# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4de0ad8a-0d45-5a50-89a4-71a104afe216
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1963
,
meldete sich am 2
5.
Januar
1991
unter Hinweis auf
ein Schleudertrauma
(Urk.
6/2
Ziff.
6
.2)
bei der Invalidenversicherung zum
Leistungsbezug an, worauf die
Sozialversiche
rungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
der Versicherten mit Verfügung vom 1
0.
Juni 1995 (
Urk.
6/52) berufliche Massnahmen im Sinne einer Umschulung z
ur diplomierten Übersetzerin zusprach, welche die Versicherte am
1
6.
Juli 1996 erfolgreich ab
schloss
(
Urk.
6/58
/3
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/92, Urk. 6/98) sprach die IV-Stelle der Versicherten
mit Verfügung vom
1
1.
Mai 1999
(Urk.
6/101
) bei einem Invaliditätsgrad von
62
%
mit Wirkung ab 1.
August 1996
eine halbe Rente
zu.
1.2
Nach Eingang des Revisionsfragebogens vom
4.
Mai 2015
(Urk.
6/158
)
stellte die IV-Stelle der Versicherten mit Mitteilung vom
1
6.
Oktober
2015
(Urk.
6/170
)
eine polydisziplinäre Begutachtung in Aussicht
.
Am
4.
Dezember 2015
teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass als Gutachterstelle nach dem Zufallsprinzip die
Medas
Y._
,
Z._
,
ausgewählt worden sei und gab ihr die Namen und die fachärztliche Spezialisierung der begutachtenden Ärzte bekannt (Urk.
6/180
). Mit Schreiben vom
1
1.
Januar 2016 (
Urk.
6/
1
88) und vom 1
3.
Januar 2016 (
Urk.
6/190)
nahm die Versi
cherte dazu Stellung und
verlangt
e
den Erlass einer Verfügung.
Mit Verfügung vom
2
9.
August 2016
(Urk.
6/206
= Urk. 2) hielt die IV-Stelle an der vorgesehenen
Begutachtung
durch die Ärzte
der
Medas
Y._
,
Z._
,
fest.
2.
Gegen die Verfügung vom
2
9.
August 2016
(Urk. 2) erhob die Versicherte am
2
9.
September 2016
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte,
diese sei aufzuhebe
n und
es sei
die IV-Stelle zu verpflichten, von einer Begutachtung abzusehen
.
Es sei
ihr weiterhin eine Invalidenrente im bisherigen Umfang auszurichten (S.
2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
7.
Oktober
2016
(Urk.
5
)
die Ab
weisun
g der Beschwerde
. Mit Eingabe vom
3.
November 2016 (
Urk.
7) reichte die Beschwerdegegnerin ein Schreiben
der
Medas
Y._
,
Z._
, vom 3
1.
Oktober 2016 (
Urk.
8) ein, wonach
eine Begutachtung der Beschwerdeführerin nicht mehr möglich sei, da sie keine Gutachten in deutscher Sprache mehr verfassen würden
.
Dazu nahm die
Beschwerdeführerin am 26. Januar 2017 Stellung (Urk.
13), wovon die
Be
schwerdegegnerin
am 31. Januar 2017 in Kenntnis gesetzt wurde (Urk. 14).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 43 Abs. 1 des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) prüft der Versicherungsträger die Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Aus
künfte ein (Satz 1). Art. 43 Abs. 1 ATSG statuiert die Sachverhaltsabklärung
von Amtes wegen, wobei die zuständige Beh
örde nicht an Anträge der versi
cher
ten Person gebun
den ist (BGE 132 V 93 E. 5.2.8).
Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die Aufgabe zu, den rechtser
heb
li
chen Sachverhalt nach
dem Untersuchungsgrundsatz abzu
klären, so dass ge
stützt darauf die Verfügung
über die in Frage stehende Leis
tung ergehen kann (Art. 49 ATSG). Die IV-St
el
len haben nach der Rechtspre
chung (BGE
137 V 210 E. 1.2.1) externe (meist po
lydisziplinäre) Gutachten einzu
holen, wenn
der ausge
prägt interdisziplinäre Charakter einer medizinischen Prob
lemlage dies gebietet.
1.2
Polydisziplinäre Gutachten, das heisst solche,
an denen drei oder mehr Fachdis
ziplinen beteiligt sind, haben nach dem Wortlaut von Art. 72
bis
Abs. 1 der
Verordnung über die Invalidenversicherung
(IVV), in der seit 1. März 2012 gültigen Fassung, bei einer Gutachterstelle zu erfolgen, mit welcher das Bundesamt für So
zialversicherungen (BSV) eine Vereinbarung getroffen hat. Gemeint sind die
Medizinischen Abklärungsstellen (MEDAS) im Sinne von Art. 59 Abs. 3 des Bun
desgesetz
es
über die Invalidenversicherung
(IVG). Die Vergabe de
r Aufträge er
folgt nach dem Zu
fallsprinzip (Art. 72
bis
Abs. 2 IVV). Zu dessen Umsetzung hat
das BSV die web
basierte Vergabeplattform
Suisse
MED@P
eingerichtet, über welche
der gesamte Verlauf der
Gutachtensein
holung
gesteuert und kontrolliert wird (www.suissemedap.ch; BGE 139 V 349 E. 2.2).
1.3
Muss der Versicherungsträger zur Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten
einer oder eines unabhängigen Sachverständigen einholen, gibt er der Partei laut
Art. 44 ATSG deren oder dessen Namen bekannt (Satz 1); diese kann den Gut
achter (oder die Gutachterin) aus triftigen Gründen ablehnen und Gegen
vor
schlä
ge machen (Satz 2). Bei den triftigen Gründen im Sinne von Art. 44
Satz 2 ATS
G handelt es sich nach der Rechtsprechung
(vgl. BGE 132 V 376) insbeson
dere um
substanziiert
vorgebrachte gesetzli
chen Ausstands- und
Ab
lehnungs
gründe
. Bei polydisziplinären Gutachten kann die versicherte Person
in dieser ersten Phase (nicht personenbezogene) materielle Einwendungen gegen
eine Begut
achtung an sich oder gegen Art und Umfang der Begut
achtung vorbringen. Namentlich kann sie geltend machen, der Sachverhalt sei bereits genügend abgeklärt. Ebenso kann sie die getroffene Wahl der medi
zinischen Fachdiszipli
nen als unzutreffend beanstanden (vgl. BGE 139 V 349 E.
5.2.2.2, BGE
140 V 507
E.
3.1; KSVI
Rz
2076.1 in der ab 1. Januar 2014 geltenden Fassung). In
einer
zweiten Phase kann die versicherte Person
formelle und materielle (perso
nenbezogene) Einwände geltend machen (BGE 139 V 349 E. 5.2.2.2 und BGE
140 V 507
E. 3.1
; vgl.
KSVI
Rz
2081.2 in der ab 1. Januar 2014 geltenden Fassung)
.
1.4
Nach der Recht
sprechung hat der Versicherungsträger, falls ei
ne Einigung über die Gutachtens
einholung nicht zustande kommt,
und falls
Einwendun
gen gegen die Begutachtung e
rhoben worden, denen nicht voll
umfänglich stattgegeben wurde,
über die A
nordnung, eine Exper
tise einzu
holen,
eine formelle Verfügung im Sinne von Art. 49 ATSG zu erlas
sen (BGE 137 V 210
E. 3.4.2.6).
1.
5
Bei der Anordnung des Gutachtens handelt es sich um eine
Zwischenverfü
gung
(Art. 55 Abs. 1 ATSG in Verbindung mit Art. 5 Abs. 2 und Art. 46
VwVG
). Eine solche kann unter anderem dann angefochten werden, wenn sie einen nicht
wieder gutzumachenden Nachteil bewirken kann (Art. 46 Abs. 1
lit
. a
VwVG
; BGE 132 V 93 E. 6.1 S. 106).
Das
Bundesgericht
hat
die
Ein
tretensvoraussetzung
des nicht
wieder gutzumachenden Nach
teils für das erstin
stanzliche Beschwerde
verfahren
in invalidenversicherungsrechtlichen Angelegenheiten bejaht, zumal die nicht sach
gerechte Begutachtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur einen tatsächlichen Nachteil bewirkt
(BGE 138 V 271 E.
1.2.3, 137 V 210 E.
3.4.2.7). Im erstinstanzlichen Gerichts
verfahren können
beschwerdeweise materielle Ein
wendungen geltend gemach
t werden, beispielsweise
des Inhalts, die in Aussicht g
e
nommene Begutachtung sei nicht notwendig, weil sie - mit Blick auf einen
be
reits umfassend abge
klärten Sachverhalt - blo
ss einer Zweitmeinung ent
spreche (BGE 137 V 210 E.
3.4.2.7 mit Hinweisen; noch anders: BGE 136 V 156).
Sodann können per
sonenbezogene
Ausstandsgründe
gerügt werden.
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
ging in der angefochtenen Verfügung vom 2
9.
August 2016 (
Urk.
2) davon aus, dass eine polydisziplinäre Begutachtung erforderlich sei
,
und hielt an den vorgesehenen
Expertinnen und
Experten der
Medas
Y._
,
Z._
, fest. In ihrer Eingabe vom
3.
November 2016 (
Urk.
7)
führte
die Beschwerdegegnerin
aus
, dass die Gutachterstelle neu ausgel
o
st werden müsse, weil die Ärzte
der
Medas
Y._
,
Z._
, keine Gutachten in deutscher
Sprache mehr verfassten. In vorliegendem Verfahren sei indes die Frage nach der
Notwen
dig
keit der Begutachtung
zu beantworten
.
2.2
Die Beschwerdeführerin beantragte in
ihrer
Eingabe vom 2
6.
Januar 2017 (
Urk.
13) die Sistierung des vorliegenden Verfahrens
, damit die
Beschwerde
gegnerin
ein neues
Auswahlverfahren der Begutachtungsstelle nach dem Zu
fallsprinzip durch
führen könne
.
Danach
sei ihr die Möglichkeit einzuräumen, gegen die Gutachter formelle und materielle
Ausstandsgründe
geltend zu machen. Eventuell sei das Verfahren infolge einer faktischen Unmöglichkeit, die angeordnete Begutachtung durchzuführen, zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben (S. 2).
3.
3.1
Gegenstandslosigkeit
liegt vor
, wenn das Verfahren während der Rechts
hängigkeit seinen Gegenstand verliert, so dass das
aktuelle und praktische Rechtsschutzinteresse
an
einer
autoritativen Entscheidung
der Streitsache entfällt und das Verfahren hinfällig wird.
Eine Rechtsstreit wird insbesondere dann gegenstandslos, wenn keine Partei mehr ein rechtlich schutzwürdiges Interesse an seiner Fortführung beziehungsweise Entscheidung hat, weil sich der Streitgegenstand im Laufe des Verfahrens
ausserprozessual erledigt hat (vgl. Pascal
Leumann
Liebster
in: Sutter-
Somm
et al.
[Hrsg.], Kommentar zur Schwe
izerischen Zivilprozessordnung, ZPO,
3.
Aufl.
2016
,
Art.
242
ZPO
N 4).
3.2
Gemäss
Art.
59
ATSG ist
zur B
eschwerde berechtigt
, wer durch die angefoch
tene Verfügung oder den
Einspracheentscheid
berührt ist
und ein
schutzwür
di
ges
Interesse an deren Aufhebung oder Änderung hat. Der Begriff des
schutz
würdi
gen Interesses für das kantonale Beschwerdeverfahren ist
mate
riell
rechtlich
gleich auszulegen wie derjenige nach
Art.
103
lit
. a des bis 3
1.
Dezember 2006
in Kraft gewesenen Bundesgesetzes über di
e Organisation der Bundesrechts
pflege
(
a
OG
) für das bundesre
chtliche
Verw
altungsgerichts
be
schwerdeverfahren
(BGE 130
V 388 E. 2.2, 560 E. 3.2), an welcher Definition
sich auch
nach Inkrafttreten des
Art.
89
Abs.
1
lit
. c
des
Bundesgerichtsge
setzes
(BGG) am
1.
Januar 2007 nichts geändert hat
(BGE 134 II 120 E. 2.1;
BGE 133 II 249 E. 1.3.1 und E. 3; BGE 130
V 560 E. 3.2; Urteile des Bundes
gerichts 9C_991/2008 vom 18. Mai 2009 E. 2 und
9C_8/2009 vom 30. März 2009 E. 2.1)
.
3.3
Als schutzwürdig im Sinne von
Art.
103
lit
. a
a
OG
beziehungsweise Art. 89 Abs. 1
lit
. b und c BGG
gilt jedes praktische oder rechtliche Interesse, welches eine von
der Verfügung betroffene Person an deren Änderung oder Auf
hebung geltend machen
kann. Das schutzwürdige Interesse besteht im prak
tischen Nut
zen einer Gutheissung der Beschwerde oder - anders ausgedrückt
- im Umstand, einen Nach
teil wirtschaftlicher, ideeller, materieller oder ande
r
weitiger Natur zu vermei
den, welchen der angefochtene Entscheid mit sich bringen würde (BGE 131 V 362 E. 2.1 S. 365 f. mit Hinweisen). Das
schutz
würdige
Interesse
muss nach der Rechtsprechung
aktuell und praktisch sein
(Urteile des Bundesgerichts 8C_622/2009 vom 3. Dezember
2009 und 2C_166
/2009 vom 3
0.
November 2009;
vgl. auch BGE 123
II 285 E. 4).
Fällt
das schutzwürdige Interesse im Laufe des Verfahrens dahin, ist die Be
schwe
rde grundsätzlich als gegenstandslos abzuschreiben; fehlt es schon bei der
Be
schwerdeeinreichung
, ist auf die Eingabe nicht einzutreten (BGE 118
Ib
1 E. 2).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin
ging
in der angefochtenen Verfügung vom 2
9.
August
2016 (
Urk.
2)
davon aus,
dass eine polydisziplinäre Begutachtung erforderlich sei, und hat
eine Begutachtung durch verschiedene
Expertinnen und
Experten der
Medas
Y._
,
Z._
, nämlich durch
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Allgemeine Innere Medizin,
Dr.
med.
B._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie,
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Neurologie, und durch
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Rheumatologie,
angeordnet.
4.2
Mit Schreiben vom 3
1.
Oktober 2016 (
Urk.
8) teilte
die
Medas
Y._
,
Z._
, der Beschwerdegegnerin mit, dass ihr
e
Expertinnen und
Experten gegenwärtig keine Gutachten mehr in deutscher Sprache verfassten
,
weshalb sie
die Beschwerdeführerin
nicht mehr begutachten könnten.
4.3
Auf Grund des Schreiben vom 3
1.
Oktober 2016 (
Urk.
8) erweist sich eine Begutachtung der Beschwerdeführerin durch die
Expertinnen und
Experten der
Medas
Y._
,
Z._
,
nachträglich
als unmöglich. Demzufolge enthält die angefochtene Verfügung vom 2
9.
August
2016 (
Urk.
2)
eine
nicht mehr
durchführbar
e Anordnung einer Begutachtung
beziehungsweise einen nachträglich unmöglich gewordenen Inhalt.
4.4
Mit der Entscheidung der
Medas
Y._
,
Z._
, keine Gutachten mehr in deutscher Sprache zu verfassen, entfiel ein schutzwürdiges Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin an der Anfechtung der Verfügung vom 2
9.
August 2016,
da die die darin enthaltene Anordnung einer Begutachtung
bei der
Medas
Y._
,
Z._
,
nicht mehr
durch
geführt werden kann
.
4.5
Entgegen der diesbezüglichen Vorbringen der Beschwerdegegnerin (
Urk.
7) lässt sich ein
Rechtsschutzinteresse der Beschwerdeführerin
auch
nicht
dar
aus
ableiten, dass
die Beschwerdeführerin die Notwendigkeit der Begutachtung
in Frage gestellt habe
(
Urk.
1 S. 13). Denn vorliegend steht auf Grund der Akten weder
fest, ob die Beschwerdegegnerin eine erneute Begutachtung der Be
schwerdeführerin anordnen
werde
,
noch
zu welchem Zeitpunkt und bei welcher Gutachtensstelle beziehungsweise bei welchen Experten eine solche allenfalls
stattfinden werde
.
Eine
erneute Anordnung einer Begutachtung der Beschwerdeführerin erweist sich
zum
gegenwärtig
en Zeitpunkt
daher lediglich als
eine theoretische Möglichkeit. Für eine genaue Überprüfung
der (materiel
len) Frage nach der Erforderlichkeit einer Begutachtung
muss jedoch unmittel
bares und aktuelles Interesse rechtlicher oder tatsächlicher Natur nachgewiesen sein (
vorstehend E.
3.3
). Diese Voraussetzung ist gegenwärtig nicht erfüllt.
Hinzu kommt, dass die
Beschwerdeführerin
möglicherweise
an labilen ge
sundheitlichen Beeinträchtigungen leidet. Sollte
die Beschwerdegegnerin
der
einst tatsächlich
erneut eine Begutachtung der Beschwerdeführerin anordnen, wäre die Frage nach der Erforderlichkeit einer Begutachtung
auf Grund des
dannzumaligen
Gesundheitszustandes
und der zu diesem Zeitpunkt vorliegen
den medizinischen Aktenlage
zu bestimmen.
5.
Nach Gesagtem ist das Verfahren wegen
eines dahingefallenen
aktuellen Rechtsschutzinteresses als gegenstandslos abzuschreiben.
6.
6.1
Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versiche
rungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenlos (mit Art. 69 Abs. 1
bis
IVG
e
contrario
).
6.2
Der Anspruch auf eine Prozessentschädigung beurteilt sich praxisgemäss nach dem mutmasslichen Ausgang des Verfahrens (SVR 2004 ALV Nr. 8 S. 21). So wird in erster Linie jene Partei entschädigungspflichtig, die das gegenstandslos gewordene Verfahren veranlasst hat oder bei der Gründe ein
getreten sind, die zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens geführt haben (SVR 1998 UV Nr. 11 S. 29). Der Rechtsuchende, welcher in guten Treuen Beschwerde erhoben hat, soll nicht im Kosten- (beziehungsweise
Entschädi
gungspunkt
) dafür bestraft werden, dass das Verfahren infolge nachträg
licher Änderung der Umstände ab
zuschreiben ist, ohne dass ihm dies anzulasten wäre (BGE 118
Ia
488 E. 4a).
6.3
Vorliegend sind die Gründe, welche zur Gegenstandslosigkeit des Verfahrens geführt haben, bei der Beschwerdegegnerin eingetreten,
weshalb diese
ent
schädigungs
pflichtig
ist.
6.4
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den
Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses
und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Ausgangsgemäss hat
die Beschwerdeführerin
Anspruch auf eine
Prozess
ent
schädigung
, welche
unter Berücksich
tigung der Bedeutung der Streitsache
und der Schwierigkeit des Pro
zesses
beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr. 220.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer)
auf
Fr. 2‘400
.-- (inkl
usive Barauslagen und Mehrwert
steuer) festzusetzen
ist
.