# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5355ef9a-6726-4c53-bb99-d4700477c88b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1953 geborene X._ war vom 10. Mai 2010 bis 7. Mai 2012 über die C._ beim D._ in Winterthur als Staplerfahrer angestellt (Urk. 7/20 und Urk. 7/12 S. 58). Am 24. November 2011 fiel ihm eine Metall
kiste auf die Brust und er erlitt Verletzungen (Urk. 7/9 S. 22). Für die Folgen dieses Unfalls erbrachte die Suva die gesetzlichen Leistungen. Am 7. Februar 2013 meldete sich der Versicherte unter Hinweis auf Schulter- und Rücken
schmerzen bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (Urk. 7/5). Die IV-Stelle zog die Akten des Unfallversicherers bei und tätigte weitere medizinische und erwerbliche Abklärungen. Am 6. Mai 2014 veranlasste sie eine bidisziplinäre medizinische Abklärung (Orthopädie/Psychiatrie) bei der Begutachtungsstelle E._
des
F._
(Urk. 7/37). Das Gutachten wurde am 24. Oktober 2014 erstattet (Urk. 7/51). Am 12. Februar 2015 verstarb der Versicherte. Die von der Suva mit Verfügung vom
3. September 2013 (Urk. 7/16) per 30. September 2013 vorgenommene Leistungs
ein
stellung wurde mit Urteil des hiesigen Gerichts UV.2014.0216 vom 30. Juni 2016 und Urteil des Bundesgerichts
8C_595/2016
vom 2. November 2016 be
stätigt. Mit Verfügung vom 28. April 2016 verneinte die IV-Stelle gestützt auf die Schlussfolgerungen der Gutachter und nach durchgeführtem Vorbescheid
verfahren einen Leistungsanspruch des Versicherten (Urk. 7/75 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhoben die gesetzlichen Erben des Versicherten Y._, Z._, A._ und B._ mit Eingabe vom 31. Mai 2016 Be
schwerde und beantragten, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, "den Beschwerdeführern eine ganze
Invalidenrente auszurichten" (Urk. 1). Mit Beschwerdeantwort vom 29. Juni 2016
beantragte die Beschwerdegegnerin die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was den Beschwerdeführenden mit Verfügung vom 1. Juli 2016 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für
die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzu
ge
hen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krank
heitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezem
ber 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte ps
y
chiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesgerichts 8C_616/2014 vom 25. Februar
201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
lidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Er
werbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der ver
sicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer Restarbeitsfähigkeit auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeits
markt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertels
rente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage,
welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können
(BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzu
stellen und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vor
lie
gen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledi
gen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutach
tens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Unter
suchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verun
möglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialver
siche
rung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, die Abklä
rung
en hätten ergeben, dass dem Versicherten aus ärztlicher Sicht leichte körperliche Tätigkeiten ohne Notwendigkeit in vornübergebeugten Zwangshal
tungen zu arbeiten, ohne Hantieren mit Lasten schwerer als 10 kg und ohne längere Tätigkeiten über der Horizontalen zu 80 % zumutbar gewesen seien. Da der Invaliditätsgrad 33 % betrage, bestehe kein Rentenanspruch (Urk. 2).
2.2
Die Beschwerdeführenden machten demgegenüber im Wesentlichen geltend, das E._-Gutachten sei nicht rechtsgenüglich. Es sei fehlerhaft, enthalte eklatante Widersprüche und die Befunderhebung sei mangelhaft vorgenommen worden. Es dürfe nicht darauf abgestützt werden. Es liege eine nachvollziehbare und schlüssige Beurteilung der Gesundheitssituation inklusive Leistungsprofil vom G._ vor. Der Versicherte sei in jeglicher Tätigkeit im Umfang von 100 % arbeitsunfähig gewesen, womit ein Anspruch auf eine ganze Rente bestehe (Urk. 1 S. 14).
3.
In formeller Hinsicht ist zunächst die Rüge der Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör zu prüfen.
Die Begründungspflicht als Ausfluss des Anspruchs auf rechtliches Gehör be
deutet nicht, dass sich die Behörde mit allen Parteistandpunkten einlässlich aus
einandersetzen und jedes einzelne Vorbringen ausdrücklich widerlegen muss. Es genügt, wenn die Begründung kurz die Überlegungen nennt, auf die sich der Entscheid stützt und dieser sachgerecht angefochten werden kann (BGE 124 V 180 E. 1a, Urteil des Bundesgerichts 8C_30/2016 vom 8. März 2016 E. 2 mit weiteren Hinweisen). Im Übrigen kann eine nicht besonders schwerwiegende Verletzung des rechtlichen Gehörs nach der Rechtsprechung als geheilt gelten, wenn die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Be
schwer
de
instanz zu äussern, die sowohl den Sachverhalt wie auch die Rechtslage frei überprüfen kann (BGE 133 I 201 E.2.2; BGE 127 V 431 E. 3d/aa).
Da die Be
s
chwerdeführenden die angefochtene Verfügung sachgerecht anfechten konnten,
ist eine Verletzung der Begründungspflicht und damit des Anspruchs auf recht
liches Gehör zu verneinen.
4.
4.1
Streitig und zu prüfen ist
, ob bei
m
Versicherten
ein Gesundheitsschaden vorl
ag
, der
ihn
derart in der Erwerbsfähigkeit einschränkt
e
, dass
er
Anspruch auf Leis
tungen der Invalidenversicherung
hatte
.
4.2
Dr. med. H._, Facharzt FMH für Chirurgie, nannte in seinem Bericht vom 28. Oktober 2013 zuhanden der IV-Stelle betreffend seine Behand
lung seit dem 19. Januar 2013 die folgenden Diagnosen:
-
St. n. Thoraxkontusion am 24.11.11 m/b
-
Rippenriss li. vorne
-
grosses Hämatom
-
Kontusion/Distorsion li. Schulter
-
BWS-Kontusion
-
Schulterschmerzen bds. m/b
-
Schulter re. partielle Oberflächenläsion der Supraspinatussehne knapp oberhalb des Tuberculum majus und leichtgradige subacromiale Bursitis
-
Cervikocephales Syndrom m/b
-
Geringe foraminale Stenose durch Unkonvertebral- und Facetten
ge
lenksarthrose C4/5 mit möglicher Irritation der li. C5-Wurzel
-
H.a. hypertensive Herzkrankheit m/b
-
Ruhe EKG mit QTc-Veränderung, whs. medikamentös bedingt
-
Dyslipidämie
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit hielt Dr. H._ fest, aufgrund der vor allem belastungsabhängigen Beschwerden mit starker funktioneller Einschränkung der Schultern beidseits könne dem Versicherten zurzeit und bis auf Weiteres keine Tätigkeit zugemutet werden (Urk. 7/18).
4.3
Dr. med. I._, Facharzt für Innere Medizin FMH und Facharzt für Kardio
logie FMH, stellte in seinem Bericht vom 1. April 2014 zuhanden der IV-Stelle betreffend die Untersuchung vom 19. August 2013 die folgenden Diag
nosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Adipositas
-
Arterielle Hypertonie wahrscheinlich essentiell
-
echokardiographisch Zeichen der hypertensiven Herzkrankheit
-
DD zusätzlich koronare Herzkrankheit
-
EKG: QTc Verlängerung, kontrollbedürftig
Er hielt fest, dass sich aus kardialer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit ergebe (Urk. 7/34).
4.4
Im Bericht des G._ vom 23. Januar 2014 wurden zusätzlich zu den bereits genannten orthopädischen Diagnosen die folgenden psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit genannt:
-
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
Anhaltende somatoforme Schmerzstörung (F 45.4)
Es wurde ausgeführt, der Versicherte leide an Schmerzen an beiden Schultern vor allem nachts. Die Depression mit Lust- und Interesselosigkeit, Parästhesien
am Thorax, Rückzug, Antriebslosigkeit, Sinnlosigkeitsgedanken, Gedanken
krei
sen,
Müdigkeit, Vergesslichkeit und Schlafstörungen habe deutlich zuge
nommen.
Auf längere Sicht sei der Versicherte wegen der Chronifizierung auch für angepasste Tätigkeiten 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/25).
4.5
Im Bericht der J._, Orthopädie Obere Extremitäten, vom 29. Januar 2014 zuhanden der IV-Stelle betreffend die Konsultation vom 28. Januar 2014 wurde die Diagnose einer ausgeprägten Schmerzsymptomatik der linken Schulter mit cranialer Partialläsion der Subscapularissehne und fraglicher Subluxation der langen Bicepssehne genannt. Es wurde ausgeführt, eine Untersuchung des Versicherten sei aufgrund der massiv überlagerten Schmerzsymptomatik praktisch nicht möglich. Es zeige sich eine deutliche Symptomausweitung der Problematik. Die ausgeprägte Schmerzsymptomatik korreliere jedoch nicht mit den entsprechenden Befunden (Urk. 7/33).
4.6
Dr. H._ hielt in seinem Bericht vom 15. September 2014 zuhanden der IV-Stelle betreffend die Konsultation vom März 2014 fest, es bestehe eine ver
min
derte Belastbarkeit des Achsenorgans. Alle Tätigkeiten mit Heben und Tragen von schweren Lasten sowie Wirbelsäule belastende Tätigkeiten und Tätigkeiten in Zwangshaltung, langandauerndes reines Stehen insbesondere in vornüber
geneigter Körperhaltung, alle Tätigkeiten mit repetitiven Rumpf- oder Hals
wirbelsäule-rotierenden Stereotypien sowie Arbeiten überwiegend im Überkopf
b
e
reich seien aufgrund der medizinischen Diagnosen nicht geeignet. Zumutbar seien körperlich leichte Tätigkeiten in Wirbelsäule-adaptierten Wechselposi
tio
nen mit der Möglichkeit zum Wechsel zwischen Sitzen, Stehen und Gehen, ins
besondere kein Heben von schweren Lasten, nicht mehr als 5 kg kurzfristig und 2 kg längerfristig. In einer solchen der Behinderung angepassten Tätigkeit sei der Versicherte aus somatischer Sicht höchstens 30 % arbeitsfähig (Urk. 7/48).
4.7
Am 24. Oktober 2014 erstatteten Dr. med. K._, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie, und PD Dr. med. L._, Facharzt Orthopädie und Traumatologie ein bidisziplinäres Gutachten, welches sich auf die Akten, die
Angaben des Versicherten sowie die psychiatrische Untersuchung vom 7. Augus
t
2014 und die orthopädische Untersuchung vom 8. August 2014 stützt (Urk. 7/51).
Als Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden die folgenden ge
nannt (Urk. 7/51 S. 4):
-
Posttraumatische Schulterschmerzen beidseits bei (M 75.1)
-
partieller oberflächlicher Läsion der Supraspinatussehne und subakro
mialer Bursitis rechts
-
oberflächlicher bursalseitiger Supraspinatussehnenläsion mit Begleit
bursitis
-
Arthrose des Akromioklavikulargelenks links
-
Zervikozephales Syndrom mit (M 54.2)
-
Geringer
foraminaler Stenose durch unkovertebrale und Facetten
gelenksarthrose C4/5 mit möglicher Irritation der C5-Wurzel links
In orthopädischer Hinsicht führte Dr. L._ aus, die Beschwerden im Bereich
der Schulter zeigten eine geschwächte Schultergelenkskraft mit reduziertem Ein
satz der Rotatorenmanschette. Es zeige sich eine positive Impingement-Sympto
matik. Die Beweglichkeit sei eingeschränkt. Die HWS zeige sich endgradig etwas schmerzhaft. Die anamnestischen, klinischen und radiologischen Befunde stün
den zum heutigen Untersuchungszeitpunkt miteinander im Einklang. Aufgrund der Befundsituation sei es dem Versicherten nicht möglich, Lasten über der Horizontalen zu heben, über der Horizontalen mit der Schulter zu arbeiten und Gewichte schwerer als 10 kg mit der Schulter zu tragen sowie in Zwangs
positionen zu arbeiten. Aufgrund der Beschwerdesymptomatik im Bereich der Schulter links, der Schulter rechts sowie der Halswirbelsäule, welche sich nicht nur anamnestisch, sondern auch klinisch und radiologisch durch degenerative Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule und Veränderungen im Bereich der Schulter (AC-Gelenksarthrose, Bursitis, Tendinitis) zeige, sei der Versicherte für schwere körperliche Arbeiten zu 100 % nicht mehr arbeitsfähig. Für leichte körperliche Arbeiten ohne vornübergebeugte Zwangspositionen, Arbeiten über 10 kg und Tätigkeiten in der Horizontalen sei der Versicherte zur Vermeidung der Exazerbation der Beschwerdesymptomatik zu 80 % arbeitsfähig (Urk. 7/51 S. 35 f.).
Der psychiatrische Gutachter Dr. K._ konnte keine psychiatrischen Diag
nosen stellen. Er führte aus, nach dem Arbeitsunfall Ende November 2011 habe sich ein therapieresistentes Schmerzsyndrom eingestellt. Im Jahr 2012 habe sich der Versicherte in psychiatrische Behandlung beim G._ begeben, wobei die therapeutischen Sitzungen wöchentlich stattge
funden hätten und
der Versicherte keine Psychopharmakotherapie erhalten habe. Dies erstaune in Anbetracht der gestellten Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode F32.1 komorbide mit einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung F45.
4. Den Akten könne nicht entnommen werden, dass der Versicherte jemals in der Vergangenheit einer Psychopharmakotherapie zuge
führt worden sei. Im Bericht des M._ vom 5. August 2014 sei die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht als aufgehoben zu entnehmen. Eine Arbeitsfähigkeit sei dem Versicherten nicht zuzumuten. Es sei auch kein Rehabilitationspotential mehr ersichtlich.
Als konkrete Defizite werde neben Schlafstörungen eine erhebliche Beeinträch
ti
gung der psychischen und körperlichen Belastbarkeit ohne weitere Präzisierung genannt
. In der aktuellen Untersuchung sei es nicht möglich gewesen, einen validen psychopathologischen Befund zu erheben, vertiefte Einblicke in die All
tagsgestaltung des Versicherten zu gewinnen und ein umfassendes Bild von vorliegenden Defiziten und Ressourcen zu machen. Der Versicherte habe sich nur sehr begrenzt untersuchbar gezeigt, wobei die Zusammensetzung der klini
schen Merkmale sowie die Ergebnisse der Screening-Validitätsdiagnostik ein bewusstseinnahes Verhalten hätten vermuten lassen. In Anbetracht der Tat
sache, dass der Versicherte spontan die fehlende Akzeptanz seiner erlittenen Verletzung seitens seiner Ex-Vorgesetzten thematisiert habe, habe sich eine
nicht überwundene Kränkung vermuten lassen. Passend dazu seien einige Aspek
te des Verhaltens des Versicherten in der aktuellen Untersuchungs
situa
tion ausgesprochen demonstrativ gewesen. Hinsichtlich der Vorinformation sei festzuhalten, dass die Diagnosen in den vorliegenden Berichten, wo
die psychia
trischen Sachverhalte unter ungleich starker Berücksichtigung von subjektiven Beschwerden des Versicherten beurteilt worden seien,
aktuell nicht hätten be
stätigt werden können.
Die aktuelle Situation habe es nicht erlaubt, beim Ver
sicherten eine valide Diagnose einer nach ICD-10 diagnostizierbaren psychi
schen Störung zu stellen. Das Vorliegen einer solchen könne auch nicht widerlegt werden, scheine in der Gesamtschau jedoch eher unwahrscheinlich.
Aus diesen Gründen könne auch die Arbeitsfähigkeit nicht beurteilt werden (Urk. 7/51 S. 29 f.).
In den Schlussfolgerungen gemäss bidisziplinärer Konsenbesprechung wurde fest
gehalten, bei der aktuellen orthopädischen Beurteilung hätten die vom Versicherten beklagten posttraumatischen beidseitigen Schulterbeschwerden bei partieller oberflächlicher Läsion der Supraspinatus-Sehne und subacromialer Bursitis rechts sowie Supraspinatus-Sehnenläsion mit Begleitbursitis und einer Arthrose im Bereich des Acromioclavicular-Gelenkes links zugeordnet werden können. Darüber hinaus habe ein zervikozephales Schmerzsyndrom bei dege
ne
ra
tiven Veränderungen der Wirbelsäule und Vorliegen einer möglichen C5-Wurzelirritation links bestanden. Die objektivierbaren Diagnosen hätten dabei in Übereinstimmung mit den geklagten Beschwerden gestanden. Ein eigen
stän
diges psychiatrisches Krankheitsbild habe im Rahmen der aktuellen psychia
trischen Begutachtung nicht festgestellt werden können. Insbesondere habe die aktenanamnestisch im Bericht des G._ vom Februar 2014 gestellte Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerz
störung und einer mittelgradigen depressiven Episode aktuell nicht bestätigt werden können.
Es lägen keine Hinweise für eine affektive Erkrankung oder eine relevante Schmerzverarbeitungsstörung vor
. Die im Vordergrund stehenden körperlichen Beschwerden im Bereich des Schultergürtels beidseits hätten durch die objektivierbaren somatischen Befunde gut erklärt werden können (Urk. 7/51 S. 4 f.).
4.8
In der Stellungnahme des G._ vom 20. Januar 2015 zum psychiatrischen Teilgutachten von Dr. K._ vom 24. Oktober 2014 hielt Dr. med. M._, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, fest, es sei widersprüchlich, dass einerseits behauptet werde, der Versicherte habe keine psychiatrische Diagnose und andererseits argumentiert werde, es sei keine psy
chiatrische Beurteilung möglich. Es sei keine Rücksprache mit den behandeln
den Ärzten genommen worden. Die Symptomaufnahme sei oberflächlich. Auf
grund der Fremdanamnese, der Diagnosen, der neuropsychologisch bestätigten Depression, des positiven und negativen Leistungsbildes sei der Versicherte für angepasste Tätigkeiten 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/59).
4.9
Dr. K._ führte in seiner Stellungnahme vom 28. Januar 2016 zum Ein
wand des Versicherten aus, er sei in seinem Gutachten zum Schluss gekommen, dass der Versicherte psychisch nicht beeinträchtigt und folglich in gültigen Kate
gorien psychisch gesund sei. Er habe daher keine psychiatrische Diagnose gestellt. Das zumindest aggravatorische Verhalten des Versicherten habe die Diagnostik zwar erschwert, jedoch seien bei der Untersuchung
keine Defizite zum Vorschein gekommen,
welche
das Vorliegen einer nach ICD-10 diagnos
tizierbaren psychisc
hen Störung wahrscheinlich gemacht hätten
.
Dabei sei die Untersuchbarkeit des Versicherten nicht etwa durch das schwere klinische Bild, sondern durch sein Verhalten, welches deutliche bewusstseinsnahe überwie
gende Züge gezeigt habe, erschwert gewesen. Der
Verlauf der ambulanten Be
handlung sei hinreichend gut dokumentiert
gewesen, insbesondere hätten sich in den medizinischen Zeugnissen keine Abweichungen und Unklarheiten erge
ben, welche eine Rücksprache zeitnahe der Untersuchung notwendig gemacht hätten. Der Versicherte habe während der Begutachtung trotz wiederholter ent
sprechender Fragen keine weiteren/näheren Angaben über seine psychiatrische Vorgeschichte gemacht, was einen Aspekt der begrenzten Explorierbarkeit aus
gemacht habe. Auch hinsichtlich des Tagesablaufs habe wiederholt präzisie
rendes Nachfragen zu keinen Mehrinformationen geführt.
Der Tagesablauf, wie er in der Stellungnahme des
G._
beschrieben sei, sei mit dem Vorliegen einer relevanten psychischen Störung nur wenig verein
bar. Zum Zeitpunkt der Begutachtung hätten keine ausreichenden Anhalts
punkt
e für eine mittelgradige depressive Episode bestanden. Auch habe es
keine über
zeugenden Anhaltspunkte dafür gegeben, dass beim Versicherten eine psychi
sche Störung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorgelegen hätte
(Urk. 7/69).
5.
5.1
Das bidisziplinäre Gutachten vom 24. Oktober 2014 erfüllt die rechtspre
chungs
gemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungs
grund
lagen (vgl. E. 1.5). Es ist für die streitigen Belange umfassend, beruht auf fachärztlichen Untersuchungen durch die Gutachter unter Beizug einer Dolmet
scherin und wurde in Kenntnis der relevanten Vorakten abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig, berücksichtigt die vom Versicherten geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hinreichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge ist einleuchtend
und die Schlussfolgerungen sind nachvollziehbar und begründet
.
5.2
Für die Aussagekraft eines Gutachten kommt es – entgegen der Auffassung der Beschwerdeführenden (Urk. 1 S. 10) – nicht auf die Dauer der Untersuchung an (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_55/2009 vom 1. April 2009 E. 3.3 mit Hin
weisen).
Der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Auf
wand
muss
der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie
ange
messen sein
, was vorliegend der Fall ist. Ausserdem liegt es grundsätzlich im Ermessen des Gutachters, ob er es als notwendig erachtet, mit dem behan
deln
den Arzt Rücksprache zu nehmen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_671/2012 vom 15. November 2012 E. 4.5). Dass Dr. K._ angesichts des hinreichend gut dokumentierten Verlaufs der ambulanten Behandlung auf eine Rücksprache verzichtete (vgl. Urk. 7/69), schmälert den Beweiswert des Gutachtens nicht.
Aus psychiatrischer Sicht geht aus dem Gutachten hervor, dass im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung kein eigenständiges psychiatrisches Krankheits
bild festgestellt werden konnte. Insbesondere konnte die aktenanamnestisch im Bericht des G._ vom Februar 2014 gestellte Diag
nose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung und einer mittel
gradigen depressiven Episode nicht bestätigt werden.
Es l
a
gen keine Hinweise für eine affektive Erkrankung oder eine relevante Schmerzverarbeitungsstörung vor
. In Bezug auf die Diskrepanz zur Beurteilung der behandelnden Psychiater des G._ erklärte der Gutachter, dass in deren Berichten
die psychiatrischen Sachverhalte unter ungleich starker Berücksich
tigung von subjektiven Beschwerden des Vers
icherten beurteilt worden seien. Dass
der Versicherte
von den behandelnden Psychiatern
keine Psycho
pharma
ko
therapie erhalten habe,
erstaune in Anbetracht der gestellten Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode F32.1 komorbide mit einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung F45.
4.
Der Tagesablauf, wie er in
den Berichten
des
G._
beschrieben sei, sei
zudem
mit dem Vor
liegen einer relevanten psychischen Störung nur wenig vereinbar.
Als konkrete Defizite seien neben Schlafstörungen lediglich eine erhebliche Beeinträchtigung der psychischen und körperlichen Belastbarkeit ohne weitere Präzisierung ge
nannt
worden. Bei der Begutachtung seien jedoch
keine Defizite zum Vorschein gekommen,
die
das Vorliegen einer nach ICD-10 diagnostizierbaren psychischen Störung wahrscheinlich
gemacht hätten. Der Gutachter hat sich mit der ab
weichenden Beurteilung des G._ damit hinrei
chend auseinandergesetzt und einleuchtend dargelegt, weshalb er zu einer anderen Schlussfolgerung gelangte. Die Kritik von Dr. M._ vom G._ am Gutachten von Dr. K._ erschöpft sich denn auch im Wesentlichen darin, seine eigenen gestellten Diagnosen zu rechtfertigen, ohne diese jedoch durch objektive Befunde zu untermauern. Auch die Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit stützt sich im Wesentlichen auf die subjektiven Angaben des Versicherten und wird nicht näher begründet. Mit seiner Stellung
nahme vom 20. Januar 2015 wirft Dr. M._ dem Gutachter zudem pauschal vor, die psychischen Probleme des Versicherten zu bagatellisieren, ohne sich mit den Ausführungen des Gutachters fundiert auseinanderzusetzen (Urk. 7/59). Im Übrigen ist darauf hinzuweisen, dass sich Dr. M._ am 15. November 2014 vom Versicherten zur Akteneinsicht bevollmächtigen liess (Urk. 7/52) und sich in seiner Stellungnahme vom 20. Januar 2015 auch in juristischer Hinsicht zum Gutachten von Dr. K._ äusserte (Urk. 7/59). Damit sind seine Aussagen als jene eines Interessenvertreters und nicht als solche eines objektiven medi
zinischen Experten zu qualifizieren, so dass deren Beweiswert erheblich ge
schmälert ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_725/2016 vom 9. Februar 2017 E. 5.2.1). Es liegen somit keine Umstände vor, die den Beweiswert des Gutach
tens von Dr. K._
mindern würden.
Die Beschwerdeführenden machen ausserdem geltend, das psychiatrische Teil
gut
achten sei widersprüchlich, da der Gutachter einerseits keine psychiatrische Diagnose gestellt habe und andererseits ausführe, dass die Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht nicht habe beurteilt werden können (Urk. 1 S. 8). Dies
bezüglich führt der Gutachter in seiner Stellungnahme vom 28. Januar 2016 nach
vollziehbar aus, dass es im Zeitpunkt der Begutachtung keine überzeu
gen
den Anhaltspunkte dafür gegeben habe, dass beim Versicherten eine psychische Störung mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorgelegen habe (Urk. 7/69). Daraus, dass Dr. K._
im Gutachten darauf hingewiesen hat, dass sich der Versicherte nur begrenzt untersuchbar gezeigt habe und es die Situation deshalb nicht erlaubt habe, eine valide Diagnose einer nach ICD-10 diagnostizierbaren psychischen Störung zu stellen und die Arbeitsfähigkeit infolgedessen auch nicht habe beurteilt werden können (Urk. 7/51 S. 30), können die Beschwerde
führenden nichts zu ihren Gunsten ableiten, zumal
die
materielle
Beweislast
für
die
Invalidität
bei der versicherten Person beziehungsweise deren Rechtsnach
folgern liegt
(
vgl.
BGE 115 V 133 E.
8a)
.
Aus psychiatrischer Sicht ist somit keine relevante gesundheitliche Beeinträch
tigung erstellt, welche eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Versicherten begründet hätte.
5.3
In somatischer Hinsicht kommt der Gutachter Dr. L._
in Übereinstimmung mit den übrigen medizinischen Akten zum Schluss, dass der Versicherte
auf
grund der Beschwerdesymptomatik im Bereich der Schulter links, der Schulter rechts sowie der Halswirbelsäule, welche sich nicht nur anamnestisch, sondern auch klinisch und radiologisch durch degenerative Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule und Veränderungen im Bereich der Schulter (AC-Gelenks
arthrose, Bursitis, Tendinitis) auszeichnete,
für
schwere körperliche Arbeiten nicht mehr arbeitsfähig war. Gemäss dem orthopädischen Teilgutachten war der Versicherte für leichte körperliche Arbeiten ohne vornübergebeugte Zwangspo
si
tio
nen, Arbeiten über 10 kg und Tätigkeiten in der Horizontalen zu 80 % arbeitsfähig. Die gegenüber einem Vollpensum um 20 % verminderte Leistungs
fähigkeit wird mit der Notwendigkeit der Vermeidung einer Schmerz-Exazer
bation begründet (Urk. 7/51 S. 5). Die Beurteilung von Dr. H._, wonach der Versicherte in einer der Behinderung angepassten Tätigkeit höchstens 30 % arbeitsfähig sei, vermag die gutachterliche Einschätzung nicht zu entkräften, zumal Dr. H._ nicht begründet, weshalb eine angepasste leichte Tätigkeit nur zu 30 % hätte zumutbar sein sollen. Es entsteht der Eindruck, dass Dr. H._ sich bei seiner Beurteilung auf die subjektiven Angaben des Ver
sicherten stützte, ohne diese kritisch zu hinterfragen. Es entspricht denn auch einer Erfahrungstatsache, dass behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patien
ten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc). Gestützt auf das orthopädische Teilgutachten ist davon auszugehen, dass dem Versicherten eine angepasste Tätigkeit in einem Pensum von 80 % zumutbar war. Auch aus rheumato
lo
gischer und kardiologischer Sicht bestanden keine weitergehenden Einschrän
kungen der Arbeitsfähigkeit. So geht aus dem Bericht des M._ vom 16. August 2013 hervor, dass der Versicherte aus rheu
matologischer Sicht für Tätigkeiten ohne Heben und Tragen von Lasten grösser 10 kg und ohne Überkopfarbeiten 100 % arbeitsfähig war (Urk. 7/35 S. 22). Die kardiologische Beurteilung durch Dr. I._ ergab keine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit (Urk. 7/34 S. 7 und Urk. 7/35 S. 22). Somit besteht kein wei
terer Abklärungsbedarf und entgegen der Auffassung der Be
schwer
de
füh
renden (Urk. 1 S. 8) war eine polydisziplinäre Begutachtung nicht angezeigt.
5.4
Gestützt auf das beweiskräftige bidisziplinäre Gutachten vom 24. Oktober 2014 ist mit
dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
erstellt
, dass der Versicherte in einer angepassten Tätigkeit zu 80 % arbeitsfähig war.
6.
6.1
Im Weiteren ist zu prüfen, ob der Versicherte aufgrund seines fortgeschrittenen Alters seine Restarbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch hätte verwerten können.
6.2
Das trotz der gesundheitlichen Beeinträchtigung zumutbarerweise erzielbare Ein
kommen ist bezogen auf einen ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu ermitteln, wobei an die Konkretisierung von Arbeitsgelegenheiten und Verdienstaus
sich
ten keine übermässigen Anforderungen zu stellen sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 1
3.
März 2014 E. 2.1 mit Hinweis auf SVR 2008 IV Nr. 62 S. 203, 9C_830/2007 E. 5.1).
Das fortgeschrittene Alter wird, obgleich an sich ein invaliditätsfremder Faktor, in der Rechtsprechung als Kriterium anerkannt, welches zusammen mit weiteren persönlichen und beruflichen Gegebenheiten dazu führen kann, dass die einer versicherten Person verbliebene Resterwerbsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt realistischerweise nicht mehr nachgefragt wird, und dass ihr deren Verwertung auch gestützt auf die Selbsteingliederungspflicht nicht mehr zu
mut
bar ist. Der Einfluss des Lebensalters auf die Möglichkeit, das verbliebene Leis
tungsvermögen auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, lässt sich nicht nach einer allgemeinen Regel bemessen, sondern hängt ab von den Um
ständen, die mit Blick auf die Anforderungen der Verweisungstätigkeiten mass
gebend sind (Urteil
des Bundesgerichts 9C_954/2012 vom 10. Mai 2013 E. 2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 107 V 17 E. 2c).
Massgebend können die Art und Beschaffenheit des Gesundheitsschadens und seiner Folgen, der absehbare Umstellungs- und Einarbeitungsaufwand und in diesem Zusammenhang auch Persönlichkeitsstruktur, vorhandene Begabungen und Fertigkeiten, Ausbildung, beruflicher Werdegang oder Anwendbarkeit von Berufserfahrung aus dem angestammten Bereich sein (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 2.1 mit Hinweisen).
Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeits
markt zu verwerten, hängt nicht zuletzt auch davon ab, welcher Zeit
raum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht. Die im gesamten Bereich des Sozialversicherungsrechts geltende Schadenminderungspflicht und die daraus abgeleitete Selbsteingliederungslast gebieten grundsätzlich, die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit möglichst früh zu beantworten. Gemäss BGE 138 V 457 E. 3.4 steht die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-) Erwerbstätigkeit fest, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachverhaltsfeststellung erlauben (Urteil des Bundesgerichts 9C_734/2013 vom 13. März 2014 E. 2.2 mit weiteren Hinweisen).
6.3
Im Zusammenhang mit der Frage, ob eine Restarbeitsfähigkeit auf dem ausge
glichenen Arbeitsmarkt noch verwertbar ist, erachtete
d
as
Bundesgericht einen 60-jährigen Versicherten
als
zwar nicht leicht vermittelbar, sah
aber mit Bezug auf den hypothetischen ausgeglichenen Arbeitsmarkt gleichwohl Möglichkeiten, eine Stelle zu finden, zumal Hilfsarbeiten auf dem hypo
thetischen
ausge
gliche
nen Arbeitsmarkt grundsätzlich altersunabhängig nachgefragt werden, und der Versicherte zwar eingeschränkt (weiterhin zumutbar waren leichte und mittel
schwere Arbeiten im Gehen, Stehen und Sitzen in geschlossenen Räumen), aber immer noch im Rahmen eines Vollpensums arbeitsfähig war (Urteil I 376/05 vom
5.
August 2005
E.
4.2). Bejaht hat das
Bundesgericht
auch die Verwert
bar
keit der Restarbeitsfähigkeit eines 60-jährigen Versicherten mit einer auf
grund verschiedener psychisch
er und physischer Limitierungen
um 30
%
eingeschrän
k
ten Leistungsfähigkeit (Urteil I
304/06 vom 2
2. Januar 2007 E.
4.1 und
E.
4.2). Schliesslich erachtete das Bundesgericht die Chancen
auf eine Anstellung
eines 60 Jahre alten Versi
cherten, der für körperlich leichte Arbeiten, die abwechs
lungsweise sitzend oder stehend ausgeführt werden k
onnte
n, ohne regelmässi
ges Heben oder Tragen von Gewichten über
10
kg, ohne häufige Arbeiten über der Horizontalen und ohne regelmässige Kraftanwendung des linken Arms bei voller Stundenpräsenz im Umfang von 80
%
arbeitsfähig,
als
intakt (Urteil 9C_918/2008 vom 2
8. Mai 2009 E. 4.3).
Als unverwer
tbar erachtete das Bundesgericht dagegen die 50
%ige, durch ver
schiedene Auflagen zusätzlich limitierte Arbeitsfähigkeit eines knapp 64-jäh
rigen Versicherten mit multiplen, die Arbeitsfähigkeit eins
chränkenden Be
schwer
den (Urteil
I
401/01 vom
4.
April 20
02 E. 4c und E. 4d). Auch
hat das Bundesgericht bei einem 60 Jahre alten Versic
herten, welcher in seiner über 20
Jahre dauernden Tätigkeit als Hotelportier meist mittelschwere bis schwere Arbeiten ausgeführt hatte und behinderungsbedingt nur noch teils stehend, teils sitzend tätig sein
konnte
, wobei nur noch Gewichte bis 5 kg zumutbar und ihm wegen seiner Krankheit sowohl Schichtdienste als auch das Führen von Fahr
zeugen und Maschinen nicht mehr möglich
waren
, erkannt, er würde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keinen Arbeitgeber mehr finden (Urteil 9C_918/2012 vom
10. Mai 2013
E. 3.2
; vgl. auch Urteil 8C_345/2013 vom 10. September 2013 E. 4.3.2
).
6.4
Männliche Hilfsarbeiter, die vor Eintritt der Behinderung manuell tätig waren, werden in der Regel für Handlanger- und andere körperliche Arbeiten eingestellt. Der diesen Versicherten offenstehende Arbeitsmarkt ist allerdings nicht ausschliesslich auf solche Tätigkeiten beschränkt. In Industrie und Gewerbe werden Arbeiten, welche physische Kraft erfordern, in zunehmendem Masse durch Maschinen verrichtet, während den körperlich weniger belastenden Bedienungs- und Überwachungsfunktionen eine stetig wachsende Bedeutung zukommt; auch in diesen Bereichen stehen somit männlichen Hilfsarbeitern Stellen offen, ebenso im Dienstleistungssektor (Meyer/Reichmuth, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, 3. Auflage, Zürich/Basel/Genf 2014, Art. 28a N 142 mit weiteren Hinweisen).
6.5
Der Versicherte hat im Kosovo die obligatorischen Schulen besucht, aber keine Berufsausbildung absolviert (Urk. 7/5 und Urk. 7/9 S. 104). In der Schweiz arbei
tete er seit 2010 als Staplerfahrer. Im massgebenden Zeitpunkt für die Beantwortung der Frage der Verwertbarkeit der (Rest-)Arbeitsfähigkeit, als die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit feststand (BGE 138 V 457 E. 3.3 und E. 3.4), d.h. im Oktober 2014 (Zeitpunkt des Gutachtens), war der im November 1953 geborene Versicherte knapp 61 Jahre alt. Gemäss Gutachten waren ihm leichte körperliche Arbeiten ohne vornübergebeugte Zwangspo
sitio
nen, Arbeiten über 10 kg und Tätigkeiten in der Horizontalen in einem 80%-Pensum seit Februar 2013 zumutbar (Urk. 7/51 S. 5). Insbesondere leichte Tätig
keiten im Bereich von Bedienungs- und Überwachungsarbeiten standen ihm so
mit grundsätzlich noch offen. Angesichts der dargelegten Grundsätze, der rela
tiv
hohen Hürden, welche das Bundesgericht für die Unverwertbarkeit der Restar
beitsfähigkeit älterer Menschen entwickelt hat, und der Kasuistik in vergleich
baren Fällen (vgl. E. 6.3), ist die Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit des Versicherten zu bejahen.
7.
7.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Versicher
ten in wirtschaftlicher Hinsicht ausgewirkt hätte.
7.2
7.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invaliden
einkomme
n), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander geg
en
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Inva
lidi
tätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensver
gleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
7.2.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Validen
einkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommens
entwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt
worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt
sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die ver
sicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das Valideneinkommen auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturer
hebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die Entlöhnung im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berück
sich
tigen sind (BGE 139 V 28
E. 3.3.2; BGE 128 V 29 E. 4e; Urteil des Bun
desgerichts 9C_887/2015 vom 12. April 2016 E. 4.2).
7.2.3
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens können nach der Recht
spre
chung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
aus
gegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE) herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffen
tlichten Tabellen der LSE zu verwenden (Urteile des Bundesgerichts 9C_699/2015 vom 6. Juli 2016 E. 5.2, 8C_78/2015 vom 10. Juli 2015 E. 4 und 9C_526/2015 vom 11. September 2015 E. 3.2.2; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.8.1 und BGE 133 V 545 E. 7.1). Der
Beizug der
Lohnstatistik
erfolgt
subsidiär, das heisst
nur dann
, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BGE 142 V 178 E. 2.5.7; BGE 139 V 592 E. 2.3, BGE 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/Reichmuth, IVG, 3. Aufl., N 55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hin
weisen auf die Rechtsprechung).
7.2.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnittswerten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprüng
lich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebs
zugehörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwer
ten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, hat die Beschwerdeinstanz den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
7.3
7.3.1
Der Versicherte war vor dem Unfall bei der C._ angestellt. Gemäss den Angaben im Arbeitgeberfragebogen vom 4. Dezember 2013 wurde das Arbeitsverhältnis von Seiten der Arbeitgeberin aufgrund des Arbeitsrückganges vor Eintritt des Gesundheitsschadens gekündigt. Die Kündi
gungsfrist wurde jedoch wegen unfall- resp. krankheitsbedingter Absenz unter
brochen (Urk. 7/20). Somit wurde das Arbeitsverhältnis aus invaliditätsfremden Gründen beendet. Der Versicherte wäre auch im Gesundheitsfall nicht mehr an dieser Arbeitsstelle tätig gewesen, weshalb das dort erzielte Einkommen nicht zur Bestimmung des Valideneinkommens herangezogen werden kann, sondern Tabellenlöhne heranzuziehen sind. Es ist daher vom standardisierten monat
li
chen Bruttolohn im Baugewerbe (inklusive 13. Monatslohn, basierend auf einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden) für männliche Arbeitskräfte, Kom
petenzniveau 1 auszugehen (Tabelle TA1 der Schweizerischen Lohnstruk
ture
r
hebung [LSE] 2012 Ziffer 41-43). Somit ist von einem standardisierten Lohn von Fr. 5‘430.-- pro Monat bzw. Fr. 65‘160.-- pro Jahr auszugehen. Angepasst an die im Jahr 2014 im Baugewerbe betriebsübliche durchschnittliche wöch
entliche Arbeitszeit von 41.5 Stunden ergibt dies Fr. 67‘603.50. Unter Berück
sich
tigung der Entwicklung des Nominallohnindexes der Saläre für männliche Arbeitskräfte von 2188 Punkten im Jahr 2012 auf 2220 Punkte im Jahr 2014 resultiert ein Valideneinkommen von Fr. 68‘592.20.
7.3.2
Mangels eines tatsächlich erzielten Erwerbseinkommens sind für die Be
rechnung des Invalideneinkommens ebenfalls Tabellenlöhne heranzuzie
hen. Es ist vom standard
isierten monatlichen Bruttolohn
für männliche Arbeitskräfte, Kompetenzniveau 1, auszugehen (Tabelle TA1 der LSE 2012 Total). Somit ist von einem Einkommen von Fr. 5‘210.-- pro Monat bzw. Fr. 62‘520.-- pro Jahr auszugehen. Angepasst an die im Jahr 2014 betriebsübliche durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden ergibt dies Fr. 65‘177.10. Unter Be
rück
sichtigung der Entwicklung des Nominallohnindexes der Saläre für männliche Arbeitskräfte von 2188 Punkten im Jahr 2012 auf 2220 Punkte im Jahr 2014 resultiert für ein Pensum von 100 % ein Bruttoeinkommen Fr. 66‘130.30. Ausgehend von der im Gutachten attestierten Arbeitsfähigkeit von 80 % ergibt dies ein Einkommen von Fr. 52‘904.25.
Die Beschwerdegegnerin hat aufgrund der Restarbeitsfähigkeit von 80 % einen leidensbedingten Abzug von 10 % berücksichtigt (Urk. 7/53). Grundsätzlich ist zwar ein Abzug vom Tabellenlohn vorzunehmen, wenn ein Versicherter seine Arbeitsfähigkeit nicht vollschichtig umsetzen kann, da Teilzeitarbeit bei Männern statistisch gesehen vergleichsweise weniger gut entlöhnt wird als Voll
zeittätigkeiten (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_808/2015 vom 29. Februar 2016 E. 3.3.2 mit Hinweisen). Allerdings muss dies stets mit Blick auf den konkreten Beschäftigungsgrad und die jeweils aktuellen Werte beurteilt werden: Laut der gestützt auf die LSE 2012 erstellten Tabelle zu den nach Beschäf
ti
gungsgrad, Geschlecht und beruflicher Stellung differenzierten monatlichen Durchschnittsbruttolöhnen rechtfertigt ein Beschäftigungsgrad von 80 % bei Männern auf der untersten Stufe der beruflichen Stellung keinen zusätzlichen Tabellenlohnabzug (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.2 mit Hinweisen). Weitere Kriterien wie die fehlende Berufsausbildung und die mangelnden Sprachkenntnisse sind vorliegend nicht zu berücksichtigen,
zumal einfache und repetitive Tätigkeiten weder gute Sprachkenntnisse noch ei
n besonderes Bildungsniveau erfordern (Urteil des Bundesgerichts 9C_633/2013 vom 23. Oktober 2013 E. 4.2). Der Faktor Alter wirkt sich sodann bei Hilfsar
beiter
tätigkeiten nicht (zwingend) lohnsenkend aus (vgl. Urteil des Bundesge
richts 9C_808/2015 E. 3.4.2), weshalb er ebenfalls nicht abzugsrelevant ist. Ein leidensbedinger Abzug ist vorliegend somit lediglich aufgrund des medizini
schen Belastungsprofils gerechtfertigt, da der Versicherte
auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig
gewesen wäre. Dementsprechend erscheint ein Abzug von höchstens 10 % als angemessen.
Nach Gewährung eines leidensbedingten Abzugs von 10 % resultiert ein Invalideneinkommen von Fr. 47‘613.80.
7.3.3
Der Vergleich des Valideneinkommens von Fr. 68‘592.20 mit dem Invalidenein
kommen von Fr. 47‘613.80 ergibt eine Einkommenseinbusse von Fr. 20‘978.40, was einem rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von gerundet (vgl. BGE 130 V 121 E. 3.2) 31 % entspricht.
7.4
Die angefochtene Verfügung erweist sich somit als rechtens, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
8.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 800.-- festzusetzen und ausgangsgemäss den Beschwerdeführenden aufzuerlegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).