# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 97d9bbae-f8c5-5b26-a418-82d7c7b49cdf
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1956, arbeitete seit 1. Juli 1999 als Zahnärztin
in der Praxis ihres Ehemannes
und war damit bei der Schweizerischen Mobiliar Versi
cherungsgesellschaft AG (nachfolgend: Mobiliar) unfallversichert, als sie am
20. Dezember 2009 in den
Y._
in
ihrem Auto einen Auffahrunfall erlitt (U
nfallmeldung vom 29. Januar 2010, Urk. 11/1). Im Rahmen der
am 26. Dezember 2009 erfolgten
medizinischen
Erstbehandlung wurden Beschwer
den im rechten Knie und ein generelles Unwohlsein festgehalten (Urk. 11/85/10)
;
am 30. Dezember 2009
wurde
von Hauptbeschwerden in der rechten obere
n
Extremität,
im Knie,
Kopf, Nacken
und
Rücken
wie auch
von
Anzeichen einer posttraumatischen Hirnerschütteru
ng berichtet (Urk. 11/85/24). Die Erstbehandlung in der Schweiz erfolgte am 14. Januar 2010,
bei
welcher ein
zervikozephales
Schmerzsyndrom bei Status nach Halswirbelsäulen (HWS)-Dis
torsion
mit Commotio cerebri
und eine
Knie- und Schulterkontusion rechts diagnostiziert wurde
n
(Urk. 11/9).
Gestützt auf ein Gutachten der
Z._
(Urk.
11
/112) stellte die Mobi
liar mit Verfügung vom 16. Juli 2013 (Urk.
11
/124a) die von ihr bis dahin erbrachten Leistungen per 31. Mai 2013 ein. Die dagegen von der Versicherten am 16. September 2013 erhobene Einsprache (Urk. 7/124) wies die Mobiliar mit
Einspracheentscheid
vom 2. April 2014 ab (Urk. 2).
2.
Die Versicherte erhob am 19. Mai 2014 Beschwerde gegen den
Einspracheent
scheid
vom 2. April 2014 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihr die gesetzlichen Leistungen, insbesondere
Heilbehandlung, Taggeld, Rente und Integritätsentschädigung, zuzusprechen
. Weiter sei ihr für das
Ein
spra
cheverfahren
eine Pa
r
teientschädigung zuzusprechen
(Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 16. Juli 2014 (Urk. 9) beantragte die Mobiliar die Abweisung der Beschwerde.
Mit Replik vom
14. November 2014 (Urk. 16) und Duplik vom 21. Januar 2015 (Urk. 21) hielten die Parteien an ihren jeweiligen Standpunkten fest.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
– so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
Ist der Versicherte zu mindestens 10 % inva
lid, so hat er Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor
handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses
Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, d.h. rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5
Die zum Schleudertrauma entwickelte Rechtsprechung wendet das Bundesge
richt sinngemäss auch bei der Beurteilung des adäquaten Kausalzusammen
hangs zwischen einem Unfall und den Folgen eines Schädel-Hirn-Traumas (BGE 117 V 369 E. 4b) oder den Folgen einer dem Schleudertrauma ähnlichen Verletzung der Halswirbelsäule an (vgl. RKUV 1999 Nr. U 341 S. 408 E. 3b; SVR 1995 UV Nr. 23 S. 67 E. 2; ferner BGE 134 V 109 E. 10.2 f.)
,
sofern sich die Fol
gen eines Schädel-Hirn-Traumas aufgrund des bunten Beschwerdebildes (Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, Konzentrationsstörungen mit Verlangsa
mung und Fehlerhaftigkeit sowie erheblichen Lern- und Gedächtnisstörungen, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen
beziehungsweise Licht- und
Lärmemp
findlichkeit
, Reizbarkeit und Nervosität, Schlafstörungen, Angstzustände und Depressionen sowie Wesensveränderung) mit jenem eines Schleudertraumas vergleichen lassen (Urteil des Bundesgerichts U 72/05 vom 11. Oktober 2005 E. 3.1).
1.6
Die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und der infolge eines Schleudertraumas der Halswirbelsäule auch nach Ablauf einer ge
wissen Zeit nach dem Unfall weiterbestehenden gesundheitlichen Beeinträchtigun
gen, die nicht auf organisch nachweisbare Funktionsausfälle zurückzuführen sind, hat nach der in BGE 117 V 359 begründeten Rechtspre
chung des Bundesgerichts in analoger Anwendung der Methode zu erfolgen, wie sie für psychische Störun
gen nach einem Unfall entwickelt worden ist (vgl. BGE 123 V 98 E. 3b, 122 V 415 E. 2c). Es ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall eine massgebende Bedeutung für die Entstehung der Arbeits- bezie
hungsweise der Erwerbsunfähigkeit zukommt. Das trifft dann zu, wenn er eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt. Demnach ist zunächst zu ermitteln, ob der Unfall als leicht oder als schwer zu betrachten ist oder ob er dem mittleren Bereich angehört. Auch hier ist der adä
quate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und gesundheitlicher Beeinträch
tigung bei leichten Unfällen in der Regel ohne Weiteres zu verneinen und bei schweren Unfällen ohne Weiteres zu bejahen, wogegen bei Unfällen des mittle
ren Bereichs weitere Kriterien in die Beurteilung mit einzu
beziehen sind. Je nachdem, wo im mittleren Bereich der Unfall einzuordnen ist und abhängig da
von, ob einzelne dieser Kriterien in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sind, genügt zur Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhangs ein Kriterium oder müssen mehrere herangezogen werden.
Als Kriterien nennt die Rechtsprechung hier:
besonders dramatische Begleitumstände oder besondere Eindrücklichkeit des Unfalls;
die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzungen;
fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung;
erhebliche Beschwerden;
ärztliche Fehlbehandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert;
schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Komplikationen;
erhebliche Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen.
Diese Aufzählung ist abschliessend. Anders als bei den Kriterien, die das Bun
desgericht in seiner oben zitierten Rechtsprechung (BGE 115 V 133) für die Beurteilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall und einer psychischen Fehlentwicklung für relevant erachtet hat, wird bei der Beur
teilung des adäquaten Kausalzusammenhangs zwischen einem Unfall mit Schleudertrauma der Halswirbelsäule und den in der Folge eingetretenen Beschwerden auf eine Differenzierung zwischen physischen und psychischen Komponenten verzichtet, da es bei Vorliegen eines solchen Traumas nicht ent
scheidend ist, ob Beschwerden medizinisch eher als organischer und/oder psy
chischer Natur bezeichnet werden (BGE 134 V 109; RKUV 2001 Nr. U 442 S. 544 ff., 1999 Nr. U 341 S. 409 E. 3b, 1998 Nr. U 272 S. 173 E. 4a; BGE 117 V 359 E. 5d/
aa
und 367 E. 6a).
1.7
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ver
n
einte in ihrem
Einspracheentscheid
(Urk. 2) eine Leistungspflicht ab
dem
31. Mai 2013 mangels adäquaten Kausalzusammen
hangs und
infolge
Wegfall
s
der natürlichen Kausalität zwischen dem
Unfaller
eignis
vom 20. Dezember 2009 und den Beschwerden
(
Urk.
9,
Urk.
21)
.
2.2
Dagegen machte die Beschwerdeführerin in ihrer Beschw
erde (Urk. 1) geltend, auf das eingeholte Gutachten könne
–
aus näher dargelegten Gründen – nicht abgestellt werden. Des Weiteren seien leichte neuropsychologische Einschrän
kungen belegt und sämtliche behandelnde
n
Ärzte seien zum Schluss gelangt, dass sie lediglich noch zu 30-40 % in ihrer angestammten Tätigkeit arbeitsfähig sei. Dies
e
Arbeitsunfähigkeit sei
auf das vorliegende Unfallereignis zurückzu
führen (S. 8 ff.).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdeführerin über den 31. Mai 2013 hinaus Anspruch auf Leistungen der Unfallversicherung hat.
3.
3.1
Die
sechs Tage nach dem Auffahrunfall die Beschwerdeführerin
erstbehandeln
de
n
Ärzte des
A._
,
Y._
, hielt
en
im Bericht vom 26. Dezember 2009 (Urk. 11/85/10) fest, die Beschwerdeführerin habe über Beschwerden im rechten Knie sowie über generelles Unwohlsein geklagt.
Ferner wurde berichtet, dass die Beschwerdeführerin immer noch zervika
le Beschwer
den (
cervical
tender
ness
) habe, ausgeprägter wenn sie sich nach re
chts drehe (Urk. 11/85/15 S. 3)
,
und es wurde ein Glasgow-
Coma
-Skala-W
ert (GCS) von 15 diagnostiziert
(Urk. 11/85/12).
3.2
Der
Chiropraktor
B._
berichtete am 30. Dezember 2009, dass die Hauptbeschwerden der Beschwerdeführerin ihre
rechte obere Extremität betr
ä
fen
, sie aber auch Kopfweh, Nackenweh, Rückenschmerzen
sowie
Schmerzen im rechten Knie
habe.
Die Beschwerdeführerin sage
, sie habe gleich nach dem Unfall Beschwerden gehabt.
Ferner habe sie a
m 17. August 2009 ihr rechtes Knie verletzt. Der
Chiropraktor
erhob als Befund Anzeichen einer posttraumati
schen
Hirnerschütterung
(
posttraumatic
concussion
) und empfahl eine
Wei
ter
ab
klärung
, um einen möglichen Hirnschaden ausschliessen zu können (Urk. 11/85/24).
3.3
In der Schweiz wurde die Beschwerdeführerin
erstmals
am 14. Januar 2010 von Dr. med.
C._
, Facharzt für Chirurgie
, behandelt. Dieser berichtete am 27. März 2010 zuhanden d
er Beschwerdegegnerin (Urk. 11/7-9
). Als Diag
nose nannte er ein
zervikozephales
Schmerzsyndrom mit Begleitschwindel und Tinnitus sowie einen Verdacht auf neuropsychologische Defizite bei Status nach HWS-Distorsion mit Commotio cerebri. Ferner
bestünden
eine
Kniekontu
sion
/Distorsion rechts und eine Schulterkontusion rechts (S. 3 Ziff. 5).
Er führte aus,
gemäss Schilderung der Beschwerdeführerin sei
beim
Unfallereig
nis
vom 20. Dezember 20
09
ein Wagen
ungebremst von hinten mit zirka
50
60
km/h ins stehende Fahrzeug der Beschwerdeführerin geprallt. Diese habe sich als Beifahrerin auf dem Hintersitz befunden und eine kurze Bewusstlosig
keit von Sekunden, jedoch keinen Kopfanprall
,
erlitten. Nach dem Unfall habe die Beschwerdeführerin als Fahrerin
im selben Wagen
die Fahrt fortgesetzt. Unmit
telbar nach dem Unfall seien typische Kopf- und Nackenschmerzen sowie Schwindel, Übelkeit, Erbrechen, Hörstörungen mit Tinnitus, Sehstörungen und Schlafstörungen aufgetreten
; ferner
eine partielle Anosmie mit
Geruchssinn
stö
rung
(S. 1 Ziff. 2).
Als Befunde erhob Dr.
C._
eine
druckdolente
und verhärtete
Schultermus
kulatur
beidseits, Schmerzen
paravertebral beidseits auf Höhe des
lumbo
-sakra
len Überganges mit
Druckdolenz
und Hartspann der Lendenwirbelsäule (LWS)
sowie
Druckdolenzen
im Schulterbereich (S. 2 Ziff. 3). In seiner Beurteilung führte er sodann aus, es gebe konventionell-radiologisch Hinweise für eine
Tossi
-Verletzung des AC-Gelenkes,
jedoch seien
eindeutige Rupturen im Bereich der
Rotatorenmanschette
nicht nachweisbar. Es bestehe eine regelrechte Arti
kulation im rechten Kniegelenk, insbesondere keine signifikanten degenerativen Veränderungen und kein Gelenkserguss, hingegen ein abgerundetes, alt impo
nierendes, längliches
Ossikel
in Projektion auf den proximalen
Innenbandan
satz
, was aber kaum dem aktuellen Trauma zuzuordnen sei (S. 3 Ziff. 4).
Hinsichtlich der Arbeitsfähigkeit attestierte er eine 60%ige Arbeitsunfähigkeit vom 14. Januar bis 3. Mai 2010 und konstatierte die Arbeitsaufnahme der Beschwerdeführerin im Umfang von 40 % seit 14. Januar 2010 (S. 3 Ziff. 8 f.).
3.4
Auf Zuweisung von Dr.
C._
untersuchte Dr. med.
D._
, Facharzt für Neurologie, die Beschwerdeführerin am 13. Dezember 201
1.
In seinem Bericht vom 14. Dezember 2011 (Urk. 11/54) stellte er als Diagnose ein post
traumatisches
zervikozephales
Schmerzsyndrom bei Status nach
Beschleuni
gungstrauma
der HWS und Commotio cerebri am 20. Dezember 200
9.
In seiner Beurteilung hielt er fest, im Rahmen der Heckauffahrkollision habe die Beschwerdeführerin ein wahrscheinlich heftiges Beschleunigungstrauma der HWS sowie eine Commotio cerebri mit einer Bewusstlosigkeit von mindestens einer halben Minute Dauer erlitten. Geblieben sei ein ausgeprägtes
zervikoze
phales
Beschwerdebild mit schmerzbedingter Bewegungseinschränkung der HWS um 50 %
und
mit
palpatorisch
deutlich verdickter und
druckdolenter
Nacken- und Schultermuskulatur. Als Folge der Commotio cerebri bestehe zudem der Verdacht auf neuropsychologische Defizite
.
Es könnte aufgrund
der für die Beschwerdeführerin ungewöhnlichen Konzentrations- und
Gedächtnis
schwierigkeiten
eine
minimale Hirnschädigung
vorliegen
(S. 3).
3.5
Am 31. Mai 2013
(Urk. 11/112)
erstatteten die
Ärzte der
Z._
gestützt auf die ihnen zur Verfügung geste
llten Akten (S. 2 ff.) und ihre
eigenen
Untersuchungen
das
von der Beschwerdegegnerin in Auftrag gegebene
polydis
ziplinäre
Gutachten in den Disziplinen Neurologie (S. 20 ff), Orthopädie
(Fuss/Knie/Hüfte/Schulter;
S. 33 ff.) und Neuropsychiatrie (S. 35 ff.).
Es wurden folgende Diagnosen genannt
(S. 85):
Hüftabduktoreninsertionstendinopathie
beginnende
Coxarthrosen
beidseits
Status nach medialer Kolla
t
eralband-Traumatisierung, vordere Kreuz
band-Partialruptur, partiell destruiertes Vorderhorn und Horizontalriss des Aussenmeniskus mit
parameniskalem
Ganglion sowie mittelschwe
rem Knorpelschaden
tibiofermoral
lateral
sowie
retropatellär
Knie rechts bei
Status nach Kniekontusion rechts vom 29. Januar 2010 durch direkt erlittenes
Anprelltrauma
Status nach Kniedistorsion rechts
bei
Status nach
Wakeboarding
-Unfall vom 4. August 2005 mit medialer Kollateralbandläsion
femo
ralseits
Verdacht auf Morton-Symptomatik 2-3 und 3-4 links
Nacken-Schulter-Arm-Syndrom rechts
dissoziative Störung (ICD-10 F44.88
); Different
ialdiagnose
somatoformer
Beschwerdekomplex (ICD-10 F45.9) / Neurasthenie (ICD-10 F48.0)
Verdacht auf akzentuierte Persönlichkeit
Die Gutachter kamen in ihrer Konsensbeurteilung zum Schluss, beim Unfall vom 20. Dezember 2009 habe die Beschwerdeführerin gemäss den verfügbaren Informationen kein
kranio
-zervikales Beschleunigungstrauma oder ein Schädel-Hirntrauma (welches allenfalls als Commotio cerebri zu bezeichnen wäre) erlit
ten.
Aktenkundig
und
gestützt auf
eine
zeitechte Dokumentation hätten nach dem Unfall vom 20. Dezember 2009 keine anderen Verletzungen ausser einer Kontusion des rechten Knies bestanden. Im weiteren Verlauf sei es zu einer Eskalation der Beschwerden gekommen, die insbesondere aufgrund der Latenz bis zur Manifestation nicht traumatisch ausgelösten Beschwerden entsprächen und demzufolge nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Trauma vom 20. Dezember 2009 zurückgehen würden.
Im weiteren Verlauf habe sich
bei der Beschwerdeführerin eine Reaktionsweise etabliert, die einerseits einer dissoziativen Störung, andererseits dem Spektrum der
somatoformen
Störung entspreche, wobei auch die Symptome eines neurasthenischen Syndroms
erkannt worden seien
.
Offensichtlich bestehe eine beeinträchtig
t
e Verarbeitung der Unfallfolgen. Die entsprechenden subjektiven Belastungen müssten als „Stress“ (im weitesten Sinne) beurteilt werden und im Zusammenhang mit die
ser Reaktion seien die diversen körperlichen Symptome (in erster Linie Span
nungs
kopfschmerzen, aber auch die Beschwerden am
muskuloskelettalen
Sys
tem) durchaus
erklärbar
(S. 83 f.).
Zusammenfassend führten die Gutachter die gesundheitliche Störung der Beschwerdeführerin nicht überwiegend wahrscheinlich auf den Unfall vom 20. Dezember 2009 zurück
,
sondern
diese sei
am ehesten eine Entwicklung, welche vor dem Hintergrund einer komplexen innerfamiliären Interaktion ent
standen sein dürfte
,
und
die
bei der Beschwerdeführerin letztlich zu einer erheblichen emotional
en
Dysbalancierung
geführt habe (S. 86).
Unfallkausal sei keine weitere Behandlung notwendig (S. 92).
3.6
Lic
. phil. E._
, Fachpsychologin für Neuropsychologie,
hielt
nach
einer
neuropsychologische
n
Untersuchung der Beschwerdeführerin am 20. Februar 2014 in ihrem Bericht vom 5. März 2014 (Urk. 3/4)
fest
,
neben sonst unauffälli
gen und guten neuropsychologischen Teilleistungen liessen sich minimale bis leichte Auffälligkeiten im Aufmerksamkeitsbereich und beim sprachlichen Erfassen und flexiblen verbalen Umstellen objektivieren.
Vergleichbare funktio
nelle Defizite fänden sich auch bei Schmerzpatienten (S. 6).
3.7
Am 25. März
2014 berichtete Dr. med. F._
, Facharzt für Neurologie, über den Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin (Urk. 3/3). In seiner Beurteilung gelangte er zum Schluss, im Vordergrund der
feststellbaren Beschwerden mit einer ganz erheblichen Leistungseinschränkung stünden die Auswirkungen der immer noch chronischen Schmerzsymptomatik (ICD-10 F45.41) nach durchgemachter HWS-Distorsion Ende 2009 und
die
ebenfalls definitionsgemäss durchgemachte leichte traumatische Hirnverletzung, eine
chronifizierte
posttraumatische Anpassungsstörung (ICD-10 F43.2)
sowie
bis heute persistierende neuropsychologische Einschränkungen (S. 7 f.). In ihrem Beruf als Zahnärztin sei die Beschwerdeführerin auf ein dauerndes
,
hohes
Kon
zentrationsvermögen
und eine genaue Bildverarbeitung der oft seitenverkehrten Bilder des Arbeitsfeldes angewiesen. Die erheblichen Einschränkungen und Probleme in diesen Bereichen würd
en die stark eingeschränkte Arbeits
fähigkeit auch aus fachärztlicher Sicht plausibel machen. Die aktuelle Leistungs- und Arbeitsfähigkeit von maximal 30
%
stelle sicher auch heute noch die zumutbare Obergrenze dar. Diese Einschränkung sei rein unfallbedingt (S. 9).
4.
4.1
Zu prüfen ist die Unfallkausalität der von der Beschwerdeführerin geltend gemachten Beschwerden.
4.2
Aufgrund der
medizinischen
Akten
ist davon auszugehen, dass
im Zeitpunkt der Leistungseinstellung
keine organisch nachweisbaren objektiven Befunde
mehr vorl
a
gen
. Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur,
Druck
dolenzen
, Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit sowie
Nackenverspannun
gen
bei Streckhaltungen der HWS können nämlich für sich allein nicht als aus
gewiese
nes organisches Substrat qualifiziert werden (
Urteil des Bundesgerichts 8C_736/2009 vom 20. Januar 2010 E. 3.2). Organisch objektiv ausgewiesene Unfallfolgen liegen nur vor, wenn die erhobenen Befunde mit apparati
ven/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden können. Objektivierbar sind Ergebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind (Urteil des Bundesgerichts 8C_806/2007 vom 7. August
2008 E. 8.2 mit Hinweisen).
Aus organischer Sicht hat die
Beschwerdeführerin
anlässlich der Erstversorgung
im Wesentlichen
über Schmerzen im Knie berichtet (vgl. v
orstehend E. 3.1) und später wurde auch eine
Schulterkontusion
genannt
(vgl. vorstehend E. 3.3).
Beide Beeinträchtigun
gen sind
aber
im Zeitpunkt der Leistungseinstellung
g
emäss Gutachten
der
Z._
, das den praxis
gem
äs
sen Anforderungen (vgl. vorstehend E. 1.7) zu genügen vermag, abgeheilt
, womit aus somatischer Sicht der gesund
heitliche Endzustand eingetreten ist.
Andere organische Beschwerden (
Hüftab
duktoreninsertionstendionpathie
, beginnende
Coxarthrosen
,
auf
andere
Ereig
nisse zurückzuführende – ebenfalls abgeheilte
Kniebeschwerden, vgl. vorste
hend E. 3.5) sind sodann keine Unfallfolgen und dementsprechend vorliegend nicht von Belang.
Insoweit die Gutachter der
Z._
darüber hinaus ein
kranio
-zervika
les Beschleunigungstrauma in ihrem Gutachten verneinten
(vgl. vorstehend E. 3.5)
, ist ihnen hingegen nicht zu folgen. Aufgrund der
zeitnahen
Angaben der Beschwerdeführerin anlässlich der Erstbehandlung im
A._
am 26. Dezember 2009
, wonach sie an zervikalen Beschwerden leide (vgl. vor
stehend E. 3.1)
,
sowie den
vier Tage später
am 30. Dezember
2009
gemachten
Angaben gegenüber dem
Chiropraktor
B._
, wonach die Beschwerdeführerin nebst anderen Beschwerden auch über Kopf- und Nackenweh geklagt hatte (vgl. vorstehend E. 3.2), kann
– entgegen der Einschätzung der Gutachter der
Z._
-
ein
erlittenes
Schleudertrauma beziehungsweise ein
e HWS-Problematik
nicht
ausgeschlossen werden.
Auch die üb
rigen behandelnden Ärzte gingen in ihre
n
Beurteilung
en
von einem Beschleunigungstrauma der HWS aus (vgl. vorstehend E. 3.3-4, E. 3.7).
Somit lassen die
zeitnahen
Angaben
der Beschwerdeführerin
vielmehr den Schluss zu, dass
das
für ein
Schleuder
trauma
vorausgesetzte
sogenannte „bunte Beschwerdebild“ bestanden hat
, wenn auch
vorliegend
nicht
ausgeprägt
, womit die Adäquanzkriterien gemäss der Schleudertrauma-Praxis (BGE 134 V 109) zu beurteilen
sind
.
Das von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Schädelhirntrauma ist umstrit
ten.
Von einem leichten Schädel-Hirntrauma spric
ht man bei einem Glasgow-
Coma
-
Scale
-Wert (GCS) von 13
bis
15 (mittelschwer: 9 bis 13, schwer: 3 bis 8; vgl.
Psychrembel
, Klinisches Wörterbuch, 26
4.
Aufl., Berlin 2012, zu „Bewusstseinsstörung“ und „Glasgow
Coma
Scale
“; Urte
il des Bundesgerichts U 276/04 vom 13. Juni 2005 E. 2.2.1).
Anlässlich der Erstversorg
ung im Spital in
Y._
wurde diesbezüglich ein
unauffälliger
GCS-Wert
von 15 ermittelt (
vgl. vorstehend E. 3.1)
.
Die Beschwerdeführerin hat
darüber hinaus
gegenüber Dr.
C._
selbst angegeben, dass sie den Kopf nicht angeschlagen
ha
be
(vgl. vorstehend E. 3.3)
, mithin kein
en
Kopfanprall erlitten ha
be
, welcher eine Com
motio cerebri
beziehungsweise ein Schädel-Hirntrauma
ausgelöst
haben könnte
. Die darauf basierenden medizinischen Berichte von Dr.
C._
und von Dr.
D._
stell
t
en in dieser Hinsicht auch
lediglich
eine Verdachtsdiagnose (Verdacht auf neuropsychologische Defizite; vgl. vorstehend E. 3.3-4).
Auch
die Gutachter der
Z._
konnten
kein unfallbedingtes
Schädel-Hirn
trauma
nachweisen, sondern führten die jetzigen Beschwerden auf eine beein
trächtigte Verarbeitung der Unfallfolgen zurück (vgl. vorstehend E. 3.5). Ebenso erhob auch
l
ic
. phil.
E._
den Befund von unauffälligen und guten neuropsy
chologischen Teilleistungen (vgl. vorstehend E. 3.6).
Demgegenüber berichtete
Dr.
F._
am 25. März 2014 gestützt auf anamnestische Angaben von einer durchgemachten leichten traumatischen Hirnverletzung mit bis heute persistie
renden
neuropsychologischen Einschränkungen (vgl. vorstehend E. 3.7)
, was sich mit den
früheren medizinischen Akten nicht vereinbaren lässt.
Die abschliessende Beurteilung kann aber vorliegend offen gelassen werden, da
auch
bei Annahme
eines Schädelhirntraumas
die Ausgangslage
besteht
, wonach
beim Unfall eine bestimmte Verletzung stattgefunden hat und die im
Entscheid
zeitpunkt
noch geklagten Beschwerden nicht mit einer strukturellen Läsion erklärt werden können, so dass über das Bestehen eines
rechtsgenüglichen
Kau
sal
zusammenhangs praxisgemäss in Anwendung
der
Adäquanzprüfung, die ursprünglich zur Kausalitätsprüfung nach erlittener HWS-Distorsion entwickelt wurde, zu entscheiden ist (vgl. vorstehend E. 1.5-6)
.
4.3
Vorab ist die Schwere des Unfallereignisses zu bestimmen.
Rechtsprechungsgemäss
sind Auffahrkollisionen vor einem
Fussgängerstreifen
oder einem Lichtsignal
regelmässig
als mittelschweres, im Grenzbereich zu den
leichten Unfällen liegendes Ereignis einzustufen (Urteile des Bundesgerichts U
207/01 vom 22. November 2002 E.
5;
U 99/01 vom 6. November 2002 E.
4.
1; U 339/01 vom 22. Mai 2002 E.
4b/
aa
mit Hinweisen; U 357/01 vom
8. April 2002 E.
3b/
bb
). In einzelnen Fällen ist demgegenüber ein leichter Unfall anzu
nehmen, so insbesondere bei einer niedrigen kollisionsbedingten
Geschwindig
keitsveränderung
(Urteil U 33/01 vom 7. August 2001, E. 3a) und bei weitgehen
dem Fehlen von unmittelbar im Anschluss an den Unfall auftretenden Beschwerden (Urteil
U 22/01 vom 29. Oktober 2002 E.
7.1). Ausgehend von diesen Kriterien ist der Auffahrunfall vom
2
0. Dezember 20
09
als mittelschwe
res, im Grenzbereich zu den leichten Unfällen liegendes Ereignis zu betrachten.
Demnach
wären vier Kriterien oder aber ein einzelnes in besonders ausgeprägter Weise erforderlich, um den adäquaten Kausalzusammenhang bejahen zu kön
nen (vgl. SVR 2010 UV Nr. 25
E. 4.5
mit Hinweis;
BGE 134 V 109 E. 10.1
mit Hinweisen).
4.4
Weder besonders dramatische Begleitumstände noch eine besondere Eindrück
lich
keit des Unfalls sind vorliegend ersichtlich. Zu urteilen ist hierbei objektiv und nicht aufgrund des subjektiven Empfindens bzw. Angstgefühls de
r
Versi
cherten (Urteil 8C_249
/2009 vom 3. August 2009 E.
8.2 mit Hinweisen). Der Unfall vom
20. Dezember 2009
spielte sich weder unter besonders dramatischen Begleitumständen ab, noch war er besonders eindrücklich.
Den diesbezüglichen Akten (Fotodokumentation, Urk. 11/97) sowie
der
von der Beschwerdeführerin anlässlich des
telefonischen Erstgesprächs
mit
der Beschwerdegegnerin abgege
benen
Unfal
lhergangsschilderung
(Urk. 11/22-25)
lässt sich entnehmen, dass es vor dem Bahnübergang zur Auffahrkollision gekommen war
und
die Beschwer
deführerin sich zu diesem Zeitpunkt leicht zur Tochter abgedreht
habe
, sie jedoch keine Erinnerung an den Aufprall selbst
habe
.
Ferner, dass der Sohn lediglich eine Beule am Kopf gehabt habe und dass alle Insassen selbständig hätten aussteigen können (S. 1).
Die Beschwerdeführerin gab anlässlich der Erstbehandlung bei Dr.
C._
ausserdem
zu Protokoll, der Unfallwagen sei mit zirka 50-60 km/h ungebremst von hinten aufgeprallt, was aufgrund einer fehlenden
biomechanische
n
Kurzbeurteilung
, mit welcher
sich
die
überwiegend wahrscheinliche kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung des Fahrzeuges der Bes
chwerdeführerin beim
Heckanstoss
ermitteln
liesse
, sowie gestützt auf die eher leichten Verletzungen der Insassen
und
die
Tatsache, dass die Beschwerdeführerin nach der Unfallkollision noch selbst mit dem Unfall-Fahr
zeug nach Hause gefahren war (vgl. Urk. 11/25 unten)
,
nicht als glaub
haft
zu übernehmen ist. Unter diesen Umständen ist namentlich kein unüblicher Schre
cken der Beschwerdeführerin zu erkennen, und es waren keine relevanten
Begleitumstände zu verzeichnen, welche die Bejahung des Kriteriums gestatten würden.
D
as Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen
ist nicht erfüllt;
die Diagnose eines HWS-Schleudertraumas
vermag
für sich allein die Schwere oder besondere Art der erlittenen Verletzung nicht zu begründen (vgl. BGE 134 V 109 E. 10.2)
und es wurden ansonsten im Wesentlichen Kon
tusionen festgestellt (vgl. vorstehend E
.
3.1-2)
.
Anhaltspunkte für eine fortgesetzt spezifische, belastende ärztliche Behandlung bestehen nicht.
Abklärungsmassnahmen
und
blosse
ärztliche Kontrollen sind im Rahmen des Kriteriums der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung nicht zu berücksichtigen (Urteile 8C_698/2008 vom 27. Januar 2009 E. 4.4 und 8C_126/2008 vom 11. November 2008 E. 7.3).
Das Kriterium der erheblichen Beschwerden kann, wenn auch nicht in aus
ge
präg
ter Form, als erfüllt betrachtet werden.
Die Beschwerdeführerin klagte durchwegs über Nacken- und Kopfsc
hmerzen und belastungsabhängigen
Schwin
del sowie über Konzentrationsprobleme und weitere kognitive Ein
schrän
kungen. Indessen konnte sie dennoch ab
Januar 2010
ihre
Arbeitstä
tig
keit
wieder zu 40
%
aufnehmen.
Zwei weitere Kriterien sodann – die Unfallfolgen erheblich verschlimmernde ärztliche Fehlbehandlung; schwieriger Heilungsverlauf und erhebliche Kompli
kationen – sind offensichtlich nicht erfüllt, genauso wenig wie das Kriterium einer erheblichen Arbeitsunfähigkeit.
Beim Kriterium der Arbeits
un
fähigkeit ist nicht die Dauer
massgebend
, sondern eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als sol
che, die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unter
nimmt. Darin liegt der Anreiz für die versicherte Person, alles daran zu setzen, wieder ganz oder teilweise arbeitsfähig zu werden. Konkret muss ihr Wille erkenn
bar sein, sich wieder in den Arbeitsprozess einzugliedern.
Rechtspre
chungsgemäss
ist dieses Kriterium besonders ausgeprägt erfüllt, wenn die versi
cherte Person Bemühungen, die eindeutig über das im Normalfall zu erwartende
Ausmass
hinausgehen, nachzuweisen in der Lage ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_246/2009 vom 6. April 2010 E. 5.2.1 mit Hinweis). Weniger als ein
en
Monat
(per 14. Januar 2010)
nach dem Unfallereignis
nahm die
Beschwerdeführerin
ihre bisherige Tätigkeit als Zahnärztin im Umfang von 40 % wieder auf. Bemü
hungen, die über das zu erwartende
Ausmass
hinausgehen, sind allerdings nicht ersichtlich. So attestierten die behandelnden Ärzte jeweils
nur
die subjektive Arbeits
un
f
ähigkeit der Beschwerdeführerin und auch aus den Akten ist nirgends ersichtlich, dass die Beschwerdeführerin einen Versuch unternommen hätte, ihre Arbeitsfähigkeit als Zahnärztin zu steigern.
4.5
Zusammenfassend
ist
somit von den
massgebenden
Kriterien lediglich eines,
aber
in nicht wesentlich ausgeprägter Form
,
erfüllt
.
Damit sind jedenfalls nicht die vier Kriterien erfüllt, so dass das Bestehen eines adäquaten Kausalzusammenhangs zu verneinen ist. Fehlt es am adäquaten Kausalzusammenhang, so ist kein
rechtsgenüglicher
Kausalzusammenhang erstellt, und es besteht keine weitergehende Leistungspflicht der
Beschwerde
gegnerin
.
5.
Nach dem Gesagten
erweist sich d
er angefochtene
Einspracheentscheid
als zutref
fend, womit die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen ist.
Damit erübrigt sich auch die
Beurteilung der
beschwerdeweise beantragte
n
Parteient
schädigung
im
Einspracheverfahren
(vgl. Urk. 1 S. 2)
; eine solche ist nicht geschuldet
.