# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 29eb0d53-2e0a-40b1-84ac-04b595dbee5e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956
, erfüllt
e
seit
1.
März 2013 die Anspruchsvoraus
setzungen zum Bezug einer Entschädigung der Arbeitslosenversicherung (
Urk.
12/1
,
Ziff.
8) und war bei der schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen v
on Berufs- und Nichtberufsunfällen
versichert.
Am
8.
Oktober 2013
wurde
ein
e Schadenmeldung verfasst
, wonach sich
X._
bei einem Sturz
auf
der Treppe
am
3.
September 2013
eine Quetschung am linken Fussgelenk zugezogen habe (
Urk.
12/1).
In
der Folge holte die SUV
A medizinische Akten ein
(
Urk.
12/9,
Urk.
12/14ff.,
Urk.
12/23f.,
Urk.
12/27, Urk.
12/31f.,
Urk.
12/34,
Urk.
12/36,
Urk.
12/38)
und erbrachte
die gesetzlichen
Leistungen.
Am
8.
April 2014
wurde
durch den Kreisarzt
de
r
SUVA
,
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Chirurgie
,
eine
ärztliche Untersuchung durchgeführt
(Urk.
12
/46)
.
Mit Verfügung vom
9.
April 2014
stellte
die SUVA
ihre Leistungen
mangels Kausalität
mit Wirkung ab
1.
Mai 2014 ein
(
Urk.
12
/47). Gegen diesen Entscheid erhob
die
Unia
Zürich-Schaffhausen, Sektion
Z._
,
am 24.
April 2014 (
Urk.
12
/49
/1
)
als bevollmächtige Vertreterin des Versicherten
vorsorglich Einsprache.
Am
8.
Mai 2014 z
eigte sie die Niederlegung des
Ver
tretungsm
andats
an
(
Urk.
12/54).
Am
6.
Mai 2014 (
Urk.
12/52) hatte
Rechtsan
walt
Glavas
als Rechtsvertreter des Versicherten eine vorsorgliche Einsprache ein
gereicht
und diese
mit Schreiben vom 1
3.
Mai 2014
(
Urk.
12/57)
näher
begründet
. Mit E
ntscheid vom 3
0.
Juni 2014 (
Urk.
2
)
hielt
die SUVA
an ihrem
bisherigen
Entscheid fest und wies die Einsprache ab.
2.
Dagegen lies
s
der Versicherte mit Eingabe vom 1
1.
August 2014 (
Urk.
1
S. 2
) Beschwerde erheben mit dem Antrag, der Entscheid sei aufzuheben u
nd es sei die Beschwerdegegnerin
zu verpflichten
, weitere Unfallversicherungsleistungen (Heilungskosten, Taggeld etc.) auszurichten. Eventualiter sei eine medizinische Abklärung über die Provenienz der persistierenden Rückenbeschwerden in Auf
trag zu geben und darauf erneut zu entscheid
en
. Die SUVA schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom
9.
September 2014 (
Urk.
1
1) auf Abweisung der Beschwerde, wovon dem Beschwerdeführer am 1
5.
September 2014 Kenntnis gegeben wurde (
Urk.
13).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Arbeitslose Personen, welche die Anspruchsvoraussetzungen
gemäss
Art.
8
des
Bundesgesetz
es
über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insol
venzentschädigung (AVIG)
erfüllen oder Entschädigungen nach Art.
29 AVIG beziehen, sind bei der SUVA obligatorisch gegen Unfälle versichert (Art.
2 Satz 1 der gestützt auf Art.
3 Abs.
5
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung
[
UVG
]
und Art.
2a Abs.
4 AVIG erlassenen Verordnung über die Unfallversi
cherung von arbeitslosen Personen vom 24.
Januar 1996, UVAL). Soweit die UVAL keine spezielle Regelung enthält, richtet sich die Unfallversicherung der arbeitslosen Personen
gemäss
Art.
1 UVAL nach den Vorschriften des UVG und der
Verordnung ü
ber die Unfallversicherung (UVV;
Urteil des Bundesgerichts 8C_78/2014 vom 18. Juli 2014 E. 2).
1.2
Ein Unfall ist gemäss
Art.
4
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG)
die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gende Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Körper, die eine Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Gesund
heit oder den Tod zur Folge hat.
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
W
ird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.
6
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungsrecht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gut
achterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (RKUV 1999 Nr. U 356 S. 572; BGE 135 V 465 E. 4.4, 125 V 351 E. 3b/
ee
, 122 V 157 E. 1c; vgl. auch BGE 123 V 331 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre Leistungspflicht
mit der Begründung, dass keine organischen Unfallfolgen mehr vorlägen und namentlich die geklagten Rückenbeschwerden nicht mit dem Unfall im Zusammenhang stün
den (
Urk.
2 S. 5
;
Urk.
11 S. 5 f.
).
2.2
Der Beschwerdeführer machte dagegen geltend, er habe unfallbedingt eine
Dis
kushernie
erlitten, für welche die Beschwerdegegnerin leistun
gspflichtig sei (
Urk.
1 S. 4).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht hin
sichtlich des gemeldeten Unfalls
vom
3.
September 2013
mit Wirkung ab 1.
Mai 2014 zu Recht
verneint hat, weil zwischen den
noch
geklagten Beschwerden und dem Unfallereignis kein Kausalzusammenhang besteht
,
oder ob diese Beschwerden auf den erlittenen Unfall zurückzuführen sind.
3
.
3.1
In der von der UNIA
Arbeitslosenkasse
eing
ereichten Schadenmeldung vom 8.
Oktober 2013 wurde die Art der Verletzung zufolge des Treppensturzes
vom
3.
September 2013 als Quetschung beschrieben und als betroffener Körperteil das Fussgelenk links bezeichnet (
Urk.
12/1
Ziff.
9).
3.2
Den medizinischen Akten
betreffend die Zeit
vor dem Unfallereignis ist
Folgen
des zu entnehmen:
3.2.1
Die leitende Ärztin Neuro
radio
logie
am
A._
PD
Dr.
med.
B._
wies
in ihrem Bericht vom 2
5.
Mai 2010 (
Urk.
12/16)
unter dem Titel Klinik
auf ein blockiertes
Iliosakralgelenk
(
ISG
)
links mit persistieren
den Schmerzen hin. Bildgebend wurde der Befund einer geringe
n
arthrotischen
Veränderung im
c
audalen
ISG links mit geringer Anreicherung im Gelenkspalt und STIR T2
(Short-Tau Inversion
Recovery
)
Hyperintensität im Gel
e
nkspalt und verstärkter Sklerose der angrenzenden
Corticalis
und eine aktivie
rte
Spon
dylarthrose
L5/S1 links
,
aber
keine Pathologie im kranialen ISG links
,
erhoben.
Dr.
B._
ersah eine geringe ISG-Arthrose links kaudal.
3.2.2
Der leitende Arzt
Dr.
med.
C._
und die Assistenzärztin
Dr.
med.
D._
vom
Ins
titut
für Radiologie des
A._
erhoben in ihrem Bericht vom 1
6.
Juli 2010 (
Urk.
12/15) in Bezug auf die 5-gliedrige
Lendenwirbelsäule (
LWS
)
den Befund einer leichten Skoliose, eine
Lordosenabflachung
, eine
Diskusverschmä
lerung
L
5/S1, eine
Spondylarthrose
L5/
S1 und ein ISG mit geringen
arthroti
schen
Veränderungen.
3.2.3
Eine Ganzkörperskelettszintigraphie vom 2
0.
Juli 2010 (
Urk.
12/32/5) zeigte keine Hinweis
e
für
Synovitiden
, eine aktive Degeneration
femorotibial
medial beidseits und
retropatellär
links betont, eine
Fibroostose
kalkanear
plantar rechts sowie eine Degeneration der Grosszehengrundgelenke, mässig auch des rechten AC-Gelenkes.
3.2.
4
Oberarzt
Dr.
med.
E._
und Assistenzarzt
Dr.
med.
F._
vom Institut
für
Radiologie des
A._
erhoben in ihre
m Bericht vo
m 1
8.
Juni 2012 (
Urk.
12/17) in Bezug
auf das rechte wie auch auf das linke Knie
die
Befund
e
einer m
edial betonten leichten Gonarth
r
o
se mit
subchondraler
Sklerosierung
und Gelenk
spaltverschmälerun
g und eine
Ansatztendinose
des
M
usculus
quadriceps
.
3.2.
5
Dr.
med.
G._
, leitender Arzt
,
u
nd
Assistenzarzt
Dr.
med.
H._
vom Insti
tut
für Radiologie des
A._
erhoben
laut
Bericht vom 2
0.
Juni 2012
(
Urk.
12/32
/7
) im klinischen Befund ein
c
ervicoradikuläres
Syndrom C8 links
mit sensomotorischem Ausfall
und hielten
ein
en
am gleichen Tag
durchgeführ
te
n
schmerztherapeutischen
Eingriff (
CT-PRT C
7
/
Th1 links
;
pe
riradikuläre
The
rapie)
fest
.
3.3
Den medizinischen Akten nach dem
Unfallereignis ist
Folgendes
zu entnehmen:
3.3.1
Oberärztin
Dr.
med.
I._
und
Assistenzärztin
Dr.
J._
von der
Interdisziplinären Notfallorganisation des
A._
diagnostizierten im Bericht vom
9.
September 2013 (
Urk.
12/14) eine Muskelzerrung
im
Oberschenkel links
und
den
Verdacht auf progrediente Reizung des
N
ervus
I
schiadicus
sowie
differenti
aldiagnostisch
eine
Polyneuropathie.
Sie verwiesen auf
die notfallmässige Selbstzuweisung
des Beschwerdeführers
mit zunehmenden Schmerz
en an der Oberschenkelrückseite
sowie Ameisenkribbel
n im Fuss seit einem Sturz vor sechs
Tagen auf beide Knie bei
m
Trepp
en
laufen. Vorbestehend seien chronische, rezidivierende, belastungsabhän
g
ige Kniegelenkschmerzen beidseits bei Arthrose beidseits,
sowie
das Ameis
e
nlaufen in der Grosszehe und
Dig
II de
s
sel
ben Fusses (nicht abgeklärt und seit zwei
Jahren bestehend)
und eine medika
mentös behandelte
arterielle Hypertonie.
Als Eintrittsbefunde wurden
als
Lokalstatus
aufgeführt
: Keine
Klopfdolenz
ent
lang der Wirbelsäule, keine
Schmerzen
gluteal
. Keine
Druckdolenzen
entlang der proximalen Anteile de
s
Nervus
Ischiadicus
. Bein links:
Druckdolenzen
an der Oberschenkelrückseite
lateralseits
bis in die Kniekehle. Hyposensibilität des Fusses inkl
.
Fe
rse.
Einbein
-
,
F
e
r
sen-
und
Zehenstand seitengleich nur kurz möglich. Patellarsehnenreflex beidseits nich
t auslösbar.
Babinski
negativ.
3.3.2
Dr.
D._
hielt im
Bericht vom 1
7.
September 2013
(
Urk.
12/19)
betreffend
MRI der LWS
vom
selben Tag
in ihrer Beurteilung
F
olgendes fest:
„
K
ongenitaler enger Spinalkanal
. M
ultisegmentale
Osteochondr
o
se
thoracolumbal
und vor allem auf den
Höhen L4/5 und L5/S
1.
M
ultisegme
ntale
Spondylarthrose
nach kaudal zunehmend links
betont
.
O
steodi
s
kale
Einengung L4/5 aufgrund der
Bandscheibenprotrusion
und der
Spondyla
r
throse
mit schwerer
recessaler
Ein
engung und Beeinträchtigung der L5 Wurzel links, zusätzlich laterale Ein
engung mit Beeinträchtigung der L4 Wurzel links
. Auf der Höhe L5/S1 zeigt
sich eine
m
ittelgrosse
nach kau
d
al luxierte
Diskushernie mit Kompression der L5 Wurzel und S1 Wurzel
links
“
.
3.3
.
3
Oberarzt
Dr.
med.
K._
und Assistenzärztin
Dr.
med.
L._
von
der Klinik für Neurochirurgie des
A._
verwiesen
im
Operationsbericht vom 2
7.
September 2013 (
Urk.
12/23)
auf die
am gleichen Tag durchgeführte mikrochirurgische
F
enes
tration
und
Sequestrektomie
LWK5/SWK1 links
, die
mikrochirurgische D
e
kompression
rezessal
links und
die
Entfernung von A
nteilen
des
subliga
mentär
liegenden
Sequestermaterials
links
.
3.3
.
4
Dr.
K._
und
Assistenzart
Dr.
med.
M._
wiesen i
m Austrittsbericht
der Klinik für Neurochirurgie des
A._
vom
4.
Oktober 2013 (
Urk.
12/24)
auf ei
nen komplikationslosen Verlauf und
den Austritt bei reizlosen Wu
ndverhältnissen am
5.
p
ostoperativen Tag hin. Im Austrittsbefund wurde
n
ein verlangsamtes und unsicheres Gangbild
,
Zehen- und Fer
sengang nicht möglich,
Trende
len
burgzeichen
negativ,
Fussheberparese
M4 und
Grosszehen
heber
parese
M3 links
,
eine
Hypästhesie am linken lateralen Unterschenkel und Fussrücken
sowie ein
nicht
erhältlicher (auslösbarer)
PSR und ASR
festgehalten
.
Als Procedere
wur
de
n
die körperliche Schonung und die Bedarfsanalgesie bei Schmerzen
auf
ge
führt
.
3.
3.5
Dr.
K._
führte
im Bericht vom 2
0.
November 2013 (
Urk.
12/27
/2-3
)
nicht mehr bestehende präoperative Schmerzen
auf
. Im Befund wurde auf ein flüssi
ges Gan
gbild und im bisherigen Verlauf auf
eine
unveränderte Fuss- und
Grosszehen
heber
parese
links M4 bzw. M
3
sowie ein negatives
Trendelenburg
zeichen
und eine reizlos verheilte Wunde hingewiesen.
Das klinische Bild spreche für eine suffiziente Nervenwurzeldekompression. Die Restbeschwerden seien am ehesten als Ausdruck einer Neuropathie zu deuten, welche sich im Verlauf bessern sollte. Rezeptiert wurden
Lyrica
und neun Sitzungen für Physio
therapie.
3.
3.
6
Im
Zwischenbericht vom 1
0.
Januar 2014 (
Urk.
12/31) an die
Beschwerdegegne
rin
führte
Dr.
K._
aus, d
er postoperative Verlauf
sei
regelrecht
, die Prognose
gut und die Wiederaufnahme der Arbeit zu 100
%
ab 1.
Februar 2014
vorgese
hen.
3.3.
7
Dr.
med.
N._
, Spezialarzt
FMH für Neurologie, stellte in seinem Bericht vom 1
1.
Februar
2014 (
Urk.
12/36) die Diagnosen eines
Stat
us nach
S
equest
rektomie
L5/S1
bei akzidentell luxierter Diskushernie L5/S1 und persistierende
r
senso
motorische
r
Ausfälle L5, weniger S1 links.
Er berichtete über deutliche Residuen eines vornehmlich L5 defizitär
radikulären
Kompressions-Syndroms links mit mässig starken Defiziten und aktuell noch subakuter
Denervation
auch für S1 links. Die Störung scheine aufgrund der
Nadelmyographie
nach sechsmonatigem Intervall vereinbar mit einer weiterhin noch persistierenden und stellungsabhängigen Kompression der Nervenwurzel L
5.
Für die periphere Ursache der
Fussheberschwäche
(zum Beispiel im Bereich des
Fibulakopfes
respektive Kniebereiches) fand er keine Anhaltspunkte bei normaler Nervenleitung.
3.3.
8
Dr.
med.
O._
, Fachärztin Innere Medizin FMH
,
stellte i
m
Zwischenbericht vom 2
5.
Februar 2014 (
Urk.
12/38
) an die Beschwerdegegnerin
die Diagnosen
eines
Status nach akutem
lumboradikulärem
Schmerz- und
schwergradigem
sensomotorischem Ausfallsyndrom L5 links,
eines
Status nach Sturz auf der Treppe
am
3.
September 2013,
eines
Status nach
Sequestrektomie
L5/S1 sowie mikrochirurgischer Dekompression
links
am 2
7.
September 201
3.
Zum Verlauf und gegenwärtigen Zustand wurde ein Verdacht auf
eine
residuelle
Ne
u
ropathie und Schwäche der Fussheber und Zehenheber
links
festgehalten
.
3.3.9
K
reisarzt
Dr.
med.
Y._
, Facharzt für Chirurgie FMH
,
führte
im Unter
suchungs
bericht vom
8.
April 2014
(
Urk.
12/46)
aus, zur
Unfallanamnese gebe der Beschwerdeführer an, er sei nach vorne eine Treppe hinuntergestürzt und habe sich dabei das linke Bein gestossen. Nach nochmaligem Nachfragen scheine es jedoch mehr ein
Absitzen gewesen zu sein. D
er linke Fuss sei dabei unter ihm geblieben.
Diese Darstellung des Unfalls sei in ke
iner Weise nachvoll
ziehbar. Bei
einem Sturz auf der Treppe nach vorne verletze
man
sich beim Abfangen an den Armen
,
ev
entuell a
m Kopf, eher unwahrscheinlich an der Wirbelsäule und am Becken. Wenn überhaupt, sei dadurch die Zerrung am Oberschenkel erklärbar. Diese könne jedoch spätestens nach
vier
Wochen als abgeheilt angesehen werden
(S. 5)
. Im MRI vom 1
7.
September 2013, also unmittelbar nach dem angeschuldigten Ereignis
(14 Tage)
,
hätten sich keinerlei
unfallbedingte Schädigungen gezeigt. Die Beschwerden seien vollumfänglich durch die massiven degenerativen Veränderungen der Wirbelsäule, wie im MRI beschrieben, zu erklären. Unfallbedingt seien keine weiteren Behandlungen notwendig. Der Schadenfall hätte spätestens
vier
Wochen nach dem angeschul
digten Ereignis abgeschlossen werden können. Die Opera
tion vom 27.
Sep
tember 2013 sei
keinesfalls unfallbedingt notwendig gewesen. Dies belege auch die Indikationsbeschreibung zur Operation
im B
ericht vom 27.
September 2013
(S. 6)
.
4.
4.1
Unbestritten und aktenmässig erstellt ist, dass die Oberschenkelverletzung zeitge
recht abheilte.
Nach Lage der Akten
leidet
der Beschwerdeführer
sodann
unter degenerativen Veränderungen an der Wirbelsäule wobei ärztliche
Kon
sultationen und
Behandlung
bereits
geraume
Zeit
vor dem Ereignis vom
3.
September 2013
verzeichnet s
ind (E
3.2
hiervor
).
Laut dem MRI vom 17.
September 2013 lag eine Kompression der Nervenwurzel
L
5 und S1 durch eine kaudal luxierte
Diskushernie vor (
E 3.3.2). Er wurde am 2
7.
September 2013
operiert (
E 3.3.3).
Am
8.
Oktober 2013 wurde der Beschwerdegegnerin der Unfall gemeldet
,
wobei die Schädigung als eine Quetschung des linken Fussgelenks bezeichnet wurde
(
Urk.
12/1).
Am
1
4.
März 2014 (
Urk.
12/41) schilderte der Beschwerdeführer
anlässlich
der Befragung durch die Beschwerdegegnerin
, er habe nach dem Sturz starke Schmerzen im Rücken und im linken Oberschenkel verspürt. Dage
gen habe er selber Schmerztabletten eingenommen. Ab dem
3.
Tag hätten sich diese noch verstärkt. Zudem habe er den linken Fuss nicht mehr richtig steuern
respektive kontrollieren können. Da die Schmerzen nicht nachgelassen hätten, habe er am
9.
September 2013 den Notfall des
A._
auf
gesucht.
4.2
4.2
.1
Der Beweis des natürlichen Kausalzusammenhangs zwischen einem geltend gemachten Ereignis und dem Gesundheitsschaden wird in erster Linie mittels der Angaben medizinischer Fachpersonen geführt. Im vorliegenden Fall nahmen die behandelnden Ärzte keine Stellung zum Kausalzusammenhang zwischen der Diskushernie und dem Ereignis vom
3.
September 201
3.
Ab dem
9.
September 2013 wird in den Arztberichten zwar auf den
gesc
hilderten Sturz hingewiesen. E
ine Auseinan
dersetzung damit fehlt aber.
Aus den medizinischen Unterlagen ergeben sich auch keinerlei Hinweise auf unfallbedingte Verletzungen
an der Wirbelsäule.
Ein objektivierbarer Bezug zwischen der im MRI vom 1
7.
Sep
tember 2013 festgestellten Diskushernie und dem vom Beschwerdeführer geschil
derten Ereignis vom
3.
September 2013
fehlt.
Wie das Bundesgericht in Fortführung der Rechtsprechung des seinerzeitigen Eid
genössischen Versicherungsgerichts wiederholt festgehalten hat, entspricht es einer medizinischen Erfahrungstatsache im Bereich des
Unfallversicherungs
rechts
, dass praktisch alle Diskushernien bei Vorliegen degenerativer
Band
scheibenveränderungen
entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonderen Voraussetzungen, als eigentliche Ursache in Betracht fällt. Als weitgehend unfallbedingt kann eine Diskushernie betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder
radikuläres
Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit auftreten. In solchen Fällen hat die Unfallversicherung praxisgemäss auch für Rezidive und allfällige Operationen aufzukommen. Wird die Diskushernie durch den Unfall lediglich ausgelöst, nicht aber verursacht, übernimmt die Unfallver
sicherung den durch das Unfallereignis ausgelösten Beschwerdeschub, spätere Rezidive dagegen nur, wenn eindeutige Brückensymptome gegeben sind (vgl.
anstatt vieler: Urteile des Eidgenössischen Versicherungsgerichts U 22/01 vom 2
9.
Oktober 2002, U 176/01 vom 2
3.
April 2002, U 486/00 vom 2
6.
Februar 2002 und U 459/00 vom 1
8.
Februar 2002, je mit Hinweisen auf weitere höchstrichterliche Urteile und die medizinische Doktrin).
4.2.2
An diesen Grundsätzen hat sich auch die Beurteilung der Frage nach der
Unfall
kausalität
der beim Beschwerdeführer vorliegenden
Gesundheit
sbeeinträchti
gungen
an der W
irbelsäule zu orientieren. Demzufolge sind derartige
Gesund
heitsstörungen
bloss ausnahmsweise unfallbedingter G
enese. Gemäss Schilderung des Beschwerdeführers
ist
er am
3.
September 2013 beim
Hinuntergehen
auf der
Treppe
in die Tiefgarage auf der viert- oder fünftletzten Treppenstufe nach vorne gefallen und mit dem Knie auf die darunterliegende Treppenstufe aufgekommen (
Urk.
12/41).
Von einer besonderen Schwere lässt sich nach der Rechtsprechung
etwa sprechen bei einem freien Sturz aus erheblicher Höhe, einem Sprung aus 10 m Höhe, einem Sturz beim Tragen von Lasten oder einem Zusammenstoss bei grosser Geschwindigkeit. Es sind massivste Gewalteinwir
kungen auf den Körper notwendig
(Urteil des Bun
desgerichts 8C_811/2012 vom
4.
März 2013 E. 6.2)
. Der vorliegende Unfall i
st damit nicht vergleichbar,
han
delte
es
sich
doch eher
um einen Bagatellunfall
und
insbesondere nicht um ein Unfallereignis von besonder
er Schwere.
Unmittelbar nach
dem Unfall vom
3.
September 2013
erfolgte auch keine ärztliche
Betreuung, fand doch ein
e
Arztkonsultation erst
sechs
Tage später, am
9.
September 2013 (
Urk.
12/14)
statt. Unfallbedingte
Verletzungen an der Wirbel
säule, namentlich
ein
radiolo
gisch
ersichtliches
Zusammensinken der Wirbel
,
wurde
n
nicht dargestellt
(vgl. dazu statt vieler: Urteil des Bundes
gerichts 8C_51/2010 vom 2
1.
Mai 2010 E. 2.2).
Dem
e
ntsprechen
die Feststellung
en
des
Kreisarzt
es
Dr.
Y._
, wonach
sich
in den bildgebenden Befunden (MRI
vom 1
7.
September 2013
)
keine
unfallbe
dingten
Schädigungen zeigten
(
Urk.
12/46
).
Eine Beteiligung des Rückens ist nicht ersichtlich und traumatische Folgen wurden nie geschildert.
4.2.3
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers sind den medizinischen Akten keine Anhaltspunkte zu entnehmen, die auf ein von der kreisärztlichen
Kau
salitätsbeurteilung
abweichendes Ergebnis schliessen liessen. Widersprechende Ansichten gehen
auch aus
dem Bericht von
Dr.
N._
vom 1
2.
Februar 2014 (
Urk.
3
=
Urk.
12/36
)
nicht
hervor. Aus
diesem
Bericht ist ersichtlich,
dass trotz
Sequestrektomie
L5/S1 sensomotorische Ausfälle persistieren, die auf eine
weiterhin bestehende
Kompression der
Nervenwurzel L5 schliessen lassen. In diesem Zusammenhang
erachtet
Dr.
N._
eine weitere bildgebende Untersu
chung zum Ausschluss oder
Nachweis eines noch bleibenden Sequesters, trotz fehlenden
lumboradikulären
Schmerzen,
für indiziert
.
Eine Unfallkausalität
ergibt sich daraus nicht
.
4.3
Angesichts der klaren Aktenlage sind
von
weitere
n
Beweismassnahmen (etwa de
r
Einholung eines Gutachtens)
keine neuen Erkenntnisse zu erwarten
, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung (BGE 124 V 90 E. 4b).
Aus dem Gesagten folgt, dass die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht zu Recht verneint hat, weil zwischen
den fraglichen
Gesundheitsstörung
en und dem Unfallereignis vom
3.
September 2013
kein natürlicher Kausalzusammen
hang besteht. Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.