# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d1d575bf-c94a-41b6-a674-3bfa39d2e300
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 196
6
,
erlitt am 19. September 2008 bei seiner
Arbeits
tätigkeit
als Sanitär
monteur
beim Anheben
einer
Putzrute
eine
Rota
toren
manschettenruptur
(Urk. 7/5/
7
, Urk. 7/11/6)
.
In
der
Folge
wurde
der Ver
si
cherte
ein erstes Mal im Dezember 2008, ein zweites Mal im November 2009 und ein drittes Mal im Juni 2010
an
der
Y._
im
Schulter
- und Brust
bereich
operiert
(Urk. 7/11/6, Urk. 7/24/11, Urk. 7/34/95)
.
Nach Meldung zur Früherfassung am 2
0.
März 2009 (
Urk.
7/1) meldete sich der
Versicherte am 27. April 2009
unter
Hinweis auf den Unfall vom 19. September 2008
bei
der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (Urk. 7/7).
Die IV-Stelle tätigte Abklärungen in erwerblicher und medizinischer Hinsicht, wobei sie insbesondere die Akten des
Unfallversi
cherers
von
X._
, der Schweizerischen Unfallver
sicherungsanstalt (SUVA), beiz
og (Urk. 7/
5, Urk. 7/11, Urk. 7/24, Urk. 7/27, Urk. 7/34, Urk. 7/42).
Per Ende August 2011 stellte die SUVA - g
estützt auf die E
inschätzung des Kreis
arztes Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Chirurgie,
(
Bericht
vom
25. Juli 2011,
Urk. 7/42
)
-
die
bis dahin gewährten
Heilungskosten
und
Tag
geld
leistungen
ein und
sprach dem Versicherten aufgrund einer
bleibenden
Erwerbsunfähigkeit von
28
%
ab
dem
1. September 2011
eine Rente
sowie
bei e
iner Integritätseinbusse von 15
% eine Entschädigun
g von Fr. 18‘900.
-- zu
(
Schreiben vom 3. August 2011 [Urk. 7/44],
Verfügung vom 6. Dezember 2011,
[
Urk. 7/52
]
).
D
ie IV-Stelle
stellte
dem Versicherten
in der Folge
mit Vorbescheid vom 3. Februar 2012 die Ausrichtung einer vom 1. Oktober 2009 bis am 30. November 2011 befristeten ganzen Rente in Aussicht (Urk. 7/55). Dagegen erhob der Versicherte Einw
ände
(Urk. 7/65
, Urk. 7/73
)
und liess medizinische Berichte auflegen
(Urk. 7/71, Urk. 7/72, Urk. 7/74). Nachdem die IV-Stelle zwei weitere Berichte von behandelnden Ärzten eingeholt hatte (Urk. 7/76, Urk. 7/78), verfügte
sie
am 8. Oktober 2012 im angekündigten Sinne (Urk. 2). Tags darauf reichte der Hausarzt des Versicherten, Dr. med.
A._
, weitere Berichte ein (Urk. 7/97).
2.
Gegen die Verfügung der IV-Stelle erhob
X._
am 8. November 2012 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm auch nach dem 30. November 2011 eine ganze Invalidenrente (inkl. Kinderrenten) zu gewähren, eventualiter sei durch das Gericht ein polydisziplinäres Gutachten anzuordnen,
subeven
tualiter
sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, ihm
ab dem 1. Dezember 201
1
mindestens eine halbe Invalidenrente (inkl. Kinderrenten)
zu gewähren (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 12. Dezember 2012 (Urk. 6 unter Beilage ihrer Akten, Urk. 7/
1-101) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer mit Schreiben vom 14. Dezember 2012 (Urk. 8) zur Kenntnis gebracht wurde.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung, IVG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent besteht Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent auf
eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung
(
IVV
)
festzusetzen ist (vgl. BGE 121 V 264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E.
1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert blei
ben (BGE 125 V 413 f. E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat viel
mehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeit
raum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.
1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung,
bei den gesund
heitlichen Beeinträchtigungen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit handle es sich um Unfallfolgen,
weshalb ihr Entscheid mit jenem
des
Unfallver
sicherers
des Beschwerdeführers, der SUVA, zu koordinieren sei.
Unfallfremde gesundheitliche Beeinträchtigungen würden die Arbeitsfähigkeit nicht weiterge
hend einschränken.
N
ach Ablauf der einjährigen Wartezeit
-
am 21. September 2009
-
sei der Beschwerdeführer
vollständig arbeitsunfähig gewesen.
Seit
dem
1. September 2011
sei ihm
jedoch
wieder
eine leidensangepasste
Tätigkeit zu 100 % zumutbar.
D
er Invaliditätsgrad
betrage
ab diesem Zeitpunkt
-
gestützt auf den Einkommensvergleich
des
Unfallversicher
ers
SUVA -
noch 28 %. Die Beschwerdegegnerin sprach dem Beschwerdeführer infolgedessen eine befristete ganze Rente vo
m
1. Oktober 2009 (6 Monate nach Geltendmachung des
Leis
tungsanspruchs
) bis Ende November 2011 (3 Monate nach Eintritt der gesund
heitlichen Verbesserung) zu
(Urk. 2).
2.2
Demgegenüber machte d
er Beschwerdeführer
geltend
, der Nachweis für eine Verbesserung des Gesundheitszustandes sei von der Beschwerdegegnerin nicht erbracht worden.
E
ine Verbesserung des Gesundheitszustandes ab September 2011
sei
durch di
e
-
lediglich die Unfallfolgen einbeziehende
-
kreisärztliche Untersuchung der SUVA
vom Juli 2011
nicht in genügendem Masse nachge
wiesen.
Es bestünden klare Indizien für unfallfremde Beeinträchtigungen seiner Gesundheit
, insbesondere
seien
die psychi
schen
Beschwerden gänzlich unbe
achtet geblieben
. Der kreisärztliche Bericht der SUVA vermöge die
rechtspre
chungsgemässen
Voraussetzungen für den Beweiswert eines medizinischen Berichts nicht zu erfüllen, da der Bericht nicht alle geklagten Beschwerden berücksichtige.
Sollte
das Gericht nicht
bereits gestützt auf die vorliegenden Akten zum Schluss kommen
, dass keine Verbesserung ausgewiesen sei,
so sei
die Anordnung einer Gerichtsexpertise
unerlässlich
.
Für den Fall, dass das Gericht
demgegenüber
eine Verbesserung
als ausge
wiesen erachte
n sollte
, sei i
n den Belangen der Invalidenversicherung– anders als in der Unfallversicherung –
mit Blick auf die Berichte von Dr. med.
B._
, Facharzt Neurologie FMH, sowie vom
C._
,
von einer
50%igen respektive
mindestens 25%igen Arbeitsunfähigkeit in angepasst
er Tätigkeit auszugehen.
Ausserdem könne nicht auf den
Einkom
mensvergleich
der SUVA abgestellt werden;
die Bemessung der Invalidität sei grundsätzlich für jeden Versicherungszweig selbständig vorzunehmen (Urk. 1).
2.3
In der Beschwerdeantwort
nahm
die Beschwerdegegnerin
einen eigenen
Einkom
mensvergleich
vor und errechnete neu einen rentenausschliessenden Invaliditätsgrad von 36 % (anstelle von vormals 28 %) ab September 2011
(Urk. 6)
.
3.
3.1
Am 12. Dezember 2008 wurde
n
beim Beschwerdeführer an der
Y._
bei einer diagnostizierten
Rotatorenmanschettenruptur
(
Subsca
pularis
) und einem
subacromialen
Impingement
rechts eine
Rotatorenman
schettenrekonstruktion
, eine
Bicepstenodese
und eine
Acromiopl
astik
durchge
führt (Urk. 7/11/6
).
Im September 2009 stellten die Ärzte der
Y._
eine
Reruptur
der
Subscapularissehne
fest (Urk. 7/24/16-17), woraufhin
sie
am 3. November 2009
-
da sie den Muskel als irreparabel einstuft
en -
eine
erneute
Ro
tat
orenmanschettenrekonstruktion
, dieses Mal jedoch
mit
Musculus
p
ectoralis
major
-Transfer
rechts,
durchführten
(Urk. 7/24/
11
-12
).
Postoperativ wurde ein
e
Neuropathie des
Nervus
musculocutaneus
festgestellt
(Urk. 7/21). Da sich
diesbezüglich
der Zustand nicht verbesserte
,
erfolgte
am 8. Juni 2010
wiederum an der
Y._
-
eine Rekonstruktion des
Nervus
mus
culocutaneus
mit
Retransfer
des
Musculus
pectoralis
major
(Urk. 7/34/93
96).
3.2
Im Rahmen der Untersuchungen
nach dem Arbeitsunfall
vom
September 2008
wurde
n
ausserdem
bei der Halswirbelsäule bei C3/4 eine leichte degenerative
fora
minale
Stenose,
bei C4/5 eine winzige Diskushernie, bei C5/6 eine kleine Diskushernie
sowie konsekutiv eine leichte zentrale Spinalkanalstenose und bei C6/7 eine kleine Diskushernie
diagnostiziert
(
Bericht des
D._
vom 23. Oktober 2008,
Urk. 7/11/29
-30
)
.
Im August
2009 teilte
Dr.
med.
E._
, FMH für Rheumaerkrankungen,
überdies
mit
(Urk. 7/18)
,
der Be
schwer
deführer
habe
seit
einiger Zeit
auch
lumbale Rückenbeschwerden. Er diagnostizierte diesbezüglich ein
Lumbovertebralsyndrom
bei Lordose der
Len
denwirbelsäule
und beginnenden
Spondylarthrosen
unterhalb des L3
und
hielt fest
,
das
Lumbovertebralsyndrom
sei ohne
Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit
.
Das Vorliegen geistiger oder psychischer Einschränkungen wurde ausdrücklich verneint (Bericht von
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für Innere Me
dizin, vom
2.
Juli 2009,
Urk.
7/14/7).
3.3
Nach
einer Kontrolluntersuchung im Dezember 2010 aufgrund der
dritten
Opera
tion vom Juni 2010
teilten
die Ärzte
der Abteilung Schulter/Ellbogen
der
Y._
mit, die Funktion der rechten Schulter habe sich deutlich verbessert. Sie hielten des Weiteren fest,
die Beschwerden im Nacken- und
Scapulabereich
hätten keine Verbindung zur Operation vom Juni 201
0.
Zum Ausschluss einer relevanten Halswirbelsäulenpathologie sei eine
erneute
MRI-Untersuchung durchzuführen
und in der Wirbelsäulensprechstunde zu besprechen
(Urk. 7/28)
.
D
ie
Ärzte
der
Abteilung
Hand/Mikrochirurgie
der
Y._
teilten nach der Verlaufskontrolle im Januar 2011
sodann
mit, dass klinisch eine Verbesserung der Nervenfunktion im
Bizepsbereich
habe objektiviert wer
den können.
D
ie Schulterschmerzen mit nun
Zervikalgie
und
Zervikobrachialgie
stünden nun im Vordergrund. Diese
hätten
jedoch
keinen Zusammenhang mit
der
Nervus
musculocutaneus
-Läsion. Die Kollegen der Abteilung Wirbelsäule seien gebeten, Angaben über die Möglichkeit einer physikalischen konservati
ven Physiotherapie zu machen
(Urk. 7/34/23-24).
Die Ärzte der Wirbelsäulensprechstunde
der
Y._
teilten in der Folge mit, die Nackenschmerzen könnten mittels
MRI nicht erklärt werden. Eine Physiotherapieverordnung für
Muskulaturtraining
im Rücken,
Dehnungs
übungen
im Nacken und
Activity
-
of
-
Daily-Living Instruktionen sei
ausgestellt worden (Bericht vom 15. Februar 2012,
Urk.
7/34/21-22).
3.4
Nach einer weiteren Verlaufskontrolle stellten die Ärzte der Abteilung Hand/Mi
kro
chirurgie der
Y._
im Mai 2011 fest, bezüglich der Rekon
struk
tion des
Nervus
musculocutaneus
rechts seien die Resultate gut. Die Schmerzen, welche der Beschwerdeführer im Bereich des Nackens und des rechten Armes beschreibe, seien aus ihrer Sicht nicht durch die
Nervenrekon
struktion
bedingt
, verursache doch eine Läsion des genannten Nervs keine oder nur sehr wenige neuropathische Schmerzen.
Sowohl aus schulter-chirurgischer Sicht wie auch aus wirbelsäulen-chirurgischer Sicht seien aktuell keine Mass
nahmen geplant. Nach nun abgeschlossener Diagnostik sei eine Konsultation in der Schmerzsprechstunde des
C._
empfehlenswert. Der Beschwerdeführer sei theoretisch für leichte Tätigkeiten zu 100 % arbeitsfähig (Urk. 7/42/34-35). Die
Ärzte der Abteilung Schulter/Ellbogen
der
Y._
hielten nach einer Kontrolluntersuchung im Juni 2011
ebenfalls
fest, der Beschwerdeführer
sei seitens der Schulter für leichte körperliche Tätig
keiten
nunmehr
vollständig arbeitsfähig
(Urk. 7/42/20
-21
).
3.5
Am 25. Juli 2011 führte
SUVA-Kreisarzt Dr.
Z._
eine Untersuchung des Beschwerdeführers durch (Urk. 7/42
/2-10
).
Der Beschwerdeführer gab an, Schmerzen vom rechten Schulterblatt über den
rechten
Arm bis gegen das Hand
gelenk
sowie auch Beschwerden
im Nacken zu haben. Auf der linken Seite
leide
er
unter
Migräne und
Kopfschmerzen bis zum Auge.
Es seien
schwarze Flecken im
Gesichts
feld
vorhanden
;
eine Augenuntersuchung sei durchgeführt worden. Manchmal habe er sodann Schmerzen im unteren Rückenbereich. Mit dem Magen habe er auch Probleme, eine durchgeführte Untersuchung habe aber ergeben,
dass der Magen in Ordnung sei (Urk. 7/42/5-6).
Dr.
Z._
hielt
in Bezug auf die rechte Schulter
fest,
es
bestünden
eine erheb
li
che Belastungsintoleranz, Bewegungsschmerzen sowie
eine
leichte
belastungs
abhängige
Bewegungseinschränkung in den oberen Bewegungssegmenten. Die Kraft sei vermindert. Auf der Vorderseite des Armes im
Dermaton
C5/C6 respek
tive im Ausbreitungsgebiet des
Nervus
musculocutaneus
habe sich
so
dann
eine Sensibilitätsveränderung ergeben.
Ausserdem bestehe
eine Atrophie
des
Bizeps und
des
Deltoideus
und die
Rotatorenmanschettenkraft
sei mässig
(Urk. 7/42/7).
Er
diagnostizierte drei Problembereiche
(Urk. 7/42/8)
:
Rotatorenmanschettenschädigung
bei Vorzustand (degenerati
ve Verän
de
rungen der Muskulatur,
der Sehnen und des Schultergelenks) und Schädi
gung des
Nervus
musculocutaneus
nach
Pectoralis
major
-Trans
fer
;
Zervikospondylogenes
und –
vertebragenes
Syndrom bei degenerativen Veränderungen und Diskushernien in der Halswirbelsäule C3-C7
;
d
egenerative Veränderungen der Lendenwirbelsäule L3-S1 mit
Spondyl
ar
throsen
und leichter Fehlhaltung, aber recht gut erhaltener muskulärer Stabilisation der gesamten Wirbelsäule
.
Er
hielt fest, die Unfallversicherung sei nur für die Beurteilung der
Schulter
prob
le
matik
zuständig.
Im Übrigen
seien auch die beklagte Migräne sowie die
geklagten
Augen- und Magenbeschwerden unfallfremd
(Urk. 7/42/8)
.
Dr.
Z._
attestierte dem Beschwerdeführer eine vollständige Arbeitsfähigkeit bei folgendem Zumutbarkeitsprofil: Leichte wechselbelastende Tätigkeiten.
Zusatz
belastungen
in axialer Richtung vom Boden bis Tischhöhe, vereinzelt bis 10 kg statisch,
kurzstreckig
gehend 5-10 kg, mit
Abspreizbewegungen
Vermin
derung Hüfthöhe bis zur vollen Hochhaltung 5-1 kg. Langsame freie Beweg
lichkeit unbelastet. Nicht als zumutbar erachtete er kraftvolle Zug-, Stoss- und Drehbewegungen
,
axiales
kräftiges Abstützen und Stemmen sowie
Hämmern, Vibration
en und Schläge (Urk. 7/42/8).
Dr.
Z._
hielt weiter fest, die Rückenproblematik, die unfallfremd sei, sei in diesem Zumutbarkeitsprofil bereits berücksichtigt. Es
seien
keine wesentlichen zusätzlichen Beeinträchtigungen zu berücksichtigen. Andauernde, vorgeneigte Körperpositionen seien wohl ungeeignet
(Urk. 7/42/8)
.
4.
4.1
Während
sich der Beschwerdeführer
ab September 2008
dreimal einer
Operation
unterziehen
musste
und in diesem Rahmen weitgehend
arbeitsunfähig war, ver
besserte sich der Zustand nach der letzten Operation dahingehend, dass
Kreis
arzt
Dr.
Z._
ab Mitte Juli 2011 wieder eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
für zumutbar erachtete
(E. 3.5). Die Einschätzung von Dr.
Z._
, der Beschwerdeführer sei aufgrund der Unfallfolgen nunmehr
in angepasster Tätigkeit
in seiner Arbeitsfähigkeit
nicht mehr eingeschränkt
,
wurde
nachvollziehbar
begründet
und
vom Beschwerdeführer
zu Recht
nicht
in Frage gestellt
. Die
Einschätzung
von Dr.
Z._
stimmt
auch
mit
jener der
behandelnden
Ärzte der
Y._
überein. D
ie
se hielten
mit Bericht vom Mai respektive Juni zuhanden der SUVA
fest
, der Beschwerde
führer
sei
nunmehr in angepasster Tätigkeit zu 100 % arbeitsfähi
g
(
E. 3.4
).
4.2
4.2.1
Der
Beschwerdeführer ist jedoch der Ansicht, seine
Arbeitsfähigkeit
sei
durch
unfallfremde gesundheitliche
Beschwerden
weiter
gehend
eingeschränkt
.
Dem kann mit Blick auf die nachfolgenden Erwägungen nicht gefolgt werden.
4.
2.2
Was die Rückenbeschwerden betrifft, so äusserte sich Kreisarzt Dr.
Z._
hierzu – obwohl unfallfremd –
ausdrücklich
und
hielt dafür
, diese würden zu keinen we
sent
lichen zusätzlichen Beeinträchtigungen führen (E. 3.5)
.
Diese Ein
schätzung steht im Einklang mit jener von
Rheumatologe
Dr.
E._
, welcher die von ihm diagnostizierten Rückenbeschwerden im Lendenbereich (
Lum
bo
ver
tebralsyndrom
bei Lordose der Lendenwirbelsäule und beginnenden
Spon
dylarthrosen
unterhalb des L3
) als ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit erachtete
(
E. 3.2) und jener der Ärzte der
Y._
, die nach Untersuchung der Wirbelsäule
eine
Arbeitsfähigkeit
von 100 % für leichte Tätigkeiten
attestierten (E. 3.4)
.
Einzig die Ärzte der Rheumaklinik des
C._
-
welche aus somatischer Sicht neben den Diagnosen hinsichtlich der erfolgten Operationen ein
zerviko
- und
thorakalvertebrales
Schmerzsyndrom aufführten -
attestierten
dem Beschwerdeführer
nach durchgeführtem
Arbeitsassessemt
im Februar 2012 sowie einer arbeitsbezogenen ambulanten Rehabilitation im Mai/Juni 2012
eine eingeschrä
nkte Arbeitsfähigkeit von 75 %
in einer leichten bis mittelschweren Tätigkeit
(Urk. 7/71, Urk. 7/97/6-11)
. M
it Blick darauf,
dass
sie
aus somatischer Sicht keine neuen
relevanten
Befunde erhoben, und
überdies festhielten
, der Beschwerdeführer habe
anlässlich der Rehabilitation
mit mässiger
Leistungsbe
reitschaft
trainiert und dafürhielten,
bei optimaler Kooperations- und
Leistungs
bereitschaft
wäre längerfristig eine volle Arbeitsfähigkeit erreichbar
(
Urk.
7/97/8)
, verm
ag
die attestierte Arbeitsfähigkeit von 75 %
die
schlüssigen Ein
schätzungen der Ärzte der
Y._
und
des Kreisarztes Dr.
Z._
nicht
in Frage zu stellen
. Hinzu kommt, dass die Ärzte der
Rheu
maklinik
ihrer Einschätzung einer 75%igen Arbeitsfähigkeit eine leichte bis mittelschwere Arbeit zugrunde legten (
Urk.
7/
7
1/3), während der Kreisarzt und die behandelnden Ärzte der
Y._
(bloss) eine körperlich leichte Tätigkeit für vollumfänglich zumutbar erachtete.
W
eitere Abklärungen erübrigen sich
damit
.
Hinsichtlich der fraglichen Leistungsbereitschaft ist
ergän
zend
auf
das Schreiben des
Hausarztes
des Beschwerdeführers,
Dr.
A._
,
hin
zuweisen,
welcher den
Verdacht
ein
es
ausgeprägte
n
Rentenbegehren
s
äusserte und zudem festhielt, der
L
eidensdruck des Beschwerdeführers, einer geregelten Arbeit nachgehen zu können,
erscheine nicht gross
(Urk. 7/72/2)
.
4.2.3
Der Beschwerdeführer macht
e
des Weiteren geltend, die psychischen Beschwer
den seien zu Unrecht nicht berücksichtigt worden.
Während
in den
Bericht
en
der Rheumaklinik
des
C._
vom
22. März 2012 (Urk. 7/71) und vom 25. Juli 2012 (Urk. 7/97/6-11)
eine mittelgradige depressive
Episode
mit somatischem Syndrom (ICD-10 F32.11) genannt wurde – wobei
die Ärzte
keine Einschätzung der Arbeitsfähigkeit aus psychiatrischer Sicht
vornahmen
– diagnostizierten die
Ärzte
der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des
C._
eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) und führten aus, die Arbeitsfähigkeit sei
aufgrund dieser Episode
zu
maximal 30 % eingeschränkt
(Bericht vom 17. September 2012, Urk. 7/97/2
5).
Bei einer depressiv
en Episode
handelt es sich definitionsgemäss um ein vor
über
ge
hendes Leiden, indem solche Episoden im Mittel
etwa sechs Monate, selten länger als ein Jahr dauern. Länger dauernde Störungen
sind unter F33 (rezidivierende depressive Störung) oder F34 (anhaltende affek
tive Störung) zu subsumieren (Urteil des Bundesgerichts I 510/06 vom 2
6.
Januar
2007,
E
. 6.3
, mit Hinweis auf
Dilling
/
Mom
bour
/Schmidt, Hrsg.,
I
nternationale
Klassifikation psy
chischer Störungen, ICD-10,
7.
Aufl., Bern 2010, S. 149 ff.; Urteil
8C_80/2011 vom 14. Juni 2011, E. 6.3.2
).
Das
von
den Ärzten der
C._
diagnostizierte
Leiden ist somit
vorübergehender Natur und daher
nicht geeig
net, eine
leistungsspezifische Invalidität zu begründen
.
Mit Blick darauf, dass sich
im vorliegenden Fall
der Beschwerdeführer bezüglich der Depression
sodann weder
in Behandlung befindet noch Medikamente einnimmt,
sondern im Gegenteil von einer psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlung Ab
stand nimmt (
Urk.
7/97/3), sich als psychisch gesund betrachtet (
Urk.
7/97/4) und das Vorliegen einer psychiatrischen Einschränkung bislang verneint wor
den war (E. 3.2),
sowie mit Blick auf
die
aktive Freizeitgestaltung
des Beschwerdeführers
(Urk. 7/97/2-4)
,
ist eine
i
nvalidenversicherungsrechtlich rele
vante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit nicht überwiegend wahrscheinlich und
er
gibt sich
mithin
kein
erlei
Veranlassung, weitere
Abklärungen
vorzu
nehmen.
4.2.4
Aus dem vom Beschwerdeführer eingereichten Bericht von Dr.
med.
B._
, Facharzt Neurologie FMH, vom 14. August 2012 (Urk. 7/78)
gehen sodann keine
rlei
unfallfremden
gesundheitlichen Beeinträchtigungen
hervor
.
Als
Ursache
für die
von ihm attestierte Arbeitsunfähigkeit von 50 % in ange
passter Tätigkeit gab
Dr.
B._
„
Unfall
“
an
(Urk. 7/78/1).
Er führte aus, im Vordergrund würden neuropathische Schmerzen in Folge der Schädigung des
Nervus
musculocutaneus
stehen. Zusätzlich sei eine sekundäre Komponente
myofaszialer
Schultergürtelschmerzen bei Status nach dreimaligen operativen Eingriffen im Schulterbereich vorhanden (Urk. 7/78/8).
Mit Blick darauf, dass der
Beschwerdeführer
gegen die
Einschätzung
des Kreisarztes Dr.
Z._
hin
sichtlich der Unfallfolgen
nichts
einzuwenden hatte
und sich mit der von der SUVA zugesprochenen Rente von 28% zu begnügen scheint (
Urk.
7/72/2, Urk. 7/97/4)
, Dr.
B._
jedoch
lediglich die Unfallfolgen –
das heisst
die Nach
wirkungen
der
Operationen
–
abweichend von der bisherigen medizini
schen Aktenlage
einschätzt
e
ohne darzulegen,
warum eine leichte Arbeit bei Schonung der rechten Schulter nur noch zu 50 %
zumutbar
sein soll
,
besteht kein Anlass, von der
Einschätzung des Kreisarztes
Dr.
Z._
abzuweichen
und erübrigen sich weitere Abklärungen.
4.2.5
Zuletzt
bleibt
noch darauf hinzuweisen, dass die in der Beschwerdeschrift gel
tend gemachten Kopfschmerzen
(Urk. 1 S.
4) sowohl von Dr.
B._
als auch von den Ärzten des
C._
explizit als ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erachtet w
u
rden
(Urk.
7/71/2, Urk. 7/78/1, Urk. 7/97/9
).
4.3
Eine gesundheitliche Verbesserung ab Juli 2011 ist somit dargetan, da
seit
diesem Zeitpunkt
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
wieder eine
vollstän
dige
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
gegeben
ist
. Dies deckt sich im Übrigen mit der Selbsteinsch
ätzung des Beschwerdeführers
, welcher
anlässlich
der psychiatrischen Untersuchung
vom
21. August 2012 an der
C._
angab,
dass eine leichte Arbeit möglich wäre, jedoch keine zu finden sei (Urk. 7/97/4).
5.
5.1
Zu prüfen bleibt anhand des Einkommensvergleichs (E. 1.4), wie sich die auf das Zumutbarkeitsprofil eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
5.2
Da der Beschwerdeführer seine Arbeitsstelle aufgrund seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen verlor (
Urk.
7/34/57), ist zur Berechnung des
Validenein
kommens
auf dasjenige Einkommen abzustellen, welches er ohne das im Sep
tember 2008 erlittene Unfallereignis bei seiner bisherigen Arbeitgeberin, der
G._
, erzielen würde. Entgegen dem von der Beschwerdegegnerin in ihrer Beschwerdeantwort aufgezeigten Vorgehen (
Urk.
6) kann hierzu nicht auf den IK-Auszug abgestellt werden, sind darin doch auch Überstunden erfasst (vgl. Arbeitgeberbericht,
Urk.
7/17/4). Dass er weiterhin und regelmässig Über
stunden geleistet hätte, macht denn der Beschwerdeführer nicht geltend. Im Gegenteil hat der Beschwerdeführer ausdrücklich auf das von der SUVA festge
stellte
Valideneinkommen
von
Fr.
81‘366.-- (
Urk.
7/52/2; Jahr 2011) abgestellt (
Urk.
1 S. 12). Hiervon abzuweichen besteht vorliegend kein Anlass.
5.3
Da der Beschwerdeführer zur Zeit keiner Erwerbstätigkeit nachgeht, ist das
Invali
deneinkommen
anhand der Tabellenlöhne gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE 2010) zu bestimmen. Angesichts der Tatsache, dass der Beschwerdeführer über keine Berufsausbildung verfügt (Urk. 7/
7/6
), recht
fertigt es sich, auf das Anforderungsniveau 4 (einfache und repetitive Tätigkei
ten), alle Branchen, abzustellen (TA1, Ziff. 2-96, Männer). Damit ergibt sich für das Jahr 2010 ein Invalideneinkommen von Fr. 58‘812.-- (Fr. 4‘901
--
x 12). Unter Berücksichtigung der Nominallohnentwicklung
(Die Volkswirtschaft, 6
2012 Tab. B10.3 S. 95; 2010: 2150 Punkte, 2011: 2171 Punkte)
sowie der betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit von 41.7 Stunden (Die Volkswirt
schaft, 6-2012 Tab. B9.2 S. 94)
ergibt sich für das Jahr 2011 ein Einkommen von Fr.
61
‘
910
.
35
.
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kür
zen. Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass versicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Arbeiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende
durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ursprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
sprechung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafür bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale ihre gesundheitlich bedingte (Rest
)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des Tabellenlohnes zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu beachten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Die Beschwerdegegnerin
nimmt
aufgrund der leidensbedingten Einschrän
kun
gen einen Abzug von 10 % vor (Urk. 6). Der Beschwerdeführer machte dagegen geltend, ein Abzug von 20 % sei
aufgrund des eingeschränkten
Zumutbarkeits
profil
s
sowie der Tatsache, dass er 17 Jahre lang beim selben Arbeitsgeber tätig gewesen sei, angezeigt (Urk. 1 S. 11-12).
Dem kann nicht gefolgt werden.
Mit Blick darauf, dass der Beschwerdeführer im Verfügungszeitpunkt erst 46 Jahre alt war, noch zu einem vollen Pensum arbeiten kann, im Besitz einer
Nieder
lassungsbewilligung
C ist
(Urk. 7/8)
und
sich in
d
er
deutsche
n
Sprache
prob
lemlos verständigen kann
(Urk. 7/
22/3)
, erscheint e
in Leidensabzug von 10 %
insgesamt
-
auch unter der zusätzlichen Berücksichtigung der langjährigen Betriebszugehörigkeit
(vgl. dazu 9C_386/2012 vom 1
8.
September 2012, E.
5.2)
als gerechtfertigt.
Es resultiert somit ein Invalideneinkommen von Fr. 5
5
‘7
19
.
3
0 (Fr.
61
‘
910
.
35
x 0.9).
5.4
Bei einem
Valideneinkommen
von Fr. 8
1
‘
366
.
--
(E. 5.2)
sowie einem
Invaliden
ein
kommen
von Fr. 5
5
‘
719
.
3
0
(E. 5.3)
resultiert ein
rentenaus
schliessender
Inva
li
ditätsgrad
von gerundet
3
2
%
(zur Rundung: BGE 130 V 121 E
.
3.2)
.
Zusammengefasst hat damit die Beschwerdegegnerin zu Recht spätes
tens mit Wirkung ab dem
30. November 2011 (
vgl.
Art.
88a
Abs.
1 IVV
: drei Monate nach der Verbesserung
) einen Rentenanspruch verneint, was zur voll
umfängli
chen Abweisung der Beschwerde führt.
6
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und ausgangsgemäss vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs.
1
bis
IVG).