# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a9ccbd8e-662d-5cce-bc7e-e7519a2af095
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1963,
reiste im Jahr 1980
aus der Türkei
in die Schweiz ein und
schloss
keine berufliche Ausbildung
ab
(
Urk.
7/6, 7/58/1)
. Ab dem
1.
Januar 2000 war er bei der
Y._
als Animator/Jugendarbeiter in einem 75%-Pensum angestellt (
Urk.
7/10, 7/
54/2
).
Daneben ging er bis Mitte 2002 teilzeitlich einer selbständigen Erwerbstätigkeit im Gastgewerbe nach (
Urk.
7/21-25, 7/58/1).
Unter Hinweis auf Erschöpfung sowie Nacken- und Schul
terschmerzen meldete er sich
erstmals
am 1
1.
April 2005 bei der Invaliden
ver
sicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/6).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
nahm erwerbliche und medizinische Abklärungen vor
(vgl.
Urk.
7/9 ff.)
.
Mit Verfügung vom 2
8.
Juli 2005 wies sie das Leistungsbe
gehren ab (
Urk.
7/15), wogegen der Versicherte Einsprache erhob (
Urk.
7/19). Die IV-Stelle veranlasste daraufhin
bei der
Z._
eine polydisziplinäre Begutachtung (
Z._
-Gutachten vom
3.
April
2006,
Urk.
7/37).
Mit Entscheid vom 2
5.
April 2006 wies sie die Einsprache ab
(Urk.
7/41).
1.2
Per 3
0.
Juni 2007 löste die
Y._
das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf (
Urk.
7/54/2, 7/58/2).
Am 1
0.
Juli 2007
wurde
er
erneut
bei der Invalidenversicherung
vorstellig
(Urk.
7/47),
worauf die IV-Stelle insbe
sondere diverse Arztberichte einholte (Urk. 7/55/4 ff., 7/
61
und 7/64). Nach
durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(vgl.
Urk.
7/68, 7/70 und 7/81)
beauf
trag
t
e
sie
Dr.
med. A._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
mit der Erstellung
ein
es psychiatrischen
Gutachten
s, welches am
1
1.
März
2008 vorgelegt wurde (
Urk.
7/90).
Mit Verfügungen vom 1
1.
und 18. Juli 2008 verneinte die IV-Stelle sowohl den Anspruch auf berufliche Massnahmen als auch auf eine Inva
lidenrente (
Urk.
7/109, 7/112). Die gegen die Rentenverfügung erhoben
e
Be
schwerde (
Urk.
7/113/3 ff.) wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich mit Urteil vom 1
5.
Februar 2010 ab
(IV.2008.00930;
Urk.
7/116)
.
1.3
Seit dem
1.
September 2017 ist der Versicherte in einem Teilzeitpensum als nebenberuflicher Sicherheitsagent bei der
B._
, Zürich, angestellt (vgl.
Urk.
7/167/4, 7/168/1-4).
Nachdem
er
am 2
4.
November 2017
unter Hinweis auf ein chronisches Erschöpfungssynd
rom
wiederum bei der IV-Stelle
um die Gewäh
rung von Versicherungsleistungen ersucht
hatte (
Urk.
7/129), reichte er nach
ent
sprechende
r
Aufforderung vom 1. Dezember 2017 (
Urk.
7/133)
mit Stellung
nah
me vom 7.
Februar 2018
ärztliche Unterlagen
ein, um eine Veränderung der tat
sächlichen Verhältnisse nach Erlass der letzten Verfügung glau
bhaft zu machen (
Urk.
7/137 f.).
M
it Vorbescheid vom 1
5.
März 2018
wurde ihm
in Aussicht
gestellt, dass auf sein Leistungsbegehren nicht eingetreten werde (
Urk.
7/140).
Unter Beilage eines weiteren Arztberichtes (
Urk.
7/150) erhob
der Versicherte dagegen am 19. respektive
2
4.
März 2018 Einwand (
Urk.
7/144, 7/146).
In der Folge gab die IV-Stelle bei der MEDAS
C._
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag (
Urk.
7/155), welches am 2
1.
Dezember 2018 vorgelegt wurde (
MEDAS-Gutachten,
Urk. 7/159).
Nach Eingang einer Stellungnahme des Versicherten
zum Gutachten
(
Urk.
7/167 f.)
erliess die IV-Stelle am
1.
April 2019 einen neuen Vorbescheid, wobei sie
die Abweisung des Leistungsbegehrens a
n
kündigte (Urk.
7/170).
Der Versicherte erhob dagegen
am
8.
April 2019 Einwand (Urk.
7/174), worauf die IV-Stelle am 1
3.
Juni 2019 im Sinne des Vorbescheids verfügte (
Urk.
2 =
Urk.
7/179).
2.
Dagegen erhob
X._
am
2.
Juli 2019 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm nach erfolgten Ab
klärungen die gesetzlichen Leistungen der Invalidenversicherung zu gewähren, insbesondere eine Rente (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 1
9.
August 2019 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6).
Mit Replik vom 1
6.
September 2019 hielt der Beschwerdeführer an seinen An
trägen fest (
Urk.
11), worauf die Beschwerdegegnerin mit Eingabe vom 11. Okto
ber 2019 mitteilte, auf das Einreichen einer Duplik zu verzichten (Urk. 14).
Darüber wurde der Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
4.
Oktober 2019 in Kenntnis gesetzt (
Urk.
15). Mit Eingabe vom
5.
Januar 2021 ersuchte
er
unter Hinweis auf die Regeln betreffend Rechtsverzögerung um die Zustellung des Urteils bis Ende Januar 2021 (
Urk.
16).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des
Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der
gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf
die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose vor
aus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fachärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Inva
lidi
tät. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbs
fähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätio
logie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der ver
sicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.4
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben den Sachverhalt von Amtes wegen festzustellen und die Beweise frei, das heisst ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und pflichtgemäss zu würdigen. Sie haben alle Beweismittel, unabhängig davon, von wem sie stammen, objektiv zu prüfen und danach zu entscheiden, ob die verfügbaren Unterlagen eine zuver
lässige Beurteilung des streitigen Rechtsanspruches gestatten. Insbesondere dürfen sie bei einander widersprechenden medizinischen Berichten den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe
anzugeben, warum sie auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellen (BGE 125 V 351 E. 3a).
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist also entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich somit weder die Her
kunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a).
2.
2.1
In der angefochtenen Verfügung vom 1
3.
Juni 2019
hielt die Beschwerdegegnerin zusammengefasst fest,
der Beurteilung der MEDAS-Gutachter könne gefolgt werden. Die vom Beschwerdeführer vorgebrachten Einwände und eingereichten Unterlagen würden keine neuen medizinischen Sachverhalte darstellen; vielmehr handle es sich um eine unterschiedliche Beurteilung desselben medizinischen Zu
standes. Weitere oder vertiefte Abklärungen seien daher seitens der Invaliden
versicherung nicht angezeigt.
Aus psychiatrischer Sicht sei die Tätigkeit als Jugendarbeiter aufgrund der vorliegenden Persönlichkeitsstruktur und der dys
funktionalen Stressverarbeitung nicht geeignet.
Seit 2008 sei
jedoch
eine 100%ige
Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit gegeben, wobei
Arbeiten, welche mit
Heben, Tragen und Transportiere
n von schweren Lasten
sowie Ver
harren in Zwangshaltungen
verbunden seien,
vermieden werden sollten.
Vor diesem Hintergrund bestehe weiterhin kein Anspruch auf Leistungen der Inva
lidenversicherung (
Urk.
2 S. 4 f.).
2.2
Diesen Ausführungen entgegnete der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde
schrift vom
2.
Juli 2019 im Wesentlichen,
es sei offensichtlich unzutreffend, dass die neu vorliegenden medizinischen Akten gegenüber 2008 keine neuen Fakten ausweisen würden.
So
habe
er
am 2
2.
März 2012 einen Verkehrsunfall erlitten, wodurch sich seine Kopf- und Nackenschmerzen sowie die kognitiven Defizite deutlich verstärkt hätten (
Urk.
1 S. 3 f.).
Neu und progredient sei ausserdem das
chronifizierte
zervikale und
z
erviko
z
ephale
Schmerzsyndrom mit
myofascialer
Ausprägung sowie
Impingement
-Symptomatik im Bereich der linken Schulter (
Urk.
1 S. 4). Im Weiteren sei festzuhalten, dass
sich das psychiatrische Teilgut
achten der MEDAS in mehrfacher Hinsicht als nicht nachvollziehbar erweise und
es
daher nicht beweiswertig sei.
Es sei insbesondere
nicht nur widersprüchlich, sondern
weiche
in Bezug auf die
attestierte
Arbeitsfähigkeit auch
deutlich von der Einschätzung der
behandelnden Psychiater
ab
(
Urk.
1 S. 5 ff.).
Die Be
schwerdegegnerin habe sich auch nicht mit der eingehenden Kritik von
Dr.
med. D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, am psychiatrischen Teilgutachten befasst, wodurch sie ihrer Begründungspflicht nicht nachge
kom
men sei und den Anspruch auf rechtliches Gehör verletzt habe.
Gesamthaft hätten sich
seit 2008 sehr wohl neue medizinische Akten und Beurteilungen ergeben, die eine Verschlechterung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit von 80
%
auf 30
%
nachweisen würden
(
Urk.
1
S. 9 f.
).
Mit
Replik vom 1
6.
September 2019
betonte der Beschwerdeführer
unter ande
rem
, dass die Beschwerdegegnerin die Arbeitsunfähigkeitsbeurteilungen der be
han
delnden Fachärzte nicht beachtet habe
(
Urk.
11 S. 1 f.). Der psychiatrische Gutachter habe zudem nicht berücksichtigt, dass durch den tiefen Testoste
ron
spiegel das Sexualleben zum Erliegen gekommen sei, was zu einer Verschlech
terung der psychischen Verfassung geführt habe. Des Weiter
en habe er die Aus
wirkungen der als traumatisch erlebten Kriegshandlungen im türkisch-syrischen Herkunftsgebiet gänzlich ausser Acht gelassen, weshalb die Sachverhaltsab
klä
rung unvollständig sei und
Art.
43 ATSG verletze. Schliesslich habe sich gezeigt, dass bereits im aktuell ausgeübten
Arbeitspensum von 30
%
klare gesund
heits
bedingte Einschränkungen bestünden. Möglich sei nur eine sehr angepasste Tätigkeit
mit Rückzugsmöglichkeit und Selbstbestimmung des Arbeitsrhythmus (
Urk.
11 S. 2 f.).
3.
3.1
Zunächst ist
da formeller Natur (vgl. BGE 132 V 387 E. 5.1, 127 V 431 E.
3d/
aa
)
die Rüge des Beschwerdeführers zu prüfen, wonach sich die Beschwer
degegnerin in der angefochtenen Verfügung nicht mit
der
ausführlichen
Kritik von
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
am psychiatrischen Teilgutachten
auseinandergesetzt habe.
Dies stelle eine Verlet
zung der Begründungpflicht und somit des
Anspruch
s
auf rechtliches Gehör
im Sinne von
Art.
29 der Schweizerischen Bundesverfassung (BV) dar
(
Urk.
1 S.
10)
.
3.2
Verfügungen der Versicherungsträger müssen, wenn sie den Begehren der Par
teien nicht voll entsprechen, eine Begründung enthalten, das heisst eine Dar
stellung des vom Versicherungsträger als relevant erachteten Sachverhaltes und der rechtlichen Erwä
gungen (
Art.
49
Abs.
3 Satz 2 ATSG). Die Begründung eines Entscheides muss so abgefasst sein, dass die betroffene Person ihn gegebenenfalls
anfechten kann. Dies ist nur dann möglich, wenn sowohl sie als auch die Rechts
mittelinstanz sich über die Tragweite des Entscheids ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich der Versicherungsträger leiten liess und auf welche sich der Entscheid stützt. Dies bedeutet indessen nicht, dass sich die Verwaltung ausdrücklich mit jeder
tatbeständlichen
Behauptung und jedem r
echtlichen Einwand auseinan
der
setzen muss; vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkte beschränken (BGE 126 V 75 E.
5b/
dd
mit Hinweis, 118 V 56 E.
5b).
Der Mangel eines nicht oder nur ungenügend begründeten Entscheides kann gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung im Rechtsmittelverfahren geheilt werden, sofern die fehlende Begründung in der Vernehmlassung der entschei
denden Behörde zum Rechtsmittel enthalten ist oder den
beschwerdeführenden
Parteien auf andere Weise zur Kenntnis gebracht wird, diese dazu Stellung nehmen können und der Rechtsmittelinstanz volle Kognition zukommt (BGE 107
Ia
1).
3.3
Richtig ist
, dass sich die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung
nicht vertieft
mit
allen
vom Beschwerdeführer im
Vorbescheidverfahren
erho
be
nen Einwänden und den von den Beurteilungen der MEDAS-Gutachter abwei
chenden Einschätzungen
der behandelnden Ärzte auseinandergesetzt hat
. Eine schwere, die Heilung des Verfahrensmangels ausschliessende Gehörsverletzung, welche von Amtes wegen zur Aufhebung der mit dem Verfahrensfehler behaf
teten Verfügung führen würde (vgl. BGE 124 V 180 E. 4a mit Hinweisen), liegt allerdings aus verschiedenen Gründen nicht vor.
Zunächst
ist zu betonen, dass sich die Beschwerdegegnerin auf die für den Entscheid massgebenden Gesicht
s
punkte beschränken durfte (BGE 136 I 229
E. 5.2).
Dem Beschwerdeführer war es
darüber hinaus
möglich, sein
Anliegen
in der Beschwerde sowie der Replik
sach
gerecht vor dem Sozialversicherungsgericht darzulegen, welches sowohl den Sachverhalt als auch die
Rechtslage frei überprüft (vgl.
§ 18a des Gesetzes über
das Sozialversicherungsgericht;
GSVGer
). Im Übrigen sprechen verfahrensöko
nomische Gründe gegen die Aufhebung der angefochtenen Verfügung verbunden mit der Rückweisung zur Ge
währung des rechtlichen Gehörs. In
Anbetracht der konkreten Gegebenheiten würde ein solches Vorgehen zu einem formalistischen Leerlauf und unnötigen Verzögerungen führen, was mit dem Interesse der ver
sicherten Person an einer möglichst
beförderlichen
Beurteilung ihres Anspruchs nicht zu vereinbaren wäre (vgl. BGE 142 II 218 E. 2.8.1, 137 I 195 E. 2.3.2, je mit Hinweisen). Eine Rückweisung zur Gewährung des rechtlichen Gehörs wird
vom Beschwerdeführer
denn auch nicht verlangt.
4.
4.1
War eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert worden und ist die Verwaltung auf eine Neuanmeldung eingetreten (Art. 87 Abs. 3
der Verordnung über
die Invalidenversicherung [IVV]
), so ist im Beschwerdever
fah
ren zu prüfen, ob im Sinne von Art. 17 ATSG eine für den Rentenanspruch relevante Änderung des Invalidi
tätsgrades eingetreten ist (BGE
117 V 198 E. 3a mit Hinweis).
Die Beschwerdegegnerin verneinte den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers zuletzt mit Verfügungen vom 1
1.
und 1
8.
Juli 2008
(
Urk.
7/109, 7/112), wobei Letztere den vorliegend im Vordergrund stehenden Rentenanspruch betraf und vom hiesigen Gericht mit Urteil vom 1
5.
Februar
2010 bestätigt wurde (IV.2008.00930; Urk. 7/116).
Grundlage für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers bildete
n
damals
in somatischer Hinsicht Berichte der involvierten Ärzte, welche lediglich geringfügige objektivierte Befunde feststellen konnten und ein chronisches rechtsseitiges
zervikobrachiales
Schmerzsyndrom bei degenerativen Veränderungen der Halswirbelsäule diagnostizierten (vgl. E. 4.2 des Urteils,
Urk.
7/116/11).
Als beweiskräftig eingestuft wurde mit Blick auf den psychischen Gesundheitszustand das
fachärztliche
Gutachten von
Dr.
A._
vom 11.
März 2008
(vgl. E. 4.3 des Urteils;
Urk.
7/116/12)
. Dieser
stellte einerseits die Diagnose einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) und andererseits einer rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig leichte Episode mit somat
ischen Symptomen (ICD-10 F33.01
).
Aufgrund
Letzterer
attestierte er eine 20%ige Arbeitsunfähigkeit für die
bisher ausgeübte
Tätigkeit als Jugendarbeiter seit Frühjahr/Frühsommer 200
7.
Prognos
tisch ging
Dr.
A._
davon aus, dass die Arbeitsfähigkeit durch medizinische Massnahmen in Form einer adäquaten Dosierung der
etablierten
Medikation verbessert oder zumindest
beibe
halten werden könne (
Urk.
7/90/13 ff.).
Vor diesem Hintergrund gelangte das Gericht zum Schluss, dass der Beschwer
deführer in der angestammten Tätigkeit als Jugendarbeiter zu 80
%
arbeitsfähig sei
,
und verneinte den Anspruch auf eine Invalidenrente ausgehend von einem
Invalidi
tätsgrad von 20
%
(
Urk.
7/116/14).
4.
2
Am 2
4.
November 2017 meldete sich der Beschwerdeführer erneut
zum Leis
tungs
bezug an (
Urk.
7/129) und reichte mit Stellungnahme vom
7.
Februar 2018 (
Urk.
7/138) mehrere Arztberichte ein.
Demjenigen von
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Neurologie, vom 1
0.
Mai 2012 ist zu entnehmen, dass der Be
schwerdeführer am 2
2.
März 2012 einen Verkehrsunfall erlitten hatte
.
Danach habe er massive
stechende Schmerzen zwischen Hinterkopf und Schulter verspürt, sich wie benebelt gefühlt und am gesamten Körper gefroren. Infolge Persistenz und Verstärkung der Schmerzen habe er
sich
in den nächsten Tagen
in ärztliche Behandlung begeben. Durch therapeutische Massnahmen hätten sich die Be
schwerden im Verlauf von vier Wochen nach dem Unfall um etwa 30
%
ver
ringert
(
Urk.
7/137/8 f.)
.
4.3
Vom 1
8.
Oktober bis 1
2.
November 2016 befand sich der Beschwerdeführer im
F._
in stationärer Behandlung, wobei
im
Austrittsbericht vom
9.
Dezember 2016 folgende Diagnosen
festgehalten wurden
(
Urk.
7/137/1):
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
rezidivierende depressive Episode mit eingeschränkter Leistungsfähigkeit und vorschneller Erschöpfung (ICD-10 F33.1)
-
Osteoporose
-
anamnestisch Nebennieren
rinden
insuffizienz
-
Thalassämia
minor
-
Status nach Kreuzbandruptur Knie rechts (1988).
Während des Klinikaufenthalts sei es dem Beschwerdeführer gelungen, für seine Bedürfnisse einzustehen und
so über ein angepasstes, bedarfsgerechtes Therapie
programm erste Schritte im Hinblick auf die psychophysische
Rekonditionierung
zu machen. Im Bereich der Frustrationstoleranz respektive dem Umgang mit unterdrückter Wut sei er unterstützungsbedürftig erschienen. Im Anschluss habe jeweils eine sehr gute Reflexions- und Introspektionsfähigkeit beobachtet werden können.
Bis zum 2
0.
November 2016 sei der Beschwerdeführer zu 100
%
arbeits
unfähig. Danach werde eine berufliche Reintegration in einem Pensum von
20-40
%
in leichter, wechselbelastender Tätigkeit empfohlen (Urk. 7/137/3 f.).
4.
4
Dr.
med.
G._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, stellte in seinem Bericht vom 3
1.
Januar 2018 die Diagnose einer rezidivierenden depres
siven Störung mit gegenwärtig schwerer depressiver Episode und verstärkter Er
schöpfung (ICD-10 F33.2). Zudem bestehe der Verdacht auf eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4).
Seit 2008 sei der Gesundheits
zustand zum einen durch die bleibenden Folgen des unverschuldeten Autounfalls im Jahr 2012 stark beeinträchtigt worden. Zum anderen würden den Beschwer
deführer die als traumatisch erlebten Kriegshandlungen in seinem türkisch-syri
schen Herkunftsgebiet ausserordentlich belasten. Das aktuell
maximale wöchent
liche Arbeitspensum
betrag
e
ungefähr
35
%
. Gelegentlich vom Arbeit
geber ange
ordnete längere Arbeitseinsätze hätten sofort zu einer Schmerzverstärkung, ver
stärkter Reizempfindlichkeit und einem längeren sozialen Rückzug geführt. Es sei klar, dass die Arbeit in einem Sicherheitsdienst nicht unbedingt den Behin
de
rungen des Beschwerdeführers angepasst sei. Diese Stelle sei jedoch die einzige gewesen, die er bei all seinen Arbeitsbemühungen überhaupt habe finden können
(Urk.
7/137/14 f.).
4.
5
Im Bericht des
H._
vom
9.
Mai 2018 wurden als Diagnosen nebst einer rezidivierenden depressiven Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode (ICD-10 F33.1) ein
lumbosakrales
Schmerzsyndrom auf
geführt (
Urk.
7/150/1). Gemäss psychopathologischem Befund sei der Beschwer
deführer insbesondere bewusstseinsklar und allseits orientiert; die Stimmung sei jedoch depressiv-resigniert mit
stuporösem
Affekt.
Zudem
seien
deutliche kogni
tive Einschränkungen
vorhanden
. Seit 2009 bestehe eine 70%ige Arbeitsun
fähigkeit (
Urk.
7/150/2 f.).
4.
6
Dem polydisziplinären MEDAS-Gutachten vom 2
1.
Dezember 2018 sind im Wes
entlichen folgende Diagnosen zu entnehmen (
Urk.
7/159/31 f.):
-
anhaltende somatoforme Schmerzstörung (ICD-10 F45.4)
-
akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1)
-
chronifiziertes
zervikales und
zervikozephales
Schmerzsyndrom
myofas
zialer
Ausprägung seit 2000
-
Impingementsymptomatik
im Bereich der linken Schulter
-
k
nochendensitometrisch
latente, asymptomatische
Osteopenie
im Bereich der Lendenwirbelsäule und des linken Schenkelhalses (April 2016)
-
Tinnitus beidseits, Erst
diagnose 2002
-
Nebennierenrindeninsuffizienz anamnestisch
-
Hypogonadismus
anamnestisch.
In
somatischer
Hinsicht
gelangte
Dr.
med. I._
, Facharzt für Rheu
matologie
,
zum Schluss,
dass kein organisch-strukturelles Korrelat für die vom Beschwerdeführer geschilderten und als invalidisierend empfundenen Be
schwerden habe eruiert werden können. Die Gegenüberstellung mit dem ortho
pädischen Teilgutachten des
Z._
vom
3.
April 2006 ergebe weitgehend identische Befunde.
Bei der
zuletzt ausgeübte
n
Tätigkeit als Jugendarbeiter
handle es sich um eine körperlich leichte bis höchstens mittelschwere, wechselbelastende Tätig
keit. Von rheumatologischer Seite lasse sich hierfür unverändert keine zeitliche oder leistungsmässige Einschränkung begründen, weshalb seit der
Z._
-Begut
achtung eine anhaltende 100%ige Arbeitsfähigkeit bestehe. Diese gelte auch für jede andere körperliche leichte bis mittelschwere Arbeit (
Urk.
7/159/25).
Bezugnehmend auf die im Vordergrund stehenden psychischen Beeinträch
ti
gungen ist
dem Gutachten
zu entnehmen, dass die diagnostischen Kriterien einer anhaltenden somatoformen Schmerzstörung (ICD-10 F45.4) erfüllt seien. Im Weiteren fänden sich akzentuierte Persönlichkeitszüge (ICD-10 Z73.1), unter ande
rem in Form eines labilen Selbstwertgefühls oder hohe
r
Leistungs
anfor
derungen, die der Beschwerdeführer mit seinen persönlichen Ressourcen nicht immer zu erfüllen vermöge. Ferner bestünden eine Abhängigkeit von Lob von Dritten sowie ein dysfunktionales Konfliktmanagement im Sinne von Unnach
giebigkeit, hohem Unabhängigkeitsbedürfnis und
Alexithymie
. Krankheitswertige depressive Befunde seien zum Untersuchungszeitpunkt
nicht objektivierbar ge
wesen, auch wenn der Beschwerdeführer seit Krankheitsbeginn zweifellos unter rezidivierenden depressiven Störungen mit Leistungseinschränkungen bei mittel
gradigen oder schweren depressiven Episoden gelitten habe.
D
ie angestammte Tätigkeit als Jugendarbeiter
stufte der psychiatrische Gutachter
Dr.
med. J._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
aufgrund
der
Persönlich
keitsstruktur
des Beschwerdeführers mit
dysfunktionale
r
Stressverarbeitung als ungeeignet ein
. In einer der körperlichen Belastbarkeit angepassten Tätigkeit mit wenig Publikumskontakt und ohne akustische oder optische Störquellen sei aus rein psychiatrischer Sicht hingegen im Vergleich zu 2008 keine höhere Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit zu attestieren.
Von neuropsychologischer Seite lasse sich angesichts der alters- und ausbildungsadäquaten kognitiven Leistungs
fähigkeit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründen (
Urk.
7/159/26,
7/159/31).
Die MEDAS-Gutachter gelangten vor diesem Hintergrund
interdisziplinär
zur Auffassung, die bisherige Tätigkeit als Jugendarbeiter
sei für den Beschwer
de
führer
nicht geeignet. Im Hinblick auf die Ausübung einer behinderungs
adap
tierten Tätigkeit verfüge er allerdings über ausreichende Ressourcen, sodass im Vergleich zu 2008 keine höhere Einschränkung der Arbeitsfähigkeit begründbar sei (
Urk.
7/159/32).
4.
7
Mit Bericht vom 2
8.
Februar 2019
hielt
Dr.
med.
K._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, im Wesentlichen fest, dass
seit Beginn der Behandlung eine rezidivierende depressive Symptomatik im Vordergrund stehe, welche sich unter anderem durch Antriebs- und Freudlosigkeit, ausgeprägte Schlafstörungen, Erschöpfung sowie verminderte Aufmerksamkeit und Konzen
tration auszeichne. Die langjährige Erkrankung und die infolgedessen entstan
dene
Chronifizierung
der Symptomatik seien für eine schlechte Prognose verant
wortlich. Maximal zumutbar sei dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit in einem 30%-Pensum (
Urk.
7/168/5).
4.
8
Mit Bericht vom
1.
März 2019 übte
Dr.
D._
vom
H._
in verschiedener Hinsicht Kritik am psychiatrischen Teilgutachten der MEDAS
C._
. Dieses erweise sich als nicht objektiv und fehlerhaft. Darüber hinaus sei
weder die Exploration
vollständig
erfolgt, noch treffe
die Begründung der Diagnosen
zu. Eindeutig liege in Anbetracht der Symptomatik mit depressiver Stimmung, vermindertem Antrieb, Schlaf- und Konzentrations
störungen sowie Suizidgedanken eine rezidivierende depressive Störung mit gegenwärtig mittelgradiger Episode vor (ICD-10 F33.1). Der Beschwerdeführer sei psychisch nicht mehr belastbar und verfüge über kein Durchhaltevermögen mehr. Nach 20 Minuten Arbeit vor dem PC komme es zu Kopfschmerzen und Erschöp
fung. Auch für angepasste Tätigkeiten sei daher von einer 70%igen Arbeitsun
fähigkeit auszugehen (
Urk.
7/168/8 f.).
5.
5.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer zu Recht keine Invalidenrente zugesprochen hat. Als medizinische Grundlage diente ihr dabei in erster Linie das polydisziplinäre MEDAS-Gutachten vom 21. Dezember 2018, welches
sie
als beweiskräftig erachtete. Ausgehend
davon
verneinte sie den Leistungsanspruch
mit der Begründung,
der Beschwerdeführer
sei
seit 2008
in einer leidensadaptierten Tät
igkeit zu 100
%
arbeitsfähig
(
Urk.
2 S. 4).
D
emgegenüber spricht jener primär
der psychiatrischen Teilexpertise die Beweiskraft ab und
schliesst
gestützt auf die Berichte der behandelnden Ä
rzte auf eine
Resta
rbeitsfähigkeit
von 30
%
. Folglich bestehe Anspruch auf Leistungen
der
Invalidenversicherung, insbesondere
auf
eine Rente (
Urk.
1 S.
2 und S. 9,
Urk.
11 S. 3).
5.2
Den von Versicherung
strägern im Verfahren nach Art.
44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper
tise sprechen (BGE 135 V 465 E.
4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom
11. Juni 2019 E.
2 mit Hinweisen).
Dabei ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass die medi
zinische Folgenabschätzung notgedrungen eine hohe Variabilität aufweist und unausweichlich Ermessenszüge trägt. Die psychiatrische Exploration eröffnet dem begutachtenden Psychiater daher praktisch immer einen gewissen Spielraum, innerhalb dessen verschiedene medizinisch-psychiatrische Interpretationen mög
lich, zulässig und rechtlich zu respektieren sind, sofern der Experte lege
artis
vorgegangen ist (BGE 145 V 361 E. 4.1.2 mit Hinweisen).
5.3
Die
durch
Dr.
I._
im rheumatologischen Teilgutachten
vorgenommene
fachärztliche Beurteilung wurde weder von den Parteien angezweifelt noch liegen widersprechende Einschätzungen behandelnder Ärzte vor. Dessen Schlussfolge
rung, wonach
dem Beschwerdeführer
jede körperlich leichte bis mittelschwere Arbeit ohne leistungsmässige oder zeitliche Einschränkung zu 100 % zumutbar sei
(
Urk.
7/159/53)
,
erweist sich denn auch in Anbetracht der erhobenen Befunde ohne Weiteres als nachvollziehbar.
So
konnte für die vom Beschwerdeführer als invalidisierend empfundenen Beschwerden kein adäquates organisch-struktu
relles Korrelat festgestellt werden.
Insbesondere
wurden
die leichten degenera
tiven Veränderungen im Bereich der Halswirbelsäule als weitgehend altersent
sprechend eingestuft
.
Darüber hinaus zeigten
sich mit Blick auf die
geklagte linksseitige
Schultersymptomatik
in den aktuellen nativ-radiologischen Aufnah
men durchwegs unauffällige Verhältnisse im Bereich der linken Schulter und
namentlich
keine möglichen
Impingementfaktoren
. Da auch das Vorliegen einer
Rotatorenmanschettenläsion
für unwahrscheinlich
erachtet wurde, qualifizierte Dr.
I._
den beidseits eingeschränkt gezeigten Nackengriff sowie die eingeschränkte Schulterbeweglichkeit links
mit überzeugender Begründung
als schmerzbedingte Schonung respektive Selbstlimitierung
(
Urk.
7/159/51).
5.
4
5.4.1
Zu prüfen bleiben die
erhobenen
Einwände gegen die psychiatrische
Beurteilung
von
Dr.
J._
(
Urk.
7/159/56
ff.)
, welche vom Beschwerdeführer im Ergebnis als nicht beweiswertig eingestuft wird.
5.4.2
Der Beschwerdeführer kritisiert
hauptsächlich
,
der psychiatrische Gutachter
habe
zu Unrecht und ohne dies näher zu begründen
abweichend von
den behandelnden Ärzten keine depressive Störung mit entsprechender Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit diagnostiziert (
Urk.
1 S. 5 ff.).
Dr.
J._
hielt in diesem Zusammenhang fest, die diagnostischen Kriterien für eine depressive Episode
seien
zum Untersuchungszeitp
unkt nicht erfüllt gewesen
. Der Beschwerdeführer habe zwar von depressiven Kernsymptomen wie gedrückter Stimmung, Interesse
verlust, Freudlosigkeit und Verminderung des Antriebs
berichtet. Im Rahmen der Untersuchung
hätten
sowohl
dies
e
als auch
eine erhöhte
Ermüd
- und Erschöpf
barkeit allerdings nicht objektiviert werden können (
Urk.
7/159/70). Entgegen der
Auffassung des Beschwerdeführers hat
Dr.
J._
somit dargelegt, weshalb
er im Gegensatz zu den behandelnden Psychiatern keine Störung aus dem depressiven Formenkreis diagnostizierte.
Dem ist mit Blick auf die von ihm erhobenen Befunde anzufügen, dass der Beschwerdeführer w
ährend der dreieinhalb
stün
digen Exploration
psychisch kompensiert
erschien
.
Krankheitswertige Beein
träch
tigungen der kognitiven Funktionen konnten nicht eruiert werden
(
Urk.
7/159/65)
. Auch die
direkt
am Tag nach der psychiatrischen Untersuchung durchgeführte neuropsychologische Testung ergab eine alters- und ausbildungs
adä
quate kognitive Leistungsfähigkeit
.
Zudem
war die mentale Belastbarkeit für eine dreistündige Untersuchung ohne Pause und Leistungsabfall gegeben
(Urk.
7/159/
81, 7/159/
83
f.)
, was
sich
wiederum
mit der
psychiatrische
n
Einschät
zung
der nicht objektivierbaren erhöhten Erschöpfbarkeit am Ende der Untersu
chung deckt
(
Urk.
7/159/65)
. Auffälligkeiten in Bezug auf den Antrieb konnten im
Rahmen
beider Untersuchungen ebenfalls nicht festgestellt werden.
Gemäss Dr.
J._
berichtete d
er Beschwerdeführer detailliert,
aus eigener Initiative
und
unter Einsatz von Gesten
(
Urk.
7/159/67)
.
Zu betonen ist
überdies
in Bezug auf
die
Affektivität
, dass
die Grundstimmung anlässlich der Exploration indifferent erschien.
Erst gegen Ende der Untersuchung war der Beschwerdeführer spürbarer
und zeigte ab und zu Humor
. Die
Steigerung
der affektiven Reagibilität führte
Dr.
J._
auf das vor der Untersuchung geäusserte Misstrauen
gegenüber Gutachtern zurück (Urk.
7/159/57
, 7/159/68
).
Gesamthaft kann somit schlüssig nachvollzogen werden, weshalb durch den psychiatrischen Gutachter keine depressive Störung diagnostiziert wurde.
Auch der Einwand des Beschwerdeführers, die Befunderhebung sei mangelhaft erfolgt (
Urk.
1 S. 7
,
Urk.
11 S. 2
),
ist nicht stichhaltig
.
Sie erscheint im Gegenteil als für die streitigen Belange umfassend und differenziert, namentlich auch in Bezug auf den Appetit und die Libido
des Beschwerdeführers
(vgl.
Urk.
7/159/61).
Auch die Durchschlafstörungen wurden vom Gutachter exploriert (
Urk.
7/159/59 f.).
Wie soeben ausgeführt
, konnten diese jedoch nicht mit einer
Einschränkung der Leis
tungsfähigkeit
infolge
erhöhter
Ermüdbarkei
t in Verbindung gebracht werden.
5.4.3
Der Beschwerdeführer bringt des Weiteren vor,
Dr.
J._
habe den unver
schuldeten Verkehrsunfall vom 2
2.
März 2012 nicht in seine Beurteilung ein
bezogen, obwohl dadurch in psychiatrischer Hinsicht eine Verschlechterung ein
getreten sei (
Urk.
1
S. 4
Ziff.
6 und
S. 6
Ziff.
8.3).
Diesbezüglich ist
der Verfügung des Unfallversicherers des Beschwerdeführers vom
5.
Juli 2013 zu entnehmen
, dass
es zur einer Kollision zwische
n dessen
Personenwagen und einem weiteren Fahrzeug
gekommen sei
, welches den Vortritt missachtet ha
be
. Die kollisions
bedingte Geschwindigkeitsänderung
habe
gemäss Unfallanalyse zwischen zwei und vier km/h
betragen
. Ende August 2012 habe der Beschwerdeführer seine Arbeit wieder vollumfänglich aufgenommen
(
Urk.
7/125/1 f.)
.
Nur schon in An
betracht diese
r Gegebenheiten
erweisen sich erhebliche psychische Unfallfolgen als unwahrscheinlich.
Dr.
J._
konnte denn auch keine Anhaltspunkte für eine unfallbedingte psychische Traumatisierung erkennen. Zudem waren weder
die
geklagte
verminderte Aufmerksamkeit noch eine reduzierte Merkfähigkeit oder
Wortfindungsstörungen objektivierbar (Urk.
7/159/58,
7/159/70). Die gutachter
liche Schlussfolgerung, wonach durch das Unfallereignis keine richtungsgebende Verschlechterung des Gesundheitszustandes eingetreten sei (
Urk.
7/159/72),
er
weist sich somit als
schlüssig.
Darüber hinaus rügt der Beschwerdeführer die ungenügende Berücksichtigung
und Abklärung
der von ihm als traumatisch erlebten Kriegshandlungen im türkisch-syrischen Herkunftsgebiet (
Urk.
1 S. 6
Ziff.
8.3,
Urk.
11 S. 3
Ziff.
5).
Hierzu ist zu bemerken, dass
diese Thematik
soweit er
sichtlich
einzig von
Dr.
G._
mit Bericht vom 3
1.
Januar 2018 aufgegriffen wurde (
Urk
.
7/137/13, 7/137/15).
In den aktuelleren Berichten von
Dr.
K._
und denjenigen des
H._
finden sich keine Hinweise darauf, dass sich der Beschwerdeführer dadurch
in schwerwiegender Weise belastet fühlt (vgl. Urk.
7/150, 7/168/5 ff.).
Auch anlässlich der
gutachterlichen
Exploration
wies der Beschwerdeführer nicht auf die nun geltend gemachten Traumata hin, obschon seine Herkunft und der dortige Umgang mit ethnischen Minderheiten wie den aramäischen Christen zur Sprache kam (vgl.
Urk.
7/159/
60
).
Dies wäre jedoch zu erwarten gewesen, wenn ihn diese Thematik d
erart beschäftigt, dass er sich dadurch in seiner psychischen Gesundheit und in seiner Leistungsfähigkeit
erheblich
beeinträchtigt sieht.
Von den beantragten weiteren Abklärungen sind vor diesem Hintergrund keine
entscheidrelevanten
Erkenntnisse zu erwarten; eine unvollständige Feststellung des Sachverhalts beziehungsweise eine Verletzung des Untersuchungsgrundsatzes (
Art.
43
Abs.
1
ATSG) liegt nicht vor.
Auch die übrigen Einwände des Beschwerdeführers
sind nicht geeignet, das psy
chiatrische Teilgutachten in Frage zu stellen. Einerseits belegt
die
Chronifizierung
eines bestehenden Krankheitsbilds für sich allein keine wesentliche Verschlech
terung
des Gesundheitszustandes
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_217/2017 vom 3
0.
Mai 2017 E. 5.2), weshalb die
gutachterliche Einschätzung,
wonach
der
Chronifizierungsgrad
des psychosomatischen Leidens seit der Begutachtung durch
Dr.
A._
zugenommen habe, nicht der Schlussfolgerung widerspricht, dass sich der Gesundheitszustand seither
gesamthaft
nicht verschlechtert habe
(
Urk.
7/159/71 f. u. 74). Der diesbezügliche Einwand des Beschwerdeführer
s
ist unbegründet (
vgl.
Urk.
1 S. 5
Ziff.
8.1)
.
Andererseits
erschliesst sich nicht, inwie
fern
die vom Beschwerdeführer zitierten redaktionellen Ungenauigkeiten in der Teilexpertise (
Urk.
1 S. 8 Ziff.
8.10;
vgl. auch
Urk.
7/168/8) die im Ergebnis
auschlagg
ebende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit zu seinen Ungunsten hätte beeinflussen sollen. Gleiches gilt
schliesslich
für den
behaupteten
Umstand, dass
Dr.
J._
während der Exploration dauernd diktiert habe (
Urk.
1 S. 8
Ziff.
8.7 und S. 9
Ziff.
8.12).
5.4.4
Im Sinne eines Zwischenfazits kann somit festgehalten werden, dass keine kon
kreten Indizien gegen die Zuverlässigkeit des psychiatrischen Teilgutachtens sprechen. Diesem kommt folglich volle Beweiskraft zu, zumal es sämtliche vom Bundesgericht gestellten Anforderungen erfüllt
(vgl. vorstehende E. 1.4)
.
Es be
rücksichtigt nicht nur die geklagten Beschwerden, sondern wurde auch in Kenntnis der relevanten
Vorakten
erstellt (vgl.
Urk.
7/159/2 ff., 7/159/56) und erweist sich als für die streitigen Belange umfassend. Darüber hinaus
leuchtet es sowohl in Bezug auf die Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge als auch die vom Gutachter gezogenen, einlässlich begründeten Schlussfolgerungen ein.
Genau dies trifft im Übrigen auf die Berichte der behandelnden Psychiater nicht zu, welche vom diagnostizierten depressiven Geschehen direkt auf eine Arbeits
unfähigkeit schlossen, was rechtsprechungsgemäss nicht genügt (vgl. BGE 145 V 361 E. 4.3).
5.
5
5.5
.1
Hinsichtlich Arbeitsfähigkeit
im angestammten Tätigkeitsbereich führte Dr.
J._
aus, dass sich die vom Beschwerdeführer ausgeübte Tätigkeit als Jugendarbeiter
aufgrund seiner Persönlichkeitsstruktur sowie der dysfunktionalen Stressverar
beitung nicht eigne. Jugendarbeiter müssten über eine hohe Konfliktfähigkeit verfügen, was beim Beschwerdeführer nicht der Fall sei (
Urk.
7/159/72,
7/159/74).
Zwar mag
wie beschwerdeweise geltend gemacht (
Urk.
1 S. 8
Ziff.
8.8)
zutreffen, dass
d
er
Beschwerdeführer
während mehrerer Jahre
als Jugendarbeiter tätig
ge
wesen
war
und die damit
einhergehenden
Aufgaben zur Zufriedenheit der Arbeitgeberin erfüllt hat
te
(
vgl.
Urk.
7/58/2 f.).
Das Arbeitsverhältnis wurde schliesslich jedoch aufgrund
seines
Gesundheitszustandes aufgelöst, welcher es ihm gemäss Auskunft der Arbei
tgeberin verunmöglicht habe, der
mit viel Unruhe und hohen Anforderungen an die Flexibilität
verbundenen Tätigkeit nachzu
gehen
(Urk.
7/54/6 f.
,
Urk.
7/58/3
).
Überdies
teilte der Beschwerdeführer im Rahmen der gutachterlichen Untersuchung
selbst
mit, die notwendige Konzen
tration und Energie für die angestammte Tätigkeit nicht mehr aufbringen zu können
, weshalb ihm deren Ausübung nicht mehr möglich sei
(
Urk.
7/159/31).
Vor diesem Hintergrund
leuchtet
die S
chlussfolgerung von
Dr.
J._
,
wonach
dem Beschwerdeführer die Tätigkeit als Jugendarbeiter nicht mehr zumutbar sei
, ohne Weiteres ein
.
5.5
.2
In Bezug auf die Arbeitsfähigkeit für körperlich angepasste Tätigkeiten mit wenig Publikumskontakt und unter Ausschluss akustischer und optischer Störquellen äusserte sich
Dr.
J._
dahingehend, dass im Vergleich zu 2008 keine höhere Einschränkung der Leistungsfähigkeit begründbar sei (
Urk.
7/159/72, 7/159/74).
Der psychiatrische Gutachter ging mithin von einer
20%igen Arbeitsunfähigkeit
aus
. Der Vorgutachter
Dr.
A._
hatte ebenfalls eine Einschränkung in diesem Um
fan
g
attestiert, hatte jedoch auch die angestam
mte Tätigkeit als Jugend
arbeiter
in diesem Umfang
noch
als zumutbar erachtet
(vgl.
Urk.
7/90/
14 f.
)
. Dies ist
inzwischen
nicht mehr der Fall.
Eine 100%ige Arbeitsfähigkeit wurde indessen entgegen der Betrachtungsweise der Beschwerdegegnerin (
Urk.
2 S. 4) nicht
atte
stiert
.
Für den Rechtsanwender ist eine medizinische Einschätzung der Arbeitsun
fähig
keit aus psychischen Gründen nicht ohne Weiteres verbindlich. Es kann davon abgewichen werden, ohne dass ein Gutachten seinen Beweiswert verliert (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_106/2015 vom
1.
April 2015 E. 6.3 mit Hinweis). Grundsätzlich soll für sämtliche psychischen Leiden ein
indikatorengeleitetes
Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 Anwendung finden (vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.3 und 143 V 418 E. 7.1), das Aufschluss über das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen geben soll (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1).
Dr.
J._
berücksichtigte
im Rahmen seiner Beurteilung die vom Bundesgericht
entwickelten
Standardindikatoren,
um das
funktionelle
Leistungsvermögen
des Beschwerdeführers im Erwerbsbereich
zu plausibilisieren (
Urk.
7/159/72 f.).
Es bestehen keine triftigen Gründe,
von der normorientiert erfolgten Schätzung abzuweichen, da von gutachterlicher Seite insbesondere
dem entscheidenden Gesichtspunkt der Konsistenz Rechnung getragen wurde (vgl. BGE 145 V 361 E. 4.3).
In diesem Kontext ist
speziell
das vom Beschwerdeführer gelebte Aktivi
täts
niveau
hervorzuheben
.
Neben seiner Teilzeittätigkeit im Sicherheitsdienst
erledigt er gemeinsam mit seiner Ehefrau und mit Unterstützung der Tochter die im Haushalt anfallenden Arbeiten.
Er unternimmt
zudem
tägliche Spaziergänge, hält sich
insbesondere im Sommer
mehrmals wöchentlich in seinem Ge
müsegarten auf und besucht zwei Mal pro Woche das Fitness-Center
zwecks leichtem
Ausdauertraining und
Benützung des
Wellnessbereich
s
.
Des Weiteren beschäftigt er sich mit
Theologie,
Meditation, Fernsehen, Hörbüchern und geleg
entlich
er Lektüre (
Urk.
7/159/20 f., 7/159/60 f.
und 7/159/80
).
In seiner Mobilität ist der Beschwerdeführer ebenfalls nicht eingeschränkt und
in der Lage, sowohl auf öffentliche Verkehrsmittel als auch auf den eigenen Personenwagen zurück
zugreifen (
Urk.
7/159/64).
Erhebliche negative Auswirkungen des psychischen Beschwerdebildes auf eine leidensadaptierte Tätigkeit sind b
ei diesen
Gegeben
heiten
selbst
unter Berücksichtigung des geltend gemachten erhöhten Erholungs
bedarfs (vgl. Urk. 7/159/20, 7/159/61)
nicht mit überwiegender Wahrscheinlich
keit bewiesen. Mit anderen Worten besteht kein Anlass, die von
Dr.
J._
attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit
für
angepasste
Tätigkeiten
in Zweifel zu
ziehen
.
Die von Seiten der behandelnden Ärzte bescheinigte hochgradige Arbeits
unfähigkeit von 70
%
(Urk.
7/168/5, 7/168/9)
ist demgegenüber mit dem Aktivi
tätsniveau des Beschwerdeführers nicht
in Einklang zu bringen
.
5.6
Zusammenfassend ergibt sich somit, dass eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse dahingehend ausgewiesen ist, dass die angestammte Tätigkeit als Jugendarbeiter
-
anders als 2010 (vgl.
Urk.
7/116/14)
- zwischenzeitlich
nicht mehr zumutbar ist. Zumutbar im Umfang eines Pensums von 80
%
ist hingegen eine angepasste Tätigkeit, das heisst eine
körperlich
leichte
bis mittelschwere
Tätigkeit
mit wenig Publikumskontakt und unter Ausschluss akustischer und optischer Störquellen
(vgl. vorstehende E. 5.2 u. 5.5.2).
6.
Auf der Basis der obigen Feststellungen
sowie
in
der Annahme, dass der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall
voll erwerbstätig wäre (vgl.
Urk.
7/178/1),
ist der Invaliditätsgrad mittels Einkommensvergleichs zu bestimmen.
Die ange
stammte Tätigkeit als Jugendarbeiter
übte
der Beschwerdeführer
bis Mitte
Juli 2006 aktiv
aus
(
Urk.
7/54/2)
.
Anlässlich der Beurteilung im Jahr 2010 war ein Prozentvergleich vorgenommen worden (
Urk.
7/116/14). Da die bisherige Tätig
keit inzwischen nicht mehr zumutbar ist, entfällt diese Methode der Inva
liditätsbemessung.
Die seinerzeitige Arbeitgeberin des Beschwerdeführers gab
im Bericht vom 2
2.
August 2007
an, ohne den Gesundheitsschaden
hätte sie den Be
schwerdeführer weiterbeschäftigt (
Urk.
7/54/7). Aus dem Lebenslauf des Be
schwerdeführers ergibt sich
sodann
, dass er 2005 die Ausbildung zum Sozial
pädagogen begonnen hatte (
Urk.
7/58/1). Diesen Umstand verm
erkte auch
Dr.
A._
in seinem Gutachten vom 1
1.
März 2008 (
Urk.
7/90/10). Ob und in welchem Umfang der Beschwerdeführer ohne den Eintritt des Gesun
d
heits
scha
dens nach Abschluss seiner Ausbildung weiterhin für die
Y._
tätig gewesen, ist offen.
Es erweist sich somit als sachgerecht, zur Bestimmung des
Valideneinkommens
auf die Tabellenlöhne gemäss den vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstrukturerhebungen (LSE)
zurückzu
greifen.
Als
Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns
gilt
Mai 2018, sechs Monate nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs im November 2017 (
Urk.
7/129;
Art.
29
Abs.
1 IVG). Der monatliche Bruttolohn beläuft sich in An
wendung der LSE 2016 auf
Fr.
6’526
.--
(TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Ge
schlecht, Privater
und öffentlicher
Sektor, Ziffer 85 [Erziehung und Unterricht], Kompetenzniveau
2
, Männer).
Angepasst an die betriebsübliche durchschnittliche Arbeitszeit von 41.4 Stunden und die Nominallohnentwicklung
bis 2018
resultiert
somit ein jährliches
Valideneinkommen
von
Fr.
82'501.--
(
Fr.
6’526
.-- / 40 * 41.4 / 2'239 * 2'279 * 12).
Auch das Invalideneinkommen ist anhand der LSE festzulegen, da
der
Beschwer
deführer
die ihm verbliebene Arbeitsfähigkeit mit der
derzeit
in einem 30%-Pensum
ausgeübte
n
Tätigkeit
im Sicherheitsdienst nicht voll ausschöpft.
Zudem ist fraglich, ob diese dem medizinischen Belastungsprofil entspricht (vgl.
Urk.
7/159/60,
Urk.
11 S. 3).
Folglich ist von einem monatlichen Bruttolohn von
Fr.
5'340.-- auszugehen (LSE 2016, TA1_tirage_skill_level, Monatlicher Brutto
lohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor, Total, Kompetenzniveau 1, Männer).
Unter Berücksichtigung der betriebsüblichen durchschnittlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden, der Nominal
lohnentwicklung bis 2018 sowie des zumutbaren 80%-Pensums ergibt sich ein jährliches Invalideneinkommen von
Fr.
54'397.50 (Fr.
5'340.-- / 40 * 41.7
/ 2'239 * 2'279 * 12 * 0.8).
Gründe für
die Gewährung eines
leidensbedingten Abzug
es
sind nicht ersichtlich.
Auf der Grundlage eines
Validene
inkommens
von
Fr.
8
2
'501.--
sowie eines Inva
lideneinkommens von
Fr.
54'397.50
resultiert ein nicht rentenbegründender Invaliditätsgrad
von
3
4
%
(zu den Rund
ungsregeln vgl. BGE
130 V 121).
7
.
Zusammenfassend hat die Beschwerdegegnerin den Anspruch des Beschwerde
führers auf
eine Invalidenrente
mit Verfügung vom 1
3.
Juni 2019 (
Urk.
2)
zu Recht verneint.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
8
.
Gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von
Art.
61
lit
. a ATSG in der hier anwendbaren, bis am 3
1.
Dezember 2020 in Kraft gewesenen Fassung (
Art.
83 ATSG) kostenpflichtig.
Innerhalb des Kostenrahmens von
Fr.
200.-- bis
Fr.
1'000.--
sind die Kosten
ermessensweise auf Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Aus
gang des Verfahrens sind sie dem
u
nterliegenden Beschwerde
führer
aufzuerlegen
.