# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3af776e1-f34e-4539-8c55-665cb7303273
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1976,
arbeitete seit dem
1.
Februar 1998
– zuletzt als Teamleiterin –
bei der
Y._
in
Z._
(Urk. 8/
1/4
, 8/5, 8/6/4 und
8/11
)
, als sie schwanger wurde
.
Wegen
schwangerschaftsbedingten Beschwerden
musste
sie
ab dem
13
.
November 2013
der Arbeit fern bleiben
(
vgl.
Urk.
8/10/18
und 8/11/2
).
Am 1
5.
Januar 2014
wurde sie Mutter einer Tochter (
Urk.
8/1/2)
.
Dr.
med.
A._
, Fachärztin FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
attestierte
der Versicherten
ab dem
5.
Mai 2014
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
(vgl. Urk.
8/
10/30-36
)
.
Die
Swica
Krankenversicherung AG richtete
der Versi
cherten
darauf
Krankentaggelder aus
(vgl. Urk.
8/
10/4
).
Am
2
9.
September 2014
meldete sich die Versicherte
bei der
Sozialversiche
rungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 8/1). Diese zog die Akten des Krankentaggeldversicherers bei
(Urk.
8/
10
und 8/16
) und tätigte weitere erwerbliche (Urk.
8
/
5
und
8
/
11
) und medizinische (Urk.
8/12
) Abklärungen.
Am
14
.
April
2015
erliess
die IV-Stelle
einen negati
ven Vor
bescheid
(Urk.
8
/
18
)
. Mit Verfügung vom
2
7.
Mai
201
5
verneinte
sie
einen Renten
anspruch (
Urk.
2 =
8
/
19
).
2.
Gegen die Verfügung vom
2
7.
Mai 2015
liess die Versicherte
, vertreten durch Rechtsanwalt
lic
.
iur
. David Husmann,
mit Eingabe vom
2
9.
Juni
201
5
Beschwerde erheben (Urk. 1).
Ihr Rechtsvertreter
bean
tragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und
es seien
der Beschwerdeführerin
die Leistungen gemäss IVG zu gewähren. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin ab dem
5.
Mai 2014 eine ganze Invalidenrente zuzuspre
chen. Eventuell sei ein psychiatrisches Gutachten betreffend Arbeitsunfähigkeit der Beschwerdeführerin zu veranlassen.
Überdies
sei der Beschwerdeführerin die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und in der Person ihres Rechtsver
treters ein unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen
. Unter Kosten- und
Ent
schädi
gungs
folgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2). Die IV-Stelle schloss am
2.
September 2015
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
7
).
Nach
dem der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin weitere Unterlagen
zu den finanziellen Verhältnissen seiner Mandantin
eingereicht hatte (vgl.
Urk.
9, 10 und
11/1-13), wurde das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung und unent
geltliche Rechtsvertretung mit Verfügung vom 10. September 2015 abgewiesen (
Urk.
12). Mit derselben
Verfügung
wurde der Beschwerdeführerin auch die Beschwerdeantw
ort zugestellt (vgl.
Urk.
12 S.
3). Am 2
2.
September 2015
nahm
der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
dazu Stellung
(
Urk.
14) und reichte einen Bericht von Dr.
A._
vom
14.
Juli 2015 ein
(
Urk.
15)
.
Davon wurde der Gegenpartei mit
Verfügung
vom
24.
September 2015 Kenntnis gegeben (Urk. 16
).
Die Beschwerdegegnerin
reichte darauf eine Stellungnahme vom
7.
Oktober 2015 ein (
Urk.
17),
wozu sich der Rechtsvertreter der Beschwerde
führerin mit Eingabe vom 1
6.
Oktober 2015 äusserte (
Urk.
20
). Gleichentags
reichte er
weitere Arztzeugnisse ein (vgl.
Urk.
21 und 22/1-3).
Davon erhielt die Gegen
partei mit Verfügung vom 1
9.
Oktober 2015 Kenntnis (
Urk.
12). Der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
wandte sich am
1
1.
Januar 2016
mit einer weiteren Eingabe an das Gericht
(Urk. 24)
.
D
ie
se wurde
der
Beschwerde
gegnerin
mit Schreiben vom 1
2.
Januar 2016
zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
25).
Auf die Ausführungen der Parteien in de
n Rechtsschriften und die im
Be
schwer
de
verfahren
neu eingereichte
n
Unterlage
n
(vgl.
Urk.
3
,
11,
15 und 22
) wird, soweit erfor
der
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG
in der seit 1. Januar 2004 geltenden Fassung
).
1.3
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
liegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
Die Beschwerdegegnerin
zog in der angefochtenen Verfügung im Wesentlichen in Betracht, dass die Beschwerdeführerin am 1
6.
Februar 2015 im Auftrag ihres Krankentaggeldversicherers begutachtet und als zu 100
%
arbeitsfähig beurteilt worden sei (vgl.
Urk.
2).
Demgegenüber lässt die Beschwerdeführerin geltend machen, dass auf das von ihrem Krankentaggeldversicherer eingeholte Gutachten nicht abgestellt werden könne. Vielmehr sei gestützt auf die übereinstimmende Einschätzung ihrer behandelnden Ärzte davon auszugehen, dass sie von Mai 2014 bis Mitte
März 2015 zu 100
%
und seit Mitte März 2015 zu 80
%
arbe
itsunfähig sei (vgl. Urk.
1
, 14
und
20
).
3.
3.1
Dem Operationsbericht der Klinik für Geburtshilfe des Universitätsspitals
W._
vom 1
7.
Januar 2014 ist zu entnehmen, dass die Beschwerdeführerin am 15. Januar 2014, um 9:00 Uhr, zur Sectio
caesarea
bei Status nach
frustraner
Einleitung und Wunsch der Frau eingetreten sei (
Urk.
8/16/30). Zum
Opera
tionsverlauf
wurde festgehalten,
dass
Dr.
B._
einen
Schnitt nach Pfannen
stiel mit stumpfer, teils scharfer querer Eröffnung der Faszie vorgenommen
habe
. Wegen vermehrter Schmerzen
sei die Patientin
nochmals gelagert
worden
und
man habe
auf eine
verbesserte Analgesie gewartet
. Danach
habe
Dr.
B._
das Peritoneum parietale stumpf eröffnet. Als die Patientin erneut
Schmerzempfin
den
geäussert habe, habe man erneut zugewartet und schliesslich
Rapifen
und
Ketamin
zur besseren Analgesie verabreicht. Aus diesem Grund habe man den Kollegen der Neonatologie beigezogen. Der anwesende Oberarzt der Anästhesie habe sich bezüglich der Schmerzfreiheit versichert. Aufgrund der Analgetika
-A
bgaben habe der Oberarzt
Dr.
C._
vor der
Uterotomie
übernommen und die Inzision und das Ab
schieben des Blasenperitoneums durchgeführt
. Er habe eine quere isthmische
Uterotomie
mit digitaler Erweiterung vorgenommen. Es habe wenig klares Fruchtwasser ge
ge
ben.
Das Kind sei zügig und problemlos
aus II. Schädellage
entwickelt worden. Die Patientin habe
intramural zwei Ampullen
Syntocinon
erhalten und die
Plazenta
sei gelöst worden. Die
Cavumaustastung
sei unauffällig gewesen
.
Danach habe
Dr.
B._
wieder übernommen. Sie habe mit einer fortlaufenden
Vicryl
-Naht die
Uterotomie
ein
schichtig verschlossen. Bei vermehrter Blutung sei eine
ausgie
bige
Hämostase
kontrolle
erfolgt. Es seien zwei Z-Nähte i
m links-lateralen Bereich der
U
teroto
mie
gesetzt worden. Die Inspektion der Adnexe
(Eierstock und Eileiter)
beidseits habe man aufgrund fraglicher
Schmerz
äusserungen
der Patientin bei starkem Zug am Peritoneum (differential
diagnostisch Stöhnen unter
Ketamin
gemäss Oberarzt der Anästhesie) nicht durchgeführt. Man habe das Abdomen zügig verschlossen un
d eine Adaption des Peritoneums parietale durch fortlaufende Nah
t vorgenommen; die
Bauch
wand
sei durch eine fortlaufende
Fasziennaht
verschlossen worden. Man habe
Subkutannähte
und Hautklammern gesetzt.
Die Operation habe 45 Minuten gedauert und der Blutverlust habe sich auf 1000 ml belaufen. Die
Plazenta
entwicklung
sei vollständig gewesen und die Plazenta habe 510 Gramm gewogen. Der Nabelschnuransatz auf der Plazenta sei normal lang gewesen (
Urk.
8/16/31).
Gemäss Austrittsbericht vom 1
1.
Februar 2014 dauerte der stationäre
Klinikau
fenthalt
vom 1
2.
bis zum 1
9.
Januar 201
4.
Diagnostisch wurden unter anderem eine atonische Nachblutung
(
Kontraktionsschwäche der Gebärmutter; die Gebärmuttermuskulatur zieht sich nach der Geburt des Kindes und der unvollständig oder vollständig geborenen Plazenta nicht oder nicht genügend zusammen
)
und
eine Eisenmangelanämie nach Blutverlust festge
halten.
Ferner wurde
eine Schwangerschafts-Cholestase
(
Lebererkrankung, welche die Leberfunktion der Schwangeren beeinträchtigt
)
und
ein
Oligo
hydramnion
(zu wenig Fruchtwasser; wenn das Fruchtwasser die Menge von 200 bis 500 ml.
u
nterschreitet)
vermerkt
(
Urk.
8/16/32)
.
Die Schwangerschafts-Cholestase sei mit
Deursil
behandelt worden, ansonsten sei der Schwangerschaftsverlauf unauffäl
lig gewesen
(
Urk.
8/16/31)
.
Nach der Geburt sei es nur zu e
iner mässigen Kontraktion des U
terus und zu einer vermehrten Blutung mit einem zusätzlichen Blutverlust von 500 m
l gekommen. Daher sei 2 x 200 m
g
Cytotec
verabreicht worden. Danach sei die Kontra
ktion
gut gewesen und die Blutung habe sich normalisiert. Sechs Stun
den nach der Geburt habe der Hämoglobinwert 95
g/l betragen
(Urk.
8/16/32).
Das Wochenbett sei ohne Komplikationen verlaufen. Bei der Entlassung sei der Uterus gut kontrahiert gewesen und der Fun
d
us habe sich zwei Querfinger unter dem Nabel befunden. Die Lochien seien seriös und blutig gewesen. Der
Hämo
globinwert
bei Austritt habe 89.0 g/l betragen. Die Patientin habe teilweise gestillt (
Urk.
8/16/33).
3.2
W
egen
des Verdachts auf Restmaterial bei Status nach Sectio (Beta HCG>1 U/l am 26.03.2014, Dauerblutung bis 8 Wochen
postpartal
, Status nach konservati
vem Therapieversuch mit
Cytotec
)
wurde die Beschwerdeführerin am
3.
April 2014
in der
Klinik für Gynäkologie des Universitätsspitals
W._
erneut ope
riert.
Es
wurden eine diagnostische Hysteroskopie und
eine stumpfe
resektosko
pische
Plazentar
estmaterialentfernung vorgenommen (
Urk.
8/12/8).
Gemäss dem Austrittsbericht vom
9.
April 2014 war die Beschwerdeführerin wegen dieses Eingriffs vom 2. bis zum
3.
April 2014 hospitalisiert und bis zum 1
0.
April 2014 zu 100
%
arbeitsunfähig. Der intra- und postoperative Verlauf gestaltete sich problemlos, so dass die
Beschwerdeführerin
in gutem Allgemeinzustand sechs Stunden postoperativ nach Hause entlassen werden konnte (
Urk.
8/12/11 und 8/12/12).
3.3
Beim Aussteigen aus der Badewanne rutschte die Beschwerdeführerin am 19. Juni 2014 aus und klagte danach über Rücken- und Kopfschmerzen.
Sie musste
in der
Nacht einmal erbrechen
,
worauf
sie sich am folgenden Tag in die Klinik für Unfallchirurgie des Universitätsspitals
W._
in Behandlung
begab
. Dort wurden eine Kontusion der Lendenwirbelsäule und eine Beckenkontusion diagnostiziert, weswegen bis zum 2
0.
Juni 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähig
keit bestehe (
Urk.
8/12/6 und 8/12/7).
Der beha
ndelnde Hausarzt,
pract
. med. D._
,
attestierte
der Beschwerdeführerin
darauf bis zum 2
0.
Juli 2014 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
8/12/10)
und mass diesem Leiden anschlies
send keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit mehr zu (
Urk.
8/12/1)
.
3.4
Im Auftrag des Krankenversicherers untersuchte
Dr.
med. E._
,
Fachärz
tin
FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie, die Beschwerdeführerin am 2
2.
Juli 2014 und nahm am 2
3.
Juli 2014 eine psychiatrische Kurzbeurteilung vor (
Urk.
8/10/18).
A
ufgrund des Gesprächs
mit der Beschwerdeführerin
sei
die konkrete diagnostische Einschätzung
nur bedingt respektive nur orientierend möglich (
Urk.
8/10/4).
Die Explorandin habe im Gespräch stark niedergeschla
gen und gedanklich auf die Erlebnisse und Geschehnisse im Rahmen der Geburt fixiert gewirkt. Sie sei mehrfach in Tränen ausgebrochen und habe ratlos und verzweifelt gewirkt (
Urk.
8/10/21). Sie habe die Geburt ihrer Tochter als sehr negative und einschneidende Erfahrung erlebt, die sie auch psychisch beein
trächtige bzw. beeinträchtigt habe (
Urk.
8/10/22). Die von der behandelnden Psychiaterin
Dr.
A._
gestellte Diagnose einer posttraumatischen
Belastungs
störung
könne aktuell nicht eindeutig bestätigt werden; es gebe zahlreiche Aspekte, die dafür sprechen könn
ten, aber auch etliche fehlende
typische Symptome, die gegen eine solche Diagnose sprechen würden. Über die Geburt und die Komplikationen
lägen
keine Arztberichte zur Objektivierung vor
(
Urk.
8/10/22). Differentialdiagnostisch wäre eine Anpassungsstörung, längere depressive Reaktion (ICD-10: F43.21) denkbar (Urk. 8/10/5).
Unabhängig von der Diagnose sei
eine Symptomatologie vor
handen
, die eine
Arbeits
tätigkeit
aktuell
nicht zulasse
; es bestehe passager eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit für sämtliche Tätigkeiten
. Als ungünstiger Faktor komme hinzu, dass die
Explorandin keine Antidepressiva
einnehmen möchte und nur einmal im Monat zu einem psychotherapeutischen Gespräch gehe. Aufgrund des sehr protrahierten Verlaufs und des grossen Leidensdrucks sei eine stationäre Thera
pie – zum Beispiel in einer Mutter-Kind-Klinik – angezeigt, welche die festge
stellte psychische Störung innerhalb der nächsten 1-2 Monate positiv beein
flussen sollte
. Es sollte eine medikamentöse antidepressive Therapie eingeleitet werden, mit
der
eine deutliche Besserung innerhalb einiger Wochen
zu erwarten sei
. Eine dauerhaft anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe grundsätzlich nicht
(
Urk.
8/10/22 ff.).
3.5
Am 1
8.
August 2014 teilte
Dr.
A._
dem Krankentaggeldversicherer mit, ihre Patientin habe gegenüber einer stationären Behandlung Vorbehalte, da es ihr einerseits in den letzten Wochen etwas besser gegangen sei und sie ande
rerseits seit der Geburt Angst vor Spitälern habe. Dennoch wäre sie bereit zu einem Vorgespräch bezüglich eines Aufenthalts in der Mutter-Kind-Abteilung im Spital
V._
(
Urk.
8/10/16). Der Kinderarzt habe der Versicherten empfohlen, angesichts des schwierigen Starts die Mutter-Kind-Beziehung weiterhin durch das Stillen zu stärken. Aus diesem Grund seien aus
psychiatri
scher Sicht
eine stationäre Behandlung ohne Kind und eine Umstellung von der individualisierten antidepressiven Pflanzentinktur auf synthetische Antide
pressiva derzeit nicht indiziert.
Die Patientin habe von einer leichten Besserung ihrer Beschwerden berichtet und die Medikation mit der individualisierten
anti
depressiven
Pflanzentinktur habe einen positiven Effekt gezeigt.
Dr.
A._
schlug
eine intensivierte ambulante verhaltenstherapeutische Psychotherapie für zwei bis drei Monate vor, vorerst mit Weiterführung der bisherigen
phytothera
peutischen
Medikation
,
und allenfalls eine erneute Beurteilung durch
Dr.
E._
(
Urk.
8/10
/
17
).
3.6
A
uf Ersuchen der
Swica
Krankenv
ersicherung AG
erstattete
Dr.
A._
am 12. Februar 2015 einen Zwischenbericht an
Dr.
E._
(
Urk.
3/5). Sie diagnosti
zierte eine posttraumatische Belastungsstörung (ICD-10:
F43.1) bei Status nach Sectio ohne Anästhesiewirkung am 1
5.
Januar 2014 und eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1).
Die Patientin habe am 1
4.
November
2014 in Begleitung einer Freundin die Mutter-Kind-Station des Spitals
V._
besichtigt. Ihr sei aber nicht wohl dabei gewesen, zu sehr habe sie das Spital an den Narkosezwischenfall beim Kaiserschnitt erinnert. Sozialanamnestisch hielt
Dr.
A._
fest, dass
die
Arbeit
geber
in
per Ende Februar
2015 die Kündigung ausgesprochen habe. Zudem sei die Wohnung wegen einer anstehenden Haussanierung per Ende März 2015 gekündigt worden (
Urk.
3/5 S. 1).
Es komme
gemäss den subjektiven Angaben der Patientin
nach wie vor zum Wiedererleben der Ohnmacht während der Sectio ohne Anästhesie. Der Besuch der Mutter-Kind-Station im Spital
V._
sei nur in Begleitung möglich und mit starken Beklemmungsgefühlen verbunden gewesen. Die Patientin habe wegen ihrer Ängste als einzige Verwandte eine Cousine im
Spital nicht besu
chen können. S
ie umfahre das Universitätsspital
W._
möglichst weiträumig, da sie Angst vor ihrer Angst habe (
Urk.
3/5 S. 1).
Zum psychiatrischen Befund
hielt
Dr.
A._
Folgendes fest
(
Urk.
3/5 S. 2)
: „38j. altersgemäss erscheinende Versicherte, die
pünktlich und zuverlässig zu den Gesprächen
kommt. Wach, allseits orientiert
.
Klagt
über Konzentrations
störungen und Vergesslichkeit
.
Grübeln
,
Gedankenkreisen, besonders nachts.
P
sychomotorisch angespannt.
Fühlt
sich unter Druck
.
Gereiztheit gegenüber dem Ehemann und auch der Tochter.
Wirkt
‚dünnhäutig‘
.
Klagt
über Mü
digkeit
. Wirkt
erschöpft.
B
erichte
t
offen. Zukunftsängste
.
Angst vor Spitälern. Affektiv traurig
,
enttäuscht, desillusioniert und verletzt. Fre
udlosigkeit, Interesselosig
keit
,
soziale
r
Rückzug.
Weint
. Schlafstörungen, Alpträume
,
teils mit
Wiedererle
ben
, teil
s
auch
andere Inhalte
.
K
eine Anhaltspunkte für
Ich-Störungen,
Wahn
inhalte
,
Zwänge.
K
eine akute oder chronische Suizidalität, Sinngebung durch die Tochter
.“
Aktuell stille die Patientin ihr 12 Monate altes Kind noch nachts, was die Bin
dung stärke und versöhne. Nach einer allergischen Hautreaktion der Tochter sei die
phytotherapeutische
Tinktur sistiert worden (
Urk.
3/5 S. 2).
Im Zeitpunkt der Berichterstattung an
Dr.
E._
attestierte
Dr.
A._
der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
8/16/12).
3.
7
Am 1
6.
Februar 2015 untersuchte
Dr.
E._
die Beschwerdeführerin
im Auftrag des Krankentaggeldversicherers
erneut
und erstattete
tags darauf ein psy
chiatrisches Gutachten (vgl.
Urk.
8/16/17-28).
Darin s
tellte sie die Diagnose einer
Dy
sthymia
(ICD-10: F34.1) und gelangte zum Schluss
,
dass die Beschwer
deführerin voll arbeitsfähig sei.
3.
8
Med.
pract
.
D._
bescheinigte der Beschwerdeführerin vom 2
7.
Februar bis zum 1
5.
März 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit (Urk. 8/16/11).
4.
4.1
Vorab ist zu bemerken, dass sich die Beschwerdeführerin am 29. September 2014 zum Leistungsbezug angemeldet hat (Urk. 8/1).
Es kann folglich frühestens am 2
9.
März 2015 ein Rentenanspruch entstehen (
Art.
29
Abs.
1 IVG).
Soweit mit der Beschwerde eine Invalidenrente vor dem
1.
März 2015
verlangt wird (das heisst
für die Zeit vom
5.
Mai 2014 bis Ende Februar 2015; vgl.
Urk.
1 S.
2
),
ist
sie
ohne Weiteres
abzuweisen
(vgl.
Art.
29
Abs.
3 IVG)
.
4.2
Es ist strittig und
zu prüfen, ob auf das psychiatrische Gu
tachten von Dr.
E._
vom 1
7.
Februar 2015 (vgl.
Urk.
8/16/17-28) abgestellt werden kann, gemäss welchem die Beschwerdeführerin seit dem 1
6.
Februar 2015 wieder voll arbeitsfähig ist.
4.3
Berichte und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte
unterliegen w
ie andere Beweismittel der freien richterlichen Beweiswürdigung. Es kann ihnen Beweiswert beigemessen werden, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indi
zien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen.
Jedoch sind an die Beweisw
ürdigung strenge Anforderungen
zu stellen. Bestehen
auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Fest
stellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 135 V 465 E.
4.4 mit Hinweis
en
).
4.4
Das Gutachten von
Dr.
E._
vom 1
7.
Februar 2015 beruht auf der tags zuvor durchgeführten psychiatrischen Untersuchung der Beschwerdeführerin. Es wurde in Kenntnis der medi
zinischen
Vorakten
, insbesondere auch der Berichte der Klinik für Geburtshilfe des Universitätsspitals
W._
(vgl.
Urk.
8/16/18 und 8/16/29-33)
,
erstellt und berücksichtigt die von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden angemessen. Überdies setzt es sich detailliert mit anderslautenden Beurteilun
gen, namentlich der
jenigen von
Dr.
A._
, aus
einander.
In der Beschwerdeschrift wird der Vorwurf erhoben,
Dr.
E._
habe aktenwidrig depressionstypische Schlafstörungen verneint, obwohl die Beschwerdeführerin anlässlich der Untersuchung von
solchen
berichtet habe (
Urk.
1 S. 8 mit Hin
weis auf
Urk.
8/16/21, 8/16/23 und 8/16/25).
Hierzu ist festzuhalten
, dass die
Beschwerdeführerin im Rahmen der Anamnese s
childerte, sie
gehe
etwa um 22:3
0 Uhr zu Bett und
könne
meist nur schlecht einschlafen. Das Durchschlafen sei erschwert. Sie stille bis zu drei Mal pro Nacht, die Schlafqualität sei sehr schlecht (
Urk.
8/16/21).
Als Grund für den gestörten Schlaf gab
die Beschwer
deführerin
unruhige Träume an (
Urk.
8/16/25).
Dr.
E._
berücksichtigte
die erwähnten Ausführungen der Beschwerdeführerin
in ihrem Gutachten
und
ver
trat darauf
hin
die Auffassung
, der Schlaf werde durch das mehrfache Stillen in der Nacht massgeblich beeinträchtigt, auch wenn die Beschwerdeführerin unru
hige Träume erwähnt
hab
e (Urk.
8/16/25).
Dementsprechend gelangte
Dr.
E._
zur Beurteilung, es
lägen
keine depressio
nstypischen Schlafstörungen vor
(
Urk.
8/16/21)
.
Diese Einschätzung
steht im Einklang mit
dem von der Beschwerdefüh
rerin geschilderten Sachverhalt
.
Sie
ist
auch ohne eine einge
hende
Erörterung
, deren Fehlen in der Beschwerdeschrift moniert wird (
Urk.
1 S.
8
)
,
nachvollziehbar
. Es
leuchtet ein
, dass
das Stillen
– mithin ein nicht
depressi
onstypischer
Grund –
die
wesentliche Ursache der
geklagten
Schlaf
störungen
ist
, zumal es nicht nur über einen längeren Zeitraum, sondern zum
Unter
su
chungszeitpunkt
auch noch mehrmals pro Nacht
praktiziert wurde. Jedenfalls ist in diesem Punkt keine Aktenwidrigkeit zu erblicken.
Es ist dem Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin dahingehend beizupflichten
, dass
Dr.
E._
bei der Untersuchung der Beschwerdeführerin
keine Anhaltspunkte für Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstö
rungen, eine
Erschöpfungs
tendenz
oder Müdigkeit, einen Interessenverlust, der alle Belange des alltägli
chen Lebens betrifft,
oder
eine Einschränkung im Sozialen und
im
Integrations
niveau
erhoben hat (
Urk.
1 S. 8; vgl.
Urk.
8/16/23), obwohl die Beschwerdeführerin in der Anamnese über Schwäche und Müdigkeit,
Kon
zentrationsstörungen
, Antriebslosigkeit, einen „Druck im Kopf“, einen mässig guten Appetit
, eine reduzierte Sexualität, Schlafstörungen,
Dünnhäutigkeit
und reduzierte Belastbarkeit geklagt hatte (
Urk.
1 S. 8; vgl.
Urk.
8/16/20, 8/16/21 und 8/16/22).
Diese
Inkongruenz
vermag jedoch keine Zweifel am Gutachten zu erwecken. Vielmehr spricht es für dessen
Qualität, dass die geschilderten Beschwerden nicht bloss unkritisch übernommen w
u
rden
, sondern auch geprüft w
ur
d
e
, ob sie sich mit entsprechenden Befunden untermauern lassen
. Letzteres war
im Rahmen der Untersuchung offenbar nicht der Fall.
Daran vermag auch nichts zu ändern, dass
in der Beschwerdeschrift geltend gemacht wird,
die behandelnde Psychiaterin
Dr.
A._
habe
im Februar 2015
Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Gedankenkreisen, psychomoto
rische Anspannung, Gereiztheit, Erschöpfung, Zukunftsängste, affektive Trau
rigkeit,
Freudlosigkeit, Interessenverlust,
einen
soziale
n
Rückzug und Schlaf
störungen mit Alpträumen
festgestellt
(
Urk.
1 S. 8 mit Hinweis auf
Urk.
3/5
S.
2).
Diese Behauptung
trifft zum einen nicht ganz zu
.
So hat
Dr.
A._
zum Beispiel
lediglich erwähnt, dass die Beschwerdeführerin über
Kon
zentrations
störungen
und Vergesslichkeit geklagt habe. Eigene Fest
stellung
en
in diese Richtung hat
Dr.
A._
offenbar keine gemacht
, zumindest aber nicht beschrieben
(vgl.
Urk.
3/5 S. 2).
Zum anderen geht aus den
(rudimentären)
Ausführungen von
Dr.
A._
nicht
klar
hervor,
ob und inwieweit objektive Befunde erhoben oder lediglich subjektive Bes
chwerde
schilderungen über
nommen wurden
. Dies gilt insbesondere mit Bezug auf das Gedankenkreisen, besonders nachts, die festgehaltene
Gereiztheit gegenüber dem Ehemann und der Tochter
, die
Freudlosigkeit,
die
Interesselosigkeit
und den
soziale
n
Rückzug
, welche pauschal festgehalten und nicht ansatzweise begründet w
u
rden (vgl.
Urk.
3/5 S. 2)
.
Der angeführte Bericht von
Dr.
A._
vom 1
2.
Februar 2015 vermag das Gutachten
von
Dr.
E._
somit
nicht zu erschüttern
, zumal er auch
wenig
plausibel erscheint.
Diesbezüglich ist zu erwähnen
, dass
Dr.
A._
die Sistierung der
phytothe
rapeutischen
Tinktur – nach offenbar mehrmonatiger komplikationsloser Einnahme – mit einer allergischen Hautreaktion der Tochter der Beschwerdeführerin begründet
e
(
Urk.
3/5 S. 2), während die Beschwerde
führerin
selbst das Absetzen der Tinktur im Zusammenhang mit der
dank
der ambulanten Behandlung eingetretenen
Be
sserung erwähnte (
Urk.
8/16/22). Auch in diagnostischer Hinsicht wirft der Bericht – insbesondere im Hinblick auf die diagnostischen Leitlinien gemäss ICD-10 – Fragen auf, da
Dr.
A._
nebst der
posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10: F43.1)
zusätzlich
eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32.1) diagnostiziert
e
und jegliche Begründung
der gestellten Diagnosen
vermissen
liess
(
Urk.
3/5 S.
2).
Gegen das Gutachten von
Dr.
E._
wird im Weiteren vorgebracht,
es fehle eine Begründung, weshalb keine Antriebsminderung, kein Interessenverlust und kein sozialer Rückzug vorliegen soll
en
, wenn doch die Beschwerdeführer
in
von einem erschöpfungsbedingten Interessenverlust berichtet und angegeben habe, neben der notwendigsten Haushaltsführung und der zeitweiligen Betreuung der Tochter keine nennenswerten Aktivitäten mehr zu
entfalten
(U
rk.
1 S. 9 mit Hinweis auf Urk.
8/10/18 und 8/16/19 f.).
Die Begründung, deren Fehlen moniert wird, lässt sich
indessen
ohne
Weiteres
den Ausführungen im Gutach
ten entnehmen. So wird darin unter anderem festgehalten
, dass die Beschwer
deführerin ihren Angaben zufolge mit ihrer Tochter
häufig
draussen spazier
en geh
e
, täglich ihre Schwester
n
tr
e
ff
e
und
häufig Besuch von ihrer Familie
erhalte
(
Urk.
8/16/19).
Ferner erkundigte sie sich
– nachdem es ihr
nach eigenem Bekunden
dank der
ambulante
n
Behandlung
durch
Dr.
A._
viel besser ging –
bei ihrer vormaligen Arbeitgeberin danach, ob sie an ihre
n
letzte
n
Arbeits
platz
zurückkehren könne, was
(lediglich)
daran scheiterte, dass
ihre Stelle
bereits neu besetzt worden war (
Urk.
8/16/22).
Dr.
E._
legte
überdies
dar, dass die Beschwerdeführerin in der Lage sei, einen Tagesablauf selbständig zu planen, diesen zu strukturieren und diese Struktur auch einzuhalten
(
Urk.
8/16/25)
.
Es wird
beanstandet
, dass
Dr.
E._
die Auffassung vertrat, die Berichte
der Klinik für Geburtshilfe des Universitätsspitals
W._
spiegelten
die Angaben der
Beschwerdeführerin
zur Geburt ihre
s
Kindes
nicht wieder und
würden
ihre Schilderungen gesamthaft weder bestätigen noch objektivieren (
Urk.
8/16/23 und 8/16/24)
. Daraus sei zu schliessen
, dass
Dr.
E._
die Darstellung der Beschwerdeführerin nicht
als
glaubhaft erachtet habe (
Urk.
1 S. 9)
.
Aus dem Gutachten geht hervor, dass die Beschwerdeführerin
Dr.
E._
erklärt
e
, man habe vier Tage lang erfolglos versucht
,
die Geburt einzuleiten. Am fünften Tag habe man einen Notkaiserschnitt durchgeführt. Die PDA habe nicht vollständig gewirkt. Sie habe starke Schmerzen verspürt und angefangen zu schreien. Dann sei eine Vollnarkose eingeleitet worden, die aber auch nicht unmittelbar gewirkt habe. Sie habe alles bei Bewusstsein erlebt und viel Blut verloren (
Urk.
8/16/21).
Demgegenüber
hat
Dr.
E._
–
insoweit
korrekt
–
lediglich
festgehalten
, dass
es sich gemäss den Berichten
zur Geburt
um eine primäre Sectio und
um
einen Wunschkaiserschnitt gehandelt habe. Die Plazenta sei vollständig gewesen und der weitere Verlauf habe sich komplikationslos gestaltet. Die Beschwerdeführe
rin sei nach einer Woche aus d
em Spital erlassen worden (Urk.
8/16/24
; vgl.
Urk.
8/16-30-33
).
Aus diesen Ausführungen lässt sich keineswegs folgern, dass
Dr.
E._
sämtlichen Schilderungen der Beschwerdeführerin zur Geburt ihres Kindes keinen Glauben geschenkt hat.
Zur vermeintlichen
Kontroverse ist festzuhalten, dass es keine Rolle spielt, aus welchem Grund der Kaiserschnitt vorgenommen wurde. Ebenso ist es unerheb
lich, ob er primär (vor Geburtsbeginn) oder sekundär (nach Geburtsbeginn) erfolgte. Nicht einmal der konkrete Operationsverlauf
,
insbesondere auch
die Frage,
ob es sich dabei um ein traumatisierendes Ereignis von aussergewöhnli
cher Schwere handelte,
ist
hier
– wie zu zeigen sein wird –
von
massgeblicher Bedeutung
.
Es ist daher an dieser Stelle auch festzuhalten, dass
sich aus der
im Beschwerdeverfahren neu
eingereichte
n
und vom Ehemann der Beschwerde
führerin verfasste
n
Beschreibung des Geschehens
(
Urk.
3/3)
keine wesentlichen Erkenntnisse gewinnen
lassen
.
Die
im Raum stehende Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-10: F43.1)
lässt sich
nicht allein mit einem erlittenen Trauma begründen
, sondern es müssen weitere Kriterien erfüllt sein
.
Dr.
E._
hat
das Vorliegen einer posttraumatischen Belastungsstörung
ausgeschlossen, weil die für deren
Diagnose-
Stellung erforderlichen Kriterien
gemäss ICD-10
weder eindeutig feststellbar noch von der Versicherten – mit Ausnahme der schlechten Träume – geäussert worden
seien
(Urk. 8/16/26).
Ihr
Verweis auf die diagnostischen Leit
linien nach ICD-10
und der Hinweis
, die Diagnose lasse sich wegen des Fehlens erforderlicher Kriterien und etlicher typischer Symptome nicht begründen (vgl.
Urk.
8/16/26)
,
genügt. E
ntgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen Auf
fassung
ist daher
auch
nicht zu beanstanden
, dass
Dr.
E._
die einzelnen
erforderlichen
Kriterien
in
ihrem Gutachten nicht detailliert aufgeführt hat
(Urk.
1 S. 11).
Dies muss umso mehr gelten, als
Dr.
E._
bereits in ihrer ersten Kurzbeurteilung vom 23. Juli 2014 entsprechende theoretische Ausführungen gemacht hat
te
(Urk. 8/10/22).
In der Beschwerdeschrift wird sodann
geltend gemacht
, das Gutachten von
Dr.
E._
werde
auch durch deren eigene Kurzbeurteilung vom 2
3.
Juli 2014
in Zweifel gezogen
, da die Anamnese, die Beschwerdeschilderungen und die psy
chischen Befunde damals ähnlich gewesen seien. Einzig die deutlich gedrückte Grundstimmung werde im aktuellen Gutachten nicht mehr aufgeführt (
Urk.
1 S.
12 f.). Dem ist entgegenzuhalten, dass
Dr.
E._
während des ersten Gesprächs mit der Beschwerdeführerin
nicht nur deren deutlich gedrückte
Grund
stimmung
, sondern auch
eine
gedanklic
he Fixierung
auf die Erlebnisse und Geschehnisse im Rahmen der Geburt
vermerkte
.
Die Beschwerdeführerin
sei mehrfach in Trä
nen ausgebrochen und habe
nur mit Mühe das Gespräch wieder aufnehmen können. Sie habe zeitweise
ratlo
s und verzweifelt gewirkt (Urk.
8/10/21).
Im Gegensatz dazu
wurden anlässlich der aktuellen Begut
achtung keine entspre
chenden Feststellungen gemacht (vgl.
Urk.
8/16/22
24
).
Es wurde lediglich eine situationsbezogene Affektivität beobachtet, von der sich die Beschwerdeführerin bei Themenwechsel ablenken liess (
Urk.
8/16/24 und 8/16/25).
Vor diesem Hin
tergrund kann von einem ähnlichen psychischen Befund keine Rede sein. Dar
über hinaus erklärte die Beschwerdeführerin zur Frage nach der Entwicklung der Verhältnisse seit Juli 2014 selbst, sie habe von den Gesprächen mit
Dr.
A._
sehr gut profitieren können.
Sie
seien
ihr
eine grosse Stütze und hilfreich gewesen.
Mittlerweile habe sie die Tinktur
abgesetzt
. Eine
stationäre Behand
lung sei ihrer Meinung nach nicht indiziert, da es ihr dank der ambulanten Behandlung durch
Dr.
A._
sehr viel besser gehe (Urk. 8/16/22).
Bereits in ihrem Bericht vom 1
8.
August 2014 hatte
auch
Dr.
A._
festgehalten, dass die Beschwerdeführerin ihr gegenüber von einer leichten Besserung berichtet habe. Die individualisierte antidepressive Pflanzentinktur habe einen positiven Effekt gezeigt (
Urk.
8/10/17).
Entgegen der in der Beschwerdeschrift vertretenen Auffassung hat
Dr.
E._
die Diagnose einer
Dysthymia
hinreichend und nachvollziehbar begründet. Sie hat insbesondere eingehend dargelegt, dass aktuell keine depressive Symptomatik mehr vorlieg
e
, die es erlauben würde, zumindest eine leichtgradige depressive Störung zu diagnostizieren (vgl.
Urk.
8/16/24-26).
Die bei der Beschwerde
führerin feststellbare geringfügige
dysthyme
Symptomatolo
gie habe keine Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/16/26).
Es trifft zwar zu, dass
Dr.
E._
die
– unnötige und
im Übrigen
nicht ganz
korrekte
(vgl. an
statt V
ieler das Urteil des Bundesgerichts 9C
_146/2015 vom 1
9.
Januar 2016 E.
3.2 und 3.4 mit zahlreichen Hinweisen)
–
rechtliche
Bemerkung gemacht hat
, eine
Dysthymia
vermöge gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung grund
sätzlich keine Arbeitsunfähigkeit zu begründen
(Urk. 16/24/33)
.
Dies
allein
ver
mag die überzeugenden
und
ansonsten
auf
medizinische Darlegungen
beschränkten Ausführungen
aber nicht zu schmälern
.
Insbesondere lässt
die fragliche Bemerkung
Dr.
E._
weder als befangen
erscheinen
noch
führt
sie
dazu, deren
Gutachten als nicht beweiskräftig
zu beurteilen
.
Etwas Derartiges drängt sich auch nicht unter Berücksichtigung des
Bundesgerichtsurteil
s
8C_448/2015 vom 1
7.
Dezember 2015
auf, dessen Erwägungen 4.2 und 4.3 der Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
angeführt
hat (vgl.
Urk.
24 S. 1).
Denn anders als es dort offenbar der Fall war, enthält das Gutachten von
Dr.
E._
keine
ergebnis
orientierten
(juristischen) Ausführungen, noch ging
Dr.
E._
von falschen Tat
sachen aus. Sie begründete mit dieser Feststellung hauptsächlich die unter Ziffer
6 des Gutachtens vorgenommene Einteilung der Diagnosen in sol
che mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit und solche ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, die massgeblicher Bestandteil eines medizinischen Gut
achtens ist.
Die
abschliessende
Bemerkung
von
Dr.
E._
, krankheitsfremde Gründe seien bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit strikt ausser Acht gelassen und bei der Beurteilung nicht berücksichtigt worden (
Urk.
8/16/28),
hat
beim Rechtsvertre
ter der Beschwerdeführerin
Anstoss erregt (
Urk.
1 S. 12). Sie gibt jedoch ledig
lich eine Selbstverständlichkeit wi
e
der, die bei jeder Begutachtung zu beachten ist.
Dementsprechend ist sie auch
nicht zu beanstanden, ungeachtet dessen, dass
Dr.
E._
in ihrem Gutachten objektiv psychosoziale Belastungsfaktoren wie die Kündigung der Arbeitsstelle per Ende Februar 2015 und den per Ende März 2015 drohenden Wohnungsverlust beschrieben hat
(vgl.
Urk.
8/16/24)
.
Soweit der Rechtsvertreter der Beschwerdef
ührerin rügt, die Unterstreichungen im Gutachtenstext täten dem Eindruck einer neutralen und sachlichen medizi
nischen Einschätzung Abbruch (
Urk.
1 S. 13), ist ih
m entgegenzuhalten, dass die grafische
Gestaltung eines Gutachtens dem Ermessen der begutachtenden Person zu überlassen ist
(vgl. zum Beispiel das vom Rechtsvertreter in einem anderen Zusammenhang angeführte Urteil 8C_448/2015 vom 1
7.
Dezember 2015 E. 4.1;
Urk.
24 S. 1)
. Insbesondere hat er selbst richtig erkannt, dass
Dr.
E._
bereits in ihrer Kurzbeurteilung vom
23.
Juli 2014 entsprechende Unterstreichungen vorgenommen hat
te
, in der sie
der Beschwerdeführerin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestierte (
Urk.
8/10/18-10)
.
Vor diesem Hinter
grund erweist sich der Vorwurf mangelnder Neutralität als haltlos.
Schliesslich wird in der Beschwerdeschrift auch zu Unrecht beanstandet, dass
Dr.
E._
die 17
-
jährige Arbeitstätigkeit der Beschwerdeführerin ohne nen
nenswerte Krankheitsausfälle
in ihrem Gutachten
ausser Acht gelassen hat (
Urk.
1 S. 13). Aus d
em angeführten
Umstand lassen sich keine Rückschlüsse ziehen und er
kann
insbesondere nicht dazu
dienen
, Erkenntnisse bezüglich der
jeweils
aktuellen
medizinischen Verhältnisse
und
der sich daraus ergebenden
Arbeitsfähigkeit
beziehungsweise Arbeitsunfähigkeit
zu gewinnen.
Darüber hinaus eignen sich auch die
weiteren
im Beschwerdeverfahren neu ein
ge
reic
hten
medizinischen
Unterlagen (vgl.
Urk.
3/4, 3/6, 3/
7
und
15
)
nicht
, das Gutachten von Dr.
E._
in Frage zu
stellen
.
Zu den Berichten zum
Erstge
spräch
/
Vorgespräch für den stationären Eintritt
in
der Mutter-Kind-Abteilung des Spitals
V._
vom 1
4.
November 2014
(
Urk.
3/4)
ist zu bemerken, dass
sie
sich
lediglich zur Situation
an diesem einen Tag
äussern
können
. Dement
sprechend mangelt es ih
nen
an der erforderlichen Aktualität.
Sie sind
daher
entgegen der von Seiten der Beschwerdeführerin vertretenen Auffassung nicht geeignet, die von
Dr.
E._
am 1
6.
Februar 2015, mithin rund drei Monate später erhobenen Befunde
und die gestützt darauf gestellte Diagnose
in Zweifel zu ziehen (
vgl.
Urk.
1 S. 8 f.)
. Dabei ist insbesondere zu beachten, dass es sich bei einer posttraumatischen Belastungsstörung um ein psychisches Leiden han
delt, bei dem in der Mehrzahl der Fälle eine Heilung erwartet werde
n
darf (vgl.
Weltgesundheitsorganisation,
Internationale
Klassifikation psychischer Störun
gen, ICD-10 Kapitel V [F], Klinisch-diagnostische Leitlinien,
Dilling
/
Mom
bour
/Schmidt [Hrsg.]
9.
Auflage
2014
,
Ziff.
F43.1
S. 208)
.
Ebenso kann sich der Gesundheitszustand bei einer depressiven Störung, namentlich einer mittel
gradigen depressiven Episode, derart verbessern, dass sich keine entsprechende Diagnose mehr stellen lässt.
I
m
ebenfalls
neu eingereichte
n
Bericht von
Dr.
med. F._
,
Fach
ärztin
FMH für Psychiatr
ie und Psychotherapie, vom 17.
Juni 2015
(Urk. 3/6)
hielt diese fest, dass die Beschwerdeführerin beim Erstgespräch Ende März (d.h. am 2
0.
März 2015) an einer posttraumatischen Belastungsstörung und an einer mittelschweren-schweren depressiven Episode (ICD-10: F32.3) gelitten habe.
Sie bestätigte ihr eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit (
Urk.
3/7).
Auch hier stellt sich im Hinblick auf die diagnostischen Leitlinien gem
äss ICD-10 (vgl. ICD-10: F43.1) wiederum
die Frage, weshalb die beiden Diagnosen
gleichzeitig
gestellt wurden.
Eine Begründung hat
Dr.
F._
ebenfalls nicht geliefert. Ihre Aus
führungen dazu, dass die Schilderungen der Beschwerdeführerin bezüglich der Geburt ihrer Tochter als glaubhaft zu werten
seien
, tragen aus den bereits dargelegten Gründen nicht dazu bei, das Gutachten von
Dr.
E._
in Frage zu stellen. Darüber hinaus hat
Dr.
F._
zwar
Zweifel daran geäussert, dass sich die Symptomatik
vo
m 1
6.
Februar 2015 bis
Ende März 2015
,
mithin während eines kurzen Zeitraums
,
derart
verschlechterte
, dass nunmehr nicht mehr eine
Dysthymia
, sondern eine mittelschwere-schwere depressive Episode vorgelegen habe.
Sie hat diese Möglichkeit jedoch auch nicht ausgeschlossen, sondern – insoweit korrekt – festgehalten, sie könne die Situation anlässlich der Begutachtung vom 1
6.
Februar 2015 nicht beurteilen. Schliesslich geht aus dem Bericht von
Dr.
F._
auch nicht hervor, dass das Stillen für die geklagten Schlafstörungen nicht verantwortlich sein kann (
Urk.
3/6 S. 2).
Aus dem Bericht
v
on
Dr.
A._
vom 1
4.
Juli 2015 (vgl.
Urk.
15), in
dem
das Gutachten von
Dr.
E._
eingehend diskutiert und kritisiert
wird, ergeben sich ebenfalls keine neuen Aspekte, die über das bereits Abgehandelte hinaus
noch
zu thematisieren wären.
Die im
weiteren
Verlauf des
Beschwerdever
fahrens
eingereichten ärztlichen Zeugnisse, in
denen jeweils eine
80%ige Arbeitsunfähigkeit bestätigt wird (
Urk.
22/1-3), betreffen lediglich Zeiträume nach dem Erlass der angefochtenen Verfügung vom 2
7.
Mai 2015
, weshalb sie unberücksichtigt zu bleiben haben
.
4.5
Aus dem Gesagten folgt, dass nichts vorgetragen wurde, was das Gutachten
von
Dr.
E._
formell oder materiell mangelhaft er
schei
nen liesse oder sonst in Zweifel zu
ziehen vermöchte. Ebenso wenig ist etwa
s Derartiges aus den Akten ersichtlich. Vielmehr erfüllt das Gutachten sämtli
che von der Rechtspre
chung statuierten Anforderungen an ein medizi
ni
sches Gutachten (vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1 und 125 V 351 E. 3a). Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin darauf abgestellt hat.
Dementsprechend ist davon ausge
hen, dass am 1
6.
Februar 2015 kein psychisches Leiden mehr vorlag, das
die
Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
beeinträchtigte.
4.6
Wie
Dr.
F._
selbst ausführte, erscheint es
als
fraglich, dass
sich der psy
chische Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin nach
deren
Begutachtung am 1
6.
Februar 2015 derart rasch massgeblich verschlechtert hat (vgl.
Urk.
3/6)
.
Wie sich die Verhältnisse tatsächlich präsentierten,
kann jedoch offen bleiben, da
die am 2
0.
März 2015 fachärztlich diagnostizierte mittelschwere-schwere depressive Episode im Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 2
7.
Mai 2015
ohnehin
zu wenig lange angedauert hätte, um
Invaliditätsrelevanz
zu erlangen
.
Lediglich der Vollständigkeit halber bleibt zu bemerken, dass med.
pract
.
D._
der Beschwerdeführerin für einen beschränkten Zeitraum vom 2
7.
Februar bis zum 15. März 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit attestierte (Urk. 8/16/11).
Aus seinem Arztzeugnis ergeben
sich keine Hinweise auf das Bestehen eines invaliditätsrelevanten physischen Leidens. Das Vorliegen eines solchen wurde von Seiten der Beschwerdeführer
in
denn auch nicht geltend gemacht. Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerdegegnerin am 2
7.
Mai 2015 zu Recht einen Rentenanspruch verneint hat. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Verfahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1‘000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- festzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind die Kosten der unterliegenden Beschwerde
führerin aufzuerlegen.