# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 49132736-5a10-4223-a5ab-940794764ac3
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. A.Y. und B.Y., geb. 1949 und 1960, sind verheiratet. In den Jahren 2006 bis 2009
lebten sie getrennt. Die Ehefrau betrieb bis Ende 2007 die Einzelfirma „B.Y.
Consulting“. Der Ehemann führt seit dem 1. Mai 2005 in X. eine Arztpraxis. Sein
Wohnsitz befand sich in den Jahren 2006 bis 2009 in X., derjenige der Ehefrau in
Zürich. Am 1. Januar 2008 wurde die Arztpraxis in die neu gegründete Q. GmbH
(nachstehend: GmbH) mit Sitz in Zürich überführt. Die Stammanteile der GmbH werden
von der Ehefrau und einer der drei Töchter des Ehepaars gehalten. Am 23. Juni 2006
erwarb A.Y. das 5.4 ha grosse landwirtschaftliche Grundstück Nr. 000 mit Wohnhaus,
Scheune und Remise im Gebiet E. in X. Die Eheleute wurden am 12. Juni 2012 im
Rahmen einer interkantonalen Steuerausscheidung (SG und ZH) für die st. gallischen
Kantons- und Gemeindesteuern 2006 gemeinsam mit einem steuerbaren Einkommen
von Fr. 262‘400.-- und einem steuerbaren Vermögen von Fr. 0.-- sowie für die direkte
Bundessteuer 2006 mit einem steuerbaren Einkommen von Fr. 329‘600.-- veranlagt.
Für 2007 bis 2009 erfolgten die Veranlagungen für die Kantons- und Gemeindesteuern
mit steuerbaren Einkommen von Fr. 297‘700.--, Fr. 118‘800.-- und Fr. 106‘200.-- sowie
steuerbaren Vermögen von Fr. 0.--. Für die direkte Bundesteuer erfolgten die
Veranlagungen für 2007 bis 2009 mit steuerbaren Einkommen von Fr. 324‘400.--, Fr.
196‘300.-- und Fr. 195‘400.-- (act. G 11/7 I-IV/1.3-1.6).
b. Nachdem A.Y. gegen die Veranlagungen 2006 bis 2009 vom 12. Juni 2012 am 9. Juli
2012 Einsprache erhoben und darin insbesondere die gemeinsame Veranlagung der
Ehegatten und die nicht korrekte Eröffnung der Veranlagungen an die Ehefrau
beanstandet hatte, wurden die Veranlagungen 2006 bis 2009 am 29. Januar 2013
nochmals an die Ehefrau eröffnet (act. G 11/7 I-IV/1.10-1.13). Diese erhob dagegen
ebenfalls Einsprache und beanstandete darin die Familienbesteuerung, die
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Nichtanerkennung des landwirtschaftlichen Betriebs als Erwerbstätigkeit, den
ungenügenden Abzug von Unterhaltskosten sowie die Aufrechnung der Raummiete
und der Darlehenszinsen. Mit Entscheiden vom 2. Dezember 2013 wies das kantonale
Steueramt die Einsprachen ab (act G 11/2). Die hiergegen von Rechtsanwalt Dr. Andres
Büsser, St. Gallen, für A.Y. und B.Y. erhobenen Rechtsmittel (Rekurs [Kantons- und
Gemeindesteuern] und Beschwerde [direkte Bundessteuer]) wies die
Verwaltungsrekurskommission des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 30. Juni 2015
ab (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Dr. Büsser für A.Y. und B.Y. am 4. und
10. September 2015 Beschwerde mit den Rechtsbegehren, der Entscheid sei
betreffend Kantons- und Gemeindesteuern sowie direkte Bundessteuer 2006 bis 2009
aufzuheben, und die Sache sei zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz
zurückzuweisen (Ziff. 1). Eventualiter seien die Veranlagungsverfügungen vom 29.
Januar 2013 betreffend Kantons- und Gemeindesteuern 2006 bis 2009 sowie die
Berechnungen der Ausgleichszinsen aufzuheben, und es sei jeweils die
Steuerveranlagung nach den Steuererklärungen gesetzmässig vorzunehmen (Ziff. 2).
Mit Eingaben vom 14. und 22. September 2015 reichten die Beschwerdeführer
zusätzliche Unterlagen ein (act. G 6-8).
b. In den Vernehmlassungen vom 24. September 2015 beantragte die Vorinstanz
Abweisung der Beschwerden. Zur Begründung verwies sie auf die Ausführungen im
angefochtenen Entscheid (act. G 10).
c. Der Beschwerdegegner beantragte mit Eingaben vom 29. September 2015 unter
Verzicht auf eine Vernehmlassung Abweisung der Beschwerde (act. G 13). Die
Beschwerdebeteiligte verzichtete stillschweigend auf eine Vernehmlassung (act. G 14).
d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden

## Considerations

Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Veranlagung
des Einkommens aus unselbständiger und selbständiger Erwerbstätigkeit hinsichtlich
der Einkünfte und der Abzüge vereinheitlicht sind, hat die Vorinstanz den Rekurs
betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern einerseits und die Beschwerde
betreffend die direkte Bundessteuer anderseits zu Recht im gleichen Urteil, aber mit
getrennten Dispositivziffern erledigt (BGE 135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig,
dass das Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen Akt entscheidet (vgl.
BGer 2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2; VerwGE B 2014/222 und
223 vom 25. Februar 2016, E. 1; www.gerichte.sg.ch). Die Verfahren werden
dementsprechend vereinigt.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 229 in Verbindung
mit Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS 811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2
der Verordnung zum Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145
des Gesetzes über die direkte Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Die Beschwerdeführer
sind zur Beschwerde legitimiert, und ihre Eingaben vom 4. und 10. September 2015
(act. G 1) entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen
(Art. 229 in Verbindung mit Art. 194 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48
Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG). Auf die
Beschwerden ist somit grundsätzlich einzutreten. Nicht einzutreten ist auf das
Begehren, die Veranlagungsverfügungen vom 29. Januar 2013 seien aufzuheben, da
der angefochtene Rekursentscheid an deren Stelle bzw. an die Stelle des
Einspracheentscheids vom 2. Dezember 2013 getreten ist (Devolutiveffekt; vgl. BGE
129 II 438 E. 1).
Die Kognition des Verwaltungsgerichts ist auf Rechtsverletzungen beschränkt; die
beschwerdeführende Person kann sich sodann auch darauf berufen, die angefochtene
Verfügung oder der angefochtene Entscheid beruhe auf einem unrichtig oder
unvollständig festgestellten Sachverhalt (Art. 61 VRP). Nachdem das
Verwaltungsgericht im Steuerrecht nicht an die Begehren der Verfahrensbeteiligten
gebunden ist (Art. 196 Abs. 2 StG) und das Novenverbot im Sinne von Art. 61 Abs. 3
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VRP in diesem Rechtsbereich nicht gilt (vgl. VerwGE B 2007/218 vom 13. März 2008
E. 2.1, B 2012/266 vom 12. Februar 2014 E. 2.4.1. und B 2013/8 und 9 vom
12. Februar 2014 E. 4.1., www.gerichte.sg.ch), sind die vom Beschwerdeführer
nachgereichten Aktenstücke (Detailbelege in act. G 3 und act. G 6-8) in die
Beweiswürdigung des vorliegenden Verfahrens mit einzubeziehen, selbst wenn (und
soweit) sie zuvor nicht aktenkundig waren.
2.
2.1. Die in den Einspracheentscheiden vom 2. Dezember 2013 (auf S. 3 f.) geprüfte und
bejahte Frage der Familienbesteuerung stellen die Beschwerdeführer im vorliegenden
Verfahren nicht zur Diskussion. Mangels gegenteiliger Anhaltspunkte ist diesbezüglich
von den entsprechenden Feststellungen in den Einspracheentscheiden auszugehen. -
Streitig ist demgegenüber der Eintritt der Veranlagungsverjährung. Das Recht, eine
Steuer zu veranlagen, verjährt fünf Jahre nach Ablauf der betreffenden Steuerperiode.
Vorbehalten bleibt die Erhebung von Nachsteuern und Bussen (Art. 183 Abs. 1 StG).
Die Verjährung beginnt nach Art. 183 Abs. 2 lit. a StG und Art. 120 Abs. 2 lit. a DBG
nicht oder steht still unter anderem während eines Einsprache-, Rekurs-, Beschwerde-
oder Revisionsverfahrens. Die Verjährung wird unterbrochen und beginnt neu unter
anderem mit jeder auf Feststellung oder Geltendmachung der Steuerforderung
gerichteten Amtshandlung, die einem Steuerpflichtigen oder Mithaftenden zur Kenntnis
gebracht wird (Art. 183 Abs. 3 Ziff. 1 StG, Art. 120 Abs. 3 lit. a DBG). Eine
Amtshandlung im vorerwähnten Sinn besteht z.B. auch in der Zustellung einer
vorläufigen Steuerrechnung (Zigerlig/Oertli/Hofmann, Das st. gallische Steuerrecht,
7. Aufl. 2014, VII. Rz. 52). Das Recht, eine Steuer zu veranlagen, ist 15 Jahre nach
Ablauf der Steuerperiode auf jeden Fall verjährt (Art. 183 Abs. 4 StG, Art. 120 Abs. 4
DBG). Die Vorinstanz hielt im angefochtenen Entscheid fest, mit den an die F. Treuhand
AG gerichteten Schreiben vom 30. August und 22. November 2011 (Nachforderung von
Unterlagen zur Ergänzung der Steuererklärungen 2006 bis 2009; act. G 11/7 [B
2015/175] I-IV/1.14 f.) sei die Verjährungsfrist sowohl für die Beschwerdeführerin als
auch den Beschwerdeführer unterbrochen worden und habe von neuem zu laufen
begonnen. Die Adressatin der Schreiben sei die Rechtsvertreterin des
Beschwerdeführers und der Beschwerdeführerin gewesen (vgl. Steuererklärungen 2006
bis 2009 des Kantons Zürich). Es seien auch Unterlagen betreffend die
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Beschwerdeführerin eingefordert worden. Das Recht, für die Jahre 2006 bis 2009 eine
Steuer zu veranlagen, sei dementsprechend nicht verjährt.
2.2. Die Beschwerdeführerin wendet ein, sie sei vor der Zusendung der Schreiben vom
30. August und 22. November 2011 nie (auch nicht in den vorerwähnten Schreiben)
darauf hingewiesen worden, dass sie vom Steueramt St. Gallen veranlagt werde. Auch
sei für die Steuerperioden 2006 bis 2009 kein Hinweis auf eine gemeinsame
Steuerpflicht der getrennt lebenden Ehegatten erfolgt. Sie sei im gesamten Verfahren
bis zur Veranlagung im Juni 2012 völlig ignoriert worden als Rechtssubjekt. Sie habe
daher nicht davon ausgehen müssen, in St. Gallen veranlagt zu werden. Erst am 29.
Januar 2013 seien die Veranlagungsverfügungen an die Beschwerdeführerin eröffnet
worden. Bis zu diesem Zeitpunkt sei sie nicht gemeint gewesen mit
Behördenhandlungen. Diese hätten sich ausschliesslich an den Beschwerdeführer
gerichtet. Mit der mangelhaften Eröffnung der Veranlagungsverfügung vom 12. Juni
2012 könne keine Unterbrechung für eine nunmehr angeblich gemeinsame
Steuerpflicht bewirkt werden (act. G 1 S. 3-5).
Hierzu ist festzuhalten, dass die Frage, ob bzw. inwiefern die Beschwerdeführerin
„mitgemeint“ war mit Behördenhandlungen gegenüber dem Beschwerdeführer und ob
ihr Informationen vorenthalten wurden (vgl. act. G 1 S. 4 unten), nicht zu klären ist.
Vielmehr steht einzig die Frage des Verjährungsunterbruchs zur Diskussion. Für einen
Unterbruch der Verjährung bedarf es wie dargelegt (vorstehende E. 2.1) keiner
Veranlagungseröffnung an die Beschwerdeführerin, sondern es genügt irgendeine auf
Feststellung oder Geltendmachung der Steuerforderung gerichtete Amtshandlung, die
ihr bzw. ihrer Rechtsvertretung zur Kenntnis gebracht wurde. Unbestritten ist, dass
beide Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Zustellung der Schreiben vom 30. August
und 22. November 2011 von der F. Treuhand AG vertreten waren. In den erwähnten
Schreiben wurde unter anderem die Kopie der Steuererklärungen 2006 bis 2009 der
Ehefrau einschliesslich sämtlicher Beilagen verlangt; dies mit dem Hinweis auf die
Familienbesteuerung gemäss VerwGE [B 2010/253] vom 22. Februar 2011 (act. G 11/7
[B 2015/175] I-IV/1.14 f.). Hieraus war klar ersichtlich, dass auch die Steuerpflicht der
Beschwerdeführerin angesprochen war und es auch um die Feststellung der
gegenüber ihr bestehenden Steuerforderung ging. Mit den erwähnten Schreiben wurde
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somit die Veranlagungsverjährung auch gegenüber der Beschwerdeführerin
unterbrochen. Dies wurde im angefochtenen Entscheid somit zu Recht bestätigt.
3.
3.1. Zu prüfen ist im Weiteren, ob die Vorinstanz zu Recht die Einspracheentscheide
des Beschwerdegegners vom 2. Dezember 2013 insofern bestätigte, als dieser den
Beschwerdeführer für die Jahre 2006 bis 2009 nicht als selbständigerwerbenden
Landwirt anerkannte und dementsprechend die für diese Jahre geltend gemachten
Verluste aus dieser Tätigkeit nicht zum Abzug von den übrigen Einkünften zuliess.
Gemäss Art. 27 Abs. 1 DBG beziehungsweise Art. 40 Abs. 1 StG werden bei
selbständiger Erwerbstätigkeit die geschäfts- oder berufsmässig begründeten Kosten
abgezogen. Verluste aus den sieben der Steuerperiode vorangegangenen
Geschäftsjahren können gemäss Art. 31 Abs. 1 DBG beziehungsweise Art. 42 Abs. 1
StG abgezogen werden, soweit sie bei der Berechnung des steuerbaren Einkommens
dieser Jahre nicht berücksichtigt werden konnten. Die einschlägigen Bestimmungen
des kantonalen Rechts entsprechen den Vorgaben von Art. 7 Abs. 1 und Art. 10 Abs. 1
und 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der Kantone
und Gemeinden (SR 642.14, StHG) und decken sich inhaltlich mit den Regeln des
Rechts der direkten Bundessteuer. Zur Frage, wann eine selbständige Erwerbstätigkeit
nach Art. 18 DBG bzw. Art. 31 Abs. 1 StG vorliegt, und deren Abgrenzung zur
sogenannten Liebhaberei, besteht eine reichhaltige kantonale und bundesgerichtliche
Rechtsprechung. Als selbständig erwerbstätig gelten Personen, die durch den Einsatz
von Arbeitsleistung und Kapital in frei gewählter Organisation auf eigenes Risiko
anhaltend planmässig und nach aussen sichtbar am wirtschaftlichen Verkehr
teilnehmen. Von der sogenannten Liebhaberei oder einem Hobby grenzt sich die
selbständige Erwerbstätigkeit dadurch ab, dass sie auf Erzielung eines
Erwerbseinkommens ausgerichtet ist. Diese sogenannte Gewinnstrebigkeit weist ein
subjektives und ein objektives Moment auf. Zum einen muss die Absicht gegeben sein,
Gewinn zu erzielen; zum anderen muss aber auch die Tätigkeit zur nachhaltigen
Gewinnerzielung geeignet sein. Andernfalls stellen die damit verbundenen
Vermögensabgänge Einkommensverwendung und nicht abzugsfähigen Aufwand
beziehungsweise Geschäftskosten dar (vgl. BGer 2C_14 und 15/2013 vom 30. Mai
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2013 E. 4 mit Hinweisen auf weitere Rechtsprechung). Allerdings muss nicht jedes
einzelne mit einem Verlust abgeschlossene Jahr oder selbst eine mehrjährige
Verlusterzielung zwingend auf eine Liebhaberei schliessen lassen. Eine solche ist erst
anzunehmen, wenn sich ein Steuerpflichtiger, dem es um die Erzielung eines
Erwerbseinkommens gegangen war, wegen des finanziellen Misserfolgs von der
Weiterführung des Betriebs hätte abbringen lassen. Dabei können unter Umständen die
Verhältnisse in den Vorjahren beziehungsweise in den folgenden Jahren gewisse
Anhaltspunkte liefern (vgl. BGer 2A.46/2005 vom 31. August 2005 E. 2.2.2 mit
Hinweisen). Es genügt für sich allein indes noch nicht, dass der Steuerpflichtige
subjektiv eine Erwerbsabsicht für sich in Anspruch nimmt. Die behauptete Absicht
muss aufgrund konkreter wirtschaftlicher Tatsachen, wie sie für die selbständige
Erwerbstätigkeit kennzeichnend sind, auch nachgewiesen sein (vgl. VerwGE B
2013/230 f. vom 23. Januar 2015, E. 3.1 mit Hinweis auf BGer 2A.126/2007 vom 19.
September 2007 E. 2.3 mit Hinweisen auf weitere Rechtsprechung).
Ob ein Steuerpflichtiger eine selbständige Erwerbstätigkeit im Sinn des Steuerrechts
ausübt, ist von Fall zu Fall aufgrund einer umfassenden Würdigung der tatsächlichen
Umstände zu prüfen. Die einzelnen Gesichtspunkte dürfen dabei nicht isoliert
betrachtet werden und können auch in unterschiedlicher Intensität auftreten (vgl. BGer
2C_1273/2012 vom 13. Juni 2013 E. 2.2 mit Hinweis auf BGE 138 II 251 E. 2.4.2 und
BGE 125 II 113 E. 5b). Der für die Abgrenzung relevante Zeitraum lässt sich nicht
generell bestimmen, vielmehr sind die konkreten Umstände und die Art der Tätigkeit im
jeweiligen Einzelfall massgebend (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar
zum DBG, 2. Aufl. 2009, Rz. 48 zu Art. 18 DBG; J. von Ah, Die Besteuerung
Selbständigerwerbender, 2. Aufl. 2011, S. 7). Wird aber innert fünf bis zehn Jahren kein
nennenswerter Gewinn erzielt, stellt dies ein gewichtiges Indiz dar, dass die
diesbezügliche Tätigkeit keine selbständige Erwerbstätigkeit darstellt, sondern vielmehr
ein Hobby ist. Der steuerpflichtigen Person steht hier der Gegenbeweis offen, dass
auch in diesem Fall eine Gewinnstrebigkeit vorliegt. Das ist dann möglich, wenn der
Betrieb an sich professionell geführt wird und sich eine Tendenz zu einer mindestens
ausgeglichenen Rechnung zeigt (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 48 zu Art.
18 DBG mit Hinweisen auf die Rechtsprechung).
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3.2. Das Wohnhaus auf dem von den Beschwerdeführern im Jahr 2006 erworbenen
Grundstück Nr. 000 in der Landwirtschaftszone wurde im Jahr 2008 abparzelliert, und
das Ehepaar nahm Sanierungsarbeiten am Wohnhaus und an der Scheune vor (vgl.
VerwGE B 2010/193 vom 16. März 2011 und BGer 1C_187/2011 vom 15. März 2012
sowie VerwGE B 2012/65 vom 12. April 2012). Aus dem Landwirtschaftsbetrieb der
Beschwerdeführer resultierten für die Jahre 2006 bis 2009 Verluste von Fr. 93‘915.--,
Fr. 117‘110.--, Fr. 52‘894.-- und Fr. 39‘359.-- (act. G 11/7 V/3 bis V/6). Im
angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz fest, der landwirtschaftliche Betrieb stelle
eine Verlustquelle dar, und eine Besserung der Situation sei nicht in Sicht. Auch in den
Jahren 2010 und 2011 seien Verluste von rund 50‘000.-- Franken ausgewiesen. Zu
berücksichtigen sei zwar, dass es sich um einen Nebenerwerb handle. Der
Beschwerdeführer betreibe aber hauptberuflich eine Arztpraxis, weshalb der
Landwirtschaftsbetrieb eher als Hobby/Liebhaberei und nicht als selbständige
Erwerbstätigkeit zu betrachten sei. Es fehle an einer renditeorientierten
Bewirtschaftung. Abgesehen von einer Zahlung des Kantonsforstamtes seien im Jahr
2008 keine Erträge erzielt worden. Dem jeweiligen Aufwand stehe kein Ertrag
gegenüber. Eine Geschäftstätigkeit und eine Gewinnerzielungsabsicht seien nicht
erkennbar. Den Lebensunterhalt würden die Beschwerdeführer aus den Erträgen der
Einzelfirma „B.Y. Consulting“ bzw. der „Q. GmbH“ und der Arztpraxis bestreiten. Wenn
die Beschwerdeführer den Landwirtschaftsbetrieb dennoch weiterführen würden,
könne dafür nicht die Gewinnerzielungsabsicht massgeblich sein. Wenn es an der
Gewinnstrebigkeit fehle, könnten die Verluste aus dem Landwirtschaftsbetrieb nicht
abgezogen werden. Dass der Beschwerdeführer vom Landwirtschaftsamt als
beitragsberechtigter Bewirtschafter anerkannt sei, sage nichts darüber aus, ob eine
selbständige Erwerbstätigkeit stattfinde. In den Jahren 2006 bis 2009 seien denn auch
keine Direktzahlungen an ihn ausgerichtet worden. Ob mit dem früheren
Betriebseigentümer ein Anstellungs- oder ein konstruiertes Pachtverhältnis
eingegangen worden sei, sei für die Frage der Erwerbseinkommenserzielung ebenso
wenig relevant wie die Art der Finanzierung des Grundstücks. Ohne Belang sei im
Weiteren das Vorliegen eines Konzepts zur landwirtschaftlichen Pferdezucht, die
Absolvierung einer Ausbildung durch den Beschwerdeführer für die Haltung von mehr
als elf Pferden und die Pacht zusätzlichen Landes für die Raufutterproduktion, da in
den streitigen Jahren weder ein Ertrag aus Pferdezucht noch aus der
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Raufutterproduktion vorliege. Abgesehen von einer einmaligen kleinen
Subventionszahlung seien keine Erträge erzielt worden. Die Verluste könnten daher
nicht von den übrigen Einkünften abgerechnet werden. Da keine selbständige
Erwerbstätigkeit vorliege, sei die Liegenschaft dem Privatvermögen zuzuordnen (act. G
2 S. 9 f.).
3.3. Die Beschwerdeführer legen dar, sie fühlten sich von den Behörden schikaniert.
Die Vorinstanz „gewähre“ nicht einmal fünf Verlustjahre, geschweige denn zehn. Die
Vorinstanz mache, was unter Berücksichtigung der gesetzlich vorgeschriebenen
jährlichen Veranlagungsperiode rechtswidrig und in Bezug auf das
Gleichbehandlungsgebot verfassungswidrig sei, eine mehrjährige Betrachtung zurück
auf die Vorjahre. Aus späteren Verhältnissen auf frühere zu schliessen, sei rechtswidrig.
Die Beschwerdeführerin habe die Ausbildung als Bäuerin absolviert, was nur für eine
beabsichtigte (neben)gewerbliche landwirtschaftliche Betätigung einen vernünftigen
Sinn mache. Zuerst habe der Beschwerdeführer die Tierhaltung durch den vormaligen
Landwirt im Anstellungsverhältnis ausführen lassen. Da die gewerbliche Pferdehaltung
den entsprechenden Lehrgang voraussetze (ausweispflichtige Anzahl von elf
erwachsenen Tieren), habe der Beschwerdeführer diesen absolviert. Für eine
Hobbytierhaltung bedürfe es dieses Lehrgangs gerade nicht. Der Beschwerdeführer
habe in Zusammenarbeit mit einem Agronomen auch ein Betriebskonzept für den
Zuchtaufbau erstellen lassen. In den ersten vier Jahren könne eine Pferdezucht rein
biologisch und zuchttechnisch (Tragezeit der Pferdestute von 315 bis 340 Tagen;
Geschlechtsreife der Hengstfohlen mit zwölf Monaten; erstes Decken der Stuten im
Alter von drei Jahren) noch überhaupt keinen Ertrag abwerfen. Das Raufutter diene der
Fütterung der Tiere und werfe daher logischerweise keinen Ertrag ab. Diese
zuchtbiologischen und weiteren ökonomisch relevanten Tatsachen seien auch im
Betriebskonzept, welches die Vorinstanz willkürlich als „ohne Belang“ abtue,
berücksichtigt und ausgeführt. Dies zeige, dass die Beschwerdeführer nicht nur Ertrag
und Gewinn planmässig anstreben würden, sondern sich auch bewusst seien, dass
dies zuerst Aufbauarbeit voraussetze, die eher bis 10 als nur bis 5 Jahre auf Gewinn
warten lassen müsse. Der Wille, einen Zuchtaufbau und alle Begleitumstände wie
Gebäudesanierung, notwendige Ausbildungen und künftige Raufuttergrundlage zu
planen, durchzuführen und zu finanzieren, bestätige den unbedingten Geschäftswillen.
Aus dem Umstand, dass in den ersten vier Jahren Erträge biologisch unmöglich seien,
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zu schliessen, es seien keine Erträge und keine selbständige Tätigkeit gewollt, sei
zuchtbiologisch unsachlich und rechtsverletzend. Die Buchhaltung und die
eingereichten Aktenordner würden die Geschäftstätigkeit für den Aufbau einer
landwirtschaftlichen Pferdezucht ausweisen (act. G 1).
3.4.
3.4.1. Aktenkundig (Jahre 2006 bis 2009) bzw. unbestritten (Jahre 2010 und 2011) ist
vorliegend, dass aus dem Landwirtschaftsbetrieb der Beschwerdeführer in den Jahren
2006 bis 2009 als auch in den beiden Folgejahren Verluste im Bereich von rund Fr.
39‘000.-- bis Fr. 117‘000.-- resultierten und eigentliche Erträge (Umsätze) nur vereinzelt
erzielt wurden. Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführer drängt sich dabei eine
mehrjährige Betrachtung zurück auf die Vorjahre insofern auf, als sich der streitige
Sachverhalt (Vorliegen einer selbständigen Erwerbstätigkeit) im vorliegenden Kontext
nicht bezogen auf einen bestimmten Zeitpunkt würdigen lässt, sondern erst die
Betrachtung eines längerfristigen Zeitraums eine angemessene Beurteilung möglich
macht. Wenn sich Rückschlüsse aus vergangenen Perioden (2006 bis 2009) lediglich
für die Zukunft (2010 und Folgejahre) entfalten könnten, wie die Beschwerdeführer
einwenden (act. G 1 S. 6 f.), liessen sich die hier streitigen Perioden mit Bezug auf die
Frage des Vorliegens einer selbständigen Tätigkeit überhaupt nicht beurteilen. Sodann
vermag die Art der Finanzierung des Grundstücks bzw. der Fremdfinanzierungsanteil
insofern nichts zur Beantwortung der Frage des Vorliegens einer selbständigen
Tätigkeit beizutragen, als auch bei privat gehaltenen bzw. genutzten Grundstücken die
Eigen- und Fremdfinanzierungsanteile aus verschiedenen Ursachen stark variieren.
Eine Verschuldung stellt m.a.W. sowohl bei privater als auch erwerblicher Nutzung
einer Liegenschaft ein Risiko dar, weshalb sich aus der Tragung dieses Risikos durch
die Beschwerdeführer kein Indiz auf eine selbständige Tätigkeit ableiten lässt. Die
Absolvierung der Ausbildung zur Bäuerin durch die Beschwerdeführerin und zur
gewerblichen Pferdehaltung durch den Beschwerdeführer sowie die Erstellung eines
Betriebskonzeptes machen den Wunsch nach einer erwerbsorientierten Ausrichtung
des Betriebs deutlich. Wenn jedoch über viele Jahre trotz Ausbildung und
Betriebskonzept kaum Erträge erwirtschaftet werden und vergleichsweise hohe
Verluste aus der Tätigkeit resultieren, so kann allein mit dem Hinweis auf das Vorliegen
von einschlägigen Ausbildungen und eines Betriebskonzeptes eine erwerbliche
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Tätigkeit nicht begründet werden. Der Vorinstanz, welche das Bestehen eines
Betriebskonzeptes und einer Ausbildung sowie die Pacht zusätzlichen Landes für die
Raufutterproduktion als „ohne Belang“ taxierte (act. G 2 S. 10), kann somit im Ergebnis
auch keine Verletzung der Begründungspflicht (act. G 1 S. 8) vorgeworfen werden,
zumal es in den streitigen Jahren und den beiden Folgejahren an einem Ertrag aus
Raufutterproduktion und Pferdezucht fehlt.
3.4.2. Sodann kann die Tragezeit der Pferdestute für Zuchtfohlen von 315 bis 340
Tagen und die im Alter von einem Jahr eintretende Geschlechtsreife der Hengstfohlen
(act. G 1 S. 8 f.; act. G 3.2 [B 2015/168]) die gänzliche Ertragslosigkeit des Betriebs
während sechs Jahren nicht zureichend erklären. Auf eine hobbymässige
Pferdehaltung (vgl. VerwGE B 2012/65 vom 12. April 2012 lit. F und B 2010/193 vom
16. März 2011, E. 4.7) weist in diesem Zusammenhang der Umstand hin, dass dem
Beschwerdeführer aufgrund der Tätigkeit in seiner Arztpraxis ausreichend hohe
Einkünfte zur Verfügung stehen, um die Pferdezucht trotz anhaltend hohen Verlusten
über Jahre führen zu können (vgl. Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 39 zu §
18). Die Verluste aus dem Betrieb der Pferdezucht werden somit mit anderweitigen
Einkünften aufgefangen. Die Pferdezucht dient nicht dem Lebensunterhalt der
Beschwerdeführer. Vor diesem Hintergrund verneinte der angefochtene Entscheid zu
Recht das Vorliegen einer selbständigen Erwerbstätigkeit für die streitigen Jahre.
4.
4.1. Nachdem bezüglich des Landwirtschaftsbetriebs eine selbständige
Erwerbstätigkeit in den Jahren 2006 bis 2009 nicht als belegt gelten kann, ist zu klären,
inwiefern die in diesen Jahren angefallenen Sanierungskosten der Liegenschaft als
Liegenschaftsunterhalt vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können.
Gemäss Art. 32 Abs. 2 DBG und Art. 44 Abs. 2 StG können bei Liegenschaften im
Privatvermögen die Unterhaltskosten, die Kosten der Instandstellung von neu
erworbenen Liegenschaften, die Versicherungsprämien und die Kosten der Verwaltung
durch Dritte abgezogen werden. Nicht abziehbar sind gemäss Art. 34 lit. d DBG und
Art. 47 Abs. 1 lit. c StG die Aufwendungen für die Anschaffung, Herstellung oder
Wertvermehrung von Vermögensgegenständen. In diesem Zusammenhang hat das
Bundesgericht festgehalten, dass eine Totalsanierung einer Liegenschaft, die praktisch
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einem Neubau gleichkommt, aus steuerlicher Sicht eine Herstellung darstellt, weshalb
die damit verbundenen Kosten einkommenssteuerlich nicht absetzbar sind (BGer
2C_153/2014 vom 4. September 2014, E. 2.2 mit Hinweisen). Auch ein völliger Um-
oder Ausbau einer Liegenschaft kommt wirtschaftlich einem Neubau gleich. Wird eine
Liegenschaft umgebaut und neuen Zwecken zugeführt, liegt Herstellung vor, wenn die
"Renovation" umfangmässig einem Neubau gleichkommt. Das ist insbesondere bei
Aushöhlung der Baute oder von Gebäudeteilen mit anschliessender Neugestaltung der
Innenraumeinteilung der Fall (BGer 2C_153/2014, E. 2.3 mit Hinweisen). Steuerlich als
(Teil-) Neubau zu betrachten ist dabei auch der Ausbau von Gebäuden oder
Gebäudeteilen, wenn damit in erster Linie eine Wohnraumerweiterung bezweckt wird
(vgl. BGer 2C_666/2008 vom 12. Mai 2009, E. 2.4: Verglasung und Überdeckung eines
offenen Sitzplatzes; vgl. auch BGer 2C_63/2010 vom 6. Juli 2010: Sachverhalt und E.
2.3: Umbau einer Garage mit Schopf von 45 m in eine Wohnung mit Garage von 3,75
Raumeinheiten). Ein solcher Ausbau mit Wohnraumerweiterung kommt wirtschaftlich
betrachtet dem An- oder Aufbau zusätzlicher Wohnräume gleich. Als Herstellung zu
gelten haben dabei alle Massnahmen, die den Ausbau mit Wohnraumerweiterung erst
ermöglichen bzw. alle anfallenden Kosten, die durch den Ausbau unmittelbar
veranlasst werden (BGer 2C_153/2014, E. 2.4 mit Hinweisen).
4.2. Die Vorinstanz bestätigte im angefochtenen Entscheid den Standpunkt des
Beschwerdegegners, wonach für das Jahr 2006 keine Unterhaltskosten und für die
Folgejahre Unterhaltskosten von Fr. 1‘169.-- (2007), Fr. 734.-- (2008) und Fr. 2‘822.--
(2009) für die im Privatvermögen stehende Liegenschaft zum Abzug zugelassen
werden könnten. Neben den vom Beschwerdegegner zugelassenen Unterhaltskosten
könnten keine weiteren Unterhaltskosten abgezogen werden. Die übrigen Kosten
würden keine abzugsfähigen Liegenschaftsunterhaltskosten darstellen. Da keine
selbständige Erwerbstätigkeit des Beschwerdeführers vorliege (Grundstück im
Privatvermögen), seien die für 2006 und 2009 geltend gemachten Rückstellungen nicht
zum Abzug zuzulassen (act. G 2 S. 12 f. und S. 15). Die Beschwerdeführer halten dem
entgegen, dass selbst wenn eine selbständige Tätigkeit zu verneinen wäre, die
werterhaltenden Gebäudekosten zum Abzug zuzulassen wären (act. G 1 S. 10). Im
Einzelnen geht es um folgende Punkte:
4.3.
2
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4.3.1. Während die Vorinstanz hinsichtlich der für das Jahr 2006 geltend gemachten
Kosten von Fr. 5‘185.60 betreffend drei Rechnungsbelege von P.M. (Fr. 3‘840.--,
Fr. 1‘280.-- und Fr. 65.60) festhält, es lasse sich nicht feststellen, ob es sich um
Unterhaltskosten handle und die Beschwerdeführer diesbezüglich ihrer
Substantiierungspflicht nicht nachgekommen seien (act. G 2 S. 14), verweisen die
Beschwerdeführer auf die von ihnen (erneut) eingereichten Rechnungsbelege (act. G
3/1-3). Bei den zwei Rechnungen von P.M. vom 22. August 2006 handelt es sich um
„Abraum und Entsorgung des Schuttes an der Südseite des Stalles“ (Fr. 3‘840.--) und
um „Drainage/Bachberichtigung von der Quelle zum Weiher“ bzw. um „Endarbeiten zur
Sanierung des Überwassers von der Quelle zum Auffangbecken“ (Fr. 1‘280.--). Bei
diesen Belegen bleibt unklar, ob sie den Liegenschaftsunterhalt betreffen oder (nicht
abziehbare) Herstellungskosten (vgl. dazu nachfolgende E. 4.4.3) bilden. Die
Beschwerdeführer machen auch in diesem Verfahren keine erklärenden Ausführungen,
weshalb es bei der vorinstanzlichen Ablehnung des Abzugs bleibt. Bei der Rechnung
über Fr. 65.60 geht es demgegenüber um eine anteilige Prämienerhöhung nach
Neuschätzung (act. G 3/3). Dieser GVA-Prämienanteil ist zum Abzug zuzulassen. In
diesem Punkt ist der vorinstanzliche Entscheid zu korrigieren.
4.3.2. Hinsichtlich der für 2007 aufgeführten Kosten von Fr. 9‘041.20 (Rechnungen für
Pflanzarbeiten [Fr. 300.--], für ein Wildverbissschutzmittel [Fr. 5‘637.--], für Garten und
Barzahlungen von Fr. 133.60 für Benzinkanister und Ölradiator, für Jungwaldpflege [Fr.
2‘205.--] und eine Motorsense [Fr. 612.80]) hielt die Vorinstanz fest, aus der Rechnung
für Gartenbau gehe hervor, dass verschiedene Pflanzen gekauft und eingesetzt worden
seien. Ob es sich dabei um das (als Anlagekosten zu qualifizierende; StB 44 Nr. 3)
erstmalige Einsetzen oder um den Ersatz von Pflanzen handle, sei nicht ersichtlich. Für
die Jungwaldpflege befinde sich lediglich eine Gutschriftsanzeige des
Kantonsforstamtes in den Akten, aber kein Rechnungsbeleg. Ein Beleg für den Kauf
einer Motorsense fehle ebenfalls. Damit seien die Beschwerdeführer ihrer
Substantiierungspflicht nicht ausreichend nachgekommen, weshalb die Kosten nicht
zum Abzug zugelassen werden könnten. Kosten für Benzinkanister und Ölradiator
würden keine abziehbaren Unterhaltskosten darstellen (act. G 2 S. 14). Diese
Darlegungen blieben von Seiten der Beschwerdeführer zu Recht unbestritten.
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4.3.3. Bei den vom Beschwerdeführer geltend gemachten Apparate- und
Maschinenkosten 2008 von Fr. 4‘803.-- (act. G 1 S. 12) handelt es sich um die
Kontoposition „Abschreibung auf Maschinen und Apparate“ (act. G 3/8);
Abschreibungen fallen im Fall von privat genutztem Vermögen als Aufwandabzug
ausser Betracht.
Im Weiteren reichten die Beschwerdeführer Detailbelege betreffend
Waldwirtschaftsunterhaltskosten 2008 von Fr. 6‘468.89 des Landwirtschaftsbetriebs
ein (act. G 3/7). Im Einspracheentscheid vom 2. Dezember 2013 (act. G 11/1 Beilage)
wurde diese Position (auf S. 7) zwar erwähnt, in den Erwägungen selbst jedoch soweit
ersichtlich nicht abgehandelt. Auch der vorinstanzliche Entscheid thematisierte die
Waldwirtschaftsunterhaltskosten 2008 nicht (vgl. act. G 2 S. 14 [cc]). Die Frage, ob
bzw. inwieweit es sich dabei um abzugsfähige Kosten (Art. 32 Abs. 2 DBG, Art. 44 Abs.
2 StG) handelt, wird der Beschwerdegegner daher noch abzuklären haben;
diesbezüglich geht die Sache an ihn zurück.
4.4.
4.4.1. Die Vorinstanz führte sodann aus, bei dem für 2008 geltend gemachten Betrag
von Fr. 87‘525.64 handle es sich um drei Rechnungen der Q. GmbH von Fr. 17‘124.54,
Fr. 36‘501.80 und Fr. 2‘899.30, welche sich ihrerseits aus diversen Rechnungen
zusammensetzen würden, die sich nicht bei den Akten befänden. Ob es sich um
Unterhaltskosten handle, lasse sich daher nicht feststellen, weshalb der Betrag nicht
zum Abzug zugelassen werden könne (act. G 2 S. 14). Die Beschwerdeführer reichten
im vorliegenden Verfahren Detailbelege betreffend den Betrag von Fr. 87‘525.64 ein,
gemäss welchen die Q. GmbH diese Summe für die Instandstellung des Stalls „bis zur
Baueinstellung 3.7“ in drei Teilbeträgen von Fr. 17‘124.54, Fr. 36‘501.80 und Fr.
33‘899.30 in Rechnung stellte. Die Unternehmung der Beschwerdeführerin koordinierte
soweit ersichtlich die Durchführung der Stallsanierung, wobei sie die Löhne abrechnete
und die Waren bzw. das Material einkaufte sowie die Maschinenstunden verrechnete
(act. G 3/4, G 3/5, G 3/6 und G 3/6a).
Hinsichtlich des für das Jahr 2009 geltend gemachten Betrags von Fr. 4‘136.60
(Rechnung des AREG für eine Entscheidgebühr von Fr. 850.--, zwei Rechnungen der
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Gemeinde X. für eine Entscheidgebühr von Fr. 300.--, eine Bewilligungsgebühr von Fr.
262.--, eine Rechnung für Agroberatung von Fr. 775.-- und eine Rechnung
Projektarbeiten Feuerschutz und Trinkwasserversorgung von Fr. 1‘949.60) hielt die
Vorinstanz fest, dass dieser Betrag im Zusammenhang mit dem Umbau des Stalls
stehe. Der Stall sei beim Erwerb für eine Tierhaltung völlig ungenügend gewesen. In der
Folge seien am Stall ohne Baugesuch Änderungen vorgenommen worden, welche eine
Nutzungsänderung bewirkt hätten. Diese Kosten würden somit keine Unterhaltskosten
darstellen. Die geltend gemachten Investitionen am Wohnhaus von Fr. 260‘069.--
betreffend nicht bewilligte Bauarbeiten würden ebenfalls keine Unterhaltskosten
darstellen. Zudem befänden sich in den Akten keine Belege für die geltend gemachten
Investitionen am Wohnhaus (act. G 2 S. 15).
4.4.2. Die Beschwerdeführer wenden ein, die vorinstanzliche Ablehnung des Abzugs
der Stallsanierungskosten wegen angeblicher Nutzungsänderung (act. G 2 S. 14), sei
nicht gesetzmässig und die Erwägung, wonach erst mit der Sanierung des Bodens die
Haltung von Pferden möglich geworden sei, treffe nicht zu. Die Sanierungsarbeiten am
Stall seien nötig gewesen, weil das Holzfundament des Stalls, der schon zuvor mit
Pferden hätte belegt werden können, verfault gewesen sei und mangels Drainage eine
Versumpfung gedroht habe. Dabei handle es sich um Gebäudeunterhalt und nicht um
Wertvermehrung. Das Bundesgericht habe den VerwGE B 2010/193 a.a.O, in BGer
1C_187/2011 betreffend das Wohnhaus integral aufgehoben. Das Verfahren sei aktuell
auf Stufe Baudepartement hängig (act. G 1 S. 12 f.).
4.4.3. Aufgrund der Sachverhalts-Feststellungen in VerwGE 2010/193, a.a.O. - diese
wurden durch den Rechtsmittelentscheid (vgl. BGer 1C_187/2011, E. 3.4) nicht in
Frage gestellt (vgl. VerwGE B 2010/193 a.a.O, S. 19 und 31-33) - hat als erstellt zu
gelten, dass das Wohnhaus weitgehend ausgekernt wurde und die ebenfalls teilweise
ersetzte Gebäudehülle durch provisorische Holzstützen und Stahlträger abgestützt
werden musste. Am Stall wurden ohne Baubewilligung bewilligungspflichtige
Änderungen (Drainagesystem, Betonieren des Bodens) vorgenommen. Er wurde mit
einem vorspringenden Unterstand erweitert, der Erdgeschossboden und das (auch
nach Darlegungen der Beschwerdeführer verfaulte; vgl. vorstehende E. 4.4.2)
Fundament des Stalls wurden erneuert sowie grosse Teile der Fassade und des
Balkengerüsts ersetzt. Die ersetzten Teile des Stalls waren baufällig bzw. für die
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geplante Nutzung nicht brauchbar. Die Wiederaufbauarbeiten an beiden Gebäuden
kamen bei diesem Sachverhalt einer Neubaute gleich (vgl. VerwGE B 2010/193 a.a.O,
S. 19 und 31-33; BGer 1C_187/2011, E. 3.4). Die Frage, ob die Arbeiten am Stall eine
Nutzungsänderung in dem Sinn bewirkten, als vor der Änderung die Nutzung als
Pferdestall nicht möglich gewesen wäre, kann bei diesem Sachverhalt offenbleiben.
Denn wie dargelegt (vorstehende E. 4.1) stellen bauliche Vorkehren nach einem
weitgehenden Abbruch und Neuaufbau eines Gebäudes keinen Unterhalt desselben
dar. Der geltend gemachte Unterhaltskostenabzug fällt von daher sowohl bezogen auf
das Wohnhaus als auch auf den Stall ausser Betracht. Die diesbezügliche Feststellung
im angefochtenen Entscheid lässt sich somit im Ergebnis nicht beanstanden.
5.
5.1. Die Beschwerdeführer bestätigen im vorliegenden Verfahren, dass die Familie der
Beschwerdeführerin im Jahr 1997 ein Darlehen von Fr. 300‘000.-- zum Aufbau einer
Unternehmung im Bereich der Medizinaltechnik gewährt habe (vgl. Vereinbarung in act.
G 11/5 Beilage B; act. G 1 S. 14-18). Bis 2007 sei die Beschwerdeführerin nicht in der
Lage gewesen, die Schulden zu bedienen, weshalb die Schuldzinsen als weitere
Darlehen aufgenommen worden seien. Bereits 2003 sei die Beschwerdeführerin mit
ihrer Mutter übereingekommen, dass nach dem Tod der Mutter das Darlehen im Sinn
einer Erbauszahlung abgegolten werden könne (vgl. act. G 11/5 Beilage C). Eine
entsprechende Reduktion der Schuld sei bereits im Jahr 2003 vorgenommen worden.
Das Darlehen habe in jenem Jahr noch Fr. 283‘068.45 betragen. Mit der Übernahme
der Arztpraxis des Beschwerdeführers in die Q. GmbH im Jahr 2008 sei es möglich
geworden, die jährlichen Schuldzinsen in bar zu begleichen. Hierfür seien Quittungen
ausgestellt und unterzeichnet worden (act. G 1 S. 14).
5.2. Im angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz fest, es erscheine sehr unüblich,
dass einer Firma Bargeld zur Überweisung ins Ausland übergeben und dafür eine
Provision von 7.5% bezahlt werde. Aus welchem Grund keine Banküberweisung
vorgenommen worden sei, werde von den Beschwerdeführern nicht dargelegt. Belege
der K. S.A. über die tatsächliche Überweisung des Geldes nach Südkorea lägen nicht
vor. Zusammen mit den fehlenden Belegen für das Jahr 2009 sei damit ein lückenloser
Nachweis über die Bezahlung der Schuldzinsen nicht erbracht. Ebenso wenig werde
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ausgeführt, woher das Bargeld für die Schuldzinszahlungen ins Ausland gestammt
habe. Die Beschwerdeführer würden zwar geltend machen, dass seit Übernahme der
Arztpraxis in die Q. GmbH im Jahr 2008 Bezüge für die Schuldzinszahlungen hätten
getätigt werden können. In der Erfolgsrechnung der Q. GmbH seien im Jahr 2008
Lohnzahlungen/Bezüge der Beschwerdeführerin von Fr. 104‘168.-- und im Jahr 2009
von Fr. 119‘584.-- ausgewiesen. Ob damit neben den Lebenshaltungskosten jeweils
zusätzlich Fr. 41‘444.-- Schuldzinsen bezahlt worden seien, sei fraglich. Jedenfalls
seien aus der Erfolgsrechnung für 2008 und 2009 keine weiteren Bezüge für
Schuldzinszahlungen ersichtlich. Insgesamt werde damit der Beweis der Zinszahlungen
2008 und 2009 als nicht erbracht erachtet (act. G 2 S. 18).
5.3. Die Beschwerdeführer weisen darauf hin, dass die Voraussetzung des Bestandes
der Kapitalschuld gegeben sei. Mit dem haltlosen Hinweis des Beschwerdegegners,
die Bestätigung der Schuldzinszahlungen an die Eltern (Mutter) seien „fiktiv“, fühle sich
die Beschwerdeführerin in ihrer persönlichen Integrität angegriffen. Die Bestätigungen
der Schuldzinszahlungen für 2008 befänden sich in ihrem Gewahrsam und seien alle
unterzeichnet. Die Beschwerdeführerin sei nicht bereit gewesen, dem
Gemeindesteueramt Auskunft über ihre in den Steuerhoheitsbereich des Kantons
Zürich fallende Geschäftstätigkeit zu geben, nachdem Steuerschulden des
Beschwerdeführers am Stammtisch eines X.er Restaurants diskutiert worden seien.
Dem Steueramt des Kantons Zürich und der Vorinstanz seien die Belege jedoch
beigebracht worden. Die Zahlungen in den Jahren 2008 und 2009 gemäss
eingereichten Belegen seien auch effektiv erfolgt (act. G 1 S. 13-18, G 7, G 8 [B
2015/168])
5.4.
5.4.1. Die Frage, ob der Betrag von Fr. 300‘000.-- als Darlehensschuld anzuerkennen
und die Schuldzinsen auf dem Darlehen in Anwendung von Art. 45 Abs. 1 lit. a StG und
Art. 33 Abs. 1 lit. a DBG zum Abzug zuzulassen sind, beantwortet sich nach Massgabe
der im Steuerrecht geltenden Beweislastverteilung. Nach dieser trägt die
Steuerbehörde die Beweislast für Tatsachen, welche die Steuerschuld begründen oder
mehren, die steuerpflichtige Person für Tatsachen, welche die Steuerschuld aufheben
oder mindern (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VI. Rz. 15, VII. Rz. 23). Beweisbelastet
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für das Bestehen der Darlehensschuld sowie den Umstand, dass und in welcher Höhe
Schuldzinsen angefallen sind, sind konkret somit die Beschwerdeführer.
Im Steuerverfahren kommt der Untersuchungsgrundsatz zur Anwendung (Art. 176 StG).
Die Veranlagungsbehörde ist verpflichtet, die für die Besteuerung relevanten Tatsachen
von Amtes wegen abzuklären (Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII. Rz. 19), wobei sie
die steuerpflichtige Person auffordert, die erforderlichen Sachdarstellungen und
Beweismittel beizubringen (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 7 zu Art. 123
DBG). Der Untersuchungsgrundsatz wird durch die Mitwirkungspflicht der Parteien
relativiert. Eine Mitwirkungspflicht besteht insbesondere für die Beschaffung von
Unterlagen, welche nur die Parteien liefern können, und für die Abklärung von
Tatsachen, welche eine Partei besser kennt als die Behörde (vgl. Richner/Frei/
Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 9 zu Art. 123 DBG; Zigerlig/Oertli/Hofmann, a.a.O., VII.
Rz. 25). Die Mitwirkungspflicht besteht ungeachtet der Verteilung der objektiven
Beweislast. Die steuerpflichtige Person ist auch hinsichtlich steuererhöhender
Tatsachen mitwirkungspflichtig (Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., Rz. 5 zu Art.
126 DBG). Kann von einer Privatperson nach den Umständen eine Handlung oder eine
Äusserung über Umstände, die sie besser kennt als die Behörde, erwartet werden und
bleibt eine solche aus, so haben die Behörden nicht nach Tatsachen zu forschen, die
nicht aktenkundig sind (vgl. BGE 130 II 493, E. 3.2, und BGE 128 II 139, E. 2b). Nach
der Rechtsprechung sind besonders strenge Beweiserfordernisse zu beachten, wenn
es um internationale Geschäfts- und Rechtsbeziehungen geht, weil sich die
Verhältnisse des ausländischen Leistungserbringers der Kontrolle durch die
inländischen Steuerbehörden entziehen. Bei Zahlungen aus dem Ausland ist somit
nicht nur der Vertragspartner (Geldgeber) zu nennen, sondern es sind die gesamten
Umstände darzulegen, die im konkreten Fall zur Ausrichtung des Geldbetrags geführt
haben. Es sind die Verträge der jeweiligen Grundgeschäfte vorzuweisen sowie allfällige
schriftliche Vereinbarungen, ferner die Korrespondenz mit den Zahlungsempfängern
und den allenfalls involvierten Banken (vgl. BGer 2C_797/2012 vom 31. Juli 2013, E.
2.2.2 mit Hinweisen; VerwGE B 2014/212 vom 27. April 2016, E. 2.4).
5.4.2. Auf die Frage des Bestandes des Darlehens als solchen ging die Vorinstanz nicht
näher ein mit dem Hinweis, dass dieser vermögenssteuerrechtlich (bei fehlendem
steuerbaren Vermögen) nicht relevant sei (act. G 2 S. 17). Die Tatsache, dass der
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Beschwerdeführerin seinerzeit (1997) ein Darlehen gewährt worden war, hat aufgrund
der eingereichten Akten als belegt zu gelten (vgl. vorstehende E. 5.1). Welche Höhe es
in den Folgejahren jeweils aufgewiesen hatte, lässt sich aus der von der Mutter der
Beschwerdeführerin unterzeichneten Aufstellung (act. G 7; G 8 [B 2015/168]) ersehen.
Die Aufstellung als solche und deren Unterzeichnung blieben unbestritten bzw. ohne
Stellungnahme der Vorinstanz und des Beschwerdegegners (vgl. act. G 10 und G 13).
Nachdem das Bestehen der Darlehensschuld sich vermögenssteuerrechtlich für die
streitigen Jahre nicht auswirkt, ist nachstehend die Darlehenshöhe nicht weiter zu
diskutieren bzw. dessen Bestand als gegeben zu erachten.
5.4.3. Die Mittelherkunft für die Schuldzinszahlungen tangiert nicht unmittelbar die
Frage des Nachweises der Zinszahlung als solchen. Nach den Feststellungen der
Vorinstanz sind in der Erfolgsrechnung der Q. GmbH im Jahr 2008 Lohnzahlungen/
Bezüge der Beschwerdeführerin von Fr. 104‘168.-- und im Jahr 2009 von Fr. 119‘584.--
ausgewiesen. Der vorinstanzliche Hinweis, wonach fraglich sei, ob damit neben den
Lebenshaltungskosten jeweils zusätzlich Fr. 41‘444.-- Schuldzinsen bezahlt worden
seien (act. G 2 S. 18), genügt für sich allein nicht, um Zinszahlungen als nicht
nachgewiesen zu erachten. Dies umso weniger, als nach Abzug der Zinszahlungen
immerhin monatliche Beträge von rund Fr. 5‘300.-- (2008) bzw. Fr. 6‘500.-- (2009) für
den Lebensunterhalt verblieben.
5.4.4. Zum Vorbringen der Vorinstanz betreffend Unüblichkeit der für 2008 und 2009
geltend gemachten Zinszahlungen durch Übergabe von Bargeld zur Überweisung legt
die Beschwerdeführerin die Ursache, weshalb sie keine Banküberweisungen tätigte,
wie folgt dar: Ihre Mutter habe eine Zinszahlung als CHF-Barzahlung gewünscht, weil
sie dieses Geld für Reisezwecke verwendet habe, während Kontobezüge aus dem
Ausland von Bankguthaben in Korea stark limitiert seien. Barüberweisungen ausserhalb
des IBAN-Raumes würden sodann nichts Ungewöhnliches darstellen und mit
durchschnittlich 7.9 % (vom Überweisungsbetrag) zu Buche schlagen (vgl. act. G 3.1
[B 2015/168]). Sie (die Beschwerdeführerin) habe sich einer rechtmässig angebotenen
Überweisungsart bedient (act. G 1 S. 17 f.). Aus den der Vorinstanz mit Eingabe vom
14. Februar 2014 (act. G 11/4 [B 2015/175]) eingereichten Unterlagen ist ersichtlich,
dass die Beschwerdeführerin im Juli und September 2008 je Fr. 15‘000.-- und im
November 2008 Fr. 11‘444.-- in bar der K. S.A. zur Überweisung nach Südkorea
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übergab. Für diese Dienstleistung bezahlte sie eine Provision von Fr. 3‘108.30. Im April
und September 2009 übergab sie der K. S.A. je Fr. 10‘000.-- in bar zur Überweisung
nach Südkorea; dies gegen eine Provision von Fr. 1‘500.-- (act. G 11/5/3a-3c und G
11/5/4a-4b [B 2015/175]). Für die für das Jahr 2009 über den Betrag von Fr. 20‘000.--
hinaus bescheinigte Schuldzinszahlung von Fr. 21'444.-- (Fr. 41‘444.-- abzüglich Fr.
20‘000.--; vgl. act. G 11/5/4 [B 2015/175]) liegt kein Überweisungsbeleg bei den Akten.
Die Beschwerdeführer halten diesbezüglich fest, dass die Mutter der
Beschwerdeführerin die Quittung vom Oktober 2009 selber in Korea bei
Entgegennahme des Restbetrages für 2009 unterschrieben habe (act. G 1 S. 17). Den
Erhalt der Zinszahlungen bescheinigte die Mutter der Beschwerdeführerin
unterschriftlich (act. G 7; G 8 [B 2015/168]).
5.4.5. Nachdem die Beschwerdeführerin in der Steuererklärung 2008 dem
Schuldenverzeichnis noch einen Beleg betreffend Schuldzinszahlung bezogen auf das
Jahr davor (2007) beigelegt hatte, reichte sie im Verlauf des Verfahrens weitere Belege
ein. Die vorinstanzliche Feststellung betreffend Unüblichkeit der für 2008 und 2009
geltend gemachten Zinszahlungen durch Übergabe von Bargeld zur Überweisung
erscheint insofern nachvollziehbar, als es - im Jahr 2008 - für die Mutter der
Beschwerdeführerin grundsätzlich möglich gewesen wäre, in der Schweiz oder in
einem anderen westlichen Land ein Bankkonto zu eröffnen, um so eine
Banküberweisung durch die Beschwerdeführerin zu ermöglichen. Angesichts der
Tatsache, dass die Zinszahlungen nicht durch Banküberweisung, sondern durch
Überweisung von Bargeld bzw. direkte Geldübergabe erfolgten, sowie des erwähnten
Umstands, dass bei Zahlungen ins Ausland erhöhte Beweisanforderungen gelten
(vorstehende E. 5.4.1), sind nicht beglaubigte Unterschriften und Übersetzungen für
sich allein nicht ausreichend, die Zinszahlungen zu beweisen. Insgesamt erscheinen
damit die Zinszahlungen durch die Beschwerdeführerin für die Jahre 2008 und 2009
nicht zureichend nachgewiesen. Der vorinstanzliche Entscheid lässt sich in diesem
Punkt dementsprechend nicht beanstanden. Ein Beizug von weiteren Akten des
Steueramtes Zürich betreffend die Beschwerdeführerin vermöchte nach Überzeugung
des Gerichts nicht zu einem anderen Ergebnis zu führen, weshalb der entsprechende
Antrag (act. G 1 [B 2015/168] S. 2) abzulehnen ist, zumal die Beschwerdeführer diese
bei ihnen zweifellos auch vorhandenen eigenen Steuerakten im Rahmen ihrer
Mitwirkungspflicht ohne Weiteres auch selber hätten einreichen können und müssen.
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6.
6.1. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen sind die Beschwerden sowohl hinsichtlich
der Kantons- und Gemeindesteuern 2006 bis 2009 als auch der direkten Bundessteuer
2006 bis 2009 unter Aufhebung des Rekursentscheids vom 30. Juni 2015 teilweise
gutzuheissen und die Sache zur Abklärung der Waldunterhaltskosten 2008 (E. 4.3.3 am
Schluss) und Neuverfügung unter Berücksichtigung des GVA-Prämienanteils 2006
(vorstehende E. 4.3.1) an den Beschwerdegegner zurückzuweisen.
6.2. Bei diesem Verfahrensausgang rechtfertigt es sich, die amtlichen Kosten den
Beschwerdeführern zu vier Fünfteln und dem Beschwerdegegner zu einem Fünftel
aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP, Art. 144 Abs. 1 und 145 Abs. 2 DBG). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 3'000.-- ist angemessen (vgl. Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Fr. 2‘400.-- werden bei den
Beschwerdeführern erhoben, unter Anrechnung der von ihnen geleisteten
Kostenvorschüsse von insgesamt Fr. 3'000.-- und Rückerstattung des verbleibenden
Betrages von Fr. 600.-- an sie. Dem Beschwerdegegner werden amtliche Kosten von
Fr. 600.-- auferlegt; auf die Erhebung wird nicht verzichtet (Art. 95 Abs. 3 VRP).
Die Kosten des Rekursverfahrens (Fr. 1‘000.--) werden den Beschwerdeführern und
dem Beschwerdegegner im gleichen Verhältnis, d.h. mit Beträgen von Fr. 800.-- und
Fr. 200.--, auferlegt. Der von den Beschwerdeführern im Rekursverfahren geleistete
Kostenvorschuss von Fr. 1‘000.-- wird angerechnet; der verbleibende Betrag von Fr.
200.-- wird ihnen zurückerstattet.
6.3. Bei diesem Verfahrensausgang (kein überwiegendes Obsiegen) besteht kein
Anspruch der Beschwerdeführer auf die Entschädigung ausseramtlicher Kosten im
Rekurs- und im Beschwerdeverfahren (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Der Beschwerdegegner und die Beschwerdebeteiligte haben keinen Anspruch auf
ausseramtliche Entschädigung (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 829); sie haben auch keinen
solchen Antrag gestellt.