# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fdecf4b6-579a-42b9-a73d-e70f11998cc4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1978 geborene
X._
war vom
1. Dezember 2006
bis 31. März 2011
als Bauleiterin bei der
Y._
AG angestellt und damit bei der Schweize
rischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch versichert (Urk. 14/1
, Urk. 14/15 S. 1
). Mit Bagatellunfall-Meldung UVG liess sie dieser am 3. November 2010 mitteilen, si
e
habe sich bei einem
am 29. Oktober 2010
als Autolenkerin
erlittenen Selbstunfall am Rücken verletzt (Urk. 14/1). Die SUVA anerkannte in der Folge ihre Leistungspflicht im Zusammenhang mit dem frag
lichen Ereignis
und kam für die Kosten der Heilbehandlung auf
(Urk. 14/2).
Mit Schreiben vom 14. Januar 2013 (Urk. 14/40) teilte sie der Versicherten mit, dass die noch vorhandenen Beschwerden auf das
Thoracic
Outlet Syndrom (TOS) zurückzuführen seien; da
dieses
konstitutioneller Natur sei, könnten die ent
sprechenden Behandlungskosten nicht übernommen werden. Nachdem die Ver
sicherte
hiegegen
opponiert hatte (Urk. 14/41), verneinte die SUVA
– unter Hinweis auf das Fehlen eines ursächlichen Zusammenhangs zum Unfall vom 29. Oktober 2010 -
mit Verfügung vom 27. Februar 2013 (Urk. 14/44)
ihre Leistungspflicht für die
persistierende
, mit einem TOS zu erklärende
Symptoma
tik
.
Nach weiteren medizinischen Abklärung
en
und einer Untersuchung durch
den
Kreisarzt Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für Chirurgie, am 10. Juli 2013 (vgl. Bericht vom 10. Juli 2013 [Urk. 14/57] und Beurteilung vom 15. November 2013 [Urk. 14/64]) kam die SUVA mit Verfügung vom 15. Januar 2014 (Urk. 14/68) insofern auf ihren Entscheid vom 27. Februar 2013 (Urk. 14/44) zurück
, als sie ihre Leistungspflicht
für die
geklagten Arm- und Kopfschmerzen nun –
wiederum
mangels Unfallkausalität – erst ab 19. November 2013 ver
neinte.
Daran hielt sie auf Einsprache der Versicherten (Urk. 14/75) hin am 14. März 2014 fest und entzog einer allfälligen gegen diesen Entscheid gerich
teten Beschwerde die aufschiebende Wirkung (Urk. 2).
2.
Gegen diesen
Einspracheentscheid
(Urk. 2) liess
X._
am 28. April 2014 mit folgenden Anträgen Beschwerde erheben (Urk. 1 S. 2):
"1.
Der
Einspracheentscheid
der SUVA Luzern vom 14.03.2014 sei vollstän
dig aufzuheben und es seien die gesetzlichen Leistungen aus UVG, ins
besondere die Taggeldleistungen zu erbringen.
2.
Dies unter den gesetzlichen Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“
Nachdem die Beschwerdeführerin am 12. Mai 2014 noch einen Bericht von Prof. Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Chirurgie, speziell Viszeral- und
Thorax
chirurgie
, Klinik
B._
, vom 8. Mai 2014
eing
ereicht hatte (Urk. 7 f.),
schloss die SUVA
am
2. September 2014 – unter Hinweis auf die Be
urteilung ihrer Versicherungsmediziner
in
Dr. med.
C._
, Fachärztin FMH für Chirurgie, Fachärztin FMH für Gefässchirurgie, vom 27. August 2014 (Urk. 15) -
auf Abweisung der
Bes
chwerde
(vgl. Beschwerdeantwort, Urk. 13
).
Replicando
(Urk. 19) und
duplicando
(Urk. 24) hielten die Parteien an ihren Anträgen fest;
L
etzteres wurde der Beschwerdeführerin am 9. Dezember 2014 zur Kenntnis ge
bracht (Urk. 25).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die
Entscheidfindung
erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
Bundesgesetz über die Unfall
versicherung (
UVG
)
setzt zunächst voraus, dass zwischen dem
Unfaller
eignis
und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürli
cher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetre
tene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise bezie
hungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sam
menhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereig
nis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr. U 142 S. 75 E. 4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U 172/94 vom 26. April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines
Ge
sundheitsschadens
muss mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlich
keit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45; BGE 119
V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine
anspruchs
aufhebende
Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammen
hang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallversi
cherer
(RKUV 1994 Nr. U 206 S. 328 f. E. 3b, 1992 Nr. U 142 S. 76).
Diese
Be
weisgrundsätze
gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spät
folgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesge
richts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
status
quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
status
quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36
Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 1
1.
März 2014 E. 2.3.2).
2.
2.1
Die SUVA begründete die Leistungseinstellung per 19. November 2013 damit, dass sich die anhaltenden Beschwerden keinem objektivierbaren organischen Korrelat zuordnen liessen und in keinem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfall vom 29. Oktober 2010 stünden
(Urk. 2 S. 6 ff.
, Urk. 13 S. 10
) bezie
hungsweise – unter Hinweis auf die Beurteilung der Versicherungsmedizinerin
Dr.
C._
vom 27. August 2014 (Urk. 15) – damit, dass
der fragliche Unfall keine strukturellen Läsionen gezeitigt habe und nicht ursächlich für das TOS sei (Urk. 13 S. 9).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt,
die anhal
tenden Beschwerden seien
– entsprechend der übereinstimmenden Ein
schätzung verschiedener behandelnder Fachärzte -
mit einer
auf das Ereignis vom 2
9
. Oktober 2010 (und nicht etwa den im Jahr 2006 erlittenen Unfall) zu
rückzuführenden
unfallbedingten strukturellen Schädigung in Form einer
Rip
penfraktur
zu erklären (Urk. 1 S. 7 f.
, Urk. 19 S. 3
). Selbst wenn man vom Feh
len objektivierbarer Unfallfolgen ausgehe, sei die Leistungseinstellung zu Un
recht erfolgt, stehe die persistierende Symptomatik
doch
nicht nur in einem natürlichen, sondern auch in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum – als mittelschwer zu wertenden –
versicherten
Unfall (Urk. 1 S. 8 ff.).
3.
3.1
Die von der Beschwerdeführerin
am 2. November 2010 konsultierten Ärzte der
D._
hielten am 21. März 2012 auf dem „
Dokumenta
tionsbogen
für Erstkonsultation nach
kranio
-zervikalem
Beschleunigungs
trauma
“ (Urk. 14/13) fest, die Beschwerdeführerin habe beim Unfall vom 29. Oktober 2010
, bei dem der Airbag nicht ausgelöst worden sei, keinen
Kopf
anprall
erlitten
. Es sei zu keiner Bewusstlosigkeit gekommen, und es bestehe keine Gedächtnislücke (S. 1). Sofort nach dem Unfall seien Kopf- und
Nacken
schmerzen
sowie Schmerzen im Brustwirbelbereich am
thorakolumbalen
Über
gang aufgetreten.
Vor dem fraglichen Ereignis habe die Beschwerdeführerin an keinen
behandlungsbedürftigen
Beschwerden gelitten (S. 2).
Äussere Verletzun
gen hätten sich nicht feststellen lassen, und die radiologische Untersuchung der Brustwirbelsäule (BWS) habe einen unauffälligen Befund ohne Hinweise auf
ossäre
L
äsionen ergeben. Diagnostisch sei einerseits von einem Zustand nach
kranio
-zervikale
m
Beschleunigungstrauma Grad II
und andererseits von persis
tierenden posttraumatischen Schmerzen in der BWS auszugehen. Der Beschwer
deführerin sei eine medikamentöse Behandlung verordnet worden (S. 3).
3.2
Dr. med.
E._
, Facharzt
FMH für
Allgemeine Innere Medizin, für Physikali
sche Medizin und Rehabilitation sowie für Rheumatologie, Manuelle Medizin (SAMM), gab in seinem Bericht vom 6. Mai 2012 (Urk. 14/19 S. 1) an, die Beschwerdeführerin
habe
beim Unfall vom 29. Oktober 2010 einen Schock erlitten und daraufhin
an
Schmerzen im Bereich der unteren Halswirbelsäule (HWS), der BWS und des Gesichts sowie an Nacken- und Kopfschmerzen gelit
ten. Während der Dauer der ambulanten Behandlung vom 6. Juni bis 26. August 2011 hätten Schmerzen in der
Scapula
-,
Rhomboideus
- und
Schul
tergelenksregion
links mit Ausstrahlung in den Ober- und Unterarm dorsal bis
zum
Os metacarpale II links im Vordergrund gestanden. Zeitweise seien Schmerzen in der linksseitigen
Pectoralisregion
aufgetreten.
Nach Angaben der Beschwerdeführerin habe sich deren linker Arm anders angefühlt als der rechte. Das MRI der HWS und der oberen BWS vom 9. Juni 2011
(S. 4)
habe eine Deckplattenimpression Th3-4 ventral bei ansonsten unauffälligem Befund erge
ben. Das Ergebnis des Funktions-CT der HWS vom 16. August 2011
(S. 5 f.)
sei unauffällig gewesen. Im Rahmen der klinischen Unters
uchung vom 25. Juni 2011 habe s
ich ein Hochstand der Rippe I links im Sinne einer Dysfunktion be
ziehungsweise einer Blockierung dieser Rippe gezeigt.
Der
Spurling
-Test mi
t forcierter
Reklination
und gle
ichseitiger Rotation/Seitenneigung nach links sei positiv
aufgefallen, wobei die Beschwerdeführerin
– in den Oberarm ausstrah
lende - Schmerzen im Bereich des Schultergelenks
angegeben habe
. Therapeu
tisch habe sich keine Besserung erzielen lassen
(S. 1)
.
3.3
Dr. med.
F._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Physikalische Medizin, Schmerztherapie SSIPM, Manuelle Medizin SAMM, berichtete am 15. Juni 2012, die Beschwerdeführerin sei ihm
wegen eines posttraum
a
ti
s
chen
thorakospon
dylogenen
Syndroms von Dr.
E._
zur
interventionellen
Schmerztherapie zugewiesen worden. Aufgrund der ersten Untersuchung vom 10. November 2011
seien ein
e
Periarthropathia
humeroscapularis
(
PHS
)
tendopathika
links mit
Supraspinatussyndrom
und ein TOS festgestellt worden; überdies habe
Verdacht auf eine Rippengelenksirritation Th4-Th8 links und eine
Facettengelenkssymp
tomatik
C6/C7
bestanden. Die panvertebralen Schmerzen im oberen BWS-Be
reich seien nach einer Infiltration der
Costotransversalgelenke
Th4 und Th5 deutlich zurückgegangen, und eine
subakromeale
Infiltration am linken Schul
tergelenk am 19. November 2011 habe wiederum eine erhebliche
Schmerzre
duktion
im linken Schultergürtel gebracht. Die ergänzende MRI-Untersuchung des linken Schultergelenks vom 26. März 2012 (Urk. 14/27) habe keine rele
vanten pathologischen Befunde, insbesondere keine Hinweise auf eine
Binnen
läsion
,
ergeben (Urk. 14/25).
3.4
In seiner gestützt auf die Akten verfassten Stellungnahme vom 31. Juli 2012 gelangte der Kreisarzt Dr. med.
G._
, Facharzt FMH für Chirurgie, zum Schluss, dass die Beschwerden in der linken Schulter nicht unfallkausal seien. Zur Beurteilung der überdies bestehenden Symptomatik seien die bildgebenden Befunde der H
W
S und eine Beschreibung der Deckplattenimpression erforder
lich (Urk. 14/31 S. 1).
3.5
Dr.
F._
hielt am 11. Dezember 2012 fest, nachdem die
betreffend Schulter und Handgelenk verordnete
Physiotherapie keinen Erfolg gebracht habe, habe er die Beschwerdeführerin am 10. Dezember 2012 nochmals untersucht und da
bei festgestellt, dass aktuell eindeutig ein TOS mit
nervaler
Irritation im
Scale
nus-Lückenbereich
und zwischen de
r
ersten Rippe respektive der Clavicula vor
liege. Da
durchaus
möglich sei, dass das TOS posttraumatischer Natur sei, werde die SUVA darum ersucht, die entsprechenden Behandlungskosten vorläufig zu übernehmen (Urk. 14/37).
3.6
Nach Kenntnisnahme der bildgebenden Befunde der HWS hielt der Kreisarzt Dr.
G._
am 19. Dezember 2012 fest, der Unfall vom 29. Oktober 2010 habe zu einer Deckplattenimpression T3 und T4 geführt. Das TOS dagegen sei nicht unfallbedingt, sondern stelle eine konstitutionelle Variante dar. Folglich sei
per 10. Dezember 2012
der Status quo sine wieder erreicht gewesen und die
unfall
bedingte
Behandlung abgeschlossen (Urk. 14/38).
3.7
In seiner Einschätzung vom 6. Februar 2013 (Urk. 14/42)
wies der Kreisarzt Dr.
G._
darauf hin, dass es sich beim TOS um ein anlagebeding
tes, konstitu
tionelles
Enpasssy
ndrom
handle, das – bei fehlenden Verletzungen der oberen Thorax-Clavicula-Region – als krankhafter Natur zu werten sei. Die Frakturen T3 und T4 stünden nicht im Zusammenhang mit dem TOS. Allfällige Behand
lungen der linken Schulter, an welcher keine traumatischen Veränderungen festgestellt worden seien, seien nicht unfallkausal. Die MRI-Untersuchung von Schädel und HWS habe unauffällige Befunde ergeben.
3.8
Dr.
E._
hielt in seinem Überweisungsschreiben vom 22. März 2013 an die Klinik
H._
, Zentrum für Neurologie (Urk. 14/47 S. 1)
,
fest, die Be
schwerdeführerin habe ihn an diesem Datum erstmals seit Ende August 2011 wieder konsultiert. Die durchgeführten Behandlungen betreffend die Schmerzen in der
Scapula
-
,
Rhomboideus
-, Schultergelenks- und (neu)
Pectoralisregion
links mit Ausstrahlung in den Obe
r- und Unterarm dorsal und medi
a
l
bis zur
ulnaren
Handkante links hätten bei der robust und glau
b
haft wirkenden Be
schwerdeführerin keine Linderung gebracht.
Nebst der
Rippenwirbelgelenksblo
ckierung
Th3/4 link
s
leide sie wohl auch an einem MR-tomographisch nicht sichtbaren Wurzelreizsyndrom C7/8.
3.9
In seinem Schreiben vom 10. April 2013 an die SUVA (Urk. 14/49) gab Dr.
F._
an
,
die Beschwerdeführerin habe sowohl bei Dr.
E._
als auch bei ihm wegen posttraumatischer Schmerzen
zervikothorakal
und im linken Schultergürtelbereich mit Schmerzausstrahlung in den linken Arm in Behand
lung gestanden.
Er habe damals darauf hingewiesen, dass ein TOS vorliege. Ein
solches könne sehr wohl durch eine Schonhaltung des linken Schultergürtels wegen Schmerzen entstehen. Insofern sei nicht nachvollziehbar, dass die SUVA dieses Phänomen bei der Beschwerdeführerin nicht als unfallkausal betrachte.
3.10
Das CT des Thorax vom 16. April 2013 ergab eine deutliche, apikal betonte
em
physematöse
Veränderung, die sich
gut
vereinbaren lasse mit einem starken
Ni
kotinkonsum
. Es hätten sich keine Anhaltspunkte für eine
tumoröse
Ra
umfor
derung
und auch keine
Lymph
adenopathie
gezeigt (Urk. 14/54).
3.11
Gestützt auf das Ergebnis seiner kreisärztlichen Unters
uchung vom 10. Juli 2013 stellt
e Dr.
Z._
im gleichentags verfassten Be
richt (Urk. 14/57) folgende Diagnosen (S. 4):
Status nach Autounfall vom 29. Oktober 2010 mit HWS-Distorsion QTF II und wahrscheinlich Deckplattenimpression Th3 und Th4
Unfallunabhängig Verdacht auf TOS links
Die Beschwerdeführerin klage über persistierende Schmerzen in der linken Schul
ter und im linken Nackenbereich, über Kopfschmerzen und über – subjek
tiv – verminderte Kraft im linken Arm (S. 4). Objektiv
fänden sich eine unauf
fällige Beweglichkeit im Bereich der gesamten Wirbelsäule, muskuläre Verspan
nungen paravertebral (links mehr als rechts) und im Bereich de
s
oberen
Trape
zius
linksseitig, keinerlei neurologische Auffälligkeiten, keine Anhaltspunkte für eine unfallbedingte Schulterpathologie links und klinische Zeichen eines TOS links. Das vermutetet TOS sei anlagebedingt und stehe nicht im Zusammenhang mit dem Unfall.
Hinsichtlich der Rücken- und Nackenschmerzen sei ein weiteres
Auftrainieren
der Rückenmuskulatur indiziert; anderweitige therapeutische Massnahen seien derzeit nicht angezeigt (S. 5).
3.12
Die Ärzte der Klinik
H._
,
Muskulo
-Skelettal Zentrum, Neurologie, stellten am 14. Mai 2013 nachstehende Diagnosen (Urk. 14/59 S. 1):
Chronifizierendes
Schmerzsyndrom
zerviko-occipital
und
pectoral
bis hin zum Schulter-Armbereich links unklarer Zuordnung mit/bei
vorwiegend
myofaszialen
Anteilen
aufgetreten nach Autounfall im Oktober 2010
klinisch-neurologisch, elektrophysiologisch und
bildgeberisch
(MRI der HWS vom Juni 2011) fehlende Hinweise für eine Affektion neu
ronaler Strukturen
Im
Spect
-CT der HWS und der linken Schulter habe keine die Beschwerden erklä
rende Pathologie im Bereich der Gelenke oder
ossärer
Strukturen nachge
wiesen werden können. Aus neurologischer Sicht könnten daher keine
Thera
pievorschläge
gemacht werden (S. 1 f.).
3.13
Nach Kenntnisnahme des CT des Thorax vom 16. April 2013 (Urk. 14/54) und des Berichts der Neurologen der Klinik
H._
vom 14. Mai 2013 (Urk. 14/59) hielt Kreisarzt Dr.
Z._
am 15. November 2013
(
Urk.
14/64)
fest, weder die klinische noch die bildgebende Untersuchung habe eine unfallbedinge strukturelle Ursache für die Beschwerden im linken Arm, die Kopfsch
m
erzen und die subjektive Kraftminderung ergeben. Die im SPECT-CT nachgewiesene Veränderung im Bereich BWK3/4 im Sinne einer leichten Überlastungsreaktion könne pathophysiologisch nicht Ursache der geklagten Symptomatik sein. Be
treffend die Beschwerden im linken Arm habe sich zumindest klinisch
ein
Ver
dacht auf ein TOS ergeben; dieses sei indes ebenfalls nicht unfallkausal, son
dern anlagebedingt. Die anhaltenden Beschwerden seien demnach nicht mehr mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen (S.
2).
3.14
Die Ärzte des
I._
stellten, nach
dem sie die Beschwerdeführerin am 10. Dezember 201
3
untersucht hatten, am 13. Dezember 2013 folgende Diagnosen (Urk. 14/66 S. 1):
Status nach Autounfall 2010
seitdem chronisches
occipito
-temporales Kopfweh links,
Schulterschmer
zen
links und Kraftlosigkeit des linken Arms
Arterielles Schultergürtelkompressionssyndrom (
costoclavicular
) links
Die Beschwerden seien auf den Autounfall zurückzuführen. Sehr wahrscheinlich sei es durch eine gewisse Schonhaltung und durch die posttraumatischen Schulterschmerzen
noch zu einem arteriellen
Schultergürtelkompressionssyn
drom
gekommen. Dieses sei indes nicht ursächlich für die ständigen Beschwer
den im Bereich der linken Schulter. Die Kraftlosigkeit des linken Arms beim Klettern sei mit dem TOS zu erklären. Eine Resektion der 1. Rippe würde wohl nur eine Verbesserung der Beschwerden bei Armelevation bringen (S. 2).
3.15
Am 14. Januar 2014 stellten die Ärzte der Klinik
B._
,
J._
, nachstehende Diagnosen (Urk. 14/71 S. 1):
Posttraumatisches TOS links
Posttraumatische Wandschädigung
Arteria
subclavia
links
Die Beschwerdeführerin, die ihnen im Hinblick auf eine Second Opinion von Dr.
E._
zugewiesen worden sei, leide als Folge eines Autounfalls, wahr
scheinlich mit Fraktur im Bereich entweder der Clavicula oder der ersten Rippe,
an
ein
em TOS. Dokumentiert seien ein Status nach
Deckplatten-Impressions
frakturen
TH3 und
4.
Die Beschwerdeführerin weise im Anschluss an diesen Unfall seit vier Jahren eine klare Symptomatik
auf, bei der
Pulslosigkeit
be
stehe
, sobald der Arm über 90° angehoben werde. Dies lasse sich aufgrund der
klinischen Untersuchung bestätigen. Die im CT ersichtliche Verkalkung und Wandschädigung
im Bereich der Clavicula, unmittelbar in
der kritischen Zone zwischen der ersten
Rippe und
der
Clavicula, sei möglicherweise mit einer Ver
letzung durch den Sicherheitsgurt zu erklären oder im Rahmen einer – damals nicht diagnostizierten –
Claviculafraktur
zu interpretieren (S. 1).
Aufgrund der eindeutigen Symptomato
logie sei eine Resektion der ersten
Rippe zu empfehlen: Intraoperativ sei auch die Gesamtsituation der
Arteria
subclavia
zu beurteilen; möglicherweise habe diese so schwer Schaden genommen, dass si
e
kurzstreckig
ersetzt werden müsse (S. 2).
3.1
6
Dr.
E._
hielt am 20. Januar 2014 fest, die Beschwerdeführerin habe sich beim Unfall vom 29. Oktober 2010 wahrscheinlic
h eine Deckplattenimpression TH3 und TH
4 zugezogen. Sie klage über – bei Abduktion und Elevation des lin
ken Arms zunehmende - Ruheschmerzen mit palpabler Sistierung des
Radia
lispulses
links. Das CT vom 3. Dezember 2013 zeige einen im Vergleich zur Voruntersuchung vom 16. April 2013 engen
ossären
Raum zwischen
der Clavi
cula und der ersten
Rippe links gegenüber rechts.
Die Beschwerdeführerin, deren Beschwerdeschilderungen glaubhaft erschienen, scheine nun des bald dreijähri
gen Leidens überdrüssig zu sein. Es sei zu prüfen, ob eine Rippenresektion T
H
1 links indiziert sei (Urk. 14/70).
3.17
Nachdem er die Beschwerdeführerin am 26. Februar 2014 untersucht hatte, gab
Dr. med.
K._
,
Facharzt FMH für Chirurgie, in seinem Schreiben vom
27. Februar 2014
an, die
se
habe vor Jahren einen Autounfall erlitten und
sich dabei – möglicherweise durch den Sicherheitsgurt - eine Verletzung des linken Schultergürtels zugezogen. Anfänglich sei eine Verl
etzung der Clavicula und der ersten
Rippe übersehen worden. Die Beschwerdeführerin habe dann eine zu
nehmende TOS-Symptomatik links gezeigt. Sie klage über eine starke
Schmerz
haftigkeit, die
auch dann vorhanden sei, wenn s
i
e
den linken Arm nicht stark bewege oder beanspruche, und die sie zweitweise auch nachts störe. Sie ver
spüre Schmerzen beim Nacken- und beim Schürzengriff sowie bei allen Bewe
gungen im Bereich der Horizontalen und oberhalb davon. Wegen der starken Schmerzen könne sie ihren gewohnten Sport (Klettern) nicht mehr ausüben; auch sei sie nicht mehr in der Lage, auf der linken Seite zu schlafen.
Die näheren Abklärungen hätten ergeben, dass es anlässlich des
Unfalls zu einer Fraktur der ersten
Rippe und möglicherweise auch der Clavicula gekommen und infolge dieser Frakturen die
Arteria
subclavia
eingeengt worden sei. Es handle sich also um ein klar
es posttraumatisches TOS links (Urk. 14/79
S. 1).
3.18
Im Rahmen eines operativen Eingriffs nahmen die Ärzte der Klinik
B._
,
J._
, am 7. März 2014 eine Resektion d
er ersten
Rippe
transaxillär
links vor (Urk. 14/80).
3.19
Auf entsprechende Nachfrage der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin
hin
hielte
Prof.
Dr.
med.
A._
von
der Klinik
B._
,
J._
, in ihrem Schreiben vom 8. Mai 2014 (Urk. 8) fest,
er
könne bestätigen, dass die entfernte Rippe eine ausgedehnte periostale Reaktion gezeigt habe mit Verdickung und
Kallusbildung
mit eindeutigem Zustand nach traumatischer Schädigung dieser Rippe
.
Die Abstände zwischen Clavicula und erster Rippe seien durch diesen hypertrophen Kallus und die
fibrosierende
Umgebungsreak
tion
so stark eingeengt worden, dass von einem klaren Zusammenhang zwi
schen dem TOS und dieser Rippenveränderung auszugehen sei. Das TOS sei da
her zweifellos als posttraumatisch zu werten.
3.
20
In ihrer auf den Akten beruhenden chirurgischen Beurteilung vom 27. August 2014 (Urk. 15) gelangte die Versicherungsmedizinerin Dr.
C._
zum Schluss,
dass d
ie
im MRI
vom
9. Juni 2011
beschrie
bene, nicht frische
Deckplatten
impression
des
dritten
und
vierten
Brustwirbelkörpers
nicht einer
Fraktur, son
dern
Schmorl'schen
Knötchen
entspreche
. Eine entsprechende
Veränderung der Deckplatte
im Bereich des dritten
und
vierten
Brustwirbels
sei
bereits
– lange vor dem Unfall vom 29. Oktober 2010 -
in den Röntgenbildern vom Mai 2006
ersichtlich
. Ein Zusammenhang zwischen dem
fraglichen
Unfall
und den be
schriebenen Deckplattenimpressionen des
dritten
und
vierten
Brustwirbels
sei
ausgeschlossen, da die Veränderung der Deckplatten bereits vor dem Unfall ob
jektivierbar
sei
. Direkt nach dem Unfall seien
Kopfschmerzen und
Nacken
schmerzen
dokumentiert. Gemäss Angaben der
Beschwerdeführerin
am 10.
April
2012,
mithin
knapp
anderthalb
Jahre nach dem Unfall, hätten
die
Na
ckenverspannun
gen
und Kopfschmerzen
es dieser
nicht wieder erlaubt, den Klettersport zu betreiben. Schmerzen im Arm
i
m Sinne einer
Durchblutungs
minderung
bei Überkopfarbeiten
habe die Beschwerdeführerin
weder anlässlich dieser Befragung noch bei der
kreisärztlichen
Untersuchung
vom 10. Juli
2013
(
über
zweieinhalb
Jahre nach dem Unfall
)
angegeben. Dass das von
den Ärzten der Klinik
B._
beziehungsweise von Prof. Dr.
A._
als unfallkausal qualifizierte TOS tatsächlich durch das Unfal
lereignis ver
ursacht w
orden sei,
sei
in Anbetracht fehlender
bildgebend objektivierter struktureller Läsionen
auszu
schliessen
. Die einzig
von Prof.
Dr.
A._
-
e
rst im Nachhinein und auf
grund optischen Anscheins
-
beschriebene Verdickung der ersten Rippe
sei
mit Sicher
heit nicht traumatische
r Natur. Es sei
kaum denkbar, dass alle bis dahin mit der
Behandlung der Beschwerdeführerin be
fassten Ärzte Knochenbrüche des
Schlüsselbeins und der ersten Rippe übersehen oder noch nicht einmal
in Be
tracht gezogen hätten
. Die Resektion der ersten Rippe links vom
7. März 2014
steh
e
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
in keinem Kausalzusammenhang
mit dem Unfall vom
29. Oktober
2010
(S. 15)
.
Tatsäch
lich dem versicherten Ereignis
eindeutig kausal zuzuordnende struktu
relle Läsionen an
bindegewebigen
, knöchernen, vaskulären und neuronalen Strukturen im Bereich des Schultergürtel
s seien
weder bildgebend noch klinisch objektiviert.
Auch d
ie Abklärungen der
ge
klagten diffusen Schmerzsymptomatik mit Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen
hätten
keinen Nachweis struktureller Läsionen
er
geben. Es könne davon ausgegangen werden, dass der Status quo sine
bezüglich der diffusen, nicht objektivierbaren Unfallfolgen (
Schmerzsymp
tomatik
mit Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen)
spätestens ein Jahr nach dem Unfall
erreicht
gewesen sei (S. 16).
4.
4.1
Nach Lage der Akten steht fest, dass die Beschwerdeführerin
, als sie am 29. Oktober 2010 mit ihrem Auto unterwegs war, von der Fahrbahn abkam, eine kleinere Hecke durchschlug und nach einer rund 150 m langen Irrfahrt mit ab
gerissenem rechtem Vorderrad beziehungsweise abgerissener Aufhängung auf einem Gleistrassee zum Stillstand kam (Urk. 14/32).
Die
(erst)
vier Tage nach diesem
Unfall (einmalig) konsultierten Ärzte der
D._
stellten einen Status nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungstrauma sowie Schmerzen i
m Bereich d
er BWS
fest und verordneten eine medikamentöse Be
handlung
; eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigten sie nicht (Urk. 14/13). In der Folge unterzog sich die
(weiterhin uneingeschränkt arbeitsfähige [Urk. 14/15 S. 3])
Beschwerdeführerin
– bis zur erstmaligen Konsultation ihres Hausarztes Dr.
E._
am 6. Juni 2011 -
während über acht Monaten keiner ärztlichen Behandlung
mehr
.
4.2
Dass die im Zeitpunkt der Leistungseinstellung per 19. November 2013 noch geklagte
Symptomatik
– zumindest teilweise – im Rahmen des für ein
Schleu
dertrauma
typischen Beschwerdebildes (vgl.
hiezu
BGE 117 V 359 E. 4b) zu in
terpretieren waren, ist aufgrund der zitierten medizinis
chen Berichte nicht an
zunehmen.
So ergaben die verschiedenen
bildgebenden Untersuchungen
der HWS
kein
en
strukturelle
n
Schaden (vgl. MRI
vom 9. Juni 2011
([Urk. 14/19 S. 4
],
Funktions-CT vom 16. August 2011 [Urk. 14/19 S. 5]
, SPECT-CT vom 14. Mai 2013 [Urk. 14/59 S. 1]
), und di
e später behandelnden Ärzte
brachten
die persistierenden, vordergründig den Schulterbereich betreffenden Beschwerden
nicht mehr in Zusammenhang mit
de
m
von den Ärzten der
D._
wenige Tage nach dem Unfall festgestellten Zustand nach
kranio
-zer
vikalem Beschleunigungstrauma Grad II (Urk. 14/13) beziehungsweise
einem Schleudertrauma oder einer diesem äquivalenten Verletzung
. D
ie Beschwerde
führerin selbst führt ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen
ebenfalls
auf keine derartige Läsion zurück
(Urk. 1 S. 7 f., Urk. 19 S. 2 f.)
.
4.
3
Aufgrund der zitierten Arztberichte ist davon auszugehen, dass den anhaltenden
Beschwerden im Bereich der linken Schulter bez
iehungsweise der BWS kein unfallbedingter objektivierbarer organischer Schaden zugrunde liegt. Was die bildgebend festgestellte Deckplattenimpression des dritten und vierten
Brustwir
belkörpers
(Urk. 14/19 S. 4)
anbelangt,
bestand diese nachweislich bereits vor dem Unfall. So
war eine entsprechende Veränderung, wie die
Versicherungsme
dizinerin
Dr.
C._
– unter
Wiedergabe
des fraglichen Bildmaterials
–
nach
vollziehbar
und sehr anschaulich
darlegte, bereits in den (den behandelnden Ärzten offenbar nicht bekannten)
rund viereinhalb Jahre vor
dem
Ereignis vom 29. Oktober 2010 angefertigten
Röntgenbildern der BWS vom 3. Juni 2006
er
sichtlich (vgl. Urk. 15 S. 8 ff.).
Eine unfallkausa
le Fraktur der ersten Rippe und/
oder der Clavicula, wie sie
– nachdem sämtliche bis dahin erfolgten
bildge
benden
Untersuchungen keinen entsprechenden Befund ergeben hatten (Urk. 14/13 S. 3, Urk. 14/19 S. 4-6, Urk. 14/27, Urk. 14/54, Urk. 14/59) -
aus
schliesslich die Chirurgen der Klinik
B._
vermutet
en
(vgl. Berichte vom 14. Januar 2014 [Urk. 14/71 S. 1] und vom 8. Mai 2014 [Urk. 8])
, schloss Dr.
C._
mit durchaus überzeugender Begründung aus.
Dabei
führte
sie na
mentlich
(
anhand der bildgebenden Befunde
auch illustrativ)
einleuchtend
aus
, dass sich weder im Bereich der Clavicula noch an der ersten Rippe ein (
auf eine
nach dem Unfall während Jahren unerkannt gebliebene Fraktur
hindeutender
) Kallus finde (Urk. 15 S. 14 ff.).
Stringent legte sie schliesslich dar, dass ange
sichts des Fehlens einer auf den Ende Oktober 2010 erlittenen Unfall zurückzu
führenden strukturellen Gesundheitsschädigung dieser mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch nicht ursächlich für das – die noch geklagte Sympto
matik erklärende - TOS sei.
Die
Beweiskraft dieser
schlüssigen Beurteilung der Versicherungsmedizinerin Dr.
C._
wird durch
die
Berichte
der weiteren Ärzte
nicht in Frage gestellt. Hinzuweisen ist in diesem Zusammenhang insbesondere darauf, dass
der Haus
arzt Dr.
F._
wiederholt zum Ausdruck brachte, dass er einen natürlichen Kausalzusammenhang zwischen dem fraglichen Unfall und dem TOS lediglich für möglich halte (vgl. Berichte vom 11. Dezember 2012 [Urk. 14/37] und vom 10. April 2013 [Urk. 14/49]), und die Ärzte des
I._
gestützt auf die Angaben der Beschwerdeführerin und nicht
etwa
auf entsprechende Untersuchungsbefunde von der
Unfallkausalität des TOS
ausgingen
(vgl. Bericht vom 13. Dezember 2013, Urk. 14/66)
.
Die Kreisärzte Dr.
G._
und Dr.
Z._
gelangten – in Übereinstimmung mit Dr.
C._
– gestützt auf die Akten beziehungsweise die Ergebnisse der fundierten Untersu
chung vom
10. Juli 2013
einhellig zum Schluss
,
dass das TOS (gegebenenfalls) konstitutionell bedingt respektive krankhafter Natur und damit jedenfalls
un
fallfremd
sei (
Urk. 14/31 S. 1, Urk. 14/38, Urk. 14/42,
Urk.
14/57, Urk. 14/64). Die gegenteilige
n
Einschätzung
en
der Chirurgen der Klinik
B._
(Urk. 14/
71
, Urk.
8) und von Dr.
K._
(Urk. 14/79) beruhen auf der Annahme, dass der Unfall „wahrscheinlich“ (Urk. 14/71 S. 1) respektive „möglicherweise“ (Urk. 14/79 S. 1) eine Fraktur der Clavicula oder der ersten Rippe gezeitigt hat, was
aber
von Dr.
C._
mit einlässlicher Begründung widerlegt w
o
rde
n ist
(Urk. 15 S. 14 ff.).
4.4
Nach dem Gesagten ging die
SUVA zu Recht vom Fehlen eines natürlichen Kau
salzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 29. Oktober 2010 und den
über den 19. November 2013 hinaus persistierenden gesundheitlichen Beein
trächtigungen aus.
Dass ein
e
Inau
genschein
nahme
der am 7. März 2014 opera
tiv entfernten ersten Rippe
transaxillär
links (Urk. 14/80) zu einem anderen Er
gebnis führte (Urk. 19 S. 3), ist nicht anzunehmen, weshalb darauf verzichtet werden kann (a
ntizipierte Beweiswürdigung
,
BGE 122 V 157 E. 1d mit Hinwei
sen
)
. Die Leistungseinstellung per 19. November 2013 erweist sich folglich als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.