# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 19824348-8ac6-5732-b3d5-50c55bb41f79
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_004
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Family

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren 1987, und B._, geboren 1991, sind die Eltern des Kindes C._, geboren 2012.
Mit Entscheid vom 12. April 2017 errichtete das Friedensgericht des Sensebezirks (nachfolgend das Friedensgericht) infolge einer Gefährdungsmeldung durch den Früherziehungsdienst Freiburg für C._ eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB. Der ernannten Beiständin wurden namentlich folgende Aufgaben übertragen: den Kindseltern Angebote zu vermitteln, wie der Alltag und die Tagesstruktur von C._ entwicklungsförderlich gestaltet werden könnten, ihnen bezüglich eines altersgerechten Medienkonsums des Kindes beratend zur Seite zu stehen, dafür zu sorgen, dass die Begleitung durch den Früherziehungsdienst weiterläuft und die  zahnärztliche Behandlung in Anspruch genommen wird. Mit Entscheid vom 6. März 2018 wurde diese Beistandschaft bestätigt.
Am 23. August 2019 wurde der Aufgabenbereich der Beiständin dahingehend erweitert, dass dieser u.a. der Auftrag erteilt wurde, für den Jungen an zwei Tagen pro Woche eine Tagesfamilie zu installieren und zu begleiten bzw. den Betreuungsanteil durch die Tagesfamilie allenfalls bei Bedarf zu erhöhen.
Am 29. Mai 2020 ermahnte das Friedensgericht die Kindseltern, mit der Beiständin ihres Sohnes zusammenzuarbeiten und diesen entsprechend dem Entscheid vom 23. August 2019 in einer Tagesfamilie betreuen zu lassen. Sie wurden darauf hingewiesen, dass eine Platzierung von C._ in Betracht gezogen werden müsste, sollte sein Wohl nicht anders sichergestellt werden können.
B. Mit Schreiben vom 4. Februar 2021 stellte das Jugendamt dem Friedensgericht den Antrag auf Prüfung einer Platzierung von C._. Als Begründung dafür wurde die seit Jahren vulnerable und durch physische sowie psychische Gewalt geprägte familiäre Situation des Kindes genannt. Trotz mehrjähriger lnvolvierung verschiedener Fachpersonen habe sich die Situation nicht verbessert. Grund sei, dass der Vater jegliche lntervention torpediere. Gemäss der  von C._ sei dieser jeweils sehr müde und kaum für die Erledigung der Hausaufgaben zu motivieren. Zudem halte sich der Kindsvater nicht an die mit der Tagesfamilie vereinbarten Zeiten und habe seinen Sohn teilweise vor dem Haus der Tagesfamilie abgepasst. Die  könne aufgrund ihrer kognitiven Einschränkungen sowie ihrer Abhängigkeit zum Kindsvater sich und C._ zu wenig Schutz bieten. Sie wirke sehr belastet und äussere dies ebenfalls dementsprechend. Die Betreuung und Unterstützung durch die Tagesfamilie (Montag-Donnerstag) sowie durch den Sozialpädagogen von D._ sei für die Entwicklung des Jungen und als Entlastung der Kindsmutter überaus wichtig. Die gefährdete schulische Situation und Entwicklung von C._ habe jedoch mit den vorhandenen Unterstützungsmassnahmen nicht genügend abgewendet werden können. Damit die Entwicklung und die Schulsituation nicht weiter gefährdet werden, brauche das Kind ein umfassendes Setting im Sinne einer Platzierung.
Nach Anhörung der Kindseltern und der Beiständin des Jungen sowie diversen Abklärungen fällte das Friedensgericht am 26. April 2021 folgenden Entscheid:
1. Den lnhabern der elterlichen Sorge, A._ und B._, wird gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB ihr Aufenthaltsbestimmungsrecht über ihr Kind C._ entzogen.
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2. C._ wird bis auf Weiteres bei E._, in F._, Partnerfamilie des  G._ untergebracht.
3. Die Elternbeiträge gelten als Unterhaltsbeiträge und werden den Kindseltern gestützt auf Art. 276 Abs. 1 ZGB auferlegt.
4. lm Rahmen der bestehenden Beistandschaft werden der Beiständin zudem die folgenden neuen Aufgaben erteilt:
a. C._ diesen Entscheid kindsgerecht zu erklären;
b. die Platzierung zu organisieren, zu begleiten und zu koordinieren;
c. eine angemessene kindeswohlfördernde Ausübung des Besuchsrechts zwischen den Kindseltern und C._ festzulegen und zu überwachen;
d. bei Bedarf zwischen den Kindseltern, C._ und der Gastfamilie bzw. dem  G._ zu vermitteln;
5. Die Beiständin wird aufgefordert, dem Friedensgericht bis Ende Juli 2021 einen Bericht betreffend die Umsetzung der Unterbringung in der Gastfamilie einzureichen.
6. Die dem Staat geschuldeten Gerichtskosten werden auf CHF 577.40 festgesetzt und den  - unter Vorbehalt der Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege - zur Bezahlung auferlegt.
C. Am 21. Mai 2021 erhoben A._ und B._ Beschwerde gegen diesen Entscheid. Sie führen aus, dass sie mit der Platzierung ihres Sohnes nicht einverstanden sind.
Am 4. Juni 2021 nahm das Friedensgericht Stellung und schloss implizit auf Abweisung der Beschwerde.

## Considerations

Erwägungen
1.
1.1. Das Kantonsgericht bzw. dessen Kindes- und Erwachsenenschutzhof (Art. 14 Abs. 1 Bst. c des Reglements des Kantonsgerichts vom 22. November 2012 betreffend seine Organisation und seine Arbeitsweise [RKG; SGF 131.11]) ist zuständig für Beschwerden gegen Entscheide, die von der Schutzbehörde oder deren Präsidentin oder Präsidenten getroffen wurden (Art. 8 des  vom 15. Juni 2012 über den Kindes- und Erwachsenenschutz [KESG; SGF 212.5.1]).
1.2. Die Bestimmungen über das Verfahren vor der Erwachsenenschutzbehörde sind in  sinngemäss anwendbar (Art. 314 Abs. 1 ZGB).
1.3. Die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage seit Mitteilung des Entscheids (Art. 450b Abs. 1 ZGB). Die Beschwerde erfolgte vorliegend fristgerecht.
1.4. Die Beschwerde ist beim Gericht schriftlich und begründet einzureichen (Art. 450 Abs. 3 ZGB), was in casu grundsätzlich erfüllt ist, wobei zu berücksichtigen ist, dass bei  die Anforderungen an die Begründungspflicht nicht allzu hoch anzusetzen sind.
1.5. Nach Art. 450 Abs. 2 ZGB sind zur Beschwerde befugt: Die am Verfahren beteiligten Personen (Ziff. 1), die der betroffenen Person nahestehenden Personen (Ziff. 2) und Personen, die
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ein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids haben (Ziff. 3).
Als Eltern des Kindes C._ sind die Beschwerdeführer demnach zur Beschwerde .
1.6. Gemäss Art. 450a Abs. 1 ZGB können mit der Beschwerde Rechtsverletzungen (Ziff. 1), die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sachverhalts (Ziff. 2) sowie die  (Ziff. 3) gerügt werden. Die für das erstinstanzliche Verfahren anwendbaren Grundsätze der Untersuchungs- und Offizialmaxime gelten auch vor der Beschwerdeinstanz (KOKES- Erwachsenenschutzrecht, Rz. 12.34). Noven sind somit zu berücksichtigen (Urteil BGer 5A_511/2016 vom 9. Mai 2017 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.7. Da das freiburgische Recht nichts anderes bestimmt, sind die Bestimmungen der  sinngemäss anwendbar (Art. 450f ZGB). Die Rechtsmittelinstanz kann somit aufgrund der Akten entscheiden (Art. 327 Abs. 2 ZPO).
2.
2.1. Das Friedensgericht hat seinen Entscheid wie folgt begründet: „lm vorliegenden Fall geht aus den Akten hervor, dass C._ oft sehr müde ist sowie ab und an ein auffälliges und aggressives Verhalten zeigt. In seiner Entwicklung zeigt er gewisse Verzögerungen auf, weshalb er auf die Unterstützung der Heilpädagogin sowie der Psychomotorik angewiesen ist und eine Abklärung für Logopädie eingeleitet werden musste. Gemäss Klassenlehrperson kann C._ in der Schule nicht sein volles Potential ausschöpfen, dies vor allem, weil er müde ist. Bei der Kindsmutter sowie dem Kindsvater muss eine mangelnde Erziehungsfähigkeit festgestellt werden. So ist die Mutter von C._ zwar sehr liebevoll und bemüht sich, kann ihn jedoch aufgrund ihrer kognitiven Einschränkungen nicht optimal unterstützen. Die nur bedingt vorhandene Erziehungsfähigkeit der Kindsmutter kann nicht durch den Kindsvater ausgeglichen werden. Dieser pflegt keinen kindsgerechten sowie altersentsprechenden Erziehungsstil und ist nicht bereit, an einem adäquaten Erziehungsstil zu arbeiten und mit den involvierten Fachpersonen zu kooperieren. Die fehlende Erziehungsfähigkeit und die nur bedingt vorhandene Problemeinsicht führt dazu, dass C._ nicht in seinen individuellen Fähigkeiten gefördert und unterstützt wird. Zudem muss davon ausgegangen werden, dass C._ aufgrund partnerschaftlicher Gewalt sowie nicht altersentsprechendem  kein gewaltfreies zu Hause geboten wird. Dies führt dazu, dass sowohl die Entwicklung von C._ wie auch seine Schulsituation gefährdet sind. Somit besteht in casu eine  gemäss Art. 307 Abs. 1 ZGB. Dabei ist es den Kindseltern derzeit nicht möglich, diese Gefährdung aus eigener Kraft abzuwenden. [...] Es muss somit festgestellt werden, dass die bereits angeordneten  (Beistandschaft) und eingeleiteten Unterstützungsmassnahmen nicht genügen, um das Wohl von C._ ausreichend zu schützen, damit er sich altersentsprechend entwickeln kann: Sowohl die Mutter wie auch der Vater können ihm nicht die erzieherische Unterstützung geben, die er für seine Entwicklung benötigt. Nachfolgend ist daher der Erlass von weitergehenden Kindesschutzmassnahmen zu prüfen. [...] Zwar konnte durch die lnstallation der Tagesfamilie und den unterstützenden Massnahmen in der Schule die schulische Situation verbessert werden, nicht jedoch die Gefährdung welche durch die  Situation besteht. Diese ist nach wie vor vulnerabel und durch physische sowie psychische Gewalt (häusliche Gewalt, Gewalt durch Medien) geprägt. Die mangelnde Erziehungsfähigkeit der Eltern sowie das unkooperative und uneinsichtige Verhalten des Kindsvaters gefährden die Entwicklung von C._ erheblich. Dieser Gefährdung kann nur durch ein umfassendes Setting in Form einer ausserfamiliären  begegnet werden. Aufgrund des Gesagten und dem Umstand, dass die Kindseltern nicht mit einer ausserfamiliären Platzierung einverstanden sind, ist den Kindseltern A._ und B._ das
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Aufenthaltsbestimmungsrecht betreffend ihres Sohnes C._ gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB zu entziehen und dem Antrag des Jugendamtes vom 4. Februar 2021 auf eine ausserfamiliäre Platzierung zu entsprechen. [...] Nach gründlichen Abklärungen bezüglich geeigneter Platzierungsformen durch die Beiständin von C._ steht fest, dass der Pflegevater E._, F._, Partnerfamilie des Jugendhilfe-Netzwerks G._, im vorliegenden Fall in fachlicher, persönlicher, organisatorischer und zeitlicher Hinsicht im Sinne von Art. 310 Abs. 1 ZGB bestens geeignet ist, C._ bei sich . Die Platzierung würde zudem durch eine Sozialpädagogin der lnstitution G._ begleitet. Auf diese Weise gelingt es, C._ die notwendige Struktur zu bieten und ihn in seinen individuellen Bedürfnissen optimal zu fördern. Zudem kann C._ durch die Platzierung bei E._ weiterhin die Schule in H._, in welcher er durch die Heilpädagogin, die Psychomotorik sowie die  logopädische Abklärung ein grosses bestehendes Helfernetz hat und gut integriert ist, besuchen. Durch die räumliche Nähe zu den Kindseltern und der Familie der Kindsmutter, zu welchen C._ ein enges Verhältnis pflegt, können die Kontakte zur Familie weiterhin gepflegt werden“.
2.2. Dem halten die Beschwerdeführer entgegen, der Platzierungsentscheid sei voreilig,  und nicht verhältnismässig. Sie hätten schon viele Schritte unternommen, welche  gezeigt hätten. Die Situation dürfe sich nicht schon wieder ändern, dafür sei es zu früh. Die familiäre Situation ihres Sohnes sei nicht so schlimm, dass eine Platzierung sinnvoll wäre. Er bekomme bedingungslose Liebe und es fehle ihm absolut an nichts. Er werde weder verbal noch körperlich misshandelt. Zu Hause sei immer eine Person anzutreffen und jeder (Vater, Mutter, Grossmutter, Grossvater, Onkel, Tante) kümmere sich um ihn und schaue, dass er zu essen und zu trinken habe bzw. Wärme empfinde. Er gehe regelmässig zur Tagesmutter und zur . Sie würden sich auch dafür einsetzen, da diese Massnahmen schon eine deutliche Wirkung in der Schule gezeigt haben. Man müsse jetzt daran festhalten, und nicht eine  anordnen, weil der Sohn Videospiele mache und zu wenig Schlaf habe. Dieser fühle sich zu Hause absolut wohl und bekomme bald ein Geschwisterchen. Die Situation des Kindsvaters sei nicht einfach; er wolle arbeiten, erhalte aber von keiner Seite Unterstützung, was die Situation der Familie erschwere. Es sei daher auch schwierig, einen Anwalt zu finden. Man werde ständig überrannt, was den Umständen entsprechend als unfair empfunden werde.
2.3. Nach Art. 310 Abs. 1 ZGB hat die Kindesschutzbehörde, wenn einer Gefährdung des Kindes nicht anders begegnet werden kann, dieses den Eltern wegzunehmen und in  Weise unterzubringen. Dies hat zur Folge, dass das Recht der Eltern, den Aufenthaltsort des Kindes zu bestimmen, auf die Behörde übergeht und diese seine Unterbringung bestimmt. Die Gefährdung muss darin liegen, dass das Kind in der elterlichen Obhut nicht so geschützt und gefördert wird, wie es für seine körperliche, geistige und sittliche Entfaltung nötig wäre.  ist, auf welche Ursachen die Gefährdung zurückzuführen ist: Sie können in den Anlagen oder in einem Fehlverhalten des Kindes, der Eltern oder der weiteren Umgebung liegen. Desgleichen spielt keine Rolle, ob die Eltern ein Verschulden an der Gefährdung trifft. Massgebend sind die Verhältnisse im Zeitpunkt der Entziehung (Urteile BGer 5A_993/2016 vom 19. Juni 2017 E. 4.2.2; 5A_615/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 2.2 jeweils mit Hinweisen).
Alle Kindesschutzmassnahmen müssen erforderlich sein (Subsidiarität) und es ist immer die mildeste Erfolg versprechende Massnahme anzuordnen (Proportionalität); diese sollen elterliche Bemühungen nicht ersetzen, sondern ergänzen (Komplementarität). Die Aufhebung des  ist aufgrund der erforderlichen Proportionalität nur zulässig, wenn andere Massnahmen ohne Erfolg geblieben sind oder von vornherein als ungenügend erscheinen (Urteil BGer 5A_615/2013 vom 2. Dezember 2013 E. 2.2 mit Hinweisen). Darüber hinaus wird , dass das Kind den Erziehungs- und Pflegebedürfnissen entsprechend in angemessener
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Weise untergebracht wird (HÄFELI, Grundriss zum Kindes- und Erwachsenenschutzrecht, 2. Aufl. 2016, N. 40.42). Kriterien bilden die Kontinuität (Bewahrung bisheriger positiver Momente, z.B. Pflegefamilie am Wohnort, welche den Schulbesuch im bisherigen Umfeld ermöglicht), aber auch die besondere Eignung einer bestimmten Institution. Der laufende Kontakt mit den Eltern ist durch Besuche, Briefe und Telefonate aufrecht zu erhalten (BSK ZGB-BREITSCHMID, 6. Aufl. 2018, Art. 310 N. 9 f.).
2.4. Aus den Akten geht insbesondere das Folgende hervor:
Gemäss Jahresbericht des Jugendamtes vom 4. Februar 2021 zeige C._ in der Schule zeitweise ein sehr auffälliges sowie aggressives Verhalten. Er habe keinen adäquaten Bezug zu Nähe und Distanz. Er sei auch sehr oft müde und schlafe gemäss Aussage der Tagesmutter  schlagartig ein. Er zeige vielfach wenig lnteresse und erkenne die Relevanz von Regeln nicht, was sich negativ auf seine Arbeitshaltung und seine schulischen Leistungen auswirke. Er benötige sehr viel Unterstützung durch die Lehrperson, erhalte weitere Unterstützung durch die Heilpädagogin und besuche die Psychomotorik. Eine logopädische Abklärung würde anstehen. In seiner Freizeit würde er sich die meiste Zeit mit nicht altersgerechten Medien beschäftigen. Zu Hause erhalte C._ zu wenig Struktur und Förderung, was sich auf die Entwicklung und Schulsituation auswirke. Die Kindsmutter sei aufgrund ihrer kognitiven Einschränkung in ihrer Erziehungsfähigkeit eingeschränkt. Sie sei sehr kooperativ, könne ihren Sohn jedoch in  Hinsicht kaum unterstützen, sei im Alltag oft überfordert und hätte ihn auch schon nicht wettergerecht gekleidet. Zwischen C._ und der Kindsmutter existiere eine gute Beziehung, wobei sie sich gegenüber dem Jungen kaum durchsetzen könne. Der Kindsvater habe keinen altersentsprechenden und kindsgerechten Erziehungsstil. C._ habe zu seinem Vater eher eine freundschaftliche Beziehung, wobei er ihm wohl aus Angst gehorche. Ausserdem sei der Kindsvater vermehrt gewalttätig gegenüber der Kindsmutter und seinem Sohn. Er nehme die  der Behörden seit Jahren nicht ernst und sei nicht bereit, an einem adäquaten  zu arbeiten. Ausserdem hätte seine Arbeitslosigkeit die familiäre Situation destabilisiert, womit ebenfalls die Situation des Kindes zunehmend gefährdet sei. Das Verhalten sowie das Erziehungsmodell der Kindseltern gegenüber ihrem Sohn würden erhebliche Risiken für dessen Entwicklung und Wohlergehen mit sich bringen.
Gemäss Telefonat mit der Heilpädagogin von C._, I._, vom 15. März 2021 seien die Hausaufgaben des Jungen, seitdem dieser die Tagesfamilie besuche, stets erledigt. In der Schule sei er jedoch immer noch müde, was sich auf ein spätes Zubettgehen sowie dem Spielen von Computerspielen mit dem Kindsvater bis spät in die Nacht zurückführen lasse. Es sei zudem schon vorgekommen, dass er in der Schule Hunger, jedoch nicht genug « Z'nûni » dabei hatte. Zu Hause könne er machen, was er wolle. So habe er ihr auch schon gesagt, dass sie ihm nichts zu sagen habe. Die familiäre Situation schätzte I._ als schwierig ein. So sei C._ eines der wenigen Kinder gewesen, welches während des Lockdowns aufgrund der COVID- in der Schule betreut wurde. Die Kindsmutter möchte ihm bei der Erledigung der  helfen, könne dies jedoch aufgrund ihrer kognitiven Einschränkungen nicht. Hinzu kämen Geldsorgen. Die Schwangerschaft der Kindsmutter bereite auch Sorgen, da befürchtet werde, dass C._ dadurch noch mehr vernachlässigt werde. Da letzterer im Fach Deutsch seine Leistungen verbessern müsste, hätte die Lehrperson den Besuch eines Sommerkurses vorgeschlagen. Der Kindsvater hätte sich jedoch dagegen gesträubt. I._ befürchtet, dass der Junge aufgrund des Spielens der Computerspiele mit dem Kindsvater Realität und Fiktion vermische, da er in der Schule einmal einen Mitschüler gewürgt hätte oder aus dem Fenster  wollte. ln der Schulklasse sei er jedoch grundsätzlich gut integriert. Es sei wichtig, dass
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C._ eine gewisse Tagesstruktur vermittelt sowie ein Schlafrhythmus eingeführt werde, damit er genügend Schlaf erhalte und in der Schule seine Fähigkeiten effektiv zeigen könne.
Anlässlich der Anhörung vom 16. März 2021 führte die Kindsmutter namentlich aus, dass C._ mit dem Besuch der Tagesfamilie Mühe hat, es jedoch akzeptiere. ln der Schule würde es ihm gefallen. Zudem seien die Hausaufgaben, seitdem er die Tagesfamilie besuche, nun stets erledigt. Sie gebe sich bei der Betreuung ihres Sohnes Mühe und verbringe mit ihm viel Zeit in der Natur. Sie erwarte aktuell ihr zweites Kind. Mit dem Medienkonsum von C._ sei sie nicht einverstanden. Er spiele momentan mit seinen Kollegen online (Fortnite). Sie kaufe ihm diese Spiele nicht, sie habe ihrem Mann immer gesagt, dass diese Spiele nicht gut für ihren Sohn seien. Sie bringe C._ jeweils um 21 Uhr ins Bett, lese ihm eine Gutenachtgeschichte vor, worauf er gut einschlafen könne. Sie versuche, ihm Grenzen zu setzen. Er habe bei der Einhaltung dieser Grenzen jedoch Mühe. Mit der Platzierung ihres Sohnes in einem Kinderheim sei sie nicht . Sie könne sich zudem nicht vorstellen, dass C._ bei der Tagesfamilie  würde. Auch könne sie sich zurzeit eher nicht vorstellen, mit ihm in eine Mutter-Kind-Struktur einzutreten. Früher habe es Gewalt gegeben, seit sie schwanger sei, gehe es aber besser. Die Arbeitslosigkeit und die Schulden würden ihren Ehemann belasten.
Der Kindsvater erklärte seinerseits am 16. März 2021, dass er mit seinem Sohn nicht mehr viel auf der Playstation spiele. Jeweils am Wochenende dürfe C._ für eine Stunde pro Tag mit seinen Mitschülern gamen (Fortnite). Er selbst spiele nicht mit dem Kind bis spät in die Nacht. Wenn C._ frei habe, gehe er mit ihm spazieren. Seinen Sohn könne er aufgrund  Schwierigkeiten nur teilweise in schulischen Angelegenheiten unterstützen. Es komme zu keiner Gewalt in der Familie und auch keine Streitigkeiten, manchmal schreie er, es komme jedoch zu keiner körperlichen Gewalt. Er arbeite nicht mit der Beiständin zusammen, da er kein Deutsch spreche. Er lasse dies von seiner Frau regeln, sowie diese ebenfalls alleine die Termine an der Schule wahrnehme. Sie könne ihm dies dann jeweils übersetzen. Sobald das zweite Kind da sein werde, werde es mit der Betreuung der Kinder besser gehen (« Je grösser die Familie ist, desto besser »). Er sei weder mit der Übernachtung von C._ bei der Tagesfamilie noch mit dessen Platzierung einverstanden. Mit der Betreuung durch die Tagesmutter im bisherigen Rahmen sei er einverstanden.
Die Beiständin erklärte ihrerseits am 16. März 2021, der Junge weise in gewissen  eine Verzögerung auf, weswegen er durch die Heilpädagogin der Schule sowie durch die Psychomotorik Unterstützung erhalte. Sie gehe davon aus, dass die Kindseltern C._ aufgrund Mediengewalt sowie partnerschaftlicher Gewalt kein gewaltfreies Zuhause garantieren können. Die Kindseltern seien zudem in ihren Erziehungsfähigkeiten eingeschränkt, weshalb sie C._ nicht in seinen individuellen Fähigkeiten fördern können. Die nur bedingt  Grenzen und Alltagsstrukturen seien zwar ein Stück weit durch die Tagesfamilie aufgefangen worden, jedoch nicht genügend. Das Kind lerne zu Hause, dass Regeln nicht wichtig sind und lasse dies in der Schule aus; es kenne alltägliche Dinge wie z.B. Mitmachen in der Schule oder Verhaltensregeln am Tisch nicht. Die Arbeitslosigkeit des Kindsvaters sowie die Existenzängste aufgrund finanziellen Sorgen würden in einer Instabilität der Familienverhältnisse resultieren. Seit Jahren probiere das Helfersystem um C._ mittels ambulanten Massnahmen eine  herbeizuführen. Die Kindsmutter sei sehr liebevoll und kooperativ, könne ihren Sohn jedoch aufgrund ihrer kognitiven Einschränkungen nicht optimal fördern und habe eine bedingte . Sie könne sich gegen den Kindsvater, welcher keinen Kooperationswillen und kaum, beziehungsweise eine mangelnde, Problemeinsicht zeige, nicht durchsetzen. Mangels dieser bestehenden Problemeinsicht könne nicht gemeinsam eine adäquate Lösung erarbeitet werden.
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Sie würde hinsichtlich der Platzierung grundsätzlich eine Unterbringung in einer Pflegefamilie bevorzugen, da diese eine familiäre Struktur wiedergeben würde. Durch die Psychomotorik, die Heilpädagogik sowie die Einleitung einer logopädischen Abklärung seien ambulante  in der Schule sichergestellt. Vorliegend sei jedoch die Situation zu Hause problematisch, welche von der Schule nicht vollumfänglich gedeckt werden könne. Die Situation zu Hause sei seit Jahren latent krisenhaft, weswegen sie eine drohende Kindeswohlgefährdung von C._ sehe.
Am 16. März 2021 teilte die Heilpädagogin dem Friedensgericht telefonisch mit, dass sie am selben Tag beobachtet habe, wie C._ mit einem Bleistift sein Handgelenk aufkratzte; als sie ihm sagte, er solle vorsichtig mit sich umgehen, da er einzigartig sei, habe er geantwortet, dass es ihn ein zweites Mal geben wird, sobald sein Geschwisterchen auf der Welt ist. Auf die Frage, ob der Junge in der Schule gemobbt wird, antwortete die Heilpädagogin, er würde zwar ab und an von älteren Schülern « geplagt » werden, er würde jedoch auch Sprüche gegenüber anderen Schülern « fallen » lassen. Es würde sich im « normalen » Rahmen bewegen und nicht in Richtung Mobbing gehen. Er sei in der Schulklasse gut integriert und kein Einzelgänger.
Die Klassenlehrperson von C._, J._, erklärte anlässlich des Telefongesprächs vom 16. März 2021, dass sie, seitdem C._ die Tagesfamilie besuche, eine Verbesserung hinsichtlich der Erledigung der Hausaufgaben sehe. Die Kindsmutter möchte ihren Sohn , könne dies jedoch nicht vollumfänglich sicherstellen. Es sei fraglich, wie sich eine  bei schulischen Angelegenheiten gestalten werde, wenn das Niveau in der Schule steigen werde. Ein Besuch des von der Schule vorgeschlagenen Sommerkurses im Fach Deutsch sei vom Kindsvater verhindert worden. J._ denke, dass C._ schulisch viel bessere  erbringen könnte, als er es effektiv mache. Dies liege daran, dass er häufig sehr müde sei. Die Schule kommuniziere nur mit der Kindsmutter; der Kindsvater zeige keine Initiative, mit der Schule zu kommunizieren.
Am 18. März 2021 meldete sich die Mutter eines Freundes von C._ beim Friedensgericht, um ihm u.a. mitzuteilen, dass letzterer ein anständiger Junge sei, sie jedoch gemerkt habe, dass er zu Hause Spiele ab 18 Jahre spiele und die partnerschaftliche Gewalt mitbekomme; einmal hatte er zudem um 14.30 Uhr noch nichts zu essen bekommen.
Am 20. April 2021 teilte die Beiständin mit, dass die Abklärungen betreffend den  Folgendes ergeben habe: Die aktuelle Tagesfamilie sei nach wie vor bereit, C._ als Pflegekind aufzunehmen. Voraussetzung sei allerdings ein Schulwechsel nach K._. Das Kinderheim L._ habe nach wie vor Kapazität. Schliesslich sei E._,  aus F._, bereit, C._ bei sich aufzunehmen. Letzterer könnte im Rahmen dieser Platzierung weiterhin die Schule in H._ besuchen und durch die räumliche Nähe wären Besuche bei den Eltern gut zu organisieren. E._ sei ein erfahrener Pflegevater und könne sich gut gegenüber den Eltern positionieren. Weiter würde die Platzierung durch eine  der Institution G._ begleitet.
2.5. Seit der Gefährdungsmeldung des Früherziehungsdienstes Freiburg im Jahr 2017 wurden zahlreiche Massnahmen ergriffen, um dem damals 5-jährigen bzw. heute 9-jährigen C._ zu helfen, u.a. damit er sich altersentsprechend entwickeln kann (u.a. Früherziehung, , Psychomotorik, Abklärung Logopädie, diverse Besprechungen mit den Kindseltern,  gemäss Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB, Erweiterung des Aufgabenbereichs der Beiständin, Betreuung des Kindes durch eine Tagesfamilie, Ermahnung der Kindseltern mit Hinweis, dass eine
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Platzierung in Betracht gezogen wird, wenn das Wohl des Kindes nicht anders sichergestellt werden kann). Zwar hat sich die Situation des Jungen seit der Betreuung durch eine Tagesfamilie im schulischen Bereich etwas verbessert – neu sind die Hausaufgaben jeweils gemacht –,  bleibt die familiäre Lage äusserst prekär. So gibt sich die Kindesmutter zwar viel Mühe und kooperiert mit den Fachpersonen, kann sich jedoch weder gegen ihren Ehemann noch gegen ihren Sohn durchsetzen. Der Kindsvater ist seinerseits nicht bereit, etwas an seinem eigenen  zu ändern und mit den Fachpersonen zusammenzuarbeiten. Bei ihm fehlt offensichtlich die Problemeinsicht. Eine Trennung der Kindseltern wurde mehrmals in Betracht gezogen, kam namentlich aus kulturellen Gründen aber nicht zustanden. Diese erwarten nun ein zweites Kind, wobei dessen Geburt gemäss dem Kindsvater die Situation verbessern wird. Inwiefern dies der Fall sein soll, ist nicht ersichtlich; die Geldsorgen und zahlreichen Betreibungen (per 16. März 2021 über CHF 90'000.-) werden sich dadurch nicht vermindern und der Kindsmutter wird weniger Zeit für die Betreuung ihres ältesten Kindes zur Verfügung stehen. Zwar stimmt es, dass diverse  in unmittelbarer Umgebung leben und sich auch um C._ kümmern. Diese Betreuung konnte in den letzten Jahren jedoch auch keine Abhilfe schaffen. Die schwierige  Situation hat namentlich zur Folge, dass C._ oft übermüdet ist, teils auch Hunger hat, in der Schule Mühe bekundet und ein besorgniserregendes Verhalten an den Tag legt (insb.  aufkratzen, einen Mitschüler würgen, aus dem Fenster springen wollen). Dem  ist somit zuzustimmen, wenn es festhält, dass eine Kindeswohlgefährdung vorliegt bzw. droht. Aufgrund der Umstände kann nicht damit gerechnet werden, dass die Gefährdung mit den  Massnahmen abgewendet werden kann. Der Erlass von weitergehenden  ist somit notwendig. Da die Kindseltern auch nicht einverstanden sind, dass ihr Sohn jeweils bei der Tagesfamilie übernachtet, was allenfalls eine mildere Massnahme dargestellt hätte als ein Entzug des Aufenthaltsbestimmungsrechts respektive eine Platzierung, ist der Entscheid des Friedengerichts im Resultat nicht zu beanstanden. Mit Blick auf die bereits ergriffenen und nur sehr bedingt erfolgreichen Massnahmen scheint heute einzig ein Entzug des  samt ausserfamiliärer Platzierung geeignet, die Entwicklung von C._ in geordnete Bahnen zu lenken. Damit wird auch die Stufenfolge von Kindesschutzmassnahmen gewahrt.
Betreffend die Platzierung ist festzuhalten, dass die Vorinstanz eine Lösung gefunden hat, die es C._ erlaubt, in einem familienähnlichen Umfeld zu leben, das seine individuellen  fördert, in der selben Schule zu bleiben, wo er über ein bestehendes Helfernetz verfügt und gut integriert ist, und die Kontakte zu seiner Familie regelmässig zu pflegen.
Die vom Friedensgericht angeordnete Aufhebung des Aufenthaltsbestimmungsrechts und  erweist sich dementsprechend als erforderlich und verhältnismässig. Die Beschwerde ist abzuweisen.
3.
Auf die Erhebung von Kosten wird aufgrund der bereits äusserst schwierigen Situation dieser Familie ausnahmsweise verzichtet.
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