# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 64a3d6eb-817c-4683-bf66-4cf5586b35ca
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1956 geborene
X._
war seit
dem
1.
Januar 1996
teilzeit
lich
bei der
Y._
AG angestellt und
damit
bei der BVG-Sammelstiftung Swiss Life
(nachfolgend Swiss Life)
berufsvorsorgeversichert
(
Urk.
2/2,
6 S.
2
und 7/2
).
Im September 2004 erkrankte sie an einer
Frühsom
mer-
Meningoenzephalitis
(FSME;
Urk.
2/4, 7/5 S.
1 und 7/7 S.
2)
.
Aufgrund weiterer gesundheitlicher Beeinträchtigungen meldete sie sich im September 2009 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leistungs
be
zu
g
an. Die Verwaltung sprach ihr daraufhin mit Verfügung vom 6. Januar 2011
mit Wirkung ab
1.
September 2008 eine auf einem
Invaliditäts
grad
von 70
%
basierende ganze Rente der Invalidenversicherung zu (
Urk.
1 S.
3 und
Urk.
2/3).
Unter Hinweis darauf, dass die vorhandenen Gesundheitsstö
rungen
–
die eine
Ar
beitstätigkeit von 30
%
zulassen –
X._
in ihrem ver
sicher
ten
Teilzeitpensum von 50
% nur um 20
%
einschränken
wür
den
, sprach ihr die Swiss Life am 22. September 2011 mit Wirkung ab
1.
Januar 2007
eine In
va
li
denrente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 40
%
zu
(
Urk.
2/5 und
Urk.
7/15).
2.
Mit Eingabe vom 2
1.
Juni 2012 erhob die Versicherte Klage gegen die Swiss Life
mit folgendem Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):
„1.
Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin mit Wirkung ab Septem
ber 2005 eine volle Invalidenrente der zweiten Säule
entsprechend den gesetzlichen und reglementarischen Bestimmungen auszurichten
.
2.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich Mehrwertsteuer) zu
Lasten der Beklagten
.
“
Die Swiss Life
schloss
am
6.
August 2012
auf Abweisung der Klage (Urk.
6
).
Repli
cando
und
duplicando
hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest (
Urk.
10 und
Urk.
13).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach der
bis 3
1.
Dezember 2004 gültig gewesenen Fassung von
Art.
23 des Bun
desgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und
Invalidenvor
sorge
(BVG) haben Personen, die im Sinne der Invalidenversicherung zu min
destens 50
%
invalid sind und bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren, Anspruch auf Invalidenleistungen. Am
1.
Januar 2005 ist
Art.
23 BVG in der Fassung gemäss
1.
BVG-Revision in Kraft
getreten. Danach haben unter anderem Personen, die im Sinne der Invali
den
ver
sicherung zu mindestens 40
%
invalid sind und bei Eintritt der Arbeits
un
fähig
keit, deren Ursache zur Invalidität geführt hat, versichert waren, An
spruc
h auf Invalidenleistungen (
lit
.
a).
Vorliegend ist ein Sachverhalt zu beurteilen, der sich sowohl vor als auch nach dem Inkrafttreten der Neufassung von
Art.
23 BVG ereignet hat. Da der Rechts
streit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechtskräftig entschie
den wurde, ist entsprechend den allgemeinen intertemporalrechtlichen Regeln für
die Zeit bis Ende 2004 auf den damals gültig gewesenen
Art.
23 BVG und ab diesem Zeitpunkt auf
Art.
23 BVG in der Fassung gemäss 1. BVG-Revision ab
zustellen (BGE 130 V 445; Urteil des damaligen Eidgenössischen
Versiche
rungs
gerichts
B 18/06 vom 1
8.
Oktober 2006 E. 3.1.1).
1.2
Nach
Art.
23 BVG versichertes Ereignis ist einzig der Eintritt der relevanten Ar
beitsunfähigkeit, unabhängig davon, in welchem Zeitpunkt und in welchem Masse
daraus ein Anspruch auf Invalidenleistungen entsteht. Die
Versi
cherten
eigenschaft
muss nur bei Eintritt der Arbeitsunfähigkeit gegeben sein, dagegen nicht notwendigerweise auch im Zeitpunkt des Eintritts oder der Ver
schlimme
rung der Invalidität.
1.3
Aus der engen Verbindung zwischen dem Recht auf eine Rente der Invaliden
versicherung und demjenigen auf eine Invalidenleistung nach BVG ergibt sich, dass der Invaliditätsbegriff im obligatorischen Bereich der beruflichen Vorsorge und in der Invalidenversicherung grundsätzlich der gleiche ist (BGE 123 V 269 E. 2a, 120 V 106 E. 3c, je mit Hinweisen).
Praxisgemäss sind daher die Vorsorgeeinrichtungen im Bereich der gesetzlichen Mindestvorsorge (
Art.
6 BVG) an die Feststellungen der IV-Organe (Eintritt der invalidisierenden Arbeitsunfähigkeit, Eröffnung der Wartezeit, Festsetzung des Invaliditätsgrades) gebunden, soweit die IV-rechtliche Betrachtung aufgrund ei
ner gesamthaften Prüfung der Akten nicht als offensichtlich unhaltbar erscheint (BGE 126 V 309 E.
1 in
fine
). Diese Konzeption fusst auf der Überlegung, die
Organe der (obligatorischen) beruflichen Vorsorge von eigenen aufwändigen Ab
klärungen freizustellen, und gilt nur bezüglich Feststellungen und Beurtei
lung
en der IV-Organe, welche im invalidenversicherungsrechtlichen Verfahren für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente entscheidend waren (BGE
132 V 1 E. 3.2). So hat beispielsweise eine verspätete Anmeldung zum
Leistungs
bezug
bei der Invalidenversicherung rechtsprechungsgemäss die freie Über
prüf
barkeit des leistungserheblichen Sachverhaltes durch die
Vorsorgeein
richtung
be
ziehungsweise das Berufsvorsorgegericht zur Folge (Urteil des Bun
desgerichts 9C_49/2010 vom 2
3.
Februar 2010 E. 2.1).
Diese Bindungswirkung setzt voraus, dass die Vorsorgeeinrichtung (spätestens) ins
Vorbescheidverfahren
(
a
Art
.
73
bis
der Verordnung über die Invalidenversi
che
rung [IVV]; seit
1.
Juli 2006:
Art.
73ter IVV) einbezogen und ihr die
Renten
verfügung
formgültig eröffnet wurde (Urteil des Bundesgerichts 9C_81/2010 vom 1
6.
Juni 2010 E. 3.1, mit Hinweisen). Dem BVG-Versicherer steht ein selb
ständiges Beschwerderecht im Verfahren nach dem Bundesgesetz über die Inva
lidenversicherung (IVG) zu. Unterbleibt ein solches Einbeziehen der
Vorsorge
einrichtungen
, ist die IV-rechtliche Festsetzung des Invaliditätsgrades (grund
sätzlich,
masslich
und zeitlich) berufsvorsorgerechtlich nicht verbindlich (BGE 130 V 270 E. 3.1).
Stellt die Vorsorgeeinrichtung auf die invalidenversicherungsrechtliche Be
trach
tungsweise ab, muss sich die versicherte Person diese entgegenhalten las
sen, so
weit diese für die Festlegung des Anspruchs auf eine Invalidenrente ent
schei
dend
war, und zwar ungeachtet dessen, ob der Vorsorgeversicherer im Ver
fahren der Invalidenversicherung beteiligt war oder nicht. Vorbehalten sind jene Fälle, in denen eine gesamthafte Prüfung der Aktenlage ergibt, dass die
In
validitäts
be
messung
der Invalidenversicherung offensichtlich unhaltbar war (BGE 130 V 270
E.
3.1).
2.
2.1
Die Klägerin führte zur Klagebegründung im Wesentlichen aus,
im Zeitpunkt der Erkrankung an FSME sei sie im Rahmen eines 50
%
-Pensums anges
tellt ge
wesen. Gestützt auf die von der IV-Stelle durchgeführte
Abklärung vor Ort sei
diese
zum Schluss gekommen, dass sie ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ihr Pensum auf eine Vollzeittätigkeit ausgedehnt hätte
und als 100
%
Erwerbs
tätige zu qualifizieren sei
.
Die Verwaltung habe b
ei einer Arbeitsfähigkeit von 30
%
in der bisherigen wie auch in einer adaptierten Tätigkeit und nach Durch
führung eines
Einkommensvergleichs
ein Invaliditätsgrad von 70
%
er
mittelt
, der Anspruch auf eine ganze Rente gebe. D
er Beklagten seien sowohl der
Vor
bescheid vom 1
4.
Oktober 2010 wie auch die Verfügung vom
6.
Januar 2011 vo
n der IV-Stelle zugestellt worden. Dagegen
habe diese kein
Rechtsmittel er
griffen,
weshalb eine
Bindungswirkung eingetreten sei (
Urk.
1 S.
3 ff. und
Urk.
10 S. 3 ff.).
Vorliegend sei nun strittig, wie
da
s
Valideneinkommen
von teilzeitlich Erwerbs
tätigen
bei
Pensumsveränderungen
zu bestimmen sei
. Die bei einer solchen
Konstellation für das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren gültigen Grund
sätze würden unverändert auch im Rahmen der zweiten Säule gelten. An
gesichts
der Identität des Invaliditätsbegriffs sei eine
Pensumsausdehnung
bei der Er
mitt
lung des
Valideneinkommens
auch im BV-Verfahren
zu berücksichti
gen
. Aus
gehend von einem Invaliditätsgrad von 70
%
bestehe vorliegend An
spruch
auf eine ganze Rente, wobei eine Korrektur respektive Berücksichtigung des zu
letzt gearbeiteten Teilzeitpensums über den auf einem Pensum von 50
%
be
ruhenden versicherten Verdienst erfolge
(
Urk.
1 S. 5 ff.
und
Urk.
10 S. 6
).
2.2
Die Beklagte stellte sich demgegenüber hauptsächlich auf den Standpunkt, die von der IV-Stelle vorgenommene Qualifikation
der Klägerin als zu 100
%
er
werbstätig sei für sie nicht bindend. Denn die Versicherte habe im August 2004, als sie noch uneingeschränkt arbeitsfähig gewe
sen sei, keine Anstalten zur Er
höhung ihres Arbeitspensums getroffen
.
Weitere objektive Anhaltspunkte, die für
eine Ausdehnung des Beschäftigungsgrads bis zu einem Vollpensum sprä
chen, seien nicht ersichtlich. Es sei daher davon auszugehen, dass die Versi
cherte
ihre berufliche Erwerbstätigkeit nicht weiter ausgebaut hätte. Die Kläge
rin sei damit
für einen Beschäftigungsgrad von 50
%
vorsorgeversichert und die Erwerbs
tätig
keit sei bei einer Arbeitsfähigkeit von 30
%
nur im Umfang von 20
%
betroffen, was bezogen auf ein Arbeitspensum von 50
%
einen Anspruch auf 40
%
der ver
sicherten Leistungen ergebe (
Urk.
6 und
Urk.
13).
3
.
3.1
Nach Lage der Akten steht fest und ist unbestritten, dass die Arbeitsunfähigkeit,
deretwegen
die Klägerin von der Invalidenversicherung seit September 2008 eine
ganze Rente bezieht (Verfügung vom
6.
Januar 2011 [
Urk.
2/3]), während der
Dauer des seit 1996 bestehenden Vorsorgeverhältnisses mit der Beklagten einge
treten ist. Des Weiteren ist unbestritten, dass die Klägerin aufgrund ihrer
seit
September 2004 bestehenden
gesundheitlichen Beeinträchtigungen
in der ange
stammten wie auch in einer leidensangepassten Tätigkeit
noch
zu 30
%
ar
beits
fähig ist (
Urk.
1 S. 3, 2/3-5
,
6 S. 4 ff.
, 7/12
und 7/15).
3.2
Bis zum Eintritt des Gesundheitsschadens
erfüllte die Klägerin ein
Arbeitspen
sum
von 50
%
(
Urk.
2/4 und
Urk.
7/9). Zwar
liegt
– gestützt auf ihre Angaben anlässlich der Abklärung vor Ort (
Urk.
2/4) –
durchaus im Möglichen
, dass sie im Gesundheitsfall ihr Pensum (kontinuierlich)
auf 100
%
ausgebaut hätte. Die IV-Stelle ermittelte den Invaliditätsgrad denn auch unter Anwendung der all
gemeinen Methode des Einkommensvergleichs (
Urk.
2/3). Im Unterscheid zur Invalidenversicherung besteht im Rahmen der beruflichen Vorsorge indes ein Leistungsanspruch nur insoweit, als – im Zeitpunkt der für die Entstehung der Invalidität relevanten Arbeitsunfähigkeit – eine entsprechende
Ver
sicherungs
deckung
vorhanden ist
. Wenn eine versicherte Person nur teilzeitig erwerbstätig ist und diese Erwerbstätigkeit trotz gesundheitlicher Beeinträchtigung im bishe
rigen Umfang weiterführen kann, besteht kein Anspruch auf Leistungen der be
ruflichen Vorsorge
(Urteile des Bundesgerichts 9C_821/2010 vom
7.
April 2011 E. 4.2, 9C_634/2008 vom 1
9.
Dezember 2008 E. 5.1 und 5.1.1 und 9C_161/2007 vom
6.
September 2007 E. 2, je mit Hinweisen sowie Urteile des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts B 7/01 vom 7. Februar 2003 E. 2.1 und B 47/97 vom 15. März 1999, publiziert in SZS 2001 S. 85; vgl. auch
Hürzeler
,
Invaliditätsproblematiken in der beruflichen Vorsorge,
Diss
. Basel 2006, N 486
)
.
Im Zeitpunkt des Eintritts der Arbeitsunfähigkeit war die Beschwerdeführerin für
ein den Beschäftigungsgrad von 50
%
übersteigendes Arbeitspensum
nicht ver
sichert, weil für diesen Teil der Erwerbsfähigkeit nie ein Arbeits- und
Versi
che
rungsverhältnis
bestanden hat. Ein Vollpensum hätte im Übrigen für die Zeit ab Spätsommer 2004 auch nicht eingegangen werden können, nachdem bereits vor diesem Zeitpunkt eine
– dazumal
vorgelegene
– Arbeitsunfähigkeit von 100
%
eingetreten
war
(Urk.
7/9).
Eine Versicherungsdeckung besteht daher
ein
zig
im
Rahmen
eines Pensums von 50
%
und nicht für eine vollzeitliche Be
schäfti
gung.
Aufgrund der fehlenden Versicherteneigenschaft
kann damit ein
Leistungs
an
spruch
ausschliesslich mit Bezug auf die Einschränkung im versi
cherten
Teil
pensum
entstehen. Dass die Klägerin
invalidenversiche
ru
ngsrecht
lich
als im
Ge
sundheitsfall
vollzeitlich erwerbstätig qualifiziert wurde, ist daher
berufsvor
sorge
rechtlich
nicht von Relevanz und die Frage nach der Qualifika
tion
des den Beschäftigungsgrad von 50
%
übersteigenden Pensums
stellt sich bei dieser Sachlage gar nicht.
3.3
Daran vermögen die von der Klägerin vorgebrachten Einwände nichts zu än
dern.
Das damalige Eidgenössische Versicherungsgericht hat sich in BGE 129 V 132 einlässlich mit den in der Lehre diskutierten unterschiedlichen Modellen der
be
rufs
vorsorgerechtlichen
Invaliditätsbemessung bei Teilzeitbeschäftigten und der si
ch in diesem Zusammenhang stellenden Frage der Versicherungsdeckung be
fasst.
Es kam
hiebei
unter anderem zum Schluss, Rentenleistungen
seien
nicht
geschuldet, falls das versicherte Teilpensum trotz gesundheitlicher Einschrän
kungen in vollem Umfang ausgeübt werden könne. Folglich
sei
die
Lohnein
busse
und damit der Invaliditätsgrad nicht auf der Basis eines auf ein
Vollpen
sum
um
gerechneten Validen- und Invalidenlohns zu ermitteln, wie dies etwa in der Unfallversicherung der Fall
sei
(BGE 119 V 475 E. 2b; Urteil des Bundesge
richts
9C_634/2008 vom 1
9.
Dezember 2008 E. 5.1.1). Die Klägerin bringt keine Gründe
vor, welche eine Neubeurteilung dieser Rechtsprechung erheischen
.
Im Unterschied zur Sachlage
des von Prof.
Dr.
iur
.
Z._
in seiner Stellung
nahme vom
7.
Oktober 2011 zitierten Urteils BGE 136 V 390 (
Urk.
2/6) war die Klägerin weder vor Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit für das 50 % über
steigende Pensum berufsvorsorgerechtlich versichert noch übte sie mehrere nebeneinander ausgeübte gleichwertige Erwerbstätigkeiten – im Umfang von ge
samthaft 100
%
- aus. Die beiden Sachverhalt
e
sind daher nicht vergleichbar und der erwähnte Entscheid des Bundesgerichts für den vorliegenden Fall nicht ein
schlägig.
3.4
Nach dem Gesagten ist
– in Übereinstimmung mit der Beklagten –
hinsichtlich
des Teilzeitpensums von 50
%
und einer 30%igen Restarbeitsfähigkeit in der bis
herigen und
in
einer behinderungsangepassten Tätigkeit von einer
Leistungs
ein
busse
von 20
%
beziehungsweise – bezogen auf das versicherte Pensum von 50
%
– von 40
%
auszugehen.
4.
4.1
Gemäss
Art.
26
Abs.
1 BVG gelten für den Beginn des Anspruchs auf obligatori
sche berufsvorsorgerechtliche Invalidenleistungen sinngemäss die entsprechen
de
n
Bestimmungen des IVG (
Art.
29 IVG). Der in
Art.
26
Abs.
1 BVG enthaltene Ver
weis auf das IVG ist dahingehend zu verstehen,
dass er sich einzig auf
Art.
29
IVG, unter Ausschluss von
Art.
48
Abs.
2 IVG (in der bis zum
3
1.
Dezember 2007
geltenden Fassung)
, bezieht (BGE 132 V 159 E. 4.4.2).
Im vorliegenden Fall konnten daher die
Feststellungen der Invalidenversicherung
keine
Verbindlich
keitswirkung
für die Vorsorgeeinrichtung in Bezug auf den Rentenbeginn ent
falten (vgl.
Hürzeler
, in: Schneider/Geiser/
Gächter
[Hrsg.], BVG und FZG, Bern 2010,
Art.
26 N 1 ff.). Vielmehr ist
– mangels einer statu
tarisch festgelegten Bindungswirkung an den Entscheid der Unfallversicherung –
gestützt auf
die in
Art.
15 Abs. 1 des Reglements (
Urk.
7/3 S.
16)
enthaltene
Wartefrist von 24
Mo
na
ten (vgl.
Urk.
2/2)
der
Rentenbeginn
per
1.
September 2006 festzu
legen
, wo
von auch die Klägerin auszugehen scheint. Denn sie setzte
das entsprechende Datum in der Begründung zur Klageschrift
– unter Hinweis auf die Statuten und
ihren Vorsorgeausweis –
als
Rentenbeginn
fest
(
Urk.
1 S.
8). Angesichts der diffe
renzierten Ausführungen ist
daher
davon auszugehen, dass es sich im
Rechts
begehren
(Rentenbeginn September 2005;
Urk.
1 S. 2) um einen offensichtlichen Verschrieb handelt.
4.2
Die Beklagte ist daher zu verpflichten,
der Klägerin mit Wirkung ab 1.
Se
ptem
ber
2006 Invalidenrentenleistungen
basierend auf einem
Invaliditäts
grad
von 40
%
auszurichten
, wobei von ihr
ein entsprechender Anspruch ab
1.
Januar 2007
bereits anerkannt wird und die
Rentenbetreffnisse
zur Auszah
lung gelangt sind
(
Urk.
7/15).
4.3
A
uf Invalidenleistungen
sind Verzugszinsen
geschuldet, wobei grundsätzlich
Art.
105
Abs.
1
des Obligationenrechts
(OR)
anwendbar ist (BGE 119 V 131 ff.).
Da
nach ist der
Verzugszins vom Tage der Anhebung der Betreibung oder ge
richtlichen Klage an geschuldet.
Die
Beklagte hat daher auf den nach Verrech
nung mit den bereits ausbezahlten Leistungen nachzuzahlenden
Rentenbetreff
nissen
einen Zins von 5
%
für die bis zur Klageeinleitung fällig gewordenen
Betreffnisse
ab 2
1.
Juni 2012 zu bezahlen.
5.
Gemäss
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) haben die Parteien auf Antrag nach Massgabe ihres Obsiegens An
spruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten. Dieser wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses bemessen. Vorliegend erscheint die
Zusprache
einer Prozessentschädigung von
Fr.
500.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) an die Klägerin zulasten der Beklagten als gerechtfertigt.