# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6739707b-0fb9-4db3-9ded-8c125426aab6
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1931, bezieht seit dem
1.
Januar 1997 Zusatz
leistungen zu seiner Altersrente der AHV (vgl.
Urk.
7/1). Die
Gemeinde
Y._
,
Durchführungsstelle
für Zusatzleistungen zur AHV/IV (im Folgen
den: Durchführungsstelle)
sprach
ihm
mit Verfügung vom
1
1.
Dezember
201
5
ab dem
1.
Januar
2016 Ergänzungsleistungen von
Fr.
545
.-- pro Monat, aber
keine Beihilfe
mehr
(von zuletzt
Fr.
202.-- pro Monat)
zu
, da er in einem Mehr
personenhaushalt lebe
(Urk.
7/
8
).
Dieser Entscheid blieb unangefochten
(vgl.
Urk.
7/9)
.
Nach dem Eingang weiterer Unterlagen
(
Urk.
7/10 S. 7 bis 17)
nahm die Durch
führungsstelle eine Überprüfung vor und sprach dem Versicherten mit Verfü
gung vom 2
9.
Februar 2016
(
Urk.
7/10 S. 1 bis 3)
erneut
eine Ergänzungsleis
tung von
Fr.
545.--
pro Monat
,
aber
keine Beihilfe zu.
Dagegen erhob
der Ver
sicherte
am 3. März 2016
sinngemäss
Einsprache (
Urk.
7/
10 S. 6
), welche mit Entscheid vom
3
0.
Juni
2016 abgewiesen wurde (
Urk.
2 = 7/
15
).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 3
0.
Juni 2016 erhob
X._
mit Eingabe vom
1
4.
Ju
l
i 2016 (
Urk.
1) Beschwerde mit dem
sinnge
mässen Antrag, es sei
ih
m wieder eine monatliche Beihilfe zuzusprechen
(
Urk.
1). Die Durchführungsstelle schloss am
8.
September
2016 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Davon wurde de
m
Beschwerdeführer mit Verfügung vom
1
2.
September
2016 Kenntnis gegeben (
Urk.
8).
Auf die Ausführungen der Parteien in den Rechtsschriften
wird, soweit erforder
lich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Massgabe der Vorschriften des Bundes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung und aufgrund des Zusatz
leistungsgesetzes (ZLG) werden Zusatzleistungen ausgerichtet Diese bestehen aus (
§
1
Abs.
1 ZLG):
a.
Ergänzungsleistungen gemäss Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hin
terlassenen- und Invalidenversicherung (ELG), bestehend aus jährlicher Ergänzungsleistung sowie Vergütung von Krankheits- und Behinderungskosten.
b.
Beihilfen
c.
Zuschüssen.
1.2
Die Vorschriften, die für die jährliche Ergänzungsleistung nach
Art.
9 ff. ELG gelten
, finden
für Beihilfen im Sinne
der
§
§
13 ff. ZLG
entsprechende Anwen
dung, soweit für die Beihilfe nichts Abweichendes bestimmt ist (
§
15 ZLG). Die Beihilfe kann gekürzt oder verweigert werden
,
soweit sie für den Unterhalt nicht benötigt wird (
§
18 ZLG).
§
19 der Zusatzleistungsverordnung (ZLV) regelt als Anwendungsfall von
§
18 ZLG die Kürzung der Beihilfe bei Mehrpersonenhaus
halten mit nicht invaliden Familienmitgliedern. Das Bundesgericht hat die Auf
fassung des Sozial
versicherungsgerichts als nicht willkürlich beurteilt, wonach
§
19 ZLV lediglich ein Beispiel für die Anwendung von
§
18 ZLG darstelle und
§
18 ZLG somit die Kürzung
oder Verweigerung
in weiteren, nach den konkre
te
n
Umständen zu beurteilenden Fällen
erlaube (vgl.
die
Urteil
e
des Bundes
gerichts
8C_832/2015 vom 1
8.
Januar 2016 E. 4 und
8C_499/2010 vom 2
3.
August 2010 E.
3
).
Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Beihilfen dem lau
fenden Unterhalt, das heisst der Bestreitung der laufenden Kosten zu dienen haben (vgl. das Urteil des Bundesgerichts 8C_832/2015 vom 1
8.
Januar 2016
E. 7.3).
2.
Strittig und zu prüfen
ist
, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer eine monatliche Beihilfe verweigern darf, weil
er sie
nicht für
seinen
Unterhalt benötigt
(vgl.
Urk.
1
, 2 und 6
)
.
3.
3.1
S
pätestens s
eit dem
1.
April 1990
lebt der Beschwerdeführer
mit seiner
Freundin
zusammen in der gemeinsam gemieteten Wohnung
(vgl. den Mietvertrag vom 1
4.
Dezember 1989 in
Urk.
7/1
; vgl. auch
Urk.
7/16
).
3.2
Die Beschwerdegegnerin hat richtig erkannt, dass dem Beschwerdeführer
gestützt auf
Art.
10
Abs.
1
lit
. a
Ziff.
1 ELG der allgemeine Lebensbedarf für einen Einpersonenhaushalt von
Fr.
19‘290.-- angerechnet wird
, obwohl
auf
grund seiner Wohnsituation
die begründete Vermutung besteht, dass seine
effektiven Kosten für den Lebensunterhalt deutlich tiefer liegen
als diejenigen
einer allein
lebenden Person
(Urk.
2 S. 1
; vgl. die Urteil
e
des Sozialversiche
rungsgerichts ZL.2013.00002 vom 2
6.
August 2014 E. 4.4 und
ZL.2003.00010 vom
3.
September 2003 E. 4.3
, je mit Hinweisen
).
Ein
verheirateter Versicherter
, der
mit seiner Ehefrau
zusammenlebt, führt – ebenso wie der Beschwerdeführer – einen
Zweipersonenhaushalt
. Es wird ihm jedoch
bloss
die Hälfte von
Fr.
28‘935.-- (vgl.
Art.
10
Abs.
1
lit
. a
Ziff.
2
ELG
), das heisst ein Betrag von
Fr.
14‘467.50 für den allgemeinen Lebensbedarf zugestanden.
Überdies wird bei Ehepaaren
, die zusammenleben,
nur
ein Höchstbetrag
von Fr.
15‘000.-- für den Mietzins einer Wohnung und die damit zusammen
hängenden Nebenkosten
angerechnet
(
Art.
10
Abs.
1
lit
. b Ziff. 2 ELG)
. Das heisst
,
es werden pro
Person Wohnkosten von
Fr.
7‘500.--
(Fr.
15‘000.-- : 2) berücksichtigt, während der Beschwerdeführer
in derselben Wohnsituation
Fr.
7‘788.-- erhält (vgl.
Urk.
7/10 S. 1)
.
Es steht
dem Beschwerdeführer
somit ein zusätzlicher Betrag von Fr. 5‘110.50 pro Jahr bzw.
Fr.
425.85 pro Monat zur Verfügung
.
Der Beschwer
deführer
hat
indessen
weder dargelegt noch ist aus den Akten ersichtlich, dass er während des Bestehens seiner Haushaltsgemeinschaft für die Berechnung von Zusatzleistungen relevante höhere Lebenshaltungs
- und Wohn
kosten hat als eine
Person in einer
eheliche
n
Lebensgemeinschaft
.
3.3
Die grosszügig bemessenen
monatlichen Kosten zur Bestreitung se
ines Lebensun
terhaltes
von Fr. 2‘650.50
(
Fr.
31‘806.
-- :
12
; vgl.
Urk.
7/10 S. 1
) kann der Beschwerdeführer mit seinen monatlichen Einnahmen von
Fr.
2‘106.10
(
Fr.
25‘27
3
.-- : 12
; vgl.
Urk.
7/10 S. 1
) und
der Ergänzungsleistung von Fr.
545.-- pro Monat decken.
Er benötigt folglich keine Beihilfe für seinen Unterhalt.
Damit erweist sich auch seine Behauptung
, seine Freundin
müss
t
e ihn
finanziell unterstützen,
sollte
er keine Beihilfe erh
alte
n
(vgl.
Urk.
7/10 S. 6)
, als unzutreffend
.
3.
4
Es
bleibt zu bemerken, dass die Beschwerdegegnerin seit dem
1.
Januar 2016 sämtliche Wohnkonstellationen, die mit derjenigen des Beschwerdeführers ver
gleichbar sind,
einheitlich handhabt (
Urk.
7/9
und 7/11 S. 2
)
.
D
as Gleichbe
handlungsgebot (
Art.
8
Abs.
1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eid
genossenschaft; BV) ist somit gewahrt.
3.5
Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihres Ermes
sens gestützt auf
§
18 ZLG auf die Zusprechung einer Beihilfe verzichten durfte. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.