# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5949c1e9-2045-59bd-a096-06a8b0eb9ec5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956, und seit
1.
September 1985 selbständig in der Gastronomie, war bei der S
WICA Versicherungen AG (folgend:
Swica
)
freiwillig gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert, als er am
3. November 1998
einen Autounfall
mit
Heckkollision erlitt. Der Unfall wurde der
Swica
mit Unfall
meldung vom 1
3.
November
1998 angezeigt (
Urk.
8/4). Die Erstbehandlung er
folgte am nächsten Tag bei
Dr.
med. Y._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, welcher eine Halswirbelsäulen-Beschleunigungsverletzung ohne Kopf
an
prall bei Heckkollision diagnostizierte (
Urk.
8/7).
Die
Swica
trat auf den Scha
den ein und erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Schreiben vom
6.
Januar 199
9
,
Urk.
8/18).
Die
Swica
tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte insbesondere das Gutachten von
Dr.
med. Z._
, Augen
arzt, vom 2
0.
Dezember 1999 (
Urk.
8/47,
Antwort auf
Ergänzungsfragen vom
4.
Januar 2000,
Urk.
8/52) sowie das neurologische/neuropsychologische Gut
ach
ten von
Dr.
med. A._
, Facharzt für Neurologie, vom
6.
November 2
000 (
Urk.
8/76
)
ein.
Am
7.
Juli 2000 rutschte der Versicherte zu Hause auf der Treppe aus und stürzte (Unfallmeldung vom 1
3.
Juli 2000,
Urk.
9/2). Die Erstbehandlung erfolgte glei
chen
tags im Spital B._
, wo eine Fraktur des
Proc
.
styloideus
radii
links bis Gelenkspalt sowie ein Hämatom an der Hüfte links diagnostiziert wurde
n
(
Urk.
9/4). Die
Swica
erbrachte auch für diesen Schadensfall die gesetzlichen Leistungen.
Mit Verfügung vom 1
0.
Juli 2001 teilte die
Swica
m
it,
ihr sei mitgeteilt worden
, dass dem Versicherten
ab
1.
November 1999 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 73
%
eine Invalidenr
ente
der eidgenössischen Invalidenversicherung
zustehe, so dass sie eine Überentschädigungsberechnung vornähmen und die bereits zu
viel ausbezahlten Beträge mit den laufenden Taggeldern verrechne (
Urk.
8/98
; vgl. auch
Urk.
8/110
).
Im
Anschluss
holte die
Swica
das polydisziplinäre Gutach
ten vom 3
1.
Oktober 2003 ein (
Urk.
8/104)
. Mit Verfügung vom 1
8.
April 2005 bejahte
sie
den natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den
somatischen und psychischen Beschwerden
und den Unfallereignissen
, schloss den Fall per 3
1.
Dezember 2004 ab und sprach
dem Versicherten
ab
1.
Januar 2005 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 80
%
eine entsprechende unfallver
si
cheru
ngsrechtliche Invalidenrente
sowie eine Integritätsentschädigung von 35
%
zu
(
Urk.
8/106).
In den folgenden Jahren erfolgten lediglich Neuberech
nun
gen
der
Komplementärrenten (vgl.
Urk.
8/108;
Urk.
8/114
;
Urk.
8/117;
Urk.
8/123
;
Urk.
8/144
).
Im Jahr 2018 leitete die
Swica
von Amtes wegen ein Rentenrevisionsverfahren ein (vgl. Schreiben vom
6.
April 2018,
Urk.
8/162).
Die Sozialversiche
rungs
an
stalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, teilte mit, dass sie aufgrund des Alters keine Rentenrevision mehr durchführten (
Urk.
8/166). Die
Swica
tätigte medizinische und erwerbliche Abklärungen und holte insbesondere
das polydisziplinäre Gut
achten der
Medas
C._
vom
5.
Juni 2019 ein (
Urk.
8/197).
Mit Schreiben vom
1.
Juli 2019 gewährte die
Swica
dem Versicherten das rechtliche Gehör und stellte die Einstellung der Rente per 3
0.
September 2019 in Aussicht
(Urk. 8/200)
.
Der Versicherte nahm hierzu Stellung (Schreiben vom 1
7.
Juli 2019,
Urk.
8/201; ergänzende Stellungnahme vom 3
0.
September 2019,
Urk.
8/217). Mit Verfügung vom 2
8.
Oktober
2019 stellte die
Swica
die Rente per 3
1.
Oktober
2019 ein (
Urk.
8/
222). Der Versicherte erhob hiergegen Einsprache (Einsprache vom 2
8.
November 2019,
Urk.
8/225), woraufhin die
Swica
den ergänzenden Bericht der
C._
vom 2
0.
März 2020 einholte (vgl.
Urk.
8/229;
Urk.
8/235). Hierzu nahm der Versicherte am 1
4.
September
2020 erneut Stellung (
Urk.
8/251; vgl.
Urk.
8/237). Mit
Einspracheentscheid
vom
5.
März 2021 wies die
Swica
die Ein
sprache des Versicherten ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob der Versicherte am 1
9.
April 2021 Beschwerde und beantragte, es sei der
Einspracheentscheid
vom
5.
März 2021 aufzuheben und es sei die Be
schwerdegegnerin z
u verpflichten, dem Beschwerdef
ü
h
rer weiterhin eine Inva
li
den
rente nach dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) auszurich
ten.
Eventualiter sei der Beschwerdeführer durch das Gericht medizinisch zu be
gut
achten.
Subeventualiter
sei die Sache zur Neubegutachtung an die Be
schwer
de
gegnerin zurückzuweisen
. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um die Bestel
lung
von Rechtsanwältin Stephanie C. Elms
als unentgeltliche
Rechtsbei
ständin
(
Urk.
1).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
Mai 2021 schloss die Besc
hwer
de
geg
nerin auf Abweisung d
er Beschwerde (
Urk.
7 unter Beilage ihrer Akten,
Urk.
8/1-260 und
Urk.
9/1-37), worüber der Beschwerdeführer am 2
6.
Mai 2021 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
10).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt
im angefochtenen
Einspracheentscheid
dafür,
dass der UV-Rentenanspruch bzw. Leistungsanspruch ab
1.
November 2019 strittig sei. G
estützt auf das polydisziplinäre Gutachten vom 3
1.
Oktober 2003
sei mit Ver
fügung vom 1
8.
April 2005
ab
1.
Januar 2005 eine UV-Rente von 80
%
sowie eine Integritätsentschädigung von 35
%
zugesprochen worden. Im Rahmen der Revision sei bei
der
Medas
C._
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag gegeben worden.
Darin hätten die Gutachter aus neurologischer und rheumato
logischer
Sicht einen im Wesentlichen unveränderten Gesundheitszustand atte
stiert. Entgegen den früheren Ausführungen beurteilten sie diesen allerdings als nicht unfallkausal. Auf psychiatrischem Fachgebiet sei eine Besserung eingetre
ten, da die im Jahr 2003 diagnostizierte mittelschwere bis schwere Depression einer leichtgradigen Depression gewichen sei. Zur Besserung dürfte die Entlas
tung von finanziellen und sozialen Belastungen geführt haben, welche durch die Berentung eingetreten sei. Die formell festzustellende Verschlechterung der neuropsychologischen Befunde sei auf das maladaptive Verhalten zurückzu
füh
ren
und sei nicht
konsistent
. Es könne aktuell keine schwere psychische Störung nachgewiesen werden.
Die Verbesserung
des psychischen Gesundheitszustandes
sei zwischen der gutachterlichen psychiatrischen Untersuchung von 2003 und der aktuellen Untersuchung ein
getreten, womit ein Revisionsgrund vorliege.
Die Aus
führungen von
Dr.
med
. D._
, Facharzt für Neurologie,
vermöcht
en
die Be
weis
kraft des Gutachtens der
C._
nicht
zu
entkräften
. Damit sei der Renten
anspruch frei und umfassend zu prüfen, woraus gestützt auf die gutachterlichen Ausführungen der
C._
resultiere, dass keine unfallbedingte Arbeitsunfähigkeit vorliege, womit die unfallversicherungsrechtliche Invalidenrente aufzuheben sei (
Urk.
2).
Der Beschwerdeführer brachte demgegenüber vor,
vorab
sei
festzuhalten, dass der Beweiswert der Gutachten aus den Jahren 2000 und 2003 nicht zur Diskussion stehe. Darüber hinaus sei damals die natürliche und adäquate Kausalität beurteilt und bejaht worden - wenn der damalige Entscheid im Sinne der heutigen Recht
sprechung nicht mehr angemessen scheine, habe dies unberücksichtigt zu bleiben. Die Gutachter der
C._
hätten
den Gesundheitszustand aus neurologischer und rheumatologischer Sicht als unverändert
beurteilt
. Die
darüber hinausgehende
Infragestellung der Diagnosen des
früheren Gutachtens
habe entsprechend unbe
achtet zu bleiben. Die Ausführungen des psychiatrischen Gutachters, dass eine Verbesserung stattgefunden habe aufgrund der nicht mehr feststellbaren mittel
schweren bis schweren Depression, seien nicht schlüssig. Die Verbesserung habe
der psychiatrische Gutachter auf die finanziell bessere Situation infolge der B
e
ren
tung zurückgeführt - die fi
nanzielle Entlastung habe allerdings bereits im Jahr 2001 bestanden, was auch die Überentschädigungsberechnung der Beschwerde
gegnerin zeige (
vgl.
Urk.
8/98). Entsprechend sei die Annahme, dass die damalige Depression vorwiegend durch finanzielle Sorgen und damit verbundene beruf
liche Prob
leme begründet gewesen sei,
schlicht aktenwidrig. Ansonsten hätte sich gar keine Depression entwickeln dürfen. Darüber hinaus habe sich neuropsy
chologisch eine Verschlechterung gezeigt im G
utachten der
C._
, welche durch die Gutachterin als Befunde im Rahmen einer leichten bis mittelgradigen neu
ropsychologischen Störung beurteilt wurden, die nicht durch die Folgen der Hals
wirbelsäulen(HWS)-Distorsion vom
3.
November 1998
zu erklären sei. Die von den G
u
t
achtern der
C._
attestierte Verbesserung
des psychischen Gesundheits
zustandes
bei einer deutlichen Verschlechterung der kognitiven Funktionen habe von den Gutachtern nicht schlüssig erklärt werden können. Darüber hinaus sei das
C._
-Gutachten auch klar nicht beweiskräftig, da der psychiatrische Gut
achter im Rahmen des
Einspracheverfahrens
entgegen
früherer Angaben
zum Schluss gekommen sei, dass nun gar keine depressive Episode mehr vorliegen solle, was seinen ursprünglichen Angaben klar widerspreche.
Die nachträgliche Änderung der Beurteilung führe zwingend dazu, dass das Gutachten aus dem Recht zu weisen sei. Damit könne mit dem
C._
-Gutachten weder das Vorliegen eines Revisionsgrundes noch die Verbesserung des Gesundheitszustandes über
wiegend wahrscheinlich bewiesen werden.
Entsprechend
sei die Beschwerde gut
zu
heissen und die Invalidenrente auch über den 3
0.
September 2019 hinaus zu bezahlen. Eventualiter sei ein Gerichtsgutachten einzuholen
,
subeventualiter
sei die Sache zur ergänzenden Abklärung zurückzuweisen
(
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin brachte in der Beschwerdeantwort vom 2
1.
Mai 2020 ergänzend vor, dass gestützt auf das
C._
-Gutachten eine Verbesserung des psy
chischen Gesundheitszustandes klar erstellt sei. Demnach sei der Rentenanspruch umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen bestehe und eine neue Rechtspraxis berücksichtigt werden könne. Die neuropsychologischen Beschwerden seien nicht objektivierbar und auf das maladaptive Verhalten zu
rückzuführen, womit sie nicht unfallbedingt und auch nicht adäquat kausal seien.
Beim Unfall vom
3.
November 1998 handle es sich nämlich um ein leichtes Ereig
nis, womit die Adäquanz ohne weiteres zu verneinen sei. Selbst bei Annah
me eines mittleren Unfalles im Grenzbereich zu den leichten Unfällen wäre die Adäquanz mangels erfüllter Kriterien zu verneinen, wofür auf die Verfügung vom 2
8.
Oktober 2019 verwiesen werde. Entsprechend bestünden keine unfallbedin
g
ten Einschränkungen mehr, womit ein Leistungsanspruch klar entfalle.
Darüber
hina
us sei in der Verfügung vom 18.
April 2005 aufgrund des psychischen Leidens eine UV-Rente von 80
%
zugesprochen
worden
, was angesichts des Bagatellereignisses vom
3.
November 1998 nicht korrekt sein könne, zumal bereits zu diesem Zeitpunkt die Adäquanz der psychischen Beschwerden bei deren fraglicher und offen zu lassender natürlicher Kausalität nicht gegeben gewesen sei, und die Adäquanz damit unrichtig angewandt worden sei. Die Verfügung sei damit zweifellos unrichtig und ihre Berichtigung von erheblicher Bedeutung. Entsprechend wäre die angefochtene Verfügung auch mit dieser substituierten Begründung zu schützen (
Urk.
7).
2.
2.1
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines Rentenbe
zü
gers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (Art. 17 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil
des Sozialversicherungsrechts, ATSG
).
2.2
Anlass zur Revision einer Invalidenrente im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zusprechung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich geblie
be
nem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Auf
gabenbereich von Bedeutung; dazu gehört die Verbesserung der Arbeitsfähigkeit aufgrund einer Angewöhnung oder Anpassung an die Behinderung. Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich geblie
benen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kontext unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen und E. 6.1). Entsprechend ist gegebenenfalls nicht nur der natürliche Kausal
zu
sammenhang, sondern auch dessen Adäquanz für die Zukunft neu zu prüfen, wobei die im Zeitpunkt der erwogenen revisionsweisen Leistungsanpassung gege
benen tatsächlichen Verhältnisse massgebend sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_248/2017 vom 24. Mai 2018 E. 3.3 mit Hinweisen).
Zeitlicher Ausgangspunkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Ände
rung des Invaliditätsgrades ist die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer Sachver
haltsabklärung, Beweiswürdigung und – sofern Anhaltspunkte für eine Verän
de
rung der erwerblichen Auswirkungen einer Gesundheitsschädigung bestehen – Durchführung eines Einkommensvergleichs beruht (BGE 134 V 131 E. 3, 133 V 108 E. 5.3.1 und E. 5.4).
2.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
an
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
2.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebenserfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Erfolges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 402 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
2.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
3.
3.1
Die ursprüngliche
Rentenzusprache
mit Verfügung vom 1
8.
April
2005 (
Urk.
8/106) und damit auch letzte materielle Beurteilung
beruhte auf dem Gut
achten
vom 3
1.
Oktober 2003
(Urk.
8/104).
Die Gutachter notierten folgende Hauptdiagnosen mit Einschränkung der zumut
baren Arbeitsfähigkeit (
Urk.
8/104/19):
-
Chronifizierte
Depression, hypochondrisch-ängstlicher Ausgestaltungs
form
, aktuell mittelschweren (bis schweren) Grades mit somatischen De
pressionssym
ptomen (ICD-10 F33.11), vermischt mit
einem chronisc
hen Nacken-/Kopfschmerzsyndrom (ICD-10 F
54) bei
-
Zustand nach HWS-Distorsionstrauma im Rahm
en einer Auffahr
kol
lision am
0
3.
November
199
8
-
Zwanghaft-depressiv
strukturierter Persönlichkeit mit vorbestehender Tendenz zu psychosomatischen Beschwerden
unter St
ress bzw.
Belas
tung, gemäss ICD-IO-Klassi
fikat
ion am ehesten als
Dysthymie
(F
34.1) zu klassifizieren
-
Durch psyc
hische Faktoren und Schmerzen bedingte, schwankend
aus
geprägte kognitive Funkt
ionseinsc
hränkung (leicht bis mittelgradig redu
ziertes Zust
andsbild)
-
Chronisches
cerviko-ceph
ales
Syndrom bei Diskushernie C3/4 und C
5/6
recht
s
ohne fassbare
radikuläre
Beteiligung
Als Nebendiagnosen ohne wesentliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit hiel
ten sie folgende fest:
-
Restbeschwerden nach Radius-
Sty
loid
-Fraktur links am
7.
Juli 2000
,
möglicherweise
mit psych
ischer Komponente; aus psychiatri
scher Sicht im
Rahmen des Gesamtbeschwerde
komplexes weniger bedeutsam
-
Anamnestisch
migraine
accompagné
e
-
Massive Adipositas (BMI
33)
Die Gutachter konstatierten
zusammenfassend (
Urk.
8/140/20 f.)
, dass bei
der Untersuchung
die Halswirbelsäul
e in alle Richtungen sehr eingeschränkt bewegt
worden sei
mi
t nur angedeutetem Vor- und Rück
neigen unter Angabe sofort vermehrt auftretender Nackenschmerzen und sofortigem Gegenspannen b
ei passiver Prüfung. Es we
rd
e eine diffuse
Dru
ckdolenz
angegeben am Kopf rechts mandibulär und ok
zipital, der ganzen rechten Hals-und Nackenseite bis zur Rückenmitte sowie am ganzen Arm, Handrücken und
allen Fingern rechts. Neu
rologische Ausfälle seien weder kli
nisch noch
elektrophysiologisch
eruierbar
. Das k
onventionelle Röntgenbild der
Halswirbelsäule zeige eine Streckhaltung sowie mässige deg
enerative
Veränderungen auf Höhe C4 bis C
6.
Seit dem Unfalle
reignis
seien
über ein halbes Dutzend CT- und MRI-Untersuchungen vo
r
wiegend der HWS durchgeführt worden, wo si
ch jeweils eine Diskushernie auf Höhe C5/6 rechts dargestellt habe
.
Somatisch-rheumatologisch fä
nden sich viele Zeichen
für nicht-organisches Krankheitsverhalten. Zu erwähnen sei
nebst der di
ffusen Symptombeschreibung die sehr hohe Schmerzbe
wertung auf der Schmerzskala
, die weitgehende Erfolg
losigkeit bisherig
er Behandlungen, das nicht plausible Ausmass der demonstrier
ten Behinde
rung im Vergleich zu den klinisch
en Beurteilungen sowie die extrem tiefe Bewertung der eigenen Leistungsfähigkeit, wie sie auch im PAC
T-Test zum Ausdruck komme
.
Die
aktuelle psychiatrische Untersuchung komme
zur Diagnose einer
chronifi
zierten
Depressi
on, hypochondrisch-ängstlicher Ausgestaltungsform, (aktuell mittelschweren bis schweren Grades) mit typischen vegetativen bzw. körperlichen Symptomen einer angstbetonten Depression.
Bei der aktuellen neurologischen Untersuchung kö
nn
e in Abweichung vom
im
November 20
00 erfolgten ne
urologischen Gutachten keine
radikuläre
Sympto
matik (mehr) festgestellt werden, speziell k
eine entsp
rechenden sensomotorischen Ausfä
lle.
Auch die
Beschwerden der linken Ha
nd
nach
Radius
typloidfraktur
im Juli 20
00 seien diffus und nicht typisch für eine
allfällige
begleitende periphere Nervenläsion.
Insgesamt we
rd
e
neurologischerseits
die Mei
nung geäussert, dass sich eine a
usgeprägte Schme
rzverarbeitungsstörung entwickelt habe.
Die ak
tuell e
rfolgte neuropsychologische Untersuchung komme
zur Diagnose einer durch psychische Faktoren und Schmerzen bedingten, schwankend
aus
geprägten kognitiven Funkt
ionseinschränkung (l
eicht
bis mitt
elgradig reduziertes
Zustandsbild). Eine traumatisch und hirnstrukturell bedingte neuropsycholo
gische
Funktionsstö
rung liege nicht vor. Die Verschlechterung im Verlauf und die aktu
ell feststellbaren kognitiv
en Funktionsstörungen seien Begleitsymptome der de
pres
siven Verfassung
sowie teilweise durch Schmerz
interferenzen zu erklären.
Die geschilderten Einschränkungen und Schmerzausbreitungen seien im Ver
gleich
zu den klinischen Befunden ü
bermä
ssig stark un
d diffus, die Angaben in der Selbsteinschätz
ung körperlicher Fä
higkeiten (PACT-Tes
t) extrem ti
ef und soma
tisch in diesem Ausmass nicht nachvollziehbar. Allerdings gehöre
ein grösserer Teil davon
zu einem Symptomkomplex, der al
s typisches Beschw
e
rd
ebild eines Schleudertraumas gel
t
e.
Psychiatrischerseits
wü
rden die subjektiv beklagten Be
schwerden im Rahmen ein
es depressiven Syndroms gesehen (
Urk.
8/104/22).
Wie im psychiatrischen Teilgutachten aufgeführt, handle es sich um ein psycho
so
matisches Leiden, so dass keine Aufteilung in «rein» psychisches oder soma
tisches Leiden möglich sei; allerdings dürften die psychiatrischen Faktoren deut
lich
überwiegen. Aufgrund des chronischen Schmerzsyndroms mit vielen funk
tio
nellen
Einschränkungen sowie der erheblichen psychischen Faktoren schätzten sie die Einschränkung der Arbeitsfähigkeit als Wirt auf 80
%
. Für eine denkbare körper
lich leichte, vorwiegend sitzende und eher büromässige Tätigkeit schätzten sie die Einschränkung insgesamt auf 80
%
, dies vorwiegend wegen der psychiatrisch beschriebenen Funktionsstörungen (
Urk.
8/104/23).
3.2
Die aktuelle Verfügung bzw. der angefochtene
Einspracheentscheid
basiert in
medizinischer Hinsicht auf dem Gutachten der
C._
vom
5.
Juni 2019 (
Urk.
8/197) sowie der ergänzenden Stellungnahme vom 2
0.
März 2020 (
Urk.
8/235).
Die Gutachter notierten folgende Diagnosen (
Urk.
8/197/76):
-
Chronifizierte
, resignativ-leicht depressive Stimmungslage im Sinne einer leichten depressiven Störung (ICD-10: F32.
0)
-
Chronifiziertes
myofasziales
Syndrom mit/bei
-
Schulter-, Nacken- und K
ieferschmerzen rechts
-
Schwächegefü
hl und Gef
ühlsstörungen im Bere
ic
h der oberen Extremi
täten ohne zugrundeliegende Läsion des Ne
rvensystems
-
Muskuläre
Dysbalance
-
Status nach Schulterarthroskopie rechts mit
subakromialer
Dek
om
pres
sion und Bizeps-
Tenodese
am
0
3.
November
2015 wegen
sub
akromialem
Impingement
und ACG-Arthrose r
echts
-
Status
nach Heckkollision
am 0
3.
November
1998
-
Unspezifische, vor allem lumbale Rückenschmerzen
-
Fehlhaltung und
Haltungsinsuffizienz
-
Kyphose
-
Mehrsegmentale
Degeneration zervik
al (MRI 22.1
2.2018
)
und
gering
gradige
Spondy
lolisthesis
Lendenwirbelkörper (LWK)
anamnestisch, Ers
t
dia
gnose 1985/1986
-
Restbeschwerden im Bereich der rechten Hand
mit/bei
-
Status nach
operativer Versorgung einer F
raktur 2007/2008
-
Status nach
Operationen Karpal
tunnels
yndrom rechts 2005 und 2008
-
Restbeschwerden im Bereich der
linken Hand bei
-
Status nach Fraktur des
Processus
styloide
u
s
links
0
7.
Juli
2000
-
Periarthropatiae
coxae
beid
seits mit/b
ei
-
Gefühlsstörungen
im Bereich des rechten
Oberschenkels
-
Muskulärer
Dysbalance
-
Status nach Z-Plastik
Tractus
iliotibialis
links
2
7.
Mai
2015
-
Allgemeininternistische Diagnosen
-
Metabolisches Syndrom mit
-
Adipositas Grad 2 (BMI 36.8 kg/m
2
)
-
Abdominale Adipositas
-
Diabetes mellitus anamnestisch
-
Dyslipidämie
anamnestisch
-
Arterielle Hypertonie
-
Koronare Herzkrankheit und
Karotisstenose
rechts anamnestisch
-
Nikotinkonsum vor Jahren sistiert
Die Gutachter konstatierten interdisziplinär (
Urk.
8/197/74 ff.), dass b
ereits vor dem Unfall vom
3.
November 1998
ein langjähriger Prozess mit anhaltenden
affek
tiven Störungen und Somatisierung psychischer Belastungen bestanden habe
. Ursächlich dafür sei mutmasslich eine Prädisposition des Beschwerdeführers zur Entwicklung psychosomatischer Beschwerden, wobei Belastungen in der Lebens
geschichte eine Rolle spielen dürften. In der Zeit unmittelbar vor dem Unfall hätten sich die Belastungen durch finanzielle Schwierigkeiten akzentuiert. Der Unfall vom
3.
November 1998 habe nicht zu einer nennenswerten Verletzung der Halswirbelsäule geführt. Die vorbestehenden, relativ erheblichen degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule könnten allenfalls einen etwas protrahierten Verlauf der
beim Unfall aufgetretenen leichten HWS-Distorsion (überwiegend wahrscheinlich Grad I nach Quebec Task Force/QTF) erklären. Der Unfall respek
tive die dabei aufgetre
te
nen höchstens minimen Verletzungen erklär
t
en aus medi
zinischer Sicht jedoch nicht lange anhaltende körperliche oder psychische Symp
tome oder Einschränkungen. Die heute noch bestehenden, subjektiv starken Symptome und die subjektiv erlebte Verschlechterung des Gesundheitszustandes in den letzten Jahren seien nicht durch körperliche oder psychische Folgen des
Unfalles vom
3.
November 1998 (und auch nicht des Unfalls vom
7.
Juli 2000) zu erklären. Vielmehr bestehe ein maladaptives und auf Schonung ausgerichtetes Verhalten mit Rückzugstendenzen und mit dysfunktionalen Überzeugungen. Dieses Verhalten sei im Rahmen der schon Jahre vor dem ersten Unfall beste
hen
den psychischen Problematik und der vor dem Unfall sich akzentuierenden psy
chosozialen Belastungen zu sehen.
Gegenüber dem Vorgutachten von 2003 sei der Gesundheitszustand aus neuro
logischer Sicht unverändert. Sowohl 2003 als auch heute bestünden keine Zeichen
einer Schädigung des zentralen oder peripheren Nervensystems. Somit bestünden aus neurologischer Sicht keine Unfallfolgen und die Arbeitsfähigkeit werde nicht eingeschränkt. Auf rheumatologischem Fachgebiet sei der Gesundheitszustand gegenüber 2003 im Wesentlichen unverändert. Es liessen sich leichtgradige, nicht sicher pathologische Befunde objektivieren und es bestünden leichte, vor allem qualitative Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit. Dabei handle es sich jedoch nicht um Unfallfolgen. Wie bereits von den Vorgutachtern 2003 eingeschätzt, sei bezüglich d
er Unfallfolgen auf rheumatolog
i
s
chem Fachgebiet längst der Status quo sine erreicht. Auf psychiatrischem Fachgebiet sei der Gesundheitszustand gegenüber 2003 formal gebessert. Sei damals noch eine mittelschwere bis schwere Depression diagnostiziert worden, bestehe heute nur noch eine leichtgradige De
pres
sion. Zur Besserung beigetragen haben dürfte die Entlastung von finanziellen und sozialen Belastungen, die durch die Berentung erreicht worden sei. Die subjektive Verschlechterung des Gesundheit
s
zustandes sei nicht auf eine
Verschlechterung der psychiatr
i
s
chen Erkrankung zurückzuführen. Die formell festzustellende Verschlechterung der neuropsychologischen Befunde sei auf das
maladaptive Verhalten zurückzuführen. Insbesondere vermöge die gebesserte psy
chiatrische Erkrankung die Verschlechterung der neuropsychologischen Befunde nicht zu erklären. Von den Vorgutachtern sei die psychiatrische Störung als un
fallbedingt eingeschätzt worden. Zwar seien die vorbestehenden psychiatrischen und psychosomatischen Beschwerden erwähnt worden. Das zum Zeitpunkt des Vorgutachtens bestehende relativ schwere psychiatrische Krankheitsbild sei a
ber als psychosomatisch gewertet
worden in dem Sinne, dass initiale
somatische Beschwerden zu psychischen Störungen geführt hätten, die in einem Teufelskreis wiederum somatische Symptome verstärkt hätten. Zumindest implizit habe sich die Unfallkausalität in diesem Modell damit begründet, dass initial relativ schwere unfallbedingte somatische Symptome bestanden hätten. Wie bereits ausführlich dargelegt, habe der Unfall vom
3.
November 1998 nicht zu einer relevanten Verletzung der Halswirbelsäule geführt. Die höchstens minime Verletzung könne
allenfalls im Zusammenhang mit den vorbestehenden, recht erheblichen dege
nerativen HWS-Veränderungen einen etwas protrahierten Verlauf der leichten HWS-Distorsion erklären. Sie erkläre aber nicht schwere und anhaltende Symp
tome. Damit könne der Unfall aber auch nicht die Entwicklung einer psychischen Störung erklären. Die natürliche Kausalität der im Vorgutachten 2003 doku
mentierten psychiatrischen Erkrankung entfalle dadurch (entgegen der damaligen Einschätzung).
Die Unfälle vom
3.
November 1998 und
7.
Juli 2000 seien weder Ursache noch Mitursache der festgestellten gesundheitlichen Störung (
Urk.
8/197/79).
Aus interdisziplinärer Sicht lasse sich unfallbedingt, d.h. bezogen auf die Ereig
nisse vom
3.
November 1998 und
7.
Juli 2000
,
keine Arbeitsunfähigkeit als Wirt begründen. Aus internistisch-rheumatologischer Sicht bestehe krankheitsbedingt, d.h. wegen Beschwerden, welche nicht überwiegend wahrscheinlich
mit den
Ereignisse
n
vom
3.
November 1998 und
7.
Juli 2000 im Zusammenhang stünden, für eine vollschichtige Tätigkeit eine Leistungsminderung von 20
%
wegen ver
mehrtem Pausenbedarf. Zudem sei von spezifis
c
hen Limitierungen bei gewissen Tätigke
i
ten als Wirt auszugehen, die jedoch nicht quantifiziert werden könnten.
3.3
Im Rahmen des
Einspracheverfahrens
reichte der Beschwerdeführer den Bericht von
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Neurologie, vom
2.
Oktober 2019 ein. Dieser äusserte sich ausführlich zur vorbestehenden Aktenlage und konstatierte insbesondere, dass die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung eine Tatsachenänderung bejahe durch Besserung der Psyche gestützt auf das
C._
-Gutachten (
Urk.
8/225/21 ff.).
A
us dem Gutachten
lasse sich aber
nichts mit dem Grad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
entnehmen.
Leider s
eien
die Argu
mente
nicht überzeugend, zum Teil wi
dersprüchlich und bilde
te
n keineswegs eine solide Grundlage für eine überwiegend wahrscheinliche Verbesserung. Die ande
ren Gutachter der
C._
(Neuropsychologe, Neurologe und Rheumatologe) stellten gleichbleibende Befunde oder gar
eine
Verschlechterung (Neuropsychologe) fes
t. Die medizinische Sachlage sei
klar, dass die geforderte überwiegende Wahr
scheinlichkeit nicht bewiesen
sei
und auch in den Disziplinen Neurologie, Rheu
matologie und Neuropsychologie gleichbleibende bis sich verschlechterte Ver
hält
niss
e gegenüber 2003 festgehalten wo
rden
seien
. Offenbar hand
le
es
s
ich bei der psychiat
rischen Beurteilung um eine sogenannte
andere Beurteilung des gleichen Sachverhaltes.
D
er Beschwerdeführer
sei
vor dem Unfall von 1998 von Seiten der HWS ohne Beschwerden
gewesen
. Die kurz nach dem Unfall festgestellte
o
ssäre
Einengung C5/C6 rechts sei vorbestehend. Es gebe nichts, was darauf hindeute
, dass dieser
Befund aus eigener Dynamik heraus ohne den Unfall zu den gleichen Symptomen quantitativ und qualitativ, sowie
zeitlich, geführt hätte. Es sei
aber nachvoll
zieh
bar, dass die vorgeschädigte Etage C5/C6 durch den Unfall mit der sehr ungüns
tigen Kopfpositi
on (stark nach l
inks gedreht, von der Kollision überrascht) eine zusätzliche Beschädigung der Bandscheibe mit
Herniation
erfa
hr
en habe
, womit es zu einer richtungsweisenden
Änderung gekommen sei
. Die nachträglichen Probleme im B
ereich der rechten Schulter seien
durch die chronischen Schmerzen, Verspannungen und Muskelverkürzungen entstanden.
Die Behauptung des Rheumatologen,
er
(Dr.
D._
)
hätte nur die subjektiven Angaben des
Beschwerdeführers
ohne Objektivierung übernommen,
sei abzuleh
nen.
S
eine regelmässigen Kontrollen und Befunde beleg
ten, dass diese Behaup
tung
nicht zutreffend
sei
. So
seien
Physiotherapien, Infiltra
tionen und
Überwe
i
sungen zu anderen Spezialisten
durchgeführt
worden
. Eine namhafte Besserung
habe
nicht herbeigeführt werden
können
. Da angesichts der engen Verhältnisse im Spinalkanal C5/C6 die Gefahr einer
cervical
en
Myelopathie nicht gebannt sei, bleibe
der
Beschwerdeführer
in neurologischer und bildgebender Kontrolle, inkl. neurochirurgischer konsiliarischer Stellungnahme, für den Fall, dass eine Inter
ven
tion unumgänglich sein sollte.
3.4
Die Beschwerdegegnerin holte von der
C._
eine Stellungnahme zum Bericht von
Dr.
D._
ein.
Die Gutachter
äusserten sich
am 20. März 2020
zu den Vor
bringen von
Dr.
D._
als auch zu
den Vorbringen
der Rechtsvertreterin des Be
schwerdeführers im Rahmen des
Einspracheverfahrens
und hielten vollumfän
glich an ihrer Einschätzung fest (
Urk.
8/235).
Ergänzend konstatierten sie, dass aus psychiatrischer Sicht die ICD-10-Kriterien einer leichten depressiven Störung nicht sicher erfüllt seien, was im Gutachten zur Diskussion geführt habe, ob es sich nicht «nur» um eine
Dysthymie
handle. Dass beim Beschwerdeführer vermut
lich seit Jahren keine psychische, insbesondere keine relevante depressive Stö
rung bestehe, lasse sich, wie im Gutachten hervorgehoben, auch daraus ableiten, dass im Verlauf seit dem 1
8.
April 2005 keine psychiatrische bzw. psycho
the
ra
peutische Behandlung erwogen oder durchgeführt worden sei. Die dokumen
tier
ten Fakten und aktuellen Befunde erlaubten höchstens die Diagnose einer leichten depressiven Störung (
Urk.
8/235/5).
Dass sich die Befunde der neuropsychologischen
Untersuchung verschlechtert hätten
, sei dabei kein Widerspruch. Die Befunde könnten nämlich nicht als valide betrachtet werden. Dies sei im Beurteilungstext des Gutachtens etwas zurückhal
tend formuliert, was möglicherweise zu Missverständnissen geführt habe. Deut
licher werde es im Gutach
ten beim Untersuchungsbefund aus
geführt.
Der Aspekt, ob es sich um eine bewusstseinsferne oder eine willentlich negativ verfälschte
Untersuchung gehandelt habe, könne nur im Sinne des Hinweises auf verminderte
Validität der Testergebnisse formuliert werden. Überwiegend wahrscheinlich seien
es psychologische Faktoren, die bewusst oder unbewusst dazu geführt hätten, dass der Beschwerdeführer bei der neuropsychologischen Untersuchung nicht die volle Leistungsfähigkeit gezeigt habe. Damit sei aber nicht eine psychiatrische Erkrankung gemeint. Eine schwere psychiatrische Erkrankung, die ein solches Verhalten erklären könnte, bestehe aufgrund der objektiven psychiatrischen Be
funde nicht. Mit psychischen Faktoren sei das maladaptive Verhalten des Be
schwer
deführers gemeint (
Urk.
8/235/7).
Des Weiteren sei heute irrelevant, ob die Diskushernie unfallbedingt gewesen sei oder nicht. Die Diskushernie führe heute nämlich zu keinen Symptomen. Es be
stehe kein
radikuläres
Reiz- oder gar Ausfallsyndrom. Zum Zeitpunkt der gut
achterlichen Untersuchung sei die Diskushernie asymptomatisch gewesen. Die Begründung von
Dr.
D._
, dass die Unfallkausalität der aktuellen Beschwerden mit einer richtungsgebenden Verschlechterung der vorbestehenden, unfallfrem
den Degeneration auf Höhe Halswirbelkörper 5/6 (HWK)
zu erklären sei,
sei eben
falls zu verneinen, da die heute bestehenden Symptome und Befunde nicht auf eine segmentale Dysfunktion HWK5/6 zurückgeführt werden könnten. Aus rheu
matologischer Sicht bestehe lediglich ein
chronifiziertes
myofasziales
Syndrom ohne Hinweise auf eine Ursache im Segment HWK5/6 (
Urk.
8/235/11).
4.
4.1
Das Gutachten der
C._
vom
5.
Juni 2019 (
Urk.
8/197) mit der ergänzenden Stellungnahme vom 2
0.
März 2020 (
Urk.
8/235)
erfüllt die von der Rechtspre
chung verlangten Anforderungen an eine beweiskräftige Entsche
idungs
grund
lage (vgl. vorne E. 2
.5) und vermag in seinen ausführlich begründeten Schluss
folgerungen in allen Teilen zu überzeugen. Überdies sprechen sich die Gutachter darüber aus, inwiefern eine effektive Veränderung des Gesundh
eitszustandes stattgefunden hat, wie folgend gezeigt wird.
4.2
Die Gutachter konstatierten, dass sich aus psychiatrischer Sicht der Gesund
he
itszustand klar verbessert habe;
S
o stehe aktuell ein maladaptives und auf Schonung ausgerichtet
es Verhalten mit Rückzugstendenz und
mit der dysfunk
tionalen Überzeugung, unter anhaltenden Einschränkungen hinsichtlich
sozialer und beruflicher Kompetenz zu leide
n
, im Vordergrund
. Dieses Verhaltensmuster entspreche aber nicht einer psychischen Erkrankung im eigentlichen Sinne. Es lasse sich nicht klassifizieren. Aus strikt medizinisch-psychiatrischer Sicht ergä
ben sich daraus keine Einschränkungen bezüglich des Belastungsprofils und der
Arbeitsfähigkeit. Darüber hinaus fänden sich Befunde einer
chronifizierten
, resignativ bis leicht depressiven Stimmungslage. Wie bei der
Dysthymie
handle es sich somit um eine chronische, andauernde depressive Verstimmung. Diese könne im Verlauf schwanken. Der aktuelle Schweregrad gehe über denjenigen hin
aus und erfülle die Kriterien einer leichten depressiven Störung und werde als «leichte depressive Episode» klassifiziert. Eindeutig sei, dass der psychopatho
lo
gische Befund
sensu
strictu
gebessert sei und die Kriterien einer mittelschweren
Depression ni
cht mehr erfüllt seien. Definit
ionsgemäss nach ICD-10-Kritierien und
auch im konkreten Einzelfall (medizinisch-theoretisch) seien Personen mit einer leichten depressiven Störung in der Lage, den meisten Aktivitäten nachzugehen. Die Arbeitsfähigkeit sei entsprechend durch die psychiatrische Erkrankung heute nicht mehr relevant eingeschränkt (
Urk.
8/197/71 f.). An dieser Einschätzung hielten die Gutachter auch in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 2
0.
März 2020 fest (E. 3.4).
Damit ist gestützt auf das Gutachten der
C._
sowie die ergänzende Stel
lung
nahme (E. 3.2 und
E. 3.4) klarerweise von einer erheblichen
Verbesserung des psychischen Gesundheitszustandes
und damit einhergehend auch der Arbeits
fähig
keit des Beschwerdeführers
auszugehen.
4.3
4.3.1
Der Beschwerdeführer brachte insbesondere vor, dass die Schlussfolgerungen des psychiatrischen Gutachters nicht schlüssig seien. Er vertrete die Meinung, dass die Depression des Beschwerdeführers als Folge der finanziellen Entschädigung und dem damit verbundenen Wegfall der psychosozialen Belastungssituation ab
ge
klungen sei. Allerdings habe die Invalidenversicherung bereits 2001 eine Rente zugesprochen und er habe noch Taggelder der Beschwerdegegnerin bezogen, so dass bereits bei erstmaliger UV-
Invalidenrentenzusprache
die finanzielle Entlas
tung bestanden habe,
so
dass die Ausführungen des psychiatrischen Gutachters nicht schlüssig seien (
Urk.
1 S. 10).
Dem ist entgegenzuhalten, dass
offen bleiben
kann, aus welchen Gründen sich die psychiatrischen Befunde und damit einhergehend auch die funktionellen Aus
wirkungen des psychischen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit und natürlich die Diagnosestellung verändert haben. Relevant ist lediglich, dass sich die objektiven psychiatrischen Befunde (
Urk.
8/197/44 ff.) im Vergleich zur erst
maligen
Rentenzusprache
deutlich verbessert haben. Darüber hinaus legte sich auch der psychiatrische Gutachter - entgegen den Ausführungen des Beschwerde
führers - nicht endgültig fest, so konstatierte er, dass
d
er Zeitpunkt der hier an
hand des Verlaufs zu postulierenden Besserung
der psychischen Beschwerden,
«
die durchaus in eine Verbindung mit dem Wegfall von Belastungen resultierend aus befürchteten finanziellen Konsequenzen nach dem Unfall vom
3.
November 1998 gebracht werden kann (d.h. mit der Verfügung vom 1
8.
April 2005)
»
, auf
grund der vorliegenden Unterlagen (die sich nicht zum psychiatrischen Verlauf äussern) und den Angaben des Patienten nicht abgeschätzt werden
könne
. Die Ver
besserung
sei
zwischen der gutachterlichen psychiatrischen Untersuchung 2003 und der aktuellen Verlaufsuntersuchung ein
getreten (Urk. 8/197/72)
. Dem ist nichts hinzuzufügen.
4.3.2
Der Beschwerdeführer
kritisierte
, dass das Gutachten zwingend nicht beweis
kräftig sei, da die Gutachter ihre Beurteilungen im Zuge des
Einspracheverfahrens
abgeändert hätten, da sie im Gutachten noch eine leichte depressive Episode oder eine depressive Störung mit leichter Episode diskutiert hätten, in der Stel
lung
nahme dies allerdings verneint
hätten
(
Urk.
1 S. 11 f.).
Dazu ist festzuhalten, dass aus versicherungsrechtlicher Sicht die exakte Dia
gnosestellung wünschenswert, aber nicht zwingend ist. Relevant ist, dass die funktionellen Auswirkungen des psychischen Gesundheitszustandes mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit beurteilt werden können - dies ist hier zweifelsfrei gegeben: Sowohl im Gutachten als auch in der Stellungnahme vom 2
0.
März 2020 konstatierten die G
u
t
achter, dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht nicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt sei und legten die Verbes
serung des Gesundheitszustandes anhand der Befunde nachvollziehbar dar (vgl.
hierzu E. 3.2 und E. 3.4). Darüber hinaus verneinten sie die Diagnose einer leichte
n depressiven Störung in der Stellungnahme vom 2
0.
März 2020 nicht, sondern hielten dafür, dass die in den Akten dokumentierten Fakten und die aktuellen Befunde «höchstens die Diagnose einer leichten depressiven Störung» erlaubten (
Urk.
8/235/5).
4.3.3
Der Beschwerdeführer
machte geltend
, dass eine Verbesserung darüber hinaus zu verneinen sei, da sich in der neuropsychologischen Untersuchung die kognitiven Funktionseinschränkungen deutlich schlechter als noch im Jahr 2003 dargestellt hätten (
Urk.
1 S. 11).
Diesbezüglich ist festzuhalten, dass der neuropsychologische Untersucher bereits im Gutachten klar feststellte, dass die aktuelle ausgeprägte Verschlechterung der kognitiven Leistungen nicht durch die Folgen des HWS-Distorsionstraumas vom
3.
November
1998 zu erklären seien. Die aktuellen, eher unspezifischen und schwankenden kognit
iven Einschränkungen seien hoch
wahrscheinlich ursächlich durch psychische Faktoren und die Schmerzen erklärbar (
Urk.
8/197/74). Präziser formulierte er es im Rahmen der Untersuchungsbefunde (
Urk.
8/197/49): Im
Rahmen des Symp
tomvalidierungstests übersteige
die Fehleranzahl den Cut-Off-Wert
von 5 Fehlern, das Ergebnis sei
als auffällig zu bezeichnen. Die Frage nach einer möglichen bewusstseinsfernen Verdeutlichung der Be
schwerden könne ge
stellt werden. Dazu seien
eine Reihe Kriterien, die eine leicht reduzierte Anstren
gungsbereitschaft
zeigen könnten,
erfüllt. Es lä
gen Diskrepanzen zwischen den ermittelten Ergebnissen der kognitiven Tests und bekannten Hirnfunktions
mustern sowie zwischen den ermittelten Ergebnissen der kognitiven Tests und dem beobachteten Verhalten während der Untersuchung
vor
. Zum Beispiel seien die Leistungen bei schwierigen Gedächtnistests auffällig. Entsprechend präzisier
ten die Gutachter
interdiszplinär
in der Stellungnahme vom 2
0.
März 2020,
dass das maladaptive Verhalten des Beschwerdeführers als psychischer Faktor über
wiegend wahrscheinlich zu den Ergebnissen in der neuropsychologischen Unter
suchung geführt habe (vgl. hierzu E. 3.4;
Urk.
8/235).
4.4
Zusammenfassend ist gestützt auf das Gutachten vom
5.
Juni
2019 sowie der ergänzenden Stellungnahme vom 2
0.
März 2020 (vgl. E. 3.2 und E. 3.4) überwie
gend wahrscheinlich, dass sich insbesondere der psychische Gesundheitszustand
spätestens im Zeitpunkt der Begutachtung
durch die
C._
wesentlich verbessert hat
und
keine funktionellen Ausw
irkung
en
auf die Arbeits- und Leistungs
fähigkeit des Beschwerdeführers
mehr zeitigt
. Damit ist eine anspruchsrelevante Veränderung der tatsächlichen Verhältnisse im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG gegeben. Aufgrund der dargelegten Veränderung der gesundheitlichen Verhält
nisse ist ein
Revisionsgrund
ausgewiesen und der Rentenanspruch des Beschwer
deführers ex
nunc
et pro
futuro
umfassend zu prüfen ohne Bindung an frühere Invaliditätsschätzungen (vgl. vorne E. 1.2; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 9C_289/2018 vom 11. Dezember 2018 E. 5).
Daran ändert – entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
1 S. 8) - nichts, dass das Gutachten auch neue Bewertungen enthält (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_248/2017 vom 24. Mai 2018 E. 4.2.3).
4.5
Gestützt auf die Ausführungen der Gutachter (vgl. E. 3.2 und E. 3.4) ist demnach überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass weder somatisch noch psychiatrisch ein unfallbedingter Gesundheitsschaden mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (mehr) vorliegt.
Vollständigkeitshalber ist dabei festzuhalten, dass
- wie von den Gutachtern ausführlich und schlüssig dargestellt
(vgl. insbesondere
Urk.
8/235/10 ff.)
-
offen
bleiben
kann, ob die somatischen Befunde und Diagnosen, welche bei der ursprünglichen
Rentenzusprache
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit bewer
tet wurden, vorbestehend waren oder nicht, da sie aktuell keine Symptome nach sich ziehen bzw.
keinen
Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zeitigen.
Von weiteren medizinischen Abklärungen sind keine neuen Erkenntnisse zu er
war
ten, weshalb darauf verzichtet werden kann (zur antizipierten Beweiswürdi
gung vgl. statt vieler: BGE 124 V 90 E. 4b).
4.6
Damit ist gestützt auf das Gu
t
achten vom
5.
Juni 2019 sowie die Stellungnahme vom 2
0.
Mä
rz 2020 überw
i
e
gend wahrscheinlich erstellt, dass - unter aus
schliess
licher Berücksichtigung der Unfallfolgen aus den Ereignissen vom
3.
November 1998 und
7.
Juli 2000 - weder für die angestammte Tätigkeit als Wirt noch für eine angepasste Tätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit mehr gegeben ist und damit auch kein Rentenanspruch mehr besteht.
Die Aufhebung der UV-Invalidenrente per 3
1.
Oktober 2019 gemäss Verfügung vom 2
8.
Oktober 2019 (
Urk.
8/222) erweist sich damit als rechtens und die Be
schwerde gegen den angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
5.
März
2021 (
Urk.
2) ist vollumfänglich abzuweisen.
5.
5
.1
Gemäss s
chriftlicher Bestätigung der Rechtsschutzversicherung vom 1
8.
Juli 2019 (
Urk.
13
)
übernimmt diese 50
%
der
K
osten
im Rechtspflegeverfahren
.
5
.2
D
ie Voraussetzungen für die
unentgeltliche
Rechtsvertretung (§ 16 Abs. 2
GSVGer
)
sind
erfüllt und es ist
Rechtsanwältin Stephanie C. Elms
aus der Ge
richts
kasse zu entschädigen.
Eine Honorarnote wurde nicht eingereicht, womit - wie mit Verfügung 2
6.
Mai 2021 (Urk. 10) mitgeteilt - die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen ist. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Pro
zesses ist eine Entschädigung in Höhe von Fr.
2’100
.-- (inklusive Mehr
wert
ste
uer und Barauslagen) angemessen, so dass Rechtsanwältin Stephanie C. Elms in Höhe von
Fr.
1'050.-- aus der Gerichtskasse zu entschädigen ist.
5
.3
Der Beschwerdeführer ist auf § 16 Abs. 4
GSVGer
hinzuweisen, wonach er zur Nachzahlung der Auslagen für die
unentgeltliche
Rechtspflege verpflichtet ist, sobald er dazu in der Lage ist.
Das Gericht beschliesst,
In Bewilligung des Gesuchs vom
1
9.
April 2021 wird dem Beschwerdeführer
Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug
, als unentgeltliche
Rechtsvertreterin
für das vorliegende Verfahren bestellt,
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die unentgeltliche Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers, Rechtsanwältin Stephanie C. Elms, Zug,
wird mit
Fr.
1’050
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichtskasse
entschädigt.
Der Beschwerdeführer wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Stephanie C. Elms
-
SWICA Versicherungen AG
-
Bundesamt für Gesundheit
sowie an:
-
Gerichtskasse
4
.