# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d4bb25a7-c4c6-4d93-a60c-5d92612e970f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ wurde am _1984 in O.1_ geboren, wo er zusammen mit drei Brüdern in eher schwierigen Verhältnissen bei der Mutter aufwuchs. Seine Eltern liessen sich ein Jahr nach seiner Geburt scheiden. In O.1_ besuchte er 6 Jahre die Primar- und 3 Jahre die Realschule. Im Jahr 2000 begann er eine Lehre als Koch im Restaurant A._ in O.1_. Die Abschlussprüfung bestand er zweimal nicht. Danach arbeitete er noch einige Monate im Restaurant A._ weiter. Von September 2004 bis Ende März 2005 war er arbeitslos und erhielt ungefähr Fr. 3'000.-- pro Monat von der Arbeitslosenkasse. Danach trat er in das Einsatzprogramm B._ des KIGA Graubünden ein. Von Juni 2005 bis April 2006 arbeitete er als Koch im Restaurant C._ in O.1_ und verdiente netto Fr. 3'250.-- pro Monat. Nach einem Temporärjob bei der D._ begann er im September 2006 im Restaurant E._ in O.1_ zu arbeiten, wo er das dritte Lehrjahr absolvierte. Dabei erhielt er einen Monatslohn von brutto Fr. 800.--. Im Jahr 2007 erwarb er das Diplom als Koch. Bis Februar/März 2008 arbeitete er als Koch im Restaurant E._ weiter. In den Monaten Februar, März und Mai 2008 befand er sich in Untersuchungshaft in O.2_. Anfangs Juni bis Mitte September 2008 wohnte er bei seiner Mutter in O.1_. In dieser Zeit ging er keiner Arbeit nach und bezog weder Arbeitslosentaggelder noch Unterstützungsbeiträge vom Sozialamt. Ab dem 18. September 2008 befand er sich bis zu seiner bedingten Entlassung am 19. August 2011 in der Strafanstalt G._ in O.3_ im Strafvollzug. Nach seiner Haftentlassung arbeitete X._ ungefähr einen Monat als Koch im F._ in O.1_. Danach war er temporär als Hilfsbauarbeiter, Kanalreiniger, Fenstermonteur und erneut in der Küche tätig. Seine letzte Arbeit verlor er am 30. Oktober 2012. X._ hat kein Vermögen. Beim Betreibungsamt des Kreises O.1_ weist er 41 Betreibungen über insgesamt Fr. 50'423.35 und 23 offene Verlustscheine über Fr. 38'209.80 auf. Er ist ledig und hat keine Unterstützungspflichten.
B. Im SVG-Massnahmenregister ist X._ zweifach registriert. Am 11. November 2004 wurde er wegen Belästigung von Strassenbenützern und Anwohnern verwarnt. Mit Verfügung vom 12. Januar 2005 entzog das Strassenverkehrsamt Graubünden X._ sodann den Führerausweis wegen Betäubungsmittelkonsums auf unbestimmte Zeit.
C. Im Schweizerischen Strafregister ist X._ seit dem Jahr 2005 mit sieben Einträgen verzeichnet. Es handelt sich dabei um folgende Straftaten:
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 Strafmandat des Kreispräsidenten Chur vom 19. Januar 2005: mehrfache Widerhandlung gegen das Waffengesetz;
 Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden vom 12. Dezember 2006: Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 aBetmG, mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a BetmG, mehrfacher Diebstahl, Hehlerei, Fahren trotz Entzugs des Führerausweises, Übertretung des Waffengesetzes etc.
 Strafmandat des Kreispräsidenten Chur vom 17. Juli 2007: Fahren in fahrunfähigem Zustand, Fahren trotz Entzugs des Führerausweises, mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a BetmG;
 Strafmandat des Kreispräsidenten Chur vom 20. März 2008: mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 aBetmG und mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a BetmG;
 Urteil des Kreisgerichts Werdenberg-Sarganserland vom 11. September 2008: Hehlerei, mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 aBetmG, mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a BetmG, mehrfaches Fahren trotz Entzugs des Führerscheins;
 Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden vom 9. September 2010: Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 2 aBetmG, mehrfache Widerhandlung gegen Art. 19a aBetmG, Fahren trotz Entzugs des Führerausweises;
 Strafmandat der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 14. Dezember 2011: Hehlerei, Widerhandlung gegen Art. 19a BetmG.
D. Am 25. Dezember 2012 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden eine Strafuntersuchung gegen X._ wegen Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz etc. Mit Parteimitteilung vom 4. Juli 2013 gab die Staatsanwaltschaft den Abschluss der Untersuchung bekannt und kündigte an, Anklage zu erheben.
E. Der Anklageschrift vom 18. Juli 2013 liegt folgender Sachverhalt zu Grunde:
„1.1 Verbrechen gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG
In der Zeit zwischen März 2012 und dem 24. Dezember 2012 kaufte der Beschuldigte von verschiedenen Personen mindestens 480 Gramm Heroin. Davon kaufte
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der Beschuldigte zwischen März 2012 und Ende Mai 2012 an verschiedenen Orten in O.1_ von H._ für CHF 4'800.00 mindestens 80 Gramm Heroin, welches er weiterveräusserte. Danach kaufte der Beschuldigte bis zum 24. Dezember 2012 in O.4_ unter mehreren Malen mindestens 400 Gramm Heroin (mindestens 8-mal 50 Gramm Heroin) von Drogendealern aus O.5_ für den Gesamtpreis von ca. 13'400.00 (7-mal CHF 1'700.00 und einmal CHF 1'500.00). Ca. 188.9 Gramm dieses Heroins verkaufte er an Drogenkonsumenten im Raum O.1_, gab es ihnen unentgeltlich ab oder tauschte es gegen Methadon oder Zigaretten. Am 24. Dezember 2012 konnte die Polizei beim Beschuldigten 57.6 Gramm Heroin und 3.9 Gramm Kokain sicherstellen. Ca. 20 Gramm des Heroins waren für den Verkauf bestimmt. Vom in O.1_ von unbekannten Drogendealern gekauften Kokain verkaufte der Beschuldigte ca. 23.4 Gramm. Ferner veräusserte er ca. 300 mg Methadon. Für die Portionierung benutzte der Beschuldigte die sichergestellte Feinwaage.
Die Analyse des sichergestellten Heroins ergab einen Reinheitsgehalt von 7% (act. 2.1.3). Geht man mit Bezug auf die Menge von 288.9 Gramm Heroin (80 Gramm, 188.9 Gramm sowie 20 Gramm) vom analysierten Reinheitsgehalt aus, hat der Beschuldigte ca. 20.2 Gramm reines Heroin in Umlauf gesetzt bzw. zu veräussern beabsichtigt. Die Analyse des sichergestellten Kokains ergab einen Reinheitsgehalt von 28% (act. 2.1.4). Geht man mit Bezug auf die Menge von 23.4 Gramm Kokain vom analysierten Reinheitsgehalt aus, hat der Beschuldigte ca. 6.5 Gramm reines Kokain in Umlauf gebracht. Der Beschuldigte wusste oder musste zumindest annehmen, dass der von ihm getätigte Handel bzw. die Abgabe von Heroin und Kokain mittelbar oder unmittelbar die Gesundheit vieler Menschen in Gefahr bringen kann.
Mit dem Heroinverkauf erzielte der Beschuldigte einen Nettoverdienst von mindestens CHF 10'347.60. Für die Abwicklung der Drogengeschäfte verwendete der Beschuldigte die Geräte: Apple iPhone 4S, IMEI Nr. _, _; Apple iPhone 4S, IMEI Nr. _, ohne SIM-Karte; Mobiltelefon Samsung GT-E2550, M-Budget, IMEI Nr. _, _; Mobiltelefon Nokia grau.
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Im Einzelnen hat der Beschuldigte folgende Geschäfte mit Heroin, Kokain und Methadon getätigt:
A. Heroin
a) Im Frühling 2012 verkaufte der Beschuldigte I._ in O.1_ 5 g Heroin für den Preis von CHF 300.00.
b) In der Zeit zwischen Juni 2012 und November 2012 verkaufte der Beschuldigte H._ in O.1_ auf der Gasse, zwischen der _kirche und dem Restaurant J._, in mehreren Malen mindestens 80 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 4'800.00.
c) Im Sommer übergab K._ dem Beschuldigten eine zuvor im L._ in O.5_ entwendete Videokamera sowie ca. 40 Stangen Zigaretten der Marken M._ und N._. Als Gegenleistung erhielt K._ vom Beschuldigten in den darauffolgenden Tagen unter anderem mindesten 15 Gramm Heroin.
d) Ab September 2012 bis zum 20./21. Dezember 2012 verkaufte der Beschuldigte O._ zu Beginn in der Altstadt in der Nähe des P._ und später in der Nähe des Q._ in O.1_ in mehreren Malen 28 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 2'800.00.
e) In der Zeit zwischen September 2012 und November 2012 verkaufte der Beschuldigte R._ in O.1_ in mehreren Malen 18 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 3'600.00.
f) In der Zeit zwischen September 2012 und November 2012 verkaufte der Beschuldigte in der Wohnung von S._ am _weg in O.1_ T._ in mehreren Malen 9.5 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 1'920.00.
g) Im Herbst 2012 verkaufte der Beschuldigte U._ vor der Wohnungstüre am _weg in O.1_ in mehreren Malen 0.6 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 80.00.
h) Ab Oktober 2012 bis Mitte Dezember 2012 verkaufte der Beschuldigte V._ in der Umgebung des
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Q._ in O.1_ in mehreren Malen 18 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 1'800.00 und - anstelle von Geld - 1.2 g Methadon.
i) Im November 2012 übergab der Beschuldigte W._ im Y._ in O.1_ 0.2 g Heroin als Teilzahlung an eine Waffe.
j) In der Zeit zwischen November und Dezember 2012 verkaufte der Beschuldigte Z._ im Bereich des Q._ in O.1_ in mehreren Malen 1 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 200.00.
k) In der Zeit zwischen dem November und dem Dezember 2012 verkaufte der Beschuldigte AA._ im Bereich des AB._ in O.1_ in mehreren Malen 0.6 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 120.00.
l) Ende November/Anfangs Dezember 2012 stellte der Beschuldigte AC._ in O.1_ gratis Heroin zur Verfügung, um ihn als Kunden zu gewinnen. Er machte ihm zudem den Vorschlag, bei ihm 5 g Heroin für CHF 350.00 zu kaufen. Der Kauf kam nicht zustande.
m) Im Dezember 2012 verkaufte der Beschuldigte AD._ bei der _strasse und beim _weg in O.1_ in zwei Malen 10 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 600.00.
n) Im Dezember 2012 verkaufte der Beschuldigte in O.1_ durch Vermittlung von AD._ an AE._ 0.6 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 100.00.
o) Zwei Portugiesen verkaufte der Beschuldigte beim _ in O.1_ in mehreren Malen 2.4 g Heroin für den Preis von insgesamt CHF 400.00.
B. Kokain
p) Im Sommer übergab K._ dem Beschuldigten eine zuvor im L._ in O.5_ entwendete Videokamera sowie ca. 40 Stangen Zigaretten der Marken M._ und N._. Als Gegenleistung erhielt K._ vom Beschuldigten in den darauffolgenden Tagen unter anderem mindestens 5 Gramm Kokain.
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q) In der Zeit zwischen September 2012 und November 2012 gab der Beschuldigte R._ zunächst in mehreren Malen gratis 4 g Kokain und danach gegen Bezahlung 2 g Kokain für den Preis von insgesamt CHF 400.00 ab.
r) Im Herbst 2012 verkaufte der Beschuldigte U._ vor der Wohnungstüre am _weg in O.1_ in mehreren Malen 4 g Kokain für den Preis von insgesamt CHF 320.00.
s) Im Herbst 2012 verkaufte der Beschuldigte AF._ im Bereich des Q._ in O.1_ in mehreren Malen 2 g Kokain für einen unbekannt hohen Preis.
t) In der Zeit zwischen September 2012 und November 2012 verkaufte der Beschuldigte in der Wohnung von S._ am _weg in O.1_ T._ in zwei Malen 0.4 g Kokain für den Preis von insgesamt CHF 100.00.
u) Ab Ende Oktober 2012 bis Mitte Dezember 2012 übergab der Beschuldigte AG._ in O.1_ in mehreren Malen 6 g Kokain als Gegenleistung für das Ausführen von Hunden (5g) und die Hilfe beim Umzug (1 g).
C. Methadon
v) Im Dezember 2012 verkaufte der Beschuldigte O._ in O.1_ in mehreren Malen 300 mg Methadon für den Preis von insgesamt CHF 60.00.
1.2 Mehrfache Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG
a) Zwischen dem 30. November 2012 und dem 24. Dezember 2012 konsumierte der Beschuldigte eine unbekannte Menge Heroin und Kokain, die er in O.4_ von Drogendealern aus O.5_ bzw. von solchen aus O.1_ in O.1_ erwarb.
b) Im Dezember 2012 konsumierte der Beschuldigte 100 mg Methadon.
c) Am 24. Dezember 2012 war er im Besitz von 57.6 g Heroin und 3.9 g Kokain, die teilweise für den Eigenkonsum bestimmt waren.
d) Zudem war der Beschuldigte anlässlich zweier
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Hausdurchsuchungen am 31. Oktober 2012 im Besitz von 80 Methadon-Tabletten à 5 mg, 3  à 10 mg, 5 Methadon-Tabletten à 20 mg und 2 Methadon-Tabletten à 40 mg sowie am 25. Dezember 2012 von 79 Methadon-Tabletten à 5 mg und 0.4 g Marihuana zum Eigenkonsum.
1.3 Hehlerei gemäss Art. 160 Ziff. 1 Abs. 1 StGB
Am 13. August 2012 entwendete K._ um 07.10 Uhr im L._ in O.5_ zahlreiche Stangen Zigaretten sowie eine Videokamera AK._. Zweimal 2 Schachteln mit insgesamt ca. 40 der entwendeten Stangen Zigaretten der Marken M._ und N._ im Gesamtwert von ca. CHF 2'800.00 sowie die Videokamera im Wert von ca. CHF 799.00 überliess er am gleichen Tag oder am Tag danach in O.1_ am _weg dem Beschuldigten. Als Abgeltung erhielt K._ in der Folge vom Beschuldigten Heroin und Kokain (vgl. oben Ziff. 1.1.c und 1.1.p). Die Zigaretten konsumierte der Beschuldigte zumindest teilweise selber. Er wusste oder musste zumindest annehmen, dass sein Cousin K._ die Zigaretten und die Videokamera zuvor entwendet hatte.
1.4 Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB
[...]
1.5 Mehrfaches Führen eines Motorfahrzeuges trotz Ausweisentzug gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG
[...]
1.6 Fälschen von Ausweisen gemäss Art. 252 StGB
[...]
1.7 Raufhandel gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB
Am Abend des 9. November 2012 hielt sich H._ in der Wohnung von U._ im 2. Stock der Liegenschaft am _weg in O.1_ auf. Nebst ihm und U._ befanden sich dort auch K._ und AH._. Um ca. 21.30 Uhr läutete der Beschuldigte, in Begleitung von AI._, an der Wohnungstür und verlangte von H._ den Betrag von CHF 100.00. Dieser lehnte dies ab und ging nach einer kurzen Diskussion zurück in die Wohnung von U._, worauf AI._ ihm folgen wollte. U._ verhinderte dies und verpasste AI._ einen Kopfstoss. In der Folge entwickelte sich eine Streiterei, welche in eine körperliche Auseinandersetzung zwischen dem Beschuldigten und AI._ auf der einen Seite und
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U._ und H._ auf der anderen Seite mündete. Der Beschuldigte wurde von H._ weggeschubst; die beiden schlugen sich gegenseitig. U._ und AI._ schlugen sich gegenseitig im Treppenhaus. H._ begab sich in der Folge für kurze Zeit in die Wohnung von U._, kam dann aber wieder ins Treppenhaus, wo er U._ vom Beschuldigten und AI._ wegzog und in die Wohnung begleitete. Nach kurzer Zeit läutete es wieder an der Wohnungstüre von U._. AH._ öffnete die Tür, worauf sich erneut eine Schlägerei entwickelte, an welcher sich wieder der Beschuldigte, AI._, U._ und H._ beteiligten. Anlässlich dieser körperlichen Auseinandersetzung bewegte AI._ ein kleines  gegen die Beine von U._. H._ intervenierte und wehrte diesen Angriff mit der Hand ab. Beim Erblicken der Polizei flüchtete der Beschuldigte; die Schlägerei endete. Anlässlich der körperlichen Auseinandersetzung erlitt AI._ eine Schürfung an der linken Schulter sowie Verletzungen an der Nase und am linken Ohr. U._ erlitt Schürfungen an beiden Handrücken.
1.8 Mehrfache Vergehen gegen das Waffengesetz gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. a WG
Anlässlich einer Hausdurchsuchung am _weg in O.1_ stellte die Kantonspolizei am 30. Oktober 2012 1 Schlagring und 1 Teleskopschlagrute (Gesamtlänge: 57 cm) sicher, die sich im Besitz des Beschuldigten befanden.
Anfangs 2013 übergab die damalige Freundin des Beschuldigten, S._, der Polizei einen Karabiner (ohne Verschluss und ohne Magazin), den der Beschuldigte im November 2012 auf dem "AJ._" in O.1_ formlos für CHF 20.00 erworben hatte.
Anlässlich einer weiteren Hausdurchsuchung am _weg in O.1_ stellte die Kantonspolizei Graubünden am 25. Dezember 2012 eine Luftdruckpistole, Marke Walther, Mod. CP99, Kal. 4.5 mm, Nr. _, sicher, die sich im Besitz des Beschuldigten befand.
Weder für die Waffen (Schlagring und -stock [recte: -rute] sowie Luftdruckpistole) noch für den Waffenbestandteil (Karabiner) besass der Beschuldigte Waffenerwerbsscheine."
F. An der Hauptverhandlung vom 22. August 2013 vor dem Bezirksgericht Plessur stellte die Staatsanwaltschaft folgende Anträge:
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"1. X._ sei
- des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG,
- der mehrfachen Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG,
- des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB, - der Hehlerei gemäss Art. 160 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, - der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, - der Fälschung von Ausweisen gemäss Art. 252 StGB - des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeuges trotz Ausweisentzug
gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG, sowie - der mehrfachen Vergehen gegen das Waffengesetz gemäss Art. 33 Abs.
1 lit. a WG
schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er zu verurteilen
- zu einer Freiheitsstrafe von 3 Jahren, 6 Monaten und 20 Tagen, unter Anrechnung der Polizei-, Untersuchungs- und Sicherheitshaft von 242 Tagen,
- zu einer Busse von CHF 300.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 3 Tagen.
3. Die beschlagnahmten
- Gegenstände: Mobiltelefon Marke Samsung, Code Nr. _; Mobiltelefon Samsung GT-E2550, M-Budget; Apple iPhone 4S, IMEI Nr. _; Apple iPhone 4S, IMEI Nr. _; Mobiltelefon Nokia; Videokamera AK._; Samurai-Kurzschwert; Klappmesser ARMY specifics,
- Waffen: Schlagrute schwarz, Schlagring Gold, Karabiner 31, Nr. _ [ohne Verschluss, ohne Magazin], CO2-Pistole, 4.5 mm Walther CP 99, Nr. _ [mit ca. 500 Luftgewehrkugeln 4.5 mm und ca. 100 Treibpatronen Cal. 22]), und
- Betäubungsmittel sowie -utensilien: Heroin: 57.6 Gramm; Kokain: 3.9 Gramm; Marihuana: 0.4 Gramm; Methadontabletten: 159 à 5 mg, 3 à 10 mg, 5 à 20 mg, 2 à 40 mg; Minigrip mit 0.4 Gramm Marihuana; Pfeife; Feuerzeuge; ca. 100 neue, kleine Minigrip; Feinwaage grau,
seien gerichtlich einzuziehen.
4. Gestützt auf Art. 71 Abs. 1 StGB sei der Beschuldigte zu einer Ersatzforderung von CHF 4'700.00 zu verurteilen.
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5. Kostenfolge sei die gesetzliche."
X._ beantragte was folgt:
"1. Der Angeklagte sei wegen der Widerhandlung gegen Art. 19 Ziff. 1 [recte: Abs. 1] und Art. 19a Ziff. 1 BetmG, des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeuges trotz Führerausweisentzuges gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG, der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB schuldig zu sprechen und dafür mit einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten sowie zu [recte: mit] einer Busse von Fr. 300.-- zu bestrafen.
Die erstandene Polizeihaft, U-Haft und Sicherheitshaft sei [recte: seien] an die Freiheitsstrafe anzurechnen.
2. Von der Ausfällung einer Gesamtstrafe bzw. vom Widerruf der Reststrafe des Urteils des Bezirksgerichtes Plessur vom 18.3.2010 sei abzusehen und die Probezeit sei gemäss richterlichem Ermessen auf das Maximum zu verlängern.
3. Von der Festsetzung einer Ersatzforderung sei abzusehen.
4. Die beschlagnahmte Videokamera AK._ sowie das Mobiltelefon Nokia grau sei [recte: seien] dem Angeklagten herauszugeben.
5. Aufgrund der Teilfreisprüche sei ein Teil der Untersuchungs- und Gerichtskosten sowie der Kosten der amtlichen Verteidigung dem Kanton aufzuerlegen."
G. X._ befand sich sei dem 24. Dezember 2012 in Polizei-/ Untersuchungs- beziehungsweise Sicherheitshaft. Am 11. September 2013 trat er den vorzeitigen Strafvollzug an.
H. Gegen das am 22. August 2013 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete und am 23. August 2013 ohne schriftliche Begründung mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Plessur meldete X._ bereits am 22. August 2013 Berufung an. Daraufhin teilte das Bezirksgericht Plessur den Parteien am 13. November 2013 das begründete Urteil mit. Darin erkannte es wie folgt:
"1. X._ ist schuldig:
- des Verbrechens gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19 Abs. 2 lit. a BetmG;
- der mehrfachen Übertretung gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Art. 19a Ziff. 1 BetmG;
- der Hehlerei gemäss Art. 160 Ziff. 1 Abs. 1 StGB; - der Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB; - des Fälschens von Ausweisen gemäss Art. 252 StGB;
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- des mehrfachen Führens eines Motorfahrzeuges trotz Ausweisentzugs gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG;
- des Raufhandels gemäss Art. 133 Abs. 1 StGB; und - der mehrfachen Widerhandlung gegen das Waffengesetz gemäss Art. 33
Abs. 1 lit. a WG und Art. 34 Abs. 1 lit. d und i WG.
2. Die vom Amt für Justizvollzug Graubünden mit Verfügung vom 12. Juli 2011 - unter Ansetzung einer Probezeit bis 17. März 2013 - ausgesprochene bedingte Entlassung von X._ aus dem Strafvollzug wird widerrufen. Die von X._ zu verbüssende Reststrafe von 1 Jahr 6 Monaten und 20 Tagen wird für vollziehbar erklärt und in die mit dem vorliegenden Urteil auszufällende Strafe miteinbezogen.
3.a) X._ wird bestraft mit einer Gesamtstrafe von 3 Jahren und 6 Monaten Freiheitsstrafe und einer Busse von CHF 300.00.
b) An die Freiheitsstrafe ist die erstandene Untersuchungs- und Sicherheitshaft anzurechnen, welche bis und mit 22. August 2013 242 Tage betrug.
c) Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 3 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.
4. Von der Erhebung einer Ersatzforderung wird abgesehen.
5. X._ wurde aus der Sicherheitshaft entlassen und unmittelbar danach in den vorzeitigen Strafvollzug versetzt, wo er sich seit dem 11. September 2013 befindet.
6. Die folgenden beschlagnahmten Gegenstände werden gestützt auf Art. 69 StGB gerichtlich eingezogen und sind zu vernichten:
[...]
- 1 Videokamera AK._
[...]
- 1 Mobiltelefon der Marke Nokia, grau.
7.a) Die Kosten des Verfahrens von CHF 23'170.75 (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 19'170.75, Gerichtsgebühren CHF 4'000.00) gehen zu Lasten von X._.
b) Die Haftkosten sowie die Kosten des Strafvollzugs gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. X._ hat sich daran nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.
c) X._ schuldet dem Bezirksgericht Plessur folglich:
Busse CHF 300.00
Verfahrenskosten CHF 23'170.75
Total CHF 23'470.75
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In Rechtskraft erwachsene Bussen und Verfahrenskosten sind dem Bezirksgericht Plessur innert 30 Tagen nach Zustellung des begründeten Urteils zu bezahlen.
8.a) Die amtliche Verteidigung wird für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 11'069.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung geht zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht von X._ gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.
b) [Rechtsmittel gegen Entschädigungsentscheid]

## Considerations