# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fa5d78a7-652a-45e8-a9e2-235349c00a3a
**Court:** SO_OG
**Chamber:** SO_OG_004
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** SO / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

In Sachen
A._
,
Beschwerdeführer
gegen
Reformierte Kirchgemeinde Solothurn
,
Beschwerdegegnerin
betreffend
Rechtsöffnung
zieht die Zivilkammer des Obergerichts in
Erwägung
:
1. Die reformierte Kirchgemeinde Solothurn (nachfolgend Gesuchstellerin genannt) ersuchte mit Eingabe vom 9. Juni 2022 das Richteramt Solothurn-Lebern in der gegen A._ (nachfolgend Gesuchsgegner genannt) geführten Betreibung Nr. [...] des Betreibungsamtes Region Solothurn für die ausstehende Kirchgemeindesteuer 2019 von CHF 852.95 und die Kosten für den Zahlungsbefehl von CHF 53.30 um definitive Rechtsöffnung, u.K.u.E.F.
2. Mit Stellungnahme vom 11. Juli 2022 beantragte der Gesuchsgegner sinngemäss die Abweisung des Rechtsöffnungsgesuchs.
3. Mit Urteil vom 8. September erteilte die Amtsgerichtspräsidentin von Solothurn-Lebern der Gesuchstellerin definitive Rechtsöffnung für den Betrag von CHF 852.95. Der Gesuchsgegner wurde verpflichtet, der Gesuchstellerin die Betreibungskosten von CHF 53.30 und die Gerichtskosten von CHF 150.00 zu ersetzen. Zudem hat er der Gesuchstellerin eine Parteientschädigung von CHF 100.00 zu bezahlen.
4. Gegen das begründete Urteil erhob der Gesuchsgegner (nachfolgend Beschwerdeführer genannt) mit Eingabe vom 30. September 2022 form- und fristgerecht Beschwerde beim Obergericht des Kantons Solothurn und verlangte sinngemäss die Aufhebung des angefochtenen Entscheids sowie die Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens.
5. Da sich die Beschwerde im Sinne von Art. 322 Abs. 1 Schweizerische Zivilprozessordnung (ZPO, SR 272) als offensichtlich unzulässig erweist, kann – wie nachfolgend aufgezeigt wird – auf die Einholung einer Beschwerdeantwort der Reformierten Kirchgemeinde Solothurn (nachfolgend Beschwerdegegnerin genannt) verzichtet werden.
6. Der Rechtsöffnungsrichter erteilt definitive Rechtsöffnung, wenn die Forderung auf einem vollstreckbaren gerichtlichen Entscheid beruht und der Betriebene nicht durch Urkunden beweist, dass die Schuld seit Erlass des Entscheides getilgt oder gestundet worden ist oder die Verjährung anruft (Art. 80 Abs. 1 und Art. 81 Abs. 1 Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs [SchKG, SR 281.1]). Gemäss Art. 80 Abs. 2 Ziff. 2 SchKG sind Verfügungen schweizerischer Verwaltungsbehörden gerichtlichen Entscheiden gleichgestellt.
7. Mit der definitiven Steuerveranlagung 2019 vom 18. März 2021 forderte die Beschwerdegegnerin vom Beschwerdegegner die Kirchgemeindesteuer für das Jahr 2019 in der Höhe von CHF 852.95. Mit Schreiben vom 9. Juni 2022 bestätigte die reformierte Kirchgemeinde, dass gegen die Kirchensteuerveranlagung vom 18. März 2021 kein Rechtsmittel eingereicht worden und dass die Veranlagung rechtskräftig geworden ist.
8. In seiner Beschwerdeschrift vom 30. September 2022 bringt der Beschwerdeführer vor, die Steuerveranlagung beruhe auf einem Versicherungsbetrug durch die SUVA, weswegen er auch einen Strafantrag gegen diese bei der Staatsanwaltschaft eingereicht habe. Mit diesem Vorbringen nimmt er keinen Bezug auf die Begründung des angefochtenen Entscheids. Insbesondere begründet er nicht, wieso die Vorinstanz in der definitiven Steuerveranlagung 2019 nicht einen definitiven Rechtsöffnungstitel hätte erkennen dürfen. Auch legt er nicht dar, wieso die Vorinstanz nicht auf die Rechtskraftbescheinigung der Gesuchstellerin hatte abstellen dürfen. Inwiefern die Vorinstanz das Recht unrichtig angewendet oder den Sachverhalt offensichtlich falsch festgestellt haben soll, geht somit aus der Beschwerdeschrift nicht hervor. Diese genügt den Anforderungen an die Begründung einer Beschwerde nicht. Die Beschwerde erweist sich folglich als offensichtlich unzulässig und es ist nicht darauf einzutreten. Eine offensichtlich unzulässige Beschwerde ist zum vornherein aussichtslos, was die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ausschliesst (BGE 129 II 129 E. 2.3.1.). Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege ist daher abzuweisen. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat der Beschwerdeführer dessen Kosten mit einer Entscheidgebühr von CHF 225.00 zu bezahlen.
Demnach wird
beschlossen
:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.
3.
A._ hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens von CHF 225.00 zu bezahlen.

## Considerations