# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1c5f808e-0284-4727-9288-71755600fe8c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963, verfügt über keine Berufsausbildung und
war zuletzt
als Betriebsmitarbeiter Gepäcktransport
bei der (h
eutigen) Y._
AG
angestellt
(
Urk.
14/2/5 f.).
Am
7.
September 2018 rutschte er auf der Treppe aus
, wobei er sich
eine dorsale Ell
bogenluxationsfraktur rechts
mit Radiusköpfchenfraktur
zuzog
,
die
sogleich
operativ versorgt wurde (
Urk.
14
/4/97-106).
In den
weiteren
bildgeb
enden Ab
klärungen zeigten sich
e
ine Abrissfraktur des
Tuberculum
majus
rechts
(
Urk.
14/4/
86
f.)
bzw.
eine
Rotatorenmanschettenläsion
rechts mit kompletter
transmuraler
Ruptur der
Supraspinatussehne
, Oberrandläsion der
Sub
scapularissehne
und Partialruptur der
l
angen
B
izepss
ehne
(
Urk.
14/4/77 und 14/4/39)
.
Bei verzögertem
Knochendurchbau
der Radiusköpfchenfraktur, Ent
wicklung einer Ankylose bei
heterotopischer
Ossifikation und sensorisch betontem
Axonenschaden
des
Nervus
ulnaris
wurde er am
6.
Mai 2019 erneut am rechten Ellbogen operiert. Es erfolgten insbesondere eine subkutane Vor
verlagerung des
Nervus
ulnaris
, eine
Column
-Prozedur mit Resektion von
Osteo
phyten
sowie die Implantation einer
Mopyc
-Radiuskopfprothese (Urk. 14/13/99 ff.). Am 2. September 2019 wurde eine Schulterarthroskopie rechts mit
Rotatorenmanschetten
-Rekonstruktion,
Bizepstenotomie
und
Kap
sulotomie
durchgeführt (
Urk.
14/13/38).
1.2
Infolge
dessen
meldete
sich der Versicherte
am 1
9.
März 2019
(Eingangsstempel)
zum Leistungsbezug bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
an (
Urk.
14/2). Diese zog die Akten des zuständigen Unfallversicherers
bei (
Urk.
14/4
und 14/13
)
und klärte die erwerblichen Verhältnisse ab (
Urk.
14/6-7).
Im Anschluss an die kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom 2
4.
August 2020 setzten sich der Versicherte, dessen Arbeitgeberin sowie die beteiligten Sozial
versicherer zusammen, um eine Lösung für ersteren zu finden.
Schliesslich
teilte die Arbeitgeberin den Sozialversicherern mit, sie habe sich mit dem Versicherten darauf geeinigt, dass er vom
1.
Februar bis 30. November 2021 an einem Schon
arbeitsplatz eingesetzt werde und im Dezember 2021 in Frühpension gehe (
Urk.
14/17/6 f.). Infolgedessen schloss die IV-Stelle die Arbeitsplatzerhaltung am 3. November 2020 ab (
Urk.
14/16).
Nachdem der
Unfallversicherer
dem Versicherten mit Verfügung vom 2
4.
Februar 2021 neben einer Integritätsentschädigung von 15 % eine Rente bei einem Invaliditätsgrad von 20 % ab
1.
Februar 2021 zu
gesprochen hatte
(
Urk.
14/20/2 ff.)
,
stellte die IV-Stelle dem
Versicherten mit Vorbescheid vom 2
5.
Februar 2021
bei identischem Zumutbarkeitsprofil und Einkommensvergleich bzw. Invaliditäts
grad
die Verneinung eines Rentenanspruchs in Aussicht (
Urk.
14/21).
Am 2
1.
April 2021 verfügte
sie
wie angekündigt (
Urk.
2).
2.
Gegen
die Verfügung vom 2
1.
April 2021
erhob der Versicherte mit Eingabe vom 1
2.
Mai 2021
(
Urk.
1)
, vertreten durch die TCL Treuhand Versicherungen & Immobilien AG
sowie
unter Beilage eines Arztberichts (
Urk.
3),
Beschwerde
.
Er
beantragte sinngemäss, die
se
aufzuheben
und die Sache an die IV-Stelle zurück
zuweisen, damit diese nach weiteren Abklärungen neu über seinen
Renten
anspruch
verfüge
; unter Auflage der Kosten des Verfahrens an die IV-Stelle
(vgl.
Urk.
1
). Die Beschwerde wurde innert der
vom Gericht
hierfür
mit Verfügung vom
1.
Juni 2021 angesetzten
Frist
(
Urk.
6) rechtsgültig unterzeichnet (
Urk.
8 und 9). Mit Begleitbrief vom 1
0.
Juni 2021 (
Urk.
10) reichte der Versicherte einen weiteren Arztbericht (
Urk.
11)
ein
.
In der Folge wurde der IV-Stelle m
it Verfügung vom 1
8.
Juni 2021 unter Beilage aller eingereichten Unterlagen eine 30-tägige Frist zur Einreichung der Beschwerdeantwort angesetzt (
Urk.
12).
Mit
Eingabe vom
2.
August 2021 (
Urk.
13),
die
dem Versicherten mit Verfügung vom
3.
August 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
15), schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde.
Im Übrigen wies die Suva die vom Versicherten gegen
ihre
oberwähnte Ver
fügung vom 2
4.
Februar 2021 erhobene Einsprache am 3
0.
April 2021 ab. Gegen jenen
Einsprachenentscheid
erhob der Versicherte am 1
4.
Mai 2021 wiederum Beschwerde
am Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
.
D
as
in diesem Zusammenhang
unter der Prozess-Nr.
UV.2021.00114
angelegte Verfahren
wird ebenfalls mit Entscheid heutigen Datums erledigt.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
–
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
–
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung
haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung
bzw.
des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
Im Übrigen sieht
der am
1.
Januar 2022 in Kraft getretene A
rt.
28b
Abs.
4 IVG
ebenfalls einen
Mindestinvaliditätsgrad von 40
% vor.
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommens
vergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
2.
Die Beschwerdegegnerin erwog,
zumutbar sei
eine leichte manuelle Tätigkeit
.
D
er Beschwerdeführer
könne
bis zur Frühpensionierung im Dezember 2021 bei seinem bisherigen Arbeitgeber an einem Schonarbeitsplatz weiterarbeiten.
Die Berechnung des Invaliditätsgrades basiere auf den Erhebungen des Unfall
versicherers.
Es resultiere ein Invaliditätsgrad von 20
%
(
Urk.
2). Dem hielt der
Beschwerdeführer
den Bericht von
Dr.
Z._
vom 1
1.
Mai 2021
entgegen
(
vgl.
Urk.
1
und 3
) und reichte später kommentarlos
einen weiteren
Bericht vom
7.
Juni 2021
ein
(vgl.
Urk.
10
-11
).
3.
3.1
Offensichtlich übernahm d
ie Beschwerdegegnerin – wie
am «
Roundtable
»
gegen
über allen Beteiligten
angekündigt
(vgl.
Urk.
14/17/7)
– das Zumutbarkeitsprofil und den Einkommensvergleich aus der Verfügung des federführenden Unfall
versicherers vom 2
4.
Februar 2021
(vgl.
Urk.
18/3 oben,
Urk.
14/20)
.
Bereits mit
der bei den Akten befindlichen
Kopie des Schreibens des Unfallversicherers an den Beschwerdeführer vom 3
0.
Oktober 2020
war die Beschwerdegegnerin detailliert
über das Ergebnis der kreisärztlichen Untersuchung vom 2
4.
August 2020 informiert
worden
(vgl.
Urk.
14/15)
.
Der Beschwerdeführer machte denn auch zu Recht nicht geltend, dass ihm
eine Anfechtung der Verfügung vom 2
1.
April 2021 mangels hinreichender Kenntnis der
Entscheidgrundlagen
nicht möglich gewesen wäre, nachdem die Akten des Unfallversicherers
sowohl
ihm
als auch
seiner Vertretung
a
us dem Prozess-Nr. UV.2021.0014 bekannt
sind
.
Es wird daher ergänzend auf diese verwiesen
.
3.2
Wie dem erwähnten Schreiben vom 3
0.
Oktober 2020 zu entnehmen ist, kam die Kreisärztin
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Chirurgie, im Rahmen ihrer Abschlussuntersuchung vom 2
4.
August 2020 zum Schluss, der Beschwerde
führer sei in einer leichten manuellen Tätigkeit ganztags arbeitsfähig. Das Gewichtslimit in axialer Richtung bis Tischhöhe betrage knapp 10 kg und bei
Abspreizbewegungen
2 bis 5 kg. Die Tätigkeit sollte ohne kraftvolle Zug-, Stoss- und Drehbewegungen, ohne einseitiges Abstützen, ohne kraftvolles Zupacken
oder Bedienen von vibrierenden Maschinen mit rechts und ohne Besteigung von Leitern und Gerüsten sein (vgl.
Urk.
14/15/2
; ferner auch
Urk.
14/13/7
).
3.3
Der
Beschwerdeführer
hatte ihr gegenüber angegeben
, dass es ihm insgesamt seit der dritten Operation am Ellbogengelenk wesentlich
besser gehe
. Die Beweglich
keit habe sich verbessert, er
leide
aber immer noch
unter
eine
r
verminderte
n
Belastbarkeit und bei vermehrter Bewegung und Belastung
unter
Schmerzen im rechten Ellbogengelenk. Stören würden ihn vor al
lem die Sensibilitätsstörungen und
Kribbelparästhesien im Bereich des rechten Ring- und Kleinfingers.
Weiter gab er
an, dass sich seit gut drei bis sechs Monaten keine wirkliche Veränderung im Bereich der rechten Schulter/des rechten Ellbogens gezeigt habe (vgl.
Urk.
14/183/11 f.
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
).
3.
4
Zum Untersuch selbst hielt
Dr. A._
fest,
die Beschwerden
würden
authentisch geschildert. Es würden sich eine
endgradige
Bewegungseinschränkung im Bereich der rechten Schulter sowie ein Streckdefizit und vor allem ein
Supinationsdefizit
im Bereich des rechten Ellbogengelenks sowie eine persistierende
Nervus
ulnaris
-Irrit
at
ion rechts zeigen (vgl. dazu im Detail
Urk.
14/183/10
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
). Die aktuell erhobenen Befunde seien identisch mit den letzten Untersuchungsbefunden von
Dr.
Z._
(vgl. dazu
Urk.
14/146/2 unten
im Pro
zess-Nr. UV.2021.00114
) und
Dr.
B._
(vgl. dazu
Urk.
14/139/3
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
). In Zusammenschau der Unterlagen und in Anbetracht der Schwere der Verletzung liege insgesamt ein sehr gutes postoperatives, rehabilitiertes Ergebnis im Bereich der rechten Schulter und des rechten Ellbogens vor (vgl.
Urk.
14/183/12
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
).
4.
4.1
Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wird
nach der Rechtsprechung Beweiswert zuerkannt, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
mit Hinweis).
B
ei Entscheiden gestützt auf versicherungsinterne ärztliche Beurteilungen, die im Wesentlichen oder ausschliesslich aus dem Verfahren vor dem Sozial
versicherungsträger stammen,
sind jedoch
strenge Anforderungen an die Beweis
würdigung zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen, ist eine versicherungsexterne medizinische Begutachtung im Verfahren nach
Art.
44 ATSG oder ein Gerichts
gutachten anzuordnen (
etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_861/2018 vom 1
4.
Juni 2019 E. 2.2 mit Hinweisen
).
4.2
Vorliegend hat sich die über orthopädische Fachkenntnisse verfügende Kreis
ärztin gestützt auf eigens erhobene klinische Befunde (vgl.
Urk.
14/183/9 f.
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
) und die lückenlosen
Vorakten
(mit insbesondere um
fassenden bildgebenden und aktuellen neurologischen Abklärungen, vgl.
Urk.
14/183/1-8 und 14/183/11
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
) zu sämtlichen vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden geäussert. Dabei setzte sie sich auch mit den fachärztlichen Berichten der behandelnden Arztpersonen aus
einander und wies auf die übereinstimmenden Befunde hin.
Während sich die behandelnden Ärzte nicht zur Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten äusserten, lässt sich das von der Kreisärztin erstellte Zumutbarkeits
profil – vorab der Verzicht auf kraftvolle Zug-, Stoss- und Drehbewegungen – gut mit dem vom Beschwerdeführer geschilderten Alltag vereinbaren (vgl.
Urk.
14/183/9
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
). Er gab
ihr gegenüber
an, morgens leichte Haushaltstätigkeiten zu erledigen. Dabei würden Wischbewegungen zu vermehrten Schmerzen im Ellbogengelenk führen (vgl. auch
Urk.
14/1
32
/2 «aktuell»
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
), während das Rüsten und Schneiden von Gemüse – wenn er selbst koche oder beim Kochen helfe – soweit ganz gut gehe. Um einen Topf mit 1 bis 1,5 Litern Wasser auszuleeren, müsse er die linke Hand zu Hilfe nehmen. Er versuche auch wieder Fitness zu machen, aber ab 1,5 kg komme es nach ein paar Bewegungen zu vermehrten Schmerzen und Blockaden im rech
t
en Ellbogengelenk. Dass der Beschwerdeführer angab, nachts keine Schmerzen zu haben und nur bei Bedarf Schmerzmittel einzunehmen, wobei er im Regelfall wöchentlich ein bis zwei Tabletten
Pregabalin
50 mg benötige, legt zudem nahe, dass es sich um rein belastungsabhängige Beschwerden handelt und die Schmerzsituation trotz leichter Tätigkeiten im Alltag soweit kompensiert ist.
Im Übrigen beschrieb der Beschwerdeführer in der Kontrolluntersuchung im Dezember 2020 eine weitere Besserung von Extension und Flexion des Ellbogen
gelenks bei weiterhin eingeschränkter Pronation und Supination. Er bestätigte, in neutraler Pronation/Supination bis zu 5 kg heben zu können und trotz weiterhin belastungsabhängiger Schmerzen im lateralen Ellbogen keine Schmerzmittel mehr einzunehmen (vgl.
Urk.
14/199/2
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
).
Somit hat die Kreisärztin die medizinische Situation und die daraus gezogenen Schlussfolgerungen einleuchtend begründet. Die von ihr postulierten möglichen Lasten von 2 bis 5 bzw. knapp 10 kg liegen nur unwesentlich über den vom Beschwerdeführer selbst geschätzten Belastbarkeitsgrenzen von 1,5 bzw. 5 kg und schränken das Spektrum an zumutbaren Verweistätigkeiten nicht in relevantem Ausmass weiter ein (vgl. nachstehend E 5.
4
).
4.3
Die vom Beschwerdeführer nachgereich
t
en jüngsten Berichte von
Dr.
Z._
vermögen an der kreisärztlichen Beurteilung keinerlei Zweifel zu wecken.
Dr.
Z._
hielt im Bericht vom 11. Mai 202
1
dafür, dass die noch grossen Ein
schränkungen der Pro- und Supination gegen die Zumutbarkeit einer leichten manuellen Tätigkeit sprechen würden, zumal der Beschwerdeführer dabei permanent die fehlende Beweglichkeit [gemeint: im Ellbogengelenk] mit Schulter und Handgelenk kompensieren müsste, weshalb eine Überbelastung der benach
barten Gelenke zu erwarten wäre (
Urk.
3).
Am
7.
Juni 2021 berichtete er, in den aktuellen Röntgenbildern zeige sich im Vergleich zu den Voraufnahmen vor einem Jahr ein stabiler Ellbogenzustand mit weiterhin Verdacht auf eine Weichteil-bedingte (
ektopische
Kalzifikationen) Beweglichkeitseinschränkung. Die Pronation habe leicht gebessert. Der Nerven
zustand sei stabil bei immer noch lokalisiertem
Tinelzeichen
. Wenn der Beschwerdeführer beim Drehen in Supination forciere, habe er Schmerzen und spüre wie eine Blockade im lateralen Ellbogen. Er mache weiterhin einmal wöchentlich Physiotherapie; Schmerzmittel nehme er keine mehr ein. Ein Kraft
aufbauprogramm sei kompliziert, weil er nicht mehr als 1 kg mit Ellbogenflexion in Supination tragen könne (vgl.
Urk.
11
S. 2 f.).
4.4
Dr.
Z._
bestätigte also im Wesentlichen einen unveränderten Zustand gegen
über dem Zeitpunkt der kreisärztlichen Beurteilung. Neue Aspekte, insbesondere Befunde, welche die Kreisärztin übersehen hätte, vermochte
er
keine aufzuzeigen. Der damals wie heute nach Ansicht aller Ärzte im Vordergrund stehenden Ein
schränkung von Pronation und Supination des Ellbogens trug die Kreisärztin mit ihrem Zumutbarkeitsprofil indessen wie aufgezeigt Rechnung und setzte nicht nur Gewichtslimits, sondern erachtete gewisse kraftvolle Bewegungen als von vornherein unzumutbar.
Dass dennoch zahlreiche leichte manuelle Tätigkeiten bei ansonsten uneingeschränkter Motorik der Hände (vgl.
Urk.
14/183/10
im Pro
zess-Nr. UV.2021.00114
) ohne intrinsische oder
Hyperthenar
-Atrophie sowie normaler Kraft von
Interossei
(vgl.
Urk.
11
S. 2 unten) möglich sind, bestätigen auch die vom Beschwerdeführer nach eigenen Angaben ausgeführten leichten Reinigungs- und Küchenarbeiten. Insoweit ist es ohne Belang, dass sich die Ur
sache dieser Bewegungseinschränkung (Oss
i
fikationen, Narbenbildung, neuro
pathischer Schmerz oder Weichteilschaden) in den umfangreichen Unter
suchungen nicht restlos klären liess (vgl. auch
Urk.
14/105/3, 14/139/3 und 14/146/3
, alle im Prozess-Nr. UV.2021.00114
).
4.
5
Zusammenfassend ist vollumfänglich auf die Arbeitsfähigkeitseinschätzung der Kreisärztin abzustellen. Anhaltspunkte dafür, dass dem Beschwerdeführer in einer optimal angepassten Tätigkeit nur ein Teilzeitpensum zumutbar wäre oder in
einer solchen Tätigkeit eine verminderte Leistungsfähigkeit bestünde, was zu einer Herabsetzung des Invalideneinkommens führen würde, ergeben sich keine. Bei Einhaltung des kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofils ist weder
von
neu auf
tretenden, massgeblichen Schmerzen im Ellbogengelenk noch
von
der Not
wendigkeit von Ausweichbewegungen respektive einer Überbelastung anderer Gelenke (bei auch limitierter Hebe- und Traglast) auszugehen.
Ergänzend sei auf den Bericht von
Dr.
Z._
vom
3.
März 2021 verwiesen, wo
rin dieser die Bewegun
gseinschränkungen des Ellbogens
im Vergleich zur Gefühlsstörung mit Schmerzen bei Belastung als relativ geringfügig beurteilte (vgl.
Urk.
14/224
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
), während der Beschwerdeführer – wie dargelegt – bereits im Herbst 2020 kaum respektive ab Ende 2020
gar
kein
Pregabalin
mehr benötigte.
4.6
Der Vollständigkeit halbe sei angemerkt
,
dass die Kreisärztin
(vgl.
Urk.
14/185/1 Frage 1
im Prozess-Nr. UV.2021.00114)
mit den nach der letzten O
peration
bei
gezogenen Neurologen
(vgl. dazu
Urk.
14/165/5 unten
und
Urk.
14/172/3 Mitte
, beide
im Prozess-Nr. UV.2021.00114) davon aus
ging
, dass die multisegmentalen Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule degenerativer Natur
und
folglich
für die Unfall
versicherung unbeachtlich sind.
Aus den eingereichten Berichten von
Dr.
Z._
ergeben sich indessen keine Hinweise
darauf, dass durch diese
Befunde (Diskushernie
der Segmente C5/C6 sowie C6/C7 mit mittelschwerer
neuroforaminaler
Enge beidseits im Segment C6/C7 mit rechtsseitig betonter Kompression der Nervenwurzel C7 und leichter
neuroforaminaler
Enge rechts im Segment C7/Th1 mit Kontakt zur Nervenwurzel C8 rechts,
Urk.
14/168/3 im Pro
zess-Nr. UV.2021.00114)
die Arbeitsfähigkeit zusätzlich
eingeschränkt
würde
.
Der
Neurologe
Dr.
med. C._
diagnostizierte
denn auch
einzig eine
senso
-motorische
,
axonale
Ulnarisläsion
rechts
cubital
.
U
nter Zusammenschau der Schwere des Traumas und einer subkutanen Vorverlagerung
seien
die aktuellen Befunde mit der Nervenläsion
cubital
gut vereinbar. Hinweise für eine anhaltende Schädigung, d.h. pathologische Spontanaktivität oder Befunde im Nervenultra
schall, welche ein
scar
tethering
oder eine Kompression vermuten liessen, könnten nicht objektiviert werden. Ebenfalls fänden sich bei der Klinik und der Elektrophysiologie keine Hinweise, dass die rechtsseitigen Ellbogenschmerzen mit Ausstrahlung in den rechten Kleinfinger durch eine andere Ursache
wie eine
Radikulopathie
zervikal verursach
t
würden. Zusätzlich vorhanden sei als Ursache bei den Schmerzen eine orthopädische,
arthrogene
Komponente und eine
myotendinöse
Komponente durch die
B
izep
ssehne
rechts (vgl.
Urk.
14/172/3 und 14/172/5 im Prozess-Nr. UV.2021.00114).
Es besteht demnach kein Anlass, aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht von der kreisärztlichen Arbeitsfähigkeitseinschätzung – insbesondere dem bereits auf sehr leichte bis leichte Tätigkeiten beschränkten Belastungsprofil – abzuweichen.
4.7
Es bleibt
zu ergänzen
, dass das Wartejahr
(
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG) nach Beginn der Arbeitsunfähigkeit am
7.
September 2018
wie auch
die sechsmonatige Karenzfrist nach der Anmeldung im März 2019 (
Art.
29
Abs.
1 IVG) im September 2019
erfüllt waren
.
Dr.
med. B._
hielt in seinem Bericht vom 20. N
ovember 2019 alsdann
fest, dass der postoperative Verlauf nach der Schulteroperation am
2.
September 2019 subjektiv und objektiv gut und zeitgerecht sei. Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit auch von Seiten der Schulter bis Ende Jahr (vgl.
Urk.
14/112/3
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
; vgl. auch
Urk.
14/13/18 f.
)
.
Im Folgebericht vom 24. Februar 2020 erwähnte er keine Arbeitsunfähigkeit mehr (vgl.
Urk.
14/139/2 f. im Prozess-Nr. UV.2021.00114)
.
Unter Berück
sichtigung der postoperativen Rekonvaleszenz
im Rahmen der im
Jahr 2019 durchgeführten Operationen
(vgl.
zur Rekonstruktion der
Rotatorenmanschette
auch
Alfred M.
Debrunner
, Orthopädie/Orthopädische Chirurgie,
4.
Aufl., Bern 2002, S.
730 f. «Nachbehandlung»)
kann dem kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofil –
das
keine Vollbelastung, sondern im Wesentlichen nur sehr leichte Tätigkeiten vorsieht (vgl. E. 3.2) – somit ab
1.
Januar 2020 Gültigkeit beigemessen werden. Ab diesem Zeitpunkt unterlagen die Befunde bezüglich Ellbogen und Schulter
denn auch
keinen grossen Veränderungen mehr (vgl. E. 3.3 und 3.4
mit dortigen Verweisen
;
zum Ellbogen ergänzend
Urk.
14/113/2 und
Urk.
14/132/2 im Pro
zess-Nr. UV.2021.00114).
5.
5.1
Aufgrund des ihm zumutbaren Vollzeitpensums in einer dem kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofil entsprechenden Tätigkeit steht dem Beschwerdeführer ein genügend breites Spektrum an Verweistätigkeiten offen. So bestehen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt gemäss konstanter Rechtsprechung genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten selbst für Personen, die funktionell als Ein
armige zu betrachten sind und überdies nur noch leichte Arbeit verrichten können (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_134/2020 vom 2
9.
April 2020 E. 4.5 mit weiteren Hinweisen). Zu denken sind beim Beschwerdeführer neben der Bedienung von (halb-)automatischen Maschinen oder Produktionseinheiten, die keinen kraftvollen Einsatz des rechten Arms erfordern, etwa an Überwachungs
arbeiten, sehr leichte Montagearbeiten in körpernaher Position oder eine Tätigkeit als Parkplatzwächter.
5.
2
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des (hypo
thetischen) Beginns des Rentenanspruchs massgebend, wobei Validen- und Invalideneinkommen auf zeitidentischer Grundlage zu erheben und allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichseinkommen bis zum Verfügungs
erla
ss zu berücksichtigen sind (BGE
143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174).
Wie dargelegt
(E. 4.7)
,
beträgt der Invaliditätsgrad b
is
31. Dezember 2019 bei noch voller Arbeits
un
fähigkeit auch in angepassten Tätigkeiten während der postoperativen Rekonvaleszenz 100
%
.
5.3
Unbestritten geblieben ist das von der Beschwerdegegnerin auf
Fr.
78'144.
--
für das Jahr 2020
festgesetzte
Valideneinkommen
(vgl. dazu
Urk.
14/20/3)
.
In An
betracht der
Angaben der
früheren
Arbeitgeberin (
vgl.
Urk.
14/7/2
;
Urk.
14/130 und
Urk.
14/201/3 f.
im Prozess-Nr. UV.2021.00114
)
sowie de
s
Auszug
s
aus dem individuellen Konto
(
Urk.
14/6)
erweist sich dieses als
zu wohlwollend, was den Rentenanspruch – wie nachfolgend aufzuzeigen ist – indessen nicht beeinflusst.
Das Invalideneinkommen
wurde
anhand des Zentralwerts für Hilfsarbeiten für Männer gemäss LSE 2018, Tabelle TA 1_tirage_
skill_level,
Ziff.
5-96 von Fr. 5’417.
--
fest
gelegt (vgl.
Urk.
14/20/3)
.
Unter Berücksichtigung
einer durch
schnittlichen betriebsüblichen Woc
henarbeitszeit von insgesamt 41,
7 Stunden (betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen; www.bfs.admin.ch)
und einer durchschnittlichen Nominallohnentwicklung für Männer im Jahr 2019 von 0.9 % (Nominallohnindex, 2016-2020; w
ww.bfs.admin.ch) resultiert hierfür
zeitidentisch
ein
hypothetischer
Betrag von Fr. 68‘
376
.-- (= Fr. 5’417.-- x 1.00
9 x 12 Monate ÷ 40 Stunden x 41,
7 Stunden).
5.4
Wie in E. 4 dargelegt, ist gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung davon auszu
gehen, dass dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit ein Vollzeit
pensum ohne Leistungseinbusse möglich ist.
Als nicht überhöht erachtete das Bundesgerichts in seinem Urteil 8C_744/2017 vom 14. Mai 2018 E. 5 einen leidensbedingten Abzug von 20
%
im Falle eines Versicherten, der gemäss Zumutbarkeitsprofil den dominanten rechten Arm nicht mehr einsetzen konnte und auch in Tätigkeiten für den linken Arm hinsichtlich der Belastbarkeit erheblich eingeschränkt war. Dies angelehnt an seine Rechtsprechung, wonach eine faktische
Einhändigkeit
oder Beschränkung der dominanten Hand als
Zu
dienhand
einen Abzug von 20 bis 25
%
zu rechtfertigen vermag. Demgegenüber verneinte das Bundesgericht mit Urteil 8C_495/2019 vom 11. Dezember 2019 einen Abzug bei einer versicherten Person mit Einschränkungen der dominanten Hand, der weiterhin eine
sehr leichte Tätigkeit, überwiegend sitzend, ohne besondere Beanspruchung der rechten Hand hinsichtlich Kraft, Feinmotorik und Sensibilität
zumutbar war
(E. 3.2 und E. 4.2.2). Ebenso verneinte es einen Abzug
im Urteil 8C_151/2020 vom 1
5.
Juli 2020 E. 6.2 im Falle einer versicherten Person, die ihre
linke
adominante
Hand
noch
als Stütz-/Hilfshand einsetzen und mit ihr nicht repetitiv
auch
leichte Gewichte heben
konnte.
Beim Beschwerdeführer sind im Wesentlichen die Supination und Pronation der rechten oberen Extremität, verbunden mit einem erheblichen Kraftdefizit der Hand, und das Arbeiten über Tischhöhe eingeschränkt. Ansonsten ist die Funktionalität der dominanten Hand erhalten. Eine unfallbedingte Einschrän
kung der linken oberen Extremität besteht nicht. Die Situation ist somit nicht mit einer faktischen
Einhändigkeit
vergleichbar. Es bestehen jedoch selbst in sehr leichten Tätigkeiten Einschränkungen in Bezug auf im Alltag und Beruf wichtige Bewegungen (z.B. bei Verwendung eines Schraubenziehers, Überkopfarbeiten). Hinsichtlich des dadurch auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt etwas ein
geschränkten Spektrums an manuellen Verweistätigkeiten erweist sich der gewährte Abzug von 10
%
als angemessen.
Der Beschwerdeführer moniert einzig das Belastungsprofil und macht
e
keine spezifischen Gründe für einen leidensbedingten Abzug geltend. Es sei daher lediglich angefügt, dass Hilfsarbeiten auf dem massgebenden ausgeglichenen Stellenmarkt altersunabhängig nachgefragt
werden
(BGE 1
46 V 16 E. 7.2.1 mit Hinweisen).
Mangelnde Sprachkenntnisse oder ungenügende Ausbildung sind ebenfalls nicht abzugsrelevant, da diesen Aspekten grundsätzlich bei der Wahl des Kompetenzniveaus Rechnung zu tragen ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_549/2019 vom 26. November 2019 E. 7.7) und vorliegend auf das tiefste Kompetenzniveau abgestellt wurde.
5.5
Stellt man dem
Valideneinkommen
von
Fr.
78'144.--
ein Invalideneinkommen von
Fr.
61'538.90
(= 0.9 x
Fr. 68‘
376
.--) gegenüber,
resultiert ein
Invaliditätsgrad
von
2
1
%
, der deutlich unter dem Mindestinvaliditätsgrad von 40
%
für eine Rente liegt.
Ab
1.
Januar 2020 besteht somit kein rentenbegründender Invaliditätsgrad mehr, selbst unter Berücksichtigung einer allfälligen minimalen zusätzlichen Beeinträchtigung durch die degenerativen Befunde an der Hals
wirbelsäule
.
6.
Zusammenfassend geben die neuen Bericht
e
von
Dr.
Z._
entgegen der An
sicht des Beschwerdeführers keinen Anlass, von einem tieferen Invaliden
einkommen als von der Beschwerdegegnerin veranschlagt auszugehen. Dies gilt sowohl mit Bezug auf die medizinische Arbeitsfähigkeitseinschätzung (im Sinne eines reduzierten Arbeitspensums oder einer verminderten Leistungsfähigkeit), als auch im Rahmen der rechtlichen Würdigung der erwerblichen Auswirkungen des
Zumutbarkeitsprofils auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt (im Sinne eines höheren leidensbedingten Abzugs).
Die Beschwerde ist daher i
n Nachachtung von
Art.
88a
Abs.
1
IVV nur insoweit
gutzuheissen
, als bis 3
1.
Dezember 2019 von einer vollen Arbeits
un
fähigkeit auch in angepassten Tätigkeiten auszugehen ist bzw. das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil erst ab
1.
Januar 2020 – also nach der letzten Rehabilitationsphase – Gültigkeit beanspruchen kann. In teilweiser
Gut
heissung
der Beschwerde ist dem Beschwerdeführer daher in Nachachtung von
Art.
88a
Abs.
1 IVV eine befristete ganze Rente für den Zeitraum vom 1. September 2019 bis 3
1.
März 2020 zuzusprechen.
7.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand unabhängig vom Streitwert i
m Rahmen von
Fr.
200.-- bis Fr.
1‘000.-- festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG). Sie sind im vorliegenden Fall auf
Fr.
7
00.-- festzusetzen und vollumfänglich dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
So obsiegt
er
bloss
in einem unbedeutenden Nebenpunkt, den erst selbst nicht vorbrachte. Aus diesem Grund sowie in Anbetracht
seines
minimalen Aufwands (vgl.
Urk.
1 und
Urk.
10) ist ferner auf die Zusprechung einer Parteientschädigung zu ver
zichten.