# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 57c7fd38-2d63-5de8-b5a2-accb2810f1f5
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Mit Eingaben vom 10. Juni 2010 erhob M. G. beim Baudepartement des Kantons
St. Gallen einerseits Rekurs gegen den Einspracheentscheid des Gemeinderates Q.
vom 22. Dezember 2009 betreffend Richtplan sowie Ortsplanrevision und andererseits
Rekurs gegen den Einsprache-entscheid des Gemeinderates Q. vom 18. März 2010
betreffend Ortsplanrevision (zweite Teilauf-lage). Der Gemeinderat Q. hatte M. G. zuvor
mit Schreiben vom 27. Mai 2010 darüber in Kenntnis gesetzt, dass das fakultative
Referendum gegen die am 27. August 2009 beschlossenen Zonen-planänderungen
nicht ergriffen worden sei; zudem wurde ihr im entsprechenden Schreiben die
Rekursfrist von 14 Tagen eröffnet.
B./ Mit Schreiben vom 18. Februar 2011 teilte das Baudepartement M. G. mit, das
Schreiben des Gemeinderates vom 27. Mai 2010 sei eingeschrieben versandt und
gemäss Sendungsverfolgung bereits am 28. Mai 2010 am Postschalter in Q. abgeholt
worden. Die Rekursfrist habe damit am 29. Mai 2010 zu laufen begonnen und sei am
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11. Juni 2010 abgelaufen. Die zwar vom 10. Juni 2010 datierten, jedoch erst am
14. Juni 2010 der Post zum Versand übergebenen Rekurse seien daher als verspätet
zu betrachten. Eine Ausnahme gelte für den Fall, dass die Voraussetzungen der Frist-
wiederherstellung gegeben seien. M. G. wurde Gelegenheit eingeräumt, die Rekurse
innert zehn Tagen zurückzuziehen oder innert der gleichen Frist zum Schreiben vom
18. Februar 2011 Stellung zu nehmen.
C./ Mit Schreiben vom 25. Februar 2011 bat M. G. um eine Fristerstreckung von drei
Wochen; zur Begründung führte sie aus, sie müsse sich die Angelegenheit gründlich
überlegen. Das Baude-partement machte sie in der Folge mit Schreiben vom
28. Februar 2011 darauf aufmerksam, dass ein Gesuch um Wiederherstellung der
Rekursfrist innert zehn Tagen zu stellen sei. Dabei handle es sich um eine gesetzliche
Frist, welche nicht erstreckt werden könne.
D./ Mit Eingabe vom 6. März 2011 ersuchte die Rekurrentin sinngemäss um
Wiederherstellung der Rekursfrist. Mit Schreiben vom 11. März 2011 wurde dem
Gemeinderat Q. und den übrigen Beschwerdebeteiligten Gelegenheit eingeräumt, zum
Wiederherstellungsgesuch Stellung zu nehmen. Der Gemeinderat Q. beantragt in seiner
Stellungnahme vom 14. März 2011, es sei das Wiederherstellungsgesuch abzuweisen.
Die übrigen Beschwerdebeteiligten liessen sich zum Wiederherstellungsgesuch nicht
vernehmen.
E./ Das Baudepartement trat mit Entscheid vom 8. April 2011 auf die Rekurse von M.
G. nicht ein. In der Entscheidbegründung hielt es sodann fest, das
Wiederherstellungsgesuch sei ebenfalls verspätet eingereicht worden, weshalb auch
darauf nicht einzutreten sei.
F./ Mit Eingabe vom 18. April 2011 erhob M. G. Beschwerde beim Verwaltungsgericht
mit dem Antrag, es sei der Entscheid des Baudepartementes vom 8. April 2011
aufzuheben und die Frist gegen die beiden Einspracheentscheide wiederherzustellen.
Am 18. und am 19. April 2011 reichte sie zudem weitere Eingaben beim
Verwaltungsgericht ein.
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Das Baudepartement schliesst in seiner Vernehmlassung vom 18. Mai 2011 unter
Hinweis auf die Begründung im angefochtenen Entscheid auf Abweisung der
Beschwerde. Die Politische Gemein-de Q. und der Beschwerdebeteiligte H. W.
beantragten in ihren Vernehmlassungen vom 20. Mai 2011 bzw. 25. Mai 2011, es sei
die Beschwerde abzuweisen. Zur Begründung verwiesen sie eben-falls auf den
angefochtenen Entscheid. Die übrigen Beschwerdebeteiligten liessen sich nicht eigens
vernehmen.
Die Beschwerdevernehmlassungen wurden am 26. Mai 2011 an M. G. zur
Kenntnisnahme weiter-geleitet. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass ein
weiterer Schriftenwechsel nicht vor-gesehen sei. M. G. reichte am 27. Mai 2011 sowie
am 30. Juni 2011 unaufgefordert weitere Stellungnahmen ein.
Auf die Begründungen von M. G. sowie auf die Ausführungen im angefochtenen
Entscheid wird, soweit erforderlich, in den folgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Die Vorinstanz trat im angefochtenen Entscheid auf die Rekurse vom 10. Juni 2010
der Beschwerdeführerin nicht ein. Gleich verfuhr sie mit dem Gesuch um
Fristwiederherstellung. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Verfahren bildet somit ein
Prozessentscheid. Das Verwaltungs-gericht hat demnach einzig zu prüfen, ob die
Vorinstanz zu Recht auf die Rekurse sowie das Fristwiederherstellungsgesuch nicht
eingetreten ist. Über die Rekurse selbst ist hingegen materiell nicht zu entscheiden.
Würde die Beschwerde jedoch gutgeheissen, wäre die Streitsache zur materiellen
Behandlung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
3. Die Beschwerdeführerin bestreitet nicht, dass ihre vom 10. Juni 2010 datierten,
jedoch erst am 14. Juni 2010 der Post zum Versand übergebenen Rekurseingaben
nicht rechtzeitig, mithin inner-halb der 14-tägigen Rekursfrist eingereicht wurden.
Unbestritten blieb insbesondere, dass sie das Schreiben des Gemeinderats Q. vom
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27. Mai 2010, in dem ihr die Rekursfrist eröffnet wurde, am 28. Mai 2010
entgegennahm, womit die 14-tägige Rechtsmittelfrist am folgenden Tag zu laufen
begann und am 11. Juni 2010 endete. Von daher erweisen sich ihre Rekurse effektiv als
verspätet.
4. Gemäss Art. 30ter Abs. 1 VRP kann eine versäumte Frist wiederhergestellt werden,
wenn der Verfahrensgegner zustimmt. An einer solchen Zustimmung fehlt es hier, hat
sich doch der Gemeinderat Q. gegen eine Wiederherstellung ausgesprochen (act. 35
und 40 der Vorinstanz). Art. 30ter Abs. 1 VRP verweist im Übrigen auf Art. 148 Abs. 1
ZPO (Schweizerische Zivilprozess-ordnung vom 19. Dezember 2008, SR 272). Danach
kann eine Frist einer säumigen Partei wieder-hergestellt werden, wenn die Partei
glaubhaft macht, dass sie kein oder nur ein leichtes Verschulden trifft. Abs. 2 der
gleichen Bestimmung sieht sodann vor, dass das Gesuch innert 10 Tagen seit Wegfall
des Säumnisgrundes einzureichen ist.
Auch diese Frist hielt die Beschwerdeführerin nicht ein. Zu Recht weist die Vorinstanz
im angefochtenen Entscheid darauf hin (E. 3.2), dass die Beschwerdeführerin
spätestens nach Erhalt des Schreibens vom 18. Februar 2011 Kenntnis von den
verspäteten Rekurserhebungen hatte. Das entsprechende Schreiben ging ihr am 19.
Februar 2011 zu. Die Frist zur Einreichung des Wieder-herstellungsgesuchs lief damit
am 1. März 2011 ab. Das Gesuch der Beschwerdeführerin datiert jedoch erst vom 6.
März 2011. Von daher ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auch darauf nicht
eingetreten ist. Ein Grund, der die Verspätung zu rechtfertigen vermöchte, ist nämlich
nicht erkennbar. Ihre offenbar vielfältigen Aufgaben und ihr ständiges Pendeln
zwischen Q. und N. (Kanton AG) stellen jedenfalls keinen Wiederherstellungsgrund dar.
Nicht weiter hilft der Beschwerdeführerin aber auch, dass sie noch am 25. Februar
2011 ein Fristerstreckungsgesuch stellte (act. 28 und 34 der Vorinstanz). Bei der 10-
tägigen Frist zur Einreichung des Wiederherstellungsgesuchs handelt es sich um eine
gesetzliche Frist, welche nicht erstreckt werden kann. Dies hat ihr im Übrigen die
Vorinstanz gleich nach Erhalt des Fristerstreckungsgesuchs mitgeteilt (act. 29 und 35
der Vor-instanz).
5. (...).
6. (...).
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Demnach hat das Verwaltungsgericht