# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3d406fc2-8b9e-4e0e-8e12-92a54ada07ea
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Gemäss
Anschlussvertrag vom 19. Dezember 2004 schloss sich die
X._
AG
,
bei
der im Wesentlichen
Y._
und
Z._
angestellt
waren,
per 1. Januar 2005 der PK-AETAS,
BVG-Sam
mel
stif
tung
(nachfolgend PK-AETAS)
an (Urk. 9/2/1)
an
.
Y._
wurde am 29. März 2005 arbeitsunfähig
und meldete sich am 14. Dezember 2005 bei der Eid
ge
nös
si
schen Invalidenversicherung
(IV)
zum Bezug einer Rente an (Urk. 2/1 S. 2)
.
Wegen
Dif
fe
renzen über die
Höhe der
geschuldeten
Beiträge
löste die PK-AETAS mit Schrei
ben vom 26. Juni 2008 den Anschlussvertrag per 31. De
zem
ber 2008
auf und leitete ge
gen die
X._
am 22. Juni 2010 über den Betrag von Fr. 6‘663.55 nebst Zins zu 7,5 % seit dem 16. April 2010 sowie über Fr. 430.-- die Be
trei
bung ein (Urk.
9/
2/3-4).
Nachdem die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich
(SVA)
, IV-Stelle,
Y._
mit Verfügung vom 23. September 2010 mit Wirkung ab dem 1. März 2006 eine halbe Invalidenrente zugesprochen und dieser dagegen am 25. Ok
tober 2010 beim hiesigen Gericht
eine unter der Prozessnummer IV.2010.01010 angelegte
Beschwerde mit dem Rechtsbegehren um Zusprechung einer ganzen Rente erhoben hatte (Urk. 2/12 S. 2 f.),
erklärte sich die PK-AETAS mit Schrei
ben vom 10. Februar 2011 ohne Anerkennung einer Rechtspflicht und un
ter Rückforderungsvorbehalt bereit,
Y._
eine auf einem
Invaliditäts
grad
von 50 % basierende Invalidenrente auszurichten.
Gleichzeitig
forderte sie die
X._
auf, die sich unter Berücksichtigung der
entsprechenden
Prä
mi
en
be
frei
ung
nun noch auf Fr. 4‘387.55 belaufenden Ausstände bis spätestens 25. Feb
ruar 2011 zu bezahlen (Urk. 9/2/13).
2.
Am 1. März 2011 reichte die PK-AETAS
gegen die
X._
schliesslich
beim hie
si
gen Gericht
Klage
mit f
olgende
m
Rechtsbegehren
ein
(Urk.
9/
1 S. 2):
„
Unter der Feststellung, dass der für die PK-AETAS massgebende Lohn von Herrn
Y._
CHF 45‘900.-- beträgt, sei die Beklagte zu ver
ur
tei
len, der Klägerin den Betrag von CHF 4‘387.55 nebst Zins zu 5 % seit dem 23.06.2010 sowie ausserordentliche Aufwendungen von CHF 300.-- und Parteikosten von CHF 540.-- zu bezahlen. Der Rechtsvor
schlag in der Betreibung Nr.
A._
sei in diesem Umfang aufzuheben.
“
Diese Klage wurde unter der Prozessnummer BV.2011.00020 angelegt.
Innert der ihr für die Klageantwort angesetzten Frist ersuchte die
beklagte
X._
mit Ein
gabe vom 25. Mai 2011
um Sistierung des
Verfahren
s
bis zum Vorliegen
d
es rechts
kräftigen
IV-Rentene
ntscheides
und äusserte sich
auch inhaltlich zur Kla
ge (Urk.
9/
6
).
Mit formeller Klageantwort vom 19. Ok
to
ber 2012 schloss
s
ie
auf Ab
weisung der Klage, soweit darauf ein
zu
treten sei
. Des
W
eiteren beantragte sie,
die Klägerin
sei
zu verpflichten, die Betreibung Nr.
A._
vom 23. Juni 2010 zurückzuziehen, die Gerichtskosten zu über
neh
men und ihr nebst einer an
ge
messenen Parteientschädigung für aus
ser
or
dent
li
che Aufwen
dun
gen den Betrag von Fr. 1
2‘000.-- zu zahlen (Urk. 9/14).
Gleich
zei
tig
über
wies die
X._
der Vorsorgeeinrichtung die nach ihren eige
nen Be
rech
nun
gen
noch
aus
ste
hen
den
Beiträge in der Höhe
von Fr.
402.25 (Urk. 9/14 S. 27, Urk. 9/15/33-34).
3.
Nachdem
mit rechtskräftigem
Urteil
vom 24. Juli 2012
im Verfahren
IV.2010.01010
in Abänderung der
IV-
Rentenverfügung vom 23. September 2009 festgestellt worden war,
dass
Y._
mit Wirkung ab 1. März 2006 An
spruch auf eine
Dreiviertelsrente
der Invalidenversicherung habe (Urk. 2/1 S. 12)
, reichte
dieser
am 25. Oktober 2012 seinerseits gegen die PK AETAS Kla
ge ein, die unter
der Prozessnummer
BV.2012.00090 angelegt wurde, und stellte folgendes Rechts
be
gehren (Urk. 1 S. 1):
„Es sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger für die Zeit vom 29.03.2007 bis 31.12.2012 eine Rentennachzahlung im vorläufigen Be
trag von Fr. 88‘199.90 zuzüglich Zins von 5 % seit Eintreten der Rechts
kraft des invalidenversicherungsrechtlichen Urteils des
Sozial
ver
si
cherungsgerichtes
des Kantons Zürich vom 24. Juli 2012 zu leis
ten, dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Be
klagten.“
Die
P
K AETAS nahm mit Replik vom 5. Dezember 2012 Stellung
zur
Klageant
wort
der
X._
,
wobei sie
ihre
Klage
un
ter Be
rück
sichtigung
einer 75%igen
Prä
mi
enverbilligung
für
Y._
und der Zah
lung
der
X._
vom 23. Ok
to
ber 2012
wie folgt abänderte (Urk. 9/19):
„Unter der Feststellung, dass der für die PK-AETAS massgebende Lohn von Herrn
Y._
Fr.
45‘900.-- beträgt, sei die Beklagte zu ver
ur
tei
len, der Klägerin den Betrag von
Fr.
941.50 nebst Zins zu 5 % seit dem 23.06.2010 sowie ausserordentliche Aufwendungen von
Fr.
300.-- und Parteikosten von
Fr.
540.-- zu bezahlen. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung Nr.
A._
sei in diesem Umfang aufzuheben.“
Die
Klage von
Y._
beantwortete
die PK-AETAS
a
m 21. Januar
2012, wo
bei sie
bezüglich des für die
Dreiviertelsrente
von
Y._
massgebenden Ein
kommens am Betrag von
Fr.
45‘900.-- festhielt
,
insofern
die Abweisung der Kla
ge, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen, beantragte
und im Übrigen auf die am 9. November 2012 veranlasste Rentennachzahlung von
Fr.
17‘443.50 verwies
(Urk. 7
, 8/5
).
4
.
Mit Verfügung vom 22. Januar 2013
wurde der Prozess Nr. BV.2011
.00020
in Sachen der PK-AETAS gegen die
X._
mit dem Prozess Nr. BV.2012.00090 in Sachen
Y._
gegen
die
PK-AETAS vereinigt und unter der letzt
ge
nann
ten
Pro
zessnummer
weitergeführt. Das erstgenannte Verfahren wurde als da
durch erledigt abgeschrieben (Urk. 10).
Innert der
dafür angesetzten Frist reichte
Y._
die Replik vom 1. Februar 2013 (Urk. 12) und die
X._
die Duplik vom 26. April 2013 (Urk. 15) ein, wo
bei
die
X._
klar
stellt
e
, dass der
Betrag von Fr. 12‘000.--
für aus
ser
or
dent
liche Auf
wen
dungen
w
iderklage
weise
geltend gemacht werde
.
Auch
re
du
zier
t
e
Y._
den Klagebetrag von Fr. 88‘199.90 entsprechend
der erfolgten
Ren
ten
nach
zah
lung
von
Fr.
17‘443.50 auf
Fr.
70‘756.40
.
In
ih
rer Duplik vom 6. Ju
ni 2013 hielt die PK-AETAS an ihren Anträgen betreffend In
va
li
den
ren
te von
Y._
fest und schloss auf Abweisung der Widerklage
der
X._
(Urk. 18). D
ie
X._
und
Y._
nahmen
dazu
am 12. Juli 2013 noch
mals Stellung (Urk. 22, 24). Die entsprechenden Eingaben wurden der PK-AETAS
samt Beilagen
am 22
. Juli 2013 zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 26).
5.
Das Verfahren ist spruchreif. Auf die Vorbringen der Parteien und die einge
reich
ten Akten ist, soweit erforderlich, in den nachstehenden Erwägungen ein
zu
gehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Soweit die Vorsorgeeinrichtung die eingeklagte Prämienforderung an die Fest
stel
lung, dass der massgebende Lohn von
Y._
Fr.
45‘900.-- beträgt, knüpft
und sich die
X._
gegen die Zulässigkeit eines ausserhalb der
ein
zel
rich
terlichen
Zuständigkeit liegenden Feststellungsantrags wendet (
Urk. 9/6 S. 3
f.
:
Urk. 9/14 S. 2 f., S. 21, 27 f.;
Urk.
9/19 S. 5
)
, so
ist diese Problematik durch die Vereinigung dieses Verfahrens mit der ohnehin in die Zuständigkeit des Kol
legialgerichtes fallende
Rentenk
lage von
Y._
obsolet geworden. Im
mer
hin ist festzuhalten, dass
die im
Rechtsbegehren
genannte Feststellung des mass
ge
benden Lohnes nicht als eigenständiger
Kla
geantrag
, auf den an
ge
sichts der gleichzeitig erhobenen Leistungsklage ohnehin nicht eingetreten wer
den könn
te (
vgl.
BGE 129 V 289 E. 2.1, 126 II 300 E. 2c, 121 V 311 E. 4a), ver
stan
den werden kann, sondern lediglich als Hinweis auf den für die ein
ge
klag
te Prämienforderung
massgebenden
Ausgangswert.
1.2
Zu Recht stellt die Vorsorgeeinrichtung im Übrigen den Anspruch von
Y._
auf eine
Drei
vier
telsrente
im Sinne der
Art.
23
und Art. 24 Abs. 1
lit
. b des
Bun
des
ge
set
zes über die Berufliche Alters-, Hinterlassenen- und
In
va
li
den
vor
sor
ge
(BVG)
nicht mehr in Frage (Urk. 2/2, Urk. 7 S. 4), zumal sie an den
IV-Ren
ten
ent
scheid
be
zie
hungs
weise das diesbezügliche rechtskräftige Urteil vom 24. Juli 2012 ge
bun
den ist (vgl. BGE 129 V 73). Strittig sind demnach in erster Li
nie
die
Be
rech
nung und die Höhe der aus
ste
henden Bei
träge der
X._
im Sinne von Art. 66 BVG
, na
mentlich die Höhe des
dafür, aber auch
für
die
Inva
lidenleistungen
mass
gebenden versicherten Lohnes
von
Y._
.
2.
Grundlage für die Berechnung
von
Rente und
Beiträgen
bildet der
Vorsor
ge
ver
trag
(„Anschlussvereinbarung“)
der PK-AETAS und der
X._
vom 19. De
zem
ber 2004 (Urk. 2/5). Nach des
sen Art. 2 Abs. 1 übernimmt die PK-AETAS die Durchführung der obligato
ri
schen beziehungsweise überobligatorischen be
ruflichen Vorsorge für Arbeit
neh
m
e
r
innen
und Arbeitnehmer des Mitgliedes. Laut Art. 3 betreibt sie zur
Äufnung
der Altersguthaben eine besondere Spar
kasse und schliesst zur Abdeckung der Ri
siken Tod und In
va
lidität die notwen
digen
Versicherungsver
trä
ge
ab, wobei sie aus diesen Verträgen Versicherungs
nehmerin und Begün
stig
te ist.
Im für die
X._
geltenden Vorsorgeplan (Urk. 8/2a) wird ferner festgehalten, dass Ar
beitnehmerinnen und Arbeitnehmer versichert sind,
di
e zum Zeit
punkt
des Diensteintritts einen AHV-pflichtigen Jahreslohn von mehr als
Fr.
18‘990.-- be
ziehen. Die jeweils monatlich fälligen Sparbeiträge richten sich nach dem Ge
schlecht und Alter der Versicherten und betragen zwischen 7 und 18 % des ver
sicherten Sparlohnes. Die Risikoprämie be
läuft sich auf
4,3 % des versicherten Loh
nes und ist zu Beginn des Jahres jeweils per 1. Januar fällig.
D
er
AHV-Jah
res
lohn
ab
züg
lich Koordinationsabzug von Fr. 22‘155.--
gilt
als versicherter Lohn ge
mäss BVG
,
wobei
d
er versicherte Risiko- und
Sparlohn
per 2004
im Mi
ni
mum
Fr.
3‘165.--, im Maximum
Fr.
53‘805.--
beträgt und
der Maximalbetrag
im Jahr 2005 laut Versicherungsausweis (Urk. 2/7a)
offenbar
auf
Fr.
54‘825.-- angehoben wurde
.
Für den Invaliditätsfall sind
im
Vorsorgeplan
(Urk. 8/2a)
eine Invalidenrente von 40 % vom versicherten Lohn und eine Invalidenkinderrente von 8 % vom ver
sicherten Lohn
und die Befreiung von den Beiträgen
vorgesehen. Die War
te
frist für die Invalidenrente beträgt 24 Mo
nate, diejenige für die Befreiung d
er Bei
tragszahlung
im Sinne von Art. 23 Ziff. 1 des Reglements
drei Monate.
3.
Y._
und die
X._
nehmen den Standpunkt ein, der
massgebende
AHV-
Jah
res
lohn
habe sich gemäss Angaben der Sozialversicherungsanstalt des
Ka
n
tons Zü
rich im Jahr 2004, dem Jahr vor Eintritt des versicherten Ereignisses am 29. März 2005
,
auf
Fr.
94‘000.-- belaufen
. Darin enthalten sei auch das AHV-pflich
tige Einkommen von
Fr.
40‘000.--, das von der mit der
X._
wirt
schaft
lich, personell und organisatorisch verbundenen Einzelfirma
B._
stamme, die sich
wie schon unter der frü
he
ren Vorsorgeeinrichtung, der SARASURA-Sammelstiftung,
dem
Vor
sor
ge
w
erk
der
X._
entsprechend der vorgängigen mündlichen Verein
barung an
ge
schlos
sen habe
.
Dementsprechend sei bei Ab
schluss des
Anschluss
ver
tra
ges
der
Jah
res
lohn
von
Y._
auf der Grund
lage der in den Vorjah
ren er
zielten Ein
kom
men von
Fr.
137‘700.--,
Fr.
141‘200.--,
Fr.
117‘200.--,
Fr.
111‘800.--,
Fr.
107‘900 und
Fr.
94‘000.-- provisorisch auf
Fr.
108‘000.-- festgesetzt und seien auf dieser Basis beziehungsweise auf dem ver
sicherbaren Ma
xi
mal
lohn von
Fr.
54‘825.-- die Beiträge abgerechnet wor
den.
Wenn die
Vorsor
ge
ein
richtung
das sich aus den IK-Einträgen des Jahres 2005 ergebende AHV-Ein
kom
men
von der
X._
in der Höhe
von
Fr.
45‘900.-- als versicher
ten Verdienst be
trachte, so
verkenne sie
, dass darin an sich nicht AHV-beitrags
pflichtige und da
her
von der SVA
nachträglich stornierte Tag
gel
der von
Fr.
28‘800.-- ent
hal
ten seien. Als AHV-beitragspflichtigen Lohn habe der Versi
cherte
von der
X._
im Jahr 2005
tatsächlich
nur noch den Betrag von
Fr.
17‘100.-- bezogen, der sich zusammensetze aus den Löhnen für Januar bis März
2005
sowie aus 80 % des auf die Wartefrist im April 2005 entfallenden
Mo
natslohnes und dem
Jah
res
lo
hn
von
Fr.
54‘000.-- entspreche
(Urk.
1
S.
2 f
f
.
;
Urk. 9/6 S. 4
;
Urk. 9/14 S. 19
, 21
ff.
;
Urk. 12
S. 2 ff.
;
Urk. 24 S. 2 ff.
).
Die Vorsorgeeinrichtung macht geltend, es sei einzig auf das
von
Y._
bei der
X._
erziel
te Einkommen abzust
ell
en. Für den
Einbezug
der Ein
zel
fir
ma be
ste
he weder eine vertragliche noch eine gesetzliche Grundlage. Das
dies
be
züg
li
che
Einkom
men könne daher für die Berechnung der Höhe der Inva
liden
ren
te nicht heran
ge
zogen werden
. Denn bei der Aktiengesellschaft und der Ein
zel
fir
ma hand
le es sich um zwei unterschiedliche juristische Personen (Urk. 7 S. 4 ff.). Die
X._
sei bei ihrer Lohndeklaration vom 23. Januar 2006, in der sie ge
gen
ü
ber der SVA den Jahreslohn von 2005 mit
Fr.
45‘900.-- beziffert habe, zu be
haf
ten (Urk. 7 S. 6 ff.
, Urk. 9/1 S. 3
).
4.
4.1
Soweit die Einzelfirma
B._
obligatorisch zu versichernde Arbeitnehmer be
schäf
tig
te, war diese gemäss Art. 11 Abs. 1 BVG ebenso wie die
X._
zum An
schluss an eine Vorsorgeeinrichtung verpflichtet, wobei der
Anschluss
nicht auto
matisch, sondern mittels Errichtung einer Stiftung oder mittels
An
schluss
ver
trages
zu
erfolg
en hatte
. Auch hätte sich
Y._
im Rahmen seiner Ein
zel
firma
als nicht der obli
ga
to
ri
schen Versi
che
rung unterstellter
Selb
stän
dig
er
wer
bender
gemäss
Art. 4 BVG frei
willig nach diesem Ge
setz versichern lassen kön
nen. Laut Merkblatt Nr. 6.06 der Informationsstelle AHV/ IV betreffend frei
wil
lige Versicherung bedurfte es da
zu eines entspre
chen
den An
trages bei der
Auf
fangeinrichtung
oder einer an
de
ren zuständigen
Vor
sor
ge
ein
richtung
.
Der Anschlussvertrag
eines Arbeitgebers mit einer Sammel- oder
Gemein
schafts
stif
tung
ist ebenso wie die freiwillige Versicherung ein
Innominatsver
trag
sui generis im engeren Sinne. Er
untersteht den allgemeinen Regeln des Obli
ga
ti
onenrechts (OR) und ist nach dem Vertrauensprinzip auszulegen.
Auch wenn das
Versiche
rungs
vertragsgesetz
(VVG)
laut
dessen Art. 101 Abs. 1 grund
sätz
lich nicht anwendbar ist, ist die analoge Anwendung gewisser
Be
-
st
immungen
des VVG als Spezialgesetz des subsidiär anwendbaren OR nicht aus
geschlossen
(
vgl.
Stauffer, Rechtsprechung des Bundesgerichts zur beruflichen Vorsorge, 2.
Auf
lage, Zürich 2006, S. 23
; BGE 115 V 98 E. 3b).
4.
2
N
ach dem Wortlaut des
vorliegend
zu beurteilend
en
Anschlussvertrages
, der von der PK AETAS am 17. November unterzeichnet wurde,
ist
ein
zig die
X._
Versicherungsnehmerin
und
sind
aus
schliess
lich deren Ange
stellt
e
versichert
. Dementsprechend wurde der Ver
trag am 19. De
zember 2004
von
Z._
nur namens der AG unterzeichnet
(Urk. 9/2/2)
.
In ihrem an
C._
gerichteten Be
gleitschreiben vom 19. De
zem
ber 2004 zu der von ihr gleichentags unter
zeich
neten
An
schluss
ver
ein
ba
rung
hielt
Z._
namens der
X._
jedoch folgendes fest (Urk. 9/2/15): „Er
wähnt sei, dass die wirtschaftlic
h verbundene Einzelunternehmung
B._
diesem Ver
trag ebenfalls an
ge
schlossen ist. Dieses Schreiben sowie das
jenige der
Vor
sor
ge
ein
rich
tung
vom 17. November 2004 erachten wir als integrierender Ver
trags
be
stand
teil.“
4.3
Dem
Vertragstext
als solchem kann
demnach
nicht entnommen werden, d
ass die Ein
zel
fir
ma nebst der AG in den Anschlussvertrag
mit der PK-AETAS
ein
be
zo
gen und
Y._
in die freiwillige Versicherung aufgenommen
worden ist
.
Zudem b
e
strei
tet
die PK-AETAS
die Behauptung
, dies sei münd
lich so ver
ein
bart worden
, als es darum gegangen sei, das Vorsorgewerk der
X._
per 1.
Janu
a
r 2005 von
der sich in Liquidation be
fin
den
den
SARASURA-Sammelstiftung
auf die PK
-
AETAS zu übertragen
(Urk.
9/14 S. 23 f
f
, Urk. 12 S. 3 f
.).
Sie
macht geltend, der Anschluss sei erst
mit der
Unter
zeich
nung des schriftlichen Vertragstextes zustande gekommen.
Da
mals
habe sie von der Einzelfirma noch gar keine Kenntnis gehabt
(
Urk. 7 S. 5 ff.,
Urk.
9/1 S. 4
).
D
as Schreiben
des Geschäftsführers
der PK-AETAS
,
C._
,
vom 11. November 2004 an das Vor
sor
gewerk der
X._
,
dem die
Ver
tragsunterlagen
und die von der Adressatin noch zu un
ter
zeich
nen
de
An
schluss
vereinbarung
bei lagen
(Urk. 9/15/3),
deutet jedoch
durchaus
dar
auf hin,
dass der
An
schluss
vertrag
bereits mündlich zustande ge
kommen war und der Aus
hän
digung und Unterzeichnung des
schriftlichen
V
er
tra
ges nur noch dekla
ra
to
ri
sche Wirkung zu
kam (vgl. etwa Bundesgerichtsurteil 9C_430/2012 vom 6. De
zem
ber 2012
E. 3.3
)
.
A
ndernfalls
hätte
für die PK-AETAS kein Grund be
stan
den,
mit dem besagten Schreiben
das Unterneh
men und die ange
schlos
se
nen Ver
si
cher
ten herzlich willkommen zu
h
eissen
und
die E
m
pfehl
u
n
g abzuge
ben
, bei der bisherigen
Vor
sorgeeinrichtung
rechtzeitig die Über
weisung des Frei
zü
gig
keitskapitals zu veranlassen.
Trotzdem
vermag die oben zitierte Bemerkung im Begleitschreiben vom 19. De
zem
ber 2004 nicht zu belegen, dass im Rahmen der mündlichen Ver
hand
lun
gen der An
schluss der Einzelfirma an die PK-AETAS und die Aufnahme von
Y._
in die Einzelversicherung vereinbart worden
sind
. Ab
ge
sehen davon, dass sich die Bemerkung nur auf den Einbezug der Einzelfirma als weitere Ver
siche
rungs
nehmerin zur Durchführung der beruflichen Vorsorge des bei
dieser
an
ge
stell
ten Personals, nicht aber auf die Aufnahme
Y._
als
selb
stän
dig
er
wer
bender
Steuer-, Rechts- und Wirtschaftsberater in die nach Art. 1 Ziff. 2 des Reglements an sich vorgesehene freiwillige Versicherung be
zieht, wird darin auch in keiner Weise auf eine von der schrift
li
chen
An
schluss
ver
ein
ba
rung
abweichende mündliche Abrede Bezug genommen. Es ent
steht somit der Eindruck, die Einzelfirma sei im Begleitschreiben der
X._
vom 19. De
zem
ber 2004 überhaupt erstmals zur Sprache gekommen. Bei dieser Sachlage be
steht kein An
lass, Inhalt und Verlauf der dem schriftlichen Anschlussvertrag vor
aus
ge
gan
ge
nen Verhandlungen von Amtes wegen näher abzuklären, zumal der damit of
fen
bar betraut gewesene
C._
im Vorfeld und innerhalb der Pro
zesse stets den Standpunkt einnahm, versichert sei nur das von der AG aus
ge
rich
tete Einkommen von
Y._
(Urk. 2/2, 2/8, Urk. 7 S. 8, Urk. 9/2/13, 9/15/4, 9/15/6, 9/15/9, Urk. 9/19 S. 6, Urk. 13/3b, Urk. 18 S. 2), und somit prak
tisch auszuschliessen ist, dass dieser
als Zeuge
in einem allfälligen
Be
weis
ver
fah
ren
den von Seiten der
X._
behaupteten münd
lich ver
ein
barten Ein
schluss der Einzelfirma in den Anschlussvertrag oder gar die Aufnahme
Y._
in die freiwillige Versicherung bestätigen wird (antizipierte
Beweis
wür
di
gung
; vgl.
Bundesgerichtsurteil 8C_393/2013 vom 18. Juli 2013
E. 4.2 mit Hinweis auf
BGE 136 I 229
E. 5.3,
124 V 90
E. 4b,
122 V 157
E.
1d
)
. Demnach kann ein mündlich vereinbarter Anschluss der Einzelfirma eben
so wenig als er
wiesen erachtet werden wie die Aufnahme von
Y._
als
Selb
stän
dig
er
wer
bender
in die freiwillige Versicherung.
Wenn
Y._
und die AG geltend machen, tatsächlich habe das „
Vor
sor
ge
werk
der
X._
“ die
An
schluss
ver
ein
barung
ab
ge
schlos
sen (Urk. 9/14 S. 24, Urk. 12 S. 2 f.), so verkennen sie, dass es sich beim
Vor
sorgewerk
um eine Verwaltungsein
heit in
ner
halb der PK-AETAS handelt, die laut Art. 2 und Art. 44 Ziff. 1 des Reg
le
ments
(
Urk.
27)
im Einklang mit Art. 48b Abs. 1 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und
In
va
li
den
vor
sor
ge
(BVV 2)
für jedes an
ge
schlossene Un
ter
nehmen errichtet und von einem eige
nen, sich aus min
de
stens zwei Mit
glie
dern zusammensetzenden Or
gan, der
Vor
sor
gekommission
, geleitet wird. Die aus
drücklich an das
Vorsor
ge
werk
der
X._
ge
rich
teten Schreiben der PK-AETAS vom 11. No
vember 2004, 8. Ok
to
ber 2008, 6. Februar 2006 und 9. Feb
ru
ar 2009 (Urk. 9/15/3, 9/15/11-12, 9/15/29), die in die
sem Zusammenhang an
ge
führt wer
den, betrafen demnach in er
ster Linie die der
X._
angehörenden Mit
glie
der der
Vorsorgekom
mission
, mit
hin die
im
Ge
neh
migungsprotokoll
vom 19. De
zem
ber 2004 als Arbeitgeber- und Ar
beit
neh
mer
vertreter bezeichneten
Y._
und
Z._
(Urk. 9/2/1 S. 6). Hin
sichtlich der Frage, welche Firmen und Per
so
nen der PK-AETAS ange
schlos
sen waren, ist diese Anschrift daher
nicht
aus
sa
ge
kräf
tig.
4.4
Zu prüfen bleibt, ob und inwieweit die zitierte Bemerkung im Begleitschreiben der
X._
vom 19. De
zember 2004
(
Urk.
2/6)
als Antrag auf Anschluss der Einzelfirma und auf Aufnahme von
Y._
in die freiwillige Versicherung
verstanden wer
den kann und die PK-AETAS diese
n
stillschweigend
oder durch kon
klu
den
tes Ver
halten
angenommen hat. Dabei ist von wesentlicher Bedeu
tung, dass
das Be
gleit
schrei
ben nur im Namen der Gesellschaft und einzig von der damals für die Ge
sellschaft
einzelzeichnungs
be
rech
tigten
Ehe
frau von
Y._
verfasst
wur
de
. Ein ausdrücklicher Antrag
von ihm selber oder
in seinem eigenen Na
men oder
im Namen der Einzelfirma
ist
demnach
nicht aktenkundig und wird auch nicht behauptet.
Selbst
wenn
von
entsprechende
n
Antr
ä
g
e
n
auszugehen wäre
,
hätte es zum Zu
stan
de
kom
men
des Anschlusses der Einzelfirma
oder des Abschlusses
einer
eben
falls
als
Innominatkontrakt
sui generis geltenden
freiwilligen Versicherung
(vgl. BGE 115 V 98 E. 3b)
in analoger An
wendung von Art. 1 des
Ver
si
che
rungs
vertrags
ge
set
zes
(VVG) einer
aus
drück
lichen
Annahmeerklärung von Sei
ten der Vorsorgeeinrichtung bedurft
. Denn bei der
Unterstellung
von
Y._
unter die freiwillige Ver
sicherung
und
beim
Anschluss der Ein
zel
fir
ma
wä
re es um die
Begründung
von jeweils
eigen
stän
digen Vorsorge
ver
hält
nisse
n
ge
gangen
. D
er allenfalls analog anwendbare
Art. 2 Abs. 1 VVG,
wo
nach ein An
trag als angenom
men gilt, sofern er
vom Versicherer nicht bin
nen 14 Tagen, vom Empfange an ge
rech
net, abgelehnt
wird
,
wäre daher
von vorn
herein
nicht
zum Tragen
gekom
men
.
Denn diese Bestimmung bezieht sich nur auf Anträge auf Verlänge
rung oder Abänderung
eine
s
be
ste
henden
oder auf
Wie
derinkraft
setzung
eines suspendierten Vertrages.
Auch unter
ausschliesslicher
Berücksichtigung der
von der Vorsorgeeinrichtung an
gerufenen (Urk. 9/1 S. 4)
allgemeinen Bestimmungen des Obligationenrechts (OR), namentlich von Art. 6
OR
,
kann nicht von der stillschwei
gen
den Auf
nah
me
Y._
in die freiwillige Versicherung
der
Vorsorge
ein
richtung
oder vom stillschweigenden Anschluss der Einzelfirma
ausge
gan
gen werden.
Dass
der Ver
trag als abgeschlossen
gilt
, wenn der Antrag nicht bin
nen angemessener Frist abgelehnt wird,
setzt nach die
ser Bestimmung
nämlich
vor
aus, dass
wegen der besonderen Natur des Ge
schäf
tes oder nach den Um
stän
den eine aus
drück
li
che Annahme nicht zu er
war
ten ist.
Dies ist vorliegend nicht der Fall; denn e
nt
ge
gen dem Wortlaut des Be
gleitschreibens konnte
die Ausdehnung des Ver
si
che
rungsschutzes auf die selb
ständige Erwerbstätigkeit von
Y._
nicht
bloss mittels
entsprechende
r
Aus
dehnung des
Anschluss
ver
trages
erfolgen
, son
dern
er hätte als
Selbstän
dig
er
werbender
in die freiwillige Ver
sicherung
auf
ge
nom
men werden müssen.
Nicht nur fehlt es
, wie dargelegt,
an einem dies
be
züg
lich klaren Antrag von
Y._
selber, son
dern auch die Na
tur des
erfor
der
li
chen
Anschlussvertrages
steht einer
stillschweigenden
An
nah
me durch die
Vor
sorgeeinrichtung
entgegen
.
Umso weniger kann aus dem Umstand, dass die PK-
AETAS keine Einwendungen
erhob
gegen
die Verwendung des Briefkopfs der Ein
zel
firma durch
Y._
in den im Jahr 2010 verfassten Schreiben
im Rah
men der Auseinandersetzungen betreffend Invalidenrente und
Bei
trags
aus
stän
de
der
X._
(Urk. 12 S. 4, Urk. 13/1a, 13/2a
, 13/3a
)
, auf eine nach
träg
li
che still
schwei
gende Anerkennung der Einzelfirma als
An
schluss
ver
trags
part
ne
rin
durch die PK-AETAS geschlossen werden, zumal diese ihre
eigenen
Ant
wort
schrei
ben jeweils konsequent
nur
an die AG
oder
deren Vorsorgewerk richtete (Urk. 13/1b, 13/2b, 13/3b).
Eine Praxis
, wonach alle mit der AG wirtschaftlich verbundenen Unternehmen vom Anschlussvertrag erfasst wären,
kann entgegen der Auf
fas
sung der
X._
und von
Y._
(Urk. 9/14 S. 23
, 25
;
Urk. 24 S. 2
) nicht aus ihrem vor
gän
gi
gen, inzwischen zufolge Li
qui
da
tion aufgelösten
An
schlussvertrag
mit der SARASURA
Sam
mel
stif
tung
vom 27. Ja
nu
ar 1999 (Urk. 9/15/32) abge
lei
tet werden. Darin waren
nämlich
beide Fir
men aus
drück
lich als Versi
che
rungs
neh
me
rinnen aufgeführt worden
. Dass
die
se
r
An
schluss
ver
trag
auch die Grundlage einer allfälligen
frei
will
ligen
Ver
si
che
rung von
Y._
als
Selb
stän
dig
er
wer
bender
im Rahmen seiner Ein
zel
fir
ma gebildet hatt
e,
geht daraus nicht her
vor und
wird im Übrigen
auch
nicht be
hauptet.
Soweit
im
Versi
che
rungsausweis
per 21. Februar 2005 für
Y._
un
mit
tel
bar nach dem Anschluss
der maxi
ma
le versicherte Spar- und Risikolohn in der Hö
he von
Fr.
54‘825.-- aufgeführt wurde
und nicht nur das bei der AG erzielte AHV-Ein
kommen, das
vom
Kläger und
der
beklagte
n
X._
mit
Fr.
54‘000.--
,
von der
Vorsorgeeinrich
tung
mi
t
Fr.
45‘900.-- beziffer
t wird
,
so
beruht
dies
in er
ster Li
nie auf der Lohnmeldung, worin
die
X._
für
Y._
den
AHV-Lohn
mit
Fr.
108‘000.--
beziffert
hatte
(Urk. 2/7
a-b)
. Es kann da
r
aus nicht ge
schlos
sen wer
den,
die Vorsorgeeinrichtung
habe
Y._
Einkommen
so
wohl
aus unselbständi
ger wie auch aus selbständiger Erwerbstätigkeit als ver
si
chert betrachtet
, wie
er und die
X._
dies geltend mach
en
(Urk.
9/14 S.
22 ff.; Urk.
24 S. 3).
Wenn die
X._
und
Y._
vorbringen
,
D._
,
die seit dem 31. Ja
nuar 2006 von der PK AETAS eine Altersrente beziehe, sei laut Ar
beits
vertrag bei der Ein
zel
fir
ma von
Y._
angestellt gewesen, und daraus ab
lei
te
n
, die PK-AETAS habe die Einzelfirma ebenfalls als angeschlossen be
trach
tet
(Urk. 9/14 S. 25 f.
;
Urk. 24 S. 2 f.
), so
verkenn
en
sie, dass von einem all
fäl
li
gen Einbezug der Ein
zelfirma in den Anschlussvertrag der AG nur die allenfalls dem
Ver
si
che
rungs
obligatorium
un
terstellten Angestellten der Einzelfirma er
fasst worden wä
ren, nicht aber der Fir
meninhaber
Y._
,
für den ein An
schluss an die PK-AETAS
höchstens
im Rahmen einer freiwilligen Versicherung in Betracht ge
kom
men wäre. Davon ab
gesehen ist nicht ersichtlich und wird
na
mentlich in der Eingabe von
Y._
vom 12. Juli 2013 (Urk. 24 S. 2 f.)
nicht dar
ge
tan, dass
der
PK-AETAS
D._
An
stel
lung bei
der Ein
zel
fir
ma
bekannt ge
we
sen
beziehungsweise der entsprechende Ar
beits
ver
trag aus
ge
hän
digt worden war
. Jedenfalls
figurierte
D._
gemäss
Ver
si
che
rung
s
aus
weis
der PK-AETAS per 1. Januar 2005 als Angestellte der AG, ohne dass dies in der Folge beanstandet
worden wäre
(Urk. 2/7b).
4
.
5
Grundlage
für das v
ersicherte Spar- und Risikoeinkommen
bildet
demnach le
dig
lich der AHV-pflich
ti
ge
Jahreslohn
, den
Y._
als Angestellter der
X._
erzielte.
Laut
Art. 13 Ziff. 2 des Reglements der Be
klagten
ist
der AHV-pflich
tige Lohn des Vorjahres unter Berücksichtigung der für das neue
Ver
si
che
rungs
jahr
bereits vereinbarten Änderungen
massgebend (Urk. 27 S.
9
)
.
Da nicht geltend gemacht wird, per 2005 sei eine Änderung des
sich im Jahr 2004 ge
mäss IK-Auszug vom 1. Februar 2007 auf
Fr.
54‘000.-- belaufenden
Loh
nes von
Y._
(
Urk. 9/2/6)
vereinbart worden
,
und sich
sein
im Jahr 2005
im Ver
gleich zu
dem für
2004
der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zü
rich zu
nächst gemeldete
tiefere
AHV-
Lohn
von
Fr.
45‘900.--
offen
sichtlich
mit
d
er Krankheit und den
ab dem 29. März 2005 bezogenen
, an sich gar nicht AHV-beitragspflichtigen
80%
igen
Krankentaggeldern
(Urk.
9/
15/27)
erklärt
, ist dem
nach von dem im Jahr 2004 unbestrittenen AHV-pflichtigen Jahreslohn der
X._
in der Höhe
von
Fr.
54‘000.-- auszugehen.
Ob und inwieweit der AHV-pflichtige
Jah
res
lohn
des Jahres 2005 von der Sozialversicherungsanstalt nach
träglich noch korrigiert wurde, wie dies in den Rechtsschriften der
X._
geltend gemacht wird (Urk. 9/14 S. 22), kann daher
, da hier unmassgeblich,
offen bleiben
.
5
.
5.1
Ausgehend vom AHV-Lohn von
Fr.
54‘000.-- verbleibt
für
Y._
als An
ge
stellter der AG
unter Berücksichtigung des
von den Parteien
-
im
Einklang mit
Art. 5
BVV 2
gemäss der seit 1. Januar 2005 gültigen Fassung
- mit
Fr.
22‘575.-- bezifferten Koordinationsabzugs
ein ver
si
cher
ter Risikolohn
von
Fr.
31‘
42
5.--. Bei dem im Vorsorgeplan vorgesehenen Satz von 40 % für die In
validenrente und
von
8 % für die Kinderrenten er
ge
ben sich jähr
li
che Ren
ten
an
sprü
che von
Fr.
12‘
570
.-- und
Fr.
2‘
514.--
. Diese sind dem
in
va
li
den
ver
si
che
rungs
recht
lich
festgestellten Invaliditätsgrad von 69,48 % be
zie
hungsweise die
sem laut
Art.
21 Abs. 2
lit
. b des Reglements entsprechenden An
spruch auf eine
Drei
viertelsrente
anzupassen, so dass sich
d
ie Invalidenrente auf
Fr.
9‘
427
.50 pro Jahr und die Kinderrente auf
Fr.
1‘
885.50
pro Jahr beläuft.
5.2
Zu der laut Vorsorgeplan mit
ver
si
cher
ten Teuerungszulage
finden sich in
den eingereichten Akten und
der Rentenberechnung der Vorsorgeeinrichtung be
zie
hungs
wei
se deren Rückversicherung
nur spärliche Angaben
. Rein rechnerisch be
legen die
von der Vorsorgeeinrichtung zugestandenen
unterschiedlichen Jah
res
renten von 2009, 2010 und 2011 (Urk. 8/5) immerhin, dass per 1. Ja
nu
ar 2010 eine Teuerung von 2,7 % ([7‘186.80 - 6‘997.60] x 100
% :
6‘997.60) und per 1. Januar 2011 eine solche von 0,3 % ([7‘208.40 - 7‘186.80] x 100 % : 7‘186.80) be
rück
sichtigt wurde. Letztere steht im Einklang mit dem direkt an
Y._
gerichteten Schreiben des Rückversicherers vom 12. November 2012 (Urk. 8/5).
Dies führt
zu folgenden Jahresrenten:
2010:
Fr.
9‘682.0
5
(=
9‘427.50 + 2,7 %) /
Fr.
1‘936.40 (=
1‘885.50 + 2,7 %
)
2011
:
Fr.
9‘711.
10
(=
9‘682.0
5
+ 0,3 %)
/
Fr.
1‘9
42.20 (=
1‘936.40 + 0,3 %)
5
.
3
Die Parteien
stimmen laut
ihren jeweiligen Berechnungen
der aus
ste
hen
den Ren
tenansprüche
(Urk. 2/3, 8/5) darin über
ein
,
dass die
Kin
der
rente
für die Toch
ter
E._
bis 31. Juli 2009 und diejenige für die Tochter
F._
bis min
de
stens Ende Dezember 2012 ge
schul
det war. Auch blieben die von der
Vor
sor
ge
ein
rich
tung
in
d
er Be
rech
nung vom 9. November 2012 (Urk. 8/5) an
ge
führ
ten
Rentenz
ahlungen von
Fr.
27‘258.50,
Fr.
2‘182.70,
Fr.
5‘454.30 und
Fr.
17‘443.50
, insgesamt
Fr.
52‘338.50
,
unbestritten
(Urk. 1 S. 3, Urk. 2/3
, Urk.
8/5
)
.
Zudem setzen beide Par
tei
en a
ufgrund der im
Vor
sor
ge
plan
festge
legten zwei
jäh
rigen Wartezeit
den Be
ginn der
Invaliden
rente
a
uf den
29. März 2007
an
.
5.
4
Für
Y._
ergeben sich somit bis zum Datum der Klageeinleitung folgende
Rentenansprüche
:
Invalidenrente
Kinderrente
E._
Kinderrente F._
29.03.-31.03.2007
78.
56
15.
71
15.
71
(= 9‘427.50 : 12 : 3
0
x 3)
(=1‘885.50 : 12 : 3
0
x 3)
01.04.-31.12.2007
7‘070.62
1‘414.12
1‘414.12
(= 9‘427.50 : 12 x 9)
(=1‘885.50 : 12 x 9)
01.01.-31.12.2008
9‘427.50
1‘885.50
1‘885.50
01.01.-31.12.2009
9‘427.50
1‘885.50
01.01.-31.07.2009
1‘099.87
(=1‘885.50 : 12 x 7)
01.01.-31.12.2010
9‘682.0
5
1‘936.40
01.01.-31.12.2011
9‘711.
10
1‘942.20
01.01.-30.09.2012
7‘283.
32
1‘456.65
(= 9‘711
.10
: 12 x 9)
(= 1‘942.20 :12 x 9)
Total
52‘680.
65
4‘41
5
.
20
10‘53
6
.
08
D
emnach
stehen
Y._
bis Ende Sep
tem
ber 2012 Leistungen von ins
ge
samt
Fr.
67‘63
1
.
93
zu. Davon
wur
den ihm bis zum
Kla
ge
eingang
Fr.
34‘895.50
über
wie
sen, so dass in diesem Zeitpunkt noch
Fr.
32‘73
6
.
43
offen waren. Eine
wei
te
re Rentennachzahlung
in der Höhe von
Fr.
17‘443.50
erfolgte
am 9. November 2012
pendente
lite
(Urk. 8/5)
. Davon ist
Vormerk
zu nehmen
.
Vo
n den bis Ende Sep
tem
ber
beziehungsweise bis zum Zeitpunkt der
Klageeinlei
tung
fällig gewordenen Ren
ten
an
sprü
chen
verbleibt
so
mit
noch ein
Restbetrag von
Fr.
1
5‘
29
2
.
93
, weshalb
die Vorsorgeeinrichtung
zu
einer ent
spre
chen
den Nachzahlung zu
ver
pflich
ten
ist
.
Zudem ist festzustellen, dass
Y._
ab 1. Ok
tober 2012
pro Monat
Anspruch auf eine In
va
li
den
ren
te von
809.
25
(=
Fr.
9‘711.
1
0 :
12
)
und auf eine Kinderrente von
Fr.
16
1
.
85
(=
1‘942.20 :
12
)
hat.
5.
5
Was den Verzugszins im Sinne von Art.
104 Abs. 1 OR
anbelangt, so
sind sich die Parteien
darin einig
geworden
, dass
dieser
mangels anderweitiger reg
le
men
ta
rischer Grundlage
gemäss Art. 105 Abs. 1 OR frü
hestens vom Tage der An
he
bung der gerichtlichen Klage an geschuldet ist
(Urk. 7 S. 7
, Urk. 12 S. 5
)
.
Der 5%
ige
Ver
zugszins ist demnach
erst
ab
dem
25. Oktober 2012 auf dem in die
sem Zeit
punkt noch of
fen
gewes
en
en
Nachzahlungsbetrag von
Fr.
32‘73
6
.
43
ge
schul
det, wo
bei letz
te
rer sich per
9.
November 2012 auf
Fr.
15‘29
2
.
93
re
du
ziert
. Auf den ab Ok
to
ber 2012 geschuldeten
Renten
be
treff
nis
sen
ist der Ver
zugs
zins ab dem je
wei
li
gen Fälligkeitsdatum ausgewiesen.
6.
6.1
Die
Vor
sor
geeinrichtung
hat in ihrer Klage die
Berechnung
der
eingeklagten
Prä
mien
ausstände
nicht detailliert dargelegt
, sondern
sich mit der Ein
reichung einer am 28. Februar 2011
jeweils per Ende
Jahr
erstellten
Ko
sten
über
sicht
für
2005 bis 2010, aus der die persönlichen Daten der ver
si
cher
ten Per
sonen
,
die Höhe der Risiko- und Sparprämien sowie der Ver
wal
tungs
ko
sten hervorgeh
en
(Urk. 9/2/7)
, einer
Zusammenstellung
diese
r
Prämien und
der
Zah
lun
gen der
X._
(Urk. 9/2/8) sowie eine
r
weitgehend ver
schlüs
sel
te
n
,
hin
s
i
cht
lich der Berechnung der Beiträge und Prämienbefreiungen eben
falls nicht aus
sa
ge
kräfti
ge
n
De
bi
to
ren
liste
über die offenbar der
X._
in Rechnung gestellten Prä
mien, Ver
wal
tungs
kosten und
die
Zahlungseingänge,
nicht nä
her de
finierte Ver
rech
nungen, Umbuchungen, Belastungen,
Rest
po
sten
vor
träge
, Ren
ten
zah
lun
gen und Ausgleiche
(Urk. 2/10) begnügt
.
Auch in der Replik findet sich keine
rechts
ge
nü
gende
Begründung der ein
ge
klagten
Prä
mienforderung
; weder ging die Vorsorgeeinrichtung auf die de
tail
lier
ten Einwände der
X._
gegen die
Prä
mi
en
be
rech
nung
be
zie
hungsweise de
ren
Nach
vollziehbarkeit
(Urk. 9/14 S. 3 ff.) ein, noch setzte sie sich mit der von der
X._
ihrerseits vorgenommenen, ohne wei
teres nachvollziehbar
en
Prä
mi
en
be
rechnungen
bei einer 50%igen und 75%
igen
In
va
lidenrentenberechtigung
von
Y._
und dem von der
Vor
sor
ge
ein
rich
tung
als massgebend erachteten AHV-Jahreslohn von Fr. 45‘900.-- (Urk. 9/15/18, 9/15/20) auseinander.
Immerhin
legte sie
der Replik vom 5. De
zember 2012 (Urk. 9/19) eine Übersicht über die
Gut
schrif
ten der Risiko- und Sparprämien für den Zeitraum April 2006 bis De
zem
ber 2008
bei
, die
sich
auf der Grundlage der
Y._
zunächst zugestandenen halben
In
va
li
den
ren
te und dem nunmehr anerkannten Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
er
ge
ben,
wobei für die Zeit bis März 2007 pauschal auf eine Spar
prä
mi
en
gutschrift des Rückversicherers verwies
en wurde
(Urk. 9/20/2).
Auch diese
Übersicht
enthält kei
ne Angaben zu den Berechnungsgrundlagen und
ist
somit ihrer
seits nicht nach
voll
zieh
bar.
6.2
Der
nach Art. 73
Abs. 2
BVG für den kantonalen Prozess über Streitigkeiten zwi
schen
Vor
sor
geeinrichtungen
, Arbeitgebern und Anspruchsberechtigten gel
ten
de
Untersuchungsgrundsatz wird beschränkt durch die Mitwirkungspflichten der Parteien (BGE 125 V 195 E. 2, 122 V 185 E. 1a; SZS 34/1990 S. 158 E. 3a). Zu diesen gehört im Klageverfahren über Beiträge der beruflichen Vorsorge die
Sub
stanziierungspflicht
, welche beinhaltet, dass die wesentlichen
Tat
sa
chen
be
haup
tungen
und -
bestreitungen
in den Rechtsschriften enthalten sein müssen. Dem
entsprechend ist es einerseits Sache der klagenden Vorsorgeeinrichtung, die
Bei
tragsforderung
so weit zu
substanziieren
, dass sie überprüft werden kann;
an
dererseits obliegt es der beklagten Arbeitgeberin,
substanziiert
darzulegen, wes
halb und gegebenenfalls in welchen Punkten die eingeklagte
Bei
trags
for
de
rung
unbegründet bzw. unzutreffend ist (SVR 1994 BVG Nr. 2 S. 4
Erw
. 3a/
aa
). Soweit die eingeklagte Forderung hinreichend
substanziiert
ist, bleiben
unsub
stan
ziierte
Bestreitungen
unberücksichtigt (nicht publiziertes Urteil des
da
ma
li
gen
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
B 60/98
vom 26. Juni 2000
).
Demnach werden
nachfolgend
die von
der
X._
geschuldeten Beiträge
von Am
tes wegen anhand der
vorhandenen Unterlagen und der verfügbaren
reg
le
men
ta
r
ischen Bestimmungen festgesetzt, wobei auch den unbestritten ge
blie
be
nen Sachdarstellungen der
X._
Rechnung zu tragen sein wird.
6.3
Laut der Zusammenstellung der
X._
(Urk. 9/15/
1
8
, 9/15/20
) sind die jähr
li
chen Ver
wal
tungskosten
von
Fr.
190.--
unbestritten. Auch
stellt sie die
in de
n
ur
sprüng
li
chen
Ko
sten
über
sicht
en
der PK AETAS
(Urk. 9/2/7-8)
aufgeführten
Spar- und Risikobeiträge un
ter Be
rück
sich
tigung der genannten Ver
wal
tungs
ko
sten für die folgenden Zeit
räume und Ver
sicherten
nicht in Frage
:
D._
01.01. - 31.12.2005
4‘522.--
01.01. - 31.01.2006
551.--
Z._
01.01. - 31.12.2005
5‘096.80
01.01. - 31.12.2006
6‘254.80
01.01. - 31.12.2007
8‘063.20
Total
26‘985.10
6.4
Strittig
und zu prüfen
sind
die für
Y._
ab 2005 und für
Z._
ab 2008
ge
schul
de
ten Beiträge
. Dab
ei
ist
nicht nur für
Y._
,
sondern auch für dessen Ehefrau eine von der Vorsorgeeinrichtung an sich zugestandene Prämienbefreiung zu berücksichtigen
. Die Parteien äussern sich indes nicht nä
her dazu, aus welchen Gründen sich ihre Angaben zur Höhe der für
Z._
geschuldeten Beiträge unterscheiden. Nicht nur die Beiträge für
Y._
,
sondern auch diejenigen für
Z._
sind daher von Amtes wegen unter Berücksichtigung der vorhandenen Unterlagen zu bestimmen.
Zu den
Berech
nungsgrundlagen
ist folgendes festzuhalten
:
F
ür
Y._
,
Jahrgang 1955,
ist
ab 2005
, wie oben (
vgl.
E. 4.5) dargelegt, von einem AHV-Lohn von Fr. 54‘000.--
, f
ür die 1957 geborene (Urk. 2/7 S. 1)
Z._
entsprechend den übereinstimmenden
Partei
angaben
ab 2008 von einem solchen von
Fr. 64‘000.-- (Urk. 9/2/7, 9/15/18)
aus
zugehen. Allerdings ist zu beachten, dass
der Anschlussvertrag per Ende 2008 aufgelöst wurde
(Urk. 9/1 S. 2; Urk. 9/2/3)
und
die
X._
ab die
sem Zeitpunkt nicht mehr bei
trags
pflich
tig
war
.
Wenn
die PK AETAS in ihre
n
Kla
gebeil
a
gen
per 2009 und 2010
ohne nähere Begründung
für
Y._
und
Z._
noch Ver
wal
tungs
ko
sten
anführt
,
Z._
Austritt
mit dem 31. Januar 2009 datiert
und
Ri
si
ko-
so
wie
Spar
prämien
erhebt
(Urk.
9/2/7,
9/2/8),
so
ist
d
i
e
s
nicht nach
vollziehbar
und wur
de nicht begründet
.
B
ereits in ihrem Antwortschreiben vom 23. De
zem
ber 2010 (Urk. 13/3b)
war
d
ie
Vorsorgeeinrichtung
auf die diesbezügliche Frage
von
Z._
(Urk. 13/3a S. 2)
nicht eingegangen.
6.
5
6.
5
.1
Die Beitragsbefreiung richtet sich nach
Art. 23 und
Art. 17
Ziff. 4, 6 und 7
des Reg
lements.
Dana
ch wird das Altersguthaben bei Vollinvalidität mit Zin
sen und
Alters
gut
schrif
ten
fortgeführt. Die Fortführung beginnt bei
An
spruchs
be
ginn
auf eine In
va
lidenrente. Sie dau
ert, solange der Anspruch auf eine In
va
li
den
ren
te besteht. Die Altersgutschriften be
messen sich aufgrund des versicherten Loh
n
e
s bei Be
ginn der Ar
beits
un
fä
hig
keit und den reglementarischen
Al
ters
gut
schrif
ten
bei Be
ginn der Ar
beits
un
fä
hig
keit
(
Ziff.
6)
.
Bei
Teilinvalidität
werden
das bei Be
ginn des Anspruchs auf eine Invalidenrente vorhandene
Al
ters
gut
ha
ben
und der versicherte Lohn bei Be
ginn der Arbeitsunfähigkeit entsprechend der
In
va
li
den
ren
ten
be
rech
ti
gung
auf
ge
teilt. Das dem invaliden Teil ent
spre
chende Altersguthaben wird mit dem
dem
in
va
li
den Teil entsprechenden ver
si
cherten Lohn wie für einen vollinvaliden Ver
si
cher
ten
wei
tergeführt
(
Ziff.
7)
. Das dem aktiven Teil ent
spre
chen
de Altersguthaben wird wie für einen voll er
werbsfähigen Ver
si
cher
ten weitergeführt.
Dementsprechend hält
Art. 18 des Reglements fest, dass das rechnerische Altersguthaben aus dem
Al
ters
gut
ha
ben
, welches der Ver
si
cher
te bis zum Beginn des Anspruches auf Hin
ter
las
se
nen- oder
In
va
li
den
lei
stun
gen
erworben hat, und der
Summe der
Al
ters
gut
schrif
ten
für die bis zum
Rück
trittsalter
fehlenden Jahre ohne Zins
besteht
.
Als
Ba
sis für die Berechnung der Altersgutschriften
wird
der letzte versicherte Lohn des Ver
sicherten
be
zeich
net
.
6.
5
.2
D
ie Berechnung der Altersgutschriften beziehungsweise der
Bei
trags
befreiung
rich
tet sich
demnach
nach dem
versicherte
n
Lohn bei Beginn der Ar
beits
un
fä
hig
keit und
nach den
in diesem Zeitpunkt für die Beiträge massgebenden reg
le
men
ta
ri
schen Bestimmungen.
Namentlich b
e
züglich
Y._
ist folglich
für die
Beitrags
be
frei
ung
ausschliesslich
von
de
m
2005
versicherte
n
Lohn von
Fr.
31‘425
.
—
(vorne E. 5.1)
und den darauf entfallenden Beiträgen
auszugehen
.
Da das dem ak
tiven Teil ent
spre
chen
de Altersguthaben wie für einen voll er
werbsfähigen Ver
si
cher
ten weitergeführt wird, ist der Berechnung der nicht von der
Prä
mi
en
be
freiung
betroffenen Beiträge der jeweils aktuelle versicherte Ver
dienst zu
grun
de zu legen und somit der jeweils
aktuelle
Koordi
nationsabzug zu be
rück
sich
ti
gen, zumal von Seiten der
X._
nicht geltend gemacht wird, das
Ar
beits
ver
hältnis mit
Y._
sei aufgelöst worden (vgl.
Urk. 9/14 Ziff. 3.3, Urk. 15 S. 3 Ziff. 3.2).
6.
5
.3
Entgegen dem Wortlaut der zitierten
Reglementsbestimmungen
betrachten
die Par
teien und der Rückversicherer
- offenbar aufgrund des
mit diesem be
ste
hen
den
Rahmenvertrages
, auf den in
Art. 23 Ziff. 2 des Reglements verwiesen wird
- den Beginn der
in
va
li
di
sie
ren
den
Ar
beits
un
fä
hig
keit und nicht den Be
ginn des Anspruchs auf eine In
va
li
den
ren
te
als Beginn der für die
Prä
mi
en
be
frei
ung
massgebenden Wartefrist
(Urk. 9/15/13, 9/15/18).
Dies bedeutet, dass sich die
Prä
mienbefreiung
bis zum um zwei Jahre aufgeschobenen
Ren
ten
be
ginn
nach der Arbeitsunfähigkeit der versicherten Person in der angestammten Tätigkeit richtet.
Demnach ist für
Y._
für die bereits drei Mo
nate nach Beginn der Ar
beits
unfähigkeit, mithin am 29. Juni 200
5
, ein
set
zen
de Prämienbefreiung nicht das Ausmass seines Rentenanspruchs, sondern der damalige
Arbeits
un
fä
hig
keits
grad
massgebend. Wie i
n E. 5.1 des
in
va
li
den
ver
si
che
rungs
recht
li
chen
Ur
teil
s vom 24. Juli 2012
(Prozess Nr. IV.2010.01010)
festgehalten
, war der an
fäng
liche Verlauf der Ar
beits
un
fä
hig
keit jedoch fluktuierend und wurde die
ser von den Ärzten auch un
ter
schied
lich beurteilt (Urk. 2/1 S. 10). Es
kann daher nicht auf die von der
X._
angeführten Atteste der be
han
deln
den Ärzte ab
gestellt werden (Urk. 9/15/17).
Vielmehr
muss
es
bei den
vom Rück
versicherer im Schreiben vom 12. No
vember 2012 (Urk. 8/5) für die
Prä
mi
en
befreiung
an
erkannten Arbeits- beziehungsweise
Er
werbs
un
fä
hig
keits
grade
n
sein Bewenden haben
, nämlich 100 %
vom 29. März bis 1. Au
gust 2005, 50 % vom
2.
bis 14. August 2005, 100 % vom 15. August 2005 b
is 31. März 2006 und ab 1. Ap
ril 2006 die der Invalidenrentenberechtigung zu
grun
de lie
gen
den 75 %.
H
insichtlich der Arbeitsunfähigkeit von
Z._
anerkannte die PK mit Schrei
ben vom 9. Februar 2009
eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % für die Zeit vom 3. März bis 10. Juli 2008, eine solche von 30 % vom 11. Juli bis 2. Sep
tem
ber 2008 und von 80 % vom 10. November 2008 bis 11. Januar 2009
, wobei sie die Wartefrist der vom 3. September bis 9. November 2008 bestehenden voll
ständigen Arbeitsfähigkeit am 10. November 2008 nicht erneut eröffnete, son
dern der Versicherten
ab diesem Zeitpunkt
analog zu de
r
mit
ein
er 80%igen Ein
schränkung einhergehenden
100%igen Rentenberechtigung eine vollständige
Bei
tragsbefreiung
zugestand
(Urk. 9/15/12)
. Die entsprechenden
Bei
trags
be
frei
un
gen
sind daher bis Ende 2008 zu berücksichtigen
.
Die Frage, ob und in
wie
weit die mit der
Prä
mi
en
be
frei
ung
einhergehenden Altersgutschriften zu
gunsten von
Z._
auch noch für
die im
Januar 2009
anerkannte 11-tä
gige Ar
beits
unfähigkeit
zu erfolgen ha
ben,
kann offen gelassen werden, da Hö
he und Aus
mass der Altersgutschriften nicht Gegen
stand der hier zu be
ur
tei
len
den Klage bilden.
6.6.
Die strittigen Beiträge berechnen sich demnach wie folgt:
Versicherte Person/Zeit
raum
AHV-Jahres
lohn
Koord
.
abzug
Versicherter Lohn pro
J./M. Zeitraum
AUF/
AF
Beitrags
pflich
tig/
-befreit
Sparbei
trag
Risiko
beitrag
VK
Zwischentotal
B‘befr
.
Beiträge
Y._
(1955
)
15 %
4,3 %
01.01.-31.05.05
5 M.
54‘000.--
22‘575.--
31‘425.--
2‘618.75
13‘093.75
100 %
13‘093.75
1‘964.06
563.03
190.--
---
2‘717.09
01.06-28.06.05
28 T.
54‘000.--
22‘575.--
31‘425.--
2‘618.75
2‘444.17
100 %
2‘444.17
366.62
105.10
---
471.72
29.06-30.06.05
2 T.
54‘000.--
22‘575.--
31‘425.--
2‘618.75
174.58
100 %
174.58
26.19
7.50
33.69
01.07-31.07.05
1 M.
54‘000.--
22‘575.--
31‘425.--
2‘618.75
2‘618.75
100 %
2‘618.75
392.81
112.60
505.41
01.08.-01.08.20
1 T.
54‘000.--
22‘575.--
31‘425.--
2‘618.75
84.48
100 %
84.48
12.67
3.63
16.30
02.08.-14.08.05
13 T.
54‘000.--
22‘575.--
31‘425.--
2‘618.75
1‘098.18
50 %
50 %
549.09
549.09
82.36
82.36
23.61
23.61
105.97
105.97
15.08.-31.08.05
17 T.
54‘000.--
22‘575.--
31‘425.--
2‘618.75
1‘436.09
100 %
1‘436.09
215.41
61.75
277.16
01.09.-31.12.05
4 M.
54‘000.--
22‘575.--
31‘425.--
2‘618.75
10‘475.--
100 %
10‘475.--
1‘571.25
450.42
2‘021.67
01.01.-31.03.06
3 M.
54‘000.--
22‘575.--
31‘425.--
2‘618.75
7‘856.25
100 %
7‘856.25
1‘178.44
337.81
190.--
1‘516.25
190.--
01.04.-31.12.06
9 M.
54‘000.--
22‘575.--
23‘205.--
31‘425.--
2‘618.75
30‘795.--
2‘566.--
23‘568.75
23‘096.25
75 %
25 %
17‘676.57
5‘892.18
2‘651.48
883.83
760.09
253.36
3‘411.57
1‘137.19
01.01.-31.12.07
1 J.
54‘000.--
22‘575.--
23‘205.--
31‘425.--
2‘618.75
30‘795.--
2‘566.--
31‘425.--
30‘795.--
75 %
25 %
23‘568.75
7‘698.75
3‘535.31
1‘154.81
1‘013.46
331.04
190.--
4‘548.77
1‘675.85
01.01.-31.12.08
1 J.
54‘000.--
22‘575.--
23‘205.--
31‘425.--2‘618.75
30‘795.--
2‘566.--
31‘425.--
30‘795.--
75 %
25 %
23‘568.75
7‘698.75
3‘535.31
1‘154.81
1‘013.46
331.04
190.--
4‘548.77
1‘675.85
Total 7‘973.67
Versicherte Person/Zeit
raum
AHV-Jahres
lohn
Koord
.
abzug
Versicherter Lohn
AUF/
AF
Beitrags
pflich
tig/
-befreit
Spar
bei
trag
Risiko
bei
trag
VK
Zwischentotal
B‘befr
.
Beiträge
Z._
(1957)
15 %
4,3 %
01.01.-31.05.08
5 M.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
16‘997.90
100 %
16‘997.90
2‘549.68
730.91
190.--
3‘470.59
01.06.-02.6.08
2 T.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
226.64
100 %
226.64
33.99
9.75
43.74
03.06.-30.06.08
28 T.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
3‘172.94
50 %
50 %
1‘586.47
1‘586.47
237.97
237.97
68.22
68.22
306.19
306.19
01.07.-10.07.08
10 T.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
1‘096.64
50 %
50 %
548.32
548.32
82.25
82.,25
23.57
23.57
105.82
105.82
11.07.-31.07.08
21 T.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
2‘302.94
30 %
70 %
690.88
1‘612.06
103.63
241.80
29.71
69.32
133.34
311.12
01.08.-31.08.08
1 M.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
3‘399.58
30 %
70 %
1‘119.87
2‘379.71
167.98
356.96
48.15
102.32
216.13
459.28
01.09.-02.09.08
2 T.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
226.64
30 %
70 %
67.99
158.65
10.20
23.80
2.92
6.82
13.12
30.62
03.09.-30.09.08
28 T.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
3‘172.94
100 %
3‘172.94
475.94
146.43
612.37
01.10.-31.10.08
1 M.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
3‘399.58
100 %
3‘399.58
509.93
146.18
656.11
01.11.-09.11.08
9 T.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
1‘019.88
100 %
1‘019.88
152.98
43.85
196.83
10.11.-30.11.08
21 T
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
2‘379.70
100 %
2‘379.70
356.95
102.33
459.28
01.12.-31.12.08
1 M.
64‘000.--
23‘205.--
40‘795.--
3‘399.58
3‘399.58
100 %
3‘399.58
509.93
146.18
656.11
Total 6‘192.67
Unter Berücksichtigung der unbestrittenen Beiträge von Fr. 26‘985.10 (E.
6.3
)
und der für
Y._
und
Z._
nun
mit Fr. 7‘973.67 und Fr. 6‘192.67 er
rech
ne
ten Bei
trä
ge
beläuft sich die Beitragsschuld
der
X._
für die Dauer des
An
schlussvertrages
somit auf insgesamt Fr.
41‘151.4
4.
Un
be
strit
tenermassen be
zahl
te
d
ie
se
daran
bis am 24. Februar 2009
insgesamt Fr. 36‘427.95
(Urk. 9/2/8)
, so dass im Zeitpunkt der Betreibung und der Klage noch Fr. 4‘723.49 offen wa
ren.
Am 2
3.
Oktober 2012
überwies sie
zu
sätzlich Fr. 402.25 (Urk. 15 S. 3).
Da
mit ergibt sich ein Saldo zugunsten der
Vor
sorgeeinrichtung
von Fr.
4‘
321
.
24
.
6.7
6.7.1
Ist
eine
Leistungsklage
, wie vorliegend,
betraglich
beziffert, hat der Richter über Beginn und Höhe des Anspruchs zu befinden, wenn er diesen im Grund
satz be
jaht, da diese Punkte zum Streitgegenstand gehören (
vgl.
BGE 129 V 450 E.
3.3 mit Hinweisen
).
Innerhalb des Streitgegenstandes ist das
Be
rufs
vor
sor
ge
ge
richt
in Durchbrechung der Dispositionsmaxime an die Begehren der Parteien nicht gebunden. Diese im Anwendungsbereich
des Bundesgesetzes über den All
ge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
geltende Ver
fah
rens
re
gel (Art. 61
lit
. d
ATSG)
kommt auch im erstinstanzlichen
Be
rufs
vor
sor
geprozess
zum Zuge (
BGE 135 V 23 E. 3.1 mit Hinweisen).
Unabhängig vo
m
Rechtsbegehren der Vorsorgeeinrichtung
und
unabhängig von ih
rer
unter an
de
rem die Zahlung der
X._
vom 19. Oktober 2012 (Urk. 9/14 S. 27, Urk. 9/15/33-34) berücksichtigenden
faktischen
Kla
gereduktion
in der Re
plik vom 5. Dezember 2012 (Urk. 9/
19
S. 3
)
ist die
Bei
trags
kla
ge
der PK AETAS da
her in dem Sinne gut
zu
heis
sen, dass die
X._
ver
pflich
tet wird
,
der PK AETAS Beiträge in der Höhe von Fr. 4‘
321.24
zuzüglich ausserordentliche Auf
wendungen von Fr. 300.--
zu be
zah
len.
6.7.2
Zu den
ausserordentlichen Aufwendungen
bleibt anzumerken
,
dass eine derar
tige Pauschale
in Ziff. 5 des Kostenreglements der PK-AETAS na
ment
lich für die Einleitung einer Betreibung vor
ge
sehen (Urk. 9/2/17 S. 3)
und insoweit oh
ne weiteres ausgewiesen ist
. Angesichts der im Betreibungszeitpunkt tat
säch
lich noch offen gewesenen Beitragsschuld war die Betreibung an sich ge
recht
fer
tigt. Dass deren Berechnung nicht nachvollziehbar war und die
Vor
sor
ge
ein
rich
tung
sich nicht auf weitere Verhandlungen einliess, vermag daran - ent
ge
gen der Ansicht der
X._
(Urk. 9/1
4 S. 4 ff.) - nichts zu ändern.
6.7.3
Der
auf der Beitragsforderung
geltend ge
mach
te Verzugszins von 5 % ist ab dem Datum der Zustellung des Zahlungsbefehls, dem 23. Juni 2010
(Urk. 9/2/4)
,
geschuldet
,
wobei der
Z
ins
be
rech
nung
angesichts
de
r
in Betreibung gesetzten Forderung von Fr. 6‘663.55
bis zur Zahlung vom 19. Oktober 2012
der
ur
sprünglich
noch
ausstehend
gewesene Betrag von Fr.
4‘723.49
zugrunde
zu le
gen ist.
7.
Die
X._
begründet ihre Widerklage mit
ausserordentliche
n
Aufwen
dun
gen
in der Höhe von Fr. 12‘000.--
im Zusammenhang mit
dem Prozess betreffend die
s
trittige Beitragsforderung
(Urk. 9/14
S. 29
, Urk. 15
S. 2
, 5
; Urk. 22 S. 2
)
.
Eine
derartige
Ent
schä
di
gung an die Versicherungsnehmerin ist indes weder ge
setz
lich noch reg
le
men
ta
risch vorgesehen. Folglich ist die Widerklage ab
zu
wei
sen
. Die
Fra
ge, in
wie
weit der
X._
und allenfalls auch
Y._
die
Par
tei
kosten
zu ersetzen sind, ist nachfolgend einzig
unter dem Gesichtspunkt des ver
fah
rens
recht
li
chen Anspruchs auf Parteientschädigung
zu prüfen
(vgl.
nachfolgende
E. 8.2)
.
8.
8.1
Das Verfahren vor dem zür
che
ri
schen Sozialversicherungsgericht ist in der Re
gel kostenlos (
Art. 73 Abs. 2 BVG,
§
33
Abs.
1
des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht,
GSVGer
). Einer Partei, die sich mutwillig oder leichtsinnig ver
hält, können jedoch eine Spruchgebühr und die Verfahrenskosten auferlegt wer
den (
§
33
Abs.
2
GSVGer
).
8.2
Bezüglich
der
Beitragsstreitigkeit
werfen sich
beide
Parteien
gegenseitig
mut
will
li
ge
Pro
zess
füh
rung
vor
(
Urk. 9/14 S. 6, 29; Urk. 15 S. 5).
Eine solche
kann nach der Rechtsprechung jedoch nur vor
liegen, wenn die Partei ihre Eingabe auf einen Sachverhalt abstützt, von dem sie weiss oder bei der ihr zumutbaren Sorg
falt wissen müsste, dass er un
rich
tig ist, oder wenn eine Partei vor der Be
schwer
deinstanz an einer offensichtlich ge
setz
widrigen Auffassung festhält. Leicht
sinnige oder mutwillige Prozessführung liegt aber solange nicht vor, als es der Partei darum geht, einen bestimmten, nicht als willkürlich erscheinenden Stand
punkt durch den Richter beurteilen zu las
sen. Das Merkmal der Aus
sichts
lo
sigkeit für sich allein lässt einen Prozess noch nicht als leichtsinnig oder
mut
will
lig
erscheinen. Vielmehr bedarf es zu
sätz
lich des subjektiven
-
tadelnswer
ten
-
Elements, dass die Partei die Aus
sichts
lo
sig
keit bei der
ihr
zumutbaren
ver
nunfts
gemässen
Überlegung ohne weiteres er
kannt haben konnte, den Pro
zess aber trotzdem führt (BGE 128 V 323; SZS 1995 S. 386 E. 3a mit Hinwei
sen). So
weit es um die Bewertung und Beurteilung von Tatsachen durch die Pro
zess
par
tei geht, kann zudem nur dann von Mutwilligkeit ge
sprochen wer
den, wenn sie bei der
ihr zumutbaren
Sorgfaltspflicht hätte er
ken
nen müssen, dass ihre Darstellung falsch ist (ARV 1978 Nr. 23).
Allein der von der
Vor
sor
ge
ein
rich
tung
angeführte Umstand
, dass die
X._
trotz Rech
nung
stel
lung, ein
ge
schrie
be
ner Mahnung und Betreibung und zahl
rei
cher Hin
wei
se auf den klaren Sach
ver
halt die Zahlung verweigert habe (Urk. 9/1 S. 5)
, spricht somit nicht für ein mutwilliges oder leichtsinniges Ver
halten.
Dies um
so
weniger
, als die Höhe des für die Beiträge und die
In
va
li
den
lei
stun
gen
mass
ge
ben
den versicherten Verdienstes unter den Parteien umstrit
ten war und so
mit durch
aus der gerichtlichen Klärung bedurfte.
Zudem er
scheint es - ent
ge
gen der Auf
fas
sung der
Vor
sor
ge
ein
rich
tung
(Urk. 18 S. 2)
- nicht als leicht
sin
nig oder mut
willig, dass
Y._
seinerseits eine
Renten
klage
einreichte
. Denn eine
Klä
rung
des massgebenden Ein
kommens
im
bei
trags
recht
lichen
Ver
fah
ren
zwi
schen der Vorsorgeeinrichtung und der
X._
hätte auf
Y._
als deren Ar
beitnehmer nicht zwangsläufig
Rechts
kraft
wir
kung
entfaltet
.
D
ass d
ie
Vor
sor
ge
ein
rich
tung
auf eine aussergerichtliche
Klä
rung der offenen
Fra
gen
verzichtete, und
die strittige Beitragsschuld betrieb und einklagt
e
,
ohne die
Bei
trags
be
rech
nung
auf nachvollziehbare Weise darzulegen, kann daher - entgegen de
n
Vorbringen
der
X._
(Urk. 9/14 S. 28)
- ebenfalls nicht
als leicht
sin
nig und
mut
will
lig
ge
werte
t werden
.
8.3
Somit
be
st
eht
bezüglich beider Klagen
und
der Widerklage
kein
Anlass
,
vom Grund
satz der Kostenlosigkeit abzuweichen.
9.
9.1
Nach
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht (
GSVGer
) hat die ob
sie
gen
de Partei Anspruch auf Ersatz der Prozesskosten. Die Entschä
digung wird ohne Rück
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streit
sache, der Schwie
rig
keit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
§
6
der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem
So
zi
alversicherungsgericht
(
GebV
SVGer
)
sieht vor, dass
eine Entschädigung ver
wei
gert werden
kann
, wenn die obsiegende Partei den Prozess schuldhaft selbst ver
an
lasst hat (Abs. 2). Auch kann die obsiegende zur Zahlung einer Ent
schä
di
gung an die unterliegende Partei verpflichtet werden, wenn sich diese wegen rechts
wid
ri
gen Verhaltens der obsiegenden
Partei
zur
Pro
zess
füh
rung
veranlasst sah (Abs. 3).
Für unnötigen oder geringfügigen Aufwand einer Par
tei wird laut
§
7
Abs. 1
GebV
SVGer
keine Parteientschädigung zu
ge
spro
chen.
Liegt keine
anwaltschaftliche
Vertretung vor, besteht der Anspruch auf eine Parteientschädigung nur, wenn die Vertretung für das in Frage stehende
Rechtsgebiet besonders qualifiziert ist und wenn nicht anzunehmen ist, dass sie kostenlos erfolgt (BGE 108 V 270 E. 2; ZAK 1991 S. 421 E. 2).
Auch hat
die in eige
ner Sache prozessierende Partei
n
ach der Rechtsprechung nur in Aus
nah
mefällen Anspruch auf eine Parteientschädigung. Voraus
ge
setzt wird, dass es sich um eine komplizierte Sache mit hohem Streitwert handelt, die
In
ter
es
sen
wah
rung
einen hohen Arbeitsaufwand notwendig macht, der den Rahmen des
sen überschreitet, was der einzelne üblicher- und
zumutbarerweise
nebenbei zur Besorgung der persönlichen Angelegenheiten auf sich zu nehmen hat
, und
dass zwischen dem betriebenen Aufwand und dem Ergebnis der
In
te
r
es
sen
wah
rung
ein vernünftiges Verhältnis besteht
(
BGE 110 V 132 E. 4d
).
Grundsätzlich darf im Verfahren der
Verwal
tungs
ge
richtsbeschwerde
ob
sie
gen
den Behörden oder mit
öf
fent
lichrechtlichen
Aufgaben betrauten Organisatio
nen in der Re
gel keine Parteientschädigung zugesprochen werden (BGE 112 V 356 E. 6 mit Hinweisen). Dies hat auch für die Trägerinnen oder Versicherer der berufli
chen Vorsorge gemäss BVG zu gelten (BGE 128 V 124 E. 5b, 126 V 143 E. 4a, 118 V 158 E.
7, 117 V 349 E. 8 mit Hinweis).
9.2
Demnach kann der in der Beitragsstreitigkeit
und hinsichtlich der Widerklage
ob
siegenden PK-AETAS die verlangte
Par
tei
ent
schä
di
gung
von Fr. 540.-- (Urk. 9/1 S. 2) nicht zugesprochen werden.
Angesicht der ungenügenden
Sub
stanzi
ierung
der Klage
(vgl. oben E. 6.1)
stellt sich sogar die Frage, ob der un
ter
lie
genden
X._
aus
nahms
wei
se eine Parteientschädigung zuzusprechen ist.
So
weit die
von der Vorsorgeeinrichtung vor
ge
leg
ten Berechnungen und Über
sich
ten nicht hinreichend nachvollziehbar
sind, liegt jedenfalls ein Verstoss
ge
gen die Transparenzvorschrift von Art. 65a BVG und ins
be
son
dere gegen
Art. 48b Abs. 1 BVV 2
vor
,
der bestimmt, dass
die
Sam
mel
ein
rich
tun
gen
jedem
Vor
sorgewerk
die massgebenden Grundlagen namentlich für die Be
rech
nung der Bei
träge bekannt geben müssen
. Davon abgesehen erwuchs
der beklagten
X._
dadurch auch insofern ein
erhebliche
r prozessualer Aufwand
,
als
diese den Ver
such unternahm, ihrerseits die geschuldeten Beiträge zu berechnen und die
Be
rechnungsgrundlagen
aufzuzeigen
(Urk. 9/1
5/18, 9/15/20).
Es ist jedoch zu beachten, dass die
X._
nicht anwaltlich vertreten war und der Prozess von
Y._
als dem einzigen Mit
glied des Verwaltungsrates der
X._
(vgl. Urk. 28) geführt wurde. Wohl
war die Beitragsberechnung kom
pli
ziert und die Interessenwahrung
erforderte
angesichts der ungenügend
substan
ziierten
Klage
einen
gewissen Ar
beits
auf
wand
.
Doch
erweist sich der
Streitwert
nicht als hoch
. Denn
da die
Bei
tragsklage
, wie ein
gangs dargelegt (vgl. E. 1.1), nicht als Feststellungsklage ver
standen werden kann, beschränkt sich dieser auf Fr. 4‘687.5
5.
Gerade auch u
nter diesem Ge
sichts
punkt
wurde
von Sei
ten der
X._
ein unverhältnismässiger
, im Hin
blick auf den
im vor
lie
gen
den Ver
fahren geltenden
Un
ter
su
chungs
grund
satz
(vgl. oben E. 6.1)
bisweilen
un
nö
ti
ger prozessualer Aufwand betrieben
, indem
et
wa un
auf
gefor
dert
teilweise um
fang
reiche
Eingaben
eingereicht wurden
wie die
je
nige vom 19. Oktober 2012 (Urk. 9/14), die auf weiten Strecken aus
führ
lich
ste, teilweise polemische und kei
neswegs
sachdienliche
Ausführungen zu d
e
n
vor
pro
zes
suale
n
Aus
ein
an
der
set
zung
en
der P
arteien enthält
.
Die kumulativ er
for
der
li
chen Voraussetzungen
für
eine Entschädigung
der
in eigener Sache pro
zes
sie
ren
de
n
X._
sind so
mit nicht
vollständig
erfüllt.
9.3
Hinsichtlich des Rentenverfahrens obsiegt
Y._
teilweise.
Da nach
§
34
GSVGer
für die Bemessung der Parteientschädigung auf das Mass des Obsiegens ab
zu
stellen ist und Art. 73 BVG keine Regeln zur Prozessentschädigung enthält, fällt für ihn höchstens eine reduzierte Prozessentschädigung in Betracht (vgl.
Ge
org Wilhelm, in: Zünd/Pfiffner
Rauber
[Hrsg.], Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich,
2.
Aufl. 2009, N 8 zu
§
34
GSVG
er
).
Allerdings war
Y._
nicht durch einen Anwalt, sondern
durch
seine
im Rah
men einer Einzelfirma als
Ver
si
che
rungs
fach
frau
tätige
Ehefrau
vertreten
.
Folg
lich ist
, unabhängig von einer allfälligen familien- beziehungsweise fir
men
in
ternen Rechnungstellung,
von
eine
r
kostenlos
en
Ver
tre
tung
auszugehen, was
der Zusprechung einer Parteientschädigung ent
ge
gen
steht
(BGE 108 V 270 E. 2; ZAK 1991 S. 421 E. 2
)
.
Davon abgesehen, sind die Voraussetzungen für die Zu
spre
chung einer Parteientschädigung
auch
u
nter dem
Gesichtspunkt
der
Pro
zess
führung
in eige
ner Sache
(vgl. oben E. 9.1) nicht erfüllt. Denn weder war die Rentenfrage
kompliziert
noch war mit der diesbezüglichen
In
ter
es
sen
wah
rung
ein hohe
r
Arbeitsaufwand
ver
bunden
, der den Rahmen des
sen über
schrit
t
en hätte
, was
eine Einzelperson
üb
li
cher- und
zumutbarerweise
nebenbei zur Be
sor
gung der persönlichen An
ge
le
gen
heiten auf sich zu nehmen hat
.