# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cfac227c-a914-4f7a-a6bb-592d2105d1ea
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._ verkaufte B._ mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom _ 2017 die Grundstücke Nrn. C._, D._ und E._, Grundbuch der Gemeinde F._, zu einem beurkundeten Preis von CHF 1'600'000.00. Davon sollte B._ CHF 50'000 per 17. November 2017 und die restlichen CHF 1'550'000.00 bei Besitzesantritt an A._ bezahlen. Eine zusätzliche, vom öffentlich beurkundeten Kaufvertrag nicht erfasste Zahlung von CHF 50'000.00 erfolgte nach Vertragsabschluss. Weiter vereinbarten die Parteien, der Vertrag falle dahin und die gemäss Vertrag angezahlte Summe von CHF 50'000.00 verfalle der Verkäuferin als Reuegeld, sofern B._ den restlichen Kaufpreis von CHF 1'550'000.00 nicht bis zum 30. Juni 2019 überweise. Zudem vereinbarten sie für allfällige aus dem Vertrag entstehende Streitigkeiten den Gerichtsstand F._. Zwischen den Parteien entbrannte daraufhin ein Streit darüber, ob der Vertrag gültig oder ungültig bzw. nichtig sei und ob die Anzahlung von CHF 100'000.00 zurückzuzahlen sei.
B. Nach erfolgloser Schlichtung vom 18. September 2019 reichte B._ am 20. Dezember 2019 beim Regionalgericht Surselva eine Klage gegen A._ ein mit folgenden Rechtsbegehren:
1. Es sei festzustellen, dass der zwischen der Beklagten als Verkäuferin und der Klägerin als Käuferin abgeschlossene Grundstückkaufvertrag vom 06.10.2017 betreffend die Grundstücke Nr. C._, D._ und E._, Grundbuch der Gemeinde F._, nichtig, eventuell wegen Willensmängeln auf Seiten der Klägerin ungültig ist.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin den geleisteten Betrag von Fr. 100'000.00 nebst Zins zu 5 % seit 06.05.2019 zu bezahlen.
3. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten.
C. A._ beantragte in der Klageantwort vom 14. Februar 2020, was folgt:
1. Es sei auf die Klage nicht einzutreten.
a. zufolge fehlenden Rechtsschutzinteresses
b. zufolge fehlender örtlicher Zuständigkeit des Regionalgerichts Surselva.
2. Eventuell es [sic!] sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.
3. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin.
Zudem stellte sie folgenden Verfahrensantrag:
Es sei das Verfahren vorab auf den beklagtischen Nichteintretensantrag gemäss den nachfolgend substantiierten Einwendungen zu beschränken und vorab über den Nichteintretensantrag zu entscheiden.
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D. Das Regionalgericht Surselva teilte den Parteien mit prozessleitender Verfügung vom 18. Februar 2020 mit, das Verfahren sei aus prozessökonomischen Gründen vorerst auf die in Frage stehenden Prozessvoraussetzungen, insbesondere auf jene der örtlichen Zuständigkeit des Gerichts, zu beschränken. Die Parteien konnten bis zum 13. März 2020 dazu Stellung nehmen.
E. B._ reichte ihre Stellungnahme, nach gewährter Fristerstreckung, am 15. April 2020 beim Regionalgericht Surselva ein. Darin hielt sie unverändert an ihren materiellen Anträgen in der Klage vom 20. Dezember 2019 fest und ergänzte in formeller Hinsicht den Antrag, wonach auf die Klage vom 20. Dezember 2019 einzutreten sei.
F. Am 29. Mai 2020 fand vor dem Regionalgericht Surselva die Hauptverhandlung des vorerst auf die Prozessvoraussetzungen beschränkten Verfahrens statt. Mit gleichentags ergangenem Entscheid, mitgeteilt am 16. Juni 2020, erkannte das Regionalgericht Surselva, wie folgt:
1. Auf die Klage wird eingetreten.
2. a) Die Gerichtskosten für den vorliegenden Verfahrensabschnitt in Höhe von CHF 4'500.00 (Entscheidgebühr) gehen zu Lasten der Beklagten.
b) Die Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin für den vorliegenden Verfahrensabschnitt eine Parteientschädigung von CHF 9'781.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations