# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 060faf7a-adb2-47cb-ac76-ef10d400e19c
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
Die politische Gemeinde M._/AR ist Eigentümerin der Grundstücke Nrn. 00_ f.,
Grundbuch M._/AR. Auf den Grundstücken befinden sich die Grundwasserfassungen
Q._ (Grundstück Nr. 00_) und Y._ (Grundstück Nr. 01_); diese liegen südlich der
Kantonsstrasse und ungefähr 135 m voneinander entfernt. Nordöstlich dieser
Grundwasserfassungen, auf der st. gallischen Seite der Kantonsstrasse, liegt das in der
Landwirtschaftszone gelegene, 62‘894 m grosse Grundstück Nr. 02_, Grundbuch
K._. Eigentümer des Grundstücks ist A._. Die Wasserversorgung M._/AR arbeitete
A.a.
2
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nach 1990 für die beiden der Trinkwasserversorgung dienenden Wasserfassungen
Grundwasserschutzzonen aus. Das Gebiet der beiden Fassungen wurde in der Folge
einer provisorischen Grundwasserschutzzone zugeteilt. Die X._ AG erstellte in der
Folge am 2. Mai 2012 einen hydrogeologischen/technischen Bericht mit dem Entwurf
der Schutzzonen- und Schutzarealpläne (Umgrenzungsplan) sowie das Schutzzonen-/
Schutzarealreglement (Schutzzonenreglement). Der Bericht X._ AG hatte unter
anderem ergeben, dass einige Wasserproben der Fassung Y._ erhöhte Chlorid- und
Bakterienwerte enthielten, zwischen den Fassungen Y._ und Q._ eine hydraulische
Verbindung bestehe und bei der Fassung Q._ das Gefahrenpotential wegen
bestehender Bauten und Anlagen deutlich geringer sei. Die Wasserversorgung M._/AR
entschied sich daher, künftig lediglich noch die Fassung Q._ zu nutzen und für diese
eine Grundwasserschutzzone zu erlassen. Zur Erhaltung des
Wasserförderungspotentials im Gebiet Y._ wurde die Ausscheidung eines
Grundwasserschutzareals vorgesehen. Gegen den in der Folge öffentlich aufgelegten
Umgrenzungsplan und das Schutzzonenreglement erhob A._ am 12. Mai 2015 sowohl
beim Gemeinderat K._ als auch beim Departement Bau und Volkswirtschaft des
Kantons Appenzell Ausserrhoden Einsprache mit dem Antrag, auf das
Grundwasserschutzgebiet Q._/Y._ sei zu verzichten; das Grundwasser dieses
Gebiets sei wegen ungenügender Wasserqualität nur noch als Notwasser zu
gebrauchen.
Nachdem der Gemeinderat K._ einen ersten Einspracheentscheid am 31. August 2015
erlassen und, nach Rekurserhebung durch den Gemeinderat M._/AR vom
17. September 2015, am 28. September 2015 widerrufen hatte, wies das Departement
Bau und Volkswirtschaft (AR) die Einsprache von A._ mit Entscheid vom 16. August
2016 ab, unter anderem mit der Begründung, dass ein öffentliches Interesse an der
Ausscheidung der Schutzzonen bestehe und deren Dimensionierung und Umgrenzung
verhältnismässig sei. Der Gemeinderat K._ hiess demgegenüber die Einsprache von
A._ mit Beschluss vom 19. September 2016 gut und verzichtete auf den Erlass eines
Schutzzonenreglements und eines Umgrenzungsplans. Den gegen diesen Beschluss
von der politischen Gemeinde M._/AR erhobenen Rekurs vom 11. Oktober 2016 hiess
das Baudepartement des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 29. August 2017 im

## Considerations

Sinn der Erwägungen gut und hob den Beschluss (Einspracheentscheid) des
Gemeinderats K._ auf; A._ wurden amtliche Kosten von CHF 3'000 auferlegt. Die
gegen diesen Entscheid von A._, vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Bernhard
Oberholzer, LL.M., St. Gallen, mit Eingabe vom 7. September 2017 erhobene und am
27. November 2017 ergänzte Beschwerde wies das Verwaltungsgericht des Kantons
A.b.
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B.
Die gegen diesen Entscheid erhobene Beschwerde wies das Bundesgericht mit Urteil
1C_47/2019 vom 10. September 2020 ab, soweit es darauf eintrat (Ziffer 3). Im Kosten-
und Entschädigungspunkt wies es das Verwaltungsgericht an, über die Verlegung der
Kosten in den kantonalen Verfahren im Sinn der Erwägungen neu zu entscheiden (Ziffer
4).
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, VRP)
hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen Begehren
ganz oder teilweise abgewiesen werden. Eine Gehörsverletzung und deren Heilung
haben Folgen für die Verfahrenskostenauferlegung, wenn unter anderem die
Gehörsverletzung Anlass für die Anhebung eines Beschwerdeverfahrens bildete.
Soweit eine Gehörsverletzung zu bejahen ist und diese nachträglich geheilt wird, hat
die Vorinstanz bzw. der Staat einen Teil der Verfahrenskosten zu tragen (vgl. VerwGE B
2019/48 vom 1. Dezember 2019 E. 4.1 mit Hinweisen). Im Urteil 1C_47/2019 a.a.O.
erkannte das Bundesgericht, das Departement Bau und Volkswirtschaft des Kantons
Appenzell A.Rh. habe im Einspracheentscheid vom 16. August 2016 auf die
altlastenrechtliche Sanierung einer ehemaligen Schiessanlage im Sommer 2015
hingewiesen und dargelegt, dass in den Grundwasserfassungen Q._ und Y._ vor und
nach dieser Sanierung weder Blei noch Antimon nachgewiesen worden sei. Der
Zeitpunkt der öffentlichen Planauflage in den vorliegenden Verfahren habe vor der
altlastenrechtlichen Sanierung gelegen. Im erwähnten Einspracheentscheid habe sich
die Behörde auf einen ergänzten Sachverhalt gestützt, ohne die zugrundeliegenden
Wasseranalysen offenzulegen. Der Einwand des Beschwerdeführers, dass
Untersuchungen zu Rückständen aus dem ehemaligen Schiessbetrieb im Grundwasser
nicht aktenkundig seien, sei berechtigt gewesen. Der Verfahrensmangel habe aber im
bundesgerichtlichen Verfahren mit der Vorlage des Berichts des Departements Bau
und Volkswirtschaft des Kantons Appenzell A.Rh. vom 20. Mai 2020 und den
beigelegten Wasseranalysen behoben werden können. Diesem Umstand sei bei der
Kostenverlegung Rechnung zu tragen. Aufgrund des erwähnten Verfahrensmangels
würden sich die Verfahrenskosten, die dem Beschwerdeführer in den beiden
kantonalen Verfahren auferlegt worden seien, als übersetzt erweisen, weshalb die
Angelegenheit zur Neuregelung der Verfahrenskosten an die Vorinstanzen
St. Gallen mit Entscheid B 2017/185 vom 13. Dezember 2018 ab und auferlegte dem
Beschwerdeführer amtliche Kosten von CHF 3'000.
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zurückzuweisen sei (BGer 1C_47/2019 a.a.O., E. 5.4.1 und 10). Im Hauptpunkt der
Ausscheidung der Grundwasserschutzzone bzw. des Grundwasserschutzareals
bestätigte das Bundesgericht den abweisenden Entscheid des Verwaltungsgerichts.
2.
Die vom Bundesgericht festgestellte Gehörsverletzung fällt zeitlich in das
Einspracheverfahren vor dem Departement Bau und Volkswirtschaft des Kantons
Appenzell A.Rh. Die stillgelegte und in der Folge zurückgebaute und altlastenrechtlich
sanierte Schiessanlage lag südlich der beiden Wasserfassungen auf dem Boden der
Beschwerdebeteiligten. Vor diesem Hintergrund ist davon auszugehen, dass die
Beschwerdebeteiligte Kenntnis von den der altlastenrechtlichen Sanierung
zugrundeliegenden Wasseranalysen hatte und sie auch über die entsprechenden
Unterlagen verfügte. Mit Blick darauf sowie unter Berücksichtigung des Umstands,
dass der materielle Standpunkt des Beschwerdeführers nicht geschützt wurde,
rechtfertigt es sich, die amtlichen Kosten für die Verfahren vor dem Baudepartement
und vor dem Verwaltungsgericht der Beschwerdebeteiligten und dem
Beschwerdeführer je hälftig, d.h. mit je zweimal CHF 1'500, aufzuerlegen. Auf den
Kostenanteil des Beschwerdeführers von CHF 1'500 im Beschwerdeverfahren wird der
von ihm geleistete Kostenvorschuss von CHF 3'000 angerechnet. Der verbleibende
Anteil in Höhe von CHF 1'500 wird ihm zurückerstattet.
3.
Nach Art. 98 Abs. 1 VRP besteht im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht
Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten, welche den am Verfahren Beteiligten
gemäss Art. 98 VRP nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt werden. - Der
Beschwerdeführer hat zufolge seines nicht mehrheitlichen Obsiegens - sowohl für das
Beschwerdeverfahren als auch für das vorinstanzliche Rekursverfahren - keinen
Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (vgl. Linder, in: Rizvi/Schindler/Cavelti
Hrsg., VRP Praxiskommentar, St. Gallen 2020, Rz. 16 zu Art. 98 VRP). Die
Vorinstanz, die Beschwerdegegnerin sowie die Beschwerdebeteiligte sind ebenfalls
nicht ausseramtlich zu entschädigen (vgl. Linder a.a.O., Rz. 20 zu Art. 98 VRP).
4.
Für diesen Entscheid werden weder amtliche Kosten erhoben (Art. 97 VRP) noch
ausseramtliche Kosten entschädigt.