# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 80b6aead-8be7-46a1-b212-fed5d80a9b0e
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. A.A., B.C. und D.C. bzw. F.E. und G.E. sind (Mit-)Eigentümer der Parzellen Nrn. 000,
001 resp. 002, Grundbuch Q. Nach dem rechtskräftigen Zonenplan der Politischen
Gemeinde Q. sind diese Grundstücke der Wohnzone W2b zugeordnet. Überdies liegen
sie im Perimeter des überbauungsplans X., welcher vom Gemeinderat Q. am 18.
Oktober 2010 erlassen und vom Baudepartement am 4. November 2011 genehmigt
wurde (act. 11/2/1, act. 11/8/3-7, www.geoportal.ch).
B. Am 16. März 2010 vereinbarte die Politische Gemeinde Q. mit dem damaligen
Grundeigentümer der Parzelle Nr. 0003 (K.K.) neben einem Landabtausch sowie einer
Landabtretung zugunsten der Parzelle Nr. 0003, dass dieser (auf eigene Kosten) eine
Erschliessungsstrasse auf seinem Grundstück erstellt, welche sie im Gegenzug als
Gemeindestrasse dritter Klasse klassieren und für deren Unterhalt sie aufkommen
werde. Am 24. November 2010 wurden die Parzellen Nrn. 000, 001, 004 und 002 vom
Grundstück Nr. 0003 abgetrennt. Am 4. Oktober 2010 (expediert am 10. Dezember
2010) bewilligte der Gemeinderat Q. ein Baugesuch der Y. (einfache Gesellschaft H.-H.,
heute: Y. AG) vom 4. Juni 2010 für den Abbruch des bestehenden Mehrfamilienhauses
mitsamt Schopf auf Parzelle Nr. 0003 und den Neubau eines Mehrfamilienhauses auf
Parzelle Nr. 0003 sowie von drei Einfamilienhäusern auf den Parzellen Nrn. 000, 001
und 002 mitsamt einer 3.00 m breiten und rund 38 m langen Erschliessungsstrasse
(Kiesstrasse) auf Parzelle Nr. 004. Von der Baubewilligung wurde von März bis Ende
Dezember 2011 Gebrauch gemacht (act. 8/3 f., Beilage zu act. 8/12, act. 11/5/1/2.6,
2.12, 2.18 und 3, act. 11/5/3/1.1-2, act. 11/19/7 und 7.7, www.zefix.ch).
C. Im Verlauf des Jahres 2008 realisierte die Politische Gemeinde Q. das
Strassenbauprojekt Erschliessung X. – 1. Etappe (öffentliche Auflage vom 5. März 2008
bis 3. April 2008), welches den Bau einer Erschliessungsstrasse (X.-strasse,
Gemeindestrasse zweiter Klasse) von der O.-strasse, Parzelle Nr. 0005, bis zur Grenze
der Parzellen Nrn. 006 und 007 bzw. Nrn. 008 und 009 umfasste. Vom 27. Oktober
2010 bis 25. November 2010 legte der Gemeinderat Q. zur Erschliessung des neu
eingezonten Baulands im Gebiet X. das Strassenbauprojekt Erschliessung X. –
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2. Etappe zusammen mit dem Teilstrassenplan Erschliessung X. öffentlich auf. Am
28. Oktober 2011 genehmigte das Baudepartement den Teilstrassenplan X. Im Jahr
2012 wurde das Strassenbauprojekt X. – 2. Etappe ausgeführt. Dabei wurde die
bestehende Erschliessungsstrasse (Kiesstrasse) auf Parzelle Nr. 004 ab der P., Parzelle
Nr. 0010, zu einem rund 69 m langen, entwässerten und geteerten Seitenarm der P.
(Strassennummer 3.69) ausgebaut, welcher als Gemeindestrasse dritter Klasse
klassiert wurde. Südlich der Einfamilienhäuser Assek.-Nrn. 0011 und 0012 (Parzellen
Nrn. 001 und 002) wurde dieser Seitenarm mit einem versenkbaren Poller versehen,
welcher von den öffentlichen Diensten abgesenkt werden kann. Südlich anschliessend
an den Seitenarm der P. wurde die Verlängerung der X.-strasse (Strassennummer
2.74), Gemeindestrasse zweiter Klasse, erstellt, welche nach Westen abzweigt und
nach rund 307 m in die bestehende X.-strasse (1. Etappe) mündet resp. nach rund
210 m als Stichstrasse (Strassennummer 3.127), Gemeindestrasse dritter Klasse, nach
Süden weiterführt (act. 11/8/1 bis 3, 5 und 9, act. 11/14, www.geoportal.ch).
D. Vom 18. Februar 2014 bis 19. März 2014 legte der Gemeinderat Q. den Beitragsplan
Erschliessung X. öffentlich auf. Das Grundstück Nr. 000 wurde mit 0.94 %, die Parzelle
Nr. 001 mit 0.90 % und das Grundstück Nr. 002 mit 1.00 % der voraussichtlichen
Gesamtkosten belastet. Eine dagegen durch den damaligen Rechtsvertreter von A.A.,
B.C. und D.C., F.E. und G.E. sowie H.H. erhobene Einsprache wies der Gemeinderat Q.
mit Entscheid vom 17. November 2014 ab (act. 11/2/1, act. 11/8/11 f.).
E. Dagegen rekurrierten A.A., B.C. und D.C., F.E. und G.E. sowie H.H. durch ihren
damaligen Rechtsvertreter am 4. Dezember 2014 bei der
Verwaltungsrekurskommission mit dem Rechtsbegehren, es sei der
Einspracheentscheid vom 17. November 2014 aufzuheben und die Parzellen Nrn. 000,
001 und 002 nicht in das Perimeterobjekt Beitragsplan X. einzubeziehen. Auch seien
die Forderungen der Politischen Gemeinde Q. gegenüber den Grundeigentümern der
Parzellen Nrn. 000, 001 und 002, Perimeterbeiträge für das Perimeterobjekt X. zu
bezahlen, abzuweisen (act. 11/1). Mit Rekursergänzung vom 30. Januar 2015 wurde
am Rechtsbegehren vom 4. Dezember 2014 unverändert festgehalten (act. 11/4). Am
11. Juni 2015 führte die Verwaltungsrekurskommission einen Augenschein durch (act.
11/14). In der als „Rekursergänzung“ titulierten Stellungnahme von A.A. und Konsorten
zum Augenscheinprotokoll vom 20. Juli 2015 wurde im Vergleich zur Rekurseingabe
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vom 4. Dezember 2014, soweit hier von Interesse, neu beantragt, es seien die
prozentuale Aufteilung der Forderungen gegenüber den Grundeigentümern der
Parzellen Nrn. 000, 001 und 002 aufzuheben und die für sie ausgerechneten
Forderungen abzuweisen (act. 11/18). Mit Entscheid vom 24. September 2015 wies die
Verwaltungsrekurskommission den Rekurs ab, soweit sie darauf eintrat (act. 2).
F. Gegen den Entscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) vom 24.
September 2015 erhoben A.A., B.C. und D.C., F.E. und G.E. sowie H.H.
(Beschwerdeführer 1 bis 4) durch ihren damaligen Rechtsvertreter am 8. Oktober 2015
Beschwerde beim Verwaltungsgericht (act. 1). Am 16. November 2015 (act. 7)
ergänzten sie ihre Beschwerde mit einer Begründung und dem Rechtsbegehren, es sei
der angefochtene Entscheid unter Kosten- und Entschädigungsfolgen aufzuheben (Ziff.
1). Die Parzellen Nrn. 000, 001 und 002 seien nicht in das Perimeterobjekt Beitragsplan
Erschliessung X. einzubeziehen (Ziff. 2). Mit Vernehmlassung vom 25. November 2015
schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 12). Mit Eingabe vom 1.
Dezember 2015 verzichtete die Politische Gemeinde Q. (Beschwerdegegnerin) auf eine
Vernehmlassung (act. 15). Am 7. Juli 2016 verstarb der Rechtsvertreter der
Beschwerdeführer Rechtsanwalt Dr. iur. et. lic. oec. Arnold Weber, St. Gallen. Die
Rechtsanwälte lic. iur. Marc Weber und Dr. iur. Nikodemus von Gleichenstein, St.
Gallen, bleiben mit der Wahrung der Interessen der Beschwerdeführer beauftragt (act.
3).
Auf die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge

## Considerations

und die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 81 Abs. 3 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 8.
Oktober 2015 (act. 1) wurde rechtzeitig eingereicht und entspricht zusammen mit der
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Ergänzung vom 16. November 2015 (act. 7) formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP).
Die Beschwerdebefugnis setzt ein eigenes schutzwürdiges Interesse an der Aufhebung
oder Änderung des angefochtenen Entscheids voraus (vgl. Art. 64 in Verbindung mit
Art. 45 Abs. 1 VRP, siehe auch Art. 111 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 89 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über das Bundesgericht, Bundesgerichtsgesetz; SR 173.110, BGG).
Will ein Dritter eine den Verfügungsadressaten belastende Verfügung anfechten,
kommt ein Beschwerderecht nur in Betracht, wenn der Dritte ein selbstständiges,
eigenes Rechtsschutzinteresse an der Beschwerdeführung für sich in Anspruch
nehmen kann. Der blosse Umstand, dass der angefochtene Entscheid Rückwirkungen
auf ein Vertragsverhältnis zwischen dem Verfügungsadressaten und dem Dritten
zeitigen kann, vermag allein noch nicht zu genügen, um für diesen ein schutzwürdiges
Interesse und damit die Beschwerdelegitimation zu begründen. Für die erforderliche
Beziehungsnähe wird vielmehr vorausgesetzt, dass der Drittperson durch die streitige
Verfügung ein unmittelbarer Nachteil entsteht. Blosse mittelbare, faktische Interessen
an der Aufhebung oder Änderung der Verfügung reichen hingegen nicht aus (vgl. BGer
2C_681/2015 vom 20. Juli 2016 E. 3.4.1 und BGE 130 V 560 E. 3.5 je mit Hinweisen,
B. Waldmann, in: Niggli/Uebersax/Wiprächtiger [Hrsg.], Bundesgerichtsgesetz, Art. 89
N 28 f., Kölz/Häner/Bertschi, Verwaltungsverfahren und Verwaltungsrechtspflege des
Bundes, 3. Aufl. 2013, N 952 ff.). Soweit die geltend gemachten Interessen nicht „von
sich aus“ als schutzwürdig erscheinen, und das gilt insbesondere bei Dritten, die selbst
nicht Adressat der Verfügung oder des Entscheides sind, hat der Beschwerdeführer
diese geltend zu machen und darzulegen bzw. nachzuweisen (vgl. Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen – dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. Aufl. 2003, N 393).
Im konkreten Fall weisen die Beschwerdeführer nicht nach, und es ist auch nicht
ersichtlich, inwiefern dem Beschwerdeführer 4, soweit er im eigenen Namen resp. im
Namen der Y. AG Beschwerde erhoben hat, durch den angefochtenen Entscheid ein
unmittelbarer Nachteil entstehen sollte. Namentlich ist nicht belegt, dass er und die
Beschwerdeführer 1 bis 3 im Zeitpunkt des Verkaufs der Grundstücke Nrn. 000, 001
und 002 vorausgesetzt hatten, dass die Beschwerdeführer 1 bis 3 nicht im Sinne von
Art. 78 Abs. 1 StrG beitragspflichtig werden. Allein der Umstand, dass er für die
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Beschwerdeführer 1 bis 3 als Totalunternehmer tätig war und Miteigentümer des
Miteigentumsanteils Nr. 00015 auf Grundstück Nr. 0003 ist (vgl. Einsprache vom
18. März 2014, act. 11/5/2, S. 3 Ziff. III/1b), vermag ein eigenes schutzwürdiges
Interesse und damit die Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers 4 – entgegen
der von der Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid vom 17. November 2014
vertretenen Ansicht (vgl. act. 11/2/1, S. 2 Ziff. III) – nicht zu begründen, zumal er nicht
beitragspflichtig ist (vgl. hierzu Einspracheentscheid vom 17. November 2014, act.
11/2/1, S. 4 Ziff. 6). Auf die Beschwerde des Beschwerdeführers 4 ist nicht einzutreten.
Die Beschwerdeführer 1 bis 3 sind demgegenüber als Eigentümer der Parzellen Nrn.
000, 001 resp. 002 ohne Weiteres zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert, zumal
auf die im Rahmen des Beitragsplans gemäss Art. 79 StrG festgelegte Beitragspflicht
als solche sowie die anteilsmässige Belastung des einzelnen Grundeigentümers
nachträglich bei der Erhebung der konkreten Beiträge nicht mehr zurückgekommen
werden kann (vgl. VerwGE B 2003/65 vom 21. Oktober 2003 E. 4a a.E. mit Hinweis,
siehe auch BGer 2C_412/2012 vom 27. März 2013 E. 1.3.4 mit Hinweisen,
insbesondere auf BGer 2D_81/2007 vom 4. Dezember 2007 E. 1.2.3). Auf die
Beschwerde der Beschwerdeführer 1 bis 3 ist somit grundsätzlich – vorbehältlich der
Ausführungen in Erwägung 2 hiernach – einzutreten.
2. Anfechtungsgegenstand bildet vorliegend der Rekursentscheid der Vorinstanz vom
24. September 2015 (act. 2), womit die Vorinstanz den Rekurs der Beschwerdeführer
abwies, soweit sie darauf eintrat. Im Rekursverfahren sind zwar gemäss Art. 46 Abs. 3
VRP neue Begehren zulässig, d.h. die Rechtsbegehren können grundsätzlich erweitert
bzw. geändert werden. Eine ausdehnende Änderung eines Antrags ist jedoch nur
innerhalb der Rekursfrist bzw. der zur Antragstellung angesetzten Nachfrist zulässig
(vgl. VerwGE B 2013/97 vom 23. Januar 2015 E. 3, www.gerichte.sg.ch). Soweit die
Beschwerdeführer im vorangegangenen Rekursverfahren in ihrer Stellungnahme zum
Augenscheinprotokoll vom 20. Juli 2015 (act. 11/18) beantragten, der Beitragsplan
Erschliessung X. sei auch hinsichtlich der Höhe der verfügten prozentualen Beiträge
aufzuheben, erfolgte diese Abänderung des Rekursantrages vom 4. Dezember 2014
(act. 11/1) klarerweise erst nach Ablauf der Rekursfrist resp. der den
Beschwerdeführern bis 30. Januar 2015 angesetzten Nachfrist zur Rekursergänzung
(vgl. verfahrensleitende Verfügung der Vorinstanz vom 5. Dezember 2014, act. 11/3).
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Überdies handelt es sich dabei um eine ausdehnende Abänderung des Rekursantrags,
mit welchem die Beschwerdeführer 1 bis 3 lediglich den Einbezug ihrer Grundstücke in
das Perimeterobjekt Beitragsplan Erschliessung X. rügten. Unter diesen Umständen ist
den Ausführungen der Vorinstanz in Erwägung 1b des angefochtenen Entscheides (act.
2, S. 4 f.) zuzustimmen, wonach auf die in der Stellungnahme vom 20. Juli 2015
gestellten Anträge nicht einzutreten ist. Folglich kann im vorliegenden
Beschwerdeverfahren, in welchem neue Begehren unzulässig sind (Art. 61 Abs. 3 VRP),
die Höhe der verfügten prozentualen Beiträge nicht Verfahrensgegenstand bilden.
Soweit sich die Beschwerdeführer 1 bis 3 – über den Wortlaut von Ziffer 1 und 2 ihres
Rechtsbegehrens hinaus (act. 7, S. 2) – gegen die Höhe der verfügten Beiträge wehren
(act. 7, S. 11 Ziff. 5), ist daher auf deren Beschwerde nicht einzutreten. Im Weiteren
haben sie gegen das Strassenbauprojekt X. (2. Etappe) mitsamt dem zugehörigen
Teilstrassenplan kein Rechtsmittel erhoben. Soweit sie verlangen (act. 7, S. 8), der
Seitenarm der P. (Strassennummer 3.69) sei als Gemeindestrasse zweiter, nicht dritter
Klasse zu klassieren, ist darauf ebenfalls nicht einzutreten.
3. Soweit die Beschwerdeführer vorbringen, der Einbezug der Grundstücke Nrn. 0013
und 0014 in das Perimeterobjekt Beitragsplan X. verstosse gegen zwingendes
Bundesrecht und sei von Amtes wegen als nichtig zu erklären (act. 7, S. 13 Ziff. 11),
stösst ihre Argumentation ins Leere. Die Parzellen Nrn. 0013 und 0014 sind dem
übrigen Gemeindegebiet und damit keiner Bauzone zugewiesen (vgl. Art. 21 Abs. 1
Satz 2 des Gesetzes über die Raumplanung und das öffentliche Baurecht, Baugesetz;
sGS 731.1, BauG, www.geoportal.ch). Das Erschliessungserfordernis nach Art. 19 Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG)
und Art. 49 Abs. 2 BauG gilt jedoch auch für Bauten und Anlagen ausserhalb der
Bauzonen (vgl. VerwGE B 2011/141 vom 20. März 2012 E. 3.1.1 mit Hinweis, in: GVP
2012 Nr. 20). Dementsprechend ist in Art. 19 Abs. 2 Satz 2 RPG nicht vorgesehen,
dass das kantonale Recht die Beiträge der Grundeigentümer nur innerhalb der
Bauzonen zu regeln hat. Auch schliessen Art. 6 des Wohnbau- und
Eigentumsförderungsgesetzes (SR 843, WEG) in Verbindung mit Art. 1 ff. der
Verordnung zum WEG (SR 843.1, VWEG) eine Beitragserhebung ausserhalb der
Bauzonen nicht aus. Nichtigkeitsgründe bestehen nicht (vgl. BGE 138 II 501 E. 3.1 mit
Hinweisen und GVP 1999 Nr. 20, S. 55, mit Hinweis auf BGE 104 Ia 172 E. 2c).
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4. Die Beschwerdeführer 1 bis 3 verlangen die Einholung von Expertisen zur Höhe der
Teerungskosten der Kiesstrasse zu ihren Grundstücken und zur Verkehrssicherheit im
Bereich ihrer Grundstücke sowie die Durchführung eines Augenscheins durch das
Verwaltungsgericht verlangen (act. 7, S. 6 f., 9 und 11 f.). Darauf kann verzichtet
werden, da sich die vorliegend entscheidenden tatsächlichen Verhältnisse aus den
Verfahrensakten, insbesondere aus dem Augenscheinprotokoll vom 23. Juni 2015
(act. 11/14), und dem öffentlich zugänglichen Geoportal (www.geoportal.ch) ergeben
(vgl. BGer 6B_488/2016 vom 5. September 2016 E. 3.4.2 und BGer 1C_281/2015 vom
28. Juni 2016 E. 2 je mit Hinweisen).
5. Soweit die Beschwerdeführer 1 bis 3 die Unbefangenheit der Fachrichter der
Vorinstanz in Frage stellen (act. 7, S. 10), thematisieren sie nicht weiter, inwieweit den
Fachrichtern im vorliegenden Fall mangelnde Unabhängigkeit vorzuwerfen wäre (vgl.
VerwGE B 2015/139 vom 17. Dezember 2015 E. 2, www.gerichte.sg.ch). Lediglich der
Umstand, dass Paul Bühler Gemeindepräsident von Mörschwil ist, vermag bei
objektiver Betrachtung den Anschein der Befangenheit und Voreingenommenheit nicht
zu erwecken, auch wenn beim Einsatz nebenamtlicher Richter die Wahrscheinlichkeit
beruflicher Beziehungen zu einer der Verfahrensparteien im Vergleich zu vollamtlichen
Richtern, die keiner anderen Erwerbstätigkeit nachgehen, zunimmt (vgl. hierzu Art. 30
Abs. 1 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, SR 101, BV,
Art. 6 Ziff. 1 der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und
Grundfreiheiten, SR 0.101, EMRK, Art. 14 Abs. 1 des Internationalen Pakts über
bürgerliche und politische Rechte, SR 0.103.2, UNO-Pakt II, Art. 7 f. VRP, BGE 139 III
433 E. 2.1.2 ff. mit Hinweisen, BGE 137 III 289 E. 4.4 mit Hinweis sowie Eicher/Rüefli/
Schedler/Schindler, in: Lienhard/Kettiger/Emery/Langbroek/Lienbacher [Hrsg.], Justiz
zwischen Management und Rechtsstaat, Bern 2016, S. 120 f. N 231 f.).
6. Soweit die Beschwerdeführer 1 bis 3 geltend machen (act. 7, S. 3-5), die
Beschwerdegegnerin habe ihre Untersuchungs- und Beweispflicht im Sinne von
Art. 12 VRP verletzt, legen sie in Verletzung ihrer Behauptungs- und
Beweisführungslast im Sinne von Art. 64 in Verbindung mit Art. 48 Abs. 1 und Art. 50
Abs. 1 VRP nicht dar, inwiefern die Beschwerdegegnerin in Missachtung des
Untersuchungsgrundsatzes den Sachverhalt unrichtig oder unvollständig festgestellt
haben sollte (vgl. hierzu VerwGE B 2012/21 vom 15. Oktober 2012 E. 4.1.2 mit
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Hinweisen und VerwGE B 2013/48 vom 8. November 2013 E. 5.3, www.gerichte.sg.ch).
Aus den Akten ergeben sich sodann keine Anhaltspunkte für eine rechtsfehlerhafte
unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung durch die Beschwerdegegnerin
(vgl. VerwGE B 2014/107; 2014/111; 2014/116-120 vom 25. Mai 2016 E. 9.2,
www.gerichte.sg.ch). Namentlich bestreitet die Beschwerdegegnerin im
Einspracheentscheid vom 17. November 2014 (act. 11/2/1, S. 4 Ziff. 7) nicht, dass die
Parzellen Nrn. 000, 001 und 002 vor dem Bau des Seitenarms der P. bereits über die
Kiesstrasse erschlossen waren (vgl. hierzu E. 11.2 hiernach). Entgegen der Auffassung
der Beschwerdeführer 1 bis 3 (act. 7, S. 3) bestand damit keine Pflicht der Vorinstanz,
die Beschwerdegegnerin zur Einreichung von weiteren Unterlagen aufzufordern und
ihnen diese gestützt auf Art. 29 Abs. 1 und 2 BV zur Stellungnahme zu unterbreiten
(vgl. zum Akteneinsichtsrecht BGer 5A_125/2016 vom 27. Juli 2016 E. 3.3 mit
Hinweisen).
7. Soweit die Beschwerdeführer 1 bis 3 mutmassen (act. 7, S. 5 f.), der Vorinstanz
seien von der Beschwerdegegnerin anlässlich einer Besprechung, an welcher sie nicht
hätten teilnehmen dürfen, in Bezug auf die Erschliessung der Grundstücke Nrn. 000,
001 und 002 falsche Tatsachen mitgeteilt worden, ist nicht ersichtlich und wird von
ihnen auch nicht weiter substantiiert, wann diese Besprechung wo stattgefunden und
inwiefern die Vorinstanz auf die Feststellungen dieser Besprechung im angefochtenen
Entscheid abgestellt haben sollte. Ein Verstoss gegen die allgemeinen
Verfahrensgrundsätze nach Art. 29 Abs. 1 und 2 BV liegt nicht vor (vgl. hierzu BGer 1P.
318/2003 vom 15. Juli 2003 E. 2.1 mit Hinweisen).
8. Soweit die Beschwerdeführer 1 bis 3 der Vorinstanz vorwerfen (act. 7, S. 6 und 9),
sie habe zu Unrecht ihre Befragung als Zeugen verweigert, verkennen sie, dass die
Vorinstanz berechtigt war, auf die in der Rekursergänzung vom 30. Januar 2015
(act. 11/4, S. 11) und in der Stellungnahme zum Augenscheinprotokoll vom 20. Juli
2015 (act. 11/18, S. 4) beantragte persönliche Befragung (Art. 12 Abs. 1 und Art. 13
VRP) in zulässiger antizipierter Beweiswürdigung zu verzichten. Eine solche Befragung
war nicht entscheidend für den Ausgang des Verfahrens. Die Sachlage ist in den Akten
ausführlich dokumentiert (vgl. bereits E. 3 hiervor). Auch konnten die Beschwerdeführer
1 bis 3 ihren Standpunkt anlässlich des Augenscheins vom 11. Juni 2015 in
Anwesenheit der Vertreter der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin vor Ort
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mündlich darlegen (vgl. bereits E. 3 hiervor sowie BGer 9C_329/2016 vom
19. August 2016 E. 4.1 mit Hinweisen). Eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches
Gehör nach Art. 29 Abs. 2 BV ist nicht erkennbar.
9. Entgegen der Darstellung der Beschwerdeführer 1 bis 3 (act. 7, S. 13 Ziff. 10) wurde
sodann in Erwägung 4 b des angefochtenen Entscheides (act. 2, S. 7) nicht behauptet,
dass die Beschwerdegegnerin ihnen ihren Beschluss vom 15. Juni 2015 zugestellt hat.
Vielmehr wird darin festgehalten, dass die Beschwerdeführer 1 bis 3 mittels
persönlichen Anzeigen vom 7. Februar 2014 (act. 11/8/10) im Sinne von Art. 80 StrG
vom Beitragsplan Erschliessung X. in Kenntnis gesetzt wurden. Daraus können die
Beschwerdeführer 1 bis 3 nichts zu ihren Gunsten ableiten.
10. Soweit die Beschwerdeführer 1 bis 3 unter Berufung auf Art. 183 Abs. 3 der
Schweizerischen Zivilprozessordnung (Zivilprozessordnung, SR 272, ZPO) und den
„Berner Kommentar“ (vgl. S. Rüetschi, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Schweizerische
Zivilprozessordnung, Band II, Art. 183 N 47 ff.) geltend machen (act. 7, S. 10), die als
eigenes Fachwissen ausgegebenen Ansichten der Fachrichter der Vorinstanz hätten
ihnen zur Stellungnahme unterbreitet werden müssen, lassen sie ausser Acht, dass die
Beantwortung der Rechtsfrage, ob den Grundstücken Nrn. 000, 001 und 002 durch
den Bau des Seitenarms der P. ein wirtschaftlicher Sondervorteil im Sinne von Art. 78
Abs. 1 StrG erwachsen ist, im angefochtenen Entscheid (vgl. E. 5c, act. 2, S. 10 f.)
nicht auf speziellen Beweismassnahmen zu rechtlich relevanten Tatsachen, namentlich
auf einem Sachverständigengutachten oder einem Fachrichtervotum, sondern auf freier
richterlicher Beweiswürdigung (Art. 58 in Verbindung mit Art. 21 Abs. 3 VRP) beruhte
(vgl. hierzu Eicher/Rüefli/Schedler/Schindler, a.a.O., S. 122 f. N 233 mit Hinweis auf
BGE 138 II 77 E. 3.2, und Cavelti/Vögeli, a.a.O., N 615 ff.), zumal die Vorinstanz dabei
auf schematische, der Durchschnittserfahrung entsprechende Massstäbe abstellen
durfte (vgl. BGer 2C_665/2009; 2C_670/2009 vom 25. Februar 2011 E. 5.2 mit Hinweis
auf BGer 1P.511/1999 vom 10. April 2000 E. 4d/aa, in: ZBl 113/2012, S. 103 ff.). Eine
Gehörsverletzung (Art. 29 Abs. 2 BV) liegt nicht vor. Damit kann offen bleiben, ob Art.
183 Abs. 3 ZPO im vorliegenden Verfahren überhaupt anwendbar ist.
11. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung steht die Frage, ob die Parzellen Nrn. 000,
001 und 002 zu Recht in das Perimeterobjekt Beitragsplan Erschliessung X.
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einbezogen wurden (vgl. Ziff. 1 und 2 des Rechtsbegehrens der Beschwerdeführer 1
bis 3, act. 7, S. 2). Die Beschwerdeführer 1 bis 3 bringen in dieser Hinsicht im
Wesentlichen vor (act. 7, S. 4 ff.), die erst im Nachhinein im öffentlichen Interesse
verlangte Teerung der bestehenden Erschliessungsstrasse (Kiesstrasse) zu ihren
Grundstücken müsse von der Beschwerdegegnerin bezahlt werden. Die Teerung sei
kein sachlicher Grund, ihre drei Grundstücke in das Perimeterobjekt einzubeziehen. Die
X.-strasse als Ringstrasse sei nur für den Langsamverkehr und die öffentlichen Dienste
als solche benutzbar. Da Velos, Motos, Vespas sowie Elektrovelos beim Poller
vorbeifahren könnten, sei die Verkehrssituation insbesondere für Kinder sehr gefährlich.
Ein Sondervorteil, d.h. ein zahlenmässiger Wertzuwachs ihrer Grundstücke, sei nicht
gegeben. Durch den Ausbau der Kiesstrasse seien keine besseren Verhältnisse
geschaffen worden als vor der rechtskräftig verfügten Baubewilligung vom 4.
Oktober 2010. Aus einer zweiten Erschliessung resultiere für ein in einer Wohnzone
gelegenes Grundstück in aller Regel keine weitere Wertzunahme. Vielmehr sei die
doppelte Erschliessung mit Immissionen verbunden.
11.1. Die Kosten für den Bau der Gemeindestrassen tragen die politische Gemeinde
(Gemeindestrassen erster und zweiter Klasse gemäss Art. 8 Abs. 1 und 2 StrG) bzw.
die Grundeigentümer (Gemeindestrassen dritter Klasse im Sinne von Art. 8 Abs. 3
StrG), soweit keine Beiträge zur Verfügung stehen (vgl. Art. 72 Abs. 1 und Art. 73
Abs. 1 StrG). Neben den Staatsbeiträgen (Art. 87 f. sowie Art. 93 bis 99 StrG) stehen
der politischen Gemeinde unter Umständen Perimeterbeiträge (Vorzugslasten) von
Grundeigentümern oder Dritten zur Verfügung (vgl. hierzu Art. 19 Abs. 2 Satz 2 RPG,
Art. 6 WEG, Art. 1 ff. VWEG und VerwGE B 2011/130 vom 20. März 2012 E. 2.1 mit
Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). Deren Kostentragung ist begrenzt durch die Art der
Kosten und durch die Höhe des Beitragssatzes (vgl. Art. 72 Abs. 2, Art. 73 Abs. 2 und 3
sowie Art. 74 bis 76 StrG und A. Weder, in: G. Germann [Hrsg.], Kurzkommentar zum
st. gallischen Strassengesetz, St. Gallen 1989, Art. 72 N 2 ff.). Im
Kostenverlegungsverfahren werden die Baukosten durch Errichtung eines Perimeters
aufgeteilt (Art. 77 Abs. 1 StrG). Eigentümer von Grundstücken, denen ein Sondervorteil
entsteht, sind beitragspflichtig (Art. 78 Abs. 1 StrG). Der wirtschaftliche Sondervorteil
muss so geartet sein, dass er nicht jedem Strassenbenützer zukommt. Er entsteht nur
für jenen beschränkten Kreis von Grundstücken, deren Lage durch die fragliche
Massnahme eine Verbesserung erfährt bzw. deren Werte und Nutzungsmöglichkeiten
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dadurch eine Steigerung erfahren. Ein Sondervorteil kann beispielsweise darin liegen,
dass sich die Zugänglichkeit eines Grundstückes für Personen und/oder Fahrzeuge
durch den Bau einer Strasse verbessert. Die verbesserte strassenmässige
Erschliessung gestattet eine verbesserte wirtschaftliche Nutzung. Dies kann zu einer
Zunahme des Grundstückwertes führen, da dieser primär vom Ausmass der
vorhandenen Nutzungsmöglichkeiten abhängt. Entscheidend ist bei der Beurteilung der
Steigerung der Nutzungsmöglichkeiten, dass der Sondervorteil dem Grundstück als
solchem erwachsen muss und nicht nur dessen momentanem Eigentümer. Der
Wertzuwachs darf somit nicht nur aufgrund der subjektiven Verhältnisse des jeweiligen
Eigentümers entstehen, sondern er muss nach objektiven, sachlichen Gesichtspunkten
wie Lage und Beschaffenheit des Grundstückes messbar erscheinen. Daher sind die
subjektiven Verhältnisse des Eigentümers nicht zu berücksichtigen (vgl. VerwGE B
2011/130 vom 20. März 2012 E. 2.4.1 mit Hinweisen und VerwGE B 2015/65 vom 26.
Oktober 2016 E. 2.1 mit Hinweis, www.gerichte.sg.ch, sowie bereits B. Lengwiler, in:
Praxis des Strassenperimeters, St. Gallen 1981, S. 40). Die Verbesserung einer Strasse
vermag auch dann einen Sondervorteil im Sinne von Art. 78 Abs. 1 StrG für ein
Grundstück zu begründen, wenn dieses zuvor bereits über eine Zufahrt verfügte (vgl.
nicht veröffentlichter Entscheid VerwGE B 2002/200 vom 24. April 2003 E. 1d a.E.). Der
Beschwerdegegnerin kommt bei der Frage, ob und wenn ja in welchem Umfang einem
Grundeigentümer ein Sondervorteil zukommt, ein erheblicher Ermessenspielraum zu.
Diesen Ermessensspielraum hat das Verwaltungsgericht zu respektieren, da es nur zur
Rechtskontrolle befugt ist (vgl. Art. 61 Abs. 1 VRP und nicht publizierter Entscheid
VerwGE B 2006/157 vom 9. November 2006 E. 5c/aa).
11.2. Im konkreten Fall bestreiten die Beschwerdeführer 1 bis 3 zunächst nicht, dass
die Beschwerdegegnerin befugt war, einen Gesamtperimeter für die X.-strasse
einschliesslich des Seitenarms der P. zu erstellen, auch wenn es nicht sachwidrig
gewesen wäre, den Beitragsperimeter pro Etappe des Strassenbauprojekts
Erschliessung X. auf die jeweiligen Anrainergrundstücke zu beschränken (vgl. BGer
2C_434/2008 vom 3. März 2009 E. 3.1 mit Hinweis, sowie B. Lengwiler, Wegleitung für
die Erarbeitung von Strassenperimetern, Kirchberg 2005, S. 3, und Tabelle
Beitragsplan Erschliessung X., Stand 22. Januar 2014, Beilage zu act. 11/8/12).
Sodann bewilligte die Beschwerdegegnerin am 4. Oktober 2010 unter anderem den
Neubau von drei Einfamilienhäusern auf den Parzellen Nrn. 000, 001 und 002 mitsamt
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einer 3.00 m breiten und rund 38 m langen Erschliessungsstrasse (Kiesstrasse) auf
Parzelle Nr. 004 (act. 8/3 f.). Somit waren diese Grundstücke bereits vor dem Bau des
Seitenarms der P. (Strassennummer 3.69) ab der P., Parzelle Nr. 0010, über die
Kiesstrasse im Sinne von Art. 19 Abs. 1 RPG, Art. 4 WEG und Art. 49 Abs. 2 BauG
hinreichend erschlossen, ansonsten die Beschwerdegegnerin die Baubewilligung nicht
hätte erteilen dürfen (vgl. Art. 22 Abs. 2 lit. b RPG und Art. 49 Abs 1 BauG). Entgegen
anderslautender Darstellung der Vorinstanz in Erwägung 5c des angefochtenen
Entscheides (act. 2, S. 11) konnte die Ausführung des Strassenbauprojekts
Erschliessung X. – 2. Etappe (öffentliche Auflage vom 27. Oktober 2010 bis
25. November 2010) bei Erlass der Baubewilligung am 4. Oktober 2010 rechtlich noch
nicht sichergestellt sein (vgl. Art. 49 Abs. 2 lit. a BauG und VerwGE B 2014/64; 2014/72
vom 28. Mai 2015 E. 6.1 mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch). An der tatsächlich
bestehenden hinreichenden Erschliessung ändert nichts, dass für die Erschliessung der
Parzellen Nrn. 000, 001 und 002 über das Grundstück Nr. 004 der
Beschwerdegegnerin anstelle des Planverfahrens nach Art. 39 ff. StrG das
Baubewilligungsverfahren (Art. 78 ff. BauG) durchgeführt wurde, obschon das
Planverfahren auch dann gilt, wenn anstelle der politischen Gemeinde, welcher der
Gemeindestrassenbau obliegt (Art. 38 Abs. 1 StrG), im Sinne von Art. 38 Abs. 3 StrG
Grundeigentümer bzw. Dritte zum Gemeindestrassenbau ermächtigt werden (vgl. Art.
39 Abs. 1 StrG, VerwGE B 2013/212; B 2013/213 vom 19. Februar 2015 E. 4.1,
www.gerichte.sg.ch, und P. Schönenberger, in: G. Germann [Hrsg.], a.a.O., Art. 38
N 3 f.). Die bestehende Erschliessungsstrasse auf Parzelle Nr. 004 ab der P., welche
mit Erlass des Teilstrassenplans Erschliessung X. als Gemeindestrasse dritter Klasse
eingestuft wurde, wurde im Rahmen des Strassenbauprojekts Erschliessung X. –
2. Etappe zu einem rund 69 m langen, entwässerten und mit einem staubfreien
Oberflächenbelag versehenen Seitenarm der P. (Strassennummer 3.69) ausgebaut.
Zudem wurde südlich der Einfamilienhäuser Assek.-Nrn. 0011 und 0012 (Parzellen
Nrn. 001 und 002) ein versenkbarer Poller erstellt, wodurch der Seitenarm der P. – mit
Ausnahme der öffentlichen Dienste sowie dem Zweiradverkehr – für den motorisierten
Verkehr von und zum Wohnquartier X. resp. zur O.-strasse, Parzelle Nr. 0005, gesperrt
wurde. Bei dieser Sachlage ist die Einschätzung der Vorinstanz in Erwägung 5c (act. 2,
S. 11), wonach der Ausbau der bestehenden Erschliessungsstrasse eine klare
Verbesserung darstellt, da die Zugänglichkeit zu den Parzellen der Beschwerdeführer 1
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bis 3 erleichtert und der künftige Unterhalt geringer ausfallen wird, nicht zu
beanstanden. Objektiv betrachtet begründet der Ausbau für die Grundstücke der
Beschwerdeführer 1 bis 3 einen wirtschaftlichen Sondervorteil (vgl. hierzu P. Küttel,
Das Strassenrecht des Kantons St. Gallen, Winterthur 1969, S. 139 FN 33), auch wenn
er mit Blick auf die bessere Erschliessung für die Kehrichtabfuhr und die
Blaulichtorganisationen auch öffentlichen Interessen dient und die
Beschwerdegegnerin zugesichert hat, für den Unterhalt dieser Gemeindestrasse dritter
Klasse aufzukommen (vgl. Vereinbarung vom 16. März 2010, act. 8/4). Dabei ist die
sich aus dem Ausbau der Strasse mutmasslich ergebende geringe Zunahme des
Motorrad- und Langsamverkehrs aus dem Wohnquartier X., namentlich in Bezug auf
die dadurch verursachten Immissionen und die Verkehrssicherheit, vernachlässigbar
und mindert den sich für die Beschwerdeführer 1 bis 3 ergebenden Vorteil nicht, zumal
sowohl die öffentlichen Dienste als auch die (Elektro-)Fahr-, Motorfahr- oder
Motorräder ihre Geschwindigkeit vor dem Poller drosseln müssen, um diese
Strassensperre zu passieren. Gegen den Einbezug der Nrn. 000, 001 und 002 in das
strittige Perimeterobjekt spricht überdies nicht, dass der Beschwerdeführer 4 nach
eigenen Angaben (act. 7, S. 12) sämtliche Kosten für die Erstellung der Kiesstrasse auf
Parzelle Nr. 004 übernommen hat und den Grundstücken der Beschwerdeführer 1 bis 3
aus dem Bau der X.-strasse (Strassennummern 2.74 und 3.127) kein wirtschaftlicher
Sondervorteil erwächst. Im übrigen hielt sich der Beschwerdeführer 4 offenbar aus
freien Stücken an die von seinem Rechtsvorgänger abgeschlossene Vereinbarung vom
16. März 2010 (act. 8/4). Ferner kann der Einbezug der Parzellen Nrn. 000, 001 und 002
in das Perimeterobjekt offensichtlich nicht dem Grundsatz, wonach ein Grundstück in
der Wohnzone nicht für zwei Erschliessungsstrassen beitragspflichtig ist (vgl. GVP
2007 Nr. 28), widersprechen. Schliesslich gründet der Einbezug auf dem Ausbau ein
und derselben bestehenden Strasse. Unter diesen Umständen kann der Vorinstanz
keine rechtsfehlerhafte Ermessensausübung vorgeworfen werden. Ein Verstoss gegen
das Gebot der rechtsgleichen Behandlung im Sinne von Art. 8 Abs. 1 BV und des
Willkürverbots gemäss Art. 9 BV liegt nicht vor (vgl. hierzu BGer 1P.511/1999 vom 10.
April 2000 E. 4d/aa, in: Pra 89 [2000] Nr. 161). Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit
darauf einzutreten ist.
12. (...).
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