# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 20043d93-86f7-4409-b545-f0b2bf655c66
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 46
I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _1963, und X._, geboren am _1958, schlossen am 25. August 1989 in O.1_ die Ehe. Sie sind Eltern von zwei mündigen Kindern, A._, geboren am _1990, und B._, geboren am _1991. Im Juli 2013 wurde der gemeinsame Haushalt aufgelöst. Seit Ende 2013 ist beim Bezirksgericht Imboden ein Scheidungsverfahren hängig. X._ leistete an Y._ ab Dezember 2013 einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1‘500.--.
B/1. Am 24. März 2014 reichte Y._ bei der Einzelrichterin in Zivilsachen am Bezirksgericht Imboden ein Gesuch auf Erlass vorsorglicher Massnahmen im Ehescheidungsverfahren ein, wobei sie folgende Anträge stellte:
„1. X._ sei zu verpflichten, an den Unterhalt seiner Ehefrau Y._ rückwirkend ab dem 01. März 2014 für die Dauer des Ehescheidungsverfahrens monatlich Fr. 2‘700.00 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von X._.”
B/2. X._ beantragte in seiner Stellungnahme vom 5. Mai 2014, was folgt:
„1. Der Gesuchsgegner habe für die Gesuchstellerin längstens für die Dauer des Ehescheidungsverfahrens und unter den Voraussetzungen, dass die Gesuchstellerin
a) über ihre Ausgabenverhältnisse seit dem 1. Januar 2013, ihr Vermögen sowie ihre Schulden umfassend Auskunft erteilt und die notwendigen Urkunden vorweist,
b) sich einer ärztlichen Begutachtung durch einen vom Gericht bestimmten ausgewiesenen Facharzt unterzieht, und
c) sich bei der Invalidenversicherung umgehend zum Leistungsbezug anmeldet,
ab der Fällung des vorsorglichen Massnahmeentscheids einen monatlichen, im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von höchstens CHF 1‘500.00 zu bezahlen.
2. Der Gesuchstellerin sei für die Erfüllung der Voraussetzungen gemäss Ziff. 1 hiervor eine angemessene Frist anzusetzen, verbunden mit der Androhung, dass die Unterhaltspflicht des Gesuchsgegners entfällt, sollten die Voraussetzungen innert der entsprechenden Frist nicht erfüllt sein.
3. Es sei dem Gesuchsgegner die Möglichkeit einzuräumen, die Höhe des Unterhaltsbetrages nach
a) genauer Kenntnis der Ausgabenverhältnisse seit dem 1. Januar 2013, dem Vermögen sowie dem Schuldenstand der Gesuchstellerin (Ziff. 1a hiervor), und/oder
Seite 3 — 46
b) dem Vorliegen des ärztlichen Berichts gemäss Ziff. 1c (recte: 1b) hiervor,
anzupassen bzw. neu zu beantragen.
4. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich die gesetzliche Mehrwertsteuer) zu Lasten der Gesuchstellerin.”
B/3. Im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels hielten beide Parteien unverändert an den bisher gestellten Rechtsbegehren fest.
B/4. Am 13. August 2014 wurde vor der Einzelrichterin in Zivilsachen am Bezirksgericht Imboden die Hauptverhandlung durchgeführt. Dabei änderte X._ sein Rechtsbegehren dahingehend, dass der Ehefrau kein vorsorglicher Unterhalt zuzusprechen sei. Mit Entscheid vom 13. August 2014, mitgeteilt am 8. Oktober 2014, erkannte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Bezirksgericht Imboden, wie folgt:
„1. Das Gesuch wird teilweise gutgeheissen und X._ verpflichtet, Y._ mit Wirkung ab 1. März 2014 einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von CHF 2‘658.00 zu entrichten.
2. Die Kosten dieses Verfahrens in Höhe von CHF 2‘500.00 gehen, unter Verrechnung mit dem von der Gesuchstellerin geleisteten Kostenvorschuss, zu Lasten des Gesuchsgegners.
Der Gesuchsgegner hat der Gesuchstellerin den Kostenvorschuss in Höhe von CHF 2‘500.00 zurückzuerstatten.
Ausseramtlich hat der Gesuchsgegner die Gesuchstellerin mit CHF 6‘500.00 (inkl. Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations