# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 99147f0f-1349-44de-897a-964ba22094f9
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. A. wurde am _ in M. geboren und wuchs zusammen mit zwei Schwestern bei seinen Eltern auf. Er besuchte die Grundschule und absolvierte eine Lehre als Lastwagenmechaniker. Anschliessend arbeitete er auf seinem erlernten Beruf und als Chauffeur. Zur Zeit ist er bei der Firma B. in N. als Lastwagenchauffeur angestellt. Er verdient monatlich rund Fr. 4'000.-- netto. Eigenen Angaben zufolge hat er keine Schulden und ein Vermögen von ungefähr Fr. 30'000.--. A. ist ledig und hat keine Kinder.
Im ADMAS-Register ist A. gemäss Auszug vom 29. Juli 2008 nicht verzeichnet.
B. Am 17. Juni 2008, etwa um 11.05 Uhr, fuhr A. mit dem Lastwagen Mercedes Actros, Kontrollschild _, welcher seinem Arbeitgeber gehörte, auf der P.-Strasse von Q. in Richtung R., um nach N. zu gelangen. Es regnete und die Strasse war nass. In einer Linkskurve, Höhe S., spürte er, wie der Lastwagen hinten plötzlich wegrutschte. A. versuchte zu bremsen und gegenzulenken, jedoch ohne Erfolg. Der Lastwagen begann sich zu drehen, und die Front geriet immer weiter auf die Gegenfahrbahn. In der Drehung rutschte der Lastwagen über die Gegenfahrbahn. Mit der Front durchstiess er schliesslich die talseitige Leitplanke. Erst, als die Führerkabine über die talseitige Stützmauer hinaus ragte und der Lastwagen quer zur Fahrbahn stand, kam er zum Stillstand. Verletzt wurde niemand, es entstand jedoch erheblicher Sachschaden.
C. Mit Strafmandat vom 9. Oktober 2008 verurteilte der Kreispräsident Alvaschein A. wegen Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG und bestrafte ihn mit einer Busse von Fr. 200.--, ersatzweise mit zwei Tagen Freiheitsstrafe. Gegen dieses Strafmandat liess A. am 16. Oktober 2008 Einsprache erheben. In der Folge ergänzte der Bezirksgerichtspräsident Albula das Verfahren, indem er A. und vier Zeugen einvernahm sowie ein „prima facie“-Gutachten einholte. Mit Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Albula vom 1. März 2010 wurde A. wegen Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG in Anklagezustand versetzt.
D. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss Albula am 16. Juni 2010 waren A. und sein Rechtsvertreter anwesend. Gemäss Anklageverfügung vom 1. März 2010 beantragte das Bezirksgerichtspräsidium Albula eine Busse von Fr. 300.--, ersatzweise drei Tage Freiheitsstrafe. Der Verteidiger beantragte in seinem Plädoyer, A. vom Vorwurf der Verletzung von Art.
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31 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG unter Kosten- und Entschädigungsfolge freizusprechen.
E. Mit Urteil vom 16. Juni 2010, mitgeteilt am 20. September 2010, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Albula wie folgt:
„1. A. ist schuldig der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 31 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.
2. Dafür wird A. mit einer Busse von CHF 300.00, ersatzweise bei schuldhafter Nichtbezahlung mit 3 Tagen Freiheitsstrafe, bestraft.
3. Der Antrag auf Einholung eines Gutachtens wird abgelehnt.
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
– Kosten des Kreisamtes R. Fr. 582.00 – Untersuchungskosten des Bezirksgerichts- präsidiums Albula Fr. 2'560.00 – Gerichtsgebühren Fr. 2'500.00 insgesamt Fr. 5'642.00
gehen zulasten von A. und sind innert 30 Tagen mittels beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.

## Considerations