# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4f898973-13ab-449c-8a5e-8aebdff60060
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Y._
ist Gesellschafter und Geschäftsführer der
X._
GmbH, deren Zweck gemäss Eintrag im Handelsregister die Beratung so
wie die Erbringung von Dienstleistungen zur Reg
istrierung von Marken ist.
Y._
ist mit
Z._
verheiratet. Am
18.
Mai 2017 mel
dete sich
Z._
mittels ausgefüllte
n
Fragebogen
s
für
Selbständi
gerwerbende
und Personengesellschaften
sowie unter Beilage verschiedener – na
mentlich an die
X._
GmbH gestellter - Rechnungen
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, zum Anschluss und Registrierung als
Selbständigerwerbende
an (Urk.
6/1
), welches Gesuch die Ausgleichskasse nach getätigten Abklärungen mit Verfügung vom
18. August 2017 abwies (Urk. 7/3
)
. Dagegen erhob die als Arbeitgeberin angesprochene
X._
GmbH
durch
Y._
am 2
5.
August 2017 Einsprache (Urk.
7/2), welche die Ausgleichskasse mit
Einspracheentscheid
vom
3.
Februar 2018 abwies (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die
X._
GmbH durch
Y._
hier
orts mit Eingabe vom 26.
Februar 2018 Beschwerde
(Urk. 1) im Wesentlichen
mit dem Antrag, es sei
Z._
der Status einer
selbständige
r
werbenden
Person zu gewähren, um die Zusammenarbeit mit der Firma
X._
GmbH zu ermöglichen, ohne dass
Z._
daraus Nachteile bei der Sozialversicherung entstehen (Urk. 1 S. 1). Mit Vernehmlassung vom 26. März 2018 stellte die Ausgleichskasse Antrag auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 5). Mit Verfügung vom 6.
April 2018 wurde
Z._
zum vor
lie
genden Prozess beigeladen (Urk.
8).
Ihre
Stellungnahme datiert vom 11.
April 2018 (Urk.
10) und wurde
den übrigen Prozessbeteiligten
mit Verfügung vom 16.
April 2018 zugestellt (Urk. 11).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die
Ausgleichskasse
hat die
gesetzlichen Bestimmungen über die unselbständige (
Art.
5 des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
[AHVG]) und die selbständige Erwerbstätigkeit (
Art.
9 AHVG) sowie die von der Rechtsprechung aufgestellten Unterscheidungskriterien zur Beurteilung einer konkreten Tätigkeit im angefochtenen
Einspracheentscheid
richtig wiedergege
ben. Darauf wird verwiesen.
2.
2.1
Die Ausgleichskasse begründete den angefochtenen
Einspracheentscheid
zur Hauptsache damit, dass die
X._
GmbH der einzige Auftrag
geber von Z._
sei.
Diese
trete beim Ausführen der Tätigkeiten nicht in eigenem Namen auf, was auf der Firmenhomepage von
X._
ersichtlich sei. Dort sei sie auf der Startseite namentlich aufgeführt. An
dererseits habe sie
E
-
mail
Korrespondenzen unter dem Abrechnungskonto und im Namen der Firma
X._
geschickt. Daraus geht hervor, dass sie zur Firma in einem Unterordnungs- bzw
.
Abhängigkeitsverhältnis stehe. Als
dann trage sie kein unternehmerisches Risiko. Dass
Z._
als Ehe
frau des Firmeninhabers eine ar
beitgeberähnliche Stellung inne
ha
b
e und damit beim Verlust der Stelle keine Arbeitslosenentschädig
ung geltend machen könne
,
habe keinen Einfluss auf die Beurteilung des Beitragsstatuts (Urk.
2).
2.2
Dagegen macht
Y._
für die
X._
GmbH
zusam
menfassend geltend, dass
Z._
als mitarbeitende Ehegattin des Arbeitgebers bei der Arbeitslosenversicherung
von der Anspruchsberechtigung
ausgeschlossen
sei. E
ine Anstellung
als Arbeitneh
m
e
rin
führte
daher
zu einer Be
nachteil
ig
ung. Es sei nicht ersichtlich, weshalb sie benachteili
gt werden soll
e
,
wenn sie sich
mittel
s Aufnahme einer selbständigen Erwerbst
ätigkeit
um di
e L
ö
sung ihrer bisherigen Arbeitslosigkeit bemühe.
Auch stelle eine Anstellung von
Z._
bei der
X._
GmbH
für die Eheleute
(Fa
milie) ein grösseres wirtschaftliches Risiko dar
,
da bei wirtschaftl
i
chen Schwie
rigkeiten zwe
i Einkommen gefährdet wären. Die
Situation wäre durch
Zuerken
nung des Status
als
Selbständige
rwerbende
lösbar, was auch in
Anwendung
der
von der
Ausgleichskasse
angeführten Beurteilungskriterien
möglich
sei
(
Urk.
1).
2.3
In ihrer Stellungnahme vom 11. April 2018 erklärte die Beigeladene, dass sie den Ausführungen ihres Ehegatten
bzw. der
X._
GmbH
nichts bei
zufügen habe (Urk. 10).
3.
Die Beigeladene
umschrieb
am 18.
Mai 2017
in
dem von ihr ausgefüllten
Anmel
deformular
ihre
selbständige
Tätigkeit als
«
Administration und Office Services für Firmen
»
(Erwerbszweig Ad
minis
tration)
.
D
er A
n
me
l
dung
lagen
verschied
e
ne
R
echnungen
für getätigte Arbeitsaufwände
bei
, wobei
-
bis auf eine Ausnahme
-
die
X._
GmbH als
Adressatin bzw.
Auftraggeberin aufgeführt war
. Gemäss An
g
aben
im Formular b
estehen keine Verträge mit den
Auftragge
bern
.
Es
wurden
im Ü
brigen keine weiteren
Unterlagen
eingereicht
(
Urk.
6/1 ff)
.
4.
4.1
Mit der Tätigkeit Administration und Office Services für Firmen
(Erwerbszweig Administration) steht
eine Tätigkeit im
Dienstleistungsbereich
in
Frage
, welche
ihrer Natur nach nicht notwendigerweise bedeutende Investitionen (etwa die Infrastruktur oder personelle Mittel)
erfordert.
Soweit
die Ausgleic
h
s
kasse
die Qualifikation als unselbständig
e Erwerbstätigkeit
unter anderem damit begrün
det,
dass die Beigeladene kein Unternehmerrisiko trage,
erscheint dies
vorliegend
nicht
ausschlaggebend,
kommt doch in solchen Fällen vielmehr
der
arbeitsorga
nisat
or
ische
n
und
wirtschaftliche
n
Abhängigkeit von Auftrag- oder Arbeitgeber entscheidende Bedeutung
zu
(vgl.
etwa Urteil 9C_708/2015 vom 11.
Juli 2016, E.
5.1.1
, mit Hinweisen).
4.2
Die Beigeladene
wird
auf der Homepage der
X._ GmbH
mit Namen, Mailadresse und Telefon aufgeführt (als Zuständige für «Beratung und Finanzen», Stand Dezember 2018)
womit sie
als Mitarbeiterin der
X._
GmbH in Erscheinung
tritt
. Mit Blick darauf ist mit der Ausgleichskasse
auf
eine rechtserhebliche
Einbindung
in den
Betrieb
der
X._
GmbH
und somit arbeitsorganisatorische Ab
hängigkeit
zu schliessen, was
damit überein
stimmt
, dass sie
b
ezüglich der von ihr für die
X._
GmbH
ausgeübten Tätigkeiten gegenübe
r Dritten nicht in eigenem Namen
auftritt
(
sondern
«
im Rahmen ihres Auftrages
vertre
tend»
; vgl.
Urk.
3/2 S. 2)
.
Zum anderen hat die Beschwerdegeg
nerin
aber
auch
zu Recht
festgestellt
, dass
die Beigeladene
-
da sie
praktisch
ausschliesslich für die
X._
GmbH tätig ist
-
in einem erheblichen wirtschaftlichen Abhängigkeitsverhältnis
zu dieser
steht.
So wird
in der
Beschwerde
nicht nur
ausgeführt
,
dass die
X._
GmbH – um der Beigeladenen den Start in die Selbständigkeit zu ermöglichen –
ihr ein vorübergehendes Auftragsvolumen geben k
onnte
, son
dern auch
, dass die Beigeladene
ohne den
«
Auftrag
»
der
X._
GmbH
(sowie die Bestätigung der SVA)
ihre selbständige Erwerbstätigkeit aufge
ben und erneut Unterstützungsleistungen bei
der ALV beziehen
müsste
(
Urk.
1
S. 2).
Aus
diesen
Ausführungen
erhellt aber
ohne Weiteres
,
dass
nicht nur
der
Schritt in die
«
Selbständigkeit
»
-
unter anderem (vgl. E.
4.3
hienach
)
-
daher erwogen
wurde und möglich war
, weil
die Beigeladene
seitens der
X._
GmbH
mit Aufträgen rechnen konnte
,
sondern auch, dass
mit dem
Dahinfallen dieser Arbeitsquelle
eine ähnliche Si
t
u
at
io
n
eintreten würde
wie beim St
ell
e
nver
lust e
ines Arbe
i
tnehmers
(
B
GE
119 V 163 E. 3b)
,
was
beides
für unselbständige Tätigk
e
it spricht
.
Daran
ändert nichts, dass die Beigeladene
gemäss Ausführungen in der Einsprache die Möglichkeit hätte
,
auch
Mandate von
anderen
Au
ftragge
bern an
zunehme
n (Urk.
3/2), ist doch
nicht die
rechtliche Möglichkeit
,
sondern die tatsächliche Auftragslage ent
scheidend (BGE 122 V 169
E. 3c
).
Diesbezüglich sind den Akten indes keine B
emühungen der Beigeladenen um
ins Gewicht fal
lende
weitere Aufträge
zu entnehmen
.
G
egenteils war die Beigeladene
– so die unbestrittenen Ausführungen i
m
angefochtenen Entscheid -
gemäss ihren Anga
ben gegenüber der Beschwerdegegnerin
vom
29.
Mai 2017
mit den
«
Au
f
trägen
»
der
X._
GmbH g
ut ausgelastet
und
such
t
e
sie
nicht aktiv nach weiteren Aufträgen
(Urk.
2 S.
3)
und wird beschwerdeweise auch für die Zwi
schenzeit nichts
anderes
geltend gemacht.
4.3
Auch
wenn d
ie Beigeladene
in der sachlichen und zeitlichen Arbeitsorganisation
allenfalls
über
gewisse Freiheiten
verfügt
e
(
vgl.
Urk.
3/2 S. 3
)
,
was
insoweit
für selbständige Erwerbstätigkeit
sprechen
könnte
,
ist
vor dem Hintergrund der
aus
gewiesene
n
Einbindung
in die Ar
beitsorganisat
i
on
sowie
der
ausgeprägte
n
wirt
schaftl
iche
n
Abhä
n
g
igkeit
in Bezug auf die
für die
X._
GmbH
ausgeübte Tätigkeit
von
der Qualifikati
o
n
der Beigeladenen
als
Unselbständiger
werbende
au
s
zugehen
. Dies um
so mehr
,
als
weder
in der Beschwerde
noch in
der Stellungnahme der Beigeladenen
vom
11. April 2018
S
ubstanzielles
gegen die bereits im
Einspracheentscheid
so
angeführten Gründe
vorgebracht
und somit nichts
eingewendet
wird
, was diese Beurteilung als unrichtig erscheinen liesse
.
Soweit
aus den Ausführungen in der Beschwerde – wie
schon
aus
den
jenigen
in
der Einsprache
vom 25.
August 2017
(Urk.
3/2)
–
vielmehr
mit
aller Deutlichkeit hervor
geht
,
dass
der
beantragten Qualifikation
als
S
elbständigerwerbende
in ers
ter Linie
sozialversicherungsrechtliche (
arbeitslosenversicherungsrechtliche
)
Überlegungen
zugrunde
liegen
, ist festzuhalten, dass diese Anliegen im vorlie
genden Zusammenhang
ausser Acht zu
bleiben
haben
.
Wie die Ausgleichskasse im angefochtenen Entscheid zu Recht
ausgeführt hat
, haben die Regelungen in der Arbeitslosenv
ersicherung
keinen Einfluss auf die Beurteilung des
AHV-rechtliche
n Beitragsstatuts
, weshalb darauf im vorliegenden Zusammenhang auch nicht näher einzugehen ist.