# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ebee13ca-47a3-4024-8f65-b77f88730bbe
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. A._ ist Eigentümer der ca. 5 ha grossen Parzelle C._ im Gebiet
D._ der Gemeinde B._. Das Grundstück liegt in der
Landwirtschaftszone und wird von einer Landschaftsschutzzone
überlagert. Gemäss ÖREB-Kataster ist die Parzelle, worauf sich eine
Ökonomie- sowie eine Wohnbaute befindet, zu 38.3 % mit Hecken und
Feldgehölz bewachsen und mit einem Anteil von 102 m an einem Land-
und Forstwirtschaftsweg über diesen erschlossen.
2. Am 16. August 2021 stellte A._ ein Gesuch um Erteilung einer
Baubewilligung für Brombeerzuchtstreifen sowie für Baum- und
Dornensträucherpflanzungen auf Parzelle C._. Er beabsichtigte die
Installation einer ca. 260 m langen Spaliererziehung, bestehend aus
verzinkten Stahlpfosten im Abstand von jeweils 5 m für die Brombeerzucht
sowie die Anlegung einer Baum- und Dornensträucherpflanzung über eine
Distanz von ca. 770 m in den bestehenden Hecken.
3. Mit Baubescheid vom 2. November 2021 wies die Gemeinde B._ das
besagte Baugesuch für Brombeerzuchtstreifen mit Spaliererziehung ab;
unter Auferlegung der Verfahrenskosten von CHF 1'942.-- an den
Gesuchsteller. Als Begründung, weshalb das Baugesuch materiell
offensichtlich nicht bewilligungsfähig sei, wurde im Wesentlichen
ausgeführt, der vorliegend in der Landwirtschaftszone geplante
Beerenzuchtanbau sei nicht zonenkonform. Für den
Brombeerzuchtstreifen bestünde eine Bewilligungspflicht, zumal weder
der Baugesuchsteller noch sein Sohn als Landwirt tätig seien oder über
eine Ausbildung zum Landwirt verfügen und daher höchstens eine
Freizeitlandwirtschaft möglich sei. Ein für solche Zwecke vorgesehener
Beerenzuchtanbau sei nicht zonenkonform und könne daher nicht bewilligt
werden. Darüber hinaus wurde – soweit der Gesuchsteller reine
Anpflanzungen im Wald und/oder geschützten Hecken beabsichtige –
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festgehalten, dass reine Anpflanzungen nicht der Baubewilligungspflicht
unterliegen würden. Er solle sich daher für Tätigkeiten im Wald an das Amt
für Wald und Naturgefahren (AWN) wenden, da dieses das Saatgut prüfen
müsse und sich ferner bezüglich der Pflege geschützter Hecken an den
Forstdienst wenden.
4. Dagegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) am 6.
Dezember 2021 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden mit folgenden Rechtsbegehren:
1. Es sei in Gutheissung der Beschwerde Ziffer 1 und 3 des Dispositives der
angefochtenen Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 2. November 2021
aufzuheben. Es sei das Baugesuch des Beschwerdeführers für den Anbau eines
Brombeerzuchtstreifens zu bewilligen.
2. Eventualiter sei die angefochtene Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 2.
November 2021 aufzuheben und die Angelegenheit der Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.
Die Dispositiv-Ziffer 2 des angefochtenen Bauentscheides betreffend reine
Anpflanzungen im Wald und/oder geschützten Hecken bzw. dessen
Pflege blieb indessen unangefochten. Zur Begründung wurde im
Wesentlichen vorgebracht, der Brombeerzuchtstreifen sei
landwirtschaftlich begründet, da er zu dem auf ihn lautenden,
landwirtschaftlichen Betrieb gehören würde. Es sei sodann unzutreffend,
dass der Beschwerdeführer bzw. sein Sohn über keine landwirtschaftliche
Ausbildung verfügen würden. So würden beide über mehrjährige
Praxiserfahrung in der Landwirtschaft sowie über einen
Sachkundeausweis "Geflügel" verfügen. Ferner verfüge der
Beschwerdeführer über den Nachweis eines besuchten Winzerkurses.
Darüber hinaus habe er sich bei der Einreichung seines Baugesuchs nicht
auf ein festes Material festgelegt. So könnten anstelle der verzinkten
Stahlpfosten beispielsweise auch solche aus Holz verwendet werden,
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wobei beide Varianten keine negativen Auswirkungen auf Hecken oder
Landschaft hätten. Die Geflügel- und Straussenhaltung stelle einen
Teilbereich des zukünftigen Gesamtbetriebes dar, wobei der
Brombeerzuchtstreifen automatisch auch noch eine
Ausbruchsicherungsfunktion für die Tierhaltung übernehme.
Abschliessend hielt der Beschwerdeführer zudem fest, die Höhe der
Verfahrensgebühr von CHF 1'942.-- sei weder angemessen noch
verhältnismässig und verstosse gegen das Äquivalenzprinzip. Es sei nicht
nachvollziehbar, weshalb für die Bearbeitung eines einfachen und nicht
komplexen Baugesuchs, bei dem keine schwierigen rechtlichen Fragen zu
behandeln seien, ein externer Rechtsanwalt notwendig sei.
5. Die Gemeinde B._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) beantragte in
ihrer Vernehmlassung vom 1. Februar 2022 die Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei. Sie hielt am angefochtenen
Entscheid sowie an dessen rechtlicher Begründung fest und vertiefte
diese. Der geplante Beerenanbau sei – wenn denn überhaupt von einem
solchen gesprochen werden könne – nicht landwirtschaftlich begründet,
ohne landwirtschaftlichen Betrieb längerfristig nicht existenzfähig und
daher als Freizeitlandwirtschaft nicht zonenkonform. Der
Beschwerdeführer führe selbst aus, verzinkte Stahlpfosten seien mit der
Landschaftsschutzzone nicht vereinbar. Von einer landwirtschaftlichen
Ausbildung könne zudem nicht die Rede sein und die Auferlegung der
Verfahrenskosten im vorinstanzlichen an den Beschwerdeführer sei
gerechtfertigt.
6. Am 2. Februar 2022 gewährte der Instruktionsrichter dem
Beschwerdeführer eine Frist bis zum 14. Februar 2022 zur freiwilligen
Einreichung einer Replik zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin.
Eine solche ging beim Gericht bis dato nicht ein.
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Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den
angefochtenen Bauentscheid und die weiteren Akten wird, soweit
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. a des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) beurteilt das
Verwaltungsgericht Beschwerden gegen Entscheide von Gemeinden,
soweit diese nicht bei einer anderen Instanz angefochten werden können
oder nach kantonalem oder eidgenössischem Recht endgültig sind. Der
vorliegend angefochtene Bauentscheid vom 2. November 2021, mit
welchem die Beschwerdegegnerin dem Baugesuch des
Beschwerdeführers die Bewilligung verweigert hat, ist weder endgültig
noch kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden. Folglich stellt
er ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren vor dem
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Als Adressat des
angefochtenen Bauentscheids ist der Beschwerdeführer berührt und weist
ein schutzwürdiges Interesse an dessen Aufhebung auf (Art. 50 VRG). Auf
die zudem frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit
einzutreten.
1.2. Streitig und zu prüfen ist die Rechtmässigkeit des angefochtenen
Bauentscheids vom 2. November 2021, und damit die
Bewilligungsfähigkeit des vom Beschwerdeführer geplanten
Brombeerzuchtstreifens mit Spaliererziehung auf einer Teilstrecke von
rund 270 Metern auf Parzelle C._ der Gemeinde B._.
2. Das Bundesrecht gibt für die Bewilligung von Bauten und Anlagen
ausserhalb der Bauzonen verschiedene Rechtstitel vor. Entsprechend
diesen Rechtstiteln ist das vorliegend in der Landwirtschaftszone liegende
Vorhaben insbesondere dahingehend zu prüfen, ob es einer Bewilligung
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unter dem Titel der Zonenkonformität gemäss Art. 16a des
Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) zugänglich ist.
3.1. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, dass es sich bei dem
Brombeerzuchtstreifen in der Landwirtschaftszone um ein
landwirtschaftlich begründetes Projekt handle. Es gehöre zum
landwirtschaftlichen Betrieb Nr. E._, welcher auf den
Beschwerdeführer laute. Der Brombeerzuchtstreifen sei für die
Biodiversität und die Landwirtschaft von Bedeutung, da diese Nützlinge
anlocken würden, welche dem biologischen Ackerbau dienen. Zudem
sollen die Brombeeren über den neuen Landwirtschaftsbetrieb als
vitaminreiches Lebensmittel vertrieben werden (Beschwerde, S.4). Wie
nachfolgend aufzuzeigen ist, kann dieser Meinung nicht gefolgt werden.
3.2. Gemäss Art. 16a Abs. 1 RPG sind Bauten und Anlagen in der
Landwirtschaftszone zonenkonform, wenn sie zur landwirtschaftlichen
Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind. Der
erweiterte Gehalt der Zonenkonformität ist in der
Raumplanungsverordnung (RPV; SR 700.1) in den Art. 34-38 näher
umschrieben. Gemäss Art. 34 Abs. 4 RPV darf eine Bewilligung erteilt
werden, wenn die Baute oder Anlage für die in Frage stehende
Bewirtschaftung nötig ist (lit. a), wenn der Baute oder Anlage am
vorgesehenen Standort keine überwiegenden Interessen entgegenstehen
(lit. b) und wenn der Betrieb voraussichtlich längerfristig bestehen kann (lit.
c). Art. 34 Abs. 5 RPV hält ausdrücklich fest, dass Bauten und Anlagen für
die Freizeitlandwirtschaft nicht als zonenkonform gelten.
3.3. Bei der Beurteilung der Frage, ob es sich um einen Betrieb von
zonenwidriger Freizeitlandwirtschaft oder einen zonenkonformen
landwirtschaftlichen Haupt- oder Nebenerwerbsbetrieb handelt, ist auf den
Einzelfall abzustellen. Indizien für das Vorliegen eines
Freizeitlandwirtschaftsbetriebs sind etwa die fehlende Gewinn- und
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Ertragsorientierung, das Nichterreichen einer gewissen Mindestgrösse
oder der marginale Arbeitsbedarf auf dem Betrieb. Die landwirtschaftliche
Bewirtschaftung im Sinne von Art. 16a RPG unterscheidet sich von der
Freizeitlandwirtschaft insbesondere durch einen dauernden, auf
Wirtschaftlichkeit ausgerichteten und organisierten Einsatz von Kapital
und Arbeitskraft in einem wirtschaftlich bedeutsamen Umfang. Für die
Annahme der Zonenkonformität bedeutet dies gemäss Bundesgericht,
dass nicht allein der Arbeits- und Zeitaufwand ausschlaggebend sei und
es auch nicht allein entscheidend sei, ob ein Betrieb Direktzahlungen
erhalte und dieser als Landwirtschaftsbetrieb im Sinne der
Landwirtschaftsgesetzgebung zu qualifizieren sei. Eine entscheidende
Rolle im Sinne einer Existenzfähigkeit gemäss Art. 34 Abs. 4 lit. c RPV bei
der Beurteilung der Zonenkonformität spielt die Wirtschaftlichkeit der
Baute oder Anlage (vgl. Urteile des Bundesgerichts 1C_516/2016 vom 5.
Dezember 2017 E.5.2 mit Verweis auf 1C_8/2010 vom 29. September
2010 E.2.1 und E.2.2; Bundesamt für Raumentwicklung, Erläuterungen
zur Raumplanungsverordnung, Bern 2005, S. 32; WALDMANN/HÄNNI,
Stämpflis Handkommentar SHK zum Raumplanungsgesetz, Bern 2006,
Art. 16a Rz. 11).
3.3.1. Die Beschwerdegegnerin führte im angefochtenen Entscheid sowie in
ihrer Vernehmlassung vom 1. Februar 2022 (S. 6 f.) aus, sowohl der
Beschwerdeführer als auch sein Sohn verfüge nicht über eine Ausbildung
zum Landwirt und beide seien auch nicht als Landwirt tätig. Der
Beschwerdeführer habe bereits das Pensionsalter erreicht und sei daher
nicht direktzahlungsberechtigt, während sein Sohn in der Software- und
Finanzbranche tätig sei. Das blosse Vorhandensein bzw. Einreichen einer
Betriebsnummer vermöge daran nichts zu ändern und sage nichts über
eine landwirtschaftliche Bewirtschaftung der Flächen oder den
produzierenden Gartenbau aus. Der Beschwerdeführer entgegnete dem,
es sei unzutreffend, dass er bzw. sein Sohn über keine landwirtschaftliche
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Ausbildung verfügen. Beide würden über mehr jährige Praxiserfahrung in
der Landwirtschaft sowie über den Sachkundeausweis "Geflügel"
verfügen und beabsichtigen, auch noch den Sachkundeausweis
"Strausse" zu erwerben. Zudem habe der Beschwerdeführer einen
Winzerkurs besucht. Dieser Ansicht kann nicht gefolgt werden. Der
pensionierte Beschwerdeführer war während rund 38 Jahren für die
Gemeinde F._ im Kanton G._ als Steuersekretär,
Gemeindeschreiber sowie Leiter verschiedener kommunaler Ämter tätig,
bevor dieser die Gemeindeverwaltung im Jahr 2018 aus gesundheitlichen
Gründen verliess (Gemeindenachrichten F._). Offensichtlich ist
vorliegend weder beim Beschwerdeführer noch bei seinem Sohn eine
Ausbildung sowie eine Tätigkeit als Landwirt vorhanden. Der
Beschwerdegegnerin ist zuzustimmen, sofern sie festhält, die ins Recht
gelegten Sachkundeausweise sowie der Nachweis des Winzerkurses
hätten nichts mit einer landwirtschaftlichen Ausbildung gemein und seien
– wenn überhaupt – Indizien für eine Hobby- bzw. Freizeitlandwirtschaft.
3.3.2. Nicht alleine entscheidend, aber dennoch wie vorstehend ausgeführt
(E.3.3) zu berücksichtigen ist, ob ein landwirtschaftlicher Betrieb im Sinne
der Landwirtschaftsgesetzgebung vorliegt. Dass dieser vorliegend nicht
zum Bezug von Direktzahlungen berechtigt ist, wie dies die
Beschwerdegegnerin geltend machte und vom Beschwerdeführer
unbestritten blieb, ist ebenso wenig einziges Kriterium, jedoch als Indiz zu
berücksichtigen. Eine entscheidende Rolle im Sinne der Existenzfähigkeit
kommt der Wirtschaftlichkeit des Betriebes der Brombeerzuchtstreifen zu.
Sofern der Beschwerdeführer zwar vorbringt, die Brombeeren sollen über
den neuen Landwirtschaftsbetrieb als vitaminreiches Lebensmittel
vertrieben werden, kann lediglich daraus unter dem Aspekt der Gewinn-
und Ertragsorientierung (vgl. E.3.2) noch kein ausreichendes Indiz für
einen zonenkonformen landwirtschaftlichen Haupt- oder
Nebenerwerbsbetrieb abgeleitet werden. Es kann folglich nicht von einem
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gewinn- und ertragsorientierten, längerfristig existenzfähigen Betrieb
gesprochen werden. Daher ist unter Berücksichtigung sämtlicher
vorliegender Indizien von einem Freizeitlandwirtschaftsbetrieb
auszugehen. Ob und inwiefern der Brombeerzuchtstreifen nach Ansicht
des Beschwerdeführers automatisch auch noch eine
Ausbruchsicherungsfunktion für die Geflügel- und Straussenhaltung
übernehmen soll (Beschwerde, S. 4), ist – sofern überhaupt relevant –
mehr als zweifelhaft.
3.4. Als Zwischenfazit kann zusammenfassend gesagt werden, dass
vorliegend die Indizien auf eine Freizeitlandwirtschaft hinweisen. Dies hat
gemäss Art. 34 Abs. 5 RPV zur Folge, dass der für
Freizeitlandwirtschaftszwecke vorgesehene Brombeerzuchtstreifen mit
Spaliererziehung in der Landwirtschaftszone nicht zonenkonform ist und
somit unter dem Titel der Zonenkonformität (Art. 16a RPG) nicht bewilligt
werden kann. Die Beschwerde erweist sich diesbezüglich somit als
unbegründet.
4. Daneben gilt es zur Standortgebundenheit gemäss Art. 24 RPG
festzuhalten, dass der Begriff der Standortgebundenheit im Wesentlichen
mit demjenigen der Zonenkonformität gemäss Art. 16 Abs. 1 RPG
übereinstimmt. Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung sind
Anlagen, die der hobbylandwirtschaftlichen Bewirtschaftung dienen, nicht
auf einen Standort ausserhalb der Bauzone angewiesen. Daraus folgt,
dass ein nicht zonenkonformer Freizeitlandwirtschaftsbetrieb auch nicht
aufgrund einer Standortgebundenheit in der Landwirtschaftszone
bewilligungsfähig ist (Urteil des Verwaltungsgerichts [VGU] R 2017 75 vom
14. November 2017 E.4.c).
5. Schliesslich ist zu prüfen, ob die Beschwerdegegnerin dem
Beschwerdeführer zu Recht die Kosten im Zusammenhang mit dem
Baubewilligungsverfahren bestehend aus Verfahrenskosten von CHF
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1'942.--, welche auf den Beizug eines externen Rechtsberaters entfielen,
überbunden hat.
5.1. Nach Ansicht des Beschwerdeführers sei es nicht nachvollziehbar,
weshalb für die Bearbeitung eines einfachen und nicht komplexen
Baugesuchs, bei dem keine schwierigen rechtlichen Fragen zu behandeln
seien, ein externer Rechtsanwalt notwendig sei. Die Höhe der
Verfahrensgebühr von CHF 1'942.-- sei weder angemessen noch
verhältnismässig und verstosse gegen das Äquivalenzprinzip. Es sei
davon auszugehen, dass der extern beigezogene Rechtsanwalt
Verursacher dieser hohen Gebühr sei (Beschwerde, S. 4 f.).
5.2. Die Beschwerdegegnerin entgegnet dem, dass komplexe Rechtsfragen
betreffend Zonenkonformität und Schutzzweck der
Landschaftsschutzzone des Brombeerzuchtstreifens sowie zur
beabsichtigten Baum- und Dornensträucherpflanzung in den bestehenden
Hecken bzw. im Wald und den rechtlichen Folgen daraus zu beantworten
waren, weshalb der Beizug eines Rechtsanwalts gerechtfertigt gewesen
sei. Folge davon sei eine Waldfeststellung des AWN gewesen. Auch
sachverhaltsmässig vermeintlich einfache Fälle könnten ausführliche
rechtliche Abklärungen erfordern. Es handle sich um eine querulatorische
Eingabe, die offensichtlich aussichtslos sei und bei der Gemeinde einen
übermässig hohen Aufwand verursacht habe. Um den Vorwürfen
angemessen begegnen zu können, sei sie auf die anwaltliche Vertretung
angewiesen, weshalb bei antragsgemässem Ausgang des vorliegenden
Beschwerdeverfahrens ausnahmsweise eine Parteientschädigung
gemäss richterlichem Ermessen zuzusprechen sei (Vernehmlassung, S. 8
f.).
5.3. Gemäss Art. 96 Abs. 1 KRG erheben die Gemeinden für ihren Aufwand
im Baubewilligungsverfahren und in weiteren baupolizeilichen Verfahren
Gebühren. Auslagen für die Leistungen Dritter wie Fachgutachten,
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Beratungen sowie Grundbuchkosten sind der Gemeinde zusätzlich zu
vergüten. Kostenpflichtig ist, wer den Aufwand durch Gesuche aller Art
oder durch sein Verhalten verursacht hat (Art. 96 Abs. 2 Satz 1 KRG).
Dass zur Beratung auch die externe Rechtsberatung gehört, hat das
Verwaltungsgericht bereits in der Vergangenheit festgehalten (vgl. VGU R
19 57 vom 3. November 2020 E.5.3 und R 17 47 vom 29. Mai 2018 E.14.2).
Zwar wurde mit BGE 143 II 467 vom Bundesgericht klar beschlossen, dass
die Kosten des Einspracheverfahrens ausser bei offensichtlich
missbräuchlicher Einspracheerhebung nicht den Einsprechern auferlegt
werden dürfen. Das Bundesgericht führte anderseits aber auch aus, dass
die Kosten des Einspracheverfahrens in Anwendung des
Verursacherprinzips grundsätzlich zu Lasten des Baugesuchstellers
gehen (vgl. BGE 143 II 467 E.2.5, vgl. auch VGU R 19 58 vom 20. August
2019 E.2.1 m.H.). Das Verursacherprinzip ist auch in Art. 96 Abs. 2 Satz
1 KRG sowie Art. 6 der Gebührenordnung zum Baugesetz der Gemeinde
B._ (nachfolgend: GBO) verankert.
5.4. Im angefochtenen Baubescheid wurden die Kosten des
Baubewilligungsverfahrens von CHF 1'942.-- dem Beschwerdeführer
auferlegt (angefochtener Entscheid, S. 3 Rz. 16 und Dispositiv-Ziffer 3).
Vorliegend hat das Gericht zu entscheiden, wem die Kosten des
Baubewilligungsverfahrens von CHF 1'942.-- aufzuerlegen sind. Gemäss
Art. 96 Abs. 2 Satz 1 KRG ist kostenpflichtig, wer den Aufwand durch
Gesuche aller Art oder durch sein Verhalten verursacht
(Verursacherprinzip). Gemäss Art. 6 der GBO sind ausserordentliche
Aufwendungen und Auslagen für Leistungen Dritter wie z.B.
Fachgutachten, Beratungen und Kosten des Grundbuchamtes und der
Grundbuchvermessung, Publikationskosten, Kosten der Ersatzvornahme,
Aufwendungen anderer Verwaltungsabteilungen und Behörden und
dergleichen den Verursachern zusätzlich zu den Gebühren in Rechnung
zu stellen. Der in Rechnung gestellte Betrag von CHF 1'942.-- erscheint
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dem streitberufenen Gericht angemessen, weshalb die
Kostenüberwälzung im Baubewilligungsverfahren durch die
Beschwerdegegnerin vorliegend zu Recht erfolgte. Die diesbezüglichen
Rügen des Beschwerdeführers erweisen sich somit ebenfalls als
unbegründet.
6. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es sich bei dem
vorliegenden Betrieb mit dem geplanten Anbau eines
Brombeerzuchtstreifens um Freizeitlandwirtschaft handelt. Der für
Freizeitlandwirtschaftszwecke vorgesehenen Beerenzuchtanbau erweist
sich somit vorliegend als nicht zonenkonform und wurde von der
Beschwerdegegnerin mit deren Bauentscheid vom 2. November 2021
unter dem Titel der Zonenkonformität zu Recht nicht bewilligt (Art. 16a
RPG i.V.m. Art. 34 Abs. 5 RPV). Auch die Verfahrenskosten hat die
Vorinstanz zu Recht dem Beschwerdeführer auferlegt. Der angefochtene
Entscheid der Beschwerdegegnerin vom 2. November 2021 ist somit
rechtens. Die dagegen erhobene Beschwerde erweist sich als
unbegründet, weshalb sowohl Haupt- wie Eventualbegehren (Aufhebung
der Ziffer 1 und 3 des Dispositives der angefochtenen
Verfügung/Aufhebung und Rückweisung der Angelegenheit an die
Beschwerdegegnerin) abzuweisen sind.
7. Bei diesem Ausgang des Beschwerdeverfahrens sind die Gerichtskosten
gestützt auf Art. 73 Abs. 1 VRG dem unterliegenden Beschwerdeführer
aufzuerlegen. Aufgrund des Umfangs und der Schwierigkeit der Sache ist
die Staatsgebühr vorliegend auf CHF 2'000.-- festzusetzen (Art. 75 Abs. 2
VRG). Diese ist zusammen mit den Kanzleiauslagen dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen. Bund, Kanton und Gemeinden sowie mit
öffentlich-rechtlichen Aufgaben betrauten Organisationen wird in der
Regel keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem
amtlichen Wirkungskreis obsiegen (Art. 78 Abs. 2 VRG). Davon
abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass, zumal sich die von der
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Beschwerdegegnerin vorgebrachten Gründe zum Antrag um eine
ausnahmsweise Parteientschädigung diametral widersprechen (vgl. E.5:
"komplexe Rechtsfragen" und "gerechtfertigter Beizug eines
Rechtsanwalts" einerseits, "offensichtlich aussichtslose" Eingabe
andererseits).