# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e5715f68-d4da-4d3c-b2b3-2f83616fce68
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ wurde am _ 1986 in O.1_/L.1_ geboren und wuchs dort als zweitjüngstes Kind zusammen mit fünf Schwestern bei seinen als Bauern tätigen Eltern auf. Er ging sechs Jahre zur Schule. Weil seine Eltern kein Geld für eine weiterführende Ausbildung hatten, begann X._ zu arbeiten. Er erlernte in drei Jahren das Zusammensetzen von Strom-Generatoren. Weil er wenig verdiente und die Welt sehen wollte, zog er nach O.2_, wo er in einem Hotel als Schwimmbad-Reiniger arbeitete. Zusammen mit anderen Personen zog er weiter nach L.2_, wo er sich eine Zeit lang in O.3_ aufhielt. Mit Hilfe von Schleppern gelangte seine Gruppe in einem Schlauchboot via Mittelmeer nach L.3_. Er galt noch als Jugendlicher und konnte in einem Flüchtlingslager in O.4_ während 6 Monaten eine Sprachschule besuchen. Zusammen mit anderen Personen gelangte er mit einem Reisebus in die Schweiz, wo er am 28. März 2012 ein Asylgesuch stellte. Er war zunächst im Aufnahmezentrum in O.5_ untergebracht und unter dem Namen A._, geboren am _ 1994, gemeldet. In Graubünden war er unter dem gleichen Namen in den Durchgangsheimen in O.6_ und O.7_ untergebracht.
In der Schweiz lernte X._ B._ geb. C._ kennen. Zusammen mit den aus einer früheren Beziehung seiner Partnerin stammenden Kindern Y._, geboren am _ 2005, und Z._, geboren am _ 2006, wohnte er ab dem _ 2013 in O.8_. Dort arbeite er als Küchengehilfe. Seine Partnerin war als Medienberaterin und in der Inserate-Akquisition tätig. Die Kinder wurden durch eine Bekannte betreut. Am _ 2013 wurde die gemeinsame Tochter D._ geboren. X._ beschaffte sich auf der L._ Botschaft in Bern aus seiner Heimat auf diesen Namen lautende Papiere und heiratete B._. Am 21. März 2014 gab X._ anlässlich einer Befragung durch das kantonale Amt für Migration seinen heute verwendeten Namen an und wurde wegen Täuschung der Behörden gemäss Art. 118 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) verzeigt und in der Folge bestraft. Ende 2014 zog die gesamte Familie nach O.9_, wo die Kinder zeitweise ebenfalls durch Bekannte betreut wurden. X._ fand durch Vermittlung seiner Frau Arbeit bei der Firma E._ in O.10_. Sie fuhr ihren Mann in der Folge zur Arbeit und holte ihn auch wieder ab. Wegen der Untersuchungshaft und dem damit verbundenen – gegenüber dem Arbeitgeber verschwiegenen - Fernbleiben von der Arbeit wurde ihm die Stelle gekündigt. Anfangs April 2016 zog die Familie nach O.6_. In der Folge wurde den Eheleuten ein weiteres Kind geboren. Y._ ist zurzeit, nachdem die
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KESB Nordbünden der Mutter das Aufenthaltsbestimmungsrecht entzogen hatte, im Kinderhaus F._ untergebracht.
Bei der Firma E._ verdiente X._ 2015 netto CHF 47'226.00. Von einer Kreditschuld in Höhe von CHF 20'000.00 werden monatlich CHF 681.00 zurückbezahlt. Die Leasing-Kosten für den Personenwagen G._ betragen im Monat CHF 760.00. Im April 2016 betrug eine beim Betreibungsamt Landquart offene Schuld CHF 1'101.45. In L.1_ besitzt X._ ein Haus, das sein Vater gebaut hat, sowie ein weiteres, sich noch im Bau befindliches Haus. Die Familie beabsichtigt, dorthin auszuwandern.
Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X._ mit einer Eintragung verzeichnet. Am 15. April 2014 wurde er von der Staatsanwaltschaft Graubünden, Abteilung I, Chur, wegen mehrfacher Täuschung der Behörden gemäss Art. 118 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) mit einer bedingten Gelstrafe von 80 Tagessätzen zu je CHF 30.00, Probezeit 2 Jahre, und CHF 300.00 Busse bestraft.
B. Am 20. Januar 2016 erhielt die Staatsanwaltschaft Graubünden ein Schreiben der Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Nordbünden, in welchem der Verdacht sexueller Übergriffe von X._ an seiner Stieftochter Y._ geäussert wurde. In der Folge wurden unverzüglich polizeiliche Ermittlungen eingeleitet und erste Befragungen durchgeführt. Am 22. Januar 2016 wurde zudem eine ambulante Untersuchung von Y._ im Kantonsspital K.1_ veranlasst. Dabei konnte in der Scheide des Mädchens das Bakterium Ureaplasma parvum nachgewiesen werden, welches nur durch Geschlechtsverkehr übertragen werden kann. Eine mikrobiologische Abklärung bei X._ ergab, dass dieser ebenfalls Träger dieses Bakteriums ist. Bei der zweiten Stieftochter Z._ wie auch bei der Tochter D._ konnte das genannte Bakterium nicht nachgewiesen werden.
C. Am 22. Januar 2016 stellte die KESB Nordbünden, vertreten durch Martina Näf-Ryffel, für Y._ Strafantrag gegen X._ wegen Tätlichkeiten etc. und konstituierte sich als Privatklägerin im Zivil- und Strafpunkt. Am 27. Januar 2016 stellte sie auch für Z._ Strafantrag gegen X._ wegen Tätlichkeiten etc. und konstituierte sich ebenfalls als Privatklägerin im Zivil- und Strafpunkt.
D. Am 25. Januar 2016 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden eine Strafuntersuchung gegen X._ wegen sexuellen Handlungen mit einem Kind gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB etc..
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E. Gleichentags wurde X._ vorläufig festgenommen und mit Entscheid des Zwangsmassnahmengerichts vom 28. Januar 2016 in Untersuchungshaft versetzt. Am 4. April 2016 um 08.00 Uhr wurde er aus der Untersuchungshaft entlassen und auf freien Fuss gesetzt.
F. Ebenfalls am 25. Januar 2016 wurde am Wohnort von X._ eine Hausdurchsuchung durchgeführt. Dabei wurden diverse elektronische Geräte, Kleider und sonstige Spurenträger sichergestellt. Das sichergestellte Notebook wurde am 27. Januar 2016 an B._, die restlichen sichergestellten Gegenstände am 6. April 2016 an X._ ausgehändigt. Einzig ein sichergestelltes Badetuch, auf welchem Spermaspuren nachgewiesen werden konnten, wurde beschlagnahmt (Referenz GR _). Des Weiteren wurden diverse polizeiliche Einvernahmen durchgeführt.
G. Mit Verfügung der Staatsanwaltschaft vom 19. Februar 2016 wurde Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty mit Wirkung ab dem 26. Januar 2016 als amtlicher Verteidiger von X._ bestellt.
H. Mit Schreiben vom 19. April 2016 erteilte die Staatsanwaltschaft Graubünden lic. phil. Anna Barbara Amstutz, forio AG, Forensisches Institut Ostschweiz, Frauenfeld, den Auftrag, als sachverständige Gutachterin über Y._ ein Glaubhaftigkeitsgutachten zu erstellen, um die Frage beantworten zu können, ob die von Y._ im Rahmen der von einer Spezialistin der Kantonspolizei vorgenommenen Zeugenbefragungen gemachten Aussagen als glaubhaft zu qualifizieren seien. Das entsprechende Gutachten ging am 16. August 2016 ein.
I. Mit Parteimitteilung vom 15. September 2016 kündigte die Staatsanwaltschaft den Abschluss der gegen X._ geführten Strafuntersuchung an und stellte in Aussicht, dass sie beim Gericht Anklage erheben werde. In der Folge stellte der amtliche Verteidiger, Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty bei der Staatsanwaltschaft die Anträge, es sei X._ ebenfalls gutachterlich dahingehend beurteilen zu lassen, ob er zu den ihm vorgeworfenen Straftaten fähig sei und es sei die Ausmessung des erigierten Gliedes von X._ zu veranlassen. Die Staatsanwaltschaft Graubünden wies diese Beweisergänzungsanträge am 28. Oktober 2016 ab.
J. Am 28. Februar 2017 erliess die Staatsanwaltschaft Graubünden eine weitere Parteimitteilung, in welcher sie die Strafuntersuchung für abgeschlossen erklärte und die Anklageerhebung bei Gericht in Aussicht stellte.
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K. Am 28. April 2017 erhob die Staatsanwaltschaft Graubünden beim Regionalgericht Landquart Anklage gegen X._ wegen mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB, mehrfacher sexueller Nötigung gemäss Art. 189 Abs. 1 StGB sowie mehrfacher Vergewaltigung gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB zum Nachteil von Y._ sowie wegen mehrfachen Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB. Der Anklageschrift liegt folgender Sachverhalt zugrunde:
Zwischen dem 04.01.2013 und dem 25.10.2014 waren der Beschuldigte, seine Partnerin C._ und deren in die Beziehung mitgebrachten Mädchen Y._ (im folgenden Y._), geb. _2005, Z._ (im folgenden Z._), geb. _.2006, sowie die gemeinsame Tochter D._ (im folgenden D._), geb. _ 2013, in O.8_ gemeldet. Der Beschuldigte und C._ heirateten am _.2014. Dadurch wurde der Beschuldigte der Stiefvater von Y._ und Z._. Die Kindsmutter ist alleinige Inhaberin der elterlichen Sorge für Y._ und Z._. Nach dem _.2014 lebten die genannten Personen – bis zur Anmeldung am _.2016 in O.6_ – in O.9_.
1.1. Mehrfache sexuelle Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB, mehrfache sexuelle Nötigung gemäss Art. 189 Abs. 1 StGB sowie mehrfache Vergewaltigung gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB z. N. Y._
Zwischen Januar 2014 und dem _ 2015 setzte der Beschuldigte bis zum _.2014 am _wäg 6 in O.8_ und danach an der _gasse 25 in O.9_ das Mädchen Y._ ohne eigentliche Gewaltanwendung aufgrund physischer Dominanz, Y._ kognitiver Unterlegenheit und emotionaler sowie sozialer Abhängigkeit unter psychischen Druck, um an und mit der zum Widerstand unfähigen Y._ rund 60 sexuelle Übergriffe vorzunehmen. Hin und wieder weinte Y._ wegen dieser Übergriffe. Dann drohte ihr der Beschuldigte mit Schlägen, damit sie sich ruhig verhalte. Bat Y._ den Beschuldigten aufzuhören, hörte er manchmal auf und manchmal machte er einfach weiter.
Im Einzelnen:
1.1.1 a) Zwischen Januar 2014 und dem 25. Oktober 2014 begab sich der Beschuldigte mindestens einmal im Monat mit Y._ in den Keller ihrer damaligen Wohnung am _wäg 6 in O.8_ und schloss jeweils die Türe ab. Er hiess Y._ mit dem Gesicht zur Wand stehen und zog ihre Hosen und Unterhosen sowie seine Hose runter. Danach hielt der Beschuldigte Y._ an deren Schultern und penetrierte sie anal.
In der Zeit, in der der Beschuldigte ohne Arbeit war, verging er sich an Y._ tagsüber, als er arbeitete, abends.
Der Beschuldigte gab Y._ etwas Geld, oftmals einen Fünfliber, oder er versprach ihr etwas zu kaufen. Zudem sagte der Beschuldigte Y._ nach Beendigung der Penetrationen jeweils, dass etwas Schlimmes passiere, sollte sie jemandem vom Geschehenen erzählen.
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b) In der Zeitspanne zwischen Januar 2014 und dem 25. Oktober 2014 war Y._ Grossvater zu Besuch, als der Beschuldigte am Abend die anale Penetration an Y._ in seinem Bett in O.8_ vollzog, wobei das Opfer auf dem Bauch lag und der Beschuldigte auf ihm.
Auch damals sagte der Beschuldigte zu Y._, dass etwas Schlimmes passiere, sollte sie jemandem vom Vorgefallenen erzählen. Sie erhielt etwas Geld.
1.1.2 Zwischen dem 25. Oktober 2014 und dem 16. Dezember 2015, in der Regel nachts, wenn alle in der Wohnung an der _gasse 25 in O.9_ schliefen, weckte der Beschuldigte Y._ mindestens einmal pro Woche und begab sich mit ihr ins Wohnzimmer. Dort zog der Beschuldigte Y._ aus und legte sie in der ersten Zeit auf dem Sofa – und später zwischen dem Sofa und der Wand auf eine Decke am Boden – auf den Rücken. Er kniete zwischen Y._ gespreizten Beinen und rieb sie mit benetzten Mittel- und Zeigefinger im oberen Teil der Vagina. Danach legte er sich auf Y._ und bewegte seinen Penis zumindest im Vorhof der Scheide rein und raus. Dies verursachte Y._ grosse Schmerzen. Nach der jeweiligen Ejakulation putzte der Beschuldigte Y._ Schambereich mit einem Tüchlein ab und zog sie wieder an.
Einmal wachte Mutter B._ auf und kam in das Wohnzimmer. Zuvor hatte der Beschuldigte schnell eine Decke auf Y._ geworfen, damit sie von der Mutter nicht bemerkt werde. Die Mutter, die den Beschuldigten nach Y._ fragte, aber nicht nachsah, ob Y._ sich im oberen Geschoss aufhielt, ging dann wieder ins Zimmer zurück.
Tagsüber begab sich der Beschuldigte wenige Male mit Y._ in den Keller, dessen Türe er nicht abschloss, weil niemand in diesen Keller kam. In diesem Keller musste sich Y._ mit dem Rücken zur Wand stellen und der Beschuldigte rieb seinen Penis zumindest im Vorhof von Y._ Scheide. Nach dem Abputzen seines Ejakulats mit einem Tüchlein hiess er Y._ zu duschen.
Auch in diesen Fällen beschenkte der Beschuldigte Y._. Er sagte zu ihr immer wieder, dass etwas Schlimmes passiere, wenn sie vom Vorgefallenen etwas erzählen sollte.
1.2 Mehrfache Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB
1.2.1 Zum Nachteil von Y._ schlug der Beschuldigte, ab dem 2. April 2014 als ihr im gleichen Haushalt wohnende Stiefvater, sie zwischen Januar 2014 und dem 25. Oktober 2014 in der damaligen Wohnung am _wäg 6 in O.8_ mehrere Male, oftmals ins Gesicht. Wiederholt öffnete der Beschuldigte Y._ und Z._ Zimmer, machte Licht, hob ein Bein der im Kajütenbett unten liegenden Y._ und trat mehrere Male gegen das angehobene Schienbein. Zudem packte der Beschuldigte Y._ derart fest am rechten Arm, dass am 29. August 2014 die Ärzteschaft im Kinderspital in O.6_ an Y._ rechten Ober- und Unterarm zwei kleine Hämatome feststellte.
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Zwischen dem 25. Oktober 2014 und dem 16. Dezember 2015 schlug und trat der Beschuldigte Y._ mehrmals auch in der Wohnung an der _gasse 25 in O.9_. Letztmals wurde Y._ vom Beschuldigten ins Gesicht geschlagen, nachdem er entdeckt hatte, dass sie auf ihrem Mobile Filmausschnitte eines Pornofilms betrachtete.
1.2.2 Zum Nachteil von Z._ schlug der Beschuldigte, ab dem 2. April 2014 als ihr im gleichen Haushalt wohnende Stiefvater, sie zwischen Januar 2014 und dem 25. Oktober 2014 am _wäg 6 in O.8_ und zwischen dem 25. Oktober 2014 und dem 16. Dezember 2015 in O.9_ mehrmals.
L. Mit prozessleitender Verfügung vom 15. Mai 2017 lud das Regionalgericht Landquart die Parteien zur Hauptverhandlung vom 19. Juli 2017 vor und räumte ihnen eine Frist von 10 Tagen ein, um Beweisanträge zu stellen. Mit Eingabe vom 23. Mai 2017 erneuerte Rechtsanwalt lic. iur. Dieter Marty seine bereits im Untersuchungsverfahren gestellten Beweisanträge um psychiatrische Begutachtung sowie um Ausmessung des erigierten Gliedes von X._. Beide Beweisanträge wies das Regionalgericht Landquart mit Verfügung vom 2. Juni 2017 ab.
M. Mit Verfügung des Einzelrichters am Regionalgericht Landquart vom 12. Juni 2017 wurde Y._, gesetzlich vertreten durch ihre Mutter B._, die unentgeltliche Rechtspflege gewährt und Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen als Rechtsvertreterin eingesetzt.
N. Mit Eingabe vom 13. Juli 2017 liess Y._ beim Regionalgericht Landquart eine Adhäsionsklage mit folgendem Rechtsbegehren einreichen:
1. Der Adhäsionsbeklagte sei unter dem ausdrücklichen Vorbehalt eines Nachklagerechts zu verpflichten, der Adhäsionsklägerin Schadenersatz in Höhe von CHF 4'405.10 zu bezahlen.
2. Der Adhäsionsbeklagte sei zu verpflichten, der Adhäsionsklägerin für atemtherapeutische Sitzungen der Adhäsionsklägerin während zwei Jahren CHF 12'000.00 zu bezahlen.
3. Der Adhäsionsbeklagte sei zu verpflichten, der Adhäsionsklägerin eine Genugtuung von CHF 25'000.00 zuzüglich Zins von 5% ab 31. Januar 2014 zu bezahlen.
4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Adhäsionsbeklagten.
O. Ebenfalls am 13. Juli 2017 teilte die KESB Nordbünden dem Regionalgericht Landquart mit, dass sie die Zivilklage von Z._ unter dem Vorbehalt der Geltendmachung von Zivilansprüchen auf dem Zivilweg zurückziehe.
P. Am 19. Juli 2017 fand die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Landquart statt. Y._ und ihre Rechtsvertreterin sowie Z._ waren im Vorfeld
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von der persönlichen Teilnahme dispensiert worden. Die Schlussanträge der anwesenden Parteien lauteten wie folgt:
Anträge Staatsanwaltschaft Graubünden
1. X._ sei der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen sexuellen Nötigung gemäss Art. 189 Abs. 1 StGB, der mehrfachen Vergewaltigung gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB sowie der mehrfachen Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er mit einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren, unter Anrechnung der Polizei- und Untersuchungshaft von 70 Tagen, zu bestrafen.
3. X._ sei zudem mit einer Busse von CHF 500.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 5 Tagen, zu bestrafen.
4. Der X._ mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft am 15. April 2014 gewährte bedingte Vollzug einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je CHF 30.00, entsprechend CHF 2'400.00, sei zu widerrufen.
5. Das beschlagnahmte Badetuch sei gerichtlich einzuziehen und zu vernichten.
6. Kostenfolge sei die gesetzliche.
Anträge beschuldigte Person
1. X._ sei von Schuld und Strafe freizusprechen.
1.1. Eventualiter sei X._ der Tätlichkeit schuldig zu sprechen.
1.2 Er sei dafür milde zu bestrafen.
2. Die Zivilklage sei abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden kann.
3. Die Honorarnote des Vertreters sei im Umfang von 140.45 Stunden zuzüglich Spesen, zuzüglich Mehrwertsteuer zu genehmigen.
4. Kostenfolge sei die gesetzliche.
Q. Gegen das am 19. Juli 2017 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete und ohne schriftliche Begründung mitgeteilte Urteil des Regionalgerichtes Landquart liess X._ am 20. Juli 2017 Berufung anmelden. Daraufhin teilte das Regionalgericht Landquart den Parteien am 2. Oktober 2017 das begründete Urteil mit. Darin erkannte es, wie folgt:
1. X._ ist schuldig der mehrfachen Vergewaltigung gemäss Art. 190 Abs. 1 StGB, der mehrfachen sexuellen Nötigung gemäss Art. 189 Abs. 1 StGB, der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern gemäss Art. 187 Ziff. 1 StGB sowie der mehrfachen Tätlichkeiten gemäss Art. 126 Abs. 2 lit. a StGB.
2. Dafür wird X._ mit einer Freiheitsstrafe von 12 Jahren sowie mit einer Busse von CHF 1'000.00, Ersatzfreiheitsstrafe 10 Tage, bestraft. Die erstandene Polizei- und Untersuchungshaft von 70 Tagen wird an den Vollzug der Freiheitsstrafe angerechnet.
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3. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 15. April 2014 verfügte Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je CHF 30.00 mit einer Probezeit von zwei Jahren wird widerrufen und ist zu vollziehen.
4. Das am 28. Februar 2017 anlässlich einer durch die Kantonspolizei Graubünden am 25. Januar 2016 durchgeführten Hausdurchsuchung sichergestellte Badetuch (Referenz GR _) wird gerichtlich eingezogen und ist zu vernichten.
5. Die Zivilklage von Y._, vertreten durch RA Dr. iur. Silvia , Bahnhofstrasse 8, 7000 O.6_, wird im Umfang von CHF 30'365.10 (Schadenersatz CHF 5'365.10, Genugtuung CHF 25'000.00) zuzüglich 5% Zins auf CHF 25'000.00 ab 31. Januar 2014 teilweise gutgeheissen. Bezüglich des darüber hinausgehenden Forderungsbetrages wird die Adhäsionsklage auf den Zivilweg verwiesen.
6. Es wird gerichtlich davon Vormerk genommen, dass die Zivilklage von Z._, _strasse 27, O.6_, vertreten durch die Kinder- und Erwachsenenschutzbehörde KESB Nordbünden, Martina Näf-Ryffel, Gäuggelistrasse 1, O.6_, zurückgezogen wurde.
7. Angesichts der Verurteilung zu einer längeren unbedingten Freiheitsstrafe in Verbindung mit einer offensichtlich bestehenden Fluchtgefahr wird X._ bis zum definitiven Antritt der zu verbüssenden Strafe, längstens aber für die Dauer von sechs Monaten, in Sicherheitshaft behalten (vgl. Art. 231 Abs. 1 lit. a StPO). Vorbehalten bleibt eine Verlängerung der Sicherheitshaft durch die zuständige Instanz.
8. Die Verfahrenskosten, bestehend aus:  der Untersuchungsgebühr der
Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 6'350.00
 den Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 16'605.35
 der Gerichtsgebühr des Regionalgerichts
Landquart CHF 13'000.00
 total somit CHF 35'955.35
werden vollumfänglich dem Verurteilten auferlegt, welchem keine Prozessentschädigung ausgerichtet wird.
9. Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft von CHF 17'260.00 sowie des Strafvollzugs gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. Die beschuldigte Person hat sich daran nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.
10. Kostenfolge amtlicher Verteidiger und unentgeltliche Rechtsbeiständin:
a) RA lic. iur. Dieter Marty, Alexanderstrasse 8, 7000 Chur, wird als amtlicher Verteidiger von X._ zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 22'851.30 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
b) RA Dr. iur. Silvia Däppen-Müller, Bahnhofstrasse 8, 7000 Chur, wird als unentgeltliche Rechtsbeiständin der Privatklägerin Y._ zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 1'500.00 (inkl.
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Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
c) Da der Verurteilte zur Tragung der Verfahrenskosten verpflichtet wurde, wird er – sobald es seine wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben – verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für seinen amtlichen Verteidiger zurückzuzahlen (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO) und seinem Verteidiger die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten (Art. 125 Abs. 4 lit. b StPO). Der Anspruch des Kantons verjährt in 10 Jahren nach Rechtskraft des Entscheids (Art. 135 Abs. 5 StPO).

## Considerations