# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c635e179-fdcc-40ec-becf-5bec41901183
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Urteil des Landgerichts Hamburg vom 24. Februar 2006 wurde A. verurteilt, an die B. (nachfolgend B.) € 8‘489‘956.20 nebst 5% Zinsen über dem Basiszinssatz seit dem 4. August 2004 zu zahlen, Zug um Zug gegen Übertragung von 5‘145‘428 Aktien der C. Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg. Überdies hatte A. die Kosten des Rechtsstreits zu tragen. Dieses Urteil war gegen Sicherheitsleistung in Höhe von 110% des jeweils zu vollstreckenden Betrags vorläufig vollstreckbar. Mit Beschluss vom 28. März 2006 setzte das Landgericht Hamburg die von A. an die B. zu erstattenden Kosten auf € 148‘378.00 nebst einer Verzinsung von 5% über dem Basiszinssatz seit dem 17. März 2006 fest.
In einem Schreiben zuhanden eines Mitglieds des Vorstands der B. vom 11. April 2006 belegte Rechtsanwalt D. namens seines Mandanten und unter Beilage einer Erklärung des Vermögensverwalters der E. AG sowie dem dazugehörigen Geschäftsbericht der F. AG, dass A. über die streitbefangene Klagesumme hinaus solvent beziehungsweise leistungsfähig sei. Ebenso wenig beabsichtige er, sich Verpflichtungen aus einem rechtskräftigen Urteil zu entziehen.
Die von A. gegen das Urteil des Landgerichts Hamburg erhobene Berufung wurde vom Hanseatischen Oberlandesgericht mit Urteil vom 22. November 2007 zurückgewiesen und die Kosten des Berufungsverfahrens A. auferlegt. Auch dieses Urteil war vorläufig vollstreckbar, wobei A. nachgelassen wurde, die Vollstreckung gegen Sicherheitsleistung von 110% des nach diesem Urteil vollstreckbaren Betrags abzuwenden, wenn nicht die B. vor der Vollstreckung Sicherheit in Höhe von 110% des jeweils zu vollstreckenden Betrags leisten sollte.
Am 25. August 2008 verringerte A. seinen Anteil an der F. AG auf unter 3% (im Jahr 2005 betrug sein Anteil noch 14.75%) und am 19. Dezember 2008 übertrug er das Grundstück Nr. _ in Z. mit Wohnhaus und Gartenanlage/Umschwung mittels Schenkung auf seine Ehefrau G..
Am 9. April 2009 liess der Rechtsvertreter der B. A. ein Aktienübertragungsangebot seiner Mandantin über 5‘145‘428 Aktien der C. AG zukommen und empfahl ihm, das Angebot anzunehmen und das beiliegende Akzept unterzeichnet zu retournieren sowie die damit zusammenhängenden Handlungen vorzunehmen und deren Durchführung anzuzeigen, damit das Geschäft fristgerecht abgewickelt werden könne; andernfalls sei er beauftragt, die Aktienübertragung gerichtlich vollziehen zu lassen.
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Per 2. Dezember 2011 verlegte A. seinen Wohnsitz von Z. nach London.
B. Mit Schreiben vom 8. März 2012 stellte die B. gestützt auf Art. 271 Abs. 1 Ziff. 6 SchKG beim Bezirksgerichtspräsidium Maloja ein Arrestgesuch gegen A. für eine Forderung von insgesamt Fr. 15‘470‘626.84 (Forderung von Fr. 10‘233‘793.20, Gerichtskosten von Fr. 178‘854.84, aufgelaufene Zinsen von Fr. 5‘057‘978.80) beziehungsweise € 12‘834‘434.10 (Forderung von € 8‘489‘956.20, Gerichtskosten von € 148‘378.00, aufgelaufene Zinsen von € 4‘196‘099.90). Als Arrestgegenstände nannte sie die Liegenschaft H. in Z. (Grundstück-Nr. _, Plan Nr. _) sowie sämtliche sich auf bzw. in der Liegenschaft befindlichen beweglichen, sich im unmittelbaren oder mittelbaren Besitz des Arrestschuldners befindlichen Sachen, insbesondere ein Fahrzeug der Marke Jensen (Modell FF), weitere Automobile, Bargeld, Mobiliar, Kunst- und Schmuckgegenstände oder Edelmetalle. Zur Begründung führte sie im Wesentlichen aus, sie habe gegen A. am 24. Februar 2006 ein Urteil des Landgerichts Hamburg erwirkt, in dem dieser zu einer Zahlung von € 8‘489‘956.20 zuzüglich Zinsen von 5% über dem Basiszinssatz seit 4. August 2004 verurteilt worden sei. A. habe jedoch auch nach erfolglosen Verhandlungen keine Anstalten gemacht, seine Verpflichtungen zu erfüllen. Deshalb habe sie Massnahmen getroffen, um das Urteil zu vollstrecken. In diesem Zusammenhang habe sie festgestellt, dass A. seinen Wohnsitz nach Z. verlegt, sein Vermögen aus Deutschland abgezogen und, um es ihrem Zugriff zu entziehen, seiner Frau übertragen habe. So habe er am 19. Dezember 2008 gar seine Liegenschaft in Z. schenkungsweise auf seine Ehefrau übertragen. Am 2. Dezember 2011 habe A. alsdann in London Wohnsitz genommen.
C. Mit Entscheid vom 22. März 2012 hiess der Bezirksgerichtspräsident Maloja das Arrestgesuch gut.
D. Am 26. März 2012 belegte das Betreibungsamt Oberengadin/Bergell in Vollziehung des Arrestbefehls die darin angeführten Gegenstände mit Arrest und informierte G. hierüber mit Schreiben vom 28. März 2011.
E. Gegen diesen Arrest erhob G. als Drittansprecherin mit Eingabe vom 10. April 2012 Einsprache im Sinne von Art. 278 Abs. 1 SchKG und beantragte, das Arrestbegehren sei abzuweisen und das Betreibungsamt Oberengadin/Bergell sei anzuweisen, den gemäss Arrestbefehl vom 22. März 2012 verfügten Arrestbeschlag aufzuheben.
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Mit Entscheid vom 5. Juni 2012, mitgeteilt am 8. Juni 2012, trat das Bezirksgerichtspräsidium Maloja auf die Arresteinsprache mangels Einhaltung der Ein-sprachefrist gemäss Art. 278 Abs. 1 SchKG nicht ein.
Die gegen diesen Nichteintretensentscheid von G. am 21. Juni 2012 beim Kantonsgericht von Graubünden erhobene Beschwerde wurde mit Verfügung des Vorsitzenden der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer vom 16. Juli 2012 (KSK 12 46) gutgeheissen, der angefochtene Entscheid aufgehoben und die Sache zur materiellen Beurteilung der Arresteinsprache an die Vorinstanz zurückgewiesen.
Gleichen Tags sistierte die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer das in gleicher Angelegenheit ebenfalls vor dem Kantonsgericht von Graubünden hängige Beschwerdeverfahren von A. gegen die B. bis zum neuen Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Maloja betreffend Arresteinsprache der G. gegen die B. (vgl. Verfügung der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer vom 16. Juli 2012 im Verfahren KSK 12 47)
F. Mit Entscheid vom 3. August 2012, mitgeteilt am 10. August 2012, erkannte das Bezirksgerichtspräsidium Maloja was folgt:
„1. Die Einsprache vom 10. April 2012 in Verfahren Proz. Nr. _ wird abgewiesen und der am 22. März 2012 angeordnete Arrest in Proz. Nr. _ bestätigt.
2. Die Kosten des Verfahrens in Höhe von CHF 1‘500.- werden der Einsprecherin auferlegt.
3. Die Einsprecherin wird verpflichtet, die Einsprachegegnerin mit pauschal CHF 800.- ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations