# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0bdd39a2-5569-4fb9-9e66-42f1fe3e2532
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Criminal Procedure

## Facts

Sachverhalt
A. A._ führt mit der ehemaligen Ehefrau des in C._ wohnhaften B._ und deren Tochter D._ einen gemeinsamen Haushalt. Die Regelung der Obhut über die gemeinsame Tochter war Gegenstand eines Zivilverfahrens vor dem Regionalgericht Imboden.
B. Mit Schreiben vom 24. November 2020 stellte A._ bei der Staatsanwaltschaft Graubünden Strafantrag gegen B._ wegen übler Nachrede, Verleumdung, Irreführung der Rechtspflege sowie "aller weiterer in Frage kommender Tatbestände".
C. Die Staatsanwaltschaft Graubünden eröffnete mit Verfügung vom 29. April 2021 eine Strafuntersuchung gegen B._ wegen übler Nachrede gemäss Art. 173 StGB (VV.2020.3359).
D. Mit Schreiben vom 7. Mai 2021 gelangte die Staatsanwaltschaft an die Oberstaatsanwaltschaft E._ und ersuchte diese um Übernahme der Strafverfolgung.
E. Die Staatsanwaltschaft E._ teilte ihrerseits mit Schreiben vom 18. Mai 2021 mit, das Verfahren übernommen sowie den Sachverhalt geprüft zu haben. Von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens sei jedoch gestützt auf § 35c des I._ Staatsanwaltschaftsgesetzes (StAG) abgesehen worden.
F. Daraufhin zeigte die Staatsanwaltschaft Graubünden in der Parteimitteilung vom 27. Juli 2021 den Abschluss des Verfahrens VV.2020.3359 an und stellte den Erlass einer Einstellungsverfügung in Aussicht. Sie verfügte gleichzeitig eine Frist von 10 Tagen für die Einreichung von Beweisanträgen.
G. Mit Schreiben vom 3. August 2021 brachte A._ diverse neue Sachverhalte zur Anzeige.
H. Mit Verfügung vom 5. November 2021, mitgeteilt am 8. November 2021, ordnete die Staatsanwaltschaft Graubünden die Einstellung des Strafverfahrens gegen B._ wegen übler Nachrede gemäss Art. 173 Ziff. 1 StGB an. Die Verfahrenskosten gingen zu Lasten des Kantons und eine Entschädigung wurde mangels nennenswerter Umtriebe des Beschuldigten nicht zugesprochen.
I. Mit Eingabe vom 12. November 2021 (Datum Poststempel: 15. November 2021) erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführer) Beschwerde an das Kantonsgericht von Graubünden. Darin beantragte er sinngemäss die Aufhebung
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der Einstellungsverfügung und die Staatsanwaltschaft sei anzuweisen, das Verfahren VV.2020.3359 fortzusetzen.
J. Mit Verfügung vom 17. November 2021 wurde der Beschwerdeführer gemäss Art. 383 Abs. 1 StPO zur Leistung einer Sicherheit von CHF 1'500.00 bis zum 29. November 2021 aufgefordert, deren Eingang fristgerecht verzeichnet werden konnte.
K. Die Staatsanwaltschaft Graubünden beantragt in ihrer Beschwerdeantwort vom 17. Dezember 2021 (Datum Poststempel: 20. Dezember 2021), auf die Beschwerde sei nicht einzutreten, da die Beschwerdeschrift die Begründungsanforderungen nicht erfülle. Eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen.
L. B._ (nachfolgend: Beschwerdegegner) liess sich zur Sache nicht vernehmen.
Erwägungen
1. Gegen Einstellungsverfügungen der Staatsanwaltschaft kann innert zehn Tagen Beschwerde erhoben werden (Art. 322 Abs. 2 i.V.m. Art. 393 Abs. 1 lit. a StPO). Zuständige Beschwerdeinstanz ist im Kanton Graubünden nach Art. 22 EGzStPO (BR 350.100) das Kantonsgericht. Art. 396 Abs. 1 StPO bestimmt, dass die Beschwerde schriftlich bei der Beschwerdeinstanz einzureichen ist. Die angefochtene Einstellungsverfügung (StA act. 28) wurde dem Beschwerdeführer am 8. November 2021 mitgeteilt. Die Einreichung der Beschwerde am 15. November 2021 (Datum Poststempel, act. A.1) erfolgte demnach fristgerecht.
2. Mit der Beschwerde können nach Art. 393 Abs. 2 StPO Rechtsverletzungen (einschliesslich Ermessenüberschreitung und Ermessensmissbrauch), Rechtsverweigerung und Rechtsverzögerung (lit. a), die unvollständige oder unrichtige Feststellung des Sachverhalts (lit. b) sowie Unangemessenheit (lit. c) gerügt werden. Die Beschwerde ist zu begründen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Anforderungen an die Begründung richten sich nach Art. 385 Abs. 1 StPO: Genau anzugeben ist, welche Punkte des Entscheides angefochten werden (lit. a), welche Gründe einen anderen Entscheid nahelegen (lit. b) und welche Beweismittel angerufen werden (lit. d). Erfüllt die Eingabe diese Anforderungen nicht, so weist die Rechtsmittelinstanz sie zur Verbesserung innerhalb einer kurzen Nachfrist zurück. Genügt die Eingabe auch nach Ablauf der Nachfrist den Anforderungen nicht, so tritt die Rechtsmittelinstanz auf das Rechtsmittel nicht ein (Art. 385 Abs. 2 StPO).
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Die Beschwerdebegründung hat sich zumindest in minimaler Form mit der angefochtenen hoheitlichen Verfahrenshandlung auseinanderzusetzen (KGer GR SK2 20 50 v. 7.1.2021 E. 2 m.H. auf Patrick Guidon, Die Beschwerde gemäss Schweizerischer Strafprozessordnung, Zürich 2011 [zit. Beschwerde], N 392). Die Beschwerdemotive müssen auch in Laienbeschwerden bis zum Ablauf der zehntägigen Beschwerdefrist so konkret dargelegt werden, dass ersichtlich ist, welche Punkte des angefochtenen Entscheids beanstandet werden und inwiefern dieser abgeändert werden soll (BGer 6B_182/2020 v. 6.1.2021 E. 2.5; Patrick Guidon, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014 [zit. Basler Kommentar], N 9e zu Art. 396 StPO). Sind im Entscheid mehrere selbständige Begründungen für denselben Gegenstand enthalten, muss sich grundsätzlich auch die Begründung des Rechtsmittels mit allen auseinandersetzen. Ansonsten ist gestützt auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung davon auszugehen, dass der Rechtssuchende die übrigen Begründungen akzeptiert; es kann ein Nichteintretensentscheid ergehen (BGE 133 IV 119 E. 6.3 = Pra 2007 Nr. 129). Die Ansetzung einer Nachfrist i.S.v. Art. 385 Abs. 2 StPO ist in denjenigen Fällen geboten, in welchen die Unregelmässigkeit sofort erkennbar ist und durch entsprechenden Hinweis an die betreffende Partei verbessert werden kann, ein Nichteintreten mit anderen Worten überspitzt formalistisch wäre. Die Rechtsmittelinstanz hat nicht dafür besorgt zu sein, dass der Rechtsmittelkläger die optimale Begründungsargumentation vorlegt (Martin Ziegler/Stefan Keller, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar zur Schweizerischen Strafprozessordnung, 2. Aufl., Basel 2014, N 4 zu Art. 385 StPO). Mit der ratio legis von Art. 385 Abs. 2 StPO nicht vereinbar wäre, wenn die Möglichkeit zur Verbesserung der Eingabe letztlich zu einer Verlängerung der Beschwerdefrist führte. Dies käme einer Umgehung von Art. 89 Abs. 1 StPO gleich, wonach gesetzliche Fristen nicht erstreckt werden können (so bereits KGer SK2 15 18 v. 17.9.2015 E. 3.4; BGer 6B_182/2020 v. 6.1.2021 E. 2.5).
2.1. Die Staatsanwaltschaft begründete ihren Entscheid, das Verfahren VV.2020.3359 einzustellen, in der Verfügung vom 5. November 2021 (act. B.1; StA act. 28) einlässlich, wobei sich im Wesentlichen vier selbständige Begründungen entnehmen lassen.
2.1.1. In Bezug auf das mit Strafantrag vom 24. November 2020 vom Beschwerdeführer vorgebrachte inkriminierte Verhalten – also die Verleumdungen und Anschuldigungen in zwei Eingaben an das Regionalgericht Imboden vom 22. September 2020 (StA act. 3) und vom 29. Oktober 2020 (StA act. 4) – stützt
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die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens auf Art. 319 Abs. 1 lit. e i.V.m. Art. 8 Abs. 3 und 4 StPO (siehe dazu E. 2 und 3 der Einstellungsverfügung, act. B.1 und StA act. 28). Nach den genannten Bestimmungen kann die Staatsanwaltschaft von der Strafverfolgung absehen und die Einstellung des Verfahrens verfügen, wenn die Straftat bereits von einer ausländischen Behörde verfolgt oder die Verfolgung an eine solche abgetreten wird und keine überwiegenden Interessen der Privatklägerschaft entgegenstehen. Da der Beschuldigte die Schreiben an seinem Wohnort in F._ verfasst habe und in C._ wohnhaft sei, habe die Staatsanwaltschaft Graubünden die Oberstaatsanwaltschaft E._ um Übernahme der Strafverfolgung ersucht (StA act. 7). Die Staatsanwaltschaft E._ habe diese sodann übernommen, von der Einleitung eines Ermittlungsverfahrens jedoch abgesehen, weil es sich beim Delikt der üblen Nachrede um ein Privatanklagedelikt handle und ein Anfangsverdacht für eine durch die Staatsanwaltschaft zu verfolgende Handlung (Offizialdelikt) aus dem Sachverhalt nicht habe erkannt werden können (vgl. auch StA act. 8). Als Privatanklagedelikte würden im I._ Strafrecht strafbare Handlungen bezeichnet, die nicht von der Staatsanwaltschaft, sondern vom Geschädigten selbst gerichtlich verfolgt würden. Der Beschwerdeführer habe entsprechend die Möglichkeit, bzw. – wolle er das inkriminierte Verhalten verfolgt wissen – die Obliegenheit, eine Privatanklage beim zuständigen Gericht anzustrengen. Es habe ihm offen gestanden und sei ihm ohne Weiteres zuzumuten gewesen, seine Interessen im Privatanklageverfahren weiter zu verfolgen. Dies wäre ihm auch vor dem Hintergrund der noch laufenden einjährigen Verjährungsfrist (§ 57 des I._ Strafgesetzbuchs [nachfolgend: StGB _]) möglich gewesen. Einem Absehen von der weiteren Strafverfolgung in der Schweiz stünden somit keine überwiegenden Interessen der Privatklägerschaft entgegen.
2.1.2. Mit Schreiben vom 3. August 2021 (StA act. 13) legte der Beschwerdeführer dem Beschwerdegegner die Begehung weiterer Ehrverletzungsdelikte zur Last. Er soll am 24. Juli 2020 (StA act. 14), am 5. August 2020 (StA act. 15) und am 26. Oktober 2020 dem Regionalgericht Imboden persönlich Dokumente übergeben haben, welche die ihm zur Last gelegten Tatbestände beinhalteten. Diesbezüglich führte die Staatsanwaltschaft aus, die vom Beschwerdegegner verfassten Eingaben vom 24. Juli 2020 und vom 5. August 2020 enthielten keine direkten Vorwürfe gegen den Beschwerdegegner und seien daher nicht relevant (siehe E. 4b der Einstellungsverfügung, act. B.1 und StA act. 28). Aus der per Post versandten Gefährdungsmeldung vom 29. Oktober 2020 (StA act. 4 und 17) ergebe sich zwar, dass der Beschwerdegegner am 26. Oktober 2020 beim Gericht in G._ gewesen sei,
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wobei aber der Inhalt eines angeblich stattgefundenen Gesprächs unbekannt sei. Zur Prüfung einer strafbaren Handlung sei daher einzig auf das in C._ verfasste Schreiben vom 29. Oktober 2020 (dazu vorstehend E. 2.1.1) abzustellen. Für die Übernahme des Strafverfahrens durch die I._ Behörden sei überdies nicht erforderlich, dass die Taten (ausschliesslich) in C._ begangen worden seien, sondern es sei in Berücksichtigung von Art. 88 IRSG (SR 351.1) vielmehr auf den Aufenthaltsort des Beschuldigten abzustellen.
2.1.3. Der Beschwerdeführer legte dem Schreiben vom 3. August 2021  Chatnachrichten zwischen dem Beschwerdegegner und dessen ehemaligen Ehefrau vom Juli bis Oktober 2020 ins Recht (vgl. StA act. 16), welche Drohungen enthalten sollen. Auch machte der Beschwerdeführer geltend, er sei am 20. September 2020 vom Beschwerdegegner verbal beschimpft und beleidigt worden (vgl. StA act. 13, S. 2). Bezüglich beider Sachverhalte hielt die Staatsanwaltschaft in E. 4c und d der Einstellungsverfügung (act. B.1; StA act. 28) fest, die Strafantragsfrist von drei Monaten sei bereits verstrichen, weshalb das Verfahren in der Schweiz einzustellen sei.
2.1.4. Schliesslich führte die Staatsanwaltschaft aus, den Ausführungen des Beschwerdeführers in der Eingabe vom 3. August 2021, wonach sich B._ der Entführung eines minderjährigen Kindes schuldig gemacht haben soll, sei kein hinreichender Tatverdacht zu entnehmen. Das Vorbringen sei auch nicht weiter konkretisiert worden (act. B.1 und StA act. 28 jeweils E. 4e).
2.1.5. Zu den Vorbringen des Beschwerdeführers in seinem Schreiben vom 3. August 2021 sei an dieser Stelle bemerkt, dass es sich dabei entgegen den Ausführungen der Staatsanwaltschaft nicht um (sinngemäss als solche zu behandelnde) Beweisanträge handelt. Es wurden vom Beschwerdeführer vielmehr neue Tatvorwürfe erhoben. Aus der Einstellungsverfügung geht denn auch hervor, dass die einzelnen Vorwürfe zum Gegenstand des Verfahrens gemacht worden sind, ohne dieses vorgängig formell auszudehnen. Die Einstellung des Verfahrens auch in Bezug auf die besagten neuen Tatvorwürfe zu prüfen, war daher richtig. Es waren jedoch entgegen E. 4a und f der Einstellungsverfügung keine Beweisanträge vorhanden, die abzulehnen waren.
2.2.1. In Bezug auf die Begründung der Beschwerde ist zunächst festzuhalten, dass sich darin keine Anträge befinden, die als solche gekennzeichnet sind. Die Eingabe enthält ausschliesslich eine Begründung im engeren Sinne. Dies schadet jedoch nicht, verfährt die Praxis bei Laieneingaben doch grosszügig. Der Antrag muss sich – ohne ausdrücklich formuliert worden zu sein – sinngemäss den Akten
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bzw. durch Auslegung aus der übrigen Begründung entnehmen lassen (Ziegler/Keller, a.a.O., N 1b zu Art. 385 StPO; Guidon, Basler Kommentar, N 9e zu Art. 396 StPO). Vorliegend lassen sich die Anträge den Ziff. 13 und 14 der Begründung entnehmen, welche so zu verstehen sind, dass der Beschwerdeführer die Aufhebung der Einstellungsverfügung, verbunden mit der Anweisung an die Staatsanwaltschaft, das Verfahren Pr. Nr. VV.2020.3359 fortzusetzen, begehrt.
2.2.2. Der Beschwerdeführer geht auf die Erwägungen der angefochtenen Verfügung der Staatsanwaltschaft fast gar nicht ein. Immerhin in Ziff. 8 seiner Beschwerde (act. A.1) nimmt er wohl auf die Erwägungen 4c und d der Einstellungsverfügung Bezug (ohne diese allerdings ausdrücklich zu erwähnen): Er behauptet, dass der Strafantrag für "die Antragsdelikte" fristgerecht gestellt worden sei. Gemeint sein dürfte damit der Strafantrag vom 3. August 2021 (betreffend Drohungen in den Textnachrichten vom Juli bis Oktober 2020 sowie betreffend verbale Beschimpfungen und Beleidigungen vom 20. September 2020), welchen die Staatsanwaltschaft als verspätet erachtete. Damit bestreitet der Beschwerdeführer implizit die Begründung der Staatsanwaltschaft. Blosse Bestreitungen genügen der erforderlichen Substantiierung jedoch nicht. Die Beschwerdebegründung hat sich zumindest in minimaler Form mit der angefochtenen Verfahrenshandlung auseinanderzusetzen. Der Beschwerdeführer hat darzulegen, welche Gründe einen anderen Entscheid nahelegen, und auf welche Beweismittel er sich dabei stützt. Daran mangelt es, wenn die Richtigkeit der tatsächlichen oder rechtlichen Erwägungen in der angefochtenen Verfügung einfach bestritten oder das Gegenteil behauptet wird (Guidon, Beschwerde, N 392).
Ebenso als implizite Bestreitung der in E. 2 und 3 der angefochtenen Verfügung enthaltenen Begründung lässt sich Ziff. 9 der Beschwerde verstehen, wo der Beschwerdeführer behauptet, die Zuständigkeit der Strafverfolgungsbehörden im Kanton Graubünden sei deshalb gegeben, weil der Beschwerdegegner erwiesenermassen eine Zustelladresse in der Schweiz bekannt gegeben habe. Damit geht er aber mit keinem Wort auf die Erwägungen der Staatsanwaltschaft zur Frage ein, weshalb von einer weiteren Verfolgung in der Schweiz abzusehen sei. Warum die Begründung eines Zustellungsdomizils daran etwas ändern sollte, führt der Beschwerdeführer nicht aus. Das ist im Übrigen auch nicht nachvollziehbar, nachdem Parteien mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Ausland gemäss Art. 87 Abs. 2 StPO grundsätzlich gehalten sind, in der Schweiz ein Zustellungsdomizil zu bezeichnen. Die Begründung einer
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Zuständigkeit der Schweizerischen Behörden ist damit selbstredend nicht verbunden.
Soweit der Beschwerdeführer in Ziff. 10 seiner Beschwerde behauptet, dass trotz seiner Eingabe an das Bezirksgericht H._ (act. B. 2) auch in C._ kein Verfahren gegen den Beschwerdegegner durchgeführt werde, will er womöglich geltend machen, die Voraussetzungen von Art. 8 Abs. 3 und 4 StPO für eine Einstellung des Verfahrens seien nicht erfüllt. Damit würde er Bezug auf Erwägung 3 der angefochtenen Verfügung nehmen. Allerdings liegt der vom Beschwerdeführer angesprochene Entscheid des Bezirksgerichts H._, die "elektronische Information vom 29. September 2021", nicht bei den Akten. Überhaupt nicht dargelegt wird vom Beschwerdeführer der Grund dafür, weshalb das Bezirksgericht H._ kein Verfahren gegen den Beschwerdegegner durchgeführt haben soll. Es steht damit nicht fest, ob die Behauptung des Beschwerdeführers überhaupt zutrifft und allenfalls aus welchen Gründen kein Strafverfahren durchgeführt wird, was ebenfalls wesentlich für die Beurteilung der Rechtmässigkeit der Einstellung des Verfahrens in der Schweiz wäre. Im Prinzip bestreitet der Beschwerdeführer auch in diesem Punkt lediglich die Erwägungen der Staatsanwaltschaft. Dies ist mit Blick auf das Erfordernis der Substantiierung der Beschwerdebegründung nicht ausreichend.
Mit der Begründung der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Entführung eines minderjährigen Kindes (Erwägung 4e der angefochtenen Verfügung) setzt sich die Beschwerdeschrift überhaupt nicht auseinander. Demzufolge hat sich auch die Beschwerdeinstanz nicht weiter damit zu befassen.

## Considerations