# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 556ee42e-00a6-4371-abec-6b38e3146487
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 18. Januar 2007 unterzeichneten die Z. - bestehend aus der A., der Einzelfirma D. U., C. und der B. - als Verkäufer sowie Ralph und X. als Käufer einen Kaufvertrag für die Liegenschaft Nr. 795 im Grundbuch U. sowie für die Erstellung eines Einfamilienhauses inklusiv Keller.
B. Nach der Fertigstellung des Einfamilienhauses fand am 25. Oktober 2007 die Wohnungsabnahme statt. Gemäss dem Protokoll zur Wohnungsabnahme waren einige Mängel noch zu beheben. Mit Schreiben vom 29. September 2009 machten Ralph und X. weitere Mängel geltend, welche bis am 1. November 2009 zu erledigen seien. Diesem Schreiben vom 29. September 2009 war eine Mängelliste angeheftet. Am 6. Oktober 2009 bestätigte die B. - vertreten durch S. - den Eingang des genannten Schreibens sowie eines Schreibens vom 2. Oktober 2009, welches jedoch nicht bei den Akten der Vorinstanz liegt. Im Weiteren wurde ausgeführt, dass das Haus am 25. Oktober 2007 abgenommen worden sei und die dort aufgeführten Fertigstellungs- und Garantiearbeiten ausgeführt worden seien. Die Ansprüche für offene Mängel seien demnach verwirkt; die Frist für verdeckte Mängel laufe nach wie vor.
C. Mit Eingabe vom 26. Oktober 2009 reichten X. und Y. beim Bezirksgericht Maloja eine Klage gegen die Z., bestehend aus der A., D. U., C. und der B., mit folgenden Rechtsbegehren ein:
„1. Die Beklagte wird verurteilt, an die Kläger einen Betrag in Höhe von CHF 96‘517.00 nebst 5% Zinsen über dem Basiszinssatz ab Rechtshängigkeit zu zahlen.
2. Die Beklagte trägt die Kosten des Rechtsstreits.“
Da der Klage kein Leitschein beilag und in der genannten Streitsache offensichtlich noch keine Vermittlung stattgefunden hatte, leitete der Bezirksgerichtspräsident Maloja die Klage zuständigkeitshalber gleichentags an das Kreisamt Oberengadin weiter.
D. Im folgenden Verfahren vor dem Vermittleramt des Kreises Oberengadin vom 11. Dezember 2009 beantragten die Beklagten die Abweisung der Klage unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerschaft. Die angestellten Vermittlungsversuche blieben erfolglos, weshalb den Parteien am 16. Februar 2010 der Leitschein zugestellt wurde. Im genannten Leitschein wurde
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als Beklagtschaft die Z., bestehend aus der A., D. U., der C. und der B., aufgeführt.
E. Mit Eingabe vom 11. März 2010 gelangten X. und Y. erneut an das Bezirksgericht Maloja. Die eingereichte Klage umfasste denselben Inhalt wie die Eingabe vom 26. Oktober 2009 an das Bezirksgericht Maloja; zusätzlich wurde der Leitschein vom 16. Februar 2010 eingereicht. Dabei wurde im Wesentlichen geltend gemacht, dass die Beklagten zahlreiche Arbeiten mangelhaft ausgeführt hätten. So wurde unter anderem gerügt, dass die Deckenhöhen von 2.37 Meter im Studio, von 2.24 Meter im Skiraum und von 2.09 Meter im Keller vertragswidrig, zu niedrig und für die Wohnnutzung unzureichend seien. Diese Mängel seien mit Schreiben vom 29. September 2009 und vom 2. Oktober 2009 unter Fristansetzung bis zum 20. Oktober 2009 gerügt worden. Die Beklagten hätten mit Schreiben vom 6. Oktober 2009 die Beseitigung der Mängel endgültig abgelehnt, obwohl sie für alle geltend gemachten Mängel gemäss SIA-Norm 118 haften würden. Die erforderliche Fristansetzung zur Nachbesserung sei erfolgt. Mit dem Nachbesserungsverzug sei ein Anspruch der Kläger auf Ersatzvornahme entstanden, womit die Kläger die Verbesserung des Werkes auf Gefahr und Kosten der Beklagten einem Dritten übertragen dürften. Die mit der vorliegenden Klage geltend gemachten Drittverbesserungskosten für die Vertiefung des Kellers würden Fr. 96‘517.00 betragen.
F. Mit Prozessantwort vom 10. Mai 2010 gelangten die Beklagten - die Z., bestehend aus der A., der Einzelfirma D. U., C. sowie der B. - an das Bezirksgericht Maloja. Dabei wurde in formeller Hinsicht insbesondere geltend gemacht, dass die Prozesseingabe vom 11. März 2010 den formellen Anforderungen nicht zu genügen vermöge. Es fehle an einer Auflistung der Parteien, den Rechtsbegehren sowie Ausführungen zum Sachverhalt und den Beweisanträgen. Es werde lediglich auf eine frühere, an das Bezirksgericht Maloja eingereichte Klageschrift vom 26. Oktober 2009 verwiesen. Daher werde beantrag, dass auf die Klage nicht einzutreten sei. Im Weiteren sei gemäss dem Leitschein auch die juristische Person C. ins Recht genommen worden. Dieses Malergeschäft sei jedoch nicht Gesellschafter der Z.. Vielmehr hätte der Gesellschafter C. eingeklagt werden müssen, und zwar als natürliche Person. Da eine einfache Gesellschaft eine notwendige Streitgenossenschaft bilde, hätten alle vier Gesellschafter - somit auch C. - eingeklagt werden müssen. Auf die Klage sei demnach auch unter diesem Titel nicht einzutreten. Im Weiteren datiere der Leitschein vom 16. Februar 2010 und sei am gleichen Tag der Post übergeben worden; es müsse davon ausgegangen werden, dass die Parteien den Leitschein
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am darauf folgenden Tag empfangen hätten. Mit einer Prozesseingabe am 11. März 2010 werde die 20-tägige Frist zur Einreichung der Klage nicht gewahrt. In materieller Hinsicht führten die Beklagten aus, dass auf der von den Klägern gekauften Liegenschaft die Neuerstellung eines Einfamilienhauses geplant gewesen sei. Ursprünglich habe das Projekt ohne Keller, jedoch mit einem Garagenplatz auf den Kaufmarkt gehen sollen. Die Kläger wollten das Einfamilienhaus jedoch mit Keller und ohne Garagenplatz. Die Grundrisspläne sowie der Baubeschrieb vom August 2005 hätten dabei integrierender Bestandteil des Kaufvertrages gebildet; dies gelte jedoch nicht für die von den Klägern eingereichte Baueingabe, welche an die letzte Seite des Kaufvertrages angeheftet worden sei. Diese sei von den Vertragspartnern nicht unterzeichnet worden und gelte daher nicht als Vertragsbestandteil. Schliesslich hätten die Kläger erstmals an der Vermittlungsverhandlung vorgebracht, dass die Höhe des Kellers nicht der vertraglichen Vereinbarung entspreche, der geplante Kellerumbau als Mängelbehebung zu gelten habe und die Beklagten diese Umbaukosten in der Höhe von Fr. 96‘517.-- zu übernehmen hätten. Diese Rüge sei befremdend; die Kläger hätten bereits im Herbst 2007 im Keller eine Saunaanlage eingerichtet und dabei nie irgendwelche Höhen gerügt.
G. In der Folge erhielten die Kläger Gelegenheit, sich zu den Einwänden der Beklagten vom 10. Mai 2010 zu äussern. Davon machten sie mit Eingabe vom 31. Mai 2010 Gebrauch. Sie beantragten unter anderem, den Leitschein dahingehend zu berichtigen, als dass C. als Mitglied der Baugesellschaft zu nennen sei. Im Weiteren wurde geltend gemacht, dass die beiden Tiefgaragenplätze Nr. 16 und 17 aus dem Kaufvertrag heraus genommen und von den Beklagten ab dem 1. November 2007 den Klägern vermietet worden seien. Nachdem die Beklagten den Klägern die Stellplätze überraschend gekündigt hätten, seien die Kläger gezwungen gewesen, den Stellplatz Nr. 17 von den Beklagten zu einem Kaufpreis von Fr. 42‘000.-- zu kaufen, um weiterhin über einen separaten Zugang zum Studio zu gelangen. Dieser Betrag werde nun im Sinne von Mangelbeseitigungskosten von den Klägern einverlangt, da der von den Beklagten kaufvertraglich geschuldete separate Zugang zum Studio ohne diesen Stellplatz unmöglich sei. Diese Unmöglichkeit des separaten Zugangs habe sich erst nach der Kündigung der Stellplätze manifestiert. Bezüglich der Höhe des Kellerraums wurde ausgeführt, dass die Beklagten gemäss dem Kaufvertrag einen Kellerraum in normgerechter Höhe schulden würden. Im Bauantrag beziehungsweise in den Bauplänen zum Bauantrag sei die Deckenhöhe des Kellers mit 2.36 Meter ausgewiesen. Die Kellerhöhe sei weder norm- noch vertragsgerecht. Mittlerweile
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seien zudem weitere Feuchtigkeitsschäden im Skiraum aufgetreten. Die Kläger verlangten zusammenfassend die Mängelbeseitigung der zu geringen Kellerhöhe, des fehlenden Studiozugangs sowie der Feuchtigkeits- und Schimmelschäden im Skiabstellraum.
H. Daraufhin erhielten die Beklagten Gelegenheit, sich zu der Eingabe der Kläger vom 31. Mai 2010 zu äussern. Im Schreiben vom 18. August 2010 an das Bezirksgericht Maloja hielten sie an ihren Standpunkten grundsätzlich fest und führten zusätzlich aus, dass eine nachträgliche Änderung beziehungsweise ein Wechsel der Partei im Laufe des Prozesses nicht zulässig sei.
I. Mit Verfügung betreffend unrichtigen Leitschein (Art. 74 ZPO-GR) des Bezirksgerichtspräsidiums Maloja vom 20. August 2010, mitgeteilt am 20. August 2010, wurde der Kreispräsident-Stellvertreter des Kreises Oberengadin als Vermittler im Sinne von Art. 74 ZPO-GR ersucht, den Leitschein Ref.: V 141/09 vom 16. Februar 2010 in Sachen X. und Y. gegen Z., bestehend aus A. und Konsorten hinsichtlich der Parteibezeichnung dahingehend zu ändern, als dass C. - und nicht die C. - als Mitglied der Z. aufzuführen sei.
J. Mit Eingabe vom 28. September 2010 machten die Beklagten von der Gelegenheit Gebrauch, eine Duplik einzureichen. Dabei wurde insbesondere ausgeführt, dass über eine bestimmte Raumhöhe des Kellers keine Vereinbarung getroffen worden sei. Auch gebe es keine Norm für Raumhöhen; die SIA-Norm 118 äussere sich darüber nicht. Im Weiteren hätten die Kläger die beiden Garagenplätze Nr. 16 und 17 aus finanziellen Gründen nicht kaufen, sondern lediglich mieten wollen. Die Beklagten hätten gegen die vertragskonforme Kündigung der beiden Autoeinstellplätze bei der Schlichtungsbehörde für Miete und Pacht des Bezirkes Maloja opponiert. Anlässlich der Schlichtungsverhandlung am 17. Juni 2009 seien die Parteien miteinander so verblieben, Verhandlungen über den käuflichen Erwerb des Parkplatzes Nr. 17 zu führen. Die Parteien hätten sich über den Kaufpreis und das Kaufgeschäft geeinigt, weshalb das eingeleitete Schlichtungsverfahren infolge Vergleichs abgeschrieben werden konnte. Das Studio stelle im Übrigen keine separate Einheit dar und sei auch nie als solche verkauft worden. Der Zugang zum Einfamilienhaus sei gegeben und auch das Studio sei von aussen direkt zugänglich. Schliesslich wurde ausgeführt, dass sämtliche von den Klägern gerügten Feuchtigkeitsschäden behoben worden seien.
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K. Am 8. Oktober 2010 stellte der Kreispräsident-Stellvertreter als Vermittler gestützt auf die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Maloja vom 20. August 2010 einen korrigierten Leitschein aus, in welchem C. als Mitglied der Z. aufgeführt wird.
L. Mit Schreiben vom 29. September 2010 erklärte das Bezirksgericht Maloja den Schriftenwechsel als geschlossen und gab den Klägern unter Hinweis auf Art. 87 Abs. 2 ZPO-GR Gelegenheit zur Einreichung einer Stellungnahme zu der von den Beklagten eingereichten Duplik bis am 20. Oktober 2010. Da sich die Eingabe der Kläger vom 18. Oktober 2010 nicht an den Rahmen der genannten Bestimmung hielt, wurde diese mit Verfügung des Bezirksgerichtes Maloja vom 21. Oktober 2010 aus dem Recht gewiesen.
M. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Maloja fand am 17. Dezember 2010 statt. Mit Urteil vom 9. Februar 2011, mitgeteilt am 17. März 2011, erkannte das Bezirksgericht Maloja was folgt:
„1. Die Klage wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Gerichtsgebühr von CHF 6‘000.--, Schreibgebühren von CHF 500.-- und einem Streitwertzuschlag von Fr. 1‘500.--, sowie die vermittleramtlichen Kosten von CHF 300.-- werden vollumfänglich den Klägern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
3. Die Kläger werden unter solidarischer Haftbarkeit verpflichtet, die Beklagten mit CHF 8‘739.40 ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations