# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 155e8ea7-b305-4f9f-a7ad-89913afad926
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ wuchs zusammen mit drei Geschwistern bei seinen Eltern in O.1_, O.2_ und O.3_ auf. An diesen drei Orten besuchte er die Volksschule, wobei er sechs Klassen der Primar- und drei Klassen der Realschule absolvierte. Danach machte er bei der Firma A._ in O.3_ eine Lehre als Maler, die er mit Erfolg abschloss. In der Folge arbeitete X._ während 4 Jahren bei der Firma B._ in O.4_ auf seinem erlernten Beruf. Anschliessend war er drei Jahre lang in der Pizzeria C._ in O.5_ tätig und absolvierte dabei eine praktische Ausbildung als Pizzaiolo und in der Küche. Im Jahr 2005 trat X._ in der Pizzeria D._ in O.4_ eine Stelle als Hilfspizzaiolo an und arbeitete dort während einer Saison. Danach war er meistens arbeitslos, wobei er bis Juli 2006 Entschädigungen von der Arbeitslosenkasse beziehen konnte. Ab August 2006 wurde X._ durch das Sozialamt unterstützt. Kurzfristig übte er in den Jahren 2009 oder 2010 verschiedene Gelegenheitsarbeiten aus. Seither erhält er eine volle IV-Rente, wobei er ca. ab dem Jahr 2011 und bis Mitte 2012 teilzeitlich als Austräger bei der Firma E._ in O.3_ tätig war und dabei pro Monat maximal Fr. 300.00 bis Fr. 400.00 verdiente. Gegenwärtig bezieht er eine IV-Rente von Fr. 2'000.00 pro Monat. X._ besitzt kein Vermögen und hat nach seinen Angaben Schulden, deren Höhe er nicht beziffern will. Im Betreibungsregister des Betreibungsamtes Chur war er im Oktober 2012 mit Betreibungen von total ca. Fr. 31'260.00 und mit offenen Verlustscheinen im Betrag von Fr. 18'596.00 verzeichnet.
B. Im Schweizerischen Strafregister ist X._ seit dem Jahr 2004 mit drei Einträgen verzeichnet. Dies wegen mehrfacher Drohung, Sachbeschädigung, Tätlichkeiten und mehrfachen Missbrauchs einer Fernmeldeanlage (11. Februar 2004), versuchten Betrugs, untauglichen Betrugsversuchs, mehrfacher Urkundenfälschung, Irreführung der Rechtspflege (1. November 2006) sowie mehrfacher Widerhandlung gegen das Waffengesetz (24. April 2007). Der versuchte Betrug, der untaugliche Betrugsversuch sowie die mehrfachen Urkundenfälschungen haben dabei bezüglich der Ziffer 1.1 und 1.2 der nachfolgend angeführten Anklageschrift als einschlägig zu gelten, da sich X._ seinerzeit mittels der genannten Delikte einen geldwerten Vorteil zu verschaffen erhoffte, indem er durch Vorlage gefälschter Lohnabrechnungen die Existenz eines Darlehensvertrages, welcher durch Verrechnung mit monatlichen Lohnabzügen in Höhe von Fr. 500.00 hätte abbezahlt werden sollen, zu negieren versuchte bzw. der drohenden Einstellung der Leistungen der
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Arbeitslosenversicherung mit gefälschten Bestätigungen über (fiktive) Vorstellungsgespräche entgegenwirken wollte.
C. Die Staatsanwaltschaft Graubünden eröffnete am 20. Oktober 2009 die vorliegende Strafuntersuchung gegen X._ wegen Betrugs etc. Mit Verfügung vom 3. April 2012 ernannte die Staatsanwaltschaft Graubünden Rechtsanwalt lic. iur. Guido Ranzi als amtlichen Verteidiger von X._.
D. Am 8. März 2013 reichte Y._ bei der Staatsanwaltschaft Graubünden eine Zivilklage gegen X._ ein und führte aus, er werde diese Forderung spätestens im Parteivortrag vor Gericht beziffern und begründen.
E. Am 26. Juni 2013 reichte die Z._AG bei der Staatsanwaltschaft Graubünden eine Zivilklage gegen X._ in Höhe von Fr. 35'000.00, zuzüglich 5% Verzugszins seit dem 5. März 2009, ein.
F. In der Parteimitteilung vom 12. September 2013 kündigte die Staatsanwaltschaft Graubünden den Abschluss der Untersuchung an und stellte in Aussicht, dass sie beim Gericht Anklage erheben werde.
G. Am 14. Oktober 2013 erhob die Staatsanwaltschaft Graubünden Anklage gegen X._. Der Anklageschrift liegt folgender Sachverhalt zugrunde:
"1.1 Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB und mehrfache Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB
Am 20. Mai 2008 begab sich F._ in Begleitung ihres Sohnes X._ an den Schalter der Filiale O.3_ der Z._AG und stellte einen Antrag für ein Darlehen im Betrag von CHF 10'000.00. Die Z._AG hiess dieses Kreditgesuch gut. X._ war bei der Abwicklung dieser Kreditaufnahme seiner Mutter behilflich.
Akten: [...]
Am 24. Februar 2009 reichte X._ der Z._AG - durch Vermittlung durch die Firma G._, O.5_ - per Post ein auf den Namen seiner Mutter F._ ausgestelltes Kreditgesuch für ein Darlehen im Betrag von CHF 25'000.00 ein. Auf dem von ihm elektronisch ausgefüllten Antrag bezifferte er den Nettolohn von F._ mit CHF 3'238.00, obwohl ihr Verdienst damals als stundenweise bei der Firma H._ tätigen Reinigungshilfe maximal ca. CHF 1'200.00 bis CHF 1'500.00 pro Monat betrug. X._ unterzeichnete das Kreditgesuch mit "F._" als Antragstellerin und mit "I._", d.h. mit dem Namen des Ehegatten der Antragstellerin. I._, der Vater des Beschuldigten, hatte von diesem Kreditgesuch ebenfalls, wie F._, keine Kenntnis. Diesem Kreditgesuch legte der Beschuldigte eine Lohnabrechnung der Firma H._, O.6_, für den Monat Januar 2009 bei. Diese Lohnabrechnung enthielt unrichtige Angaben, indem ein Nettolohn von CHF 3'238.29 angeführt war, obwohl der Lohn von F._ bei der Firma H._ - wie erwähnt -
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maximal lediglich ca. CHF 1'200.00 bis CHF 1'500.00 betragen hatte. Der Beschuldigte hatte diese Lohnabrechnung selbst manipuliert bzw. verfälscht, damit die Bank den beantragten Kredit gewähren würde.
Akten: [...]
Aufgrund dieses Kreditgesuches gelangte der Beschuldigte in der Folge in den Besitz von diversen Unterlagen der Z._AG für die Kreditaufnahme. Er unterzeichnete mit dem Datum vom 25. Februar 2009 verschiedene Dokumente mit dem Namen "F._", nämlich einmal den Darlehensvertrag (Classic Nr. _), wobei die Darlehenssumme mit CHF 35'000.00 beziffert worden war. Zusätzlich schuldete F._ gemäss diesem Vertrag der Darlehensgeberin aus dem erwähnten, am 20. Mai 2008 aufgenommenen Darlehen von CHF 10'000.00 noch CHF 11'539.00, nämlich die Darlehenssumme zuzüglich aufgelaufenen Zinsen. Der Gesamtbetrag des Darlehens im Betrag von CHF 46'539.00 war gemäss dem Vertrag in 60 Monatsraten zu je CHF 775.65 zurückzuzahlen, wobei die erste Monatsrate, die jeweils am letzten Tag des Monats zu zahlen war, am 31. März 2009 fällig wurde. Sodann unterzeichnete der Beschuldigte mit Datum vom 25. Februar 2009 und der Ortsangabe O.3_ mit dem Namen "F._" ein Formular "Berechnung des monatlichen Budgetüberschusses", welches aufgrund der Angaben von X._ durch die Z._AG ausgestellt worden war. In diesem Formular wurde das Nettoeinkommen von F._ mit CHF 3'507.85 angegeben, obwohl dieses lediglich maximal ca. CHF 1'500.00 betragen hatte. Im Weiteren fälschte X._ die Unterschrift seiner Mutter F._ auf dem Formular "Allgemeine Geschäftsbedingungen für Darlehensvertrag KKG", ebenso auf einer "Verzichtserklärung", mit welcher F._ erklärte, auf sämtliche weiteren Kreditanfragen bei anderen Banken zu verzichten sowie schliesslich auf der ebenfalls per 25. Februar 2009 datierten "Auszahlungsinstruktion", mittels welcher F._ der Z._AG die Instruktion erteilte, den Darlehensbetrag auf das Konto Nr. _ bei der Bank.1_, O.6_, lautend auf F._, zu überweisen. Den Darlehensvertrag samt diesen von ihm unterzeichneten Formularen übermittelte er am 25. Februar 2009 von O.3_ aus per Post an die Z._AG.
Akten: [...]
Im Zusammenhang mit der Aufnahme dieses Darlehens eröffnete X._ am 25. Februar 2009 - ohne Kenntnis von F._ - auf deren Namen bei der Bank.1_ in O.3_ ein Privatkonto Nr. _ sowie ein Sparkonto Nr. _. Dabei unterzeichnete er mit Datum vom 25. Februar 2009 mit dem Namen "F._" einerseits einen Basisvertrag mit Unterschriftsregelung, mittels welchem F._ den Beschuldigten als Bevollmächtigten mit Einzelunterschrift ermächtigte, und andererseits das "Formular A", in welchem X._ als an den Vermögenswerten wirtschaftlich berechtigt bezeichnet wurde. Diese beiden Dokumente übermittelte er am 25. Februar 2009 in O.3_ per Post mit einem Begleitschreiben mit dem Absender von F._ an die Bank.1_, wobei er diesen Begleitbrief ebenso mit dem Namen "F._" unterzeichnete.
Akten: [...]
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Aufgrund dieses Vorgehens wurde die Z._AG durch X._ getäuscht, indem diese irrtümlich annahm, F._ sei gewillt, den bestehenden Kredit zu erhöhen und sie sei finanziell in der Lage, den Kredit zurückzuzahlen. Die Z._AG erhöhte daher den am 20. Mai 2008 von F._ bei der Z._AG aufgenommenen Kredit auf insgesamt CHF 35'000.00, wobei die Bank diesen Kreditbetrag am 5. März 2009 mit der bis dahin bestehenden Kreditschuld von F._ im Betrag von CHF 8'965.90 verrechnete und mit gleichem Datum den Restbetrag des Kredits im Betrag von CHF 26'043.10 auf das vom Beschuldigten auf den Namen von X._ [recte: F._] eröffnete Sparkonto bei der Bank.1_ überwies. In der Folge machte er von diesem Konto in der Zeit vom 10. März 2009 bis zum 20. August 2009 entweder am Schalter der Bank.1_ oder am Geldautomaten in O.3_ mehrere Geldbezüge und verwendete diese für seine privaten Bedürfnisse. Am 20. August 2009 wies dieses Konto noch einen Saldo von lediglich CHF 14.70 auf. Von diesem von ihm unrechtmässig erlangten Bargeld bezahlte er in der Zeit vom 3. April 2009 bis zum 2. Juli 2009 vier der gemäss dem Darlehensvertrag geschuldeten Monatsraten von je CHF 775.65. In der Folge leistete er keinerlei Zahlungen mehr an die Z._AG und besass hierfür auch keine Mittel mehr, zumal er das unrechtmässig von der Z._AG erlangte Bargeld für private Bedürfnisse verwendet hatte.
Akten: [...]
X._ machte gegenüber der Z._AG bewusst falsche Angaben über die Identität der Darlehensnehmerin und über deren Einkommensverhältnisse und fälschte zu diesem Zweck mehrere Urkunden, um die Z._AG zu einer diese schädigenden Gewährung eines Darlehens zu veranlassen und sich dadurch unrechtmässig zu bereichern. Um über das von ihm mittels betrügerischen Mitteln erlangte Darlehen verfügen zu können, fälschte er zudem bewusst Unterlagen zur Eröffnung von Bankkonti bei der Bank.1_ und täuschte damit auch die Bank.1_ über die Identität der Kontoinhaber.
Akten: [...]
1.2 Mehrfacher Betrug gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB
a) Ca. anfangs November 2010 erwarb X._ von einer unbekannten Person etwa sieben gebrauchte Mobiltelefone zum Preis von total CHF 200.00. In der Folge bot er aufgrund eines einheitlichen Willensentschlusses über die Internetplattform "Ricardo" vier verschiedene Natels als neu zur Versteigerung an, obwohl er nicht im Besitze solcher von ihm angebotenen Mobiltelefone war.
Akten: [...]
b) Am 7. November 2010 ersteigerte J._ ein solches vom Beschuldigten angebotene Natel der Marke "Black Berry" zum Preis von CHF 150.00, zuzüglich Transportkosten im Betrag von CHF 5.00. Nachdem J._ am 9. November 2010 per Post den Kaufpreis von total CHF 155.00 an X._ überwiesen hatte, sandte dieser dem Käufer ein minderwertiges, gebrauchtes Natel der Marke Ericsson. Da X._ auf die Reklamation des Käufers nicht einging, erstattete
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dieser in der Folge bei der Kantonspolizei Graubünden eine Strafanzeige.
Akten: [...]
c) Ein weiteres von X._ auf diese Weise auf der Internetplattform "Ricardo" als neu zur Ersteigerung angebotenes Natel der Marke "Nokia X3 Touch and Type" ersteigerte sich am 12. November 2010 K._. Sie überwies dem Beschuldigten in der Folge den Kaufpreis von CHF 170.00 und erhielt dafür von X._ nicht das von ihr ersteigerte Natel, sondern ein gebrauchtes von minderer Qualität. In der Folge versuchte die Käuferin vergeblich, per E-Mail und per Telefon mit dem Beschuldigten in Kontakt zu treten.
Akten: [...]
d) Die zwei weiteren von X._ per Internet zur Ersteigerung angebotenen Natels wurden ebenfalls in der ersten Hälfte des Monats November 2010 zum Preis von ca. CHF 95.00 bis CHF 170.00 von Drittpersonen ersteigert, jedoch konnten diese Käufer nicht mehr ausfindig gemacht werden. Ihnen hatte der Beschuldigte neue Mobiltelefone angeboten, den Kaufpreis im Voraus bezogen und danach den Käufern minderwertige, gebrauchte Natels geliefert.
In diesen vier Fällen bot der Beschuldigte ca. anfangs November 2010 in der Absicht, sich unrechtmässig zu bereichern, speziell bezeichnete neue Mobiltelefone zum Kauf an, obwohl er im Voraus wusste, dass er diese den Käufern nicht liefern würde, sondern jeweils minderwertige Mobiltelefone, die er bei korrekter Deklaration gar nicht oder zu einem wesentlich tieferen Preis hätte verkaufen können. Der Deliktsbetrag beziffert sich bei diesen Delikten auf insgesamt mindestens ca. CHF 500.00 bis CHF 600.00.
Akten: [...]
1.3 Hausfriedensbruch gemäss Art. 186 StGB
Am 21. Mai 2011, um 14.30 Uhr, betrat X._ das Geschäft L._ im Einkaufscenter an der _strasse in O.3_ und hielt sich dort auf, obwohl ihm am 19. Mai 2011 durch die Firma L._ AG ein Haus- und Ladenverbot erteilt worden war. Der Beschuldigte hatte Kenntnis von diesem Verbot und missachtete dieses bewusst.
Ein Vertreter der L._ AG stellte am 23. Mai 2011 gegen X._ einen Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs.
Akten: [...]
1.4 Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte im Sinne von Art. 285 Ziff. 1 StGB
Am 6. März 2013 bestieg X._ in O.3_ den RhB-Zug, welcher fahrplanmässig um 12.58 Uhr in O.3_ in Richtung O.7_ fährt. Nach der Abfahrt des Zuges wollte der uniformierte Zugbegleiter der RhB, Y._, eine Fahrscheinkontrolle durchführen. Als er dazu beim Abteil angelangt war, wo X._ alleine neben dem Fenster sass, forderte der Zugbegleiter diesen drei Mal vergeblich auf, den Fahrschein zu zeigen.
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X._ trug Kopfhörer, um Musik zu hören, wobei er jedoch den Zugbegleiter zwar wahrnahm, jedoch den Blick wieder von diesem abwendete und aus dem Fenster schaute. Der Zugbegleiter tippte danach mit den Fingern leicht auf die Schulter des Beschuldigten und erklärte von Neuem, ob er seine Fahrkarte sehen könne. In diesem Moment erhob sich der Beschuldigte und versetzte dem Zugbegleiter zwei Faustschläge gegen den Kopf, nämlich den ersten gegen die linke Wange und den zweiten an die Schläfe des Zugbegleiters, welcher durch die Einwirkung des zweiten Schlages rücklings auf das gegenüberliegende Abteil auf einen weiblichen Fahrgast fiel. Als sich der Zugbegleiter erhoben hatte, drohte der Beschuldigte ihm mit weiteren Schlägen, liess aber von ihm ab, nachdem sich unterdessen mehrere Fahrgäste von ihren Sitzen erhoben hatten.
Akten: [...]
1.5 Geringfügiger Diebstahl gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB in Verbindung mit Art. 172ter Abs. 1 StGB
Am 4. Januar 2011, um 11.45 Uhr, begab sich X._ in das Geschäft "M._" am _strasse in O.3_. Er machte dort gegenüber dem stellvertretenden Filialleiter geltend, dass ein USB-Stick, welchen er dort zuvor gekauft habe, nicht richtig funktioniere. In der Folge kam es zwischen diesen beiden Personen zu einer Meinungsverschiedenheit. Hierauf behändigte X._ eine CD im Wert von CHF 23.00 und erklärte, dass er diese nun stehlen würde, damit man einen Grund habe, die Polizei zu verständigen und begab sich in Richtung des Ausganges des Geschäftes. Ein anderer Mitarbeiter dieses Geschäftes stellte sich dem Beschuldigten in den Weg, um diesen am Verlassen des Geschäftes zu hindern. X._ stiess diesen jedoch zur Seite und passierte mit der von ihm weggenommenen CD die Kasse, ohne die CD dort zur Bezahlung vorgelegt zu haben. Beim Passieren der Kasse wurde ein Alarm ausgelöst. In der Folge verliess der Beschuldigte dieses Geschäft. N._ als Vertreter der Geschädigten stellte am 4. Januar 2011 gegen X._ einen Strafantrag wegen Ladendiebstahls.
X._ eignete sich diese CD an, um sich damit unrechtmässig zu bereichern.
Akten: [...]
[...]"
H. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur fand am 6. Dezember 2013 statt. Die Schlussanträge der Parteien lauteten wie folgt:
Anträge Staatsanwaltschaft Graubünden:
"1. Der Beschuldigte ist schuldig zu sprechen:
- des mehrfachen Betruges gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB,
- der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB,
- des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB,
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- der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss Art. 285 Ziff. 1 StGB sowie
- des geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB.
2. Dafür sei er zu verurteilen
- zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten,
- zur Bezahlung einer Busse von CHF 300.00, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 3 Tagen.
3. Auf den Widerruf des dem Beschuldigten mit Strafmandat des Kreispräsidenten Chur vom 25. April 2007 für eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je CHF 50.00 gewährten bedingten Strafvollzuges sei zu verzichten. Der Beschuldigte sei stattdessen zu verwarnen.
4. Kostenfolge sei die gesetzliche."
Anträge Beschuldigter:
"1. Der Beschuldigte sei betreffend des Vorwurfs des Betruges und der Urkundenfälschung im Zusammenhang mit der Kreditaufnahme bei der Z._ von Schuld und Strafe freizusprechen.
2. Der Beschuldigte sei betreffend den Vorwurf des geringfügigen Diebstahls einer CD im M._ von Schuld und Strafe freizusprechen.
3. Der Beschuldigte sei für die übrigen Anklagepunkte angemessen milde mit einer bedingt vollziehbaren Strafe zu bestrafen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Kantons Graubünden."
I. Gegen das am 6. Dezember 2013 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete und am 10. Dezember 2013 im Dispositiv mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Plessur meldete X._ mit Eingabe vom 12. Dezember 2013 (Datum Poststempel) Berufung an, woraufhin das Bezirksgericht Plessur den Parteien am 27. Februar 2014 das schriftlich begründete Urteil mitteilte. Darin erkannte es wie folgt:
"1. X._ ist schuldig:
- des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB,
- der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 StGB,
- des Hausfriedensbruchs gemäss Art. 186 StGB,
- der Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte gemäss Art. 285 Ziff. 1 StGB, sowie
- des geringfügigen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB i.V.m. Art. 172ter Abs. 1 StGB.
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2. a)Dafür wird X._ mit einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten und einer Busse von CHF 300.00 bestraft.
b) Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 3 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.
3. X._ wird im Sinne von Art. 46 Abs. 2 StGB verwarnt.
4. Die Zivilklagen der Z._AG sowie von Y._ werden auf den Zivilweg verwiesen.
5. a)Die Kosten des Verfahrens von CHF 14'600.80 (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 11'000.80, Gerichtsgebühren CHF 3'600.00) gehen zu Lasten von X._.
b) Die Kosten des Strafvollzugs gehen zu Lasten des Kantons Graubünden. X._ hat sich daran nach Massgabe von Art. 380 Abs. 2 StGB zu beteiligen.
c) X._ schuldet dem Bezirksgericht Plessur folglich:
Busse CHF 300.00
Verfahrenskosten CHF 14'600.80
Total CHF 14'900.80
In Rechtskraft erwachsene Bussen und Verfahrenskosten sind dem Bezirksgericht Plessur innert 30 Tagen nach der Zustellung des Urteils mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
6. a)Die amtliche Verteidigung wird für das erstinstanzliche Verfahren mit CHF 9'720.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung geht zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt. Vorbehalten bleibt die Rückerstattungspflicht der beschuldigten Person gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO.

## Considerations