# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6938b680-1d89-43fc-a5df-81ccffbb874a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2003
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. Am 8. Juli 2001 um 21.25 Uhr ereignete sich bei starkem Regen und nasser Fahrbahn auf der B. im C. zwischen D. und E. ein Verkehrsunfall. Der Personenwagen der Marke Suzuki Vitara, welcher von A. gelenkt wurde, kam in einer Linkskurve einer Kurvenkombination ins Rutschen und bewegte sich Richtung Gegenfahrbahn. Nach einer Gegenlenkbewegung nach rechts steuerte das Fahrzeug nunmehr auf den rechten Strassenrand zu. Nachdem die Lenkerin erfolglos mit weiteren Gegenlenkbewegungen nach links das Fahrzeug aufzufangen versuchte, leitete sie ein Bremsmanöver ein, worauf sie aber dennoch mit ihrem Fahrzeug über den Strassenrand hinausgeriet, mit einem Strassenleitpfosten kollidierte und ungefähr 100 Meter den Abhang hinunter rutschte.
B. Mit Strafmandat vom 28. September 2001 bestrafte der Kreispräsident Trins A. wegen Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 32 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG zu einer Busse von Fr. 200.--. Dagegen erhob A. am 7. Oktober 2001 Einsprache beim Kreisamt Trins, worauf die Sache an das Bezirksgerichtspräsidium Imboden überwiesen wurde. Nach ergänzender Untersuchung durch die Einvernahme der Angeschuldigten sowie des Zeugen F. entschied der Bezirksgerichtsausschuss Imboden mit Urteil vom 6. März 2002 wie folgt:
„1. A. ist schuldig der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 32 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.
2. Dafür wird sie mit einer Busse von Fr. 200.-- bestraft.
3. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus: - den Kosten des Kreisamtes Trins
(einschliesslich Untersuchungskosten) von Fr. 529.80 - der Gerichtsgebühr von Fr. 1'200.-- total somit Fr. 1'729.80 gehen zulasten der Verurteilen.
4. (Mitteilung).“
Zur Begründung wurde ausgeführt, dass sich gemäss der Aussage des Zeugen auf der Unfallstelle Kies befunden habe. Angesichts dessen, dass die fragliche Stelle kurz vor dem Unfall mit einem frischen Belag versehen worden sei, sei das Vorhandensein von Kies nicht derart aussergewöhnlich gewesen, dass A. nicht hätte damit rechnen müssen.
C. Gegen das Urteil des Bezirksgerichtsausschusses Imboden vom 6. März 2002 erhob A. mit Eingabe vom 29. April 2002 Berufung beim
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Kantonsgerichtsausschuss von Graubünden. Sie machte geltend, dass sie nur deshalb ins Rutschen gekommen sei, weil aufgrund der Aussagen des Zeugen anzunehmen sei, dass ein Kiestransporter Rollsplitt verloren habe. Mit einer derart grossen Menge Kies habe sie nicht rechnen müssen. Zudem sei davon auszugehen, dass eine neu asphaltierte Strasse dafür Gewähr biete, dass sie sich in einwandfreiem Zustand befinde, weshalb die vorinstanzliche Annahme, dass aufgrund des frischen Belages mit Rollsplitt zu rechnen sei, in keiner Weise haltbar sei. Mit Urteil vom 22. Mai 2002, mitgeteilt am 27. November 2002, erkannte der Kantonsgerichtsausschuss wie folgt:
„1. Die Berufung wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 1'200.-- gehen zu Lasten der Berufungsklägerin.

## Considerations