# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 85ea87ac-31c4-45ac-b0dc-bec1e86dbd01
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1961 geborene
X._
war vom 1. Januar
1991 bis
29. Juni
199
9
zu 100
%
als
Lagerist und Sachbearbeiter
bei der
Y._
angestellt (
Urk. 9
/
12
). Im
März
2000
meldete er sich unter Hinweis auf eine
Diskushernie
zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk. 9
/
12
). D
ie IV-Stelle der Sozialversiche
rungsanstalt des Kan
tons Zürich klärte die medizi
ni
schen
(Gutachten
Z._
vom 4. Februar 2002, Urk. 9/48)
sowie die beruflich-erwerblichen Verhältnisse ab und
sprach ihm
mit
Verfügung
vom
16. August 2002 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 80 % ab 1. Dezember 1999
eine
ganze
Rente
der Invalidenversicherung zu
(
Urk. 9/67
).
Anlässlich des im Jahr 2004 eingeleiteten Revisionsverfahre
ns (Urk. 9/74) hielt die IV-Stelle
mit Mitteilung vom 27. September 2004 an der bisherigen Rentenleistung fest (Urk. 9/78). Nachdem sie
X._
orthopädisch-psychiatrisch
hatte
abklären lassen (Gutachten des
A._
vom 7. September 2009, Urk. 9/105), stellte
die IV-Stelle ihre Leistungen mit Verfügung vom
7. März
20
11
ein (
Urk.
9/140
).
Die dagegen erhobene Beschwerde (
Urk.
9/155/3-8) wies das So
zialversicherungsgerichts des Kantons Zürich mit Urteil vom 1
0.
Dezember 2012 ab (
Urk.
9/182
; Prozess IV.2011.00390
).
1.2
Im Dezember 2013 meldete sich
X._
erneut bei
der IV-Stelle zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/185).
Im weiteren Verlauf reichte er einen Be
richt von
Dr.
med.
B._
, Facharzt für I
nnere Medizin, vom 1
9.
Januar 2014 (
Urk.
9/194) und einen Bericht von
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 2
8.
Februar 2014 (
Urk.
9/197) ein. Mit Verfügung vom 1
0.
April 2014 trat die IV-Stelle auf
dieses
Leistungsbegehren nicht ein (
Urk.
9/199).
1.3
Im Mai 2014
ersuchte
X._
die IV-Stelle erneut um Ausrichtung von Leistungen (
Urk.
9/206). Im Zuge dieser Neuanmeldung reichte er einen Bericht von
Dr.
B._
vom 2
2.
Juni 2015 ein (
Urk.
9/212). Mit Vorbescheid vom 1
3.
August 2015 stellte die IV-Stelle in Aussicht, dass sie auf das neue Leis
tungsbegehren nicht eintrete
n werde
(
Urk.
9/214).
Dagegen erhob
X._
Einwand. Seine behandelnden Ärzte
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, und
Dr.
C._
reichten der IV-Stelle auf seine Veranlas
sung hin (vgl.
Urk.
9/218) Berichte ein (Berichte vom
8.
September 2015 [
Urk.
9/215] und 1
0.
September 2015 [
Urk.
9/21
7/5
]).
In der Folge holte die IV-Stelle bei
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie
Dr.
C._
Berichte ein
(Berichte vom 2
8.
Oktober 2015 [
Urk.
9/225] und 2
5.
November 2015
[
Urk.
9/226])
. Mit neuem Vorbescheid vom 1
6.
Februar 2016 stellte sie
die Abweisung des Renten
gesuchs in Aussicht (
Urk.
9/229). Mit Verfügung vom 1
3.
Mai 2016 verneinte
die IV-Stelle
schliess
lich ein
en Renten
anspruch (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess
X._
mit Eingabe vom
8.
Juni 2016 Beschwerde erheben und beantragen, ihm seien die gesetzlichen Leistungen, insbesondere eine Invalidenrente, zuzusprechen. Zudem sei ein medizinisches Gutachten ein
zuholen und ihm sei die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren (
Urk.
1
S. 2). Die
IV-Stelle schloss in der Beschwerdeantwort vom 2
8.
Juni 2016 auf Ab
weisung de
r Beschwerde (
Urk.
8), wovon
der Beschwerdeführer i
n Kenntnis ge
setzt wurde (
Urk.
10
). Mit Verfügung vom 1
9.
Juni 2017 wurden dem Be
schwerdeführer die Akten zur Einsicht zugestellt. Zudem wurde er aufgefordert, Auskunft darüber zu geben, ob er über eine Rechtsschutzversicherung verfüge
(
Urk.
12)
.
Dazu liess er sich am
2
8.
Juni 2017 vernehmen (
Urk.
14
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1
des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(
ATSG
)
vorzu
gehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu be
schliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
2.
2.1
Vorweg ist festzuhalten, dass die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
3.
Mai 2016 einzig
über den Rentenanspruch entschie
d
en hat
(
Urk.
2).
Im verwaltungsge
richtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwal
tungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung beziehungs
weise eines Einspracheentscheids – Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der Einspracheentscheid den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfech
tungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und inso
weit keine Verfügung beziehungsweise kein Einspracheentscheid erg
angen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1,
125 V 413 E. 1a).
Folglich ist vorliegend einzig der An
spruch des Beschwerdeführers a
uf eine Invalidenrente Gegenstand des Verfah
rens
. Aus der Beschwerde geht denn auch hervor, dass es dem Beschwerdeführer
- obschon er generell
die Ausrichtung gesetzlicher Leistungen be
antragt (
Urk.
1 S. 2) -
um die Zusprechung einer Invalidenrente geht.
2.2
Mit Vorbescheid vom 1
3.
August 2015 stellte die IV-Stelle ein Nichteintreten auf
das Leistungsbegehren vom Mai 2014 in Aussicht. Indem
sie aber in der Folge mit der
Einholung der Berichte bei
Dr.
E._
und
Dr.
C._
eigene Ab
klärungen
tätigte
, trat sie auf das Begehren ein. Gemäss den vorstehenden Er
wägungen ist daher bei der Beurteilung des Rentenanspruchs analog zur Ren
tenrevision zu prüfen, ob seit Erlass der früheren Verfügung vom
7.
März 2011 eine wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen eingetreten ist, die geeignet ist, einen Rentenanspruch zu
begründen
.
2.3
Die IV-Stelle verneinte in der angefochten
en Verfügung eine massgebliche Verä
n
derung
(
Urk.
2)
.
Demgegenüber beruft sich der Beschwerdeführer auf die Berichte seiner behandelnden Ärzte, die eine Verschlechterung des Gesundheits
zustandes ausweisen würden. Überdies wirft er der IV-Stelle vor, sie habe den Sachverhalt nur ungenügend abgeklärt (
Urk.
1 S. 5 ff.).
3.
3.1
Die rentenaufhebende Verfügung vom
7.
März 2011 basierte auf dem orthopä
disch-psychiatrischen Gutachten des
A._
vom
7.
September 200
9.
Darin wurden aus somatischer Sicht
die Diagnosen einer
Osteochondrose
und
Unkarthose
C3-C6 mit moderater Diskusdegeneration C6/7 und Einengung der
Neuroforamina
sowie grenzwertiger Enge des Spinalkanals C5/6,
Osteochon
drose
L5/S1 und moderate Diskusdegeneration L2-L5 und eine
Präadipositas
festgehalten
. Daraus resultiere, dass körperliche schwere Arbeiten in kalter und
feuchter Umgebung, die vorwiegend sitzend oder stehend ausgeübt werden müssten und die mit häufigen inklinierten und
reklinierten
sowie rotierenden Körperhaltungen und dem regelmässigen Heben und Tragen von Lasten über
5 bis 10 kg verbunden seien, wegen den degen
erativen Hals- und Lendenwirbel
säulenveränderungen nicht mehr ausge
übt werden könnten. In der ange
stammten Tätigkeit sei der Versicherte deshal
b zu 80
%
arbeitsunfähig. Hinge
gen sei ihm in einer leidensangepassten Tätigkeit ein 90
%
-Pensum zumutbar
(
Urk.
9/105/6-9)
. In psychiatrischer Hinsicht wurde
n
eine
chronifizierte
leichte depressive Störung im Sinne einer
Dysthymie
(ICD-10 F34.1) sowie eine anhal
tende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) diagnostiziert.
Dabei sei von einer 80%igen Ar
beitsfähigkeit in der angestammten und einer 90%igen Ar
beitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit auszugehen.
Dazu wurde vermerkt, dass sich der psychische Gesundheitszustand seit der
Z._
-Begutach
tung im
Jahr
2002 nicht wesentlich verändert habe (
Urk.
9/105/12-21). Insge
samt wurde demnach auf eine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tä
tigkeit von 90
%
geschlossen (
Urk.
9/105/23).
3.2
3.2.1
Dr.
B._
hielt im Bericht vom 2
2.
Juni 2015 im Wesentlichen fest, beim Be
schwerdeführer bestünden seit 17 Jahren nach dem
Verhebetrauma
weiterhin chronische lumbale und zervikale Schmerzen, welche auf die bisherigen thera
peutischen Massnahmen nicht angesprochen h
ätten. Tendenziell hätten die Be
schwerden im Verlauf der Jahre zugenommen (
Urk.
9/212).
3.2.2
Dr.
D._
führte im Bericht vom
8.
September 2015 aus, der Beschwerdefüh
rer
leide bekanntlich seit Jahren an diffusen Lumbalgien. Zudem
klage
er
über Schlafstörungen, negative
Zukunftsperspektiven, diffuse
Kon
zentration,
Vergesslichkeit
und Interessenverlust. Zudem habe er immer wieder
Suizidgedanken, von denen er sich aktue
ll aber klar distanziere.
Vor diesem Hintergrund sei von einer depressiven
Störung, mindestens mittelgradige
Epi
sode
, auszugehen (
Urk.
9/215).
3.2.3
Dr.
C._
diagnostizierte im Bericht vom 1
0.
September 2015 eine langanhal
tende Anpassungsstörung mit vorwiegender Beeinträchtigung anderer
Gefühle (Sorgen, Schmerzen und depressiven Anteilen; ICD-10 F43.22) sowie eine Schmerzverarbeitungsstörung (ICD-10 F45.4). Der Beschwerdeführer sei zu 100
%
krankgeschrieben (
Urk.
9/217/5). Im Bericht vom 2
5.
November 2015 er
klärte er dazu, der Beschwerdeführer sei allseits orientiert, koopera
tiv, krankhaft fixiert auf seine
Rückenschmerzen und leide an innerer Unruhe sowie Schlaf
störungen. Es gebe keine Anhaltspunkte fü
r Wahnideen, Ich-Störungen,
Sin
nestäuschungen, Zwänge oder Suizidalität. Die Arbeitsfähigkeit sei aufgrund der Konzentrationsverminderung und der geringen Ausdauer aufgrund der Schmer
zen vermindert.
Zudem sei der Beschwerdeführer schnell gereizt (
Urk.
9/226).
3.2.4
Dr.
E._
wies im Bericht vom 2
8.
Oktober 2015 darauf hin, dass bloss zwei Konsultationen am 2
9.
Januar und 2
7.
Februar 2013 stattgefunden hätten. Nä
here Angaben zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführer
s
konnte er des
halb nicht machen (
Urk.
9/225).
4.
4.1
Dr.
D._
begründete die Verschlechterung des Gesundheitszustandes mit der von ihm diagnostizierten depressiven Störung, mittelgradige Episode
(
Urk.
9/215)
. Dazu ist festzuhalten, dass selbst der behandelnde Psychiater
Dr.
C._
diese Diagnose nicht stellte. Was die Beurteilung des psychiatrischen
Gesundheitszustands anbelangt, vermag
Dr.
D._
als Allgemeinpraktiker
die
Einschätzung
der psychiatrischen Fachärzte nicht in Frage zu
stellen. Auf seine Beurteilung ist daher nicht abzustellen.
4.2
4.2.1
Die Berichte von
Dr.
B._
vom 2
2.
Juni 2015
(
Urk.
9/212)
und von
Dr.
C._
vom
1
0.
September 2015 (
Urk.
9/217/5) stimmen inhaltlich mit ihren Berichten vom 1
9.
Januar 2014 (
Urk.
9/194) beziehungsweise vom 2
8.
Januar 2014 (
Urk.
9/197) überein. Zu letzteren hielt der RAD in der Stellungnahme vom
2.
April
2014
fest, dass darin keine neuen medizinischen Befunde erwähnt wür
den, die im
A._
-Gutachten unerkannt geblieben wären. In Bezug auf den Bericht von
Dr.
C._
vom 1
0.
September 2015
wird zudem vermerkt, dass keine objektive
n
pathologische
n
Befunde erhoben würden (
Urk.
9/198/2). Zum gleichen Ergebnis gelangt
e
der RAD in der Stellungnahme vom 3
0.
Dezember 2015 hinsichtlich des Berichts von
Dr.
C._
vom 2
5.
November 2015 (
Urk.
9/233/3).
4.2.2
Der Einschätzung des RAD ist beizupflichten. Bereits im
A._
-Gutachten wird ausgeführt, dass eine leichte chronische depressive Störung anzunehmen sei. Diese sei gekennzeichnet durch wiederholte Stimmungsschwankungen. Dabei bestünden Unruhezustände, Reizbarkeit, Erregbarkeit und Schlafstörungen. Je nach Belastungssituation käme es auch zu Suizidgedanken (
Urk.
9/105/37-38). Die Berichte von
Dr.
B._
und
Dr.
C._
enthalten somit keine Ge
sichtspunkte, die im
A._
-Gutachten
unberücksichtigt geblieben wären. In Bezug auf die Berichte von
Dr.
C._
ist
überdies zu bemerken, dass die von ihm attestierte
Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollziehbar ist.
Objektive pathologische Befunde fehlen in seinen Berichten weitestgehend. Die Konzentrationsverminderung des Beschwerdeführers, mit welcher er die Arbeitsunfähigkeit primär begründet, führt er zur Hauptsache auf die Schmerzen respektive auf den Schmerzmittel
konsum zurück (
Urk.
9/226/4-5). Beides war im Rahmen der
A._
-Begutach
tung bekannt (
Urk.
9/105/32+34). Hinsichtlich der geklagten
Schmerzen ist überdies zu berücksichtigen
, dass sie auch dem demonstrativen Verhalten
des Beschwerdeführers
zuzuschreiben
sind (
Urk.
9/105/38).
Anzufügen ist, dass die medizinischen Sachverständigen die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10
Ziff.
F45.40) so begründen sollen, dass die Rechtsanwender nachvollziehen können, ob die
klassifikatori
schen
Vorgaben tatsächlich eingehalten sind. Dem diagnoseinhärenten Schwe
regrad der somatoformen Schmerzstörung ist vermehrt Rechnung zu tragen (BGE 141 V 271 E. 2.1.1). Weder im
A._
-Gutachten vom
7.
September 2009 noch in den Berichten von
C._
wurde die Diagnose nachvollziehbar begrün
det. Vielmehr wurde sie offensichtlich aufgrund der geklagten Beschwerden als Auffangdiagnose gestellt
(vgl.
Urk.
9/105/17, 9/226/2)
. Ihr wurde denn auch keine massgebliche Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit beigemessen.
Im Übri
gen besteht grundsätzlich
keine Korrelation zwischen ärztlich gestellter Diag
nos
e und Arbeitsunfähigkeit
(BGE 140 V 193 E. 3.1). Vielmehr ergibt sich letz
tere aus den vorhandenen - objektivierten oder plausibilisierten - Funktions
einschränkungen (vgl. BGE 140 V 290 E. 3.3.1), die vorliegend nur in
geringem Masse
, primär in Form von
Konzentration
sverminderungen
,
bestehen
.
Unter diesen Umständen
kann
auf eine
Indikatorenprüfung
verzichte
t werden
.
4.3
Angesichts des Fehlens jeglicher Anhaltspunkte für eine massgebliche Ver
schlechterung des Gesundheitszustandes sah die IV-Stelle zu Recht von Weite
rungen ab, da davon keine
neuen
Erkenntnisse
zu erwarten sind (
antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen
). Vor diesem Hintergrund führt der Umstand, dass den Berichten der behandelnden Ärzte kein Beweiswert zukommt, nicht dazu, dass die IV-Stelle oder das Gericht weitere Abklärungen zu treffen hätten, was
d
er
Beschwerdeführer
offenbar ver
kennt (vgl.
Urk.
1 S. 7).
Vielmehr ist angesichts der von ihm eingereichten Be
richte erstaunlich, dass die IV-Stelle überhaupt auf
das Leistungsgesuch vom Mai 2014
eintrat.
Die Beschwerde ist demzufolge abzuweisen.
5.
5.1
Da die Voraussetzungen erfüllt sind (
§
16 des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsger
icht,
GSVGer
; vgl. ferner
Urk.
6, 14), ist dem Beschwerdeführer an
tragsgemäss
die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und
Rechtsanwäl
tin Melina
Tzikas
als unentgeltliche
Rechtsvertreter
in
zu bestellen.
5.2
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invali
denversicherung (IVG)
sind ermessensweise auf
Fr.
6
00.-- festzusetze
n. Diese sind ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer
aufzuerlegen, infolge der bewilligten unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse zu nehmen.
5.3
Mit Honorarnoten vom 1
5.
Juni und 2
7.
November 2017 stellte Rechtsanwältin Melina
Tzikas
insgesamt
Fr.
3‘661.55 (
Fr.
3‘012.65 +
Fr.
648.90) in Rechnung (
Urk.
11, 15).
Dies ist der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses nicht angemessen. Namentlich
erscheint ein Aufwand von sieben
Stunden für das Ausarbeiten der achtseitigen Beschwerdeschrift
(inkl. das Deck
blatt und eines kleinen Absatzes auf der achten Seite)
als
überhöht. Anzurech
nen ist eine Stunde für die Instruktion, vier Stund
en für die Redaktion der Be
schwerdeschrift
und zwei Stunden für das Aktenstudium. Hinsichtlich letzterem fällt ins Gewicht, dass
vorliegend
primär die Akten ab dem Urteil des Sozial
versicherungsgerichts vom 1
0.
Dezember 2012 interessieren, mithin
Urk.
9/192
bis
Urk.
9/23
4.
Ebenso ist, wie geltend gemacht, für das zu erwartende Studium des Urteils eine Stunde zu veranschlagen. Im Übrigen
wird nur der vom anwalt
lichen Vertreter geleistete Aufwand entschädigt; administrative Tätigkei
ten, welche vom Sekretariat ver
richtet werden können (Schreibarb
eiten, Terminab
sprachen, Bestel
lung/Verpacken/Rücksendung von Akten, Adressnachforschun
ge
n, Aktenab
lage, Erstellung der Honorarrechnung
[vgl. auch
§
22
Abs.
2 der Ver
ordnung über die Anwaltsgebühren des Kantons Z
ürich,
AnwGebV
], Ver
fassen admi
nistrativer Schreiben, Aktenverkehr und zeitlicher Aufwand zur Er
stellung von Fotokopien usw.) werden grundsätzlich
eben
so
wenig
entschädigt wie gering
fügige Auf
wände (vgl. auch
§
7
Abs.
1
GebV
SVGer
).
Rechtsanwältin Melina
Tzikas
macht diverse geringfügige Aufwände geltend, wie etwa
d
ie Kenntnisnahme der Verfügung betreffend Aufforderung an die Gegenpartei zur Einreichung der Beschwerdeantwort
oder diverse Telefonate. Letztere
betrafen
unter
anderem
Gespräche mit der Sozialhilfebehörde Dietikon, die im vorliegen
den Verfahren gar nicht involviert ist. Indessen hatte Rechtsanwältin
Tzikas
auf Verfügung des Sozialversicherungsgerichts hin etwa abzuklären, ob der Be
schwerdeführer über eine Rechtsschutzversicherung verfügt
(vgl.
Urk.
12)
. Vor diesem Hintergrund rechtfertigt es sich, für derartige Abklärung
en
insgesamt
30 Minuten einzusetzen. Damit betragen die anzurech
n
enden Aufwände 8,5
Stun
den, so dass
Rechtsanwältin Melina
Tzikas
unter Berücksichtigung
der Schwie
rigkeit des Falles,
des gerichtsüblichen Stundenansatzes von
Fr.
220.--
und der Mehrwertsteuer ein Betrag von
Fr.
2‘
1
00.-- aus der Gerichtskasse zuzusprechen ist. Der Beschwerdeführer ist sodann auf die
Nachzahlungspflicht gemäss
§
16
Abs.
4 GSVGer hinzuweisen.