# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0f7e7b4f-86bb-42eb-a18e-ff345e74b868
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am 14. Februar 1962 in A. geboren. Er wuchs zusammen mit einem Bruder bei seinen Eltern in A. auf und besuchte an seinem Wohnort während elf Jahren die Grundschule. Danach arbeitete er als Chauffeur sowie in der Maschinen- und Stahlbearbeitung. Zurzeit führt X. nach eigenen Angaben mit seinem Bruder zusammen eine Transportfirma in A.. Er hat ein unregelmässiges Einkommen. Aus einer im Jahre 1988 geschlossenen und im Jahre 1997 geschiedenen Ehe entspross eine Tochter, welche nach Angaben von X. seit 2001 bei ihm lebt. Die Mutter der Tochter zahlt für sie Unterstützungsbeiträge. Im Jahre 1999 heiratete X. B.. Diese Ehe blieb kinderlos und wurde ebenfalls geschieden.
X. ist im Schweizerischen Zentralstrafregister nicht verzeichnet. Hingegen wurde er laut Interpol Bern in A. von 1980 bis 1996 wegen Vermögensdelikten vier Mal verurteilt. Dabei wurde er am 25. März 1996 wegen Betrugs zu einer Gefängnisstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt. Die diesbezügliche bedingte Entlassung erfolgte am 19. Dezember 1997. Ferner wurde X. am 21. September 1998 in C. wegen schweren Diebstahls zu einer sechsmonatigen bedingten Gefängnisstrafe verurteilt. Schliesslich wurde er am 23. Oktober 1995, am 12. April 1999 und am 15. Februar 2000 in D. wegen Ladendiebstahls erkennungsdienstlich behandelt, wobei er vom 23. Oktober 1995 bis zum 18. Dezember 1995 in Untersuchungshaft und vom 15. Februar 2000 bis zum 4. August 2000 im Rahmen einer Freiheitsstrafe inhaftiert war. Vom 6. Dezember 2000 bis zum 20. Dezember 2000 befand sich X. in Untersuchungshaft. Am 6. Dezember 2000 verfügte das damalige Bundesamt für Flüchtlinge eine Einreisesperre bis zum 6. Dezember 2003.
B. Nach der Prüfung der Anzeige verfügte die Staatsanwaltschaft Graubünden am 11. Dezember 2000 die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen X. wegen Diebstahls etc. und beauftragte das Untersuchungsrichteramt Thusis mit deren Durchführung. Mit Verfügung vom 29. Mai 2001 wurde X. wegen mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziffer 1 Abs. 1 und 2 StGB, Gebrauchs einer gefälschten Urkunde gemäss Art. 251 Ziffer 1 Abs. 3 StGB, Missbrauchs echter Schriften gemäss Art. 252 Abs. 4 StGB, mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziffer 1 StGB sowie mehrfacher Widerhandlung gegen Art. 26 Abs. 2 StPO in Anklagezustand versetzt. Der zuhanden des Bezirksgerichts Maloja erhobenen Anklage lag gemäss Anklageschrift vom 29. Mai 2001 der folgende Sachverhalt zu Grunde:
„X. wird angeklagt
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1. der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB, des Gebrauchs einer gefälschten Urkunde gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB, des Missbrauchs echter Schriften gemäss Art. 252 Abs. 4 StGB, des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 26 Abs. 2 StPO.
1.1. Am 2. Dezember 2000 bezogen die sechs Estländer X. mit seiner Ehefrau B., E., F., G. und dessen Freundin H. in St. Moritz Bad im Hotel/Restaurant I. drei Doppelzimmer bis zum 5. Dezember 2000. Dabei wies X. an der Reception den ungültigen Reisepass, lautend auf J., vor. Danach füllte er den Hotelmeldeschein mit diesem Namen aus. Sodann unterzeichnete X. den Konsumationsbeleg vom 2. Dezember 2000 im Betrag von Fr. 297.70 mit J.. In der Folge verliessen der Angeklagte und seine Begleiter am Vormittag des 4. Dezember 2000 das Hotel/Restaurant I., nachdem sie die Minibars auf ihren Zimmern vollständig geleert hatten, ohne die Hotelrechnung im Betrag von total Fr. 2'147.20 zu bezahlen. Anlässlich der Festnahme von X. wurde der Pass, lautend auf J., sichergestellt. Die Geschädigte, vertreten durch K., stellte am 20. Dezember 2000 Strafantrag wegen Zechprellerei.
1.2. Am 4. Dezember 2000 stieg X. mit seinen vorerwähnten Begleitern in Davos Platz im L. ab. Dabei bezogen sie drei Doppelzimmer, die X. und B. bereits am 3. Oktober 2000 anlässlich einer Reise durch Europa unter dem Namen M. für die Zeit vom 4. bis 12. Dezember 2000 reserviert hatten. X. und B. trugen sich im Hotelmeldeschein unter Verwendung des finnischen Reisepasses, lautend auf N., ein, wobei bei diesem Pass die Foto des Angeklagten aufgeklebt war. G. und H. schrieben sich auf dem Hotelmeldeschein mit dem Namen O. ein, während E. für sich und F. den Namen P. vermerkte. Während dem 4. und 5. Dezember 2000 unterzeichnete X. mehrere Konsumationsbelege mit dem Namen YY.. Die Hotelrechnung vom 4. bis. 9. Dezember 2000 für das von X. und B. benutzte Doppelzimmer Nr. 340 betrug Fr. 2'535.60, während sich die Verpflegungs- und Logiskosten für die ganze Gruppe im L. auf total Fr. 7'277.30 beliefen. Diese Rechnung wurde nicht bezahlt.
Anlässlich der Verhaftung des Angeklagten konnte bei ihm der professionell verfälschte finnische Reisepass, lautend auf N., sichergestellt werden. Die Geschädigte, vertreten durch Q., stellte am 11. Dezember 2000 Strafantrag wegen Zechprellerei.
2. des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB. 2.1. Am Samstagnachmittag, 2. Dezember 2000, suchten der
Angeklagte mit seiner Ehefrau sowie G. und E. in St. Moritz das
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Sportgeschäft R. Sport auf. Dabei behändigten der Angeklagte und G. zwei Paar Skis mit Bindung im Wert von Fr. 1'200.--. Die Skis konnten zurückgegeben werden.
2.2. Zwischen dem 2. und 4. Dezember 2000 behändigte der Angeklagte in Begleitung seiner Ehefrau in St. Moritz aus dem Sportgeschäft S. Sport ein Paar Skis ohne Bindung im Wert von Fr. 350.--. Die Geschädigte, vertreten durch T., stellte am 7. Dezember 2000 Strafantrag. Die Skis konnten am 18. Dezember 2000 zurückgegeben werden.
2.3. In der Zeit zwischen dem 2. und 4. Dezember 2000 stahl X. zusammen mit seiner Ehefrau im Modegeschäft U. in St. Moritz eine Damenjacke im Wert von Fr. 280.--. Die Geschädigte, vertreten durch V., stellte am 9. Dezember 2000 einen entsprechenden Strafantrag. Die fragliche Damenjacke konnte beigebracht werden.
2.4. Zwischen dem 4. und 6. Dezember 2000 behändigten X. und B. und ihre Begleiter in Davos in der Parfümerie W. AG diverse Parfüms im Wert von Fr. 540.30 und verliessen das Geschäft ohne zu bezahlen. Die sichergestellten Parfümartikel konnten der Firma W. AG zurückgegeben werden.
2.5. Im Zeitraum vom 4. bis 6. Dezember 2000 entwendeten X. und Konsorten in Davos Platz im Spielwarenladen Y. zwei Computerspiele sowie zwei Spielzeuglastwagen im Wert von Fr. 259.60. Die Spielwaren konnten beigebracht werden. Die Geschädigte, vertreten durch Z., stellte am 20. Dezember 2000 einen entsprechenden Strafantrag.
2.6. Vom 4. bis 6. Dezember 2000 stahl X. mit seiner Ehefrau in Davos Platz ein Parfüm im Wert von Fr. 90.-- z.N. der AA. Coiffure-Parfümerie AG. BB. stellte am 20. Dezember 2000 einen entsprechenden Strafantrag. Das Parfüm konnte beigebracht werden.
2.7. Zwischen dem 4. und 6. Dezember 2000 behändigten X. und Konsorten in Davos Platz in der Drogerie CC. sechs Deodorants im Wert von Fr. 181.--. Die Geschädigte, vertreten durch DD., stellte am 20. Dezember 2000 Strafantrag wegen Diebstahls. Das Deliktsgut konnte zurückgegeben werden.
2.8. Im Zeitraum vom 4. bis 6. Dezember 2000 stahlen der Angeklagte und seine Ehefrau sowie ihre Begleiter in der Drogerie CC. AG in Klosters diverse Parfüms im Wert von Fr. 1'018.--. Die Parfüms konnten beigebracht werden.
2.9. Am 5. Dezember 2000 stahl der Angeklagte in Begleitung seiner Ehefrau sowie weiteren Mittätern im Optik- und Uhrengeschäft EE. AG in Davos Platz zwei bzw. acht Damen- bzw. Herrenarmbanduhren im Wert von Fr. 3'778.--. Neun der zehn gestohlenen Uhren konnten der Geschädigten zurückgegeben werden.
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2.10.Am Nachmittag des 5. Dezember 2000 entwendete X. vor der Parsenn-Bar an der Promenade in Davos Dorf ein Snowboard im Wert von Fr. 1'250.-- z.N. von FF.. Das Snowboard konnte beigebracht werden.
2.11.Am 6. Dezember 2000 begab sich der Angeklagte mit seiner Ehefrau sowie G. in Landquart in die Drogerie GG.. In der Folge entwendeten sie Parfüms im Wert von Fr. 448.--. Die Geschädigte, vertreten durch HH., stellte am 19. Dezember 2000 Strafantrag wegen Diebstahls. Die Parfüms konnten zurückgegeben werden.
2.12.Am 6. Dezember 2000 entwendete der Angeklagte zusammen mit seiner Ehefrau im Verkaufsgeschäft Elektro II. AG in Landquart einen Haartrockner im Wert von Fr. 59.--. Die Geschädigte stellte am 19. Dezember 2000 einen entsprechenden Strafantrag. Der Haartrockner konnte beigebracht werden.
2.13.Am Vormittag des 6. Dezember 2000, 11.20 Uhr, betraten X. und B. das Kaufhaus JJ. in Chur. In der Folge behändigte der Angeklagte Parfüms im Wert von Fr. 997.30. Beim Verlassen des Kaufhauses wurden X. und B. von der Polizei angehalten und nach der Abnahme eines Depositums wieder auf freien Fuss gesetzt. Die Parfüms konnten beigebracht werden.
2.14.Am Nachmittag des 6. Dezember 2000, zwischen 15.45 und 16.00 Uhr, entwendete X. in Begleitung seiner Frau und eines weiteren Kollegen im Optikgeschäft KK. in Chur sechs Sonnenbrillen im Wert von Fr. 1'266.--. Das Deliktsgut konnte beigebracht werden.
2.15 Am 6. Dezember 2000 stahlen der Angeklagte und G. im Waffengeschäft LL. AG in Chur ein Zielfernrohr im Wert von Fr. 1'600.--. Das Zielfernrohr konnte zurückgegeben werden.
2.16.Am 6. Dezember 2000 behändigten der Angeklagte und Konsorten im ZZ. an der MM. in Chur eine Kaffeemaschine, einen Pullover und zwei Pakete Zigaretten im Wert von total Fr. 320.60. Die Geschädigte, vertreten durch NN., stellte am 19. Dezember 2000 Strafantrag. Das Deliktsgut konnte beigebracht werden.
2.17.Am 6. Dezember 2000 entwendeten X. und seine Begleiter im Kleider- und Schuhgeschäft OO. Mode am Bahnhofplatz in Chur Kleider im Wert von total Fr. 69.70. Die Geschädigte, vertreten durch PP., stellte am 28. Dezember 2000 einen entsprechenden Strafantrag. Die Kleider konnten beigebracht werden.
2.18.Am 6. Dezember 2000 stahlen X. und Konsorten in der Parfümerie QQ. in Chur ein Parfüm im Wert von Fr. 79.90. Die Geschädigte, vertreten durch RR., stellte am 28. Dezember 2000 Strafantrag.
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2.19.Am 6. Dezember 2000 behändigten X. und B. sowie G. in Chur aus dem SS. eine Damenjacke im Wert von Fr. 49.--. TT. stellte als Geschädigtenvertreter am 28. Dezember 2000 einen Strafantrag. Die Jacke konnte beigebracht werden.
Der Gesamtdeliktsbetrag bei dem von X. mit seinen Mittätern verübten Diebstählen erreicht mindestens Fr. 13'838.40. Zur Begehung der Ladendiebstähle verwendeten der Angeklagte und seine Begleiter vier Rucksäcke, die teilweise mit Aluminiumfolie ausgekleidet wurden, um elektronisch gesicherte Produkte aus den Verkaufsgeschäften entwenden zu können. Anlässlich der Festnahme vom 6. Dezember 2000 stellte die Polizei in dem von X. gemieteten Mercedes Bus UU. und im Hotelzimmer Nr. 340 im L. in Davos weiteres Diebesgut sicher, das mangels Anzeigen der Geschädigten oder Verkaufsetiketten keiner konkreten Straftat zugeordnet werden konnte.
Zur Sicherstellung der Verfahrenskosten und einer allfälligen Busse leistete X. ein Depositum von total Fr. 900.--.
Gegen die übrigen Beteiligten werden separate Verfahren geführt.“
C. Die Staatsanwaltschaft Graubünden stellte in der Ergänzung der Anklageschrift vom 29. Mai 2001 folgende Anträge:
„1. X. sei der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB, des Gebrauchs einer gefälschten Urkunde gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB, des Missbrauchs echter Schriften gemäss Art. 252 Abs. 4 StGB, des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 26 Abs. 2 StPO schuldig zu sprechen.
2. Dafür sei er mit 15 Monaten Gefängnis, abzüglich der erstandenen Untersuchungshaft von 15 Tagen, zu bestrafen.
3. X. sei gestützt auf Art. 55 Abs. 1 StGB für die Dauer von sieben Jahren des Landes zu verweisen.
4. Das bei X. sichergestellte Deliktsgut ist gerichtlich einzuziehen. 5. Kostenfolge sei die gesetzliche.“
D. X. wurde mit Abwesenheitsurteil des Bezirksgerichts Maloja vom 13. September 2001, mitgeteilt am 5. Oktober 2001, wegen mehrfacher Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziffer 1 Abs. 1 und 2 StGB, des Gebrauchs einer gefälschten Urkunde gemäss Art. 251 Ziffer 1 Abs. 3 StGB, des Missbrauchs echter Schriften gemäss Art. 252 Abs. 4 StGB, des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziffer 1 StGB sowie der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 26 Abs. 2 StPO zu einer Gefängnisstrafe von 15 Monaten, unter Anrechnung der Untersuchungshaft von 15
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Tagen, verurteilt. Gestützt auf Art. 55 Abs. 1 aStGB wurde X. für die Dauer von sieben Jahren des Landes verwiesen.
E. Am 30. August 2007 wurde X. in Kreuzlingen festgenommen. Im Fahrzeug konnten zwei Plastiksäcke mit neuen Damenkleidern, eine Handtasche sowie vier noch verpackte Damenparfüms sichergestellt werden. In der Rückenlehne befanden sich Euro Noten im Gesamtwert von EUR 1’000.00 sowie ein als gestohlen gemeldeter, verfälschter estnischer Reisepass, lautend auf den Namen VV.. Im Kofferraum des Autos von X. konnte die Polizei nebst Reisegepäck eine Axt sowie ein in Stoff gewickeltes Küchenmesser sicherstellen. Gemäss Mitteilung des Bezirksamtes Kreuzlingen ist das Fahrzeug von X. nicht als gestohlen gemeldet.
F. Am 31. August 2007 wurde X. in die Strafanstalt Sennhof nach Chur zum Vollzug der Gefängnisstrafe überführt. Am 4. September 2007 stellte er beim Bezirksgericht Maloja ein Gesuch um Aufhebung des Abwesenheitsurteils und um Durchführung des ordentlichen Verfahrens. Ebenfalls sei er unverzüglich aus der Haft zu entlassen. Am 6. September 2007, schriftlich mitgeteilt am 7. September 2007, verfügte das Bezirksgerichtspräsidium Maloja die Sicherheitshaft nach Art. 101 StPO bis zu einer allfälligen Hauptverhandlung. Mit Schreiben vom 17. September 2007 wurde die Hauptverhandlung auf den 1. Oktober 2007 angesetzt.
G. An der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss Maloja vom 1. Oktober 2007 war X. anwesend. Ebenfalls anwesend war eine  Dolmetscherin. Mit Urteil vom 1. Oktober 2007, mitgeteilt am 8. November 2007, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Maloja wie folgt:
„1. X. ist schuldig der mehrfachen Urkundenfälschung gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 1 und 2 StGB, des Gebrauchs einer gefälschten Urkunde gemäss Art. 251 Ziff. 1 Abs. 3 StGB, des Missbrauchs echter Schriften gemäss Art. 252 Abs. 4 StGB, des mehrfachen Betrugs gemäss Art. 146 Abs. 1 StGB, des mehrfachen Diebstahls gemäss Art. 139 Ziff. 1 StGB, der mehrfachen Widerhandlung gegen Art. 26 Abs. 2 StPO sowie des Verschaffens eines gefälschten Ausweispapiers gemäss Art. 23 Abs. 1 ANAG.
2. Dafür wird der Angeklagte mit 15 Monaten Freiheitsstrafe, abzüglich der erstandenen Untersuchungshaft von 15 Tagen und der Sicherheitshaft von 31 Tagen, und einer zusätzlichen Geldstrafe von 5 Tagessätzen à CHF 30.- bestraft.
3. Der bedingte Strafvollzug wird nicht gewährt.
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4. Das sichergestellte Deliktsgut wird gestützt auf Art. 59 StGB zur Verwertung eingezogen.
5. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus: - einer Untersuchungsgebühr der Staatsanwaltschaft CHF 2'585.00 - den Barauslagen der Staatsanwaltschaft CHF 76.30 - der Gerichtsgebühr für das Kontumazverfahren CHF 1’000.00 - der Gerichtsgebühr für das ordentliche Verfahren CHF 2'000.00 - den Kosten für die Dolmetscherin CHF 450.00 - den Barauslagen des Bezirksgerichts (Transport) CHF 714.00 - den Barauslagen des Bezirksamtes Kreuzlingen CHF 173.00 Total CHF 6'998.30
werden dem Angeklagten auferlegt. Das geleistete Depositum von CHF 900.- und von CHF 1'626.- wird an die Kosten angerechnet. Der Fehlbetrag von CHF 4'472.30 ist innert 30 Tagen dem Bezirksgericht Maloja zu überweisen. Die Kosten des Strafvollzuges trägt der Kanton Graubünden (vgl. Art. 188 StPO). Die Kosten der an den Strafvollzug angerechneten Untersuchungshaft gehen zu Lasten des Kantons Graubünden (vgl. Art. 158 Abs. 3 StPO i.V.m. Art. 188 StPO).

## Considerations