# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a0683149-fdf9-4168-9e6b-3bd3b8ba6c63
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ (vormals A._), geboren am _ 1965, und B._, geboren am _ 1957, schlossen am 25. Dezember 2009 vor dem Zivilstandsamt C._ die Ehe. Im Sommer 2015 trennten sich die Ehegatten.
B. Am 29. September 2015 instanzierte B._ beim Regionalgericht Maloja ein Eheschutzverfahren, welches mit Urteil des Bundesgerichts vom 22. November 2018 (5A_629/2017, 5A_668/2017) abgeschlossen wurde. Im fraglichen Verfahren wurde unter anderem festgestellt, dass die Parteien seit 23. Juli 2015 getrennt leben, und die Gütertrennung mit Wirkung ab 22. Oktober 2015 angeordnet. Ausserdem wurde B._ verpflichtet, A._ mit Wirkung ab 1. Oktober 2015 einen monatlich im Voraus zu entrichtenden Unterhaltsbeitrag von CHF 15'000.00 zu bezahlen.
C/a. Mit Klage vom 24. Juli 2017 leitete B._ beim Regionalgericht Maloja das Ehescheidungsverfahren ein (Proz. Nr. 115-2017-31) und beantragte, die Ehe in Anwendung von Art. 114 ZGB zu scheiden sowie die Nebenfolgen zu regeln. Nach ergebnislos verlaufener Einigungsverhandlung vom 6. Februar 2019 reichte B._ am 26. Februar 2019 eine ergänzende Klagebegründung ein. Die Klageantwort von A._ erfolgte mit Datum vom 23. Mai 2019.
C/b. Die Hauptverhandlung vor dem Regionalgericht Maloja fand am 20. Februar 2020 statt. Mit Teil-Entscheid vom 20. Februar 2020, mitgeteilt am 28. Februar 2020, schied das Regionalgericht Maloja die Ehe und verwies die Regelung der Nebenfolgen in ein separates Verfahren. Das Kantonsgericht von Graubünden schützte dieses Vorgehen (KGer GR ZK1 20 49 v. 17.6.2021). Auf die von A._ gegen das kantonsgerichtliche Urteil erhobene Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 13. Juli 2021 (5A_567/2021) nicht ein.
C/c. Das Verfahren betreffend Regelung der Nebenfolgen der Scheidung ist nach wie vor beim Regionalgericht Maloja hängig.
D/a. Mit Eingabe vom 20. Juli 2020 stellte A._ beim Regionalgericht Maloja ein Gesuch um vorsorgliche Beweisführung im Sinne von Art. 158 ZPO (Proz. Nr. 135-2020-236) mit folgenden Rechtsbegehren:
1. Es sei die D._, E._, zu verpflichten, innerhalb einer Frist von zwanzig Tagen folgende Urkunden zu edieren:
a. sämtliche schriftlichen Prämien- und Leistungsabrechnungen betreffend die obligatorische sowie die überobligatorische Krankenversicherung des Gesuchsgegners bei dieser Krankenversicherungsgesellschaft für den Zeitraum vom 25.
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Dezember 2009 bis zum 24. Juli 2017, eventuell bis zum 24. Juli 2015, nachfolgend kurz mit massgeblichem Zeitraum bezeichnet;
b. sämtliche Urkunden betreffend die Korrespondenz, die diese Krankenversicherungsgesellschaft im massgeblichen Zeitraum im Rahmen ihrer obligatorischen und überobligatorischen Krankenversicherung im massgeblichen Zeitraum mit dem Kläger oder mit Dritten geführt hat, soweit solche Urkunden nicht bereits Bestandteil zur Edition verlangten Prämien- und Leistungsabrechnungen gemäss Ziff. 1 lit. a hiervor bilden;
2. Es seien die F._, G._, eventuell deren Zweigniederlassung in H._, zu verpflichten, innerhalb einer Frist von zwanzig Tagen die folgenden Urkunden zu edieren:
a. detaillierte, schriftliche Kontoauszüge sowie detaillierte, schriftliche Abrechnungen für den Zeitraum vom 25. Dezember 2009 bis zum 24. Juli 2017, eventuell bis zum 24. Juli 2015, nachfolgend kurz mit massgeblichen Zeitraum bezeichnet, über alle, gegenüber dem Gesuchsgegner ausgegebene oder von ihm im Rahmen seiner eigenen Geschäftsbeziehung oder derjenigen seiner Sitzgesellschaft I._, nachfolgend kurz mit I._ bezeichnet, mit der F._ im In- oder Ausland benutzten oder benutzbaren Kreditkarten, unabhängig davon, ob diese Kreditkarten auf seinen eigenen Namen oder auf den Namen Dritter, insbesondere seiner Sitzgesellschaft I._, lauten oder gelautet haben oder ob die F._ diese Kreditkarten selbst oder über dritte  heraus gegeben hat;
b. detaillierte, schriftliche Abrechnungen über sämtliche Bargeld- oder Edelmetall-Transaktionen, in jedem Falle Bargeld- oder Edelmetallbezüge, die der Kläger mit der F._ im massgeblichen Zeitraum in eigenem Namen oder über seine Sitzgesellschaft I._ getätigt hat;
3. Es sei die J._, G._, eventuell deren Zweigniederlassung in H._, zu verpflichten, innerhalb einer Frist von zwanzig Tagen die folgenden Urkunden zu edieren:
a. detaillierte, schriftliche Kontoauszüge sowie detaillierte, schriftliche Abrechnungen für den Zeitraum vom 25. Dezember 2009 bis zum 24. Juli 2017, eventuell bis zum 24. Juli 2015, nachfolgend kurz mit massgeblichen Zeitraum bezeichnet, über alle, gegenüber dem Kläger ausgegebene oder von ihm im Rahmen seiner Geschäftsbeziehung mit der J._ im In- oder Ausland benutzten oder benutzbaren Kreditkarten, unabhängig davon, ob diese Kreditkarten auf seinen eigenen Namen oder auf den Namen Dritter, insbesondere seiner Sitzgesellschaft I._, lauten oder gelautet haben oder ob die J._ diese Kreditkarten selbst oder über dritte Kreditkarten-Unternehmen heraus gegeben hat;
b. detaillierte, schriftliche Abrechnungen über sämtliche Bargeld- oder Edelmetall-Transaktionen, in jedem Falle Bargeld- oder Edelmetallbezüge, die der Gesuchsgegner mit der J._ im massgeblichen Zeitraum getätigt hat;
c. detaillierte, schriftliche Auskunft über sämtliche Einlagen und Entnahmen von Gegenständen in das oder aus dem Schliessfach
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des Gesuchsgegners bei der H._ Niederlassung der J._ während des massgeblichen Zeitraumes;
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich Mehrwertsteuern von 7.70 % zu Lasten des Klägers.
D/b. B._ beantragte in seiner Stellungnahme vom 30. Juli 2020, was folgt:
1. Auf das Gesuch der Gesuchstellerin und Beklagten vom 20. Juli 2020 auf Durchführung der vorsorglichen Beweisführung gemäss Art. 158 ZPO sei nicht einzutreten, eventuell sei dieses Gesuch abzuweisen.
2. Subeventuell sei das Gesuch vom 20. Juli 2020 in Anwendung von Art. 132 ZPO zur Verbesserung zurückzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchstellerin und Beklagten.
D/c. Im weiteren Schriftenwechsel, der mit dem am 8. September 2020 von B._ erklärten Verzicht auf sein unbedingtes Replikrecht endete, hielten beide Parteien im Grundsatz an ihren Anträgen fest.
D/d. Nachdem A._ das Regionalgericht Maloja am 9. Oktober 2020 ersucht hatte, das vorliegende wie auch das Verfahren Nr. 135-2020-33 beförderlich zu erledigen, reichte sie am 12. November 2020 beim Kantonsgericht von Graubünden eine Rechtsverzögerungsbeschwerde ein. Am 4. Mai 2021 erhob sie beim Bundesgericht eine Rechtsverzögerungsbeschwerde gegen das Kantonsgericht von Graubünden. Nach Erlass der vorliegend angefochtenen Erkenntnis sowie des Entscheids im Prozess Nr. 135-2020-33 wurden beide Rechtsverzögerungsverfahren infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben (BGer 5A_348/2021 v. 1.7.2021; KGer GR ZK1 20 162 v. 18.10.2021).
D/e. In ihrem Entscheid vom 14. Mai 2021, mitgeteilt am 20. Mai 2021, erkannte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht Maloja wie folgt:
1. Das Gesuch wird abgewiesen.
2. Die Prozesskosten bleiben bei der Prozedur.

## Considerations