# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3a066a9e-8e55-40f8-aa4e-07b80c86cf4d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren
1965,
war als Dekorationsgestalter bei der
Y._ AG
im Rahmen eines
vom
1.
September 2005 bis 3
0.
April 2009
dauernden Arbeitsverhältnisses
tätig
gewesen
, als er sich am 2
8.
Januar 2009 unter Hinweis auf ein psychisches Leiden bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug anmeldete (
Urk.
6/7/1-9
Ziff.
6.2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, sprach
ihm
mit Mitteilungen vom 1
7.
Juli 2009 (
Urk.
6/32-35) Frühinterventionsmassnahmen im Sinne von Ausbildungskursen und mit Mitteilung vom 1
7.
Juli 2009 (
Urk.
6/36) Arbeitsvermittlung im Sinne
eines Jobcoaching
s
zu. Mit Mitteilung vom 2
8.
April 2010 (
Urk.
6/59) stellte die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung auf diesen Zeitpunkt ein. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/66,
Urk.
6/70 und
Urk.
6/83) sprach die IV-Stelle dem Versicherten mit Verfügungen vom 2
8.
März 2011 (
Urk.
6/86 und
Urk.
6/89) für die Zeit vom
1.
November 2009 bis 3
0.
April 2010 eine ganze Rente (Urk. 6/89/7-8) und für die Zeit ab
1.
Mai 2010 eine
Viertelsrente
(
Urk.
6/89/1-3), zuzüglich Kinderrente (
Urk.
6/89/5-6 und
Urk.
6/89/9-10) zu.
1.2
In teilweiser Gutheissung der vom Versicherten am 1
2.
Mai 2011 gegen die Ver
fügung vom 2
8.
März 2011 betreffend Zusprache einer
Viertelsrente
erhobenen Beschwerde (
Urk.
6/91) änderte das hiesige Gericht mit Urteil vom
5.
April 2012 (Prozess Nr. IV.2011.00511;
Urk.
6/100) die angefochtene
Verfügung
insoweit ab, als es feststellte, dass der Versicherte ab Mai 2010 Anspruch auf eine halbe Rente habe.
1.3
Am
1.
August 2013 leitete die IV-Stelle
von Amtes
wegen
ein
Renten
revision
s
verfahren ein (vgl.
Urk.
6/105 und
Urk.
6/137). Der
Versi
cherte
gab
im Revisi
ons
fragebogen (Urk.
6/137/1-2
)
an, dass er gegenwärtig im Umfang eines Arbeitspen
sums von 30
%
bei der Gemeinde
Z._
und
im Umfang
eines solchen von 20
%
bei der Stadt
A._
, insgesamt im Umfang von 50
%
,
erwerbstätig sei (Ziff.2.2 f.).
Die IV-Stelle holte einen Bericht bei
de
m
den Versicherten behandeln
den psychiatrischen Facharzt
(Urk.
6/140
) ein
und stellte mit Mitteilung vom 2
1.
Januar 2013 (
Urk.
6/142) einen unveränderten Invaliditätsgrad von 58
%
und einen unveränderten Anspruch des Versicherten auf eine halbe Rente fest.
1.4
Nachdem der Versicher
te der IV-Stelle mitgeteilt hatte,
dass er die bisher bei der Stadt
A._
im Umfang eines Arbeitspensums von 20
%
inne gehabte Arbeitsstelle
aufgegeben und bei der Gemeinde
Z._
ab
1.
Oktober 2013 neu im Umfang eines Pensums von insgesamt 50
%
beschäftigt sei (
Urk.
6/144), teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Schreiben vom 2
0.
Januar 2014 (
Urk.
6/146) mit, dass er bei einem
Invaliditätsgrad von 52
%
weiterhin unveränder
t Anspruch auf eine halbe Rente, zuzüglich Kinderrente,
habe.
1.5
Im Rahmen einer ab
1.
August 2015 (vgl.
Urk.
6/
149/2
) von Amtes wegen durch
geführten Rentenrevision gab der Versicherte im Revisionsfragebogen
am
2.
Okto
ber 2015 (6/152/1-3)
an, dass er weiterhin im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
bei
der
Gemeinde
Z._
tätig sei, dass er mit dieser Tätigkeit
aus
gelastet sei, und dass er nicht mehr arbeiten könne
(
Ziff.
3.4 und
Ziff.
4.2). Die IV-Stelle
sprach dem Versicherten mit Mitteilung vom 1
1.
Mai 2016 (
Urk.
6/167) Mass
nahmen zur Wiedereingliederung im Sinne einer Beratung und Begleitung im Rahmen eines externen Job Coachings zu. Nach Erlass des Vorbescheids (Urk. 6/163) stellte die IV-Stelle
mit Verfügungen vom 1
5.
Juni 2016 (
Urk.
6/170,
Urk.
6/171-177)
einen Invaliditätsgrad von 44
%
fest und setzte die dem Versicher
ten bisher ausgerichtete halbe Rente
per
1.
August 2016 revisionsweise auf eine
Viertelsrente
herab.
1.6
Am 1
6.
September 2018
schloss
der Versicherte eine Weiterbildung zum diplomier
ten Soz
ialpädagogen HF
ab
(
Urk.
6/190/1), worauf die IV-Stelle mit Mitteilung vom
6.
November 2018 (
Urk.
6/195)
die
Massnahmen zur Wiedereingliederung im Sinne einer Beratung und Begleitung
beendete. Ab
1.
Februar 2019 (vgl.
Urk.
6/169/2)
führte die IV-Stelle
erneut von Amtes wegen
eine
Rentenrevision
durch
. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/202,
Urk.
6/208)
stellte
die IV-Stelle mit Verfügung vom 3
1.
Oktober 2019 (Urk. 6/212 =
Urk.
2)
einen
Invaliditätsgrad von 29
%
fest, verneinte
einen Rentenanspruch des Versicherten und hob die dem Versicherten bisher ausgerichtete
Viertelsrente
per 3
1.
Dezember 2019
auf.
2.
Gegen die Verfügung vom
3
1.
Oktober 2019 (
Urk.
2) erhob der
Versicherte am
2
5.
November
2019 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei
ihm weiterhin unverändert eine
Viertel
s
rente
zuzusprechen (S. 1
).
Mit Beschwerdeantwort vom
9.
Januar 2020
(
Urk.
5
) beantragte die IV-Stelle die Abwe
isung der Beschwerde, wovon dem Beschwerdeführer
am
2
9.
Januar 2020
Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
7)
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach 02zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, her
abgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebe
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Änderung hin
sichtlich
des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinwei
sen). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentli
chen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeacht
lich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in rechtli
cher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE
141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, wel
che auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommens
vergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswir
kungen des Gesundheitszustands) beruht; vorbehalten bleibt die Rechtsprechung zur Wiedererwägung und zur prozessualen Revision (BGE 133 V 108 E. 5.4)
.
Dabei braucht es sich nicht u
m eine formelle Verfügung (Art.
49 ATSG) zu han
deln. Ändert sich nach durchgeführter Rentenrevision als Ergebnis einer materi
ellen Prüfung des Rentenanspruchs nichts und eröffnet die IV-Stelle deswegen das Revisionsergebnis gestützt auf Art. 74
ter
lit
. f IVV auf dem W
eg der blossen Mitteilung (Art. 51 ATSG), ist im darauf
folgenden Revisionsverfahren zeitlich zu vergleichender Ausgangssachverhalt derjenige, welcher der Mitteilung zugrunde lag (Urteil des Bun
desgerichts 9C_599/2016 vom 29. März 2017 E.
3.1.2 unter Hinweis auf 8C_441/2012 vom 25. Juli 201
3 E.
3.1.2).
1.5
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege artis auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall
muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weit
gehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zu
mutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.6
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einer
seits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlau
ben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines rentenbe
gründenden Inva
liditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir
kungen der medizi
nisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwie
gender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.7
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141
V
281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätenniveaus in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 15. März 2018 E. 7.4).
1.8
Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das Gericht seinen Ent
scheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, nach dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu fällen (BGE 138 V 218 E. 6).
Der Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne einer Beweisführungs
last begriffsnotwendig aus. Im Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Par
teien in der Regel eine Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen geblie
benen Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des Untersuchungsgrund
satzes aufgrund einer Beweiswürdigung einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE
138 V 218 E. 6
und
117 V 261 E. 3b
; Urteil
e
des Bundesgerichts
8C_673/2016 vom 1
0.
Januar 2017 E. 3.3 und
8C_35/2011 vom 2
4.
Mai 20
11 E.
5.1
).
Nach der allgemeinen Beweisregel (
Art.
8
des Zivilgesetzbuches,
ZGB) obliegt es bei erstmaliger Rentenprüfung
sowie bei einer Neuanmeldung
der ver
sicherten Person, die invalidisierenden Folgen der gesundheitlichen Beeinträch
tigung mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzuwei
sen. Gelingt dieser Nachweis nicht, verfügt sie über keinen Leistungsanspruch. Mit anderen Worten wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich der geklagte Gesundheitsschaden nicht invalidisierend auswirkt (BGE 140 V 290
E. 4.1 und
139 V 547 E. 8.
1
).
Dies gilt indes nicht bei einer von der Verwaltung von Amtes wegen eingeleiteten Rentenrevision.
Dabei
wird bei Beweislosigkeit vermutet, dass sich
die gesundheitlichen beziehungsweise erwerblichen Verhältnisse nicht verändert haben (Urteil des Bundesgerichts 8C_35/2011 vom 2
4.
Mai 2011 E. 5.5
f.).
1.
9
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
ak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammen
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in de
r angefochtenen Verfügung vom 3
1.
Oktober 2
019 (Urk. 2) davon aus, dass dem
Beschwerdeführer,
welcher gegenwärtig im Umfang eines Erwerbspensums von 50
%
tatsächlich erwerbstätig sei,
die Aus
übung
einer optimal angepassten Tätigkeit,
wozu
eine einfache Bürotätigkeit
zu zählen sei
,
im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
zuzumuten sei
. Dabei resultiere ein einen Rentenanspruch ausschliessender Invaliditätsgrad von 29
%
. Es sei daher davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer ein rentenausschlies
sen
des
Einkommen erzielen könn
t
e
(
Urk.
1 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer
bringt
hiegegen
vor,
dass er im Jahre 2018 eine Ausbil
dung zum Sozialpädagogen HF erfolgreich abgeschlossen habe, und dass er wei
terhin im
1.
Arbeitsmarkt mit einem Pensum von 50
%
bei der Jugendarbeit der Gemeinde
B._
beschäftigt sei, wobei er im Jahr vor dem Abschluss der erwähnten Ausbildung das Arbeitspensum aus Belastungsgründen auf 40
%
habe reduzieren müssen (
Urk.
1 S. 1). Die Ausübung eines höheren Pensums als 50
%
sei ihm aus gesundheitlichen Grün
den nicht zuzumuten. Aus diesem Grunde sei von einem Invaliditätsgrad von 42
%
und einem unveränderten
Anspruch auf eine
Viertelsrente
auszugehen
(
Urk.
1 S. 2).
2.3
Streitig und zu prüfen ist daher, ob sich der anspruchsrelevante Sachverhalt im Vergleichszeitraum seit
Erlass
der rentenherabsetzenden Verfügungen
vom 1
5.
Juni 2016 (
Urk.
6/170,
Urk.
6/171-177) bis zum Erlass der angefochtenen Ver
fügung vom 3
1.
Oktober 2019 (
Urk.
2)
erheblich beziehungs
weise in einer für den Rentenanspruch massgeblichen Weise verändert hat.
3.
3.1
Bei Erlass der renten
herabsetzenden
Verfügung
en
vom
1
5.
Juni 2016 (
Urk.
6/170,
Urk.
6/171-177)
stellte sich der massgebende medizinische Sachverhalt folgen
dermassen dar:
3.2
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
,
dia
gnostizierte
in seinem Bericht vom 1
2.
Februar 2016 (
Urk.
6/158
)
eine seit dem Jahre 2007 bestehende bipolare affektive Störung (
Ziff.
1.1)
und
erwähnte, dass der
Beschwerdeführer seit dem
1.
Juli
2010 bei
der Gemeinde
Z._
im Bereich der Jugendarbeit beschäftigt sei, gegenwärtig im Umfang eines Pen
sums von 50
%
. Darüber hinaus habe er im Herbst 2014 eine Ausbildung zum Sozialpädagogen an der Höheren Fachschule
D._
begonnen. Diese Weiterbildung werde
er im Sommer 2018 abschliessen. Der Unterricht finde an zwei Tagen in der Woche,
an
je
einem Tag in der Woche
an einem Morgen und
je einem anderen Tag in der Woche
an einem Nachmittag
,
statt. Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers habe
sich unter der gegen
wärtigen
Medikation
(mit
Valproa
t
,
Magnesioncard
und Quetiapin;
Ziff.
1.5) gut
stabilisiert
. Der
Beschwerdeführer sei gegenwärtig weitgehend symptomfrei.
Auf
Grund
einer
langen stabilen Phase, einer guten Compliance und Kooperation sowie eines guten sozialen Netzes
könne eine gute Prognose gestellt werden
(
Ziff.
1.4)
.
In Bezug auf die Tätigkeiten als Dekorateur und Jugendarbeiter sei voraussichtlich bis Sommer 2018 von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
auszuge
hen (
Ziff.
1.6).
In psychischer Hinsicht bestehe weiterhin eine eingeschränkte Belastbarkeit, sowie eine etwas erniedrigte Stresstoleranz und phasenweise eine Ver
unsicherung, wobei im Rahmen der tatsächlich ausgeübten Beschäftigung im Umfang eines Pensums von 50
%
eine gute Stabilität gewährleistet sei, die auch den berufsbegleitenden Besuch einer Fachschule erlaube.
Dadurch
sei in Zukunft
eine Erhöhung
des Arbeitspensums, im günstigen Fall bis zu einem vollen Arbeitspensum
,
nicht auszuschliessen
(
Ziff.
1.7)
.
4.
Gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
C._
vom
1
2.
Februar 2016 (
vorstehend E.
3.2
)
ist vorliegend
da
von auszugehen, dass dem Beschwerdeführer bei Erlass der Verfügungen
vom 1
5.
Juni 2016 (
Urk.
6/170,
Urk.
6/171-177)
die Ausübung der von ihm tatsächlich ausgeübten Tätigkeit
im Bereich
der Jugendarbeit der Gemeinde
Z._
im Umfang eines Arbeitspensums
von 50
%
zuzumu
ten war, und dass er daneben berufsbegleitend eine
Weiterbildung im Umfang
von
insgesamt einem Tag in der Woche
besuchen konnte
.
5.
5.1
Im Folgenden gilt es zu prüfen, ob sich die gesundheitlichen Verhältnisse seither beziehungsweise während des massgeblichen Vergleichszeitraums vom
1
2.
Februar 2016
bis 3
1. Oktober 2019 erheblich verändert haben.
5.2
Die Ärzte des Krankenhauses
E._
, Fachkrankenhaus für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie, Bundesre
publik Deutschland, erwähnten in ihrem
Bericht vom 1
6.
August 2017 (
Urk.
6/213/18-20 =
Urk.
3/4), dass
der
Beschwerdeführer
vom
1.
bis 1
7.
August 2017 hospitali
siert gewesen sei und diagnostizierten eine bipolare affektive Störung, gegenwär
tig manische Episode. Sie führten aus, dass der Beschwerdeführer
während eines Ferienaufenthal
ts auf der Insel Usedom gemäss
den Angaben seiner Lebensge
fährtin wesensverändert und hyperaktiv gewesen sei
,
und
dass er
in der Nach
t (auf den
1.
August 2017)
einen Feuerlöscher und Mobiliar vom Balkon
des Hotels
geworfen habe
.
Anschliessend sei er von der Polizei fixiert worden und in fixier
tem Zustand
im Rahmen einer
freiheitsentziehenden Unterbringung gemäss den deutschen
Psychisch-Kranken-Gesetz
en (
PsychKG
; S.3)
in Begleitung eines
Not
arztes
in die Klinik eingewiesen worden
(S. 1)
.
Der
Beschwerdeführer
habe
gemäss seinen Angaben in den letzten Tagen vor der Klinikeinweisung die Medikation mit
Valproat
sistiert (S. 2).
Unter Medikation sei der Beschwerdeführer
alsdann
absprachefähig geworden, sodass die Unterbringung
habe
aufgehoben
werden können
und
der Beschwerdeführer
auf eine offene psychiatrische Station
habe verlegt werden können
(S. 3).
5.3
F._
und
G._
, Job Coaches der
p
sychiatrischen
K
linik
H._
, Zentrum für Soziale Psychiatrie, Supported
Employment
, führten im Abschlussbericht betreffen
d das
Job Coaching vom 3
1.
Oktober 2018 (Urk. 6/192) aus, dass der Beschwerdeführer bei Belastung Mühe bekundet habe, sich zu strukturieren und
zu
organisieren, weshalb er im Sommer 2017 in den Ferien mit einer heftigen manischen Phase dekompensiert sei
(S. 2)
.
Um nach
haltig als Sozialpädagoge bestehen zu können, werde dem Beschwerdeführer empfohlen, die Tätigkeit als Sozialpädagoge im Umfang eines Arbeitspensums von 60
%
auszuüben, um daneben genügend Zeit für die Erholung und Struktu
rierung zu haben (S. 3). In Bezug auf eine Tätigkeit als Sozialpädagoge im Um
fang eines Arbeitspensums von 60
%
bestehe eine uneingeschränkte Leistungs
fähigkeit (S. 1).
5.4
Dr.
C._
stellte in seinem Bericht vom
3.
Juli 2019 (
Urk.
6/203/1-4 =
Urk.
3/3) einen stationären Gesundheitszustand fest (
Ziff.
1.1) und stellte die folgende Diagnose (
Ziff.
1.2):
-
bipolare Störung (Differentialdiagnose: schizoaffektive Psychose), beste
hend seit dem Jahre 2007
Dr.
C._
stellte trotz einer
schizomanischen
Krise im Sommer 2017 einen er
freulichen Verlauf fest. Die Krise im Sommer 2017 habe sich vor dem Hintergrund einer zwischenmenschlich belastenden Situation
(mit der Lebensgefährtin)
sowie
der
weiterhin bestehenden Trennung von seinem Sohn ereignet. In der Folge sei es
jedoch
zu einer relativ raschen Stabilisierung gekommen (
Ziff.
1.3).
Auf Grund guter Ressourcen, Gewissenhaftigkeit, Zielstrebigkeit sowie einer Fähigkeit zur realistischen Einschätzung der eigenen Grenzen sei eine gute Prognose zu stellen
(
Ziff.
3.3). In Bezug auf die tatsächlich im Umfang ein
e
s Arbeitspensums von 50
%
ausgeübte Tätigkeit in der Jugendarbeit bei der Gemeinde
Z._
bestehe weiterhin eine Arbeitsunfähigkeit
in diesem Umfang. Denn die
Ausübung einer Tätigkeit im
eingeschränkten
Umfang eines Pensums von 50
%
ermögliche
es
dem Beschwerdeführer gewissenhaft
und ohne Absenzen zu arbeiten
(Ziff. 4.1 und
Ziff.
2.1).
5.5
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie und für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), führte in seiner Stellungnahme vom 1
6.
August 2019 (
Urk.
6/211/2) aus, dass der Beschwerdeführer gemäss der Beurteilung durch
Dr.
C._
vom
3.
Juli 2019 mit der Ausübung eines Arbeitspensums im Umfang von 50
%
an seine Leistungs
grenze gekommen sei. Die Job Coaches der
H._
hätten in ihrem Bericht vom 3
1.
Oktober 2018 sodann die weiterbestehenden funkti
onellen Leistungse
in
schränkungen
im Rahmen der bipolaren affektiven Störung gut beschrieben. Da die gegenwärtig ausgeübte Tätigkeit nicht optimal angepasst sei, sei
dem Beschwerdeführe
die Ausübung (der gegenwärtig ausgeübten) Tätigkeit in einem höheren Pensum als 50
%
nicht zuzumuten. Insgesamt
sei
seit dem Jahre 2013 von einem unveränderten Gesundheitszustand auszugehen.
5.6
Gemäss einer Aktennotiz
eines Kundenberaters der Beschwerdegegnerin
vom 2
8.
Oktober 2019 (
Urk.
6/211/2) habe
Dr.
I._
diesem gegenüber im Rahmen einer Besprechung
mitgeteilt, dass es sich bei
der gegenwärtig ausgeübten Tätig
keit als Sozialpädagoge um eine
Tätigkeit mit hohen Anforderungen an die Emo
tionen
handle, und dass es sich dabei deshalb
nicht um angepasste Tätigkeiten handle
. Aus diesem Grunde sei dem
Beschwerdeführer
die Ausübung der Tätigkeit als Sozialpädagoge leidglich im Umfang eines Pensums von 50
%
zuzumuten. Demgegenüber handelte es sich bei einfachen Bürotätigkeiten um angepasste Tä
tigkeiten.
Die Ausübung solcher Tätigkeiten seien dem Beschwerdeführer gemäss der
Beurteilung der Job Coaches der
H._
im Umfang eines Pensums von 60
%
zuzumuten, weshalb von
eine
r
Arbeitsfähigkeit
in diesem Umfang auszugehen sei.
6.
6.1
Den obenerwähnten Akten zum Verlauf des Gesundheitszustandes des Beschwer
deführers in der Zeit nach Erlass der Ve
rfügungen vom 1
5.
Juni 2016 (
Urk.
6/170,
Urk.
6/171-177)
ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer gemäss der Beur
teilung durch die
Ärzte des Krankenhauses
E._
vom 1
6.
August 2017 (
Urk.
6/213/18-20)
am
1.
August 2019 unter einer mani
schen Episode im Rahmen der
bipolare
n
affektive
n
Störung
litt
,
und
dass er des
wegen vom
1.
bis
1
7.
August
2017
hospitalisiert
war. Gemäss der Beurteilung durch
Dr.
C._
vom
3.
Juli 2019 (
vorstehend E.
5.4
)
habe sich der psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers anschliessend indes
relativ
schnell
wieder stabilisiert.
6.2
Während
Dr.
C._
in seinem Bericht vom
3.
Juli 2019 (vorstehend E.
5.4
) von einem stationären Gesundheitszustand und von einer unveränderten Arbeitsfä
higkeit in der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit in der Jugendarbeit bei der Gemeinde
Z._
im Umfang von 50
%
ausging,
empfahlen
die Job Coaches der
H._
in ihrem
Abschlussbericht betreffen
d
Job Coaching vom 3
1.
Oktober 2018 (
vorstehend E.
5ö.3
)
dem Beschwerdeführer die Ausübung der
Tätigkeit als Sozialpädagoge
im Umfang eines Arbeitspensums
von 60
%
. Dem
gegenüber vertrat
Dr.
I._
in
seiner Stellungnahme vom 1
6.
August 2019 (
vorstehend E.
5.5
)
die Ansicht, dass
seit dem Jahre 2013 von einem unveränder
ten Gesundheitszustand a
uszugehen sei, und dass dem Beschwerdeführer die Aus
übung der tatsächlich ausgeübten Tätigkeit in der Jugendarbeit, bei welcher es sich nicht um eine behinderungsangepasste Tätigkeit handle, weiterhin unverän
dert im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
zuzumuten sei. Gemäss einer Aktennotiz
der Beschwerdegegnerin vom
2
8.
Oktober 2019 (
vorstehend E.
5.6
) habe
Dr.
I._
ihr gegenüber gleichentags ausgesagt
, dass es sich bei
der vom Beschwerdeführer tatsächlich ausgeübten Tätigkeit in der Jugendarbeit um eine
mit hohen Anforderungen an die Emotionen
verbundene Tätigkeit
und daher nicht
um eine
angepasste Tätigkeit
handle,
welche
dem Beschwerdeführer
ledig
lich
im Umfang
von 50
%
auszuüben zuzumuten sei. Demgegenüber sei
ihm die Ausübung behinderungsangepasster Tätigkeiten, wie beispielsweise einfache
Bürotätigkeiten
, im Umfang eines Arbeitspensums von
60 %
zuzumuten
.
7.
7.1
Die Stellungnahme von
Dr.
I._
vom 1
6.
August 2019
(vorstehend E.
5.5
) erfüllt
insoweit
die nach der Rechtsprechung für eine beweiskräftige medizinische Entschei
dung
s
grundlage vorausgesetzten Kriterien (vgl. vorstehend E.
1.9
), als
er über eine Weiterbildung
als Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
und da
mit
über eine für die Beurteilung des streitigen
psychischen Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers
angezeigte medizinische Weiter
bil
dung
verfügt.
In inhalt
licher Hinsicht lässt sich
seiner
Stellungnahme indes keine nachv
ollziehbare Begründung für
den von ihm gezogenen Schluss
, wonach es sich bei der vom Beschwerdeführer tatsächlich ausgeübten Tätigkeit in der Jugendarbeit nicht um eine angepasste Tätigkeit handle, entnehmen. Insbesondere
ist der Beurteilung durch
Dr.
I._
vom 1
6.
August 2019
keine
Auseinandersetzung mit der an
derslautenden Beurteilung
durch
Dr.
C._
vom
3.
Juli 2019 (vorstehend E.
5.4
), wonach es sich bei der vom Beschwerdeführer tatsächlich ausgeübten Tätigkeit in der Jugendarbeit um eine angepasste beziehungsweise um eine «äusserst pas
sende» (
Urk.
6/203/1-5 Ziff. 2.1) handle, sowie mit derjenigen durch die Job Coaches der
H._
vom 3
1.
Oktober 2018 (vorstehend E.
5.3
), wonach es sich bei dieser Tätigkeit um die dem Beschwerdeführer empfohlene Tätigkeit (
Urk.
6/192 S. 1) handle
, entnehmen
. Mangels einer nachvollziehbaren Begründung kann
diesbezüglich
auf die
Stellungnahme von
Dr.
I._
vom 1
6.
August 2019 (vor
stehend E.
5.5
)
daher nicht abgestellt werden.
7.2
Zusätzlich gilt
es
bezüglich der
genannten
Stellungnahme
von
Dr.
I._
(vor
stehend E.
5.5
) zu beachten, dass der Beweis
wert von RAD-Berichten (Art. 49 Abs. 2 IVV) gemäss der Rechtsprechung mit jenem exter
ner medizinischer Sach
verständigen
gutach
ten vergleichbar ist, sofern sie den praxis
gemässen Anforde
rungen an ein ärztli
ches Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifika
tionen ve
rfügt (BGE 137 V
210 E. 1.2.1), und dass auf das
Ergebnis versicherungsinterner ärzt
licher Abklä
run
gen – zu denen die RAD-Berichte gehören –
nicht abgestellt werden
kann
, wenn auch nur geringe Zweifel an ihrer Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit beste
hen (BGE 139 V 225 E. 5.2 und 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7; Urteil des Bundes
gerichts 8C_197/2014 vom 3. Oktober 2014 E. 4).
In
diesen
Fällen ist die Verwal
tung
vielmehr
gehalten, gemäss
Art.
44 ATSG vorzugehen und ein Gutachten einzuholen.
Da die Beurteilungen durch
Dr.
C._
vom
3.
Juli 2019 (vorstehend E.
5.4
)
und diejenige
durch die Job Coaches der
H._
vom 3
1.
Oktober 2018 (vor
stehend E.
5.3
) in Bezug auf die Frage, ob es sich bei der vom Beschwerdeführer tatsächlich ausgeübten Tätigkeit in der Jugendarbeit bei der Gemeinde
Z._
um eine behinder
ungsangepasste Tätigkeit handelt oder nicht
,
zumin
dest
geeignet sind,
die diesbezügliche, anderslautende Beurteilung durch
Dr.
I._
in Zweifel zu ziehen, kann auf die
Stellungnahme von
Dr.
I._
vom 1
6.
August 2019 (vorstehend E.
5.5
)
vorliegend
daher
nicht ausschliesslich abgestellt werden.
7.3
In Bezug auf die Aktennotiz der Beschwerdegegnerin
vom 2
8.
Oktober 2019
betreffend eine gleichentags mit
Dr.
I._
geführte
Besprechung (
vorstehend E. 5.6
)
gilt es sodann zu beachten, dass eine formlos eingeholte und in einer Aktennotiz festgehaltene mündliche oder telefonische Auskunft nach der Recht
sprechung nur insoweit ein zulässiges und taugliches Beweismittel darstellt, als damit blosse Nebenpunkte, namentlich Indizien oder Hilfstatsachen, festgestellt werden. Dagegen kommt grundsätzlich nur die Form einer schriftlichen Anfrage und Auskunft in Betracht, wenn Auskünfte zu wesentlichen Punkten des rechts
erheblichen Sachverhaltes einzuholen sind (BGE 117 V 285 E. 4c mit Hinweis). Einer
Aktennotiz kann indes unter Umständen Beweiswert zuerkannt werden, wenn die befragte Person mit ihrer Unterschrift ausdrücklich bestätigt, dass die Wiedergabe des Gesprächs korrekt ist (Urteile des Bundesgerichts U 11/07 vom 2
7.
Februar 2008 mit Hinweis und I 661/05 vom 2
3.
Juli 2007 E. 6.2.2). Da die angebliche Auskunft von
Dr.
I._
vom 2
8.
Oktober 2019
(vorstehend E.
5.5
), auf welche sich die Beschwerdegegnerin bei Erlass der angefochtenen Verfügung massgeblich stützte, wesentliche Punkte des rechtserheblichen Sachverhalts beschlägt, aber von
Dr.
I._
nicht unterschriftlich bestätigt wurde, kann
darauf
vorliegend nicht abgestellt werden.
7.4
Die Beurteilung durch
Dr.
C._
vom
3.
Juli 2019
(vorstehend E.
5.4
)
vermag
die nach der Rechtsprechung für eine beweiskräftige medizinische Entschei
dung
s
grundlage vorausgesetzten Kriterien (vgl. vorstehend E.
1.9
) zu erfüllen. Obwohl
Dr.
C._
sich darin
mit seiner eigenen vorgängigen Beurteilung vom 1
2.
Feb
ruar 2016 (vorstehend E.
3.2
), worin er
die Ansicht vertrat, dass
eine Erhöhung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers, im günstigen Fall bis zu einem vollen Arbeitspensum,
zukünftig beziehungsweise
ab Sommer 2018
nicht auszuschlies
sen sei
,
nicht
auseinander
setzte, begründete er darin seine Beurtei
lung, wonach von einem stationären Gesundheitszustand auszugehen sei, in nachvollziehbarer Weise. Diesbezüglich stimmt die
Beurteilung durch
Dr.
C._
zudem
auch
mit derjenigen durch
Dr.
I._
vom 1
6.
August 2019 (vorstehend E.
5.5
),
welcher einen unveränderten Gesundheitszustand seit dem Jahre 2013 feststellte, überein.
Insgesamt
erscheint die Beurteilung durch
Dr.
C._
, wonach in Bezug auf die vom Beschwerdeführe
r
tatsächlich ausgeübte Tätigkeit in der Jugendarbeit
der Gemeinde
Z._
gegenwärtig
weiterhin unverändert eine Arbeitsun
fähigkeit von 50
%
bestehe, als nachvollziehbar und vermag
daher
zu überzeu
gen.
8.
8.1
Nach Gesagtem sind den Akten
keine
hinreichende
n
Anhaltspunkte für eine im Hinblick auf den Rentenanspruch erhebliche
Veränderung beziehungsweise Verbesserung
des psychischen Gesundheits
zustandes
des
Beschwerdefü
hrers
zu ent
nehmen.
Gestützt auf die
Beurteilung durch
Dr.
C._
vom
3.
Juli 2019
(vor
ste
hend E.
5.4
)
ist vielmehr davon auszugehen, dass sich der psychische Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers im
massgeblichen Vergleichs
zeitraums vom 1
2.
Februar 2016 bis 3
1.
Oktober 2019
nicht
erheblich verändert
hat.
8.2
Da ergänzende Abklärungen an diesem Beweisergebnis nichts zu ändern ver
möchten, besteht für weitere Abklärungen - insbesondere solcher im Sinne einer psychiatrischen Begutachtung des Beschwerdeführers - gegenwärtig daher keine
Notwendigkeit und es ist von einer Rückweisung der Sache an die Beschwerde
gegnerin zur Durchführung solcher abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
8.3
Mangels Anhaltspunkten für eine erhebliche Veränderung des psychischen Gesundheitszustandes ist
daher
von einem struktu
rier
ten Be
weis
ver
fahren bezie
hungsweise
von
einer
Indikatorenprüfung
nach BGE 141 V 281
(vorstehend E.
1.8)
abzusehen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_171/2020 vom 1
2.
Mai 2020 E. 5.2 mit Hinweisen).
9
.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
dem Beschwerdeführer
bei Erlass der an
gefochtenen Verfügung vom
3
1.
Oktober 2019 (
Urk.
2)
die Ausübung
der tatsäch
lich ausgeübten Tätigkeit in der Jugendarbeit bei der Gemeinde
Z._
weiterhin im Umfang
des tatsächlich ausgeübten Arbeitspensums von 50
%
zu
zumuten war
, und dass sich die gesundheitlichen Verhältnisse
im
massgeblichen Vergleichs
zeitraum vom 1
2.
Februar 2016 bis 3
1.
Oktober 2019
nicht
rechtser
heblich verändert haben
.
10.
10.1
Im Folgenden ist daher zu prüfen
, ob
es
im
Vergleichs
zeitraum
vom 1
2.
Februar 2016 bis 3
1.
Oktober 2019
zu einer im revisionsrechtlichen Sinne
erheblich
en Veränderung der
erwerblichen Verhältnisse
gekommen ist
.
10.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
10
.3
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des hypotheti
schen Renten
be
ginns massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidenti
scher Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen der
Ver
gleichs
ein
kommen sind bis zum Verfügungszeitpunkt zu berücksichtigen
(BGE 129 V 222 E. 4.1 und 4.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_22/2014 vom 18. Februar 2014 E. 4.3).
10.4
10.4.1
Um das von der versicherten Person ohne Gesundheitsschaden hypothetisch er
zielbare
Valideneinkommen
zu bestimmen, ist entscheidend, was diese im Zeit
punkt des frühestmöglichen Rentenbeginns überwiegend wahrscheinlich als Gesunde tatsächlich verdienen würde, und nicht, was sie bestenfalls verdienen könnte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da erfahrungsgemäss die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen von diesem Grundsatz müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erst
ellt sein (BGE 135 V 297 E. 5.1,
134 V 322 E. 4.1
und
129 V 222 E. 4.3.1
; Urteil des Bundesgerichts 8C_678/2015 vom
9.
Juni 2016 E. 4.2).
10.4.2
Anknüpfungspunkt für die Bestimmung des
Valideneinkommens
ist grund
sätz
lich der letzte vor Eintritt der Gesundheitsschädigung erzielte, der Nominal
lohn
entwicklung angepasste Verdienst (BGE 139 V 28 E. 3.3.2). Nach der Recht
spre
chung können die im Individuellen Konto (IK) eingetragenen Einkommen aus unselbständiger oder selbständiger Erwerbstätigkeit Grundlage für die Bemessung des
Valideneinkommens
bilden, wobei starken und verhältnismässig kurzfristig in Erscheinung getretenen Schwankungen dadurch Rechnung zu tragen ist, dass auf den Durchschnitt mehrerer Jahre abgestellt wird (Urteil des Bundesgerichts 8C_211/2013 vom
3.
Oktober 2013 E. 4.2). Der versicherten Person sowie der IV-Stelle steht jedoch der Gegenbeweis offen, dass das tatsächlich erzielte (beitrags
pflichtige) Einkommen höher beziehungsweise tiefer ist als die Einkünfte gemäss dem IK-Auszug (
Art.
25
Abs.
1 IVV; Urteile des Bundesgerichts 9C_658/2015 vom
9.
Mai 2016 E. 5.1.1 und 8C_9/2009 vom 1
0.
November 2009 E. 3.4).
10.4.3
Da die Invalidität der voraussichtlich bleibenden oder längere Zeit dauernden Erwerbsunfähigkeit zu entsprechen hat (
Art.
8
Abs.
1 ATSG), ist auch die beruf
liche Weiterentwicklung zu berücksichtigen, die eine versicherte Person norma
lerweise vollzogen hätte. Allerdings müssen konkrete Anhaltspunkte dafür beste
hen, dass ohne gesundheitliche Beeinträchtigung ein beruflicher Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkommen tatsächlich realisiert worden wären. Blosse Absichtserklärungen der versicherten Person genügen nicht. Vielmehr muss die Absicht, beruflich weiterzukommen, bereits bei Eintritt des Gesundheitsschadens durch konkrete Schritte wie Kursbesuc
he, Aufnahme eines Studiums und Ähn
l
i
ches
kundgetan worden sein (Urteile des Bundesgerichts 8C_491/2018 vom 1
3.
März
2019 E. 3.2, 8C_253/2018 vom 1
8.
Februar 2019 E.
5.2.1 und 8C_741/2016 vom
3.
März 2017 E. 5).
10.4.4
Im Revisionsverfahren besteht insoweit ein Unterschied zur ursprünglichen Ren
tenfestsetzung, als der in der Zwischenzeit tatsächlich durchlaufene beruflich-erwerbliche Werdegang als invalide Person bekannt ist. Eine trotz Invalidität erlangte besondere berufliche Qualifizierung erlaubt allenfalls (weitere) Rück
schlüsse auf die mutmassliche Entwicklung, zu der es ohne Eintritt des invalidi
sierenden Gesundheitsschadens bis zum Revisionszeitpunkt gekommen wäre (BGE 139 V 28 E. 3.3.3.2; Urteile des
Bundesgerichts 8C_491/2018 vom 1
3.
März 2019 E. 3.2
,
8C_550/2009 vom 1
2.
November 2009 E. 4.2). Mithin sind nicht nur berufliche Entwicklungen zu berücksichtigen, die sich bereits im Zeitpunkt des
Auftretens des invalidisierenden Gesundheitsschadens
manifestierten. Zwar darf aus einer erfolgreichen Invalidenkarriere in einem neuen Tätigkeitsbereich nicht ohne Weiteres abgeleitet werden, die versicherte Person hätte ohne Invalidität eine vergleichbare Position auch im angestammten Tätigkeitsgebiet erreicht (BGE
145 V 141
E. 5.2.1 und
139 V 28 E. 3.3.3.2). Indessen ist ein solcher Schluss zulässig, sofern die konkreten Umstände dafür sprechen (Urteil
e
des Bundesge
richts
8C_491/2018 vom 1
3.
März 2019 E. 3.2
und
9C_770/2015 vom 2
4.
März 2016 E. 4.4.3). Bei der Beurteilung, was die versicherte Person ohne die versi
cherte Gesundheitsschädigung beruflich-erwerblich erreicht oder wie sich ihr Lohn seit der erstmaligen Rentenfestsetzung entwickelt hätte, sind die gesamten bis zum Revisionszeitpunkt eingetretenen
Umstände zu werten. Hat sich die v
er
sicherte
Person
seit dem erstmaligen Rentenentscheid beruflich etwa durch Wei
terbildung, hohen leistungsmässigen Einsatz oder eine ausserordentliche berufli
che Bewährung besonders qualifiziert und hat sich dies bei gleich gebliebenem Gesundheitszustand beim Invalideneinkommen lohnwirksam niedergeschlag
en, ist dies zumindest bei einer
v
ersicherten
Person, die ihre
angestammte Tätigkeit auch nach dem
Eintritt des Gesundheitsschadens
(in einem reduzierten Pensum) weiterführen konnte, ein gewichtiges Indiz dafür, dass
sie als Gesunde
eine äqui
valente Entwicklung durchlaufen hätte (Urteil
e des Bundesgerichts
8C_491/2018 vom 1
3.
März 2019 E. 3.2
und
U 33
9/03 vom 1
9.
August 2004 E. 3.3
).
10.4.5
Den Akten ist zu entnehmen, dass
der
Beschwerdeführer erstmals im Jahre 2007
unter
ein
er
manische
n
Episode
litt
(
Urk.
6/16/1-4 S. 2), weshalb von einem Beginn
beziehungsweise
von einem
Eintritt des invalidisierenden Gesundheits
schadens im Jahre 2007 auszugehen ist. Vor Eintritt des Gesundheitsschadens war der Beschwerdeführer, welcher eine Berufslehre zum Dekorationsgestalter ab
solviert hatte (
Urk.
6/19/9)
,
seit
1.
September 2005
als Dekorationsgestalter bei der
Y._
AG im Umfang eines Arbeitspensums von 100
%
tätig gewesen (Urk. 6/5
Ziff.
3).
In
Würdigung der gesamten Umstände
ist
davon aus
zugehen, dass
d
er
Beschwerdeführer ohne Gesundheitsschaden weiterhin
in voll
zeitlichem Umfang
als Dekorationsgestalter bei der
Y._
AG
oder an einem vergleichbaren Arbeitsplatz tätig wäre, weshalb das
Valideneinkommen
grundsätzlich auf Grundlage des vom Beschwerdeführer bei der
Y._
AG
erzielten Verdienstes zu bemessen ist.
Den Akten sind
sodann
keine konkreten Anhaltspunkte zu entnehmen, dass der
Beschwerdeführer
bereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens
tatsächlich Karriereschritte
oder Weiterbil
dungen
geplant oder an die Hand genommen hätte.
10.4.6
Zu prüfen bleibt
indes
,
ob aus dem beruflichen Werdegang des Beschwerdeführer
s
nach Eintritt des Gesundheitsschadens geschlossen werden kann, dass
er
sich auch ohne Gesundheitsschaden in seinem angestammten Tätigkeitsbereich beruf
lich weiterentwickelt hätte.
Der Beschwerdeführer
fand die Tätigkeit als Mitarbei
ter in der Jugendarbeit der Gemeinde
Z._
ohne Unterstützung durch die Invalidenversicherung und setzte die Gemeinde
Z._
auch nicht über seine gesundheitlichen Beeinträchtigungen in Kenntnis (
Urk.
6/83/4,
Urk.
6/137/2 und
Urk.
6/152/3).
In der Folge trat der Beschwerdeführer auf eigene Initiative im Jahre 2014 eine vierjährige berufsbegleitende Weiterbildung
zum diplomierten Sozialpädagogen HF
an, welche er am 1
6.
September 2018 ab
schloss (
Urk.
6/190/1). Während der Beschwerdeführer ab Juni 2014 hinsicht
lich der Kosten der Weiterbildung von der Gemeinde
Z._
finanziell unterstützt wurde (
Urk.
6/152/8), wurde er von der Invalidenversicherung
erst ab Mai 2016
diesbezüglich
im Rahmen eines externen Job Coachings unterstützt (
Urk.
6/168). Noch während der Weiterbildung zum
diplomierten Sozialpädago
gen HF
wurde der Beschwerdeführer von der Gemeinde
Z._
per
1.
Juli 2015 zum Jugendleiter Offene Jugendarbeit befördert. Dieser Karriere
schritt war mit einer Erhöhung des Jahreseinkommens von
Fr.
37'052.-- (
Urk.
6/152/4) auf Fr. 39'245.50
(
Urk.
6/191/1) und mithin mit einer Lohnerhö
hung um rund 6
%
verbunden.
10.4.7
Demzufolge steht fest, dass
der Beschwerdeführer
auf eigene Veranlassung und weitgehend
ohne
Hilfe der Beschwerdegegnerin eine berufliche Neuorientierung im Bereich Sozialpädagogik vornahm und eine
Berufstätigkeit
im Bereich der Jugendarbeit aufnahm
.
Der Beschwerdeführer hat sich daher nach Eintreten des Gesundheitsschadens durch einen
hohen leistungsmässigen Einsatz
und durch die Absolvierung einer vierjährigen Weiterbildung
besonders qualifiziert
, was sich bei gleich gebliebenem Gesundheitszustand durch eine Lohnerhöhung um rund 6 %
(
auch beim Invalideneinkommen
)
lohnwirksam ausgewirkt hat. Dieser Um
stand stellt
ein gewichtiges Indiz dafür
dar
, dass
der Beschwerdeführer
als Gesunder eine äquivalent
e Entwicklung durchlaufen hätte. Unter diesen Umstän
den ist mit dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon aus
zugehen, dass der
Beschwerdeführer, wenn er ohne Gesundheitsschaden weiter
hin
in seinem bisherigen Tätigkeitsbereich als Dekorationsgestalter tätig gewesen wäre, sich auch in diesem Bereich auf Grund eines
hohen leistungsmässigen Ein
satz
es, einer Bereitschaft zur Wei
terbildung und auf andere Weise
besonders qua
lifiziert
hätte und dabei mit einer Lohnerhöhung im Umfang von rund 5
%
hätte rechnen können. Demzufolge ist
bei der Bemessung des
Valideneinkommen
s
eine Lohnerhöhung auf Grund einer
überwiegend w
ahrscheinlichen besonderen beruflichen Qualifizierung beziehungsweis
e
Weiterentwicklung des Beschwerde
führers als Gesunder im bisherigen Tätigkeitsbereich im Umfang von
5
%
zu berücksichtigen
.
10.4.8
Gemäss den Angaben der
Y._
AG
hätte der Beschwerdeführer, we
lcher sein Arbeitspensum auf Empfehlung seines behandelnden Psychiaters und mithin aus gesundheitlichen Gründen
per
1.
Juli 2008
von 100
%
auf 80
%
reduziert hatte (
Urk.
6/12/3-9
Ziff.
2.9), im Jahre 2009 ohne Gesundheitsschaden
im Rahmen eines vollzeitlichen
Arbeitspensums einen
AHV-beitragspflichtige
n
Jahresverdienst von Fr.
65'000.--
erzielt
(
Urk.
6/12/3-9
S.3
Ziff. 2.11
)
.
Unter Berücksichtigung
einer Lohnerhöhung auf Grund einer hypothetischen berufli
chen Weiterentwicklung im Umfang von 5
%
und
der durchschnittlichen Nomi
nal
lohn
entwicklung
in den Jahren 2010 bis
2019 (www.bfs.admin.ch;
Tabelle T1.93 Nominallohnindex 1993 - 2019, Männer im Jahre 2009: 122.5 und im Jahre 2019: 130.7)
resultiert im Jahre 2019, ein
Valideneinkommen
von
(gerundet)
Fr.
72’819
.-- (Fr.
65'000.--
x 1.05
÷ 122.5 x 130.7
).
10.5
10.5.1
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch rea
lisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalide
nlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3;
135 V 297 E.
5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
10.5.2
Da es sich bei
der
vom Beschwerdeführer
nach Eintritt des Gesundheitsschadens
ab
1.
Juli 2010 vorerst
im
Umfang eines Arbeitspensums von 30
%
, ab
1.
Januar 2015 im Umfang eines solchen von 50
%
ausgeübten Tätigkeit als Mitarbeiter in der Jugendarbeit
beziehungsweise ab
1.
Juli 2015 als Leiter der offenen Jugend
arbeit
der Gemeinde
Z._
(
Urk.
6/137/5-6,
Urk.
6/152/4-5
und
Urk.
6/191
)
um ein
stabiles Arbeitsverhältnis handelt, kann die Bemessung des Invalideneinko
mmens auf Grundlage des vom Beschwerdeführer
dabei im Jahre 2019 erzielten Verdienstes erfolgen.
10.5.3
Gemäss der Lohnabrechnung der Gemeinde
Z._
für den Monat Januar 2019 (
Urk.
6/207/2) erzielte der Beschwerdeführer in diesem Monat einen AHV-beitragspflichtigen Verdienst von
Fr.
3'267.40, woraus - bei 13 ausbezahlten Monatslöhnen (vgl.
Urk.
6/178/3) - im Jahre 2019 ein tatsächlich erzieltes AHV-beitragspflichtiges Jahreseinkommen
von (abgerundet) Fr. 42'476.
(
Fr.
3'267.40 x 13 Monate) resultiert. Im Jahre 2019 ist daher von einem Invalideneinkommen in dieser Höhe auszugehen.
10.6
Der
Vergleich des
Vali
deneinkommens
von
Fr.
72’819
.--
mit dem
Invaliden
ein
kommen von
Fr.
42'476.--
ergibt eine Erwerbseinbusse von
Fr.
30’343
.--
und einen
Invaliditätsgrad
von (gerundet)
42
%
.
Demnach besteht ein Anspruch auf eine
Viertelsrente
.
11
.
Nach Gesagtem
haben
sich
weder die gesundheitlichen noch
die erwerblichen Verhältnisse im Vergleichszeitraum vom 1
2.
Februar 2016 bis 3
1.
Oktober 2019
rechts
erheblich verändert
, weshalb für die Zeit ab
1.
Januar 2020 bei einem In
validitätsgrad von 42
%
weiterhin unverändert ein Anspruch des Beschwerdefüh
rers auf eine
Viertelsrente
ausgewiesen ist.
Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen.
12
.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kan
tona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Ver
wei
gerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind
nach dem Ver
fahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert
unter Berücksichti
gung des
gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 700.-- fest
zusetzen und
ausgangsge
mäss
der
Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen.