# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9666c429-45d4-4e9a-8f65-aea651bbd7b8
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1978, bezieht eine Rente der Invaliden
ver
sicherung und seit 2010 Ergänzungsleistungen zur AHV/IV.
Sie ist Mutter eines am 27. September 2017 geborenen Kindes (Urk.
24/
2).
Ab dem 27. November 2017 hielten sich Mutter und Kind in der Mutter-Kind-Unit des Zentrums
Z._
auf (Urk.
24/
50).
Das
Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV der Stadt Zürich (nachstehend: Durch
führungsstelle)
legte mit Verfügung
vom 11.
Dezember 2017
den Anspruch
der Versicherten auf Zusatzleistungen
für das Jahr 2018 neu fest (Urk.
8/
V23). Die dag
egen erhobene Einsprache
hiess sie mit
Einspracheentscheid
vom 22.
Fe
bruar 2018 teilweise gut
(Urk.
8/
V30). Das hiesige Gericht
wies die
Beschwerde
gegen diesen
Einspracheentscheid
mit Urteil vom
21.
Ju
n
i
2019
im Ve
rfahren ZL.2018.00018 ab (Urk.
8/232
).
Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde hiess d
as Bundesgericht mit Urteil vom 20.
Dezember 2019
teilweise
gut
und wies die Sache
an die
Durchführungsstelle
zurück, damit sie über den Leistungsan
spruch ab Januar 2018 neu entscheide (
Urk. 8/245
Dispositiv Ziff.
1 Satz 3
und 4
).
Ein dagegen erhobenes Gesuch
der Versicherten
um Berichtigung, Erläuterung be
ziehungsweise Revision wies es mit Ur
teil vom 20.
Mai 2020 ab (Urk.
8/
260).
1.2
Mit Verfügung vom 3. Februar 2020 legte d
ie Dur
chführungsstelle den Anspruch
der Versicherten auf Zusatzleistungen
von Januar bis August 2018 und
ab Januar 2020 neu fest (Urk.
8/
V50). Die dagegen am 9.
März
2020 erhobene Einsprache (Urk.
8/
255) hiess sie mit
Einspracheentscheid
vom 4.
Juni 2020 teilweise gut
(Urk. V51 = Urk. 2)
und setzte die monatlichen Zusatzleistungen von Januar bis August 2018 auf Fr. 5'098.
zuzüglich Prämienverbilligung von Fr. 505.
fest (
Urk.
8/
V52
= Urk.
3/3
je S. 4
)
.
2.
2.1
Die Versicherte erhob am
6.
Juli 2020 Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom 4.
Juni 2020 (Urk.
2) und beantragte
dessen Aufhebung und die Rück
wei
sung der
Sache
zu neuer
Entscheidung an die Durchführungsstelle (Urk.
1 S.
1 Ziff.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom 15. Juli 2020 schloss die
Durchführungs
stelle
auf
Abweisung der Beschwerde
(Urk. 7)
, was der Beschwerdeführerin am 20.
Juli 2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk.
9)
. Deren weitere Eingabe vom 10.
August 2020 (Urk.
10) wurde der Beschwerdegegnerin am 19.
August 2020 zur Kenntnis gebracht (Urk.
12).
2.2
Mit Verfügung vom 14. April 2021 wurde die Beschwerdegegnerin
aufgefordert,
zu einzelnen Punkten ihres
Einspracheentscheids
erläuternd Stellung zu nehmen (Urk. 13), welcher Aufforderung sie am
4. August 2021 nachkam (Urk. 19). Die
Beschwerdeführerin liess sich hierzu am 18. August 2021 vernehmen (Urk. 22), wa
s der Beschwerdegegnerin am 26. August 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 23).
2.3
Am 16. April 2021 wies die Beschwerdeführerin auf den Entscheid des Sozialver
sicherungsgerichts ZL.2019.00078 vom 24. Juni 2020 hin
(Urk. 15)
.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1
.1
Der
Betrag der jährlichen Ergänzungsleistung entspricht nach Art.
9
des Bundes
gesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
versicherung (
ELG
)
dem Teil der anerkannten Ausgaben, der die anrechenbaren Einnahmen übersteigt (Abs.
1). Die anerkannten Ausgaben und die anrechen
ba
ren Einnahmen von Ehegatten und von Personen mit rentenberechtigten Waisen oder mit Kindern, die einen Anspruch auf eine Kinderrente der AHV oder IV be
gründen, werden zusammengerechnet (Abs.
2 Satz 1).
Kinder, deren anrechen
bare Einnahmen die anerkannten Ausgaben übersteigen, fallen für die Berech
nung der
jährlichen Ergänzungsleistungen ausser Betracht (Abs. 4).
Um festzustellen, welche
Kinder im Sinne von Art.
9 Abs.
4 ELG bei der Berechnung ausser Betracht fallen, sind die Einnahmen und Ausgaben der Kinder, auf die dies zutreffen könnte, einander gegenüberzustellen (Art.
8 Abs.
2 Satz
2
der Verordnung über Ergän
zungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung,
ELV).
1.2
D
ie
Beschwerdegegnerin
berechnete die Zusatzleistungen
von Januar bis August 2018
für die Beschwerdeführerin und deren Kind - in analoger Anwendung von Art. 9 Abs. 3 ELG, wonach bei Ehepaaren, von denen ein Ehegatte oder beide in einem Heim oder Spital leben, die jährliche Ergänzungsleistung für jeden Ehe
gatten gesondert berechnet wird, -
separat
(vgl. Urk. 8/V52 S. 4 und Urk.
24/
V3 S. 7-9)
.
Dazu führte
sie
in ihrer Stellungnahme vom 4. August 2021 aus (Urk. 19), der Verweis auf Art. 9 Abs. 3 ELG sei falsch. Es treffe zwar zu, dass keine Re
gelung existiere, welche die Berechnung eines zusammen mit dem Kind in einem Heim wohnenden Elternteils vorgebe. Es sei aufgrund der Gesetzessystematik
indessen
klar davon auszugehen, dass der Einbezug der Kinder in die Berechnung immer nach dem Schema der Vergleichsrechnung stattzufinden habe und das
Kind bei einem Ausgabenüberschuss in die gemeinsame Berechnung miteinzu
beziehen sei. Eine gemeinsame Berechnung von im Heim lebenden Familien sei
jedoch
aus systemischen Gründen nicht durchführbar. D
a
sich aber ausser beim Vermögensfreibetrag
die gemeinsame von zwei separaten Berechnungen nicht untersch
eide
, wäre lediglich die Berechnung für die Mutter anzupassen gewesen, indem dort der Vermögensfreibetrag rechnerisch um Fr. 15'000.
(Freibetrag des Kindes) hätte erweitert werden müssen. Eine solche Anpassung erübrige sich aber, da das Vermögen der Beschwerdeführerin ohnehin unter dem Vermögensfrei
be
trag für Einzelpersonen liege (S. 1 f.
lit
. a).
1.3
Wie die Beschwerdegegnerin in ihrer Stellungnahme zu Recht anführte, sehen Gesetz und Verordnung eine separate Berechnung der Zusatzleistungen nur in den
jenigen
Fällen vor, in denen die Einnahmen des Kindes dessen Ausgaben übersteigen.
Der Grund für eine
separate Berechnung
liegt darin, dass
die berech
tigte Person keine Schlechterstellung erfährt (Urs Müller, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum ELG, 3. Auflage, Zürich 2015,
Rz
94 zu Art. 9)
, indem über
schüssige Einkünfte des Kindes ihr zugerechnet werden und sich dadurch ihr An
spruch verringert
.
Die Beschwerdegegnerin hat denn auch, wie sie in ihrer Stel
lungnahme eingeräumt hat, die Einzelberechnung aus systemischen Gründen vorgenommen.
Dies ist
grundsätzlich
kein Grund
,
von der klaren gesetzlichen Regelung abzuweichen.
1.4
Gemäss den Berechnungen, die
de
n
(
vom Bundesgericht als nichtig bezeichneten
)
Verfügung
en
vom
2. August 2018 (Urk.
24/
V1)
und 14. August 2018 (Urk.
24/
V3)
zugrunde
lagen,
lagen die anerkannten Ausgaben des Kindes während de
s Auf
ent
halts im Zentrum
Z._
von Januar bis August 2018 über den anerkannten Einnahmen (S. 7-9), weshalb das Kind
für diese Periode
in die Berechnung der Zusatzleistungen der Mutt
er
für diese Periode
einzubeziehen ist
.
Da
die Ver
fügungen vom 2. und vom 14. August 2018
betreffend das Kind
nichtig sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_628/2019 vom 20. Dezember 2019 E. 3.2.2),
genügt es nicht, lediglich den Vermögensfreibetrag
in der Berechnung der Mutter
zu erhöhen, sondern es hat eine vollständige Berechnung des Zusatzleistungsan
spruchs der Beschwerdeführerin unter Zusammenrechnung der anerkannten Ein
nahmen und Ausgaben der Beschwerdeführerin
und des
Kindes zu erfolgen.
2
.
2.
1
Bei Personen, die dauernd oder längere Zeit in einem Heim oder Spital leben, wird als Ausgaben unter anderem ein vom Kanton zu bestimmender Betrag für persönliche Auslagen berücksichtigt (Art. 10 Abs. 2
lit
. b ELG).
Der Betrag für die
persönlichen Auslagen umfasst das Taschengeld und weitere Ausgaben wie Kleider, Toilettenartikel, Zeitungen, Steuern und Ähnliches (Ziff. 3330.01 der Wegleitung des Bundesamtes für Sozialversicherung über die Ergänzungs
leis
tungen zur AHV und IV, WEL).
Gestützt auf Art. 10 Abs. 2
lit
. b ELG hat d
er Kanton Zürich § 11 Abs. 2
des
Zusatzleistungsgesetzes
(
ZLG
) erlassen.
Gemäss dieser Bestimmung wird für persönliche Auslagen nach Art. 10 Abs. 2
lit
. b ELG höchstens ein Drittel des Betrag
e
s für den allgemeinen Lebensbedarf für Alleinstehende gemäss Art. 10 Abs. 1
lit
.
a
Ziff. 1 ELG anerkannt. § 11 Abs. 2 ZLG wird durch § 2
der Zusatz
leistungsverordnung (
ZLV
)
konkretisiert. Danach wird der Betrag für persönliche Auslagen nach den persönlichen Bedürfnissen der anspruchsberechtigten Person bemessen und beträgt mindestens
einen Drittel
des Höchstbetrages nach § 11 Abs. 2 ZLG.
2
.2
Die Beschwerdegegnerin rechnete der Beschwerdefü
hrerin
für persönliche Aus
lagen
einen Betrag von Fr. 6'400
.
pro Jahr
an (
Urk. 2 Ziff. 6 und
Urk.
8/52 S.
4
). Mit Stellungnahme vom 4. August 2021 räumte sie ein, korrekterweise
hätte
der Beschwerdeführerin ein Betrag von Fr. 6'430.
an
gerechnet werden müssen (Urk. 19 S. 2).
Für das Kind sah sie einen Betrag von Fr. 2'143.
vor (Urk.
24/
V3 S. 7-9).
Die Beschwerdeführerin
wandte dagegen ein, ihr und ihrem Sohn fielen
während des Heimaufenthalts
die gleich hohen Kosten für den allgemeinen Lebensbedarf an wie zu Hause, weshalb ihr und ihrem Sohn je der maximale Betrag für per
sönliche Auslagen von Fr. 6'430.
anzurechnen sei (Urk. 1 S. 7 unten).
2
.3
Die Beschwerdegegnerin anerkannte, dass der Beschwerdeführerin Fr. 6'430.
für persönliche Auslagen anzurechnen seien. Dies entspricht einem Drittel des im Jahr 2018 gültig gewesenen Betrags für den allgemeinen Lebensbedarf einer alleinstehenden Person und dem kantonalzürcherischen Höchstbetrag (vgl. vor
stehende E.
2
.1).
Eine Bemessung nach den persönlichen Bedürfnissen erübrigt sich, nachdem die Beschwerdegegnerin vom Anspruch auf den Höchstbetrag aus
gegangen ist.
Was den Betrag für den Sohn der Beschwerdeführerin betrifft
, entspricht die an
gerechnete Pauschale
für persönliche Auslagen von Fr. 2'143.
einem
Drittel des Höchstbetrags
und damit dem Mindestbetrag
.
Da der Sohn
der Beschwer
de
führer
in
sich in der strittigen Periode am Anfang seines Lebens
befand, ist bei
ihm gegenüber einer erwachsenen Person von einem verminderten Verwen
dung
s
bedarf auszugehen.
Es ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwer
de
geg
nerin
vom Mindestbeitrag
von
Fr. 2'143.
ausgegangen ist, zumal die Beschwer
deführerin keine effektiv angefallenen Auslagen geltend gemacht hat
.
3
.
3
.1
Bei Personen, die dauernd oder längere Zeit in einem Heim oder Spital leben, werden unter anderem die Tagestaxe als Ausgabe anerkannt; die Kantone können die Kosten begrenzen, die wegen des Aufenthaltes in einem Heim oder Spital berücksichtigt werden; sie sorgen dafür, dass durch den Aufenthalt in einem anerkannten Pflegeheim in der Regel keine Sozialhilfe-Abhängigkeit begründet wird (Art. 10 Abs. 2
lit
. a ELG). Diese Bestimmung ist sinngemäss auch bei Kindern anwendbar, welche unter Art. 7 Abs. 1
lit
. c ELV fallen (Urteil des Bun
desgerichts 9C_334/2014
vom 10. November 2014 E. 4.1).
Als Heim im Sinne von Art.
10 Abs.
2
lit
.
a ELG gilt jede Einrichtung, die ent
weder von einem Kanton als Heim anerkannt wird oder über eine kantonale Betriebsbewilligung verfügt (Art.
25a Abs.
1 ELV
in Verbindung mit
Art.
9 Abs.
5
lit
.
h ELG; BGE 141 V 255 E. 2.3 S. 260; 139 V 358).
Das Zentrum
Z._
, Mutter-
Kind-Units
, in welche
m
die Beschwerdeführerin mit ihrem Kind in der strittigen Periode untergebracht war, ist ein
e vom Amt für Jugend- und Berufs
beratung
im Sinne von § 1
lit
. d
ZLV
anerkannte
Einrichtung (vgl. Urk. 8/150
und
Verzeichnis der Kinder-
und Jugendheime
des Amt
e
s für Jugend und Berufs
beratung
).
Gemäss § 11 Abs. 1 des Zusatzleistungsgesetzes (ZLG) kann die zuständige Direk
tion des Regierungsrates die anrechenbaren Heim- und Spitalkosten nach Art. 10 Abs. 2
lit
. a ELG begrenzen, wobei sie sich an den Vorgaben für die Taxgestaltung für Einrichtungen, die vom Kanton mitfinanziert werden
,
orientiert.
Während die
Heimtaxe
für Personen in
weiteren
zusatzrechtlich anerkannten Heimen gemäss § 1
lit
. f ZLV maximal Fr. 175.
pro Tag beträgt (Ziff. 2.3.6 der Weisungen des Kantonalen Sozialamtes zum Vollzug der Zusatzleistungen zur AHV/IV vom 2
7
. März 2013, im Folgenden: Weisungen), entspricht die
zu berücksichtigende
Heimtaxe
für fremdplatzierte Kinder in Kinder- und Jugendheimen gemäss § 1
lit
. d ZLV maximal
der
jeweilige
n
von der Bildungsdirektion des Kantons Zürich anerkannte
n
Versorgertaxe (Ziff. 2.3.4 Abs. 1
der Weisungen
). Gemäss § 4 der Verordnung über die Versorgertaxen in be
i
tragsberechtigten Sonderschulen, Schulheimen, Kinder- und
Jugendheimen sowie Spitalschul
en
(im Folgenden: Versorgertaxverordnung)
beträgt die Versorgertaxe für ein Kind im
vollbetreuten Kind-Eltern-Angebot Fr. 245.
pro Tag
beziehungsweise
Fr. 88'200.
pro Jahr
(Ziff. 4.1) und im teilbetreuten
Kind-Eltern-Angebot Fr. 120.
pro Tag
bezie
hungsweise
Fr. 43'200.
pro Jahr
(Ziff. 4.2)
.
3
.2
Die Beschwerdegegnerin berücksichtigte für die Beschwerdeführerin eine Tages
taxe von Fr. 175.
(Urk. 8/50). Die Beschwerdeführerin wandte dagegen ein (Urk. 1), es sei ihr
eine Tagestaxe von
Fr. 295.
pro Tag
in Rechnung gestellt
worden, welche auch in der Zusatzleistungsberechnung zu berücksichtigen sei (S. 11).
Für das Kind betrug die
in Rechnung gestellte
Tagestaxe Fr. 245.
, welche auch in der Zusatzleistungsberechnung zu berücksichtigen sei (S. 8).
Die Mutter-K
ind-Unit des
Z._
figurier
e auf der Liste der Kinder- und Jugend
heime, dementsprechend müsse auch der Tarif für Kinder- und Jugendheime im Sinne von §
1
lit
. d ZLV anerkannt werden
(S. 11)
.
3.3
Gemäss § 2 der Verordnung über die Jugendheime gelten a
ls Jugendheim
e
Ein
richtungen, die dazu bestimmt sind, mehr als fünf Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis zum vollendeten 22. Altersjahr während mindestens fünf Tagen und Nächten in der Woche zur Erziehung, Betreuung, Beobachtung oder Erholung
auf
zu
nehmen, insbesondere auch Lehrlings- und Schülerheime, Pflegekinder
gros
s
familien und ähnliche Einrichtungen (Abs. 1
).
Heime, die nur teilweise der Jug
end
hilfe oder der Betreuung jun
ger Erwachsener bis zum vollendeten 22. Altersjahr dienen, sind nur für diesen Anteil dem Gesetz unterstellt
(Abs.
3
)
.
Auch wenn die Mutter-
Kind-Units des Zentrums
Z._
im Verzeichnis der Kinder- und Jugendheime enthalten sind, ändert dies nichts an der Tatsache, dass die 1978 geborene Beschwerdeführerin nicht mehr als Bewohnerin eines Jugend
heims gilt
. Dementsprechend wurde im Gesuch um Kostengutsprache des Zen
trums
Z._
auch vermerkt, dass volljährige Mütter nicht subventionsbe
rech
tigt seien (Urk.
24/
5
0/
1
)
, weshalb sich die für sie anrechenbare Höchsttaxe nicht nach § 1
lit
. d ZLV richtet
, sondern
ihr analog zu Bewohnerinnen
in sozialen Einrichtungen gemäss § 1
lit
. f ZLV
die
Höchsttaxe
von Fr. 175.
gemäss Ziff.
2.3.6 der Weisungen
anzurechnen
ist
.
3.4
Laut den Abrechnungen des Zentrums
Z._
wurde für das Kind von Januar bis August 2018 eine Tagestaxe von Fr. 245.
in Rechnung gestellt (Urk.
24/
13-14, Urk.
24/
16,
24/
51
). Dies entspricht
der Tag
e
staxe
in einem vollbetreuten Kind-Eltern-Angebot
gemäss § 4 Ziff. 4.
1
der Versorgertaxverordnung. Gemäss der Be
gründung des Regierungsrats zur Versorgertaxverordnung
in beitragsbe
rech
tig
ten Sonderschulen, Schulheimen, Kinder- und Jugendheime
n
sowie Spital
schulen
vom 12. April 2018 (Amtsblatt des Kantons Zürich, Nr. 16 vom 20. April
2018
, Meldungsnummer: 00234577) werden Kind-Eltern-Einrichtungen ab 1. Januar 2018 als Kinderheime qualifiziert, bei denen zusätzlich zu den Kindern in der
Regel ein Elternteil mit aufgenommen wird. Es handle sich um Angebote einer stationären Vollbetreuung der Kinder zusammen mit ihren Eltern. Die Einrich
tungen seien verpflichtet, die Kinder auch bei einer vorübergehenden Abwesen
heit oder einem Aufenthaltsabbruch der Eltern umfassend zu betreuen und zu fördern, bis
ei
ne dem Kindeswohl entsprechende Lösung gefunden werden könne. Demzufolge s
ei
für die Kinder in solchen vollbetreuten Kind-Eltern-Angeboten die Taxe für die Vollbetreuung in Kleinkindheimen von Fr. 245.
pro Tag anzu
wenden. Daneben gebe es Angebote, bei denen die Eltern und das Kind nur noch zeitweise professionell begleitet würden (teilbetreute Kind-Eltern-Angebote). Für
diese Angebote komme für
das
Kind eine verringerte Taxe von Fr. 120
.
(bisherige Taxe für das Kind im Mutter-Kind-Angebot
)
zur Anwendung
(
Ziff. 2).
Der Aufenthalt der Beschwerdeführerin im Mutter-Kind-Unit des
Z._
ent
sprach einer Vollbetreuung (vgl. Urk.
24
/10/1), weshalb für das Kind die Taxe von Fr. 245.
pro Tag beziehungsweise Fr. 88'200.
pro Jahr anzurechnen ist
(
vgl.
vorstehende E. 3.1
).
4
.
4
.1
4
.1.1
Laut § 13 Abs. 1 ZLG
setzt die Ausrichtung von Beihilfen voraus, dass die Person die Voraussetzungen für Ergänzungsleistungen gemäss Art. 4-6 ELG und die Karenzfrist erfüllt. Die Beschwerdeführerin erfüllt diese Voraussetzungen unbe
strittenermassen.
4
.1.2
Bei Personen, die dauernd oder längere Zeit in einem Heim oder Spital leben
,
wird ein Fehlbetrag in der Bedarfsrechnung, welcher durch die jährliche Ergän
zungsleistung nicht gedeckt wird, bis zum Höchstbetrag der Beihilfe gedeckt (§ 17 Abs. 2
ZLG
).
4
.2
Die Beschwerdegegnerin brachte zusammengefasst vor (Urk. 19), seit 2008 dü
rften die Kantone die Heimtaxen auf einfache, wirtschaftliche und zweckmässige Leis
tungs
erbringung begrenzen. Der Kanton lege zudem die Heimtaxenobergrenze fest. Da die Tagestaxe die (einzig) anerkannte Ausgabe für die Berechnung der Zusatzleistungen für Heimbewohnerinnen bilde, könne § 17 Abs. 2 ZLG system
bedingt nicht mehr angewendet werden (S. 3).
Dagegen wandte die Beschwerdeführerin ein (Urk. 1), weder im ZLG,
in der
ZLV noch in den
kantonalen
Weisungen sei geregelt, was unter einem Fehlbetrag in der Bedarfsrechnung bei Heimbewohnerinnen zu verstehen sei. Angesichts der
Begrenzung der anerkannten Tagestaxe und der Begrenzung des Betrag
e
s für per
sönliche Auslagen und de
s
Umstand
s
, dass bei zu Hause wohnenden Personen bei der Berechnung der kantonalen Beihilfe die vom ELG anerkannten Ausgaben erhöht würden, dränge es sich auf, dass
bei
Heimbewohnerinnen zwischen den tatsächlich vom Heim verrechneten und den maximal anerkannten Tagestaxen ein Fehlbetrag entstehe (S. 15).
4
.3
Das System der Zusatzleistungen richtet sich nach den anerkannten Ausgaben (Art. 10 ELG) und den anrechenbaren Einnahmen (Art. 11 ELG) und deckt grund
sätzlich daraus resultierende Fehlbeträge ab - sei es unter dem Titel Ergän
zungsleistungen, kantonale Beihilfen oder Gemeindezuschüsse. Zu beachten und entscheidend ist, dass sich aufgrund des Systems der Ergänzungsleistungen der massgebliche, als Ergänzungsleistung auszurichtende Betrag nicht nach den individuellen persönlichen Bedürfnissen der ansprechenden Person richtet, son
dern eben im Rahmen der Art. 10 und 11 ELG gesetzlich festgelegt ist und von den Durchführungsstellen grundsätzlich gleich festgesetzt wird.
Nachdem § 17 ZLG auf die Bedarfsrechnung nach ELG verweist, werden auch bei der Berech
nung der Beihilfen die nach ELG
anrechenbaren
Ausgaben und Einnahmen ein
ander gegenübergestellt
, was dazu führt, dass b
ei der Beschwerdeführerin bei der Berechnung der
Zusatz
leistungen nur die vom Kanton Zürich anerkannten
und nicht die effektiven
Heimtaxen als anrechenbare Ausgaben
zu berücksichtigen
sind
.
A
ufgrund des klaren Verweises
in § 17 ZLG
ist
eine Berücksichtigung der tatsächlich zu bezahlenden Tagestaxen bei der Berechnung der Beihilfen aus
geschlossen.
5
.
5
.1
Laut §
19
a ZLG
wird
der fehlende Bedarf
für Personen, die dauernd oder längere Zeit in einem Heim oder Spital gemäss ELG leben und deren Ergän
zungs
leis
tungen und Beihilfen nicht ausreichen, durch Zuschüsse gedeckt, sofern die Ver
mögensfreibeträge nach Art. 11 Abs. 1
lit
. c und Art. 11 Abs. 1
bis
ELG nicht über
schritten werden (Abs. 1). Die Verordnung des Regierungsrates regelt das Nähere,
insbesondere die K
a
renzfrist
und die Anrechnung
von Vermögen und Vermö
gens-
und Einkommensentäusserungen (Abs. 2 Satz 1).
Gemäss § 20
ZLV
werden Zuschüsse an Personen ausgerichtet, welche die An
spruchsvoraussetzungen von Art.
4
, 5 und 32 ELG sowie von § 13 ZLG erfüllen und deren tatsächlicher Aufenthalt und zivilrechtlicher Wohnsitz sich im Kanton Zürich befinden (Abs. 1). Das Kantonale Sozialamt kann Weisungen über Aus
nah
men und zur Anrechenbarkeit von Kosten erlassen (Abs. 2).
Gemäss Ziff. 2.5 der Weisungen haben unter anderem EL-beziehende Personen in Heimen gemäss § 1
lit
. f ZLV keinen Anspruch auf Zuschüsse gemäss § 19a ZLG.
5
.2
Verwaltungsweisungen richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entschei
dung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben dar
stellen. Insofern wird dem Bestreben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwendung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 133 V 587 E. 6.1; 133 V 257 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 133 II 305 E. 8.1).
5
.3
Laut der Botschaft zur im Zuge der Schaffung des nationalen Finanzausgleichs (NFA) und der Revision des ELG erforderlichen Revision des ZLG führte der Regierungsrat aus
(Amtsblatt des Kantons Zürich 2008)
,
dass es trotz des Wegfalls der Obergrenzen für die jährlichen Ergänzungsleistungen einzelne Fälle geben werde, in denen Zusatzleistungsbezügerinnen und -bezüger in Heimen unge
deckte Restkosten aufweisen werden, die weder durch die Ergänzungsleistungen noch durch Beihilfe gedeckt werden könnten. Ein Instrument zur Deckung von offenen Restkosten bei lang dauernden Heim- und Spitalaufenthalten sei not
wendig. Namentlich in Anwendung von Art. 7 des Bundesgesetzes über die Insti
tutionen zur Förderung der Eingliederung von invaliden Personen (IFEG) sei der Aufenthalt in einer anerkannten Institution so zu regeln, dass keine invalide Person deswegen Sozialhilfe benötige. Die Zuschüsse sollen aus sozialpolitischen
Gründen die Sozialhilfebedürftigkeit in fas
t
allen zusatzleistungsrechtlichen Heim
fällen verhindern, so vor allem beim
A
ufenthalt in einer anerkannten Institution nach Art. 7 IFEG, aber auch dann, wenn Zusatzleistungsber
e
chtigte mit einer Alters- oder
Hinterlassenenrente
, die dauernd oder längere Zeit in einem Heim oder Sp
i
tal leb
en, auf eine Restfinanzierung nach § 19a angewiesen seien.
Angesichts der in der Botschaft dargelegten Absicht des Regierungsrates ist der Ausschluss von EL-beziehenden Personen in Heimen gemäss § 1
lit
. f ZLV von den Zuschüssen gemäss § 19a ZL
G
nicht zu beanstanden, sollten mit dessen Einführung doch nicht alle Heimbewohner, sondern vor allem Heimbewohner in IV-Einrichtungen und Leistungsberechtigte in Alters- und Pflegeheimen vor dem Gang zur Sozialhilfe
bewahrt
werden.
Dies deckt sich auch mit der Absicht in Art. 10 Abs. 2
lit
.
a
ELG, wonach eine Sozialhilfe-Abhängigkeit nicht in jedem Fall, sondern nur in der Regel, abgewendet werden soll (vgl. vorstehende E. 3.1)
Mit der Anrechnung der Tagestaxe von Fr. 245.
für das Kind (vgl. vorstehende E. 3.4) entstehen für dieses ohnehin keine ungedeckten Heimkosten.
Der An
spruch auf Zuschüsse wurde zu Recht verneint.
6
.
6
.1
Die Stadt Zürich gewährt Gemeindezuschüsse zu den Zusatzleistungen, wobei die
Gemeindezuschüsse aus jährlichen Gemeindezuschüssen, Pflegekostenzu
schüssen
, Einmalzulagen und ausserordentlichen Gemeindezuschüssen bestehen (Art. 1 der Zusatzleistungsverordnung der Stadt Zürich; im Folgenden: ZLVZ).
Jährliche Gemeindezuschüsse werden Personen, die dauernd oder für längere Zeit in einem Heim oder Spital leben, gewährt, wenn ein Fehlbetrag in der Bedarfs
rechnung durch die jährliche Ergänzungsleistung und die gesetzliche Beihilfe nicht gedeckt wird (Art. 4 Abs. 3 ZLVZ). Pflegekostenzuschüsse werden
,
sofern die übrigen Voraussetzungen erfüllt sind, an Personen ausgerichtet, die sich dau
ernd in einem Pflegeheim oder Wohnheim für Behinderte aufhalten (Art. 8 Abs. 1 ZLVZ)
. Eine angemessene Einmalzulage kann Personen mit Anspruch auf den jährlichen Gemeindezuschuss Ende jeden Kalenderjahres ausgerichtet werden (Art. 10 ZLVZ). Ausserordentliche Gemeindezuschüsse können zur Überbrückung einmaliger und wegen besonderer Umstände eingetretener Notlagen gewährt werden (Art. 11 Abs. 1 ZLVZ).
6
.2
Wie bereits dargelegt, weist die Bedarfsrechnung der Beschwerdeführerin keinen Fehlbetrag aus (
vgl.
vorstehende E.
4
.3
). Aus diesem Grund besteht kein Anspruch auf jährliche Gemeindezuschüsse. Die Beschwerdeführerin hielt sich von Januar bis August 2018 zwar in einem Heim auf, jedoch nicht in eine
m
Pflegeheim oder einem Wohnheim für Behinderte, weshalb kein Anspruch auf Pflegekosten
zu
schüsse besteht. Da kein Anspruch auf den jährlichen Gemeindezuschuss besteht, entfällt auch ein Anspruch auf eine angemessene Einmalzulage. Schliesslich liegt keine wegen besonderer Umstände eingetretene Notlage vor, weshalb die Be
schwer
deführerin auch keinen Anspruch auf ausserordentliche Gemeindezu
schüsse
hat.
7
.
Z
usammenfassend
ist die Beschwerde in dem Sinne gutzuheissen, dass die Be
rech
nung der Zusatzleistungen für die Periode von Januar bis A
ugust 2018
für die Beschwerdeführerin und deren Sohn gemeinsam zu erfolgen hat
, wobei
für die Beschwerdeführerin persönliche Auslagen
von
Fr. 6'430.
(statt Fr. 6'400.
)
anzurechnen sind
. Für
das Kind
sind
bei den anerkannten Ausgaben neben einem
Betrag für persönliche Auslagen von Fr. 2'143.
sowie
der Pauschale für
die
Krankenversicherung von Fr. 1'488.
eine
Heimtaxe
von Fr. 88'200.
und bei den anrechenbaren Einnahmen von Januar bis Mai 2018 und von Juli bis August 2018 die IV-Kinderrente von Fr. 9'024.
sowie familienrechtliche Einkünfte von Fr. 8'520.
und für Juni 2018 lediglich die IV-Kinderrente von Fr. 9'024.
zu berücksichtigen
.
Diesen Beträgen entsprechend, hat die Beschwerdegegnerin die monatlichen Zusatzleistungen der Beschwerdeführerin von Januar bis August 2018 festzusetzen.
8.
S
chlie
sslich ist der Anspruch auf Parteientschädigung beziehungsweise unent
geltliche
Rechtsverbeiständung
für das
Einspracheverfahren
strittig.
Dem Ver
treter der Beschwerdeführerin wurde vom Bundesge
richt wiederholt eröffnet, dass
er mangels eines Anwaltspatent
e
s beziehungsweise Erfüllung der persönlichen Voraussetzungen für einen Registereintrag im Sinne von Art. 8 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte (BGFA) nicht als unentgeltlicher Vertreter im Sinne von Art. 37 Abs. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
(ATSG)
bestellt werden kann und der von ihm vertretenen Person aus diesem Grund bei Obsiegen auch kein Anspruch auf eine Parteientschädigung nach Art. 52 Abs. 3 ATSG zusteht (Urteil des Bundesgerichts 9C_628/2019
vom 20. Dezember 2019
E. 4). Bei dieser ein
deutigen und bekannten Rechtslage ist der Antrag auf Parteientschädigung be
ziehungsweise unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
im Verwaltungsverfahren ohne Weiterungen abzuweisen.
9.
Die Beschwerdeführerin obsiegt teilweise, weshalb sie Anspruch auf eine
Partei
entschädigung für das vorliegende Verfahren hat.
Diese wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
). Unter Berücksichtigung eines gerichtsüblichen Ansatzes von Fr.
145.
pro Stunde zuzüglich Mehrwertsteuer
sowie des nur teilweisen Obsiegens
erscheint eine
um die Hälfte reduzierte
Parteientschädigung von Fr.
4
00.
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.