# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6afeae6a-4694-44a8-8a5d-4d02ab8aa7a2
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2008
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ E. Y., geb. 1980, ist türkischer Staatsangehöriger. Er kam 1988 als Kind türkischer
Asylbewerber in die Schweiz. Bereits als Schüler wurde er erstmals straffällig. 1998
wurde ihm eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Er beging weitere Straftaten; u.a. wurde
er am 18. Januar 2006 wegen versuchten qualifizierten Raubes, mehrfachen einfachen
Raubes und Versuchs dazu sowie weiterer Delikte mit einer Zuchthausstrafe von zwei
Jahren und einem Monat verurteilt.
Am 19. Oktober 2006 heiratete E. Y. die österreichische Staatsangehörige Erivan I.,
geboren 25. Juni 1983. Nach der Heirat reiste Erivan Y. von Oesterreich in die Schweiz
und erhielt eine L-EG/EFTA-Bewilligung.
Seit 6. November 2006 verbüsst E. Y. die am 18. Januar 2006 ausgefällte
Zuchthausstrafe.
Mit Verfügung vom 23. Mai 2007 wies das Ausländeramt das Gesuch von E. Y. um
Verlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung ab. Zur Begründung führte es an, der
Gesuchsteller habe in strafrechtlicher Hinsicht zu schweren Klagen Anlass gegeben. Er
habe sein Gastrecht in der Schweiz wiederholt in schwerwiegender Weise missbraucht.
Aus fremdenpolizeilicher Sicht wiege sein Verschulden schwer.
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Das Kreisgericht Rheintal ordnete mit Entscheid vom 30. Mai 2007 eine
vollzugsbegleitende ambulante Drogenentzugstherapie für E. Y. an.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob E. Y. durch seinen Rechtsvertreter
mit Eingabe vom 5. Juni 2007 Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement vom
9. November 2007 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingaben seines Rechtsvertreters vom 26. November und 17. Dezember 2007
erhob E. Y. Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Antrag, der
Rekursentscheid vom 9. November 2007 sei aufzuheben und seine
Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur
Begründung wird im wesentlichen vorgebracht, die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung sei unverhältnismässig. Auf die einzelnen Vorbringen in der
Beschwerde wird, soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 19. Dezember 2007 unter
Hinweis auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids die Abweisung der
Beschwerde.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingaben vom 26. November und
17. Dezember 2007 wurden rechtzeitig eingereicht und erfüllen formal und inhaltlich die
gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48
Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Am 1. Januar 2008 trat das Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) in Kraft. Gemäss Art. 126 Abs. 1 AuG bleibt für Gesuche,
die vor dem Inkrafttreten dieses Gesetzes eingereicht worden sind, das bisherige Recht
anwendbar. Das Verfahren richtet sich dagegen nach dem neuen Recht (Abs. 2). Im
vorliegenden Fall ist die Abweisung eines vor dem 1. Januar 2008 gestellten Gesuchs
um Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung streitig. Das Gesuch wurde somit vor
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dem Inkrafttreten des AuG eingereicht, weshalb die Streitsache nach altem Recht zu
beurteilen ist.
2.1. Nach Art. 7 Abs. 1 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der
Ausländer (BS 1, 121 mit seither ergangenen Aenderungen, abgekürzt ANAG) hat der
ausländische Ehegatte einer Schweizer Bürgerin Anspruch auf Erteilung und
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Der Anspruch erlischt, wenn ein
Ausweisungsgrund vorliegt.
Der Beschwerdeführer ist mit einer österreichischen Staatsangehörigen verheiratet.
Diese ist im Besitz einer gestützt auf das Personenfreizügigkeitsabkommen mit der EU
(SR 0.142.112.681, abgekürzt FZA) ausgestellten Anwesenheitsbewilligung. Nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung darf bei der Verweigerung der
Aufenthaltsbewilligung aus Gründen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit für
Ehegatten der Angehörigen von Vertragsstaaten keine strengere Regelung zur
Anwendung kommen, als sie für ausländische Ehegatten von Schweizer Bürgern gilt
(BGE 2A.607/2002 vom 12. Mai 2003, E. 3.3.). Damit gelangen im vorliegenden Fall die
Grundsätze zur Anwendung, wie sie bei der Beurteilung der Verweigerung von
Aufenthaltsbewilligungen für ausländische Ehegatten von Schweizer Bürgern gelten.
Dies bedeutet, dass der Anspruch auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung für den
ausländischen Ehegatten nur erlischt, wenn ein Ausweisungsgrund (vgl. Art. 7 Abs. 1
ANAG) vorliegt, nicht bereits bei einer Beeinträchtigung der öffentlichen Ordnung
gemäss Art. 17 Abs. 2 ANAG.
2.2. Nach Art. 10 Abs. 1 ANAG kann ein Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen
werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde
(lit. a) oder wenn sein Verhalten im allgemeinen und seine Handlungen darauf
schliessen lassen, dass er nicht gewillt oder nicht fähig ist, sich in die im Gaststaat
geltende Ordnung einzufügen (lit. b). Die Ausweisung soll nur verfügt werden, wenn sie
nach den gesamten Umständen angemessen erscheint (Art. 11 Abs. 3 Satz 1 ANAG).
Für die Beurteilung der Angemessenheit der Ausweisung im Sinn von Art. 11 Abs. 3
ANAG bzw. der Verhältnismässigkeit sind namentlich die Schwere des Verschuldens,
die Dauer der Anwesenheit in der Schweiz sowie die dem Betroffenen und seiner
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Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (Art. 16 Abs. 3 der
Vollziehungsverordnung zum ANAG, AS 1949 228 mit seither ergangenen
Aenderungen). Im Rahmen der Interessenabwägung ist auch zu prüfen, ob den hier
anwesenheitsberechtigten Familienangehörigen zugemutet werden kann, dem
Ausländer, dessen Bewilligung nicht verlängert wird, ins Ausland zu folgen. Die Frage
der Zumutbarkeit ist unter Berücksichtigung der persönlichen Verhältnisse der
Betroffenen und aller Umstände objektiv zu beurteilen. Wird eine allfällige
Unzumutbarkeit der Ausreise für die in der Schweiz lebenden Angehörigen festgestellt,
führt dies aber nicht zwingend zur Unzulässigkeit der Bewilligungsverweigerung
(BGE 122 II 5 f.). In der Prüfung der Angemessenheit im Sinn von Art. 11 Abs. 3 ANAG
geht auch diejenige auf, ob die Massnahme im Sinn von Art. 8 Ziff. 2 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) verhältnismässig bzw. als in
einer demokratischen Gesellschaft notwendig erscheint (Art. 120 Ib 130 f.). Eine
Verletzung von Art. 8 Ziff. 1 EMRK wird in der Beschwerde allerdings nicht gerügt.
2.3. Der Beschwerdeführer ist mit einer österreichischen Staatsangehörigen verheiratet
und kann daher gestützt auf die vorstehenden Ausführungen einen Rechtsanspruch auf
Erteilung bzw. Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung geltend machen. Diesem
Rechtsanspruch steht ein Ausweisungsgrund entgegen. Zu prüfen ist somit im
folgenden, ob die Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
verhältnismässig ist.
Der Beschwerdeführer wurde bereits als Jugendlicher mehrmals bestraft. Mit Urteil der
Jugendanwaltschaft vom 15. Oktober 1993 wurde er wegen Verkehrsdelikten und
Nichtanzeigen eines Fundes zu einer Arbeitsleistung von drei halben Tagen verurteilt.
Wegen versuchten Diebstahls und Sachbeschädigung wurde er am 18. Oktober 1995
zu gemeinnütziger Arbeit an drei schulfreien Nachmittagen verurteilt. Am 5. April 2000
wurde er vom Kreisgericht Rheintal wegen bandenmässigen Diebstahls, einfachen
Diebstahls, mehrfacher Erpressung, mehrfachen Hausfriedensbruchs, mehrfacher
Sachbeschädigung und geringfügigen Vermögensdelikts (Zechprellerei) zu drei
Monaten Einschliessung verurteilt, bedingt erlassen auf eine Probezeit von zwei Jahren
und Unterstellung unter Schutzaufsicht. In der Folge verwarnte das Ausländeramt den
Beschwerdeführer am 27. Juni 2000 und verlängerte seine Aufenthaltsbewilligung nur
auf Zusehen und unter der Bedingung künftigen Wohlverhaltens. Dennoch liess der
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Beschwerdeführer nicht von strafbarem Verhalten ab. Am 3. März 2004 wurde er
wegen Uebertretung des Betäubungsmittelgesetzes mit Fr. 90.-- gebüsst. Sodann
wurde er mit Strafbescheid des Untersuchungsamts Gossau vom 23. April 2004 wegen
mehrfachen Diebstahls, mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen
Hausfriedensbruchs und mehrfacher Ueber-tretung des Betäubungsmittelgesetzes mit
einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten und einer Busse von Fr. 300.-- bestraft. Mit
Entscheid des Kreisgerichts Rheintal vom 18. Januar 2006 wurde der
Beschwerdeführer schliesslich wegen versuchten qualifizierten Raubes, mehrfachen
einfachen Raubes und Versuchs dazu, mehrfachen Diebstahls und Versuchs dazu,
mehrfacher Sachbeschädigung, mehrfachen Hausfriedensbruchs und Vergehens
gegen das Waffengesetz mit Zuchthaus von zwei Jahren und einem Monat (im Zusatz
zum Strafbescheid des Untersuchungsamts Gossau vom 23. April 2004) bestraft.
Der Verurteilung vom 18. Januar 2006 liegen u.a. mehrere Raubüberfälle zugrunde. Am
4. Februar 2003 forderten der Beschwerdeführer und sein Komplize eine Kassierin des
Casinos Herisau mit vorgehaltener Schreckschusspistole auf, alles Geld
herauszugeben. Die Kassierin überreichte den Tätern insgesamt rund Fr. 25'000.--.
Diese nahmen das Geld und ergriffen mit einem Auto die Flucht. Am 8. Mai 2003
entriss der Beschwerdeführer in Niederuzwil einer Kioskangestellten zwei
Leinentaschen in der Meinung, diese enthielten Geld. Am 20. Mai 2003 fuhren der
Beschwerdeführer und sein Komplize nach Arbon, wo sie beabsichtigten, einen
Spielsalon auszurauben. Auf der Fahrt dorthin fiel ihnen eine Tankstelle auf, die von
einer Frau allein bedient wurde. In der Annahme, dass dort vielleicht sogar noch mehr
Geld zu holen sei, begaben sie sich maskiert zum Hintereingang der Tankstelle. Als die
Verkäuferin ins Freie trat, ging der Beschwerdeführer mit der Waffe auf sie zu und
drängte sie ins Lokal zurück. Dort wurde sie mit vorgehaltener Waffe zur Herausgabe
des Geldes gezwungen. Der Beschwerdeführer und sein Komplize erbeuteten nach
eigenen Angaben einen Betrag von rund Fr. 6'500.--. Am 29. Dezember 2003 suchten
der Beschwerdeführer und ein ebenfalls drogenabhängiger Komplize das Restaurant S.
auf, um durch einen Raubüberfall Geld für ihre Drogensucht zu erlangen. Der Komplize
hatte eine Pistole bei sich, welche nicht geladen war und für welche auch keine
Munition mitgeführt wurde. Die Waffe übergab er dem Beschwerdeführer. Kurz nach
Mitternacht betraten sie das Restaurant, in dem sich das Wirtepaar sowie drei Gäste
aufhielten. Der Beschwerdeführer forderte mit vorgehaltener Pistole Geld. Der Wirt
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protestierte dagegen und packte den Beschwerdeführer, welcher die Pistole
inzwischen nach unten hielt, und stiess beide aus dem Lokal hinaus. Der Komplize
sprayte dem Wirt mit einem Pfefferspray ins Gesicht. Auf der Treppe gab er dem Wirt
einen Stoss, so dass dieser die Treppe hinunterfiel. Der Wirt hielt den Komplizen am
Fuss fest, worauf dieser sich losriss und dabei dem Wirt mit einem Schuh ins Gesicht
trat. Der Wirt erlitt dabei eine Risswunde an der Nase. Nach diesem Ueberfall
beschlossen die Täter, einen weiteren Versuch zu unternehmen, um zu Geld zu
gelangen. Am 4. Januar 2004 fuhren sie nach B. und betraten dort maskiert das
Restaurant T. Der Komplize richtete die Waffe auf das Wirtepaar und die anwesenden
Gäste, welche alle an einem Tisch sassen. Gleichzeitig forderten sie von den
Anwesenden Geld. Diese zeigten sich jedoch unbeeindruckt, und einer der Gäste
forderte sie auf, das Restaurant zu verlassen. Darauf machte der Komplize eine
Ladebewegung und gab zur Abschreckung und Einschüchterung der Anwesenden
einen Warnschuss gegen die Decke ab. Trotzdem gaben die Anwesenden kein Geld
heraus. Einer von ihnen forderte sie auf, das Restaurant zu verlassen, worauf sie aus
dem Lokal flüchteten.
Das Kreisgericht Rheintal hielt im Rahmen der Strafzumessung fest, es handle sich
noch um einen leichten Fall eines qualifizierten Raubes. Es müsse berücksichtigt
werden, dass sich der Beschwerdeführer aus einer besonderen Notlage heraus zur Tat
veranlasst gesehen habe, da er zum Tatzeitpunkt in hohem Grad heroinabhängig
gewesen sei. Obwohl die Täter unter dem Einfluss von Entzugserscheinungen
gestanden hätten, hätten sie bei der Vorbereitung eine gewisse Planmässigkeit an den
Tag gelegt und sich entschlossen, die Anwesenden mit Waffengewalt, wenn nötig
durch einen Warnschuss, einzuschüchtern, um an deren Geld zu kommen. Dass sich
der Beschwerdeführer mit Unterstützung des Mittäters bewaffnet in ein Restaurant
begeben und die Anwesenden mit gezückter Waffe bzw. mit einem Schuss in die
Decke bedroht habe, lasse trotz der Notlage eine nicht unerhebliche
Gewaltbereitschaft erkennen.
In Berücksichtigung der konkreten Umstände erachtete das Gericht eine Einsatzstrafe
von 21 Monaten als angemessen. Strafschärfend wurde die Vielzahl der begangenen
Delikte qualifiziert, während die Drogenabhängigkeit und die dadurch verursachte
leicht- bis mittelgradig verminderte Zurechnungsfähigkeit zu einer Strafmilderung
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führten. Gesamthaft wurde für den Beschwerdeführer eine Zuchthausstrafe von
27 Monaten angemessen erachtet. Da eine Zusatzstrafe anzuordnen war, wurde eine
Zuchthausstrafe von zwei Jahren und einem Monat ausgefällt (27 Monate abzüglich 2
Monate gemäss Strafbescheid vom 23. April 2004, vgl. Urteil des Kreisgerichts
Rheintal, S. 23 - 29).
Diese strafrechtliche Verurteilung bzw. die Straftaten wiegen auch in
fremdenpolizeilicher Hinsicht schwer. Es fällt auf, dass die vom Beschwerdeführer
begangenen Delikte tendenziell immer schwerer geworden sind. Bereits als
Primarschüler wurde der Beschwerdeführer erstmals straffällig. Als Jugendlicher wurde
er u.a. des bandenmässigen Diebstahls und der mehrfachen Erpressung schuldig
gesprochen. Die Erpressung beging er, indem er Komplizen zur Zahlung von Geld
veranlasste, indem er ihnen androhte, er werde sie bei der Polizei wegen ihrer
Teilnahme an Einbruchdiebstählen anzeigen, falls sie ihm nicht Geld an den von ihm
bereits bezahlten Schadenersatz zahlen sollten.
Am 27. Juni 2000 verwarnte das Ausländeramt den Beschwerdeführer. In der Folge
beging er aber in den Jahren 2003 und 2004 weitere Delikte. Zutreffend hielt die
Vorinstanz fest, dass aufgrund der Straftaten ein erhebliches öffentliches Interesse an
der Verweigerung des weiteren Aufenthalts besteht.
Nach der Rechtsprechung ist selbst bei einem Ausländer, der in der Schweiz geboren
wurde und sein ganzes bisheriges Leben in der Schweiz verbracht hat (Angehörige der
zweiten Generation), eine Ausweisung nicht ausgeschlossen. Erst recht gilt dies für
Ausländer, welche erst im Kindesalter in die Schweiz gekommen sind und sich nur
wenig integriert haben (BGE 2A.571/2005 vom 17. Januar 2006). Die relativ lange
Aufenthaltsdauer seit 1988 ist im vorliegenden Fall zwar zugunsten des
Beschwerdeführers zu berücksichtigen. Allerdings fällt auch in Betracht, dass der
Beschwerdeführer bereits als Schüler und Jugendlicher straffällig wurde und ein Teil
der Aufenthaltsdauer von der deliktischen Tätigkeit geprägt war.
Fest steht, dass der Beschwerdeführer drogenabhängig war, als er die der Verurteilung
vom 18. Januar 2006 zugrundeliegenden Delikte beging. Nach eigenen Angaben will er
seine Drogensucht überwunden haben. Er machte zwar bereits anlässlich der
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Verhandlung vor dem Kreisgericht Rheintal vom 18. Januar 2006 geltend, er
konsumiere seit 2004 keine Drogen mehr (Urteil S. 23). Der Beschwerdeführer befand
sich offenbar in einem Methadonprogramm. Das Kreisgericht Rheintal lehnte in seinem
Entscheid vom 30. Mai 2007 den Antrag des Beschwerdeführers um Aufschub des
Vollzugs der Freiheitsstrafe zugunsten einer stationären Massnahme ab und ordnete
eine vollzugsbegleitende ambulante Drogenentzugstherapie an. Das Gericht hielt fest,
von der Anordnung einer stationären Massnahme sei nicht zuletzt auch deshalb
abzusehen, weil der Beschwerdeführer eine solche nur anstrebe, da er sich vom
Massnahmevollzug persönliche Freiheiten verspreche, die ihm im gewöhnlichen
Strafvollzug nie gewährt würden. Diese Auffassung decke sich mit dem im
Strafverfahren von ihm gewonnenen Eindruck. Gemäss ärztlichem Bericht genüge eine
ambulante Behandlung. Dabei müsste zuerst die zur erfolgreichen Durchführung der
Therapie vorausgesetzte Krankheitseinsicht erarbeitet werden. Unter diesen
Umständen kann nicht angenommen werden, die Drogenabhängigkeit sei überwunden.
Der Beschwerdeführer gestand denn auch einen Rückfall am 30. Dezember 2006 in der
Strafanstalt Gmünden ein.
Der Beschwerdeführer macht geltend, es dürfe bezüglich einer Prognose nicht per se
auf die Urteile des Kreisgerichts Rheintal abgestellt werden. Inwiefern im Vorfeld der
Verurteilung vom 16. Januar 2006 zwingend ein psychiatrisches Gutachten hätte
eingeholt werden müssen, wie der Beschwerdeführer behauptet, kann offen bleiben.
Das Urteil vom 18. Januar 2006 ist rechtskräftig, und die vom Beschwerdeführer
verlangte Fristwiederherstellung wurde letztinstanzlich vom Bundesgericht abgewiesen.
Im übrigen hat das Kreisgericht mit Entscheid vom 30. Mai 2007 nachträglich eine
vollzugsbegleitende Drogenentzugstherapie angeordnet. Es stützte sich dabei u.a. auf
einen ärztlichen Bericht des Psychiatrischen Zentrums Appenzell-Ausserrho-den sowie
auf unmittelbare Aeusserungen des Direktors der Strafanstalt sowie des
Beschwerdeführers. Es besteht bei dieser Sachlage kein Anlass, in Bezug auf die
Drogenabhängigkeit und die Zukunftsprognose von den Feststellungen und
Schlussfolgerungen des Strafrichters abzuweichen.
Das Strafgericht erachtete die Drogenabhängigkeit nicht als überwunden und vermisste
sogar eine Krankheitseinsicht. Gegen die Ueberwindung der Drogenabhängigkeit
spricht auch, dass der Beschwerdeführer Heroin in die Strafanstalt einschmuggeln
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wollte. An einem Tag war der Beschwerdeführer sogar flüchtig. Sein Verhalten im
Strafvollzug kann daher nicht als klaglos bezeichnet werden. Daran ändert der
Umstand nichts, dass seine Arbeitsleistungen als gut qualifiziert wurden. Die Einholung
eines weiteren Berichts der Strafanstalt ist nicht erforderlich. Der Vorinstanz lag u.a. ein
am 22. Juni 2007 ausgestelltes Arbeitszeugnis vor, welches über das Verhalten im
Vollzug detailliert Auskunft gab. Die eintägige Flucht und der Kauf von Heroin im Urlaub
sowie die Abgabe von Methadon zeigen aber, dass von einer Ueberwindung der
Drogenabhängigkeit noch nicht gesprochen werden kann und von einer erheblichen
Rückfallgefahr ausgegangen werden muss. Unter den gegebenen Umständen durfte
jedenfalls die Vorinstanz ohne Ermessensüberschreitung davon ausgehen, dass beim
Beschwerdeführer eine relativ hohe Rückfallgefahr besteht.
Wie erwähnt, sind auch die dem Beschwerdeführer und seinen Angehörigen drohenden
Nachteile zu berücksichtigen. Der Beschwerdeführer ist seit 19. Oktober 2006 mit einer
österreichischen Staatsbürgerin türkischer Abstammung verheiratet. Die Ehefrau
wusste bei der Heirat um die deliktische Vergangenheit des Beschwerdeführers. Dem
Beschwerdeführer wurde sogar für die Heirat ein Strafaufschub gewährt. Die Ehefrau
gelangte durch die Heirat in den Besitz einer Aufenthaltsbewilligung. Dass sie sich
aufgrund der emotionalen Bindung für das Verbleiben des Beschwerdeführers in der
Schweiz einsetzt, ist verständlich. Ob die Ausreise in die Türkei für die Ehefrau
zumutbar wäre, kann dahingestellt bleiben. Fest steht, dass die Ehefrau türkischer
Herkunft ist und insoweit eine Uebersiedlung in den Heimatstaat des Ehemannes nicht
mit denselben Schwierigkeiten verbunden wäre wie bei einer Person, die überhaupt
keine Bindungen zur Türkei hat. Auffallend ist auch, dass der Beschwerdeführer seine
Ehefrau nach eigenen Angaben bereits im Jahr 2000 kennen gelernt hat und ihr seine
Drogenabhängigkeit zunächst verschwieg. Spätestens seit der Untersuchungshaft im
Jahr 2004 wusste die Ehefrau um die Drogenabhängigkeit und die Delinquenz des
Beschwerdeführers. Sie heiratete ihn, obwohl er eine Zuchthausstrafe von über zwei
Jahren verbüssen musste und er seine Drogensucht nur dank Methadon unter
Kontrolle hatte. Die Ehefrau musste unter diesen Umständen damit rechnen, dass ihr
Ehemann die Schweiz verlassen muss und dass sie die Ehe nicht in der Schweiz leben
kann. Dies ist bei der Würdigung der Beeinträchtigung des Familienlebens zu
berücksichtigen.
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Bei abhängigen Personen kann Beteuerungen, künftig keine Straftaten mehr zu
begehen, kein ausschlaggebendes Gewicht zugemessen werden. Solche
Beteuerungen werden unter dem Druck eines hängigen Verfahrens häufig vorgebracht.
Hinzu kommt, dass der Beschwerdeführer mit keinem Wort darauf eingeht, inwiefern er
allenfalls für das begangene Unrecht tätige Reue leisten könnte. Eine schriftliche
Entschuldigung kann leichthin geäussert werden; ob der Beschwerdeführer auch bereit
ist, Wiedergutmachung zu leisten, erscheint hingegen fraglich.
2.4. Zusammenfassend gelangt das Verwaltungsgericht aufgrund der vorstehenden
Erwägungen zum Schluss, dass in der Verweigerung der Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers keine Rechtsverletzung zu erblicken ist.
Die zahlreichen Straftaten, die fortlaufend schwerwiegenderen Delikte und namentlich
die Gewalttätigkeit begründen ein gewichtiges öffentliches Interesse an einer
Verweigerung des weiteren Aufenthalts in der Schweiz. Die relativ lange
Aufenthaltsdauer wird durch die schon im Kindes- und Jugendalter verübten Straftaten
relativiert, und auch die Auswirkungen auf das Familienleben sind im Lichte der kurz
vor Strafantritt erfolgten Heirat zu würdigen. Aufgrund der gesamten Umstände vermag
das private Interesse des Beschwerdeführers und seiner Ehefrau das öffentliche
Interesse an der Verweigerung des weiteren Aufenthalts nicht zu überwiegen. Folglich
ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht