# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 00bc7637-0e0d-510f-8854-c76dec7c5e67
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. X.Y., geboren 1971, ist chinesische Staatsangehörige. Am 27. Oktober 2001 reiste
sie in die Schweiz ein, wo ihr eine Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde, um mit einem
Stipendium der chinesischen Regierung an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät
der Universität Basel zu studieren. Am 11. Juni 2003 meldete sie sich im Kanton Basel-
Stadt ab, um ihre Ausbildung an der Universität St. Gallen fortzusetzen. Ab 1.
März 2004 arbeitete sie als Sales Manager bei der A. AG und zog dafür zurück nach
Basel. Ab 1. März 2005 arbeitete sie als Assistentin an der Universität St. Gallen und ab
1. September 2007 für die Q. Bank AG (heute: Q. Bank AG), im Fürstentum
Liechtenstein. Am 1. März 2008 übersiedelte sie von Basel nach K. Ab dem
Frühjahrssemester 2008 war sie an der Universität St. Gallen als Doktorandin
eingeschrieben. Am 28. Februar 2009 reiste sie nach eigenen Angaben aus der
Schweiz aus (Vorakten Migrationsamt X.Y. [fortan: Dossier], S. 2, 14-24, 32, 38, 40, 45,
58 f., 86, 88, 101).
B. Am 14. Juni 2013 reiste X.Y. auf ihr entsprechendes Gesuch vom 13. Januar 2013
hin in die Schweiz ein, wo ihr am 17. Juni 2013 eine bis 13. Juni 2014 befristete
Aufenthaltsbewilligung erteilt wurde. Am 8. Mai/3. Juni 2014 ersuchte sie um
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Mit Verfügung vom 11. August 2014
erstreckte ihr das Migrationsamt die Frist zur Ausreise bis 21. September 2014, da sie
kurz vor der Promotion an der Universität St. Gallen stand. In der Folge wurde X.Y. auf
ihr Gesuch vom 18. September 2014 hin eine bis am 21. März 2015 befristete
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Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt (Dossier, S. 99-101, 104, 108, 115-119, 121 f.,
124-126).
C. Am 13. März 2015 ersuchte X.Y. um Verlängerung der Kurzaufenthaltsbewilligung.
Mit Stellungnahme vom 24. April 2015 beantragte sie überdies durch ihren
Rechtsvertreter, es sei ihr eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen, eventualiter sei die
Kurzaufenthaltsbewilligung bis 31. August 2015 zu verlängern. Mit Verfügung vom
6. Mai 2015 verweigerte das Migrationsamt die Verlängerung der
Kurzaufenthaltsbewilligung und die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung und ordnete
die Wegweisung von X.Y. unter Ansetzung einer Ausreisefrist bis 31. Mai 2015 an
(Dossier, S. 127 f., 163-167, 168-172).
D. Dagegen rekurrierte X.Y. am 21. Mai 2015 durch ihren Rechtsvertreter beim
Sicherheits- und Justizdepartement (act. 8/1). Mit Entscheid vom 23. Oktober 2015
(act. 2) wies das Departement den Rekurs ab. Zur Begründung führte es im
Wesentlichen aus, das Begehren um Verlängerung der Kurzaufenthaltsbewilligung bis
31. August 2015 sei infolge Zeitablaufs gegenstandslos geworden. Abgesehen davon,
sei eine Verlängerung nicht möglich. Sodann habe sich X.Y. nach ihrer Wiedereinreise
im Juni 2013 in der Schweiz aufgehalten und über die erforderlichen
Aufenthaltsbewilligungen verfügt. Die von X.Y. angerufene Bestimmung von Art. 30
Abs. 1 lit. k des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer
(Ausländergesetz; SR 142.20, AuG) in Verbindung mit Art. 49 der Verordnung über
Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201, VZAE) sei deshalb auf den
vorliegend zu beurteilenden Sachverhalt nicht anwendbar. Ohnehin sei die
Zweijahresfrist gemäss Art. 49 Abs. 1 lit. b VZAE nicht eingehalten. Nachdem kein
Gesuch eines Arbeitgebers vorliege, könne ihr auch gestützt auf die allgemeinen
Voraussetzungen der Art. 18 bis 29 AuG keine Aufenthaltsbewilligung erteilt werden. Im
Übrigen sei es ihr ohne Weiteres zumutbar, die noch offenen Bewerbungen im Ausland
abzuwarten.
E. Gegen den Entscheid des Sicherheits- und Justizdepartements (Vorinstanz) vom
23. Oktober 2015 erhob X.Y. (Beschwerdeführerin) durch ihren Rechtsvertreter am
10. November 2015 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren,
der angefochtene Entscheid sei unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge
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aufzuheben und ihr eine Jahresaufenthaltsbewilligung zu erteilen. Zudem sei der
Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu erteilen (act. 1). Mit Vernehmlassung vom
27. November 2015 schloss die Vorinstanz auf Abweisung der Beschwerde (act. 7). Der
Aufenthaltsort der Beschwerdeführerin ist seit dem 21. Juli 2016 unbekannt (act. 10.2).
Auf die weiteren Ausführungen der Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge
und die Akten wird, soweit wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Die
Beschwerdeeingabe vom 10. November 2015 erfolgte rechtzeitig und erfüllt die
formellen und inhaltlichen Voraussetzungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1
und Art. 48 Abs. 1 VRP). Als Adressatin des angefochtenen Entscheids ist die
Beschwerdeführerin zur Ergreifung des Rechtsmittels berechtigt (Art. 64 in Verbindung
mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Daran ändert nichts, dass ihr aktueller Aufenthaltsort nicht
bekannt ist, hält sie sich doch durch ihren Rechtsvertreter zur Verfügung (vgl. Art. 10
Abs. 1 VRP). Auch hat sie den Ausgang des Verfahrens grundsätzlich im Ausland
abzuwarten (vgl. Art. 17 Abs. 1 AuG und BGer 2C_199/2016 vom 29. März 2016 E. 2
sowie BGE 139 I 37 E. 2.1). Ein aktuelles schutzwürdiges Interesse kann ihr nicht
abgesprochen werden (vgl. hierzu VerwGE B 2014/247 vom 30. Juni 2015 E. 1.2,
www.gerichte.sg.ch), selbst wenn sich aus Art. 90 AuG eine Pflicht ergäbe, jede
Änderung ihrer Adresse der zuständigen Behörde sofort mitzuteilen (vgl. hierzu Art. 8
Abs. 3 Satz 2 des Asylgesetzes, SR 142.31, AsylG). Auf die Beschwerde ist somit
grundsätzlich einzutreten. Da der Beschwerde von Gesetzes wegen aufschiebende
Wirkung zukommt (Art. 64 in Verbindung mit Art. 51 Abs. 1 VRP), fehlt der
Beschwerdeführerin ein schutzwürdiges Interesse, soweit sie beantragt, der
Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zuzuerkennen. Insoweit ist auf die
Beschwerde nicht einzutreten. Im Übrigen führt die aufschiebende Wirkung der
Beschwerde nicht dazu, dass die Bewilligung wirkt. Dafür hätte die Beschwerdeführerin
einen prozeduralen Aufenthalt beantragen müssen (vgl. Art. 17 AuG).
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2. Wie die Vorinstanz in Erwägung 2 des angefochtenen Entscheides (act. 2, S. 5 f.) mit
Recht festgehalten hat, sind die auf sechs Monate befristeten
Kurzaufenthaltsbewilligungen zwecks Stellensuche gestützt auf Art. 21 Abs. 3 AuG
nicht verlängerbar (vgl. Weisungen und Erläuterungen Ausländerbereich des SEM,
Weisungen AuG, Bern 2013, Stand 24. Oktober 2016, S. 202, www.sem.admin.ch). Aus
diesem Grund konnte das entsprechende Gesuch der Beschwerdeführerin vom 13.
März 2015 / 24. April 2015 (Dossier, S. 127 f., 163-167) von vornherein nicht bewilligt
werden. Darüber hinaus schränkte die Beschwerdeführerin ihr Gesuch vom 13. März
2015 mit Eingabe vom 24. April 2015 insofern ein, als sie lediglich um eine
Verlängerung bis am 31. August 2015 ersuchte. Infolge Zeitablaufs ist dieses Gesuch
daher ohne Weiteres gegenstandslos geworden, was die Beschwerdeführerin denn
auch anerkennt. Vorliegend bildet demnach nurmehr die Nichterteilung der
anbegehrten Aufenthaltsbewilligung zur Ausübung einer unselbständigen
Erwerbstätigkeit Verfahrensgegenstand, zumal die Beschwerdeführerin nicht geltend
macht, sich in der Schweiz weiterhin zu Ausbildungszwecken oder neu zur Ausübung
einer selbständigen Erwerbstätigkeit aufhalten zu wollen. Vielmehr hat sie sich nach
eigenen Angaben (act. 1, S. 3 f. Ziff. II/8) in den sechs Monaten vor Einreichung der
Beschwerde am 10. November 2015 zur Ausübung einer unselbständigen
Erwerbstätigkeit um diverse Arbeitsstellen beworben, wobei diverse Suchbemühungen
noch offen gewesen seien.
3. Die Beschwerdeführerin macht geltend, die bisherigen Studien- und
Arbeitsaufenthalte würden ihre ausserordentlich enge Beziehung zur Schweiz belegen.
Zwischen der Ausreise am 28. Januar 2009 und dem Gesuch um Einreise in die
Schweiz am 13. Januar 2013 seien weniger als vier Jahre vergangen. Sie habe sich in
Absprache mit der Universität St. Gallen nach China begeben, um ihre Doktorarbeit vor
Ort weiterzuführen. Anschliessend sei sie in die Schweiz zurückgekehrt, um das
Doktorat abzuschliessen. Sie habe daher gestützt auf Art. 50 VZAE einen Anspruch auf
Wiedererteilung der Aufenthaltsbewilligung zu Erwerbs- oder Ausbildungszwecken.
3.1. Laut Art. 61 Abs. 1 lit. c AuG erlischt die Bewilligung mit Ablauf der
Gültigkeitsdauer. Das Gesuch um Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung (Art. 33
Abs. 3 AuG) muss spätestens 14 Tage vor Ablauf der Gültigkeitsdauer eingereicht
werden. Eine Verlängerung ist frühestens drei Monate vor Ablauf der Gültigkeitsdauer
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möglich (Art. 59 Abs. 1 Satz 1 und 2 VZAE). Wurde das Verlängerungsgesuch
eingereicht, darf sich die betroffene Person während des Verfahrens in der Schweiz
aufhalten, sofern keine abweichende Verfügung getroffen wurde (Art. 59 Abs. 2 VZAE).
Die Frist nach Art. 59 Abs. 1 Satz 1 VZAE ist nur als Ordnungsvorschrift zu verstehen.
Selbst bei fahrlässig verspäteter Gesuchseinreichung ist aus Gründen der
Verhältnismässigkeit und in Vermeidung eines überspitzten Formalismus die
Wiedererteilung der Bewilligung bzw. Verlängerung derselben im Regelfall zwingend
geboten, da das Erlöschen als Rechtsfolge einer Nachlässigkeit unverhältnismässig
wäre (vgl. M. Spescha, Migrationsrecht, 4. Aufl. 2015, Art. 61 N 2, mit Hinweis auf BGer
2C_1050/2012 vom 6. Dezember 2013 E. 2.3).
Im konkreten Fall hat die Beschwerdeführerin ihr Verlängerungsgesuch am 8. Mai/
3. Juni 2014 (Dossier, S. 116-118) und damit vor Ablauf der bis zum 13. Juni 2014
gültigen Aufenthaltsbewilligung vom 17. Juni 2013 (Dossier, S. 108) eingereicht. In der
Folge erstreckte ihr das Migrationsamt mit Verfügung vom 11. August 2014 (Dossier,
S. 121) lediglich die Frist zur Ausreise bis am 21. September 2014. Ob es damit implizit
auch die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung vom 17. Juni 2013 verweigerte, geht
aus der Verfügung nicht hervor. Die Beschwerdeführerin wehrte sich jedoch nicht
gegen diese Verfügung, sondern reichte stattdessen anstelle des Gesuchs vom 8. Mai/
3. Juni 2014 am 18. September 2014 vor Ablauf der angesetzten Ausreisefrist ein
Gesuch um Erteilung einer Kurzaufenthaltsbewilligung ein (Dossier, S. 124 f.). Daraufhin
wurde ihr eine bis am 21. März 2015 befristete Kurzaufenthaltsbewilligung erteilt
(Dossier, S. 126). Am 13. März 2015 ersuchte sie sodann vor Ablauf der
Kurzaufenthaltsbewilligung einzig um Verlängerung der Kurzaufenthaltsbewilligung
(Dossier, S. 127 f.). Erst mit Stellungnahme vom 24. April 2015 (Dossier, S. 163-167)
beantragte sie die Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung. Demzufolge ist ihr Gesuch
vom 24. April 2015 nicht als Verlängerungsgesuch, sondern als Gesuch um Erteilung
einer neuen Aufenthaltsbewilligung zu behandeln, zumal die Beschwerdeführerin selbst
geltend macht, ihr Gesuch unter der Ausnahmekonstellation der Wiederzulassung
gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. k AuG in Verbindung mit Art. 50 VZAE zu bewilligen. Die
Aufenthaltsbewilligung der Beschwerdeführerin wäre aber auch bei rechtzeitiger
Einreichung ihres Gesuchs nicht zu verlängern gewesen (vgl. E. 3.3 hiernach).
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3.2. Nach Art. 18 lit. b AuG können Ausländerinnen und Ausländer im Allgemeinen
insbesondere dann zur Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit zugelassen
werden, wenn das Gesuch eines Arbeitsgebers vorliegt (vgl. auch Art. 11 Abs. 3 AuG).
Von den allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen gemäss Art. 18 bis 29 AuG kann
nach Art. 30 Abs. 1 lit. k AuG in Verbindung mit Art. 49 bis 51 VZAE abgewichen
werden, um die Wiederzulassung von Ausländerinnen und Ausländern, die im Besitz
einer Aufenthalts- oder Niederlassungsbewilligung waren, zu erleichtern (vgl. hierzu
AGVE 2010 S. 349 ff., S. 354 E. 4.2.3). Die Wiederzulassung nach Art. 30 Abs. 1 lit. k
AuG setzt in zeitlicher Hinsicht voraus, dass der frühere Aufenthalt der ausländischen
Person in der Schweiz mindestens fünf Jahre gedauert hat und ihre freiwillige Ausreise
– keine zwangsweise Ausschaffung – aus der Schweiz nicht länger als zwei Jahre
zurückliegt (Art. 49 Abs. 1 VZAE) oder sie sich für höchstens vier Jahre vorübergehend
im Auftrag des Arbeitgebers oder zu Weiterbildungszwecken im Ausland aufgehalten
hat (Art. 50 Ingress AuG). Vom Erfordernis der zweijährigen Frist gemäss Art. 49 Abs. 1
VZAE kann bei gewissen Rückkehrwilligen mit langjährigem Voraufenthalt in der
Schweiz abgewichen werden. Eine Bewilligung ist in solchen Fällen aber gestützt auf
Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG (schwerwiegender persönlicher Härtefall) zu prüfen (vgl. Good/
Bosshard, in: Caroni/Gächter/Thurnherr [Hrsg.], Bundesgesetz über Ausländerinnen
und Ausländer, Bern 2010, Art. 30 N 69, sowie M. Spescha, a.a.O., Art. 30 N 24,
kritisch zu den starren Fristen in Art. 49 bis 51 VZAE P. Uebersax, Ausländerrecht, 2.
Aufl. 2009, N 7.188). Wie bei den allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen kann die
Ausübung einer unselbständigen Tätigkeit im Rahmen der Wiederzulassung unter
anderem nur dann bewilligt werden, wenn das Gesuch eines Arbeitgebers nach Art. 18
lit. b AuG vorliegt (vgl. Art. 49 Abs. 2 lit. a und Art. 50 lit. b VZAE). Eine Wiedererteilung
nach Art. 50 VZAE setzt überdies voraus, dass die kantonale Ausländerbehörde vor der
Ausreise die Wiedereinreise zugesichert hat (lit. a). Im Weiteren ist eine Abweichung
von den Zulassungsvoraussetzungen im Sinne von Art. 30 Abs. 1 lit. k in Verbindung
mit Art. 49 VZAE dem SEM zur Zustimmung zu unterbreiten (vgl. Art. 30 Abs. 2 und Art.
99 AuG sowie Art. 85 VZAE in Verbindung mit Art. 5 lit. i der Verordnung des EJPD
über die dem Zustimmungsverfahren unterliegenden ausländerrechtlichen
Bewilligungen und Vorentscheide, SR 142.201.1).
Entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin verschafft Art. 30 Abs. 1 lit. k AuG –
wie die allgemeinen Zulassungsvoraussetzungen nach Art. 18 bis 29 AuG – keinen
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Bewilligungsanspruch (vgl. BGer 2C_147/2015 vom 22. März 2016 E. 2.5 mit Hinweisen
und VerwGE B 2010/185 vom 16. Dezember 2010 E. 2.4, www.gerichte.sg.ch). Das
Gesetz bestimmt bloss, dass die Wiederzulassung zu erleichtern ist. Die Frage der
Wiedererteilung eines Anwesenheitsrechts ist damit von den Migrationsbehörden im
pflichtgemässen Ermessen (vgl. Art. 96 Abs. 1 AuG) zu prüfen. Eine gesetzliche Pflicht,
Ermessen in irgendeiner Weise grosszügig zu handhaben, besteht nicht. Mit
verwaltungsgerichtlicher Beschwerde können einzig Rechtsverletzungen
(einschliesslich Ermessensmissbrauch) sowie die unrichtige oder ungenügende
Feststellung des Sachverhalts gerügt werden (Art. 61 Abs. 1 und 2 VRP, vgl. VerwGE B
2013/219 vom 17. Dezember 2015 E. 2.2, www.gerichte.sg.ch).
3.3. Wie die Vorinstanz in Erwägung 4a des angefochtenen Entscheides (act. 2, S. 8)
zutreffend ausgeführt hat, ergeben sich aus den Akten keine Anhaltspunkte und es wird
von der Beschwerdeführerin in Verletzung ihrer Mitwirkungspflicht (Art. 90 AuG) auch
nicht dargetan, inwiefern ein Gesuch eines Arbeitsgebers im Sinne von Art. 18 lit. b
AuG vorliegen sollte. Ebenso wenig ist eine Zusicherung des Migrationsamts im Sinne
von Art. 50 lit. a VZAE nachgewiesen. Selbst wenn die Beschwerdeführerin vor
Einreichung ihres Gesuchs vom 24. April 2015 aus der Schweiz ausgereist wäre (vgl.
demgegenüber E. 3b des angefochtenen Entscheides, act. 2, S. 6 f.) und die Fristen
gemäss Art. 49 Abs. 1 VZAE oder Art. 50 Ingress VZAE vorliegend eingehalten wären,
könnte der Beschwerdeführerin somit weder gestützt auf Art. 30 Abs. 1 lit. k AuG in
Verbindung mit Art. 49 oder Art. 50 VZAE noch gestützt auf die allgemeinen
Zulassungsvoraussetzungen im Sinne von Art. 18 bis 29 AuG eine
Aufenthaltsbewilligung zur Ausübung einer unselbständigen Erwerbstätigkeit erteilt
werden. Darüber hinaus macht die Beschwerdeführerin nicht geltend und es ist auch
nicht ersichtlich, inwiefern ein persönlicher Härtefall (Art. 30 Abs. 1 lit. b AuG in
Verbindung mit Art. 31 VZAE, vgl. hierzu M. Spescha, a.a.O, Art. 30 N 5 ff.) vorliegen
sollte. Der Beschwerdeführerin kann folglich keine Aufenthaltsbewilligung erteilt
werden.
3.4. Die mittlerweile 45-jährige, gesunde Beschwerdeführerin wuchs in China auf und
schloss dort nach eigenen Angaben ein Studium in Informatik-Management ab. Auch
arbeitete sie dort bis zum Alter von dreissig Jahren für die chinesische Akademie für
Medizin als Offizierin für internationale Angelegenheiten. Zuletzt hielt sie sich vom 1.
http://www.gerichte.sg.ch
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März 2009 bis 13. Juni 2013 zu Ausbildungszwecken in ihrem Herkunftsland auf. Sie ist
demnach in China nach wie vor fest verwurzelt. Vom 27. Oktober 2001 bis 28. Februar
2009 und vom 14. Juni 2013 bis zu ihrem Untertauchen am 21. Juli 2016 hielt sie sich
insgesamt rund zehn Jahre und fünf Monate in der Schweiz auf. Sie spricht Deutsch,
hat an der Universität St. Gallen doktoriert und den Titel Executive MBA erworben.
Daneben hat sie für die A. AG und die Q. Bank, im Fürstentum Liechtenstein, gearbeitet
(vgl. Lebenslauf, act. 8/1/2). Auch wenn eine gewisse berufliche Integration unter
diesen Umständen nicht von der Hand zu weisen ist, sind keine privaten Bindungen
beruflicher oder gesellschaftlicher Natur nachgewiesen, welche es erlauben würden,
der Beschwerdeführerin – gemäss ihrer Darstellung (act. 1, S. 4 Ziff. III/11) – einen
überdurchschnittlich hohen Integrationsgrad zu attestieren. Seit ihrer Promotion am 15.
September 2014 (Dossier, S. 119 und 122) hat sie sich denn auch lediglich zur
Stellensuche in der Schweiz aufgehalten (act. 8/1/3). Wie die Vorinstanz in Erwägung
4b des angefochtenen Entscheides (act. 2, S. 8) mit Recht festgehalten hat, ist es ihr
deshalb zumutbar, sich vom Ausland aus um die Aufnahme einer unselbständigen
Erwerbstätigkeit in der Schweiz zu bemühen und allenfalls zu einem späteren Zeitpunkt
ein neues Gesuch um Erteilung der Aufenthaltsbewilligung zur Ausübung einer
unselbständigen Erwerbstätigkeit zu stellen. Bei dieser Sachlage vermag das private
Interesse der Beschwerdeführerin an einem weiteren Verbleib in der Schweiz die
öffentlichen Interessen an einer restriktiven Einwanderungspolitik nicht zu überwiegen,
zumal unklar ist, ob sie sich überhaupt noch in der Schweiz aufhält.
4. Zusammenfassend können der Vorinstanz keine Rechtsfehler vorgeworfen werden,
indem sie die Voraussetzungen für die Wiederzulassung gemäss Art. 30 Abs. 1 lit. k
AuG als nicht erfüllt und die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung als
verhältnismässig betrachtete. Die Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist.
5. (...).