# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 858d45d5-44bc-59e9-bb65-41e30a3ee35b
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ R.M., geb. 1974, hielt sich als Wochenaufenthalterin im Kanton Bern auf. Ihr
Heimatschein war in der Gemeinde S. (Kanton St. Gallen) hinterlegt. Mit Verfügung vom
3. November 2005 stellte die Steuerverwaltung des Kantons Bern fest, dass sich der
steuerrechtliche Wohnsitz von R.M. für das Steuerjahr 2005 (Stichtag 31. Dezember
2005) in der Einwohnergemeinde Bern befindet.
Nachdem das Amt für Sozialversicherung und Stiftungsaufsicht des Kantons Bern von
R.M. ausbezahlte Prämienverbilligungen für die Jahre 2006 und 2007 zurückgefordert
hatte, stellte R.M. im Mai 2008 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons
St. Gallen ein Gesuch um Ausrichtung einer individuellen Prämienverbilligung für 2008.
Mit Schreiben vom 27. Juni 2008 lehnte die Sozialversicherungsanstalt dieses Gesuch
ab. R.M. verlangte am 8. Juli 2008 eine anfechtbare Verfügung. Die
Sozialversicherungsanstalt erliess am 18. Juli 2008 eine Verfügung. Darin lehnte sie
eine individuelle Prämienverbilligung für das Jahr 2007 ab. R.M. erhob dagegen am
5. August 2008 Einsprache. Sie machte geltend, die gesetzlichen Bestimmungen des
Kantons St. Gallen seien nicht bundesrechtskonform, da der steuerrechtliche Wohnsitz
für die individuelle Prämienverbilligung massgebend sei.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/10
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen wies die Einsprache von R.M.
mit Entscheid vom 1. Oktober 2008 ab. Dabei nahm sie im Rubrum auf eine
Prämienverbilligung für 2008 Bezug, während sie in der Begründung auf das Jahr 2007
verwies. Sie erwog, eine individuelle Prämienverbilligung würde Personen gewährt, die
im Kanton den steuerrechtlichen Wohnsitz hätten. Die Gesuchstellerin sei immer noch
im Kanton Bern steuerpflichtig. Da keine Harmonisierung zwischen den Kantonen über
die Gesetzgebung zur Prämienverbilligung bestehe, könne es möglich sein, dass in
beiden Kantonen kein Anspruch auf Prämienverbilligung bestehe. Die Ausgestaltung
der Prämienverbilligung unterliege den einzelnen Kantonen.
Am 20. Oktober 2008 erliess die Sozialversicherungsanstalt einen Einspracheentscheid
zur Prämienverbilligung 2007. Auch für dieses Jahr wurde die Einsprache abgewiesen.
B./ Mit Eingabe ihres Vaters P.M. vom 4. November 2008 erhob R.M. Rekurs beim
Versicherungsgericht. Sie beantragte, auf das Gesuch um Prämienverbilligung im
Kanton St. Gallen für das Jahr 2007 und das Folgejahr sei einzutreten und für die
Gewährung der Prämienverbilligung sei der Kanton St. Gallen als Wohnsitzkanton der
Gesuchstellerin zuständig zu erklären.
Das Versicherungsgericht wies den Rekurs mit Entscheid vom 22. Juli 2009 ab. Es
erwog, es seien die Ansprüche sowohl für 2007 als auch für 2008 zu prüfen.
Voraussetzung für den Anspruch auf Prämienverbilligung sei der steuerrechtliche
Wohnsitz im Kanton St. Gallen. Mit rechtskräftiger Verfügung der Steuerverwaltung des
Kantons Bern sei der steuerrechtliche Wohnsitz ab 2005 in Bern festgelegt worden. Die
Voraussetzungen für den Anspruch auf eine individuelle Prämienverbilligung seien
somit weder für 2007 noch für 2008 gegeben.
C./ Mit Eingabe ihres Vertreters vom 7. September 2009 erhob R.M. gemäss der

## Considerations