# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4cd2cf23-896d-476e-8cff-fa07d731f57e
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Der Instruktionsrichter hält fest, dass:
- das Bundesamt für Justiz (nachfolgend «BJ») im Rahmen des den russi-
schen Staatsangehörigen A. betreffenden Auslieferungsverfahrens am
15. Mai 2017 an Prof. Dr. med. B. gelangte und diesen um eine medizinische
Begutachtung des Verfolgten ersuchte (RR.2017.128, act. 7.22);
- A. hiergegen am 29. Mai 2017 bei der Beschwerdekammer des Bundesstraf-
gerichts Beschwerde erheben und in erster Linie um eine Erweiterung des
an den Gutachter gerichteten Fragenkatalogs ersuchen liess (act. 1);
- er in prozessualer Hinsicht beantragt, die Erstellung des Gutachtens sei für
die Dauer des Beschwerdeverfahrens zu sistieren (act. 1);
- das BJ im Rahmen seiner Beschwerdeantwort sich auch zu diesem sinnge-
mäss gestellten Gesuch um Erteilung der aufschiebenden Wirkung äusserte
(act. 4);
- heute die Beschwerdereplik bei der Beschwerdekammer einging
(RR.2017.128, act. 11).

## Considerations

Der Instruktionsrichter zieht in Erwägung, dass:
- auf Beschwerdeverfahren in internationalen Rechtshilfeangelegenheiten die
Bestimmungen des VwVG anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37
Abs. 2 lit. a Ziff. 1 StBOG), wenn das IRSG nichts anderes bestimmt (Art. 12
Abs. 1 IRSG);
- nur Beschwerden gegen Entscheide, welche die Auslieferung bewilligen, von
Gesetzes wegen aufschiebende Wirkung haben (Art. 21 Abs. 4 lit. a IRSG
i.V.m. Art. 55 Abs. 5 VwVG);
- die Beschwerdeinstanz, ihr Vorsitzender oder der Instruktionsrichter nach
Einreichung der Beschwerde von Amtes wegen oder auf Begehren einer
Partei andere vorsorgliche Massnahmen treffen kann, um den bestehenden
Zustand zu erhalten oder bedrohte Interessen einstweilen sicherzustellen
(Art. 56 VwVG);
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- vorliegend nicht ersichtlich ist, inwiefern der erteilte Auftrag an den Gutachter
auf Seiten des Beschwerdeführers einen nicht wieder gut zu machenden
Nachteil bewirken könnte;
- der Beschwerdeführer nach Erstellung des Gutachtens die Gelegenheit er-
halten wird, dessen Erläuterung und Ergänzung oder eine neue Begutach-
tung zu beantragen (vgl. Art. 33 i.V.m. Art. 12 lit. e VwVG sowie Art. 60 Abs. 1
BZP i.V.m. Art. 19 VwVG);
- demzufolge eine nachträgliche Korrektur des zu erstellenden Gutachtens
entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (siehe RR.2017.128,
act. 11, Rz. 33 ff.) ohne Weiteres möglich ist;
- der Gutachter dem prekären Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
im Rahmen der Begutachtung ohne Zweifel Rechnung tragen wird;
- dem eingereichten Arztbericht vom 12. Juli 2017 (act. 11.3) nicht entnommen
werden kann, dass der derzeitige Gesundheitszustand des Beschwerdefüh-
rers die angeordnete Begutachtung bzw. die Reise von Z. nach Y. zur Be-
gutachtung nicht erlauben würde;
- das Gesuch nach dem Gesagten abzuweisen ist;
- die Kosten dieses Entscheides bei der Hauptsache verbleiben;
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