# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 01e7e096-8596-4f19-ba9a-6c9ec911c23c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am 17. Februar 2009 erlitt D._ als Lenkerin eines Personenwagens der Marke Fiat, Modell Panda, amtliches Kennzeichen GR E._, einen Selbstunfall, bei welchem sie sich schwere Verletzungen zuzog. Der Personenwagen war bei der A._ AG versichert, wobei Versicherungsnehmer F._, Lebenspartner von D._, war.
B. Als Folge der Verletzungen ist D._ in ihrer Erwerbsfähigkeit sowie in ihrer Fähigkeit, Arbeit im Haushalt zu verrichten, dauernd eingeschränkt, weshalb die B._ (IV) Leistungen erbrachte und weiterhin erbringt. Die C._ (AHV) wird D._ bei deren Eintritt ins AHV-Alter eine Altersrente ausrichten, die gemäss Argumentation der AHV durch die Beiträge der Versicherten nicht voll finanziert sein wird, so dass die Versicherte einen Rentenverkürzungsschaden erleidet, in welchen die AHV subrogiert.
C. Da die A._ AG den von der IV und der AHV angemeldeten Regress ablehnte, gelangten die IV und die AHV mit Vermittlungsbegehren vom 12. April 2017 an die Schlichtungsbehörde der Region Engiadina Bassa/Val Müstair. Die Schlichtungsverhandlung fand am 21. Juni 2017 statt; die A._ AG blieb entschuldigt fern, weshalb der Vermittler die Nichteinigung feststellte. Die Klagebewilligung datiert vom 27. Juni 2017.
D. Mit Eingabe vom 30. Oktober 2017 reichten die IV und die AHV beim Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair Klage ein. Sie verlangten die Verurteilung der A._ AG zur Bezahlung genau bezifferter Geldbeträge samt Zinsen ab genau bezeichneten Daten. In ihrer Klageantwort vom 26. Januar 2018/4. Februar 2018 beantragte die A._ AG, das Verfahren sei einstweilen auf die Frage der Haltereigenschaft von D._ zu beschränken, während der Hauptantrag auf Abweisung der Klage laute, und sie äusserte sich eingehend zur Frage der Halterschaft.
E. Die IV und die AHV stellten sich gemäss Schreiben vom 22. Februar 2018 nicht gegen eine entsprechende Beschränkung des Verfahrens. Mit Verfügung vom 17. April 2018 beschränkte das Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair das Verfahren auf die Frage der Haltereigenschaft von D._.
F. Am 3. September 2018 erliess das Regionalgericht Engiadina Bassa/Val Müstair die Beweisverfügung, welche in der Folge aufgrund von Anträgen der Parteien mehrfach abgeändert wurde. Mit prozessleitender Verfügung vom 17.
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September 2018 wurde der IV und der AHV sodann Frist zur Einreichung der Replik gesetzt.
G. In ihrer Replik vom 19. Oktober 2018 stellten die IV und die AHV folgendes Rechtsbegehren:
Im Rahmen des zu erlassenden Zwischenentscheides sei die alleinige Halterschaft von Herrn F._ für den Zeitpunkt des Verkehrsunfalles am 17. Februar 2009 betr. das Fahrzeug Fiat Panda, GR E._, zu bejahen; eventuell, für den Fall der Annahme einer Mithalterschaft von Frau D._ die von der Beklagten zu vertretende Haftungsquote auf 50% festzulegen.
Im Übrigen wird an den Rechtsbegehren der Klage vollumfänglich festgehalten.
Mit Duplik vom 30. November 2018 hielt die A._ AG an ihrem Hauptantrag auf kostenfällige Abweisung der Klage fest und sie bekräftigte ihren Standpunkt, dass D._ Halterin, zumindest aber Mithalterin des Fiat Panda gewesen sei.
H. Mit Teilentscheid (recte: Zwischenentscheid, vgl. nachfolgend E. 1) vom 9. Oktober 2020, schriftlich mitgeteilt am 14. Juni 2021, entschied das Regionalgericht Engiadina Bassa/ Val Müstair:
1. Es wird festgestellt, dass F._ im Zeitpunkt des Verkehrsunfalls am 17. Februar 2009 alleiniger Halter des Fahrzeugs Fiat Panda, Kennzeichen GR E._, war.
2. Der beklagten Partei wird nach Rechtskraft dieses Zwischenentscheids mit separater Verfügung Frist zur Einreichung der (vollständigen) Klageantwort angesetzt.
3. Die Prozesskosten bleiben vorläufig bei der Prozedur.

## Considerations