# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f51197c5-627b-43c2-a186-a5dcb68923bd
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
198
2,
war
seit
d
em 8. Juli 2019 bei der Y._
AG als San
i
tärinstallateur in einem Vollzeitpensum
angestellt und in dieser Eigenschaft bei der Suva gegen die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen versichert (vgl. Urk.
9
/1
, Urk. 9/3
).
Der
Versicherte liess die Suva mit Schadenmeldung UVG vom
26
.
September
2019
(Urk.
9
/1) wissen, dass
er
sich
am
25. September 2019
die rechte und linke Schulter verletzt habe (S. 1). B
eim Ausrutschen auf einer Holzschaltafel habe
er versucht, sich
an einer Metallstange festzuhalten,
sei aber
trotzdem auf den Boden gefallen
. Er habe durch das plötzliche Halten an der Stange und den Aufprall am
Boden starke Schmerzen im Rücken verspürt (S. 2)
.
Dr. med.
Z._
, Fach
ärztin für Chirurgie,
vom
Spital
A._
,
wo sich
der
Beschwerdeführer am
26
.
September
2019
notfallmässig
hatte
behandeln
lassen
, nannte in ihrem
Bericht
vom gleichen Tag als Diagnose
einen Verdacht einer
Rotatorenman
schet
ten
zerrung
(
Supraspinatus
/
Biceps
) rechts
(Urk.
9
/
5
). Die
Suva erbrachte in der
Folge Taggeld und Heilungskosten
bis zum 17. Februar 2020
(vgl. Urk.
9/
3
, Urk. 9/56
/2-3
).
Mit Schreiben vom 23. März 2020 (Urk. 9/56
/2-3
) teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie den Fall per 17. Februar 2020 abschliesse und die Versicherungsleis
tungen (Taggeld und Heilkosten) per dieses Datum einstelle. Am 9. April 2020 (Urk. 9/61) stellte die Universitätsklinik
B._
ein Wiedererwägungsgesuch für die Kostenübernahme mit der Begründung, dass die aktuellen Beschwerden des Versicherten unfallbedingt seien.
Am 30. April 2020 wurde
der Versicherte an der
Universitätsklinik
B._
an der rechten Schulter operiert (Schulterarthro
skopie,
posteriore
Labrumrefixation
; vgl. Operationsbericht vom 30. April 2020 [Urk. 9/96/7-8]).
Die
Suva
legte
die medizinischen Unterlagen Kreisarzt Dr. med. univ.
C._
, Arzt für Allgemeinmedizin (A), vor, w
elcher am 7. Mai 2020 (Urk. 9/68
) seine ärztliche Beurteilung erstattete.
Mit Telefonat vom 12. Mai 2020 teilte die Suva dem Versicherten mit, dass sie an ihrer Ablehnung festhalte (Urk. 9/69)
,
und sandte ihm die ärztliche Beurteilung von Dr.
C._
zur Wahrung des rechtlichen Gehörs zu (vgl. Urk. 9/70).
1.2
Mit Verfügung vom
23
. Juni
2021
(Urk.
9
/
86
) stellte die Suva die Leistungen per
17
.
Februar
202
0
ein. Die
vom
Versicherten
dagegen
erhobene Einsprache (Urk.
9
/
96
) wies die
Suva mit Entscheid vom 3
0
.
September
202
1
ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob
der
Versicherte am
29
.
Oktober
202
1
(Urk. 1) Beschwerde und beantragte,
der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 30. September 2021
sei aufzuheben und
die Beschwerdegegnerin
sei
zu verpflichten, ih
m auch nach dem 17. Februar 2020
die versicherten Leistungen, insbesondere Taggelder entspre
chend einer Arbeitsunfähigkeit von 100 % sowie Ersatz der Heilungskosten
,
zu leisten
(S. 2).
Daneben reichte der Beschwerdeführer eine Stellungnahme der Universitätsklinik
B._
vom 21. Oktober 2021 (Urk. 3) ein.
In ihrer Beschwerdeantwort vom
7. Januar 2022
(Urk.
8) schloss die Be
schwer
de
gegner
in auf Abweisung der Beschwerde
und reichte ihrerseits
unter anderem
eine
versicherungsmedizinische
Beurteilung von PD Dr. med.
D._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie
und Traumatologie des Bewegungsapparates
, vom 6. Januar 2022 (Urk. 9/113)
ein
. Mit Replik vom 15. Februar 2022 (Urk. 11) hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (S. 2).
Duplicando
hielt die Beschwerdegegnerin am 22. Februar 2022 (Urk. 14) an ihrem Antra
g
auf Abwei
sung der Beschwerde fest (S. 2), was dem Beschwerdeführe
r
mit Verfügung vom
23
.
Februar
202
2 (Urk. 15
) zur Kenntnis gebracht
wurde
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausal
zusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammen
hangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschrei
bung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheit
licher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.3
Ist die Unfallkausalität einmal mit der erforderlichen Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen, entfällt die deswegen anerkannte Leistungspflicht des Unfallversicherers erst, wenn der Unfall nicht die natürliche und adäquate Ursache des Gesundheits
schadens darstellt, wenn also Letzterer nur noch und ausschliesslich auf unfall
fremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der (krankhafte) Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante), oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Ver
lauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später einge
stellt hätte (Status quo sine), erreicht ist. Ebenso wie der leistungsbegründende natürliche Kausalzusammenhang muss das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens mit dem im
Sozial
versicherungsrecht allgemein üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahr
scheinlichkeit nachgewiesen sein.
Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchsaufhebende Tatsache handelt, liegt die entsprechende Beweis
last
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausal
zusammenhang gegeben ist
–
nicht beim Versicherten, sondern beim Unfallver
sicherer. Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rück
fällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_669/2019 vom 25. März 2020 E. 2.2 mit Hinwei
sen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursäch
lichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch dieser Zustand noch nicht
wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG Leistungen zu erbringen (Urteil des Bundesgerichts 8C_589/2017 vom 21. Februar 2018 E. 3.2.3 mit Hinweisen).
1.4
Der Unfallversicherer hat die Möglichkeit, die durch Ausrichtung von Heil
behandlung (und allenfalls Taggeld) anerkannte Leistungspflicht mit Wirkung ex
nunc
et pro
futuro
ohne Berufung auf den
Rückkommenstitel
der Wiederer
wägung oder der prozessualen Revision einzustellen, etwa mit dem Argument, bei richtiger Betrachtung liege kein versichertes Ereignis vor (BGE 130 V 380 E.
2.3.1) oder der Kausalzusammenhang zwischen Unfall und leistungsbe
gründen
dem Gesundheitsschaden habe gar nie bestanden oder sei dahingefallen (Urteil
des Bundesgerichts
8C_319/2020 vom 3. September 2020 E. 6.4). Eine solche Ein
stellung kann auch rückwirkend erfolgen, sofern der Unfallversicherer keine Leistungen zurückfordern will (Urteil des Bundesgerichts 8C_133/2021 vom 25. August
2021 E. 5.2.1 mit Hinweisen).
1.5
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
).Soll
ein Versicherungsfall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschie
den werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärun
gen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
Reine Aktengutachten sind beweiskräftig, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesentlichen nur um die fachärztliche Beurteilung eines an sich fest
stehenden medizinischen Sachverhalts geht, mithin die direkte ärztliche Befas
sung mit der versicherten Person in den Hintergrund rückt (Urteil des Bundes
gerichts 8C_750/2020 vom 23. April 2021 E. 4 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stützte
sich für den
Einspracheentscheid
(Urk. 2) auf die
kreisärztlichen
Beurteilungen von Dr.
C._
vom
25. Februar 2020,
vom 7.
Mai
202
0
und
vom
30
.
August
2021, welche sie als schlüssig, nachvollziehbar und überzeugend erachtete.
Aufgrund dieser sei
davon auszugehen, dass drei Monate nach dem Unfall vom 25. September 2020 [richtig: 2019], spätestens aber im Zeitpunkt der Leistungseinstellung am 17. Februar 2021 [richtig: 2020], rund
fünf Monate nach dem Unfall, der Status quo sine mit überwiegender Wahr
scheinlich
keit erreicht gewesen sei respektive keine Unfallfolgen mehr gegeben gewesen seien, sodass kein Anspruch auf weitere Leistungen bestanden
habe
(S. 3-5
;
vgl. auch die Be
schwerdeantwort vom
7
.
Januar
202
2
[Urk.
8
S.
4 f.
]
und die Duplik vom 22. Februar 2022 [Urk. 14 S. 1 f.]
).
In ihrer Beschwerdeantwort
vom 7. Januar 2022
(
Urk. 8
) ergänzte
die Beschwer
degegnerin
gestützt auf die eingereichte ärztliche Beurteilung von
Kreisarzt
PD Dr.
D._
vom
6. Januar 2022
(Urk. 9/113), dass die
Beurteilung
en
der Universi
tätsklinik
B._
die kreisärztliche Beurteilung sowie den darauf gestützten
Ein
sprache
entscheid
nicht in Frage zu stellen vermö
cht
en (S. 1 f.
; vgl. auch
die Du
plik vom 2
2.
Februar 2022 [Urk.
14
]).
2.2
Der
Beschwerdeführer machte demgegenüber
gestützt auf die
Stellungnahme der Universitätsklinik
B._
vom 21. Oktober 2021 (Urk. 3)
in
seiner
Beschwerde (Urk. 1) gel
tend,
dass die von der Universitätsklink
B._
festgestellten und von dieser
behandelten Gesundheitsbeschwerden Unfallfolgen darstellten oder
, dass
zumindest
an der versicherungsinternen
Beurteilung
von Dr.
C._
genügend
Zweifel
bestünden
, weshalb nicht auf
diese
abgestellt werden könne
, und sofern nicht auf die Beurteilung der Universitätsklinik
B._
abgestellt werde, ein externes Gutachten einzuholen sei
(S.
3
-
5
; vgl. auch die Replik vom 15. Februar 2022 [Urk. 11 S. 2 f.]).
Mit Replik vom 15. Februar 2022 (Urk. 11) brachte der Beschwerdeführer ergän
zend vor, da selbst die Beschwerdegegnerin beziehungsweise ihre Spezialisten ausführlich argumentierten, dass die vorgefundene Verletzung nur durch einen spezifischen Unfallmechanismus hervorgerufen werden könne, belege sie selbst, dass zumindest eine überwiegend krankhafte Verursachung von vornherein aus
geschlossen sei und deshalb die Voraussetzungen einer Leistungspflicht nach Art.
6 Abs.
2 UVG gegeben seien (S. 2 Ziff. 4).
2.
3
Im Wesentlichen strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin aufgrund des Unfalls vom
25. September 2019
für die
Beschwerden der rechten Schulter
auch
über den
17. Februar 2020
hinaus
leistungspflichtig ist.
3.
3.1
Dr.
Z._
vom
Spital
A._
, wo
der
Beschwerde
führer
am
26
.
September
201
9
notfallmässig behandelt
worden war
, diagnostizierte in
ihrem
Bericht
vom gleichen Tag (Urk.
9
/
5
/2-3
) ein
en Verdacht auf eine
Rotatorenmanschetten
zerrung
(
Supraspinatus
/
Biceps
) rechts
. Dr.
Z._
führte
aus,
der Beschwerde
führer
habe berichtet, er sei am Vortag beim Arbeiten auf einem Holzbalken aus
gerutscht und habe sich mi
t
dem rechten Arm festgehalten. Ein weiteres Trauma habe nicht stattgefunden. Dr.
Z._
hielt weiter fest, es
bestehe eine
Druck
dolenz
über dem Ans
a
tz der la
n
gen
Bicepssehne
und dem
Musculus
supraspi
natus
. Beim
Jobe
-Test und Palm-
Up
-Test sei ein Schmerz feststellbar, aber auch eine kräftige Ausführung. Die restliche
Rotatorenmanschette
sei frei. Es bestün
den keine Hinweise auf eine knöcherne Beteiligung der rechten oberen Extremität (inklusive Klavikula und Schulter). Eine Schwellung, Rötung oder
ein
Hämatom seien
nicht
feststellbar (S. 1).
3.2
Dr. med. E._
, Fachärztin für Diagnostische Radiologie, hielt in ihrem Bericht vom 3. Oktober 2019 (Urk. 9/26/6) über ein Röntgen (Schwedenstatus) beider Schultern vom gleichen Tag fest, es f
i
nde sich beidseits kein Hinweis auf eine Fraktur
,
insbesondere kein Hinweis auf eine knöcherne Bankartläsion beidseits.
3.3
PD Dr. med. F._ und med.
pract
. G._
von der Radiologie der Universitäts
klinik
B._
berichteten
a
m 8. Oktober 2019 über ein
Arthro
-MRI der rechten Schulter vom gleichen Tag (Urk. 9/45/2), es seien mehrere kleine Labrumrisse von inferior bis
posterior
reichend
sowie eine kleine
Irregularit
ät an der inferioren
Infraspi
n
a
tusseh
n
e
mit angrenzender
subchondraler
Zyste
feststellbar gewesen
.
3.
4
Die Fachärzte für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungs
apparates
PD Dr. med.
H._
und Dr. med.
I._
von der Abteilung Orthopädie
, Schulter/Ellbogen,
Universitätsklinik
B._
,
nannten in ihrem Bericht vom
16
.
Oktober 2019
über eine Sprechstunde am 11. Oktober 2019
(Urk. 9/26/7-
8
) als Diagnose eine
n
Verdacht auf eine Zerrung des Plexus
brachialis
rechts nach Schulterdistorsionstrauma am 25. September 2019 mit einer Bursitis
subacromi
alis
und einer
Tendi
n
opathie
der langen
Bicepssehne
. Sie berichteten,
der Beschwerde
führer habe bei der Arbeit als Sanitär am 25. September 2019 ein Abduktions-/Aussenrotationstrauma an der rechten Schulter erlitten mit Über
dehnung des Armes, nachdem er auf einem Holzbalken ausgerutscht sei und sich mit dem rechten Arm festgehalten habe.
Der
Jerk
-Test sei negativ
(
S. 1).
Der Beschwerdeführer habe im Rahmen des Traumas vor knapp drei Wochen am ehesten eine leichte Plexus-Zerrung erlitten. MR-tomographisch zeig
t
e
n
sich die
Rotatorenmanschette
intakt und die übrigen Strukturen relativ unauffällig, obwohl sich klinisch auch eine
subacromiale
Impingement
-Symptomatik und Reizung der langen
Bicepssehne
zeigten (S. 2).
3.
5
PD
Dr.
H._
und Dr.
I._
nannten in ihrem Bericht vom 25. November 2019
über eine Sprechstunde am 8. November 2019
(Urk. 9/25
/2-3
) als Diagnose eine
posteriore
Labrumläsion der rechten Schulter mit/bei einem Verdacht auf eine Zerrung des Plexus
brachialis
rechts nach Schulterdistorsionstrauma am 25. September 2019 mit einer Bursitis
subacromialis
und einer
Tendi
n
opathie
der langen
Bicepssehne
.
Sie berichteten, der Befund sei zum 11. Oktober 2019 unver
ändert. Auffällig zeige sich, dass die aktive Beweglichkeit durch das Hochheben der Schulter eingeleitet werde
. Hinsichtlich der
Plexuszerrung
zeige sich eine
regrediente
Symptomatik, es persistierten jedoch Beschwerden am ehesten auf
grund der
posterioren
Labrumläsion mit fraglicher Beteiligung des
Bizepsankers
. Bei Fehlschlagen der empfohlenen Infiltration wie auch einer weiteren Physio
therapie müsse eine
arthroskopische
Labrum
re
fixation
diskutiert werden
(S. 1).
3.
6
PD Dr.
H._
und
die Assistenzärztin
Dr.
med.
J._
berichteten am
30
.
Dezember
2019
über eine Sprechstunde vom 17. Dezember 2019
(Urk. 9/
29/2-3
)
zum Status der rechten Schulter, das Schulterrelief sei symmetrisch, das I
nte
gu
m
e
nt intakt, Rötung oder Überwärmung seien keine feststellbar. Es bestehe eine
Druckdolenz
anterior
im
Sulcus
, ansonsten
bestehe keine
Dru
ckdolenz
.
Der
Jerk
-Test sei positiv
(S. 1).
Die Infiltration ins Gelenk habe geholfen. Deswegen emp
fählen sie bei persistierenden Schmerzen trotz Physiotherapie ein operatives Vorgehen mit einer Schulterarthroskopie und einer Labrum-Rekonstruktion (S. 2).
In ihrem Bericht vom 7. Februar 2020 über eine Sprechstunde vom 29. Januar 2020 (Urk. 9/43/2-3) führten sie aus,
es bestehe eine leichte
Druckdolenz
bei Palpation im
Sulcus
intertubercularis
, ansonsten bestünden keine Schmerzen. D
er
Jerk
-Test
sei negativ
sowie die
pDMS
(periphere Durchblutung, Motorik und Sensibilität) unauffällig
(S.
1
).
3.
7
PD Dr.
H._
und
der Assistenzarzt
Dr.
med. K._
führten in ihrem Bericht vom 19
.
Februar
2020
über eine Sprechstunde vom 12. Februar 2020
(Urk. 9/
42/2-3
)
zum Befund der rechten Schulter aus, das Schulterrelief sei symmetrisch, das Integument intakt
;
es seien
keine Entzündung
szeich
en feststell
bar. Es bestehe eine
Druckdolenz
im Bereich
Sulcus
intertubercularis
.
Unter anderem sei der
Jerk
-Test
negativ
(S. 1).
3.
8
Kreisarzt
Dr.
C._
erklärte am 2
6
. Februar 2020 (Urk. 9/44) im Hinblick auf eine am 26. März 2020 geplante Operation auf Rückfrage der Beschwerdegegnerin, der Unfall habe nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu zusätzlichen strukturellen Läsionen, welche objektivierbar seien, geführt. Im MRI seien keine unfallbedingten Läsionen objektivierbar.
Der
Schaden, welcher operiert werde, sei nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf den Unfall zurückzuführen. Dies,
da es sich mit überwiegender Wahrscheinlichkeit um einen Vorbefund und nicht Unfallfolgen handle. Wenn von einer Zerrung ausgegangen werde, spielten die Unfallfolgen im Beschwerdebild mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nach ca.
drei Monaten keine Rolle mehr
(S. 1)
.
3.9
Am 30. April 2020 wurde
der Beschwerdeführer
bei der Diagnose einer
posterio
ren
Labrumläsion
an der Universitätsklinik
B._
an der rechten Schulter operiert
, wobei sich intraoperativ
posterior
inferior bei 7.00 bis 11.00 Uhr eine Labrumläsion zeigte
(Schulterarthroskopie,
posteriore
Labrumrefixation
; vgl. Operationsbericht vom 30. April 2020 [Urk. 9/96/7-8]).
3.10
Kreisarzt
Dr.
C._
führte
in seiner Beurteilung
-
zu Händen der Beschwerde
gegnerin
am
7
.
Mai
2020 (Urk. 9/
68
)
aus
,
an der Beurteilung, dass es sich bei der gegenständlichen Labrumläsion beziehungsweise
den
sonstigen im MRI erhobe
nen Befunde
n
um keine Unfallfolgen handle, sei festzuhalten. Die gestellte Diag
nose einer
posterioren
Labrumläsion Schulter rechts beruhe ausschliesslich auf den im MRI als Zufallsbefund zu wertenden vorgefundenen Befunden im Rahmen der Abklärung und nicht aufgrund ausgewiesener Untersuchungsbefunde.
Als
spezifische
r
Test beziehungsweise Hinweis für eine
postero
-inferiore Labrum
läsion komme der
Jerk
-Test in Frage.
Dieser
sei
am 11. Oktober 2019, am 8. November 2019, am 29. Januar 2020 und am 12. Februar 2020 negativ beur
teilt
worden
. Lediglich am 17. Dezember 2019 werde ein positiver
Jerk
-Test ver
merkt, wobei diese Beurteilung bei ansonsten negativen
Jerk
-Tests kritisch zu hinterfragen sei. Auch in sämtlichen anamnestischen Angaben fänden sich keine Hinweise
auf
eine Schmerzsymptomatik dorsal inferior am Schultergelenk. Auf welcher Grundlage
–
abgesehen vom MRI-Befund
–
die Diagnose einer
posteri
oren
Labrumläsion Schulter rechts gestellt werde, sei nicht nachvollziehbar.
Im MRI finde sich kein Hinweis auf eine Traumatisierung des Schultergelenks, insbeson
dere nicht im Bereich der im MRI vorgefundenen Labrumläsion. Das Knochen
marksignal sowohl am Labrum als auch
Humeruskopf
stelle sich unauffällig dar. Gemäss Weber (
Hempfling
und Krenn, Schadenbeurteilung am Bewe
gungssys
tem, Band 2: Meniskus, Diskus, Bandscheiben, Labrum, Ligamente, Seh
nen; De
Gruyter
2016, Seite 197) seien ausschliesslich unfallbedingt lediglich Labrum
läsionen nach traumatischer Schultergelenksluxation. Im vorliegenden Fall fehlten jegliche Hinweise für eine dorsale Subluxation und insbesondere Luxation der Schulter. Das Knochenmarksignal stelle sich sowohl im Bereich des
Glenoids
als auch des
Humeruskopfes
im bereits 13 Tage nach dem Ereignis durchgeführ
ten MRI vollkommen unauffällig dar.
Im vorliegenden MRI fehlten neben Hin
weisen für eine Traumatisierung der knöchernen/knorpeligen Struk
turen auch Hinweise auf eine über das physiologische Ausmass hinausgehende
Belastung des Kapsel-Band-Apparats. Somit fänden sich weder Hinweise auf eine mögliche Zerrung der Bandstrukturen noch auf eine Schulterluxation im Sinn einer
reversed
Bankart-Läsion.
Zudem bestehe Erklärungsbedarf, wie ein Abduktions
aussenrotationstrauma unter Zug (
der Beschwerdeführer
sei zu Boden gestürzt)
,
wie dies von
den Ärzten
der Universitätsklinik
B._
behauptet werde, eine Läsion des L
abrums inferior beziehungsweise
inferior/dorsal verursachen könne. Bei einer Abduktions-Aussenrotationsbewegung unter Zug bei Sturz komme es zu einem Anheben (nach oben Führen) des Arms und
–
je nachdem ob sich der Körper beim Sturz mit Festhalten vor oder hinter der fixierten Hand befinde
–
zu einem gleichzeitigen nach hinten oder vorne Führen des Arms im Schultergelenk. Wenn, dann wäre bei einem solchen
Pathomechanismus
eine Verletzung des Labrums
superior-anterior
oder
superior-posterior
plausibel, nicht jedoch eine Läsion des Labrums inferior bei nach oben geführtem
Arm.
Spätestens anlässlich der Konsultation am 29. Januar 2020 seien die neurologischen Symp
tome mit ursprünglich Verdacht auf Zerrung des Plexus
brachialis
rechts abge
klungen
gewesen
. Es
sei
eine unauffällige Motorik und Sensibilität vermerkt
worden
(S. 3-5
).
3.11
Mit Schreiben vom 23. Februar 2021
(Urk. 9/92
/1
)
erklärte Dr. med. L._
von der Abteilung Orthopädie der Universitätsklinik
B._
, dass der Ursprung der Beschwerden des Beschwerdeführers (Labrumläsion) auf eine traumatische Schulterdistorsion bei der Arbeit am 25. September 2019 zurückzuführen sei.
3.12
Am 30.
August 2021 (Urk. 9/101) hielt Kreisarzt Dr.
C._
an seiner Beurteilung fest
, nachdem ihm die Einsprache des Beschwerdeführers (Urk. 9/96), welche unter anderem das Schreiben der Universitätsklinik
B._
vom 23. Februar 2021 (E. 3.11 vorstehend) sowie den Operationsbericht vom 30. April 2020 (
vgl.
E. 3.
9
) enthielten,
zur Stellungnahme zugestellt worden war
.
3.13
PD Dr.
H._
und
Assistenzarzt
Dr.
med. M._
führten in ihrer mit der Beschwerde eingereichten Stellungnahme vom 21. Oktober 2021 (Urk. 3) aus,
die Verletzungen des Beschwerdeführers seien auch mehr als drei Monate nach dem Ereignis direkt auf den Unfall zurückzuführen
gewesen
. Die Beschwerdegegnerin stütze
ihre Argumentation
relativ intensiv auf klinische Untersuchungstests. Das Thema Sensitivität und Spezifität werde jedoch nicht mit einem einzigen Wort thematisiert. Der Gutachter [Dr.
C._
] sei der Ansicht, dass lediglich anlässlich der Konsultation am 7. Dezember 2019 ein positiver
Jerk
-Test vermerkt worden sei. Dies sei eine Falschbehauptung. Im Eintrittsbericht vom 16. März 2020 sei ganz klar ein schmerzhafter
Jerk
-Test dokumentiert worden. Damit sei der
Jerk
-Test nicht nur ein einziges Mal als positiv bewertet worden. Darüber hinaus würden die Patienten nicht nur aufgrund von klinischen Untersuchungstests, wie
es suggeriert werde, operiert. Ein solches Vorgehen wäre keine seriöse Chirurgie. Im Übrigen habe der
Jerk
-Test eine limitierte Sensitivität, die in der Argumenta
tion leider unerwähnt geblieben sei. Des Weiteren könnte das Thema Sensitivität, Spezifität und Oberserverreliabilität von klinischen Untersuchungstests eine auf
schlussreiche Erklärung sein, warum von jeweils verschiedenen Ärzten zu unter
schiedlichen Untersuchungszeitpunkten unterschiedliche Testergebnisse festge
halten würden.
Intraoperativ habe sich ein lädiertes
posteroinferiores
Labrum gezeigt. Aus diesem Grunde sei jenes traumatisch geschädigte
posteriore
Labrum operativ adressiert worden.
Im Gutachten [von Dr.
C._
] werde des Weiteren bemängelt, dass in sämtlichen anamnestischen Angaben keine Hinweise über eine «Schmerzsymptomatik dorsal
inferior» am Schultergelenk zu finden seien. Sei der Gutachter wirklich der Ansicht, dass Patienten (Laien) den Schmerz einer Labrumläsion im Anamnese-Gespräch valide und reproduzierend auf die entsprechende anatomische Region («dorsal inferior») wiedergeben könn
t
en? Projiziere sich der Schmerz einer
poste
rioren
beziehungsweise
posteroinferioren
Labrumläsion klinisch immer «dorsal inferior»? Fakt sei, dass es sich um ein
en 38-jährigen Patienten handle
, der ein adäquates
Traumaereignis
gehabt habe, bestehend nicht nur aus einer Distorsion, sondern auch aus einer direkten Kontusion der rechten Schulter
,
und
dass
er
unmittelbar seit diesem Ereignis über neue, persistierende Schmerzen
geklagt habe
.
Ganz gleich, ob sie in der Anamnese mal als ventral oder
superior
oder lateral
lokalisiert gewesen seien,
habe der Beschwerdeführer circa
sechs Wochen vor dem
Eingriff in der Eintrittsuntersuchung weiterhin persistierende
Schulter
schmerzen sowie einen schmerzhaften
Jerk
-Test mit entsprechend
traumatischer Läsionen des
posterioren
Labrums
gehabt
, weshalb die
Schulterarthroskopie und die Adressierung des intraoperativ bestätigten
Befundes
medizinisch
völlig gerecht
fertigt
gewesen seien
.
Vor dem Unfal
l
ereignis
habe
der
Beschwerdeführer
nie Schulterbeschwerden
gehabt
, keine
bekannten Vorschäden der Schulter, keine Voroperationen
(S. 1 f.).
3.14
PD Dr.
D._
führte in seiner mit der Beschwerdeantwort eingereichten
versiche
rungsmedizinischen
orthopädisch-chirurgischen Beurteilung vom 6. Januar 2022 (
Urk. 9/113)
aus, auch nach eigener Betrachtung des
Kernspintomogramms
vom 8. Oktober 2019 seien Signalauffälligkeiten zu bestätigen. Allerdings zeigten sich
die
Veränderungen des
postero
-inferioren Labrums
verplumpt
, was in typischer Weise nicht als akute, also frische Zerreissung zu erklären sei. Mit der vorlie
genden Bildgebung gelangte
n
keine Befund
e
zur Darstellung und würden auch von den
befundenden
Radiologen nicht beschrieben, die als Folge einer am 25. September 2019 stattgehabten Gewalteinwirkung zu bewerten seien. Die von
den Schulterspezialisten 16 Tage nach Geschehen gezogene
n
Schlussfolgerungen
hätten
sich nicht nur nachvollziehbar auf das
Kernspintomogramm
, sondern ebenso auf die sorgfältig erhobenen und dokumentierten klinischen Untersu
chungsbefunde
gestützt
. Erst im weiteren Verlauf werde eine
posteriore
Labrum
läsion als führende Diagnose genannt. Wobei dies allerdings weder mit bis dato nicht bekannten Angaben zur Anamnese noch mit dem klinischen Unter
su
chungsbefund zu erklären sei, der anlässlich der Untersuchung vom 8. November 2019 als «unverändert»
dokumentiert werde
(
S. 4
f
.).
Weiter erklärte PD Dr.
D._
, im Mittelpunkt
der Diskussion stehe
insbesondere der
Jerk
-Test, der in der wissenschaftlichen Fachliteratur zur Beurteilung der dorsalen Labrum- und Kapsel-Strukturen angegeben werde. Erstmalig bei
der
Untersuchung vom 17. Dezember 2019, also fast drei Monate nach
dem
Gesche
hen, werde dieser als positiv und damit pathologisch beschrieben. Der von PD
Dr.
H._
am 21. Oktober 2021 vorgebrachte Hinweis auf einen Eintrittsbericht vom 16. März 2020, mit dem belegt sei, dass der
Jerk
-Test ein halbes Jahr nach dem Sturz positiv gewertet worden sei, sei im versicherungsmedizinischen Kon
text ohne Bedeutung, da dieser Test in der für die Kausalitätsbeurteilung rele
vanten Phase zeitnah zu dem angeschuldigten Geschehen eine unauffällige Ausprägung gezeigt habe
(S. 6).
Ferner hielt PD Dr.
D._
fest, wie ebenfalls bereits kreisärztlich angemerkt worden sei, sei überdies das von den Schulterspezialisten angenommene «
Abduk
tions
-/Aussenrotationstrauma» zwar der typische Mechanismus, der zu Verlet
zungen der vorderen Anteile des Labrum
s
glenoidale
führen könne, die aber beim Beschwerdeführer gerade nicht betroffen seien. Dagegen sei es in der Literatur unstrittig, dass für die im vorliegenden Fall zu diskutierenden
posteroinferioren
Labrumabrisse der forcierte Anprall des Armes beziehungsweise ein Sturz auf den
flektierten und
i
nnenrotierten Arm im Vordergrund stünden, also weder abge
spreizt (abduziert) noch aussenrotiert. Auch die dem Bericht über eine Untersuchung vom 26.
September
2019 zu entnehmende
Hergangsbeschreibung
bezeichne weder einen Sturz auf den Arm noch einen forcierten Anprall. Letzteres hätte, um tatsächlich zu strukturellen Zerreissungen in der Tiefe zu führen, Zeichen einer erheblichen Gewalt am Ort ihres Einwirkens auf den Körper zur Folge. Am Tag nach dem Geschehen hätten aber «Keine Schwellung. Keine Rötung. Kein Hämatom» (Bericht vom 26. September 2019) bestanden, und Dr.
Z._
habe keinen Anlass für weitergehende apparative Untersuchungen, wie zum Beispiel die Anfertigung konventioneller Röntgenaufnahmen, gesehen. Die Angabe von PD Dr.
H._
vom 21.
Oktober
2021 schliesslich,
wonach vor dem Unfallereignis nie Schulterbeschwerden bestanden hätten,
beschreibe eine
Koinzidenz von Unfallgeschehen und Beginn von beklagten Beschwerden und könne im Sinne
post
hoc, ergo
propter
hoc einen kausalen Zusammenhang rein temporal nicht in überzeugender Weise begründen (S. 6 f.).
PD Dr.
D._
schloss damit, dass versicherungsmedizinisch die Frage zu beant
worten sei, ob eine beim Beschwerdeführer bildgebend zur Darstellung gelan
gende und
arthroskopisch
beschriebene
postero
-inferiore Labrumläsion der rech
ten Schulter mit überwiegender Wahrscheinlichkeit mindestens teilkausal auf ein Geschehen vom 25. September 2019 zurückzuführen sei. Hierzu sei zusammen
fassend festzustellen, dass der Unfallhergang als ungeeignet für einen Abriss des Labrum
s
glenoidale
in der
postero
-inferioren Region anzusehen sei, die ärztlich erhobene Klinik zeitnah und bis drei Monate nach dem zur Diskussion stehenden Geschehen keinerlei Hinweis auf eine
postero
-inferiore Labrum-Pathologie liefere und dass mit dem
Kernspintomogramm
vom 8. Oktober 2019 keine Befunde zur
Darstellung gelangt
seien
, welche auf eine 13 Tage zuvor stattgehabte rele
vante Gewalteinwirkung schliessen lassen würden.
Durch das Ereignis vom 25. September 2019 sei es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu keiner struk
turellen Verletzung gekommen. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit hätten am 17. Februar 2020 keine Unfallfolgen mehr vorgelegen (S. 7).
4.
4.1
4.1.1
Vorliegend begründete
Kreisarzt Dr.
C._
unter Berücksichtigung der Aktenlage nachvollziehbar und schlüssig, dass aufgrund des vorhandenen bildgebenden Materials
, des Unfallherganges
und des Verlaufs
keine Folgen des
Unfalls
vom
25. September 2019
über den 17. Februar 2020
ausgewiesen sind
und die
darüber hinaus vorgelegenen respektive weiter
bestehenden Beschwerden der rechten Schulter aufgrund der
Labrumläsion, welch
letztere
unter anderem die Operation am 30. April 2020
erforderte
(E. 3.9),
unfallfremd
sind
(vorstehend
E. 3.8, E. 3.10, E. 3.12
).
4.1.2
So legte
Dr.
C._
nachvollziehbar dar, dass
die
Beschwerden aufgrund der
von den Fachärzten der Universitätsklinik
B._
(vgl. E. 3.4-5) gestellte
n
Diagnose eines Verdachts auf Zerrung des Plexus
brachial
i
s
rechts
, welche sich der Beschwerdeführer
wohl
anlässlich des Unfalles am 25. September 2019
zuge
zogen
ha
t
, aufgrund
der
in den Berichten der Universitätsklinik
B._
unauf
fälligen Motorik und Sensibilität bei der Konsultation am 29. Januar 2020
(vgl. E. 3.
6
)
spätestens zu diesem Zeitpunkt abgeklungen war
en
(E. 3.10 in
fine
)
. Dies korrespondiert
mit der berei
ts anlässlich der Konsultation vo
m
8.
November 2019
festgestellten Regression der entsprechenden Symptomatik
(E. 3.5)
.
Die Ver
dachtsdiagnose wird denn
auch
in den nachgehenden Unterlagen der Universi
tätsklinik
B._
nicht mehr aufgeführt (vgl. E. 3.11
,
E.
3.13
)
.
Was die
strittige
Frage nach der Unfallkausalität der
posterioren
Labrumläsion, welch
letzter
e mit dem MRI vom 3. Oktober 2019 (E. 3.3) bildgebend objektiviert und mit der Operation am 30. April 2020 (E. 3.9) operativ saniert wurde (Schul
terar
t
hroskopie,
posteriore
Labrumfixation),
anbelangt,
konnte
Dr.
C._
plau
sibel auf
zeigen
, dass
es sich dabei
–
entgegen der Ansicht der
behandelnden
Fach
ärzte der Universitätsklinik
B._
(
E.
3.
11
,
E.
3.
13
)
–
nicht um ein
e durch
den Unfall vom 25. September 2019
verursachte Verletzung
, sondern einen bereits vorbestehenden Zustand handelte.
Dr.
C._
erläuterte
überzeugend
, dass
der klinische Verlauf (zeitnah zum Unfall wiederholt negative
Jerk
-Tests), das bei den U
ntersuchungen vom Beschwerdeführer verspürte
Schmerzempfinden (keine Hinweise
auf eine
dorsal/inferiore Schmerzsymptomatik)
sowie der Umstand, dass
keine
Hinweise
auf
eine Traumatisierung des Schultergelenks (kein
Anhaltspunkt einer
dorsale
n
Subluxation, unauffälliges Knochenmarksignal im Bereich des
Glenoid
und des
Humeruskopfes
im MRI vom 8. Oktober 2019, keine Hinweise auf eine über das physiologische Ausmass hinausgehende Belastung des Kapsel-Band-Apparates)
vorlagen
,
und
der
Unfallmechani
smus
(
Abduktionsaussen
rota
tionstrauma
)
gegen eine traumatische Ursache der Labrumläsion sprechen
(vgl. E. 3.10)
.
4.1.3
Demgegenüber
stellten sich
die Fachärzte der Universitätsklinik
B._
zuletzt
auf den Standpunkt, dass die Labrumläsion und
die
darauf zurückgehenden Beschwerden der rechten Schulter auf den Unfall vom 25. September 2019 zurückgingen.
Diese Ansicht vermag jedoch nicht zu überzeugen beziehungs
weise die
stringente
Begründung von Dr.
C._
nicht
in Frage zu stellen
oder gar nur geringe Zweifel daran zu wecken
.
So
fällt auf, dass sich PD
Dr.
H._
und
Dr.
I._
in ihrem ersten Bericht vom 1
6.
Oktober 2019 für eine leichte Plexus-Zerrung als am ehesten denkbare Unfallfolge aussprachen und
–
bereits in Kenntnis der Ergebnisse der MRI-Unter
suchung vom
8.
Oktober 2019
–
nicht nur die
Rotatorenmanschette
als intakt, sondern auch die übrigen Strukturen –
so
auch die festgestellten kleinen Labrum
risse – als relativ unauffällig bezeichneten (E. 3.4). Mithin schlossen sie dannzu
mal angesichts der klinischen wie auch der bildgebenden Befunde
offen
sichtlich noch
auf keine symptomatische, durch den Unfall verursachte Labrum
läsion.
In den
späteren
Berichten vom 8. November und vom 17. Dezember 2019 sowie vom 29. Januar und 19. Februar 2020 (
E. 3.
4-7
)
finden sich
sodann
keine
Feststel
lungen zur respektive
Auseinandersetzungen mit der Ursache der
nun
mehr als
symptomführend
beurteilten
Labrumläsion.
Auch wurde diese zumindest diag
nostisch (noch) nicht dem Unfallereignis vom 2
5.
September 2019 zugeord
net.
Auch
dem
Schreiben der Universitätsklinik
B._
vom 23. Februar 2021 (E. 3.11)
lässt
sich für
die dort vertretene
Ansicht
, wonach der Ursprung der Beschwerden (Labrumläsion) auf eine traumatische Schulterdistorsion zurück
zuführen sei,
keinerlei Begründung
entnehmen, vielmehr wird dies einfach als feststehende Tatsache dargestellt.
Eine Begründung
für die behauptete Kausalität
findet sich
erstmals
im
Gesuch um Wiedererwägung
für die Kostenübernahme
vom
9.
April 2020, in welchem sich d
ie Fachärzte der Universitätsklinik
B._
ausdrücklich für eine klar aus
gewiesene traumatische Labrumläsion aussprachen, wobei sie diesen S
chluss einzig damit
erklärten
, dass die
(positive)
Wirkung der Infiltration auf eine intra
artikuläre Ursache der Beschwerden schliessen lasse und es sich um eine symp
tomatische Lab
rumläsion handle (
Urk.
9/61/1). I
nwiefern die als im Gelenk liegend (intraartikulär) beurteilte Ursache der Beschwerden respektive der Umstand, dass die Labrumläsion
unbestritten
symptomatisch wurde, auf die Unfallkausalität der Läsion schliessen
lassen
, lässt sich
aber
letztlich
weder diesem Schreiben noch
der Stellungnahme vom 21. Oktober 2021 (E. 3.13)
ent
nehmen.
In letztere
r
äusserten sich die Fachärzte der
Universitätsklinik
B._
in Kritik der ärztlichen
Beurteilung
von Dr.
C._
inhaltlich
zu der von ihnen vertretenen Auffassung einer
traumatischen Ursache der Labrumläsion.
Vorweg ist dazu zu bemerken, dass Dr.
C._
keineswegs die Durchführung
d
es
operativen Eingriff
s
am Labrum
an sich kritisierte
, wie dies die Fachärzte der Universitätsklinik
B._
irrtümlich anzunehmen sch
i
e
nen
(vgl. E.
3.13
)
.
V
ielmehr
legte Dr.
C._
nur dar, dass die Verletzung des Labrums nicht auf den Unfall vom 25. September 2019 zurückging (vgl. E. 3.8, E. 3.10, E. 3.12
und E. 4.1.2 vorstehend
).
Die Begrün
dung der Fachärzte der Universitätsklinik
B._
für eine unfallkausale Ursache der Labrumläsion erschöpft sich einerseits in der Kritik an
Dr.
C._
s
Interpretation
der
negativen
Jerk
-Tests und dessen Hinweis auf die nicht zu einem
diesbezüglichen
Trauma passende Schmerzempfindung des Beschwerdeführers
–
ohne
,
dass die Fachärzte der Universitätsklinik
B._
jedoch massgeblich
e
Gründe
angeführt hätten
, welche gegen die
Meinung
von Dr.
C._
sprechen würde
n
–
und fusst anderseits im Wesentlichen auf der Begründung, dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall keine Schulterbeschwerden gehabt habe (vgl. E. 3.13).
Eine eigentliche inhaltliche Auseinandersetzung mit der schlüssigen
Herleitung
von Dr.
C._
nahmen die Fachärzte der Universitätsklinik
B._
nicht vor.
Neben
dem klinischen Verlauf (
Jerk
-Test) und
der anamnestisch dokumentierten Schmerzsymptomatik
führte Dr.
C._
als Gründe, welche gegen eine trauma
tische Ursache sprachen, die fehlenden Hinweise einer Traumatisierung des Schul
tergelenks sowie
der
für eine
postero
-inferiore Labrumläsion ungeeignete Unfallmechani
smus
(Abduktionsaussenrotationstrauma) an. Dazu
äusser
t
en sich
die Fachärzte in ihrer Stellungnahme nicht.
Der Suva-Mediziner
PD Dr.
D._
bestätigte
sodann
in seiner orthopädisch-chirurgischen Beurteilung vom 6. Januar 2022 (E. 3.14) diese Momente als Hinweis auf eine nicht traumatisch
verursachte
Labrumläsion.
Sodann
wies er
zusätzlich
auf die im MRI vom 8. Oktober 2019
verplumpte
Veränderung des
posterio
-inferioren Labrums hin, was
nachvollziehbar
für eine ältere Verletzung spricht, und bekräftigte die von Dr.
C._
gezogene Schlussfolgerung, dass
der
Unfallmechani
smus
(Abduktions-/Aussenrotationstrauma) nicht als traumatische Ursache einer
postero
-inferioren Labrumläsion in Frage kommt sowie dass in den vorhandenen Berichten der Behandler keine Hinweise auf eine
für eine
traumatische Verletzung des
postero
-inferioren Labrums notwendige Gewalteinwirkung vorliegen, da zeitnah zum Unfall explizit beschrieben worden war, dass keine Schwellung, Rötungen und Hämatome festgestellt werden konnten (E. 3.14).
Hinsichtlich
de
s
Jerk
-Tests
–
als einer von verschiedenen Faktoren, welche Dr.
C._
auf eine nicht unfallbedingte Labrumläsion schliessen liessen
–
gilt anzumerken, dass
die durchgeführten Tests
in der entscheidenden Phase zeitnah zum Unfall
–
wie von PD Dr.
D._
zu Recht hervorgehoben (vgl. E. 3.14)
–
praktisch immer negativ war
en
. In
den ersten sechs Monaten
nach dem Unfall
fiel
dieser Test
lediglich einmal
–
und auch dies
erst
fast drei Monate
danach
–
am 17. Dezember 2019 (vgl. E.
3.6
)
positiv
aus
, jedoch viermal
–
am 11. Oktober 2019 (E. 3.4), am 8. November 2019 (E. 3.5), am 29. Januar 2020 (E. 3.6) und am 12. Februar 2020 (E. 3.7)
–
negativ. Dies spricht gerade in Zusammenschau mit den von Dr.
C._
weiter angeführten Gründen (Unfallmechani
smus
,
fehlende Hinweise auf notwendige Gewalteinwirkung
)
gegen eine Unfallkausalität
der
postero
-inferioren Labrum
läsion
und ebenso gegen eine durch das Unfallereignis unmittelbar ausgelöste V
erschlimmerung dieses
Vorzustande
s
.
Daran vermag die Argumentation der Fachärzte der Universitätsklinik
B._
über die limitierte Sensitivität des Tests nichts
zu
ändern.
Betreffend de
n
von Dr.
C._
als Indiz für eine unfallfremde Ursache aufgeführ
ten Schmerzempfindungen des Beschwerdeführers vermag die
von den
Fachärz
te
n
der
Universitätsklinik
B._
daran
geübte Kritik
nicht zu überzeugen.
Wenngleich sich ein gefühlter Schmerz nicht immer örtlich genau verorten lässt,
spricht doch der Umstand, dass der verspürte Schmerz nie mit de
r
für eine trau
matisch bedingte Verletzung notwendigen Lokalisierung übereinstimmt
e
und auch die untersuchenden Fachärzte die anamnestischen Angaben des Beschwer
deführers nicht dahingehend interpretierten
,
jedenfalls nicht für
eine solche.
Bezüglich des im Wesentlichen einzigen
Arguments, welches
von den Fachärzten der Universitätsklinik
B._
für eine traumatisch bedingte Labrumläsion vor
gebracht
wurde
,
nämlich
,
dass der Beschwerdeführer vor dem Unfall keine Schul
terbeschwerden gehabt habe
und die Labrumläsion nunmehr symptomatisch sei
, ist darauf zu verweisen, dass die
Argumentation nach der Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc», nach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung schon dann
als durch den Unfall verursacht gilt, weil sie nach diesem aufgetreten ist, beweis
rechtlich nicht zulässig
ist
und zum Nachweis der Unfallkausalität nicht
zu genügen
vermag
(BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8C_332/
2013 vom 2
5.
Juli 2013 E. 5.1).
Damit aber bietet die abweichende Kausalitäts
beurteilung der behandelnden Fachärzte keinen Anlass
, die
durch
PD
Dr.
D._
bestätigte kreisärztliche Beurteilung von
Dr.
C._
, welche beide
als K
reisä
rzt
e der Suva
über besonders ausgeprägte
traumato
logische
Kenntnisse und Erfah
rungen
verfügen
(SVR 2009 UV Nr. 9 E. 7.5.4),
in Frage zu stellen
. Dabei
gilt es
angesichts der erstmaligen diagnostischen Zuordnung der Labrumläsion zum Unfallereignis mit dem Wiedererwägungsgesuch vom
9.
April 2020 kurz vor dem operativen Eingriff
vom 3
0.
April 2020
(
Urk.
9/61)
auch
die Erfahrungstat
sache
zu berücksichtigen
, dass behandelnde Arztpersonen mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V
465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
4.1.4
Nach dem Gesagten bestehen keine Zweifel an der Zuver
lässigkeit und Schlüs
sig
keit der auf einem lückenlosen Befund mit f
eststehendem medizinischem
Sach
verhalt (vgl. Urk.
9
/
68
S. 1-
3
) beruhenden
Beurteilung von Dr.
C._
(
E. 3.8, E. 3.10, E. 3.12
).
Der medizinische Sachverhalt ist erstellt und die vom Beschwer
deführer eventualiter verlangte ergänzende Begutachtung (E. 2.2) erübrigt sich. Weitere
entscheidwesentliche
Erkenntnisse sind davon nicht zu erwarten (antizi
pierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157 E. 1d).
Gestützt auf die beweiskräftige Beurteilung des Kreisarztes
Dr.
C._
ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass nach dem 17. Februar 2020 keine auf den Unfall vom 25. September 2019
zurückgehenden Be
schwerden der rechten Schulter (mehr) vorlagen.
4.2
Was das Vorbringen
des
Beschwerdeführer
s
, wegen
der
Labrum
läsion
bestehe eine Leistungspflicht gestützt auf Art. 6 Abs. 2 UVG (E. 2.2), angeht, ist zu bemerken, dass vorliegend nicht zu prüfen ist, ob eine Listenverletzung im Sinne von Art. 6 Abs. 2 UVG vorliegt. Wie das Bundesgericht festhielt, entfällt eine Deckungsprüfung unter dem Titel der
Listendiagnose, wenn der Unfall
versicherer das versicherte Ereignis als Unfall
im Sinne von Art. 4 des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) anerkennt, die diag
nostizierten Verletzungen jedoch a
ls nicht durch den Unfall verur
sacht beurteilt (vgl. E. 4.1 vorstehend) und kein Hinweis auf ein nach dem Unfall eingetretenes initiales Ereignis – weder wird ein solches
vom
Beschwerdeführer behauptet (Urk. 1), noch lassen die Akten darauf schliessen
–
vorliegt (BGE 146 V 51 E. 9). Weiterung
en
dazu erübrigen sich daher.
Hinzu
kommt, dass die
im Vordergrund stehende Labrum
läsion an der rechten Schulter gar nicht unter
die im
K
atalog von Art. 6 Abs.
2 UVG
aufgelisteten
Ver
letzungen
fällt und eine Deckung aus dem UVG als unfallähnliche Körperschä
digung von vornherein ausser Betracht fällt (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_835/2013
vom 28. Januar 2014
E. 4).
4.3
Der angefoch
tene
Einspracheentscheid
vom 3
0
.
September
202
1
erweist sich damit als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.