# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8540bc2c-a211-4a2e-8942-a85d83c74bf3
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Mit Voranmeldung von Kurzarbeit, datiert vom
16. März
2020 (Urk.
7
/2
), stellte die
X._
bei der Arbeitslosen
ver
sicherung Antrag auf Kurzarbeitsentschädigung für
den
Gesamtbetrieb
vom 1.
März
2020 bis
30. September
202
0.
Mit Verfügung vom
24
.
März
2020 (Urk.
7
/6
)
erhob das Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) teilweise Einspruch
und bewilligte die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung für den Zeitraum
vom
26. März
bis
25
.
Juni 2020
unter der Bedingung, dass die übrigen Anspruchs
voraussetzungen erfüllt seien
.
Am 9. Juni 2020 hob das AWA die Verfügung vom 24. März 2020 auf und bewilligte
–
sofern
die übrigen Anspruchsvoraus
set
zung
en erfüllt seien
-
die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschäd
igung für die Zeit vom 17. März
bis 31. August 2020
(Urk.
7
/1)
. Auf die dagegen von
X._
erho
bene Einsprache vom 11. November 2020 (Urk.
7
/10
)
trat das AWA mit
E
ntscheid vom 16. November 2020 (Urk. 2)
nicht ein.
2.
Dagegen erhob die
X._
am 16. Dezember 2020 Beschwerde (Urk. 1) und
beantragte
sinngemäss
die Ausrichtung von Kurzarbeitsentschädigung
ab 1. März 202
0.
Mit Beschwerdeantwort vom 15. Januar 2021 (Urk. 6) schloss de
r
Beschwerdegegner auf Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 26. Januar 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Richtet sich die Beschwerde gegen einen
Nichteintretensentscheid
, hat das Ge
richt, ungeachtet
der Vorbringen
der
beschwerdeführenden
Partei, zu prüfen und darüber zu entscheiden, ob die Verwaltung zu Recht nicht auf das Leistungs- oder Feststellungsbegehren eingetreten ist. Der richterliche Entscheid in der Sache (Sachentscheid) hat in dieser besonderen verfahrensmässigen Situation den for
mellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die untere Instanz zum Ge
gen
stand. Dagegen hat sich das Gericht mit den materiellen Anträgen nicht zu befassen (BGE 121 V 157 E. 2b, 116 V 265 E. 2a, SVR 1997, UV Nr. 66 S. 225 E. 1a).
1.2
Gegen Verfügungen kann innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Ein
sprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- und verfah
rens
leitende Verfügungen (Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Nach Art. 39 Abs. 1
ATSG
ist die dreissig
tägige Frist zur Einsprache nur gewahrt, wenn die Einsprache spätestens am letz
ten Tag der Frist bei der verfügenden Stelle eingereicht oder zu deren
Handen
der Schweizerischen Post oder einer schweizerischen diplomatischen oder kon
sularischen Vertretung übergeben wird. Läuft die Frist unbenützt ab, so er
wächst die Verfügung in (formelle) Rechtskraft mit der Wirkung, dass die ver
fü
gende Stelle auf eine verspätet eingereichte Einsprache nicht eintreten darf (vgl. BGE 124 V 401 E. 1a).
3.
3.1
De
r
Beschwerdegegner führte im angefochtenen Entscheid
(Urk. 2)
aus, die Ein
sprache
sei verspätet erfolgt, weshalb sie darauf nicht eintreten könne
. Die Be
schwerdeführerin äusserte sich in der Beschwerdeschrift (Urk. 1) nicht zur Recht
zeitigkeit der
Einspracheerhebung
, sondern beschränkte sich auf den materiellen Einwand, dass die Kurzarbeitsentschädigung bereits ab 1. März 2020 auszurichten sei
.
3.2
Es ist zwischen den Parteien unbestritten und aufgrund der Aktenlage aus
ge
wiesen, dass die Einsprache de
r
Beschwerdeführerin gegen die Verfügung vom 9. Juni 2020 (Urk.
7
/1) erst am 11. November 2020
der
Post
über
geben wurde (Urk.
7
/10-11). Damit erfolgte die Einsprache verspätet
.
Daran ändert
das Schrei
ben de
s
Beschwerdegegner
s
vom 30. Oktober 2020 (Urk. 7
/12)
nichts, mit wel
chem er unter Bezugnahme auf eine per Email erhobene Einsprache vom 2
0.
Oktober 2020 Frist zur Verbesserung (Unterschrift) bis 1
5.
November 2020 ansetzte. Denn bereits am 2
0.
Oktober 2020 war die
Einsprachefrist
längst abge
laufen und dem Beschwerdegegner stand es nicht zu, diese Frist nachträglich wieder zu öffnen, was sie denn explizit auch gar nicht tat.
Schliesslich ist kein Grund für eine Wiederherstellung der
F
rist im Sinne von Art. 41 ATSG ersichtlich und
ein solcher
wurde
von der Beschwerdeführerin auch
zu keinem Zeitpunkt
geltend gemacht.
3.3
Zusammenfassend ergibt sich, dass
die
Einsprache verspätet erfolgte, weshalb
der
Nichteintretensentscheid
de
s
Beschwe
rdegegner
s
nicht
zu beanstanden und die hiergegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist. Auf die materiellen Ausfüh
rung
en betreffend Beginn der Ausrichtung der Kurzarbeitsentschädigung ist nicht näher
einzugehen (vgl. E. 1.1).