# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9ed58fa1-161f-4353-a290-105b1c98fd39
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1971 geborene
X._
war seit dem 1. Juni 1991 zu 100 % beim Restaurant
Y._
in
Z._
als Küchenchef
tätig
(Urk. 7/22
, 25) und trug nebenbei für verschiedenste Unternehmen Zeitungen aus (Urk. 7/9, 11). Im April 2011 meldete er sich
unter Hinweis auf Beschwerden in den Schultern, Armen, Händen, Knien und der Wirbelsäule
erstmals bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
zum Bezug von IV-Leistungen an (Urk. 7/3).
Die IV-Stelle tätigte medizinische
(Urk. 7/10, 16, 18)
und erwerbliche Abklärungen
(Urk. 7/9, 11, 18)
und führte Gespräche mit dem Versicherten (Urk. 7/15, 27, 28)
. Nachdem der Versicherte seine Tätigkeit als Küchenchef per Ende November 2011 aufgegeben hatte (Urk. 7/
25 und Urk. 7/27/3), strebte er eine Umschulung zum interkulturellen Vermitt
ler/Übersetzer an
(Urk. 7/39)
, wofür er verschiedene Deutschkurse besuchte, welche die IV-Stelle zunächst im Rahmen von Frühinterventionsmassnahmen und anschliessend im Rahmen von beruflichen Massnahmen finanzierte (Urk. 7/29, 40, 62, 87)
.
Da sich die Ausbildung zum interkulturellen Übersetzer mangels gesicherten Einkommens als nicht eingliederungswirksam erwies, gab die IV-Stelle im September 2012 eine BEFAS-Abklärung in Auftrag (Urk. 7/86, 88, 91)
. Letztere ergab
einen Bedarf des Versicherten auf praktisch orientierte Umschulungsmassnahmen
(
Urk. 7/95/10)
, woraufhin die IV-S
telle die Berufs
beratung
mit Mitteilung vom 27. November 2012 abschloss und das Dossier
– nachdem der Versicherte mitgeteilt hatte, Unterstützung bei der Stellensuche zu wünschen
(Urk. 7/99/3)
– in die Eingliederungsberatung gab (Urk. 7/100).
Mit Mitteilung vom 6. Februar 2013 gewährte die IV-Stelle dem Versicherten für den Zeitraum vom 12. Februar 2013 bis 11. August 2013 Arbeitsvermittlung durch die
A._
AG (Urk. 7/104
)
. In diesem Rahmen gelang es dem Versicherten, einen Arbeitsversuch als Koch bei der
B._
in
C._
für den Zeitraum vom 23. Juli 2013 bis zum 22. Januar 2014 zu
absolvieren
, für welchen die IV-Stelle die Kosten übernahm (Urk. 7/121)
.
Nachdem die
B._
das Arbeitsverhältnis nach dem Arbeitsversuch nicht verlängert hatte und der Versicherte nach seiner Anmeldung beim RAV keine Unterstützung durch die IV mehr wünschte (Urk. 7/135), schloss Letztere die Arbeitsvermittlung mit Schreiben vom
25. März 2014
ab
(Urk. 7/134).
Am
25. September 2019 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf einen am 31. Januar 2019 erlittenen Unfall erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (Urk. 7/164).
Vor dem Unfall war der Versicherte seit dem 1. Januar 2017 als Koch in einem 80 %-Pensum bei der Stiftung
D._
(Urk. 7/168/1) und daneben durchschnittlich 23.8 Wochenstunden für die
E._
AG (Urk. 7/157/62) sowie 9.8 Wochenstunden für die
F._
AG als
Zeitungsverträger
tätig
gewesen
(Urk. 7/157/57).
Nach
Beizug
der Akten der Unfallversicherung
(Urk. 7/157, 162) und Einholung eines
hausärztlichen Berichts (Urk. 7/169) veranlasste die IV-Stelle eine polydisziplinäre Untersuchung des Ve
rsicherten (Urk. 7/175), welche
von der
G._
AG
durchgefüh
r
t
wurde (Urk. 7/178).
Das Gutachten samt interdisziplinärer Gesamtbeurteilung wurde am
5. Februar 2021
erstattet
(Urk. 7/196).
Mit Vorbescheid vom 6. August 2021 stellte die IV-Stelle dem Versicherten die
Zusprache
einer vom 1. März 2020 bis 31. Mai 2021 befristeten
Dreiviertelsrente
und einer unbefristeten
Viertelsrente
ab 1. Juni 2021 in Aussicht (Urk. 7/208), wogegen der Versicherte am 28. Oktober 2021 Einwand erhob (Urk. 7/225). Am 25. November 2021 verfügte die IV-Stelle wie vorbeschieden (Urk. 7/247 [= Urk. 2]).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am
17. Januar 2022 Beschwerde und beantragte, die Verfügung
en
vom 25. November 2021 sei
en
aufzuheben und ihm seien ab März 2020 eine ganze Rente und ab Juni 2021 eine halbe Invalidenrente zuzu
sprechen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 23. Februar 2022 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), worüber der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 28. Februar 2022 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstel
len, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
vergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothe
tischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen all
seitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vor
akten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusam
menhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Ex
perten in einer Weise begründet sind, dass die rechts
anwendende Person sie prü
fend nachvollziehen kann, und ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räu
mende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen er
schweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a; 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung, der Versicherte sei seit dem 31. Januar 2019 in Folge eines Unfalles in seiner Erwerbstätigkeit erheblich eingeschränkt. Der Anspruch auf eine Rente sei bei erfolgter Anmel
dung im September 2019 ab März 2020 zu prüfen. Vor dem Unfall sei der Versicherte zu 80 % als Koch bei der Stiftung
D._
und zu 50 % als
Zeitungsverträger
bei der
E._
AG und der
F._
AG tätig gewesen. Unter Berücksichtigung der Einkommen aus diesen drei Arbeitsverhältnissen im Jahr 2018 ergäbe sich angepasst an die Teuerung für das Jahr 2020 ein
Valideneinkommen
von Fr. 87'547.84 und für das Ja
hr 2021 ein solches von
Fr. 88'335.7
7.
Ab März 2020 sei dem Versicherten eine ange
passte Tätigkeit (Möglichkeit zu Wechselpositionen [Sitzen, Stehen]; Vermeiden von Arbeiten im Knien sowie über Schulterhöhe; Vermeiden von Heben von Gewichten über 15kg körpernah sowie über 10kg körperfern; ausreichende Möglichkeiten zu Pausen) in einem Pensum von 50 % zumutbar
gewesen
. Gestützt auf die Angaben des Bundesamtes für Statistik habe das durchschnitt
liche
Jahrese
inkommen für Hilfstätigkeiten in einem 50 % Pensum
im Jahr 2020
Fr. 34'495.98 betragen. Ab März 2020 ergebe sich somit eine Erwerbseinbusse von Fr. 53'051.86, was einem IV-Grad von 61 % entspreche, weshalb ein Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
bestehe. Im Verlauf habe sich die gesundheit
liche Situation verbessert und dem Versicherten sei es ab 6. Februar 2021 zuzumuten, während einer 100%ige
n
Arbeitspräsenzzeit eine angepasste Tätig
keit im Rahmen von 70 % auszuüben. Der Rentenanspruch sei entsprechend drei Monate später anzupassen.
Das
durchschnittliche Jahreseinkommen für Hilfs
tätigkeiten in einem 70 % Pensum
habe im Jahr 2021
dem Betrag von Fr. 48'729.02
entsprochen
. Ab Juni 2021 ergebe sich somit eine Erwerbseinbusse von Fr. 39'606.75, was einem IV-Grad von 45 % entspreche, weshalb ein Anspruch auf eine
V
iertel
s
rente
bestehe. Entgegen dem Einwand des Versicherten vom 28. Oktober 2021 seien die Nebentätigkeiten bei
H._
und
I._
bei der Berechnung des
Valideneinkommens
nicht zu berücksichtigen, da beide Anstellungen nicht infolge des Unfalls gekündigt worden seien. Beweise dafür, dass der Versicherte versucht haben soll, den Weg
fall des Einkommens zu kompensieren, seien nicht eingereicht worden.
Sodann
sei auch kein Grund für einen
zusätzlichen
leidensbedingten Abzug beim Invalideneinkommen ersichtlich, zumal das Belastungsprofil auch eine mittel
schwere Tätigkeit erlaube und der vermehrte Pausenbedarf bereits in der Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit berücksichtigt worden sei
(Urk. 2)
.
An diesen Ausführungen hielt die Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeant
wort fest (Urk. 6).
2.2
Der Beschwerdefüh
rer machte demgegenüber geltend,
er habe in den Jahren, in denen er arbeitstätig gewesen sei (d.h. ohne die Jahre 2011-2014, als berufliche Eingliederungsmassnahmen im Gange gewesen seien), bis hin zum Unfall im Jahr 2019 durchschnittlich ein Jahreseinkommen von rund Fr. 100'000.-- erwirtschaf
tet. Aus dem IK-Auszug sei ersichtlich, dass die Nebenerwerbstätigkeiten j
e nach Verdienst im Haupterwerb
flexibel aufgestockt oder reduziert worden
seien
, sodass sich jeweils im Schnitt über die Jahre ein Jahreseinkommen von rund Fr. 100'000.-- ergeben habe. Es sei zwar korrekt, dass die Anstellungen bei
H._
und
I._
nicht aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben worden seien. Der Verlust des Verdienstes für die Arbeit bei
I._
Ende Jahr 2016 habe er im Folgejahr 2017 aber durch die Erhöhung der Tätigkeit bei
H._
, der
E._
AG und der zusätzlichen Anstellung in der Stiftung
D._
bereits wieder ausgeglichen. Im Jahr 2018 seien die Nebenerwerbstätigkeiten
dann zurückgefahren worden, da
das Pensum bei der Stiftung
D._
auf 80 % aufgestockt und
ein
Einkommen von Fr. 47'403.--
erzielt
worden sei.
In Bezug auf den Verlust
der Anstellung bei
H._
im Jahr 2018 sei mit überwiegender Wahrschein
lichkeit davon auszugehen, dass diese in den Folgejahren ohne den Unfall wieder durch andere Anstellungen ausgeglichen worden wäre – entweder durch eine Erhöhung der Einkommen bei der
E._
AG und der
F._
AG, wie dies auch früher schon vorgekommen sei – oder durch eine andere Nebenerwerbst
ätigkeit. In Bezug auf das Invalideneinkommen sei zu berücksichtigen, dass das ärztlich definierte Anforderungsprofil selbst in leidens
angepassten Tätigkeiten einschränkend sei. Zudem sei ihm ab März 2020 nur eine 50%ige und ab dem 6. Februar 2021 eine 70%ige Arbeitstätigkeit zumutbar, was einen Teilzeitabzug rechtfertige. Insgesamt erscheine ein leidensbedingter Tabellenlohnabzug von 20 % gerechtfertigt. Unter Einbezug des höheren
Valideneinkommens
ergebe sich somit ab März 2020 ein Anspruch auf eine ganze Rente und ab Juni 2021 auf eine
Dreiviertelsrente
(Urk. 1).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stütz
t
e ihren Entscheid massgeblich auf das von ihr veranlasst
e
polydisziplinäre Gutachten der
G._
AG vom 5. Februar 2021 (Urk. 7/196). Die Gutachter führten darin folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit auf (Urk. 7/196/18 f.):
-
Myofasziale
Schmerzen Schulter-/Nackenbereich rechtsbetont (ICD-10 M79.10)
-
Epicondylopathia
radialis
und
ulnaris
rechts (ICD-10 M77.0/M77.1)
-
P
o
lyarthrosen, DD sekundär bei (ICD-10 M15.8)
-
Symptomatischer
Femoropatella
r
arthrose
beidseits, ED 05/2
012
(ICD-10 M17.0)
-
Arthrose distales
Radioulnargelenk
bei Status nach Vorderarmfraktur 1990
-
OP nach
Sauvé
Kapandji
18.04.2008
-
Arthrosen im Fussbereich
-
Kognitive Minderleistungen am Übergang einer leichten bis leicht bis mittelschweren kognitiven Störung
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannten die Gutachter alsdann folgende Diagnosen (Urk. 7/196/19):
-
Wirbelkörperfraktur BWK 6 (ICD10 M46.54) bei
-
Verdacht auf idiopathis
ch
e Osteoporose des Mannes (ICD-10 M80.58)
-
Knicksenkfuss beidseits (ICD-10 M21.61)
-
Axiale Spondylarthritis mit Verdacht auf periphere Beteiligung (ICD-10 M45.00)
-
Dyslipidämie
(ICD-10 E78.2)
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
3.2
3.2.1
Dr. med.
J._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin, hielt in seinem Gutachten vom 17. Januar 2021 fest, aus allgemeininternistischer Sicht seien dem Versicherten alle beruflichen Tätigkeiten, inklusive der zuletzt ausge
übten beruflichen Tätigkeit als Hilfskoch, vollständig möglich (Urk. 7/196/41).
3.2.2
Im rheumatologischen Gutachten vom 13. Januar 2021 führte Dr. med.
K._
, Facharzt FMH für Rheumatologie, aus,
dem Ver
si
cherten sei die bisherige Tätigkeit als Koch im Hinblick auf die zu hebenden Lasten
(teil
weise über
25kg, oft bis 25kg, selten darüber) aufgrund der
chronifizierten
muskulären Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich, der beidseitig rezidivierend auftretenden
Epi
condylitis
humeroradialis
bzw. –
ulnaris
und der nachgewiesenen Veränderungen am Bewegungsapparat nicht mehr möglich. Die statischen Belastungen durch Gewichte von über 15
kg würden schmerzverstärkend und ungünstig in Hinblick auf eine Verschlechterung der diversen Arthrosen wirken.
Aufgrund der Muskel
schmerzen und der degenerativen Veränderungen soll
t
e dem Versicherten die Möglichkeit zu Wechselpositionen (Sitzen, Stehen) gegeben sein. Das Arbeiten im Knien und das Heben von Gewichten von über 15
kg körpernah und über 10
kg körperfern bzw. Arbeiten über Schulterhöhe soll
t
en vermieden werden. Zur Entlastung soll
t
en ausreichende Möglichkeiten zu Pausen gegeben sein. Im Prinzip stelle die momentane Tätigkeit als Koch/Küchengehilfe im Altenheim eine solche optimale Tätigkeit dar. Hierfür könne aus rheumatologischer Sicht eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert werden bei eingeschr
änkter Leistungsfähigkeit von etwa
10 % aufgrund des vermehrten Pausenbedarfs (bei 15 Minuten alle 2 Stunden ergebe dies durchschnittlich eine Stunde pro 8-Stunden-Tag). Inwiefern zusätzliche Einschränkungen durch die Müdigkeit und Konzentrationsschwäche gegeben seien,
sei durch das psychiatrische respektive
neuropsychologische Gutachten zu evaluieren (Urk. 7/196/82).
3.2.3
Dr. med.
L._
, Facharzt FMH für Neurologie,
hielt in seinem Gutachten vom 27. September 2020 fest, in der aktuellen klinisch-neurologischen Unter
suchung hätten sich keine Hinweise für eine
zervikoradikuläre
Symptomatik ergeben. Im durchgeführten MRI der Halswirbelsäule vom 17. Mai 2019 hätten sich
weder ein
Hinweis auf eine Neurokompression
noch
traumabedingte
Verän
derungen mit Auswirkung auf neurale Strukturen
gefunden
.
Darüber hinaus hätten sich klinisch keine Hinweise für eine Polyneuropathie
ergeben. Im Rahmen der auf die dem Unfall vom 3
1.
Januar
2019 folgenden Dokumentation seien zu keinem Zeitpunkt klinische, MRT-bildmorphologische oder CT-bildmorpho
logische Hinweise für eine Schädigung neuraler Strukturen dokumen
tiert worden.
Im Rahmen der aktuellen Untersuchung habe der Versicherte
berichtet, dass er zwar aktuell an Konzentrations- und Gedächtnisstörungen leide, diese bestünden jedoch erst seit sechs bis sieben Monaten. Kurz nach dem Unfallereignis habe er keine derartigen Beschwerden gehabt. Ein Zusammenhang zwischen den aktuell geäusserten Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
mit dem Unfallereignis am 31. Januar
2019 sei unwahrscheinlich und die vom Versicher
ten berichteten kognitiven Einschränkungen seien durch das neuropsycholo
gische Gutachten zu objektivieren. Insgesamt bestünden beim Versicherten keine Diagnosen aus dem genuin neurologischen Fachgebiet. Die von ihm berichteten
nuchalen
Schmerzen und Schmerzen im Bereich der Schulter seien rheumatolo
gisch/orthopädisch
zu beurteilen, da sie
muskuloskelettale
Strukturen betreffen würden (Urk. 7/196/94 f.).
3.2.4
Lic
. phil.
M._
hielt in seinem neuropsychologischen Gutachten vom 1. Januar 2021 fest, die Untersuchung habe vergleichsweise eher leichtere kogni
tive Defizite ergeben. In der klinischen Beurteilung hätten sich bei sehr guter Kooperation und gutem Arbeitsverhalten eine ausgeglichene Stimmung und keine Antriebsschwierigkeiten gezeigt.
Letztere
seien anhand der aktiven und konstruktiven Alltagsgestaltung (gutes Aktivitätsniveau im Alltag auch mit Partizipation im sri-lankischen kulturellen Verein)
auch
nicht zu erwarten.
In der neuropsychologischen Untersuchung hätten sich klinisch Hinweise
auf Schwankungen der Aufmerksamkeit, der Konzentration sowie auf eine vorzeitige Ermüdung ergeben. Testpsychologisch seien vorwiegend Aufmerksamkeitsfunk
tionen und aufmerksamkeits-assoziierte Leistungen (wie Lernen, Arbeitsgedächt
nis) beeinträchtigt gewesen. Diese Defizite liessen sich im Rahmen der allem Anschein nach bestehenden Schmerzverarbeitungsstörung einordnen. Der Versicherte selber bringe als leistungsrelevante Einschränkungen seine Nacken-, Handgelenks- und Schulterschmerzen vor. Kognitive Leistungseinschränkungen würden von ihm eher bagatellisiert. Diese seien dennoch in einer gewissen Ausprägung als typisches
residuelles
Symptom nach einem Unfall mit HWS-Distorsion vorhanden.
Erfahrungsgemäss würden sich die beschriebenen Defizite negativ auswirken bei Aufgaben und Anforderungen, welche eine hohe Konzent
rationsfähigkeit auch über die Zeit erfordern (Daueraufmerksamkeit, Durchhalte
vermögen). Der Versicherte sei einerseits bei Anforderungen an schnelles, genaues, paralleles Verarbeiten fehleranfälliger, wie er auch etwas erhöht ermüdbar sei (Urk. 7/196/108 f.).
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit in der bishe
rigen Tätigkeit als Koch/Hilfskoch betrage die Leistungseinschränkung aus rein neuropsychologischer Sicht nicht mehr als 20 %, wobei sich die Einschränkung mit den spezifischen Aufmerksamkeits- und Konzentrationsdefiziten begründe.
Eine substantielle Einschränkung des Arbeitspensums in Stunden bestehe nicht. Die bisherige Tätigkeit sei als gut angepasst zu betrachten. Generell seien
folgende Anpassungen sinnvoll: Die berufliche Tätigkeit soll
te
nicht sehr hohe Anforderungen an die
Konzentrationsfähigkeit stellen.
Der Versicherte soll
te
nicht ständig neue Aufgaben, Erstellen von neuen Menus etc. erhalten, deren Erlernen ihm viel
konzentrativen
Effort
abverlange, sondern eher bekannte, routinehafte Arbeiten ausführen können, um die Belastbarkeit weiter zu steigern. Die Anforderungen insbesondere an eine hohe Konzentrationsfähigkeit auf eine lange Zeitdauer (über Stunden ohne Pausen) soll
t
en noch
eher tief gehalten werden. Der V
ersicherte soll
te
bei Bedarf die Möglichkeit zur Inanspruchnahme von kurzen Pausen haben (Urk. 7/196/111 f.).
3.2.5
Dr.
med.
N._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
führte in seinem psychiatrischen Gutachten vom 16. Dezember 2020 aus,
der Versicherte
klage
über Schmerzen im Bewegungsapparat, vor allem im Schulter-, Nacken- und Kopfbereich, aber doch auch ausgeweitet mit Knie
beschwerden. Es könne aus psychiatrischer Sicht von einer psychischen Überlagerung im Sinne einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren ausgegangen werden. Rheumatologisch und neuropsycho
logisch seien Einschränkungen festgestellt worden aufgrund einer vermuteten gestörten Schmerzverarbeitung mit erhöhter Schmerzwahrnehmung. Dies wirke sich
gemäss den vorliegenden rheumatologischen und neuropsychologischen Unter
suchungsbefunden
auf die Arbeitsfähigkeit aus
(Urk. 7/196/125
). Belastend sei das Unfallereignis mit nachfolgenden Beschwerden, die bis heute trotz Behand
lungen nicht gebessert hätten. Es bestünden auch bereits vorbestehende Beschwerden im Bewegungsapparat. Der langwierige Verlauf
führe
psychisch zu Verunsicherung und Enttäuschung. Der Versicherte habe aber auch gute Ressour
cen in Form einer sehr guten Motivation, Arbeitseinstellung, sowie langjährigem fachspezifischem Wissen und Erfahrungen in seinem Tätigkeitsbereich. Er lebe in guter und stabiler Beziehung zusammen mit seiner Ehefrau und den drei noch zu Hause wohnenden Kindern. Die Ehefrau sei ausserhäuslich berufstätig. Er gehe seiner Tätigkeit als Küchenhilfe zu 50 % regelmässig nach. Er habe ein gutes soziales Umfeld mit Kollegen und sei aktiv im tamilischen Kulturverein, er organisiere tamilische Fussball- und
Cricketspiele
, er fahre nun auch für den Rotkreuzdienst, gehe gerne Schwimmen und reise auch gerne zusammen mit der Familie in die Ferien. Auch sonst treffe er sich mit Kollegen zum Kaffee trinken und zu gegenseitigen Besuchen. Er fahre zwar nach wie vor selber Auto, aber nur noch kurze Strecken. Auch zu Hause helfe er mit, ausser bei den Reinigungs
arbeiten. Auch bei seiner beruflichen Tätigkeit in der Küche fühle er sich nicht mehr in der Lage, die Reinigungsarbeiten zu erledigen. Aufgrund des
Aktivi
tätenniveaus
im privaten Bereich sei dem Versicherten somit durchaus eine etwas
höhergradige
Arbeitsfähigkeit möglich als seine gegenwärtige
Arbeitsfähigkeit zu 50 %. Er habe denn auch im Untersuchungsgespräch angegeben, zu höchstens 70 % arbeiten zu können in seiner Tätigkeit als Küchenhilfe mit Ausschluss der Grundreinigung. Aus somatischer und neuropsychologischer Sicht werde den bestehenden Einschränkungen bereits eingehend Rechnung getragen. Eine zusätzliche Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischer Sicht könne nicht attestiert werden. Dies sei auch mit der erreichten Punktzahl im Mini-ICF-APP vereinbar, aufgrund derer sich eine gute Lebenskapazität zeige. Die dem Exploranden möglichen täglichen Aktivitäten (Tagesstruktur, Familienleben, Beziehungs
gestaltung, Freizeit, soziale Aktivitäten etc.) würden nicht mit einer Arbeitsun
fähigkeit alleine aus psychiatrischer Sicht korrelieren (Urk. 7/196/127 f.).
3.3
Im Rahmen der Konsensbeurteilung
kamen die Gutachter zum Schluss, dass der Versicherte aus polydisziplinärer Sicht in der angestammten beruflichen Tätigkeit als Koch im Hinblick auf die zu hebenden Lasten (teilweise über 25kg, oft bis 25kg) aufgrund der
chronifizierten
muskulären Schmerzen im Nacken- und Schulterbereich sowie der beidseitigen rezidivierenden
Epicondylitis
humeri
radialis
bzw.
ulnaris
und der nachgewiesenen degenerativen Veränderungen im Bewegungsapparat nicht mehr arbeitsfähig sei. Von dieser medizinisch-theore
tischen Arbeitsunfähigkeit könne ab Begutachtungszeitpunkt ausgegangen werden. Eine optimal angepasste Tätigkeit sei eine wechselbelastende (Sitzen, Stehen) Tätigkeit, die keine höheren Anforderungen an das Arbeiten im Knien oder das Heben von Gewichten über 15
kg körpernah und über 10
kg körperfern bzw. Arbeiten über Schulterhöhe stelle. Zur Entlastung soll
t
en zudem ausreichende Möglichkeiten
für Pausen
gegeben sein. Auch soll
te
die berufliche Tätigkeit keine hohen Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit stellen und
der Versicherte soll
te
nicht ständig neue Aufgaben lösen müssen, da ihm das Erlernen von Neuem hohen
konzentrativen
Aufwand abverlange. Es soll
te
sich eher um bekannte, routinehafte Arbeiten handeln und Phasen mit hoher Konzentration über längere Zeit soll
t
en eher tief gehalten werden. In einer derart optimal adaptierten beruflichen Verweistätigkeit sei es dem Versicherten möglich, 8 Stunden anwesend zu sein. Aufgrund der rheumatologischen und neuropsy
chologischen
Diagnosen bestehe aber eine um
kumulativ
30 % reduzierte Leistungsfähigkeit. Die Gesamtarbeitsfähigkeit in einer angepassten Verweis
tätigkeit betrage d
emnach 70 % (Urk. 7/196/23 f.).
4.
4.1
Da
s polydisziplinäre Gutachten der
G._
AG
vom
5.
Februar 2021
erging in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den relevanten
Vorakten
(Urk. 7/
196/27-29, 46-67, 86-89, 100-101, 115
) und den vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden (Urk. 7/
196/35-37, 67-73, 89-92, 101-104, 116-121
) sowie gestützt auf die umfassenden und sorgfältigen fachärztlichen Unter
suchungen (Urk. 7/
196/37-39, 73-75, 93, 105-107, 122-125
). Die medizinischen Überlegungen sowie die daraus gezogenen Schlussfolgerungen sind nach
vollziehbar
und detailliert begründet (Urk. 7/1
9
6/
19-25, 40-42, 75-83, 94-96, 108-112, 125-130
). Mithin erfüllt das Gut
achten die an eine beweiskräftige ärztliche Beurteilung
gestellten
Anforderungen (E. 1.
5
) vollumfänglich
.
Dass die Beschwer
degegnerin – der Stellungnahme ihres Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) folgend (Urk. 7/206/5-7) – auf die gutachterliche Einschätzung
(seit Begutach
tungszeitpunkt 100%ige Arbeitsunfähigkeit in angestammter Tätigkeit und 70%ige Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit; vgl. vorstehend E. 3.3)
abstellte, ist mithin
plausibel
und wird vom Beschwerdeführer auch nicht
in Frage gestellt
.
4.2
Die Beschwerdegegnerin ging gestützt auf die Stellungnahme des RAD davon aus, dass der Beschwerdeführer in seiner angestammten Tätigkeit als Koch seit dem 31. Januar 2019 vollumfänglich arbeitsunfähig ist. In einer leidensangepassten Tätigkeit (wechselbelastend [Sitzen, Stehen]; Vermeiden von Arbeiten im Knien sowie über Schulterhöhe; Vermeiden von Heben von Gewichten
über 15 kg körpernah und über 10
kg körperfern; ausreichende Möglichkeiten zu Pausen; keine hohen Anforderungen an die Konzentrationsfähigkeit) ging die Beschwer
degegnerin von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 31. Januar 2019 bis 30. Juni 2019, einer 50%igen Arbeitsfähigkeit vom 1. Juli 2019 bis 5. Februar 2021 sowie einer 70%igen Arbeitsfähigkeit
ab dem 6. Februar 2021 aus (Urk. 7/206/6).
Gemäss Akten wurde dem Beschwerdeführer vom 31. Januar 2019 bis zum 31. August 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert (Urk. 7/158). Gegenüber den Gutachtern berichtete der Beschwerdeführer, von Januar 2020 bis April 2020 wieder zu 50 % und im Mai 2
020 etwa einen Tag pro Woche bei der Stiftung
D._
tätig gewesen zu sein. Seit dem 1. Juli 2020 sei er dort wieder zu 50 % angestellt (Urk. 7/196/68, 70). Vor diesem Hintergrund ist es plausibel,
dass die Beschwerdegegnerin im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns (
März 2020;
vgl. nachfolgend E. 5.1
)
von einer 50 %
igen
Arbeits
fähigkeit des Beschwerdeführers in leidensangepasster Tätigkeit
ausging. Auch die Annahme einer 70%igen Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit ab dem
6.
Februar 2021 ist mit Blick auf die Einschätzung der Gutachter nicht zu beanstanden. Die von der Beschwerdegegnerin angenommenen Arbeitsunfähig
keiten wurden vom Beschwerdeführer denn auch zurecht nicht bestritten.
Strittig und zu prüfen ist daher einzig der Einkommensvergleich.
5.
5.1
Für die Vornahme des Einkommensvergleichs ist grundsätzlich auf die Gegeben
heiten im Zeitpunkt des hypothetischen Rentenbeginns abzustellen (BGE 143 V 295 E. 4.1.3, 129 V 222 E. 4.1 und E. 4.2, 128 V 174). Ein Rentenanspruch
entsteht,
wenn (unter anderem) die versicherte Person während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen und nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (Art. 28 Abs. 1
lit
. a und b IVG),
frühestens
aber
nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruches
(Art. 29 Abs. 1 IVG)
.
Eine durch
schnittlich mindestens 40%ige Arbeitsunfähigkeit besteht vorliegend seit dem 31. Januar 2019 (vgl. vorstehend E. 4.2).
Da die IV-Anmeldung vorliegend
aber erst
am 25. September 2019 bei der Beschwerdegegnerin einging (Urk. 7/164 sowie Aktenverzeichnis zu Urk. 7), entsteht ein Rentenanspruch frühestens ab dem 1. März 202
0.
Die gutachterlich festgestellte höhere Arbeitsfähigkeit (70 %) ab 6. Februar 2021 ist alsdann in analoger Anwendung von Art. 88a Abs. 1 Satz 2 IVV nach drei Monaten ab 1. Juli 2021 zu berücksichtigen (BGE 133 V
263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_
122/2020 vom 26
.
Februar 2021 E. 2)
5.2
5.2.1
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 145 V 141 E. 5.2.1, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1, 134 V 322 E. 4.1).
5.2.2
Der Beschwerdeführer bringt vor, als angestammte Tätigkeit sei die Beschäftigung als Küchenchef im
Y._
zu betrachten; ohne Eintritt des Gesundheits
schadens wäre er noch immer an dieser Arbeitsstelle tätig. Es trifft zwar zu, dass der Besc
hwerdeführer die Tätigkeit im Y._
im Zuge von gesundheit
lichen Problemen (
Urk.
7/22, 7/25) aufgab. Indessen war er, nachdem die von ihm gewünschte Umschulung in den Bereich «Soziales» mangels Eingliederungswirk
samkeit abgebrochen worden war (vgl. Sachverhalt), erneut wieder als Koch tätig. Von einer Festanstellung anlässlich des Arbeitsversuchs bei der
B._
wurde denn vorwiegend aus nicht gesundheitlichen Gründen abgesehen (vgl.
Urk.
7/129, wonach die Kochleistungen des Beschwerdeführers als hervorragend bezeichnet worden seien, der Beschwerdeführer aber auch als unzuverlässig und jähzornig beschrieben worden und das Resümee schliesslich eher negativ ausgefallen sei, womit der Vorstand den Vertrag nicht habe verlängern wollen; vgl. auch Urk. 7/135: aus finanziellen Gründen des Arbeitgebers sei es nicht zu einem weiteren Arbeitsverhältnis gekommen;
Urk.
7/128/6: sie [
B._
] seien knapp an der Insolvenz vorbei und hätten eigentlich gar kein Geld für einen Koch). Schliesslich war der Beschwerdeführer - nachdem er Arbeitslosenent
schädigung bezogen und seine Nebenerwerbstätigkeiten massiv ausgebaut hatte (vgl. IK-Auszug,
Urk.
7/167/3) - ab
1.
Januar 2017 bis zum 3
1.
August 2019 wieder als Koch tätig, wobei sein Pensum ab
1.
April 2018 80
%
betrug (
Urk.
7/168/1-2). Mithin lag im Zeitpunkt des Unfallereignisses vom 3
1.
Januar 2019 keine Arbeitsunfähigkeit von erheblicher Dauer und Ausprägung im ange
stammten Beruf vor (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_878/2017 vom 1
9.
Februar 2018 E. 5.3, vgl. auch Urteil 9C_352/2020 vom 28. September 2020 E. 4.1), weshalb das Wartejahr neu zu bestehen war. Mithin ist - entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers - für die angestammte Tätigkeit auf jene Beschäftigung abzustellen, die der Beschwerdeführer bei der Stiftung
D._
ausübte. Es ist schliesslich noch darauf hinzuweisen, dass einer - hypothetischen - Weiter
beschäftigung wie sie der Beschwerdeführer im
Y._
als Küchenchef ausübte, das Anforderungsprofil aus rheumatologischer Sicht nicht entgegen
stünde (E. 3.2.2), war er doch für die Überwachung der Küche und des Service
bereichs als eine Art rechte Hand des Chefs, was auch Büroarbeiten umfasste, zuständig (
Urk.
7/22/7). Gewichte von oft bis 25 kg, selten darüber (vgl. Einschätzung des rheumatologischen Gutachters, E. 3.2.2), waren von ihm denn auch nicht zu hantieren (
Urk.
7/22/6). Die vom Beschwerdeführer geklagten kognitiven Defizite wurden erstmals im Rahmen der Begutachtung aktenkundig. Dass die Beschwerdegegnerin zur Festsetzung des
Valideneinkommens
auf die Beschäftigung des Beschwerdeführers in der Stiftung
D._
abgestellt hat, ist nach dem Gesagten nicht zu beanstanden.
5.2.3
Vorliegend
war der Beschwerdeführer im Zeitpunkt des Unfalls vom 31. Januar 2019 bei der Stiftung
D._
, der
E._
AG
sowie der
F._
AG
tätig
(vgl. Sachverhalt E. 1).
Mithin handelt es sich bei den in diesen drei Tätigkeiten erzielten Einkünften um den
für die Berechnung des
Valideneinkommens
massgebenden
vom Beschwerdeführer zuletzt erzielten Verdienst (vgl. E. 5.2.
2
). Mit Blick auf seine Erwerbsbiographie ist denn mit der Beschwerdegegnerin davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer im Gesund
heitsfall weiterhin
bei den vorgenannten Arbeitgebern
tätig wäre. Entsprechend ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin für die Berechnung des
Valideneinkommens
auf das vom Beschwerdeführer in den vorgenannten Tätig
keiten erzielte Einkommen im Jahr 2018 abstellte
(Urk. 7/205).
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, es seien zusätzlich die im IK-Auszug ersichtlichen Einkommen aus den Tätigkeiten bei
I._
sowie bei der
H._
Sàrl
zu berücksichtigen, ist ihm entgegenzuhalten, dass beide Arbeitsverhältnisse bereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens (
die Tätigkeit bei
I._
bereits im Jahr 2016, diejenige bei der
H._
Sàrl
Ende Juni 2018 und damit über ein halbes Jahr vor dem Unfall im Januar 2019; vgl. IK-Auszug [Urk. 7/199
/3
-
4
]) und nicht aus gesundheitlichen Gründen aufge
geben wurden, was der Beschwerdeführer denn auch selbst einräumte (Urk. 1 S. 7). Bereits aus diesem Grund sind die vorgenannten Einkommen bei der Berechnung des
Valideneinkommens
nicht zu berücksichtigen. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers ist denn auch nicht mit dem im Sozialversiche
rungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass er den Verlust dieser Verdienste in den Folgejahren wieder durch andere Anstellungen ausgeglichen hätte. Diese pauschale Behauptung des Beschwerde
führers verfängt nicht, zumal er
seit dem Verlust des Einkommens der
H._
Sàrl
Ende Juni 2018 entsprechende konkrete Bemühungen – so zum Beispiel die Anfrage zur Erhöhung des Pensums in den bestehenden Arbeitsver
hältnissen oder aber Bewerbungsbemühungen – weder behauptet noch belegt.
Im Übrigen ist nicht überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer seine Tätigkeiten im Zeitschriftenvertrieb allesamt selber ausübte, legte er gegenüber der Beschwerdegegnerin doch dar, seine Frau habe ihm beim Austragen der Zeitungen helfen können (
Urk.
7/27/3).
Demzufolge ist dem Einkommensvergleich folgendes
Valideneinkommen
zugrunde zu legen: mit einem 80%-Pensum würde der Beschwerdeführer bei der Stiftung
D._
ein jährliches Einkommen von
Fr.
52'520.-- erzielen (Urk. 7/168/4). Da er diese Tätigkeit per
1.
April 2018 von 50
%
auf 80
%
aufstockte, ist für die Ermittlung des mutmasslichen Einkommens aus den weiteren zwei Erwerbstätigkeiten nicht auf den Durchschnitt der vergangenen drei Jahre abzustellen, zeigt doch die Erwerbsbiographie des Beschwerdeführers, dass er diese Einsätze jeweils auf seinen Haupterwerb ausgerichtet hat. Mithin ist für die Tätigkeit bei der
E._
AG der im Jahr 2018 erzielte
Wert von
Fr.
32'272.-- sowie für die Beschäftigung bei der
F._
AG ein solcher von
Fr.
6'318.-- einzusetzen. Daraus ergibt sich ein
Validen
einkommen
von insgesamt
Fr.
91'110.--
(Fr.
52'520
.-- + Fr. 32'272.-- + Fr.
6’318.--) u
nter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
(vgl. Bundesamt für Statistik [BFS], Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne, der Konsumenten
preise und der Reallöhne, 2010-2021, Männer)
für das Jahr 2020 ein
Validenein
kommen
von gerundet Fr.
92'642.-- (Fr. 85'993.-- :
2260
[201
8
] x
2298
[2020]) und für das Jahr 2021
ein solches von gerundet Fr. 91
'
957.-- (Fr. 85'993.-- :
2260 [2018
] x
2281
[202
1]
).
5.3
5.3.1
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalide
nlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3;
135 V 297 E.
5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgege
benen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5
.2, 129 V 472 E. 4.2.1
). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E
. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne
ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BG
E
142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung, 3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hin
weisen auf die Rechtsprechung).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert (Tabellenlohn) allenfalls zu kürzen. Damit soll der Tatsache Rechnung getragen werden, dass persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäf
ti
gungs
grad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Aufgrund dieser Faktoren kann die versicherte Person die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt möglicherweise nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem Erfolg verwerten. Der Abzug soll aber nicht automatisch erfolgen. Er ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E. 5.2, 134 V 322 E. 5.2 und 126 V 75 E. 5b/
aa
-cc).
5.3.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Berechnung des Invalideneinkom
mens ohne nähere Begründung auf Tabellenlöhne (Urk. 7/205/2)
, was vom Beschwerdeführer nicht beanstandet wurde
.
Letzterer
war zwar von Januar 2020 bis April 2020 und dann wieder ab dem 1. Juli 2020 zu 50 %
bei der Stiftung
D._
tätig (Urk. 7/196/68, 70), schöpft
damit
aber seine Restarbeitsfähig
keit von 70 % seit dem 6. Februar 2021 nicht vollumfänglich aus. Für die Berechnung des Invalideneinkommens
sind
deshalb mit der Beschwerdegegnerin
Tabellenlöhne heranzuziehen
.
Gemäss gefestigter bundesgerichtlicher Rechtsprechung (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_458/2017 vom 6. August 2018 E. 6.2.3) sowie unter Berück
sichtigung des B
elastbarkeitsprofils,
ist
vorliegend
auf
die Monatslöhne gemäss LSE 2018, Tabelle TA1, Zeile «Total Privater Sektor», für Männer, Kompetenz
niveau 1,
abzustellen
. Unter Angleichung an die betriebsübliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden
(vgl.
BFS
,
Tabelle
T
03.02.03.01.04.01 Betriebsübliche Arbeitszeit nach Wirtschaftsabteilungen
, TOTAL
)
sowie unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
(vgl. BFS, Tabelle T 39, Entwicklung der Nominallöhne
, der Konsumentenpreise und der Reallöhne, 2010-2021
, Männer) ergibt sich
für eine 50%ige Tätigkeit per 2020
ein Invalideneinkommen von gerundet Fr. 34’4
53
.-- (Fr. 5'417.-- : 40 x 41.7 x 12
:
2260 [2018
] x
2298
[2020] x 0.5)
und für eine 70%ige Tätigkeit per 2021 ein solches von gerundet Fr.
47'
877
.--
(Fr. 5'417.-- : 40 x 41.7 x 12 :
2260
[201
8] x 2281
[2021] x 0.7).
Die Beschwerdegegnerin hat alsdann keinen Abzug vom Tabellenlohn
gewährt
. Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl. E. 2.2) sind denn auch keine Umstände ersichtlich, welche einen Abzug vom Tabellenlohn zu rechtfertigen vermögen.
So wurde der erhöhte Pausenbedarf bereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit berücksichtigt.
Rechtsprechungsgemäss ist
zudem
der Umstand allein, dass nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen zusätz
lichen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_507/2020 vom 29. Oktober 2020 E. 3.3.3.2 mit Hinweisen). D
er
Beschwerdeführer kann sodann
entgegen seinem Vorbringen (Urk. 1 S. 9)
nicht nur teilzeitlich erwerbstätig sein. Vielmehr ist er gemäss Einschätzung der Gutachter ganztags arbeitsfähig, hierbei aber nur reduziert leistungsfähig
(Urk. 7/196/24)
, was gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ebenfalls keinen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigt (Urteil des Bundesgerichts 9C_421/2017 vom 19. September 2017 E. 2.1.1 mit Hinweisen).
Soweit der Beschwerdeführer vorbringt, der RAD sei bei der Annahme einer 50%igen Arbeitstätigkeit nicht von einer ganztägigen Anwesenheit ausgegangen
(Urk. 1 S. 9)
,
ist
auf Folgendes hinzuweisen: Gemäss der vom BFS herausgegebenen Tabelle zu den nach Beschäftigungsgrad, Geschlecht und beruflicher Stellung differenzierten monatlichen Durchschnittsbruttolöhnen, bestand im Jahr 2020
bei Männern
ohne Kaderfunktion
zwischen dem Durchschnittslohn bei
einem T
eilzeitpens
um von 50-74 % proportional bezogen auf ein 100 %-Pensum (Fr. 5'957.--) und dem Durchschnittslohn bei einem Vollzeitpensum
(Fr. 6'218.--) zwar eine Differenz von Fr. 261.-- oder 4.2 %
(
vgl. BFS, Tabelle T
18
)
. Allerdings ergibt sich daraus
keine überproportionale Lohneinbusse
, welche einen zusätzlichen Abzug vom Tabellenlohn rechtfertigen würde (Urteil des Bundes
gerichts 8C_12/2017 vom 28. Februar 2017 E. 5.5.2).
5.4
Für das Jahr 2020 ergibt sich bei e
inem
Valideneinkommen
von Fr. 92'642
.-- und einem Invalideneinkommen von Fr. 34’4
53
.-- ei
ne Einkommenseinbusse von Fr. 58
'
189
.--, was zu einem Invaliditätsgrad von
rund
6
3
% (Fr. 5
8
'
189.
-- :
Fr. 92
'
642
.-- x 100)
führt
und damit Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
ab
1.
März 2020
gibt
.
Für das Jahr 2021 ergibt sich bei eine
m
Valideneinkommen
von Fr. 91'957
.
--
und einem I
nvalideneinkommen von Fr. 47'877
.-- e
ine Einkommenseinbusse
von Fr. 44
'
080
.--, was zu einem Invaliditätsgrad von 4
8 % (Fr. 44
'
080.-- : Fr. 91
'
957
.-- x 100)
führt
und damit Anspruch auf eine
Viertelsrente
ab 1. Juli 2021
gibt
.
5.5
Nach dem Gesagten erweist sich der angefochtene Entscheid als zutreffend. Die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
Das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten über IV-Leistungen vor dem kanto
nalen Versicherungsgericht ist kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Im vorliegenden Verfahren sind sie ermessensweise auf Fr.
7
00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss dem unterlie
genden Beschwerdeführer aufzuerlegen.