# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 542f20ef-244f-44e6-ba69-c76c6a757dfc
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Civil
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

Sachverhalt
A. Die A._ stellte dem Betreibungs- und Konkursamt der Region Prättigau/Davos (nachfolgend Betreibungsamt Prättigau/Davos) am 18. März 2021 ein Betreibungsbegehren gegen B._ über den Betrag von CHF 3'000.00 zuzüglich Betreibungskosten von CHF 150.00 zu (Betreibung Nr. C._). Gegen den am 3. April 2021 zugestellten Zahlungsbefehl erhob die Schuldnerin gleichentags Rechtsvorschlag. Am 17. Mai 2021 stellte die A._ beim Betreibungsamt Prättigau/Davos das Fortsetzungsbegehren. Mit Verfügung vom 19. Mai 2021 wies das Betreibungsamt Prättigau/Davos das Fortsetzungsbegehren mangels Beseitigung des Rechtsvorschlags zurück.
B. Dagegen erhob die A._ (fortan Beschwerdeführerin) mit nicht unterzeichneter Eingabe vom 25. Mai 2021 Beschwerde beim Kantonsgericht von Graubünden (fortan Kantonsgericht). Innert der mit Schreiben vom 26. Mai 2021 gesetzten Nachfrist reichte die Beschwerdeführerin eine unterzeichnete Eingabe ein.
C. Das Betreibungsamt Prättigau/Davos beantragte mit Eingabe vom 31. Mai 2021 die Abweisung der Beschwerde.
D. Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und im angefochtenen Entscheid sowie auf die Verfahrensakten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Erwägungen
1.1. Gegen jede Verfügung eines Betreibungs- oder eines Konkursamtes kann nach Art. 17 Abs. 1 SchKG bei der Aufsichtsbehörde wegen Gesetzesverletzung oder Unangemessenheit Beschwerde geführt werden. Im Kanton Graubünden amtet das Kantonsgericht nach Art. 13 SchKG i.V.m. Art. 13 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs (EGzSchKG; BR 220.000) als einzige Aufsichtsbehörde über die Betreibungs- und Konkursämter. Die interne Zuständigkeit fällt dabei der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer zu (Art. 8 Abs. 1 der Verordnung über die Organisation des Kantonsgerichts [KGV; BR 173.100]). Im Übrigen richtet sich das Verfahren gemäss Art. 10 EGzSchKG, soweit das SchKG und das EGzSchKG keine Vorschriften enthalten, nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung und dem Einführungsgesetz zur Schweizerischen Zivilprozessordnung (EGzZPO; BR 320.100). Demnach regeln die Kantone– unter Beachtung der bundesrechtlichen Minimalvorschriften (Art. 20a Abs. 2 SchKG) – das Verfahren vor der kantonalen
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Aufsichtsbehörde (Art. 20a Abs. 3 SchKG). Gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 2 SchKG hat die Aufsichtsbehörde den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen (vgl. auch Art. 17 Abs. 2 EGzSchKG; BR 220.000).
1.2. Die Beschwerdelegitimation setzt in der Regel ein aktuelles und praktisches Interesse an der Aufhebung, Änderung oder dem Erlass einer bestimmten Verfügung voraus (BGer 5A_920/2017 v. 4.4.2018, E. 3.1).
1.3. Die Beschwerdeführerin hat ihre Beschwerde innert Frist schriftlich erhoben. Da sie Adressatin der angefochtenen Rückweisungsverfügung ist, ist auf ihre Beschwerde einzutreten.
2.1. Ist die Betreibung nicht durch Rechtsvorschlag oder durch gerichtlichen Entscheid eingestellt worden, so kann die Gläubigerin frühestens 20 Tage nach der Zustellung des Zahlungsbefehls das Fortsetzungsbegehren stellen (Art. 88 SchKG). Das Betreibungsamt hat die Fortsetzung zu verweigern, sofern der Rechtsvorschlag nicht beseitigt worden ist. Ansonsten wären seine nachfolgenden Handlungen nichtig. Die Beseitigung wird durch Zustellung eines Rechtsöffnungsentscheids nachgewiesen. Die Beweislast dafür liegt bei der Gläubigerin (vgl. BGE 142 III 599 E.2.1).
2.2. Vorliegend hat die Schuldnerin gegen den Zahlungsbefehl Rechtsvorschlag erhoben. Dadurch wurde die Betreibung eingestellt (Art. 78 Abs. 1 SchKG). Somit lag es an der Beschwerdeführerin, den Rechtsvorschlag durch eine Rechtsöffnung zu beseitigen, sei es durch einen provisorischen Rechtsöffnungsentscheid oder durch einen gerichtlichen Entscheid. Mit dem Fortsetzungsbegehren hatte die Beschwerdeführerin beim Betreibungsamt Prättigau/Davos den Nachweis für die Beseitigung des Rechtsvorschlags zu erbringen. Wie das Betreibungsamt Prättigau/Davos zu Recht festgehalten hat, ist dies der Beschwerdeführerin nicht gelungen. Folglich hat das Betreibungsamt Prättigau/Davos das Fortsetzungsbegehren zu Recht zurückgewiesen. Die dagegen beim Kantonsgericht erhobene Beschwerde ist abzuweisen.
3. Gemäss Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 Satz 1 SchKG und Art. 61 Abs. 2 lit. a GebV ist das Beschwerdeverfahren vor der kantonalen Aufsichtsbehörde kostenlos. Die – rein intern zu verbuchenden – Verfahrenskosten von CHF 800.00 verbleiben demnach beim Kanton.
4. Der vorliegende Entscheid ergeht, da die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, in einzelrichterlicher Kompetenz (Art. 18 Abs. 3 GOG).
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## Considerations