# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6fc08efb-e4b1-4e79-b97c-b7e904ac4578
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1963, war seit 1991 bei der
Y._
AG, als Maler
und
Vorarbeiter tätig und über diese bei der
Schweizerische
n
Unfallversicherungsanstalt
(SUVA) obligatorisch unfall
versichert, als er am 1
9.
Januar 2012 beim Ausladen von Farb
kübeln
aus einem Lieferwagen einen Farbkübel mit gestreckten
Armen anhob und
stürzte
. Dabei litt er
unter stichar
tigen Schmerzen (
Urk.
10/1,
Urk.
10/10 S. 1)
und
zog sich unter anderem eine partielle Supraspinatussehnenläsion
im Bereich seiner rechten Schulter
zu
(
Urk.
10/7,
Urk.
10/17).
Mit
Verfügung vom
1
2.
Mai 2014 (
Urk.
10/143) sprach die SUVA
dem Ver
sicher
ten
für die somatischen Folgen des Unfalls vom 1
9.
Januar 2012 mit Wir
kung ab
1.
Juni 2014 bei
einem Invaliditätsgrad von 31 %
eine Invaliden
rente
sowie eine Integritätsentschädigung für eine 20%ige Integritätseinbusse
zu (S.
1) und v
erneinte einen adäquaten Kausal
zusammenhang zwischen
seinen psy
chischen Beschwerden und
dem versicherten Unfall (S. 2).
Dagegen erhoben am 1
4.
Mai 2014 die Sansan Versicherungen AG
, der Krankenversicherer des Versi
cherten
(Urk 10/148), und der Versicherte (
Urk.
10/149,
Urk.
10/154)
Einspra
che
. Am 2
8.
Mai 2014
(Urk.
10/158
)
zog die Sansan Versicherungen AG ihre Einsprache zurück. Mit Entscheid
vom
1
2.
Januar 2015
(Urk.
10/176
= Urk. 2)
wies die SUVA die Einsprache des Versicherten ab.
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom
1
2.
Januar 2015
(Urk. 2) erhob der Ver
sicherte am
1
3.
Februar
2015 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, ihm eine Invalidenrente basie
rend auf einem Invaliditätsgrad von
51
% auszurichten
; eventuell sei die Sache zu ergänzender Sachverhaltsabklärung und erneutem Entscheid über seinen Anspruch auf eine Invalidenrente an die SUVA zurückzuweisen
(Urk. 1 S. 2
).
Die
SUVA
beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
1.
April 2015 (Urk. 9
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Verfügung vom 1
0.
August 2015 (
Urk.
12) wurden der
Bericht von
Dr.
Z._
vom
3.
Juli 2014 (
Urk.
11/1), der vorläufige Austrittsbericht der Klinik Sanatorium
A._
vom 2
7.
Oktober 2014 (
Urk.
11/2) und die Stellungnahme des
Arztes des Regionalen Ärztlichen Dienstes der IV-Stelle des Kantons Zürich (
RAD
),
Dr.
B._
,
vom 2
7.
Juni 2015 aus den Akten des
am hiesigen Gericht hängig gewesenen
invalidenversicherungs
rechtlichen Verfahrens in Sachen des Beschwerdeführers (Prozess Nr. IV.2015.000470) beigezogen.
Dazu nahm die Beschwerdegegnerin am 2
6.
August 2015 (
Urk.
14) und der Beschwerdeführer am 2
8.
August 2015 (
Urk.
15) Stellung, wovon den Parteien am
2.
September 2015 (
Urk.
16) Kenntnis gegeben wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss
dem
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfall
er
eignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natür
li
cher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausal
zusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittel
bare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereig
nis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammen
hang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammen
hangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.3
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die
Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Nach der Rechtsprechung kann von
organisch objekt
iv ausgewiesenen Unfall
fol
gen
bei denen die Unfalladäquanz praktisch keine Rolle spielt erst ge
spro
chen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden und die angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich auf breiter Basis anerkannt sind (nicht
in
BGE 135 V 465
publizierte E. 2 des Urteils des Bundesgerichts
8C_216/2009
vom
2
8.
Oktober 2009
; BGE 134 V 231 E. 5.1).
Dies gilt auch für neuropsychologische Defizite (Urteil
des Bundesgerichts
8C_691/2013 vom 1
9.
März 2014 E. 5.1).
Aus diesem Grunde können beispielsweise
Verhärtungen und Verspannungen der Mus
ku
latur, Druckdolen
zen im Nacken sowie Einschränkung
en der HWS-Beweg
lich
keit
für sich all
ein nicht als o
ganisch objekt
iv ausgewiesene Unfallfolgen
quali
fiziert werden
(Urteil des Bundesgerichts
8C_310/2011
vom
5.
September 2011
E. 4.1).
1.5
Bei der Beurteilung der Adäquanz von organisch nicht (hinreichend) nachweis
baren Unfallfolgeschäden ist wie folgt zu differenzieren (BGE 127 V 102 E. 5b/bb): Es ist zunächst abzuklären, ob die versicherte Person beim Unfall ein Schleuder
trauma der Halswirbelsäule (HWS), eine dem Schleudertrauma äqui
va
lente Verletzung oder ein Schädelhirntrauma erlitten hat. Ist dies nicht der Fall, gelangt die Rechtsprechung gemäss BGE 115 V 133 E. 6c/aa (sogenannte Psycho-Praxis) zur Anwendung. Bei
Schleudertraumen und äquivalenten Ver
letzungen der HWS sowie Schädelh
irntraumen
wird hingegen
auf eine Diffe
ren
zierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet (sog.
Schleudertrauma-Praxis; zum Ganzen: BGE 134 V 109 E. 2.1
mit Hin
wei
sen).
Ergeben die Abklärungen, dass die versicherte Person ein Schleuder
trauma, eine
äqu
ivalente
Ver
letzung der HWS oder ein Schädel
hirntrauma erlitten hat, muss beurteilt werden, ob die zum typi
schen Beschwerde
bild einer solchen Ver
let
zung gehörenden Beeinträch
tigungen (vgl. BGE 119 V 337 E. 1, 117 V 359 E. 4b) zwar teilweise vorliegen, im Vergleich zur psychischen Prob
lematik aber ganz in den Hin
tergrund treten
.
In diesen Fällen ist
die Beurteilung praxisge
mäss unter dem Gesichtspunkt einer psychischen Fehlent
wicklung nach Unfall vorzunehmen
(
BGE 123 V 98 E. 2a; 127 V 102 E.
5b/bb)
.
Ergibt sich, dass es an der Adäquanz fehlt, erübrigen sich auch Weiterungen zur natürlichen Kausalität (vgl. SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67, U
183/93 E. 3c; Urteil
des Bundes
gerichts
8C_70/2009 vom 3
1.
Juli 2009 E. 3 mit Hinweis).
1.6
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische
Gesund
heitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergan
ge
nen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psy
chische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versiche
rungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E. 4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinwei
sen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei - ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf - folgende Einteilung vorgenommen wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der dazwischen liegende mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/aa; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
1.7
Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel
schwere und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen mass
gebend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352 E. 5b/aa, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237, 1995 Nr. U 215 S. 91).
1.8
Bei banalen Unfällen wie z.B. bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie z.B. einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres ver
neint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesundheitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/aa, 115 V 133 E. 6a).
1.9
Die Adäquanzprüfung hat dann zu erfolgen, wenn
der Unfallversicherer einen Fall abzuschliessen
und den
Anspruch
der versicherten Person
auf eine Invali
denrente und eine Integritätsentschädigung zu prüfen
hat. Voraussetzung dafür ist, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des Gesund
heitszustandes zu
erwarten war (Art. 19 Abs. 1 UVG; BGE 134 V 109 E. 4.3 und 133 V 57 E. 6.6.2, je mit Hinweisen).
Was unter einer nam
haften Besseru
ng des Gesundheitszu
standes
zu verstehen ist, umschreibt das Gesetz nicht näher. Mit Blick da
rauf, dass die soziale Unfall
versicherung auf die erwerbstätigen Perso
nen aus
gerich
tet ist, bestimmt sich dies gemäss der Rechtsprechung nach Mass
gabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfähig
keit, wobei die durch weitere Heilbe
handlung zu erwartende Be
sserung ins Gewicht fallen muss;
unbedeu
tende Verbesserungen genügen
nicht
(BGE 134 V 109 E. 4.3 mit Hinweisen).
1.10
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
ak
ten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zi
nischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein
leuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging
im
angefochtenen
Einspracheentscheid vom 1
2.
Januar 2015
(Urk. 2) davon aus, dass in Bezug auf die bisherige Tätigkeit als Maler eine vollständige Ar
bei
ts
unfähigkeit ausgewiesen sei, dass
der
Beschwer
de
führer
in der
Aus
übung
der bisherigen Nebentätigkeit als Hauswart in dem vor dem Unfallereignis ausgeübten Umfang nicht eingeschränkt sei, und dass ihm die Ausübung einer aus somatischer Sicht leichten, wechsel
belasten
den Tätigkeit, ohne Arbeiten auf Brust- und Schulterniveau, ohne körperfernes Heben und Tragen von Gewichten, ohne Schläge oder Vibrationen auf die rechte obere Extremität und ohne kraftvolle Zug-, Stoss- oder belastende Dreh
bewegungen ganztags beziehungsweise im Umfang eines voll
zeitlichen Arbeits
pensums zuzumuten sei (E. 5), und dass
ein adäquater Kausal
zusammenhang zwischen der psychischen Gesundheitsbeeinträchtigung beziehungs
weise deren Folgen und dem als leichter Unfall zu qualifizierenden versicherten Unfallereig
nis zu verneinen sei (E. 3 am Schluss).
2.2
Der Beschwerdeführer bringt hiegegen vor, dass ihm lediglich noch die Aus
übung behinderungsangepasster Tätigkeiten im Umfang eines Arbeits
pensums von 80
%
zuzumuten sei
(
Urk.
1 S. 4)
, und dass ihm die bisher ausgeübte Nebentätigkeit als Hauswart auf Grund der unfallbedingten Gesund
heits
beein
trächtigung nicht mehr zuzumuten sei, weshalb ein Anspruch auf eine Invali
denrente bei einem Invaliditätsgrad von 51
%
ausgewiesen sei (
Urk.
2 S.
5).
3.
3.1
Im Folgenden ist vorerst der massgebende medizinische Sachverhalt betreffend den Unfall vom
1
9.
Januar 2012
zu prüfen.
3
.2
Dr.
med.
C._
,
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates
, erwähnte in seinem Bericht vom 2
0.
März 2012 (
Urk.
10/7), dass eine MRI-Untersuchung eine höhergradige partielle Supra
spinatus
läsion, eine wahrscheinlich instabile lange Bizepssehne und eine deutlich aktivierte AC-Gelenksarthrose
gezeigt
habe. Der Beschwerdeführer leide nach einem Verhebetrauma und Sturz im Januar 2012 unter Schulterschmerzen und sei nicht arbeitsfähig. Es sei eine arthroskopische Revision der Schulter geplant.
Im Operationsbericht vom 2
8.
März 2012 (
Urk.
10/17) diagnostizierte
Dr.
C._
eine gelenkseitige, höhergradige Teilruptur der Su
praspinatus
sehne (PASTA-Läsion), eine Unterflächenläsion der Subscapularissehne und eine Tendo
pathie der langen Bizepssehne im Bereich der rechten Schulter und erwähnte, dass
am
2
7.
März 2012 eine Schulterarthroskopie im Sinne einer arthroskopischen Dekompression mit Acromioplastik und AC-Gelenksresektion, verstärkenden Nähten im Bereich der Subscapularis- und Supraspinatussehnen mit je einem Anker und einer Tenodese der langen Bizepssehne im Bereich der rechten Schulter durchgeführt worden sei (S. 1).
Mit Bericht vom 2
8.
August 2012 (
Urk.
10/29) diagnostizierte
Dr.
C._
einen Status nach Refixation und Unterflächenläsionen der Subscapularis- und Supraspinatussehnen und nach Impingement mit Akromioplastik und AC
Gelenks
resektion rechts und erwähnte, dass
der Beschwerdeführer weiterhin unter einer Kapsulitis im Bereich der rechten Schulter leide, und dass es
in den Sommerferien des Beschwerdeführers zu einem Stillstand in der Behandlung gekommen
sei.
Am 2
8.
August 2012 (
Urk.
10/33)
stellte
Dr.
C._
fest, dass der Be
schwerde
führer infolge der ausgedehnten Schulteroperation starke Ver
nar
bungen im Gelenkraum
des rechten Schultergelenks
aufweise, weshalb er wei
terhin unter Schmerzen und
unter
einer ausgeprägten Bewegungs
ein
schränkung leide.
3
.3
Die Ärzte der Rehaklinik
D._
stellten im Austrittsbericht vom 2
6.
Oktober 2012 (
Urk.
10/39) die folgenden Diagnosen (S. 1):
Unfall vom 1
9.
Januar 2012: beim Ausladen von Farbe aus Lieferwagen mit gestrecktem rechtem Arm einen Kessel angehoben:
PASTA-Läsion mit
höhergradige
r
Teilruptur der Supraspinatussehne
,
Unterflächenläsion der Subscapularissehne
,
Tendopathie der langen Bizepssehne
und Akromion Typ 2 und AC-Gelenksarthrose
im Bereich der rechten Schulter
Schulterarthroskopie am 2
7.
März 2012
im Verlauf Entwicklung einer Kapsulitis an der rechten Schulter
subakromiale Infiltrationen im Bereich der rechten Schulter am 2
4.
September und am 1
6.
Oktober 2012
leichte Anpassungsstörung mit Besorgnis, Anspannung und Ärger
Migräne
Die Ärzte führten aus, dass die stationäre Rehabilitation mit leichten, schmerz
respektierenden Übungen und die Infiltrationen keine Verbesserung der Beschwerden gebracht hätten. Für die ausgeprägten Beschwerden sei in erster Linie eine adhäsive Kapsulitis verantwortlich.
Eine psychosomatische Abklärung habe eine leichte Anpassungsstörung mit Besorgnis, Anspannung und Ärger ergeben (S. 3).
3
.4
Mit Bericht vom
9.
November 2012 (
Urk.
10/42) stellte
Dr.
C._
eine invali
disierende Kapsulitis fest und erwähnte, dass die bisherigen Behandlungen nichts gebracht hätten (S. 1).
In seinem Bericht vom 2
2.
Januar 2013 (
Urk.
10/48) führte
Dr.
C._
aus, dass eine MRI-Untersuchung der rechten Schulter vom 1
8.
Januar 2013 eine
intakte Rotatorenmanschette sowie einen auffällig dünnen Knorpelüberzug ohne aktivierte Arthrose ergeben habe. Es bestehe weiterhin eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.
Am
5.
März 2013
(
Urk.
10/64)
stellte
Dr.
C._
fest, dass eine erneute Arthroskopie mit Narben-Débridement und Arthrolyse die einzige noch ver
blei
bende Behandlungsmöglichkeit darstelle, wobei nur mit Vorsicht eine positive Prognose gestellt werden könne. Es sei beim bisherigen Arbeitgeber des Beschwerdeführers zu prüfen, ob
der Beschwerdeführer bei diesem
eine Teil
zeit
tätigkeit
als Vorarbeiter
ohne armbelastende Arbeiten ausüben könne
.
3
.5
SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Chirurgie, führte im Unter
suchungsbericht vom 1
6.
April 2013 (
Urk.
10/72) aus, dass
die Behand
lung und die Rehabilitationsphase noch nicht ausgeschöpft sei
en
, weshalb die definitive Beurteilung zu einem späteren Zeitpunkt zu erfolgen habe (S. 6). Da die Ressourcen noch nicht vollständig ausgeschöpft seien, sei eine zweite Reha
bilitation gerechtfertigt. Es sei ein vierwöchiger Rehabi
litationsaufenthalt in der Klinik
F._
und bis zum Klinikeintritt eine Weiterführung der Physiotherapie und der Schmerzmedikation angezeigt. Nach Durchführung der Rehabilitation
werde
dem Beschwerdeführer die Ausübung behinderungs
angepasster,
wechsel
belastender Tätigkeiten, mit Zusatz
be
lastungen in axialer Richtung vom Boden bis Tischhöhe bis zu einem Gewicht von 10 Kilogramm, mit Abspreizbewe
gungen im möglichen Bewegungsumfang ab der Hüfte im Umfang von fünf bis
drei
Kilogramm abnehmen
d
, und mit freien, unbelasteten Bewegungen im mög
lichen Bewegungsumfang
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzumuten sein (S. 7).
Auf Grund der Schulterbeschwerden bestehe in Bezug auf jegliche auf Schulter
höhe oder über Kopf auszuübende
n
Arbeiten eine Arbeitsunfähigkeit. Aus rheuma
to
logischer Sicht sei dem Beschwerdeführer indes die Ausübung kör
per
lich leichter, wechselbelastender, mehrheitlich sitzend auszuübender Tätig
keiten, ohne Arbeiten auf Schulterhöhe oder über Kopf, ganztags zuzu
muten. Nicht zuzumuten seien dem Beschwerdeführer kraftvolle Stoss-, Zug- und Drehbewe
gungen, ein axiales Abstützen, Vibrationen, Schläge und repeti
tives, kräftiges Zupacken (S. 8).
3
.6
Die Ärzte der Klinik
F._
diagnostizierten
mit
Austrittsbericht vom
4.
Juli 2013 (
Urk.
10/82) unter anderem eine postoperative Schultersteife
rechts
und eine mittelgradige depressive Episode (S. 1) und stellten fest, dass eine Sono
gra
phie der rechten Schulter keine Hinweise auf eine Kapsulitis oder eine Bursitis subacromialis/subdeltoidea ergeben habe. Der stationäre Aufenthalt des Beschwer
deführers vom 1
5.
Mai bis 1
5.
Juni 2013 habe nur zu einer gering
fü
gigen Verbesserung der Beweglichkeit und der Kraft im Bereich der rechten Schulter geführt; die Schmerzen seien konstant geblieben. Auf Grund einer leicht- bis mittelgradigen depressiven Episode mit Schlafstörungen
sei der Beschwerdeführer während des stationären Aufenthalts auch psychiatrisch behandelt worden (S. 3).
Aus somatischer Sicht bestehe medizinisch-theoretisch für Verweistätigkeiten
,
ohne Arbeiten auf Schulterhöhe und
ohne Überkopfarbeiten,
eine Arbeits
fähig
keit von 100 %. Aus psychiatrischer Sicht bestehe bis zu der am
2.
September 2013 vorgesehenen interdisziplinären Nachkontrolle eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % (S. 4).
3
.7
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
diagnosti
zierte
im psychosomatischen Untersuchungsbericht der Interdisziplinären
Schmerz
sprechstunde der Klinik
F._
vom
4.
September 2013 (
Urk.
10/91/12
16) eine mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syn
drom im Sinne einer Anpassungsstörung (S. 4) und erwähnte, dass sich der psychische Gesund
heitszustand des Beschwerdeführers unter der bisher durch
geführten Behand
lung nicht gebessert, sondern sogar etwas verschlechte
rt habe. Es bestehe unverändert
eine mittelgradige depressive Symptomatik (S. 3). Aus psychiatri
scher Sicht bestehe unverändert eine Arbeitsunfähigkeit von 50 % in der bishe
rigen Tätigkeit und in Verweistätigkeiten (S. 4).
3
.8
PD
Dr.
med.
H._
, Facharzt für
Allgemeine
Innere Medizin
,
für
Rheuma
tologie und für Physikalische Medizin und Rehabilitation, führte im Untersuchungsbericht Medizin und Rheumatologie der Interdisziplinären Schmerz
sprechstunde der Klinik
F._
vom
6.
September 2013 (
Urk.
10/91 S. 9-11) aus, dass
der
Beschwerdeführer weiterhin
unter
eine
r
schmerzhafte
n
Schulterfunktionsstörung rechts
leide, und dass die klinisch-rheumatologischen Befunde einer postoperativen Schultersteife rechts mit ausgeprägten myofaszi
alen Befunden im Bereich des Nackens und des rechten Schultergürtels entsprä
che
n
. Verglichen mit der Situation zum Zeitpunkt des Klinikaustritts von Mitte Juni 2013 habe sich die klinische Situation im Bereich der rechten Schulter erneut verschlechtert und entspreche dem Befund vor Antritt der Rehabilita
tionsmassnahme.
3
.9
In ihrem Bericht betreffend die interdisziplinäre arbeitsspezifische Abklärung vom 1
0.
September 2013 (
Urk.
10/91 S. 1-2) stellten PD
Dr.
H._
und
Dr.
G._
fest, dass aus interdisziplinärer Sicht in Bezug auf behinderungsadap
tierte, leichte, wechselbelastende Tätigkeiten, ohne Arbeiten auf Schulterhöhe oder über Kopf, eine Arbeitsfähigkeit im Umfang von 50
%
bestehe, und dass die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit durch die reaktive depressive Sympto
matik verursacht werde (S. 2).
3
.10
Dr.
med.
I._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, und
Dr.
med.
J._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
, stellten in dem unter anderem von ihnen mitverfassten bidisziplinären
K._
-Schlussbericht der beruflichen Abklärungsstelle
L._
vom 1
7.
Dezember 2013 (Urk. 10/180) die folgenden invalidisierenden Diagnosen (S. 3):
Schultermuskelzerrung mit Teilruptur der Supraspinatussehne rechts, arthroskopische Revision, postoperative Kapsulitis mit Schultersteife
anhaltende somatoforme Schmerzstörung
mittelgradige depressive Episode
Sie erwähnten, dass der Beschwerdeführer ein ausgeprägtes Schon- und Schmerz
verhalten gezeigt habe und seine körperlichen Fähigkeiten deutlich tiefer ein
ge
schätzt habe, als sie tatsächlich festzustellen gewesen seien (S. 5). Die gegenwärtige psychische Situation entspräche einer mittelgradigen depre
ssi
ven Störung. Die kognitive Beeinträchtigung
hätte
wahrscheinlich einen negativen Einfluss auf die während der Abklärung durchgeführten kognitiven Tests gehabt. Auf Grund der akzentuierten Schmerzwahrnehmung, dem Schon
verhalten, der vermuteten Selbstlimitierung und der Verdeutlichungstendenz bei
einem nachvollziehbaren psychischen Konflikt sei eine somatoforme Schmerz
störung zu diagnostizieren (S. 8). Der Beschwerdeführer habe sich
seinem
Schmerz untergeordnet und verlange Ähnliches von seiner Umgebung. Dadurch sei eine objektive Beurteilung der Schmerzintensität und der beruflichen Ressourcen des Beschwerdeführers praktisch unmöglich gewesen (S. 9). Die Ausübung grobmanueller Tätigkeiten, das Heben und Tragen von Lasten über fünf Kilogramm Gewicht und Überkopfarbeiten seien dem Beschwerdeführer nicht mehr zuzumuten. Dem Beschwerdeführer sei indes die Ausübung feinma
nueller Tätigkeiten, vorzugsweise in wechselbelastenden Positionen, ohne Nässe und Kälte im Umfang einer Arbeitsleistung von 80
%
zuzumuten. Die Leistungseinschränkung werde dadurch verursacht, dass der Beschwerdeführer bei einem zeitlichen Normalarbeitspensum wiederholt kürzere Pausen einhalten müsse. Aus psychiatrischer Sicht bestehe auf Grund der Depression gegenwärtig eine vollständige Arbeitsunfähigkeit (S. 10).
3.11
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, diagnosti
zierte mit Bericht vom
8.
Januar 2014 (
Urk.
10/129) eine schwere depressive Episode und erwähnte, dass der Beschwerdeführer seit dem
3.
Dezember 2013 in seiner Behandlung stehe.
3.12
Im
Bericht
vom 2
1.
Februar 2014 (
Urk.
10/120) führte SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
M._
, Facharzt für Chirurgie
, aus, dass auf Grund des Umstandes, dass der Beschwerdeführer unter einer seit dem Unfall bestehenden
,
verminderten Sensibilität im gesamten rechten Arm leide, eine neurologische Untersuchung angezeigt sei, und dass erst nach Erhalt der Untersuchungsbefunde eine abschliessende Beurteilung möglich sei (S. 5).
3
.1
3
Dr.
med. Urs Stampfli, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, diagnostizierte am 2
7.
Februar 2014 (
Urk.
10/123 S. 2-3) eine Kapsulitis der rechten Schulter und eine depressive Episode (S. 1) und erwähnte, dass ein Mischbild aus einer depressiven Episode und ausgeprägten
S
chmerzen
im Bereich der rechten Schulter
bestehe
(S. 2).
3
.14
Dr.
med.
O._
, Fachärztin für Neurologie, stellte in ihrem Bericht vom
3.
April 2014 (
Urk.
10/131 S. 2-5) fest, dass die vom Beschwerdeführer angege
bene verminderte Sensibilität für Berührung und Temperatur im Bereich des gesamten rechten Armes und der rechten Hand aus neurologischer Sicht nicht zu erklären sei. Klinisch-neurologisch hätten sich sodann keine Hinweise auf eine allfällige zentrale Problematik finden lassen. Es sei daher von einer pre
ganglionären Problematik auszugehen, weshalb allenfalls eine MRI-Untersu
chung der Halswirbelsäule
durchzuführen sei
(S. 3).
3
.15
In seiner Stellungnahme vom
8.
April 2014 (Urk 10/132) führte
Dr.
M._
aus, dass dem Beschwerdeführer aus somatisch-unfallbedingter Sicht die Ausübung körperlich leichter, wechselbelastender Tätigkeiten, ohne Arbeiten über
Schul
ter
- und Brust
höhe
, ohne körperfernes Heben und Tragen von Gewichten,
ohne Schläge oder Vibrationen auf die rechte obere Extremität und ohne
kraftvolle Stoss-, Zug-
oder belastete
Drehbewegungen
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzumuten sei.
Am 2
5
.
November 2014 (
Urk.
10/175) stellte
Dr.
M._
fest, dass es sich bei der vom Beschwerdeführer vor dem versicherten Unfall ausgeübten Nebentätigkeit als Hauswart bei der
Y._
AG gemäss dem Tätigkeitsprofil um eine kör
perlich leichte Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten
gehandelt habe. Diese Tätigkeit sei
dem Beschwerdeführer weiterhin in vollem Umfang zuzumuten.
3
.16
Dr.
Z._
diagnostizierte in seinem Bericht vom
3.
Juli 2014 (
Urk.
11/1) eine schwere depressive Episode und eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (S. 2) und erwähnte, dass aus psychiatrischer Sicht seit dem
3.
Dezember 2013 eine Arbeitsunfähigkeit von 100
%
für jegliche Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt bestehe (S. 3).
3
.17
Die Ärzte der psychiatrischen Klinik Sanatorium
A._
erwähnten in ihrem Bericht vom 2
7.
Oktober 2014 (
Urk.
11/2), dass der Beschwerdeführer vom
6.
bis 2
0.
Oktober 2014 hospitalisiert gewesen sei und stellten die Diagnosen einer mittelgradigen depressiven Episode und einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (S. 1).
3.18
Der
RAD-
Arzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Neurologie und für Psychiatrie und Psychotherapie, erwähnte in seiner Stellungnahme vom 2
7.
Juni 2015 (Urk. 11/3), dass die psychischen Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit nicht ausreichend abgeklärt worden seien, weshalb eine polydisziplinäre Begutach
tung des Beschwerdeführers angezeigt sei (S. 2).
4
.
4
.1
Den erwähnten medizinischen Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerde
führer sich anlässlich des versicherten Unfallereignisses im Bereich seines rechten Schultergelenks unter anderem eine Teilruptur der Supraspinatussehne und eine Unterflächenläsion der Subscapularissehne zugezogen hat, welche
am
2
7.
März 2012
arthroskopisch behandelt wurde (vorstehend E.
3.2
). In der Folge trat im Bereich des rechten Schultergelenks eine Kapsulitis auf (vorstehend E.
3.3
). Am
4.
Juli 2013 stellten die
Ärzte der Klinik
F._
fest, dass eine Sono
graphie der rechten Schulter keine Hinweise auf eine Kapsulitis mehr ergeben
habe und diagnostizierten unter anderem eine
postoperative Schultersteife
rechts (vorstehend E.
3.6
)
. Während die Ärzte der Klinik
F._
davon aus
gingen, dass dem Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht die Ausübung behinderungsangepasste
r
Tätigkeiten, ohne Arbeiten
auf Schulterhöhe und
ohne Überkopfarbeiten, im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzumuten sei (vorstehend E.
3.6
), vertraten
Dr.
I._
und
Dr.
J._
im
K._
-Schluss
bericht vom 1
7.
Dezember 2013
(vorstehend E.
3.10)
die Ansicht, dass
dem
Beschwerdeführer die Ausübung
behinderungsangepasster,
feinmanueller Tätig
keiten
in wechselbelastenden Positionen, ohne Nässe und Kälte
,
im Umfang
eines vollzeitlichen Arbeitspensums bei einer Leistungseinbusse wegen ver
mehrter Pausen von
20
%
und damit insgesamt lediglich im Umfang von 80 % zumutbar sei.
Demgegenüber ging
Dr.
M._
am
8.
April 2014 (
vorstehend E.
3.15
)
davon
aus, dass dem Beschwerdeführer aus somatisch
er
Sicht die Aus
übung
behinderungsangepasster,
körperlich leichter,
wechselbelastender Tätig
keiten
im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums zuzumuten sei.
4.2
In psychischer Hinsicht stellten erstmals die Ärzte der Rehaklinik
D._
am 2
6.
Oktober 2012 eine leichte Anpassungsstörung mit Besorgnis, Anspannung und Ärger fest (vorstehend E.
3.3
). In der Folge stellten die Ärzte der Klinik
F._
am
4.
September 2013 eine mittelgradige depressive Episode mit soma
tischem Syndrom im Sinne einer Anpassungsstörung fest und gingen davon aus, dass der Beschwerdeführer aus psychischen Gründen im Umfang von 50
%
in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt
sei
(vorstehend E.
3.6
).
Dr.
I._
und
Dr.
J._
vertraten
im
K._
-Schlussbericht der beruflichen Abklärungsstelle
L._
vom 1
7.
Dezember 2013
(vorstehend E. 3.10)
die Ansicht, dass der Beschwerdeführer in psychischer Hinsicht unter einer anhaltenden somatofor
men Schmerzstörung sowie unter einer mittelgradigen depressiven Episode leide, und
attestierten
ihm
eine vollständige Arbeitsunfähigkeit aus psychischen Gründen
.
Demgegenüber ging
Dr.
Z._
am
3.
Juli 2014
(vorstehend E.
3.16)
davon aus, dass der Beschwerdeführer unter
eine
r
schwere
n
depressive
n
Episode und
unter
eine
r
anhaltende
n
somatoforme
n
Schmerzstörung
leide. In Übereinstimmung mit
Dr.
I._
und
Dr.
J._
attestierte er dem Beschwerde
führer für die Zeit ab
3.
Dezember 2013 eine Arbeitsunfähigkeit v
on 100
%
für jegliche Tätigkeit
.
4.3
Die Beurteilungen durch die Ärzte der Klinik
F._
vom
4.
Juli, vom 4.,
6.
und 1
0.
Sep
tember 2013
(vorstehend E.
3.6-9
)
erfüllen in somatischer Hinsicht
die nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräf
tige medizi
nische Entscheidungs
grundlage vor
aus
ge
setzten Kriterien (vgl. vor
steh
end E.
1.10
). Denn
in somati
s
cher Hinsicht
ver
fügt
PD
Dr.
H._
, welcher Facharzt für
Rheumatologie
ist, über
eine für die Beurteilung des streitigen
physischen
Gesundheitszustandes des
Be
schwerdeführers angezeigte medizinische Weiter
bildung.
Sodann begrün
deten die Ärzte
der Klinik
F._
ihre
Schluss
folgerungen, wonach
dem
Beschwerdeführer zum Zeit
punkt
der Untersuchung
en in somatischer Hinsicht die Ausübung behinderungsangepasster Tätigkeiten im Umfang eines vollzeitlichen Arbeitspensums ohne Leistungseinbusse zuzumuten sei
,
in nachvollziehbarer Weise. Ihre Beurteilung vermag sodann auch
in inhaltlicher Hinsicht zu über
zeu
gen.
Denn sie legten darin in
nachvoll
zieh
ba
rer Weise dar,
dass der Beschwer
deführer, nachdem in einer sonographischen Untersuchung keine Hinweise auf eine Kapsulitis im Bereich der rechten Schulter mehr zu erkennen waren, an einer postoperativen Schultersteife rechts leide, und dass ihm aus somatischen Gründen die Ausübung einer behinderungsangepassten, körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit, ohne Arbeiten auf Schulterhöhe und ohne Über
kopfarbeiten, uneingeschränkt im Umfang eines Vollzeitpensums zuzumuten war.
In somatischer Hinsicht kann vorliegend somit auf
die nach
voll
ziehbare Be
urteilung durch
die Ärzte der Klinik
F._
abgestellt wer
den.
4.4
Des Gleichen
vermögen die
nachvollziehbaren Beurteilungen durch
Dr.
M._
vom 2
1.
Februar 2014 (vorstehend E.
3.12
), vom
8.
April 2014 (vorstehende E.
3.15
) und vom 2
1.
November 2014 (vorstehend E.
3.15
)
, welche grundsätzlich mit denjenigen durch die Ärzte der Klinik
F._
übereinstimmen, zu überzeu
gen, weshalb
auf diese
abgestellt werden
kann
. Denn
Dr.
M._
legte darin über
zeugend dar, dass dem Beschwerdeführer die Ausübung behinderungsange
passter, körperlich leichter, wechselbelastender
Tätigkeiten, ohne Arbeiten über Schulter- und Brusthöhe, ohne körperfernes Heben und Tragen von Gewichten, ohne Schläge oder Vibrationen auf die rechte obere Extremität und ohne kraft
volle Stoss-, Zug- oder belastete Drehbewegungen
uneingeschränkt im Umfang eine
s Vollzeitpensums zuzumuten sei, und
dass keine Einschränkung in der
Ausübung der
bisher ausgeübte
n
Nebentätigkeit als Hauswart
bestehe
, worauf abgestellt werden kann.
4.5
Nicht zu überzeugen vermag die Beurteilung durch
Dr.
I._
und
Dr.
J._
im
K._
-Schlussbericht vom 1
7.
Dezember 2013 (vorstehend E.
3.10
). Denn darin postulierten diese Ärzte
eine eingeschränkte Leistungsfähigkeit
aufgrund
eine
s
erhöhten Pausenbedarf
s
, welche bei Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit im Umfang eines Vollzeitpensums einer Einschränkung in der Arbeitsfähigkeit von 20
%
entspreche, ohne dies nachvollziehbar zu begründen. Insbesondere vermag nicht zu überzeugen, dass diese Ärzte, welche einerseits feststellten, dass eine objektive Beurteilung der Schmerzintensität und der beruflichen Ressourcen des Beschwerdeführers durch das Verhalten des Beschwerdeführers praktisch unmöglich gewesen sei, andererseits eine Leistungs
einschränkung
aus somatischen Gründen
durch einen erhöhen Pau
senbedarf im Umfang einer Arbeitsunf
ähigkeit von 20
%
feststellten. Mangels einer nachvollziehbaren Begründung kann auf die Beurteilung d
urch
Dr.
I._
und
Dr.
J._
in
somatischer Hinsicht
daher
nicht abgestellt werden.
4.6
Obwohl
die Ärzte der
Klinik
F._
dem Beschwerdeführer empfahlen
, die Behand
lung mit Analgetika, nicht steroidalen Antirheumatika und Antide
pressiva sowie eine regelmässige Physiotherapie zur Verbesserung der Beweg
lichkeit und zum Kraftaufbau im Bereich der rechten Schulter
fortzuführen
(Urk. 10/91/9-11 S. 3),
und
obwohl
Dr.
M._
davon aus
ging
, dass der Beschwerde
führer bei Schmerzexazerbation
en
eine bis zwei Serien Physiothera
pie
im Jahr durchführen
solle
, bei Bedarf Analgetika zu sich nehmen und gele
gentliche Arztkonsultationen wahrnehmen solle (
Urk.
10/132), kann von einer Fortsetzung der Heilbe
handlung in diesem Umfang eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des Beschwerdeführers nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwartet werden.
Denn nach der Rechtsprechung
gibt w
eder die blosse Möglich
keit eines positiven Resultates einer weiteren ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Heilmassnahmen zu erwartender, nur unbe
deutender therapeutischer Fortschritt
Anspruch auf
deren
Durchfüh
rung (Urteile des Bundesgerichts
U 244/04 vom 2
0.
Mai 2005, E.
2, nicht publ. in: RKUV 2005 Nr. U 557 S. 388, und U 412/00 vom
5.
Juli 2001, E.
2a
).
Demzufolge ist grundsätzlich nicht zu bean
standen, dass die Beschwerdegegnerin die Adä
quanzbeurteilung mit Erlass der Verfügung vom
1
2.
Mai 2014
(Urk.
10/143
) beziehungsweise mit dem diese bestätigenden Einspracheentscheid vom
1
2.
Januar 2015
(Urk. 2) vor
nahm.
4.7
Gestützt auf die nachvollziehbaren und überzeugenden Beurteilungen durch die Ärzte der Klinik
F._
und durch
Dr.
M._
ist daher davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht die Ausübu
ng einer behinde
rungsangepassten, körperlich leichten, wechselbelastenden Tätigkeit
, ohne Arbeiten über Schulter- und Brusthöhe, ohne körperfernes Heben und Tragen von Gewichten, ohne Schläge oder Vibrationen auf die rechte obere Extremität und ohne kraftvolle Stoss-, Zug- oder belastete Drehbewegungen
uneinge
schränkt im Umfang eines Vollzeitpensums zuzumuten
war
, und dass der Beschwerdeführer in somatischer Hinsicht bei der
Ausübung der bisher ausge
übten Nebentätigkeit als Hauswart
nicht eingeschränkt
war
. Gestützt auf die Beurteilung durch
Dr.
M._
vom
8.
April 2014 (vorstehend E.
3.15
) ist sodann davon auszugehen, dass spätestens zu diesem Zeitpunkt
von einer weiteren ärztlichen Behandlung der organischen Folgen des Unfalls vom
1
9.
Januar
2012 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine namhafte Besserung des Gesund
heits
zu
standes mehr zu erwarten war.
Demzufolge ist grundsätzlich nicht zu bean
standen, dass die Beschwerdegegnerin die Adäquanzbeurteilung mit Erlass
der Verfügung vom 1
2.
Mai 2014 (Urk. 10/143) beziehungsweise mit dem diese bestätigenden Einspracheentscheid vom 1
2.
Januar 2015 (Urk. 2) vor
nahm.
4.8
In Bezug auf den somatischen Gesundheitsschaden vermögen d
ie Einwen
dungen des Beschwerdeführers an diesem Ergebnis nichts zu ände
rn, weshalb es - entgegen seiner diesbezüglicher
Vorbringen (
Urk.
1 S.
2) - angesichts der schlüssigen medizinischen Aktenlage keiner zusätzlichen Abklärung bedarf. Von ergänzenden Beweismassnahmen oder einer Rückwei
sung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durchführung ergänzender Abklä
run
gen ist daher abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweis; RKUV 2006 Nr. U 578 S. 176 E. 3.6; SVR 2001 IV Nr. 10 E. 4b S.
28).
4.9
In Bezug auf die psychische Komponente des Beschwerdebildes gilt es zu beach
ten, dass
die Frage des natürlichen Kausalzusammenhangs
nach
der Rechtspre
chung
offen bleiben
kann
, wenn der adäquate
Kausalzusammenhang
zu vernei
nen ist (BGE 135 V 465 E. 5). Damit erübrigen sich weitere medizinischen Abklärungen
der psychischen Beschwerden
, da
jene
der Beurteilung des natürli
chen Kausalzusammenhangs dienen würden, nicht jedoch der Beantwortung der Rechtsfrage der Adäquanz (Urteil
des Bundesgerichts
8C_52
2/2007 vom
1.
Sep
tember 2008 E.
4.3.2).
5.
5.1
Die Frage, ob die psychischen Beschwerden in einem adäquaten Kausal
zusammen
hang
zum
versicherten Unfallereignis stehen, ist nach der in BGE 115 V 133 dar
gelegten Methode
(vorstehend E. 1.6)
zu prüfen. Die
Beur
teilung
hat dabei
unter Ausklammerung
der psychischen
Bes
chwerdekompo
nenten zu erfolgen
.
Vorerst ist im
Hinblick auf die Adäquanzfrage die objektive Schwere des Unfallereignisses vom
1
9.
Januar 2012
zu prüfen
.
5.2
Das Bundesgericht hat in BGE 115 V 133 E
. 6a einen gewöhnlichen Sturz und ein Ausrutschen als Beispiele für ein leichtes Unfallereignis aufgeführt. Leichte Unfälle wurden auch angenommen
beim Ausrutschen auf einer nassen Wurzel und
anschliessendem
Sturz auf die linke Seite anlässlich eines Spaziergangs im Wald (Urteil des Bundesgerichts 8C_526/2008 vom 1
4.
Mai 2009 E. 5.1),
bei einem Treppensturz auf das Gesäss mit einem
initialen
Verdacht auf Handge
lenksbruch und später festgestelltem Steissbeinbruch (Urteil des
Bundesgerichts U 91/01
vom 1
9.
Dezember 2001), bei einem Ausgleiten beim Tragen einer Motorsäge auf abschüssigem Gelände im Wald (Urteil des
Bundesgerichts U
221/04 vom
7.
April 2005
), bei einem Sturz auf einer Eisfläche mit Kopfanprall (Urteil des
Bundesgerichts U 78/02
vom 2
5.
Februar 2003
), bei einem Sturz bei Eisregen mit Schenkelhalsbruch (Urteil des
Bundesgerichts
U
145/02
vom
2.
Dezember 2002), bei einem Sturz beim Hinuntersteigen von einer Bauma
schine (Urteil des
Bundesgerichts U 18/00
vom 1
7.
Oktober 2000) sowie bei einem Schlag eines 600 Kilogramm schweren Betonblocks an den rechten Ober
arm während Betonfräsarbeiten (Urteil des
Bundesgerichts U 5/01 + U 7/01 vom 1
5.
Oktober 2001
).
5.3
Mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten Unfällen wurden ange
nommen, bei einem schweren Sturz au
f den Rücken (BGE 123 V 137 E
. 3d), bei einem Ausgleiten beim Hinuntersteigen von einer Böschung mit anschliessen
dem heftigem Aufschlagen mit dem Rücken auf einem Be
tonstück am Boden (BGE 115 V 133 E
. 11a-b), bei einem Sturz von einem 1,2 Meter hohen Gerüst mit einer Calcaneusfraktur (RKUV 1998 Nr. U 307 S. 449), bei einem Sturz in einen Lichtschacht mit Kontusion der rechten Hüfte und Distorsion des rechten Knies und beim Sturz auf einer schneeglatten Unterlage mit Läsion der Supra
spinatussehne an der linken Schulter (Urteil des
Bundesgerichts U 232/02 vom
5.
August 2003
) sowie beim Sturz an einem steinigen Flussufer hangabwärts auf den Rücken ohne schwere Verletzungen (Urteil des
Bundesgerichts U 173/03 vom 1
5.
November 2004
).
5.4
Beim Unfallereignis vom
6.
Juli 2005 handelt es sich um einen gewöhnlichen
Sturz beim Anheben eines
Farbkübel
s
mit gestreckten
Armen,
ohne äussere Verletzungen (
Urk.
10/7
). Auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs und mangels äusserer Verletzungen
ist dieses Geschehen den leichten Unfällen zuzuordnen
. Bei solchen Unfällen kann die Adäquanz des Kausalzusammen
hangs in der Regel ohne
w
eiteres verneint werden,
da solche Ereignisse nicht geeignet erscheinen, zu einer psychischen Fehlentwicklung zu führen (BGE 115 V 133 E. 6a). Ausnahmsweise
(beispielsweise bei einem verzögerten Heilungs
verlauf, bei einer langdauernden Arbeitsunfähigkeit oder bei Komplikationen durch eine besondere Art der erlittenen Verletzung; vgl. RKUV 1998 Nr. U 297 S. 243 ff.)
ist die Adäquanzfrage zwar auch bei leichten Unfällen zu prüfen, wobei die Kriterien, die für Unfälle im mittleren Bereich gelten, heranzuziehen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_68/2009 vom
7.
Mai 2009 E. 5.2 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall lassen
indes
keine Anhaltspunkte auf einen solchen Ausnahmefall schliessen.
5.5
Mangels
besondere
r
Umstände, bei deren Vorliegen auch bei leichten Unfällen eine Adäquanzbeurteilung vorzunehmen wäre, ist der adäquate Kausalzu
sammenhang zwischen dem versicherten Unfall vom
1
9.
Januar 2012
und den
psychischen Beschwerden
und somit die Leistungspflicht
der Beschwerdegegne
rin
für die psychische Problematik
zu verneinen.
6.
6.1
Im Folgenden ist zu prüfen, ob
der Beschwerdeführer
auf Grund der somati
schen Folgen des versicherten Unfallereignisses
einen Anspruch auf eine höhere als die ihm von der Beschwerdegegnerin bei einem Invaliditätsgrad von 31
%
gewährte Rente hat
.
6.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des Valideneinkommens entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweisen).
6.3
Nach der Rechtsprechung ist
bei der Berechnung der mass
gebenden hypotheti
schen Vergleichseinkommen
das
AHV
-beitragspflichtige
Ein
kommen
massge
bend, weshalb
das Validen
ein
kom
men Selbständig- (Urteil des Bundesge
richts 9C_428/2009 vom 13. Okto
ber 200
9 E. 3.2.1 mi
t Hinweisen) wie auch Unselb
st
ändigerwerbender (Urteil des Bundes
ge
richts 9C_111/2009 vom 21. Juli 2009 E. 2.1.2 mit Hin
weisen) grundsätzlich auf der Basis der Einträge im indivi
duellen Konto bestimmt wer
den
kann
. Weist das bis Eintritt der Invalidität erzielte Einkommen starke und ver
hältnismässig kurz
fristig in Erscheinung ge
tretene Schwankungen auf, ist dabei auf den während
einer längeren Zeit
spanne erzielten Durch
schnitts
verdienst ab
zustellen (Urteile des Bundesgerichts 8C_576/2008 vom 10. Februar 2009 E. 6.2 und 8C_671/200
9 vom 23. Dezember 2009 E. 5.2.1 mit Hinweisen).
6.4
Für den Einkommensvergleich sind die Verhältnisse im Zeitpunkt des Rentenbe
ginns massgebend. Validen- und Invalideneinkommen sind auf zeitidentischer Grundlage zu erheben; allfällige rentenwirksame Änderungen der Vergleichs
einkommen müssen bis zum Verfügungszeitpunkt berücksichtigt werden (BGE 129 V 222 E. 4.1 und 4.2; Urteil des Bundesgerichts 9C_22/2014 vom 1
8.
Februar 2014 E. 4.3).
6.
5
Den Akten ist zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer
vor dem versicherten Unfall
seit dem Jahre 1991 bei der
Y._
AG als Maler und Vorarbeiter im Umfang eines Vollzeitpensums tätig war (
Urk.
10/1, Urk. 10/167 S. 2). Gleichzeitig war der Beschwerdeführer bei
dieser
im Rahmen einer Nebentätig
keit als Hauswart im Umfang von einer bis zwei Stunden im Monat tätig (
Urk.
10/174 S. 2). In Würdigung der gesamten Umstände ist mit dem Beweis
grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Beschwerde
führer ohne Gesundheitsschaden weiterhin an seinem bis
he
rigen Arbeitsplatz bei der
Y._
AG
im Umfang eines Vollzeitpensums als Maler und Vorarbeiter und daneben im Rahmen einer Nebentätigkeit im Umfang von 1 bis zwei Stunden in der Woche als Hauswart tätig
gewesen
wäre.
Das
Valideneinkommen
ist vorliegend daher anhand des vom Beschwerdeführer vor dem Unfallereignis vom 1
9.
Januar 2012 im Jahre 2011 bei der
Y._
AG erzielten Verdienstes zu bemessen.
6.
6
Gemäss der
Beurteilung
durch
Dr.
M._
vom 2
1.
November 2014 (vorstehend E.
3.15
)
handelte es sich bei der vom Beschwerdeführer bei der
Y._
AG bisher ausgeübten
Nebentätigkeit als Hauswart
um eine leichte Tätigkeit ohne Überkopfarbeiten,
welche de
m
Beschwerdeführer
weiterhin in vollem Umfang zugemutet werden könne. Diese nachvollziehbare Beurteilung durch
Dr.
M._
gründet auf den
Angaben der
Y._
AG zum Anforderungsprofil der
Hauswartt
ätigkeit
des Beschwerdeführers
(
Urk.
10/174 S. 3)
und
vermag
zu über
zeugen, weshalb darauf abzustellen
ist
. Demzufolge
ist
der vom Beschwer
deführer im Jahre 2011 aus der Nebentätigkeit
als Hauswart
erzielte AHV-bei
tragspflichtige Verdienst von insgesamt
Fr.
3‘000.-- bei der Bemessung des Validen
einkommens
nicht zu berücksichtigen
.
6.
7
Gemäss dem Auszug aus dem individuellen Konto (Urk.
10/167 S. 4
) hat der Beschwer
deführer im Jahre
2011
bei der
Y._
AG
einen AHV
beitrags
pflichtigen Verdienst von
insgesamt
Fr.
87‘932.--
erzielt
.
Davon ist der darin enthaltene Jahresverdienst für die Nebentätigkeit als Hauswart im Betrag von
Fr.
3‘000.-- (vorstehend E.
6.6
) in Abzug zu bringen.
Bei Beginn des Renten
an
s
p
ruchs im
Jahr
e
2014
resultiert u
nter Berücksichtigung der durchschnittlichen Nominal
lohn
entwicklung
im Baugewerbe
im
Jahre
2012
von
0.7
%
, im Jahre 2013 von 0.5
%
und im Jahre 2014 von 0.5
%
(
www.bfs.admin.ch; T1.1.0 Nominallohnindex, 2011-2014
) ein Validen
einkommen von rund Fr.
86
‘
38
4
.
--
(
[
Fr.
87‘932.-- -
Fr.
3‘000.--] x 1.007 x 1.005 x 1.005).
7
.
7
.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruflich-er
werblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht.
Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, na
mentlich weil
die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so
können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für
Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebun
gen (LSE) heran
ge
zo
gen
werden (BGE 126 V 75 E. 3b/aa und bb, vgl. auch BGE 129 V 472 E. 4.2.1).
Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die standardisierten Brutto
löhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei
jeweils vom sogenannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwen
dung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr gene
rell
eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, weshalb der mass
geb
li
che Tabellenlohn auf die entsprechende be
triebsübliche Wochenarbeitszeit aufzu
rechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/bb, 124 V 321 E. 3b/aa; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
7.2
Nach der Rechtsprechung
kann
ab dem Zeitpunkt der Veröffentlichung der LSE 2012 im Oktober 2014
bei der Bemessung des Invalideneinkommens
auf
die LSE-Tabellenwerte 2012 zurückgegriffen werden (Urteil des Bundesgerichts 9C_526/2015 vom 1
1.
September 2015 E. 3.2.2). Entgegen der diesbezüglichen Vorbringen des Beschwerdeführers, welcher die Ansicht vertrat, dass
bei der Ermittlung des Invalideneinkommens
auf die LSE 2010 abzustellen sei (
Urk.
1 S.
5), ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin im Ein
sprache
entscheid vom 1
2.
Januar 2015 (
Urk.
2)
das Invalideneinkommen auf der
G
rundlage der LSE 2012
bestimmte.
7.3
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit ver
richteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten nurmehr beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durch
schnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu
einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merk
male der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeits
markt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen verwer
ten kann. Bei der Bestimm
ung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Ein
zelfall ge
samt
haft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75).
7.4
Nach der Rechtsprechung ist selbst bei eingeschränkter Leistungs
fähigkeit kein l
eidensbedingter Abzug vom Tabellenlohn gerechtfertigt, wenn leichte bis mit
te
l
schwere Arbeiten zumutbar sind. Dies ergibt sich daraus, dass der Tabellen
lohn im Anforderungsniveau 4
(ab 2012: Niveau 1)
bereits eine Vielzahl von leichten und mittel
schwe
ren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_72/2009 vom 3
0.
März 2009 E. 3.4 mit Hinweisen).
7.5
Vorliegend war
dem Beschwerdeführer gemäss den
Beurteilung
en
durch
die Ärzte der Klinik
F._
und durch
Dr.
M._
in somatischer Hinsicht lediglich noch die Ausübung körperlich leichter, wechselbelastender Tätigkeiten, ohne Arbeiten über Schulter- und Brusthöhe, ohne körperfernes Heben und Tragen von Gewichten, ohne Schläge oder Vibrationen auf die rechte obere Extremität und ohne kraftvolle Stoss-, Zug- oder belastete Drehbewegungen im Umfang eines Vollzeitpensums zuzumuten
. Aus diesem Grunde ist
davon
auszugehen, dass er aus gesundheitlichen Gründen im Ver
gleich zu voll Einsatz
fähigen mit geringe
ren Einkünften rech
nen müsste.
W
eitere einkommens
beeinflus
sende Merkmale sind nicht auszumachen. Insgesamt er
scheint daher ein Abzug v
om Tabellen
lohn im Umfang von 10
% als gerechtfertigt.
7.6
Unter
Berücksichti
gung des Zentralwerts für
einfache Tätigkeiten
körperlicher oder handwerklicher Art
(Kompetenzniveau 1;
vgl. IV-Rundschreiben Nr. 328 des Bundesamtes für Sozialversicherungen vom 2
2.
Oktober 2014
: D
as Anfor
derungsniveau 4 der LSE
2010
entspricht
dem Kompetenzniveau
1
der LSE 2012
) für
Männer
der LSE 2012
(Tabelle TA
1
, privater Sektor Schweiz 2012)
von Fr.
5‘210
.--
,
bei einer betriebsüblichen Wochenarbeitszeit im Jahre 2012 von ins
gesamt 41.7 Stunden (Die Volkswirtschaft 9-2014, Tabelle B9.2 S.
84), bei einem zumutbaren Beschäftigungsgrad von 100 %
,
bei
einem Abzug vom Tabellenlohn von 10
%
und
bei
einer durchschnittlichen
Nomin
al
lohnentwick
lung im Jahre 2013
von
0.7
%
und im Jahre 2014 von 0.8
%
(
www.bfs.admin.ch; T1.1.0 Nominallohnindex, 2011-2014
)
resultiert
ein
Inv
alideneinkommen von rund Fr.
59
‘
54
3.-- (
Fr.
5‘210.-- x
12 Monate ÷ 40 Stun
den x 41.7
Stunden
x 1.007 x 1.008
x 0.9)
.
8.
8.1
D
er Vergleich des Vali
deneinkommens von Fr.
86
‘
38
4
.-- mit dem
Invalidenein
kommen von
Fr.
59
‘
54
3
.
--
ergibt
eine Erwerbseinbusse
von
Fr.
26
‘
841
.--
. Dar
aus resultiert ein Invaliditätsgrad von (gerundet)
31
%.
Demzufolge ist ein Anspruch auf eine Invalidenrente bei einem Invaliditätsgrad von 31
%
ausge
wiesen.
8.2
Somit erweist sich der angefochtene Einspracheentscheid als rechtens, und die dagegen erhobene Beschwerde ist abzuweisen.