# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 53c73a4b-d207-5e0c-aff7-e8b19dda9f23
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1971, stammt aus
Y._
, wuchs in
Z._
auf und
besitzt
auch
die Staatsbürgerschaft
von Z._
.
Während einiger Jahre
übte
er
verschiedene
Tätigkeiten
in der Schweiz
aus
.
Mitte 2008 kehrte er von einem
halbjährigen Aufenthalt in
Y._
in die Schweiz zurück
und begann am
7. August 2008 als Gebäudereiniger bei der Temporärfirma
A._ AG
zu arbeiten
(vgl.
Kreisarztbericht vom
9.
Dezember 2008, Urk. 14/13
, S. 1 unten
).
Dadurch war
er
bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen Unfälle versichert
.
A
m
21.
August 2008
zog er sich
bei der Arbeit
eine Distorsion des
linken
oberen Sprunggelenks (OSG)
zu
. Die Verletzung wurde konservativ behandelt. Während einer Woche (vom 8.
1
2.
September 2008) war er wieder arbeitsfähig, dann schrieb ihn der Hausarzt wegen erneuter Beschwerden bis auf weiteres arbeitsunfähig
(Urk.
14/8 und Urk. 14/13).
Per 31
.
Oktober 2008 wurde die Anstellung
bei der
A._ AG
gekün
digt (Urk. 14/6). Die SUVA
s
chloss
den Fall formlos ab, nachdem der Ver
sicherte
an
der
K
linik
B._
letztmals am
2.
Februar 2009 behandelt wor
den
und zu
r
nächsten Konsultation nicht mehr erschienen
war (Urk. 14/
19-
20).
1.2
Zwei Jahre später meldete sich
X._
wieder beim Hausarzt und klagte über weiterhin bestehende Beschwerde
n im linken Fussgelenk
(Urk. 14/23)
.
Die weitere Behandlung erfolgte durch die
K
linik B
._
(ers
ter Bericht vom 2
9.
März 2011, Urk. 14/39)
.
Die SUVA
betrachtete
die Sache als Rückfall
und
richtete wiederum
Leistungen aus
(vgl. dazu Einspracheentscheid vom
3.
Oktober 2011 betreffend Taggeld, Urk. 14/84 S. 6)
.
Gestützt auf die Abschlussu
ntersuchung durch Kreisarzt
Prof.
Dr.
med
C._
, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, vom 23. September 2011 (Urk. 14/81 mit Nachtrag vom
3.
Januar 2012, Urk. 14/119
S. 7
), teilte die SUVA dem Versi
cherten mit Verfügung vom 1
8.
Januar 2012 mit, es bestehe weder ein Anspruch auf eine Invalidenrente noch auf eine Integritätsentschädigung (Urk.
14/119
S. 1
).
Daran hielt sie mit Einspracheentscheid
vom 27. Juli 2012
fest (Urk. 2).
2.
Hiergegen liess
X._
mit Eingabe vom 1
3.
September 2012 (Urk. 1) Beschwerde erheben
mit dem Rechtsbegehren
, es sei ihm eine Rente sowie
die notwendig
e
Heilbehandlung
nach Festsetzung der Rente und eine Integritätsentschädigung von Fr. 18'900.--
zuzusprechen, wobei vor Erlass einer Entschei
dung ein verwaltungsexternes Gutachten zu erstellen sei. Weiter sei ihm die unentgeltliche Rechtvertretung zu bewilligen.
Mit Beschwerdeantwort vom 3
1.
Oktober 2012 ersuchte die Beschwerdegegnerin um Abweisung der Beschwerde (Urk. 12) und legte die DAP-Unterlagen auf
(Urk. 13). Mit Verfügung vom
5.
Februar 2013 bestellte das Gericht Rechtsan
walt Holger Hügel zum unentgeltlichen Rechtsbeistand und ordnete einen zweiten Schriftenwechsel an (Urk.
15
). Mit Replik vom 2
7.
Mai 2013 hielt der Beschwerdeführer an
seinen
Anträgen fest.
Ebenso die
Beschwerdegegnerin
mit
Duplik
vom 2
7.
Juni 2013
(Urk.
23; dem Beschwerdeführer zugestellt am 1. Juli 2013, Urk. 24
).
Am
2
7.
November 2013 teilte Rechtsanwalt Hügel mit, wegen Austritts aus der Kanzlei vertrete er den Beschwerdeführer nicht mehr (Urk. 28, vgl. auch Urk. 25 betr. Mandatswechsel).
3
.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6
Abs. 1
des Bundesgesetzes über die
Unfallversicherung (UVG) werden
die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfälle
n und Berufskrankheiten gewährt, soweit
zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein natürlicher und ein adäquater Kausalzusammenhang besteht
(BGE 129 V 177 E. 3)
.
1.2
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Tag
geld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (
Art.
8 des Allgemeinen Teils des Sozialversicherungsrechts [ATSG]), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1 UVG). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
Als invalid gilt, wer voraussichtlich bleibend oder für längere Zeit in seiner Erwerbsfähigkeit beeinträchtigt ist (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.3
Mit der Festsetzung einer Invalidenrente oder, falls kein Rentenanspruch besteht, bei der Beendigung der ärztlichen Behandlung ist eine angemessene Integritätsentschädigung festzulegen, sofern die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität erlitten hat (
Art.
24 UVG).
2.
2.1
Die Ärzte der
K
linik B
._
diagnostizierten im Bericht vom 2
9.
März 2011
einen posttraumatischen Sinus
tarsi-Schmerz mit subjektiver anterolateraler Instabilität
des oberen Sprunggelenks (OSG)
links
bei Status nach Distorsionstrauma
vom August 200
8.
Die röntgenologischen Untersuchungen hätten zudem eine narbige Verdickung des Ligamentum fibulotalare anterius gezeigt, welche
sich
durchaus auf
ein Distorsionstrauma zurückführen lasse.
Für die angegebenen Schmerzen bestehe kein morphologisches Korrelat
(Urk.
14/39). Aufgrund des guten Ansprechens auf
die
(zweite) subtalare Infiltration erachte
ten die Ärzte zur Sicherung der Diagnose einer
Subtalar-Arthrose eine PET-CT Untersuchung erforderlich (Bericht vom 3
0.
Mai 2011, Urk. 14/62). Diese ergab eine aktivierte USG-Arthrose bei geringer Sklerosierung (Urk. 14/71), welche als Ursache für die Beschwerden gesehen werden könne. Die Arthrose könne mit konservativer Therapie (orthopädischer Schuh oder Schuhzurichtung) angegan
gen werden.
Es sei davon auszugehen
, dass sich die Beschwerden über
die Jahre verschlechtern und
dadurch
bei schwerer körperlicher Arbeit Probleme
auf den Beschwerdeführer zukommen dürften
(Urk. 14/71). Die Behandlung an der
K
linik B
._
wurde am
9.
Dezember 2011 bei unverändertem subjektivem Beschwerdebild abgeschlossen. Hinsichtlich einer Arthrodese äusserten sich die Ärzte zurückhaltend, nicht zuletzt wegen der als übermässig wirkenden
Schmerzschilderungen
und des nicht dringenden Operationswunsches
des Beschwerdeführers
(Urk. 14/111).
2.2
Im kreisärztlichen Abschlussbericht vom 2
3.
September 2011 (Urk. 14/81) stellte Prof.
C._
als Folgen der Distorsion vom
7.
August 2008 ein
e
geringgradige Bewegungseinschränkung des linken unteren Sprunggelenks und eine dezente Belastungsintoleranz des linken Fusses fest. Der Beschwerdeführer fühle sich dadurch in seiner Geh- und Bewegungsfähigkeit deutlich
eingeschränkt
. Die
angegebenen starken belastungsabhängigen Beschwerden des linken Fusses seien
indessen
mit der Schwere der klinischen und bildgebenden
(PET-CT vom
1.
Juni 2011, vgl. E. 2.1)
Befunde
nicht in Einklang zu bringen
. Das zeige sich auch am Gangbild an der Unterarmstütze, welches bezüglich Gehgeschwindigkeit als flott und mühelos erscheine. Die rechtsgeführte Unterarmstütze
bringe
im Übrigen keine Entlastung des linken Beines.
Prof.
C._
bejahte aufgrund der
erhobenen objektiven Befunde eine Arbeitsfähig
keit
auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dem Beschwerdeführer könnten leichte bis mittelschwere körper
liche Tätigkeiten ganztags mit Wechselbelastung zugemutet werden. Die Tätig
keit sollte teilweise sitzend und maximal 60 % stehend und gehend erfolgen. Zu vermeiden seien häufiges Treppe
nsteigen sowie überwiegend knie
nde und hockende Tätigkeiten.
In Kenntnis des neuen Berichts der
K
linik
B._
vom
9.
November 2011 (Urk. 14/111) beurteilte Prof.
C._
am
3.
Januar 2012 den Integritätsschaden und kam zum Ergebnis, dass
ein solcher weder aufgrund der funktionellen Defi
zite noch des Ausmasses der dokumentierten Arthrose des USG gegeben sei (Urk. 14/119 S. 7).
2.3
Der Beschwerdeführer macht
in erster Linie
geltend,
zur Beurteilung seiner Leistungsansprüche könne nicht auf die
Einschätzungen von Kreisarzt Prof.
C._
abgestellt werden,
da dieser als voreingenommen zu gelten habe.
Er begründet dies mit der Äusserung von
Prof.
C._
,
wonach
bei einer
rechtsgeführte
n
Unterarmstütze
eine Entlastung des linken Beines nicht möglich sei.
Wie
die Stel
lungnahme des behandelnden Oberarztes der
K
linik
B._
,
Dr.
med.
D._
,
aber
zeige, sei diese Feststellung aus fachärztlicher Sicht sehr zweifelhaft.
Es
bestünden
deshalb
erhebliche Zweifel an der fachlichen Eignung des Kreisarztes zur Beurteilung eines fussmedizinischen orthopädischen Problems und lasse zudem auch zweifeln an der Abklärungstiefe und Aktenkenntnis des Kreisarztes
(Urk. 1 S. 4 f.)
.
Bezüglich der Integritätsentschädigung rügt er, es könne nicht auf die Einschätzung des Kreisarztes abgestellt werden
, da diese auf akten- und tatsachenwidrigen Behauptungen beruhten (Urk. 1 S. 15).
2.3.1
Die vom Beschwerdeführer
aufgeworfene
Kontroverse übe
r den "richtigen" Stockgebrauch
, entpuppt sich bei näherer Betrachtungsweise weitgehend als Scheindiskussion.
Dr.
D._
führte lediglich aus, die Aussage des Kreisarztes, dass ein
e
kontralateral geführte Unterarmgehstütze das linke Bein nicht entlas
ten könne,
werde in mehreren Studien bezweifelt
. Er
räumte
zudem
ein, auch
der ipsilaterale Stockgebrauch
(
auf der Seite der betroffenen Extremität
)
könne eine Entlastung bewirken
(Urk. 14/125
und 14/129 S.
11
).
Angesichts der
offen
bar
wissenschaftlich nicht eindeutig geklärten Frage des "richtigen" Stockgebrauchs entbehrt der Vorwurf an den Kreisarzt, er vertrete in dieser Frage eine "falsche" Auffassung
,
jeglicher Grundlage und ist kein Grund,
dessen
fachliche Qualifikation anzuzweifeln oder gar Voreingenommenheit anzunehmen.
Im Übrigen ist mit der Beschwerdegegnerin (vgl. Urk. 2 S. 5 unten und Urk. 12 S. 5 oben) festzuhalten, dass in den medizinischen
Beurteilungen der Ärzte der K
linik
B._
und des Kreisarztes keine relevanten Differenzen
bestehen
. Ins
besondere geht
Dr.
D._
in der Stellungnahme vom 3
1.
Mai 2012
zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers
(Urk. 14/129 S. 9-11)
mit dem vom Kreisarzt erstellten Arbeitsprofil einig
. Zudem betonte
Dr.
D._
, angesichts der kaum degen
e
rative Veränderungen zeigenden bildgebenden Befunde könne höchstens von einer mässigen Arthrose ausgegangen werden.
Der Beschwerde
führer legt
denn auch
nicht ansatzweise dar, inwiefern
diesen
fachmedizinische
n
Beurteilung
en
nicht zu folgen wäre bzw.
welche neuen Erkenntnisse von einer erneuten Begutachtung zu erwarten wären.
2.3.2
Die Beurteilung der einzelnen Integritätseinbussen obliegt den ärztlichen Sachver
ständigen. Dem Gericht ist es nicht möglich, die Beurteilung aufgrund der aktenkundigen Diagnosen selber vorzunehmen, da die Ausschöpfung des in den Tabellen offen gelassenen Bemessungsspielraums entsprechende Fach
kenntnisse voraussetzt
(Urteil des Bundesgerichts
8C_659/2011
vom 6.
März 2012
E. 3.3 mit weiteren Hinweisen). Kreisarzt Prof.
C._
hat
bereits
in seiner Beurteilung
vom
2
3.
September 2011
die funktionellen Defizite benannt
und auf die lediglich auf einem PET-CT sichtbaren geringen Veränderung
en
hinge
wiesen. Er liess damals die Integritätsschätzung
wegen der noch ungeklärten Arthrodese-Frage offen.
Im
w
eiteren Verlauf zeigen dann
die Ausführungen von
Dr.
D._
vom 3
1.
Mai 2012, dass auch unter den Ärzten der
K
linik B
._
wegen der unsicheren Erfolgsaussichten
Vorbehalte gegenüber
einer Arthrodese
bestehen.
Die Zurückhaltung der Ärzte ist umso mehr begründet, als sich der Beschwerdeführer
selber
bisher
nicht zu einer Operation entschliessen konnte
(vgl. Urk. 14/129
S. 9-11
). Unter diesen Umständen ist die Beurteilung des Kreisarztes vom
3.
Januar 2012 (Urk.
14/119 S. 7)
,
wonach
kein Integritätsschaden gegeben ist
, nachvollziehbar
.
Es ist folglich nicht ersichtlich, inwiefern der Kreisarzt bei seiner Einschätzung den ihm zustehenden Bemessungsspielraum rechtsfehlerhaft ausgeschöpft haben soll. Somit vermögen die
vom
Beschwerdeführer
vorgebrachten Einwände
(vgl. Urk. 1 S. 15)
keine Zwei
fel an der kreisärz
tlichen Feststellung zu wecken.
Insbesondere geht
auch Dr.
D._
lediglich von einer
"
höchstens
"
mässigen Arthrose aus (Urk. 14/129 S. 11), womit die Grenze zur entschädigungsberechtigten
Arthrose gemäss SUVA-Tablle 5.2
eben noch nicht erreicht ist.
Weiter hat
die
Beschwerdegegnerin eine allfällige Entschädigung bei zukünftiger Arthrodes
e
oder erheblicher und dauerhafter Verschlimmerung nicht ausgeschlossen (Urk. 2 S. 9).
3.
Zu prü
fen bleibt
, wie sich eine angepasste Tätigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
3.1
Die Beschwerdegegnerin hat der Festsetzung des Invalideneinkommens fünf DAP-Blätter
(Dokumentation von Arbeitsplätzen)
zugrunde gelegt (Urk. 2 S. 7 und Urk. 13). Bei den angeführten Arbeitsplätzen handelt es sich um eine Stelle als Qualitätskontrolleur (DAP-Nr. 9969), eine Stelle als Verpacker (DAP-Nr.
10717
),
zwei Stellen
als
Hilfsarbeiter
(DAP-Nr.
6110 und 4548
) sowie eine Stelle als Produktionsmitarbeiter (DAP-Nr.
3623
).
Der Beschwerdeführer bemängelt unter Hinweis auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung (BGE 129 V 472), dass die Beschwerdegegnerin die DAP-Unterlagen erst im Beschwerdeverfahren auf
gelegt hat. Damit habe sie das rechtliche Gehör in unheilbarer Weise verletzt, weshalb auf die DAP-Lohnangaben nicht abgestellt werden könne
(Urk. 20 S. 8)
.
Dieser Argumentation kann nicht gefolgt werden.
Dem Beschwerdeführer war bereits im Einspracheverfahren bekannt, dass
die Beschwerdegegnerin zur Bemessung des Invalideneinkommens (u.a.) auch DAP-Profile beigezogen hat
(vgl. Verfügung
vom 1
8.
Januar 2012
mit Entscheidgrundlagen,
Urk. 14/119).
Er hätte die fehlenden Unterlagen ohne Weiteres von der Beschwerdegegnerin einverlangen könne
n
, was er indessen nicht getan hat (vgl. Einsprache vom
2.
Juli 2012, Urk. 14/129 S. 7).
Auch in der Replik begnügt
e
sich der Beschwer
deführer
damit, den Verfahrensfehler
zu rügen, ohne
dass er
sich inhaltlich mit den dokumentierten Arbeitsplätzen
auseinanderges
e
tzt
oder Argumente gegen deren Zumutbarkeit vorgebracht
hätte
. Unter
diesen
Umständen ist der dem Einspracheentscheid anhaftende Mangel nicht als
schwerwiegend
einzustufen
und -
nachdem
der
Beschwerdeführer zur gesamten DAP-Dokumentation hatte
Stellung nehmen können
- als geheilt zu betrachten
.
Aufgrund der berücksichtigten DAP-Angaben ermittelte die Beschwerdegegnerin ein
- rechnerisch nicht bestrittenes -
hypothetisches Invalideneinkommen für das Jahr 2012 von
Fr.
58'830.80
(Urk. 2 S. 7
). Dabei stellte sie auf fünf zumutbare Arbeitsplätze ab, gab die Gesamtzahl der in Anbetracht der Ein
schränkung des Beschwerdeführers in Frage kommenden Arbeitsplätze, deren Höchst- und Tiefstlohn sowie den Durchschnittslohn der dem Behinderungsprofil entsprechenden Gruppe an. Damit sind vorliegend sämtliche Voraus
setzungen, die das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht an einen Einkommensvergleich gestützt auf die DAP-
Löhne
stellte (vgl. BGE 129 V 472 E.
4.2.2), erfüllt. Die Anwendung von Tabellenlöhnen entfällt damit ebenso wie die Anrechnung eines leidensbeding
t
en Abzuges, wird doch bei der Ermittlung des Invalideneinkommens gestützt auf DAP-Profile den spezifischen unfallkausalen Beeinträchtigungen des Beschwerdeführers bereits angemessen Rechnung getra
gen (vgl. BGE 129 V 472 E. 4.2.3).
3.2
Für das Valideneinkommen
ging die Beschwerdegegnerin von den erwerblichen Verhältnissen im Zeitpunkt des Unfalles aus. Als Gebäudereiniger hätte er gemäss Angaben der Arbeitgeberin im Jahr 2012
einen Stundenlohn von
Fr. 23.50
(inkl. Ferien- und Feiertagsentschädigung) verdient. Bei einer Arbeits
zeit von 42 h/Wo und 232 Arbeitstagen/Jahr resultiert ein Jahreseinkommen von Fr. 45'796.80 (Urk. 2 S. 6; vgl. auch Urk. 14/110 und Urk. 14/129 S. 6).
Die Beschwerdegegnerin
hat
an sich zu Recht festgestellt
, dass dieses Jahresein
kommen
unter dem branchenspezifischen
statistischen Durchschnittslohn
, den sie auf
Fr.
50'444.--
beziffert,
liegt
und eine sog. "Parallelisierung der Ein
kommen"
(
vgl. dazu BGE 135 V 58 E. 3.1
)
vorgenommen.
Auf eine Einkommensanpassung in diesem Sinn kann vorliegend indessen verzichtet werden.
Die Paralleli
sierung der Einkommen trägt dem Umstand Rechnung, dass die versicherte Person als Invalide realistischerweise nicht den Tabellenlohn erzielen kann, weshalb ein entsprechend tieferes Invalideneinkommen anzunehmen ist
.
Wenn
aber
die versicherte Person tatsächlich oder zumutbarerweise ein
durchschnittli
ches Invalideneinkommen
erzielen kann
, dann besteht kein Grund, ein aus wirtschaftlichen Gründen unterdurch
schnittliches Valideneinkommen auf ein durchschnittliches hochzurechnen. Denn mit einer solchen Vorgehensweise würden in gesetzwidriger Weise Einkommenseinbussen berück
sichtigt, die nicht gesundheitlich bedingt sind. Entsprechend der gesetzli
chen Regelung ist somit das (zumutbare) Invalideneinkommen nicht demjenigen Einkommen gegenüber
zustellen, das ohne Gesundheitsbeeinträchtigung bei voll
ständiger Aus
schöpfung des wirtschaftli
chen Potenzials zumutbarerweise hätte erzielt werden können, sondern dem
jenigen, das konkret erzielt worden wäre (BGE 135 V 58 E.
3.4.3
mit weiteren Hin
weisen
).
3.3
Vergleicht man das Valideneinkommen von Fr. 45'796.80 mit dem zumutbaren Invalideneinkommen von
Fr.
58'830.80 resultiert
klarerweise
kein
e
Erwerbseinbusse.
Auch ein
Vergleich des
Invalideneinkommen
s
von
Fr.
58'830.80 mit dem der
Schweizerischen Lohnstrkturerhebung (
LSE
)
201
0 zu entnehmenden, rechtsprechungsgemäss auf die woche
nübliche Arbeitszeit von 41,7
Stun
den
(Die Volks
wirtschaft 10/2013, S. 94
, Tabelle B 9.2) umgerechneten
und der Nominallohnentwicklung angepassten (Index 2010: 2150; Index 2012: 2188; Die Volkswirt
schaft 10/2013, S. 95, Tabelle B 10.3)
, monatlichen Bruttolohn (Zentralwert) von
Männern
für einfache und repetitive Tätigkeiten (Anforderungsniveau 4),
Privater Sektor/Total, von
Fr. 5'000.--, entsprechend einem Jahreslohn von
Fr.
63'655.50
,
zeigt,
dass der Beschwerdeführer
auch mit dieser -
für ihn äus
serst vorteilhaften
-
Bemessung des Valideneinkommens (vgl. Urk. 1 S. 13 unten und Urk. 20 S.
2 f.)
lediglich eine hypothetische Einkommenseinbusse von Fr. 4'827.70 oder 7.6 % erleidet. Auch diese liegt unter der rentenbegründenden Schwelle von 10 % (vgl. E. 1.2).
4.
Gestützt auf diese Erwägungen erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.
5
.
5
.1
Der zum unentgeltlichen
Rechtsvertreter
bestellt
e
Rechtsanwalt Hügel legte mit Schreiben vom 2
7.
November 2013
das, dass er
wegen Austritts aus der Kanzlei sein Mandat
nicht weiterführen könne (Urk. 28)
. Da das Mandat mit dem heuti
gen Urteil ohnehin beendet ist und kein weiterer anwaltlicher Aufwand mehr entsteht, ist auf die formelle Entlassung von Rechtsanwalt Hügel als unentgelt
licher Rechtsvertreter zu verzichten und davon Vormerk zu nehmen, dass neu Rechtsanwalt Patrick Wagner den Beschwerdeführer vertritt (Urk. 25).
5
.2
Nach
§
34
Abs.
3 GSVGer bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und dem Mass des Obsiegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Gemäss
§
8 in Verbindung mit
§
7
Abs.
1 der seit
1.
Juli 2011 in Kraft stehen
den Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozial
versicherungsgericht (GebV SVGer) wird - auch im Rahmen der unent
geltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen Aufwand kein Ersatz gewährt.
5
.3
Mit Honorarnote vom 3
1.
Juli 2013 machte Rechtsanwalt Hügel einen Aufwand von 21.65 Stunden und eine Auslagenpauschale von 3 % geltend (Urk. 29). Darin enthalten sind
zahlreiche Telefonate und Besprechungen mit dem Beschwerdeführer im Umfang von rund 5 Stunden, welche im Rahmen einer unentgeltlichen Rechtsvertretung als unnötiger Aufwand zu
betrachten
sind und nicht entschädigt werden können. Bei einem auf 17 Stunden reduzierten Auf
wand und dem gerichtsüblichen Stundenansatz
von
Fr.
200.-- (zuzüglich
Mehrwertsteuer)
ist die Entschädigung auf Fr.
3'800.--
(inklusive Barauslagen u
nd Mehrwertsteuer) festzusetzen, was immer noch an der
oberen
Grenze liegt.
5.4
Der Beschwerdeführer ist auf
§
16
Abs.
4 GSVGer hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichtet wer
den kann, sofern er dazu in der Lage ist.