# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9e303c13-9ba4-473d-abf4-279c3ff2fe41
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die
1972
geborene
X._
, ohne Berufsausbildung,
Mu
tter dreier Kinder (geboren 1991, 1992
und
1999)
,
reiste im August 1988 in die Schweiz ein und arbeitete vom 2
5.
September 1989 bis am
4.
September 2018
in einem 100%-Pensum als
Betriebsmitarbeiterin
für die Y._
AG (
Urk.
7/2 und
Urk.
7/
14
).
Am
27. Dezember 2018
(Eingangsdatum) meldete
sich die Versicherte
mit Hin
weis auf
depressive Phasen, Muskel- und Sk
e
lettschmerzen sowie Handgelenks
beschwerden
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2).
Zur Abklärung der medizinischen und erwerb
lichen Verhältnisse zog die IV-Stelle zunächst einen Auszug aus dem individuellen Konto bei (
Urk.
7/8
)
und holte die Akten der Krankentaggeld
versicherung (
AXA,
Urk.
7/11
und
Urk.
7/
26
), einen Arbeitgeberbericht (U
rk.
7/14
)
sowie Berichte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
7/19
-20
und Urk. 7/
22). Mit Mitteilung vom
1.
Juli 2019 informierte die IV-Stelle die Ver
sicherte,
dass aufgrund ihres Gesundheitszustandes zurzeit keine Eingliederungs
massnahmen möglich seien
(Urk. 7/
24
)
.
Mit Vorbescheid vom 21.
Oktober 2019
stellte die IV-Stelle der Versicherten die
Ablehnung
des Leistungsbegehrens in Aussicht (Urk. 7/30). Dagegen erhob
sie
am
2
9.
Oktober 2019 und
ergänzend
am
27.
Februar
2020 Einwand (Urk. 7/31 und Urk.
7/42) und reichte
später
einen Bericht der Klinik
Z._
vom 2
3.
Juni 2020
zu den Akten
(
Urk.
7/45). Daraufhin holte die IV-Stelle weitere Berichte der behandelnden Ärzte ein (
Urk.
7/48
und Urk. 7/51-
52
).
Nach Stellungnahme vom
2
3.
März 2021 der
V
ersicherten
zu diesen Berichten
(
Urk.
7
/
54
) wies die IV-Stelle mit Verfügung vom
1
8.
Mai 2021
das Leistungsgesuch ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
7.
Juni 2021 Beschwerde und beantragte, es sei die aktuelle Streitsache unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung zu weiteren Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen
.
In prozessualer Hinsicht ersuchte die Beschwerdeführerin um einen zweiten Schriftenwechsel
(
Urk.
1).
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1
6.
September 2021
die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6
).
Mit Verfügung vom 2
2.
September 2021 wurde der Beschwerdeführerin die Beschwerdeantwort zugestellt und auf die An
ordnung eines zweiten Schriftenwechsels verzichtet (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Regelungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente,
bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
1.
6
Gemäss Art. 54a IVG stehen die regionalen ärztlichen Dienste (RAD) den IV-Stellen für die Beurteilung der medizinischen Voraussetzungen des Leistungs
anspruchs zur Verfügung (Abs. 2). Sie legen die für die Invalidenversicherung nach Art. 6 ATSG massgebende funktionelle Leistungsfähigkeit der versicherten Person für die Ausübung einer zumutbaren Erwerbstätigkeit oder Tätigkeit im Aufgabenbereich fest (Abs. 3). Sie sind in ihrem medizinischen Sachentscheid im Einzelfall unabhängig (Abs. 4). Nach Art. 49 IVV beurteilen die RAD die medizinischen Voraussetzungen des Leistungsanspruchs. Die geeigneten Prüf
methoden können sie im Rahmen ihrer medizinischen Fachkompetenz und der allgemeinen fachlichen Weisungen des Bundesamtes frei wählen (Abs. 1). Bei der Festsetzung der funktionellen Leistungsfähigkeit (Art. 54a Abs. 3 IVG) ist die medizinisch attestierte Arbeitsfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit und für an
gepasste Tätigkeiten unter Berücksichtigung sämtlicher physischen, psychischen
und geistigen Ressourcen und Einschränkungen in qualitativer und quantitativer Hinsicht zu beurteilen und zu begründen (Abs. 1
bis
). Die RAD können Versicherte bei Bedarf selber ärztlich untersuchen. Sie halten die Untersuchungsergebnisse schriftlich fest (Abs. 2).
Die Funktion interner RAD-Berichte besteht darin, aus medizinischer Sicht
gewissermassen als Hilfestellung für die medizinischen Laien in Ver
waltung und Gerichten, welche in der Folge über den Leistungsanspruch zu ent
scheiden haben – den medizinischen Sachverhalt zusammenzufassen und zu würdigen, wozu namentlich auch gehört, bei widersprüchlichen medizinischen Akten eine Wertung vorzunehmen und zu beurteilen, ob auf die eine oder die andere Ansicht abzustellen oder aber eine zusätzliche Untersuchung vorzu
nehmen sei. Sie würdigen die vorhandenen Befunde aus medizinischer Sicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_406/2014 vom 31. Oktober 2014 E. 3.5 mit Hin
weisen).
Der Beweiswert von RAD-Berichten nach Art. 49 Abs. 2 IVV ist mit
jenem externer medizinischer Sachverständigengutachten
vergleichbar, sofern sie den praxisgemässen Anforderungen an ein ärztliches Gutachten (
BGE 134 V 231
E. 5.1) genügen und die Arztperson über die notwendigen fachlichen Qualifikationen verfügt (
BGE 137 V 210
E. 1.2.1).
Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweis
würdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen (BGE 145 V 97 E. 8.5, 142 V 58 E. 5.1 mit Hinweisen).
1.
7
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
).
Gemäss
ständiger Rechtsprechung ist in der Regel von der Rückweisung – da diese das Verfahren verlängert und verteuert – abzusehen, wenn die Rechtsmittelinstanz den Prozess ohne wesentliche Weiterungen erledigen kann. In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren über
haupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abgelehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
entscheid
relevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts U 209/02
vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Im angefochtenen Entscheid wurde erwogen
, es sei keine körperliche Erkrankung gefunden worden, welche die Schmerzen erklären würde. Aus den
Unterlagen
des Krankentaggeldversicherers gehe hervor, dass persönliche Sorgen wie
Kündigung
der
Arbeitsstelle sowie
schlecht
e
Deutschkenntnisse bestünden. Diese sogenannten psychosozialen Belastungen
seien
bei
der Invalidenversicherung nicht versichert. Die
vorliegenden
A
n
passun
g
sstörungen hätten ebenfalls keine
Auswirkung
auf die Arbeitsfähigkeit. Die Beschwerdeführerin werde durch ihre Familie
unterstützt
, habe regelmässigen Kontakt mit
Freunden
und nehme an keiner psychiatrischen Behandlung teil. Der Leidensdruck sei daher fraglich. So
mit bestehe keine
bei
der
Invalidenversicherung
versicherte gesundheitliche Ein
schränkung. Im
Ein
w
andverfahren
seien erneute Abklärungen erfolgt. Aus rheumatologische
r
Sicht bestehe nach wie vor keine Einschränkung in der
Arbeitsfähigkeit
für leicht
e
bis
mittelschwere
körperliche Tätigkeiten. Anhand der eingereichten Unterlagen könnten die
beiden
neu gestellten Diagnosen
,
eine
mittelgradige Depression und
ein
schwere
s
obstruktive
s
Schlafapnoe
-Syndrom
,
nachvollzogen werden.
Grundsätzlich
seien
beide
Diagnosen
gut therapierbar. Es sei bereits eine Behandlung begonnen worden sowie eine stationäre
psycho
somatische
Therapie vom zuständigen Behandler
initiiert
worden
. Erste
Behandlungserfolge
in Form einer
Besserung
der
Symptomatik
sei
en
bereits
ein
getreten. Der Rückgang der
Einschränkungen
sei nach Optimierung der
Therapie
zu erwarten. E
s könne somit keine versicherungsmedizinisch relevante Diagnose
festgestellt werden, welche eine
dauerhafte Einschränkung
der
Arbeitsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
begründen
würde (
Urk.
2).
2.2
Die Beschwerdeführerin stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt, obwohl sie gemäss den aktuellen Berichten unter psychischen und somatischen Beschwerden leide, welche sich auch auf die Arbeitsfähigkeit auswirkten, habe die Beschwerdegegnerin über den Leistungsanspruch entschieden und dabei eine Begutachtung unterlassen. Daher müsse die
Verletzung
des Untersuchungs
grundsatzes
Art.
43 ATSG moniert werden, weshalb die Streitsache zu weiteren Abklärungen an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen
und sie zu
verpflichten
sei
, ein polydisziplinäres Gutachten einzuholen. Die Beschwerdegegnerin hätte auch bezüglich de
r
neu aufgetretenen Beschwerden bzw. der
weiteren
Ab
klärungen bezüglich de
r
somatischen Beschwerden neue Berichte einholen müssen. Das Schlafapnoe-Syndrom wirke sich zumindest leistungseinschränkend aus und weiter zeige auch
die
von
Dr.
A._
in Auftrag gegebene 2-Phasen Skelettszintigraphie eine Verschlechterung der somatischen Situation auf. Diese Abklärungen drängten sich auch unter Berücksichtigung der Berichte der Klink
Z._
auf, zumal darin erwähnt worden sei, dass sich die chronischen Schmerzen nicht besserten. Somit liege bereits aufgrund der somatischen Beschwerden eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes vor. Darüber hinaus seien die Aus
wirkungen der psychischen Beschwerden nicht korrekt gewürdigt worden. Ins
besondere habe nämlich
der behandelnde Psychiater
Dr.
B._
betont, dass trotz verschiedener Therapieansätze bisher keine wesentliche
Verbesserung
der gesundheitlichen Situation habe erreicht werden könne
n
. Aus diesem Grund habe er auch bestätigt, dass sie nicht arbeitsfähig sei. Somit könne die Beschwerde
gegnerin nicht einfach behaupten, die Beschwerden seien gut therapierbar und müssten deshalb nicht weiter abgeklärt werden (
Urk.
1).
3.
3.1
Der Facharzt für Allgemei
ne Innere Medizin C._
hielt in seinem Bericht zuhanden der AXA vom 2
7.
April 2019 fest, die Beschwerdeführerin
sei
in ihrer bisherigen Tätigkeit voll arbeitsunfähig. Die Möglichkeit eines Teilpensums sei angedacht gewesen, habe aber wegen der aktuellen Krankheitssituation wieder verworfen werden müssen. Die Arbeitsfähigkeit könne in absehbarer Zeit auf
grund der Krankheitssituation nicht steigen. Die Beschwerdeführerin sei aus heutiger Sicht während vier Monate
n
nicht arbeitsfähig. Dann müsse die Situation wieder neu beurteilt werden. Eine den massiven Beschwerden ange
passte Tätigkeit gebe es nicht. Wahrscheinlich sei in einigen Monaten eine arbeitsmedizinische Belastungstestung sinnvoll (
Urk.
7
/22/
2-
3).
3.
2
Dr.
med. A._
, Fachärztin für Rheumatologie und Innere Medizin, hielt in ihrem Bericht vom
1
3.
Mai 2019
folgende Diagnosen
ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
fest:
-
Chronisches
Panvertebralsyndrom
-
Segmentale Dysfunktion der HWS und BWS
-
ISG-Dysfunktion rechts
-
Myofasziale
Komponente mit aktivierten
Triggerpunkten
und
Insertionstendinosen
-
Röntgen LWS vom 14.01.2019: Linkskonvexe Skoliose. Vermehrte Lordose der LWS. Kastenwirbel BWK 10 – BWK 1
2.
Diskrete Sklerose Vorderkante BWK 11, ansonsten keine wesentlichen degenerativen Veränderungen
-
MRI HWS vom 15.01.2019: Bandscheibenvorwölbung auf Höhe HWK 5/6 links ohne Kontakt zum
Myelon
. Keine wesentliche Facetten
arthrose. Gering
arthrotische
Veränderungen des
anterioren
Atlanto
a
xialgelenks
. Keine Nervenwurzelkompression
.
-
Chronische Polyarthralgien
unklarer
Genese
-
Keine
objektivierbare
Synovitiden
-
Grenzwertige CRP-Erhöhung
-
Rheumaserologie negativ
-
Röntgen Hände a-p.
bds
. vom 14.01.2019: Keine Ursachen und Erosionen, keine rechten Verkalkungen. Keine wesentlichen degenerativen Veränderungen
-
Chronische Schmerzen OSG links bei S
t
atus nach Distorsionstraume 06/2018
-
MRI OSG links vom 27.07.2018: Zerrung Sehnen des
Musculus
digito
rum
longus
mit begleitendem Ödem in den angrenzenden Weichteilen
-
Chronische
Cephalgien
-
DD
bei
Diagnose 1, Spannungstypkopfschmerzen
-
Adiposita
s
-
Arterielle
Hypertonie
-
Hypothyreose,
substituiert
-
Hy
p
ercholesterinämie
-
Allergie
Mydocalm
Medizinisch-theoretisch sei
die Prognose
aus rheumatologischer Sicht günstig.
Die Beschwerdeführerin habe als Fabrikmitarbeiterin gearbeitet.
In der bisherigen Tätigkeit bestünden keine Einschränkungen.
Die
Beschwerdeführerin
sei
für eine leichte bis mittelschwere Tätigkeit arbeitsfähig. Es bestünden auch keine Ein
schränkungen bei
den
Aufgaben im Haushalt (
Urk.
7/20/4-7).
3.
3
Der beurteilende Versicherungsarzt
der Krankentaggeldversicherung,
Dr.
D._
,
hielt in seinem Bericht vom 2
4.
Mai 2019 mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
myofasziales
Schmerzsyndrom rechts
sowie
ggf. eine depressive
Verstimmung
fest. Es bestehe eine volle Arbeitsunfähigkeit und
es
sei zum jetzigen
Zeitpunkt
von einem langwierigen bzw.
chronischen
Verlauf
aus
zugehen
. Die bis jetzt
durchgeführte
Diagnostik habe keine
wegweisenden
Befunde erbracht. Es lägen keine Anhaltspunkte dafür vor, dass in
einer
den Beschwerden
angepasst
e
n
Tät
ig
keit zum
g
egenwärtigen Zeitpunkt oder
zukünftig
früher
eine Reduktion der
Arbeits
un
fähigkeit
als in der
angestammten
Tätigkeit
erreicht werden könne. Ggf. sei eine Vorstellung der Beschwerdeführerin
bei
einem Psychiater zu
r
Überprüfung der
aktuellen
Medikation
und Therapie
sinn
voll (7/26
/8-9).
3.
4
Am
1
6.
September 2019
nahm
Dr.
med. E._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, für den
RAD Stellung.
Die Beschwerdeführerin sei seit dem
7.
Dezember 2017 arbeitsunfäh
ig geschrieben, zunächst wegen C
arpaltunnel-Operationen beidseits. Seit dem
5.
Februar 2018 habe der Hausarzt die weitere
vollständige Arbeitsunfähigkeit wegen rheumatologischen Beschwerden attestiert. Weder in der Bildgebung noch in den ausfüh
rlichen Untersuchungen, inklusive
Laboranalysen habe ein entsprechendes organisches Korrelat gefunden werden können. Aus
rheumatologischer
Sicht habe
Dr.
A._
für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten, entsprechend der angestammten Tätig
keit der Beschwerdeführerin
eine volle Arbeitsfähigkeit attestiert
und keine Ein
schränkung im Haushalt. Auf
Vorschlag
der AXA vom 2
9.
Mai 2019 sei die Beschwerdeführerin von ihrem
Hausarzt
bei
einer
Psychiaterin
angemeldet worden. Nach Angaben der Therapeutin sei die Beschwerdeführerin zu einem
Gespräch
erschienen
. Wegen
Unstimmigkeiten
hinsichtlich eines A
rztzeu
g
n
isses
seien
weitere Termine
bei
der
Therapeutin
abgesagt worden. Es sei aus psychiatrischer Sicht nicht
mit einer erheblichen depressiven
Störung
und dem damit einhergehenden Leidensdruck vereinbar, dass die Beschwerdeführerin keine entsprechende Unterstützung beanspruche. Eine depressive Anpassungs
störung sei aus versicherungsmedizinischer Sich
t
in der Regel vorübergehend. Es bestünden erhebliche psychosoziale Belastun
gen
(
Kündigung der
Arbeitsstelle
, Immigrationssituation und schlechte Deutschken
nt
nis
se)
. Ressourcen
bestünden durch
die Unterstützung
der
Familie und de
n
regelmässigen Kontakt mit Freunden und
Familie
. Die
funktionelle
Leistungseinschränkung
betreffe
über
wiegend
den Arbeitsbereich. Anhand der zahlreichen medizinischen Vorberichte
sei
von keinem Gesundheitsschaden auszugehen, der die
Arbeitsfähigkeit
länger
fristig
oder
dauerhaft
einschränke
(
Urk.
7/29/4-5).
3.
5
Im Bericht vom 3
0.
September 2019
nannte
B._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie
,
als
Diagnose
eine
mittelgradige
depressive
Störung (ICD-10: F32.1)
. Die
Beschwerdeführerin sei erstmalig am
8.
Juli 2019 in die psychiatrische-psychotherapeutische
Behandlung
gekommen.
Sie sei bis auf
W
eiteres voll arbeitsunfähig. Aufgrund der diffusen Schmerzsymptomatik und der daraus entstandenen depressiven Symptomatik sei davon auszugehen, dass die Beschwerdeführerin auch
bei einer anderen Er
we
r
bstät
ig
keit voll
arbeits
unfähig
sei
. Zum aktuellen Zeitpunkt sei nicht von einer Erhöhung der Arbeits
fähigkeit auszugehen
(
Urk.
7/42/4-5).
3.
6
Dr.
E._
hielt in
ihrer
Stellungnahme vom 1
5.
April
2020 fest
, a
us dem
rheumatologischen
Arztbericht
von
Dr.
A._
erge
be
sich keine
Einschränkung
der
Arbeitsfähigkeit
für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten.
Das chronische
Panvertebralsyndrom
, ohne wesentliche degenerative Veränderungen an der Wirbelsäule, bestehe seit über 15 Jahren.
Aus psychiatrischer Sicht seien die beiden neu gestellten Diagnosen mittelgradige Depression und schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom grundsätzlich gut therapeutisch behandelbar.
Die Behandlungen hätten bereits begonnen, zudem sei eine stationäre psycho
somatische Therapie vom behandelnden Psychiater initiiert worden. Insgesamt seien die medizinischen Unterlagen nachvollziehbar und konsistent. Auch an
hand der neu eingereichten medizinischen Unterlagen
könnten
keine versicherungsmedizinisch relevanten objektiven Befunde
und daraus abgeleitet Diagnosen herangezogen werden, welche eine dauerhafte Einschränkun
g der Arbeitsfähigkeit begründe
n könnten (
Urk.
7/5
9
/3).
3.
7
Im
undatierten Bericht zuhanden der IV-Stelle, Eingangsdatum
9.
September 2020,
hielten die Ärzte der Klinik
Z._
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F32) sowie ein schweres obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (ICD-10: G47.31) fest. Als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit verblieben die Diagnosen:
-
Adipositas l
-
Arterielle Hypertonie
-
Dorsalgien bei
Paravertebralsyndrom
-
St. n. Distorsionstrauma OSG links 06/2018
-
C
arpaltunnelsyndrom-OP
bds
. (ca. 2017)
-
Atopische
Rhinitis
Die Beschwerdeführerin sei vom 2
1.
April bis am 3
0.
Mai 2020 in stationärer Behandlung gewesen. Sie sei vom 2
1.
April bis am 1
3.
Juni 2020 für jegliche Tätigkeiten voll arbeitsunfähig. Die angestammte Tätigkeit sei nicht mehr zumut
bar. Infolge der chronischen somatischen Beschwerden, der starken psycho
physischen Erschöpfung sowie der psychischen Instabilität sei die Beschw
erde
führerin bei der Ausführung
ihres Haushaltes stark eingeschränkt. Sie könne zwar gewisse Aufgaben erledigen, sei allerdings bei geringen Anforderungen massiv belastet (
Urk.
7/48/7-11).
3.
8
Im Bericht vom 1
7.
November 2020
führte
der Psychiater
B._
aus
,
die Beschwerdeführerin sei voll arbeitsunfähig. A
ufgrund der massiven Schmerzsymptomatik und
körperlichen
Einschränkungen
könne nicht mehr da
von ausgegangen werden, dass die
Beschwerdeführerin
nochmals
als
Fabrik
arbeiterin
tätig sein könne. Eine leidensbedingte Tätigkeit sei ihr
ebenfalls
nicht zumutbar.
Trotz
Klinikaufenthalt
,
Physiotherapien
und Psychotherapien komme es zu
keiner
deutlichen
Verbesserung. Aufgrund der
chronischen
Schmerzen
sei die Beschwerdeführerin
auch
in ihrer
Haushaltsführung
, der W
ohnu
n
g
spflege, Einkauf us
w.
eingeschränkt (
Urk.
7/52/2-6).
3.
9
In
ihrer
Stellungnahme vom 1
1.
Dezember 2020 ergänzte
Dr.
E._
, eine aktuelle leichte bis mittelgradige depressive Störung
sei
aus den vorgelegten Berichten nachvollziehbar. Aufgrund der
psychiatrischen Diagnose
(
mittelgradige depressive Episode
)
sei von keiner dauerhaften Einschränkung der Arbeits
fähigkeit auszugehen, zumal noch Therapieoptionen offenständen. Es habe bereits eine Besserung der Symptomatik eintreten können. Eine Remission sei nach Optimierung der Therapie zu erwarten. Aufrechterhaltend seien psycho
soziale Faktoren (Partnerschaftskonflikte, finanzielle Sorgen, körperliche Beschwerden). Da die psychiatrischen Unterlagen nachvollziehbar seien, bestehe aus ihrer Sicht kein weiterer Abklärungsbedarf (
Urk.
7/59/6-7).
3.1
0
Am 1
8.
Januar 2021 nahm
für den RAD
Dr.
med. F._
,
Fach
arzt
Orthopädische
Chirurgie, Stellung
. Rein somatisch handle es sich bei
d
en internistischen Diagnosen um medikamentös eingestellt
e
Gesundheitsschäden
,
G
leiches
gelte für das obstruktive
Schlafapnoe
-
Syndrom
,
welches unter CPAP-Therapie
stehe
. Auch für die
rheumatologischen
Sa
ch
verhalte seien b
e
i im
Wesentlichen
f
unktionellem
Störungscharakter ohne organischen
Schadens
nachweis
entsprechende
somatische
Behandlungsoptionen
aufgezeigt worden
.
Die anamnestischen Operationen wegen CTS und Kniemeniskus
problematik
seien offenbar folgenlos verheilt.
Vorrangig handle es sich aus
r
heumato
logischer
Sicht um ein psychisch vermitteltes Schmerzempfinden. Volle Arbeitsfähigkeit bestehe
hier
für leichte bis mittelschwere Tätigkeiten. Aus rein körperlicher Sicht könne somit den Unterlagen kein Hinweis auf eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit ent
nommen werden. Weitere Abklärungen seien
aus
somatischer Sicht nicht nötig (Urk.
7/59/7).
4.
Wie
die Beschwerdeführerin
zu Recht einwandte,
vermögen die Einschätzungen der RAD-Ärzte insbesondere aus psychiatrischer Sicht
nicht zu überzeugen.
Die RAD-Psychiaterin hat
unbestrittenermassen keine eigene Untersuchung durch
geführt, sondern stets reine Aktenbeurteilungen vorgenommen.
Aus rheuma
tologischer Sicht erachtete
sie in ihren Stellungnahmen vom 1
6
.
September 2019 und 1
5.
April 2020
die
Ausführungen von
Dr.
A._
(
E.
3.2
)
als
nachvollziehbar
und schloss sich
der
Einschätzung an, dass die Beschwerdeführerin in leicht bis mittelschwer angepassten Tätigkeiten
als
voll arbeitsfähig
anzusehen
sei, da w
eder
in der Bildgebung noch in den a
usführlichen Untersuchungen
ein ent
sprechendes organisches Korrelat
habe
gefunden werden können (
E. 3.
4
und E. 3.
6
).
Auch der RAD-Arzt Dr.
F._
, welcher im rheumatologischen Bereich als Facharzt für Orthopädische Chirurgie über die erforderlichen persönlichen und fachlichen Qualifikationen verfügt, schloss sich bei seiner
Beurteilung
vom
1
8.
Januar 2021 dieser
Einschätzung
an und hielt fest, es handle sich vorrangig um ein psychisch vermitteltes Schmerzempfinden (E. 3.1
0
).
Dennoch
unterliess
die Beschwerdegegnerin die Einholung
einer entsprechenden fachärztlichen
Ein
schätzung, ob sich das seit Jahre
n
bestehende diffuse Schmerzerleben aus psychiatrischer Sicht auf die Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin auswirkt
.
Des Weiteren
kam die RAD-Psychiaterin i
n ihrer letzten Beurteilung vom 11.
Dezember 2020
(E. 3.9
)
anhand
der
in den
zitierten Berichten
neu
gestellten
psychiatrischen Diagnose der mittelgradigen depressiven Episode sowie de
r
all
gemein
offenstehenden Therapieoptionen zum Schluss, dass
dadurch
keine dauerhafte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorläge
(E. 3.1
0
)
. Dabei äusserte sie sich
jedoch
nicht zu den abweichenden Auffassungen der Ärzte der Klinik
Z._
sowie d
es
behandelnden Psychiater
s
, welche
der
Beschwerdeführerin
eine volle Arbeitsunfähigkeit attestierten und
insbesondere aufgrund
fehlende
r
wesentliche
r
Besserung
trotz stationären und ambulanten Interventionen und starken somatischen Beschwerden von ein
er schlechten
Prognose
ausgingen
(
Urk.
7/48/9 und
Urk.
7/52/4
)
.
Es ist der RAD-Psychiaterin beizupflichten, dass die Kündigung der Beschwerdeführerin nach über 27 Jahren sowie der Tod ihres Vaters (
Urk.
7/48/7 und 7/52/2)
auf psychosoziale Faktoren hinweisen, jedoch
wird
entgegen ihrer Ansicht
vorliegend aufgrund der Akten nicht ohne Weiteres gestützt
, dass die
aktuelle
Gesundheitsschädigung allein aufgrund
dieser
psycho
sozialen Fak
toren
aufrechterhalten
wird
, zumal von den behand
e
l
nden Ärzten eine ausgeprägte Psychopathologie beschrieben und eine mittelgradige depressive Störung diagnostiziert wurde (
Urk.
7/48/8-9 und
Urk.
7/52/3
)
.
Ferner
wurde
von der Beschwerdegegnerin
die notwendige
Prüfung der Standardindikatoren
zur Be
urteilung der Arbeitsfähigkeit
ausser
Betracht gelassen
, welche aufgrund der den Akten beiliegenden Unterlagen ohnehin nicht möglich wäre
.
Somit lässt sich eine relevante Beeinträchtigung nicht ohne
W
eiteres
ausschliessen
.
Insgesamt kann demnach nicht gesagt werden, dass keinerlei Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der RAD-Stellungnahme
n
besteh
t
.
5.
Nach dem Gesagten beruht die angefochtene Verfügung auf einem unvollständig abgeklärten medizinischen Sachverhalt.
In
Gutheissung
der Beschwerde ist die
angefochtene Verfügung aufzuheben, die Sache zur psychiatrischen und somatischen Untersuchung der Beschwerdeführerin und zum
anschliessenden
Neuentsche
id
an die Verwaltung zurückzuweisen.
6.
6.1
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
600.-- anzusetzen.
6.2
Überdies hat
die obsiegende Beschwerdeführerin
Anspruch auf den Ersatz der Parteikosten (
§
34
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) in Verbindung mit
Art.
61
lit
. g ATSG). Die Höhe der gerichtlich fest
zusetzenden Entschädigung wird ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem
Mass
des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
). Nach
Massgabe
dieser Kriterien erscheint eine Parteientschädigung von
Fr.
1‘
7
00
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) als angemessen.