# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 33b33f5b-5168-46fe-bc64-96e41c1999e7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 13
I. Sachverhalt
A. Am 16. Januar 2005 unterzeichneten die B. als Bauherrin und die A. als Planungsbüro eine als Werkvertrag bezeichnete Vereinbarung. Gemäss diesem Vertrag verpflichtete sich die A. die Planungsarbeiten für die Erstellung des Neubaus Wohn- und Geschäftshaus mit Eigentumswohnungen an der X. zu übernehmen. Zwischen den Parteien wurde ein Pauschalhonorar von Fr. 578‘000.-- (ohne Mehrwertsteuer und Plankopien) vereinbart.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 21. August 2009 instanzierte die A. beim Kreisamt Davos eine Forderungsklage aus Werkvertrag gegen die B.. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 1. Oktober 2009 stellte der Vermittler am 7. Oktober 2009 den folgenden Leitschein aus:
„Rechtsbegehren der Klägerin:
1. Die beklagte Partei sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 21‘391.00 zuzüglich 5% Zins seit dem 23.09.2008 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten.
Rechtsbegehren der Beklagten:
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin.“
C. Die A. prosequierte den Leitschein mit Prozesseingabe vom 28. Oktober 2009 an das Bezirksgericht Prättigau/Davos. Dabei hielt sie unverändert an ihren Rechtsbegehren fest. Zur Begründung wurde insbesondere ausgeführt, dass sich die Beklagte gemäss dem mit der Klägerin abgeschlossenen Werkvertrag verpflichtet habe, für die vereinbarte Planungsarbeit Fr. 280‘000.-- (Prozesseingabe Ziff. III/1), respektive Fr. 380'000.-- (Prozesseingabe Ziff. IV/1) zu bezahlen. Die Klägerin räumte zudem ein, die Beklagte habe die Schuld bis zu einem Betrag in der Höhe von Fr. 21‘391.-- beglichen. In ihrer Prozessantwort vom 4. Dezember 2009 beantragte die B. die kostenfällige Abweisung der Klage. Zur Begründung wird geltend gemacht, dass sich bereits aus den der Prozessantwort beigelegten Bankauszügen Zahlungen von mindestens Fr. 413‘184.-- ergeben würden, womit das behauptete Guthaben mehr als nur ausgeglichen sei.
Seite 3 — 13
D. Mit Schreiben vom 1. Februar 2010 reichte die A. eine Replik ein. Darin führte sie aus, die bestehende Forderung sei unverändert, allerdings seien bei der Prozesseingabe falsche Zahlen verwendet worden. Das vereinbarte Honorar belaufe sich auf Fr. 578‘000 exklusive beziehungsweise Fr. 621‘928.-- inklusive Mehrwertsteuer. Die A. führte im Weiteren aus, dass sie Bankzahlungen im Umfang von Fr. 547'684.-- sowie nicht nachgewiesene Barzahlungen bis zum eingeklagten Betrag von Fr. 21‘391.-- nicht bestreite. Die B. machte in ihrer Duplik vom 17. Juni 2010 im Wesentlichen geltend, dass neben den von der Klägerin anerkannten Banküberweisungen und ebenso nicht bestrittenen Barzahlungen zusätzliche Bankzahlungen im Umfang von Fr. 61'890.40 erstellt seien und reichte entsprechende Belege ein. Der geltend gemachte Werklohn sei damit weit mehr als nur abgegolten.
E. In der Folge erhielt die A. Gelegenheit, sich zu der eingereichten Duplik der Gegenpartei zu äussern. Dabei reduzierte sie die Klage um Fr. 429.40 auf Fr. 20‘961.60.
F. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Prättigau/Davos fand am 9. Dezember 2010 statt. Mit Urteil vom 9. Dezember 2010, mitgeteilt am 20. Dezember 2010, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos, wie folgt:
„1.Die Klage der A. gegen die B. wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Kreisamtes Davos in Höhe von Fr. 250.00 sowie die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos, bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 3‘500.00
- Schreibgebühren von Fr. 500.00
total somit von Fr. 4‘000.00
gehen zu Lasten der A. und werden mit dem geleisteten Kostenvorschuss verrechnet.
3. Die A. wird verpflichtet, die B. ausseramtlich mit Fr. 8‘185.65 (inkl. Spesen, Interessenwertzuschlag und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations