# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1509fbd4-8acb-448b-a9ab-5f11bd870a76
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1985
, war seit
dem
1.
Mai
2013
bei der
Y._
AG
als Autoverkäufer
tätig und damit bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
(Zürich)
gegen die Folgen von Unfällen
versichert, als er sich am 12. August 2015
beim Verschieben eines Kühlschrankes verletzte
(
Bagatell
unfallmeldung
,
Urk. 8
/Z1).
Nach getätigten Abklärungen verneint
e die Zürich mit Verfügung vom 15
.
August
201
6 eine
Leistungspflicht f
ür die Rückenbeschwerden (Urk. 8
/Z18
). Die am 14.
September 2016
vom
Versicherten erhobene Einsprache (Urk. 8/Z19
) wie
s die Zürich mit E
insprachee
ntscheid vom 6. Januar 2017 ab (Urk. 8/Z24
= Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
3.
Februar 2017 Beschwerde
geg
en den Einsprache
entscheid vom 6. Januar 2017
(Urk. 2) und beantragte, dieser
und die Verfü
gung vom 1
5.
August 2016
sei
en
aufzuheben und es seien
Versicherungs
leistungen bezüglich der Rückenbeschwerden durch den Versicherungsträger zu erbringen. Eventuell sei die Angelegenheit zu weiteren Sachverhaltsabklärungen an die Vorinstanz zu verweisen (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
6
.
März 2017
(Urk. 7) beantragte die Zürich die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom
2
3.
März 2017 wurde
antragsgemäss (vgl.
Urk.
1
S. 2,
Urk.
12
) die
unentgeltliche
Rechtsvertretung bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
13
).
Am 2
8.
April 2017 reichte der Beschwerdeführer unaufgefordert seine Replik (
Urk.
17)
mit weiteren Beilagen (
Urk.
18/1-2)
ein
,
und die Beschwerdegegnerin erstatte am 2
4.
Mai 2017 ihre Duplik (
Urk.
21)
mit Beilagen (
Urk.
22/1-3)
, wel
che dem Beschwerdeführer am 3
0.
Mai 2017 zur Kenntnis gebracht wurde
n
(
Urk.
23
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1.
Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. No
vember 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
ver
sicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen,
die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Sep
tember 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu be
urteilende Unfall hat sich am 1
2.
August 2015
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittel
bare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Während bei der Frage, ob ein Kausalzusammenhang überhaupt jemals gegeben ist, die versicherte Person beweisbelastet ist, trägt die Beweislast für einen behaupteten Wegfall der Kausalität aufgrund des Erreichens des Status quo sine
vel
ante die Unfallversi
cherung (RKUV 2000 Nr. U 363 S. 45
; Urteil
des Bundes
gerichts
8C_570/2014 vom
9.
März 2015 E. 6.2). Allerdings tragen die Parteien im Sozialversicherungsprozess in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des im Verwaltungsverfahren wie auch im kantonalen Sozialversicherungspro
zess geltenden Untersuchungsgrundsatzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu ents
prechen (BGE 138 V 218 E. 6
S. 221; 117
V 261 E.
3b S. 264).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Praxisgemäss stellen die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen versicherungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihren Einspracheentscheid (
Urk.
2) damit,
den medizinischen Echtzeitakten seien keine Rückenschmerzen zu entnehmen. Der Beschwerdeführer habe gegenüber
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
A._
Privatklinik,
am 2
4.
August 2015 und somit 12 Tage nach dem Unfaller
eignis
von Beschwerden seit einem Monat gesprochen. Das Unfallereignis sei erst neun Monate später am 2
4.
Mai 2016 als Verhebetrauma erwähnt. Später spreche
Dr.
Z._
dann neu von einem Sturz. Ein Sturz
ereignis sei in den medizinischen Echtzeitakten explizit verneint und in der Bagatellunfallmeldung auch nicht erwähnt. Es sei somit nicht überwiegend wahrscheinlich, dass ein Sturzereignis stattgefunden habe. Ebenso
wenig sei der Zeitpunkt des Beschwer
deauftritts der Rückenschmerzen nach dem Unfall
ereignis erstellt.
Die Aus
führungen von
Dr.
Z._
seien nicht nachvollziehbar
,
und seine Kausali
täts
begründung werde durch die medizinische Beurteilung von
PD
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Ortho
pädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewe
gungs
apparates,
entkräftet (S. 4 lit. c). Dementsprechend sei ein Zusam
menhang
zwischen den
Rücken
beschwer
den und dem Unfallereignis vom 1
2.
August 2015 nicht überwiegend wahr
scheinlich (S. 4 f. lit. d).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend,
er habe in den Dokumenten und Arztberichten, auf welche sich die Beschwerde
gegnerin berufe, diverse falsche und fehlende Informationen entdeckt
. Er habe diese Dokumente erstmals während der Auseinandersetzung mit der Beschwer
degegnerin zur Kenntnis erhalten
(S. 3
Ziff.
12
, S. 4
Ziff.
13
).
Tatsächlich habe er bei der am 1
2.
August 2015 erfolgten Behandlung gesagt, dass er gestürzt sei, er aber betreffend seinen Rücken
Dr.
Z._
aufsuchen werde. Dass er auf den Rücken gefallen sei, gehe aus der Bagatellunfallmeldung hervor, wo eine Stau
chung der Wirbelsäule vermerkt sei. Auch sei die Krankengeschichte der Klinik
A._
von
Dr.
Z._
falsch. Er habe am 2
4.
August 2015 über Beschwer
den im Rücken seit rund einer Woche geklagt und nicht seit einem Monat (S. 4
Ziff.
13.1-2). Er habe nicht einen Kühlschrank verschoben, sondern diesen die Treppe hinauftransportiert. Die Bagatellunfallmeldung sei nicht korrekt (S. 5
Ziff.
15).
Demnach gelte als Zwischenfazit, dass auch die unfallnahen Akten belegen würden, dass er gestürzt sei und sich Rückenbeschwerden eingestellt hätten (S. 6
Ziff.
24). Auf die Einschätzung
durch
PD
Dr.
B._
könne nicht abgestellt werden, so habe er den Bericht von
Dr.
Z._
vom 2
2.
Juni 2016 nicht gekannt
,
und seine Ausführungen seien vage und widersprüchlich. Viel
mehr sei auf die Ein
schätzung
durch
Dr.
Z._
abzustellen
(S. 7
f.
Ziff.
26
,
Ziff.
28-32
).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort (
Urk.
7) führte die Beschwerdegegnerin aus, es spiele keine Rolle, ob der Versicherte die betreffenden medizinischen Akten kenne.
Ein Sturz werde auch in der Bagatellunfallmeldung nicht erwähnt.
Dr.
Z._
habe zeitnah nicht
s
von einem Unfallereignis erwähnt
,
und auch die von ihm ausgestellten Arbeitsunfähigkeitszeugnisse hätten ausdrücklich auf Krankh
eit gelautet. Die gesamten Umstä
nde liessen nicht darauf schliessen, dass
die erste Krankengeschichteeintragung irrtümlich erfolgt sei. Die Erklärungs
versuche seien nicht überzeugend (S. 2 ad
Ziff.
13).
PD
Dr.
B._
hätten sämtliche Akten vorgelegen (S. 3 ad
Ziff.
25-29 und ad
Ziff.
30-35).
2.4
In seiner Replik (
Urk.
17) machte der Beschw
erdeführer unter Hinweis auf die
Stellungnahme
von
Dr.
Z._
vom 2
4.
April 2017
(vgl.
Urk.
18/1) geltend, daraus gehe hervor, dass der Sturz und die damit zusammenhängenden Rückenschmerzen als unfallnah befunden worden seien. Auch sei in nachvoll
ziehbarer Weise dargelegt worden, weshalb in der Krankengeschichte hier nicht von Anfang an der Sturz und die daraus resultierenden Beschwerden erwähnt worden seien (S. 1
Ziff.
1-2).
Auch habe
Dr.
Z._
den vermeintlichen Wider
spruch bei den Arbeitsunfähigkeitszeugnissen vom 2
9.
Februar und vom
4.
April 2014, worin als Ursache „Unfall“ durc
hgestrichen worden sei, erklärt
(S.
2 oben). Abschliessen
d
sei festzuhalten, dass es sich bei seinen Beschwerden um eine unfallversursachte Symptomatik handle, welche keinen degenerativen Ursprung habe (S. 2
Ziff.
3).
Zudem seien mit dem Versicherungsberater zahlreiche Telefonate geführt wor
den, worin das Sturzereignis erwähnt worden sei
(S. 2
Ziff.
4). Es werde daher beantragt, dass die Beschwerdegegnerin sämtliche Emailkorrespondenz und Telefonnotizen mit und von ihm seit dem Unfall vom 1
2.
August 2015 bis heute editiere, um diesen Sachverhalt weiter belegen zu können (S. 2
Ziff.
5).
2.5
In ihrer Duplik (
Urk.
21) machte die Beschwerdegegnerin geltend, die Aus
führun
gen von
Dr.
Z._
seien weder nachvollziehbar noch überzeugend begründet. Einzig die gesundheitliche Schädigung deshalb auf den Unfall zurückzuführen, weil diese nachher aufgetreten sei, genüge nicht (S. 2
f.
ad
Ziff.
1-3).
2.6
Strittig
und zu prüfen ist, ob die geklagten
Rückenb
eschwerden in
rechtsge
nügli
chem
Zusammenha
ng mit dem Unfallereignis vom 12
.
August 2015
ste
hen
.
3.
3.1
Die erstbehandelnden Ärzte des Stadtspital
s
C._
nannten in ihrem Bericht über die ambulante Behandlung des Beschwerdeführers vom 1
2.
August 2015 (
Urk.
8/ZM2) als Diagnose eine
Rissquetschwunde am linken Unterarm
. Es sei eine Selbstzuweisung des Patienten via Sanität erfolgt. Der Patient habe berichtet, er habe heute im Rahmen eines Umzuges einen
Kühlschrank die Treppe hinaufgestossen. Dabei habe sich wohl die Kante des Kühlschrankes in seinen linken Unterarm gebohrt
. Schmerzen habe er dabei keine verspürt,
gemerkt habe er die Verletzung daran, dass sich eine kleine Blutlache am Boden gebildet habe. An seine letzte Tetanusimpfung könne er sich nicht erinnern. Der Beschwerdeführer habe über etwas Schwindel und Kopfschmerzen berichtet.
Ein Sturz oder Kopfanprall habe jedoch nicht stattgefunden
. Als Voroperationen nannten
die Ärzte
diverse Bandscheibenoperationen
. Eine Wundversorgung mit vier Rückstichnähten sei erfolgt
,
und es bestehe vom 1
2.
bis 1
3.
August 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (S. 1).
3.2
D
er Bagatellunfall-Meldung vom 1
9.
August 2015 (
Urk.
8/Z1)
lässt sich ent
nehmen, dass sich der Beschwerdeführer am 1
2.
August 2015
beim Verschieben eines Kühlschrankes den Arm
„
aufgerissen
“
habe (
Ziff.
4 und
Ziff.
6). Als von der Verletzung betroffene Körperteile respektive Art
der Schädigung wird ein Riss am
linken Unterarm und
eine Stauchung der Wirbelsäule
am
Rücken
(
beidseits
)
genannt (
Ziff.
9)
.
3.3
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Radiologie, führte in seinem Bericht vom 2
4.
August 2015 (
Urk.
8/ZM4) nach gleichentags durchgeführtem MRI der
Len
denwirbelsäule (
LWS
)
aus,
bei einem Status nach Fusion L5/S1, Dekompression L4/L5 und anlagebedingt engem Spinalkanal L3-S1 sowie einem permanenten lumbovertebralen Syndrom habe sich die Frage nach dem Status
epifusionell
gestellt.
Im MRI
habe sich ein normales Alignement der LWS gezeigt sowie eine leichte relative spinale
Enge
L4/5, bei ansonsten normal weitem Spinalkanal. Im Os
ilium
rechts zeige sich eine mitabgebildete Defektzo
ne bei Status nach Spon
giosaentn
a
h
me. L1/2 und L2/3 seien unauffällig g
ewesen
. Bei
L3/
4 hätten
eine leichte C
hondrose
und eine leichte
zirkul
äre
Diskusprotrusion
sowie ein
Anulus
fibrosus
-Riss
links
neuroforaminal
mit Tangierung und mit möglicher Irritation der austretenden Nervenwurzel L3 links
bestanden
. Der Spinalkanal sei normal weit.
Bei L4/5 finde sich eine mässige Chondrose und eine mässige zirkuläre Dis
kusprotrusion
sowie eine leichte relative spinale Enge. Eingeengt seien insbe
sondere die Recessus laterales beidseits mit Tangierung und möglicher Irritation der absteigenden Nervenwurzeln L5 beidseits.
Es bestünden starke Spondylar
throsen mit Gelenkserguss
.
L5/S1 zeige eine
n
postoperativen Status nach Fusion. Es bestünden
Suszeptibili
tätsartefakte
im Zwischenraum, offenbar bei Cage
s, keine Diskushernie und kein
Anhalt für eine signifikante neurale Tangierung. Der Spinalkanal sei normal weit.
3.4
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Radiologie, führte in seinem Bericht vom 1
3.
Februar 2016 (
Urk.
8/ZM5) nach gleichentags durchgeführtem MRI der LWS aus,
bei einem Status nach Fusion L5/S1 im Jahr 2005 bestehe nun ein Ver
dacht auf eine Diskushernie L4/5 rechts. Der Spinalkanal sei anlagebedingt eng L3-S
1.
Es stelle sich die Frage nach einer Diskushernie oder einem Ganglion.
Dr.
E._
führte in seiner Beurteilung aus,
im Verlauf zur Voruntersuchung vom 2
4.
August 2015 zeige sich aktuell eine links mediolateral betonte Band
scheibenprotrusion in der Höhe von
Lendenwirbelkörper (
LWK
)
4/5 mit spinaler und
recessaler
Enge. Dadurch bedingt möglich sei eine Kompression der Wurzel L5 beidseits. Es bestünden weiterhin eine Steilstellung der LWS mit konstitu
tionell bedingt engem Spinalkanal zwischen LWK 3-5 sowie
postoperative Ver
änderungen
lumbosakral
ohne Neurokompression. Ansonsten bestehe
keine weitere Neurokompression
lumbal.
3.5
Dr.
med
.
F._
, Facharzt für Radiologie
,
führte in seinem Bericht vom 1
3.
Mai 2016 (
Urk.
8/ZM6) nach gleichentags durchgeführtem Röntgen der LWS in seiner Beurteilung aus, es zeige sich ein Status nach
interkorporeller
Spon
dylodese
auf Ebene L4/5 und L5/S
1.
Der Cage befinde sich richtig im Bereich der Zwischenwirbelräume ohne Dislokation derselben nach ventral oder dorsal. Es bestehe ein Status nach Spondylodese auf Ebene L4/
5.
Das
Spondylodese
material
befinde sich in situ
,
und es zeige sich eine normale Knochenstruktur.
Indikation für das Röntgen sei eine Stellungskontrolle bei Status nach Operation gewesen.
3.6
Dr.
Z._
nannte in seinem Operationsbericht vom 1
0.
Mai 2016 (
Urk.
8/ZM7) als Diagnose eine zentrale Diskushernie beidseitig mit massiver Zentralkanal
stenose
epifusionell
L4/5 bei Status nach PLIF L5/S1 im September 2006 und Osteosynthesematerial-Entfernung im Juni 2007 und Verschluss eines zusätzli
chen Leck
s
mit
TachoSil
.
Dr.
Z._
führte zur Operation vom 1
0.
Mai 2016 aus, es sei eine
transpedunk
ul
äre
und
interko
r
porelle
Fusion (PLIF L4/5), eine Dis
kek
tomie beidseits L4/5 sowie eine Dekompression L4/5 durchgeführt wor
den (S. 1 Mitte).
3.7
Dr.
Z._
nannte in seinem Bericht vom 1
4.
Juni
2016 (
Urk.
8/ZM10) als Diag
nose
ein Verhebetrauma mit entsprechendem Gelenkserguss
, möglicher
weise aber auch leichter Einblutung interspinös L4/5 (S. 2
Ziff.
5). Zur Anam
nese führte
Dr.
Z._
aus, der Beschwerdeführer habe am 1
2.
August 2015 beim Transport eines Kühlschrankes ein Verhebetrauma
erlitten mit initial sofortigen
Armschmerz
en
, danach, zwei Tage später
,
auch
mit
zunehmenden Rückenbeschwerden bei Status nach vierfachen Voroperationen in den Jahren
2006, 2007 und 2008
(S. 1
Ziff.
3 lit. a)
. Seit dem
7.
April 2016 bestehe eine Arbeitsunfähigkeit (S. 2
Ziff.
8).
Der Patient sei voroperiert gewesen und regelmässig einmal zur Jahreskontrolle erschienen
(S. 1
Ziff.
3 lit. b)
.
Gemäss Angaben des Patienten sei es nach dem Verhebetrauma zu einer
massiven Verschlechterung der Beschwerden gekom
men. Die Voroperationen
hätten
zu einer massiv verminderten Belastbarkeit der unteren
LWS geführt, bei zusätzlich anla
gebedingt engem Spinalkanal familiä
rer Genese (S. 1
Ziff.
3 lit. d-
f).
Das MRI vom 2
4.
August 2015 habe einen ziemlich ausgeprägten Gelenkerguss auf Höhe L4/5, eine Diskusprotrusion sowie interspinöse Flüssigkeit gezeigt sowie auf Höhe L4/5 möglicherweise eine kleine Einblutung (S. 2
Ziff.
4).
3.8
Dr.
Z._
führte in seinem Bericht vom 2
2.
Juni 2016 (
Urk.
8/ZM11)
zur Frage, ob die Rückenbeschwerden des Versicherten in einem kausalen Zusam
menhang mit dem Unfallereignis vom 1
2.
August 2015 (Kühlschrank auf die Seite verschoben) stünden (vgl.
Urk.
8/ZM9)
aus,
diese Frage sei eigentlich nur aus dem Krankheitsverlauf zu beantworten. Daraus
ergebe sich, dass der Patient nur einmal jährlich zur Kontrolle bei ihnen
gewesen sei, zwar immer wieder über etwas Rückenbeschwerden geklagt habe, es ihm
aber seit diesem Unfaller
eignis
so schlecht gegangen sei, dass eine Operation
habe
geplant werden müs
se
n
.
Dr.
Z._
führte aus, sie hätten mit der Spitaldirektion w
egen allgemeinversi
cherten Patienten grosse Differenzen seit 2013 gehabt, so dass sich diese Opera
tion verzögert habe.
Prinzipiell hätte er den Patienten früher operiert. Es s
ei einfach nicht gegangen und der Beschwerdeführer
habe von niemand anderem operiert werden wollen.
D
er
Kausalzusammenhang sei rein aus der Geschichte mit dem Sturz,
den sofort auftretenden Beschwerden und auch dem Besuch bei ihnen nach dem Sturz,
eindeutig richtungsweisend und auch von den Beschw
erden her persistierend gewesen
.
Die Adäquanz bei einem solchen Sturz sei eigentlich gegeben, vor allem dann, wenn die Wirbelsäule bereits vorgeschädigt sei und der Patient zwei Besonder
heiten aufweise, nämlich einen anlagebedingt extrem engen Spinalkanal, sowie anatomisch sehr kleine Wirbelkörper, die etwa einen Drittel kleiner seien, als bei der Durchschnittsbevölkerung. Deshalb sei seine Situation viel fragiler als die von einem Normalpatienten.
Zur Frage nach dem Grad der Wahrscheinlichkeit führte
Dr.
Z._
aus,
aus dieser Sicht
sei
aus
der
Pathographie
, aus der Krankengeschichte selbst
und
aus seiner Sicht mit grosser Wahrscheinlichkeit die Auslösung auch mit dokumen
tiertem Gelenkerguss unfallkausal (S. 1).
Es sei ihm natürlich bewusst, dass die Unfallversicherer stets bei degenerativen Vorschädigungen Unfallereignisse abwiesen. Gehe man von versicherungstechnischen Beschreibungen aus könne man sagen, die Unfallkausalität sei unwiderlegbar, weil ein ungewöhnlicher äusserer Faktor vorgelegen habe. Das Ereignis sei ungewöhnlich gewesen und für den Patienten nicht voraussehbar und das Ereignis sei unentrinnbar.
Die Beschwerden seien unmittelbar aufgetreten und führten dazu, dass eine Opera
tion habe durchgeführt werden müssen. Neben der Stenose habe ja auch eine Diskushernie vorgelegen. Die Operation habe rein sc
hon aus Schmerzgründen sowie aufgrund der
Lähmungsgefahr durchgeführt werden müssen (S. 2).
3.9
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannte in seinem Arztzeugnis vom
4.
Juli 2016 (
Urk.
8/ZM3) als Diagnose eine Riss
quetschwunde am Vorderarm volar links am 1
2.
August 2015
, was beim Ver
schieben des Kühlschrankes passiert sei
(
Ziff.
2 und
Ziff.
5). Die Erstbehandlung habe am 2
0.
August 2015 stattgefunden (
Ziff.
1). Es habe sich eine reizlose, wunderschön adaptierte Naht gezeigt.
Dr.
G._
führte aus, bei ihm sei lediglich die Faden
e
ntfernung vorgenommen worden (
Ziff.
4 und
Ziff.
7).
3.10
PD
Dr.
B._
führte in seiner versicherungs
medizinischen
Beurteilung
vom 1
8.
Juli 201
6
(
Urk.
8/ZM
17
) aus, nach Einsichtnahme
in die
vorliegenden MRI
Bilder vom 2
4.
August 2015 und vom 1
3.
Februar 2016 liessen sich dege
nerative,
von
kranio
nach kaudal zunehmende Diskopathien mit Signalminde
rungen Höhe L3/4 und L4/5 feststellen. Eine
anuläre
Fissur (Riss des äusseren Faserrings der Bandscheibe) auf Höhe L4/5 als Ausdruck einer möglichen Bandscheibenverletzung oder anderweitige traumatisch verursachte strukturelle Läsionen seien nicht objektivierbar. Der Verdacht einer Einblutung auf Höhe L4/5 sei unbe
gründet, vielmehr hand
le es sich um durch die
Cageeinlagen
ver
ursachte Artefakte. Die in der Bilddokumentation ersichtlichen Gelenkergüsse beidseits Höhe L4/5 basierten auf einer krankhaften Grundlage als Ausdruck einer
epifusionellen
Segmentdegeneration mit
erosiver
Arthrose beidseits.
Schmerzen mit Ausstrahlungen links etwas mehr in Richtung
Iliosakralgelenk
(
ISG
)
würden anlässlich der Konsultation vom 2
4.
August 2015 beschrieben. Dem Krankengeschichteeintrag sei zu entnehmen, dass diese Rückenschmerzen bereits einige Wochen vor dem Unfall aufgetreten seien. Durch das Unfallereig
nis vom 1
2.
August 2015 ausgelöste oder intensivierte Rückenbeschwerden gingen somit aus den unfallnahen medizinischen Echtzeitakten nicht hervor und stünden vor dem Hintergrund der degenerativen Befunde lum
bal nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit im natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis vom 1
2.
August 2015.
Hinsichtlich der Unfallfolgen sei der medizinische Endzustand mit Abheilung der genähten Rissquetschwunde am linken Unterarm respektive am 2
0.
August 2015 mit Datum der Fadenentfernung und dem hausärztlichen Behandlungsab
schluss erreicht (S. 3).
3.11
In seiner Stellungnahm
e vom 2
4.
April 2017 (
Urk.
18/1/1-4)
zum Bericht von PD
Dr.
B._
führte
Dr.
Z._
aus, dass der Patient zwei Wochen h
abe warten müssen, bis er einen Termin erhalten habe, sei nicht ungewöhnlich, da bei sol
chen Beschwerden oftmals länger zugewartet werde und zwar um abzuwarten, ob diese wie oftmals wieder spontan verschwinden würden. Da sich der Beschwerdeführer nun aber nach 1.4 Jahren erst wieder bei ihm gemeldet habe, das heisse kurz nach dem Verhebetrauma, stünden die Beschwerden nun nach seiner medizinischen Auffassung mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit im Zusammenhang mit dieser in der Bagatellunfallmeldung erwähnten Rücken
kontusion, auch wenn er in seiner Krankengeschichte nicht auf den Unfall ein
gegangen sei.
Dr.
Z._
führte aus, die Nichterwähnung stelle aber keineswegs einen Beweis dar, dass die Beschwerden nicht durch das Verhebe
trauma ausgelöst worden seien.
Da es dem Beschwerdeführer nicht gut gegangen sei und er unter starken Rückenbeschwerden gelitten habe
,
sei
gleiche
ntags ein MRI veranlasst worden
.
Der Verlauf deute aber auf die klassische Definition des Posttraumas hin. „Post
traumatische Beschwerden“, wie der Begriff es schildere, seien Beschwerden, die „nach“ einem Trauma verstärkt auftreten. Der Beschwerdeführer habe sowohl an direkt traumatischen sowie im Verlauf an posttraumatischen Beschwerden gelitten. Der hintere Bandscheibenfaserring sei gerissen (MRI Befund 2
4.
August 2015)
,
und allmählich habe dieser Riss zum Austritt des inneren Gallertkerns geführt, der sich im weiteren Verlauf immer mehr in den Rückenmarkskanal ausgedehnt und so zu zunehmenden Beschwerden geführt habe. Bei vorgeschä
digter Wirbelsäule bestehe so oder so eine verminderte Belastbarkeit, weshalb es nicht erstaun
e
, dass ein Verhebetrauma hier zu einer permanenten und rich
tungsweisenden
Verschlechterung geführt habe (S. 1).
Das Heben eines Kühlschranks mit nachweislich dokumentierter und akten
kundi
ger Läsion spreche auch sehr dafür, dass die Adäquanz b
ei vorope
rierter Wirbelsäule vor
9 Jahren (1
4.
September 200
6) ausreichend gewesen sei, um
zu einer weiteren Schädigung mit Faserriss der
darüberliegenden
Band
scheibe zu führen. Der MRI-Verlauf zeige eine eindeutige Verschlechterung im Verlauf, weshalb eine Operation unumgänglich gewesen sei. Wenn auch bereits vorbestehende Degenerationen wie ein Gelenkserguss bestanden
hätten
, so sei
es im weiteren Verlauf zu einer zunehmenden Ausweitung des Bandscheiben
vorfalls gekommen (S. 2).
Dr.
Z._
führte aus, auch wenn in der Krankengeschichte widersprechend zur bereits erwähnten Bagatellunfallmeldung von einer Krankheit gesprochen werde, sei dies kein Gegenbeweis,
vor allem
wenn man die Chronologie der Krankengeschichte, das heisse den Verlauf sehe. Ein Ereignis nicht zu erwähnen
,
bedeute ja nicht implizit, dass ein solches nicht stattgefunden habe. Es sei völlig
unplausibel
, dass die verstärkten Rückenbeschwerden krankheitsbedingt sozusagen exakt mit dem Unfallzeitpunkt zusammenfallen sollten.
Dr.
Z._
hielt fest, er sei daher der Ansicht, dass wenn in seinen Akten in
itial kein Unfall erwähnt werde
und das Unfallereignis erst viel später in seinen Akten erscheine, dieses deswegen nicht kategor
isch wegdiskutiert werden könne.
Entscheidend sei einzig, dass durch das aktenkundige Unfallereignis eine Verschlechterung ausgelöst worden sei. Aufgrund des
Beschwerdeverlaufs und der MRI-
Verlaufsbefunde spreche alles dafür, dass das Verhebetrauma der Aus
löser für die Verschlechterung darstelle (S. 3).
Dass die Beschwerden sich erst über eine gewisse Zeit verschlechterten
,
sei dadurch erklärbar, dass der Vorfall über die Zeit immer grösser geworden sei, und die Beschwerden daher zuge
nommen hätten, was man im MR-Verlauf eindeutig erkennen könne (S. 4).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte gestützt auf die
versicherungsmedizinische
Einschätzung
durch
PD
Dr.
B._
vom
1
8.
J
uli 201
6
(vgl. vorstehend E. 3.10
) einen Kausalzusammenhang zwischen dem Unfallereignis vom
1
2.
August 2015
und den
vom Beschwerdeführer
gelt
end gemachten Rückenbeschwerden (vgl.
vorstehend E. 2.1)
.
Laut
PD
Dr.
B._
lag
en
gemäss
den
durchgeführten
MRI
vom 2
4.
August 2015 und vom 1
3.
Februar 2016 (vgl
. vorstehend E. 3.3-4
) aus
schliesslich degenera
tive Befunde vo
r. Traumatische verursachte stru
kturelle
Läsionen
seien
nicht objektivierbar
.
D
ie Gelenk
s
ergüsse beidseits auf Höhe L4/5
führte er auf eine krankhafte
Grundlage als Ausdruck einer
epifusionellen
Segmentdegeneration mit
erosiver
Arthrose beidseits
zurück
.
Weiter wies PD
Dr.
B._
darauf hin, dass
durch das Unfallereignis vom 1
2.
August 2015 ausgelöste oder
intensivierte Rückenbeschwerden
in den echtzeitlichen medizinischen Akten nicht belegt
seien
.
D
em Krankengeschichteeintrag vom 2
4.
August 2015
sei zu
entnehmen, dass die Rückenbeschwerden bereits einige Wochen vor dem Unfall aufgetreten seien.
4.2
Auf die schlüssige und nachvollziehbare Einschätzung
durch
PD
Dr.
B._
kann
aus
den nachfolgend dargelegten Gründen
abgestellt werden.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. vorstehend E. 2.2), lagen PD
Dr.
B._
die
Bericht
e
von
Dr.
Z._
vom Juni 2016, worin dieser Unfallfolgen gelten
d
machte, vor (vgl.
Urk.
8/ZM17 S. 2 Mitte).
In Übereinstimmung
mit der Ein
schätzung
durch
PD
Dr.
B._
wiesen insbesondere die Radiologen
Dr.
D._
und
Dr.
E._
nach am 2
4.
August 2015 und am 1
3.
Februar
2016 durchge
führtem MRI der LWS auf
fehlende
traumatische Läsionen hin und beschrieben lediglich degenerative Befunde respektive Zustände nach den durchgeführten Operationen
. Auch
war in den Berichten als Indikationsgrund für die MRI
lediglich von Voroperationen und degenerativen Befunden und nicht von einem
allfälligen
Unfallereignis die Rede
(vgl. vorstehend E. 3.3-4
).
Auch das im Mai 2016 durchgeführte Röntgen zeigte keine traumatischen Läsionen
und als Indi
kationsgrund wurde eine Stellungskontrolle nach Operation genannt
(vgl. vor
stehend E. 3.5
).
Wesentlich ins Gewicht fällt
vorliegend
insbesondere der Umstand,
dass die erst
behandelnden Ärzte des
Stadtspitals
C._
nach ambulanter Behandlung des Beschwerdeführers am
1
2.
August 2015 (vgl. vorstehend E. 3.1) lediglich eine Rissquetschwunde am linken Unterarm feststellen konnte
n
und ein Sturzereig
nis oder
ein
Kopfanprall
ausdrücklich
verneint wurde
n
. Dass es sich dabei lediglich um unpräzise Angaben gehandelt haben soll,
wie der Beschwerde
führer geltend machte
(vgl. vorstehend E. 2.2)
, erscheint
angesichts der ansonsten detaillierten Angaben zum
Unfallhergang
nicht
plausibel
.
Ein Sturz wird ebenso wenig in der Bagatellunfall-Meldung vom 1
9.
August 2015 (
vgl.
vorstehend E. 3.2) genannt, jedoch eine erfolgte Stauchung der Wirbel
säule.
Auch der am 2
0.
August 2015 behandelnde Hausarzt
Dr.
G._
sprach lediglich von
einer
Rissquetschwunde am Vorderarm volar links, was beim Verschieben des Kühlschrankes passiert sei (vgl. vorstehend E. 3.9).
Ebenfalls lässt sich
d
er von der Klinik
A._
(
Dr.
Z._
)
eingereichten Kran
kengeschichte des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
8/ZM14) bei vorbestehen
dem Rückenleiden und mehrfachen Operationen entnehmen, dass er am 2
4.
August 2015, demnach
12
Tage nach dem
Unfallereignis ausführte, er habe seit etwa einem Monat beidseits Schmerzen mit Ausstrahlung links etwas mehr Richtung ISG
.
Des Weiteren führte
Dr.
Z._
in seinen
ä
rztlichen
Zeugnissen vom 2
9.
Februar und vom
4.
April 2016 (
Urk.
8/ZM15
-16) aus, der Beschwer
deführer stehe wegen Krankheit
und nicht wegen Unfall
in seiner Behandlung und sei
vom 1
6.
Februar bis
8.
Mai 2016 zu 100
%
arbeitsunfähig.
Dem
Opera
tionsbericht
von
Dr.
Z._
vom 1
0.
Mai 2016 (vgl. vorstehend E.
3.6)
lässt sich
keine unfallbedingte Ursache für die Operation
entnehmen
.
A
ls Grund für die Operation wurde
eine zentrale Diskushernie beidseitig mit massiver Zentralka
nalstenose
epifusionell
L4/L5
genannt
.
Dementsprechend wurde
n
auch eine Fusion, Diskektomie beidseits sowie eine Dekompression L4/5 vorgenommen.
Erst
mals
in seinem Bericht vom 1
4.
J
uni 2016 (vgl. vorstehend E. 3.7
) sprach
Dr.
Z._
dann von einem Verhebetrauma mit entsprechendem Gelenkserguss
.
Dass nun, entgegen der Beurteilung
durch
PD
Dr.
B._
vom 1
8.
Juli 201
6
und
derjenigen
des Radiologen
Dr.
D._
vom
2
4.
August 2015
,
die auf Höhe L4/5 im MRI gezeigten Spondylarthrosen mit Gelenkserguss, ein allfälliges
Verhebe
trauma belegen soll
en
, erweist sich als
nicht schlüssig.
Dies räumte
Dr.
Z._
dann auch in seiner Stellungnahme vom 2
4.
April 2017 ein, indem er nun von vorbestehenden Degenerationen
wie Gelenkerguss sprach und neu
einen seiner Ansicht nach
im MRI vom 2
4.
August 2015 festgestellten
Riss des hinteren Bandscheibenfaserrings auf das Verhebetrauma zurückführte und dieses ursäch
lich für die Entwicklung der Bandscheibenprotrusion sah. Diesbezüglich ist jedoch auszuführen, dass im MRI-Bericht von
Dr.
D._
vom 2
4.
August 2015 der
Anulus
fibrosus
-Riss links
neuroforaminal
mit Tangierung und möglicher Irritation der austretenden Nervenwurzel L3 links auf Höhe L3/4 lag und die von
Dr.
Z._
vorgenommene Operation aufgrund einer Bandscheiben
protru
sion L4/L5 stattfand.
Des Weiteren geht auch die von
Dr.
Z._
in seinem Bericht
vom 2
2.
Juni 2016
und in der Stellungnahme vom
2
4.
April 2017
angegebene
Begründung der Unfallkaus
alität
, dass die Beschwerden nach
dem Ereignis aufgetreten seien
,
an der Sache vorbei.
Eine s
olche Begründung vermag für
sich allein keine überwiegende Wahrscheinlichkeit einer traumatischen Ursache zu begründen.
Denn
aus
dem Fehlen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung vor dem Unfall kann praxisgemäss (BGE 119 V 335 und Urteil des Bundesgerichts 8C_614/2007 vom 10. Juli 2008, E. 4.1.2 mit Hinweisen auf neuere E
ntscheide) nicht auf die Unfall
kausalität von hernach aufgetretenen Beschwerden geschlossen werden (Formel „
post
hoc
ergo
propter
hoc
“).
Insgesamt sind vorliegend sowohl
die Ausführungen des Beschwerdeführers, alle echtzeitlichen Akten seien fehlerhaft
gewesen,
als
auch die von
Dr.
Z._
nachträglich hierfür getätigten Erklärungsversuche vor dem Hintergrund
zu relativieren
, dass
die Gerichte im Bereich des Sozialversicherungsrechts
praxis
gemäss
in der Regel auf die „Aussagen der ersten Stunde“ ab
stellen
, denen in beweismässiger Hinsicht grösseres Gewicht zukommt als späteren Dar
stellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen ver
siche
rungsrechtlicher oder anderer Art beeinflusst sein können (BGE 121 V 45 E. 2
a, 115 V 133 E. 8c mit Hinweis).
Was
Dr.
Z._
betrifft,
finden
wohl seine nicht plausiblen Ausführungen
ihre Erklärung in der als
behandelnde
r Arzt des Beschwerdeführers
bestehenden
auf
tragsrechtliche
Vertrauensstellung, welche als
hausarztähnlich bezeichnet
werden kann
(vgl. BGE 125 V 351 E. 3b/cc).
Soweit der Beschwerdeführer
verlangt, es seien
sämtliche Korrespondenzen zwi
schen ihm und der Beschwerdegegnerin zu editieren
(
vgl. vorstehend E. 2.4
), kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hin
weisen) verzichtet werden.
So handelt es sich dabei
einerseits
nicht um medizi
nische Akten und andererseits l
a
ssen
auch die vom Beschwerdeführer nachge
reichten E-Mails vom Juni respektive Juli 2016 (v
gl.
Urk.
18/2)
und die
nicht unterzeichnete
Telefonnotiz vom 2
9.
April 2016 (vgl.
Urk.
22/3)
keine anderen Schlüsse zu
.
Von den angebotenen Zeugeneinvernahmen (
Urk.
17 S. 2) sind bereits aufgrund des Zeitablaufs keine relevanten Erkenntnisse zu erwarten, weshalb
ebenfalls
darauf verzichtet werden kann.
Aufgrund des Gesagten bestehen vorliegend keine
Z._
an der Schlüssigkeit der Einschätzung durch PD
Dr.
B._
.
4.3
Somit
ist gestützt auf die Beurteilung
durch
PD
Dr.
B._
vom
1
8.
Juli 2017 der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass
ein Kausal
zusammenhang
zwischen dem Unfall
ereignis
vom 1
2.
August 2015
und den
vom Beschwerdeführer
ge
ltend gemachten
Rückenbeschwerden
nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
zu verneinen
ist
.
Dementsprechend gelingt dem Beschwerdeführer der Nachweis eines Kausal
zusammenhangs nicht.
Der angefochtene Einspracheentscheid (
Urk.
2) erweist sich demnach als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
Der zum unentgeltlichen Rechts
vertreter
bestellte Rechtsanwalt
Dr.
Rainer
Riek
machte mit Honorarnote vom
7.
November 2017
(
Urk.
26
) einen Aufwand von insgesamt
11
.
66
Stunden sowie Barauslagen
in der Höhe
von
pauschal 3
%
des Aufwands
(zuzüglich
8
%
Mehrwertsteuer) geltend. In Anbetracht der zu berücksichtigenden Akten und der zu behandelnden Rechtsfragen erscheint der geltend gemachte zeitliche Aufwand
noch
als angemessen. Bei einem gerichts
ü
blichen Stundenansatz von
Fr.
22
0.-- ist der unentgeltliche Rechtsvertreter deshalb mit
Fr.
2‘853.55
(inklusive Mehrwertsteuer und Auslagenersatz) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.