# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cb707932-b30a-474b-8178-e7fdacb4c663
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Eheschutz
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 4. Abteilung, vom 27. Juli 2016 (EE150303-L)
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Rechtsbegehren des Gesuchstellers: (Urk. 11)
" 1. Den Parteien sei das Getrenntleben zu bewilligen. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der gemeinsame Haushalt per 1.  2015 aufgelöst wurde.
2. Die eheliche Wohnung am ... [Adresse] sei dem Gesuchsteller zu alleinigen Benützung zuzuweisen.
3. Das gemeinsame Kind C._, geb. tt.mm.2007 sei unter die Obhut des Gesuchstellers zu stellen.
4. Der Gesuchsgegnerin sei ein angemessenes begleitetes  einzuräumen.
5. Unter dem Vorbehalt der Leistungsfähigkeit sei die  zu verpflichten, dem Gesuchsteller an den Unterhalt und die Erziehung des Kindes C._ einen angemessenen  (zuzüglich allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher ) zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den ersten eines jeden Monats, rückwirkend per 1. Oktober 2015.
6. Es seien keine persönlichen Unterhaltsbeiträge zuzusprechen.
7. Es sei die Gütertrennung mit Wirkung per 16. Dezember 2015 anzuordnen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ."
Rechtsbegehren der Gesuchsgegnerin: (Urk. 16 und 31)
1. Der Gesuchsgegnerin sei das Getrenntleben zu bewilligen und es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 1. Oktober 2015  leben.
2. Die eheliche Wohnung am ... [Adresse] sei samt Hausrat und Mobiliar der Gesuchsgegnerin zur alleinigen Benützung zuzuweisen und der Gesuchsteller zu verpflichten, die eheliche Wohnung bis spätestens 31. Dezember 2015 zu verlassen und bei der Übertragung des  auf die Gesuchsgegnerin soweit als nötig mitzuwirken.
3. Das gemeinsame Kind, C._, geb. tt.mm.2007, sei unter die  elterliche Obhut der Gesuchsgegnerin zu stellen.
4. Dem Gesuchsteller sei ein gerichtsübliches Besuchsrecht , wonach er berechtigt wird, C._, geb. tt.mm.2007, jeweils auf eigene Kosten wie folgt mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen:
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- jeweils am 1. und 3. Wochenende jedes Monats von Freitag 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr;
- jeweils am 2. Tag der Doppelfeiertage Weihnachten und Neujahr;
- während 4 Wochen Ferien pro Jahr. 6. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin für die Er-
ziehung und Pflege der gemeinsamen Tochter C._, geb. tt.mm.2007, ab Rechtskraft des Eheschutzurteils für die weitere Dauer des Getrenntlebens, angemessene monatlich im Voraus jeweils auf den ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge,  aber CHF 800.00 (zzgl. allfälliger gesetzlicher oder vertraglicher Kinder-/Familien- und Ausbildungszulagen), zu bezahlen.
7. Der Gesuchsteller sei weiter zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin rückwirkend ab 1. Oktober 2015 für die weitere Dauer des  folgende persönliche angemessene monatlich im Voraus jeweils auf den ersten eines jeden Monats zahlbare Unterhaltsbeiträge zu :
- 1. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2015 CHF 1'700.– - Ab 1. Januar 2016 (mit Obhut C._) mindestens CHF 2'600.–
- Eventualiter ab 1. Januar 2016 (ohne Obhut C._) mindestens CHF 3'150.–
8. Die Nachbezifferung der vorstehenden Unterhaltsbegehren wird  vorbehalten.
9. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. 8% MwSt. zulasten des Gesuchstellers.
Vorsorgliches Massnahmebegehren der Gesuchsgegnerin: (Urk. 21)
" 1. Das gemeinsame Kind, C._, geb. tt.mm.2007, sei im  einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des  unter die alleinige elterliche Obhut der Gesuchsgegnerin zu stellen.
2. Die eheliche Wohnung am ... [Adresse] sei im Rahmen einer  Massnahme für die Dauer des Verfahrens samt  und Mobiliar der Gesuchsgegnerin zur alleinigen Benützung zuzuweisen und der Gesuchsteller zu verpflichten, die eheliche Wohnung bis spätestens zum 29. Februar 2016 zu verlassen.
3. Auf die Durchführung einer Kinderanhörung sei einstweilen zu verzichten.
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4. Eventualbegehren für den Fall, dass C._, geb. tt.mm.2007, nicht unter die alleinige Obhut der Gesuchsgegnerin gestellt wird:
Der persönliche Kontakt zwischen der Gesuchsgegnerin und der gemeinsamen Tochter C._, geb. tt.mm.2007, sei  im Rahmen einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des Verfahrens wie folgt zur regeln:
Die Gesuchsgegnerin sei für berechtigt zu erklären, C._, geb. tt.mm.2007, jeden Sonntag von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr  zusätzlich jeden Mittwochnachmittag (oder einen anderen schulfreien Nachmittag) von Schulschluss bis 18.00 Uhr mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen.
5. Die persönliche Kontaktregelung gemäss Ziff. 4 hiervor sei  ohne Anhörung des Gesuchstellers anzuordnen.
6. Der Gesuchsteller sei unter Strafandrohung von Art. 292 StGB anzuweisen, alles zu unterlassen, was geeignet ist C._ in Bezug auf die Gesuchsgegnerin negativ zu beeinflussen ( negative Äusserungen in Bezug auf die ).
7. Alles unter Kosten - und Entschädigungsfolgen zzgl. 8%  zu Lasten des Gesuchstellers."
Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Zürich, 4. Abteilung, vom 27. Juli 2016:
(Urk. 37 = Urk. 42)
1. Es wird festgehalten, dass die Parteien seit dem 1. Oktober 2015 getrennt
leben.
2. Die Obhut über die Tochter C._, geboren am tt.mm.2007 wird dem Ge-
suchsteller zugeteilt.
Der mit Beschluss der Kindesschutzbehörde der Stadt Zürich vom 5. Febru-
ar 2015 angeordnete Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts über
C._ wird hinsichtlich des Gesuchstellers aufgehoben.
3. Die Gesuchsgegnerin wird berechtigt erklärt, die Tochter C._ auf eige-
ne Kosten wie folgt zu besuchen:
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− in einer ersten Phase bis nach den Herbstferien 2016 jeden Sonntag
von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr bei den Grosseltern des Kindes D._
und E._, ... [Adresse];
− in einer zweiten Phase nach den Herbstferien 2016 zusätzlich unbe-
gleitet jeden Mittwochnachmittag nach Schulschluss bis 16.00 Uhr;
− in einer dritten Phase im Frühjahr 2017 erfolgen sowohl das Sonntags-
als auch das Mittwochnachmittagsbesuchsrecht unbegleitet;
− in einer vierten Phase im zweiten Halbjahr 2017 unter der Vorausset-
zung einer kindsgerechten Wohnsituation der Mutter unbegleitet an je-
dem zweiten Wochenende jeweils ab Freitagabend, Schulschluss, bis
Sonntagabend, 18.00 Uhr, sowie an jedem Mittwochnachmittag nach
Schulschluss bis 17.00 Uhr; sowie jeweils am zweiten Tag der Doppel-
feiertage Weihnachten und Neujahr und während 3 Wochen Ferien pro
Jahr.
Die Ausübung des Ferienbesuchsrechts hat die Gesuchsgegnerin mindes-
tens drei Monate im Voraus mit dem Gesuchsteller abzusprechen. Können
sie sich nicht einigen, so kommt dem Gesuchsteller in Jahren mit gerader
Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich der Aufteilung der Ferien zu;
in Jahren mit ungerader Jahreszahl der Gesuchsgegnerin.
4. Die mit Beschluss der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde der Stadt
Zürich vom 5. Februar 2015 für die Tochter C._ angeordnete Beistand-
schaft nach Art. 308 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB wird weitergeführt. Dem Bei-
stand werden weiterhin die folgenden allgemeinen Aufgaben übertragen:
− die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat zu unterstützen,
− die weitere Betreuung, Erziehung und Ausbildung von C._ zu
überwachen.
Neu werden dem Beistand die folgenden besonderen Aufgaben übertragen:
− die Übergabe der Tochter C._ in die Pflege und Betreuung des
Gesuchstellers zu begleiten und die Modalitäten zu regeln;
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− Überwachung einer kindsgerechten Unterbringung von C._ (Gros-
seltern/Hort etc.), soweit der Vater aufgrund seiner Arbeitstätigkeit zu
einer persönlichen Betreuung nicht in der Lage ist;
− den persönlichen Verkehr der Mutter im Sinne von vorstehender Ziff. 3
lit. c zunächst in Form des begleiteten Besuchsrechts und anschlies-
send unter Beachtung des Wohls und der Wünsche der Tochter zu-
nehmend freiheitlicherer und ausgedehnterer Besuche zu begleiten
und zu installieren;
− Festlegung der Modalitäten von unbegleiteten Treffen und Überwa-
chung dieser unbegleiteten Kontakte insofern, als er in regelmässigen
Abständen mit den Eltern klärt, wie die unbegleiteten Treffen verlaufen
sind;
− Regelung der jeweiligen Übergabemodalitäten (Ort, Zeit und beteiligte
Personen)
− Vermittlung zwischen den Eltern bei Streitigkeiten das Kind betreffend;
− Förderung der Kommunikationsfähigkeit der Eltern in Bezug auf die
Kinderbelange, z.B. durch Moderation von gemeinsamen Gesprächen
mit den Eltern;
− Vermittlung zwischen der Tochter und den Eltern bei Problemen mit
dem Besuchsrecht oder anderen Kinderbelangen.
Der Beistand wird ermächtigt, die Besuchszeiten und Besuchsphasen ge-
mäss Dispositivziffer 3 den Bedürfnissen und Reaktionen der Tochter
C._ entsprechend abweichend zu regeln (Verkürzung oder Verlänge-
rung).
5. Die eheliche Wohnung am ... [Adresse] wird, inklusive Hausrat und Mobiliar,
für die Dauer des Getrenntlebens dem Gesuchsteller und der Tochter
C._ zur alleinigen Benützung zugewiesen.
6. Dem Gesuchsteller werden keine Kinderunterhaltsbeiträge für die Tochter
C._ zugesprochen.
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7. Der Gesuchsteller wird verpflichtet, der Gesuchsgegnerin für sich persönlich
wie folgt monatliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
- Fr. 970.-- rückwirkend ab 1. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2016;
- Fr. 580.-- ab 1. Januar 2017 für die weitere Dauer des Getrenntlebens.
Diese Unterhaltsbeträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den
Ersten eines jeden Monats.
8. Es wird die Gütertrennung mit Wirkung ab 16. Dezember 2015 angeordnet.
9. Der bei den Akten liegende Plastiksack mit Schlankheitsmitteln wird der Ge-
suchsgegnerin herausgegeben. Verlangt die Gesuchsgegnerin die Heraus-
gabe nicht innert 10 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft, so wird der Plastik-
sack samt Inhalt der Vernichtung zugeführt.
10. Die Entscheidgebühr wird auf Fr. 4'000.– festgesetzt. Die Barauslagen
(Dolmetscherkosten) betragen Fr. 543.75. Allfällige weitere Auslagen blei-
ben vorbehalten.
11. Die Kosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt, jedoch zufolge Be-
willigung der unentgeltlichen Rechtspflege einstweilen auf die Gerichtskasse
genommen. Eine Nachforderung gestützt auf Art. 123 ZPO bleibt vorbehal-
ten.
12. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.
13. (Schriftliche Mitteilung.)
14. (Rechtsmittelbelehrung: Berufung, 10 Tage Frist.)
Berufungsanträge:
der Gesuchsgegnerin und Berufungsklägerin (Urk. 41 S. 2 ff.):
" 1. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. Juli 2016  Dispositivziffer 2 abzuändern und es sei die Obhut über die Tochter C._, geb. tt.mm.2007, der /Gesuchsgegnerin zuzuteilen.
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2. Dem Gesuchsteller/Berufungsbeklagten sei ein gerichtsübliches Besuchsrecht zu gewähren.
3. Eventualbegehren für den Fall, dass die Obhut über die Tochter C._, geb. tt.mm.2007, nicht der Gesuchsgegnerin zugeteilt wird, sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. Juli 2016 bezüglich Dispositivziffer 3 abzuändern und es sei die /Gesuchsgegnerin für berechtigt zu erklären die Tochter C._ wie folgt mit sich oder zu sich auf Besuch zu nehmen:
- Ab Rechtskraft des Urteils für die Dauer von 2 Monaten jeweils jeden Mittwoch ab Schulschluss bis 18.00 Uhr sowie jeden Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie für 1 Woche  der Herbstferien 2016;
- Nach Ablauf der 2 Monate, spätestens aber ab 1. Januar 2017, jeden Mittwoch ab Schulschluss bis Donnerstagmorgen  (mit Übernachtung); jeden zweiten Freitagabend 18.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr; jeweils am zweiten Tag der  Weihnachten und Neujahr sowie während 3  Ferien pro Jahr.
4. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. Juli 2016  Dispositivziffer 4 abzuändern und die neuen ersten zwei der neuen Aufgaben des Beistandes ("die Übergabe der Tochter C._ in die Pflege und Betreuung des Gesuchstellers zu  und die Modalitäten zu regeln; Überwachung einer  Unterbringung von C._ (Grosseltern/Hort etc.,  der Vater aufgrund seiner Arbeitstätigkeit zu einer  Betreuung nicht in der Lage ist") seien aufzuheben und der Dritte der neu erteilten Aufträge ("den persönlichen Verkehr der Mutter im Sinne von vorstehender Ziff. 3 lit. c zunächst in Form des begleiteten Besuchsrechts und anschliessend unter der  des Wohls und der Wünsche der Tochter zunehmend freiheitlicher und ausgedehnterer Besuche zu begleiten und zu installieren") sei dem im obergerichtlichen Entscheid des im  neu festzulegenden Besuchsrechts der /Gesuchsgegnerin anzupassen.
5. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. Juli 2016  Dispositivziffer 6 aufzuheben und der /Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin/ ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils für die weitere Dauer des Getrenntlebens für die Pflege und Erziehung von C._, geb. tt.mm.2007, angemessene , mindestens aber CHF 820.00 pro Monat (zzgl.  oder vertragliche Kinderzulagen) zu bezahlen; zahlbar im  jeweils auf den ersten jeden Monats.
6. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. Juli 2016  Dispositivziffer 7 aufzuheben und der /Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Berufungsklägerin/Ge-
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suchsgegnerin ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils für die weitere Dauer des Getrenntlebens die nachfolgenden  Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
- ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils für die weitere Dauer des Getrenntlebens von CHF 820.00 pro Monat;
zahlbar im Voraus jeweils auf den ersten jeden Monats.
7. Eventualbegehren für den Fall, dass die Obhut über die Tochter C._, geb. tt.mm.2007, nicht der Gesuchsgegnerin zugeteilt wird, sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. Juli 2016 bezüglich Dispositivziffer 7 aufzuheben und der /Gesuchsteller sei zu verpflichten, der /Gesuchsgegnerin ab Rechtskraft des vorliegenden Urteils für die weitere Dauer des Getrenntlebens die nachfolgenden  Unterhaltsbeiträge zu bezahlen: - Ab Oktober 2015 bis und mit Dezember 2016 von
CHF 1'320.00 pro Monat;
ab Januar 2016 [recte: 2017] für die weitere Dauer des  CHF 768.00 pro Monat;
zahlbar im Voraus jeweils auf den ersten jeden Monats. 8. Es sei das Urteil des Bezirksgerichts Zürich vom 27. Juli 2016 be-
züglich Dispositivziffer 8 aufzuheben und es sei der Antrag des Gesuchstellers/Berufungsbeklagten auf Anordnung der  ab 16. Dezember 2015 abzuweisen.
9. Subeventualiter: Es sei die Sache gestützt auf Art. 318 Abs. 1 lit. c ZPO zur Neubeurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
10. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% ) zu Lasten des Berufungsbeklagten/Gesuchstellers."
des Gesuchstellers und Berufungsbeklagten (Urk. 49 S. 2):
1. Die Berufung sei abzuweisen. 2. Die Eventualanträge seien abzuweisen. 3. Die Subeventualanträge seien abzuweisen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der .
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## Considerations

Erwägungen:
1. Sachverhalt und Prozessgeschichte
1.1. Die Parteien sind verheiratet. Aus ihrer Ehe ging die gemeinsame Tochter
C._, geboren am tt.mm.2007, hervor. Mit Beschluss vom 5. Februar 2015
ordnete die KESB für C._ eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1
und 2 ZGB an und entzog den Parteien das Aufenthaltsbestimmungsrecht über
C._. C._ wurde bei den Eltern des Berufungsbeklagten untergebracht
(Urk. 12/3). Mit Eingabe vom 15. Oktober 2015 gelangte der Gesuchsteller und
Berufungsbeklagte (nachfolgend Gesuchsteller) an das Bezirksgericht Zürich (Vo-
rinstanz) und ersuchte um Anordnung von Eheschutzmassnahmen (Urk. 1). Be-
züglich den Verlauf des vorinstanzlichen Verfahrens kann auf die Erwägungen der
Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 42 E. I/1). Am 27. Juli 2016 fällte die Vorin-
stanz den eingangs wiedergegebenen Entscheid (Urk. 42), welcher von der Ge-
suchsgegnerin und Berufungsklägerin (nachfolgend Gesuchsgegnerin) am
15. August 2016 in Empfang genommen wurde (Urk. 39).
1.2. Die Gesuchsgegnerin erhob mit Eingabe vom 25. August 2016 (Urk. 41) in-
nert Frist Berufung gegen das vorinstanzliche Urteil und stellte unter anderem den
Antrag, der Gesuchsteller sei zur Leistung eines Prozesskostenvorschusses
(sinngemäss Prozesskostenbeitrag; vgl. zum Ganzen OGer ZH LE140010 vom
3. Juli 2014, E. III/E.3) zu verpflichten. Eventualiter ersuchte sie um Gewährung
der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 41 S. 5). Die Berufungsantwort des Ge-
suchstellers, mit welcher er die Abweisung der Berufung beantragte, zum Antrag
um Leistung eines Prozesskostenbeitrages Stellung nahm und darüber hinaus um
Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ersuchte, datiert vom 19. Septem-
ber 2016 (Urk. 49). Mit Beschluss vom 21. Oktober 2016 wurden der Antrag der
Gesuchsgegnerin betreffend den Prozesskostenvorschuss sowie das Gesuch des
Gesuchstellers um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abgewiesen, das
Gesuch der Gesuchsgegnerin um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
jedoch bewilligt. Mit selbigem Entscheid wurde der Beistand von C._,
F._, beauftragt, der Kammer einen schriftlichen Bericht einzureichen
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(Urk. 52). Der Bericht ging innert erstreckter Frist (Urk. 55) ein (Urk. 56). Auf ent-
sprechende Nachfrage erklärten sich in der Folge beide Parteien mit der Durch-
führung einer Vergleichsverhandlung einverstanden (Prot. S. 6 und Urk. 57). Mit
Verfügung vom 20. Dezember 2016 wurde der Gesuchsgegnerin die Berufungs-
antwort sowie beiden Parteien der Bericht des Beistandes mit dem Hinweis zuge-
stellt, dass zur Vergleichsverhandlung vorgeladen werde (Urk. 58). Die entspre-
chende Vorladung datiert vom 16. Januar 2017 (Urk. 59).
1.3 Unter Mitwirkung der Gerichtsschreiberin (§ 133 Abs. 2 GOG/ZH) schlossen
die Parteien anlässlich der Verhandlung vom 17. Februar 2017 (vgl. Prot. S. 9 f.)
zunächst eine Teilvereinbarung mit folgendem Inhalt (Urk. 66):
" 1. Obhut
Die Eltern beantragen, es sei die Obhut für die Tochter C._, geboren am tt.mm.2007, für die Dauer des Getrenntlebens dem Vater alleine zuzuteilen und der mit Beschluss der  der Stadt Zürich vom 5. Februar 2015 angeordnete Entzug des  über C._ sei hinsichtlich des Vaters aufzuheben.
2. Betreuung
Die Parteien beantragen, es sei die Mutter für berechtigt zu erklären, die C._ auf eigene Kosten wie folgt zu betreuen:
- ab sofort unbegleitet an jedem Mittwochnachmittag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie an Sonntagen gerader Kalenderwochen von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr;
- frühestens nach den Sommerferien 2017 an jedem Mittwochnachmittag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie an den Wochenenden gerader Kalenderwochen von Freitagabend, Schulschluss, bis Samstagabend, 18.00 Uhr, dies unter der Voraussetzung einer  Wohnsituation der Mutter sowie unter Respektierung des Kindswillen;
Bis spätestens Ende der Sommerferien 2017 verbringt C._ zwei Halbtage (die Daten  unter den Beteiligten noch abgesprochen) mit dem Beistand und der Mutter. An diesen Tagen wird gemeinsam die Wohnung der Mutter besichtigt.
Eine Änderung der Betreuungszeiten auf einvernehmlicher Basis und unter Rücksichtnahme auf die Interessen und Bedürfnisse aller Familienmitglieder bleibt vorbehalten.
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3. Beistandschaft
Die Eltern beantragen dem Gericht, es sei die mit Beschluss der Kindes- und  der Stadt Zürich vom 5. Februar 2015 angeordnete Beistandschaft nach Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB weiterzuführen. Dem Beistand sollen weiterhin die folgenden  Aufgaben übertragen werden:
- die Eltern in ihrer Sorge um das Kind mit Rat und Tat zu unterstützen,
- die weitere Betreuung, Erziehung und Ausbildung von C._ zu überwachen.
Neu sollen dem Beistand die folgenden besonderen Aufgaben übertragen werden:
- die Übergabe der Tochter C._ in die Pflege und Betreuung des Vaters zu begleiten und die Modalitäten zu regeln;
- Überwachung einer kindsgerechten Unterbringung von C._ (Grosseltern/Hort etc.), soweit der Vater aufgrund seiner Arbeitstätigkeit zu einer persönlichen Betreuung nicht in der Lage ist;
- Überprüfung der kindsgerechten Wohnsituation der Mutter für die Besuche von C._ an den Wochenenden gemäss Ziffer 2 vorstehend;
- Festlegung der Modalitäten des persönlichen Verkehrs der Mutter mit C._ insofern, als er in regelmässigen Abständen mit den Eltern klärt, wie die Treffen verlaufen sind;
- Regelung der jeweiligen Übergabemodalitäten (Ort, Zeit und beteiligte Personen)
- Vermittlung zwischen den Eltern bei Streitigkeiten das Kind betreffend;
- Förderung der Kommunikationsfähigkeit der Eltern in Bezug auf die Kinder-belange, z.B. durch Moderation von gemeinsamen Gesprächen mit den Eltern;
- Vermittlung zwischen C._ und den Eltern bei Problemen mit dem Besuchsrecht oder anderen Kinderbelangen.
Der Beistand soll ermächtigt werden, die Besuchszeiten und Besuchsphasen gemäss Ziffer 2 hiervor den Bedürfnissen und Reaktionen von C._ entsprechend abweichend zu regeln.
4. Kosten- und Entschädigungsfolgen der Teilvereinbarung
Die Gesuchsgegnerin übernimmt für das zweitinstanzliche Verfahren den Anteil , der auf die Regelung der obstehenden Kinderbelange entfällt. Ausserdem verpflichtet sie sich, dem Gesuchsteller eine vom Gericht als angemessen erscheinende Parteientschädigung für die Regelung dieser Kinderbelange zu bezahlen."
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Anlässlich derselben Verhandlung wurde unter Mitwirkung der Gerichtsschreiberin
(§ 133 Abs. 2 GOG/ZH) eine zweite Teilvereinbarung (vgl. Prot. S. 10 f.) mit fol-
gendem Inhalt geschlossen (Urk. 67):
" 1. Unterhalt
a) Kinderunterhalt
Die Eltern übernehmen diejenigen Kosten für C._, die während der Zeit anfallen, die sie beim betreuenden Elternteil verbringt (insb. Verpflegung, Anteil Miete) jeweils selber. Dadurch wird der Bedarf von C._ vollumfänglich gedeckt. Der Gesuchsteller akzeptiert die Berechnung des Gerichts, wonach mangels  der Gesuchsgegnerin keine Kinderunterhaltsbeiträge für C._ zugesprochen werden können. Gestützt darauf verzichtet er einstweilen auf Kinderunterhaltsbeiträge. Es besteht kein Anspruch auf Betreuungsunterhalt. Der Gesuchsgegner verpflichtet sich, für den ausserehelichen Sohn G._ (genannt H._) weiterhin die Kosten der Sozialbehörde, die Krankenkassenkosten (KVG und VVG) sowie die Kosten der Hobbies (Unihockey und American Football) zu bezahlen.
b) Ehegattenunterhalt
Die Parteien beantragen, der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin für die Dauer des Getrenntlebens für sich persönlich wie folgt monatliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
− Fr. 1'100.– rückwirkend ab 1. Oktober 2015 bis 31. Dezember 2016 (Phase I);
− Fr. 580.– von 1. Januar 2017 für die weitere Dauer des Getrenntlebens (Phase II) Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines  Monats.
c) Grundlagen der Unterhaltsberechnung
Dieser Vereinbarung folgende finanzielle Verhältnisse der Ehegatten in Schweizer Franken zugrunde:
- Erwerbseinkommen Ehefrau in Phase I: (monatlich netto, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen)
600.–
Erwerbseinkommen Ehefrau Phase II: (monatlich netto, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen; hypothetisches Einkommen)
3'000.–
- Erwerbseinkommen Ehemann (gesamte Dauer): (monatlich netto, inkl. 13. Monatslohn, exkl. Familien-, Kinder- und Ausbildungszulagen)
5'670.–
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- Erweiterter Bedarf Ehefrau (Phase I): 1'560.– Erweiterter Bedarf Ehefrau (Phase II) 2'560.– - Erweiterter Bedarf Ehemann (Phase I): 3'350.– Erweiterter Bedarf Ehemann (Phase II): 3'140.– - Bedarf C._ (Phase I): 610.– Bedarf C._ (Phase II): 1'110.– Bedarf H._ (beide Phasen): 570.–
d) aufgelaufene Unterhaltsbeiträge
Die Parteien halten übereinstimmend fest, dass der Gesuchsteller für die Monate Oktober 2015 bis und mit Februar 2017 der Gesuchsgegnerin insgesamt noch einen reduzierten  von Fr. 6'200.– schuldet. Im Gegenzug verzichtet der Gesuchsteller auf die  gemäss heutiger Teilvereinbarung über die Kinderbelange.
2. Gütertrennung
Die Ehegatten beantragen dem Gericht gemeinsam die Anordnung der Gütertrennung mit Wirkung ab 16. Dezember 2015.
3. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Die Parteien übernehmen die Kosten für das zweitinstanzliche Verfahren im Verhältnis 20% Gesuchsteller und 80% Gesuchsgegnerin. Die Parteien verzichten mit Verweis auf Ziff. 1.d hiervor gegenseitig auf eine ."
2. Vorbemerkung
Die Berufung hemmt die Rechtskraft des angefochtenen Entscheids im Umfang
der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bil-
den die Obhut über die Tochter C._ und die damit einhergehende Aufhebung
des mit Beschluss der KESB Zürich vom 2. Februar 2015 angeordneten Entzugs
des Aufenthaltsbestimmungsrechts über C._ hinsichtlich des Gesuchstellers
(Dispositivziffer 2), das Besuchsrecht (Dispositivziffer 3), die Beistandschaft (Dis-
positivziffer 4), die Kinder- und die Ehegattenunterhaltsbeiträge (Dispositivziffern
6 und 7) sowie die angeordnete Gütertrennung (Dispositivziffer 8). Die Dispositiv-
ziffern 1, 5 und 9 blieben unangefochten. Die Rechtskraft dieser Dispositivziffern
ist vorzumerken.
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3. Vereinbarung
3.1 Soweit es Kinderbelange (Obhut [nachstehend E. 3.2], Besuchsrecht [nach-
stehend E. 3.3], Beistandschaft [nachstehend E. 3.4], Kinderunterhaltsbeiträge
[nachstehend E. 3.5]) zu regeln gilt, finden die Offizial- und Untersuchungsmaxi-
me Anwendung (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Deshalb unterliegt die von den Parteien
getroffene Vereinbarung diesbezüglich im Sinne eines übereinstimmenden Par-
teiantrages der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung (vgl. ZK-Bräm, Art. 176
N 18 und N 117). Für die Genehmigung wird vorausgesetzt, dass mit der Verein-
barung das Kindswohl gewahrt wird. Soweit keine Kinderbelange betroffen sind
(persönliche Unterhaltsbeiträge und Gütertrennung) und die Dispositionsmaxime
zum Tragen kommt, ist die Vereinbarung nicht zu prüfen, sondern das Verfahren
antragsgemäss zu erledigen.
3.2 Obhut
Die Parteien beantragen nunmehr übereinstimmend, es sei die Obhut über die
gemeinsame Tochter C._ für die Dauer des Getrenntlebens dem Gesuchstel-
ler alleine zuzuteilen und der mit Beschluss der Kindesschutzbehörde der Stadt
Zürich vom 5. Februar 2015 angeordnete Entzug des Aufenthaltsbestimmungs-
rechts über C._ hinsichtlich des Gesuchstellers aufzuheben (Urk. 66 Ziff. 1).
Dies entspricht dem Entscheid der Vorinstanz, weshalb vorab auf deren Erwä-
gungen verwiesen werden kann (Urk. 42 E. II/B.1). Es ist mit der Vorinstanz da-
von auszugehen, dass die Kindswohlgefährdung insbesondere der Gewaltprob-
lematik zu Hause entsprang. So stellte bereits die Vorinstanz fest, dass bei bei-
den Parteien keine Hinweise auf eine eingeschränkte Erziehungsfähigkeit beste-
hen würden (Urk. 42 E. II/B.1.3). C._ hat die letzten zwei Jahre bei ihren
Grosseltern (den Eltern des Gesuchstellers) gewohnt. Die Übergabe der Betreu-
ung und Pflege auf den Gesuchstellers wird schrittweise vollzogen (Urk. 56 insb.
Ziff. 4.b und 5.c), wobei die Betreuung von C._ trotz der 100%igen Arbeitstä-
tigkeit des Gesuchstellers gewährleistet ist (vgl. Urk. 56 Ziff. 5.b). Sodann ent-
spricht es ihrem Willen, beim Gesuchsteller (Urk. 28 S. 3) und nicht bei der Ge-
suchsgegnerin zu wohnen (Urk. 56 Ziff. 5.e). Insgesamt betrachtet scheint das
Kindeswohl beim Gesuchsteller am besten gewährleistet zu sein. C._ ist für
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die Dauer des Getrenntlebens deshalb antragsgemäss unter seine Obhut zu stel-
len.
3.3 Besuchsrecht
Weiter beantragen die Parteien übereinstimmend, die Gesuchsgegnerin sei ab
sofort für berechtigt zu erklären, C._ unbegleitet an jedem Mittwochnachmit-
tag von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr sowie an Sonntagen gerader Kalenderwochen
von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr zu betreuen. Frühestens nach den Sommerferien
2017 soll das Besuchsrecht an jedem Mittwochnachmittag von 14.00 Uhr bis
18.00 Uhr sowie an den Wochenenden gerader Kalenderwochen von Freitag-
abend bis Sonntagabend gelten, dies unter der Voraussetzung einer kindsgerech-
ten Wohnsituation der Gesuchsgegnerin sowie unter Respektierung des Kindswil-
len. Im Weiteren wurde vereinbart, dass C._ bis spätestens Ende der Som-
merferien 2017 mit der Gesuchsgegnerin und dem Beistand zwei Halbtage ver-
bringt, während welchen gemeinsam die Wohnung der Gesuchsgegnerin besich-
tigt wird (Urk. 66 Ziff. 2). Diese Vereinbarung steht vor dem Hintergrund, dass
C._ im Kontakt mit der Gesuchsgegnerin nach wie vor verunsichert ist
(Urk. 56 Ziff. 6.b) und ihr ein Besuchsrecht von zwei Halbtagen die Woche derzeit
zu viel ist. Zudem möchte sie zur Zeit auch nicht bei der Gesuchsgegnerin über-
nachten (vgl. Urk. 65/1 S. 2). Um der Unsicherheit von C._ entgegenzuwir-
ken, haben die Parteien ein gestuftes Besuchsrecht vereinbart, bei welchem zu-
nächst keine Übernachtungen stattfinden sollen. Zuerst soll das Verhältnis zwi-
schen der Gesuchstellerin und C._ gefestigt werden. Um zu prüfen, ob sei-
tens der Gesuchsgegnerin eine kindsgerechte Wohnsituation besteht und um
C._ an die neue Umgebung zu gewöhnen, werden C._ und der Bei-
stand bis spätestens Ende der Sommerferien 2017 zusammen mit der Gesuchs-
gegnerin zwei Halbtage in deren Wohnung verbringen (vgl. Urk. 66 Ziff. 2 und Ziff.
3). Die vereinbarte Regelung des Besuchsrechts nimmt durch einen schrittweisen
Wiederaufbau der Besuche angemessen Rücksicht auf das Interesse des Kindes
und der Gesuchsgegnerin an einem persönlichen Umgang miteinander. Gleich-
zeitig ermöglicht die getroffene Stufenlösung, das Vertrauen von C._ in die
Gesuchsgegnerin zu verbessern. Die beantragte Regelung entspricht dem
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Kindswohl. Das Besuchsrecht ist daher antragsgemäss zu regeln. Vereinba-
rungsgemäss bleibt eine Änderung der Betreuungszeiten auf einvernehmlicher
Basis und unter Rücksichtnahme auf die Interessen und Bedürfnisse aller Famili-
enmitglieder vorbehalten (Urk. 66 Ziff. 2).
3.4 Beistandschaft
Die Weiterführung der Beistandschaft ist unbestritten und dient dem Kindswohl.
Im Vergleich zum vorinstanzlichen Entscheid beantragen die Parteien nunmehr
die Anpassung der Aufgabenerteilung an den Beistand insofern, als dass sie dem
Umstand angepasst wird, dass keine begleiteten Besuche mehr stattfinden. So-
dann soll der Beistand neu den Auftrag erhalten, die kindsgerechte Wohnsituation
der Mutter für die Besuche von C._ an den Wochenenden zu prüfen (vgl.
Urk. 66 Ziff. 3). Die Vereinbarung betreffend die Aufgaben des Beistandes wurden
unter Beisein des Beistandes vereinbart. Sie erscheint zweckmässig und den vor-
liegenden Verhältnissen angepasst. Daher ist auch in diesem Punkt antragsge-
mäss zu verfahren.
3.5 Kinderunterhaltsbeiträge
Die Vorinstanz sprach keine Kinderunterhaltsbeiträge zu. Im Rahmen ihrer Beru-
fung, mit welcher die Gesuchsgegnerin die Zuteilung der Obhut über C._ an
sich beantragte, stellte sie auch den Antrag um Zusprechung von Kinderunter-
haltsbeiträgen. Nachdem die Obhut auch mit dem vorliegenden Entscheid dem
Gesuchsteller zugesprochen wird, ist der Antrag der Gesuchsgegnerin um Zu-
sprache von Kinderunterhaltsbeiträgen abzuweisen. Die Parteien vereinbarten mit
der zweiten Teilvereinbarung vom 17. Februar 2017, dass sie diejenigen Kosten
für C._, die während der Zeit anfallen, die C._ beim betreuenden Eltern-
teil verbringt, jeweils selber tragen. Der Gesuchsteller verzichtete im Hinblick auf
die finanziellen Verhältnisse der Gesuchsgegnerin darüber hinaus auf Kinderun-
terhaltsbeiträge (Urk. 67 Ziff. 1.a). Er als Obhutsberechtigter erfüllt seine Unter-
haltspflicht in natura. Mit seinem monatlichen Nettoeinkommen von Fr. 5'670.–
(exkl. Kinderzulagen) kann er den Bedarf von C._ (vgl. die Bedarfstabelle in
Urk. 68) vollumfänglich decken. Antragsgemäss sind daher keine Kinderunter-
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haltsbeiträge zuzusprechen. Die vereinbarte Verpflichtung, wonach die Eltern die-
jenigen Kosten für C._ übernehmen, welche während der Zeit anfallen, die
C._ beim betreuenden Elternteil verbringt, ist festzuhalten (Urk. 67 Ziff. 1.a
Abs. 1). Sodann ist davon Vormerk zu nehmen, dass der Gesuchsgegner sich
verpflichtet, für den ausserehelichen Sohn G._ (H._ genannt) weiterhin
die Kosten der Sozialbehörde, die Krankenkassenkosten (KVG und VVG) sowie
die Kosten für die Hobbies (Unihockey und American Football) zu bezahlen
(Urk. 67 Ziff. 1.a).
3.6 Ehegattenunterhaltsbeiträge und Gütertrennung
Die Unterhaltsbeiträge für die Gesuchstellerin persönlich sowie die Gütertrennung
unterstehen der Parteiautonomie. Diesbezüglich ist das Verfahren antragsgemäss
zu erledigen (Urk. 67 Ziff. 1.b und 2).
4. Kosten- und Entschädigungsfolgen
4.1 Die Kosten- und Entschädigungsfolgen des erstinstanzlichen Verfahren blie-
ben ungerügt und sind in Anwendung von Art. 318 Abs. 3 ZPO zu bestätigen.
4.2 Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist in Anwendung von §§ 5
Abs. 1, 6 Abs. 1 und 2 lit. b und 10 Abs. 1 GebV OG auf Fr. 3'000.– festzusetzen.
Hinzu kommen die Kosten für die Übersetzung von Fr. 412.50.
4.3 Vereinbarungsgemäss sind die Kosten des Berufungsverfahrens den Partei-
en im Verhältnis 20% Gesuchsteller und 80% Gesuchsgegnerin aufzuerlegen
(Art. 109 Abs. 1 ZPO; Urk. 67 Ziff. 3). Aufgrund der Bewilligung der unentgeltli-
chen Rechtspflege ist der Anteil der Gesuchsgegnerin unter Nachforderungsvor-
behalt (Art. 123 ZPO) auf die Gerichtskasse zu nehmen. Die Parteien vereinbar-
ten anlässlich der Vergleichsverhandlung, dass der Gesuchsteller der Gesuchs-
gegnerin aus aufgelaufenen Unterhaltsbeiträgen insgesamt noch einen reduzier-
ten Betrag von Fr. 6'200.– schuldet. Im Gegenzug verzichtete der Gesuchsteller
auf die noch anlässlich der ersten Teilvereinbarung vereinbarte Parteientschädi-
gung (vgl. Urk. 66 Ziff. 4 und Urk. 67 Ziff. 1.d). Schlussendlich verzichteten beide
Parteien gegenseitig auf eine Parteientschädigung (Urk. 67 Ziff. 3). Vor diesem
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Hintergrund sind für das Berufungsverfahren keine Parteientschädigungen zuzu-
sprechen.