# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f1c5544e-f906-4ac9-ac96-f9c21a538602
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1
972
, war
als Public Relations Manager bei der
Y._
,
Z._
,
bei der
Helsana Unfall AG
(nachfolgend:
Helsana
) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als
bei ihm
gemäss der
Unfall
meldung
vom 24.
April
201
4
am
18. Dezember 2013
beim
„Jogging am Strand ver
ursachte unvorhergesehene Schmerzen am Knie“ auftraten
, wobei das Knie links betroffen sei
(Urk. 7/
K21
). Die Erstbehandlung
des linken Knies
(Urk. 1 S. 2)
fand
anlässlich
einer Konsultation im
Muskulo
-Skelettal Zen
trum, Orthopädie Untere Extremitäten, der Klinik
A._
am
22. April 2014 statt, welche wegen erneuter Beschwerden im Bereich des (anderen) rechten Knie
ge
lenks bei Status nach medialer
Teilmeniskektomie
und Restmeniskusnaht des Kniegelenks rechts vom 21. Mai 2012 durchgeführt wurde (Bericht vom 7. Mai 2014, Urk. 7/M6). Die Magnetresonanztomographie (MRT) des linken Knie
s
vom 25. April 2014 ergab eine Unterflächenläsion des medialen Meniskus dorsal mit geringem Reizerguss (Urk. 7/M5).
Die Ärzte der Klinik
A._
stellte
n
gemäss dem Bericht vom 30. Oktober 2014 die Diagnose einer
Innen
m
e
niskus-Hin
terhorn-Ruptur
links (Urk. 7/M3).
1.2
Am
21. Oktober 2014
hatte
der Ve
rsicherte ergänzende Angaben zum
Her
gang des Ereignisses vom
18. Dezember 2013
gemacht
(Urk. 7/M1).
Mit Verfügung vom
11. November 2014
verneinte die
Helsana
mangels Unfalls und
unfallähn
li
cher
Körperschädigung
e
inen
Leistungs
anspruch
aus dem Ereignis
vom
1
8.
De
zember
201
3 (Urk. 7/K13
). Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom
22. November 2014 Ein
sprache (Urk. 7/K
3), welche die Helsana mit
Ein
sprache
entscheid
vom
26. Februar 2015
ab
wies
(Urk. 2).
2.
Hier
gegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom
26. März 2015
Beschwerde und
beantragte sinngemäss, der
Einspracheentscheid
vom
26. Februar 2015
sei auf
zuhe
ben
und
die
Helsana
sei zu verpflichten, die gesetzlichen Leistungen bezüglich des
Un
fallereig
nisses
vom
18. Dezember 2013 und der Schädigung am linken Knie zu erbringen
(Urk. 1
S. 2
). Die
Beschwerde
geg
nerin
schloss in der Beschwerdeantwort vom
6. Mai 2015
auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6 S. 2).
Auf die Ausführungen der Parteien und die weiteren eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art. 6
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden
so
weit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Ver
siche
rungsleistungen
bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG das Vor
liegen eines Unfalls (Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts, ATSG) oder einer
unfall
ähn
lichen
Körperschädigung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 der Ver
ordnung über die Unfall
ver
siche
rung, UVV) voraus. Ausserdem muss zwischen dem Unfallereignis und dem ein
ge
tretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natür
licher und ein adä
quater Kausal
zusam
menhang be
stehen
(vgl. BGE 129 V 177 E. 3.1-2)
.
1.2
Ein Unfall ist gemäss Art. 4 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des
Sozial
versicherungsrechts (ATSG) die plötzliche, nicht beabsichtigte schädi
gend
e
Einwirkung eines ungewöhnlichen äusseren Faktors auf den menschli
chen Kör
per,
die eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychi
schen Gesundheit oder den Tod zur Folge hat (BGE 129 V 402 E. 2.1).
Nach der Rechtsprechung bezieht sich das Begriffsmerkmal der Ungewöhnlich
keit nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber.
Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit, dass der äussere Fak
tor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog. Der äusse
re Faktor ist ungewöhnlich, wenn er den Rahmen des im jewei
ligen Le
bensbereich Alltäg
lichen oder Üblichen überschreitet. Ausschlag
gebend ist also, dass sich der äussere Faktor vom Normalmass an Umwelteinwirkungen auf den menschli
chen Körper abhebt. Ungewöhnliche Auswirkungen allein begrün
den keine Ungewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).
Nach Lehre und Rechtsprechung kann das Merkmal des ungewöhnlichen
äusse
ren
Faktors in einer unkoordinierten Bewegung bestehen. Bei
Körper
bewegun
gen
gilt dabei der Grundsatz, dass das Erfordernis der
äusseren
Ein
wirkung le
diglich dann erfüllt ist, wenn ein in der
Aussenwelt
begründeter Um
stand den natür
li
chen Ablauf einer Kör
perbewegung gleichsam "programm
widrig" beein
flusst hat. Bei einer solchen unkoordinierten Bewegung ist der ungewöhnliche
äussere
Faktor zu bejahen; denn der
äussere
Faktor - Ver
änderung zwischen Kör
per und
Aussenwelt
- ist wegen der erwähnten Programmwidrigkeit zugleich ein unge
wöhnlicher Faktor (
BGE
130 V
117 E. 2.1,
134 V 72 E. 4.3.2.1
a.E
.,
je mit Hin
weisen
).
1.3
Gemäss Art. 6 Abs. 2 UVG kann der Bundesrat
Körper
schädi
gungen
, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbe
ziehen. Von dieser Kompetenz hat der Bundesrat in Art. 9 Abs. 2 der Ver
ordnung über die Unfall
versicherung (UVV) Gebrauch gemacht und folgende Körperschädigungen, so
fern
sie nicht eindeutig auf eine Erkrankung oder eine Degeneration zurück
zu
führen sind, auch ohne ungewöhnliche äussere Ein
wirkung den Unfällen gleichgestellt:
a.
Knochenbrüche;
b.
Verrenkungen von Gelenken;
c.
Meniskusrisse;
d.
Muskelrisse;
e.
Muskelzerrungen;
f.
Sehnenrisse;
g.
Bandläsionen;
h.
Trommelfellverletzungen.
Diese Aufzählung der den Unfällen gleichgestellten Körperschädigungen ist ab
schliessend (BGE 116 V 136 E. 4a, 147 E. 2b, je mit Hinweisen; Maurer, Schwei
zerisches Unfall
versicherungsrecht, 2. Aufl., 1989, S. 202).
1.4
1.4.1
Nach der allgemeinen Beweislastregel sind die Folgen einer allfälligen
Beweislo
sigkeit
in Bezug auf das Unfallereignis als solchem
(RKUV 2002 Nr. U 469 E. 3a
S. 528, 1996 Nr. U 247 S. 171 E. 2a und 1988 Nr. U 55 S. 362 E. 1b)
wie auch hin
sichtlich der Unfallkausalität des Gesundheitsschadens
(RKUV 1994 Nr. U 206
S. 328 E. 3b) in dem Sinne vom Leistungsansprecher zu tragen, als der Ent
scheid
diesfalls
zu seinen Ungunsten auszufallen hat.
Die Verwaltung als verfügende Instanz und - im Beschwerdefall - das Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht gilt, soweit das Gesetz nicht etwas Abweichendes vorsieht, der Beweisgrad der überwiegenden Wahr
schein
lichkeit (
BGE 126 V 353
E. 5b).
1.4.2
Bei sich widersprechenden Angaben der versi
cherten Person über den Unfall
hergang
gilt
die Beweismaxime, wonach die sogenannten spontanen "Aussagen der ersten Stunde" in der Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellungen, die bewusst oder unbewusst von nachträglichen Überlegungen
versicherungsrecht
licher
oder an
derer Art beeinflusst sein können. Wenn die versicherte Person ihre Darstel
lung im Laufe der Zeit wechselt, kommt den Angaben, die sie kurz nach dem Unfall gemacht hat, meistens
grösseres
Gewicht zu als jenen nach Kenntnis einer
Ab
lehnungsverfügung
des Versicherers (
BGE
121 V 45
E.
2a
mit Hinwei
sen). Der
Grundsatz, wonach die ersten Aussagen nach einem schädi
genden Er
eignis in der
Regel unbefangener und zuverlässiger sind als spätere Darstellun
gen, stellt eine
im Rahmen der freien Beweiswürdigung zu berück
sichtigende
Entschei
dungs
hilfe
dar. Sie kann nur zur Anwendung gelan
gen, wenn von zusätzlichen Abklä
rungen keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind (Urteil
des Bundesge
richt
8C_696/2013 vom 1
4.
November 2013
E. 2 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im angefochtenen
Einspracheentscheid
auf den Stand
punkt,
es sei ausgehend von der ursprünglichen Unfalldarstellung mangels eines ungewöhnlichen äusseren Faktors beim Joggen am Strand der Unfallcharakter des Ereignisses vom 18. Dezember 2013 zu ver
neinen, denn
der natürliche Be
we
gungs
ablauf
sei
durch nichts Programmwidriges wie Aus
rutschen, Stolpern oder einen Sturz beeinflusst worden
. Zwar liege
eine
Listen
verletzung
gemäss Art. 9 Abs. 2 UVV vor,
jedoch fehle es bezüglich der Voraus
setzung eines äusseren Faktors an einer gesteigerten Gefahrenlage oder einem zur Unkontrollierbarkeit der betreffenden Bewegungen führenden Mo
ment
(Urk. 2 S.
4
ff.).
2.2
Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor,
die Argumentation der
Beschwerde
gegnerin
sei insofern ungenau
,
als sie von einem anfangs nicht präzise geschil
derten Unfallhergang ausgehe.
Das ungenaue und zu schludrige Ausfüllen der Dokumente der Beschwerdegegnerin könne ihm als Laien nicht vorgeworfen wer
den, zumal er in keiner Weise damit gerechnet habe, dass sie seinen Antrag ab
weisen würde. Erst als er die ablehnende Verfügung der Beschwerdegegnerin erhalten habe,
sei es ihm
bewusst
geworden
, dass der genaue Unfallhergang präzise und vollständig geschildert werden müsse.
Tatsächlich sei
er mit dem
linke
n
Fuss beim zuvor be
schwerdefreien Joggen auf sandigem und unebenem Untergrund plötzlich auf einen in diesem Moment nicht sichtbaren Gegenstand getreten.
Dabei sei er, der Beschwerdeführer, seitlich weggeknickt und habe sich vor dem Fall knapp auf
fangen können. Er habe darauf im linken Knie sogleich einen stechenden Schmerz gespürt und das Laufen habe nach nur ein paar Schritten abgebrochen werden müssen.
Es
könne sehr wohl von einer unkon
trollierte
n programmwidrige
n
Bewegung und einem unge
wöhnlichen Faktor gesprochen werden. Beim Joggen am Strand sei man sich der leichten Uneben
heiten be
wusst, man müsse aber nicht mit einem solchen heftigen und unvorher
ge
sehenen Ab
knicken rechnen. Der heftig stechende Schmerz und die Tatsache, dass danach das Joggen nicht mehr mög
lich gewesen sei,
würden auf
zeigen
, dass das Ge
schehene un
gewöhnlich gewesen sei.
Vor dem Unfall habe das linke Knie be
schwerde
frei funk
tioniert und sei absolut schmerzfrei gewesen.
Der Unfallbegriff gemäss Art.
4 ATSG sei erfüllt. Auch habe die
Beschwerdegeg
nerin
das Vor
liegen einer gesteigerten Gefahrenlage oder eines zur Unkon
tro
llier
barkeit der betreffenden Bewegungen führen
den Mo
mentes zu Unrecht ver
neint, da das seitliche Ab
knicken bei
m
Joggen plötz
lich geschehen sei und im Unter
grund ein Gegen
stand gelegen habe, den man vor
her nicht habe sehen können.
Der äussere Faktor liege mit dem seitliche
n
Ab
knicken und dem
Beina
he
sturz
vor.
Es
liege e
ine Körperschädigung im Sinne von
Art.
9 Abs.
2 UVV vor.
Die ge
stellte Diag
nose eines
Unter
flächen
risses
des medialen Meniskus dor
sal am linken Knie stehe
mit dem
Beinahesturz
in direk
tem Zusammenhang. Es liege keine Krankheit oder Dege
neration vor, da die Ver
letzung plötzlich aufge
treten sei beziehungs
weise durch den
Bei
nahe
sturz
ver
ursacht worden sei. Es könne auch aus der S
tellungnahme von PD
Dr.
med.
B._
, Oberarzt Ortho
pädie an der Klinik
A._
,
vom 13. November 2014 ent
nom
men wer
den, dass die Innenmeniskus-
Hinterhorn
-Ruptur durch den Unfall verur
sacht worden sei
(Urk. 1 S.
2 ff.
).
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer nach den Umständen des Ge
sche
hens vom
18. Dezember 2013
einen leistungsbegründenden Unfall im Sinne
von Art. 4 ATSG oder eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 6
Abs. 2 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV erlitten hat.
3.
Ob der Unfallbegriff erfüllt ist, ist eine Rechtsfrage
.
Entscheidwesentlich
ist
da
her nur die Beurteilung, ob das
betreffende Ereignis als Unfall im Rechtssinne
zu quali
fizie
ren ist.
Diese Frage
ist
insbesondere nicht
durch die ärztlichen Stellung
nah
men zu be
ant
worten (Urteil des Bundesgerichts 8C_246/2011 vom 25. Au
gust 2011 E. 4.5).
Es ist diesbezüglich somit unerheb
lich, ob
PD
Dr.
B._
einen Zusam
men
hang zwischen der
von ihm ge
stellten Diagnose einer Innenmeniskus-
Hinterhornruptur
links (Urk.
7/M1 S. 1, Urk.
7/M3 S. 1
)
und dem Ereignis vom
18. De
zember 2013
be
stätigt
hat
. Diese Frage betrifft den natür
lichen Kausal
zu
sam
men
hang zwischen dem Vorfall und der gesund
heitlichen Beein
träch
ti
gung
(vgl.
BGE 129 V 177 E. 3.1
) und ist überhaupt erst von Bedeutung und zu prü
fen, wenn ein Unfallereignis oder eine unfallähnl
iche Körperschädigung im Rechts
sinne vor
liegt.
Die diagnostische Einschätzung der Knieverletzung auf der linken Seite durch
PD
Dr.
B._
aufgrund der bildgebenden Abklärung mittels MRT vom 13. Mai 2014 (Urk. 7/M5) respektive vom 25. April 2014 (Urk. 7/M3)
ist hier
immerhin
insofern von Bedeutung, als
damit erwiesen ist, dass eine
Körper
schä
digung
aus
der abschliessenden Liste von Art. 9 Abs. 2
lit
. c UVV (Menis
kus
risse) vorliegt
(vgl.
auch
E. 6 nachfolgend)
. Dies ist von der
Beschwerde
geg
nerin
anerkannt und unstrittig.
4
.
4
.1
4.1.1
Das Ereignis vom
18. Dezember 2013
wurde in der Unfallmeldung wie folgt beschrieben:
„Jogging am Strand ver
ursachte unvorhergesehene Schmerzen am Knie / Jogging während den restlichen Ferien nicht mehr möglich“. Als betrof
fe
ner Körperteil wurde das Knie links angegeben
, eine andere Schädigung sei noch in Abklärung (Urk. 7/K21).
Im Fragebogen der Beschwerdegegnerin
(Urk. 7/K17
) schrieb der Be
schwerde
führer am
21. Oktober 2014
auf die Frage, „
Auf welche Tätigkeit/Umstände führen Sie die Beschwerden zurück, bzw. was ist der genaue
Auslösungsfaktor
der Beschwerden (Ort, Datum und ausführliche Schilderung des Vorfalles)?
“ das Folgende: „
18.12.2013 ca. 7.30 Uhr
C._
(
D._
) Jogging am Strand ver
ursachte unvorhergesehene Schmerzen im linken Knie. Der sandige und un
ebene Untergrund hatte zur Folge, dass der Fuss zuvor mehrmals abknickte. Das Jogging während der restlichen Ferien war nicht mehr möglich.“
Die Fragen, ob es sich um eine
ihm
gewohnte Tätigkeit handelte und ob
sie unter normalen äusseren Bedingungen abgelaufen sei, beantwortete der Be
schwerde
führer
je
mit „Ja“.
Auch d
ie Frage, ob
sich etwas
Besonderes
, Un
vor
her
gesehenes
wie
zum Beispiel Ausgleiten,
Sturz,
Anschlagen
usw.
ereignet habe, beant
wortete der Beschwer
deführer
mit „
Ja
“.
Als Beschreibung hierzu führte er aus: „Wie bereits oben erwähnt, knickte der Fuss durch den Unter
grund (loser Sand/uneben) mehrmals ein
.
“ Zur Frage, wann sich die B
eschwer
den erst
mals bemerk
bar gemacht hätten, schrieb er „
Erste Schmerzen waren bereits am Ende der sportli
chen Betätigung spürbar -> stechender Schmerz im linken Knie. Einen weiteren Joggingversuch musste ich frühzeitig abbrechen.
“ (Urk. 7/
K17
).
4
.
1.
2
Erstmals in der
Einspracheschrift
vom 22. November 2014
(Urk. 7/K3
S. 1
)
hat der Be
schwerde
führer den Unfall
her
gang vom 18. Dezember 2013 gleich wie nunmehr in der Beschwerde (Urk. 1 S. 2) beschrieben. Und zwar sei sein linker Fuss beim zuvor be
schwerdefreien Joggen auf dem sandigen und unebenen Unter
grund plötzlich auf einen in diesem Moment nicht sichtbaren Gegenstand getreten. Er sei dabei seitlich weggeknickt, habe sich aber vor einem Fall knapp auf
fangen können. Er habe darauf im linken Knie sogleich einen stechenden
Schmerz gespürt und das Laufen habe nach nur ein paar Schritten abgebrochen werden müssen.
4
.2
4.2.1
Die in der Einsprache ausgeführte Darstellung
stellt
entgegen der Ansicht des Be
schwerdeführers
keine Präzisierung des akten
mässigen Sach
verhalts dar, wel
che das Abstellen auf die „Aussagen der ersten Stunde“
(vgl. dazu Erwägung 1.
4.2
hiervor) ausschliessen würde. Es handelt sich hierbei viel
mehr um eine neue, ab
weichende
Tatsachen
behauptung
, welche
zu einem
Zeit
punkt erfolgte, als der Beschwerdeführer
mit der Verfügung vom 11. November 2014 (
Urk.
7/K3)
bereits von der ablehnenden Hal
tung
der Beschwerdegegnerin und deren Begrün
dung Kenntnis hatte.
4
.2.2
Was in der Beschwerde vorgebracht wird, führt zu keiner anderen Be
trach
tungs
weise.
Namentlich wurde im Formular der Beschwerdegegnerin (Urk. 7/K17) zu einer genauen Schil
de
rung des betreffenden Ereignisses mit Angabe nicht nur des Ortes, der Zeit und der Ursache, sondern auch des Her
gangs aufge
fordert sowie zusätzlich nach
besonderen Vorkommnissen gefragt
. Das
Formular wurde vom Beschwerdeführer denn auch unter An
gaben von
konkreten
Details ausgefüllt. So schrieb er zweimal, dass der Fuss wegen des un
ebenen, lockeren Sandes
mehrmals
eingeknickt sei.
Wenn der Beschwerdeführer in der Einsprache nunmehr einen Gegenstand und nicht mehr den Sand als Grund für ein „Wegknicken“ des Fusses angibt, dies als einmalig und nicht mehr als mehrmalig sowie zusätzlich ein Straucheln mit verhindertem Sturz beschreibt, wurde damit eine unterschiedliche
Sach
dar
stellung
vorgebracht, auf die rechtsprechungsgemäss
(vgl. Urteil des Bundes
ge
richt 8C_696/2013 vom 14. November 2013 E. 2 mit Hinweisen)
indes nicht abzu
stellen ist, zumal der Beschwerdeführer offen gelassen hat, um welchen Gegenstand es sich handelte, weshalb diese Unfallschilderung weniger rea
li
stisch erscheint.
4.3
Mit der Beschwerdegegnerin ist damit auf die ereignisnahen Schil
derungen
gemäss
Erwä
gung 4.1.1 hiervor abzustellen.
5.
5.1
Wie die Beschwerdegegnerin richtig feststellte (Urk. 2 S. 8 f.), fehlt es bei
diesen
anfänglichen Darstellungen an einem sinnfälligen Ereignis wie ei
nem Stolpern, Aus
gleiten, Hängenbleiben oder einem Sturz, das sich als unge
wöhnlichen äusseren Faktor im Sinne des Unfallbegriffs von Art. 4 ATSG aus
machen liesse. Insbesondere bietet der geschilderte Geschehensablauf des Joggens am Strand
auch mit mehrmaligem Einknicken des Fusses aufgrund des sandigen, natur
ge
mäss losen und unebenen Untergrundes kei
nen Anhalts
punkt für die An
nahme einer unkoordinierten
Be
wegung, die als unge
wöhn
licher äusserer Faktor in Frage käme, indem sie den
natürlichen Ab
lauf einer Körperbewegung durch einen in der Aussenwelt be
grün
deten Um
stand gleich
sam "programmwidrig" beeinflusst hätte (vgl. BGE
130 V 117 E. 2.1; RKUV 2000 Nr. U 368 S. 100 E. 2d mit Hinweisen, RKUV
2004 Nr. U 502 S. 183 E. 4.1, Nr. U 510 S. 275, Nr. U 523 S. 541 E. 3.1). Die Beschreibung des mehr
maligen Ein- respektive Abknicken des Fusses durch den sandigen, unebe
nen Unter
grund (Urk. 7/K17 S. 1) lässt nicht auf eine den
normalen
Be
wegungsablauf störende Programmwidrigkeit
schlies
sen.
Denn es ist
davon auszugehen, dass
dies
im Rahmen des ordent
lichen körperlichen Koordinationsablaufes erfolgte,
welcher beim Joggen auf weichem, unebenem Sand nor
malerweise eintritt, da der einiger
massen lose Sand - wie er hier aufgrund der Be
schreibung des
Beschwerdeführer
s beschaffen war - unter den Füssen je nach Moment des Auftretens und Abrollens, Gewicht
s
verlagerung sowie je nach naturgemäss unterschiedlicher Dichte der Sandkörner an ver
schiedenen Stellen in verschiedene Richtungen nachgibt.
Selbst ein
reines Stolpern ohne Sturz beim sportlichen "Walken" oder Joggen in der freien Natur erfüllt
nach der Rechtsprechung
den Unfallbegriff gemäss
Art.
4 ATSG nicht, da es nicht als ungewöhnlich bezeichnet werden kann (vgl. Urteil
e des Bundesgerichts
8C_978/2010 vom
3.
März 2011 E. 4.2
und
8C_50/2012l vom
1.
März 2012 E. 5.6).
Auch die in der Unfallbeschreibung auf
geführten Worte „unvorhergesehener Schmerz“ (Urk. 7/K21, Urk. 7/K17 S. 1)
und der Umstand, dass der
Beschwerde
führer
schmerzbedingt nicht mehr Weiterjoggen konnte,
lassen entgegen der An
sicht des
Beschwerdeführer
s
nicht auf einen
ungewöhnlichen
äusseren Faktor schliessen. Denn
d
as
Begriffsmerkmal der Ungewöhnlich
keit bezieht sich nicht auf die Wirkung des äusseren Faktors, sondern nur auf diesen selber.
Ohne Belang für die Prüfung der Ungewöhnlichkeit ist somit
ohnehin, ob
ein allfälliger
äussere
r
Fak
tor allenfalls schwer wiegende, unerwartete Folgen nach sich zog.
Unge
wöhn
liche Auswirkungen allein begrün
den keine Un
gewöhnlichkeit (BGE 134 V 72 E. 4.3.1 mit Hinweis).
5.2
Da weder nach der Darstellung in der Unfallmeldung
(Urk. 7/K21) noch nach jener im Fragebogen vom 21. Oktober 2014 (Urk. 7/K17) ein unge
wöhnlicher äusserer Faktor aus
zumachen ist, ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerde
gegne
rin
dieses Merkmal ver
neinte.
Man
gels ungewöhnlicher äusserer Einwirkung ist das betreffende Ereignis vom 18. Dezember 2013 somit nicht als Unfall im Sinne von Art. 4 ATSG zu qualifi
zieren. Von zu
sätzlichen Abklärungen sind keine neuen Ergeb
nisse zu erwarten, weshalb da
vo
n abzusehen ist
(antizipierte Beweiswürdigung;
BGE 136 I 229
E.
5.3; Urteil
des Bundesgerichts
8C_607
/2011 vom 1
6.
März 2012 E. 7.2)
.
6
.
6
.1
Damit bleibt zu prüfen
, ob eine unfallähnliche Körperschädigung im
Rechts-sinne
gemäss
Art. 9 Abs. 2 UVV vorliegt
. Z
ur Begründung der Leistungspflicht des
Unfall
ver
sicherers
müssen
mit Ausnahme der Ungewöhn
lichkeit die übrigen Tatbestandsmerkmale des Unfalls erfüllt sein. Be
sondere Be
deutung kommt hier
bei der Voraussetzung des
äusseren
Ereignisses zu, das
heisst
eines
ausserhalb
des Körpers liegenden, objektiv feststellbaren, sinn-fäl
li
gen, eben
unfallähnlichen
Vorfalles (BGE 129 V 466 E. 2.2).
Die schädigende
äussere
Einwirkung kann in einer körpereigenen Bewegung beste
hen (
BGE 129 V 466
E. 4.1 mit Hinweisen). Das Auftreten von Schmerzen als solches ist kein
äusserer
(schädigender) Faktor im Sinne der Rechtsprechung, weshalb dieser nicht gegeben ist, wenn die versicherte Person nur das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben vermag (
BGE 129 V 466
E. 4.
2
.1). Nicht erfüllt ist das Erfordernis des
äusseren
schädigenden Faktors auch, wenn das erstmalige Auftreten der Schmerzen mit einer
blossen
Lebens
ver
richtung
einhergeht, welche die versicherte Person zu beschreiben in der Lage ist. Vielmehr ist
gemäss
Rechtsprechung für die Bejahung eines
äusseren
auf den menschlichen Körper schädigend einwirkenden Faktors
stets ein Geschehen
ver
langt, dem ein gewisses
gesteigertes Gefährdungspotenzial
innewohnt. Das ist zu bejahen, wenn die zum
einschiessenden
Schmerz führende Tätigkeit
im Rahmen einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage vorgenommen
wird, wie dies etwa für viele sportliche Betätigungen zutreffen kann. Der
äussere
Faktor mit erheblichem Schädigungspotenzial ist sodann auch zu bejahen, wenn die in Frage stehende Lebensverrichtung
einer mehr als physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers, insbesondere seiner
Gliedmassen
,
gleich
kommt. Deswegen fallen
einschiessende
Schmerzen als Symptome einer Schä
digung nach
Art.
9
Abs.
2
UVV
ausser
Betracht, wenn sie allein bei der Vor
nahme einer alltäglichen Lebensverrichtung auftreten, ohne dass
hiezu
ein davon unterscheidbares
äusseres
Moment hineinspielt. Erfüllt ist das Erfordernis des
äusseren
schädigenden Faktors demgegenüber bei Änderungen der Körper
lage, die nach unfallmedizinischer Erfahrung häufig zu körpereigenen Traumen führen können, so etwa beim plötzlichen Aufstehen aus der Hocke, bei heftigen belastenden Bewegungen oder bei einer wegen
äusserer
Einflüsse unkon
trollierbar gewordenen Positionsänderung (
BGE 129 V 466
E. 4.
2
.3). Erforderlich
für die Beja
hung eines
äusseren
Faktors ist demzufolge ein gesteigertes
Schä
di
gungs
po
tenzial
, sei es zufolge einer allgemein gesteigerten Gefahrenlage, sei es durch Hinzutreten eines zur Unkontrollierbarkeit der Vornahme der alltäglichen Lebensverrichtung führenden Elementes (BGE 139 V 327 E. 3.3.1
; zum Ganzen:
Urteil des Bundesgerichts 8C_610/2015 vom 1
1.
Januar
2016 E. 3 mit weiteren Hinweisen).
6.2
Wie die Beschwerdegegnerin zutreffend ausführte
(
Urk.
2 S. 6)
, kann dem Joggen als solchem
rechtsprechungsgemäss
nicht generell ein gesteigertes
Gefähr
dungs
potenzial
zu
ge
sprochen werden. Denn beim "normalen" Joggen fehlt es hierzu an plötz
lichen, ruckartigen und unkontrollierten Bewegungen. Vielmehr beinhaltet dieses einen
gleichmässigen
Bewegungsablauf im Rahmen einer physiologisch normalen und psychologisch beherrschten Beanspruchung des Körpers
(
Urteil des Bun
desge
richts vom 8C_118/2008 vom 2
3.
Oktober 2008 E. 3.3).
Auch wenn der Untergrund, auf dem der
Beschwerdeführer
joggte, aus weichem Sand bestand, entspricht dies einer
alltäglichen Lebensverrichtung
, der ein gewöhnliches Gefährdungspotential innewohnt, zumal
auch das Joggen auf Sand bezüglich der
Än
derungen der Körper
lage
gemeinhin
nicht schon für sich allein, ohne weiteren
äusseren
Einfluss - der hier nach der
massgeblichen
an
fänglichen
Ereignis
dar
stellung
gerade
nicht vorlag - unkontrollierbare, heftige oder plötzliche Bewe
gungen erwarten lässt.
Demgegenüber bejahte das Bundesgericht in Fällen mit sportlicher Aktivität ein gesteigertes Schädigungspotential jeweils, wenn der Untergrund oder die
Trai
nings
situation
einen
Bewegungsablauf
mit
ständigem Belastungswechsel
in kur
zer Abfolge
und gewisser Kraftanstrengung
erforderten
, so etwa beim Skifahren auf unebener Piste,
bei
Squat
-Jump-Übungen oder beim
Selbst
ver
teidigungstrai
ning
(
Urteil des Bundesgericht 8C_610/2015 vom 1
1.
Januar 2016
E. 5.2 und 8C_147/2014
vom 1
6.
Juli 2014
E. 3.5).
Die sportliche Be
tätigung des
Beschwer
deführer
s am 1
8.
Dezember 2013
ist damit nicht ver
gleichbar
.
Das plötzliche
Auftreten von Schmerzen
im linken Knie beim Joggen
als solches
stellt
rechtsprechungsgemäss
kein
en
äussere
n
(schädigenden
) Faktor
dar
(BGE 129 V 466 E. 4.2.1
)
.
Da nach dem Gesagten davon auszugehen ist, dass der
Beschwerdeführer
nur das (erstmalige) Auftreten von Schmerzen in zeitlicher Hinsicht anzugeben
ver
mochte, ist mit der
Beschwerdegegnerin
das Vorliegen der Voraussetzung eines äusseren Faktors und damit auch einer unfallähnlichen Schädigung
nach
Art.
9
Abs.
2
UVV
zu verneinen.
6.3
Die Beschwerdegegnerin hat daher zu Recht festgestellt, dass
unter Berück
sichti
gung aller Umstände ein in den Bewegungsablauf hineinspielendes äusseres
Moment und damit ein ausserhalb des Körpers liegendes, objektiv feststellbares, sinnfälliges, unfallähnliches Ereignis nicht nachgewiesen ist.
Sämtliche
weiteren
Einwendungen des Beschwerdeführers vermögen
daran
nichts zu ändern.
Da das Ereignis vom
18. Dezember 2013
weder einen Unfall im Rechtssinne
gemäss
Art. 4 ATSG darstellt, noch eine unfallähnliche Körperschädigung im Sinne von Art. 9 Abs. 2 UVV zur Folge hatte, ist der leistungsab
weisende
Ein
spracheentscheid
vom
2
6.
Februar 2015
zu Recht erfolgt. Die Be
schwerde ist folglich abzuweisen.