# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** aa22d5bc-b9fc-4e7e-93b8-8cd47f5a3a69
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Die 1983 geborene
X._
war ab dem 28. Mai 2007 als
Pflege
assistentin
bei der
Y._
AG
angestellt
und dadurch bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG (Zürich Versicherung) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert
(Urk. 11/Z1)
.
Am 27. August 2008 missachtete
sie
innerorts
als Lenkerin eines Mofas den
Vortritt eines Lieferwagens
, weshalb es zur Kollision kam
(vgl.
Polizeirapport der Kantonspolizei
Z._
vom 17. September 2008
[Urk. 11/Z
319
]). Die Erstbehandlung im Spital
A._
ergab, dass sich die Versicherte beim Unfall
multiple Brüche
(am linken Bein sowie am Becken)
zugezogen hatte
(Austrittsbericht vom 2. September 2008 [Urk. 11/ZM11])
. Gemäss
Einsatzprotokoll des Rettungsdienstes
trug die Versi
cherte
zum Zeitpunkt des Unfalls einen Helm
und
war
bei der Bergung
zeitlich und örtlich orientiert
und kreislaufstabil
(Glasgow-
Coma
-Skala Wert [GCS]
15; Urk. 11/Z187).
Mit der Schadenmeldung vom 1. September 2008 meldete die Arbeitgeberin der Züri
ch Versicherung
den Unfall
(Urk. 11
/Z1),
woraufhin
diese
für die Heilkosten auf
kam
und
Taggeldleistungen
erbrachte
(Urk. 11
/Z2).
Nach
der
Hospitalisation
im Spital
A._
(Urk. 11/ZM11) folgten weitere stationäre Aufenthalte der Versicherten
im
B._
, Kli
nik für Unfallchirurgie (Urk. 11
/ZM8
) und in
der
Klinik C._
(Urk. 11
/ZM16
). Wegen rezidivierenden Bewusstseinsv
erlusten unklarer Ätiolo
gie, die zum Teil mit einer Blickdeviation nach rechts verbunden waren, wurde die Versicherte vorübergehend zur Abklärung ins
D._
, Neuro
logische Klinik
, überwiesen
(
Urk. 11
/ZM17
S. 3
)
.
Vom 2
1.
bis 28. Januar 2009 befand sich die Versicherte wegen akuter Suizidalität
im
E._
(Urk. 11
/ZM29).
Nach
Kenntnisnahme eines psychischen Vorzustandes
(vgl. Urk. 11
/ZM20
-21
, Urk. 11
/ZM42-43
)
erachtete die Zürich Versicherung
eine konsiliarische Untersuchung bei
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie, als ange
zeigt (Urk. 11
/Z88).
Dr.
F._
führte die psychische Symptomatik der Versicherten
in seinem
Konsilium
vom 6. März 2009 (Urk. 11
/ZM26) nur noch bedingt – im Sinne einer Teilursache – auf das Unfallereignis zurück
, ging aber dennoch
von einer
noch bestehenden
unfallbe
dingten
Arbeitsunfähigkeit im Umfang von 100 %
für die nächsten drei Monate
aus
(Urk. 11
/ZM26 S. 9).
Vom 31. März bis 20. Juni 2009 war die Versicherte stationär in der psychiatrischen Privatklinik
G._
hospitalisiert (Urk. 8/ZM35).
Dr.
med.
H._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie und beratender Arzt der Zürich Versicherung, kam in seiner
Aktenbeurteilung
vom 2. September 2009 zum Schluss, die von
Dr.
F._
attestierte
unfallbe
dingte
Anpassungsstörung sei für die Arbeitsunfähigkeit nicht mehr bestim
mend
. Der Anteil an der Arbeitsunfähigkeit sei nicht me
hr
versicherungsrele
vant
(Urk. 11
/ZM45 S. 4).
Nach
mehrmaligen
weiteren
stationären Aufenthalten
in der
I._
,
i
n deren
Kriseninterven
tionszentrum
sowie einer teilstationären Behandlung
(Urk. 11
/ZM52,
Urk. 11
/ZM68
-70,
Urk. 11
/ZM77,
Urk.
11/ZM108,
Urk. 11
/ZM109-119
)
erstellte Dr.
H._
im Auftrag der Zürich Versicherung ein
versicherungspsychiatri
sches
Aktengutachten,
datierend vom
5. Mai 2012 (Urk. 11
/ZM131).
Er führte darin
im Wesentlichen aus,
die
verbleibenden
psychische
n
Störung
en
sei
en
seit Ende Mai 2009 nur noch auf unfallfremde Faktoren zurückzuführen
(Urk. 11
/ZM131 S. 25
f.
).
1.2
Nachdem sich die Versicherte am 12. Juli 2009 unter Hinweis auf die Folgen d
es am 2
7. August 2008 erlittenen Unfalls
bei der Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zür
ich, IV-Stelle, zum Leistungsbe
zug an
gemeldet hatte (Urk. 11
/ZM138/a S. 1), beauftragte diese die
Medas
J._
mit
einer polydisziplinä
ren Begutachtung (U
rk. 11
/Z253), welcher sich die Zürich Versi
cherung am 26. Juli 2011 mi
t Zusatzfragen anschloss (Urk. 11
/Z255). Am 12. Dezember 2012 erstattete die
Medas
J._
ihr Gutachten (Urk. 11
/ZM138).
Die IV-Stelle sprach der Versicherten mit rechtskräftiger Ver
fügung vom 28. Mai 2013 eine ganze Invalidenrente ab dem 1. Januar 2010 zu (Urk. 3/7).
1.3
Mit Verfü
gung vom 27. Februar 2013 stellte die Zürich Versicherung die Leistun
gen für Heilbehandlungen per 30. April 2010 und die Taggeldleistungen per 31. Dezember 2012 ein und verneinte einen Anspruch auf eine Rente und eine
Integritätsentschädigung (Urk. 11
/Z338). Dage
gen er
hob die Versicherte am 28. März 2013
Einsprache
(Urk. 11
/
Z349
).
Mit
Zwischen
verfügung
vom 6. Januar 2014 verpflichtete die Zürich Versicherung die Versi
cherte, bei
d
er
von der Unfallversicherung für notwendig befundenen,
erneuten Begutachtung mitzuwirken
(Urk
. 11
/Z389). Die dagegen von der Versicherten am 30. Januar 2014 beim hiesigen Gericht erhobene Beschwerde mit den Anträ
gen, die ange
fochtene Zwischenverfügung sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin anzuweisen, den
Einspracheentscheid
zu erlassen, wurde
mit Urteil vom 10. März 2014
gutgeheissen (Verfahren UV.2014.00023). Mit
Einspracheent
scheid
vom 4. April 2014
wies
die Zürich Versicherung die Einsprache der Ver
sicherten ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 14. Mai 2014 Beschwerde und beantragte, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben, und es sei festzustellen, dass sie bleibend an unfallbedingten Beschwerden leide; dementsprechend sei ihr eine Rente der Unfallversicherung ab dem 1. Januar 2013 zuzusprechen. In pro
zessualer Hinsicht beantragte die Beschwerdeführerin die Durchführung eines
zweiten Schriftenwechsels sowie einer öffentlichen Verhandlung und die Gewährung der unent
geltlichen Rechtsvertretung
(Urk. 1
S. 2).
Mit
Beschwerde
antwort
vom 10. Juni 2014 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Besc
hwerde (Urk. 10).
Mit Verfügung vom 11. Juli 2014 wurden die Akten aus dem Verfahren UV.2014.00023 beigezogen und der Beschwerdeführerin unter Beilage der Beschwerdeantwort mitgeteilt, dass kein Anlass für einen zweiten Schriftenwechsel bestehe (Urk. 12).
Mit Eingabe vom 2
9.
Oktober 2015 zog die Beschwerdeführerin ihren Antrag auf Durchführung einer öffentlichen Ver
handlung zurück (
Urk.
13).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) wer
-
den – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1).
1.2
Nach
Art.
10
Abs.
1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmäs
sige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss
Art.
16
Abs.
1 UVG ein Tag
geld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10
%
(
Art.
8
des Bundes
gesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
) inva
lid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (
Art.
18
Abs.
1
UVG
). Der Renten
anspruch entsteht, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind. Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistun
gen
dahin (
Art.
19
Abs.
1 UVG).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht.
Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
1.4.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129
V
177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4.2
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4.3
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesundheitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergan
genen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus
versiche
rungsmässiger
Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133
E.
4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinwei
sen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere
Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352
E.
5b/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.4.4
Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel
schwere und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen mass
gebend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352
E.
5b/
aa
, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549
S.
237, 1995 Nr. U 215 S. 91).
1.4.5
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kop
fes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne wei
teres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen wer
den darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen
Gesund
heitsschaden
zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
1.4.6
Bei schweren Unfällen ist der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychisch bedingter Erwerbsunfähigkeit in der Regel zu bejahen. Denn nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenser
fahrung sind solche Unfälle geeignet, invalidisierende psychische
Gesundheits
schäden
zu bewirken (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6b; RKUV 1995 Nr. U 215 S. 90 E. 3b).
1.4.7
Bei Unfällen aus dem mittleren Bereich lässt sich die Frage, ob zwischen Unfall und Folgen ein adäquater Kausalzusammenhang besteht, nicht aufgrund des Unfalles allein schlüssig beantworten. Es sind daher weitere, objektiv erfassbare Umstände, welche unmittelbar mit dem Unfall im Zusammenhang stehen oder als direkte beziehungsweise indirekte Folgen davon erscheinen, in eine Gesamtwürdigung einzubeziehen. Als wichtigste Kriterien sind zu nennen:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen, insbesondere ihre erfahrungsgemässe Eignung, psychische Fehlentwicklungen auszulösen;
ungewöhnlich lange Dauer der ärztlichen Behandlung;
körperliche Dauerschmerzen;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
Grad und Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/
aa
).
Der Einbezug sämtlicher objektiver Kriterien in die Gesamtwürdigung ist nicht in jedem Fall erforderlich. Je nach den konkreten Umständen kann für die Be
urteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein einziges Kriterium genügen. Dies trifft einerseits dann zu, wenn es sich um einen Unfall handelt, welcher zu den schwereren Fällen im mittleren Bereich zu zählen oder sogar als Grenzfall zu einem schweren Unfall zu qualifizieren ist (vgl. RKUV 1999 Nr. U 346
S.
428, 1999 Nr. U 335 S. 207 ff.; 1999 Nr. U 330 S. 122 ff.; SVR 1996 UV
Nr.
58). Anderseits kann im gesamten mittleren Bereich ein einziges Kriterium genügen, wenn es in besonders ausgeprägter Weise erfüllt ist, wie zum Beispiel eine auf
fallend lange Dauer der physisch bedingten Arbeitsunfähigkeit infolge schwieri
gen Heilungsverlaufes. Kommt keinem Einzelkriterium besonderes beziehungs
weise ausschlaggebendes Gewicht zu, so müssen mehrere unfallbezogene Krite
rien herangezogen werden. Dies gilt umso mehr, je leichter der Unfall ist. Han
delt es sich beispielsweise um einen Unfall im mittleren Bereich, der aber dem Grenzbereich zu den leichten Unfällen zuzuordnen ist, müssen die weiteren zu berücksichtigenden Kriterien in gehäufter oder auffallender Weise erfüllt sein, damit die Adäquanz bejaht werden kann. Diese Würdigung des Unfalles zusammen mit den objektiven Kriterien führt zur Bejahung oder Verneinung der Adäquanz. Damit entfällt die Notwendigkeit, nach andern Ursachen zu for
schen, die möglicherweise die psychisch bedingte Erwerbsunfähigkeit
mitbe
günstigt
haben könnten (BGE 115 V 133 E. 6c/
bb
, vgl. auch BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., Nr. U 449 S. 53 ff., 1998 Nr. U 307 S. 448 ff., 1996 Nr. U 256 S. 215 ff.; SVR 1999 UV Nr. 10
E.
2).
1.4.8
Nach der Rechtsprechung ist bei der Beurteilung der Adäquanz von psychischen Unfallfolgeschäden wie folgt zu differenzieren: Zunächst ist abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule, eine dem Schleudertrauma äquivalente Verletzung (SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2) oder ein Schädel
Hirntrauma erlitten hat. Ist dies der Fall, sind bei Unfällen aus dem mittleren Bereich die in BGE 117 V 359 E. 6a und 382 E. 4b umschriebe
nen Kriterien anzuwenden. Andernfalls erfolgt die Adäquanzbeurteilung in den dem mittleren Bereich zuzuordnenden Fällen nach den Kriterien gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/
aa
(siehe zur Begründung der teilweise unterschiedlichen Kri
terien: BGE 117 V 359 E. 6a, letzter Absatz).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125
V
351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2
.
2
.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte im angefochtenen
Einspracheentscheid
nach der
von der Rechtsprechung
gebildeten
Psycho-Praxis
(BGE 115 V 133; E. 1.4.
7
)
einen adäquaten Kausalzusammenhang zwi
schen dem Unfallereignis und den
psychischen
Beschwerden
(Urk. 2).
2
.2
Dem hielt die
Beschwerdeführerin
im Wesentlichen entgegen,
gestützt auf das beweiskräftige MEDAS-Gutachten sei erstellt, dass ihre psychischen Beschwer
den in einem direkten natürlichen Kausalzusammenhang zum Unfallereignis stünden (Urk. 1 S. 7).
Da sie beim Unfallereignis vom 27. August 2008 zudem ein Schädelhirntrauma erlitten habe, sei z
ur Beurteilung des adäquaten Kausal
zusammenhanges nicht
die Psycho-Praxis heranzuziehen (Urk. 1 S. 8)
.
Doch selbst wenn, sei
ein adäquater Kausalzusammenhang gegeben
. Beim vorliegen
den Unfallereignis, welches als
mittelschwer
im Grenzbereich zu einem schwe
ren Unfall
einzustufen sei,
sei
en die Kriterien
der besonderen Eindrücklichkeit
,
der schweren Verletzungen,
der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlungen
sowie der körperlichen Dauerschmerzen
erfüllt (Urk. 1 S. 8 ff.).
Seit dem Unfallereignis sei sie nunmehr bleibend arbeitsunfähig sowohl in der angestammten als auch in einer angepassten Tätigkeit (Urk. 1 S. 12).
3.
Das von der IV-Stelle eingeholte und mit Zusatzfragen der Zürich Versicherung ergänzte polydisziplinäre
MEDAS-Gutachten
vom
12. Dezember 2012
beruht auf Untersuchungen in den Fachgebieten
Psychiatrie, Neurologie,
Neuroophtal
mologie
,
Orthopädie
und Rheumatologie (Urk. 11/ZM138a-f
).
Im
Gutachten
wurden die
folgende
n
Diagnose
n
mit Einfluss auf die Arbeitsfä
higkeit
aufgeführt (Urk. 11/ZM138a S. 55)
:
Status nach linksseitlicher Kollision Mofa gegen Auto mit Polytrauma am 27.08.2008
mit/bei
überwiegend wahrscheinlich akuter Belastungsreaktion und
commotio
cerebri
schwerer posttraumatischer Belastungsstörung (ICD-10 F43.1)
stabiler Beckenringfraktur links (vordere Schambeinfraktur und
trans
foraminale
Sakrumfraktur
)
Femurschaftfraktur
und II° offener
Tibiafraktur
links
Status nach Marknagelung von
Femur
und Tibia 27.08.2008
Status nach OSME 03/2010
Persistierendem Schmerzsyndrom mediales Kniegelenkkompartiment, lateraler Oberschenkel und
ventrolateraler
Unterschenkel links
a
ndauernde Persönlichkeitsänderung (ICD-10 F62.9) mit
histrionischen
, emotional-instabilen Zügen und konversionsneurotischer dissoziativer Störung mit
psychogenen, nicht-epileptischen (dissoziativen) Anfällen
Fixationsschwierigkeiten bei Verdacht auf übergeordnete
Konzentrati
onsstörung
rezidivierende depressive Episoden, zurzeit
leichtgradig
(ICD-10 F33)
Verdacht auf (zusätzliche) epileptische Anfälle (
Klinik K._
21.09.2012
)
Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit wurden im Wesentlichen die folgenden genannt (Urk. 11/ZM138a S. 55):
Status nach Stressfraktur proximale Tibia medial links/Knochenmarksödem (MRI Knie links 30.08.2011)
k
onventionell radiologisch (16.05.2012) ohne eindeutige Pathologie
Kopfweh vom Spannungstyp
Augenmotilitätsstörung im Sinne einer
dekompensierten
Exophorie
bis
Exotropie
Leichter Astigmatismus
myopicus
,
compositus
beidseits
Im Gutachten wurde
unter anderem
festgehalten, die Beschwerdeführerin stamme aus
L._
und sei als vierjähriges Waisenkind von ihren Schweizer Eltern adoptiert worden (Urk. 11/ZM138a S. 47). Sie sei ein paar Monate vor der Adoption in einem Kinderheim abgegeben worden. Zum Zeitpunkt der Adoption sei sie mangelernährt gewesen und habe unter verschiedensten körperlichen Erkrankungen (auch Tuberkulose) gelitten. Zudem müsse aufgrund der Anam
nese
davon ausgegangen werden, dass
eine emotionale Verwahrlosung im Sinne einer Deprivation bestanden habe
, bekanntlich der Nähr
boden für eine
Bin
dungsstörung
(Urk. 11/ZM138a S. 48).
Der
psychiatrische Konsiliarius gehe auf
grund der Anamnese von einer frühkindlichen Traumatisierung mit emotionaler Verwahrlosung
(vgl. auch die Wiedergabe der Krankengeschichte im Gutachten; Urk. 11/ZM138a S. 48 ff.)
, später in der Kinder- und Jugendzeit von einer
lang
dauernden
Stresssituation aus
(schwierige Schulsituation mit Mobbing durch Mitschüler)
. Im Juli 2006 sei es zur psychosoma
tischen Dekompensation gekommen; b
ei der Genese der in der
Klinik M._
beschriebenen, als Dissoziation zu bezeichnenden Störung hätten die frühkindlichen Traumatisie
rungen eine relevante Rolle gespielt. Es müsse aber davon ausgegangen werden, dass diese Störung vor dem Unfall folgenlos abgeklungen sei
. Bezüglich des Verkehrsunfalls vom August 2008
sowie
der Differentialdiagnose der offen
sichtlich eingetretenen
peri
- und posttraumatischen Amnesie
schliesse der psy
chiatrische Gutachter eine relevante Hirnerschütterung aus, d
a die Beschwer
deführerin genau während dieser Amnesie vom Rettungsdienst als wach und an
sprechbar bezeichnet worden sei
. Darum bleibe als Erklärung nur noch eine akute Belastungsreaktion, welche charakteristischerweise verschiedene dissoz
ia
tive Elemente beinhalte. Der psychiatrische Gutachter gehe deshalb davon aus, dass die Beschwerdeführerin mit überwiegender Wahrscheinlichkeit den Unfall bei vollem Bewusstsein erlebt, dann aber diese traumatische Erfahrung auf
grund des toxischen Stresses dissoziiert habe. Genau dies respektive eine akute
Belastungsstörung sei bekanntlich
häufig ein Vorbote einer sich später entwi
ckelnden Stresskrankheit in Form einer posttraumatischen Belastungsstörung. Dazu würden auch die wiederholt bereits früh festgestellten intermittierenden Dissoziationen respektive die an einen epileptischen Anfall erinnernden Zustände passen. Diese seien gemäss Angaben der Beschwerdeführerin zum Zeitpunkt der Begutachtung seit etwa August 2011 deutlich in den Hintergrund getreten, ohne aber ganz abgeklungen zu sein. Wie die im November 2012 nachgereichten Arztberichte dokumentierten, sei dies nur passagerer Natur gewesen. Im Weiteren würden sich Persönlichkeitszüge bestätigen, welche typisch seien für eine Persönlichkeitsstörung vom
Borderline
-Typus, wie eine emotionale Instabilität und eine unklare innere Präferenz inklusive der sexuel
len. Möglicherweise, aber nicht klar herauszuarbeiten, seie
n zudem auch
histri
onische
Züge
(Urk. 11/ZM138a S. 52
f.)
.
Aus psychiatrischer Sicht wurde der Beschwerdeführerin
im Gutachten
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit sowohl für die bisherige Tätigkeit als
Pflegeassis
tentin
als auch für eine angepasste Tätigkeit attestiert (Urk. 11/ZM138a S. 56).
Aus somatischer Sicht wurde
ihr
für die bisherige Tätigkeit als Pflegeassistentin ebenfalls eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit attestiert.
Hinsichtlich einer
adap
tierte
n
Tätigkeit
gingen sowohl der neurologische als auch der ophthalmologi
sche Gutachter von keiner Einschränkung der Arbeitsfähigkeit aus. Die oph
th
almologisch objektivierte Schwierigkeit beim Fokussieren sei aber zweifellos limitierend für Tätigkeiten, welche ein konstantes Fixieren notwendig machten; diese Problematik gehöre pathophysiologisch gesehen aber ins Fachgebiet der Psychiatrie. Aus rheumatologisch-orthopädischer Sicht sei eine
adaptierte, kör
perlich leichte,
vorwiegend sitzend, aber auch wechselbelastend ausgeübte Tätigkeit zu 100 % zumutbar. Aus rheumatologischer Sicht seien auch verein
zelt mittelschwere Tätigkeiten zeitlich und leistungsmässig uneingeschränkt zumutbar. Zu beachten sei aus rheumatologischer Sicht eine
Gewichtslimite
von 15 kg für repetitives Heben von Gewichten über Lendenhöhe und von 5 kg
über Schulterhöhe. Nicht zumutbar sei längeres Gehen auf unebenen Strecken (max. 15 Minuten) oder auch längeres Gehen am Stück auf ebenen Strecken
(ca. 90-120 Minuten)
. Bleibend nicht mehr zumutbar seien konstant mittel
-
schwere bis sc
hwere körperliche Arbeiten. Die
anlässlich der
-
nachträglich zur Begutach
tung durchgeführten
-
epileptologischen
Abklärung am
K._
vom 21. September 2012 gemachten
qualitativen Einschränkungen in Bezug auf die Arbeitsfähig
keit aufgrund der psychogenen Anfälle könne übernommen wer
-
den: Nicht zumutbar seien Arbeiten an gefährlichen Maschinen, auf Leitern und Gerüsten und in anderen Gefahrenbereichen beziehungsweise solche, die das Führen eine
s
Kraftfahrzeuges erforderten. Nicht geeignet seien Tätigkeiten, die das Betreuen und Beaufsichtigen v
on Schutzbefohlenen beinhalten würden
sowie Nachtschicht. Die Fahreignung sei bis zur definitiven Klärung einer möglichen zusätzlichen Epilepsie nicht gegeben (Urk. 11/ZM138a S. 56).
Die 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der angestammten und in einer adaptierten Tätigkeit wurde
im Gutachten
auf den Unfall vom 28. August 2008 zurückda
tiert. Rein vom Bewegungsapparat her erachteten die Gutachter eine adaptierte Tätigkeit rund ein Jahr nach dem Unfall und somit seit September 2009 unein
geschränkt als zumutbar. Unterbrüche mit passagerer voller Arbeitsunfähigkeit im Rahmen der üblichen Rekonvaleszenten nach der Metallentfernung im März 2010 und nach der Ermüdungsfraktur mit Diagnose Ende August 2011 dürften gemäss Gutachtern maximal drei Monate betragen haben (Urk. 11/ZM138a S. 57).
4.
4.1
Dass das MEDAS-Gutachten eine zuverlässige Beurteilungsgrundlage darstellt
(E. 1.5)
, wurde bereits im Urteil vom 10. März 2014 (UV.2014.00023) festge
stellt
und kann hier ohne Weiterungen wiederholt werden
. Im Übrigen hält auch die Beschwerdeführerin das Gutachten für beweiskräftig (
Urk. 1 S. 7).
4.2
Ob die Prüfung der Adäquanz nach der Psycho-Praxis oder nach der
Schleuder
trauma-Praxis
erfolgt, ist als Erstes zu prüfen, zumal dies auch für die Beurtei
lung des Fallabschlusses von Bedeutung ist (vgl.
Rumo-Jungo
/Holzer, Recht
sprechung des Bundesgerichtes zum Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Unfallversicherung, 4. Auflage 2012, S. 144).
Der neurologische
Gut
achter ging mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer leichten traumati
schen Hirnverletzung respektive einer Hirnerschütterung aus, nicht
aber von einer mittelschweren bis schweren traumatischen Hirnverletzung (Urk. 11/ZM138a S. 53 f.; vgl. auch Urk. 11/ZM138c-d). Der psychiatrische
Gut
achter schilderte zudem in nachvollziehbarer Weise, weshalb auch er eine rele
vante Hirnerschütterung ausschloss (E. 3). Damit rechtfertigt sich die Anwen
dung der Schleudertrauma-Praxis nicht. Dies gilt selbst dann, wenn bei
einem initial und danach bei der Commotio-Überwachung diagnostizierten GCS von 15 (Urk. 11/ZM11 und Urk. 11/Z187) eine Amnesie vorgelegen hätte (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_358/2014 vom 14. August 2014 E. 2.4.1). Daher ist der adäquate Kausalzusammenhang nach den gemäss BGE 115 V 133 (sog. Psycho-Praxis) zu beachtenden Grundsätzen zu beurteilen.
4.3
D
er Zeitpunkt des allfälligen Fallabschlusses ist nach Anwendung der Psycho-Praxis
dann gege
ben, „wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des - unfallbedingt beeinträchtigten - Gesundheitszu
stands mehr
erwartet werden kann“ (BGE 137 V 199 E. 2.2.3.1).
Die
Beschwerdeführerin
äusserte sich
beschwerdeweise
nicht
mehr
zum Zeit
punkt des Fallabschlusses. Aufgrund des Umstandes, dass sie
eine Invaliden
rente der Unfallversicherung
ab dem 1. Januar 2013
beantragte
(vgl. E. 1.2)
, kann aber geschlossen werden, dass sie gegen einen Fallabschluss beziehungs
weise die Einstellung der Taggeldleistungen per 31. Dezemb
er 2012 nichts ein
zuwenden hat
.
Hinsichtlich der Heilkostenleistungen ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin diese formell rückwirkend per 3
0.
April 2010 einstellte, auf eine Rückforderung der effektiv bis Ende 2012 vergüteten Heilkosten indes ver
zichtete (vgl. auch
Urk.
11/Z356), weshalb vorliegend auch von einer Prüfung, ob ein
Rückkommenstitel
vorliegen würde, abgesehen werden kann. Darüber hinaus ist zum Zeitpunkt des Fallabschlusses festzustellen, dass spätestens Ende 2012 keine namhafte Verbesserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war:
Gestützt auf das Gutachten ist davon auszugehen, dass ein Jahr nach dem Unfall
(und damit im September 2009)
, spätestens
aber
nach der
komplikati
onslosen
Metallentfernung im März 2010
aus somatischer Sicht keine namhafte
Besserung
des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten war.
Die Gutachter attestierten der Beschwerdeführerin ab diesem Zeitpunkt aus somatischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
-
ohne Aussicht
darauf, in der bisherigen Tätigkeit
als Pflegeassistentin wieder eine Arbeitsfä
higkeit zu erlangen
(vgl.
Urk. 11/ZM138a S. 56 f.
und Urk. 11/ZM138b S. 1).
Die Ende August 2011 diagnostizierte Stressfraktur in der proximalen Tibia hielten die Gutachter überwiegend wahrscheinlich
für nicht unfallkausal (Urk. 11/ZM138a S. 58).
Behandlungsbedürftige psychische Gesundheit
sschäden stellen
nach Massgabe der
„Psycho-Praxis“ kein Hindernis für den Fallabschluss dar (vgl.
Rumo-Jung
o
/Hol
zer,
a.a.O.,
S. 144).
Im Übrigen ist nicht ersichtlich, dass allfällige nach Fallabschluss durchgeführte Behandlungen der Schmerzen zu einer namhaften Besserung geführt hätten
(vgl. Urk. 11/ZM138b S. 1
f.)
.
Es
ist
damit
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Leistungen für Heilbehandlungen
faktisch per Ende 2012
einstellte.
4.4
Mit dem Fallabschluss ist zu prüfen, ob ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall der Beschwerdeführerin vom 27. August 2008 und ihren psychischen Beschwerden vorliegt (Urteil des Bundesgerichts
8C_691/2013
vom
19. März 2014 E. 7.1);
ein natürlicher Kausalzusammenhang wurde
im Sinne einer Teilursache (
50 %
)
vom psychiatrischen Gutachter
bereits
schlüssig bejaht (vgl. Urk. 11/ZM138a S. 57).
4.5
Über den Hergang des Unfalles
vom 27. August 2008
ist
dem Polizeirapport der Kantonspolizei
Z._
vom 17. September 2008
zu entnehmen,
dass die Beschwerdeführerin innerorts als Lenkerin eines Mofas beim Linksabbiegen den Vortritt eines von links herannahenden Lieferwagens missachtete, welcher mit einer Geschwindigkeit von etwa 50 km/h unterwegs war und mit der Beschwer
deführerin kollidierte. Beim Aufprall wurde die Gabel des Motorrades gebro
chen; Federbeine und Rahmen wurden verzogen. Beim Lieferwagen wurden die Frontscheibe sowie die Stossstange vorne beschädigt und die Kühlerhaube ein
gedrückt (vgl. Urk. 11/Z319 sowie die von der Beschwerdeführerin eingereich
ten Fotografien der Kantonspolizei [Urk. 3/4/1-11). Die Beschwerdegegnerin hat den Unfall zutreffend dem Bereich der mittelschweren Unfälle im engeren Sinne zugeordnet. Diese Einschätzung steht in Übereinstimmung mit anderen ver
gleichbaren, vom Bundesgericht beurteilten Fällen (vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_137/2014 vom 5. Juni 2014 E. 6.1 f.;
8C_621/2011
vom
3
1.
Januar 2012
E. 3.4.3 mit Kasuistik und
8C_949/2008
vom 4. Mai 2009 E. 4.1 mit Kasuistik) und ist daher nicht zu beanstanden.
4.6
Bei einem mittelschweren Unfall im engeren Sinne kann
die Adäquanz nur bejaht werden, wenn mindestens drei der sieben Adäquanzkriterien in einfacher Form erfüllt sind oder eines besonders ausgeprägt vorliegt
(Urteil des Bundes
gerichts 8C_897/2009 vom 29. Januar 2010 E. 4.5).
4.6
.1
Ob besonders dramatische Begleitumstände
vorliegen
oder eine besondere Ein
drü
cklichkeit des Unfalls gegeben ist
, beurteilt sich objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls der versicherten Person. Zu beachten ist, dass jedem mindestens mittelschweren Unfall eine gewisse Ein
drücklichkeit eigen ist, welche somit noch nicht für eine Bejahung
des Kriteri
ums ausreichen kann
. Es wird nur das Unfallgeschehen an sich und nicht die dabei erlittene Verletzung betrachtet. Der nachfolgende Heilungsprozess wird nicht einbezogen (
Urteil des Bundesgerichts 8C_137/2014 E. 7.1 mit weiteren Hinweisen
).
Zunächst vermochte sich die Beschwerdeführerin nicht an das Unfallereignis
zu
erinnern, sie berichtete
von einer Amnesie (vgl. z.B. Urk. 11/ZM8 S. 1, Urk. 11/
Z319
S. 6; Urk. 11/Z10 S. 1). Später
kam die Erinne
rung
an den Unfall
bruchstückhaft zurück
(vgl. z.B. Urk. 11/ZM138a S. 6 oben,
S. 17 unten
,
S. 40
und S. 49
).
Der psychiatrische Gutachter ging deshalb nicht von einer Amnesie, sondern von einer akuten Belastungsreaktion aus.
Bei einer Amnesie könnte dem
Kriterium der Begleitumstände/Eindrücklichkeit nicht die gleiche Bedeutung beigemessen werden, wie wenn eine ungetrübte Erinnerung an den Unfall und die damit verbundenen Begleitumstände gegeben wäre
(Urteil des Bundesgerichts 8C_137/2014 E. 7.1)
.
Hätte eine partielle Amnesie bestanden, wäre das Kriterium a
ngesichts der noch vorhandenen Erin
nerungen
somit
nicht erfüllt gewesen
(
die Beschwerdeführerin berichtete,
sie höre den Knall, könne sich daran erinnern, auf dem Boden auf dem Rücken zu liegen und den Kopf zur Seite zu rollen und ihr am Bod
en liegendes
Töffli
zu erkennen;
und
sie
erinnere sich rein akustisch an zwei Frauenstimmen; Urk. 11/ZM138a S. 40).
Da d
er psychiatrische Gutachter
davon ausging, die Beschwerdeführerin habe den Unfall mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bei vollem Bewusstsein erlebt, diese traumatische Erfahrung aufgrund des toxischen Stresses dann aber dissoziiert
(E. 3), ist
das tatsächlich Geschehen
e objektiv zu würdigen.
Beim Unfall vom
27. August 2008
waren mit Blick auf die Kasuistik (
vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_398/2012
vom 6. November 2012 E.
6.1
mit Hinweisen) weder besonders dramatische Begleitumstände noch eine besondere Eindrücklichkeit des Ereignisses
in ausgeprägter Form
gegeben
.
Das
Kriterium
der besonderen Eindrücklichkeit
ist höchstens
in einfacher Form zu bejahen
.
4.6
.2
Entgegen
den Ausführungen der Beschwerdeführerin
ist das Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen
nicht
erfüllt.
Auch wenn sie ein Polytrauma erlitt,
erscheinen die Verletzungen - aufgrund ihrer besonderen Art und Schwere - nicht als geeignet, psych
ische Fehlreaktionen auszulösen
(vgl.
die Kasuistik Urteil des Bundesgerichts
8C_398/2012
vom 6. November 2012 E. 6.2
).
Die bei der Beschwerdeführerin
seit dem Unfall
immer wieder auftretenden Anfälle
wurden
von den Ärzten des
K._
zudem
nicht
einer klaren
epileptologischen
Symptomatik zugeordnet. Die Ärzte gingen wei
terhin, auch nach einer zweiten
Hospitalisation
der Beschwerdeführerin im September 2012 in ihrem Hause, von einer psychogenen Dissoziation mit nur verdachtsweise zusätzlichen epileptischen Anfällen aus (Urk. 11/ZM138a S. 54
; vgl. auch Urk. 11/ZM136
).
4.6
.3
Das Kriterium der ungewöhnlich langen Dauer der ärztlichen Behandlung somati
scher Beschwerden ist gemäss der Rechtsprechung zu den psychischen Unfallfolgen nicht allein nach einem zeitlichen Massstab zu beurteilen. Von Bedeutung sind vielmehr auch Art und Intensität der Behandlung sowie der Umstand, inwieweit noch eine Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten ist. Es muss, gesamthaft betrachtet, eine kontinuierliche, mit einer gewissen
Planmässigkeit auf die Verbesserung des Gesundheitszustandes gerichtete ärztli
che Behandlung von ungewöhnlich langer Dauer gegeben sein.
Manualthera
peutische
Massnahmen zur Erhaltung des Zustandes, (haus-)ärztliche
Verlaufs
kontrollen
sowie medikamentöse Schmerzbekämpfung allein genügen diesen Anforderungen nicht. Die Behandlung beschränkte sich hier im Wesentlichen auf Physio- und medikamentöse Therapien
(vgl.
z.B.
Urk. 11/Z41 S. 2)
, was jedoch den rechtsprechungsgemäs
sen Anforderungen nicht genügt
(vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_638/2012 vom 30. Oktober 2012 E. 4.2.3 mit Hinweis).
Ausserdem war die Beschwerdeführerin spätestens ein Jahr nach dem Unfall nach Schätzung der Gutachter rein somatisch betrachtet in einer angepassten Tätigkeit wieder zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 11/ZM138a
S. 57).
Dies lag im Rahmen des Üblichen, zumal d
er r
heumatologische Gutachter
in seinem
Teil
gutachten
vom 15. November 2012
ausführte
, gemäss allgemeiner Erfahrung sei circa 6-12 Monate nach einem Polytrauma mit operativer Versorgung von einer Wiedererlangung der
Arbeitsfähigkeit auszugehen. Im
vorliegenden Einzelfall sei die Beurte
ilung der Arbeitsfähigkeit
durch die psychiatrische Komorbidität
jedoch
erschwert
gewesen
(Urk. 11/ZM138g S. 9). Die psychische Problematik und deren Behandlung standen bereits kurze Zeit nach dem Unfall sowie im weiteren Verlauf klar im Vordergrund; organisch nicht ausgewiesene
Beschwer
den
sind allerdings nicht in die vorliegende Beurteilung miteinzubez
iehen
(
vgl.
Rumo-Jungo
/Hol
zer, a.a.O., S.
71)
. Damit ist
- entgegen den Ausführungen der Beschwerdeführerin (Urk. 1 S. 11 f.) -
eine ungewöhnlich lange Dauer der ärztli
chen Behandlung nicht ausgewiesen
.
4.6
.4
Ebenso ist das Merkmal des
"schwierigen Heilungsverlaufs und erheblicher Kom
plikationen"
nicht erfüllt. Die erlittenen Verletzungen (vgl. E. 3) machten zwei Operationen notwendig, zum einen die Operation am Unfalltag im Spital
A._
(Osteosynthese mit aufgebohrtem AO-Marknagel am Unterschenkel und Osteosynthese mit langem PFN-A am Oberschenkel; Urk. 11/ZM10) sowie die 60-minütige Operation am 23. März 2010 im
B._
(
Osteosynthesemate
rialentfernung
in Unter- und Oberschenkel; Urk. 11/ZM61-63).
Die Ende August 2011 diagnostizierte Ermüdungsfraktur wurde
,
wie bereits erwähnt
,
nicht als unfallkausal betrachtet (Urk. 11/ZM138a S. 58
; vgl. auch Urk. 11/ZM138g S. 9
).
Die
beiden vorgenannten Operationen
erfüllen das Kriterium eines schwierigen Heilungsverlaufs oder
erhebliche
r
Komplikation
en nicht
, zumal sich der Heil
ungs
prozess nach den einzelnen Eingriffen stets problemlos gestaltete. Schliesslich mangelt es an jeglichen Hinweisen für eine ärztliche
Fehlbehand
lung
, welche die Unfallfolgen hätte erheblich verschlimmern können.
Auch ist das Kriterium „Grad und Dauer der physisch bedingten Arbe
itsunfähigkeit“ nicht erfüllt.
4.6
.5
Körperliche Dauerschmerzen
liegen
nach Angaben der Beschwerdeführerin
teil
weise
vor
.
Der orthopädische Gutachter hielt in seinem
Teilgutachten vom 11. Juli 2012
unter anderem fest,
i
m Alltag und vor alle
m
belastungsabhängig bestünden im gesamten Bein noch wenige Restbeschwerden. Diese seien mit Sicherheit auf das Unfallereignis zurückzuführen. Im Vordergrund des Beschwerdebildes stehe aktuell aber ein medialer
Kniegelenks
kompartiments
schmerz
,
welcher nicht mit letzter Sicherheit einer Pathologie zugeordnet wer
den könne. Differential-diagnostisch komme eine Reizung des Gelenkes
durch die Nageleintrittsstelle in Frage, wie sie häufig beobachtet werde (Urk. 11/ZM138b S. 3). Der rheumatologische Gutachter hielt in seinem
Teilgut
achten
vom 15. November 2012
unter anderem
fest,
die beklagten Schmerzen und
Funktionseinschränkungen seien funktionell nicht eindeutig nachvollzieh
bar
(Urk. 11/ZM138g S.
7)
.
Der neurologische Gutachter hielt in seinem
Teilgut
achten
vom 20. Juli 2012 fest, die Kopfschmerzen würden im ganzen Verlauf eine untergeordnete Rolle spielen (Urk. 11/ZM138d S. 3).
Körperliche
Dauer
schmerzen
sind nach dem Gesagten nicht in ausgeprägter Weise vorhanden. Das
Kriterium ist daher höchstens in einfacher Form erfüllt.
4.6.6
Gestützt auf das Dargelegte sind höchstens zwei der Adäquanzkriterien in einfa
cher Form erfüllt. Damit
hat die Beschwerdegegnerin zu Recht die Adä
quanz zwischen dem Unfallereignis vom 27. August 2008 und den psychischen Beschwerden der Beschwerdeführerin verneint.
5.
5.1
Da die Beschwerdeführerin
gemäss MEDAS-Gutachten
aus somatischer Sicht unfallbedingt nicht mehr in ihrem angestammten Beruf als Pflegeassistentin arbeitsfähig ist, ist ein Rentenanspruch aufgrund eines Einkommensvergleichs zu prüfen.
5.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad aufgrund eines
Einkom
mensvergleichs
zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versi
cherte Person nach Ein
tritt der Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgegliche
ner Arbeitsmarktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum
Erwerbsein
kommen
, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (
Art.
16 ATSG). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüber
gestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt.
5.3
5.3.1
Zur
Ermittlung des
Valideneinkommens
ist entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne
Gesund
heitsschaden
fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein.
5.3.2
Als Pflegeassistentin bei der
Y._
AG erzielte die Beschwerdeführerin im Jahr 2008 einen Stundenlohn von Fr. 30.-- pro Stunde (inkl. Feiertagsentschädigung und 13. Monatslohn). Damit hätte ihr Jahreseinkommen bei einem 100%-Pensum (vgl.
Rumo-Jungo
/Holzer, a.a.O., S. 127) im Jahr 2008 Fr. 59‘220.
--
(Fr. 30.
--
x 42 Wochenstunden [Urk. 11/Z1] x 47 Wochen) betragen und angepasst an die Nominallohnentwicklung im Jahr 2013 (massgeblicher Zeitpunkt für eine allfällige Invalidenrente der Unfallversicherung, da die Einstellung der Taggeldleistungen
per 31. Dezember
2012 erfolgte)
Fr. 62‘751.
--
(Indexstand 2499 [2008] auf 2648 [2013], vgl. die Volkswirtschaft 3/4
-2015, S. 89, Tabelle B 10.3).
Damit
ist
das
Valideneinkommen
auf Fr. 62‘751.--
festzusetzen
.
5.4
Zur Ermittlung des Invalideneinkommens ist auf statistische Werte abzustellen. Hierzu
sind die Tabellenlöhne ge
mäss den vom Bundesamt für Statistik perio
disch heraus
gegebenen
Lohnstruk
turer
hebungen
(LSE) heran
zuziehen.
Ange
sichts des Umstands, dass die Beschwerdeführerin über keine Aus
bildung oder Erfahrung in einer anderen Tätigkeit als der Pflegetätigkeit verfügt,
ist auf den Lohn für Hilfsarbeiten (Zentralwert),
Anforderungsniveau 4 (Frauen)
abzustellen
und somit von einem standardisierten monatlichen Einkommen von Fr. 4‘225.-- auszu
gehen (LSE 2010, S. 26
, Tabelle TA1
, TOTAL, Niveau 4
)
, welches auf ein Jahres
einkommen für eine 100%ige Tätigkeit im Jahr 2013 hochzurechnen ist.
Unter Berücksichti
gung der durchschnittlichen Arbeitszeit im Jahr 201
0
von 41,
6
Stunden pro Woche
(Die Volkswirtschaft,
3/4-2015
,
S. 88,
Tabelle B 9.2
, A-S
)
sowie der
Nominal
lohnentwicklung
bis ins Jahr 2013
(
Index
stand
2579 [2010] auf 2648 [2013], vgl. die Volkswirtschaft
3/4-2015,
S. 89, Tabelle B 10.3)
resulti
ert ein Jahreseinkommen von Fr.
54‘139
.--
(Fr. 4‘225.-- x 1
2 /
40
x 41.
6
/ 2579 x 2648). Angesichts
der
rheumatologisch und orthopädisch bedingten
qualitativen Einschränkungen
in
einer
angepassten Tätigkeit
(E. 3)
rechtfertigt sich
kein Abzug vom Tabellenlohn
.
Es ist
darauf hinzuweisen,
dass sowohl die ophthalmologisch objektivierte Schwierigkeit beim Fokussieren als auch
die anlässlich der
epileptologischen
Abklärung am
K._
festgestellte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit auf psychogene
Ursachen zurückzuführen
(E. 3
; vgl. auch E. 4.6.2
) und damit nicht
zu berücksichtigen sind
.
Das Invalideneinkommen beträgt
daher
Fr.
54‘139
.--.
5.5
W
ird das
Valideneinkommen
von Fr.
62‘751
.--
dem Invalideneinkommen gemäss LSE von
Fr.
54‘139
.--
gegenübergestellt, resultiert eine Erwerbseinbusse von Fr.
8‘612
.
--, w
as einem Invaliditätsgrad von
13.72
%, gerundet
14
%, ent
spricht. Damit entsteht ein Anspruch auf eine Invalidenrente der Unfallversi
cherung.
6.
Hinsichtlich eines Anspruchs auf eine Integritätsentschädigung ist ebenfalls auf das beweiskräftige MEDAS-Gutachten abzustellen. Aus somatischer Sicht ver
neinten die Gutachter das Vorliegen einer Integritätseinbusse (Urk. 11/ZM138a S. 61 respektive Urk. 11/ZM138b S. 4, Urk. 11/ZM138d S. 3, Urk. 11/ZM138e S. 3 und Urk. 11/ZM138g S. 10). Damit ist nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Einsprache der Beschwerdeführerin diesbezüglich abwies.
7.
Im Sinne der vorstehenden Erwägungen
ist
die Beschwerde
teilweise
gutzuh
eis
sen
und
der
angefochtene
Einspracheentscheid
der
Zürich Versicherung
vom
4. April 2014
dahingehend ab
zuändern
,
dass
die
Beschwerdeführer
in
ab
dem
1.
Januar 2013
Anspruch auf
eine
R
ente
entsprechend
einem Invaliditätsgrad von
14
%
hat
.
Im Übrigen ist
die Beschwerde ab
zuweisen
.
8.
Bei diesem
Ausgang des Verfahrens steht der
Beschwerdeführer
in
eine
Prozess
entschädigung
für das Beschwerdeverfahren
zu
.
Diese ist nach
Art.
61
lit
. g ATSG in Verbindung mit
§
34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses
zu bemessen und auf
insgesamt
Fr. 2
‘600.--
(inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen.
Das Gesuch um unentgelt
liche Rechtsvertretung ist bei diesem Verfahrensausgang als gegenstandslos zu betrachten.