# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 687b8a3a-0b5a-409c-a97d-f82d3430e3ae
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A reichte der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) am 21. August 2014 ein ausgefülltes Anmeldeformular für den von dieser angebotenen Masterstudiengang "B" ein. Nach einer ersten Prüfung der Anmeldung fand am 8. September 2014 das Zulassungsgespräch statt. Drei Tage später wurde A seitens der ZHAW mitgeteilt, seine Anmeldung für das Studium mit Start im Herbstsemester 2014 könne nicht mehr berücksichtigt werden, da er zu lange mit einer definitiven Antwort bezüglich der Aufnahme des Studiums zugewartet habe und inzwischen auch der letztmögliche Zeitpunkt für eine Anmeldung verstrichen sei.
Am 16. September 2014 stellte die ZHAW A für die "Anmeldung" zum Masterstudiengang B eine Gebühr über Fr. 100.- in Rechnung und leitete im April 2015 eine Betreibung über den betreffenden Betrag ein.
Im Rahmen dieses Betreibungsverfahrens erhob A Rechtsvorschlag, worauf ihn die ZHAW mit Verfügung vom
29. Oktober 2015 zur Bezahlung von Fr. 100.- nebst Zins zu 5 % seit 9. Oktober 2014 sowie Fr. 47.- verpflichtete und gleichzeitig den
Rechtsvorschlag aufhob.
II.
Dagegen rekurrierte A an die Rekurskommission der Zürcher Hochschulen, wobei er im Rekurs vom 13. November 2015 bzw. mit Replik vom 6. Januar 2016 neben der Aufhebung der Verfügung der ZHAW vom 29. Oktober 2015 "die Sistierung der aufgelaufenen Kosten" und die Löschung der Betreibung beantragte. Die Rekurskommission wies das Rechtsmittel mit Beschluss vom 2. Juni 2016 ab (Dispositiv-Ziff. I) und auferlegte A in Dispositiv-Ziff. III die Kosten des Rekursverfahrens.
III.
Am 29. Juni/2. Juli 2016 führte A Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den folgenden Rechtsbegehren:
"1. Es wird beantragt die berechtigte unentgeltliche Rechtsführung rückwirkend sowie auf den ganzen folgenden Prozess zu erstrecken,
2. die ursprüngliche Verfügung aufzuheben,
3. die Forderung als nicht entstanden einzustufen und die Löschung der Betreibung zu diktieren."
Die Rekurskommission beantragte in ihrer Vernehmlassung vom 20./21. Juli 2016 die Abweisung der Beschwerde und fügte ergänzend an, dass die von A im Rekurs verwendete Formulierung "Sistierung der laufenden Kosten" im vorliegenden Kontext nicht als Gesuch um unentgeltliche Prozessführung habe verstanden werden können und dieser zudem seine Mittellosigkeit auch nie belegt habe. Mit Beschwerdeantwort vom 31. August 2016 schloss die ZHAW ihrerseits auf Abweisung der Beschwerde.
Der Einzelrichter

## Considerations

erwägt:
1.
1.1
Nach § 70 in Verbindung mit § 5 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) prüft das Verwaltungsgericht seine Zuständigkeit von Amts wegen. Entscheide der Rekurskommission der Zürcher Hochschulen sind nach § 36 Abs. 4 des Fachhochschulgesetzes vom 2. April 2007 (FaHG, LS 414.10) sowie § 41 in Verbindung mit § 19 Abs.
1 lit. a und Abs.
3 Satz
1 sowie § 19a VRG an das Verwaltungsgericht weiterziehbar. Der vorinstanzliche Beschluss betrifft
zudem
keine in den Ausnahmekatalog nach §§ 42–44 VRG fallende Materie
(vgl. hierzu 1.2 Abs. 1)
.
1.2
Mit Blick auf die den Streitgegenstand definierende
beschwerdegegnerische Verfügung vom 29.
Oktober 2015
hat das Verwaltungsgericht vorliegend nicht nur einen Sachentscheid über die Verpflichtung zu einer Geldzahlung zu fällen, sondern zugleich als Rechtsöffnungsinstanz im Sinn von Art. 79
des Bundesgesetzes vom 11. April 1889 über Schuldbetreibung und Konkurs
(
SchKG, SR 281.1
) über die Aufhebung eines Rechtsvorschlags zu befinden (vgl. Tobias Jaag
in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. A., Zürich etc.
2014
[Kommentar VRG]
, §
30 N. 16)
. Heisst es die Beschwerde gut und weist es die Forderung über Fr. 100.- nebst
Zins zu 5 % seit 9. Oktober 2014 sowie Fr. 4
7
.-
der Beschwerdegegnerin als Betreibungsgläubigerin vollumfänglich zurück, erscheint die dazugehörige Betreibung Nr. 01 des Betreibungsamts C nicht mehr in einer den Beschwerdeführer betreffenden Betreibungsauskunft (Art. 8a Abs. 3 lit. a SchKG); eine förmliche Aufhebung der Betreibung im Urteilsdispositiv ist für die Verweigerung des Einsichtsrecht
s
Dritter nicht notwendig (vgl. zum Ganzen James Peter,
Basler Kommentar,
2010, Art. 8a SchKG N. 19).
Art.
8 Abs.
3 lit.
a SchKG bildet
jedoch
keine gesetzliche Grundlage,
worauf
gestützt
das Verwaltungsgericht einem
Betreibungs
amt
Anweisungen geben könnte, wie
es
der Beschwerdeführer
hier verlangt
. Die Anwendung von Art.
8 Abs.
3 lit.
a SchKG steht
vielmehr
in der ausschliesslichen Kompetenz der Betreibungsbehörde
n, weshalb e
in Begehren um "Löschung" eines Betreibungsregistereintrags,
das heisst
um Kennzeichnung des Eintrags mit einem entsprechenden Vermerk (BGE
121 III 81 E. 4a) bzw. um Nichtmitteilung eines Eintrags an Dritte, beim zuständigen Betreibungsamt
direkt
gestellt werden
muss
. Gegen dessen Entscheid ist die Beschwerde
nach
Art.
17 SchKG an die kantonale Aufsichtsbehörde
zulässig (
zum Ganzen BGr, 27. November 2014, 4A_440/2014, E. 4.2).
Fehlt dem Verwaltungsgericht mithin diesbezüglich die sachliche Zuständigkeit für die materielle Behandlung des Löschungsbegehrens des Beschwerdeführers bzw. die Kompetenz, das zuständige Betreibungsamt entsprechend anzuweisen, ist auf die Beschwerde in diesem Punkt nicht einzutreten.
1.3
Mit der genannten Einschränkung ist auf das Rechtsmittel einzutreten, da die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind. Insbesondere ist entgegen der Vermutung der Beschwerdegegnerin auch den bei juristischen Laien – wie dem Beschwerdeführer – herabgesetzten Anforderungen an die Beschwerdebegründung Genüge getan
(vgl. Alain Griffel, Kommentar VRG, § 23 N. 17)
.
1.4