# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9602510b-2566-48a8-ae44-1da8c87051eb
**Court:** AG_OG
**Chamber:** AG_OG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** AG / Northwestern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Obergericht entnimmt den Akten:
1.
1.1.
Der Beklagte betrieb den Kläger mit Zahlungsbefehl Nr. xxx des Betrei-
bungsamts Q. vom 9. Dezember 2021 für eine Forderung von
Fr. 10'744.90.
1.2.
Der Zahlungsbefehl wurde dem Kläger am 3. Januar 2022 zugestellt. Der
Kläger erhob gleichentags Rechtsvorschlag mit der Begründung, er sei
nicht zu neuem Vermögen gekommen.
1.3.
Das Betreibungsamt Q. legte den Rechtsvorschlag mit Eingabe vom
20. Januar 2022 dem Bezirksgericht Rheinfelden zur Bewilligung vor.
2.
Der Präsident des Bezirksgerichts Rheinfelden erkannte am 2. August
2022:
" 1. Es wird festgestellt, dass der Gesuchsteller im Umfang von Fr. 25'840.15 zu neuem Vermögen gekommen ist.
Der mit mangelndem neuen Vermögen begründete Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr. xxx des Betreibungsamtes Q. (Zahlungsbefehl vom 9.  2021) wird nicht bewilligt.
2. Der Gesuchsteller kann innert 20 Tagen seit Eröffnung dieses Entscheides über den Rechtsvorschlag auf dem ordentlichen Prozessweg beim Richter des Betreibungsortes gemäss Art. 265a Abs. 4 SchKG Klage auf  des neuen Vermögens einreichen.
3. Die Entscheidgebühr von Fr. 400.– wird dem Gesuchsteller auferlegt und mit seinem Kostenvorschuss in gleicher Höhe verrechnet.
4. Es werden keine Parteientschädigungen gesprochen."
3.
3.1.
Gegen diesen ihm am 12. August 2022 zugestellten Entscheid erhob der
Kläger mit Eingabe vom 22. August 2022 beim Obergericht des Kantons
Aargau Beschwerde und stellte folgende Rechtsbegehren:
- 3 -
" 1. Der Entscheid vom 2. August 2022 (Eingang am 12.08.2022) sei  und der Rechtsvorschlag mangels neuem Vermögen sei zu , unter o/e Kostenfolge.
2. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz .
3. Der vorliegenden Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu ."
3.2.
Auf die Zustellung der Beschwerde an den Beklagten zur Erstattung einer
Antwort wurde verzichtet.

## Considerations

Das Obergericht zieht in Erwägung:
1.
Erhebt der Schuldner Rechtsvorschlag mit der Begründung, er sei nicht zu
neuem Vermögen gekommen, so legt das Betreibungsamt den Rechtsvor-
schlag dem Richter des Betreibungsorts vor. Dieser hört die Parteien an
und entscheidet; gegen den Entscheid ist kein Rechtsmittel zulässig
(Art. 265a Abs. 1 SchKG). Das bedeutet, dass die Rechtsmittel nach der
ZPO ausgeschlossen sind, was im Hinblick auf die Möglichkeit beider Par-
teien, den Entscheid mit der Klage gemäss Art. 265a Abs. 4 SchKG umzu-
stossen, gerechtfertigt erscheint (BGE 138 III 44; UELI HUBER/MIGUEL
SOGO, in: Basler Kommentar, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und
Konkurs II, 3. Aufl. 2021, N. 31 zu Art. 265a SchKG). Die Beschwerde ist -
worauf die Vorinstanz in ihrer Rechtsmittelbelehrung zutreffend hingewie-
sen hat - einzig hinsichtlich des Kostenpunkts zulässig (vgl. BGE 138 III
130 E. 2.2).
Soweit sich die vorliegende Beschwerde gegen die Feststellung der Vor-
instanz, der Kläger sei im Umfang von Fr. 25'840.15 zu neuem Vermögen
gekommen, und die Nichtbewilligung des Rechtsvorschlags wegen man-
gelnden neuen Vermögens richtet, ist sie somit nicht zulässig. Den Kosten-
punkt hat der Kläger in seiner Beschwerde nicht angefochten. Auf die Be-
schwerde ist deshalb nicht einzutreten.
2.
Weiter beantragte der Kläger, der Beschwerde sei die aufschiebende Wir-
kung zu erteilen. Mit dem vorliegenden Entscheid in der Sache ist dieses
Gesuch gegenstandslos geworden und deshalb als erledigt abzuschreiben.
- 4 -
3.
Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Kläger die obergerichtliche
Entscheidgebühr zu bezahlen (Art. 106 Abs. 1 ZPO; Art. 61 Abs. 1 i.V.m.
Art. 48 Abs. 1 GebV SchKG) und seine Parteikosten selber zu tragen. Der
Beklagte hatte keine Beschwerdeantwort zu erstatten (Art. 322 Abs. 1
ZPO), weshalb ihm keine Parteientschädigung zuzusprechen ist.