# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5fd49467-cb87-491f-a4f0-1ce1b9532f8d
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2005
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am F. in G. geboren und wuchs dort zusammen mit einer Schwester und zwei älteren Brüdern bei seinen Eltern in geordneten Familienverhältnissen auf. In G. besuchte er sechs Jahre die Primarschule und anschliessend die Sekundar- und die Oberrealschule, die er im Jahr 1961 mit der Matura Typus C beendete. Anschliessend folgte ein Studium der Bauingenieurwissenschaften an der ETH, welches X. 1965 erfolgreich abschloss. In der Folge war er während acht Jahren als Bauingenieur bzw. als Unternehmensberater bei verschiedenen Baufirmen tätig. Danach absolvierte er bei der IMED in Lausanne eine Managementschulung. Es folgte eine einjährige Tätigkeit als Unternehmensberater bei der Firma H. und anschliessend eine dreijährige Tätigkeit bei der Firma I. AG in AC. als stellvertretender Verkaufsleiter. Im Jahr 1980 machte sich X. im Bereich Bauingenieurwesen selbständig, anfänglich im Rahmen einer Einzelfirma und ab 1983 in der A. AG Seit 1996 arbeitete er im Auftragsverhältnis für die A. AG sowie für andere Auftraggeber. Mit finanzieller Unterstützung gründete er im Februar 2003 die J. AG, deren Verwaltungsrat und Geschäftsführer er heute noch ist. Eigenen Angaben zufolge verdient X. mit seiner derzeitigen Tätigkeit weniger als Fr. 2'000.-- monatlich und verfügt über kein Vermögen; hingegen habe er gegenüber seiner Ex-Frau Alimentenschulden in der Höhe von beinahe Fr. 200'000.--. Nach Auskunft der Steuerverwaltung des Kantons Graubünden vom 29. Juni 2004 erzielte X. im Jahr 2002 ein steuerbares Einkommen von Fr. 16'400.--. Über steuerbares Vermögen verfügte er nicht.
Im Jahre 1976 verheiratete sich X. mit K.. Aus dieser Ehe, die im Jahr 1996 geschieden wurde, gingen in den Jahren 1979, 1985 und 1987 drei Kinder hervor.
Im Schweizerischen Zentralstrafregister ist X. mit einer Eintragung verzeichnet: Am 3. November 1999 verurteilte ihn der Kantonsgerichtsausschuss Graubünden wegen betrügerischen Konkurses und Pfändungsbetrugs sowie Vernachlässigung von Unterhaltspflichten zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten, wobei ihm der bedingte Strafvollzug unter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren gewährt wurde. Gemäss Leumundsbericht der Kantonspolizei Graubünden vom 7. Juli 2004 geniesst X. in seiner Wohngemeinde L. einen guten Ruf.
B. Am 3. April 2003 eröffnete die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen X. eine Strafuntersuchung wegen fahrlässiger Körperverletzung und weiteren Delikten und beauftragte das Untersuchungsrichteramt Chur mit deren Durchführung. Die Schlussverfügung wurde am 11. März 2004 erlassen. Am 22. Juli
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2004 erging eine Teil-Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Graubünden, worin die Strafuntersuchung gegen X. wegen einfacher Körperverletzung zum Nachteil von C. sowie Datenbeschädigung zum Nachteil der A. AG eingestellt wurde. Mit Verfügung vom 26. Juli 2004 wurde X. wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB sowie mehrfacher versuchter ungetreuer Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB in Anklagezustand versetzt. Der zu Handen des Bezirksgerichts Landquart erhobenen Anklage liegt gemäss Anklageschrift vom 26. Juli 2004 der folgende Sachverhalt zu Grunde:
„X. wird angeklagt
der ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB sowie der mehrfachen versuchten ungetreuen Geschäftsbesorgung gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 SGB.
1. Aufgrund eines Zusammenarbeitsvertrages zwischen der A. AG, M., und X. vom 12. Februar 1998 erbrachte X. als Geschäftsführer für den Bereich Technik verschiedene Ingenieurleistungen namens und im Auftrag der A. AG. Diese Zusammenarbeit wurde aufgrund eines gestörten Vertrauensverhältnisses von der A. AG am 15. Februar 2003 (Mitteilung an X. am 17. Februar 2003) per sofort aufgelöst.
Im Rahmen der erwähnten Zusammenarbeit erbrachte X. für die N. im Zusammenhang mit mehreren Projekten in P./S. (O.), Q./S. (R.) sowie T. (U.) diverse Ingenieurleistungen (statische Fassadenberechnungen) und stellte diese im Namen der A. AG der Auftraggeberin in Rechnung. Per 31. Dezember 2002 betrug der Wert der ausstehenden Forderungen für die erwähnten Ingenieurleistungen CHF 69'609.90, per 18. Januar 2003 CHF 72'000.--. Mit E-Mail-Schreiben vom 1. März 2003 wies X. den General Manager der V. (Gesellschaft, welche im Auftrag der N. arbeitete), B., an, Rechnungen für die erbrachten Ingenieurleistungen in Zukunft nicht mehr an die A. AG, sondern an die Einzelfirma X. zu bezahlen („... make payments exclusively to the bank accounts indicated on the new invoices sent to you on behalf of my own private company“). Bis Ende 2003 erbrachte die V. weder der A. AG noch X. irgendwelche Zahlungen.
Akten: act. 4.1, 4.3, 4.4, 4.5, 4.6, 4.14 - 4.16, 4.22, 4.24, 4.39, 4.56, 4.73.50, 4.82
2. Seinen eigenen Angaben zufolge wies der Angeklagte nach Auflösung der Zusammenarbeit mit der A. AG auch die Firma W. (Y./A) sowie die Z. AG (AA./D) auf dieselbe Weise wie unter Ziff. 1 dargestellt an, von der A. AG gestellte Rechnungen in Höhe von ca. CHF 16'000.-- (W.) bzw. ca. CHF 1'750.-- (Z. AG) an ihn bzw. an seine Einzelfirma J. AG zu bezahlen. Die Firma Z. AG soll den Angaben des Angeklagten zufolge in der Folge den erwähnten Betrag in Höhe von ca. CHF 1'750.-- bezahlt haben.
Akten: act. 4.22“
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C. Mit Urteil vom 17. November 2004, mitgeteilt am 20. Dezember 2004, erkannte das Bezirksgericht Landquart wie folgt:
„1. X. wird vollumfänglich von Schuld und Strafe freigesprochen.
2. a) Die Untersuchungskosten der Staatsanwaltschaft Graubünden sowie die Kosten der amtlichen Verteidigung, nämlich:
- Untersuchungsgebühr Staatsanwaltschaft Fr. 2'285.00
- Barauslagen Staatsanwaltschaft Fr. 0.00
- Aufwand amtlicher Verteidiger inkl. MwSt. Fr. 3'424.35
total Fr. 5'709.35
werden dem Kanton Graubünden auferlegt.
b) Die Kosten des Verfahrens vor dem Bezirksgerichtsausschuss Landquart, bestehend aus:
- der Gerichtsgebühr Fr. 3'000.00
- den Barauslagen Fr. 300.00
total somit Fr. 3'300.00
gehen zu Lasten des Bezirks Landquart.

## Considerations