# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6b4fbc80-9e44-5629-8166-cf7f06323c20
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1984
,
arbeitete vom 1
3.
Mai 2008 bis am 3
0.
Juni 2013 als Produktionsmitarbeiter bei der
Y._
AG (
Urk.
7/5 S. 1). Am
2
7.
Mai 2013
meldete er sich
unter Hinweis auf eine Diskushernie bei der Invali
denversicher
ung zum Leistungsbezug an (Urk.
7/1). Die S
o
zialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
gewährte
in der Folge
im Rahmen von
Früh
interventionsmassnahmen
Arbeitsvermittlu
ng
(Urk.
7/6
)
und
Kostengutsprache für einen Deutschkurs (
Urk.
7/17). Nachdem sich der Versicherte per
1.
Juli 2013 bei der Arbeitslosenversicherung als ganzarbeitslos angemeldet hatte,
schloss
die IV-Stelle
das V
erfahren mit Mitteilung vom 19.
November 2013 ab
mit der Begründung, dass der
Versicherte
bei voller Arbeitsfähigkeit ein rentenausschlies
sendes Einkommen erzielen könne
(Urk.
7/35)
.
1.2
Am 1
5.
April 2015 meldete sich der Versicherte
infolge von Beschwerden beim
Stehen
und beim Tragen von Lasten
erneut bei der IV-Stelle an
(Urk.
7/38). Nach
dem der Versicherte
nach Aufforderung zur Einreichung von Beweismitteln (
Urk.
7/41,
Urk.
7/43)
nicht
hatte glaubhaft machen können
, dass sich die tat
sächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung wesentlich verändert hätten
(
Urk.
7/44)
,
trat die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
2.
Januar 2016 nicht auf das Leistungsbegehren des Versicherten ein (
Urk.
7/47).
1.3
Mit Schreiben vom 1
3.
März 2017 wandte sich der Orthopäde des Versicherten,
Dr.
med.
Z._
, an die IV-Stelle
und machte geltend, s
eit dem ersten Verfahren bei der IV-Stelle im Jahr 2013 sei eine Verschlechterung des Zustands des Versicherten eingetreten (
Urk.
7/55).
Nach
Abklärung der medizinischen und erwerblichen Verhältnisse
stellte die IV-Stelle
mit Vorbescheid vom 1
0.
Novem
ber 2017
die Abweisung des Rentenbegehrens in Aussicht (Urk. 7/69).
Am 29. November 2017 ging im
Einwandverfahren
ein Bericht von
Dr.
Z._
bei der IV-Stelle ein (
Urk.
7/72).
Mit Verfügung vom
6.
Februar 2018 wies
diese
das Leis
tungsbegehren wie angekündigt ab (
Urk.
7/76
=
Urk.
2
).
2.
Hiegegen
erhob
der Versicherte
am 1
2.
März 2018
Beschwerde
und beantragte sinngemäss,
er sei durch einen Arzt der IV-Stelle zu untersuchen
(
Urk.
1).
Mit Beschwer
deantwort vom
4.
Mai 2018 (Urk.
6)
ersuchte
die
Beschwerdegegnerin
um
Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem
?
e
schwerdeführer
mit Verfü
gung vom
8.
Mai 2018 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in
Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
).
Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1
.5
Die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) stehen den IV-Stellen zur Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funkti
onelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest, eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich auszuüben. Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Art. 59 Abs. 2
bis
IVG). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüfmethoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fach
kompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersu
chen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2; Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweis auf BGE 135 V 254 E. 3.5).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht –
ge
-
wissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Verwaltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu entscheiden ha
-
ben
– den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wer
tung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzunehmen sei. Sie wür
digen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesge
richts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hinweisen).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit jenem exter
ner medizinischer Sachverständigengutachten vergleichbar, sofern sie den pra
xisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen
verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1). Allerdings kann auf das Ergebnis versiche
rungsinterner ärztlicher Abklärungen – zu denen die RAD-Berichte gehören – nicht abgestellt werden, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit bestehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4.2 mit Hinweisen auf
BGE 139 V 225
E. 5.2;
135 V 465
E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung auf den Standpunkt, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit dem Jahr 2013 zwar verschlechtert habe, ihm jedoch weiterhin ein Pensum von 100
% in einer seinem Gesundheitszustand angepassten Tätigkeit zumutbar sei. Damit könne er weiterhin ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen (
Urk.
2 S. 1).
2.2
Demgegenüber
verlangte
der
Beschwerdeführer, dass ihn ein Arzt der Beschwer
degegnerin
untersuche und ihm die
Gründe
für seinen Entscheid
nenne
(
Urk.
1).
2.3
Mit Blick auf die einen Rentenanspruch verneinende Mitteilung vom 19. Novem
ber 2013 (Urk.7/35) ist zu bemerken, dass die Beschwerdegegnerin im hier ange
fochtenen Entscheid eine Verschlechterung des Gesundheitszustands bejaht, aber mangels eines hinreichenden Erwerbsausfalls den Anspruch auf eine Rente wei
terhin verneint hat (
Urk.
2). Die Frage, ob eine massgebliche gesundheitliche Ver
änderung ausgewiesen ist, kann mit Blick auf die den nachfolgend
en Erwägungen zu Grunde gelegte
«
allseitige
» Anspruchsprüfung (BGE 141 V 9 E. 2.3) offen blei
ben.
Strittig ist, ob die Beschwerdegegnerin
ausgehend von einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
in einer leidensangepassten Tätigkeit
zu Recht den Anspruch des Beschwerdeführers auf Leistungen der Invalidenversicherung verneint hat.
Da der Anspruch auf eine Rente frühestens nach einjähriger Arbeitsunfähigkeit (
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG) sowie sechs Monate nach der Anmeldung bei der IV-Stelle ent
steht (
Art.
29
Abs.
1 IVG), ist vorliegend vorab
auf die Arztberichte
ab Oktober
2016
einzugehen.
3.
3.1
Dr.
Z._
erwähnte
im Bericht vom 1
3.
März 2017
eine
Osteochondrose
und eine
Diskushernie L1/2 sowie
eine
nach einer Operation als Kind
beidseits und nach muskulären Verkürzungen linksbetont
stark veränderte Hüfte
, die eine massive
und schmerzhafte
Einschränkung der Beweglichkeit in der Hüfte
vor allem
für
die Rotation
zur Folge habe.
Unter dem Eindruck der Verschlechterung des Zustands des Beschwerdeführers und der bestehenden Einschränkungen sei eine Berentung zu prüfen (
Urk.
7/58).
3.2
Im Bericht vom 1
5.
Juni 2017 stellt
e
Dr.
Z._
die folgenden Diagnosen mit Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
7/59
S.
1
;
vgl. auch
Bericht vom 17. November 2017, Urk.
7/72 S. 6
)
:
-
Muskelveränderun
g
und CAM-
Impingement
Hüfte links
;
-
Status nach Abduktionskontraktur sowie Flexionskontraktur links bei
Musk
el
fibrose
der
Glutealmuskulatur
-
Status nach Beckenosteotomie wegen konge
nitaler Hüftluxation im Ausland
-
Lumboverte
brales
Schmerzsyndrom
Bezüglich der Arbeitsfähigkeit
des Beschwerdeführers legte
Dr.
Z._
dar
, die
bisherige Tätigkeit sei dem Besch
werdeführer nicht mehr zumutbar;
der Patient könne nicht lange stehen, er könne keine Lasten heben und die Beweglichkeit der Hü
fte sei eingeschränkt
.
Die
eher
defä
tisti
sche Haltung des Patienten erschwere die
unabhängige
Beurteilung der zumutbaren
Leistungsfähigkeit
(
Urk.
7/59 S.
6
f.)
.
Obwohl er gewisse Tätigkeiten als unzumutbar bezeichnete, erachtete
Dr.
Z._
rein sitzende Tätigkeiten
während ca. 3-3.5 Stunden,
die Rotation im Sitzen/Stehen
während ca. 2-3 Stunden sowie
wechselbelaste
nd
e Tätigkeiten
im Umfang eines
50%
-Pensums
für
zumutbar
.
Nicht zumutbar seien Tätigkeite
n, die vorwiegend im Gehen,
über dem Kopf, kauernd, kniend oder gebückt ausgeübt würden
(Urk.
7/72 S. 8-9
)
.
3.3
Pract
.
med
.
A._
, Facharzt
für
Arbeitsmedizin, vom
RAD
hielt
in seiner Stel
lungnahme vom 1
1.
September 2017 f
est, es sei von einer Verschlechterung der Beweglichkeit der Hüften beidseits zwi
schen 2013 und 2016 auszugehen.
Es ergebe sich weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit
von 100
%
für schwere körperliche Tätigkeiten mit Heben/Tragen von Lasten oder häufigem Stehen oder Gehen. In einer angepassten Tätigkeit habe die Veränderung des Gesundheitszustandes aus arbeitsmedizinischer Sicht keine Auswirkungen, es könne in einer angepassten Tätigkeit von einer Arbeitsfähigkeit
von 100
%
ausgegangen werden. Zum
Belastungsprofil
führ
te
er aus
, der Beschwerdeführer könne körperlich leichte
, sitzende oder wechselbelaste
nde
Tätigkeiten ohne Heben/Tragen von Lasten und ohne häufiges, länger anhaltendes Gehen/Stehen ausüben
,
aber keine Tätigkeiten in Zwangshaltungen (beispielsweise
kni
end, kauernd, vornübergebeugt;
Urk.
7/
68 S. 4).
3.4
Im Bericht vom 2
9.
November 2017 legt
e
Dr.
Z._
dar, der Beschwerdeführer mache geltend, dass er maximal drei bis vier Stunden am Stück eine Tätigkeit ausüben könne.
Aufgrund
der
anatomische
n
Veränderung am Becken
und der
sekundär
en
Veränderung von Muskellängen
beurteile er
die
Beschwerdesituation des Beschwerdeführers als plausibel
und
postuliere und unterstütze
deshalb aus anatomischen Gründen und auf Grund der klinischen Untersuchung eine klare und permanent verbleibende Funktionseinschränkung. Ob dies
e
effektiv auch die Leistung vermindere, sei für ihn schwierig zu entscheiden (Urk.
7/72 S. 2).
Der Beschwerdeführer sei nach seiner Einschätzung maximal zu 50
%
arbeitsfähig
,
jeweils höchstens halbtageweise und zwar
in einer behinderungsgerechten Tätig
keit mit Lasten von
höchstens
5
kg und
Wechselbelastung ohne langes Sitzen, S
teig
en auf Leitern, oder K
auern
(
Urk.
7/72 S. 3)
.
Aus den miteingereichten Sprechstundeneinträgen geht hervor, dass der Beschwerdeführer sich als nicht
100
%
arbeitsfähig
sehe und darauf hoffe, eine Invalidenr
ente von mindestens 50
%
zu erhalten
(
Urk.
7/72 S. 5 vgl. auch S. 6
)
. Im Vordergrund stehe
für ihn
eher die Berentung als die Behandlung seine
r Beschwerden (
Urk.
7/72 S. 4
).
3.5
RAD-Arzt
pract
. med.
A._
führte am
5.
Februar 2018 aus, aus versiche
rungsmedizinischer Sicht ändere sich aufgrund
des neuen Berichts von
Dr.
Z._
nichts an
seiner Stellungnahme vom 1
1.
September 201
7.
I
n einer angepassten, körperlich leichten, wechselbelaste
nden
Tätigkeit sei auch weiterhin nicht von einer wesentlichen
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen
(
Urk.
7/
74
S.
3).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützt
e
ihren Entscheid auf die Stellungnahme
d
es RAD-Ar
ztes
pract
. med
.
A._
, welcher üb
er di
e
für die Beurteilung der Arbeitsfä
higkeit
notwendige fachliche Qualifikation verfügt
(Urk.
7/68 S. 4; Urk. 7/74 S. 3
).
Es handelt
sich
dabei
um eine Aktenbeurteilung
;
der Beschwerdeführer
wurde nicht untersucht
. Ihr kann trotzdem voller Beweiswert zukommen, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die ärztliche Beur
teilung eines an sich feststehenden medizinischen Sachverhalts geht (Urteil des Bundesgerichts 8C_281/2018 vom 25. Juni 2018 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Anhand
der
Vorakten
, insbesondere de
r Bericht
e
des behandelnden
Dr.
Z._
und der von
diesem aufgelegten Krankengeschichte
,
konnte sich
pract
. med.
A._
ein vollständiges Bild
über die
Anamnese, den Krankheitsverlauf und den gegenwär
tigen gesundheitlichen Status des Beschwerdeführers verschaffen.
Vor diesem
Hintergrund ist nicht zu beanstanden, dass er auf eine persönliche Untersuchung des
Beschwerdeführers
verzichtet hat.
4.2
Zu prüfen bleibt, ob die RAD-Stellungnahme auch in Bezug auf die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers überzeugt.
Die Berichte de
s behan
delnden
Dr.
Z._
stimmen dahingehend mit der Stellungnahme von
pract
. med.
A._
überein, dass der Beschwerdeführer für seine bisherige Arbeitstätigkeit als Produktionsmitarbeiter als voll arbeitsunfähig eingeschätzt wird. F
ür eine angepa
sste, körperlich leichte, wechselbelaste
nde
Tätigkeit stuft
e
Dr.
Z._
den Beschwerdeführer
jedoch
als nur zu 50
%
,
pract
. med.
A._
hingegen als zu 100
%
arbeitsfähig ein.
Dr.
Z._
stützt
e
sich in seinen Berichten bezüglich der
Beurteilung der Arbeits
fähigkeit
des Beschwerdeführers
grösstenteils
auf dessen
subjektive
Darstellung
.
Er führt
e
aus
,
der
Beschwerdeführer selbst lege dar
, dass
er maximal
während
drei bis vier Stunden eine Tätigkeit ausüben könne
,
und beurteilt
e dies als plau
sibel.
Allerdings hielt er auch fest, dass er die Frage der Verminderung der Leis
tungsfähigkeit nicht beurteilen könne (
Urk.
7/72 S. 2), weshalb seiner Einschät
zung kein Beweiswert beigemessen werden kann. Im Weiteren ist zu bemerken, dass er im Fragebogen betreffend die
dem
Beschwerdeführer zumutbaren
Tätig
keiten (
Urk.
7/72 S. 8 f.)
eine
teilweise inkonsistente
Bewertung
der
möglichen Tätigkeiten
vornahm
.
So
hat er
für einige Tätigkeiten angekreuzt, dass sie gar nicht zumutbar seien, jedoch ist trotzdem eine Zeitdauer angegeben, während
welcher
der Beschwerdeführer diese ausüben könne
.
Insgesamt ist den Berichten
somit
keine schlüssige Begründung, weshalb die Arbeitsfähigkeit in einer leidens
adaptierten, rückenschonenden Tätigkeit zu 50
%
eingeschränkt sein soll
,
z
u ent
nehmen
.
Dr.
Z._
hat sich
auch nicht mit der abweichenden Beurteilung durch den RAD-Arzt auseinander
gesetzt
.
Hinzu kommt
die Erfahrungstatsache
, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (
BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc
).
Im Übrigen hielt Dr.
Z._
in
den Sprechstundeneinträgen
fest
, dass de
m
Patie
nten die Berentung wichtiger sei als
die Behandlung
(Urk.
7/
72
S.
4)
.
Vor diesem Hintergrund besteht kein Anlass, die Einschätzung von
pract
. med.
A._
, wonach der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100
% arbeitsfähig ist, anzuzweifeln.
5.
5.1.
Der Invaliditätsgrad ist mittels eines Einkommensvergleichs von Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben (vgl. BGE
129
V
223 f. E. 4.2 in
fine
, 128 V 174), und zwar auf den Zeitpunkt des
frühest
mögli
chen Rentenbeginns
ab September 2017
(Art.
29
Abs.
1 IVG)
.
5.2
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versicherte Person in diesem Zeitpunkt nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte.
Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwick
lung angepassten Verdienst angeknüpft, weil es der Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE
134
V
322 E. 4.1 mit Hinweis; Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2011 vom 21. Juli 2011 E. 4.1).
Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ist davon auszugehen, dass der Beschwer
deführer im Gesundheitsfall weiterhin bei der
Y._
AG als Prod
uk
tionsmitarbeiter in einem 100
%-Pensum angestellt wäre.
Gemäss
Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
7/8) hat der Versicherte in den Jahren vor
Eintritt der Rückenproblematik
einen
Jahresverdienst von
Fr.
58‘828.
--
(2012)
bis
Fr.
63‘141.
--
(2010)
erzielt. Aus den Akten ist kein Grund für
diese Schwankun
gen ersichtlich. Da der Ausgang des Verfahrens dadurch nicht beeinflusst wird, kann
zu Gunsten des Versicherten vom höchsten Betrag,
das
heisst
von
Fr.
63‘
141.
-- im Jahr 2010
, ausgegangen werden
.
Das
massgebliche
Validenein
kommen
im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns im
September 2017 beträgt somit unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung für männli
che Arbeitskräfte von
2151
Punkten im Jahr 2010
auf
2249
Punkte im Jahr 2017 (vgl.
Entwicklung der Nominallöhne,
Bundesamt für Statistik, T 39
, Männer
)
,
Fr.
66‘018
.
-- (
Fr.
63‘141.-- / 2151 * 2249)
.
5.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grund
sätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statisti
schen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Der Griff zur Lohnstatistik ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens auf
grund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht
möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
Da der Beschwerdeführer zum Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns keiner Arbeitstätigkeit nachging, ist das Invalideneinkommen nach den LSE 2016 zu bestimmen.
Aufgrund der fehlenden Ausbildung des Beschwerdeführers sowie angesichts des individuellen Belastungsprofils ist auf den monatlichen Bruttolohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art männlicher Ange
stellter von
Fr.
5‘
340
.
--
abzustellen (LSE 2016, T
A
1, monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Priva
ter
Sektor
, Total, Kompetenzniveau
1).
Aufgerechnet auf die durchschnittliche betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden pro Woche (vgl. Bundesamt für Sta
tistik, Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen, A-S) und ange
passt an die Entwicklung der Nominallöhne für männliche Arbeitskräfte von
2239
Punkten im Jahr 2016 auf 2249 Punkte im Jahr 2017 (vgl. Entwicklung der Nominallöhne,
Bundesamt für Statistik, T 39
, Männer) ergibt dies ein Bruttoein
kommen von
Fr.
67‘
101.--
(Fr.
5‘
340
.-- / 40 * 41.7 * 12 / 2239 * 2249)
.
5.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten (BGE 126 V 75 E. 5b/
aa
). Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schät
zen und darf 25
%
nicht übersteigen (BGE 135 V 297 E. 5.2; 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
bb
-cc).
Nach dem Gesagten ist für den Einkommensvergleich von einem
Va
lideneinkom
men
von
Fr.
66‘018.--
und einem Invalideneinkommen von Fr. 67‘101.
--
auszu
gehen, womit sich ein Invaliditätsgrad von 0
%
ergibt.
Selbst unter Berücksichti
gung eines – wohl nicht gerechtfertigten – leidensbedingten Abzuges vom Inva
lideneinkommen in maximaler Höhe von 25
% ergibt
sich kein rentenbegründen
der Invaliditätsgrad von mindestens 40
%
(vgl. E. 1.2)
.
6.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Rentenanspruch des Beschwerdeführers
zu Recht
verneint.
Entgegen dem Antrag des Beschwerdefüh
rers ist von weiteren
Beweismassnahmen
abzusehen, da von diesen keine anderen
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdi
gung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d, 136 I 229 E. 5.3).
Die angefochtene Verfügung vom
6.
Februar 2018 (
Urk.
2) ist somit nicht zu beanstanden, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
7
.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prüfen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfah
rensaufwand sowie unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 6
00.-- anzusetzen.
Sie sind
ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.