# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0a09b9c6-daa6-4901-8955-2372d4507eae
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Staatsanwaltschaft Stuttgart gegen A. ein Strafverfahren wegen Betrugs führt;
- die deutschen Behörden in diesem Zusammenhang mit Rechtshilfeersuchen
vom 28. August 2018 an die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich  sind und um Durchsuchung der Wohnung von A. in Z. ersucht haben;
- die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich mit Verfügung vom 12. Ap-
ril 2019 auf das Rechtshilfeersuchen eintrat und die Kantonspolizei Zürich gestützt auf den Hausdurchsuchungsbefehl vom gleichen Tag beauftragte, eine Hausdurchsuchung am Wohnort von A. durchzuführen;
- am 24. Mai 2019 die Kantonspolizei Zürich die Wohnung von A. durchsuchte
und diverse Mobiltelefone, Datenträger und elektronische Daten ;
- die sichergestellten Gegenstände und Daten gleichentags auf Antrag von A.
versiegelt wurden;
- die Staatsanwaltschaft III des Kantons Zürich mit Datum vom 4. Juni 2019
beim Obergericht des Kantons Zürich, Zwangsmassnahmengericht, einen Antrag auf Entsiegelung und Durchsuchung der versiegelten Gegenstände und Daten stellte (act. 1.3);
- das Obergericht des Kantons Zürich mit Verfügung vom 3. Oktober 2019 das
Entsiegelungsgesuch guthiess (act. 1.2);
- A. mit Beschwerde vom 17. Oktober 2019 an die Beschwerdekammer des
Bundesstrafgerichts gelangte und im Hauptpunkt die vollumfängliche  der Verfügung des Obergerichts des Kantons Zürich vom 3.  2019 sowie die Aufhebung des Entsiegelungsantrags der  III des Kantons Zürich beantragt; A. zudem verschiedene  stellte und in prozessualer Hinsicht die Gewährung der  Wirkung der Beschwerde beantragt (act. 1);
- auf die Durchführung eines Schriftenwechsels verzichtet wird (Art. 57
Abs. 1 VwVG e contrario).
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## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- für die Rechtshilfe zwischen Deutschland und der Schweiz in erster Linie das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), dem beide Staaten beigetreten sind, der zwischen ihnen abgeschlossene Zusatzvertrag vom 13. November 1969 (ZV-D/EUeR; SR 0.351.913.61), sowie die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des  von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener , SDÜ; ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19–62)  sind;
- soweit diese Staatsverträge bestimmte Fragen weder ausdrücklich noch still-
schweigend regeln, bzw. das schweizerische Landesrecht geringere  an die Rechtshilfe stellt (sog. Günstigkeitsprinzip; BGE 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2; 137 IV 33 E. 2.2.2; 135 IV 212 E. 2.3), das  und die dazugehörige Verordnung vom 24. Februar 1982 (IRSV; SR 351.11) anwendbar sind (Art. 1 Abs. 1 IRSG; BGE 143 IV 91 E. 1.3; 136 IV 82 E. 3.1; 130 II 337 E. 1); die Wahrung der Menschenrechte vorbehalten bleibt (BGE 135 IV 212 E. 2.3; 123 II 595 E. 7c);
- auf das vorliegende Beschwerdeverfahren zudem die Bestimmungen des
Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) anwendbar sind (Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG);
- die Verfügung der ausführenden Behörde, mit der das Rechtshilfeverfahren
abgeschlossen wird, zusammen mit den vorangehenden  der Beschwerde an die Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts unterliegt (Art. 80e Abs. 1 IRSG);
- der Schlussverfügung vorangehende Zwischenverfügungen selbständig an-
gefochten werden können, sofern sie einen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirken (a.) durch die Beschlagnahme von  und Wertgegenständen oder (b.) durch die Anwesenheit von Personen, die am ausländischen Prozess beteiligt sind (Art. 80e Abs. 2 IRSG);
- nach der bundesgerichtlichen Auslegung die Aufzählung der selbständig an-
fechtbaren Zwischenverfügungen in lit. a und b von Art. 80e Abs. 2 IRSG grundsätzlich abschliessend ist (vgl. BGE 126 II 495):
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- der Entscheid über die Entsiegelung von Unterlagen, die zum Zwecke der Rechtshilfe herauszugeben sind, ein Zwischenentscheid im  ist (BGE 130 II 193 E. 2.2; 126 II 495 E. 3), der grundsätzlich nicht selbständig, sondern zusammen mit der Schlussverfügung angefochten  kann (BGE 138 IV 40 E. 2.3.1; 127 II 151 E. 4c/bb; TPF 2017 66);
- der Beschwerdeführer vorbringt, der nicht wieder gutzumachende Nachteil
bestehe darin, wonach die Kenntnisnahme des Inhalts der entsiegelten  und Daten durch die Staatsanwaltschaft direkt dazu führe, dass diese dadurch einen gesetzlich verpönten Wissensvorteil erlange,  durch Einsicht in Anwaltsgeheimnisse (act. 1 S. 4);
- die Kenntnis der entsiegelten Unterlagen durch die Staatsanwaltschaft III
des Kantons Zürich dem Beschwerdeführer keinen nicht wieder  Nachteil zufügt, da diese nicht als (nationale)  tätig ist, sondern als an das Amtsgeheimnis gebundene ;
- in diesem Zusammenhang der Beschwerdeführer im Übrigen darauf hinzu-
weisen ist, dass es nicht Sinn und Zweck der Siegelung ist, das Auffinden allfälliger Zufallsfunde zu verhindern;
- ferner Beweismittel nach Art. 80l Abs. 1 IRSG erst am Ende des Verfahrens
an das deutsche Strafverfahren herausgegeben werden dürfen; dabei die ausführende Behörde allfälligen schützenswerten  bei der Schlussverfügung Rechnung trägt (Entscheid des  RR.2019.195 vom 14. August 2019 E. 2.3); dagegen der  die Rechtsmittel nach IRSG und BGG einlegen kann;
- damit kein unmittelbarer nicht wieder gutzumachender Nachteil vorgebracht
oder sichtlich ist, weshalb auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;
- mit dem Nichteintretensentscheid das Gesuch um aufschiebende Wirkung
der Beschwerde ohne Weiteres gegenstandslos geworden ist;
- bei diesem Ausgang des Verfahrens der Beschwerdeführer kostenpflichtig
wird (vgl. Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 12 Abs. 1 IRSG, Art. 39 Abs. 2 lit. b und Art. 37 Abs. 2 lit. a StBOG);
- die Gerichtsgebühr von Fr. 2'000.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen ist
(Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. a BStKR).
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