# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ea38a0bf-532f-4d19-b3f4-a2fbf3e45fd2
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Das Amt für Arbeit des Volkswirtschaftsdepartements schrieb im Amtsblatt vom
6. April 2010 verschiedene arbeitsmarktliche Massnahmen im offenen Verfahren aus,
unter anderem Motivationssemester und Einsatzprogramme (Programme zur
vorübergehenden Beschäftigung) in den RAV-Regionen St. Gallen und Herisau. Die
Motivationssemester sollen arbeitslosen Jugendlichen (Schulabgänger, Lehrabbrecher)
Arbeit, Bildungsmöglichkeiten und individuelle Betreuung auf dem Weg in eine
Ausbildung bzw. ins Erwerbsleben bieten. Die Einsatzprogramme sollen durch
Beschäftigung, Qualifizierung und Unterstützung den Wiedereinstieg von
stellensuchenden Personen in den ersten Arbeitsmarkt fördern. Auf die Ausschreibung
des Motivationssemesters für die RAV-Region St. Gallen (50 Einsatzplätze für junge
Frauen und Männer vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011 mit der Option auf
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Vertragsverlängerung bis 31. Dezember 2014) wurden innerhalb der
Ausschreibungsfrist drei Offerten eingereicht, eine der planoalto GmbH mit Kosten von
insgesamt Fr. 4'999'572.-- für vier Jahre, eine der rheinspringen GmbH mit Totalkosten
von Fr. 5'088'440.-- sowie ein weiteres Angebot für Fr. 6'000'200.--. Die Regierung
beschloss am 29. Juni 2010 über die Auftragsvergabe. Sie vergab unter anderem den
Zuschlag für das Motivationssemester in der RAV-Region St. Gallen zum Preis von
Fr. 4'884'904.-- der rheinspringen GmbH, St. Gallen. Die Zuschlagsverfügung wurde
vom Amt für Arbeit am 2. Juli 2010 eröffnet.
B./ Mit Eingabe vom 12. Juli 2010 erhob die planoalto GmbH, St. Gallen, Beschwerde
beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, die Verfügung des Amts für Arbeit vom
30. Juni 2010 sei aufzuheben und der Zuschlag sei ihr zu erteilen, eventuell sei die
Sache der Vorinstanz zur neuen Beurteilung zurückzuweisen, der Beschwerde sei
aufschiebende Wirkung zu erteilen, eventualiter sei die Vorinstanz zur Bezahlung von
Schadenersatz in gerichtlich festzulegender Höhe an die Beschwerdeführerin zu
verurteilen, unter Kostenfolge. Als Verfahrensantrag wurden die Begehren gestellt, es
sei nach Einreichen der Vorakten durch die Vorinstanz der Beschwerdeführerin
Gelegenheit zu einer zweiten Eingabe einzuräumen und es werde Einsicht in die Offerte
der Beschwerdegegnerin beantragt. Zur Begründung wird im wesentlichen
vorgebracht, die planoalto GmbH habe insgesamt 94,5 Punkte und damit 4,5 Punkte
weniger als die rheinspringen GmbH erhalten. Es handle sich um eine sehr geringe
Punktedifferenz. Bei der angefochtenen Bewertung handle es sich indessen teilweise
um Ermessensüberschreitungen, um Willkür und überspitzten Formalismus sowie um
eine Verletzung des Transparenzgebots. Die Bewertung der planoalto GmbH sei nicht
gerechtfertigt. Namentlich wird die Bewertung in den Bereichen "Mitarbeiter",
"Konzept" sowie
"Infrastruktur" gerügt.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 16. Juli 2010, der Antrag auf
Erteilung der aufschiebenden Wirkung sei abzuweisen und der Beschwerdeführerin sei
keine Einsicht in die Offerte der Beschwerdegegnerin zu gewähren, unter Kostenfolge
zu Lasten der Beschwerdeführerin.
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Mit Eingabe ihres Rechtsvertreters vom 16. Juli 2010 beantragte die rheinspringen
GmbH, die Anträge der Beschwerdeführerin seien abzuweisen, eventualiter sei im Fall
der Anordnung der aufschiebenden Wirkung und der Zufügung bedeutender Nachteile
die Beschwerdeführerin innerhalb nützlicher Frist zur Leistung von Sicherheiten für die
Verfahrenskosten und mögliche Parteientschädigungen zu verpflichten, im Falle der
nicht fristgerechten Leistung der Sicherheit sei der Entscheid über die aufschiebende
Wirkung als hinfällig zu erklären, alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
Mit Verfügung vom 19. Juli 2010 hiess der Präsident des Verwaltungsgerichts das
Begehren um Erteilung der aufschiebenden Wirkung gut und untersagte der Vorinstanz
bis zu einem anderslautenden Entscheid über die aufschiebende Wirkung bzw. bis zum
Entscheid des Gerichts einen Vertragsabschluss. Vorinstanz und Beschwerdegegnerin
wurden eingeladen, zur Beschwerde materiell Stellung zu nehmen.
Die Vorinstanz nahm in ihrer Vernehmlassung vom 13. August 2010 materiell zur
Beschwerde Stellung und beantragte, die Beschwerde sei abzuweisen, unter
Kostenfolge zu Lasten der Beschwerdeführerin.
Die Beschwerdegegnerin beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 13. August 2010, die
Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf eingetreten werden könne,
und die am 19. Juli 2010 einstweilen erteilte aufschiebende Wirkung sei bis spätestens
Ende August 2010 zu entziehen, im Falle der Abweisung dieses Antrages sei die
Beschwerdeführerin im Falle der Zufügung bedeutender Nachteile innerhalb nützlicher
Frist zur Leistung von Sicherheiten für die Verfahrenskosten und mögliche
Parteientschädigungen zu verpflichten, im Fall der nicht fristgerechten Leistung der
Sicherheiten sei der Entscheid über die aufschiebende Wirkung als hinfällig zu erklären
und die Beschwerdeführerin sei weiter zu verpflichten, den Schaden zu ersetzen, der
aus der aufschiebenden Wirkung entstanden sei, wenn sie absichtlich oder grob
fahrlässig gehandelt habe, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.
Die Beschwerdeführerin erhielt Gelegenheit, zu den Vernehmlassungen der Vorinstanz
und der Beschwerdegegnerin Stellung zu nehmen. Sie tat dies mit Eingabe ihres
Rechtsvertreters vom 6. September 2010.
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Mit Verfügung vom 7. September 2010 wies der Präsident des Verwaltungsgerichts das
Begehren um Entzug der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde ab. Auch wies er
das Eventualbegehren um Leistung von Sicherheiten für mögliche
Parteientschädigungen ab. Er übermittelte ausserdem die Vernehmlassung der
Beschwerdeführerin der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin zur Kenntnisnahme
und hielt fest, dass kein weiterer Schriftenwechsel vorgesehen sei.
Am 21. September bzw. 24. September 2010 reichten die Vorinstanz und die
Beschwerdegegnerin unaufgefordert eine Stellungnahme zur Vernehmlassung der
Beschwerdeführerin ein. Diese wurde der Beschwerdeführerin zur allfälligen
Stellungnahme übermittelt, verbunden mit dem Hinweis, dass das Gericht über die
Zulassung der unaufgefordert eingereichten Eingaben entscheiden werde.
Mit Schreiben vom 1. Oktober 2010 teilte die Beschwerdeführerin mit, sie verzichte auf
eine weitere Vernehmlassung.
Die von den Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge gemachten

## Considerations

Ausführungen werden, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen
dargelegt und gewürdigt.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 2 Abs. 1 lit. a
und Art. 5 Abs. 2 des Einführungsgesetzes zur Gesetzgebung über das öffentliche
Beschaffungswesen, sGS 841.1, abgekürzt EGöB). Die Beschwerdeführerin ist als
unterlegene Anbieterin zur Beschwerde legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 45 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt
VRP). Die Beschwerde wurde fristgerecht eingereicht und enthält Rechtsbegehren
sowie eine Begründung, womit die zeitlichen, formalen und inhaltlichen
Voraussetzungen erfüllt sind (Art. 15 Abs. 3 der Interkantonalen Vereinbarung über das
öffentliche Beschaffungswesen, sGS 841.32, abgekürzt IVöB).
1.1. Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die Beschwerdeführerin habe ihre
Rügepflicht und ihre Pflicht zur Begründung der Beschwerde missachtet. Das
Verwaltungsgericht überprüfe nicht von Amtes wegen eine angefochtene Verfügung auf
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allfällige Sachmängel oder Rechtsverletzungen, sondern es sei vom Beschwerdeführer
im einzelnen darzulegen, inwiefern die Verfügung mangelhaft sein solle.
1.2. Die Beschwerdegegnerin hat die Rechtsprechung des Verwaltungsgerichts zur
Rügepflicht bzw. zu den Anforderungen an eine Beschwerde im Bereich des
öffentlichen Beschaffungswesens zutreffend dargelegt (vgl. statt vieler GVP 1999
Nr. 37). Die Beschwerdeführerin rügt in ihrer Eingabe vom 12. Juli 2010, die
angefochtene Bewertung beruhe teilweise auf Ermessensüberschreitungen, sei
willkürlich und überspitzt formalistisch und verletze das Transparenzgebot. Im
einzelnen wird in der Beschwerde ausgeführt, weshalb die Bewertungen bzw. die
Punkteabzüge bei den Kriterien "Mitarbeiter", "Konzept" und "Infrastruktur" fehlerhaft
seien. Weiter wird der Punkteabzug wegen unvollständiger Unterlagen als
ungerechtfertigt gerügt. Diese Vorbringen in der Beschwerdeschrift genügen den
Anforderungen an eine hinreichende Rüge von fehlerhaften Sachverhaltsfeststellungen
bzw. fehlerhaften Bewertungen. Mit der Rüge einer fehlerhaften bzw.
ermessensmissbräuchlichen Bewertung ihrer eigenen Offerte begründet die
Beschwerdeführerin, dass ihre Offerte besser hätte bewertet werden müssen als jene
der Beschwerdegegnerin, weshalb deren Angebot nicht das wirtschaftlich günstigste
sei. Damit wird eine Verletzung von Art. 34 Abs. 1 der Verordnung über das öffentliche
Beschaffungswesen (sGS 841.11, abgekürzt VöB) gerügt. Dass die Beschwerdeführerin
ausdrücklich die als verletzt gerügte gesetzliche Bestimmung anführt, ist im Lichte des
Grundsatzes iura novit curia nicht erforderlich (vgl. Cavelti/ Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 922).
1.3. Der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin wurde mit dem Entscheid vom 7.
September 2010 über das Wiedererwägungsgesuch gegen die Gewährung der
aufschiebenden Wirkung die Vernehmlassung der Beschwerdeführerin zugestellt, und
es wurde den Beteiligten angezeigt, dass kein weiterer Schriftenwechsel vorgesehen
sei. In der Folge haben die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin mit Eingaben vom
21. und 24. September 2010 unaufgefordert Stellungnahmen eingereicht. Diese wurden
der Beschwerdeführerin zur Vernehmlassung übermittelt, verbunden mit dem Hinweis,
dass das Gericht entscheiden werde, ob sie berücksichtigt werden.
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1.3.1. Die Vorinstanz macht geltend, sie habe im Sinne des rechtlichen Gehörs einen
Anspruch auf eine Duplik, da die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme zu den
Argumenten über eine Beschwerdeantwort hinausgehe und eine überarbeitete
Beschwerdeschrift eingereicht habe. Damit lässt sich aber kein Anspruch der
Vorinstanz auf eine Stellungnahme zu einer Beschwerdeantwort begründen. Eine
Vorinstanz bzw. eine verfügende Behörde wird nicht zwingend gleich behandelt wie
eine am Beschwerdeverfahren beteiligte Privatperson. Das Bundesgericht hat in einem
grundsätzlichen Urteil zum Recht auf Äusserung vor einem Gericht unlängst
entschieden, dass der Anspruch auf rechtliches Gehör ein Teilaspekt des allgemeinen
Grundsatzes des fairen Verfahrens von Art. 29 Abs. 1 der Bundesverfassung (SR 101)
bzw. Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention (SR 0.101) sei. Aus
diesen Grundsätzen leitete das Bundesgericht das Recht ab, von jeder dem Gericht
eingereichten Stellungnahme Kenntnis nehmen und sich dazu äussern zu können,
unabhängig davon, ob diese neue Tatsachen oder Argumente enthält und ob sie das
Gericht tatsächlich zu beeinflussen vermag (BGE 133 I 100). Träger dieses Anspruchs
waren private Beschwerdeführer. Dass auch der verfügenden Behörde ein solcher
Anspruch zukommt, ergibt sich weder aus dem Grundsatz des rechtlichen Gehörs
noch aus der bundesgerichtlichen Rechtsprechung. Der Anspruch auf rechtliches
Gehör ist ein Recht, das Privatpersonen zusteht, nicht der Behörde, deren Verfügung
angefochten wird.
1.3.2. Zu prüfen bleibt, wie es sich mit der unaufgefordert eingereichten Eingabe der
Beschwerdegegnerin verhält. Diese beruft sich auf den oben zitierten
Bundesgerichtsentscheid. Dieser äussert sich indes nicht zur Frage, wie der Anspruch
auf Stellungnahme zu allen dem Gericht eingereichten Eingaben zu handhaben ist,
wenn wie im vorliegenden Fall mehrere Privatpersonen an einem Verfahren beteiligt
sind. Würde in einem solchen Verfahren ausnahmslos zu jeder Stellungnahme eine
Gegenäusserung gewährt, könnte ein Schriftenwechsel nie abgeschlossen werden. Es
fragt sich, ob auf die verfahrensrechtliche Stellung als Beschwerdeführerin oder
Beschwerdegegnerin abzustellen ist oder ob der Inhalt der Eingabe massgebend ist,
namentlich der Umstand, ob in einer Eingabe neue Begehren, Tatsachen oder Rügen
vorgebracht werden.
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Die verfahrensrechtliche Stellung als Beschwerdeführerin oder Beschwerdegegnerin
kann nicht ausschlaggebend sein, da beide in ihren Rechten unmittelbar berührt sein
können. Die Beschwerdeführerin behauptet, der Zuschlag stehe ihr zu, und die
Beschwerdegegnerin stellt sich auf den Standpunkt, der Zuschlag sei ihr zu Recht
vergeben worden. Jede Eingabe der Gegenpartei richtet sich daher grundsätzlich
gegen die - von der verfügenden Behörde zuerkannte oder als Rechtsmittelklägerin
geltend gemachte - Rechtsstellung der Gegenpartei. Im Lichte dieser Interessenlage
rechtfertigt es sich nicht, den Anspruch auf Replik bzw. den Anspruch auf Äusserung
zu Eingaben an das Gericht davon abhängig zu machen, ob eine Partei als
Beschwerdeführerin oder als Beschwerdegegnerin am Verfahren teilnimmt.
Es fragt sich daher, welche Kriterien massgebend sind. Es ist zwingend, dass auch bei
Verfahren mit einer Beteiligung von mehreren Privatpersonen als Beschwerdeführerin
bzw. Beschwerdegegnerin der Schriftenwechsel abgeschlossen werden kann, und dies
bedingt, dass sich eine Partei zur Eingabe der anderen nicht mehr äussern kann.
Vorliegend haben sich Vorinstanz und Beschwerdegegnerin mit Eingaben vom 16. Juli
2010 zum Begehren um aufschiebende Wirkung und mit Eingaben vom 13. August
2010 materiell zur Beschwerde geäussert. Die Beschwerdeführerin hat mit Eingabe
vom 6. September 2010 zu diesen Vernehmlassungen Stellung genommen. Neue
Begehren hat sie nicht vorgebracht, allerdings hat sie als neues Beweismittel die
Ausschreibungsunterlagen für das Motivationssemester 2007 eingereicht und neue
Tatsachen vorgebracht. Auch hat sie ihre Ausführungen in der Beschwerdeeingabe
vom 12. Juli 2010 ergänzt und vertieft.
Grundsätzlich findet im Beschwerdeverfahren ein einfacher Schriftenwechsel statt,
wobei die Beschwerdeführerin das Recht hat, sich zu den Vernehmlassungen der
Vorinstanz zu äussern (Art. 53 VRP). Die Beschwerdeführerin hat in ihrer Stellungnahme
zu den Vernehmlassungen von Vorinstanz und Beschwerdegegnerin neue Tatsachen
und Beweismittel vorgebracht. Dies ist nicht unbeschränkt zulässig. Wie erwähnt, hat
die Beschwerde eine Sachdarstellung und eine Begründung zu enthalten. Soweit
Tatsachenvorbringen aber erst aufgrund der Vernehmlassungen der
Verfahrensbeteiligten möglich sind und sie erhebliche Sachumstände betreffen, sind
sie im Lichte des Grundsatzes des rechtlichen Gehörs zulässig. Dies gilt namentlich
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dann, wenn wie im Beschaffungswesen Verfügungen nur kurz (vgl. Art. 41 Abs. 1 VöB)
begründet sind. Soweit sich daher Vorinstanz und Beschwerdegegnerin in ihren
Vernehmlassungen zu neuen Tatsachen äussern, sind ihre Stellungnahmen zulässig.
1.4. Die Beschwerdegegnerin beantragt, die Beschwerdeführerin sei zu verpflichten,
den Schaden zu ersetzen, der aus der aufschiebenden Wirkung entstanden sei, wenn
sie absichtlich oder grob fahrlässig gehandelt habe. Solche Ansprüche sind nicht in
einem Beschwerdeverfahren über die Rechtmässigkeit des Zuschlags geltend zu
machen, sondern auf dem Zivilweg zu verfolgen. Im übrigen ist nicht ersichtlich,
inwiefern im vorliegenden Fall das Ergreifen eines Rechtsmittels gegen eine
anfechtbare Verfügung rechtswidrig sein könnte.
1.5. Die Beschwerdeführerin beantragte, es sei ihr Einsicht in die Offerte der
Beschwerdegegnerin zu geben. Diesem Begehren wurde nicht entsprochen. Nach
Art. 16 Abs. 1 VRP haben die Beteiligten Anspruch auf Einsicht in die Akten, soweit
nicht wichtige öffentliche oder schutzwürdige private Interessen entgegenstehen. Nach
der Praxis des Verwaltungsgerichts wird die Einsicht in die detaillierte Offerte einer
Konkurrenzunternehmung in der Regel verweigert. Im vorliegenden Fall bestanden
keine Gründe, von diesem Grundsatz abzuweichen.
2. Nach Art. 16 Abs. 1 IVöB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen,
einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige
oder unvollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden.
Dagegen kann Unangemessenheit nicht geltend gemacht werden (Art. 16 Abs. 2 IVöB).
Diese Vorschriften entsprechen den allgemeinen Grundsätzen des st. gallischen
Verfahrensrechts (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Im Beschwerdeverfahren gegen
Verfügungen im Bereich des öffentlichen Beschaffungswesens kann somit nur geprüft
werden, ob die Vorinstanz ihr Ermessen überschritten oder missbraucht hat und damit
rechtswidrig handelte. Solange die Behörde ihren Entscheid innerhalb des ihr
zustehenden Ermessensspielraums getroffen hat, ist dem Verwaltungsgericht eine
Korrektur hingegen verwehrt, selbst wenn es einen anderen Entscheid ebenfalls als
zweckmässig oder sogar als angemessener erachtet. Die Behörde darf aber nicht
willkürlich entscheiden, sondern ist an die in Verfassung und Gesetz enthaltenen
Rechtsgrundsätze gebunden. Im Streitfall bedeutet dies, dass das Verwaltungsgericht
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den Entscheidungsspielraum der Vorinstanz zu respektieren hat, wenn diese beim
Erlass der Zuschlagsverfügung von sachlichen und vernünftigen Überlegungen
ausging, die im Einklang mit Sinn und Zweck des Gesetzes stehen (vgl. statt vieler GVP
1999 Nr. 37 mit Hinweisen; VerwGE B 2008/161 vom 19. Februar 2009, in:
www.gerichte.sg.ch).
2.1. Aus Art. 16 IVöB leitet das Verwaltungsgericht des weiteren in ständiger
Rechtsprechung ab, dass die Beschwerdeinstanz nicht von Amtes wegen eine
angefochtene Verfügung auf allfällige Sachverhaltsmängel oder Rechtswidrigkeiten
überprüfen muss, sondern vom Beschwerdeführer im einzelnen darzulegen ist,
inwiefern die Verfügung mangelhaft sein soll. Ein Beschwerdeführer muss in seiner
Eingabe dartun, in welchen Punkten der angefochtene Entscheid auf einem unrichtigen
oder unvollständig festgestellten Sachverhalt beruht oder Rechtsnormen unrichtig oder
in Überschreitung bzw. Missbrauch des Ermessens angewendet wurden (vgl. GVP
1999 Nr. 37 mit Hinweisen).
2.2. Art. 34 Abs. 1 VöB bestimmt, dass das wirtschaftlich günstigste Angebot den
Zuschlag erhält. Das wirtschaftlich günstigste Angebot ist nicht identisch mit dem
preisgünstigsten bzw. preislich tiefsten Angebot. Bei der Wirtschaftlichkeit können
neben dem Preis weitere Kriterien berücksichtigt werden (GVP 1999 Nr. 37 mit
Hinweis). Art. 34 Abs. 2 VöB beinhaltet eine (unvollständige) Aufzählung von Kriterien,
darunter Preis, Qualität, Erfahrung sowie Sicherung des Ausbildungsstandes einer
Berufsgattung. Gemäss Art. 34 Abs. 3 VöB sind die Kriterien und allfällige Unterkriterien
im Rahmen der Ausschreibung in der Reihenfolge ihrer Bedeutung oder mit ihrer
Gewichtung bekannt zu geben.
Dem Auftraggeber wird mit Art. 34 Abs. 2 VöB ein weiter Ermessensspielraum
eingeräumt. Die Gewichtung der einzelnen Zuschlagskriterien ist einer Rechtskontrolle
nur beschränkt zugänglich. Wie beispielsweise die Erfahrung einer Unternehmung
gewichtet und in Relation zu einer bestimmten Preisdifferenz gesetzt wird, ist
weitgehend eine Ermessensfrage, in die das Verwaltungsgericht nicht eingreift (vgl.
statt vieler GVP 2006 Nr. 58).
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2.3. In der Ausschreibung wurden insgesamt fünf Zuschlagskriterien festgelegt,
nämlich "A Programmanbieter" mit einer Maximalpunktzahl von 15, "B
Programmleitung" und "C Konzept" mit einer Maximalpunktzahl von je 36, "D
Infrastruktur" mit einer Maximalpunktzahl von 15 und "E Preis" mit einer
Maximalpunktzahl von 18. Angebote, welche in den Kriterien B und C nicht mindestens
je 28 Punkte erreichten, wurden ausgeschlossen. Angebote, welche eine
Mindestpunktzahl von 85 Punkten bei maximal 120 Punkten nicht erreichten, wurden
ebenfalls nicht berücksichtigt.
Das Angebot der Beschwerdegegnerin erzielte 99 Punkte, während jenes der
Beschwerdeführerin 94,5 Punkte erreichte. Beim Kriterium "Programmanbieter" wurden
beide Offerten mit je 14 von 15 Punkten bewertet. Beim Kriterium "Mitarbeitende"
wurde das Angebot der Beschwerdegegnerin mit 31 Punkten und jenes der
Beschwerdeführerin mit 33 Punkten bewertet. Das Kriterium "Konzept" wurde bei der
Beschwerdegegnerin mit 30 Punkten und bei der Beschwerdeführerin mit 28,5 Punkten
bewertet, das Kriterium "Infrastruktur" bei der Beschwerdegegnerin mit 15 und bei der
Beschwerdeführerin mit 10 Punkten und das Kriterium "Preis" bei beiden Anbieterinnen
mit je 9 Punkten.
Die Beschwerdeführerin ficht die Bewertung bzw. den Punkteabzug bei den Kriterien
"Mitarbeitende", "Konzept" und "Infrastruktur" an und rügt ausserdem den
Punkteabzug wegen unvollständiger Unterlagen als ungerechtfertigt.
2.4. Die Vorinstanz begründete den Abzug von 3 Punkten beim Kriterium
"Mitarbeitende" damit, dass die Zeugnisse unvollständig bzw. bei zwei Personen (X.
und Y.) gar nicht vorhanden seien und dass für mehrjährige Mitarbeitende keine
Zwischenzeugnisse vorlägen.
2.4.1. Die Beschwerdeführerin macht geltend, ihre Offerte enthalte im Kapitel über ihre
14 Mitarbeiter eine detaillierte Beschreibung über die Personalentwicklung,
Ausbildungen und Erfahrungen, Stellenbeschreibungen und Lebensläufe mit
Zeugnissen und Diplomen. Dieser Abschnitt umfasse mehr als 200 Seiten. Es werde
zur Kenntnis genommen, dass der Abschnitt eine geringfügige formelle
Unvollständigkeit aufweise. Der Abzug von 3 Punkten sei angesichts der geringfügigen
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Unvollständigkeit völlig unverhältnismässig. Es handle sich nicht um fehlende Angaben
in der Offerte, sondern lediglich um Nachweise. Sodann sei in der Ausschreibung mit
keinem Wort erwähnt worden, dass auch Zwischenzeugnisse von Mitarbeitern verlangt
würden. Da Zwischenzeugnisse bei langjährigen Mitarbeitern weder Pflicht noch
Standard seien, hätte die Forderung in den Ausschreibungsunterlagen explizit
formuliert sein müssen. Es sei hingegen darauf hingewiesen worden, dass einzelne
fehlende Angaben oder geringfügig unzureichende Unterlagen auf Verlangen des Amts
für Arbeit innert Wochenfrist nachgereicht werden könnten. Die Vorinstanz habe sich an
diese Angaben in den Ausschreibungsunterlagen zu halten. Sie dürfe nicht eine
gewisse Fehlertoleranz vorspiegeln und dann einzelne fehlende Zeugnisse mit einem
einschneidenden Punkteabzug bestrafen. Der Punkteabzug stelle einen überspitzten
Formalismus dar.
Die Vorinstanz wendet dagegen ein, es sei lediglich ein halber Punkt und damit der
kleinstmögliche Abzug vorgenommen worden, der sich allerdings wegen der starken
Gewichtung des Zuschlagskriteriums sechsfach ausgewirkt habe. Daher könne offen
gelassen werden, ob bei Mitarbeitenden, die bisher ausschliesslich für die
Beschwerdeführerin tätig gewesen seien, ein Zwischenzeugnis in die Offerte gehört
hätte. Unbestritten sei, dass für die Mitarbeitenden X. und Y. keine Arbeitszeugnisse
von früheren Arbeitgebern in den Offertunterlagen enthalten seien, obwohl beide schon
vor ihrer Tätigkeit für die Beschwerdeführerin im sozialpädagogischen Bereich tätig
gewesen seien. Allein das Fehlen dieser Arbeitszeugnisse rechtfertige einen Abzug.
Die Beschwerdegegnerin macht geltend, die verlangten Unterlagen müssten gemäss
Ausschreibung zwingend eingereicht werden, und Offerten, welche die
Teilnahmebedingungen nicht erfüllten, würden nicht beurteilt und vom Verfahren
ausgeschlossen. Das Nachreichen von Unterlagen beziehe sich auf die unter Ziff. 6.7.
erwähnten Bedingungen, wonach z.B. eine fehlende Unterschrift nachträglich
eingereicht oder ein versehentlich unvollständig ausgefülltes Formular ergänzt werden
könne. Zeugnisse von leitenden Mitarbeitern seien Beweismittel für die Qualität des
Leistungsangebots. Der Punkteabzug habe somit wesentlich mit der Bewertung des
Angebots zu tun. Abgesehen davon habe sie für zwei fehlende Zeugnisse ebenso einen
Punkteabzug erhalten. Eine Korrektur bei der Bewertung der Offerte der
Beschwerdeführerin müsste auch zu einer Korrektur bei ihrer Offerte führen.
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Die Vorinstanz bestätigt, dass auch bei der Beschwerdegegnerin beanstandet worden
sei, dass Zeugnisse teilweise fehlen (bei den Mitarbeitern L. und O.). Das Unterkriterium
"Qualifikation" wurde bei beiden Anbietern mit 15 von 18 Punkten gewertet.
2.4.2. In den Ausschreibungsunterlagen wurde in Ziff. 5.4.d verlangt, dass Lebensläufe
aller Mitarbeitenden beizulegen sind, aus denen insbesondere der berufliche
Werdegang sowie die Aus- und Weiterbildungen ersichtlich sein müssen. Kopien von
Diplomen, Ausweisen, Zertifikaten und Zeugnissen seien als Nachweis beizulegen.
Zwischenzeugnisse wurden nicht explizit verlangt. Allerdings wurde ungeachtet der
Tatsache, ob es sich um langjährige oder um neue Mitarbeiter handelt, das Einreichen
von Nachweisen, namentlich Zeugnissen, verlangt. Weiter wurde einleitend zu den
Anforderungen an die Angaben zu den Mitarbeitenden festgehalten, es müsse
ersichtlich sein, welche Mitarbeitenden für welche Funktionen vorgesehen seien. Falls
noch keine konkreten Angaben gemacht werden könnten, müsse ein
Anforderungsprofil eingereicht werden. Es gelte jedoch: je konkreter die Angaben über
die Person, desto besser die Beurteilung.
Hinsichtlich der Zeugnisse wurde in der Ausschreibung keine Einschränkung für neue
oder neu eingestellte Mitarbeiter gemacht. Das Anfordern von Zeugnissen bezog sich
somit auch auf angestammte Mitarbeiter. Zudem ist unbestritten, dass bei zwei
Mitarbeitern keine Zeugnisse eingereicht wurden. Unter diesen Umständen erscheint
es sachgerecht, wenn die Vergabebehörde das Fehlen von Zwischenzeugnissen
negativ bewertet. Auch im Quantitativen ist der Abzug nicht zu beanstanden. Bei der
Bewertung war die geringste Abstufung ein halber Punkt. Dieser minimale Abzug ergab
durch die Gewichtung 3 Punkte, welche vom Maximum abgerechnet wurden. Diese
Bewertung lässt sich daher nicht als Missbrauch oder Überschreitung des Ermessens
qualifizieren. Hinzu kommt, dass die Vorinstanz auch bei der Beschwerdegegnerin
einen entsprechenden Abzug wegen fehlender Unterlagen gemacht hat. Sie behandelte
somit die Verfahrensbeteiligten in diesem Punkt nach denselben Kriterien. Wie
Vorinstanz und Beschwerdegegnerin zutreffend ausführen, hätte eine Korrektur der
Bewertung in diesem Unterkriterium auch eine Korrektur der Bewertung der Offerte der
Beschwerdegegnerin zur Folge, wobei diese quantitativ gleich ausfallen würde. Die
Beschwerdeführerin bezeichnet ihren Einwand im übrigen als hinfällig, falls der
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Beschwerdegegnerin ebenfalls ein Abzug von 3 Punkten wegen unvollständiger
Unterlagen gemacht wurde.
2.4.3. In der Ausschreibung wurde in Ziff. 6.7. unter dem Titel "Übrige
Teilnahmebedingungen" festgehalten, dass Offerten, welche die
Teilnahmebedingungen nicht erfüllen, nicht beurteilt und vom Verfahren
ausgeschlossen werden. Einzelne fehlende Angaben oder geringfügig unzureichende
Unterlagen könnten auf Verlangen des Amts für Arbeit innert Wochenfrist nachgereicht
werden. Näher wurden die Möglichkeiten zur Nachreichung fehlender oder
unvollständiger Unterlagen nicht umschrieben. Es wäre nach den
Ausschreibungsunterlagen also durchaus möglich gewesen, dass die Vorinstanz
gewisse fehlende Unterlagen nachträglich angefordert hätte. Allerdings ergibt sich aus
den Ausschreibungsunterlagen keine Verpflichtung der Vorinstanz zur nachträglichen
Einholung von fehlenden Unterlagen. Es wurde nicht vermerkt, dass die Vorinstanz von
Amtes wegen unvollständige Unterlagen nachträglich verlangt. Die Anbieter mussten
aufgrund der Formulierung der Ausschreibung davon ausgehen, dass sie die relevanten
Unterlagen selber beibringen müssen und dass sie bei unvollständigen Unterlagen
einen Abzug bei der Bewertung riskieren. Die Möglichkeit, fehlende Unterlagen
nachträglich zu verlangen, liess sich die Vergabebehörde offen, um Angaben, deren
Kenntnis in ihrem Interesse lag, zu erlangen.
Nicht stichhaltig ist hingegen der Einwand der Vorinstanz, die Möglichkeit des
Nachreichens von Unterlagen habe sich ausschliesslich auf Angaben und Unterlagen
zu den Teilnahmebedingungen bezogen. Was unter diesen zu verstehen ist, ergibt sich
ohnehin nicht zweifelsfrei aus der Ausschreibung. Da es sich bei Ziff. 6.7. mit
Ausnahme der Zuschlagskriterien und der Anhänge um den letzten Absatz der
Ausschreibungsunterlagen handelte, konnten sämtliche Rahmenbedingungen von Ziff.
1 bis 6.6. als Teilnahmebedingungen verstanden werden. Die Möglichkeit zur
Einforderung fehlender Unterlagen war damit nicht eingeschränkt. Der Verzicht auf das
nachträgliche Anfordern der fehlenden Unterlagen kann nach den vorstehenden
Erwägungen aber nicht als Missbrauch oder Überschreitung des Ermessens betrachtet
werden.
2.4.4. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerde in
diesem Punkt unbegründet ist.
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2.4.5. Die Beschwerdeführerin rügt im weiteren, dass nur ein Teil des Personalbestands
der Beschwerdegegnerin bekannt ist. Dies trifft zu; bei sechs Personen wird auf die
Stellenausschreibung nach erfolgtem Zuschlag verwiesen. Die Beschwerdeführerin
verfügt neben der Geschäftsleitung über sieben Gruppenleiter und einen
Arbeitsagogen, die Beschwerdegegnerin über sieben Lehrpersonen. Ein wesentlicher
Unterschied besteht somit nicht. Abgesehen davon wurde diese Rüge erst in der
Stellungnahme zu den Beschwerdeantworten vorgebracht. Im übrigen wurde die
Offerte der Beschwerdegegnerin in diesem Punkt geringer bewertet als jene der
Beschwerdeführerin. Eine unsachgemässe Bewertung ist in diesen Punkt jedenfalls
nicht erstellt.
2.5. Beim Kriterium "Konzept" wurde das Angebot der Beschwerdeführerin mit
28,5 Punkten und jenes der Beschwerdegegnerin mit 30 von maximal 36 Punkten
bewertet. Die Vorinstanz begründete ihre Bewertung damit, die Art der schulischen
Förderung werde nur vage und die Arbeitsbeschaffung/Vernetzung mit dem ersten
Arbeitsmarkt wenig klar beschrieben. Ausserdem sei die Betriebsordnung "passage"
nicht vorhanden und konkrete Qualifizierungsmöglichkeiten seien nicht erkennbar.
2.5.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, es werde nirgends in den
Ausschreibungsunterlagen verlangt, dass die "Art der schulischen Förderung" zu
beschreiben sei. Dieser Begriff sei in den Ausschreibungsunterlagen nicht einmal
enthalten. Auch hier liege eine Verletzung des Transparenzgebots vor. In Ziff. 5a und 5b
der Offerte seien das Konzept sowie die schulischen Inhalte und das methodische
Vorgehen beschrieben. Im übrigen könne die Bewertung, dass die konkreten
Qualifizierungsmöglichkeiten für die Teilnehmer nicht erkennbar seien, nicht
nachvollzogen werden. Die Qualifizierungsmöglichkeiten seien in Kap. 5.5.b der Offerte
auf sechs Seiten beschrieben. Auch sei in Ziff. 5a der Offerte ein Kapitel über die
Betriebsordnung vorhanden. Weiteres sei im Arbeitsvertrag festgelegt. Diese Angaben
seien für die Bewertung ausreichend. Sofern mehr Angaben nötig gewesen wären,
hätten diese einverlangt werden müssen. Hinsichtlich der Vernetzung mit dem ersten
Arbeitsmarkt habe die Vorinstanz die Auskunft erteilt, dass die Beschwerdegegnerin
eine Liste der Betriebe eingereicht habe, mit denen sie bereits Kontakte pflege, was ihr
eine bessere Bewertung eingebracht habe. Eine solche Liste sei gar nicht verlangt
worden. Deshalb sei das Transparenzgebot auch in diesem Punkt verletzt worden. Im
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weiteren seien der Vergabestelle sowohl die vorhandenen Betriebskontakte als auch
die Erfolgszahlen des laufenden Motivationssemesters "passage" bekannt. Bei der
Bewertung im Jahr 2007 habe die Beschwerdeführerin für ihr Konzept noch 36 Punkte
erhalten. Drei Jahre später seien nur noch 28,5 Punkte vergeben worden, was
widersprüchlich sei.
2.5.2. Die Vorinstanz wendet dagegen ein, aus der Bewertung im Jahr 2007 könne die
Beschwerdeführerin nichts zu ihren Gunsten ableiten. In Ziff. 2.4 und 4.3 der
Ausschreibungsunterlagen sei das Schliessen von Lücken im Schulwissen als Teil der
Leistung definiert worden. Es verstehe sich von selbst, dass dann in der Offerte auch
ausgeführt werden müsse, wie der Anbieter die schulische Förderung durchführen und
auch sicherstellen wolle. Dass die Beschwerdeführerin die Art der schulischen
Förderung in ihrer Offerte nur vage beschrieben habe, zeige sich schon darin, dass in
der Beschwerdeschrift generell auf Abschnitt 5a der Offerte verwiesen werde, wo aber
auch andere Themen behandelt würden. Ein genauerer Verweis sei offenbar nicht
möglich.
2.5.3. Der Einwand der Vorinstanz zum Vergleich mit der Offerte aus dem Jahr 2007 ist
gerechtfertigt. Die Bewertung einer Offerte ist stets auch im Vergleich mit den aktuellen
Konkurrenzofferten zu beurteilen. Aufgrund der angestiegenen Standards und der
Qualität der Konkurrenzofferten kann die Bewertung einer Offerte oder eines einzelnen
Zuschlagskriteriums von der Bewertung im Rahmen einer früheren Ausschreibung
abweichen, selbst wenn sie in den geprüften Kriterien mit einem früheren Angebot
identisch ist. Allein der Umstand, dass Teile der Offerte der Beschwerdeführerin in
einzelnen Punkten vor drei Jahren anders beurteilt wurden als im vorliegenden Fall,
kann daher nicht als Merkmal einer fehlerhaften Bewertung betrachtet werden.
In Ziff. 2.4 der Ausschreibung werden unter dem Titel "Gegenstand und Umfang der
Leistung" die Förderung der Vermittlungsfähigkeit durch persönliche und fachliche
Qualifizierung und das Schliessen von Lücken im Schulwissen, die individuelle
Unterstützung bei der Lehrstellensuche bzw. der (Wieder)-Eingliederung in den ersten
Arbeitsmarkt erwähnt. Weiter wird festgehalten, das Motivationssemester solle ein
vollzeitliches Angebot (mindestens 40 Stunden pro Semester) umfassen und die
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Teilnahme solle auch für Personen mit geringen Deutschkenntnissen möglich sein. In
Ziff. 4.3. werden die Wirkungsziele beschrieben.
In Ziff. 5a der Offerte der Beschwerdeführerin wird unter dem Titel "Arbeitsinhalte/
Programminhalte" die Leistung beschrieben. Im wesentlichen werden die Grundsätze
genannt, an denen sich das Programm orientiert, und die Methoden und
Vorgehensweisen, mit denen die gesteckten Ziele erreicht werden sollen. Unter den
Titeln "Training/Persön-lichkeitsentwicklung", "Arbeit/Praxis" und "Schulung" werden
stichwortartig einzelne Teilbereiche der definierten Inhalte angeführt. Demgegenüber
werden in der Offerte der Beschwerdegegnerin die verschiedenen Methoden und
Programminhalte detaillierter dargestellt. Es werden nicht nur stichwortartige
Beschreibungen gegeben, sondern nachvollziehbar beschriebene Abläufe, welche im
Vergleich zur Offerte der Beschwerdeführerin ein vollständigeres und genaueres Bild
vermitteln.
Auch die Teilbereiche "Arbeitsbeschaffung" und "Vernetzung mit dem ersten
Arbeitsmarkt" sind in der Offerte der Beschwerdegegnerin ausführlicher und
detaillierter dargestellt. Insbesondere hat die Beschwerdegegnerin auch eine Liste mit
Unternehmungen, die von ihr kontaktiert werden und die für Einsätze im ersten
Arbeitsmarkt in Frage kommen, eingereicht. Solche Angaben fehlen in der Offerte der
Beschwerdeführerin. Deren Offerte ist in diesem Punkt weniger detailliert.
Der Einwand der Beschwerdeführerin, eine Liste der Betriebe sei gar nicht verlangt
worden, ist nicht stichhaltig. Bei der Präsentation des Angebotes können nicht alle
erdenklichen Unterlagen und möglichen Elemente in der Ausschreibung einzeln
verlangt werden. Es ist im wesentlichen dem Ermessen der Anbieterinnen
anheimgestellt, mit welchen Unterlagen sie die Erfüllung der verlangten Kriterien
belegen. Daher kann der Vorinstanz nicht vorgehalten werden, es hätte beispielsweise
eine Liste der Betriebe, mit denen die Anbieterinnen für die Vernetzung mit dem ersten
Arbeitsmarkt in Kontakt stehen, verlangt werden müssen. Dass auch die
Beschwerdeführerin grundsätzlich imstande ist, entsprechende Adressen
nachzuweisen, ändert daran nichts.
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Im weiteren bemängelte die Vorinstanz das Fehlen der Betriebsordnung. Auf diese wies
die Beschwerdeführerin in Ziff. 5a ihrer Offerte hin. Da die Beschwerdegegnerin aber
das vollständige Exemplar der Betriebsordnung einreichte, ist es nicht zu beanstanden,
dass sie in diesem Punkt etwas besser bewertet wurde. Auch hier verhält es sich so,
dass die Vorinstanz zwar die Beschwerdeführerin hätte auffordern können, die
Betriebsordnung einzureichen. Eine Verpflichtung bestand aber nicht, und es ist im
übrigen nicht zu beanstanden, dass diejenige Offerte, welche die einzelnen Kriterien
summarischer und mit weniger Unterlagen versehen erfüllt, etwas geringer bewertet
wird als ein Angebot, das ausführlichere, vertieftere und breiter belegte Angaben
enthält.
2.5.4. Beim Unterkriterium "Qualifizierung" bemängelte die Vorinstanz, bei der Offerte
der Beschwerdeführerin seien konkrete Qualifizierungsmöglichkeiten nicht erkennbar.
Die Beschwerdegegnerin hat im Teilkriterium "Qualifizierung" konkrete Ziele in den
Bereichen Fachkompetenz, Selbstkompetenz, Sozialkompetenz und
Methodenkompetenz beschrieben. Insbesondere ist klar dargestellt, in welchen
Bereichen Qualifikationen möglich sind und welches die Indikationen für eine
erfolgreiche Qualifikation sind. Demgegenüber ist die Offerte der Beschwerdeführerin
auch in diesem Punkt weitaus allgemeiner gehalten, indem zwar Ziele und Methoden
formuliert werden, dies aber allgemeiner und weniger ausführlich und detailliert als in
der Offerte der Beschwerdegegnerin. Die Bewertung mit 12,5 von 15 möglichen
Punkten erscheint auch in diesem Punkt sachgerecht. Zwar hat auch die
Beschwerdegegnerin in diesem Bereich einen ebenso hohen Abzug hinnehmen
müssen, doch wurde bei ihr ein anderer Punkt (Beschreibung über die Förderung von
grundlegenden Haltungen) bemängelt.
2.5.5. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ergibt sich, dass die Beschwerde auch
in diesem Punkt unbegründet ist.
2.6. Beim Kriterium "Infrastruktur" wurde das Angebot der Beschwerdeführerin mit
10 Punkten und jenes der Beschwerdegegnerin mit 15 Punkten bewertet. Die
Vorinstanz begründete die Bewertung damit, die Erreichbarkeit des Rosenhofs in Stein
sei erschwert und im Gebäude an der Lindenstrasse fehle ein Angebot für
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Selbstverpflegung im Haus. Zudem fehlten Angaben zu Einrichtungen (Infrastruktur)
weitgehend (z.B. für Informatik, schulische Förderung, Outdoor etc.). Die Angaben zu
den WC-Anlagen an der Lindenstrasse seien unklar und die Infrastruktur für die
Stellensuche sei nicht beschrieben.
2.6.1. Die Beschwerdeführerin bringt vor, in den Ausschreibungsunterlagen sei nur
verlangt worden, dass Verpflegungsmöglichkeiten in der Nähe des Hauses vorhanden
sein müssten. Diese Anforderung sei am Standort Lindenstrasse erfüllt. Es sei nicht
zulässig, an die Offerte andere Anforderungen zu stellen, als in den
Ausschreibungsunterlagen verlangt worden sei. Unter dem Titel "Nebenräume" seien
die WC-Anlagen beschrieben worden. Wenn bemängelt werde, dass Angaben zu
Einrichtungen über Informatik und schulische Förderung sowie Outdoor fehlen würden,
so werde diese geringfügige Unvollständigkeit zur Kenntnis genommen. Dem sei
entgegenzuhalten, dass der Vorinstanz aus der Praxis die Ausstattung der
Beschwerdeführerin bekannt sei. Im übrigen liege die erschwerte Erreichbarkeit von
landwirtschaftlichen Betrieben in der Natur der Sache. Eine Pendlerzeit von
dreissig Minuten stelle eine sehr gute Erschliessungsqualität für einen
Landwirtschaftsbetrieb dar. Aus pädagogischen, gesundheitlichen und logistischen
Gründen mache es zudem absolut Sinn, jungen Menschen Bewegung und Ortswechsel
zuzumuten und sie an längere Anfahrten zu Arbeitsorten zu gewöhnen. Im ersten
Arbeitsmarkt gehörten sowohl Arbeitswege als auch eine Verpflegung ausserhalb des
Unternehmens bzw. des Lehrbetriebs zum Alltag. Ein Punkteabzug sei nicht
gerechtfertigt.
Die Vorinstanz hält fest, der Abzug von einem Punkt wegen der erschwerten
Erreichbarkeit des Standorts Rosenhof sei gerechtfertigt. Die Anbieter könnten den
ihnen passenden Standort zwar frei wählen, müssten es aber auch hinnehmen, wenn
ein schwer erreichbarer Standort weniger hoch gewertet werde als ein zentraler
Standort. Ausserdem gehe es nicht an, die erschwerte Erreichbarkeit in einen
pädagogisch wertvollen Vorteil umzudeuten. Die Ausschreibungsunterlagen hätten klar
eine gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln vorgesehen.
2.6.2. In den Ausschreibungsunterlagen Ziff. 5.6. wurde zum Standort die
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und Angaben zu günstigen
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Verpflegungsmöglichkeiten in der Nähe verlangt. Es ist naheliegend, dass die gute
Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und naheliegende
Verpflegungsmöglichkeiten Elemente sind, welche bei der Bewertung positiv ins
Gewicht fallen. Dass eine Anbieterin, welche günstige Verpflegungsmöglichkeiten im
Schulgebäude selber anbieten kann, eine noch bessere Bewertung erhält als eine, bei
der solche ausserhalb des Gebäudes in der Umgebung liegen, erscheint zumindest
nachvollziehbar. Dieses Merkmal wurde nicht als zwingende Voraussetzung betrachtet,
weshalb es keinen Mangel der Ausschreibung darstellt, dass nicht spezifisch darauf
hingewiesen wurde. Im weiteren ist es naheliegend, dass ein Landwirtschaftsbetrieb
schlechter erreichbar ist als ein Standort an der Lindenstrasse in St. Gallen. Das
Angebot der Beschwerdeführerin beruht auf einem Konzept mit verschiedenen
Standorten. Dies kann in gewissen Bereichen, beispielsweise hinsichtlich Konzept und
Vielfalt der Infrastruktur, positiv ins Gewicht fallen. Die Vorinstanz legt aber nicht näher
dar, inwiefern die Erreichbarkeit des Landwirtschaftsbetriebs in Stein erschwert ist.
Nach den Angaben der Beschwerdeführerin ist dieser Standort von der Stadt St. Gallen
aus mit öffentlichen Verkehrsmitteln in rund 30 Minuten zu erreichen. Es handelt sich
um einen zusätzlichen Standort neben dem zentralen Standort an der Lindenstrasse in
St. Gallen. Dass ein Teil der Programme im Landwirtschaftsbetrieb durchgeführt wird,
ist Teil des Angebotes und wird von der Vorinstanz im Grundsatz nicht negativ
bewertet. Bei dieser Sachlage rechtfertigt es sich nicht, wegen schlechterer
Erreichbarkeit einen Abzug vorzunehmen.
In der Ausschreibung wurden Angaben zu günstigen Verpflegungsmöglichkeiten in der
Nähe gefordert. Die Vorinstanz bewertete das Angebot der Beschwerdegegnerin
besser, da diese Verpflegungsmöglichkeiten im Hause selbst anbietet. Dies ist
gerechtfertigt. In der Ausschreibung wurde zwar nicht zwingend gefordert, dass eine
Verpflegungsmöglichkeit im Haus selber vorhanden ist, doch ist es bei der Bewertung
der Infrastruktur nicht ermessensmissbräuchlich, wenn sich eine bessere Ausstattung,
selbst wenn diese nicht zwingend gefordert ist, in einer besseren Bewertung
niederschlägt. Zwar macht die Beschwerdeführerin geltend, sie verfüge ebenfalls über
Räume, in denen sich die Teilnehmer selbst verpflegen können. Dies hätte sie
allerdings in der Offerte vermerken können. Dass wie bei der Beschwerdegegnerin eine
Küche mit Mikrowellengerät und Geschirr etc. zur Verfügung steht, ist jedenfalls nicht
belegt.
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Im übrigen trifft es zu, dass die Angaben zur Infrastruktur in der Offerte der
Beschwerdegegnerin ausführlicher sind als jene der Beschwerdeführerin. Wenn diese
geltend macht, ihre Ausstattung sei der Vorinstanz bekannt, so erscheint dieser
Einwand unbehelflich. Die Ausstattung und Infrastruktur bei den einzelnen Anbietern
kann sich im Laufe der Zeit ändern, weshalb die Vorinstanz auch bei Anbieterinnen, mit
denen sie bereits früher Verträge abgeschlossen hat, vollständige Angaben verlangen
darf und nicht auf frühere Offerten zurückgreifen muss, die möglicherweise nicht mehr
aktuell sind.
Sodann ist aber der Abzug wegen unklarer Angaben zu den WC-Anlagen
ungerechtfertigt. Die Angaben wurden gemacht, und das Bemängeln der Zahl der
WC's und der fehlenden Angaben über die ausschliessliche Benützbarkeit ist überspitzt
formalistisch.
Ausserdem bemängelte die Vorinstanz bei der Bewertung, die Infrastruktur für
"Stellensuche" sei nicht beschrieben, während in der Vernehmlassung ausgeführt wird,
die Offerte enthalte keine Angaben zur Infrastruktur für "Stellensuchende". Aufgrund
der Angaben der Vorinstanz ist nicht klar, welche Anforderungen in diesem Punkt
gestellt werden und inwiefern eine schlechtere Bewertung der Beschwerdeführerin
gerechtfertigt ist. In diesem Punkt erscheint ein Abzug jedenfalls nicht begründet.
2.7. Schliesslich bemängelt die Beschwerdeführerin, dass ein laufendes Projekt nicht
als Referenzobjekt in den Vergleich einbezogen wurde. Sie hält fest, dass sie die
Ausschreibung hätte anfechten können, dies aber in der Anfangsphase einer
Ausschreibung völlig unrealistisch sei.
Zutreffend ist, dass nach der Praxis Rügen, die gegen die Ausschreibung hätten
vorgebracht werden können, in der Beschwerde gegen den Zuschlag nicht mehr
zulässig sind. Der Einwand der Beschwerdeführerin, die Anfechtung einer
Ausschreibung sei unrealistisch, ist nicht stichhaltig, da die gesetzlichen
Bestimmungen ausdrücklich vorsehen, dass Ausschreibungen separat angefochten
werden können (Art. 15 Abs. 2 lit. a IVöB).
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2.8. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Erwägungen, dass die
Bewertung des Kriteriums "Infrastruktur" zu gering ausgefallen ist. Eine
Maximalbewertung erscheint aber aufgrund der weniger detaillierten Angaben der
Beschwerdeführerin zu ihrer Infrastruktur nicht angezeigt. Selbst bei einer teilweise
besseren Bewertung würde die Differenz von 4,5 Punkten nicht vollumfänglich
kompensiert. Der Antrag der Beschwerdeführerin, es sei ihr in diesem Kriterium die
maximale Punktzahl zu vergeben, ist jedenfalls nicht hinreichend begründet. Im
Ergebnis erscheint die bessere Bewertung der Beschwerdegegnerin trotz einzelnen
Mängeln bei der Bewertung der Beschwerdeführerin nicht geradezu rechtswidrig. Die
Bewertung bewegt sich noch im Rahmen des Ermessensspielraums der Vorinstanz,
weshalb die Beschwerde als unbegründet abzuweisen ist.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens im Grundsatz der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 95
Abs. 1 VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 8'000.-- ist angemessen (Art. 13 Ziff. 622
Gerichtskostentarif, sGS 941.12). Da das Begehren um aufschiebende Wirkung
gutgeheissen wurde, ist ein Anteil von Fr. 1'000.-- der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen. Der geleistete Kostenvorschuss von Fr. 8'000.-- ist zu verrechnen und
der Rest von Fr. 1'000.-- der Beschwerdeführerin zurückzuerstatten. Die amtlichen
Kosten der Verfügung vom 7. September 2010 wurden mit jener Verfügung verlegt.
Die Beschwerdegegnerin hat grundsätzlich Anspruch auf eine ausseramtliche
Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98bis VRP). Ihr Rechtsvertreter hat mit der
Eingabe vom 16. Juli 2010 bzw. der Vernehmlassung zum Begehren um aufschiebende
Wirkung eine Kostennote mit einem Honorar von Fr. 5'100.-- (17 Stunden à Fr. 300.--)
sowie Barauslagen von Fr. 15.50 eingereicht. In der Folge reichte er keine weitere
Kostennote ein, weshalb die Entschädigung ermessensweise festzusetzen ist (Art. 6
der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt
HonO). Vorliegend ist von einem mittleren Honoraransatz von Fr. 250.-- pro Stunde
auszugehen. Aufgrund des Unterliegens der Beschwerdegegnerin im
Zwischenverfahren betr. aufschiebende Wirkung ist die Entschädigung auf Fr. 6'000.--
festzulegen. Da die zu entschädigende Beschwerdegegnerin selber
mehrwertsteuerpflichtig ist, kann sie die der Honorarrechnung ihres Anwalts belastete
Mehrwertsteuer von ihrer eigenen Steuerschuld abziehen, ohne dass ihr dadurch eine
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Mehrbelastung entsteht. Daher muss die Mehrwertsteuer bei der Bemessung der
ausseramtlichen Entschädigung nicht zusätzlich berücksichtigt werden (vgl. R. Hirt, Die
Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, Diss.
St. Gallen 2004, S. 194).
Da die Beschwerdeführerin in der Hauptsache unterliegt, hat sie keinen Anspruch auf
ausseramtliche Entschädigung (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht