# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 43984bf6-aaca-491a-93a5-203921610220
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am _2010 kam A.X._ zur Welt. Sie ist die Tochter von B.X._, geboren am _1970, und von Y._, geboren am _1964. Der Vater anerkannte A.X._ am 9. Dezember 2010 vor dem Zivilstandsamt A._. Die Kindseltern leben getrennt. Aus einer im Jahr 2005 geschiedenen Ehe hat Y._ eine weitere Tochter, B._, geboren am _1996. Sie steht unter der elterlichen Sorge der Mutter und lebt in C._.
B/1. Über die vom Vater an A.X._ zu leistenden Unterhaltsbeiträge besteht zwischen den Kindseltern seit der Geburt der Tochter Uneinigkeit. Vermittlungsbemühungen der Vormundschaftsbehörde der Kreise Oberengadin/Bergell zur Festsetzung des Unterhalts scheiterten. Am 22. November 2011 reichten A.X._ und B.X._ bei der Schlichtungsbehörde des Bezirks Maloja ein Schlichtungsgesuch ein. Da Y._ der auf den 15. Dezember 2011 anberaumten Schlichtungsverhandlung fern blieb, konnte auch bei dieser Gelegenheit keine Einigung erzielt werden, weshalb den klagenden Parteien am 21. Dezember 2011 die Klagebewilligung erteilt wurde. Am 15. Januar 2012 reichten die Klägerinnen beim Bezirksgericht Maloja eine Klage mit Kurzbegründung ein. Darin erhoben sie folgende Rechtsbegehren:
„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, folgende zu indexierende monatliche Beiträge an den Unterhalt seiner Tochter A.X._ (Klägerin 1) zu zahlen:
- rückwirkend ab Geburt bis zum 13. Geburtstag der Klägerin 1: mindestens Fr. 1'500.00
- vom 13. Geburtstag bis zum Abschluss einer ordentlichen Ausbildung der Klägerin 1: mindestens Fr. 1'000.00
je zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinder- und Familienzulagen, sofern diese nicht von der Mutter (Klägerin 2) bezogen werden, und abzüglich bereits geleisteter Zahlungen, welche im Urteil festzuhalten sind.
Der Unterhaltsbeitrag sei monatlich im Voraus bis zur Mündigkeit des Kindes an die Mutter und danach an das mündige Kind oder an einen ermächtigten Vertreter zu zahlen.
2. Der Beklagte sei zu verpflichten, sich an ausserordentlichen oder speziellen Unterhaltskosten seiner Tochter A.X._ (Ausbildung, Zahnkorrekturen, Sport- und/oder Musikausbildung, Nachhilfe u.a.) mit 50% zu beteiligen.
3. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 im Sinn von Art. 295 Abs. 1 ZGB Fr. 3'500.00 innert 20 Tagen nach Eintritt der Rechtskraft zu zahlen.
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4. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten.”
Mit prozessleitender Verfügung vom 17. Januar 2012 ordnete der Bezirksgerichtspräsident Maloja einen Schriftenwechsel an. Am 27. Februar 2012 wurde die begründete Klage eingereicht, wobei B.X._ ihre Forderung auf Ersatz der Erstausstattung gemäss Ziffer 3 ihrer Rechtsbegehren auf Fr. 2'650.-- reduzierte.
B/2. Y._ stellte in seiner Klageantwort vom 27. April 2012 folgende Anträge:
„1. Der Beklagte erklärt sich bereit, an den Unterhalt seiner Tochter einen monatlichen, monatlich im voraus zahlbaren Unterhaltsbeitrag in Höhe von CHF 750.00, zzgl. allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen, zu bezahlen.
Im Mehrbetrag sei die Klage abzuweisen.
2. Die Klage der Klägerin 2 sei abzuweisen, soweit auf sie eingetreten werden kann.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“
B/3. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Maloja fand am 11. Juli 2012 statt. Dabei forderte der klägerische Rechtsvertreter in Präzisierung von Ziffer 1 der gestellten Rechtsbegehren die folgenden monatlichen Unterhaltsbeiträge: Fr. 1'620.-- rückwirkend ab Geburt bis zum 6. Geburtstag der Klägerin 1, Fr. 1'845.-- vom 6.-13. Geburtstag der Klägerin 1, Fr. 1'935.-- vom 13.-16. Geburtstag der Klägerin 1 und Fr. 1'670.-- vom 16. Geburtstag der Klägerin 1 bis zum Abschluss einer angemessenen Ausbildung. Darüber hinaus hielt er fest, dass der Beklagte der Klägerin 2 an die Erstausstattung zwischenzeitlich Fr. 1'000.-- bezahlt habe; diese Summe sei an den gemäss Ziffer 3 der Rechtsbegehren geforderten Betrag anzurechnen.
Mit Urteil vom 11. Juli 2012, mitgeteilt am 10. August 2012, erkannte das Bezirksgericht Maloja, wie folgt:
„1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte verpflichtet, der Klägerin 2 monatlich im Voraus folgende Beiträge an den Unterhalt der Klägerin 1 zu zahlen:
- ab August 2012 bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres der Klägerin 1 CHF 921.- + Kinderzulagen;
- ab dem 7. Geburtstag der Klägerin 1 bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres CHF 1'052.- + Kinderzulagen;
- vom 13. bis zum 18. Geburtstag der Klägerin 1, längstens jedoch bis zu ihrem Eintritt in die volle Erwerbstätigkeit, CHF 655.- + Kinder- resp. Ausbildungszulagen.
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2. Die Unterhaltsbeiträge gemäss vorstehender Ziffer 1 sind jährlich auf den 31. Dezember dem Indexstand der Konsumentenpreise anzupassen (Indexstand 30. November 2011 = 103.6 Punkte, Basis Dezember 2005 = 100 Punkte).
3. Der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin 2 CHF 4'670.- zu bezahlen.
4. Der Beklagte wird verpflichtet, sich an ausserordentlichen Unterhaltskosten der Klägerin 1, soweit er hierzu seine Zustimmung gibt, mit 50% zu beteiligen.
5. Die Gerichtskosten, bestehend aus einer Entscheidgebühr von CHF 3'000.-, einschliesslich Schreibgebühren, werden zu zwei Dritteln der Klägerin 2 und zu einem Drittel dem Beklagten auferlegt.
6. Die Klägerin 2 hat den Beklagten mit CHF 2'500.- ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations