# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e27c554c-dfe7-4d60-9242-d4dd0b9dd75b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
X._
, geboren
1979,
Mutter von drei in den Jahren 2000 und 2005 geborenen Kindern (Urk. 7/2 Ziff. 3.1),
zuletzt als
Mitarbeiterin „Kasse/KD-Info/
Adm
“
in einem Pensum von wöchentlich 15 Stunden
bei der
Z._
tätig
(Urk. 7/28/1-6 Ziff. 2.7)
, meldete sich am 2. September 2014 unter Hinweis auf Depressionen
bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug
an (Urk. 7/2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
klärte die erwerblichen sowie medizinischen Verhältnisse ab und zog unter andere
m
die Akten des Kranken
taggeld
versicherers der Versicherten (Urk. 7/11, Urk. 7/33, Urk. 7/37 und Urk. 7/48) bei. Am 10. August 2015 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass aufgrund ihres Gesundheitszustands aktuell keine beruflichen Eingliederun
gsmassnahmen möglich seien (Urk.
7/39).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 7/50
-52
)
verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 29. Januar 2016 (Urk. 2) den Anspruch auf eine Invalidenrente.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1. März 2016 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 29. Januar 2016 (Urk. 2) aufzuheben und es sei ihr eine Invalidenrente auszurichten (
Urk. 1
S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 15. April 2016 (Urk. 6) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführer
in
am
18
. April 2016 zur Kenntnis ge
bracht wurde (Urk.
8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgeset
zes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich
die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes
8C_614/2015 vom 15. Dezember
2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. Novem
ber 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer
Restarbeits
fähigkeit
auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %
besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
telsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
4
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass
das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die ver
fügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechts
anspruches gestatten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medi
zinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung (Urk. 2) da
mit, die Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin sei von Faktoren ausge
löst worden, welche in ihrem privaten Umfeld lägen. Eine Hauptursache sei die Suspendierung seitens der Arbeitgeberin gewesen
, worauf die Arbeitsun
fähigkeit gefolgt sei.
Es liege deshalb
kein langandauernder
Gesundheits
schaden
vor, der einen Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung begründe (S. 1 f.).
2.2
Demgegenüber stellte sich die Beschwerdeführerin auf den Standpunkt
(Urk. 1
)
,
sie leide unter einer andauernden Depression, welche nicht durch
soziokulturelle und psychosoziale Belastungsfaktoren bedingt sei
, sondern
eine
n eigenständigen, davon unabhängigen Krankheitswert
aufweise
und
mittlerweile als
chronifiziert
zu gelten habe (S. 24-25).
D
ie Beurteilung von med.
pract
.
A._
, Facharzt für Neurologie FMH
, des Regionalen Ärztlichen Dienst
es (RAD) der Beschwerdegegnerin
vom 22. Oktober 2015 (Urk. 7/53 S. 4)
sei
unbeachtlich, vielmehr
sei auf den vo
m Kranken
taggeld
versicherer eingeholte
n
Bericht von
Dr.
med.
Dr.
phil.
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
FMH, vom 12. Oktober 2015 (Urk.
7/48/3-7)
abzustellen
, welcher von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ausgehe
(
S. 2
0
-23
)
.
3
.
3.1
3.1.1
In ihrem Bericht vom 4. Dezember 2014 (Urk. 7/22) gingen med.
pract
.
C._
, Oberärztin, und
MSc
D._
, Assistenzpsychologin an der
E._
,
von folgenden Diagnosen aus (Ziff. 1.1):
mittelgradige depressive Episode, seit 2014 (ICD-10 F32.1)
Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit
histrionischen
Anteilen, seit Kindheit/Jugend (ICD-10 Z73.1)
Med.
pract
.
C._
und
MSc
D._
berichteten über die stationäre Behandlung
der Beschwerdeführerin
vom 25. September bis 11. November 2014 (
Ziff.
1.3). Im Affekt wirke sie deprimiert und innerlich unruhig bei
gestörten Vitalgefühlen. Die affektive Schwingungsfähigkeit sei eingeschränkt
, aber im Gespräch herstellbar. Angesprochen auf Hautveränderungen an der linken Hand habe die Beschwerdeführerin mit st
arkem Weinen und An
spannung
reagiert und Hinweis
e
auf traumatisches Erleben gegeben, an welches sie nicht mehr denken wolle. Der Antrieb erscheine vermindert bei unauffälliger Psychomotorik (Ziff. 1.4).
Betreffend zukünftige Therapie empfahlen med.
pract
.
C._
und
MSc
D._
die Weiterführung einer psychiatrisch-psychotherapeutische
n Behandlung im „Einzelsetting“,
den Besuch einer ambulanten Ergotherapie
sowie
sportliche Betätigung im Sinne eines antidepressiven Trainings (Ziff. 1.5
).
Im Weiteren
hielten die Fachleute fest
, dass
sie
die Beschwerdeführerin im Austrittszeitpunkt im beruflichen Bereich grundsätzlich für arbeitsfähig h
ielten
, jedoch
lediglich
zu einem reduzierten Pensum, da sie durch die Schwere der Symptomatik nur gering belastbar sei und die Konzentrations
fähigkeit und das Auffassungsvermögen deutlich reduziert seien. Eine deutli
che Belastung seien zurzeit die Betreuung der drei Söhne, die Arbeiten im Haushalt sowie die familiäre Situation, weshalb eine zusätzliche berufliche
Arbeitsbelastung trotz gegebener Arbeitsfähigkeit voraussichtlich nicht als geeignet erscheine. Es werde deshalb zunächst ein langsamer Wiedereinstieg in die Haus- und Familienarbeit sowie eine erneute Beurteilung für einen allfälligen Wiedereinstieg in die berufliche Arbeit in zwei Monaten durch die ambulante
Behandlerin
empfohlen (Ziff. 1.4 und Ziff. 1.7). Die medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit betrage im Austrittszeitpunkt
mindestens
20 % (Ziff. 1.
6
).
3.1.2
In dem zuhanden des Kranken
taggeld
versicherers
der Beschwerdeführerin
au
s
gestellten Bericht vom 5. Dezember 2014 (Urk. 7/33/17-18)
bestätigten
med.
pract
.
C._
und
MSc
D._
die am 4. Dezember 2014 gestellten Diagnosen (vgl. E. 3.1.1) und wiesen darauf
hin, dass aufgrund des
lerngeschichtlichen Hintergrundes mit traumatischen Erlebnissen in der Kind
heit und dem Migrationshintergrund
davon aus
zugehen sei, dass dieser einen beträchtlichen Einfluss auf die Erkrankung habe
(Ziff. 6)
.
3.1.
3
Am 15. Dezember 2014 hielten med.
pract
.
C._
und
MSc
D._
in ihrem Bericht an die behandelnde Psychiaterin der Beschwerdeführerin, med.
pract
.
F._
, Psychiatrie und Psychotherapie FMH, an den früher gestellten Diagn
osen fest (vgl. E. 3.1.1-3.1.2).
Sie führten zudem aus
,
dass die depressive Symptomatik im stationären Rahmen mit Hilfe des
Tagespro
gramms
und der psychologischen Gespräche stark abgenommen habe
. Die Beschwerdeführerin habe in ihrer Kindheit und im jungen Erwachsenenalter ein strenges und angstauslösendes Elternhaus erfahren, wodurch sie nicht ge
lernt habe, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äussern. Dies sei durch die eingegangene, freiheitseinschränkende Ehe und das derzeit existierende Familiensystem verstärkt worden. Dazu komme eine jahrelange Überbelas
tung durch die Versorgung der Kinder, des Haushalts und der teilweise
teil
zeitberuflichen
Tätigkeit
(S. 2).
Med.
pract
.
C._
und
MSc
D._
empfahlen die Weiterführung der ambulanten Be
handlung bei
med.
pract
.
F._
mit
supportiver
Psychotherapie und Kontrolle sowie allfälliger Veränderung der Medikation
und
den Besuch einer ambulanten Ergotherapie und regelmässiges
körperliches
Training im Sinne eines antidepressiven Trainings (S. 1).
3.2
I
n seinem
vom Kranken
taggeld
versicherer in Auftrag gegebenen
Bericht vom
12. Oktober 2015 (Urk. 7/48/3-7
)
über die Untersuchung vom 6. Oktober 2015
stellte Dr.
B._
folgende Diagnosen (S. 3
unten
):
mittelgradig ausgeprägtes agitiert depressives Syndrom:
mittelgradige
depressive Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11)
Verdacht auf dissoziative Empfindungsstörungen im Sinne einer
Kon
versionsstörung
(ICD-10 F44.6) vor dem Hintergrund einer Akzentuie
rung von Persönlichkeitszügen mit
histrio
nischen
Anteilen (ICD-10 Z73.1)
Dr.
B._
führte aus
, dass die Beschwerdeführerin am 19. April 2014 dauerhaft in den Krankenstand getreten sei und mittlerweile die Kündigung ihres Arbeitsplatzes per Ende Januar 2015 erhalten habe. Sie erhalte durch ihre Familienangehörigen Unterstützung
und fühle
sich sozial gut eingebun
den
. Im Sommer 2014 habe
sie
sich mit der Versorgung der Kinder und des Haushalts sowie der Berufstätigkeit überfordert gefühlt und sich wegen
Konzentrationsstörungen, starker Erschöpfung, innerer Unruhe und Schlafstö
rungen in die ambulante psychiatrische Behandlung gegeben (S. 2).
Im Weiteren
wies der
Vertrauensa
rzt darauf hin
, dass die
sub
jektiv beklagten Beschwerden
mit den gestellten Diagnosen und
den
psychopathologischen
Befunden überein
stimmten
und keine Hinweise auf Simulations- oder Aggrav
ationstendenzen
vorlägen
. Es
bestünden
Einschränkungen der norma
len Integration von Erinnerungen an die Vergangenheit, des
Identitätsbe
wusstseins
, der unmittelbaren Empfindungen sowie der körperlichen Kon
trolle. Des Weiteren
bestehe
der Verdacht, dass sich der durch unlösbare
Schwierigkeiten und Konflikte hervorgerufene unangenehme Affekt in die ps
ychosomatische Symptomatik umsetze. Es zeige sich mittlerweile ein
chronifiziertes
Zustandsbild. Trotz fachgerechter ambulanter und stationärer
Behandlungsmassnahmen (
mehrwöchige
Hospitalisation
im vergangenen Jahr
)
erschienen
das Störungsbild therapieresis
tent und die Prognose ungünstig, weshalb gegenwärtig kaum mehr mit einer namhaften Besserung gerechnet werden könne.
D
em psychopathologischen Befund im Austrittsbericht der
E._
seien
Hinweis
e auf ein traumatisches Erleben
sowie
eine komplexe Verdrängungsabwehr
zu entnehmen
, in deren Rahmen
die
Wahrnehmung,
das
Denken,
das
Gedächtnis und
die
Affekte
teilweise
abgewehrt würden
.
Zudem
habe die Exploration Hinweise auf psychosoziale Belastungsfaktoren ergeben, jedoch ohne nennenswerten Einfluss auf das agitiert depressive Syndrom mit Somatisierung. Es bestünden zwar Belastungen durch die drei
betreuungsintensiven Kinder sowie eine insgesamt einschränkende familiäre Situation, Schulden und die Arbeitslosigkeit der Beschwerdeführerin, letztere habe jedoch bis
i
m April 2014 fast sieben Jahre lang ihrer Tätigkeit bei der
Z._
nachkommen können
(S. 4).
Dr.
B._
führte sodann
aus, gemäss den Angaben der Beschwerdeführerin fänden psychiatrisch-psychotherapeutische Konsultationen in zirka vier wöchentlichen Intervallen statt. Ferner erfolge eine stimmungsaufhellende und –stabilisierende Medikation (
S. 2 und
S. 4).
Der
Vertrauensarzt
hielt
schliesslich
fest
,
dass
die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit aufgrund der zumindest mittelgradigen psychopatholo
gisch bedingten Funktionsstörungen und Leistungseinbussen gegenwärtig krank
heitsbedingt zu 100 % aufgehoben
sei
.
D
ie Beschwerdeführerin er
scheine
in Bezug auf ihr bisheriges Arbeitspensum von ungefähr 36 % auch
einfachen und einfachsten Routinetätigkeiten
(
einfache handwerkliche Arbe
i
ten,
Kassieren, Kundenberatung,
Ent
gegennahme von Arbeitsaufträgen)
nicht
gewachsen
. Krankheitsbedingt seien die psychischen Funktionen der Problem
lösung,
der
Sorgfalt,
der
Teamarbeit
,
der
Verantwortung,
des
Antrieb
s
,
der
Auffassung,
der
Aufmerksamkeit,
der
Ausdauer,
der
Konzentration,
des
Merken
s
,
der
Frustrationstoleranz
und der Reaktions-, Umstellungs
-,
Kontakt
-
sowie der
Kritikfähigkeit
eingeschränkt
(S. 6 f.).
3.
3
RAD-Arzt
med.
pract
.
A._
hielt in seiner
Aktenbeurteilung
vom 22. Oktober 2015 (Urk. 7/53 S. 4) fest, anhand des Arztberichts der
E._
vom 15. Dezember 2014 sowie de
r
IK-Auszüge werde deutlich, dass dem
Be
schwerdebild
(Arbeitsunfähigkeit ab April 2014) eine Kündigung am Arbeits
platz aufgrund eines betrüger
ischen Verhaltens (Bereicherung)
und eine familiäre Belastung (ohne weitere Informationen) vorausg
ingen
. Weiter sei zu erfahren, dass die depressive Symptomatik im Rahmen der stationären Behandlung „stark“ abgenommen habe. Die aus der Familiensituation abge
leitete Notwendigkeit der Abwesenheit vom Arbeitsmarkt sei als psychoso
zialer Faktor zu werten und somit IV-fremd. Die
von med.
pract
.
C._
und
med.
pract
.
F._
genannten Diagnosen seien überdies nicht nachvollziehbar. Die Arbeitsfähigkeit sei nicht durch Krankheit verursacht, sondern durch die Suspendierung der Arbeitgeberin, was in den eingereichten Berichten nicht dokumentiert worden sei. Vermutlich habe die Beschwerdeführerin den Sachverhalt den Behandlern vorenthalten, was zu einer bewussten Irreführung geführt habe und
deren
manipulative
Fähigkeiten zeige. Ein andauernder Gesundheitsschaden bestehe nicht und es sei davon auszugehen,
dass eine Arbeitsfähigkeit vorliege, die bei ausreichender Motivation verwertet werden könnte.
3.
4
F
ür die richterliche Beurteilung
sind
grundsätzlich die tatsächlichen Verhält
nisse im Zeitpunkt des Erlasses einer Verfügung massgebend. Indessen sind Tatsachen, die sich erst später verwirklichen, soweit zu berücksichtigen, als sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und ge
eignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung zu be
einflussen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_279/2015
vom
27. August
2015 E.
3.2
.1 mit
weiter
en Hinweisen).
In diesem Sinne ist
der
von der behandeln
den Psychiaterin
med.
pract
.
F._
im Nachgang
zum
Erlass der angefochte
nen Verfügung verfassten Bericht vom 26. Februar 2016 (Urk. 3/4)
mitzube
rücksichtigen
.
Die behandelnde Psychiaterin stellte folgende Diagnosen (S. 2):
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F33.1)
bei seit annährend zwei Jahren bestehender, anhaltender Depression
Status nach schwerer depressiver Episode im Sommer 2014
post
traumatische Belastungsstörung (PTBS;
ICD-
10 F43.1)
nach körperlicher Gewalt und emotionaler Verwahrlosung in der Kind
heit
Med.
pract
.
F._
hielt fest, dass sie die Beschwerdeführerin seit Juli 2014 kenne
und
diese seither
andauernd an einer zumindest mitt
elschweren De
pression leide und
zu 100
% arbeitsunfähig sei. Es habe nie eine Remission gegeben
, wobei die Beschwerdeführerin regelmässig, das heisst alle 1-2 Wochen zur Behandlung komme. Entsprechend handle es
sich um ein sch
weres, chronisches Leiden. Die
Prognose
bezüglich Erwerbsfähigkeit
sei
kurz-
und mittelfristig ungünstig
,
wobei eine
Zustandsverbesserung langfristig aber nicht
auszuschliessen sei
(S. 1
und S. 3.
)
. Als die Beschwerdeführerin erstmals in Behandlung gekommen sei
(vgl. dazu auch Bericht vom 6.
Januar
2015; Urk.
7/25/1-4)
, sei sie schwer krank gewesen und habe an einem agitierten depressiven Zustand (schwere depressive Episode) gelitten. Sie sei offensichtlich nicht arbeitsfähig gewesen und auch nicht in der Lage, ihre persönlichen
Angelegenheiten zu ordnen oder irgendetwas Alltägliches zustande zu bringen
und habe von Anfang an von grossen Schwierigkeiten und Belastungen am Arbeitsplatz berichtet
(S. 1 f.)
.
Die behandelnde Psychiaterin führte weiter aus, die Beschwerdeführerin leide an Konzentrations- und Gedächtnisstörungen und sei im formalen Denken oft grübelnd respektive teilweise weitschweifig
und im
Affekt
deprimiert
sowie
innerlich unruhig (zeitweise stark)
. Sie habe viele Ängste und
leide an stark verminderten Vital-, Insuffizienz- und Schuldgefühlen, an stark ver
min
derter Freude, Interessenmangel,
Durchschlafstörungen sowie
an
Alp
träumen. Im Weiteren
habe sie
„Flashbacks“, weshalb sie, wenn immer mög
lich, Wiedererinnerungen an traumatische Kindheitserfahrungen (andauernde physische und emotionale Gewalt) vermeide, wobei das Ausmass der Trau
matisierung erst allmählich im Laufe der Therapie bekannt werde. Auf
Wie
dererinnerungen
reagiere
sie
mit Blockaden und Dissoziation (S. 2).
Unter dem Titel Arbeitsunfähigkeit hielt med.
pract
.
F._
fest, dass die Be
schwerdeführerin seit April 2014 (zuerst Krankschreibung durch den Haus
arzt
;
vgl. Urk. 7/11/1-6
) nicht arbeitsfähig sei. Als Kassierin im Supermarkt sei sie aufgrund der Denkstörungen, Erschöpfung,
Ängste,
Antriebsstörungen und der stark verminderten Belastbarkeit nicht arbeitsfähig. Aktuell könne sie höchstens im geschützten Rahmen zirka zwei Stunden pro Tag an 3-4 Tagen pro Woche arbeiten. Voraussetzungen für eine solche Tätigkeit seien
eine ruhige und stressfreie Arbeitsatmosphäre, die Möglichkeit häufiger Pausen
, klare einfache Arbeits
ab
läufe, kein Zeitdruck sowie eine wohlwoll
ende Behandlung und Toleranz
, wenn die Beschwerdeführerin
krankheits
bedingt
häufig fehlen würde
(der Zustand sei noch instabil und wechselhaft, S. 2).
4.
4.1.
4.1
.1
Vorwegzuschicken ist, dass der Bericht des Vertrauensarztes des
Krankentag
geldversichere
r
s
Dr.
B._
vom 12. Oktober 2015
(
Urk. 7/48/3-7
) für die Bestimmung der Arbeitsfähigkeit de
r
Beschwerdeführer
in
umfassend ist und auf den erforderlichen Untersuchungen beruht. Besagter Bericht wurde in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben (S. 1) und leuchtet in der Dar
legung der medizinischen Situation und Zusammenhänge ein. Demgemäss sind auch die Schlussfolgerungen
von Dr.
B._
in einer Weise begründet, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann. Der Vertrauensarzt
legte schlüssig dar, dass sich bei der Beschwerdeführerin eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom entwickelt
hat
(S. 3)
,
und ging von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit respektive in anderen einfachen Routinetätigkeiten aus (S. 4).
Der Bericht
erfüllt d
emnach die praxisge
mässen Kriterien an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens (BGE 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c), weshalb für d
ie
Entscheidfindung
darauf abzu
stellen ist.
4.
1.
2
Es gilt zu beachten, dass
die ärztlichen
Ausführungen
betreffend den Umfang der Arbeitsfähigkeit
eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Zumut
barkeit von Arbeitsleistungen bilden, es jedoch letztlich der
rechtsanwen
denden
Behörde - der Verwaltung oder, im Streitfall, dem Gericht - obliegt, zu beurteilen, ob eine Invalidität im Rechtssinne, bejahendenfalls eine solche
rentenbegründender Art, eingetreten ist. Weil die Arbeitsfähigkeit somit keine
rein medizinische, sondern letztlich auch eine juristische Frage ist, können sich Konstellationen ergeben, bei welchen von der in einem medizinischen
Bericht
festgestellten Arbeitsunfähigkeit abzuweichen ist, ohne dass diese
r
seinen Beweiswert verlöre (vgl. BGE 140 V 193 E. 3.1-2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_651/2014 vom 23. Dezember 2014 E.
5.1 mit Hin
weisen).
N
ach der Rechtsprechung
stellen leichte bis mittelgradige depressive Episo
den grundsätzlich keine von depressiven Verstimmungszuständen klar unter
scheidbare andauernde Depression im Sinne eines verselbständigten
Gesund
heitsschadens
dar, die es der betroffenen Person verunmöglichte, eine ange
passte Tätigkeit auszuüben. Leichte bis höchstens mittelschwere psychische Störungen depressiver Natur gelten grundsätzlich als therapeutisch
angehbar
(Urteil des Bundesgerichts 8C_68/2013 vom 14. Mai 2013 E. 3.5 mit Hinwei
sen). Dies hat auch dann Geltung, wenn die depressive Episode vor dem Hintergrund einer rezidivierenden depressiven Störung diagnostiziert worden ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_195/2014 vom 12. Juni 2014 E. 4.4 mit Hinweisen). Auch wenn eine invalidisierende Wirkung einer mittelschweren depressiven Störung nicht schlechthin
auszuschliessen
ist, bedingt deren Annahme jedoch, dass eine konsequente Depressionstherapie befolgt wird, deren Scheitern das Leiden als resistent ausweist. Fehlt es daran, ist in der Regel keine invalidisierende Wirkung des Gesundheitsschadens anzunehmen (Urteil des Bundesgerichts 8C_303/2015 vom 8. Oktober 2015 E. 4.4 mit Hinweisen).
4.1.3
D
ie Beschwerdeführerin
steht seit
Juli 2014
bei
med.
pract
.
F._
in psychiat
risch-psychotherapeutischer sowie medikamentöser Behandlung
.
Gemäss
den Angaben von
med.
pract
.
F._
findet die psychiatrisch-
psychotherapeutische Behandlung wöchentlich (Urk. 7/25/1-4 Ziff.
1.2 und Ziff.
1.5 und Urk. 7/35 Ziff. 3.1
-3.2
) r
espektive alle 1-2 Wochen (Urk. 3/4 S. 1) statt
. Demgegenüber gab die Beschwerdeführer
in
bei Dr.
B._
an,
sie begebe sich in
„ca. vier wöchentlichen Intervallen“
in die Behandlung bei med.
pract
.
F._
(Urk. 7/48/3-7
S. 2 und
S. 5).
Vom 25. September bis 11. November 2014 befand sich die Beschwerdeführerin zudem in stationärer Behandlung
in der
E._
(Urk. 7/22 Ziff. 1.3).
Selbst wenn zugunsten der Beschwerdeführerin von einem wöchentlichen Therapieintervall ausgegangen würde (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_454/2013 vom 29. Oktober 2013 E.
4.1, wonach bei einem
I
ntervall von zwei Wochen von keiner konsequenten ambulanten Therapie gesprochen werden kann),
kann noch nicht von einem therapieresistenten Leiden ge
sprochen werden. Die Beschwerdeführerin hat es nämlich bis anhin unter
lassen, Massnahmen mit anderem
therapeutischem
Ansatz
umzusetzen.
In den Akten finden sich keine Hinweise darauf
(vgl. insbesondere Urk. 7/44)
, dass die Beschwerdeführerin die von den
Fachleuten der
E._
respektive
von
med.
pract
.
F._
empfohlene ambulante Ergotherapie
,
die
sportliche Betäti
gung
im Sinne eines antidepressiven Trainings
und
die
Behandlung in einer Tagesklinik
(Urk. 7/22 Ziff. 1.
5,
Urk. 7/25/5-7 S. 1 unten
und Urk. 7/37/9-11 Ziff. 1.5
)
aufgenommen hat. Dies
wäre
vor dem Hintergrund
angezeigt
, dass
die Beschwerdeführerin gegenüber Dr.
B._
angab, dass ihr Bewegung an der frischen Luft gut
tue (Urk.
7
/48/3-7 S.
3)
.
Im Übrigen
berichteten sowohl die
Fachleute der
E._
als auch med.
pract
.
F._
von einer Besserung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin unter psychiatrisch-psycho
therapeutischer Behandlung (Urk. 7/25/5-
7
S. 2,
Urk. 7/25/1-
4
Ziff. 1.4 und
Urk. 7/35/1-
3 Ziff.
3.3
)
.
Der Beurteilung von Dr.
B._
, wonach das
Störungsbild der Beschwerdeführerin als therapieresistent erscheine (Urk. 7/48/3-7
S. 6)
kann unter diesen Umständen nicht gefolgt werden, zumal
er keine Angaben dazu
macht
e
, weshalb die von den
Fachleuten
der
E._
und von med.
pract
.
F._
vorgeschlagenen weiteren
Behandlungen
nicht zu einer Besserung führen könnten.
Bei dieser Sachlage kann der depressiven Störung
invalidenversicherungs
rechtlich
keine
Relevanz zugemessen werden
.
4.2
4.2.1
Ebenso wenig kommt den von
Dr.
B._
festgestellten
dissoziativen Empfindungsstörungen im Sinne einer Konversionsstörung (ICD-10 F44.6) vor dem Hintergrund einer Akzentuierung von Persönlichkeitszügen mit
histrionischen
Anteilen (ICD-10 Z73.1, Urk. 7/48/3-7 S. 3)
invalidenversiche
rungsrechtliche
Bed
eutung zu,
da es sich dabei um eine
blosse
Verdachts
diagnose
handelt
.
4.2.2
Gleiches gilt bezüglich
der
von den
Fachleuten der
E._
diagnostizierten
Akzentuie
rung
von Persönlichkeitszügen mit
histrionischen
Anteilen (ICD-10 Z73.1; Urk. 7/22 Ziff. 1.1). Dabei handelt es sich
lediglich um eine Z-Ko
die
rung, bei welcher es
gemäss Rechtsprechung zwar um Faktoren geht, die den Gesundheitszustand beeinflussen und zur Inanspruchnahme des Gesundheits
wesens führen.
Die Kategorien Z00-99 sind für Fälle vorgesehen, in denen Sachverhalte als „Diagnosen" oder „Probleme" angegeben sind, die nicht als Krankheit, Verletzung oder äussere Ursache unter den Kategorien A-Y klassi
fizierbar sind. Diese Belastungen fallen als solche nicht unter den Begriff des
rechtserheblichen Gesundheitsschadens (Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015
vom 22. Dezem
ber
2015 E. 4.2.4
mit
Hinweis auf die Urteile des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 28. Juni 2012 E. 3.1 und
8C_8
97/2013 vom 1
8.
Februar 2014 E.
3.9
).
4.2.3
Was die von med.
pract
.
F._
gestellt
e
Diagnose
der PTBS angeht (Urk. 3/4
S. 2), so gilt Folgendes:
Eine PTBS entsteht als eine verzögerte oder protra
hierte Reaktion auf ein belastendes Ereignis oder eine Situation ausserge
wöhnlicher Bedrohung oder katastrophenartigen Ausmasses (kurz oder lang anhaltend
), die bei fast jedem
eine tiefe Verzweiflung hervorrufen würde. Die Störung folgt dem Trauma mit einer Latenz, die Wochen bis Monate dauern kann, doch selten mehr als sechs Monate nach dem Trauma (
Dil
ling
/
Mombour
/Schmid [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen
;
ICD-10 Kapitel V
[
F
]
Klinisch-diagnostische
Leitlinien, 1
0.
Aufl., 2015, S.
207 f
., vgl.
auch Urteil des Bundesgerichts
8C_676/2015 vom 7. Juli 2016 E. 5.1 und E. 5.2.2).
Gemäss
dem
Bericht der behandelnden Psychiaterin
vom 26. Februar 2016
hat das Trauma in der Kindheit der
Beschwerdeführerin
stattgefunden (Urk. 3
/4 S.
2).
Bei Beginn
der psychiatrisch-psychotherapeutischen
Behand
lung im Sommer 2014 war
die Beschwerdeführerin
bereits 35 Jahre alt. Bis zu diesem Zeitpunkt fehlen aktenkundige Hinweise auf psychische Probleme und
die Beschwerdeführerin
war
insbesondere
bis im April 2014
ohne Wei
teres in der Lage,
neben ihrer Tätigkeit im Haushalt
einer (teilzeitlichen) Arbeit nachzugehen (
Urk.
7/10
und Urk. 7/11/6
). Die Angaben
von med.
pract
.
F._
betreffend die traumatischen Erlebnisse sind
zudem
äusser
s
t knapp und es fehlen jegliche Ausführung
en über das auslösende Ereignis. Die
PTBS-Diagnose wurde
ferner
erst im Februar 2016 gestellt, nachdem die
behandelnde Psychiaterin zuvor in Übereinstimmung mit Dr.
B._
sowie
den
Fachleuten der
E._
(vgl. E. 3.1.1 und E. 3.2) stets
auf akzentuierte Persönlichkeitszüge
(ICD-10 Z73.1)
hinwies
.
Im Übrigen ist die Erfahrungs
tatsache zu berücksichtigen, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (B
GE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351
E. 3b/cc).
4.2.4
Auf die Stellungnahme des RAD-Arztes med.
pract
.
A._
vom 22. Oktober 2015
ist entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin
(Urk. 2)
nicht ab
zustellen. Der RAD-Arzt ist nicht im Fachbereich Psychiatrie und Psycho
therapie spezialisiert und hat die Beschwerdeführerin nicht persönlich untersucht.
Ihm lag zudem
der Bericht von Dr.
B._
vom 12. Oktober 2015 (vgl. E. 3.2) nicht vor, obwohl
der Krankentaggeldversicherer
der Beschwerdegegnerin
die besagte Beurteilung mit Schreiben vom 14. Oktober 2015 (Urk. 7/48/1) zugestellt
hat.
Im
Übrigen sind die Hinweise
des
RAD-Arztes, wonach die Diagnosen der
Fachleute der
E._
sowie von med.
pract
.
F._
nicht nachvollziehbar seien
und die Arbeitsunfähigkeit durch die Suspendierung seitens de
r
Arbeitgeber
in
begründet sei
(Urk. 7/53 S. 4)
, nicht
respektive nicht schlüssig
begründet
.
4.3
Nachdem es hinsichtlich der depressiven Störung
bereits
an einer konsequen
ten Therapie fehlt (vgl. E. 4.1.2
f.), kann die Frage nach den
Auswirkungen allfälliger
psychosoziale
r
und soziokulturelle
r
Faktoren
auf den Gesundheits
zustand
der Besch
werdeführerin offenbleiben. Gleic
hes gilt betreffend die übrigen
Diagnosen
, zumal eine
blosse
Verdachtsdiagnose
respektive eine
Diagnose der
Z-Kategorie vorliegt und
die Voraussetzungen einer PTBS nicht erfüllt sind (
vgl. E. 4.
2.1-4.2.3).
4.
4
Nach dem Gesagten
hat die Beschwerdegegnerin
d
en Anspruch der Be
schwerdeführerin auf eine Rente der Invalidenversicherung zu Recht ver
neint, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Nachdem es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungs
leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig und sind die
Gerichtskosten
gemäss
Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ermessensweise auf Fr.
8
00.
--. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen
.