# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1236c6b6-c7c5-43cb-a64c-bf812f406ee6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. Am 30. Januar 1999 schlossen C._ und A._ einen Pachtvertrag über einen Teil der Parzelle Nr. _, Grundbuch O.1_. Das gepachtete Land bepflanzte A._ daraufhin mit der Rebsorte D._. Im Jahr 2014 wurden die Grenzen der Parzellen Nr. _ und _, Grundbuch O.1_, neu gezogen. Danach lag die von A._ gepachtete Fläche auf der Parzelle Nr. _, Grundbuch O.1_.
B. Im November 2015 kündigte E._, Erbin des inzwischen verstorbenen C._, das Pachtverhältnis mit A._. Dagegen wehrte sich A._ im Vermittlungsverfahren vor dem Vermittleramt Landquart, welches aufgrund eines Vergleichs vom 4. November 2016 am 8. November 2016 abgeschrieben werden konnte. Gemäss diesem Vergleich endete der Pachtvertrag zwischen E._ und A._ betreffend einen Teil des Grundstücks Nr. _, Grundbuch O.1_, am 31. Dezember 2019, ohne Möglichkeit einer weiteren Erstreckung. A._ erklärte in diesem Vergleich zudem, dass er dem Verkauf des Grundstücks an B.2_ und B.1_ zustimme und auf das Vorkaufsrecht des Pächters im Sinne des bäuerlichen Bodenrechts unwiderruflich und entschädigungslos verzichte.
C. In der Folge verkaufte E._ die Parzelle Nr. _, Grundbuch O.1_, an B.2_ und B.1_, woraufhin die Eigentumsübertragung des Grundstücks am 21. Dezember 2016 erfolgte.
D. Mit Schreiben vom 22. Februar 2017 und 15. März 2017 erklärte A._ den neuen Eigentümern die Ausübung seines Vorkaufsrechts als Pächter. Nach genauer Kenntnis des Inhalts des Kaufvertrags erklärte A._ am 14. Februar 2018 die Ausübung seines Vorkaufsrechts erneut. Nach dem Scheitern einer Schlichtungsverhandlung reichte A._ sodann am 24. September 2018 Klage auf Übertragung des Eigentums beim Regionalgericht Landquart ein (Proz. Nr. 115-2018-30).
E. Am 17. Dezember 2019 reichte A._ zudem ein Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen beim Regionalgericht Landquart ein, mit welchem er das Folgende begehrte:
1. Es sei den Gesuchsgegnern vorsorglich zu verbieten, den Gegenstand des Hauptverfahrens bildenden, vom Gesuchsteller gepachteten und bewirtschafteten Teil der Parzelle Nr. _, Grundbuch O.1_, im Umfang von 2'741 m2 bis zum Entscheid in der Hauptsache, Proz. Nr. 115-2018-30, zu verändern.
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2. Es sei dem Gesuchsteller gegen Leistung einer Entschädigung vorsorglich zu erlauben, den in Ziff. I. 1. genannten Grundstücksteil der Parzelle Nr. _ bis zum Entscheid in der Hauptsache, Proz. Nr. 115-2018-30, zu bewirtschaften.
3. Die vorstehende Anordnung nach Ziff. I. 1. sei superprovisorisch, ohne Anhörung der Gegenpartei, zu erlassen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge, letztere zuzüglich 7.7% Mehrwertsteuer, zulasten der Gesuchsgegner.
Begründend führte A._ im Wesentlichen aus, dass ihm bei der Unterzeichnung des Vergleichs vom 4. November 2016 nicht sämtliche wesentlichen Bestandteile des Kaufvertrags bekannt gewesen seien, weshalb der im Vergleich enthaltene Verzicht auf das Vorkaufsrecht nicht gültig sei. Die begehrten Massnahmen würden dazu dienen, die drohende Beseitigung seiner jahrelang bewirtschafteten Rebsorte zu verhindern.
F. Mit Schreiben vom 23. Dezember 2019 wies das Regionalgericht den Antrag auf superprovisorischen Erlass der Anordnung gemäss Ziff. 1 des Rechtsbegehrens ab.
G. Mit Stellungnahme vom 14. Januar 2020 begehrten B.2_ und B.1_, was folgt:
1. Das Gesuch sei vollumfänglich abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.7 % MWST zu Lasten des Gesuchstellers.
B.2_ und B.1_ wiesen unter anderem darauf hin, dass A._ schon seit der Vergleichsunterzeichnung vom 4. November 2016 gewusst habe, dass der Pachtvertrag am 31. Dezember 2019 definitiv ende, weshalb ihm kein Anspruch zustehe, welcher verletzt werden könne. Ausserdem komme dem Verzicht auf das Pächtervorkaufsrecht materielle Rechtskraft zu, an die das Regionalgericht gebunden sei. Schliesslich sei die begehrte Leistungsmassnahme unverhältnismässig und die Entschädigung unbeziffert.
H. Am 17. Januar 2020 reichte A._ eine weitere Stellungnahme ein.
I. Unter Verzicht auf die Durchführung einer Hauptverhandlung wies das Regionalgericht Landquart das Gesuch von A._ am 23. März 2020 mit folgendem Dispositiv ab:
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1. Das Gesuch wird abgewiesen.
2.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten von A._ und werden mit dem geleisteten Vorschuss von CHF 2'500.00 verrechnet. Der Restbetrag wird ihm erstattet.
b) A._ hat B.2_ und B.1_ mit CHF 500.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations