# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1bb127e7-1749-406c-88f1-254a511738f4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 19
42
,
stellte am
5.
Dezember 2014 bei der Stadt
Y._
, Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV (nach
folgend: Durchführungsstelle), ein Gesuch um Zusatzleistungen
zu seiner AHV-Rente (Urk. 7/319-322).
Nach Abklärung der finanziellen Verhältnisse
wies die Durchfüh
rungsstelle das Leistungsgesuch
mit Verfügung
en
vom 17. Juni 2015 zufolge
eines
Einnahmenüberschuss
es
für die Zeit ab Dezember 2014 (Urk.
7/334-337
) und für die Zeit ab Januar 2015 (
Urk.
7/338-341) ab.
Die dagegen mit un
da
tiertem Schreiben des Versicherten erhobene Einsprac
he (Ein
gang: 28.
Juli 2015,
Urk.
7/350-351)
wies die Durchführungsstelle mit
Ein
sprache
entscheid
vom 29. Juli 2015 ab (
Urk.
2).
2.
Hier
gegen
erhob
der Versicherte
mit Ein
gabe vom
13. August 2015
Be
schwerde und beantrag
t
e, es sei
auf den Berechnungsblättern zur Verfügung vom 17. Juni 2015 entsprechend den wahren Verhältnissen der Betrag für das Jahr 2014 der darin berücksichtigten US-Rente zu korrigieren und der mit Fr. 10‘224.-- berücksichtigte Mietaufwand auf den Minimalbetrag von Fr.
13‘200.-- zu erhö
hen
(Urk. 1). Die
Be
schwerdegegnerin
schloss in der Beschwerdeantwort vom
31. August 2015
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1
.1
Zur Beschwerde ist berechtigt, wer durch die ange
fochtene Verfügung oder den
Einspracheentscheid
berührt ist und ein
schutz
würdiges
Interesse an deren bezie
hungsweise dessen Aufhebung oder Än
derung hat (Art. 59 des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des
Sozial
versiche
rungs
rechts
, ATSG).
D
er Begriff des schutzwürdigen Interesses ge
mäss Art. 59 ATSG
ist
gleich auszule
gen wie derjenige nach Art. 89 Abs. 1
lit
. c BGG für das bundesrechtliche Beschwerdeverfahren (BGE 133 V 188 E. 4.1 mit Hinweis).
Die Rechtsprechung be
trachtet als schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 89
Abs. 1
lit
. c BGG jedes praktische oder rechtliche Interesse, wel
ches eine von
einem Entscheid betroffene Person an dessen Än
derung oder Aufhebung gel
tend
machen kann. Das schutzwürdige Interesse besteht somit im praktischen Nutzen,
den die Gutheissung der Beschwerde dem
Entscheid
adres
saten
ver
schaffen würde,
oder - anders ausgedrückt - im Umstand, einen Nach
teil wirt
schaftlicher
, ide
el
ler, materieller oder anderwei
tiger Natur zu ver
meiden, wel
chen der ange
foch
tene Entscheid mit sich bringen würde (BGE 133 V 188 E. 4.3.1, 239 E. 6.2; 131 II 361 E. 1.
2; 131 V 298 E. 3; 130 V 560 E.
3.3
)
.
Ein
schutz
würdiges
Interesse liegt somit vor, wenn die tatsächliche oder recht
liche Situation des oder der Rechtsuchenden durch den Ausgang des Ver
fahrens beeinflusst werden kann (Urteil des Bundesgerichts 9C_1010/2009 vom 2
8.
Mai 2010 E. 1.2
).
1.2
Das Rechtsschutzinteresse wird
praxisgemäss
verneint, wenn sich die Be
schwer
de nur gegen die
Begründung der angefochtenen Verfügung richtet, ohne dass
eine Änderung des Dispositivs verlangt wird. Bei einer Verfügung über Versi
che
rungsleistungen bildet grundsätzlich einzig die Leistung Gegenstand des Dispo
si
tivs.
D
a in jedem Fall nur das Dispositiv anfechtbar ist, muss bei Anfechtung der Motive einer Leistungsverfügung im Einzelfall
geprüft werden, ob damit nicht sinnge
mäss die Abänderung des Dispositivs beantragt wird
(
SVR
2007 IV Nr. 3 S. 8, I 808/05 E.
1.3 mit Hinweis
,
Urteil des Bundes
gerichts 9C_8/2009 vom 3
0.
März 2009 E.
2;
Kieser
, ATSG-Kommentar,
3.
Aufl. 2015
,
Rz
15
Art.
59
). Beja
hendenfalls handelt es sich um einen Streit gegen eine Leistungsverfügung.
Verneinenden
falls
ist zu prüfen, ob die
beschwerdeführende
Person hinsichtlich des allein an
gefochtenen Begründungselementes ein schutzwürdiges Interesse an
einer so
fortigen gericht
lichen
Feststellung hat (
vgl.
Meyer,
Ver
fahrens
fragen / Über die Zulässig
keit von Feststellungsverfügungen in der
Sozial
ver
siche
rungs
praxis
, in: Ulrich Meyer - Ausgewählte
Schriften,
Schulthess
2013, S.
341-361, S. 347 f. mit Hin
weisen
). Müssen beide Fragen verneint werden, so ist auf die Beschwerde mangels
eines schutzwürdigen Interesses nicht einzutreten (Volz
, in:
Gesetz über das
Sozialversicherungsgericht des Kant
ons Zürich, 2. Auflage 2009,
Rz
23
zu § 13
mit weiteren Hinweisen).
1.3
1.3.1
Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die gesetzlichen Vor
aus
set
zun
gen nach Art. 4-6 des Bundesgesetzes über die
Ergänzungs
leistungen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG) erfüllen, Zusatz
leistun
gen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 Abs. 1 des Gesetzes des Kan
tons Zürich über die Zu
satzleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung, ZLG).
Die jährliche Ergänzungsleistung entspricht dem Betrag, um den die anerkann
ten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG).
1.3.2
Die Ergänzungsleistungen werden grundsätzlich jährlich ausgerichtet (
Art.
3
Abs.
1
lit
. a ELG). Basis ist das Kalenderjahr. Für die Be
mes
sung der
Ergän
zungs
leistungen
ist in der Regel das während des vorausge
gangenen Kalender
jahres erzielte Einkommen sowie das am 1.
Januar des
Be
zugs
jahres
vorhan
dene Vermögen
massgeblich
(Art.
23 Abs.
1
der
Verordnung über
Ergänzungs
leistun
gen
zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung
,
ELV)
.
In Anbe
tracht der formell-gesetzlichen Ausgestaltung der Ergänzungsleistung als einer auf das Kalenderjahr bezogenen Versicherung hat das
Bundesgericht
in BGE 128 V 39 unter Hinweis auf Judikatur und Literatur entschieden, eine Ver
fü
gung darüber könne in zeitlicher Hinsicht von vornherein nur für ein Kalen
der
jahr Rechtsbeständigkeit entfalten. Dies bedeute, dass die Grundlagen zur Berech
nung der Ergänzungsleistungen im Rahmen der jährlichen Überprüfung ohne Bindung an die früher verwendeten Berechnungsfaktoren und unabhängig von der Möglichkeit der während der Bemessungsdauer vorgesehenen
Revi
sions
gründe
(
Art.
25 ELV) von Jahr zu Jahr neu festgelegt werden können. Diese Rechtsprechung hat das Eidgenössische Versicherungsgeri
cht mehrfach bestätigt (Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_94/2007
vom 1
5.
April 2008
E. 3.1
und
9C_333/201
4
vom 2
2.
August 2014
E. 4.2
je
mit Hinweisen).
2.
2.1
Mit
de
m
Einspracheentscheid
vom 29. Juli 2015
(Urk. 2) wurde
n
die mit Ver
fügung
en
vom 1
7.
Juni 2015 (
Urk.
7/334
, Urk. 7/338
)
für die Zeit ab Dezember 2014 und ab Januar 2015
erlassene
n
Abweisung
en
des
Gesuch
es
des Be
schwer
de
führers
um
Zusprache
von
Zusatzleistungen
(Urk.
7/319-322
)
bestätigt
.
Dabei handelte es sich um Leistungs
entscheide
.
2.2
Die Anträge des Beschwerdeführers
beziehen sich auf
Ausgaben
- und
Ein
nahmen
positionen
in der Be
rechnung der Zusatzleistungen
(
Miete, US-Rente,
Urk.
7/
336
), die der Verfügung vom 17. Juni 2015 (
Urk.
7/334) im Sinne einer Begründung der
Leistungs
abweisung
beigelegt worden war
en
. Die Anträge des Beschwerdeführers
zielen
damit
nicht auf eine Abänderung de
r
D
is
positive
der
Leistungsverfügung
en
respektive des
Einspracheentscheides
ab. Ausdrücklich erklärte er, dass die von ihm geltend ge
machten Änderungen in der Berechnung der Zusatz
leistungen an der Ab
lehnung von Zusatzleistungen nichts ändern würden
. Es gehe i
h
m darum, dass er mit gutem Gewissen die
Berech
nungs
blät
ter
mit dem Hinweis auf die Straf
be
stimmungen unterschreiben könne
. Er werde im Januar 2016 einen Neuantrag stellen
(Urk. 1). Der Beschwerdeführer bean
standet
somit
zwar die Begrün
dung
en
der leistungsablehnenden Verfügung
en
und des diese bestätigenden
Einspracheentscheides
der Beschwerdegegnerin
aber nicht deren Dispositiv
e
.
Ohne Weiteres ist
denn auch
ersichtlich, dass die vom Beschwerdeführer vor
ge
brachten Be
an
standungen, würden sie als richtig erkannt, an der Abweisung des
Leistungs
begehren
nichts ändern würden
.
Denn s
etzt man in der
Berechnung für die Zeit ab Dezember 2014
bei der Position
US-Rente
anstatt
Fr.
1‘382.--
(Urk. 7/336)
nur
7/12 (wie beantragt für die Monate Juni bis Dezember 2014), mithin Fr. 806.-- ein und
in beiden Berechnungen
als Mietauslagen anstatt Fr. 10‘224.-- (Urk. 7/336, Urk. 7/340)
je
den beantragten Maximalbetrag von Fr. 13‘200.--,
verbleibt noch immer ein Einnahmeüberschuss von Fr.
28‘578.-- (ab Dezember 2014)
respektive Fr.
2‘579.--
(ab Januar 2015).
2.3
Es bleibt somit zu prüfen, ob der Beschwerdeführer trotz
Anerkennung des
Disposi
tiv
es des angefochtenen
Einspracheentscheides
ein schutzwürdiges Inte
resse an einer sofortigen gerichtlichen Feststellung
bezüglich
der beanstandeten
Berech
nungspositionen
hat.
Da n
ach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung eine Verfügung über
Ergän
zungsleistungen
in zeitlicher Hinsicht Rechtsbeständigkeit nur für das Ka
len
derjahr entfalten kann und im Rahmen der jährlichen Überprüfung die Grund
lagen der Berechnung der Ergänzungsleistungen ohne Bindung an früher berücksichtigte Berechnungsfaktoren von Jahr zu Jahr neu festgelegt werden kön
nen (
BGE 139 V 570 E. 3.1, Urteile des Bundesgerichts 8C_94/2007
vom 15.
April 2008
E.
3.1 und 9C_333/2014 vom 2
2.
August 2014 E. 4.2 je mit Hin
weisen
), besteht kein Rechtsschutzinteresse daran, dass die Auslagen und Ein
nahmen in den ZL-Berechnungen der Jahre 2014 und 2015 im Hinblick auf eine Neuanmeldung Anfang 2016 überprüft und gerichtlich beurteilt werden.
Dass der Beschwerdeführer die Berechnungsblätter
wie von der
Beschwerde
geg
nerin
vorgelegt nicht unterzeichnen kann, da er diese als nicht korrekt erachtet,
begründet kein solches schutzwürdiges Interesse.
Denn es erwächst ihm kein Rechtsnachteil daraus, wenn er die Berechnungsblätter nicht unter
zeichnet.
2.4
Die Feststellung der Berechnung der Zusatzleistungen kann nicht selbständig, sondern nur mit Einsprache respektive Beschwerde gegen den
Leistungs
ent
scheid
angefochten werden.
Damit ist ein
schutz
würdiges
Interesse des Beschwer
deführers an der sofortigen Feststellung
einzelner
Berech
nungs
positio
nen
in den ZL-Berechnungen ab Dezember 2014 und ab Januar 2015
zu ver
neinen.
Auf die Beschwerde ist
folglich
mangels eines Rechtsschutzinteresses nicht ein
zutreten.
Das Gericht
beschliesst
:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
X._
Stadt
Y._
Bundesamt für Sozialversicherungen
Sicherheitsdirektion Kanton Zürich
4.