# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8edd5252-c474-5938-9f7c-02945b17c3ee
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der am 1
2.
August 1952 geborene
X._
war
als Pensionsversicherungs
experte bei der
Y._
AG angestellt und damit bei der
Swisscanto
Pensionskasse beziehungsweise der
Swisscanto
Flex Sammelstiftung der Kanto
nalbanken als deren Rechtsnachfolgerin vorsorgeve
rsichert.
Per
1.
Januar 2011 reduzierte er - bislang im Vollzeitpensum angestellt - den Beschäftigungsgrad auf 50
%
im Sinne einer vorzeitigen Pensionierung und bezog ab diesem Zeit
punkt eine entsprechende
Altersrente
(
Urk.
2/1). Per
1.
September 2015 wurde er ordentlich pensioniert. Seither wir
d
ihm
von der
Swisscanto
Flex Sammelstiftung
eine ganze Altersrente ausgerichtet (
Urk.
2/1).
1.2
Der
(
bisherige
)
Anschlussvertrag der
Y._
AG mit
der
Swisscanto
Flex Sammelstiftung
wurde per 3
1.
Dezember 2015 aufgehoben.
Die
(
aktiven)
Mitarbeiter der
Y._
AG sind nun entweder bei der Pensionskasse der Zürcher Kantonalbank oder erneut bei der
Swisscanto
Flex Sammelstiftung vorso
rgeversichert
.
Letztere führt in organisatorischer Hinsicht verschiedene Vor
sorgewerke, unter anderem eines mit der Bezeichnung «Ber
eich ‘Renten’» (vgl.
Urk.
1 S. 1 f.,
Urk.
8/4 S. 3
).
2.
Mit Eingabe vom 1
2.
Juli 2018 erhob
X._
Klage
(
Urk.
1)
gegen die
Swisscanto
Flex Sammelstiftung und beantragte
, das Gericht habe zu prüfen, ob der organisatorische Aufbau der Beklagten in Mischform aus Sammel- und Ge
meinschaftsstiftung aus steuerlichen Erwägungen zulässig sei (Antrag 1), das Gericht habe zu prüfen, ob die Trennung zwischen aktiven Versicherten und Ren
tenbezüger
n
, namentlich in der hier vorliegenden speziellen Weise, gegen die Prinzipien der beruflichen Vorsorge verstosse (Antrag 2),
d
as Konzept der Beklag
ten sei in der vorliegenden Form als in nicht genügender Übereinstimmung mit
Art.
65
Abs.
1 und 2 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlasse
nen-
und Invalidenvorsorge (BVG)
und in nicht genügender Übereinstimmung
mit
Art.
65d BVG
zu erklären
beziehungsweise es sei
die finanzielle Sicherheit des Vorsorgewerks «
Bereich ‘
Renten
’
» zu prüfen
(Antrag 3),
das Gericht habe zu prüfen, ob es in der beruflichen Vorsorge zulässig sei, eine versicherte Person bei Eintritt eines Vorsorgefalles aus dem bisherigen Vorsorgewerk zwangsweise aus
scheiden zu lassen (Antrag 4), die Beklagte sei zu verpflichten, für das Vorsorge
werk «Bereich ‘Renten’» eine separate Betriebsrechnung zu erstellen (Antrag 5) und die vom Gericht erkannten Mängel, die eine finanzielle Implikation besitzen würden, seien rückwirkend zu beh
eben (Antrag 6).
Die Beklagte stellte in der Klageantwort vom 1
1.
Oktober 2018 den Antrag,
dass auf
die Klage
nicht einzutreten
sei
. In prozessualer Hinsicht ersuchte sie um Beschränkung des Prozessthemas auf die Frage des Eintretens
. Sodann beantragte sie, ihr sei - aufgrund des mutwilligen Verhaltens des Klägers - eine Prozessent
schädigung zuzusprechen
(
Urk.
7
S. 2). Dem prozessualen Antrag
auf Beschrän
kung des Prozessthemas auf die
Eintretensfrage
entsprach das Gericht mit Verfü
gung vom 1
7.
Oktober 2018 (
Urk.
10).
Am
1
0.
November 2018
erstatte
te
der Kläger die Replik. Darin erfolgte eine Um
strukturie
rung
und teils ein Rückzug der Anträge.
Zurückgezogen wurden die Anträge 1 und
2.
Es
verblieben folgende Anträge in angepasster Reihenfolge
(
Urk.
15, vgl. auch
Urk.
12)
:
•
Antrag 4 (Das Gericht habe zu prüfen, ob es in der beruflichen Vorsorge zulässig sei, eine versicherte Person bei Eintritt eines Vorsorgefalles aus dem bisherigen Vorsorgewerk zwangsweise ausscheiden zu lassen)
•
Antrag 3 neu als Eventualantrag zu Antrag 4 (Das Konzept der Beklagten sei in der vorliegenden Form
als in nicht genügender Übereinstimmung mit
Art.
65
Abs.
1 und 2
BVG und in nicht genügender Über
einstimmung mit
Art.
65d BVG
zu erklären
beziehungsweise es sei die finanzielle Sicherheit des Vorsorgewerks «Bereich ‘Renten’» zu prüfen
)
•
Antrag 5 neu als Eventualantrag zu Antrag
4 und 3 (Die Beklagte sei zu verpflichten,
für das Vorsorgewerk «Bereich ‘Renten’» eine separate Betriebsrechnung
zu
erstellen
)
•
Antrag 6 (Die vom Gericht erkannten Mängel, die eine finanzielle Impli
kation besitzen würden, seien rückwirkend zu beheben).
Die Beklagte hielt in der Duplik vom 2
9.
Januar 2019 an ihren Anträgen fest (
Urk.
19 S. 2). Der Kläger liess sich mit Eingabe vom
6.
Februar 2019 nochmals verlauten (
Urk.
22).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Jeder Kanton bezeichnet ein Gericht, das als letzte kantonale Instanz über Strei
tigkeiten zwischen Vorsorgeeinrichtungen, Arbeitgebern und Anspruchsberech
tigten entscheidet (
Art.
73
Abs.
1 BVG). Voraussetzung für den Rechtsweg nach
Art.
73
Abs.
1 BVG bildet jedoch, dass eine Streitigkeit aus beruflicher Vorsorge
im engeren oder weiteren Sinn vorliegt. Zudem darf die streitige berufsvorsorge
rechtliche Angelegenheit nicht in den Zuständigkeitsbereich der Aufsichtsbehör
den gemäss
Art.
61 ff. BVG fallen (
BGE 141 V 605 E. 3.2.1 mit Hinweisen).
Eine abstrakte Normenkontrolle von
Reglementsbestimmungen
ist im Verfahren nach
Art.
73 BVG nicht zulässig (Vetter,
BVG FZG
Kommentar,
3.
Aufl. 2013,
N.
24
zu
Art.
73
BVG
mit Hinweisen).
1.2
Im Verfahren gemäss
Art.
73
Abs.
1 BVG bildet u.a. ebenfalls Sachurteilsvoraus
setzung, dass die klagende Partei an dem von ihr gestellten Rechtsbegehren ein Rechtsschutzinteresse hat. Wird ein Feststellungsbegehren gestellt, kann diesbe
züglich ein Rechtsschutzinteresse nur bejaht werden, wenn die klagende Partei ein schutzwürdiges Interesse rechtlicher oder tatsächlicher Natur an der verlang
ten Feststellung hat, dass bestimmte Rechte oder Pflichten bestehen oder nicht bestehen; nur wenn ein unmittelbares und aktuelles Interesse in diesem Sinne gegeben ist, sind Feststellungsbegehren im Verfahren nach
Art.
73
Abs.
1 BVG zulässig (BGE
128 V 41 E. 3a).
Abstrakte Rechtsfragen
ohne Wirkung auf konkrete
Rechtsverhältnisse können nicht Gegenstand einer Feststellungsklage sein (BGE 12
2 III
279 E. 3a).
2.
2.1
Die vom Kläger gestellten Anträge stehen in keinem Zusammenhang mit konkre
ten Vorsorgeleistungen. Die Höhe der Rente der Beklagten, die ihm als Rentner ausgerichtet wird, ist nicht umstritten. Gemäss
Art.
65d
Abs.
3
lit
. b letzter Satz BVG ist seine Rente sodann garanti
ert
(vgl.
auch
BGE 143 V 440 E. 3.3.3)
.
Mit vorliegender Klage stellt
er vielmehr die Rechtmässigkeit der Organisation res
pektive der
Reglementsbestimmungen
der Beklagten in Frage. Eine allgemeine Überprüfung der Organisation oder abstrakte Normenkontrolle von
Reglements
bestimmungen
fällt jedoch in die Zuständigkeit der Aufsichtsbehörden und ist folglich im Verfahren nach
Art.
73 BVG nicht zulässig (vgl. E. 1.1 hiervor).
2.2
Zu den einzelnen Anträgen
(gemäss Replik)
ist Folgendes festzuhalten:
2.3
2.3
.1
Zur Begründung des Antrags 4 («Klage betreffend Wechsels des Vorsorgewerks bei der Pensionierung»,
Urk.
15 S. 2) hielt der Kläger zusammenfassend fest,
es stelle sich bei ihm konkret die Frage, welchem Vorsorgewerk er zugeteilt werde. Daher sei sein Antrag auf dem Rechtsweg nach
Art.
73 BVG als normale Klage zu behandeln (
Urk.
15 S. 2).
2.3.2
Gemäss
Art.
51
a
Abs.
2
lit
. f BVG handelt es sich bei der Festlegung der Organi
sation der Vorsorgeeinrichtung um eine unübertragbare und
unentziehbare
Auf
gabe des obersten Organs. Dieses legt die Organisation - gestützt auf die Statuten - reglementarisch fest.
Im konkreten Fall sehen die Statuten in
Art.
3
Abs.
5 die Möglichkeit vor, für einzelne Arbeitgeber wie auch für Rentner eigene Vorsorge
werke zu errichten (
Urk.
8/3).
Es ist gemäss
Art.
62
Abs.
1
lit
. a BVG Aufgabe der Aufsichtsbehör
d
e, die regle
mentarischen Bestimmungen der Vorsorgeeinrichtungen auf Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften zu prüfen. Im Falle der Beklagten beanstandete die Aufsichtsbehörde weder das Organisationsreglement noch ein anderes Regle
ment (
Urk.
8/5).
Soweit der Kläger nicht die reglementarischen Grundlagen, sondern die Umset
zung durch
die Beklagte monie
rt, ist festzuhalten, dass es Aufgabe der Revisions
stelle ist, zu prüfen, ob die gelebte Organisation
den gesetzlichen und reglemen
tarischen Bestimmungen
entspricht
(
Art.
52c
Abs.
1
lit
. b BVG). Die Aufsichtsbe
hörde ihrerseits nimmt Einsicht in diesen Bericht (vgl.
Art.
62
Abs.
1
lit
. c BVG) und hat die in
Art.
62a
Abs.
2 BVG aufgeführten
Aufsichtsmittel zur Verfügung. Vorliegend bestätigte die Revisionsstelle die Einhaltung sämtlicher Vorschriften (
Urk.
8/6).
Aus diesen Ausführungen ergibt sich, dass
der klägerische Antrag 4 in die Kom
petenz der Aufsichtsbehörde und unter den Rechtsweg von
Art.
74 BVG
fällt
.
Dem Berufsvorsorgegericht steht es nicht zu, in die Kompetenzen de
r Aufsichts
behörde einzugreifen
.
2.4
2.4.1
Zu Antrag 3 («Klage evtl. Feststellungsklage wegen fehlenden Bestimmungen über die Finanzierung des Vorsorgewerks Bereich «Renten»,
Urk.
15 S. 2) hielt der
Kläger fest, dass er nach der Teilliquidation dem Vorsorgewerk «Rentner» ange
hören werde. Jedoch sei unklar, inwiefern sich das Vorsorgevermögen des Vor
sorgewerks Bereich «Renten» zusammensetze
(
Urk.
15 S. 3).
2.4.2
In
Art.
65
Abs.
1 BVG wird der Grundsatz statuiert, dass die Vorsorgeeinrichtun
gen jederzeit Sicherheit dafür bieten müssen, dass sie die übernommenen Ver
pflichtungen erfüllen können. Sie haben das Beitragssystem und die Finanzierung so zu regeln, dass die Leistungen im Rahmen dieses Gesetzes bei Fälligkeit er
bracht werden können (
Art.
65
Abs.
2 BVG).
Art.
65d BVG regelt die Massnah
men bei einer Unterdeckung.
Inwiefern die Gutheissung von Antrag 3 und damit die
anbegehrte
Feststellung
, wonach das
«Konzept» der Beklagten die Bestimmungen von
Art.
65
Abs.
1 und 2
BVG
sowie
Art.
65d BVG
verletze
, zu einer Besserstellung des Klägers führen
würde, wird von ihm nicht dargelegt. Der Beklagten ist beizupflichten, dass den Ausführungen des Klägers nicht entnommen werden kann, in welcher Hinsicht eine zu
klärende Ungewissheit über
den Bestand und Inhalt der Rechtsbeziehung zwischen ihm und der Beklagten bestehen soll
(vgl.
Urk.
1
9
S. 5)
.
Ansonsten gilt das zu Antrag 4 Ausgeführte: Es ist die Aufsichtsbehörde, welcher die Überwa
chung der Tätigkeit des obersten Organs obliegt (
Art.
62
Abs.
1
lit
.
a BVG). Für die Frage, ob die finanzielle Sicherheit genügt, stellt die Aufsichtsbehörde auf die Revisionsstelle ab (
Art.
62
Abs.
1
lit
. c BVG), welche die Jahresrechnung prüft (
Art.
52c
Abs.
1
lit
. a BVG), sowie auf den Bericht des Experten für berufliche Vorsorge der Beklagten, welcher prüft, ob die Vorsorgeeinrichtung Sicherheit dafür bietet, dass sie ihre Verpflichtungen erfüllen kann (
Art.
52e
Abs.
1
lit
. a BVG).
Die mit Antrag 3 zusammenhängenden Rechtsfragen sind daher im Ver
fahren nach
Art.
74 BVG zu klären. Dies gilt auch, soweit der Kläger die Recht
mässigkeit von Vorgängen im Rahmen der Teilliquidation bemängelt
(
Urk.
1
S. 1,
Urk.
15 S. 5)
.
Art.
53d
Abs.
6 BVG hält das Recht von Versicherten und Rent
nern fest, die Voraussetzungen, das Verfahren und den Verteilplan bei der zu
ständigen Aufsichtsbehörde überprüfen und entscheiden zu lassen. Die Zustän
digkeit zur erstinstanzlichen Überprüfung eines Teilliquidationsverfahrens liegt somit ausdrücklich bei den Aufsichtsbehörden.
2.5
2.5.1
Hi
nsichtlich Antrag 5 (Jahresrechnung im Vorsorgewerk Bereich «Renten»,
Urk.
15 S. 4) stellt sich der Kläger auf den Standpunkt, die das Vorsorgewerk «Bereich ‘Renten’» eine Vorsorgeeinrichtung darstelle und daher eine separate Betriebsrechnung erstellen müsse (
Urk.
1 S. 7).
2.5.2
Dazu ist festzuhalten
, dass Vorsorgewerken keine eigene Rechtspersönlichkeit
zukommt (
Stauffer
, Berufliche Vorsorge,
2.
Aufl. 2012, S. 557
N 1492).
Es handelt sich um organisatorische Einheiten innerhalb der Vorsorgeeinrichtung.
Wiederum ist es die Revisionsstelle, welche die Richtigkeit der Jahresrechnung und deren Übereinstimmung mit den gesetzlichen und reglementarischen Vorga
ben bestätigen muss, was sie vorliegend auch getan hat (
Art.
52c
Abs.
1
lit
. a BVG,
Urk.
8/6). Es obliegt sodann der Aufsichtsbehörde, die Berichterstattung zu prüfen (
Art.
62
Abs.
1
lit
. b und c BVG).
Mithin fallen die mit Antrag 5 aufge
worfenen Fragen nicht in den Zuständigkeitsbereich des Berufsvorsorgegerichts.
2.6
Antrag 6 ist obsolet, da
keine Mängel mit einer finanziellen Implikation vorlie
gen, die vom Berufsvorsorgegericht zu beheben wären.
2.7
Nach dem Gesagten ist auf die Klage nicht einzutreten.
3.
3.1
Das Verfahren nach
Art.
73 BVG ist grundsätzlich kostenlos. Der beklagten Vor
sorgeeinrichtung steht somit auch bei Obsiegen keine Parteientschädigung zu.
Dies gilt jedoch nicht bei mutwilliger und leichtsinniger Prozessführung (Vetter, a.a.O., N 56 zu
Art.
73 BVG).
Gemäss
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) verpflichtet das Gericht die unterliegende Partei zum Ersatz der Parteikosten, wenn die obsiegende Partei einen entsprechenden Antrag stellt oder dies von anderen Gesetzen so vorgesehen ist. Laut
§
34
Abs.
2
GSVGer
steht dieser An
spruch den Versicherungsträgern und dem Gemeinwesen nur zu, soweit er von andern Gesetzen nicht ausgeschlossen ist.
3.2
Die Klage erweist sich als aussichtslos. Selbst die Erhebung einer aussichtslosen Klage darf indessen einer mutwilligen oder leichtsinnigen Klageerhebung nicht gleichgesetzt werden. Das Merkmal der Aussichtslosigkeit für sich allein lässt den Prozess noch nicht als mutwillig oder leichtsinnig erscheinen. Vielmehr
bedarf
es
zusätzlich des subjektiven und tadelnswerten Elements, dass die Partei die Aus
sichtslosigkeit bei der ihr zumutbaren vernunftgemässen Überlegung ohne Wei
teres hätte erkennen können, den Prozess aber trotzdem führt (BGE
128 V 323
E. 1b).
3.3
Der Kläger hält selber fest, er sei ausgewiesener Fachmann für versicherungstech
nische und angrenzende Fragen im Bereich der beruflichen Vorsorge sowie Co-Auto
r
von Fachbüchern und Autor von Fachartikeln in diesem Bereich (
Urk.
15 S. 1). Indes ist er nicht Jurist. Zwischen dem Aufsichtsweg und der gerichtlichen Klage gibt es mannigfaltige Berührungspunkte (vgl. dazu auch Meyer/
Uttinger
, in: Schneider/Geiser/
Gächter
[Hrsg.], Handkommentar zum BVG und FZG, Bern 2010, N 21 zu
Art.
74 BVG). Vor diesem Hintergrund genügt es für die Annahme einer Mutwilligkeit und Leichtsinnigkeit nicht, dass der Kläger vor dem Berufs
vorsorgegericht als
unzuständige
m
Gericht geklagt hat. Gleich verhält es sich mit dem Umstand, dass der Kläger der Beklagten
seinen Willen aufzwingen will. Ent
gegen der Ansicht der Beklagten kann daraus nicht auf Mutwilligkeit geschlossen werden (
Urk.
7 S. 12),
ist
doch
eine solche
Absicht den allermeisten Klagen inhä
rent. Auch kann der Beklagten nicht gefolgt werden, soweit sie geltend macht,
der Kläger wolle die Klage nur als Druckmittel einsetzen, wie aus einer E-Mail von ihm hervorgehe (
Urk.
7 S. 7). Im besagten E-Mail liess
d
er
Kläger die Beklagte
wissen, dass ein Rückzug nicht ausgeschlossen sei, sofern sich im Rahmen von Besprechungen erweisen sollte, dass die von ihm «v
orgebrachten Mängel»
nicht
berechtigt seien
oder ihre Behebung in Aussicht gestellt werde (
Urk.
8/8).
Darin kann
kein unzulässiger Druckversuch g
esehen werden, ist doch
ein Klagerückzug
in Fällen, in denen sich
das Kl
agefundament als falsch erweist
oder handkehrum dem Klagebegehr
en Folge geleistet wird, durchaus naheliegend
.
Indessen ist der Kläger dar
auf hinzuweisen, dass künftig
durchaus eine mutwillige oder leichtsinnige Prozessführung angenommen werden kann, sollte er nochmals eine vergleichbare Klage erheben.