# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5dbe3ef2-7fe2-5d11-ba9c-3a414b6ad44a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Mit Nachtragsverfügung vom
4.
August 2014 setzte die
Sozialversicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, die persönlichen Beiträge von
X._
(geboren 1937)
für das Jahr 2011 gestützt auf ein Ein
kommen
aus selbständiger Tätigkeit
von
Fr.
192‘062.-- und ein invest
iertes Eigenkapital von
Fr.
3‘982‘000.-- auf
Fr.
11‘401.80 fest (
Urk.
8/112). Daran hielt
die
Ausgleichs
kasse
mit
Einspracheentscheid
vom 1
3.
November 2014 fest (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
hierorts am
9.
Dezember 2014 Beschwerde erheben mit dem Rechtsbegehren,
die persönlichen Beiträge seien auf
Fr.
0.-- festzusetzen (
Urk.
1). Die Ausgleichskasse beantragte in der Beschwerdeantwort vom 1
0.
März 2015 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7).
D
i
e Einzelrichter
in

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Da der Streitwert
Fr.
20’000.-- nicht übersteigt, fällt die Beurteilung der
Be
schwerde
in die einzelrichterliche Zuständigkeit (
§
11
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
2.
2.1
Gemäss Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenen
versicherung
(AHVG) schulden die erwerbstätigen Versicherten Beiträge auf dem aus einer unselbstständigen oder selbstständigen Erwerbstätigkeit fliessen
den Einkommen, gleichgültig, ob diese im Haupt- oder Nebenberuf und ob sie regelmässig ausgeübt wird (
vgl. etwa
Urteil des Eidgenössischen
Versiche
rungs
gerichts
H 301/01 vom 29. März 2005 E.
3.1). Nach Art. 9 Abs. 1 AHVG ist Einkommen aus selbstständiger Erwerbstätigkeit jedes Erwerbseinkommen, das nicht Entgelt für in unselbstständiger Stellung geleistete Arbeit darstellt. Als selbstständiges Einkommen gelten laut Art. 17 der Verordnung über die Alters- und
Hinterlas
senenversicherung
(AHVV) alle in selbstständiger Stellung erziel
ten Einkünfte aus einem Handels-, Industrie-, Gewerbe-, Land- und
Forst
wirt
schaftsbetrieb
, aus einem freien Beruf, sowie aus jeder anderen selbstständigen Erwerbstätig
keit, einschliesslich der Kapital- und Überführungsgewinne nach Art. 18 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Direkte Bundessteuer (DBG) und der
Gewinne aus der Veräusserung von land- und forstwirtschaftlichen Grund
stücken
nach Art. 18 Abs. 4 DBG, mit Ausnahme der Einkünfte aus zu Geschäfts
ver
mögen er
klärten Beteiligungen nach Art. 18 Abs. 2 DBG. Nicht unter den Be
griff der selbstständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von Art. 9 Abs. 1 AHVG und Art. 17 AHVV fällt die blosse Verwaltung des eigenen Vermögens; der daraus resultie
rende reine Kapitalertrag unterliegt daher nicht der Beitragspflicht. Gleiches gilt in Bezug auf Gewinne aus privatem Vermögen, welche in Aus
nütz
ung einer zufällig sich bietenden Gelegenheit erzielt worden sind. Ander
seits stellen
Ka
pitalgewinne
aus der Veräusserung oder Verwertung von Gegen
stän
den des Pri
vatvermögens, wie Wertschriften oder Liegenschaften, auch bei nicht
buch
füh
rungspflichtigen
(Einzel)Betrieben, Einkommen aus selbstständiger Erwerbs
tä
tigkeit dar, wenn und soweit sie auf gewerbsmässigem Handel be
ruh
en
(BGE 134 V 250 E. 3.1 mit Hinweisen).
2.2
Ausgangspunkt für die Beurteilung der Frage, ob Einkünfte oder Vermögenszu
wächse (Erträge, Gewinne) aus einer selbstständigen Erwerbstätigkeit im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 und
Art.
9
Abs.
1 AHVG herrühren, bildet praxisgemäss die bundesgerichtliche Rechtsprechung zur Abgrenzung zwischen Privat- und Ge
schäftsvermögen bei der Besteuerung von Kapitalgewinnen nach
Art.
16
f
f. DBG
. Danach besteht das entscheidende Kriterium für die Zuteilung eines
Ver
mögenswertes
zum Geschäftsvermögen darin, dass er für Geschäftszwecke er
worben worden ist (Erwerbsmotiv) oder dem Geschäft tatsächlich dient (Zweck
bestimmung). Wo sich die Zugehörigkeit nicht ohne weiteres aus der äusseren Beschaffenheit des Vermögenswertes ergibt, wie dies häufig bei
Alternativ
gütern
der Fall ist, die sowohl mit dem Geschäft im Zusammenhang stehen als auch ausschliesslich für eine private Verwendung geeignet sein können, ist dar
über auf Grund einer Würdigung aller für die Bestimmung der technisch-wirt
schaftlichen Funktion des betreffenden Gegenstandes bedeutsamen Umstände zu entsche
iden (BGE 125 V 383 E. 2b
mit Hinweisen).
2.3
Gemäss Art. 18 Abs. 2 Satz 3 DBG gelten als Geschäftsvermögen alle Vermö
genswerte, die ganz oder vorwiegend der selbstständigen Erwerbstätigkeit die
nen.
Es sind keine Gründe erkennbar,
sozialversiche
rungsrechtlich
einen Zusammen
hang zwischen Geschäftsvermögen und selbst
ständiger Erwerbstätigkeit zu ver
neinen. Schon aus begrifflicher Sicht kann nicht gesagt werden, Erträge aus der
Bewirtschaftung von Geschäftsvermögen seien Einkünfte aus privater Vermö
gens
verwaltung. Dass gleich wie im Steuer
recht auch im AHV-Beitragsrecht
eine Verbindung zwischen Geschäftsvermö
gen und selbstständiger Erwerbs
tätig
keit besteht, erhellt namentlich aus Art. 17 AHVV. Danach unterliegen
Über
führungsgewinne
nach Art. 18 Abs. 2 DBG der Beitragspflicht; diese stellen
demzufolge Einkommen aus selbstständiger Er
werbs
tätigkeit dar (BGE 134 V 250
E. 4.2; zu Art. 18 DBG: BGE 133 II 420 E. 3).
2
.4
Nach Art. 23 Abs. 1 AHVV obliegt es in der Regel den Steuerbehörden, das für die Berechnung der Beiträge
Selbstständigerwerbender
massgebende
Er
werbs
einkommen
auf Grund der rechtskräftigen Veranlagung für die direkte Bundes
steuer und das im Betrieb investierte Eigenkapital auf Grund der ent
sprechen
den rechtskräftigen kantonalen Veranlagung zu ermitteln. Die Angaben der Steuerbehörden hierüber sind für die Ausgleichskassen verbindlich (Art. 23 Abs. 4 AHVV).
Die absolute Verbindlichkeit der Angaben der St
euerbehörden für die
Aus
gleichs
kassen
und die daraus abgeleitete relative Bindung des
Sozialversi
che
rungs
gerichts
an die rechtskräftigen Steuertaxationen sind auf die Bemes
sung des massgebenden Einkommens und des betrieblichen Eigenkapitals be
schränkt. Diese Bindung betrifft also nicht die beitragsrechtliche Qualifikation und be
schlägt daher nicht die Fragen, ob überhaupt Erwerbseinkommen und gegebe
nenfalls solches aus selbstständiger oder aus unselbstständiger Tätigkeit vorliegt und ob die Person, die das Einkommen bezogen hat, beitragspflichtig ist. Somit haben die Ausgleichskassen ohne Bindung an die Steuermeldung auf Grund des
Rechts der Alters- und
Hinterlassenenversicherung
zu beurteilen, wer für ein vo
n der Steuerbehörde gemeldetes Einkommen beitragspflichtig ist (BGE 121 V 80 E.
2c, 114 V 72 E. 2, 110 V 83 E. 4 und 369 E. 2a, 102 V 27 E. 3b, je mit Hin
weisen; Urteil
des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
H 36/03 vom 7. Juni 2004 E. 4.5). Das gilt namentlich auch für die
Qualifikation eines
Ver
mögens
be
standteils
als Privat- oder Geschäftsvermögen, zumal diese Unter
scheidung steuerrechtlich häufig ohne Belang ist, da steuerrechtlich der Ertrag sowohl aus Privat- als auch aus Geschäftsvermögen steuerbar ist. Die
Steuer
meldung
ist daher mit Bezug auf den Vermögensertrag keine zuverlässige Grundlage für die AHV-
Beitragsfestsetzung, weshalb die Qualifikati
on als bei
tragsfreier Kapitaler
trag auf Privatvermögen oder beitragspflicht
iges Einkommen aus Geschäftsver
mögen im Beitragsfestsetzungsverfahren erfolgen muss
(
vgl. bereits
Urteil
des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
H 361/96 vom 2. Juli
1997 E. 2c). In Bezug
auf den Vermögensgewinn ist demgegenüber auch steuerrechtlich die Unter
scheidung von Geschäfts- und Privatvermögen von Be
deutung, weshalb sich die AHV-Behörden in der Regel auf die Steuermeldungen verlassen können und eigene nähere Abklärungen nur dann vornehmen müs
sen, wenn sich ernst
hafte Zweifel an der Richtigkeit der Steuerme
ldung ergeben (134 V 250 E. 3.3,
110 V 369 E. 2a und 83 E. 4, 102 V 27 E. 3b mit Hinweisen
).
3.
3.1
Der Beschwerdeführer ist selbständiger
Architekt
, steht aber im Pensionsalter.
Im Jahr 2011
betreute er keine Architekturprojekte mehr
(
Urk.
3/4 S. 2
= 8/113/2
)
. Aus
einzelnen Beratungs- und Verwaltungsmandaten erwirtschaftete er einen Reingewinn von
Fr.
5‘663.--
(
Urk.
3/9
= 8/129/43
, 8/140/1)
. Dass dieser Betrag als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit AHV-beitragspflichtig ist, ist unbestritten.
3.2
Streitig und zu prüfen ist, ob die
Erträge, welche
aus der Vermietung der Liegen
schaften
I._
in Männedorf
,
Z._
in Stäfa,
A._
in
Uerikon
,
B._
in
Galgenen
,
C._
in Altendorf und
die
D._
in Altendorf
resultieren,
dem Beschwerde
führer als beitragspflichtiges Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit und die
er
wähnten Liegenscha
ften als Geschäftsvermögen anzurechnen
sind
(
Urk.
8/140/1
)
.
Nicht streitig ist, dass die selbstbewohnte Liegenschaft
E._
in Stäfa Privatvermögen und deren Eigenmietwert privater
Vermö
gens
ertrag
darstell
t.
3.3
Vorliegend geht es um die Beitragspflicht des Beschwerdeführers. Nicht Gegen
stand des Verfahrens ist die
Beitragspflicht der (
erwerbstätigen) Ehefrau.
Die
Aus
gleichskasse
rechnete die Erträge sämtlicher
erwähnter
Liegenschaften dem Beschwerdeführer zu
(
Urk.
8/140/1)
. Dies ist nicht zulässig. In seinem Ei
gentum stehen die Liegenschaften
I._
in Männedorf,
Z._
in Stäfa sowie
A._
in
Uerikon
(
Urk.
3/4
Beilage 5
= 8/129/19
). (Alleinige) Eigentümerin der Liegenschaften
B._
in
Galge
nen
,
C._
in Altendorf und die
D._
in Altendorf
ist die Ehefrau (
Urk.
3/4 Beilage 5,
Urk.
8/143-150). Ein aus diesen Liegenschaften resultie
ren
der Ertrag kann daher von Vornherein nicht zu einer
AHV-Beitrags
erhebung
beim Beschwerdeführer führen.
3.4
Verfügungen, die einen zeitlich abgeschlossenen Sachverhalt regeln, werden mit dem Eintritt der formellen Rechtskraft nur bezüglich dieses Sachverhaltes rechtsbeständig. Eine entscheidungserhebliche Änderung des Sachverhalts ana
log zu
Art.
17
des Gesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungs
rechts
(
ATSG
)
ist daher nicht erforderlich, damit hinsichtlich nachfolgender Beitragsperioden von der vorherigen Festlegung abgewichen werden kann. Ist die ursprüngliche Verfügung rechtsfehlerhaft, so hindert deren Beständigkeit die Verwaltung nicht, den Sachverhalt inskünftig rechtskonform zu würdigen. In Grenzfällen, in denen die Rechtsfehlerhaftigkeit nicht klar zutage tritt, ist der Sachverhalt indessen auch für die Zukunft nur mit Zurückhaltung anders zu
würdigen (BGE 124 V 150 E. 7
a,
Bundesgerichtsurteil
e
9C_86/2009 vom 3
0.
Juni
2010 E. 3.2
und 9C_551/2008 vom 1
6.
Januar 2009 E. 3.1
).
4.
4.1
Die Ausgleichskasse führte im angefochtenen
Einspracheentscheid
aus,
laut Aus
kunft
des kantonalen Steueramtes
handle es sich bei den
Liegenschaftser
trägen
um Geschäftsvermögen (
Urk.
2).
In der Beschwerdeantwort ergänzte sie dazu, dass der
Beschwerdeführer seit mindestens 1987 neben der Tätigkeit als aktiver Architekt
steuerrechtlich
auch als
Liegenschaftenhändler
taxiert worden sei. Die Ehefrau
werde seit 1996 ebenfalls als
Liegenschaftenhändlerin
qualifi
ziert, nachdem sie in jenem Jahr
zusammen mit dem Beschwerdeführer Eigen
tum an einer Liegenschaft in Männedorf erworben und dann ihren hälftigen Mitteigentumsantei
l kurz Zeit später an die
F._
veräussert habe (
Urk.
7).
4.2
Der Beschwerdeführer
macht
geltend, dass
er
in den Jahren 2009 und 2010
am Baukonsortiu
m
G._
in Stäfa beteiligt gewesen sei.
Seine eigene Nachfrage beim Steueramt habe ergeben, dass er wegen dieser Beteiligung als
Liegen
schaftenh
ändler
eingestuft worden sei.
Dieser Qualifikation im Zusammenhang mit seiner Beteiligung am Baukonsortium pflic
hte er bei. Den daraus erzielten
Gewinn
habe er denn auch
mit der AHV abgerechnet. Hingegen sei unzutref
fen
d, dass seine Liegenschaften schon immer dem Geschäftsvermögen zugeord
net worden seien. Stets habe er sie buchhalte
risch als Privatvermögen
erfasst
.
Die Steuerbehörden hätten
dies akzeptiert. Den AHV-Behörden sei jeweils der Ge
winn
aus
seiner Einzelfirma, nicht aber die
Liegenschaftserträge als Einkom
men aus
selbst
ändiger Erwerbstätigkeit gemeldet worden
.
Dementsprechend seien die AHV-Beiträge erhoben worden
.
Die nun erfolgte Umschichtung vom Privat- ins Geschäftsvermögen sei nicht zulässig.
Sodann müsse es
auch einem Architekten möglich sein, neben dem selbstbewohnten Eigentum weitere Lie
genschaften im Privatvermögen zu
halt
en.
Das Einkommen aus selbstständi
ger Tätigkeit sei
für das Jahr 2011
auf
Fr.
5‘663.-- festzusetzen. Unter Berück
sichtigung des
Rentner
freibetrags
von
Fr.
16‘800.-- sei er somit beitragsbefreit (
Urk.
1
,
3/4 = 8/113
, 12
)
.
5.
5.1
Fragen der beitragsrechtlichen Qualifikation entscheiden sich nach den
konkre-ten
wirtschaftlichen Gegebenheiten. Liegenschaften bilden Alternativgüter, das heisst sie können sowohl zum Geschäfts- wie zum Priv
atvermögen gehören
(Bun
desgerichtsurteil 9C_86/2009 vom 3
0.
Juni 2010 E.
4.3 mit Hinweisen). Nach
der Rechtsprechung stellt die Vermietung von (unmöblierten) Wohnungen eines
so genannten Renditenhauses Vermögensverwaltung dar, wenn und so
weit diese
Tätigkeit sich auf die Erzielung der Erträgnisse des Vermögensobjekts an sich beschränkt und nicht betrieblichen
Charakter hat (BGE 111 V 83 E. 2a, 110 V 86 E
.
5a, je mi
t Hinweisen; ZAK 1987 S.
519 E
.
3a mit Hinweisen). Gleich ver
hält es sich mit der Vermietung vo
n Geschäftsräumlichkeiten. Dage
gen er
hält
die Vermietertätigkeit dann betrieblichen Charakter, wenn sie die blosse
Ge
bäude
verwaltung
übersteigt (BGE 110
V 86 E. 5a; ZAK 1987 S. 519 E
. 3a).
5.2
5.2.1
Der Beschwerdeführer hat die
Liegenschaft
Z._
,
Stäfa
,
im Dezember 1990, die Lieg
enschaft
I._
,
Männedorf
,
im Juni 1994 und
die
Liegenschaft
A._
,
Uer
ikon
,
im
November
2001
erworben
(
Urk.
3/4
Bei
lage 5
= 8/118
).
Es handelt sich dabei um Eigentumswohnungen
.
Im Jahr 201
1
erzielte er aus deren Vermietung Mietzinseinnahmen von
Fr.
67‘344.-- (
Urk.
3/9
= 8/129/45-48
).
5.2.2
Von 2001 bis 2008 setzte die Ausgleichskasse - gestützt auf die Meldungen der Steuerbehörden - die persönlichen Beiträge auf der Basis folgender
Einkommen aus selbstän
diger Erwerbst
ätigkeit fest:
Fr.
18‘846.-- (2001;
Urk.
8/
44,
8/
46),
Fr.
21‘337.-- (2002;
Urk.
8/
55,
8/
57/1
),
Fr.
-8‘
060.-- (2003;
Urk.
8/
56,
8/
57/2),
Fr.
1‘812.-- (2004;
Urk.
8/
64,
8/66/1
),
Fr.
4‘979.-- (2005;
Urk.
8/65, 8/66/2),
Fr.
9‘53
3.-- (2006,
Urk.
8/76, 8/77),
Fr.
3‘
246.-- (2007;
Urk.
8/90, 8/91) und
Fr.
32‘097
.--
(2008,
Urk.
8/102, 8/105/1). Die
(erste)
Steuermeldung
zu
Handen
der Ausgleichskasse
für das Jahr 2008, welche am 1
9.
Juni 2013 erging, enthielt explizit den Hinweis, dass die Liegenschaftserträge nicht berücks
ichtigt worden seien (
Urk.
8/102
).
5.2.3
Aufgrund
korrigierter Steuermeldungen re
vidierte die Ausgleichskasse
die
zu
zah
lenden
AHV-
Beiträge für das Jahr 2007 und 2008
(Verfügungen vom 3
1.
Juli
2013 und
8.
August 2013,
Urk.
8/104-105)
. Gemeldet wurden ein Ein
kommen
aus unselbständiger Erwerbstätigkeit von
Fr.
93‘988.-- für das Jahr 2007
(
Urk.
8
/100)
und von
Fr.
292‘233.-- für das Jahr 2008 (
Urk.
8/107/1).
Für das Jahr 2009 wurde
sodann
ein Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit von
Fr.
133‘844.--
gemeldet (
Urk.
8/99), für das Jahr 2010 ein solches von
Fr.
146‘919.-- (
Urk.
8/95) respektive von
Fr.
371‘596.-- (
Urk.
8/101) und für das Jahr 2011 ein solches von
Fr.
185‘503.-- (
Urk.
8/106) respektive von
Fr.
192‘
062.-- (
Urk.
8/110
)
. Die
Ausgleichskasse
verfügte die AHV-Beiträge
jeweils
auf dieser Basis
(
Urk.
8/97, 8/103, 8/104, 8/105/2, 8/108, 8/112).
5.2.4
Aus diesen Zahlen erhellt
, dass
die Liegenschaften zunächst als Privatvermögen behandelt wurden. Erst
nachträglich
, offensichtlich
im Zuge der Beteiligung des Be
schwerdeführers am Baukonsortium
G._
,
erfolgte eine
Umqualifikation
, was zu neuen, teilweisen rückwirkenden
AHV-
Beitragserhebungen ab 2007 führte.
Aus
steuerrechtlicher Hinsicht
ist die (nunmehrige)
Behandlung der Er
träge der Liegenschaften als Einkommen aus selbständiger Erwerbstätigkeit (vgl. dazu auch
Urk.
8/123
)
indessen
ohne Bedeutung
, da der Beschwerdeführer auf diesen Erträ
gen Steuern zahl
t
(
vgl. dazu den Einschätzungsentscheid des Steuer
amtes vom
9.
Juli 2013
Ziff.
6.4 sowie die Details zu den Liegenschaften,
Urk.
3/9). Dass eine
steuerrelevante
Überführung
vom Privat- ins Geschäftsver
mögen
stattge
funden hätte, die mit Blick auf die steuer- und AHV-rechtliche Parallelität sowie aus veranlagungstechnischen Gründen auch für den
Beitrags
bereich
der AHV zu gelten hätte (
vgl.
BGE 140 V 241 E.
4.2), ist nicht akten
kundig und wird auch nicht behauptet.
Da es unzulässig ist, nach Belieben eine Li
egenschaft
in einer Peri
ode als Privatvermögen, in einer anderen als Ge
schäfts
vermögen zu qualifizie
ren, müssen
Gründe vorliegen, welche
vorliegend
eine andere Qualifikation na
helegen, was nachfolgend zu prüfen ist.
6.
6.1
Der Beschwerdeführer ist Ve
rwaltungsratspräsident der
F._
.
Einziges weiteres Mitglied des Verwaltungsrates ist seine Ehefrau.
Der
Gesellschafts
zweck
umfasst u.a. auch den Erwerb und Verkauf von Liegenschaften
(
Urk.
9/2). Die Ehefrau ist sodann Verwaltungsrats
präsidentin der
H._
;
zum Gesellschaftszweck gehört der
Versa
ndhandel mit Yachtzubehör,
aber auch
der Erwerb und die Veräusserung von Liegenschaften
. E
inziges
weiteres
Mitglied des Verwaltungsrates ist der Beschwerdeführer (
Urk.
9/1). Auch wenn die beiden Gesel
lschaften Grundeigentum erwerben und veräussern
können, ist nicht ersichtlich, dass die hier interessierenden
(im Eigentum des Beschwerde
führers stehenden)
Liegenschaften tatsächlich der Geschäftstätigkeit dienten.
Angemerkt sei, dass dies
im Übrigen auch für die
Liegenschaften
der Ehefrau
(
B._
in
Galgenen
,
C._
in Altendorf und
D._
in Altendorf)
gilt
.
Auch unabhängig von der Tätigkeit
der
F._
und
der
H._
erscheint der Beschwerdeführer mit Bezug auf die Bewirt
schaftung der Liegenschaften nicht als
Selbständigerwerbender
:
Die
Vermieter
tätigkeit
erhält erst dann betrieblichen Charakter, wenn sie die blosse
Gebäude
verwaltung
übersteigt.
Der Beschwerdeführer beschränkt sich, soweit ersichtlich, auf die Gen
erierung von Mietzinseinnahmen.
Damit
liegt prinzipiell
eine
private Vermögensverwaltung vor (
vgl.
Bundesgerichtsurteil 9C_86/2009 vom 3
0.
Juni
2010 E.
4.3).
Daran ändert nichts, dass der Be
schwer
deführer gleichzeitig beruflich in der Bau- bzw. Immobilienbranche tätig ist respektive war und damit eine ge
wisse Nähe seiner beruflichen Tätigkeit zur Bewirtschaftung seiner Liegen
s
chaften besteht. Die
B
erufsnähe stellt
ein Krite
rium dar
, welches (zwar) – neben weiteren Kriterien (vgl. dazu etwa BGE 125 II 113 E. 3c) - von der Rechtspre
chung zur Beurteilung des erwerblichen Charak
ters des
Liegenschaftenhandels
entwickelt wurde. Die Berufsnähe ist jedoch nicht
massgebend, wenn eine Konstellation wie die vor
liegende (Vermietung ohne Täti
gung von Käufen und Verkäufen)
in
Frage steht (vgl.
etwa
Urteil des damaligen Eidgenössischen
Versi
cherungsgerichts
H 301/01 vom 2
9.
März 2005
E. 5.2).
Zudem besitzt
d
er
Be
schwerdeführer
die
Liegenschaften nun bereits
seit Jahrzehnten
. Ihr Verkehrswert beträgt
Fr.
5‘108‘998
.--
. Die Privatschulden
des Beschwerdeführers
belaufen sich auf
Fr.
1‘697‘000
.--
. Die Schuldzinsen be
tragen jährlich
Fr.
33‘733.-- (
Urk.
3/
9
= 8/129/45
). Vor diesem Hintergrund kann, auch wenn die Zusam
mensetzung der Schulden sich
aus den vorhan
de
nen Akten
nicht ergibt, jeden
falls eine überwiegende Fremdfinanzierung der Liegen
schaften ausgeschlossen werden, was ebenfalls
für blosse Vermögens
ver
waltung spricht.
6.2
Nach dem Gesagten
sind die in Frage stehenden Liegenschaften aus
AHV-bei
tragsrechtlicher
Sich
t
(
zumindest
)
hinsichtlich des im Streit liegenden
Beitrags
jahres
2011
als Privat
vermögen zu behandeln.
Die
aus deren Vermietung resul
tierenden Erträge stellen mithin
solche aus
private
r
Vermögensverwaltung dar. Eine
diesbezügliche
Bei
tragspflicht
des Beschwerdeführers entfällt damit. Die Sache ist folglich an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die persönlichen Beiträge des Beschwerdeführers für das Jahr 2011 neu festsetze.
7.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Parteientschädigung. Diese wird unabhängig vom Streitwert nach der Be
deu
tung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Proze
sses bemessen (§ 34 Abs. 3 des
Gesetzes über das Sozialversicherungsgerichts,
GSVGer
). Vor
liegend
erscheint eine
Prozessentschädigung von Fr. 1'7
00.-- (inklusive
Bar
auslagen
und
Mehrwertsteuer) als angemessen.
Die
Einzelrichter
in
erkennt:
1.
Die Beschwerde wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der
Einspracheentscheid
vom 1
3.
November 2014 aufgehoben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückge
wiesen wird, damit sie die persönlichen Beiträge des Beschwerdeführers für das Jahr 2011 im Sinne der Erwägungen neu festsetze.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
dem Beschwerdeführer
eine
Prozessent
schädigung
von
Fr.
1'7
00
.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer
) zu bezahlen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
BDO AG
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse
Bundesamt für Sozialversicherungen
5.