# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d70a7908-9e12-4f27-837f-e6341e78dca8
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die türkische Staatsangehörige C.K., geb. 1962, gelangte 1979 in die Schweiz.
1984 heiratete sie ihren Landsmann E.U. 1990 wurde ihr die Niederlassungsbewilligung
erteilt. Die Ehe wurde mit Urteil des Kreisgerichts Wil vom 21. August 2001 geschieden.
Der Sohn, geb. 1987, und die Tochter, geb. 1985, wurden unter die elterliche Sorge der
Mutter gestellt. Beide Kinder leben derzeit zusammen mit der Mutter. C.K. bezieht eine
IV-Rente und Ergänzungsleistungen. Am 27. Juni 2006 heiratete sie in Wil ihren
Landsmann A.E., geb. 1964.
B./ A.E. war am 11. September 1999 mit einem Touristenvisum in die Schweiz
eingereist und lebte anschliessend bei seinem Bruder im Kanton Aargau. Am 27.
Januar 2000 heiratete er in der Türkei die Schweizer Bürgerin Evelyne R. In der Folge
erteilte ihm das Migrationsamt des Kantons Aargau eine Aufenthaltsbewilligung im
Rahmen des Familiennachzugs. Kurz vor der Heirat bzw. während der Ehe mit Evelyne
R. zeugte er mit seiner früheren, in der Türkei lebenden Ehefrau zwei Kinder. Die Ehe
mit Evelyne R. wurde am 8. Juli 2004 geschieden.
Das Migrationsamt des Kantons Aargau verweigerte mit Verfügung vom 11. Januar
2005 die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung von A.E. Das Rekursgericht des
Kantons Aargau wies eine Beschwerde gegen die Verweigerung der Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung mit Entscheid vom 24. März 2006 ab.
Das Bundesamt für Migration dehnte am 15. Mai 2006 die kantonale
Wegweisungsverfügung gegen A.E. auf das Gebiet der ganzen Schweiz aus.
Am 24. Mai 2006 ersuchte A.E. das Ausländeramt des Kantons St. Gallen um eine
Aufenthaltsbewilligung zwecks Vorbereitung der Heirat mit C.K.. Das Ausländeramt
wies dieses Gesuch ab mit der Begründung, der Gesuchsteller halte sich illegal in der
Schweiz auf und es sei kein Ehevorbereitungsverfahren eingeleitet worden.
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Am 27. Juni 2006 heirateten C.K. und A.E. in Wil. Am 18. Juli 2006 reichte C.K. ein
Gesuch um Familiennachzug für ihren Ehemann ein. Das Ausländeramt wies C.K. in der
Folge darauf hin, dass A.E. das Verfahren im Ausland abzuwarten habe, und setzte
eine Ausreisefrist bis 26. August 2006. Am 21. August 2006 ersuchte A.E. das
Ausländeramt, es sei ihm eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen und zu gestatten, den
Entscheid in der Schweiz abzuwarten. Das Ausländeramt verweigerte den Aufenthalt
während des hängigen Verfahrens, und das Justiz- und Polizeidepartement wies einen
gegen diese Anordnung erhobenen Rekurs am 6. Oktober 2006 ab. Das Ausländeramt
forderte A.E. in der Folge auf, die Schweiz bis 23. Oktober 2006 zu verlassen. Diese
Aufforderung befolgte er.
Mit Verfügung vom 5. Juni 2007 wies das Ausländeramt das Familiennachzugsgesuch
von C.K. ab mit der Begründung, die Gesuchstellerin verfüge nicht über genügende
Einkünfte, weshalb die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen
Fürsorgeabhängigkeit bestehe.
C./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 20. Juni 2007 erhob C.K. Rekurs, der vom
Justiz- und Polizeidepartement mit Entscheid vom 13. August 2007 abgewiesen wurde.
D./ Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 28. August 2007 erhob C.K. Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der Rekursentscheid vom 13. August 2007
sei aufzuheben und das Familiennachzugsgesuch sei gutzuheissen, ausserdem sei die
unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren, unter Kosten-
und Entschädigungsfolge. Zur Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, die
Beschwerdeführerin werde von ihren Kindern finanziell unterstützt. Ausserdem sei das
Einkommen des nachzuziehenden Ehemannes zu berücksichtigen. Es sei der
Beschwerdeführerin nicht zuzumuten, in die Türkei zurückzukehren. Auf die einzelnen
Vorbringen in der Beschwerde wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden

## Considerations

Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 30. August 2007 unter Hinweis
auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf Abweisung der Beschwerde.
Am 3. bzw. 21. September 2007 reichte die Beschwerdeführerin einen Arbeitsvertrag
ihres Ehemannes mit der N. GmbH ein.
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Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Die
Beschwerdeführerin ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 28. August 2007
entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1
in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2. Die Beschwerdeführerin verfügt über eine Niederlassungsbewilligung. Nach Art. 17
Abs. 2 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (SR
142.20, abgekürzt ANAG) hat daher ihr Ehemann grundsätzlich Anspruch auf Erteilung
und Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, solange die Ehegatten zusammen
wohnen.
2.1. Der in Art. 17 Abs. 2 ANAG verankerte Anspruch auf Familiennachzug erlischt,
wenn der Anspruchsberechtigte gegen die öffentliche Ordnung verstossen hat (Art. 17
Abs. 2 letzter Satz ANAG). Der Familiennachzug kann auch dann verweigert werden,
wenn ein Ausweisungsgrund besteht. Ein solcher liegt u.a. vor, wenn nach Art. 10 Abs.
1 lit. d
ANAG konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen Fürsorgeabhängigkeit
besteht (BGE 122 II 8). Die Voraussetzungen für ein Erlöschen des Anspruchs sind bei
Ehen von Ausländern weniger streng als im Fall des ausländischen Ehegatten eines
Schweizers, bei dem nach Art. 7 Abs. 1 ANAG ein Ausweisungsgrund vorliegen muss
(BGE 122 II 390). Auch bei einem Anspruch nach Art. 17 Abs. 2 ANAG genügen aber
bloss finanzielle Bedenken für die Abweisung eines Gesuchs um Familiennachzug
nicht; es muss konkret die Gefahr einer fortgesetzten und erheblichen
Fürsorgeabhängigkeit im Sinn von Art. 10 Abs. 1 lit. d ANAG gegeben sein (BGE 125 II
641 mit Hinweisen auf frühere Urteile).
Im weiteren gewährleisten Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention
(SR 0.101, abgekürzt EMRK) und Art. 13 Abs. 1 der Schweizerischen
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Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) die Achtung des Privat- und Familienlebens.
Auch aufgrund dieser Bestimmungen kann ein Niedergelassener den Nachzug des
Ehegatten beanspruchen. Besteht eine erhebliche und fortgesetzte Gefahr einer
Fürsorgeabhängigkeit, so lässt sich die Verweigerung des Familiennachzugs auf Art. 8
Ziff. 2 EMRK stützen, wonach das Recht auf Privat- und Familienleben unter anderem
dann eingeschränkt werden kann, wenn es für das wirtschaftliche Wohl eines Landes
notwendig ist. Dies ist der Fall, wenn aufgrund des Familiennachzugs die konkrete
Gefahr einer erheblichen und fortgesetzten Fürsorgeabhängigkeit besteht.
2.2. Bei der Beurteilung der Gefahr einer Fürsorgeabhängigkeit ist von den aktuellen
Gegebenheiten auszugehen; die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung ist aber auf
längere Sicht abzuwägen (BGE 122 II 8). Dabei darf nicht einzig auf das Einkommen
des hier anwesenden Familienangehörigen abgestellt werden, sondern es sind - dem
Gesetzeszweck der Vereinigung der Gesamtfamilie entsprechend - die finanziellen
Möglichkeiten aller Familienmitglieder über eine längere Sicht abzuwägen (BGE 122 II
8). Das Einkommen des Angehörigen, der an die Lebenshaltungskosten der Familie
beitragen soll, ist daran zu messen, ob und in welchem Umfang es tatsächlich
realisierbar ist. In diesem Sinn müssen die Erwerbsmöglichkeit und das damit
verbundene Zusatzeinkommen konkret belegt und mit gewisser Wahrscheinlichkeit auf
mehr als nur kurze Frist erhärtet sein, um Berücksichtigung zu finden (BGE 122 II 9).
2.3. Nach den unbestrittenen Feststellungen im angefochtenen Entscheid erhält die
Beschwerdeführerin eine Invalidenrente von Fr. 1'822.-- sowie Ergänzungsleistungen
von Fr. 456.-- pro Monat, womit ihr für den Lebensunterhalt Fr. 2'278.-- pro Monat zur
Verfügung stehen. Das Ausländeramt ermittelte einen monatlichen Bedarf im Fall des
Familiennachzugs von Fr. 3'816.45 (Wohnung Fr. 1'330.--, Grund- und
Ergänzungsbedarf für zwei Personen Fr. 1'869.--, Krankenversicherung Fr. 617.45).
Daraus ergibt sich ein monatlicher Fehlbetrag von Fr. 1'538.45, um den der Bedarf das
Einkommen der Beschwerdeführerin übersteigt.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, das Manko gründe hauptsächlich im hohen
Mietzins, der bei den Ergänzungsleistungen nicht in vollem Umfang berücksichtigt
werde und an dem sich auch die Kinder als Mitbewohner beteiligen müssten. Sie
werde von ihren Kindern aktuell bereits finanziell unterstützt, andernfalls wäre das
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mehrmonatige Zusammenleben mit ihrem Mann gar nicht möglich gewesen. Nach dem
Auszug der Kinder werde es möglich sein, eine kleinere und billigere Wohnung zu
finden, wodurch sich der Fehlbetrag entsprechend reduzieren lasse.
Der Wechsel in eine günstigere Wohnung vermag den Fehlbetrag von über Fr. 1'500.--
nicht zu kompensieren. Zudem gründen allfällige Zahlungen der Kinder auf
Freiwilligkeit. Es liegen zudem weder Belege über Zahlungen der Kinder an die
Beschwerdeführerin noch Zusicherungen über künftige Zahlungen vor. Solche wären
im vorliegenden Fall ohnehin rechtlich nicht durchsetzbar. Die Kinder können aufgrund
ihres relativ geringen Erwerbseinkommens von brutto Fr. 3'500.-- bzw. Fr. 3'700.--
gegenüber der Mutter nicht gestützt auf Art. 328 ZGB zur Unterstützung herangezogen
werden. Ob die Kinder nach dem Nachzug des Ehemannes weiterhin bereit wären, die
Mutter zu unterstützen, ist fraglich. Ebenso ist ungewiss, ob die erwachsenen Kinder
beim Nachzug des Ehemannes in der Wohnung der Beschwerdeführerin bleiben und
weiterhin im gleichen Haushalt leben. Jedenfalls kann die Gefahr einer fortgesetzten
und erheblichen Fürsorgeabhängigkeit im Fall des Nachzugs des Ehemannes nicht
unter Berufung auf die Kinder verneint werden.
Weiter steht fest, dass nach den Angaben der Sozialversicherungsanstalt bei einem
Nachzug des Ehemannes die Ergänzungsleistungen wegfallen.
Die Beschwerdeführerin hat eine Bestätigung ihres Ehemannes vom 20. August 2007
eingereicht, wonach dieser ein Angebot von Muhlis S. von der N. GmbH, Zürich, habe,
dass er in dessen Betrieb arbeiten könne. In der Folge reichte sie ausserdem einen
vom 20. August 2007 datierenden unterzeichneten Arbeitsvertrag ihres Ehemannes mit
der N. GmbH, Zürich, ein. Danach würde A.E. als Betriebsmitarbeiter Fr. 3'400.-- brutto
verdienen.
Gegen die N. GmbH wurde gemäss Handelsregisterauszug am 23. August 2007 der
Konkurs eröffnet. Gegen die Verfügung des Konkursrichters wurde zwar rekurriert,
doch ist unter diesen Umständen fraglich, ob der eingereichte Arbeitsvertrag seitens
des Arbeitgebers erfüllt wird. Hinzu kommt, dass Muhlis S. bereits seit 2004 nicht mehr
Geschäftsführer der N. GmbH ist. Worauf der Ehemann der Beschwerdeführerin seine
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Behauptung stützt, Muhlis S. habe ihm im Jahr 2007 Zusicherungen bezüglich einer
Arbeitsstelle gemacht, ist unerfindlich.
Aus dem Gesagten ergibt sich, dass jedenfalls keine Zusicherung einer gesicherten
Arbeitsstelle vorliegt. Offen ist zudem, ob der Beschwerdeführer überhaupt fähig und
willens ist, zu arbeiten. Nach den Ausführungen in der Beschwerdeschrift an das
Rekursgericht des Kantons Aargau hatte er ein Verfahren bei der IV-Behörde anhängig
gemacht, und aus den Akten ist ersichtlich, dass er gesundheitlich beeinträchtigt ist.
2.4. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen muss davon ausgegangen werden, dass
die Beschwerdeführerin mit ihren Einkünften den Lebensunterhalt im Falle eines
Familiennachzugs des Ehemannes nicht zu bestreiten vermag. Angesichts des
monatlichen Fehlbetrags von über Fr. 1'500.-- ist die Annahme der Gefahr einer
fortgesetzten und erheblichen Fürsorgeabhängigkeit gerechtfertigt. Folglich ist die
Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
2.5. Wie erwähnt, erlischt der Anspruch auf Familiennachzug auch bei einem Verstoss
gegen die öffentliche Ordnung (Art. 17 Abs. 2 letzter Satz ANAG).
Der Ehemann erklärte anlässlich der Befragung durch das schweizerische
Generalkonsulat am 7. Februar 2007, er habe die Beschwerdeführerin im Herbst 2000
kennen gelernt. Von Oktober 2000 bis Juni 2001 seien sie Freunde gewesen. Danach
seien sie ein Paar geworden und hätten dann auch an die Heirat gedacht. Die
Beschwerdeführerin hielt ebenfalls fest, A.E. habe ihr im Jahr 2001 gesagt, dass er sie
heiraten wolle. Damals war der Ehemann aber mit Evelyne R. verheiratet. Hinzu kommt,
dass A.E. mit seiner ersten Ehefrau ebenfalls eine intime Beziehung unterhielt, während
er mit Evelyne R. verheiratet war und gegenüber der Beschwerdeführerin
Heiratsabsichten bekundete. Die erste Ehefrau gebar von ihm am 6. September 2000
ein zweites und am 8. November 2001 ein drittes Kind. Von der ersten Ehefrau hatte er
sich aber am 19. November 1999 scheiden lassen. Die Heirat einer Schweizerin unter
gleichzeitiger Beibehaltung intimer Beziehungen mit der geschiedenen Ehefrau
kennzeichnet die Ehe mit Evelyne R. als Scheinehe. Dass die Ehefrau ihrerseits gewillt
war, eine Lebensgemeinschaft mit A.E. einzugehen, ist nicht ausschlaggebend.
Massgebend sind die Motive des ausländischen Ehegatten.
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Das Eingehen einer Scheinehe bildet einen Verstoss gegen eine zentrale
ausländerrechtliche Norm (vgl. statt vieler BGE 2A.275/2005 vom 17. Oktober 2005 E.
4.2 mit Hinweisen). Nach der Praxis rechtfertigt das Eingehen einer Scheinehe den
Widerruf einer Aufenthaltsbewilligung (vgl. statt vieler VerwGE B 2005/86 vom 13.
September 2005, B 2006/15 vom 12. April 2006; B 2006/51 vom 8. Juni 2006,
publiziert in: www.gerichte.sg.ch). Umso mehr ist auch die Verweigerung der
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gerechtfertigt. Die Verweigerung des
Familiennachzugs des Ehemannes erweist sich somit auch wegen Verstosses gegen
die öffentliche Ordnung als gerechtfertigt.
2.6. Ob es der Beschwerdeführerin zuzumuten ist, in die Türkei zurückzukehren, kann
offen bleiben. Als sie ihren Ehemann heiratete, verfügte dieser nicht über eine
Aufenthaltsbewilligung. Die Beschwerdeführerin wusste zudem um die erheblichen
Schwierigkeiten, die ihr Ehemann aufgrund der fehlenden Aufenthaltsbewilligung hatte.
Sie konnte daher nicht damit rechnen, ihre Ehe mit A.E. in der Schweiz zu leben.
2.7. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Verweigerung des Familiennachzugs von A.E. rechtmässig ist. Folglich ist die
Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
3. Die Beschwerdeführerin stellte ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung. Dieses Begehren ist abzuweisen, da die Beschwerde aufgrund
des erheblichen Einkommensdefizits und des Fehlens einer gesicherten Arbeitsstelle
aussichtslos war (Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 281 Abs. 2 lit. a des
Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2, abgekürzt ZPG). Somit sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Gebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Auf
die Erhebung ist zufolge voraussichtlicher Uneinbringlichkeit zu verzichten (Art. 97
VRP).
Aufgrund der Aussichtslosigkeit der Beschwerde ist auch das Gesuch um
unentgeltliche Rechtsverbeiständung abzuweisen (Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung
mit Art. 281 Abs. 2 lit. a ZPG). Dem Verfahrensausgang entsprechend sind keine
ausseramtlichen Kosten zu entschädigen (Art. 98bis VRP).
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