# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 41c6adbb-4e4c-4fce-b052-c1450b3e444e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1967, ist seit Oktober 1993
bei der
Y._
als angelernter
Bauspengler
tätig (
Urk.
9
/2
Ziff.
5.4). Unter Hinweis auf unfallbedingte Kniebeschwerden meldete sich der Versicherte am
6.
Februar 2013 bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
9
/2). Die Sozialversi
cherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinische und erwerbliche Situation ab und zo
g Akten des Unfall- und Kranken
taggeldversi
cherers bei (
Urk.
9
/6;
Urk.
9
/8,
Urk.
9
/18,
Urk.
9
/28).
Mit Mitteilung vom 1
5.
Dezember 2014 (
Urk.
9/
43) schloss die IV-Stelle die Arbeitsvermittlung ab und prüfte hernach den Rentenanspruch.
Nach Durchführung des
Vorbescheid
verfahren
s
(
Urk.
9
/61;
Urk.
9
/65-66,
Urk.
9
/70) holte die IV-Stelle weitere medi
zinische Berichte und schliesslich ein polydisziplinäres Gutachten ein, das am 2
5.
August 2016 erstattet wurde (
Urk.
7/92).
Nach der Durchführung eines wei
teren
Vorbescheidverfahrens
(
Urk.
9/110; 9/113)
sprach die IV-Stelle dem Versi
cherten mit Verfügung vom 2
5.
April 2018 von August 2013 bis und mit Novem
ber 2014 eine ganze Rente zu (
Urk.
9/139-141 =
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am
2
8.
Mai 2018
Beschwerde
gegen die Verfügung vom 2
5.
April 2018 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei teilweise aufzuheben, es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm über den 3
0.
November 2014 hinaus eine Invalidenrente zuzusprechen, eventuell sei er durch das Gericht medizinisch begutachten
zu lassen
, subeventuell sei die Sache zwecks Neubegutachtung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
5.
Juli 2018 (
Urk.
8) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom
7.
Juni 2019 wurden antragsgemäss (vgl.
Urk.
1 S. 2) die unentgeltliche Prozessführung und Rechts
vertretung bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwer
deantwort zugestellt (
Urk.
13).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts
, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leis
tung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung (BGE 125 V 413 E. 2d; Urteil des Bundesgerichts 8C_780/2007 vom 27. August 2008 E. 2.3; vgl. Meyer/Reichmuth, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflag
e 2014,
Rn
11 zu Art. 30–31
). Rechtsprechungsgemäss bildet eine solche Verfügung insgesamt den Anfechtungs- und Streitgegenstand und unterliegt integral der gerichtlichen Prüfung, selbst wenn nur einzelne Punkte davon bestritten sind (vgl. BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_440/2017 vom 25. Juni 2018 E. 5.1 [in BGE 144 V 153 nicht publiziert] und 9C_50/2011 vom 25. Mai 2011 E. 2.1).
Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine abgestufte oder befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Abstufung oder die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blieben. Die gerichtliche Prü
fung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise gere
gelten
Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Abstufung oder Aufhebung der Rente zu erfassen (BGE 131 V 164 E. 2.2, 125 V 413 E. 2d; Urteile des Bundesgerichts 8C_765/2007 vom 11. Juli 2008 E. 2 und I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen). Dabei ist in anfechtungs- und streitge
genständlicher Hinsicht irrelevant, ob eine rückwirkende Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente in einer oder in mehreren Verfügun
gen gleichen Datums eröffnet wird (BGE 131 V 164 Regeste; Urteil des Bundes
gerichts 8C_489/2009 vom 23. Okt
ober 2009 E. 4.1 mit Hinweis).
1.4
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmun
gen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/2016 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Änderung der tatsächlichen Verhältnisse eingetreten und damit der für die Abstufung oder Befristung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Vergleich des Sachverhalts im Zeitpunkt des Rentenbeginns mit dem
jenigen im – nach Massgabe des analog anwendbaren Art. 88a Abs. 1 IVV fest
zusetzenden – Zeitpunkt der Anspruchsänderung (vgl. BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteile des Bundesgerichts 8C_375/2017 vom 25. August 2017 E. 2.2 und 8C_350/2013 vom 5. Juli 2013 E. 2.2 mit Hinweis
).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.6
Versicherungsträger und Sozialversicherungsgerichte haben die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtge
mäss zu würdigen. Für das Beschwerdeverfahren bedeutet dies, dass das Sozial
versicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stam
men, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestat
ten. Insbesondere darf es bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die
Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizi
nische These abstellt.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Herkunft eines Beweismit
tels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellung
nahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
1.7
Gemäss BGE 143 V 418 sind grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen, nach BGE 143 V 409 namentlich auch leichte bis mittelschwere Depressionen,
für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach Massgabe von BGE 141 V 281 zu unterziehen (Änderung der Recht
-
sprechung
). Speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere depressive Störungen hielt das Bundesgericht in BGE 143 V 409 – ebenfalls im Sinne einer Praxis
-
änderung – fest, dass eine invalidenversicherungsrechtlich relevante psychische Gesundheits
schädigung nicht mehr allein mit dem Argument der fehlenden Therapieresistenz auszuschliessen sei (E. 5.1; zur bisherigen Gerichtspraxis vgl. statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 1
4.
April 2016 E. 4.2). Für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit sind somit auch bei den leichten bis mittelgradigen depressiven Störungen systematisierte Indikatoren beachtlich, die es – unter Berücksichtigung leistungshindernder
äus
-
serer
Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) andererseits – erlau
ben, das tatsächlich erreichbare
Leistungsvermö
-
gen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1). Die Therapierbarkeit ist dabei als Indiz in die gesamthaft vorzunehmende allseitige Beweiswürdigung miteinzubeziehen (BGE 143 V 409 E. 4.2.2; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_449/2017 vom
7.
März 2018 E. 4.2.1).
Die Anerkennung eines rentenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheit
lichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüs
sig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.8
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen, insbesondere das polydisziplinäre Gutachten
der
Z._
vom 2
5.
August 2016 (
Urk.
9/92), davon aus, dass
der Beschwerdeführer seit dem
1.
Juni 2012 in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Mit Gutachten vom 2
5.
August sei die gesundheitliche Situation erneut überprüft worden. Die Tätigkeit als
Bau
spengler
sei
nicht mehr zumutbar. Nach Ablauf der Wartezeit bis zum August 2014 habe der Beschwerdeführer auch keiner anderen Tätigkeit nachgehen kön
nen.
Somit bestehe ein
Invaliditätsgrad
von 100
%
nach Ablauf des Wartejahres am
1.
Juni 201
3.
Der Anspruch auf eine ganze IV-Rente entstehe jedoch frühes
tens sechs Monate nach der Anmeldung. Die Anmeldung sei am
7.
Februar 2013 eingegangen, wonach der Rentenanspruch per
1.
August 2013 entstehe. Ab Sep
tember 2014 sei dem Beschwerdeführer eine leidensangepasste
Tätigkeit zu einem Pensum von 100
%
zumutbar.
Unter Berücksichtigung eines leidensbedingten Abzugs von 10
%
resultiere ein Invaliditätsgrad von 18
%
, womit ab Dezember 2014 kein Anspruch auf eine Invalidenrente mehr bestehe (S. 2). Die von April bis Mai 2015 bestandene Arbeitsunfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit sei aufgrund der kurzen Dauern nicht zu berücksichtigen (S. 3 oben).
Aus den ein
gegangenen Arztberichte
n
würden sich keine weitergehenden Einschränkungen für angepasste Tätigkeiten ergeben. Auch aus den neuen Arztberichten würden sich aus somatischer Sicht keine neuen Erkenntnisse ergeben. Die beschriebene Knieproblematik habe sich wohl verschlimmert, ändere jedoch nichts an dem bereits beschriebenen Belastungsprofil
. Im Verlaufe des Aufenthaltes im Sanato
rium
A._
sei es zu einer deutlichen Zustandsbesserung gekommen. Eine länger andauernde Beeinträchtigung sei aus psychiatrischer Sicht nicht vorhan
den (S. 3 Mitte).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber beschwerdeweise (
Urk.
1) auf den Standpunkt,
der psychiatrische Zustand habe sich seit der
Z._
Begutach
tung offenkundig verschlechtert und sowohl die behandelnden Ärzte als auch der
Regionale Ärztliche Dienst (
RAD
)
würden für berufliche Massnahmen von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
ausgehen
(S. 7 ff.).
Zwischenzeitlich absolviere er ein vom Sozialamt vermitteltes Arbeitsprogramm, wobei sich zeige, dass nicht nur das Stehen, sondern auch das Sitzen Beschwerden im Sinne von wiederholten und regelmässigen erheblichen Reizzuständen und mit teilweise erheblicher Ergussbildung vor allem im rechten Knie zeige. Entgegen der damaligen Beurtei
lungen der
Z._
Gutachter könne die Arbeitsfähigkeit in der Praxis aufgrund der Beschwerden nicht zu 100
%
umgesetzt werden, sondern gemäss
Dr.
B._
nur zu maximal 50
%
. Zumal widerlegt sei, dass praktisch eine Umsetzung der Arbeitsfähigkeit von 100
%
zumutbar sei, könne der somatische Zustand - zumindest was die beidseitige Knieproblematik betreffe - mit den Beurteilungen der
Z._
Gutachter nicht mehr abschliessend geklärt werden. Auch in somati
scher Hinsicht könne höchstens von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
ausgegan
gen werden (S. 10).
Seit Sommer 2016 hätten sich relevante Veränderungen des Gesundheitszustands ergeben, weshalb nicht mehr auf die Beurteilungen der
Z._
Gutachter abgestellt werden könne (S. 10 unten). Weiter sei an den Sach
verhaltsabklärungen zu bemängeln
, dass keine Beurteilung der Indikatoren gemäss BGE 141 V 281 und 143 V 418 vorgenommen worden sei (S. 11 unten). Insgesamt habe das
Z._
Gutachten für den aktuellen Leistungsentscheid kein Beweiswert mehr (S. 12 Mitte).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit
des
Beschwerde
führer
s
verhält und ob die
Rentenbefristung rechtens war.
3.
3.1
Dr.
med.
C._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
,
Spital
D._
,
nannte im Bericht vom 1
7.
März 2014 (
Urk.
9/32/5-6) folgende Diagnosen
(S. 1 Mitte)
:
-
Pseudoarthrose nach Korrektur-Osteotomie medial open
wedge
Tibia rechts bei medialer
osteochondraler
Läsion medialer
Femurdondylose
und Status nach
Microfracturing
-
kein Korrektur-Verlust in der Achsenkorrektur
-
Status nach arthroskopischer
Tei
l
meniskektomie
, Meniskusnaht,
Knorpel
débridement
und
Microfracturing
nach
Steadman
1
3.
August 2012
-
Status nach Kniedistorsionstrauma bei der Arbeit
-
chron. Nikotinabusus
Dazu führte er aus, der Beschwerdeführer
habe
bei der Arbeit ein Distorsions-Rotationstrauma des rechten Kniegelenkes
erlitten
. Bei persistierenden Beschwer
den und Arbeitsunfähigkeit
sei er zu ihm
in die Sprechstunde
zugewiesen worden
. Bei persistierenden Beschwerden u
nd Unmöglichkeit der Wiederaufna
hme der Arbeit als
Bauspengler
sei am
5.
April
2013 das Knie rechts nochmals operiert
worden
. Es
sei
eine d
i
agnostische Kniearthroskopie und anschliessend eine
Val
gisationsosteotomie
zur Entlastung des degenerativ veränderten, medialen Kom
partimentes
durchgeführt worden
. Leider
sei es
auch hier
zu einem protrahierten
Verlauf
gekommen ohne Erreichen der Arbeitsfähigkeit
.
Es bestünden
Schmerzen im Bereich des medialen Kompartimentes und der proximalen Tibia. Eine voll
ständige Stockentwöhnung
sei
nicht möglich. Die Durchführung des CTs
zeige
eine Pseud
o
arthrose im Bereich der
Valgisationsosteotomie
. Glücklicherweise
sei
kein Korrekturverlust im Bereich der Achsenkorrektur erfolgt. Geplant
sei
auf
grund der Beschwerden die erneute Arthroskopie, das Angehen der Knorpe
l
l
ä
sion mittels
Microfracturing
, allenfalls Decken des Defektes mit einer
Chondro
-Gide
Membran, das Anfrischen der
skl
erosierten
Ränder nach
Valgisationsosteotomie
, Einbringen von Knochen vom Beckenkamm und erneute Fixation mit einer Platte. Präoperativ sollte der Patient nach Möglichkeit seinen Nikotinkonsum massiv reduzieren. Dies steiger
e
die Heilungschancen und den knöchernen Durch
bau bei den hohen Tibia-Osteotomien
(S. 1
Ziff.
1.4)
. Der
Beschwerdeführer
sei
seit der Knieoperation vom 1
3.
August
2012
zu 100
%
arbeitsunfähig
(S. 2
Ziff.
1.6)
.
Die Kniebeschwerden
seien
das Hauptproblem. Neben dem sc
hmerzhaf
ten rechten Knie äussere
der
Beschwerdeführer auch immer wieder Schmer
zen im linken Knie. Zusätzlich
bestünden
psychische Probleme seit dem Verlust der Arbeitsstelle durch Konkurs der Firma. Er
sei
als
Bauspengler
tätig
gewesen (
S. 2
Ziff.
1.7)
.
Die Re-Operation
sei
notwendig, um eine stabile Situation unterhalb des
Tibiaplateaus
zu erreichen, auch für eine allfällige spätere prothetische Ver
sorgung
(S. 2
Ziff.
1.8)
.
Er
empfehle aufgrund des Alters des
Beschwerdeführers
eine Umschulung. Der
Beschwerdeführer sei
eigentlich sehr motiviert und sicher
lich fähig, eine andere Tätigkeit zu erlernen, welche nicht so
belastend
für seine Kniegelenke
sei (S. 2
Ziff.
1.9)
.
3.2
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
führte in seinem Bericht vom
2
4.
September 2014 (
Urk.
9/39)
aus, er behandle
den
Beschwerdeführer seit
dem 1
2.
April 2014
(
Ziff.
1.2) und nannte als
Diagnosen
eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung und einen Status nach mehreren Knieoperationen rechts mit
Folge einer reaktiven Depression (
Ziff.
1.1). Der Beschwerdeführer
klage
über Schmerzen und die verschiedenen Knieoperationen, habe Zukunftsängste mit zum Teil reaktiver depressiver Entwicklung, welche sich mit Einschlafstörungen zeige (
Ziff.
1.4). Aus psychiatrischer Sicht sei der Beschwerdeführer nicht arbeitsunfähig (
Ziff.
1.6).
3.3
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.1) berichtete am
5.
Januar 2015 (
Urk.
9/45/5-7) von einem stationären Gesundheitszustand und einem erneut verzögerten knöchernen
Durchbau
nach Re-Osteotomie proximale Tibia mit Anfrischen der
sklerosierten
, nicht durchgebauten Knochenareale, Beckenkamminterposition und erneuter
Tomofixplatte
am 1
6.
Mai 2014
(
Ziff.
1.1-2)
.
Aus orthopädischer Sicht besteh
e
sicher ein sehr protrahierter ungünstiger Verlauf. Der
Beschwerdeführer
sei
star
ker Raucher.
Bekanntlicherweise
sei beim Beschwerdeführer
mit Problemen bei Osteotomien an den unteren Extremitäten zu rechnen.
Der Beschwerdeführer
habe
den Nikotinabusus perioperativ leider nie vollständig stoppen
können
. Auch nach dem
zweiten Eingriff im Mai 2014 scheine
ein verzögerter
Durchbau
statt
zu
finden. Glücklicherweise bestehe
keine Lockerung des
Osteosynthesematerials
. Für die Plattenentfernung
sei
es aber noch zu früh. Der
Beschwerdeführer
habe
immer noch belastungsabhängige Schmerzen auf der Innenseite des Kniegelenkes im Bereich der
Tibia. Eine Belastung des Beines im Stehen oder Gehen
sei
für 200 - 300 m möglich ohne Stöcke, längere Gehstrecken
seien
ohne Stöcke noch nicht möglich. Zu Hause
lasse
er die Stöcke jetzt häufiger weg. Er besuch
e
regelmässig die Physiotherapie. Das Velofahren
gehe
recht gut. Das Kniegelenk selber
z
eige
keine Reizergüsse. In der
Spect
-CT Untersuchung schein
e
der mediale
Femurkon
dylus
r
uhig. Die Schmerzursache scheine
also vor allem im Bereich der Osteoto
mie zu liegen soweit dies so eingegrenzt werden
könne
. Auch längeres Sitzen
sei
nur bedingt möglich. Inwieweit hier neben der Knieproblematik andere Probleme
eine Rolle spiel
t
e
n
,
sei
schwierig zu beurteilen. In einer wechselbelastenden Tätigkeit (Sitzen, Stehen,
Gehen) wäre der
Beschwerdeführer
wahrscheinlich
zwei bis drei Stunden
maximal
arbeitsfähig, soweit dies von der psychiatrischen Seite denkbar
sei (
Ziff.
2.1)
.
Leichtere Arbeiten mit Heben von Gewichten bis max
imal
10 kg wären zum Teil möglich, wie bereits erwähnt, vor allem in Wechselbelas
tung (Stehen, Sitzen, Gehen). Kein Knien, kein repetitives Treppensteigen oder Steigen auf Leitern. Gehen auf unebenem Gelände
sei
ebenfalls nicht denkbar
(
Ziff.
2.2)
.
Die Prognose sei ungewiss. Bezüglich Reintegration in den Arbeitspro
zess sei sie eher schlecht. Wahrscheinlich seien weitere Eingriffe notwendig. Frü
her oder später werde wahrscheinlich eine
Knietotalendoprothese
notwendig sein, sowohl rechts als auch links. Ob dies die Arbeitsbelastung jedoch steigere, sei zu bezweifeln (
Ziff.
3.3).
Aus orthopädischer Sicht wäre wahrscheinlich eine Belas
tung von zwei bis drei Stunden pro Tag in Wechselbelastung ohne Gehen auf unebenem Boden, ohne repetitives Treppensteigen, ohne knieende Tätigkeiten denkbar (
Ziff.
4.2). Der Beschwerdeführer sei aktuell überfordert durch die Gesamtsituation. Einerseits bestünden Schmerzen und nicht heilende Korrektu
rosteotomie am rechten Knie, andererseits sei auch das linke Knie nicht gut. Es bestünde ein Arbeitsplatzverlust durch Konkurs der Firma und finanzielle Sorgen (
Ziff.
4.3).
Dr.
C._
führte am
8.
Mai 2015 (
Urk.
9/57/5) aus, eine rein sitzende Tätigkeit wäre zu vier bis sechs Stunden und eine vorwiegend sitzende wechselbelastende Tätigkeit zu zwei bis sechs Stunden zumutbar
.
Im Bericht vom 1
2.
Mai 2015 (
Urk.
9/57/6-8) führte
Dr.
C._
sodann aus, ein Eingliederungsversuch mit Beurteilung der möglichen Tätigkeit ambulant in einer dazu spezialisierten Einrichtung sei aufgrund der psychischen Belastung und der Angst des Beschwerdeführers
,
nicht so lange sitzen oder stehen zu können
,
auf einen späteren Zeitpunkt verschoben worden (
Ziff.
1.6).
3.4
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.1) führte im Bericht vom 1
2.
Juni 2015 (
Urk.
9/69/21) aus, der Beschwerdeführer habe sich wegen einem Gefässverschluss im linken Arm operieren lassen müssen. Die Ursache sei nicht ganz klar, sie scheine multi
faktoriell zu sein. Neben dem Nikotinabusus bestehe auch eine Hypercholesteri
nämie
. Diese Gefässverschlüsse links seien scheinbar auch die Ursache für den Schwindel. Die Gefässe, welche das Gehirn versorgen
würden
, seien nicht operiert und auch nicht dilatiert worden, es sei zu gefährlich. Die Beschwerden in den Kniegelenken seien stark in den Hintergrund getreten. Seit es wieder etwas besser gehe mit dem linken Arm, habe er aber wieder belastungsabhängige Schmerzen. Zusätzlich sei er immer noch psychisch sehr angeschlagen. Die Schmerzen im Schienbein seien stark
regredient
. Insgesamt bestehe eine etwas unglückliche Situation. Der Beschwerdeführer habe jetzt ein weiteres medizinisches Problem, welches eine
Eingliederung zusätzlich erschwere. Aktuell sei der Beschwerdefüh
rer sicher nicht arbeitsfähig. Aus orthopädischer Sicht wäre eine rein sitzende Tätigkeit wahrscheinlich schon längere Zeit möglich, eine Tätigkeit in Wechsel
belastung aber nur in reduziertem Pensum.
3.5
Dr.
med.
F._
, Fach
ä
rzt
in
für Orthopädie und Traumatologie des
Bewe
gungsapparates,
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Neurologie,
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, nannten im
Z._
-
Gutachten vom 2
5.
August 2016 (
Urk.
9/92) folgend
e
Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (S. 16):
-
periphere arterielle Verschlusskrankheit der oberen Extremitäten
-
Gonarthrose rechts
-
mediale und laterale Gonarthrose links
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannten sie (S. 17):
-
ischämischer Hirninfarkt
zerebellär
links
-
psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassifi
zierten Krankheiten (
ICD-10
F54)
-
sonstige anhaltende affektive Störungen (
ICD-10
F34.8)
-
Haltungsinsuffizienz mit Rundrücken
-
geringgradige Bewegungseinschränkung linkes Schultergelenk
-
Senk-Spreiz-Platt-Knickfuss beidseits
-
Übergewicht
-
Hypothyreose, substituiert
-
Hyperlipidämie
-
Nikotinabusus
-
Status nach
Inguinalhernienoperation
2014
-
unspezifische Thoraxschmerzen
-
beginnende chronische
Bronchitits
Dazu führten die Gutachter aus, der Beschwerdeführer beschreibe Schmerzen und eine rezidivierende Schwellneigung beider Kniegelenke. Im Rahmen der klini
schen Untersuchung f
ä
nden sich reizlose, stabile und frei bewegliche Kniege
lenke. Lediglich die Hocke habe aufgrund von Schmerzen in beiden Kniegelenken nur bis zur 90
°
-Beugung der Hüft- und Kniegelenke beidseits demonstriert wer
den können. Radiologisch würden sich mässige Gonarthrosen beidseits bei umschriebenen
höhergradigen Knorpeldefekten darstellen. Die beidseits vorhan
dene kräftige Ober- und Unterschenkelmuskulatur sowie die Schwielenbildung über der Tuberositas
tibiae
des linken Kniegelenkes l
ie
sse
n
jedoch auf eine weit
gehend normale Alltagsaktivität schliessen. Dazu passe auch die Mobilisation ohne Unterarmgehstützen seit Februar 201
6.
Anhand der klinischen und radiolo
gischen Befunde ergebe sich eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für mittelschwere und schwere körperliche Arbeiten, für Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten und mit häufige
m
Knien, wie sie in der bisherigen Tätigkeit als
Bauspengler
vorgekommen seien. Eine generelle Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ergebe sich aus diesen Befunden jedoch nicht (S. 17 unten). Auch die noch vorhandene Bewegungsein
schränkung des linken Schultergelenkes sei eher geringgradig, die grobe Kraft beider Hände sei seitengleich kräftig demonstriert worden, so dass eine Mobilisa
tion an zwei Unterarmstützen, falls diese nach einer Metallentfernung des rechten Tibiakopfes vorübergehen
d
notwendig sei, von orthopädisch-
traumatologischer
Seite als möglich eingeschätzt werde (S. 18 oben).
Aus internistischer Sicht seien die angiologischen Probleme im Zusammenhang mit der subakuten inkompletten Ischämie des linken Armes vom April 2015 im Vordergrund.
In Übereinstimmung mit dem letzten Bericht der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie
J._
vom 1
2.
April 2016 leide der Beschwerdeführer an einer generalisierten Arteriosklerose. Die Ischämie im linken Arm sei am 2
4.
April 2015 mit Ballon-
Thromboembolektomie
der linken
Arteria
subclavia behandelt wor
den. Gemäss dem erwähnten Bericht sei die Ruheperfusion des linken Armes seit
her wieder normal. Aufgrund dieser anamnestischen und der aktuellen Befunde sei davon auszugehen, dass die Durchblutung des linken Armes wieder weitge
hend normal sei. Bei starken Anstrengungen mit dem linken Arm könnten aber ischämische Beschwerden im Sinne einer Claudicatio intermittens nicht völlig ausgeschlossen werden.
Entsprechend dürften auch aus angiologisch-internisti
schen Gründen körperlich mittelschwere bis schwere Tätigkeiten unter Einbezug der linken oberen Extremität nicht mehr infrage kommen. In der Annahme, dass die Arbeit als
Bauspengler
schwer
gewesen sei
, besteh
e
auch aus internistischer Sicht für diese Tätigkeit eine Arbeitsunfähigkeit. Für eine körperlich leichte Tätigkeit besteh
e
hingegen aus internistischer Sicht keine Einschränkung. Die anderen vom Internisten aufgeführten Diagnosen
würden
die Arbeitsfähigkeit nicht
beeinflussen
. Selbstverständlich sollten die kardiovaskulären Risikofaktoren einerseits weiter konsequent medikamentös behandelt werden, andererseits sollte der
Beschwerdeführer
den Nikotinabusus vollständig aufgeben und sein Gewicht weiter
im Auge behalten. Die wohl beginnende chronische Bronchitis
sei
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit Folge des l
angjährigen Nikotinabusus, mache
dem Beschwerdeführer
zurzeit keine s
ubjektiven Beschwerden und schränke
die Arbeitsfähigkeit in der definierten körperlich leichten Tätigkeit nicht ein. Die in den Akten erwähnte Hypothyreose
sei
optimal substituiert
(S. 18 Mitte)
.
Auf neurologischem Gebiet
habe
sich am
9.
April
2015 ein frischer ischämischer Hirninfarkt im PICA-Stromgebiet links
ereignet
. Initial
sei
es durch die frische Ischämie zu einer ausgeprägten Schwindelsymptomatik und zu einer Hypästhesie der linken Körperseite
gekommen
. Aktuell
sei
als Folge dieses PICA-Schlaganfalles auf neurologischem Gebiet eine funktionell nicht relevante Ver
minderung des Vibrationsempfindens der linken Körperseite
feststellbar gewesen
. Klinisch relevante Ausfallserscheinungen, wie Hirnnervenausf
älle
, Sprach
-
oder Sprechstörungen, Lähmungen oder Koordinationsstörungen
würden
nicht
beste
hen
. Während der Untersuchung, trotz mehrmaligem Nachfragen,
habe
der
Beschwerdeführer
an
gegeben
, momentan keinen Schwindel zu haben (dies im Gegensatz zum inte
rn
istischen Gutachten - es dürfte sich somit um funktionelle Beschwerden handeln). Die Hypästhesie der linken Körperseite besteh
e
nicht
mehr. Unverändert berichte
der
Beschwerdeführer
jedoch
über
persistierende Schmerzen, die belastungs-und bewegungsabhängig
seien
im Bereich der Schul
ter, und über Missempfindungen im Bereich der linken Hand. Die Ursache dieser Schmerzen und Missempfindungen
sei
von neurologischer Seite bei unauffälli
gem neurologischem Befund unklar. Zuletzt
sei der Beschwerdeführer
am 2
4.
Mai
2016 im neurophysiologischen Labor des Universitätsspitals
J._
diesbezüglich untersucht
worden.
Elektrophysiologisch
habe
keine Nervenschädigung festge
stellt werden
können. Eine Affektion des Pl
exus
brachia
is
scheide als Ursache dieser Beschwerden aus
(S. 18 unten)
.
Der
Beschwerdeführer
leide an einer Schmerzsymptomatik, die gemäss vorliegen
den Unterlagen nicht vollständig organmedizinisch erklärbar
sei
. Eine psycho
gene Überlagerung
sei
anzunehmen, wobei der
Beschwerdeführer
neben der schwierigen wirtschaftlichen Lage insbesondere auch dadurch psychosozial belastet
sei
, dass seine Frau wenig Verständnis für ihn bzw. seine krankheitsbe
dingten Einschränkungen aufbring
e
. Die hier infrage kommende Diagnose einer anhaltenden somatoformen
Schmerzstörung
lieg
e
aber
nicht vor. Diese Diagnose setze
unter anderem einen erheblichen Mindestschweregrad der Schmerzen voraus, mit einem andauernden, schweren und quälenden Schmerz, ein solcher Schweregrad lieg
e
bei
m Beschwerdeführer
nicht vor. Es
ergebe
sich im vorliegen
den
Fall die Diagnose
Psychologische und Verhaltensfaktoren bei anderenorts
klassifizierten Krankheiten
(ICD-10 F54)
. Aufgrund der Schmerzen und der damit verbundenen sozialen Probleme (unter anderem
sei
, entsprechend
den
vorliegen
den Unterlagen, die Ausübung de
r
langjährigen beruflichen Tätigkeit als
Bau
spengler
nicht mehr möglich)
sei
es zu einer chronischen depressiven Verstim
mung gekommen. Die Kriterien einer depressiven Episode
l
ä
ge
n
aber nicht vor, schon für eine leichte depressive Episode müssten mindestens zwei der drei Hauptsymptome depressiver Episoden (depressive Stimmung, Antriebsminde
rung, Verlust von Interesse und Freude) eindeutig erfüllt sein. Eine Antriebsmin
derung
und ein
Verlust v
on Interesse und Freude best
ünden
aber nicht. Aufgrund der Zeitkriterien der ICD-10
könne
d
ie Diagnose einer Anpassungsstöru
ng nicht mehr gestellt werden, diese Diagnose
könne
maximal zwei Jahre lang gestellt werden. Es
ergebe
sich die Diagnose
s
onstige anhaltende affektive
Störungen (
ICD-10
F34.8; S. 19 oben).
Zusammenfassend sei der Beschwerdeführer von orthopädisch-
traumatologischer
und internistischer Seite in seiner bisherigen Tätigkeit als
Bauspengler
zu 100
%
dauerhaft arbeitsunfähig. In einer leidensadaptierten Tätigkeit bestehe jedoch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (S. 19 Mitte). Im polydisziplinärem Konsens bestehe folgendes Belastungs- und Ressourcenprofil: k
örperlich leichte Tätigkei
ten mit vorwiegendem Sitzen und nur gelegentlichem Stehen und Gehen, ohne Knien, ohne Über-Kopf-Arbeiten mit dem linken Arm und nicht auf Leitern und Gerüsten. Nicht geeignet
seien
emotional belastende Tätigkeiten
(S. 19 unten)
.
Zum retrospektiven Verlauf der Arbeitsfähigkeit hielten sie fest, dass seit dem
7.
Juni 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit als
Bau
spengler
bestehe (S. 20 oben). Zum Verlauf der Arbeitsfähigkeit in einer leidens
angepassten Tätigkeit hielten sie fest, dass f
ür die stationären Aufenthalte und die entsprechenden postoperativen Verläufe jeweils eine 100%ige Arbeitsunfä
higkeit
bestanden habe
. Soweit dies aus den Akten ersichtlich
sei
,
habe
ab November 2012 bis Ende März 2013 sowie ab September 2014 eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensadaptierten Tätigkeit
bestanden
. Ab dem
9.
April
bis Ende Mai 2015
habe
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
bestanden
. Nach Erho
lung und Rehabilitation,
das heiss
e
ab
zirka
Juni 2015
,
sei der Beschwerdeführer
in einer leidensadaptierten Tätigkeit wieder zu 100
%
arbeitsfähig
gewesen (S. 20 Mitte)
.
Die Prognose sei von orthopädisch-
traumatologischer
Seite gut
, auch wenn der Verschleiss beider Kniegelenke im zeitlichen Verlauf zunehmen und eventuell die Implantation von Knieprothesen notwendig werde. Die
kardiovaskulären Risiko
faktoren sollten konsequent behandelt und engmaschig kontrolliert werden. Dann
sei
in den nächsten Jahren nicht mit einer wesentlichen Verschlechterung der kardiovaskul
ä
ren Situation und somit auch der Arbeitsfähigkeit zu rechnen.
Grundsätzlich
handle
es sich allerdings bei der generalisierten Arteriosklerose um eine progrediente Krankheit, mit erneuten kardiovaskulären Ereignissen
sei
mit
tel- bis langfristig zu rechnen.
Die erwähnte beginnende chronische Bronchitis
kön
n
t
e
sich ebenfalls verschlechtern, ein vollständiger Nikotinstopp
sei
dringend
indiziert
(S. 20 unten)
.
3.6
Dr.
E._
(vorstehend E. 3.2) führte im Bericht vom 3
0.
November 2016 (
Urk.
9/102/3) aus, aus psychiatrischer Sicht wäre ein Aufenthalt in einer Rehakli
nik für Körper und Psyche sinnvoll. Danach wäre eine Berufsberatung empfeh
lenswert, um die Situation abzuklären.
3.7
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilita
tion und für Rheumatologie, führte im Bericht vom
5.
Mai 2017 (
Urk.
3) aus, der Beschwerdeführer
absolvier
e
im Moment ein Arbeitsprogramm, vermittelt durch das Sozialamt. Im Verlauf dieses Einsatzes
habe
sich gezeigt, dass sowohl bei stehender wie auch bei sitzender Tätigkeit wiederholt und regelmässig erhebliche Reizzustände vor allem des rechten Kniegelenks mit
zum Teil
erheblicher Erguss
bildungen auftreten
würden
. Dies
habe
wiederholte
P
unktionen und Injektionen mit
Kortikosteroiden
nötig
gemacht
. Ursache der stark behindernden Reizzu
stände
sei
eine sogenannte Aktivierung einer Arthrose. Eine entzündlich rheuma
tische Verursachung
könne
hingegen ausgeschlossen werden.
Im Rahmen der aktuellen Standortbestimmung
sei
in der Universitätsklinik
K._
eine CT-Untersuchung des rechten Kniegelenkes durchgeführt
worden
.
Erfreulicherweise
habe
sich der Frakturspalt der früheren
Valgisationsosteotomie
(Zweitoperation wegen Pseudarthrose) vollständig konsolidiert. Diesbezüglich besteh
e
somit kein Handlungsbedarf. Das CT
habe
aber erneut das Vorliegen einer Arthrose sowohl
femorotibial
wie auch
femoropatellär
bestätigt. Die
femorotibiale
Arthrose
sei
hauptsächlich verantwortlich für die Schmerzen im Knie selbst, während die
Femoropatellararthrose
die Schmerzen und die Reizzustände vor allem in sitzen
der Position verantworte.
Bezüglich Schmerzen im Schultergürtelbereich links nach einer Gefässkomplikation
seien
keine Änderungen zu vermerken. Dieser Zustand
sei
als definitiv zu beurteilen.
D
ie
Entwicklung der letzten Wochen
zeige
, dass
der Beschwerdeführer d
urch die Gonarthrose und
Femoropatellararthrose
sowohl im Stehen wie im Gehen und Sitzen vor allem recht
s
behindert
sei
. Dieser Umstand
schränke
seine Einsetzbarkeit in allen Tätigkeiten ein. Die frühere Beurteilung seiner Arbeitsfähigkeit mit 50
%
scheine
adäquat, die jetzige Annahme einer Arbeitsfähigkeit von 100
%
sei
aus rheumatologischer Sicht nicht nachvollziehbar.
3.8
Pract
. med.
L._
, Assistenzärztin, und
pract
. med.
M._
, Oberärztin
,
Sanatorium
A._
, berichteten am 2
7.
Juli 2017 (
Urk.
9/120/2-5) über die stationäre
psychiatrische Behandlung vom 2
0.
Juni bis 1
3.
Juli 2017 und nannten als psychiatrische Diagnosen eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1), und einen Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.40). Dazu führten sie aus, es handle sich um eine freiwillige Zuweisung durch den ambulanten Psychiater
Dr.
med. univ.
N._
(
Klinik
O._
) zur antidepressiven Therapie. Im Ein
trittsgespräch
habe der Patient berichtet, er leide seit einem Arbeitsunfall vor fünf Jahren an wiederkehrenden depressiven Verstimmungen und körperlichen Schmerzen.
Aktuell sei
der Beschwerdeführer
in einer geschützten Werkstatt tätig, wo es ihm nicht besonders gefalle
(S. 1 unten)
. Die finanzielle Situation
der
Familie
sei prekär und
der Beschwerdeführer
habe Schuldgefühle, seinem 14-jäh
rigen Sohn nicht genug bieten zu können.
Im psychopathologischen Befund bei Eintritt
habe
ein depressives Zustandsbild mit Freud- und Antriebslosigkeit, Schuldgefühlen und Schlafstörungen im Vordergrund
gestanden
. Von akuter, handlungsrelevanter Suizidalität
habe sich der Beschwerdeführer im stationären Rah
men zu jeder Zeit klar distanzieren
können
.
Der Beschwerdeführer
habe
von der
gebotenen Tagess
truktur und den aktivierenden Therapien erfreulich profitie
ren
können
. Bezüglich der chronischen Rückenschmerzen
habe
er regelmässig Physiotherapie
erhalten
. Eine von uns empfohlene
schmerzdistanzierende anti
depressive Medikation habe der Beschwerdeführer abgelehnt, sei jedoch einver
standen gewesen die schlafanstossende Therapie mit
Trittico
auf eine antidepres
siv wirksame Dosis zu erhöhen. Hierunter sei
es im Verlauf zu einer leichten Stimmungs- und Antriebsverbesserung
gekommen
.
Der Beschwerdeführer
sei
während des Aufent
haltes engmaschig durch unsere Sozialberatung begleitet und im Erstellen eines IV-Wiedererwägungsgesuchs für berufliche Massnahmen (50
%
-
Pensum) unterstützt
worden
. Laborche
misch sowie im EKG hätten
sich keine Auffälligkeiten
gezeigt
.
Der Beschwerdeführer sei am 1
3.
Juli 2017 nach Hause entlassen worden. Bei Austritt hätten sich psychopathologisch eine deut
liche Stimmungsaufhellung und Antriebsverbesserung sowie eine Abnahme des Gedankenkreisens gezeigt (S. 2 oben). Eine berufliche Wiedereingliederung sei dringend indiziert (50
%
-Pensum) zu
m
Aufbau der Tagesstruktur und zur Stabi
lisierung der psychischen Gesundheit des Beschwerdeführers (S. 2 unten).
3.
9
Dr.
med.
P._
, Fachärztin für Radiologie, Oberärztin Universitätskli
nik
K._
, berichtete am
5.
September 2017 (
Urk.
9/124)
von einem MRI des rechten Knies. Es bestehe ein komplexer Riss im Hinterhorn des medialen Menis
kus und tiefe Knorpeldefekte am medialen
Femurcondylus
und
trochleär
.
Es bestehe kein Gelenkerguss und die
Bakerzyste
sei nicht gefüllt.
3.
10
Dr.
med.
B._
(vorstehend E. 3.7)
führte im Bericht vom 1
0.
Oktober 2017
(
Urk.
9/123)
aus,
der Beschwerdeführer habe ihn um einen Zwischenbericht gebeten. Nach einem mehrwöchigen
Klinikaufenthalt im Sanatorium
A._
habe sich der Beschwerdeführer wieder bei ihm gemeldet wegen massiver Knie
schmerzen rechts mit Ergussbildung (Reizerguss mit wenig Zellen, kein Kristall
nachweis). Am
5.
September 2017 sei deshalb eine weitere MR-Untersuchung des rechten Kniegelenks mit Nachweis eines komplexen Risses im Hinterhorn des medialen Meniskus sowie tiefer Knorpeldefekten am medialen
Femurkondylus
sowie
trochleär
erfolgt. Das laterale Kompartiment sei weitgehend unauffällig.
Anlässlich der Folgekonsultation vom
9.
Oktober
2017
habe der Beschwerdefüh
rer
über eine weitere Zunahme der Beschwerden (zeitweises Gehen mit Vorder
armstöcken)
berichtet
.
Es bestehe ein stark hinkendes Gangbild, eine s
chmerz
hafte Knie-Flexion und -Extension, jedoch kein relevanter Schmerz bei Flexion unter
Varusstress
(
Osteonekrose
eher unwahrscheinlich). Wenig Erguss im oberen
Rezessus
.
Die Situation von Seiten des rechten Knies
werde
therapeutisch immer schwieriger, das Ansprechen auf NSAR (
Titur
retard
)
werde
immer unbefriedigen
der.
Zumindest aufgrund des klinischen Bildes sei eine Verschlechterung der Situation nicht zu übersehen. Sollten die Beschwerden weiter zunehmen, müsste (bei Statuts nach
Valgisationsosteotomie
2013) über eine Arthroplastik diskutiert werden. Nebst den Knieschmerzen rechts würden auch linksseitige Knieschmer
zen bestehen. Unverändert sei die
Schmerzsituation im Bereiche der oberen
Tho
raxapertur
links
(bei Status nach Thrombose der A.
subclavia mit
Thrombektomie
im April 2015).
3.
1
1
Die Ärzte des Universitätsspital
J._
, Klinik für Angiologie, berichteten am 1
1.
Oktober 2017 (
Urk.
9/129) von einer Verlaufskontrolle und führten aus, der Beschwerdeführer
berichte
über persistierende postischämische
Hypästhesien
und Parästhesien der Finger II-V sowie der gesamten linken Hand.
Auch die bekann
ten Oberarm- und Schulterschmerzen links seien weiterhin bestehend, diese seien belastungsabhängig. Zudem klage der Beschwerdeführer über wechselnde Beschwerden bei bekannter Gonarthrose, rechtsbetont (S. 2 oben). Beim Beschwerdeführer bestehe eine generalisierte Arteriosklerose. In der heutigen Untersuchung habe sich eine regelrechte Ruheperfusion sowohl der oberen als auch der unteren Extremitäten gezeigt. Duplexsonographisch hätten sich die Gefässe in der linken Schulter-Arm-Achse arteriosklerotisch verändert ohne hämodynamisch relevante
Stenosierungen
. Wie bereits im letzten Bericht vom Oktober 2016 beschrieben worden sei, seien die Beschwerden am ehesten als pos
tischämisch
bedingt. Es bestehe keine Indikation für eine interventi
onelle Behandlung (S. 3 unten).
3.1
2
Pract
. med.
Q._
, RAD, führte in der Stellungnahme vom 1
1.
Oktober 2017 (
Urk.
9/134/3) unter anderem aus, im Verlaufe des stationären Aufenthaltes im Sanatorium
A._
sei es zu einer deutlichen Besserung des Gesundheits
zustandes gekommen. Weiter führte er aus, auch der aktuelle Bericht des Zentrums
R._
und der MRI Befund der Universitätsklinik
K._
würden keine wesentlichen neuen medizinischen Erkenntnisse ergeben, welche nicht letztlich im Rahmen der Begutachtung bereits Berücksichtigung gefunden hätten. Die beschriebene Knieproblematik habe schon zum Zeitpunkt
der Begutachtung bestanden, habe sich aktuell wohl verstärkt, sei aber im Rahmen des formulierten Belastungsprofils aus arbeitsmedizinischer Sicht bereits berücksichtigt. Somit erscheine aus arbeitsmedizinischer Sicht das erneute Prüfen von beruflichen Mass
nahmen angezeigt bei unverändertem Belastungsprofil - zunächst zu Beginn in einem Pensum von 50
%
.
In der Stellungnahme vom 1
1.
Dezember 2017 (
Urk.
9/134/4) führte
pract
. med.
Q._
weiter aus, d
ie generalisierte Arteriosklerose
habe
auch bereits zum Zeitpunkt der Begutachtung
bestanden
. Es
würden
veränderte Blutgefässe beschrieben
,
jedoch ohne hämodynamisch relevan
te
Stenosierung
(Verengung) und es würden
keine weiteren medizinischen Therapiemassnahmen empfohlen (Operation oder ähnliches). Somit
sei
aus versicherungsmedizinischer Sicht von einer unveränderten Beurteilung der funktionellen Lei
stungsfähig
keit/Arbeits
-
fähigkeit
im Vergleich zum Zeitpunkt der Begutachtung auszuge
h
en. Es
bestün
-
den
keine neu hinzugekommenen Einschränkungen, die Befunde
seien
stationär
und
das Kontr
olli
ntervall
könne
verlängert werden.
Es
würden
sich somit keine Veränderungen in der
versicherungsmedizinischen Beurteilung
erge
ben
.
Es bestehe
weiterhin aus ärztlicher Sicht die dringende Empfehlung zur Niko
-
tinkarenz
. Es
handle
sich hierbei (Nikotinabusus) um einen starken Risiko
faktor für arteriosklerotische Gefässveränderungen. Daher
sei
ein entsprechender Rauchstopp aus medizinischer Sicht angezeigt. Eine wesentliche Verbesserung der funktionellen Leistungsfähigkeit
sei
hierdurch nicht zu erwarten.
4.
4.1
Ausweislich der medizinischen Akten
leidet der Beschwerdeführer an degenera
tiven Veränderungen beider Kniegelenke und erlitt im Rahmen eines Arbeitsun
falls am
7.
Juni 2012 ein Kniedistorsionstrauma rechts
. Die Beschwerden zogen mehrere
Operationen am rechten Knie nach sich und führten ab Unfalldatum zu einer längeren Arbeitsunfähigkeit. Dementsprechend sprach die Beschwerdegeg
nerin dem Beschwerdeführer bei einem Invaliditätsgrad von
100
%
ab
1.
August 2013 (sechs Monate nach Anmeldung;
Art.
29
Abs.
1 IVG) eine ganze Rente zu. Deren Höhe und Beginn sind unbestritten; zu prüfen ist jedoch, ob von einer revisionsrelevanten Verbesserung der Arbeitsfähigkeit per September 2014 aus
zugehen ist
(vgl. vorstehend E. 1.3)
.
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass das
polydisziplinäre
Z._
-Gutachten vom 2
5.
August 2016 (vorstehend E. 3.5)
auf für die strittigen Belange umfassenden internistischen, orthopädischen, neurologischen und psychiatri
schen Untersuchungen beruht und die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in angemessener Weise berücksichtigt. Sodann wurde es in Kennt
nis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet und trägt der konkre
ten medizinischen Situation Rechnung.
Das Gutachten leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden ausführlich begründet. So zeigten die Gutachter auf,
anhand der klinischen und radiologischen Befunde ergebe sich eine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für mittelschwere und schwere körperliche Arbeiten, für Tätigkeiten auf Leitern und Gerüsten und mit häufige
m
Knien, wie sie in der bisherigen Tätigkeit als
Bauspengler
vorgekommen seien. Eine generelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ergebe sich aus diesen Befun
den jedoch nicht
.
Hierzu machten die Gutachter darauf aufmerksam, dass die beidseits vorhandene kräftige Ober- und Unterschenkelmuskulatur sowie die Schwielenbildung über der Tuberositas
tibiae
des linken Kniegelenkes auf eine weitgehend normale Alltagsaktivität schliessen l
ie
sse
n
.
Weiter führten sie in dif
ferenzierter Weise aus, dass auch aus angiologisch-internistischen Gründen kör
perlich mittelschwere bis sch
w
ere Tätigkeiten unter Einbezug der linken oberen Extremität nicht mehr infrage kämen und daher für die Arbeit als
Bauspengler
auch aus internistischer Sicht eine Arbeitsunfähigkeit bestehe.
Sie führten weiter aus, dass die geklagten persistierenden Schmerzen im Bereich der Schulter und die Missempfindungen im Bereich der linken Hand aus neurologischer Sicht bei unauffälligem neurologischem Befund unklar seien.
Weiter führten sie aus,
dass
eine psychogene Überlagerung anzunehmen
sei
, wobei der Beschwerdeführer neben der schwierigen wirtschaftlichen Lage auch dadurch psychosozial belastet sei, dass seine Frau wenig Verständnis für ihn bzw. seine krankheitsbedingten Einschränkungen aufbringe.
Aufgrund der Schmerzen und der damit verbunde
nen
sozialen Probleme sei es zu einer chronischen depressiven Verstimmung gekommen, welche die Kriterien einer depressiven Episode jedoch nicht erfüllen würde.
Die
Z._
-Gutachter kamen in ihrer Gesamtbeurteilung zum nach
voll
ziehbaren Schluss, dass der Beschwerdeführer in der bisherigen Tätigkeit als
Bau
spengler
zu 100
%
dauerhaft arbeitsunfähig sei. In einer leidensangepassten
, kör
perlich leichten
Tätigkeit
mit vorwiegendem Sitzen und nur gelegentlichem Ste
hen und Gehen, ohne Knien, ohne Über-Kopf-Arbeiten mit dem linken Arm und nicht auf Leitern und Gerüsten
bestehe jedoch
ab September 2014
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
für nicht emotional belastende Tätigkeiten (vorstehend E. 3.5).
Im psychiatrischen Teilgutachten wurde
sodann
einlässlich erörtert, inwieweit aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit anzunehmen oder zu verneinen sei (
Urk.
9/92/56-64
).
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers hat der
psychiatrische
Gutachter die heute massgebenden Standardindikatoren (vorstehend E. 1.
7-8
) in seine Beurteilung weitestgehend einbezogen. Er hat sich einlässlich mit den diagnoserelevanten Befunden und deren Ausprägung ausei
nandergesetzt und stellte anlässlich seiner fachärztlichen Untersuchung keine psychiatrische Diagnose mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit fest. So ergab der klinische Befund
keine kognitiven Beeinträchtigungen,
einen geordneten
f
orma
le
n
Gedankengang
,
keine
Wahngedanken, Halluzinationen und illusionäre Ver
kennungen
und keine Störung des
Ich-
Bewusstseins.
D
ie Willenskräfte waren ausreichend strukturiert und regelrecht, Ambivalenz und
Ambitendenz
bestanden nicht, der Antrieb war nicht reduziert
. Der Beschwerdeführer zeigte sich
in bedrückter Grundstimmung
,
an Zukunftsängsten leidend,
die affektive Schwin
gungsfähigkeit war nicht beeinträchtigt. Eine Affektlabilität oder Affektinkonti
nenz, Interessenlosigkeit und ein ausgewiesener Rückzug bestand nicht und es fehlten ebenso Hinweise für eine Persönlichkeitsakzentuierung oder Persönlich
keitsstörung.
Bei den Grundbedürfnissen stellte der psychiatrische Gutachter Ein- und Durchschlafstörungen, einen normalen Appetit und normales sexuelles Inte
resse fest (vgl. S. 56 f.).
Die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerz
störung verneinte der psychiatrische Gutachter mit nachvollziehbarer Begrün
dung. Aufgrund der Schmerzen und der damit verbundenen sozialen Probleme sei es zu einer chronischen depressiven Verstimmung gekommen. Die Kriterien einer depressiven Episode würden nicht vorliegen und es ergebe sich die Diagnose einer sonstigen anhaltenden affektiven Störung (S. 58 unten).
In Bezug auf den funktionellen Schweregrad erweist sich der Indikator der diagnoserelevanten Befunde damit als lediglich geringfügig ausgeprägt.
Der psychiatrische Gutachter setzte sich ebenso mit dem Behandlungserfolg res
pektive der -resistenz auseinander
und hielt hierzu fest, dass seit April 2014 eine
ambulante
Behandlung
erfolge, mit gutem Erfolg (vgl. S. 59 Mitte), und dass die Prognose aus psychiatrischer Sicht nicht eingeschränkt sei (vgl. S. 60 unten)
,
was gegen eine erhebliche Ausprägung der Symptomatik spricht.
Eine relevante psy
chische Komorbidität
verneinte der psychiatrische Gutachter bei der Herleitung der Diagnosen und hinsichtlich der somatischen Komorbidität wies er daraufhin, dass der Beschwerdeführer an einer Schmerzsymptomatik leide, welche nicht vollständig organmedizinisch erklärbar sei (S. 58 Mitte, S. 59 Mitte).
Zum Aspekt der Persönlichkeit, der persönlichen Ressourcen und
des
sozialen Kontext
es
wies der psychiatrische Gutachter darauf hin, dass
der Beschwerdefüh
rer von der Persönlichkeit her verträglich, kontaktfreudig und offen sei und
keine Hinweise für eine Persönlichkeitsakzentuierung oder Persönlichkeitsstörung vor
liegen würden
. Es bestehe eine schwierige soziale Situation sowie ferner dadurch, dass die Ehefrau des Beschwerdeführers wenig Verständnis für seine gesundheit
lichen Probleme aufbringe und ihm wegen der schwierigen finanziellen Situation Vorwürfe mache (S. 59 unten).
Einen ausgewiesenen Rückzug stellte der psychi
atrische Gutachter nicht fest (vgl. S. 57 Mitte).
Hierzu ist zu ergänzen, dass
der
Beschwerdeführer
in einem intakten
Familien
gefüge
lebt,
ein stolzer Vater eines Sohnes ist,
regelmässige Kontakte zu
seiner in Zürich lebenden Schwester
pflegt,
einen weitgehend strukturierten Tagesablauf hat
und auch in seine Heimat reist
(vgl.
S. 54 Mitte
).
Der Lebenskontext enthält damit bestätigende, sich potentiell günstig auf die Ressourcen auswirkende Faktoren.
Schliesslich äusserte sich der psychiatrische Gutachter auch zur Konsistenz und hielt fest,
in der psychiatrischen Untersuchung sei keine klare Äusserung zur Frage, ob und gegebenenfalls in welchem Umfang eine körperlich leichte Tätig
keit
ausgeübt werden könnte
, zu erhalten gewesen. In der orthopädischen Unter
suchung habe sich der Beschwerdeführer dahingehend geäussert, dass er sich nicht vorstellen könne, irgendeine Tätigkeit regelmässig auszuführ
en, was ein
deutig diskrepant zum
Aktivitätsniveau
in der
Fre
izeit sei. Einen behandlungs
anamnestisch ausgewiesenen Leidensdruck
wurde vom Gutachter bejaht
(S. 60 oben).
4.3
Die dem Teilgutachten zu entnehmende Begründung vermag
nach dem Gesagten - entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
1 S. 9 oben) -
den Anforderungen der neuen Rechtsprechung zu genügen, die verlangt, dass das funktionelle Leistungsvermögen anhand einer Reihe von Standardindikatoren (Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde, Behandlungs- und Eingliede
rungserfolg oder -resistenz, Komorbiditäten, persönliche Ressourcen, sozialer
Kontext, Konsistenz auf der Ebene des Verhaltens) zu beurteilen ist (BGE 141
V
281 E. 4.1.3).
Die gutachterliche Beurteilung umfasste
somit
das ganze Leistungsprofil mit sowohl negativen als auch positiven Anteilen (vorstehend E. 4.
2
) und ist so ver
fasst, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit «gleichsam aus dem Saldo aller wesentlichen Belastungen und Ressourcen» (BGE 141 V 281 E. 3.4.2.1) abgeleitet wurde. Der psychiatrische Gutachter ist bei der Beantwortung der Frage, wie er das Leistungsvermögen einschätzte, den einschlägigen Indikatoren gefolgt, er hat ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt, welche Folge der gesundheit
lichen Beeinträchtigung sind, und seine versicherungsmedizinische Zumutbar
keitsbeurteilung ist auf objektivierter Grundlage erfolgt. Die von der Rechtsan
wendung zu prüfende Frage, ob er sich an die massgebenden normativen Rah
menbedingungen gehalten und das Leistungsvermögen in Berücksichtigung der einschlägigen Indikatoren eingeschätzt hat (BGE 141 V 281 E. 5.2.2), ist
folglich
zu bejahen. Die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage lassen sich anhand der Standardindikato
ren schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nach
weisen, weshalb au
f das Gutachten abzustellen ist.
4.4
4.4.1
Die von den Gutachtern attestierte Arbeitsfähigkeit (vgl. vorstehend E.
3.5
), wel
che zur
Zusprache
einer
befristeten
ganzen Invalidenrente von
1.
August 2013 bis 3
0.
November 2014 führte
(vgl.
Urk.
2)
, wurde vom Beschwerdeführer nicht bestritten. Vielmehr macht der Beschwerdeführer beschwerdeweise geltend, dass zwischen de
r polydisziplinären
Begutachtung und der angefochtenen Verfügung sowohl in somatischer als auch in psychiatrischer Hinsicht eine Verschle
chterung eingetreten ist, weshalb auf die gutachterliche Beurteilung nicht mehr abgestellt werden könne (vgl.
Urk.
1 S. 6 ff.).
4.4.
2
Soweit der Beschwerdeführer
vorbringt
, dass sich der psychiatrische Gesundheits
zustand gestützt auf den Bericht
über den stationären Aufenthalt im
Sanatorium
A._
vom 2
7.
Juli 2017
(vorstehend E. 3.8)
erheblich und langandauernd
verschlechtert habe, so kann ihm nicht gefolgt
werden.
Von einer Verschlechte
rung der psychopathologischen Befunde kann anhand dieses Berichts - wenn überhaupt - nur kurzfristig gesprochen werden.
So zeigte sich bei Austritt psy
chopathologisch eine deutliche Stimmungsaufhellung und Antriebsverbesserung sowie eine Abnahme des Gedankenkreisens, was gegen
eine schwere und thera
peutisch nicht angehbare
und invalidisierende
psychische Störung
spricht.
Trotz Zuweisung in das
stationäre Setting zur Diagnostik und Einstellung der antide
pressiven medikamentösen Therapie lehnte der Beschwerdeführer eine schmerz
distanzierende antidepressive Medikation ab, was gegen einen erhöhten Leidens
druck spricht.
Im Rahmen des stationären Aufenthalts standen das depressive Zustandsbild, die sozialen Probleme mit Schuldgefühlen gegenüber seinem Sohn sowie die Schlafstörungen weitgehend im Vordergrund
. Eine
(
längerfristige
und erhebliche
)
Verschlechterung des psychischen Gesundheitszustandes im Vergleich zur
früheren und den einschlägigen Indikatoren folgenden
gutachterlichen Ein
schätzung ergibt sich
daraus
entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers jedoch nicht. Bereits im Rahmen der psychiatrischen Begutachtung wurde eine bedrückte Grundstimmung respektive chronische depressive Verstimmung,
psychosoziale
Belastung durch finanzielle Pro
bleme mit Vorwürfen der Ehefrau, Zukunftsängste und Schlafstörungen festgestellt. Schliesslich enthält der Bericht des Sanatoriums
A._
dem Behandlungsauftrag entsprechend nur wenige verlässliche Anga
ben zur Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers
. Weiter wurde der Anteil der psy
chosozialen und soziokulturellen Probleme bei der Beurteilung
nicht
ausgeschie
den. Der Bericht vermag damit den praxisgemässen Anforderungen (vgl. vorste
hend E. 1.
6
) nicht zu genügen, zumal der Bericht insbesondere keine genügenden Angaben zu den Standardindikatoren (vgl. vorstehend E.
1.7-8
)
enthält und über
dies nicht von Fachärztinnen der Psychiatrie un
d Psychotherapie verfasst wurde
.
4.4.
3
Soweit der Beschwerdeführer
sodann
gestützt auf den Bericht von
Dr.
B._
vom
5.
Mai 2017 (vorstehend E. 3.7) weiter vorbringt, dass der somatische Zustand mit den Beurteilungen der
Z._
-Gutachter nicht mehr abschliessend geklärt und höchstens von einer Arbeitsfähigkeit von 50
%
au
sgegangen werden könne (vgl.
Urk.
1 S. 9 f.), so vermag auch dies nicht zu überzeugen. So nannte
Dr.
B._
in seinen Berichten
(vgl.
Urk.
3 sowie vorstehend E. 3.7)
keine im Vergleich zu früher veränderten Befunde oder Diagnosen, mit welchen er seine
anderslautende
Einschätzung
der Arbeitsfähigkeit nachvollziehbar und plausibel zu begründen vermag.
So wurden in dem von ihm genannten Bericht über
eine MRI-Untersuchung des rechten Knies am
4.
September 2017
(vorstehend
E.
3.9)
- im Vergleich zu früheren
auch
bildgebenden Untersuchungen (vgl.
Urk.
9/33/7
, so auch
Urk.
9/74/4-5
)
wie auch im Vergleich zu den anlässlich der Begutachtung festgestellten Untersuchungsbefunden (vgl.
Urk.
9/92/28-35)
–
kei
-
ne veränderten Befunde festgestellt.
Auch ein Gelenkerguss konnte in der
MRI-Untersuchung am
4.
September 2017 - im Gegensatz zur Untersuchung
durch
Dr.
B._
- nicht festgestellt werden.
Bereits anlässlich der gutachterlichen Untersuchung berich
tete der Beschwerdeführer über starke Schmer
-
zen
–
sowohl unter Belastung als auch in Ruhe - und eine rezidivierende Schwellneigung der Kniegelenke (vgl.
S.
29). Weiter beschrieb
auch der orthopädisch-
traumato
-
logische
Gutachter ein hin
kendes Gangbild und
sprach
von demonstrierten Knieschmerzen bei Beugung (vgl. S. 32 oben und S. 33 unten).
Sodann
ging
der
orthopädisch-traumatologi
sche
Gutachter
auch dann noch von einer
guten Prognose
aus, wenn der Ver
schleiss beider Kniegelenke im zeitlichen Verlaufen zunehmen und eventuell die Implantation von Kniepro
-
thesen notwendig sein werde (S. 35 unten).
So war e
ine
Knietotalendoprothese
bereits früher immer wieder ein Thema
(vgl.
vorstehend E.
E.
3.1 und E. 3.3
).
Die Tatsache, dass nun
Dr.
B._
bei weiterer Zunahme der
Beschwerden
eine (Hemi-)
Arthoplastik
in Betracht zieht, zeigt, dass sich die Beschwerden im Vergleich zu früher und insbesondere zur gutachterlichen Ein
schätzung nicht massgeblich verändert haben. Zudem ist anzunehmen, dass eine solche Operation bei entsprechendem Leidensdruck auch vom Beschwerdeführer selbst befürwortet und in Angriff genommen würde.
Der Nachw
eis von Schmerzen und ihrer Intensität ist von der Natur der Sache her mit
grössten Schwierigkeiten verbunden
. Daher
gehört es zur Aufgabe des Gut
achters, die Glaubwürdigkeit der Schmerzschilderung soweit möglich zu überprü
fen und deren Auswirkungen bei der Untersuchung und im Alltag substantiiert darzulegen. Dazu zählen insbesondere Angaben zum beobachteten Verhalten, Feststellungen über die Inkonsistenz und Vagheit der gemachten Angaben und über Hinweise, welche zur Annahme von Aggravation oder Simulation führen. Da die Qualität des Begutachtungsprozesses weitgehend von der Motivation und Mitarbeit des Exploranden abhängt, hat sich der Gutachter nötigenfalls auch dazu zu äussern (Urteil des Bundesgerichts 8C_802/2007 vom
5.
Mai 2008 E. 5.5.3).
In dieser Hinsicht verschafft das polydisziplinäre Gutachten gegenüber den Berich
ten der behandelnden Ärzte,
welche aus therapeutischen Zusammenhängen erstattet wurden
, einen entscheidenden Vorteil und vermag auch deshalb zu über
zeugen, weil es im Gegensatz zu den bisherigen Berichten eine Gesamtbeurteilung aller gesundheitlichen Beeinträchtigungen
des Beschwerdeführers
erlaubt
.
Bei der anderslautenden Einschätzung
durch
Dr.
B._
ist daher davon auszugehen, dass er sich in seinen Ausführungen
im Wesentlichen auf
die subjektiven Anga
ben
des
Beschwerdeführer
s
abstützt
. So spricht
Dr.
B._
im Bericht vom 1
0.
Oktober 2017 auch davon, dass eine Verschlechterung der Situation zumin
dest aufgrund des klinischen Bildes
nicht zu übersehen sei (vgl.
Urk.
3.10).
4.5
Zusammenfassend steht einem Abstellen auf das polydisziplinäre Gutachten des
Z._
(vorstehend E. 3.5)
nichts entgegen.
Soweit der Beschwerdeführer verlangt,
e
s sei ein
neues
Gutachten einzuholen (
Urk.
1
S.
12
), kann darauf in antizipierter Beweiswürdigung verzichtet werden (BGE 127 V 491 E. 1b mit Hinweisen). Der Gesundheitszustand und insbesondere die Arbeitsfähigkeit
des
Beschwerdefüh
rer
s
sind aufgrund der medizinischen Akten hinreichend abgeklärt. Von weiteren Untersuchungen wären keine neuen Erkenntnisse zu erwarten.
S
omit ist gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten von einer Verbesserung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers ab September 2014 in dem Sinne auszugehen, dass ihm eine angepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar ist. Der von der Beschwerdegegne
rin vorge
nommene Einkommensvergleich (vgl.
Urk.
2 S. 4 f.) ist nicht zu bean
standen und wird im Übrigen nur hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit bestritten.
Beim resultierenden rentenausschliessenden Invali
ditätsgrad von 18
%
war die Rentenbefristung per 3
0.
November 2014 somit kor
rekt.
Nach dem Gesagten erweist sich die angefochtene Verfügung demnach als rech
tens, was zur Abweisung der Beschwerde führt.
5.
5.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskos
ten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzule
gen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
800
.-- anzusetzen. Entsprechend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen. Zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung werden diese jedoch einstweilen auf die Gerichtskasse genommen, dies mit Hinweis auf §16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
).
5.2
De
r
unentgeltlichen Rechtsvertreter
in
des Beschwerdeführers, Rechtsanw
ä
lt
in
S
tephanie C. Elms
, steht bei diesem Verfahrensgang eine Entschädigung aus der Gerichtskasse zu.
Nachdem die unentgeltliche Rechtsvertreterin auf die Einrei
chung einer Honorarnote verzichtete, ist die Entschädigung
ohne Rücksicht auf den Streitwert, nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozes
ses und dem Mass des Obsiegens (
§
34
Abs.
3
GSVGer
) beim praxisgemässen Stundenansatz von
Fr.
2
20
.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer)
ermessensweise
auf
Fr.
2'700.--
(inkl. Barauslagen und
MWSt
) festzusetzen.