# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** daae6cb4-6a32-4e9e-b9b6-125e788fe0e8
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
De
r 1998 geborene X._
, Koch mit
eidgenössischem
Fähigkeitszeugnis (Urk. 10/3/3), meldete sich am 7. April 2019 unter Hinweis auf ein Polytrauma mit hämorrhagischem Schock, schwerem Schädel-Hirn-Trauma und stumpfem
Thoraxtrauma
, welches er
nach
einem
unter einer Psychose erfolgten
Sprung aus dem 4. Stock
eines Gebäudes
am 2. Januar 2019
erlitten habe, bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 10/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
, IV-Stelle,
nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor
und teilte dem Versicherten am 21. Januar 2020 mit, dass aufgrund des aktuellen Gesundheitszustands
noch
keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 10/46).
Mit Mitteilung vom
18. November 2020
(Urk. 10/76)
infor
mierte die IV-Stelle den Versicherten
über
die Kostenübernahme für ein Belast
barkeitstraining bei
Y._
vom 1. Februar bis 1. Mai 202
1.
Am 26. Januar 2021 hob die IV-Stelle die
genannte
Mitteilung auf, da
er
das Belastbarkeitstrai
ning aufgrund
von medizinischen
Behandlungsmassnahmen nicht
werde
antreten können
(Urk. 10/84). Mit Mitteilung vom 3. Mai 2021 (Urk. 10/88) wurde
er
über die Kostenübernahme
für ein
Belastbarkeitstraining
bei
Y._
vom 7. Juni bis 5. September 2021 informiert. Am 11. August 2021
hiel
t die
IV-Stelle den Versicherte
n
unter Hinweis auf seine Mitwirkungspflicht an, eine ausreichende antipsychotische Medika
tion
gemäss der Empfehlung der Psychiaterin einzuhalten
, sich weiterhin einer regelmässigen psychiatrisch-psychothera
peutischen Behandlung zu unterziehen
und den Konsum von illegalen Drogen
ab sofort und während des
gesamten
Verlaufs der Eingliede
rungsmassnahmen
zu unterlassen respektive den Cannabiskonsum zu reduzieren (Urk. 10/97). Mit Mitteilung vom 16. September 2021 (Urk. 10/100) informierte die IV-Stelle den Versicherten über die Kostenübernahme für ein Aufbautraining bei der
Stiftung
Z._
vom 13. Sept
ember 2021 bis 12. März 202
2.
Per 11. Oktober 2021 brach dieser das Aufbautraining ab, da er seine anti
psychotische Medikation reduzieren und schliesslich absetzen wollte (Urk. 10/110 S. 49, Urk. 10/111
S. 2 ff., Urk. 1 S. 4 Ziff. 9).
Nach
A
uferlegung von
Massnahme
n im Hinblick auf allfällige zukünftige Leistungsansprüche
(Schreiben vom 28. Oktober 2021, Urk. 10/105) und
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 10/106) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 7. Dezember 2021 (Urk. 2) die Mitteilung vom 16. September 2021 per 11. Oktober 2
0
21 auf
mit der Begründung, die Nichteinhaltung der Schadenminderungspflicht (Reduktion der antipsychotischen Medikation) habe den Abbruch der Integrationsmassnahmen zur Folge. G
leichzeitig
hielt sie
unter Hinweis auf ihr Schreiben vom 28. Oktober 2021
fest,
dass
der Versicherte ein
neues Gesuch
um
berufliche M
assnahmen erst dann stellen könne
, wenn er sich einer regelmässigen fachärztlich psychiatrisch-psychotherapeutischen Behand
lung, der zuverlässigen Einhaltung einer ausreichenden antipsychotischen Medikation, einer Tagesstruktur von mindestens vier Stunden pro Tag und einer absoluten Drogenabstinenz unter
zogen habe
.
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 17. Januar 2022
unter Auflage der Stellung
nahme des behandelnden Psychiaters
med.
pract
.
A._
,
Facharzt Psychiatrie und
Psychotherapie
, vom 10. Januar 2022 (Urk. 3)
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte,
es sei die Verfügung vom 7. Dezember 2021 aufzuheben und es seien ihm weiterhin berufliche Massnahmen zu gewähren respektive bei mangelnde
r Eingliederungsfähigkeit eine Invalidenr
ente zuzusprechen. Eventuell sei betref
fend Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit ein unabhängiges medizini
sches Gutachten einzuholen. In formeller Hinsicht stellte er das Gesuch um unentgelt
liche Prozessführung und Rechtsvertretung (S. 2).
Mit Beschwerdeant
wort vom 18. Februar 2022 (Urk. 9) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 22. Februar 2022 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11)
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
–
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
–
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatb
estandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V
210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise
des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretene
n Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V
215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend
die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nachfolgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 7 Abs. 2
lit
. c IVG
muss die versicherte Person an allen zumutbaren Massnahmen, die zur Erhaltung des bestehenden Arbeitsplatzes oder zu ihrer Eingliederung in das Erwerbsleben oder in einen dem Erwerbsleben gleichgestell
ten Aufgabenbereich dienen, aktiv teilnehmen. Dies sind insbesondere die Mass
nahmen beruflicher Art (Art. 15
ff.
IVG). Als zumutbar gilt jede Massnahme, die der Eingliederung der versicherten Person dient; ausgenommen sind Mass
nah
men, die ihrem Gesundheitszustand
nicht angemessen sind (Art. 7a
IVG).
1.3
Die Leistu
ngen können nach Art. 21 Abs. 4 ATSG
gekürzt oder verweigert werden, wenn die versicherte P
erson den Pflichten nach Art. 7
IVG
oder nach Art. 43 Abs. 2 ATSG
nicht nach
gekommen ist (Art.
7b Abs. 1
IVG). Art. 21 Abs. 4
ATSG sieht vor, dass einer versicherten Person die Leistungen
vorüber
gehend oder dauernd
gekürzt oder verweigert werden können, wenn sie sich einer zumutbaren Behandlung oder Eingliederung in das Erwerbsleben, die eine wesentliche Verbesserung der Erwerbsfähigkeit oder eine neue Erwerbsmöglich
keit verspricht, entzieht oder widersetzt oder sie nicht aus eigenem Antrieb das ihr Zumutbare dazu beiträgt; sie muss vorher schriftlich gemahnt und auf die Rechtsfolgen hingewiesen werden und es ist ihr eine angemessene Bedenkzeit einzuräumen.
Behandlungs- oder Eingliederungsmassnahmen, die eine Gefahr für Leben und Gesundheit darstellen, sind nicht zumutbar.
1.4
De
r Tatbestand des Art. 21 Abs. 4
ATSG enthält verschiedene Elemente: Eine vorübergehende oder dauernde
Kürzung
oder Verweigerung der Leistung wegen Verletzung der Schadenminderungspflicht setzt einerseits die Zumutbarkeit der (unterbliebenen) medizinischen Behandlung oder erwerblichen Eingliederung voraus. Zum andern muss diese Vorkehr, der sich die versicherte Person wider
setzt oder entzogen hat, geeignet sein, eine wesentliche Steigerung der Erwerbs
fähigkeit zu bewirken. Hierfür bedarf es keines strikten Beweises, sondern es genügt eine
–
je nach den Umständen zu konkretisierende
–
gewisse Wahrschein
lichkeit, dass die Vorkehr erfolgreich gewesen wäre. Ist eine versicherte Person bezüglich einer psychischen Problematik nicht einsichtig und lehnt eine ent
sprechende Therapie ab, gereicht ihr dies unter Umständen dann nicht zum Verschulden, wenn die fehlende Krankheitseinsicht gerade Teil des Leidens selbst ist (Urteil des Bundesgerichts
9C_82/2013 vom 20. März 2013 E.
3 mit Hinwei
sen).
Der versicherten Person ist im Rahmen des
Mahn- und
Bedenkzeitverfahrens
unter substantiierter Bezugnahme auf das von ihr geforderte Verhalten schriftlich
mitzuteilen, welche Folgen ihre Widersetzlichkeit nach sich ziehen kann, und sie ist aufzufordern, ihrer Schadenminderungspflicht nachzukommen (
Kieser
, ATSG-Kommen
tar, 4. Auflage 2020, Art. 21 N
152).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die
angefochtene
Verfügung vom 7. Dezem
ber 2021 (Urk. 2) damit, dass der Beschwerdeführer die antipsychotische Medika
tion entgegen der medizinischen Empfehlung
reduziert habe
. Damit habe er die
ihm
auferlegte Schadenminderungspflicht nicht eingehalten, was den Abbruch der Integrationsmassnahmen zur Folge habe
. Eingliederungsmassnahmen seien zum aktuellen Zeitpunkt nicht erfolgversprechend. Die Durchführung medizini
scher Massnahmen sowie eine absolute Drogenabstinenz stünden vor Beginn einer Ausbildung im Vordergrund
(S. 2).
Per 11. Oktober 2021 würden die Kostengutsprache für das Aufbautraining aufgehoben und die Taggeldzahlungen eingestellt. Ein Anspruch auf eine Invalidenrente bestehe aufgrund des Grund
satzes «Eingliederung vor Rente» nicht; die Integrationsmassnahmen seien dem Beschwerdeführer zumutbar gewesen (S. 1).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (Urk. 1),
es sei vorliegend nicht
rechtens
, die beruflichen I
nte
grationsmassnahmen infolge Nichteinhaltung der Schadenminderungspflicht abzubrechen
.
E
s stehe
sodann
nicht fest, dass berufliche Eingliederungsmassnahmen
zum aktuellen Zeitpunkt
nicht erfolgversprechend seien
.
Ein neues Gesuch um berufliche Massnahmen müsse von der Beschwerdegegnerin zudem jederzeit und nicht erst nach der Einhaltung von Auflagen geprüft werden.
Im Weiteren hätte ohne Weiterführung der beruflichen Eingliederungsmassnahmen eine Rentenprüfung erfolgen müssen und die Beschwerdegegnerin habe den Sachverhalt nicht genügend abgeklärt, wobei insbesondere die Einholung eines medizinischen Gutachtens indiziert sei (S. 5 Ziff. 12 f.
,
S. 6 Ziff. 16,
S. 7 f. Ziff. 19 f.
)
.
Im Weiteren
sei unklar, inwieweit antipsyc
hotische Medikamente die Eingliederungsfähigkeit beeinflussen könnten, zumal sie auch mit erheblichen Nebenwirk
u
ngen verbunden
seien
, und ob die Weigerung des Beschwerdeführers
betreffend
Einnahme von solchen Medika
menten nicht
krankheitsbedingt sei (S. 7 Ziff. 17
).
3.
3.
1
Der Beschwerdeführer sprang am 2. Januar 2019
unter Einfluss einer Psychose
vom 4. Stock eines
Gebäude
s
in
B._
, wobei
er
insbesondere
ein schweres Schädel-Hirn-Trauma, ein stumpfes Thorax- und
Abdominaltrauma
, eine Flexions-Distraktions-Verletzung Th10/11, eine Berstungsfraktur LWK 2, eine Beckenringverletzung Typ
vertical
shear
, eine
Ulnaschaftfraktur
links
und eine Radiuskopffraktur links
sowie eine distale Radiusfraktur links
erlitt (Urk. 10/23 S. 3
, Urk. 10/58 S. 1
)
,
was
zahlreiche Operationen sowie einen
mehrmonatigen stationären und tagesklinischen Aufenthalt in der Rehaklini
k
C._
nach
sich
zog
(Urk. 10/30
/7-
20
S. 1 f.,
Urk. 10/50,
Urk. 10/53 S. 1)
.
Der somatische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stand im Zusammenhang mit der
z
u beurteil
enden
Verfügung vom 7. Dezember 2021 (Urk. 2) nicht im Vordergrund und
der Abbruch der Eingliederungsmassnahmen
erfolgte einzig im Hinblick
auf die
psychische Situation.
3.2
3.2.1
Im psychologischen Abschlussbericht der Rehaklinik
C._
vom
9. März 2020
(Urk. 10/58)
wurde
als Diagnose
der
Verdacht auf eine
p
arano
ide Schizophrenie (ICD-10 F20.0
)
genannt
.
Der
Beschwerdeführer
sei
–
nach Beendigung des stationären Aufenthalts im September 2019
–
bei einem
erneuten
Besuch
in
B._
im Januar 2020
wegen
Verdachts auf akute
Selbstgefährdung
richterlich in das
Krankenhaus
D._
eingewiesen
worden
, wo der hochgradige Verdacht auf ein wahnhaftes Erleben gestellt und eine antipsychotische medikamentöse Therapie mit
Risperidon
(2 x 2 mg
)
begonnen worden sei
. Im Verlauf sei es zu einem raschen Sistieren der psychotischen Symptomatik gekommen, was auch der Selbsteinschätzung des Beschwer
deführers entsprochen habe (S.
1 f.
).
Am 31. J
anuar 2020
sei aufgrund des merkwürdigen Verhaltens des Beschwerdefüh
rers, welches als beginnende Wahnsymptomatik habe interpretiert werden können, der Eintritt in die
psychiatrische Klinik E._
erfolgt.
Dabei
sei vom Vater des Beschwerdeführers zu erfahren gewesen, dass letzterer das
Risperidon
nicht weiter eingenommen habe (S. 3
; vgl. auch Urk. 10/49
).
3.2.2
Dr.
med. univ. F._
,
Ph
D
, Oberarzt/
stellvertretender
Zentrumsleiter
,
und Assis
tenzarzt G._
,
E._
, nannten
am
2. Juli 2020
folgende Diagnosen mit Auswir
kungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk. 10/68
S. 4):
-
paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0)
-
Polytrauma mit out-
of
-hospital Reanimation nach Sturz aus 18 m
-
Prothese Unterarm links, maximale Belastung 25 kg
Die Ärzte
gingen
für die Dauer des stationären Aufenthalts (31. Januar bis 9. März 2020) und darüber hinaus
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit aus (S. 2)
,
wobei im weiteren Verlauf mit einer progressiven Steigerung der Arbeits
fähigkeit zu rechnen sei (S. 6).
Im Weiteren wurde festgehalten,
der Beschwerdeführer habe
d
ie
vor
b
estehende Medikation mit
Risperi
d
on
mit Verweis auf Verursachen von Kop
fschmerzen verweigert
. Es sei deshalb die Umstellung auf
Olanzapin
10 mg respektive – aufgrund verstärkter Müdigkeit unter
Olanzapin
– auf
Paliperidon
(
Invega
retard
) mittels Kreuztitration
erfolgt, welches
bei guter Verträglichkeit
bis 9 mg
habe
aufdosiert
werden können.
Hierunter habe sich eine
vollständige
Regredienz
des Hö
rens von imperativen Stimmen gezeigt.
Eine angebotene Depotmedikation mit
Paliperidon
sei vom Beschwerdeführer abgelehnt worden (S. 3).
Die Prognose sei als positiv zu bewerten und die progressive Eingliederung in den zweiten und eventuell ersten Arbeitsmarkt werde empfohlen, wobei der Beschwerdeführer Unterstützung bei der Eingliederung benötige. Das Auftreten von Halluzinationen oder Wahnvorstellung
en
könne
die Konzen
trations
- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers sowie die Sicherheit am Arbeitsplatz beeinträchtigen (S. 4).
3.2.3
Anlässlich der am 16. März 2020 aufgenommenen ambulanten psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung stellten
Oberarzt
H._
und
Assistenzärztin
Dr.
med.
I._
,
E._
,
am 6. Juli 2020 folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Urk. 10/67
S. 4):
-
Status nach zweimaliger akuter
schizophreniformer
psychotischer Störung (ICD-10 F23.2), Differenzialdiagnose (DD) paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0)
,
bestehend seit
Januar 2019
-
anamnestisch rezidivierende depressive Störung, aktuell leichte bis mittelgra
d
ig
e Episode, DD Negativsymptomatik
, im Primarschulalter
Die Ärzte attestierten
für jegliche Tätigkeit
für die
Zeit vom 2. Januar 2019 bis 16.
März 2020 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
respektive ab 16. März 2020 bis auf weiteres eine solche von 80 %
(S. 2)
.
I
m Verlauf
könne
gegebenenfalls
in einer angepassten Tätigkeit
eine Arbeitsfähigkeit von 80 bis 100 % wiederher
gestellt werden, was auch dem Wunsch des Be
schwerdeführers entspreche
. Es sei davon auszugehen, dass eine B
erufstätigkeit seinen psychischen Zustand stabili
siere, indem sie zu vermehrter Tagesstruktur und sozialen
Kontakten beitrage. Aktuell sei
die allgemeine psychische Belastbarkeit noch reduziert, weshalb auf eine schrittweise Reintegration zu achten sei (S. 4 f.).
3.2.4
Im Kurzaustrittsbericht
vom
1. Februar 2021
betreffend die stationäre Behand
lung seit 28. Dezember 2020 (Urk. 10/85)
nannten
Dr.
med. J._
, Oberarzt, und
Dr.
med. K._
, Assistenzarzt,
E._
, folgende Diagnosen
(
S. 1):
-
paranoide Schizophrenie (ICD-10 F20.0)
-
neuropathische Schmerzen L5/S1 (ICD-10 M54.80)
Die Ärzte führten aus, der Beschwerdeführer habe selbst eine Behandlung respek
tive eine Auszeit von zu Hause gewünscht, da er dort aktuell sehr gestresst sei. Seit einer Woche nehme er das Medikament
Invega
retard
nicht mehr, wobei
er das Gefühl habe, dass es ihm seit der Absetzung des Neuroleptikums bessergehe.
Seit dem Sprung in
B._
vor zirka zwei Jahren
höre er zwar immer noch
Stimmen – die ihn bedrohten und sagten, sie seien Satanisten und würden ihn umbringen
–
,
er
fühle sich durch diese indes nicht mehr bedroht (S. 1).
Im Weiteren wurde festgehalten
, dass unter antipsychotischer
Medikation eine
Regredienz
der Positivsymptomatik
ersichtlich
sei. Die unveränderte
medikamen
töse
Weiterführung
mit
Risperidon
werde bis zum A
nschlusst
ermin i
m L._
am 3. Februar
2021
empfohlen
, wobei allenfalls auch die Umstellung auf eine Depotmedikation erwogen werden könne
(S. 2).
3.2.5
Die zuständige Kundenberaterin der Beschwerdegegnerin führte am 12.
Oktober 2021
(Urk. 10/110 S. 48)
unter Hinweis auf eine interne Fallbesprechung mit
dem
zuständigen
Arzt
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD),
Dr.
med.
M._
,
Facharzt
Neurologie sowie
Facharzt
Psychiatrie und Psychotherapie,
aus
, dass gemäss dem RAD
-Arzt
das Prinzip
«
Eingliederung vor Rente
»
bestehe. Wenn der Beschwerdeführer weniger Medikamente nehmen möchte, dann solle er es versuchen. Sollte er wieder psychotisch werden, könne die Beschwerdegegnerin die Massnahmen immer noch abbrechen. Die Beschwerdegegnerin sei zwar der Ansicht, dass es sinnvoll wäre, die Medikamente einzunehmen, sie werde
den Beschwerdeführer aufgrund des Prinzips «Eingliederung vor Rente»
indes weiter
hin unterstützen. Dann müsse er aber an der Massnahme erscheinen, da ansons
ten die Beschwerdegegnerin
diese
abbreche. Cannabis und andere Substanzen dürfe er während der Massnahme aber weiterhin nicht konsumieren.
Falls die Massnahme trotzdem abgebrochen werden sollte, da dies die Konsequenz bei Nichteinhalten der Schadenminderungspflicht sei, sei nicht ganz klar, ob eine Rentenprüfung Sinne mache. Der Beschwerdeführer sei noch relativ jung und es bestünden Chancen zur Eingliede
rung in den ersten Arbeitsmarkt
. Er schein
e
ein hohes Funktionsniveau zu haben, was gegen eine Rentenprüfung spreche. Ande
rerseits sei nicht ganz klar, ob sein Verhalten Teil der Erkrankung sei.
Eine Rentenprüfung werde wahrscheinlich angezeigt sein.
3.2.
6
Die den Beschwerdeführer von Februar bis September 2021 behandelnde
Ärztin
N._
sprach
am 14. Oktober 2021 (
Urk. 10/
110 S. 52) von einem stabilen Zustand und einer günstigen Entwicklung.
Der Beschwerdeführer habe ihr zu Beginn erklärt, dass er das
Medikament
Risperidon
nicht auf Dauer nehmen wolle, da es seine Gedanken abstumpfe und ihn in seiner Kreativität einschränke.
Alter
native Medikamente oder eine alternative Darreichungsform habe er mehrfach abgelehnt
, da er diese noch schlechter vertrage. Da er beharrlich bei seinem Wunsch
ge
blieb
en sei
, die Medikation unabhängig
von ihrer Empfehlung
abzu
setzen, habe sie ihm
–
im Sinne eines
«
kleineren Übels
»
–
eine schrittweise Dosisreduktion von 6 mg auf 4 mg angeboten, vorausgesetzt
,
sein psychischer Zustand bleibe stabil und er komme mit seinen Alltagsaufgaben zurecht. Die Abmachung habe nur kurz funktioniert und weitere
diesbezügliche
Gespräche mit ihm und dem Behandlungsteam seien wechselhaft ver
laufen; teilweise sei er bereit
gewesen, den Empfehlungen zu folgen, teilweise habe
er
erklärt, entgegen aller Empfe
hlungen zu handeln, da er
überzeugt sei, die Erkrankung überwunden
zu haben
und keine therapeutische Unterstützung mehr zu brauchen. Die Ärztin führte weiter aus, dass über keine
florid
psychotische Symptomatik bei der Dosisreduktion berichtet worden sei, die Kommunikation mit dem Beschwerde
führer jedoch schwieriger geworden sei, da er zunehmend teilnahm
s
loser gewirkt und
sich seine Realitätswahrnehmung weiter von der Wahrnehmung der anderen entfernt habe.
Schliesslich habe sich der Beschwerdeführer entschieden, einen neuen Psychiater zu suchen in der Hoffnung, dass dieser mit dem Absetzen des
Antipsychotikums
einverstanden sei und er sein Integrationsprogramm ohne Auflagen für eine Medikamenteneinnahme fortführen könne.
Eine antipsycho
tische Medikation sei
indes
bei der diagnostizierten Erkrankung mit der indivi
duellen Vorgeschichte aktuell dringend indiziert, um einen Rückfall zu vermeiden, da
ein solcher
erfahrungsgemäss mit Therapieresistenzen, Residual
zuständen,
einer
Verschlechterung der kognitiven Fähigkeiten und unter Umständen traumatisierenden Erfahrungen in de
r Akutbehandlung verbunden sei
.
3.2.
7
Am
10. Januar 2022 (
Urk.
3
)
äusserte
sich
der behandelnde Psychiater
med.
pract
.
A._
zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und führte
aus,
dass letzterer –
welcher
seit Oktober 2021 bei ihm in Behandlung stehe
–
an einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis
leide
, wobei er vor allem unter
Drogeneinfluss ein ausgeprägtes
Stimmenhören mit Verfolgungswahn entwickelt habe. Im Rahmen des Rehabilitationsaufenthalts
im Nachgang zu einem Sprung aus dem vierten Stock eines Hauses in
B._
habe
er
seine dringend notwendige
neuroleptische
Medika
tion
selber abgesetzt, wobei er aufgrund einer neuen
psychotischen Episode wieder nach
B._
gefahren
sei,
wo
er aufgegriffen worden und
ein Aufenthalt in einer psychiatrischen Klinik erfolgt sei.
Der Beschwerdeführer stehe
einer psychiatrisch dringend indizierten
neuro
leptischen
Medikamenteneinnahme sehr ambivalent gegenüber und
habe
seit November 2021 selbständig seine Medikation
reduziert
respektive im Dezember 2021 komplett abgesetzt.
In den
regelmässigen
ambulanten psychiatrischen Gesprächen gebe es bisher
keine Hinweise für ein
florid
psychotisches Erleben.
Soweit dem Psychiater bekannt, konsumiere der Beschwerdeführer aktuell keine Drogen mehr.
Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer nur durch eine
regelmässige
zuverlässige
neuroleptische
Medikamenteneinnahme vor einer erneuten psychotischen Episode ausreichend geschützt.
Dabei sei nicht sicher, ob er eine drogeninduzierte Psychose entwickelt habe oder ob bei ihm der Drogen
konsum eine paranoide Schizophrenie ausgelöst habe
.
Der
Beschwerdeführer
sei
aktuell
in psychiatrischer Hinsicht
auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht arbeitsfähig
und es bestehe die Gefahr
, dass er bei einer Stress
situation rasch wieder eine
Psychose entwickeln werde
.
Aus psychiatrischer Sicht
sollte eine erneute IV-gestützte
Wiedereingliederungs
massnahme
erfolgen, wobei der Beschwerdeführer bereit sei, eine entsprechende
Massnahme
zu absolvieren (S. 1).
4.
4.1
Unbestritten und
gemäss
medizinischer Aktenlage erstellt
ist
, dass der Beschwer
deführer an einer Erkrankung aus dem schizophrenen Formenkreis respektive einer paranoiden Schizophrenie leidet. Es ist
zudem ausgewiesen
, dass er die Dosis der ärztlich verordneten
neuroleptischen
Medikamente wiederholt in Eigenregie reduziert respektive die entsprechende medikamentöse Behandlung abgebrochen hat
, insbesondere
im Herbst und Winter 2021
(Urk. 10/58 S. 3;
Urk. 10/110 S. 35, S. 44, S. 47, S. 52
; Urk. 3 S. 1
). Aus den Arztberichten ergibt sich ferner, dass es
jeweils
unte
r der Behandlung mit
Neurolept
ika
zu einer
Regred
ienz
der psychotischen Symptomatik gekommen ist (
Urk. 10/58 S. 2, Urk. 10/68 S. 3,
Urk. 10/85 S. 2
).
Die
behandelnden
Ärzt
e
N._
und
med.
pract
.
A._
wiesen unter Hinweis auf die Vorgeschichte des Beschwerdeführers auf die Notwendigkeit einer Behandlung mit einem Neuroleptikum hin, da ansonsten mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einer erneuten akuten Selbstgefährdung zu r
echnen sei (Urk. 10/110 S. 51 f.
,
Urk.
3
S. 1).
4.2
Indem der Beschwerdeführer
die Dosis de
r
ärz
tlich verordneten Neuroleptika
eigenmächtig reduzierte
,
ist er der ihm
am 11. August 2021 von der Beschwerde
gegnerin auferlegten
Pflicht
betreffend
Einhaltung einer ausreichenden antipsy
chotischen Medikation gemäss Empfehlung der behandelnden Psychiaterin
(vgl. Urk. 10/97)
nicht nachgekommen.
Ungeachtet davon war der
Abbruch der Eingliederungsmassnahmen durch die Beschwerdegegnerin
per 11. Oktober 2021
samt Verneinung eines Rentenanspruches
(Urk. 2)
nicht gerechtfertigt.
Dies auch unter B
e
rücksichtigung des Umstandes, dass es der Beschwerdeführer selber war, der nicht mehr am Arbeit
s
platz erschien. Denn er ging aufgrund der auferlegten Massnahmen davon aus, dass mit Absetzung der Medikation auch die berufliche Massnahme dahinfällt.
Aufgrund der medizinischen Aktenlage
ist nicht klar
,
ob beim Beschwerdeführer
eine
krankheitsbedingte Unfähigkeit zur Therapieadhä
renz vorgelegen ha
t
.
Entsprechend wurde im Rahmen der internen Fallbe
sprechung zwischen der Kundenberaterin
der Beschwerdegegnerin
und dem RAD-
Facha
rzt
Dr.
M._
vom 1
2
. Oktober 2021 (Urk. 10/110 S. 48)
festgehalten,
es sei unklar
, ob das Verhalten respektive die Weigerung des Beschwerdeführers betreffend Medikamenteneinnahme Teil der Erkrankung sei. Im Weiteren sprach sich der RAD-Arzt
am 1
2
. Oktober 2021
trotz
Reduzierung
der Medikamenten
dosis
seitens des Beschwerdeführers
ausdrücklich
für eine Weiterführung der E
ingliederungsmassnahmen
aus und hielt fest, dass ein Abbruch der Massnahmen
immer noch dann erfolgen könnte
,
wenn
der Beschwerdeführer wieder psycho
tisch
werden sollte
.
Die Kundenberaterin
folgte der Empfehlung des RAD-Arztes
nicht
und postulierte
am 13. Oktober 2021
einen
Massnahmeabbruch
(Urk. 10/110 S. 50), ohne sich indes mit der
vom RAD-
Facha
rzt aufgeworfenen
Frage auseinanderzusetzen, ob
die Weigerung
betreffend
Medikamentenein
nahme krankheitsbedingt sei oder nicht
.
In diesem Zusammenhang
ist auf
die Angaben
der Ärztin
N._
vom 14. Oktober 2021 zu verweisen, wonach über keine
florid
psychotische Symptomatik
(Stimmenhören oder paranoide Ängste)
bei der Dosisreduzierung berichtet worden sei (Urk. 10/110 S. 52). Gleicher
massen
hielt
med.
pract
.
A._
am
10. Januar 2022
fest, dass
im Rahmen der regelmässig stattfindenden psychiatrischen Gespräche keine Hinweise für ein
florid
psychotisches Erleben
v
orgeleg
en hätten
.
Des Weiteren ist zu berücksichti
gen, dass der Beschwerdeführer vor allem unter Drogeneinfluss ein ausgeprägtes Stimmenhören mi
t Verfolgungswahn entwickelte
(Urk. 3 S. 1)
. Ein Cannabiskon
sum durch den Beschwerdeführer wurde in der Korrespondenz zwischen der Kundenberaterin, den Bezugspersonen im Wohnheim
respektive
in der Stiftung
Z._
und
den behandelnden Ärzten nach dem 20. September 2021 nicht (mehr) thematisiert (Urk. 10/110 S. 43 ff.) und der Beschwerdeführer nahm gemäss den Angaben von
med.
pract
.
A._
vom 10. Januar 2022 keine Drogen mehr, wobei
unklar sei,
ob der Beschwerdeführer eine drogeninduzierte Psychose entwickelt oder ob der Drogenkonsum eine paranoide Schizophrenie ausgelöst
habe
(Urk. 3 S. 1
)
.
Es ist im Weiteren unklar
, ob gesundheitsbedingte Gründe einer medikamentösen Behandlung mit einem Neuroleptikum entgegenstehen, nach
dem der Beschwerdeführer
im Zusammenhang mit der Einnahme des
Medikament
s
Risperdal
wiederholt das Auftreten von Nebenwirkungen (insbe
sondere depressive Stimmung,
«schlechte» Gedanken,
Abstumpfen von Gefühlen) beklagte (Urk. 10/
110 S. 47,
S. 49,
S. 52).
Im
Ü
brigen i
st
darauf hinzuweisen
, dass sich der Beschwerdeführer im Rahmen des
am 13. September 2021 aufgenomme
nen
Aufbautrainings bei der Stiftung
Z._
pflichtbewusst und interessiert verhalten hat, stets pünktlich zur Arbeit erschienen ist und seine Präsenzzeit
mit dem Ziel der Reintegration in den ersten Arbeitsmarkt
recht schnell
steigern
wollte, so dass sein Pensum
bereits
nach zwei Wochen problemlos um eine Stunde
erhöht
werden konnte (Urk. 10/110 S. 47).
Entsprechend zeigte man sich seitens der Stiftung
Z._
offen, das Aufbautraining mit dem Beschwerdeführer auch bei einer reduzierten Medikamentendosis weiterzuführen (Urk. 10/110 S. 50).
Des
Weiteren bekräftig
t
e auch
med.
pract
.
A._
die Bereitschaft des Beschwerdefüh
rers, erneut an einer Eingliederungsmassna
hme teilzunehmen (Urk. 3 S. 1).
4.3
Nach dem Gesagten bedarf es weiterer Abklärungen in psychiatrischer Hinsicht betreffend die Möglichkeit und Zumutbarkeit einer medikamentösen Behandlung der paranoiden Schizophrenie des Beschwerdeführers
.
Allenfalls
wird die Beschwerdegegnerin
auch
darüber zu befinden haben,
ob und gegebenenfalls
inwiefern unter somatischen Gesichtspunkten Abklärungen betreffend die funk
tionellen Auswirkungen der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers erforder
lich sind.
Entsprechend ist die Verfü
gung vom 7. Dezember 2021 (Urk. 2) aufzuheben und die Sache a
n die Beschwer
degegnerin zurückzuweisen, damit
d
iese ergänzende medizinische Ab
klärungen
veranlasse und über den Anspruch auf berufliche
Massnahmen
neu verfüge.
Bei diesem Ergebnis erübrigen sich Ausführungen zum Antrag des Beschwerdeführers auf
Zusprache
einer Invali
denrente (Urk. 1 S. 2).
In diesem Sinne ist die Beschwerde
gutzuheissen
.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos
ten sind
nach dem Verfahrensaufwand und
unabhängig vom Streitwert festzu
legen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem
Ausgang des Verfahrens – nach stän
diger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwaltung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2) – sind sie der unterliegenden Beschwerdegegnerin aufzu
erlegen. Damit erweist sich das Gesuch de
s
Beschwer
deführer
s
um unentgeltliche Prozessführung (Urk. 1 S. 2) als gegenstandslos.
5.2
Dem Verfahrensausgang entsprechend ist die Beschwerdegegnerin zu verpflich
ten, dem Beschwerdeführer eine Prozessentschädigung zu bezahlen.
Nach § 34 Abs. 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht be
misst sich die Höhe der gerichtlich festzusetzenden Entschädigung nach der Be
deutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Ob
siegens, jedoch ohne Rücksicht auf den Streitwert. Es ist dem Beschwerdeführer unter Berück
sichtigung dieser Grundsätze eine P
ro
zess
ent
schädigung von Fr. 1’7
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen.
Das
Gesuch
des
Beschwer
deführers um unentgeltliche Rechtsvertretung
(Urk. 1 S. 2)
erweist sich somit
als gegenstandslos.