# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 07794bd4-bb57-4490-9d44-4c440339439e
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Am _ 2016 stellte die Versicherungsgesellschaft Y._ (nachfolgend: Y._) beim Betreibungsamt der Region Maloja ein Betreibungsbegehren gegen X._ über den Betrag von Fr. 3'243.60 (eigene Prämien nach KVG und Prämien ihrer Kinder für die Monate April 2016 bis Juni 2016) nebst Zins zu 5 % ab 31. Mai 2016, zuzüglich Fr. 150.-- Mahnspesen. Am 21. Januar 2017 leitete die Y._ eine weitere Betreibung gegen X._ für eigene ausstehende Prämien nach KVG sowie für Prämien ihrer Kinder für die Monate Juli 2016 bis September 2016 in der Höhe von Fr. 3'244.95 nebst 5 % Zins seit 31. August 2016 sowie für Mahnspesen von Fr. 150.-- ein. Am 22. Juni 2017 stellte die Y._ ein Betreibungsbegehren gegen X._ über den Betrag von Fr. 360.55 (eigene Prämien nach KVG für den Monat Dezember 2016) zuzüglich Zins zu 5 % ab 31. Dezember 2016 sowie Mahnspesen von Fr. 60.--. Gegen die entsprechenden Zahlungsbefehle Nrn. _ (_ 2016), _ (_ 2017) und _ (_ 2017) des Betreibungsamts der Region Maloja erhob X._ am 13. Dezember 2016, 17. Februar 2017 sowie 10. Juli 2017 Rechtsvorschlag.
B. Mit Verfügung vom 2. Mai 2017 forderte die Y._ X._ auf, den Betrag von Fr. 1'449.25 (Prämien für die Monate April bis Juni 2016 von Fr. 3'243.60, Mahnspesen von Fr. 150.--, Zins zu 5 % auf Fr. 3'243.60 seit 31. Mai 2016 von Fr. 144.30, Betreibungskosten von Fr. 73.30, abzüglich Prämien der beiden erwachsenen Kinder für die Monate April 2016 bis Juni 2016 von Fr. 2'161.95) zu begleichen und hob den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. _ im Umfang von Fr. 1'375.95 auf. Ebenfalls mit Verfügung vom 2. Mai 2017 stellte die Y._ einen Zahlungsausstand von Fr. 1'423.85 (Prämien für die Monate Juli 2016 bis September 2016 von Fr. 3'244.95, Mahnspesen von Fr. 150.- -, Zins zu 5 % auf Fr. 3'244.95 seit 31. August 2016 von Fr. 102.90, Betreibungskosten von Fr. 89.30, abzüglich Prämien der beiden erwachsenen Kinder für die Monate Juli 2016 bis September 2016 von Fr. 2'163.30) fest und hob den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. _ im Umfang von Fr. 1'334.55 auf. Mit Verfügung vom 18. August 2017 verpflichtete die Y._ X._ zur Zahlung von Fr. 465.35 (Prämien für den Monat Dezember 2016 von Fr. 360.55, Mahnspesen von Fr. 60.--, Zins zu 5 % auf Fr. 360.55 seit 31. Dezember 2016 von Fr. 11.50, Betreibungskosten von Fr. 33.30) und beseitigte den Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. _ im Umfang von Fr. 432.05.
C. Die gegen die Verfügungen vom 2. Mai 2017 erhobenen Einsprachen vom 31. Mai 2017 hiess die Y._ mit Einspracheentscheiden vom 20. und 21.
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September 2017 teilweise gut. Mit Einspracheentscheid vom 28. September 2017 wies die Y._ die gegen die Verfügung vom 18. August 2017 erhobene Einsprache vom 15. September 2017 ab und bestätigte die Rechtsöffnungsverfügung.
D. Die gegen die Einspracheentscheide vom 20., 21. sowie 28. September 2017 erhobene Beschwerde vom 18. Oktober 2017 hiess das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden mit Urteil S 17 145 vom 30. August 2018 teilweise gut, soweit es darauf eintrat. Auf die dagegen von X._ erhobene Beschwerde vom 31. Oktober 2018 trat das Bundesgericht mit Urteil 9C_767/2018 vom 20. Februar 2019 nicht ein.
E. Am 13. Mai 2019 (Aufgabedatum deutsche Post) reichte X._ beim Verwaltungsgericht eine negative Feststellungsklage nach Art. 85a SchKG gegen die Y._ ein, mit folgenden Rechtsbegehren:
1. Es sei festzustellen, dass die Schuld gemäss Betreibung der Beklagten (Betreibung/Zahlungsbefehl Nr.: _) vom 18.11.2016 in Höhe von Fr. 3'243.60 nebst Zins zu 5 % seit 31.05.2016 und Mahnspesen in Höhe von Fr. 150.-- sowie weiterer geltend gemachter Kosten nicht besteht (bis zum Totalbetrag von Fr. 3'243.60 mit Stand: 23.04.2019);
2. Es sei festzustellen, dass die Schuld gemäss Betreibung der Beklagten (Betreibung/Zahlungsbefehl Nr.: _) vom 30.01.2017 in Höhe von Fr. 3'244.95 nebst Zins zu 5 % seit 31.08.2016 und Mahnspesen in Höhe von Fr. 150.-- sowie weiterer geltend gemachter Kosten nicht besteht (bis zum Totalbetrag von Fr. 3'244.95 mit Stand: 23.04.2019);
3. Es sei festzustellen, dass die Schuld gemäss Betreibung der Beklagten (Betreibung/Zahlungsbefehl Nr.: _) vom 23.04.2019 (recte: 29.06.2017) in Höhe von Fr. 360.55 nebst Zins zu 5 % seit 31.12.2016 und Mahnspesen in Höhe von Fr. 60.-- sowie weiterer geltend gemachter Kosten nicht besteht (bis zum Totalbetrag von Fr. 511.35 mit Stand: 23.04.2019);
4. Die Betreibung Nr.: _ vom 18.11.2016 in Höhe von Fr. 3'243.60 nebst Zins zu 5 % seit 31.05.20 16 und Mahnspesen in Höhe von Fr. 150.-- sowie weiterer geltend gemachter Kosten (bis zum Totalbetrag von Fr. 3'243.60 mit Stand: 23.04.2019) sei einzustellen und aufzuheben;
5. Die Betreibung Nr.: _ vom 30.01.2017 in Höhe von Fr. 3'244.95 nebst Zins zu 5 % se/t 31.08.2016 und Mahnspesen in Höhe von Fr.
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150.-- sowie weiterer geltend gemachter Kosten (bis zum Totalbetrag von Fr. 3244.95 mit Stand: 23.04.2019) sei einzustellen und aufzuheben;
6. Die Betreibung Nr.: _ vom 23.04.2019 (recte: 29.06.2017) in Höhe von Fr. 360.55 nebst Zins zu 5 % seit 31.12.2016 und Mahnspesen in Höhe von Fr. 60.-- sowie weiterer geltend gemachter Kosten (bis zum Totalbetrag von Fr. 516.35 mit Stand: 23.04.2019) sei einzustellen und aufzuheben;
7. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme (gegebenenfalls in Form einer superprovisorischen Verfügung) seien die Betreibungen Nrn.: _, _ und _, gestützt auf Art. 85a Abs. 2 SchKG, vorläufig einzustellen;
8. In Gutheissung der Klage wird festgestellt, dass zwischen der Klägerin und der Beklagten kein Versicherungsverhältnis für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (KVG) nach dem 30.12.2016 zustande gekommen ist;
9. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, mithin der Klägerin eine Umtriebsentschädigung für den entstandenen Aufwand in den Verfahren zu Betreibungen Nrn.: _, _ und _ zu zahlen.
Zur Begründung wurde im Wesentlichen ausgeführt, dass die betriebenen Forderungen der Y._ nicht zustünden. Prämienrückstände für die Zeit von April 2016 bis Oktober 2016 (recte: April bis September 2016 sowie Dezember 2016) würden nicht bestehen, weshalb die Rechtsvorschläge gegen die Zahlungsbefehle Nrn. _, _ und _ sowie die Einsprachen gegen die Verfügungen der Y._ zu Recht erfolgt seien. lm zwischenzeitlich rechtskräftig gewordenen Urteil des Bundesgerichts 9C_767/2018 vom 20. Februar 2019 sowie im vorausgegangenen Urteil des Verwaltungsgerichts S 17 145 vom 3. Oktober 2018 (recte: 30. August 2018) sei nicht über die materiellrechtliche Frage des Bestehens der betriebenen Schuld entschieden worden, sondern lediglich über formelle und betreibungsrechtliche Verfahrensgegenstände.
F. Mit Klageantwort vom 7. Juni 2019 beantragte die Y._ folgendes:
1. Auf die Klage sei nicht einzutreten.
2. Eventualiter sei die Klage abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
3. Die vorläufige Einstellung der Betreibungsverfahren Nrn. _, _ und _ des Betreibungsamtes der Region Maloja sei aufzuheben.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.
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Zur Begründung führte die Y._ im Wesentlichen aus, dass das Gericht die nicht näher dargelegte Vertretungsbefugnis des Rechtsvertreters der Klägerin zu prüfen habe und sie diese vorliegend vorsorglich bestreite. Vorfrageweise sei daher zu prüfen, ob auf die vom allenfalls nicht zugelassenen Rechtsvertreter der Klägerin eingereichte Klage überhaupt einzutreten sei. Zudem habe das angerufene Gericht hinsichtlich der Betreibungsverfahren Nrn. _, _ und _ des Betreibungsamts der Region Maloja bereits am 30. August 2018 ein materielles Urteil (S 17 145) gefällt. Mit der Erteilung der definitiven Rechtsöffnung in diesen drei Betreibungen nach materieller Prüfung liege eine res iudicata vor, weshalb die Prozessvoraussetzungen gemäss Art. 59 Abs. 2 lit. e ZPO nicht erfüllt seien und auf die Klage nicht einzutreten sei. Falls das streitberufene Gericht auf die Klage dennoch eintrete, sei darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht mit Urteil 9C_767/2018 vom 20. Februar 2019 auf die gegen das erwähnte Urteil des Verwaltungsgerichts erhobene Beschwerde der Klägerin nicht eingetreten sei. Damit sei das Urteil des Verwaltungsgerichts S 17 145 vom 30. August 2018 in Rechtskraft erwachsen. Die Klägerin mache weder die Tilgung der Schuld noch deren Stundung geltend. Der einzig verbleibende Grund für eine Klage nach Art. 85a SchKG wäre somit, dass die betriebenen Forderungen in materieller Hinsicht zu Unrecht bestünden. Der Bestand der Forderungen sei allerdings durch das erwähnte rechtskräftige Urteil des angerufenen Gerichts bestätigt worden. Es liege eine res iudicata vor, weshalb ein anderer Sachentscheid ausgeschlossen sei.
G. Mit Urteil vom 27. August 2019, mitgeteilt am 28. August 2019, erkannte das Verwaltungsgericht Graubünden wie folgt:
1. Die Klage wird abgewiesen, soweit darauf eingetreten wird.
2. Die Kosten des vorliegenden Verfahrens von Fr. 2'500.-- gehen zu Lasten von X._ und sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheides an die Finanzverwaltung des Kantons Graubünden, Chur, zu bezahlen.

## Considerations