# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6ae93629-4b0f-4596-88bc-113d63ce059d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Criminal Procedure

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Die Staatsanwaltschaft Graubünden eröffnete am 22. Juli 2004 gegen Z. eine Strafuntersuchung wegen des Verdachts der sexuellen Handlungen mit Kindern. Zum amtlichen Verteidiger des Angeschuldigten, der sich vom 23. bis zum 28. Juli 2004 in Untersuchungshaft befand, wurde Rechtsanwalt lic. iur. Y. ernannt. Mit Verfügung vom 09. März 2005 wurde die Untersuchung wieder eingestellt, wobei die Verfahrenskosten auf die Staatskasse genommen wurden. Am 08. September schliesslich erhielt Rechtsanwalt Y. für seine Bemühungen als amtlicher Verteidiger eine Entschädigung von Fr. 6134.40 zugesprochen, die Mehrwertsteuer eingeschlossen.
B. Mit Eingabe vom 24. Juli 2006 liess Z. durch lic. iur. E. Campestrin, juristischer Mitarbeiter im Anwaltsbüro lic. iur. A. Brodbeck, Glarus, bei der Staatsanwaltschaft Graubünden das Begehren stellen, es sei ihm gestützt auf Art. 161 StPO für Nachteile, die er durch Untersuchungsmassnahmen erlitten habe, eine Entschädigung auszurichten, Fr. 26'521.00 Schadenersatz und Fr. 40'000.00 Genugtuung. Aus dem gleichen Grund forderte er überdies für die von ihm anscheinend beherrschte X. AG Chur Schadenersatz in der Höhe von Fr. 34'000.00.
C. Mit Verfügung vom 01. Februar 2007, die vom Staatsanwalt genehmigt und die am 02. Februar 2007 schriftlich mitgeteilt wurde, wies der Untersuchungsrichter die Schadenersatzbegehren ab. Hingegen sprach er Z. eine Genugtuungssumme zu in der Höhe von Fr. 4000.00 zuzüglich Zins zu 5 % seit dem 23. Juli 2004. Die Verfügung ist lic. iur. E. Campestrin am 05. Februar 2007 zugegangen.
D. Hiergegen liess Z. am 27. Februar 2007 durch lic. iur. E. Campestrin bei der Beschwerdekammer des Kantonsgerichtes Beschwerde einreichen mit dem Begehren:
„1. Es sei die Verfügung des Untersuchungsrichteramtes Chur vom 2. Februar 2007 i. S. Z. vollumfänglich aufzuheben.
2. Es sei dem Beschwerdeführer eine Genugtuung nach Ermessen des Gerichts, mindestens aber in Höhe von Fr. 20'000.00 zuzusprechen.
3. Es sei dem Beschwerdeführer Schadenersatz im Umfang von total Fr. 61'521.00 zuzusprechen.
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4. Es sei festzustellen, dass das Vorgehen des Untersuchungsrichteramtes Chur gegen den Beschwerdeführer in unangemessener Weise in die Privatsphäre des Beschwerdeführers eingegriffen hat.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beschwerdegegners.“
E. In einer mit der gleichen Sendung aufgegebenen weiteren Eingabe ersuchte lic. iur. E. Campestrin die Beschwerdekammer, es sei die Frist für die Einreichung der eben vorgelegten Beschwerde wiederherzustellen. Rechtsanwalt Brodbeck sei aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage gewesen, rechtzeitig eine ausreichende Beschwerdeschrift zu verfassen und einzureichen oder aber einen Vertreter dahin gehend zu instruieren, dies für ihn zu tun oder wenigstens – so die sinngemässe beiläufige Bemerkung – den nunmehrigen Verfasser (ihn den Substituten) hierbei zu überwachen.
F. Auf die präsidiale Aufforderung vom 05. März 2007 hin, den geltend gemachten Verhinderungsgrund näher zu belegen, gab lic. iur. E. Campestrin mit Eingabe vom 08. März 2007 zwei ärztliche Zeugnisse zu den Akten, die beide von Dr. med. W. stammen, einem im Kanton V. praktizierenden Facharzt für Innere Medizin. – In jenem vom 26. Februar 2007 wird bescheinigt, dass Alban Brodbeck bei ihm seit dem 13. Februar 2007 und bis auf weiteres in Behandlung stehe und dass er vom 20. Februar 2007 bis zum 25. Februar 2007 vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. – Im Zeugnis vom 08. März 2007 wird demgegenüber festgehalten, dass die noch immer andauernde ärztliche Behandlung am 14. Februar 2007 eingesetzt habe und dass eine vollständige Arbeitsunfähigkeit vom 20. Februar 2007 bis und mit dem 28. Februar 2007 bestanden habe.
G. Mit Schreiben vom 27. März 2007 verzichtete die Staatsanwaltschaft Graubünden auf die Einreichung einer Vernehmlassung.
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## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. Mit Verfügung vom 01. Februar 2007, die den Genehmigungsvermerk des Staatsanwaltes trägt, wies der zuständige Untersuchungsrichter die beiden Schadenersatzbegehren ab, welche Z. und die X. AG für Nachteile geltend gemacht hatten, die ihnen durch Untersuchungsmassnahmen entstanden seien. In der gleichen Verfügung erhielt Z. hingegen eine Genugtuungssumme zugesprochen, statt der geforderten Fr. 40'000.00 allerdings lediglich einen Betrag von Fr. 4000.00.