# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8c851cf1-e657-4a60-9870-0312c5f86962
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren
1968,
deutscher Staatsangehöriger,
reiste
am 3
1.
Januar
2008 in die Schweiz ein
.
Vom
1.
Februar 2008 bis zum 3
0.
April 2010
arbeitete er als „SAP Consultant
Finance
“
bei
der
Y._
in
Z._
(
Urk.
7/2/1 und
Urk.
7/1/21)
.
Am 1
6.
Juli 2010 meldete sich der Versicherte wegen
einer Psychose
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2). Die IV-Stelle holte den Arbeitgeberbericht
der
Y._
vom
3.
August 2010 (
Urk.
7/6/2-5),
einen
Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug vom
9.
August 2010,
Urk.
7/9), den Arbeitgeberbericht der
A._
vom 1
7.
August 2010 (
Urk.
7/10/2-5), den Bericht von
Dr.
med.
B._
, Fachärztin
für Innere Medizin FMH, vom
9.
September 20
10 (Eingangsdatum
,
Urk.
7/11) und
den Bericht von
Dr.
med
.
C._
, Facharzt
für Psychiatrie und Psycho
therapie FMH, vom
3.
September 2010 (
Urk.
7/12)
ein.
In der Folge führte die IV-Stelle ein Job Coaching durch (
Urk.
7/32).
Nachdem
X._
per
1.
April
2011
eine Anstellung
bei
der
D._
in
E._
(D)
gefunden hatte, teilte
ihm die IV-Stelle
am 2
9.
März 2011 mit, dass die Arbeits
vermitt
lung erfolgreich abgeschlossen sei (
Urk.
7/30).
Am 1
9.
April 2011 liess
der Versicherte
der IV-Stelle das Kündigungsschreiben seiner
neuen
Arbeit
geberin zukommen (
Urk.
7/33 und
Urk.
7/34).
Daraufhin trat er am
1.
Juni 2011 eine Stelle bei
der
F._
in
G._
(D) an
(
Urk.
7/37)
, welche ihm per 3
0.
November 2011 gekündigt
wurde (
Urk.
7/46/1).
Mit Vorbescheid vom 1
7.
November
2011
stellte die IV-Stelle dem Versicherten
die Abweisung seines Rentenbegehrens in Aussicht (
Urk.
7/45),
wogegen
X._
am
2
7.
November 2011 (
Urk.
7/47), am
1
0.
(
Urk.
7/49) und
am 1
6.
Januar 2012 (
Urk.
7/50) Einwand erhob.
Mit Verfügung vom 2
4.
Februar 2012 wies die IV-Stelle das Begehren des Versicherten um eine Invalidenrente
ausgehend von einem Invaliditätsgrad von 34
%
- ab (
Urk.
2).
Hiergegen
erhob
X._
, vertreten
durch Rechtsanwalt Roland Hoch
reutener,
am
2
7.
März 2012 Beschwerde und beantragte, die Verfügung vom 2
4.
Februar 2012 sei aufzuheben und die Streitsache zur Durchführung weiterer Abklärungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Eventualiter sei die Verfügung vom 2
4.
Februar 2012 aufzuheben und dem Beschwerdeführer mit Wirkung ab
1.
Februar 2011 eine
Dreiviertelsrente
auszurichten (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin ersuchte mit Beschwerdeantwort vom
7.
Mai 2012 um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was dem Beschwerdeführer
am
9.
Mai 2012
angezeigt wurde (
Urk.
8). Mit Schreiben vom 2
1.
Februar 2013 teilte der Beschwerdeführer
– unter Beilage des Rentenbescheids vom 2
8.
Dezember 2012
(
Urk.
10) -
mit, dass ihm inzwischen
in Deutschland eine ganze Invalidenrente mit Wirkung ab
1.
Januar 2012 zugesprochen worden sei
.
Der
Eventualantrag des Rechtsbegehrens in d
er
Beschwerdeschrift sei
deshalb
in der Weise zu mo
difizieren, dass dem Beschwerdeführer
mit Wirkung per
1.
Januar 2012 eine ganze Invalidenrente zuzusprechen sei (
Urk.
9).
Am
4.
April 2013
verzichtete
die Beschwerdegegnerin
auf eine Stellungnahme
(
Urk.
13), was dem Beschwerdeführer
am
8.
April 2013
mitgeteilt wurde
(
Urk.
14).
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invali
denrente hat.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verblei
bende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Be
tracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung
einer Erwerbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträchtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Erwerbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu
Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Aus
schlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebe
nen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
Auch auf Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) kann nur abgestellt werden, wenn sie den allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht genügen (Urteile des Bundesgerichts 9C_323/2009 vom 1
4.
Juli 2009 E. 4.3.1; I_142/07 vom 2
0.
November 2007 E. 3.2.3; I_362/06 vom 1
0.
April 2007 E. 3.2.1).
1.6
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vor
instanz zurückweisen, besonders wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über
das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
]
).
2.
2.1
Dr
.
B._
nannte
in ihrem Bericht vom
9.
September 2010
als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis und (
2) ein Transvestitismus, je erstmals manifest ab
ca. 198
3.
Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei eine substituie
rte Hypo
thyreose, bestehend
seit
ca.
200
5.
In der Tätigkeit als Programmierer liege
beim Be
schwer
deführer
keine Arbeitsunfähigkeit vor.
Die bisherige Tätigkeit
sei ihm
noch
zu maximal
5
0
%
zumutbar. Eine behinderungsangepasste Tätigkeit
sei
dem Beschwerdeführer
während
ca. 4 Stunden pro Tag möglich
(
Urk.
7/11/1-3).
2.2
Dr.
C._
stellte in seinem Bericht vom
3.
September 2010 als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (1) eine Psychose aus dem schizophrenen Formenkreis (ICD-10 F20.0) und (2) eine rezidivierende depressive Störung (ICD-10 F33.0). Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
er
einen
Transvestitismus. Die angestammte Tätigkeit als SAP-Berater sei dem Beschwerdeführer nicht mehr zumutbar. Im Rah
men eines Arbeitstrainings müss
e geklärt werden, in welchem Ausmass Einschränkungen bestehen
würden
und ob eine angepasste Tätigkeit in vollem Pensu
m möglich wäre (
Urk.
7/12/5
7).
3.
3.1
Bei Erlass der rentenablehnenden Verfügung vom 2
4.
Februar 2012 stützte
sich
die Beschwerdegeg
nerin auf die Stellungnahmen der RAD-Ärzte
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
FMH, vom 2
0.
Dezember 2010 und
Dr.
med.
I._
, Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapie FMH
,
vom 1
5.
September 2011, die davon ausgingen
, es sei überwiegend wahrscheinlich, dass der Beschwerdeführer
seit dem
1.
Mai 2010 in der bisherigen Tätigkeit
zu 100
%
und in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
zu 50
%
arbeitsunfähig
sei
(
Urk.
7/43/3-4).
Dieser
Aktenbeurteilung
der
RAD-Ärzte
Dr
.
H._
und
Dr.
I._
lagen
einzig
der Bericht der Hausärztin
Dr.
B._
vom
9.
September 2010
(
Urk.
7/11)
und namentlich der Bericht des behandelnden Psychiaters
Dr.
C._
vom
3.
September 2010
(
Urk.
7/12/4-7)
zugrunde.
Auf
Dr.
B._
s
Bericht kann
aber bereits deshalb nicht abgestellt werden, weil ihre
Angaben zur Arbeitsfähigkeit
nicht nachvollziehbar
sind
. So gab sie zum einen an, dass hinsichtlich
der
Tätigkeit des
Beschwerdeführers
als Programmierer keine Arbeitsunfähigkeit bestehe.
Zum anderen erklärte sie,
dass er
in
einer behinderungsangepassten Tätigkeit zu 50
%
eingeschränkt
sei
(
Urk.
7/11/2-3
).
Psychiater
Dr.
C._
er
achtete die angestammte Tätigkeit des Beschwerdeführers als SAP-Berater –
wie daraufhin auch die RAD-Ärzte
– als nicht mehr zumutbar.
Weiter war er
indes
der Auffassung,
dass
zunächst
im Rahmen eines Arbeitstrainings geklärt wer
den müsse, in welchem Ausmass Einschränkungen bestehen würden und ob eine angepasste Tätigkeit in vollem Pensum möglich wäre (
Urk.
7/12/7
).
Er konnte
also
keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit in einer
behinderungsa
nge
passten
Tätigkeit machen bzw.
schloss
insbesondere
nicht aus, dass
der Be
schwerdeführer
in einer angepassten Tätigkeit
möglicherweise
noch voll arbeits
fähig war.
Da das Gericht in Bezug auf Berichte von Hausärzten bzw. behandelnden Ärzten der Erfahrungstatsache Rechnung tragen darf und soll, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 353 E.
3b/cc)
, muss dieser Aussage
Dr.
C._
s
umso
mehr Gewicht zukommen.
Vor diesem Hintergrund ist es
denn auch
nicht nachvollziehbar, dass die RAD-Ärzte
-
die den Beschwerdeführer
nicht selbst untersucht hatten -
in Abweichung
hierzu
zum Schluss kamen,
dass
der
Beschwerdeführer
seit
dem
1.
Mai 2010
auch
in einer behinderungsangepassten Tätigkeit
n
ur noch zu 50
%
arbeitsfähig
sei
. Auf die Stellungnahme
n
der RAD-Ärzte
Dr.
H._
und
Dr.
I._
kann
daher nicht abgestellt werden.
3.2
Hinsichtlich des von der Beschwerdegegnerin vorgenommenen
Einkommens
vergleichs
ist im Übrigen noch darauf hinzuweisen, dass das
vom Beschwerde
führer
bei
der
Y._
erzielte
Validene
inkommen
, das die
Beschwerde
gegnerin
ihrer Berechnung zugrunde legte,
deutlich unterdurchschnittlich war, womit die Frage einer Parallelisierung
mit dem branchenspezifischen
Tabellen
lohn
gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE 2010)
im Raum gestanden hätte
(vgl. Kreisschreiben des Bundesamtes für Sozialversicherungen BSV über Invalidität und Hilflosigkeit in der Invalidenversic
herung, gültig ab
1.
Januar 2012
, S. 49 f.).
Aufgrund
der vorliegenden Akten
ist
eine zuverlässige Beurteilung des psychi
schen Gesundheitszustands des Beschwerdeführers und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
somit
nicht möglich.
Die Verfügung vom 24.
Februar
2012 (Urk. 2) ist deshalb aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen, damit sie ein psychiatrisches Gutachten einhole.
Die
Be
schwerdegegnerin
soll der
Gutachter
in
bzw. dem Gutachter
die
Akten der deutschen Rentenversicherung
(vgl.
Urk.
10)
zur Verfügung stellen. In Aus
einandersetzung mit den bi
sherigen Arztberichten soll die
Gutachter
in
bzw. der Gutachter
sich zum ps
ychischen Gesundheitszustand des
Beschwerdeführers
sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit äussern.
S
ie/er
soll
klare und na
chvollziehbare Befunde und Diag
nosen erheben
und
darlegen,
welche Diagnosen sich in wel
chem Umfang und ab welchem Zeitpunkt auf die bisher ausgeübte Tätigkeit
der Beschwerdeführers als SAP-Berater
sowie auf allfällige angepasste Tätigkeiten (bezogen auf ein 100%-Pensum)
ausgewirkt
haben und noch
auswirken.
Insbesondere hat die Gutachterin bzw. der Gutachter sich dabei auch darüber auszusprechen, ob bereits vor Einreise in die Schweiz am 3
1.
Januar 2008 ein Gesundheitsschaden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit vorlag
.
Danach hat die Beschwerdegegnerin über einen möglichen
Renten
anspruch des Beschwerdeführers
neu zu ver
fügen (und
dabei
allenfalls auch die versicherungsmässigen
Voraussetzungen erneut
zu prüfen).
Die Beschwerde ist demnach gutzuheissen.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 6
00.-- anzusetzen.
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfü
gung als vollständiges Obsiegen
,
weshalb die Kos
ten in der Höh
e von Fr. 6
00.-- der Beschwerdegegnerin aufzu
erlegen sind.
5.2
Nac
h § 34 Abs. 1
GSVGer
hat die obsiegende
beschwerdeführende
Partei An
spruch auf Ersatz der
Partei
kosten
. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass
des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
2
GSVGer
), wobei
v
orliegend
eine Prozessentschädigung
von
Fr.
1‘700
.--
(inkl. Mehrwertste
uer und
Bar
auslagen
) angemessen erscheint.