# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 196df034-64bd-46cf-ba64-27b2ee451635
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1987 geborene und zuletzt bis Juni 2011 als Assistentin Private Banking
bei der
A._
tätig gewesene
(vgl. Urk. 8
/13
Ziff.
2.1 und
Ziff.
2.7)
X._
meldete sich am 15. Oktober 2012 bei der Invaliden
versicherung zum Leistungsbezug an (Urk.
8
/4). Gestützt auf ihre medizinischen und erwerblichen Abklärungen verneinte die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(vgl. Urk.
8/
86-87,
Urk. 8/
91 und
Urk. 8/
99) mit Verfügung vom 18. November 2014 den Anspruch auf IV-Leistungen (Urk.
8/
103). Das Sozialversicherungsgericht hob
diese
, nachdem die Versicherte hiergegen am 23. Dezember 2014 Beschwerde erhoben hatte
(Urk. 8/110/3-9)
, mit Urteil vom 17. Februar 2015 im Prozess Nr. IV.2014.01339 auf und wies die Sache zu ergänzenden Abklärungen und neuer Entscheidung an die IV-Stelle zurück (Urk.
8/112
).
In der Folge liess die IV-Stelle die Versicherte in der Rehaklinik
B._
inter
disziplinär (orthopädisch, neurologisch, psychiatrisch und neuropsychologisch)
begutachten
(
Gutachten
vom
22. Februar 2017 Urk. 8/1058). Mit Vorbescheid vom 6. März 2017 stellte die IV-Stelle in Aussicht, der Versicherten mit Wirkung ab 1. April 2013 eine Viertels- und mit Wirkung ab 1. September 2013 eine ganze Inv
alidenrente zuzusprechen (Urk. 8
/1062). Dagegen erhob die Versicherte am 4. April 2017 Einwände mit dem Antrag auf Ausrichtung einer ganzen
Invali
den
rente bereits ab April 2013
(Urk. 8/1080).
M
it Verfügung vom 25. September 2017 (Urk. 2
= Urk. 8/1136
)
sprach die IV-Stelle der Versicherten
mit Wirkung ab 1. April
2013 eine ganze Invalidenrente zu (S. 1). Die Rentennachzahlung bezifferte
sie
mit Fr. 109'564.
, darin eingeschlossen ein Verzugszins von Fr. 8'954.
(S. 2).
2.
Gegen die Verfügung vom 25. September 2017 (Urk. 2) erhob die Versicherte am 3. Januar 2018 Beschwerde (Urk. 1) mit folgendem Rechtsbegehren (S. 1):
«
1.
Es sei der Antragstellerin eine unentgeltliche Prozessführung zu gewähren (Beleg: Mittellosigkeit)
2.
Es
sei eine neue Verfügung zu errichten, da die vorliegende Verfügung in mehreren Punkten unstimmig ist.
3.
Es sei
en
zur neuen Verfügung die dazugehörigen Unterlagen im Couvert mitzureichen.
4.
Es sei der ausstehende unentgeltliche Rechtsbeistand für das Verwal
tungsverfahren bei der Rente zu gewähren.
5.
Es sei die längst fällige Abklärung bei der IV-Gutachterin und Autismus-Spektrum-Störung-Expertin
Dr.
C._
in Auftrag zu geben, weil die SVA Zürich kein Parteigutachten akzeptieren würde.
6.
Es sei die Beantwortung der Zusatzfragen, welche vor dem Gutachten der Gutachterstelle zur Beantwortung übermittelt wurde
n
, zu verlangen.
7.
Es sei die Zinsentschädigung neu zu berechnen und auszuzahlen.
8.
Es sei eine detaillierte Aufstellung der Zins- und Rentenberechnung aus
zustellen.
9.
Es sei die zuständige Pensionskasse zu
informieren.
»
Mit Beschwerdeantwort vom 14. Februar 2018 schloss die IV-Stelle auf Ab
wei
sung der Beschwerde (Urk. 7), was der Beschwerdeführerin am 23. April 2018 mit dem Hinweis, dass über den Antrag auf unentgeltliche Prozessführung zu einem späteren Zeitpunkt entschieden werde, zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 14).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.
1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechts
verhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zustän
dige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfügung be
ziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwer
deweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
1.2
Die Beschwerdegegnerin hat über den Anspruch einer unentgeltlichen Rechts
vertretung mit Verfügung vom 25. September 2017 (Urk. 2) nicht entschieden, weshalb kein Anfechtungsgegenstand vorliegt und diesbezüglich auf die Be
schwer
de nicht einzutreten ist.
Zu prüfen bleibt, ob der Beschwerdegegnerin, indem sie über den Anspruch auf unentgeltliche Rechtsvertretung nicht entschieden hat, Rechtsverweigerung vor
zu
werfen ist.
2.
2.1
Gemäss
Art.
56 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
ver
sicherungsrechts (ATSG) kann gegen
Einspracheentscheide
oder Verfügungen, gegen welche eine Einsprache ausgeschlossen ist, Beschwerde erhoben werden (
Abs.
1). Beschwerde kann auch erhoben werden, wenn der Versicherungsträger entgegen dem Begehren der betroffenen Person keine Verfügung oder keinen
Einspracheentscheid
erlässt (Rechtsverweigerungs- beziehungsweise
–
verzöge
rungsbeschwerde
;
Abs.
2).
E
ine Verletzung von
Art.
29
Abs.
1
der Bundesverfassung (BV)
– sowie gege
benenfalls von
Art.
6
Ziff.
1 EMRK (BGE 130 I 174 mit Hinweisen) – liegt nach der Rechtsprechung unter anderem dann vor, wenn eine Gerichts- oder Ver
waltungsbehörde ein Gesuch, dessen Erledigung in ihre Kompetenz fällt, nicht an die Hand nimmt und behandelt. Ein solches Verhalten einer Behörde wird in der Rechtsprechung als formelle Rechtsverweigerung bezeichnet. Art. 29
Abs.
1 BV ist aber auch verletzt, wenn die zuständige Behörde sich zwar bereit zeigt, einen Entscheid zu treffen, diesen aber nicht binnen der Frist fasst, welche nach der Natur der Sache und nach der Gesamtheit der übrigen Umstände als angemessen erscheint (sog. Rechtsverzögerung).
Für den Rechtsuchenden ist es unerheblich, auf welche Gründe – beispielsweise auf ein Fehlverhalten der Behörden oder auf andere Umstände – die Rechts
verweigerung oder Rechtsverzögerung zurückzuführen ist; entscheidend ist ausschliesslich, dass die Behörde nicht oder nicht fristgerecht handelt (SVR 2001 IV Nr. 24 S. 73 f. E. 3a und b, BGE 124 V 130, 117
Ia
116 E. 3a, 197 E. 1c, 103 V 190 E. 3c).
2.2
Am
4. April 2017 liess die Beschwerdeführerin
vertreten
durch
einen Mitarbeiter der AXA ARAG Rechtsschutzversicherung AG
vorsorglich Einwände gegen den Vorbescheid vom 6. März 2017 erheben (Urk. 8/1080). Ein Gesuch um unent
gelt
lichen Rechtsbeistand wurde darin nicht gestellt, dagegen wurde eine Fristver
län
gerung beantragt, um den Einwand zu ergänzen.
Am 18. April 2017 teilte der Rechtsvertreter der Beschwerdegegnerin mit, dass das Mandat niedergelegt worden sei (Urk. 8/1083). Auf entsprechende Anfrage der Beschwerdeführerin vom
22. Mai 2017 (Urk. 8/1101) hin
teilte die Beschwerdegegnerin
dieser am 26. April 2017
mit, die Fragen bezüglich unentgeltlicher
Rechtsverbeiständung
seien ihr schon mit E-Mails vom 14. November 2015
(vgl.
Urk. 3/8 =
Urk. 8/196)
und 26. April 2016
(vgl. Urk. 8/566)
beantwortet worden (Urk. 8/8/1084)
.
In der Folge reichte die Beschwerdeführerin am 22. Mai 2017 die
Einwandergänzung
ein, ohne darin die unentgeltliche Rechtsvertretung zu
beantragen
(Urk. 8/1107).
Einen formellen Antrag auf unentgeltliche Rechtsvertretung stellte die Beschwer
de
führerin
so
mit
im Zusammenhang mit dem
Einspracheverfahren
gegen den Rentenvorbescheid nicht.
I
m Übrigen wäre ein solcher
mangels Notwendigkeit
abzuweisen gewesen,
war die Beschwerdeführerin doch in der Lage, den Einwand selbständig zu verfassen.
Eine Rechtsverweigerung kann im Verhalten der Beschwerdegegnerin nicht er
blickt werden.
3.
3.1
Bei einer Verfügung über Versicherungsleistungen bildet grundsätzlich einzig die Leistung Gegenstand des Dispositivs. Die Beantwortung der Frage, welcher
Ge
sund
heitsschaden
der Rentenzusprechung zugrunde
gelegt wurde, dient demge
gen
über lediglich der Begründung der Leistungsverfügung. Da in jedem Fall nur das Dispositiv anfechtbar ist, muss bei Anfechtung der Motive einer Leistungs
verfügung im Einzelfall geprüft werden, ob damit nicht sinngemäss die Abän
derung des Dispositivs beantragt wird. Sodann ist zu u
ntersuchen, ob die
Be
schwerdeführer
in
allenfalls ein schutzwürdiges Interesse an der sofortigen Fest
stellung hinsichtlich des angefochtenen Verfügungsbestandteils hat (BGE 102 V 150).
3.2
Die Beschwerdegegnerin sprach der Beschwerdeführerin bei einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit eine ganze Invalidenrente zu. Hierbei stütze sie sich auf das Gutachten der Rehaklinik
B._
vom
22. Februar 2017 (Urk. 8/1058), worin neben einer persistierenden
ventrokaudalen
Instabilität des rechten Schulterge
lenks eine artifizielle Störung (F68.1) sowie eine Persönlichkeitsstörung aus dem Cluster-B-Bereich, am ehesten im Sinne einer emotional-instabilen und/oder einer
histrionischen
Persönlichkeitsstörung (F60.3 und/oder F60.4)
,
diagnostiziert (S. 5) und aus psychiatrischer Sicht eine vollständige Arbeitsunfähigkeit attestiert wurde (S.
11).
Zur Beurteilung des Gesundheitszustands ist gemäss höchstrichterlicher Recht
sprechung nicht die Diagnose massgebend, sondern in erster Linie der psy
cho
pathologische Befund und der Schweregrad der Symptomatik (Urteil des Bundes
gerichts 9C_273/2018 vom 28. Juni 2018 E. 4.2 mit Hinweisen). Die Gutachter der Rehaklinik
B._
erachteten aufgrund des von ihnen erhobenen psychopa
thologischen Befundes und der Schwere der Symptomatik eine Arbeitsfähigkeit als nicht mehr gegeben.
Da der Beschwerdeführerin aufgrund der attestierten voll
ständigen Arbeitsunfähigkeit eine ganze Rente zugesprochen wurde, besteht kein
schutzwürdiges Interesse an einer erneuten Begutachtung, weshalb auf das Begehren, es sei ein Gutachten in Auftrag zu geben, in welchem auch die von ihr gestellten Zusatzfragen beantworte
t werden
, nicht einzutreten ist.
4.
4.1
Die Invalidenrente der Beschwerdeführerin wird folgendermassen berechnet:
4.2
Die Invalidenrenten werden gemäss Art. 36 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) grundsätzlich nach den Bestimmungen des Bundes
g
e
setzes über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
(AHVG) berechnet.
4.
3
Die ordentlichen Renten der AHV und IV gelangen als Vollrenten oder Teilrenten zur Ausrichtung, wobei Anspruch auf die volle Rente besteht, wenn die Bei
trags
dauer vollständig ist (Art. 29 Abs. 2 AHVG). Die Beitragsdauer ist vollständig, wenn eine Person gleich viele Beitragsjahre aufweist wie ihr Jahrgang (Art. 29
ter
Abs. 1 AHVG), wobei gemäss Art. 29
ter
Abs. 2 AHVG als Beitragsjahre Zeiten gelten, in welchen eine Person Beiträge geleistet hat (
lit
.
a), in welchen der Ehegatte gemäss Art
.
3 Abs
.
3 AHVG mindestens den doppelten Mindestbeitrag entrichtet hat (
lit
.
b) oder für die Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften ange
rechnet werden können (
lit
.
c). Bei unvollständiger Beitragsdauer besteht An
spruch auf eine Teilrente, entsprechend dem gerundeten Verhältnis zwischen den vollen Beitragsjahren der versicherten Person und denjenigen ihres Jahrganges (Art. 38 Abs. 2 AHVG).
Für die Rentenberechnung werden Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie
Erzieh
ungs
- oder Betreuungsgutschriften der rentenberechtigten Person zwischen dem 1. Januar nach Vollendung des 20. Altersjahres und dem 31. Dezember vor Eintritt
des Versicherungsfalles (Renteneintritt oder Tod) berücksichtigt
(Art. 29
bis
Abs. 1 AHVG)
.
4.
4
Innerhalb der anwendbaren Rentenskala bestimmt sich die Rentenhöhe nach Massgabe des durchschnittlichen Jahreseinkommens, das sich aus den Erwerbs
einkommen, auf denen Beiträge bezahlt wurden, sowie den Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften zwischen dem 1.
Januar nach Vollendung des 20.
Alters
jahres und dem 31.
Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles zusammensetzt (Art.
29
bis
Abs.
1, Art.
29
quater
und Art.
29
quinquies
Abs.
1 AHVG).
4.
5
Die Summe der Erwerbseinkommen wird entsprechend dem Rentenindex gemäss Art.
33
ter
AHVG aufgewertet (Art.
30 Abs.
1 AHVG). Das Bundesamt legt die Faktoren
für die Aufwertung jährlich fest (Art.
51
bis
Abs.
1
der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
,
AHVV). Der Aufwertungsfaktor wird nach dem Kalenderjahr bestimmt, in welchem der erste Eintrag in das individuelle Konto (IK) vorgenommen wurde (Art.
51
bis
Abs.
2 AHVV). Die Summe der aufge
werteten Erwerbseinkommen sowie die Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften werden durch die Anzahl der Beitragsjahre geteilt (Art.
30 Abs.
2 AHVG).
4.
6
Die Beschwerdegegnerin
hat den Eintritt
des Versicherungsfalls, welcher nicht gleichzusetzen ist mit dem Beginn des Rentenanspruchs, welcher frühestens
6
Monate nach Anmeldung
(vgl. Art. 29 Abs. 1 IVG)
- vorliegend im April 2013 (Anmeldung von Oktober 2012)
- entsteht
,
auf März 2010
datiert
(
Feststel
l
ungs
blatt vom 23. Mai 2017,
Urk.
/1108 S. 5), was mit der medizi
nischen Aktenlage übereinstimmt
.
Damit hat die Beschwerdeführerin
wie ihr Jahrgang zwei mass
gebliche Beitragsjahre
(1. Januar 200
8
bis 31. Dezember 20
09
) erfüllt
(vgl. E.
4.3
; Bundesamt für Sozialversicherungen, Rententabellen 2013 S. 8
)
, womit die Ren
tenskala 44 (Vollrente) zur Anwendung gelangt (Rententabellen 2013 S. 11
)
. Dies entspricht der Rentenskala 44 (Rententabellen 2013 S. 11).
Laut IK-Auszug erzielte die Beschwerdeführerin in den massgeblichen Jahren 200
8
und 20
09
ein Einkommen von insgesamt Fr. 101'601.
--
(Urk. 20/29/4). Nach
dem der erste massgebliche
Eintrag im
IK
im Jahr 20
08
erfolgte (vgl.
E. E4.4;
Urk.
20/29/4
)
ist dieser Betrag
nicht
aufzuwerten (Rententabellen 2013 S.
15).
Geteilt durch die 2
massgeblichen
Beitragsjahre resultiert ein massgebendes durc
h
schnittliches Jahreseinkommen von
Fr. 51'800.50,
welches auf den
Tabellenwert von Fr.
51'948.
(Stand 2013) oder von Fr. 53'580.
(Stand 2015)
aufzurunden ist
und einem monatlichen Rentenanspruch von Fr. 1'928
.
(Stand 2013) be
ziehungsweise von Fr. 1'936.
(Stand 2015) entspricht (Rententabellen 2013 S. 18 und 2015 S. 18
).
5.
5.1
Gemäss Art. 26 Abs. 1 Satz 1 ATSG sind f
ür fällige Beitragsforderungen und Beitragsrückerstattungsansprüche Verzugs- und Vergütungszinsen zu leisten
. Sofern die versicherte Person ihrer Mitwirkungspflicht vollumfänglich nachge
kommen ist
, w
erden die Sozialversicherungen für ihre Leistungen nach Ablauf von 24 Monaten nach der Entstehung des Anspruchs, frühestens aber 12 Monate nach dessen Geltendmachung verzugszinspflichtig (Art. 26 Abs. 2 ATSG).
Laut Art. 7 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialver
siche
rungs
rechts (ATSV) beträgt der Satz für den Verzugszins 5 % im Jahr (Abs. 1). Der Verzugszins wird monatlich auf dem bis Ende des Vormonats aufgelaufenen Leistungsanspruch berechnet. Die Zinspflicht beginnt am ersten Tag des Monats, in welchem der Anspruch auf Verzugszinsen entstanden ist, und endet am Ende des Monats, in welchem der Zahlungsauftrag erteilt wird (Abs. 2).
5.2
Der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin entstand am 1. April 2013 (Urk. 2),
womit die Beschwerdegegnerin seit 1. April 2015 verzugszinspflichtig ist.
Die Au
s
gleichskasse erteilte den Zahlungsauftrag zur Begleichung der ausstehenden Ren
ten am 27. September 2017
(Urk. 20/25)
, womit die Zinspflicht am 30. Septem
ber 2017 endete. Gemäss Aufstellung über Verzugszinsen und Nachzahlungen der Ausgleichskasse vom 25. September 2017 (Urk. 20/28) berechnete diese
die
Ver
zugszinsen von April 2015 bis September 201
7.
Kein
Verzugszins ist geschuldet für den mit Leistungen der Krankentaggeldversicherungen verrechneten Betrag von Fr. 3
'766.--.
5.3
Insoweit die Beschwerdeführerin rügt, die Nachzahlung sei
erst im November 2017
erfolgt, ist ihr entgegenzuhalten, dass sie von der Ausgleichskasse am 8. März 2017 (Urk. 20/33) und am 2. Juni 2017 (Urk. 20/31) aufgefordert wurde, ihre Bankverbindung bekanntzugeben. Nachdem die Beschwerdeführerin
dies
unterlassen hatte, überwies die Ausgleichskasse die geschuldete Rente samt Zinsen auf das Konto, welches die Beschwerdeführerin anlässlich der Anmeldung zum Rentenbe
zug angegeben (Urk. 8/4 Ziff. 7 und Urk. 20/25)
,
in der Zwischen
zeit
aber
offenbar
saldiert hatte. Dass die Zahlung erst im November
2017 erfol
gen konnte, hat
die Beschwerdeführerin
daher selber zu verantworten, weshalb die Zinspflicht
Ende September 2017, im Zeitpunkt
, in welchem die Ausgleichs
kasse
den misslungenen Z
ahlungsauftrag erteilt hat, endet.
5.4
Die Berechnung der Verzugszinsen erweist sich damit als korrekt.
6.
6.1
Laut Art. 49 Abs. 4 ATSG hat ein Versicherungsträger, der eine Verfügung erlässt, welche die Leistungspflicht eines anderen Trägers berührt, auch
diesem
die Ver
fügung zu eröffnen. Dieser kann die gleichen Rechtsmittel ergreifen wie die ver
sicherte Person.
6.2
Die
Ausgleichskasse stellte der Pens
io
nskasse
der
Credit
Suisse Group (Schweiz)
die Rentenverfügung am 4. Januar 2017 zu (Urk. 20/10). Damit ist der Antrag der
Beschwerdeführerin
auf Information dieser Pensionskasse
gegenstandslos
gewor
den
.
7.
Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Versiche
rungs
leistungen geht, ist das Beschwerdeverfahren
kostenlos (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG
i.V.m
.
Art.
61
lit
. a ATSG).