# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b283eb36-113c-42cc-9303-9cfa21d2f920
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1953 geborene
X._
war
seit August 2009 als Lehrperson der Primarstufe
beim Kanton Zürich angestellt und
dadurch bei der BVK Perso
nalvorsorge des Kantons Zürich (BVK) berufsvor
sor
geversichert, als ihn d
er
Arbeitgeber
am
9.
Januar 2013 unter Hinweis auf psychische Probleme bzw. Depressionen bei der IV-Stelle
Kanton
Bern zur Früherfassung meldet
e
(
17/19
). Am 1
9.
März 2013 meldete sich der Versicherte bei der I
V-Stelle
zum Leis
tungsbezug an (
Urk.
1
7
/22
). Nach Einholung diverser medizinischer und erwerblicher Unterlagen gewährte
die IV-Stelle
dem Versicherten
am 1
5.
Juli 2013 Beratung und Unterstützung bei de
r Stellensuche (
Urk.
1
7
/3
8). Mit Einga
be vom 2
1.
März 2014
(
Urk.
17
/51.1)
wurden der
IV-Stelle
zwei von der
BVK
in Auftrag gegebene Gutachten von
Dr.
med.
Y._
,
Facharzt
FMH
für Ps
ychiatrie und Psychotherapie
, vom 2
3.
Juni 2013
(
Urk.
1
7
/51.3)
und
vom
4.
März 2014 (
Urk.
1
7
/51.2)
eingereicht. A
m 2
5.
März 2014 verfügte die
IV-Stelle
den Absc
hluss der Arbeitsvermittlung (
Urk.
1
7
/53
).
Nach Einholung unter anderem
von Stellungnahmen von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, (Bericht vom
27.
März
2014,
Urk.
17/54)
und von
Dr.
med.
A._
, Fachärztin FMH für Allgemeine Medizin (Bericht vom
1
1.
September 2014
,
Urk.
17/69)
, beide Ärzte
des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD)
,
und
eines Haushaltsabklä
rungsbericht
s
(Bericht vom 1
7.
September 2014,
Urk.
1
7
/71) stellte die IV-Stelle m
it Vorbescheid vom 2
6.
September 2014 die Abweisung des Leistungsbegeh
rens in Aussicht (
Urk.
17/72
). Infolge des hiergegen erhobenen Einwands (
Urk.
17/79
) holte die I
V-Stelle
zwei weitere Berichte
von
Dr.
A._
(Bericht vom 2
1.
Januar,
Urk.
17/97)
und
von
Dr.
Z._
(Bericht
vom
1
2.
Februar 2015,
Urk.
17/1
01) ein und stellte mit neuem Vorbescheid vom 2
5.
Februar 2015 mangels eines Gesundheitsschadens mit invalidisierender Wirkung im Rechtssinne erneut die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
17/
103). Auf den dagegen erhobenen Einwand (
Urk.
17/106
) hin bestätigte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom
4.
Mai 2015 die Able
hnung des Leistungs
be
gehrens
(
Urk.
17/108
).
Dagegen l
iess
X._
am 3.
Juni 2015 beim Verwaltungsgericht des Kantons Bern Beschwerde erheben (
Urk.
17/111), welche mit Urteil vom 2
2.
Febr
uar 2016 abgewiesen wurde (Urk.
17/124). Die dagegen beim Bundesgericht
geführte Beschwerde (Urk.
17/126) wies das Bun
desgericht mit Ur
teil vom 1
7.
Juni 2016 ab (Urk.
17/128).
1.2
Noch während des invalidenversicherungsrechtlichen Abklärungsverfah
rens hatte der Versicherte die BVK um Ausrichtung von Leistungen ersucht. Die BVK teilte ihm am 1
7.
Juni 2014 mit, dass
sie
keine Leistungen ausrichte
, da die invalidisierende Arbeitsunfähigkeit vor ihrer Versicherungszeit eingetreten sei
(
Urk.
13/7). Dagegen erhob der Versicherte Einsprache, worauf die BVK ihren Entscheid bis zum Vorliegen des Entscheides der Invalidenversicherung auf
schob (
Urk.
13/8).
Nachdem die Invalidenversicherung das Leistungsbegehren des Versicherten abgelehnt hatte, verneinte die
BVK
mit
Einspracheentscheid
vom 2
6.
September 2016 (
Urk.
13/9
)
mit der Begründung, es liege
k
ein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor, ihre Leistungspflicht.
2.
Am 2
5.
Oktober 2016 erhob
X._
Klage gegen die BVK (
Urk.
1). Da der Kläger in seiner Klage nicht hinreichend klar darlegte, welche Ansprüche aus welchen Gründe
n er von der Beklagten verlangt
, wurde ihm mit Verfügung vom
4.
November 2016 (
Urk.
3) Frist angesetzt, um anzugeben, welche Ent
scheidung er aus welchen Gründen
beantragt
. Der Kläger wurde zudem aufge
fordert, die Klageschrift dem Gericht eigenhändig original unterzeichnet zurückzusenden. Am 1
9.
November 2016 reichte der Kläger eine eigenhändig unterzeichnete Klageschrift ein, mit welcher er sinngemäss Leistungen der Beklagten verlangte (
Urk.
5).
Die Beklagte beantragte mit Klageantwort vom 1
7.
März 2017 die Abweisung der Klage (
Urk.
12).
Nachdem mit Verfügung vom 2
0.
März 2017
(
Urk.
14)
die Akten der Eidgenös
sischen Invalidenversicherung
beigezogen worden waren (Ur. 17/1-134), hielt
en
der Kläger mit Replik vom 1
9.
Juni 2017 (
Urk.
21/1) und die Beklagte mit Dup
lik vom 1
9.
September 2017 (
Urk.
24) an ihren Anträgen fest. Die Duplik wurde dem Kläger am 2
5.
September 2017 zur Kenntnisnahme zugestellt (
Urk.
26)
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die örtliche und sachliche Zuständigkeit des hiesigen Gerichts zum Entscheid über die strittigen Leistungen ist gegeben (Art. 73 des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge
,
BVG
,
in Verbindung mit § 2 Abs. 2
lit
. a des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht).
1.2
Nach § 19 Abs. 1 der hier anwendbaren Statuten
der Beklagten (
Version
2013
;
Urk.
13/10)
haben versicherte
Personen, welche vor Vollendung des 6
5
. Altersjahres wegen Krankheit oder Unfall für die bisherige Berufstätigkeit invalid geworden sind, Anspruch auf eine Invalidenrente. Sie wird längstens für zwei Jahre ausgerichtet. Für über 50jährige Personen entfällt die zweijährige Befristung, die Rente wird jedoch längstens bis zum 6
5
. Altersjahr ausgerichtet.
Gemäss
§
2
0
Abs.
2 der
BVK
-Statuten wird bei teilweiser
Berufsinvalidität
die Rente entsprechend dem Invaliditätsgrad wie folgt festgesetzt: bis 24
%
Berufs
unfähigkeit in
%
eines Vollamtes
keine Rente, von 25 bis 59
%
eine Rente gemäss IV-Grad, bei 60 bis 69
%
eine Dreiviertelrente und bei 70
%
und mehr eine
volle
Rente.
1.
3
Damit eine Vorsorgeeinrichtung, der eine Arbeitnehmerin oder ein Arbeitneh
mer beim Eintritt der Arbeitsunfähigkeit angeschlossen war, für das erst nach Beendigung des Vorsorgeverhältnisses eingetretene Invaliditätsrisiko aufzu
kommen hat, ist erforderlich, dass zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität ein enger sachlicher und zeitlicher Zusammenhang besteht (BGE 130 V 270
E.
4.1). In sachlicher Hinsicht liegt ein solcher Zusammenhang vor, wenn der der Invalidität zu Grunde liegende Gesundheitsschaden im Wesentlichen derselbe ist, der zur Arbeitsunfähigkeit geführt hat. Sodann setzt die Annahme eines engen zeitlichen Zusammenhangs voraus, dass die versicherte Person nach Ein
tritt der Arbeitsunfähigkeit nicht während längerer Zeit wieder arbeitsfähig wurde. Die frühere Vorsorgeeinrichtung hat nicht für Rückfälle oder Spätfolgen einer Krankheit einzustehen, die erst Jahre nach Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit eintreten. Demnach darf nicht bereits eine Unterbrechung des zeitlichen Zusammenhangs angenommen werden, wenn die Person bloss für kurze Zeit wieder an die Arbeit zurückgekehrt ist. Ebenso wenig darf die Frage des zeitlichen Zusammenhangs zwischen Arbeitsunfähigkeit und Invalidität in schematischer (analoger) Anwendung der Regeln von
Art.
88a
Abs.
1 der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) beurteilt werden, wonach eine
anspruchsbeein
-
flussende
Verbesserung der Erwerbsfähigkeit in jedem Fall zu berücksichtigen ist, wenn sie ohne wesentliche Unterbrechung drei Monate gedauert hat und voraussichtlich andauern wird. Zu berücksichtigen sind viel
mehr die gesamten Umstände des konkreten Einzelfalles, namentlich die Art des Gesundheitsschadens, dessen prognostische ärztliche Beurteilung und die Beweggründe, die die versicherte Person zur Wiederaufnahme der Arbeit veran
lasst haben (BGE 123
V
262 E.
lc
, 120 V 112 E. 2c/
aa
und 2c/
bb
mit Hinweisen).
Diese Grundsätze gelten grundsätzlich auch in der weitergehenden beruflichen Vorsorge (vgl.
Hürzeler
in: Schneider/Geiser/
Gächter
, BVG und FZG, 2010,
Art.
23 N 5 mit Hinweisen).
2.
2.1
Der Kläger brachte zur Begründung seiner Klage im Wesentlichen vor
(
Urk.
6 und
Urk.
21/1)
,
er leide an eine
m
Anfallsleiden, welches
in der Zeit der Anstel
lung beim Kanton Zürich als Nebenwirkung zu
Valdoxa
n
aufgetreten sei. Dieses Anfallsleiden trete weiterhin etwa halbstündlich auf
. Im Rahmen dieser Anfäll
e komme es nicht nur zu schmerzhaften Missempfindun
g
en, sondern auch zu
Einschränkungen der Konzentrat
ion und des Gedächtnis
ses
. Weiter
führe
es zu Störungen der Motorik beim Sprechen, sodass eine Tätigkeit als Lehrperson wie auch
eine
vergleichb
are Täti
g
k
eit nicht mehr möglich sei. Dieses
chronische
Anfallsleiden sei nie korrekt diagnostisch erfasst und entsprechend auch nicht korrekt von einem Gericht gewürdigt worden.
Die von der Beklagten und der IV-Stelle veranlassten Abklärungen seien unhaltbar, weshalb die darauf basierenden Entscheide willkürlich seien.
Dr.
Y._
unterstelle ihm generelle Verhaltens
-
und Arbeitsweisen ohne diese konkret zu begründen und zu belegen. Ents
prechend unterstelle er ihm bez
ü
g
lich Persönlichkeit auch Störungen, deren sachlicher Beweis an den Haaren her
beigezogen sei.
Dr.
Y._
verfremde
Informationen, damit sie seiner vorgefass
ten Meinung entsprächen. Das Gutachten enthalte
auch
abschätzige Ausführun
gen zu seiner Berufsausübung und seinem Arbeitsverhalten, obwohl er sehr gute Zeugnisse erhalten habe.
Die Behauptung, dass eine psychisch bedingte Somati
sierungsstörung durch das chemisch wirkend
e
Medikament
Valdoxan
ausgelöst worden sei, sei unhaltbar
.
Zur Stütze seiner unhaltbaren Argumentation habe
Dr.
Y._
unter anderem auch e
ine Umschulung durch die IV erf
u
nde
n
.
Das Gutachten von
Dr.
Y._
enthalte derart gravierende Mängel, dass es nicht massgebend sein könne.
RAD-Ärztin
Dr.
A._
stütze ihre unzulässige Beurteilung auf die
Angaben von
Dr.
Y._
. Sie übe
r
n
ehme dabei die falschen Angaben und
führe in ihrer Stel
lungnahme vom 1
1.
September 2014
zusätzlich eine
Ausbildung
(1
997-1999)
an, die so nicht stattgefunden
habe
. Diese
sei erfunden worden
, um Diagnosen
zu stützen.
2.2
Die Beklagte erklärte zur Verneinung ihrer Leistungspflicht im Wesentlichen, es sei unbestritten, dass der Kläger, sollte er für seine bisherige Berufstätigkeit invalid geworden sein, gemäss
§
19
Abs.
1
ihrer
Statuten Anspruch auf eine unbefristete Berufsinvalidenrente bis zum vollenden 6
5.
Altersjahr hätte.
Die Invalidenver
s
icherung habe das Rentenbegehren des Klägers mangels Vor
liegen eines IV-relevanten Gesundheitsschadens abgelehnt. Hiernach liege somit weder eine Arbeitsunfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit noch eine solche in der bisherigen Tätigkeit vor. Mit
dem
Ur
teil des Bundesgerichts vom 17.
Juni 2016 sei der Entscheid der Invalidenversicherung in Rechtskraft erwach
sen.
D
as
sinngemäss
e
Vorbringen des Klägers, dass die Zulässigkeit der Gutachten von
Dr.
Y._
sowie die Verfahren zur Abklärung der Invalidität als nicht
ig
erklärt werden solle
n
, sei nicht zu hören. Das Bundesgericht habe in seinem
invalidenversicherungsrechtlichen
Urteil vom 1
7.
Juni 2016
die Beweistauglich
keit der vorgenommenen Abklärungen bestätigt
. Mangels Vorliegen eines IV-relevant
en Gesundheitsschadens bestehe
kein Anspruch des Klägers auf (Berufs-)Invalidenleistungen (
Urk.
12
und
Urk.
24
)
.
3.
3.1
Dr.
Y._
nannte mit
Gutachten
zu Händen der Beklagten
vom 2
3.
Juni 2013
(
Urk.
17/51.3) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Anpassungsstörung mit länger dauernder depres
siver Reaktion (
ICD-10
F43.2)
-
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit zwanghaften und narziss
tischen Anteilen (
ICD-10
Z73.1)
Betreffend die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als
Lehrer
sei noch kein Endzustand erreicht. Die Weiterführung des aktuellen Arbeitsversu
ches mit sieben Wochenlektionen und bei erfolgreicher Therapie mit langsamer Steigerung bis auf die angesta
mmten zwölf Wochenlektionen (46,
15%) im Zeit
raum des nächsten Schuljahres 2013/2014 sei möglich (
Urk.
17/51.3
/20
). Tätig
keiten
,
welche
nicht so hohe Anforderungen an die Konfliktfähigkeit stellten
wie die
angestammte Tätigkeit
als Lehrer
, wären für den
Kläger
besser geeignet, um seine Arbeitsfähigkeit zu erhalten. Hierbei wäre in Anbetracht seiner Res
sourcen ein vielseitiger Einsatz möglich. Dazu gehöre unter anderem der Einsatz in der integrierten Förderung, wo der
Kläger
schon im Rahmen der aktuellen Einstellung gemäss Aktenlage eingesetzt gewesen sei. Ferner schulische Situati
onen in einem eher ruhigen Umfeld mit jüngeren, vorpubertären Schülern, administrative Tätigkeiten oder jegliche Tätigkeiten, welche den reichhaltigen Ressourcen und Neigungen des
Kläger
s entsprächen. Auf die Übernahme einer Klassenverantwortung, welche der
Kläger
in der angestammte
n Tätigkeit auch gar nicht inne
gehabt
habe, sollte verzichtet werden
(
Urk.
17/
51.3
/21-
22).
3.
2
In seinem
Gutachten
vom
4.
März 2014
(
Urk.
17/51.2)
führte
Dr.
Y._
als Diagnosen an:
-
rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige depressive Epi
sode (
ICD-10
F33.0)
-
undifferenzierte Somatisierungsstörung (
ICD-10
F45.1)
-
akzentuierte Persönlichkeit mit ausgeprägt narzisstischen und rigid zwanghaften Zügen (
ICD-10
F73.1; richtig Z73.1)
Trotz nahezu optimalen Bedingungen im Rahmen des Arbeitsversuches sei es zu einer erneuten Dekompensation gekommen. Bei der Tätigkeit als
Lehrer
bestehe in absehbarer Zeit keine verwertbare Arbeitsfähigkeit.
Geeignet seien für den Kläger stabile Situationen, zum Beispiel als Assistenz eines Lehrers. Auch die integrierte Förderung mit einzelnen Kindern, nicht in der Gruppe, käme in Fra
ge.
Eine angepasste Tätigkeit sei im Rahmen einer Halbtagstätigkeit bzw. eines 50%-Pensums bei voller Leistungsfähigkeit zumutbar.
4.
4.1
Das Verwaltungsgericht des Kantons Bern verneinte
im invalidenversicherungs
rechtlichen Verfahren
mit Urteil vo
m 2
2.
Februar 2016 (
Urk.
17/124) einen invalidisierenden Gesundhei
tsschaden des Klägers (insb. E.
3.6). Diese Einschät
zung bestätigte das Bundesgericht mit Urteil vom 1
7.
Juni 2016 (
Urk.
17/128).
Das Bundesgericht hielt dabei jedoch ausdrücklich fest, dass
die Frage der Berufsinvalidität, namentlich die Arbeitsfähigkeit des Klägers an den letzten
Arbeitsstellen, im invalidenversicherungs
rechtlichen V
erfahren nicht geprüft
worden seien
(E. 3.3).
Am 3
0.
November 2017 sind die
Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_130/2017
und
8C_841/2016
ergangen
(BGE 143 V 409; 143 V 418
)
,
mit
welchen
das Bundes
gericht entschied, dass invalidenversicherungsrechtlich grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren entsprechend der mit BGE 141 V 281 für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psycho
somatische Leiden entwickelten Rechtsprechung zu unterziehen sind.
Diese geänderte Rechtsprechung hat grundsätzlich auch berufsvorsorgerechtlich Gül
tigkeit
.
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res
sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät
zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_260/2017 vom
1.
Dezember 2017 E. 4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
4.2
Wie das Verwaltungsgericht des Kantons Bern in seinem invalidenversiche
rungsrechtlichen Urteil vom 2
2.
Februar 2016 (
Urk.
17/124), welches vom Bun
desgericht mit Urteil vom 1
7.
Juni 2016 bestätigt wurde (U
r
k.
17/128), einge
hend darlegte, erfüllen die
Gutachten von
Dr.
Y._
vom 23.
Juni 2013
(E. 3.1)
und
vom
4.
März 2014
(E. 3.2)
die von der höchstrichterlichen Rechtsprechung an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens gestellten Anforderungen
,
weshalb ihnen volle Beweiskraft zukommt.
Dies
gilt auch in Anwendung der mit
BGE 143 V 409 und 143 V 418
geänderte
n
Rechtsprechung
, war doch
bereits
der invalidenversiche
r
u
ngsrechtliche Leistungsanspruch aufgrund der – neben anderen Diagnosen – erhobene
n
undifferenzierte
n
Somatisierungsstörung (
ICD-10 F45.1)
anhand des strukturierten Beweisverfahrens
zu prüfen.
Hinsichtlich der Rüge des
Kläger
s,
Dr.
Y._
führe
unzutreffenderweise
eine Umschulung weg von der Tätigkeit
als
Schreiner an
(vgl.
Urk.
6 S. 14 und Urk.
17/85/2)
,
ist
festzuhalten, dass der Kläger sich ab Herbst 1999 tatsächlich nicht umschulen liess. Es steht aber fest, dass der Kläger ab 1999 wieder in der Pflege arbeitete (vgl.
Urk.
17/77). Auch wenn es sich hierbei nicht um eine Umschulung handelte, so nahm der Kläger doch eine berufliche Um- bzw. Rückorientierung vor. Im Übrigen führte
Dr.
Y._
in seinem Gutachten nicht an,
der Kläger
sei
bei der
„
Umschulung
“ durch die IV unterstützt worden (vgl. die ablehnende Verfügung der IV vom
1
8.
Juni 2001,
Urk.
17/18).
Hinsichtlich der Frag
e, ob die vom Kläger geklagten „
Anfälle
“
eine Nebenfolge von
Valdoxan
seien, erklärte
Dr.
Y._
, dass eine direkte Kausalität kaum nach
zuvollziehen sei (
Urk.
17/51.2/24).
Dr.
Y._
schloss
die Möglichkeit einer Kau
salität nicht aus, er erachtet diese einfach nicht für wahrscheinlich
(vgl.
Urk.
17/51.2/2
8,
Urk.
17/51.2/2
9
,
Urk.
17/51.2/33)
. Im Sozialversicherungsge
richt ist jedoch grundsätzlich vom Beweisgrad der überwiegenden Wahr
-
schein
lichkeit
auszugehen
(
BGE
126 V 353 E. 5b mit Hinweisen; vgl. BGE 130 III 321 E. 3.2 und 3.3)
. Es ist nicht ersichtlich, und wird vom Kläger auch nicht darge
tan, inwie
weit die Ursache der geklagten „
Anfälle
“
,
welche unbestrittenermas
sen bestehen, weiter ermittelt werden könnte, wurde der Kläger doch bereits einge
hend untersucht (
Urk.
17/51.2/21
,
Urk.
17/62/3-5,
Urk.
17/102/5
). Zudem
erachteten auch die behandelnden Ärzte die
„Anfälle“
am ehes
ten im Rahmen einer Somatisieru
n
g
sstörung (
Urk.
17/47,
Urk.
17/62/3-
5,
U
rk.
17/
Urk.
17/102/4
)
.
D
ie Formel „
post
hoc ergo
propter
hoc“
, das heisst, die Folgerung aus dem Fehlen einer gesundheitlichen Beeinträchtigung vor einem Ereignis auf eine Kausalität
für ein
später auftretendes Leiden
,
vermag im Übri
gen den
Beweisanforderungen nicht zu genügen (
beispielsweise Urteil des Bun
desgerichts 8F_7/2014 vom 2
7.
Januar 2015 E. 4
)
.
Anzufügen bleibt, dass der Kläger z
u Recht rügt
, dass RAD-Ärztin
A._
in ihrem Bericht vom 1
1.
September 2014
(
Urk.
17/69)
eine von 1997
bis
1999 andauernde Ausbildung anführt.
Diese
unzutreffende Angabe ist jedoch von vornherein ohne Auswirkungen auf die Beweistauglichkeit d
er
Gutachten von
Dr.
Y._
, wurde sie doch erst nach de
ss
en Erstattung verfasst.
4.3
4.
3
.1
4.
3
.1.1
Bei der Prüfung der Standardindikatoren ist i
m Rahmen der Kategor
ie „funktio
neller Schweregrad“ (BGE 141 V 281
E. 4.3 S. 298) zunächst der Komplex „Gesundheitsschädigung“ zu
würdigen
(
BGE 141 V 281
E. 4.3.1 S. 298 ff.).
Hin
sichtlich der Diagnose
undifferenzierte Somatisierungsstörung
(ICD-10 F45.1) legte
Dr.
Y._
schlüssig dar, d
ass
aufgrund der kürzeren Dauer (weniger als zwei Jahre) nicht eine somatoforme Schmerzstörung, sondern eine
undifferen
zierte Somatisierungsstörung
zu diagnostizieren sei
.
Diese
Diagnose
kann
dann gestellt werden kann, wenn die körperlichen Beschwerden zahlreich, unter
schiedlich und hartnäckig sind, aber das vollständige und typische klinische Bild einer Somatisierungsstörung nicht erfüllt ist (
Urk.
17/51.2/25).
Die Diagno
se Somatisierungsstörung (ICD-10 F45.1)
wurde von den behandelnden Ärzten bestätigt (
Urk.
17/102/4).
Bei den von
Dr.
Y._
weiter gestellten Diagnose Anpassungsstörung mit länger dauernder depressiver Reaktion (
ICD-10
F43.2) bzw. rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige depressive Episode (
ICD-10
F33.0) handelt es sich definitionsgemäss um Erkrankungen von
leichtem
Schweregrad.
Anpassungs
störung mit länger dauernder depressiver Reaktion (
ICD-10
F43.2) bzw. rezidi
vierende depressive Störung, aktuell leichtgradige depressive Episode (
ICD-10
F33.0) sind grundsätzlich gut therapiebar (vgl. u.a.
BGE 143 V 409
E. 4.5.2
).
Di
e von
Dr.
Y._
weiter erhobene
Diagnose akzent
uierte
Persönlichkeitszüge
(
ICD-10
Z73.1)
besitz
t
per definitionem keine eigenständige
klinische
Krank
heitsrelevanz.
Diese Diagnose vermag daher – für sich alleine (vgl.
BGE
143
V
418
E. 8.1)
- keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden zu begründen (Urteil des Bundesgerichts 8C_558/2015 vom 22. Dezember 2015 E. 4.2.4
mit Hinwei
sen).
Betreffend den
Aspekt Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder –
resistenz
ist zu berücksichtigen, dass der Kläger seit vielen Jahren in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung steh
t
und er – zumindest im Zeitpunkt der Begutachtung durch
Dr.
Y._
– konsequent und adäquat pharmakologisch mit Antidepressiva behandelt w
u
r
d
e
.
D
er Kläger
nahm
die Medikamente zuverlässig ein, worunter sich die depressive Symptomatik in Bezug auf Grübeln und Schlafstörungen etwas
zurückbildete
(
Urk.
17/51.2/28).
Gemäss
Dr.
Y._
kann bzw. konnte jedoch weiterhin davon ausgegangen werden, dass die Erwerbsfä
higkeit des Klägers durch eine Weiterführung der Therapie – und berufliche
r
Massnahmen – noch gesteigert werden kann (
Urk.
17/51.2/33).
Hinsichtlich des
Aspekts
„Komorbiditäten“ hat das Bundesgericht festgehalten, dass die psychische Komorbidität nicht mehr generell vorrangig, sondern ledig
lich gemäss ihrer konkreten Bedeutung im Einzelfall beachtlich ist, so nament
lich als Gradmesser dafür, ob sie der versicherten Person Ressourcen raubt (
BGE 141 V 281
E. 4.3.1.3). Vorliegend bestehen beim Kläger aus psychiatrischer Sicht die genannten Diagnosen undifferenziert
e Somatisierungsstörung (ICD-10
F45.1), Anpassungsstörung mit länger dauernder depressiver Reaktion (ICD-10 F43.2) bzw. rezidivierende depressive Störung, aktuell leichtgradige de
pressive Episode (ICD-10 F33.0).
Somatische Komorbiditäten bestehen hingegen nicht.
4.
3
.
1.
2
Was den Komplex „Persönlichkeit“ anbelangt ist festzuhalten, dass
der Kläger – neben der
undifferenziert
en Somatisierungsstörung (ICD-10
F45.1),
und der
Anpassungsstörung mit länger dauernder depressiver Reaktion (ICD-10 F43.2) bzw. rezidivierende
n
depressive
n
Störung,
akzentuierte Persönlichkeitszüge
(
ICD-10
Z73.1)
aufweist. D
er Psychostatus des
Klägers
ist
zwar unauffällig
(
Urk.
17/51.2/13 f.
Urk.
17/51.2/22) und der Kläger verfügt
weiterhin über eine ausserordentlich hoh
e Motivation (
Urk.
17/51.2/
29), einschränkend wirken aber
die narzisstischen sowie
ridig
-zwanghaften Persönlichkeitszüge, durch welche der Kläger schnell aus dem Konzept gerät, wenn es nicht so läuft wie er möchte (vgl.
Urk.
17/51.2
/25-27
).
4.
3.1.
3
Wie
bereits
das Verwaltungsgericht des Kantons Bern im invalidenversiche
rungsrechtlichen Entscheid dargelegt hat
(
Urk.
17/124/18)
, zei
g
t der Komplex „sozialer Kontext“ (
BGE 141 V 281
E. 4.3.3), dass ein Beziehungsnetz besteht. Der Kläger hat eine Tochter und drei Enkelkinder, welche in der Nähe wohnen. Im Rahmen der Haushaltabklärung im Mai 2014 führte er aus, dass er die Betreuung seiner Enkel bei Bedarf übernehmen kann. Zudem gab er an, dass er einen Freund in Zürich hat, welcher spät ein Kind hatte. Dieses Kind, welches für ihn wie ein
Leihenkel sei, habe ihm in der durch die Krise belasteten Zeit sehr gut getan. Weiter pflegt de
r Kläger
Freundschaften mit seinen Musikerkol
legen, mit welchen er sich auch regelmässig trifft
. Aus dem Musizieren habe er Kraft geschöpft
(
Urk.
17/71
/5
,
Urk.
17/51.2
/
8
,
Urk.
17/51.3/5
).
4.
3.2
Unter der Kategorie „
Konsistenz
“
sind verhaltensbezogene Aspekte zu prüfen (
BGE 141 V 281
E. 4.4). Das Niveau sozialer Aktivität
des Klägers
ist nach dem Eintritt des Gesundheitsschadens im Vergleich zu vorher zwar reduziert, gab der
Kläger
doch zumindest an, in seiner Musikgruppe sowie im Tangoverein kürzer getreten zu sein (insbesondere bei administrativen Aufgaben;
17/71/5
). Auch sei es ihm wegen seines Gesundheitszustandes nicht möglich, seine Enkel zu hüten (
Urk.
17/51.2/8
,
Urk.
17/71/5
). Es ergeben sich aber nicht in allen vergleichba
ren Lebensbereichen gleichmässige Einschränkungen des Aktivitätsniveaus. Dem
Kläger
ist es immer noch möglich, die wesentlichen Sachen im Haushalt zu erledigen
(
Urk.
17/51.2/9
) und im Garten zu arbeiten (
Urk.
17/71/5
). Auch geht
Kläger
nach wie vor (wieder) zu Tanzveranstaltungen, trifft sich mit seiner Musikgruppe und geht wandern (
Urk.
17/51.2/8
).
Was den Indikator der Inanspruchnahme von therapeutischen Optionen anbe
langt (vgl.
BGE 141 V 281
E. 4.4.2), ist festzuhalten, dass sich der
Kläger
seit Jahren in psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung bei
Dr.
B._
befindet (vgl.
Urk.
17/51.3/6
), was für einen tatsächlichen Leidensdruck spricht.
4.
3.3
Aus den vorerwähnten Indikatoren ist zu schliessen, dass der Kläger nach wie vor über genügend Ressourcen verfügt, um einer Arbeitstätigkeit nachzugehen. Für den Leistungsanspruch des Klägers gegenüber der Beklagten
genügt jedoch, wenn
d
er Kläger
"wegen Krankheit oder Unfall für die bisherige Berufstätigkeit invalid geworden"
(
§
19
Abs.
1 der Statuten der Beklagten)
ist
. Damit ist Berufsunfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt losgelöst von e
inem kon
kreten Betrieb gemeint
, wobei als Beruf die bei bzw. zuletzt vor Eintritt des Gesundheitsschadens ausgeübte Tätigkeit zu verstehen ist (
Urteil des Bundesge
richts 9C_766/2014 vom
6.
März 2015 E. 5.1
).
Der Klä
ger
arbeitete im Rahmen seiner Anstellung
beim Kanton Zürich
als
Leh
rer
.
Er hatte dabei keine eigene Klasse, er erteilte jedoch Stunden in ganzen Klassen (
Urk.
17/32/2
,
Urk.
17/51.2/2-3
und
Urk.
17/51.3/
5
und U
rk.
17/51.3/
14
)
.
Wie
sich
aus
dem Gutachten von
Dr.
Y._
vom
4.
März 2014
bzw. den vorstehend geprüften Indikatoren (E. 4.3.1 und E. 4.3.2) ergibt
, dürfte der Kläger
aufgrund
seinen psychischen Erkrankungen in Verbund mit seinen akzentuierten Persönlichkeitszügen
bei Wiederaufnahme
dieser bzw. einer ver
gleichbaren
Tätigkeit bei geringen Anforde
rungen an seine Flexibilität in
adä
q
u
a
t reagieren und psychisch
dekompensieren
(
Urk.
17/51.2/31)
.
Diese Dekom
pensation trat beim Kläger
trotz idealen Umständen auch im Rahmen seiner Tätigkeit für die Schule
C._
auf (
Urk.
17/51.2/31), weshalb von einer generellen Unfähigkeit zur Erteilung von Unterricht im Klassenverbund auszu
gehen ist.
Eine Tätigkeit mit einzelnen Kindern käme für den Kläger aufgrund der reduzierten psychischen Anforderungen
zwar
wohl in Frage
(vgl. auch
Urk.
17/51.2/31-32)
, diese entspricht aber
nicht de
r zuletzt ausgeübten Tätig
keit.
Der Kläger ist somit zu 100
%
berufsunfähig im Sinne von
§
19
Abs.
1 der Statuten der Beklagten.
5.
Zu prüfen bleibt,
ob die Arbeitsunfähigkeit des Klägers bereits vor Beginn der Versicherungsdeckung bei der Beklagten eingetreten ist, ohne dass hernach der zeitliche Zusammenhang unterbrochen worden wäre.
Der Kläger trat seine Stelle
beim
Kanton Zürich im August 2009 an.
Vor
Eintritt bei der Beklagten
litt der Kläger an
gesundheitliche
n
Probleme
n
und war
teil
weise arbeitsunfähig (
Urk.
17/51.3/4)
.
N
ach Eintritt bei der Beklagten im August 2009 trat jedoch erst
ab September 2012
e
ine länger andauernde Arbeitsunfä
higkeit
auf
(
Urk.
17/32)
. Der Kläger arbeitete
ab Versicherungsbeginn
bei der Beklagten
bis zum Eintritt der relevanten Arbeitsunfähigkeit
somit
während rund drei Jahren
, wobei er
– zumindest zu Beginn –
auch
(sehr) gute Leistungen
erbrachte
(vgl. Arbeitszeugnis vom
8.
September 2011,
Urk.
17/76/4).
Der zeitli
che Zusammenhang zu einer
allfälligen
vorbestehenden Arbeitsunfähigkeit
ist
da
her unterbrochen, weshalb die Beklagte leistungspflichtig ist.
6.
6.1
Nach dem Gesagten hat der Kläger Anspruch auf eine
volle
Berufsinvali
d
enren
te der Beklagten
, wel
che ab dem
1.
April 2013 – und grundsätzlich bis zum vollendeten 6
5.
Altersjahr - auszur
ichten ist (
§
53
Abs.
1 der Statuten,
Urk.
13/10;
Urk.
17/30.3)
.
6.2
Auf Invalidenleistungen sind Verzugszinsen geschuldet, wobei grundsätzlich Art. 105 Abs. 1 des Obligationenrechts anwendbar ist (BGE 119 V 131 E. 4). Danach ist der Verzugszins vom Tag der Anhebung der Betreibung oder der gerichtlichen
Klage an geschuldet. Der Zinssatz beträgt 5 %, sofern das Regle
ment der Vorsorgeeinrichtung keine andere Regelung kennt (BGE 119 V 131 E. 4c).
Dem
Kläger
sind folglich für die bis zur Klageerhebung am
2
5.
Oktober
201
6
(vgl. Urk. 1) fällig gewordenen
Rentenbetreffnisse
ab diesem Zeitpunkt und für die weiteren Rentenleistungen ab deren jeweiligem Fälligkeitsdatum Verzugs
zinsen zuzusprechen. Gemäss Anhang II
lit
.
C
des Vorsorgereglements der Beklagten (gültig ab 1.
Januar 2016
) werden sämtliche Forderungen gegenüber der Beklagten im Verzugsfall zum jeweiligen Mindestzinssatz plus 1 % verzinst (Urk.
13/11
). Damit ist für den Zeitraum ab Klageerhebung bis zum 31. Dezember 2016 ein Verzugszins von 2,25 % und für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2017 ein Verzugszins von 2 % geschuldet (vgl. Art. 15 Ab
s. 2 BVG
i.V.m
. Art. 12 BVV 2
in der im jeweiligen Zeitraum gültigen Fassung
).
7.
S
oweit der Kläger sinngemäss weitere Rechtsansprüche geltend macht, nament
lich Vergütung einer Ausbildung, erweist sich die Klage offensichtlich als
unbe
gründet.
Die Klage ist somit in dem Sinne teilweise gutzuheissen, dass
die Beklagte ver
pflichtet wird, dem Kläger ab
1.
April 2013 eine volle Berufsinvalidenrente zuzüglich Verzugszinsen für die bis zum 2
6.
Oktober 2016
(Datum Poststempel,
Urk.
1)
fällig gewordenen
Betreffnisse
ab diesem Datum und für die übrigen ab dem jeweiligen Fälligkeitsdatum auszurichten, wobei
die
Verzugszins
en
bis 31.
Dezember 2016 2,25
%
und ab
1.
Januar 2017 2
%
betr
agen
. Im Mehrbetrag
ist
die Klage ab
zuweisen.