# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2fcc9c11-3615-5fd2-a460-642270a93c5f
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1975 geborene
X._
arbeitete zuletzt
vollzeitlich
bei der
Y._
, als Trans
portchauffeur
und war in dieser Funktion bei der Suva gegen die Folgen von
Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen
und Berufs
krankheiten versichert. Gemäss Schadenmeldung vom
10. März 2015
(
Urk.
11/1
) hatte er am
1
3
. Februar 2015
einen Unfall erlitten, bei welchem er
auf
G
latteis ausgerutscht war
,
wobei er
sich mit seiner linken Hand abgestützt hatte.
E
r
habe vor Langem dieses Handgelenk schon einmal verletzt gehabt, habe jedoch bis zum aktuellen Ereignis keine Beschwerden gehabt.
Nach diesem Vorfall seien durch die Belastung der Arbeit Beschwerden und Schmerzen ausgelöst worden.
Festgehalten wurde ein Bruch des linken Handgelenks.
Die Suva erbrachte da
raufhin die gesetzlichen Leistun
gen und tätigte medizinische sowie erwe
rbliche Abklärungen.
Mit Verfügung vom 25. August 2016 (
Urk.
11/109) stellte die Suva ihre bisheri
gen Versicherungsleistungen (Taggeld und Heil
behandlungs
kosten) per 31. Okto
ber 2016 ein und verneinte
den
Anspruch auf weitere Versicherungsleistungen
. Als Begründung führte sie aus, die
aktuell
bestehenden Beschwerden
seien
ge
mäss kreisärztlicher Beurt
eilung nicht mehr unfallbedingt
.
Hiergegen
erhob der Versicherte am 9. September 2016 Einsprache
(
Urk.
11/115)
. Daraufhin nahm Kreisarzt
Dr.
med.
Z._
, Facharzt
für Chirurgie,
am 2
0
. September 2016 zum medizinischen Sachverhalt Stellung
(
Urk.
11/122)
. Mit
Einspracheentscheid
vom 30. September 2016 (
Urk.
11/129
=
Urk.
2
) wies die Suva die Einsprache des Ver
sicherten ab.
2.
2.1
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 27. Oktober 2016 (
Urk.
1) Be
schwerde und stellte folgende Anträge
(S. 1 f.)
:
«
1.
Es sei die Verfügung der Suva vom 25. August 2016 zur Einstellung der Versicherungsleistungen aufzuheben und es seien dem Beschwerde
führer auch ab dem 1. November 2016 weiterhin die bisher erfolgten Ver
sicherungsleistungen (Taggeld und Heilkosten) der Suva Winterthur aus
zurichten.
2.
Es sei der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu gewähren.
3.
Eventualiter sei die Angelegenheit zur Neubeurteilung und Ergänzung des Beweisverfahrens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese sei anzuweisen, ein unabhängiges Obergutachten einzuholen, welches der Neubeurteilung
zugrundezulegen
sei. Es sei dem Beschwerdeführer Gele
genheit zu geben, sich zu den Gutachtervorschlägen des Sozialversiche
rungsgerichts zu äussern und eigene Vorschläge zu unterbreiten.
4.
Es sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspfleg
e und
vertretung
durch den Unterzeichneten zu gewähren.
5.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der
Beschwerde
gegnerin.»
Am 21. November 2016 reichte der Beschwerdeführer Unterlagen im Zusammen
hang mit seiner prozessualen Bedürftigkeit ein (
Urk.
7-9).
Mit Beschwerdeantwort vom 23. November 2016 (
Urk.
10) beantragte die Be
schwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei (S. 2).
Am 1. Dezember 2016
stellte
der Beschwerdeführer
dem Gericht einen weiteren Arztbericht zu
(
Urk.
13-14/2).
2.
2
Mit Verfügung
vom
21. Dezember 2016 (
Urk.
15) wurde
auf
das Begehren um Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung der Beschwerde nicht eingetreten und das sinngemässe Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen abgewiesen. Sodann wurde das Gesuch
des Beschwerdeführers
um Bewilligung der unentgelt
lichen Rechtsvertretung
bewilligt und
Dr.
Jürg Martin als unentgeltlicher Rechts
vertreter eingesetzt.
Am 25. Januar 2017
äusserte sich die
Beschwerdegegnerin
zu den nachgereichten Unterlagen
(
Urk.
18)
, wovon dem Beschwerdeführer am 2
5.
Januar 2017 Kennt
nis gegeben wurde (
Urk.
19).
2.
3
Mit Schreiben vom 13. Oktober 2017
zeigte
Re
chtsanwältin Claudia
Zumtaug
wald
, Luzern, unter Beilage einer Vollmacht die Mandatsübernahme an (
Urk.
20-21).
Davon hat das Gericht unter Anpassung des Rubrums
Vormerk
genommen.
Am
16. Oktober 2017 reichte
der ehemalige
Rechtsvertreter
Dr.
Jürg
Martin seine Honorarnote ein (
Urk.
22).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfall
versiche
rung (
UVV
) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den
materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
13. Februar 2015
ereignet
(
Urk.
11/1)
, weshalb die
bis 31. Dezember 2016 gültig
gewesenen Normen auf den vorliegen
den Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss
Art.
6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Aus
serdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Ver
unfallten bei der Heilbehandlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.3
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG), so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu.
Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG
[in der ab 1. Juli 2001 geltenden Fassung]
). Der Rentenanspruch entsteht, wenn von der Fortset
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszu
standes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der In
validenversicherung (IV) abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahin (Art. 19 Abs. 1 UVG).
1.
4
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des na
türlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der
versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
an
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.
5
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsauf
hebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massgebend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kos
tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach
Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
Der Beweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs muss nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Ge
sundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesund
heitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E. 2 mit weiteren Hinweisen).
1.
6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erheb
liche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu
kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Mit
Einspracheentscheid
vom 30. September 2016 (
Urk.
2)
- der vorliegend
das
Anfechtungsobjekt
bildet
(
Urk.
1 S. 1) -
ging
die Beschwerdegegnerin
vom
Ein
tritt des Status quo sine acht Wochen nach dem Unfallereignis vom 13. Februar 2015
aus, weshalb sie die Leistungen
per 31. Oktober 2016
einstellte
. In medizi
nische
r
Hinsicht stützte sie sich dabei
vorab
auf
die Beurteilung von
Dr.
Z._
vom 20. September 2016 (
Urk.
11/122).
Vernehmlassungsweise
(
Urk.
10) brachte die Beschwerdegegnerin vor, dem gan
zen Geschehen liege ein Unfallereignis aus dem Jahr 1993 zugrunde (S. 4). Das nach der Operation vom
8.
September 2015 entwickelte komplexe r
egionale Schmerzsyndrom (CRPS)
sei Folge des früheren Unfalls (S. 5). Auf die Aktenbe
urteilung durch den Kreisarzt sei abzustellen (S. 5 f.).
2.2
In seiner Beschwerdeschrift vom 27. Oktober 2016 (
Urk.
1)
berief sich
der Be
schwerdeführer
dagegen
im Wesentlichen darauf, dass
aufgrund der
vorliegenden
medizinischen
Aktenlage
nicht darauf geschlossen werden
könne
, dass
seine
ak
tuellen Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
auf das
Ereignis
aus dem Jahre
1993
zurückzuführen
und nicht
kausal
zum Unfallereignis vom 13. Februar 2015 seien.
Im Zusammenhang mit
der Kausalität zum Unfallereignis vom 13. Februar 2015 verwies
er
auf
verschiedene – auch im Beschwerdeverfah
ren aufgelegte (
Urk.
14) - Arztberichte
(
Urk.
1 S. 1 f., 7 f.).
3.
3.1
S
treitig und
damit
zu prüfen ist die Frage, ob die ab 1. November 2016 geklagten Beschwerden des Beschwerdeführers natürlich kausal zum Unfallere
ignis vom 13. Februar 2015 sind.
Die
medizinische Aktenlage
präsentiert sich wie folgt:
3.2
Dem
Bericht über ein
e Computertomographie
(
CT
)
der Hand/des Handgelenkes links vom 3. März 2015 (
Urk.
1
1/15) ist folgender Befund zu entnehmen:
«
Randsklerosierte
, degenerativ veränderte
Pseudarthrose
des
Scaphoids
mit Skle
rose und Volumenverl
ust des proximalen Pols,
ga
nglionartigem
,
zystoide
m
De
fekt im distalen grösseren Fragment
grosskuvaturseits
palmar
und angrenzenden degenerativen Ve
r
änderungen zum übrigen
Carpus
und radi
okarpal. An einer Stelle besteht
eine feine mögliche spongiöse Knochenbrücke zwischen den beiden Fragmenten. Verdacht auf beginnende
Ankylosierung
zwischen O
s
lunatum
und
triquetrum
,
grosskurvaturseits
palmar
. Soweit in der gegebenen Hal
tung beurteil
bar DISI-Fehlstell
ung mit typischer fokaler Degeneration mit dorsaler
Sklerosie
rung
des geklippten Os
lunatum
. Dorsal betonte radiokarpale Arthrose mit Ge
lenkspaltverschmälerung
subcho
ndraler
Sklerosierung
und kleinen
zystoiden
Veränderungen
subchondral
in der dorsalen radialen Gelenkfläche. Winzige ganglienartige
Zystchen
im
übrigen
Carpus
»
.
3.3
Im Arztzeugnis UVG vom 20. März 2015 (
Urk.
11/16
/1
) betreffend die Erstbe
handlung vom 20. Februar 2015 diagnostizierte
der Hausarzt
Dr.
med.
A._
, Facharzt für
Innere Medizin,
eine
Scaphoid-Pseudarthrose
links mit Folgeschäden des ganzen Handgelenkes links, wahrscheinlich Erstereignis 1993,
und einen
Ver
dacht auf erneute Traumatisierung am 1
3. Februar 201
5.
Der Beschwerdeführer
sei
seit
20. Februar 2015 zu 100 % arbeitsunfähig. Der Behandlungsabschluss sei noch offen.
Am Handgelenk links
bestehe eine
deutliche
Druc
kdolenz
über Taba
tiere. Es liege keine Schwellung vor, die Beweglich
keit sei deutlich eingeschränkt. Di
e Lat
eral
flex
ion
links
löse
auch
Schmerzen aus, subjektiv bestehe eine Dysäs
thesie der Fingerspitzen aller Finger links. Ellbogen und Schulter seien ohne Be
fund. Rönt
g
en und CT
zeigten
den Zustand nach alter
Scaphoidfraktur
mit
Pseu
darthrose
und Folgeschäden im Handgelenk
.
Dr.
A._
berichtete im Weiteren, dass die Schmerzen im Zusammenhang mit dem Unfall im Jahr 1993 von allein verschwunden, aber seit mehreren Jahren immer wieder aufgetreten seien. Ab 1
3.
Februar 2015 hätten die Schmerzen deutlich zugenommen (
Urk.
11/16/2).
In seinem
Überweisungsschreiben an die
Abteilung Handchirurgie der
B._
vom 9. April 2015 (
Urk.
11/21)
stellte der Hausarzt die Diag
nose einer
Scaphoid-Pseu
darthrose
links, vermutlich
Scaphoidfraktur
1993/94,
einer
SNAC-Wrist
mit
DISI
-Fehlstellung
und Arthrose
sowie
eines
Verdacht
s
auf Traumatisierung an
lässlich eines Sturzes am 13. Februar 201
5.
Eigentlich komme nur
noch
eine Handgelenks-
Arthrodese
als Therapieoption in Frage.
Im ärztlichen Zwischenbe
richt vom 14. April 2015 (
Urk.
11/22) bejahte
er
einen bleibenden Nachteil.
3.4
Am 7. Mai 2015 (
Urk.
11/26)
wurde
n
seitens der Orthopädie
B._
eine Panarth
rose
radiokarpal
links bei
Scaphoid-Pseudarthrose
links bei vermutlicher
Scaphoidfraktur
1993/1994 sowie
ein
Verdacht auf eine ältere intraartikuläre Ra
diusfraktur, heute Traumatisierung durch Sturz vom 13. Februar 2015, diagnos
tiziert.
Im CT von Hand und Handgelenk
(vgl. vorstehend E. 3.1)
links zeige
n
sich eine
Pseudarthrose
des
Scaphoids
mit
Sklerosier
ung
und Volumenverlust
,
d
ege
nerati
ve Veränderungen des übrigen
Carpus
radiokarpal
und ein
Verdacht auf eine beginnende Arthrose zwischen Os
lunatum
und
Triquetrum
.
Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Degeneration
werde
eine Revision der
Scaphoid-Pseudarthrose
als nicht mehr gewinnbringend
erachtet
. Eine Handgelenksverstei
fung werde bei entsprechendem Leidensdruck als notwendig erachtet.
3.5
Am 1
9.
August 2015 beurteilte Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt
für Chirurgie,
den medizinischen Sachverhalt dahingehend, dass die Fraktur und
Pseudarthrose
schon älter seien, dass jedoch bis zum Unfallereignis vom 13. Februar 2015 Be
schwerdefreiheit bestanden habe, weshalb eine Traumatisierung der Arth
rose/
Pseudarthrose
zu diese
m
Zeitpunkt anzunehmen sei. Die volle unfall
kausale Arbeitsunfähigkeit sei noch ausgewiesen. Wann mit der
vollen
Wieder
aufnahme der angestammten Tätigkeit gerechnet w
erden könne, sei nicht abseh
bar. E
s sei eine
Arthrodese
des Handgelenkes geplant (
Urk.
11/34).
3.6
Im Operationsbericht
der
Orthopädie
B._
vom 8. September 2015 (
Urk.
11/39) wurde
die
Diagnose einer Panarthrose
radiokarpal
links bei
Scaphoid-Pseudarth
rose
links bei vermutlicher
Scaphoidfraktur
1993/
19
94
gestellt
.
B
eim Beschwer
deführer liege eine Panarthrose in Folge einer nicht
verheilte
n
Scaphoidfrak
tur
/
Scaphoid-Pseudarthrose
vor, die Restbeweglichkeit sei minimal, so dass die Entscheidung einer
Handgelenkspanarthrodese
bei beruflich belastender Tätigkeit (Chauffeur) gestellt werde
(vgl. dazu auch Operationsbesprechung vom 2
0.
Au
gust 2015;
Urk.
11/38)
.
3.7
Mit Bericht vom
9. Oktober 2015
(
Urk.
11/45)
wurde seitens der
Orthopädie
B._
der Verdacht auf ein CRPS bei Status nach
Arthrodese
Handgelenk links vom 8. September 2015 mit/bei Panarthrose radioka
r
pal links bei
Skaphoidpseu
darth
rose
links bei vermutlicher
Scaphoidfraktur
1993/1994 gestellt.
Es erfolge nun eine
Kortisontherapie
über drei Wochen. Im nachfolgenden Bericht vom 10. November 2015 (
Urk.
11/50) wurde festgehalten, dass sich klinisch das Bild eines CRPS zeige. Radiologisch zeige sich eine progrediente Konsolidation der
Arthrodese
.
In der Folge
entwickelte sich das Vollbild eines CRPS, der Beschwerdeführer wurde daher
zwischenzeitlich stationär
in der
Rheumatologie
B._
aufgenom
men
.
Der weitere Verlauf
hinsichtlich des
CRPS
war
frustran
(
Urk.
11/60, 11/68
, 11/72
, 11/82
, 11/9
3
).
3.8
Am 29. Februar 2016 hielt Kreisarzt
Dr.
med.
D._
, Facharzt für
Chirurgie,
fest, etwa ein Jahr nach der Operation, also im September 2016
,
sei mit einem Endzu
stand zu rechnen (
Urk.
11/76).
3.9
Der Stellungnahme von
Prof.
Dr.
E._
vom 30. Mai 2016 (
Urk.
11/89)
ist zu ent
nehmen
, im vorliegenden Schadenfall sei nach dem Unfallereignis vom 13. Feb
ruar 2015 ein C
T
der Hand erfolgt, in welchem ausser degenerativen Verände
rungen und Folgen eines alten Unfallereignisses keine strukturell traumatischen Läsionen als Folge des aktuellen Unfallereignisses beschrieben worden seien. Der im CT vom 3. März 2015 beschriebene Befund sei vollständig kompatibel mit einer etwa
23
Jahre alten - zu vermutenden -
Navicularefraktur
respektive
Pseu
darthrose
, bei der sich mittlerweile als Folge ein
SNAC
Wrist
(
Radiokarpal
e Arth
rose) gebildet habe. Exakt dieser Befund
habe zur Operation vom 8. Septem
ber 2015 (
Handgelenksarth
r
odese
) geführt. Aus medizinischer Sicht habe das Un
fall
ereignis nach der Beschreibung im
Aussendienstr
apport vom 6. August 2015
(vgl.
Urk.
11/32)
somit zu einer Kontusion der linken Hand geführt. In Anbetracht des
Vorschadens wäre der Status quo sine spätestens acht Wochen nach dem Unfall
ereignis erreicht. Das postoperativ eingetretene CRPS wäre somit nicht un
fallkau
sal.
3.10
Seitens der Orthopädie
B._
wurde am 31. August 2016 (
Urk.
11/112) die Diag
nose eines
CRPS
Hand links (
adomina
nt
)
bei
Status nach
Arthrodese
Hand
gelenk links vom 8. September 2015 mit/bei Panarthrose
radiokarpal links
und
nach
Skaphoidpseudart
h
r
ose
links bei vermutlicher
Scaphoidfraktur
1993/1994 festge
halten. Ein Jahr postoperativ zeige sich nach wie vor ein stark ausgeprägtes CRPS der linken Hand. Dieses sei
eine
klare Unfallfolge.
3.11
Die Rheumatologie
B._
hielt mit Bericht vom 13. September 2016 (
Urk.
11/117) fest, beim Beschwerdeführer sei es bei vermutlicher
Scaphoidfraktur
links 1993/1994 zu einer
Scaphoid
-P
seudarthrose
links gekommen. Aufgrun
d der fol
genden Panarthrose
radiokarpal
links sei am 8. September 2015 eine
Arthro
dese
des Handgelenks links durchgeführt worden. Unmittelbar postoperativ habe sich ein CRPS der Hand links entwickelt. Aus diesem Grund s
e
he man das CRPS der linken Hand als Unfallfolge an.
3.12
Mit Stellungnahme vom 20. September 2016 (
Urk.
11/122) führte
Dr.
Z._
aus, nach den Unterlagen des
B._
s habe der Beschwerdeführer 1993/1994
eine
Scaphoidfraktur
erlitten und es habe sich mit der Zeit eine
Scaphoid-Pseudart
h
r
ose
ausgebildet. Schon im Beri
c
h
t der
B._
vom 20. August 2015, also
deutlich
vor der durchgeführten
Arthrodese
-Operation, werde eine
Pa
n
a
rt
h
rose
radiokar
pal
links sowie der Verdacht auf eine ältere intraartikuläre Radiusfraktur
erwähnt
. Am 13. Februar 2015 sei der Beschwerdeführer erneut ge
stürzt, er sei auf Glatteis ausgerutscht und habe sich mit der linken Hand abge
stützt. I
m
CT des linken Handgelenkes vom 3. März 2015 werde schon der Ver
dacht auf
eine
beginnende Ankylose zwischen Os
lunatum
und Os
triquetrum
palmar
gestellt. Soweit in der gegebenen Haltung beurteilbar, zeige sich eine DISI-Fehlstellung mit typischer fokaler Degeneration mit dorsale
r
Sklerosierung
des gekippten Os
lunatum
. Aktuelle unfallbedingte Schäden hätten nicht gesehen werden können. Im Erst
bericht des
Hausarztes vom 20.
März
2015 werde das Handgelenk wie folgt beschrieben: Deutlicher Druckschmerz über der Tabatiere. Keine Schwellung. Beweglichkeit deutlich
eingeschränkt
. Lateralflexio
n
im Hand
g
elenk links auch Schmerzauslösung. Schon im März 2015 stelle der Hausarzt fest, dass der Beschwerdeführer sein linkes Handgelenk längerfristig nicht mehr einsetzen könne. Z
usammenfassend liege
hier
eine alte
Scaphoidfraktur
vor, die
pseudoarthrotisch
verheilt sei
,
und aufgrund einer zusätzlichen DISI-Fehlstellung habe sich eine Arthrose des Handgelenks ausgebildet. Bei dem Trauma am 13. Februar 2015 handle es sich um ein Bagatelltrauma, weder bei den klinischen
Untersuchungen
,
noch im CT des linken Handgelenks hätten unfallbedingte Schä
den gesehen werden können. Es habe sich also um eine vorübergehende Ver
schlimmerung eines vorbestehenden Zustandes gehandelt, der Status quo sine sei spätestens acht Wochen nach dem Unfallereignis wieder erreicht gewesen. Die danach anhaltenden Beschwerden
respektive
die durch die Operation neu aufge
tretenen Beschwer
d
en seien nicht mit dem geforderten Beweisgrad der überwie
genden Wahrscheinlichkeit auf das Bagatelltrauma zurückzuführen. Sie seien
überaus wahrscheinlich Folge der
Scaphoidfraktur
vor über zwanzig Jahren und der daraufhin folgenden notwendigen
Arthrodese
bei Handgelenksarthrose (S. 3).
4.
4.1
Wie der dargelegten medizinischen Aktenlage (E. 3.) zu entnehmen ist, lag beim Beschwerdeführer i
m Zeitpunkt der Leistungseinstellung durch die Beschwerde
gegnerin
per 31. Oktober 2016 (
Urk.
2)
ein CRPS am Handgelenk links vor.
Dieses hatte sich
aufgrund der am
8. September 201
5
durchgeführten
Arthrodese
des
linken Handgelenkes
entwickelt
.
Die Operation wiederum
war
wegen
einer sich entwickelten Panarthrose notwendig geworden
(
Urk.
11/39, 11/42, 11/45, 11/60
f.
)
.
Die
Frage der
natürlichen
Kausalität zwischen der
Panarthrose -
und damit auch
des CRPS -
und dem
Unfallereignis vom 13. Februar 201
5
ist nach
folgend
aufgrund der aktenkundigen Arztberichte
zu prüfen.
4.2
Der Beschwerdeführer rutschte am 13. Februar 2015 auf Glatteis aus und stützte sich mit der linken Hand ab (
Urk.
11/1).
Die
Erstbehandlung
fand am 20. Februar 2015 statt.
Dr.
A._
diagnostizierte
mit Bericht vom 20. März 2015
eine
Scaphoid-Pseudarthrose
links mit Folgeschäden des ganzen Handgelenks links, wahrscheinlich Erstereignis 1993, Verdacht auf erneute Traumatisierun
g am 13. Fe
bruar 201
5.
D
er Hausarzt
gab
an, dass s
ich im
CT
vom 3. März 2015 (E. 3.2)
ein Zustand nach alter
Scaphoidfraktur
mit
Pseudarthrose
und Folgeschäden gezeigt
habe
.
Im Überweisungsschreiben an die
B._
vom 9. April 2015
wies er
aufgrund des bildgebenden Befundes
sodann
unter anderem
auf eine
SNAC-Wrist
mit
DISI
-Fehlstellung und Arthrose
hin
. Auch die
Orthopädie
B._
sprach
am 7. Mai 2015
mit Blick auf die Bildgebung vom März 2015
von
pseudoarthrotische
n
beziehungsweise
arthro
ti
sche
n
Verän
derungen am Handgelenk links
. Es wurde auf fortgeschrittene De
generationen geschlossen
(E. 3.3
f.
)
.
Bildgebend konnten
somit
am 3. März 2015
(E. 3.2)
z
eitnah
zum
Unfallereignis
vom 13. Februar 2015
gemäss
medizinischer Würdigung
keine
auf das
Trauma
zurückzuführenden
struktu
rellen Läsionen erhoben werden
, de
mgegenüber be
standen bereits
Degenerationen im Sinne von
pseudo
arthrotischen
respektive
arthrotische
n
Veränderungen
.
Mit Blick auf
die
(weiteren
)
(kreis-)ärztlichen
Be
richte
(E. 3.
4 -3.
7
)
wird sodann
deutlich
, dass die Panarthrose
ursprünglich
auf die
bildgebend erstellte
alte
Scaphoidfraktur
z
urückgefü
hrt wurde
, wobei durch das Unfallereignis vom
13. Februar 2015 von einer (Re
)Tr
aumatisierung
ausge
gangen wurde.
In Zusammenschau
dieser Aspekte
ist die Schlussfolgerung von
Dr.
Z._
vom 20. September 2016
(E. 3.12)
,
dass es sich beim
Unfa
llereignis vom 13. Februar 2015
um ein
Bagatelltrauma
mit
vorübergehende
r
Verschlimmerung
eines
rele
vanten Vorzustandes
(
pseudoarthrotisch
beziehungsweise
arthrotisch
verheilte
Scaphoidfraktur
)
gehandelt habe
,
nachvollziehbar
.
Der Kreisarzt schloss auf einen Status quo sine
spätestens
acht
Wochen nach dem Unfallereignis
.
Begründete Anhaltspunkte, welc
he eine Terminierung des Status quo sine
auf einen späteren Zeitpunkt als sachlich gerechtfertigt erscheinen liessen, sind nicht greifbar.
Die operationsbedürftige Panarthrose und damit auch das nach der Operation vom 8. September 2015 aufgetretene CRPS sind nicht natürlich kausal zum Unfaller
eignis vom 13. Februar 2015 (vgl. im Zusammenhang mit der Frage der natürli
chen Kausalität eines postoperativ aufgetretenen CRPS
zu einem Unfallereignis
das Urteil des Bundesgerichts 8C_384/2009 vom 5. Januar 2010
E. 4.2
).
4.3
An dieser Schlussfolgerung vermögen auch
die
V
orbringen
des Beschwerdefüh
rers (
Urk.
1 S.
10
f.
)
nichts zu ändern.
Es
ist darauf hinzuweisen
, dass es vorlie
gend nicht darum geht, den Nachweis unfallfremder Ursachen für die Beschwer
den de
s Beschwerdeführe
r
s zu erbringen.
Entscheidend ist allein, ob unfallbe
dingte Ursachen des Gesundheitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren ha
ben, also dahingefallen sind
(E. 1.
5
).
Auf welches Ereignis
die ab 1.
November 2016 geklag
ten Beschwerden
zurückzuführen sind
, kann
daher
offen
gelassen werden.
Entscheidend ist, dass
aufgrund des Dargelegten
unzweifelhaft auf
eine bildgebend erstellte, alte
Scaphoidfraktur
im Sinne eines
relevanten Vorschaden
s
am linke
n Handgelenk
und auf eine vorübergehende Verschlimmerung dieses
Vorschadens
durch das
Unfallereignis vom 13. Februar 2015
mit Status quo sine
spätestens
acht Wochen nach dem Unfallereignis
zu schliessen ist
.
Die im Zusam
menhang mit der
Scaphoidfraktur
angebrachte Vermutung der behandelnden
Ärzte
bezieht sich lediglich auf das Ereignis,
das
Ursache der
Fraktur
bildet. Dies
bezüglich vermuteten
sie das Ereignis aus dem Jahre 1993/1994 als Ursache.
Dies ist jedoch - wie soeben dargelegt - vorliegend nicht relevant
und kann daher offengelassen werden.
D
ass der
Beschwerdeführer
schliesslich
vor dem Unfaller
eignis vom 13. Februar 2015 beschwerdefrei
war
, ist
weder ausgewiesen (vgl.
vorstehend E. 3.3)
n
och
entscheidrelevant
.
So können Beschwerden durchaus nach einem Ereignis auftreten, ohne dass ihre Ursache in diesem Ereignis zu sehen ist
.
Mit Blick auf die vollumfänglich nachvollziehbare Beurteilung
durch
Dr.
Z._
vom 20. September 2016 (E. 3.12) muss dies vorliegend für die Pan
arthrose und damit auch für das hieraus
infolge operativer Behandlung
entstan
dene
CRPS
gelten.
Eine
«
post
hoc ergo
propter
hoc»
-Argumentation ist nicht zu
lässig
(
BGE 119 V 335 E.
2b/
bb
, Urteil des Bundesgerichts 8
C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1)
.
Keinen anderen Schluss lässt
im Übrigen
der
Blick auf die Beurteilungen der
B._
vom 31. August 2016 sowie 13. September 2016 (
Urk.
11/112, 11/11
7
) zu
(
Urk.
1 S. 7
f.
)
.
Zwar
wurde
das CRPS
darin
als unfall
kausal
beurteilt
.
In den Berichten wird jedoch lediglich das
Ereignis aus dem Jahre 1993/1994
aufgeführt
,
weshalb überwiegend wahrscheinlich darauf zu schliessen ist
, dass von einer Kausalität der Beschwerden zu diesem
Ereignis
ausgegangen wurde
. Somit ist auch aufgrund dieser Beurteilung
en
die Leistungseinstellung per 31. Oktober 2016 mangels
natürlicher
Kausalität der
nachfolgend
geklagten Be
schwerden zum Unfallereignis vom 13. Februar 201
5 nicht zu beanstand
en.
Dem nachgereichten Bericht von
Dr.
med.
F._
,
Fachärztin für Anästhesiologie,
vom 24. November 2016 (
Urk.
14/1) ist schliesslich zu entnehmen, dass der Be
schwerdeführer dem Schmerzzentrum des
G._
zugewiesen worden
ist
, nachdem er nach
einem Sturz auf die linke Hand im Februar 2015 einen chr
o
nischen Schmerzzustand entwickelt
habe
, der auf eine traumatisierte Handgelenks
arthrose zurückgeführt
worden sei.
Unmittelbar postoperativ nach
der
Handge
lenksarthrodese
habe er ein CRPS entwickelt. Eine Operation an der gleichen Hand (2008) vor dem Unfall 2015 bei wahrscheinlich bereits bestehender Arthrose des Handgelenks habe zu keinem CRPS geführt. Der lange Schmerzzu
stand von Februar 2015 bis zur Operation habe mit hoher Wahrscheinlichkeit das Auftreten des CRPS begünstigt (S. 2). Inwiefern aus dieser Darlegung auf eine Kausalität der Panarthrose und damit des
CRPS zum Unfallereignis vom 13. Feb
ruar 2015 geschlossen werden soll (
Urk.
1 S. 8), ist nicht ersichtlich.
So sagt der Bericht nichts
a
nderes
aus, als dass es beim Unfallereignis zu einer Traumatisie
rung einer bereits bestehenden Handgelenksarthrose gekommen
ist
. Dies ist all
seitig unbe
stritten.
Ausser Acht lässt
Dr.
F._
jedoch
den
wesentlichen
Um
stand
, dass auf
grund fehlender
,
auf das Ereignis vom 13. Februar 2015 zurück
zuführender
struktureller
Läsionen lediglich von einer vorübergehenden Ver
schlimmerung der unbestrittenermassen bereits vor dem Unfallereignis bestehen
den Arthrose
aus
zugehen ist
.
Im Ergebnis bleibt es somit bei der kreisärztlichen Beurteilung
mit
Status quo sine
spätestens
acht
Wochen nach dem Unfallereignis.
5.
Zusammenfassend ist die durch die Beschwerdegegnerin erfolgte Leistungsein
stellung per 31. Oktober 2016 infolge Erreichen
s
des Status quo sine nicht zu beanstanden. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
Von einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zwecks Einholung eines Gutachtens (
Urk.
1 S. 2) kann abgesehen werden
, weil davon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b).
6.
Dem Beschwerdeführer wurde mit Verfügung vom 21. Dezember 2016 (
Urk.
15) die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
gewährt und Rechtsanwalt
Dr.
Jürg Martin als unentgeltlicher Rechtsvertreter eingesetzt.
6.1
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) be
misst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Be
deutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeit
auf
wand
und den Barauslagen. Gemäss § 8 in Verbindung mit § 7 Abs. 1 der seit 1. Juli 2011 in Kraft stehenden Verordnung über die Gebühren, Kosten und Ent
schädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht (
GebV
SVGer
) wird - auch im Rahmen der unentgeltlichen Rechtsvertretung - namentlich für unnötigen
Auf
wand
kein Ersatz gewährt.
6.2
Mit Honorarnote vom
1
3
. Oktober
201
7
(
Urk.
22
S. 2 ff.
)
machte
der ehemalige Rechtsvertreter des Beschwerdeführers,
Dr.
Jürg Martin, Winterthur
, Aufwendun
gen von insgesamt
15.10
Stunden zu einem Stundenansatz von Fr.
320
.-- sowie
eine Auslagenpauschale
in der Höhe von 3 % geltend.
Davon stellte er eine
Akon
tozahlung
von Fr. 1'000.-- in Abzug.
Was den Stundenansatz von Fr.
320.--
betrifft, ist darauf hinzuweisen, dass der gerichtsübliche Ansatz für freiberuflich tä
tige Anwälte Fr. 220.--
(zuzüglich Mehrwertsteuer) beträgt.
Der
geltend gemachte Aufwand von 15.10 Stunden ist
sodann
der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
nicht angemessen. Dies gilt
insbesondere aufgrund der Tatsache, dass es sich beim vor
liegenden Fall um einen Fall
durchschnittlicher Komplexität
im Bereich des Un
fallversicherungsrechts
handelt.
Mit Blick auf die eingereichte Honorarnote fällt
zudem
auf, dass
der mit 5.35 Stunden
ausgewiesene
Aufwand im Zusammenhang mit dem Gesuch
um unentgeltliche Rechtspflege
überhöht
ist
.
Zu bemerken
ist sodann
, dass der Nachweis der Bedürftigkeit mittels Bestätigung des Sozialamtes eines geringe
n
Aufwandes bedurfte
, weshalb die geltenden gemachten 5.35 Stun
den nicht anzurechnen sind.
Zudem ist fraglich, ob der unentgeltliche Rechtsver
treter die entsprechenden Bemühungen persönlich getätigt hat, denn die Eingabe
vom 2
1.
November 2016 wurde von
lic
.
iur
. Wolfgang (
Urk.
7) unterzeichnet (vgl. dazu auch
Urk.
13
;
der
jeweils sogar
als Referent bezeichnet wurde
), der
aber weder als unentgeltlicher Rechtsvertreter ernannt wurde noch dafür in Betracht fällt (BGE 141 I 70). Diesbezüglich ist daher ein Aufwand des unentgeltlichen Rechtsvertreters von 0
.5 Stunden zu berücksichtigen.
Angesichts der zu studierenden gut 138 Aktenstücke der Beschwerdegegnerin, der etwa zehnseitigen Rechtsschrift,
den
- wie gesagt reduziert berücksichtigten -
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Gesuch um unentgeltliche
Rechts
verbeiständung
sowie
der in ähnlichen Fällen zugesprochenen Beträgen
ist die Entschädigung von Rechtsanwalt Jürg Martin
bei Anwendung des gerichtsübli
chen Stundenansatzes von
Fr.
220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer) auf
Fr.
2'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Da der Rechtsvertreter bereits eine Akontozahlung von
Fr.
1'000.-- erhalten hat (Urk. 22), ist die vom Gericht zu ersetzende Entschädigung um
Fr.
1'000.-- zu reduzieren und auf Fr. 1'100.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu bemessen.
Betreffend die Akontozahlung bleibt zu bemerken, dass diese im Rahmen des Gesuchs um unentgeltliche Bedürftigkeit nicht
offen gelegt
und insbesondere im Formular unter dem Titel «Vermögen» auch nicht ausgewiesen wurde (
Urk.
8 S. 5). Von Weiterungen zu diesem Umstand und dem Verhalten des Rechtsvertreters wird vorliegend aus prozessökonomischen Gründen Umgang genommen.
6.3
Der Beschwerdeführer
ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach
er
zur Nachzahlung der Auslagen für die Vertretung verpflichtet werden kann, sofern
er
dazu in der Lage ist.