# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1ef815f5-246f-4cfa-85d7-cea21e043838
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Anlässlich eines Verfahrens betreffend Mietstreitigkeiten zwischen X. (Mieterin) und A. (Vermieter) tätigte Rechtsanwalt C. als Vertreter des Letzteren Äusserungen gegenüber X., welche diese dazu veranlassten, eine Ehrverletzungsklage gegen A. und C. zu erheben. In der Folge reichte der Rechtsvertreter der beiden Strafbeklagten, lic. iur. B., am 9. September 2003 eine Vernehmlassung zu dieser Strafklage ein, worin er Ausführungen machte, welche X. wiederum als ehrenrührig erachtete. Am 10. Dezember 2003 reichte sie daher beim Kreisamt Chur erneut eine gegen A., B. und C. gerichtete Ehrverletzungsklage ein und stellte die folgenden Anträge:
„1. B., C. und A. seien der Ehrverletzung im Sinne von Art. 173 StGB bzw. Art. 174 StGB schuldig zu sprechen und hierfür angemessen zu bestrafen.
2. B., C. und A. seien zu verpflichten, X. unter solidarischer Haftung eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 2'000.-- oder nach richterlichem Ermessen zu bezahlen, zuzüglich 5% Verzugszins seit 10. September 2003.
3. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich gesetzlicher Mehrwertsteuer zulasten von B., C. und A..“
B. Mit Schreiben vom 10. März 2004 stellten die Strafbeklagten folgende Anträge:
„1. Die Ehrverletzungsstrafklage sei als gegenstandslos abzuschreiben zufolge heutigem Vergleich der Parteien in Landquart.
2. Eventuell sei die Klage abzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Klägerin.“
C. Da an der gleichentags durchgeführten Sühneverhandlung keine Einigung erzielt werden konnte, erklärte der Kreispräsident Chur das Sühneverfahren für gescheitert und räumte der Strafklägerin die Möglichkeit ein, ihre Klage bis 8. April 2004 zu ergänzen. Sodann forderte er sie auf, innert derselben Frist einen Kostenvorschuss von Fr. 1'000.-- zu leisten. Innert erstreckter Frist liess X. mit Schreiben vom 3. Mai 2004 mitteilen, dass sie auf eine Klageergänzung verzichte.
D. Mit Verfügung vom 4. Oktober 2004 räumte der Kreispräsident Chur den Strafbeklagten Gelegenheit ein, bis 22. Oktober 2004 zur Klage schriftlich Stellung zu nehmen. Ausserdem wurden auch die Strafbeklagten verpflichtet, innert derselben Frist unter solidarischer Haftung einen Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 1'000.-- zu leisten, andernfalls ihre Anträge abgeschrieben würden.
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E. In ihrer Vernehmlassung vom 22. Dezember 2004 liessen die Strafbeklagten das folgende Rechtsbegehren stellen:
„1. Auf die Klage gegen den Erstbeklagten B. sei nicht einzutreten. Soweit darauf eingetreten werden kann, sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.
2. Die Klage gegen die Zweit- und Drittbeklagten C. und A. sei vollumfänglich abzuweisen.
3. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Strafklägerin.“
Des Weiteren beantragten sie in Ziffer 3 ihrer Begründung die Zulassung zum Entlastungsbeweis.
F. Hierzu liess sich die Strafklägerin am 28. Januar 2005 vernehmen, wobei sie die folgenden Anträge stellte:
„1. Die Beklagten seien nicht zum Entlastungsbeweis zuzulassen.
2. Das Rechtsbegehren gemäss Klageschrift vom 10. Dezember 2003 wird um den folgenden Eventualantrag ergänzt:
3.a Eventuell: Es sei im Sinne von Art. 173 Ziff. 5 StGB im Urteil festzuhalten, dass die Beklagten den Wahrheitsbeweis nicht erbracht haben.
3. Im Übrigen wird an den Rechtsbegehren gemäss Klageschrift vom 10. Dezember 2003 unverändert festgehalten.
4. Gegen die Beklagten sei Anklage zu erheben.“
G. Mit Verfügung vom 1. Februar 2005 überwies der Kreispräsident Chur die Verfahrensakten zum Entscheid über die Zulassung der Strafbeklagten zum Entlastungsbeweis an den Bezirksgerichtsausschuss Plessur.
H. Mit Eingabe vom 7. Februar 2005 wandte sich das Bezirksgericht Plessur an die Justizaufsichtskammer des Kantonsgerichts von Graubünden und beantragte unter Hinweis auf ein bestehendes Anstellungsverhältnis mit der Strafklägerin die Einsetzung eines unabhängigen Gerichts. Die Justizaufsichtskammer des Kantonsgerichts erklärte mit Beschluss vom 28. Februar 2005 den Bezirksgerichtsausschuss Imboden für die Behandlung des Begehrens um Zulassung der Strafbeklagten zum Entlastungsbeweis für zuständig.
I. Mit Urteil vom 8. Juni 2005, mitgeteilt am 12. September 2005, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Imboden wie folgt:
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„1. Die Beklagten A., lic. iur. B. und lic. iur. C. werden zum Entlastungsbeweis nicht zugelassen.
2. Die Kosten des Verfahrens von Fr. 1'500.00 gehen je zu einem Drittel unter solidarischer Haftung zu Lasten von A., lic. iur. B. und lic. iur. C., welche lic. iur. X. überdies je zu einem Drittel unter solidarischer Haftung ausseramtlich mit Fr. 1'200.00 zu entschädigen haben.

## Considerations