# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ffa8e8c3-b8ac-55b4-b439-88d14d9a944e
**Court:** SO_VG
**Chamber:** SO_VG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SO / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

In Sachen
A._
Beschwerdeführer
gegen
KESB Thal-Gäu/Dorneck-Thierstein,
Beschwerdegegnerin
betreffend
Kosten
zieht das Verwaltungsgericht in
Erwägung:
I.
1. Mit Zwischenentscheid vom 13. November 2018 wies die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (KESB) Thal-Gäu/Dorneck-Thierstein das Gesuch von A._ um unentgeltliche Rechtsverbeiständung ab und setzte ihm Frist bis 30. November 2018 zur Einreichung eines ausgefüllten Gesuchsformulars um unentgeltliche Rechtspflege.
2. Am 30. November 2018 ging beim Verwaltungsgericht ein Gesuch von A._ um unentgeltliche Rechtspflege ein. Da zu diesem Zeitpunkt beim Verwaltungsgericht kein Verfahren von A._ hängig war, wurde ihm das Gesuchsformular retourniert und er wurde darauf hingewiesen, dass er dieses an die KESB oder an eine andere Behörde schicken solle, falls er dort ein Verfahren hängig habe.
3. Mit Entscheid vom 8. Januar 2019 auferlegte die KESB den Kindseltern A._ und B._ die Verfahrenskosten von CHF 750.00 je zur Hälfte. Ein Gesuchsformular um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege war dort nicht eingereicht worden.
4. Gegen diesen Entscheid erhob A._ am 21. Januar 2019 Beschwerde an das Verwaltungsgericht und gab an, er lebe unter dem Existenzminimum und könne die Kosten von CHF 375.00 deshalb nicht bezahlen. Er reichte das Gesuchsformular um unentgeltliche Rechtspflege erneut ein, welches er dem Verwaltungsgericht bereits am 30. November 2018 eingereicht hatte.
5. Die KESB beantragte am 18. Februar 2019 die Abweisung der Beschwerde.
II.
1. Die Beschwerde ist frist- und formgerecht erhoben worden. Sie ist zulässiges Rechtsmittel und das Verwaltungsgericht zur Beurteilung zuständig (vgl. Art. 450 Abs. 1 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches [ZGB, SR 210] i.V.m. § 130 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum ZGB [EG ZGB, BGS 211.1]). A._ ist durch den angefochtenen Entscheid, mit welchem ihm Verfahrenskosten von CHF 375.00 auferlegt worden sind, beschwert und damit
zur Beschwerde
legitimiert. Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Gemäss § 149
Abs. 2
des Einführungsgesetzes zum Schweizerischen Zivilgesetzbuch (EG ZGB, BGS 211.1)
werden durch die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde für bestimmte Verrichtungen und Verfügungen Gebühren erhoben, sofern die gebührenpflichtige Person nicht als bedürftig im Sinne der Bestimmungen über die unentgeltliche Rechtspflege gilt.
3. Der Beschwerdeführer hat am 2. Oktober 2018 vor der Vorinstanz einen Antrag um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege gestellt. Auf die Aufforderung hin, dieses bis zum 30. November 2018 zu belegen, hat er am 30. November 2018 beim Verwaltungsgericht ein ausgefülltes Gesuchsformular mit entsprechenden Belegen eingereicht. Da zu diesem Zeitpunkt beim Verwaltungsgericht kein Verfahren des Beschwerdeführers hängig war, und auch keine Kenntnis darüber bestand, wo der Beschwerdeführer ein Verfahren hängig hatte, wurde ihm dieses retourniert und er wurde darauf hingewiesen, dass er das Gesuch an die KESB schicken solle, falls dort ein Verfahren von ihm hängig sei. Gleichentags hatte der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bei der Vorinstanz mitgeteilt, dass er A._ nicht weiter vertrete und um Fristerstreckung für die Einreichung des Gesuchsformulars gebeten. Diesem Gesuch wurde entsprochen und dem Beschwerdeführer dann bis zum 14. Dezember 2018 Frist gesetzt, um das entsprechende Formular einzureichen. Dies hat der Beschwerdeführer offenbar nicht getan. In den Akten der Vorinstanz findet sich kein Gesuch des Beschwerdeführers um unentgeltliche Rechtspflege.
Der Beschwerdeführer ist somit seiner Mitwirkungspflicht nach § 26 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRG, BGS 124.11) nicht nachgekommen und die Vorinstanz war nicht verpflichtet, weitere Abklärungen anzustellen, ob der Beschwerdeführer als bedürftig im Sinne der unentgeltlichen Rechtspflege gilt. Die Vorinstanz hat ihm somit die Verfahrenskosten von CHF 375.00 zu Recht zur Bezahlung auferlegt (vgl. § 149 Abs. 2 EG ZGB).
Das nachträglich im Beschwerdeverfahren eingereichte Gesuchsformular ist verspätet und stellt auch – da es sich um keine neuen Tatsachen handelt – keinen Grund für eine Wiedererwägung oder einen Widerruf dar.
4. Die Beschwerde erweist sich somit als unbegründet und ist abzuweisen.
5. Allenfalls könnte der Beschwerdeführer ein Erlassgesuch an die Vorinstanz stellen. Nachdem er jedoch trotz Aufforderung nicht belegt hat, dass er für das Wohnen im Haus seiner Eltern Miete bezahlt (behauptet werden Wohnkosten von CHF 2'200.00), ist fraglich, ob tatsächlich eine Bedürftigkeit besteht.
6. Für das Verfahren vor Verwaltungsgericht sind ausnahmsweise keine Kosten zu erheben.
Demnach wird
erkannt
:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Für das Verfahren vor Verwaltungsgericht werden keine Kosten erhoben.

## Considerations