# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 011b935b-7d52-4131-8651-27d53c530e66
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
Im Anschluss an die Stadtzürcher Feierlichkeiten zum 1.Mai 2011 befand sich A auf dem Helvetiaplatz in einer Menschenmenge, die von der Stadt- und Kantonspolizei Zürich eingekesselt wurde. Um ungefähr 17.30 Uhr wurde er festgenommen und zur sicherheitspolizeilichen Überprüfung dem 1. Mai-Haftregime im Kasernenareal zugeführt. Dort verfügte die Polizei eine polizeigesetzliche Wegweisung und ordnete an, dass es A vom 1. Mai 2011 (20.30 Uhr) bis am 2. Mai 2011 (20.30 Uhr) untersagt sei, ein näher bezeichnetes Gebiet in der Zürcher Innenstadt zu betreten oder sich darin aufzuhalten. Um ca. 20.50 Uhr wurde A aus der Polizeihaft wieder entlassen.
II.
A.
Am 7. Mai 2011 erhob A beim Zwangsmassnahmengericht des Bezirksgerichts Zürich (im Folgenden: Zwangsmassnahmengericht) Beschwerde und beantragte, (1) der Freiheitsentzug vom 1. Mai 2011 sei für Unrecht zu erkennen, (2) es sei für Unrecht zu erkennen, dass ihm die Anrufung des Zwangsmassnahmengerichts während seines Freiheitsentzugs verweigert worden sei; es sei festzustellen, dass dies jederzeit möglich sein müsse und dass die dazu nötigen Mittel (Schreibzeug) zur Verfügung zu stellen seien, (3) es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren. Das Zwangsmassnahmengericht trat mit Entscheid vom 10. Mai 2011 auf die Beschwerde nicht ein mit der Begründung, dass es sich bei der polizeilichen Festnahme um eine verwaltungsrechtliche und nicht um eine strafprozessuale Massnahme handle, weshalb die Überprüfung nicht in die Zuständigkeit des Zwangsmassnahmengerichts falle.
B.
Gegen diesen Entscheid erhob A am 23. Mai 2011 Beschwerde an das Obergericht des Kantons Zürich und stellte den Antrag, dass seine Haftprüfungsgesuche vom 1. und 7. Mai 2011 an das Zwangsmassnahmengericht weiterzuleiten seien. Mit Schreiben vom 25. Mai 2011 überwies das Obergericht die Akten zurück an das Zwangsmassnahmengericht zur Prüfung der Wiedererwägung der Nichteintretensverfügung vom 10. Mai 2011.
C.
Am 15. Juli 2011 verfügte das Zwangsmassnahmengericht, die Nichteintretensverfügung vom 10. Mai 2011 werde in Wiedererwägung gezogen und das Verfahren anhand genommen, da die Zuständigkeit des Zwangsmassnahmengerichts nicht ausgeschlossen werden könne. Der Stadt- und Kantonspolizei Zürich wurde eine Frist von 10 Tagen angesetzt, um zur Beschwerde vom 7. Mai 2011 Stellung zu nehmen. Mit Stellungnahme vom 2. September 2011 beantragte die Kantonspolizei Zürich, auf die Beschwerde sei nicht einzutreten.
D.

## Considerations