# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 97dc07d3-a6ff-5ff4-b14c-c1df068a8790
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Ortsgemeinde D. ist Eigentümerin der Grundstücke Nrn. 912 und 930,
Grundbuch E.. Nach dem Zonenplan der politischen Gemeinde E. vom 21. Juli 1994
liegen beide Parzellen in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen.
Am 12. Juli 2004 reichte die politische Gemeinde E. ein Baugesuch für den Neubau
eines Kinderspielplatzes (Aufschüttung, Mauer, Zaun) auf den beiden Grundstücken
ein. Dem beiliegenden Situationsplan kann entnommen werden, dass auf der Parzelle
Nr. 000 ein Hartplatz geplant ist. Das Spielfeld soll auf der südlichen und westlichen
Seite mit einer 2.00 m hohen Umzäunung und im Süden mit einer 1.60 m hohen Mauer
abgeschlossen werden. Am 27. Juli 2004 erhoben B. und C. A., Eigentümer der mit
ihrem Wohnhaus überbauten benachbarten Parzelle Nr. 000, Einsprache gegen das
Bauvorhaben. Die Bauherrin liess am 17. August 2004 einen neuen Situationsplan
erstellen. Danach soll die Umzäunung des Hartplatzes im Osten, Süden und Westen
3.50 m hoch sein. Vor diesem Hintergrund zogen B. und C. A. ihre Einsprache am
18. August 2004 zurück. Am 2. September 2004 bewilligte der Gemeinderat E. das
Bauvorhaben. Die Baubewilligung ist unangefochten in Rechtskraft erwachsen.
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In der Folge beschwerten sich B. und C. A. bei der politischen Gemeinde E. mehrfach
über unhaltbare Zustände im Zusammenhang mit dem Spielbetrieb. Am 14. Juni 2006
stellten sie, zusammen mit H. und I. K., Eigentümer der benachbarten Parzelle Nr. 000,
alle vertreten durch Rechtsanwalt S. L., M., gegenüber dem Bauamt folgende Anträge:
es seien vorsorgliche Massnahmen zu treffen (Baueinstellungsverfügung und
Nutzungsverbot nach Art. 130 Abs. 1 des Baugesetzes, sGS 731.1, abgekürzt BauG;
Ziff. 1); es sei ein Baubewilligungsverfahren für die nicht bewilligte Umnutzung bzw.
Nutzungserweiterung durchzuführen (Ziff. 2) und eventuell (nach Durchführung des
nachträglichen Baubewilligungsverfahrens) sei die Entfernung oder Abänderung
rechtswidrig erstellter und nicht bewilligungsfähiger Anlageteile anzuordnen (Ziff. 3). Mit
der Eingabe wurde geltend gemacht, die bereits montierten Tore, die in absehbarer
Zeit zu montierenden Basketballkörbe und die Einrichtungen für die Befestigung des
Volleyballnetzes seien stumme Zeugen dafür, dass der Hartplatz kein Kinderspielplatz,
sondern ein Sportplatz sei, der in eine Intensiverholungszone nach Art. 18bis BauG
gehöre.
Die zuständige Behörde der politischen Gemeinde E. hat sich in der Folge geweigert,
über die am 14. Juni 2006 gestellten Anträge zu entscheiden.
B./ Am 2. März 2007 erhoben B. und C.A. sowie H. und H. MK., wiederum vertreten
durch Rechtsanwalt S. L., M., Rechtsverweigerungsbeschwerde beim
Baudepartement. Sie beantragten, die Beschwerdegegnerin sei anzuhalten, über den
mit Gesuch vom 14. Juni 2006 gestellten Antrag auf Erlass von vorsorglichen
Massnahmen zu entscheiden (Ziff. 1) und für die Umnutzung bzw.
Nutzungserweiterung des Hartplatzes auf Parzelle Nr. 000 sowie die in Abweichung
vom Bauentscheid Nr. 80 vom 2. September 2004 erstellten Anlageteile und
vorgenommenen Geländeveränderungen auf den Parzellen Nrn. 000 und 000 ein
nachträgliches Baubewilligungsverfahren durchzuführen (Ziff. 2); alles unter Kosten und
Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (Ziff. 3). Die Anträge wurden
im Wesentlichen damit begründet, der Sportplatz liege nur 5 m von den in der
Wohnzone liegenden Wohnhäusern der Beschwerdeführer entfernt. Durch die Nutzung,
wie sie heute erfolge, seien ruhige und gesunde Wohnverhältnisse im Sinn von Art. 11
Abs. 1 BauG nicht mehr gewährleistet. Sodann seien die Verhältnisse nicht
vergleichbar mit denjenigen, die dem Entscheid des Bundesgerichts "Wettingen" (1A.
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73/2001), den die Beschwerdegegnerin ins Feld führe, zu Grunde lägen. Abgesehen
von einer Nutzungsordnung auf einer Tafel beim Hartplatz habe die
Beschwerdegegnerin nichts unternommen. Weil der Gemeinderat der politischen
Gemeinde E. untätig geblieben sei, habe keine Möglichkeit bestanden, sich gegen die
in Abweichung von der Baubewilligung erstellte Blocksteinmauer, gegen die
nichtbewilligte Geländeaufschüttung und insbesondere gegen die Umnutzung des
Hartplatzes als Sportplatz zur Wehr zu setzen.
Im Verlauf des Beschwerdeverfahrens reichten B. und C. A. sowie H. und H. Meier
beim Baudepartement zudem aufsichtsrechtliche Anzeige gegen den Gemeinderat E.
ein. Sodann erhoben sie gegen ein Schreiben des Rechtsvertreters des Gemeinderats
vom 21. Juni 2007 vorsorglich Rekurs.
Das Baudepartement trat am 17. März 2008 sowohl auf den Rekurs als auch auf die
Rechtsverweigerungsbeschwerde von B. und C. A. sowie H. und I. K. nicht ein (Ziff. 1
und 2). Sodann wurde der Anzeige von B. und C. A. sowie H. und I. K. keine Folge
gegeben (Ziff. 3). B. und C. A. sowie H. und I. K. wurde eine Entscheidgebühr von
Fr. 2'500.-- auferlegt (Ziff. 4), und ihr Begehren um Ersatz der ausseramtlichen Kosten
wurde abgewiesen (Ziff. 5 a). Ebenfalls abgewiesen wurde das Begehren der
politischen Gemeinde E. um Ersatz der ausseramtlichen Kosten (Ziff. 5 b). Was die
Rechtsverweigerungsbeschwerde anbetrifft, führte das Baudepartement im
Wesentlichen aus, die Beschwerdeführer hätten im Baubewilligungsverfahren auf eine
Mitwirkung verzichtet und der Allwettersportplatz sei in der Folge rechtskräftig bewilligt
worden. Die Einwände seien verspätet und ein nachträgliches
Baubewilligungsverfahren müsse nicht durchgeführt werden, weshalb sich auch
vorsorgliche Massnahmen erübrigen würden. Das Baudepartement stellte fest,
nachdem der Spiel und Sportplatz auf den Grundstücken Nrn. 000 und 000
rechtskräftig bewilligt worden sei, vermöge die Tatsache, dass nachträglich
Handballtore und Basketballkörbe aufgestellt worden seien, keine neue bzw.
intensivere Nutzung des Platzes zu bewirken. Das Fussballspiel werde nicht dadurch
lauter, dass statt auf improvisierte Tore auf Handballtore gezielt werde. Auch die
Basketballkörbe und das Volleyballnetz führten zu keiner zusätzlichen Lärmbelastung,
weil kein Fussballspiel möglich sei, wenn Basket- oder Volleyball gespielt werde.
Sodann würden die Handballtore und Basketballkörbe von ihrer Raumwirkung her die
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Bagatellgrenze nicht überschreiten, weshalb diese Spielgeräte nicht schon wegen ihrer
Erscheinung bewilligungspflichtig seien.
C./ Am 25. März 2008 erhoben B. und C. A. sowie H. und I. K. bei der Regierung
Rekurs gegen den Entscheid des Baudepartements vom 17. März 2008 und erstatteten
aufsichtsrechtliche Anzeige. Sie stellten folgende Anträge:
"1. Ziff. 2, 4 und 5 a des angefochtenen Entscheides seien aufzuheben.
2. Der Gemeinderat E. sei anzuhalten, über den mit Gesuch vom 14. Juni 2006
gestellten Antrag um Erlass von vorsorglichen Massnahmen zu entscheiden.
3. Der Gemeinderat E. sei anzuhalten, für die Umnutzung/Nutzungserweiterung des
Hartplatzes auf Parz. Nr. 000 sowie die in Abweichung vom Bauentscheid Nr. 80 vom
2. September 2004 erstellten Anlageteile und vorgenommenen Geländeveränderungen
auf den Parz. Nrn. 000 und 000 ein nachträgliches Baubewilligungsverfahren
durchzuführen.
4. (zu Antrag Ziff. 2 und 3) Eventualiter sei die Vorinstanz im Rahmen eines
Rückweisungsentscheids anzuhalten, auf die mit Rechtsverweigerungsbeschwerde
vom 2. März 2007 formulierten Anträge einzutreten und diese materiell zu beurteilen.
5. a) Der Gemeinderat E. sei zum Nachweis anzuhalten, dass die Sitzung vom
2. September 2004 tatsächlich stattgefunden hat, das Bauvorhaben "Neubau
Kinderspielplatz (Aufschüttung, Mauer, Zaun)" vorgängig traktandiert wurde und
sämtliche Mitglieder des Gemeinderates ordnungsgemäss zur Sitzung eingeladen
wurden.
b) Der Gemeinderat E. sei zum Nachweis anzuhalten, wann über die
"Aufsichtsbeschwerde" von B. und C. A. vom 6. Juni 2006 und die von Rechtsanwalt
Stephan L. am 14. Juni 2006 beim Bausekretariat E. eingereichten Anträge Beschlüsse
gefällt wurden. Der Gemeinderat E. sei gleichzeitig zum Nachweis anzuhalten, dass die
entsprechenden Sitzungen tatsächlich stattgefunden haben, die Themen vorgängig
traktandiert und sämtliche Mitglieder des Gemeinderats ordnungsgemäss eingeladen
wurden.
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c) Der Gemeinderat E. sei anzuhalten, das Sitzungsprotokoll vom Donnerstag, 6. Juli
2006 einzureichen, nachdem aus der Pressemitteilung im "Sarganserländer" vom
10. Juli 2006 zu entnehmen war, dass anlässlich der Gemeinderatssitzung vom
vergangenen Donnerstag entschieden worden sei, der umstrittene Hartplatz neben
dem alten Schulgebäude in D. bleibe vorläufig weiterhin gesperrt. Der Gemeindrat E.
sei gleichzeitig zum Nachweis anzuhalten, dass das Geschäft "Spielplatz D." vorgängig
traktandiert wurde und sämtliche Mitglieder des Gemeinderates ordnungsgemäss
eingeladen wurden.
6. Den Rekurrenten sei für das Beschwerdeverfahren vor dem Baudepartement eine
Parteientschädigung zu Lasten der Gemeinde E. und für das vorliegende
Rekursverfahren eine Parteientschädigung zu Lasten des Staates zuzusprechen.
Eventualiter sei die Vorinstanz im Rahmen eines Rückweisungsentscheides anzuhalten,
den Rekurrenten zu Lasten der Gemeinde E. eine Parteientschädigung zuzusprechen.
Unter Kosten und Entschädigungsfolge."
Am 21. Oktober 2008 gab die Regierung der aufsichtsrechtlichen Anzeige keine Folge
(Ziff. 1). Sodann wies sie den Rekurs ab, soweit darauf eingetreten wurde (Ziff. 2). B.
und C. A. sowie H. und I. K. wurde eine Entscheidgebühr von Fr. 1'500. auferlegt (Ziff.
3), und ihr Begehren um Ersatz der ausseramtlichen Kosten wurde abgewiesen (Ziff. 4).
Sodann wurde das Begehren der politischen Gemeinde E. und der Ortsgemeinde D.
um Ersatz der ausseramtlichen Kosten abgewiesen (Ziff. 5). Der Entscheid wurde mit

## Considerations