# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ab2fc9c1-c49a-49b7-832b-c17e89a84b97
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Entscheid Verwaltungsgericht, 26.10.2016 Migrationsrecht. Wiedererwägung (Art. 27 VRP; sGS 951.1) des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung und Gesuch um Anordnung der vorläufigen Aufnahme. Art. 83 Abs. 1 AuG (SR 142.20). Das Verwaltungsgericht kam unter anderem zum Schluss, nachdem es im Gerichtsentscheid vom 19. Februar 2015 den Sachverhalt für das Bundesgericht verbindlich festgelegt habe (Art. 99 Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110), seien in Bezug auf die Wiedererwägung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung grundsätzlich die am 19. Februar 2015 bestehenden Umstände mit denjenigen am 13. Dezember 2015 (Wiedererwägungsgesuch) zu vergleichen. Eine gesundheitliche Veränderung bzw. Verschlechterung sei dabei auch aus den im vorinstanzlichen Rekursverfahren eingereichten Berichten nicht ersichtlich. Inwiefern seine gesundheitliche Situation ab Juni 2013 bzw. ab 2015 sich erheblich verschlechtert haben sollte, vermöge der Beschwerdeführer nicht überzeugend zu begründen, zumal die Berichte im Wesentlichen bereits bekannte bzw. langjährig bestehende Tatsachen bestätigten. Diese seien nicht geeignet, dem Beschwerdeführer - im Gegensatz zur formell rechtskräftigen Beurteilung - einen Anspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz zu begründen. Im Weiteren sei eine lebensbedrohliche Situation wegen unzureichender Medikation nicht dargetan. Abgesehen davon würden die bestehenden und fehlenden Behandlungsmöglichkeiten und deren Wirksamkeit hinsichtlich der Suizidprävention durchaus differenziert eingeschätzt. Für den Beschwerdeführer bestehe in Serbien die Möglichkeit der kontinuierlichen Überwachung und Behandlung durch Fachpersonal, auch wenn diese nicht mit dem in der Schweiz üblichen Standard zu vergleichen seien (Verwaltungsgericht, B 2016/167). Entscheid vom 26. Oktober 2016
Besetzung
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St.Galler Gerichte
Präsident Eugster; Verwaltungsrichter Linder, Heer, Bietenharder, Zindel;
Gerichtsschreiber Schmid
Verfahrensbeteiligte
X.Y.,
Beschwerdeführer,
vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. Marc Spescha, Langstrasse 4, 8004 Zürich,
gegen
Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen, Oberer Graben 32,
9001 St. Gallen,
Vorinstanz,
Gegenstand
Wiedererwägung Widerruf der Niederlassungsbewilligung und Gesuch um
Anordnung der vorläufigen Aufnahme
Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. X.Y., geb. 1978, serbischer Staatsangehöriger, reiste im Oktober 1988 in die
Schweiz ein. In der Folge wurde ihm die Niederlassungsbewilligung erteilt (act. G 7/4
Dok 79/99). In den Jahren 1997 bis 2004 wurde X.Y. verschiedentlich strafrechtlich
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verurteilt. Nachdem er in den Folgejahren bis 2012 erneut straffällig geworden war,
widerrief das Migrationsamt mit Verfügung vom 5. Juni 2013 die
Niederlassungsbewilligung. Es argumentierte, das Verhalten von X.Y. habe sowohl in
strafrechtlicher als auch in finanzieller Hinsicht zu Klagen Anlass gegeben, weshalb er
den Widerrufsgrund von Art. 63 Abs. 1 lit. b des Bundesgesetzes über die
Ausländerinnen und Ausländer (SR 142.20; AuG) erfülle. Obwohl er zeitweise
drogensüchtig gewesen sei und sich derzeit in einem Methadonprogramm befinde,
wiege sein Verschulden schwer. Sein Verhalten zeige, dass er nicht gewillt und nicht in
der Lage sei, sich an die schweizerische Rechtsordnung zu halten. So hätten ihn weder
Strafverfahren, laufende Probezeiten noch eine Verwarnung im Jahr 2004 davon
abgehalten, wiederholt und massiv straffällig zu werden. Aufgrund der Verurteilungen
und der dabei geäusserten kriminellen Energie könne auch nicht von einer guten
Integration gesprochen werden. Eine Rückfallgefahr müsse nicht hingenommen
werden. Er habe einen Teil seiner Kindheit im Herkunftsland verbracht und sei mit den
dortigen Lebensumständen vertraut. Als Erwachsener sei er nicht auf den Beistand der
in der Schweiz lebenden Eltern und Geschwister angewiesen (act. G 7/4 Dok 4/99).
Den gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs (act. G 7/4 Dok 2/99) wies das
Sicherheits- und Justizdepartement des Kantons St. Gallen (SJD) mit Entscheid vom
22. November 2013 ab. Das Verwaltungsgericht des Kantons St. Gallen (VerwGE B
2013/260 vom 19. Februar 2015) und das Bundesgericht (BGer 2C_320/2015 vom 24.
November 2015) bestätigten den Widerruf der Niederlassungsbewilligung.
b. Am 13. Dezember 2015 beantragte X.Y. die Wiedererwägung der Verfügung vom 5.
Juni 2013; eventualiter sei die (bis 4. Januar 2016 angesetzte) Ausreisefrist zu
verlängern und medizinische Rückkehrhilfe zu gewähren (act. G 6/3 130). Mit
Verfügung vom 23. Dezember 2015 trat das Migrationsamt auf das
Wiedererwägungsgesuch nicht ein mit der Begründung, dass insbesondere hinsichtlich
des Gesundheitszustands keine neuen Tatsachen gegeben seien, da sich X.Y. gemäss
ärztlichem Attest vom 10. August 2015 bereits seit dem Jahr 2000 im
Methadonprogramm befinde. In einem Ergänzungsschreiben gleichen Datums hielt es
fest, dass die Ausreisefrist nicht erstreckt werde, weil für die Vorbereitung der Ausreise
genügend Zeit bestanden habe (act. G 6/3 131 f.). Im Schreiben vom 31. Dezember
2015 erhob X.Y. gegen diese Verfügung (sinngemässen) Rekurs und beantragte
gleichzeitig die Prüfung der Zumutbarkeit des Wegweisungsvollzugs bzw. der
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vorläufigen Aufnahme (act. G 6/3 133). Mit Verfügung vom 7. Januar 2016 trat das
Migrationsamt auf das Gesuch um Anordnung der vorläufigen Aufnahme ebenfalls
nicht ein. Selbst wenn X.Y. die Parteistellung für dieses Gesuch zukäme, wäre das
Migrationsamt nicht bereit, beim Staatssekretariat für Migration (SEM) eine vorläufige
Aufnahme zu beantragen (act. G 6/3 139). Am 8. Januar 2016 verfügte das SEM gegen
X.Y. ein sofortiges und bis 4. Januar 2020 gültiges Einreiseverbot für das gesamte
Gebiet der Schengen-Staaten (act. G 6/3 140).
c. Mit Eingabe vom 21. Januar 2016 erhob X.Y., vertreten durch Rechtsanwalt Dr. M.
Spescha, Zürich, gegen die Verfügung vom 7. Januar 2016 Rekurs (act. G 6/3 144).
Das SJD vereinigte die anhängig gemachten Rekurse und wies sie mit Entscheid vom
8. Juli 2016 ab, soweit es darauf eintrat (Dispositiv Ziff. 1). Auf die Erhebung der
gegenüber X.Y. verfügten Entscheidgebühr verzichtete es und wies das Gesuch um
unentgeltliche Rechtsverbeiständung ab (Dispositiv-Ziff. 2 und 3; act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob Rechtsanwalt Spescha für X.Y. am 22. Juli 2016
Beschwerde mit den Rechtsbegehren, es sei der angefochtene Entscheid aufzuheben
und das Migrationsamt anzuweisen, auf die Wiedererwägung einzutreten (Ziff. 1).
Eventualiter sei der Entscheid aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, ihm
eine Aufenthaltsbewilligung zu erteilen (Ziff. 2). Subeventualiter sei der Entscheid
aufzuheben und das Migrationsamt anzuweisen, beim SEM die vorläufige Aufnahme
des Beschwerdeführers zu beantragen (Ziff. 3). Es sei dem Beschwerdeführer die
unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren und in der Person des Rechtsvertreters ein
unentgeltlicher Rechtsbeistand zu bestellen, letzteres auch für das vorinstanzliche
Verfahren (Ziff. 4).
b. In der Vernehmlassung vom 10. August 2016 beantragte die Vorinstanz Abweisung
der Beschwerde und Bestätigung des angefochtenen Entscheids (act. G 5).

## Considerations

c. Auf die Ausführungen in der Beschwerde wird in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.
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Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2.
2.1. Gemäss Art. 27 VRP sind Wiedererwägungsgesuche zulässig, begründen aber
keinen Anspruch auf eine Stellungnahme der Behörde in der Sache und hemmen den
Fristenlauf nicht. Ein Anspruch auf materielle Wiedererwägung besteht, wenn sich die
Verhältnisse (Sach- und Rechtslage) seit dem Erlass der ursprünglichen Verfügung
erheblich geändert haben bzw. wenn wichtige Tatsachen oder Beweise geltend
gemacht werden, die zur Zeit der ersten Entscheidung nicht bekannt waren oder nicht
geltend gemacht werden konnten (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im
Kanton St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 575 mit Hinweisen). Die Ablehnung einer
ausländerrechtlichen Bewilligung entspricht einer Verfügung mit Dauerwirkung. Nach
der verwaltungsgerichtlichen Rechtsprechung bedeutet dies, dass auf eine ablehnende
Verfügung nicht ohne Weiteres zurückgekommen werden kann. Ein genereller
Anspruch auf Wiedererwägung nach Art. 27 VRP besteht nicht. Dagegen ist ein
Anspruch auf Wiedererwägung beziehungsweise auf Erlass einer neuen materiellen
Verfügung gegeben, wenn sich die Sach- und Rechtslage gegenüber den der formell
rechtskräftigen Verfügung zugrunde liegenden Umständen wesentlich geändert haben.
Auf erneute Gesuche oder Anträge muss in der Regel nicht eingetreten werden, sofern
ein identisches Gesuch formell rechtskräftig abgewiesen worden ist. In solchen Fällen
besteht kein Anlass, vom ersten Entscheid abzuweichen, sondern es kann auf diesen
verwiesen werden. Die ursprüngliche Verfügung ist indessen auf ein gleiches Gesuch
hin in Wiedererwägung zu ziehen, wenn sich seit dem Erlass der früheren Verfügung
eine anspruchsbegründende neue Sach- oder Rechtslage ergeben hat (vgl. GVP 2007
Nr. 67; VerwGE B 2014/249 vom 28. April 2015, E. 2).
2.2. Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid unter anderem zum Schluss, in
den fünf ärztlichen Berichten vom 22. August, 30. September und 28. November 2013
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sowie 20. Januar und 21. Oktober 2014 seien keine neuen Tatsachen zu erblicken, weil
diese bereits im Rahmen des Rekurs- und Beschwerdeverfahrens hätten geltend
gemacht werden können, stattdessen aber erst mit Schreiben vom 8. Januar 2016
eingereicht worden seien. Selbst unter Berücksichtigung dieser Berichte würden keine
wesentlich veränderten tatsächlichen Verhältnisse vorliegen. Solche ergäben sich auch
aus den Berichten vom 10. Dezember 2015 und 17. März 2016 nicht. Der
Beschwerdeführer stehe bereits seit 1999 im Methadonprogramm und leide ebenso
bereits seit 2013 sowohl an Abhängigkeitssyndromen hinsichtlich Opioiden
(Schmerzmittel) und Benzodiazepinen (Beruhigungsmittel) als auch an psychischen
Störungen. Die Zusammensetzung der Medikamente sei in den letzten drei Jahren
praktisch unverändert geblieben. Suizidabsichten hätten sodann auch in früheren
Zeitpunkten bereits bestanden (act. G 6/3 6, 319, 453, 461, 471 ff.). Der
Beschwerdeführer wohne bei den Eltern, welche ihn zusammen mit den Geschwistern
betreuen und bei der Medikation unterstützen würden. Von einem
Abhängigkeitsverhältnis könne weiterhin nicht ausgegangen werden (act. G 6/3 392).
Die medizinische Betreuung und Behandlung sei auch im Herkunftsland gewährleistet
und könne mit der allfälligen Einrichtung ärztlicher Kontrollen insbesondere hinsichtlich
der Medikamenteneinnahme fortgesetzt werden (act. G 2 S. 5 f.).
Der Beschwerdeführer macht geltend, es lägen Umstände vor, die sich seit dem letzten
Entscheid wesentlich geändert hätten. Er verfüge im Zeitpunkt der Gesuchstellung über
einen Anspruch auf materielle Prüfung und Beurteilung der Wiedererwägungsgesuche.
Für die Frage nach dem Bestehen von Wegweisungshindernissen seien entgegen den
Ausführungen der Vorinstanz die Umstände im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung
vom 5. Juni 2013 massgebend. Er habe mit Eingabe vom 31. Dezember 2015 explizit
die Wiedererwägung dieser Verfügung und die Prüfung des Wegweisungsvollzugs
beantragt. Die Frage des Wegweisungsvollzugs habe nicht Gegenstand der
Rechtsmittelentscheide des SJD, des Verwaltungsgerichts und des Bundesgerichts
gebildet. Für die Frage der diesbezüglichen Wiedererwägung seien somit die
Umstände im Zeitpunkt des Erlasses der Verfügung vom 5. Juni 2013 mit denjenigen
im Zeitpunkt des Wiedererwägungsgesuchs vom 31. Dezember 2015 zu vergleichen.
Im Zeitpunkt der Verfügung vom 5. Juni 2013 und im daran anschliessenden
Rechtsmittelverfahren sei stets die vergangene Drogenabhängigkeit und die Teilnahme
am Methadonprogramm sowie der diesbezügliche Konnex zur Straffälligkeit
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Gegenstand des Verfahrens gewesen, nie jedoch die gesundheitliche Verfassung des
Beschwerdeführers. Diese habe sich seit 5. Juni 2013 erheblich verschlechtert. Die im
vorinstanzlichen Rekursverfahren eingereichten ärztlichen Berichte seien als Belege
neuer wesentlicher Tatsachen zu berücksichtigen. Eventualiter wäre auf die
Wiedererwägungsgesuche einzutreten und zu prüfen, ob zwischen dem
Beschwerdeführer und seinen Familienangehörigen ein besonderes
Abhängigkeitsverhältnis vorliege, das in den Schutzbereich von Art. 13 der
Bundesverfassung (BV; SR 101) und Art. 8 EMRK (SR 0.101) falle (act. G 1 S. 6-10).
2.3. Nach den Feststellungen des Verwaltungsgerichts im Entscheid B 2013/260 vom
19. Februar 2015 bestand beim Beschwerdeführer schon seit Jahren eine
Drogensucht. Gemäss ärztlichem Zeugnis vom 28. Februar 2013 wurde er von Dr. med.
A.B. seit August 2009 betreut und stand im Berichtszeitpunkt nach wie vor in einem
Methadonprogramm. Seit Januar 2013 führten die Sozialen Dienste Sarganserland mit
ihm eine Suchtberatung durch. Am 17. September 2013 war er - offenbar freiwillig, um
die Drogensucht in den Griff zu bekommen - zur stationären Behandlung in die
Psychiatrische Klinik Wil eingetreten. Das Verwaltungsgericht hielt im erwähnten
Entscheid fest, es könne nicht als dargetan gelten, dass der Beschwerdeführer seine
Drogensucht in den Griff bekommen habe und drogenabstinent lebe (VerwGE B
2013/260, E. 4.2.2).
In den unbestritten erst im vorinstanzlichen Rekursverfahren bzw. mit Schreiben des
Bruders des Beschwerdeführers vom 8. Januar 2016 (act. G 6/3 483) eingereichten
Berichten der psychiatrischen Dienste Süd vom 22. August und 30. September 2013
wurden als Diagnosen „psychische und Verhaltensstörungen durch Opioide:
Abhängigkeitssyndrom [F 11.2]“ bzw. eine „Persönlichkeitsstörung, nicht näher
bezeichnet [F 60.9], V.a. ADHS“ sowie „psychische und Verhaltensstörungen durch
Sedativa und Hypnotika: Abhängigkeitssyndrom [F 13.2]“ diagnostiziert (act. G 6/3 479
f.]). In den Berichten der psychiatrischen Klinik Wil vom 28. November 2013 und 20.
Januar 2014 wurden als Diagnose „Störungen durch Opioide: Abhängigkeitssyndrom:
Gegenwärtig Teilnahme an einem ärztlich überwachten Ersatzdrogenprogramm [F
11.22], Störungen durch Sedativa oder Hypnotika: Abhängigkeitssyndrom: Mit
gegenwärtigem Substanzgebrauch [F 13.24])“ sowie ein lumbospondylogenes
Schmerzsyndrom (Rückenschmerzen) festgehalten (act. G 6/3 475 f.). Im Bericht vom
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10. August 2015 vermerkte Dr. A.B., dass der Beschwerdeführer seit 2000 im
Methadonprogramm sei. Es sei auch in den letzten Jahren immer wieder zu
kurzzeitigen Phasen mit Benzodiazepin- und Alkoholexzessen gekommen. Diese seien
jedoch durch die intensive Unterstützung und Betreuung in der Familie immer wieder
aufgefangen worden. Er wohne mit seinen Eltern zusammen. Im selben Haus würden
auch zwei Brüder wohnen, die immer wieder versuchen würden, ihm eine Arbeitsstelle
zu vermitteln. Eine Abschiebung würde zu lebensbedrohlichen Zuständen führen, da im
Heimatland eine medizinische Betreuung und Unterstützung durch die Familie nicht
gegeben sei (act. G 6/3 147). In den Attesten vom 10. Dezember 2015 und vom 17.
März 2016 bestätigte Dr. A.B. diese Gegebenheiten, indem er festhielt, dass es in den
letzten Jahren mehrmals zu einem massiven Benzodiazepin-Abusus in suizidaler
Absicht bzw. bei depressiven Episoden gekommen sei. Ohne intensive medizinische
und familiäre Betreuung, die nur hier in der Schweiz möglich sei, da er keine
Familienangehörigen in der ursprünglichen Heimat habe, wäre ein Abgleiten ins
Drogenmilieu bzw. der Tod des Patienten wohl möglich. Die Medikamente würden von
den Eltern verabreicht, da der Patient nicht in der Lage sei, eigenständig das Methadon
regelmässig und korrekt einzunehmen. Das Abschieben des Patienten sei
lebensbedrohlich und gefährde den erreichten Therapieerfolg (act. G 6/3 138; act. G
6/2 5).
2.4. Im Nachgang zu der mit dem Bundesgerichtsurteil eingetretenen formellen
Rechtskraft der Verfügung vom 5. Juni 2013 reichte der Beschwerdeführer bzw.
dessen Bruder wie dargelegt weitere medizinische Berichte ein. Nachdem das
Verwaltungsgericht im Entscheid vom 19. Februar 2015 den Sachverhalt für das
Bundesgericht verbindlich festlegte (Art. 99 Bundesgerichtsgesetz, BGG; SR 173.110),
sind in Bezug auf die Wiedererwägung des Widerrufs der Niederlassungsbewilligung
unbestritten (act. G 1 S. 5) grundsätzlich die am 19. Februar 2015 bestehenden
Umstände mit denjenigen am 13. Dezember 2015 (Wiedererwägungsgesuch; act. G 6/3
130) zu vergleichen. Eine gesundheitliche Veränderung bzw. Verschlechterung ist dabei
auch aus den im vorinstanzlichen Rekursverfahren eingereichten Berichten
(vorstehende E. 2.3 zweiter Absatz) nicht ersichtlich. Dr. A.B. bestätigte in den
Berichten vom 10. Dezember 2015 und 17. März 2016 explizit, dass „seit vielen
Jahren“ Benzodiazepin verabreicht werde und es „in den letzten Jahren ... mehrmals
zu einem Benzodiazepin-Abusus in suizidaler Absicht bzw. bei depressiven Episoden“
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gekommen sei (act. G 6/3 464; G 6/2 5). Den bei den Akten liegenden Berichten lassen
sich bei schwankendem Verlauf in den Jahren 2013 bis 2015 insofern keine qualitativ
veränderten Gegebenheiten entnehmen, als der Benzodiazepinabusus in suizidaler
Absicht bzw. bei depressiven Episoden seit mehreren Jahren besteht. Von einer
„vergangenen“ Suchmittelabhängigkeit (act. G 1 S. 7) oder veränderten Medikation
(act. G 1 S. 8) kann angesichts der erwähnten medizinischen Akten (vgl. act. G 6/3 464,
477) ebenfalls nicht ausgegangen werden. Inwiefern seine gesundheitliche Situation ab
Juni 2013 bzw. ab 2015 sich erheblich verschlechtert haben sollte, vermag der
Beschwerdeführer somit nicht überzeugend zu begründen, zumal die Berichte im
Wesentlichen bereits bekannte bzw. langjährig bestehende Tatsachen bestätigen.
Diese sind nicht geeignet, im Gegensatz zur formell rechtskräftigen Beurteilung einen
Anspruch des Beschwerdeführers auf eine Aufenthaltsbewilligung in der Schweiz zu
begründen. Die vorinstanzlichen Darlegungen erweisen sich als nachvollziehbar und
überzeugend begründet. Ein konkreter Anlass, aufgrund dessen sie in Frage zu stellen
wären, wird vom Beschwerdeführer nicht belegt. Bei diesen Gegebenheiten kann ein
Wiedererwägungsgrund nicht als nachgewiesen gelten.
Das Bestehen eines besonderen Abhängigkeitsverhältnisses zwischen dem
Beschwerdeführer und seinen Familienangehörigen (act. G 1 S. 9 f. mit Hinweis unter
anderem auf BGE 137 I 154 E. 3.4.2) aufgrund der erforderlichen
Medikamenteneinnahme (vgl. dazu nachstehend E. 3.3) wurde bereits im Entscheid des
Verwaltungsgerichts B 2013/260 vom 19. Februar 2015 (E. 5.1) verneint (bestätigt
durch BGer 2C_320/2015, a.a.O., E. 4.51). Die Bestätigung der Rechtmässigkeit des
Nichteintretens auf das Wiedererwägungsgesuch vom 23. Dezember 2015 durch die
Vorinstanz (act. G 2 S. 6) lässt sich somit nicht beanstanden.
3.
3.1. Ist der Vollzug der Weg- oder Ausweisung nicht möglich, nicht zulässig oder nicht
zumutbar, so verfügt das Bundesamt für Migration (BFM) nach Art. 83 Abs. 1 des
Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) die
vorläufige Aufnahme. Der Vollzug ist nicht zulässig, wenn völkerrechtliche
Verpflichtungen der Schweiz einer Weiterreise der Ausländerin oder des Ausländers in
den Heimat-, Herkunfts- oder in einen Drittstaat entgegenstehen (Art. 83 Abs. 3 AuG).
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Der Vollzug kann für Ausländerinnen oder Ausländer unzumutbar sein, wenn sie in
Situationen wie Krieg, Bürgerkrieg, allgemeiner Gewalt und medizinischer Notlage im
Heimat- oder Herkunftsstaat konkret gefährdet sind (Art. 83 Abs. 4 AuG). Die vorläufige
Aufnahme kann von kantonalen Behörden beantragt werden (Art. 83 Abs. 6 AuG). Die
vorläufige Aufnahme nach den Absätzen 2 und 4 wird nicht verfügt, wenn die weg-
oder ausgewiesene Person zu einer längerfristigen Freiheitsstrafe im In- oder Ausland
verurteilt wurde oder wenn gegen sie eine strafrechtliche Massnahme im Sinne von
Artikel 64 oder 61 des Strafgesetzbuches angeordnet wurde (Art. 83 Abs. 7 lit. a AuG),
erheblich oder wiederholt gegen die öffentliche Sicherheit und Ordnung in der Schweiz
oder im Ausland verstossen hat oder diese gefährdet (Art. 83 Abs. 7 lit. b AuG).
3.2. Im angefochtenen Entscheid kam die Vorinstanz zum Schluss, dem
Beschwerdeführer komme in Bezug auf die vorläufige Aufnahme keine Parteistellung
zu, weil von Gesetzes wegen (Art. 83 Abs. 6 AuG) nur das Migrationsamt eine
vorläufige Aufnahme beantragen könne. Auf den diesbezüglichen Rekurs sei somit
ebenfalls nicht einzutreten. Unabhängig davon lägen (wie im Fall des
Wiedererwägungsgesuchs) keine wesentlich veränderten Tatsachen vor, welche die
Wegweisung als unmöglich, unzulässig oder unzumutbar erscheinen lassen würden.
Das Migrationsamt habe im Rahmen der konkreten Rückkehrmassnahmen alles
Zumutbare vorzukehren, um medizinisch bzw. betreuungsmässig sicherzustellen, dass
Leben und Gesundheit der betroffenen Person nicht beeinträchtigt würden (act. G 2 S.
7 mit Hinweis auf VerwGE B 2015/139 vom 17. Dezember 2015, E. 4.2).
Der Beschwerdeführer wendet ein, dass der Wegweisungsvollzug bei ihm zu einer
lebensbedrohlichen Situation führen würde. Er sei drogenabhängig und auf
medizinische Behandlung und familiäre Betreuung angewiesen. Ohne seine
Familienangehörigen würde er nach ärztlicher Einschätzung ins Drogenmilieu abgleiten
und den Tod finden. Der Wegweisungsvollzug wäre eine Verletzung von Art. 2 f. EMRK
und daher nach Art. 83 Abs. 3 AuG unzulässig. Die Ausschlussgründe nach Art. 83
Abs. 7 AuG fänden keine Anwendung. Selbst wenn von blosser Unzumutbarkeit des
Wegweisungsvollzugs nach Art. 83 Abs. 4 AuG ausgegangen werde, müsse die
Verweigerung der vorläufigen Aufnahme verhältnismässig sein. Aufgrund der privaten
Interessen (Überleben des Beschwerdeführers) vermöchten die Verstösse gegen die
öffentliche Sicherheit und Ordnung unter Berücksichtigung der verminderten
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Schuldfähigkeit des Beschwerdeführers die Wegweisung nicht zu rechtfertigen (act. G
1 S. 10 f.).
3.3. Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer nicht legitimiert ist, beim
Staatssekretariat für Migration (SEM) die vorläufige Aufnahme zu beantragen (act. G 1
S. 10; Art. 83 Abs. 6 AuG). Jedoch kann im Rahmen von Art. 83 Abs. 3 AuG eine
drohende Verletzung von Art. 3 EMRK jederzeit (z.B. als Wiedererwägungsgrund)
geltend gemacht werden (vgl. Peter Bolzli, in: Spescha/Thür/Zünd/Bolzli/Hruschka
Hrsg., Kommentar Migrationsrecht, 4. Aufl. 2015, Rz. 11 Absatz 4 zu Art. 83 AuG).
Würde die Wegweisung eine unmittelbar lebensbedrohliche Situation bewirken, bildet
Art. 83 Abs. 3 AuG die Rechtsgrundlage für die vorläufige Aufnahme. Ein Grund im Sinn
von Art. 83 Abs. 4 AuG kann vorliegen, wenn sich im Fall einer Rückkehr ins
Herkunftsland der gesundheitliche Zustand erheblich verschlechtern würde. Der
betreffende Unzumutbarkeitstatbestand setzt einerseits ein schweres körperliches oder
psychisches Leiden der weggewiesenen Person voraus, anderseits die fehlende
Behandlungs- und Betreuungsmöglichkeit im Herkunftsland (Bolzli, a.a.O., Rz. 17 zu
Art. 83 AuG).
Gesundheitliche Probleme stellen selbst dann unter dem Blickwinkel von Art. 3 EMRK
kein völkerrechtliches Wegweisungsvollzugshindernis dar, wenn im Heimatland der
medizinische Standard schlechter sein sollte als in der Schweiz, zumal die Ausweisung
einer unter gesundheitlichen Beschwerden leidenden Person nur unter ganz
aussergewöhnlichen Umständen eine Verletzung von Art. 3 EMRK zur Folge hat (vgl.
BVerwGer E-1554/2011 vom 4. September 2013, E. 5.2.3 mit Hinweisen). Nach der
bundesgerichtlichen Rechtsprechung genügt die vom Beschwerdeführer mit Hinweis
auf seinen Gesundheitszustand geltend gemachte Lebensgefahr bei einer
Aufenthaltsbeendigung für sich allein praxisgemäss nicht, um die Wegweisung bzw.
deren Vollzug bereits als unverhältnismässig erscheinen zu lassen. Die schweizerischen
Behörden sind gehalten, im Rahmen der konkreten Rückkehrmassnahmen alles ihnen
Zumutbare vorzukehren, um medizinisch und betreuungsmässig sicherzustellen, dass
das Leben und die Gesundheit der betroffenen Person nicht beeinträchtigt wird; sie
sind verfassungsrechtlich jedoch nicht verpflichtet, im Hinblick auf eine psychisch
kritische Situation in Abweichung von den gesetzlichen Vorgaben dem Ansinnen auf
Erteilung einer Anwesenheitsberechtigung zu entsprechen. Der Vollzug der
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Wegweisung muss in solchen Fällen sorgfältig geplant und durchgeführt werden.
Allenfalls ist die Möglichkeit einer ärztlichen Begleitung auf dem Flug oder eine
Übergabe an beziehungsweise eine Kontaktaufnahme mit entsprechenden Spezialisten
im Heimatland zu prüfen. Nur wenn der Vollzug der Wegweisung auch mit adäquater
medizinischer Rückkehrhilfe und entsprechenden Vorsichtsmassnahmen längerfristig
nicht möglich ist, stellt sich die Frage einer Unzumutbarkeit oder einer Unmöglichkeit
des Wegweisungsvollzugs und der sich daraus ergebenden Konsequenzen, wobei
diesbezüglich im Zusammenhang mit Art. 3 EMRK relativ hohe Schwellen gelten, da es
dabei nicht unmittelbar um Handlungen oder Unterlassungen staatlicher oder privater
Akteure geht, sondern um einen natürlichen Prozess (Krankheit), der zu den
entsprechenden Konsequenzen (Tod, Verschlechterung des Gesundheitszustandes
usw.) führen kann (vgl. BGer 2C_856/2015 vom 10. Oktober 2015, E. 3.1. und 3.2.1).
Die in den Jahren 2013 bis 2015 erstellten ärztlichen Berichte bestätigen beim
Beschwerdeführer wie dargelegt eine langjährig bestehende Suchtmittelabhängigkeit
mit daraus resultierenden psychischen Problemen bzw. depressiven Episoden. Ein seit
2009 durchgeführtes Methadonprogramm und die Suchtberatung ab 2013 führten zu
keiner veränderten Sachlage. Eine zwischenzeitliche gesundheitliche Verschlechterung
ist wie dargelegt auch aus den im vorinstanzlichen Rekursverfahren eingereichten
Berichten nicht ersichtlich (vorstehende E. 2.3 f.). Insbesondere vermag der
Beschwerdeführer auch keine Gegebenheiten darzutun, aufgrund welcher die
Sicherstellung der medizinischen Betreuung und Medikamentenabgabe (in richtiger
Dosierung) im Ursprungsland in Frage zu stellen wäre. Eine lebensbedrohliche Situation
wegen unzureichender Medikation ist von daher nicht dargetan. Abgesehen davon
werden die bestehenden und fehlenden Behandlungsmöglichkeiten und deren
Wirksamkeit hinsichtlich der Suizidprävention durchaus differenziert eingeschätzt (vgl.
BVerwGer D-102/2012 vom 15. August 2013 E. 7.2.2.2 mit Hinweis). Für den
Beschwerdeführer besteht in Serbien die Möglichkeit der kontinuierlichen
Überwachung und Behandlung durch Fachpersonal, auch wenn diese nicht mit dem in
der Schweiz üblichen Standard zu vergleichen sind (vgl. BVerwGer E-6710/2013 vom
16. Mai 2014, E. 4.3.4.3; vgl. auch Bundesamt für Migration und Flüchtlinge/
Internationale Organisation für Migration, Länderinformationsblatt Serbien, August
2014, S. 7 f.).
4.
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4.1. Zusammenfassend ergibt sich, dass das kantonale Migrationsamt das Gesuch des
Beschwerdeführers um Wiedererwägung der Verfügung vom 5. Juni 2013 sowie das
Gesuch um Anordnung der vorläufigen Aufnahme zu Recht inhaltlich nicht behandelte
und die Vorinstanz deshalb die dagegen erhobenen Rekurse mit dem angefochtenen
Entscheid (act. G 2) zu Recht abwies.
4.2. Der Beschwerdeführer stellt ein Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege (act. G 1).
Gemäss Art. 99 Abs. 2 VRP in Verbindung mit Art. 117 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung (SR 272) wird die unentgeltliche Rechtspflege gewährt, wenn die
Gesuchsteller nicht über die erforderlichen Mittel verfügen und wenn das Verfahren
nicht als aussichtslos erscheint. Als bedürftig gilt, wer die Kosten eines Prozesses nicht
aufzubringen vermag, ohne die Mittel anzugreifen, derer er zur Deckung des
notwendigen Lebensunterhalts für sich und seine Familie bedarf. Die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung ist nur dann zu bewilligen, wenn dies zur Wahrung der im Streit
liegenden Rechte notwendig ist (BGE 135 I 1). Hierbei sind als Kriterien massgebend:
Die Schwierigkeit der sich im Prozess stellenden Fragen, die Rechtskundigkeit der
ansprechenden Partei, die Pflicht zur Herstellung der "Waffengleichheit" und die
Tragweite des Entscheids (V. Rüegg, in: Basler Kommentar, Schweizerische
Zivilprozessordnung, 2. A., N. 4 zu Art. 117 ZPO mit Hinweisen).
Aussichtslos sind nach der Rechtsprechung solche Begehren, bei denen die
Gewinnaussichten beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren. Dagegen gilt ein
Begehren nicht als aussichtslos, wenn sich Gewinnaussichten und Verlustgefahren
ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massgebend
ist, ob eine Partei, die selber über die nötigen Mittel verfügt, sich bei vernünftiger
Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den
sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen, weil
er sie nichts kostet (statt vieler: BGE 129 I 129 E. 2.2.2, 138 III 217 E. 2.2.4). Vorliegend
ist, rückwirkend betrachtet, das Beschwerdeverfahren im Zeitpunkt der
Anhängigmachung sowohl mit Blick auf die geschilderte Rechtsprechung als auch vom
Sachverhalt her (fehlender Nachweis veränderter gesundheitlicher Gegebenheiten) als
aussichtslos zu bezeichnen, weshalb das Gesuch betreffend unentgeltliche
Rechtspflege abzuweisen ist. Da für das vorinstanzliche Rekursverfahren dieselben
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Grundsätze zur Anwendung kommen, wies die Vorinstanz für dieses Verfahren das
Gesuch um Bestellung eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes zu Recht ab.
4.3. (...).
(...).