# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 83745505-19cb-4677-acb8-172dea3b91de
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Der kroatische Staatsangehörige, X. Y. (nachfolgend Beschwerdeführer), geboren
am 17. März 1964, heiratete am 20. Februar 1988 die Serbin W. Y. (geboren im Jahr
1969). W. Y. verfügte zum damaligen Zeitpunkt über eine Aufenthaltsbewilligung. Der
Beschwerdeführer reiste am 4. März 1988 in die Schweiz ein und erhielt im Rahmen
des Familiennachzugs zu seiner Ehefrau eine Aufenthaltsbewilligung. Am 4. Dezember
1988 bzw. am 11. Juli 1990 kamen die gemeinsamen Kinder C. und D. zur Welt, welche
ebenfalls eine Aufenthaltsbewilligung erhielten. Am 10. Dezember 1991 wurde die Ehe
zwischen W. Y. und dem Beschwerdeführer durch das Kreisgericht St. Gallen
geschieden. Die Töchter wurden unter die elterliche Gewalt der Mutter gestellt. Dem
Beschwerdeführer wurde ein Besuchs- und Ferienrecht eingeräumt, und er wurde zu
einer Unterhaltszahlung an seine Kinder verpflichtet.
B./ Die Fremdenpolizei (heute Migrationsamt) wies am 3. Juli 1992 ein Gesuch des
Beschwerdeführers um Verlängerung seiner Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung ab.
Dies wurde im Wesentlichen damit begründet, dass aufgrund der Scheidung die
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Bedingung, welche damals an die Erteilung der Aufenthaltsbewilligung geknüpft
worden sei, nicht mehr erfüllt sei. Zudem habe das Verhalten des Beschwerdeführers in
verschiedener Hinsicht zu Klagen Anlass gegeben. So habe er sich als Arbeitskraft
nicht bewährt, sei aus eigenem Verschulden arbeitslos geworden und komme seinen
öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Verpflichtungen nicht nach. Gegen ihn
würden Betreibungen im Gesamtbetrag von rund Fr. 56'000.-- und vier Verlustscheine
im Betrag von Fr. 46'212.-- vorliegen. Zudem sei er wegen Widerhandlungen gegen
fremdenpolizeiliche Vorschriften mit Bussenverfügung vom 26. Februar 1992 verurteilt
worden.
Aufgrund der damaligen politischen Lage in Bosnien-Herzegowina wurde die
Ausreisefrist für den Beschwerdeführer mehrfach verlängert, und er erhielt im Rahmen
der "Aktion Bosnien-Herzegowina" humanitäre Kurzaufenthaltsbewilligungen.
Gestützt auf den Bundesratsbeschluss vom 3. April 1996 über die schrittweise
Aufhebung der "Aktion Bosnien-Herzegowina" verfügte das Bundesamt für
Ausländerfragen (heute Bundesamt für Migration) mit Wegweisungsverfügung vom 22.
Mai 1996, dass der Beschwerdeführer das Land bis zum 31. August 1996 zu verlassen
habe. Die Fremdenpolizei wies am 4. Juli 1996 ein Gesuch des Beschwerdeführers um
Erteilung einer ordentlichen Aufenthaltsbewilligung ab. Das Bundesamt für
Ausländerfragen teilte dem Beschwerdeführer am 29. Juli 1996 mit, dass seine
Ausreisefrist aufgrund des Bundesratsbeschlusses vom 26. Juni 1996 bis zum 30. April
1997 verlängert werde. Die Fremdenpolizei forderte den Beschwerdeführer mit
Schreiben vom 15. September 1997 unter Hinweis auf die Wegweisungsverfügung des
Bundesamtes für Ausländerfragen vom 29. Juli 1996 auf, die Schweiz bis spätestens
25. September 1997 zu verlassen.
Am 27. September 1997 heiratete der Beschwerdeführer in Bosnien-Herzegowina die
Kroatin U. Y. (geboren 1965). U. Y. verfügt über eine Niederlassungsbewilligung.
Anschliessend kehrten der Beschwerdeführer und seine zweite Ehefrau am 30.
September 1997 in die Schweiz zurück. Der Beschwerdeführer wurde am 14.
November 1997 infolge illegalen Aufenthalts nach Zagreb ausgeschafft.
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C./ Mit Verfügung vom 20. Februar 1998 wies die Fremdenpolizei ein
Familiennachzugsgesuch von U. Y. für den Beschwerdeführer ab. Dies wurde im
Wesentlichen damit begründet, dass er während seines früheren Aufenthalts in der
Schweiz Anlass zu Klagen gegeben habe. Zudem habe er gezeigt, dass er nicht willens
sei, die fremdenpolizeilichen Bestimmungen zu beachten. Seine Schulden seien seit
der Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung am 3. Juli 1992
angewachsen. Zwischenzeitlich würden gegen ihn Verlustscheine über einen Betrag
von Fr. 85'136.-- vorliegen. Zudem würden bereits wieder Betreibungen über rund
Fr. 45'000.-- gegen ihn laufen, und es seien fünf neue Betreibungen über rund
Fr. 5'790.-- hinzugekommen.
Gegen diese Verfügung erhob U. Y. am 5. März 1998 Rekurs beim Justiz- und
Polizeidepartement (heute Sicherheits- und Justizdepartement). Nach einer
telefonischen Besprechung mit der Fremdenpolizei stellte U. Y. am 31. März 1998 ein
Wiedererwägungsgesuch. Aufgrund der besonderen Umstände (Aufnahme einer
Erwerbstätigkeit per 1. Mai 1998) teilte die Fremdenpolizei mit Schreiben vom 2. April
1998 mit, dass sie bereit sei, ihre Verfügung vom 20. Februar 1998 in Wiedererwägung
zu ziehen und dem Beschwerdeführer eine Einreise- und Aufenthaltsbewilligung zu
erteilen. Bedingung dafür sei, dass er die ihm angebotene Stelle auch tatsächlich
antrete und einen Monat nach Antritt, somit ab 1. Juni 1998, monatliche
Rückzahlungen seiner Schulden in der Höhe von Fr. 1'300.-- vornehme. Am 19. April
1998 reiste der Beschwerdeführer im Rahmen des Familiennachzugs zu seiner Ehefrau
in die Schweiz und erhielt in der Folge eine Aufenthaltsbewilligung. Das
Rekursverfahren wurde wegen Rückzugs am 22. April 1998 abgeschrieben.
D./ Das Untersuchungsamt St. Gallen sprach den Beschwerdeführer mit
Bussenverfügung vom 4. Juli 2008 wegen Verfügung über mit Beschlag belegte
Vermögenswerte schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 15 Tagessätzen in
der Höhe von je Fr. 50.--, insgesamt Fr. 750.--, und einer Busse von Fr. 500.--. Der
Vollzug der Geldstrafe wurde unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren
aufgeschoben (Akten Migrationsamt, Blätter 270 und 269).
E./ Mit Verfügung vom 18. März 2009 verwarnte das Ausländeramt (heute
Migrationsamt) den Beschwerdeführer. Zudem wurde er angehalten, sich künftig in
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jeder Beziehung klaglos zu verhalten, ansonsten müsse er mit einer Verweigerung der
Verlängerung bzw. mit einem Widerruf der Aufenthaltsbewilligung rechnen.
Mit Verfügung des Migrationsamtes vom 15. Juni 2011 wurde dem Beschwerdeführer
die Aufenthaltsbewilligung nicht mehr verlängert. Dies wurde unter anderem damit
begründet, dass der Beschwerdeführer in finanzieller und strafrechtlicher Hinsicht zu
Klagen Anlass gegeben habe und am 18. März 2009 verwarnt worden sei. Der
Beschwerdeführer habe mit seinem Verhalten erheblich und wiederholt gegen die
öffentliche Sicherheit und Ordnung verstossen und mit der Bewilligung verbundene
Bedingungen nicht eingehalten.
Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe seines
Rechtsvertreters vom 21. Juni 2011 Rekurs beim Sicherheits- und Justizdepartement
(nachfolgend Vorinstanz). Er beantragte die Aufhebung der Verfügung vom 15. Juni
2011 und die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, allenfalls unter Bedingungen
und Auflagen. Die Vorinstanz wies den Rekurs mit Entscheid vom 4. Mai 2012 ab. Sie
bestätigte das Vorliegen eines Widerrufsgrundes nach Art. 62 lit. d des
Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20, abgekürzt AuG),
dies zufolge fehlender Schuldentilgung und Aufbau neuer Schulden entgegen der
Bedingung in der Verwarnung vom 18. März 2009. Weiter stellte sie fest, dass eine
Gesamtbetrachtung seines Verhaltens eine bedenkliche Gleichgültigkeit des
Beschwerdeführers gegenüber der schweizerischen Rechtsordnung ergebe. Daher sei
auch der Widerrufsgrund nach Art. 62 lit. c AuG in Verbindung mit Art. 80 Abs. 1 lit. a
und b der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201,
abgekürzt VZAE) erfüllt. Die Vorinstanz stellte weiter fest, dass sich der
Beschwerdeführer weder im Zusammenhang mit seinen erwachsenen Töchtern noch
hinsichtlich des Schutzes seines Privatlebens auf Art. 8 der Konvention zum Schutze
der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, abgekürzt EMRK) berufen könne.
F./ Am 7. Mai 2012 erhob der Beschwerdeführer beim Verwaltungsgericht Beschwerde
gegen den vorinstanzlichen Entscheid. Er beantragte die Aufhebung des Entscheides
vom 4. Mai 2012 und des Entscheides des Migrationsamtes vom 15. Juni 2011. Von
einer Wegweisung des Beschwerdeführers sei abzusehen, und es sei diesem -
allenfalls unter Bedingung und Auflagen bzw. auf Zusehen und Wohlverhalten hin - die
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Aufenthaltsbewilligung zu verlängern und eventuell unter Annahme eines Härtefalles
der weitere Aufenthalt in der Schweiz zu gestatten, alles unter Kosten- und
Entschädigungsfolgen. Zudem sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche
Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu gewähren und dem Rechtsvertreter sei
eine Nachfrist zur Beschwerdeergänzung anzusetzen. Des Weiteren wurde die
Sistierung des ausländerrechtlichen Verfahrens bis zur rechtskräftigen Entscheidung
über das vom Beschwerdeführer gestellte Gesuch um Leistungen der
Invalidenversicherung beantragt.
Am 8. Mai 2012 gewährte der Präsident des Verwaltungsgerichts dem
Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung und
bestimmte Dr. A. B. als unentgeltlichen Rechtsbeistand. Der Antrag um
Verfahrenssistierung wurde mangels Zusammenhang zwischen den Leistungen der
Invalidenversicherung und der ausländerrechtlichen Beurteilung abgewiesen.
Am 14. Mai 2012 stellte das Migrationsamt dem Verwaltungsgericht den aktuellen
Betreibungsregisterauszug des Beschwerdeführers zu. Mit Schreiben vom 16. Mai
2012 setzte das Verwaltungsgericht den Rechtsvertreter des Beschwerdeführers
darüber in Kenntnis.
Mit Eingabe vom 16. Mai 2012 wurde die Beschwerdebegründung nachgereicht. Mit
den Schreiben vom 22. Mai bzw. 5. Juni 2012 reichte der Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers die - auf Anfrage der Sozialversicherungsanstalt erstellten -
Arztberichte zur beruflichen Integration/Rente des Herzspezialisten Dr. E. F. bzw. des
Hausarztes des Beschwerdeführers, Dr. G. H., ein.
Die Vorinstanz beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 30. Mai 2012 die Abweisung
der Beschwerde unter Kostenfolge. Sie äusserte sich zum Vorwurf der
Gehörsverletzung und verwies im Übrigen auf den angefochtenen Entscheid. In seiner
Mitteilung vom 1. Juni 2012 hielt der Beschwerdeführer an seiner Rüge der
Gehörsverletzung fest.
Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten wird - soweit erforderlich - in den
nachfolgenden Erwägungen näher eingegangen.
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## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Der Beschwerdeführer bringt zahlreiche Rügen in formeller Hinsicht vor.
2.1. Zuerst rügt er, sein Anspruch auf rechtliches Gehör gemäss Art. 29 Abs. 2 der
Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt BV) sei durch die Vorinstanz verletzt worden. Er
habe während des Verfahrens vor dem Migrationsamt im Rahmen der Akteneinsicht
lediglich Einblick in die ihn persönlich betreffenden Akten erhalten. In der Verfügung
des Migrationsamtes fehle ein Verweis darauf, dass weitere Dossiers beigezogen
worden seien. Demgegenüber habe das Migrationsamt der Vorinstanz zusammen mit
seiner Vernehmlassung vom 19. August 2011 auch die Dossiers zu W., C., D. und U. Y.
zugestellt. Diese weiteren Dossiers seien von der Vorinstanz in ihrem Entscheid vom
4. Mai 2012 auch zitiert worden. Es sei für den Beschwerdeführer aufgrund des
fehlenden Verweises in der Verfügung des Migrationsamtes nicht ersichtlich gewesen,
dass das Migrationsamt der Vorinstanz weitere Akten zugestellt habe. Zudem habe die
Vernehmlassung vom 19. August 2011 lediglich einen Verweis auf "unser Dossier"
beinhaltet. Die Vorinstanz erklärte sich damit, dass das Migrationsamt im
Rekursverfahren zusammen mit seiner Vernehmlassung vom 19. August 2011 die
Akten von X., W., C., D. und U. Y. eingereicht habe. Sie sei davon ausgegangen, dass
der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers - wie üblich - in die mit der
Vernehmlassung zugestellten Akten im Rahmen des Verfahrens vor dem Migrationsamt
Akteneinsicht erhalten habe.
Aufgrund des Dargelegten muss davon ausgegangen werden, dass der
Beschwerdeführer im vorinstanzlichen Verfahren tatsächlich nicht in die gesamten
Akten Einsicht nehmen konnte. Folglich wurde das rechtliche Gehör des
Beschwerdeführers verletzt.
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Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist formeller Natur. Wird dessen Verletzung
festgestellt, muss der angefochtene Hoheitsakt ohne Rücksicht darauf, ob die
Anhörung für den Ausgang des Verfahrens relevant ist, mithin die Behörde zu einer
Änderung des Entscheids veranlassen wird oder nicht, aufgehoben werden (Häfelin/
Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Auflage, Zürich 2010, Rz. 1709).
Nach der Rechtsprechung kann indessen eine nicht besonders schwerwiegende
Verletzung des rechtlichen Gehörs geheilt werden, wenn die betroffene Person
nachträglich die Möglichkeit erhält, sich vor einer Rechtsmittelinstanz zu äussern, die
sowohl den Sachverhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung soll
aber die Ausnahme bleiben, weil dem Betroffenen damit eine Instanz verloren geht.
Selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des Gehörs ist aber von einer
Rückweisung der Sache an die Vorinstanz abzusehen, wenn und soweit die
Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen
führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen
Partei an einer beförderlichen Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE
133 I 201 E. 2.2; 132 V 387 E. 5.1 mit Hinweis).
Mit Schreiben der Vorinstanz vom 10. Mai 2012 wurden dem Rechtsvertreter des
Beschwerdeführers sämtliche Akten zum vorinstanzlichen Verfahren (also inklusive der
Akten über U., W., C. und D. Y.) zugestellt (act. 5). Der Beschwerdeführer konnte sich
somit im Beschwerdeverfahren zu den gesamten Unterlagen des Migrationsamtes,
welche der Vorinstanz als Entscheidungsgrundlage gedient hatten, umfassend äussern.
Das Verwaltungsgericht hat bezüglich der Feststellung des Sachverhalts und der
Anwendung des Rechts volle Kognition (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP). Dazu kommt, dass
die Vorinstanz ihren Entscheid hauptsächlich auf die Akten des Migrationsamtes
betreffend den Beschwerdeführer abgestützt hat. Daneben wurde lediglich einmal auf
die Akten von U. Y. (Blatt 52, betreffend Einkommen als Putzfrau) und auf die Akten
von C. Y. (Blatt 98) und D. Y. (Blatt 80) betreffend deren Bewilligungsstatus verwiesen.
Entscheidend für den Widerruf der Aufenthaltsbewilligung waren somit einzig die Akten
des Beschwerdeführers. Die Rückweisung würde deshalb lediglich zu einem
formalistischen Leerlauf und einer unnötigen Verzögerung des Verfahrens führen. Der
Antrag auf Rückweisung an die Vorinstanz wird folglich abgewiesen.
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2.2. Zum Antrag auf eine persönliche Befragung des Beschwerdeführers und seiner
Ehefrau ist zu bemerken, dass es weder rechtsgenüglich dargelegt wurde noch -
angesichts dessen, dass dem Beschwerdeführer das rechtliche Gehör bereits
mehrfach gewährt wurde - ersichtlich ist, inwiefern diese etwas am Verfahrensausgang
ändern würde. Der Antrag wird daher ebenfalls abgewiesen.
2.3. Bezüglich Sistierung des Beschwerdeverfahrens bis zum Vorliegen des Entscheids
bezüglich allfälliger Leistungen der Invalidenversicherung hat der Präsident des
Verwaltungsgerichts am 8. Mai 2012 bereits mitgeteilt, dass darauf infolge fehlenden
Zusammenhangs zwischen den sozialversicherungsrechtlichen und dem
ausländerrechtlichen Verfahren verzichtet wird. Die diesbezüglich geäusserten
Einwände in der Eingabe vom 16. Mai 2012 sind unbeheflich. Unter anderem hat es der
Beschwerdeführer unterlassen, darzulegen, inwiefern eine Gewährung von Leistungen
aus der Invalidenversicherung und damit allenfalls einhergehende Nachzahlungen
tatsächlich etwas an der finanziellen Situation des Beschwerdeführers zu ändern
vermöchten. Dies erscheint ohnehin geradezu unmöglich, zumal Leistungen der
Invalidenversicherung und Ergänzungsleistungen ohnehin nur den Grundbedarf
decken, weshalb sie im Übrigen unpfändbar sind (Art. 92 Ziff. 9a des Bundesgesetzes
über Schuldbetreibung und Konkurs, SR 281.1). Nachzahlungen werden überdies nicht
ohne Weiteres gewährt (Art. 48 Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, SR
831.20), und die Möglichkeit, diese an Dritte abzutreten, ist auf den Arbeitgeber sowie
die öffentliche oder private Fürsorge beschränkt (Art. 20 Abs. 2 und Art. 22 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, SR 830.1).
Betreffend den Antrag auf Beizug sämtlicher Akten zum sozialversicherungsrechtlichen
Verfahren ist festzuhalten, dass aufgrund der Eingaben des Beschwerdeführers vom
22. Mai bzw. 5. Juni 2012 dem Verwaltungsgericht die von der
Sozialversicherungsanstalt angeforderten Arztberichte und damit einhergehend die
ärztliche Beurteilung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers vorliegen.
Eine Begründung, warum die ausländerrechtliche Beurteilung einen darüber
hinausgehenden Aktenbeizug erfordert, fehlt und ist auch nicht ersichtlich.
3. Ausländische Ehegatten von Personen mit einer Niederlassungsbewilligung haben,
wenn sie mit diesen zusammenwohnen, Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
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Aufenthaltsbewilligung (Art. 43 AuG). Dieser Anspruch erlischt jedoch unter anderem,
wenn ein Widerrufsgrund gemäss Art. 62 AuG vorliegt (Art 51 Abs. 2 lit. b AuG). Ein
solcher Widerrufsgrund ist namentlich gegeben, wenn der Ausländer erheblich oder
wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz oder im
Ausland verstossen hat oder diese gefährdet (lit. c) oder eine mit der Verfügung
verbundene Bedingung nicht einhält (lit. d). In der Hauptsache bestreitet der
Beschwerdeführer das Vorliegen solcher Widerrufsgründe.
3.1. Der Beschwerdeführer macht geltend, dass die Vorinstanz zu Unrecht festgestellt
habe, dass der Beschwerdeführer eine mit der Aufenthaltsbewilligung verbundene
Bedingung nicht erfüllt habe.
Mit Schreiben vom 2. April 1998 stellte die Fremdenpolizei dem Beschwerdeführer
unter der Bedingung, dass dieser die ihm angebotene Anstellung tatsächlich antrete
und ab 1. Juni 1998 monatliche Rückzahlungen seiner Schulden im Umfang von
Fr. 1'300.-- vornehme, die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung in Aussicht (Akten
Migrationsamt, Blatt 193). In der Folge erhielt er eine mit den genannten Bedingungen
verbundene Aufenthalts- und Arbeitsbewilligung (Akten Migrationsamt, Blätter 217 und
219). Mit Verfügung vom 18. März 2009 wurde der Beschwerdeführer vom
Ausländeramt ausdrücklich verwarnt und seine Aufenthaltsbewilligung ausnahmsweise
auf Zusehen und Wohlverhalten hin verlängert. Er wurde dazu angehalten, sich künftig
in jeder Beziehung klaglos zu verhalten. Es dürfe zu keinen weiteren strafrechtlichen
Verurteilungen mehr kommen, keine neuen Schulden dürften mehr anfallen und
bestehende Schulden müssten getilgt werden. Ansonsten habe er mit einem Widerruf
bzw. einer Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung wegen Vorliegens eines
Widerrufgrundes gemäss Art 62 lit. d AuG zu rechnen (Akten Migrationsamt, Blatt 310).
Es ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer seit der Verwarnung nicht mehr
straffällig wurde. Bereits die Vorinstanz hat aber festgestellt, dass kurz vor der
Verwarnung am 12. März 2009 - wie noch am 7. November 2008 - 76 offene
Verlustscheine im Betrag von Fr. 312'170.75 vorlagen (Akten Migrationsamt, Blatt 286
und 308). Ausserdem hatte er zum damaligen Zeitpunkt gegenüber dem Sozialamt
Schulden von Fr. 34'447.05, und das Sozialamt musste acht Verlustscheine von
diversen Krankenkassen in der Höhe von Fr. 11'714.75 bezahlen (Akten Migrationsamt,
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Blätter 290 bis 292). Gemäss Betreibungsregisterauszug vom 10. November 2009 hatte
der Beschwerdeführer bereits 77 offene Verlustscheine über Fr. 313'044.95 (Akten
Migrationsamt, Blatt 330). Am 23. März 2011 lagen gegen ihn schon 82 offene
Verlustscheine im Betrag von Fr. 341'051.10 vor (Akten Migrationsamt, Blatt 373). Dies
entspricht im Vergleich zum Betreibungsregisterauszug vom 12. März 2009 einer
Zunahme von Fr. 28'880.35. Zudem kam er weder für den Unterhalt seiner Kinder auf
noch bezahlte er Spital- und Steuerrechnungen (Akten Migrationsamt, Blätter 371 bis
373). Gemäss aktuellem Betreibungsregisterauszug vom 10. Mai 2012 stehen gegen
den Beschwerdeführer noch 79 Verlustscheine im Betrag von Fr. 313'287.45 offen (act.
6).
Der Beschwerdeführer wendet dagegen ein, dass im Vergleich zum Zeitpunkt der
Verwarnung am 18. März 2009 eine Schuldenzunahme von lediglich Fr. 1'116.70
bestehe. Zudem seien zwischen dem 15. Juli 2011 und dem 12. Oktober 2011 drei
Forderungen im Gesamtbetrag von Fr. 27'764.65 aus dem Betreibungsregister
gelöscht worden. Dies sei als namhafte Anstrengung zum Schuldenabbau zu werten.
Im Übrigen lägen im Zeitpunkt der Eingabe der Beschwerdeergänzung keine offenen
Betreibungen gegen den Beschwerdeführer mehr vor, und die Sozialhilfeabhängigkeit
sei ganz weggefallen. Ein weiterer Schuldenabbau sei ihm aufgrund seines
gesundheitlichen Zustandes und der darin begründeten Arbeits- bzw. Erwerbslosigkeit
unverschuldeterweise nicht möglich gewesen. Zudem sei dem Beschwerdeführer
anzurechnen, dass er auf einen Privatkonkurs verzichtet habe. Angesichts dessen habe
die Vorinstanz zu Unrecht festgestellt, dass der Beschwerdeführer eine mit seiner
Aufenthaltsbewilligung verbundene Bedingung nicht eingehalten habe.
Dem Beschwerdeführer ist zu entgegnen, dass er zum einen selber feststellt, dass
seine Verschuldung seit der verfügten Verwarnung zugenommen und nicht - wie er das
an anderen Stellen ebenfalls behauptet - abgenommen hat. Am 23. März 2011
bestanden zusätzliche Verlustscheine von Fr. 28'880.35. Auch gemäss
Betreibungsregisterauszug vom 10. Mai 2012 besteht bezüglich der Verlustscheine im
Vergleich zum Betreibungsregisterauszug vom 12. März 2009 immer noch ein Mehr an
Schulden im Betrag von Fr. 1'116.70. Mit den geltend gemachten Löschungen im
Betreibungsregister im Umfang von Fr. 27'764.65 vermag der Beschwerdeführer also
nicht darzulegen, dass er einen Teil seiner bis zur Verwarnung vom 18. März 2009
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angesammelten Schulden getilgt hat. Im Gegenteil hat er damit lediglich bewirkt, dass
seine Neuverschuldung seit dem Zeitpunkt der Verwarnung nicht noch höher ausfiel.
Ebenso unbehelflich sind die Einwände des Beschwerdeführers bezüglich Wegfallens
der Sozialhilfeabhängigkeit und Vermeidung des Privatkonkurses. Die Verfügung vom
18. März 2009 ist unmissverständlich dahingehend formuliert, dass sich der
Beschwerdeführer in "jeder" Beziehung klaglos zu verhalten habe. Somit handelt es
sich bei den in der Verfügung genannten Bedingungen nur um eine namentliche
Aufzählung. Angesichts des Wortlauts der Verfügung rechtfertigt bereits der Umstand,
dass er seinen Unterhaltspflichten gegenüber seinen Töchtern nicht nachgekommen
ist, für sich alleine einen Widerruf. Im Übrigen hat die Vorinstanz zu Recht festgestellt,
dass die Frage, ob den Beschwerdeführer bezüglich der Nichterfüllung der
Bedingungen ein Verschulden trifft oder nicht, irrelevant ist (S. Hunziker in: Caroni/
Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Handkommentar zum Ausländergesetz, Bern 2010, N 44 zu
Art. 62 AuG mit weiteren Hinweisen; a.M. M. Spescha, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli,
Migrationsrecht, 3. Aufl., Zürich 2012, N 9 zu Art. 63 AuG). Dies erscheint logisch und
sachgerecht, da ein ausländerrechtlicher Entscheid ohnehin stets auf seine
Verhältnismässigkeit hin zu überprüfen ist (Art. 96 AuG). Die Vorinstanz hat folglich zu
Recht das Vorliegen eines Widerrufsgrundes gemäss Art. 62 lit. d AuG bejaht.
3.2. Die Vorinstanz hat weiter festgestellt, dass auch der Widerrufsgrund gemäss Art.
62 lit. c AuG gegeben ist. Ein Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung
liegt insbesondere bei einer Missachtung von gesetzlichen Vorschriften und
behördlichen Verfügungen sowie bei mutwilliger Nichterfüllung der öffentlich-
rechtlichen oder privatrechtlichen Verpflichtungen vor (Art. 80 Abs. 1 lit. a und b VZAE).
Eine Gefährdung wird erkannt, wenn konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der
Aufenthalt der betroffenen Person in der Schweiz mit erheblicher Wahrscheinlichkeit zu
einem Verstoss gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung führt (Art. 80 Abs. 2
VZAE).
3.2.1. Der Beschwerdeführer gelangte schon früh nach seiner Einreise am 4. März 1988
in finanzielle Bedrängnis. Zusammen mit seiner ersten Ehefrau nahm er am 15. August
1988 bzw. am 17. Juli 1989 zwei Kredite auf, womit er den Grundstein für seine heute
massive Verschuldung legte. Die Kredite wurden hauptsächlich zur Finanzierung
verschiedener Autos für den Beschwerdeführer und zur Begleichung von dessen
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Spielschulden verwendet (Akten Migrationsamt, Blätter 53 f.). Im Scheidungsurteil vom
10. Dezember 1991 wurde als Zerrüttungsgrund die finanzielle Bedrängnis
(Lohnpfändung) angegeben. Der Beschwerdeführer musste schon damals monatlich
Fr. 400.-- dem Betreibungsamt abliefern (Akten Migrationsamt, Blätter 62 und 58).
In der darauf folgenden Zeit verschlechterte sich die Situation des Beschwerdeführers
massiv. Am 19. Dezember 1991 kündigte er seine Arbeitsstelle als Staplerfahrer per 20.
Februar 1992, da er seiner Ansicht nach zu wenig verdiente (Akten Migrationsamt,
Blätter 68, 77 und 88). Bereits ab dem 10. Februar 1992 erschien er nicht mehr bei der
Arbeit (Akten Migrationsamt, Blatt 88). Entgegen seinen Absichten konnte er danach
nicht als selbständig erwerbender Kreditvermittler bzw. als Filialleiter tätig sein. Er
verfügte bloss über eine Aufenthaltsbewilligung und erfüllte auch die Voraussetzungen
für eine Ausnahmebewilligung nicht (Akten Migrationsamt, Blätter 68 und 81 bis 85). In
der Folge war er in selbst verschuldeter Weise ohne Arbeit. Im Juni 1992 waren gegen
den Beschwerdeführer bereits Betreibungen von rund Fr. 56'000.-- und vier
Verlustscheine über Fr. 46'212.-- hängig (Akten Migrationsamt, Blatt 93). Erst am 7.
September 1992 trat der Beschwerdeführer wieder eine Stelle als Hilfsarbeiter an
(Akten Migrationsamt, Blatt 99). Trotz seines regelmässigen Einkommens verschuldete
er sich jedoch weiter, sodass gegen ihn im Oktober 1997 zwölf Verlustscheine im
Gesamtbetrag von Fr. 82'896.35 vorlagen (Akten Migrationsamt, Blatt 158).
Trotz der unmissverständlichen Aufforderung, die Schweiz bis zum 25. September
1997 zu verlassen, reiste der Beschwerdeführer am 30. September zusammen mit
seiner zweiten Ehefrau wieder in die Schweiz ein und musste letztlich ausgeschafft
werden (Akten Migrationsamt, Blätter 149 f.;, 164 f.; 171 f.). Die bisherigen Darlegungen
zeigen, dass er zu diesem Zeitpunkt bereits massiv verschuldet war und die
fremdenpolizeilichen Vorschriften nicht beachtet hat.
3.2.2. Ab dem 12. Mai 1998 arbeitete der Beschwerdeführer als Reinigungskraft (Akten
Migrationsamt, Blatt 217). Am 5. November 1998 erklärte er im Zusammenhang mit der
Verfügung betreffend Bussenumwandlung jedoch, dass er über kein geregeltes
Einkommen verfüge. Ab dem 1. Dezember 1998 werde er aber monatlich Fr. 200.--
bezahlen (Akten Migrationsamt, Blatt 224). Am 17. Dezember 1998 erklärte er dann
aber, dass er zwar als Reinigungskraft arbeite, aber keine Zahlungen mehr leisten
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könne, da er bis auf das Existenzminimum gepfändet werde (Akten Migrationsamt,
Blatt 226).
Im September 2001 machte er sich als Versicherungsberater selbständig (Akten
Migrationsamt, Blatt 239 bis 243). Spätestens im Juli 2006 war er aber bereits wieder
arbeitslos (Akten Migrationsamt, Blatt 263). Dennoch kaufte sich der Beschwerdeführer
ein Auto. Dieser Kauf stellte eine unnötige zusätzliche finanzielle Belastung für den
Beschwerdeführer dar, zumal nicht nachgewiesen wurde und auch nicht
nachvollziehbar ist, dass der Autokauf für die Stellensuche notwendig war. Der
Einwand, dass das Auto besonders günstig gewesen sei, ist angesichts dessen
irrelevant. Das Auto wurde am 12. Juni 2007 gepfändet. Trotz klarer Hinweise auf die
strafrechtlichen Folgen der Missachtung von mit der Pfändung verbundenen Auflagen
verkaufte er das Fahrzeug (Akten Migrationsamt, Blatt 270).
Aus dem Dargelegten folgt, dass der Schuldenberg des Beschwerdeführers nach
dessen zweiten Einreise erneut beträchtlich anwuchs. Dies obschon seine Ehefrau ab
dem 1. Juli 2004 eine Rente aus der Invalidenversicherung und Ergänzungsleistungen
erhielt (Akten Migrationsamt, Blätter 262; 276 bis 280; 320 bis 322).
3.2.3. Die sich trotz Verwarnung am 18. März 2009 zuspitzende prekäre Finanzsituation
des Beschwerdeführers zwischen dem 7. November 2008 und dem 10. Mai 2012 sowie
die Tatsache, dass er in dieser Zeit weder Unterhaltszahlungen noch Steuern oder
Beiträge an Sozialversicherungen leistete, wurde bereits dargelegt (vgl. Erw. 3.1). Der
Beschwerdeführer blieb während dieser Zeit stets ohne Arbeit (Akten Migrationsamt,
Blätter 317 f.). Das Amt für Arbeit lehnte am 9. November 2009 einen Antrag des
Beschwerdeführers auf Arbeitslosenentschädigung ab, da es an einer
Mindestbeitragszeit von zwölf Monaten innerhalb des Zeitraums vom 25. August 2007
und 24. August 2009 und einem Befreiungsgrund von der Beitragszeit fehlte (Akten
Migrationsamt, Blätter 324 bis 327). Der Einwand des Beschwerdeführers, dass es an
der Beitragszeit aufgrund der selbständigen Erwerbstätigkeit fehlte, ist unbehelflich.
Seinem Lebenslauf nach war der Beschwerdeführer im November 2009 stellensuchend
(Akten Migrationsamt, Blatt 344). Auf Anfrage des Migrationsamtes vom 23. November
2009 erklärte sich der Beschwerdeführer als arbeitsfähig (Akten Migrationsamt, Blatt
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346). Den vorliegenden Nachweisen der persönlichen Arbeitsbemühungen des
Beschwerdeführers für die Monate August bis November 2009 und Juli 2010 bis März
2011 ist zu entnehmen, dass er sich in dieser Zeit ausschliesslich telefonisch nach
Vollzeitstellen erkundigte. Es fällt auch auf, dass der Beschwerdeführer offensichtlich
mehrheitlich Betriebe ohne entsprechendes Stelleninserat anfragte, zumal der für das
negative Ergebnis der Bewerbungen angegebene Grund grösstenteils war, dass die
angefragten Betriebe keine offenen Stellen hätten (Akten Migrationsamt, Blätter 335 bis
342; 357 bis 366). Es ist aber kaum vorstellbar, dass in besagtem Zeitraum derart
wenige für den Beschwerdeführer angemessene Stellen ausgeschrieben waren. Der
Umstand, dass sich der Beschwerdeführer vorzugsweise bei Unternehmen ohne
Stellenangebot beworben hat, stellt daher ein weiteres Indiz dafür dar, dass er sich
nicht ernsthaft um eine Arbeit bemüht hat. Der Vorinstanz ist daher darin zuzustimmen,
dass der Beschwerdeführer nur ungenügende Suchbemühungen nachweisen kann.
3.2.4. Der Beschwerdeführer ist seit 18. Februar 2010 bei Dr. I. K., Fachärztin FMH für
Psychiatrie und Psychotherapie, wegen Depressionen in Behandlung. Der
Beschwerdeführer war vom 18. Februar bis 15. Juni 2010 gemäss ärztlichem Zeugnis
von Dr. I. K. zu 100 Prozent arbeitsunfähig. Anschliessend war er vom 15. Juni bis
7. September 2010 sowie vom 14. Oktober bis 22. November 2010 zu 50 Prozent
arbeitsunfähig (Akten Migrationsamt, Blätter 368 f.; 398; 407 und 452). Ausserdem ist
der Beschwerdeführer wegen einer koronaren Herzkrankheit - er hatte zwei
Herzinfarkte in den Jahren 2008 und 2009 erlitten - bei Dr. G. H. und Dr. E. F. in
Behandlung (Akten Migrationsamt, Blatt 398). Bereits die Vorinstanz hat auf die
teilweise Widersprüchlichkeit der kardiologischen Einschätzungen bezüglich der
Arbeitsfähigkeit durch die beiden Ärzte hingewiesen. So wirft Dr. E. F. in seinem Bericht
vom 6. April 2011 - entgegen einer in einem früheren kardiologischen Bericht
festgestellten 100-prozentigen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einem Büro -
die vage Frage auf, ob eventuell eine IV-Rente sinnvoll wäre. Im gleichen Bericht stellt
Dr. E. F. eine 50-prozentige Arbeitsunfähigkeit fest (Akten Migrationsamt, Blatt 446).
Die vom Beschwerdeführer während des Beschwerdeverfahrens eingereichten
Arztberichte vermögen keine Klarheit zu schaffen. Dem Bericht von Dr. E. F. vom 19.
April 2012 sind bezüglich Arbeitsfähigkeit keine Angaben zu entnehmen (act. 2/3). In
seinem Schreiben an die Sozialversicherungsanstalt vom 30. April 2012 zieht er die
Möglichkeit einer geringen Teilzeitarbeit mit sitzender Tätigkeit in Betracht (act. 8/1). In
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seinem Arztbericht vom 11. Mai 2012 für die Beurteilung des Anspruchs von
Erwachsenen auf Rente zuhanden der Sozialversicherungsanstalt erklärt er
demgegenüber, dass der Beschwerdeführer vom 23. Dezember 2009 bis 11. Mai 2012
100 Prozent arbeitsunfähig gewesen sei (act. 10). Dr. G. H. erklärt den
Beschwerdeführer in seinem Arztbericht vom 25. Mai 2012 ebenfalls seit 23. Dezember
2009 als 100 Prozent arbeitsunfähig (act. 17). Vor dem Hintergrund, dass der
Beschwerdeführer von Juli 2010 bis März 2011 stellensuchend gewesen sein soll,
ergeben sich aber ernsthafte Zweifel an der Glaubhaftigkeit der ärztlichen Berichte
einerseits und der Angaben des Beschwerdeführers andererseits.
3.2.5. Betreffend der finanziellen Situation der Ehefrau des Beschwerdeführers ist
festzuhalten, dass diese im Zeitpunkt der erneuten Einreise des Beschwerdeführers als
Reinigungs- und Küchenhilfe arbeitete und monatlich netto Fr. 2'325.40 verdiente
(Akten Migrationsamt U. Y., Blatt 52). Seit dem 1. Juli 2004 erhält sie eine ganze IV-
Rente im Betrag von Fr. 1'521.--. Eine 50-prozentige Arbeitstätigkeit im geschützten
Rahmen wurde als zumutbar erachtet (Akten Migrationsamt, Blätter 320 bis 322). Im
Jahr 2008 erhielt sie Sozialversicherungsleistungen von monatlich rund Fr. 3'916.70
(IV-Rente von Fr. 1'593.--, Rente aus berufliche Vorsorge von Fr. 167.-- und
Ergänzungsleistungen von Fr. 1'633.--; Akten Migrationsamt, Blätter 276 bis 280). Im
Jahr 2011 erhielt sie monatliche Leistungen im Umfang von Fr. 3'444.-- (Akten
Migrationsamt, Blatt 384). In der Zeit vom 1. September 2003 bis 31. Oktober 2004
sowie von September bis November 2009 bezogen der Beschwerdeführer und seine
Ehefrau Sozialhilfe. Der offene Schuldensaldo betrug am 19. November 2010
Fr. 30'064.25. Ausserdem wurden durch das Sozialamt verschiedene Verlustscheine
der Krankenkassen von insgesamt Fr. 23'928.40 übernommen (Akten Migrationsamt,
Blatt 354).
3.2.6. Die bisherigen Ausführungen in den Erwägungen 3.2.1. ff. zeigen auf, dass der
Beschwerdeführer in zumindest leichtfertiger Weise seine massive Verschuldung
herbeigeführt hat. Hinzu kommt, dass er zeitweise über eigenes regelmässiges
Einkommen verfügt hat, seine Frau ab Juli 2004 eine ganze IV-Rente und
Ergänzungsleistungen erhalten hat und er und seine Frau teilweise auch mittels
Sozialhilfe unterstützt wurden. Dennoch hat er sich stets weiter verschuldet. Auch die
deutliche Verwarnung des Migrationsamtes vom 18. März 2009 änderte nichts am
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Verhalten des Beschwerdeführers. Angesichts der Tatsache, dass gegen den
Beschwerdeführer am 10. Mai 2012 Verlustscheine im Umfang von Fr. 313'287.45
offen sind, ist auch in keiner Weise nachvollziehbar, inwiefern die vorinstanzliche
Feststellung, wonach der Beschwerdeführer und dessen Ehefrau über ihre Verhältnisse
gelebt haben, unsachlich sein sollte. Der Einwand des Beschwerdeführers, dass ihn
seine Krankheit an der Aufnahme einer vollen Erwerbstätigkeit hindere, ist zu
entgegnen, dass er lediglich vom 18. Februar bis 15. Juni 2010 zu 100 Prozent
krankgeschrieben war. Ansonsten war er zumindest bis am 6. April 2011 zwischen 50
bis 100 Prozent arbeitsfähig. Diese nur teilweise Arbeitsunfähigkeit begründet die lange
Arbeitslosigkeit in keiner Weise. Dem weiteren Einwand des Beschwerdeführers,
wonach er mit den während des Rekursverfahrens gelöschten drei Betreibungen von
insgesamt Fr. 27'764.65 beträchtliche Bemühungen zum Schuldenabbau
nachgewiesen habe, ist ebenfalls unbeachtlich (vgl. Erw. 3.1.). Dieser Schuldenabbau
ist ungeeignet, einen Gesinnungswandel und eine Besserung des Beschwerdeführers
nachzuweisen. Der Verdacht der Vorinstanz, dass diese Zahlungen lediglich angesichts
des Drucks des ausländerrechtlichen Verfahrens gemacht wurden, ist sachgerecht.
Zudem ist angesichts dessen, dass der Beschwerdeführer stets seine Mittellosigkeit
beteuert, erstaunlich, dass er dennoch plötzlich über die verhältnismässig
umfangreichen Mittel für die geleisteten Zahlungen zwecks Schuldenabbaus verfügt
hat.
Nach dem Gesagten steht fest, dass der Beschwerdeführer mutwillig weder seinen
öffentlich-rechtlichen noch seinen privatrechtlichen Verpflichtungen nachgekommen ist
und seine Verschuldung selber zu verantworten hat.
3.2.7. Die obigen Ausführungen enthalten weiter ausreichend konkrete Anhaltspunkte
dafür, dass der weitere Aufenthalt des Beschwerdeführers in der Schweiz mit
erheblicher Wahrscheinlichkeit zu weiteren Verstössen gegen die öffentliche Sicherheit
und Ordnung in der Form der Nichterfüllung von öffentlich-rechtlichen und
privatrechtlichen Verpflichtungen führen würde. Die Feststellung der Vorinstanz, dass
keine Aussicht auf Besserung besteht, ist angesichts des unverbesserlichen Verhaltens
des Beschwerdeführers im Verlaufe der Jahre sachgerecht. Die Unbehelflichkeit des
vom Beschwerdeführer dazu geäusserten Einwands, dass er mit einer allfälligen IV-
Rente und damit allenfalls einhergehenden Nachzahlungen einen Teil seiner Schulden
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begleichen könne, wurde bereits dargelegt (vgl. Erw. 2.3.). Abschliessend ist folglich
festzustellen, dass der Widerrufsgrund gemäss Art. 62 lit. c AuG i.V.m. Art. 80 Abs. 1
lit. b und Abs. 2 VZAE gegeben ist.
4. Weiter beantragt der Beschwerdeführer, es sei ihm eine Bewilligung gestützt auf Art.
30 Abs. 1 lit. b AuG i.V.m. Art. 31 VZAE zu erteilen. Der Entscheid über die Erteilung
einer Aufenthaltsbewilligung wegen eines Härtefalls liegt im Ermessen der Behörde.
Das Verwaltungsgericht kann die Ausübung des Ermessens des Migrationsamtes bzw.
der Vorinstanz auf ihre Unangemessenheit nicht überprüfen; seine Kognition ist auf die
Feststellung des Sachverhalts und die Rechtskontrolle beschränkt (Art. 61 Abs. 1 und 2
VRP). Es kann nur einschreiten, wenn die Vorinstanz das ihr zustehende Ermessen
überschreitet oder missbraucht (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton
St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 740). Solche Gründe wurden indes nicht geltend
gemacht, und es bestehen auch keine Anhaltspunkte, dass solche vorliegen.
5. Nachdem festgestellt wurde, dass Widerrufsgründe gemäss Art. 62 lit. c und d AuG
vorliegen, ist abschliessend zu prüfen, ob die Nichtverlängerung der
Aufenthaltsbewilligung verhältnismässig ist. Nach Art. 96 Abs. 1 AuG berücksichtigen
die zuständigen Behörden bei der Ermessensausübung die öffentlichen Interessen und
die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der Integration der Ausländerinnen und
Ausländer. Namentlich fallen die Schwere des Verschuldens, die Dauer der
Anwesenheit in der Schweiz, die dem Ausländer und seiner Familie drohenden
Nachteile sowie allfälliges straf- und fremdenpolizeilich verpöntes Verhalten ins
Gewicht (BGE 135 II 377 E. 4.3 mit Hinweisen; VerwGE B 2011/266 vom 3. Juli 2012 E.
2.2. mit Hinweisen, abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Dabei sind umso strengere
Anforderungen an eine Wegweisung zu stellen, je länger ein Ausländer in der Schweiz
anwesend war. Eine Wegweisung ist aber selbst gegenüber Ausländern der zweiten
Generation, welche ihr gesamtes Leben in der Schweiz verbracht haben, grundsätzlich
zulässig (VerwGE B 2010/100 vom 24. August 2010 E. 2.3. mit Hinweisen, abrufbar
unter www.gerichte.sg.ch). Eine gesetzliche Pflicht, Ermessen in irgendeiner Weise
grosszügig zu handhaben, besteht nicht (VerwGE B 2010/185 vom 16.Dezember 2010
E. 2.4., abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Ausschlaggebend ist die
Verhältnismässigkeit der Massnahme im Einzelfall, die praxisgemäss gestützt auf die
gesamten wesentlichen Umstände geprüft werden muss (BGer 2C.779/2011 vom
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6. August 2012 E. 2.3; BGer 2C.160/2009 vom 1. Juli 2009 E. 3.1; BGer 2A.71/2007
vom 7. Mai 2007 E. 3.2, mit Hinweisen).
5.1. Die Notwendigkeit einer Verhältnismässigkeitsprüfung ergibt sich auch aus dem
Anspruch auf Achtung des Familienlebens. Hat der Ausländer nahe Verwandte mit
einem gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz und wird die intakte familiäre
Beziehung tatsächlich gelebt, kann es Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV verletzen,
wenn ihm die Anwesenheit in der Schweiz untersagt und sein Familienleben vereitelt
wird. Der Anspruch gilt aber nicht absolut. Ein Eingriff ist vielmehr statthaft, soweit er -
wie vorliegend - gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer
demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und
Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur
Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesellschaft und Moral
sowie der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist (BGer 2C.799/2009 vom 21.
Juni 2010 E. 2.3; VerwGE B 2009/195 vom 16. September 2010 E. 4., abrufbar unter
www.gerichte.sg.ch).
Die Schweiz verfolgt im Hinblick auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen dem
Bestand der schweizerischen und ausländischen Wohnbevölkerung gegenüber
Ausländern ausserhalb des EU- und EFTA-Raums in Fragen der
Aufenthaltsberechtigung eine restriktive Politik (BGE 137 I 247 E. 4.1.2; VerwGE
B 2010/190 vom 26. Januar 2011 E. 4.2.; B 2011/103 vom 11. August 2011 E. 3.4.1.,
beide abrufbar unter www.gerichte.sg.ch). Weiter besteht auch ein erhebliches
öffentliches Interesse daran, dass Ausländer, die wiederholt gesetzliche Vorschriften
und behördliche Verfügungen missachten oder ihre öffentlich-rechtlichen oder
privatrechtlichen Verpflichtungen nicht erfüllen, aus der Schweiz weggewiesen werden.
5.2. Der Beschwerdeführer ist im Alter von 24 Jahren in die Schweiz eingereist. Er lebt
zwar bereits seit rund 24 Jahren in der Schweiz. Bereits während seines ersten
Aufenthaltes hat er aber beträchtliche Schulden gegenüber öffentlich-rechtlichen wie
privatrechtlichen Schuldnern angesammelt und ist seinen Unterhaltspflichten nicht
nachgekommen. An seinem Verhalten änderte sich auch nach seiner zweiten Einreise
nichts. Selbst nach der Verwarnung am 18. März 2009 hat sich der Beschwerdeführer
mutwillig weiter verschuldet. Der Beschwerdeführer ist bereits seit langem arbeitslos,
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ohne dass er ernsthafte Suchbemühungen ausweisen kann. Seine Erwerbslosigkeit ist
zudem entgegen seinen Einwänden nur in beschränktem Masse auf seine Krankheit
zurückzuführen. An einer beruflichen Integration fehlt es. Die Akten beinhalten überdies
keine Anhaltspunkte, die auf eine überdurchschnittliche soziale Integration schliessen
lassen.
Bis zu seiner ersten Einreise in die Schweiz lebte der Beschwerdeführer in seinem
Heimatland. Er hat somit seine Kindheit und Jugend dort verbracht, weshalb davon
auszugehen ist, dass er mit den Sitten und Gebräuchen seines Heimatlandes vertraut
ist. Es ist nicht ersichtlich, dass die früheren - allenfalls zwischenzeitlich
abgebrochenen - sozialen Kontakte im Heimatland nicht wiederbelebt werden können.
Der Beschwerdeführer leidet unter Depressionen, Adipositas und einer koronaren
Herzkrankheit. Dass er deswegen ein Pflegefall sein soll, wurde auch im
Beschwerdeverfahren nicht rechtsgenüglich nachgewiesen. Seine Krankheiten können
auch in seinem Heimatland behandelt werden. Dass der Beschwerdeführer womöglich
in Kroatien keinen Versicherungsschutz hinsichtlich allfälliger Krankheitskosten
geniesst, wurde ebenfalls nicht rechtsgenüglich dargelegt. Auch hat der
Beschwerdeführer nicht nachgewiesen, dass es in seinem Heimatland gänzlich an
sozialversicherungsrechtlichen Auffanganstalten fehlt. Zum anderen ist darauf
hinzuweisen, dass dies vorliegend ohnehin belanglos ist, zumal es gänzlich dem
mutwilligen Verhalten des Beschwerdeführers zuzuschreiben ist, dass er seinen
Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung und eine damit einhergehende soziale
Absicherung verloren hat.
Weiter fällt ins Gewicht, dass sich der Beschwerdeführer im Zeitraum von 1992 bis zu
seiner Ausschaffung im Jahr 1997 verschiedener Straftaten und Übertretungen des
Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01) schuldig machte. Diese wurden mit Haft oder
Busse bestraft. Zahlreiche dieser Bussen mussten wegen Nicht-Folgeleistens in Haft
von einem bis zehn Tage umgewandelt werden (Akten Migrationsamt, Blätter 77; 195
bis 199; 213 und 225). Zusätzlich negativ wirken sich für den Beschwerdeführer sein
bereits geschildertes Verhalten, das zum Vorliegen der Widerrufsgründe gemäss Art. 62
lit. c und d AuG geführt hat (vgl. Erw. 4.1. und 4.2.) sowie die Tatsache aus, dass er als
bloss zum Aufenthalt Berechtigter im Vergleich zu Niederlassungsberechtigten ein
deutlich weniger gefestigtes Recht auf Verbleib geniesst.
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Angesichts der Darlegungen ist dem Beschwerdeführer eine Rückkehr zumutbar. Dass
die Lebens- und Arbeitsbedingungen im Heimatland gegenüber der Schweiz teilweise
ungünstiger sein mögen, ändert daran nichts. Folglich erübrigt sich auch die vom
Beschwerdeführer beantragte Einholung einer Amtsauskunft über die
Arbeitslosenquote im Heimatland, weshalb der entsprechende Beweisantrag
abgewiesen wird.
5.3. Damit erweist sich die angefochtene Wegweisung als verhältnismässig, selbst
wenn sich die Ehefrau entschliessen sollte, (vorerst) dem Beschwerdeführer nicht in ihr
gemeinsames Heimatland zu folgen. Dass die Betroffenen in diesem Fall in affektiver
Hinsicht beeinträchtigt werden, versteht sich von selbst. Angesichts des mutwilligen
Verhaltens des Beschwerdeführers und der Tatsache, dass ihm am 18. März 2009
bereits einmal eine Chance zur Besserung gegeben wurde, die er aber nicht zu nutzen
wusste, lässt dieser Umstand ein Absehen von der verfügten fremdenpolizeilichen
Massnahme gleichwohl nicht als zwingend geboten erscheinen. Die Eheleute werden
ihre Beziehung zumindest mit den heutzutage für jedermann zugänglichen
Kommunikationsmitteln und mittels gegenseitigen Besuchen weiterhin aufrecht
erhalten können. Allein durch die hier streitige Massnahme werden Reisen in die
Schweiz zu Besuchszwecken bei Erfüllung der gesetzlichen Einreisevoraussetzungen
nicht verunmöglicht (VerwGE B 2011/16 vom 31. Mai 2011 E. 4.9.3., abrufbar unter
www.gerichte.sg.ch). Der Gattin kann, sofern sie das will, andererseits zugemutet
werden, mit dem Beschwerdeführer in ihre ursprüngliche Heimat auszureisen. Da sie
ihre Kindheit und Jugend dort verbracht hat, ist sie mit den dortigen Sitten und
Gebräuchen gut vertraut. Im Übrigen hat bereits die Vorinstanz dargelegt, dass die
Ehefrau ihre Krankheit auch im Heimatland behandeln lassen kann und sie angesichts
der jeweils nur bedingten Aufenthaltsbewilligungen, die der Beschwerdeführer erhalten
hat, nicht von einem zukünftigen Eheleben in der Schweiz ausgehen konnte. Folglich
begründet die Nichtverlängerung auch keinen staatlichen Eingriff in das Recht auf
Familienleben bzw. keine Verletzung von Art. 8 EMRK (S. Hunziker in: Caroni/Gächter/
Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über die Ausländerinnen und Ausländer, Bern 2010,
Rz. 10 zu Art. 62 AuG mit Hinweisen). Der ebenfalls angerufene Art. 17 des UNO-Pakts
II (SR 0.103.2) bietet wie Art. 13 Abs. 1 BV keinen über Art. 8 EMRK hinausgehenden
Schutz (P. Uebersax, in: Uebersax/Rudin/Hugi Yar/Geiser [Hrsg.], a.a.O., Rz. 7.129).
Aufgrund der Möglichkeit der Ehefrau, zusammen mit dem Beschwerdeführer ins
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Heimatland zurückzukehren, zielt auch der Einwand des Beschwerdeführers, dass
gegenseitige Besuche an den fehlenden finanziellen Mitteln scheitern würden, ins
Leere.
5.4. Bezüglich der erwachsenen Töchter des Beschwerdeführers aus seiner ersten Ehe
wurde bereits von der Vorinstanz dargelegt, dass eine Anrufung von Art. 8 EMRK
ausgeschlossen ist. Aufgrund der Nichtanwendbarkeit der Bestimmung erübrigt sich
auch eine Befragung der Töchter durch das Gericht, weshalb der entsprechende
Beweisantrag abgelehnt wird. Ebenfalls hat die Vorinstanz dargelegt, weshalb der
Beschwerdeführer keinen Bewilligungsanspruch aus dem Recht auf Schutz des
Privatlebens geltend machen kann. Der Beschwerdeführer hat auch im
Beschwerdeverfahren keine einschlägigen Vorbringen dagegen erhoben.
5.5. Aus dem Gesagten folgt, dass dem Beschwerdeführer zugemutet werden kann, in
sein Heimatland zurückzukehren, auch wenn dies für ihn mit beruflichen,
wirtschaftlichen und familiären Nachteilen verbunden ist. Insgesamt überwiegt das
öffentliche Interesse an seiner Wegweisung die privaten Interessen des
Beschwerdeführers am Verbleib in der Schweiz. Der Widerruf bzw. die
Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung erweist sich daher als
verhältnismässig.
6. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz die Aufenthaltsbewilligung
zu Recht im Sinn von Art. 62 lit. c und d AuG widerrufen bzw. nicht mehr verlängert hat.
Da dem Rekurs und der Beschwerde aufschiebende Wirkung zukommt, war der
Beschwerdeführer vorderhand weiterhin berechtigt, sich in der Schweiz aufzuhalten
(Art. 59 Abs. 2 VZAE). Nachdem die angesetzte Ausreisefrist zwischenzeitlich
abgelaufen ist, wird ihm das Migrationsamt - wie von der Vorinstanz angeordnet - eine
neue angemessene Ausreisefrist ansetzen. Die Beschwerde ist folglich abzuweisen,
soweit darauf einzutreten ist.
7. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht
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