# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0e28f255-4943-4740-80f1-6755eadf4bf3
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. X.2_ wuchs zusammen mit acht Geschwistern bei seinen Eltern in geordneten Verhältnissen in O.1_ auf. In O.2_ besuchte er sechs Jahre die Primar- und drei Jahre die Sekundarschule. Anschliessend absolvierte er bei der Firma A.1_ in O.3_ eine Lehre als Sportartikelverkäufer. Es folgten je dreijährige Ausbildungen an der Wirtschaftsmittelschule in O.4_ und der Wirtschaftsinformatikschule in O.5_. Ab 1989 arbeitete er bei der A.2_, O.6_, als Produktmanager, von 2004 bis 2008 selbständig mit seiner A.3_, O.7_, von 2008 bis 2011 bei der X.4_, O.8_, als B.3_-Projektleiter, von 2011 bis 2014 in der gleichen Funktion bei der A.4_, O.9_, und seit August 2014 bei der A.5_, O.10_, ebenfalls als B.3_-Projektleiter. Danach war X.2_ arbeitslos, beim RAV gemeldet und arbeitete im Zwischenverdienst. Momentan arbeitet X.2_ wieder in der IT-Branche. Sein derzeitiges Einkommen beläuft sich auf rund CHF 120'000.00 im Jahr. Er verfügt über kein Vermögen und hat Schulden bei der ALV. Seit 2008 ist er geschieden.
Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X.2_, wie folgt, verzeichnet:
- Strafmandat des Amtsstatthalteramts O.4_ vom 8. Juni 2007: Verurteilung wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand (aArt. 91 Abs. 1 und 2 SVG) und Verletzung der Verkehrsregeln (aArt. 90 Abs. 1 SVG) zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu CHF 150.00 und einer Busse von CHF 200.00.
- Strafmandat der X.3_, Abteilung I, Chur, vom 27. April 2011: Verurteilung wegen Verletzung der Verkehrsregeln (aArt. 90 Abs. 1 SVG), Fahrens in fahrunfähigem Zustand (aArt. 91 Abs. 1 und 2 SVG), Fahrens in fahrunfähigem Zustand (aArt. 91 Abs. 3 SVG) und Widerhandlungen gegen das SVG (aArt. 99 Abs. 4 SVG) zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu CHF 260.00, davon 40 Tagessätze bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 4 Jahren, sowie einer Busse von CHF 300.00.
- Urteil des Strafgerichts O.9_ vom 12. Juli 2018: Verurteilung wegen mehrfachen Betruges (Art. 146 Abs. 1 StGB) zu einer Freiheitsstrafe von 13 Monaten, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von 3 Jahren, sowie einer Busse von CHF 6'000.00.
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Dem Leumundsbericht der O.9_er Polizei vom 30. November 2015 können keine Hinweise entnommen werden, welche sich positiv oder negativ auf den Leumund von X.2_ auswirken.
B. X.1_ wuchs zusammen mit einer Schwester bei seinen Eltern O.11_ auf. Dort besuchte er die Volksschule und das Gymnasium. Anschliessend absolvierte er in O.12_ ein Studium im Bereich Textilbetriebstechnik. Seit dem Jahr 1983 ist X.1_ als Informatiker tätig, anfänglich bei der Firma B.1_ in O.13_, danach als Freelancer bei der Firma B.2_ und bei der Firma B.3_. Zum Zeitpunkt seiner Festnahme war er bei der B.4_, O.14_, angestellt, welche ihm gehörte. Er ist mit B.5_ verheiratet. Sein jährliches Nettoeinkommen beträgt derzeit CHF 58'596.00. Er verfügt über ein Reinvermögen von CHF 2'006'200.00.
X.1_ ist im Schweizerischen Zentralstrafregister nicht verzeichnet.
Dem Leumundsbericht der Kantonspolizei O.15_ vom 10. Dezember 2015 können keine Hinweise entnommen werden, welche sich positiv oder negativ auf den Leumund von X.1_ auswirken.
C. Y._ wuchs zusammen mit zwei Brüdern bei seinen Eltern in O.16_ auf. Dort besuchte er sechs Jahre die Primar- und zwei Jahre die Sekundarschule. Nach einem dritten Jahr Sekundarschule in O.17_ besuchte er drei Jahre das K.1_ in O.17_, welches er im Jahr 1963 mit der Handelsmatura abschloss. Nach einem einjährigen, militärisch bedingten Unterbruch studierte er vier Jahre an der HSG in O.18_ (Abschluss als lic. oec. im Jahr 1968). Ab August 1968 arbeitete er in verschiedenen Funktionen beim Treuhandbüro C.1_ in O.19_ (später Umwandlung in C.2_), zuletzt als Geschäftsführer und Verwaltungsrat. Diese Tätigkeit übte er bis ins Frühjahr 2014 aus. Seither ist er Rentner, betreut jedoch immer noch diverse Mandate bei der C.3_. Sein derzeitiges jährliches Nettoeinkommen (Stand 2019) aus dieser Tätigkeit beläuft sich auf rund CHF 80'000.00, für das Jahr 2020 rechnet Y._ mit einem Nettoeinkommen von rund CHF 60'000.00. Hinzu kommen eine Rente aus der Pensionskasse von jährlich CHF 12'000.00 sowie die AHV. Y._ verfügt eigenen Angaben zufolge über ein Vermögen von ca. CHF 200'000.00. Im Jahr 1968 verheiratete er sich mit C.4_. Aus dieser Ehe gingen drei Kinder hervor. Die Ehe wurde im Jahr 1987 geschieden. Im Jahr 1989 verheiratete er sich mit C.5_.
Y._ ist im Schweizerischen Zentralstrafregister nicht verzeichnet.
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Dem Leumundsbericht der Kantonspolizei O.17_ vom 15. Dezember 2015 können keine Hinweise entnommen werden, welche sich positiv oder negativ auf den Leumund von Y._ auswirken.
D. Mit Verfügung vom 8. September 2011 eröffnete die X.3_ (nachfolgend: X.3_) gegen X.1_ und X.2_ eine Strafuntersuchung wegen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB etc. (Verfahrensnummer: VV._).
Mit Verfügung vom 25. Juli 2012 eröffnete die X.3_ gegen Y._ eine Strafuntersuchung wegen Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 1 StGB (Verfahrensnummer: VV._).
E. Am 2. Februar 2016 teilte die X.3_ Y._ mit, dass die Strafuntersuchung abgeschlossen sei, und stellte die Anklageerhebung beim Gericht wegen gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, eventuell Gehilfenschaft dazu, eventuell wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB, eventuell Gehilfenschaft dazu, und schweren Falles der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB in Aussicht.
Ebenfalls am 2. Februar 2016 teilte die X.3_ X.2_ und X.1_ mit, dass die Strafuntersuchung abgeschlossen sei. Betreffend X.2_ stellte sie die Anklageerhebung beim Gericht wegen gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB, mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, schweren Falles der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB, Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG und Fahrens ohne Füh-rerausweis gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. a SVG in Aussicht. Betreffend X.1_ stellte sie gleichzeitig die Anklageerhebung beim Gericht wegen gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, eventuell ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB, eventuell Gehilfenschaft dazu und schweren Falles der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB in Aussicht.
F. Mit Teil-Einstellungsverfügung vom 28. April 2016 wurden die Strafverfahren gegen die drei Beschuldigten wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB betreffend "den im Polizeirapport (VV._, act. 7.1.4, bzw. VV._, act. 4.2) unter Ziff. 4.1.3, S. 17 f. ("D.1_") dargestellten Vorwürfen" eingestellt.
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G. Am. 9. September 2016 erhob die X.3_ beim Regionalgericht Landquart (damals Bezirksgericht Landquart) Anklage gegen X.2_, X.1_ und Y._. Der Anklageschrift liegt folgender Sachverhalt zugrunde:
I. Sachverhalt
1. X.2_, X.1_ und Y._
1.1 Ausgangslage
1.1.1 Die Beschuldigten
X.2_ ist ausgebildeter Wirtschaftsinformatiker und war vom 15. Dezember 2008 bis am 29. August 2011 bei der X.4_ („X.4_“) als Leiter des B.3_ angestellt. Er war unter anderem für den Betrieb und die Weiter-entwicklung der B. zur Abwicklung von Geschäftsprozessen verantwortlich (act. 2.1, S. 8; act. 8.1.1, Fragen 2 f.; act. 9.2.1, Frage 3).
X.1_ betätigte sich seit den achtziger Jahren als EDV-Berater. Von 1990 bis 1996 sowie seit anfangs November 2007 war er geschäftsführender Berater der B.4_ und zudem deren HauptE.3_tionär mit einem E.3_tienanteil von 98%. Im Rahmen der Zusammenarbeit zwischen der X.4_ und der B.4_ war X.1_ auf Seiten der B.4_ Projektleiter und Hauptverantwortlicher für die Geschäftsabwicklung (act. 2.1, S. 8 f.; act. 8.2.1, Frage 3; act. 19.8.7).
Y._ ist Treuhänder und Inhaber der C.2_, O.19_. Er zeichnete als einziger Verwaltungsrat der B.4_, der E.1_, der D.2_ sowie der D.3_. Mit X.1_ war er seit mehreren Jahrzehnten freundschaftlich verbunden (act. 2.1, S. 8; act. 9.1.1).
1.1.2 Die Geschädigte
Die X.4_ ist ein international tätiges Schweizer Energieunternehmen mit Sitz in O.20_. X.4_ ist auf der gesamten Stromwertschöpfungskette E.3_tiv, also in der Stromproduktion, im Stromhandel, in der Stromverteilung und im Stromvertrieb (act. 19.11.1). Verwaltet wird X.4_ teilweise von O.8_ aus. Dort befindet sich insbesondere das B.3_r, wo die geschäftliche Datenverarbeitung basierend auf einer
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betriebswirtschaftlichen Standardsoftware der Firma B.3_ sichergestellt wird. X.4_ hat zu diesem Zweck mit der B.3_ (Schweiz) AG im Jahr 2006 erstmals einen Rahmenvertrag abgeschlossen, welcher periodisch neu vereinbart wird. Neben Lizenzgebühren hat die X.4_ als Nutzerin der B.3_-Software Wartungsgebühren zu entrichten, welche zwischen 18% und 22% der Lizenzgebühren betragen. Die Wartung selber nahm bei der X.4_ ursprünglich der von der B.3_ zerti-fizierte Partner D.4_, O.21_, vor, später die B.4_ (act. 2.56 f.).
1.1.3 Weitere Beteiligte
Die B.4_mit Sitz in O.22_ (ursprünglich O.14_) wurde im Jahr 1989 gegründet. Sie bezweckte die Beratung für Einführungen von Software sowie betriebswirtschaftliche Beratungen. Ausserdem konnte sie Handel mit Software und Hardware betreiben (act. 19.11.4, act. 19.11.9). Ihr einziger Angestellter war ihr MehrheitsE.3_tionär X.1_. Einzelunterschriftsberechtigt waren X.1_ und der einzige Verwaltungsrat Y._. Zur Erfüllung ihrer Aufträge engagierte die B.4_ externe EDV-Fachleute, welche wiederum im Auftragsverhältnis für die B.4_ arbeiteten, unter anderem auch den Sohn von Y._, D.5_ (act. 2.1, S. 9 f.; act. 8.2.1, Frage 14).
Die E.1_ („E.1_“) mit Sitz in O.23_ wurde im Dezember 2010 von Y._ gegründet. Sie bezweckt den Vertrieb und die Beratung für Einführungen von Software, Hosting sowie betriebswirtschaftliche Beratungen. Ferner kann sie Handel mit Software und Hardware betreiben (act. 19.11.5). MehrheitsE.3_tionär der E.1_ ist die B.4_ und damit indirekt X.1_. Sie beschäftigt kein eigenes Personal, sondern engagiert zur Auftragsabwicklung ebenfalls externe EDV-Fachleute im Auftragsverhältnis (act. 10.5.2, act. 13.13.7-9, act. 13.15).
Die D.3_ („D.3_“) mit Sitz in O.9_ (c/o K.2_) wurde im Jahr 2004 gegründet (act. 7.1.4, S. 10; act. 14.9.1). Sie bezweckte die Verwaltung von Vermögen und Beteiligungen aller Art, die Durchführung von Finanzierungen, den Erwerb, die
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Veräusserung und die Vermittlung von Vermögenswerten. Abgesehen vom einzigen Verwaltungsrat und E.3_tionär Y._ verfügte sie über keine weiteren Organe, Zeichnungsberechtigte oder Personal (act. 19.11.7). Am 24. Oktober 2011 beschloss die Generalversammlung die Auflösung der Gesellschaft.
Die D.2_ („D.2_“) mit Sitz in O.9_ (c/o K.2_) wurde im März 2011 von Y._ gegründet (act. 7.1.4, S. 10; act. 14.14.1). Sie bezweckte die Erbringung von Beratungs- und Servicedienstleistungen aller Art im kaufmännischen und technischen Bereich (act. 19.11.6). Am 24. Oktober 2011 beschloss die Generalversammlung die Auflösung der Gesellschaft. Abgesehen vom einzigen Verwaltungsrat und E.3_tionär Y._ verfügte sie über keine weiteren Organe, Zeichnungsberechtigte oder Personal.
1.2 X.2_ und X.1_
1.2.1 Gewerbsmässiger Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB und mehrfache Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB
1.2.1.1 Tatvorgehen im Allgemeinen
Im vierten Quartal des Jahres 2009 fassten X.2_ und X.1_ im Büro von X.2_ bei der X.4_ in O.8_ gemeinsam den Entschluss, sich zu Lasten der X.4_ zu bereichern und ihr insbesondere nicht erbrachte Wartungs- und Beratungsleistungen sowie fiktive Lizenzgebühren für IT-Module der B. in Rechnung zu stellen. Diesen Entschluss teilten die beiden wenige Tage später im Büro der C.2_ in O.19_ Y._ mit.
Um diesen deliktischen Entschluss umsetzen zu können, fälschte X.2_ unter Mithilfe von X.1_ wiederholt Rechnungen. X.1_ stellte ihm zu diesem Zweck Original-Briefpapier der B.4_ sowie elektronische Briefvorlagen der E.1_ („Templates“) zur Verfügung. Damit erstellte X.2_ in den Verwaltungsgebäuden der X.4_ in O.8_ grösstenteils fiktive Rechnungen über nicht erbrachte Arbeitsleistungen und nicht
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verliehene Lizenzen. Absender dieser Rechnungen waren entweder die B.4_, die E.1_ oder die fiktive Firma „X.2_“. X.1_ war an diesem FE.3_turierungsprozess beteiligt, indem
- er die B.4_ und die E.1_ als Erbringerinnen der vermeintlichen Dienstleistungen (und Empfängerinnen der vermeintlich geschuldeten Zahlungen) zur Verfügung stellte,
- er Rechnungsentwürfe („Fragezeichen-Rechnungen“) erstellte und diese X.2_ weiterleitete (act. 6A.7.13; act. 9.3.5, Frage 48),
- X.2_ ihn regelmässig per E-Mail über die fiktiven Rechnungen informierte, diese ihm auch zustellte und teils tabellarisch zusammenfasste (act. 7.3.33) und
- sich beide Beschuldigten per E-Mail oder telefonisch über ihren jeweiligen internen Aufteilungsschlüssel der von der X.4_ zu leistenden Zahlungen austauschten.
Beide Beschuldigten mussten sich bewusst sein, dass die X.4_ diese Rechnungen in ihre Buchhaltung übernimmt. X.2_ informierte zum Teil auch Y._ über diese gefälschten Rechnungen (act. 7.3.25; act. 9.3.3, Frage 41; act. 9.3.23, Frage 1).
Zwischen dem 23. Oktober 2009 und dem 2. August 2011 stellte X.2_ diese fiktiven Rechnungen der X.4_ zu respektive schleuste sie in die interne Administration der X.4_ ein (act. 10.2.5-35, 13.7.2-6). Er veranlasste deren interne Erfassung im Verwaltungsgebäude der X.4_ in O.8_ mittels Eingangsstempels, visierte die Rechnungen selber und gab sie damit zur Verbuchung und Zahlung in der Kreditorenabteilung der X.4_ frei. Dadurch täuschte er gegenüber den für die Auslösung des Zahlungsvorgangs zuständigen Mitarbeitenden der Kreditorenabteilung der X.4_ vorsätzlich und arglistig Forderungen von Informatikdienstleistern vor, die gar nicht oder nicht im angegebenen Umfang bestanden. Die dadurch in einen Irrtum versetzten Mitarbeitenden der X.4_ veranlassten gestützt auf diese Rechnungen zwischen dem 25. November 2009 und dem 22. August 2011 irrtümlich die Überweisung von total CHF 6‘798‘815.35 auf Konti der B.4_ und der E.1_. Diesem Betrag standen effektiv erbrachte Beratungsleistungen im Wert von lediglich CHF 1‘047‘196.25 gegenüber, womit die X.4_ CHF
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5‘751‘619.10 ohne Gegenleistung entrichtete. Dadurch wurde die X.4_ im entsprechenden Umfang geschädigt und X.2_, X.1_ oder Dritte in demselben Umfang unrechtmässig bereichert. X.1_ veranlasste anschliessend die Weiterleitung dieser auf Konti der B.4_ und E.1_ entgegengenommenen Beträge entweder an ihn selber oder an die D.3_ oder die D.2_. Y._ als Verwaltungsrat der D.3_ und der D.2_ löste schliesslich im Zeit-raum zwischen dem 28. Dezember 2009 und dem 25. August 2011 Zahlungen zu Gunsten von X.2_ auf dessen Konti bei der E.2_ und der E.3_ im Umfang von CHF 3‘807‘853.05.-- aus (act. 14.2.1-3, act. 14.11.1).
Die Aufteilung der von der X.4_ ertrogenen Beträge zwischen X.2_ und X.1_ erfolgte anfänglich hälftig, später gemäss immer wieder neu vorgenommener, telefonischer oder E-.
Die beiden Beschuldigten übten ihr Vorgehen berufsmässig aus. Während fast zwei Jahren erzielten sie mit dem dargestellten Vorgehen regelmässige Einkommen, mit welchen sie ihren Lebensunterhalt in einem namhaften Umfang finanzieren konnten.
E.3_ten: act. 1.3.3, 1.5.3, 2.1, 4.1.1, 4.2.4, 7.1.4, 7.1.6-10, Dossiers 7.2 f., act. 8.1.1 f., 8.1.6, 8.1.18, 8.2.1, 9.1.1, 9.1.14, 9.2.1, 9.3.1-3, 9.3.5, 9.3.15, 9.3.22-25
1.2.1.2 Zahlungen der X.4_ an B.4_
Zwischen dem 25. November 2009 und dem 22. August 2011 überwies die X.4_ gestützt auf die von X.2_ nach Rücksprache mit X.1_ erstellten Rechnungen folgende Beträge auf das Konto mit der Nummer _ der B.4_ bei der E.4_ (act. 10.2.1-4):
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Angeblicher ZahlungszweckNr. 
Betrag (CHF) Fundstelle (act)
Wartung /
Lizenzierung /
Software-Kauf
Beratung
1 25.11.2009 196'588.40 10.2.5 196'588.40 ‒
2 30.11.2009 107'427.80 10.2.6 ‒ 107'427.80
3 23.12.2009 488'676.20 10.2.7 465'176.30 23'499.90
4 20.01.2010 35'249.80 10.2.8 ‒ 35'249.80
5 29.01.2010 587'496.00 10.2.9 587'496.00 ‒
6 02.03.2010 76'094.70 10.2.10 ‒ 76'094.70
7 10.03.2010 46'999.70 10.2.11 ‒ 46'999.70
8 13.04.2010 184'591.60 10.2.12 23'241.60 161'350.00
9 28.04.2010 351'077.30 10.2.13 351'077.30 ‒
10 04.06.2010 145'130.80 10.2.14 53'789.20 91'341.60
11 30.06.2010 155'535.80 10.2.15 ‒ 155'535.80
12 30.07.2010 148'945.10 10.2.16 ‒ 148'945.10
13 31.08.2010 166'597.10 10.2.17 62'258.00 103'339.10
14 10.09.2010 107'062.00 10.2.18 107'062.00 ‒
15 04.10.2010 158'710.00 10.2.19 158'710.00 ‒
16 01.11.2010 89'103.60 10.2.20 ‒ 89'103.60
17 30.11.2010 109'843.40 10.2.21 53'692.40 56'151.00
18 08.12.2010 290'433.90 10.2.22 128'044.00 162'389.90
19 24.12.2010 120'214.75 10.2.23 ‒ 120'214.75
20 20.01.2011 70'456.00 10.2.24 ‒ 70'456.00
21 01.02.2011 811'982.00 10.2.25 788'783.40 23'198.60
22 02.02.2011 161'308.80 10.2.26 161'308.80 ‒
23 02.03.2011 201'862.90 10.2.27 108'723.70 93'139.20
24 31.03.2011 99'489.60 10.2.28 ‒ 99'489.60
25 29.04.2011 246'659.40 10.2.29 160'929.00 85'730.40
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26 31.05.2011 38'102.40 10.2.30 ‒ 38'102.40
27 03.06.2011 78'321.60 10.2.31 ‒ 78'321.60
28 10.06.2011 52'920.00 10.2.32 ‒ 52'920.00
29 30.06.2011 66'916.80 10.2.33 ‒ 66'916.80
30 21.07.2011 255'700.80 10.2.34 185'803.20 69'897.60
31 22.08.2011 432'094.50 10.2.35 393'516.90 38'577.60
Total 6'081'592.75 3'987'200.20 2'094'392.55
Die Rechnungen in der Spalte „Wartung/Lizenzierung/“ sind zu 100% fiktiv, diejenigen in der Spalte „Beratung“ zu 50%. Den restlichen 50% der Rechnungen der Spalte „Beratung“ liegen effektiv erbrachte Dienstleistungen zu Grunde.  beläuft sich der über die B.4_ ertrogene Betrag auf CHF 5‘034‘396.50.
Y._ liess die Zahlungseingänge bei der B.4_ auf dem Konto 3402 („Erlös Inland“) verbuchen (act. 13.1.5, act. 13.2.3, act. 13.3.4).
1.2.1.3 Zahlungen der X.4_ an E.1_
Zwischen dem 26. April 2011 und dem 11. August 2011 überwies die X.4_ gestützt auf die von X.2_ nach Rücksprache mit X.1_ erstellten Rechnungen, folgende Beträge auf das Konto mit der Nr. _ der E.1_ bei der E.4_ (act. 13.7.1-6):
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Nr. 
Betrag (CHF) Fundstelle (act)
Rechnungsnu mmer
1 26.04.2011 290'520.00 13.7.2 20100401/8
2 26.04.2011 96'120.00 13.7.2 20100421/1
3 03.06.2011 96'120.00 13.7.3 20100476/9
4 30.06.2011 52'920.00 13.7.4 20100510/10
5 30.06.2011 39'960.00 13.7.4 20100521/11
6 21.07.2011 61'203.60 13.7.5 20110630/12
7 21.07.2011 43'470.00 13.7.5 20100562/12
8 11.08.2011 36'909.00 13.7.6 20110729/18
Total 717'222.60
Sämtlichen Zahlungen an die E.1_ liegen fiktive Rechnungen zu Grunde. Damit beläuft sich der über diese Gesellschaft ertrogene Betrag auf CHF 717‘222.60.
Y._ liess die Zahlungen bei der E.1_ auf dem Konto 3400 („Erlös aus Arbeiten“) verbuchen (act. 13.14.4).
1.2.1.4 Verwendung der von X.4_ ertrogenen Gelder
1.2.1.4.1 Verwendung durch X.2_
X.2_ nahm
- auf seinem Privatkonto bei der E.3_ (mit der Nummer _) CHF 3‘572‘973.05 (act. 15.1.1., act. 15.1.5 f.),
- auf seinem Privatkonto bei der E.2_ (mit der Nr. _) CHF 236‘380.-- (act. 14.2.2, act. 15.3.5)
total also CHF 3‘809‘353.05 entgegen.
Die auf seinem Konto bei der E.3_ eingegangenen Mittel verwendete er für seinen privaten Lebensunterhalt, der sich im Zeitraum zwischen dem 8. Februar 2010 und dem 8. September 2011 auf CHF 1‘651‘751.25 belief (act. 15.1.2). Weiter tätigte er
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zwischen März 2010 und August 2011 folgende Börsengeschäfte (act. 15.1.1, act. 15.1.3 f. und 15.2.1 f.):
- Kauf von E.5_für CHF 578‘850.75,
- Kauf von F.1_für CHF 443‘746.10,
- Kauf von F.2_ für CHF 457‘899.30.
Die auf dem Konto bei der E.2_ eingegangen Mittel verwendete X.2_ ebenfalls zur Deckung seines eigenen Lebensunterhaltes sowie zur Bezahlung von Ausgaben von Personen in seinem näheren Umfeld (act. 15.3.1, 3, 7, 9, 11).
1.2.1.4.2 Verwendung durch X.1_
Zwischen dem 7. Dezember 2009 und dem 9. September 2011 bezog X.1_ von der B.4_ CHF 559‘200.37 (act. 11.2.1-83, 13.1.3, 13.2.1, 13.3.2). Durch diese Bezüge baute er die am 25. November 2009 bestehende Kontokorrentschuld der B.4_ gegen ihn (verbucht über das Konto _) in Höhe von CHF 416‘858.54 bis am 6. April 2011 vollständig ab (act. 13.3.2). Aufgrund weiterer Bezüge entstand bis am 9. September 2011 eine Schuld von ihm gegenüber der B.4_ in Höhe von CHF 147‘860.11 (act. 13.1.1-3). Mit diesen Bezügen deckte er seinen Lebensunter-halt.
1.2.2 Schwerer Fall der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB
1.2.2.1 Tatvorgehen im Allgemeinen
X.2_ und X.1_ führten im Zeitraum von Januar 2010 bis September 2011 in Zusammenarbeit mit Y._ von der X.4_ durch Betrug und mehrfache Urkundenfälschung insgesamt CHF 5‘751‘619.10 in die B.4_ und die E.1_ ab (vgl. oben Ziff. 1.2.1). In der Folge leiteten sie diese von der X.4_ ertrogenen Gelder von dort
- direkt an X.1_,
- über die beiden operativ untätigen Sitzgesellschaften D.3_ und D.2_ an X.2_,
- über X.2_ an Y._ oder
15 / 139
- an weitere Personen
weiter. Bei der B.4_ und der E.1_ löste jeweils X.1_ die Zahlungen nach Rücksprache mit X.2_ aus, bei der D.3_ und der D.2_ Y._ nach Rücksprache mit X.2_.
Dadurch gelang es den Beschuldigten, die Herkunft, die Auffindung und die Sicherstellung dieser deliktisch erlangten Gelder zu erschweren oder zu verunmöglichen bzw. mit Barbezügen den paper trail zu unterbrechen. Im Verlauf der Untersuchung stellte die X.3_ bei X.2_ dennoch Vermögenswerte im Umfang von CHF 1‘218‘372.10 (act. 1.4.11) und bei der D.3_ solche im Umfang von CHF 102‘071.60 sicher (act. 14.1.2; vgl. auch unten Ziff. II. 3). Mit den zur Verschleierung verschobenen Beträgen erzielten sie zudem einen derart hohen Umsatz, welche ihr Verhalten als gewerbsmässige Geldwäscherei erscheinen lässt.
Die Beschuldigten wussten um die deliktische Herkunft der über die D.3_ und D.2_ weitergeleiteten Gelder. Mit der Zwischenschaltung der B.4_, E.1_, D.3_ und D.2_ ging es ihnen ausschliesslich darum, diese deliktische Herkunft zu verschleiern.
E.3_ act. 1.3.3, 1.5.3, 2.1, 4.1.1, 4.2.4, 7.1.4, 7.1.6-10, act. 8.1.1 f., 8.1.6, 8.1.18, 8.2.1, 9.1.1, 9.1.14, 9.2.1, 9.3.1-3, 9.3.5, 9.3.15, 9.3.22-25
1.2.2.2 Verschleiernde Geldflüsse im Einzelnen
- B.4_ → D.3_
Zwischen dem 24. Dezember 2009 und dem 24. August 2011 löste X.1_ folgende rechtlich unbegründeten Überweisungen vom Konto der B.4_ bei der E.4_ mit der Nummer _ an die D.3_ aus (act. 10.3.1-24):
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Nr. 
Betrag (CHF) Rechnungsnummer (act.)
Eingangskonto
1 24.12.2009 122'169.05 RE 52689
1. Anzahlung
_
_
2 24.12.2009 123'568.90 RE 52689
2. Anzahlung
_
_
3 26.01.2010 17'624.90 537474 _
_
4 03.02.2010 347'548.00 537589 _
_
5 05.03.2010 38'047.35 538221
1. Teilzahlung
_
_
6 08.03.2010 47'952.65 538221
2. Teilzahlung
_
_
7 15.04.2010 53'800.00 235-6-235-7 _
_
8 30.04.2010 305'159.00 235-8-242-9 _
_
9 07.06.2010 109'990.00 261402-238/2 _
_
10 05.07.2010 64'560.00 261402-241/3 _
_
11 02.08.2010 129'120.00 261605-238/3 _
_
12 02.09.2010 55'706.00 262421-238/5
262403-238/4
_
_
13 13.09.2010 32'280.00 262456-238/6 _
_
14 06.10.2010 126'968.00 263567-238/6 _
_
15 01.12.2010 55'952.00 263221-238/7 _
_
16 06.12.2010 903.80 263221-243/1 _
17 / 139
_
17 09.12.2010 258'240.00 263341-238/8 _
_
18 27.12.2010 63'699.20 263256-238/9 _
_
19 21.01.2011 43'040.00 263260-239/1 _
_
20 03.02.2011 540'000.00 263391-240/1 _
_
21 04.02.2011 129'600.00 263402-240/2 _
_
22 03.03.2011 124'200.00 263401-249/3
263401-241/1
_
_
23 04.04.2011 32'400.00 263502-249/4 _
_
24 25.07.2011 236'422.80 263884-249/10 _
_
25 24.08.2011 352'944.00 263912-249/11 _
_
Total 3'411'895.65
- B.4_ → D.2_
Am 9. Mai 2011 löste X.1_ die rechtlich unbegründete Überweisung von CHF 162‘000.-- vom Konto der B.4_ bei der _mit der Nummer _ auf das Konto der D.2_ bei der F.3_ mit der Nummer _ aus (act. 14.12.5).
- B.4_ → Weitere Personen
Weiter veranlasste X.1_ folgende grösstenteils unbegründete Zahlungen der B.4_ (act. 10.1.1):
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Nr. 
Betrag (CHF)
Empfänger Fundstelle
(act.)
1 23.12.2010 - 17.08.2011
199‘864.60 E.1_ 10.5.1-6, 13.13.3, 6 f.
2 21.10.2010 1‘500.-- X.2_ 11.1.1
3 07.12.2009 - 09.09.2011
702‘800.37 X.1_ 11.2.1
4 07.04.2010 26‘808.15 D.1_ 12.8.1 und 12.8.3
Total 930‘973.12
Folgende Zahlungen der B.4_ an weitere Personen sind geschäftsmässig begründet und damit nicht Teil des Deliktsbetrages (act. 10.1.1):
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Nr. Zahlungsdatu m
Betrag (CHF)
Empfänger Fundstelle
(act.)
1 19.02.2010 - 04.07.2011
22‘142.09 X.1_ 12.4.1-7
2 19.01.2010 - 11.07.2011
238‘200.13 F.4_ 11.3.1, 11.3.2-19
3 27.11.2009 - 09.12.2009
151‘324.63 F.5_ 11.4.1-3
4 21.12.2010 - 02.09.2011
78‘936.10 G.1_ 11.5.1-10
5 21.01.2011 - 02.03.2011
70‘442.22 G.2_ 11.6.1-9
6 12.02.2010 - 16.09.2010
58‘500.86 D.1_ 11.7.1-5
7 14.05.2010 - 22.08.2011
08.12.2009
114‘300.86
465.49
G.3_ 12.1.1 und 3-18
12.1.2
8 10.06.2010 - 10.08.2010
18‘309.04 G.4_ 12.2.1-3
9 21.01.2011 - 15.02.2011
75‘675.00 G.5_ 12.3.1-5, 13.1.3
10 12.02.2010 - 29.08.2011
191‘605.05 Verschiedene
Steuerbehörden
12.5.1-14
11 14.12.2009 - 23.08.2011
73‘937.15 C.2_ 12.6.1-10
12 17.03.2010 - 29.06.2011
77‘321.05 Diverse 12.7.1-13
Total 1‘171‘159.67
- E.1_ → D.2_
Zwischen dem 27. April 2011 und dem 6. Juli 2011 löste X.1_ folgende rechtlich unbegründete Überweisungen vom Konto der E.1_ bei der E.4_ mit der Nummer _ an die D.2_ aus (act. 13.8.1-4, 13.9.1-3, 14.12.2):
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Nr. 
Betrag (CHF)
Begünstigte Begünstigtenkonto
1 27.04.2011 120'000.00 D.2_ _
2 02.05.2011 170'520.00 D.2_ _
3 03.05.2011 96'120.00 D.2_ _
4 08.06.2011 74'520.00 D.2_ _
Total 461'160.00
- E.1_ → D.3_
Am 6. Juli 2011 löste X.1_ die rechtlich unbegründete Überweisung von CHF 92‘880.-- vom Konto der E.1_ bei der _mit der Nummer _ mit dem Zahlungsvermerk „Rechnung Nr. _“ auf das Konto der D.3_ bei der E.4_ mit der Nummer _ aus (act. 13.9.2).
- E.1_ → B.4_
Weiter veranlasste X.1_ zwischen dem 2. und 5. August 2011 rechtlich unbegründete Zahlungen an die B.4_ in Höhe von total CHF 21‘145.11 (act. 13.10.1-3).
Folgende Zahlungen der E.1_ an weitere Personen sind geschäftsmässig begründet und damit nicht Teil des Deliktsbetrages (act. 13.6.1):
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Nr. 
Betrag (CHF)
Empfänger Fundstelle
(act.)
1 15.03.2011 9‘555.-- H.1_ 13.11.7-9
2 08.03.2011 - 05.08.2011
6‘360.-- G.3_ 13.11.1-6
3 30.05.2011 3‘180.-- G.5_ 13.11.11
4 17.02.2011 3‘630.-- C.2_ 13.11.13 f.
5 11.05.2011 - 07.09.2011
22‘234.35 H.2_ 13.12.1-5
6 27.01.2011 - 02.09.2011
76‘779.30 H.3_ 13.12.6-8
Total 121‘738.65
- D.3_ → X.2_
Zwischen dem 28. Dezember 2009 und dem 25. August 2011 überwies Y._ namens der D.3_ folgende Zahlungen auf Konti von X.2_ bei der E.2_ oder der E.3_ (act. 14.2.2 f.):
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Nr. 
Betrag (CHF) Abgangskonto Eingangskonto
1 28.12.2009 220'000.00 _ _ (E.2_)
2 04.02.2010 16'380.00 _ _ (E.2_)
3 05.02.2010 323'000.00 _ _ (E.3_)
4 09.03.2010 80'000.00 _ _ (E.3_)
5 20.04.2010 50'000.00 _ _ (E.3_)
6 04.05.2010 218'605.00 _ _ (E.3_)
7 08.06.2010 60'000.00 _ _ (E.3_)
8 15.06.2010 38'668.05 _ _ (E.3_)
9 06.07.2010 40'000.00 _ _ (E.3_)
10 08.07.2010 20'000.00 _ _ (E.3_)
11 03.08.2010 50'000.00 _ _ (E.3_)
12 06.08.2010 40'000.00 _ _ (E.3_)
13 09.08.2010 30'000.00 _ _ (E.3_)
14 03.09.2010 30'000.00 _ _ (E.3_)
15 07.09.2010 21'000.00 _ _ (E.3_)
16 16.09.2010 31'450.00 _ _ (E.3_)
17 07.10.2010 116'550.00 _ _ (E.3_)
18 03.12.2010 52'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
19 13.12.2010 240'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
20 29.12.2010 59'200.00 _
(_)
_ (E.3_)
21 25.01.2011 40'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
22 07.02.2011 200'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
23 07.02.2011 150'000.00 _ _ (E.3_)
23 / 139
(_)
24 08.02.2011 150'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
25 08.02.2011 100'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
26 09.02.2011 20'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
27 07.03.2011 40'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
28 07.03.2011 75'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
29 12.04.2011 30'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
30 29.07.2011 210'000.00 _
(_)
_ (E.3_)
31 25.08.2011 276'000.00 _ _ (E.3_)
Total 3'027'853.05
Y._ liess diese Überweisungen bei der D.3_ auf dem Konto 1162 („Darlehen III) wahrheitswidrig als Darlehen verbuchen (act. 14.6.3, 14.7.2) und liess im Jahr 2010 für CHF 600‘000.-- Rückstellungen (Konto 2300) für noch nicht verrechnete Fremdleistungen bilden (act. 9.1.1, Fragen 25-28, act. 14.7.3). Im Jahr 2011 löste Y._ diese Rückstellungen auf, ohne dass der D.3_ entsprechende Aufwandrechnungen gestellt worden waren (act. 14.6.6).
- D.2_ → X.2_
Zwischen dem 12. April 2011 und dem 13. Juli 2011 überwies Y._ namens der D.2_ folgende Zahlungen vom Konto bei der F.3_ mit der Nr. 1349488.91 auf das Konto von X.2_ bei der E.3_ mit der Nr. _ (act. 14.11.1 f.):
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Nr. 
Betrag (CHF)
1 12.04.2011 50'000.00
2 04.05.2011 150'000.00
3 05.05.2011 120'000.00
4 09.05.2011 100'000.00
5 17.05.2011 100'000.00
6 19.05.2011 50'000.00
7 25.05.2011 20'000.00
8 08.06.2011 30'000.00
9 09.06.2011 30'000.00
10 14.06.2011 40'000.00
11 13.07.2011 90'000.00
Total 780'000.00
Y._ liess diese Überweisungen bei der D.2_ auf dem Konto 1150 („Darlehen I“) wahrheitswidrig als Darlehen verbuchen (act. 14.13.2).
- B.4_ → X.1_
X.1_ nahm die von der X.4_ ertrogenen Gelder ausschliesslich über die B.4_ entgegen (act. 7.1.4, S. 36; vgl. auch oben unter Ziff. 1.2.1.4.2). Die Höhe dieser Mittel basiert auf den Erträgen der B.4_ aus Geschäften mit der X.4_. Die B.4_ bezog
- im Jahr 2009 von der X.4_ CHF 736‘702.95, was 94% ihres Ertrages entsprach,
- im Jahr 2010 von der X.4_ CHF 2‘664‘256.70, was 99% ihres Ertrages entsprach,
- im Jahr 2011 von der X.4_ CHF 2‘349‘359.61, was 100% ihres Ertrages entsprach,
total damit CHF 5‘750’319.26 (act. 13.1.1). Davon bezog X.1_ CHF 702‘800.37 (act. 11.2.1-83). Y._ liess diese Bezüge bei
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der B.4_ einerseits im Umfang von 559’200.40 über das Kontokorrentkonto von X.1_ (Kontonummer _) verbuchen, andererseits im Umfang von CHF 153’600.-- als Lohnaufwand (Kontonummern _). Der letzte Bezug vom 5. September 2011 im Umfang von CHF 10’000.-- war zum Zeitpunkt der Sicherstellung (26. September 2011) noch nicht verbucht.
- X.2_ → Y._
Zu nicht näher bekannten Zeitpunkten übergab X.2_ Y._ zwei Mal Barbeträge in Höhe von insgesamt CHF 20‘000.--, welche ursprünglich aus Mitteln der X.4_ stammten (act. 8.1.6, Fragen 75 f.).
1.3 Y._
1.3.1 Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB
Im letzten Quartal des Jahres 2009 trafen X.2_ und X.1_ Y._ in den Räumlichkeiten von dessen C.2_ in O.19_ und stellten ihm ihren oben unter Ziff. 1.2.1 dargestellten deliktischen Plan vor, wonach der X.4_ fiktive Rechnungen für nicht erbrachte Leistungen unterbreitet werden und diese dafür ungerechtfertigt Zahlungen leistet. Er selber veranlasste die Verbuchung der von der X.4_ bei der B.4_ und der E.1_ eingehenden Zahlungen.
Nur durch dieses Verhalten von Y._, mit welchem er das Tatvorgehen der beiden Haupttäter wissentlich und willentlich förderte, liess sich der deliktische Plan von X.2_ und X.1_ überhaupt erst umsetzen.
E.3_ten: act. 1.3.3, 1.5.3, 2.1, 4.1.1, 4.2.4, 8.1.1, 8.1.6, 8.1.18, 9.1.1, 9.1.14, 9.3.1-3, 9.3.5, 9.3.15, 9.3.22-25; VV.2012 2329, act. 1.5, 1.7
1.3.2 Schwerer Fall der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB
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Aufgrund der gemeinsamen Planung, unter anderem im letzten Quartal des Jahres 2009 im Büro seiner C.2_ in O.19_, und der darauffolgenden, umschriebenen Umsetzung dieses Planes war Y._ das deliktische Vorgehen von X.2_ und X.1_ bekannt bzw. musste ihm dasselbe bekannt sein. Indem der Beschuldigte in der Folge
- X.2_ und X.1_ die ihm gehörende, inaktive inaktive D.3_ und später - ab März 2011 - zusätzlich die neu gegründete D.2_ zur Verfügung stellte,
- über die D.3_ und die D.2_ die deliktisch aus der X.4_ abgeführten Mittel an X.2_ weiterleitete (vgl. oben unter Ziff. 1.2.1.4.1),
- die wahrheitswidrige Verbuchung der Zahlungen der D.3_ und D.2_ an X.2_ als Darlehen veranlasste und
- er von X.2_ CHF 20‘000.-- entgegennahm,
trug er dazu bei, die Herkunft dieser deliktisch erlangten Gelder zu verschleiern. Aufgrund der Häufigkeit der Einzelakte und des von X.2_ dafür entgegengenommenen Betrages übte Y._ die dargestellten Geldwäschereihandlungen nach der Art eines Berufs aus.
2. X.2_
2.1 Fahren ohne Führerausweis gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG
Mit Verfügung vom 13. April 2011 entzog das Strassenverkehrsamt Graubünden X.2_ den Führerausweis für alle Kategorien für unbestimmte Zeit. Trotzdem lenkte er am 12. Oktober 2011, um 11.02 Uhr, in O.24_ auf der _strasse den Personenwagen Land Rover, GR _, da er die erwähnte Verfügung des Strassenverkehrsamtes unsorgfältig gelesen und daher falsch interpretiert hatte (Dossier 1.6, act. 9.3.4).
2.2 Fahren in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG
Am _ 2014, um 01.10 Uhr, lenkte X.2_ in O.25_ im Bereich O.26_ den Personenwagen Audi, ZG _. Bei der _allee 3 kontrollierte ihn die Polizei und führte ihn einer Blutprobe zu. Sein Blutalkoholgehalt betrug für den rechtlich relevanten Zeitraum mindestens 1.49 Gewichtspromille. Der
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Beschuldigte wusste bei Antritt der Fahrt, dass er zuvor in einer Bar im O.27_ vier Biere konsumiert hatte. Er nahm somit zumindest in Kauf, dass sein Blutalkoholgehalt über der kritischen Grenze von 0.8 Gewichtspromille lag und er sein Fahrzeug in angetrunkenem Zustand lenkte (Dossier 1.7, act. 9.3.4).
H. Am 3. Juli 2017 ging die von der X.4_ als Privatklägerin eingereichte Zivilklage beim Regionalgericht Landquart ein.
I. Anlässlich der Hauptverhandlung vom 6. und 7. September 2017 vor dem Regionalgericht Landquart stellten die Parteien folgende Schlussanträge:
Anträge X.3_
1.1 X.2_ sei schuldig zu sprechen
- des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB,
- der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB,
- des schweren Falles der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB,
- des Fahrens ohne Führerausweis gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG,
- des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG.
Er sei dafür zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren (54 Monaten) und einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je CHF 220.00 zu verurteilen.
Der teilbedingte Aufschub von 40 Tagessätzen zu je CHF 260.00 der mit Strafbefehl der X.3_ vom 27. April 2011 ausgesprochenen Geldstrafe von 60 Tagessätzen sei zu widerrufen.
1.2 X.1_ sei schuldig zu sprechen
- des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB,
- der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie
- des schweren Falles der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB.
Er sei dafür zu einer Freiheitsstrafe von dreieinhalb Jahren (42 Monaten) und einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je CHF 260.00 zu verurteilen.
1.3 Y._ sei schuldig zu sprechen
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- der Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 25 StGB sowie
- des schweren Falles der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB.
Er sei dafür zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten, bedingt, Probezeit 2 Jahre, einer Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu je CHF 700.00 und einer Busse von CHF 3'000.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 4 Tagen zu verurteilen.
2. Die von X.1_ und X.2_ erstandene Untersuchungshaft von 15 Tagen (X.1_) bzw. 16 Tagen (X.2_) ist gestützt auf Art. 51 StGB an die Freiheitsstrafe anzurechnen.
3. Ersatzforderung und Einziehung
3.1 Gestützt auf Art. 71 Abs. 3 StGB sei im Hinblick auf die Weiterleitung an die Geschädigte auf eine von den Beschuldigten solidarisch geschuldete Ersatzforderung zu Gunsten des Staates zu erkennen.
3.2 Die Höhe dieser Ersatzforderung sei anhand des Umfangs der deliktisch erlangten Vermögenswerte festzulegen, abzüglich
- der bereits an die Geschädigte ausgehändigten Beträge im Umfang von CHF 1'508'162.48
- der im Rahmen der Vollstreckung der Zivilklage direkt eingezogenen Beträge.
3.3 Folgende durch die X.3_ oder in deren Auftrag sichergestellte Vermögenswerte seien gestützt auf Art. 71 Abs. 3 StGB gerichtlich zu beschlagnahmen und zur Deckung der Ersatzforderungen heranzuziehen:
- die auf X.1_ im Grundbuch [eingetragene] Liegenschaft Nr. _ des Grundbuchs O.22_, Plan Nr. _, O.30_,
- Vermögenswerte auf dem Konto bei der E.2_ (IBAN-Nummer _, lautend auf X.2_),
- Vermögenswerte auf den Konti bei der H.2_ (IBAN-Nummer CH_ und IBAN-Nummer _, lautend auf die B.4_).
4. Die von den Verurteilten bezahlten Geldstrafen sowie der Erlös der Ersatzforderungen seien gestützt auf Art. 73 Abs. 1 StGB nach AbO.9_ der Verfahrenskosten der Geschädigten zuzusprechen.
5. Kostenfolge sei die gesetzliche.
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Anträge X.4_ (Privatklägerschaft)
1. Die beschuldigten Personen 1 bis 3 seien solidarisch zu verpflichten, der Privatklägerin den Betrag von CHF 5'156'772.10 zuzüglich Schadenszinsen von 5 % auf diesen Betrag seit 31. Dezember 2013 zu bezahlen.
Eventualiter: Es sei festzustellen, dass die beschuldigten Personen 1 bis 3 gegenüber der Privatklägerin aus dem eingeklagten Sachverhalt dem Grundsatze nach solidarisch schadenersatzpflichtig sind.
2. Es sei der Privatklägerin gemäss Art. 73 StGB im Umfang der Gutheissung der Klage gegen entsprechende Abtretung des Schadenersatzanspruches zuzusprechen:
- Von den Verurteilten bezahlte Geldstrafen und Bussen
- Eingezogene Gegenstände oder Vermögenswerte nach Abzug von Verwertungskosten
- Staatliche Ersatzforderungen.
3. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der beschuldigten Personen 1 bis 3 unter solidarischer Haftung; die diesbezügliche Entschädigungsforderung der Privatklägerin über CHF 186'406.65 sei vollumfänglich gutzuheissen.
Anträge X.2_
1. X.2_ sei gemäss Anklageschrift schuldig zu sprechen, mit Ausnahme des Anklagepunktes betreffend Fahren ohne Führerausweis gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG, worin er freizusprechen sei.
2. Dafür sei er zu einer Freiheitsstrafe von maximal 24 Monaten abzüglich der erstandenen Untersuchungshaft von 16 Tagen und einer Geldstrafe von maximal 110 Tagessätzen à maximal CHF 150.00 zu verurteilen.
3. Der Vollzug der unter Ziffer 2 beantragten Freiheitsstrafe und der Hälfte der beantragten Geldstrafe (mithin also 55 Tagessätze) sei unter Ansetzung einer Probezeit von längstens 5 Jahren aufzuschieben.
4. Auf den Widerruf der am 27. April 2011 bedingt ausgesprochenen Geldstrafe von 40 Tagessätzen sei zu verzichten.
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5. Bzgl. Adhäsionsklage der X.4_ wird auf die separate Klageantwort verwiesen.
6. Auf die Zusprechung einer allenfalls von der StA geforderten Ersatzforderung zu Gunsten des Staates sei zu verzichten.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz, wobei dem Angeklagten X.2_ maximal 25% der Kosten von Polizei, X.3_ und Gericht aufzuerlegen und von der Zusprechung einer Parteientschädigung zu seinen Lasten und zu Gunsten der Angeklagten X.1_ und Y._ abzusehen sei.
Zur Zivilklage:
1. Die Klage sei im Umfang von CHF 5'155'772.10 (recte: CHF 5'156'772.10) (einschliesslich Zins bis zum 30.12.2013) gutzuheissen.
2. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. gesetzliche Mehrwertsteuer zu Lasten der Mitangeklagten X.1_ und Y._, welche dazu verpflichtet werden sollen, X.2_ aussergerichtlich mit pauschal CHF 15'000.00 zzgl. 8% Mehrwertsteuer, ev. mit einem nach richterlichem Ermessen festzulegenden Betrag unter solidarischer Haftung zu entschädigen.
Anträge X.1_
1. X.1_ sei von Schuld und Strafe freizusprechen.
2. Eventualiter sei der Angeklagte zu einer bedingten Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu verurteilen.
3. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% Mehrwertsteuer zulasten des Staates.
Zur Zivilklage:
1. Die Adhäsionsklage sei auf den Zivilweg zu verweisen.
2. Eventualiter sei die Adhäsionsklage nur dem Grundsatze nach zu entscheiden, wobei die Adhäsionsklage abzuweisen sei.
3. Subeventualiter sei die Adhäsionsklage abzuweisen.
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4. Subsubeventualiter sei die Adhäsionsklage höchstens im Umfang von CHF 1'116'963.00 zuzüglich Zins zu 5% ab dem 31. Dezember 2013 gutzuheissen.
5. Unter vollumfänglicher gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 8% Mehrwertsteuer zulasten der Zivilklägerin.
Anträge Y._
1. Der Beschuldigte sei vollumfänglich freizusprechen.
2. Die Zivilklage sei abzuweisen.
3. Eventualiter sei die Zivilklage auf den Zivilweg zu verweisen.
4. Es sei dem Beschuldigten und unter Berücksichtigung der beiliegenden Kostennote eine Entschädigung für die angemessene Ausübung ihrer [recte: seiner] Verfahrensrechte auszurichten.
5. Es sei dem Beschuldigten zusätzlich eine Entschädigung von CHF 500.00 für die wirtschaftlichen Einbussen auszurichten.
6. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates bzw. der Privatklägerschaft für die zum Zivilpunkt verursachten Aufwendungen.
Zur Zivilklage:
1. Die Zivilklage sei abzuweisen.
2. Eventualiter sei die Zivilklage auf den Zivilweg zu verweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Privatklägerschaft.
J. Mit Urteil vom 8. September 2017, mitgeteilt am 14. Februar 2018, erkannte das Regionalgericht Landquart, was folgt:
1. X.2_ ist schuldig des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB, des schweren Falles der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB, des Fahrens ohne Führerausweis gemäss Art. 95 Abs. 1 lit. b SVG und des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 2 lit. a SVG.
2. Dafür wird X.2_ unter Anrechnung der erstandenen Untersuchungshaft von 16 Tagen bestraft mit:
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a) einer Freiheitsstrafe von 5 Jahren sowie
b) einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je CHF 220.00.
3. Der teilbedingte Aufschub von 40 Tagessätzen zu je CHF 260.00 der mit Strafbefehl der X.3_ vom 27. April 2011 ausgesprochenen Geldstrafe von 60 Tagessätzen wird widerrufen.
4. X.1_ ist schuldig des gewerbsmässigen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 2 StGB, der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB sowie des schweren Falles der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB.
5. Dafür wird X.1_ unter Anrechnung der erstandenen Polizei- und Untersuchungshaft von 15 Tagen bestraft mit:
a) einer Freiheitsstrafe von 42 Monaten und
b) einer Geldstrafe von 80 Tagessätzen zu je CHF 260.00.
6. Y._ wird von der Anklage der Gehilfenschaft zu gewerbsmässigem Betrug gemäss Art. 146 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 25 StGB sowie des schweren Falles der Geldwäscherei gemäss Art. 305bis Ziff. 2 StGB freigesprochen.
7. Die Zivilklage der X.4_ gegen die solidarisch haftenden X.2_ und X.1_ wird in der Höhe von CHF 5'156'772.10 zuzüglich 5% Zins seit 31. Dezember 2013 gutgeheissen.
8. Die Zivilklage der X.4_ gegen Y._ wird auf den Zivilweg verwiesen.
9. X.2_ und X.1_ werden gestützt auf die Abtretungserklärung der X.4_ vom 6. September 2017 unter solidarischer Haftung verpflichtet, dem Kanton Graubünden, als Ersatz für den nicht mehr vorhandenen, widerrechtlich erlangten Vermögensvorteil, CHF 5'156'772.10 zuzüglich 5% Zins seit 31. Dezember 2013 zu bezahlen.
10. Die auf den mit Verfügung der X.3_ vom 21. September 2011 gesperrten Konti von X.2_ bei der E.2_ (_) und der _ (Konto Nr. _) liegenden Vermögenswerte zuzüglich Zinsen sowie von der B.4_ bei der H.4_ (ehemals H.5_; CH_ und _) liegenden Vermögenswerte zuzüglich Zinsen werden gestützt auf Art. 71 Abs. 3 StGB gerichtlich beschlagnahmt und zur Deckung von Verfahrenskosten, Geldstrafen und Ersatzforderung herangezogen.
11. Nach Eintritt der Rechtskraft wird die Kontosperre aufgehoben und die E.2_, O.24_, die H.4_, O.18_ wie auch die _ ,
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, werden angewiesen, das Guthaben auf das Konto PC _ bei der _, lautend auf Regionalgericht Landquart, zu überweisen.
12. Die auf X.1_ lautende Liegenschaft Nr. _ des Grundbuchs O.22_, Plan Nr. _, O.30_, wird ebenfalls gerichtlich beschlagnahmt und zur Deckung von Verfahrenskosten, Geldstrafen und Ersatzforderung herangezogen.
13. Der von X.2_ und X.1_ durch den Kanton Graubünden erhaltene und/oder im Zwangsvollstreckungsverfahren erhältlich gemachte Betrag der Ersatzforderung und der Geldstrafen wird gestützt auf Art. 73 Abs. 1 StGB - nach AbO.9_ der Verfahrenskosten (einschliesslich der Kosten der amtlichen Verteidigungen und der Verwertungskosten) - der X.4_ in Anrechnung an ihre Schadenersatzforderung gemäss Dispo-Ziffer 7 vorstehend O.9_esprochen.
14. X.2_ und X.1_ werden unter solidarischer Haftung verpflichtet, die X.4_ ausseramtlich mit CHF 150'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu entschädigen.
15. Die X.4_ wird verpflichtet, Y._ ausseramtlich mit CHF 17'640.80 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu entschädigen.
16. a) Die Verfahrenskosten betreffend X.2_, bestehend aus:
- der Untersuchungsgebühr der X.3_ CHF 9'600.00
- den Auslagen der X.3_ CHF 1'350.00
- den Kosten gemäss Art. 47 StPO CHF 804.00
- den bereits bezahlten Kosten der amtlichen Verteidigung CHF 10'000.00
- der Gerichtsgebühr des Regionalgerichts Landquart CHF 8'000.00
- total somit CHF 29'754.00
werden vollumfänglich X.2_ auferlegt, welchem keine Prozessentschädigung ausgerichtet wird.
b) Die Verfahrenskosten betreffend X.1_, bestehend aus:
- der Untersuchungsgebühr der X.3_ CHF 9'600.00
- den Auslagen der X.3_ CHF 958.40
- den bereits bezahlten Kosten der amtlichen Verteidigung CHF 7'000.00
- der Gerichtsgebühr des Regionalgerichts Landquart CHF 8'000.00
- total somit CHF 25'558.40
werden vollumfänglich X.1_ auferlegt, welchem keine Prozessentschädigung ausgerichtet wird.
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c) Die Verfahrenskosten betreffend Y._, bestehend aus:
- der Untersuchungsgebühr der X.3_ CHF 9'600.00
- den Auslagen der X.3_ CHF 173.30
- der Gerichtsgebühr des Regionalgerichts Landquart CHF 4'000.00
- total somit CHF 13'773.30
gehen zu Lasten des Kantons Graubünden.
Gestützt auf Art. 429 StPO wird Y._ zu Lasten des Kantons Graubünden eine Entschädigung von CHF 35'781.65 (CHF 35'281.65 Anwaltskostenanteil und CHF 500.00 sonstige Entschädigung für Y._) ausgerichtet. Diese wird aus der Gerichtskasse bezahlt.
17. Die Kosten der angerechneten Untersuchungshaft von CHF 1'427.00 (X.2_) bzw. CHF 2'142.00 (X.1_) sowie des StrafvollO.9_s gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. Die Verurteilten haben sich daran nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.
18. Kostenfolge amtliche Verteidiger:
a) Rechtsanwalt lic. iur. Diego Quinter wird als amtlicher Verteidiger von X.2_ zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 31'239.65 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
b) RA lic. iur. Mauro Lardi wird als amtlicher Verteidiger von X.1_ zu Lasten des Kantons Graubünden mit CHF 39'421.10 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.
c) Da die Verurteilten zur Tragung der Verfahrenskosten verpflichtet wurden, werden sie - sobald es ihre wirtschaftlichen Verhältnisse erlauben - verpflichtet, dem Kanton die Entschädigung für ihren amtlichen Verteidiger zurückzuzahlen (Art. 135 Abs. 4 lit. a StPO) und ihrem Verteidiger die Differenz zwischen der amtlichen Entschädigung und dem vollen Honorar zu erstatten (Art. 135 Abs. 4 lit. b StPO). Der Anspruch des Kantons verjährt in 10 Jahren nach Rechtskraft des Entscheids (Art. 135 Abs. 5 StPO).

## Considerations