# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d1ace1d1-e665-5cbe-8095-b428b6f7c9c7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1974, war als Projektleiter bei der
Y._
angestellt und bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gegen die Folgen von Berufs- und
Nichtberufsunfällen versichert.
Die SUVA erbrachte die gesetzlichen Leistungen
für ein geltend gemachtes Ereig
nis vom
31. Oktober 2010
(Sturz
beim Joggen Urk. 6/1)
; Anfang Januar 2011 konnte die Behandlung abgeschlossen werden (vgl. Urk. 2 S. 2
lit
. A).
1.2
Am 14. Januar 2013 wurde der SUVA ein Rückfall gemeldet (Urk. 6/9; wobei nun anstatt
von
eine
m Sturz
beim Joggen von einem Sturz mit einer
Vespa
die Rede war; vgl. auch das E-Mail des Versicherten vom 29. Januar 2013 [Urk. 6/7], in dem er ausführte
,
er sei im Jahr 2010 mit der
Vespa
gestürzt).
In der Folge wurde der Versicherte in der Klinik
Z._
und der
Klinik A._
behandelt (vgl. etwa Urk. 6/26-27 und Urk. 6/33). Kreisarzt
Dr.
med.
B._
, Facharzt FMH für Chirurgie, nahm am 28. Mai 2013 zur
Kausa
litätsfrage
Stellung (Urk. 6/28). Mit Schreiben vom 12. August 2013 (Urk. 6/38) vernei
nte
die SUVA ihre Leistungspflicht mit der Begründung, dass es sich gemäss kreisärztlicher Einschätzung um krankhei
t
sbedingte Beschwer
den handle. Der Versicherte war mit dieser Einschätzung nicht einverstanden (vgl. Urk. 6/39; vgl. auch Urk. 6/43).
Die SUVA nahm deshalb weitere Arztberichte zu den Akten (vgl. Urk. 6/42) und legte die Sache zwecks Kausalitätsbeurteilung erneut dem Kreisarzt vor, der am 6. Dezember 2013 seinen Bericht erstattete (Urk. 6/45).
Mit Verfügung vom 10. Dezember 2013 (Urk. 6/46) verneinte die SUVA ihre Leistungspflicht mit der Begründung, dass zwischen dem Unfall vom 31. Oktober 2010 und den im Sinne eines Rückfalls gemeldeten Kniebeschwerden kein sicherer oder wahr
scheinlicher Kausalzusammenhang bestehe. Es handle sich um
krankheitsbe
dingte
Beschwerden.
Die dagegen vom Versicherten und von dessen Krankenversicherung, der
Atupri
Krankenkasse, erhobenen Einsprachen (Urk. 6/48 und 6/50) wies die SUVA mit Entscheid vom 24. Februar 2012 (Urk. 2 = Urk. 6/53) ab.
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 22. März 2014 (Urk. 1) Beschwerde mit dem Antrag, es sei der angefochtene
Einspracheentscheid
vom 2
4. Februar
2014 aufzuheben und die SUVA zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen zu erbringen. Die SUVA schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 24. April 2014 (Urk.
5) auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerde
führer am 2
5.
April 2014 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
7).
Auf die Ausführungen der Parteien, ist soweit für die
Entscheidfindung
erfor
der
lich, in den Erwägungen einzugehen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach Art. 10 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) hat die versicherte Person Anspruch auf die zweckmässige Behandlung ihrer Un
fallfolgen. Den gesetzlich umschriebenen Anspruch auf Heilbehandlung hat die versicherte Person so lange, als von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung eine namhafte Verbesserung ihres Gesundheitszustandes erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung (IV) noch nicht abgeschlossen sind (Art. 19 Abs. 1 UVG e
contrario
).
Ist sie infolge des Unfalls voll oder teilweise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalls zu mindestens 10 Prozent invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Erleidet sie durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen oder geistigen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemes
sene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG).
1.2
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV]). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeits
unfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die allei
nige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche
oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen
Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglich
keit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines
Leistungs
anspruches
nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kau
salzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte ihre Leistungspflicht in Bezug auf den am 14. Januar 2013 gemeldeten Rückfall im angefochtene
n
Einspracheentscheid
(Urk. 2) i
m Wesentlichen gestützt auf die kreisärztliche Beurteilung von
Dr.
B._
, wonach die geklagten Kniebeschwerden rechts nicht auf das Ereignis vom 31. Oktober 2010 zurückzuführen seien. Eventualiter bezweifelte die
Be
schwerdegegnerin
zudem, dass sich am 31. Oktober 2010 überhaupt ein Unfall oder eine unfallähnliche Körperschädigung zugetragen habe (vgl. auch Urk. 5).
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt, dass der Grundfall zwar Ende 2010 abgeschlossen worden sei. Während der folgenden zwei Jahre bis zum Rückfall am 15. September 2012 habe er versucht, durch Ändern der Sportaktivitäten sein Knie nicht allzu sehr zu belasten. Leider hätten sich die Schmerze
n aber wieder verstärkt, weswegen
die Rückfallmeldung erfor
der
lich
geworden sei
. Der Kausalz
usammenhang zwischen dem am 31.
Oktober 2010 erlittenen Sturz und den sich daraus ergebenden Folgeschmerzen im rechten Knie sei gegeben. Das werde durch die Berichte der behandelnden Ärzte bestätigt (Urk. 1).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob die Beschwerdegegnerin ihre Leistungspflicht hin
sichtlich des am
14. Januar 2013 gemeldeten Rückfalls zu Recht verneint hat.
3.
3.1
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für Radiologie, von der Klinik
Z._
hielt in ihrem Bericht vom 28. April 2013 (Urk. 6/26) folgende Beurteilung fest: „Aus
gedehnte intramurale Veränderung des lateralen Meniskus bei
Scheibenmenis
kus
mit Zeichen eines mehrfach
septierten
Meniskusganglions am Vorderhorn / Corpus Übergang. Diskrete intramurale Veränderungen des medialen
Menis
kushinterhornes
. Intakte Knorpelüberzüge und Bänder.“
3.2
Dr.
med.
D._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Innere Medizin, berich
tete am 21. Mai 2013 darüber, dass es unter Physiotherapie sowie selbst durchgeführten Dehnübungen und Spinning für einige Wochen zu einer deutli
chen Verbesserung gekommen sei. Am 24. Februar 2013 sei ein erneutes
Be
schwerderezidiv
mit lateralen Knieschmerzen auf
getreten
, das sich im weiteren Verlauf wieder gebessert habe (Urk. 6/27).
3.3
Kreisarzt
Dr.
B._
äusserte
sich am 28. Mai 2013 dahingehend, dass eine laterale Meniskusläsion auf der Basis eines Scheibenmeniskus vorliege, die bekanntermassen
häufig zur Degeneration neige
. Die vorliegenden Veränderungen seien nicht überwiegend wahrscheinlich unfallkausal, sondern degenerativ (Urk. 6/28).
3.4
PD
Dr.
med.
E._
, Teamleiter Kniechirurgie an
Klinik A._
, diagnostizierte in seinem Bericht vom 9. Juli 2013 (Urk. 6
/
33) eine symptoma
tisch
e
laterale Meniskusläsion bei lateralem Scheibenmeniskus Knie rechts, Status nach Distorsionstrauma Knie rechts 201
0.
„Im [Jahr] 2010 beim Joggen
Misstritt
mit damals Auftreten von Knieschmerzen. Dies wurde als Unfall ge
meldet.“
3.5
Dr.
F._
, Facharzt FMH für Rheumatologie, äusserte sich in seinem Bericht vom 25. Oktober 2013 (Urk. 6/43
/2-3
) dahingehend, dass die Klinik ein
deutig
sei. Es handle sich um eine Problematik im lateralen Kompartiment. Nachdem die Schmerzsymptomatik und Belastbarkeitseinschränkung seit 2010 mit wechselnder Ausprägung anhaltend vorhanden gewesen sei
en
, sei seines Erachtens der Zusammenhang mit dem damaligen Leiden nach wie vor gege
ben. Wegen des grossen Leidensdrucks sei ein operatives Vorgehen indiziert.
3.6
Aus dem Bericht der Klinik
G._
vom 8. November 2013 (Urk. 6/43
/4-5
; gezeichnet: „
H._
“; verfasst wohl von
Dr.
med.
I._
) geht hervor, dass die kreisärztliche Beurteilung der Kniebeschwerden als degenerativ nicht geteilt wird: „Ablehnung SUVA; da wird etwas ‚salopp von bekanntermassen zu Dege
neration führt’ gesprochen“. Bekanntermassen sei dem
eben nicht mehr ganz so. Man fi
nde sehr viele Scheibenmenisken auch im Alter, die bis zum Alter von 70 oder 80 Jahren keine Beschwerden gemacht hätten. Bei
m
vorliegenden
Patien
ten bestehe ein kontinuierlicher Verlauf seit seiner Verletzung mit kohärenten Schmerzen immer im lateralen Gelenkspalt.
3.7
Kreisarzt
Dr.
B._
führte in sei
nem Bericht vom 6. Dezember 2013
(Urk. 6/45) aus, dass sich im MRI vom 19. November 2010 im lateralen Meniskus eine feine lineare Signalanhebung im
Hinterhorn
und Corpus bis zum Übergang zum
Vor
derhorn
bis an die Spitze ziehend gezeigt habe. Es hätten sich intakte Kreuz- und Seitenbänder sowie Ligamenta
patellae
und ein normales Signal des Knochenmarkes gefunden. Es seien keine
ossären
Stressreaktionen und kein signifikanter Erguss zu erkennen gewesen. Im MR
I-Befund vom 26. April 2013 sei
en ausgedehnte intramurale Veränderungen des lateralen Meniskus bei Scheibenmeniskus mit Zeichen eines mehrfach
septierten
Meniskusganglions am Vorderhorn/
Corpusübergang
erhoben worden (S. 2). Wie aus der einschlägi
gen Literatur bekannt sei, prädisponierten
Scheibenmenisci
zu
mukloider
Dege
neration mit Rissbildung. Dies werde auch durch das MRI vom 19. November 2010 bestätigt. Hier finde sich eine horizontale intramurale Signalanhebung, jedoch keinerlei Begleitverletzung
en
(wie etwa ein
bone
bruise
im lateralen Kompartiment oder Zerrungen/Läsionen der Bänder). Ausserdem habe sich auch kein
Hämarthros
gefunden. Es sei auch aus der Literatur bekannt, dass sich degenerative Veränderungen in den Menisken als Horizontalläsionen bemerkbar machten; bei traumatischen Läsionen der Menisken handle es sich demgegen
über um longitudinale oder radiäre Risse. Solche Risse seien jedoch im MRI vom 19. November 2010 eindeutig nicht nachweisbar. Der MRI-Befund vom 26. April 2013 habe auch - dem natürlichen Verlauf der degenerativen
Menis
kusläsion
entsprechend - eine Progredienz der intramuralen Veränderungen und eine
Ganglionbildung
gezeigt. Bei
„
differierenden Angaben zum Unfallereignis, mit durch anlagebedingtem Scheibenmeniskus Prädisposition zu degenerativen Veränderungen, horizontaler Läsion mit im Verlauf zunehmender intramuraler
Degeneration und fehlenden Begleitverletzungen im MRI
3
Wochen nach dem angegebenen Ereignis
“
könne nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einer Unfall- (beziehungsweise Rückfall-) Kausalität ausgegangen werden (S. 3).
4.
4.1
Vorauszuschicken ist, dass die
verschiedenen
Schilderungen des Ereignisses vom 31. Oktober 2010 durch den Be
schwerdeführer
voneinander abweichen
. Anfänglich berichtete er von einem Sturz beim Joggen (vgl. etwa Urk. 6/1)
; anlässlich der Rückfallmeldung vom 14. Januar 2013 machte er geltend, dass er am 31. Oktober 2013 mit einer
Vespa
gestürzt sei (Urk. 6/9). Auf diesen Wider
spruch hingewiesen erklärte er Folgendes (Urk. 7/1): „Im [Jahr] 2010 bin ich mit der
Vespa
gestürzt, wusste jedoch nicht mehr, dass die Unfallmeldung wegen des Joggens war.“
PD
Dr.
E._
notierte in seinem Bericht vom 9. Juli 2013 (Urk. 6/33; vgl. auch E. 3.4) einen
Misstritt
beim Joggen (keinen Sturz).
In der Beschwerde vom 22. März 2014 (Urk. 1) war dann wieder vo
n einem Sturz bei
m Joggen die Rede.
Insgesamt hinterlässt
dies
keinen
allzu
glaubhaften Eindruck. Ob sich am 31. Oktober 2010
tatsächlich
ein Unfall zugetragen hat (vgl. dazu auch die entsprechenden Erwägungen auf S.
5 des
Einspracheentscheids
[Urk. 2])
, kann allerdings letztlich offenbleiben, weil vorliegend einzig die Frage zu beantwor
ten ist, ob die
Beschwerdegegnerin
hinsichtlich des gemeldeten Rückfalls
leis
tungspflichtig
ist. Wie zu zeigen sein wird, ist
die Leistungspflicht hinsichtlich der rückfallweise gemeldeten Beschwerden auch für den Fall zu verneinen, dass sich am 31. Oktober 2010 tatsächlich ein die ursprüngliche Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin auslösender Motorrad- und/oder Sportunfall ereignet haben sollte.
4.2
4.2.1
Soweit die
Dres
.
F._
und
I._
(„
H._
“) in ihren Berichten vom 25. Oktober 2013 (Urk. 6/43/2-3; vgl. E. 3.5) und 8. November 2013 (Urk. 6/43/4-5; vgl. E
.
3.6) die Unfallkausalität der rückfallweise gemeldeten Beschwerden im Wesentlichen allein gestützt auf die zeitliche Abfolge bejahten, ist
auf
die entsprechende Gerichtspraxis
zu verweisen, wonach
aus dem Umstand, dass sich eine Gesundheitsbeeinträchtigung nach einem Unfallereignis manifestiert hat, nicht einfach in Anwendung der Formel „
post
hoc, ergo
prop
ter
hoc“, wonach ein Gesundheitsschaden schon dann als durch einen Unfall verursacht gilt, weil er nach diesem aufgetreten ist, auf einen Zusammenhang geschlossen werden
darf
(BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
sowie
etwa
Urteil des Bundes
ge
richts
8C_454/2012 vom 2
0.
August 2012 E. 2).
Auf die entsprechend begrün
deten Einschätzungen der
Dres
.
F._
und
I._
(„
H._
“) kann deshalb nicht abgestellt werden.
4.2.2
Demgegenüber erweist sich der Bericht von Kreisarzt
Dr.
B._
vom 6. Dezember
2013 (Urk. 6/45)
als nachvollziehbar begründet und einleuchtend. Er erfüllt sämtliche von der Praxis formulierten Anforderungen (vgl. dazu E. 1.5).
Dr.
B._
erklärt nachvollziehbar, weshalb die nun geklagten
Gesund
heitsbeeinträchtigungen
nicht unfallkausal, sondern degenerativer Natur sind. Dazu vergleicht er - ausgehend vom medizinischen Erfahrungswissen - die MRI-Befunde aus den Jahren 2010 und 2013 und kommt zum Schluss, dass die Unfallkausalität der rückfallweise gemeldeten Gesundheitsbeeinträchtigungen zu verneinen sei. Dagegen
sprächen nicht nur die anlagebedingte Prädisposition zu
degenerativen Veränderungen
(Scheibenmeniskus)
sondern auch, dass es sich um eine horizontale Läsion mit im
Verlauf zunehmender intramuraler Degene
ration
handle (was atypisch für ein Unfallgeschehen sei),
und
dass im drei Wochen nach dem Unfall erstellten MRI keine
Begleitverletzungen
dargestellt würden. All dies spreche
mit überwiege
nder Wahrscheinlichkeit
gegen das Vor
liegen eines Kausalzusammenhangs zwischen dem
geltend gemachten
Ereignis vom 31. Oktober 2010 und den rückfallweise geltend gemachten Beschwerden.
Es ist kein Grund ersichtlich, weshalb nicht
auf diese nachvollziehbaren und einleuchtenden Ausführungen von
Dr.
B._
abgestellt werden könnte.
D
ie Beschwerdegegnerin
hat
ihre Leistungspflicht bezüglich der rückfallweise ge
mel
deten Gesundheitsstörungen
folglich
mangels eines Kausal
zusammenhangs zu Recht verneint, weshalb die
Beschwerde abzuweisen
ist
.