# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 21f1ec94-9bf9-52e1-8d3d-8cbff69b683c
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Der aus Serbien stammende X.Y. (geb. 1977) reiste am 31. Dezember 2005 zur
Ehevorbereitung in die Schweiz ein. Nach erfolgter Heirat mit der in der Schweiz
niedergelassenen A.Y. (geb. 1980) erhielt er im Rahmen des Familiennachzugs am 19.
Januar 2006 eine auf ein Jahr befristete Aufenthaltsbewilligung (act. 49 des
Migrationsamtes). Diese wurde mehrfach, zuletzt bis 15. Januar 2012, verlängert. Das
Paar hat den gemeinsamen Sohn K.Y. (geb. 26. Januar 2006). A.Y. und K.Y. sind seit
dem 6. Mai 2008 Schweizer Bürger.
Mit Eheschutzentscheid des Kreisgerichts St. Gallen vom 2. März 2009 wurde X.Y. zu
Unterhaltszahlungen für seine Ehefrau und seinen Sohn verpflichtet. Mit Blick auf die
baldige Trennung wurde K.Y. in die Obhut seiner Mutter gegeben; dem Vater wurde ein
Besuchsrecht von zwei Wochenenden pro Monat eingeräumt (act. 131 des
Migrationsamtes). Die Trennung erfolgte Ende August 2009 (vgl. act. 74 des
Migrationsamtes).
Im März und April 2010 wurde X.Y. vom Sozialamt der Stadt St. Gallen mit Fr. 2'420.--
unterstützt (netto, ohne Gesundheitskosten; act. 122 des Migrationsamtes).
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Von November 2009 bis April 2012 bevorschusste das Sozialamt der Stadt Gossau
Unterhaltsbeiträge für K.Y. Der offene Schuldsaldo aus ungedeckten
Vorschussleistungen betrug per 30. April 2012 Fr. 7'453.05 (act. 13/5). Gemäss
Zusammenstellung vom 21. Juni 2013 schuldete X.Y. dem Sozialamt der Stadt St.
Gallen aus gleichem Grund Fr. 8'400.-- (Unterhaltsvorschussleistungen vom 1. Mai
2012 bis 30. Juni 2013; act. 13/6). In den Monaten Juni und Juli 2013 erfüllte X.Y. seine
Unterhaltspflicht und leistete je Fr. 700.-- an das zuständige Sozialamt (act. 13/7).
Laut Auszug aus dem Betreibungsregister vom 19. Mai 2011 (act. 95-96 des
Migrationsamtes) waren seit dem 1. Februar 2010 offene Betreibungen in der Höhe von
Fr. 17'290.35 vermerkt worden. Verlustscheine waren nicht vorhanden.
Strafrechtlich trat X.Y. zunächst folgendermassen in Erscheinung:
- Bussenverfügung des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 8. November 2010 (act.
86 des Migrationsamtes) wegen Führens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem
Zustand (mit 1.81 Gewichtspromillen und infolge Übermüdung), Verletzung von
Verkehrsregeln und pflichtwidrigen Verhaltens nach Unfall (begangen am 2. Oktober
2010); Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu je Fr. 100.--, bedingt erlassen bei einer
Probezeit von zwei Jahren, sowie Busse von Fr. 2'000.--;
- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Luzern vom 2. März 2011 (act. 84 des
Migrationsamtes) wegen Überschreitens der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit
innerorts um 16 km/h (begangen am 14. Februar 2011); Busse von Fr. 400.--;
- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zug vom 15. März 2011 (act. 93 des
Migrationsamtes) wegen Übertretung der Verkehrsregelnverordnung (SR 741.11;
Nichttragen der Sicherheitsgurte, begangen am 16. September 2010); Verurteilung zu
einer Busse von Fr. 60.--;
- Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 4. April 2011 (act. 83 des
Migrationsamtes) wegen Führens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand und
Verletzung der Verkehrsregeln (Parkieren im Halteverbot; Blutalkoholkonzentration von
0.98 Gewichtspromillen; begangen am 28. Februar 2011); Geldstrafe von 30
Tagessätzen zu je Fr. 60.--, bedingt erlassen bei einer Probezeit von vier Jahren,
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sowie Busse von Fr. 120.--. Für die mit Bussenverfügung des Untersuchungsamtes
St. Gallen vom 8. November 2010 bedingt ausgefällte Geldstrafe von 60 Tagessätzen
zu je Fr. 100.-- wurde der Vollzug angeordnet;
- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zug vom 5. Juli 2011 (act. 107 des
Migrationsamtes) wegen Übertretung des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01;
Überschreiten der vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit 50 km/h um 6 km/h
stadtauswärts; begangen am 25. Januar 2011); Verurteilung zu einer Busse von
Fr. 120.--.
B./ Im Januar 2011 ersuchte X.Y. um erneute Verlängerung seiner
Aufenthaltsbewilligung (act. 79 des Migrationsamtes). Das Migrationsamt verlängerte
am 10. Januar 2011 die Aufenthaltsbewilligung zwar um ein weiteres Jahr, klärte
danach die persönliche Situation des Gesuchstellers jedoch weiter ab. Am
8. Dezember 2011 stellte es X.Y. die Nichtverlängerung seiner Aufenthaltsbewilligung in
Aussicht und gewährte ihm im Hinblick darauf das rechtliche Gehör (act. 145 ff. des
Migrationsamtes). Seine damalige Rechtsvertreterin nahm am 5. Januar 2012 schriftlich
Stellung (act. 168 ff. des Migrationsamtes).
Mit Verfügung vom 27. Januar 2012 wies das Migrationsamt das Gesuch um
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab (act. 177 ff. des Migrationsamtes). Zur
Begründung führte es an, angesichts des Eheschutzbegehrens vom Dezember 2008
sei das Erfordernis der dreijährigen Ehedauer nicht erfüllt. Der nicht obhutsberechtigte
X.Y. könne sich zudem nicht erfolgreich auf einen wichtigen persönlichen Grund für
einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz berufen, weil sich die Beziehung zwischen
seinem Sohn und ihm nicht als innig gestalte und er seinen Unterhaltsverpflichtungen
noch nie selbständig nachgekommen sei. Sein Verhalten sei im Übrigen nicht klaglos
gewesen.
C./ Am 13. Februar 2012 erhob X.Y., vertreten durch Rechtsanwältin lic. iur. Stephanie
Bialas, St. Gallen, gegen die Verfügung des Migrationsamtes vom 27. Januar 2012
Rekurs beim Sicherheits- und Justizdepartement. Er beantragte, die angefochtene
Verfügung sei unter Kosten- und Entschädigungsfolge aufzuheben und die
Aufenthaltsbewilligung sei zu verlängern (Ziff. 1 und 2), eventuell sei die unentgeltliche
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Rechtspflege und Rechtsverbeiständung durch die unterzeichnende Rechtsanwältin zu
bewilligen (Ziff. 2). Am 15. Februar 2012 wurde ihm die unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung für das Rekursverfahren gewährt. X.Y. machte im Wesentlichen
geltend, entgegen der Annahme des Migrationsamtes hätten er und seine Ehefrau mit
dem gemeinsamen Sohn mehr als drei Jahre in einer Familiengemeinschaft
zusammengelebt. Daran ändere nichts, dass Ende Dezember 2008 ein
Eheschutzverfahren eingeleitet worden sei. Am 14. Februar 2012 gelangte A.Y. an das
Sicherheits- und Justizdepartement und teilte u.a. mit, sie habe sich erst Ende August
2009 dazu entschlossen, mit dem Sohn aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen.
In der Zwischenzeit sei das Verhältnis zum Ehemann deutlich besser geworden und
X.Y. verbringe viel Zeit mit K.Y. (act. 3 der Vorinstanz). Am 22. Januar 2013 wurde X.Y.,
damals unbekannten Aufenthalts, der Führer- und Lernfahrausweis für die Dauer eines
Monats entzogen (act. 15 der Vorinstanz, ABl 2013/261). Nachdem die
Rechtsvertreterin von X.Y. am 4. Februar 2013 Stellung genommen hatte, wurde der
Rekurs am 26. März 2013 abgewiesen. Das Migrationsamt wurde angewiesen, X.Y.
eine neue Ausreisefrist zu setzen (Ziff. 1). Das Sicherheits- und Justizdepartement hat
im Wesentlichen erwogen, es treffe zwar zu, dass die Ehegemeinschaft drei Jahre
gedauert habe. Es gelangte aber zum Ergebnis, X.Y. habe sich hier nicht erfolgreich
integrieren können und es fehle an einer besonders engen Beziehung zu seinem Sohn,
weshalb der Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung dahingefallen sei.
D./ Mit Eingabe vom 22. April 2013 und Ergänzung vom 22. Mai 2013 erhob X.Y.
(nachfolgend: Beschwerdeführer) durch seine Rechtsvertreterin gegen den Entscheid
des Sicherheits- und Justizdepartements vom 26. März 2013 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht. Er liess die Aufhebung des angefochtenen Entscheids und die
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung beantragen, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Sodann stellte er das Gesuch, eventuell und subsidiär sei ihm die
unentgeltliche Rechtspflege und die Rechtsverbeiständung durch seine
Rechtsvertreterin zu bewilligen. Seine Bedürftigkeit unterstrich er unter anderem, indem
er auf Kreditschulden bei der GE Money Bank AG von rund Fr. 28'000.-- hinwies (act.
7/8). Am 22. Mai 2013 gab das Migrationsamt einen Rapport der Kantonspolizei samt
Beilagen betreffend Busseninkasso zu den Akten (act. 8). Am 14. Juni 2013 teilte die
Gerichtsleitung der Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers mit, es fehle der
Nachweis, wonach dieser seiner Unterhaltsverpflichtung gegenüber seinem Sohn und
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seinen Rückzahlungsverpflichtungen nachkomme. Hinzu komme, dass Arbeitsvertrag
und Lohnabrechnungen, die eingereicht worden seien, nicht von derselben
Gesellschaft stammen würden (act. 9). Nachdem am 8. Juli 2013 eine Stellungnahme
mit Beilagen eingereicht worden war (act. 12 f.), wurde das Gesuch um unentgeltliche
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung am 10. Juli 2013 abgewiesen (act. 14). In der
Folge wurde die Bedürftigkeit des Beschwerdeführers durch weitere Unterlagen
nachgewiesen (act. 15 f.). Am 27. August 2013 gewährte der Präsident des
Verwaltungsgerichts dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung ab
August 2013 und bestimmte Rechtsanwältin lic. iur. Stephanie Bialas, St. Gallen, als
unentgeltliche Rechtsbeiständin (act. 17).
Am 30. August 2013 teilte das Sicherheits- und Justizdepartement (nachfolgend:
Vorinstanz) den Verzicht auf eine Stellungnahme in materieller Hinsicht mit. Es
beantragt Abweisung der Beschwerde.
Zwischenzeitlich war der Beschwerdeführer erneut strafrechtlich verurteilt worden, was
dem Verwaltungsgericht am 6. November 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (act. 23):
- Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland vom 20. August 2013
wegen vorsätzlichen Fahrens ohne Berechtigung und Verletzung von Verkehrsregeln
(Nichtbeachten des Vorschriftssignals "Höchstgewicht 3.5t"); begangen am
17. Oktober 2012 in Winterthur; unbedingte Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu je
Fr. 110.-- sowie Busse von Fr. 100.--. Gleichzeitig wurde der bedingte Vollzug der mit
Strafbefehl des Untersuchungsamtes St. Gallen vom 4. April 2011 ausgesprochenen
Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 60.-- widerrufen und die Strafe für vollziehbar
erklärt.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Der Beschwerdeführer hatte gemäss Art. 42 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die
Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20, abgekürzt AuG) Anspruch auf Erteilung und
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, solange er mit seiner schweizerischen
Ehefrau zusammenwohnte. Dieser Anspruch besteht nach Art. 50 Abs. 1 AuG nach
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Auflösung der Ehe weiter, wenn die Ehegemeinschaft mindestens drei Jahre bestanden
hat und eine erfolgreiche Integration besteht (lit. a) oder wichtige persönliche Gründe
einen weiteren Aufenthalt in der Schweiz erforderlich machen (lit. b).
2.1. Zu prüfen ist zunächst ein Anspruch aufgrund von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG.
Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG setzt die beiden Anspruchsvoraussetzungen (mindestens
dreijährige Ehedauer und erfolgreiche Integration) kumulativ voraus. Die Voraussetzung
der drei Jahre währenden Ehegemeinschaft - es ist regelmässig auf die Dauer des
Zusammenlebens in der Schweiz abzustellen (vgl. BGE 136 II 113 E. 3.3.3) - hat die
Vorinstanz zu Recht als erfüllt betrachtet.
Entscheidend (und streitig) ist hingegen, ob sich der Beschwerdeführer in der Schweiz
erfolgreich integriert hat.
2.1.1. Die Integration soll längerfristig und rechtmässig anwesenden Ausländerinnen
und Ausländern ermöglichen, am wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Leben der
Gesellschaft teilzuhaben (Art. 4 Abs. 2 AuG; vgl. BGE 134 II 1 E. 4.1). Dazu ist
erforderlich, dass sich Ausländerinnen und Ausländer mit den gesellschaftlichen
Verhältnissen und Lebensbedingungen in der Schweiz auseinandersetzen und
insbesondere eine Landessprache erlernen (Art. 4 Abs. 4 AuG). Nach Art. 77 Abs. 4 der
Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201, abgekürzt
VZAE) liegt eine erfolgreiche Integration nach Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG vor, wenn die
Ausländerin oder der Ausländer namentlich die rechtsstaatliche Ordnung und die Werte
der Bundesverfassung respektiert (lit. a) sowie den Willen zur Teilnahme am
Wirtschaftsleben und zum Erwerb der am Wohnort gesprochenen Landessprache
bekundet (lit. b).
2.1.2. Der unbestimmte Rechtsbegriff der "erfolgreichen Integration" zielt auf ein
grundsätzliches Legalverhalten (keine erhebliche Straffälligkeit) sowie die
grundsätzliche Bereitschaft zur wirtschaftlichen Integration bzw. zur Bestreitung des
Lebensunterhalts ohne Beanspruchung der öffentlichen Sozialhilfe ab (M. Spescha, in:
Spescha/Thür/Zünd/Bolzli, Migrationsrecht, 3. Aufl., Zürich 2012, N 5 zu Art. 50 AuG).
Art. 77 Abs. 4 VZAE enthält eine beispielhafte Aufzählung von Aspekten, die für eine
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erfolgreiche Integration sprechen können, und keine Liste notwendiger
Voraussetzungen (M. Caroni, in: Caroni/Gächter/Thurnherr (Hrsg.), Handkommentar
zum AuG, Bern 2010, N 21 zu Art. 50 AuG). Weitere objektivierbare Faktoren stellen die
vom Betroffenen zu belegende Anwesenheitsdauer und die Intensität des seither
aufgebauten persönlichen Beziehungsnetzes dar. Ob und wenn ja inwieweit
ausländische Staatsangehörige in der Schweiz integriert sind, lässt sich mangels
verlässlicher Indikatoren letztlich aber nicht zweifelsfrei bestimmen, weshalb den
zuständigen Behörden erhebliche Ermessenspielräume verbleiben (M.P. Wyss, in:
Uebersax/Münch/Geiser/Arnold [Hrsg.], Ausländerrecht, Basel/Genf/München 2002,
Rz. 23.53; vgl. BGer 2C_668/2011 vom 23. Juli 2012 E. 3.2.1 und 2C_749/2011 vom
20. Januar 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
2.1.3. Mit Blick auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung bedarf es bei einem
Ausländer, der in der Schweiz beruflich integriert ist und eine feste Anstellung hat,
immer finanziell unabhängig war, sich korrekt verhält und die örtliche Sprache
beherrscht, ernsthafter besonderer Umstände, um eine erfolgreiche Integration zu
verneinen (BGer 2C_930/2012 vom 10. Januar 2013 E. 3.1; 2C_749 vom 20. Januar
2012 E. 3.3; 2C_839/2010 vom 25. Februar 2011 E. 7.1.2). Nicht erforderlich ist eine
besonders qualifizierte Karriere (BGer 2C_430/2011 vom 11. Oktober 2011 E. 4.2). In
BGer 2C_749/2011 vom 20. Januar 2012 umschrieb das Bundesgericht die
Anforderungen an die wirtschaftliche Integration wie folgt (E. 3.3 mit Hinweisen):
«Un étranger qui obtient, même au bénéfice d'un emploi à temps partiel, p. ex. en tant
que nettoyeur, un revenu de l'ordre de 3'000 fr. mensuels qui lui permet de subvenir à
ses besoins jouit d'une situation professionnelle stable. Il importe ainsi peu que
l'indépendance financière résulte d'un emploi peu qualifié. L'intégration réussie au sens
de l'art. 50 al. 1 let. a LEtr n'implique en effet pas nécessairement la réalisation d'une
trajectoire professionnelle particulièrement brillante au travers d'une activité exercée
sans discontinuité. L'essentiel en la matière est que l'étranger subvienne à ses besoins,
n'émarge pas à l'aide sociale et ne s'endette pas. Des périodes d'inactivité de durée
raisonnable n'impliquent pas forcément que l'étranger n'est pas intégré
professionnellement.»
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Als erfolglos gilt die Integration damit, wenn eine ausländische Person kein
Erwerbseinkommen erwirtschaften kann, welches ihren Konsum zu decken vermag
und sie während einer substantiellen Zeitdauer von Sozialleistungen abhängig ist (BGer
2C_857/2010 vom 22. August 2011 E. 2.3.1 und 2C_546/2010 vom 30. November 2010
E. 5.2.3 f.). Umgekehrt ergibt sich aus dem Umstand, dass die Person sich
strafrechtlich nichts zuschulden hat kommen lassen und ihr Unterhalt ohne Sozialhilfe
gewährleistet erscheint, für sich allein noch keine erfolgreiche Integration (BGer
2C_830/2010 vom 10. Juni 2011 E. 2.2.2).
2.1.4. Was die wirtschaftliche Integration des Beschwerdeführers anbetrifft, hat die
Vorinstanz im angefochtenen Entscheid erwogen, es könne ihm zur Zeit nicht
vorgeworfen werden, er bemühe sich nicht um eine Erwerbstätigkeit. Aufgrund des
Führerausweisentzugs von einem Monat (22. Februar bis 21. März 2013; act. 15 der
Vorinstanz) habe er seine Arbeitsstelle als Chauffeur offenbar verloren und sei nun auf
Stellensuche. Auch sei er seit seiner Einreise in die Schweiz - abgesehen von kurzen
Phasen der Arbeitslosigkeit in den Jahren 2010 und 2011 - immer erwerbstätig
gewesen bzw. sei es ihm möglich gewesen, Zwischenverdienste zu realisieren. Weiter
führte die Vorinstanz aus, die Sozialhilfeabhängigkeit sei befristet gewesen und der
Schuldsaldo mit rund Fr. 2'400.-- (act. 122 des Migrationsamtes) sei so gering, dass
dies eine mangelnde Integration nicht zu begründen vermöge. Zudem habe der
Beschwerdeführer - wenn auch unter dem Druck des hängigen Verfahrens - am 5.
Januar 2012 mit dem Sozialamt St. Gallen eine Abzahlungsverpflichtung vereinbart
(act. 1/12 der Vorinstanz). Schwerer wiegen aus Sicht der Vorinstanz die offenen
Betreibungen per 19. Mai 2011 in der Höhe von Fr. 17'300.-- (darunter solche der Stadt
Gossau und des Kantons St. Gallen, vgl. act. 95-96 des Migrationsamtes). Ins Gewicht
falle aber insbesondere der Unterhaltsrückstand von rund Fr. 29'700.-- per Ende
Oktober 2011 (act. 139 der Migrationsamtes). Zwar habe der Beschwerdeführer am
19. Dezember 2011 mit seiner Ehefrau eine Vereinbarung geschlossen, wonach sie
vorläufig auf den Frauenunterhaltsbeitrag verzichte, wenn er der
Unterhaltsverpflichtung gegenüber K.Y. von Fr. 700.-- je Monat nachkomme und
Rückstandszahlungen von Fr. 450.-- je Monat veranlasse (act. 1/11 der Vorinstanz).
Auch zu diesen Bemühungen sei es jedoch erst durch den Druck des hängigen
Verfahrens gekommen.
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Dem Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege vom 9. August 2013 ist zu entnehmen,
dass der Beschwerdeführer Kreditschulden im Betrag von 28'600.-- eingegangen ist.
Laut Eigendeklaration besteht zusätzlich ein offener Schuldsaldo aus bevorschussten
Unterhaltsleistungen und Sozialhilfe von ca. Fr. 45'000.-- (act. 7). Dass seine finanzielle
Situation prekär ist, räumt der Beschwerdeführer selbst ein (vgl. S. 7 der
Beschwerdebegründung, act. 6). Dies liege vor allem daran, dass er mehrmals - z.T.
nicht ganz ohne eigenes Verschulden - vorübergehend seine Arbeitsstelle verloren und
zuletzt keinen Anspruch auf Leistungen der Arbeitslosenkasse mehr gehabt habe.
Trotzdem habe er nicht erneut Sozialhilfe beansprucht. Es sei ihm auch immer wieder
gelungen, eine neue Arbeitsstelle zu finden. Er sei sehr willig, einer regelmässigen
Erwerbstätigkeit in einem Festanstellungsverhältnis nachzugehen. Trotz Unterhalts-
und Kreditschulden sei seine finanzielle Situation nicht aussichtslos. Er sei bemüht,
laufende Unterhaltsbeiträge und Abzahlungen zu leisten. Entgegen der vorinstanzlichen
Würdigung seien diese Zahlungen nicht auf den Druck des Verfahrens zurückzuführen.
Seine neuere Arbeitssituation stellt der Beschwerdeführer wie folgt dar (act. 13/8): Von
Januar bis Mai 2011 habe er bei der Q. GmbH als Plattenleger gearbeitet. Von Mai bis
August 2011 sei er arbeitslos gewesen. Von September bis November 2011 sei er bei
der S. Transporte GmbH angestellt gewesen; von Januar bis März 2012 hingegen nicht
erwerbstätig. Von März bis Juni 2012 habe er bei der E. Transporte GmbH gearbeitet.
Von Juni bis Oktober 2012 sei er wiederum arbeitslos gewesen.
Ob diese Darstellung zutrifft, ist zweifelhaft. Am 25. Oktober 2012 hat der
Geschäftsführer der S. Transporte GmbH (der im Übrigen auch geschäftsführender
Gesellschafter der E. Transporte GmbH ist und die beiden Unternehmen inzwischen
fusioniert hat; vgl. act. 13/2) anlässlich der polizeilichen Einvernahme im
Zusammenhang mit dem Vorfall vom 17. Oktober 2012 zu Protokoll gegeben, der
Beschwerdeführer sei Aushilfschauffeur und im Januar 2012 letztmals für ihn gefahren.
Er habe ihn am 17. Oktober 2012 für eine Sonderfahrt aufgeboten (act. 10b der
Vorinstanz). Diese Darstellung würde vielmehr dafür sprechen, dass der
Beschwerdeführer im Jahr 2012 nur sporadisch erwerbstätig gewesen ist. Im Übrigen
gab der Beschwerdeführer im Zusammenhang mit der Darstellung seiner Bedürftigkeit
an, er sei von November 2012 bis März 2013 ebenfalls arbeitslos gewesen (act. 6 S. 4).
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Für die Zeit vor 2011 wird an der gleichen Stelle ausgeführt: "Der Beschwerdeführer
war nach der Trennung von seiner Frau arbeitslos und konnte, bevor er eine
Festanstellung als Plattenleger fand, kaum sein Leben finanzieren". Daraus ist zu
schliessen, dass der Beschwerdeführer vom Herbst 2009 bis Januar 2011
(Arbeitsvertrag Q. GmbH) ohne Arbeit war. Der vorinstanzlichen Feststellung, wonach
der Beschwerdeführer - abgesehen von kurzen Phasen der Arbeitslosigkeit in den
Jahren 2010 bis 2011 - immer erwerbstätig gewesen sei (vgl. Erw. 4.c.cc des
angefochtenen Entscheids), kann deshalb nicht zugestimmt werden.
Für das Jahr 2013 ist ein unbefristeter Arbeitsvertrag mit der S. Transporte GmbH per
1. April 2013 mit einem Bruttolohn von Fr. 3'300.-- zuzüglich Fr. 440.--
Spesenentschädigung (act. 7/2) aktenkundig. Weiter liegen Lohnabrechnungen der E.
Transporte GmbH für die Monate April bis Juli 2013 vor (act. 7/3 und 16/3-5). Darin
wird der Beschwerdeführer regelmässig als "Aushilfs-Chauffeur" bezeichnet. Gemäss
undatiertem Schreiben der E. Transporte GmbH, das am 9. August 2013 zu den Akten
gegeben worden ist (act. 16/2), wird der Beschwerdeführer im Moment nach
geleisteten Arbeitstagen bezahlt, wobei das Brutto-Gehalt je Tag Fr. 200.-- beträgt. Es
wird geltend gemacht, seit Juli 2013 würden Fr. 1'100.-- vom jeweiligen Lohn des
Beschwerdeführers einbehalten (Fr. 850.-- zuhanden des Sozialamtes St. Gallen, Fr.
150.-- zuhanden des Sozialamtes Gossau und Fr. 100.-- zuhanden von Cash Gate).
Insgesamt ist erwiesen, dass der Beschwerdeführer bis zum Zeitpunkt, als der
angefochtene Entscheid am 26. März 2013 gefällt wurde, über längere Zeit keiner
regelmässigen Erwerbstätigkeit nachgegangen ist. So erhellt immerhin, weshalb er in
den Jahren 2009 und 2010 zu keinerlei Unterhaltszahlungen gegenüber seiner Ehefrau
und seinem Sohn in der Lage war. Auch in den darauffolgenden Jahren (2011 und
2012) konnte er nur einen Bruchteil der geschuldeten Leistungen erbringen. Zu
Ungunsten des Beschwerdeführers ist darauf hinzuweisen, dass hierfür zu
Zwangsmassnahmen gegriffen werden musste (vgl. Entscheid des Kreisgerichts
St. Gallen vom 20. März 2011 betreffend Schuldneranweisung, Akten Migrationsamt,
act. 118 ff.). Das Zahlungsverhalten des Beschwerdeführers besserte sich erst im
Frühjahr 2013. Dennoch ist unbestritten, dass der Beschwerdeführer auch heute noch
in prekären finanziellen Verhältnissen lebt. Aussicht auf Besserung, d.h. Sanierung der
privaten Schulden, Rückzahlung der bevorschussten und sonstigen ausstehenden
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Kinderunterhaltszahlungen sowie der bezogenen Sozialhilfeleistungen, besteht bei
seinem Einkommen und einem offenen Saldo von ca. Fr. 74'000.-- kaum. Es ist dem
Beschwerdeführer Zeit seiner achtjährigen Anwesenheit offensichtlich nicht gelungen,
in der Schweiz wirtschaftlich dauerhaft Fuss zu fassen und längerfristig ein Einkommen
zu erzielen, das seinen Bedarf - zu dem auch die Unterhaltsbeiträge für K.Y. gehören -
deckt. Er musste sich vielmehr privat verschulden; die Unterhaltsbeiträge mussten von
der öffentlichen Hand bevorschusst werden oder stehen noch aus. Daran ändert der
aus Sicht des Beschwerdeführers durchaus verständliche Einwand nichts, er sei
bemüht, laufende Unterhaltsbeiträge zu leisten und Schulden abzubezahlen und er
selbst habe von der Sozialhilfe nur marginal unterstützt werden müssen. Bei seinen
finanziellen Verpflichtungen reicht es eben nicht aus, sich selbst (knapp) über Wasser
zu halten. Die wirtschaftliche Integration beurteilt sich zudem nicht aufgrund einer
Momentaufnahme während des laufenden ausländerrechtlichen Verfahrens. Die
ernsthaften Bemühungen des Beschwerdeführers sind fast ausnahmslos jüngeren
Datums. In seiner längerfristigen Entwicklung lässt sich indes keine dauerhafte, stabile
und insgesamt gelungene Integration in wirtschaftlicher Hinsicht erkennen. Zwar hatte
der Beschwerdeführer immer wieder für kurze Zeit Arbeit, aber nie eine feste Anstellung
über einen längeren Zeitraum, die ihm ein ausreichendes Einkommen verschafft hätte.
Zudem handelte es sich bei seinen Arbeitseinsätzen eher um Aushilfstätigkeiten; die
berufliche Integration über Festanstellungen erscheint fraglich.
2.1.5. Dieselbe Schlussfolgerung ergibt sich auch mit Blick auf die vom
Beschwerdeführer begangenen Straftaten: Zwar mag sein, dass jedes seiner Delikte
gegen die Strassenverkehrsgesetzgebung für sich allein betrachtet als nicht besonders
gravierend erscheint. Negativ ins Gewicht fällt jedoch die Häufigkeit der Verfehlungen.
Zu seinen Ungunsten spricht weiter, dass die beiden vorerst bedingt ausgefällten
Geldstrafen wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand (Blutalkoholkonzentrationen von
1.81 bzw. 0.98 Gewichtspromillen) nachträglich vollzogen werden mussten, weil der
Beschwerdeführer weiter delinquiert hatte. Zwei Ausweisentzüge von drei resp.
achtzehn Monaten in den Jahren 2010 und 2011 sowie diverse Ordnungsbussen
bewirkten anscheinend ebenfalls keine Änderung seines Fehlverhaltens im
Strassenverkehr. Erst eineinhalb Monate nach Wiedererlangung der Fahrerlaubnis
wurde er am 17. Oktober 2012 erneut im Strassenverkehr deliktisch tätig, als er ohne
entsprechende Fahrerlaubnis eine Sattelschlepper-Kombination führte. Der Führer- und
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Lernfahrausweis musste ihm per 22. Februar 2013 für einen weiteren Monat entzogen
werden (act. 15 der Vorinstanz, ABl 2013/261). Die zuständige Strafbehörde ging
angesichts dessen zu Recht von einer ungünstigen Prognose aus und erklärte die am
20. August 2013 in diesem Zusammenhang ausgefällte Geldstrafe für vollziehbar (vgl.
Strafbefehl in act. 23).
Mit diesem Verhalten bringt der Beschwerdeführer zum Ausdruck, dass er Mühe
bekundet, sich als Verkehrsteilnehmer an die Vorgaben des schweizerischen
Strassenverkehrsrechts zu halten. Auch hat er es wiederholt in Kauf genommen, dass
Dritte gefährdet werden. Im Gegensatz zur Auffassung des Beschwerdeführers stellt
dieses unverbesserliche Verhalten bzw. diese Gleichgültigkeit gegenüber der
schweizerischen Rechtsordnung ein Indiz dafür dar, dass es ihm nicht gelungen ist,
sich hier erfolgreich zu integrieren.
2.1.6. Unter diesen Umständen genügen die unbestritten gebliebenen Hinweise des
Beschwerdeführers auf seine gelungene sprachliche Integration - was ihm durchaus
zugute zu halten ist - nicht für die Annahme einer "erfolgreichen Integration" im Sinne
von Art. 50 Abs. 1 lit. a AuG. Die Vorinstanz hat seine erfolgreiche Integration zu Recht
verneint.
2.2. Der Beschwerdeführer ist aus der getrennten Ehe mit A.Y. Vater eines Kindes mit
Schweizer Bürgerrecht. Er macht geltend, aus diesem Grund müsse der Verlängerung
seiner Aufenthaltsbewilligung zugestimmt werden. Er stützt sein Begehren auf Art. 8
der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101,
abgekürzt: EMRK), Art. 13 Abs. 1 der Bundesverfassung (SR 101, abgekürzt: BV),
Art. 9, 16 und 18 des Übereinkommens vom 20. November 1989 über die Rechte des
Kindes (SR 0.107, abgekürzt: UNO-Kinderrechtskonvention) sowie auf Art. 50 Abs. 1
lit. b AuG.
2.2.1. Hinsichtlich der geltend gemachten Rechtsansprüche ist vorab eingrenzend
darauf hinzuweisen, dass nach der ständigen und jüngst bestätigten Rechtsprechung
des Bundesgerichts aus der UNO-Kinderrechtskonvention keine weitergehenden
Ansprüche auf eine ausländerrechtliche Bewilligung abgeleitet werden können als aus
der EMRK (BGer 2C_757/2013 vom 23. Februar 2014 E. 4.4; 2C_339/2013 vom 18. Juli
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2013 E. 2.9 mit Hinweis u.a. auf den vom Beschwerdeführer allzu grosszügig
ausgelegten Gehalt von BGE 124 II 361 E. 3b). Auf die diesbezüglichen Vorbringen des
Beschwerdeführers ist daher nicht gesondert einzugehen.
2.2.2. Hat eine ausländische Person nahe Verwandte mit einem gefestigten
Anwesenheitsrecht in der Schweiz und wird die intakte familiäre Beziehung tatsächlich
gelebt, kann es die in Art. 8 EMRK bzw. Art. 13 Abs. 1 BV garantierte Achtung des
Privat- und Familienlebens verletzen, wenn ihr die Anwesenheit in der Schweiz
untersagt und damit ihr Familienleben vereitelt wird. Die EMRK verschafft der
ausländischen Person jedoch grundsätzlich keinen Anspruch auf Aufenthalt in einem
Konventionsstaat. Es ergibt sich aus ihr weder ein Recht auf Einreise noch auf Wahl
des für das Familienleben am geeignetsten erscheinenden Orts (BGE 139 I 37 E. 3.5.1;
BGer 2C_329/2013 vom 27. November 2013 E. 3.1 mit Hinweisen).
Ausländer, die aufgrund einer inzwischen aufgelösten oder getrennten ehelichen
Gemeinschaft mit einer hier niederlassungs- oder heimatberechtigten Person bereits
eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz besitzen, können sich aber nicht nur auf
Art. 8 EMRK resp. Art. 13 Abs. 1 BV berufen. Sie haben gemäss Art. 50 Abs. 1 lit. b
AuG auch kraft Bundesrecht einen bedingten Anspruch auf Bewilligungsverlängerung,
soweit die in dieser Bestimmung statuierten Voraussetzungen erfüllt sind. Der
Anspruch besteht weiter, wenn "wichtige persönliche Gründe einen Aufenthalt in der
Schweiz erforderlich machen". Solche Gründe können namentlich dann vorliegen,
wenn die ausländische Person mit abgeleitetem Aufenthaltsrecht Opfer ehelicher
Gewalt geworden ist oder ihre soziale Wiedereingliederung im Herkunftsland stark
gefährdet erscheint (Art. 50 Abs. 2 AuG). Beides wird im vorliegenden Fall zu Recht
nicht vorgebracht. Der Beschwerdeführer beruft sich indes auf die seiner Ansicht nach
schützenswerte Beziehung zu seinem in der Schweiz anwesenheitsberechtigten Kind.
Auch darin kann nach der Rechtsprechung ein "wichtiger Grund" bestehen (BGer
2C_327/2010 vom 19. Mai 2011 E. 2.2 in fine; 2C_329/2013 vom 27. November 2013
E. 3.1).
2.2.3. Der nicht sorge- bzw. obhutsberechtigte Elternteil kann die familiäre Beziehung
mit seinem Kind von vornherein nur in beschränktem Rahmen pflegen, und zwar durch
Ausübung des ihm eingeräumten Besuchsrechts. Um dieses wahrnehmen zu können
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ist es in der Regel nicht erforderlich, dass der ausländische Elternteil dauerhaft im
selben Land wie das Kind lebt und dort über ein Anwesenheitsrecht verfügt. Unter dem
konventions- und verfassungsrechtlichen Gesichtspunkt des Anspruchs auf
Familienleben ist es grundsätzlich ausreichend, wenn das Besuchsrecht im Rahmen
von Kurzaufenthalten vom Ausland her ausgeübt werden kann, wobei allenfalls dessen
Modalitäten entsprechend auszugestalten sind.
Nach der bisherigen höchstrichterlichen Rechtsprechung konnte ein weitergehender
Anspruch nur dann in Betracht fallen, wenn in wirtschaftlicher und affektiver Hinsicht
eine besonders enge Beziehung zum Kind bestand, diese Beziehung wegen der
Distanz zum Heimatland des Ausländers praktisch nicht aufrecht erhalten werden
konnte und das bisherige Verhalten des Ausländers in der Schweiz zu keinerlei Klagen
Anlass gegeben hat (sog. "tadelloses Verhalten"; vgl. BGE 120 Ib 1 E. 3c; 120 Ib 22
E. 4; BGer 2C_586/2013 vom 3. Dezember 2013 E. 3.2.6; 2C_329/2013 vom
27. November 2013 E. 3.2; 2C_757/2013 vom 23. Februar 2014 E. 4.2). Das Erfordernis
der besonderen Intensität der affektiven Beziehung mass das Bundesgericht stets
daran, ob dem nicht sorge- bzw. obhutsberechtigten Elternteil ein "grosszügig
ausgestaltetes" Besuchsrecht eingeräumt worden war und davon kontinuierlich,
spontan und reibungslos Gebrauch gemacht wurde (vgl. z.B. BGer 2C_145/2012 vom
16. Juli 2012 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
2.2.4. In BGE 139 I 315 wurde diese strenge Praxis gelockert (E. 2.5). Bei nicht sorge-
bzw. obhutsberechtigten ausländischen Elternteilen eines hier aufenthaltsberechtigten
Kindes, die aufgrund einer inzwischen aufgelösten bzw. getrennten ehelichen
Gemeinschaft mit einer in der Schweiz heimat- oder niederlassungsberechtigten
Person bereits eine Aufenthaltsbewilligung für die Schweiz besassen, gilt das
Erfordernis der besonderen Intensität der affektiven Beziehung nunmehr bereits dann
als erfüllt, wenn der persönliche Kontakt im Rahmen eines nach heutigem Massstab
üblichen Besuchsrechts ausgeübt wird. Wer erstmals um Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung ersucht, muss sich indessen auch inskünftig auf ein grosszügig
ausgestaltetes Besuchsrecht berufen können, wobei "grosszügig" in diesen Fällen als
"deutlich mehr als üblich" zu verstehen ist.
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In jedem Fall ist weiterhin massgebend, dass das Besuchsrecht kontinuierlich und
reibungslos ausgeübt wird. Das formell bestehende Ausmass des Besuchsrechts ist
nur insoweit entscheidend, als dieses von den Beteiligten auch tatsächlich
wahrgenommen wird. Festgehalten hat das Bundesgericht im Übrigen an den weiteren
Voraussetzungen der Bewilligungsverlängerung: Nach wie vor bleibt es erforderlich,
dass auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine besonders intensive Beziehung zwischen
dem Kind und dem lediglich besuchsberechtigten Elternteil besteht und dass Letzterer
sich tadellos verhalten hat (ebd.).
2.2.5. Der zitierte Bundesgerichtsentscheid datiert vom 14. Juni 2013 und ist damit
jüngeren Datums als der angefochtene Entscheid. Der Vorinstanz ist demnach nicht
vorzuwerfen, dass sie das Vorliegen eines grosszügigen Besuchsrechts und damit
auch den Bewilligungsanspruch des Beschwerdeführers verneint hat. Mit Blick auf die
neue Rechtsprechung ist im vorliegenden Fall indessen von einem durchaus
gerichtsüblichen Besuchsrecht auszugehen. Der Beschwerdeführer macht davon
offensichtlich regen Gebrauch und pflegt auch darüber hinaus Kontakt zu seinem Sohn
(vgl. Schreiben von A.Y. in act. 7/10). Diese Entwicklung ist erfreulich, gab doch die
Kindsmutter am 9. Mai 2011 gegenüber dem Migrationsamt noch an, der Kontakt
zwischen Vater und Sohn gestalte sich eher schwierig, da seine Besuche
unregelmässig seien, er viel abwesend und nicht so verlässlich sei (act. 91 des
Migrationsamtes). Heute stützt sich der Beschwerdeführer jedoch mit Recht auf die
intakte Beziehung zu seinem Sohn (vgl. Ziff. 9 der Beschwerdebegründung, act. 6).
Der Beschwerdeführer erfüllt jedoch die übrigen Bewilligungskriterien nicht. In seinem
Fall kann nicht von einer besonders intensiven wirtschaftlichen Beziehung zu seinem
Sohn gesprochen werden. Nachdem er bereits seit Herbst 2009 dazu verpflichtet
gewesen wäre, hat der Beschwerdeführer erst ab April 2013 - mithin während des
ausländerrechtlichen Verfahrens - begonnen, auch ohne Vollstreckungsmassnahmen
einen namhaften Beitrag an den Unterhalt von K.Y. zu leisten. Auch war sein bisheriges
Verhalten in der Schweiz alles andere als klaglos. So war er nicht in der Lage,
längerfristig ein seinem Bedarf entsprechendes Einkommen zu erzielen. Auch musste
er verschiedentlich strafrechtlich sanktioniert werden. Er hat mehrfach in nicht zu
bagatellisierender Art und Weise gegen die Bestimmungen des
Strassenverkehrsgesetzes verstossen. Sein (automobilistischer) Leumund ist schwer
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angeschlagen, und in Bezug auf sein Legalverhalten kann dem Beschwerdeführer keine
gute Prognose gestellt werden. Dies zeigt sich darin, dass sämtliche zunächst bedingt
ausgefällten Geldstrafen im Nachhinein vollzogen werden mussten und ihm der
bedingte Vollzug anlässlich der jüngsten Verurteilung gar nicht mehr gewährt worden
ist.
2.3. Der Beschwerdeführer macht sinngemäss geltend, die Nichtverlängerung seiner
Aufenthaltsbewilligung sei unverhältnismässig. Die Verhältnismässigkeitsprüfung nach
Art. 8 Ziff. 2 EMRK, Art. 36 Abs. 3 BV und Art. 96 Abs. 1 AuG ist in der in den
Erw. 2.2.3. und 2.2.4. zitierten Rechtsprechung enthalten, wonach ein Anspruch des
nicht sorge- bzw. obhutsberechtigten Elternteils auf Verbleib in der Schweiz nur unter
besonderen Voraussetzungen bejaht werden kann. Das Nämliche gilt unter dem
Gesichtspunkt von Art. 50 Abs. 1 lit. b AuG (vgl. BGer 2C_757/2013 vom 23. Februar
2014 E. 5.2).
In diesem Zusammenhang mag angefügt werden, dass der Beschwerdeführer erst als
Erwachsener in die Schweiz gekommen ist und im Zeitpunkt des angefochtenen
Entscheids etwas über sieben Jahre hier gelebt hat. Beruflich konnte er nur mit Mühe
Fuss fassen. Über mehrere Jahre konnte er lediglich Zwischenverdienste realisieren;
dazwischen war er immer wieder arbeitslos. Seinen Bedarf - zu dem auch die
Unterhaltsbeiträge für K.Y. gehören - konnte er bis vor kurzem nicht decken, sodass
die Unterhaltszahlungen aus öffentlichen Mitteln bevorschusst werden mussten. Die
Rückkehr nach Serbien ist dem noch jungen Beschwerdeführer ohne weiteres
zumutbar. Er pflegt nach wie vor Kontakte in seine Heimat, wie ein Visum vom
November 2013 belegt (act. 23).
2.4. Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Der
vorinstanzliche Entscheid ist weder rechts- noch ermessensfehlerhaft. Die Vorinstanz
hat den Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung zu Recht verneint. Die
nach dem Entscheid ergangene neue Rechtsprechung des Bundesgerichts ändert
hieran nichts. Weil es ihm an einer besonders intensiven wirtschaftlichen Beziehung zu
seinem Sohn fehlt und das Verhalten des Beschwerdeführers in der Schweiz nicht
tadellos war, geht auch sein Hinweis auf die intensive affektive Beziehung zu seinem
Sohn ins Leere. Dass ihn der fremdenpolizeiliche Eingriff in das Familienleben hart
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treffen wird, steht ausser Frage. Dieser ist jedoch durch die überwiegenden öffentlichen
Interessen gerechtfertigt.
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die amtlichen Kosten dem
Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Mit Wirkung ab August 2013
wurde ihm die unentgeltliche Rechtspflege und -verbeiständung gewährt. Die
Entscheidgebühr und die Kosten der Verfügung vom 27. August 2013 gehen zu Lasten
des Staates (vgl. Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 122 Abs. 1 Ingress und lit. b
ZPO). Dafür erscheint eine Entscheidgebühr von Fr. 2'500.-- angemessen (Art. 7 Ziff.
222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Auf die Erhebung ist zu verzichten
(Art. 95 Abs. 3 VRP). Die Kosten der Verfügung vom 10. Juli 2013 (act. 14) - hierfür
erscheint eine Gebühr von Fr. 500.-- angemessen - gehen indessen zu Lasten des
Beschwerdeführers.
Die staatliche Honorarordnung wird für Vorbereitung und Durchführung eines
Verfahrens der Verwaltungsrechtspflege angewendet, wenn die unentgeltliche
Verbeiständung bewilligt ist (Art. 30 Ingress lit. b Ingress und Ziffer 2 des
Anwaltsgesetzes; sGS 963.70, abgekürzt AnwG). Bei unentgeltlicher Prozessführung
wird das Honorar um einen Fünftel herabgesetzt (Art. 31 Abs. 3 AnwG). In der
Verwaltungsrechtspflege beträgt das Honorar vor Verwaltungsgericht pauschal
Fr. 1'000.-- bis 12'000.-- (Art. 22 Abs. 1 Ingress und lit. b der Honorarordnung für
Rechtsanwälte und Rechtsagenten; sGS 963.75, abgekürzt HonO). Innerhalb des für
eine Pauschale gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen
Umständen, namentlich nach Art und Umfang der Bemühungen, der Schwierigkeit des
Falles und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO).
Die Rechtsvertreterin hat am 4. September 2013 eine Kostennote über Fr. 4'585.25
(inkl. Barauslagen und MwSt.) eingereicht (act. 22). Da die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung kraft unangefochten gebliebener Verfügung vom 27. August
2013 erst ab August 2013 gewährt worden ist, und der (Haupt-) Aufwand der
Rechtsbeiständin für das Beschwerdeverfahren nachweislich zuvor angefallen ist, kann
nicht auf die Kostennote abgestellt werden. Für den vom Staat zu entschädigenden
Zeitraum erscheint eine pauschale Entschädigung von Fr. 1'000.-- (zuzügl. MwSt.)
angemessen.
Demnach hat das Verwaltungsgericht
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