# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9236e52c-efd7-4a12-b709-addd46284428
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1972, meldete sich am 24. Juli 2012 unter Hinweis auf ein Burnoutsyndrom sowie eine Depression bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und gewährte dem Versicherten berufliche Massnahmen in Form eines Arbeitsversuches (vgl. Urk. 6/100, Urk. 6/102). Am 20. April 2015 (Urk. 6/97) teilte die Beschwerdegeg
nerin mit, dass die beruflichen Massnahmen erfolgreich abgeschlossen worden seien und der Versicherte seit dem 1. April 2015 zu 80 % unbefristet bei der Y._ in Zürich arbeite.
1.2
Am 9. November 2016 meldete sich der Versicherte erneut bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/104). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte erneut die medizinische und erwerbliche Si
tuation ab und zog Akten der Unfallversicherung (Urk. 6/115) sowie der Taggeld
versicherung (Urk. 6/119) bei, wobei Letztere bei med. pract. Z._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, ein am 14. Dezember 2016 erstat
tetes psychiatrisches Gutachten eingeholt hatte (Urk. 6/119/13-38).
Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Urk. 6/122-133) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. Juni 2017 einen Rentenanspruch (Urk. 6/134 = Urk. 2).
2.
Der
Versicherte erhob am 8. Juli 2017
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Verfügung vom 8. Juni 2017 (Urk. 2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es seien
ihm
die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Die Sache sei an die Vorinstanz zu
rückzuweisen, um weitere Abklärungen zu tätigen (S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 12. September 2017 (Urk. 5) die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 23. Okto
ber 2017 zur Kenntnis gebracht (Urk. 7).

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen,
ob ein psychischer Gesundheitsschaden mit Krankheitswert besteht, welcher
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (
vgl.
BGE
139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1
; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E. 5.4).
Die Annahme
eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt
eine psychiatrische,
lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vo
raus (
vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2,
141 V 281 E. 2.1
, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6
). Eine fachärztlich
einwandfrei
festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Ein
zelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die
nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende
Frage, ob es der versicherten Person zu
mutbar ist, eine Arb
eitsleistung zu erbringen (BGE 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7,
139 V 547 E. 5.2
, 127 V 294 E. 4c, je mit Hinweisen; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika
toren,
die es
–
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits
–
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesge
richts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1).
Die Anerkennung eines ren
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. zur Publikation in der Amtlichen Sammlung bestimmtes Urteil des Bundesgerichts 8C_409/2017 vom 2
1.
März 2018 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Ja
nuar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Aus Gründen der Verhältnismässigkeit kann dort von einem strukturierten Be
weisverfahren nach BGE 141 V 281 abgesehen werden, wo es nicht nötig oder auch gar nicht geeignet ist. Ein Beweisverfahren bleibt daher entbehrlich, wenn im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte (vgl. BGE 125 V 351) eine Ar
beitsunfähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfäl
ligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 409
E. 4.5.3; vgl. BGE 143 V 418 E. 7.1). Insbesondere in Fällen, in welchen nach der Aktenlage überwiegend wahrscheinlich von einer bloss leichtgradigen depressi
ven Störung auszugehen ist, die nicht schon als chronifizert gelten kann und auch nicht mit Komorbiditäten einhergeht, bedarf es in aller Regel keines struk
turierten Beweisverfahrens (BGE 143 V 409 E. 4.5.3; vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_580/2017 vom 1
6.
Januar 2018 E. 3.1).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen ei
nander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, wa
rum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen be
ruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) davon aus, dass keine psychiatrischen Diagnosen festgestellt worden seien, welche Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit hätten. Unter Berücksichtigung aller medizinischen Akten sei dem Beschwerdeführer die bisherige Tätigkeit als Arbeitsagoge wie auch eine optimal angepasste Tätigkeit weiterhin zu 100 % zumutbar (S. 1).
2.2
Demgegenüber machte der Beschwerdeführer beschwerdeweise geltend (Urk. 1), sein behandelnder Psychologe habe das psychiatrische Gutachten insofern kriti
siert, als die diagnostische und anamnestische Symptombeschreibung ungenü
gend und sogar über weite Strecken falsch sei. Der Psychologe komme in seiner Stellungnahme zum Schluss, dass das Gutachten vor dem Hintergrund der eige
nen therapeutischen Erfahrung in Bezug auf Diagnose und Leistungsfähigkeit nicht haltbar sei. Die Annahme der Beschwerdegegnerin, dass keine psychiatri
sche Diagnose vorliege, stimme nicht. Sowohl die Rehaklinik O._ wie auch die behandelnden Ärzte würden eine Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit stellen (S. 5).
2.3
Streitig und zu prüfen ist der Anspruch des Beschwerdeführers auf Leis
tungen der Invalidenversicherung.
3.
3.1
Dr. med. A._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, berichtete am 14. September 2012 (Urk. 6/12) und nannte als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittel
gradige Episode (ICD-10 F33.1). Er führte aus, dass er den Beschwerdeführer seit Mai 2011 behandle (S. 1 Ziff. 1.2). Die Prognose sei langfristig gut nach der Über
windung der Orientierungslosigkeit mit Möglichkeit der beruflichen Neuorientie
rung und nach Abklingen der Depression (S. 2 Ziff. 1.4). Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit seit dem 1. Juli 2012 bis auf weiteres (S. 3 Ziff. 1.6). Eine ein
gehende Berufsberatung sei dringend indiziert. Die Motivation des Beschwerde
führers zur Ausübung einer für ihn geeigneten Tätigkeit sei hoch (S. 3 Ziff. 1.8).
3.2
Dr. A._ berichtete erneut am 25. April 2013 (Urk. 6/39) und führte aus, der Beschwerdeführer sei ihm im Mai 2011 vom Hausarzt wegen eines Burnouts über
wiesen worden. Im Januar 2012 sei aufgrund von Restrukturierungen die Entlas
sung von etwa 10 Prozent der Mitarbeiter erfolgt, wobei der Beschwerdeführer auch betroffen gewesen sei. Die zu Beginn depressive Stimmungslage habe sich bereits nach kurzer Zeit wieder aufgehellt. Das Hauptproblem sei zu Beginn der Behandlung und seither weiterhin die Schafstörung gewesen (S. 1). Aus ärztlicher Sicht seien die Integrationsmassnahmen in idealer Form geeignet, um dem Be
schwerdeführer die Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen, aller
dings in einer anderen Tätigkeit als der bisherigen. Eine Rückkehr in die zuletzt ausgeübte Berufstätigkeit sei nach ärztlicher Erfahrung mit dem erheblichen Ri
siko eines erneuten Burnouts mit entsprechender Arbeitsunfähigkeit verbunden. Der Beschwerdeführer klage immer wieder über kognitive Beeinträchtigungen. Solche seien zurzeit noch teilweise durch die medikamentöse Behandlung seiner Schlafstörungen zu erklären. Zusammenfassend sei die Fortsetzung des Aufbau
trainings für den Beschwerdeführer aus ärztlicher Sicht indiziert (S. 2).
3.3
Pract. med. B._, Facharzt für Arbeitsmedizin, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am 19. November 2012 Stellung (Urk. 6/98) und führte aus, eine mindestens 50%ige Arbeitsunfähigkeit sei analog Dr. A._ mit überwiegender Wahrscheinlichkeit seit Januar 2012 ausgewie
sen. Das Belastungsprofil sei nicht eindeutig festzulegen. Laut behandelndem Psychiater sei eine geeignete Tätigkeit möglich. Aufgrund der Anamnese sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass in einem ruhigen Ar
beitsumfeld ohne vermehrte Stressbelastung eine Tätigkeit möglich sei.
Am 8. Mai 2013 nahm RAD-Arzt B._ erneut Stellung (Urk. 6/99) und führte aus, die bisherige Tätigkeit als Controller am letzten Arbeitsplatz sei dem Be
schwerdeführer mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht mehr möglich. Eine wesentliche funktionelle Einschränkung der Leistungsfähigkeit in einer leidens
angepassten Tätigkeit im bisherigen beruflichen Umfeld erscheine aus versiche
rungsmedizinischer Sicht nicht ausgewiesen. Berufliche Massnahmen zur Rein
tegration auf dem Arbeitsmarkt im bisherigen Tätigkeitsbereich unter Berücksich
tigung der Ressourcen würden aus versicherungsmedizinischer Sicht sinnvoll er
scheinen.
3.4
Dr. med. C._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, berichtete am 8. Januar 2016 (Urk. 6/115/11-12) über die Erstbehandlung des Beschwerdefüh
rers vom 4. Dezember 2015 nach dessen Sturz auf einer Treppe am 3. Dezember 2015 und nannte folgende Diagnosen (S. 1 Ziff. 5):
-
Distorsionstrauma Knie links
-
Cervicovertebralsyndrom (CVS)
-
Lumbovertebralsyndrom (LVS)
Er führte aus, der Beschwerdeführer sei vom 3. bis zum 27. Dezember 2015 zu 100 % und vom 28. Dezember 2015 bis heute zu 50 % arbeitsunfähig gewesen (S. 2 Ziff. 8). Der Behandlungsabschluss erfolge voraussichtlich in drei Wochen (Ende Januar 2016).
3.5
Lic. phil. D._ berichtete am 28. Mai 2016 (Urk. 6/119/66-67) und nannte folgende Diagnosen (S. 1 f. Ziff. 2):
-
Erschöpfungssyndrome (ICD-10 Z73.0)
-
rezidivierende depressive Episoden (ICD-10 F32.11), aktuell verbunden mit
-
permanenten Rückenschmerzen
-
Schlafproblemen
-
Niedergeschlagenheit
3.6
Die Ärzte des E._ berichteten am 5. Oktober 2016 (Urk. 6/119/52-56) über den stationären Aufenthalt des Beschwerdeführers vom 20. August bis 17. September 2016 und nannten folgende Diagnosen (S. 1):
-
Erschöpfungssyndrom (ICD-10 Z73.0)
-
Status nach rezidivierenden depressiven Episoden (ICD-10 F32.11)
-
cervikolumbales Schmerzsyndrom
-
chronische Schmerzen Knie links
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0)
-
Asthma bronchiale
Sie führten aus, die Rehaziele seien die Verbesserung der Lebensqualität durch Wiedergewinnung der seelischen und körperlichen Energie, durch angepasstes Verhalten im körperlichen und sozialen Engagement, das Erkennen der eigenen Grenzen und Ressourcen sowie die Wiedergewinnung der Lebensfreude und dadurch Wiederzurückfinden ins Alltagsleben im beruflichen und sozialen Be
reich (S. 2). Während des stationären Aufenthaltes sei es dem Beschwerdeführer gelungen, sich psychophysisch zu rekonditionieren. Der Beschwerdeführer be
richte vor dem Austritt, dass es ihm körperlich sehr viel bessergehe, psychisch könne er weniger Verbesserung verzeichnen. Es werde eine weitere Behandlung in der Tagesklinik empfohlen (S. 3).
3.7
Med. pract. F._, Fachärztin für Physikalische Medizin und Rehabi
litation, berichtete am 30. November 2016 (Urk. 6/119/39-47) und nannte fol
gende Diagnose (S. 6 Ziff. 11):
-
chronisch rezidivierendes panvertebrales Schmerzsyndrom mit/bei
-
MRI der Halswirbelsäule (HWS) Dezember 2015: rechts mediolaterale Diskushernie C5/6 ohne Nervenwurzelkompression
-
MRI der Lendenwirbelsäule (LWS) November 2013: lumbosakrale Über
gangsanomalie mit Lumbalisation SWK 1, Nearthros links, medial bis mediolaterale linksseitige Diskushernie LWK 4/5 ohne Nervenwurzel
kompression
-
aktuell: maladaptives Schmerzverhalten mit Symptomausweitung
-
Differentialdiagnose (DD) somatoforme Schmerzkomponente
im Rahmen der psychiatrischen Komorbidität
-
DD peripher nozizeptive Schmerzkomponente lumbal
wahrscheinlich
Sie führte aus, dass aufgrund der Anamnese und der klinischen Befunde die Kom
ponente eines maladaptiven Schmerzverhaltens mit Schmerzzentrierung und pro
gredienter Schmerzausweitung im Vordergrund stehe. Das beschriebene Be
schwerdeausmass, das zögerliche Ansprechen auf die lege artis durchgeführten konservativen Therapien und die langen Phasen der attestierten Arbeitsunfähig
keiten aufgrund von Schmerzen würden sich durch die erhobenen strukturellen Befunde alleine nicht erklären lassen (S. 7 f. Ziff. 12). Aus somatischer Sicht be
stehe eine leichte Einschränkung der Belastbarkeit der LWS. Körperlich schwere Arbeiten sowie Arbeiten in wirbelsäulenbelastender Dauerposition seien ungüns
tig und nicht mehr zumutbar (S. 8 Ziff. 12). Für körperlich maximal mittelschwere Tätigkeiten mit Wechselbelastung ohne wirbelsäulenbelastende Dauerpositionen bestehe ab sofort eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 8 Ziff. 13).
3.8
Med. pract. Z._, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, er
stattete ihr psychiatrisches Gutachten am 14. Dezember 2016 (Urk. 6/119/13-38) gestützt auf die Akten sowie die Untersuchungen des Beschwerdeführers. Sie nannte keine Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 23 Ziff. 6.1) und folgende Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 23 Ziff. 6.2):
-
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (ICD-10 F33.4)
-
histrionische (infantile) Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.4)
-
DD akzentuierte Persönlichkeitszüge mit histrionischen (infantilen) Anteilen (ICD-10 Z73.1)
-
Verdacht auf somatoforme Störungen (ICD-10 F45)
-
psychische und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Verdacht auf Abhän
gigkeitssyndrom (ICD-10 F10.2), DD schädlicher Gebrauch
-
psychische und Verhaltensstörungen durch Cannabinoide, Status nach (zumindest) schädlichem Gebrauch (ICD-10 F12.1)
-
psychische und Verhaltensstörungen durch Halluzinogene (Ecstasy), Sta
tus nach schädlichem Gebrauch (ICD-10 F16.1)
Sie führte aus, dass der Beschwerdeführer an beiden Untersuchungstagen mit ei
nem ausgesprochen grossen Mitteilungsbedürfnis imponiert habe, wobei er vor allem seine subjektiven Beschwerden, insbesondere seine körperlichen Beschwer
den im gesamten Lebensverlauf mit grossem Engagement umfangreich und de
tailliert präsentiert habe. Bei seinen umfangreichen Erzählungen habe der Be
schwerdeführer mit einer guten Auffassungsgabe, guten Gedächtnisleistungen und einer guten Ausdauer imponiert. Sodann habe er eine gute Aufmerksamkeit und eine gute Konzentration im gesamten Verlauf der beiden Untersuchungen gezeigt (S. 15 unten). Beim Nachfragen hätten sich in Bezug auf die Beschwerde
schilderung Inkonsistenzen, teilweise Widersprüche feststellen lassen. Bei der an
gegebenen extremsten Müdigkeit und den angegebenen Schlafstörungen habe beim Beschwerdeführer an beiden Untersuchungstagen keine Müdigkeit und auch kein Antriebsmangel festgestellt werden können. Er sei stets lebendig, initiativ und geradezu unermüdlich in seinem grossen Mitteilungsbedürfnis gewesen
(S. 16 oben).
In der angestammten Tätigkeit als angelernter Arbeitsagoge beziehungsweise in den angestammten Tätigkeiten als Mechaniker und Prozessfachmann sei beim Beschwerdeführer eine Arbeitsfähigkeit von 100 % ausgewiesen (S. 23 Ziff. 7.1). Anhand der Aktenlage und der widersprüchlichen Angaben des Beschwerdefüh
rers könne eine Arbeitsunfähigkeit ab März bis August 2016 aus psychiatrischer Sicht nicht eindeutig bestätigt werden. Während der stationären Behandlung im Reha Zentrum O._ im Spätsommer 2016 habe beim Beschwerdeführer defini
tionsgemäss eine volle Arbeitsunfähigkeit bestanden. Mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit sei seit dem Austritt Mitte September 2016 und mit Sicherheit spä
testens seit der ersten gutachterlichen Untersuchung Ende November 2016 beim Beschwerdeführer keine Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen (S. 23 f. Ziff. 7.2). In an
gepassten Tätigkeiten sei aus psychiatrischer Sicht eine Arbeitsfähigkeit von 100 % ausgewiesen (S. 24 Ziff. 7.3).
3.9
Lic. phil. D._ nahm am 22. Februar 2017 Stellung (Urk. 6/127) zum psychi
atrischen Gutachten und führte aus, dass die Gutachterhaltung gerade nicht neut
ral gewesen sei. Die Gutachterin habe die anamnestischen Daten nicht oder falsch mit den diagnostischen Befunden verknüpft. Zudem seien ihre diagnostischen Befunde unvollständig, nur angedeutet oder schlicht falsch. Hinzu komme, dass die verwendete Aktenlage der Gutachterin äusserst dürftig geblieben sei (S. 1 f.). Die eigenen Beurteilungen des Beschwerdeführers seien sehr klar. So berichte er von zwei Burn-Outs in den Jahren 2007 sowie 2010. Im Behandlungsverlauf habe der Beschwerdeführer die Psychopharmaka wieder absetzen müssen, da sie auf
grund seiner Beschreibungen die Situation nur verschlimmert hätten (S. 2). Der Beschwerdeführer habe berichtet, dass er von der Begutachtung völlig kaputt mit dem Zug zurückgefahren sei und nicht mehr gewusst habe, ob er es schaffe, in Zürich auszusteigen. Die ganze weitere Woche sei er mit den Kräften am Ende gewesen. Zusammenfassend sei das Gutachten sowohl in den diagnostischen Be
urteilungen wie auch in der Aufarbeitung der anamnestischen und Symptombe
schreibungen des Beschwerdeführers ungenügend und sogar über weite Strecken falsch (S. 3).
3.10
Lic. phil. D._ berichtete am 24. April 2017 (Urk. 6/132/4-5) und nannte fol
gende Diagnosen (S. 1):
-
kombinierte Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0)
-
rezidivierende depressive Störung, aktuell mittelgradig, mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11)
-
Zustand nach zweifachem Erschöpfungssyndrom (2006/2011)
-
Schlafprobleme
Er führte aus, dass wöchentlich eine Psychotherapie unter periodischem Einbezug der Partnerin stattfinde (S. 2).
4.
4.1
Med. pract. Z._ ging im psychiatrischen Gutachten vom 14. Dezember 2016 (vorstehend E. 3.8) davon aus, dass der Beschwerdeführer trotz der Diagnosen einer rezidivierenden depressiven Störung, einer histrionischen Persönlichkeits
störung, psychischen und Verhaltensstörungen durch Alkohol, Cannabinoide und Halluzinogene sowie eines Verdacht auf somatoforme Störungen sowohl im Hin
blick auf eine der angestammten Tätigkeiten als angelernter Arbeitsagoge, Me
chaniker oder Prozessfachmann wie auch in angepassten Tätigkeiten in der Ar
beitsfähigkeit nicht eingeschränkt sei. Diagnosen mit Aus
wirkung auf die Ar
beitsfähigkeit nannte sie keine. Sie kam zum Schluss, dass eine Arbeitsunfähig
keit ab März bis August 2016 aus psychiatrischer Sicht nicht eindeutig bestätigt werden könne und mit Sicherheit spätestens seit der ersten gutachterlichen Un
tersuchung Ende November 2016 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit ausgewiesen sei.
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das psychiatrische Gutach
ten (vgl. vorstehend E. 3.8) auf allseitigen psychiatrischen Untersuchungen des Beschwerdeführers be
ruht, die von ihm geklagten Be
schwer
den in angemessener Weise berücksich
tigt, in Kenntnis der und in Aus
einandersetzung mit den Vorak
ten erstattet wurde und der konkreten medizi
nischen Situation Rechnung trägt. So zeigte die psychiatrische Gutachterin unter Bezugnahme auf die ICD-Kriterien (vgl. Kli
nisch-diagnostische Leitlinien der Internationalen Klassifikation psychi
scher
Störun
gen der Weltgesundheitsorganisation, ICD-10 Kapital V (F), Dil
ling/
Mom
bour/
Schmidt (Herausgeber), 9. Auflage, Bern 2014, S. 169 ff.) nach
voll
zieh
bar auf, weshalb die genannten Diagnosen vorlägen (S. 17 ff.). Weiter machte sie ausdrücklich auf Inkonsistenzen und Widersprüche bei der subjektiven Be
schwerdeschilderung des Beschwerdeführers aufmerksam und führte aus, dass sich diese anhand des aktuell erhobenen psychopathologischen Befundes nicht verifizieren liessen (S. 20). Die psychiatrische Gutachterin verneinte anhand der beschriebenen Untersuchungsbefunde das Vorliegen weiterer psychiatrischen Er
krankungen (S. 22). Sie nahm sodann ausführlich Stellung zu früheren ärztlichen Ein
schät
zungen und führte in nachvollziehbarer Weise aus, die nicht fachärztlich attestierte Arbeitsunfähigkeit seit Oktober 2015 sei aus psychiatrischer Sicht nicht haltbar und es sei anzunehmen, dass sich diese Einschätzung vor allem, wenn nicht ausschliesslich nach den subjektiven Beschwerden des Beschwerdeführers gerichtet habe und zudem psychosoziale Belastungsfaktoren mit einbezogen wor
den seien (S. 25).
Das psychiatrische Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zu
sammen
hänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen
zu Gesund
heits
zustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich und nachvollzieh
bar be
grün
det. So be
gründete die psychiatrische Gutachterin einlässlich und sorgfältig, dass nach Remission der depressiven Episode spätestens seit der aktuellen gutachter
lichen Untersuchung eine 100%ige Arbeitsfähigkeit vorliege. Überdies zeigte sie in nachvollziehba
rer Weise auf, dass die beim Beschwerdeführer diagnostizierte Persönlichkeitsstörung keine Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit habe oder gehabt habe, zumal es ihm trotz der definitionsgemäss seit der Jugend vorliegen
den persönlichkeitsstrukturellen Problematik möglich gewesen sei, bei vorhande
ner guter Motivation jahrelang der Berufstätigkeit nachzugehen (S. 22 unten).
Das psychiatrische Gutachten erfüllt damit die praxisgemässen Kriterien an den Beweis
wert eines medizinischen Berichts (vgl. vorstehend E. 1.5) vollumfäng
lich, so dass für die Entscheidfindung darauf abgestellt werden kann.
4.3
Demgegenüber kann – entgegen den Ausführungen des Beschwerdeführers – auf die Beurteilung und Einschätzung der Arbeitsfähigkeit durch den behan
deln
den Psychologen lic. phil. D._ (vorstehend E. 3.5, E. 3.9, E. 3.10) nicht abgestellt werden. So führte der Psychologe in seiner Beurteilung in erster Linie die vom Beschwerdeführer angegebenen Beschwerden beziehungsweise die Diagnose auf, gab jedoch keine nachvoll
ziehbar begrün
dete und durch diese Befunde unter
mauerte medizinisch-theo
re
tische Beurtei
lung der Arbeitsfähigkeit ab. Den Be
richten fehlt es zudem gänzlich an einem psychopathologischen Befund. Aus den Beurteilungen geht auch nicht klar her
vor, durch welche konkreten psychischen Symptome oder Einschränkungen und in welchem Ausmass die Arbeitsfähig
keit eingeschränkt wird. Wie die psychiatrische Gutachterin zu Recht feststellte, stützte sich der behandelnde Psychologe bei seiner Einschätzung im Wesentlichen auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und seine Beurteilungen ent
halten vor allem auch
psychosoziale Komponenten, welche jedoch für die Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit
nicht massgebend sind.
Sodann ist bei Berichten von behandelnden
Fachpersonen
der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass diese mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifel eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3a/cc S. 353 mit weiteren Hinwei
sen).
Zwar kann die einen län
geren Zeitraum ab
deckende und umfassende Betreuung durch behandelnde
Fachperso
nen
oft wertvolle Erkenntnisse hervorbringen. Jedoch lässt es die unterschied
liche Natur von Behandlungsauftrag d
er
thera
peutisch tätigen (Fach-)
Person
ei
ner
seits und Begutachtungsauftrag des bestell
ten fachmedizinischen Experten ande
rer
seits nicht zu, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behan
delnden Ärzte zu anderslau
tenden Einschätzungen gelangen. Vorbehalten blei
ben Fälle, in denen sich eine abweichende Beurteilung auf
drängt, da die be
han
delnden
Fachpersonen
wichtige - und nicht rein subjektiver ärztli
cher Inter
pretation entspringende - Aspekte benen
nen, welche im Rahmen der Begutach
tung uner
kannt oder ungewürdigt geblie
ben sind (Urteil des Bundes
gerichts 8C_278/2011 vom 26.
Juli 2011 E. 5.3; SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43, I 514/06 E. 2.2.1).
Dies ist vorliegend nicht der Fall.
4.4
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei
nicht umfassend abgeklärt worden, und es seien deshalb weitere Abklärungen zu
treffen, vermag dies nicht zu überzeugen. So ist festzuhal
ten, dass sowohl der psy
chi
sche als auch der physische Gesundheitszustand sowie die subjektive Be
ein
trächtigung der Arbeitsfähigkeit des Beschwer
deführers in den Beur
teilun
gen gebührend be
rücksichtigt wurden. Der Beschwerdeführer ver
mochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Aktenlage unzutreffend beziehungs
weise unvoll
ständig sein soll.
Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch genügende medizinische Ein
schät
zungen von verschiedenen Ärzten abgeklärt wurde, erweisen sich die vor
liegen
den medizinischen Akten als ausrei
chend.
Die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug auf die medizinischen Abklärun
gen sind nach dem Gesagten unbehelflich. Weitere substantiierte Einwände brachte er nicht vor.
Zusammenfassend wurden somit keine Erkenntnisse vorgebracht, welche die Be
ur
teilung der Arbeitsfähigkeit durch die psychiatrische Gutachterin umzustossen ver
möchten. Auf weitere Abklärungen kann deshalb verzichtet werden (antizi
pierte Beweiswürdigung; BGE 122 V 157).
4.5
Nach der Würdigung der medizinischen Akten ist nicht ersichtlich, dass beim Beschwerdeführer im Beurteilungszeitpunkt, also bei Verfügungserlass, ein Ge
sundheitsschaden ausgewiesen ist, der eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit so
wohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit begründen kann. Viel
mehr ist aufgrund der überzeugenden, nachvoll
ziehba
ren und aus
führ
lich be
gründeten Einschätzung der psychiatrischen Gutachterin davon auszugehen, dass beim Beschwer
deführer eine uneingeschränkte Arbeitsfähig
keit in der ange
stammten und jeder leichten bis mittelschweren körperlichen Tätigkeit gemäss beschriebenem Belastungsprofil (vgl. vorstehend E. 3.8) vorliegt.
Da med. pract. Z._ eine Arbeitsunfähigkeit aus psychiatrischen Gründen nach
vollziehbar und schlüssig verneinte, kann auf ein
strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 141 V
281 verzichtet werden (vgl. E. 1.4
).
Dementsprechend erweist sich die angefochtene Verfügung als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG). Vor
liegend sind die Kosten auf Fr. 700.-- festzusetzen und dem unterliegenden Be
schwer
deführer aufzuerlegen.