# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** be4733c4-137f-4538-bda2-b327733b7017
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1961
und zuletzt tätig als Raumpflegerin
, meldete sich am 12. Juni 2013
(Eingangsda
tum) bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, unter Hinweis auf einen Unfall am 18. Dezember 2010 zur Früherfassung (Urk.
8
/3). Am 2. Juli 2013 (Eingangsdatum) meldete sie sich zum Leistungsbezug an (Urk.
8
/10). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizi
nische Abklärungen und holte ein
bidisziplinäres
Gutachten (Rheumatologie und Psychiatrie) ein (Gutachten vom 12. September 2014, Urk.
8
/45; vgl. Urk.
8
/42 und Urk.
8
/44).
Die IV-Stelle wies
das Leistungsbegehren mit Verfügun
g vom 15. Januar 2015 ab (Urk. 8/60
).
Die hiergegen
am 16. Februar 2015
erhobene
Beschwerde
am hiesigen Gericht
(Urk.
8/69/3 ff.
; ergänzende Beschwerdebe
grün
dung vom 23. Februar 2015, Urk.
8/69/8 ff.
)
wurde mit Urteil vom 3
0.
August 2016 (Verfahrens-Nr. IV.2015.00213) abgewiesen (
Urk.
8/74).
Am 3
0.
Oktober 2018 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte erneut an und ersuchte um Leistungen (
Urk.
8/77). Die IV-Stelle tätigte erwerbliche und medizinische Abklärungen und holte insbesondere
das
bidisziplinäre
Gutachten der
Y._
AG vom 3
1.
Juli 2020 ein (
Urk.
8/104). Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Vorbescheid vom
2
0.
Oktober 2020,
Urk.
8/108; Einwand vom 1
0.
November 2020,
Urk.
8/114) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren mit Verfügung vom 1
4.
Januar 2021 ab (
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob die Versicherte am 1
1.
Februar 2021 Beschwerde und bean
tragte, es sei die angef
ochtene Verfügung aufzuheben und es sei ihr
eine Rente zuzusprechen. Eventualiter sei zunächst der aktuelle psychische Gesundheits
zustand und die darauf beruhende Arbeitsfähigkeit mittels eines unabhängigen psychiatrischen Gutachtens korrekt und sachgerecht abklären zu lassen. In pro
zessualer Hinsicht ersuchte sie um unentgeltliche Prozessführung und Bestellung von Rechtsanwalt
Dr.
iur
. Peter Stadler als unentgeltlichen Rechtsbeistand (
Urk.
1). Mit Beschwerdeantwort vom 2
2.
März 2021 (
Urk.
7 unter Beilage ihrer
Akten,
Urk.
8/1-126) schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde, worüber die Beschwerdeführerin am
6.
April 2021 in Kenntnis gesetzt wurde (
Urk.
9).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerdegegnerin hielt dafür, dass
die Beschwerdeführerin seit dem 1
1.
Juni 2018 in ihrer Arbeitsfähigkeit eingeschränkt gewesen sei. Aus medizi
nischer Sicht sei ihr seit April 2019 jede Tätigkeit zu 70
%
und ab Anfang 2020 zu 80
%
zumutbar. Die Einschränkung sei entsprechend nicht langandauernd. Aus medizinischer Sicht könne die gesundheitliche Situation durch weitere Behandlung wie eine regelmässige Medikamenteneinnahme und das Fortführen der psychiatrisch-psychotherapeutischen Behandlungen verbessert werden. Nach Durchführung dieser Massnahmen sei eine volle Arbeitsfähigkeit zu erwarten. Entsprechend bestehe kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (
Urk.
2).
Die Beschwerdeführerin brachte demgegenüber vor (
Urk.
1), dass
sie
nach wie vor vollumfänglich arbeitsunfähig sei und auch durch eine weitere Behandlung
k
eine volle Arbeitsfähigkeit zu erwarten
sei
. Das psychiatrische Teilgutachten sei nicht beweiskräftig, es beruhe lediglich auf einem
einzigen Explorationsgespräch. E
in Kontaktieren des behandelnden Psychiaters sei unterblieben und es sei weder ein
Testverfahren noch eine Fremdanamnese durchgeführt worden. Entsprechend habe der als übermässig streng bekannte psychiatrische Gutachter die Angst- und Panikstörung, welche einen schwankenden Verlauf habe, nicht erkannt. Entspre
chend sei das gesamte Gutachten nicht beweiskräftig. Der behandelnde Psychiater
med.
pract
.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
lege dar, dass sich der Gesundheitszustand trotz zweimaliger stationärer Aufenthalte nicht verbessert habe. G
estützt auf die Berichte von med.
pract
.
Z._
sowie der Behandler der Klinik
A._
sei erstellt, dass sich der Gesundheitszustand seit dem 1
1.
Juni 2018 (Beginn Behandlung
med.
pract
.
Z._
) nicht verbessert habe. Es bestehe demnach keine verwertbare Arbeitsfähigkeit. Sollte das Gericht den Sachverhalt als zu wenig abgeklärt erachten, sei ein psychiatrisches Gutach
ten einzuholen.
2.
2.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87 Abs. 3
der
Verordnung über die Invalidenversicherung (IVV)
eine neue
Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Ergibt die Prüfung durch die Verwaltung, dass
die Vorbringen
der versicherten Person nicht glaubhaft sind, so erledigt sie das Gesuch ohne weitere Abklärungen durch Nichteintreten. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versi
cherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des
Invaliditätsgrades auch
tat
sächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revi
sionsfall nach Art. 17 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG)
vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die fest
gestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invali
dität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
2.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
2.3
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt eine psychiatrische, lege
artis
auf die Vorgaben eines aner
kannten Klassifikationssystems abgestützte Diagnose voraus (vgl. BGE 145 V 215 E. 5.1, 143 V 409 E. 4.5.2, 141 V 281 E. 2.1, 130 V 396 E. 5.3 und E. 6). Eine fach
ärztlich einwandfrei festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne Weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objek
tivierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumut
bar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (BGE 145 V 215 E. 5.3.2, 143 V 409 E. 4.2.1, 141 V 281 E. 3.7, 139 V 547 E. 5.2, 127 V 294 E. 4c; vgl. Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Die für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit bei psychischen Erkrankungen im
Regelfall beachtlichen Standardindikatoren (BGE 143 V 418, 143 V 409, 141 V 281) hat das Bundesgericht wie folgt systematisiert (BGE 141 V 281 E. 4.3.1):
-
Kategorie «funktioneller Schweregrad» (E. 4.3)
-
Komplex «Gesundheitsschädigung» (E. 4.3.1)
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde (E. 4.3.1.1)
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz (E. 4.3.1.2)
-
Komorbiditäten (E. 4.3.1.3)
-
Komplex «Persönlichkeit» (Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Res
sour
cen, E. 4.3.2)
-
Komplex «Sozialer Kontext» (E. 4.3.3)
-
Kategorie «Konsistenz» (Gesichtspunkte des Verhaltens, E. 4.4)
-
gleichmässige Einschränkung des
Aktivitätenniveaus
in allen vergleich
baren Lebensbereichen (E. 4.4.1)
-
behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidens
druck (E. 4.4.2)
Beweisrechtlich entscheidend ist der verhaltensbezogene Aspekt der Konsistenz (BGE 141 V 281 E. 4.4; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_604/2017 vom 1
5.
März 2018 E. 7.4).
2.4
Den von Versicherung
strägern im Verfahren nach Art.
44 ATSG eingeholten, den Anforderungen der Rechtsprechung entsprechenden Gutachten externer Spezial
ärzte (sogenannte Administrativgutachten) ist Beweiskraft zuzuerkennen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zuverlässigkeit der Exper
tise sprechen (BGE 135 V 465 E.
4.4; Urteil des Bundesgerichts 9C_823/2018 vom
11. Juni 2019 E.
2 mit Hinweisen).
3.
3.1
3.1.1
Die Beschwerdegegnerin stellte in der angefochtenen Verfügung vom
1
4.
Januar 2021
(
Urk.
2) im Wesentlichen auf das
bidisziplinäre
Gutachten der
Y._
vom 3
1.
Juli 2020
ab. Darin werden die bis zur Begutachtung der Beschwerdeführerin aktenkundigen medizinischen Berichte zusammengefasst (Urk.
8/104/13 ff.)
weshalb sie an dieser Stelle nicht noch einmal wiedergegeben werden. Soweit erforderlich, wird in den nachfolgenden Erwägungen aber darauf Bezug genom
men.
3.1.2
Die Gutachter des
Y._
notierten folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit):
-
Panikstörung mit Agoraphobie (ICD-10 F40.01)
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig leichte Episode (ICD-10 F33.0)
Ohne Au
swirkungen auf die Arbeitsfähigkeit (letzte Tätigkeit) diagnostizierten sie folgendes:
-
Psychologische Faktoren und Verhaltensfaktoren bei anderenorts klassi
fizierten Krankheiten (ICD-10 F54)
-
Pseudoradikuläres
Lumbalsyndrom beidseits bei hyperostostischer
Spon
dy
losis
deformans
und geringer rechtskonvexer lumbaler Skoliose
-
Senk-Spreizfuss mit
Hallux
valgus
und
Digitus
superductus
D II auf I beid
seits
-
Verdacht auf
Osteopenie
3.1.3
Im Vordergr
und des Beschwerdeerlebens stehe
eine Schmerzsymptomatik vonseiten des Bewegungsapparates. Von ortho
pädisch-
traumatologischer
Seite
könn
t
en die von der
Beschwerdeführerin
angegebenen Beschwerden anhand der aktuellen Untersuchungsbefunde nur zum Te
il nachvollzogen werden. Es gebe
darüber hinaus Hinweise für eine Beschwerdebetonung. Vor dem Hintergrund biographischer Belastungen und einer in finanzieller und sozialer Hinsicht belas
tenden Lebenssituation (
Angew
iesensein
auf das Sozialamt) sei
aber auch eine gewisse psychogene Schmerzüberlagerung anzunehmen. Bei der
Beschwerde
führerin
seien
bereits 2010 erstmals Panikattacken auf
getreten
. Nach Durchfüh
rung von Therapiegesprächen
habe sie
in der ganzen Zeit unter Panikattacken
gelitten
, ab 2018
seien
diese wieder auf
getreten
. Zwischenzeitlich s
eien
die Panik
attacken aufgrund von ambulanter und stationärer
Therapie deutlich gebessert, lä
gen aber weiterhi
n noch vor, des Weiteren bestünde
n auch agoraphobische Ängste
(ebenfalls gebessert), es ergebe
sich die Diagnose Panikstörung mit Ago
raphobie. Unter Berücksichtigung der Unterlagen sowie d
er aktuellen Unter
suchung ergebe
sich des Weiteren die Diagnose einer rezidivier
enden depressiven Störung mit ak
tu
ell leichter depressiver Episode (
Urk.
8/104/5)
.
Die Beschwerdeführerin sei i
n der bisherigen und einer ange
passten Tätigkeit zu
80
%
arbeitsfähig
(8.5 Stunden täglich; Leistungsminderung 20
%
).
S
eit der letzten
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1
5.
Januar 2015 sei d
ie Arbeits
fähigkeit nur aus psychiatrischen Gründen vermindert
gewesen. Diese Verfügung habe auf
dem psychiatrischen Gutachten
von
Pr
of.
Dr.
med.
B._
vom 1
9.
September
2014
beruht
. Seitens Prof.
B._
sei
damals keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit gesehen
worden
, insofern dürfte auch zum Zeitpunkt der genannten rechtsgültigen Verfügung keine Einschränkung der Arbeitsfähig
keit vorgelegen haben.
Spätestens mit Beginn der ambul
anten psychiatrischen Behan
dlung bei med
.
pract
.
Z._
am 1
1.
Juni
2
018 sei
die Arbeitsf
ä
higkeit um 50
%
eingeschränkt
gewesen, dabei sei
es bis Eint
ritt in die Klinik
A._
am
1.
Februar
2019
geblieben
. Während der dortigen s
tationären Behandlung bis 1
4.
März 2019 sei
die Arbeitsfähigkeit aufgehoben
gewesen. Es we
rd
e
geschätzt, dass zum Austrittszeitpunkt aus der Klinik eine Arbeitsfäh
i
gkeit von 70
%
vor
gelegen habe
. Gemäss Angaben der
Beschwerdeführerin habe
sich die Panik
störung
gebessert
, im weiteren Verlauf durch Übungen, die
sie
im Rahmen der Betreuung durch die Psyc
hiatrie-Spitex absolviert habe
, seit spätestens Anfang 2020 dürfte noch eine Arbeitsunfähigkeit von 20
%
vorliegen bzw. seitdem betrage
die Arbeitsfähigkeit 80
%
(
Urk.
8/104/9).
Bei Fortsetzen der ambulanten psychiatrischen Behandlung scheine es durchaus realistisch, dass nach 6-12 Monaten wieder eine volle Arbeitsfähigkeit erreicht werde.
3.1.4
Es bestehe
eine leichte Beeinträchtigung der Widerstands- und Durchha
ltefähig
keit entsprechend Mini-
ICF-APP. Die körperliche Bela
stbarkeit sei
reduziert.
Von der Persönlichkeit her
sei die Beschwerdeführerin
vert
räglich, kontaktfreu
dig, offen und es lägen
keine Hinweise für
eine
Persönlichkeitsakzentuierung oder Persönlichkeitsstörung
vor
.
Als Ressource sei die s
ehr gute Beziehung zum Sohn
zu nennen
.
Als psychoso
ziale Belastungen seien
die schwierige finanzielle Situation und die
l
angjährige Absenz von
einer beruflichen
Tätigkeit
anzuführen
.
Emotional belastende Tätigkeiten sollten vermieden werden, desgleichen, bei agoraphobischen Ängsten, Tätigkeiten in engen Räumen sowie an stark frequen
tierte
n
Orten wie
Bahnhöfen e
tc. In somatischer Hinsicht seien
körperlich
leichte bis gelegentlich leicht
e
bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen der Lendenwirbelsäule geeignet.
In Bezug auf die Konsistenz sei festzuhalten, dass e
s Hinweise für
eine
Beschwer
debetonung
gebe,
das
zeige
das Verhalten der
Beschwerdeführerin
in der ortho
pädischen Untersuchu
ng. Der
Escitalopram
-Spiegel sei geringer als 5 μg/l, der Refe
renzbereich betrage
15-80
μ
g/l. Vor dem Hintergrund, dass dieses Medika
ment in einem durchaus höheren Bereich do
siert we
rd
e (20 mg täglich) sei
dieser sehr niedrige Spiegel als Hinweis darauf anzusehen, dass
sie
das Medikament zumi
ndest nicht regelmässig einnehme
. Auch der Spiegel des
Bupoprion
sei sehr niedrig, liege
im praktisch nicht messbaren Bereich. D
er niedrige
Lorazepam
spiegel
sei
nachvollziehbar, da die
Beschwerdeführerin
dieses Medikament nur s
elten und nur bei Bedarf einnehme
.
Aus orthopädischer Sich
t
sei bei der Konsistenzprüfung anzuführen, dass die Beschwerdeführerin gerne arbeiten würde. Dies stehe
in Übereinstimmung mit dem angegebenen
Aktivitätenniveau
in d
en Bereichen Freizeit und Hausha
lt ohne
relevante Einschränkungen vonseiten des Stütz-und Bewegungsapparates. Von orthopädisch-
traumatologischer
Seite könn
t
en die von
ihr
angegebenen Beschwerden anhand der aktuellen Untersuchungsbefunde nur zum Teil nach
vollzogen werden. Im Rahmen der orthopädisch-
traumatologischen
Unter
su
chung hätte
n leichte
Verdeutlichungen
bestanden. Wä
hrend der Finger-Boden-Abstand i
m Stehen mit 31 cm vorgeführt wo
rde
n sei
,
habe
der Finger-Zehen-Abstand im schmerzfrei vorführbaren
Langsitz
auf der Untersuchungsliege 15 cm
betragen
. Die seit 2014 fehlende Inanspruchnahme entsprechender rheumatolo
gische
r oder orthopädisch-
traumatologischer
Behandlungen lasse
auf einen nur
geringgradigen
Leidensdruck bezüglich der angegebenen Beschwerden des Stütz- und Bewegungsapparates schliessen. Eine Indikation für die Behandlung der
Beschwerdeführerin mit
Pregabalin
bestehe von orthopädisch-
traumatologischer
Seite nicht. Hinzu komme
, dass bei der aktuellen Be
stimmung des Medikamen
tenspiegels im Serum der Beschwerdeführerin
der Wert von
Pregabalin
deutlich oberhalb des Referenzbereiches
gelegen sei
und zumindest die Dos
ierung korri
giert werden sollte (
Urk.
8/104/8).
3.2
Im Austrittsbericht der Klinik
A._
, in welcher die Beschwerdeführerin vom 3
0.
Juni bis zum 1
1.
August 2020 stationär behandelt wurde, hielten die Behand
ler eine Panikstörung (episodisch paroxysmale Angst, ICD-10 F41.0) als Haupt
diagnose fest. Als Nebendiagnosen notierten sie folgendes (
Urk.
8/110):
-
Rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode (ICD-10 F33.1)
-
Chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (ICD-10 F45.41):
-
Status nach
extraartikulärer
distaler
Tibiaspiralfraktur
und proximaler
Fibulafraktur
links 2010 infolge Treppensturz, mit Osteosynthese ver
sorgt
-
diffuse
Hypaesthesie
linkes Bein, Fuss (ohne neurologisches Korrelat)
-
Symptomausweitung: chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom (ICD-10 M54.1), links betont bei geringfügigen degenerativen Verän
derungen der Lendenwirbelsäule
-
Blasendescensus
(ICD-10 N81.1) mit vorwiegend
Urgeinkontinenz
(Opera
tion geplant)
-
Vitamin-D-Mangel, substituiert (ICD-10 E55.9)
-
Hypercholesterinämie (ICD-10 E78.0)
-
Bruxismus (ICD-10 F45.8)
Bei Eintritt habe die Beschwerdeführerin berichtet, in den letzten Monaten ver
mehrte Ängste gehabt zu haben. Sie fühle sich erschöpft, sei nicht in der Lage, ihren Haushalt zu bewältigen und habe sich sozi
al zurückgezogen. Sie sei ver
ge
sslich, habe sich nicht konzentrieren können, habe kaum Energie gehabt und sei angewiesen gewesen auf die Unterstützung durch ihren Sohn, so dass sie sich entschlossen habe, erneut in die Klinik einzutreten.
Insgesamt habe sie sich überaus motiviert gezeigt und sie habe kleine Schritte in Richtung mehr Selbständigkeit machen können. Die Ansprüche, welche sie an sich selbst habe, überforderten sie jedoch immer wieder, was wiederum Scham auslöse, wodurch das Vermeidungsverhalten insgesamt verstärkt werde. Durch den geschützten stationären Rahmen, den sie als hilfreich erlebt habe
,
und den sozialen Kontakten innerhalb der Patientengruppe habe sich die depressive Symp
tomatik erfreulich gut verbessert. Allerdings stünden grosse Herausfor
derungen an (Auszug des Sohnes, dringend nötige Operation), in der die Beschwer
deführerin weiterhin intensive Begleitung benötige. Sie werde sich für die weitere Behandlung und Begleitung bei den entsprechenden Stellen melden (Gruppen-Psychotherapie, Ergotherapie und psychiatrische Spitex).
Die Behandler attestierten eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 3
0.
Juni vorerst bis zum 3
1.
August 202
0.
Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit ab dem
1.
September 2020 erfolge durch die ambulant behandelnden Ärzte.
3.3
3.3.1
Med.
pract
.
Z._
nahm am
6.
Januar 2020 im Rahmen des
Vorbescheid
verfahrens
Stellung. Er führte aus, dass es seines Erachtens und auch aus sozial
medizinischer Sicht schwierig sei, die von der Beschwerdeführerin vorgebrachten subjektiven Beschwerden zu objektivieren. Aus psychiatrischer Sicht sei eine leichte Arbeit mit Wechselbelastung zwar möglich, aber aufgrund der noch immer schweren Angst- und Panikstörung, die sich trotz zwei Klinikaufenthalten in der Klinik
A._
in
C._
vom
1.
Februar bis 1
4.
März 2019 und vom 3
0.
Juni bis 1
1.
August 2020 kaum verbessert habe, nur schwer umsetzbar. Die Beschwerdeführerin sei nach wie vor nicht in der Lage, alleine die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen, was die Bewegungsfreiheit doch stark einschränke (
Urk.
8/121).
3.3.2
Am
8.
Februar 2021 nahm med.
pract
.
Z._
im Rahmen des Beschwerde
verfahrens Stellung zuhanden des Rechtsvertreters der Beschwerdeführerin (
Urk.
3/3).
Der Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin habe sich im Vergleich zum Bericht vom
2.
September 2019 nicht verändert, das heisse also leider auch nicht verbessert, und zwar trotz der guten Mitarbeit der Beschwerdeführerin in der Psy
chotherapie und der regelmässigen Einnahme von Medikamenten.
Die Angst- und Panikstörung sei grossen und gänzlich unberechenbaren Schwan
kungen mit jeweils unterschiedlich langen besseren und schlechteren Phasen unterworfen.
In den häufigen Phasen mit starken Panikattacken müsse sie zuhause bleiben und sei vollständig arbeitsunfähig. Auch wenn sie dann in besseren Phasen rein the
oretisch wieder teilweise arbeitsfähig sein würde, könnte sie eine solche Arbeits
fähigkeit wegen der Unberechenbarkeit ihres Gesundheitszustandes nicht auf Dauer umsetzen. Vielmehr fände sie krankheitsbedingt gar keine Anstellung oder würde eine solche dann wieder sehr rasch verlieren.
4.
4.1
Das Gutachten der
Y._
vom 3
1.
Juli 2020
erfüllt sämtliche rechtsprechungs
gemäss erforderlichen Kriterien für beweiskräftige ärztliche Entscheidungsgrund
lagen (vgl
.
E. 2.4
). Es beruht
auf fachärztlichen Untersuchungen durch die Gut
achter (
Urk.
8/
104/27 ff.;
Urk.
8/104/43
ff.) und wurde in Kenntnis der relevanten
Vorakten
(
Urk.
8/104/13
ff.) abgegeben. Es würdigt die vorhandenen Arztberichte sorgfältig, insbesondere auch
das anlässlich der Erstanmeldung eingeholte
Gut
achten vom 1
2.
September 2014,
die Berichte der Klinik
A
._
sowie die Aus
führungen von med.
pract
.
Z._
(
Urk.
8/104/32 f.). Es berücksichtigt die von der
Beschwerdeführer
in
geklagten Beschwerden und setzt sich mit diesen hin
reichend auseinander. Die Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ist einleuchtend und das Gutachten ist schlüssig.
4.2
Der psychiatrische Gutachter
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Psychiatrie und Psy
chotherapie,
setzte sich ausreichend mit den Standardindikatoren (E. 2.3) ausei
nander (vgl. Urk.
8/104/31;
Urk.
8/104/33;
Urk.
8/104/24 ff.
). Seine Beurteilung umfasste das ganze Leistungsprofil mit sowohl negativen als auch positiven Anteilen und ist so verfasst, dass die attestierte Arbeitsunfähigkeit «gleichsam aus
dem Saldo aller wesentlichen Belastungen und Ressourcen» (BGE 141 V 281 E.
3.4.2.1) abgeleitet wurde.
Dr.
D._
ist bei der Beantwortung der Frage, wie er das Leistungsvermögen einschätzte, den einschlägigen Indikatoren gefolgt und hat
ausschliesslich
funktionelle Ausfälle berücksichtigt, welche Folge der gesund
heit
lichen Beeinträchtigung sind. Seine versicherungsmedizinische Zumut
bar
keits
beurteilung ist auf objektivierter Grundlage erfolgt. Die von der Rechts
anwen
dung zu prüfende Frage, ob er sich an die
massgebenden
normativen Rahmenbe
dingungen gehalten und das Leistungsvermögen in Berücksichtigung der einschlägigen Indikatoren eingeschätzt hat (BGE 141 V 281 E. 5.2.2), ist zu bejahen. Die funktionellen Auswirkungen der medizinisch festgestellten gesund
heitlichen Anspruchsgrundlage lassen sich anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nachwei
sen, weshalb auf das psychiatrische Teilgutachten abzustellen ist.
4.3
4.3.1
Die
Beschwerdeführer
in
hatte hinsichtlich des somatischen Teilgutachtens der
Y._
nicht
s
zu bemängeln. In Bezug auf das
psychiatrische Teilgutachten
brachte sie vor, dass dieses
nicht beweiskräftig sei, da
lediglich ein Explorations
gespräch stattgefunden habe
(Urk.
1 S. 6
).
Für den Aussagegehalt eines medizinischen Berichts kommt es nicht in erster Linie auf die Dauer der Untersuchung an. Massgeblich ist vielmehr, ob der Bericht inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist. Der für eine psychiatrische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand hängt stets von der Fragestel
lung und der zu beurteilenden Psychopathologie ab (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2).
Dr.
D._
erhob die psychopathologischen Befunde (Urk.
8/104/27 ff.
) ebenso aus
führlich wie die geklagten Beschwerden und beurteilte gestützt darauf schlüssig und nachvollziehbar die Arbeitsfähigkeit.
Soweit die Beschwerdeführerin vor
brachte, dass dieses Explorationsgespräch lediglich eine wenig aussagekräftige Momentaufnahme darstelle, ist entgegenzuhalten, dass
Dr.
D._
die vorhandenen Berichte der Behandler umfassend würdigte und in seine Beurteilung miteinbezog (vgl.
Urk.
8/104/32).
4.3.2
Des Weiteren bemängelte die Beschwerdeführerin, dass
Dr.
D._
es unterlassen habe, den behandelnden Psychiater med.
pract
.
Z._
zu kontaktieren (
Urk.
1 S. 6).
Inwieweit dies allerdings zu falschen Schlüssen geführt hätte, bleibt aus der Rüge unklar - dies umso mehr, als dass med.
pract
.
Z._
im Bericht vom
8.
Februar 2021
selbst konstatierte, dass sich d
er Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin im Vergleich zum Bericht vom
2.
September 2019
nicht ver
ändert habe (vgl. E
. 3.3
.2).
Med.
pract
.
Z._
brachte in seinem Bericht vom
8.
Februar 2021 vor, dass
die Beschwerdeführerin in den Phasen mit starken Pani
kattacken zuhause bleiben müsse
und sie vollständig arbeitsunfähig sei. Auch wenn sie in besseren Phasen rein theoretisch wieder arbeitsfähig wäre, könnte sie eine solche wegen der Unberechenbarkeit ihres Gesundheitszustandes nicht auf Dauer umsetzen (
Urk.
3/3). Diesbezüglich ist festzuhalten, dass
Dr.
D._
konstatierte, dass auf
grund der agoraphobischen Ängste Tätigkeiten an stark frequentierten Orten wie Bahnhöfen etc. vermieden werden sollten. Es bestehe eine leichte Beeinträch
tigung der Widerstands- und Durchhaltefähigkeit, woraus eine Leistungsmin
derung von 20
% bei voller zeitlicher Präsenz resultiere, womit eine Arbeitsfä
higkeit von 80
% anzunehmen sei (
Urk.
8/104/33 f.).
Die Ängste wurden entsprechend von
Dr.
D._
berücksichtigt:
D
ass med.
pract
.
Z._
die Auswirkungen dieser auf die Arbeitsfähigkeit als gravierender ein
schätzte, lässt keine Zweifel am Gutachten aufkommen, da i
n Bezug auf Berichte von behandelnden Arztpersonen bezi
ehungsweise Therapiekräften
auf die Erfah
rungstatsache hinzuweisen
ist
, dass diese mitunter im Hinblick auf ihre auftrags
rechtliche Vertrauensstellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten ihrer Patien
tinnen und Patienten aussagen (BGE 135 V 465 E. 4.5, 125 V 351 E. 3b/cc).
4.3.3
Die Behandler der Klinik
A._
attestierten der Beschwerdeführerin eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 3
0.
Juni bis zum 3
0.
August 202
0.
Eine Darlegung der funktionellen Einschränkung oder eine
Stellungnahme zu einem allfälligen Belas
tungsprofil in einer angepassten Tätigkeit unterblieb. Darüber hinaus kon
sta
tierten sie, dass die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit über den
1.
September 2020 hinaus durch die ambulant behandelnden Ärzte zu erfolgen habe. Aus diesem Bericht gehen keine konkreten, objektiv fassbaren Aspekte hervor, welche
Dr.
D._
entgangen wären oder mit denen er sich nicht befasst hätte - dass die
behandelnde
n
Fachärzte eine vom eingeholten Gutachten abweichende Meinung äussern
in Bezug auf die Arbeitsfähigkeit, vermag entsprechend gemäss bundes
gerichtlicher Rechtsprechung
nicht Anlass zu weiteren Abklärungen
zu geben
oder das Gutachten in Frage zu s
telle
n
(vgl. Urteil des Bundesgerichts vom
2.
August 2006 U 58/06 E. 2.2).
4.4
Zusammenfassend ist
gestützt auf das
Y._
-Gutachten vom
1.
Juli 2020
(
Urk.
8/104)
ab Behandlungsbeginn bei med.
pract
.
Z._
am 1
1.
Juni 2018 von einer 50%igen Arbeitsunfähigkeit auszugehen. Nach dem stationären Auf
enthalt in der Klinik
A._
, sprich ab dem 1
5.
März 2019, ist von einer 70%igen und seit spätestens Anfang 2020 von einer 80%igen Arbeitsfähigkeit sowohl in der angestammten als auch einer angepassten Tätigkeit auszugehen (
Urk.
8/104/9).
5.
Zu prüfen bleiben die erwerblichen Auswirkungen der eingeschränkten Arbeits
fähigkeit.
5.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommens
ver
gleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invali
ditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2, 128 V 29 E. 1).
5.2
Die Neuanmeldung erfolgte am 3
0.
Oktober 2018 (
Urk.
8/77), womit der Renten
beginn frühestens auf den
1.
April 2019 festzusetzen wäre bzw. mit Ablauf des Wartejahres am
1.
Juni 2019 zusammenfällt (
Art.
28 und
Art.
29 IVG). Zu diesem Zeitpunkt ist von einer 70%igen und ab Anfang 2020 von einer 80%igen Arbeits
fähigkeit in der bisherigen und einer angepassten Tätigkeit auszugehen. Entspre
chend resultiert maximal ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 70 bzw. 80
%
.
Der Vollständigkeit halber
ist festzuhalten, dass die Gutachter der
Y._
bei der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit bereits sämtliche qualitativen und quantitativen Einschränkungen
berücksichtigten
. Entsprechend der bundes
ge
richt
lichen Rechtsprechung sind diese nicht zusätzlich in die Bemessung des leidens
bedingten Abzuges einzubringen, da dies ansonsten zu einer doppelten Anrechnung der gleichen Gesichtspunkte führen würde (Urteile des Bundes
gerichts 8C_805/2016 vom 22. März 2017 E. 3.1 und 9C_846/201
4 vom 22. Januar 2015 E. 4.1.1). Da
mit
ist
ein Le
idensabzug klar nicht angezeigt
.
5.3
Demnach ist überwiegend wahrscheinlich erstellt, dass sich seit der letzten materi
ellen Beurteilung mit Verfügung
vom 1
5.
Januar 2015 (
Urk.
8/60)
keine anspruchs
beeinflussende Änderung der tatsächlichen Verhältnisse ergeben hat, da
es der
Beschwerdeführer
in
weiterhin zumutbar ist, ein rentenausschliessendes Einkommen zu erzielen. Die angefochtene Verfügung erweist sich damit als rech
tens und die Beschwerde ist abzuweisen.
6.
6.1
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht,
ist das Verfahren kostenpflichtig und sind die Gerichtskosten gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ermessensweise auf Fr. 800.-- fes
tzusetzen und aus
gangsgemäss der
Beschwerdeführer
in
aufzuerlegen. Da die Voraussetzungen für die unentgeltliche Prozessführung gemäss § 16 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) erfüllt sind (
Urk.
3/4
), sind sie jedoch einst
weilen auf die Gerichtskasse zu nehmen.
6.2
Ebenso sind die Voraussetzungen für die
unentgeltliche
Rechtsvertretung (
§
16
Abs.
2
GSVGer
) erfüllt und es ist Rechtsanwalt
Dr.
iur
. Peter Stadler
aus der Gerichtskasse zu entschädigen.
Eine Honorarnote wurde nicht eingereicht, womit - wie mit Verfügung
6.
April 2021
(Urk.
9
) mitgeteilt - die Entschädigung nach Ermessen festzusetzen ist. Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses ist eine Entschädigung in Höhe von Fr.
1‘8
00.-- (inklusive Mehr
wert
steuer und Barauslagen) angemessen.
6.3
Die
Beschwerdeführer
in
ist auf § 16 Abs.
4
GSVGer
hinzuweisen, wonach sie
zur Nach
zahlung der Auslagen für die
unentgeltliche
Rechtspf
lege verpflichtet ist, sobald sie
dazu in der Lage ist.
Das Gericht beschliesst,
In Bewilligung des Gesuchs vom
1
1.
Februar 2021 wird der Beschwerdeführerin
die unent
geltliche Prozessführung gewährt und
Rechtsanwalt
Dr.
iur
. Peter Stadler, Zürich
, als unent
geltliche
r Rechtsvertreter
für das vorliegende Verfahren bestellt,
und erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von
Fr.
800
.-- werden
der Beschwerdeführerin
auferlegt
, zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung jedoch einstweilen auf die Gerichts
kasse genommen.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
3.
Der unentgeltliche Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin, Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler, Zürich,
wird mit
Fr.
1’800
.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) aus der Gerichts
kasse entschädigt.
Die Beschwerdeführerin wird
auf die Nachzahlungspflicht gemäss § 16 Abs. 4
GSVGer
hingewiesen.
4.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse
5.