# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 268715e0-d4ed-55b3-8d53-5907bbb436b7
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. X.Y. besitzt den Führerausweis für die Kategorie B seit März 2010. Am 1. Mai 2015
lenkte er um 02.30 Uhr in A./GR einen Personenwagen. Er wurde von der Grenzwacht
angehalten und kontrolliert. Nach dem belastenden Verlauf der Atemluftkontrolle nahm
ihm die Polizei den Führerausweis auf der Stelle ab. Die Analyse der daraufhin
abgenommenen Blutprobe ergab eine Blutalkoholkonzentration von mindestens 1,85
und maximal 2,52 Gewichtspromille. Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt des
Kantons St. Gallen bestätigte am 13. Mai 2015 die polizeiliche Abnahme des
Führerausweises. Es eröffnete am 29. Juni 2015 ein Verfahren zur Abklärung der
Fahreignung, verbot X.Y. vorsorglich das Führen von Motorfahrzeugen ab sofort, stellte
die Anordnung einer verkehrsmedizinischen Untersuchung in Aussicht und empfahl
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ihm, „zu abstinieren und Kontakt mit einer Suchtberatungsstelle aufzunehmen“.
Gestützt auf das verkehrsmedizinische Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin des
Kantonsspitals St. Gallen vom 21. September 2015, in welchem ein verkehrsrelevanter
Alkoholmissbrauch festgestellt worden war, entzog das Strassenverkehrs- und
Schifffahrtsamt X.Y. mit Verfügung vom 3. November 2015 den Führerausweises
mangels Fahreignung auf unbestimmte Zeit. Die Wiedererteilung wurde unter anderem
von der Weiterführung der Alkoholabstinenz bis mindestens Januar 2016 abhängig
gemacht. Diese Verfügung wurde unangefochten rechtskräftig.
B. Die erneute Beurteilung nach der verkehrsmedizinischen Untersuchung vom 19.
Januar 2016 ergab gemäss Gutachten vom 14. März 2016, dass die Fahreignung von
X.Y. bei eingeleiteter und nachvollziehbarer Verhaltensänderung mit
problementsprechenden Auflagen befürwortet werden könne. Das Strassenverkehrs-
und Schifffahrtsamt hob am 23. März 2016 den Führerausweisentzug vom 3.
November 2015 auf und erteilte X.Y. den Führerausweis wieder unter der Auflage,
weiterhin eine kontrollierte und betreute Alkoholabstinenz mit halbjährlichen
Haaranalysen einzuhalten. Eine Aufhebung der Abstinenzkontrolle könne frühestens in
zwei Jahren geprüft werden.
Die Verwaltungsrekurskommission wies den gegen die zweijährige Mindestdauer der
Auflagen erhobenen Rekurs am 25. August 2016 ab und entzog einer allfälligen
Beschwerde die aufschiebende Wirkung. Zur Begründung verwies sie im Wesentlichen
auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach die dauerhaft erfolgreiche
Überwindung einer Alkoholabhängigkeit oder eines verkehrsrelevanten
Alkoholmissbrauchs nach der Wiedererteilung des Führerausweises in der Regel einer
weiteren vier bis fünf Jahre dauernden Kontrolle der Einhaltung einer vollständigen
therapeutisch begleiteten Alkoholabstinenz bedürfe. Die Auflage liege folglich unter
dem üblichen Rahmen.
C. X.Y. (Beschwerdeführer) erhob gegen den am 1. September 2016 versandten
Rekursentscheid der Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) mit Eingabe seines
Rechtsvertreters vom 16. September 2016 Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit
den Anträgen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge sei der angefochtene Entscheid
aufzuheben und festzuhalten, eine Aufhebung der Abstinenzkontrolle sei bereits nach
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der Haaranalyse im Januar 2017 erstmals prüfbar. Werde über die Beschwerde nicht
bis 31. Januar 2017 entschieden, sei ihr die aufschiebende Wirkung zu gewähren.
Die Vorinstanz beantragte am 22. September 2016 die Abweisung der Beschwerde.
Das Strassenverkehrs- und Schifffahrtsamt (Beschwerdegegner) verzichtete
stillschweigend auf eine Stellungnahme. Auf die Ausführungen des Beschwerdeführers
zur Begründung seiner Anträge und die Akten wird, soweit wesentlich, in den
Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2. Ob der Beschwerdeführer, der geltend macht, als Liegenschaftsverwalter beruflich
auf den Führerausweis angewiesen zu sein, gestützt auf Art. 55 Abs. 1 VRP in
Verbindung mit Art. 6 Ziffer 1 der Europäischen Konvention zum Schutze der
Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK) im Verfahren betreffend
Auflagen zum Führerausweis Anspruch auf die Durchführung einer öffentlichen und
mündlichen Verhandlung hat, kann offen bleiben. Gemäss der insbesondere auch dem
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers bekannten Rechtsprechung des
Verwaltungsgerichts bezieht sich ein allfälliger Anspruch auf Durchführung einer
mündlichen öffentlichen Verhandlung im st. gallischen Verwaltungsjustizverfahren auf
das Rekursverfahren vor der Verwaltungsrekurskommission. Wird der Anspruch in
jenem Verfahren nicht geltend gemacht, ist er verwirkt (vgl. VerwGE B 2015/108 vom
17. Dezember 2015 E. 2, www.gerichte.sg.ch).
Für den Fall, dass ihm kein Anspruch auf eine mündliche und öffentliche Verhandlung
im verwaltungsgerichtlichen Verfahren zukommt, beantragt der Beschwerdeführer eine
persönliche Anhörung. Eine solche Anhörung wäre in erster Linie geeignet, die in der
Beschwerde vorgetragenen Ausführungen zum günstigen Verlauf der bisherigen
Alkoholabstinenz und der begleitenden Therapie zu bestätigen. Da auch bei
günstigstem Verlauf nach einem Sicherungsentzug wegen einer Alkoholsucht im Sinn
von Art. 16d Abs. 1 Ingress und lit. b des Strassenverkehrsgesetzes (SR 741.01, SVG)
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eine dreijährige Abstinenzverpflichtung verhältnismässig ist (vgl. dazu nachfolgend
Erwägung 3.1), vermöchte auch ein positiver persönlicher Eindruck am Entscheid des
Gerichts nichts zu ändern. Zumal der Verfassungsanspruch auf Gewährung des
rechtlichen Gehörs gemäss Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung der Schweizerischen
Eidgenossenschaft (SR 101, BV) einer vorweggenommenen Beweiswürdigung nicht
entgegensteht (vgl. BGE 134 I 140 E. 5.3, 130 II 425 E. 2.1), kann der Antrag
abgewiesen werden.
3. Der Beschwerdeführer anerkennt, dass die Wiedererteilung des Führerausweises
nach einem Sicherungsentzug auf unbestimmte Zeit wegen einer Trunksucht im Sinn
von Art. 16d Abs. 1 Ingress und lit. b SVG mit der Auflage der Einhaltung einer
kontrollierten und betreuten Alkoholabstinenz verknüpft werden darf (vgl. BGE 131 II
248 E. 6). Er beanstandet einzig die vom Beschwerdegegner festgelegte und von der
Vorinstanz bestätigte Mindestdauer von zwei Jahren bis zur erneuten Überprüfung der
Weiterführung der Auflage.
3.1. Nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung kann die Wiedererteilung des
Führerausweises nach einem Sicherungsentzug wegen Alkoholmissbrauchs je nach
den konkreten Umständen für mehrere Jahre an Auflagen geknüpft werden. Das
Bundesgericht geht davon aus, dass die dauerhafte Überwindung der Sucht einer
Behandlung und Kontrolle während vier bis fünf Jahren bedarf und hat nicht
beanstandet, die Wiedererteilung grundsätzlich von einer dreijährigen Totalabstinenz
abhängig zu machen (BGer 1C_342/2009 vom 23. März 2010 E. 2.4 mit Hinweis auf 6A.
77/2004 vom 1. März 2005 E. 2.1). Bei günstigstem Verlauf kann eine Entlassung aus
den Auflagen beziehungsweise aus der verkehrsmedizinischen Kontrolle frühestens
drei Jahre nach Wiedererteilung des Führerausweises erfolgen (BGer 6A.61/2005 vom
12. Januar 2006 E. 2.1 und 2.2.1 je mit Hinweisen auf die Fachliteratur).
3.2. Mit Verfügung vom 3. November 2015 hat der Beschwerdegegner dem
Beschwerdeführer den Führerausweis mangels Fahreignung wegen einer Alkoholsucht
im Sinn von Art. 16d Abs. 1 Ingress und lit. b SVG auf unbestimmte Zeit entzogen.
Diese Verfügung wurde unangefochten rechtskräftig. Auf die Vorbringen des
Beschwerdeführers im Verfahren der Wiedererteilung, mit denen er die dem
Sicherungsentzug zugrunde liegende Feststellung des verkehrsrelevanten
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Alkoholmissbrauchs in Frage stellt, kann deshalb nicht weiter eingegangen werden.
Dies gilt vorab für die Hinweise auf die bundesgerichtliche Rechtsprechung, wonach
EtG-Werte von 94 pg/mg und 66 pg/mg für sich allein noch keinen zweifelsfreien
Schluss auf eine fehlende Fahreignung zuliessen, aber auch für den Vergleich mit dem
in VRKE IV-2015/225 beurteilten Sachverhalt. Ob die verkehrsmedizinische Beurteilung
im Gutachten vom 21. September 2015 anders ausgefallen wäre und die Fahreignung
unter Einhaltung von Auflagen bejaht worden wäre, wenn der Beschwerdeführer im
Zeitpunkt der Untersuchung vom 13. August 2015 die Alkoholabstinenz bereits seit drei
Monaten – und nicht erst seit etwas mehr als einem Monat – eingehalten hätte, muss
ebenfalls offen bleiben. Im Übrigen stützte sich die Verfügung vom 3. November 2015
auf ein schlüssiges, widerspruchsfreies und nachvollziehbares verkehrsmedizinisches
Gutachten des Instituts für Rechtsmedizin des Kantonsspitals St. Gallen vom 21.
September 2015, welches beim Beschwerdeführer einen verkehrsrelevanten
Alkoholmissbrauch diagnostiziert hatte. Insbesondere hätte sich auch bei einem
früheren Beginn der Abstinenz nichts an der Feststellung geändert, dass sich aus der
Analyse der entsprechend segmentierten Haarprobe ein Indiz für einen übermässigen
Alkoholkonsum für die Zeit vor der Abstinenz ergeben habe.
3.3. Der Beschwerdeführer hält seit 4. Juli 2015 eine kontrollierte und betreute
Alkoholabstinenz ein. Der Führerausweis wurde ihm bereits am 23. März 2016
wiedererteilt, mithin bevor er eine nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung für
den Nachweis der Heilung von einer Suchtkrankheit in der Regel erforderliche
einjährige kontrollierte und betreute Abstinenz (vgl. BGE 131 II 248 E. 4.1, 130 II 25 E.
3.2, 129 II 82 E. 2.2, BGer 1C_26/2011 vom 25. Juli 2011 E. 4.1) eingehalten hatte.
Daraus, dass der Beschwerdegegner erst im Juni 2015 auf die mögliche Bedeutung
der Einhaltung einer Alkoholabstinenz im Hinblick auf die Wiedererlangung des
Führerausweises hinwies, ist dem Beschwerdeführer mithin insoweit kein Nachteil
entstanden. Abgesehen davon ist die Behörde gemäss Art. 31 der Verordnung über die
Zulassung von Personen und Fahrzeugen zum Strassenverkehr (SR 741.41, VZV)
lediglich verpflichtet, auf die Voraussetzungen für die Prüfung der Wiedererteilung nach
einem verfügten Sicherungsentzug hinzuweisen. Dieser Verpflichtung ist sie in der
Verfügung vom 3. November 2015 nachgekommen. Wenn die Behörde bereits bei der
Eröffnung eines Verfahrens zur Abklärung der Fahreignung wegen des Verdachts einer
Alkoholsucht auf die Bedeutung einer Alkoholabstinenz hinweist, kommt sie nicht einer
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Rechtspflicht nach, sondern bietet den Betroffenen eine freiwillige Hilfestellung. Die
Frist, die im Verfahren des Beschwerdeführers zwischen der polizeilichen Abnahme des
Führerausweises am 1. Mai 2015 in A. im Kanton Graubünden bis zur Eröffnung des
Verfahrens durch die st. gallische Verwaltungsbehörde am 29. Juni 2015 verstrich, mag
etwas länger gewesen sein als in vergleichbaren Verfahren ohne interkantonalen
Bezug. Sie ist indessen nicht dem Beschwerdegegner anzulasten, da ihm zwar der
Führerausweis mit dem Abnahmeprotokoll am 8. Mai 2015 zugegangen war, der
Rapport der Kantonspolizei Graubünden vom 12. Juni 2015 jedoch erst am 23. Juni
2015 an das Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden übermittelt worden, bei
diesem am 24. Juni 2015 und beim Beschwerdegegner am 26. Juni 2015 eingegangen
war (act. 6/8 Seiten 3 und 12). Die st. gallischen Behörden haben dementsprechend
weder das Gebot der rechtsgleichen Behandlung noch das Beschleunigungsgebot
gemäss Art. 29 Abs. 1 BV verletzt.
3.4. Bei einer erneuten Überprüfung der Fahreignung im März 2018 wird der
Beschwerdeführer eine knapp dreijährige kontrollierte und betreute Alkoholabstinenz
eingehalten haben. Diese Zeitspanne liegt unterhalb der vom Bundesgericht
festgelegten Dauer von vier bis fünf Jahren zur dauerhaften Überwindung einer
fehlenden Fahreignung wegen einer Sucht. Die vom Beschwerdegegner angeordnete
und von der Vorinstanz bestätigte Dauer erscheint unter diesen Umständen als
verhältnismässig. Daran vermögen die Vorbringen des Beschwerdeführers nichts zu
ändern.
Insbesondere wird mit der relativ kurzen Frist bis zur nächsten Überprüfung der
Fahreignung des Beschwerdeführers dem Verlauf der Fachtherapien und den weiteren,
in der Beschwerde behaupteten günstigen Umständen ausreichend Rechnung
getragen. Die rechtsanwendende Behörde verletzt die Rechtsgleichheit, wenn sie zwei
tatsächlich gleiche Situationen ohne sachlichen Grund unterschiedlich oder zwei
tatsächlich verschiedene Situationen ohne sachlichen Grund gleich behandelt (vgl.
BGE 127 I 202 E. 3a/ff). Soweit der Beschwerdeführer sich auf die Beurteilung von
Sachverhalten in anderen Kantonen beruft, steht eine Verletzung des
Rechtsgleichheitsgebots durch den Beschwerdegegner deshalb ohnehin nicht in Frage
(vgl. dazu R.J. Schweizer, in: Ehrenzeller/Schindler/Schweizer/Vallender [Hrsg.], Die
schweizerische Bundesverfassung, St. Galler Kommentar, 3. Aufl. 2014, N 23 zu Art. 8
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BV). Inwieweit die Sachverhalte überhaupt mit jenem des Beschwerdeführers
vergleichbar sind, kann deshalb offen bleiben. Soweit der Beschwerdeführer sich auf
den in VRKE IV-2015/225 beurteilten Sachverhalt beruft, fällt ins Gewicht, dass dort
kein verkehrsrelevanter Alkoholmissbrauch diagnostiziert und keine mangelnde
Fahreignung wegen einer Sucht festgestellt wurden, sondern die
Abstinenzverpflichtung dem Betroffenen lediglich wegen einer Neigung zum
Alkoholmissbrauch auferlegt worden war.
Nach Auffassung des Beschwerdeführers sind bei der Prüfung der Verhältnismässigkeit
der Dauer der Abstinenzauflage auch die Kosten zu berücksichtigen. Der Vorfall vom 1.
Mai 2015 habe ihn bereits über CHF 8‘000 gekostet. Bei den Kosten des
Strafverfahrens (CHF 2‘350), für Taxis wegen des Ausweisentzugs (CHF 1‘500) und für
Verfügungen des Beschwerdegegners (CHF 375) handelt es sich um Kosten, die
üblicherweise mit der Verletzung von Verkehrsregeln und dem Entzug des
Führerausweises verbunden sind. Sie sind deshalb nicht geeignet, sich auf die
Verhältnismässigkeit der Dauer der Abstinenzverpflichtung auszuwirken. Die Kosten
beim Institut für Rechtsmedizin (CHF 2‘882.40) und für die Fachtherapie (CHF 300)
sowie für weitere Haaranalysen (je CHF 540) bewegen sich nicht in einer
Grössenordnung, welche die Massnahme als unverhältnismässig erscheinen liesse.
Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdegegner insoweit auf eine relativ engmaschige
Kontrolle der Alkoholabstinenz verzichtet hat, als er eine halbjährliche Kontrolle mittels
Haaranalyse genügen lässt (vgl. act. 6/8 Seite 80) und keine beispielsweise
vierteljährlichen Kontrollen der alkoholrelevanten Blutparameter verlangt (vgl. dazu
BGer 6A.77/2004 vom 1. März 2005 E. 2.2). Jährliche Kosten für die Erfüllung der
Auflagen von CHF 2‘000 hat das Bundesgericht selbst bei einem Betroffenen nicht als
unverhältnismässig erachtet, der geltend machte, er lebe als geschiedener Ehegatte
und Vater von drei unmündigen Kindern mit dem Existenzminimum und könne sich die
Bezahlung dieser Kosten nicht leisten (vgl. BGer 6A.61/2005 vom 12. Januar 2006 E.
2). Kosten von CHF 5‘000 zuzüglich Verwaltungsgebühren für vier halbjährliche
Haarkontrollen sind verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden (vgl. BGer 1C_342/2009
vom 23. März 2010 E. 3.1). Der Beschwerdeführer macht schliesslich nicht geltend, es
gebe kostengünstigere Verfahren zur Betreuung und zuverlässigen Kontrolle der
Alkoholabstinenz.
4. (...).
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