# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 75ec087c-0bde-4c18-835f-a0b1f996177a
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2006
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1. Mit Verfügung vom 24. März 2006 (Urk. 4/4) und dem sie bestätigenden Einspracheentscheid vom 10. April 2006 (Urk. 2) wies die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich das Gesuch von A._, der im Rahmen seines Studiums in der Schweiz lebt, um Befreiung von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz ab, da keine rechtsgenügliche Bestätigung des Vorhandenseins einer gleichwertigen ausländischen Krankenversicherung beigebracht worden sei, und hielt fest, dass der Gesuchsteller dazu verpflichtet sei, sich bis Ende Juni 2006 bei einem schweizerischen Krankenversicherer versichern zu lassen.
Mit Eingabe vom 20. April 2006 (Urk. 1) gelangte der Vater von A._ an die Gesundheitsdirektion mit dem sinngemässen Antrag, dem Gesuch um Befreiung seines Sohnes von der schweizerischen Krankenversicherungspflicht sei stattzugeben, und stellte dabei in Aussicht, die verlangte Bestätigung nachträglich noch beizubringen. Im Eventualstandpunkt ersuchte er um Verlängerung der Frist zum Abschluss einer schweizerischen Krankenversicherung. Mit Schreiben vom 27. April 2006 (Urk. 3) überwies die Gesundheitsdirektion diese Eingabe dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich zur Behandlung als Beschwerde gegen den Entscheid vom 10. April 2006. Nachdem A._ auf die Verfügung vom 3. Mai 2006 hin (Urk. 5) bestätigt hatte, dass er seinen Vater zur Vertretung im Gerichtsverfahren bevollmächtige (vgl. Urk. 6, Urk. 8 und Urk. 9), wurde die Gesundheitsdirektion mit Verfügung vom 29. Mai 2006 (Urk. 10) zur Beantwortung der Beschwerde aufgefordert und beantragte daraufhin in der Beschwerdeantwort vom 9. Juni 2006 deren Abweisung (Urk. 12). Am 13. Juni 2006 liess A._ weitere Unterlagen einreichen (Urk. 13/1-4) und liess diese im Rahmen des zweiten Schriftenwechsels auf gerichtliche Aufforderung hin (Verfügung vom 19. Juni 2006, Urk. 15) mit Eingabe vom 1. Juli 2006 (Urk. 17) ergänzen (Urk. 18/1-4). Gestützt darauf beantragte die Gesundheitsdirektion in der Duplik vom 21. Juli 2006 (Datum des Poststempels; Eingabe irrtümlich datiert mit 9. Juni 2006), A._ sei von der Krankenversicherungspflicht in der Schweiz bis zum 30. September 2006 zu befreien (Urk. 21). Mit Verfügung vom 3. August 2006 wurde der Schriftenwechsel als geschlossen erklärt (Urk. 22).

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
Der Antrag der Beschwerdegegnerin in der Duplik um Befreiung des Beschwerdeführers von der schweizerischen Krankenversicherungspflicht stimmt nunmehr mit dem Antrag des Beschwerdeführers überein. Er steht sodann entsprechend den Darlegungen in der Duplik (vgl. Urk. 21 S. 2) auch im Einklang mit der Rechtslage (vgl. namentlich Art. 2 Abs. 4 der Verordnung über die Krankenversicherung [KVV]) und mit der Aktenlage, wie sie sich im zu beurteilenden Zeitraum bis zum Erlass des angefochtenen Entscheids vom 10. April 2006 darstellt (vgl. insbesondere das von der Krankenversicherung C._ am 8. Juni 2006 unterzeichnete Bestätigungsformular, Urk. 18/2, deren Begleitschreiben gleichen Datums, Urk. 18/1, und deren Allgemeinen Versicherungsbedingungen, Urk. 18/4). Der angefochtene Entscheid vom 10. April 2006 ist daher in Gutheissung der Beschwerde aufzuheben, und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer von der schweizerischen Krankenversicherungspflicht befreit ist. Da der Beurteilungszeitraum des Gerichts auf die Zeit bis zum Erlass des angefochtenen Entscheids und damit bis zum 10. April 2006 beschränkt ist, hat das Gericht über das Vorhandensein der Befreiungsvoraussetzungen in der Folgezeit nicht zu entscheiden und damit auch keine (vorläufige) Befristung der Befreiung auszusprechen. Es wird aber selbstverständlich Sache der Beschwerdegegnerin sein, in geeigneter Form periodisch zu überprüfen, ob die Befreiungsvoraussetzungen noch gegeben sind.