wunsch oder jede Forderung
der Beschwerdegegnerin durchsetzen zu können. Damit werde er mit der vollen
Kostenübernahme der Brandschutz-, der Schallschutz- und der weiteren baulichen
Massnahmen bestraft, weil sich die Beschwerdegegnerin weigere, Brandschutzauflagen zu
erfüllen. Zusammengefasst solle er aufgrund dieser Nebenbestimmung verpflichtet werden,
das nachbarliche Zimmer der Beschwerdegegnerin zu sanieren. Dies zulasten seiner
Räumlichkeiten und implizit solle er dafür auch noch die Finanzierung übernehmen. Die
Nebenbestimmung sei im Übrigen auch nicht nötig, im Fachbericht Brandschutz seien
bereits alle notwendigen Angaben enthalten.
b) Baubewilligungen können mit Bedingungen oder Auflagen verknüpft werden (Art. 38
Abs. 3 BauG). Die Bedingungen und Auflagen müssen in einem engen sachlichen
Zusammenhang zur erteilten Baubewilligung stehen und verhältnismässig sein.6
c) Zunächst kann festgehalten werden, dass sich aus den schriftlichen und mündlichen
Äusserungen des Beschwerdeführers im Beschwerdeverfahren ergibt, dass er sich am
zweiten Satz der umstrittenen Nebenbestimmung nicht stört. Dass die Tragsicherheit von
stützenden Bauteilen zu gewährleisten ist, versteht sich denn auch von selbst.
Umstritten ist lediglich der erste Satz der Nebenbestimmung, wonach unabhängig von den
bestehenden Wanddimensionen sämtliche im Bauentscheid festgehaltenen Bestimmungen
betreffend Brandschutz, Schallschutz und weiteren baulichen Massnahmen zu Lasten der
Räumlichkeiten des Gesuchstellers auszuführen sind. Damit werden keine zusätzlichen,
eigenständigen Massnahmen verfügt. Es wird lediglich festgehalten, dass der
6 Zaugg/Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band I, Bern 2013, Art. 38-39 N. 15 ff.
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Beschwerdeführer die ansonsten verfügten Massnahmen innerhalb seiner Räumlichkeiten
umsetzen muss. Auch dies ist eine Selbstverständlichkeit: Ein Bauherr ist ohne
Zustimmung der Nachbarschaft nicht berechtigt, für sein Bauvorhaben nachbarschaftlichen
Boden bzw. im vorliegenden Fall nachbarschaftlichen Wohnraum zu beanspruchen.
Insofern ist fraglich, ob es sich überhaupt um eine Nebenbestimmung handelt oder nicht
bloss um einen Hinweis. Aufgrund der konkreten Umstände mit zwei ineinander
verschachtelten Gebäuden ist jedenfalls nachvollziehbar, dass die Gemeinde dies
klarstellen wollte.
Gegen die im angefochtenen Bauentscheid verfügten Massnahmen wehrt sich der
Beschwerdeführer nicht. Er nennt keine in den Nebenbestimmungen angeordnete
Massnahme, die nicht rechtens sei. Hinsichtlich der Brandschutzvorschriften betont er
vielmehr, dass der Fachbericht Brandschutz alle notwendigen Angaben enthalte. Daraus
kann geschlossen werden, dass er mit den Auflagen aus diesem Fachbericht
einverstanden ist.
d) Letztlich handelt es sich somit lediglich um ein Missverständnis. Währenddem die
Gemeinde mit der umstrittenen Nebenbestimmung nur klar stellen wollte, wie die verfügten
Massnahmen umzusetzen sind, befürchtete der Beschwerdeführer, dass damit eine
Grundlage geschaffen werde, beliebige weitere (bauliche) Massnahmen von ihm und zu
seinen Lasten zu verlangen.
Auf ein solches Missverständnis deutet bereits das Protokoll einer Besprechung vom
19. November 2015 hin.7 In diesem Gespräch hatte die Gemeinde klargestellt, dass nur die
für die Liegenschaft des Beschwerdeführers vorgeschriebenen Schall- und
Brandschutzmassnahmen zu dessen Lasten auszuführen seien. In Kenntnis dieser
Aussage hatte der Beschwerdeführer einen Beschwerderückzug in Aussicht gestellt, der
jedoch nicht erfolgte.
Dass es sich um ein Missverständnis handelt, hat sich anlässlich des Augenscheins
bestätigt. Dem Beschwerdeführer geht es mit seiner Beschwerde lediglich um die Brand-
und Schallschutzmassnahmen an der Decke, dem Boden und der Trennwand des
Enklavenzimmers. Die Beschwerdegegnerin hat zwar gestützt auf eine Baubewilligung
7 Vorakten Bauvorhaben F._ 6, pag. 6. f
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vom 20. September 2010 ihre Liegenschaft saniert. Dabei musste sie jedoch im
Enklavenzimmer noch keine Brand- und Schallschutzmassnahmen umsetzen. Dies mit der
Begründung, dass das Enklavenzimmer nicht Teil der Baubewilligung gewesen sei. Der
Beschwerdeführer befürchtet nun, dass er gestützt auf die umstrittene Nebenbestimmung
in seiner Baubewilligung die gesamte Brand- und Schallschutzsanierung des
Enklavenzimmers zu Lasten seiner Räumlichkeiten vornehmen muss. Dem ist jedoch nicht
so. Der Beschwerdeführer muss im Rahmen der Sanierung seiner Liegenschaft lediglich
seine Hälfte der Brand- und Schallschutzmassnahmen an der Decke, dem Boden und der
Trennwand des Enklavenzimmers vornehmen. Sollte die Beschwerdegegnerin dereinst
eine baubewilligungspflichtige Änderung am Enklavenzimmer vornehmen, wird auch sie
ihre Hälfte der Brand- und Schallschutzmassnahmen noch umsetzen müssen. Darüber
waren sich am Augenschein alle Verfahrensbeteiligten einig.
e) Soweit der Beschwerdeführer Vertrauensschutz geltend macht, betrifft dies primär
das angeblich treuwidrige Verhalten der Beschwerdegegnerin im Zusammenhang mit der
Brandschutzsanierung des Enklavenzimmers. Dieses Verhältnis unter Privaten ist im
öffentlich-rechtlichen Baubewilligungsverfahren unbeachtlich. Aus Vertrauensschutz könnte
der Beschwerdeführer im Baubewilligungsverfahren allenfalls dann etwas zu seinen
Gunsten ableiten, wenn der von ihm geltend gemachte Vertrauensschutz eine Behörde
betreffen würde. Diesbezüglich macht er lediglich geltend, die Baukommission Brienz habe
zu seinen Lasten die Ausführung der noch ausstehenden Brandschutzsanierung des
Enkavenzimmers verfügt. Dies ist jedoch nicht der Fall, von ihm wird lediglich seine Hälfte
der Brand- und Schallschutzmassnahmen verlangt, was nicht zu beanstanden ist und auch
vom Beschwerdeführer selber nicht beanstandet wird. Aus Vertrauensschutz vermag der
Beschwerdeführer somit im vorliegenden Verfahren nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
f) Soweit der Beschwerdeführer geltend macht, von ihm im guten Glauben ausgeführte
Vorarbeiten für die Brandschutzsanierung des Enklavenzimmers könnten nicht mehr
genutzt werden, weil sich die Beschwerdegegnerin weigere, die entsprechenden
Nachfolgearbeiten auszuführen, so liegt dies ausserhalb des Streitgegenstands. Darauf
kann hier daher nicht eingetreten werden.
Auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann auch, soweit nicht verständlich ist, was
der Beschwerdeführer geltend machen will. Dies gilt beispielsweise für seine Aussage, er
werde bestraft "mit der Versetzung des westlich bestehenden Teilbrandschutzes zur Küche
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z.L. meines Luftraums, weil er seitens der Einsprecherin fehlt". Oder auch für die Aussage,
er werde bestraft "mit noch niedrigeren Fensterbrüstungshöhen und Raumhöhen und
Nutzungsverschiebungen z.L. geplanter Dusche-/WC-Raum mit bereits geplanten
Minimalmassen".
g) Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass allenfalls fraglich ist, ob es sich bei der
umstrittenen Formulierung im angefochtenen Entscheid überhaupt um eine echte
Nebenbestimmung handelt oder nicht bloss um einen rechtlich unbedeutenden Hinweis auf
etwas, das ohnehin gilt. Dies braucht jedoch nicht abschliessend geprüft zu werden. Soweit
es sich um eine echte Nebenbestimmung handelt, bringt der Beschwerdeführer nichts vor,
was diese als unrecht- oder unverhältnismässig erscheinen lässt. Soweit es sich bloss um
einen Hinweis handelt, ist der Beschwerdeführer dadurch nicht belastet und es fehlt ihm an
einem schutzwürdigen Interesse an einer Streichung des Hinweises. So oder anders ist die
Beschwerde unbegründet und sie wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten werden
kann. Der angefochtene Bauentscheid wird inklusive der umstrittenen Nebenbestimmung
bestätigt.
3. Korrektur von Amtes wegen
Anlässlich des Augenscheins wurde von der Vertretung der Gemeinde Brienz angedeutet,
dass eine Brandschutzauflage aus dem angefochtenen Bauentscheid nicht mehr den
aktuellen Brandschutzvorschriften entspreche. Im Zimmer neben dem Enklavenzimmer
müsse die Trennwand nicht mehr mit Feuerwiderstand REI 90 erstellt werden, es reiche
der Feuerwiderstand EI 30. Zudem deuteten die Gemeindevertreter an, dass auf
Brandschutzmassnahmen am Zimmerboden über dem Enklavenzimmer verzichtet werden
könne, sofern dieser Boden unverändert belassen werde. Beides hat die Gemeinde Brienz
in einer der BVE eingereichten Telefonnotiz vom 9. Februar 2016 bestätigt. Die
Brandschutzauflagen sind zwar nicht Streitgegenstand im vorliegenden
Beschwerdeverfahren, der Beschwerdeführer hat diese ausdrücklich akzeptiert (siehe oben
Bst. b). Dennoch ist es sinnvoll, die Ziff. 3.2.2 des angefochtenen Bauentscheids zur
Klarstellung von Amtes wegen entsprechend zu präzisieren.
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4. Kosten
a) Die Verfahrenskosten im Beschwerdeverfahren bestehen aus einer Pauschalgebühr.
Für besondere Untersuchungen, Gutachten und dergleichen können zusätzliche Gebühren
erhoben werden (Art. 103 Abs. 1 VRPG8). Für Entscheide in einer Verwaltungsjustizsache
wird eine Pauschalgebühr von Fr. 200.-- bis Fr. 4'000.-- je Beschwerde erhoben (Art. 19
Abs. 1 i.V.m. Art. 4 Abs. 2 GebV9). In Anwendung dieser Bestimmungen wird die
Pauschale auf Fr. 600.-- festgelegt. Für den Augenschein vom 9. Februar 2016 wird in
Anwendung von Art. 20 Abs. 1 GebV eine zusätzliche Gebühr von Fr. 400.-- erhoben. Die
Kosten des Beschwerdeverfahrens betragen somit insgesamt Fr. 1'000.--.
Die Verfahrenskosten werden der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das
prozessuale Verhalten einer Partei gebiete eine andere Verlegung oder die besonderen
Umstände rechtfertigten, keine Verfahrenskosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Da
die Beschwerde abgewiesen wird, gilt der Beschwerdeführer als unterliegende Partei.
Soweit der angefochtene Bauentscheid präzisiert wird, erfolgt dies von Amtes wegen und
ist daher bei der Kostenverlegung nicht zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer hat
demzufolge die gesamten Verfahrenskosten von Fr. 1'000.-- zu tragen.
b) Die unterliegende Partei hat der Gegenpartei die Parteikosten zu ersetzen, sofern
nicht deren prozessuales Verhalten oder die besonderen Umstände eine andere Teilung
oder Wettschlagung gebieten oder die Auflage der Parteikosten an das Gemeinwesen als
gerechtfertigt erscheint (Art. 108 Abs. 3 VRPG). Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat
demnach der unterliegende Beschwerdeführer der obsiegenden Beschwerdegegnerin
deren Parteikosten zu ersetzen.
Die Parteikosten umfassen den durch die berufsmässige Parteivertretung anfallenden
Aufwand (Art. 104 Abs. 1 VRPG). Die Kostennote des Anwalts der Beschwerdegegnerin
beläuft sich auf Fr. 2'978.95 (inkl. Auslagen und Mehrwertsteuer) und gibt zu keinen
Bemerkungen Anlass.
8 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21) 9 Verordnung vom 22. Februar 1995 über die Gebühren der Kantonsverwaltung (Gebührenverordnung, GebV; BSG 154.21).
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