# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2581694f-0940-5e7a-b42e-cf27d3b44c3f
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ H.Y., türkischer Staatsangehöriger, geboren am 18. April 1975, reiste am 21. Januar
1991 in die Schweiz ein und stellte am gleichen Tag ein Asylgesuch. Am 19. Februar
1993 wurde das Gesuch abgewiesen und H. Y. wurde eine Ausreisefrist gesetzt. Eine
gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde hat die Schweizerische
Asylrekurskommission am 26. November 1993 rechtskräftig abgewiesen. Am 16. März
1994 reiste H. Y. aus der Schweiz aus.
Am 29. April 1994 heiratete H. Y. in B. (Istanbul, Türkei) die Schweizer Bürgerin I. T.,
geboren am 1. April 1967. Am 13. Februar 1995 reiste er im Rahmen des
Familiennachzugs in die Schweiz ein, worauf ihm eine Aufenthaltsbewilligung als
Küchenhilfe in St. Gallen erteilt wurde. Die Aufenthaltsbewilligung wurde jährlich
verlängert und am 8. Februar 2000 erhielt H. Y. die Niederlassungsbewilligung. In der
Folge, am 25. Juli 2001, wurde die Ehe Y.-T. geschieden. Der Entscheid ist in
Rechtskraft erwachsen.
Am 25. September 2002 heiratete H. Y. in B.(Türkei) N. O., türkische Staatsangehörige,
geboren am 8. November 1977. Am 9. Dezember 2002 stellte er das Gesuch um
Nachzug der Ehefrau und der beiden Kinder A., geboren am 10. Oktober 1996, und B.,
geboren am 20. Februar 2001. Mit rechtskräftigem Entscheid vom 3. März 2003 wies
das Ausländeramt das Gesuch ab. Das Ausländeramt war zur Ueberzeugung gelangt,
im Hinblick auf den Familiennachzug bestehe die Gefahr einer fortgesetzten und
erheblichen Fürsorgeabhängigkeit.
Einige Tage später, am 29. April 2003, stellte H. Y. neuerlich ein Gesuch um Nachzug
seiner Ehefrau und der beiden Kinder. Mit Verfügung des Ausländeramtes vom 23. April
2004 wurde H. Y. für die Dauer von zehn Jahren aus der Schweiz ausgewiesen (Ziff. 1).
Sodann wurde sein Gesuch um Erteilung einer Bewilligung aus humanitären Gründen
abgewiesen bzw. es wurde abgelehnt, das Gesuch dem IMES (heute: Bundesamt für
Migration, abgekürzt BFM) zu unterbreiten (Ziff. 2). Weiter wurde H. Y. angewiesen, die
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Schweiz bis 9. Juli 2004 zu verlassen (Ziff. 3). Der Entscheid wurde im wesentlichen
damit begründet, H. Y. sei mit I. T. eine Scheinehe eingegangen und habe damit einen
Ausweisungsgrund gesetzt.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramtes vom 23. April 2004 erhob H. Y. am 10.
Mai 2004 Rekurs beim Justiz- und Polizeidepartement. Dieser wurde mit Entscheid
vom 30. August 2004 abgewiesen und das Ausländeramt wurde eingeladen, H. Y. eine
neue Frist zur Ausreise anzusetzen. Die Rekursinstanz gelangte ebenfalls zum
Ergebnis, H. Y. sei mit einer Schweizer Bürgerin die Ehe eingegangen, um sich ein
Aufenthaltsrecht in der Schweiz zu verschaffen, weshalb er den Ausweisungsgrund
nach Art. 10 lit. b des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (SR 142.20, abgekürzt ANAG) gesetzt habe.
C./ Am 15. September 2004 erhob H. Y. gegen den Entscheid des Justiz- und
Polizeidepartements vom 30. August 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er
beantragte, der angefochtene Entscheid und die Verfügung des Ausländeramtes vom
23. April 2004 seien aufzuheben und von einer Ausweisung sei abzusehen (Ziff. 1 und
2). Eventualiter sei dem Beschwerdeführer eine Aufenthaltsbewilligung aus
humanitären Gründen zu erteilen (Ziff. 3).
Am 26. Oktober 2004 beantragte das Justiz- und Polizeidepartement, die Beschwerde
sei abzuweisen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde vom 15. September 2004 und ihre
Ergänzung vom 7. Oktober 2004 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
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2./ Der Beschwerdeführer rügt, die Vorinstanz habe sein rechtliches Gehör verletzt, weil
sie seinem Begehren nicht entsprochen habe, es seien zwei Personen bezüglich des
Umstands, ob er mit I. T. zum Schein verheiratet gewesen sei, als Zeugen zu befragen.
Sodann stellt er diesen Beweisantrag auch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens.
Der Anspruch auf rechtliches Gehör gebietet, dass rechtzeitig und formrichtig
angebotene Beweismittel abzunehmen sind, es sei denn, diese betreffen eine nicht
erhebliche Tatsache oder seien offensichtlich untauglich, über die streitige Sache
Beweis zu erbringen (vgl. BGE 124 I 242 E. 2; 117 Ia 268 E. 4b).
Wie noch zu zeigen sein wird, ergeben sich die rechtserheblichen Tatsachen aus den
Akten. Der Vorwurf des Beschwerdeführers, die Vorinstanz habe sein rechtliches Gehör
verletzt, erweist sich deshalb als unbegründet. Sodann kann auch im Verfahren vor
Verwaltungsgericht auf die Abnahme der Beweise verzichtet werden.
3./ Zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer zu Recht aus der Schweiz ausgewiesen
worden ist.
a) Die Ausweisung verpflichtet den Ausländer, die Schweiz zu verlassen, aber auch, sie
für die angeordnete Dauer nicht wieder zu betreten (Art. 11 Abs. 4 ANAG). Sie wird
befristet, aber nicht für weniger als zwei Jahre, oder unbefristet ausgesprochen (Art. 11
Abs. 1 ANAG). Mit der Ausweisung erlischt die Niederlassungsbewilligung (Art. 9 Abs. 3
lit. b ANAG).
Nach Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG kann ein Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen
werden, wenn sein Verhalten im allgemeinen und seine Handlungen darauf schliessen
lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im Gaststaat geltende
Ordnung einzufügen. Die Ausweisung kann nach dieser Vorschrift namentlich als
begründet erscheinen bei schweren und wiederholten Verstössen gegen gesetzliche
Vorschriften oder behördliche Verfügungen; grober Verletzung allgemeiner Gebote der
Sittlichkeit; fortgesetzter böswilliger oder liederlicher Nichterfüllung der
öffentlichrechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen oder sonstiger fortgesetzter
Liederlichkeit oder Arbeitsscheu (Art. 16 Abs. 2 der Vollzugsverordnung zum ANAG, SR
142.201, abgekürzt ANAV).
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Art. 10 Abs. 1 ANAG schreibt als "Kann-Bestimmung" beim Vorliegen bestimmter
Voraussetzungen nicht zwingend die Anordnung einer Ausweisung vor und räumt der
Verwaltung diesbezüglich einen Ermessensspielraum ein; dies gilt auch mit Bezug auf
die Ausweisungsdauer im Sinn von Art. 11 Abs. 1 ANAG. Das Verwaltungsgericht ist
zur Ueberprüfung der Angemessenheit einer Verfügung oder eines Entscheides nicht
befugt (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Es darf daher sein eigenes Ermessen - im Sinn einer
Prüfung der Opportunität bzw. Zweckmässigkeit der Massnahme - nicht anstelle des
Ermessens der Verwaltung stellen (vgl. VerwGE vom 11. November 2003 i.S. S. und J.
A.-B. mit Hinweis auf VerwGE vom 17. August 1999 i.S. J. und S. R. und vom 5. März
1998 i.S. Y.K. mit Hinweis auf BGE 122 II 435; BGE 125 II 107, 523). Es kann nur
überprüfen, ob der Entscheid der Verwaltung auf einer Ueberschreitung bzw. einem
Missbrauch des Ermessens beruht und damit rechtswidrig ist (vgl. GVP 1996 Nr. 9 mit
Hinweisen).
b) Die Ausweisung soll nach Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG nur verfügt werden, wenn sie
nach den gesamten Umständen angemessen erscheint. Für die Beurteilung der
Angemessenheit der Ausweisung bzw. der Verhältnismässigkeit sind namentlich die
Schwere des Verschuldens des Ausländers, die Dauer seiner Anwesenheit in der
Schweiz sowie die ihm und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (Art.
16 Abs. 3 ANAV). Je länger ein Ausländer in der Schweiz anwesend war, desto
strengere Anforderungen sind grundsätzlich an die Anordnung einer Ausweisung zu
stellen. Zu berücksichtigen ist auch, in welchem Alter der Ausländer in die Schweiz
eingereist ist. Selbst bei einem Ausländer, der bereits hier geboren ist und sein ganzes
bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat, ist eine Ausweisung nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung aber nicht ausgeschlossen (vgl. BGE 125 II 523
mit Hinweisen).
c) Art. 7 Abs. 1 ANAG räumt dem ausländischen Ehegatten einer Schweizer Bürgerin
nach einem ordnungsgemässen und ununterbrochenen Aufenthalts von fünf Jahren
Anspruch auf die Niederlassungsbewilligung ein. Der Anspruch erlischt, wenn ein
Ausweisungsgrund vorliegt. Der ausländische Ehegatte erwirbt ein eigenes und
selbständiges Niederlassungsrecht. Aus diesem Grund erlischt die einmal erteilte
Niederlassungsbewilligung mit dem Wegfall der Ehe nicht automatisch (vgl. BGE 112 Ib
161 ff. und 475).
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Ein Ausländer verstösst in klarer und schwerwiegender Weise gegen die öffentliche
Ordnung, wenn er eine Ehe eingeht, um ausländerrechtliche Vorschriften zu umgehen
und damit die zuständigen Behörden zu täuschen (vgl. VerwGE vom 2. Dezember 2004
i.S. M. B.). Dementprechend wird ein Grund zum Widerruf der
Niederlassungsbewilligung im Sinn von Art. 9 Abs. 4 lit. a ANAG gesetzt, wenn sich
nachträglich herausstellt, dass die mittlerweile aufgelöste Ehe, auf die sich der
Ausländer berufen hat, eine Scheinehe oder eine bloss aus fremdenpolizeilichen
Gründen aufrecht erhaltene Ehe war (vgl. BGE 112 Ib 163). Der Beschwerdeführer
bestreitet nicht, dass das Vortäuschen einer Ehegemeinschaft einen
Ausweisungsgrund im Sinn von Art. 10 Abs. 1 lit. b ANAG darstellen kann. Er wirft der
Vorinstanz indessen vor, sie gehe zu Unrecht davon aus, bei seiner Ehe mit I. T. habe
es sich um eine Scheinehe gehandelt.
d) Das Bundesgericht hat in verschiedenen Urteilen die Anforderungen an den
Nachweis einer sogenannten Ausländerrechtsehe umschrieben. Es erwog, der
Nachweis, dass die Ehe nur (noch) der Umgehung der Vorschriften über Aufenthalt und
Niederlassung der Ausländer und nicht der Begründung einer Lebensgemeinschaft
diene, sei in der Regel nicht direkt zu erbringen und könne nur durch Indizien geführt
werden (vgl. BGE 128 II 152 mit Hinweis auf BGE 127 II 57). Solche Indizien seien etwa
darin zu erblicken, dass dem Ausländer die Wegweisung gedroht habe, weil er ohne
die Heirat keine Aufenthaltsbewilligung erhalten hätte oder ihm diese nicht verlängert
worden wäre. Sodann könnten die Umstände und die kurze Dauer der Bekanntschaft
sowie die Tatsache, dass die Ehegatten eine Wohngemeinschaft gar nie aufgenommen
hätten, für das Vorliegen einer Ausländerrechtsehe sprechen. Umgekehrt könne aus
einer gewissen Zeit des Zusammenlebens und des Unterhalts intimer Beziehungen
nicht ohne weiteres abgeleitet werden, es sei eine wirkliche Lebensgemeinschaft
gewollt gewesen. Ein solches Verhalten könne auch nur vorgespiegelt sein, um die
Behörden zu täuschen (vgl. BGE 122 II 295 mit Hinweisen auf Literatur und Judikatur).
Wenn aber nicht genügend Anhaltspunkte bestehen, die auf eine Scheinehe deuten, so
dürfe nicht einzig aufgrund dieser ungenügenden Anhaltspunkte die Berufung auf eine
bestehende bzw. bestandene Ehe als rechtsmissbräuchlich qualifiziert werden (vgl.
BGE 123 II 49 ff.). Bei der Würdigung der Indizien ist sodann zu berücksichtigen, dass
diese gesamthaft zu beurteilen sind. Eine Vielzahl einzelner Umstände, welche für sich
allein den Bestand einer Ehe nicht in Frage zu stellen vermöchten, kann gesamthaft die
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Schlussfolgerung rechtfertigen, eine Ehe sei geschlossen worden, ohne dass der Wille
zu einer echten Lebensgemeinschaft bestand (vgl. VerwGE vom 2. Dezember 2004 i.S.
M.B. mit Hinweis auf VerwGE vom 10. Juni 2004 i.S. S.T. mit Hinweis auf VerwGE vom
22. Mai 2003 i.S. M.S. mit Hinweis auf VerwGE vom 6. Juli 2000 i.S. G.H.).
e) Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass sein Asylgesuch rechtskräftig
abgewiesen worden ist und dass er die Schweiz bis 15. März 1994 zu verlassen hatte.
Er wusste somit, dass er nicht in der Schweiz würde bleiben können, zumal er als
türkischer Staatsangehöriger keine Möglichkeit hatte, ein Aufenthaltsrecht zu erlangen,
es sei denn, es werde ihm im Rahmen des Familiennachzugs eine
Aufenthaltsbewilligung erteilt. Unbestritten ist, dass er I. T. rund einen Monat nach
seiner Ausreise in Istanbul geheiratet hat. Die Vorinstanz geht zu Recht davon aus,
dass diese Umstände dafür sprechen, dass es dem Beschwerdeführer darum ging, in
der Schweiz einen ausländerrechtlichen Status zu erlangen. Daran vermag nichts zu
ändern, dass er geltend macht, er habe I. T. bereits im Jahr 1993 kennen gelernt, zu
einem Zeitpunkt, als sein Asylgesuch noch nicht rechtskräftig abgewiesen worden sei,
zumal weitere gewichtige Anhaltspunkte bestehen, wonach die Ehe aus sachfemden
Motiven geschlossen worden ist. Dazu gehören nach den Erwägungen zum
angefochtenen Entscheid, dass die Heirat in der Türkei stattfinden musste, weil der
Beschwerdeführer nach damaligem Schweizer Recht zufolge seines jugendlichen
Alters noch nicht ehefähig war, dass die Hochzeit nicht im türkischen Familienverband
gefeiert wurde, dass keine in der Türkei lebende Verwandten des Beschwerdeführers
anwesend waren, dass das Paar in der Folge fast ein Jahr getrennt lebte bis der
Beschwerdeführer am 13. Februar 1995 in die Schweiz einreisen konnte bzw. dass I. T.
nach der Hochzeit umgehend in die Schweiz zurückkehrte und ihren Ehemann nie
besuchte. Der Beschwerdeführer macht in diesem Zusammenhang lediglich geltend,
die Heirat habe in Istanbul und nicht in seinem Heimatdorf B. (Provinz A.)
stattgefunden, weil es zu gefährlich gewesen wäre, nach B. zu reisen. Aus demselben
Grund sei es seinen Verwandten nicht möglich gewesen, nach Istanbul zu kommen, um
an einem Hochzeitsfest teilzunehmen. Diese Aussage erweist sich indessen als
unglaubwürdig, zumal der Beschwerdeführer am 7. Mai 2003 gegenüber der
Kantonspolizei ausgesagt hat, er habe vor seiner Heirat in seinem Heimatdorf B. bei
seinen Eltern gelebt. Sodann gaben der Beschwerdeführer und seine geschiedene
Ehefrau übereinstimmend zu Protokoll, die Heirat habe aus Zeitgründen in Istanbul
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stattgefunden, weil I. T. nur eine Woche Ferien gehabt habe. Des weiteren kann dem
Entscheid der Schweizerischen Asylrekurskommission vom 26. November 2003 (S. 10)
entnommen werden, dass der Beschwerdeführer auch Verwandte hat, die im Westen
der Türkei leben, insbesondere einen Onkel, der in Istanbul ein Teppichgeschäft
betreibt. Entscheidend ins Gewicht fällt sodann der Umstand, dass der
Beschwerdeführer während seiner Ehe mit I. T. mit N. O., seiner heutigen Ehefrau, mit
der er nun in der Schweiz leben möchte und die gemäss seinen Angaben aus
demselben Dorf stammt, zwei Kinder gezeugt hat, A., geboren am 10. Oktober 1996,
und B., geboren am 20. Februar 2001. Der Beschwerdeführer hält zwar dafür, die
Tatsache, dass das erste Kind aus dieser Beziehung erst rund zweieinhalb Jahre nach
seiner Heirat mit I. T. geboren worden sei, spreche dafür, dass er zumindest anfänglich
den Willen gehabt habe, mit letzterer eine eheliche Gemeinschaft zu führen. Er hat am
7. Mai 2003 gegenüber der Kantonspolizei indessen ausgesagt, er habe seit seiner
Rückkehr in die Türkei (am 16. März 1994) mit N. O. eine freundschaftliche und "gegen
Ende 1994" auch eine sexuelle Beziehung aufgenommen. Der Beschwerdeführer
pflegte mit seiner langjährigen Freundin und heutigen Ehefrau somit bereits enge
persönliche Kontakte, lange bevor er am 13. Februar 1995 im Rahmen des
Familiennachzugs wieder in die Schweiz einreiste und mit I. T. überhaupt erst in
ehelicher Gemeinschaft hätte leben können. Daran ändert nichts, dass das erste
gemeinsame Kind des Beschwerdeführers und seiner türkischen Lebenspartnerin erst
am 10. Oktober 1996 geboren wurde. Des weiteren widerspricht er sich selbst, wenn er
vorbringt, er habe aus Sicherheitsgründen darauf verzichtet, mit seiner geschiedenen
Ehefrau Ferien im heimatlichen Dorf zu verbringen. Am 7. Mai 2003 hat der
Beschwerdeführer gegenüber der Kantonspolizei ausgesagt, seit seiner Heirat mit I. T.
bis zur Scheidung habe er sämtliche Ferien in seiner Heimat verbracht, zusammen mit
seiner damaligen Freundin und heutigen Ehefrau; er sei mit I. T. nie in die Ferien
gefahren. Sodann durfte die Vorinstanz in ihre Beurteilung miteinbeziehen, dass I. T.
am 1. Oktober 2003 gegenüber dem Ausländeramt zu Protokoll gegeben hat, entgegen
ihrer Aussage vom 9. Mai 2003 habe sie den Beschwerdeführer nicht aus Liebe
geheiratet, sondern weil sie ihm habe helfen wollen; beide Ehepartner hätten während
der Ehe ein eigenes Leben geführt. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz in
diesem Zusammenhang zwar vor, es gehe nicht an, diese widersprüchlichen
Aeusserungen von I. T. zu würdigen. Zutreffend ist, dass seine geschiedene Ehefrau
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am 9. Mai 2003 gegenüber der Kantonspolizei zu Protokoll gegeben hat, es habe sich
um eine Liebesheirat gehandelt. Abgesehen davon, dass I. T. diese Aussage am 1.
Oktober 2003 widerrufen hat, erscheint sie in Anbetracht anderer im Protokoll vom 9.
Mai 2003 festgehaltener Aeusserungen indessen unglaubwürdig. Dem Protokoll kann
entnommen werden, dass I. T. wusste, dass der Beschwerdeführer Asylbewerber war,
dass sie sich nie gross überlegte, ob sie eine Ehe eingehen und eine Familie gründen
will, dass sie in Istanbul nach der Heirat ohne den Beschwerdeführer in einem Hotel
gewohnt hat, dass das Ehepaar nie zusammen in die Ferien gefahren ist und dass sie
der Beschwerdeführer nie an ihrem Arbeitsplatz besucht hat. Sodann besteht kein
Anlass, an ihrer am 1. Oktober 2003 gemachten Aeusserung zu zweifeln, sie habe
während ihrer Ehe mit dem Beschwerdeführer Beziehungen zu Männern gehabt. Offen
bleiben kann indessen, ob dazu auch ein gewisser A. B. gehörte, weshalb sich dessen
Befragung als Zeuge erübrigt. Hinzu kommt, dass das Teilen einer Wohnung entgegen
der Annahme des Beschwerdeführers für sich allein nicht bedeutet, dass von einer
ehelichen Gemeinschaft gesprochen werden kann, selbst dann, wenn die
Wohngemeinschaft von längerer Dauer ist (vgl. dazu VerwGE vom 2. Dezember 2004
i.S. M.B.). Aus dem Ermittlungsbericht der Kantonspolizei vom 21. März 1995, wonach
der Beschwerdeführer "nun mit seiner schweizerischen Ehefrau" an der
Wartensteinstrasse 9 wohnt, kann deshalb nicht geschlossen werden, die Eheleute
hätten eine wirkliche Lebensgemeinschaft gelebt. Deshalb erübrigt es sich auch,
entsprechend dem Antrag des Beschwerdeführers den Vermieter einer Wohnung an
der N-strasse 19 als Zeuge zu befragen, ob der Beschwerdeführer und I. T. dort ein
Eheleben geführt hätten, zumal sich besagter Vermieter im Rahmen des
Rekursverfahrens zur Beziehung des Ehepaars in einer anderen Liegenschaft
(Speicherstrasse 35) hätte äussern sollen. In Anbetracht dieser Indizienlage durfte die
Vorinstanz schliesslich auch den Altersunterschied der geschiedenen Eheleute - der
Beschwerdeführer ist acht Jahre jünger als I. T. - als taugliches Indiz für das Vorliegen
einer Scheinehe werten. Ehen, bei denen die Partner altersmässig weit auseinander
liegen, mögen zwar gelebt werden. Im allgemeinen bilden jedoch Ehen, bei denen die
Ehefrau bedeutend älter ist als der Ehemann, die Ausnahme, weshalb ein
entsprechender Altersunterschied ein - wenn auch nicht für sich allein
ausschlaggebendes, so doch in Verbindung mit anderen Anzeichen - taugliches Indiz
dafür darstellt, dass die Ehe zur Umgehung von ausländerrechtlichen Vorschriften
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eingegangen worden ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2001, 2A.
424/2000).
Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz aufgrund einer Vielzahl gewichtiger
Indizien zu Recht gefolgert hat, der Beschwerdeführer habe die Ehe mit I. T. in der
Absicht geschlossen, ausländerrechtliche Bestimmungen zu umgehen. Der Vorwurf,
der angefochtene Entscheid beruhe auf einer unrichtigen Feststellung und Würdigung
des Sachverhalts erweist sich deshalb als unbegründet.
f) Zu prüfen ist weiter, ob die Ausweisung des Beschwerdeführers für die Dauer von
zehn Jahren verhältnismässig ist.
Der Beschwerdeführer reiste im Januar 1991 im Alter von rund 16 Jahren als
Asylbewerber in die Schweiz ein und hielt sich in der Folge bis 16. März 1994 hier auf.
Am 13. Februar 1995 gelangte er im Rahmen des Familiennachzugs erneut in die
Schweiz, wo er seither lebt und arbeitet. Mit der Vorinstanz ist davon auszugehen, dass
sich der Beschwerdeführer im Verlauf dieser rund zehn Jahre bis zu einem gewissen
Grad in der Schweiz integriert hat. Allerdings benötigte er anlässlich der Befragungen
vom 7. Mai 2003 und 1. Oktober 2003 jeweils einen Dolmetscher, was gegen eine gute
Integration spricht. Zu seinen Gunsten ergibt sich, dass er in strafrechtlicher Hinsicht
zu keinen Klagen Anlass gibt und dass er sich im Berufsleben bewährt. Der
Beschwerdeführer arbeitet seit dem 4. Mai 1998 im Restaurant "B." in St. Gallen, wo er
vorerst als Putzmann tätig war, anschliessend als Hilfskoch, Koch und Kellner, und wo
er gemäss Arbeitszeugnis vom 26. Februar 2004 als freundlicher, fleissiger und
hochmotivierter Angestellter gilt. Allerdings entspricht es den Erwartungen, dass sich
ein Ausländer während seiner Anwesenheit in der Schweiz korrekt verhält und einer
Erwerbstätigkeit nachgeht. Zu Ungunsten des Beschwerdeführers fällt entscheidend
ins Gewicht, dass er sich vorerst die Erteilung bzw. Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung und im Anschluss daran die Niederlassungsbewilligung dadurch
erschlichen hat, dass er die Ehe mit einer Schweizer Bürgerin eingegangen ist und
diese während rund sieben Jahren aufrecht erhalten hat mit dem Zweck,
ausländerrechtliche Vorschriften zu umgehen. Der Beschwerdeführer hat seinen
ausländerrechtlichen Status somit dadurch erlangt und gefestigt, dass er die
zuständigen Behörden hinsichtlich seines Privatlebens über Jahre getäuscht hat. Das
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Gericht kann seine Auffassung deshalb nicht teilen, es erscheine willkürlich, die von
ihm bestrittene Scheinehe als Ausweisungsgrund zu betrachten, weil seit dem
Eheschluss mehr als zehn Jahre verstrichen seien. Der Beschwerdeführer hat mit
seinem Verhalten vielmehr zum Ausdruck gebracht, dass er nicht gewillt und fähig ist,
sich in die hier geltende Ordnung einzufügen bzw. dass er bereit ist, gegen gesetzliche
Regelungen zu verstossen, wenn ihm dies einen aus seiner Sicht wesentlichen Vorteil
bringt. Die Vorinstanz hat sein Verschulden somit zu Recht als schwer beurteilt. Zu
berücksichtigen ist weiter, dass der Beschwerdeführer seine Kindheit und Jugend in
der Türkei verbracht hat und dass er mit seinem Heimatland offensichtlich nach wie vor
eng verbunden ist. Seit seiner Einreise in die Schweiz im Februar 1995 hat er seine
Ferien jeweils in der Türkei verbracht und dort mit seiner heutigen Ehefrau, einer
türkischen Staatsangehörigen, eine langjährige Beziehung aufgebaut und zwei Kinder
gezeugt. Weil der Beschwerdeführer mit den sozialen und kulturellen Gepflogenheiten
seines Heimatlandes vertraut ist, ist ihm ohne weiteres zumutbar, zu seiner Ehefrau und
den Kindern in die Heimat zurückzukehren, auch wenn dies mit finanziellen Einbussen
verbunden ist. Demzufolge kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, sie habe
ihren Ermessensspielraum bezüglich der Ausweisung als solcher überschritten oder
missbraucht. An dieser Beurteilung vermag auch nichts zu ändern, dass das Amt für
Ausländerfragen des Kantons Appenzell A.Rh. in einem ähnlichen Fall - die Ehe wurde
allerdings nach rund vier Jahren geschieden - die Niederlassungsbewilligung zwar
widerrufen, von einer Ausweisung aber abgesehen hat. Anders verhält es sich indessen
bezüglich der Dauer der Ausweisung für zehn Jahre. Der Beschwerdeführer weist mit
Recht darauf hin, dass es das Verwaltungsgericht als verhältnismässig erachtet hat,
einen Ausländer, der von der Strafkammer des Kantonsgerichts der versuchten
vorsätzlichen Tötung schuldig gesprochen und zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt
worden ist, für die Dauer von zehn Jahren auszuweisen (VerwGE vom 18. Mai 2004 i.S.
W.L.). Auch wenn eine Scheinehe einen schweren Verstoss gegen die öffentliche
Ordnung darstellt, ist sie mit der Verurteilung wegen eines Verbrechens nicht
vergleichbar. Demzufolge stellt es einen Ermessensmissbrauch dar, den
Beschwerdeführer für die Dauer von zehn Jahren auszuweisen. Die Dauer der
Ausweisung ist deshalb auf fünf Jahre zu reduzieren.
4./ Zu prüfen ist weiter, ob ein Härtefall vorliegt bzw. ob die Vorinstanz gehalten
gewesen wäre, das Ausländeramt anzuweisen, dem BFM das Gesuch des
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Beschwerdeführers um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung aus humanitären
Gründen zu unterbreiten.
a) Nach Art. 13 lit. f der Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer (SR
823.21, abgekürzt BVO) sind Ausländer von der Höchstzahl für erwerbstätige Personen
ausgnommen, wenn ein schwerwiegender persönlicher Härtefall oder staatspolitische
Gründe vorliegen.
Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung setzt ein Härtefall im Sinn von Art. 13
lit. f BVO voraus, dass sich der betreffende Ausländer in einer persönlichen Notlage
befindet. Das bedeutet, dass seine Lebens- und Daseinsbedingungen gemessen am
durchschnittlichen Schicksal von Ausländern in gesteigertem Mass in Frage gestellt
sein müssen bzw. die Verweigerung der Ausnahme von der zahlenmässigen
Begrenzung für den Betroffenen schwere Nachteile zur Folge hätte. Ein Aufenthalt von
zumindest zehn Jahren führt grundsätzlich zur Gewährung einer Ausnahme von den
Begrenzungsmassnahmen, vorausgesetzt dass sich der Ausländer tadellos verhalten
hat, finanziell unabhängig sowie sozial und beruflich allgemein gut integriert ist (vgl.
BGE 124 II 110 f., 123 II 127 und 119 Ib 43 f. mit Hinweis auf BGE 117 Ib 322).
Art. 13 lit. f BVO gibt dem Ausländer selbst dann keinen Rechtsanspruch auf Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung, wenn er sich in einer Situation befindet, die die
Anforderungen an einen Härtefall erfüllt (vgl. BGE 122 II 186 ff.), da die Bestimmungen
der BVO das den Kantonen durch Art. 4 ANAG eingeräumte Ermessen nicht
einschränken. Die kantonale Behörde kann somit selbst dann die Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung verweigern, wenn die bundesrechtlichen Kriterien eines
Härtefalls erfüllt sind (vgl. GVP 1998 Nr. 23 mit Hinweisen auf die bundesgerichtliche
Rechtsprechung).
Zuständig für Ausnahmen im Sinn von Art. 13 lit. f BVO ist das BFM (Art. 52 lit. a BVO).
Eine Pflicht der kantonalen Behörde zur Weiterleitung eines Bewilligungsgesuchs an
das BFM besteht jedoch nur dann, wenn die kantonalen Instanzen den
Bewilligungsentscheid von der Frage der Ausnahme von den Höchstzahlen abhängig
machen. Ist dies jedoch nicht der Fall, sondern lehnen sie die Erteilung einer
Bewilligung bereits aus anderen Gründen ab und berufen sie sich nur ergänzend auf
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die Begrenzungsverordnung, sind sie nicht verpflichtet, vor der Verweigerung der
Bewilligung einen Entscheid des BFM zu erwirken bzw. demselben die Angelegenheit
zu unterbreiten (vgl. BGE 119 Ib 97).
b) Zutreffend ist, dass sich der Beschwerdeführer seit rund zehn Jahren in der Schweiz
aufhält und dass ihm die Vorinstanz zu Gute hält, er sei in strafrechtlicher Hinsicht nicht
in Erscheinung getreten und er habe sich als Arbeitskraft bewährt. Die Dauer seiner
Anwesenheit ist allerdings, wie ausgeführt, darauf zurückzuführen, dass er mittels einer
Ehe mit einer Schweizer Bürgerin ausländerrechtliche Vorschriften umgangen hat.
Somit hat der Beschwerdeführer in erheblichem Mass gegen die öffentliche Ordnung
verstossen, weshalb von einem tadellosen Verhalten keine Rede sein kann. Hinzu
kommt, wie ebenfalls bereits ausgeführt, dass der Beschwerdeführer seine Kindheit
und Jugend in der Türkei verbracht hat, dass seine türkische Ehefrau, mit der er seit
Jahren eine enge Beziehung pflegt, und die gemeinsamen Kinder dort leben und dass
er mit seinem Heimatland auch anderweitig eng verbunden ist. Unter diesen
Umständen kann der Vorinstanz nicht vorgeworfen werden, sie hätte davon ausgehen
müssen, der Beschwerdeführer befinde sich in einer persönlichen Notlage im Sinn von
Art. 13 lit. f BVO.
5./ Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde teilweise gutzuheissen ist. Der
angefochtene Entscheid vom 30. August 2004 und die Verfügung des Ausländeramtes
vom 23. April 2004 werden bezüglich der Dauer der Ausweisung aufgehoben. Diese
wird von zehn auf fünf Jahre reduziert.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens obsiegt der Beschwerdeführer zu einem Fünftel.
Entsprechend sind die amtlichen Kosten des Beschwerdeverfahrens zu vier Fünfteln
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und dem Staat zu einem Fünftel (Art. 95 Abs. 1
VRP). Eine Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des
Gerichtskostentarifs, sGS 941.12). Demzufolge hat der Beschwerdeführer, unter
Verrechnung des Kostenvorschusses von Fr. 2'000.--, Fr. 1'600.-- zu bezahlen. Der
Rest von Fr. 400.-- wird ihm zurückerstattet. Auf die Erhebung der Kosten von Fr.
400.-- beim Staat ist zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
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St.Galler Gerichte
Was die Kosten des Rekursverfahrens von Fr. 1'000.-- anbetrifft, hat der
Beschwerdeführer sodann vier Fünftel, somit Fr. 800.-- zu tragen, während dem Staat
ein Fünftel, somit Fr. 200.-- auferlegt wird. Auf die Erhebung der Kosten beim Staat ist
ebenfalls zu verzichten (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1, Art. 98bis
und Art. 98ter VRP; VerwGE vom 14. Februar 1990 i.S. R.W.; GVP 1983 Nr. 56).