# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6c6f13df-4f5c-41df-808d-fa2e87556e35
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960,
erlangte 2003 das eidgenössische Diplom als
Ge
bäu
dereinigungsfachmann
und
war zuletzt
von
Mai 2008
bis
Ende Februar 2012
als
Gruppenleiter
des
Reinigungs
- und Transport
dienst
es
des
Spitals
Y._
tätig
, wobei er ab 1
1.
Oktober 2011 krankgeschrieben war
(
Urk.
7/1/1,
Urk.
7/12
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7
und
Ziff.
2.14,
Urk.
7/17/1 Mitte)
.
Unter Hinweis auf einen Bandscheibenvorfall
sowie
eine p
sychische Erkrankung
meldete
sich der
Versi
cherte am 1
7.
Oktober 2011 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizi
nische und erwerbli
che Situation ab und zog
Akten des
Krankentaggeldversi
cherers
(
Urk.
7/9,
Urk.
7/17,
Urk.
7/24
,
Urk.
7/33
)
bei
.
Im Dezember 2012 (
Urk.
7/27) liess die zuständige Vorsorgeeinrichtung, die BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich (nachfolgend: BVK), der IV-Stelle zwei von ihr veranlasste
Gutachten
- ein allgemeinmedizinisches
vom
8.
Februar 2012 (
Urk.
7/26/1-8)
und ein psychiatrisches
vom 2
1.
November 2012 (
Urk.
7/26/9-41)
- sowie im Januar 2013 (
Urk.
7/29) eine
ergänzende
Stellungnahme
des psychiatrischen Gutachters
vom 3
1.
Dezember 2012
(
Urk.
7/28) zukommen.
Mit Vorbescheid vom
4.
Juli 2013 (
Urk.
7/38) stellte die IV-Stelle die Ausrich
tung einer ganzen Rente ab April 2012
und
einer
Dreiviertelsrente
ab August 2012 in Aussicht, wogegen die BVK am
6.
August 2013 Einwände erhob (
Urk.
7/45). Mit Verfügung vom 2
1.
November 2013 (
Urk.
7/49 und
Urk.
7/55 ff. =
Urk.
2) sprach die IV-Stelle dem Versicherten die mit Vorbescheid angekün
digte abgestufte Invalidenrente zu.
2.
2.1
Die BVK erhob am
8.
Januar 2014 Beschwerde gegen die Verfügung vom 2
1.
November 2013 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei teilweise aufzuheben, und es sei dem Versicherten ab August 2012 weiterhin eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. Eventuell sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen, damit diese d
en Invaliditätsg
rad ab April 2012 näher abkläre und
danach über den Rentenanspruc
h neu verfüge (
Urk.
1 S. 2
). Mit Beschwerde
antwort vom 1
9.
Februar 2014 (
Urk.
6) beantragte die IV-Stelle die teilweise Gutheissung der Beschwerde im Sinne einer Rückweisung zu weiteren Abklä
rungen.
Mit Replik vom 1
0.
März 2014 (
Urk.
9) hielt die Beschwerdeführerin an ihren Rechtsbegehren gemäss Beschwerdeschrift vom
8.
Januar 2014 fest (
Urk.
9 S. 1 oben). Die Beschwerdegegnerin verzichtete am 1
9.
März 2014 auf das Ein
reichen einer Duplik (
Urk.
11).
Mit Gerichtsverfügung vom 2
4.
März 2014 (
Urk.
12) wurde der Versicherte zum Prozess beigeladen. Er liess sich innert der ihm angesetzten Frist nicht verneh
men (vgl.
Urk.
13).
2.2
Mit Beschluss vom 1
6.
Dezember 2014 (
Urk.
14)
eröffnete das Gericht den Par
teien und dem Beigeladenen, dass eine
erste summarische und
vorläufige Prü
fung des Falles ergeben habe, dass die Sache zu ergänzenden medizinischen Abklärungen an die Vorinstanz zurückzuweisen sei
n könnte
, und setzte der Beschwerdeführerin und dem Beigeladenen Frist
zur Stellungnahme an
.
Der Beigeladene beantragte mit Eingabe vom
5.
Februar 2015
(
Urk.
19)
, dem Hauptantrag der Beschwerdeführerin zu entsprechen
,
und auf eine Rückweisung zu verzichten
.
Die Beschwerdeführer
in liess sich innert angesetzter
Frist nicht vernehmen
(vgl.
Urk.
15/2).
Am
9.
Februar 2015 wurde den Parteien die Ein
gabe des Beigeladenen vom
5.
Februar 2015 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
20).
2.3
Mit
eine
m weiteren Beschluss vom 2
0.
April 2015 (
Urk.
21)
eröffnete
das Gericht den Parteien und dem
Beigeladenen
, dass entgegen der vorläufigen Einschätzung gemäss Beschluss vom 1
6.
Dezember 2014 ein materieller Ent
scheid betreffend den Rentenanspruch des Beigeladenen in Aussicht genommen werden könne, und setzte der Beschwerdeführerin und dem Beigeladenen First an, um zur Möglichkeit einer Schlechterstellung
betreffend d
i
e für die Zeit von April bis Juli
2012 zugesprochene ganze
Rente Stellung zu nehmen.
Mit Eingabe vom
7.
Mai 2015 (
Urk.
23) hielt der Beigeladene an seinem Antrag gemäss Stellungnahme vom
5.
Februar 2015 fest.
Auch die
Beschwerdeführerin hielt mit Stellungnahme vom 1
1.
Mai 2015
(
Urk.
24)
an
ihren Anträgen fest.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
gemeinen Teil
des
Sozialversicherungsrecht
s
,
ATSG). Erwerbsunfähig
keit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht über
windbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist - auch bei psychischen Erkran
kungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein. Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden
psychosozialen und/oder
sozio
kulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiat
risch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depres
sion im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der
psychosozialen beziehungsweise
soziokulturel
len
Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbstän
digte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidi
sierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
1.
3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Der Rentenanspruch entsteht gemäss
Art.
29 IVG frühestens nach Ablauf von sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs nach Artikel 29
Abs.
1 ATSG, jedoch frühestens im Monat, der auf die Vollendung des 18. Altersjahres folgt (
Abs.
1).
Der Anspruch entsteht nicht, solange die versi
cherte Person ein Taggeld nach Art. 22 IVG beanspruchen kann (Abs. 2).
Die Rente wird vom Beginn des Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Abs.
3).
1.5
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V
264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273
E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete
oder im Sinne einer Reduk
tion abgestufte
Rente
zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung oder die
Reduktion
der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschrän
kung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert
bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung bezie
hungsweise Herabsetzung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I
526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1
.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit des Beigeladenen seit
2
2.
Dezember 2009
erheb
lich eingeschränkt sei.
Na
ch Ablauf der Warte
zeit im Dezember 2010 sei
en
ihm die angestammte Tätigkeit sowie jegliche angepasste
n
Tätigkeit
en
im Rahmen von 50
%
zumutbar gewesen
(Verfügungsteil 2 S. 2 oben)
. Ab Oktober 2011 habe sich sein Gesundheitszustand verschlechtert und vorerst keine Arbeitsfä
higkeit mehr bestanden, womit
-
unter Berücksichtigung d
er gesetzlichen Be
stimmungen zum Beginn und zur Änderung des Anspruchs
-
ab April 2012 Anspruch auf eine ganze Rente bestehe (Verfügungsteil 2 S. 2
Mitte
, S. 2 unten)
. Seit
dem
4.
April 2012
(Datum der
von der Beschwerdeführerin veranlassten
psychiatrischen Begutachtung)
seien dem Beigeladenen jegliche angepassten Arbeiten im Rahmen von 50
%
zumutbar.
Bei der Gegenüberstellung des
von ihm
im Spital
Y._
zuletzt erzielten (Validen-)
Einkommens und des ge
stützt auf statistische Tabellenlöhne zu ermittelnden
und
behinderungsbedingt um 10
%
zu reduzier
en
den
Invalideneinkommens resultiere
ein Invaliditätsgrad von 68
%
, womit unter Berücksichtigung der gesetzlich
e
n Bestimmungen zur Änderung des Anspruchs ab
1.
August 2012 Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
bestehe (Verfügungsteil 2 S. 2
unten).
2.2
Die Beschwerdeführerin
wandte sich
in ihrer Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Her
absetzung der
ganze
n Rente per August 201
2.
Sie machte geltend, e
ntgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin könne gestützt auf das
von ihr eingeholte
psychiatrische Gutachten
und d
ie
ergänzende Stellungnahme
des Gutachters
nicht von einer Verbesserung des Gesundheitszustands ab April 2012 ausge
gangen werden.
Der Gutachter
habe
vielmehr
eine prognostische Einschätzung
abgegeben, die sich nicht verwirklicht habe. Er habe
nie festgehalten, dass der Beigeladene die
attestierte
medizinisch-theoretische Arbeitsfähigkeit von 50
%
ab April 2012 verwerten könne, sondern therapeutische und insbesondere auch integrative Massnahmen als erforderlich erachtet. Solche seien in der Zwischen
zeit durchgeführt worden, hätt
en
jedoch zu
kei
ner Verbesserung des Gesund
heitszustands
geführt, sodass eine stufenweise Eingliederung bis heute unmög
lich gewesen sei und auch nicht habe versucht werden können. Angesichts dieses Verlaufs hätte die Beschwerdegegnerin
nicht
auf die
vom Gutachter
empfohlene Nachbegutachtung verzichten dürfen (S. 6 f.
Ziff.
2.1).
Da die behan
delnden Ärzte einen unverändert schlechten Gesundheitszustand und eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bestätigten, drängten sich jedoch keine weiteren Abklärungen auf
und sei weiterhin ein Anspruch auf eine ganze Rente ausge
wiesen
(S. 7 f.
Ziff.
2.2,
Ziff.
3).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort (
Urk.
6) stellte sich die Beschwerdegegnerin auf den Standpunkt,
dass sich die Arbeitsfähigkeit des Beigeladenen - aus näher darge
legten Gründen - sowohl für die Zeit bis April 2012 als auch für die Zeit danach als unklar erweise, weshalb weitere Abklärungen angezeigt seien.
2.4
Replikweise
(
Urk.
9) hielt
die Beschwerdeführerin
fest, dass sich zusätzliche Abklä
r
ungen
mit Blick auf die Berichte der behandelnden Ärzte
ihres Erachtens
weiterhin nicht auf
drängten (S. 4
Ziff.
4), sie s
ich
jedoch
nicht geg
en zusätz
li
che Abklärungen betreffend die
Ze
it
vor April 2012
sowie
die
Zeit danach
stelle
, wobei
ein
e
Nachbegutachtung
durch den bereits mit dem Beigeladenen befass
ten psychiatrischen Gutachter zu erfolgen hätte
, nachdem dieser selbst eine sol
che empfohlen habe
(
S. 2
f.
Ziff.
1-2)
.
2.5
Der Beigeladene äusserte sich in seiner Stellungnahme vom
5.
Februar 2015 (
Urk.
19) zusammengefasst dahingehend, dass er gestützt auf die
Verlaufsbe
rich
te
der behandelnden Ärzte mit dem Hauptantrag der Beschwerdeführerin übereinstimme. Die Experten seien zum Schluss gelangt, dass bei ihm nach wie vor und bis auf weiteres eine vollständige Arbeitsunfähigkeit für jegliche Arten von Tätigkeiten bestehe. Weitere Abklärungen drängten sich in keiner Art und Weise auf, weshalb auf eine Rückweisung zu verzichten sei (S. 4 unten).
3
.
3
.1
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des
Beigeladenen u
nd in diesem Zu
sammenhang insbesondere die Frage, ob d
ie medizinischen Akten eine hin
rei
c
hende
Entscheidgrundlage
bilde
n
. Die gerichtliche Überprüfung hat dabei
den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum zu erfassen (vgl. vorstehend
E. 1.5
).
3
.2
D
er Be
igeladene
meldete sich
im Oktober 2011 zum Leistungsbezug an
(
Urk.
7/2)
. Damit
konnte ein allfälliger Rentenanspruc
h frühes
tens im April 2012 entstehen (
Art.
29
Abs.
1
IVG). Dass
d
er
Beigeladene
in
diesem Zeitpunkt das Wartejahr im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG
erfüllt hat
te
, ist unbestrit
ten u
nd
kann aufgrund
der
in den medizinischen Akten bis zum April 2012 dokumentie
rten Arbeitsunfähigkeiten (
Urk.
7/10/6
Ziff.
1.6,
Urk.
7/26/36 unten)
als erstellt gelten
(vgl. auch
Urk.
7/36 S. 2 oben und
S. 7 oben)
.
3
.3
Zu prüfen ist,
wie es sich mit dem Invaliditätsgrad des Beigeladenen
ab April 2012
verhielt (
vgl.
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG).
Zur Beurteilung dieser Frage
sind jene medizinischen Berichte von Interesse, welche sich zum Gesundheitszustand und zur Arbeitsfähigkeit des Beigeladenen ab April 2012 äussern.
Den Ausfüh
rungen der Beschwerdegegnerin
in der Beschwerdeantwort
, wonach sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit vor April 2012 als unklar und weiter abklärungsbedürftig erwiesen (
Urk.
6
Ziff.
2), kann insofern nicht gefolgt werden, als die Zeit vor April
2012
für den Rentenanspruch des Beigelad
e
nen, welcher früh
e
stens im April 2012 entstehen konnte, nicht von Relevanz ist.
Die Beschwerdegegnerin hat
weder für die Zeit vor der Anmeldung zum
Leistungs
bezug
noch für die ersten sechs Monate danach den Rentenanspruch zu prüfen und ist insoweit von Abklärungen freigestellt (
Meyer/
Reichmuth
, Rechtspre
chung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversiche
rung,
3.
Auf
l
age, Zürich/Basel/Genf 2014,
Art.
29 N 4).
Entge
gen der Auffassung der Parteien und des Beigeladenen stellt sich
sodann
insbesondere
auch
nic
ht die Frage, ob
per April
2012
eine
revisionsrechtlich relevante
Veränderung
des Sachverhalts
im Sinne einer Verbesserung des
Gesundheitszustand
s eingetreten ist.
V
ielmehr
ist
danach zu fragen, wie sich der Gesundheitszustand und die Arbeitsfähigkeit ab
April 2012 bis zum massgeben
den
Zeitpunkt des
Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 2
1.
November 2013 p
räsentierte
n
und ob sich diese Frage gestützt auf die aufliegenden medi
zinischen Akten beantworten lässt.
Für die Anwendung von
Art.
88a
IVV
, welcher die Änderung des Anspruchs betrifft, besteht - entgegen der in der angefochtenen Verfügung vertretenen Auffassung - kein Raum, solange der Ren
tenanspruch nicht entstanden ist
.
4
.
4
.1
Dr.
med.
Z._
, Praktische Ärztin,
gelangte i
n ihrem am
8.
Februar 2012 erstatteten (Verl
aufs-)Gutachten (
Urk.
7/26/1-8)
nach am
2.
Juli 2010 (vgl. S. 3 f.) und am
7.
Februar
2012 (vgl. S. 2 oben und S. 5 oben
) erfolgter Untersu
chung des Beigeladenen zum Schluss, dass die aktuelle Krankschreibung auf einer psychischen Erkrankung beruhe und aus somatischer Sicht keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit bestehe (S. 7 unten).
4
.2
Am
2
1.
November 2012 erstattete
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein Gutachten im Auftrag der Beschwerde
führerin (
Urk.
7/26/
9-41).
Er
stützte sich auf die ihm überlassenen Akten (S. 2 f., S. 6 ff.), die Angaben des
Beigeladenen
anlässlich der Untersuchung vom
4.
April 2012
(
S. 14 ff.,
vgl.
S. 1 unten
)
und
e
in
am
1
4.
November 2012
ge
führtes Telefongespräch
(S. 13 unten), die eingeholten fremdanamnestischen Auskünfte (S. 13
oben
)
sowie
die anlässlich der Untersuchung vom
4.
April 2012 erhobenen Befunde (S. 18 ff.).
Zur Herleitung der psychiatrischen
Diagnose
(S. 21 ff.
)
führte
der Gutachter
unter anderem aus,
die den Beigeladenen seit 2006 behandelnden Fachpersonen der
Klinik B._
, Psychiatriezentrum
Y._
,
hätten
einen etwa ab dem Jahr 2005 beginnenden psychiatrischen Gesundheitsschaden im Sinne einer schweren depressiven Episode mit diskreten psychotischen Symptomen bei bekannter rezidivierender depressiver Störung
, einer posttrau
ma
tische Belastungsstörung (PTBS)
sowie einer Tendenz zur Entwicklung einer
somatoformen
Schmerzstörung bei bekanntem chronischem
zervikobrachialem
Schmerzsyndrom, welches 2004 mittels Magnetresonanztomographie (MRI) diagnostiziert worden sei,
beschrieben. Auch in der jüngsten Einschätzung des
Psychiatriezentrums Y._
würden die diagnostischen Verhältnisse noch so wiedergegeben
(S. 21 Mitte)
.
Die Diagnose einer
PTBS
könne bestätigt werden
. Da der Beigeladene jedoch angegeben habe, dass die Symptomatik nicht mehr sehr akut
und inten
siv ausgebildet sei, s
e
i
die Diagnose nicht als solche mit
Auswirkung auf die
Arbeitsfähigkeit aufzuführen
(S. 22 Mitte). Hingegen sei noch eine derzeit mit
tel
gradige depressive Symptomatik vorhanden mit einer psychophysischen Erschöpfbarkeit, einer depressiven Verstimmung, einer gewissen
Anhedonie
, Störungen in der Auffassung, der Konzentration und der
Mnestik
sowie einer gewissen psychovegetativen Begleitsymptomatik (Ängste, Unsicherheiten, ver
stärktes Schmerzerleben, Schlafstörungen, die allerdings durch die Medikation in den Griff genommen worden seien).
Zum einen sei eine rezidivierende depressive Störung festzuhalten und zum andern sei klinisch von einer mittel
gradigen depressiven Episode mit somatischem Synd
ro
m auszugehen
(S. 22 unten)
. Für die Entstehung und Entwicklung vor allem dieser affektiven Störung sei eine akzentuierte Persönlichkeit mit ängstlich-vermeidenden Verhaltenswei
sen mitverantwor
tlich; diese Verhaltensweisen seien wohl
durchaus schon in der Anlage der Persönlichkeit vorhanden gewesen
, seien
jedenfalls
später ein
mal entfaltet worden
und
hätten
sich
erhalten
d
urch lebensgeschichtlich bedeutsame Ereignisse wie etwa die traumatisierenden Erlebnisse im türkischen Gefängnis um 1
983 und später dazu gekommene,
für das Jahr 2010 deutlich beschriebene
,
Arbeitsplatzkonflikte in der Schweiz (
S. 22 unten,
S. 23 oben).
Diesen Persönlichkeitsmerkmalen seien auch die in den Arztberichten des
Psychiatriezentrums Y._
erwähnten „diskreten psychotischen Symptome“ im Rahmen einer rezidivieren
den dep
ressiven Störung zuzuschreiben
(S. 23 oben). Sodann
bestehe ein ortho
pädisch-rheumatologischer Schaden, der bildgebend und
auch
kl
inisch nachge
wiesen worden sei.
Dr.
Z._
habe
in ihrem Gutachten
aber auch festgehalten
, dass die Störung nicht ausreichend sei, um das Schmerzausmass und die rekla
mierten funktionellen Beeinträchtigungen h
inreichend zu erklären. Es sei daher
angemessen, von einer
somatoformen
Schmerzstörung auszugehen, zumal beim Beigeladenen auch diverse psychosoziale Probleme, die schwer genug seien, um als Auslöser für eine solche Störung zu fungieren, vorhanden seien (S. 23 Mitte).
Die psychosozialen Faktoren und das damit entwickelte
Vermeidungs
verhalten
hätten eine gewisse Autodynamik angenommen, die durch
selbstlimi
tierende
Verhaltensweisen oder Tendenzen eines prinzipiell noch vorhandenen restlichen Leistungsvermögens charakterisiert seien, mithin durch eine
dyna
misch verständliche aber g
l
e
ichwohl dysfunktionale Symptombewältigung. Die
se Entwicklung scheine s
ich zu verstärken (
S. 24 oben).
Zusammenfassend nannte der Gutachter folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (S. 24
Ziff.
3.2):
Achse I: klinische Störungen
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somat
ischem Syndrom (ICD-10 F33.11)
Achse II: (Strukturdiagnose)
akzentuierte Persönlichkeitszüge mit ängstlich-vermeidenden Verhal
tens
weisen und Selbstwert
problematik
Als
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
bezeichnete
der Gutachter
fol
gende Diagnosen
(S. 24 f.
Ziff.
3.3)
:
Achse I: klinische Störungen
somatoforme
Schmerzstö
rung (ICD-10 F45.4)
, Entwicklung ab der
Diag
nosestellung
eines orthopädischen Schadens
PTBS (ICD
-10 F43.1)
Achse III: medizinische Krankheitsfaktoren
Diagnosen gemäss den
Gutachten von
Dr.
Z._
aus den
Jahr
en
2010 und 2012, wobei gemäss
Gutachten aus dem Jahr 2012 keine Störung mit
Ak
uität
vorl
iege
Achse IV: psychosoziale und umgebungsbedingte Probleme
berufliche Schwierigkeiten, wobei konsekutiv auch andere soziale und familiäre Probleme entstanden seien; der Beigeladene sei seit längerer Zeit (seit Sommer 2011) nicht mehr arbeits- beziehungsweise berufstätig, die weitere Perspektive sei derzeit gänzlich ungeklärt
Achse V: globale Erfassung des Funktionsniveaus (GAF
)
beim Beigeladenen ergebe sich momentan noch
ein
Score zwischen 51 und 6
0.
Es lägen also immerhin bemerkbare störende Einschränkungen der sozialen und beruflichen Leistungsfähigkeit vor, welche 50
%
der Arbeitsunfähigkeit ausmachten, wobei diese
d
ann aus dem diagnostisch abgebildeten psychiatrischen Gesundheitsschaden in begründeter Weise abgeleitet werden könnten. Die zweite Hälfte der reklamierten
100%igen
Arbeitsunfähigkeit gehe jedoch auf die psychosozialen Einflussgrössen zurück, im Sinne einer dysfunktionalen Schmerzverarbeitung mit einem sich entwickelnden sekundären Krankheitsgewinn mit Selbstlimitierung einer an sich noch disponiblen Restarbeitsfähigkeit (von eben 50
%
)
.
Zur
Arbeitsfähigkeit
führte der Gutachter aus,
die Bestimmung de
r
Aktivitäts- und Partizipationsverluste anhand des Mini-ICF habe ergeben, dass
die Fähig
keit zur Planung und Strukturierung von Aufgaben, die Durchhaltefäh
igkeit und die Gruppenfähigkeit mittelgradig eingeschränkt seien.
Leicht
bis mittel
gradig eingeschränkt
seien die Fähigkeit zur Anpassung an Regeln und Routi
nen, die Flexibilität und Umstellungsfähigkeit, die Fähigkeit zur Anwendung fachlicher Kompetenzen, die Entscheidungs- und Urteilsfähigkeit, die
Selbstbe
hauptungsfähigkeit
, die Kontaktfähigkeit zu Dritten, die Fähigkeit zu familiären Beziehungen, die Fähigkeit zu Spontanaktivitäten und zur Selbstpflege
sowie
die passive Verkehrsfähigkeit, die aktive sei gar nicht gegeben (S. 27 oben).
Daraus ergebe sich, begründet ableitbar aus dem diagnostisch festgehaltenen psychiatrischen Gesundheitsschaden und gültig ab
dem Zeitpunkt der Begut
achtung
,
eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit beziehungsweise eine 50%ige
Restar
beitsfähigkeit
an einem adaptierten Arbeitsplatz (prinzipiell im freien Arbeits
markt), wobei den geschilderten Einschränkungen Rechnung zu tragen sei
(S. 27 Mitte)
.
Denkbar wäre ein Arbeits
einsatz
mit nur einfachen Anforderungen an das Durchhaltevermögen und die kognitiven Fertigkeiten, beispielsweise in der Lagerverwaltung. Da aber eine längere Abwesenheit vom Arbeitsmarkt und eine selbstlimitierende Verhaltensweise im Zusammenhang mit einer inadäquaten Krankheitsbewältigung eine beträchtliche Rolle spielten, sei es sinnvoller, eine stufenweise Wiedereingliederung mindestens zu versuchen
(S. 29
lit
. B). Rein medizinisch-theoretisch könnte ein Teilpensum von 50
%
an einem angepassten Arbeitsplatz per sofor
t bewältigt werden. Es erscheine aber
erfolgsversprechen
der
, wenn der Beigeladene über vorgeschaltete integrative berufliche Massnah
men sui generis zugeführt werde (
S. 29
lit
. C)
. Solche seien ihm zumutbar und,
jedenfalls prinzipiell, geeignet, die Restarbeitsfähigkeit von 50
%
signifikant an
zuheben
. Im Bedarfsfalle könne auch eine Schadenminderungspflicht formuliert werden
(S. 28 oben).
Medizinalfremde
Gründe
in Form eines Vermeidungsverhaltens mit sekundärem Krankheitsgewinn und selbstlimitierenden Faktoren seien beim Beigeladenen seit geraumer Zeit vermehrt wirksam. Trotz der Einflüsse dieser Faktoren be
stehe eine aus einem psychiatrischen Gesundheitsschaden
herleitbare
Minde
rung der Arbeitsfähigkeit um 50
%
(S. 31
lit
. G).
Beim Gesundheitsschaden des Beigeladenen handle es sich, medizinisch-theoretisch betrachtet, um ein kurati
ves Leiden, das durch eine entsprechende Behandlung verbesserbar sei (S. 27 Mitte).
Zur Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sei die integrative Behandlung im
Psychiatriezentrum Y._
fortzuführen. In der medikamentösen Therapie bestehe noch einiger - nä
her dargelegter - Spielraum. Noch wichtiger seien aber Versuche zur beruflichen Wiedereingliederung (
S. 27
Ziff.
4.2, S. 30
lit
. F).
4
.3
Am 3
1.
Dezember 2012 (
Urk.
7/28) nahm
Dr.
A._
Stellung zu den ihm von der Beschwerdeführerin unterbreiteten Zusatzfragen. Im Sinne eines Fazits hielt er fest, dass bezogen auf die letzte Tätigkeit (inklusive
Leitungs
funktion
, a
fortiori
für jedwede Verweistätigkeit im freien Arbeitsmarkt) min
destens zum jetzigen Zeitpunkt und auch für unabsehbare Zeit darüber hinaus keine Berufsunfähigkeit vorliege; eine ausreichend lange und suffizient geführte multimodale Fachbehandlung, zu der zu gegebener Zeit auch ein Arbeitsversuch gehöre, könne den Gesundheitsschaden beheben. Das Ergebnis dieser Bemühun
gen sollte spätestens im Juni 2013 durch eine psychiatrische Nachbegutachtung evaluiert werden (S. 3).
4
.4
Dr.
med.
C._
, Oberärztin,
Klinik B._
,
Psychiatriezentrum Y._
,
berichtete am
2.
Juli 2012 (
Urk.
7/23)
und nannte
folgende Diagnosen mit Aus
wirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
schwere depressive Episode mit diskreten psychotischen Symptomen bei rezidivierender depressiver Störung (ICD-10 F33.3), bestehend seit min
destens Oktober 2005
bekannte PTBS (ICD-10 F 43.1), vermutlich schon früher bestehend, ohne Behandlung
Tendenz zur Entwicklung einer
somatoformen
Schmerzstörung bei bekanntem chronischem
zervikobrachialem
Schmerzsyndrom (ICD-10 F45.4)
Sie
führte aus,
es bestehe weiterhin eine deprimierte Stimmungslage, jedoch nicht mehr so ausgeprägt
wie im letzten Bericht vom
November 2011
(vgl.
Urk.
7/11) beschrieben.
D
urch
den
Wegfall des Druckes am Arbeitsplatz habe
sic
h
die
Situation etwas entspannt (S. 1 unten, S.
2 oben). Obwohl sich ein Teil der Symptomatik leicht gebessert und
sich
der psychische Gesundheitszustand
insgesamt
etwas stabilisiert habe, bleibe das Leistungsniveau weiterhin auf nur sehr ger
ingem Niveau konstant.
Jegliche innere
n
oder äussere
n
Belastungen führten schnell zu einer
Labilisierung
des Gesundheitszustandes beziehungswei
se zu einer erneuten Dekompensation.
Der Be
igeladene
sei nach wie vor bereits mit leichten Alltagsaufgaben schnell überfordert.
Au
ch nach längerer und in
tensiverer
(vgl. dazu
Ziff.
1.5)
Therapie
müsse
weiterhin von einer schlech
ten Prognose ausgegangen werden
.
Im ersten Arbeitsmarkt werde der Beigeladene sicherlich keine Arbeitsfähigkeit mehr erreichen.
Nach wie vor wäre er auch bei einer Arbeit im geschützten
Rahmen überfordert
, könne er doch nur mit Mühe das tagesklinische Programm besuchen
(S. 2 Mitte).
Da die Depression ins
ge
samt nur
leichtgradig
zurückgegangen sei, bestünden weiterhin schwere
Auf
merk
samkeits
-, Merkfähigkeits- und Konzentrationsstörungen sowie
Gedächt
nis
funktionsstörungen
. Die Stimmungslage sei phasenweise immer wie
der deu
t
lich niedergestimmt. Weiterhin bestünden eine schwere Antriebsstörung und über weite Strecken auch Freud- und Lustlosigkeit sowie Traurigkeit.
Bei auch nur geringen Anforderungen im Alltag oder auch bei freiwilligen „
Arbeitsversu
chen
“ in der von seiner
Ehefrau betriebenen Cafeteria
stosse der Beigeladene sehr schnell an seine Grenzen und gerate in
Überforderungssitua
tionen
, die die gesamte Symptomatik erneut aufflammen liessen. Es sei deshalb nach wie vor eindeutig, dass er seiner angestammten Tätigkeit in keiner Art und Weise nach
gehen könnte (
Ziff.
1.7).
4
.5
In ihrem
Bericht vom 1
7.
August 2012
zu
Handen
des
Krankentaggeldversiche
rers
(
Urk.
7/24/2-6)
nannte
Dr.
C._
folgende Diagnosen (
Ziff.
1):
rezidivierende depressive
Störung, aktuell mittelgradig bis schwer ausge
prägt (
ICD-10 F33.2)
Status nach
schwerer Ausprägung mit psychotischen Symptomen
PTBS
Verdacht auf
somatoforme
Schmerzstörung bei bekanntem c
h
r
onischem
zervikobrachialem
Schmerzsyndrom
aktuell leicht gebessert
Dr.
C._
berichtete von
w
eiterhin
bestehenden,
sehr schwere
n
Auf
merk
samkeits
-, Merkfähigkeits- und Konzentrations- sowie
Gedächtnis
funk
tions
störungen
,
welche
auch im
wöchentlichen
kognitiven Training regelmässig festgestellt werden könn
t
e
n
. Aufgrund
der Antriebsstörung sowie der noch
leichtgradig
ausgeprägten depressiven Sym
p
t
omatik mit Motivationslosigkeit bestehe ein deutlich
vermindertes Durchhaltevermögen, sodass der Beigeladene nur kurz an einer Arbeit dranbleiben könne und bereits nach zehn bis 15 Mi
nu
ten eine Pause brauche. Weiter hinderlich seien die innere Unruhe, Nervosität und erhöhte Lärmempfindlichkeit sowie Reizbarkeit
(
Ziff.
7
lit
. b)
. Der Beige
lade
ne sei in jeglicher Arbeitstätigkeit, sowohl auf dem freien Arbeitsmarkt wie auch in geschütztem Rahmen
,
deutlich überfordert und daher weiterhin zu 100
%
arbeitsunfähig (
Ziff.
8-9).
4
.6
Am 1
7.
Januar 2013
(
Urk.
7/30
)
berichtete
Dr.
C._
,
der Gesundheits
zustand sei insgesamt auf einem sehr tiefen Niveau konstant schlecht geblieben
. Wegen fehlend
er Besserung der Symptomatik sei
die Therapie weiter ausgebaut worden
(S. 1 Mitte).
Bei
gleichgebliebener Symptomatik
bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, sowohl im zuletzt ausgeübten Beruf wie
auch in jeder anderen
Tätigkeit
(S. 1 unten).
Es
sei
davon aus
zugehen
, dass
sich
beim in früheren Jahren schwer tra
umatisiert
en und belasteten Patienten, der danach während
vielen
Jahren mit viel Mühe
ein
normales Familien- und Berufsleben
habe
aufrecht erhalten
und
in den letzten Jahren
mehrere Krisen
erfolgreich habe therapieren und
meistern
können, ein
nicht mehr
auffangbarer schwerer Einbruch eingestellt habe. Bestenfalls könne der Gesundheitszustand auf dem aktuellen niedrigen Niveau stabil gehalten werden
(S. 2).
4
.7
Dipl. med.
D._
, Facharzt für P
sychiatrie und Psychotherapie, Regio
naler Ä
rztlicher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin,
führte in seiner Stel
lungnahme vom 2
9.
April 2013 (
Urk.
7/36 S. 5 f.)
aus, entsprechend dem
soma
tischen Gutachten von
Dr.
Z._
bestehe keine Berufsunfähigkeit, die Ein
schrän
kungen
seien durch das psychische Leiden begründet (S. 5 unten). Aus Sicht des psychiatrischen Gutachters bestehe eine 50%ige Einschränkung der Arbeits
fähigkeit in der bisherigen wie au
ch einer angepassten Tätigkeit
,
jedoch keine dauerhafte B
erufsunfähigkeit. Trotz Umsetzung
der geforderten
med
izini
schen
Massnahmen
sei gemäss aktuellstem Bericht der Ärzte des
Psychiatrie
zentrum
s Y._
keine Veränderung des Gesundheitszustands eingetreten, weshalb auf die vom Gut
achter für Juni 2013 empfohlene Nachbegutachtung zu verzi
c
hten und weiter
hin auf dessen
Einschätz
ung
abzustellen sei
. Eine erneute medizinische Beur
t
e
ilung sollte in zwölf Monaten erfolgen
(S. 6 oben)
.
Am
3.
Juli 2013 korrigierte Dipl. med.
D._
seine Stellungnahme dahin
gehend, dass für die bisherige Tätigkeit keine Arbeitsfähigkeit mehr bestehe, jedoch - wie im Gutachten beschrieben - eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für ange
passte Tätigkeiten (
Urk.
7/36/6 unten).
4
.8
Am
1
8.
September
2013
(
Urk.
7/47)
berichtete
Dr.
med.
C._
,
der Gesundheitszustand sei stationär und die Diagnosen hätten sich nicht verändert (
Ziff.
1). Seit dem letzten Bericht hätten mehrere Belastungssituationen im pri
vaten Bereich (Probleme mit dem Sohn und innerha
lb der Familie) zwei Mal zu
eine
m pl
ö
tzlichen E
inbruch mit einer Versch
l
e
chterung der depressiven Sy
m
p
tomatik und erneuten schweren Schlaf
st
örungen geführt, wob
ei beides mit thera
peutischen Ges
p
r
ächen
und mit e
iner leichten Erhöhung
der Me
d
i
kation gut habe aufgefangen werden könne
n
. Dies
e
Ereignisse hätten jedoch einmal mehr gezeigt, dass der Beigeladene kaum belastbar sei und auch bereits schwie
rige Situationen im Alltag und Familienleben seinen Gesundhei
t
szustand massiv verschlechterten und
labilis
i
erten
(
Ziff.
3).
Es bestehe nach wie vor eine 100%ige Ar
beitsunfähigkeit, sowohl im normalen wie auch in
behinderungsge
schütz
tem
Umfeld. Die Symptomatik sei ausgesprochen stark
chronifiziert
und der Ver
lauf insgesamt so schlecht, dass weiterhin von einer sehr schlechten Prog
nose für die Zukunft auszugehen sei (
Ziff.
9).
4
.9
In seiner Stellungnahme
vom
4.
Oktober 2013
(
Urk.
7/48/2 unten)
äusserte sich
Dipl. med.
D._
, RAD,
dahingehend, dass
der Ver
laufsbericht
von
Dr.
C._
keine neuen,
nicht bereits berücksichtigten
Sachverhalte aufzeige und a
us medizinischer Sicht
am Entscheid festzuhalten sei.
5
.
5
.1
Die
Parteien
sind sich
dahingehe
nd einig
, dass a
llfällige Einschränkungen
der Arbeitsfähigkeit des Beigeladenen
durch ein psychisches Leiden
bedingt sind. Dies steht im Einklang mit der medizinischen Aktenlage, namentlich dem Gut
achten von
Dr.
Z._
vom Februar 2012 (vorstehend E. 4.1),
wonach
kein die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigendes somatisches Leiden ausgewiesen
ist.
5.2
In Bezug auf den psychischen Gesundheitszustand
des Beigeladenen
liegen die gutachterliche Einschätzung
durch
Dr.
A._
(vorstehend E. 4.2
)
sowie die Einschätzungen der behandelnden Ärztin des
Psychiatriezentrums Y._
,
Dr.
C._
(vorstehend E. 4.4-6 und
E. 4.8)
,
vor. Während
Dr.
A._
ab dem Zeitpunkt der Begutachtung des Beigeladenen im April 2012
, welcher sich mit dem für den Beginn des Rentenanspruchs massgebenden Zeitpunkt deckt (vgl. vorstehend E. 3.3),
von einer 50%igen Resta
rbeitsfähigkeit ausging, attestierte
Dr.
C._
dem Be
igeladenen
eine anhaltende, vollständige Arbeits
un
fähigkeit
für jegliche Arten von Tätigkeiten
.
5.3
Das Gutachten von
Dr.
A._
(vorstehend E. 4.2)
wurde in Kenntnis der
Vorakten
abgegeben und
basiert auf einer eigenen fachpsychiatrischen
Untersuchung
, im Rahmen welcher
eine sorgfältige Anamnese- und
Befunder
he
bung
erfolgte. Der Beigeladene wurde dabei
insbesondere
ausführlich
zu
r
Krankheitsgeschichte un
d zu seinen Beschwerden befragt
.
I
n Auseinanderset
zung mit den
früheren
medizinischen
B
eurteilungen, den Angaben
des Beigela
denen, den eingeholten fremdanamnestischen Auskünften und
den erhobenen psychischen Befunden
leitete
Dr.
A._
d
ie
aus psychiatrischer Sicht zu stellenden
Diagnosen mit und ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
in
nachvollziehbar
begründeter Weise
her
.
Sodann nahm
d
er
Gutachter
eingehend
Stellung zur Frage
,
wie und in welchem Ausmass
sich der von ihm festgestellte psychische Gesundheitsschaden auf die
Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beigeladenen
auswirkt
.
Er
legte in
schlüssig begründeter Weise
dar, dass die Arbeitsfähigkeit des
Beigeladenen
aufgrund eines
im Zeitpunkt der Begutachtung mittelgradig ausgeprägten
depressiven Leidens eingeschränkt
ist
,
sich
die Attestierung
einer
vollständigen Arbeit
sun
fähigkeit
jedoch
nicht rechtfertigen
lässt
, da das geklagte Beschwerdebild erheblich durch
medizin
alfremde
Faktoren
im Sinne
eines
im Zusammenhang mit psychosozialen Faktoren entwickelten
Vermeidungsverhaltens
mit sekun
därem
Krankheitsgewin
n und Selbstlimitierung
mitgeprägt
wird
.
Diese
inva
liditätsfremden
Faktoren (vgl. vorstehend E. 1.2
)
liess
er
im Rahmen
seiner
Arbeitsfähigkeitsbeurteilung zu Recht
un
berücksichtigt und gelangte zum begründeten und überzeugenden Schluss, dass
die Arbeitsfähigkeit des Beigela
denen aufgrund des fachärztlich feststellbaren psychischen Substrat
s
an einem adaptierten Arbeitsplatz
um 50
%
reduziert ist
.
U
nter
Hinweis
auf die anhand des Mini-ICF ermittelten Aktivitäts- und Partizipationsverluste legte er
sodann
dar,
welches die
limitierenden Rahmenbedingungen
ein
es adaptierten
Arbeits
platz
es sind
beziehungsweise welchen qualitativen Einschränkungen
des Beige
ladenen
dieser Rechnung zu tragen hat
.
D
amit erfüllt das Gutachten von
Dr.
A._
die nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräftige medizinische Entscheidungsgrundlage vorausge
setzten K
riterien (vgl. vorstehend E. 1.6
)
, weshalb grundsätzlich darauf abzu
stellen ist.
5.4
In ihrer Beschwerdeantwort machte die
Beschwerdegegnerin
geltend, es sei
unklar
, ob sich die von
Dr.
A._
attestierte 50%ige
A
rbeitsfähig
keit auch auf die
angestammt
e Tätigkeit beziehe
(
Urk.
6 S. 2 unten)
, weshalb sich eine Rückweisung aufdränge.
Die Beschwerdeführerin stellte sich demge
genüber auf den (Eventual-)Standpunkt, die
Arbeitsfähig
keitseinschätzung
von
Dr.
A._
beziehe sich auch auf die angestammte Tätigkeit (vgl.
Urk.
1 S. 8
Ziff.
2.3,
Urk.
9 S. 3 f.
Ziff.
3,
Urk.
24).
Im Gutachten von
Dr.
A._
findet sich eine ausführliche Beschrei
bung des Anforderungsprofils der vom Beigeladenen
zuletzt ausgeübten Tätig
keit als
Gruppenleiter im Reinigungsdienst
(
Urk.
7/26
/3
6 Mitte)
.
Demnach
hatte er mehrere Mitarbeiter unter sich
, deren Arbeitsablauf er zu organisieren, zu kontrollieren und zu korrigieren hatte.
Des Weiteren
war er unter anderem
zuständig für die Planung und Dokumentation der Grundreinigungsarbeiten
.
Gemäss Angaben der vormaligen Arbeitgeberin stellte die Arbeit m
ittelgrosse Anforderungen an die Konzentration, die Aufmerksamkeit
sowie
das Durchhal
tevermögen
und
grosse Anforderungen an die Sorgfalt in der Durchführung der Arbeiten und das Auffassungsvermögen
(
Urk.
7/12/7 unten)
. Dieses
Anforde
rungsprofil
lässt sich nicht vereinbaren
mit den von
Dr.
A._
beschriebenen
, sich aus den Beeinträchtigungen des Beigeladenen ergebenden
Rahmenbedingungen einer adaptierten Tätigkeit
, sind
beim Beigeladenen doch unter anderem die F
ähigkeit
zu
r
Planung und Strukturierung
von Aufgaben
,
die Durchhaltefähigkeit, die
Gruppenfähigkeit
, die
Kontaktfähigkeit zu Dritten
so
wie
die Fähi
gk
e
i
t zur Anwendung fachlicher Kompetenzen
eingeschränkt
.
Nach dem Zumutbarkeitsprofil einer angepassten Tätigkeit gefragt (vgl.
Urk.
7/26/39 oben)
führte
Dr.
A._
denn auch aus,
dass denkbar ein
Arbeits
einsatz
mit nur einfachen Anforderungen an des Durchhalteverm
ögen und die kog
n
i
t
i
ven
Fertigkeiten
wär
e, wobei er a
ls Be
ispie
l
eine
Tätigkeit in der Lager
verwalt
ung
nannte (vgl. vorstehend E. 4.2), welche sich
offensichtli
ch nicht mit der zuletzt ausgeü
bten Tätigke
i
t als
Gruppenleiter verg
l
e
ichen lässt.
Soweit
Dr.
A._
in seiner ergänzenden Stellungnahme
vom De
zem
ber 2012 (vorstehend E. 4.3)
nunmehr
eine 50%ige
Resta
rbeitsfähigkeit
auch für
die
angestammt
e
/zul
etzt ausgeübte Tätigkeit postulierte (vgl.
Urk.
7/28 S. 2 Mitte),
steht dies
im
Widerspruch zu
seinen
Ausführungen
im Gutachten vom November 201
2.
M
it Blick auf die im Gutachten geschilderten limitieren
den Rahmenbedingungen einer adaptierten Tätigkeit
vermag diese nicht weiter begründete Einschätzung nich
t zu überzeugen.
Abgesehen davon
verneinte
im
Juli 2013
auch RAD-Arzt
Dipl. med.
D._
eine
Arbeitsfähigkeit in
der ange
stamm
ten Tätigkeit (vgl. vorstehend E. 4.7).
H
insichtlich der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit
besteht daher kein weiterer Abklärungsbedarf.
5.5
Gestützt auf das Gutachten von
Dr.
A._
ist davon auszugehen,
dass der Beigeladene
medizinisch-theoretisch gesehen
ein Teilpensum von 50
%
an einem adaptierten Arbeitsplatz
bewältigen kann
(vgl. vorstehend E. 4.2)
. Dass
er
diese
Restarbeitsfähigkeit
bislang
nicht um
setzte
, ist auf
die im Gutach
ten beschriebenen
invaliditätsfremde
n
Gründe wie
die
längere Abwesenheit vom Arbeitsmarkt und
die
selbstlimitierende Verhaltensweise im Zusammenhang mit einer inadäquaten Krankheitsbewältigung zurückzuführen.
Diese
invaliditäts
fremden
Faktoren sind denn auch der Grund dafür, dass
Dr.
A._
die stufenweise Wiedereingliederung des Beigeladenen mittels vorgeschalteter beruflicher Massnahmen empfahl
, wobei er davon ausging, dass damit sowie unter Fortführung und Optimierung der therapeutischen Massnahmen die aus
medizinisch-theoretischer Sicht
noch
bestehende 50%ige Restarbeitsfähigkeit signifikant angehoben werden k
ann
(vgl. vorstehend E. 4.2).
Für die Beurteilung des Rentenanspruchs ist die medizinisch-theoretische Ein
schätzung
der Arbeitsfähigkeit massgebend. Invaliditätsfremd
e Gründe
, welche der Verwertbarkeit der Arbeitsfähigkeit
entgegen
stehen,
sind unbe
achtlich.
Der
Umstand
,
dass die von
Dr.
A._
empfohlenen beruflichen Mass
nahmen bislang nicht durchgeführt werden konnten,
lässt daher
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin
(vgl. vorstehend E. 2.2)
nicht
den Schluss
auf
eine
v
ollständige
Arbeitsunfähigkeit
zu.
5.6
I
m Gegensatz zu
Dr.
A._
ging
die behandelnde
Ärztin
Dr.
C._
,
Psychiatriezentrum Y._
,
vo
m
Vorliegen eines
chronifizierten
,
zu einer vollständigen Arbeits
unfähigkeit führenden schweren d
epressiven Leidens aus.
Ihre Berichte
vermögen
die gutachterliche Einschätzung einer 50%igen Restarbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit
jedoch nicht in
Frage zu stellen.
Ein ent
scheidender Schwachpunkt ist vor allem darin zu sehen,
dass
sich
Dr.
C._
zu keinem Zeitpunkt
mit den von
Dr.
A._
beschriebenen
medizinal
- und invaliditäts
fremden Faktoren, welche im Krankheitsbild des Bei
geladenen eine zentrale Rolle spielen,
auseinandersetzte
.
Es ist
a
uch nicht ersichtlich, dass die gutachterliche Empfehlung,
diese Faktoren
im Rahmen der Behandlung anzusprechen und mit dem Beigeladenen und seinen Angehörigen zu
bearbeiten (vgl.
Urk.
7/26/41 oben,
Urk.
7/28 S. 2 unten), umgesetzt
wurde.
Abgesehen davon erweisen sich die Berichte von
Dr.
C._
insofern als widersprüchlich, als in diagnostischer Hinsicht durchwegs eine schwere bezie
hungsweise mittelgradig bis schwer ausgeprägte Depressivität festgehalten
,
gleichzeitig
aber
von einer nur noch
leichtgradig
ausgeprägten depressiven Symptomatik (vgl. vorstehend E. 4.5)
berichtet w
ird.
Schliesslich
gilt es nicht zuletzt der Erfahrungstatsache Rechnung zu tragen, dass behandelnde Arztpersonen
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc)
,
was
eine gewisse Zurückhaltung bei der Würdig
ung ihrer Berichte rechtfertigt
. Anders
lautende Einschätzungen von behandelnden Arztpersonen vermögen
ein
von einem amtlich bestellten fachmedizinischen Experten erstelltes
Administrativ
gutachten
grundsätzlich
nur in Frage zu stellen
, wenn
sie
wichtige Aspekte benenn
en,
die bei der Begutachtung unerkannt oder ungewürdigt geblieben sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_677/2014 vom 2
9.
Oktober 2014 E. 7.2 mit Hin
weisen, u.a. auf SVR 2008 IV Nr. 15 S. 43 E. 2.2.1 [I 514/06]). Dies ist vorlie
gend nicht der Fall.
5.7
Zusammenfassend
ist
gestützt auf das Gutachten von
Dr.
A._
vom November 2012
davon auszugehen, dass
der Beigeladene
seit dem für den Beginn des Rentenanspruchs massgebenden Zeitpunkt im April 2012 aufgrund eines depressiven Leidens in seiner angestammten Tätigkeit als Gruppenleiter eines Reinigungs- und Transportdienstes
nicht arbeitsfähig
und seine Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit um
50
%
e
ingeschränkt ist
.
Davon ist
auch im
Zeitpunkt des Erlasses der angefochtenen Verfügung vom 2
1.
November 2013
auszugehen, nachdem keine
Berichte vor
liegen, welche
die gutachterliche Einschätzung in Frage stellen.
Die aufliegenden medizinischen Akten stellen nach dem Gesagten
eine hinrei
chende
Entscheidgrundlage
dar, weshalb von
einer
Rückweisung zu weiteren medizinischen Abklärungen abzusehen ist.
Zu bemerken bleibt, dass es der Beschwerdegegnerin frei steht,
dem Beigelade
nen
für die Zukunft
eine Schadenminderungspflicht
aufzuerlegen
. Für die Zeit bis zum Verfügungserlass kann
jedoch
nachträglich keine
Schadenminderungs
pflicht
mehr
formuliert
werden, weshalb
-
entgegen der Auffassung der
Be
schwerdegegnerin
(
Urk.
6 S. 2 unten)
-
eine Rückweisung
auch unter diesem Titel ausser Betracht fällt. Des Gleichen steht es
der Beschwerdegegnerin f
rei, die von
Dr.
A._
(vgl. vorstehend E. 4.3)
und von
RAD-Arzt
Dipl. med.
D._
(vgl. vorstehend E. 4.7)
empfohlene Nachbegutachtung
nunmehr
anzuordnen.
6.
6.1
Zu prüfen
bleiben die erwerblichen Auswirkungen des festgestellten psychi
schen Gesundheitsschadens.
6.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
6.
3
In der angefochtenen Verfügung stellte die Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des
Valideneinkommens
auf den vom Beigeladenen als Gruppenleiter des
Reini
gungs
- und Transportdienstes
des
Spital
s
Y._
erzielten Lohn ab (
Urk.
2 Verfügungsteil 2 S. 2 oben
, vgl. auch
Urk.
7/35 S. 1 unten
),
welcher sich gemäss Angaben im Arbeitgeberbericht im Jahr 2011 auf
Fr.
85‘941.05
belief
(
Urk.
7/15
Ziff.
2.11). Dies ist nicht zu beanstanden
, nachdem nach Lage der Akten davon auszugehen ist, dass der Beigeladene diese Tätigkeit im Gesundheitsfall weiter
geführt hätte.
Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung im massge
benden Jahr des Rentenbeginns (2012) errechnete die Beschwerdegegner
in
ein
nicht zu beanstandendes
Valideneinkommen
von
Fr.
86‘628.60 (
Urk.
2 Verfü
gungsteil 2 S. 2 unten,
Urk.
7/35/2 oben).
6.4
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens zog die Beschwerdegegnerin zutref
fend die
Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
heran, nachdem der Beigeladene nach
Eintritt des Gesundheitsschadens keine
Erwerbstätigkeit mehr aufgenom
men hat
(
vgl.
BG
E 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
sowie
auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1).
Ausgehend vo
n dem
im Rahmen der Lohnstrukturerhebung
für das Jahr 2010
ermittelte
n
Durchschnittslohn der
Männer
, die einfache und repeti
tive Tätigkeiten ausüb
t
en
(
Tabelle
T
A1, Niveau 4
, TOTAL Männer
),
ermittelte
di
e
Beschwerdegegnerin
für das
Jahr
2012
ein nicht zu beanstandendes
,
nominal
lohnbereinigtes
und an die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit im Jahr 2012 angepasstes
Invalideneinkommen von
Fr.
62‘270.30
bezi
eh
ungsweise
Fr.
31‘135.20 in dem
dem
Beigeladenen
zumutbaren Pensum von 50
%
.
Bei der Gegenüberstellung des
Valideneinkommens
von
Fr.
86‘628.60
und des
Invalide
neinkommens von
Fr.
31‘135.20
resul
ti
ert bereits ein eine
Dreiviertels
rente
begründender Invaliditä
t
sgrad
von 64
%
, weshalb letz
t
lich offen bleiben kann, ob
das
Invalideneinkommen
um den von
der
Beschwerdegegnerin
ge
währte
n
Abzug von 10
%
(vgl.
Urk.
2 Verfügungsteil 2 S. 2 Mitte und
Urk.
7/35 S. 3 unten)
zu reduzieren ist.
6.5
Zusammenfassend ergibt sich, dass die
angefochtene Verfügung dahingehend abzuändern ist,
als festzustellen ist, dass der
Be
igeladene
mit Wirkung ab
1.
April 2012
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
der
Invalidenversicherung hat.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
Die Verfahrenskosten
gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind auf
Fr.
1‘0
00.-- anzu
setzen und
ausgangsgemäss
der Beschwerde
führerin
aufzuerlegen.