# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3a302852-bfc5-410c-b45a-6d0b109d7af1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren
1962, bis 2003 als Hilfsarbeiter tätig und danach arbeits
los
(vgl. Urk. 6/12/4)
, melde
te
sich am 15. Juli 2010 bei der Invalidenversiche
rung zum Leistungsbezug an (Urk. 6/7)
. Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte medizinische Berichte (Urk. 6/13
-15
) und einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK
Auszug; Urk. 6/12)
ein und stellte dem Versicherten mit Vorbescheid vom 24. Februar 2011 (Urk. 6/17)
die Abweisung des Leistungsbegehrens
in Aussicht
.
Dagegen erhob der Versicherte am 15. März
und am 6. Mai
2011 Einwände (Urk. 6/19
, Urk. 6/
24-
25
)
. Daraufhin holte die IV-Stelle einen weiteren medizinischen Bericht (Urk. 6/28) ein
und
veranlasste ein psychiatrisches Gutachten, welches am 19. September 2011 erstattet wurde (Urk. 6/32)
.
Hierzu nahm der behandelnde Psychiater am 16
.
Dezember 2011 Stellung (Urk. 6/38 = Urk. 6/40 = Urk. 6/42) und der psychiatrische Gutachter äusserte sich am 19.
Januar 2012 (Urk. 6/43). Zu letzterer Stellungnahme äus
serte sich der behandelnde Psychiater erneut am 19. April 2012 (Urk. 6/50). Mit
Verfügung vom 4. Mai 2012 (
Urk. 6/53 =
Urk. 2)
verneinte die IV-Stelle den Anspruch des Versicherten auf Leistungen der Invalidenversicherung.
2.
Gegen die Verfügung vom 4. Mai 2012 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 7. Juni 2012 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte sinngemäss die Ausrichtung einer Rente
sowie die unentgeltliche Prozessführung
und Rechtsvertretung
(S. 1 f.)
.
Mit Beschwerdeantwort vom 8. August 2012 (Urk. 5) beantragte die IV-Stel
le die Abweisung der Beschwerde
, was dem Versicherten am 3. Oktober 2012 z
ur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 7).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen
der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.3
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die B
eschwerdegegnerin begründete ihre
leistungsverneinende Verfügung vom Mai 2012 (Urk. 2) damit, dass beim Beschwerdeführer kein
invalidenversiche
rungsrelevanter
Gesundheitsschaden vorliege, welcher eine längerfristige, dau
erhafte Arbeitsunfähigkeit begründe.
Seine
teilweise Arbeitsunfähigkeit sei durch krank
heitsfremde Faktoren begründet und e
s sei ihm zumutbar, einer Hilfstätigkeit vollzeitlich nachzugehen und dabei ein entsprechendes Einkom
men zu erzielen. Da keine gesundheitsbedingte Einschränkung bei der
Stellen
suche
bestehe, sei dafür das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum zuständig (S.
1 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde vom Juni 2012 (Urk. 1)
sinn
gemäss
geltend, er habe aufgrund verschiedener Leiden einen Anspruch auf eine Invalidenrente. E
r sei seit längerer Zeit kaputt
(S. 1 f.)
.
3.
3.1
Dr. med.
Y._
, Facharzt FMH für Allgemeine Medizin, stellte in seinem Bericht vom 26. November 2010 (Urk. 6/14)
folgende
Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigk
eit (Ziff. 1.1):
rezidivierende depressive Störung, mittelsch
w
ere bis schwere Episode (ICD-10 F33.2), mindestens bestehend seit 1989
Panikstörung, soziale Phobie
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte er eine
Zeh
en
fraktur
rechts, erfolgt am 27. November 2009. Dr.
Y._
führte aus, der Beschwerdeführer sei seit dem 19. September 2006 bei ihm in Behandlung, wobei die letzte Kontrolle am 27. November 2009 erfolgt sei (Ziff. 1.2). Eine von ihm empfohlene psychiatrische Behandlung habe der Beschwerdeführer im Jahr 2006 nicht wahrgenommen. Die Konsultationen seien nur sporadisch erfolgt und die Termine seien
meist nicht eingehalten worden. Über das betreuende Sozialzentru
m habe dann eine Behandlung beim
Z._
eingeleitet werden können. Er habe den Beschwerdeführer letztmals nach einem sechsmonatigen Unterbruch am 27. No
vember 2009 wegen einer Fraktur der Kleinzehe rechts gesehen. Es bestehe eine depressive Symptomatik mit Vereinsamung und Panikattacken bei Men
schenansammlungen. Psychomotorisch sei der Beschwerdeführer deutlich ver
langsamt
. Der Beschwerdeführer habe angegeben, an Suizidgedanken, an Gleichgültigkeit, an Spielsucht und Verschuldung zu leiden
(Ziff. 1.4). In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit bestehe seit dem 19.
September 2006 bis 27. No
vember 2009 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
.
D
ie bisherige Tätigkeit sei ihm nicht mehr zumutbar wegen der Depression (Ziff. 1.7).
Eine Behandlung sei dringend indiziert
. E
ventuell
käme eine Tätigkeit
in einer geschützten Werk
stätte
in Frage
. Ob damit aber die Erwerbsfähigkeit verbessert werden könne, sei offen (Ziff. 1.8).
3.2
Oberarzt Dr. med.
A._
und Assisten
zarzt Dr. med.
B._
,
Z._
, stell
te
n
in ihrem
Bericht vom 12.
Januar
2011 (Urk. 6/15) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (Ziff. 1.1):
pathologisches Spielen (ICD-10 F63.0) seit etwa 1979 mit rezidivieren
den Delikten (unter anderem Betrug, Diebstahl), Gefängnisaufenthalten und hohen Schulden
Exhibitionismus (ICD-10 F65.2) ca. 1982-1995
abhängige Persönlichkeitsstörung (
ICD-10
F60.7) mit unreifer Persön
lichkeitsentwicklung und dissozialen Zügen
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1) bei Status nach mehreren Suizidversuchen
Agoraphobie, ohne Angaben einer Panikstörung
(ICD-10 F40.00)
s
chädlicher Gebrauch von
Cannabinoiden
seit 1984,
gegenwärtig
mit tägli
chem Gebrauch
Störung durch Alkohol
Status nach Abhängigkeit
ssyndrom
(ICD-10 F11.2) 1984-1986 und 1994-1998
gegenwärtig abstinent beziehungsweise spor
adischer Konsum (ICD-10 F11.20)
seit 1998
Somatisches:
grobschlägiger
essentieller Händetremor, beidseits unklare Genese, seit der Ju
gend
anamnestisch rheumatische Beschwerden
anamnestisch Holzstauballergie seit etwa 1984
Als Diagnose ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit nannte
n
Dr.
A._
und Dr.
B._
einen Status nach Asthma bronchiale in der Jugend.
Weiter
führte
n
sie
aus
,
der Beschwerdeführer sei
seit dem 21. Januar 2010 bei ihnen
in Behandlung, wobei die letzte Kontrolle am 5. Januar 2011 erfolgt sei (Ziff. 1.2).
Der Beschwerdeführer sei inhaltlich eingeschränkt auf tägliches Spielen und Geldbeschaffung
.
Er
beschreibe eine Realitätsverzerrung
in dem
Sinne, dass er oft seine eigenen Lügen beginne zu glauben. In den letzten Jahren sei es vermehrt zu Angst und Unwohlsein inmitten grösserer Menschen
ansammlungen mit Vermeidungsverhalten gekommen. Es lägen keine Hinweise auf Wahn, Sinnestäuschungen oder Ich-Störungen vor
. Der Beschwerdeführer sei deprimiert, hoffnungslos, innerlich unruhig, ambivalent und leide an Insuffi
zie
nzgefühlen und an Ratlosigkeit
. Anamnestisch bestehe ein Status nach drei Suizidversuchen und phasenweise habe er starke Sterbewünsche. Gegenwärtig bestünden keine Hinweise auf ei
ne akute Suizidalität
.
Aufgrund der seit
d
er Jugend bestehenden abhängigen Persönlichkeitsstörung mit unreifer Persönlichkeitsentwicklung, Impulskontrollstörung mit pathologi
schem Spielen und dissozialem Verhalten, sei insgesamt von einer schlechten Prognose auszugehen.
Im Z
entrum der Einschränkung stehe
gegenwärtig das pathologische Spielen mit damit verbundenem stetigem Geldbeschaffungsdruck und wiederholten depressiven Episoden. Auch wenn beim Beschwerdeführer eine weitgehende Krankheitseinsicht bestehe, imponiere eine ausgeprägte Ambivalenz bezüglich einer Behandlungsmotivation, wobei zu bemerken sei, dass bei pathologischem Spielverhalten die Abbruchrate
einer Therapie bei 75 % liege (Ziff. 1.4).
Obschon sich der Beschwerdeführer jeweils wiederholt motiviert gezeigt habe, seine Problematik und seine Spielsucht therapeutisch anzugehen, sei gegenwär
tig eine Therapie im engeren Sinne nicht
möglich, da aufgrund immer neuer Probleme
und existenzieller
Bedrohungen nur Kriseninterventionen und stüt
zende Gespräche möglich gewesen seien. Dies erschwere auch eine systemati
sche Anamneseerhebung und die damit verbundene diagnostische Beurteilung. Aufgrund des ständigen Beschaffungsdruckes und der zunehmenden externen Bedrohungen sei wiederholt eine stationäre Behandlung
diskutiert worden. Der Beschwerdeführer zeige sich jedoch weiterhin sehr ambivalent diesbezüglich. Sollte eine gut geplante stationäre Therapie nicht möglich sein,
sei
eine integ
ra
tive ambulante Anbindung mit dem Ziel der Schadensminderung und
Kri
senintervention
zu empfehlen
.
Eine medikamentöse Therapie sei vom Beschwer
deführer strikt abgelehnt worden.
Im Weiteren sei die Errichtung einer Bei
standschaft zu empfehlen (Ziff. 1.5
, Ziff. 1.11
).
Seit dem 29. Juli 2010 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hilfskoch, Hilfsarbeiter oder als Reinigungsarbeiter (Ziff. 1.6). Im Zusammenhang mit den oben aufgezählten psychischen Diagno
sen bestünden Einschränkungen in der Aufmerksamkeit, der Konzentration, in der Planung, im Durchhaltevermögen, in der Absprachefähigkeit und Zuverläs
sigkeit. Es sei mit einer schnellen Abnahme der Leistungsfähigkeit und der Motivation zu rechnen sowie mit einem häufigen und unentschuldigten Fern
bleiben
. Die bisherige Tätigkeit sei aus medizinischer Sicht nicht mehr zumutbar
(Ziff. 1.7).
In einem stark st
r
ukturierten Setting und schützende
m
Rahmen könne eventuell eine gewisse Stabilisierung des psychischen Gesundheitsschadens und eine
Erhöhung der Arbeit
sfähigkeit erreicht werden. Da
die
s aber ohne äusseren Druck bzw. äussere
Rahmengebung
nicht möglich sein werde, werde mit keiner Verbesserung der Einschränkung gerechnet (Ziff. 1.8). Mit der Wiederaufnahm
e der beruflichen Tätigkeit und
Erhöhung der Einsatzfähigkeit könne nicht ge
rechnet werden (Ziff. 1.9).
3.3
Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und Psychotherapie,
D._
, führte
in seiner Stellungnahme vom 17.
Februar 2011 (Urk. 6/16/3)
aus
, aus
den vorliegenden Akten
sei
kein ein
deutiger Gesundheitsschaden mit Einfluss auf die
Arbeitsfähigkeit ausge
wiesen. E
ine gewisse Auffälligkeit im Verhalten
und in der Persönlichkeit liege
zwar vor, aber prinzipiell seien Spielsucht, Exhibition
i
sm
u
s, Suchtmittelkonsum, ein unklarer Tremor und subjektive Angaben nicht massgebend für eine Arbeits
unfähigkeit
,
und daraus resultiere kein Gesundheitsschaden. Die affektive Stö
rung trete im Zusammenhang mit äusseren Faktoren auf und sei psychosozial bedingt. Eine soziale Phobie und Exhibitionismus
schlössen sich gegenseitig aus
und könn
t
e
n
somit auch nicht als Grund für einen Gesundheitsschaden ange
nommen werden. Die anamnestischen Faktoren seien nicht belegt und medizi
nisch nicht verifiziert und hätten im Längsverlauf nur bei der Schreinerlehre einen Einfluss gehabt und wiesen so
mit keinen Gesundheitsschaden aus.
3.4
Dr.
A._
nahm
am
4. Mai 2011
zur Einschätzung von Dr.
C._
(vo
rstehend E. 3.3
) Stellung
(Urk. 6/24/3). D
r.
C._
könne nicht gefolgt werden, da einige der Diagnosen
,
wie die Persönlichkeitsstörung
,
unterschlagen worden sei
en
. Hingegen sei festzustellen, dass sein
eigener
Bericht
(vorstehend E. 3.2)
bei der Formulierung der Zumutbarkeit zu wenig klar gewesen und er heute zum Schluss gekommen sei, dass der Beschwerdeführer im angepassten Rahmen zu 50 % arbeitsfähig sei. Weiter sei ihm zumutbar, sich im Sinne der
Schadenmin
derungspflicht
einer Behandlung zu unterziehen.
3.5
Dr. med.
E._
, Facharzt FMH für Psychiatrie und für Psychothera
pie, erstattete am 19. September 2011 das von der Beschwerdegegnerin veran
lasste psychiatrische Gutachten (Urk. 6/32).
Er
stellte folgende Diagnosen (S. 9 Ziff. 1):
Neigung zu depressiven Reaktionen bei Lebensproblemen
(ICD-10 F
43.20/Z63)
Spielsucht
(ICD-10 F63.0)
Exhibitionismus
(ICD-10 F 65.2)
akzentuierte Persönlichkeitszüge
Konsum psychotroper Substanzen
Status nach Gefängnisstrafen, momentane Untersuchungshandlungen
lange Phasen von Arbeitsunfähigkeit, Schuldenberg
Dr.
E._
führte aus,
d
ie bisher beschriebenen Verhaltensstörungen (
Spiel
sucht
, Exhibitionism
u
s, Alkohol- und Cannabiskonsum) seien nicht als
psychi
sche Störungen im e
ngeren Sinn aufzufassen, welche die Arbeitsfähigkeit ein
schränk
ten
. Dies gelte insbesondere für die Spielsucht.
Diese habe zwar zu Schuld
en geführt, es wäre dem Beschwerdeführer jedoch möglich gewesen, trotzdem zu arbeiten. Dies gelte auch für die multiplen deliktischen Handlun
gen. Der Beschwerdeführer besitze eine etwas dissoziale,
abhängige Persönlich
keit. Es könne jedoch nicht von einer Persönlichkeitsstörung ausgegangen wer
den, da der Beschwerdeführer fähig sei, sich einigermassen durchzubringen und nicht durch erhebliche dissozi
ale Verhaltensweisen auffalle.
Es könne von akzentuierten Persönlichkeitszügen ausgegangen werden (S. 7 Mitte).
Als psychische Krankheit werde in den Arztberichten eine rezidivierende depres
sive Störung erwähnt. Diese Diagnosestellung erstaune, da der Beschwer
deführer in der Regel nicht ohne Grund depressiv geworden sei. Vielmehr sei es immer wieder wegen de
r
jeweiligen Lebensprobleme dazu gekommen, dass er phasenweise deprimiert gewesen
sei
. Dazwischen habe er lange Phasen erlebt, während denen es ihm in Hinsicht auf die Verstimmungen gut gegangen sei. Es sei bislang auch keine medikamentöse antidepressive Therapie eingeleitet wor
den (S. 7 f. unten).
Es bestünden markante ungünstige krankheitsfremde Faktoren: Lange Phase von Arbeitsuntätigkeit, Aufenthalt im Milieu, Gefängnisaufenthalte, vergangene und aktuelle deliktische Handlungen, fehlende Motivation zur Wiederaufnahme einer beruflichen Leistung, sekundärer Krankheitsgewinn (der Beschwerdeführer arbeite nicht, habe aber trotzdem einigermassen sein Auskommen). Da die beschriebenen Faktoren zu einem grossen Teil keinem psychischen
Gesund
heitsschaden
entsprächen und auch nicht zu einer krankheitsbedingten Arbeits
unfähigkeit führten, sei davon auszugehen, dass die multiplen ungünstigen krankheitsfremden Faktoren dafür verantwortlich seien, dass der Beschwerde
führer nicht arbeite. Eine Intensivierung der psychiatrischen Therapie sei nicht sinnvoll, insbesondere sei eine stationäre Therapie nicht angezeigt.
Eine
psychische Störung lasse sich dagegen jeweils nur für kurze Zeit (depres
sive Reaktion) feststellen.
Es könne also nicht von einer langfristigen
krank
heitsbedingten
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausgegangen werden
(S. 8 Mitte)
.
Der Beschwerdeführer sei in den bisher ausgeübten Arbeitsverhältnissen teil
weise arbeitsunfähig gewesen, dies aber nicht aus Krankheitsgründen, sondern wegen den genannten ungünstigen krankheitsfremden Faktoren. Auch in einer
angepassten Tätigkeit liege keine krankheitsbedingte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vor (S. 9 Ziff. 2-3). Kurzfristig sei es wegen der depressiven Reaktion zu einer Arbeitsunfähigkeit gekommen, jedoch nie langfristig (S. 9 Ziff. 4).
Die vom behandelnden Psychiater angeführten psychischen Störungen seien nachvollziehbar. Er habe dagegen die markanten ungünstigen
krankheitsfrem
den
Faktoren nicht in ihrer negativen Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit gewertet. Es könne nicht nachvollzogen werden, dass der Beschwerdeführer als Hilfskoch, Hilfsarbeiter oder Reinigungsarbeiter seit dem 29. Juli 2010 voll arbeitsunfähig sein solle. Es könne jedoch ausgeschlossen werden, dass mög
licherweise aus körperlichen Gründen eine Teilarbeitsunfähigkeit bestehe. Die diagnostizierte Agoraphobie könne nicht bestätigt werden. Der Beschwerde
führer meide die Leute aufgrund der Annahme, dass diese über seine exhibitio
nistischen Handlungen Bescheid wüssten. Es spielten keine unbewussten Fak
toren eine Rolle. Wie bereits dargelegt worden sei, führe die Spielsucht
zu Schulden und
sie beschäftige den Beschwerdeführer zudem in seiner Freizeit. Die Spielsucht bringe aber keine gesundheitlichen Störungen mit sich. Die Arbeitsfähigkeit sei dadurch also nicht eingeschränkt (S. 10 Ziff. 7).
3.6
Dr.
A._
nahm
am
16. Dezember 2011 zum Gutachten von
Dr.
E._
(vorste
hend E. 3.5
) Stellung
(Urk. 6/38 = Urk. 6/40 = Urk. 6/42) und
führte aus, an seiner Diagnosestellung hinsichtlich des Vorhandenseins einer rezidivieren
den depressiven Störung und einer Persönlichkeitsstörung festzuhalten. Der Gutachter gehe davon aus, dass eine rezidivierende depressive Störung nicht vorliege, da der Beschwerdeführer in der Regel nicht ohne Grund depressiv geworden sei. Mit anderen Worten gehe er damit davon aus, dass eine solche Diagnose bei Vorhandensein von Gründen nicht gestellt werden dürfe. Offen
sichtlich kenne er die Diagnosekriterien im ICD-10 nicht genügend. Sofern die Kriterien einer depressiven Episode oder einer rezidivierenden
Störung erfüllt seien, müsse die Diagnose
gestellt werden, unabhängig von der Ätiologie. Sodann spreche der Gutachter dann selbst von depressiven Episoden, was im Widerspruch zu seinen bisherigen Ausführungen stehe.
Im Weiteren seien die
Kriterien für eine Persönlichkeitsstö
rung klar erfüllt
.
Es zeigten sich bei
m Beschwerdeführer deutliche Abweichungen im Wahrnehmen, Denken, Fühlen und in Beziehungen zu anderen. Die Verhaltensmuster seien stabil und zeigten sich in verschiedensten Bereichen des Verhaltens. Er habe Angst vor dem Alleinsein
,
Verlassensängste
und
eine eingeschränkte Fähigkeit, Verantwortung auch für Alltagsentscheidungen zu treffen, was Teil der spezifi
schen abhängigen Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F60.7) sei.
3.7
Dr.
E._
nahm zu den Vorbringen von Dr.
A._
(vorstehend E. 3.7) am 19. Januar 2012 Stellung (Urk. 6/43). Er sei insofern mit Dr.
A._
einig, als es tatsächlich gelegentlich möglich sei, dass vereinzelte depressive Episoden durch Lebensereignisse ausgelöst worden seien. Im vorliegenden Fall sei es jedoch offensichtlich, dass ein extrem enger Zusammenhang zwischen den vielen und massiven Lebensproblemen bestehe. Es liege also eine sehr enge Abhängigkeit der Verstimmungen von bestimmten sozialen Ursachen vor (S. 1). Es sei deshalb naheliegend, nicht eine rezidivierende depressive Störung zu diagnostizieren. Es könne auch darauf hingewiesen werden, dass der Beschwerdeführer nie
antide
pressive
Medikamente erhalten habe, was bei einer mittelgradigen depressiven Episode hätte vorgenommen werden müssen. Dies sei tatsächlich nicht notwen
dig gewesen, weil sich die depressiven Reaktionen jeweils rasch zurück
ge
bildet
hätten
.
Zudem spreche das Verhalten des Beschwerdeführers sicher nicht für spezifische abhängige Verhaltensweisen. Es könne unter anderem darauf hingewiesen wer
den, dass der Beschwerdeführer fähig gewesen sei, mehrere hunderttausend Franken zu verspielen und gleichzeitig Sozialhilfe zu beziehen. Er sei offen
sichtlich fähig gewesen, die in den Zeitungen erwähn
t
e Gerichtsverha
ndl
ung durchzustehen und bei der Unter
suchung im August 2011
hätten
keine Hin
weise dafür gefunden
werden können
, dass er sich irgendwie abhängig vom bevorstehenden Gerichtsfall gefühlt hätte. Der beinahe professionelle Umgang mit dem Sozialdienst spreche gegen eine abhängige Persönlichkeitsstörung. Auch sonst seien die Kriterien der ICD-10 betreffend einer abhängigen
Persön
lichkeitsstörung
nicht nachzuweisen
(S. 2)
. Dr.
A._
habe zudem den massge
blichen Cannabiskonsum nicht erwähnt. Dies sei ein wesentlicher negativer Faktor, welcher dazu führe, dass der Beschwerdeführer sich oft schwierig ver
halte.
Nicht zuletzt könne auf die ausgeprägten krankheitsfremden Faktoren hingewiesen werden (Delikte, Gefän
gnisaufenthalte, hohe Schulden), welche dazu geführt hätten, dass der Versicherte seine Arbeitsfähigkeit nicht verwertet habe
(S. 3).
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihre
anspruchsvernein
ende Verfügung vom Mai 2012 (Urk. 2) auf das psychiatrische Gutachten von Dr.
E._
vom Septem
ber 2011 (vorstehend E. 3.
5
), wonach beim Beschwerdeführer kein psychischer Gesundheitsschaden mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit im Sinne der Invali
denversicherung vorliege, sondern die Beeinträchtigungen vielmehr auf psy
chosoziale Belastungsfaktoren zurückzuführen seien
(vgl. Urk. 6/52)
.
4.2
Das psychiatrische Gutachten von
Dr.
E._
(vorstehend E. 3.5
) berücksich
tigt die vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen umfassend auseinander. Es wurde sodann in Kenntnis der wesentlichen
Vorak
ten
abgegeben, leuchtet in der Darlegung der medizinischen Situation ein, und die Schlussfolgerung ist in nachvollziehbarer Weise begründet. Es erfüllt daher die Anforderungen an eine beweiskräftige Expertise (vorstehend E. 1.4).
Dr.
E._
legte dar
, warum keine rezidivierende depressive Störung vorliege und der Beschwerdeführer primär durch seine Spielsucht
,
die damit verbundene Geldbeschaffungsnot
sowie
durch verschiedene Gerichtsver
fahren unter Druck geraten und damit primär eine krankheitsfremde Belastungssituation für die
attestierte
Arbeitsunfähigkeit verantwortlich gewesen sei.
Uneinigkeit
besteht
zwischen
Dr.
E._
(vorstehend E. 3.5 und E. 3.7
) und den Ärzten d
es
Z._
(vorstehend E. 3.2, E 3.4 und E. 3.6
)
betreffend die Frage
, ob nun eine, wie von Letzteren diagnostizierte, abhängige
Persönlichkeitsstö
rung
(ICD-10 F60.7)
vorliege
oder wie Dr.
E._
ausführte, lediglich von akzentuierten Persönlichkeitszügen auszugehen
sei
.
Gegen die Annahme
eine
r
seit der Jugend bestehende
n
abhängige
n
Persönlichkeitsstörung
spricht nicht zuletzt der Umstand, dass der Beschwerdeführer
über einen sehr langen Zeit
raum bis ins Jahr 2003 arbeitstätig war (vgl. IK-Auszug; Urk. 6/12).
D
ie aufgetretenen depressiven Zustände des Beschwerdeführers
sind
mit der von Dr.
E._
diagnostizierten Neigung zu depressiven Reaktionen bei
Lebens
problemen
(IDD-10 F 43) hinreichend erklärbar. Eine medikamentöse
antide
pressive
Therapie wurde bis anhin vom Beschwerdeführer abgelehnt (vorstehend E. 3.2), was auch Indiz dafür ist, dass sich der Beschwerdeführer nicht derart depressiv
fühlte
, dass er eine derartige Massnahme wie auch eine regelmässige Therapie für notwendig erachtet hätte. Dass Gefängnisaufenthalte und die mas
sive Verschuldung beim Beschwerdeführer zu
vorübergehenden
depressiven Verstimmungszuständen führten, liegt in der Natur der Sache.
Soweit
der Haus
arzt Dr.
Y._
(vorstehend E. 3.1) in diesem Zusammenhang sogar von
einer
seit 1989 bestehenden,
mittelschweren bis schweren depressiven Episode sprach, kann ihm aufgrund des Gesagten nicht gefolgt werden, und seine Aus
führungen, dass keine verwertbare Arbeitsfähigkeit mehr gegeben sei, sind weder nachvollziehbar noch ausreichend begründet.
Während
die Ärzte des
Z._
und Dr.
Y._
eine
Agoraphobie (ICD-10 F
40
.00
) respektive
eine
soziale Phobie
diagnostizierten
,
erklärte
Dr.
E._
die festgestellten Befunde plausibel damit
, dass der Beschwerdeführer Angst davor
habe, dass die anderen Menschen von seinen exhibitionistischen Hand
lungen wüssten.
4.3
Zur Annahme der Invalidität nach Art. 8 ATSG ist - auch bei psychischen Erkran
kungen - in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psychosozi
ale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vor
handen sein.
Das bedeutet, dass das klinische Beschwerdebild nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Beispiel eine von depressiven
Verstimmungszu
ständen
klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit vergleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbstständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invali
dität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokul
turellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invalidisierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (
BGE 127 V 294 E.
5a S. 299; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
D
ie Ärzte des
Z._
(vorstehend E. 3.2)
nannten im Januar 2011
im Rahmen ihrer aufgeführten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zahlreiche psychosoziale Belastungsfaktoren sowie Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
. Es is
t daher anzunehmen, dass bei ihrer
Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers diese psychosozialen Belastungsfaktoren
nicht oder
nur unzureichend abgegrenzt wurden. So nannten sie als Diagnose mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit
das pathologische Spielen mit rezidi
vierenden Delikten, zahlreichen Schulden und Gefängnisaufenthalten, wie auch den Exhibitionismus. Weiter führten sie eine Störung durch Alkohol und den gegenwärtig täglichen Gebrauch von
Cannaboiden
auf.
Im Zentrum der Prob
lematik sahen sie
jedoch
das pathologische Spielen verbunden mit dem ständi
gen Geldbeschaffungsdru
ck.
Nicht nachvollziehbar ist auch, dass die Ärzte des
Z._
zunächst
im
Januar 2011 (vorstehend E. 3.2) seit dem 29. Juli 2010
von
keine
r
verwertbaren
Arbeitsfä
higkeit
ausgingen
, dann aber wenige Monate später, nach Stellungnahme des
D._
-Arztes Dr.
C._
im Februar 2011 (vorstehend E.
3.3) plötzlich im ange
passten Rahmen eine 50%ige Arbeitsfähigkeit als gegeben erachteten, ohne sich genau dazu zu äussern, was darunter zu verstehen ist (vorstehend E. 3.5).
Zusammenfassend ist
demnach der Einschätzung von Dr.
E._
und Dr.
C._
folgend davon auszugehen,
dass der Beschwerdeführer
vorwiegend durch krankheitsfremde Faktoren eingeschränkt ist und
keine psychische Störung mit Krankheitswert und damit
mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit vorliegt.
4.4
Der medizinische Sachverhalt ist somit dahingehend erstellt, dass dem Beschwer
deführer seine bisher ausgeübten Hil
fstätigkeiten sowie jede andere
angepasste
Tätigkeit
aus invalidenversicherungsrechtlicher Sicht
zu 100 % zumutbar ist.
Di
e angefochtene Verfügung erweist
sich damit als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
5.
5.1
Zu prüfen bleibt das sinngemässe Gesuch des Beschwerdeführers um Ge
währung der unentgeltlichen Rechtspflege für das vorliegende Verfahren (Urk. 1 S. 1 f.).
Nach Gesetz und Praxis sind in der Regel die Voraus
setzungen für die Bewilli
gung der unentgeltlichen
Prozess
führung
und
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos, die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeistän
dung
notwendig oder doch geboten ist (BGE 103 V 46, 100 V 61, 98 V 115).
Als aussichtslos sind nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung
Prozessbe
gehren
anzusehen, bei denen die Gewinnaus
sich
ten (ex ante betrachtet) beträchtlich geringer sind als die Verlustgefahren und die deshalb kaum als ernsthaft bezeichnet werden können. Dagegen gilt ein Begehren nicht als aus
sichtslos, wenn sich Ge
winnaussichten und Verlustgefahren ungefähr die Waage halten oder jene nur wenig geringer sind als diese. Massge
bend ist, ob eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, sich bei vernünfti
ger Überlegung zu einem Prozess entschliessen würde; eine Partei soll einen Prozess, den sie auf eigene Rechnung und Gefahr nicht führen würde, nicht deshalb anstrengen können, weil er sie nichts kostet (BGE 133 III 614 E. 5 S. 616 mit Hinweisen).
5.2
Die für die Sozialen Dienste der Stadt
F._
tätige Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers im
Vorbescheidverfahren
(vgl. Urk. 6/19/1, 6/25) teilte diesem mit Schreiben vom 16. Mai 2012 mit, dass sie auf die Einreichung einer Beschwerde gegen die Verfügung der IV-Stelle vom 4. Mai 2012 verzichte und das Mandat beende (Urk. 3/2). Sie begründete dies zu Recht damit, dass eine Beschwerde aus medizinischer und juristischer Sicht wohl kaum Erfolgschancen haben werde. Der Beschwerdeführer vermochte in seiner Beschwerde denn auch nicht darzulegen, inwiefern die Ausführungen im Gutachten des Dr.
E._
, auf die sich die Beschwerdegegnerin im Wesentlichen stützte, nicht überzeugen sollten. Bei dieser Ausgangslage hätte sich eine Partei, die über die nötigen finanziellen Mittel verfügt, nicht zu einem Prozess entschlossen, da die Verlust
gefahren erheblich höher als die Gewinnaussichten waren. Wegen Aussichtslo
sigkeit des Prozesses sind die Voraussetzungen für die Gewährung der unent
geltlichen Rechtspflege somit nicht erfüllt, weshalb das entsprechende Gesuch des Beschwerdeführers bereits deswegen - ohne Prüfung der übrigen Voraus
setzungen - abzuweisen ist.
5.3
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.
Das Gericht
beschliesst
:
Das Begehren um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
und
erkennt
sodann
:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
6
00
.-- werden
dem Beschwerdeführer
auferlegt
.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
X._
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
4.