# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f0b66e8c-b24c-4452-b82a-4ec0461c53fe
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1974
geborene
X._
arbeitete als Sachbearbeiterin bei der
Y._
und war dadurch bei de
n
Elvia Versiche
rungen
(heute Allianz Suisse Versicherungs-Gesellschaft
,
nachfolgend:
Allianz
)
obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als sie am 1
6.
Februar 1995 einen Verkehrsunfall erlitt (Unfallmel
dung UVG vom
1.
März 1995, Urk.
8/2).
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Neurologie, diagnost
izierte ein chronisches zerviko
zephales und lumbovertebrales Schmerzsyndrom mit Rückenprellungen und Distorsionstrauma der
Halswirbelsäule (
HWS
)
und attes
tier
t
e
X._
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Ar
ztzeugnis vom 2
2.
Januar 1996,
Urk.
8/12). Am 1
3.
Juni 1996 meldete sich
X._
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/18). Nach Vornahme medizinischer und erwerblicher Abklärungen sprach die IV-Stelle
X._
mit Verfügung vom 22.
Mai 1997 mit Wirkung ab
1.
Februar 1996 eine ganze Rente zu (
Urk.
8/29).
Im Oktober 1998 leitete die IV-Stelle ein Revisionsverfahren ein (Fragebogen vom 1
5.
bzw. 1
8.
Oktober 1998,
Urk.
8/33). Die
I
V-Stelle kam
nach Durchfüh
rung von
medizinischen und erwerblichen Abklärungen
zum Schluss, dass sich der Gesundheitszustand von
X._
verbessert habe. Entspre
chend setzte sie mit Verfügung vom
6.
Mai 1999 die ganze Rente mit Wirkung ab
1.
Juli 1999 auf eine halbe Rente herab (
Urk.
8/43).
Am 2
6.
Januar 2001 (Eingang gemäss Aktenverzeichnis,
Urk.
8/47) stellte
X._
bei der IV-Stelle ein Gesuch
um
Berufsberatung. Die IV-Stelle nahm in der Folge medizinische und erwerbliche Abklärungen vor und sprach
X._
mit Verfügung vom 1
5.
Januar 2002 (
Urk.
8/65) mit Wir
kung ab
1.
Januar 2001 wieder eine ganze Rente zu.
1.2
Im Januar 2006 leitete die IV-Stelle
erneut
ein Revisionsverfahren ein
und
stellte
X._
einen Fragebogen zu
(Fragebogen vom
1
3.
Januar
bzw. 1
0.
Februar
2006,
Urk.
8/76).
X._
führte
darauf
eine Verschlechterung
ihres Gesundheitszustandes an, da sie am 1
5.
März 2005 erneut einen Autounfall erlitten habe.
Die IV-Stelle
liess
in der Folge
einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug vom 1
0.
Mai 2006,
Urk.
8/79) erstellen und holte
zwei
Arbeitgeberberichte von
Dr.
med.
A._
,
Facharzt FMH für Dermatologie,
bei welchem
X._
seit dem
1.
Ap
ril 2006 in
einem Teilzeitpensum als Arztsekretärin
arbeitete
,
(Berichte vom 2
4.
Mai 2006,
Urk.
8/80, und vom 1
3.
Februar 2007,
Urk.
8/8
5
)
sowie
einen Arztbericht
von
Dr.
med
.
B._
, Pra
ktischer Arzt
, (Bericht vom 23.
Februar 2006,
Urk.
8/77)
ein
und zog die Akten der Allianz (
Urk.
8/86
) sowie der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA;
Urk.
8/88-89
)
, zuständige Unfallversicherung für den Unfall v
om 1
5.
März 2005
, bei
.
Nachdem die IV-Stelle eine
am 1
6.
November 2007
beim
C._
,
in Auftrag gegebene B
egutachtung (Mitteilung vom 16.
November 2007,
Urk.
8/92)
am 2
8.
Januar
2009
widerrufen
hatte (Schreiben
der IV-Stelle
vom 2
8.
Januar 2009,
Urk.
8/107), holte sie
Berichte
von
Dr
.
B._
(Bericht vom
9.
März 2009,
Urk.
8/110)
,
des
D._
(Bericht vom 2
0.
März 2009,
Urk.
8/111) sowie von
Dr.
med.
E._
,
Facharzt FMH für All
gemeinmedizin, (Bericht vom 1
8.
Juli 2009,
Urk.
8/117) ein. In der Folge gab
sie
bei
der MEDAS
F._
ein Gutachten in Auftrag (Mitteilung v
om 1
1.
August 2009,
Urk.
8/121). Am 1
4.
Juni 2010
(
Urk.
8/14
7
)
teilte
Dr.
med.
G._
, Chefarzt
der
MEDAS
F._
,
der IV-Stelle
mit, dass
,
nach
dem bereits zuvor zweimal versucht worden sei
,
X._
aufzu
bieten,
diese am vorgesehenen
Untersuchung
stag
wegen Migräne
die Begut
achtung abges
a
gt
habe
. Unter diesen Umständen könnten sie keine Begutach
tung
durchführen
.
Am 1
8.
November 2010 gab die IV-Stelle ein Gutachten beim
H._
in
Auftrag (Mitteilung vom 18.
November 2010,
Urk.
8/155). Zudem holte
sie
Arbeitgeberbericht
e
der
I._
, bei welcher
X._
vom 1.
September 2001 bis 3
1.
Mai 2004 in einem Pensum
von
zwölf
Stunden pro Woche gear
beitet hatte, (Arbeitgeberbericht vom 2
3.
November 2010,
Urk.
8/159)
und
von Dr.
A._
(Bericht vom 1
4.
Dezember 2010,
Urk.
8/162)
sowie
ärztliche
Bericht
e
des
D._
(undatierter Beric
ht,
Urk.
8/169),
von
Dr.
med.
J._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, Gastroenterologie, (Bericht vom 2
1.
Januar 2011,
Urk.
8/174), von
Dr.
med.
K._
,
Fachärztin FMH für Innere Medizin, (
Bericht vom 3
1.
Januar 2011,
Urk.
8/177),
von Dr.
med.
L._
(Bericht vom 1
3.
März 2011,
Urk.
8/178)
und
von
Dr.
med
.
M._
, Fachärztin
FMH für Innere Medi
zin, von der
N._
, (undatierter Bericht,
Urk.
8/204)
ein
und
zog weitere Akten der Allianz (
Urk.
8/197)
bei
.
Ab dem 1. Januar 2011 arbeitete
X._
in einem Pensum von etwa 40
%
bei der
O._
(Arbeits
vertrag vom 2
2.
November 2010,
Urk.
8/172).
Im
Juli 2011 wurde
X._
Mutter einer Tochter (
vgl.
Urk.
8/215).
Die
O._
kündigte das Arbeitsverhältnis mit
X._
per 31.
Dezember 2011 (Arbeitgeberbericht vom 1
1.
April 2012,
Urk.
8/220).
Nach
dem
Dr.
P._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin,
am 2
2.
März 2012
der IV-Stelle
berichtet hatte
(
Urk.
8/212)
,
erstattete das
H._
am 2
7.
März 2012
sein Gutachten (
Urk.
8/218)
und
holte die IV-Stelle
in der Folge
einen Arbeitgeberbericht der
O._
ein
(
Urk.
8/220)
. Am 1
5.
Juni 2012 erstatteten
Dr.
med
.
Q._
, Facharzt
FMH für Psych
iatrie und Psychotherapie,
und Prof. Dr.
med
.
R._
,
Facharzt für Neurologie,
von der
S._
ein
psychiatrisches
Gutachten
(
Urk.
8
/223)
zuhanden der SWICA Krankenversicherung
AG
(SWICA)
, bei welcher
X._
krankentaggeldversichert war.
Nachdem die IV-Stelle am 1
2.
Dezember 2012 bei
X._
eine Haushaltsabklärung durchgeführt
hatte (Abklä
rungsbericht vom 1
8.
Februar 2013,
Urk.
8/230)
, hob
sie
nach durchgeführtem Vorbescheidve
r
fahren (Vorbescheid vom 1
4.
Mai 2013,
Urk.
8/234, und Ein
wand vom 1
7.
Juni 2013,
Urk.
8/238) mit Verfügung vom 19.
Juli 2013
die
Rente von
X._
auf das Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats
auf
und entzog einer allfälligen Beschwerde die aufschie
bende Wirkung
(
Urk.
2).
2.
Hiergegen liess
X._
am 1
0.
September 2013 Beschwerde erhe
ben und beantragen (
Urk.
1):
„1.
Die angefochtene Verfügung sei aufzuheben.
2.
Der vorliegenden Beschwerde sei die in der angefochtenen Verfügung
entzogene aufschiebende Wirkung wieder herzustellen.
3.
Die Angelegenheit sei an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen zur
Abklärung und Durchführung von Eingliederungsmassnahmen.
4.
Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, die Invalidenrente weiterhin
auszurichten.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin.“
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
6.
Oktober 2013 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was
der
Beschwerdeführer
in
am 2
8.
Januar 2014 mitgeteilt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin auch nach dem 3
1.
August 2013 noch Anspruch auf eine Rente der Beschwerdegegnerin hat.
1.2
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbezü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächli
chen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann revidier
bar, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen) oder wenn aufgrund veränderter Verhältnisse eine andere Invaliditäts
bemessungsmethode massgebend ist (BGE
113 V 273 E. 1a mit Hin
weisen).
Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserhebli
chen Änderung des Invaliditätsgrades bilde
t
die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.3
Sowohl im Rahmen einer erstmaligen Prüfung des Rentenanspruches als auch anlässlich einer Rentenrevision (
Art.
17
Abs.
1 ATSG) stellt sich unter dem Gesichtspunkt des
Art.
28a
Abs.
3
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung, IVG,
in Verbindung mit
Art.
16 und 7
Abs.
2 ATSG die Frage nach der anwendbaren Invaliditätsbemessungsmethode.
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichterwerbstätig einzustufen ist, führt je zur Anwendung einer anderen Methode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsver
gleich, gemischte Methode) und ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheitliche Beein
trächtigung bestünde. Entscheidend ist nicht, welches Ausmass der Erwerbstä
tigkeit der versicherten Person im Gesundheitsfall zugemutet werden könnte, sondern in welchem Pensum sie hypothetisch,
das heisst
ohne Gesundheitsscha
den, aber bei sonst gleichen Verhältnissen, erwerbstätig wäre (
Art.
27
bis
der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung,
IVV). Die gemischte Methode bezweckt
damit eine möglichst wirklichkeitsgerechte Bemessung des Invaliditätsgrades (BGE 133 V 504 E. 3.3 mit Hinweisen).
Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung entwickelt haben. Dabei sind die kon
krete Situation und die Vorbringen der versicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu würdigen. Für die hypothetische Annahme einer im Gesundheitsfall ausgeübten (Teil-)Er
werbs
tätigkeit ist der im Sozial
versicherungsrecht übliche Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erforderlich (
BGE 137 V 334
E. 3.2,
130 V 393
E. 3.3,
125 V 146
E. 2c, je mit Hinweisen).
Bei im Haushalt tätigen Versicherten im Besonderen (vgl.
Art.
27 IVV) sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse ebenso wie allfällige Erziehungs- und Betreuungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigun
gen
und Begabungen zu berücksichtigen (Urteil 9C_915/2012 des Bundesge
richts vom 1
5.
Mai 2013 mit Hinweisen auf BGE 133 V 504 E. 3.3).
1.4
1.4.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1
IVG
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkom
men), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkom
mensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
.2
Bei nichterwerbstätigen Versicherten, die im Aufgabenbereich tätig sind, und denen eine Erwerbstätigkeit nicht zugemutet werden kann, wird für die Bemes
sung der Invalidität in Abweichung von
Art.
16 ATSG darauf abgestellt, in wel
chem Masse sie unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen.
Art.
7
Abs.
2 ATSG ist sinngemäss anwendbar (
Art.
28a
Abs.
2 IVG in Verbindung mit
Art.
8
Abs.
3 ATSG; spezifische Methode; statt vieler BGE 130 V 97 E. 3.3.1). Als Aufgabenbereich der im Haushalt tätigen Versicherten gelten insbesondere
die übliche Tätigkeit im Haushalt, die Erziehung der Kinder sowie gemeinnüt
zige und künstlerische Tätigkeiten (
Art.
27
IVV
).
1.4
.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten Teilinvaliditäten ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt
was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist
, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise
begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer
Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
2.1.1
Vergleichsbasis für die Beurteilung, ob eine wesentliche Veränderung der tatsäch
lichen Verhältnisse eingetreten ist, bildet der 1
5.
Januar 200
2.
Mit Ver
fügung vom 1
5.
Januar 2002 (
Urk.
8/65) erhöhte die Beschwerdegegnerin die
halbe
Rente der Beschwerdeführerin
per
1.
Januar 2001
wieder auf eine ganze Rente. Seither wurde bis zum vorliegend zu b
eurteilenden Revisionsverfahren
kein anderes Revisionsverfahren durchgeführt. Bei der mit Verfügung vom 1
5.
Januar 2002 erfolgten Zusprache einer ganzen Rente ging die Beschwerde
gegnerin davon aus, dass die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall zu 100
%
erwerbstätig
wäre.
Aus
medizinischer Sicht stützte sie sich im Wesentlichen auf
die
Berichte von
Dr.
med.
T._
, Facharzt
FMH für Neurologie, vom 1
5.
Oktober 2001
(
Urk.
8/62/1-5)
und
der
Ärzte der
U._
vom
9.
Mai 2001 (
Urk.
8/62/6-14;
vgl. Feststellungsblatt,
Urk.
8/64/4)
.
2.1.2
Prof.
Dr.
med.
V._
, Chefarzt,
und
Dr.
med.
W._
, Abteilungs
ärztin, von der
U._
diagnostizierten
mit Bericht vom
9.
Mai 2001
(
Urk.
8/62/6)
:
Status nach Reitunfall (Sprung vom Pferd) am 2
2.
Januar 2000, konseku
tiv:
e
xazerbiertes Zervikozephal- und Zervikobrachialsyndrom links,
depressives Syndrom
Schulterverletzung rechts (SLAP II) mit Abriss dorsales Labrum glenoi
dale und lange Bizepssehne
z
weimalige arthroskopisch
e
Operation (2
5.
Februar 2000; 1
9.
Januar 2001) der rechten Schulter
Status nach mehrphasigem Verkehrsunfall am 1
6.
Februar 1995 mit leich
ter traumatischer Hirnverletzung und HWS-Distorsion, konsekutiv:
l
umbovertebrales und iliosak
rales Schmerzsyndrom bei muskulärer Dys
balance
Zervikozephal
syndrom
Zervikobrachialsyndrom links
n
europsychologische Funktionsstörungen
p
osttraumatische Anpassungsstörung (Depression und Angst, gemischt)
a
namnestisch rezidivierende Schulterluxation rechts
Status nach infektiöser Mononukleose 2000
Die Beschwerdeführerin sei ab
dem
2.
April
2001 zu 30
%
arbeitsfähig (Urk.
8/62/13).
2.1.3
Dr
.
T._
reichte am 1
5.
Oktober 2001 den vorgenannten Bericht der Ärzte der
U._
bei der
Beschwerdegegnerin ein und erklärte (
Urk.
8/62/3-4
), die Schulterbeschwerden
seien viel besser geworden. Kontrollen seien nicht mehr nötig. Eine weitere Verschlechterung, auch ohne Behandlung, sei nicht
ein
getreten. Die warme Sommerzeit habe sich günstig ausgewirkt. Hin
gegen klage die Beschwer
deführerin über Nackenschmerzen und
relat
iv häufig
e
Migräne-Kopfschmerzen
. Die Beschwerdeführerin sei zu 30
%
arbeitsfähig.
2
.2
2.2.1
Folgende medizinische Berichte liegen vor, die für die Beurteilung
des Gesund
hei
t
szustandes der Beschwerdeführerin
im Zeitpunkt der Rentenaufhebung
von Belang sind:
2.2.2
Dr
.
B._
diagnostizierte mit Bericht
an die Beschwerdegegnerin
vom
9
.
März 2009 (
Urk.
8/110):
Status nach Darmprolaps
-O
peration im November 2007
g
renzwertige Hypothyreose
S
tatus nach HWS-Distorsion am 1
6.
Februar 1995 mit chronischem Zervi
kobrachialsy
ndrom, intermittierenden Zephal
g
i
en
Status nach Operation der rechten Schulter am
3.
September 2003 bei Sta
tus
n
ach mehrmaliger Instabilitätsoperation bei rezidivierender Schulterluxation
ausgeprägte Schlafstörungen
z
ervikoze
p
hales Schmerzsyndrom
p
sychovegetatives Erschöpfungssyndrom
Für die Beschwerdeführerin kämen Arbeiten in Frage, die sie wechselnd im Ste
hen und Sitzen ausüben könne, die wenig körperliche Belastung mit sich brächten und bei denen regelmässig Pausen eingelegt werden könnten. Für eine solche Tätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 30
%
mit allenfalls konseku
tiver Steigerung auf 50
%
.
2.2.3
Dr.
m
ed.
X1._
, Oberarzt i.V. Chirurgie des
D._
,
teilte der Beschwerdegegnerin am 2
0.
März 2009 mit (
Urk.
8/111
/7-10
), es seien keine
Diagnosen mit längerfristiger Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit bekannt. Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er:
Rektumprolaps Grad III (2007)
Rektocele (November 2007)
Enterocele (November 2007)
Status nach sechsmaliger Operation im Bereich der Schulter rechts bei rezidi
vi
erenden Luxationen
Status nach HWS-Distorsion vo
r
15 und 5 Jahren
2.2.4
Dr.
E._
nannte mit Bericht
an die Beschwerdegegnerin
vom 1
8.
Juli 2009
(
Urk.
8/117)
als Diagnosen mit Auswir
ku
n
g
auf die Arbeitsfähigkeit
(Urk.
8/117/4)
:
Status nach laparoskopi
scher Sigmaresektion und Rek
top
exie am 16.
November 2007
wegen Rektumprolaps, postoperativ Hospitalisation in
der
U._
im Januar
2008 wegen Erschöpfungszu
stand;
5.
Mai 2009
diagnostische Laparoskopie und K
lip
p
entfernung,
z
ervikozephales Syndrom links
betont be
i Status nach Reitunfall am 22.
Januar 2000: Schulterverletzung rechts mit Abriss der langen Bizepssehne und des Labrum glenoidale, Zustand nach mehreren Schul
teroperationen rechts (2000 +
2001)
Status nach HWS-Distorsion bei Verkehrsunfall
am
1
6.
Februar 1995 und erneutem Verkehrsunfall 2006
Status nach Velosturz im Juni 2007 mit Becken-/Kniekontusion
Anpassungsstörung mit depressiven Reaktionen
Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sei
e
n eine rezidivierende Migräne und eine substituierte Hypothyreose.
Eine Tätigkeit im Bereich Empfang oder
t
elefonisches Sekretariat sei
der Beschwerdeführerin
grundsätzlich zumutbar, es bestehe aber aktuell eine ver
minderte Leistungsfähigkeit von 30
%
(
Urk.
8/117/5)
.
2.2.5
Dr
.
K._
diagnostizierte mit Bericht
an die Beschwerdegegnerin
vom 31.
Januar 2011
(
Urk.
8/
177) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Status nach zweimaligem Autounfall mit HWS-Distorsion 1995 bzw. 2005
m
it chronischem Zervikozephal- und Zervikobrachialsyndrom
Status nach Reitunfall
mit Schulterverletzung rechts im Januar 2000 (SLAP II mit Abriss Labrum und glenoidaler und langer Bizepssehne)
Status nach diversen Arthroskopien
p
ersistierende Instabilität
, beginnende Arthrose
p
osttraumatische Anpassu
ngsstörung, reaktive Depression
Die Beschwerdeführerin sei in der angestammten und in einer behinderungsange
passten Tätigkeit 30 bis 40
%
(je nach Verlauf des seit 1.
Januar 2011 laufenden Arbeitsversuchs)
arbeitsfähig.
2.2.6
Dr.
M._
nannte
in ihrem undatierten Bericht
an die Beschwerdegegnerin
(
Urk.
8/204
Eingang:
1.
März 2012
) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
c
hronisches zervikovertebrales Syndrom links mit Ausstrahlung in die linke Schulter seit/mit
m
it 20 Jahren Schleudertrauma (Autounfall)
2005 Schleudertrauma (Autounfall)
Omarthrose rechte Schulter
s
eit Reitunfall im Alter von 20 Jahren
Status nach fünfmaliger Operation (u.a. Labrum, Bizepssehne)
g
rosse Müdigkeit und Erschöpfung
z
unehmend seit 2007
,
Operation Re
k
tumprolaps
Status nach Eisenmangel, Eiseninfusion Mai 2011
Differe
ntialdiagnose depressiv bedingt
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien eine behandelte Hypothyreose, seit 2007
,
und verschiede
ne
Nahrungsmitt
elallergien- und intoleranzen. Die Beschwerdeführerin sei aktuell für jede Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig. Auf längere Sicht sei unter Umstände
n
eine leichte Tätigkeit während drei Stunden pro Tag
(ca. 30
%
)
möglich.
2.2.7
Dr
.
P._
diagnostizierte mit Bericht vom 2
2.
März 2012 (
Urk.
8/212) mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2) seit mindestens Juni 2011 (Erstkon
takt)
m
ittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) seit Frühling 2011
ängstlich
vermeidende Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.6) seit Jahren
Status nach mehreren Unfällen (ca. 1994, 2000) mit Rente, andauernd.
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine Hypothyreose. Die Beschwer
deführerin sei für jede Tätigkeit zu 100
%
arbeitsunfähig.
Sobald eine Unab
hängigkeit von der Tochter erreicht sei, bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 20-30
%
(
Urk.
8/212/3).
2.2.8
Med. pract
.
Y1._
,
Facharzt FMH für Orthopädische Chi
rurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, med. pract.
Z1._
, Fachärzti
n FMH für Chirurgie,
Dr.
med
.
A1._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, und
Dr.
med.
B1._
, Facharzt FMH für Innere Medizin, alle zertifizierte medizinische Gutachter SIM vom
H._
,
diag
nostizierten in ihrem
Gutachten vom 2
7.
März 2012 mit Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/218/74):
b
eginnende Omarthrose rechts mit/bei
Status nach mehrfachen Schulteroperationen rechts, zuletzt
am 9.
November 2005 mit/bei
Status nach Schulterl
uxation rechts nach Pferdesturz am 22. Januar 2000
Status nach ventraler und ventro
k
audaler Instabilität
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit seien:
Blockad
en im Bereich der Lenden
wirbelsäule und unteren Brustwir
b
el
säule
Hypothyreose unklarer Ätiologie mit/bei
u
nter Substitution mit Euthyrox
a
ktuell leicht überbehandelt
a
namnestisch Schwindel unklarer Ätiologie
Differentialdiagnose
orthostatisch
bei
eher hypotonen Blutdru
ckwer
ten
a
bdominale Beschwerden mit/bei
Status na
ch Entleerungsstörung bei Rektumprolaps Grad III, Enterocele mit/bei
Status nach laparoskopischer Rektopexie, Sigmaresektion und Appendektomie am 1
6.
November 2007
Status nach diagnostis
ch
er Laparoskopie und K
lippentferung auf dem rechten Musculus
psoas am
5.
Mai 2009
a
namnestisch Migräne
Unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei die Beschwerdefüh
rerin aus interdisziplinärer Sicht f
ür sämtliche Tätigkeiten zu 100
% arbeitsfähig, wobei aus orthopädischer Sicht eine Einschränkung für Arbeiten über Kopfhöhe bestehe (
Urk.
8/218/81). Das aktuell ermittelte Belast
barkeitsprofil gelte sei
t
jeher. Jedoch sei im Rahmen der verschiedenen Unfälle und Operationen jeweils von einer vorübergehenden 100%igen Arbeitsunfähig
keit auszugehen. Die Einschränkung für Tätigkeiten über Kopf bestehe sei der Schulterverletzung vom 2
2.
Januar 2000
(
Urk.
8/218/82)
.
2.2.9
Dr.
Q._
und Prof.
Dr.
R._
konnten
in ihrem psychiatrischen Gutachten vom 1
5.
Juni 2012 zuhanden der SWICA
keinen psychi
atri
schen Befund von Krank
heitswert erheben (
Urk.
8/223/11). Die Beschwerdeführerin selber sehe sich nicht als psychiatrisch oder psychotherapeutisch behandlungsbedürftig an, sondern suche nach konkreter, praktischer Hilfe in ihrer aktuellen Lebenssituation. Es bestünden Anpassungsprobleme bei Veränderungen der Lebensumstände (ICD-10 Z60.0) mit Erschöpfungssyndrom (ICD-10 Z73.0) bei akzentuierten, insbe
sondere narzisstischen Persönlichkeitszügen (ICD-70 Z73.1). Die Arbeitsfähig
keit der Beschwerdeführerin sei dadurch jedoch nicht a
ls eingeschränkt einzu
schätzen.
2.2.10
Mit Bericht vom 3
1.
August 2013 (
Urk.
3/4)
teilte
Dr.
P._
dem Rechtsver
treter der Beschwerdeführerin mit, die Einschätzung von
Dr.
A1._
vom
H._
, dass sich keine Symptome
,
die die Diagnose einer psychiatrischen Erkrankung
nach ICD-10 zuliessen, fänden, sei eindeutig falsch. Dass die Beschwerdeführe
rin nach aussen ihr
e
Probleme bestmöglich verbergen wolle, sei ein Teil der psychischen Erkrankung.
Am 1
1.
Juni 2013 habe er beispielsweise eine Ein
schätzung aufgrund der Hamilton
Depressionsskala
durchgeführt.
D
iese habe den Hinweis auf eine schwere Depression
er
geben. Als Diagnosen lägen vor:
r
ezidivierende depresssive Episoden – fluktuierend zwischen leicht bis schwer (ICD-10 F33.02)
Differentialdiagnose
:
posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
;
g
eneralisierte Angststörung (ICD-10 F41.1)
mit/
bei ängstlich vermei
dender Persön
lichkeitsstörung (ICD-10 F60.6)
Die Beschwerdeführerin sei zunehmend nicht mehr fähig, den Alltag zu meistern.
2.2.11
Dr
.
B._
diagnostizierte
mit ärztlicher Bestätigung vom 1
4.
August 2013 (
Urk.
3/5) ein posttraumatisch
es
, unfallbedingtes (1
6.
Februar 1995) chronisches Schmerzsyndrom. Die Situation sei allgemein und auch betreffend Arbeitsfähig
keit als unverändert zu bezeichnen, eine wesentliche Besserung sei nicht einge
treten.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung vom 1
9.
Juli 2013 (
Urk.
2) davon aus, dass die Beschwerdeführerin nicht mehr wie im Zeit
punkt der mit Verfügung vom 1
5.
Januar 2002 erfolgten erneuten Zusprache einer ganzen Rente
im Gesundheitsfall
zu 100
%
erwerbstätig
(vgl. E. 2.1.1)
, sondern nach der Geburt ihrer Tochter im Juli 2011 zu 40
%
im Erwerbsbereich und zu 60
%
im Aufgabenbereich Haushalt tätig wäre.
Die Beschwerdeführerin macht
demgegenüber
geltend, dass sie trotz der Geburt ihrer Tochter im Gesundheitsfall weiter zu 100
%
erwerbstätig wäre (
Urk.
1 S. 9 ff.)
3.2
Im Rahmen der von der Beschwerdegegnerin am 1
2.
Dezember 2012 vorgenom
menen Haushaltsabklärung
wurde
die Beschwerdeführerin
von der Abklärungs
person gefragt, ob sie ohne Behinderung heute erwerbstätig wäre. Gemäss
Abklärungsbericht erklärte die Beschwerdeführerin hierauf (Urk.
8/230/3), sie könne sich überhaupt nicht vorstellen, wie es wäre, wenn sie gesund wäre. Sie habe ja noch gar nie 100
%
arbeiten können, sei gerade nach der Lehre verun
fall
t
und seither nicht in der Lage
gewesen
,
voll zu arbeiten. Sie könne nur mutmassen, aber selbst das gelinge ihr nicht. Ihre Freundin, bei der sie jetz
t
gerade wohne, arbeite zu 40
%
, weil sie alleinerziehend sei. Diese habe ihr gesagt, man bekomme dann noch zusätzliche Leistungen vom Sozialamt. Wäre ihre Mutter nicht gestorben, hätte sie das Kind sicher
ihrer
Mutter in Obhut geben können oder sie hätte es, wäre sie mit ihrem Partner zusammen geblie
ben, in die Krippe der
C1._
geben können. Aber es sei
für sie einfach nicht vor
stell
bar, wie viel sie
mit dem kleinen Kind im Gesundheitsfall
arbeiten würde.
3.
3
Die Beschwerdeführerin absolvierte von August 1990 bis August 1993 eine Lehre als kaufmännische Angestellte bei der
D1._
, wobei sie die Abschlussprüfung nicht bestand
(
Lebenslauf,
Urk.
8/170, und Notenausweis,
Urk.
8/185)
. Von September 1993 bis Januar 1994 hielt sie sich in
E1._
auf. Nach ihrer Rückkehr arbeitete sie
von
Februar bis Juni 1994 als
Sachbear
beiterin bei der
D1._
. Ab Juli 1994 war sie
in
eine
m
Pensum von 100
%
bei der
Y._
angestellt
(vgl. Verlaufsprotokoll, berufliche und erwerbliche Situa
tion,
Urk.
8/25/3, Arbeitgeberbericht der
Y._
vom 2
3.
Juli 1996,
Urk.
8/22,
und
Urk.
8/18
)
. Am 1
6.
Februar 1995 e
rlitt sie den
Verkehrsunfall, welcher
nach Ablauf des Wartejahres die Zusprache einer ganzen Rente der Invali
denversi
cherung zur Folge hatte (
Urk.
8/29
; vgl. Sachverhalt E. 1.1
).
Die IV-Stelle ging bei der mit Verfügung vom 2
2.
Mai 1997 erfolgten ursprüngli
chen Rentenzusprache davon aus, dass die Beschwerdeführerin zu 100
%
arbeitsunfähig sei (
Urk.
8/29).
Die Beschwerdeführerin ging entsprechend nach Beginn des Rentenbezugs zunächst auch keiner Erwerbstätigkeit nach. Jedoch no
ch bevor die Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom
6.
Mai 1999
die
ganze Rente aufgrund einer
nunmehr
50%igen Arb
eitsfähigkeit mit Wirkung ab 1.
Juli 1999 auf eine halbe Rente herabsetzte (
Urk.
8/43),
war
die Beschwerde
führerin
wieder
erwerbstätig. Ab
1.
April 1998 arbeitete sie
in einem Pensum von etwa
zwölf
Stunden pro
Woche
als Teilzeit-Verkäuferin bei der
F1._
(Arbeitgeberbescheinigung vom 2
6.
Oktober 1998,
Urk.
8/34
, Arbeitszeugnis vom 3
0.
September 1998,
Urk.
8/171/5
).
Dieses Arbeitsverhältnis wurde von der Beschwerdeführerin aufgrund ges
undheitliche
r
Probleme per 30.
September 1998 gekündigt.
Im Oktober 1998
war
die Beschwerdeführerin
bei der
G1._
angestellt
(IK-Auszug vom
5.
Februar 2011,
Urk.
8/49/2)
. Ab 16.
November 1998 arbeitete sie
in einem Umfang von 50
%
als Allrounderin b
ei der
H1._
(A
rbeitgeberbescheinigung vom 19.
Februar 2001,
Urk.
8/53, und
Zwischenzeugnis vom 1
3.
Dezember 1999,
Urk.
8/171/4).
Dieses Arb
eitsverhältnis dauerte bis am 3
0.
September
2000
(vgl. Kumulativjournal Mitarbeiter,
Urk.
8/53/5)
,
wobei der letzte effektive Arbeitstag am 2
6.
Januar 200
0
war.
Dieses Arbeitsverhältnis wurde aus wirtschaftlichen Gründ
en aufgelöst.
Ab dem
4.
Oktober 2000 arbeitet
e
die Beschwerdeführerin
sodann
in einem Pensum von 50
%
bei der
I1._
. D
ieses
Arbeitsverhältnis wurde von der Arbeitgeberin per
7.
Dezember 2000
gekündigt
(Arbeitgeberbe
richt vom
6.
März 2011,
Urk.
8/54).
Am 2
6.
Januar 2001 (
Urk.
8/47) stellte die Beschwerdeführerin bei der Beschwer
degegnerin ein Gesuch
um
Berufsberatung
. Ab
dem
1.
September 2001 arbeitete sie während
zwölf
Stunden pro Woche bei der
I._
(
Urk.
8/159).
M
it Verfügung vom 1
5.
Januar 2002
sprach die Beschwerdegegnerin der Beschwerdeführerin rückwirkend
ab
1.
Januar 2001 wieder eine gan
ze Rente zu (
Urk.
8/65), wobei der Beschwerdeführerin damals eine 30%ige
Arbeitsfähigkeit
attestiert wurde
(
E. 2.1.2 und E. 2.1.3
) D
as Arbeitsverhältnis mit de
r
der
I._
führte die Beschwerdeführerin im angestammten Umfang von
zwölf
Stunden
pro Woche
bis am 3
1.
Mai 2004
fort
(
Urk.
8/159).
Von Oktober 2004 bis Februar 2006 absolvierte
die Beschwerdeführerin
in einem Teilzeitpensum eine Ausbildung in Naturheilmedizin (
Urk.
8/170, Zertifi
kate,
Urk.
8/173), bezog Arbeitslosenentschädigung und arbeitete dabei von Oktober bis Dezember 2005 bei
J1._
(IK-Auszug vom 15.
November 2010,
Urk.
8/153)
.
Ab dem
1.
April 2006 arbeitete
sie
bei
Dr.
A._
als kauf
männische Angestellte (
Urk.
8/80 und
Urk.
8/85
). Dieses Arbeitsverhältnis
wurde vom Arbeitgeber per 3
0.
November 2007 gekündigt (
Urk.
8/162).
Mit Verfügung vom 2
1.
Juni 2010 verneinte die Arbeitslosenkasse des Kantons Zürich einen Anspruch
der Beschwerdeführerin
auf Arbeitslosenentschädigung, da sie
innerhalb der
Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 1
0.
Februar 20
08
bis
9.
Februar 2010 keine
beitragspflichtige Beschäftigung
nachweisen k
onnte
(
Urk.
8/149/4-5).
Ab dem
1.
Januar 2011 war die Beschwerdeführerin in einem Pensum von 15 Stunden pro Woche für
die
O._
tätig. Dieses Arbeitsverhältnis wurde von der Arbeitgeberin
per 3
1.
Januar 2012 auf
gelöst
(
Urk.
8/220).
3.4
Nach dem Gesagten war die Beschwerdeführerin nach
dem
Ende ihrer Lehre und einem kurzen Auslandaufenthalt nur während rund eines Jahres erwerbstätig, ehe sie am 1
6.
Februar 1995 den Unfall erlitt, welcher
ihre Arbeitsfähigkeit
beeinträchtigte und die Zusprache einer Rente zur Folge hatte. Gestützt auf die Erwerbsbiographie der Beschwerdeführerin steht
jedoch
fest, dass sie
in der Folge
bis
am
3
1.
Mai 2004 stets in etwa in dem ihr zumutbaren Arbeitspensum eine
r Arbeitstätigkeit nachging und mithin
ihre
Resta
rb
eitsfähigkeit
weitgehend
ausschöpfte.
Von Oktober 2004 bis Februar 2006 absolvierte
die Beschwerdeführerin
eine Ausbildung.
I
m Januar 2006
wurde das vorliegende Revisionsverfahren
einge
leitet (
Urk.
8/76).
Es kann offen bleiben, ob die Beschwerdeführerin auch nach Abschluss ihrer Ausbildung bzw. der Einleitung des vorliegenden Revisionsver
fahrens bis zur
Geburt ihrer Tochter im Juli 2011
weiter
in dem ihr zumutbaren Umfang einer Erwerbstätigkeit
nachging
. Es steht jedenfalls fest, dass
sie
im Rahmen der Haushaltsabklärung vom 1
2.
Dezember 2012 ausgeführt hatte, dass sie die zuletzt ausgeübte Tätigkeit nicht habe weiter ausüben können, weil sie ja nicht einfach vom Empfang hätte fernbleiben können, wenn etwas mit ihrem Kind gewesen wäre
(
Urk.
8/230
/3
)
. Dieses von der Beschwerdeführerin vorge
brachte Hindernis einer Arbeitstätigkeit nachzugehen, hätte auch im Gesund
heitsfall bestand
en und zwar nicht nur bei der von der Beschwerdeführerin zuletzt ausgeübten, sondern bei jeder Arbeitstätigkeit. Die Beschwerdeführerin wies im Rahmen der Haushaltsabklärung zudem auch darauf hin
(
Urk.
8/230/2)
, dass es sich bei der Tätigkeit als Mutter um einen Ganztagesjob handle
.
Die von der Beschwerdeführerin angeführten fehlenden Möglichkeiten
,
ihre Tochter fremd betreuen zu lassen, sind
ebenfalls
unabhängig von ihrem Gesundheitszu
stand (Tod ihrer Mutter, Trennung vom Vater der Tochter).
Angesichts dieser Gegebenheiten sowie mit Blick darauf, dass der Tochter der Beschwerdeführerin Unterhaltsbeiträge von monatlich
Fr.
1‘200.-- zustehen und sich deren Vater zudem verpflichtete, 70
%
der Fremdbetreuungskosten (bis max.
Fr.
500.-- pro Monat) zu übernehmen (
Urk.
3/3), ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin ihrer Beurteilung einen Statuswechsel zugrunde gelegt hat und davon ausgegangen ist, die Beschwerdeführerin sei ab Geburt der Tochter im Juli 2011 nicht mehr als zu 100
%
erwerbstätig zu qualifizieren. Offen blei
ben kann dabei, in welcher Höhe die Beschwerdeführerin im Gesundheitsfall einer Teilzeitbeschäftigung nachginge. Fest steht jedenfalls, dass die Beschwer
deführerin neben der Erwerbstätigkeit teilweise im Aufgabenbereich Haushalt tätig wäre, womit die gemischte Methode zur Anwendung gelangt.
3.
5
Da die Beschwerdeführerin
bei Erlass der Verf
ügung
vom
1
5.
Januar 2002 (Urk.
8/65), mit welcher der Beschwerdeführerin wieder eine ganze Rente zuge
sprochen wurde,
noch als voll erwerbstätig qualifiziert wurde
(
Urk.
8/64)
, liegt ein Revisionsgrund im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG vor (vgl. E. 1.2).
Ist ein Revisionstatbestand gegeben, steht einer umfassenden Prüfung des Rentenan
spruchs nichts entgegen (Urteil des Bundesgerichts 9C_325/2013 vom 2
2.
Oktober 2013 E. 3.5 mit Hinweisen). Es können daher sämtliche T
eilaspekte des Rentenanspruchs
neu überprüft werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_114/2008 vom 3
0.
April 2008 E. 3.1 mit Hinweisen).
4.
4.1
Aus medizinischer Hinsicht ging die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung vom 1
9.
Juli
2013
(
Urk.
2)
davon aus, das
s die Beschwerdeführerin zu 100
% arbeitsfähig sei
, wobei eine Einschränkung für das Heben und Tragen von Lasten über
Kopfhöhe bzw. Überkopfarbeiten bestehe
. Sie stützt
e
sich dabei im Wesentlichen auf das
H._
-
Gutachten
vom 2
7.
März 2012
(
Urk.
8/218).
4.2
4.2.1
Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens durch die Sozialversicherung einge
holten Gutachten ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen deren Zuverlässigkeit sprechen (BGE 125 V 351 E. 3b/bb). Vorliegend bestehen keine Indizien, welche gegen die
Beweistauglichkeit des
H._
-
Gutach
tens
vom
2
7.
März 2012 sprechen würden. Vielmehr erfüllt das Gutachten die rechtsprechungsgemässen Anforderungen, welche an beweistaugliche medizi
nische Gutachten gestellt werden: Das Gutachten ist für die streitigen Belange umfassend, es beruht auf eingehender Untersuchung, es berücksichtigt die geklagten Beschwerden, ist in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und die darin enthaltenen Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar begründet (vgl. BGE 125 V 351 E. 3a).
4.2.2
Betreffend den Einwand der Beschwerdeführerin,
im Gutachten fehlten Akten
aus dem Jahr 2010,
gilt es zu beachten, dass
zwar kein
e
Arztbericht
e
aus dem Jahr 2010
genannt werden,
je
doch Berichte
aktenkundig sind und von den Gut
achtern angeführt wurden,
welche über den Gesundheitszustand der Beschwer
deführerin
im Jahr 2010
Auskunft geben (
Urk.
8/174,
Urk.
8/177,
Urk.
8/178
und
Urk.
8/218/45
). Die Beschwerdeführerin legt denn auch nicht dar, welche konkreten Berichte aus dem Jahr 2010
unberücksichtigt geblieben wären.
Hinsichtlich der
als
fehlend
beanstandeten
Berichterstattung durch
Dr.
P._
(
Urk.
1 S. 7) ist festzuhalten, dass e
rst am 2
6.
März 2012 ein Bericht von
Dr.
P._
vom 2
2.
März 2012
bei der Beschwerdegegnerin ein
traf
(
Eingangsd
atum gemäss Aktenverzeichnis,
Urk.
8/212
, E. 2.2.7
). Dieser Bericht konnte von de
n
Gutach
t
ern des
H._
in ihrem Gutachten vom 2
7.
März 2012
damit
ni
cht mehr berücksichtigt werden.
Der Bericht von
Dr.
P._
vom 2
2.
März 2012
ist aber
of
fensichtlich nicht geeignet,
das
Gutachten zu
erschüttern
, begründet er die attestierte Arbeitsunfähigkeit doch
weitestgehend mit
psychosoziale
n
Umstände
n
, welche grundsätzlich nicht inva
lidisierend sind (
BGE 127 V 294 E. 5a und
Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2)
. So erklärte
Dr.
P._
: „Organisation
von Unterstützung – nicht genügend, deshalb Arbeitsunfähigkeit“ (
Urk.
8/212/2). Auf die Frage, ob sich die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen vermindern liesse
, antwortete er
: „Wenn, dann durch soziale Massnahmen wie Putzhilfe, Kind-Betreuung etc.“
.
Dr
.
P._
,
welcher sich ausdrücklich nicht zu den somatischen Beschwerden der Beschwerdeführerin äussert (
Urk.
8/212/2 unten), ist zudem nicht Facharzt für Psychiatrie
.
4.2.3
Betreffend die fehlenden Berichte der
K1._
(
Urk.
8/218/40) und der
L1._
(
Urk.
8/218/42) gilt es zu beachten, dass die Beschwer
deführerin in diesen
beiden Klinik
en
rund zehn Jahre vor der Begutachtung durch die Ärzte des
H._
behandelt wurde und die Beschwerdeführerin seither in ständiger ärztlicher Behandlung stand. Das Fehlen von Berichten über diese Behandlungen schadet der Beweistauglichkeit des
H._
-Gutachtens nicht,
ist doch
-
insbesondere nachdem aufgrund der Statusänderung
ein Revisionsgrund vorliegt (vgl. E. 3.5)
-
der
Gesundheitsz
u
s
tand der Beschwerdeführerin im Begutachtungszeitpunkt
massgebend
. Analoges gilt für die Berichte übe
r die Schulteroperation vom 22.
März 2002, ist doch nicht ersichtlich, wie diese mehr als zehn Jahre alte
n
Berichte
Hinweise auf
den momentanen Gesundheitszu
stand der Beschwerdeführerin
geben soll
t
en
.
4.2.4
Betreffend d
ie vo
n der
Beschwerdeführer
in
angeführte Beurteilung der
M1._
zu
r
Omarthrose und
zu
neuropathische
n
Schmerzen (
Urk.
1 S. 7), welche angeblich den Gutachtern des
H._
nicht vorgelegen habe,
gilt es zu beachten
, dass
den Gutachtern
ein Bericht
von
Dr.
med.
N1._
, Leitender Oberarzt Orthopädie, der
M1._
vom 1
6.
Juni 2006 vor
lag
(
Urk.
8/218/
24
,
Urk.
8/197/4-5). Die Gutachter des
H._
monierten denn auch nicht das Fehlen dieses Berichts, sondern dass über die damals veranlasste neurologische Beurteilung kein Bericht vorliege (
Urk.
8/218/44 und
Urk.
8/218/78). Die Annahme,
Dr.
N1._
habe eine neurologische Abklärung in Auftrag gegeben, findet in den Akten
jedoch
keine Stütze.
Dr.
N1._
erklärte
in seinem Bericht vom
1
6.
Juni 2006 vielmehr, dass die Beschwerdeführerin eine
neurologische Abklärung via Dr.
O1._
organisiere
(
Urk.
8/197/5)
. Hinweise, dass in der Folge eine solche Untersuchung durchgeführt worden
wäre
, liegen nicht vor.
4.2.5
Entgegen des Vorbringens der Beschwerdeführerin berücksichtigten die Ärzte
des
H._
in ihrer Beurteilung die Migräne der Beschwerdeführerin durchaus
,
massen dieser
aber
keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu (
Urk.
8/218/74). Dies ist nachvollziehbar, gab die Beschwerdeführerin doch an
,
einmal pro Woche bzw.
einmal
pro
zwei
Woche
n
Migräne bzw. Kopfschmerzen zu haben (
Urk.
8/218/79), wobei mit Ponstan 500
m
g und Dafalgan 1g eine Besserung erreicht werden k
önne
(
Urk.
8/218/51).
Hinweise auf Schwindel erga
ben sich i
m Rahmen der Begutachtung
nicht,
waren doch insbesondere
die
durchgeführten Tests unauff
ällig (Romberg und Unterberger-Tretversuch;
Urk.
8/218/54). Es bestand daher auch kein Anlass, weitere Abklärungen in die Wege zu leiten. Dies gilt umso mehr, als sich auch in den Akten ausser den subjektiven Angaben der Beschwerdeführerin keine Hinweise auf Schwindel finden.
Inwieweit die
behaupteten Narkosezwischenfälle (
Urk.
1 S. 7 f.) der Einschät
zung der Ärzte des
H._
entgegenstehen soll, ist nicht nachvollziehbar
. Da
der aktuelle Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
durch die Ärzte des
H._
umfassend abgeklärt
wurde, hätte eine durch die Narkosezwischenfälle andau
ernde Gesundheitsbeeinträchtigung ohne Weiteres festgestellt werden können.
4.3
Dr.
B._
attestierte
der Beschwerdeführerin
mit Bericht vom
9.
März 2009 (
Urk.
8/110, E. 2.2.2) für eine körperl
ich angepasste Tätigkeit eine 3
0%ige Arbeitsfähigkeit mit allenfalls konsekutiver Steigerung auf 50
%
.
Dr.
B._
n
annte
in diesem Bericht keinerlei Befunde. Als Begründung für die
solcher
massen tiefe
Arbeitsfähigkeit führt
e
er Schmerzexazerbationen
und eine Ein
schränkung der Konzentrationsfähigkeit an. Er legt
e
dabei nicht dar,
um welche
konkreten Schmerzen es sich hand
elt
. Betreffend Einschränkung der Konzentra
tionsfähigkeit
ist nicht nachvollziehbar, wie er diese
erhob
.
Im seinem Bericht
vom 1
4.
August 2013 (
Urk.
3/5
, E. 2.2.11) führt
e
Dr.
B._
keine
neuen
Befunde an. Er beschränkt
e
sich
darauf, die Situation al
s unverän
dert und die Gabe von Mikronährstoffen als indiziert zu bezeichnen. Weder dieser Bericht noch der erstgenannte
von
Dr.
B._
vermag
die Einschätzung der Ärzte des
H._
in Frage
zu stellen.
4.4
Dr.
X1._
attestierte der Beschwerdeführerin mit Bericht vom 2
0.
März 2009 (
Urk.
8/111, E. 2.2.3) keine
an
dauernde Einschränkung der Arbeitsfähigkeit, weshalb sein Bericht in Übereinstimmung mit dem
H._
-Gutachten
steht.
4.5
Dr
.
E._
hielt
in seinem Bericht vom 1
8.
Juli 2009
(
Urk.
8/117/4-5
, E. 2.2.4
) eine
Leistungsfähigkeit von 30
%
fest. Er erklärte hierzu, es bestehe eine einge
schränkte physische Belastbarkeit aufgrund der erlitten
en Unfälle und Operatio
nen und
eine verminderte psychische Belastbarkeit aufgrund einer chronischen Überforderungssituation. Die Einschränkungen würden sich nicht auf einzelne Tätigkeiten beziehen, sondern seien Ausdruck einer allgemein verminderten Belastbarkeit.
Dr.
E._
unterschied
dabei nicht, inwieweit die physischen und inwieweit psychische Beschwerden konkret zur Einschränkung beitragen. Dies wäre für die Nachvollziehbarkeit seines Berichtes jedoch erforderlich. Dies gilt besonders, da
er
generell von einer chronischen Überforderu
ngssituation
sprach
, was ein
Hinw
eis auf im
Vordergrund stehende psychosoziale Faktoren ist.
Zudem ist die von ihm angeführte Anpassungsstörung grundsätzlich nicht invalidisierend (
Urteil des Bundesgerichts 8C_322/2010 Urteil vom
9.
August 2010 E. 5.2 mit Hinweisen).
4.6
Dr
.
K._
attestierte der Beschwerdeführerin mit Bericht vom 3
1.
Januar 2011
(
Urk.
8/17
7, E. 2.2.5)
ebenfalls
eine 30%ige Arbeitsfähigkeit.
Als ärztlichen Befund vom
4.
Oktober 2010
nannte
Dr.
K._
: „HWS
allseits
frei, Hypo
sensibili
tät Dig. II/III links, Hirnnerv
en i.O., Schädel 13.10.10: unauffällig“. Gestützt auf diese Befunde ist eine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht nachvollziehbar.
Es ist deshalb auch nicht verständlich
, gestützt auf wel
che Befunde die psychische Diagnose posttraumatische Anpassungsstörung und reaktive Depression b
asiert und welche konkreten Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
Dr.
K._
dieser zumass. Der Bericht von
Dr.
K._
vom 3
1.
Januar 2011 kann daher das
H._
-
Gutachten
vom
2
7.
März 2012
ebenfalls nicht in Frage stellen.
4.7
Dr.
M._
hielt in ihrem undatierten Bericht (
Urk.
8/204, E. 2.2.6) eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit fest. Betreffend Befunde verwies sie ausdrücklich auf das
H._
-Gutachten. Zur Begründung der Einschränkung der Arbeitsfähig
keit führt
e
sie an, dass die Beschwerdeführerin die rechte Schulter nicht belas
ten könne und dass sie aufgrund der Nackenschmerzen nur kürzere Zeit sitzen könne und durch die Nackenschmerzen in der Konzentrationsfähigkeit einge
schränkt sei.
Diese Beschwerden lassen sich durch die von m
ed. pract.
Y1._
festgestellt
e
Arthrose erklären (
Urk.
8/218/63), weshalb sie aber zu einer gänzlichen Arbeitsunfähigkeit führen soll
t
en, ist nicht
einsichtig
. Bei der Wür
digung der Einschätzung von
Dr.
M._
gilt es denn auch zu beachten, dass Hausärzte und behandelnde Spezialärzte
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen
. Diesem Umstand ist Rechnung zu tragen
(BGE 125 V 35
1
E.
3b/cc)
.
Es
rechtfertigt sich daher auf die Einschätzung von med. pract.
Y1._
abzustellen.
4.8
Dr.
Q._
und Prof.
Dr.
R._
attestierten der Beschwerdeführerin in ihrem psychi
atrischen Gutachten vom 1
5.
Juni 2012 zuhanden der SWICA eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/223/11, E. 2.2.9). Ihr Bericht steht in Überein
stimmung mit der Einschätzung von
Dr.
A1._
vom
H._
.
4.9
Dr.
P._
erklärte mit Bericht vom 3
1.
August 2013 (
Urk.
3/4, E. 2.2.1
0
), dass die psychiatrische Einschätzung von
Dr.
A1._
vom
H._
nicht zutreffe. Als Begründung verw
ies
er hierzu auf die Hamilton Depressionsskala, welche eine schwere Depression ergeben habe.
Dr.
P._
erklärt
e
dabei nicht, wel
che
konkreten Antworten zu diesem Ergebnis geführt hätten. Da er zudem kei
nen einzigen Befund n
a
nnt
e
,
und
Dr.
P._
– wie schon festgestellt – nicht über den Fachausweis Psychiatrie verfügt, vermag seine Einschätzung die mit jener der Dres.
Q._
und
R._
übereinstimmende Beurteilung der Gutachter nicht zu erschüttern.
4.10
Nach dem Gesagt
en ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auf
das
H._
-
Gutachten
vom
2
7.
März 2012
abgestellt und von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit
für Arbeiten ohne das Heben und Tragen von Lasten über Kopfhöhe bzw. Überkopfarbeiten ausgegangen ist. Da die Beschwerdeführerin über eine kaufmännische Ausbildung verfügt und in kaufmännischen Tätigkei
ten grundsätzlich keine Lasten über Kopfhöhe gehoben bzw. keine Überkopfar
beiten verrichtet werden müssen, ist die Beschwerdeführerin als zu 100
%
arbeitsfähig zu qualifizieren.
Weil aufgrund der Statusänderung ein Revisionstatbestand im Sinne von
Art.
17 ATSG gegeben ist (E. 3.5), kann ungeprüft bleiben, ob - abweichend von der Beschwerdegegnerin (
Urk.
8/231/13) - nicht doch auf eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation der Beschwerdeführerin zu schliessen wäre, sind doch hierfür verschiedentlich Hinweise aktenkundig. So war die Beschwerde
führerin anlässlich der Begutachtung ohne Weiteres in der Lage, ihr Kind im Maxi-Cosi, eine Wickeltasche sowie eine weitere Einkaufstasche zu tragen und das Kind während der Anamneseerhebung auf dem Arm zu halten (
Urk.
8/218/54). Sodann hält sie drei Hunde (
Urk.
8/230/1), verfügt gemäss eigenen Angaben seit Sommer 2011 über einen Schrebergarten und pflegt
- oder pflegte bis zur Geburt ihres Kindes - seit Herbst 2010 ein Pferd (
Urk.
8/218/69). Demgegenüber war sie noch im Frühjahr 2001 weitgehend auf Hilfe im Haushalt angewiesen (
Urk.
8/62/12).
5.
5.1
Nachdem die Beschwerdeführerin in der angestammten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig ist, lieg
t
für den Erwerbsbereich eine Einschränkung von 0
%
vor.
5.2
Zu prüfen bleibt, wie die Beschwerdeführerin in der Führung des Haushalts einge
schränkt ist. Diesbezüglich führte die Beschwerdegegnerin bei der Beschwerdeführerin am 1
2.
Dezember 2012 eine Haushaltsabklärung durch. Die abklärende Person stellte dabei unter Berücksichtigung der gestellten Diagno
sen, der von der Beschwerdeführerin geklagten Leiden und Behinderungen sowie der Familiengrösse, Wohnverhältnisse, technischen Einrichtungen und der örtlichen Lage eine Einschränkung der Beschwerdeführerin im Haushaltbereich von 2,3
%
fest (
Urk.
8/230).
Diese Einschätzung
erweist sich
insbesondere auch unter Berücksichtigung, dass lediglich für Überkopfarbeiten eine Einschränkung besteht (vgl. E. 4.10) und solche Tätigkeiten im Haushalt weitgehend vermieden werden können,
als
schlüssig
. Somit ist
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin im Aufgabenbereich Haushalt von einer Einschränkung von 2,3
%
ausgegangen ist.
5.3
Wie ausgeführt (E. 3.4), kann letztlich offen bleiben, mit welchem Teilzeitpen
sum die Beschwerdeführerin tätig wäre. Unter der von der Beschwerdegegnerin getroffenen Annahme, sie wäre zu 60
%
im Haushalt und zu 40
%
im Erwerbs
bereich tätig, ergibt sich ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad (insgesamt 1.4
%
; Haushalt: 0.6 x 2.3
%
= 1.4
%
; Erwerb: 0
%
), woran auch die Annahme eines höheren oder tieferen Teilzeitpensums nichts änderte.
6
.
Die Rechtsprechung hat in ganz besonderen Ausnahmefällen nach langjährigem Rentenbezug trotz medizinischer ausgewiesener Leistungsfähigkeit vorderhand weiterhin eine Rente zugesprochen, bis mit Hilfe medizinisch-rehabilitativer und/oder beruflich-erwerblicher Massnahmen das theoretische Leistungspoten
tial au
s
geschöpft werden kann. Die Verwaltung muss sich daher vor Hera
b
set
zung oder Aufhebung einer Invalidenrente vergewissern, ob sich die medizi
nisch-theoretisch Leistungsfähigkeit auch verwerten lässt (Urteil des Bundesge
richts 9C_
163/2009 vom 1
0.
September 2010
E. 4.2.2).
Die Beschwerdegegnerin hat
entsprechend den Anspruch auf
Eingliederungs-
mass
nahmen geprüft
,
einen
solchen aber
verneint (Urk.
8/233/2). Dies ist nicht zu beanstanden, war die Beschwerdeführerin doch trotz des Ren
tenbezugs seit
1.
Februar 1996 (
Urk.
8/29)
während mehreren
Jahren erwerbstä
tig (vgl. E. 3.3
). Zuletzt war
sie
vom
1.
Januar 2011 bis 31.
Januar 2012 in einem
Pensum
von
15 Stunden pro Woche für
die
O._
tätig. Dieses Arbeitsverhältnis wurde aus invaliditätsfremden Gründen beendet
(vgl.
Urk.
8
/220)
.
7.
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwe
rde als unbegründet und ist abz
u
w
eisen.
8.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG
) und auf Fr.
1‘0
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.