# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 14035168-67ec-4907-baf4-874a9d2f61db
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_003
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Bei dem C._ geborenen, gelernten Servicefachangestellten A._
wurde im Jahr 2017 ein rechtsbetontes, vorwiegend bradykinetisch-rigides
Parkinson-Syndrom diagnostiziert. Infolgedessen wurde er ab dem 27.
August 2018 zu 50 % krankgeschrieben. Daraufhin reduzierte er sein
Arbeitspensum als Kellner im D._ in E._ auf 50 %.
2. Im Dezember 2018 meldete sich A._ unter Hinweis auf die
Parkinsonerkrankung bei der IV-Stelle des Kantons Graubünden
(nachfolgend: IV-Stelle) zum Leistungsbezug an. Letztere tätigte daraufhin
erwerbliche und medizinische Abklärungen. Gestützt auf und in
Übereinstimmung mit den eingeholten neurologischen und hausärztlichen
Berichten führte Dr. med. F._ vom Regionalen Ärztlichen Dienst
(RAD) Ostschweiz in seiner Abschlussbeurteilung vom 21. Januar 2019
aus, dass die darin beschriebenen Befunde und Symptome plausibel
seien und eine reduzierte Arbeitsfähigkeit begründen würden. Es bestehe
sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Servicemitarbeiter wie auch in einer
adaptierten Tätigkeit seit dem 27. August 2018 eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit.
3. Mit Mitteilung vom 15. April 2019 gewährte die IV-Stelle A._
Frühinterventionsmassnahmen in Form von Anpassungen des
Arbeitsplatzes, indem sie die Kosten für rutschfeste Tabletts und
Bierglasträger im Umfang von CHF 478.05 übernahm.
4. Am 16. April 2019 teilte die IV-Stelle A._ mit, dass die
Eingliederungsmassnahmen abgeschlossen würden. Zur Begründung
wurde ausgeführt, dass A._ auch weiterhin seiner früheren Tätigkeit
im angepassten Rahmen bei seinem bisherigen Arbeitgeber im Pensum
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von 50 % nachgehen könne. Weitere Eingliederungsmassnahmen seien
nicht mehr notwendig.
5. Am 17. April 2019 erliess die IV-Stelle einen Vorbescheid, in dem sie
A._ die Ausrichtung einer halben Invalidenrente ab dem 1. August
2019 in Aussicht stellte. Dagegen liess A._ am 25. April 2019 durch
die G._ Pensionskasse vorsorglich Einwand erheben, welcher am 6.
Mai 2019 zurückgezogen wurde. Am 26. April 2019 informierte A._
die IV-Stelle telefonisch darüber, dass es ihm gesundheitlich schlechter
gehe und er seit Ostern zu 80 % krankgeschrieben sei.
6. In der Folge gingen bei der IV-Stelle die Berichte der Dres. med. H._
und I._ vom 29. Mai 2019 sowie von Dr. med. J._ vom 18. Juni
2019 ein, in denen eine Verschlechterung des Gesundheitszustandes von
A._ ausgewiesen wurde. Am 18. Juli 2019 teilte die IV-Stelle A._
mit, dass der Vorbescheid vom 17. April 2019 storniert worden sei und
weitere Abklärungen in die Wege geleitet würden. Daraufhin ging bei der
IV-Stelle am 16. September 2019 der Bericht der Dres. med. K._ und
L._ vom 5. September 2019 ein.
7. Am 1. Oktober 2019 fand ein Gespräch zwischen A._ und seiner
Eingliederungsberaterin statt. Dabei teilte er dieser unter anderem mit,
dass er sich gesundheitlich nicht in der Lage erachte, seine
Arbeitsfähigkeit über 20 % zu steigern. Daraufhin wurden die
Eingliederungsmassnahmen seitens der IV-Stelle am 1. November 2019
abgeschlossen.
8. Am 10. Dezember 2019 liess die IV-Stelle A._ bei der RAD-Ärztin Dr.
med. M._ neurologisch abklären. In ihrem Untersuchungsbericht vom
6. Januar 2020 wies sie auf die vorbefundlich bekannte Diagnose eines
idiopathischen, rechtsbetonten Morbus Parkinson vom bradykinetisch-
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rigiden Typ hin und erachtete die bisherige Tätigkeit noch zu 30 % (seit
dem 21. April 2019), eine adaptierte Tätigkeit zu 50 % (seit dem 27. August
2018) als zumutbar. Der RAD-Arzt Dr. med. F._ stellte in seiner
Abschlussbeurteilung vom 29. Januar 2020 darauf ab.
9. Mit Vorbescheid vom 30. Januar 2020 kündigte die IV-Stelle A._ die
Zusprache einer Viertelsrente ab dem 1. August 2019 an, wobei sie bei
der Invaliditätsbemessung auf die medizinisch ausgewiesene 50%ige
Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit abstellte. Dagegen liess
A._ am 6. Februar 2020 durch die G._ Pensionskasse
vorsorglich Einwand erheben, welcher am 24. März 2020 zurückgezogen
wurde. Am 26. Februar 2020 und 9. April 2020 liess A._ durch den
B._ Rechtsdienst erneut Einwand erheben, wobei diesem ein
ärztliches Zeugnis von Dr. med. J._ vom 16. März 2020 beigelegt
wurde. Mit Verfügungen vom 11./25. August 2020 entschied die IV-Stelle
wie vorbeschieden und sprach A._ ab dem 1. August 2019 bei einem
Invaliditätsgrad von 42 % eine Viertelsrente zu.
10. Mit dagegen beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden
erhobener Beschwerde vom 7. September 2020 beantragte A._
(nachfolgend: Beschwerdeführer) neben der teilweisen Aufhebung der
Verfügungen vom 11./25. August 2020, ihm sei ab dem 1. August 2019
eine ganze Invalidenrente auszurichten. Eventualiter seien ihm ein
Aufbau- und Belastbarkeitstraining zu gewähren und hernach über die
Gewährung einer Umschulung und sodann über den Rentenanspruch zu
entscheiden. Zur Begründung führte er im Wesentlichen aus, die von Dr.
med. M._ in ihrem Bericht vom 6. Januar 2020 ausgewiesene
Arbeitsfähigkeit von 30 % in seiner Tätigkeit als Kellner bzw. von 50 % in
einer adaptierten Tätigkeit sei angesichts seiner zahlreichen
Einschränkungen nicht nachvollziehbar. Er sei infolge des Parkinson-
Syndroms vom akinetisch-rigiden Typ lediglich noch zu 20 % angepasst
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arbeitsfähig, wobei diese Restarbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt
nicht mehr verwertbar sei. Jedenfalls sei ihm aufgrund der stark
ausgeprägten Einschränkungen ein Leidensabzug von 25 % zu gewähren.
11. Die IV-Stelle (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) schloss in ihrer
Vernehmlassung vom 17. September 2020 auf Abweisung der
Beschwerde und verwies zur Begründung auf die angefochtenen
Verfügungen.
12. Der Beschwerdeführer replizierte am 30. September 2020 bei
unveränderten Rechtsbegehren und reichte einen Bericht der Dres. med.
K._ und N._ vom 4. September 2020 ein. Darin wurde
ausgeführt, dass aus neurologischer Sicht für eine adaptierte Tätigkeit
maximal eine 20%ige Arbeitsfähigkeit bestehe, wobei dies durch die
reduzierte Konzentrationsfähigkeit und die massiv eingeschränkte rechte
Hand (bei Rechtshänder) zu begründen sei.
13. Mit Duplik vom 7. Oktober 2020 führte die Beschwerdegegnerin bei
ebenfalls unveränderten Anträgen aus, die Einschätzung der Dres. med.
K._ und N._, welche sich nicht mit dem Bericht von Dr. med.
M._ vom 6. Januar 2020 auseinandersetze, vermöge Letzteren nicht
in Frage zu stellen.
14. Der Beschwerdeführer triplizierte am 13. November 2020 und legte eine
weitere Stellungnahme der Dres. med. K._ und N._ vom 15.
Oktober 2020 ins Recht. Darin wurde festgehalten, dass aus
neurologischer Sicht vor allem aufgrund der starken motorischen
Einschränkung der rechten Hand (bei Rechtshänder) für die angestammte
wie auch für eine adaptierte Tätigkeit maximal eine 20%ige
Arbeitsfähigkeit bestehe.
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15. Dazu nahm die Beschwerdegegnerin mit Quadruplik vom 20. November
2020 Stellung.
Auf die Erwägungen in den angefochtenen Verfügungen sowie auf die
weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften wird, soweit
entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen die Verfügungen der IV-
Stelle des Kantons Graubünden vom 11./25. August 2020. Solche
Anordnungen, die laut Bundesrecht der Beschwerde an das
Versicherungsgericht am Ort der verfügenden IV-Stelle unterliegen,
können beim Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden als das örtlich
und sachlich zuständige Versicherungsgericht angefochten werden (vgl.
Art. 49 Abs. 2 lit. a des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege [VRG;
BR 370.100] i.V.m. Art. 69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die
Invalidenversicherung [IVG; SR 831.20] sowie Art. 57 des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1]). Als formeller und
materieller Verfügungsadressat ist der Beschwerdeführer von den
angefochtenen Verfügungen unmittelbar betroffen und hat ein
schutzwürdiges Interesse an deren Aufhebung oder Änderung. Er ist somit
zur Beschwerdeerhebung legitimiert (Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59
ATSG). Die Beschwerde wurde zudem frist- und formgerecht eingereicht
(Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 60 Abs. 1 und 2 ATSG, Art. 38 Abs. 4 lit. b
ATSG, Art. 39 Abs. 1 ATSG sowie Art. 61 lit. b ATSG). Darauf ist somit
einzutreten.
2. Streitgegenstand bildet der Rentenanspruch des Beschwerdeführers ab
dem 1. August 2019. Unbestritten ist das Valideneinkommen per 2020 von
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CHF 52'521.30 genauso wie der Anspruch des Beschwerdeführers auf
berufliche Massnahmen, den ihm die Beschwerdegegnerin in den
angefochtenen Verfügungen ausdrücklich zugestanden hat (vgl.
beschwerdeführerische Akten [Bf-act.] 2 und 3 S. 1 f.). Soweit er im
Eventualbegehren solche Massnahmen beantragt, ist er folglich darauf zu
verweisen. Da aus medizinischer Sicht übereinstimmend davon
ausgegangen wird, dass die Erkrankung chronisch progredient mit einer
Zunahme der Symptomatik und einer entsprechenden Abnahme der
Arbeitsfähigkeit verlaufen wird (vgl. Bericht von Dr. med. J._ vom 8.
Januar 2019 [beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.] 12 S. 3], RAD-
Abklärungsbericht von Dr. med. M._ vom 6. Januar 2020 [Bg-act. 61
S. 10] und Abschlussbeurteilung des RAD-Arztes Dr. med. F._ vom
29. Januar 2020 [Bg-act. 77 S. 9]), erscheint es nicht wahrscheinlich, dass
der Rentenanspruch allenfalls noch durch vorzunehmende berufliche
Eingliederungsmassnahmen beeinflusst bzw. dadurch eine Verbesserung
der gesundheitsbedingt beeinträchtigten Erwerbsfähigkeit erreicht werden
kann. Insofern ist nicht zu beanstanden, dass der Rentenentscheid
unabhängig von allfälligen weiteren Eingliederungsmassnahmen gefällt
wurde (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_691/2015 vom 11. Februar
2016 E.4, 8C_187/2015 vom 20. Mai 2015 E.3.2.1, 9C_575/2012 vom 25.
September 2012 E.3, 8C_515/2010 vom 20. Oktober 2010 E.2.2). Uneinig
sind sich die Parteien hingegen bezüglich folgender Punkte: (Rest-
)Arbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit, Bemessung des
Invalideneinkommens, Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit, Vornahme
eines Leidensabzugs.
3.1. Anspruch auf eine Rente haben nach Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die
ihre Erwerbsfähigkeit oder ihre Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu
betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wiederherstellen, erhalten oder verbessern können (lit. a), während eines
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Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40 %
arbeitsunfähig gewesen sind (lit. b) und nach Ablauf dieses Jahres zu
mindestens 40 % invalid sind (lit. c).
3.2. Nach Art. 6 ATSG ist die Arbeitsunfähigkeit die durch eine Beeinträchtigung
der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle
oder teilweise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich
zumutbare Arbeit zu leisten (Satz 1). Bei langer Dauer wird auch die
zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich
berücksichtigt (Satz 2). Als Invalidität gilt nach Art. 8 Abs. 1 ATSG die
voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise
Erwerbsunfähigkeit. Sie kann im Bereich der Invalidenversicherung Folge
von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 IVG).
Unter Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen,
geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer
Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust
der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden allgemeinen
Arbeitsmarkt zu verstehen (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des
Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind nach Art. 7 Abs. 2 ATSG
ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu
berücksichtigen (Satz 1). Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor,
wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Satz 2).
3.3. Nach Art. 28 Abs. 2 IVG wird die Rente nach dem Grad der Invalidität wie
folgt abgestuft: Die versicherte Person hat Anspruch auf eine ganze Rente,
wenn sie zu mindestens 70 %, auf eine Dreiviertelsrente, wenn sie zu
mindestens 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie zu mindestens 50 % und
auf eine Viertelsrente, wenn sie zu mindestens 40 % invalid ist.
3.4. Für die Bemessung der Invalidität von erwerbstätigen Versicherten ist
Art. 16 ATSG anwendbar (Art. 28a Abs. 1 IVG). Danach wird für die
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Bestimmung des Invaliditätsgrades das Erwerbseinkommen, das die
versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der
medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen
durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitslage erzielen
könnte (Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum
Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid
geworden wäre (Valideneinkommen). Der Einkommensvergleich hat in der
Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander
gegenübergestellt werden. Aus der Einkommensdifferenz lässt sich der
Invaliditätsgrad bestimmen (allgemeine Methode des
Einkommensvergleichs; vgl. BGE 144 I 21 E.2.1, 142 V 290 E.4, 141 V 15
E.3.2, 128 V 29 E.1; Urteil des Bundesgerichts 9C_225/2019 vom
11. September 2019 E.2).
3.5. Bei nichterwerbstätigen Versicherten, welche im Aufgabenbereich (z.B.
Haushalt) tätig sind und denen die Aufnahme einer Erwerbstätigkeit nicht
zugemutet werden kann, wird für die Bemessung der Invalidität in
Abweichung von Art. 16 ATSG darauf abgestellt, in welchem Masse sie
unfähig sind, sich im Aufgabenbereich zu betätigen (Betätigungsvergleich;
Art. 28a Abs. 2 IVG).
3.6. Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich
im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen
Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch
im Aufgabenbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach
Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der
Erwerbstätigkeit oder der unentgeltlichen Mitarbeit im Betrieb des
Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im
Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad in beiden Bereichen
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zu bemessen (gemischte Methode der Invaliditätsbemessung; Art. 28a
Abs. 3 IVG).
4.1. Bei der Feststellung des Gesundheitszustandes und insbesondere auch
bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der versicherten Person ist die
Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen
angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur
Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den
Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in
welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person
arbeitsunfähig ist. Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige
Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der
versicherten Person noch zugemutet werden können (vgl. BGE 140 V 193
E.3.1 f., 132 V 93 E.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_462/2014 vom
16. September 2014 E.3.2.1).
4.2. Das Gericht hat die medizinischen Unterlagen nach dem für den
Sozialversicherungsprozess gültigen Grundsatz der freien
Beweiswürdigung (vgl. Art. 61 lit. c ATSG) – wie alle anderen Beweismittel
– frei, d.h. ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss zu würdigen. Dies bedeutet, dass das
Sozialversicherungsgericht alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem
sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden hat, ob die
verfügbaren Unterlagen eine zuverlässige Beurteilung des streitigen
Rechtsanspruchs gestatten. Insbesondere darf es bei einander
widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen,
ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe
anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische
These abstellt. Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist
demnach entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange
umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten
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Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese)
abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen
Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation
einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Expertin oder des Experten
begründet sind (vgl. BGE 143 V 124 E.2.2.2, 134 V 231 E.5.1, 125 V 351
E.3a, 122 V 157 E.1c).
4.3. Dennoch erachtet es die bundesgerichtliche Rechtsprechung mit dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung als vereinbar, in Bezug auf
bestimmte Formen medizinischer Berichte und Gutachten Richtlinien für
die Beweiswürdigung aufzustellen (vgl. die ausführliche Zusammenstellung
dieser Richtlinien in BGE 125 V 351 E.3b mit zahlreichen Hinweisen; siehe
dazu auch BGE 135 V 465 E.4.4 f.) So ist den im Rahmen des
Verwaltungsverfahrens eingeholten Gutachten externer Spezialärztinnen
und -ärzte, welche aufgrund eingehender Beobachtungen und
Untersuchungen sowie nach Einsicht in die Akten Bericht erstatten und bei
der Erörterung der Befunde zu schlüssigen Ergebnissen gelangen, bei der
Beweiswürdigung volle Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete
Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 125 V
351 E.3b/bb mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_446/2019 vom
5. September 2019 E.2.2). In Bezug auf Berichte von Hausärzten darf und
soll das Gericht der Erfahrungstatsache Rechnung tragen, dass Hausärzte
mitunter im Hinblick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in
Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V
465 E.4.5, 125 V 351 E.3b/cc). Sodann kommt auch den Berichten und
Gutachten versicherungsinterner Ärzte Beweiswert zu, sofern sie schlüssig
erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind
und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache
allein, dass der befragte Arzt in einem Anstellungsverhältnis zum
Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität
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oder Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände,
die das Misstrauen in die Unparteilichkeit der Beurteilung objektiv als
begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung,
welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zukommt, ist an die
Unparteilichkeit des Gutachters jedoch ein strenger Massstab anzulegen
(vgl. BGE 125 V 351 E.3b/ee, 122 V 157 E.1c; Urteil des Bundesgerichts
9C_718/2019 vom 13. August 2020 E.2.3). Bestehen auch bloss geringe
Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungsinternen
ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzunehmen
(vgl. BGE 142 V 58 E.5.1, 139 V 225 E.5.2, 135 V 465 E.4.4; Urteile des
Bundesgerichts 8C_338/2018 vom 3. September 2018 E.2.2, 9C_415/2017
vom 21. September 2017 E.3.2).
5.1. Zu prüfen bleibt, ob die Beschwerdegegnerin neben der RAD-
Abschlussbeurteilung vom 29. Januar 2020 zu Recht auf den
neurologischen Abklärungsbericht der RAD-Ärztin Dr. med. M._ vom
6. Januar 2020 abgestellt hat oder ob auch nur geringe Indizien gegen
dessen Zuverlässigkeit sprechen bzw. dieser von den übrigen
medizinischen Akten derart in Zweifel gezogen wird, dass von der 50%igen
Arbeitsfähigkeitseinschätzung in adaptierter Tätigkeit (= körperlich leichte,
wechselbelastende und kognitiv einfache Tätigkeiten ohne langanhaltende
feinmotorische Aktivitäten und ohne dauerndes Gehen und Stehen und mit
guter Erreichbarkeit der sanitären Anlagen) für den hier massgebenden
Zeitraum ab dem 1. August 2019 abzuweichen wäre.
5.2. Soweit der Beschwerdeführer den RAD-Abklärungsbericht vom 6. Januar
2020 insbesondere mit Blick auf die darin ausgewiesene
Arbeitsfähigkeitseinschätzung kritisiert, ist seinem Einwand kein Erfolg
beschieden. Vielmehr ist der Beschwerdegegnerin beizupflichten, dass
sich die RAD-Ärztin Dr. med. M._ in ihrer Beurteilung in Kenntnis der
medizinischen Vorakten (vgl. Bg-act. 61 S. 1 ff.) sorgfältig mit den
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gesundheitlichen Einschränkungen des Beschwerdeführers
auseinandergesetzt, die beklagten Beschwerden des Beschwerdeführers
berücksichtigt und ihre Schlussfolgerungen gestützt auf die eigenen
klinischen Untersuchungen mit Befunderhebung getroffen hat (vgl. Bg-act.
61 S. 4 ff.). Ebenso leuchtet ihre Beurteilung der medizinischen
Zusammenhänge und der medizinischen Situation ein (vgl. Bg-act. 61 S. 7
ff.). Zudem ist der besagte Bericht für die streitigen Belange umfassend.
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers ist auch die medizinisch-
theoretische Einschätzung der Arbeitsfähigkeit insbesondere in einer
adaptierten Tätigkeit von 50 % nachvollziehbar. Soweit der
Beschwerdeführer bemängelt, die RAD-Ärztin habe nicht alle seine
Einschränkungen berücksichtigt bzw. diese seien nicht vollständig in das
von ihr definierte Belastungsprofil eingeflossen, kann ihm nicht gefolgt
werden. So führte Dr. med. M._ in befundlicher Hinsicht aus, beim
Beschwerdeführer bestehe ein axial- und rechtsbetonter Rigor und beim
Gehen ein rechtsbetontes vermindertes Mitschwingen der Arme. Nach
längerer Gehstrecke bzw. zwei Etagen Treppensteigen entwickle sich
rechts ein zunehmender Rigor, so dass ein Gangbild ähnlich der Wernicke-
Mannschen-Gangstörung entstehe. Bezüglich der neuropsychologischen
Funktionen hielt Dr. med. M._ fest, es bestünden Hinweise auf eine
Störung der Sprache (Aphasie), des Rechnens (Dys-/Akalkulie), des
Schreibens (Dys-/Agraphie), der Handlungsplanung und -ausführung
(Apraxie), des räumlichen Vorstellungsvermögens und der Orientierung
(vgl. Bg-act. 61 S. 8). In Würdigung der Belastungsfaktoren befand Dr.
med. M._ ferner, die Muskelsteifigkeit und Unbeweglichkeit limitierten
die Gehfähigkeit des Beschwerdeführers auf 30 Minuten ohne Pause.
Manuelle Arbeiten könnten nach Einsetzen der optimalen Wirkung der
Medikamente über zwei Stunden ohne Pause ausgeführt werden. Dabei
dürften keine hohen Ansprüche an ständige feinmotorische Arbeiten und
an die Daueraufmerksamkeit gestellt werden. Nach einer ausreichend
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langen Pause mit Abwarten der Wirkung der nächsten Medikamentendosis
könne weitere zwei Stunden gearbeitet werden. Ausserdem müssten
sanitäre Anlagen wegen der Beteiligung des autonomen Nervensystems
stets verfügbar sein (vgl. Bg-act. 61 S. 9). Wenn der Beschwerdeführer nun
vorbringt, Dr. med. M._ habe nicht auf die eingeschränkte
Gehfähigkeit, die psychomotorische Verlangsamung, die Verlangsamung
im Denken und Sprechen, den Rigor, die Schwierigkeiten beim Schreiben
oder Rechnen, die Einschränkungen bei der Handlungsplanung und -
ausführung oder die Einschränkungen beim räumlichen
Vorstellungsvermögen, bei der Orientierung und der Konzentration
hingewiesen, zielt sein Einwand somit nachweislich ins Leere. Zudem
stimmen die von Dr. med. M._ festgestellten
Funktionseinschränkungen weitgehend mit denjenigen überein, welche
von den behandelnden Ärzten beschrieben oder im Rahmen der
Eingliederungsgespräche kundgetan wurden (vgl. Stellungnahme der
Dres. med. K._ und N._ vom 15. Oktober 2020 [Bf-act. 6]: starke
motorische Einschränkung der rechten Hand (bei Rechtshänder),
Annahme einer kognitiven Verlangsamung bzw. reduzierten
Aufmerksamkeitsspanne; Untersuchungsbericht der Dres. med. K._
und N._ vom 4. September 2020 [Bf-act. 5]: Angaben des
Beschwerdeführers zur Abnahme der Beweglichkeit über den Tag verteilt
bzw. Verschlechterung des Gedächtnisses und der Konzentration;
ärztliches Zeugnis von Dr. med. J._ vom 16. März 2020 [Bg-act. 73 S.
9 f., Bf-act. 4]: zunehmend verminderte Beweglichkeit und Steifigkeit des
rechten Armes, Konzentrationsprobleme; Verlaufsprotokoll Eingliederung,
Eintrag vom 1. Oktober 2019 [Bg-act. 55 S. 2]: subjektiv beklagte
Versteifung nach einem zwei- bis dreistündigen Arbeitseinsatz, körperliche
Erschöpfung, reduzierte Koordinationsfähigkeit, Zittern, Beeinträchtigung
der Merk- und Konzentrationsfähigkeit, Benutzung von Hilfsmitteln wie
iPhone und digitalisierte Bestellungsaufnahme im Service,
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Rechnungsfehler, keine langen Autofahrten; Untersuchungsbericht der
Dres. med. K._ und L._ vom 5. September 2019 [Bg-act. 52]:
subjektiv beklagte Verlangsamung der rechten Seite und rasche
körperliche Erschöpfung, jedoch nicht beim Arbeiten oder Autofahren;
ärztliches Zeugnis von Dr. med. J._ vom 18. Juni 2019 [Bg-act. 47 S.
1]: Beeinträchtigung der Koordination und Kraft der oberen rechten
Extremität wegen rascher Ermüdbarkeit und Zittern; Bericht der Dres. med.
H._ und I._ vom 29. Mai 2019 [Bg-act. 47 S. 2 ff.]: subjektiv
beklagte Feinmotorikstörung, aufgrund welcher das Handy nicht mehr
bedient werden könne, eine elektronische Zahnbürste benutzt werden
müsste und das Umrühren mit dem Kochlöffel nicht mehr funktioniere,
zudem Dranginkontinenz, wobei selten grössere Urinportionen verloren
gingen; Verlaufsbericht von Dr. med. J._ vom 8. Januar 2019 [Bg-act.
12 S. 3]: zunehmend verminderte Beweglichkeit und Steifigkeit des rechten
Armes, subjektiv beklagte Konzentrationsprobleme; Evaluationsgespräch
Eingliederung vom 20. Dezember 2018 [Bg-act. 9 S. 1]: starke
Verlangsamung im Denken und Sprechen, Konzentrationsschwierigkeiten,
motorische Einschränkungen bezüglich Schnelligkeit und Koordination, ist
aber in der Lage, Auto zu fahren; ärztliches Zeugnis von Dr. med. J._
vom 9. November 2018 [Bg-act. 6 S. 3]: starke Verlangsamung und
Konzentrationsprobleme; Arztbericht der Dres. med. O._ und P._
vom 24. Mai 2018 [Bg-act. 6 S. 1 f.] zu den vom Beschwerdeführer
beklagten Beschwerden, wie Beeinträchtigung der Feinmotorik,
unleserliche Schrift, unregelmässige Blockaden, Konzentrationsprobleme
und zittrige Stimme bzw. stottern unter Druck; Bericht der Dres. med.
K._ und Scherrer vom 26. September 2017 [Bg-act. 12 S. 9 f.]:
subjektiv beklagte verminderte Beweglichkeit und Steifigkeit des rechten
Armes mit Ausstrahlung der Schmerzen in den Brustbereich; Bericht von
Dr. med. Q._ vom 3. Juli 2017 [Bg-act. 12 S. 7 f.]: subjektiv beklagte
Einschränkung der Feinmotorik der rechten Hand, zweitweise
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Sensibilitätsstörungen und verminderte Beweglichkeit des rechten Beines).
Aufgrund dieser ausgewiesenen Funktionseinschränkungen leuchtet es
entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers denn auch ein, wenn die
RAD-Ärzte Dres. med. M._ und F._ in ihren Beurteilungen
körperlich leichte, wechselbelastende Tätigkeiten ohne langanhaltende
feinmotorische Aktivitäten, ohne hohe Ansprüche an die
Daueraufmerksamkeit bzw. an das Kurzzeitgedächtnis und ohne repetitive
Bewegungen sowie mit guter Erreichbarkeit der sanitären Anlagen als
optimal leidensangepasst erachteten (vgl. Bg-act. 61 S. 9 und 77 S. 10).
Dieses Belastungsprofil deckt sich denn auch weitgehend mit den von den
behandelnden Ärzten definierten Anforderungen an eine adaptierte
Tätigkeit (vgl. hierzu Stellungnahme der Dres. med. K._ und N._
vom 15. Oktober 2020 [Bf-act. 6], in welcher sie Tätigkeiten empfahlen,
welche keine anspruchsvollen feinmotorischen sowie repetitiven
Bewegungen erforderten, die reduzierte Aufmerksamkeitsspanne
berücksichtigten und bei welchen jederzeitigen Zugang zu sanitären
Einrichtungen bestünde).
5.3. Ebenfalls keine Stütze in den Akten findet das Vorbringen des
Beschwerdeführers, dass Dr. med. M._ nicht berücksichtigt haben
soll, dass er in seiner Tätigkeit als Kellner unter der Wirkung von vorher
bzw. in der Pause einzunehmenden Medikamenten stehe und die
Arbeitseinsätze auf mehrere Tage zu verteilen seien. Dies ist der RAD-
Ärztin Dr. med. M._ nicht entgangen. Vielmehr hielt sie in ihrem
Untersuchungsbericht vom 6. Januar 2020 ausdrücklich fest, der
Beschwerdeführer leide an einer chronisch fortschreitenden Erkrankung,
deren Verlauf mit Medikamenten nur verlangsamt werden könne, wobei er
auf die Einnahme von Medikamenten alle drei Stunden, in der körperlich
anspruchsvollen Arbeit auch in kürzeren Abständen, angewiesen sei (vgl.
Bg-act. 61 S. 9). Ausserdem tat der Beschwerdeführer während der
- 17 -
Exploration kund, er profitiere am Arbeitsplatz von einem guten
Zusammenhalt. Bisher habe sein Arbeitgeber Verständnis gezeigt. Nun
müsse er über andere Arbeitseinsätze verhandeln, denn er arbeite
momentan schichtweise an den Wochenenden, teils über viele Stunden,
wenn viel Arbeit anfalle. Da er dies nicht mehr leisten könne, möchte er
gerne täglich drei Stunden arbeiten (vgl. Bg-act. 61 S. 6). Dies würdigte Dr.
med. M._ in versicherungsmedizinischer Hinsicht insofern, als sie
ausführte, der Betrieb des Beschwerdeführers zeige Verständnis für seine
Erkrankung, wobei er darin unterstützt werde, seine verbleibende
Arbeitsfähigkeit optimal zu verwerten. Im Team bei der Arbeit bestehe ein
guter sozialer Rückhalt. Der Beschwerdeführer übe seinen Beruf sehr
gerne aus und sei bestrebt, die Arbeit im Betrieb so lange als möglich
beizubehalten (vgl. Bg-act. 61 S. 8). Inwiefern ihm dies mit Blick auf seine
Arbeitsfähigkeit zum Nachteil gereichen soll, ist nicht ersichtlich.
5.4. Insgesamt stellte Dr. med. M._ unter Berücksichtigung der Aktenlage,
der Angaben des Beschwerdeführers zu seiner sozialen, beruflichen und
arbeitsbezogenen Anamnese sowie zu seinen aktuellen Beschwerden
sowie anhand der Erkenntnisse aus der eigenen Befunderhebung
schlüssig die vorerwähnten, beim Beschwerdeführer bestehenden
Funktionseinschränkungen fest, welche in Würdigung des von ihr
definierten Belastungsprofils nachvollziehbar auf eine 50%ige
Arbeitsfähigkeit in einer adaptierten Tätigkeit seit August 2018 schliessen
lassen (vgl. Bg-act. 61 S. 10). Dass die Arbeitsfähigkeit in der bisherigen
Tätigkeit als Servicefachangestellter mit 30 % seit dem 21. April 2019
eingeschätzt wird, erscheint ebenfalls plausibel, handelt es sich dabei doch
um eine Arbeit, welche ein hohes Mass an körperlicher und feinmotorischer
Aktivität erfordert (vgl. dazu RAD-Abklärungsbericht vom 6. Januar 2020
[Bg-act. 61 S. 9]). Wenn nun die Dres. med. K._ und N._ in ihren
Stellungnahmen vom 4. September 2020 (vgl. Bf-act. 5) und vom 15.
- 18 -
Oktober 2020 (vgl. Bf-act. 6) sowie Dr. med. J._ mit Bericht vom 16.
März 2020 (vgl. Bg-act. 73 S. 9 f., Bf-act. 4) insbesondere aufgrund der
starken motorischen Einschränkung und Steifigkeit des dominanten
rechten Armes in allen Tätigkeiten nur eine Arbeitsfähigkeit von 20 % als
möglich erachten, ist dem sich darauf abstützenden Beschwerdeführer
entgegenzuhalten, dass ärztliche Beurteilungen von der Natur der Sache
her unausweichlich Ermessenzüge aufweisen, die es zu respektieren gilt
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_699/2018 vom 28. August 2019 E.4.2.2
mit Hinweisen). Dabei ist auch der Erfahrungstatsache Rechnung zu
tragen, dass die behandelnden Ärzte bzw. Hausärzte mitunter im Hinblick
auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu
Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.5, 125 V 351
E.3b/cc). So leuchtet es denn auch nicht ein, wenn sie insbesondere
aufgrund der sich aus der Muskelsteifigkeit bzw. Unbeweglichkeit des
dominanten rechten Armes ergebenden Funktionseinschränkung, welcher
mit einem entsprechenden, wie durch die RAD-Ärzte Dres. med. M._
und F._ definierten Belastungsprofil entgegengewirkt werden kann
(namentlich körperlich leichte und kognitiv einfache Tätigkeiten ohne
langanhaltende feinmotorische Aktivitäten und ohne repetitive
Bewegungen, welche einen verminderten Einsatz des nicht mehr
vollständig funktionstüchtigen Armes erlauben würden), nur auf eine
20%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierter Tätigkeit schliessen. Überdies
wiesen die Dres. med. K._ und N._ zwar neben der reduzierten
Konzentrationsfähigkeit (vgl. Untersuchungsbericht vom 4. September
2020 [Bf-act. 5]) auf infolge des Krankheitsverlaufs anzunehmende
kognitive Defizite hin, räumten aber sogleich ein, noch keine
neuropsychologische Testung durchgeführt zu haben (vgl. Stellungnahme
der Dres. med. K._ und N._ vom 15. Oktober 2020 [Bf-act. 6]).
Zudem schloss Dr. med. J._ die von Dr. med. M._ in der
bisherigen Tätigkeit ausgewiesene Arbeitsfähigkeit von 30 % nicht
- 19 -
grundsätzlich aus, sondern bezeichnete sie als das "Höchstmögliche" (vgl.
Stellungnahme vom 16. März 2020 [Bg-act. 73 S. 9 f., Bf-act. 4]). Insgesamt
fand in diesen Stellungnahmen der behandelnden (Fach-)Ärzte keine
vertiefte Auseinandersetzung mit dem neurologischen
Untersuchungsbericht der RAD-Ärztin Dr. med. M._ vom 6. Januar
2020 statt. Insbesondere brachten sie keine Aspekte vor, welche darin
unerkannt oder ungewürdigt geblieben sein sollen (vgl. Urteile des
Bundesgerichts 8C_317/2019 vom 30. September 2019 E.2.3,
8C_379/2019 vom 21. August 2019 E.2.2, 8C_229/2019 vom 5. Juli 2019
E.5.1, 8C_835/2018 vom 23. April 2019 E.3).
5.5. In Gesamtwürdigung der Umstände ergibt sich daher, dass die Vorbringen
des Beschwerdeführers nicht geeignet sind, den Beweiswert des
neurologischen Abklärungsberichts vom 6. Januar 2020 mit seinen
Feststellungen zu dem hier massgebenden Zeitraum ab dem 1. August
2019 zu schmälern. Es ist daher nicht zu beanstanden, wenn die
Beschwerdegegnerin auf die im Gutachten attestierte 50%ige
Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit abstellte. Da ausserdem
gestützt auf das von den RAD-Ärzten Dres. med. M._ und F._
definierte Belastungsprofil sowie den damit weitgehend
übereinstimmenden vorbefundlichen medizinischen Anforderungen an
eine leidensangepasste Tätigkeit (vgl. dazu insbesondere Stellungnahme
der Dres. med. K._ und N._ vom 15. Oktober 2020 [Bf-act. 6])
hinreichend feststeht, welche Arbeiten dem Beschwerdeführer noch
zumutbar sind, kann auf die sinngemäss beantragte Rückweisung zur
Durchführung einer beruflichen Abklärung verzichtet werden, zumal das
streitberufene Gericht aufgrund der bereits abgenommenen Beweise seine
Überzeugung gebildet hat und annehmen kann, dass diese Überzeugung
durch weitere Beweiserhebungen nicht geändert würde (vgl. BGE 136 I 229
E.5.3, 134 I 140 E.5.3).
- 20 -
6.1. Des Weiteren kritisiert der Beschwerdeführer die Bemessung des
Invalideneinkommens. Dabei macht er insbesondere geltend, das von der
Beschwerdegegnerin gestützt auf die Tabelle der Schweizerischen
Lohnstrukturerhebung des Bundesamtes für Statistik (LSE) errechnete
Invalideneinkommen per 2020 von CHF 30'631.25 (LSE 2016, TA1,
Kompetenzniveau 1, männlich, Arbeitsfähigkeit 50 %, Leidensabzug 10 %,
umgerechnet auf die wöchentliche durchschnittliche Arbeitszeit von 41.7
Stunden, aufindexiert [= CHF 5'340.-- x 12 : 40 x 41.7 x 0.5 x 0.9 x 1.003995
x 1.004824 x 1.005 x 1.005]) sei unzumutbar und schlicht realitätsfremd.
Dieser Einwand verfängt indes nicht. Denn rechtsprechungsgemäss ist bei
versicherten Personen, die nach Eintritt eines Gesundheitsschadens – wie
vorliegend – lediglich noch leichte und intellektuell nicht anspruchsvolle
Arbeiten verrichten können, in der Regel vom Totalwert im niedrigsten (und
am schlechtesten bezahlten) Kompetenzniveau auszugehen (vgl. Urteile
des Bundesgerichts 8C_411/2019 vom 16. Oktober 2019 E.7.2,
9C_325/2018 vom 29. Juni 2018 E.3.2.2, 9C_633/2013 vom 23. Oktober
2013 E.4.2). Dass Anlass dazu bestünde, von dieser Regel abzuweichen,
wird weder vom Beschwerdeführer substanziiert geltend gemacht noch ist
dies ersichtlich. Insbesondere räumt er in der Beschwerde selbst ein, dass
ihm seine aktuelle Tätigkeit bei seinem bisherigen Arbeitgeber, welche er
nur noch unter hoher Medikamenteneinnahme, höchster Anstrengung und
aufgeteilt auf drei flexible Schichten ausführen könne, nicht mehr zumutbar
sei. Insofern erscheint es denn auch widersprüchlich, wenn er trotz dieser
subjektiven Unzumutbarkeit der bisherigen Tätigkeit geltend macht, zur
Bestimmung des Invalideneinkommens sei sinnvollerweise auf seinen
zurzeit noch erzielten Lohn abzustellen. Vielmehr erscheint es vorliegend
sachgerecht, wie die Beschwerdegegnerin auf den LSE-Tabellenlohn im
Kompetenzniveau 1 abzustellen (vgl. dazu Erwägung 9), da damit der
gemäss RAD-Abklärungsbericht vom 6. Januar 2020 zumutbaren
- 21 -
erwerblichen Verwertung der verbliebenen Arbeitsfähigkeit Rechnung
getragen wird.
6.2. Schliesslich vermag der Beschwerdeführer auch insoweit nicht
durchzudringen, als er geltend macht, das Invalideneinkommen sei nur bis
ins Jahr 2018 (und nicht bis 2020) aufzuindexieren, da er schon im August
2018 erkrankt sei. Daraus vermag er nichts zu seinen Gunsten abzuleiten,
da das Valideneinkommen gleichermassen an die Nominallohnentwicklung
angepasst wird und somit eine gleich hohe Erwerbseinbusse resultierte
(vgl. Invaliditätsbemessung [Bg-act. 63]).
7.1. Sodann stellt der Beschwerdeführer die Verwertbarkeit seiner
Restarbeitsfähigkeit in Abrede.
7.2. Referenzpunkt für die Verwertung der Restarbeitsfähigkeit ist der
hypothetisch ausgeglichene Arbeitsmarkt (Art. 16 ATSG). Nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts handelt es sich dabei um einen
theoretischen abstrakten Begriff, der dazu dient, den Leistungsbereich der
Invalidenversicherung von demjenigen der Arbeitslosenversicherung
abzugrenzen. Der Begriff umschliesst einerseits ein bestimmtes
Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen;
anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her
einen Fächer verschiedenartiger Stellen offen hält und zwar sowohl
bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen
Voraussetzungen wie auch hinsichtlich des körperlichen Einsatzes. Nach
diesen Gesichtspunkten bestimmt sich im Einzelfall, ob die invalide Person
die Möglichkeit hat, ihre restliche Erwerbsfähigkeit zu verwerten (vgl. BGE
110 V 273 E.4b; ZAK 1991 S. 320 f. E.3b). Daraus folgt, dass für die
Invaliditätsbemessung nicht darauf abzustellen ist, ob eine invalide Person
unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann,
sondern einzig darauf, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch
- 22 -
wirtschaftlich nutzen könnte, wenn die verfügbaren Arbeitsplätze dem
Angebot an Arbeitskräften entsprechen würden (vgl. AHI-Praxis 6/1998 S.
291). Der ausgeglichene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte
Nischenarbeitsplätze, also Arbeitsangebote, bei welchen Behinderte mit
einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen
können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann dann nicht mehr gesprochen
werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form
möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt,
oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines
durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer
entsprechenden Stelle daher von vornherein ausgeschlossen erscheint
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E.2.2.1 mit
Hinweisen).
7.3. Art und Mass dessen, was einem Versicherten an Erwerbstätigkeit noch
zugemutet werden kann, richtet sich nach seinen besonderen persönlichen
Verhältnissen einerseits und nach den allgemein herrschenden
Auffassungen andererseits. Für die Beurteilung der Zumutbarkeit ist
letztlich insofern eine objektive Betrachtungsweise massgebend, als es
nicht auf eine bloss subjektiv ablehnende Bewertung der infrage stehenden
Erwerbstätigkeit durch den Versicherten ankommt (vgl. MEYER/REICHMUTH,
in: STAUFFER/ CARDINAUX [Hrsg.], Rechtsprechung des Bundesgerichts zum
Sozialversicherungsrecht, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung
[IVG], 3. Aufl., Zürich 2014, Art. 28a Rz. 28).
7.4. Im vorliegenden Fall definierten die RAD-Ärzte Dres. med. M._ und
F._ in ihren Beurteilungen vom 6. Januar 2020 und 29. Januar 2020
ein detailliertes Belastungsprofil. Danach werden körperlich leichte,
wechselbelastende Tätigkeiten ohne langanhaltende feinmotorische
Aktivitäten, ohne hohe Ansprüche an die Daueraufmerksamkeit bzw. an
das Kurzzeitgedächtnis und ohne repetitive Bewegungen sowie mit guter
- 23 -
Erreichbarkeit der sanitären Anlagen und einer längeren Erholungspause
als optimal leidensangepasst erachtet (vgl. Bg-act. 61 S. 9 und 77 S. 10).
Auch wenn diese Anforderungen an eine adaptierte Tätigkeit eine
Erschwernis darstellen, kann nicht gesagt werden, dass die zumutbare
Tätigkeit nur in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der
ausgeglichene Arbeitsmarkt praktisch nicht kennt oder sie nur unter nicht
realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers
möglich wäre. Vielmehr ist mit der Beschwerdegegnerin davon
auszugehen, dass das hier anwendbare Kompetenzniveau 1 (einfache
Tätigkeiten körperlicher oder handwerklicher Art) typischerweise leichte,
wechselbelastende und kognitiv einfache Tätigkeiten mit guter
Erreichbarkeit der sanitären Anlagen umfasst, bei denen durchaus keine
langanhaltenden feinmotorischen Aktivitäten, dauerndes Stehen und
Gehen oder längere Computerarbeiten verlangt werden. Als ausführbare
Tätigkeiten auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt nannte die
Beschwerdegegnerin beispielsweise leichte Maschinenbedienung,
Kontrollfunktionen, leichte Sortier-, Prüf- und Verpackungsarbeiten, die
Bedienung und Überwachung von (halb-)automatischen Maschinen oder
Produktionseinheiten sowie leichtere Arbeiten im Bereich der (zum Teil
maschinell unterstützten) Lager- oder Ersatzteilbewirtschaftung (vgl.
angefochtene Verfügungen vom 11./25. August 2020 [Bf-act. 2 und 3 S.
4]). Soweit der Beschwerdeführer deren Zumutbarkeit insbesondere unter
Hinweis auf seine zahlreichen neuropsychologischen und motorischen
Einschränkungen in Abrede stellt, kann ihm nicht gefolgt werden.
Insbesondere leuchtet nicht ein, weshalb es ihm nicht möglich sein soll,
leichte Maschinenbedienungen, Verpackungsarbeiten sowie Kontroll-,
Sortier- und Prüfarbeiten auszuführen, können diese entgegen seiner
Auffassung doch auch sitzend bzw. wechselbelastend ausgeübt werden
und handelt es sich dabei um kognitiv einfache Arbeiten ohne hohe
Anforderungen an die Daueraufmerksamkeit, die Sprache, das Rechnen,
- 24 -
die Orientierung oder die eigene Strukturierung der Aufgaben. Auch geht
aus den Akten hervor, dass er entgegen seiner Behauptung durchaus in
der Lage ist, sein iPhone als Hilfsmittel zu nutzen bzw. im Rahmen seiner
Servicetätigkeit die Bestellungen digital zu erfassen (vgl.
Evaluationsgespräch Eingliederung vom 20. Dezember 2018 [Bg-act. 9 S.
2], Verlaufsprotokoll Eingliederung, Eintrag vom 1. Oktober 2019 [Bg-act.
55 S. 2] und RAD-Abklärungsbericht vom 6. Januar 2020 [Bg-act. 61 S. 6]).
Ausserdem ist darauf hinzuweisen, dass das Bundesgericht selbst bei
Personen, die funktionell als Einarmige bzw. -händige zu betrachten sind –
was hier nicht der Fall ist – und überdies nur noch leichte Arbeiten
verrichten können, annimmt, dass auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt
genügend realistische Betätigungsmöglichkeiten bestehen (vgl. Urteile des
Bundesgerichts 8C_134/2020 vom 29. April 2020 E.4.5, 9C_124/2019 vom
28. Mai 2019 E.3.2, 8C_811/2018 vom 10. April 2019 E.4.4.2,
8C_227/2018 vom 14. Juni 2018 E.4.2.1). Zudem ist der Beschwerdeführer
bekanntermassen nachweislich in der Lage, seine Restarbeitsfähigkeit in
angestammter Tätigkeit als Servicefachmitarbeiter bei seinem bisherigen,
verständnisvollen Arbeitgeber im ersten Arbeitsmarkt zu verwerten. So
kann denn auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit einem sozialen
Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers gerechnet werden.
7.5. Insgesamt stehen dem Beschwerdeführer auf dem ausgeglichenen
Arbeitsmarkt somit genügend Einsatzmöglichkeiten in einer
leidensadaptierten Tätigkeit offen.
8.1. Der Beschwerdeführer erachtet des Weiteren einen Leidensabzug von
25 % als angemessen und begründet diesen mit seinen stark
ausgeprägten Einschränkungen.
8.2. Ein leidensbedingter Abzug kommt auch bei Heranziehen der LSE zur
Bestimmung des Invalideneinkommens nicht generell und in jedem Fall zur
- 25 -
Anwendung. Ein Abzug soll nicht automatisch, sondern dann erfolgen,
wenn im Einzelfall Anhaltspunkte dafür bestehen, dass die versicherte
Person wegen eines oder mehrerer einkommensbeeinflussender
Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem
allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem erwerblichem
Erfolg verwerten kann (vgl. BGE 126 V 75 E.5a/bb und E.5b/aa; bestätigt
u.a. mit Urteilen 9C_323/2019 vom 2. September 2019 E.4.2, 9C_549/2018
vom 20. Februar 2019 E.4.1 mit Hinweisen). Praxisgemäss soll mit dem
Abzug vom Tabellenlohn der Tatsache Rechnung getragen werden, dass
persönliche und berufliche Merkmale, wie Art und Ausmass der
Behinderung, Lebensalter, Dienstjahre, Nationalität oder
Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad je nach Ausprägung
Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben können (vgl. BGE 135 V 297 E.5.2;
Urteil des Bundesgerichts 8C_114/2017 vom 11. Juli 2017 E.3.1). Der
Abzug ist unter Würdigung der Umstände im Einzelfall nach
pflichtgemässem Ermessen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht
übersteigen (vgl. BGE 135 V 297 E.5.2, 134 V 322 E.5.2, 126 V 75 E.5b/bb-
cc; Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2019 vom 8. Oktober 2019 E.3.1).
8.3. Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer in den
angefochtenen Verfügungen vom 11./25. August 2020 aufgrund der
Teilzeitarbeit, der gesundheitlichen Einschränkungen und der
Notwendigkeit einer längeren Erholungspause einen Abzug von 10 %.
Dazu hielt sie fest, ein höherer Leidensabzug rechtfertige sich nicht, denn
die gesundheitlichen Einschränkungen würden bereits im Rahmen der
attestierten Arbeitsfähigkeit von 50 % berücksichtigt und der
Beschwerdeführer könne in diesem Umfang eine leidensadaptierte
Tätigkeit ausüben. Insofern habe Letzterer nur mit kleinen Lohneinbussen
zu rechnen (vgl. Bf-act. 2 und 3 S. 5 f.).
- 26 -
8.4. Im vorliegenden Fall wurde in der von der RAD-Ärztin Dr. med. M._ in
ihrem Abklärungsbericht vom 6. Januar 2020 ausgewiesenen
Arbeitsfähigkeitseinschätzung in adaptierter Tätigkeit der verminderten
Belastbarkeit aufgrund der zahlreichen Funktionseinschränkungen bereits
durch die auf 50 % reduzierte Leistungsfähigkeit Rechnung getragen sowie
in qualitativer Hinsicht bei der Festlegung des Belastungsprofils
berücksichtigt (vgl. Bg-act. 61 S. 8 ff.). Es bestehen entgegen der
Auffassung des Beschwerdeführers keine Anhaltspunkte dafür, dass die
gesundheitlichen Einschränkungen nicht bereits in der Beurteilung der
medizinischen Arbeitsfähigkeit in leidensadaptierter Tätigkeit enthalten
sind. Würden somit die Funktionseinschränkungen zusätzlich beim
leidensbedingten Abzug berücksichtigt, käme dies einer unzulässigen
doppelten Anrechnung derselben Gesichtspunkte gleich. Zudem trug die
Beschwerdegegnerin diesen, genauso wie den Umständen, dass der
Beschwerdeführer teilzeitlich erwerbstätig und auf eine längere
Erholungspause angewiesen ist, mit einem Leidensabzug von 10 %
Rechnung, was nicht zu beanstanden ist. Selbst wenn jedoch zusätzlich
weitere Funktionseinschränkungen berücksichtigt würden, welche die
Leistungsfähigkeit über die Verrichtung körperlich leichter und einfacher
Tätigkeiten (Kompetenzniveau 1) hinaus einschränken (wie z.B. das
Aufsuchen sanitärer Anlagen oder die Einschränkung der dominanten
rechten Hand), würde dies jedenfalls einen Leidensabzug von 20 % nicht
übersteigen, sondern wäre zu hoch bemessen. Auch bei einem solchen,
resultierte im Ergebnis – wie nachfolgend aufgezeigt wird – lediglich ein
eine Viertelsrente begründender Invaliditätsgrad.
9. Zum Invaliditätsgrad gilt Folgendes: Bei einem unbestritten gebliebenen
hochgerechneten Valideneinkommen von CHF 52'521.30 und einem
gestützt auf die LSE-Tabellen bemessenen Invalideneinkommen von
CHF 30'800.71 bei einem Leidensabzug von 10 % (LSE 2018, TA1
- 27 -
[veröffentlicht am 21. April 2020, d.h. vor Verfügungszeitpunkt, vgl. BGE
143 V 295 E.2.3 und Urteil des Bundesgerichts 9C_15/2018 vom 2. Juli
2018 E.4.3], Kompetenzniveau 1, Totalwert, männlich, Arbeitsfähigkeit 50
%, Leidensabzug 10 %, umgerechnet auf die wöchentliche
durchschnittliche Arbeitszeit von 41.7 Stunden, aufindexiert [= CHF 5'417.--
x 12 : 40 x 41.7 x 0.5 x 0.9 x 1.005 x 1.005]) ergibt sich ein Invaliditätsgrad
von gerundet 41 %. Bei einem Leidensabzug von nicht gerechtfertigten 20
% und einem Invalideneinkommen von CHF 27'378.41 (= CHF 5'417.-- x
12 : 40 x 41.7 x 0.5 x 0.8 x 1.005 x 1.005) ergäbe sich ein Invaliditätsgrad
von 47.9 %. Damit steht dem Beschwerdeführer in Übereinstimmung mit
der Beschwerdegegnerin ab dem 1. August 2019 kein Anspruch auf eine
höhere als die ihm zugesprochene Invalidenrente (Viertelsrente) zu.
10. Zusammenfassend erweisen sich die angefochtenen Verfügungen vom
11./25. August 2020 als rechtens, was zu ihrer Bestätigung und zur
Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde vom 7. September 2020
führt.
11. Laut Art. 69 Abs. 1bis IVG ist das Beschwerdeverfahren – in Abweichung
von Art. 61 lit. a ATSG – bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die
Verweigerung von Leistungen aus der Invalidenversicherung vor dem
kantonalen Versicherungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach
dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von
CHF 200.-- bis CHF 1'000.-- festgelegt. Bei Fällen wie dem vorliegenden,
in denen ein durchschnittlicher Verfahrensaufwand entstanden ist, setzt
das Gericht die Kosten in Berücksichtigung des bundesrechtlichen
Kostenrahmens auf CHF 700.-- fest. Diese sind gemäss Art. 73 Abs. 1 VRG
vom unterliegenden Beschwerdeführer zu tragen. Der obsiegenden
Beschwerdegegnerin steht kein Anspruch auf Ersatz der Parteikosten zu
(vgl. Art. 61 lit. g ATSG e contrario).
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