# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f6f851d7-b413-4c06-b319-3ad5035b4282
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1 X._, geboren 1955, im Kosovo ausgebildeter Mathematiklehrer, in der Schweiz angelernter Garten- und Tiefbauvorarbeiter, verheiratet, Vater von drei mittlerweile erwachsenen Kindern, war seit dem 4. Oktober 2005 bei der Y._ GmbH, '_', zu einem Pensum von 100 % als Gartenbau-Mitarbeiter angestellt, wobei er ab dem 1. Januar 2008 dieser Tätigkeit nicht mehr nachging (Fragebogen für Arbeitgebende vom 28. August 2008, Urk. 7/17). Dr. med. Z._, Facharzt FMH für Innere Medizin, '_', attestierte ab dem 1. Januar 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Bericht vom 15. Dezember 2008, Urk. 7/24/7). Am 7. August 2008 meldete sich der Versicherte bei der Invalidenversicherung wegen Diskushernien zum Leistungsbezug (berufliche Eingliederungsmassnahmen, Rente) an (Urk. 7/10).
1.2 Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte daraufhin einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Zusammenzug, Urk. 7/16), einen Arbeitgeberbericht (Urk. 7/17) und medizinische Berichte (Urk. 7/20; Urk. 7/22; Urk. 7/24-25; Urk. 7/27) ein und liess den Versicherten im Zentrum A._ AG (A._), '_', rheumatologisch begutachten (Gutachten vom 19. November 2009, Urk. 7/38). Mit Mitteilung vom 28. Januar 2010 gab die IV-Stelle dem Versicherten bekannt, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/45). Nachdem das A._ die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in der angestammten Tätigkeit nochmals beurteilt hatte (Stellungnahme des A._ vom 24. April 2010, Urk. 7/46), teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 15. Juli 2010 mit, keinen Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung zu haben (Urk. 7/50). Mit Schreiben vom 26. August 2010 (Urk. 7/63) liess der Versicherte dagegen Einwand erheben, worin er um Zusprache einer Invalidenrente nach Durchführung der notwendigen Abklärungen bat (vgl. Urk. 7/63/1). Nachdem das A._ dazu mit Schreiben vom 28. Januar 2011 Stellung genommen hatte (Urk. 7/68), verfügte die IV-Stelle am 14. Februar 2011 wie im Vorbescheid angekündigt (Urk. 7/70).
Am 10. März 2011 gewährte die IV-Stelle X._ nachträglich das rechtliche Gehör in Bezug auf die während des Einwandverfahrens erstellten Akten (Urk. 7/78). Mit Eingabe vom 29. März 2011 erhob der Versicherte gegen den Vorbescheid erneut Einwand (Urk. 7/81) mit dem Antrag, es sei ihm nach Durchführung der notwendigen medizinischen Abklärungen eine Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 7/81/1). Mit Schreiben vom 31. März 2011 (Urk. 7/83), dem ein Gutachten von Prof. Dr. med. B._, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation, '_', vom 22. März 2011 beilag (Urk. 7/82), beantragte der Versicherte sodann, dass ihm mindestens eine Dreiviertelsrente zuzusprechen sei und die Invalidenversicherung die Kosten des Gutachtens von Prof. Dr. B._ zu übernehmen habe, eventualiter seien allfällig bezüglich dieses Gutachtens geltend gemachte Mängel Prof. Dr. B._ zur Stellungnahme zu unterbreiten und sei nach Eingang der Stellungnahme über das weitere Vorgehen zu entscheiden (Urk. 7/83/2). Das A._ nahm dazu mit Schreiben vom 7. Juli 2011 (Urk. 7/87) erneut Stellung. Mit Verfügung vom 8. August 2011 hob die IV-Stelle ihre Verfügung vom 14. Februar 2011 wiedererwägungsweise auf (Urk. 7/91) und verfügte am 9. August 2011 erneut wie im Vorbescheid angekündigt (Urk. 2). Ebenfalls am 9. August 2011 teilte die IV-Stelle dem Versicherten vorbescheidweise mit, dass keine Kostengutsprache für das von Prof. Dr. B._ erstellte Parteigutachten erfolge (Urk. 7/94).
2. Gegen die Rentenverfügung vom 9. August 2011 liess X._ durch Rechtsanwalt Thomas Laube, Zürich, mit Eingabe vom 29. August 2011 Beschwerde mit folgendem Rechtsbegehren erheben (Urk. 1):
„1. Die Verfügung vom 9. August 2011 sei aufzuheben.
2. Es sei dem Versicherten ab dem 1. Januar 2009 mindestens eine Dreiviertelsrente der IV zuzusprechen.
3. Eventuell: Das Gericht habe ein Obergutachten zur Festlegung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit einzuholen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin.“
Die Beschwerdegegnerin ersuchte mit Beschwerdeantwort vom 29. September 2011 um Abweisung der Beschwerde (Urk. 6). Dies wurde dem Beschwerdeführer mit Brief vom 3. Oktober 2011 zur Kenntnis gebracht (Urk. 8). Mit Eingabe vom 7. Oktober 2011 liess der Beschwerdeführer replicando eine Stellungnahme von Prof. Dr. B._, nun '_', vom 19. August 2011 einreichen (Urk. 9-10), was der Beschwerdegegnerin am 14. Oktober 2011 zur Kenntnisnahme zugestellt wurde (Urk. 11).
3. Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1 Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG in der seit 1. Januar 2008 geltenden Fassung).
1.2 Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 2 IVG) aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3 Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a. ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b. während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 Prozent arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c. nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG; bis 31. Dezember 2007: Art. 28 Abs. 1 IVG).
1.4 Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.5 Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H. Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 3. Aufl. 1994, S. 24 f.).
2. Die medizinische Aktenlage stellt sich wie folgt dar:
2.1 Dr. med. C._, Oberarzt an der Rheumaklinik und dem Institut für Physiotherapie mit Poliklinik des Spitals D._, berichtete am 21. Februar 2008 folgende Diagnosen:
1. therapieresistentes akutes lumboradikuläres Schmerzsyndrom und sensomotorisches Ausfallsyndrom Lendenwirbel(L)5 rechts mit/bei:
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gering- bis mässiggradiger zirkulärer Diskusprotrusion L5/S1 mit rechtsbetonter neuroforaminaler Kompression der Nervenwurzel L5 (Magnetresonanztomographie [MRI] der Lendenwirbelsäule am 25. Januar 2008);
-
verminderter Lendenlordose;
-
Triggerpunkten gluteal rechts;
2. chronischer Nikotinabusus;
3. bekannte Urolithiasis mit/bei möglicher einmaliger Makrohämaturie.
Bei Spitaleintritt - Hospitalisation vom 25. Januar bis am 8. Februar 2008 - hätten eine deutlich eingeschränkte Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule vor allem der Inklination und der Rechtslateralflexion, eine verminderte Lendenlordose, ein Wirbelsäulenshift nach links, ein fehlender Achillessehnenreflex rechts sowie eine Hypästhesie im Bereich des lateralen Oberschenkels, dorsalen Unterschenkels und linken Fussrückens bestanden (Urk. 7/55/1). Das Gangbild sei schonend, leicht vornübergebeugt, der Zehen- und Fersenstand beidseits nicht möglich, auch die Inklination praktisch nicht möglich gewesen. Am dorsolateralen Ober- und Unterschenkel, lateralen Fussrand und Fussrücken rechts hätten Hypästhesien bestanden. Zudem seien minime Hypästhesien am ventralen Ober- und Unterschenkel und an der Fusssohle rechts vorhanden gewesen. Die Kraft in der Einzelmuskelprüfung habe rechts allseits M3, links allseits M5 betragen. Der Lasègue rechts sei bei 30° positiv, links bei 45° gekreuzt positiv gewesen (Urk. 7/55/2). Im Verlauf habe der Beschwerdeführer neu eine eingeschränkte Fussheber- und Fusssenkerschwäche rechts M4 gezeigt (Urk. 7/55/1). Der postoperative Verlauf sei komplikationslos mit langsam regredienter Schmerzsymptomatik gewesen. Bei Spitalaustritt hätten noch Schmerzen im rechten Oberschenkel lateral sowie in der rechten Wade bestanden, wobei dort auch Muskelverhärtungen zu spüren gewesen seien. Der Beschwerdeführer habe ein verlangsamtes, schonendes Gangbild aufgewiesen, der Achillessehnenreflex rechts sei - wahrscheinlich schmerzbedingt durch Verspannung im Oberschenkel - weiterhin nicht auslösbar gewesen. Zudem hätten nach wie vor Hypästhesien am lateralen Unterschenkel rechts und diffus am gesamten Fuss rechts bestanden. Die Kraft in der Einzelmuskelprüfung habe nun beidseits stets M5 betragen. Vom 8. Februar bis am 25. März 2008 habe eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % bestanden (Urk. 7/55/2).
2.2 PD Dr. med. E._, Chefarzt, und Dr. med. F._, Oberarzt an der Chirurgischen Klinik und Poliklinik des Spitals D._, hielten in ihrem Bericht vom 28. März 2008 als Diagnose einen Status nach mikrochirurgischer Entfernung einer intraforaminalen Diskushernie L5/Schwanzwirbel(S)1 rechts am 11. Februar 2008 fest. Es habe sich eine vorbestehende Fehlhaltung mit Linksneigung des Rückens bei radiologisch nachgewiesener rechtskonvexer Skoliose mit Torsion gezeigt. Es bestehe ein Schonhinken rechtsseitig, die Lendenwirbelsäulen-Beweglichkeit sei zirkulär eingeschränkt. Der Finger-Boden-Abstand sei über der Kniehöhe. Zudem sei ein Pseudolasègue beidseits bei 30° vorhanden. Das MRI der Lendenwirbelsäule vom 25. März 2008 habe einen regelrechten postoperativen Befund mit einem kleinen Resthämatom im Operationsgebiet gezeigt (Urk. 7/5/15). Bei etwas zähem postoperativem Verlauf finde sich jedoch eine Besserung sowohl der Schmerzsymptomatik als auch der Kraft und Sensibilitätsstörung. Im Vordergrund stünden noch belastungsabhängige Rückenschmerzen mit teilweiser Ausstrahlung in das Bein. Auffällig sei die Fehl- und übertriebene Schonhaltung. Eine Wiederaufnahme der Tätigkeit als Arbeiter im Tiefbau erscheine zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich (Urk. 7/5/16).
2.3 Dr. med. G._, Oberärztin, und pract. med. H._, Assistenzarzt an der Klinik I._, hielten in ihrem Austrittsbericht vom 20. Mai 2008 aktuell einen prolongierten Verlauf mit fortbestehendem Schmerzsyndrom fest. Es habe sich ein leicht dekonditionierter Patient mit einer deutlichen Fehlhaltung der Wirbelsäule mit Shift nach links gezeigt (Urk. 7/5/8). Aufgrund der Fehlhaltung seien deutliche Myelogelosen paravertebral bei schmerzbedingt eingeschränkter Beweglichkeit der Wirbelsäule entstanden (Urk. 7/5/8-9). Bei der Untersuchung hätten sich indes fünf von fünf Waddellzeichen positiv gezeigt. Die Schmerzangaben seien nicht dermatom-begrenzt. Vom Gangbild her habe sich der Beschwerdeführer mit teilweise groteskem Schonhinken rechts präsentiert. Während des Klinikaufenthalts habe eine deutliche Haltungskorrektur erreicht werden können, bezüglich der Schmerzen habe sich hingegen nur eine minimale bis keine Reduktion erzielen lassen. Hinsichtlich des festgestellten Vitamin B12-Mangels sei eine Substitution begonnen worden. Bis am 26. Mai 2008 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, die weitere Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit habe durch den Operateur zu erfolgen (Urk. 7/5/9).
2.4 In seinem Bericht vom 10. September 2008 zuhanden der Beschwerdegegnerin nannte Dr. F._ als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit folgende:
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rechtsseitige Lumboischialgie bei Verdacht auf Wurzelkompressionssyndrom L5 und S1 rechts, bestehend seit dem Jahr 2007;
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Status nach mikrochirurgischer Entfernung einer intraforaminalen Diskushernie L5/S1 rechts am 11. Februar 2008.
Die Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sei aktuell nicht bekannt (Urk. 7/20/2). Kernspintomographisch habe am 26. Mai 2008 eine mögliche Kompression der Wurzel L5 und S1 mit Rezessusstenosen in den Segmenten L4/5 und L5/S1 als mögliche Ursache der anhaltenden Beschwerden nachgewiesen werden können. Bezüglich der Operationsstelle sei noch ein deutliches Lokalsyndrom vorhanden. In der Muskeleinzelprüfung finde sich eine dezente Fuss- und Zehenheberschwäche rechts mit Kraftgrad M4. Der Beschwerdeführer habe eine Hyper- beziehungsweise Dysästhesie am lateralen Unterschenkel und gesamten Fuss rechts sowie starke Schmerzen am lateralen Unterschenkel und an der Fusssohle bei Belastungen wie längerem Sitzen oder Laufen angegeben (Urk. 7/20/3). Der Gesundheitszustand sei besserungsfähig (Urk. 7/20/4). Das Heben und Tragen von Lasten schwerer als 10 kg bis Lendenhöhe, das Heben über Brusthöhe, das Arbeiten über Kopfhöhe, die Rotation, vorgeneigtes Sitzen oder Stehen, Knien, die Kniebeuge, das Gehen auf unebenem Gelände sowie das Treppen-Steigen beziehungsweise Besteigen von Leitern seien dem Beschwerdeführer nicht mehr, das Heben und Tragen von Lasten bis 9 kg, das Hantieren mit schweren beziehungsweise grobmanuellen Werkzeugen, längerdauerndes Sitzen oder Stehen und das Gehen über lange Strecken nur noch beschränkt zumutbar (Urk. 7/20/4-5). Das Gleichgewicht beziehungsweise Balancieren, das Arbeiten in Nässe, Kälte oder Hitze sowie Staubexposition seien nur noch eingeschränkt möglich (Urk. 7/20/5). Die bisherige Berufstätigkeit sei seit Februar 2008 nicht mehr zumutbar, eine behinderungsangepasste Tätigkeit seit Februar 2008 noch zu 50 % (Urk. 7/20/6).
2.5 Dr. med. J._, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, Leitender Arzt Ambulatorium, und pract. med. K._, Assistenzarzt an der Klinik I._, diagnostizierten in ihrem Austrittsbericht vom 25. November 2008 ein therapieresistentes ischialgiformes Schmerzsyndrom rechts mit/bei (Urk. 7/24/9):
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Status nach mikrochirurgischer Entfernung einer intraforaminalen Diskushernie L5/S1 rechts am 11. Februar 2008;
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massiver zentraler Schmerzkomponente;
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Wurzelirritation L5/S1 möglich, keine motorischen Ausfälle;
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MRI der Lendenwirbelsäule vom 26. Mai 2008, Verdacht auf Wurzelkompression L5/S1;
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Status nach computertomographisch-gesteuerter Wurzelinfiltration L4 rechts am 14. Juli 2008;
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skoliotischer Fehlhaltung und massiv dekonditionierter Rumpfmuskulatur;
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klinisch im Vordergrund: akzentuierte Schmerzpräsentation und organisch nicht erklärbare Gangstörung.
Der Beschwerdeführer sei muskulär massiv dekonditioniert mit einer rechtskonvexen lumbalen Skoliose und Links-Shift des Rückens sowie multiplen Triggerpunkten der paravertebralen Muskulatur. Die Wirbelsäule sei schmerzbedingt eingeschränkt. Fünf von fünf Waddelzeichen hätten sich positiv gezeigt. Die Schmerzangaben seien nicht klassisch dermatombezogen, liessen aber an eine Wurzelreizung L5/S1 rechts denken. Die Sensibilitätsprüfung und der Lasègue seien nicht verwertbar, da der Beschwerdeführer massiv dagegen spanne und die erwarteten Schmerzen katastrophiere, die Kraft sei rechts schmerzbedingt minderinnerviert. Vom Gangbild her präsentiere er sich mit teilweise groteskem Schonhinken rechts, verkürzter Schrittlänge und kaum Schwungphase. In Therapiesituationen - abgelenkt - sei es dem Beschwerdeführer durchaus möglich gewesen, bestimmte Bewegungen auszuführen, die in der Untersuchungssituation wegen Schmerzkatastrophierung und Abwehrhaltung nicht möglich gewesen seien. Auch das Gangbild habe sich zeitweise deutlich verbessern lassen. Eine massive zentrale Schmerzkomponente sei hier immer wieder deutlich geworden. Das Medikament Irfen habe ohne Schmerzverstärkung gestoppt werden können. Der Beschwerdeführer habe am 3. November 2008 in gebesserter körperlicher Verfassung mit im Wesentlichen gleichbleibender Schmerzsymptomatik entlassen werden können. Bis am 30. November 2008 sei er zu 100 % arbeitsunfähig. Die weitere Beurteilung der Arbeitsfähigkeit solle durch den Operateur erfolgen (Urk. 7/24/10).
2.6 Dr. med. Z._, Facharzt FMH für Innere Medizin, '_', nannte in seinem Bericht vom 15. Dezember 2008 zuhanden der Beschwerdegegnerin als Diagnose ein therapieresistentes ischialgiformes Schmerzsyndrom rechts bei:
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Status nach mikrochirurgischer Entfernung einer intraforaminellen Diskushernie L5/S1 rechts am 11. Februar 2008;
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postoperativ anhaltender rechtsseitiger Lumboischialgie bei MRI-mässigem Verdacht auf Wurzelkompression L5/S1;
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Status nach computertomographisch-gesteuerter Wurzelinfiltration L4 rechts am 14. Juli 2008,
erste Symptome Mitte Dezember 2007. Es sei eine deutlich verhärtete Muskulatur lumbal mit deutlichen Triggerpunkten im Lumbalbereich, im rechten Gesäss und zum Teil auch in der rechten Wade vorhanden. Zudem bestehe eine deutliche Schwäche im rechten Oberschenkel, die Kniebeuge sei wegen der Schwäche nicht möglich (Urk. 7/24/7). Der Gesundheitszustand sei stationär (Urk. 7/24/4). Seit dem 1. Januar 2008 bestehe im Gartenbauberuf eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Die Prognose sei ungewiss, es sei mit einer Chronifizierung zu rechnen. In Anbetracht des Berufs sei die Prognose eher ungünstig (Urk. 7/24/7). Fahrtauglichkeit bestehe nur während ca. 10-15 Minuten (Urk. 7/24/4). Das Heben und Tragen von Lasten, Arbeiten über Kopfhöhe, die Rotation, vorgeneigtes Sitzen oder Stehen, Knien, die Kniebeuge, länger dauerndes Sitzen sowie das Treppen-Steigen beziehungsweise Besteigen von Leitern seien dem Beschwerdeführer nicht mehr, das Hantieren mit mittleren oder schweren beziehungsweise grobmanuellen Werkzeugen sowie das Gehen auf unebenem Gelände nur noch beschränkt zumutbar. Das Gleichgewicht beziehungsweise Balancieren sei eingeschränkt. Die Belastbarkeit sei einzig durch Schmerzen eingeschränkt (Urk. 7/24/4-5).
2.7 In seinem Bericht vom 31. März 2009 zuhanden der Beschwerdegegnerin führte Dr. F._ als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit die bereits im Bericht vom 10. September 2008 (E. 2.4) erwähnten an (Urk. 7/25/2). Am 24. August 2008 habe eine postoperative Besserung der Schmerzen im Oberschenkel bestanden, während im Unterschenkel noch belastungsabhängige Schmerzen vor allem nach längerem Sitzen oder Laufen vorhanden gewesen seien. Neurologisch habe sich eine Fuss- und Zehenheberschwäche rechts Kraftgrad M3 sowie eine Hyper- und Dysästhesie am lateralen Unterschenkel und gesamten rechten Fuss gefunden. Es sei von einer bleibenden Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auszugehen. Als Vorarbeiter im Tiefbau habe vom 22. Januar bis am 25. Juni 2008 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit bestünden körperliche Einschränkungen aufgrund der Rückenerkrankung mit verminderter Leistungsfähigkeit, Auftreten von Schmerzen und erhöhter Unfallgefahr (Urk. 7/25/3). Eine bleibende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sei zu vermuten, eine angepasste Tätigkeit sollte zumindest halbschichtig durchführbar sein (Urk. 7/25/4). Rein sitzende, rein stehende oder vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten, Bücken, Über-Kopf-Arbeiten, Kauern, Knien, die Rotation im Sitzen beziehungsweise Stehen sowie das auf Leitern beziehungsweise Gerüste Steigen seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar, das körpernahe Heben beziehungsweise Tragen von Lasten bis maximal 5 kg nur noch während 0.5-1.0 Stunden täglich mit 50%iger Leistung. Die Belastbarkeit sei eingeschränkt. Diese Angaben gälten seit dem 24. Juni 2008 (Urk. 7/25/5).
2.8 Am 19. Mai 2009 berichtete Dr. Z._ der Beschwerdegegnerin, dass die Arbeitsfähigkeit in angestammter und angepasster Tätigkeit seit dem 15. Dezember 2008 nicht einfach zu beurteilen sei, da der Beschwerdeführer in der Sprechstunde immer stark hinke, sich wegen seinen starken Rückenschmerzen nicht hinsetze und kaum zu untersuchen sei. Auffallend sei, dass seine Beschwerden immer absolut konstant gleich seien. Seine bisherige und derzeitige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten Tätigkeit betrage 100 %. In einer angepassten Tätigkeit wäre allenfalls eine 30-50%ige Arbeitsfähigkeit seit Januar 2009 denkbar. Zur sicheren Feststellung müsse allenfalls eine nochmalige fachärztliche Untersuchung beziehungsweise Begutachtung - Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit - vorgenommen werden. Ein allfälliges operatives Vorgehen lehne der Beschwerdeführer strikte ab (Urk. 7/27).
2.9 In ihrem A._-Gutachten vom 19. November 2009 zuhanden der Beschwerdegegnerin hielten Dr. med. L._, Facharzt FMH für Innere Medizin und Rheumatologie, PD Dr. med. M._, Facharzt FMH für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Rheumatologie, und N._, Physiotherapeutin, als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein chronisches lumbospondylogenes Schmerzsyndrom linksseitig mit/bei:
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differentialdiagnostisch zusätzlich radikulärer Komponente bei L5 oder S1 bei bildgebend Rezessus-Stenosen L4/5 und L5/S1;
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Status nach Entfernung einer intraforaminalen Diskushernie L5/S1 in mikrochirurgischer Technik am 11. Februar 2008 bei damals radikulärem sensomotorischem Ausfallsyndrom;
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Zeichen des dysfunktionalen Schmerz- und Krankheitsverhaltens mit Schonungs- und Vermeidungsverhalten und konsekutiver Dekonditionierung,
fest (Urk. 7/38/6). Anamnestisch hätten sich Katastrophierungstendenzen hinsichtlich dem Krankheitsverlauf und der Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit gezeigt. Der Beschwerdeführer könne sich auch die Aufnahme einer beruflich leichten Tätigkeit nicht vorstellen. Die Spontanhaltung der Wirbelsäule habe einen vorgeneigten, nach rechts lateralisierten Körperschwerpunkt gezeigt. Das Aufrichten des Rumpfes sei nur mit im Rücken gekreuzten Armen möglich gewesen. Es bestehe eine leichtgradig abgeflachte Lendenwirbelsäulen-Lordose. In Bezug auf die Lendenwirbelsäule sei jeweils eine rasche muskuläre Gegenreaktion erfolgt, betont Extension, Flexion und Seitneigung nach links. Auch bei der Brustwirbelsäule sei jeweils eine rasche muskuläre Gegenreaktion erfolgt. An den oberen Extremitäten hätten jeweils lumbale Schmerzen bei Armelevation bestanden (Kummelzeichen). Bezüglich der unteren Extremitäten sei ebenfalls jeweils eine rasche muskuläre Gegenreaktion bei der Prüfung der Gelenksbeweglichkeit vorhanden gewesen (Urk. 7/38/4). Bei der Lasègue-Prüfung im Liegen und Sitzen sei auch eine sofortige muskuläre Gegenreaktion erfolgt. Rechts weise der Beschwerdeführer ein Schonhinken auf. Die Prüfung der Kraft am rechten Bein sei durch Minderinnervation gekennzeichnet und dadurch nicht verwertbar. In der klinischen Untersuchung habe im Einklang mit den jeweilig schmerzbedingten Abwehrreaktionen bei der körperlichen Untersuchung, den Schmerzreaktionen während den Belastungstests - vorsichtige Bewegungen, starre beziehungsweise abnorme Haltung, häufiges Halten des Schmerzbereichs, häufige verbale Schmerzäusserung -, dem Nichterreichen der ‚minimal performance’, den positiven Waddellzeichen und der äusserst tiefen Selbsteinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit ein dysfunktionales Schmerz- beziehungsweise Krankheitsverhalten dominiert. Mit dem damit zusammenhängenden Schon- und Vermeidungsverhalten auch im Alltag erkläre sich mitunter auch die zwischenzeitlich eingetretene Dekonditionierung, ferner liessen sich als die Belastungstoleranz der Wirbelsäule herabsetzende Faktoren eine ungünstige Statik mit schmerzbedingt vorgeneigtem und nach rechtslateral verschobenem Körperschwerpunkt, Degenerationen der Lendenwirbelsäule mit durchaus möglicher radikulärer Reizsymptomatik L5 oder S1 bei Rezessus-Stenosen L4/5 und L5/S1 sowie ein Status nach operativer Intervention aufführen (Urk. 7/38/5). Aufgrund der jeweiligen Abwehrreaktion bei Prüfung der Nervendehnung und der Kraft der jeweiligen Kennmuskeln in Bezug auf eine radikuläre Reiz- oder Ausfallsymptomatik könne keine definitive Beurteilung erfolgen, aufgrund der bildgebenden Untersuchung sei eine Kompressionsproblematik durch Rezessus-Stenosen möglich (Urk. 7/38/5-6). Das arbeitsbezogene relevante Problem bestehe in einer schmerzhaft verminderten Belastungstoleranz der Lendenwirbelsäule. Der Beschwerdeführer habe sich in allen Tests selbst limitiert, ohne dass eine funktionelle Limite habe eruiert werden können. Auffallend sei das demonstrative Schmerzverhalten mit Schmerzmimik, Halten des Schmerzbereiches, übertriebener Abwehrreaktion beim Funktionsuntersuch und ein ausgeprägt langsames, abnormes und starres Bewegungsverhalten. Die Leistungsbereitschaft des Beschwerdeführers sei nicht zuverlässig zu beurteilen. Die Beobachtungen bei den Tests würden auf eine deutliche Selbstlimitierung hinweisen. Die Konsistenz bei den Tests sei schlecht gewesen. Die demonstrierte Belastbarkeit sei nur minimal. Infolge erheblicher Symptomausweitung, Selbstlimitierung und Inkonsistenz seien die Resultate der Belastbarkeitstests für die Beurteilung nicht verwertbar. Es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer bei gutem Effort mehr leisten könnte, als was er bei den Leistungstests gezeigt habe. Die Zumutbarkeitsbeurteilung bezüglich der angestammten Tätigkeit wie auch bezüglich anderer beruflicher Tätigkeiten müsse aufgrund der ausgeprägten Selbstlimitierung in den Tests medizinisch-theoretisch festgelegt werden. Es sollte ihm jedoch im Minimum eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit möglich sein (Urk. 7/38/6). Die zuletzt ausgeübte Tätigkeit entspreche gemäss den Angaben des Beschwerdeführers einer mittelschweren bis schweren Tätigkeit. Es sei davon auszugehen, dass - auch angesichts der zwischenzeitlich eingetretenen Dekonditionierung - diese Tätigkeit heute wahrscheinlich nicht mehr zumutbar sei. Diese Arbeitsunfähigkeit bestehe wahrscheinlich ab dem 1. Januar 2008, als diese Tätigkeit sistiert worden sei. Rasch nach der operativen Intervention vom Februar 2009 habe sich ein dysfunktionales Schmerz- und Krankheitsverhalten mit Schon- und Vermeidungsverhalten gezeigt, was eine entsprechende Steigerung der Belastungstoleranz nicht zugelassen habe. Für eine leidensangepasste, körperlich leichte Tätigkeit mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung sei eine 75%ige Arbeitsfähigkeit zumutbar. Eine Leistungsreduktion von maximal 25 % auch in einer angepassten Tätigkeit lasse sich durch eine möglicherweise vorliegende radikuläre Reizproblematik aufgrund zumindest teilweise objektivierbarer ausgeprägter Schmerzen vom neuropathischen Typ begründen. In Bezug auf die zumutbare Arbeitsfähigkeit seien keine namhaften Veränderungen zu erwarten (Urk. 7/38/7).
2.10 In seiner Stellungnahme vom 24. April 2010 zuhanden der Beschwerdegegnerin gab PD Dr. M._ an, dass auf der Basis der relevanten klinischen und strukturellen Veränderungen auch unter Abstraktion der Verhaltensaspekte eine erhebliche Verminderung der Belastbarkeit insbesondere aus prognostischer Sicht zu postulieren sei, was die A._-Gutachter zur Zumutbarkeit einer leichten körperlichen Tätigkeit - Hantieren von Lasten bis 10 kg - bewogen habe. Diese weiche selbst bei einer etwas optimistischeren Sicht einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit - 10-15 kg - deutlich von der Arbeitsbeschreibung sowohl des Beschwerdeführers wie auch das Arbeitgebers ab. Letztlich sei auch eine „angepasste Tätigkeit im angestammten Bereich“ in einem mittelschweren Bereich - vielleicht mehr in der Region von 20 kg wie von 25 kg - anzusiedeln, womit eine solche ebenfalls kaum eine verwertbare Arbeitsfähigkeit ergeben würde. Die A._-Gutachter würden daher auch bei Annahme einer mittelschweren Tätigkeit an ihrer Beurteilung festhalten (Urk. 7/46/1). Die Arbeitsbeschreibungen seien diskrepant, jedoch eher im graduellen Sinne. Gemäss langjähriger Erfahrung könne diesbezüglich den Aussagen des Beschwerdeführers gefolgt werden (Urk. 7/46/2).
2.11 Der zuständige Arzt des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD), Dr. med. O._, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, hielt in seiner Stellungnahme vom 1. Juni 2010 fest, dass seit dem 1. Januar 2008 dauerhaft ein arbeitsfähigkeitsrelevanter Gesundheitsschaden bestehe. Seit dem 1. Januar 2008 sei eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten und eine 25%ige Arbeitsunfähigkeit in angepasster Tätigkeit gegeben. Das Belastungsprofil umfasse eine körperlich leichte Tätigkeit mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung bis maximal 25 kg Gewichtsbelastung. Wesentlich verbessernde Veränderungen im Gesundheitszustand seien prognostisch nicht zu erwarten (Urk. 7/48/6).
2.12 In seiner erneuten Stellungnahme vom 28. Januar 2011 zuhanden der Beschwerdegegnerin wies PD Dr. M._ darauf hin, dass die Beurteilung der klinischen Befunde durch das Gegenspannen - die aktive Gegeninnervation - bei der Untersuchung der Beweglichkeit beschränkt worden sei. Eine bessere Kooperation bei der Untersuchung wäre zumutbar gewesen. Die ungenügende Kooperation sei aufgrund medizinischer Fakten nicht erklärbar gewesen. Das Bild werde durch eine ausgeprägte Selbstlimitierung mit Inkonsistenz und Nichterreichen der ‚minimal performance’ abgerundet. Trotzdem hätten die A._-Gutachter für die angestammte Tätigkeit - auch bei Annahme einer geringeren Belastbarkeitsanforderung - eine volle Arbeitsunfähigkeit und für eine angepasste Tätigkeit eine Einschränkung von 25 % festgelegt. Eine maximale Gewichtsbelastung körpernah von 5 kg könne weder aufgrund wissenschaftlicher Evidenz noch aufgrund der vorhandenen medizinischen Störung begründet werden. Ausserdem zeige der Beschwerdeführer sowohl im Spontanverhalten wie auch im vorgeneigten Stehen, dass weit höhere Belastungen zumindest eine gewisse Zeit toleriert würden (Urk. 7/68/2). Da aber ein intermittierender radikulärer Reizzustand nicht sicher ausgeschlossen werden könne, seien die strukturellen Befunde relativ stark gewichtet und deshalb die ärztlich-medizinisch zumutbare Belastbarkeit eingeschränkt worden. Mittlerweile bestünde aufgrund der Verzögerung eine ungünstige Prognose bezüglich eines operativen Eingriffs an den Nervenwurzeln. Aufgrund ihrer Untersuchung und Erfahrung hätten die A._-Gutachter keine Veranlassung gehabt, eine psychiatrische Abklärung zu fordern (Urk. 7/68/3).
2.13 Prof. Dr. B._ nannte in seinem Gutachten vom 22. März 2011 folgende physikalische Diagnosen (Urk. 7/82/4-5):
1. chronischer belastungsabhängiger Schmerzzustand der Segmente S1>L5 rechts, in ihrer Art gemischt radikulopathisch>spondylogen mit
-
regelmässigem irritativem Nachschmerz;
-
einzelnen sudeckoiden Symptomen: Schwellungen nach starken Beinbelastungen, deutliche Abkühlung des Fusses und des distalen Unterschenkels, Willkürbewegungshemmung der radialen Zehen;
-
fehlendem Achillessehnenreflex; Allodynie der Haut S1 und L5 des Unterschenkels und S1 des rechten Fusses sowie Hyposensibilität des Dermatoms L5 des rechten Fusses;
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echtem positivem Lasègue rechts ab 40 Grad;
-
geringer Oberschenkelatrophie rechts,
ohne weitere reflexdystrophe Symptome, aber bei Status nach Dekompressionsoperation L5/S1 rechts am 11. Februar 2008 aufgrund sensomotorischer Ausfälle L5 rechts;
2. ligamentär-irritatives spondylogenes Syndrom in den Segmenten L5 und S1 rechts mit
-
zusätzlichen myotendinotischen und myofaszialen Befunden L5 und S1 rechts;
-
ausgeprägten Muskelverkürzungen des Musculus iliopsoar und rectus femoris beidseits, rechts>links;
ohne Symptome der Hüft- und der Iliosakralgelenke bei Diagnose 3;
3. Fehlhaltung mit einer starken Verlagerung des Körperschwerpunktes nach links mit
-
einer weitgeschwungenen Linkskonvexität der Brustwirbelsäule;
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deutlicher Einschränkung der Kyphosierungsfähigkeit der Lendenwirbelsäule;
-
einer rasch sich entwickelnden Überlastungsschmerzhaftigkeit;
ohne Fehlform sowie Zeichen einer Symptomausweitung bei leichtem Becken- >Schultertiefstand links;
4. leichtes Übergewicht.
Das konstante Entlastungshinken rechts sei im Wesentlichen schmerzbedingt. Im Stehen sei ohne Shift eine deutliche Mehrbelastung des linken Beines vorhanden, das C7-Lot falle durch die Mitte der linken Ferse (Urk. 7/82/2). Der Beschwerdeführer habe bei der Untersuchung den Drang gehabt, das rechte Bein im Sitzen fast gestreckt zu halten, in Rückenlage habe das rechte Bein wegen auftretender Kreuzschmerzen in leichter Flexionsstellung im Kniegelenk gehalten werden müssen (Urk. 7/82/3). Der topographisch gut begrenzte chronische und deutlich noch immer belastungsabhängige Schmerzzustand betreffe die beiden Segmente S1 und L5 rechts, wobei sowohl die Dermatome als auch die Myotome betroffen seien. L5 unterscheide sich von S1 durch eine unzweifelhaft erfassbare Hyposensibilität des Dermatoms L5 im Gegensatz zur Allodynie des Dermatoms S1, wobei die Hyposensibilität vom Unterschenkel zum Fuss zunehme. Wahrscheinlich zeige sogar die Wurzel L4 noch eine gewisse Übererregbarkeit. Es bestehe somit in beiden Wurzeln L5 und S1 eine chronische Radikulopathie, wobei die im Spätherbst 2008 hauptsächlich komprimierte Wurzel L5 rechts noch immer eine sensible Minderfunktion zeige. Die Mitbeteiligung der zu den Myotomen L5>S1 gehörigen Muskeln habe in der Zwischenzeit zu myofaszialen Triggerpunkten geführt, die wenig nach distal Richtung Oberschenkel ausstrahlten. Die Radikulopathie gehe zudem mit leichten sudeckoiden Komplikationssymptomen einher: deutliche Hautabkühlung rechts gegenüber links, Willkürbewegungshemmung der radialen Zehen sowie Schwellungsneigung des gesamten Fusses nach grösseren Belastungen des Beines gemäss anamnestischer Angabe (Urk. 7/82/5). Die Diagnose der im Vordergrund stehenden Radikulopathie S1>L5 basiere auf der Allodynie der Haut und allenfalls der Muskeln, auf dem echten positiven Lasègue rechts im Gegensatz zum Pseudolasègue links, auf der Hyposensitilität des Dermatoms L5 des rechten Fusses und zusätzlich auf den diskreten, aber eindeutigen sudeckoiden Zeichen des rechten Fusses. Die Schwäche des Beines beziehungsweise des Fusses sei zentralnervös-sudeckoid und schmerzreflektorisch bedingt. Der Schmerz sei aufgrund seines allodynischen und teils brennenden Charakters neurogen-radikulärer Art, wahrscheinlich zusätzlich überlagert von spondylogenen Anteilen, eventuell auch von Triggerpunkt-Schmerzausstrahlungen. Bei der Schmerzverstärkung spiele das Monotone der Haltung beziehungsweise der Belastung im Vergleich zum Dynamischen die Hauptrolle. Die nach vorn geneigte Haltung im Stehen sei die Folge der stark verkürzten Musculi ilipsoas, die das Becken in eine nach vorn gekippte Stellung zwängen. Die Waddell-Zeichen seien beim Beschwerdeführer Ausdruck der jeweilig notwendigen muskulären Stabilisation des Rumpfes. Die Beweglichkeit der Lendenwirbelsäule sei lediglich strukturell in die Kyphose und endgradig schmerzhaft in die Lordose eingeschränkt. Der palpierbar-ligamentäre Schmerz strahle spondylogen nach distal in den rechten Oberschenkel aus. Das Schmerz-Dysfunktionsproblem sei sicher rechtsseitig. Das Schon- und Vermeidungsverhalten sei aufgrund der anamnestischen Schmerzreaktionen verständlich und begründbar (Urk. 7/82/6). In einer angepassten Tätigkeit hänge die Restbelastbarkeit von den beanspruchten monotonen Haltungen im Sitzen als auch im Stehen ab: je 15-30 Minuten mit Pausen von bis zu 30 Minuten dazwischen, die auch teils durch ein langsames Gehen ersetzt werden könnten (Urk. 7/82/6-7). Dabei würde die Arbeitsfähigkeit hypothetisch sicher nicht mehr als 40 % betragen. Eine Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf sei undenkbar (Urk. 7/82/7).
2.14 In seiner nochmaligen Stellungnahme vom 7. Juli 2011 zuhanden der Beschwerdegegnerin hielt PD Dr. M._ fest, dass eine zuverlässige Untersuchung durch das auffällige Fehlverhalten des Beschwerdeführers bei der Untersuchung leider verunmöglicht worden sei. Da die A._-Gutachter aber die strukturell-organischen Diagnosen mitberücksichtigt hätten, hätten sie diese bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit - nicht zumutbar - wie auch in einer angepassten Tätigkeit - Leistungsminderung - berücksichtigt. Sie seien von einem unbewussten Fehlverhalten und nicht einer Aggravation ausgegangen. Neurogen-vegetative-sudeckoide Symptome seien bei der Untersuchung durch die A._-Gutachter nicht sichtbar gewesen. Auf eine Gradangabe bei der Lasègue-Testung im Liegen, Sitzen und beim Slump sei verzichtet worden, da diese absolut inkonsistent und durch muskuläres Gegenspannen nicht schlüssig beurteilbar gewesen seien. Im Sinne eines unbewussten dysfunktionellen Krankheitsverhaltens hätten sie hier aber letztlich zumindest strukturell-organisch eine intermittierende radikuläre Befundlage gelten lassen und diese bei der Leistungszumessung berücksichtigt. Im Rahmen der Konsistenz in der klinischen Untersuchung und bei den Belastbarkeitstests sei weder eine funktionelle Grenze noch die ‚minimal performance’/Mindestbelastbarkeit gefunden worden. Irgendwelche organisch-strukturellen Ursachen existierten nicht. Die begrenzte Möglichkeit bei der Diagnosestellung sei auf ein äusserst auffälliges Fehlverhalten zurückzuführen (Urk. 7/87/2). Es sei aber denkbar, dass sich der Beschwerdeführer im Rahmen der Untersuchung bei Prof. Dr. B._ etwas anders verhalten habe. Der Beschwerdeführer sei hinsichtlich des rein psychophysischen - motivationsabhängigen - Maximaltests der Handkraft im Rahmen der A._-Beurteilung nicht bereit gewesen, irgendwelche Belastungen zu zeigen. Unter Berücksichtigung der offensichtlich motivationsabhängig gesteuerten Befundaufnahme an zwei weit auseinanderliegenden Untersuchungstagen mit verschiedenen Motivationshintergründen müssten die A._-Gutachter wohl die Wahrscheinlichkeit einer Aggravation stärker in Betracht ziehen (Urk. 7/87/3). In Bezug auf den von Prof. Dr. B._ festgestellten echten positiven Lasègue bei 30° bestünden offensichtlich biomechanisch nicht erklärbare Inkongruenzen, ein sogenannt dysfunktionales Krankheitsverhalten. Dies mache auch die Befundinterpretation hinsichtlich ‚Allodynie’ schwierig. Eine „motorische Hemmung durch zentrale Schmerzen“ sei allgemein noch nicht wissenschaftlich erwiesen. Die einzigen wirklich objektivierbaren Fakten seien in den organisch-strukturellen Veränderungen, wie sie bildgebend dokumentiert worden seien vorhanden (Urk. 7/87/4). Das dysfunktionelle Krankheitsverhalten erscheine zumindest situativ, wahrscheinlich aber auch motivationell gesteuert (Urk. 7/87/5).
2.15 Prof. Dr. B._ nahm am 19. August 2011 seinerseits Stellung und legte darin dar, dass das chronische lumbospondylogene Syndrom auf Schmerzen lumbogluteal und entlang des rechten Unterschenkels basiere mit Ausstrahlungen bis zum Fuss inklusive Fusssohle, schmerzbedingtem Wachwerden nachts, einer Berührungsüberempfindlichkeit gluteal rechtsseitig, rechtsseitigen passiven Hüft- und Kniebewegungen mit Schmerzprovokationen über der Lendenwirbelsäule und innerhalb des rechten Unterschenkels, einer Sensibilitätsminderung des seitlichen Unterschenkels, einem Unterschenkelumfang rechts von 34 und links von 35 cm sowie einem Oberschenkelumfang rechts von 46 und links von 47 cm. Alle Beschwerden und Befunde seien rechtsseitig (Urk. 10 S. 1). Das Radikuläre und Sudeckoide des rechten Beines betreffe die besondere Befundsituation des rechten, dominanten, im Vergleich zum linken Bein: die geringe Muskelatrophie, der positive echte Lasègue-Test, der fehlende Achillessehnenreflex, die Hyposensibiliät der Haut L5 des rechten Fusses, die Allodynie S1 des rechten Unterschenkels und Fusses, die geringere Wärme der Haut des rechten Fusses und die Willkürbewegungshemmung der medialen Zehen rechts. Diese Befunde begründeten auch die besondere Schmerzhaftigkeit des rechten Beines. Die Angaben des Beschwerdeführers entsprächen sensomotorischen Befunden und keinem Verhalten (Urk. 10 S. 2). Die verminderte Lordosierungsmöglichkeit beschränke sich im Wesentlichen auf den thorakolumbalen und lumbosakralen Übergang. Die übrigen Bewegungssegmente der Lendenwirbelsäule seien nur in Richtung Kyphosierung eingeschränkt. Beim Beschwerdeführer sei der Unterschied zwischen dem rechten - echter Lasègue - und dem linken - Pseudolasègue - Bein eklatant gewesen. Die bildgebend dokumentierten organisch-strukturellen Veränderungen der Wirbelsäule würden das Befund- und Beschwerdebild nicht zu erklären vermögen. Zwischen dem schmerzhaften rechten und dem unauffälligen linken Bein bestünden objektive Unterschiede. Der Beschwerdeführer weise eine Fehlhaltung mit einer deutlichen Verlagerung des Körperschwerpunktes nach links samt der damit einhergehenden Überlastung auf (Urk. 10 S. 3).
3.
3.1 Der Beschwerdeführer erklärte bei der A._-Begutachtung, sich auch die Aufnahme einer beruflich leichten Tätigkeit nicht vorstellen zu können (E. 2.9). Diesbezüglich ist darauf hinzuweisen, dass für die Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit die subjektive Einschätzung des Beschwerdeführers nicht entscheidend ist. Massgebend ist die medizinisch begründete und nachvollziehbare Einschätzung der Arbeitsfähigkeit, wobei es sich hierbei um eine medizinisch-theoretische Beurteilung handelt, weshalb nicht entscheidend ist, ob eine versicherte Person die ihr aufgrund der medizinischen Befunde und Diagnosen an sich mögliche Arbeitsfähigkeit auch tatsächlich verwertet.
3.2 Die Beschwerdegegnerin stellte für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers im Wesentlichen auf das A._-Gutachten von Dr. J._, PD Dr. M._ und N._ vom 19. November 2009 ab (Urk. 2 S. 2 f.; Urk. 7/48; Urk. 7/69; Urk. 7/90), in welchem diese den Beschwerdeführer in der bisherig ausgeübten Tätigkeit als - wahrscheinlich seit dem 1. Januar 2008 - zu 100 % und in einer leidensangepassten, körperlich leichten Tätigkeit mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung als höchstens zu 25 % arbeitsunfähig betrachteten (E. 2.9-10; E. 2.12; E. 2.15). Dieses Gutachten entspricht den praxisgemässen Anforderungen an den Beweiswert eines ärztlichen Gutachtens. Es wurden allseitige Untersuchungen durchgeführt, und der Beschwerdeführer wurde eingehend in rheumatologischer Hinsicht abgeklärt. Dr. J._, PD Dr. M._ und N._ berücksichtigten die geklagten Beschwerden und setzten sich mit diesen sowie dem Verhalten des Beschwerdeführers auseinander. So fielen den Gutachtern insbesondere anamnestische Katastrophierungstendenzen hinsichtlich dem Krankheitsverlauf und der Wiederaufnahme einer beruflichen Tätigkeit, rasche muskuläre Gegen- beziehungsweise muskuläre Abwehrreaktionen bei der Untersuchung, Kummelzeichen, positive Waddellzeichen, ein ausgeprägt langsames, abnormes und starres Bewegungsverhalten, ein demonstratives Schmerzverhalten, eine äusserst tiefe Selbsteinschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit, die Selbstlimitierung in allen Tests, die minimal demonstrierte Belastbarkeit, eine erhebliche Symptomausweitung, Inkonsistenz sowie das Nichterreichen der ‚minimal performance’ auf. Die Experten nahmen detailliert Kenntnis von den Klagen des Beschwerdeführers und würdigten diese entsprechend. Den Gutachtern waren ferner die Vorakten bekannt, auf welche sie sich in der Diagnosestellung abstützten. Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein, und die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten sind in einer Weise begründet, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann. In diesem Sinne leuchtet es durchaus ein, dass dem Beschwerdeführer im Minimum eine leichte, wechselbelastende Tätigkeit mit einer Leistungsreduktion von maximal 25 % infolge einer eventuell vorliegenden radikulären Reizproblematik möglich sein sollte, während die bisherig ausgeübte Tätigkeit seit ihrer Sistierung am 1. Januar 2008 als unzumutbar zu erachten ist. Für eine höhere Arbeitsunfähigkeit in einer leichtgradig körperlich belastenden Tätigkeit sahen die Experten begründet und nachvollziehbar keinerlei somatische Grundlage. Das Vorbringen des Beschwerdeführers, das Gutachten sage aus, dass eine definitive Beurteilung nicht erfolgen könne, da die A._-Experten den Beschwerdeführer nicht hinreichend hätten untersuchen können (Urk. 1 S. 6), ist angesichts der von den A._-Gutachtern Dr. J._ und PD Dr. M._ durchgeführten eigenen fachspezifischen, sich mit dem erschwerenden Verhalten des Beschwerdeführers eingehend auseinandersetzenden Untersuchung sowie umfassenden medizinisch-theoretischen Würdigung in Kenntnis der Vorakten (vgl. Urk. 7/38; E. 2.9) unbehelflich. Was die behauptete kurze Dauer der ärztlichen Untersuchung betrifft (Urk. 1 S. 6 f.), so ist auf die Rechtsprechung des Bundesgerichts hinzuweisen, wonach es für den Aussagegehalt eines medizinischen Gutachtens nicht auf die Dauer der Untersuchung ankommt, sondern in erster Linie massgebend ist, ob die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_942/2009 vom 29. März 2010 E. 5.2 mit Hinweisen), was vorliegend zutrifft.
3.3 Prof. Dr. B._, welcher zum A._-Gutachten von Dr. J._, PD Dr. M._ und N._ ausdrücklich Stellung nahm (vgl. Urk. 7/82/6; Urk. 10), attestierte dem Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % in einer leidensangepassten wechselbelastenden Tätigkeit. Eine Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf sei undenkbar (E. 2.13). Die Hinweise von Prof. Dr. B._, dass einerseits die Angaben des Beschwerdeführers sensomotorischen Befunden entsprächen, andererseits die bildgebend dokumentierten organisch-strukturellen Veränderungen der Wirbelsäule das Befund- und Beschwerdebild nicht zu erklären vermöchten, zeigen, dass Prof. Dr. B._ bei seiner Einschätzung offensichtlich zumindest teilweise auf die subjektiven Äusserungen des Beschwerdeführers abstellte. Seine weitreichenden Ausführungen zur Diagnose sind entsprechend für die Beurteilung der dem Beschwerdeführer objektiv verbleibenden Arbeitsfähigkeit unbehelflich. Zudem gab Prof. Dr. B._ bezüglich der von ihm angeführten Diagnosen nicht an, welche von ihnen die Arbeitsfähigkeit einschränken. Das Privatgutachten von Prof. Dr. B._ vom 22. März 2011 zuhanden des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers (Urk. 7/82) enthält keine erheblichen objektiven Gesichtspunkte, welche von den A._-Experten nicht ebenfalls bereits berücksichtigt worden sind. Demgemäss können die Aussagen von Prof. Dr. B._ das A._-Gutachten von Dr. J._, PD Dr. M._ und N._ nicht erschüttern.
3.4 Die Beurteilung von Dr. J._, PD Dr. M._ und N._ wird auch durch die übrigen in den Akten liegenden ärztlichen Stellungnahmen nicht erschüttert. Der Hausarzt des Beschwerdeführers, Dr. Z._, (vgl. Urk. 7/10/7; Urk. 7/24/7) hielt den Beschwerdeführer ab dem 1. Januar 2008 als im Gartenbauberuf zu 100 % arbeitsunfähig (E. 2.6; E. 2.8), in einer behinderungsangepassten Tätigkeit seit Januar 2009 allenfalls zu 30-50 % arbeitsfähig (E. 2.8), wobei Dr. Z._ der Ansicht war, dass er die Arbeitsunfähigkeit aufgrund des Verhaltens des Beschwerdeführers nicht sicher festlegen könne (vgl. E. 2.8). Dr. C._, PD Dr. E._ und Dr. F._, Dr. G._ und pract. med. H._ sowie Dr. J._ und pract. med. K._ bescheinigten dem Beschwerdeführer keine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit und äusserten sich auch zur dauerhaften Zumutbarkeit der bisherigen Tätigkeit und allfälliger behinderungsangepasster Tätigkeiten nicht (vgl. E. 2.1-3; E. 2.5). Dr. F._ attestierte dem Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als Vorarbeiter im Tiefbau ab dem 22. Januar eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, wobei eine bleibende Arbeitsunfähigkeit zu vermuten sei, während eine leidensangepasste Tätigkeit seit Februar 2008 zumindest noch zu 50 % möglich sein sollte (vgl. E. 2.4 und E. 2.7). Damit weicht diese Einschätzung nicht wesentlich von der A._-Begutachtung ab, zumal Dr. F._ sie nicht näher begründete und in seinen Berichten vornehmlich auf subjektive Schmerzangaben des Beschwerdeführers verwies (vgl. E. 2.4; E. 2.7).
3.5 Auch die Einwendungen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers führen zu keinem anderen Schluss.
3.5.1 So ist nicht ersichtlich, inwiefern es widersprüchlich sein sollte, wenn das A._ erklärt, eine definitive Beurteilung könne aufgrund der ausgeprägten Selbstlimitierung nicht erfolgen, aufgrund der zumindest teilweise objektivierbaren ausgeprägten Schmerzen lasse sich jedoch eine Leistungsreduktion von maximal 25 % auch in einer angepassten Tätigkeit begründen (vgl. Urk. 1 Ziff. 12.1).
3.5.2 Beschwerden lassen sich, worauf das A._ zurecht hingewiesen hat (Urk. 7/87/4), aus beweislogischen Gründen nicht durch Beschwerden validieren, sondern allenfalls durch Beobachtungen unter Ablenkung oder eben während der Ausführung von Funktionstests. Wenn der Beschwerdeführer die Differenziertheit der physikalischen Diagnosen Prof. B._s herausstreicht (vgl. Urk. 1 Ziff. 12.2), ist daher darauf hinzuweisen, dass in der klinischen Untersuchung und bei den Belastbarkeitstests durch das A._ weder eine funktionelle Grenze noch die "minimal performance" gefunden worden ist (Urk. 7/87/2) und dass unter Berücksichtigung der offensichtlich motivationsabhängig gesteuerten Befundaufnahme an zwei weit auseinanderliegenden Untersuchungstagen mit verschiedenen Motivationshintergründen die Wahrscheinlichkeit einer Aggravation stärker in Betracht zu ziehen ist (Urk. 7/87/3). Da der Versicherte zwar nicht beweisführungspflichtig ist (Art. 43 Abs. 3 ATSG), aber gleichwohl die Beweislast trägt (Art. 8 des Schweizerischen Zivilgesetzbuches), bestätigt dieser Umstand gerade die Zurückhaltung des A._ bei der Anerkennung objektivierbarer Einschränkungen. Sind die Befunde nur begrenzt objektivierbar und zeigen unterschiedliche Untersuchungen ganz unterschiedliche - nur begrenzt objektivierbare - Befunde bzw. Schmerzzustände, muss diese Diskrepanz zulasten derjenigen Person gehen, die Leistungen beansprucht, da die Leistungszusprache nicht von der Motivation des Beschwerdeführers anlässlich der Untersuchung und damit letztlich von seinem Willen abhängig gemacht werden kann.
3.5.3 In diesem Zusammenhang ist der Einwand, der Beschwerdeführer habe sich bei der Begutachtung durch das A._ vor unsorgfältiger Behandlung durch die medizinischen Fachpersonen schützen müssen, was das "auffällige Fehlverhalten" erkläre (vgl. Urk. 1 Ziff. 12.3), nicht zu hören. Abgesehen von der geringen Wahrscheinlichkeit seines Zutreffens hätte ein entsprechender Einwand umgehend, mithin bereits bei der Stellungnahme gegen den Vorbescheid vom 26. August 2010 erfolgen können und erscheint er daher als nachgeschoben.
3.5.4 Nicht ersichtlich ist, was gegen den Zuzug von medizinischen Pflegefachpersonen für die Vornahme einzelner Übungen sprechen soll (vgl. Urk. 1 Ziff. 12.4 und Ziff. 12.5). Unerheblich ist ferner, ob der Beschwerdeführer für die Begutachtungen vorbereitet worden ist. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang einzig das stark unterschiedliche Verhalten anlässlich der beiden Begutachtungen (vgl. Urk. 1 Ziff. 12.6). Fehl geht das Argument, dass sich eine Untersuchung per EFL bei Exploranden mit hohem Schmerzniveau nicht eigne (vgl. Urk. 1 Ziff. 12.7), werden doch bei einer EFL die Belastungsmöglichkeiten in ihrer gesamten Bandbreite - und damit eben auch die Zuverlässigkeit der Leistungsbereitschaft eines Versicherten - getestet. Von einer neurologisch-neurophysiologischen Untersuchung und daran allenfalls anschliessende medizinische Massnahmen erwartete das A._ keine namhafte Veränderung (vgl. Urk. 1 Ziff. 13 und Urk. 7/38/7), weshalb in antizipierter Beweiswürdigung darauf verzichtet werden durfte.
3.5.5 Endlich ist es nicht widersprüchlich, wenn das A._ die fachlichen Kompetenzen von Prof. B._
in Bezug auf die Beurteilung medizinischer Aspekte im Hinblick auf therapeutische Massnahmen
nicht anzweifelt (vgl. Urk. 1 Ziff. 17), weil eine solche Befunderhebung sinnvoll sein könne, um entsprechende Massnahmen einzuleiten. Es zieht nur, aber immerhin - und zu Recht - die Beweiskraft einer solchen Befunderhebung im Hinblick auf die gutachterliche Beurteilung in Frage (Urk. 7/87/4) und weist somit auf den relevanten Unterschied zwischen ärztlichem Behandlungs- und Begutachtungsauftrag hin (statt vieler Urteil 9C_24/2008 vom 27. Mai 2008 E. 2.3.2 mit Hinweisen).
3.6 Zusammenfassend besteht in der bisherig ausgeübten Tätigkeit als Garten- und Tiefbauvorarbeiter eine Arbeitsunfähigkeit von 100 % - wahrscheinlich seit dem 1. Januar 2008 - und in einer leidensangepassten - wahrscheinlich ebenfalls seit dem 1. Januar 2008 - eine Arbeitsunfähigkeit von höchstens 25 %. Behinderungsangepasst sind alle körperlich leichten Tätigkeiten mit der Möglichkeit zur Wechselbelastung. Das Heben, Tragen und Bewegen von Lasten ist auf 10 kg limitiert (vgl. E. 2.10).
4. Die von der Beschwerdegegnerin zur Invaliditätsbemessung herangezogenen Werte (siehe Urk. 2 S. 1 f., Urk. 7/47 und Urk. 7/48/7), welche zu einem Invaliditätsgrad von 36 % führten (Urk. 2), werden vom Beschwerdeführer nicht gerügt (siehe Urk. 1 und Urk. 9) und geben auch zu keinen Bemerkungen Anlass.
5. Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Rentenleistungen zu Recht verneint. Somit ist die Beschwerde abzuweisen.
6. Gemäss dem seit 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG in der seit dem 1. Juli 2006 in Kraft stehenden Fassung). Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von Fr. 700.-- als angemessen, welche gemäss dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ist.