# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1b82c67f-9a98-4000-8199-ae8551c60716
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Ehescheidung
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 5. Abteilung, vom 16. Dezember 2016 (FE120656-L)
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Rechtsbegehren resp. Schlussanträge des Klägers: (Urk. 93 S. 2 ff., Urk. 190, Urk. 213 S. 2 f., Urk. 254 S. 1 ff.; Prot. I S. 115)
1. Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 112 ZGB zu scheiden und die Teilkonvention vom 13./27. März 2015 mit der Änderung vom 23. November 2016 zu genehmigen.
2. Die elterliche Sorge und die Obhut für die Kinder C._, geboren am tt.mm.2001, und D._, geboren am tt.mm.2003, seien der Beklagten zu übertragen.
3. Auf eine Festlegung des Kontaktrechts des Vaters zu seinen  sei einstweilen zu verzichten mit der weiterdauernden  der Kontaktwiederherstellung zwischen Vater und Kindern.
4. Die bestehende Erziehungsbeistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB für die Kinder sei mit den nachstehenden  weiterzuführen:
a. Organisation eines zeitnahen Treffens zwischen dem Kläger und den Kindern, anlässlich welchem die Kinder dem Kläger  direkt äussern können, dass und aus welchen Gründen sie ihn derzeit nicht sehen wollen;
b. Beratung und Unterstützung der Eltern in Erziehungsfragen;
c. Weiterführung und Überwachung der Psychotherapie der beiden Kinder mit dem Ziel, den Kontakt zwischen Vater und Kindern so rasch als möglich wieder herzustellen;
d. zeitnahe Implementierung eines Kontaktrechts zwischen dem Kläger und den beiden Kindern in enger Zusammenarbeit mit dem Psychotherapeuten der Kinder;
e. regelmässige, mindestens vierteljährliche Information des  über die aktuelle Lebenssituation und Befindlichkeit der Kinder sowie den Stand der Psychotherapie;
f. Information der Kinder auf Wunsch des Klägers über seine  und Befindlichkeit;
g. Weiterleitung von Post und Geschenken des Klägers an die .
5. Die Beklagte sei unter Strafandrohung im Unterlassungsfall , beide Kinder in die vom Beistand organisierte  zu bringen und das vom Beistand in enger Zusammenarbeit
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mit dem Psychotherapeuten zu implementierende Kontaktrecht zwischen den Kindern und ihrem Vater durchzuführen.
6. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten an die Kosten des Unterhalts und der Erziehung der Kinder C._ und D._ angemessene monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge in den folgenden Maximalbeträgen, zuzüglich allfälliger vertraglicher oder gesetzlicher Familienzulagen, zu bezahlen:
- Fr. 950.– pro Kind ab Vollstreckbarkeit des Scheidungsurteils bis und mit Januar 2018,
- Fr. 430.– pro Kind ab Februar 2018 bis zum ordentlichen  einer angemessenen Ausbildung der Kinder.
7. Der Kläger sei zu verpflichten, die Kinderunterhaltsbeiträge für C._ und D._ auch über deren Mündigkeit hinaus  an die Beklagte zuhanden der Kinder zu überweisen, solange sich diese in einer angemessenen Ausbildung befinden, bei ihr wohnhaft sind und nicht selbständig Ansprüche aus Art. 277 Abs. 2 ZGB gegen den Kläger stellen oder eine andere Zahlstelle .
8. Die Kinderunterhaltsbeiträge seien zu indexieren.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8% MWSt) zu Lasten der Beklagten.
Rechtsbegehren resp. Schlussanträge der Beklagten: (Urk. 111 S. 2 f., Urk. 190, Urk. 237 S. 2 f., Urk. 256 S. 2 f.; Prot. I S. 114 f.)
1. Es sei die Ehe der Parteien gestützt auf Art. 112 ZGB zu scheiden und die Teilkonvention vom 13./27. März 2015 mit der Änderung vom 23. November 2016 zu genehmigen.
2. Der Beklagten sei die alleinige elterliche Sorge für die Kinder C._, geboren am tt.mm.2001, und D._, geboren am tt.mm.2003, zuzuteilen.
3. Von der Festlegung eines Besuchsrechts des Klägers für die  sei abzusehen.
4. Auf eine Weiterführung der Beistandschaft sei zu verzichten.
5. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten für die Betreuung und Erziehung der Kinder C._ und D._ einen monatlichen  von Fr. 1'345.– pro Kind zuzüglich allfällige gesetzli-
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che oder vertragliche Kinderzulagen zu bezahlen, zahlbar ab Rechtskraft des Scheidungsurteils jeweils im Voraus auf den  eines Monats bis zur Mündigkeit bzw. bis zum Abschluss einer angemessenen Erstausbildung der Kinder.
6. Die Kinderunterhaltsbeiträge seien gerichtsüblich zu indexieren.
7. Die anderslautenden Anträge des Klägers seien vollumfänglich .
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers.
Rechtsbegehren resp. Schlussanträge des Kindesanwaltes: (Urk. 123 S. 1, Urk. 231 S. 1 f.; Prot. I S. 111 ff.)
1. Die elterliche Sorge und Obhut für die Kinder C._, geboren am tt.mm.2001, und D._, geboren am tt.mm.2003, sei der  zuzuteilen.
2. Auf die Festlegung eines Besuchsrechts des Klägers für die Kinder sei vollständig zu verzichten; eventualiter sei ein Besuchsrecht festzulegen, aber bis auf Weiteres weiterhin zu sistieren.
3. Es sei auf die Weiterführung der Beistandschaft zu verzichten.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8% MWSt) zulasten der Eltern.
Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 5. Abt., vom 16. Dezember 2016: (Urk. 272 = Urk. 278)
1. Die Ehe der Parteien wird gestützt auf Art. 112 ZGB geschieden.
2. Der Beklagten wird die alleinige elterliche Sorge und auch die alleinige Ob-
hut für die Kinder C._, geboren am tt.mm.2001, und D._, geboren
am tt.mm.2003, übertragen.
3. Es wird festgestellt, dass das Kontaktrecht des Klägers zu seinen beiden
Kindern C._ und D._ nach über vierjährigen Versuchen nicht um-
setzbar ist. Daher wird auf die Regelung eines Kontaktrechts zwischen Vater
und Kindern verzichtet und es bleibt den Kindern überlassen, den Kontakt zu
ihrem Vater in einem späteren Zeitpunkt wieder herzustellen.
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4. Die Teilvereinbarung der Parteien vom 13./27. März 2015 mit der Änderung
vom 23. November 2016 über die Scheidungsfolgen wird genehmigt. Sie
lautet wie folgt:
1. Die Gesuchsteller ersuchen das Gericht gemeinsam, ihre Ehe gestützt auf
Art. 112 ZGB zu scheiden und die nachfolgende Teilvereinbarung zu genehmi-
gen.
2. Die Gesuchsteller verzichten gegenseitig auf nachehelichen Unterhalt im Sinne
von Art. 125 ZGB.
3. In güterrechtlicher Hinsicht sind die Gesuchsteller bereits – mit Ausnahme des
auf den Namen beider Gesuchsteller lautenden Mietzinsdepots für die ehema-
lige eheliche Wohnung an der ... [Adresse] in der Höhe von CHF 2'000.–, wel-
ches unter den Gesuchstellern hälftig aufgeteilt ist – vollständig auseinander-
gesetzt. Jeder Gesuchsteller behält zu Eigentum, was er gegenwärtig besitzt
oder was auf seinen Namen lautet. Jeder Gesuchsteller trägt seine eigenen
Schulden.
4. Die Gesuchsteller sind mit einem hälftigen Ausgleich der während der Ehe ge-
äufneten Pensionskassenguthaben per 30. November 2016 einverstanden. Sie
beauftragen das Gericht, die Pensionskassen der Gesuchsteller anzuweisen,
den entsprechenden Ausgleich vorzunehmen.
5. Die bestehende Beistandschaft für die Kinder C._ und D._ wird
neu als Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 2 ZGB weitergeführt mit der ein-
zigen Aufgabe des Beistandes, die Informationsrechte des Vaters zu ge-
währleisten und dem Kläger auf dessen Wunsch mindestens vierteljährlich
Informationen über seine Kinder und deren Wohlergehen und Ausbildung
zukommen zu lassen.
6. Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten an den Unterhalt und die Erzie-
hung der Kinder C._ und D._ folgende Kinderunterhaltsbeiträge,
zzgl. allfällige Kinder- und/oder Ausbildungszulagen, zu bezahlen, zahlbar
bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung jedes Kin-
des, auch über die Volljährigkeit hinaus:
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a) ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis 31. August 2017 - je Fr. 1'300.– für C._ und D._
Grundlagen: Einkommen Kläger aus ALV + evtl. Zwischenverdienst: Fr. 7'150.–, Bedarf Kläger: Fr. 3'900.–, Einkommen Beklagte aus ALV + Zwischenverdienst: Fr. 3'300.–, Bedarf Beklagte exkl. Kinder: Fr. 3'200.–, Bedarf C._ + D._: je Fr. 1'400.– (+ Freibetragsanteil von je Fr. 150.–), Einkommen von C._ + D._: Kinderzulagen von je Fr. 250.–, Vermögen Kläger: 0, Vermögen Beklagte: 0.
b) ab 1. September 2017 bis 31. August 2018: - für C._ Fr. 700.– - für D._ Fr. 1'050.–
Grundlagen: Einkommen Kläger 100%: Fr. 6'500.–, Bedarf Kläger: Fr. 4'700.–, Einkommen Beklagte 75%: Fr. 3'750.–, Bedarf Beklagte exkl. Kinder: Fr. 3'500.–, Bedarf C._ 1. Lehrjahr: Fr. 1'550.–, Einkommen C._ 1. Lehrjahr: Fr. 600.– aus Lehrlingslohn (davon Fr. 500.–  an eigenen Bedarf und Fr. 100.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulagen, Bedarf D._: Fr. 1'400.–, Einkommen D._: Kinderzulage Fr. 250.–.
c) ab 1. September 2018 bis 31. August 2019 - für C._ Fr. 600.– - für D._ Fr. 1'075.–
Grundlagen: Einkommen Kläger 100%: Fr. 6'500.–, Bedarf Kläger: Fr. 4'700.–, Einkommen Beklagte 75%: Fr. 3'750.–, Bedarf Beklagte exkl. Kinder: Fr. 3'500.–, Bedarf C._ 2. Lehrjahr: Fr. 1'550.–, Einkommen C._ 2. Lehrjahr: Fr. 800.– aus Lehrlingslohn (davon Fr. 650.–  an eigenen Bedarf und Fr. 150.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulagen, Bedarf D._: Fr. 1'400.–, Einkommen D._: Kinderzulage Fr. 250.–.
d) ab 1. September 2019 bis 31. August 2020 - für C._ Fr. 430.– - für D._ Fr. 470.–
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Grundlagen: Einkommen Kläger 100%: Fr. 6'500.–, Bedarf Kläger: Fr. 5'000.–, Einkommen Beklagte 100%: Fr. 5'000.–, Bedarf Beklagte exkl. Kinder: Fr. 3'750.–, Bedarf C._ 3. Lehrjahr: Fr. 1'650.–, Einkommen C._ 3. Lehrjahr: Fr. 1'000.– aus Lehrlingslohn (davon Fr. 700.– anrechenbar an eigenen Bedarf und Fr. 300.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulagen), Bedarf D._ 1. Lehrjahr: Fr. 1'550.–, Einkommen D._ 1. Lehrjahr: Fr. 600.– aus Lehrlingslohn (davon Fr. 400.–  an eigenen Bedarf und Fr. 200.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulagen.
e) 1. September 2020 - 31. August 2021 - für D._ Fr. 550.– (sofern C._ voll erwerbsfähig ist); falls C._ noch in der Lehre ist, beträgt der Unterhaltsbeitrag für
D._ Fr. 430.– - für C._ beträgt der Unterhaltsbeitrag weiterhin Fr. 430.–, solange
er noch in angemessener Erstausbildung steht
Grundlagen: Einkommen Kläger 100%: Fr. 6'500.–, Bedarf Kläger: Fr. 5'000.–, Einkommen Beklagte 100%: Fr. 5'000.–, Bedarf Beklagte exkl. Kinder: Fr. 3'850.–, Bedarf D._ 2. Lehrjahr: Fr. 1'550.–, Einkommen D._ 2. Lehrjahr: Fr. 800.– aus Lehrlingslohn (davon Fr. 500.–  an eigenen Bedarf und Fr. 300.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulagen, (C._: voll erwerbsfähig; Kostenbeteiligung an Miete, Telefon, Internet, Billag und Hausrat-/Haftpflichtversicherung: Fr. 540.–).
f) ab 1. September 2021 - für D._ Fr. 430.– (soweit noch in angemessener Erstausbildung)
Grundlagen: Einkommen Kläger 100%: Fr. 6'500.–, Bedarf Kläger: Fr. 5'000.–, Einkommen Beklagte 100%: Fr. 5'000.–, Bedarf Beklagte exkl. Kinder: Fr. 3'850.–, Bedarf D._ 3. Lehrjahr: Fr. 1'650.–, Einkommen D._ 3. Lehrjahr: Fr. 1'000.– aus Lehrlingslohn (davon Fr. 600.– anrechenbar an eigenen Bedarf und Fr. 400.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Kinderzulagen, (C._: voll erwerbsfähig; Kostenbeteiligung an Miete, Telefon, Internet, Billag und Hausrat-/Haftpflichtversicherung: Fr. 540.–).
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Die Unterhaltsbeiträge sind an die Mutter zahlbar, und zwar monatlich im
Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodalitäten
gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange die Kinder im Haushalt der
Mutter leben und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Vater stellen
bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnen.
7. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 6 basieren auf dem Landes-
index der Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende
November 2016 von 100.1 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte).
Sie sind jeweils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den
1. Januar 2018, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres
anzupassen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:
Neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
100.1
Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr
Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unter-
haltsbeiträge gemäss Dispositiv-Ziffer 6 nur proportional zur tatsächlichen
Einkommenssteigerung angepasst.
Fällt der Index unter den Stand von Ende November 2016, berechtigt dies
nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.
8. Die Vorsorgestiftung der E._ AG, ... [Adresse], wird angewiesen, mit
Rechtskraft des Scheidungsurteils vom Freizügigkeitsguthaben des Klägers
(AHV-Nr. 1) den Betrag von Fr. 41'737.– auf das Freizügigkeitskonto Nr. ...
der Beklagten (AHV-Nr. 2) bei der Stiftung Auffangeinrichtung BVG, ... [Ad-
resse], zu überweisen.
9. Im Übrigen werden die Anträge beider Parteien abgewiesen.
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10. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 21'000.00 ; die weiteren Gerichtskosten betragen
Fr. 7'762.40 Entschädigung Kinderanwalt
Fr. 225.00 Übersetzungskosten
11. Die Kosten gemäss Dispositiv-Ziffer 10 werden den Parteien je zur Hälfte
auferlegt, jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
einstweilen für beide Parteien auf die Gerichtskasse genommen. Beide Par-
teien werden auf die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123 ZPO hingewie-
sen.
12. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
13. (Schriftliche Mitteilungen)
14. (Berufung)
Berufungsanträge:
des Klägers und Berufungsklägers (Urk. 277):
"Dispositiv-Ziffer 6 des Urteils des Bezirksgerichts Zürich, 5. Abteilung – , vom 16. Dezember 2016 (Geschäfts-Nr.: FE120656-L) sei aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen:
«Der Kläger wird verpflichtet, der Beklagten an den Unterhalt und die Erziehung der Kinder C._ und D._ mit Wirkung ab  des Scheidungsurteils bis zum ordentlichen Abschluss einer  Ausbildung jedes Kindes, auch über die Volljährigkeit hinaus, Unterhaltsbeiträge von je Fr. 300.–, zuzüglich allfälliger  geregelter oder gesetzlicher Familienzulagen, zu bezahlen. Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zahlbar, und zwar  im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die  gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange die  im Haushalt der Beklagten leben und keine eigenen Ansprüche  dem Kläger stellen bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnen.»
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Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8% MwSt.) zu  der Berufungsbeklagten."
der Beklagten und Berufungsbeklagten (Urk. 289):
"Im Hauptantrag seien die Anträge des Berufungsklägers vollumfänglich ;
eventualiter sei der Berufungskläger zu verpflichten, der Berufungsbeklagten für die gemeinsamen Kinder C._ und D._ monatliche  von CHF 565.-- pro Kind zuzüglich allfällige gesetzliche oder vertragliche Kinderzulagen bis zur Mündigkeit bzw. zum Abschluss ihrer ordentlichen  zu bezahlen; zahlbar jeweils im Voraus auf den Ersten eines Monat.
es sei davon Vormerk zu nehmen, dass das monatliche Manko betreffen  für D._ bis 31. Juli 2018 CHF 563.-- beträgt und sich dieses ab 1. August 2018 auf CHF 755.-- erhöht;
alles unter Kosten-und Entschädigungsfolgen zulasten des Berufungsklägers."
des Kindesvertreters (Urk. 287):
"- Das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 16. Dezember 2016 in obiger Sa-
che sei vollumfänglich zu schützen und die Leistungsfähigkeit des Klägers und Berufungsklägers sei vollumfänglich zu bestätigen.
- Eventualiter sei auf die nachfolgend dargelegte Bedarfsrechnung für den
Kläger und Berufungskläger abzustellen und die Leistungsfähigkeit des eben genannten sei vollumfänglich zu bestätigen."

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien heirateten am tt. Juni 2000. Sie haben zwei Kinder: C._,
geboren tt.mm.2001, und D._, geboren tt.mm.2003 (Urk. 13). Seit dem
5. Februar 2012 leben sie getrennt (Urk. 4/2/18).
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2. Am 2. August 2012 ging das gemeinsame Scheidungsbegehren der Par-
teien bei der Vorinstanz ein (Urk. 1). Am 16. Dezember 2016 fällte die Vorinstanz
das eingangs im Dispositiv aufgeführte Urteil (Urk. 278).
3. Gegen das ihm am 19. Mai 2017 zugestellte (begründete) Urteil führt der
Kläger mit Eingabe vom 14. Juni 2017, gleichentags zur Post gegeben und hier-
orts eingegangen am 15. Juni 2017, Berufung mit obgenannten Anträgen
(Urk. 273, Urk. 277). Die Berufungsantwort der Beklagten datiert vom 8. Septem-
ber 2017 (Urk. 289), diejenige des Kindesvertreters vom 30. August 2017
(Urk. 287). Mit Beschluss vom 3. Oktober 2017 wurde davon Vormerk genom-
men, dass das vorinstanzliche Urteil in den Dispositiv-Ziffern 1 bis 5 sowie 8 und
9 am 12. September 2017 in Rechtskraft erwachsen ist; zugleich wurde auf den
Eventualantrag der Beklagten, wonach der Kläger zu verpflichten sei, ab 1. Sep-
tember 2019 für die gemeinsamen Kinder C._ und D._ monatliche Kin-
derunterhaltsbeiträge von Fr. 565.– pro Kind (zuzüglich gesetzliche oder vertragli-
che Kinderzulagen) zu bezahlen, nicht eingetreten (Urk. 295). Eine weitere Stel-
lungnahme des Klägers erfolgte am 20. Oktober 2017 (Urk. 306). Der Kindesver-
treter verzichtete auf eine weitere Stellungnahme (Urk. 309). Am 15. November
2017 wurden die Parteien auf den 25. Januar 2018 zur Instruktionsverhandlung
vorgeladen (Urk. 318). Anlässlich dieser Verhandlung (Prot. II S. 15) schlossen
die Parteien die folgende
Vereinbarung (Urk. 333):
"1. Der Kläger verpflichtet sich, der Beklagten an den Unterhalt und die Erzie-
hung der Kinder C._ und D._ folgende Kinderunterhaltsbeiträge,
zzgl. allfällige Kinder- und/oder Ausbildungszulagen, zu bezahlen, zahlbar
bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung jedes Kin-
des, auch über die Volljährigkeit hinaus:
a) ab Rechtskraft dieses Urteils bis 30. November 2018: - für C._ Fr. 450.– - für D._ Fr. 450.–
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Grundlagen: Einkommen Kläger 100%: Fr. 4'850.–, Bedarf Kläger (ohne Steuern): Fr. 3'950.–, Vermögen Kläger: 0.–
Einkommen Beklagte: Fr. 3'750.–, Bedarf Beklagte exkl. Kinder (ohne Steuern): Fr. 3'350.–, Vermögen Beklagte: 0.–
Bedarf C._ 1. Lehrjahr: Fr. 1'500.–, Einkommen C._ 1. Lehrjahr: Fr. 750.– netto aus Lehrlingslohn (davon Fr. 600.– anrechenbar an eigenen Bedarf und Fr. 150.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulagen, Fehlbetrag (Art. 301a lit. c ZPO) C._: Fr. 0.–,
Bedarf D._ (Schule): Fr. 1'350.–, Einkommen D._: Kinderzulage Fr. 200.–, Fehlbetrag (Art. 301a lit. c ZPO) D._: Fr. 500.–
b) ab 1. Dezember 2018 bis 31. August 2019 - für C._ Fr. 500.– - für D._ Fr. 900.–
Grundlagen: Einkommen Kläger 100%: Fr. 5'350.–, Bedarf Kläger (ohne Steuern): Fr. 3'950.–,
Einkommen Beklagte: Fr. 3'750.–, Bedarf Beklagte (ohne Steuern) exkl. Kinder: Fr. 3'350.–,
Bedarf C._ 2. Lehrjahr: Fr. 1'500.–, Einkommen C._ 2. Lehrjahr: Fr. 900.– netto aus Lehrlingslohn (davon Fr. 700.– anrechenbar an eigenen Bedarf und Fr. 200.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulagen,
Bedarf D._ (Schule): Fr. 1'350.–, Einkommen D._: Kinderzulage Fr. 200.–,
c) ab 1. September 2019 bis 31. August 2020 - für C._ Fr. 250.– - für D._ Fr. 550.–
Grundlagen: Einkommen Kläger: Fr. 5'350.–, Bedarf Kläger (mit Steuern): Fr. 4'400.–,
Einkommen Beklagte: Fr. 4'500.–, Bedarf Beklagte (mit Steuern) exkl. Kinder: Fr. 3'850.–,
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Bedarf C._ 3. Lehrjahr: Fr. 1'500.–, Einkommen C._ 3. Lehrjahr: Fr. 1'350.– netto aus Lehrlingslohn (davon Fr. 950.– anrechenbar an eigenen Bedarf und Fr. 400.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulagen,
Bedarf D._ 1. Lehrjahr: Fr. 1'500.–, Einkommen D._ 1. Lehrjahr: Fr. 600.– aus Lehrlingslohn (davon Fr. 400.–  an eigenen Bedarf und Fr. 200.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulagen.
d) 1. September 2020 - 31. August 2021 - für D._ Fr. 525.– - für C._ beträgt der Unterhaltsbeitrag Fr. 200.–, solange er noch
in angemessener Erstausbildung steht
Grundlagen: Einkommen Kläger: Fr. 5'350.–, Bedarf Kläger (mit Steuern): Fr. 4'400.–,
Einkommen Beklagte: Fr. 4'500.–, Bedarf Beklagte (mit Steuern) exkl. Kinder: Fr. 3'900.–,
Bedarf D._ 2. Lehrjahr: Fr. 1'500.–, Einkommen D._ 2. Lehrjahr: Fr. 800.– aus Lehrlingslohn (davon Fr. 500.–  an eigenen Bedarf und Fr. 300.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulagen,
(C._: voll erwerbsfähig; Kostenbeteiligung an Miete, Telefon, Internet, Billag und Hausrat-/Haftpflichtversicherung: Fr. 540.–).
e) ab 1. September 2021 - für D._ Fr. 400.– (soweit noch in angemessener Erstausbildung)
Grundlagen: Einkommen Kläger: Fr. 5'350.–, Bedarf Kläger (mit Steuern): Fr. 4'400.–,
Einkommen Beklagte: Fr. 4'500.–, Bedarf Beklagte (mit Steuern) exkl. Kinder: Fr. 3'900.–,
Bedarf D._ 3. Lehrjahr: Fr. 1'500.–, Einkommen D._ 3. Lehrjahr: Fr. 1'000.– aus Lehrlingslohn (davon Fr. 600.– anrechenbar an eigenen Bedarf und Fr. 400.– zur freien Verfügung) und Fr. 250.– Ausbildungszulage,
(C._: voll erwerbsfähig; Kostenbeteiligung an Miete, Telefon, Internet, Billag und Hausrat-/Haftpflichtversicherung: Fr. 540.–).
Die Unterhaltsbeiträge sind an die Beklagte zahlbar, und zwar monatlich im
Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats. Die Zahlungsmodalitäten
- 15 -
gelten über die Volljährigkeit hinaus, solange die Kinder im Haushalt der Be-
klagten leben und keine eigenen Ansprüche gegenüber dem Vater stellen
bzw. keinen anderen Zahlungsempfänger bezeichnen.
2. Die Unterhaltsbeiträge gemäss Ziffer 1 basieren auf dem Landesindex der
Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik, Stand Ende Dezember
2017 von 100.8 Punkten (Basis Dezember 2015 = 100 Punkte). Sie sind je-
weils auf den 1. Januar eines jeden Jahres, erstmals auf den 1. Januar
2019, dem Stand des Indexes per Ende November des Vorjahres anzupas-
sen. Die Anpassung erfolgt nach folgender Formel:
Neuer Unterhaltsbeitrag = alter Unterhaltsbeitrag x neuer Index
100.8
Weist die zu Unterhaltsleistungen verpflichtete Partei nach, dass sich ihr
Einkommen nicht im Umfange der Teuerung erhöht, so werden die Unter-
haltsbeiträge gemäss Ziffer 1 nur proportional zur tatsächlichen Einkom-
menssteigerung angepasst.
Fällt der Index unter den Stand von Ende Dezember 2017, berechtigt dies
nicht zu einer Herabsetzung der Unterhaltsbeiträge.
3. Die Parteien übernehmen die Gerichtskosten des erst- und zweitinstanzli-
chen Verfahrens je zur Hälfte.
4. Die Parteien verzichten für das erst- und zweitinstanzliche Verfahren gegen-
seitig auf Parteientschädigung."
II.
1. Das Gericht genehmigt die Vereinbarung über die Scheidungsfolgen,
wenn es sich davon überzeugt hat, dass die Ehegatten sie aus freiem Willen und
reiflicher Überlegung geschlossen haben und sie klar, vollständig und nicht offen-
sichtlich unangemessen ist (Art. 279 Abs. 1 ZPO). Das Gericht erforscht den
Sachverhalt von Amtes wegen und entscheidet ohne Bindung an die Parteianträ-
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ge, wenn Kinderbelange zu regeln sind (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO). Es berück-
sichtigt einen gemeinsamen Antrag der Parteien (Art. 133 Abs. 2 ZGB). Zudem
hat ein Urteil die in Art. 301a ZPO geforderten Angaben zu enthalten.
2. Die in der Vereinbarung vom 25. Januar 2018 enthaltenen Unterhaltsbei-
träge für die beiden Kinder basieren auf den in der Vereinbarung angegebenen
Grundlagen, wobei folgende ergänzenden Bemerkungen anzubringen sind:
2.1 Die Vorinstanz hat in ihrem Urteil vom 16. Dezember 2016 dem (damals
noch arbeitslosen) Kläger ab 1. September 2017 ein hypothetisches Einkommen
von Fr. 6'500.– angerechnet, was der Kläger in seiner Berufung beanstandet. Am
6. März 2017 hat der Kläger mit der F._ GmbH einen Arbeitsvertrag mit ei-
nem Bruttoeinkommen von Fr. 5'000.– abgeschlossen (Urk. 280/2). Das aktuelle
Einkommen des Klägers (inkl. 13. Monatslohn und Mittagessenentschädigung)
bei der F._ AG beträgt Fr. 4'850.– netto (Urk. 277 S. 8, Urk. 287 S. 3,
Urk. 289 S. 7; Urk. 280/2 und Urk. 280/3/1). Gemäss der zu genehmigenden Ver-
einbarung wird der Kläger per 1. Dezember 2018 sein aktuelles Einkommen von
Fr. 4'850.- auf nur noch Fr. 5'350.– zu steigern haben. Dies trägt einerseits den
mit der Berufung geäusserten Bedenken des Klägers Rechnung; andererseits er-
scheint diese Einkommenssteigerung ausreichend, um ab 1. Dezember 2018 eine
(weitere) Unterdeckung im Sinne von Art. 301a lit. c ZPO zu vermeiden.
Der Bedarf des Klägers ohne Steuern beläuft sich auf aufgerundet
Fr. 3'950.– (Grundbetrag Fr. 1'200.–, Mietzins inkl. Nebenkosten und Parkplatz
Fr. 1'550.-, Krankenkasse Fr. 300.–, Gesundheit Fr. 20.–, Tel./Billag/Versicherungen
Fr. 189.–, Arbeitsweg Fr. 345.–, auswärtige Verpflegung Fr. 300.– und Arbeitskleider
Fr. 25.-). Die Leistungsfähigkeit des Klägers beträgt Fr. 900.– und ab 1. Dezem-
ber 2018 Fr. 1'400.–.
Ab. 1. September 2019 können dank des höheren Einkommens der Beklag-
ten und der Lehrlingslöhne auch die Steuern in den Bedarf der Parteien aufge-
nommen werden. Der Bedarf des Klägers mit Steuern (Fr. 400.–) und etwas hö-
heren Auslagen für den Arbeitsweg (Fr. 400.–) beträgt dannzumal aufgerundet
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Fr. 4'400.–. Die Leistungsfähigkeit des Klägers beträgt entsprechend Fr. 950.–
(Fr. 5'350.– abzüglich Fr. 4'400.–).
2.2 Der Beklagten wurde im vorinstanzlichen Urteil ab 1. September 2017
ein hypothetisches Einkommen von Fr. 3'750.– (für ein Pensum von 75%) und ab
1. September 2019 ein hypothetisches Einkommen von Fr. 5'000.– (für ein Pen-
sum von 100%) angerechnet, was im Berufungsverfahren nicht beanstandet wur-
de (Urk. 289 S. 8 f.). In der zu genehmigenden Vereinbarung haben die Parteien
das hypothetische Einkommen der Beklagten bei voller Arbeitsverpflichtung ab 1.
September 2019 auf Fr. 4'500.– gesenkt.
Der Bedarf der Beklagten ohne Steuern beläuft sich auf aufgerundet
Fr. 3'350.– (Grundbetrag Fr. 1'350.–, Mietzinsanteil Fr. 1'030.-, Krankenkasse Fr. 375.–,
Gesundheit Fr. 20.–, Tel./Billag/Versicherungen Fr. 109.–, Arbeitsweg Fr. 300.–, auswär-
tige Verpflegung Fr. 150.–). Die Leistungsfähigkeit der Beklagten beträgt Fr. 400.–.
Der Bedarf der Beklagten ab 1. September 2019 mit Steuern (Fr. 350.–), mit
Fr. 100.– höheren Kosten für den Arbeitsweg und mit Fr. 50.– höheren Auslagen
für die Verpflegung beträgt aufgerundet Fr. 3'850.–. Die Leistungsfähigkeit der
Beklagten steigt auf Fr. 650.–. Ab 1. September 2020 ist C._ voll erwerbstä-
tig und die Steuerbelastung der Beklagten um Fr. 50.– zu erhöhen, was einen
Bedarf von Fr. 3'900.– und eine Leistungsfähigkeit von Fr. 600.– ergibt.
2.3 C._ hat am 21. August 2017 eine Lehre als ... begonnen. Er ver-
dient gemäss Lehrvertrag (Urk. 291/2) im 1. Lehrjahr Fr. 750.– brutto und netto,
im 2. Lehrjahr Fr. 950.– brutto (netto Fr. 900.–) und im 3. Lehrjahr Fr. 1'450.– brut-
to (Fr. 1'350.– netto). D._ besucht gegenwärtig die 2. Sekundarschule (Prot.
II S. 16 f.). Bei ihr wurde von einem Lehrlingslohn (netto) von Fr. 600.– im 1. Lehr-
jahr, Fr. 800.– im 2. Lehrjahr und Fr. 1'000.– im 3. Lehrjahr ausgegangen. Die
Kinder erhalten bis zum 16. Altersjahr eine Kinderzulage von Fr. 200.– und da-
nach eine Ausbildungszulage von Fr. 250.–.
Der Bedarf von D._ als Schülerin ist auf Fr. 1'277.– zu veranschlagen
(Grundbetrag Fr. 600.–, Mietzinsanteil Fr. 500.–, Krankenkasse Fr. 97.–, Gesundheit
Fr. 20.–, Tel./Billag/Versicherungen Fr. 40.–, Nachhilfe/Ausbildung Fr. 20.–) und für
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Sport und Hobbies auf Fr. 1'350.– aufzurunden. Der Bedarf von C._ und
D._ als Lehrlinge ist auf Fr. 1'468.– zu veranschlagen (Grundbetrag Fr. 600.–,
Mietzinsanteil Fr. 500.–, Krankenkasse Fr. 97.–, Gesundheit Fr. 20.–,
Tel./Billag/Versicherungen Fr. 40.–, Arbeitsweg Fr. 91.–, auswärtige Verpflegung
Fr. 100.–, Nachhilfe/Ausbildung Fr. 20.–) und für Sport und Hobbies auf Fr. 1'500.–
aufzurunden.
Es wird davon ausgegangen, dass die beiden Kinder vermögenslos sind.
3.1 Gemäss Art. 285 Abs. 1 ZGB soll der Unterhaltsbeitrag den Bedürfnis-
sen des Kindes sowie der Lebensstellung und Leistungsfähigkeit der Eltern ent-
sprechen und ausserdem Vermögen und Einkünfte des Kindes sowie den Beitrag
des nicht obhutsberechtigten Elternteils an der Betreuung des Kindes berücksich-
tigen. Der Beitrag des Kindes an seinen Bedarf soll 60%, bei sehr schlechten
Verhältnissen 80% des Erwerbseinkommens nicht übersteigen (BSK ZGB I-
Breitschmid, Art. 276 N 35). Die vereinbarten Unterhaltsbeiträge tragen diesen
Bemessungsfaktoren angemessen Rechnung.
3.2 Ab Rechtskraft dieses Urteils bis 30. November 2018 ergibt sich bei
D._ ein Fehlbetrag von Fr. 500.– (Fr. 1'350.– abzüglich Kinderzulage
Fr. 200.– abzüglich Fr. 450.– Unterhaltsbeitrag des Klägers abzüglich Fr. 200.–
Beitrag der Beklagten [1/2 Überschuss]). Der Bedarf von C._ ist demgegen-
über gedeckt (Fr. 1'500.– abzüglich Fr. 250.– Ausbildungszulage, abzüglich
Fr. 600.- anrechenbarer Lehrlingslohn abzüglich Fr. 450.– Unterhaltsbeitrag des
Klägers abzüglich Fr. 200.– Beitrag der Beklagten [1/2 Überschuss]). Dies wurde
in der Vereinbarung explizit festgehalten. In den weiteren Phasen entsteht unter
Heranziehung des Freibetrags der Beklagten kein Fehlbetrag mehr.
4. Die nach Einschätzung der Sach- und Rechtslage durch den obergericht-
lichen Referenten und Vergleichsgesprächen (Prot. II S. 17) unterzeichnete Ver-
einbarung entspricht auch im Übrigen den Vorgaben, die vom Gesetz an den In-
halt und die Willensbildung der Parteien gestellt werden. Sie ist demzufolge zu
genehmigen.
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III.
1. Die Kosten- und Entschädigungsfolgen sind vereinbarungsgemäss zu re-
geln. Demzufolge ist das erstinstanzliche Kosten- und Entschädigungsdispositiv
(Dispositiv-Ziffer 10 bis 12) zu bestätigen.
2. Die zweitinstanzliche Gerichtsgebühr ist auf Fr. 3'000.– festzusetzen.
3. Der Kindesvertreter hat seine Honorarnote eingereicht (Urk. 334). Die
Parteien haben auf Stellungnahme verzichtet (Prot. II S. 17). Rechtsanwalt
Z._ macht ein Honorar von Fr. 6'416.67 (29.17 Stunden à Fr. 220.–) zuzüg-
lich Barauslagen von Fr. 127.80 und Mehrwertsteuer von Fr. 520.82, total
Fr. 7'065.30, geltend (Urk. 334, Prot. II S. 8). Der in Rechnung gestellte Stunden-
aufwand (29.17 Stunden) erscheint hoch. Zwar hatte sich Rechtsanwalt Z._
aufgrund der per 1. Januar 2017 erweiterten Kompetenzen des Kindesvertreters
(Art. 300 lit. e ZPO in Verbindung mit Art. 407b Abs. 1 ZPO) im Berufungsverfah-
ren erstmalig mit dem Unterhalt zu befassen und zu dieser Thematik eine Beru-
fungsantwort einzureichen (Art. 300 lit. b ZPO; BK ZPO-Spycher, Art. 301 N 7).
Auch ist der geschätzte Zeitaufwand für die Tagfahrt vom 25. Januar 2018 mit ge-
schätzten 200 Minuten eher knapp bemessen, nahm doch allein die Verhandlung
180 Minuten in Anspruch (Prot. II S. 17). Zudem wird der Kindesvertreter diesen
Entscheid noch einzusehen und dessen Weiterleitung zu besorgen haben
(Art. 301 lit. b ZPO; BK ZPO-Spycher, Art. 301 N 7). Dennoch können für die 8-
seitige Berufungsantwort (Urk. 287) nicht 22 Stunden vergütet werden ("AStudi-
um" 360 Minuten; "Rechtsschrift" 960 Minuten), zumal sich die Berufung von der
Thematik her auf das Einkommen des Klägers und einige Bedarfspositionen be-
schränkte. Insgesamt erscheint eine Entschädigung von Fr. 5'500.– (25 Stunden
à Fr. 220.–) als angemessen. Hinzu kommen Barauslagen – die mit Blick auf die
Urteilsübermittlung auf Fr. 150.– aufzurunden sind – und die Mehrwertsteuer, de-
ren Satz von 7.7% gemäss Honorarrechnung auch auf Leistungen vor dem 1. Ja-
nuar 2018 zu erheben ist (Urk. 334).
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4. Die zweitinstanzlichen Gerichtskosten, wozu auch die Kosten der Kindes-
vertretung zählen, sind den Parteien vereinbarungsgemäss je zur Hälfte aufzuer-
legen.
5. Die Parteien haben die Steuererklärungen 2016 eingereicht (Urk. 286,
Urk. 291/1). Der Kläger erzielt ein Nettoeinkommen (inkl. Mittagessenpauschale
und 13. Monatslohn) von ca. Fr. 4'850.– pro Monat (Urk. 280/2, Urk. 280/3). Die
Beklagte erzielte von Januar bis September 2017 ein durchschnittliches Erwerbs-
bzw. Erwerbsersatzeinkommen von ca. Fr. 3'150.– pro Monat (Urk. 294/1+2,
Urk. 312/1-3, Urk. 326/15, Urk. 329/1-3; vgl. auch Prot. II S. 16). Aufgrund ihrer fi-
nanziellen Situation kann den Parteien die unentgeltliche Rechtspflege gewährt
werden (Art. 117 ZPO). Vorbehalten ist die Nachzahlungspflicht gemäss Art. 123
ZPO.