# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cd6859f5-ad55-4d14-8628-d984b6af9dc9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1990 geborene
X._
, ausgebildete Hauswirtschafterin,
bezog seit
7. Januar 2013
Taggelder der Arbeitslosenversicherung und war dadurch bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert.
In der
Schaden
meldung vom
31. Juli 2013 (Urk. 9/
1
)
berichtete
die Arbeitslosenkasse des Kantons St. Gallen,
die Versi
cherte
habe
am 4. Juli 2013 bei einem Verkehrsunfall
ein Schleudertrauma erlitten
. Gemäss Poliz
eirapport vom 29. Juli 2013 befand sich
die Versicherte am 4. Juli 2013, nachmittags,
auf
dem Beifahrersitz eines Autos (Alfa Romeo
156
)
, welches
innerorts über eine Kreuzung
fuhr
, als von der linken Seite her ein Personenwagen
(Citroën
C1
)
in die hintere linke Seite
des Alfa Romeo
prallte. Die Versicherte gab am Unfallort gegenüber der Polizei zur Auskunft, keine Schmerzen zu verspüren. Starke Kopfschmerzen traten gemäss der Versi
cherten aber am Abend auf, weshalb sie sich bei der Polizei erneut meldete (Urk. 9/23). Dr. med.
Y._
, Facharzt für Innere Medizin FMH,
stellte im Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach
kranio
-zervikalem
Beschleuni
gungstrauma
vom 3. September 2013 (Urk. 9/25) die Diagnose eines
HWS-Dis
torsion
straumas
Grad II (gemäss QTF-Klassifikation) und
attestierte der Versi
cherten, welche sich noch am Tag des Unfalls in seine Behandlung begeben hatte, eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 4. Juli bis 7. August 2013 (Urk. 9/19 S. 5-7).
M
ed.
pract
.
Z._
, Facharzt für
Chirurgie und All
gemeine Medizin, atte
stierte der Versicherten
ab dem
8.
August 2013
eine 10
0%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 9/19 S. 8).
Die SUVA kam für die Heilkosten auf und erbrachte Taggeldleistungen (Schreiben vom 22. August 2013; Urk. 9/15).
Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Neurologie, welcher die Versi
cherte am 19. August 2013 untersucht hatte, stellte in seinem
Konsiliarb
ericht
zu Händen
Dr.
Z._
vom 22. August 2013 die Diagnose „posttraumatische Kopfschmerzen und Schwinde
l“
. Er hielt dafür, dass die Pr
ognose prinzipiell sehr gut sei und d
ie Arbeitsfähigkeit in 2 Wochen mit 50 % und in 4 Wochen mit 100 % wieder gegeben sein
sollte
(Urk. 9/22).
Die SUVA veranlasste am 11. Oktober 2013 ein ambulantes HWS-Assessment in der
B._
(Urk. 9/31) und zog das von der Schweizerischen Mobi
liar Versicherungsgesellschaft AG in Auftrag gegebene (vgl. Urk. 9/30 und Urk. 9/32 S. 1-2) und von der AXA Versicherungen AG erstellte
unfallanalyti
sche
Gutachten
vom 14.
Oktober
2013 bei (Urk. 9/33).
Am 26. November 2013 wurde ein MRT der HWS, der BWS und der LWS durchgeführt (Urk. 9/47).
Dr.
med.
C._
, versicherungsinterne Fachärztin FMH für Ohren-, Nasen- und Halskrankheiten, Hals- und
Gesichts
chirurgie
, erstattete am 23. Januar 2014 den Bericht über die
otoneurologische
Untersuchung der
Versicherten vom 22. Januar 2014 (Urk. 9/53). Sie kam zum Schluss, eine (schrittweise) Integration ins Berufsleben sollte möglich sein, begleitet durch noch regelmässige muskellockernde physio-
osteopathische
Unterstützung im Schulter-Nackenbereich. Dabei sei die vorbestehende
ver
tebragene
Belastung mit zur Kenntnis zu nehmen (Urk. 9/53 S. 3).
Kreisarzt
Dr.
med.
D._
,
Facharzt FMH für Chirurgie,
hielt in seiner Stellungnahme vom 3. Februar 2014 fest, während den nächsten zwei Monaten sei auf eine aktive Behandlung umzustellen. Ein stabiler Zustand sei in 2 Monaten zu erwarten. Die berufliche Integration sollte unterstützend bereits begonnen wer
den (Urk. 9/57).
Dr.
A._
untersuchte die Versicherte am 31. März 2014 erneut und hielt in seinem Bericht vom 7. April 2014 fest, aus neurologischer Sicht lasse sich eine fortdauernde Arbeitsunfähigkeit nicht aufrechterhalten (Urk. 9/68).
Dr.
Z._
attestierte der Versicherten ab dem 16. April 2014 wieder eine volle Arbeitsfähigkeit (Urk. 9/73).
Dr.
D._
ging in seiner
Stellung
nahme
vom 24. April 2014 vom Erreichen des medizinischen Endzustandes beziehungsweise von keiner namhaften Verbesserung durch weiterführende Behandlungsma
ssnahmen
aus (Urk. 9/75). Mit Verfügung vom 2. Mai 2014 stellte die SUVA die Versicherungsleistungen deshalb per 31. Mai 2014 ein
,
unter Verneinung eines Anspruchs auf Rente und Integritätsentschädigung
(Urk. 9/77).
Nach Wechsel des Hausarztes
legte
d
ie Versicherte der SUVA
die Bescheinigung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit ab dem 15. April 2014
von Dr.
med.
lic
. phil.
E._
, Facharzt FMH für Al
lgemeine Medizin,
vor
(Urk. 9/79). Daraufhin holte die S
UVA bei
Dr.
E._
den Bericht v
om 19. Mai 2014 ein (Urk. 9/83).
Am 3. Juni 2014 erhob
die Versicherte
Einsprache gegen die
Einstellungsverfü
gung
der SUVA vom 2. Mai 2014 (Urk. 9/85). Dr.
D._
erstattete am 6. Juni 2014 seine kreisärztliche Beurteilung
aufgrund der Akten und hielt darin an seiner Einschätzung vom 24. April 2014 fest (Urk. 9/87). Diese Beurteilung wurde der Versicherten zugestellt (Urk. 9/88), welche am 16. Juni 2014 an ihrer Einsprache und den darin gestellten Anträgen festhielt (Urk. 9/89).
Mit Ent
scheid vom 25. September 2014 wies die SUVA die Einsprache der Versicherten vom 3. Juni 2014 ab (Urk. 2 [= Urk. 9/94]).
2.
Dagegen erhob die Versicherte mit Eingabe vom 27. Oktober 2014 Beschwerde und beantragte, es sei der angefochtene
Einspracheentscheid
aufzuheben
,
und es seien die gesetzlichen Leistungen (insbesondere Taggeld-, Renten- und
Hei
lungskostenleistungen
sowie eine Integritätsentschädigung) zu erbringen; eventuell sei die Sache zur weiteren Abklärung (Einholung eines externen mul
tidisziplinären medizinischen Gutachtens sowie eines externen, unabhängigen Assessments) und zum neuen Entscheid an die Beschwerdegegnerin zurückzu
weisen (Urk. 1
S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom
27. November 2014
schloss die Beschwer
degegnerin auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 8), was der Beschwerdeführerin am 2. Dezember 2014 angezeigt wurde (Urk. 10).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung der Unfall
folgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig (Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG), so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG Anspruch auf ein Taggeld. Wird sie infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 UVG).
1.2
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invaliden
rente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortset
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszu
standes der versicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Ein
gliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschl
ossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2
UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3).
In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2.
Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist
. Die Verwendung des Begriffes „
namhaft" in Art.
19 Abs.
1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art.
10 Abs.
1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglich
keit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen
–
wie etwa einer Badekur
–
zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durch
führung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versi
cherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2.
Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbes. auf BGE
134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_6
39/2014 vom 2. Dezember 2014 E.
3).
Für die Einstellung der vorübergehenden Leistungen braucht der Entscheid der Invalidenversicherung über Eingliederungsmassnahmen nicht abgewartet zu werden, wenn von weiterer ärztlicher Behandlung keine namhafte gesundheitli
che Besserung mehr erwartet werden kann (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_588/2013 Urteil vom 16.
Januar 2014 E. 3.3) und keine Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass durch allfällige Eingliederungsmassnahmen das der
Invaliditäts
bemessung
der SUVA gestützt auf die medizinischen Abklärungen zugrunde gelegte Invalideneinkommen verbessert und so der die Invalidenrente der Unfallversicherung bestimmende Invaliditätsgrad beeinflusst werden kann (vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_588/2013 vom 16.
Januar 2014 E. 3.5).
1.3
1.3.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
–
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3.2
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich
hiebei
um eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die ent
sprechende Beweislast
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist
–
nicht bei der versicherten Per
son, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Diese Beweisgrundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten
massge
bend
(
Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E.
2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heilbehandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.3.3
Die Beweislastregel, wonach der Unfallversicherer und nicht der Versicherte die Beweislast für das überwiegend wahrscheinliche Dahinfallen der natürlichen Unfallkausalität trägt, greift erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im
Rahmen des Untersuchungsgrundsatzes (Art. 61
lit
. c
ATS
G) und der
Beweis
wür
digung
einen Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die überwiegende Wahr
scheinlichkeit für sich hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 117 V 261
E.
3b in
fine
S. 264 mit Hinweisen).
1.3.4
Ist ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule diagnostiziert und liegt ein für diese Verletzung typisches Beschwerdebild mit einer Häufung von Beschwerden
wie diffuse Kopfschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörun
gen, Übelkeit, rasche Ermüdbarkeit,
Visusstörungen
, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression, Wesensveränderung und so weiter vor, so ist der natürliche Kausal
zusammenhang zwischen dem Unfall und der danach eingetretenen Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit in der Regel anzunehmen. Es ist zu beto
nen, dass es gemäss obiger Begriffsumschreibung für die Bejahung des natürli
chen Kausalzusammenhangs genügt, wenn der Unfall für eine bestimmte gesundheitliche Störung eine Teilursache darstellt (BGE 117 V 359 E. 4b).
1.4
1.4.1
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129
V
177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.4.2
Hervorzuheben ist, dass die Adäquanz als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des
Unfallversi
cherers
im Bereich organisch objektiv ausgewiesener Unfallfolgen praktisch keine Rolle spielt, da sich hier die adäquate weitgehend mit der natürlichen Kausalität deckt (BGE 134 V 109 E. 2.1). Objektivierbar sind Untersuchungser
gebnisse, die reproduzierbar und von der Person des Untersuchenden und den Angaben des Patienten unabhängig sind. Von organisch objektiv ausgewiese
nen Unfallfolgen kann somit erst dann gesprochen werden, wenn die erhobenen Befunde mit apparativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt wurden und die
hiebei
angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich anerkannt sind (BGE 138 V 248 E. 5.1).
Sind die geklagten Beschwerden natürlich unfallkausal, aber nicht organisch objektiv ausgewiesen, so ist die Adäquanz besonders zu prüfen. Dabei ist vom augenfälligen
Geschehnisablauf
auszugehen, und es sind gegebenenfalls weitere unfallbezogene Kriterien einzubeziehen. Hat die versicherte Person beim Unfall eine Verletzung erlitten, welche die Anwendung der Schleudertrauma-Recht
sprechung rechtfertigt, so sind
hiebei
die durch BGE 134 V 109 E. 10 präzisier
ten Kriterien massgebend. Ist diese Rechtsprechung nicht anwendbar, so sind grundsätzlich die Adäquanzkriterien, welche für psychische Fehlentwicklungen nach einem Unfall entwickelt wurden (BGE 115 V 133 E. 6c/
aa
; sog. Psycho-Praxis), anzuwenden (BGE 138 V 248 E. 4 mit Hinweisen).
Die Symptomatik nach einem Unfall mit Schleudertrauma der HWS weist somatische und psychische Komponenten wie Kopf- und Nackenschmerzen, Schwindel, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Übelkeit, rasche Ermüd
barkeit,
Visusstörungen
, Reizbarkeit, Affektlabilität, Depression,
Wesensverän
derung
u.s.w
. auf (BGE 117 V 359 E. 4b). Daher erfolgt die
Adäquanzbeurtei
lung
nach Distorsionen der HWS (ohne nachweisbare organische Unfallfolgen) grundsätzlich nach der Rechtsprechung gemäss BGE 134 V 109, welche für die Beurteilung der Adäquanz nicht zwischen körperlichen und psychischen Beschwerden differenziert. Dies führt dazu, dass die in BGE 115 V 133 und BGE 134 V 109 unterschiedlich umschriebenen Adäquanzkriterien bei Folgen eines Schleudertraumas eher als bei einer nach einem Unfall aufgetretenen psychi
schen Fehlentwicklung erfüllt sind. Deshalb muss die Zuordnung der Beschwer
den insoweit geklärt sein, bevor entschieden werden kann, nach welcher Methode sich die Adäquanzprüfung richtet. Dabei ist es grundsätzlich Aufgabe der medizinischen Fachleute, darüber Auskunft zu geben, ob eine bestehende psychische Problematik als Teil des einer Differenzierung kaum zugänglichen, somatisch-psychischen Beschwerdebildes im Sinn der Schleudertrauma-Recht
sprechung zu betrachten ist, oder aber ein von diesem zu trennenden, eigen
ständiges psychisches Leiden darstellt. Denn wenn in der Expertise überzeugend dargetan wird, dass die psychische Störung nicht Symptom der Verletzung ist, kann dafür eine andere Ursache gesehen werden (Urteil des Bundesgerichtes 8C_710/2011 vom
1.
Juni 2012 E. 2.2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin wegen der Folgen des Unfalls vom
4. Juli 2013
über
den 31. Mai 2014
hinaus Leistungen zu erbringen hat, mithin, ob die nach diesem Zeitpunkt geklagten Beschwerden noch in einem natürlichen und adäquaten Kausalzusammenhang mit dem Unfallereignis vom
4. Juli 2013
stehen.
2.2
Die Beschwerdegegnerin
führte
im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom 25. September 2014
zusammengefasst
aus
,
es könne auf die kreisärztliche Beur
teilung vom 6. Juni 2014 abgestellt werden, welche sich mit den übrigen medizi
nischen Berichten decke. Mit dem Kreisarzt
Dr.
D._
sei somit davon auszugehen, dass eine Distors
ion beziehungsweise eine
Kontusion der Lendenwirbelsäule und der Brustwirbelsäule spätestens sechs Monate nach dem Unfall vollständig abge
heilt
sei
und die daneben noch geklagten Beschwerden nicht auf einem objekti
vierbaren organischen Substrat im Sinne einer strukturellen Veränderung beru
h
en würden
.
Das Ereignis vom 4. Juli 2013 sei mit
Blick auf die Rechtsprechung sodann als leichter Unfall zu qualifizieren, weshalb ein adäquater Kausalzusam
menhang zwischen diesem und den noch geklagten, organisch nicht hinreichend nachweisbaren Beschwerden verneint werden müsse. Der Fallabschluss per 31. Mai 2014 sei somit rechtens. Es bestehe auch kein Anspruch auf weitere Geldleistungen in Form einer Invalidenrente und/oder einer
Integritätsentschädi
gung
(Urk. 2).
2.3
Die Beschwerdeführerin brachte
dagegen im Wesentlichen vor,
die
Beschwer
-
degeg
nerin
habe es in
un
zulässiger Weise unterlassen, den Arztberich
t von
Dr.
med.
F._
, Facharzt FMH für orthopädische Chirurgie, bei welchem am 4. Juni 2014 noch eine Abklärung angesta
nden sei, einzuholen. Damit sei
sie ihre
r
Abklärungspflicht
nicht nachgekommen
.
Dr.
F._
habe festgehalten, dass der Unfall die vorbestehenden Lumbalgien massiv verstärkt habe und der Zustand
vor dem Unfall
noch nicht wieder habe hergestellt werden können.
Dr.
F._
habe auch
ausge
führt, möglicherweise liege eine
Verlet
zung des Gelenks C2/3 vor
. Es stehe deshalb heute noch nicht abschliessend fest, dass die Beschwerdeführerin beim Unfall keine organisch nachweisbaren Beschwerden erlitten habe.
Dr.
E._
habe zudem sehr tiefe Zink- und
Eisen
werte
, zu tiefe Testosteron- und Östrogenwerte sowie einen extremen Vitamin B12-Mangel festgestellt. Ohne den Unfall hätten die schlechten Werte nicht zu den seit dem Unfall anhaltenden Symptomen geführt. Hinsichtlich der posttrau
matischen Belastungsstörung habe
Dr.
E._
der Beschwerdeführerin eine psy
chiatrische Behandlung empfohlen, in welche sich diese begeben werde.
Die Beschwerdegegnerin habe sodann den Beweis nicht erbracht, das
s
der
S
tatus quo sine
vel
ante eingetreten sei. Bereits
Dr.
C._
sei in ihrem Arztbericht vom 23. Januar 2014 nicht vom Erreichen des Endzustandes ausgegangen.
Weiter sei der Bericht der
B._
vom 30. Oktober 2013 nicht verwertbar. Es sei ihr unterstellt worden, sie beteilige sich nicht aktiv am Heilungsprozess und zeige eine schlechte Leistungsbereitschaft, was nicht nur falsch, sondern auch verlet
zend sei. Die Beschwerdeführerin habe Mitte Oktober 2014 einen Arbeitsversuch in einem kleinen Teilpensum bei der Spitex begonnen. Ihr unfallbedingter Gesundheitszustand lasse sich noch massgeblich verbessern, wodurch sie ihre vorherige 100%ige Arbeitsfähigkeit wieder erlangen werde
(Urk. 1)
.
3.
3.1
Dr.
Y._
stellte i
m Dokumentationsbogen für Erstkonsultation nach
kranio
-zervi
kalem Beschleunigungstrauma vom 3. September 2013 (Urk. 9/25)
die Diagnose
eine
s
HWS-
Distorsion
traumas
Grad II (gemäss QTF-Klassifikation) und führte aus, die
Beschwerdeführerin
habe nach dem Unfall sofort Kopf- und
Nackenschmerzen verspürt mit einer Schmerzintensität von 2 (Skala von 0-10). Sodann habe sie Beschwerden an der Brustwirbelsäule (BWS) mit einer Schmerzintensität von 4 verspürt und nach 24 Stunden auch an der HWS. Probleme mit der Lendenwirbelsäule (LWS) habe sie schon
vor dem Unfall
gehabt.
Einen Kopfanprall habe es gemäss Beschwerdeführerin nicht gegeben.
Die bildgebenden Untersuchungen der
HWS
und der BWS (Röntgen) sowie des Schädels (
MRI) seien ohne Befund gewesen
(Urk. 9/25 S. 3).
3.2
Im Bericht der Klinik
G._
vom 5. August 2013 (Urk. 9/11)
wurde d
as gleichentags angefertigte MRT
-Bild des Schädels als unauffällig beschrieben. Es bestehe kein
Subduralhämatom
. Sichtbar seien kleinste Signalalterationen hoch frontal, welche unspezifisch seien und auch bei Gesunden häufig gesehen wür
den.
3.3
Dr.
A._
, welcher die Versicherte am 19. August 2013
neurologisch
unter
sucht hatte, stellte in seinem Bericht vom 22. August 2013
(Urk. 9/22)
die Diag
nose „posttraumatische Kopfschmerzen und Schwindel“.
Der Beschwerdeführe
rin sei unmittelbar nach dem Unfall l
eicht übel gewesen. Rund 2 Stunden später hätten sich Schwindel und Kopfschmerzen eingestellt, welche in der Folge für rund 2 Wochen stark zugenommen hätten. Neben den Schmerzen stünden Schwindelbeschwerden im Vordergrund. Die Beschwerdeführerin leide sodann unter Verspannungen im Schulter-/Nackenbereich beidseits
,
und die bekannten lumbalen Rückenschmerzen hätten sich ausserdem akzentuiert.
Dr.
A._
hielt in seiner Beurteilung fest, fokal neurologische Defizite bestünden nicht, und das bereits durchgeführte MRI des Schädels sei ohne relevante pathologi
sche Befunde gewesen.
Er hielt dafür, dass die Prognose prinzipiell
sehr gut sei, und
d
ie Arbeitsfähigkeit in 2 Wochen mit 50 % und in 4 Wochen mit 100 % wieder gegeben sein
sollte
.
3.4
Gemäss dem unfallanalytischen Gutachten
vom
14. Oktober
2013 (Urk. 9/33)
erfuhr der Alfa Romeo
, in welchem die Beschwerdeführerin als Beifahrerin
sass
,
durch den
Seitenan
prall eine kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung (Delta-v) von circa 1 bis maximal 4 km/h.
Auf das Fahrzeug wirkte eine mittlere Beschleunigung von circa 0,3 bis 1,2 g ein.
Die Personen im Alfa Romeo bewegten sich infolge der Kollision in einem Winkel von ca. 60° (zur
Fahr
zeugläng
sachse
) sehr leicht nach links
.
3.5
Im Bericht der
B._
vom 30. Oktober 2013
(Urk. 9/36)
, wo am 24. Oktober 2013 ein ambulantes Assessment durchgeführt worden war, wurde festgehalten,
die aktuelle Problematik bestehe in einer (1) erheblichen Symp
tomausweitung
(bei der Interpretation der Befunde sei das Ergebnis der emp
fohlenen psychiatrischen Abklärung zu berücksichtigen)
, (2) intermittierend auftretenden
Kopfschmerzen
fronto
-temporal beidseits, (3) einem
ungerichteten
Drehschwindel, in Zusammenhang mit Kopfschmerzen auftretend, mit
Synko
penneigung
, (4) fast konstant vorhandenen Schmerzen im Schulter-/Nackenbereich bis mittlere BWS, (5) konstant vorhandenen LWS-Beschwerden, (6) Vergesslichkeit und Konzentrationsstörungen sowie (7) depressiven Symp
tomen und Durch
schlafstörungen. Die Ärzte
hielten in ihren Schlussfolgerungen fest
,
die Beschwerdeführerin habe beim Assessment eine mässige bis schlechte Leistungsbereitschaft gezeigt. Die minimale Performance sei knapp erreicht worden. Es habe kein Zugang für aktive und passive Therapiemassnahmen gefunden werden können. Anhand der Abklärungsresultate würden
eine
physi
otherapeutische aktivierende Bewegungstherapie
sowie eine medizinische
Trai
ningstherapie
(MTT) dreimal pro Woche empfohlen. Gleichzeitig solle die Beschwerdeführerin beim Erarbeiten von Selbsthilfemassnahmen unterstützt werden, welche sie selbst bei kurzfristigen Schmerzsteigerungen anwenden könne. Die Beschwerdeführerin sei momentan jedoch nicht dazu bereit, die erwähnten therapeutischen Massnahmen in der Physiotherapie oder im MTT durchzuführen. Auch im Probetraining während des Assessments seien das Erstellen eines Heimübungsprogrammes sowie der Versuch verschiedener passi
ver Massnahmen, wie die lokale Wärmeapplikation oder das Ausprobieren eines
Tempurkissens
, abgelehnt worden. Zur Erweiterung der aktivierenden Mass
nahmen würden regelmässige Spaziergänge in der Natur, das Durchführen von Ausdaueraktivität sowie die Wiederaufnahme der bis zum Unfall durchgeführ
ten Hobby-Aktivitäten empfohlen. Auch hierbei habe kein Zugang gefunden werden können.
So lange sie die Aktivitäten (z.B. das Reiten) nicht in ihrem gewohnten, vollen Ausmass ausführen könne, müsse sie es gar nicht erst versu
chen. Eine schrittweise Steigerung von Aktivitäten, z.B. beim Reiten, lehne die Beschwerdeführerin ab. Zusätzlich zur körperbezogenen Behandlung werde eine psychotherapeutisch
e
Betreuung der Beschwerdeführerin als unbedingt notwen
dig erachtet. Die psychosoziale Situation spiele bei der Beschwerdeführerin eine tragende Rolle. Auch in dieser Hinsicht sei sie nicht zugänglich, sie lehne eine psychotherapeutische Behandlung ab. Prinzipiell spreche aus somatischer Sicht nichts gegen die Suche einer neuen Arbeit, jedoch müsse die psychische Ver
fassung der Beschwerdeführerin hierbei berücksichtigt werden.
3.6
Gemäss Bericht der Klinik
G._
vom 26. November 2013
(Urk. 9/47)
,
über die
gleichentags
aufgenommene
MRT
der BWS,
der
HWS und
der
LWS
seien
diskreteste degenerative Veränderungen C5/C6 bei minimaler
Protrusion
des
Discus
intervertebralis
im Bereich der HWS
sowie
eine
Diskopathie
L4/5 mit kleiner
subligamentärer
Diskushernie median
und
eine
breitbasige
Protrusion
ohne Hinweis au
f eine Nervenwurzelkompression im Bereich der LWS b
ildlich
dargestellt
worden
.
Insgesamt hätten sich in der ganzen Wirbelsäule keine
Spi
nalkanalstenose
und kein Hinweis auf eine Nervenwurzelkompression gezeigt.
3.7
Dr.
C._
hielt in ihrem Bericht vom 23. Januar 2014
(Urk. 9/53)
über die
otoneurologische
Untersuchung vom 22. Januar 2014 fest,
durch die Untersu
chungsbefunde könne eine
vestibulospinale
Pathologie ausgeschlossen werden
.
Die peripheren und zentral-vestibulären Funktionen seien klinisch und appara
tiv als normal zu beurteilen. Es bestünden keine Anhaltspunkte für einen benignen paroxysmalen Lagerungsschwindel oder einen Status nach Commotio
labyrinthi
. Anlässlich der Untersuchung falle auf, dass die Beschwerdeführerin in der spontanen Bewegung keine Schonhaltung zeige und auch bei der Unter
suchung keine pathologischen
Nystagmen
dokumentierbar
seien, obwohl sub
jektiv
bei langer
Kopfreklination
und Kopftieflagerung ein Unwohlsein und unsystematisches Schwindelgefühl beschrieben würden. Obwohl die Beschwer
deführerin zwei Tage vor dem Untersuch beim
Osteopathen
in Behandlung gewesen sei, seien die linke Schultermuskulatur (M.
Trapezius
) und eine
para
vertebrale
Myogelose
links C3/4 noch spürbar und wohl für ausstrahlende
Cephalea
im
Frontotemporalbereich
hauptsächlich verantwortlich. Es würden regelmässige Wärmeapplikation und aktive
Strechinggymnastik
sowie tägliches Kreislauftraining empfohlen. Eine angstüberlagerte Schon- und
Vermeidungs
haltung
betreffend Kreislauftraining und Muskelaufbautraining sei trotz fehlen
den strukturellen Läsionen im Gespräch deutlich wahrnehmbar. Eine psychoso
matische Überlagerung in der persönlich unbewussten Unfallopfersymptomatik sei spürbar; dieser müsse mit aktiven Therapiezielen weiter entgegengewirkt werden. E
ine (schrittweise) Integration ins Berufsleben sollte möglich sein, begleitet durch noch regelmässige muskellockernde physio-
osteopathische
Unterstützung im Schulter-Nackenbereich. Dabei sei die vorbestehende
ver
tebragene
Belastung
mit
zuberücksichtigen
.
3.8
Dr.
D._
hielt in seiner kreisärztlichen Stellungnahme vom 3. Februar 2014
(Urk. 9/57)
fest, dass eine strukturelle Unfallfolge mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit habe ausgeschlossen werden können. Aufgrund der Stellung
nahme von
Dr.
C._
sei in 2 Monaten ein stabiler Zustand zu erwarten. Die berufliche Reintegration sollte unterstützend bereits jetzt begonnen werden.
3.9
Dr.
A._
hielt in seinem Bericht vom 7. April 2014 (Urk. 9/68) fest, es liege eine unbefriedigende Situation auch rund 8 Monate nach dem Verkehrsunfall vor. Die neurologische Untersuchung sei unauffällig, es zeigten sich keine fokalen Defizite. Es sei schwierig, der Beschwerdeführerin sinnvolle therapeuti
sche Optionen anzubieten. Physiotherapie und Osteopathie betreibe sie bereits. Zusätzliche medikamentöse Massnahmen halte er nicht für sehr
erfolgsverspre
chend
. Am ehesten könnten rheumatologisch
e
Ansätze bezüglich der
Rücken
beschwerden
helfen. Von einer psychologischen Beratung und Betreuung sei die Beschwerdeführerin gar nicht angetan, obwohl dieser Vorschlag sicher seine Berechtigung habe. Auch für eine stationäre Behandlung mit psychosomati
schem Sch
w
erpunkt sei die Beschwerdeführerin kaum zu motivieren. Andere Ursachen für den Schwindel als eine posttraumatische beziehungsweise später somatoforme Komponente könne er nicht postulieren. Er denke, dass vor allem in rheumatologischer und psychosomatischer Hinsicht Therapiebedarf bestehe. Aus neurologischer Sicht lasse sich eine fortdauernde Arbeitsunfähigkeit nicht aufrechterhalten.
3.10
Dr.
D._
hielt in seiner kreisärztlichen Stellungnahme vom 24. April 2014 fest, eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes sei nicht mehr zu erwarten. Auch der Neurologe habe keine relevanten Behandlungsvorschläge mehr machen können, womit auch der Facharzt von keiner namhaften Verbesserung durch weiterführende Behandlungsmassnahmen mehr ausgehe (Urk. 9/75).
3.11
Dr.
E._
listete in seinem Bericht vom 19. Mai 2014
(Urk. 9/83)
sämtliche von der Beschwerdeführerin beschriebenen Beschwerden seit dem Unfall auf und hielt fest, der Unfall könne derzeit noch nicht abgeschlossen werden, da sämtli
che Beschwerden nicht vorbestehend seien. Aus seiner Sicht sei es notwendig, differenzialdiagnostische Abklärungen vorzunehmen, um allfällige, den Hei
lungsprozess negativ beeinflussende Faktoren auszuschliessen beziehungsweise auch Faktoren zu finden, welche
sich
möglicherweise bereits zum Zeitpunkt des Traumas
ungünstig ausgewirkt hätten (erhöhte Vulnerabilität).
3.12
Dr.
D._
führte in seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 6. Juni 2014 (Urk. 9/87) aus, die diversen radiologischen Untersuchungen seien bezüglich Unfallfolgen unauffällig. Eine strukturelle Läsion im Bereich der BWS und der LWS habe ausgeschlossen werden können. Aufgrund der Stabilisierung des Oberkörpers im Autositz bei nur geringer Krafteinwirkung (0.3-1.2 g) sei eine strukturelle Läsion im Bereich der BWS und der LWS auch nicht überwiegend wahrscheinlich zu erwarten. Eine Distorsion beziehungsweise Kontusion der LWS und der BWS heile innerhalb weniger Wochen vollständig ab. Spätestens sechs Monate nach einem Trauma sei davon auszugehen, dass die
Unfallfol
-
gen im Bereich der BWS und der LWS vollständig abgeheilt seien. Weiter beste
hende Beschwerden könnten nicht mehr überwiegend wahrscheinlich als unfall
-
bedingt erklärt werden, insbesondere deshalb, da die Beschwerdeführerin bereits unter vorbestehende
n LWS-Beschwerden gelitten habe
und deswegen
behan
-
delt
worden sei
. Mehrfach sei die Beschwerdeführerin auf eine psycholo
gische Begleitung hingewiesen worden, welche sie jedoch abgelehnt habe. Auch
sei wiederholt ein aktives Therapieregime vorgeschlagen worden.
Bereits
1 1⁄2 Monate nach dem Trauma
sei eine schrittweise berufliche Reintegration emp
fohlen worden. Diese sei bis zum heutigen Zeitpunkt nicht dokumentiert, sodass nicht mehr überwiegend wahrscheinlich von einer namhaften Verbesserung des Gesundheitszustandes auszugehen sei.
4.
4.1
4.1.1
Gemäss der
bundesgerichtliche
n
Rechtsp
re
chung
entspricht es ei
ner medizini
schen Erfahrungstatsache im Bereich des Unfa
llversicherungsrechts, dass prak
tisch alle Diskusher
nien bei Vorliegen degenerativer
Bandscheibenveränderun
gen
entstehen und ein Unfallereignis nur ausnahmsweise, unter besonde
ren Voraussetzungen, als eigent
liche Ursache in Betracht fällt. Als weitgeh
end unfallbedingt kann ein Band
scheibenvorfall betrachtet werden, wenn das Unfallereignis von besonderer Schwere und geeignet war, eine Schädigung der Bandscheibe herbeizuführen, und die Symptome der Diskushernie (vertebrales oder
radikuläres
Syndrom) unverzüglich und mit sofortiger Arbeitsunfähigkeit aufgetreten sind. In solchen Fällen hat die Unfallversicherung praxisgemäss auch für Rezidive und allfällige Operationen aufzukommen (SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3 [8C_677/2007]; Urteil des Bundesgerichts 8C_209/2014 vom
3.
September 2014, E. 5.2). Wird die Diskushernie bei degenerativem
Vorzu
stand
durch den Unfall lediglich akti
viert, nicht aber (weitgehend) verursacht, hat
die Unfallversicherung nur Leis
tungen für das unmittelbar im Zusammen
hang
mit dem Unfall stehende Schmerz
syndrom zu erbringen. Nach derzeiti
gem Wissensstand kann das Errei
chen des Status quo sine bei posttraumatischen Lumbalgien und
Lumboi
schial
gien
nach drei bis vier Monaten erwartet werde
n, wogegen eine allfällige rich
tunggebende Verschlimmerung röntgenologisch ausgewiesen sein und sich von der altersüblichen Progression abheben muss
. Eine traumatische Verschlimme
rung eines klinisch stummen degenerativen
Vor
zustandes
an der Wirbelsäule ist in der Regel nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten (SVR 2009 UV Nr. 1 S. 1 E. 2.3.1 f.; Urteil des Bundesgerichts 8C_326/2013 vom
4.
Juni 2014 E. 2.3).
4.1.2
Es ist dokumentiert, dass die Beschwerdeführerin bereits vor dem Unfall Beschwerden im Lendenwirbel
säulen
bereich hatte (vgl. z.B. Urk. 9/
6 S. 1 und Urk. 9/36 S. 6); die
Lumbalgie war somit vorbestehend.
Darauf wies auch der erstbehandelnde Dr.
Y._
in seinem Bericht vom 3. September 2013 hin. Sodann führte er
in seinem Bericht
aus,
die Untersuchungen der HWS und der
BWS (Röntgen) sowie des Schädels (MRI
) seien ohne Befund gewesen (vgl. E. 3.1 und E. 3.2).
Gemäss Bericht der Klinik
G._
vom 26. Novem
ber 2013 (Urk. 9/47) wurden beim
gleichentags durchgeführten MRI-Untersuch der gesamten Wirbelsäule diskreteste degenerative Veränderungen C5/C6 bei mini
maler
Protrusion
des
Discus
intervertebralis
im Bereich der HWS sowie eine
Diskopathie
L4/5 mit kleiner
subligamentärer
Diskushernie median und eine
breitbasige
Protrusion
ohne Hinweis auf eine Nervenwurzelkompression im Bereic
h der LWS bildlich dargestellt
(E. 3.6).
Von ei
ne
r
durch den Unfall verur
sachte
n
strukturelle
n
Läsion im Bereich der BWS und der LWS
ist also mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auszugehen
, wie bereits
Dr.
D._
in seiner kreisärztlichen Beurteilung vom
6.
Juni 2014 zutreffend ausführte (E. 3.12).
Angesichts
der
Befunde
,
der im unfalla
nalytischen Gutachten vom 14. Oktober
2013
genannten mittleren Beschleunigungswerte von circa 0,3 bis 1,2 g (E. 3.4)
und
der vor
erwähnten Rechtsprechung des Bundesgerichts (E. 4.1.1)
erscheinen
sodann
auch
die kreisärztlichen Feststellungen, wonach die geklagten Beschwerden nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf das Unfallereignis vom 4. Juli 2013 zurückzuführen seien (E. 3.12), nachvollziehbar. Die
Diskopa
thie
an der LWS (L4/5) war
vorbestehend
und
erforderte
schon vor dem Unfall
die Durchführung von
Therapiesitzungen (Urk. 9/6 S. 1)
.
Die diskrete
ste
n
Ver
änderung
en
C5/C6 an der HWS wurden im Bericht der Klinik
G._
als degenerativ
beschrieben und sind daher mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
ebenfalls
nicht unfallkausal. Eine richtunggebende Verschlimmerung der dege
nerativen Vor
zustände konnte röntgenologisch
nicht ausgewiesen werden. Eine
vorübergehende
Verschlimme
rung
ist zwar nicht auszuschliessen
, doch ist diese in der Regel
nach sechs bis neun Monaten, spätestens aber nach einem Jahr als abgeschlossen zu betrachten
.
Der Fallabschluss
per 31. Mai 2014
erfolgte rund 11 Monate nach dem Unfallereignis
vom 4. Jul
i 2013
und somit
zu einem Zeit
punkt,
in welchem davon auszugehen war
, dass eine
traumatische Verschlim
merung abgeschlossen
ist
.
Dafür spricht auch, dass die
bei Fallabschluss weiter
bestehenden Beschwerden weder neurologisch noch
otoneurologisch
erklärt werden konnten (E. 3.7 und E. 3.9). Eine psychische Überlagerung wurde von
ärztlicher Seite her
verschiedentlich
vermutet, konnte
aber
nicht verifiziert
wer
den, da die Beschwerdeführer
in eine
r
psychotherapeutische
n
Behandlung nicht zugänglich w
ar (E. 3.5, E. 3.7 und E. 3.9).
Dass
Dr.
D._
in seiner kreisärztlichen Beurteilung in Anbetracht der zeitlichen Abläufe und der ärztlichen Feststellun
gen davon ausging, es sei von keiner namhaften Verbesserung des Gesundheits
zustandes durch weiterführende Behandlungsmassnahmen mehr auszugehen, erscheint sodann nachvollziehbar:
Im Januar 201
4 wurden
von Dr.
C._
(E. 3.7)
nebst der bereits installierten Physiotherapie und Osteopathie
weitere
Therapiemassnahmen
empfohlen (regelmässige Wärmeapplikation, aktive
Strechinggymnasti
k
, tägliches Kreislauftraining); der spürbaren psychosomati
schen Überlagerung müsse mit aktiven Therapiezielen entgegengewirkt werden.
Rund zwei Monate später, am 7. April 2014,
hielt
Dr.
A._
in seinem Bericht
fest, es sei schwierig, der Beschwerdeführerin sinnvolle therapeutische Optionen anzubieten
.
Physiotherapie und Osteopathie betreibe sie bereits.
Er denke, dass vor allem in rheumatologischer und psychosomatischer Hinsicht Therapiebedarf bestehe
(E. 3.9).
Da
ss die Beschwerdeführerin den
ihr in
Eigenregie
zumutbaren, aktivierenden
Therapieempfehlungen nachgekommen wäre, lässt sich den Akten nicht
entnehmen
.
An dieser Stelle ist darauf hinzuweisen, dass bereits im Bericht der
B._
vom 30. Oktober 2013 (E. 3.5) auf
die Notwendigkeit ein
er MTT und psychotherapeutischen
Behandlung
hingewiesen worden war, diesbezüglich jedoch kein Zugang zur Beschwerdeführerin hatte gefunden werden können.
Wesh
alb dieser Bericht nicht verwert
bar sein sollte (Urk. 1 S. 9), lässt sich nicht begründen. Die
darin enthaltenen
Feststellungen stehen keineswegs in Diskrepanz zu den Beobachtungen von
Dr.
C._
und Dr.
A._
.
Massgebend ist schliesslich, dass weder
Dr.
C._
aus
otoneurologischer
Sicht (E. 3.7) noch
Dr.
A._
aus neurologischer Sicht (E. 3.9) noch die Ärzte der
B._
aus somatischer Sicht (E. 3.5) eine wesentliche Steigerung der Arbeitsfähigkeit von weiteren (somatischen)
Thera
piemassnahmen
abhängig machten, sondern die Beschwerdeführerin grundsätz
lich für arbeitsfähig erachteten.
Der Fa
llabschluss per 31. Mai 2014 erweist sich
somit
als
rechtens.
4.1.3
Etw
as Gegenteiliges lässt sich weder
dem
Bericht
von
Dr.
E._
vom 19. Mai 2014 (E. 3.11) noch dem von
der Beschwerdeführerin im Beschwerdeverfahren eingereichten Bericht von
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Orthopä
dische Chirurgie, vom 10. Juni 2014 (Urk. 3/5) entnehmen.
Dr.
E._
begnügte sich damit, in seinem Bericht
vom 19. Mai 2014
(E. 3.11)
sämtliche von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerde
n aufzuführen. Befunde erhob er
jedoch keine
; dementsprechend äusserte er sich auch nicht darüber, ob die beklagten Beschwerden
objektivierbar seien
oder nicht
. Sein Fazit
, der Unfall könne deshalb nicht abgeschlossen werden, weil sämtliche Beschwerden
vorbe
stehend
seien, entbehrt
somit
jeglicher
wissenschaftlichen
Grundlage.
Dr.
F._
hielt in seinem Bericht
vom 10. Juni 2014
(Urk. 3/5)
fest, er habe die Beschwerdeführerin schon im Jahr 2010 behandelt. Im November
(2013)
sei eine Verlaufsaufnahme der LWS durchgeführt worden und im Wesentlichen ein unverändertes Bild mit einer
Osteochondrose
L4/5 mit einer deutlichen HIZ
(
Hyper
Intensity
Zone
)
gesehen worden
. Im Bereich der HWS werde eine sehr diskrete Veränderung bei C5/6 gesehen, die mit den Beschwer
den wahrscheinli
ch nicht im Zusammenhang stehe
. Es sehe wohl so aus, dass die Beschwerdegegnerin ihre Zahlungen einstelle, wie es in der Regel in solchen Fällen mit einer eindeutigen Vorschädigung
auch zu erwarten sei
.
Er finde eine sehr isolierte
Druckdolenz
suboccipital
rechts. Möglicherweise liege eine Verlet
zung des Gelenks C2/3 vor, welches neben dem Segment C5/6 das am häufigs
ten verletzte Gelenk im Rahmen eines Schleudertraumas sei.
Daraus ergibt sich, dass
Dr.
F._
einem Fallabschluss n
ichts entgegen
zu
setzen
hatte
.
Er führt
e
die Beschwerden im Bereich der HWS nicht einmal auf die Veränderun
gen bei C5/6 zurück.
Über eine
Verletzung des Gelenkes C2/3
konnte
Dr.
F._
ausserdem nur spekulieren
. Eine entsprechende Verletzung
wurde
im MRI vom 26. November 2013
jedenfalls nicht nachgewiesen
(E. 3.6).
Der Bericht von
Dr.
F._
enthält
im Übrigen
bloss Angaben über die subjektiven Beschwerden der Beschwerdeführerin sowie mögliche
Schmerzthe
rapien
.
Darüber, ob die Schmerzen
nicht nur aus Sicht der Beschwerdeführerin, sondern auch aus seiner
Sicht unfallkausal seien, äusserte er sich nicht. Inwie
fern
Dr.
F._
die kreisärztliche Beurteilung
widerlegt
haben soll
(Urk. 1 S. 4), ist
somit
nicht
nachvollziehbar.
Nicht
nachvollziehbar ist
überdies, worauf die
Beschwerdeführerin
mit ihrem Hinweis auf
angeblich
zu tiefe Zink-,
Eisen
-, Vitamin B12- und Hormonwerte (Urk. 1 S. 6) hinauswill. Nebst dem Umstand, dass kein
entsprechender
ärztli
cher Bericht
vorgelegt
wurde
, kann ke
in Zusammenhang zwischen den besagten
Werten und de
m
Unfall hergestellt werden.
Weitere Abklärungen sind nicht angezeigt.
4.2
4.2.1
Mit dem Fallabschluss ist zu prüfen, ob ein adäquater Kausalzusammenhang zwischen dem Unfall vom 4. Juli 2013 und den fort
bestehenden Beschwerden besteht
.
Da die adäquate Kausalität als rechtliche Eingrenzung der sich aus dem natürlichen Kausalzusammenhang ergebenden Haftung des Unfallversicherers bei organisch objektiv ausgewiesenen Unfallfolgen praktisch keine Rolle spielt (E. 1.4.2), ist zunächst zu prüfen, ob im konkreten Fall solche Unfallfolgen vor
liegen oder nicht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass Unfallfolgen erst dann als organisch objektiv ausgewiesen gelten, wenn die erhobenen Befunde mit appa
rativen/bildgebenden Abklärungen bestätigt werden und die angewendeten Untersuchungsmethoden wissenschaftlich auf breiter Basis anerkannt sind (BGE 134 V 231 f. E. 5.1).
Aufgrund der vorliegenden medizinischen Akten kann als erstellt gelten, dass den von der Beschwerdeführerin geklagten Beschwerden kein unfallbedingtes organisches Substrat im Sinne einer bildgebend oder sonst klar nachweisbaren strukturellen Veränderung zugrunde liegt
(
vgl. E. 4.1.2)
.
Festzuhalten ist
ausser
dem
, dass aufgrund klinischer Befunde wie Verhärtungen und Verspannungen der Muskulatur,
Druckdolenzen
im Nacken oder Einschränkungen der HWS-Beweglichkeit rechtsprechungsgemäss nicht auf ein klar fassbares
unfallbe
dingtes
organisches Korrelat des geklagten Beschwerdebildes geschlossen wer
den kann (vgl. etwa Urteil des Bundesgerichts 8C_945/2008 vom
8.
April 2009). Selbst wenn die geltend gemachten
Nacken- und
thorakolumbalen
Beschwerden
damit klinisch fassbar wären, würden sie keine organische Gesundheitsstörung darstellen. We
iter konnte
weder
im Rahmen der
neurologischen noch der
oto
neurologischen
Abklärung
für den
Schwindel
eine organische Ursache gefunden werden (
E. 3.7
und E. 3.9
). Hinsichtlich der geltend gemachten
Schlaf-
, Konzentrations-
und Sehstörungen, sowie der Müdigkeit, Reizbarkeit und Ver
gesslichkeit seit dem Unfall
ist schliesslich zu bemerken, dass es sich hier um organisch nicht objektiv ausgewiesene Befindlichkeitsstörungen handelt, welche
ebenfalls
nicht einem organischen Substrat zugeordnet werden konn
ten (vgl. E. 3.3., E. 3.7 und E. 3.9).
Bei diesem Ergebnis kann auf eine abschliessende Beurteilung der natürliche
n Kausalität verzichtet
werden
.
Unter Berücksichtigung des „typischen, bunten Beschwerdebildes“ nach dem Unfall vom 4. Juli 2013 ist es nicht zu beanstan
den, dass d
ie Beschwerdegegnerin die Adäquanzprüfung anhand der sogenann
ten Schleudertrauma-Praxis
vornahm
. Anders als im Falle einer psychischen Fe
hlentwicklung nach einem Unfall
– ob eine solche hier vorliegt, kann im Ergebnis offen gelassen werden (vgl. E. 4.2.3) -
ist demnach auf eine Differen
zierung zwischen physischen und psychischen Komponenten zu verzichten
(BGE 117 V 359 E. 6a S. 367 und 369 E. 4b S. 382 f.).
4.2.2
Die Unfallschwere ist im Rahmen einer objektivierten Betrachtungsweise auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen. Nicht relevant sind die Kriterien, welche bei der Prüfung der Adäquanz bei mittelschweren Unfällen Beachtung finden; dies gilt etwa für die - ein eigenes Kriterium bildenden - Verletzungen, welche sich die versi
cherte Person zuzog, aber auch für - unter dem Gesichtspunkt der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls zu prüfende - äussere Umstände, wie eine allfällige Dunkelheit im Unfallzeitpunkt oder Verletzungs- respektiv
e
gar Todesfolgen, die der Unfall für andere Perso
nen nach sich zog (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1 [U 2/07]; Urteil des Bun
desgerichts 8C_799/2008 vom 1
1.
Februar 2009 E. 3.2.1).
Dass die Beschwerdegegnerin das Ereignis vom 4. Juli 2013 als leichten Unfall qualifizierte (Urk. 2 S. 13), ist angesichts des Unfallhergangs und der dabei ent
wickelten Kräfte (Sachverhalt Ziff. 1.1 und E. 3.4) nicht zu beanstanden. Die Beschwerdeführerin wandte im Beschwerdeverfahren denn auch nichts gegen die
se
Einschätzung ein (vgl. Urk. 1).
Der
adäquate Kausalzusammenhang
ist
bei leichten Unfällen in der Regel
zu verneinen. Anhaltspunkte dafür, weshalb hier eine Ausnahme von der Regel
zur Anwendung käme
, gibt es nicht
und wurde auch nicht dargelegt
. Die Beschwer
deführerin hat somit
auch
keinen Anspruch auf weitere Geldleistungen der Beschwerdegegnerin in Form einer Integritätsentschädi
gung oder einer Invali
denrente.
4.
2.
3
Sollte es bei der
Beschwerdeführerin
zu einer psychischen Fehlentwicklung gekommen sein
,
würde dies
am Ergebnis
nichts ändern
.
Denn auch
dann
ent
fiele aufgrund der Qualifikation des Ereignisses vom 4. Juli 2013 als leichter
Unfall e
in adäquater Kausalzusammenhang: Bei einfachen
Unfällen kann die Adä
quanz des Kausalzusammenhangs in der Regel ohne weiteres verneint wer
den, da solche Ereignisse nicht geeignet erscheinen, zu einer psychischen Fehl
entwicklung zu führen (BGE 115 V 133 E. 6a). Ausnahmsweise (beispielsweise
bei einem verzögerten Heilungsverlauf, bei einer langdauernden Arbeitsunfä
higkeit oder bei Komplikationen durch eine besondere Art der erlittenen Verlet
zung; vgl. RKUV 1998 Nr. U 297 S. 243 ff.) ist die Adäquanzfrage zwar auch bei leichten Unfällen zu prüfen, wobei die Kriterien, die für Unfälle im mittleren Bereich gelten, heranzuziehen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_68/2009 vom
7.
Mai 2009 E. 5.2 mit Hinweisen). Im vorliegenden Fall lassen indes keine Anhaltspunkte auf einen solchen Ausnahmefall schliessen.
4.2.4
Für den Fall, dass das Gericht die Sache nicht zur weiteren Abklärung an die Beschwerdegegnerin zurückweise, beantragte die Beschwerdeführerin die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels, bei welchem sie über den wei
teren Behandlungsverlauf berichten könne (
Urk.
1 S. 5). Für die Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels besteht jedoch kein Anlass, da der weitere Behandlungsverlauf
nicht relevant ist
.
4.3
Nach dem Gesagten erweist sich die Beschwerde als unbegründet, weshalb sie abzuweisen ist.