# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bca83f04-6f22-4074-b358-8f6ebe63faa3
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X. war Alleineigentümer eines Motorbootes „A.“ mit Baujahr 1983. Im Frühjahr 2001 schloss er mit Y. eine Vereinbarung, wonach sich Letzterer gegen Bezahlung eines in seiner Höhe unter den Parteien umstrittenen Pauschalbetrages und hälftige Übernahme sämtlicher im Zusammenhang mit dem Motorboot anfallenden Kosten am Genuss desselben beteiligen durfte. In den Jahren 2005 bis 2007 will Y. alleine für diese Kosten aufgekommen sein. Ab dem Jahr 2008 sodann soll X. grundsätzlich die Unterhaltskosten beglichen haben.
B. Mit Vertrag vom 15./19. Februar 2010 verkaufte X. das besagte Motorboot für 29‘000.-- Euro an B.. In der Folge offerierte X. Y. ausgehend von einem Bootswert von Fr. 50‘000.-- und von den Parteien je hälftig zu tragenden Unterhaltskosten in der Höhe von Fr. 30‘990.-- für die Jahre 2008 und 2009 einen Betrag von Fr. 9‘505.--. Y. begnügte sich mit diesem Angebot nicht.
C. Am 12. Oktober 2010 liess Y. beim Kreisamt C. ein Vermittlungsbegehren einreichen. An der Sühneverhandlung vom 29. Oktober 2010 erschien einzig Y.. X. hatte dem Kreispräsidenten C. bereits mit E-Mail vom 21. Oktober 2010 sein Fernbleiben von der Sühneverhandlung angekündigt und mitgeteilt, er wohne nicht in C., sein Wohnsitz befinde sich in D.. Am 1. November 2010 bezog Y. den Leitschein mit folgenden klägerischen Rechtsbegehren:
„1.Es sei der Beklagte zu verpflichten, sämtliche Belege betreffend den Verkauf des Motorschiffes Innenborder Marke „A.“ vom Typ 29 mit dem Kennzeichen E. und der Stamm-Nummer F. und dem Typenschein Z. vorzulegen und dem Kläger in diese Belege Einsicht zu gewähren, insbesondere in sämtliche Unterlagen, aus denen der Verkaufspreis hervorgeht.
2. Es sei der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger einen nach Massgabe der gemäss Rechtsbegehren 1 durch den Beklagten vorzulegenden Belege zu beziffernden Betrag zu bezahlen, mindestens aber CHF 27‘075.20 nebst Zins zu 5% seit 12. Oktober 2010.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten zuzüglich Mehrwertsteuer.“
D. Mit Prozesseingabe vom 22. November 2010 prosequierte Y. die Streitsache an das Bezirksgericht H., wobei er folgende Rechtsbegehren stellte:
„1.Es sei der Beklagte zu verpflichten, sämtliche Belege betreffend den Verkauf des Motorschiffes Innenborder Marke „A.“ vom Typ 29 mit dem Kennzeichen E. und der Stamm-Nummer F. und dem Typenschein Z. vorzulegen und dem Kläger in diese Belege Einsicht zu gewähren, insbesondere in sämtliche Unterlagen, aus denen der Verkaufspreis hervorgeht.
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2. Es sei der Beklagte zu verpflichten, sämtliche Belege für durch ihn getätigte Auslagen für die Jahre 2008 und 2009 im Zusammenhang mit dem in Ziffer 1 genannten Motorboot vorzulegen und dem Kläger in diese Belege Einsicht zu gewähren.
3. Es sei der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger einen nach Massgabe der gemäss Ziffer 1 und 2 durch den Beklagten vorzulegenden Belege zu beziffernden Betrag zu bezahlen, mindestens aber CHF 23‘025.65 nebst Zins zu 5% seit 12. Oktober 2010.
4. Eventualiter sei der Beklagte zu verpflichten, dem Kläger einen nach Massgabe der gemäss Ziffer 1 und 2 durch den Beklagten vorzulegenden Belege zu beziffernden Betrag zu bezahlen, mindestens aber EUR 8‘295.80 zuzüglich CHF 12‘355.65 nebst Zins zu 5% seit 12. Oktober 2010.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten zuzüglich Mehrwertsteuer.“
E. In seiner Prozessantwort vom 31. Januar 2011 (Datum des Eingangs) führte X. unter anderem aus, er habe am 27. Oktober 2010 den ganzen Familienhaushalt von C. und D. verladen lassen und sei ab diesem Datum mit seiner Familie auf der Reise nach G. gewesen. Der Erlös aus dem Verkauf des Motorbootes betrage abzüglich der Kosten der Jahre 2008 und 2009 Fr. 19‘704.30 (Fr. 50‘000.-- - Fr. 30‘295.70). Der Beklagte sei bereit, die Hälfte dieses Nettoerlöses, nämlich Fr. 9‘852.15, an den Kläger zu bezahlen. Abschliessend beantragte X. die „Gutheissung [seiner] Prozess Einsprache“.
F. Mit Replik vom 21. Februar 2011 liess Y. die Ziffer 2 seiner in der Prozesseingabe gestellten Rechtsbegehren fallen und nahm in deren Ziffern 3 und 4 die entsprechenden Anpassungen vor. Ebenso erhöhte er den in Ziffer 3 seiner Rechtsbegehren geforderten Mindestbetrag auf Fr. 27‘417.05 und die in deren Ziffer 4 angestrebten Mindestbeträge auf 8‘751.20 Euro sowie Fr. 15‘753.40. Am 30. März 2011 (Datum des Poststempels) reichte X. eine Duplik ein, worauf Y. dem Bezirksgericht H. am 15. April 2011 eine Triplik zukommen liess. Nach Erlass der Beweisverfügung vom 14. September 2011 durch den Bezirksgerichtspräsidenten H. reichte X. am 31. Oktober 2011 (Datum des Poststempels) eine Triplik (recte: Quadruplik) ein. Am 4. November 2011 erklärte der Bezirksgerichtspräsident H. unter anderem den Schriftenwechsel als definitiv geschlossen.
G. Mit Entscheid vom 9. Februar 2012, mitgeteilt am 19. März 2012, erkannte das Bezirksgericht H. wie folgt:
„1.Die Einrede des X. gegen die Zuständigkeit des Bezirksgerichts H. wird abgewiesen.
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2. Die Klage des Y. gegen X. wird gutgeheissen und X. wird verpflichtet, Y. CHF 27‘075.20, zuzüglich 5% Zins seit dem 12. Oktober 2010, zu bezahlen.
3. Die Kosten des Kreisamtes C. von CHF 250.00 gehen zu Lasten des X.. Gegen Nachweis, dass Y. bzw. dessen Rechtsvertretung dem Kreisamt C. diesen Betrag tatsächlich bezahlt hat, hat X. diese CHF 250.00 Y. zu erstatten.
4. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 4‘000.00 (Entscheidgebühr CHF 3‘400.00 + Schreibgebühren CHF 600.00) gehen zu Lasten des X.. X. hat diese CHF 4‘000.00 innert 30 Tagen seit Rechtskraft dieses Urteils an die Bezirksgerichtskasse H. zu überweisen (PC 70-3922-1).
5. X. hat Y. aussergerichtlich mit CHF 10‘889.95 (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations