# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 462aaee1-d5cb-4ab7-ab89-f369ae97e0e5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
Mit Verfügung vom 2
2.
Januar 2014 verpflichtete die Sozialversicherungsan
stalt des Kantons Zürich, Ausgleichskasse,
X._
in solidarischer Haf
tung mit
Y._
für i
hr entgangene Lohnbeiträge,
Verwaltungskosten, Verzugszinsen und Gebühren Schadenersatz im Umfang von
Fr.
39‘795.10 zu bezahlen (
Urk.
4/449). Dagegen erhob die
Z._
– unter Hinweis darauf, dass sie mit der Interessenwahrung beauftragt worden sei und die entsprechende Vollmacht nachreichen werde –
am 2
1.
Februar 2014
Ein
sprache (
Urk.
4/458).
Am 2
0.
August 2014 setzte ihr die Verwaltung Frist
bis
1.
September 2014
zur Einreich
ung der betreffenden Vollmacht an (
Urk.
4/461). Nachdem eine solche nicht
eingegangen war
, trat die Ausgleichskasse mit Ent
scheid vom 1
6.
September 2014 auf die Einsprache nicht ein (
Urk.
4/464).
In der Folge teilte
X._
m
it Eingabe
vom
8.
Oktober 2014 mit, er erhebe be
treffend die Schadenersatzforderung für entga
ngene Beiträge Einsprache (Urk.
4/466).
Mit Schreiben vom 2
5.
August 2015 fragte die Verwaltung
schliesslich
nach, ob sich die betreffende Eingabe gegen die Schadener
satzver
fügung vom 22.
Januar 2014 richte oder ob sie als Beschwerde gegen den Ein
spracheentscheid vom 16. September 2014 anzusehen sei (
Urk.
4/467). Nachdem sich der Verpflichtete nicht
hatte
vernehmen l
a
ss
en
, leitete die Ausgleichskasse die Eingabe vom
8.
Oktober 2014 androhungs
- bzw. vereinbarungs
gemäss ans hiesige Gericht weiter. Zusätzlich schloss sie in ihrer
gleichzeitig eingereichten
Beschwerdeantwort vom 2
4.
September 2015 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
3).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die am 2
0.
August 2014 erlassene Aufforderung zur Nachreichung
der Vertre
tungsvollmacht adressierte
die Beschwerdegegnerin
lediglich
an die
Z._
(
Urk.
4/461). Nach ständiger
Rechtsprechung und
Praxis
ist
aber
eine entsprechende Aufforderung
grundsätzlich
sowohl der als Vertreterin aufzutretenden Person wie auch der Partei
selber
zuzustellen.
Gesetzt
den Fall, dass
auf eine Doppelzustellung
überhaupt
verzichtet werden k
önnte
,
wäre
auf
grund der qualifizierteren Beziehungsnähe zur Streitsache
die
Partei um
die
Einreichung
der
notwendigen
Vollmacht
zu
ersuchen
. Dies
insbesondere
,
weil
ohne Vorliegen einer schriftlichen
Vollmacht ein
Vertretungsverhältnis
unsicher und
unklar ist
.
2.
Vor diesem Hintergrund
ist der Einspracheentscheid vom 1
6.
September 2014 (
Urk.
2) aufzuheben
.
D
ie Sache wäre
g
rund
sätzlich
an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie – unter Androhung des Nichteintretens im Unterlas
sungsfall –
den Beschwerdeführer zur
Einreichung einer schriftlichen Vollmacht
auffordere
.
Da dieser zwischenzeitlich bereits mit
selbst verfasster und
eigen
händig unterzeichneter Eingabe vom
8.
Oktober 2014 (
Urk.
1) seinen Willen zur Anfechtung der erlassenen Entscheidung bekannt gegeben hat, kann
vorliegend aber
darauf verzichtet werden,
dass
die
Verwaltung die
unterlassene Handlung nachhol
t (Art. 61 lit. a Satz 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts)
.
Sie hat f
olglich über die Sache im Rahmen eines er
neuten Einspracheverfahrens
direkt
materiell zu befinden.