# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** de36624e-481d-489a-a51d-d32e05810fb0
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2002
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. A, geboren 1958, die 1984 das Diplom der ETH in Architektur erworben hatte, arbeitete vom 1. Februar 1992 bis 30. April 1993 als Verwaltungssekretärin in der Einschätzungsabteilung K (EA K) des Kantonalzürcher Steueramts und trat am 17. Mai 1993, nunmehr als Steuerkommissärin, erneut in diese Abteilung ein. Aufgrund einer Schwangerschaft beantragte A im August 1996 für die Zeit nach Ablauf des Mutterschaftsurlaubs die Reduktion ihres Beschäftigungsgrads auf 50 %. Ihr Gesuch wurde vom zuständigen Vorgesetzten, F, abgelehnt; ein erneutes schriftliches Gesuch vom 26. September 1996 bewilligte hingegen der Chef des Steueramtes, G. Gemäss dem mit ihr besprochenen Konzept sollte sich nach Ablauf des Schwangerschaftsurlaubs beim Chef der EA O und M melden, um einen Teilzeit-Einsatz als Steuerkommissärin in der EA M in S zu regeln. Mit Verfügung vom 18. März 1997 wurde sie ab 28. April 1997 (Ende des Schwangerschaftsurlaubs) unter Verbleib in derselben Lohnklasse (18 ES 2) in der EA M in S mit einem 50 %-Arbeitspensum eingesetzt. Im Rahmen einer Umteilungsaktion waren der EA M im Jahr 1997 vier weitere Gemeinden zugeteilt worden, nämlich T, U, V und W, deren Bearbeitung A aufgetragen wurde.
Nachdem A in der ersten Mitarbeiterbeurteilung der EA M vom 18. Februar 1998 für die Periode 28. April 1997 bis 31. Januar 1998, vorgenommen von Steuerkommissär Q, sehr gut beurteilt worden war, ergaben sich in den darauf folgenden Perioden vermehrt Spannungen zwischen A und ihren Vorgesetzten. Diese hielten ihr u.a. vor, die mengenmässigen Leistungsvorgaben nicht zu erfüllen, während A den Vorwurf erhob, dass sie durch die Zuteilung von Gemeinden mit hohem Liegenschaftenanteil und teilweise unvollständigem Aktenmaterial benachteiligt werde. In der Folge fanden verschiedene Besprechungen zwischen A und ihren Vorgesetzten statt. Mit dem Chef der EA M, H, fand am 19. März 1998 ein Gespräch statt. Mit Q, dem Teamvorgesetzten von A, fand am 31. Juli 1998 ein Gespräch statt, worin es um die Nichterfüllung der Produktionsvorgaben seit ihrem Eintritt in die EA M und die Androhung von Disziplinarmassnahmen (Verweis) ging, wie sich aus dem von beiden Parteien unterzeichneten Protokoll ergibt. A wandte sich mit einer eigenen Fassung des Protokolls vom 19. März 1998 am 18. August 1998 an Chefsteuerkommissär H und machte u.a. geltend, die ihr zugeteilten Gemeinden entsprächen nicht einem 50 %-Pensum. Die Unterzeichnung dieses Dokumentes durch H unterblieb; vielmehr brachte er an der Fassung des Protokolls von A am 18./20. September 1998 Korrekturen an. Ab November 1998 hatte A – vorerst im Sinne einer provisorischen Zuteilung – nur noch die Gemeinden U und neu X zu bearbeiten. Mit H fand am 18. Dezember 1998 ein weiteres Gespräch statt, wobei ihr ein Verweis erteilt und sie zur Erfüllung der Leistungsvorgaben ermahnt wurde.
Anfang 1999 fand – abweichend vom bisherigen Rhythmus – keine Mitarbeiterbeurteilung statt, sondern erst am 17. August 1999 für die Periode vom 1. Februar 1998 bis 30. Juni 1999. Diese fiel in der Gesamtbeurteilung nur "teilweise genügend" aus. Auch diese Beurteilung wurde von Steuerkommissär Q vorgenommen und von A unterzeichnet; sie wünschte allerdings die Überprüfung durch und ein Gespräch mit dem nächsthöheren Vorgesetzten. Dieses Gespräch fand gleichentags im Beisein von Steuerkommissär Q mit dem Chef der EA K, F, statt, der zwischen dem 15. Juni und 14. Juli 1999 gleichzeitig die EA M geführt hatte. Dabei wurde die provisorische Zuteilung der Gemeinden U und X an A für definitiv erklärt, obwohl sie sich mit dieser Zuteilung nicht einverstanden erklärt hatte. Aufgrund der im betrachteten Zeitraum als ungenügend taxierten Leistungen wurde A unter Androhung von Kündigung oder Lohnabbau eine Bewährungsfrist von drei Monaten angesetzt, um nebst anderem monatlich 150 Einschätzungen zu erledigen, wobei 90 % aller Einschätzungen bei einer Qualitätskontrolle mindestens die Qualifikation "gut" erreichen mussten. A unterzeichnete das Protokoll nicht und verlangte eine Besprechung mit dem nächsthöheren Vorgesetzten.
Am 30. August 1999 fand im Beisein der von A beigezogenen Abteilungsleiterin der Fachstelle für Gleichberechtigungsfragen, C, vor dem Chef der HAED N, D, ein weiteres Gespräch statt. A zeigte sich dabei mit der Mitarbeiterbeurteilung nicht einverstanden und sprach verschiedene Kritikpunkte an (u.a. ungerechte Arbeitszuteilung, keine repräsentative Stichprobe für die Qualitätskontrolle vom 5. Juli 1999), wozu D Stellung nahm. Auf Anraten von C nahm A das Protokoll vom 17. August 1999 am 30. August 1999 in Empfang. Sie erstellte aber am 7. September 1999 eine "berichtigte" Fassung, die auch von C unterzeichnet wurde. Hiezu verfasste D am 13. September 1999 seinerseits eine Klarstellung. Für den Zeitraum vom 17. August bis 17. November 1999 (Dreimonatsfrist gemäss den Zielvereinbarungen vom 17. August 1999) eröffnete Z als Leiterin der EA M in einem weiteren Mitarbeitergespräch am 23. November 1999 die von ihr erstellte Mitarbeiterbeurteilung. Diese, u.a. auf einer Qualitätskontrolle vom 25. Oktober 1999 basierend, fiel für A mit "teilweise genügend" und "ungenügend" wenig positiv aus. Z fasste aufgrund mangelnder Leistung und unbefriedigenden Verhaltens von A deren Kündigung ins Auge, wozu Letzterwähnter eine Frist zur Stellungnahme von 10 Tagen angesetzt wurde. Auf das Angebot einer sofortigen freiwilligen Freistellung trat A nicht ein; das Protokoll vom 23. November 1999 unterzeichnete sie nicht. Vielmehr erstellte sie wiederum eine (undatierte) Stellungnahme zum Mitarbeitergespräch vom 23. November 1999, worin sie ausführlich ihre Sicht der Dinge darstellte.

## Considerations