# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bba4e0cc-e786-4a59-bda9-ae6533dc750d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der im Jahre 1966 geborene
X._
reiste nach durchlaufener Schulausbildung in
Y._
im Mai 1989 in die Schweiz ein, wo er seit Juli 1997 als Restaurantmitarbeiter an der
Z._
angestellt ist. Am 2
6.
Januar 2006 stürzte er am Arbeitsplatz beim Reinigen der Fenster von der Leiter und verletzte sich an der rechten Hüfte
(
Urk.
8/2)
.
A
m
3.
Oktober 2006
wurde
eine
Labrumrefixation
sowie eine Offset-Verbesserung an der rechten Hüfte
durchgeführt, die Metallentfernung erfolgte am 1
5.
März 2007 (
Urk.
8/11 S. 27,
Urk.
8/18 S. 18).
Am 1
6.
April 2007 konnte der Versi
cherte die angestammte Tätigkeit wieder zu 50
%
aufnehmen (
Urk.
8/9 S.
4) und meldete sich am
1
5.
August 2007 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/2).
Ab März 2008 konnte der Versicherte die bisherige Tätigkeit wieder voll aufnehmen (
Urk.
8/
26
S.
8
).
Nachdem sich in der Folge auf der rechten Seite eine
Coxarthrose
entwickelt
ha
tt
e
, wurde am
5.
Mai 2010 eine Hüfttotalprothese eingesetzt (
Urk.
8/48 S. 15). Mit Verfügung vom 1
2.
August 2010 wurde dem Versicherten für die Zeit vom
1.
Oktober 2007 bis 3
0.
Juni 2008
eine halbe
Rente zugesprochen (
Urk.
8/40,
Urk.
8/47).
1.2
Im Anschluss an die Operation konnte der Versicherte die angestammte Tätig
keit wieder im Ausmass von
bis zu
70
%
aufnehmen (
Urk.
8/5
7
S.
2
). Im Auf
trag der
Vorsorgeversicherung
des Versicherten erfolgte am
4.
Juli 2011 eine rheumatologische Begutachtung bei
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin (Gutachten vom 2
9.
Juli 2011,
Urk.
8/52). Am 1
0.
August 2011 meldete sich der Versicherte erneut bei der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/58). Mit Verfügung vom
7.
März 2013 wies diese
nach erfolgten Abklärungen
das Rentenbegehren ausgehend von einem
Invali
ditätsgrad
von 30
%
ab (
Urk.
8/94).
1.3
Mit Schreiben vom
8.
Juli 2013 beantragte der Vertreter des Versicherten
unter Hinweis auf die neue Begutachtung durch
Dr.
A._
vom 1
2.
April 2013 (
Urk.
8/97/3-24) und die Empfehlung der Vorsorgeeinrichtung (
Urk.
8/97/1-2)
die Neuüberprüfung des Rentenanspruchs (
Urk.
8/98). Mit Vorbescheid vom
7.
Oktober 2013 stellte die IV-Stelle die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht (
Urk.
8/106) und hielt an diesem Entscheid mit Verfügung vom
4.
Dezember 2013 fest, ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 36
%
(
Urk.
8/111 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Vertreter des Versicherten am
1
6.
Januar 2014 Beschwerde und beantragte, es sei dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab
1.
Juli 2013 eine halbe, eventualiter eine
Viertelsrente
zuzusprechen; unter Kosten- und
Entschä
digungsfolgen
zu Lasten der Beschwerdegegnerin (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
Februar 2014 beantragte die
Beschwerde
gegne
rin
die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7), was dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom
5.
März 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts;
ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung;
IVG).
1.3
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über die Invalidenversicherung;
IVV), so ist im
Beschwerdever
fahren
zu prüfen, ob im Sinne von
Art.
17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invaliditätsgrades eingetreten ist (BGE 117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1
ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revi
sionsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hinweisen).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E.
4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40
Wochenstunden zugrunde liegt, weshalb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende betriebsübliche Wochenarbeitszeit aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25 % des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, ha
t die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von
dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (
vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014 E
.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass der Beschwerdeführer
seit April 2013 in der angestammten Tätigkeit nur noch zu 50
%
und
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 70
%
arbeitsfähig sei, was unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzuges von 10
%
vom Tabellenlohn
zu einem Invaliditätsgrad von 36
%
führe (
Urk.
2
; vgl. auch Urk. 7
).
2.2
Demgegenüber machte der Vertreter des Beschwerdeführers im Wesentlichen geltend, dass sein Mandant durch sein aktuelles Pensum von 50
%
beim bishe
rigen Arbeitgeber hinreichend eingegliedert im Sinne von
Art.
7
Abs.
1 ATSG sei und damit seine Schadenminderungspflicht erfülle. Darüber hinaus wäre bei einem Berufswechsel
aufgrund des Teilzeitpensums, dem Lohnvorteil aufgrund der Dienstjahre sowie dem steigenden Krankheitsrisiko ein Lohnabzug von 20
%
gerechtfertigt, was ebenfalls zu einem Rentenanspruch führen würde (
Urk.
1).
2.3
Vergleichsbasis im vorliegenden Neuanmeldeverfahren bildet die Verfügung vom
7.
März 2013
(
Urk.
8/94)
, welche sich in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf das Gutachten von
Dr.
A._
vom
7.
Juni 201
2
stützte (vgl.
Urk.
8/93)
.
Dieser diagnostizierte dannzumal mit Einfluss auf die Arbeits
fähigkeit ein
myofasziales
Schmerzsyndrom inguinal/Hüfte rechts (ICD
10 M24.8) sowie intermittierende
lumbospondylogene
Symptome (ICD-10 M54.4).
Der Beschwerdeführer realisiere mit Mühe ein 70%iges Pensum in der ange
stammten Tätigkeit, was derzeit die Maximalbelastung darstelle. In einer opti
mal angepassten Tätigkeit wäre medizinisch-theoretisch ein volles Pensum realisierbar (
Urk.
8/75 S. 20 ff.).
3.
3.1
In seinem Gutachten vom 1
2.
April 2013 diagnostizierte
Dr.
A._
mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit ein
myofasziales
Schmerzsyndrom inguinal/Hüfte rechts (ICD-10 M24.8) bei/mit: Status nach Leitersturz 01/2006 mit transie
n
tem Leistenschmerz recht
s
, belastungsassoziiertem Schmerzrezidiv ab 03/2006,
Offset
störung
mit Labrumdegeneration, Knorpelschaden lateral,
Ten
d
inopathie
M.
glutaeus
minimus
(M
RI Klinik
B._
06/2006), Sta
tus nach
Labrumrefixa
tion
und Offset-Verbesserung 10/2006, Status nach
Osteosynthesematerialent
fernung
03/2007, Status nach Hüft-TP rechts am
5.
Mai 2010 wegen
Cox
arthrose
rechts nach traumatisierter Hüftdysplasie rechts,
Triggerpunktsyndrom
des M.
pectineus
und M.
il
i
opsoas
rechts, anamnestisch
Psoassehnenreizung
; intermittierende
lumbospondylogene
Symptome (ICD-10 M54.4) bei leichten degenerativen Veränderungen der LWS derzeit bei Besserung des Hinkens (kli
nisch stumm) sowie ein
en
Verdacht auf beginnende
Schmerzchronifizierung
mit depressiver Entwicklung. Ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
blieben
ein Alkoholmissbrauch (Analgesie, Problembewältigung), Knick-, Senk- und
Platt
füsse
beidseits sowie eine
Hyperlaxizität
(
Urk.
8/97 S. 15 f.).
Der Gutachter führte aus, dass infolge
ausgebliebener Taggeldzahlung seitens der Unfallversicherung der Beschwerdeführer per Februar 2013 das Pensum in Eigeninitiative wieder auf 100
%
erhöht
habe
, was vermehrt zu Schmerzen und erhöhtem Alkoholkonsum geführt habe. Der Beschwerdeführer neige zur Dissi
mulation und dem Arbeitgeber sei aufgefallen, dass er am Ende des Arbeitstages vermehrt Schmerzen habe und hinke. In der angestammten Tätigkeit halte er den Beschwerdeführer für zu 30 bis 50
%
berufsunfähig, je nach
Belastungs
profil
am Einsatzort (Restaurant oder Abwaschküche).
In einer körperlich bis zu mittelschwer belastenden Tätigkeit ohne
grössere
Hebe- und Tragbelastungen, ohne Notwendigkeit zu Arbeiten in feuchter, kalter oder rutschiger Umgebung, ohne Arbeiten mit repetitiven Hüft- und Rumpfrotationen und Exposition der rechten Hüfte gegenüber
Stössen
und Schlägen, beispielsweise durch abrupt nötiges
Stossen
und Bremsen von rollenden Lasten sowie ohne Notwendigkeit zum Gehen
grösserer
Strecken oder in unebenem Gelände bestehe eine 70%ige Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/97 S. 13 und S. 16 ff.).
3.2
Per
1.
Juli 2013 wurde das Pensum des Beschwerdeführers
mittels
Änderungs
ver
fügung
invaliditätshalber von
100
%
auf 50
%
reduziert (Urk.
8/97 S. 23).
Zudem sprach die Vorsorgeeinrichtung bei einem
Invaliditäts
grad
von 50
%
Invalidenleistungen (Berufsinvalidenrente) zu (Urk. 8/99).
3.3
Gestützt auf das aktuelle Gutachten von
Dr.
A._
vom 1
2.
April 2013 ist gegenüber der Beurteilung vom
7.
Juni 2012 von einer leichten Verschlechte
rung der Situation auszugehen, was grundsätzlich unbestritten geblieben ist. Neu ist somit in einer optimal angepassten Tätigkeit von einer verbleibenden Restarbeitsfähigkeit von
nur noch
70
%
auszugehen.
3.4
Fraglich und zu prüfen bleibt, wie sich diese verminderte Arbeitsfähigkeit in erwerblicher Hinsicht auswirkt. Betreffend die
Ausführungen des Vertreters des Beschwerdeführers, dass sein Mandant aufgrund des aktuell ausgeübten Pen
sums von 50
%
bei der bisherigen langjährigen Arbeitgeberin s
einer
Schaden
minderungspflicht
bereits
in genügender Weise nachkomme
(
Urk.
1 S.
7
f.)
, ist
anzumerken, dass
f
ür die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumut
ba
rerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszuge
hen
ist
, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der - kumulativ - besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr ver
bliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als
Invaliden
lohn
(BGE 129 V 472 E. 4.2.1, 126 V 75 E. 3b/
aa
mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts I 850/05 vom 21.
August 2006 E. 4.2).
Auch wenn unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer die ihm aktuell zugewiesene, wohl etwas zu schwere Arbeit
,
nachhaltig nur in einem Pensum von 50
%
verrichten kann, ist in einer optimal angepassten Tätigkeit dennoch ein
signifikant
höheres
Pensum zumutbar
.
Vor diesem Hintergrund ist das Invalideneinkommen nicht anhand des tatsächlich
erzielten Einkommens von
Fr.
30‘577.-- (
Urk.
8/97/23)
zu bestimmen, sondern unter Bezugnahme auf den allgemeinen Arbeitsmarkt
, da dort ein höherer Lohn erzielt werden könnte
.
4.
4.1
Hinsichtlich des
Valideneinkommens
ist per 2011 von einem Jahressalär von
Fr.
60‘850.-- auszugehen
(
Urk.
8/62 S. 2),
was nach Berücksichtigung der seit
her eingetretenen Nominallohnentwicklung (Schweizerischer Lohnindex insge
samt [1939 = 100], Männer,
Stand
2
011: 2171, Stand 2013: 2204; www.bfs.admin.ch, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen,
detaillierte Daten, Lohnentwick
lung) einem Einkommen von rund Fr. 61‘775.-- entspricht.
4.2
Praxisgemäss ist das Invalideneinkommen anhand der statistischen Durch
schnitts
werte der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (herausgegeben vom Bun
desamt für Statistik, Neuchâtel 2012; LSE) zu ermitteln. Der monatliche Brutto
lohn (Zentralwert) männlicher Arbeitskräfte im privaten Sektor betrug im Jahre 2010 für einfache und repetitive Tätigkeiten im Gesamtdurchschnitt Fr. 4'901.-- (LSE 2010, S. 26, Tabelle TA1). Nach Berücksichtigung der durch
schnittlichen Arbeitszeit von 41,7 Stunden pro Woche ergibt sich ein Einkom
men von Fr. 5
'109.30 (Die Volkswirtschaft, 3/4-2015
, S
. 88
), nach Berück
sichti
gung der Nominallohnentwicklung (Schweizerischer Lohnindex insgesamt [1939 = 100], Männer,
Stand 2010: 2151, Stand 2013: 2204
; www.bfs.admin.ch, Arbeit und Erwerb, Löhne/Erwerbseinkommen, d
etaillierte Daten,
Lohnent
wicklung
) per 2
013 ein solches von Fr. 5'235
.20, was einem jähr
lichen Ein
kommen von Fr. 62'822
.40 entspricht.
Hinsichtlich des leidensbedingten Abzuges ist anzumerken, dass
d
ie gesundheit
lich bedingte Unmöglichkeit, weiterhin körperlich schwere Arbeit zu verrichten, nicht automatisch zu einer Verminderung des hypothetischen Invalidenlohnes
führt
, weil der Tabellenlohn im Anforderungsniveau 4 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.4).
Weiter nimmt die
Bedeutung der Anzahl Dienstjahre im privaten Sektor ab, je niedriger das Anforderungsprofil ist (AHI 1999 177 E. 3b S. 181), weshalb mit Blick auf das Anforderungsniveau 4 die lange Betriebszugehörigkeit keinen Abzug zu rechtfertigen vermag (Urteil des Bundesgerichts 9C_455/2013 vom
4.
Oktober 2013 E. 4.1 mit Hinweisen).
Demgegenüber anerkennt d
ie Rechtsprechung unter dem Titel Beschäftigungs
grad bei Männern, welche aus gesundheitlichen Gründen nur noch teilzeitlich erwerbstätig sein können, einen Abzug vom Tabellenlohn nach BGE 126 V 75
(Urteil des Bundesgerichts
8C_20/2012 vom
4.
April 2012 E. 3.2). Damit soll dem Umstand Rechnung getragen werden, dass bei Männern statistisch gesehen Teilzeitarbeit vergleichsweise weniger gut
entlöhnt
wird als eine
Vollzeittätig
keit
(vgl. die nach dem Beschäftigungsgrad differenzierenden Tabellen T2* in der LSE 06 S. 16 und T6* in der LSE 04 S. 25; Urteil des Bundesgerichts
9C_796/2013 vom 2
8.
Januar 2014 E. 3.1.2 mit Hinweisen
).
A
ufgrund
der Tat
sache, dass der Beschwerdeführer auch
bei
leichten
und mittelschweren
Tätig
keit
en
gewisse Belastung
en vermeiden sollte, und ihm überdies nur noch ein Pensum von 70
%
zuzumuten ist
, erscheint
entsprechend den Ausführungen der Beschwerdegegnerin
e
in leidensbedingter Abzug von 10
%
als angemessen.
Unter Berücksichtigung des zumutbaren Pensums
von 70 %
ergibt dies ein
massge
bendes
Invalideneinkommen von rund Fr. 39‘578.--
,
was zu einem
ren
tenausschliessenden
Invaliditätsgrad von 36
% führt ([Fr.
61‘775.--
- Fr.
39‘578.--
] x 100 / Fr.
61‘775.-- = 35.39).
Zusammenfassend führt dies zur Bestätigung der angefochtenen Verfügung sowie zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.