# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 279a6962-52de-464f-88e3-d7b053b263b6
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X. und Y. heirateten am 16. Juni 2001 vor dem Zivilstandsamt A.. Aus dieser Ehe ging der Sohn B., geboren am ..., hervor. Die Familie wohnte bis zur Trennung in einer Eigentumswohnung in Chur.
B. Am 15. Mai 2012 liess Y. beim Bezirksgericht Imboden ein Gesuch um Erlass eheschutzrichterlicher Massnahmen einreichen, worin sie die Obhut über den Sohn B. unter Einräumung eines Besuchs- und Ferienrechts für den Vater, die Zuweisung der ehelichen Wohnung mit dem sich darin befindlichen Mobiliar und Inventar an sich und den Sohn B. sowie die Verpflichtung von X. zu einer monatlichen Unterhaltszahlung ab 21. Juni 2011 von insgesamt Fr. 6‘180.-- zuzüglich Kinderzulagen (Fr. 1‘180.-- für B. und Fr. 5‘000.-- für sich selbst) beantragte.
C. In seiner Vernehmlassung vom 12. Juni 2012 stimmte X. der Zuteilung der Obhut über den Sohn B. an die Mutter, der Regelung des Besuchs- und Ferienrechts sowie der Zuweisung der ehelichen Wohnung an die Ehefrau zu. Des Weiteren beantragte er, die von der Gesuchstellerin anbegehrte rückwirkende Regelung der Unterhaltspflicht auf den Zeitpunkt seines Auszuges aus der ehelichen Wohnung Ende Juni 2011 sei abzulehnen. Was die Höhe der Unterhaltspflicht anbelangt, erklärte er sich bereit, rückwirkend ab 1. Januar 2012 und limitiert auf die Dauer eines Jahres an den Unterhalt der Ehefrau und des Sohnes einen Unterhaltsbeitrag von Fr. 4‘918.-- inkl. Kinderzulagen und zusätzlich 2/3-Anteil am 13. Monatslohn zu erbringen. Y. sei zu verpflichten, spätestens ab 1. Januar 2013 ein eigenes Erwerbseinkommen von netto Fr. 2‘500.-- zu realisieren, beruhend auf einem Arbeitspensum von 50%. Per 1. Januar 2013 sei das der Unterhaltsberechnung zugrunde gelegte Einkommen hinsichtlich Bonuszahlung für das Jahr 2012, Wegfall der berücksichtigten Steuern 2011 sowie eines von der Ehefrau zu realisierenden Nettoeinkommens anzupassen und die Unterhaltsberechnung unter den Parteien neu zu erstellen.
D. Am 13. Juli 2012 fand vor der Einzelrichterin am Bezirksgericht Imboden eine mündliche Verhandlung statt. Anlässlich dieser Verhandlung schlossen die Parteien eine Trennungsvereinbarung, worin sie sich über die Obhut über den Sohn B., die Regelung des Besuchs- und Ferienrechts sowie die Zuweisung der ehelichen Wohnung und die Nutzung des Mobiliars und Hausrates für die Dauer der Trennung einigten. Nicht zu einigen vermochten sich die Parteien mit Bezug
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auf den von X. zu leistenden Familienunterhalt, und zwar sowohl hinsichtlich dessen Dauer als auch hinsichtlich der Höhe.
E. Mit Entscheid vom 13. Juli 2012, mitgeteilt am 14. August 2012, erkannte die Einzelrichterin am Bezirksgericht Imboden wie folgt:
„1. Es wird festgestellt, dass die Parteien mit Wirkung ab 21. Juni 2011 zum Getrenntleben berechtigt sind.
2. Das Kind B., geboren am ..., wird für die Dauer der Trennung unter die alleinige elterliche Obhut der Kindsmutter gestellt.
X. ist berechtigt, seinen Sohn jedes zweite Wochenende im Monat von Freitag 18:00 Uhr bis Sonntag 18:00 Uhr zu besuchen oder zu sich auf Besuch zu nehmen und drei Wochen Ferien pro Jahr mit ihm zu verbringen.
Diese Regelung gilt als Minimalanspruch für den Streitfall. Den Ehegatten steht es frei, im gegenseitigen Einvernehmen davon abzuweichen.
3. X. wird verpflichtet, Y. für das Jahr 2011 eine Bonusbeteiligung von Fr. 11‘903.00 zu bezahlen.
4. X. wird zudem verpflichtet, Y. monatlich im Voraus zahlbare Unterhaltsbeiträge wie folgt zu entrichten:
a) ab 1. Januar 2012 bis 30. April 2012: Fr. 4‘349.00 (Fr. 1‘200.00 einschliesslich Kinderzulage für den Sohn B., Fr. 3‘149.00 für die Ehefrau)
b) ab 1. Mai 2012 bis 30. Juni 2013: Fr. 4‘410.00 (Fr. 1‘200.00 einschliesslich Kinderzulage für den Sohn B., Fr. 3‘210.00 für die Ehefrau)
c) ab 1. Juli 2013 bis auf weiteres: Fr. 3‘743.00 (Fr. 1‘200.00 einschliesslich Kinderzulage für den Sohn B., Fr. 2‘543.00 für die Ehefrau)
5. X. wird des Weiteren verpflichtet, Y. innert 30 Tagen nach Erhalt der Bonuszahlung 2012 (voraussichtlich Ende März 2013) einen Anteil von 2/3 zu überweisen. Diese Zahlungsmodalität hat auch für die Folgejahre Gültigkeit.
6. X. ist berechtigt, die von ihm ab 1. Januar 2012 geleisteten Unterhaltszahlungen in Höhe von monatlich Fr. 4‘100.00 an seine in Ziff. 4 hiervor festgelegte Unterhaltsverpflichtung anzurechnen.
7. Die eheliche Wohnung an der C.-Strasse in D. wird für die Dauer der Trennung der Ehefrau und dem Kind B. zur alleinigen Benützung zugewiesen.
8. Die Gerichtskosten in Höhe von Fr. 2‘200.00 werden den Parteien je hälftig auferlegt. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations