# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5c88c384-c520-4073-a843-4ed299640319
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Die Beschwerdekammer hält fest, dass:
- die Eidgenössische Spielbankenkommission (nachfolgend «ESBK») mit
Strafverfügung vom 24. August 2015 A. wegen Widerhandlung gegen das
Bundesgesetz vom 18. Dezember 1998 über Glückspiele und Spielbanken
(Spielbankengesetz, SBG; SR 935.52) zur Bezahlung einer Busse von
Fr. 5'300.– verurteilte und diesem Verfahrenskosten in der Höhe von insge-
samt Fr. 5'012.– auferlegte (act. 2);
- A. mit Eingabe vom 22. September 2015 (Postaufgabe 23. September
2015) bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts gegen diese
Verfügung Beschwerde erhebt und primär die Reduktion der Busse von
Fr. 5'300.– auf Fr. 2'000.– und die Übernahme der Verfahrenskosten durch
den Staat beantragt (act. 1);
- die Beschwerdekammer am 8. Oktober 2015 beschloss, die Eingabe von A.
zuständigkeitshalber der ESBK zu übermitteln und das Beschwerdeverfah-
ren und das Nebenverfahren betreffend unentgeltliche Rechtspflege zu sis-
tieren (act. 3);
- die ESBK der Beschwerdekammer daraufhin mitteilte, dass die Strafverfü-
gung A. am 26. August 2015 zugestellt worden und innerhalb der Ein-
sprachefrist von zehn Tagen bei der ESBK kein Gesuch um gerichtliche Be-
urteilung der angefochtenen Strafverfügung eingegangen sei, und die Akten
der Beschwerdekammer zur Weiterbehandlung zurücksandte (act. 4);
- die Beschwerdekammer hierauf A. aufforderte, seine Beschwerde mit einer
Begründung so zu ergänzen, dass ersichtlich werde, inwiefern und weshalb
der Kostenpunkt (Ziffer 4 des Dispositivs der Strafverfügung) Bundesrecht
verletze;
- sie diesen zudem ersuchte, das Formular betreffend unentgeltliche Rechts-
pflege vollständig und wahrheitsgetreu auszufüllen und inklusive der darin
genannten Unterlagen zu retournieren, ihn zudem darauf hinwies, dass un-
vollständige oder nicht mit den erforderlichen Beilagen versehene Gesuche
ohne Weiteres abgewiesen werden können (act. 5);
- sich A. innerhalb der hierzu anberaumten Frist bezüglich der Begründung
nicht vernehmen liess;
- A. am 24. Oktober 2015 (Postaufgabe) das (nicht unterzeichnete) Formular
zusammen mit einer Beilage einreichte (BP.2015.37, act. 4, 4.1).

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass:
- gemäss Art. 72 Abs. 1 VStrR der von einer Strafverfügung Betroffene inner-
halb von zehn Tagen seit der Eröffnung die Beurteilung durch das Strafge-
richt verlangen kann;
- das entsprechende Begehren bei der Verwaltung einzureichen ist, welche
die Strafverfügung erlassen hat (Art. 72 Abs. 2 VStrR);
- die Strafverfügung nach ungenutztem Ablauf dieser Frist einem rechtskräfti-
gen Urteil gleichsteht (Art. 72 Abs. 3 VStrR);
- der mit Kosten beschwerte Beschuldigte bei der Beschwerdekammer des
Bundesstrafgerichts innerhalb von 30 Tagen lediglich gegen das Kostener-
kenntnis Beschwerde führen kann, wenn keine gerichtliche Beurteilung ver-
langt wird (Art. 96 Abs. 1 VStrR);
- der Beschwerdeführer vorliegend nicht nur die Reduktion der ihm auferleg-
ten Verfahrenskosten, sondern auch der ihm auferlegten Busse verlangt;
- die Busse eine Strafsanktion darstellt und nicht das mittels Beschwerdever-
fahren anfechtbare Kostenerkenntnis betrifft;
- gegen die Busse und deren Bemessung daher von der betroffenen Person
gemäss Art. 72 Abs. 1 und 2 VStrR die gerichtliche Beurteilung zu verlangen
ist;
- der Beschwerdeführer vorliegend innerhalb der Frist von zehn Tagen die ge-
richtliche Beurteilung der Strafverfügung nicht verlangte bzw. sich dessen
«Beschwerde» gegen die ausgesprochene Busse als verspätet erwies, wo-
mit Letztere in Rechtskraft erwachsen ist (Art. 72 Abs. 3 VStrR);
- der Beschwerdeweg vorliegend bei dieser Ausgangslage nur gegen den
Kostenpunkt gemäss Ziff. 4 des Dispositivs der angefochtenen Verfügung
offen steht (vgl. BGE 111 IV 188; siehe auch den Beschluss des Bun-
desstrafgerichts BV.2013.5 vom 2. Mai 2013);
- der Beschwerdeführer im Rahmen seiner Beschwerde ausführt, weshalb die
Busse herabzusetzen sei, sich jedoch nicht dazu äussert, inwiefern und wes-
halb die ihm gegenüber verfügte Kostenauflage gegen Bundesrecht
verstosse;
- er auch innerhalb der ihm anberaumten Nachfrist diesbezüglich keine ergän-
zenden Ausführungen machte und es der Beschwerde mithin an der erfor-
derlichen kurzen Begründung nach Art. 28 Abs. 3 VStrR mangelt;
- auf die Beschwerde daher nicht einzutreten ist;
- eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt, auf Antrag von
der Bezahlung der Gerichtskosten und von der Sicherstellung der Parteient-
schädigung befreit werden kann, sofern ihr Rechtsbegehren nicht aussichts-
los erscheint (Art. 64 Abs. 1 BGG analog; vgl. hierzu TPF 2011 25 E. 3);
- sich die vorliegende Beschwerde nach dem oben Ausgeführten als aus-
sichtslos erweist;
- das vorliegende Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege
demzufolge unabhängig von der finanziellen Situation des Beschwerdefüh-
rers abzuweisen ist;
- der Beschwerdeführer bei diesem Ausgang des Verfahrens als unterlie-
gende Partei die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen hat (Art. 66
Abs. 1 BGG analog);
- diese auf das reglementarische Minimum von Fr. 200.– festzusetzen sind
(Art. 5 und 8 Abs. 1 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. Au-
gust 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in Bundesstraf-
verfahren [BStKR; SR 173.713.162]);