# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a1744bcc-d9fa-4571-95b2-cb28660128b2
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._ und X._ sind die unverheirateten Eltern von A._, geboren am _1999, und B._, geboren am _2004. X._ anerkannte seine Vaterschaft betreffend die beiden Kinder. Infolge der Trennung von Y._ zog X._ am 19. Oktober 2011 aus der gemeinsamen Wohnung in O.1_ aus. Y._ und X._ arbeiten beide im Spital E._. Y._ ist dort als  tätig und X._ ist OP-Manager und ihr direkter Vorgesetzter. Sowohl das Arbeitspensum von X._ als auch jenes von Y._ betrug 100%. Beide erzielten ein monatliches Nettoeinkommen von rund CHF 6‘500.00. Nach der Trennung hegte Y._ den Wunsch, ihr Arbeitspensum zu reduzieren, um sich stärker der Kinderbetreuung widmen zu können (vgl. Akten KESB act. 3).
B. Als sich Y._ im Januar 2012 mit dem Begehren um Regelung der Unterhaltspflicht an die Vormundschaftsbehörde der Kreise Oberengadin/Bergell wandte, stellte diese fest, dass für die beiden Kinder A._ und B._ keine Unterhaltsverträge bestünden. Die Vormundschaftsbehörde lud X._ am 13. Februar 2012 zu einer Besprechung ein und unterbreitete ihm einen Unterhaltsvertragsentwurf (Akten KESB act. 7 und 8). Der Vertragsentwurf sah vor, dass X._ seinen beiden Kindern per sofort monatlich je CHF 1‘000.00 an ihren Unterhalt zu bezahlen habe. Der Unterhaltsbeitrag sei monatlich im Voraus an den gesetzlichen Vertreter der Kinder oder an die durch ihn bezeichnete Inkassostelle zu leisten. Am 16. März 2012 beauftragte Y._ lic. iur. C._, juristischer Mitarbeiter im Advokatur- und Notariatsbüro von Dr. iur. D._ in O.2_, mit ihrer Interessenwahrung, da sich das Verhältnis zu ihrem ehemaligen Lebenspartner zunehmend verschlechterte. Die Vormundschaftsbehörde Oberengadin/Bergell teilte X._ am 19. März 2012 mit, dass Y._ ihren Antrag bezüglich Kindesunterhalt in der Hoffnung, dass sich die Situation zum Wohl der Kinder entspanne, zurückgezogen habe (Akten KESB act. 12). Y._ wandte sich jedoch am 31. Mai 2012 wiederum an die Vormundschaftsbehörde mit der Bitte, die notwendigen rechtlichen Schritte einzuleiten, da sich die Situation nicht wie erhofft beruhigt habe. Mit Schreiben vom 4. Juni 2012 (Akten KESB act. 13) zeigte die Vormundschaftsbehörde Oberengadin/Bergell dies X._ an und lud ihn am 14. Juni 2012 erneut zu einem Gespräch ein. Zugleich machte sie ihn darauf aufmerksam, dass im Falle seines Nichterscheinens eine Beistandschaft für die Kinder nach Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet würde und lic. iur. C._ als Beistand vorgeschlagen werde. Anlässlich des Gesprächs vom 14. Juni 2012 wurde der Unterhaltsvertrag (Akten
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KESB act. 19) wie folgt angepasst: Ausgehend davon, dass beide Eltern 100% arbeitstätig sind und durchschnittlich CHF 6‘500.00 netto pro Monat (nach Abzug der Quellensteuer) verdienen, habe der Vater an den Unterhalt von A._ bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung, mindestens aber bis zum Erreichen der Mündigkeit, CHF 825.00 zu leisten. Für B._ habe er bis zu ihrem 12. Altersjahr einen Unterhaltsbeitrag von CHF 737.50 und ab ihrem 13. Altersjahr bis zum Ausbildungsabschluss, mindestens aber bis zur Mündigkeit, CHF 825.00 zu bezahlen. Die Beitragspflicht beginne rückwirkend ab dem 1. Januar 2012. Die Unterhaltsbeiträge seien jeweils monatlich im Voraus auf die jeweiligen Sparkonti der Kinder zu überweisen. Die Erträge des Kindesvermögens dürften gemäss Art. 321 Abs. 1 ZGB nicht verbraucht werden. Ebenso wenig dürfte das Kindesvermögen ohne Bewilligung der Vormundschaftsbehörde angetastet werden. X._ unterzeichnete diesen Vertrag am 14. Juni 2012. Von Y._ wurde der Vertrag offenbar nicht unterzeichnet, weil sie ihr Arbeitspensum zugunsten der Kinderbetreuung auf 50% reduzieren wollte und zudem die Überweisung der Unterhaltsbeiträge auf die Sparkonti der Kinder ablehnte.
C. Die Vormundschaftsbehörde der Kreise Oberengadin/Bergell ordnete daraufhin mit Beschluss vom 18. Juni 2012, mitgeteilt am 28. Juni 2012, was folgt an (Akten KESB act. 20):
„1. Für A._, geb. _1999, und B._, geb. _2004, wird eine Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB errichtet.
2. Als Beistand wird Herr lic. iur. C._, _, ernannt.
3. Der Beistand wird beauftragt und ermächtigt:
a) die Interessen der Kinder gegenüber ihrem Vater, X._, zu wahren;
b) für eine angemessene Regelung der Unterhaltspflicht des Kindsvaters zu sorgen, wozu ihm Prozessvollmacht im Sinne von Art. 421 Ziff. 8 ZGB mit Substitutionsrecht erteilt wird;
c) nach Abschluss einer ausserordentlichen Unterhaltsvereinbarung die Genehmigung der Vormundschaftsbehörde einzuholen;
d) für den Fall, dass ausnahmsweise aus besonderen Gründen auf die Regelung der Unterhaltspflicht verzichtet werden soll, darüber rechtzeitig Bericht und Antrag zu stellen;
e) nach Regelung der Unterhaltspflicht den Rechenschaftsbericht zu erstatten und über die Aufhebung oder Weiterführung der Beistandschaft sowie nötigenfalls über die Anordnung anderer Kindesschutzmassnahmen Antrag zu stellen.
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4. Herr lic. iur. C._ wird mit Fr. 220.00 pro Stunde zuzüglich Spesen und MWSt (ohne Interessenwertzuschlag) entschädigt. Die Rechnung des Beistandes ist zusammen mit einem allfälligen Unterhaltsvertrag oder Urteil des zuständigen Gerichtes der hiesigen Behörde zur Überprüfung einzureichen. Die Entschädigung des Beistandes geht zulasten der Eltern von A._ und B._.
5. Die Amtskosten der Vormundschaftsbehörde, welche je hälftig zulasten von Frau Y._ und Herrn X._ gehen, betragen Fr. 600.00 (je Fr. 300.00) und sind innert 30 Tagen seit Mitteilung dieses Beschlusses zu bezahlen.
6. Gegen die Person des Beistandes kann innert 10 Tagen seit Mitteilung dieses Beschlusses bei der unterzeichnenden Behörde Einsprache erhoben werden.
7. (Mitteilung)

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