# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 25e1751c-9576-410b-b261-1785afe69932
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 195
4, arbeitete zuletzt
als
selbs
ts
tändige
Coiffeuse
in einem Stellenpensum von 20-40
%
(Urk. 8
/
1
).
Am 27.
Juli 2006 erlitt sie
einen
Autounfall. Dabei
zog sie sich ein
Schleuder
trauma
zu (Urk.
3/4
)
.
1.2
Am
20
.
Mai
20
09
(Urk. 8
/1)
meldete sie sich unter Hinweis auf
Kopf- und
Nacken
schmerzen
, Schwindel seit dem Unfall sowie wegen zunehmender Ge
lenk
schmerzen
zum Bezug von IV-Leistungen an
.
Die IV-Stelle holte
einen
Auszug aus dem individuellen Konto
(
IK-Auszug
vom
2.
Juni 2009, Urk. 8
/
7)
sowie
verschiedene
me
dizinische
Bericht
e
(Urk.
8
/8
-
9
,
Urk. 8/12
)
ein und veran
lasste ein
bidisziplinäres
Gutachten
durch das
Y._ (
Gutachte
n vom 2
1.
Jan
uar 2010,
Urk.
8/20)
.
Nach durch
ge
führ
tem
Vor
be
scheid
verfahren
(Urk.
8/25)
beziehungsweise
Prüfung des darauf erhobenen
Einwand
es
vom
6.
April respektive 2
0.
Mai 2010 (
Urk. 8/26,
Urk. 8/28
, vgl. dazu auch Er
gänzungen vom 3. respektive 8. August 2010, Urk. 8/31-32
)
sowie des eingereichten
inter
dis
ziplinären
Privatgutachtens
des
Z._
vom 7. Oktober 2011 (Urk. 8/39)
verneinte die IV-Stelle
mit Verfü
gung vom 1
9
.
Januar
2012
(Urk. 2) einen Rentenanspruch.
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 20. Februar 2012 (Urk. 1)
Beschwerde
und beantragte
,
es s
ei ihr eine Rente zu entrichten. E
ventualiter sei ein gerichtliches Gutachten einzuholen und
subevent
u
aliter
sei die Sache zur Einholung eines neuen Gutachtens zurückzuweisen.
Mit Beschwerdeantwort vom
21
.
März
2012 (Urk.
7
) schloss die IV-Stelle auf Ab
wei
sung der Beschwerde, was de
r
Beschwerdeführer
in
am
3
. April 2012
(Urk.
10
)
zur Kennt
nis gebracht wur
de
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts,
ATSG
). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1
des
Bun
desgesetz
es
über die Invalidenversicherung, IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der kör
per
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumut
barer Behandlung und Eingliederung verbleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbs
möglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invaliden
einkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkom
mens
ver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach
Art.
16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art.
28a
Abs.
2
IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (
Art.
28a
Abs.
3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter an
derem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode be
stimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 ff. E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
hielt in ihrer
Verfügung vom 19. Januar
2012
(Urk. 2)
dafür
,
dass die Beschwerdeführer
in ohne Gesundheitsschaden ihre
berufliche Tätig
keit als
Coiffeuse
weiterhin zu einem Pensum von 20-40
%
ausüben würde
und die rest
lichen 60-80
%
im Haushalt tätig wäre.
Zudem sei
ihr
aus
medizi
nischer Sicht
die Aus
übung der bisherigen Tätig
keit als
Coiffeuse
bei voller Stundenpräsenz seit Januar 2007 zu 80
%
zumut
bar. Für körper
lich leichte Arbei
ten
ohne emotionale Belastung,
Stress
belastung
und über
durchschnittliche Dauer
belastung bestehe hin
gegen eine volle Arbeits
fähig
keit
.
Da auch keine Beeinträchtigung im
Haushalt
be
reich
bestehe, sei eine in
validisierende Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit
nicht gegeben.
2.2
D
ie Beschwerdeführerin
stellte sich auf den Standpunkt
,
auf das
Y._
-Gutach
ten
vom 2
1.
Januar 2010
könne nicht abgestellt wer
den
(
Urk.
1
S. 5 unten) und
verwies auf d
as
von ihr in Auftrag gegebene
inter
disziplinäre G
utachten
des
Z._
vom
7.
Oktober 201
1.
Insbesondere führte sie aus,
das Privatgutachten
sei im Vergleich zum
Y._
-Gutach
t
en umfassend
und
unter Einholung
fremd
anam
nestischer
Auskünfte
sowie
gestützt auf standardi
sierte Tests erfolgt.
Zudem
habe auch eine neuropsychologische Beurteilung statt
ge
funden, welche sich mit einer früheren entsprechenden Beurteilung aus
einander
gesetzt habe. Gestützt auf das interdisziplinäre Privatgutachten sei aufgrund der
im
Y._
-Gutachten nicht berücksichtigten
"
neuro
kognitiven
Stö
rungen" und den neuro
logischen Diagnosen von einer Ein
schränk
ung der Arbeitsfähigkeit von 40
% aus
zu
gehen. Jene Beur
teilung gelte sowohl für die ausgeübte als auch für eine an
ge
passte Tätigkeit, da die Be
an
spruchung der Finger nicht derart zentral sei und nicht ins Gewicht falle
(S. 3-4)
.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Rheumatologie,
diagnostizierte
mit Bericht
vom 8./20.
Juni 2009 (Urk. 8/8)
eine
rezidivierende
Epicond
ylopathia
humeri
radialis
links
bestehend seit 2004
, eine
Finger
poly
arthrose
(
Erstdiagnose 2006
) sowie einen
Status nach Distorsion der
Hals
wirbel
säule
anlässlich eines Auf
fahr
unfalls am 29. Juli 2006
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er einen
Hallux
rigidus
rech
ts sowie eine arterielle Hypert
onie.
Die Beschwerdeführerin leide aktuell auf
grund der Fingerpolyarthrose an
belas
tungsabhängigen
lokalen
Finger
schmer
zen
. Die Fingerpolyarthrose stelle ein de
ge
neratives Leiden der Fingergelenke mit entweder chronischen Schmerzen oder
rezi
divierenden belastungsabhängigen Beschwerden dar. Neben den
Schmerz
exa
zerbationen
könnten auch schmerzärmere Phasen bestehen. Die reduzierte Belastbarkeit stelle einen dauerhaften Zustand dar. Mit einer Verbes
serung könne nicht gerechnet werden. Die Fingerarthrose schränke die
Arbeit
der Be
schwerde
führerin
als Masseurin deutlich ein
. Je nach Schmerz be
ziehungs
weise
Schub
situation
könne sie die Arbeitsfähigkeit sogar gänzlich verhindern.
Ü
ber den Verlauf betreffend den Status nach einer
Halswirbel
säulen-Dis
tor
sion
sei er
nicht informiert
und
betreffend
das
post
traumatische
cervikovertebrale
Schmerz
syndrom
verweise er
auf
Dr.
med.
B._
.
3.2
Mit
Schreiben vom 10. Juli 2009 (Urk. 8/9)
führte Dr. med.
C._
, Facharzt für Chirurgie, speziell Handchirurgie, aus,
dass die Beschwerdeführerin am 2. März 2009 bei ihm einmalig
wegen einer Arthrose
des
Daumen
end
ge
lenks
in Kon
trolle
gewesen
sei und d
araus keine bleibende Arbeitsunfähigkeit
resultiere
.
3.3
Dr. med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
FMH
,
nannte
im
Be
richt
vo
m 1. September 2009 (Urk. 8/12) als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeits
fähigkeit ein Schleudertrauma mit rezidivierenden Kopf- und
Nacken
schmer
zen
, Schwindel und Schlafstörungen seit dem Unfall am 29. Juli 2006 sowie eine schwere D
aumenendgliedar
t
h
rose rechts seit Sommer 2006
und at
testierte der Beschwerdeführerin als
Coiffeuse
eine 100%ige Arbeits
un
fähig
keit vom 29. Juli 2006 bis
1.
Juli 2008 sowie eine zirka 70%ige Arbeits
un
fähig
keit
ab
2.
Juli 2008 bis auf weiteres
. Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit nannte er eine arterielle Hyper
tonie seit zirka zehn Jahren so
wie einen
Hal
l
ux
.
Dr.
B._
hielt fest, die Beschwerdeführ
erin leide unter Nacken- und Kopf
schmerzen
, rezidivierendem
Schwindel,
Schlaf- und
Konzentrationsstörun
g
en
mit Vergess
lichkeit seit dem Unfall so
wie unter progredienten
Schmerzen an Daumen und
Hallux
.
Die Nacken- und Kopfschmerzen, der rezidivierende Schwindel, die Konzentrations- und Schlafstörungen sowie die Vergesslichkeit schränkten die Beschwerdeführerin in ihrer bisherigen Tätigkeit ein und führten zu einer vermehrten Pausenbedürftigkeit, einer Einschränkung
bezüglich
Arbeitszeit und zu einer verminderten Arbeitsgeschwindigkeit.
Die bis
herige Tätigkeit als
Coiffeuse
sei der Beschwerdeführerin aus medizinischer Sicht noch stundenweise und mit Pausen, zurzeit zwei halbe Tage pro Woche, zumutbar. Die Leistungsfähigkeit sei wegen schneller Ermüdung und v
ermehrter Schmer
zen ver
mindert
.
Mit
der Wieder
auf
nahme
der beruflichen Tätigkeit
beziehungs
weise
Er
höhung der Einsatz
fähig
keit kön
ne zurzeit nicht gerechnet werden.
Schliesslich merkte
Dr.
B._
an,
dass
es
sich
um einen ruhigen Arbeitsplatz handeln
müsse
.
3.4
Die
Y._
-Gutachter stellten am
21. Januar 2010 (Urk. 8/20
/1-23
)
im Auftrag und zu Händen der Beschwerde
gegnerin
nach Durchführung einer ortho
pädi
schen und psychiatrischen Untersuchung folgende Diagnosen (S. 20
Ziff.
8):
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
-
Läsion der
Membrana
atlantooccipitalis
posterior
Grad II und
Diskus
protrusion
C5/6 mit mässiger
foraminaler
Stenose rechts sowie
Diskus
hernie
C6/7 mit rechtsbetonter
Rezessusstenose
und leichter
fora
minaler
Stenose sowie signifikanter Spinalkanalstenose mit leichter
Myelon
kom
pression
-
Arthrose des
Interphalangealgelenks
des Daumen
s
rechts mehr als links
-
ausgeprägte Grosszehengrundgelenksarthrose rechts bei Senk/Spreizfuss
-
chronisch depressive Verstimmung (
Dysthymie
) bestehend seit etwa Januar 2007 (ICD-10 F34.1)
Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
-
Senk-/Spreizfuss links
-
arterielle Hypertonie
Die Fachpersonen des
Y._
führten aus,
die Beschwerdeführerin habe über persistierende drückende Nackenschmerzen seit dem Auffahrunfall vom 28. Juli 2006, bestehende
Schmerzen
im
Interphalangealgelenk
des rechten Daumes seit vier Jahren
und seit einem Jahr links,
welche indes
weniger aus
ge
prägt
seien
, zunehmende bren
nende Schmerzen i
m
Gross
zehen
grund
gelenk
rechts,
Stim
mungs
schwankungen
, einhergehend mit leichten
Unruhe
zu
ständen
, er
schwerter Kon
zentrations
fähigkeit und Ver
gess
lichkeit seit drei bis vier Jahren, abendliche Müdig
keit sowie
Durch
schlaf
störungen
geklagt
(S. 3
Ziff.
3.4 und S. 32 Ziff. 3.2.2, vgl. dazu auch S. 19 Mi
tte).
Die Beschwerden und die ab
normen Untersuchungsbefunde der
Hals
wirbel
säule
(HWS)
seien
grössten
teils
magnet
resonanztomographisch
und
die
Schmerzen
in den Daumen und
im
Gross
zehen
rechts
radiologisch ob
jektivierbar
. Aufgrund der chronischen
Be
schwerde
symptomatik
und der
Beeinträchtigungen hätten sich seit etwa Januar 2007 chronische depressive Stimmungsschwankungen im Sinne einer
Dysthymie
erheben lassen
. Dabei handle es sich um leichte depressive Ver
stim
mungen, die nach Schweregrad und Dauer der einzelnen Episoden nicht die Kriterien für eine leichte oder mittelgradige depressive Störung erfüllten. Auch habe die
Beschwer
deführerin
bisher keiner psychiatrischen oder psycho
thera
peutischen Behand
lung bedurft. Daneben hätten sich im Jahr 1999 vorüber
gehende
An
pas
sungs
störungen
bei Partnerkonflikten erheben lassen. Damals habe sie zirka ein halbes Jahr lang eine antidepressive M
edikation erhalten, worauf
sich das psy
chische Zustandsbild gebessert habe.
Seither hätten sich auch keine wese
nt
li
che
n
Partnerprobleme mehr fi
nden
lassen
. Aufgrund der chronisch depressiven Ver
stim
mung
(
Dysthymie
) erscheine
die emotionale Belastbarkeit
und
die geis
tige Flexibilit
ät
sowie
die Dauerbelastbarkeit w
i
e
derholt gering beei
nträchtigt. Auf
grund der
Dysthy
mie
sei nur eine leichte psychische Störung anzunehmen, die zu keiner Beeinträchtigung der Schmerzverarbeitung und
-
be
wältigung
führ
e, sodass
die Beschwerdeführerin ausreichend über die not
wendigen Res
sourcen für den Umgang mit
den Schmerzen verfüge und jene
, wenn sie nicht organisch begründet seien, mit einer zumutbaren
Willens
an
strengung
aus
rei
chend überwindbar seien
(S. 19
f.
Mitte)
.
Anlässlich der
gemeinsamen
ortho
pädisch-psyc
hiatrischen Beurteilung vom 18.
Januar 2010
sei die
Arbeitsfähigkeit der B
eschwerdeführerin als
Coiffeuse
bei vol
ler Stundenpräsenz seit Januar 2007 auf 80
%
(Arbeitsunfähigkeit von 20
%
)
festgelegt worden, da bei
Dysthymie
die emotionale Belastbarkeit, die geistige Flexibilität und die Dauerbelastbarkeit gering beeinträchtigt seien,
und
s
eit
dem Zeitpunkt der Begutachtung
bei voller
Stunden
präsenz
auf
65
%
(
Ar
beits
unfähigkeit von 35
%
)
,
da
aufgrund der Läsion der
Membrana
atlan
to
occi
pitalis
posterior
Grad II, der nicht komprimierenden
Diskus
protrusion
C5/6 mit mässiger
foraminaler
Stenose rechts und
Diskus
hernie
C6/7 mit
rechts
be
tonter
Rezessusstenose
und links
seitiger
fora
minaler
Stenose sowie
Spinal
kanal
stenose
und leichte
r
Myelon
kompression
,
der
Arthrose des
Inter
phalangeal
ge
lenks
des Daumen rechts mehr als links sowie der deutlichen
Gross
zehen
grund
gelenks
arth
rose
rechts bei Senk/Spreizfuss
die Arbeitsfähigkeit als
Coiffeuse
, bei der wiederholt inklinierte Kopf
haltungen sowie eine Finger
fertig
keit beim Hantieren mit Kamm und Schere notwendig seien, ein
ge
schränkt sei (S. 20
Ziff.
9.1).
Körper
lich leichte Tätigkeiten in temperierten Räumen, die nicht mit häufigem Laufen auf unebenem Boden sowie
auf
Treppen und Leitern,
mit
Heben und Tragen von Lasten über 5 kg und
mit
Kraftanwendung der Hände sowie
mit
häufigen inklinierten und
reklinierten
sowie rotierten Kopfhaltungen verbunden seien, ohne erhöhte emotionale Belastung, ohne Stressbelastung und ohne überdurchschnittliche Dauer
belastung
,
könnten gesamthaft bei voller
Stunden
präsenz
seit Jahren voll
um
fänglich (Arbeitsunfähigkeit 0
%
) zugemutet werden (S. 21
Ziff.
9.2).
3.5
Am
3.
August 2010 (Urk. 8/31
)
führte
Dr.
med.
D._
, Spezialarzt o
rtho
pädi
sch
e
Chirurgie
FMH
und Sportmedizin
, in
E
rgänzung
zum
Y._
-Gutach
ten vom
21. Januar 2010
(E.
3.4
hie
vor
)
aus orthopädischer Sicht
und unter Verweis auf
Ziff.
9.1-3 auf S. 21 in näm
lichem Gutachten
aus,
entgegen der
durch
Dr.
A._
gestellten Diagnose
einer
Finger
poly
ar
t
h
rose
(Arthrose meh
rerer Finger) liege
lediglich eine
Inter
phalangeal
gelenks
arthrose
des D
aumens rechts und links
vor
. Bezüglich der ge
äus
serten Kritik, dass eine Ausein
ander
setz
ung mit der Beur
teilung
durch
Dr.
B._
fehle,
hielt er weiter fest, dass
Dr.
B._
generell nicht spezifizierte
allgemeine
und
von
den im
Y._
-Gutachten differierende
Diagnosen auf
geführt habe
.
Zudem habe er keine
ob
jekti
ven Befunde
genannt
, welche seine Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit nach
voll
zieh
bar
machen würde
.
Für adaptierte Tätig
keiten, das heisse Arbeiten mit den im
Y._
-Gutachten erwähnten Ein
schränkungen
,
bestehe eine volle Arbeits
fä
higkeit, da die festgestellten Diagnosen un
ter diesen Umständen
nicht zu einer reduzierten Arbeitsfähigkeit führten.
3.6
Mit Ergänzung vom
8.
August 2010 (Urk. 8/32)
zum
Y._
-Gutachten vom 21.
Januar 2010 (E. 3.4 hiervor) führte
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiat
rie, aus psychiatrischer Sicht
aus
,
die subjektiv angegebenen
Kon
zentrations
- und Gedächtnisstörungen könnten im Rahmen einer aus
führ
lichen psychiatri
schen Exploration nicht verifiziert werden. Es sei durchaus möglich, dass im Rahmen
von depressiven Stimmungsschwankungen vorüber
gehend auch
Kon
zentrations
schwierigkeiten
auftreten könnten und damit ein
hergehend
eine
subjektive Vergesslichkeit. Jene sei aber nicht durchgehend und
führte
zu keiner wesentlichen Beeinträchtigung der psychischen Belastbarkeit. Daneben fänden sich
auch
keine Hinweise, die auf eine organische Hirnschädigung hi
n
deutet
en
und zu kognitiven Störungen wie Konzentrations
-
oder Ge
dächt
nis
störungen führen würden. Nachdem sich im Rahmen einer aus
führ
lichen psychiatrischen Exploration zum Untersuchungszeitpunkt keine
Kon
zentrations
- oder Gedächt
nisstörungen
hätten
verifizieren lassen und weder anamnestisch noch klinisch Hinweise auf ein
organisches
Psychosyndrom vor
lägen, erscheine aus p
sychiat
rischer Sicht eine neuro
psychologische Unter
suchung nicht erforderlich. Damit ergäben sich aus psychiatrischer gutachter
licher Sicht auch keine Änderungen
in Bezug auf die
Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in ange
stammter und ange
passter Tätigkeit.
3.7
Die
von der Beschwerdeführerin
beautragten
Fachpersonen des
Z._
nannten
am 7. Oktober 2011 (Urk. 8/39/1-50)
nach Durch
führung einer
neurologischen
,
psychiatrisch-psychologischen
und
neuro
psy
chologischen
Untersuchung folgende Diagnosen
(S. 48
Ziff.
4):
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
-
neurokognitive Störung
-
dysthyme
Störung
-
Cervicalsyndrom
(ICD-10 M53.0) mit
cervicocephalen
Ausstrahlungen,
cer
vicospondylogenem
(und allenfalls
lum
b
ospondylogenem
)
Schmerz
syndrom
mit assoziierten ("
pseudoradikulären
") Fühlstörungen
-
posttr
a
umatische Spannungstyp-Kopfschmerzen (ICD-10 G44.3)
-
Exazerb
ation einer vorbestehenden Migrä
ne (ICD-10 43.1) mit mög
licher
vesti
bulä
rer
Aura (Differe
n
zialdiagnose: benigner paroxysmaler
Lage
rungs
schwindel
)
-
Arthrose de
s
Interphalangealgelenks
Daumen rechts
Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
-
Diskusprotrusion
C5/6
-
Diskushernie C6/7
A
nlässlich der neurologischen Abklärung hätten zwei neurologisch relevante unfallkausale Störungen gefunden werden können, namentlich ein
Cervicalsyn
drom
und ein post
traumatischer Spannungstyp-Kopfschmerz, die für den Ge
sundheitszustand der Beschwerdeführerin bedeutsam seien (S. 41
Ziff.
4.2.1).
Im Rahmen der
ex
plorativen
Befragung
der psychiatrisch-psychologischen Unter
suchung
habe
die Beschwerdeführerin
insbesondere eine reduzierte
Leis
tungs
fähigkeit aufgrund rascher Erschöpfung
und Ermüdbarkeit sowie eine verlängerte Erholungszeit nach körperlicher Anstrengung beklagt.
Im Weiteren habe sie von häufigen Kopf- und Nackenschmerzen, Schwäche
an
fäl
len, Schwindel
beschwerden
,
Seh
problemen
und schmerzbedingten Schl
af
störungen berichtet. Kognitiv
habe sie Konzentrations- und Ge
dächtnis
störungen beklagt. Hin
sichtlich des psychischen Be
findens habe sie von emotionalen Schwan
kun
gen mit depressiven Momenten und gelegentlichen Schwierig
keiten, die beste
henden Leistungsgre
nzen zu akzeptieren, berichtet. Fremdanamnestisch seien grosse Veränderungen seit dem Unfallgeschehen im Juli 2006, namentlich eine deutlich reduzierte Belastbarkeit und eine starke Verlangsamung in allen tägli
chen Belangen, angegeben worden
(S. 41
Ziff.
4.2.2).
Bei
der psychodiagnostischen Unter
suchung hät
ten sich mit zu
nehmendem Ver
lauf Konzentration
s
- und
Auf
fassungs
störungen
gezeigt. Die Be
schwerde
führe
rin habe die Bedeutung der Fragen häufig nicht spontan erfassen kön
nen, habe nachfragen müssen und wieder
holt Schwierigkeiten bei der Zu
ordnung von Zahlen zu Aus
prägungen
bekundet
(S. 41
Ziff.
4.2.2).
Anlässlich
der neuropsychologischen Unter
suchung habe die Beschwerde
führ
e
rin
über ein gutes
Instruktions
ver
ständnis
ver
fügt. Defizite hätten sich be
züg
lich Aufmerksamkeit und Kon
zentration gezeigt: Bei guter Fehlerkontrolle sei die Leistungsmenge un
ge
nügend gewesen. Im Weiteren hätten sich eine er
heblich
verlangsamte visuelle
Auffassungsg
e
schwindigkeit
, eine Beein
trächtigung des räumlichen Vor
stel
lungs
vermögens und eine reduzierte non
ver
bale Pro
duktivi
tät
gezeigt
. Bezüglich
mnestische
r
Funktionen hät
ten sich
ebenfalls
Schwierig
keiten bei der Wiedergabe von in
haltlich geordnetem Material, ins
besondere für Detailinformationen und unter zeitlich verzögerter Be
dingung
,
ge
zeigt.
Für
die
visuelle Lernfähigkeit habe sich ein grenzwertiges Resultat er
geben: Sowohl d
er freie Abruf figuralen
Materials
als auch
die unmittelbare visuelle
Wieder
erken
nungs
leistung
seien deutlich
be
ein
trächtigt ge
wesen
.
Zudem sei d
er un
struktu
rierte Abruf einer Gedächtnis-Repräsentation mit Ver
zögerung
nicht ge
lungen.
D
ie Be
schwerde
führerin
habe
keine Erinnerung an die anfangs kopierte Figur gehabt
(S. 42
Ziff.
4.2.3
).
Unter integrativer Diskussion merkten die Gutachter sodann an, dass die subjektiv von der Beschwerdeführerin geschilderten Beschwerden in der
fremd
anamnestischen
Untersuchung eher drastischer geschildert würden. Ob
jektivier
bar
seien
Defizite im Bereich von Arbeitstempo, Aufmerksamkeit und Kon
zen
tration,
in der visuellen
Auffassungsgeschwindigkeit,
in
Aspekte
n
der verbalen
Gedächt
nisleistung
, ebenso
wie in
visuell-figurale
n
Aspekte
n des Gedächtnisses;
auch bestünden
Defizite im Bereiche der visuell-räumlichen Vorstellung und der non
verbalen Produktivität der Denk
prozesse
(S. 46 f.
Ziff.
5.3)
.
Die Diagnose einer "k
ognitiven Störung NOS", namentlich eine
r
"leichte
(n)
neuro
kognitive
(n)
Störung NOS", sei aufgrund der
Befund
konstellation
evident
. Im Speziellen lägen
Gedächtnis
be
ein
trächtigungen
, ausgedrückt über
die
redu
zierte Fähigkeit zu lernen respektive Informationen abzurufen, Störungen im Bereiche der Geschwindig
keit der Informations
ver
arbeitung und auch
in
der Aufmerksamkeit vor. Das
Zeit
kriterium
werde bei weitem überschritten. Aus
ser
dem gebe es objektive Evidenz auf einen ätiologisch relevanten Faktor, der mit der kognitiven Störung assoziiert sei. Die neuropsychologische Unter
suchung erlaube die Quanti
fizierung der kognitiven Defizite, die Defizite be
wirkten eine markante Be
lastung und eine Beein
trächtigung im sozialen und
be
schäftigungs
bezogenen
Funktion
ieren
. Weitere
Ätiologien
, die jene Störung be
wirken
könn
ten, hätten
nicht identi
fiziert werden
könn
en
(S.
47
Ziff.
5.3)
.
Weite
r
habe die Beschwerdeführerin in der psychodiagnostischen Untersuchung durch eine Beeinträchtigung von affektiven Symptomen im Bereiche früher gesunder Lebensbereiche imponiert. Die depressive Negativsymptomatik sei dabei deutlich markanter ausgeprägt
gewesen
als die weitgehend unauffällige depressive
Positiv
symptomatik
. Jene Konstellation spreche per se für valide Be
funde, weil bei Aggravation Positivsymptome beklagt, wohingegen die
Negativ
symptome
– weil weniger eindrücklich für die Umgebung – kaum be
richtet würden. D
ie Beschwerdeführerin aber habe ein Überwiegen
von depres
siver Negativsymptomatik aufzuweisen.
Dies
entspreche einem de
pressiven
Störungs
bild
, dass differentialdia
gnostisch
zwischen einer
Dysthymie
, wie sie in der Unter
suchung von
Dr.
E._
berichtet worden sei, und einer depressiven Epi
sode, chronisch
, differenziert werden
. Aufgrund einer ge
wissen fluktuierenden Symptomatik scheine die
Beurteilung als
Dysthymie
, wie s
ie
Dr.
E._
vorge
nommen habe, dem Störungsbild
angemessen
(S. 47
Ziff.
5.3).
Schliesslich
führten die Gutachter des
Z._
aus
, d
ie Arbeits- und Erwerbsfähigkeit werde durch die referierten Diagnosen zu je unter
schied
lichen Anteilen, insgesamt jedoch erheblich beeinträchtigt. Bereits in einer früheren Be
gutachtung (vor allem
im
orthopädisch-psychiatrische
n
Gut
achten vom 22. Dezember 2009) habe man eine relevante Beeinträchtigung mit einer
Rest
arbeits
fähigkeit
von 65
%
bei einer 100
%
Präsenz
attestiert. Damals seien die "
n
euro
kognitive
Störung" und die neurologischen Diagnosen nicht berück
sichtigt worden. In Kenntnis aller Diagnosen und der daraus resul
tieren
den Ein
schränkung
gelangten
sie
zu
eine
r
verbleibende
n
Arbeitsfähigkeit von 40
%
(S.
49
Ziff.
6). Jene Restarbeitsfähigkeit gelte für die zuletzt ausgeübte Tätig
keit
(S. 49
Ziff.
7)
. In einer dem Leiden angepassten Tätigkeit, bei der die Be
an
spruchung der Finger nicht gleichermassen zentral sei, könnte allenfalls eine unbe
deutende Ver
bes
serung der Arbeitsfähigkeit resultieren.
Z
entral sei je
doch die Ein
schränkung, die aus der neurokognitiven Störung,
aus
den neuro
logisch be
dingten Diagnosen und der
Dysthymie
hervorgehe
(S. 4
9
Ziff.
8)
.
4.
4.1
Aus den vorliegenden medizinischen Akten geht hervor, dass bei der Be
schwer
de
führerin sowohl somatische als auch psychische
Beeinträchtigungen
be
stehen.
Für die
Frage, ob
beziehungsweise inwieweit
die Beschwerdeführerin
deswegen in ihrem Leistungsvermögen
einge
schränkt ist
,
kann auf das
bidiszip
linäre
Gut
achten vom 21. Januar 2010 (E. 3.4
hievor
)
und die ergänzenden Stellung
nah
men
vom
3.
respektive
8.
August 2010 (E. 3.5-3.6)
abgestellt wer
den. Es
entspricht
den praxisgemässen Anforderungen an
eine b
eweiskräftige medizinische
Ent
scheidungsgrundlage
(E. 1.5)
.
Der Umstand, dass im zur Publi
kation bestimmten Bun
desgerichtsurteil 9C_207/2012 vom
3.
Juli 2013 die Anforderungen an die medizinische Begutachtung, wie sie in BGE 137 V
210
für polydisziplinäre MEDAS-Begutachtungen umschrieben worden sind, grund
sätz
lich
sinngemäss
auf mono
und
b
id
i
sziplinäre
Expertisierungen
anwendbar sind (sowohl für die justi
ziablen Garantien [Partizipationsrechte,
Verfügungs
pflich
ten
und Recht
schutz]
als auch für die
appellativen
Teilgehalte; mit Aus
nahme hinsichtlich des Zufallsprinzips)
,
bedeutet nicht, dass solche nach altem Stan
dard eingeholte Gut
achten ungeachtet ihrer jeweiligen Überzeugungskraft den Beweiswert ein
büssten (analog Bundesgerichtsurteil 9C_148/2012 vom 1
7.
September 2012 E. 1.3 und 1.4).
Das
vorliegende
Gutachten basiert auf allseiti
gen Untersuchungen in
ortho
pädi
scher
(S. 3 f. Ziff. 3 ff.)
und
psychiat
ri
sch
er
Hinsicht (S. 8 ff. Ziff. 7
ff.)
,
be
rück
sichtigt
die geklagten Beschwerden (S.
3
Ziff.
3.4, S.
11
Ziff.
3.2.1 unten, S.
14
Ziff.
3.2.2
)
und setzt sich mit diesen sowie
mit
dem Verhalten der Be
schwerde
führe
rin auseinander. Auch wurde es in Kenntnis
und in Auseinan
dersetzung mit den
wesentlichen
Vorakten
erstattet
(S. 21
Ziff.
9.3)
und
leuchtet in der Darlegung der medi
zi
nischen Zustände und Zusammenhänge ein.
D
ie
Schluss
fol
gerung, wonach die
Beschwerdeführerin
un
ter Berücksichtigung der psy
chischen und somatischen Einschränkungen
in ihrer bisherigen Tätigkeit als
Coiffeuse
bei voller Stundenpräsen
z
seit 2007 zu 80
%
und seit dem Zeitpunkt der Begutachtung
noch zu 65
%
arbeitsfähig ist
,
ihr
aber
körperlich leichte Ar
beiten in temperierten Räumen, di
e
nicht mit häu
figem Laufen auf unebenem Boden
und
auf
Treppen sowie
Leitern,
mit
Heben und Tragen von Lasten über
5
kg und
mit
Kraft
an
wendung
der Hände sowie
mit
häufigen inklinierten und
reklinierten
sowie rotierten Kopfhaltungen verbunden sind und Arbeiten ohne
er
höhte emotionale Be
lastung, ohne Stressbelastung und ohne über
durch
schnitt
liche
Dauer
be
lastung gesamt
haft bei voller
Stunden
präsenz
seit Jahren voll
um
fänglich (Arbeits
unfähigkeit 0
%
) zugemutet werden
könnten (S. 21
Ziff.
9.2)
, ist nachvollziehbar begründet
.
Entgegen der Auffas
sung der Be
schwerdeführerin erscheint es angesichts der je
unterschiedlichen Beanspru
chung nicht als wider
sprüch
lich, dass sie zwar im Beruf als
Coiffeuse
einge
schränkt ist, sie jedoch ei
ner körperlich
leichten Arbeit unter den vorge
gebenen Bedingungen
voll
zeit
lich
nachgehen kann.
4.2
Was
das von der Beschwerdeführerin
aufgelegte
Privat
gutachten
des
Z._
vom 2
6.
Januar 2011 (E. 3.7
hie
vor
)
angeht, wurde
der Be
schwerde
führerin in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Coiffeuse
eine
Rest
arbeits
fähigkeit
von 40
%
und in einer dem Leiden angepassten Tätigkeit, bei der die Beanspruchung der Finger nicht gleicher
massen zentral sei, allenfalls eine unbedeutende Verbesserung der Arbeits
fähigkeit
attestiert
. Als für die
Ein
schränkung der Arbeits
fähig
keit zentral erachteten
sie
die
neuro
kognitive
Stö
rung, die neurologisch bedingten Diagnosen und die
Dysthymie
.
Dies
be
züg
lich
ist fest
zu
halten, dass
das Gutachten vom 2
6.
Januar 2011
zwar sehr aus
führlich
ausgefallen
und unter
Vor
nahme von diversen
test
(
neuro
)
psycholo
gi
schen
Zusatz
untersuchungen
erfolgt ist, die darin ge
zogenen Schlussfolgerungen
aber
, ins
besondere
bezüglich der (global)
attestierten
Arbeits
(
un
)
fähigkeiten
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit sowie in einer dem Leiden angepassten Tätig
keit
in der Grössenordnung
von 40
%
angesichts der gestellten Diagnosen
nicht ohne weiteres nach
voll
zieh
ba
r
sind
,
zumal
das Bundes
gericht verschiedentlich festge
halten hat, dass
eine
Dysthymie
in der Regel
nicht invalidisierend ist
(
vgl.
Urteil
des Bundesgerichts 8C_842/2011 vom 16.
Oktobe
r 2012 mit weiteren Hin
wei
sen)
.
Nicht einzusehen ist zudem, weshalb sich die
vorbestehende
Migräne
mi
t mög
licher
vesti
bulärer
Aura
langfristig
erheblich
auf die Arbeits
fähig
keit aus
wir
ken soll, wenn sie doch laut An
gaben der Beschwerde
führerin ledig
lich drei Mal pro
Jahr aus den
Span
nu
ngs
typ-Kopfschmerzen
hervorgeht
(Urk. 8/39 S. 70
Ziff.
6.4)
.
I
n Bezug auf die
divergierenden Ansichten hin
sichtlich der
leichte
n
neuro
kog
nitive
Störung
ist festzuhalten
, dass
die psy
chiatrische Exploration von der Natur der Sache her nicht ermessensfrei er
folgen kann. Sie eröffnet dem be
gut
achtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, in
ner
halb dessen verschiedene medizinisch-psy
chi
atrische Interpretationen mög
lich, zu
lässig und zu respektieren sind, sofern der Ex
perte lege
artis
vor
gegangen ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_694/2008 vom
5.
März 2009 E. 5.1 mit
Hinweis).
Objektiv feststellbare Gesichtspunkte, welche im Rahmen der psy
chiatrischen
Begutachtung durch
die Fachpersonen des
Y._
, insbesondere durch
Dr.
E._
,
unerkannt ge
blieben und ge
eignet gewesen wären, zu einer abwei
chen
den
Beurteilung zu fü
hren, sind nicht ersichtlich
;
l
aut Dr.
E._
erschie
nen die
Auf
fassung,
die
Aufmerksamkeit,
und die
Konzentrationsfähig
keit
während des Ge
sprächs
intakt
und trotz subjektiv angege
bener
Konzentra
tions
- und Ge
dächtnisstörung
liessen sich
weder
Hin
weise für Ge
dächtnis
störungen
finden
(Urk.
8/
20 S. 14
Ziff.
3.3.1) noch
Anhaltspunkte,
die auf eine organische
Hirn
schädigung
hin
weisen würden
.
Möglich seien, so
Dr.
E._
weiter, einzig vorübergehende
Konzentrationsstörungen im Rahmen der depres
siven
Stim
mungs
schwan
kungen
, die aber zu keiner wesentlichen Beein
trächti
gung der psychischen Belastbarkeit führten (E. 3.6 hiervor).
D
ie von der Beschwerdeführerin geklagten
Nacken
schmerzen
führte
Dr.
D._
grösstenteils auf die in der
Magnet
resonanztomographie
n
achge
wiesene Läsion
(
der
Membrana
atlanto
occipitalis
posterior
Grad II und
Dis
kusprotrusion
C5/6 mit mässiger
foraminaler
Stenose rechts ohne neurale Kom
press
i
on
sowie Diskushernie C6/7 mit
rechts
betonter
Stenose und linksseitiger
foraminaler
Stenose sowie
Spinal
kanal
stenose
mit leichter
Myelon
kompression
)
zurück (S. 6
Ziff.
5.3).
4.3
Auch d
ie Berichte
des behandelnden Rheumatologen
Dr.
A._
vom 8./20.
De
zember
(E. 3.3 hiervor)
und des behandelnden Hausa
rztes
Dr.
B._
ver
mögen gegen die Einschätzung der Fachperson
en des
Y._
nicht aufzu
kom
men:
Dr.
A._
Beurteilung der gesundheitlichen Situation
bezog sich vorwiegend auf die diagnostizierte Fingerpolyarthrose und klammerte die Problematik im
Zusam
men
hang mit der Halswirbelsäulendistorsion aus, weshalb
er dies
be
züg
lich
auch auf den behandelnden Hausarzt
Dr.
B._
verwies und ledig
lich aus
führte, dass die Fingerarthrose die Arbeit der Beschwerdeführerin als Masseurin deutlich einschränke oder
ihre Tätigkeit
je nach Schmerzsituation be
ziehungs
weise
Schub
situation
gar gänzlich verhindern könne.
Wie es sich mit der Ar
beitsfähigkeit als
Coiffeuse
oder in einer
be
hinderungsangepasster Tätig
keit verhält, lässt sich dem Bericht demgegenüber nicht entnehmen.
I
m Bericht
von
Dr.
B._
vom
1.
September 2009 (E. 3.3 hiervor)
, in welchem er der Beschwerdeführerin auf
grun
d eines Schleudertraumas am 29.
Juli 2006 mit rezidivierenden Kopf- und
Nacken
schmerzen
, Schwindel und Schlafstörun
gen sowie aufgrund einer schweren Daumenendgliedarthrose rechts als
Coif
feuse
eine 100%ige Arbeits
un
fähig
keit vom 2
9.
Juli 2006 bis
1.
Juli 2008 und eine zirka 70%ige
Arbeits
unfähigkeit vom
2.
Juli 2008 bis auf weiteres attes
tierte,
findet sich lediglich die Angabe, dass die Beschwerde
führerin als
Coif
feuse
zwei halbe Tage oder noch zirka zehn Stunden die Woche tätig sein könne. Darüber,
ob und in welchem Pensum eine
Verweis
tätigkeit
der Be
schwerde
führerin noch zumutbar wäre, gibt
der Bericht keinen Aufschluss.
Nicht ersichtlich ist zudem, ob die festgehaltenen Ein
schränkungen in der bis
herigen Tätigkeit auf den subjektiven Angaben der Beschwerde
führerin
basier
t
en
oder auch durch
Dr.
B._
wahrnehmbar waren.
Im Übrigen darf und soll das Gericht in Bezug auf Berichte von Hausärztinnen und Hausärzten der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher
zu Gunsten ihrer Patientinnen und Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E. 3b/cc)
.
4.
4
Schliesslich vermögen auch die
von der Beschwerde
führerin vorgetragenen Ein
wände
den
Be
weis
wert
des
Y._
-Gutach
tens nicht in Zweifel zu ziehen
, wie sich aus dem Folgenden ergibt
.
4.4
.1
Die
Beschwerdeführerin
machte geltend
, im Vergleich zum
Ad
ministrativ
gut
achten
sei das aufgelegte Privatgutachten umfassend
;
in
sbesondere
sei die Beur
teilung gestützt auf standardisierte Tests und nicht nur gestützt auf Ge
spräche und unter Einholung
fremd
anamnestische
r
Auskünfte beim Ehemann und Hausarzt
erfolgt. Zudem habe auch eine neuropsychologische Beurteilung statt
gefunden, die sich mit einer entsprechenden
früheren
Beurteilung aus
einander
gesetzt habe
.
Wenn die Beschwerdeführerin damit sagen will, dass das
Y._
-Gutachten
die
Anforderungen
an
den
Beweis
wert
einer Expertise
deshalb
nicht erfüllt, ist fest
zu
halten,
dass im Ver
zicht auf
eine
neuropsychologische Test
ung
respektive Ein
holung
fremd
anam
nestischer
Auskünfte kein der Expertise anhaftender Man
gel zu erblicken ist,
sind
doch gemäss Qualitätsleitlinien für psy
chiatrische Gut
achten in der Eid
genös
sischen Invalidenversicherung der Schweizer
ischen Ge
sellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie (SGPP) vom Februar 2012
Fremdauskünfte nicht in jedem Fall zwingend erforderlich
(vgl. dazu
Ziff.
5)
und
test
(neuro-)psycho
logische
Zusatz
unter
suchungen
lediglich
bei be
gründeter Indikation
wie Verdacht auf neurokognitive Beeinträchtigungen oder bei schwer ob
jektivierbaren Beschwerden beziehungsweise geklagten Funktionseinbussen
zu
veran
lassen
(
Ziff.
4.3.2.2). Selbst dann ersetzen jedoch diese Verfahren nicht die gutachterlichen Bemühungen, sondern stellen einen Zusatzbefund dar, der in die Gesamtbeurteilung
einzubeziehen ist
. Generell kann
einem testmässigen Er
fassen der Psychopathologie
im Rahmen der psychiatrischen Exploration
näm
lich nur
ergänzende Funktion beigemessen
werden; ausschlaggebend bleibt die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung,
Symptomerfassung und
Ver
haltensbeobachtung
(
Urteil
des Bundesgerichts 9C_44/2007
vom
7.
April 2008
E. 3.2 mit Hinweisen). Da vorliegend anlässlich der psychiatrischen Unter
suchung Auffassung, Aufmerksamkeit
und
Konzentrationsfähigkeit
wie erwähnt
intakt er
schienen und auch keine Hinweise für Gedächtnisstörungen vor
gelegen hatten
, ist der Verzicht auf die Durchführung neuro
psy
chologischer
Test
ver
fah
ren
respektive
auf die
Einholung
von Fremdauskünften
nicht zu be
anstanden
.
Dass die Beurteilung der
Y._
-Gutachter - im Gegensatz zum aufgelegten Gut
achten der Beschwerdeführerin – nicht in Auseinandersetzung mit der
neu
ro
psychologischen
B
eur
teilung von Prof.
Dr.
phil.
F._
vom September 2007
, wonach insgesamt keine Hinwe
ise für kognitive Defizite besta
nden,
er
folgte
,
ist nicht
entscheidwesentlich
,
da
daraus keine neuen
Erken
ntnisse
ge
won
nen wer
den
können
.
4
.4
.2
Die Beschwerdeführerin
brachte
weiter vor
, es sei irritierend, dass die
Be
schwerde
gegnerin
die Diagnose einer
Dysthymie
einzig
beim Privatgutachten be
mängelt habe
.
In Bezug auf diesen Kritikpunkt ist festzuhalten, dass d
ie Ausführungen in der Verfügung vom 1
9.
Januar 2012 (Urk. 2) dahingehend zu verstehen
sind
, dass die Beschwerdegegnerin nicht die Dia
gnose an sich, son
dern
die
aufgrund derselben attestierte quantitative Ein
schränkung der Ar
beits
fähigkeit
bemängelte
.
So hielten denn auch d
ie
Y._
-Gutachter gestützt auf diese psychiatrische Diagnose lediglich eine qualitative Ein
schränkung der Ar
beitsfähigkeit fest (Tätigkeit ohne erhöhte emotionale Be
lastung, ohne er
höh
ten Zeitdruck [Stressbelastung] und ohne über
durch
schnitt
liche Dauerbe
lastung [Urk. 8
/20 S.
16
Ziff.
3.5.2, S. 17 Ziff.
3.6.4]
)
.
4.
5
Zusammenfassend ist demnach festzuhalten, dass auf das
Y._
-Gutachten abgestellt werden kann und der medizinische Sachverhalt als dahingehend er
stellt zu
b
e
tr
achten ist, dass die Beschwerdeführerin in
bisheriger Tätigkeit seit
Januar
2007 zu 80
%
und seit der Begutachtung zu 65
%
sowie in
einer
leidens
ange
passten
Tätig
keit zu 100
%
arbeitsfähig ist.
5
.
5.1
Zu prüfen
bleibt
die Festlegung des Invaliditätsgrades, wobei sich vorab die Frage stellt,
in welchem Ausmass die Beschwerdeführerin ohne gesund
heitliche Bee
inträchtigung erwerbstätig wäre.
5
.1
.1
Ob eine versicherte Person als ganztägig oder zeitweilig erwerbstätig oder als nichter
werbstätig einzustufen ist – was je zur Anwendung einer anderen Me
thode der Invaliditätsbemessung (Einkommensvergleich, Betätigungsvergleich, gemischte Methode) führt –, ergibt sich aus der Prüfung, was die Person bei im Übrigen unveränderten Umständen täte, wenn keine gesundheit
liche Beein
träch
tigung bestünde (Art. 27
bis
der Verordnung über die Invalidenversicherung
[IVV]; BGE 131 V 51 E. 5.1.2 S. 53 und E. 5.2 S. 54; SVR 2006 IV Nr. 42 S. 151, E. 5.1.2, I 156/04; vgl. auch BGE 125 V 146 E. 5c/
bb
S. 157). Bei im Haushalt täti
gen Versicherten im Besonderen sind die persönlichen, familiären, sozialen und erwerblichen Verhältnisse eben
so wie all
fällige
Erzie
hungs
- und Betreu
ungsaufgaben gegenüber Kindern, das Alter, die beruflichen Fähigkeiten und die Ausbildung sowie die persönlichen Neigungen und Bega
bungen zu berück
sichtigen. Die Statusfrage beurteilt sich praxisgemäss nach den Verhältnissen, wie sie sich bis zum Erlass der Verwaltungsverfügung ent
wickelt haben. Dabei sind die konkrete Situation und die Vorbringen der ver
sicherten Person nach Massgabe der allgemeinen Lebenserfahrung zu wür
digen. Für die hypothetische Annahme einer im
Gesund
heitsfall
ausgeübten (Teil-)Erwerbstätigkeit ist der im
Sozial
ver
sicherungsrecht
übliche Beweisgrad der über
wiegenden Wahrschein
lichkeit erforderlich (BGE 125 V 146 E. 2c, 117 V 194 E. 3b, je mit Hinweisen, Urteil des Bun
desgerichts I 266/05 vom 11. April 2006 E. 4.2, vgl. auch BGE 133 V 504 E. 3.3).
5.1
.2
Aus der Anmeldung zum Leistungsbezug vom 20. Mai 2009 (Urk. 9/1) und dem IK-Auszug vom
2.
Juni 2009 (Urk. 9/7) geht hervor, dass die Beschwerde
führe
rin bis Juli 2008 vorwiegend Mutter und Ha
usfrau
war
und hernach
seit der Voll
jährigkeit ihres jüngsten Sohnes (
geboren
1990)
als
Selb
st
ständig
er
werbende
wieder in ihrer angestammte Tätigkeit als
Coiffeuse
in einem
Stellen
pensum
von 20-40
%
arbeitete.
Anhaltspunkte dafür, dass sie
als Gesunde
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit nach der Volljährigkeit ihrer Kinder wieder eine 100%ige Erwerbstätigkeit
als Massage- und Flussreflexzonenmasseurin
aus
ge
übt hätte, sind
keine
ersichtlich
(Urk. 9/2)
.
Vielmehr
scheint es auch a
n
gesichts der
vor der Geburt der Kinder erzielten Einkommen (vgl. dazu IK
-Aus
zug vom
2.
Juni 2009, Urk. 8
/7) plausibel, dass sie auch nach der Volljäh
rigkeit ihres jüngsten Sohnes im von der
Beschwerdegegenerin
festgelegten Umfang von 20-40
%
gearbeitet
hätte
.
Daran vermag nichts zu ändern, dass sie im Jahr 2002 eine Ausbildung in
Fuss
reflex
zonenmassage
absolviert
und Kurse für Rücken- und Nackenmassage
b
e
sucht
hatte
und sich damit eine eigene Exis
tenz aufbauen woll
t
e
(Urk. 8
/39 S. 24
Ziff.
3.1.4
, Urk. 9/2
).
Entsprechend
blieb die
Qualifikation
durch die Verwaltung
als im
Gesund
heitsfall
mut
mass
lich zu 2
0-40
% erwerblich und zu 60-80
%
im Auf
gaben
bereich
T
ätig
e
seitens der Beschwerde
führerin
zu Recht
unbe
an
standet
.
Zu Gunsten der Beschwerde
füh
rerin
kann
somit von eine
m
hypothetischen
Erwerbs
pensum als Gesunde
von 40
%
aus
gegang
en
werden
.
Die restlichen 60
%
entfallen auf den Aufga
ben
be
reich (Haushalt).
5.2
Nachdem
die Beschwerdeführerin als Teilerwerbstätige zu behandeln ist, findet die gemischte Methode
der Invaliditätsbemessung
Anwendung (E.
1.4
hievor
).
5.2
.1
Die Beschwerdeführerin gab
anlässlich der interdisziplinären Begutachtung durch die
Fach
personen
des
Z._
an,
dass sie
im Haushalt
mit Aus
nahme von Fensterputzen eigentlich noch alles erledigen könne, auch wenn sie die Arbeit auf mehrere Tage
verteilen müs
se
(Urk. 8
/39 S.
25
, vgl. dazu auch Urk. 8/20 S. 14
Ziff.
3.2.2
)
.
Aufgrund dieser Aussagen und unter Berück
sichtigung der Schadenminderungspflicht
(u. a. Mithilfe
der Familienmitglieder
; vgl. BGE 133 V 504 E. 4.2)
ist
der
Verzicht auf eine Haushaltabklärung nicht zu beanstanden.
Es
liegt keine Einschränkung im Haushaltbereich vor.
5
.2
.2
Vor dem Hintergrund
,
dass der Beschwerdeführerin
die
bisherige Tätigkeit als
Coiffeuse
seit 2007
noch
zu 80
%
respektive
seit der Begutachtung zu 65
%
,
eine
leidensangepasste
Tätigkeit
aber
bei voller Stundenpräsenz seit Jahren
zu 100 %
zumutbar ist
und
keine Einschränkung im Aufgabenbereich ausgewiesen ist,
erübrigt sich
eine
genaue Berechnung und Gegenüberstellung der beiden
Vergleichs
ein
kommen
, um hernach aus der
Einkommens
dif
ferenz
den
In
validi
tätsgrad
zu bestimmen
, zumal
unter Berücksichtigung eines
Erwerbs
tätigkeits
anteils
von maximal 40
%
von einem
nichtrenten
be
gründenden
Gesamt
invali
ditäts
grad
von unter 40 % auszugehen
ist
.
6
.
Damit erweist sich die
r
enten
abweisende V
erfügung der Beschwerdegegnerin vom 19. Januar 2012 (Urk. 2) als rechtens, was zur
Abweisung der Beschwerde führt.
7
.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von
Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die
Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streit
wert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr.
9
00.
--
fest
zu
setzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie
von der
unterlie
genden Beschwerdeführer
in
zu tragen.