# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6415615d-bd86-4503-98e2-055102b5e159
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Für X._ besteht seit dem 19. August 1996 eine Vormundschaft (Art. 369 aZGB). Die altrechtliche Vormundschaft, die durch die Vormundschaftsbehörde des Kreises Trin errichtet wurde, wird seit 1. Januar 2013 mit den Wirkungen einer umfassenden Beistandschaft (Art. 398 ZGB) weitergeführt (vgl. Art. 14 Abs. 2 SchlT ZGB; Entscheid KESB Nordbünden vom 24. Juli 2013, act. 89 KESB). Mit der Mandatsführung ist A._ (Berufsbeistandschaft Plessur) beauftragt.
B. Zuletzt war X._ vom 20. September 2016 bis am 9. November 2016 behördlich fürsorgerisch in der Akutpsychiatrie der Psychiatrischen Dienste O.1_ (umfassend die Stationen D11, D21 und D22 der Klinik B._ in Chur sowie die Station D._ der Klinik E._ in O.2_) untergebracht (act. 06.4). Nach der Entlassung trat er ins F._ (Sozialwerke I._, O.3_) ein (act. 180, 192 KESB).
C. Der Beistand wurde am 1. Februar 2017 vom F._ informiert, dass X._ wegen Anwendung von verbaler Gewalt gegen ein Teammitglied bei Aufforderung zur Teilnahme an der Beschäftigung für zwei Tage vom F._ ausgeschlossen worden sei (act. 186 KESB).
D. Am 6. Februar 2017 benachrichtigte der J._ (Fachspital für Sozialmedizin und Abhängigkeitserkrankungen der Sozialwerke I._) das F._ darüber, dass X._ die erforderliche Medikation (Xeplion Depot) nicht nehmen wolle. Es lähme ihn und er könne die Kokainpfeife nicht mehr halten. Auch die angebotenen Paliperdiontabletten nehme er nicht ein. Es drohe möglicherweise eine Eskalation mit erneuter psychischer Dekompensation. Bei Impuls- und Gewaltproblemen solle der Notfallpsychiater beigezogen werden (act. 186 KESB).
E. Am 16. Februar 2017 teilte das F._ dem Beistand mit, dass X._ ab sofort nicht mehr im F._ bleiben könne. Die Situation sei wegen seiner verbalen Aggressivität und der totalen Verweigerung (absolute Kooperations- und Diskussionsblockade) nicht mehr länger tragbar. Es werde versucht, ihn zu einem freiwilligen Eintritt in die Klinik B._ zu bewegen (act. 192 KESB).
F. A._ informierte am Morgen des 17. Februar 2017, dass X._ sich aus der Klinik B._ bei ihm gemeldet und ihn um Unterhaltsgeld gebeten habe, da er demnächst austreten werde.
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G. Dr. med. K._ (Oberarzt PDGR) informierte auf telefonische Nachfrage der KESB, dass X._ freiwillig auf die Station D11 eingetreten sei. Er habe sich dann entfernt und sei nachts um 1 Uhr erneut eingetreten.
H. Am Vormittag des 17. Februar 2017 versuchten C._, L._ und M._, X._ zur fürsorgerischen Unterbringung in der Klinik B._ persönlich anzuhören. Er weigerte sich, sein Zimmer zu verlassen. Gegenüber dem ihn persönlich im Zimmer aufsuchenden C._ erklärte er, er wolle nicht mit der Kollegialbehörde sprechen. Er wolle keinesfalls in der Klinik bleiben und wolle wissen, was er im Leben falsch mache, dass er immer eingesperrt werde. Anschliessend ersuchte er darum, allein gelassen zu werden.
I. Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 17. Februar 2017, gleichentags mitgeteilt, erkannte die KESB Nordbünden folgendes (act. 02):
"1. X._ wird zur Behandlung und persönlichen Betreuung in der Akutpsychiatrie der Psychiatrischen Dienste O.1_ (umfassend die Stationen D11, D21 und D22 der Klinik B._ in Chur sowie die Station D._ der Klinik E._ in O.2_) untergebracht (Art. 426 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 428 Abs. 1 ZGB).
2. Zuständig für die Entlassung ist die KESB.
3. Die Kosten im Verfahren fürsorgerische Unterbringung werden auf Fr. 500.-- festgesetzt und beim Verfahren belassen.

## Considerations