# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 31e778e5-eaf9-4bcc-a9c1-d97c482d3b81
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1977 geborene
X._
, welche über keine berufliche Aus
bildung verfügt und zuletzt als Kellnerin und
Unterhaltsreinigerin
gearbeitet hatte, meldete sich am 1
8.
März 2019 bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/9
; vgl. auch
Urk.
9/21
). Die IV-Stelle holte
in der Folge
Berichte von
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Allgemein Innere Medizi
n, (
Urk.
9/20) von
Dipl. P
sych
.
A._
(
Urk.
9/34)
sowie einen Arbeitgeberbericht der
B._
AG
, bei welcher die Versi
cherte vom Juli bis Oktober 2018 als Unterhaltsreiniger
in
gearbeitet hatte,
(
Urk.
9/21) ein. Mit Mitteilung vom 3
0.
März 2020 hielt die IV-Stelle fest, dass keine Eingliederungsmassnahmen möglich seien (
Urk.
9/50). In der Folge gab
sie
bei der
C._
AG ein polydisziplinäres (Allgemeine Innere Medizin, Neuropsychol
o
gie, Psychiatrie und Psychotherapie sowie Rheumatologie) Gut
achten in Auftrag (
Urk.
9/52), welches am 1
0.
November 2020 erstattet wurde (
Urk.
9/61).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahen
(
Urk.
11/69) wies die IV
Stelle das Leistungsbegehren der Versicherten mit Verfügung v
om 2
4.
Februar 2021 ab (
Urk.
2).
2.
Dagegen liess die Versicherte mit Eingabe vom 2
5.
März 2021 Beschwerde erheben (
Urk.
1) und beantragen, es sei die angefochtene Verfügung
aufzuheben und ihr ab dem
frühe
st
gesetzlich möglichen Zeitpunkt eine ganze Invalidenrente zuzusprechen. In prozessualer Hinsicht ersuchte
sie
um Gewährung der unent
geltlichen Prozessführung. Sodann ersuchte sie um Zustellung der Akten und Fristansetzung zur Ergänzung der Beschwerde. Die Beschwerdegegnerin bean
tragte mit Beschwerdeantwort vom
7.
Mai 2021 (
Urk.
8) die Abweisung der Beschwerde. Mit Verfügung vom 1
7.
Mai 2021 (
Urk.
10) wurde
n
der Beschwerde
führerin die Beschwerdeantwort zur Kenntnis
-
und die Akten der Beschwerde
gegnerin zur
Einsicht
nahme zugestellt. Gleichzeitig wurde
sie darauf hinge
wiesen
, dass das Gericht die Anordnung eines zweiten Schriftenwechsels
nicht
als erforderlich erachte, es den Parteien jedoch unbenommen bleibe, sich noch
mals zur Sache zu äussern und weitere sachbezogene Unterlagen einzureichen.
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheids
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. De
zember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7, Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indikatoren, die es
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer
seits
-
er
lauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundes
gerichts 9C_590/2017 vom 15.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrund
lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchs
frei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sourcen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.
5
Versicherungsträger und das Sozialversicherungsgericht haben die Beweise frei, das
heisst
ohne Bindung an förmliche Beweisregeln, sowie umfassend und
pflichtgemäss
zu würdigen.
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob er für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind. Zudem muss der Arzt über die notwendigen fachlichen Qualifikationen ver
fügen. Ausschlaggebend für den Beweiswert ist grundsätzlich weder die Herkunft eines Beweismittels noch die Bezeichnung der eingereichten oder in Auftrag gegebenen Stellungnahme als Bericht oder Gutachten (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a; Urteil des Bundesgerichts 8C_225/2021 vom 1
0.
Juni 2021 E. 3.2, je mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erklärte zur Begründung ihres Entscheides (
Urk.
2), es liege bei der Beschwerdeführerin eine gesundheitliche Beeinträchtigung vor. Diese wirke sich allerdings nicht auf die Arbeitsfähigkeit aus. Sämtliche Tätig
keiten seien
der Beschwerdeführerin
in einem 100%-Pensum zumutbar.
2.2
Die Beschwerdeführerin liess dagegen im Wesentlichen einwenden (
Urk.
1), es lägen verschiede
ne
ärztliche Zeugnisse vor, welche ihr eine 100%ige Arbeits
unfähigkeit attestierten, und zwar seit dem
9.
Februar 2018 und noch bis min
destens
4.
April 202
1.
3.
3.1
Es sind insbesondere die folgenden
Berichte zum Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin
aktenkundig:
3.2
Vom
5.
bis 1
9.
Februar 2019 war d
ie Beschwerdeführerin in der Klinik für Rheumatologie des Universitätsspitals
D._
hospitalisiert. Mit Austritts
bericht vom 1
9.
Februar 2019
(
Urk.
9/20/11-15)
nannten
Dr.
med.
E._
, Oberarzt i.V., und
D
ipl. Ärztin
F._
als Diagnosen:
-
Fibromyalgie
-
Kriterien
ACR 2010 erfüllt (WPI 17/19 Punkte
, SSI 12/12, Februar 2019)
-
Klinik:
-
diffuse Ganzkörperschmerzen und
Druckdolenzen
, bewegungs
ab
hängig
-
keine sensomotorischen Ausfallerscheinungen objektivierbar
-
Labor:
-
ANA, RF und Anti-CCP negativ
-
Bildgebung:
-
MRI Knie beidseits Mai 2018: keine wesentlichen Veränderungen
-
Sonographie Hände beidseits 3
1.
August 2018:
k
eine Hinweise einer
Synovitis
, symmetrische Darstellung des Karpaltunnels
-
Rx
LWS 3
1.
August 2018: unauffällig
-
Therapie:
-
a
ktuell multimodale Schmerztherapie (93.A2.45) vom
5.
bis 19.
Februar 2019
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
Beginn mit
Cymbalta
und
Surmontil
-
m
ittelgradige depressive Reaktion, Erstdiagnose
Februar 2019
-
Beginn mit
Cymbalt
a
und
Surmontil
-
a
ktenanamnestisch Verdacht auf
beginnendes Karpaltunnelsyndrom beid
seits, Erstmanifestation September 2017
-
High
Risk
HPV-positiv
-
Mischinfektion von HPV 45++ und 51+
-
Biopsien:
-
September und Dezember 2018: HSIL (
endozervikal
/
intraglandulär
)
-
Dezember 2018: 3x3mm grosser
endozervikale
r
Schleimhautpolyp ohne histolo
g
i
sche Dysplasie
-
Februar 2019:
endozervikaler
Schleimhautpolyp ohne Dysplasie oder Malignität; Schleimhautfragment mit
dysplasiefreiem
Plattenepithel der Portio. Am vorliegenden Schnittmaterial keine CI
N.
Keine Malignität.
Die Beschwerdeführerin sei elektiv zur multimodalen Schmerztherapie bei
multi
lokulärem
myofaszialem
Schmerzsyndrom eingetreten. Klinisch habe sich eine sehr ange
spannt
wirkende Patientin gezeigt, welche bereits bei leichter Berührung der Haut am ganzen Körper Schmerzen angegeben habe. Weitere Untersuchungen des Bewegungsapparates seien nicht konklusiv durchführbar gewesen. Laborche
misch hätten sich keine Hinweise auf ein entzündliches Geschehen ergeben
.
Während der
Hospitalisat
ion
sei die Beschwerdeführerin auch
psychiatrisch beurteilt worden, wobei hier eine mittelgradige depressive Reaktion zusammen mit einer chronischen Schme
rzstö
rung mit somatischen und psychischen Fakto
ren diagnostiziert worden sei.
Zusätzlich
habe
sich in den Schilderungen der Beschwerdeführerin eine Belastung durch soziale, finanzielle und familiäre Faktoren gefunden. Die Beschwerdeführerin habe sich gegenüber dem Einbezug psychologischer Faktoren in ihr Krankheitsmodell grundsätzlich offen gezeigt, sie sei sehr therapiemotiviert gewesen. Als angstlösende und schmerzdistanzierende Therapie hätten sie mit
Duloxetin
(
Cymbalta
) und
Trimipramin
(
Surmontil
) begonne
n
, was bei normaler QT-Zeit habe
aufdosiert
werden können. Die anti
depr
e
ssive Therapie habe zudem zu einer verbesserten Schlafqualität geführt. Es sei jedoch aufgefallen, dass die Beschwerdeführerin auch tagsüber viel Zeit im Bett verbracht habe, dies im Sinne einer fehlenden Schlafhygiene.
Aus rheumatologischer Sicht sei eine dauerhafte, volle Arbeitsunfähigkeit für eine leicht
e
bis mittelschwere Tätigkeit nicht zu begründen. Insgesamt habe sich eine sehr motivierte Patientin mit gute
m
Rehabilitationspotenzial gezeigt. Leider sei
aber
eine
Kostengutsprache für eine
muskuloskelettale
Rehabilitation abgelehnt worden. Sie hätten die Beschwerdeführerin am 1
9.
Februar 2019 in gutem Allge
mein
zustand zurück in das häusliche Umfeld entlassen. Ein Wiedereinstieg in das Berufsleben schein
e
bei der noch jungen Beschwerdeführerin vordergründig wichtig. Deshalb rieten sie zur schrittweisen Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit ab März 201
9.
Die Ärzte des
Universitätsspitals D._
attestierten der Beschwerde
führerin nach Aus
tritt bis 2
8.
Februar 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit
.
3.3
Dr.
Z._
nannte mit am
5.
April 2019 bei der Beschwerdegegnerin eingegangenem Bericht
(
Urk.
9/20/1-10) im Wesentlich
en
die gleichen Diagnosen wie die Ärzte d
er Rheumaklinik des
Universitätsspitals D._
in ihrem Bericht vom 1
9.
Februar 201
9.
Dabei mass er der Fibromyalgie, der c
hronische
n
Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
, der
gemäss seinen Angaben
m
ittelgradig bis schweren depressiven Episode
und dem
b
eginnende
n
Karpaltunnelsyndrom
Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit zu.
Neben der Diagnose High
Risk
HPV-positiv nannte er a
ls Diagnose ohne Auswir
k
ungen auf
die Arbeitsfähigkeit
eine
Nasenatmungsbehinderung mit/bei
Septumdeviation
,
Muschelhyperplasie
und e
ingeschränkte
r
Funktion der Nasenspitze bei Status nach Rhinoplastik 2015
.
Als Befunde führte er an: 41-jähr
i
ge Patientin in leicht reduziertem Allgemein- und gutem Ernährungszustand, Grösse 159 cm, Gewicht 58 kg. Abdomen:
blande
. Bewegungsapparat: Wirbelsäule: schmerzbedingt 1/3 Bewegungseinschränkung in allen Richtungen mit Endphasenschmerzen. Generalisierte Weichteil
-
und Gelenkschmerzen, Schulter-, Ellenbogen-, Hand und Kniegelenke betont. Finger: Schmerzangabe bei der Bewegung und Druckschmerzen, Schwellung vor allem PIP beidseits. Kraftminderung in den Händen und Fingern M2-3 beidseits und symmetrisch. Neurostatus: keine neurologischen Ausfälle, jedoch generalisierte Hyposensibilität. Psychisch:
verzweifelt, rat
lo
s
mit unterdrückter Stimmung, erzähle die ganze Zeit über ihre Schmerzen und Leiden.
Dr.
Z._
attestierte der Beschwerdeführerin eine
100%ige Arbeitsun
fähigkeit.
3.4
Am
2
3.
September 2019 berichtete Dipl. P
sych.
A._
, welche die Beschwerde
führerin in Delegation durch
Dr.
med.
G._
, Facharzt FMH für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –
psychotherapie
,
behandelte, der Beschwerde
gegnerin (
Urk.
9/34). Als Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führte sie an:
-
m
ittelgradige depressive Störung (ICD-10 F32.11)
-
Fi
bromyalgie ACR 2010 erfüllt (WPI 17/19, Februar 2019
Universitätsspital D._
)
-
Differentialdiagnose chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
Die Beschwerdeführerin sei seit
dem
1
4.
März 2019 in ihrer psycho
therapeuti
schen Behandlung. In dieser Zeit sei die antidepressive Medikation optimiert und ein Platz in der psychiatrischen Tagesklinik gefunden worden. Eine somatische Rehabilitation sei von der Versicherung abgelehnt worden. Durch die tagesklini
sche Behandlung erhofften sie sich in der beruflichen Reintegration einen Sch
ritt vorwärts zu kommen.
Als Befunde führte Dipl. Psych.
A._
an:
s
ehr gepflegte, bewusstseinsklare und freundliche Frau. Gedanken eingeengt, kreisend, perseverierend, klagend. Erhöhtes Sauberkeitsbedürfnis, eventuell zwanghaft. Schlaf durch Erwachen, Albträume und Intrusionen gestört. Erhöhte Ermüdbarkeit, Morgentief, Steifig
keit, rasche Erschöpfbarkeit und verminderte Konzentration (schafft es nicht ein Buch zu lesen oder Deutsch zu lernen). Sozial total zurückgezogen, ertrage keine Menschen mehr um sich. Erhöhte Empfindlichkeit von Kälte, Lärm und Licht. Suizidalität wird verneint. «Ameisen» in den Extremitäten, erhöhte Reizbarkeit, Interesse
n
verlust.
Dipl. P
s
ych.
A._
attestierte der Beschwerdeführer
in
ab 1
4.
März 2019 und vor
aussichtlich bis Ende 2019 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit.
3.5
Am
5.
Dezember 2019 berichteten
H._
,
D
ipl. Pflegefachfrau, und
I._
, Oberärztin, von der Psychiatrischen Universitätsklinik
J._
Dipl. Ps
ych.
A._
(
Urk.
9/38). Sie nannten als Diagnosen:
-
mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1)
-
chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41)
-
Fibromyalgie
Die Beschwerdeführerin sei vom 1
6.
September bis
2.
Dezember 2019 teilstationär
in ihrer Tagesklinik b
ehandelt worden.
Sie
sei bei fehlender Tagesstruktur, wenig
en
sozialen Kontakten und Expositionen, gemindertem Antrieb und starken somatischen Beschwerden zur teilstationären Behandlung angemeldet worden. Die Beschwerdeführerin habe ihre Therapien sehr unregelmässig besucht und immer wieder somatische Beschwerden angebracht, die es ihr teilweise nicht ermöglichten, aus dem Haus zu gehen. Seit dem Winteranfang habe sie zusätzlich stark
e
Beschwerden durch die Fibromyalgie gehabt. Sie habe sich in den Gruppen nur sch
w
er eingefunden und sich kaum an Gesprächen oder Aktivitäten beteiligt. Meist habe sie die Zeit still auf einem Stuhl verbracht und versucht, gegen ihre Müdigkeit anzukämpfen, um nicht einzuschlafen. Die Beschwerdeführerin habe im Laufe der Therapie mehrfach das Therapieangebot gewechselt, jedoch habe auch dadurch keine Motivationssteigerung mit regelmässiger Teilnahme erzielt werden können. Aufgrund der vielen Fehlzeiten und einer von der Beschwerde
führerin geplanten Urlaubsreise von Anfang Dezember 2019 bis Mitte Januar 2020 sei dann nach einem Standortgespräch mit der Beschwerdeführerin i
m
gegenseitigem Einvernehmen der Austritt vereinbart worden.
3.
6
Die Gutachter
der
C._
AG
nannten in ihrem Gutachten vom 1
0.
November 2020 (
Urk.
9/61)
keine Diagnose mit Auswirkungen
auf die Arbeitsfähigkeit (Urk.
9/61/17). Als Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit führ
ten sie eine leichte depressive Episode (ICD-10 F32.0) und eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41) an.
Aus somatisch-rheumatologischer Sicht finde sich bei der Beschwerdeführerin ein diffuses, generalisiertes Schmerzsyndrom, das rheumatologisch nicht hinreichend erklärt werden könne. Die Diagnose einer Fibromyalgie sei formal zwar richtig, die Klassifikationskriterien seien erfüllt, allerdings gingen die Beschwerden und das Verhalten während der
körperlichen Untersuchung weit über das Ausmass einer klassischen Fibromyalgie hinaus. Aktenanamnestisch bestünden die Diagnosen eine
r
chronische
n
Schmerzstörung und einer mittelgradigen Depression, welche hier führend für das Beschwerdebild sein dürften, sodass eine Fibromyalgie allerhöchstens sekundär im Rahmen dieser Erk
rankung
en
zu sehen
bzw. die Diagnose einer Fibromyalgie gar nicht notwendig sei, um die Beschwer
den hinreichend zu erklären. Diskrepant sei auch
das
Verhalten der Beschwerde
führerin
. Während der Befragung wirke sie
eine gute Stunde lang kaum schmerz
geplagt
. Hingegen verursachten
im Anschluss
in der
klinischen Untersuchung
schon k
leinste Hautberührungen
einschiessende Schmerzen,
egal wo
man die Beschwerdeführerin
berühre. Die passive Beweglichkeit während der Unter
suchung sei ebenso diskrepant
zum sonst beobachteten Verhalten. So sei der Beschwerdeführerin
im Liegen kaum eine Hüftbewegung
oder
das Heben des gestreckten Beins möglich, obwohl
sie sich
sonst normal fortbewege
(Urk.
9/61/17-18)
.
Im Rahmen
ihrer
neuropsychologischen Untersuchu
ng habe
die Beschwerde
führerin eine neuropsychologisch
unplausible
und logisch inkonsistente Symp
tomproduktion
gezeigt
. Darauf wiesen unter anderem auffällige Leistungen in
drei Symptomvalidierungsverfahren hin. Wegen der neuropsychologisch
unplau
siblen
und logisch inkonsistenten Symptomproduktion seien sämtliche Testwerte der Untersuchung als ungültig zu betrachten. Aus der
aktuellen
Untersuchung lasse sich somit keine gesicherte Aussage über die tatsächliche kognitive Leistungsfähigkeit der Beschwerdeführerin ableiten. Als Ursache für die gezeigte neuropsychologisch
unplausible
und logisch inkonsistente Symptom
produktion komme in erster Linie eine Aggravation oder Simulation kognitiver Funktions
beeinträchtigungen infrage. Diese Annahme werde gestützt durch Kriterien für den Nachweis einer Aggravation oder Simulation, welche im angelsächsischen Raum von Slick at al. 1999 formuliert worden sei
en
. Diese Bedingungen würden im Fall der Beschwerdeführerin vollständig erfüllt. Auf eine Aggravation oder Simulation wiesen auch die Besonderheiten bei zwei Symptom
validierungs
verfahren hin,
nämlich,
dass zwei von drei Testwerten bei Alternativ
antworten unterhalb der Zufallswahrscheinlichkeit
gelegen hätten
und dass bei einer anderen Aufgabe die Bearbeitungszeiten bei einfacheren Aufgaben
stellungen langsamer
gewesen seien
als bei deutlich schwierigeren Aufgaben
stellungen (
Urk.
9/61/18).
Aus psychiatrischer Sicht leide die Beschwerdeführerin unter Schmerzen im Bewegungsap
parat und depressiven Symptomen. D
en Beginn der Symptomatik gebe sie im Zusammenhang mit einem Konflikt mir ihrer Zwillin
g
sschwester an. Bei der heutigen Untersuchung habe sie die Schmerzen diffus und ausgeweitet im Bewegungsapparat angegeben. Diagnostisch handle es sich um eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren. Im Vordergrund des
klinischen Bildes stünden gemäss ICD-10 seit mindestens sechs Monaten beste
hende Schmerzen in einer oder mehrere
n
anatomische
n
Regionen, die ihren Aus
gangspunkt in einem physiologischen Prozess oder einer körperlichen Störung hätten. Als psychische Faktoren könn
t
en
hier der Konfl
ikt mit der Zwillings
schwester
, aber auch die emotionale Belastung infolge der anhaltenden Arbeits
unfähigkeit und Abhängigkeit vom Sozialamt
gelten
. Des Weiteren seien bei der Beschwerdeführerin
affektive Symptome
genügend deutlich ausgeprägt für die Diagnose einer leichten depressiven Episode, was sich auch in der Hamilton Depression
Scale
-Testung bestätigen lasse. Vorliegen
d
sei die depressive Episode gekennzeichnet durch depressive Verstimmung mit ver
minderter Freunde, einem gewissen Interessenverlust, Schlafstörung, erhöhter Ermüdbarkeit, negativen Zukunftsperspektive
n und Appetitverminderung (Urk.
9/61/18-19).
Von Seiten der Persönlichkeit bestünden keine relevanten Aspekte,
welche die Teilhabe einschränkten
. Die normal verlaufende Sozialisation mit früher voller Leistungsfähigkeit und der Querschnittsbefund mit keinerlei auffälligen Persön
lichkeitsmerkmalen sprächen insbesondere gegen die Achse-II-Diagnose einer Persönlichkeitsstörung (
Urk.
9/61/19).
Es
bestünden Belastungen mit einem erlebten Konflikt mit der Zwillingsschwester
sowie
mit psychosozialen Faktoren und Abhängigkeit vom Sozialamt und mit regelmässiger finanzieller Unterstützung der 18-jährigen Tochter in der Heimat. Die Beschwerdeführerin stütze sich viel auf die Hilfe der Zwillingsschwester im gemeinsamen Haushalt ab
. Die Beschwerdeführerin habe den
Umzug
in eine grössere Wohnung
bewirkt
,
sie bleibe
aber
weiterhin bis am Nachmittag im Bett liegen. Werde ihr zu viel abgenommen, könne dadurch ein Krankheitsgewinn ent
stehen. Indes bestünden auch Ressourcen, die eine Kompensation von dysfunktionalen Bewältigungsmustern und unzureichenden Behandlungs
erfolgen ermöglichen würden. Die Beschwerdeführer
in
besitze gute Kenntnisse in angelernten Tätigkeiten, den
en
sie in der Schweiz, vor allem im Gastronomie
be
reich, nachgegangen sei. Weitere Ressourcen liess
en
sich auch im Mini-ICF-APP abbilden (
Urk.
9/61/19).
Zur Konsistenzprüfung erklärten die Gutachter, das von der Beschwerdeführerin zur Schau gestellte diffuse, generalisierte Schmerzsyndrom lasse sich aus soma
tischer Sicht nicht hinreichend erklären. Die Beschwerden und
das
Verhalten
der Beschwerdeführerin
während der Untersuchung im Rahmen der rheumatolo
gi
schen Begutachtung gingen über das Ausmass einer klassischen Fibromyalgie hinaus. Zudem hätten sich im Rahmen der Exploration sowie der Untersuchung diverse Diskrepanzen ergeben, wie dies in den entsprechenden Fachgutachten festgehalten sei.
Aus
psychiatrischer Sicht lasse sich die subjektiv wahr
ge
nommene eingeschränkte Arbeitsfähigkeit mit dem der Beschwerdeführerin möglichen täglichen Aktivitätsniveau nicht in Einklang bringen, was sich auch im Mini-ICF-APP abbilden lasse. Vor diesem Hintergrund könne der Beschwer
deführerin auch aus psychiatrischer Sicht durchaus eine Willens
anstrengung zugemutet werden, um trotz
der Schmerzen zu arbeiten (Urk.
9/61/20).
Die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin sei
insgesamt
nicht eingeschränkt
. Es habe aufgrund des aktuell beklagten Beschwerdekomplexes zu keiner Zeit eine
höhergradige
, länger anhaltende Arbeitsunfähigkeit bestanden
(
Urk.
9/61/20)
.
4.
4.1
Die Beschwerdegegnerin stützte ihren Entscheid im Wesentlichen auf das Gut
achten der
C._
AG vom
1
0.
November 2020 (E. 3.6; vgl.
Urk.
9/68/6
8) und ging in Übereinstimmung mit dem Gutachten von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit der Beschwerdeführerin aus.
4.2
Den von Versicherungsträgern im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Expertise sprechen (BGE 137 V 210 E. 1.3.4, 135 V 465 E. 4.4; Urteil des Bundesgerichts 8C_77/2021 vom 20. April 2021 E. 3 mit Hinweisen).
Vorliegend bestehen keine Indizien, welche gegen die Zuverlässigkeit
des
Gut
achtens der
C._
AG
vom 1
0.
November 2020
sprächen. Vielmehr beruht das Gutachten auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen, wurde in Kenntnis der und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
erstattet, berück
sichtigt die geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen sowie dem Verhalten der Beschwerdeführerin auseinander. Die Gutachter haben die medizinischen Zustände und Zusammenhänge zudem einleuchtend dargelegt und ihre Schluss
folgerungen nachvollziehbar begründet (vgl. E. 1.
5
).
Die Gutachter
haben dabei die funktionellen Auswirkungen
medizinisch
anhand der Indikatoren (vgl.
E. 1.3
) schlüssig und widerspruchsfrei festgestellt und haben somit den normativen Vor
gaben Rechnung getragen (vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3). Die Beschwerdeführerin bringt denn – mit Ausnahme des Hinweises auf wider
sprech
ende Arztberichte
– auch nichts vor,
was gegen die Beweis
tauglichkeit des Gutachten
s der
C._
AG
sprechen würde
(vg
l. E.
2.2)
.
4.
3
4.
3
.1
Der Bericht der Ärzte der Rheumaklinik des
Universitätsspitals D._
vom 1
9.
Februar 2019 (vgl.
E.
3.2) stellt die Einschätzung der Gutachter
der
C._
AG
nicht infrage.
Die Ärzte
der Rheumaklinik attestierten der Beschwerdeführerin
nur für die Dauer der
Hospitalisation
und wenige Tage danach eine Einschränkung der Arbeits
fähigkeit
und legten eine
-
schrittweise
-
Wiederaufnahme der Arbeits
fähigkeit nahe
(vgl. auch
Urk.
9/11/61/58)
.
Der Bericht enthält zudem auch kei
ne Befunde, welche dem Gutachte
n der
C._
AG widersprechen würden.
4.
3
.2
Dr.
Z._
ging im Gegensatz zu den Gutachtern
der
C._
AG
-
und auch den Ärzten des
Universitätsspitals D._
-
von einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit der Beschwer
de
führerin aus (E. 3.3).
Bei der Würdigung des Berichts von
Dr.
Z._
gilt es d
er
Verschiedenheit von Behandlungs- und Begutachtungsauftrag
Rechnung zu tragen
(vgl. dazu BGE
124 I 170 E. 4). Vorliegend zeigt sich denn auch, dass die von
Dr.
Z._
angeführten Befunde zu grossen Teilen rein subjektive Beschwerdeangaben der Beschwerdeführerin sind. Im Gegensatz zu den Gutach
tern hatte er diese keiner umfassenden Plausibilitätskontrolle zu unterziehen.
In Anbetracht der Tatsache, dass die
Gutachter erhebliche Inkonsistenzen in den Angaben und dem Verhalten der Beschwerdeführerin fest
stellten
(vgl.
Urk.
9/61/20,
Urk.
9/61/40,
Urk.
9/61/58,
Urk.
9/61/94)
, ist der im Wesentlichen auf den rein subjektiven
und nicht einer Plausibilitätskontrolle unterzogenen
Angaben der Beschwerdeführerin basierende
Bericht von Dr.
Z._
nicht geeignet, das
Gutachten der
C._
AG infrage zu stellen.
4.
3
.3
Das betreffend
Dr.
Z._
A
usgeführte gilt sinngemäss a
uch betreffend den Bericht von Dipl. P
sych.
A._
vom 2
3.
Septembe
r 2019 (E. 3.4). So führt
e
auch Dipl. P
sych.
A._
als Befunde hauptsächlich subjektiv geschilderte pathologische Befunde an, ohne dass ersichtlich wäre, inwieweit
sie diese plausibilis
iert hätte
. Bei der Würdigung der Einschätzung
von
Dipl. Psych.
A._
-
wie im Übrigen auch betreffend den Bericht von
Dr.
Z._
- gilt es zudem
der Erfahrungs
tatsache Rechnung zu tragen
, dass
behandelnde Fachpersonen
mitunter im Hin
blick auf ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patienten au
ssagen (BGE 125 V 351 E.
3b/cc). Der Bericht von Dipl.
Psych.
A._
ist daher ebenfalls nicht geeignet, das Gutachten der
C._
AG infrage zu stellen.
4.3.4
Die Fachpersonen der
Psychiatrischen Universitätsklinik J._
machten in ihrem B
ericht vom
5.
Dezember 2019 (E.
3.5) keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin. Aus dem Bericht
ergeben sich
zudem auch
sonst keine Angaben, welche der Einschätzung
der
Gutachter
der
C._
AG
in relevanter Weise widersprechen würden
.
4.4
Nach dem Gesagten erweist es sich als rechtens
,
dass die Beschwerdegegnerin auf das Gutachten der
C._
AG
von 1
0.
November 2020 abgestellt hat
und ent
sprechend
bei
einer 100%igen
Arbeitsfähigkeit
das Leistungsbegehren der Beschwerdeführerin abgewiesen
hat.
5.
Die Beschwerde erweist sich dementsprechend als unbegründet und ist abzu
wei
sen.
6.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind unabhängig vom Streit
wert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
7
00.-- anzusetzen. Entspre
chend dem Ausgang des Verfahrens sind sie de
r
unterliegenden Beschwerde
führer
in
aufzuerlegen.
Da
v
orliegend
jedoch
die Voraussetzungen zur Bewilli
gung der unentgeltlichen Prozessführung
gemäss
§
16
Abs.
1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt
sind (
Urk.
3/13,
Urk.
7)
,
ist der Beschwerdeführerin antragsgemäss (
Urk.
1) die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen und die Gerichtskosten
sind
einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
Die
Beschwerdeführer
in
ist auf
§
16
Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach
sie
zur Nachzahlung der Prozesskosten verpflichtet ist, sobald
sie
dazu in der Lage ist.