# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 44125b2c-7fa9-4bbb-b73e-1163896a344d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X. und Y. mieteten von der Genossenschaft „A.“ ab dem 19. Mai 2007 das Gasthaus B. in C.. Gemäss Mietvertrag war eine ordentliche Kündigung unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von sechs Monaten frühestens per 30. April 2010 möglich. X. und Y. kündeten den Mietvertrag mit Schreiben vom 17. Juli 2008 auf den 30. September 2008.
In der Folge rechnete die Genossenschaft „A.“ mit Schreiben vom 4. November 2008 ab und stellte dem Guthaben der Mieter von insgesamt Fr. 9'050.60 ein eigenes Guthaben von total Fr. 3'758.35 gegenüber. Sie überwies den Mietern in der Folge unter Verrechnung ihres eigenen Guthabens den Differenzbetrag von Fr. 5'292.25. Die Mieter akzeptierten mehrere der zur Verrechnung gebrachten Abzüge im Gesamtbetrag von Fr. 2'716.65 nicht. Im Einzelnen handelte es sich dabei um die geltend gemachten Beträge von Fr. 1'200.00 für den Teilausfall des Pachtzinses im Monat Oktober 2008, Fr. 425.60 für Auslagen der Vermieter für die Pächtersuche, Inserate, Rechtsauskünfte, Spesen etc., Fr. 743.50 für die Neuprogrammierung der Kasse gemäss Rechnung der D. Kassensysteme AG sowie Fr. 347.55 für die Entstopfung des Kellerschachtes gemäss Rechnung der Z. AG. X. und Y. betrieben die Genossenschaft „A.“ daher bezüglich des Betrages von Fr. 2'716.65. Diese erhob auf den in der Betreibung Nr. 26/09 des Betreibungsamtes E. ergangenen Zahlungsbefehl vom 19. Februar 2009 Rechtsvorschlag.
B. X. und Y. gelangten in der Folge mit Eingabe vom 6. Mai 2009 an die Schlichtungsbehörde für Mietverhältnisse des Bezirks F.. Der ihnen in Rechnung gestellte Betrag von Fr. 2'716.65 könne nicht akzeptiert werden. Zur Begründung brachten sie vor, es sei ein Nachfolgepächter gefunden worden, welcher das Gasthaus per 1. Oktober 2008 übernommen hätte. Im Weiteren sei es ihre Aufgabe gewesen, die Nachfolge zu regeln, weshalb die Vermieterin nicht habe tätig werden müssen. Die Kasse müsse bei jedem Pächterwechsel neu programmiert werden, die betreffenden Kosten gingen stets zu Lasten des neuen Pächters. Die Entstopfung des Kellerschachtes sei wegen des zu geringen Gefälles und damit wegen baulicher Mängel notwendig geworden.
Am 28. August 2009 fand die Vermittlungsverhandlung statt, an welcher keine Einigung erzielt werden konnte. Der Entscheid der Schlichtungsbehörde für Mietverhältnisse des Bezirks F., in welchem das Scheitern der
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Vermittlungsverhandlung festgestellt wurde, wurde den Parteien am 15. September 2009 unter Einräumung einer Rechtsmittelfrist von 30 Tagen mitgeteilt.
C. Mit Eingabe vom 11. Oktober 2009, der Post am 12. Oktober 2009 zur Zustellung übergeben, gelangten X. und Y. in der Folge an das Bezirksgerichtspräsidium F.. Sie machten gegenüber der Vermieterin ein Guthaben von insgesamt Fr. 3'326.65 zuzüglich 5% Zins geltend. Die Forderung umfasste den Betrag von Fr. 2'716.65, welcher bereits im Schlichtungsverfahren geltend gemacht worden war, zuzüglich Kosten für den Zahlungsbefehl (Fr. 70.00) und Auslagen im Zusammenhang mit der Schlichtungsverhandlung (Fr. 140.00 Fahrkosten, Fr. 400.00 Arbeitsausfall).
Mit Prozessantwort vom 1. November 2009 stellte die Genossenschaft „A.“ das Rechtsbegehren auf Abweisung der Klage, soweit darauf einzutreten sei. Es wurden V., W. und U. sowie Z. als Zeugen offeriert.
Mit Replik vom 14. November 2009 bzw. Duplik vom 5. Dezember 2009 nahmen die Parteien noch einmal zur Sache Stellung.
Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums F. vom 9. Dezember 2009 wurde der Schriftenwechsel geschlossen. Es wurden diverse eingereichte Urkunden sowie der Zeuge Z. als wesentlich erklärt.
D. Am 11. März 2009 fand die Hauptverhandlung vor Bezirksgerichtspräsidium F. in G. statt. Das Bezirksgerichtspräsidium F. erkannte mit Urteil vom 11. März 2009, mitgeteilt am 14. April 2010, was folgt:
1. „Die Klage der Mieter Y. und X. gegen die Vermieterin Genossenschaft A. wird teilweise gutgeheissen und die Genossenschaft A. wird verpflichtet, Y. und X. Fr. 2'369.10, zuzüglich 5% Zins seit dem 6. Mai 2009, zu bezahlen.
2. Die Kosten des Bezirksgerichtspräsidiums F., bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 800.00
- Schreibgebühren von Fr. 580.00
- Barauslagen von Fr. 20.00
total somit von Fr. 1'400.00
gehen zu 10% (= Fr. 140.00) unter solidarischer Haftbarkeit zulasten von Y. und X. und zu 90% zulasten der Genossenschaft A. (= Fr. 1'260.00). Sie werden mit den geleisteten Kostenvorschüssen verrechnet. Die Genossenschaft A. hat den fehlenden Betrag von Fr. 260.00 (Fr. 1'260.00 ./. Kostenvorschuss von Fr. 1'000.00) innert 30 Tagen an die Bezirksgerichtskasse F. (PC 70-3922-1) zu bezahlen.
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3. Die Genossenschaft A. wird verpflichtet, Y. und X. eine Umtriebsentschädigung von pauschal Fr. 350.00 zu bezahlen.

## Considerations