# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f8839bf1-9bdb-519d-8b4e-da48b4b1f61e
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Am 15. August 2017 erliess der Gemeinderat A._ den Teilstrassenplan X._ auf den
Parzellen Nrn. 0000_ und 0001_, Grundbuch A._. Danach soll die bestehende
Zufahrt von der Y._-strasse (Parzelle Nr. 0002_, Kantonsstrasse zweiter Klasse
Nr. 0003_) zum Wohnhaus Assek.-Nr. 0004_ und zur Scheune Assek.-Nr. 0005_ auf
Parzelle Nr. 0001_ zwischen den Grundstücken Nrn. 0006_ f. und 0000_ unter
Einbezug des Vorplatzes auf Parzelle Nr. 0000_ als Gemeindestrasse zweiter Klasse
eingestuft werden. Nach dem Zonenplan der Politischen Gemeinde A._ sind die
Grundstücke Nrn. 0006_ f., 0000_ und 0001_ der Wohn-Gewerbe-Zone WG2
zugewiesen. Während der öffentlichen Auflage vom 17. Oktober 2017 bis
15. November 2017 gingen keine Einsprachen ein. Am 23. November 2017 ersuchte
der Gemeinderat A._ beim Baudepartement um Genehmigung des Teilstrassenplans
X._. Am 1. März 2018, 18. Juni 2018, 4. Januar 2019 und 3. Juli 2019 ergänzte er das
Gesuch mit weiteren Unterlagen und Angaben. Am 3. April 2019 führte das
Baudepartement offenbar erfolglos eine Einigungsverhandlung durch. Am 23. Mai 2019
reichte die Abteilung Mobilität und Planung des Tiefbauamtes einen koordinierten
Amtsbericht ein. Mit Verfügung vom 8. November 2019 verweigerte das
Baudepartement die Genehmigung des Teilstrassenplans X._ (act. 2, act. 8/1-1d, 3, 5,
7, 9, 11, 13, www.geoportal.ch).
B.
Gegen die Verfügung des Baudepartments (Vorinstanz) vom 8. November 2019 erhob
die Politische Gemeinde A._ (Beschwerdeführerin) am 13. November 2019
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit dem Rechtsbegehren, es sei die
angefochtene Verfügung aufzuheben und der Teilstrassenplan X._ zu genehmigen
(act. 1). Am 16. Dezember 2019 ergänzte sie ihre Beschwerde mit einer Begründung
(act. 5). Mit Vernehmlassung vom 27. Januar 2020 schloss die Vorinstanz auf
Abweisung der Beschwerde (act. 7). Mit Replik vom 17. Februar 2020 bestätigte die
Beschwerdeführerin ihre Anträge und Ausführungen (act. 10). Mit Eingabe vom
2. März 2020 behielt die Vorinstanz das letzte Wort (act. 12).
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Auf die Erwägungen in der angefochtenen Verfügung und die Ausführungen der
Verfahrensbeteiligten zur Begründung ihrer Anträge sowie die Akten wird, soweit
wesentlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des
Strassengesetzes; sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege; sGS 951.1, VRP). Die Beschwerdeeingabe vom
13. November 2019 (act. 1) erfolgte rechtzeitig und erfüllt zusammen mit der Ergänzung
vom 16. Dezember 2019 (act. 5) formell und inhaltlich die gesetzlichen Anforderungen
(Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Die
Beschwerdeführerin ist zur Erhebung des Rechtsmittels befugt (vgl. Art. 64 in
Verbindung mit Art. 45 VRP sowie VerwGE B 2019/95 vom 22. August 2019 E. 1 mit
Hinweisen). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2.
Die Vorinstanz stellt den Beweisantrag (act. 7, S. 4 Ziff. II/6), es sei ein Augenschein
durchzuführen. Darauf kann verzichtet werden, da sich die entscheidrelevanten
tatsächlichen Verhältnisse aus den Verfahrensakten ergeben und davon mit Blick auf
die im Streit stehenden (Rechts-)Fragen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind
(vgl. BGer 1C_582/2018 vom 23. Dezember 2019 E. 2.2 mit Hinweisen, insbesondere
auf BGE 144 II 427 E. 3.1 f.; siehe dazu auch act. 8/1, wonach der Rat der
Beschwerdeführerin eigenen Angaben zufolge offenbar vor der Aufnahme des
Vorprüfungsverfahrens Nr. 0010_ im Jahr 2017 zusammen mit Vertretern des
kantonalen Tiefbauamts und der Verkehrspolizei bereits einen Augenschein
durchgeführt hat).
3.
Der Rat der Beschwerdeführerin erliess den strittigen Teilstrassenplan
(Sondernutzungsplan, vgl. dazu VerwGE B 2017/186 vom 21. Februar 2019 E. 2 mit
Hinweis) am 15. August 2017. Dessen öffentliche Auflage erfolgte vom
17. Oktober 2017 bis 15. November 2017, weshalb vorliegend das StrG in der seit
1. Oktober 2017 gültigen Fassung (nGS 2017-049) zur Anwendung gelangt (vgl.
Art. 174 des Planungs- und Baugesetzes; sGS 731.1, PBG).
bis
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4.
Der Gemeindestrassenplan nach Art. 7 in Verbindung mit Art. 12 Abs. 1 StrG ist ein
Sondernutzungsplan, der als solcher den Zonenplan überlagert (vgl. VerwGE
B 2012/69; B 2012/70 vom 19. Dezember 2013 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Er soll eine
Übersicht über die öffentlichen Strassen, welche dem Gemeingebrauch offenstehen
(vgl. Art. 1 Abs. 1 und Art. 17 Abs. 1 StrG), geben (vgl. G. Germann, Allgemeine
Bestimmungen, in: derselbe [Hrsg.], Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz
vom 12. Juni 1988, St. Gallen 1989, N 1 zu Art. 12). Für die Öffentlicherklärung einer
Strasse ist massgeblich, ob sie der Fein- oder Groberschliessung mehrerer
Grundstücke oder einer grösseren Anzahl von Wohnstätten dient (vgl. VerwGE
B 2018/185 vom 24. Januar 2019 E. 5.1 mit Hinweisen, bestätigt mit
BGer 1C_248/2019 vom 3. Februar 2020). Demnach bezweckt der Strassenplan, die
Erschliessung (Art. 19 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Raumplanung,
Raumplanungsgesetz; SR 700, RPG, Art. 4 des Wohnbau- und
Eigentumsförderungsgesetzes; SR 843, WEG [für den Wohnungsbau], und Art. 66
lit. a PBG), insbesondere die hinreichende Zufahrt (Art. 19 Abs. 1 RPG und Art. 67
lit. a PBG) eines bestimmten Gebietes sicherzustellen (vgl. dazu Art. 23 Abs. 1 lit. c und
Art. 26 Abs. 1 lit. a PBG, zur Erschliessungspflicht der politischen Gemeinde siehe
auch Art. 19 Abs. 2 Satz 1 RPG und Art. 32 Abs. 1 der Raumplanungsverordnung;
SR 700.1, RPV, in Verbindung mit Art. 11 Abs. 1 PBG, sowie Art. 18 Abs. 1 Ingress und
lit. a der Verfassung des Kantons St. Gallen; SR 131.225, sGS 111.1, KV). Eine Zufahrt
ist dann als hinreichend zu betrachten, wenn sie tatsächlich so beschaffen ist, dass sie
bau- und verkehrstechnisch der bestehenden und der geplanten Überbauung genügt,
den zu erwartenden Fahrzeugen und Fussgängern sicheren Weg bietet und von den
öffentlichen Diensten ungehindert benützt werden kann und, wenn sie über fremdes
Eigentum führt, rechtlich gesichert ist. In Betracht zu ziehen sind die örtlichen
Gegebenheiten sowie die Anlage und Zweckbestimmung der Gebäude, denen die
Zufahrt zu dienen hat (vgl. VerwGE B 2016/215 vom 22. Februar 2018 E. 9.1 mit
Hinweisen, bestätigt mit BGer 1C_219/2018 vom 9. November 2018).
5.
Die Verfahrensbeteiligten sind darüber einig (vgl. dazu act. 5, S. 2 Ziff. II/1b und act. 7
Ziff. II/1), dass die Beschwerdeführerin verpflichtet sei, für eine hinreichende Zufahrt
von der Parzelle Nr. 0001_ zur Y._-strasse einen Teilstrassenplan zu erlassen, da in
naher Zukunft, d.h. innert weniger Jahre, eine Überbauung der Parzelle Nr. 0001_ in
der Wohn-Gewerbe-Zone WG2 mit 26 Wohneinheiten als realistisch erscheine (vgl.
hierzu VerwGE B 2011/9 vom 7. Dezember 2011 E. 4.5.5). Es braucht daher nicht
weiter untersucht zu werden, ob es sich bei der bestehenden Zufahrt auf Parzelle
Nr. 0001_ um eine Anlage der Feinerschliessung oder um eine blosse Hauszufahrt
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handelt (vgl. dazu BGer 1C_248/2019 vom 3. Februar 2020 E. 5.2 f. und VerwGE
B 2018/185 vom 24. Januar 2019 E. 5.1 f. je mit Hinweisen). Folglich tut auch nichts
(mehr) zur Sache, dass das Tiefbauamt nach unbelegten Angaben der Vorinstanz
(act. 2, S. 1) im Jahr 2016 ein Gesuch (Nr. 0011_) um Bewilligung der privaten Zufahrt
auf Parzelle Nr. 0001_ in die Y._-strasse (Kantonsstrasse) im Sinne von Art. 63
Abs. 1 Ingress und lit. a sowie Abs. 2 StrG in Verbindung mit Art. 1 der
Strassenverordnung (sGS 732.11, StrV) behandelt haben soll. Somit steht fest, dass die
fragliche Zufahrt auf Parzelle Nr. 0001_ dem strassenrechtlichen Planverfahren und
nicht dem Baubewilligungsverfahren untersteht (vgl. dazu Art. 39 StrG). Ebenfalls nicht
umstritten ist die vorgesehene Klassierung (Gemeindestrasse zweiter Klasse, vgl. dazu
VerwGE B 2014/64; 2014/72 vom 28. Mai 2015 E. 5.2 mit Hinweisen). Gemäss
mittlerweile unbestrittener Darstellung der Beschwerdeführerin (act. 5, S. 2 Ziff. II/1c,
act. 7 Ziff. II/1) bedingt die Umnutzung der bestehenden Zufahrt auf Parzelle
Nr. 0001_ – eine künftige Überbauung mit 26 Wohneinheiten generiert im Vergleich
zum bestehenden Wohnhaus Assek.-Nr. 0004_ mitsamt der Scheune Assek.-
Nr. 0005_ offenkundig ein höheres Verkehrsaufkommen – zudem kein
Strassenbauprojekt (anders noch: act. 8/2, wonach der bestehende Ausbaustandard
für die zu erwartende Verkehrsmenge nicht genügt). Zu prüfen ist, ob die Genehmigung
des strittigen Teilstrassenplans nach der Vorinstanz (vgl. act. 2, S. 4 E. 2a, act. 7,
Ziff. II/1 und act. 12 Ziff. 2) zwingend die gleichzeitige Festlegung bzw. rechtliche
Sicherstellung von Sichtzonen für die Zufahrt auf Parzelle Nr. 0001_ vorausgesetzt
hätte oder ob solche Sichtzonen gemäss der Ansicht der Beschwerdeführerin (act. 5,
S. 3 f. Ziff. II/3.1, act. 10, Ziff. 1) auch noch nachträglich, zeitlich abgestimmt auf ein
künftiges Baubewilligungsverfahren auf Parzelle Nr. 0001_, rechtlich sichergestellt
werden könnten.
Der Bestand von Strassen und die Sicherheit der Benützer dürfen nicht beeinträchtigt
werden (Art. 100 Abs. 1 StrG). Unzulässig sind insbesondere Beeinträchtigungen durch
Bauten und Anlagen (Art. 100 Abs. 2 Ingress und lit. a StrG). Die Sichtzone bezeichnet
den Bereich, der aus Gründen der Verkehrssicherheit für die freie Sicht offen zu halten
ist (Art. 101 Abs. 2 StrG). Sichtzonen dürfen nicht als durchgehende Sichtstreifen
entlang von Strassen gelegt werden; sie sind auf jene Bereiche zu beschränken, in
denen die freie Sicht aus Gründen der Verkehrssicherheit geboten ist. Sie drängen sich
unter anderem im unmittelbaren Bereich von Zufahrten auf (vgl. dazu auch Art. 65
Abs. 2 StrG). In den Sichtzonen ist alles untersagt, was die freie Sicht behindert. Die
innerhalb der Sichtzone liegenden Flächen dürfen insbesondere nicht als Park- und
Abstellplätze verwendet werden (vgl. D. Gmür, Strassenpolizeiliche Bestimmungen, in:
5.1.
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G. Germann [Hrsg.], a.a.O., N 5 zu Art. 101). Die politische Gemeinde hat die Hoheit
(Art. 11 Abs. 1 StrG) und die Aufsicht (Art. 16 Abs. 2 StrG) über die Gemeindestrassen.
Dementsprechend werden Sichtzonen für Gemeindestrassen von ihr durch
Sondernutzungs- und Strassenprojektpläne oder durch Verfügung (inkl. Plan über die
genaue Lage und Ausdehnung) festgelegt (vgl. Art. 102 Abs. 1 Ingress und lit. d und
e StrG sowie Gmür, a.a.O., N 6 zu Art. 102). Nutzungspläne im Sinne von
Art. 14 ff. RPG bilden selbst Koordinationsinstrumente, welche mit eigenen Mitteln und
Verfahren auf der planerischen Ebene die Anwendung verschiedenartiger Vorschriften
sicherstellen und die Konflikte zwischen den unterschiedlichen Nutzungsinteressen
lösen sollen (vgl. dazu Art. 1 bis Art. 3 RPG sowie Art. 3 und Art. 47 RPV und A. Marti,
in: Aemisegger/Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Baubewilligung,
Rechtsschutz und Verfahren, Zürich 2020, N 55 zu Art. 25a). Wie sich daraus und
gestützt auf Art. 102 Abs. 1 Ingress und lit. d StrG ergibt, sind damit die für die
Verkehrssicherheit notwendigen Sichtzonen beim Erlass eines Teilstrassenplans
(Sondernutzungsplan) festzulegen, sofern kein Strassenbauprojekt vorliegt (vgl. dazu
auch Gmür, a.a.O., N 6 zu Art. 102, wonach die Festsetzung von Sichtzonen durch
Verfügung nur zulässig ist, wenn besondere Vorschriften [in Nutzungsplänen] fehlen).
Darüber hinaus ist nach Art. 25a RPG eine Koordinationspflicht zu bejahen, wenn
zwischen den anzuwendenden Vorschriften ein derart enger sachlicher Zusammenhang
besteht, dass sie nicht getrennt und unabhängig voneinander beurteilt werden dürfen,
ansonsten die gesonderte Behandlung sachlich zu unhaltbaren Ergebnissen führen
könnte. Dies gilt insbesondere, wenn für die Errichtung oder Änderung einer Baute
oder Anlage Verfügungen mehrerer Behörden nötig sind. Die Koordinationsgrundsätze
finden auf Sondernutzungspläne und damit auch auf Strassenpläne und
Strassenprojekte nach dem Strassengesetz sachgemäss Anwendung. Bilden die
massgeblichen Fragen Gegenstand verschiedener Verfahren, sind diese zeitlich zu
koordinieren, wenn wegen des Erfordernisses einer inhaltlich abgestimmten
Anwendung des materiellen Rechts keine Möglichkeit besteht, eines davon
vorzuziehen (vgl. VerwGE B 2019/77; B 2019/78 vom 11. Februar 2020 E. 4.1 und
VerwGE B 2013/232; B 2013/267 vom 16. April 2014 E. 2.1 ff. je mit Hinweisen sowie
Marti, N 55 ff. zu Art. 25a). Ist ein Nutzungsplan derart detailliert, dass künftige
Verkehrsprobleme erkennbar sind, muss nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung –
entgegen der Auffassung der Beschwerdeführerin – die Erschliessung im Sinne der
raumplanerischen Koordination bereits beim Erlass jenes Plans und nicht erst im
späteren Baubewilligungsverfahren geregelt werden (vgl. E. Jeannerat, in: Aemisegger/
Moor/Ruch/Tschannen [Hrsg.], Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, N 54 sowie
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FN 183 zu Art. 19 mit Hinweisen auf BGer 1C_328/2012 vom 31. Januar 2013 E. 3.1
und BGer 1C_361/2008 vom 27. April 2009 E. 3.2.4 f., in: URP 2009, S. 877 ff.).
Nach dem bei den Akten liegenden Amtsbericht der Abteilung Mobilität und Planung
des Tiefbauamtes vom 23. Mai 2019, welcher koordiniert mit der Kantonspolizei,
Verkehrstechnik, und dem Strasseninspektorat verfasst wurde (act. 8/11), sind die
notwendigen Sichtweiten gemäss den VSS-Normen 40 090b sowie 40 273a, gültig seit
31. März 2019 (vgl. zur Anwendung dieser Normen VerwGE B 2018/52 vom
27. Februar 2019 E. 5.1 mit Hinweisen, allerdings in Bezug auf Art. 19 Abs. 1 RPG und
Art. 67 lit. a PBG), auf der bestehenden Zufahrt zur Parzelle Nr. 0001_ wegen
parkierter Fahrzeuge auf den Nachbargrundstücken Nrn. 0007_ und 0000_ nicht
eingehalten. Die Sicht sei ab einer Höhe von 0.60 m freizuhalten und auf den
Nachbarparzellen (mittels Sichtzonen) rechtlich zu sichern. Aufgrund der Aktenlage und
den Vorbringen der Beschwerdeführerin bestehen keinerlei Anhaltspunkte, welche
diese Einschätzungen des fachkundigen Tiefbauamtes ernsthaft erschüttern könnten
(vgl. dazu VerwGE B 2017/186 vom 21. Februar 2019 E. 6.3 mit Hinweisen). Vielmehr
hat die Beschwerdeführerin im vorinstanzlichen Verfahren zur Überprüfung der
Sichtweiten im Anhang zum Planungsbericht vom 10. Juli 2017 (act. 8/1d) selbst einen
Plan Sichtweiten Ausfahrt X._ eingereicht und diese Unterlagen mit Eingabe vom
4. Januar 2019 noch ergänzt (vgl. Planungsbericht, act. 8/7a, S. 5-7, und Plan
Sichtweiten Ausfahrt X._, act. 8/7b, je vom 9. November 2018). Damit hat sie letztlich
selbst erkannt, dass ein Bedarf daran besteht, die notwendigen Sichtzonen im
fraglichen Bereich rechtlich sicherzustellen. Daran ändert nichts, dass sie in der
Beschwerdeergänzung vom 16. Dezember 2019 beiläufig, ohne dies nachzuweisen,
behauptet, die Parkflächen innerhalb der fraglichen Sichtzonen auf den Grundstücken
Nrn. 0007_ und 0000_ würden derzeit nicht genutzt (act. 5, S. 4 Ziff. II/3.1 in fine,
siehe dazu auch act. 8/13). Demzufolge ist festzuhalten, dass für die Wahrung der
Verkehrssicherheit der Zufahrt auf Parzelle Nr. 0001_ in die Y._-strasse selbst nach
Einschätzung der Beschwerdeführerin zumindest – zusätzliche strassenbauliche
Massnahmen vorbehalten (vgl. dazu Planungsbericht vom 9. November 2019,
act. 8/7a, S. 7 Ziff. 3.2, sowie act. 8/2 und 4) – der Erlass von Sichtzonen unentbehrlich
ist.
Ohne Zweifel setzt damit auch eine verkehrstechnisch hinreichende Zufahrt im Sinne
von Art. 19 Abs. 1 RPG und Art. 67 lit. a PBG den Erlass solcher Sichtzonen voraus.
Eine solche hinreichende Zufahrt auf Parzelle Nr. 0001_ soll nach dem Gesagten (vgl.
E. 5 hiervor) mittels des Teilstrassenplans X._ gerade sichergestellt werden. Daraus
5.2.
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folgt, dass die Beschwerdeführerin bereits gestützt auf Art. 16 Abs. 2, Art. 100 Abs. 1
und Abs. 2 Ingress und lit. a sowie Art. 101 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 102 Abs. 1
Ingress und lit. d StrG kantonalrechtlich verpflichtet war, die für die Verkehrssicherheit
notwendigen Sichtzonen im strittigen Teilstrassenplan (Sondernutzungsplan) und nicht
erst nachträglich mittels Verfügung (Art. 102 Abs. 1 Ingress und lit. e StrG) festzulegen.
Im übrigen besteht ein derart enger Sachzusammenhang zwischen der Festlegung der
notwendigen Sichtzonen und dem Erlass des strittigen Teilstrassenplans, dass sie nicht
getrennt und unabhängig voneinander beurteilt werden können. Werden die Sichtzonen
nicht zusammen mit dem Teilstrassenplan erlassen, sondern erst danach, könnte dies
dazu führen, dass die Sichtzonen letztlich – bei erfolgreichem Widerstand der davon
betroffenen Grundeigentümer – nicht festgelegt werden können. Daraus würde ein
Teilstrassenplan resultieren, welcher die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet. Unter
diesen Umständen ist auch ein Koordinationsbedarf im Sinne von Art. 25a RPG
zwischen dem Teilstrassenplan X._ und der Festlegung der notwendigen Sichtzonen
für die Zufahrt auf Parzelle Nr. 0001_ ausgewiesen. Wie die Vorinstanz in
Erwägung 2a des angefochtenen Entscheids (act. 2, S. 4) zutreffend ausgeführt hat,
durfte der Teilstrassenplan X._ ohne die gleichzeitige rechtliche Sicherstellung der
notwendigen Sichtzonen für die Zufahrt auf Parzelle Nr. 0001_ deshalb so oder anders
nicht genehmigt werden (siehe auch act. 7 Ziff. II/1 und act. 12 Ziff. 2). Die
Beschwerdeführerin hat im Rahmen des vorliegenden Verfahrens bis dato keine
vollständige planerische Darstellung der notwendigen Sichtzonen – inklusive
Landerwerbsplan und Baulinien im Sinne von Art. 40 lit. b und c StrG analog –
nachgereicht (vgl. dazu Art. 102 Abs. 1 Ingress und lit. d StrG sowie Teilstrassenplan
X._ vom 15. August 2017, act. 8/1c, und Plan Sichtweiten Ausfahrt X._ vom
10. Juli 2017/9. November 2018, act. 8/1d und 7b). Auch auf die nachträgliche
Festsetzung dieser Sichtzonen durch Verfügung, welche nach dem Gesagten ohnehin
unzulässig wäre, hat sie verzichtet. Im Lichte des oben Ausgeführten hat sie damit das
bundesrechtliche Koordinationsgebot verletzt und ist auch ihrer kantonrechtlichen
Verpflichtung, die notwendigen Sichtzonen im strittigen Teilstrassenplan festzulegen,
nicht nachgekommen. Entsprechend ist die Nichtgenehmigung des Teilstrassenplans
X._ bereits aus diesen Gründen zu bestätigen und die Beschwerde abzuweisen.
Dahingestellt bleiben kann bei diesem Ergebnis, ob die Vorinstanz dem
Teilstrassenplan X._ auch wegen fehlender Unterlagen für das Variantenstudium
(Vergleich zu den zwei Zufahrten über die Grundstücke Nrn. 0008_ oder 0009_),
namentlich mangels Nachweisen für eine allfällige Nichtumsetzung des
Bundesgesetzes über die Beseitigung von Benachteiligungen von Menschen mit
Behinderungen (Behindertengleichstellungsgesetz; SR 151.3, BehiG) bei der
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6.
(...).