# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 028b1bbc-0889-59cd-8e0c-ad6981fe0531
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1958, meldete sich am 1
5.
Mai 2007
unter Hinweis auf psychische
Beschwerden sowie
Rücken-
, Ellbogen- und Kopfschmerzen bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/2). M
it Verfügungen vom
7.
September 2009 sprach ihm die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, eine befristete ganze Rente mit Wirkung ab
1.
Januar 2008 und eine
Viertelsrente
mit Wirkung ab
1.
Oktober 2008 zu (
Urk.
6/56,
Urk.
6/58-60). Die da
gegen erhobene Beschwerde wies das hiesige Gericht mit Urteil vom
1
9.
Mai 2011 ab (Prozess Nr. IV.2009.00961;
Urk.
6/65), was vom Bundesgericht mit Urteil vom 1
9.
Juli 2011 geschützt wurde (Prozess Nr. 9C_521/2011;
Urk.
6/67).
1.2
Im Zuge eines amtlichen Revisionsverfahrens (vgl.
Urk.
6/71-72) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 die bisher ausgerichtete Rente auf
(
Urk.
6/101
). Die vom Versicherten dagegen erhobene Beschwerde hiess das hiesige Gericht mit Urteil vom 1
6.
November 2015 in dem Sinne gut, dass es die Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 aufhob mit der Feststellung, dass der Ver
sicherte weiterhin Anspruch auf ein
Viertelsrente
hat. Im Übrigen wies es die
Beschwerde ab (Prozess Nr. IV.2014.00180;
Urk.
6/114).
1.3
Am 2
4.
Juni 2015 hatte der Versicherte zudem eine Verschlechterung seiner gesundheitlichen Situation geltend gemacht und um Erhöhung seiner Rente
ersucht (
Urk.
6/109).
Mit Schreiben vom 2
6.
Januar 2016 forderte die IV-Stelle den Versicherten zur Einreichung von Beweismitteln auf (
Urk.
6/121). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
6/127,
Urk.
6/130) trat sie mit Ver
fügung vom
8.
September 2016 auf das Leistungsbegehren nicht ein (
Urk.
6/135 =
Urk.
2).
2.
Der Versicherte erhob am
1
0.
Oktober 2016
Beschwerde gegen die Verfügung vom
8.
September 2016
(
Urk.
2) und beantragte, die
Streitsache sei zur mate
riellen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventuell sei ihm min
destens eine halbe Invalidenrente zuzusprechen
(
Urk.
1 S. 2
oben).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
8.
November 2016
(
Urk.
5
)
die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
1
4.
Novem
ber 2016
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
1.2
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens im Sinne des
Art.
87
Abs.
2 und 3 IVV sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die Tatsa
chen
änderung muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E.
5b) erstellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender
Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine Sachverhalts
änderung, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Invalidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom
5.
Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom
7.
April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 2
8.
Februar 2012 E. 3.3.2).
1.3
Die genannte Bestimmung - wonach die versicherte Person mit dem Revisions
gesuch oder der
Neuanmeldung
die
massgebliche
Tatsachenänderung glaubhaft machen muss - hat zur Folge, dass der versicherten Person ausnahmsweise eine Beweisführungslast zukommt. Nur wenn die Verwaltung auf das erneute Leis
tungsbegehren eintritt, hat sie ihrerseits gestützt auf den Untersuchungs
grund
satz von Amtes wegen für die richtige und vollständige Abklärung des rechtser
heblichen Sachverhalte
s zu sorgen (BGE 130 V 64 f. E.
5.2.5).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete
ihren
Nichteintretensentscheid
damit, dass
der Beschwerdeführer nicht glaubhaft dargelegt habe, dass sich die tatsäch
lichen Verhältnisse seit Erlass der Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 wesentlich
verändert hätten. Aus den eingereichten Berichten des behandelnden
Psychia
te
rs
ergäben sich
keine neue
n
, objektive
n
medizinische
n
Erkenntnisse,
welche eine erneute Abklärung erforderlich machten (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde (
Urk.
1) demgegenüber
zu
sammenfassend
geltend,
gestützt auf die
Beurteilung seines
behandelnden Psy
chiaters sei
eine
Verschlechterung seines psychischen Leidens glaubhaft ge
macht (S. 3 f.
Ziff.
3).
Dieser diagnostiziere eine schwere Depression und eine schwere
Ausprägung der psychischen Einschränkungen. Von einer solchen sei im MEDAS-Gutachten vom November 2012, auf welches das
Sozialver
siche
-
rungsgericht
des Kantons Zürich in seinem Urteil vom November 2015 abge
stellt habe, nicht die Rede gewesen. Das Urteil des Sozialversicherungsgerichts habe auf einer bestenfalls leichten Ausprägung der psychischen Krankheit beruht (S. 4 f.
Ziff.
4 f.)
.
2.3
Strittig und zu prüfen ist,
ob
der Beschwerdeführer glaubhaft gemacht hat, dass sich sein
(psychischer)
Gesundheitszustand seit
Erlass
der Verfügung vom
1
7.
Januar 2014
in einer für den Anspruch erheb
lichen Weise verschlechtert h
at, mithin die Frage, ob auf sein
Revisionsgesuch
einzutreten und die Sache materiell abzuklären war.
Nicht Streitgegenstand ist dagegen
der
Rentenanspruch. Soweit der Beschwer
de
führer eventualiter die
Zusprache
einer mindestens halben Invalidenrente beantragt
e
, ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten.
3.
3.1
Der Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 (
Urk.
6/101) lagen im Wesentlichen fol
gende
, sich zum psychischen Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
äus
-
sern
de
Berichte zugrunde:
3.2
In seinem
Bericht vom
2.
April 2012 (
Urk.
6/74) nannte
Dr.
med.
Y._
,
Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, folgende Diagnosen mit Auswir
kung auf die Arbeits
fähigkeit
:
-
rezidivierende depressive Störung, g
egenwärtig mittleren Grades mit
-
somatischem Syndrom und psychotischem Erleben (hört täglich kom
m
entierende/negative Stimmen)
-
chronisches
Lumbovertebral
- und
Zervikalsyndrom
-
abhängige Persönlichkeitsstörung
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er Schwindel und Kopfschmerzen
(
Ziff.
1.1)
.
Dr.
Y._
führte aus, d
er Beschwerdeführer sei in seinem Gesundheitserleben deutlich beeinträchtigt.
Er leide an ausgeprägter Vergesslichkeit und sei auf sein Krankheitserleben
eingeengt. Die Aufmerksamkeit sei reduziert. Er fühle sich oft in seinem Denken von negativen Stimmen kommentiert. Psychosomatisch sei er angespannt und erregbar. Er sei verzweifelt und traurig und fühle sich wertlos. Er spüre kaum Energie und müsse sich zu allem mühsam aufraffen. Er habe zunehmend Angst vor Kontrollverlust, indem er in seiner Verzweiflung aggres
siv werden könnte (
S.
2
Ziff.
1.4).
Seit Jahren bestehe eine chronifizierte schlimme Situation, die sich medizinisch leider nicht verbessern lasse (S.
3
Ziff.
1.9). Der Beschwerdeführer funktioniere nur dank dem enormen Engage
ment seiner Ehefrau (S. 5 unten).
Er
ziehe sich absolut zurück (S. 6 unten).
In seinem angestammten Beruf sei
er
über die letzten Jahre voll arbeitsunfähig gewesen. Dies werde auch so bleiben
(S. 6 oben)
. Als er versucht habe, eine leichte Arbeit zu finden, sei er abgelehnt worden mit der Begründung, dass er selbst für eine Hilfsarbeit zu krank sei (
S. 6
Mitte). Der Beschwerdeführer brauche eine ganze Rente (S. 6 unten).
3.3
Am 1
6.
November 2012 erstatteten die Ärzte des
Z._
Begutachtungs
zen
trum
s
ein Gutachten im Auftrag der Beschwerdegegnerin (
Urk.
6/82
/1-60
). Im Rah
-
men
der Begutachtung wurde der Beschwerdeführer allgemeinmedizinisch-inter
nistisch (S. 17 ff.), psychiatrisch (S. 22 ff.), neurologisch (S. 33 ff.) und rheuma
tologisch (S. 44 ff.) untersucht (vgl. S.
4 unten)
.
Die Gutachter nannten folgende
Diagnosen mit Auswirkung
en
auf di
e Arbeits
fähigkeit (S.
55
oben
):
-
chronisches
lumbospondylogenes
Vertebralsyndrom
beidseits mit
klini
-
schen
Zeichen eines sogenannt vermehr
ten Schmerzgebarens
-
kleine
breitbasige
mediane Diskushernie LWK
3/4 und
Lipomatosis
spinalis
sowie anlagebedingt etwas enger
Spinalkanal mit
Dural
sack
einengung
auf Höhe LWK
3/4
-
kleine bis mittelgrosse Diskushernie LWK4/5 mit
Rezessusstenose
rechts
-
Osteochondrose
lumbosakral
und kleine
breitbasige
mediane Diskus
hernie LWK
5/S1 ohne Neurokompression
-
Angaben gemäss MRI der LWS vom 24.4.2012
-
Osteochondrosen
HWK
5/6 und HWK 6/7
-
unspezifische Nackenschmerzen
Als Diagnosen ohne Auswirkungen
auf die Arbeitsfähi
gkeit nannten die Gut
achter (S.
55
unten
):
-
klinische Zeichen einer Schmerzfehlverarbeitung, respektive einer Symp
tomausweitung
-
muskuläre Dysbalance am Schultergürtel und am Beckengürtel beidseits
-
statische Fussveränderungen beidseits leichten Grades (Knick-/Senk
füsse
, Spreizfüsse, beginnender
Hallux
valgus beidseits)
-
leichte
Polyneruopathie
-
Spannungskopfschmerz
-
Verdacht auf zusätzlich Medikamentenübergebrauchskopfschmerz (MÜKS)
-
Verdacht auf vegetative Dysregulation (unspezifische Schwindel
be
-
schwerden
, „innerliches Zittern“)
Zum psychischen Gesundheitszustand führten die Gutachter aus, die
psychia
trische Beurteilung habe ergeben, dass unter Berücksichtigung aller Faktoren in diagnostischer Hinsicht von einer somatoformen autonomen Funktionsstörung (F45.3) auszugehen sei. Zu bemerken sei diesbezüglich, dass die psychosoziale Funktionsfähigkeit als nicht beeinträchtigt zu beurteilen sei. Der Beschwerde
führer pflege intakte Beziehungen mit seiner Ehefrau sowie mit den beiden Kindern und einer befreundeten Familie. Die Beziehung mit seinen Ge
schwistern soll, den Angaben des Beschwerdeführers zufolge, offenbar bereits seit
vielen Jahren nicht sehr intensiv sein. Ein Zusammenhang mit den Schmer
z
en
bestehe diesbezüglich nicht. Darüber hinaus müsse festgehalten werden, dass sich
beim Beschwerdeführer keine schwerwiegende psychiatrische Komorbidität diagnosti
zieren lasse. Es lasse sich den Akten auch keine schwere chronische körperliche Begleiterkrankung entnehmen. Von einer Therapieresistenz der den Beschwerden zugrunde liegenden Konflikte könne zudem nicht ausgegangen werden,
da es bezüglich der depressiven Symptomatik im Vergleich mit den Angaben in
den Akten offenbar zu einer deutlichen und erheblichen Verbesserung gekommen sei. Unter Berücksichtigung all dieser Faktoren sei der Schweregrad der somato
formen autonomen Funktionsstörung als leicht zu beurteilen.
A
ufgrund der aktuellen Untersuchungsbefunde
könne
aus der
somatoformen autonomen Funk
tionsstörung
kein Einfluss auf die Arbeitsfähig
k
eit abgeleitet werden.
Aufgrund der aktuellen Untersuchungsbefunde lasse sich zusammenfassend keine
psychiatrische Krankheit mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnos
ti
zieren. Es bestehe auch keine Verminderung der Leistungs
fähigkeit
(S.
56 f.).
Gesamtmedizinisch kamen die Gutachter zum Schluss, dass
f
ür die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als
Bieger
eine Arbeitsunfähigkeit von 80
%
und für leichte rückenadaptierte Tätigkeiten eine Leistungsverminderung von 20
%
bei einer vollschichtigen Arbeitsfähigkeit
bestehe
.
A
us psychiatrischer Sicht
wurde eine
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
verneint
(S. 59).
4.
4.1
Am
8.
Februar 2014 (
Urk.
6/108/1-2) berichtete
Dr.
Y._
(vgl. vorstehend E.
3.2)
,
es sei wahr, dass sich die ängstlich-depressive Grundstimmung
verbessert habe, die Depression sei heute nicht mehr
als
mittleren, sondern als leichten Grades einzustufen. Es habe sich aber eine total veränderte Gesamt
situation ergeben: Es
zeichne sich heute eine ernsthafte organisc
he Hirnstörung ab. Der Gesamtzu
stan
d habe sich verschlechtert. Dies, obwohl s
ich die depres
siven Symptome etwas ab
gemildert hätten. Der Beschwerdeführer habe heute wieder besseren see
li
schen Halt, leide aber nach wie vor an Ängsten, höre gelegentlich Stimmen, habe Schwindel und Mühe mit der Konzentra
tion sowie dem Antrieb. Die kog
nitiven Fähigkeiten seien katastrophal, er sei v
ergesslich, könne sich kaum konzentrie
ren, verliere manchmal in der Stadt die Orientierung. Er sei oft zittrig und könn
e die ihm zu Hause anvertraute
n Aufgaben im Haus
halt nur unzureichend er
füllen. Obwohl er alles aufschreibe, vergesse er
vieles. Dies führe auch zu ver
mehr
ten Konflikten mit der Familie.
4.2
Am 2
2.
Juni 2015
(
Urk.
6/108/3-4) berichtete
Dr.
Y._
sodann, seit seiner letzten Berichterstattung habe sich der Zustand nicht verbessert, sondern sei in
etwa stationär geblieben. Der Beschwerdeführer leide nach wie vor an der bekannten depressiven Störung. Er sei in seiner Lebensf
ührung durch die enorme Vergess
lichkeit, die Antriebsstörung, die psychotischen Stimmen und den
daraus resul
tie
renden sozialen Rückzug ernsthaft eingesc
hränkt. Die somato
formen Schmer
zen
behinderten ihn sehr wesentlich in der Ausübung körper
licher Arbeit, er könne seine Frau stundenweise und nur mit Schonung im Haushalt und beim Verrichten der Arbeiten als Hauswartin unterstützen.
4.3
In seinem Bericht vom
8.
Februar 2016 (
Urk.
6/125
/1
)
führte
Dr.
Y._
aus, im Vergleich zu seinen letzten Berichten habe sich der Zustand des Beschwerde
führers leider nicht verbessert, sondern leicht verschlechtert. Durch die zuneh
mende enorme Vergesslichkeit sei der Beschwerdeführer in seiner Lebensfüh
rung immer eingeschränkter. Die
s
führe zu immer gravierenderen Konflikten im Alltag, da kaum mehr Verlass auf ihn sei.
Diese Krankheitssymptome der Depression liessen sich leider nicht mildern. Die antidepressive Therapie sei optimiert worden. Eine weitere Verbesserung sei nicht erzielbar.
4.4
Am
5.
April 2016 (
Urk.
6/129)
berichtete
Dr.
Y._
, die Vergesslichkeit des Beschwerdeführers habe in den letzten Monaten zugenommen. Sie sei Ausdruck der schweren Depression, an der der Beschwerdeführer seit Jahren leide. Diese schwere Depression sei chronifiziert und therapieresistent.
Alleine, ohne die enge Führung durch seine Familie, wäre er nicht lebensfähig und müsste als hilflos betrachtet werden (S. 1 oben).
Der Beschwerdeführer
leide an starken Konzentrationsstörungen. Von sich aus mache er ganz wenig. Er leide an einer massiven Antriebsstörung. Sein Leben habe sich auf das Erfüllen der täglichen Haushaltarbeiten reduziert. Nach einer Stunde sei er erschöpft und müsse sich hinlegen (S. 2 oben). Fremde Menschen ausserhalb der Familie ertrage er heute nicht mehr. Er sei nicht mehr fähig, Aussenkontakte zu pflegen. Seine Ver
lassenheit werde durch den kürzlich erfolgten Auszug der Tochter verstärkt. Eine reguläre
Arbeit ausser Haus sei ihm nicht mehr zumutbar (S. 2 unten).
5.
5.1
F
ür die von ihm geltend gemachte
Verschlechterung seines psychischen Ge
sundheitszustands
berief sich der Beschwerdeführer auf
die
Berichte seines behandelnden Psychiat
ers
Dr.
Y._
(vorstehend E.
4.1-4). Dieser hatte sich bereits im
April
2012 zum psychischen Gesundheitszustand des Beschwerde
führers geäussert (vorstehend E. 3.2). Damals berichtete er von einer chroni
fiziert schlimmen Situation mit unter anderem ausgeprägter Vergesslichkeit, reduzierter Aufmerksamkeit, Energielosigkeit und absolutem Rückzug. Aus psy
chiatrischer Sicht diagnostizierte
Dr.
Y._
eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittleren Grades, mit somatischem Syndrom und psycho
-
tischem
Erleben sowie eine abhängige Persönlichkeitsstörung und attestierte dem Beschwerdeführer eine vollständige Arbeitsunfähigkeit.
5.2
Der am
Z._
-Gutachten
vom November 2012
(
vorstehend E. 3.3;
Urk.
6/82)
beteiligte Psychiater konnte in diagnostischer
Hinsicht
demgegenüber weder das Vorliegen einer
Depression
(S. 29 f.) noch einer Persönlichkeitsstörung (S. 31) bestätigen. Er führte unter anderem aus, die vom Beschwerdeführer geklagten Symptome – darunter Müdigkeit, Energielosigkeit,
häufig traurige und ängst
liche sowie zeitweise gerei
zt-
aggressive Stimmung,
Vergesslichkeit
und
vermin
derte Konzentrationsfähigkeit
- erfüllten die
zur Diagnosestellung eine
r depres
siven Episode
notwen
d
i
gen
Kriterien nicht. Insbesondere lasse sich keine andau
ernd bedrückt-traurige oder gereizt-aggressive Stimmung nachweisen. Zudem lasse sich eine erhebliche (näher beschriebene) Diskrepanz zwischen den subjek
tiv vom Exploranden geklagten depressiven Beschwerden und den
erhobenen Befunden in der aktuellen Untersuchungssituation feststellen
(S. 29 Mitte)
und
es
sei auf
(näher dargelegte) Inko
n
sistenzen und Wi
dersprüche in den Angaben des Beschwerdeführers hin
zuweisen
(S.
29
f.)
. Da
s vom Beschwerdeführer erwähnte Stimmenhören respektive das innere Wahrnehmen von Stimmen
könne sodann
nicht als psychot
isches Phänomen gewertet werden. Da
bei
handle es sich
am ehesten um kulturelle Besonderheiten respektive
um einen kulturell bedingten speziell
e
n
Verarbeitungsmodus.
Schliesslich
hielt
der Gutachter
fest
,
die von
Dr.
Y._
im B
ericht vom
April 2012
(vorstehend E. 3.2)
beschri
e
bene psycho
moto
r
ische Ge
spanntheit und Erregtheit
lasse sich
nicht (mehr)
nach
weisen
. E
in weiterer Vergleich der Befunde
sei jedoch nicht möglich
, da der behandelnde Psychiater kaum Befunde
,
sondern fast aus
s
chliesslich subjektiv
geklag
te Beschwerden des Beschwerdeführers beschreibe (
Urk.
6/82 S. 30 unten).
5.3
In sein
em
im Rahmen des
Revisionsverfahrens
erstatteten Bericht
vom April 2016
(vorstehend E.
4.4)
beschrieb
Dr.
Y._
alsdann eine
seit Jahren besteh
ende
schwere
Depression. D
abei fällt zunächst auf, dass d
ies
i
m Widerspruch
steht zu seiner
Beurteilung
vom April 2012
(vorstehend E. 3.2)
, als er eine depressive Störung m
ittleren Grades diagnostizierte
, sowie zu seiner Beurteilung vom Februar 2014
(vorstehend E. 4.1),
als er die
Depression
als nurmehr leicht
gradig ausgeprägt bezeichnete
. Abgesehen
davon ist die von
Dr.
Y._
in
seinen
Berichten
vom Februar 2014, Juni 2015 sowie Februar und April 2016
(vorstehend E. 4.1-4)
beschriebene gesundheitliche Situation i
m Wesentlichen vergleichbar mit
der
in seinem
Bericht vom April 2012
(vorstehend E.
3.
2)
beschriebenen.
So hatte
Dr.
Y._
b
ereits im April 2012 von einer ausge
präg
ten Vergesslichkeit,
einer reduzierten Aufmerksamkeit,
von
Energielosigkeit, Stim
menhören und
einem sozialem Rückzug berichtet und dem Beschwerdeführer eine
vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert.
In den
nach Erlass der Verfügung vom 1
7.
Januar 2014 erstatteten
Berichten
(vorstehend E. 4.1-4)
betonte
Dr.
Y._
die enorme
Vergesslichkeit
des Beschwerdeführers
. In seinen Berichten vom Februar und April 2016 (vorstehend E. 4.3-4) hielt er fest, dass diese
in
den letzten Monaten noch zugenommen habe
und als Ausdruck der
(s
chweren
)
Depression zu sehen sei.
W
ie
in seinem
Bericht vom April 2012
(vorstehend E. 3.2)
führte
Dr.
Y._
allerdings
auch
in seinen
neue
n Berichten keine objektiven Befunde an, anhand welcher sich
die postulierte
(
schwere
)
Depression
und die (weiterhin) attestierte vollständige Arbeitsunfähigkeit
nach
-
vollz
iehen liesse
n
. Auf die im
Z._
-Gutachten hinsichtlich seiner diagnos
tischen Einordnung angebrachten Vorbehalte
sowie die geschilderten
Inkonsi
sten
zen
und Diskrepanzen zwischen den Angaben des Beschwerdeführers und der objektiven Befundlage
(vgl. vorstehend E. 5.2)
ging
Dr.
Y._
ebenfalls
nicht ein und er leg
te auch nicht dar, inwiefern sich die (objektive) Befundlage nu
n
mehr anders präsentieren sollte.
Daher
erweisen sich die Berichte
von
Dr.
Y._
vom Februar 2014, Juni 2015 sowie Februar und April 2016 (vorstehend E. 4.1-4)
als nicht geeignet,
eine
wesentliche Verschlechterung
des
(psychischen) Gesundheitszustands im Vergleich zum (psychischen) Gesund
heits
zustand, wie er sich bei Erlass der Verfügung vom
1
7.
Januar 2014
präsentierte,
glaubha
ft darzutun.
Soweit
Dr.
Y._
die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden in seinem Bericht vom Februar 2014 (vorstehend E. 4.1) schliesslich (auch) im Rahmen einer sich abzeichnenden organischen Hirnstörung sah, bleibt festzuhalten, dass eine solche anlässlich der durchgeführten neurologischen Untersuchungen nicht bestätigt werden konnte und somit auch insofern eine Verschlechterung des Gesundheitszustands nicht belegt ist (vgl. dazu E. 4.5 des Urteils des
Sozial
ver
-
sicherungsgerichts
vom 1
6.
November 2015;
Urk.
6/114).
5.4
Nach dem Gesagten ist d
ie Beschwerdegegnerin auf
das Revisionsgesuch
des Be
schwerdeführers zu Recht nicht eingetreten. Die Beschwerde gegen den
Nicht
eintretensentscheid
vom
8.
September 2016 ist daher abzuweisen.
6.
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sind ermessensweise auf
Fr.
6
00.-- anzusetzen und ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen.