# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a07a0f4a-54aa-5fb4-96a5-894642b18756
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1968 geborene X._, Vater zweier 1992 und 1995 geborener Kinder, absolvierte eine Ausbildung als Dachdecker und Dachdeckerpolier (Urk. 6/2; siehe zum Werdegang auch Urk. 6/21). Ab dem 1. Januar 1992 war er bei A._ als Dachdecker-Polier angestellt (Urk. 6/3/4). Am 2. April 2003 (Eingangsdatum) meldete er sich unter Hinweis auf eine seit Oktober 2002 bestehende Arthrose im rechten Sprunggelenk (nach Unfall 1990, vgl. dazu Urk. 6/1) bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/2). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, tätigte
darauf
hin verschiedene medizinische und erwerbliche Abklärungen
(vgl. Urk. 6/3, Urk. 6/5-6, Urk. 6/8-10 und Urk. 6/13-17). Mit Verfügung vom 17. Juli 2003, ergänzt am 11. Februar 2004, wurde dem Versicherten Kosten
gut
sprache für eine Umschulung in Form des Besuchs des lerntechnischen Vorberei
tungskurses und der Tageshandelsschule an der B._ vom 18. August 2003 bis 10. Februar 2006 respektive 17. Februar 2006 erteilt (Urk. 6/19, Urk. 6/31 und Urk. 6/61). Für diesen Zeitraum wurde dem Versicher
ten ein Taggeld zugesprochen (Urk. 6/23, Urk. 6/32, Urk. 6/59, Urk. 6/65 und Urk. 6/69). Ergänzend dazu leistete die IV-Stelle am 18. Januar 2005 Kostengut
sprache für die Ausbildung zum Technischen Kaufmann TK an der B._ (Urk. 6/42; vgl. auch Urk. 6/79-80). Nach Absol
vierung dieser Ausbildungen (vgl. Urk. 6/47, Urk. 6/76 und Urk. 6/81/1) bestä
tigte die IV-Stelle mit Verfügung vom 27. März 2007 – wie vorbeschieden (vgl. Urk. 6/82) – den Abschluss der beruflichen Massnahmen (Urk. 6/85). Mit Vor
be
scheid vom 29. März 2007 kündigte die IV
Stelle die Abweisung des Leistungs
begehrens bezüglich einer Invalidenrente an (Urk. 6/86). Mit Verfügung vom 29. Mai 2007 wies die IV-Stelle sodann, ausgehend von einem Invaliditäts
grad von 21 %, das Leistungsbegehren bezüglich einer Invalidenrente ab (Urk. 6/90).
1.2
Ab dem 1. November 2006 war der Versicherte bei der C._ AG als Projektleiter Bedachungen/Spenglerei tätig (Urk. 6/140/48). Am 9. Dezember 2014 (Eingangs
datum) meldete er sich wegen einer Depression sowie eines Burnouts, bestehend seit Oktober 2013 bei der IV-Stelle zur Früherfassung (Urk. 6/91) und am 20. Januar 2015 (Eingangsdatum) – erneut – zum Leistungsbezug an (Urk. 6/97). Im Rahmen der Prüfung des Leistungsanspruchs tätigte die IV-Stelle erwerbliche und medizinische Abklärungen (vgl. Urk. 6/100-103). Mit Mitteilung vom 22. April 2015 informierte die IV-Stelle den Versicherten über die Gewährung von Frühinterventionsmassnahmen (Beratung und Unterstützung beim Erhalt des
derzeitigen Arbeitsplatzes, Urk. 6/109). Mit Schreiben vom 31. August 2015 teilte die IV-Stelle den Abschluss der Eingliederungsmassnahmen mit, da sich der Ver
sicherte laut eigenen Angaben nicht in der Lage gefühlt habe, das Pensum auf mehr als 50 % zu steigern, und eine Rentenprüfung wünsche (Urk. 6/112). Am 17. September 2015 berichtete der Versicherte der IV-Stelle, dass sich seine finanzielle Situation drastisch verändert habe, weshalb die Rentenprüfung so rasch als möglich gemacht werden sollte (Urk. 6/117, unter Beilage der Ände
rungskündigung der C._ AG per 31. Dezember 2015 sowie des neuen Arbeits
vertrages mit dieser Firma ab dem 1. Januar 2016 für ein Pensum von 50 % als Sachbearbeiter Bedachungen/Spenglerei [Urk. 6/117]). Nach
Beizug
der Berichte von Dr. D._, Facharzt für Psychotherapie, Psychosomatik und Psychoanalyse (IPV), vom 3. September und 8. Dezember 2015 (Urk. 6/114 und Urk. 6/125) und von Dr. E._, Facharzt FMH für Allge
meine Innere Medizin, vom 20. September 2015 (Urk. 6/118) sowie der Akten des Krankenversicherers (Urk. 6/119) gab die IV-Stelle bei Dr. F._, Facharzt FMH für Psychiatrie, und Dr. G._, Facharzt FMH für Rheu
matologie, ein
bidisziplinäres
Gutachten (rheumatolo
gisch/psychiatrisch) in Auf
trag, welches am 25. Juli 2016 erstattet wurde (Urk. 6/139–140). Im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
(Vorbescheid vom 12. August 2016, Urk. 6/144; Einwand vom 13. September 2016, Urk. 6/149) reichte der Rechtsvertreter des Versicherten am 11. Oktober 2016 eine psychiatrische Kurzbeurteilung von Dr. D._ vom 27. September 2016 ein (Urk. 6/152 und Urk. 6/153). Am 2. November 2016 nahm Dr. F._ auf Ersuchen der IV-Stelle ergänzend Stellung (Urk. 6/156). Dazu liess sich der Versicherte mit Eingabe vom 4. Januar 2017 vernehmen (Urk. 6/162). Mit Verfügung vom 25. April 2017 wies die IV-Stelle das Leistungs
begehren – wie vorbeschieden – ab (Urk. 6/164 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob X._ am 24. Mai 2017 Beschwerde und beantragte, es sei die Verfügung vom 25. April 2017 aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer Leistungen nach IVG, insbesondere eine Invalidenrente, zuzusprechen. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzu
holen.
Subeventualiter
sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zur Neubegut
achtung zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 27. Juni 2017 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 5 unter Bei
lage ihrer Akten, Urk. 6/1-167), was dem Beschwerdeführer am 29. Juni 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.%2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]
). Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
1.2.1
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein psychischer Gesundheits
schaden mit Krankheitswert besteht, welcher die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbs
einkommen zu erzielen (vgl.
BGE 139 V 547
E. 5,
131 V 49
E. 1.2,
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_125/2015 vom 1
8.
November 2015 E. 5.4).
1.2.2
M
it BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
turierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika
toren, die es
-
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer
seits
-
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundes
ge
richts
9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines ren
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs
grund
lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
Die
Durchführung eines strukturiertes Beweisverfahren bleibt jedoch dort ent
behrlich, wo im Rahmen beweiswertiger fachärztlicher Berichte eine Arbeits
un
fähigkeit in nachvollziehbar begründeter Weise verneint wird und allfälligen gegenteiligen Einschätzungen mangels fachärztlicher Qualifikation oder aus anderen Gründen kein Beweiswert beigemessen werden kann (BGE 143 V 418 E.
7.1).
1.2.3
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «
funktioneller Schweregrad
»
(E. 4.3)
-
Komplex «
Gesundheitsschädigung
»
(E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «
Persönlichkeit
»
(Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «
Sozialer Kontext
»
(E. 4.3.3)
-
Kategorie «
Konsistenz
»
(Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
.
1.2.4
Unverändert gilt, dass ein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden nur gegeben sein kann, wenn das klinische Beschwerdebild nicht einzig in psycho
so
zialen und soziokulturellen Umständen seine Erklärung findet, sondern davon psychiatrisch unterscheidbare Befunde umfasst. Je stärker psychosoziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunfts
ängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vorder
grund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. In diesem Sinne verselbständigte Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann (BGE 127 V 294 E. 5a; vgl. auch BGE 141 V 281 E.
4.3.1.1; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_732/2017 vom 5. März 2018 E. 4.3.1 mit Hinweis und 9C_648/2017 vom 20. November 2017 E. 2.3.1.).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG)
.
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.5
1.5.1
Die Neuanmeldung wird –
wie auch d
as Gesuch um Leistungsrevision –
nur materiell geprüft, wenn die versicherte Person glaubhaft macht, dass sich die tat
sächlichen Verhältnisse seit der letzten, rechtskräftigen Entscheidung in einem für den Rentenanspruch erheblichen Mass verändert haben (
Art.
87
Abs.
3 in Ver
bindung mit
Abs.
2
der Verordnung über die Invalidenversicherung;
IVV; BGE
130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Gelingt ihr dies nicht, so wird auf das Gesuch nicht eingetreten. Ist die anspruchserhebliche Änderung glaubhaft gemacht, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher und rechtlicher Hinsicht umfassend zu prüfen (Urteil des Bundes
gerichts 8C_746/2013 vom 1
0.
Juni 2014 E. 2); sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nac
h Art.
17 ATSG vorzugehen (vgl. dazu BGE
130 V 71). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad oder die Hilf
losigkeit seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verände
rung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchs
begründende Invalidität oder Hilflosigkeit zu bejahen, und hernach zu beschliessen (Urteile des Bundesgerichts 8C_9/2018 vom
4.
Juni 2018 E. 2.1 mit weiterem Hinweis und 8C_177/2018 vom
3.
August 2018 E.
3.3).
1.5.2
Die Frage der wesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der letzten rechts
kräf
tigen Verneinung eines Rentenanspruchs bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der angefochtenen Verfügung (vgl. BGE 134 V 131 E. 3; Urteil des Bundes
gerichts 8C_177/2018 vom
3.
August 2018 E. 3.5
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli
chen, ihre medizinischen Abklärungen hätten ergeben, dass sich seit ihrem letzten Entscheid am Gesundheitszustand nichts verändert habe. Damals habe der Beschwerdeführer zu einem 100%-Pensum einer seinen Ein
schränkungen ange
passten Arbeit nachgehen können. Dies habe sich bis heute nicht verändert. Das psychiatrische Teilgutachten von Dr. F._ sei beweis
kräftig, weswegen darauf abzustellen sei. Die von ihm gestellten Diagnosen vermöchten invalidenversiche
rungsrechtlich keine Arbeitsunfähigkeit zu begrün
den (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer zusammengefasst auf den Standpunkt, das psychiatrische Teilgutachten von Dr. F._ sei zufolge – näher beschriebener – Mängel nicht beweiskräftig, weshalb nicht darauf abgestellt werden könne. Vielmehr sei auf die Beurteilungen des behandelnden Psychiaters, Dr. D._, abzustellen, der in sämtlichen seiner Berichte die dezidierte Meinung vertrete, dass der Beschwerdeführer aufgrund der psychischen Erkran
kung mit einem Arbeitspensum von 50 % in einer leidensangepassten Tätigkeit ohne Leistungsdruck und Führungsaufgaben an seine Leistungsgrenze stosse. Ein Einkommensvergleich ergäbe so einen Invaliditätsgrad von 61 % womit der Beschwerdeführer Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
habe (Urk. 1).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin ist auf die Neuanmeldung eingetreten. Zeitlicher Refe
renzpunkt für die Prüfung einer allfälligen anspruchserheblichen Änderung der tatsächlichen Verhältnisse
(
vgl. E. 1.5
)
bildet die rentenabweisende Verfügung vom 29. Mai 2007 (Urk. 6/90). Die Beschwerdegegnerin ging darin - aufgrund der damals vorliegenden Arztberichte (vgl. die Auflistung im interdisziplinären Gut
achten vom 25. Juli 2016, Urk. 6/140/5-6) - davon aus, dass der Beschwerde
führer in einer (den Beschwerden in den Sprunggelenken Rechnung tragenden) angepassten Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähig sei und - nach erfolgter Umschu
lung
ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen könne (vgl. Urk. 6/84 und Urk. 6/88).
3.2
3.2
.1
Hinsichtlich des seitherigen Verlaufs des Gesundheitszustandes
des Beschwerde
führers
ist im Wesentlichen Folgendes aktenkundig:
3.2.2
Dr. D._ diagnostizierte in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom
12. Februar 2015
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syn
drom (ICD–10 F33.11) schwankend mit einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig schwere Episode ohne psychotische Symptome (ICD–10 F33.2), seit ca. 2 Jahren. Der Beschwerdeführer sei orientiert, Antrieb und Moti
vation seien reduziert. Affekt und Emotion seien uneinheitlich. Der Beschwerde
führer sei kognitiv eingeschränkt und im Denken verlangsamt. Es bestehe eine latente Suizidalität. Psychotische Zeichen
seien nicht vorhanden.
In der
bisheri
gen
Tätigkeit als Dachdecker mit Führungsaufgaben sei der Beschwerdeführer seit Frühjahr 2014 bis heute zu 50 % arbeitsunfähig. Es bestünden
Einschränkungen in Form von Kurzatmigkeit, Schwindel, Konzen
trations
schwierigkeiten, Aufmerk
samkeitsdefiziten.
Die Leistungsfähig
keit sei eingeschränkt (reduzierte Aufmerk
samkeit und Übersicht). In einer angepassten Tätig
keit könne der Beschwerde
führer
- mit selbstgewählten Pausen
ca. 4 Stunden pro Tag arbeiten (Urk. 6/102).
3.2.3
Im «Verlaufsprotokoll Job Coaching» vom 2. Oktober 2015 wurde festgehalten, das Job-Coaching habe am 26. März 2015 begonnen. Ziel der Begleitung sei es gewesen, den Arbeitsplatz zu erhalten, die Arbeitsleistung des Beschwerdeführers aufzubauen bzw. zu stabilisieren. Von Beginn an habe sich das 50 %-Pensum als seine Belastungsgrenze gezeigt. Obwohl sein Arbeitsbereich angepasst worden sei, habe er unter Konzentrations- und Aufmerksamkeitsproblemen gelitten, sei verlangsamt gewesen und schnell unter Druck/Stress gekommen. Nach der Arbeit habe er Ruhe benötigt, da er sich erschöpft gefühlt habe. In gemeinsamen Arbeit
gebergesprächen sei von Beginn an deutlich gesagt worden, dass der ange
stammte Beruf mit der Leistungsverantwortung nicht mehr ausführbar sei, da dieser immer sehr viel Stress und Spontanität bedeute. Von Seiten des Psychia
ters, Dr. D._, sei im Mai mitgeteilt worden, dass er keine
Pensums
steigerung
sehe, da die Rückfallgefahr gross sei. Zum selben Zeitpunkt habe sich herausge
stellt, dass der Beschwerdeführer eine Zyste am Fussgelenk habe, die den Knochen zerstöre. Es sei vereinbart worden, dass er – nach der Operation am 4. Juni 2015 – eine Rehabilitationsmassnahme nutze, um sich auch psychisch zu stabilisieren. Im Juli 2015 habe er sich wieder gemeldet. Er habe mit seinem Psychiater besprochen, dass seine momentane Leistungsgrenze bei 50 % liege und ein Auf
bau des Pensums derzeit nicht angezeigt sei. Es habe sich erneut gezeigt, dass er unter Schlafstörungen, Gereiztheit, Energie- und Antriebslosigkeit, sozialem Rückzug sowie Zukunfts- und Existenzängsten leide. Er wünsche die Rentenprü
fung. Da die Schwere der Depression unklar sei, werde von Seiten des Job-Coachings ein psychiatrisches Gutachten empfohlen (Urk. 6/120/1-2).
3.2.4
I
n seinem Verlaufsbericht vom 3. September 2015 stellte Dr. D._ die glei
chen psychiatrischen Diagnosen wie im Arztbericht vom 12. Februar 2015 (Urk. 6/114/1; vgl
. E. 3.2.2).
Aufgrund intensiver koordinierter Therapie (haus
ärztlich und ambulant)
bestünden seit einem Jahr keine schweren depressiven Episoden mehr.
Eine Tätigkeit mit selbstgewählten Pausen, ohne Hektik und ohne Baustellenbesuche aufgrund des Risikos von Schwindelanfällen könne in einem Pensum von 50 % ausgeübt werden. Die Leistungsfähigkeit sei wegen Konzen
trationsschwäche und verminderter emotionaler Belastbarkeit um 50 % einge
schränkt. Das soziale Umfeld des Beschwerdeführers, einschliesslich Arbeitgeber, sei als positiv hervorzuheben (Urk. 6/114/1-3).
In gleichem Sinne äusserte sich
Dr. D._
auch in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom
8.
Dezember 2015 (
Urk.
6/125).
3.2.5
Dr. E._
, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, führte in seinem Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 2
0.
Dezember 2015 als Diagnosen mit Auswi
rkung auf die Arbeitsfähigkeit (1)
rezidivierende depressive Episoden nach Burno
ut, bestehend seit 2013, (2) einen Status nach
Pilon
-
Tibial
-Fraktur rechts und OSG-Fraktur beidseits 1990, (3) einen Status nach OSG-Arthroplastik rechts 2003 und (4) einen Status nach
Débridement
Knochenzyste medialer
Malleoleus
rechts Mai 2015
und als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbe
itsfähigkeit eine Adipositas Grad II und eine arterielle Hypertonie, gut eingestellt, seit 2014
an. Die medizinisch begründete Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Projektleiter Bedachungen könne er nicht beurteilen
, da die diesbe
zügliche Behandlung beim Psychiater stattfinde
. Es bestehe eine einge
schränkte psychische Belastbarkeit
qualitativ und quantitativ. Bei Überforderung komme es zu einer raschen Dekompensation (
Urk.
6/118/6-8).
3.2.6
Dr. G._ nannte im interdisziplinären Gutachten vom 25. Juli 2016 als inter
dis
ziplinäre Diagnose mit langdauernder Auswirkung auf die Arbeitsfähig
keit die Folgen des Unfalles vom 13. August 1990 mit Frakturen der Sprung
gelenke und als Diagnosen ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit (1) Rest
symptome einer depressiven Episode (gemäss psychoso
matisch-psychiatri
scher Begutachtung von Dr. F._), (2) eine Adipositas mit Body
Mass-Index von 41,4 kg/m
2
sowie (3) eine gestörte Gluconeogenese (Urk. 6/140/7). Zudem bestün
den eine arterielle Hypertonie sowie ein Schlaf
apnoe-Syndrom, welche als Folgen des Übergewichtes einzustufen seien (Urk. 6/140/9). Die Arbeitsfähigkeit sei, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, seit gut 10 Jahren für die früher als Dachdecker ausgeübten beruflichen Tätigkeiten und für solche Arbeiten, die mehr als mittelgradig körperlich belastend seien, nicht mehr gegeben. Für dieje
nigen Tätigkeiten, welche er nach der IV-Umschulung zum Kaufmann ausüben könne und die er mehrjährig unterdessen in der Firma C._ AG ausgeübt habe, könne er, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, für keinen Zeit
raum eine anhaltende Einschränkung der Arbeits
fähigkeit begründen. Gleiches gelte für angepasste Verweistätigkeiten (Urk. 6/140/11).
3.2.7
Im psychiatrischen Teilgutachten vom 25. Juli 2016 diagnostizierte Dr. F._ Restsymptome einer depressiven Episode (F32.4/F33.4) bei Status nach Anpassungsstörung (F43.2) in der Folge von Belastungen am Arbeitsplatz sowie bei akzentuierten (übergenau, narzisstisch, leistungsorientiert) Persönlichkeits
zü
gen (Z73.1; Urk. 6/140/28). Die damit verbundenen objektiven psychopatho
logi
schen Befunde seien aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht nicht aus
ge
prägt. Die Limitierung des
Aktivitätenniveaus
(im Vergleich zu vor Eintritt der Gesundheitsschädigung) durch den Beschwerdeführer sei in allen vergleich
baren Lebensbereichen (Beruf/Erwerb, Haushalt, Freizeit, soziale Aktivitäten) voll
stän
dig durch seine Selbsteinschätzung zu begründen. Eine Willens
anstrengung zur Bewältigung dieser rein subjektiven Defizite sei medizinisch zumutbar und tat
sächlich möglich (vgl. vielfältige Aktivitäten des täglichen Lebens, berufliche Tätigkeit, Freizeitverhalten).
Mit überwiegender Wahrschein
lichkeit habe sich im Fall des Beschwerdeführers (vor dem Hintergrund akzentuierter Persönlichkeits
züge) 2013 eine Anpassungsstörung in der Folge von Belastungen am Arbeits
platz entwickelt, die zur Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit geführt habe. Es werde im Verlauf in den Akten eine Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers aufgrund einer depressiven Störung postuliert, was jedoch nicht kritisch differen
ziert nachvollziehbar sei.
Im Zeitpunkt der von ihm am 5. Juli 2016 durch
geführ
ten
Untersuchung sei eine wesentliche Verbesserung der postulierten depressiven Episode festzustellen. Im Vordergrund stehe Verunsicherung als (angemessene normalpsychologische) Reaktion ohne Krankheitswert. Die bekannten (psycho-) sozialen Belastungen (bspw. persönliche Berufswünsche, Lage am Arbeitsmarkt, finanzielle Sorgen) erklärten im Fall des Beschwerde
führers die zurzeit von ihm noch geschilderten innerseelischen Restsymptome der Störung. Diese (subjekti
ven) Symptome würden aber aus versicherungs
psychiatrischer Sicht keine Arbeitsunfähigkeit begründen. Im Falle des Beschwerde
führers seien zudem keine weiteren Hinweise vorhanden, die schwere Defizite aufgrund eines Gesundheits
schadens und/oder eine Unzumutbarkeit zu deren Bewältigung begründen könn
ten. Die akzentuierten Persönlichkeitszüge hätten keinen Krankheitswert. Der vom Beschwerdeführer beschriebene angemessene Umgang mit psychotropen Substanzen (inkl. Abstinenz von Tabak und Drogen) würde zumindest ausrei
chende innerpsychische Ressourcen annehmen lassen. Auch die sehr erfolgreiche Lebensbewährung des Beschwerde
führers belege seine Ressourcen. Der soziale Kontext sei objektiv und subjektiv geordnet. Der Beschwerdeführer pflege regel
mässig vielfältige soziale Kontakte und beschreibe gute soziale Ressourcen. Er nenne die Fähigkeit, seine inner
seelischen Defizite mit entsprechender Anstren
gung zu überwinden. Er sei beruflich aktiv, arbeite in Haus und Garten, gehe auf Reisen und sei am sozialen Geschehen interessiert. Beim Verlauf der Störung seien nicht krankheitsbedingte (soziale) Faktoren zu nennen (bspw. Lebensalter, persönliche Berufswünsche, Lage am Arbeitsmarkt, finanzielle Sorgen, Renten
wunsch), welche als nicht krankheitsbedingte Aspekte die medizinisch zumutbare Willensanstrengung zur Bewältigung der Defizite behinderten. Diese Faktoren gingen nicht in die Beurteilung einer medizinisch-theoretischen Zumutbarkeit einer allfälligen Tätigkeit aus versicherungspsychiatrischer Sicht mit ein (weder positiv noch negativ). Eine relevante (
≥
20 % von 100 %) längerfristige Arbeits
unfähigkeit sei aus versicherungspsychiatrischer Sicht somit nicht zu begründen (für jede Art zumutbarer ausserhäuslicher Tätigkeiten und für Arbeiten im Haus
halt). Von dieser Einschätzung könne ab Datum der aktuellen Untersuchung (5. Juli 2016) sicher ausgegangen werden. Ob und allfällig ab wann genau bereits zuvor auf die im vorliegenden Gutachten erläuterte Einschätzung abgestellt wer
den könne, sei aufgrund der hierfür unzureichenden Dokumentation nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu schätzen.
Es sei allerdings ausdrücklich festzustellen, dass die vorliegende Dokumentation ebenfalls dafür nicht hinrei
chend sei, um eine tatsächliche relevante längerfristige Minderung der Leistungs
fähigkeit im Zeitraum zwischen Oktober 2013 und Juli 2016 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu belegen
(Urk. 6/140/32-34)
.
3.2.8
Im Rahmen der interdisziplinären Beurteilung hielten Dr. G._ und Dr. F._ fest, dass für diejenigen beruflichen Tätigkeiten, die der Versicherte nach der IV
Umschulung zum Kaufmann ausüben könne und die er mehrjährig unterdes
sen in der Firma C._ AG ausübe sowie für eine angepasste Verweistätigkeit für keinen Zeitraum eine anhaltende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begrün
det werden könne. Für die früher als Dachdecker ausgeübten Tätigkeiten und für solche Arbeiten, die mehr als mittelgradig körperlich belastend seien, könne voll
umfänglich auf die Einschätzung aus somatisch-rheumatologischer Sicht (keine Arbeitsfähigkeit mehr gegeben) abgestützt werden (Urk. 6/139; vgl. Urk. 6/140/35).
3.2.9
In seiner psychiatrischen Kurzbeurteilung vom 27. September 2016 hielt der behandelnde Psychiater Dr. D._ unter dem Titel «Befund und Diagnosen im Hinblick auf die Arbeitsfähigkeit» fest: «Klar orientiert in allen Qualitäten. Antrieb und Motivation deutlich reduziert, Affekt und Emotion beeinträchtigt und unein
heitlich, kaum mitschwingend im Gespräch. Kognitiv mit deutlichen Einschrän
kungen hinsichtlich Aufmerksamkeit und Konzentration. Denken geordnet und weitgehend problemzentriert. Latente Suizidalität. Keine psychotischen Zeichen (ICD–10 F. 32.2)». Unter der eingeschlagenen Therapie hätten sich die depressiven Symptome ab Oktober 2014 weitgehend zurückgebildet. Nach wie vor würden leichte Einschlafschwierigkeiten bestehen. Unter den Voraussetzungen der Ein
richtung eines im Hinblick auf die gesundheitlichen Einschränkungen des Patienten angepassten Arbeitsplatzes (kein Termindruck und die Möglichkeit von selbstgewählten Ruhepausen) habe ab Mitte November 2014 eine Arbeitsfähigkeit von 50 % eines Pensums von 100 % erreicht werden können. Die seit 2003 bestehende Krankheits- und Patientenkarriere aus somatischen Ursachen (Fuss
verletzung, Adipositas, Hochdruckerkrankung, Atemnot) mit kontinuierlicher Chronifizierung der Beschwerden habe zu einer wachsenden psychosozialen Belastungssituation des Patienten geführt mit krankheitswertigen Einflüssen auf seine Persönlichkeit und sein aktuelles Verhalten. Das Gutachten vom 25. Juli 2016 berücksichtige nicht die beim Patienten bestehende
somato
-psychische Komorbidität vor dem Hintergrund der durch die berufliche Eingliederung seit 2004 geleisteten Ressourcen-Mobilisierung, die zu einer Stabilisierung der Arbeits
fähigkeit seit November 2014 geführt habe. Bei einer Erhöhung des Arbeitspensums über 50 % von 100 % sei aus psychiatrischer Sicht das Risiko eines Rückfalls in eine schwere depressive Episode des Patienten gegeben (Urk. 6/152).
4.
4.1
Da
s interdisziplinäre Gutachten
vom
25. Juli 2016
erfüllt grundsätzlich die recht
sprechungsgemässen Anforderungen an eine beweiskräftige ärztliche Entschei
dungsgrundlage
(
vgl. E. 1.4
)
. Es
beruht auf den erforderlichen
sorgfältigen und
allseitigen Untersuchungen
(Urk. 6/140/4-6 und Urk. 6/140/27-28)
, wurde in
Kenntnis der und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet (Urk. 6/140/5-
6 und Urk. 6/140/25-26)
, berücksichtigt die geklagten Beschwer
den und setzt sich mi
t diesen sowie dem Verhalten des Beschwerde
führers
auseinander
(Urk. 6/140/7-10 und Urk. 6/140/28-30)
. D
ie Darlegung der medizi
nischen Zusammenhänge ist einleuchtend und die Schlussfolgerungen sind nachvollzieh
bar und begründet.
4.2
Die gutachterliche Beurteilung des somatischen Gesundheitszustandes sowie dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit wird vom Beschwerdeführer – zu Recht – nicht in Frage gestellt. Es kann daher – gestützt auf die überzeugenden gutachterlichen Feststellungen – ohne weiteres davon ausgegangen werden, dass sich die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers aus somatischer Sicht seit der Verfügung vom 29. Mai 2007 (vgl. E. 3.1) nicht massgeblich verändert hat.
4.3
4.3.1
Dr. F._
legte in seinem psychiatrischen Teilgutachten vom 2
5.
Ju
li 2016 nachvollziehbar (vgl. den weitestgehend unauffälligen Psychostatus sowie ferner auch die Ergebnisse des von ihm durchgeführten Fremdbeurteilungsverfahren nach MADRS [Urk. 6/140/27-28])
dar, dass beim Beschwerdeführer im Zeitpunkt der Begutach
tung Restsymptome einer depressiven Episode (ICD-10 F32.4/F33.4) bei Status nach Anpassungsstörung (F43.2) in der Folge von Belastungen am Arbeitsplatz und bei akzentuierten (übergenau, narzisstisch, leistungsorientiert) Persönlichkeitszügen (Z73.1) bestehen und er
dadurch in seiner Arbeitsf
ähigkeit nicht eingeschränkt ist
.
4.3.2
Soweit sich der Beschwerdeführer auf die davon abweichende Einschät
zung von Dr. D._ (vgl. E. 3.2.2, E. 3.2.4 und E. 3.2.9) beruft,
ist vorab festzuhalten, dass eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessens
frei erfolgen kann. Sie eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medi
zinisch-psychiatrische Interpretationen möglich, zulässig und zu respektieren sind, sofern der Experte de lege
artis
vorgegangen ist. Daher und unter Beachtung der Divergenz von medizinischem Behandlungs- und Abklärungsauftrag kann es nicht angehen, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte nachher zu unter
schiedlichen Einschätzungen gelangen oder
an solchen vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten. Anders verhält es sich hingegen, wenn die behandelnden Ärzte objektiv feststell
bare Gesichtspunkte vorbringen, welche im Rahmen der psychiatrischen Begut
achtung unerkannt geblieben und die geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_363/2018 vom 10. Oktober 2018 E. 4.2.3 mit Hinweisen).
Solche ergeben sich aus den Berichten von Dr.
D._
indessen nicht:
4.3.3
Dr. F._
stellte in seinem Gutachten im Rahmen der Auseinandersetzung mit
den
Berichten von Dr. D._ aus den Jahren 2014 und 2015 (vgl. E. 3.2.1–5 und Urk. 6/119) – zutreffend – fest, dass dieser dem Beschwerdeführer ab dem 4. Oktober 2013 eine depressive Episode, die zunächst schwer (vgl. Urk. 6/119/5 und Urk. 6/119/3), ab 2015 mittelschwer (vgl. Urk. 6/119/3, Urk. 6/114/1 und Urk. 6/125/1) gewesen sei, attestiere. Die Diagnose werde jedoch mit Bezug zum Klassifikationssystem nie differenziert beschrieben und/oder diskutiert. Sie sei nicht nachvollziehbar. Die von Dr. D._ genannten objektiven Befunde liessen (wenn überhaupt), qualitativ knapp ein unspezifisches depressives Syn
drom erkennen. Der Schweregrad bleibe unklar (Urk. 6/140/30).
In seiner Stellungnahme vom 2. November 2016 (Urk. 6/156) zur psychiatrischen Kurzbeurteilung von Dr. D._ vom 27. September 2016 (Urk. 6/152) wies Dr. F._ sodann – zu Recht – darauf hin, dass Dr. D._ darin ausgeführt habe, die depressiven Symptome hätten sich ab Oktober 2014 weitgehend zurückgebildet; diese Formulierung entspreche inhaltlich jener im Gutachten unter Punkt 6 (vgl. Urk. 6/140/30 letzter Absatz): «Aktuell ist eine wesentliche Verbesserung der postulierten depressiven Episode festzustellen.» Die im Wider
spruch dazu von Dr. D._ trotzdem stereotyp weiterhin genannten objektiven Befunde, die die Diagnose gemäss ICD-10 F32.2 begründen würden, würden weder zeitlich eingeordnet noch kritisch differenziert erörtert (Urk. 6/156/3).
Die Berichte von Dr. D._ enthalten demnach insofern keine objektiv fest
stellbaren Gesichtspunkte, welche im Rahmen der psychiatrischen Begut
achtung unerkannt blieben und geeignet sind, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen.
Ausserdem ist auf die Erfahrungstatsache hinzuweisen, dass behandelnde Ärzte und Ärztinnen mitunter im Hinblick auf ihre auftrags
rechtliche Vertrau
ens
stellung in Zweifelsfällen eher zugunsten ihrer Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5). Es entsteht denn auch der Eindruck, dass
Dr. D._
bei seiner Einschätzung der Arbeitsfähigkeit massgeblich auf die subjektiven Angaben des Beschwerdeführers abgestellt hat, ohne diese kritisch zu hinterfragen. Dies wäre aber erforderlich gewesen, zumal
Dr. F._
bemerkte, es lägen
beim Beschwer
de
führer ein
e Selbstlimitierung und ein
ausgeprägter Rentenwunsch vor
(
Urk.
6/140
/42
).
Zudem stellte Dr. F._ fest, dass das psychische Beschwerde
bild massgeblich durch psychosoziale Belastungsfaktoren mitbestimmt werde. Damit hat sich Dr. D._ nicht auseinandergesetzt, was jedoch ebenfalls erforderlich gewesen wäre (vgl. E. 1.2.4 und E. 4.4.7).
Die Berichte von Dr.
D._
vermögen daher das psychiatrische Teilgutachten nicht in Zweifel zu ziehen.
4.3.4
Der Beschwerdeführer bemängelt sodann,
Dr. F._ habe sich nicht mit dem Bericht über das Job-Coaching auseinandergesetzt, und verweist in diesem Zusammen
hang auf das Urteil des Bundesgerichts 9C_833/2007 vom 4. Juli 2008 (E. 3.2.3). Nicht nur das Bundesgericht erachte die Auseinandersetzung mit den Erkenntnissen der beruflichen Eingliederung als wichtig. Auch die Qualitäts
richt
linien der Schweizerischen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP, Oktober 2016, 6.4) würden den psychiatrischen
Gutachtern
eine Aus
einandersetzung mit den Ergebnissen der beruflichen Eingliederung vorschreiben (Urk. 1 S. 7 f.
Rz
. 22-25).
Eine genauere Betrachtung des vom Beschwerdeführer zitierten Entscheides des Bundesgerichts zeigt, dass die diesem zugrunde
liegende Konstellation mit der vorliegenden nicht vergleichbar ist. Laut Bundesgericht wies im damals zu beur
teilenden Fall der Gegenstand der berufliche
n Abklärung gemäss IV-Auftrag («
Aufschluss geben über die Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit des Versicherten und möglic
he angepasste Tätigkeitsgebiete»
) enge Bezüge zur arbeitsmedizinisch-ergonomisch ausgerichteten EFL auf, auf die sich die Gutachter praktisch aus
schliesslich gestützt hätten, die jedoch lediglich an zwei Halbtagen während rund dreieinhalb Stunden durchgeführt worden sei. Ziel
e
des von der Beschwerdegeg
nerin vorliegend in Auftrag gegebenen Job-Coachings waren demgegenüber «Sicherung des Arbeitsplatzes» sowie «Aufbau und Stabilisierung der Arbeitsfä
higkeit»
(Urk.
6/109-110 und
Urk.
6/120/2). Ausserdem geht
aus dem vorliegen
den – Dr. F._ bekannten (vgl. Urk. 6/140/20 und Urk. 6/140/33) – «Ver
laufsprotokoll Job Coaching» vom 2. Oktober 2015 hervor, dass die zuständige Berufsfachperson im Hinblick auf die Rentenprüfung ein Gutachten empfohlen hat, da sie die Schwere der Depression als unklar erachtete.
Sie nahm dement
spreche
nd zur
Arbeits- und Leistungsfäh
igkeit des Beschwerdeführers gar nicht selbst Stellung
. Vielmehr beschrieb sie lediglich die vom Beschwerdeführer geklagten und gezeigten Einschränkungen (vgl. E. 3.2.3). Anders als im vom Bun
desgericht damals zu beurteilenden Fall kann deshalb vorliegend
keine Rede davon sein, dass sich die Ergebnisse des Job-Coaching mit denjenigen aus dem psychiatrischen Teil-Gutachten offensichtlich und erheblich widersprechen wür
den. Der vom Beschwerdeführer zitierte Entscheid des Bundesgerichts erweist sich damit als nicht einschlägig.
Ausserdem hielt Dr. F._ in seiner Stellungnahme vom 2. Oktober 2016 zum «Verlaufsprotokoll Job Coaching» vom 2. Oktober 2015 fest, dass die darin gemachten Angaben nicht hinreichend ausführlich, einlässlich und nachvoll
zieh
bar seien. Insbesondere würden nicht krankheitswertige Faktoren nicht erörtert, weshalb sich eine entsprechende Diskussion im Gutachten erübrige (Urk. 6/156/2).
Dem Beschwerdeführer ist sodann entgegenzuhalten, dass es sich bei den betreffenden Qualitätsleitlinien um blosse Empfehlungen handelt. So schreiben weder Gesetz noch Rechtsprechung den Psychiatern eine Begutachtung nach den entsprechenden Leitlinien vor. Ein Gutachten verliert nicht automatisch seine Beweiskraft, wenn es sich nicht an die erwähnten Qualitätsleitlinien hält (Urteil des Bundesgerichts 9C_273/2018 vom 28. Juni 2018 E. 5.4 mit Hinweis).
Der Einwand des Beschwerdeführers, wonach sich Dr. F._ nicht mit den Ergebnissen des Job-Coachings auseinandergesetzt habe, erweist sich somit als
unbehelflich
und vermag das Gutachten nicht in Zweifel zu ziehen.
4.3.5
Der Beschwerdeführer wendet ferner ein, Dr. F._ habe sich nicht zur zentralen Frage, inwiefern die Aufnahme einer leidensadaptierten Tätigkeit mit der Stabili
sierung des gesundheitlichen Zustandes zusammenhänge, und wie die Rück
fall
gefahr bei einer Steigerung des Arbeitspensums oder bei Wieder
aufnahme einer Tätigkeit mit Leistungsdruck zu beurteilen sei (Dekompensation), geäussert. Wenn die medizinische Beurteilung des Zustandes des Beschwerde
führers zum Ergebnis gelange, dass bei Steigerung des Arbeitspensums mit einer erneuten Dekompen
sation zu rechnen sei, könne mitnichten von einer vollen Arbeitsfähigkeit ausge
gangen werden (Urk. 1 S. 8
Rz
. 26-27).
Der Beschwerdeführer verkennt, dass eine Rentenausrichtung aus pro
phylakti
schen Gründen im Gesetz nicht vorgesehen und zur Begründung eines Renten
anspruchs der Nachweis einer aktuell invalidisierenden Symptomatik erforderlich ist (Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2012.00410 vom 11. November 2013 E. 3.4.1). Wie die nachfolgenden Ausführungen zeigen, ist dieser Nachweis vorliegend nicht erbracht (vgl. E. 4.4).
4.3.6
Soweit der Beschwerdeführer die Ausführungen der Beschwerdegegnerin zu seinen Ressourcen sowie deren Feststellung, wonach sein Leiden behandelbar und damit nicht invalidisierend sei, kritisiert (Urk. 1 S. 8 – 10), ist zu bemerken, dass das
Bundesgericht
die
bei Verfügungserlass aktuelle Rechtsprechung, gemäss welcher leichte bis mittelgradige depressive Störungen als invalidisierende Krank
heiten nur in Betracht fielen, wenn sie erwiesenermassen therapieresistent waren, zwischenzeitlich mit BGE 143 V 409
geändert und erkannt hat, dass
die Therapierbarkeit keine abschliessende evidente Aussage über das Gesamtmass der
Beeinträchtigung und deren Relevanz im iv-rechtlichen Kontext zu liefern ver
möge
(E. 4.4). Gemäss diesem Entscheid sind nunmehr namentlich
auch leichte bis mittelschwere Depressionen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit grund
sätzlich einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Urteil des Bundesgerichts 9C_676/2017 vom 17. September 2018 E. 4.1 mit Hinweisen). Das Kriterium der Behandelbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen
(BGE 143 V 409 E.
4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_449/2017 vom 7.
März 2018
E. 4.2.1)
. Gleiches gilt für die persönlichen Ressourcen (vgl. E. 1.2.2 und E. 1.2.3).
Aufgrund der nachfolgenden Ausführungen ist auch vor dem Hintergrund dieser – nach Verfügungserlass ergangenen – Rechtsprechungsänderung nicht auf ein invalidisierendes psychisches Leiden des Beschwerdeführers zu schliessen.
4.4
4.4.1
Dr. F._
hat sich in seinem Gutachten vom 2
5.
Juli 2016
–
trotz Fehlens einer Diagnose, welche nach damaliger Rechtslage eine solche Prüfung bedingt hätte
–
mit den Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 (vgl. E. 1.2.3) auseinandergesetzt (
Urk.
6/140/37-43).
4.4.2
Hinsichtlich des Indikators «Ausprägung und Schwere der objektiven Befunde» ist dem psychiatrischen Teilgutachten von Dr. F._ zu entnehmen, dass im Zeitpunkt der Begutachtung nur noch (subjektive) Restsymptome einer depressi
ven Episode vorhanden und die damit verbundenen objektiven psycho
pathologi
schen Befunde nicht ausgeprägt waren (Urk. 6/140/37). Er wies zudem darauf hin, dass die vom Beschwerdeführer noch subjektiv geschilderten inner
seelischen Restsymptome einer depressiven Störung mit den bestehenden (psycho-)sozialen Belastungen (persönliche Berufswünsche, Lage am Arbeits
markt, finanzielle Sorgen) zu erklären seien (Urk. 6/140/31).
4.4.3
Zum Behandlungserfolg bzw. zur Behandlungsresistenz (BGE 141 V 281 4.3.1.2) hielt Dr. F._ fest, dass aus psychiatrisch-psychotherapeutischer Sicht rele
vante Behandlungsmassnahmen seit Oktober 2013 dokumentiert seien. Eine Psychopharmakotherapie nehme der Beschwerdeführer seit Ende 2015 nicht mehr wahr. Die bisher wahrgenommene therapeutische Unterstützung könne als erfolg
reich gelten. Eine entsprechende Unterstützung sollte beibehalten werden. Die wissenschaftlich anerkannten Therapiemöglichkeiten seien damit aber bei weitem nicht ausgeschöpft. Darauf sollte allfällig zurückgekommen werden, falls sich der Genesungsprozess negativ entwickeln sollte (Urk. 6/140/41).
Die bisher durchgeführte, erfolgreiche Behandlung lässt nicht auf eine schwere depressive Störung schliessen. Von einer Therapieresistenz kann sodann keine Rede sein.
4.4.4
Relevante, die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende psychische oder somatische Komorbiditäten wurden von Dr. F._ – unter Hinweis auf die interdisziplinäre Einschätzung – verneint (Urk. 6/140/40). Zwar hat seit der angefochtenen Verfü
gung b
eim
Indikator «
Komorbidität
»
die Rechtsprechung
insofern geändert, als auch diesbezüglich nicht allein auf die Diagnosen, sondern vor allem auf die Auswirkungen der betreffenden Krankheitsbilder auf die persönlichen Ressourcen abzustellen ist (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_604/20
17 vom 15. März 2018
E. 7.2 mit Hinweis)
. Selbst wenn die somatischen Diagnosen und die laut Dr. F._ bestehenden nicht krankheitswertigen akzentuierten Persönlichkeits
züge – eine Persönlichkeitsstörung liegt laut Dr. F._ nicht vor – als ressour
cen
hemmend in der Gesamtwürdigung berücksichtigt werden, vermag dies aber das Gesamtbild nicht massgeblich zu beeinflussen.
4.4.5
Den sozialen Kontext beschrieb Dr. F._ nachvollziehbar als objektiv und sub
jektiv geordnet. Der Beschwerdeführer pflege regelmässig vielfältige soziale Kon
takte und beschreibe gute innerseelische Ressourcen. Er nenne die Fähigkeit, seine innerseelischen Defizite mit entsprechender Anstrengung zu überwinden. Er sei beruflich aktiv, arbeite in Haus und Garten, gehe auf Reisen und sei am sozialen Geschehen interessiert (Urk. 6/140/40; vgl. Urk. 6/140/24). Den Akten ist im Wei
teren zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer verheiratet ist und zwei erwach
sene Kinder hat. Gemäss seinen Angaben anlässlich der Begutachtung lebt er mit seiner Ehefrau und einem Sohn zusammen. Er sei Mitglied in einem Verein, wo man sich ab zu treffe (Urk. 6/140/24). Der soziale Kontext weist demnach beträchtliche Ressourcen aus, auf die der Beschwerdeführer zurückgreifen kann.
4.4.6
Eine ausgeprägte Einschränkung im Alltag ist aufgrund der Angaben des Beschwerdeführers zu seinem Tagesablauf (Urk. 6/140/24; vgl. auch E. 4.4.5) nicht auszumachen. Soweit im Vergleich zur Situation vor Beginn der depressi
ven Störung eine Limitierung des
Aktivitätenniveaus
(Beruf/Erwerb, Haushalt, Frei
zeit, Aktivitäten) besteht, ist sie laut Dr. F._ vollständig durch die Selbst
ein
schätzung des Beschwerdeführers zu begründen (Urk. 6/140/32). Zudem wies Dr. F._, wie erwähnt, auf einen ausgeprägten Rentenwunsch des Beschwer
de
führers hin (Urk. 6/140/42). Die bisher durchgeführten Behandlungs- und Ein
gliederungsbemühungen lassen zwar einen gewissen (im Verlauf abnehmen
den [Sistierung der Psychopharmakotherapie Ende 2015 [Urk. 6/140/24]) psychischen Leidensdruck erkennen. Insgesamt lassen die Fest
stellungen von Dr. F._
anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren
aber nicht auf einen
erheblichen funktionellen Schweregrad der depressiven Sympto
matik und damit auch nicht auf eine dadurch bedingte Arbeitsunfähigkeit im Zeitpunkt der Begutachtung schliessen.
4.4.7
Ob und allfällig ab wann genau bereits vor Juli 2016 auf seine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit abgestellt werden könne, liess Dr. F._ offen. Er wies aber ausdrücklich darauf hin, dass sich aufgrund der Vorberichte eine tatsächliche relevante längerfristige Minderung der Leistungsfähigkeit im Zeitraum zwischen Oktober 2013 und Juli 2016 nicht belegen lasse (Urk. 6/140/36). Ausserdem stellte er fest,
dass die depressive Störung überwiegend wahrscheinlich Folge einer Belastung am Arbeitsplatz gewesen sei und nicht krankheitsbedingte (soziale) Faktoren auch deren Verlauf massgeblich mitbestimmt hätten (
Urk.
6/140/37-38; vgl. Urk. 6/140/30).
Wie eingangs erwähnt, sind das Beschwerdebild mitprägende psychosoziale Belastungsfaktoren, soweit sie unmittelbar die Symptomatik beeinflussen, als nicht invalidisierende und damit nicht versicherte Faktoren auszuscheiden (vgl. E. 1.2.4). Zudem bemerkte Dr. D._ in seiner psychiatrischen Kurz
beur
teilung vom 27. September 2016 ausdrücklich, dass sich die depressiven Symp
tome ab Oktober 2014 weitgehend zurückgebildet hätten (vgl. Urk. 6/152; vgl. Urk. 6/156 und E. 4.3.3). Es kann daher davon ausgegangen werden, dass die depressionsspezifischen Befunde bereits seit Oktober 2014 nicht (mehr) besonders ausge
prägt waren. Das zum Behandlungserfolg als wichtiger Schweregrad
indika
tor Gesagte (vgl. E. 4.4.3) gilt sodann auch für die Zeit vor der Begut
achtung. Damit ist ein invalidisierendes Leiden zumindest auch ab Oktober 2014 – und damit auch im Zeitpunkt des
frühest
möglichen Rentenbeginns (Juli 2015; vgl. E. 1.3, Art. 29 Abs. 1 IVG und Urk. 6/97) – nicht mit überwiegender Wahr
schein
lich
keit erstellt.
4.5
Dass sich seit der Begutachtung bis zur angefochtenen Verfügung vom 25. April 2017 (Urk. 2) der somatische und/oder psychische Gesundheitszustand des Beschwerdeführers massgeblich verschlechtert hat, machte der Beschwerdeführer nicht geltend und ist auch nicht ersichtlich.
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass sich die tatsächlichen Verhältnisse des Beschwerdeführers seit der unangefochtenen Rentenablehnung vom 29. Mai 2007 bis zum Erlass der vorliegend angefochtenen Verfügung vom 25. April 2017 nicht anspruchsrelevant geändert haben. Bei diesem Ergebnis erübrigt sich die Durchführung eines Einkommensvergleichs.
6.
Die Beschwerde erweist sich demnach als unbegründet und ist abzuweisen.
7.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzusetzen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Das Gericht
erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
600
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt.
Rechnung und Einzahlungsschein werden
dem
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Stephanie C. Elms
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.