# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 428f1826-0677-4937-a595-04d10bbfde68
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1992 geborene
X._
, Vater eines 2015 geborenen Kindes,
brach die im August 2011 angefangene Lehre als Detailhandelsfachmann Nahrungs- und Genussmittel bei der
Genossenschaft
Y._
per 14. Januar 2012 ab und bezog seither wirtschaftliche Sozialhilfe
;
seit dem
1.
Juni 2018 arbeitete
er
stundenweise auf Abruf im Z._
(Urk. 7/12,
Urk.
7/14
,
Urk.
7/3/3,
Urk.
7/114/4
f.
)
.
Aufgrund einer Anmeldung zum Leistungsbezug im Dezember 2012
(
Urk.
7/3)
erteilte ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, Kostengutsprache für eine Berufswahlabklärung sowie für eine gezielte Vorbereitung auf eine erstmalige Berufsausbildung im Büroberei
ch bei der F
achstelle
A._
(vgl.
Mitteilungen vom 10. Dezember 2013 und 1. April 2014, Urk. 7/31 f., Urk. 7/43 f.). Letzteres musste zufolge persistie
ren
der und progredienter gesundheitlicher Probleme (Magen-Darm-Beschwerden mit Essstörungen, Hals- und Kopfweh, Unwohlsein, Müdigkeit sowie Schlaf
stö
rungen) und damit zusammenhängenden Absenzen (vgl. Abschlussbericht vom
23. Mai 2014 sowie Verlaufsprotokoll vom 16. Juni
2014, Urk. 7/48
f.) per 19. Mai
2014 vorzeitig abgebrochen werden (
vgl.
Mitteilung vom 16. Juni 2014, Urk. 7/50).
Im Hinblick auf die Rentenprüfung veranlasste die IV-Stelle
eine psy
chiatrische
Untersuchung
durch
med.
pract
. B._
, Facharzt
FMH
Psychiatrie und Psychotherapie
, Regionale
r
Ärztliche
r
Dienst
(RAD), worüber dieser
am
25
. J
anuar 2016 Bericht erstattete (Urk. 7/80/1-10
)
. Mit Schreiben vom 8. März 2016 forderte die IV-Stelle den Versicherten unter Hinweis auf seine gesetzliche Mitwirkungspflicht auf, die bisherige Psych
otherapie unabhängig des Rentenent
scheides zur Erhaltung und
Verbesserung seines Gesundheits
zustandes fortzu
setzen. Andernfalls werde auf ein zukünftiges Leistungsgesuch nicht eingetreten (Urk. 7/82). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk. 7/83, Urk. 7/87, Urk. 7/102
) verneinte sie mit Verfügung vom 23. August 2016 einen Rentenan
spruch
des Versicherten
(Urk. 7/105
).
Die
dagegen
am hiesigen Gericht erhobene Beschwerde wie
s dieses mit Urteil IV.2016.015
7 vom
7.
August
2017 ab
(
Urk.
7/109
)
.
Dagegen erhob der Versicherte am
7.
Oktober 2017 Beschwerde beim
B
undesgericht (
Urk.
7/112). Mit
Urteil 8C_695/2017 vom 1
7.
Oktober 2017
er
kannte
das Bundesgericht auf Nichteintreten
(
Urk.
7/
113
).
1.2
Mit Datum vom 1
0.
August 2018
meldete sich der Versicherte
unter Hin
weis auf
eine Depression
sowie
einen
chronisch entzündeten Darm erneut bei der IV-Stelle
zum Bezug von Leistun
gen der Invalidenversicherung an
und beantragte beruf
li
che
Massnahmen
(
Urk.
7/114
, vgl. Telefonnotiz vom 1
3.
September
2018,
Urk.
7/119
). Die IV-Stelle forder
te den Versicherten mit Schreiben vom 2
0.
August
2018
auf, eine wesentliche Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse seit Erlass der letzten Verfügung glaubhaft zu machen, indem er bis spätestens am
2
7.
September 2018
entsprechende aktuelle B
eweismittel nachzureichen habe. Zeit
gleich forderte sie den Versicherten
unter Hinweis auf das Schreiben vom
8. März 2016
auf, einen Nachweis der fortgesetzten Psychotherapie einzureichen (
Urk.
7/116, vgl.
Sachverhalt
Ziff.
1.1
). Nachdem der Versicherte
innert
Frist
ärzt
liche Unterlagen einreichte (
Urk.
7/120/1-5)
, kündigte ihm die IV-Stelle mit Vor
bescheid vom 1
9.
September 2018 an,
auf das Leistungsbegehren nicht einzu
treten (Urk.
7/122
). Der Versicherte wandt
e mit
Datum vom 2
7.
September 2018
ein,
es stünden weitere Arztk
onsultationen
bevor
. Er bitte
daher
um Fristver
längerung
zwecks Einreichens weiterer
Arztberichte
(Urk.
7/124
). Dem Versicher
ten wurde eine
Fristverlängerung
zur ergänzenden
Einwandbegründung
bis am
5.
Dezember 2018
gewähr
t (Urk. 7/126
)
. Diese liess
er
unbenutzt verstreichen
.
Mit Telefonat vom 1
1.
Dezember 2018
ersuchte
d
er
Versicherte
um eine Nachfrist, welche ihm
die IV-Stelle
bis
am
28. Februar 2019 gewährte
(
Urk.
7/127)
. Am 1
3.
Februar 2019
machte
Dr.
med. C._
, Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
eine Eingabe, worin er die IV-Stelle
um Wiederaufnahme der beruf
lichen Integrationsaufnahmen
ersuchte
(
Urk.
7/132).
Mit Verfügung vom
5.
März 2019 trat d
ie IV-Stelle auf das Leistungsbegehren (berufliche Eingliede
rungsmassnahmen) des Versicherten
wie vorbeschieden
nicht e
in (Urk. 2
).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
5.
März 2019 Beschwerde und beantragte, es sei auf sein Leistungsbegehren einzutreten (
Urk.
1).
Mit Eingabe vom
2
6.
April 2019 (Datum Poststempel)
gab
Dr.
C._
einen weiteren Arztbericht zu den Akten
(
Urk.
4,
Urk.
5). Mit Beschwerdeantwort vom
7.
Mai 2019 schloss die Be
schwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerde
führer am
9.
Mai 2019 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente
,
wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades
,
verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheb
lichen Weise geändert hat.
1.2
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsachen
änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtser
heb
lichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachverhaltsänderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
1.3
Die versicherte Person muss die massgebliche Tatsachenänderung mit dem Revi
sionsgesuch oder der Neuanmeldung glaubhaft machen. Der Untersuchungs
grundsatz, wonach das Gericht von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtserheblichen Sachverhalts
zu sorgen hat (BGE 125 V 195 E.
2, 122 V 158 E
. 1a, je mit Hinweisen), spielt insoweit nicht. Wird im Revisionsgesuch oder in der Neuanmeldung kein
Eintretenstatbestand
glaubhaft gemacht, sondern bloss auf ergänzende Beweismittel, insbesondere Arztberichte, hingewiesen, die noch beigebracht würden oder von der Verwaltung beizuziehen seien, ist der versicherten Person eine angemessene Frist zur Einreichung der Beweismittel an
zu
setzen. Diese Massnahme setzt voraus, dass die ergänzenden Beweisvorkehren geeignet sind, den entsprechenden Beweis zu erbringen. Sie ist mit der Androh
ung zu verbinden, dass ansonsten gegebenenfalls auf Nichteintreten z
u erkennen sei (BGE 130 V 68 E
. 5.2.5).
1.4
Mit
Art.
87
Abs.
3 i.
V.
m.
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die V
er
waltung nach vorangegangener rechtskräftiger Leistungsverweigerung immer wie
der mit
gleich lautenden
und nicht näher b
egründeten, d. h. keine Verände
rung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E.
2a, 264 E.
3). Hingegen kann diese
Eintretensv
orschrift
nicht dahingehend aus
gelegt werden, dass die glaubhaft zu ma
chende Änderung gerade jenes An
spruchs
element betreffen muss, welches die Verw
altung der früheren rechtskräf
ti
gen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderun
g eines Sachverhalts aus dem gesam
ten für die Rentenberechtigung erheblichen Ta
tsachenspektrum glaubwürdig dar
tut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpfli
chtet, auf das neue Leistungsbe
gehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstverständlich
auch in recht
licher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen)
.
1.5
Gesetz und Verordnung enthalten keine Vorschriften über die
materiellrechtliche
Revision von Eingliederungsleistungen wegen einer seit ihrer Zusprechung einge
tretenen Veränderung der Verhältnisse. Ebenso wenig ist geregelt, unter welchen Voraussetzungen im Falle einer vorangegangenen Verweigerung von Eingliede
rungs
leistungen ein neues Gesuch entgegenzunehmen und zu prüfen ist. In BGE
105 V 173 hat das Bundesgericht entschieden, dass Eingliederungsleistungen gleich
wie Renten und
Hilflosenentschädigungen
zu behandeln sind und dass demzu
folge Art. 17 ATSG sowie die dazugehörigen Verordnungsbestimmungen in ana
lo
ger Weise auch auf die Revision von Eingliederungsleistungen angewendet werden müssen. Art. 87 Abs. 3 IVV
betrifft – trotz seiner Stellung im Abschnitt E «Die Revision der Rente und der
Hilflosenentschädigung
» – zwar nicht die eigentliche
materiellrechtliche
Revision laufender Leistungen, sondern einen anderen Sachverhalt, nämlich die Neuprüfung nach vorangegangener Leistungs
ver
weigerung. Es rechtfertigt sich aber, die vorerwähnte Rechtsprechung auch auf Art. 87 Abs. 3 IVV
auszudehnen und diese Bestimmung ebenfalls in analoger Weise auf Eingliederungsleistungen anzuwenden. Aufgrund der dortigen Verwei
sung auf Art. 87 Abs. 2 IVV ist daher, wenn eine Eingliederungsleistung verwei
gert wurde, eine neue Anmeldung nur zu prüfen, wenn die versicherte Person glaubhaft macht (vgl. BGE 130 V 64 E. 5.2, 71 E. 2.2 mit Hinweisen), dass sich die tatsächlichen Verhältnisse in einer für den Anspruch erheblichen Weise geän
dert haben (BGE 109 V 119 E. 3a, vgl. auch 125 V 410 E. 2b; AHI 2000 S. 233 E. 1b).
1.6
Streitgegenstand im System der nachträglichen Verwaltungsrechtspflege ist das Rechtsverhältnis, welches - im Rahmen des durch die Verfügung bezieh
ungs
weise den
Einspracheentscheid
bestimmten Anfechtungsgegenstandes - den auf
grund der Beschwerdebegehren effekti
v angefochtenen Verfügungsgegen
stand
bildet. Nach dieser Begriffsumschreibung sind Anfechtungsgegenstand und Streit
gegen
stand identisch, wenn die Verwaltungsverfügung beziehungs
weise der
Einspra
che
entscheid
insgesamt angefochten wird (BGE 125 V 413).
Richtet sich die Beschwerde gegen einen
Nichteintretensentscheid
, hat das Ge
richt, ungeachtet
der Vorbringen
der
beschwerdeführenden
Partei, zu prüfen und
darüber zu entscheiden, ob die Verwalt
ung zu Recht nicht auf das Leis
tungs-
oder Feststellungsbegehren eingetreten ist. Der richterliche Entscheid in der Sache
(Sachentscheid) hat in dieser besonderen verfahrensmässigen Situa
tion den for
mellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die untere Instanz zum Gegen
stand. Dagegen hat sich das Gericht mit materiellen Anträgen nicht zu befassen (BGE 121 V 157 E. 2b, 116 V 265 E. 2a, SVR 1997, UV Nr. 66 S. 225 E. 1a).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung erwog die Beschwerdegegnerin, es sei seit der letzten Verfügung vom 23. August 2016 keine Veränderung festzustellen, wes
halb auf das neue Leistungsbegehren nicht einzutreten sei (
Urk.
2).
2.2
In seiner Beschwerde
hielt
der Besch
werdeführer fest
,
da auf seine Neuanmeldung nicht eingetreten
worden
sei, erhebe er dagegen Beschwerde
; es
seien die beruf
lichen Einglie
derungsmassnahmen wieder an
die Ha
nd zu
nehmen (
Urk.
1).
3.
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin auf die Neuanmeldung des Beschwerdeführers vom
1
0.
August 2018
(
Urk.
7/114)
zu Recht nicht eingetreten ist.
Zeitliche Vergleichsbasis für die Glaubhaftmachung einer anspruchserheblichen Änderung
nach
Art.
87
Abs.
3 IVV ist stets die letzte rechtskräftige Verfüg
ung, welche auf einer rechtskon
formen Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdi
gung und Durchführung eines Ein
kommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Ände
rung in den erwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom
2
6.
März 2010 E. 1 mit Hinweisen), mithin die gerichtlich be
st
ä
tigte, leistungsabweisende Ver
fügung
vom 23. August 2016
.
4.
4.1
D
er
ablehnenden
Verfügung
vom
2
3.
August 2016 (
Urk.
7/105
)
lag der psychia
trische
Untersuchungsbericht
von
med.
pract
.
B._
, Facharzt FMH Psychia
trie und Psychotherapie, Regionaler Ärztlicher Dienst (RAD)
vom 2
5.
Januar 2016 zugrunde
.
4.2
Darin stellte
med.
pract
B._
keine Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit fest. Ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit diagnostizierte
er
(1) einen Zustand nach mehreren psychosozialen Belastungsreaktionen (Z73),
(2) selbstunsichere, unreife, vermeidende Persönlichkeitsakzentuierungen, (3) leichte
Agoraphobie (ICD-10: F40.00) sowie (4) Cannabiskonsum (
Urk.
7/80/6).
Der Beschwerdeführer sei pünktlich und alleine
zur Untersuchung erschienen,
habe in normale
r Lautstärke gesprochen, häufig
Blickkontakt
gesucht,
ein unauf
fälliges Gangbild sowie einen kräftigen Händedruck
gezeigt
.
Sodann
sei
er
freund
lich und bereitwillig im Kontakt und habe einen flüssigen und zusam
men
hängenden Gedankengang gezeigt, ohne Anhalt für Sinnestäuschungen,
lch
-Stö
rungen oder inhaltliche Denkstörungen. Die Antworten seien promp
t gekommen mit flüssigen,
eigen
initiativen
Darstellungen. Affektiv sei der Beschwerdeführer schwingungsfähig, bei Scherzen mitlachend und bei traurigen
Biografieinhalten
habe er wässrige Augen bekommen. Weiter sei er unauffällig betreffend Mimik, Gestik und Antrieb. Der Beschwerdeführer sei über die gesamte zweistündige Untersuchungszeit aufmerksam und konzentriert gewesen und habe keinerlei klinisch auffällige Gedächtnisdefizite gezeigt. Im Laufe des Gespräches habe er sich deutlich dankbar für Wertschätzung und Lob gezeigt (
Urk.
7/80/4).
Med.
pract
.
B._
kam zum Schluss, im Rahmen einer – näher umschriebenen (
Urk.
7/80/3, vgl. dazu auch E. 3.2) - belastenden
Kindheit habe der Beschwerde
führer kaum starke Vorbilder erlebt; weder ein kräftiges väterliches Vorbild, noch eine fürsorgliche Mutter. Auch die
behandelnde Psychiaterin
habe das Fehlen positiver Vorbilder betont. Erfre
ulicherweise sei dem Beschwerde
führer trotzdem ein Sek. C-
Schulabschluss sowie ein High-School-Abschluss in den USA ge
lungen.
Ungeachtet
dieses Leistungsvermögens habe er den Eintritt ins Berufs
leben
indes
nicht geschafft.
Die behandelnde Psychiaterin
habe
weiter von einem beträcht
lichen Vermeidungsverhalten, Selbstüberschätzung und einer erst ent
steh
en
den erwachsenen
Identität
berichtet
. Die Abklärungen im
A._
würden eine gute Intelligenz sowie Neigung ausweisen, sich massiv unter Druck zu setzen. In Stresssituationen reagiere er mit Magenbeschwerden. Insgesamt zeigten sich selbst
unsichere, unreife Persönlichkeitsakzent
uierungen. Es sei durchaus nach
voll
ziehbar, dass dieser emotional wenig belastbare junge Mann durch
psycho-soziale
Belastungen besonders getroffen werde.
Anlässlich der aktuellen Unter
suchung hätten sich aufgrund der objektiven Befunde indes keinerlei Hinweise auf eine depressive Störung ergeben. Daher könnten die früher geschilderten depressiven Symptome mit überwiegender Wahrscheinlichkeit als Belastungs-reaktionen/Anpassungsstörungen beu
rteilt werden. Der Beschwerde
führer selbst habe sich als „verstört" und „emotional v
erwirrt“ bezeichnet. Die gesund
heit
lichen Beschwerden hätten den Beschwerdeführer zwar bei der Arbeit anlässlich des Arbeitstrainings im
A._
behindert, nicht aber am ausgiebigen sozialen Aus
tausch mit anderen Teilnehmenden, insbesondere seiner neuen Freundin. Dies lasse
auf ein beträchtliches Arbeitsv
ermei
dungsverhalten schliessen (Urk.
7/80/6). In der Gesamtschau werde der Schweregr
ad einer Persönlichkeits
stö
rung nicht erreicht. Es sei aufgrund
der Probleme in der Persönlichkeits
ent
wicklung vielmehr von Persön
lichkeitsakzentuierungen auszu
gehen (
Urk.
7/80/8 ff.). Hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit
(ungelernt) sei der Beschwerde
führer während der tages
klinischen Behandlung vom 1
6.
Juni bis
4.
September 2014 zu 100
%
arbeits
unfähig g
ewesen. Hinsichtlich einer ange
passten – eher einfachen (Sek. C, Schwächen in Logik laut Multicheck) – Verweistätigkeit sei er zu 100
%
arbeitsfähig (
Urk.
7/80/10).
5.
5.1
Die Neuanmeldung vom
1
0.
August 2018 (
Urk.
7/114
) erfolgte
rund zwei Jahre
nach
dem abweisenden Entscheid
vom 2
3.
August 2016
(
Urk.
7/105
).
Da der Beschwerdeführer
mit seiner Neuanmeldung
bloss auf
psychisch-psychoso
ma
tische sowie Darmbeschwerden
hinwies
(
Urk.
7/114/6
) und k
eine Unterlagen zur Glaubhaft
machung einer Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingere
icht hatte, wurde er von der IV-
St
elle mit Einschreibebrief vom 2
0.
August 2018 auf
ge
fordert, aktuelle Beweismittel nachzureichen
, welche sich zu einer allfälli
gen Veränderung seines
Gesundheitszustandes seit August 2016
zu ä
ussern hät
ten; gleichzei
tig wies
sie
darauf hin, dass auf das Gesuch ansonsten nic
ht eingetreten würde (
Urk.
7/116
).
5.2
Innert der angesetzten Frist
legte der Beschwerdeführer
die notfallmässige Über
weisung von
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, vom 1
8.
Juni 2018 an das Stadtspital
E._
zwecks Gastroskopie (Magenspiegelung),
die Terminbestätigung
und den Gastroskopie-Befund
des Stadtspitals
E._
vom
2.
Juli 2018
sowie
den (undatierten) Biopsie-Befund des Universitätsspitals
F._
(
Urk.
7/120/1-5)
auf
.
Die
Gastroskopie
erfolgte
am
2.
Juli 2018
vor dem Hintergrund eines bekannten Reizdarmsyndrom
s
sowie seit zwei Wochen andauernden Oberbauchschmerzen auf Zuweisung von
Dr.
D._
; die Befunde erwiesen sich
im Wesentlichen
als unauffällig
. D
ie
Biopsie der entnommenen
Schleimhaut-
Proben
erbrachte
sodann
eine geringe chronische, inaktive Entzündung der Magenschleimhaut, ohne Erre
ger
nachweis und ohne Malignität
(
Urk.
7/120/1
-5
).
5.3
Die im Neuanmeldungsverfahren aufgelegten medizinischen Unterlagen
(vgl. E.
5.2)
enthal
ten keine Hinweise
auf eine
IV-relevante
Veränderung der
tatsäch
lichen Verhältnisse. Mithin
hat der Beschwerdeführer
damit
nicht glaubhaft gemacht, dass sich sein Gesundheitszustand in anspruchsrelevanter Weise verän
dert hat
.
Da der Untersuchungsgrundsatz im Neuanmeldungsverfahren nicht spielt (vg
l. E. 1.3
), ist es nicht zu beanstanden, wenn die
IV-Stelle
mit Vor
bescheid vom
1
9.
September 2018
in Aussicht stellte, dass sie mangels glaubhaft gemach
ter Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse auf die Neuanmeldung nicht eintreten werde.
5.4
Auch die im
Einwandverfahren
aufgelegten medizinischen Unterlagen sind nicht
geeignet, eine anspruchserhebliche Veränderung des Gesundheitszustandes glaub
haft zu machen:
Im
einwand
weise
eingereichten Schreiben vom 1
1.
Februar
2019
nannte
Dr.
C._
weder neue
Diagnosen
noch Befunde.
Auch
postulierte er
k
eine
Zustandsverschlechterung. Im Gegenteil betonte er
,
aktuell
lägen
stabilere soziale Verhältnisse
vor
,
und hielt vor diesem Hintergrund sowie
unter Hinweis auf die fehlende Lebensperspektive des Beschwerdeführers
lediglich
dafür
, es sei eine IV-unterstützte berufliche Wiedereingliederung angezeigt (
Urk.
9/132).
5.5
Die
von
Dr.
C._
im v
orliegenden Beschwerdeverfahren
eingereichte
n
Unter
lagen
(Urk.
4,
Urk.
5
) sind
ausserdem
unbeachtlich
;
n
ach ständiger Rechtspre
chung beurteilt das
Sozial
versicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des ange
foch
tenen Entscheids nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither ver
ändert haben, sollen im
Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungs
ver
fügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E. 1b).
5
.6
Nach dem Gesagten ist es ni
cht zu beanstanden, wenn die IV-
Stelle mangels glaubhaft gemachter Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse auf die Neu-anmeldung nicht eingetreten ist. Die Beschwerde ist daher abzuweisen.
6
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf
Fr.
600.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG).