# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e46ebd52-a8ef-433a-8eac-322fbbe1ae8a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1978,
war seit dem
2.
Februar 2009
bei der
Y._
,
Z._
, als
Hilfsg
ipser
tätig (
Urk.
6/15
Ziff.
2.1
und
Ziff.
2.7
), als er am
29
.
September
2
012
bei einem
Verkehrsunfall
eine
Knieverletzung
erlitt (Scha
den
meldung vom
1
.
Oktober
2012
; Urk.
6/6/11
).
Die Suva anerkannte ihre Leis
tungspflicht
.
Am
20
.
November
201
3
meldete sich der Versicherte
unter Hinweis auf
seit dem Unfall vom 2
9.
September 201
2
trotz zweifacher Meniskusoperation bestehende Kniebeschwerden
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
6/11
Ziff. 6.1
-3
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi
nische und erwerbliche Situation ab
und
zog die Akten der Suva bei (
Urk.
6/6
,
Urk.
6/16
,
Urk.
6/20
,
Urk.
6/35,
Urk.
6/38
-39
,
Urk.
6/51,
Urk.
6/56,
Urk.
6/64-6
5,
Urk.
6/68
-69,
Urk.
6/74
,
Urk.
6/83,
Urk.
6/85
,
Urk.
6/90
-94
)
.
Mit Verfügung vom 2
9.
Juni 2018 verneinte die Suva einen Rentenanspruch sowie einen Anspruch
des Versicherten
auf eine Integritätsentschädigung (
Urk.
6/93/7-9)
.
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
6/73
;
Urk.
6/77
,
Urk.
6/81
,
Urk.
6/96
)
sprach
die IV-Stelle
dem Versicherten mit Verfügung vom 2
4.
Mai 2019 eine vom
1.
Mai 2014 bis 3
1.
Oktober 2015 befristete ganze Invalidenrente zu
(
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am 1
8.
Juni 2019 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
4.
Mai 2019 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und
es sei ihm
ab dem
1.
Mai 2014 und weiterhin ab dem 3
1.
Oktober 2015 eine Invalidenrente auszu
richten (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
8.
Juli 2019 (
Urk.
5) bean
tragte die IV-Stelle die Abweisung der Beschwerde, was dem
Beschwerdeführer
am 2
2.
Juli 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil
des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit
verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
IVG
).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
1.
4
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der Verordnung ü
ber die Invalidenversicherung; IVV
) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit
Hinwei
sen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revi
sionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeit
punkt des Rentenbeginns mit demjenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV festzusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsän
derung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
.
1.
5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete ihre Verfügung (
Urk.
2) damit, dass davon auszugehen sei, dass der Beschwerdeführer seit dem Unfall vom 2
9.
September 2012 in seiner bisherigen Tätigkeit als Hilfsgipser nicht mehr arbeitsfähig sei. Vorübergehend habe auch in einer angepassten Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit bestanden, was einem Invaliditätsgrad von 100
%
entspreche. Da
er sich
verspätet angemeldet habe, bestehe der Rentenanspruch erst ab Mai 201
4.
Der Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers habe sich verbessert, so dass er seit Juli 2015 in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 100
%
arbeitsfähig sei. Unter Berück
sichtigung eines leidensbedingten Abzu
ges könne er ein
rentenanspruch
aus
schliessendes
Invalideneinkommen erzielen. Da eine Verbesserung der Arbeitsfä
higkeit mindestens drei Monate andauern müsse, bevor diese berücksichtigt werde, sei die Rente bis
Ende Oktober 2015 zu befristen
(Begründung S. 1 f.).
2.2
Dagegen machte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde (
Urk.
1) geltend, dass
sich
entgegen der Annahme der Beschwerdegegnerin sein Gesundheitszu
stand im Juli 2015 nicht dauerhaft verbessert habe (S. 3
Ziff.
4
-
5
, S. 7
Ziff.
10 Mitte
). Berufliche Massnahmen seien mit dem Hinweis auf die bevorstehende Operation zur Metallentfernung
abgeschlossen
worden (S. 4
Ziff.
6). Nach dieser
Operation hätten trotz Medikation und intensiver Physiotherapie massive Beschwerden persistiert
,
und er habe sich nur noch mit Gehhilfen fortbewegen können
. Es sei ihm durchwegs eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert worden
(S. 4
Ziff.
7
, S. 8
)
.
Überdies habe die elektrodiagnostische Untersuchung vom
7.
Juni 2016 eine Verletzung mehrerer Nerven ergeben, und er habe sich den empfohlenen Behandlungen unterzogen (S. 5 f.
lit
. c-d).
Danach habe ein extre
mes muskuläres Rehabilitationsdefizit persistiert.
Erst im Frühjahr 2019 habe der Gesundheitszustand stabilisiert werden können
,
und eine Selbsteingliederung in
der angestammten Tätigkeit
sei
gelungen (S. 6
Ziff.
9
, S. 8
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers
, insbeson
dere die per 3
1.
Oktober 2015 erfolgte Befristung
.
3.
3
.
1
Dr.
med.
A._
,
Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
B._
,
stellte in seinem Bericht vom
8.
Mai 2014 (
Urk.
6/24/5-6)
folgende Diagnose mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähig
keit (
Ziff.
1.1):
-
unklare Knieschmerzen rechts
-
Status nach Autounfall im September 2012 mit Kniekontusion rechts
-
Status nach
arthroskopischer
Meniskusnaht Korpus Vorderhorn rechts medial am 1
9.
November 2011
[richtig wohl: 2012
], postoperativ sehr protrahierter Verlauf
-
Status nach Re-A
rthroskopie am 2
8.
März 2013: Re-
Ruptur medialer Meniskus Korpus, partielle
Meniskektomie
, erneute
Meniskusrefixation
medial,
Meniskusrefixation
Hinterhorn
-
Status nach Rehabilitationsversuch in
C._
vom 2
9.
August bis 1
6.
September 2013
Dr.
A._
führte aus, dass der Beschwerdeführer seit dem 1
3.
November 2012 bei ihm in Behandlung und die letzte Kontrolle am
6.
Februar 2014 erfolgt sei (
Ziff.
1.2).
Er
sei seit dem Autounfall in seinem ursprünglichen Beruf als Gipser nicht
mehr
arbeitsfähig (
Ziff.
1.6).
Es sei eine erneute Re-Arthroskopie an der
D._
geplant
(
Ziff.
1.8). Es sei noch unbestimmt, wann mit der Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit gerechnet werden könne (
Ziff.
1.9). Das Zumutbarkeitsprofil könne erst nach der neuen Intervention und der abge
schlossenen Rehabilitation ausgefüllt werden. Aktuell sei wahrscheinlich eine zum Teil sitzende Arbeitstätigkeit zumutbar (
Ziff.
1.11).
3.
2
Dr.
med.
E._
, Oberarzt Orthopädie,
D._
, stellte in sei
nem Bericht vom
5.
März 2015 (
Urk.
6/35/326-327
) folgende Diagnosen (S. 1):
-
Rehabilitationsdefizit, Schmerzen am Plattenlager proximale mediale Tibia sowie muskuläre
Dysbalance
bei
-
Status nach Kniearthroskopie rechts, Entfernung Ultra-
Fastfix
medialer Meniskus, mediale
Teilmeniskektomie
(
Hinterhorn
/Pars
intermedia
),
Knorpeldébridement
und medialer open-
wedge
Valgisationsosteotomie
Tibiakopf
rechts
am
1
0.
Dezember 2014
bei
medialer
Meni
s
kusrezidiv
läsion
sowie medialer
Chondropathie
Knie rechts bei
varischer
Bein
achse von 7°
-
Verdacht auf leichtes
Complex
Regional
Pain
Syndrome
(
CRPS
)
Unter
schenkel rechts
Dr.
E._
führte aus, dass nach wie vor ein
deutliches Rehabilitationsdefizit
bestehe. Es werde die Fortsetzung der Physiotherapie mit intensivem Gangtrai
ning empfohlen. Mechanisch scheine dem nichts im Wege zu stehen. Insbeson
dere bestünden die Schmerzen am medialen Gelenkspalt nicht mehr, hingegen akzentuierten sich die Schmerzen im Bereich des Plattenlagers sowie im Bereich der Muskulatur des Unterschenkels. Entsprechend werde die Fortsetzung der
rebalancierenden
Massnahmen sowie der Ergotherapie inklusive
Tenstherapie
empfohlen
. Bei Verdacht auf ein leichtes beginnendes CRPS
würden die Kollegen der Rheumatologie um ein Aufgebot des Patienten gebeten. Die nächste klinisch-radiologische Verlaufskontrolle sei sechs Monate postoperativ geplant.
Bis dahin betrage die Arbeitsunfähigkeit 100
%
(S. 2).
3.
3
Die Ärzte der
C._
stellten in ihrem Austrittsbericht vom 3
0.
Juli 2015 (
Urk.
6/37) folgende
,
seit dem Autounfall vom 2
9.
September 2012 mit Kniekontusion rechts bestehende Diagnosen
(S. 1):
-
Meniskusruptur medial rechts
-
1
8.
Oktober 2012
:
MRI Knie rechts: Vertikaler, nicht dislozierter Riss im Vorderhorn des medialen Meniskus. Zerrung des medialen Kollate
ralbandes. Knochenmarködem im distalen Femur, in erster Linie kontusionsbedingt
-
1
9.
November 2012
:
A
rthroskopische
Meniskusnaht rechts medial
-
7.
und 2
5.
Februar 2013: Punktion des Kniegelenkes mit etwa je 30 ml seröser Gelenksflüssigkeit
-
2
2.
März 2013
:
MRI Knie rechts: Deutlicher Gelenkserguss mit Hyper
trophie der
Synovialis
. Übergang Vorderhorn/Meniskuskorpus medial auffällige
meniskale
Veränderungen
-
2
8.
März 2013
: E
rneute Kniearthroskopie und
Teilmeniskektomie
(
TME
)
Corpus und
Refixation
Hinterhorn
medial
-
8.
August 2013
:
MRI Knie rechts: Im Verlauf deutlichere horizontal verlaufende bis an die
tibiale
Oberfläche reichende Signalerhöhung im
Hinterhorn
des Innenmeniskus, Differenzialdiagnose (DD) neuer Riss, DD postoperativ. Deutlich
regredienter
Erguss. Unverändert unspezifi
sches Knochenmarksödem betont im
anteromedialen
Femurkondylus
.
Keine progrediente Reizung an
Tibiaplateau
oder der Kapsel. Unverän
dert postoperativ verkleinertes Vorderhorn des Innenmeniskus
-
2
1.
April 2015
: R
heumatologisches
Konsil
(
D._
): Ausschlus
s eines CRPS. Verdacht auf eine neuropathische Schmerzkomponente am rech
ten Unterschenkel
-
mediale
Meniskusrezidivläsion
sowie mediale
Chondropathie
des rechten Knies bei
varischer
Beinachse
von 7°
-
1
0.
Dezember 2014
:
Kniearthroskopie rechts, Entfernung Ultra-
Fastfix
medialer Meniskus, mediale
Teil
meniskektomie
(
Hinterhorn
/Pars
inter
media
),
Knorpeldébridement
und medialer open-
wedge
Valgisationsos
teotomie
Tibiakopf
rechts
-
2.
Juni 2015
:
R
öntgen Knie rechts: U
nveränderte Stellungsverhältnisse bei Status nach Tibia-Osteotomie.
Osteosynthesematerial
intakt und ohne Lockerungszeichen. Progrediente Zeichen der Konsolidation des
Osteotomiespalts
bei noch unvollständiger
ossärer
Durchbauung
. Patell
a axial zentriert. Patella
baja
Die Ärzte führten aus, der Aufenthalt des Beschw
erdeführers habe vom
1.
bis 30.
Juli 2015 gedaue
rt (S. 1). Zur Arbeitsfähigkeit,
Zumutbarkeit und Eingliede
rungsperspektive
hielten sie fest
,
dass
eine erhebliche Symptomausweitung
beobachtet worden
sei
. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem
Effort
eine bessere Leistung erbracht werden könnte, als bei den Leistungstests und im Behandlungs
programm gezeigt worden sei. Infolge
Selbstlimitierung
hätten die zu erwarten
den Verbesserungen bezüglich Funktion und Belastbarkeit nicht erreicht werden können. Die Resultate der physischen Leistungstests seien deshalb für die Beur
teilung der zumutbaren körperlichen Belastbarkeit nur teilweise verwertbar. Das Ausmass der demonstrierten kognitiven
[
richtig
wohl
:
körperlichen]
Einschrän
kungen lasse sich mit
den objektivierbaren pathologischen Befunden der klini
schen Untersuchung und bildgebenden Abklärung sowie den Diagnosen nur ungenügend erklären. Die Beurteilung der Zumutbarkeit stütze sich auch auf medizinisch-theoretische Überlegungen, unter Berücksichtigung der Beobachtun
gen bei den Leistungstests und im Behandlungsprogramm (S. 2 Mitte). Es liege keine psychische Störung vor, welche eine arbeitsrelevante Leistungsminderung begründen könnte.
Die Ärzte hielten fest,
dass die angestammte Tätigkeit als Gipser nicht mehr zumutbar sei. Die Anforderungen seien zu hoch, da es sich um eine stehend-gehende sehr schwere Arbeit handle mit Zwangshaltungen für das Kniegelenk
. Eine leichte Arbeit sei ganztags möglich. Die Tätigkeit sollte wechselbelastend, vorwiegend sitzend und ohne Zwangshaltungen für das Kniegelenk sein, ohne repetitives Treppensteigen und ohne Steigen auf Leitern (S. 2 unten).
Der Patient benütze noch zwei Unterarmstöcke, was medizinisch nicht indiziert sei
. Perspektivisch (
Osteotomiespalt
konsolidiert) werde eine leicht
e
bis mittelschwere
wech
selbelastende Arbeit ganztags
für
zumutbar erachtet. Es werde die Arbeitssuche und die Meldung beim RAV empfohlen, eventuell die Einarbeitung mittels Hilfe der Invalidenversicherung (S. 3 oben).
3.
4
Dr.
med.
F._
, Oberarzt in Vertretung Orthopädie,
D._
,
stellte in seinem Bericht vom
8.
Dezember 2015 (
Urk.
6/51/18-19) fol
gende Diagnose (S. 1):
-
persistierende Beschwerden
anterolateral
und medial Knie rechts, Diffe
renzialdiagnose (DD) neuropathisch, mechanisch durch das Plattenlager proximale mediale Tibia mit/bei
-
Status nach Kniearthroskopie rechts, Entfernung Ultra-
Fastfix
medialer Meniskus, mediale
Teilmeniskektomie
(
Hinterhorn
/Pars
intermedia
),
Knorpeldébridement
und medialer open-
wedge
Valgisationsosteotomie
Tibiakopf
rechts am 1
0.
Dezember 2014 bei medialer
Meni
s
kusrezidiv
läsion
sowie
Chondropathie
Knie rechts bei
varischer
Beinachse von 7°
Dr.
F._
führte aus, dass ein Teil der Beschwerden sicherlich durch das störende
Osteosynthesematerial
bedingt sei. Hier biete sich bei verheilter Osteo
tomie die
Osteosynthesematerialentfernung
an
. Als Problem zu nennen seien jedoch die neuropathisch anmutenden Beschwerden, welche sich nach einem erneuten operativen Eingriff durchaus auch verschlechtern könnten. Klinisch zeigten sich die Beschwerden durchwegs distal des Gelenkspaltes, sodass
nicht
von einer
neuen
intraartikulären Pathologie au
sgegangen werde. Letztlich bleibe anzumerken,
dass die körperlich aktive Arbeit als Gipser im weiteren Verlauf wohl nachhaltig eingeschränkt sein dürfte und sich voraussichtlich daran auch nach einer allfälligen
Osteosynthesematerialentfernung
nichts ändern werde. Für leichte administrative Arbeiten sei
der Beschwerdeführer
aus ihrer Sicht arbeits
fähig
(S. 2).
3.
5
Dr.
med.
G._
, Assistenzärztin Orthopädie,
D._
,
stellte in
ihrem Bericht vom 1
0.
Ju
ni
2016 (
Urk.
6/57/6-10)
folgende, gekürzt wiedergege
bene
Diagnose
(S. 1):
-
Allodynie
anteromedialer
Unterschenkel mit/bei:
-
Status nach Entfernung der
Tomofixplatte
proximal medial Tibia rechts am 1
8.
Januar 2016
Dr.
G._
führte aus, der Beschwerdeführer sei vom 2
5.
Februar 2014 bis
7.
April 2016 bei ihnen in Behandlung gewesen (
Ziff.
1.2).
In der
zuletzt ausgeübten
Tätigkeit als Gipser habe vom 1
0.
April 2014 bis 3
1.
Mai 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden (
Ziff.
1.6). Es bestehe eine eingeschränkte Funktion und Belastbarkeit der rechten unteren Extremität
. Das Tragen von Gewichten sowie längeres Gehen und kniende Tätigkeiten seien
nicht möglich
. Eine körper
lich nicht belastende Tätigkeit sei ab sofort möglich
(
Ziff.
1.7).
3
.6
Am
4.
September 2017 erstattete
Dr.
med.
H._
, Fachärztin für Chirurgie, ihren kreisärztlichen Untersuchungsbericht (
Urk.
6/68)
. Als Diagnose
n
nannte sie Rest
beschwerden im
Bereich des rechten Kniegelenks und
neuropathische Schmerzen
am proximalen
Unterschenkel rechts, bei Status nach Meniskusnaht
im Juli 2013, Status nach open-
wedge
Valgisationsosteotomie
im Dezember 2014 und eine
m
Status nach Plattenentfernung im Januar 2016
(S. 9 Mitte).
Dr.
H._
führte aus, dass sie den Beschwerdeführer aufgrund der durchgeführ
ten kreisärztlichen Untersuchung in einer leichten bis mittelsch
w
eren, wechsel
belastenden Tätigkeit (je 1/3 Stehen, Gehen, Sitzen), ohne regelmässiges Knien, Kauern, ohne Zwangshaltungen für das rechte Bein, ohne Bedienen von vibrie
renden Maschinen mit dem rechten Bein, ohne repetitives Gehen auf unebenem Grund, manchmal mit Treppensteigen, für ganztags arbeitsfähig einschätze (S. 11 oben).
Den
vom Beschwerdeführer
geschilderten Beschwerden fehle etwas die Authen
tizität, auch bezüglich des Gangbildes, inklusive dem Treppengehen. Klinisch zeige sich ein reizfreies Kniegelenk rechts, und es würden lokale Druckschmerzen im Bereich des medialen Kniegelenks und der Narbe mit Ausstrahlung angegeben. Die Narbe sei insgesamt se
hr berührungsempfindlich, ebenso das Plattenlager. Das rechte Kniegelenk sei im Seitenvergleich nur
endgradig
eingeschränkt
. B
ei den erhobenen Stand-, Gang- und
Propriozeptionsübungen
zeige sich rechts eine gewisse Verminderung,
da alles im Zehenstand vorgeführt werde
. Aus klinischer Sicht sei dies nicht nachvollziehbar,
und es
sei auch unwahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer tatsächlich
rechts
vor allem auf den Zehenspitzen gehe. Im Bereich der
Vorfussohle
/-Zehenballe sei keine vermehrte Verhornung rechts sichtbar im Seitenvergleich
,
und die Ferse rechts sei genauso verhornt wie links. Sollte der Beschwerdeführer tatsächlich vor allem auf den Zehenspitzen gehen, wie er dies bei der kreisärztlichen Untersuchung vorgeführt habe, müsste hier ein Unterschied vorliegen
(S. 10 Mitte)
.
Des Weiteren sei aufgrund der erhobenen Umfangmasse eine Schonung des rechten Beins im alltäglichen Leben auszu
schliessen, da die Umfangmasse gleichwertig seien
. Die Wadenmuskulatur und der
Gastrocnemius
seien seitengleich ausgeprägt
(S. 10 unten)
.
Dr.
H._
führte aus, dass
g
esamthaft vor allem der neuropathische Schmerz im Bereich des proximalen Unterschenkels rechts im Vordergrund
stehe
bei berüh
rungsempfindlicher Narbe mit S
chmerzausstrahlung (S. 11 oben).
Sollte sich der Beschwerdeführer zur vorgeschlagenen Operation (Neurotomie) entscheiden, könne man davon ausgehen, dass etwa nach sechs bis zwölf Wochen das postu
lierte Zumutbarkeitsprofil bei einem regelrechten Verlauf wieder Gültigkeit habe (S.11 unten
).
3.
7
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD),
führte in seiner Stel
lungnahme vom 1
8.
September 2017 (
Urk.
6/71/7-8)
nach Vorlage der Akten
aus
,
dass
beim Beschwerdeführer
in der bisherigen Tätigkeit als Gipser seit dem 2
9.
September 2012 durchgehend und auf Dauer eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. In einer angepassten Tätigkeit bestehe gemäss kreisärztlicher Beurteilung spätestens seit dem
4.
September 2017, im Hinblick auf den Austrittsbericht der
C._
aber überwiegend wahrscheinlich bereits seit dem 3
0.
Juli 2015
,
eine gan
ztätige Arbeitsfähigkeit. Das Belastungsprofil entspreche einer leichten
bis mittelschweren
wechselbelastenden
Tätigkeit (
je 1/3 Stehen, Gehen und Sitzen), ohne regelmässiges Knien oder Kauern, ohne Zwangshaltung für das rechte Bein, ohne Bedienen von vibrierenden Maschinen mit dem rechten Bein und ohne repetitives Gehen au
f
unebenen Untergrund und nur mit gelegentli
chem Treppengehen.
3.
8
Dr.
med.
J._
,
Assistenzärztin,
Klinik für Plastische Chirurgie und Handchirur
gie,
K._
, stellte in ihrem Bericht vom
1.
März 2018 (
Urk.
6/87
)
folgende
, teils gekürzt wiedergegebene
Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
2.5,
Urk.
6/89 S. 1):
-
chronische Knieschmerzen rechts
-
Status nach traumatischer Meniskusläsion nach stumpfem Trauma durch Autounfall
im
Februar
[richtig: September]
2012
-
Status nach Kniearthroskopie rechts am 1
0.
Dezember
2014 (
B._
)
-
Status nach Entfernung
der
Tomofixplatt
e
prox
imal medial
Tibia rechts am 1
8.
Januar 2016 (
D._
), danach keine Beschwerdefreiheit
-
Hyperalgesie und
Allodynie
im Bereich der Operations-Narbe (
Nervus
saphenus
-Gebiet), positives
Tinel
-Zeichen
im Bereich der distalen Narbe
-
diagnostische Blockade am 2
9.
März 2017: positiv
-
Status nach
Neurotomie des
Ramus
infrapatellaris
des
Nervus
saphenus
rechts vom 1
8.
Dezember 2017
(
fecit
Dr.
med.
L._
)
bei Verdacht auf
Neurom des
R
amus
infrapate
llaris
des
Nervus
saphenus
rechts
und
aktuell Verdacht auf Tendinitis
Pes
anserinus
rechts
-
synkopaler
Sturz vom 1
8.
Dezember 2017
-
Lokalanästhetika-Unverträglichkeit
-
indolente systemische
Mastozytose
, Erstdiagnose 2016
Dr.
J._
führt
e
aus, dass der Beschwerdeführer am 1
6.
Januar 2018 bei ihnen behandelt worden sei (
Ziff.
1.1).
Vier Wochen
postoperativ
habe
eine Nach
kontrolle statt
gefunden
(
Ziff.
1.2).
Vom 1
8.
Dezember 2017 bis 2
5.
Februar 2018 habe in einer körperlich belastenden oder stehenden Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
bestanden (
Ziff.
1.3).
Eine angepasste Tätigkeit wäre dem
Beschwerdeführer zwischen vier und acht Stunden zumutbar (
Ziff.
4.2). Aktuell leide der Beschwerdeführer an Schmerzen beim Knien und am
Pes
anserinus
. Er habe keine elektrisierenden Schmerzen mehr, zeige aber
e
in stark hinkendes Gangbild (
Ziff.
2.2).
3.
9
Dr. Dr.
M._
, Oberarzt Orthopädie
,
und
Dr.
med.
N._
, Assistenzarzt Orthopädie,
D._
,
stellten
in ihrem Bericht vom 1
8.
Mai 2018 (
Urk.
6/91)
folgende Diagnose
(S. 1
):
-
Knieschmerzen bei muskulärer
Dysbalance
mit Kraftdefizit rechts mit/bei
-
Status nach Neurotomie des
Ramus
infrapatellaris
des
Nervus
saphenus
rechts (
K._
,
1
8.
Dezember 2017) bei neuropathischen Schmerzen am proximalen Unterschenkel
-
Status nach Entfernung der
Tomofixplatte
proximal medial der Tibia am 1
8.
Januar 2016
-
Status nach Kniearthroskopie, Entfernung Ultra-
Fastfix
medialer Meniskus, medialer
Teilmeniskektomie
(
Hinterhorn
/Pars
intermedia
),
Knorpeldébridement
und medialer open-
wedge
Valgisationsosteotomie
Tibiakopf
rechts am 1
0.
Dezember 2014 bei medialer
Meniskusrezidiv
läsion
sowie medialer
Chondropathie
des rechten Knies bei
varischer
Beinachse von 7°
-
Status nach Autounfall mit Kniekontusion rechts vom 2
9.
September 2012
Die Ärzte führten aus, dass sich insgesamt eine sehr schwierige Situation bei Nicht-Ansprechen auf die Infiltration zeige. Der Patient könne
in seinem ange
stammten Beruf als Gipser bei persistierenden Beschwerden nicht arbeiten
,
und es werde eine Umschulung zu sitzenden und wechselnden Tätigkeiten befürwor
tet.
Es sei bis am 2
4.
Juni 2018 eine Arbeitsunfähigkeit attestiert worden. Ihrer
seits werde die Behandlung
vorerst
abgeschlossen (S. 2).
3.
10
Dr.
I._
, RAD, führte in seiner Stellungnahme vom
9.
August 2018 (
Urk.
6/98/4-
5) aus,
dass sich gegenüber dem Zeitpunkt der letzten RAD-Stellungnahme vom 1
8.
September 2017 nichts Wesentliches an dem ausgewiesenen Gesundheits
schaden
und an der Bewertung der Arbeitsunfähigkeit
geändert habe. Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Gipser sei weiterhin nicht mehr möglich, aber für eine leidensangepasste Tätigkeit bestehe unverändert eine ganztägige Arbeitsfähig
keit, abgesehen von maximal vier Wochen nach dem erneuten Eingriff am 1
8.
Dezember 2017.
3.
11
Dr.
med.
O._
, Assistenzarzt Orthopädie,
D._
, stellte in seinem Bericht vom
6.
Dezember 2018 (
Urk.
6/111)
die gleiche Diagnose
wie
im Vorbericht vom
1
8.
Mai 2018
(S. 1
, vorstehend E. 3.
9
).
Dr.
O._
führte zur Arbeitsanamnese aus, dass der Patient als Gipser tätig gewesen sei. Soweit von ihnen dokumentiert worden sei, sei er
,
seit er im Jahr 2014 in ihre Behandlung eingetreten sei, nie arbeitsfähig gewesen (
Ziff.
3.4.3 und
Ziff.
3.4.4).
Er könne die Tätigkeit als Gipser nicht mehr vollschichtig verrichten (
Ziff.
11.4).
In einer leichten Tätigkeit sei er arbeitsfähig (
Ziff.
9).
Es dürften nur Tätigkeiten ohne Bücken, Heben und Tragen von Lasten sowie ohne Klettern und Treppensteigen ausgeübt werden (
Ziff.
10.1). Diese Tätigkeit könne ganztags ver
richtet werden (
Ziff.
11.6).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die
Stellungnahmen
von
RAD-Arzt
Dr.
I._
vom
1
8.
September 2017
und vom
9.
August 2018
(vorstehend E. 3.
7
und E. 3.
10
)
davon aus, dass d
er
Beschwerdeführer
zum Zeitpunkt des hypothe
tischen Rentenbeginnes im Mai 2014
zu 100 % in der Erwerbsfähigkeit einge
schränkt gewesen
sei.
Ab Juli 2015 habe sich sein Gesundheitszustand dahinge
hend verbessert, so dass er in einer angepassten Tätigkeit wieder
zu 100
% arbeitsfähig sei
(vorstehend E. 2.1)
.
Dagegen brachte der Beschwerdeführer vor, dass im Juli 2015 kein
stabiler
verbesserter Ges
undheitszustand vorgelegen habe
. E
in solcher sei erst
im Frühjahr 2019
eingetreten
,
und
erst dann sei
die
Selbst
eingliederung in der angestammten Tätigkeit gelungen (
vorstehend E. 2.2).
4.2
RAD-Arzt
Dr.
I._
ging in seiner Stellungnahme vom 1
8.
September 2017 (vor
stehend E. 3.
7
) gestützt auf den Austrittsbericht der
C._
vom 3
0.
Juli 2015 (vorstehend E. 3.
3
) sowie den kreisärztlichen Untersuchungsbericht von
Dr.
H._
vom
4.
September 2017
(vorstehend E. 3.
6
) davon aus, dass ab dem 2
9.
September 2012 in der angestammten Tätigkeit als Gipser keine Arbeits
fähigkeit mehr bestanden habe, der Beschwerdeführer
aber in einer leichten bis mittelschweren behinderungsangepassten Tätigkeit seit dem
3
0.
Juli 2015 zu 100
%
arbeitsfähig sei.
Von dieser Arbeitsfähigkeit ging
Dr.
I._
in seiner Stel
lungnahme vom
9.
August 2018 (vorstehend E. 3.
10
) auch maximal vier Wochen nach der am 1
8.
Dezember 2017 an der
D._
durchgeführten Neurotomie (vorstehend E. 3.
8
) aus.
Auf die Einschätzung des RAD-Arztes
Dr.
I._
kann
vorliegend
abgestellt werden, erfolgte sie doch in Übereinstimmung mit der übrigen medizinischen Aktenlage.
So gingen die
behandelnden Ärzte durchwegs davon aus, dass dem Beschwerdeführer seine angestammte, körperlich schwere Tätigkeit als Gipser seit dem Autounfall vom
2
9.
September 2012
nicht mehr zumutbar sei. Was seine Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit anbelangt, erachtete bereits
Dr.
A._
in seinem Bericht vom
8.
Mai 2014 (vorstehend E. 3.1) eine teilweise sitzende Tätigkeit für zumutbar, machte aber die Formulierung eines Zumutbar
keitsprofils vom Verlauf der weiter geplanten Interventionen
und der erforderli
chen Rehabilitation
abhängig
.
Dr.
E._
bestätigte sodann n
ach am 1
0.
De
zember 2014 durchgeführter Kniearthroskopie rechts
in
seinem Bericht vom
5.
März 2015 (vorstehend E. 3.2) ein deutliches Rehabilitationsdefizit und
eine weiterbestehende vollständige Arbeitsunfähigkeit.
Nach dem Aufenthalt des Beschwerdeführers in der
C._
vom 1.
bis 3
0.
Juli 2015
wiesen
die Ärzte in ihrem Bericht vom 3
0.
Juli 2015
(vorste
hend E. 3.3)
auf eine erhebliche Symptomausweitung und Selbs
t
limitierung hin. Einen verbesserten Gesundheitszustand bestätigten die Ärzte
der
C._
insoweit
, als dass sie eine behinderungsangepasste vorwiegend sitzende Tätigkeit entsprechend dem von ihnen formulierten Zumutbarke
itsprofil für ganztags zumutbar erachteten. Eine
mittelschwere Tätigkeit
wurde
ab dem Zeit
punkt der Konsolidierung des
Osteotomiespalts
respektive ab der Metallentfer
nung
für möglich befunden
.
Dass
die Ärzte der
C._
davon aus
gingen, dass der Beschwerdeführer ab Klinikaustritt am 3
0.
Juli 2015 in einer behinderungsangepassten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig sei, geht daraus hervor, dass sie empfahlen, er solle sich eine Arbeit suchen und sich beim RAV melden. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 3
Ziff.
5)
,
mach
ten sie dies auch nicht davon abhängig, ob der
Osteotomiespa
lt
konsolidiert sei oder nicht
(
Urk.
6/37 S. 3 unten
,
Urk.
6/39/19-20 S. 1
).
Von Seiten der
D._
wurde gemäss den Ärztlichen Zeugnis
sen vom 2
4.
August 2015, 2
8.
September 2015 und 2
9.
Oktober 2015 (
Urk.
6/51/36,
Urk.
6/51/40-41) lediglich für körperlich schwere Arbeit respektive für die Tätigkeit als Gipser vom 3
1.
August bis
8.
Dezember 2015 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Unabhängig von der bevorstehenden
Osteosynthe
sematerialentfernung
bestätigte auch
Dr.
F._
in seinem Bericht vom
8.
Dezember 2015 (vorstehend E. 3.4) sowie in seinen
ä
rztlichen Zeugnissen vom
8.
Dezember 2015 und vom
4.
Januar 2016 (
Urk.
6/51/15,
Urk.
6/51/25), dass der Beschwerdeführer für eine leichte oder administrative Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig sei.
Nach am 1
8.
Januar 2016 erfolgter Plattenentfernung am Knie
(
Urk.
6/51/9-10)
,
wurde dem Beschwerdeführer bei komplikationslosem postope
rativen Verlauf vom 1
8.
bis 3
1.
Januar 2016 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (
Urk.
6/51/7-8 S. 2).
Dr.
G._
bestätigte ihrerseits in ihrem
Bericht vom 1
0.
Juni
2016 (vorstehend E. 3.
5
)
erneut eine
vollständige Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer angepassten Tätigkeit
.
Auch die
Suva-
Kreisärztin
Dr.
H._
(vorstehend E. 3.
6
) erachtete den Beschwerdeführer nach im September 2017 durchgeführter Untersuchung als in einer behinderungsangepassten leichten bis mittelschweren Tätigkeit
für
ganztags arbeitsfähig, dies unabhängig von der geplanten Neurotomie. Wie
Dr.
H._
zu Recht festhielt, lassen die anlässlich der klinischen Untersuchung erhobenen gleichwertigen Umfangsmasse der unteren Extremitäten (vgl.
Urk.
6/68 S.
10
Mitte) sowie die
Beschwielung
der rechten Ferse das vom Beschwerdeführer vor
getragene Gangbild, wonach er den rechten Fuss nur auf der Zehenspitze abstel
len könne,
als unwahrscheinlich erscheinen und bestätigten die bereits von den Ärzten der
C._
im Juli 2015 festgehaltene Symptomausweitung (vorstehend E. 3.3).
Ihr formuliertes Zumutbarkeitsprofil bestätigte
Dr.
H._
auch nach am 1
8.
Dezember 2017 erfolgter Neurotomie am
4.
Juni 2018 (
Urk.
6/92/1).
Gemäss den Ausführungen von
Dr.
J._
in ihrem Bericht vom
1.
März 2018 (vorstehend E. 3.8) wurde dem Beschwerdeführer nach am 1
8.
Dezember 2017 durchgeführter Neurotomie lediglich für eine körperlich belastende Tätigkeit vom 1
8.
Dezember 2017 bis 2
5.
Februar 2018 eine Arbeitsunfähigkeit ausgestellt.
Eine
behinderungs
angepasste Tätigkeit
wurde zwischen
vier und acht Stunden
für zumutbar erachtet.
Eine vollständige Arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätig
keit wurde zuletzt von
Seiten
de
r
behandelnden Ärzte der
D._
in ihrem
Bericht vom
6.
Dezember 2018 ausdrücklich bestätigt (vorste
hend E. 3.11).
Abgesehen von den im Zusammenhang mit den verschiedenen Operationen attestierten vorübergehenden voll
ständigen
Arbeitsunfähigkeiten ist demnach seit dem Austritt aus der
C._
im Juli 2015 durchgehend eine voll
ständige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten leichten Tätigkeit von fachärztli
cher Seite her dokumentiert.
D
er
Beschwerdeführer
vermag
vorliegend
weder aus seinem subjektiven Beschwerdeempfinden und
noch
aus dem Umstand, dass er sich, wie er geltend machte (vorstehend E. 2
.2),
erst im Frühjahr 2019 wieder habe eingliedern kön
nen, etwas
zu seinen Gunsten
abzuleiten.
Entgegen seiner Ansicht ist nicht massge
bend
, ob
ein
vollends stabiler Endzustand erreicht
war
oder nicht
, da eine leichte, behinderungsangepasste Tätigkeit auch schon vor einem Behandlungs
abschluss möglich sein kann.
Auch
stellt
die Tatsache
, dass der Beschwerdeführer wieder in der Lage war, seine angestammte schwere Tätigkeit in einem Vollzeit
pensum auszuüben
(
Urk.
6/122 S. 1 f.,
Urk.
6/126)
, das
Ausmass des
von ihm vor den behandelnden Ärzten dargebotene
n
Beschwerdebild
es
weiter i
n Frage.
4.
3
Zusammenfassend ist demnach der medizinische Sachverhalt als dahingehend erstellt zu erachten, dass d
er
Beschwerdeführer
zum Zeitpunkt des hypothetischen
Rentenbeginns im Mai 2014
sowohl in
seiner
angestammten, als auch in einer angepassten Tätigkeit
zu 100
%
eingeschränkt war
, sich sein Gesundheitszustand aber ab
Juli 2015
dahingehend verbessert hat, dass in einer
behinderungsange
passten Tätigkeit
von
eine
r
100
%
ige
n
Arbeitsfähigkeit
ausgegangen werden kann
.
5.
5.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s
ein (BGE 139 V
28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1,
134 V
322 E. 4.1).
5.2
Für den Einkommensvergleich ist grundsätzlich auf die Gegebenheiten im Zeit
punkt des (hypothetischen) Rentenbeginns - hier das Jahr 2014
–
abzus
tellen (BGE
128
V 174, BGE 129 V 222).
Dem Arbeitgeberbericht der
Y._
vom
2.
Dezember 2013 lässt sich entneh
men, dass der Beschwerdeführer im Jahr 2013 ohne Gesundheitsschaden
Fr.
68'705.--
verdient hätte (
Urk.
6
/15
Ziff.
2.10 und
Ziff.
2.11).
Dies ergibt unter Berücksichtigung
der männerspezifischen Nominallohnentwicklung von
0.5
%
im Jahr 2014 und
von -
0.2 % im Jahr 2015
(vgl. Nominallohnindex 2011-2018
, Tabelle T1.
1.
10 F 41-43)
ein
Valideneinkommen
von
rund
Fr.
69'049.--
im Jahr 2014 (
Fr.
68'705.--
x
1.005
) und von
rund
Fr.
68'911.--
im Jahr 2015
(
Fr.
68'705.--
x
1.005
:
1.002
).
5.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2, 129 V 472 E. 4.2.1). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl.
BGE 142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung,
3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
5.4
Vorliegend rechtfertigt es sich
,
für die Ermittlung des Invalideneinkommens auf den standardisierten Durchschnittslohn für einfache Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art in sämtlichen Wirtschaftszweigen des privaten Sektors
gemäss
LSE abzustellen. Demnach betrug der im Durchschnitt aller Wirtschafts
zweige von Männern im Kompetenzniveau 1 erzielte Lohn im Jahr 2014 Fr. 5‘312.-- pro Monat (LSE 2014, Tabelle TA1, Total Männer, Kompetenz
niveau 1), was bei einer durchschnittlichen Wochenarbeitszeit von
41.7 S
tunden (betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen in Stunden pro Woche, Total; vgl. www.bfs.admin.ch, Statistiken, Arbeit und Erwerb),
im Jahr 2014 ein Einkommen von rund
Fr.
66‘453.--
(
Fr. 5‘312.-- x 12 : 40 x
41.7
) und unter Berücksichtigung
der männerspezifischen Nominallohnentwicklung von 0.
3
% im Jahr 2015 (vgl. Nominallohnindex 2011-201
8
, Tabelle T1.
1.
10 Total) ein Ein
kommen von rund Fr.
66‘652
.--
ergibt
(Fr. 5‘312.-- x 12 : 40 x
41.7 x 1.00
3
).
5.
5
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäfti
gungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25
%
nicht übersteigen (
vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2,
134 V
322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc). Die Rechtsprechung gewährt insbesondere dann einen Abzug auf dem Invalideneinkommen, wenn eine versicherte Person selbst im Rahmen kör
perlich leichter Hilfsarbeitertätigkeit in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt ist (BGE 126 V 75 E. 5a/
bb
). Zu beachten ist jedoch, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Ein
schränkungen nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen dürfen (Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1
und
9C_846/2014 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1).
Nach ständiger Rechtsprechung darf das (kantonale) Sozialversicherungsgericht sein Ermessen, wenn es um die Beurteilung des Tabellenlohnabzuges gemäss BGE 126 V 75 geht, nicht ohne triftigen Grund an die Stelle desjenigen der Verwaltung setzen; es muss
sich
auf Gegebenheiten abstützen können, welche seine abwei
chende Ermessensausübung als naheliegender erscheinen lassen (BGE 137 V 71 E. 5.2 und 126 V 75 E. 6). Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt oder zu Unrecht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesam
thaft neu zu schätzen (vgl.
Urteile des Bundesgerichtes
9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.4.3 und
8C_113/2015 vom 26. Mai 2015 E. 3.2
).
Der von der Beschwerdegegnerin gewährte leidensbedingte Abzug von 10
%
(vgl.
Urk.
6/70) trägt den konkreten Umständen des Beschwerdeführers angemessen Rechnung
und ist nicht zu beanstanden
.
5.
6
Ab rentenrelevanten Zeitraum
im
Mai
2014 war d
er
Beschwerdeführer auch in einer angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsunfähig.
Erst ab dem
Aufenthalt in der
C._
im Juli 2015
ist ein verbesserter Gesundheitszustand und eine Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit von 100 % ausgewiesen
(vorstehend E. 4)
. Demnach rechtfertigt sich die befristete
Zusprache
einer ganzen Rente von 1.
Mai
2014 bis 31.
Oktober 2015 (30
.
Juli
201
5
zuzüg
lich drei Monate; vgl. Art. 88a Abs. 1
IVV
).
Danach resultiert bei eine
m
Valideneinkommen
von rund
Fr.
68'911.--
und einem unter Berücksichtigung eines Abzuges von 10 % festgesetzten Invalideneinkom
men in der Höhe von rund Fr.
59‘987
.-- (
Fr. 66‘652.--
x 0.9) eine
Einkommens
einbusse
von Fr.
8‘924
.--, was einem Invaliditätsgrad von rund
13
%
entspricht, bei welchem Ergebnis de
m
Beschwerdeführer keine Rente der Invalidenversiche
rung mehr zusteht.
Die Phasen vollständiger Arbeitsunfähigkeit nach den operativen Eingriffen vom 1
8.
Januar 2016 und vom 1
8.
Dezember 2017
vermochten
, da zu kurz,
sodann
keinen
erneuten
vorübergehenden Rentenanspruch auszulösen (Urteil des Bun
desgerichts 9C_677/2012 vom
3.
Juli 2013 E. 2.3).
Demzufolge erweist sich die angefochtene Verfügung
(
Urk.
2)
als rechtens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem
unterliegenden Beschwerdefüh
rer aufzuerlegen.