# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 738907a6-e164-490b-9227-681881ce99c4
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Beschwerdeführer rügte die vorinstanzliche Sachverhaltsfeststellung und
die Beweiswürdigung, die rechtliche Anwendung von Art. 28 IVG und eine
Verletzung von Art. 43 ATSG. Begründet wurde, dass die IV-Stelle weder
den medizinischen Sachverhalt noch den Sachverhalt um das Invaliden-
und Valideneinkommen genügend abgeklärt habe, diese Abklärungen
seien nachzuholen. Die IV-Stelle stütze sich auf die falsche Interpretation
der Akten durch den RAD-Arzt. Soweit die IV-Stelle die angestammte
Tätigkeit als Hausmeister und Verwalter als adaptierte Tätigkeit darstelle,
ignoriere sie die Angaben der Arbeitgeberin zum Aufgabenbereich. Die
IV-Stelle habe das funktionelle Leistungsvermögen entgegen anders
lautender ärztlicher Berichte und damit falsch eingeschätzt und aufgrund
des noch anhaltenden Heilungsverlaufs zu früh beurteilt. Es seien weitere
operative Eingriffe indiziert, unter anderem eine zweiseitige
Metallentfernung. Folglich müsse die derzeitige Leistungseinschränkung
vor Entfernung der zweiten Platte umfassend und widerspruchsfrei
abgeklärt werden und nach Entfernung der zweiten Platte eine erneute
Beurteilung stattfinden, wobei bereits heute die operativen Eingriffe
geplant werden könnten. Eventualliter sei gestützt auf die Akten – unter
Ausnahme des RAD-Berichts – eine IV-Rente auf der Basis eines
Invaliditätsgrads von mindestens 40 % zuzusprechen. Die Berechnung
des Valideneinkommens sei unvollständig. Dieses betrage Fr. 85‘410.--
(recte: Fr. 85‘311.--) und nicht wie von der IV-Stelle angenommen
Fr. 55‘084.50. Zudem sei bei der Bemessung des Invalideneinkommens
aufgrund der gesundheitlichen Beschwerden und Einschränkungen ein
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Leidensabzug von 25 % gerechtfertigt. Daraus ergäbe sich ein
Invaliditätsgrad von 45 %.
5. In ihrer Vernehmlassung vom 14. Oktober 2013 verlangte die IV-Stelle
(nachfolgend Beschwerdegegnerin) unter Verweisung auf die
angefochtene Verfügung die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde.
6. Die Instruktionsrichterin verlangte sodann aus den Händen der
Beschwerdegegnerin einen Auszug aus dem individuellen Konto des
Beschwerdeführers. Dieser wurde am 10. Januar 2014 nachgereicht und
dem Beschwerdeführer am 14. Januar 2014 zur Kenntnis zugestellt.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. a) Anfechtungsobjekt des vorliegenden Beschwerdeverfahrens bildet die
Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 21. August 2013.
Gemäss Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung (IVG; SR 831.20) sind Verfügungen der kantonalen
IV-Stellen direkt vor dem Versicherungsgericht am Ort der IV-Stelle
anfechtbar. Nach Art. 49 Abs. 2 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 317.100) entscheidet das
Verwaltungsgericht des Kantons Graubündens als Versicherungsgericht.
Die Verfügung der IV-Stelle des Kantons Graubünden vom 21. August
2013 stellt demnach ein taugliches Anfechtungsobjekt für ein Verfahren
vor dem Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden dar. Als Adressat
der angefochtenen Verfügung ist der Beschwerdeführer
beschwerdelegitimiert (Art. 59 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen
Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Auf die im
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Übrigen frist- und formgerecht eingereichte Beschwerde ist somit
einzutreten.
b) Strittig und nachfolgend zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin den
Rentenanspruch des Beschwerdeführers zu Recht verneint hat. Während
die Beschwerdegegnerin der Auffassung ist, dass der Beschwerdeführer
seit dem 16. Juli 2013, und damit vor Ablauf der einjährigen Wartefrist, in
der angestammten Tätigkeit wieder voll arbeitsfähig sei und auch in
adaptierter Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen erzielen
könnte, rügt der Beschwerdeführer die mangelhafte
Sachverhaltsfeststellung und Beweiswürdigung, eine falsche Anwendung
von Art. 28 IVG und eine Verletzung von Art. 43 ATSG.
2. a) Nach Art. 28 Abs. 1 IVG haben Versicherte, die ihre Erwerbsfähigkeit
oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder
verbessern können (lit. a) und während eines Jahres ohne wesentlichen
Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig gewesen
sind (lit. b) Anspruch auf eine IV-Rente, wenn sie nach Ablauf dieses
Jahres zu mindestens 40 % invalid sind. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG besteht
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % Anspruch auf eine
Viertelsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine
halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf
eine ganze Rente. Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad
gemäss Art. 16 ATSG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu
bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, welches die versicherte
Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage
erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
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Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (sog. Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E.3.4.2 m.H.).
b) Gemäss Art. 43 Abs. 1 ATSG prüft der Versicherungsträger die
Begehren, nimmt die notwendigen Abklärungen von Amtes wegen vor
und holt die erforderlichen Auskünfte ein. Nach Art. 59 Abs. 2bis IVG
stehen die Regionalen Ärztlichen Dienste (RAD) den IV-Stellen zur
Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs
zur Verfügung. Sie setzen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6
ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der Versicherten fest,
eine zumutbare Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich
auszuüben. Dabei sind sie in ihrem medizinischen Sachentscheid im
Einzelfall unabhängig. Ihre Untersuchungsergebnisse halten sie schriftlich
fest (Art. 49 Abs. 2 Satz 2 der Verordnung über die Invalidenversicherung
[IVV; SR 81.201]). Die IV-Stelle kann damit bei der Beurteilung der
medizinischen Anspruchsvoraussetzungen auf eigene medizinische
Fachpersonen zurückgreifen. Diese sollen aufgrund ihrer speziellen
versicherungsmedizinischen Kenntnisse für die Bestimmung der für die
Invalidenversicherung massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der
Versicherten verantwortlich sein. Damit soll eine konsequente Trennung
der Zuständigkeit zwischen behandelnden Ärzten (Heilbehandlung) und
Sozialversicherung (Bestimmung der Auswirkungen des
Gesundheitsschadens) geschaffen werden. Der RAD bezeichnet die
zumutbare Tätigkeit und die unzumutbaren Funktionen unter Angabe
einer allfälligen medizinisch begründeten zeitlichen Schonung. Damit soll
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im Hinblick auf eine erfolgreiche Eingliederung eine objektivere
Feststellung der massgebenden funktionellen Leistungsfähigkeit der
Versicherten ermöglicht werden. Gestützt auf die Angaben des RAD hat
die IV-Stelle zu beurteilen, was einer versicherten Person aus objektiver
Sicht noch zumutbar ist und was nicht (Urteil des Bundesgerichts
9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E.4.2 m.w.H.).
c) Auf die Berichte des RAD kann indes nur abgestellt werden, wenn sie den
allgemeinen beweisrechtlichen Anforderungen an einen ärztlichen Bericht
genügen. Sie müssen insbesondere in Kenntnis der Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden sein und in der Beschreibung der
medizinischen Situation und Zusammenhänge einleuchten sowie in ihren
Schlussfolgerungen begründet sein (Urteil des Bundesgerichts
9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 E.4.3.1). Beruft sich die versicherte
Person demgegenüber auf abweichende Beurteilungen von
behandelnden Ärzten oder anderen medizinischen Fachpersonen, die in
einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur versicherten Person stehen, ist
dem Umstand Rechnung zu tragen, dass sich die behandelnden Ärzte in
erster Linie auf die Behandlung konzentrieren und deren Berichte damit
nicht den gleichen Zweck verfolgen, wie die RAD-Beurteilung (vgl. hierzu
E.2b). Aus diesen Gründen und aufgrund der Erfahrungstatsache, dass
Hausärzte und andere behandelnde Ärzte mitunter im Hinblick auf ihre
auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E.3a/cc m.w.H., 135 V 254,
nicht publizierte E.4.4.1), wird im Streitfall eine direkte
Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben der behandelnden
Ärzte kaum je in Frage kommen (BGE 135 V 465 E.4.5). Diese
Erfahrungstatsache befreit das Gericht jedoch nicht von seiner Pflicht
einer korrekten Beweiswürdigung. Die Beurteilungen der behandelnden
Ärzte sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der
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Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen der
versicherungsinternen Fachperson wecken. Bestehen solche Zweifel, so
sind ergänzende, versicherungsexterne Abklärungen vorzunehmen (BGE
139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4, 122 V 157 E.1d).
3. a) Der Beschwerdeführer rügt zunächst eine ungenügende Abklärung des
medizinischen Sachverhalts und eine mangelhafte Beweiswürdigung
durch die Beschwerdegegnerin bei der Festlegung der verbleibenden
Arbeitsfähigkeit. Die Beschwerdegegnerin habe einzig auf die Beurteilung
des RAD-Arztes abgestellt, welcher jedoch die Akten falsch interpretiert
habe, namentlich indem er dem Arztbericht von Dr. med. D._ vom
20. Juli 2012 eine Bestätigung für eine volle Arbeitsfähigkeit in
angestammter Tätigkeit entnehme. Dr. med. D._ habe die
Arbeitsfähigkeit ab dem 1. Juli 2012 in adaptierter Tätigkeit auf nur 50 %
eingeschätzt. Zudem ignoriere die IV-Stelle die Angaben der
Arbeitgeberin, soweit sie die angestammte Tätigkeit als Hausmeister und
Verwalter als eigentlich adaptierte Tätigkeit darstelle. Ebenso wenig
würde Dr. med. E._ eine volle Arbeitsfähigkeit in angestammter
Tätigkeit bestätigen. Die Beschwerdegegnerin habe damit das
funktionelle Leistungsvermögen entgegen anders lautender ärztlicher
Berichte falsch eingeschätzt und aufgrund des noch anhaltenden
Heilungsverlaufes zu früh beurteilen wollen.
b) Zu den bei den Akten liegenden Arztberichten ist zunächst festzustellen,
dass auf den Arztbericht von Dr. med. F._ vom 4. Juni 2012 nicht
abgestellt werden kann. Dr. med. F._ hat den Beschwerdeführer
letztmals am 15. Februar 2011, damit also vor dem Unfallereignis vom
18. Dezember 2011, behandelt, und seither keinen direkten Kontakt mehr
zum Beschwerdeführer gehabt. Er vermag demnach keine aktuelle
Einschätzung über die Leistungs- und Arbeitsfähigkeit infolge der
erlittenen Unterschenkelfraktur abzugeben. Aus den Akten ergeben sich
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indes folgende zu beachtende medizinische Berichte sowie Angaben zu
der beruflichen Tätigkeit des Beschwerdeführers:
 Dr. med. G._, Facharzt FMH für Chirurgische Orthopädie Lausanne (Ver-
trauensarzt der Unfallversicherung), hielt in seinem Arztbericht vom 22. März 2012 in
Bezug auf die Arbeitsfähigkeit fest, dass aufgrund der Verletzung eine stehende
Tätigkeit nicht möglich sei, sondern eine Tätigkeit in halbsitzender Position
erforderlich sei (IV-act. 5, S. 4).
 Dr. med. D._, Facharzt FMH für Chirurgie von der Klinik Chirurgie-Orthopädie
des Spitals C._, berichtete am 20. Juli 2012 vom ärztlichen Befund der
Kontrolle vom 4. Juli 2012. Der Patient leide immer noch unter
belastungsabhängigen Schmerzen mit rezidivierenden Schwellungen über dem
medialen Malleolus, radiologisch sei die Fraktur langsam am konsolidieren. Zur
Prognose führte er an, dass die Entwicklung einer frühzeitigen Arthrose
wahrscheinlich sei. Die letzte Kontrolle habe am 16. Juli 2012 stattgefunden. Zu den
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte er – ausgehend von der Annahme einer
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als „Barman“ – aus, dass vom 18. Dezember 2011 bis
zum 30. Juni 2012 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestanden habe, seit dem 1. Juli
2012 jedoch nur noch eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe. Im Gastgewerbe
könne der Patient noch nicht den ganzen Tag stehen. Die bisherige Tätigkeit sei
vorläufig halbtags möglich (4 bis 5 Stunden pro Tag). Dabei bestünde keine
verminderte Leistungsfähigkeit. Die Arbeitsfähigkeit könne schrittweise gesteigert
werden, ab dem 1. Oktober 2012 könne eventuell mit einer vollen Arbeitsfähigkeit
gerechnet werden. Zu der zumutbaren behinderungsangepassten Tätigkeit ab dem
1. Juli 2012 führte er aus: rein sitzende Tätigkeiten: ja; rein stehende Tätigkeiten: ja,
aktuell halbtags; wechselbelastende Tätigkeiten: ja, ganztags. Ebenso seien
Bücken, Über-Kopf-Arbeiten, Kauern, Knien, Rotation im Sitzen und Stehen, Heben
und Tagen bis 10 kg und Treppensteigen möglich. Eine Einschränkung bestehe für
vorwiegend im Gehen ausgeübte Tätigkeiten (unebenes Gelände) und für das
Besteigen von Leitern und Gerüsten, was zurzeit höchstens halbtags möglich sei. Es
bestehe weder eine Einschränkung des Konzentrations- und Auffassungsvermögen,
noch in der Anpassungsfähigkeit oder Belastbarkeit, zudem sei die Fahrtauglichkeit
gegeben (IV-act. 19).
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 Am 17. Oktober 2012 besuchte der Beschwerdeführer die Sprechstunde von
Dr. med. D._. Dieser stellte fest, dass im CT noch kein vollständiger Durchbau
zu sehen sei, weshalb die Osteosynthesematerialentfernung noch nicht
vorgenommen werden könne. Im Übrigen hielt Dr. med. D._ fest, dass der
Patient versuchen werde, im Winter wiederum als Skilehrer tätig zu sein, dabei
müsse sicher ein nach Mass angepasster Skischuh getragen werden, ein Rezept sei
ausgestellt worden. Ab dem 1. Juli 2012 bestehe eine 50%ige Arbeitsunfähigkeit (IV-
act. 29).
 Am 7. November 2012 nahm der RAD-Arzt Dr. med. H._ eine Abschlussbe-
urteilung vor. Gestützt auf den Arztbericht von Dr. med. D._ vom 23. Juli 2013
(recte: 20. Juli 2012), wonach eine wechselbelastende Tätigkeit ganztags und eine
rein stehende Tätigkeit halbtags ausgeübt werden könne, und gestützt auf den
Arbeitgeberbericht vom 26. Oktober 2012, wonach der Beschwerdeführer einer
optimal wechselbelastenden Tätigkeit nachgehe, kam er zum Schluss, dass ab dem
Zeitpunkt der letzten Kontrolle vor dem Arztbericht von Dr. med. D._ vom
23. Juli 2012 (recte: 20. Juli 2012), damit also seit dem 16. Juli 2012 eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestehe (IV-act. 50, S. 10).
 Dr. med. E._, FMH Orthopädische Chirurgie von der Klinik N._, Sport
Clinic in O._, untersuchte den Beschwerdeführer am 10. Januar 2013 auf
dessen Veranlassung hin und berichtete mit Schreiben vom 30. Januar 2013 über
seine Befunde. Zur Leistungsfähigkeit führte er aus, dass Aufwärtsgehen nur mit
Mühe, Abwärtsgehen etwas besser möglich sei. Arbeiten auf dem
Landwirtschaftsbetrieb, im Baugewerbe und für Event-Tätigkeiten, aber auch eine
Tätigkeit als Schneesportlehrer seien nicht mehr möglich. Alltägliche Aktivitäten in
der Verwaltung eines Hauses seien jedoch möglich. Derzeit sei die untersuchte
Person vor allem für Bürotätigkeiten arbeitsfähig, inkl. einer Tätigkeit in der
Verwaltung eines Hauses. In der angestammten Tätigkeit als Skilehrer bestehe
derzeit eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit, als Allrounder in der Hotellerie eine
teilweise Arbeitsunfähigkeit. Für Bürotätigkeiten und leichte Arbeiten ohne Tragen
von Gewichten, explizit für die untere Extremität weniger belastende Tätigkeiten
bestehe jedoch eine volle Arbeitsfähigkeit. Es sei mit einer bleibenden
Funktionseinschränkung des rechten Sprunggelenkes zu rechnen und die
Entwicklung einer Arthrose sei überwiegend wahrscheinlich (IV-act. 45).
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 Am 4. Februar 2013 führte der RAD-Arzt Dr. med. H._ aus, dass die
Arbeitsgeberin im Fragebogen vom 26. Oktober 2012 eine ideal wechselbelastende
Tätigkeit umschreibe. Zudem traue sich der Beschwerdeführer gemäss Bericht von
Dr. med. D._ vom 17. Oktober 2012 eine Tätigkeit als Skilehrer wieder zu, was
eine erhebliche Einschränkung in der angestammten Tätigkeit als Allrounder
zusätzlich nicht plausibel erscheinen lasse. Zweifellos attestiere Dr. med. D._
im Arztbericht vom 23. Juli 2012 (recte: 20. Juli 2012) eine 100%ige Arbeitsfähigkeit
in adaptierter Tätigkeit; dem wiederspreche auch Dr. med. G._ nicht, der eine
Wiedereingliederung in eine halbsitzende Arbeit empfehle. Selbst wenn also in
angestammter Tätigkeit Einschränkungen bestehen würden, könnte der
Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit vollumfänglich und uneingeschränkt
arbeiten. Zum Bericht von Dr. med. E._ führte er aus, dieser fokussiere gemäss
dem Einwand des Beschwerdeführers auf die weiteren Behandlungsmöglichkeiten,
nicht auf die Arbeitsfähigkeit (IV-act. 50, S. 15).
 Im Fragebogen für Arbeitgebende, bei der IV-Stelle eingegangen am 26. Oktober
2012, beschrieb die B._ AG die individuelle Tätigkeit des Beschwerdeführers
wie folgt: Verwaltung, Büro mache 6-33 % oder 1⁄2 bis ca. 3 Stunden/Tag manchmal
aus. Die Tätigkeiten Haustechnik, Renovation, Umbau und Umgebungsarbeiten
würden oft, d.h. zu 34–66 % oder 3 bis rund 51/4 Stunden/Tag, anfallen. Zur Frage,
welchen körperlichen Anforderungen/Belastungen der Beschwerdeführer ausgesetzt
war bzw. ist, gab die Arbeitgeberin an, dass Sitzen, Gehen, Stehen, Heben oder
Tragen von 0 bis über 25 kg etwa zu gleichen Teilen (6–33 oder 1⁄2 bis ca.
3 Stunden/Tag manchmal) ausgeführt werden müssten. Die Kompetenzen des
Beschwerdeführers würden sich in Verwaltung, Vermietung, Marketing, Finanzen,
Soziales, Planung, Gärtnerei, Elektrik, Sanitär, Haustechnik, Werkstatt, Unterhalt
und Kommunikation bewegen. Nach Meinung der Arbeitgeberin könnte der
Beschwerdeführer sicherlich noch die Verwaltungs- und Kommunikationsarbeiten
ausführen, jedoch weniger die körperlichen Arbeiten (IV-act. 27, S. 1–7).
 Gemäss Angaben des Beschwerdeführers habe Dr. med. G._ in einem
Arztbericht vom 16. November 2012 festgestellt, dass für eine stehende Tätigkeit
eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit bestehe, er empfehle eine Wiedereingliederung in
halbsitzender Tätigkeit. Ein solcher Arztbericht wurde vom Beschwerdeführer weder
eingereicht, noch liegt ein solcher bei den Akten. Der wiedergegebene Inhalt stimmt
jedoch mit den Ausführungen von Dr. med. G._ in seinem Arztbericht vom
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22. März 2012 überein (vgl. IV-act. 5, S. 4), weshalb sich diesbezüglich weitere
Abklärungen erübrigen.
c) Die Beschwerdegegnerin hat ihren Entscheid auf die RAD-Beurteilungen
abgestellt. Am 7. November 2012 kam Dr. med. H._ des RAD
gestützt auf den Arztbericht von Dr. med. D._ vom 20. Juli 2013,
wonach eine wechselbelastende Tätigkeit ganztags und eine rein
stehende Tätigkeit halbtags ausgeübt werden könne, und gestützt auf den
Arbeitgeberbericht vom 26. Oktober 2012, dem entnommen werden
könne, dass der Beschwerdeführer einer optimal wechselbelastenden
Tätigkeit nachgehe, zum Schluss, dass seit dem 16. Juli 2012 eine
100%ige Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit bestehe (IV-
act. 50, S. 10). Am 4. Februar 2012 führte er weiter aus, dass die
Arbeitgeberin eine ideal wechselbelastende Tätigkeit umschreibe. Zudem
traue sich der Beschwerdeführer eine Tätigkeit als Skilehrer wieder zu,
was eine erhebliche Einschränkung in der angestammten Tätigkeit als
Allrounder zusätzlich nicht plausibel erscheinen lasse. Auch Dr. med.
D._ attestiere im Arztbericht vom 20. Juli 2012 eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit. Dem wiederspreche auch
Dr. med. G._ nicht, der eine Wiedereingliederung in eine
halbsitzende Tätigkeit empfehle. Selbst wenn also in angestammter
Tätigkeit Einschränkungen bestehen würden, könnte der
Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit vollumfänglich und
uneingeschränkt arbeiten. Zum Bericht von Dr. med. E._ führte er
aus, dieser fokussiere gemäss dem Einwand des Beschwerdeführers auf
die weiteren Behandlungsmöglichkeiten und nicht auf die Arbeitsfähigkeit
(IV-act. 50, S. 15).
d) Nach Auffassung des RAD-Arztes ist der Beschwerdeführer seit dem
16. Juli 2012 in einer rein sitzenden oder wechselbelastenden Tätigkeit
voll arbeitsfähig. Diese Beurteilung des RAD-Arztes erfolgte in Kenntnis
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sämtlicher Vorakten. Sie ist in der Beschreibung der medizinischen
Situation und Zusammenhänge einleuchtend. Zudem steht diese nach
Auffassung des Gerichts nicht im Widerspruch zu den übrigen Akten.
Dr. med. D._ führte in seinem Arztbericht vom 20. Juli 2012 detailliert
auf, welche Tätigkeiten der Beschwerdeführer aufgrund der
gesundheitlichen Einschränkungen noch ausüben kann. Entgegen den
Ausführungen des Beschwerdeführers stellte er dabei nicht fest, dass seit
dem 1. Juli 2012 auch eine behinderungsangepasste Tätigkeit erst zu
50 % möglich sei. Vielmehr führte dieser zur Frage nach der Zumutbarkeit
der „bisherigen Tätigkeit“ aus, dass diese vorläufig nur halbtags ausgeübt
werden könne (wobei er von einer Tätigkeit als „Barman“ ausging, vgl.
dazu nachfolgend E.4b). In leidensadaptierter Tätigkeit, insbesondere für
rein sitzende und für wechselbelastende Tätigkeiten attestierte Dr. med.
D._ dem Beschwerdeführer demgegenüber ausdrücklich eine volle
Arbeitsfähigkeit und zwar bereits ab dem 1. Juli 2012. Dr. med. E._
beurteilte die Arbeitsfähigkeit als Allrounder zwar ebenfalls nur als
teilweise gegeben, jedoch bezog er diese Aussage auf eine Tätigkeit in
der Hotellerie (vgl. IV-act. 45, S. 3). Für Büroarbeiten, alltägliche
Aktivitäten in der Verwaltung eines Hauses und für leichtere Arbeiten
ohne Tragen von Gewichten sowie ganz allgemein für die untere
Extremität weniger belastende Tätigkeiten bestehe indes eine volle
Arbeitsfähigkeit. Die Beurteilung von Dr. med. D._ vom 20. Juli 2012
wurde demnach auch von Dr. med. E._ nicht direkt in Zweifel
gezogen. Gleiches gilt für die Ausführungen von Dr. med. G._, der
eine wechselbelastende Tätigkeit empfiehlt. Die Einschätzung des RAD-
Arztes Dr. med. H._, wonach der Beschwerdeführer in einer
sitzenden und wechselbelastenden Tätigkeit voll arbeitsfähig sei, ist
deshalb nicht zu beanstanden. Diese Beurteilung des RAD-Arztes ist
schlüssig und steht nicht im Widerspruch zu anderen ärztlichen Berichten.
Der Beschwerdeführer vermag damit mit seinem Einwand einer
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mangelhaften Beweiswürdigung nicht durchzudringen. Der
Beschwerdeführer verlangt sodann weitere medizinische Abklärungen.
Solche lassen jedoch keine neuen relevanten Erkenntnisse hinsichtlich
der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers erwarten, weshalb darauf
zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung, BGE 124 V 90 E.4b, 127
V 491 E.1b, 134 I 140 E.5.3). Das Gericht kommt deshalb zum Schluss,
dass der Sachverhalt genügend abgeklärt wurde und der RAD-Arzt die
Akten korrekt gewürdigt hat.
e) Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit erfolgte im Übrigen auch nicht zu
früh, selbst wenn nach Aussage von Dr. med. E._ weitere operative
Eingriffe, u.a. eine Metallentfernung, indiziert waren (vgl. IV-act. 45; nach
Aussage des Beschwerdeführers wurde eine solche Operation am 7. Juni
2013 auch durchgeführt). Denn bereits vor der Durchführung von weiteren
Operationen konnte gemäss den ärztlichen Einschätzungen wieder eine
volle Arbeitsfähigkeit in einer rein sitzenden oder wechselbelastenden
Tätigkeit erreicht werden, womit – wie nachfolgend zu zeigen sein wird –
ein Rentenanspruch entfällt.
4. a) Nach Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG kommt eine IV-Rente überhaupt erst dann in
Frage, wenn die versicherte Person während eines Jahres ohne
wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 % arbeitsunfähig
gewesen ist. Als Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG
gilt nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung die „Einbusse an
funktionellem Leistungsvermögen im bisherigen Beruf oder
Aufgabenbereich“, wohingegen die finanziellen Konsequenzen einer
solchen Einbusse für deren Beurteilung während der Wartezeit
grundsätzlich unerheblich sind (BGE 105 V 159 E.2a; MEYER ULRICH,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrecht,
Bundesgesetz über die Invalidenversicherung [IVG], 2. Aufl.,
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Zürich/Basel/Genf 2010, Art. 28, S. 278). Darin besteht ein wesentlicher
Unterschied zur für die Bemessung des Invaliditätsgrads massgebenden
Erwerbsunfähigkeit, die umschrieben ist als die Unfähigkeit, auf dem
gesamten in Frage kommenden Arbeitsmarkt und nach Durchführung
allfälliger Eingliederungsmassnahmen die verbliebene Arbeitsfähigkeit
wirtschaftlich zu verwerten. Die Arbeitsunfähigkeit gemäss Art. 28 Abs. 1
lit. b IVG entspricht somit bei Erwerbstätigen der medizinisch
festgestellten Einschränkung im bisherigen Beruf (zum Ganzen BGE 130
V 97 E.3.2).
b) Der Beschwerdeführer war seit der erlittenen Unterschenkelfraktur am
18. Dezember 2011 arbeitsunfähig. Fraglich ist jedoch, ob der
Beschwerdeführer bereits vor Ablauf des Wartejahrs in seiner
angestammten Tätigkeit als Allrounder im Bereich Verwaltung und
Hausmeister wieder voll arbeitsfähig war. Gemäss der Beurteilung des
RAD-Arztes vom 7. November 2012 entspreche die von der Arbeitgeberin
im Fragebogen vom 26. Oktober 2012 beschriebene Tätigkeit einer
optimal wechselbelastenden Tätigkeit, womit der Beschwerdeführer
aufgrund der medizinisch festgestellten 100%igen Arbeitsfähigkeit in
wechselbelastenden Tätigkeiten seit dem 16. Juli 2012 in seiner
angestammten Tätigkeit bereits vor Ablauf des Wartejahres wieder voll
arbeitsfähig gewesen sein soll. Dr. med. D._ äusserte sich in seinem
Arztbericht vom 20. Juli 2012 ebenfalls zur Arbeitsfähigkeit in der
„bisherigen Tätigkeit“ und führte aus, dass diese vorläufig nur halbtags
ausgeübt werden könne. Dabei ging Dr. med. D._ jedoch nicht von
der Anstellung als Allrounder im Bereich Verwaltung und Hausmeister mit
der von der Arbeitgeberin beschriebenen individuellen Tätigkeit, sondern
fälschlicherweise von einer rein stehenden Tätigkeit im Gastgewerbe (als
„Barman“) aus (vgl. IV-act. 19, S. 2). Dr. med. E._ beurteilte die
Arbeitsfähigkeit als Allrounder ebenfalls als nur teilweise gegeben, jedoch
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ging auch dieser von einer Tätigkeit in der Hotellerie aus (vgl. IV-act. 45,
S. 3), während er eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für Büroarbeiten,
alltägliche Aktivitäten in der Verwaltung eines Hauses und für leichtere
Arbeiten ohne Tragen von Gewichten sowie ganz allgemein für die untere
Extremität weniger belastende Tätigkeiten attestierte. Wie sich die
medizinisch festgestellten Einschränkungen auf die zuletzt ausgeübte
Tätigkeit als Allrounder im Bereich Verwaltung und Hausmeister
auswirken, wird damit aus den Akten nicht restlos klar. Insbesondere stellt
sich auch die Frage, ob der RAD-Arzt die von der Arbeitgeberin
beschriebene individuelle Tätigkeit zu Recht als eine wechselbelastende
Tätigkeit qualifizierte, in welcher der Beschwerdeführer seit dem 16. Juli
2012 wieder voll arbeitsfähig war. Wie es sich damit verhält,
insbesondere, ob die bisher ausgeübte Tätigkeit im Haupterwerb als
Allrounder im Bereich Verwaltung und Hausmeister eine eigentlich
adaptierte Tätigkeit darstellt, kann indessen offen gelassen werden,
soweit der Beschwerdeführer in adaptierter Tätigkeit ein
rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen vermag.
5. a) Der Beschwerdeführer ist gemäss übereinstimmender ärztlicher
Feststellungen in einer adaptierten Tätigkeit spätestens seit dem 16. Juli
2012 wieder voll arbeitsfähig (vgl. dazu vorne E.3). Vermag er in einer
solchen adaptierten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen zu
erzielen, entfällt sein Anspruch auf eine IV-Rente. Ein Anspruch auf eine
IV-Rente besteht ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 %. Dabei
wird der Invaliditätsgrad aufgrund eines Einkommensvergleichs zwischen
dem Valideneinkommen und dem Invalideneinkommen bestimmt. Das
Valideneinkommen bemisst sich nach dem ohne Invalidität, genauer ohne
invalidisierenden Gesundheitsschaden, mit überwiegender
Wahrscheinlichkeit erzielbaren Erwerbseinkommen. Entscheidend ist,
was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen
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Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden
Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in
der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen
Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft; Ausnahmen
davon müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (MEYER,
a.a.O., Art. 28a S. 300 f.). Dabei werden regelmässig geleistete
Überstunden im Rahmen eines Durchschnittswertes miteinbezogen
(SVR 2002 IV Nr. 21 E.3b). Bei sehr starken Einkommensschwankungen
rechtfertigt es sich, auf das durchschnittlich erzielte Einkommen während
einer längeren Zeitspanne abzustellen, um einen repräsentativen Wert im
Bezug auf die Einkommensverhältnisse zu eruieren (SVR 2000 IV Nr. 13
E.3b). Das Invalideneinkommen bezeichnet das mit Invalidität, genauer
mit dem invalidisierenden Gesundheitsschaden zumutbarerweise noch
erzielbare Erwerbseinkommen, welches im Rahmen von Art. 16 ATSG
einzusetzen und dem Valideneinkommen gegenüberzustellen ist (MEYER,
a.a.O., Art. 28a S. 308).
b) Der Beschwerdeführer rügt die Invaliditätsbemessung und behauptet, der
Invaliditätsgrad betrage mindestens 40 %, weshalb er Anspruch auf eine
IV-Rente habe. Die Beschwerdegegnerin habe den Sachverhalt um das
Invaliden- und das Valideneinkommen ungenügend abgeklärt. Zunächst
habe die Beschwerdegegnerin das Valideneinkommen unvollständig
berechnet. So habe die Beschwerdegegnerin nicht berücksichtigt, dass es
sich bei der Tätigkeit bei der B._ AG eigentlich um eine 100 % Stelle
handle bzw. er regelmässig eine grosse Anzahl an Überstunden geleistet
habe. Im Zeitpunkt des Unfalls habe er 296 Überstunden gehabt, dies bei
einem Stundensatz von brutto Fr. 30.--. Auf 12 Monate berechnet würden
sich 253.7 Überstunden ergeben. Darüber hinaus sei der Nebenverdienst
als Skilehrer mit Fr. 4‘384.50 zu tief angerechnet worden. Zum
Unfallzeitpunkt habe er sich noch in einer Instruktorfortbildung befunden,
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weshalb er auch nicht wie üblich 80 bis 90 Tage gearbeitet habe, sondern
nur 49 Tage. Die geringere Stundenzahl resultiere aus der
Ausbildungsverpflichtung, die ein Skilehrer für den Instruktorlehrgang
absolvieren müsse. Ein angestellter Skiinstruktor habe eine
Tagespauschale von über Fr. 200.--, bei Privatgästen betrage diese sogar
Fr. 350.-- bis 400.--. Ausgehend von den durchschnittlich 90 Arbeitstagen
pro Saison und einer durchschnittlichen Tagespauschale von Fr. 300.--
ergebe sich im Nebenverdienst ein Einkommen von Fr. 27‘000.--.
Insgesamt hätte damit ein Valideneinkommen in der Höhe von
Fr. 85‘410.-- (recte: Fr. 85‘311.--) berücksichtigt werden müssen und nicht
bloss von Fr. 55‘084.50. Sodann macht der Beschwerdeführer geltend,
dass auch das Invalideneinkommen falsch berechnet worden sei, weil die
Beschwerdegegnerin aufgrund seiner gesundheitlichen Beschwerden und
Einschränkungen einen Leidensabzug von 25 % auf dem Tabellenlohn
von Fr. 62‘939.90 hätte gewähren müssen, woraus ein
Invalideneinkommen von Fr. 46‘795.-- resultiere. Die Beurteilung der
Beschwerdegegnerin, dass er eine adaptierte Tätigkeit ausüben könne,
ohne dass ein Arbeitgeber nennenswerte weitere gesundheitlich bedingte
Einschränkungen des Leistungsvermögens zu gewärtigen hätte,
widerspreche den Arztberichten. Unter Berücksichtigung dieser
Einkommen bestehe ein Invaliditätsgrad von 45 %.
c) Im Bezug auf das Invalideneinkommen ist zunächst unbestritten, dass
von einem Tabellenlohn von Fr. 62‘939.90 (einfache Tätigkeit;
Anforderungsniveau 4 gemäss LSE 2010, indexiert) auszugehen ist. Der
Beschwerdeführer beschwert sich jedoch darüber, dass ihm kein
Leidensabzug gewährt wurde. Wird das Invalideneinkommen auf der
Grundlage von statistischen Durchschnittswerten – wie vorliegend
gestützt auf die Schweizerische Lohnstrukturerhebung (LSE) des
Bundesamts für Statistik – ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert
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allenfalls durch einen leidensbedingten Abzug von maximal 25 % zu
reduzieren (sogenannter Leidensabzug), um der Tatsache Rechnung zu
tragen, dass persönliche oder berufliche Merkmale Auswirkungen auf die
Lohnhöhe haben können und je nach Ausprägung die versicherte Person
deswegen die verbliebene Arbeitsfähigkeit auch auf einem
ausgeglichenen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem
erwerblichem Erfolg verwerten kann (BGE 126 V 75 E.5b/aa; Urteil des
Bundesgerichts 9C_708/2009 vom 19. November 2009 E.2.1.1). Ein
solcher Abzug wird etwa für leidensbedingte Einschränkungen, aber auch
aufgrund des Alters, der Anzahl Dienstjahre, der Nationalität, des
Aufenthaltsstatus oder des Beschäftigungsgrads gewährt. Dabei soll der
Leidensabzug jedoch nicht automatisch und in jedem Fall gewährt
werden, sondern nur unter Berücksichtigung der gesamten Umstände des
Einzelfalls (BGE 126 V 75 E.5b/aa). Das Ziel muss es stets bleiben, ein
Invalideneinkommen zu ermitteln, welches der zumutbaren Verwertung
der noch möglichen Restarbeitsfähigkeit entspricht.
Wie vorne in E.3 festgestellt leidet der Beschwerdeführer nach
übereinstimmender ärztlicher Beurteilung zwar an gewissen
gesundheitlich bedingten Einschränkungen, in wechselbelastender sowie
in rein sitzender Tätigkeit ist er aber voll arbeitsfähig. Aus den
medizinischen Akten ergeben sich keine Anhaltspunkte dafür, dass bei
diesen Tätigkeiten mit weiteren gesundheitlich bedingten
Einschränkungen des Leistungsvermögens zu rechnen ist. Es ist damit
nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin davon ausgegangen
ist, dass der Beschwerdeführer in einer adaptierten Tätigkeit über eine
vollständige Arbeitsfähigkeit verfüge, deren zumutbare Verwertbarkeit auf
dem Arbeitsmarkt zu bejahen sei. Anhaltspunkte für persönliche
einkommensbeeinflussende Merkmale (Alter, Dienstjahre, Nationalität,
etc.) gibt es ebenfalls keine, weshalb sich auch in diesem Bereich kein
Abzug rechtfertigt. Mit der Beschwerdegegnerin ist damit festzustellen,
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dass der Beschwerdeführer eine adaptierte Tätigkeit ausüben könnte,
ohne dass ein Arbeitgeber nennenswerte gesundheitlich bedingte
Einschränkungen des Leistungsvermögens zu gewärtigen hätte. Damit ist
es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin die Gewährung
eines Leidensabzugs verneint hat.
d) Folglich ist von einem Invalideneinkommen von Fr. 62‘393.90
auszugehen. Damit kann offen gelassen werden, ob die
Beschwerdegegnerin bezüglich des Valideneinkommens genügend
Abklärungen vorgenommen hat. Denn selbst wenn der Beschwerdeführer
mit seinen Vorbringen vollumfänglich durchdringen würde und von einem
Valideneinkommen gemäss seiner Darlegung von Fr. 85‘311.--
ausgegangen würde, ergäbe sich daraus lediglich ein Invaliditätsgrad von
26.85 %, womit immer noch kein Rentenanspruch nach IVG bestünde.
Damit ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer seit dem 16. Juli 2012
in einer adaptierten Tätigkeit ein rentenausschliessendes Einkommen
erzielen kann.
6. a) Zusammenfassend ist damit festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin
zu Recht davon ausgegangen ist, dass der Beschwerdeführer seit dem
16. Juli 2012 in einer adaptierten Tätigkeit ein rentenausschliessendes
Einkommen erzielen kann. Ob die angestammte Tätigkeit als Allrounder
im Bereich Verwaltung und Hausmeister eine adaptierte Tätigkeit darstellt
und damit bereits deshalb eine Rentenanspruch zu verneinen wäre, weil
der Beschwerdeführer noch vor Ablauf des Wartejahrs im Sinne von
Art. 28 Abs. 1 lit. b IVG seine volle Arbeitsfähigkeit in der bisherigen
Tätigkeit wieder erlangt hat, kann damit offen bleiben.
b) Gemäss Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren bei
Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen
vor dem kantonalen Versicherungsgericht abweichend von Art. 61 lit. a
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ATSG kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis Fr. 1‘000.--
festgelegt. Vorliegend erscheint ein Kostenansatz von Fr. 700.--
angemessen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens gehen die
Kosten im Sinne von Art. 73 VRG zulasten des unterliegenden
Beschwerdeführers. Die obsiegende Beschwerdegegnerin hat keinen
Anspruch auf eine aussergerichtliche Entschädigung (Art. 61 lit. g ATSG e
contrario).