# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 50b8eb7c-81ce-5353-a497-91254c5a8932
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

I. Sachverhalt
1. Am 30. Juni 2004 reichte die Beschwerdegegnerin bei der Gemeinde Muri ein
Baugesuch für folgendes Bauvorhaben ein: „Abbruch des unbewohnten Einfamilienhauses
Nr. 51, der Gartenhalle 51a und der Einzelgarage 51b; Neubau eines Dreifamilienhauses
(2 Vollgeschosse mit Flachdach plus Attikageschoss mit Pultdach) und einer unterirdischen
Einstellhalle (für 6 PW und 16 Velos) mit Ein-/Ausfahrt auf den D._weg.“ Das Bau-
grundstück (Muri-Gbbl.-Nr. E._) liegt in der Wohnzone W2.
2. Gegen das Vorhaben gingen verschiedene Einsprachen und Rechtsverwahrungen
ein, darunter die Einsprache der heutigen Beschwerdeführenden. An der Einigungsver-
handlung wurde vereinbart, dass die Gemeinde zur Frage der Versickerungsverhältnisse
einen Fachbericht des Kantonalen Amtes für Gewässerschutz und Abfallwirtschaft (GSA)
einhole und diesen den Parteien zustelle.
3. Das GSA führte in seinem Bericht vom 20. Oktober 2004 Folgendes aus: Das
Baugrundstück liege innerhalb des Gewässerschutzbereichs B. Für die Planung und
Realisierung von Versickerungsanlagen werde der Gemeinde empfohlen, der
Bauherrschaft vorzuschreiben, dass sie für die Belange der Versickerung eine
hydrogeologisch geschulte Fachperson beiziehe. Der Schutz von privaten Quellen bei
Bautätigkeiten sei eine privatrechtliche Angelegenheit. Dazu könne sich das GSA nicht
äussern. Die Gemeinde empfahl danach der Beschwerdegegnerin, durch eine Fachfirma
die nötigen Untersuchungen durchzuführen und abzuklären. Die erforderlichen
Massnahmen könnten dann als Auflage in die Baubewilligung aufgenommen werden.
4. Am 10. Dezember 2004 erstellte das „Geologische Büro F._“ ein Gutachten
zur Versickerung des Regenabwassers. Es kam zum Schluss, dass die vom Gesetz
geforderte Versickerung des unverschmutzten Meteorwassers wegen Platzmangels nicht
flächig geschehen könne. Es müsse deshalb in einen Sickerschacht eingeleitet und
punktförmig versickert werden. Mit einer Analyse des Baugrundes erhob das geologische
Büro den Grundwasserspiegel: Dieser lag 3,0 m unter der Erdoberfläche.
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5. Am 22. Februar 2005 fällte die Baupolizeibehörde von Muri den Gesamtbauent-
scheid: Sie erteilte die Gesamtbaubewilligung, welche neben der Baubewilligung auch die
Gewässerschutzbewilligung, die Befreiung von der Schutzraumpflicht und die Anschluss-
bewilligungen für Wasser und Elektrizität enthielt. Die Bewilligung ist mit verschiedenen
Nebenbestimmungen verknüpft. U.a. wurden die im Amtsbericht Gewässerschutz formu-
lierten Bedingungen und Auflagen als verbindlich erklärt.
6. Diesen Entscheid haben die Beschwerdeführenden mit Baubeschwerde vom
25. März 2005 bei der BVE angefochten. Sie beantragen, die Gemeinde Muri sei anzu-
weisen, im gefällten Bauentscheid der Baugesuchstellerin verbindliche Auflagen betreffend
Baugrubensicherung, Grundwasserstrom, Meteorwasserversickerung und Wasserqualität
zu erteilen. Eventuell sei die Gesamtbewilligung aufzuheben und der Bauabschlag zu
erteilen.
7. Die Gemeinde Muri vertritt in ihrer Vernehmlassung vom 1. April 2005 die
Auffassung, die Beschwerde betreffe einzig Privatrecht. Die Bedenken der
Beschwerdeführenden seien im Bauentscheid als Rechtsverwahrung entgegengenommen
und der Bauherrschaft zur Kenntnis gebracht worden. Im Grundbuch seien auf dem
Baugrundstück keine Lasten bezüglich Gewässer vermerkt. Die Beschwerdegegnerin
beantragt, die Beschwerde sei abzuweisen, soweit überhaupt darauf einzutreten sei, und
der Gesamtbauentscheid der Gemeinde Muri vom 22. Februar 2005 sei zu bestätigen.
8. Am 13. Mai 2005 hat die Beschwerdegegnerin die Ausführungspläne für die
Werkleitungen und den Sickerschacht eingereicht. Das Rechtsamt hat vom GSA eine
Stellungnahme zu den Ausführungsplänen, insbesondere zum geplanten Sickerschacht
eingeholt. Danach haben die Parteien Gelegenheit zu Schlussbemerkungen erhalten.
Auf die verschiedenen Rechtsschriften und den Fachbericht des GSA wird in den
nachfolgenden Erwägungen, soweit für den Entscheid wesentlich, zurückzukommen sein.
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## Considerations

II. Erwägungen
1. Eintreten
a) Angefochten ist eine Gesamtbewilligung. Gemäss Art. 11 Abs. 1 KoG1 kann ein
Gesamtentscheid unabhängig von den geltend gemachten Einwänden einzig mit dem für
das Leitverfahren massgeblichen Rechtsmittel angefochten werden. Leitverfahren war im
vorliegenden Fall das Baubewilligungsverfahren (vgl. Art. 5 Abs. 1 KoG). Bauentscheide
können nach Art. 40 Abs. 1 BauG2 innert 30 Tagen seit Eröffnung mit Baubeschwerde bei
der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit zur Beurteilung der Beschwerde
zuständig. Beschwerdebefugt sind die Baugesuchsteller, die Einsprecher und die
zuständige Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Einsprecher sind - soweit sie
nicht die Verletzung von Bundesrecht geltend machen - nach der Regelung von Art. 40
Abs. 2 BauG nur im Rahmen ihrer Einsprachegründe zur Beschwerde befugt und müssen
an jeder Rüge ein eigenes schutzwürdiges Interesse dartun.
b) Die Beschwerdeführenden haben sich als Einsprechende am vorinstanzlichen
Verfahren beteiligt und sind mit ihren Anträgen dort unterlegen. Sie sind Eigentümer des
südöstlich an die Bauparzelle angrenzenden Grundstücks Nr. 891 und damit Nachbarn des
Baugrundstücks. Somit sind sie durch das Bauvorhaben mehr als jedermann betroffen und
haben grundsätzlich ein schutzwürdiges Interesse im Sinne von Art. 65 Bst. a VRPG3 an
der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheides. Sie haben alle
Beschwerderügen gegen das Bauvorhaben bereits auch in der Einsprache vorgebracht.
c) Die Beschwerdegegnerin macht aber geltend, die beiden Parteien hätten sich rund
einen Monat vor Einreichung des Baugesuchs ein gegenseitiges Näherbaurecht einge-
räumt, das die Realisierung des nun umstrittenen Bauvorhabens ermöglichen sollte. Umso
mehr erstaune es, dass die Beschwerdeführenden nun derart starke Opposition gegen das
Bauvorhaben machten. Ihr Verhalten sei widersprüchlich, was gegen Art. 2 ZGB verstosse
und deshalb keinen Rechtsschutz verdiene. Auf die Beschwerde sei bereits deshalb nicht
einzutreten. Zudem diene die Beschwerde allein dem Schutz der Quelle der
Beschwerdeführenden. Es gehe somit um privatrechtliche Fragen. Das Baubewilligungs-
1 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (BSG 724.1) 2 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BSG 721) 3 Gesetz über die Verwaltungsrechtspflege vom 23. Mai 1989 (BSG 155.21)
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und Baubeschwerdeverfahren diene hingegen einzig dazu, zu prüfen, ob ein Bauvorhaben
den öffentlichrechtlichen Vorschriften entspreche. Private Rechte könnten daher nicht
Gegenstand einer Baubeschwerde sein. Auch aus diesem Grund sei auf die Beschwerde
nicht einzutreten.
d) Zu diesen Einwänden der Beschwerdegegnerin ist Folgendes zu bemerken: Mit der
Erteilung eines Näherbaurechts vergibt sich der Nachbar nicht aller späterer
Einsprachemöglichkeiten, d.h. das Näherbaurecht hat nicht die Bedeutung einer generellen
Zustimmung zu allen Aspekten des Bauvorhabens. Widersprüchliches Verhalten könnte
den Beschwerdeführenden höchstens dann vorgeworfen werden, wenn sie nun im
Beschwerdeverfahren die Unterschreitung des Grenzabstands zu ihrem Grundstück rügen
würden. Dies tun sie nicht. Welche Rügen rein privatrechtlicher Natur sind und deshalb im
Baubewilligungsverfahren nicht gehört werden können, wird nachfolgend im Einzelnen zu
prüfen sein.
Grundsätzlich ist jedoch auf die form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ein-
zutreten.
2. Formelle Fehler im vorinstanzlichen Verfahren?
a) Die Beschwerdeführenden rügen, entgegen den Abmachungen an der
Einigungsverhandlung und der Darstellung im Bauentscheid sei ihnen der Bericht des GSA
nicht zugestellt worden. Sie hätten den Bericht dann nach der Eröffnung des
Bauentscheides selber auf der Bauverwaltung abgeholt. Das Nichteröffnen des Berichts
stelle einen formellen Fehler dar, welcher zur Aufhebung des Gesamtbauentscheides
führen müsse. Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, die Stellungnahme des GSA
sei den Beschwerdeführenden (mit gewöhnlicher Post) zugestellt worden. Eine Verletzung
des rechtlichen Gehörs liege somit nicht vor. Zudem wäre ihnen durch eine erst
nachträgliche Eröffnung auch kein Nachteil entstanden, hätten sie doch
zugestandenermassen vor Ablauf der Beschwerdefrist vom Inhalt der Stellungnahme
Kenntnis nehmen können.
b) In den amtlichen Akten befindet sich die Kopie eines Schreibens der Bauverwaltung
Muri an die Beschwerdeführenden vom 2. November 2004, mit welchem der Bericht des
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GSA den Beschwerdeführenden zugestellt wurde. Die Zustellung erfolgte allerdings nicht
eingeschrieben, so dass der Beweis für den effektiven Eingang bei den
Beschwerdeführenden fehlt. Da die Beschwerdeführenden aber von der Stellungnahme
jedenfalls noch vor Ablauf der Beschwerdefrist Kenntnis hatten, weil sie gemäss ihren
Angaben sie selbst bei der Gemeinde abholten, ist ihnen (mit Ausnahme des Gangs auf
die Gemeindeverwaltung) kein Nachteil entstanden und es fehlt ihnen somit das
schutzwürdige Interesse an dieser Rüge. Der allfällige Mangel wäre ohnehin nicht derart
erheblich, dass das Verfahren aufgehoben werden müsse. Die Eröffnung eines
Fachberichts kann nötigenfalls auch im Beschwerdeverfahren noch nachgeholt und der
Mangel damit geheilt werden.
3. Baugrubensicherung
a) Materiell machen die Beschwerdeführenden geltend, die Baugrubensicherung müsse
vor Baubeginn geklärt werden. Gemäss den Projektunterlagen werde die Baugrube näm-
lich fast die gesamte Bauparzelle beanspruchen und ihr Gebäude liege in unmittelbarer
Nähe der Baugrube. Die Bauherrschaft sei zu verpflichten, ein Rissprotokoll zu erstellen
und es seien auf ihrer Parzelle sämtliche Gebäudekoten (Höhenmesspunkte)
aufzunehmen. Zur Begründung dieser Forderungen reichen die Beschwerdeführenden
eine geologisch-hydrogeologische Stellungnahme der Firma G._ AG ein. Die
Beschwerdegegnerin wendet dagegen ein, beim geforderten Rissprotokoll gehe es um das
privatrechtliche Verhältnis zwischen den beiden Parteien. Es gebe keine Bauvorschrift, die
die Erstellung eines Rissprotokolls gebieten würde. Die Einhaltung der anerkannten Regeln
der Baukunde sei der Bauherrschaft von Gesetzes wegen vorgeschrieben (in Art. 57 BauV)
und erfordere deshalb keine zusätzliche Auflage im Bauentscheid. Soweit darauf eingetre-
ten werden könne, sei die Rüge somit unbegründet.
b) Laut Art. 21 BauG sind Bauten und Anlagen so zu erstellen, zu betreiben und zu
unterhalten, dass weder Personen noch Sachen gefährdet werden. Die Formulierung von
Art. 21 BauG ist sehr allgemein gehalten, weil es nicht möglich ist, in einem gesetzlichen
Erlass die Vielfalt der sicherheitstechnischen Fragen, die sich bei der Ausführung und
Konstruktion von Bauten stellen, zu erfassen. Art. 57 BauV als Ausführungsbestimmung zu
Art. 21 BauG verweist deshalb auf die einschlägigen Normen der Fachverbände. Die
Bauherren sind nach Art. 57 Abs. 1 BauV verpflichtet, bei der Erstellung von Bauten und
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Anlagen die anerkannten Regeln der Baukunde einzuhalten, mehr wird mit wenigen
Ausnahmen im Baurecht nicht verlangt. Ob später in allen Punkten nach den Regeln der
Baukunde gebaut wird oder nicht, kann wegen der Vielfältigkeit der sicherheitstechnischen
Fragen im Laufe der Bauausführung zwangsläufig nicht Gegenstand des vorgängig
stattfindenden Baubewilligungsverfahren bilden. Das Projektierungsverfahren ist im
Zeitpunkt der Baueingabe noch nicht derart weit fortgeschritten, dass alle Details der
Bauausführung bereits bekannt sind. Es wäre wegen des damit verbundenen Aufwandes
auch nicht verhältnismässig, wenn alle sich aus den Regeln der Baukunde ergebenden
Detailfragen von der Bauherrschaft bereits im Baubewilligungsverfahren geklärt und die
Lösungen dafür dargelegt werden müssten, wenn noch gar nicht klar ist, ob überhaupt
gebaut werden darf. Das Baurecht beschränkt sich deshalb darauf, die Bauherrschaft auf
die - bereits gestützt auf das Privatrecht und das Strafrecht geltenden - Regeln der
Baukunde zu verweisen.
c) Dass die Regeln der Baukunde eingehalten werden müssen, gilt auch für den
vorliegenden Fall, ohne dass dies ausdrücklich als Auflage in die Baubewilligung
aufgenommen werden muss. Die Beschwerdegegnerin hat die nach den Umständen sich
aufdrängenden Sicherheitsvorkehrungen als unmittelbar anwendbare
Verhaltensvorschriften ohne weiteres zu beachten. Dies genügt, denn es darf als notorisch
bezeichnet werden, dass die aktuelle Bautechnik für Stabilitätsprobleme bei Baugruben
selbst bei schwierigen Grundstücksverhältnissen einwandfreie Lösungen gestattet. Die
Nichtbeachtung der Regeln der Baukunde kann nicht nur zivilrechtliche
Schadenersatzansprüche, sondern auch ein strafrechtliches Verfahren nach sich ziehen
(Art. 229 StGB).
d) Das von den Beschwerdeführenden geforderte Rissprotokoll und die Aufnahme der
Gebäudekoten haben den Zweck, im Falle einer Schädigung ihres Gebäudes das
Ausmass des Schadens und somit auch das Ausmass des geschuldeten Schadenersatzes
zu bestimmen. Es handelt sich bei diesen Massnahmen einzig um vorzeitige
Beweissicherungen für einen allfälligen späteren Zivilrechtsstreit. Ein öffentliches Interesse
an der Erstellung von Rissprotokollen ist nicht ersichtlich. Diese Beweissicherung kann
daher nicht Gegenstand des öffentlichrechtlichen Baubewilligungsverfahrens bilden. Auf
die Rüge ist somit nicht einzutreten.
e) Die BVE hat in einem andern Beschwerdeverfahren die Bauherrschaft eines
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Einfamilienhauses dazu verpflichtet, vor Baubeginn einen Geologen beizuziehen, um den
Baugrund zu beurteilen und allenfalls besondere Massnahmen zu dessen Sicherung
vorzuschlagen. In jenem Fall handelte es sich aber sowohl beim Boden der Bauparzelle als
auch der umliegenden Parzellen um offensichtlich deutlich unstabilen Baugrund. Solche
besonderen Verhältnisse fehlen hier, so dass jener Fall (publiziert in BVR 2001, S. 301)
nicht mit dem Fall hier verglichen werden kann. Die Anordnung eines Rissprotokolls war
auch in jenem Fall abgelehnt worden.
4. Störung des Grundwasserstroms
a) Weiter rügen die Beschwerdeführenden mit Hinweis auf die Stellungnahme der Firma
G._ AG, der bestehende Grundwasserstrom werde durch das geplante Bauwerk
gestört. Die Nebenbestimmungen zur Gewässerschutzbewilligung seien viel zu allgemein
formuliert. Notfallkonzepte fehlten völlig. Vor Baubeginn müsse eine hydrogeologische
Baubegleitung benannt werden, welche eventuelle Massnahmen zur Sicherstellung des
Quellzuflusses anordnen könne. Die Abwasserleitungen sollten gemäss Plan Nr. 01 die
Baugrube 0,8 m unter der Oberkante des fertigen Erdgeschosses in südwestlicher
Richtung verlassen. Diese Leitungen müssten unbedingt höher gelegt werden, d.h. über
OK Wasserspiegel. Ein Abfliessen (wohl des Quellwassers) durch den sehr tiefen Leitungs-
graben sei unbedingt zu verhindern. Die Beschwerdegegnerin wendet dagegen ein, bei der
behaupteten Störung des Grundwasserstroms gehe es um die Schüttungsmenge der
Quelle und somit ebenfalls um ein privatrechtliches Verhältnis zwischen den beiden
Parteien. Zudem sei keine Störung des Grundwasserstroms zu erwarten. Das Gebiet
D._strasse sei bereits weitgehend überbaut. Die Neuüberbauung der Parzelle
E._ habe deshalb keine spürbaren Auswirkungen. Der Grundwasserspiegel liege
zudem rund 3 m unter dem gewachsenen Terrain. Das Bauvorhaben reiche nur geringfügig
in den Grundwasserspiegel. Eine Beeinflussung des Grundwasserstroms könne damit
ausgeschlossen werden.
b) Soweit es den Beschwerdeführenden tatsächlich um die Schüttungsmenge der
Quelle oder um die Qualität des Quellwassers geht, ist der Beschwerdegegnerin darin
zuzustimmen, dass es sich dabei um eine zivilrechtliche Frage handelt, die im
Baubewilligungsverfahren nicht zu prüfen ist. Insoweit kann auf die Rüge nicht eingetreten
werden. Soweit die Beschwerdeführenden aber geltend machen, durch das Bauvorhaben
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werde der Grundwasserstrom als Ganzes beeinträchtigt, wird die Verletzung von
öffentlichrechtlichen Vorschriften gerügt, die bei der Erteilung der
Gewässerschutzbewilligung - die ebenfalls Bestandteil der Gesamtbewilligung darstellt - zu
prüfen ist:
c) Das Baugrundstück befindet sich im Gewässerschutzbereich B, d.h. in einem
Bereich, in dem keine besonderen Anforderungen an den Grundwasser- oder
Oberflächenwasserschutz bestehen. Es kommt somit einzig die allgemeine Regel von
Art. 3 GSchG4 zur Anwendung, wonach jedermann verpflichtet ist, alle nach den
Umständen gebotene Sorgfalt anzuwenden, um nachteilige Einwirkungen auf die
Gewässer zu vermeiden. Weitergehende Vorschriften gibt es für den
Gewässerschutzbereich B nicht. Insbesondere gibt es keine Vorschrift, die einen
bestimmten Abstand von Abwasserleitungen zum Grundwasser vorschreibt.
d) In der angefochtenen Gesamtbewilligung sind die Bedingungen und Auflagen des
Amtsberichts (des Leiters Abwasserentsorgung der Bauverwaltung von Muri) zum Ge-
wässerschutz für verbindlich erklärt worden (Ziff. 3 der Nebenbestimmungen der Gesamt-
bewilligung). Für die Anforderungen an die Abwasserleitung gelten demnach folgende
Nebenbestimmungen: Erstens muss vor Baubeginn der Bauverwaltung ein
Kanalisationsplan im Doppel eingereicht werden (Ziff. 1 der Nebenbestimmungen zur
Gewässerschutzbewilligung), zweitens dürfen nur Rohrleitungssysteme,
Entwässerungsgegenstände und Abscheideanlagen mit VSA5-Zulassungsempfehlung
verwendet werden (Ziff. 6) und drittens muss die Bemessung und Ausführung der
Liegenschafts- und Grundstücksentwässerung den Normen SN 592000 und SIA 190 zu
entsprechen (Ziff. 7).
e) Die SN 592000 und die SIA-Norm 190 halten den Stand der Technik auf dem Gebiet
der Abwasserentsorgung fest. Weitere Anforderungen können bei einem Baugrundstück im
Gewässerschutzbereich B gestützt auf öffentliches Recht nicht gestellt werden. Die von der
Gemeinde verfügten Auflagen sind somit genügend. Die Beschwerde ist in diesem Punkt
abzuweisen.
4 Bundesgesetz über den Schutz der Gewässer (Gewässerschutzgesetz) vom 24. Januar 1991 (SR 814.20) 5 Verband Schweizerischer Abwasser- und Gewässerschutzfachleute
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5. Versickerung des Regenabwassers
a) Die Beschwerdeführenden machen weiter geltend, gemäss Werkleitungsplan sei
auch geplant, das Regenabwasser der Dachflächen und Dachterrassen sowie anfallendes
Abwasser der Einstellhalle in einen (im Vergleich zum Strassenniveau) 6 m tiefen Versicke-
rungsschacht nordöstlich des Neubaus einzuleiten. Dies werde die Qualität des Quell-
wassers massiv beeinträchtigen und damit dessen Nutzung verunmöglichen. Die Versicke-
rung im Sickerschacht sei nur für unverschmutztes Regenabwasser zulässig, also nur für
dasjenige vom Dach. Das Regenabwasser von der Dachterrasse, von Balkonen und von
der Einstellhalle und dem Besucherparkplatz dürfe nach den kantonalen Richtlinien und
der Stellungnahme des von ihnen beauftragten Geologen nur über eine natürlich gewach-
sene Filterstrecke von mindestens 1 m Stärke geschehen.
b) Die Beschwerdegegnerin hält dem entgegen, auch die behauptete Verunreinigung
der Quelle durch die Versickerung betreffe ein privatrechtliches Verhältnis, weshalb darauf
nicht eingetreten werden könne. Der Sickerschacht genüge im Übrigen entgegen der
Darstellung der Beschwerdeführenden den Anforderungen des Gewässerschutzrechts.
c) Der Beschwerdegegnerin ist darin zuzustimmen, dass die Rüge der Beschwerde-
führenden, soweit sie die Verunreinigung ihrer Quelle befürchten, in erster Linie
privatrechtlicher Natur und damit im Baubewilligungsverfahren nicht zu prüfen ist. Die
Beschwerdeführenden machen aber auch geltend, das Grundwasservorkommen als
solches werde durch die geplante Versickerung beeinträchtigt. Diese Rüge kann im
Gewässerschutzbewilligungsverfahren vorgebracht werden; es ist darauf einzutreten.
d) Laut Art. 17 Abs. 1 KGV ist nicht verschmutztes Regenabwasser von Dächern,
Zufahrten, privaten und öffentlichen Verkehrsflächen, Parkplätzen und ähnlichen Flächen
versickern zu lassen. Für verschmutztes Abwasser gilt die Regelung von Art. 16 KGV.
Danach sind Abwässer von Wasch-, Lager- und Aussenarbeitsplätzen in der Regel in die
Misch- oder Schmutzabwasserkanalisation abzuleiten. Das GSA entscheidet über eine
allfällige Vorbehandlung dieser Abwässer.
e) Die Beschwerdegegnerin plante ursprünglich, sämtliches Regenwasser, auch das auf
den Balkonen und Dachterrassen und in der Einstellhalle anfallende, in einem
Sickerschacht versickern zu lassen. Sie begründet diese Lösung damit, dass das von ihr
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beigezogene geologische Büro festgestellt habe, dass eine flächenhafte Versickerung mit
Oberbodenpassage aus Platzmangel nicht möglich sei. Für solche Fälle sei auch nach den
Richtlinien des GSA eine Versickerung in einem Sickerschacht zulässig. Das in Art. 7
GSchG und Art. 17 KGV6 genannte Wasser gelte im Rechtssinne als unverschmutzt,
weshalb die gesetzlich gebotene Versickerung mit den Anliegen des Gewässerschutzes
vereinbar sei. Im Beschwerdeverfahren hat sie ihre Absichten betreffend
Abwasserentsorgung präzisiert und mit neuen Plänen dokumentiert: Der Schlammsammler
in der Einstellhalle soll nun als toter Schacht ohne Abflussleitung gebaut werden (und muss
somit von Zeit zu Zeit entleert werden). Der Sickerschacht für das Regenabwasser von
Dach und Dachterrasse wird nach dem Vorschlag im Bericht des Geologischen Büros
Dr. Hans-Peter Weiss vom 10. Dezember 2004 konzipiert. Weiter ist die Einleitung des
Meteorwassers in den Schacht, ca. 1 bis 2 m oberhalb des Grundwasserspiegels, geplant.
Die Versickerung soll über eine Fliesmatte erfolgen. Die Beschwerdegegnerin macht
geltend, weil es sich dabei nicht um baubewilligungspflichtige Änderungen handle, sei eine
Anhörung der Beschwerdeführenden zu den neuen Plänen nicht erforderlich.
f) Vorab kann der Auffassung der Beschwerdegegnerin, dass diese Änderungen nicht
baubewilligungspflichtig sind, gestützt auf Art. 4 Abs. 1 Bst. b Ziff. 5 (e contrario) BewD
zugestimmt werden. Das Rechtsamt hat deshalb kein Projektänderungsverfahren im Sinne
von Art. 43 BewD7 durchgeführt. Die Beschwerdeführenden und die Gemeinde konnten im
Rahmen der Schlussbemerkungen zur neuen Lösung Stellung nehmen. Das Rechtsamt
hat zudem zur Frage der Versickerung einen Fachbericht des GSA eingeholt. Das GSA hat
ausgeführt, über den Sickerschacht des Typs b - also ohne Oberbodenpassage - dürfe
gemäss den „Richtlinien über das Versickern von Regen- und Reinabwasser (Verfahren
und technische Hinweise, Ausgabe 1999)“ (im Folgenden: Versickerungsrichtlinien)
ausschliesslich Dachwasser versickert werden. Das Versickern des Abwassers von
Vorplätzen, Hauszufahrten, Balkonen und Terrassen dürfe nur über eine
Versickerungsanlage des Typs a - also mit Oberbodenpassage - erfolgen, oder müsse,
wenn dies nicht möglich sei, in die Regenabwasserkanalisation (sofern vorhanden) oder in
die Mischwasserkanalisation abgeleitet werden. Weiter müsse bei Versickerungsanlagen
des Typs b ab unterkant der Versickerungsanlage bis zum höchsten Grundwasserspiegel
eine natürlich gewachsene ungestörte vertikale Filterstrecke von mindestens einem Meter
vorhanden sein. Dies dürfte gemäss Ausführungsplan knapp zutreffen, sofern der im Plan
6 Kantonale Gewässerschutzverordnung vom 24. März 1999 (BSG 821.1) 7 Dekret über das Baubewilligungsverfahren vom 22. März 1994 (BSG 725.1)
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angegebene Abstand von einem Meter zwischen Unterkante Betonkiesschüttung und
Grundwasserspiegel strikte eingehalten werde. Der Durchmesser des Schlammsammlers
betrage gemäss Ausführungsplan nur 60 cm. In den Versickerungsrichtlinien des GSA sei
ein Mindestdurchmesser von 80 cm vorgeschrieben. Ausserdem dürfe der
Schlammsammler im Gegensatz zum Ausführungsplan, der einen gelochten Deckel
vorsehe, nur mit einem dichten Schachtdeckel versehen werden.
g) In den Versickerungsrichtlinien des GSA wird das Regenabwasser von begehbaren
Flachdächern und Balkonen nicht speziell erwähnt. Erwähnt werden einerseits
„Dachflächen in Wohn- und Landwirtschaftszonen“ und „Reinabwasser wie Brunnen-,
Sicker-, Grund- und Quellwasser“, bei denen auch eine Versickerungsanlage des Typs b
(ohne Oberbodenpassage) zur Anwendung kommen darf. Andererseits werden Vorplätze,
Parkplätze für Personenwagen, Hauszufahrten innerhalb Wohnzonen, Gemeinde- und
Privatstrassen sowie Umschlag-, Park- und Lagerplätze, Vorplätze, Dachflächen von
Industrie- und Gewerbebetrieben, Kantonsstrassen, Nationalstrassen und Bahnanlagen
erwähnt, bei denen die Versickerung des Regenabwassers nur mit einer Vorbehandlung -
der Oberbodenpassage - zulässig ist (Versickerungsanlage des Typs a).
h) Als die Versickerungsrichtlinien vom GSA im Jahr 1999 erlassen wurden, war man
sich der Problematik der begehbaren Dachflächen offenbar noch nicht in genügendem
Ausmass bewusst. Das Regenabwasser von begehbaren Attika-Flächen, Dachterrassen
und Balkonen kann nämlich aufgrund der Praxiserfahrungen nicht als „nicht verschmutztes
Regenabwasser“ im Sinne von Art. 17 KGV bezeichnet werden. Dieses Abwasser ist als
Folge der oft intensiven Nutzung dieser Flächen häufig erheblich verschmutzt. Das GSA
verlangt deshalb nach seiner neueren Praxis, die es in seinem Informationsbulletin 3/2003
bekannt gemacht hat, dass Regenabwasser von begehbaren Attika-Flächen,
Dachterrassen und Balkonen wie verschmutztes Regenabwasser zu behandeln ist. Dies
bedeutet, dass es nur über eine Versickerungsanlage des Typs a (mit Oberbodenpassage)
versickert werden darf oder, wenn dies nicht möglich ist, der Kanalisation zugeführt werden
muss. Diese neue Praxis des GSA überzeugt und steht in Einklang mit dem Grundsatz von
Art. 3 GSchG, wonach jedermann verpflichtet ist, alle nach den Umständen gebotene
Sorgfalt anzuwenden, um nachteilige Einwirkungen auf die Gewässer zu vermeiden. Dies
bedeutet für den vorliegenden Fall, dass die Beschwerdegegnerin - weil eine Versickerung
mit Oberbodenpassage aus Platzgründen offenbar nicht möglich ist - mit einer zusätzlichen
Auflage zu verpflichten ist, das Regenabwasser von der Terrasse der Misch- oder
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Schmutzabwasserkanalisation zuzuführen und nicht in den Sickerschacht für das
Dachwasser einzuleiten.
i) Weiter sind auch die drei andern Hinweise des GSA als Auflage in die
Baubewilligung aufzunehmen: Der Schlammsammler muss einen Innendurchmesser von
mindestens 80 cm aufweisen und er ist mit einem ungelochten, dichten Schachtdeckel zu
verschliessen. Der Mindestdurchmesser von 80 cm ist für eine genügende Zugänglichkeit
erforderlich. Der dichte Schachtdeckel ist erforderlich, damit nicht anderes
Oberflächenwasser via Schlammsammler in den Sickerschacht gelangt. Zudem ist die
Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dass der im Plan vorgesehene Abstand von 1 m
zwischen unterkant Versickerungsanlage und Höchststand des Grundwassers auch
tatsächlich strikte eingehalten wird.
6. Überwachungsprogramm für Ermittlung der Wasserqualität
Schliesslich fordern die Beschwerdeführenden unter Bezugnahme auf die Stellungnahme
der Firma G._ AG, die Wasserqualität müsse mit einem Überwachungsprogramm
vor, während und nach der Bauphase ermittelt werden. Ein solches
Überwachungsprogramm kann allerdings gestützt auf das öffentliche Recht nur dann
verlangt werden, wenn öffentliche Wasserfassungen betroffen sind. Dies ist hier nicht der
Fall. Wünscht der Eigentümer einer privaten Quellfassung ein solches
Überwachungsprogramm, so hat er dies auf dem Zivilrechtsweg zu erwirken.
7. Zusammenfassung und Kosten
a) Die Beschwerdeführenden haben mit ihrer Beschwerde insofern Erfolg, als die er-
teilte Baubewilligung mit vier neuen Auflagen zu versehen ist (vgl. Erw. 5.h und i), wobei
nur zwei der Auflagen (betreffend Abwasser von der Terrasse und Einhaltung des
Abstands des Sickerschachts zum Grundwasser) direkt mit ihren Rügen in Zusammenhang
stehen. Im Übrigen ist die Beschwerde abzuweisen, soweit überhaupt darauf eingetreten
werden kann.
b) Laut Art. 108 Abs. 1 VRPG werden die Verfahrenskosten - von hier nicht zutref-
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fenden Ausnahmen abgesehen - der unterliegenden Partei auferlegt. Die
Beschwerdeführenden unterliegen mit ihrem Hauptantrag, zusätzliche Auflagen betreffend
Baugrubensicherung, Grundwasserstrom und Wasserqualität zu verfügen und mit ihrem
Eventualantrag auf Bauabschlag vollständig. Nur mit ihrem Antrag auf zusätzliche Auflagen
im Bereich der Meteorwasserversickerung haben sie Erfolg. Sie obsiegen damit nur zu
etwa einem Viertel und haben demzufolge drei Viertel der Verfahrenskosten zu tragen. Das
letzte Viertel der Verfahrenskosten hat die Beschwerdegegnerin zu tragen. Die
Verfahrenskosten werden auf eine Pauschalgebühr von Fr. 1'600.-- festgelegt. Darin ist der
Fachbericht des GSA angemessen berücksichtigt.
c) Für die Verlegung der Parteikosten gilt Art. 108 Abs. 3 VRPG. Danach hat die
unterliegende Partei der Gegenpartei grundsätzlich die Parteikosten zu ersetzen, wiederum
von hier nicht zutreffenden Ausnahmen abgesehen. Da die Beschwerdeführenden zu
ungefähr drei Viertel unterliegen, werden sie verpflichtet, der Beschwerdegegnerin drei
Viertel der Parteikosten zu ersetzen. Der Anwalt der Beschwerdegegnerin beziffert seine
Kosten auf Fr. 3’661.20 (Fr. 3'300.-- Anwaltsgebühr, Fr. 102.60 Auslagen und Fr. 258.60
MWSt). Die Kostennote gibt keinen Anlass zu Bemerkungen. Drei Viertel des Betrags
machen Fr. 2'745.90 aus.
d) Die Beschwerdeführenden stellen ebenfalls Antrag auf Parteikostenersatz. Unter
anderem führen sie den Aufwand für das von ihnen eingeholte Privatgutachten an. Die
Parteikosten umfassen laut Art. 104 Abs. 1 VRPG den durch die berufsmässige
Parteivertretung anfallenden Aufwand. Nach Abs. 2 derselben Bestimmung kann die
Verwaltungsjustizbehörde bei aufwändigen Verfahren Privaten, die ihren Prozess selber
geführt haben, eine angemessene Parteientschädigung und Auslagenersatz zuerkennen.
Die Beschwerdeführenden waren durch keinen Anwalt vertreten. Das vorliegende
Verfahren kann auch nicht als aufwändig bezeichnet werden. Es besteht damit keine
gesetzliche Grundlage dafür, ihnen ebenfalls eine Parteikostenentschädigung
zuzusprechen.