# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d0a6a8a6-ba7f-4806-8ece-91819dfbf611
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1969 geborene
X._
(
ohne Ausbildung,
verheiratet und Vater eines erwachsenen Kindes) arbeitete
seit Juli 2017 bei der Z._
AG als Produktions
mitarbeiter bei einem 100%-Pensum.
Am
8. September 2020 meldete sich der Versicherte
wegen
Schulter- und Handbeschwerden
bei der Sozialversicherungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Ste
lle, zur Früherfassung (Urk. 6/1
) und reichte - auf deren entsprec
hende Aufforderung hin (Urk. 6/3
) - seine Anmeldung zum Leistungsbezug ein (Eingangsdatum:
22
. September 2020, Urk. 6/4).
Die IV-Stelle tätigte in der Folge erwerbliche und medizinische Abklärungen
und zog die Akten der AXA Krankentaggeldversicherung bei. Mit Schreiben vom 30. November 2020 teilte sie
X._
mit, dass zurzeit aufgrund seines Gesundheitszustan
des keine
beruflichen Eingliederungs
massnahmen möglich seien (Urk. 6/13
).
Die IV-Stelle aktualisierte die medizinische Aktenlage und erhielt den
auftrags
der AXA erstellten Untersuchungsbericht von
Dr.
med. A._
, Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, Physikalische Medizin und Rehabilitation, betreffend Plausibilisierung Arbeitsunfähigkeit vom 11. Sep
tember 2021 zugestellt (Urk. 6/31).
Gestützt auf
die versicherungsmedizinische Beurteilung von
Dr.
med. B._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie
, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
vom 11. Okto
ber
2021
(vgl. Feststellungsblatt für den Beschluss
vom 11. November
2021, Urk. 6/37 S. 6 f.
) kündigte die IV
-Stelle dem
Versicherten mit Vorbescheid vom
11. November 2021 die Abweisung seines Leistungsbegehrens an (Urk. 7/38
).
Da
gegen
erhob
X._
am 25. November respektive 13. Dezember 2021 Ein
wand und beantragte
letztlich
berufliche Eingliederungsmassnahmen
, eventuell die
Zusprache
einer Invalidenrente
(Urk. 6/39 und Urk. 6/44). Mit Verfügung vom 18. März 2022
wies die IV
-
Stelle
unter dem Titel «Kein Anspruch auf eine Inva
lidenrente» das «Leistungsbegehren» ab, wobei sie in den Erwägungen unter dem Titel «Abklärungsergebnis» unter anderem festhielt, dass der Versicherte keine Ausbildung absolviert habe und somit auch kein Anspruch auf eine Umschulung bestehe. Auch sei er in der Stellensuche nicht eingeschränkt (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 11. April 2022 Beschwerde und beantragte, die Beschwerdegegnerin sei
unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom
18. März 2022
zu verpflichten,
berufliche Massnahmen an die Hand zu nehmen
,
eventuell sei ihm eine angemessene Invalidenrente zuzusprechen (Urk. 1).
Die Be
schwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort
vom 25.
Mai 2022 auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 5, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 6/1-57), was dem
Beschwerdeführer am 31
.
Mai 2022 mitgeteilt wurde (Urk. 7
).
Auf entsprechenden
Hinweis hin, reichte der Beschwerdeführer den
beschwerdeweise offerierten, aber nicht beigelegten Bericht des
Kantonsspitals C._
vom 7. März 2022 nach (Urk
. 8-10
).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember
2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch i
n dieser Fassung zitiert werden,
soweit
nichts
anderes
vermerkt.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, er
halten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Invalide oder von einer Invalidität (Art. 8 ATSG) bedrohte Versicherte haben ge
mäss Art. 8 Abs. 1 IVG
(in der seit
1.
Januar 2022 geltenden Fassung)
Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen,
wieder herzustellen
, zu erhal
ten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen
für den Anspruch auf die einzelnen Massnahmen erfüllt sind.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Aus
übung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festlegung der Massnahmen sind insbesondere zu berücksichtigen:
a.
das Alter;
b.
der Entwicklungsstand
;
c.
die Fähigkeiten der versicherten Person; und
d.
die zu erwartende Dauer des Erwerbslebens (Abs. 1
bis
).
Bei Abbruch einer Eingliederungsmassnahme wird nach Massgabe der Absätze 1 und 1
bis
eine wiederholte
Zusprache
derselben oder einer anderen Eingliederungs
massnahme geprüft (Abs. 1
ter
). Nach Massgabe der Artikel 13 und 21 IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig von der Möglichkeit einer Eingliede
rung ins Erwerbsleben oder in den Aufgabenbereich (Abs. 2). Nach Massgabe von Artikel 16 Abs. 3
lit
. b IVG besteht der Anspruch auf Leistungen unabhängig da
von, ob die Eingliederungsmassnahmen notwendig sind oder nicht, um die Er
werbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, zu er
halten oder zu verbessern (Abs. 2
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen gemäss Abs. 3 in medizinischen Mass
nahmen (
lit
. a), Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die berufliche Ein
gliederung (
lit
.
a
bis
), Massnahmen beruflicher Art (Berufsberatung, erstmalige be
rufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsvermittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
. d).
1.5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi
nische These abstellt (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) ab
gegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen).
1.6
Den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte kommt nach der Rechtsprechung Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit Hinweis auf BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Trotz dieser grundsätzlichen Beweiseignung kommt den Berichten versicherungsinterner medizinischer Fachpersonen praxisgemäss nicht dieselbe Beweiskraft zu wie einem gerichtlichen oder im Verfahren nach Art. 44
ATSG vom Versicherungsträger veranlassten Gutachten unabhängiger Sachver
ständiger. Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssig
keit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Ab
klärungen vorzunehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1; 139 V 225 E. 5.2; 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
1.7
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1
GSVGer
).
Bei ungenügenden Abklärungen durch den Versicherungsträger holt die Be
schwerdeinstanz im Regelfall ein Gerichtsgutachten ein, wenn sie einen (im Ver
waltungsverfahren anderweitig erhobenen) medizinischen Sachverhalt überhaupt für gutachterlich abklärungsbedürftig hält oder wenn eine Administrativexpertise in einem rechtserheblichen Punkt nicht beweiskräftig ist. Die betreffende Beweis
erhebung erfolgt alsdann vor der – anschliessend reformatorisch entscheidenden – Beschwerdeinstanz selber statt über eine Rückweisung an die Verwaltung. Eine Rückweisung an den Versicherungsträger bleibt hingegen möglich, wenn sie allein in der notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet ist. Ausserdem bleibt es dem kantonalen Gericht (unter dem Aspekt der Verfahrensgarantien) unbenommen, eine Sache zurückzuweisen, wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung von gutachterlichen Ausführun
gen erforderlich ist (B
GE 139 V 99 E. 1.1, 137 V 210
E. 4.4.1.4 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_354/2020 vom 8. September 2020 E. 2.1)
.
1.8
1.8.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. In
soweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den be
schwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 144 I 11 E. 4.3, 131 V 164 E. 2.1, 125 V 413 E. 1a).
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichts kann das verwaltungsgerichtliche Verfahren aus prozessökonomischen Gründen auf eine ausserhalb des Anfech
tungsgegenstandes, das heisst ausserhalb des durch die Verfügung beziehungs
weise durch den
Einspracheentscheid
bestimmten Rechtsverhältnisses liegende spruchreife Frage ausgedehnt werden, wenn diese mit dem bisherigen Streitge
genstand derart eng zusammenhängt, dass von einer Tatbestandsgesamtheit gesprochen werden kann, und wenn sich die Verwaltung zu dieser Streitfrage min
destens in Form einer Prozesserklärung geäussert hat (BGE 130 V 501 E. 2.1, 122 V 34 E. 2a mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_509/2015 vom 15. Feb
ruar 2016 E. 3).
1.8.2
Die angefochtene Verfügung steht unter dem Titel «Kein Anspruch auf eine In
validenrente» und beginnt mit dem Satz, dass der Anspruch auf eine Invaliden
rente geprüft worden sei. Indes wird «das Leistungsbegehren» abgewiesen und in den Erwägungen ein Anspruch auf berufliche Massnahmen explizit verneint. Es rechtfertigt sich daher, auf den Antrag des Beschwerdeführers auf berufliche Mass
nahmen einzutreten, sei es aus dem Grunde, dass darüber trotz irreführen
dem Titel gleichwohl ebenfalls verfügt wurde, oder sei es aus dem Grunde, dass Rentenanspruch und Anspruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen eine Tatbestandsgesamtheit darstellen und sich die Beschwerdegegnerin zum An
spruch auf berufliche Eingliederungsmassnahmen nicht nur in einer Prozesser
klärung, sondern sogar in der angefochtenen Verfügung explizit geäussert hat.
2.
2.1
Die Beschwerdegeg
nerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf
ihre Abklärungen
davon aus, dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tätig
keit als
Produktion
smitarbeiter
aufgrund seiner gesundheitlichen
Einschrän
kungen nicht mehr zumutbar sei.
Per Ablauf des Wartejahres
sei er i
n einer angepassten Tätigkeit
zu
80 %
arbeitsfähig
(100
%
Anwesenheit bei 20 % Leistungs
minderung
)
und dadurch
in der Lage, ein rentenausschli
essendes Ein
kommen zu erzielen. Beim Einkommensvergleich hätten sie sich betreffend
Vali
deneinkom
men
auf die Angaben des Arbeitgebers gestützt. Beim Invali
den
einkommen sei aufgrund der Leistungsminderung bereits ein Abzug von 20
%
eingerechnet wor
den, weshalb ein weiterer leidensbedingter Abzug nicht ange
zeigt sei, zumal es als Hilfsarbeiter genügend Verweistätigkeiten gebe.
Da der Beschwerdeführer keine Ausbildung absolviert habe, bestehe auch kein Anspruch auf Umschulung. Auch in der Stellensuche sei er nicht eingeschränkt.
2.2
Der Beschwerdeführer bringt demgegenüber vor,
dass beim Zumutbarkeitsprofil, wie es der RAD beschrieben habe (körperlich leichte Tätigkeiten ohne Notwen
digkeit zu ständigem oder häufigem, festen Zugreifen/Halten/Drücken von Ge
genständen mit beiden Händen, ohne Arbeiten über Kopf oder Schulterhöhe, nur selten in Schulterhöhe, wechselnde Arbeitsposition, dabei etwa 50 bis 60 % im Sitzen), es offensichtlich sei,
dass er bei der Wiedereingliederung in den Arbeits
markt auf Hilfe angewiesen sei. Hinzu komme, dass sich sein Gesundheitszustand verschlechtert habe; so leide er nebst Schulterbeschwerden beidseits auch an be
lastungsabhängigen Knieschmerzen beidseits, an paralumbalen Schmerzen beid
seits sowie an Hüftschmerzen rechts.
D
ie Berechnung des Rentenanspruchs sei erst nach Durchführung der beruflichen Massnahmen vorzunehmen, wobei frag
lich sei, ob eine allfällige Restarbeitsfähigkeit überhaupt verwertbar sei. Zudem sei ihm zu Unrecht kein leidensbedingter Abzug von mindestens 20 % gewährt worden (Ur
k
. 1).
3.
3.1
D
er den Beschwerdeführer seit 2005 behandelnde Hausarzt
Dr.
med. D._
, Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 16. Oktober 2020 (Urk. 6/11) zuhanden der Beschwerdegegnerin folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeitsfähigkeit auf:
-
Status nach Schulterarthroskopie l
inks mit
Bursektomie
,
subacromialem
Débridement
und Co-
Planing
AC-Gelenk bei
subacromi
alem
Impingement
beidseits, postoperative adhäsive
Capsulitis
-
subacromi
ales
Impingement
rechte Schulter
-
Epicon
d
ylitis
ulnaris
rechts
-
Epitransische
Kontrakturen II. und III. Strang rechte Hand
Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit verblieben ein Diabetes mellitus Typ II und eine arterielle Hypertonie. Der Beschwerdeführer sei für belastende Tätigkeiten über Schulterhöhe seit dem 26. Juni 2020 bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsun
fähig.
Die Prognose sei aktuell schwierig einzuschätzen. Insbesondere
die Schul
ter
belastende Tätigkeiten würden noch längere Zeit nicht möglich sein, da zuerst die linke Schulter in Ordnung kommen müsse und hernach zu prüfen sei, ob auch die rechte Schulter operiert werden müsse. Weiter sei der Verlauf der
E
picondylitis
ulnari
s
rechts abzuwarten. Die
epitransische
n
Kontrakturen schie
nen noch nicht versorgt werden zu müssen.
Das Eingliederungspotenzial könne nicht beurteilt werden, wobei der Beschwerdeführer nach seinen Möglichkeiten motiviert sei. Für eine Eingliederung sei seine Ausb
ildung sicher nicht förderlich
.
3.2
Im Bericht der Klinik für Orthopädie und Traumatologie des
C._
vom 17. März 2021 (Urk. 6/21) zuhanden der Bes
chwerdegegnerin wurden folgende
Diagnosen genannt:
-
Status nach Schulterarthroskopie
links mit
Bursektomie
subacromial
,
subacromi
alem
Déb
rid
edement
und C
o
-
Planing
AC-Gelenk vom 30. Juli
2020 mit/bei
-
subacromi
alem
Impingement
beidseits, aktuell links > rechts
-
Epicon
d
ylitis
humeri
radialis
rechts
Als Nebendiagnosen beständen eine AC-Gelenksarthrose beidseits, ein Diabetes mellitus Typ 2 sowie eine arterielle Hypertonie. Der Beschwerdeführer habe an
lässlich der Konsultation beidseitige Schulter-, beidseitige Ellbogen-, beidseitige Handgelenk- und auch beidseitige Knieschmerzen angegeben. Die letzte intraar
tikuläre Infiltration des linken Schultergelenks habe nur zu einer geringfügigen, kurzanhaltenden Besserung der Beschwerden geführt. Die Physiotherapie habe ebenfalls nur zu einer leichten Beschwerdelinderung geführt. Aktuell werde eher von einem rheumatologischen Problem ausgegangen, weshalb entsprechende weitere Abklärungen erfolgten.
3.3
Im Bericht des E._
vom 3. Juni 2021 (Urk. 6/25) zuhanden des Hausarztes
Dr.
D._
wurden folgenden Diagnosen auf
gelistet:
-
Tendovaginitiden der Hände
-
Status nach Ringbandspaltung mit
Tenosyn
ovektomie
D I, III und
IV rechts sowie Entfernung von
Dupuytren
-Fasern D IV rechts vom
28. April 2020
-
Subacromi
ales
Impingement
beidseits
-
AC-Gelenksarthrose beidseits
-
Status nach
Schulterarthroskopie links mit
Bursektomie
subacrominal
,
subacromi
alem
Dé
bride
ment
/
AC-Gelenk
-
Epicon
dylopathia
humeroradialis
beidseits
-
Coxarthrose
linksbetont
-
Diabetes mellitus Typ 2
-
Arterielle Hypertonie
-
MTP1-Arthrose links
Beim Beschwerdeführer bestehe ein
mechanisch
-degeneratives Beschwerde
b
ild. An der linke
n
Schulter bestehe auch schon ei
n
Status nach schulterorthopädischer Revision letzten
Jahres
und hier persistierender, am deutlichsten imponierender Bewegungseinschränkung.
Beim star
k schmerzgeplagten Beschwerdeführer wer
de auch zur indirekten Entlastung der linken Schu
lter das rechtsseitige Schul
ter
I
mpingement
infiltriert. Weitere physiotherapeutische Massnahmen seien verordnet. Auch aus
rheumatologischer
Sicht bleibe der
Beschwerdeführer
im
ange
stammten
Beruf als
Metallbauer
weiter mit deutlicher
körperlicher und Schulter
bela
stung 100 % arbeitsunfähig und eine Wiederaufnahme der früheren Arbeit scheine nicht möglich.
Auch im Rahmen
einer
leichten Verwe
i
stätigkeit bestehe nur eine reduzierte Arbeitsfähigkeit, wobei
Schulter
-belastende Tätigkeiten sowie repetitiv Hand-belastende Tätigkeiten bezüglich der
oberen
Extremitäten und Bein-belastende Tätigkeiten wie längeres Stehen oder häufiges Gehen bezüglich der degenerativen Veränderungen an den unteren Extremitäten kaum zumutbar seien. Somit resultiere eine Rest-Arbeitsfähigkeit mit Ein
schrän
kungen, die kaum noch eine
Vermittelbarkeit
zulasse.
3.4
Dr.
A._
führte in seinem
auftrags
der AXA erstellten Untersuchungsbericht betreffend Plausibilisierung Arbeitsunfähigkeit vom 11. September
2021 (Urk. 6/31) folgende Diagnosen
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
auf:
-
Tendovaginitiden der Hände
, leichte
Epicon
d
ylopathia
humeroradialis
beidseits
-
Status nach Ringbandspaltung mit
Tenosy
n
ovektomie
D I, III und
IV rechts sowie Entfernung von
Dupuytren
-Fasern D IV rechts vom
28. April 2020
-
unklare Ätiologie
-
Periarthropathia
humeroscapularis
beidseits linksbetont
-
eingeschränkte
Beweglichkeit beider Schultergelenke, deutlich
linksbetont, nach Kapselmuster
-
Impingement
-Symptomatik links
-
AC-Gelenk
sart
hro
se beidseits
-
Status nach Schulterarthroskopie links mit
Bursektomie
subacrom
i
al
,
subac
romi
alem
Débridedement
/AC-Gelenk vom
30.
Juli
2020
-
Coxarthrose
links
-
MTP1-Arthrose links
Im Weiteren beständen ein Diabetes mellitus II, eine Hypercholesterinämie und eine arterielle Hypertonie.
Der Beschwerdeführer sei in der angestammten (kör
perlich mittelschweren) Tätigkeit aktuell nicht arbeitsfähig
, dies zumindest bis 31.
Dezember 202
1.
Zurzeit gäbe es keinen Therapieansatz, welcher in absehbarer Zeit eine so deutliche Besserung der Gesamtsymptomatik erbringen würde, dass eine Arbeitsfähigkeit wieder erreicht werden könnte. Trotz Wegfall der Arbeits
belastung und weitgehender Schonung im Alltag seien die Symptome bislang
nicht zurückgegangen.
Ab dem 1. Januar 2021
bestehe für eine angepasste Tä
tigkeit (eine leichte Wechseltätigkeit mit nur sehr leichtem Einsatz der Hände und Arme ohne repetitive Bewegungen und ohne Tätigkeiten über Brusthöhe, vor
nehmlich im Sitzen) eine ganztäg
ige zumutbare Arbeitsfähigkeit mit einer 20%i
gen Leistungsminderung, wobei ab dem 13. September
2021 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit zumutbar sei.
Nach den aktuell bestehenden, therapieresistent erscheinenden und hinsichtlich ihrer Ätiologie letztlich ungeklärten Beschwer
den, welche das Ausmass der Funktionseinschränkungen betreffend in einem Missverhältnis zu den objektivierbaren Befunden ständen, sei eine leidensange
passte Tätigkeit ganztags zumutbar. Bis 13. Septem
ber 2021 sollten vermehrt P
ausen gewährt werden. Es gebe keine Zweifel an der notwendigen therapeuti
schen Compliance des Beschwerdeführers.
3.5
RAD
-Arzt
Dr.
B._
fasste in seiner Stellungnahme vom 11. Oktober 2021 die ge
mäss Aktenlage bestehenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zusammen (Urk. 6/37 S. 6 f.) und hielt in seiner versicherungsmedizinischen Be
urteilung fest, dass die beim Beschwerdeführer eruierten Diagnosen - insbeson
dere die
Tendovaginitiden der Hände
und das
subacrominale
Impingement
beider Schultern - medizin-theoretisch in der Lage seien, die funktionelle Leistungs
fähigkeit zu mindern, wobei beide Diagnosen offenbar derzeit stabil seien. Hinsichtlich der bisherigen beziehungsweise zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Produk
tionsmitarbeiter
(
mit Sägearbeiten beschäftigt
)
sei es überwiegend wahrschein
lich, dass diese oder eine ähnliche Tätigkeit nicht ausgeübt werden könne. Dies, da es sich im Hinblick auf das Anforderungsprofil zwar meist um leichte Arbeiten handle, die aber nach allgemeinem Kenntnisstand regelmässig kräftiges Zupacken mit beiden Händen erfordere.
Für eine behinderungs
an
gepasste Tätigkeit bestehe aber medizin-theoretisch ab dem 13. September 2021 eine 100%ige Arbeitsfähig
keit, während zuvor
ab April 2020 zwar eine ganz
täg
ig-vollschichtige Präsenz möglich gewesen sei, jedoch mit einer 20%igen Leistungseinschränkung. Nach den beiden operativen Eingriffen an der rechten Hand und der linken Schulter sei der Beschwerdeführer allerdings überwiegend wahrscheinlich für etwa drei Mo
nate zu 100 % arbeitsunfähig gewesen
.
Das Belastungs-/Zumutbarkeitsprofil einer optimal angepassten Tätigkeit sehe kör
per
lich leichte Arbeiten ohne Not
wendigkeit zu ständigem oder häufigem, festem Zugreifen/Halten/Drücken von Gegenständen mit beiden Händen, ohne Arbeiten über Kopf oder Schulterhöhe, nur selten in Schulterhöhe in wechselnden Arbeits
positionen und dabei etwa zu 50-60 % im Sitzen vor.
3.6
Im Rahmen des Beschwerdeverfahrens reichte der Beschwerdeführer einen
Ver
laufsbericht
der Klinik für Orthopädie und Traumatologie
des
C._
vom 7. März
2022 (Urk. 8-10) zuhanden des behandelnden Hausarztes nach, worin folgenden Diagnosen aufgeführt wurden:
-
Beginnende
Coxarthrose
rechts bei
femoroacetabulärem
Impingement
vom
Cam-Typ
-
Status nach Hüftgelenksinfiltration rechts am 10. Februar 2022 mit
gutem Ansprechen
-
Belastungsabhängige
paralumbale Schmerzen beidseits
-
Belastungsabhängige Knieschmerzen beidseits
Zudem wurden folgende Nebendiagnosen gestellt:
-
S
tat
us nach Schulterarthroskopie links mit
Bursektomie
s
u
bacr
omi
al
,
suba
cromi
alem
Débridement
und Co-
Planing
AC-Gelenk bei
sub
acromi
alem
Impingement
beidseits
-
postoperative, adhäsive
Kapsulitis
-
Diabetes mellitus Typ 2
: orale Antidiabetika
-
Arterielle Hypertonie
-
Dyslipidämie
-
Persistierende Mikrohämaturie
Das MRI der
Wirbelsäule vom 19. Februar 20
22 zeige keinen Nachweis eines Bandscheibenvorfalls, keine Spinalkanalstenose und keine Fraktur. Die Hüftge
lenksinfiltration habe dem Beschwerdeführer eine gewisse Linderung gebracht. Dennoch klage er über persistierende belastungsabhängige Kniegelenksschmer
zen, welche die Fähigkeit Treppen zu steigen deutlich einschränkten. Zunehmend sei im Verlauf der letzten Woche die paralumbale Problematik, weshalb eine MRI-Untersuchung durchgeführt worden sei, welche keine pathologischen Befunde gezeigt habe. Bezüglich des Hüftgelenks habe die Situation durch die Infiltration verbessert werden können und es sei der weitere Verlauf zu beobachten.
4.
4.1
Vorliegend ist unbestritten und
gemäss Akten
lage
ausgewiesen, dass der Be
schwerdeführer aufgrund seiner körperli
chen Beschwerden (unter anderem
Schul
tern,
Hände
) in seiner angestammten Tätigkeit als
Produktionsmitarbeiter zu 100 % arbeitsunfähig ist.
Streitig ist dagegen, in welchem Umfang der Beschwer
deführer in einer behinderungsangepassten Tätigkeit arbeitsfähig ist.
4.2
Die IV-Stelle stützte sich in ihrer ablehnenden
Verfügung vom
18. März
2022
(Urk. 2) auf die Einschätzung des RAD-Arztes
Dr.
B._
, namentlich auf die Stel
lungn
ahme
vom
11. Oktober 2021
(vgl. E.
3.5
hievor
), ab. Der
RAD-Arzt nahm
dabei keine eigene Untersuchung vor, sondern zog lediglich die zitierten Berichte bei.
Darin fasste er die gemäss Aktenlage - insbesondere den Bericht des
E._
(vgl. E. 3.3) und den Untersuchungsbericht von
Dr.
A._
(vgl. E. 3.4) -
beste
henden Diagnosen
zusammen
und hielt in seiner versicherungsmedizinischen Be
urteilung fest, dass die
se
beim Beschwerdeführer eruierten Diagnosen - insbeson
dere die Tendovaginitiden der Hände und das
subacrominale
Impingement
beider Schultern - medizin-theoretisch in der Lage seien, die funktionelle Leistungsfä
higkeit zu mindern
. Gestützt
auf den Untersuchungsbericht von
Dr.
A._
attes
tierte er dem Beschwerdeführer
vom 1. Januar bis 12. September 2021
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit (
körperlich leichte Arbeiten ohne Notwendig
keit zu ständigem oder häufigem, festem Zugreifen/Halten/Drücken von Gegen
ständen mit beiden Händen, ohne Arbeiten über Kopf oder Schulterhöhe, nur selten in Schulterhöhe in wechselnden Arbeitspositionen und dab
ei etwa zu 50
60 % im Sitzen) eine 100%ige Arbeitsfähigkeit mit einer Leistungsminderung von 20 %
. Ab dem 13. September 2021 sei der Beschwerdeführer sodann wieder voll arbeitsfähig.
Dr.
med. F._
, Rheumatologie FMH, vom
E._
kam aufgrund seiner um
fassenden
rheumatologischen
Untersuchung des Beschwerdeführers dagegen zum Schluss, dass a
uch im Rahmen einer leichten Verweistätigkeit nur eine reduzierte Arbeitsfähigkeit bestehe, wobei Schulter-belastende Tätigkeiten sowie repetitiv Hand-belastende Tätigkeiten bezüglich der oberen Extremitäten und Bein-belas
tende Tätigkeiten wie längeres Stehen oder häufiges Gehen bezüglich der dege
nerativen Veränderungen an den unteren Ext
remitäten kaum zumutbar seien, w
omit eine Rest-Arbeitsfähigkeit mit Einschränkungen
resultiere
, die kaum noch eine Vermittelbarkeit zulasse
(vgl. E. 3.3). Aufgrund dieser
nachvollziehbaren
fachärztlichen Einschätzung
mit den
diversen festgestellten körperlichen Be
schwer
den
(Schultern, Hände, Hüften
) erscheint es zweifelhaft, dass der Beschwerd
eführer -
entsprechend den versicherungsinternen Beurteilungen (Unter
suchung durch
Dr.
A._
zuhanden der Krankentaggeldversicherung
, Aktenbe
urteilung
durch den
RAD-Arzt
Dr.
B._
) - in einer Verweistätigkeit zu 80 % res
pektive ab 1
3.
September 2021 zu 100 % arbeitsfähig ist. Insbesondere versäumte es
Dr.
A._
darzulegen, weshalb und inwiefern ab
dem
1
3.
Septem
ber 2021 eine höhere Arbeitsfähigkeit in angepasster
Tätigkeit möglich gewesen sein soll.
Angesichts diese
r d
argelegten Zweifel an der
Zuverl
ässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsint
ernen ärztlichen Abklärung
(
RAD
-B
ericht von Dr.
B._
ge
stützt auf einer rein
en Aktenbeurteilung) kann nicht darauf abgestellt werden (vgl. E. 1.6).
4.3
Gestütz
t auf die vorliegenden Berichte kann der Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers
nicht abschliessend beurteilt werden. Vielmehr besteht weit
erer Abklärungsbedarf bezüglich der somatischen
Leistungseinschränkungen und deren Auswi
rkung auf die Arbeitsfähigkeit.
Da in erster Linie die Beschwerde
gegnerin
fü
r d
ie richtige
und vollständige Sach
verhaltsabklärung zu sorgen hat
(vgl. Art. 43 Abs. 1 ATSG), besteht vorlieg
end weder Raum noch Anlass, ein
Gerichts
gutachten ein
zuholen. Demnach ist die Sache
in Aufhebung
der ange
fochtenen Verfügung
vom
18. März 2022 (Urk. 2)
zur umfassenden Abklärung
und
je nach deren Ausgang
zum Entscheid über
den
Leistungsanspruch
(beruf
liche Massnah
men/Rente)
zurückzuweisen.
Anzumerken bleibt in diesem Zusam
menhang, dass eine fehlende Berufsausbildung einen Anspruch auf Umschulung keineswegs aus
schliesst (Urteil I 826/05 des Bundesgerichts vom 2
8.
Februar 2006, E. 4.2).
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen
.
5
.
5.1
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2).
5.2
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der unterliegenden Beschwerdegeg
nerin aufzuerlegen.
5.3
Ausgangsgemäss hat
der vertretene Beschwerdeführer
Anspruc
h auf eine Pro
zessentschädigung (§ 34 Abs. 3 des Gesetzes über
das Sozi
alversicherungsgericht,
GSVGer
), welche ermessensweise auf
Fr. 1’2
00.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer)
festzusetzen ist
.