# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 99628602-92d7-563f-b52c-003645c3894d
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Die A._ GmbH mit Sitz in X._ bezweckt hauptsächlich die Führung gastronomischer
Betriebe und die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen (www.zefix.ch).
Sie betreibt das Restaurant A._ in X._. Mit Gesuch vom 27. Januar 2021 beantragte
die Gesellschaft eine finanzielle Härtefallunterstützung im Zusammenhang mit der
Covid-19-Epidemie in der Höhe von CHF 51'000. Mit Schreiben vom 4. März 2021
teilte das Amt für Wirtschaft und Arbeit der Gesuchstellerin mit, dass die gesetzlichen
Voraussetzungen für eine finanzielle Unterstützung nicht erfüllt seien, da die
Gesellschaft per Ende 2019 überschuldet gewesen sei. Mit Eingabe vom 8. März 2021
verlangte die A._ GmbH eine beschwerdefähige Verfügung. Nach weiteren
Abklärungen verlangte die Gesuchstellerin abermals eine anfechtbare Verfügung. Mit
Eingabe vom 7. September 2021 erhob sie beim Verwaltungsgericht Beschwerde
wegen Rechtsverzögerung und -verweigerung. Mit Verfügung vom 8. September 2021
wies das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons St. Gallen, vertreten durch das
Amt für Wirtschaft, das Gesuch um wirtschaftliche Unterstützung im Zusammenhang
mit der Covid-19-Epidemie ab. Zur Begründung wurde ausgeführt, dass per
31. Dezember 2019 eine Überschuldung vorliege und nicht nachgewiesen sei, dass
diese mittlerweile saniert sei. Die Gebühr für die Verfügung wurde auf CHF 250
festgesetzt (act. 2). Das Verfahren betreffend Rechtsverweigerung und -verzögerung
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wurde mit Präsidialverfügung des Verwaltungsgerichts vom 14. September 2021
wegen Gegenstandslosigkeit als erledigt abgeschrieben (Verfahren B 2021/200).
B.
Mit Eingabe vom 16. September 2021 erhob die A._ GmbH (Beschwerdeführerin)
Beschwerde gegen die ablehnende Verfügung des Volkswirtschaftsdepartements
(Vorinstanz) mit den Anträgen, die Vorinstanz sei anzuweisen, ihr ohne Verzug eine
Härtefallunterstützung in der Höhe von CHF 51'000 auszuzahlen, eventualiter sei die
Vorinstanz anzuweisen, ihr eine Härtefallunterstützung nach Ermessen des Gerichts
auszuzahlen, subeventualiter sei die Streitsache unter Ansetzung einer Erledigungsfrist
zur Vornahme weiterer Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen, unter Kosten-
und Entschädigungsfolge. Auf die Erhebung eines Kostenvorschusses wurde seitens
des Gerichtes vorläufig verzichtet.
Mit Vernehmlassung vom 8. Oktober 2021 beantragte die Vorinstanz die Abweisung
der Beschwerde. Die Beschwerdeführerin reichte am 21. Oktober 2021 eine weitere
Stellungnahme ein.
Auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung und die Ausführungen der
Beteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit für den
Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Das Verwaltungsgericht ist zum Entscheid in der Sache zuständig (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Als Adressatin der
ablehnenden Verfügung der Vorinstanz ist die Beschwerdeführerin zur Ergreifung des
Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die
Beschwerde wurde mit Eingabe vom 16. September 2021 rechtzeitig erhoben.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin handelt es sich um ein
kantonalrechtliches Verfahren, weshalb die Beschwerdefrist gestützt auf Art. 64 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 VRP 14 Tage beträgt. Das Bundesgesetz über das
Verwaltungsverfahren (SR 172.021, VwVG) ist nicht anwendbar). Die
Beschwerdeeingabe erfüllt formal wie inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen (Art. 64
in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
bis
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2.
Die Beschwerdeführerin wirft der Vorinstanz eine unzulässige Rechtsverzögerung vor,
ohne jedoch einen formellen Antrag auf Feststellung einer solchen oder Massregelung
der Vorinstanz zu stellen. Die Beschwerdeführerin führt aus, sie habe am 8. März 2021
eine anfechtbare Verfügung verlangt. Bis zu deren Erlass seien trotz mehrfacher
Nachfrage sechs Monate vergangen, was angesichts der berechtigten finanziellen
Interessen in der Notlage höchst befremdlich sei und eine krasse Verletzung des
Beschleunigungsgebots darstelle, insbesondere auch vor dem Hintergrund der
Äusserung der Vorinstanz, dass sich unabhängig von der Qualität der Rangrücktritte an
der Überschuldung nichts ändere.
2.1.
Gemäss Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
(SR 101, BV) hat jede Person in Verfahren vor Gerichts- und Verwaltungsinstanzen
Anspruch auf gleiche und gerechte Behandlung sowie auf Beurteilung innert
angemessener Frist. Der gleichlautende Anspruch ist auch konventionsrechtlich
garantiert (vgl. Art. 6 Ziff. 1 Satz 1 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte
und Grundfreiheiten, SR 0.101, EMRK). Nach Art. 77 Abs. 3 der Verfassung des
Kantons St. Gallen (sGS 111.1, KV) gewährleisten Rechtspflegeverfahren und
Gerichtsorganisation, dass rasch und verlässlich Recht gesprochen wird. Besteht keine
gesetzliche Frist, wird der Anspruch auf Beurteilung innert angemessener Frist verletzt,
wenn eine Sache über Gebühr verschleppt wird und die Gesamtdauer des Verfahrens
nicht mehr angemessen ist. Die Angemessenheit der Verfahrensdauer beurteilt sich
nach der Art des Verfahrens und den konkreten Umständen einer Angelegenheit (vgl.
auch die Übersicht von G. Steinmann, in: Ehrenzeller/Schindler/ Schweizer/Vallender
[Hrsg.], St. Galler Kommentar zur Schweizerischen Bundesverfassung, 3. Aufl. 2014, N
22 ff. zu Art. 29 BV, BGE 135 I 265 E. 4.4). Innerhalb dieses Kreises ist auf den Umfang
und die Komplexität der aufgeworfenen Sachverhalts- und Rechtsfragen abzustellen.
Von den Behörden kann zudem nicht verlangt werden, dass sie sich ständig einem
einzigen Fall widmen. Nach Abschluss des Verfahrens kann eine nachträglich durch die
Rechtsmittelinstanz konstatierte Rechtsverzögerung nicht mehr beseitigt werden. In
diesem Fall fällt die blosse Feststellung als Wiedergutmachung in Betracht (Steinmann,
a.a.O., N 25 f. zu Art. 29 BV). Die Rechtsverzögerung kann und soll im Dispositiv
förmlich festgestellt werden. Darüber hinaus kann der Verfassungsverletzung mit einer
vorteilhaften Kostenregelung Rechnung getragen werden (BGE 138 II 513 E. 6.5, BGer
1C_370/2013 vom 14. Oktober 2013 E. 6).
2.2.
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Nachdem das Amt für Wirtschaft mit Schreiben vom 4. März 2021 mitgeteilt hatte, dass
das Gesuch um Härtefallmassnahmen abgewiesen werden müsse, beantragte die
Beschwerdeführerin am 8. März 2021 eine anfechtbare Verfügung. Als sie während
eines Monats nichts vernahm, fragte sie am 13. April 2021 per E-Mail nach. In der
Folge versuchte die Beschwerdeführerin, den Nachweis für die Beseitigung der
Überschuldung zu erbringen. Am 19. April 2021 reichte sie eine Vereinbarung über
einen Forderungsverzicht und am 22. April 2021 eine Rangrücktrittserklärung ein. Mit
E-Mail vom 20. Mai 2021 teilte die Vor-instanz mit, dass diese Unterlagen nicht
ausreichten, um die Überschuldung zu beseitigen. Die Beschwerdeführerin nahm dazu
am 22. Juni 2021 unter Einreichung weiterer Unterlagen Stellung und beantragte
unverzüglich eine anfechtbare Verfügung. Als sie nichts mehr hörte, gelangte sie mit E-
Mail vom 19. August 2021 erneut an die Vorinstanz. Mit Eingabe vom 7. September
2021 erhob sie beim Verwaltungsgericht Beschwerde wegen Rechtsverzögerung und -
verweigerung, worauf am 8. September 2021 die anfechtbare Verfügung erlassen
wurde.
Seit dem Schreiben der Beschwerdeführerin vom 22. Juni 2021, worin sie um
unverzüglichen Erlass einer anfechtbaren Verfügung verlangt hatte, vergingen bis zum
Erlass der Verfügung rund zwei Monate. Angesichts der finanziellen Notlage, in welcher
sich Restaurationsbetriebe während des Lockdown und auch noch danach befanden,
erscheint eine Dauer von insgesamt sechs Monaten von der Gesuchseinreichung bis
zum Erlass der Verfügung doch als eher lang. Der Beschwerdeführerin wurde vor dem
Erlass der Verfügung indes die Möglichkeit eingeräumt, die zwischenzeitliche
Beseitigung der Überschuldung nachzuweisen, was in ihrem Interesse lag. Sie reichte
dazu mehrere Dokumente ein, die es zu prüfen galt. Dabei stand nicht von Vornherein
fest, dass diese an der Überschuldung nichts zu ändern vermöchten. Ferner ist zu
berücksichtigen, dass bei der Vorinstanz insgesamt über 1'900 Gesuche um
Härtefallunterstützungen eingingen, die zu bearbeiten waren und von denen rund 1'500
ganz oder teilweise gutgeheissen wurden. Grundsätzlich ist eine hohe Zahl an
Verfahren kein Grund für eine längere Verfahrensdauer, da sich der Staat entsprechend
zu organisieren hat. Angesichts der ausserordentlichen Lage war jedoch nicht im
Voraus absehbar, wie viele Gesuche innert welcher Zeit eingereicht werden würden.
Die nach der Einreichung weiterer Unterlagen für die Ausfertigung der Verfügung
beanspruchte Zeitspanne von zwei Monaten mag aus Sicht der Gesuchstellerin
begreiflicherweise lang erscheinen, kann im Lichte der Gesamtsituation aber noch nicht
als Rechtsverzögerung beanstandet werden.
2.3.
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3.
Die Beschwerdeführerin rügt im Wesentlichen, die beiden Lockdown-Phasen hätten
ihre Existenz nachhaltig bedroht. Mit den Härtefallgeldern habe sie den Lockdown
überstehen und die weiterhin anfallenden Kosten tilgen wollen. Gemäss den
massgebenden bundesrechtlichen Bestimmungen habe das Kriterium der
Überschuldung keine Relevanz. Art. 3 des kantonalen Covid-Gesetzes stehe im
Widerspruch zu Art. 4 der Covid-19-Härtefallverordnung. Das Bundesrecht gehe vor.
Die Grundzüge der Anspruchsberechtigung seien durch den Bund als Mindeststandard
vorgegeben, der Kanton könne sich darüber nicht mit einer eigenen restriktiveren
Gesetzgebung hinwegsetzen. Ihr Unternehmen gelte gestützt auf die
bundesrechtlichen Bestimmungen klar als profitabel. Die bundesrechtlich verordneten
Lockdowns stellten sodann zeitlich befristete materielle Enteignungen dar. Ihr sei es
untersagt gewesen, den Gastrobetrieb zu führen und damit Umsatz zu erzielen. Ihr
wirtschaftliches Fortkommen sei beschnitten worden. Dies führe zu einer zwingenden
Entschädigungspflicht des Staates. Der Vorinstanz stehe keine Kompetenz zu, um über
den Nachlass oder Konkurs eines Unternehmens zu befinden. Der Versicherungsstreit
mit der Gesellschaft Y zeige eindrücklich, wie sie sich für ihre Interessen einsetze und
dass sie ihren wirtschaftlichen Fortbestand unbedingt sichern wolle. Der Kanton
St. Gallen sei bekannt für seine äusserst rigide Haltung bei der Ausrichtung von
Härtefallgeldern. Andere Kantone, z.B. Zürich und Thurgau, seien weitaus
grosszügiger.
4.
4.1.
Mit der Beschwerde können Rechtsverletzungen geltend gemacht werden. Die
Beschwerdeführerin kann sich auch darauf berufen, die angefochtene Verfügung oder
der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder unvollständig
festgestellten Sachverhalt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Die Kognition des
Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt. Falls einer Behörde beim
entsprechenden Entscheid ein Ermessensspielraum zukommt, hat das
Verwaltungsgericht diesen zu respektieren (Looser/Looser-Herzig, in: Rizvi/Schindler/
Cavelti [Hrsg.], Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege, Praxiskommentar, Zürich/
St. Gallen 2020, N 3 und 5 zu Art. 61 VRP).
Art. 1 der Verordnung über Härtefallmassnahmen für Unternehmen im Zusammenhang
4.1.1.
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mit der Covid-19-Epidemie (SR 951.262, Covid-19-Härtefallverordnung in Verbindung
mit Art. 12 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die gesetzlichen Grundlagen für die
Verordnungen des Bundesrates zur Bewältigung der Covid-19-Epidemie, SR 818.102,
Covid-19-Gesetz) hält den Grundsatz fest, wonach sich der Bund im Rahmen des von
der Bundesversammlung bewilligten Verpflichtungskredits an den Kosten und
Verlusten beteiligt, die einem Kanton aus seinen Härtefallmassnahmen für
Unternehmen entstehen, sofern die kantonale Regelung die Mindestvoraussetzungen
dieser Verordnung bezüglich der Anspruchsberechtigung der Unternehmen sowie der
Ausgestaltung der Massnahmen erfüllt (vgl. Art. 2 bis 6 der Covid-19-
Härtefallverordnung).
Bundesrechtlich geregelt ist damit lediglich, unter welchen Bedingungen sich der Bund
an kantonalen Unterstützungsmassnahmen für Härtefälle beteiligt. Die Federführung
liegt allein bei den Kantonen. Sie definieren die Härtefallmassnahmen. Dabei liegt der
Entscheid, ob und in welchem Umfang Härtefallmassnahmen ergriffen werden, in deren
alleiniger Zuständigkeit. Die Kantone entscheiden also – zumindest für Unternehmen
mit einem Jahresumsatz von unter 5 Millionen Franken – frei, ob sie Massnahmen
ergreifen und, falls ja, wie sie diese ausgestalten. Damit sind die Rahmenbedingungen
dafür geschaffen, dass die Härtefallmassnahmen zum einen den unterschiedlichen
Gegebenheiten in den Kantonen gerecht werden und ihnen zum andern ein gewisser
Ermessensspielraum zukommt (Erläuterungen der Eidgenössischen Finanzverwaltung
vom 31. März 2021 zur Covid-19-Härtefallverordnung, act. 7/11, S. 2, nachfolgend:
Erläuterungen EFV). Die Verwendung des Begriffs "gewisser Ermessensspielraum"
rührt dabei von den bundesrechtlichen Vorgaben für eine finanzielle Beteiligung in der
Covid-19-Härtfallverordnung her, hat aber nichts mit der Freiheit der Kantone zu tun,
die Ausgestaltung der Entschädigungen, insbesondere deren Höhe, selber bestimmen
zu können.
Gemäss Art. 3 Abs. 1 des Gesetzes über die wirtschaftliche Unterstützung von
Unternehmen sowie von durch die öffentliche Hand geführten öffentlichen Institutionen
der familienergänzenden Kinderbetreuung in Zusammenhang mit der Covid-19-
Epidemie (sGS 571.3, kantonales Covid-Gesetz) kann der Kanton Unternehmen unter
gewissen Voraussetzungen Härtefallmassnahmen, darunter auch nicht rückzahlbare
Beiträge, gewähren. Die Unternehmen können keinen Anspruch auf Finanzhilfen
geltend machen (Art. 5 Abs. 3 des kantonalen Covid-Gesetzes).
4.1.2.
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Die Härtefallmassnahmen sind begrenzt auf die Mittel des Bundes, die er für
Härtefallmass-nahmen bereitstellt, und jene des Kantons, die maximal 95 Millionen
Franken betragen (Art. 2 des kantonalen Covid-Gesetzes). Das zur Verfügung stehende
Gesamtvolumen an finanziellen Mitteln wie auch die Ausgestaltung als Kann-Vorschrift
schränken die Rechtsansprüche auf die nicht rückzahlbaren Beiträge ein oder
schliessen solche nachgerade aus. Sie zwingen die Behörden zu
Ermessensentscheiden, und zwar im Hinblick auf die Entscheidung, ob überhaupt eine
Rechtsfolge angeordnet werden soll (sog. Entschliessungsermessen). Als leitendes
Prinzip soll dabei die Gleichbehandlung gelten (vgl. BVGer A-2600/2020 vom
16. Februar 2021 E. 4.2 zu Begleitmassnahmen im Sportbereich zur Abfederung der
Folgen der Covid-19-Epidemie). Es handelt sich daher bei den nicht rückzahlbaren
Beiträgen nach dem kantonalen Covid-Gesetz um Ermessenssubventionen, auf die
kein Rechtsanspruch besteht (vgl. BVGer B-1773/2012 vom 18. Dezember 2014 E. 2.3
mit Hinweis). Entsprechend hat das Verwaltungsgericht sein Ermessen nicht anstelle
desjenigen der Vorinstanz zu setzen, sondern deren Entscheid mit einer gewissen
Zurückhaltung zu prüfen.
4.2.
Nach Art. 12 Abs. 1 des Covid-19-Gesetzes kann der Bund auf Antrag eines oder
mehrerer Kantone Massnahmen für Unternehmen unterstützen, die vor dem 1. Oktober
2020 gegründet worden sind oder ihre Geschäftstätigkeit aufgenommen haben, am
1. Oktober 2020 ihren Sitz im jeweiligen Kanton hatten, aufgrund der Natur ihrer
wirtschaftlichen Tätigkeit von den Folgen von Covid-19 besonders betroffen sind und
einen Härtefall darstellen, insbesondere Unternehmen in der Wertschöpfungskette der
Eventbranche, Schausteller, Dienstleister der Reisebranche, Gastronomie- und
Hotelleriebetriebe sowie touristische Betriebe. Ein Härtefall liegt vor, wenn der
Jahresumsatz unter 60 Prozent des mehrjährigen Durchschnitts liegt. Die gesamte
Vermögens- und Kapitalsituation ist zu berücksichtigen sowie der Anteil an nicht
gedeckten Fixkosten (Art. 12 Abs. 1 des Covid-19-Gesetzes). Der Bundesrat regelt
die Einzelheiten in einer Verordnung, wobei er Unternehmen berücksichtigt, die im
Durchschnitt der Jahre 2018 und 2019 einen Umsatz von mindestens CHF 50'000
erzielt haben (Art. 12 Abs. 4 des Covid-19-Gesetzes). Für Unternehmen, die aufgrund
von Massnahmen des Bundes oder der Kantone zur Eindämmung der Covid-19-
Epidemie ihren Betrieb ab dem 1. November 2020 für mehrere Wochen schliessen
müssen oder die während dieser Dauer in der betrieblichen Tätigkeit erheblich
eingeschränkt werden, kann der Bundesrat die Anspruchsvoraussetzungen für die
4.2.1.
bis
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Unternehmen nach diesem Artikel lockern (Art. 12 Abs. 5 des Covid-19-Gesetzes).
In Bezug auf die Vermögens- und Kapitalsituation muss das Unternehmen gegenüber
dem Kanton belegt haben, dass es profitabel und überlebensfähig ist (Art. 4 Abs. 1 lit. a
der Covid-19-Härtefallverordnung). Dies ist dann der Fall, wenn sich das Unternehmen
zum Zeitpunkt der Einreichung des Gesuchs nicht in einem Konkursverfahren oder in
Liquidation befindet und sich am 15. März 2020 nicht in einem Betreibungsverfahren
für Sozialversicherungsbeiträge befunden hat, es sei denn, zum Zeitpunkt der
Einreichung des Gesuchs liege eine vereinbarte Zahlungsplanung vor oder das
Verfahren sei durch Zahlung abgeschlossen (Art. 4 Abs. 2 der Covid-19-
Härtefallverordnung). Nach Art. 5 Abs. 1 der Covid-19-Härtefallverordnung muss das
Unternehmen gegenüber dem Kanton belegt haben, dass sein Jahresumsatz 2020 im
Zusammenhang mit behördlich angeordneten Massnahmen zur Bekämpfung der
Covid-19-Epidemie unter 60 Prozent des durchschnittlichen Jahresumsatzes der Jahre
2018 und 2019 liegt. Das Unternehmen hat gegenüber dem Kanton sodann zu
bestätigen, dass aus dem Umsatzrückgang erhebliche ungedeckte Fixkosten
resultieren (Art. 5a der Covid-19-Härtefallverordnung; sog. Typ 1-Unternehmen). Für
Unternehmen, die aufgrund von Massnahmen des Bundes oder der Kantone zur
Eindämmung der Covid-19-Epidemie ihren Betrieb zwischen dem 1. November 2020
und dem 30. Juni 2021 für insgesamt mindestens 40 Tage schliessen müssen, entfallen
bei einem durchschnittlichen Jahresumsatz der Jahre 2018 und 2019 bis 5 Millionen
Franken die Anspruchsvoraussetzungen nach den Art. 4 Abs. 1 lit. b (Nachweis der
Ergreifung von Massnahmen zum Schutz der Liquidität und der Kapitalbasis), Art. 5
Abs.1 und 1 (Nachweis des Umsatzrückgangs um mindestens 40 Prozent) sowie Art.
5a (Nachweis ungedeckter Fixkosten; Art. 5b Abs. 1 lit. a der Covid-19-
Härtefallverordnung; sog. Typ 3-Unternehmen).
bis
Hauptzweck der Covid-19-Härtefallverordnung ist es zu definieren, unter welchen
Voraussetzungen sich der Bund an kantonalen Härtefallmassnahmen beteiligt. Die
Kantone wiederum entscheiden frei, ob sie Härtefallmassnahmen ergreifen und,
bejahendenfalls, wie sie diese ausgestalten. Sie können die im Bundesrecht geregelten
Mindestvoraussetzungen weiter verschärfen oder eingrenzen (vgl. Ziffer 2 der
Erläuterungen EFV). Der Kanton St. Gallen hat für die Ausgestaltung der
Härtefallmassnahmen auf Grundlage der bundesrechtlichen Bestimmungen gemäss
Covid-19-Gesetz und Covid-19-Härtefallverordnung das kantonale Covid-Gesetz
erlassen.
4.2.2.
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5.
Nach Art. 3 des kantonalen Covid-Gesetzes kann Unternehmen eine
Härtefallmassnahme gewährt werden, wenn sie die Vorgaben nach dem zweiten
Abschnitt der Covid-19-Härtefallverordnung erfüllen (lit. a), ihren Umsatz zu wenigstens
75 Prozent in einer Branche nach Art. 4 dieses Erlasses (insbesondere Gastronomie,
Hotellerie, Reisen und Tourismus, Märkte und Messen, Freizeit und Veranstaltungen
sowie Tierparks) erzielen (lit. b), per 1. Oktober 2020 ihren Sitz im Kanton St. Gallen
haben, eine operative Geschäftstätigkeit im Kanton ausüben und per 15. März 2020
Arbeitsplätze im Umfang von wenigstens 100 Stellenprozent in der Schweiz aufweisen
(lit. c), keinen Anspruch auf branchenspezifische Covid-19-Finanzhilfen des Bundes
oder des Kantons St. Gallen in den Bereichen Kultur, Sport, öffentlicher Verkehr oder
Medien haben (lit. d), per 31. Dezember 2019 nicht überschuldet waren (lit. e), über
einen Nachweis der Überlebensfähigkeit verfügen, der glaubhaft aufzeigt, dass die
Finanzierung des Unternehmens mit der Härtefallmassnahme gesichert werden kann
(lit. f) und sich am 15. März 2020 nicht in einem Betreibungsverfahren für
steuerrechtliche Forderungen befunden haben, das nicht bereits durch eine Zahlung
abgeschlossen oder für das noch keine Zahlungsplanung vereinbart werden konnte (lit.
g). Die Härtefallmassnahmen können gewährt werden in Form von Solidarbürgschaften,
nicht rückzahlbaren Beiträgen oder einer Kombination von beidem. Für ungedeckte
Fixkosten werden nicht rückzahlbare Beiträge gewährt (Art. 5 Abs. 1 und 2 des
kantonalen Covid-Gesetzes). Härtefallmassnahmen werden auf Gesuch hin gewährt
(Art. 11 Abs. 1 des kantonalen Covid-Gesetzes).
Unbestritten ist, dass die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen gemäss Art. 2 ff.
der Covid-19-Härtefallverordnung wie auch Art. 3 Abs. 1 lit. b und c des kantonalen
Covid-Gesetzes zum Zeitpunkt der Gründung des Unternehmens, zur Umsatzhöhe,
zum Umsatzrückgang und zur Anzahl Stellenprozente erfüllt. Fest steht ferner, dass sie
der anspruchsberechtigten Branche der Gastronomie angehört. Als zwischen dem
1. November 2020 und 30. Juni 2021 für insgesamt mindestens 40 Tage behördlich
geschlossener Betrieb (Typ 3-Unternehmen) entfällt der Nachweis eines
Umsatzrückgangs von mindestens 40 Prozent sowie von ungedeckten Fixkosten.
Umstritten ist indessen, ob die Beschwerdeführerin als überlebensfähig im Sinn der
massgebenden gesetzlichen Bestimmungen gilt. Die bundesrechtlichen
Voraussetzungen von Art. 4 Abs. 2 der Covid-19-Härtefallverordnung werden von ihr
5.1.
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erfüllt. Sie befindet sich weder in Konkurs noch in Liquidation. Es ist auch kein
Bertreibungsverfahren hängig, weder für Sozialversicherungsbeiträge noch für
Steuerforderungen. Art. 3 Abs. 1 lit. e des kantonalen Covid-Gesetzes schreibt jedoch
zusätzlich vor, dass die Gesellschaft per 31. Dezember 2019 nicht überschuldet
gewesen sein darf. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerin ist es – wie eingangs
dargelegt – den Kantonen erlaubt, zusätzliche Kriterien für die Anspruchsberechtigung
aufzustellen. Die Rüge, andere Kantone seien grosszügiger, erweist sich daher von
Vornherein nicht als stichhaltig. Das Kriterium der Überschuldung erweist sich gerade
im Hinblick auf die Ausrichtung nicht rückzahlbarer Beiträge als zielgerichtet und
sinnvoll. Es sollen keine Unternehmen unterstützt werden, die bereits vor Ausbruch der
Covid-19-Epidemie in ihrer wirtschaftlichen Existenz gefährdet waren, wie dies im Fall
einer Überschuldung der Bilanz per Ende 2019 der Fall ist. Dass letzteres bei der
Beschwerdeführerin per 31. Dezember 2019 zutraf, wird von ihr ausdrücklich anerkannt
(act. 7/4.1). Ihre Bilanz, die sich über den Zeitraum seit Aufnahme ihrer Tätigkeit im
April 2018 bis Ende 2019 erstreckt, weist Aktiven von CHF 47'701.10 und Passiven
(Fremdkapital) von CHF 72'650.92 aus (act. 7/1.3). Das Fremdkapital ist durch die
Aktiven nicht mehr gedeckt, es liegt eine Überschuldung im Umfang von
CHF 24'949.82 und damit von mehr als der Hälfte der Bilanzsumme vor. Im ersten
überlangen Geschäftsjahr 2018/2019 hat sie bei Einnahmen von CHF 412'597.19 und
Ausgaben von CHF 457'547.01 einen Verlust von CHF 44'949.82 erwirtschaftet. Von
einem profitablen Unternehmen kann daher nicht gesprochen werden.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten der Beschwerdeführerin betrugen per 31. Dezember
2019 CHF 65'290.14. Worum es sich dabei handelt, legt die Beschwerdeführerin nicht
dar. Eine Jahresrechnung für das Jahr 2020, woraus die Entwicklung der
Überschuldung ersichtlich wäre, reichte sie ebenfalls nicht ein. Für den Nachweis der
Beseitigung der Überschuldung stützt sich die Beschwerdeführerin auf eine
Vereinbarung mit der Vermieterin R._ AG vom 22. März 2021 (act. 7/4.4). Daraus geht
hervor, dass per 30. September 2020 offene Mietzinsforderungen von CHF 46'148
bestanden. Lediglich CHF 5'484 davon betrafen das Geschäftsjahr 2019 (November
und Dezember 2019). Somit handelt es sich bei den restlichen offenen kurzfristigen
Verbindlichkeiten der Beschwerdeführerin per 31. Dezember 2019 in der Höhe von
CHF 59'806.14 um Forderungen anderer Gläubiger. Dass jene Gläubiger inzwischen
befriedigt worden wären, diese auf ihre Forderungen verzichtet oder eine
entsprechende Rangrücktrittserklärung geleistet hätten und die Überschuldung damit
nachträglich beseitigt worden wäre, wird von der Beschwerdeführerin nicht behauptet
und lässt sich den Akten auch nicht entnehmen. Im Gegenteil verschlechterte sich die
finanzielle Situation der bereits vor Ausbruch der Epidemie überschuldeten
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Beschwerdeführerin weiter. Obschon das Restaurant im Jahr 2020 während beinahe
zehn Monaten geöffnet war und in der Zeit des Lockdown Takeaway anbot, konnte die
Beschwerdeführerin vom Jahresmietzins von CHF 62'400 (12 x CHF 5'200) lediglich
einen kleinen Anteil bezahlen (Ausstände per 31. Dezember 2020 CHF 40'184, act.
7/4.4, zuzüglich der erlassenen drei Mietzinse März bis Mai 2020 von CHF 15'600, act.
7/4.8). Die Forderungsverzichte vom 30. September 2020 und 22. März 2021 wie auch
die Rangrücktrittserklärung vom 22. April 2021 (act. 7/4.6) betreffen lediglich diese
offenen Mietzinsforderungen, die grossmehrheitlich in den Jahren 2020 und 2021 und
damit nach dem 31. Dezember 2019 entstanden sind, und nicht die bereits Ende 2019
existierenden Verbindlichkeiten anderer Gläubiger in der Höhe von knapp CHF 60'000.
Hinzu kommt, dass der Forderungsverzicht der Vermieterin nicht vorbehaltlos erfolgte.
Die Beschwerdeführerin verpflichtete sich, eine allfällige Härtefallentschädigung oder
Versicherungsleistung innerhalb von 14 Tagen nach Erhalt an die Vermieterin
weiterzuleiten, womit die Forderung in jenem Umfang wieder auferstehen würde
(act. 7/4.4).
Der Nachweis der nachträglichen Behebung der per 31. Dezember 2019 bestehenden
Überschuldung der Beschwerdeführerin ist unter diesen Umständen nicht erbracht,
womit die Beschwerdeführerin die Voraussetzungen von Art. 3 Abs. 1 lit. e des
kantonalen Covid-Gesetzes für die Ausrichtung eines nicht rückzahlbaren Beitrages
nicht erfüllt.
Insofern, als die Beschwerdeführerin eine materielle Enteignung rügt und daraus eine
Entschädigung fordert, kann ihr nicht gefolgt werden. Eine Eigentumsbeschränkung,
die einer Enteignung gleichkommt (vgl. Art. 26 Abs. 2 BV) liegt vor, wenn dem
Eigentümer der bisherige oder ein voraussehbarer künftiger Gebrauch einer Sache
untersagt oder in einer Weise eingeschränkt wird, die besonders schwer wiegt, weil
ihm eine wesentliche aus dem Eigentum fliessende Befugnis entzogen wird (BGer
1C_275/2018 vom 15. Oktober 2019 E. 2.1). Die Beschwerdeführerin ist nicht
Eigentümerin der Liegenschaft, in der sie ein Restaurant betreibt. Der Lockdown betraf
ihren Geschäftsbetrieb, welcher jedoch keine Sache darstellt und daher nicht
eigentumsrechtlich geschützt ist. Von einer materiellen Enteignung für die Dauer der
behördlichen Schliessung kann daher nicht die Rede sein.
5.2.
Auch die Gebührenerhebung durch die Vorinstanz erweist sich als rechtmässig.
Grundsätzlich ist gestützt auf Art. 94 Abs. 1 VRP für jede Amtshandlung zum eigenen
5.3.
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6.
In Streitigkeiten hat jener Beteiligte die Kosten zu tragen, dessen Begehren ganz oder
teilweise abgewiesen werden (Art. 95 Abs. 1 VRP). Auf die Erhebung von amtlichen
Kosten wird jedoch in der Regel gestützt auf Art. 97 VRP verzichtet, wenn eine
Rechtsfrage in einem Verfahren erstmals entscheiden wird (R. von Rappard-Hirt, in:
Rizvi/Schindler/Cavelti [Hrsg.], a.a.O., N 7 zu Art. 97 VRP). Dem Verfahrensausgang
entsprechend wären die amtlichen Kosten – angemessen ist vorliegend eine
Entscheidgebühr von CHF 1'500 (Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS
941.12) – der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Da vor der
Beschwerdeerhebung noch kaum Entscheide des Verwaltungsgerichts im
Zusammenhang mit Härtefallmassnahmen für Unternehmen aufgrund der Covid-19-
Gesetzgebung ergangen und publiziert worden sind, rechtfertigt es sich, auf die
Erhebung der Kosten zu verzichten.
Bei diesem Verfahrensausgang besteht kein Anspruch der Beschwerdeführerin auf eine
ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 VRP). Der Vorinstanz steht sodann kein
Kostenersatz zu (vgl. VerwGE B 2017/59 vom 23. März 2018 E. 7 mit Hinweis auf R.
Vorteil die vorgeschriebene Gebühr zu entrichten. Der Rahmen für eine Verfügung oder
einen Entscheid beträgt CHF 150 bis 2'300 (Nr. 20.12 des Gebührentarifs für die
Kantons- und Gemeindeverwaltung, sGS 821.5, GebT). Für den Fall eines negativen
Bescheids wurde in Art. 12 Abs. 2 lit. b des kantonalen Covid-Gesetzes zugunsten der
Gesuchsteller die vorgängige kostenlose Mitteilung per einfachem Brief im Sinn eines
Vorbescheids vorgesehen. Erst bei ausdrücklichem Verlangen nach Erlass einer
anfechtbaren Verfügung wird eine Gebühr erhoben.
Die Vorinstanz teilte der Beschwerdeführerin mit Schreiben vom 4. März 2021 mit, dass
ihr Antrag die Bedingungen nicht erfülle, da ein Unternehmen im Jahr 2019 nicht
überschuldet sein dürfe (act. 7/3). Mit E- Mails vom 22. Juni und 19. August 2021
verlangte die Beschwerdeführerin zum wiederholten Mal ausdrücklich eine anfechtbare
Verfügung (act. 7/4.8 und 4.9). Gestützt auf die gesetzlichen Grundlagen erweist sich
die Gebührenerhebung als rechtmässig. Die konkrete Höhe der Gebühr von CHF 250
bewegt sich im untersten Rahmen des GebT und erweist sich als angemessen.
Zusammenfassend hat die Vorinstanz zurecht verfügt, dass die Beschwerdeführerin
keinen Anspruch auf finanzielle Unterstützung im Zusammenhang mit der Covid-19-
Epidemie hat, und ihr die Verfahrenskosten auferlegt. Die Beschwerde ist daher
abzuweisen.
5.4.
bis
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Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz,
Lachen/St. Gallen 2004, S. 176 ff.). Sie hat denn auch zurecht keinen
Entschädigungsantrag gestellt.