# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0ea806dd-2c78-5a80-b599-d3a21ae42139
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_011
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren im Jahr 1972, verheiratet, Vater von drei minderjährigen Kindern, wohnhaft in B._, bezog wegen einer ab mindestens Anfang 2005 bestehenden  somatoformen Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie einer hypochondrischen Störung (ICD-10: F45.2) ab dem 1. Dezember 2005 eine ganze Rente der Invalidenversicherung ( vom 20. März 2007).
B. Am 9. November 2009 leitete die Invalidenversicherungsstelle des Kantons Freiburg (: IV-Stelle) von Amtes wegen ein Rentenrevisionsverfahren ein. Gestützt auf ein  Fachgutachten vom 26. November 2014 verfügte die IV-Stelle am 14. April 2015 die  der Rente auf Ende des der Zustellung der Verfügung folgenden Monats. Das  Freiburg hiess eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde mit Urteil vom 24. April 2017 teilweise gut und wies die Angelegenheit an die IV-Stelle zurück (605 2015 115). Auf eine von der IV-Stelle gegen dieses Urteil gerichtete Beschwerde trat das Bundesgericht mit Urteil vom 8. Juni 2017 nicht ein (8C_364/2017).
C. Nach Durchführung zusätzlicher Abklärungen verfügte die IV-Stelle am 20. Februar 2018, dass die Rente mit dem ersten Tag des zweiten Monats nach Zustellung der Verfügung , indes längstens während zwei Jahren ab dem Zeitpunkt ihrer Aufhebung weiter ausgerichtet werde, wenn Massnahmen zur Wiedereingliederung durchgeführt würden; bei Abbruch der  werde die Weiterausrichtung der Invalidenrente eingestellt. Die dagegen vom  erhobene Beschwerde vom 23. März 2018 wies das Kantonsgericht mit Urteil vom 29. August 2018 ab (608 2018 83).
Das Kantonsgericht erwog, dass der Versicherte an einer anhaltenden somatoformen  (ICD-10: F45.4) sowie einer Persönlichkeit mit akzentuierten emotional unreifen, impulsiven und narzisstischen Zügen (ICD-10: F73.1) und der Entwicklung körperlicher Symptome aus  Gründen (ICD-10: F68.0) leide und dem Gutachten von Dr. med. C._, Facharzt für Neurologie sowie Psychiatrie und Psychotherapie, vom 26. November 2014 sowie dessen  vom 22. Januar 2015 in medizinischer Hinsicht voller Beweiswert zukomme.
Zur umstrittenen Einschätzung der Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Versicherten hielt das Kantonsgericht fest, dass einerseits eindeutige Hinweise auf Aggravation mit erheblicher  und Selbstlimitation sowie einen deutlichen sekundären Krankheitsgewinn bestünden und es andererseits an einer ausgewiesenen verselbständigten Gesundheitsschädigung fehle, weshalb aus juristischen Gesichtspunkten davon ausgegangen werden müsse, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers weder in der bisherigen noch in einer anderen Tätigkeit aus  Sicht eingeschränkt sei. Auch könne dem Beschwerdeführer aufgrund des verlangsamten Arbeitstempos, der verminderten Konzentrationsfähigkeit und der schnelleren Erschöpfbarkeit keine Leistungsminderung zuerkannt werden, da diese Leistungseinschränkungen auf die  Symptome der anhaltenden somatoformen Schmerzstörung gründen würden, welche nicht auf eine ausgewiesene verselbständigte Gesundheitsschädigung zurückzuführen sei.
Vom 18. Juni 2018 bis 31. März 2020 übernahm die IV-Stelle die Kosten für eine Unterstützung am Arbeitsplatz durch die D._ GmbH im Rahmen eines Praktikums in einer Autogarage ab Juni 2018 sowie zweier Praktika in Alterspflegeheimen ab Januar 2019.
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D. Am 4. Februar 2020 reichte der Versicherte eine Neuanmeldung bei der IV-Stelle ein. Er machte gestützt auf einen Arztbericht geltend, sein Gesundheitszustand habe sich verschlechtert, und ersuchte um Verlängerung der beruflichen Eingliederungsmassnahmen.
Gestützt auf einen Bericht vom 30. März 2020 des Regionalen Ärztlichen Dienstes Bern//Solothurn (nachfolgend: RAD) von Dr. med. E._, Fachärztin für physikalische  und Rehabilitation, teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit Vorbescheid vom 6. April 2020 mit, dass sie auf die Neuanmeldung nicht einzutreten beabsichtige, da keine Verschlechterung des Gesundheitszustands glaubhaft gemacht worden sei; es handle sich lediglich um eine andere Beurteilung des gleichen Sachverhalts.
Gegen diesen Vorbescheid erhob der Versicherte, vertreten durch Rechtsanwältin Beatrice , am 17. Mai 2020 schriftlich Einwand. Er machte im Wesentlichen geltend, es würden neu als eigenständige Komorbiditäten zur somatoformen Schmerzstörung ein Benzodiazepin- (ICD-10: F13.2), eine Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10: F10.01), eine  Insomnie (ICD-10: F51.0), eine anhaltende mittelgradige bis schwere depressive Episode (ICD-10: F32) sowie eine anankastische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.5) diagnostiziert. Es sei offensichtlich, dass zum Zeitpunkt der Rentenaufhebung keine Benzodiazepin-Abhängigkeit als psychische Komorbidität vorgelegen habe. Diese, wie auch die schwere Agoraphobie, sei geeignet eine Arbeitsunfähigkeit zu bewirken. Die derzeitige Therapie erfolge leitlinienkonform.
Zu den erhobenen Einwänden nahm der RAD mit Bericht vom 9. Juni 2020 Stellung. Die  einer Verschlechterung des Gesundheitszustands könne weiterhin ausgeschlossen werden.
Mit Verfügung vom 15. Juni 2020 trat die IV-Stelle auf die Neuanmeldung vom 4. Februar 2020 nicht ein, da keine objektiv nachweisbare Veränderung des Gesundheitszustands vorliege.
E. Gegen diese Verfügung erhob der Versicherte am 18. August 2020 Beschwerde an das Kantonsgericht. Er beantragt die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die Rückweisung der Angelegenheit zwecks Anordnung eines polydisziplinären Gutachtens. Zur Begründung bringt der Beschwerdeführer namentlich vor, mit den gescheiterten Eingliederungsmassnahmen und den neu aufgetretenen psychiatrischen Komorbiditäten sei eine Verschlechterung seines  hinreichend glaubhaft gemacht.
Der mit Verfügung vom 21. August 2020 auf CHF 400.- angesetzte Kostenvorschuss wurde am 15. September 2020 geleistet.
In ihren Bemerkungen vom 18. November 2020 beantragt die Vorinstanz die Abweisung der Beschwerde. Gestützt auf einen Bericht vom 19. Oktober 2020 des RAD hält sie an ihrer  fest, dass eine Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers nicht glaubhaft gemacht sei.
Mit spontanen Gegenbemerkungen vom 6. Januar 2021 hält der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest.

## Considerations

F. Die weiteren Elemente des Sachverhalts ergeben sich, soweit für die Urteilsfindung , aus den nachfolgenden Erwägungen.
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Erwägungen
1.
Die Beschwerde vom 18. August 2020 gegen die Verfügung vom 15. Juni 2020 ist durch den rechtsgültig vertretenen Beschwerdeführer frist- und formgerecht bei der sachlich und örtlich zuständigen Beschwerdeinstanz eingereicht worden. Der Beschwerdeführer hat ein  Interesse daran, dass das Kantonsgericht, II. Sozialversicherungsgerichtshof, prüft, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf seine Neuanmeldung eingetreten ist.
Der Beschwerdeführer stellt den Antrag auf Rückweisung der Angelegenheit zur Durchführung eines polydisziplinären Gutachtens. Da es sich bei der streitigen Verfügung um einen  in Bezug auf eine Neuanmeldung handelt, ist dieses Begehren unzulässig, hat doch das vorliegende Verfahren nicht die Abklärung eines allfälligen materiellen Leistungsanspruchs zum Inhalt, sondern beschränkt sich auf die Frage, ob die Vorinstanz auf die Neuanmeldung hätte eintreten müssen (vgl. Urteil BGer 9C_815/2014 vom 8. Dezember 2014).
Auf die Beschwerde ist mit dieser Einschränkung einzutreten.
2.
2.1. Wurde gemäss Art. 87 Abs. 3 der Verordnung vom 17. Januar 1961 über die  (IVV; SR 831.201) eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 erfüllt sind. Demnach ist wie bei einem Revisionsgesuch (vgl. Art.17 ATSG) auch bei einer Neuanmeldung glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Art. 87 Abs. 3 IVV beruht auf dem Gedanken, dass die Rechtskraft der früheren Verfügung einer neuen Prüfung so lange entgegensteht, als der seinerzeit beurteilte Sachverhalt sich in der Zwischenzeit nicht verändert hat. Damit soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger Anspruchsbegründung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 130 V 64 E. 5.2.3).
2.2. Der Untersuchungsgrundsatz, wonach die Verwaltung (bzw. im Beschwerdefall das Gericht) von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen  zu sorgen hat, spielt insoweit nicht. Die versicherte Person trifft somit in Bezug auf das Vorliegen einer glaubhaften Änderung der tatsächlichen Verhältnisse seit der letzten  Leistungsverweigerung eine Beweisführungslast. Legt sie ihrem Gesuch keine Beweismittel bei, hat ihr die IV-Stelle eine angemessene Frist anzusetzen, um solche einzureichen, verbunden mit dem Hinweis, dass ansonsten auf das erneute Leistungsbegehren nicht eingetreten werden könne. Bei Nichteintreten legt die Beschwerdeinstanz ihrer Überprüfung den Sachverhalt zu , wie er sich der Verwaltung bot (BGE 130 V 64 E. 5.2.5; Urteil BGer 8C_315/2016 vom 20. Juni 2016).
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des Art. 87 Abs. 2 und 3 IVV sind  Anforderungen an den Beweis verbunden; die Tatsachenänderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
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erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2 ff.; Urteil BGer 8C_597/2017 vom 12. Januar 2018 E. 2.2; je mit Hinweisen).
2.3. Nach Eingang einer Neuanmeldung ist die Verwaltung zunächst zur Prüfung verpflichtet, ob die Vorbringen der versicherten Person überhaupt glaubhaft sind. Ist im gesamten für die Anspruchsberechtigung erheblichen Tatsachenspektrum eine Änderung glaubhaft gemacht, ist die Verwaltung gehalten, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 4b; Urteil BGer 8C_175/2019 vom 30. Juli 2019 E. 1.1). Die Verwaltung hat in diesem Fall in analoger Weise wie bei einem  nach Art. 86ter bis Art. 88bis IVV vorzugehen. Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zusätzlich noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine rentenbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu . Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 109 V 108 E. 2b; Urteil BGer 9C_351/2020 vom 21. September 2020 E. 3.1).
Die zeitliche Vergleichsbasis für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung im Sinne von Art. 87 Abs. 3 IVV bildet die letzte (der versicherten Person eröffnete) rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des geltend gemachten Rentenanspruches mit  Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines Einkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den erwerblichen Auswirkungen des ) beruht (BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil BGer 9C_733/2019 vom 2. Dezember 2019 E. 2.1).
3.
Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz – mangels glaubhaft gemachter Verschlechterung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers – zu Recht nicht auf das neue Leistungsbegehren eingetreten ist. Zu vergleichen ist der Zeitraum zwischen dem 20. Februar 2018 (Datum der letzten materiell-rechtlichen Verfügung) und dem 15. Juni 2020 (Datum der angefochtenen Verfügung).
3.1. Die Verfügung der Vorinstanz vom 20. Februar 2018 (Vorakten S. 886 ff.), bestätigt mit Urteil des Kantonsgerichts vom 29. August 2018 (608 2018 83), basierte namentlich auf dem psychiatrischen Fachgutachten von Dr. med. C._ vom 26. November 2014 (Vorakten S. 656 ff.), ergänzt durch die Stellungnahmen vom 22. Januar 2015 (Vorakten S. 692 ff.) und 2. August 2017 (Vorakten S. 833 ff.).
In seinem Gutachten vom 26. November 2014 diagnostizierte Dr. med. C._ beim Beschwerdeführer eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10: F45.4) sowie eine Persönlichkeit mit akzentuierten emotional unreifen, impulsiven und narzisstischen Zügen (: F73.1) und der Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10: F68.0) (Vorakten S. 670). Im Rahmen der psychischen Komorbidität wurden das Vorliegen einer  depressiven Episode sowie einer Persönlichkeitsstörung verneint (Vorakten S. 671 ff.). Der Gutachter attestierte dem Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit eine Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent (Vorakten S. 683), woran er auch mit Stellungnahmen vom 22. Januar 2015 und 2. August 2017 festhielt.
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Demgegenüber hielt der RAD-Arzt Dr. med. F._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, in seinem Bericht vom 27. Oktober 2017 dafür, dass die Schlussfolgerungen des Gutachters (maximal 50-prozentige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit) versicherungsmedizinisch nicht nachvollziehbar seien. Vielmehr müsse von einer vollständigen Arbeitsfähigkeit in einer  Tätigkeit ausgegangen werden (Vorakten S. 841 f.).
Gestützt auf diese Stellungnahme stellte die Vorinstanz die dem Beschwerdeführer seit 1.  2005 ausgerichtete Rente mit der Begründung ein, dass die Überprüfung der Invalidenrente gemäss der Schlussbestimmung der Änderung des Bundesgesetzes über die  (IVG) vom 18. März 2011 ergeben habe, dass die Diagnosen, welche zur Rentenzusprache geführt hätten, zu den ätiologisch-pathogenetisch unklaren syndromalen Zustandsbildern ohne nachweisbare organische Grundlage (sog. PÄUSBONOG) gehören würden. Den vorliegenden medizinischen Unterlagen seien keine objektivierbaren anatomischen Befunde zu entnehmen, welche aus versicherungsmedizinischer Sicht eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit begründen würden. Es würden keine Anhaltspunkte für eine psychiatrische Komorbidität oder sonstige  Funktionseinschränkungen vorliegen, ausserdem auch keine weiteren Kriterien, die eine Schmerzüberwindbarkeit in Frage stellen würden. Aufgrund der vorliegenden Aktenlage sei somit von keinem invalidisierenden Gesundheitsschaden auszugehen. Die daraus resultierende  Arbeits- und Erwerbsfähigkeit in der bisherigen wie auch in jeglicher anderen Tätigkeit rechtfertige folglich keinen invaliditätsbedingten Erwerbsausfall (Vorakten S. 886 ff.).
Das Kantonsgericht wiederum stellte in seinem diese Verfügung bestätigendem Urteil vom 29. August 2018 fest, dass der Beschwerdeführer an einer anhaltenden somatoformen  (ICD-10: F45.4) sowie einer Persönlichkeit mit akzentuierten emotional unreifen,  und narzisstischen Zügen (ICD-10: F73.1) und der Entwicklung körperlicher Symptome aus psychischen Gründen (ICD-10: F68.0) leide und dem Gutachten von Dr. med. C._ vom 26. November 2014 sowie dessen Ergänzung vom 22. Januar 2015 in medizinischer Hinsicht voller Beweiswert zukomme. Da indes einerseits eindeutige Hinweise auf Aggravation mit  Schmerzfixierung und Selbstlimitation sowie auf einen deutlichen sekundären  bestünden und es anderseits an einer ausgewiesenen verselbständigten  fehle, ging es aus juristischen Gesichtspunkten (im Rahmen der Indikatorenprüfung; vgl. BGE 141 V 281) davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers weder in der  noch in einer anderen Tätigkeit aus psychiatrischer Sicht eingeschränkt sei.
3.2. Der Beschwerdeführer stützt seine Neuanmeldung auf die folgenden medizinischen :
 Bericht von Dr. med. G._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin sowie für Psychosomatische und Psychosoziale Medizin, vom 10. Januar 2020 (Vorakten S. 1064 f.);
 Verlaufsbericht vom 7. Mai 2020 des H._ betreffend psychosomatisches  sowie Psychotherapie am H._ (Vorakten S. 1102 ff.);
 Schreiben von Dr. med. G._ vom 8. Mai 2020 (Vorakten S. 1101);
 Bericht von Dr. phil. I._, Psychologe und Psychotherapeut, vom 13. Mai 2020 (Vorakten S. 1110 ff.).
In seinem Bericht vom 10. Januar 2020 führt Dr. med. G._ aus, zusätzlich zur jahrelang dominierenden somatoformen Schmerzstörung komme nun eine generalisierte Angsterkrankung
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hinzu, für welche der Beschwerdeführer sich bei Dr. phil. I._ von der Universitätsklinik für Neurologie des H._ in Behandlung befinde. In seinem Schreiben vom 8. Mai 2020  der behandelnde Arzt weiter, dass sich die Medikation des Beschwerdeführers wegen  Unverträglichkeiten zurzeit komplex gestalte.
Der Psychotherapeut Dr. phil. I._, welcher den Beschwerdeführer seit 23. August 2019 behandelt (Vorakten S. 1102), hält in seinem Bericht vom 13. Mai 2020 fest, der Beschwerdeführer berichte von wiederkehrenden, häufigen, über die letzten Jahre zunehmenden Panikattacken, von Ängsten und Befürchtungen, Schlafstörungen sowie auto- und fremdaggressiven Vorstellungen. Gestützt auf die Befunde der klinischen Untersuchung sowie die testdiagnostischen Resultate seien seines Erachtens beim Beschwerdeführer zurzeit die folgenden, zur primären chronischen Schmerzstörung komorbid bestehenden psychischen Störungen zu diagnostizieren: Agoraphobie mit Panikstörung (ICD-10: F40.01), mittelgradige bis schwere depressive Episode ohne  Symptome (ICD-10: F32.1/F32.2), nichtorganische Insomnie (ICD-10: F51.0),  (ICD-10: F13.2) und eine anankastische Persönlichkeitsstörung (ICD-10: F60.5). Die Diagnose einer generalisierten Angststörung (ICD-10: F41.1) als Hauptdiagnose verbiete sich formal derzeit, da gemäss ICD-10 eine solche nicht bei gleichzeitigem Bestehen einer Panikstörung klassifiziert werden solle. Die Behandlung, welche in einer kognitiv- orientierten Einzelpsychotherapie erfolge, ziele bislang primär auf eine Verminderung der Agoraphobie ab, da diese im Vordergrund des klinischen Bildes stehe und den Patienten am  in dessen Lebensqualität und Funktionsniveau beeinträchtige. Rasche Erfolge seien  der chronifizierten und schwer ausgeprägten Problematik sowie aufgrund der komorbid bestehenden psychischen sowie somatischen Erkrankungen nicht zu erwarten.
Aus dem Verlaufsbericht vom 7. Mai 2020 des H._ lässt sich des Weiteren schliessen, dass sich der Zustand des Beschwerdeführers nach einem mehrwöchigen Sommerferienaufenthalt im Kosovo verschlechtert hat. Zudem werden Ängste und Panikattacken, ein steigender , Schlafstörungen sowie auto- und fremdaggressive Gedanken des  beschrieben (Vorakten S. 1102 ff.).
3.3. Von den neuen psychiatrischen Diagnosen wurden zumindest die Agoraphobie mit , das Benzodiazepin-Abhängigkeitssyndrom sowie die anankastische  vor der Verfügung vom 20. Februar 2018 weder vom behandelnden Arzt, Dr. med. G._, noch vom Gutachter, Dr. med. C._, diskutiert. So befinden sich vom  Arzt namentlich die Berichte vom 15. Januar 2010, 21. November 2013 und 15. Juni 2015 in den Akten (Vorakten S. 509 ff., 693 ff. und 740 ff.). Darin werden zwar eine nicht weiter  "Angststörung" (Vorakten S. 509), "Angstsymptome" (Vorakten S. 639) bzw. eine "" (Vorakten S. 642) erwähnt, doch stellen diese keine konkrete medizinische Diagnose im Sinne einer Agoraphobie mit Panikstörung bzw. einer generalisierten Angststörung gemäss ICD-10 dar. Im MEDAS-Gutachten vom 26. November 2014 wurde eine Agoraphobie mit Panikstörung ebenfalls nicht diskutiert. Gleich verhält es sich mit dem diagnostizierten -Abhängigkeitssyndrom, welches in den medizinischen Akten erstmals im Bericht vom 13. Mai 2020 von Dr. phil. I._ Erwähnung findet, sowie der anankastischen .
Damit ist festzustellen, dass mit den eingereichten Berichten sowohl in Bezug auf den Komplex "Gesundheitsschaden“ wie auch in Bezug auf den Komplex "Persönlichkeit" eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes glaubhaft gemacht wurde. Dies ist namentlich deshalb von  Bedeutung, da die Rente des Beschwerdeführers letztendlich aus juristischen Gesichts-
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punkten (im Rahmen der Indikatorenprüfung; vgl. BGE 141 V 281) aufgehoben wurde. Sowohl eine Agoraphobie (vgl. etwa Urteil BGer 9C_191/2015 vom 1. Juni 2015) als auch eine -Abhängigkeit (BGE 145 V 215) können sich jedoch grundsätzlich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken. Dasselbe gilt für die anankastische Persönlichkeitsstörung (vgl. Urteil BGer 8C_29/2018 vom 6. Juli 2018 E. 3.3).
Es wurden aber nicht nur neue Diagnosen gestellt, sondern im Rahmen der bereits bekannten somatoformen Schmerzstörung ganz allgemein eine deutliche Symptomzunahme mit  und deutlich erhöhtem Medikamentenbedarf beschrieben.
Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass anlässlich der letzten materiell-rechtlichen Verfügung vom 20. Februar 2018 davon ausgegangen wurde, dass der Beschwerdeführer zu 100 Prozent arbeits- und leistungsfähig sei. Dr. med. G._ bescheinigte dem Beschwerdeführer indes mit Schreiben vom 10. Januar 2020, er sei unter den jetzigen Umständen nicht im angestrebten Masse arbeitsfähig, geschweige denn vermittelbar (Vorakten S. 1064). Mit ärztlichem Zeugnis vom 12. Mai 2020 attestierte Dr. med. G._ dem Beschwerdeführer bis auf weiteres eine Arbeitsunfähigkeit von 50 Prozent (Vorakten S. 1120). Auch Dr. phil. I._ hielt in seinem Bericht vom 13. Mai 2020 signifikante Einschränkungen im beruflichen Bereich fest (Vorakten S. 1113). Damit liegen auch Anhaltspunkte dafür vor, dass sich die Verschlechterung des  auf die Arbeitsfähigkeit (und damit auf den Invaliditätsgrad) auswirkt.
4.
Hinweise auf eine anspruchsrelevante Verschlechterung des Gesundheitszustands ergaben sich des Weiteren auch im Rahmen der durchgeführten Eingliederungsmassnahmen.
4.1. Der Beschwerdeführer wurde ab dem 18. Juni 2018 durch die D._ GmbH betreut (Vorakten S. 923). Ab dem 14. Januar 2019 absolvierte er zu einem Pensum von 50 Prozent ein Praktikum in der Wäscherei des Pflegeheims J._. Einem an den IV-Berater gerichteten Mail vom 20. Februar 2019 ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer die Arbeit gemäss seinem Vorgesetzten "gut und zuverlässig" verrichte, sich seine gesundheitlichen Beschwerden aber einschränkend auswirken würden (Vorakten S. 963). In einer Besprechungsnotiz vom 6. März 2019 wird festgehalten, dass die Bilanz der ersten beiden Monate des Praktikums im Pflegeheim gut sei; der Beschwerdeführer hätte weniger als 10 Prozent der Arbeitszeit gefehlt. Ein 50 Prozent übersteigendes Pensum sei jedoch zurzeit nicht möglich (Vorakten S. 969).
Ab dem 4. März 2019 bis zum 4. Juni 2019 arbeitete der Beschwerdeführer neu für den  Dienst des gleichen Pflegeheims (Vorakten S. 966). Einem von Dr. med. G._ an den IV-Berater gerichteten Mail kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer seit Beginn der Praktika mehr Medikamente einnehmen müsse (Vorakten S. 979). Anlässlich eines  vom 30. April 2019 sei festgehalten worden, dass auch der Leiter des technischen Dienstes des Pflegeheims die Arbeit des Beschwerdeführers als qualitativ gut, aber langsam bewerte. Letzterer habe gelernt, nicht immer von seinen Beschwerden zu sprechen. Eine Arbeitsfähigkeit von 50 Prozent sei zurzeit jedoch "das Höchste der Gefühle". Die aktuelle Arbeit sei "nur mit relativ viel Temesta möglich" (Vorakten S. 980). Gemäss dem Arbeitsleistungsprotokoll für die Einsätze im Pflegeheim J._ wurde die Leistung des Beschwerdeführers  mit gut bis sehr gut beurteilt. Er weise keine Verspätungen oder unentschuldigten Absenzen auf. Er sei ein "Top-Mitarbeiter" gewesen, den man einstellen würde, wäre eine Stelle frei ( S. 994 f.).
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Ab dem 6. August 2019 absolvierte der Beschwerdeführer ein weiteres Praktikum in einem 50-prozentigen Pensum beim technischen Dienst im medizinischen Pflegeheim des K._ in L._ (Vorakten S. 991). Anlässlich einer Besprechung vom 12. September 2019, bei welcher der Beschwerdeführer, dessen Betreuerin sowie der IV-Berater anwesend waren, wurde eine Verschlechterung der gesundheitlichen Situation des Beschwerdeführers, insbesondere regelmässige Panikattacken, thematisiert. Der Beschwerdeführer habe eine Dokumentation  eine Nachholbildung zum Betriebsfachmann, welche er gerne absolvieren würde, mitgebracht (Vorakten S. 1016). Im Rahmen einer telefonischen Besprechung zwischen der neu zuständigen IV-Beraterin und der Betreuerin des Beschwerdeführers sei festgehalten worden, dass dieser sein Pensum nie über 50 Prozent habe steigern können; die Leistungsfähigkeit liege noch tiefer. Zuletzt habe er auch aggressives Verhalten während der Arbeit an den Tag gelegt. Der  habe sich insgesamt verschlechtert (Vorakten S. 1081).
Im Schlussbericht der D._ GmbH vom 15. April 2020 (Vorakten S. 1085 ff.) wird die  des Beschwerdeführers im Rahmen des zweiten Praktikums mit 70 Prozent (bei einem Pensum von 50 Prozent) beziffert. Trotz deutlicher Symptomzunahme habe der  keine unentschuldigten Absenzen aufzuweisen, was ihm jedoch nur durch die erhöhte Medikamenteneinnahme gelungen sei. Seit Herbst 2019 befinde er sich nun in psychologischer Betreuung wegen zunehmenden Panikattacken (Vorakten S. 1086). Man habe den Eindruck von ihm, dass er trotz der unübersehbaren Schmerzen stets sein Bestes gegeben habe (Vorakten S. 1086 f.). Die Betreuerinnen empfehlen eine Neubeurteilung durch die IV-Stelle (Vorakten S. 1087).
4.2. Die hiervor erläuterten Berichte zeichnen das Bild eines Versicherten, welcher offensichtlich bestrebt war, etwas an seiner Situation zu ändern, dem dies aber trotz offenkundiger  nicht gelungen ist. So hat der Beschwerdeführer im Rahmen der beiden Praktikumsstellen von Januar bis Juni 2019 offenbar gute Arbeit geleistet. Weiter kann den Akten entnommen werden, dass er sich um eine Weiterbildung sowie eine Praktikumsstelle bemühte. Bereits zu Beginn der Praktika gab es indes Anzeichen, dass die Arbeit im Umfang von 50 Prozent seine Gesundheit belastete und sich sein Gesundheitszustand während (oder gerade wegen) der  verschlechterte. Im August 2019 musste schliesslich eine Psychotherapie installiert werden. Nichtsdestotrotz war der Beschwerdeführer nicht in der Lage, sein 50- Arbeitspensum zu steigern, konnte er doch bereits im Rahmen dieses Pensums seine volle Leistungsfähigkeit nicht abrufen.
Damit erweist sich das Vorliegen einer gesundheitlichen Verschlechterung auch gestützt auf die vorhandenen Akten zum Verlauf der Eingliederungsmassnahmen als glaubhaft.
4.3. Schliesslich sei nochmals darauf hingewiesen, dass im Rahmen der Rentenrevision, welche am 9. November 2009 eingeleitet worden war, sowohl Dr. med. C._ in seinem psychiatrischen Fachgutachten vom 26. November 2014 wie auch Dr. med. G._ in seinen Berichten vom 15. Januar 2010 und 21. November 2013 aus medizinischer Sicht von einer  möglichen Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers von 50 Prozent ausgingen. Trotzdem wurde die Rente eingestellt, da zum damaligen Zeitpunkt und nach durchgeführter  aus invalidenversicherungsrechtlichen Gesichtspunkten davon ausgegangen werden musste, der Beschwerdeführer sei uneingeschränkt arbeitsfähig (vgl. Urteile KG FR 605 2015 115 vom 24. April 2017 E. 3b/ee und 608 2018 83 vom 29. August 2018 E. 3.5). Nach dem Vorgesagten liegen nun jedoch deutliche Hinweise dafür vor, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwer-
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deführers seither verschlechtert hat, weshalb nicht unbesehen weiterhin von einer  Arbeits- und Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers ausgegangen werden kann.
Rechtsprechungsgemäss genügt es betreffend das Beweismass der Glaubhaftmachung, wenn im Rahmen der Neuanmeldung gewisse Anhaltspunkte für das Vorliegen einer anspruchsrelevanten Verschlechterung des Gesundheitszustands bestehen (vgl. E. 2.2 hiervor). Solche Anhaltspunkte liegen in casu – in der Form einerseits der vom Beschwerdeführer eingereichten medizinischen Unterlagen, anderseits des aktenkundigen Verlaufs der Eingliederungsmassnahmen – vor. Der Beschwerdeführer ist seiner Beweisführungslast gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV somit nachgekommen und die Vorinstanz hätte auf sein neues Leistungsbegehren eintreten und dieses einer materiellen Prüfung unterziehen müssen.
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Vorinstanz auf die Neuanmeldung vom 4. Februar 2020 zu Unrecht nicht eingetreten ist, da der Beschwerdeführer eine anspruchsrelevante Verschlechterung seines Gesundheitszustands glaubhaft gemacht hat. Die Beschwerde vom 18. August 2020 ist damit gutzuheissen, soweit darauf einzutreten ist, die Verfügung vom 15. Juni 2020 aufzuheben und die Angelegenheit zwecks materieller Prüfung der Neuanmeldung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
6.
Die Verfahrenskosten von CHF 400.- sind entsprechend dem Verfahrensausgang der  Vorinstanz aufzuerlegen. Dem Beschwerdeführer ist der Kostenvorschuss von CHF 400.- zurückzuerstatten.
Der obsiegende Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Parteientschädigung, welche sich nach Art. 137 ff. des kantonalen Gesetzes vom 23. Mai 1991 über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; SGF 150.1), des kantonalen Tarifs vom 17. Dezember 1991 über die Verfahrenskosten und Entschädigungen in der Verwaltungsjustiz (Tarif VJ; SGF 150.12) sowie der Komplexität der  und des dafür notwendigen Aufwandes richtet. Unter Berücksichtigung der Honorarnote von Rechtsanwältin Beatrice Gurzeler vom 6. Januar 2021 ist die Parteientschädigung auf CHF 3'123.60, bestehend aus einem Honorar von CHF 2'787.50 (11 Stunden 9 Minuten à CHF 250.- pro Stunde), Auslagen von CHF 112.80 sowie Mehrwertsteuer von CHF 223.30 (7.7 Prozent von CHF 2'900.30), festzusetzen und der unterliegenden Vorinstanz aufzuerlegen.
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Kantonsgericht KG Seite 11 von 11