# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b609ac59-7da3-4963-8995-a85dd8beeafc
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X. fuhr am 23. Dezember 2006 um ca. 13.10 Uhr als Lenker eines Personenwagens, mit A. als Mitfahrerin, auf der Hauptstrasse vom K. in Richtung L.. Seine Geschwindigkeit betrug nach eigenen Angaben ca. 30-40 km/h. Beim Befahren einer leichten, unübersichtlichen und abfallenden Rechtskurve im Gebiet Strassenabschnitt Z. (Gemeinde L.) rutsche das Fahrzeug trotz Abbremsen geradeaus, überquerte die Gegenfahrbahn und kollidierte mit der bergseitigen Felswand. Bedingt durch den Aufprall, wurde das Fahrzeug über die Fahrbahn an den rechten Strassenrand geschleudert, um schliesslich unmittelbar vor, bzw. halb über dem steilen Abhang hängend, an einem Pfosten des dortigen Bündnerzauns zum Stehen zu kommen. Das Fahrzeug wurde zwar erheblich beschädigt, verletzt wurde jedoch niemand. Die Fahrbahn war zum Unfallzeitpunkt vereist und rutschig. Die Sicht- und Witterungsverhältnisse waren gut und es herrschte kein Gegenverkehr.
B. Am 15. März 2007 bestrafte das Kreisamt M. X., dem Kompetenzentscheid der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 23. Januar 2007 folgend, wegen Verletzung von Strassenverkehrsregeln im Sinne von Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4 Abs. 2 VRV i. V. m. Art. 90 Ziff. 1 SVG mittels Strafmandat mit einer Busse von Fr. 290.―, ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von drei Tagen.
C. Dagegen erhob der Berufungskläger am 21. März 2007 Einsprache, woraufhin der Kreispräsident M. die Sache gestützt auf Art. 175 Abs. 1 StPO dem Bezirksgerichtspräsidenten Inn zur Durchführung des ordentlichen Verfahrens überwies. Die vom Berufungskläger mit Schreiben vom 4. Februar und vom 25. Februar 2008 gestellten Anträge auf Berücksichtigung der Wetterberichte der Unfallzeit und auf Einvernahme von B. und A. als Zeugen oder Auskunftspersonen zum Unfallhergang und den damaligen Strassenverhältnissen, wies der Bezirksgerichtspräsident mit Verfügung vom 20. März 2008, mitgeteilt am 26. März 2008, ab. Er erwägte insbesondere, dass der Vorfall und die Strassenverhältnisse durch die Unterlagen der Polizei und die Aussagen des Angeschuldigten bereits zur Genüge nachgewiesen seien. Die Einvernahme der beiden vom Berufungskläger vorgeschlagenen Personen erscheine nicht wesentlich und würde zu keinen weiteren Erkenntnissen führen. Die darauffolgend (am 16. April 2008) erhobene Beschwerde beim Kantonsgericht Graubünden wies die Beschwerdekammer mit Entscheid vom 2. Juni 2008, mitgeteilt am 19. August 2008, ab.
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D. Der Bezirksgerichtspräsident Inn erliess am 30. Oktober 2008, mitgeteilt am 3. November 2008, die Anklageverfügung und überwies den Straffall dem Bezirksgerichtsausschuss Inn. Die mündliche Hauptverhandlung, an welcher der Berufungskläger nicht persönlich teilnahm, fand am 3. März 2009 statt. Der Bezirksgerichtsausschuss entschied in seinem Urteil vom 3. März 2009, mitgeteilt am 28. April 2009, Folgendes:
„1. X. wird der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 32 Abs. 1 SVG und Art. 4 Abs. 2 VRV i. V. m. Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig gesprochen.
2. Dafür wird X. bestraft mit einer Busse von Fr. 290.― Busse, ersatzweise zu einer Freiheitsstraffe von 3 Tagen.
3. Die Kosten, bestehend aus
Barauslagen des Kreisamtes CHF 281.50
Kosten der Staatsanwaltschaft CHF 50.00
Gebühren des Kreisamtes CHF 240.00
Untersuchungsgebühr des Bez.Ger. CHF 650.00
Gerichtsgebühr CHF 1500.00
Total CHF 2721.50
gehen zulasten des Verurteilten. Die Busse und Verfahrenskosten von insgesamt CHF 3'011.50 sind innert 30 Tagen nach Rechtskraft dem Bezirksamt Inn zu überweisen.

## Considerations