# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 24a1245e-a3f7-5f27-a45f-aeef92e13ea5
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_010
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ und B._ sind verheiratet und wohnen in C._. Seit Beginn des Jahres 2006 sind sie einzige Gesellschafter und Geschäftsführer mit Einzelunterschrift der D._ GmbH mit Sitz in E._, einer Gesellschaft, deren Zweck hauptsächlich darin besteht, Dienstleistungen zu erbringen und Handel sowie Import-Export zu betreiben, speziell in den Bereichen Landwirtschaft, Tiermedizin und Konsumgüter.
In ihrer Steuererklärung, welche sie am 13. Oktober 2015 für die Steuerperiode 2014 einreichten, deklarierten die Steuerpflichtigen ein Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit (Code 1.110) von CHF 54‘546.- (Ehemann) bzw. CHF 28‘369.- (Ehefrau). Zudem deklarierten sie unter dem Titel „andere Erwerbseinkommen: Kollektiv- oder Kommanditgesellschaft“ (Code 1.420) ein Einkommen von CHF 9‘478.- (Ehemann) bzw. CHF 9‘477.- (Ehefrau). Als Berufsauslagen machten sie unter anderem für den Ehemann einen Abzug für auswärtige Verpflegung (Code 2.120) von CHF 3‘200.- sowie für beide Steuerpflichtigen sonstige Berufsauslagen (Code 2.130) von je CHF 2‘000.- geltend.
Gemäss ordentlicher Veranlagungsanzeige vom 17. März 2016 setzte die Kantonale Steuerverwaltung (nachfolgend: Steuerverwaltung) das Einkommen der Steuerpflichtigen aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit auf CHF 77‘984.- (Ehemann) bzw. CHF 46‘182.- (Ehefrau) sowie das Einkommen aus selbstständigem Nebenerwerb auf CHF 9‘478.- (Ehemann) bzw. CHF 9‘477.- (Ehefrau) fest. Sie gewährte dem Ehemann einen Abzug für auswärtige Verpflegung von CHF 1‘600.- sowie für sonstige Berufsauslagen von CHF 2‘340.- und der Ehefrau einen Abzug für sonstige Berufsauslagen von CHF 2‘000.-. Unter Berücksichtigung der übrigen Steuerfaktoren ergab sich für die Steuerpflichtigen ein steuerbares Einkommen von CHF 107‘375.- (Kanton; geschuldete Steuer: CHF 9‘067.30) bzw. CHF 100‘983.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 2‘013.-). Die Abweichungen gegenüber der Steuererklärung begründete die Steuerverwaltung wie folgt: „1110: Gemäss erhaltenem Lohnausweis.“ und „2120: Gemäss Lohnausweis erhalten Sie Spesen.“
B. Gegen diese Veranlagung reichten die Steuerpflichtigen am 7. April 2016 Einsprache ein. Sie beantragten, es sei das Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit auf der Basis der mit der Steuererklärung eingereichten Lohnausweise vom 9. Oktober 2015 auf CHF 54‘546.- (Ehemann) bzw. CHF 28‘369.- (Ehefrau) festzusetzen. Dies mit der Begründung, dass die ursprünglichen Lohnausweise vom 27. Januar 2015, auf welche die Steuerverwaltung in der Veranlagungsanzeige vom 17. März 2016 abgestellt habe, zu einem Zeitpunkt erstellt worden seien, als noch keine verlässlichen Abschlusszahlen der D._ GmbH vorgelegen hätten. Weil die Geschäftszahlen die ursprünglich angenommenen Löhne nicht zugelassen hätten, mithin im Jahr 2014 ein Verlust hätte ausgewiesen werden müssen, hätten die Löhne nachträglich nach unten korrigiert werden müssen. Es sei deshalb auf die Lohnausweise vom 9. Oktober 2015 abzustellen; die Lohnausweise vom 27. Januar 2015 seien ungültig.
Mit Einspracheentscheid vom 10. Juni 2016 hiess die Steuerverwaltung die erhobene Einsprache teilweise gut. Sie setzte das Einkommen aus unselbstständiger Tätigkeit (Code 1.110) auf CHF 57‘546.- (Ehemann) bzw. CHF 29‘319.- (Ehefrau) fest. Da die von den Steuerpflichtigen zum Abzug gebrachten Pauschalspesen von CHF 6‘000.- (Ehemann) resp. CHF 2‘500.- (Ehefrau), ausmachend total CHF 8‘500.-, überhöht seien, sei ein Betrag (Ehemann: CHF 3‘000.-; Ehefrau:
Kantonsgericht KG
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CHF 950.-) als Privatanteil zum Lohn aufzurechnen (Code 1.110). Zudem könne dem Ehemann kein zusätzlicher Abzug für die Mehrkosten der auswärtigen Verpflegung (Code 2.120) gewährt werden, da mit den ausgewiesenen Spesen sämtliche berufsbedingten Kosten abgedeckt seien. Unter Berücksichtigung sämtlicher Steuerfaktoren ergab sich für die Steuerpflichtigen ein steuerbares Einkommen von CHF 72‘014.- (Kanton; geschuldete Steuer: CHF 4‘867.50) bzw. CHF 65‘622.- (Bund; geschuldete Steuer: CHF 592.-).
C. Mit Eingabe vom 24. Juni 2016 erhoben die Steuerpflichtigen Beschwerde an das Kantonsgericht Freiburg, welche sie am 6. Juli 2016 begründeten. Die Steuerpflichtigen beantragen sinngemäss, es sei der angefochtene Einspracheentscheid aufzuheben, die Pauschalspesen in vollem Umfang (CHF 8‘500.-) anzuerkennen und auf eine Aufrechnung des Privatanteils zu verzichten. Weiter seien die Mehrkosten des Ehemannes für die auswärtige Verpflegung im Umfang von CHF 1‘600.- zum Abzug zuzulassen. Sie weisen darauf hin, dass sie seit Jahren Pauschalspesen beziehen würden. Diese seien über die Jahre hin etwa gleich hoch, auch wenn das Einkommen zum Teil starken Schwankungen unterworfen sei. Die geltend gemachten Pauschalspesen seien denn auch nicht überhöht, seien sie als Unternehmer doch dauernd (oft auch abends und samstags) unterwegs. Ausserdem habe die Steuerverwaltung des Kantons F._, welche die D._ GmbH veranlage, die Pauschalspesen in der Höhe von total CHF 8‘500.- akzeptiert. Was den Abzug der Mehrkosten für die auswärtige Verpflegung betreffe, so sei nicht ersichtlich, weshalb die Steuerverwaltung diesen, nachdem sie den Abzug in der Veranlagungsanzeige bereits auf CHF 1‘600.- reduziert habe, im Einspracheentscheid ganz verweigere, habe doch hierzu kein Anlass bestanden.
Der mit Verfügung vom 28. Juni 2016 festgesetzte Kostenvorschuss von CHF 400.- wurde fristgemäss bezahlt.
In ihren Bemerkungen vom 16. August 2016 schliesst die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde.
Die Eidgenössische Steuerverwaltung verzichtete auf eine Vernehmlassung.
In ihren Gegenbemerkungen vom 20. September 2016 hielten die Beschwerdeführer an ihren Anträgen und Standpunkten fest.

## Considerations

Erwägungen
I. Prozessuales