# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b97c4266-7632-42df-b50a-960b68f9b95c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
X._
war bis Ende 2007 Gemeindeamman
n
und Betreibungsbeamter der Gemeinde
Y._
(Urk. 7/61 S. 8 ff)
.
Nachdem das
Verwaltungsgericht des Kantons Zürich
die Gemeinde
Y._
mit
Entscheid
vom 30.
Juni 2010
zur
Nachzahlung
einer
aufgrund dieser Tätigkeit für die Jahre 2003 bis
Ende Juni
2006 zu entrichtenden
(Netto-)
Entschädigung von Fr. 1‘063‘985.75 an
X._
verpflichtet
hatte
(
davon bereits abgezogen AHV-Beiträge,
zuzüglich Verzugszinsen; Urk. 7/61
S.
1
7 ff
., insbesondere S.
20 f.)
und die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse, bei der Gemeindeverwaltung
Y._
am 4. September 2012 eine
Arbeitgeberkontrolle durchgeführt hatte, im Rahmen welcher sie die aufgrund des
verwaltungsgerichtlichen Entscheides
vom
30.
Juni 2010 nachzu
zahlenden
Entschädigungen als beitragspflicht
ig
e Lohnzahlung
en
nacherfasst hatte
(
in Höhe von insgesamt
Fr.
1‘311‘302.--;
vgl.
Urk.
7/
61 S.
1 ff
. und Urk.
7/
62
)
,
verfügte
die
Ausgleichskasse mit Nachzahlungsverfügungen vom 28. September 2012
Lohnbeiträge
für die Jahre 2003 bis 2006
auf diesen Ent
schädigungen
(zuzüglich Verwaltungskosten von je 3
%;
Urk.
7/65). Gegen diese Verfügungen erhob
X._
bei der
Ausgleich
kasse
Einsprache (Urk.
7/72
/1-2
)
, welc
he die
se
mit
Einspracheentscheid
vom 20.
Februar 2013 ab
wies (Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 20.
Februar 2013 erhob
X._
hierorts mit Eingabe vom 2
6.
März 2013 Beschwerde (Urk.
1) mit den
(sinngemässen)
Anträgen, es sei die Reduktion der Verwal
tungskosten
(
im Entscheid
)
aufzuführen, es sei
vom
zugesprochenen
Forde
rungsbetrag
in Höhe von
Fr.
1‘063‘985.75 auszugehen sowie es seien
davon
die tatsächlichen b
eruflichen Aufwendungen von Fr.
96‘
303.30 in Abzug zu brin
gen (
Urk.
1 S. 2). Mit Vernehmlassung vom 23.
April 2013 beantragte die
Aus
gleichskasse
unter Hinweis darauf, dass sie den angefochtenen Entscheid
vom 20.
Februar 2013
pendente
lite
in Wiedererwägung gezogen und
durch den Entscheid vom 22.
April 2013
(Urk. 7/83)
ersetzt habe,
die teilweise Gutheissung der Beschwerde insoweit, als
der Beschwerdeführer die
(ausdrückliche)
Auf
nahme der Reduktion der Verwaltungskosten
in den Entscheid beantragt habe; im Ü
brigen
stellte
sie
Antrag auf
Abweisung
(Urk.
6). Mit Verfü
gung vom 3.
Mai 2013 wurde ein zweiter Sc
hriftenwechsel angeordnet (Urk. 8). Mit
Ein
gabe vom 7.
Mai 2013 (
Urk.
9) und Replik vom 29.
Mai 2013
(Urk. 12) hielt
der Beschwerdeführer zur Hauptsache an seiner Beschwerde und den darin gestell
ten Anträgen
fest
. Mit Verfügung vom 6. Juni 2013 wurde die Gemeinde
Y._
als vom Entscheid
über Lohnbeiträge
mitbetroffene Arbeitgeberin zum vorliegenden Prozess beigeladen (Urk. 13). Diese
verzichtete mit Eingabe vom 5.
Juli 2013
auf eine Stellungnahme (
Urk.
15). Die Ausgleichskasse ver
zichtete
mit Eingabe vom 14.
August 2013 unter Hinweis auf die Ausführungen und Darlegungen im angefochtenen Entscheid wie auch in der Vernehmlassung
ihrerseits
auf Duplik (Urk. 18), was dem Beschwerdeführer und der beigeladenen Gemeinde
Y._
zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 19).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Ausgleichskasse hat den
angefochtenen Entscheid vom 20.
Februar
2013 pendente
lite
insoweit
in Wiedererwägung gezogen, als sie die ursprünglich auf den verfügten
Lohnb
eiträgen erhobenen Verwaltungskosten
(
in Höhe von 3 %
)
im Entscheid vom 22.
April 2013 nunmehr nach Massgabe eines
tieferen Satzes
(0,7 % für d
ie
Jahr
e
2003 und 2004 sowie 0,5 % für die Jahre 2005 und 2006)
bemessen und die
geschuldeten
Verwaltung
s
kosten
ausdrücklich
von ursprüng
lich Fr. 3‘973.25
neu
auf Fr.
807.35
festgesetzt hat
(vgl.
Urk.
6 und Urk.
7/83
E.
3b
)
. Die Verwaltung
hat
damit dem
diesbezüglichen
Antr
ag
des Be
schwer
de
führers entsprochen (vgl. dessen Stellungnahme vom 2
9.
Mai 2013;
Urk.
12
S.
1
), weshalb der Streit insoweit gegenstand
s
los geworden ist.
1.2
Hinsichtlich der
für die Beurteilung
der vorliegenden Streitsache
massgeblichen Bestimmungen und Grundsätze, namentlich
Art.
5 des Bundesgesetzes über die Alters
-
und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG) betreffend den massgebenden Lohn
,
Art.
9 der Verordnung über die Alters
-
und
Hinterlassenenversicherung
(AHVV) zu
m Begriff
de
r
Unkosten
sowie
Art.
39 AHVV zur Nachzahlung g
e
schuldeter Beiträge
kann alsdann
auf den
angefochtenen Entscheid vom 20.
Februar 2013 bzw
.
den pendente
lite
erlassenen Entscheid vom 22.
April 2013 verwiesen werden.
2.
2.1
D
er Beschwerdeführer
stellt
nicht
in Frage
, dass die ihm von der Gemeinde
Y._
aufgrund des
verwaltungsgerichtlichen Entscheides vom
3
0.
Juni 2010
nachzuzahlenden
Entschädigungen
für seine Tätigkeit als Gemeindeam
man
n
und Betreibungsbeamter
ahv
-rechtlich als massgebender Lohn zu qualifi
zieren sind
.
Er erachtet den
pende
n
te
lite
erlassenen
E
insprachee
ntscheid
vom 22.
April 2013
indessen
nach wie vor insoweit
als
unrichtig
,
als
die
Beschwer
degegnerin
von einem ma
ssgebenden Lohn in Höhe von Fr.
1‘
3
11‘302.
--
(
statt
von Fr. 1‘063‘985.7
5 entsprechend dem
ih
m
im Entscheid
des Verwaltungs
gerichts des Kantons Zürich
vom 30. Juni 2010
zugesprochenen Betrag
)
ausge
gangen ist;
ebenfalls beanstandet er nach wie vor, dass die Verwaltung
die
ihm
zur Erstreitung dieser Entschädigung
entstandenen Prozessführung
skosten für das
verwaltungsgerichtliche Verfahren
(
hauptsächlich
Anwaltskosten
) in Höhe von Fr.
96‘303.30
nicht
als
„
Berufsaufwendungen
“
anerkannt und vom
massge
benden Lohn abgezogen hat
(vgl.
Urk.
1, vgl. auch
Urk.
9 und
Urk.
12)
.
2.2
Was den
bereits im
Einspracheverfahren
vorgebrachten
Einwand bezüglich der Aufwendungen für die Prozessführung betrifft
,
hat der Beschwerdeführer nicht dargetan, auf welcher normativen Grundlage diese Aufwendungen
ahv
-recht
lich vom massgebenden Lohn abzugsfähig sein könnten (vgl.
Art.
6 ff. AHVV). Soweit er diese
(wohl)
als Unkosten im Sinne von
Art.
9 AHVV v
o
n der
Bei
tragspflicht
ausgenommen haben will
,
hat
die
Verwaltung
im
Entscheid
vom
22.
April 2013
jedoch
mit zutreffender Begründung ausgeführt,
dass und
wes
halb diese
Aufwendungen
nicht
„Unkosten“
im erwähnten Sinne
darstellen
(v
gl.
Urk.
7/83
Ziff.
3a)
.
Darauf ist zu verweisen.
Der Beschwerdeführer vermag diese Ausführungen nicht in Frage zu stellen
;
auch
wäre
– wie die
Verwaltung
eben
falls zu Recht
festhielt
-
selbst
die Anerkennung von A
u
f
w
endungen unter dem Titel U
nkosten durch die Steuerbehörde
für die Ausgleichskasse
grundsätzlich nicht verbindlich
(vgl. dazu
Urteil
des damaligen Eidgenössischen
Versiche
rungsgerichts
H 274/03
vom
2.
August 2004
E. 4.1).
Anzumerken ist zudem
, dass m
it den erwähnten Auslagen
ohnehin
nicht Zahlungen im Streite
liegen
, welche als Entschädigungen
(
des Arbeitgebers
)
für bei der
Ausführung der
Arbeit entstandene Auslagen vom massgebenden Lohn auszunehmen wären
(vgl.
Art.
9
Abs.
1 AHVV)
,
und dem Beschwerdeführer diese Auslagen überdies – soweit angemessen erscheinend - im verwaltungsgerichtlichen Verfahren durch
Zusprache
einer Parteientschädigung
bereits
ersetzt worden sind (
Urk.
7/61 S. 20).
Aber auch
zum
beschwerdeführerischen
Vorbringen
,
wonach der
Beitragserhebung
zu Unrecht ein
massgebende
r
Lohn in Höhe von
in
s
ge
samt
Fr.
1‘311‘302
.
--
zugrunde gelegt worden
sei
,
hat die Verwaltung in ihrer Vernehmlassung vom 23. April 2013
nachvollziehbar und
zutreffend Stellung bezogen und
namentlich
zu Recht
darauf
hingewiesen, dass der
von der Gemeinde
Y._
gemäss Di
s
positiv-
Ziff.
1
des
verwaltungsgerichtlichen
Ent
scheids
vom 30.
Juni 2010
geschuldete
Nachzahlungs
betrag
in Höhe von
Fr.
1‘063‘985.75
unter
Verrechnung
der vom Beschwerdeführer
sein
e
rseits
der Gemeinde
Y._
gegenüber
geschuldeten
AHV
-Beiträge
in der Höhe von
Fr.
247‘316.35
mit dem
nachzuzahlenden
Brutto
lohn in Höhe von
Fr.
1‘311‘302.20
zustande gekommen ist
(
Urk.
6 unter Hi
n
weis auf
Urk.
7/61
/
1
8
E.
3.3)
.
Die Zugrundelegung eines Einkommens in Höhe von insgesamt
Fr. 1‘311‘302.-- erweist sich damit als korrekt, unterliegt doch i
m
Beitrags
system
der AHV
das Bruttoeinkommen der Beitragspflicht.
2.3
Den
Darlegungen
der
V
erwaltung ist
somit
nichts
Wesentliches
anzufügen und es kann
beim Verweis auf deren
Ausfü
hrungen
sein Bewenden haben. Es ist nicht Sache des Gerichts, in anderen Worten wiederzugeben beziehungsweise zu wiederholen, was die Verwaltung im Lichte der Akten in den wesentlichen Zügen zutreffend
und im Ergebnis richtig dargetan
und womit sich der Be
schwerdeführer nicht sachbezogen auseinander gesetzt
hat
. Zusammengefasst
führt dies zur Abweisung der Beschwerde
, soweit sie nicht
durch den pendente
lite
ergangenen Entscheid vom 22. April 2013
gegenstandslos geworden ist
.