# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cdbd0530-c41b-4675-b350-034ac5c6e887
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. A._ haben im Juli/August 2011 bei der L.1_ Unternehmung Fertighaus C._ ein schlüsselfertiges Normhaus zum Preis von rund € 404'000 bestellt, welches ab Februar 2012 geliefert und errichtet wurde (Leistungen: Ab Oberkante Keller/Fundamentplatte ohne Carport/Parkplatz € 284'212.96; Keller Baumeister € 54'990.00; Innenausbau 1. Keller ohne Hebeanlage € 42'026.00; Kamin eintürig € 2'693.52; Schiebetür ab Esszimmer € 1'640.74). Die Fertighaus C._ schlug als Schweizer Bauunternehmung die B._ vor. In der Folge beauftragten A._ diese denn auch mit den Grabarbeiten, dem Aushub, der Hinterfüllung, der Baustelleneinrichtung, Kanalisations- und Entwässerungsarbeiten, der Lieferung von Beton für das Fundament und von Steinen für den Lichtschacht. Die B._ verrichtete sodann auf Geheiss des Bauleiters der Fertighaus C._, D._, diverse weitere Arbeiten. Abgesehen von den selbst in Auftrag gegebenen, vorerwähnten Arbeiten bestreiten A._, Auftraggeber bzw. Besteller jener Leistungen zu sein, für welche die B._ von ihnen die Bezahlung offener Rechnungen für die diversen weiteren Arbeiten und den Baugrubenaushub über gesamthaft CHF 47'046.65 zuzüglich Verzugszins fordert.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 14. Januar 2015 gelangte die B._ an das Vermittleramt des Bezirks Hinterrhein und machte eine Forderung gegen A._ geltend. Gemäss Klagebewilligung stellte sie anlässlich der Schlichtungsverhandlung vom 26. Februar 2015 das folgende Rechtsbegehren:
Die Beklagten seien zu verpflichten, folgende Beträge an die Klägerin zu überweisen:
CHF 30'244.90 zuzüglich 5% Verzugszins ab 31.07.2013
CHF 15'783.05 zuzüglich 5% Verzugszins ab 13.03.2013
CHF 1'018.70 zuzüglich 5% Verzugszins ab 16.12.2014
C. Nachdem die Parteien anlässlich der Schlichtungsverhandlung keine Einigung erzielen konnten, reichte die B._ mit Eingabe vom 10. Juni 2015 beim Bezirksgericht Hinterrhein Klage ein. Das Rechtsbegehren blieb weitestgehend unverändert, wobei nunmehr die "Beklagte" und nicht die "Beklagten" zur Zahlung der geforderten Beträge zu verpflichten sei. Mit neuer Ziff. 2 wurde ausserdem beantragt, die Sache unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der "Beklagten" zu entscheiden. Ferner wurde der Fertighaus C._ der Streit verkündet. Mit Klageantwort vom 31. August 2015 liessen A._ die vollumfängliche Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Klägerin beantragen. In der nachfolgenden
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Replik bzw. Duplik hielten beide Parteien an ihren vormals gestellten Anträgen fest.
D. Die Fertighaus C._ lehnte den Prozesseintritt mit Schreiben vom 25. Juni 2015 ab.
E. Mit Beweisverfügung des Präsidenten am Bezirksgericht Hinterrhein vom 5. Januar 2016 wurden die mit den Rechtsschriften eingereichten Urkunden für relevant erklärt. Zudem wurden verschiedene kläger- und beklagtenseits beantragte Zeugeneinvernahmen, darunter auch jene von E._, angeordnet. Die Akten Proz.-Nr. 135-2012-287, A._ gegen die Fertighaus C._ betreffend vorsorgliche Beweisführung gemäss Art. 158 ZPO, wurden ediert und zu den Prozessakten genommen. Im Übrigen wurden die Beweisanträge abgelehnt.
F. Nach Durchführung einer mündlichen Hauptverhandlung erkannte das Bezirksgericht Hinterrhein (seit 1. Januar 2017 Regionalgericht Viamala) mit Entscheid vom 29. Juni 2016, mitgeteilt am 24. November 2016, was folgt:
1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und A._ werden verpflichtet, der B._ CHF 47'046.65 zu bezahlen.
2.a) Die Gerichtskosten von CHF 9'300.00 (Pauschale des Schlichtungsverfahrens CHF 300.00; Entscheidgebühr CHF 9'000.00) gehen unter solidarischer Haftbarkeit zu Lasten von A._. Sie werden im Umfang von CHF 5'300.00 aus den von der B._ geleisteten Vorschüssen bezogen. A._ sind solidarisch verpflichtet, dem Bezirksgericht Hinterrhein innert 30 Tagen den Fehlbetrag von CHF 4'000.00 zu bezahlen.
b) A._ sind solidarisch verpflichtet, die B._ mit CHF 25'955.60 (inkl. Barauslagen und MWST) aussergerichtlich zu entschädigen und ihr den geleisteten Vorschuss in Höhe von CHF 5'000.00 sowie die Kosten des Schlichtungsverfahrens von CHF 300.00 zu ersetzen.

## Considerations