# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c8af289a-65cf-42d8-b3c3-91d9ed8a486c
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Mit Urteil 2C_534/20211 vom 16. Dezember 2021 hiess das
Bundesgericht die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten
des Bundesamtes für Justiz gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des
Kantons Graubünden U 19 106 vom 11. März 2021 in Sachen Erwerb mit
Veräusserungspflicht gut und hob das betreffende
Verwaltungsgerichtsurteil auf. Das Bundesgericht bewilligte der A._
Stiftung den Erwerb des Grundstücks C._ in der Gemeinde D._
unter der Auflage, das Grundstück innert zwei Jahren ab Ergehen des
nämlichen Urteils zu veräussern (Ziff. 1 Dispositiv). In Bezug auf die
Kostentragung stellte das Bundesgericht fest, dass die
Vermächtnisnehmerin E._ am 1. Juni 2021 verstarb; die Kosten für
das Verfahren vor Bundesgericht auferlegte es vollumfänglich der A._
Stiftung mit der Begründung, dass die Bewilligungsfähigkeit des von der
Stiftung an die Vermächtnisnehmerinnen vermachten Nutzungsrechts im
Verfahren vor Bundesgericht nicht umstritten war. Weiter wies das
Bundesgericht die Angelegenheit zur Neuverlegung der Kosten und
Entschädigung des vorinstanzlichen Verfahrens an das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden zurück (Ziff. 3 Dispositiv).

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Vorab ist festzuhalten, dass E._ nicht mehr Partei im vorliegenden
Verfahren ist. Mit deren Versterben betrifft die streitgegenständliche
Bewilligung nur noch die A._ Stiftung und B._. Ein Eintritt
allfälliger Erben von E._ in das vorliegende Verfahren fällt ausser
Betracht, da das an E._ vermachte Nutzungsrecht mit ihrem Tod
untergegangen ist (vgl. Art. 749 Abs. 1 und Art. 776 Abs. 2 ZGB).
2. Heisst das Bundesgericht eine Beschwerde in öffentlich-rechtlichen
Angelegenheiten ganz oder teilweise gut, kann es reformatorisch
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entscheiden, also in der Sache selbst Anordnungen treffen, oder aber
kassatorisch, also den angefochtenen Entscheid bloss aufheben oder die
Angelegenheit an die Vorinstanz oder an die erstinstanzlich verfügende
Behörde zur Neubeurteilung zurückweisen (Art. 107 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über das Bundesgericht [BGG; SR 173.110]); vgl.
KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2013,
Rz. 1640; m.w.H. DORMANN, in:
NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler Kommentar
zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 107 Rz. 12 ff.). Dabei
kann das Bundesgericht nach Art. 67 und Art. 68 Abs. 5 BGG auch die
Kosten und/oder die Entschädigungen des vorangegangenen Verfahrens
anders verteilen. Es weist die Angelegenheit dabei entweder an die
Vorinstanz zurück, damit diese über die Kostenverteilung entscheidet oder
entscheidet selbst (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1658; GEISER, in:
NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER [Hrsg.], Basler Kommentar
zum Bundesgerichtsgesetz, 3. Aufl., Basel 2018, Art. 67 Rz. 5 und Art. 68
Rz. 24 f.). Bei einer Rückweisung sind die Vorgaben, insbesondere die
entscheidwesentlichen Erwägungen, des Bundesgerichts für die Vor-
instanz verbindlich (KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, a.a.O., Rz. 1643; DORMANN, in:
NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER/KNEUBÜHLER, a.a.O., Art. 107 Rz. 18; vgl.
auch BGE 143 IV 214 E.5.3.3 m.H.a. 135 III 334 E.2.1).
3. Somit sind laut der verbindlichen Anordnung des Bundesgerichts
entsprechend dem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten und die
aussergerichtliche Entschädigung für das Beschwerdeverfahren U 19 106
von dem Verwaltungsgericht in Anwendung von Art. 73 und Art. 78 des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) neu zu
verlegen.
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4. Im Urteil U 19 106 hat das Verwaltungsgericht die Gerichtskosten
entsprechen dem Ausgang des Verfahrens im Umfang von Fr. 2'333.00
dem Bundesamt für Justiz zur Bezahlung auferlegt (Staatsgebühr: Fr.
2'000.-- sowie Kanzleiauslagen: Fr. 333.--). Weiter wurde das Bundesamt
für Justiz verpflichtet, die von demselben Rechtsanwalt vertretene Stiftung
und die beiden Vermächtnisnehmerinnen aussergerichtlich mit insgesamt
Fr. 1'879.75 zu entschädigen.
5. Nachdem das Bundesamt für Justiz mit seiner Beschwerde vor
Bundesgericht durchgedrungen ist, ist es im Verfahren U 19 106 vor dem
Verwaltungsgericht so zu stellen, als hätte es obsiegt. Weil das
Bundesamt bereits im Verfahren vor Verwaltungsgericht die
Bewilligungsfähigkeit des Nutzungsrechts der beiden
Vermächtnisnehmerinnen nicht in Frage gestellt hatte, rechtfertigt sich –
wie im Verfahren vor Bundesgericht – eine Kostenauflage einzig an die
Stiftung. Die Verfahrenskosten von insgesamt Fr. 2'333 gehen somit neu
zu Lasten der A._ Stiftung. Eine Parteientschädigung wird nicht
gesprochen (vgl. Art. 78 Abs. 2 VRG).
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