# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8d3ec313-b93e-4ce8-9499-294dd3288523
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Abschreibungsentscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Imboden vom 13. Mai 2015, mitgeteilt am 2. Juni 2015, wurde X._ verpflichtet, Y._ mit Wirkung ab dem 1. Juni 2015 und für die Dauer des Getrenntlebens einen monatlich im Voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag von Fr. 5'600.-- zu entrichten. Diese Verpflichtung beruht auf einer von den Ehegatten anlässlich der Hauptverhandlung vom 13. Mai 2015 abgeschlossenen Trennungsvereinbarung. Auf die gegen diesen Abschreibungsentscheid erhobene Berufung trat das Kantonsgericht von Graubünden mit Entscheid vom 18. August 2015, mitgeteilt am 25. August 2015, nicht ein (ZK1 15 82), woraufhin er in Rechtskraft erwuchs.
B. Mit Eingabe vom 28. September 2016 ersuchten die Gemeinde A._ und Y._ das Bezirksgerichtspräsidium Imboden um Anweisung an die Arbeitgeberin von X._, die B._, gestützt auf Art. 177 und Art. 291 ZGB vom Lohn des Gesuchsgegners mit sofortiger Wirkung die monatlichen Alimentenzahlungen von Fr. 5'600.-- direkt an die Gemeinde A._ zu überweisen. Zur Begründung wurde vorgebracht, dass X._ seinen Zahlungsverpflichtungen in keiner Weise nachkomme. Y._ werde seit dem 1. Januar 2016 von der Gemeinde A._ mit Sozialhilfe unterstützt und habe der Gemeinde eine Inkasso- und Prozessvollmacht erteilt.
C. Mit Verfügung vom 30. September 2016, mitgeteilt gleichentags, wurde X._ die Eingabe von Y._ zugestellt und Frist zur Stellungnahme bis zum 13. Oktober 2016 angesetzt. In der gleichen Verfügung wurde die Arbeitgeberin von X._, die B._, superprovisorisch und ohne Anhörung des Gesuchsgegners angewiesen, ab der nächsten Lohnzahlung jeden Monat vom Lohn von X._ Fr. 5'600.-- direkt auf das Konto der Gemeinde A._ zu überweisen. In der Begründung wurde festgehalten, dass die Zahlungsverpflichtung von X._ aufgrund des rechtskräftigen Abschreibungsentscheids des Einzelrichters am Bezirksgericht Imboden vom 13. Mai 2015 feststehe. Ferner sei gestützt auf die zwischen der Gemeinde A._ und X._ geführte Korrespondenz glaubhaft dargelegt, dass er dieser Verpflichtung nicht oder nur teilweise nachgekommen sei.
D. Mit Stellungnahme vom 11. Oktober 2016 (Poststempel 12. Oktober 2016) beantragte X._ als Vertreter der B._ und wohl auch für sich (vgl. E. 4) unter Beilage der Lohnabrechnungen der letzten drei Monate die Abweisung des Gesuchs. Zur Begründung führte er aus, dass er bei seiner aktuellen
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Arbeitgeberin, der B._, derzeit ein Nettosalär von Fr. 5'147.95 pro Monat beziehe und deshalb eine Lohnpfändung im angeordneten Rahmen nicht stattfinden könne, da die Pfändungssumme den monatlichen Auszahlungsbetrag übersteige. Zudem sei sein Existenzminimum nicht berücksichtigt worden.
E. Mit Entscheid vom 21. Oktober 2016, mitgeteilt gleichentags, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Imboden was folgt:
"1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die Arbeitgeberfirma von X._, die B._, [angewiesen], jeden Monat vom Lohn von X._ CHF 5'600.00 direkt auf das Konto der Gemeinde A._ bei der B.1_, (IBAN-Nr._, Gemeinde A._) zu überweisen.
Die B._, wird darauf hingewiesen, dass sie das Risiko einer Doppelzahlung trägt, falls sie dieser richterlichen Verpflichtung nicht oder nur teilweise nachkommen sollte.
2. Diese Verfügung gilt bis zu deren Abänderung oder Aufhebung.
3. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 750.00 gehen zu Lasten von X._ und sind dem Gericht innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
X._ hat Y._ mit CHF 120.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.
4. (Rechtmittelbelehrung Hauptentscheid).

## Considerations