# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 10b24bf8-dc55-4322-99eb-6d6e1e82ff8b
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt nicht genügend abgeklärt sei. In der Folge holte die IV-Stelle
bei der Klinik Gut (Dr. med. B._) die seit Juni 2014 aufgelaufenen
Akten ein und gab ein monodisziplinäres medizinisches Gutachten
(Rheumatologie) inkl. Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(nachfolgend EFL) in Auftrag.
7. Mit Schreiben vom 4. Februar 2016 liess Dr. med. B._ der IV-Stelle
die medizinischen Unterlagen zukommen. Gleichzeitig teilte er mit, dass
bei A._ am 16. September 2015 eine Knietotalprothesenimplantation
durchgeführt worden sei, erwähnte die Schulterproblematik mit nicht
rekonstruierbaren Rotatorenmanschetten-Rupturen beidseits und verwies
auf die am 28. Januar 2013 durchgeführte letzte operative Behandlung an
der Schulter, auf die immer noch vorliegenden deutlichen
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Restbeschwerden und die Schmerzproblematik im ganzen
Wirbelsäulenbereich.
8. Am 9. August 2016 erstattete Dr. med. C._ von den Kliniken Valens
das monodisziplinäre rheumatologische Gutachten mit Bericht der am 29.
und 30. Juni 2016 durchgeführten EFL vom 4. August 2016. Der Gutachter
erachtete die Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit als seit Ende
2012 nicht mehr möglich. In Bezug auf die medizinisch-theoretische
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit hielt der Gutachter
fest, dass A._ eine sehr leichte wechselbelastende Arbeit mit
Hantieren von Lasten selten mit maximal 5 kg in einem 50%-Pensum
während vier Stunden pro Tag ausüben könne. Er attestierte ihm bis
Spätfrühjahr 2013 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und ab Spätfrühjahr
2013 bis Frühherbst 2014 eine ca. 50%ige Arbeitsfähigkeit. Ab der zweiten
Hälfte 2014 hätten dann die arthrose-bedingten Kniegelenksbeschwerden
massiv zugenommen, sodass von einer zunehmenden Einschränkung der
Restarbeitsfähigkeit in behinderungsadaptierten Tätigkeiten auszugehen
sei, die in Prozenten zu beziffern jedoch unmöglich und rein spekulativ sei.
Sicher sei A._ ab Februar 2015 wieder eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit zu attestieren. Die erwähnte behinderungsadaptierte
körperlich leichte und wechselbelastende Arbeit in einem 50%-Pensum,
ganztags verwertet, könne der Versicherte ab April 2016 ausüben.
9. Im Abschlussbericht des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stelle
(nachfolgend RAD) vom 25. August 2016 stellte Dr. med. D._ fest,
dass das Gutachten der Kliniken Valens vom 9. August 2016 in sich
widerspruchsfrei und schlüssig und die medizinischen Schlussfolgerungen
nachvollziehbar seien. Gestützt darauf stellte er eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit seit November 2012 sowie
folgende Arbeitsfähigkeiten in einer adaptierten Tätigkeit fest: 50 % ab
Spätfrühjahr 2013, ca. 25 % ab Frühherbst 2014, 0 % ab Februar 2015 und
50 % ab April 2016.
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10. Mit Vorbescheid vom 7. Februar 2017 teilte die IV-Stelle A._ mit, dass
er Anspruch auf eine IV-Rente habe, nämlich ab 1. September 2014 bis 30.
April 2015 auf eine halbe (55 % IV-Grad) und ab 1. Mai 2015 bis 30. Juni
2016 auf eine ganze (100 % IV-Grad) IV-Rente. Gegen den Vorbescheid
vom 7. Februar 2017 erhob A._ mit Schreiben vom 13. März 2017
Einwand und verlangte auf der Basis verschiedener beigelegter Berichte
der Klinik Gut eine unbefristete Rentenleistung.
11. Mit Verfügungen vom 25. September 2017 verfügte die IV-Stelle die
Ausrichtung einer halben IV-Rente ab 1. September 2014 bis 30. April 2015
(55 % IV-Grad) und einer ganzen IV-Rente ab 1. Mai 2015 bis 30. Juni 2016
(100 % IV-Grad), verneinte jedoch die Ausrichtung einer IV-Rente für die
Zeit vom 1. April 2014 bis zum 31. August 2015 und ab dem 1. Juni 2016.
Für die Bemessung des Invalideneinkommens stellte die IV-Stelle auf die
LSE 2014, Kompetenzniveau 1 (einfache Tätigkeiten körperlicher oder
handwerklicher Art, angepasst an die Nominallohnentwicklung) ab, womit
bei einem solchen von Fr. 34'018.95 (Arbeitsfähigkeit 50 %) bzw.
Fr. 17'009.91 (Arbeitsfähigkeit 25 %) und einem aufindexierten
Valideneinkommen von Fr. 38‘053.35 ein IV-Grad von 10.60 % bzw.
55.30 % resultierte.
12. Gegen diese Verfügungen vom 25. September 2017 erhob A._
(nachfolgend Beschwerdeführer) mit Eingabe vom 27. Oktober 2017
Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden. Er
beantragte die kosten- und entschädigungsfällige Aufhebung der
Verfügungen vom 25. September 2017, die Zusprechung einer
Invalidenrente ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt, eventualiter die
Rückweisung an die IV-Stelle zu weiteren Abklärungen.
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13. Mit Vernehmlassung vom 14. November 2017 beantragte die IV-Stelle
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) die kostenfällige Abweisung der
Beschwerde.
14. Mit Replik vom 18. Dezember 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen
Anträgen gemäss Beschwerde vom 27. Oktober 2017 fest.
15. Mit Duplik vom 22. Dezember 2017 verwies die Beschwerdegegnerin auf
die in der Vernehmlassung vom 14. November 2017 gemachten
Ausführungen.
Auf die Begründung in den angefochtenen Verfügungen sowie auf die
weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, soweit
entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Nach Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Die Verfügungen der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom
25. September 2017 (Akten des Beschwerdeführers [Bf-act.] 2, Akten der
Beschwerdegegnerin [Bg-act.] 69, 71 und 76) stellen eine solche
anfechtbare IV-Verfügung und folglich ein taugliches Anfechtungsobjekt für
ein Verfahren vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ergibt sich aus Art. 57
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) in Verbindung mit Art. 49
Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR
370.100). Als Adressat der strittigen Verfügungen ist der Beschwerdeführer
berührt und er weist ein schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung
oder Änderung auf (Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und
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formgerecht (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 und Art. 61 ATSG)
eingereichte Beschwerde ist somit einzutreten.
2. Strittig und zu prüfen ist vorliegend, ob die Beschwerdegegnerin zu Recht
auf das monodisziplinäre rheumatologische Gutachten von Dr. med.
C._ (Kliniken Valens) vom 9. August 2016 mit Evaluation der
funktionellen Leistungsfähigkeit (Bg-act. 60 und 61) abgestellt hat oder
nicht, zu Recht von einer Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers in einer
adaptierten Tätigkeit von 50 % ab Spätfrühjahr 2013, von ca. 25 % ab
Frühherbst 2014 und von 50 % ab April 2016 ausgegangen ist oder nicht
und damit dem Beschwerdeführer auf der Basis eines IV-Grads von 55 %
für die Zeit zwischen dem 1. September 2014 und dem 30. April 2015 eine
halbe IV-Rente zu Recht zugesprochen, hingegen für den Zeitraum 2013
bzw. ab 1. April 2014 bis 31. August 2014 und den Zeitraum ab 1. Juli 2016
den Anspruch auf eine IV-Rente zu Recht verneint hat oder nicht.
Unbestritten geblieben ist die 100%ige Arbeitsunfähigkeit des
Beschwerdeführers für seine angestammte Tätigkeit als Landwirt und
Bauallrounder sowie sein Anspruch auf eine ganze IV-Rente (bei einem IV-
Grad von 100 %) für den Zeitraum zwischen dem 1. Mai 2015 und dem 30.
Juni 2016.
3. Gemäss Art. 6 und Art. 28 IVG hat, wer im Sinne des Gesetzes invalid ist,
Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung, u.a. auch auf eine
Invalidenrente. Nach Art. 8 Abs. 1 ATSG gilt als Invalidität die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Erwerbsunfähigkeit wird gemäss Art. 7 Abs. 1 ATSG
verstanden als der durch die Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen
oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung oder Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden
ausgeglichenen Arbeitsmarkt. Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades
wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der
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Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und
allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte
(Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen
(Valideneinkommen), das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Art. 28a Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 16 ATSG).
Ein rentenbegründender Invaliditätsgrad liegt gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG
vor, wenn eine versicherte Person ihre Erwerbsfähigkeit nicht durch
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wiederherstellen, erhalten oder
verbessern kann (lit. a), während mindestens eines Jahres ohne
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % im bisherigen
Beruf oder Aufgabenbereich eingeschränkt gewesen ist (lit. b) und nach
Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid ist (lit. c). Sind diese
Voraussetzungen erfüllt, so steht der versicherten Person bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 40 % eine Viertelsrente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 50 % eine halbe Rente, bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 60 % eine Dreiviertelsrente und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 70 % eine ganze Rente zu (Art. 28 Abs. 2
IVG).
3.1. In den angefochtenen Verfügungen vom 25. September 2017 (Bf-act. 2,
Bg-act. 69, 71 und 76) stellte die Beschwerdegegnerin fest, dass der
Beschwerdeführer seit dem 1. November 2012 (Beginn der einjährigen
Wartefrist; IV-Anmeldung am 24. Oktober 2013) in seiner Arbeitsfähigkeit
erheblich eingeschränkt und dass ihm aus ärztlicher Sicht die Ausübung
seiner angestammten Tätigkeit als Landwirt nicht mehr zumutbar sei. Sie
nahm folgende Arbeitsfähigkeiten in einer leidensangepassten Tätigkeit an:
50 % ab Spätfrühjahr 2014 und 25 % ab 1. September 2014 (Frühherbst),
0 % zwischen Februar 2015 und April 2016, danach wieder 50 %. Gestützt
auf den IV-Abklärungsbericht des Plantahofs (Bg-act. 14) stellte die
Beschwerdegegnerin auf ein aufindexiertes Valideneinkommen (als
Landwirt inkl. Nebenverdienst) von Fr. 38'053.35 ab und errechnete auf der
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Basis der LSE 2014 (Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten körperlicher
oder handwerklicher Art], angepasst an die Nominallohnentwicklung) bei
einer Leistungsfähigkeit von 50 % ein Invalideneinkommen von
Fr. 34'018.95 und somit einen IV-Grad von 10.60 % bzw. bei einer
Leistungsfähigkeit von 25 % einen IV-Grad von 55.30 %. Im ersteren Fall
(IV-Grad 10.60 %) verneinte sie den Anspruch auf eine IV-Rente, im
zweiteren Fall bejahte sie den Anspruch auf eine halbe IV-Rente. Sie
verfügte in der Folge folgende IV-Renten:
- halbe Rente vom 1. September 2014 bis 30. April 2015 (IV-Grad
55.30 %)
- ganze Rente vom 1. Mai 2015 bis 30. Juni 2016 (IV-Grad 100 %)
3.2. In seiner Beschwerde vom 27. Oktober 2017 und in der Replik vom 18.
Dezember 2017 führt der Beschwerdeführer aus, ein Rentenbeginn ab
April 2014 komme aufgrund der am 24. Oktober 2013 erfolgten Anmeldung
und des dannzumal bereits abgelaufenen Wartejahrs in Frage, weshalb für
den Einkommensvergleich die Verhältnisse im Zeitpunkt des allfälligen
Rentenbeginns zu berücksichtigen seien, mithin auch der Umstand, dass
im April 2014 die Hofübergabe noch nicht stattgefunden habe. Deshalb sei
die Anrechnung eines Invalideneinkommens in einer Verweistätigkeit nicht
sachgerecht. Was die Frage des Rentenbeginns betreffe, seien die
Ausführungen im Gutachten der Kliniken Valens vom 9. Juni 2016 vage,
die echtzeitlichen Berichte von Dr. med. B._ vom 25. Juni 2013 und
von Dr. med. E._ vom 17. November 2013 widersprächen der
gutachterlichen Einschätzung. Die Annahme einer Teilarbeitsfähigkeit von
50 % per April 2014 werde daher bestritten. Auf den instabilen
Gesundheitszustand sei bereits in der Beschwerde vom 15. September
2014 hingewiesen worden. Selbst wenn das Gericht einen Berufswechsel
als zumutbar erachte, so stehe die tatsächliche gesundheitliche
Verschlechterung einer Stellensuche bzw. einer tatsächlichen
Arbeitsaufnahme seitens des Beschwerdeführers entgegen. Es werde
bestritten, dass die von der Beschwerdegegnerin postulierte
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Restarbeitsfähigkeit von 25 %, auch angesichts des Belastungsprofils und
des abgelegenen Wohnorts des Beschwerdeführers, auf dem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt wirtschaftlich verwertbar sei. Der
Gesundheitszustand sei auch nach der Knieoperation im Februar 2015
instabil geblieben, die verschiedenen Leiden würden sich wechselseitig
beeinflussen, zudem seien die Schmerzen und
Bewegungseinschränkungen nicht genügend berücksichtigt worden.
Schliesslich sei im Oktober 2017 eine erneute Knieoperation erfolgt, dieser
Umstand müsse auch berücksichtigt werden, entsprechende Unterlagen
dazu würden nachgereicht. Ein zusätzliches, im Gutachten nicht erwähntes
Problem sei, dass der Beschwerdeführer schmerzbedingt kaum noch
schlafen könne. In Bezug auf die Schadenminderungspflicht bestreitet der
Beschwerdeführer, dass es ihm zuzumuten gewesen wäre, die Tätigkeit
als Landwirt per 1. April 2014 aufzugeben. Er rügt, dass seine konkrete
Situation zu wenig berücksichtigt worden sei. Schliesslich sei auch die
wirtschaftliche Verwertbarkeit einer allfälligen Teilarbeitsfähigkeit von 50 %
sehr gering, insbesondere seien hier die gesundheitlichen
Einschränkungen, das Alter sowie die erforderliche Einarbeitungs- und
Angewöhnungszeit zu berücksichtigen. Werde dennoch von der
Zumutbarkeit eines Berufswechsels und einer wirtschaftlich verwertbaren
Restarbeitsfähigkeit ausgegangen, so müsse der maximale Leidensabzug
vom Tabellenlohn gewährt werden.
3.3. Die Beschwerdegegnerin führt in ihrer Vernehmlassung vom 14. November
2017 aus, dass sie an den Verfügungen vom 25. September 2017
vollumfänglich festhalte. Gegenstand des Verfahrens sei angesichts der
am 24. Oktober 2013 erfolgten IV-Anmeldung der Rentenanspruch ab dem
1. April 2014. In Bezug auf die in der Beschwerde erwähnte, anscheinend
im Oktober 2017 durchgeführte Knieoperation und die entsprechenden in
Aussicht gestellten Unterlagen gibt sie an, dass diese unberücksichtigt
bleiben müssten, weil allein der Sachverhalt, wie er sich bis zum
Verfügungszeitpunkt am 25. September 2017 ergeben habe, massgebend
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sei. Im Übrigen verweist die Beschwerdegegnerin zur Begründung ihrer
Anträge auf die Verfügungen vom 25. September 2017.
4. Zutreffend ist, dass grundsätzlich der Sachverhalt, wie er sich bis zum
Verfügungszeitpunkt am 25. September 2017 ergeben hat, zu
berücksichtigen ist (KIESER, ATSG-Kommentar, Zürich 2015, 3. Aufl.,
Art. 61 Rz. 99; Urteil des Bundesgerichts 8C_71/2017 vom 20. April 2017
E.8.2.1; BGE 143 V 295 E.4.1.3, BGE 132 V 215 E.3.1.1). Das Gericht kann
spätere Arztberichte und andere einschlägige Dokumente in die
Beurteilung insofern mit einbeziehen, soweit sie Rückschlüsse auf die im
Zeitpunkt des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegebene Situation
erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_534/2018 vom 15. Februar 2019
E.2.1 mit zahlreichen Hinweisen).
Vorliegend ist, wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Vernehmlassung vom
14. November 2017 zu Recht ausführt, die am 19. Oktober 2017 beim
Beschwerdeführer durchgeführte weitere Knieoperation (Bf-act. 3)
unbeachtlich, zumal sie nach dem Verfügungszeitpunkt (25. September
2017) erfolgte. Allenfalls kann sich der Beschwerdeführer, sollte sich sein
Gesundheitszustand seither erheblich verschlechtert haben, erneut bei der
Beschwerdegegnerin melden (vgl. Art. 87 der Verordnung über die
Invalidenversicherung [IVV; SR 831.201]). Dasselbe gilt für das vom
Beschwerdeführer behauptete, angeblich neu dazugekommene Problem,
dass er schmerzbedingt nicht mehr schlafen könne (vgl. dazu allerdings
Erwägung 5.4.3 in fine).
5. Im Sozialversicherungsrecht gilt generell das Untersuchungsprinzip.
Demnach hat die Behörde den rechtserheblichen Sachverhalt von Amtes
wegen abzuklären, ohne dabei an die Anträge der Parteien gebunden zu
sein (Art. 43 Abs. 1 ATSG und Art. 61 lit. c ATSG; vgl. auch KIESER, a.a.O.,
Art. 43 Rz. 13 ff.; Urteil des Bundesgerichts 8C_398/2018 vom 5.
Dezember 2018 E.3.1). Die Untersuchungspflicht gilt sowohl im
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Verwaltungsverfahren wie auch grundsätzlich im kantonalen
Gerichtsverfahren (KIESER, a.a.O. Art. 43 Rz. 28).
Um beurteilen zu können, in welchem Umfang und bezüglich welcher
Tätigkeiten einem Versicherten noch eine Erwerbstätigkeit zugemutet
werden kann, sind die Verwaltung und das im Beschwerdefall angerufene
Gericht auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls
andere Fachleute zur Verfügung stellen (BGE 132 V 93 E.4). Dabei können
sich die IV-Stellen und im Streitfall die Sozialversicherungsgerichte auf die
Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD; Art. 59 Abs. 2bis Satz 1 IVG), auf die
Berichte der behandelnden Ärztinnen und Ärzte oder auf externe
medizinische Sachverständige abstützen (Art. 59 Abs. 3 IVG). Das
Bundesrecht schreibt nicht vor, wie die einzelnen Beweismittel zu würdigen
sind, vielmehr gilt für das gesamte Verwaltungs- und
Verwaltungsgerichtsbeschwerdeverfahren der Grundsatz der freien
Beweiswürdigung (BGE 143 V 124 E.2.2.2, BGE 125 V 351 E.3). Danach
haben Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte die Beweise
frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies,
dass das Gericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie
stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische
These abstellt (vgl. zum Ganzen BGE 143 V 124 E.2.2.2 und BGE 125 V
351 E.3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der
Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt,
in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der
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Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der
medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1, BGE 125 V 351 E.3a).
Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die
Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder
in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 143
V 124 E.2.2.2, BGE 125 V 351 E.3a mit Hinweisen). Dennoch hat es die
Rechtsprechung mit dem Grundsatz der freien Beweiswürdigung als
vereinbar erachtet, in Bezug auf bestimmte Formen medizinischer Berichte
und Gutachten Richtlinien für die Beweiswürdigung aufzustellen (BGE 125
V 351 E.3b). Den im Rahmen des Verwaltungsverfahrens eingeholten
Gutachten von externen Spezialärzten, welche aufgrund eingehender
Beobachtungen und Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten
Bericht erstatten und bei der Erörterung der Befunde zu schlüssigen
Ergebnissen gelangen, ist bei der Beweiswürdigung volle Beweiskraft
zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit
der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E.1.3.4, BGE 125 V 351 E.3b/bb).
In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und soll der Richter auch der
Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte mitunter im Hinblick
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu
Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E.4.5, BGE 125 V 351
E.3a und 3b). Sodann kommt auch den Berichten und Gutachten
versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind
und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. (vgl. BGE 135 V
465 E.4.4, BGE 125 V 351 E.3b/ee; Urteil des Bundesgerichts
8C_245/2011 vom 25. August 2011 E.5.3).
5.1. Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei Erlass der angefochtenen
Verfügungen vom 25. September 2017 (Bf-act. 2, Bg-act. 69, 71 und 76)
auf das monodisziplinäre Gutachten (Rheumatologie) mit EFL der Kliniken
Valens (Dr. med. C._) vom 9. August 2016 ab (Bg-act. 60, 61).
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5.1.1. Dr. med. C._ stellte folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die
Arbeitsfähigkeit:
1. Periarthropathia genu rechts sowie neuropathisches
Schmerzsyndrom am rechten Kniegelenk
- Status nach Kniegelenksarthroskopie rechts Ende der 2000er Jahre
- Status nach hoher valgisierender Tibiakopfosteotomie rechts
04/2010
- Status nach Metallentfernung, Entfernung des Kunstknochens,
Implantation von humaner Fremdspongiosa und Re-Osteosynthese
05/2011
- Status nach zuklappender Tibiaosteotomie proximal 02/2015
- Status nach Implantation einer Knietotalprothese rechts wegen
progredienter Gonarthrose 09/2015
- ICD-10 M25.5, M17.9
2. Chronisches PHS Tendinotica beidseits, links mehr als rechts
- Ausgedehnte Rotatorenmanschettenläsion links mit vollständiger
Ruptur der Supraspinatus- und Infraspinatussehne mit begleitender
Atrophie der beiden Muskeln sowie Teilruptur der
Subscapularissehne mit Pulley-Läsion und begleitender
mässiggradiger AC-Gelenksarthrose
- Status nach Schulterarthroskopie links mit Débridement und AC-
Gelenksresektion links 01/2013
- ICD-10 M75.0
3. Lumbovertebrales bis lumbospondylogenes Sydnrom rechts
- Fehlform und Fehlhaltung der Wirbelsäule
- Muskuläre Dysbalance
- Radiologisch degenerative Veränderungen der unteren LWS mit
Diskopathien L3/4 bis L5/S1 und begleitenden Spondylarthrosen
ohne Hinweis auf eine Neurokompression
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- ICD-10 M54.5, M54.4
Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit hielt er einen
insulinabhängigen Diabetes mellitus Typ 2 mit Retinopathie mit
anamnestischer Netzhautablösung rechts, eine Adipositas (ICD-10 E10)
sowie prostatische Miktionsbeschwerden (ICD-10 N40) fest.
Dem Gutachter standen bei der Begutachtung sämtliche Vorakten zur
Verfügung, zudem untersuchte er den Beschwerdeführer am 23. Juni 2016
persönlich. An zwei Halbtagen, nämlich am 29. und 30. Juni 2016, erfolgte
die EFL, der entsprechende Bericht stammt vom 4. Juli 2016 (Bg-act. 61).
Dr. med. C._ zeigte in der zusammenfassenden Beurteilung (Bg-
act. 60 S. 60 f.) den Krankheitsverlauf sowohl bezüglich der Knie-,
Schulter- wie auch der Rückenproblematik auf und hielt fest, dass die
funktionellen Probleme am rechten Knie, am unteren Rücken und an der
Schulter aufgrund der aktuellen Abklärung nachgewiesen seien. Weiter
führte Dr. med. C._ aus, dass wegen der rheumatologisch und
ergonomisch feststellbaren wesentlichen Funktionseinschränkungen des
Bewegungsapparates die aktuelle Leistungsfähigkeit des
Beschwerdeführers in Bezug auf die zuletzt ausgeübten beruflichen
Tätigkeiten deutlich eingeschränkt und dass diesem eine Tätigkeit als
Landwirt oder als Bauallrounder definitiv nicht mehr möglich sei. Dagegen
sollte er sehr leichte und wechselbelastende Arbeiten zumindest in einem
Teilzeitpensum ausüben können. In Beantwortung der Fragen der
Beschwerdegegnerin gab Dr. med. C._ an, dass in den
angestammten Tätigkeiten seit Ende 2012, nämlich seit der im Spätherbst
2012 erlittenen Rotatorenmanschettenläsion nach einem Sturz, eine
100%ige Arbeitsunfähigkeit ausgewiesen sei. Hingegen erachtete er die
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit – sehr leichte
wechselbelastende Arbeiten mit Hantieren von Lasten selten bis maximal
5kg – angesichts der körperlichen Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit
infolge der Schmerzen in Schultern, Rücken und rechtem Knie zwar als
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ganztätig, jedoch mit zusätzlichen Pausen von vier Stunden als möglich,
womit von einem 50%-Pensum auszugehen sei. Den Beginn dieser
adaptierten Arbeitsfähigkeit setzte Dr. med. C._ auf Spätfrühjahr 2013
fest, zumal nach der im Januar 2013 durchgeführten Schulterarthroskopie
die Beschwerden wegen der Schulterverletzung und die postoperativen
Beschwerden abgeklungen sein sollten. Die geringere Arbeitsfähigkeit für
die Zeit zwischen September 2014 und Februar 2015 begründete er mit der
massiven Zunahme der Kniegelenksbeschwerden, die gänzliche
Arbeitsunfähigkeit für die Zeit zwischen Februar 2015 bis April 2016 mit der
im Februar 2015 erfolgten vierten Knieoperation und der im September
2015 erfolgten Implantation einer Knietotalprothese mit verlängerter
Rekonvaleszenz (mindestens sechs Monate) (Bg-act. 60 S. 22).
5.1.2. Der RAD-Arzt, Dr. med. D._, erachtete die Schlussfolgerungen von
Dr. med. C._ vom 9. August 2016 als in sich widerspruchsfrei,
schlüssig und plausibel. Er legte gestützt darauf die Arbeitsunfähigkeiten
des Beschwerdeführers fest (Bg-act. 81 S. 10 ff).
5.1.3. Das Gericht kann sich dieser Einschätzung anschliessen. Das Gutachten
von Dr. med. C._ vom 9. August 2016 (Bg-act. 60) mit EFL vom 4. Juli
2016 (Bg-act. 61) erweist sich als für die streitigen Belange umfassend, es
beruht auf allseitigen Untersuchungen inkl. einer eingehenden
persönlichen Exploration des Beschwerdeführers, es berücksichtigt auch
die geklagten Beschwerden und wurde in Kenntnis der Vorakten
(Anamnese) abgegeben (vgl. dazu Erwägung 5; BGE 134 V 231 E.5.1,
BGE 125 V 351 E.3a). Die Erläuterung der medizinischen
Zusammenhänge und die Beurteilung der medizinischen Situation sind
einleuchtend und die Schlussfolgerungen von Dr. med. C._ begründet
(BGE 134 V 231 E.5.1, BGE 125 V 351 E.3a). Die dagegen erhobenen
Einwände des Beschwerdeführers erweisen sich, was im Nachfolgenden
aufgezeigt wird, als nicht überzeugend.
- 17 -
5.2. Der Beschwerdeführer rügt die Ausführungen des Gutachters zum
frühesten Rentenbeginn (Spätfrühjahr bzw. Mai 2013 bzw. April 2014 nach
IV-Anmeldung am 24. Oktober 2013) als vage und verweist diesbezüglich
auf die angeblich anderslautenden echtzeitlichen Berichte von Dr. med.
B._ vom 25. Juni 2013 und Dr. med. E._ vom 17. November
2013, ohne allerdings im Einzelnen darzulegen, inwiefern diese Berichte
tatsächlich den gutachterlichen Feststellungen entgegenstehen würden.
5.2.1. Dr. med. B._ erstattete am 25. Juni 2013 den IV-Arztbericht (Bg-act. 3
S. 1 ff.) und gab dort bezüglich des rechten Knies einen schwankenden
postoperativen Verlauf (nach Eingriffen im April/Mai 2011) mit zunehmend
neuralgieformen Beschwerden und bezüglich der Schulter Schmerzen bei
zufriedenstellendem Bewegungsausmass an. Die bisherige Tätigkeit
erachtete Dr. med. B._ als nicht mehr zumutbar (Bg-act. 3 S. 2). Bei
der Frage, ob eine leidensadaptierte Tätigkeit möglich sei, schrieb er
"keine", bei der Frage, wie sich die möglichen medizinischen Massnahmen
(evtl. Infiltrationstherapie, Physiotherapie, Reoperation) auf die
Arbeitsfähigkeit auswirkten, schrieb er "wahrscheinlich kaum bei
ungünstiger Prognose" (Bg-act. 3 S. 3). In der Tabelle der möglichen
Arbeiten (Bg-act. 3 S. 5) kreuzte er an, dass dem Beschwerdeführer u.a.
rein stehende, kauernde und kniende Tätigkeiten, Gehen in unebenem
Gelände und "Kopfüberarbeit" nicht möglich, Arbeiten im Sitzen, mit
Bücken und mit Rotation im Sitzen/Stehen nicht ganztags, jedoch teilweise
(20-30 % bzw. 20 %) bei uneingeschränktem Konzentrations- und
Auffassungsvermögen sowie uneingeschränkter Anpassungsfähigkeit,
Belastbarkeit und Fahrtauglichkeit möglich seien (Bg-act. 3 S. 5).
Zwar verneinte Dr. med. B._ im IV-Arztbericht (Bg-act. 3 S. 3) – im
Gegensatz zu Dr. med. C._ – die Möglichkeit einer
leidensangepassten Tätigkeit, dies allerdings nur mit einem Wort und ohne
weitergehende Begründung. Demgegenüber geht aus seinen Angaben zu
den möglichen Arbeiten in einer leidensangepassten Tätigkeit (Bg-act. 3
S. 5) hervor, dass der Beschwerdeführer gewisse Tätigkeiten (Arbeiten im
- 18 -
Sitzen, mit Bücken und mit Rotation im Sitzen/Stehen) zwar nicht ganztags,
jedoch teilweise noch ausüben konnte, womit also eine leidensangepasste
Tätigkeit auch nach seinen Angaben nicht vollständig ausgeschlossen war.
So waren gemäss beiden Ärzten eine sitzende Tätigkeit (Bg-act. 3 S. 5, Bg-
act. 60 S. 21), Bücken bzw. Sitzen vorgeneigt und Rotationen im Stehen
und Sitzen zwar eingeschränkt, jedoch nicht unmöglich (Bg-act. 3 S. 5, Bg-
act. 60 S. 21).
Einig sind sich beide Ärzte darin, dass die bisherige Tätigkeit nicht mehr
zumutbar ist (Bg-act. 3 S. 2, Bg-act. 60 S. 18). Diese Einschätzung
(100%ige Arbeitsunfähigkeit als Landwirt ab dem 28. Januar 2013)
bestätigte angesichts der zu erwartenden Progredienz der Beschwerden
(Schulter- und Kniebeschwerden) auch der Hausarzt, Dr. med. E._, in
seinem bei der Beschwerdegegnerin am 20. November 2013
eingegangenen medizinischen Bericht (Bg-act. 9). Bezüglich Befund
verwies Dr. med. E._ auf den Bericht der Klinik Gut (Dr. med.
B._), zudem schrieb er ohne nähere Begründung, dass Tätigkeiten mit
längerem Gehen in unebenem Gelände, Stehen, Sitzen und Arbeiten über
Kopf nicht möglich seien.
Diese Angaben der behandelnden Ärzte vermögen, sofern sie von der
Einschätzung von Dr. med. C._ in dessen Gutachten vom 9. August
2016 (Bg-act. 60) überhaupt abweichen, dessen gutachterliche Beurteilung
nicht in Zweifel zu ziehen. Wenn Dr. med. C._ angab, dem
Beschwerdeführer sei ab Spätfrühjahr 2013 (also ungefähr ab Mai 2013)
bis Frühherbst 2014 (also ungefähr bis August 2014) eine sehr leichte
wechselbelastende Arbeit und das Stehen und Gehen (sowie weitere
Körperpositionen mit Bezug auf die Beine) (Bg-act. 60 S. 20 f.) mit
regelmässigen Pausen zur Erholung von haltebedingten Belastungen
möglich, so stehen die damaligen ärztlichen Berichte von Dr. med. B._
(Bg-act. 3) und Dr. med. E._ (Bg-act. 9) dem nicht entgegen, zumal
deren Beurteilungen, wenn überhaupt, nur unwesentlich von derjenigen
- 19 -
von Dr. med. C._ abweichen. Dass dem so ist, ergibt sich auch aus
dem medizinischen Bericht vom 10. Juni 2014 von Dr. med. B._ (Bg-
act. 26 S. 2). Darin gab er an, dass dem Beschwerdeführer eine leichte
körperliche Tätigkeit zugemutet werden könne, wobei er eine teils sitzende,
teils stehende Tätigkeit mit wechselnder Belastung als möglich, hingegen
nur kniende Tätigkeiten, Arbeiten in der Hocke, Gehen in unebenem
Gelände als zu vermeiden und Überkopfarbeiten als nicht zumutbar
beschrieb und damit mit der Einschätzung von Dr. med. C._ im
Wesentlichen übereinstimmte.
5.2.2. Aus all dem folgt, dass die Einschätzung von Dr. med. C._, der
Beschwerdeführer habe ab Spätfrühjahr 2013, nämlich nach Erholung von
der im Januar 2013 erfolgten Schulterarthroskopie, bis Frühherbst 2014 zu
50 % in einer leidensadaptierten Tätigkeit arbeiten können (Bg-act. 60
S. 15 und S. 21), nicht zu beanstanden ist.
5.3. Der Beschwerdeführer rügt ferner, es sei widersprüchlich, wenn einerseits
in den Verfügungen vom 25. September 2017 der Gutachter zitiert werde,
wonach es nicht möglich bzw. spekulativ sei, die Arbeitsunfähigkeiten in
Prozent zu beziffern, und der RAD Ostschweiz die Arbeitsfähigkeit für den
Zeitraum September 2014 bis Januar 2015 auf 25 % geschätzt habe, und
andererseits die Beschwerdegegnerin für den Zeitraum April 2014 bis
August 2014 doch auf die – spekulative – Einschätzung des Gutachters
von 50 % Arbeitsunfähigkeit abgestellt habe.
5.3.1. Zu dieser Rüge ist festzuhalten, dass der Gutachter die Bezifferung der
Arbeitsfähigkeit lediglich in Bezug auf den Zeitraum ab der zweiten Hälfte
2014 bis Februar 2015 als "unmöglich" bzw. "rein spekulativ" bezeichnete
(Bg-act. 60 S. 22). Die Einschätzung für die Zeit davor (50 % ab
Spätfrühjahr 2013 bis Frühherbst 2014) begründete er, wie bereits
dargelegt, in plausibler Art und Weise (vgl. Erwägung 5.1. und 5.2), ebenso
diejenige für die Zeit ab Februar 2015 (100%ige Arbeitsunfähigkeit nach im
- 20 -
Februar 2015 erfolgter vierter Knieoperation und Implantation der
Knietotalprothese im September 2015 mit verlängerter Rekonvaleszenz,
Bg-act. 60 S. 22). Wenn nun der RAD-Arzt die Arbeitsfähigkeit für die Zeit
ab Frühherbst 2014 bis Februar 2015 unter diesen Umständen und gestützt
auf die vom Gutachter beschriebene allmähliche Verschlechterung
(Zunahme der arthrose-bedingten Kniegelenksbeschwerden) und die
zunehmende Einschränkung der Restarbeitsfähigkeit in
behinderungsadaptierten Tätigkeiten auf 25 % schätzte, nämlich auf das
Mittel zwischen 50 % (in der Zeit davor) und 0 % Arbeitsfähigkeit (in der
Zeit ab Februar 2015) (Bg-act. 81 S. 13), so ist dies nicht zu beanstanden.
Selbst der Beschwerdeführer bringt dagegen nichts Konkretes vor.
5.4. Des Weiteren macht der Beschwerdeführer geltend, dem Krankheitsverlauf
sei nicht angemessen Rechnung getragen worden, insbesondere seien der
instabile Gesundheitszustand und die Wechselwirkungen der multiplen
Beschwerden des Bewegungsapparates nicht berücksichtigt worden. Er
verweist dabei auf den Sprechstundeneintrag der Klinik Gut vom 9. August
2016, die dortige notfallmässige Behandlung vom 23. August 2016 und auf
nachzureichende sachdienliche Unterlagen, insbesondere in Bezug auf die
notwendig gewordene Knieoperation im Oktober 2017.
5.4.1. Was letztere (Knieoperation) betrifft, so wurde bereits dargelegt, dass
darauf nicht einzugehen ist (vgl. Erwägung 4).
5.4.2. Was den Krankheitsverlauf bis zum Zeitpunkt der angefochtenen
Verfügungen (25. September 2017) betrifft, so standen dem Gutachter
einerseits sämtliche medizinischen Akten zur Verfügung (vgl. Bg-act. 60
S. 2), andererseits ging er insbesondere in der zusammenfassenden
Beurteilung (S. 13 f.) ausführlich und im Einzelnen auf die
Beschwerdebilder und deren Entwicklung im Verlauf der Jahre ein
(Rücken-, Knie-, Schulterproblematik) und beachtete auch deren
Wechselwirkungen (vgl. Bg-act. 60 S. 13 f. und S. 17). Wenn nun der
- 21 -
Beschwerdeführer angibt, auf die von ihm mit Einwand vom 13. März 2017
(Bg-act. 67) eingereichten Arztberichte (Sprechstundeneintrag der Klinik
Gut vom 9. August 2016, medizinische Berichte vom 25. August 2016, 21.
September 2016 und vom 25. Oktober 2016) sei die Beschwerdegegnerin
nicht ausreichend eingegangen, so kann dem nicht beigepflichtet werden.
Im Sprechstunden-Eintrag vom 9. August 2016 (Bg-act. 67 S. 4) beschrieb
Dr. med. B._ für die Zeit nach der Operation im September 2015 einen
sehr guten Verlauf, danach jedoch wiederauftretende Schmerzen und eine
zunehmende Einschränkung der Beweglichkeit. Die notfallmässige
Behandlung vom 23. August 2016 (mit Bericht vom 25. August 2016)
erfolgte wegen einer Verschlechterung der Beschwerden (Einsteifung der
Beweglichkeit, Schmerzen) (Bg-act. 67 S. 5). Anlässlich der
Verlaufskontrolle am 20. September 2016 (mit Bericht vom 21. September
2016, Bg-act. 67 S. 7) konnte eine teilweise Verbesserung der
Schmerzsituation festgestellt werden. Bei der Verlaufskontrolle vom 25.
Oktober 2016 (Bg-act. 67 S. 8) berichtete der Beschwerdeführer
gegenüber Dr. med. B._, dass die einschiessenden Schmerzen bei
Be- und Entlastung immer noch störend bestehen würden, dass es jedoch
teilweise Wochen ohne Beschwerden gebe. Die Beschwerdegegnerin
führte in den angefochtenen Verfügungen vom 25. September 2017 (Bf-
act. 2, Bg-act. 69, 71 und 76, jeweils S. 3) dazu aus, dass sich aus diesen
medizinischen Berichten keine wesentliche Verschlechterung des
Gesundheitszustands ergebe, zumal sich der Beschwerdeführer bereits
anlässlich der Begutachtung vom 23. Juni 2016 über
Beweglichkeitseinschränkungen, stechende, brennende sowie
elektrisierende Schmerzen, Taubheitsgefühle und Steifigkeit beklagt habe,
womit die eingereichten Berichte die im Gutachten vom 9. August 2016
(Bg-act. 60, 61) attestierte 50%ige Arbeitsfähigkeit in einer
leidensadaptierten Tätigkeit ab April 2016 nicht in Frage stellen würden. In
seiner Beschwerde vom 27. Oktober 2017 macht der Beschwerdeführer
diesbezüglich geltend, die Ausführungen der Beschwerdegegnerin in den
- 22 -
angefochtenen Verfügungen (Bf-act. 2, Bg-act. 69 S. 3) würden zu kurz
greifen. Allerdings wiederholt er dazu lediglich den Inhalt der von ihm
erwähnten medizinischen Berichte, ohne darzulegen, inwiefern die
Begründung der Beschwerdegegnerin denn zu kurz greifen sollte. Das
Gericht kann der Argumentation der Beschwerdegegnerin folgen, zumal
die erwähnten Beschwerden tatsächlich bereits im Gutachten vom 9.
August 2016 beschrieben wurden (Bg-act. 60 S. 8 ff. und S. 14 f.) und es
daher keinen Anlass gibt, eine Verschlechterung des Gesundheitszustands
ab der zweiten Hälfte 2016 anzunehmen. Im Übrigen werden – entgegen
den Ausführungen des Beschwerdeführers in seiner Beschwerde vom 27.
Oktober 2017 – auch die schmerzbedingten Schlafprobleme bereits im
Gutachten der Kliniken Valens erwähnt (Bg-act. 60 S. 9 in fine). Gemäss
den Angaben des Beschwerdeführers gegenüber Dr. med. C._ sei der
Nachtschlaf aufgrund der Schmerzen schwierig, meistens könne er gut
einschlafen, leide dann aber an Durchschlafstörungen und müsse häufig,
zum Teil wegen der Schmerzen aufstehen, am Morgen habe er
Anlaufprobleme und eine unangenehme Steifigkeit im Bereich der linken
Schulter, des rechten Knies und des unteren Rückens. Nach all dem
Gesagten ist daher auch die vom Gutachter festgestellte 50%ige
Arbeitsfähigkeit ab April 2016 (Bg-act. 60 S. 20 f.) nicht zu beanstanden.
5.5. Zusammenfassend kommt das Gericht zum Schluss, dass das Gutachten
der Kliniken Valens (Dr. med. C._) vom 9. August 2016 mit Bericht
EFL vom 4. Juli 2016 (Bg-act. 60 und 61) den beweismässigen
Anforderungen an eine medizinische Beurteilung vollumfänglich genügt.
Somit kann für die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit darauf abgestellt und
mit der Beschwerdegegnerin von einer Arbeitsunfähigkeit von 50 % ab
Spätfrühjahr 2013, von 25 % ab September 2014 (Frühherbst), von 0 % ab
Februar 2015 und von 50 % ab April 2016 ausgegangen werden.
6. Gemäss Art. 16 ATSG gilt als Valideneinkommen das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
- 23 -
geworden wäre. Massgebend ist das ohne invalidisierenden
Gesundheitsschaden, mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erzielbare
Erwerbseinkommen (MEYER/REICHMUTH, Rechtsprechung des
Bundesgerichts zum IVG, Zürich 2014, Art. 28a Rz. 47). Bei der Ermittlung
des Valideneinkommens ist so konkret wie möglich vorzugehen
(MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 47), wobei von dem vor Eintritt des
Gesundheitsschadens zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der
realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst auszugehen ist
(MEYER/REICHTMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 49). Ist dies nicht möglich, dann
ist auf Erfahrungs- und Durchschnittswerte zurückzugreifen, so
insbesondere auf die LSE-Tabellen (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a
Rz. 55).
Als Invalideneinkommen gilt nach Art. 16 ATSG das Erwerbseinkommen,
das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach
Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger
Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei
ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte. Beim
Invalideneinkommen handelt es sich deshalb nicht um ein tatsächliches,
sondern um ein normatives Einkommen, das dazu dient, den
invalidenrechtlich kompensationsfähigen Nachteil für den jeweiligen
Einzelfall zu konkretisieren. Sofern die versicherte Person nach Eintritt des
Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine neue ihr zumutbare
Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, so kann auf lohnstatistische
Annahmen abgestellt werden (zum Ganzen: SIKI, in: Zürcher Studien zum
öffentlichen Recht, Invalidität und Sozialversicherung, Zürich 2012, S. 166
f., MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 76 ff.).
6.1. In den angefochtenen Verfügungen vom 25. September 2017 (Bf-act. 2,
Bg-act. 69, 71 und 76) stellte die Beschwerdegegnerin auf ein auf das Jahr
2017 aufindexiertes Valideneinkommen von Fr. 38'053.35 und gestützt auf
die LSE 2014 (Kompetenzniveau 1 [einfache Tätigkeiten körperlicher oder
handwerklicher Art], privater Sektor, Männer) auf ein ebenfalls auf das Jahr
- 24 -
2017 aufindexiertes Invalideneinkommen von Fr. 34'019.82 bei 50%iger
Arbeitsfähigkeit bzw. Fr. 17'009.91 bei 25%iger Arbeitsfähigkeit ab. Das
Valideneinkommen wurde seitens des Beschwerdeführers nicht bestritten,
auf dieses kann vorliegend abgestellt werden. Bezüglich der Festlegung
des Invalideneinkommens hielt die Beschwerdegegnerin fest, dass es dem
Beschwerdeführer spätestens ab dem 1. April 2014 zuzumuten gewesen
wäre, die angestammte und seit November 2012 aus medizinischer Sicht
ungeeignete Tätigkeit als Landwirt inkl. Nebenerwerb im Bereich
Hausumbau zu Gunsten einer unselbständigen, behinderungsgeeigneten
Tätigkeit aufzugeben und die verbleibende Arbeitsfähigkeit auf dem
relevanten Kompetenzniveau 1 (niedrigstes Lohnniveau) erwerblich zu
verwerten.
6.2. Der Beschwerdeführer bestreitet in seiner Beschwerde vom 27. Oktober
2017, dass ihm zuzumuten gewesen wäre, seinen Landwirtschaftsbetrieb
per 1. April 2014 aufzugeben. Er habe diverse Anpassungen
vorgenommen und dabei leidensangepasste Tätigkeiten in etwa dem
Umfang, wie sie Dr. med. B._ in seinem Arztbericht vom 25. Juni 2013
als zumutbar beschrieben habe (20-30 %), ausgeübt. Da der
massgebende Zeitpunkt für den Einkommensvergleich der allfällige
Rentenbeginn, mithin April 2014, sei, sei die Anrechnung eines
Invalideneinkommens in einer Verweistätigkeit nicht sachgerecht. Dass die
Hofübergabe nicht allein in seiner Hand gelegen habe bzw. liege, habe die
Beschwerdegegnerin ausgeblendet. Zudem hätten auch der Wohnort und
die Wohnsituation (Eigenheim) in Bezug auf die Frage der Betriebsaufgabe
als auch in Bezug auf eine Verweistätigkeit berücksichtigt werden müssen.
6.2.1. Gemäss den Vorgaben von Art. 28 Abs. 1 lit. a IVG besteht kein
Rentenanspruch, wenn die versicherte Person selbst ohne
Eingliederungsmassnahmen zumutbarerweise in der Lage wäre, ein
rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen
(MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28 Rz. 4). Bevor die versicherte Person
- 25 -
also Leistungen verlangt, hat sie aufgrund der Schadenminderungspflicht
alles ihr Zumutbare selber vorzukehren, um die Folgen der Invalidität
bestmöglich zu mindern (Urteile des Bundesgerichts 9C_621/2017 vom 11.
Januar 2018 E.2.2.1 und 9C_357/2014/9C_364/2014 vom 7. April 2015
E.2.3.1). Die im Rahmen der Selbsteingliederung zumutbaren Vorkehren
beschlagen u.a. auch einen Wechsel des Arbeitsplatzes, des Wohnsitzes,
einen Berufswechsel (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28 Rz. 5 ff.) oder
auch die Aufgabe einer selbständigen Erwerbstätigkeit (Urteile des
Bundesgerichts 9C_621/2017 vom 11. Januar 2018 E.2.2.1 und
9C_357/2014/9C_364/2014 vom 7. April 2015 E.2.3.1). Bei der Auslegung
des unbestimmten Rechtsbegriffs der zumutbaren Tätigkeit sind die
gesamten subjektiven und objektiven Gegebenheiten des Einzelfalls zu
berücksichtigen (Urteile des Bundesgerichts 9C_621/2017 vom 11. Januar
2018 E.2.2.1 und 9C_357/2014/9C_364/2014 vom 7. April 2015 E.2.3.1).
Im Vordergrund stehen bei den subjektiven Umständen die verbliebene
Leistungsfähigkeit sowie die weiteren persönlichen Verhältnisse wie Alter,
berufliche Stellung, Verwurzelung am Wohnort etc., bei den objektiven
Umständen der ausgeglichene Arbeitsmarkt und die noch zu erwartende
Aktivitätsdauer (Urteile des Bundesgerichts 9C_621/2017 vom 11. Januar
2018 E.2.2.1 und 9C_357/2014/9C_364/2014 vom 7. April 2015 E.2.3.1 mit
zahlreichen Hinweisen). Gemäss der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
ist eine Betriebsaufgabe nur unter strengen Voraussetzungen unzumutbar,
und es kann ein Betrieb selbst dann nicht auf Kosten der
Invalidenversicherung aufrecht erhalten werden, wenn die versicherte
Person darin Arbeit von einer gewissen erwerblichen Bedeutung leistet
(Urteile des Bundesgerichts 9C_621/2017 vom 11. Januar 2018 E.2.2.1,
9C_357/2014/9C_364/2014 vom 7. April 2015 E.2.3.1 je mit Hinweisen).
Was sodann insbesondere die Zumutbarkeit des Berufswechsels eines
selbstständig erwerbenden Landwirts betrifft, hat dieser nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung aus
invalidenversicherungsrechtlicher Sicht unter bestimmten
Voraussetzungen aufgrund der ihm obliegenden
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Schadenminderungspflicht seinen Hof aufzugeben (Urteile 8C_413/2015
vom 3. November 2015 E.3.3.1 und 9C_357/2014/9C_364/2014 vom 7.
April 2015 E.2.3.2). Die Aufnahme einer unselbstständigen (Haupt-)
Erwerbstätigkeit kann als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere
erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der
berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände - wie
bei einem anderweitig selbstständig erwerbenden Versicherten - als
zumutbar erscheint (Urteile 8C_413/2015 vom 3. November 2015 E.3.3.1
und 9C_357/2014/9C_364/2014 vom 7. April 2015 E.2.3.2 mit Hinweisen).
6.2.2. Vorliegend übte der Beschwerdeführer zu dem von ihm im Rahmen der
Rüge der Unzumutbarkeit der Hofaufgabe kritisierten Zeitpunkt (April 2014)
auf dem Hof nur noch untergeordnete, leichte Tätigkeiten aus. Gemäss den
Angaben, die er in seiner im Verfahren S 14 126 eingereichten Beschwerde
vom 15. September 2014 machte (Bg-act. 33 S. 6), war er für alles
Organisatorische und insbesondere für die Fleischvermarktung zuständig,
was einem frei einteilbaren Pensum von rund 20 % entsprochen haben soll.
Gemäss dem IV-Abklärungsbericht des Plantahofs vom 28. Februar 2014
hatte der Beschwerdeführer die ihm zumutbaren organisatorischen
Massnahmen getroffen (Mehrarbeit eines Angestellten, Mithilfe seines
Sohnes), sodass er selbst keine schweren Arbeiten (z.B. Fahren und
Führen landwirtschaftlicher Maschinen, Laufen auf unebenem Gelände,
Arbeiten mit Gabel, Schaufel, Pickel) mehr ausführen musste (Bg-act. 14
S. 4). Gestützt darauf war die ihm verbleibende Arbeitsfähigkeit als
Landwirt auf 30 % geschätzt worden (Bg-act. 14 S. 5). Demgegenüber soll
er gemäss dem Gutachten der Kliniken Valens vom 9. August 2017 (Bg-
act. 60 S. 18) bereits seit Ende 2012 in seiner bisherigen Tätigkeit als
Landwirt und Bauallrounder zu 100 % arbeitsunfähig gewesen sein, was
der Beschwerdeführer grundsätzlich nicht bestreitet. Unabhängig davon,
von welcher Leistungsfähigkeit konkret ausgegangen wird (0 % oder
30 %), ergibt sich aus dem IV-Abklärungsbericht des Plantahofs vom 28.
Februar 2014, dass der Beschwerdeführer mit den von ihm in seinem
- 27 -
landwirtschaftlichen Betrieb noch ausgeübten Arbeiten ein jährliches
Erwerbseinkommen von Fr. 9'714.-- hätte erzielen können bzw. erzielte
anstatt ein solches von Fr. 37'167.-- bei voller Leistungsfähigkeit in seiner
angestammten Tätigkeit (Bg-act. 14 S. 5). In einer leidensangepassten
Tätigkeit bei einer gemäss Einschätzung von Dr. med. C._ (Bg-act. 60
S. 21 f.) in jenem Zeitraum (Spätfrühjahr 2013 bis Frühherbst 2014)
bestehenden Leistungsfähigkeit von 50 % hätte er gar ein noch weit
höheres Einkommen erzielen können. Ausgehend von der von der
Beschwerdegegnerin in den angefochtenen Verfügungen vom 25.
September 2017 (Bf-act. 2, Bg-act. 69, 71 und 76) angenommenen
leidensangepassten Verweistätigkeit hätte das erzielbare Einkommen (bei
einem Arbeitspensum von 50 %) Fr. 34'019.85 betragen, mithin (bei
reduzierter Arbeitsfähigkeit, unterstes Kompetenzniveau/einfache
Tätigkeiten) fast gleich viel wie das Jahreseinkommen, das der
Beschwerdeführer vor Eintritt des Gesundheitsschadens als Landwirt und
Bauallrounder in einem vollen Pensum erzielt hatte (Fr. 38'053.35; Bg-
act. 14 S. 5).
Entgegen den Ausführungen in der Beschwerde vom 27. Oktober 2017
(fehlende Zumutbarkeit, den Hof per 1. April 2014 aufzugeben) berichtete
der Beschwerdeführer dem Gutachter Dr. med. C._ (vgl. Arbeits- und
Sozialanamnese; Bg-act. 60 S. 6), dass er die Tätigkeit als Landwirt und
Bauallrounder ab 2012 habe aufgeben müssen und den Betrieb
mittlerweile dem Sohn übergeben habe. Gemäss dem IV-
Abklärungsbericht des Plantahofs vom 28. Februar 2014 (Bg-act. 14 S 4)
wurde die Arbeit auf dem Hof "nach dem Gesundheitsschaden" – mithin
nach November 2012 –, durch einen Angestellten und den Sohn des
Beschwerdeführers, der damals 24 Jahre alt und bereits ausgebildeter
Landwirt war, ausgeübt, ferner war die definitive Hofübergabe an den Sohn
für das Jahr 2014 geplant (Bg-act. 14 S. 5). Aus diesen Angaben geht
hervor, dass einerseits der landwirtschaftliche Betrieb nicht aufgegeben
würde, sondern an den Sohn übergehen und damit auch erhalten werden
- 28 -
sollte, und dass andererseits diese Übergabe zum Zeitpunkt der Abklärung
durch den Plantahof (Februar 2014) bereits in die Wege geleitet war. Der
Beschwerdeführer macht nicht geltend, dass für ihn nach der Hofübergabe
einzig noch eine untergeordnete Tätigkeit in seinem ehemaligen Betrieb in
Frage gekommen wäre. Inwiefern die Übergabe des Hofs bzw. die Aufgabe
seiner selbständigen Erwerbstätigkeit und der damit verbundene Berufs-
bzw. Tätigkeitswechsel nicht zumutbar gewesen wären bzw. wären, wird
daher aus seinen Ausführungen nicht ersichtlich. Der Beschwerdeführer,
gelernter Elektromonteur, war in jenem Zeitpunkt (2014) 58 Jahre alt, hatte
bereits vor Eintritt seiner (teilweisen) Arbeitsunfähigkeit nicht nur als
Landwirt, sondern auch als Bauallrounder gearbeitet (Bg-act. 14 S. 3) und
hatte später, nach dem Unfall im November 2012, die administrativen
Belange seines Betriebs erledigt (Bg-act. 33 S. 6). Der Beschwerdeführer
bringt also in mehrfacher Hinsicht unterschiedliche Berufserfahrungen mit,
zudem war er in früheren und auch in den letzten Jahren nicht nur im
O.1._, sondern auch im O.2._ und im O.3._ tätig gewesen
(Bg-act. 14 S. 3). Dies und auch sein Alter stellen somit keinen
Hinderungsgrund für eine Betriebsaufgabe bzw. -übergabe dar, zumal der
Beschwerdeführer noch mit mehreren Jahren Aktivitätsdauer zu rechnen
hat und angesichts seiner beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten davon
ausgegangen werden kann, dass er auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
auch eine anderweitige Anstellung findet (vgl. dazu auch Erwägung 6.3.2).
Gemäss den Angaben im Gutachten von Dr. med. C._ vom 9. August
2016 (Bg-act. 60) wurde der Beschwerdeführer im Kanton Y._
geboren, er wuchs auch dort auf, zog Mitte der 80er Jahre, mithin mit ca.
30 Jahren, ins O.2._, übernahm den Landwirtschaftsbetrieb im
O.1._ und unterhielt ihn zu Beginn nebenher (Bg-act. 60 S.6). Der
Beschwerdeführer legt nun nicht dar und es leuchtet angesichts dieses
Werdegangs auch nicht ein, dass er im O.1._ derart verwurzelt wäre,
dass ihm die Aufgabe seiner Arbeit auf dem Hof und die Aufnahme einer
unselbständigen Tätigkeit, allenfalls auch ausserhalb des Tals, z.B. im
- 29 -
O.2._, nicht zugemutet werden könnte. Dazu ist noch festzuhalten,
dass die Fahrt von seinem Wohnort ins O.2._ bei normalen
Strassenverhältnissen rund 3⁄4 Stunden (Auto) bzw. rund 1 1⁄4 Stunden
(öffentlicher Verkehr) in Anspruch nehmen dürfte. Ein solcher Arbeitsweg
ist zumutbar, zumal die Fahrtauglichkeit des Beschwerdeführers nicht
eingeschränkt ist (Bg-act. 3 S. 5). Damit steht auch der Umstand, dass der
Beschwerdeführer Eigentümer eines Eigenheims im O.1._ ist, der
Aufnahme einer unselbständigen Tätigkeit, nötigenfalls auch ausserhalb
des Tals, nicht entgegen.
Nach all dem Gesagten ist angesichts der strengen bundesgerichtlichen
Rechtsprechung nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die
Betriebsaufgabe bzw. -übergabe – auch bereits für den Zeitpunkt des
frühestmöglichen Rentenbeginns (April 2014) – und damit die Aufnahme
einer unselbstständigen Erwerbstätigkeit als zumutbar erachtete, zumal
daraus eine erheblich bessere erwerbliche Verwertung der Arbeitsfähigkeit
zu erwarten war bzw. ist und weder die subjektiven noch die objektiven
Umstände dagegen sprechen. Die Frage, inwiefern dem Beschwerdeführer
unter diesen Umständen die Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit in
einer leidensadaptierten Tätigkeit auch zugemutet werden kann, ist im
Nachfolgenden zu prüfen.
6.3. Die Beschwerdegegnerin ging in den angefochtenen Verfügungen vom 25.
September 2017 (Bf-act. 2, Bg-act. 69, 71 und 76) davon aus, dass der
Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit ohne Weiteres verwerten
könne, wobei sie als mögliche Verweistätigkeiten Kurierfahrten, leichte
Maschinenbedienung, Kontrollfunktionen, leichte Sortier-, Prüf- und
Verpackungsarbeiten sowie leichtere Arbeiten im Bereich der Lager- oder
Ersatzteilbewirtschaftung aufzählte (Bg-act. 69 S. 4). Sie verwies auf die
Schadenminderungspflicht des Beschwerdeführers und hielt fest, dass es
auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt genug behinderungsgeeignete
Einsatzmöglichkeiten für den Beschwerdeführer gebe, weshalb bei der
- 30 -
Ermittlung des dabei erzielbaren Verdienstes auf die LSE abgestellt
werden könne.
Der Beschwerdeführer bestreitet in seiner Beschwerde vom 27. Oktober
2017 nicht, dass er derartige Tätigkeiten, wie sie von der
Beschwerdegegnerin aufgeführt wurden, grundsätzlich ausüben könnte,
doch macht er geltend, bei ihm seien die persönlichen Verhältnisse zu
berücksichtigen und diese, insbesondere sein vorgerücktes Alter, würden
die Verwertung seiner Restarbeitsfähigkeit unzumutbar machen.
Insbesondere sei es ihm angesichts des vorgerückten Alters (unter
Beachtung der erforderlichen Einarbeitungs- und Angewöhnungszeit), des
eingeschränkten Leistungsprofils (nur noch leichteste Verweistätigkeiten
möglich sowie erhöhter Pausen- und Erholungsbedarf), des (abgelegenen)
Wohnorts und des damit überwiegend wahrscheinlich verbundenen
längeren Arbeitswegs, der von einer Arbeitgeberin unrealistisches
Entgegenkommen und Rücksichtnahme erfordere, kaum möglich, das von
der Beschwerdegegnerin als zumutbar erachtete Arbeitspensum von 50 %
bzw. ein Kleinstpensum von 25 % zu finden.
6.3.1. Bei der Festlegung des Invalideneinkommens ist nicht vom konkreten,
sondern von dem gemäss Art. 7 ATSG massgebenden ausgeglichenen
Arbeitsmarkt auszugehen. Der ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG)
ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, der die konkrete
Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a
Rz. 131). Der Ermittlung des Invaliditätsgrades wird die abstrakte Annahme
eines ausgeglichenen Arbeitsmarktes unterlegt, von dem angenommen
wird, es bestehe eine Nachfrage nach Arbeit (Verweisungstätigkeiten), wie
sie die versicherte Person trotz ihres invalidisierenden
Gesundheitsschadens noch zu leisten vermöge (MEYER/REICHMUTH,
a.a.O., Art. 28a Rz. 132). Der Begriff des allgemeinen ausgeglichenen
Arbeitsmarktes erfährt für die Invaliditätsbemessung allerdings insofern
eine Einschränkung, als dem Versicherten nicht sämtliche gesundheitlich
- 31 -
zumutbaren Erwerbsmöglichkeiten angerechnet werden können, sondern
nur diejenigen, die für ihn – allenfalls nach einer Eingliederung (Art. 8 ff
IVG) – nach seinen persönlichen Verhältnissen in Frage kommen
(MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 141). Über die Zumutbarkeit, die
Restarbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu verwerten, ist im
konkreten Einzelfall zu befinden (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a
Rz. 141).
Das Kriterium des Alters ist an sich ein invaliditätsfremder Gesichtspunkt
(MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28 Rz. 12), doch darf nach der
Rechtsprechung nicht unberücksichtigt gelassen werden, dass ältere
Versicherte, die zu der kraft Schadenminderung gebotenen Verwertung der
(Rest-) Arbeitsfähigkeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt verwiesen
werden, – je nach Vorliegen weiterer persönlicher und beruflicher
Gegebenheiten – erfahrungsgemäss schlechte oder sozialpraktisch gar
keine reellen Anstellungschancen haben (MEYER/REICHMUTH, a.a.O.,
Art. 28 Rz. 12). Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das
verbliebene Leistungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu
verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen,
sondern hängt von den Umständen des Einzelfalls ab (BGE 138 V 457
E.3.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_403/2017 E.5.3). Massgebend
können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner
Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in
diesem Zusammenhang auch die Persönlichkeitsstruktur, vorhandene
Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder die
Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein
(BGE 138 V 457 E.3.1 mit Hinweisen; Urteile des Bundesgerichts
8C_403/2017 E.5.3 und 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009 E.4.2.2 mit
zahlreichen Beispielen). Für den Zeitpunkt, in dem die Frage nach der
Verwertbarkeit der (Rest-) Arbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter
beantwortet wird, ist auf das Feststehen der medizinischen Zumutbarkeit
- 32 -
einer (Teil-)Erwerbstätigkeit abzustellen (BGE 138 V 457 E.3.4
Präzisierung der Rechtsprechung).
6.3.2. Vorliegend ist gemäss der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung
(BGE 138 V 457 E.3.4) auf den Zeitpunkt abzustellen, als das Gutachten
von Dr. med. C._ vom 9. August 2016 vorlag (Bg-act. 60, 61). In jenem
Zeitpunkt war der Beschwerdeführer 60 Jahre alt, hatte also noch eine
verbleibende Aktivitätsdauer bis zur ordentlichen Pensionierung von fünf
Jahren. Eine solche schliesst die Verwertbarkeit der verbleibenden
Restarbeitsfähigkeit für sich allein nicht aus (Urteile des Bundesgerichts
8C_403/2017 E.5.3 und 9C_505/2016 vom 6. Juli 2017 E.4.1). Der
Beschwerdeführer hatte in seiner beruflichen Laufbahn nebst dem
erlernten Beruf als Elektromonteur verschiedene Tätigkeiten – vor seiner
Wohnsitznahme im O.1._ auch im O.2._ – ausgeübt (vgl. Bg-
act. 14 S. 3) und war nebst seiner Haupttätigkeit als Landwirt als
"Hausumbauer" u.a. auch im O.3._ tätig gewesen (Bg-act. 14 S. 3).
Zudem war er in seinem landwirtschaftlichen Betrieb nach dem Sturz im
November 2012 gemäss eigenen Angaben vorwiegend für die
administrativen Belange und die Fleischvermarktung besorgt gewesen (Bg-
act. 33 S. 6). Dies alles zeigt, dass der Beschwerdeführer über
verschiedenartige Fähigkeiten in unterschiedlichen, nicht nur
handwerklichen Bereichen sowie auch über Kenntnisse des
Arbeitsmarktes sowohl im O.1._ wie auch im benachbarten
O.2._, aber auch im O.3._ verfügt. Zudem dürfte er angesichts
seines beruflichen Werdegangs eine gewisse Flexibilität und
Anpassungsfähigkeit als persönliche Eigenschaften mit sich bringen. Unter
all diesen Umständen und angesichts der relativ hohen Hürden, die das
Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit älterer
Menschen entwickelt hat (Urteile 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E.5.4,
9C_118/2015 vom 9. Juli 2015 E.4.4 und 9C_918/2008 vom 28. Mai 2009
E.4.3), kann nicht gesagt werden, die dem Beschwerdeführer zumutbare
Tätigkeit sei nur in so eingeschränkter Form möglich, dass sie der
- 33 -
ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt und das Finden einer
entsprechenden Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint
(Urteil 8C_403/2017 vom 25. August 2017 E.5.4 mit Hinweisen).
Tatsächlich behauptet der Beschwerdeführer denn auch nicht, dass an
seinem Wohnort im O.1._ bzw. im O.2._ keine oder nur eine sehr
eingeschränkte Nachfrage nach männlichen Hilfsarbeitern bestehen
würde. Mit der Beschwerdegegnerin ist das Gericht daher der Ansicht, dass
der Beschwerdeführer in einer behinderungsgeeigneten Verweistätigkeit,
wie sie die Beschwerdegegnerin in den angefochtenen Verfügungen vom
25. September 2017 (Bf-act. 2, Bg-act. 69, 71 und 76) aufzeigte, zum
fraglichen Zeitpunkt durchaus noch hätte eingesetzt werden können bzw.
eingesetzt werden kann. Der Beschwerdeführer bringt dazu, nebst der
Frage des vorgerückten Alters, nichts Konkretes vor, das dagegen
sprechen würde.
6.4. Die Beschwerdegegnerin gewährte in den angefochtenen Verfügungen
vom 25. September 2017 (Bf-act. 2, Bg-act. 69, 71 und 76) keinen Abzug
vom Tabellenlohn.
Der Beschwerdeführer macht in seiner Beschwerde vom 27. Oktober 2017
für den Fall, dass die Zumutbarkeit eines Berufswechsels und die
Verwertbarkeit seiner Restarbeitsfähigkeit bejaht würden, geltend, ihm
müsse der maximale Leidensabzug vom Tabellenlohn gewährt werden. Er
verweist dabei insbesondere auf Kriterien wie sein vorgerücktes Alter,
seine eingeschränkte Leistungsfähigkeit (z.B. Einschränkungen der
Beweglichkeit, Notwendigkeit von regelmässigen Kurzpausen) und auf die
angeblich erforderliche Einarbeitungs- und Angewöhnungszeit.
6.4.1. Ein Abzug vom Tabellenlohn ist, zwar nicht automatisch, aber in aller Regel
bei eingeschränkter Arbeitsfähigkeit und/oder behinderungsbedingten
zusätzlichen Limitierungen vorzunehmen (MEYER/REICHMUTH, a.a.O.,
Art. 28a Rz. 100), mithin aber nur dann, wenn im Einzelfall genügend
Anhaltspunkte dafür bestehen, dass der Versicherte wegen eines oder
- 34 -
mehrerer der genannten Merkmale seine gesundheitlich bedingte (Rest-
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur noch mit
unterdurchschnittlichem Erwerbserfolg verwerten kann (BGE 129 V 472
E.4.2.3, BGE 126 V 75 E.5b/aa). Die Frage, ob und in welchem Ausmass
die Tabellenlöhne für die Ermittlung des Invalideneinkommens
herabzusetzen sind, hängt von allen persönlichen und beruflichen
Umständen des konkreten Einzelfalles ab (leidensbedingte Einschränkung,
Alter, Dienstjahre, Nationalität, Aufenthaltskategorie und
Beschäftigungsgrad), die nach pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu
schätzen sind (BGE 135 V 297 E.5.2, BGE 126 V 75 E.5b/aa und 5b/bb;
Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden S 15 48 vom 2.
Februar 2016 E.3). Der Abzug vom Tabellenlohn darf 25 % nicht
überschreiten (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 104, vgl. auch
Rz. 100; BGE 129 V 472 E.4.2.3, BGE 126 V 75 E.5b/cc).
6.4.2. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung ist das Alter ein
invaliditätsfremder Faktor (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 109 mit
Hinweisen). Das Kriterium Alter kann im Zusammenhang mit dem
Leidensabzug nur soweit berücksichtigt werden, wie es die
Erwerbsaussichten in Verbindung mit dem versicherten
Gesundheitsschaden zusätzlich schmälert (Urteil des Bundesgerichts
8C_312/2017 vom 22. November 2017 E.3.3.2). Solches ist vorliegend
nicht ersichtlich, immerhin hat auch das Bundesgericht gerade im Hinblick
auf Hilfsarbeiten festgehalten (Urteil 8C_328/2011 vom 22. November
2017 E.10.2), dass diese auf dem massgebenden hypothetischen
Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt würden, weshalb
diesbezüglich kein Abzug gerechtfertigt sei (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_328/2011 vom 7. Dezember 2011 E.10.2). Auch der Umstand, dass
das vorgerückte Alter die Stellensuche faktisch negativ beeinflussen kann,
muss nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung unberücksichtigt
bleiben (MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 109 mit Hinweisen; Urteile
- 35 -
des Bundesgerichts 8C_312/2017 vom 22. November 2017 E.3.3.2 und
8C_808/2013 vom 14. Februar 2014 E.7.3).
Auch der Umstand, dass der Beschwerdeführer gemäss dem Gutachten
der Kliniken Valens vom 9. August 2016 nur noch sehr leichte,
wechselbelastende Tätigkeiten mit Hantieren von Lasten selten bis
maximal 5kg ausüben kann und dass Leistungseinschränkungen von
Seiten der Schulter (keine Arbeiten über Schulterhöhe bzw. Arbeiten mit
nach vorne ausgestreckten Armen) und von Seiten des Knies und der
unteren Lendenwirbelsäule (Einschränkungen in Bezug auf Kriechen,
Knien, Hockestellung, Stossen, Stehen, Gehen, Rotationen im Stehen und
Sitzen, Tätigkeiten im Halbkniestand in Verbindung mit Kniebeugen oder
Ziehen, Treppen- und Leitersteigen, längeres Stehen und Sitzen) bestehen
(Bg-act. 60 S. 20 f.), wurde bereits mit der Wahl des Kompetenzniveaus 1
(LSE 2014) für einfache Tätigkeiten körperlicher Art berücksichtigt (vgl.
dazu MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 100 ff., 106). Dasselbe gilt
bezüglich des zusätzlich aus rheumatologischer und rehabilitativer Sicht
erforderlichen Bedarfs an Pausen von vier Stunden täglich, der zur
Festlegung der Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit auf
50 % bzw. 25 % führte (Bg-act. 60 S. 21). Bezüglich dieser Aspekte ist zu
beachten, dass allfällige bereits in der Beurteilung der medizinischen
Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen nicht
zusätzlich in die Bemessung des Leidensabzugs einfliessen können, weil
damit ein- und derselbe Gesichtspunkt bei der Bestimmung des
Invalideneinkommens doppelt angerechnet würde (vgl. dazu
MEYER/REICHMUTH, a.a.O., Art. 28a Rz. 100 ff., 106; Urteile des
Bundesgerichts 8C_381/2017 vom 7. August 2017 E.4.2.2, 8C_163/2015
vom 16. Juni 2015 E.3.2.2 und 8C_260/2011 vom 25. Juli 2011 E.5.5;
Urteile des Verwaltungsgerichts S 15 48 vom 2. Februar 2016 E.3b/aa und
S 15 4 vom 1. September 2015 E.7d). Damit kommt das Gericht zum
Schluss, dass die Beschwerdegegnerin bei der Berechnung des
Invalideneinkommens zu Recht keinen Leidensabzug vorgenommen hat.
- 36 -
6.5. Vorliegend ist somit nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin
für den per 2017 vorgenommenen Einkommensvergleich von einem
Valideneinkommen von Fr. 38'053.35 und einem Invalideneinkommen von
Fr. 34'019.82 (50%ige Arbeitsfähigkeit) bzw. Fr. 17'009.91 (25%ige
Arbeitsfähigkeit) ausging. Der Einkommensvergleich ergibt einen IV-Grad
von 10.60 % (für die Zeit zwischen dem 1. April 2014 und dem 31. August
2014 sowie ab dem 1. April 2016) bzw. 55.30 % (für die Zeit zwischen dem
1. September 2014 und dem 31. Januar 2015). Unbestritten ist, dass der
IV-Grad für die Zeit zwischen dem 1. Februar 2015 und dem 31. März 2016
100 % beträgt. Damit und in Berücksichtigung von Art. 88a Abs. 1 IVV
(Zeitpunkt für die Herabsetzung oder Aufhebung der Leistung bei Änderung
des Anspruchs bzw. Verbesserung der Erwerbsfähigkeit etc.) ergibt sich
folgender Anspruch:
- keine Rente vom 1. April 2014 bis zum 31. August 2014
- halbe IV-Rente vom 1. September 2014 bis zum 30. April 2015
- ganze IV-Rente vom 1. Mai 2015 bis zum 30. Juni 2016
- keine Rente ab dem 1. Juli 2016
Zusammenfassend kommt das Gericht daher zum Schluss, dass die
Verfügungen der Beschwerdegegnerin vom 25. September 2017 (Bf-act. 2,
Bg-act. 69, 71 und 76) zu schützen sind und die dagegen erhobene
Beschwerde abzuweisen ist.
7.1. Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in
Abweichung von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung
oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- festgelegt. Aufgrund des vorliegenden
Verfahrensausgangs (vgl. Art. 73 VRG) werden die Kosten in der Höhe von
Fr. 700.-- dem Beschwerdeführer auferlegt.
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7.2. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat praxisgemäss keinen Anspruch
auf Ersatz der Parteikosten (Art. 61 lit. g ATSG e contrario).
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