# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2c0dcd3c-8c6e-5999-8461-fddada329372
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

I. Sachverhalt
1. Die Beschwerdeführenden reichten am 1. März 2017 bei der Gemeinde Mühleberg
ein Baugesuch ein für die Sanierung der bestehenden, teilweise baufälligen Stützmauer
auf Parzelle Mühleberg Grundbuchblatt Nr. D._, für die Instandstellung und
teilweise Umgestaltung der ostseitigen Umgebung auf den Parzellen Mühleberg
Grundbuchblatt Nrn. E._/F._ nach Einsturz der baufälligen Stützmauer
sowie für das Erstellen einer Sandsteinmauer und eines Holzzauns auf der Nordseite der
Parzelle Mühleberg Grundbuchblatt Nr. F._ und den Abbruch der baufälligen
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Brunnenüberdachung, G._ 73, Rosshäusern. Die Parzellen liegen in der
Weilerzone (WeiZ) «G._». Das Amt für Gemeinden und Raumordnung (AGR)
nahm am 22. März 2017 zum Bauvorhaben Stellung. Es verneinte die Zonenkonformität
der verschiedenen Vorhaben gemäss Art. 16a RPG1 und prüfte die Voraussetzungen zur
Erteilung einer Ausnahmebewilligung nach Art. 24 ff. RPG bzw. Art. 33 GBR2. Die
Sanierung der Stützmauer auf Parzelle Mühleberg Grundbuchblatt Nr. D._ und
den Abbruch der Brunnenüberdachung, G._ 73, erachtete es als
bewilligungsfähig, während es die weiteren Vorhaben abschlägig beurteilte. Für die
unbestrittenen Teile des Baugesuchs erteilte die Gemeinde am 20. April 2017 eine
Teilbaubewilligung. Am gleichen Tag reichten die Beschwerdeführenden eine
Projektänderung für das umstrittene (Rest-)Vorhaben ein. Mit Entscheid vom 16. Mai 2017
verweigerte das AGR erneut die Ausnahmebewilligung, worauf die Gemeinde den
Beschwerdeführenden ankündigte, dass der Bauabschlag drohe. Es fanden in der Folge
eine Begehung mit Vertretern der Gemeinde, des AGR und der Bauherrschaft statt, die
keine neuen Erkenntnisse ergaben. Mit Verfügung vom 9. November 2017 erteilte die
Gemeinde für die nicht bewilligungsfähigen Teile des Baugesuchs und gestützt auf die
negative Verfügung des AGR vom 16. Mai 2017 den Bauabschlag.
2. Dagegen reichten die Beschwerdeführenden am 8. Dezember 2017 Beschwerde bei
der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern (BVE) ein. Sie stellen die
folgenden Rechtsbegehren:
"1. Ziff. 3a) und 3c) (soweit diese die Verfahrenskosten des Amtes für Gemeinden und
Raumordnung betrifft) der Verfügung der Einwohnergemeinde Mühleberg vom 9. November
2017 und die Verfügung des Amtes für Gemeinden und Raumordnung (AGR) vom 16. Mai
2017 seien aufzuheben.
2. Der Umgestaltung der Umgebung auf der Parzelle Mühleberg GB Nrn. E._ und
H._ gemäss den mit Projektänderung vom 20. April 2017 eingereichten Plänen sei die
Baubewilligung zu erteilen.
3. Eventualiter sei die Sache zur Neubeurteilung und Fortführung des Baubewilligungsverfahrens
an die Vorinstanz zurückzuweisen.
4. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen."
1 Bundesgesetz vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (Raumplanungsgesetz, RPG; SR 700) 2 Baureglement der Gemeinde Mühleberg vom 24. Februar 2008, vom AGR genehmigt am 30. Dezember 2008
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Sie machen insbesondere geltend, dass das vom Bauabschlag betroffene Bauvorhaben
die Stützmauer auf Parzelle Grundbuchblatt Nr. H._ betreffe. Diese Mauer sei
teilweise bereits eingestürzt, dadurch drohe das angrenzende Grundstück der
Beschwerdeführenden Schaden zu nehmen. Geplant sei eine naturnahe Umgestaltung des
Terrains um das bestehende Gartenhaus herum. Eine Trockensteinmauer solle die
einsturzgefährdete Mauer abstützen. Vor dem Gartenhaus werde u.a. ein Teich angelegt
unter Verzicht auf den ursprünglich auf der Nordseite vorgesehenen Holzzaun. Die
Umgestaltung der Parzelle führe zu einer verbesserten Einpassung in das Landschaftsbild.
Das ganze Vorhaben sei ein "Aufwertungsobjekt". Die Beschwerdeführenden rügen eine
Verletzung des rechtlichen Gehörs, da weder die Stellungnahme vom 22. März 2017 noch
die angefochtene Verfügung des AGR eine Begründung enthielten, warum die nicht
bewilligten Vorhaben nicht Art. 24c RPG bzw. Art. 33 GBR entsprechen sollten. Eine
sachgerechte Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen sei deshalb nicht
möglich. Zudem äussere sich das AGR nicht zur Projektänderung. Die Vorhaben seien im
Lichte von Art. 33 GBR zonenkonform und Art. 24 ff. RPG hier nicht anwendbar. Aber
selbst bei Anwendung von Art. 24c RPG sei vorliegend die Bewilligungsfähigkeit gegeben,
da es sich beim Bauvorhaben um eine moderate und naturnahe Umgestaltung der
Umgebung handle.
3. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die BVE leitet3, holte die
Vorakten ein und führte den Schriftenwechsel durch. Die Gemeinde verzichtet mit
Schreiben vom 19. Dezember 2017 auf eine detaillierte Stellungnahme und verweist auf
ihre Verfügung vom 9. November 2017. Sie stellt fest, dass der Bauabschlag "nur auf
Grund der negativen Beurteilung durch das Amt für Gemeinden und Raumordnung" verfügt
werden musste. Das Ursprungsprojekt wie auch die Projektänderung seien durch die
Baukommission jeweils unterstützt worden. Mit Stellungnahme vom 10. Januar 2018
beantragt das AGR die Abweisung der Beschwerde. Es verweist auf seinen Entscheid vom
16. Mai 2017. Eine Verletzung des rechtlichen Gehörs sei nicht auszumachen, da es den
Beschwerdeführenden möglich gewesen sei, eine mehrseitige detaillierte
Beschwerdeschrift zu verfassen. Es weist darauf hin, dass Weilerzonen "beschränkte
Bauzonen" seien, welche gegenüber Art. 24 ff. RPG eine grosszügigere Nutzung zulassen
würden. Die geplante "Umgebungsgestaltung" sei nicht zonenkonform. Mit Verfügung vom
3 Art. 7 der Verordnung vom 18. Oktober 1995 über die Organisation und die Aufgaben der Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (OrV BVE; BSG 152.221.191)
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9. Februar 2018 wies das Rechtsamt darauf hin, dass die Weilerzone eine beschränkte
Bauzone sei, welche die Landwirtschaftszone überlagere. In einem ersten Schritt sei daher
die Zonenkonformität gemäss den Vorgaben für die Weilerzone (Art. 33 GBR) zu prüfen
und in einem zweiten Schritt die Vereinbarkeit mit Art. 16 ff. und Art. 24 ff. RPG. Vorliegend
fehle eine Beurteilung dessen, ob die umstrittene Umgebungsgestaltung in der Weilerzone
zonenkonform im Sinne von Art. 33 GBR sei. Es ersuchte das AGR, dazu eine separate
Einschätzung vorzunehmen. Das AGR nahm mit Eingabe vom 26. Februar 2018 Stellung
und führte insbesondere aus, dass mit dem Erstellen einer Sandsteinmauer, eines
Weihers/Biotopes und eines Holzsteges der ortsprägende Charakter des Aussenraumes
"massiv verändert" werde. Es entstünden Bauten und Anlagen, die in der Weilerzone
ortsfremd seien. Neben zonenkonformen Bauten und Anlagen seien in der Weilerzone
auch standortgebunden Bauten und Anlagen grundsätzlich zulässig (Art. 24 RPG).
Vorliegend seien die Voraussetzungen von Art. 24 ff. RPG nicht erfüllt und es sei kein
Grund erkennbar, der eine Standortgebundenheit begründen würde (vgl. E. 3/4).
Die Parteien erhielten Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen. Die Beschwerdeführenden
halten mit Eingabe vom 11. April 2018 an den Ausführungen der Beschwerde und den dort
gestellten Rechtsbegehren vollumfänglich fest. Was die "angeblich fehlende
Zonenkonformität" anbelange, so sei der Verweis des AGR unvollständig und
"Wohnnutzungen, wozu auch die Gartengestaltung gehöre, in der Weilerzone
zonenkonform". Deshalb müsse auch keine Standortgebundenheit im Sinne von Art. 24
RPG nachgewiesen werden. Das AGR verweist gemäss seinen Schlussbemerkungen vom
14. Mai 2018 auf seinen Entscheid und die bisherigen Stellungnahmen. Die Stellungnahme
der Beschwerdeführenden führe zu keinem anderen Ergebnis.
4. Auf die Rechtsschriften und die Vorakten wird, soweit für den Entscheid wesentlich,
in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
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## Considerations

II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
Bauentscheide – und mit ihnen zusammen die weiteren Verfügungen nach Art. 9 Abs.2
Bst. b KoG4 wie jene des AGR – können nach Art. 40 BauG5 innert 30 Tagen seit Eröffnung
mit Baubeschwerde bei der BVE angefochten werden. Die BVE ist somit für die Beurteilung
der Beschwerde zuständig. Zur Beschwerde befugt sind die Baugesuchstellerinnen, die
Baugesuchsteller, die Einsprecherinnen, die Einsprecher und die zuständige
Gemeindebehörde (Art. 40 Abs. 2 BauG). Die Beschwerdeführenden, deren Baugesuch
abgewiesen wurde, sind durch den vorinstanzlichen Entscheid beschwert und daher zur
Beschwerdeführung legitimiert. Auf ihre form- und fristgerecht eingereichte Beschwerde ist
einzutreten.
2. Rechtliches Gehör
a) Die Beschwerdeführenden machen eine Verletzung des rechtlichen Gehörs geltend.
Weder die Stellungnahme des AGR vom 22. März 2017 noch die Verfügung vom 16. Mai
2017 enthielten eine Begründung, weshalb die Vorhaben nicht bewilligungsfähig seien.
Das AGR begnüge sich mit dem Zitieren von Gesetzesstellen, führe jedoch nicht aus,
inwiefern das Bauvorhaben den gesetzlichen Anforderungen nicht genügen solle. Eine
sachgerechte Auseinandersetzung mit den vorinstanzlichen Erwägungen sei deshalb nicht
möglich. Zu der im Verlauf des Verfahrens eingereichten Projektänderung äussere sich der
angefochtene Entscheid nicht und übernehme einfach "die vorbestehende Meinung". So
erwähne die angefochtene Verfügung immer noch den im ursprünglichen Baugesuch
vorgesehenen Holzzaun, obwohl die Bauherrschaft diesen durch eine Wildhecke ersetzt
habe. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit dem konkreten Bauvorhaben habe nicht
stattgefunden. Der Entscheid des AGR sei schon zufolge der Verletzung der
Begründungspflicht aufzuheben.
b) Der Anspruch auf rechtliches Gehör ergibt sich aus Art. 21 ff. VRPG. Er verlangt von
der Behörde unter anderem, dass sie die Vorbringen der Betroffenen "tatsächlich hört,
4 Koordinationsgesetz vom 21. März 1994 (KoG; BSG 724.1) 5 Baugesetz vom 9. Juni 1985 (BauG; BSG 721.0)
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ernsthaft prüft und in ihrer Entscheidfindung angemessen berücksichtigt."6 Nach Art. 52
Abs. 1 Bst. b VRPG muss eine Verfügung eine Begründung enthalten. Eine Begründung
muss so abgefasst sein, dass die Betroffenen die Verfügung sachgerecht anfechten
können. Es müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich
die Behörde hat leiten lassen und auf die sich ihr Entscheid stützt. Die Behörde muss
jedoch nicht auf jedes Argument der Parteien eingehen; es genügt, wenn sie sich mit den
wesentlichen Gesichtspunkten auseinandergesetzt hat.7
c) Das AGR hat in seiner Stellungnahme vom 22. März 2017 einen Teil des
Bauvorhabens als nicht bewilligungsfähig erachtet. Dies betrifft die Instandstellung und
teilweise Umgestaltung der ostseitigen Umgebung auf den Parzellen Grundbuchblatt Nr.
E._/F._ und das Erstellen einer Standsteinmauer und eines Holzzaunes
auf der Nordseite der Parzelle Nr. H._. Im angefochtenen Entscheid des AGR vom
16. Mai 2017 nimmt es gewisse Elemente der früheren Stellungnahme wieder auf und es
weist darauf hin, dass die fragliche Umgebung auch nach der Projektänderung den
Rahmen von Art. 24c Abs. 4 RPG sprenge. Nach Art. 33 Abs. 1 GBR sei das traditionelle
Erscheinungsbild der Bauten und der ortsbildprägende Charakter der Aussenräume zu
wahren. Veränderungen im Aussenraum hätten sich gut in das Orts- und Landschaftsbild
einzufügen. Eine Begründung, warum die strittigen Vorhaben gemäss den Vorgaben des
GBR in der Weilerzone nicht zonenkonform sind, lässt sich der angefochtenen Verfügung
des AGR jedoch nicht entnehmen. Insofern liegt eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
vor. Diese Ergänzung erfolgte erst im Rahmen des Beschwerdeverfahrens mit der
Stellungnahme des AGR vom 26. Februar 2018.
d) Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist ein formeller Anspruch; die Verletzung des
rechtlichen Gehörs führt deshalb grundsätzlich zur Aufhebung des angefochtenen
Entscheids. Eine Gehörsverletzung kann aber dann geheilt werden, wenn die Rechtsmittel-
instanz dieselbe Kognition hat wie die Vorinstanz und der beschwerdeführenden Person
aus der Heilung kein Nachteil erwächst. Die Heilung des rechtlichen Gehörs ist allenfalls
bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen.8
6 BGE 136 I 184 E. 2.2.1, mit weiteren Hinweisen 7 BVR 2013 S. 443 E. 3.1.1; Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 52 N. 5 8 Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 21 N. 16
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Vorliegend hat die BVE als Rechtsmittelbehörde dieselbe Kognition wie die Vorinstanz (vgl.
Art. 40 Abs. 3 BauG). Zudem ist nicht ersichtlich, welcher Nachteil den
Beschwerdeführende aus einer Heilung erwachsen würde. Auch in der Beschwerde wird
kein solcher geltend gemacht. Die Ergänzung zur Zonenkonformität der strittigen
Umgebungsgestaltung in der Weilerzone wurde im Beschwerdeverfahren eingeholt,
weshalb die Beschwerdeführenden ihre Rechte vollumfänglich wahrnehmen konnten.
Somit sind hier die Voraussetzungen für eine Heilung der Gehörsverletzung erfüllt und die
angefochtene Verfügung des AGR muss wegen der Gehörsverletzung nicht aufgehoben
werden.
3. Zonenkonformität / Weilerzone
a) Die Beschwerdeführenden rügen, dass das AGR der Umgebungsgestaltung auf den
Parzellen Nrn. E._/F._ zu Unrecht die Zonenkonformität abgesprochen
und diese lediglich unter den Voraussetzungen von Art. 24c RPG geprüft habe. Bei den
Weilerzonen handle es sich um Spezialzonen ausserhalb des Baugebiets; Vorhaben im
Rahmen der Zonenumschreibung gälten als zonenkonform; was darüber hinaus gehe,
unterliege den Vorschriften über die Landwirtschaftszone. Vorliegend sei Art. 33 GBR zu
wenig Rechnung getragen worden. Eine Wohnnutzung und damit auch die daraus
folgenden Möglichkeiten der Nutzung des Aussenraums sei in der Weilerzone
«G._» zonenkonform, weshalb bestritten werde, dass dem AGR vorliegend
überhaupt Entscheidkompetenz zukomme. In ihrer Stellungnahme vom 11. April 2018
weisen die Beschwerdeführenden ferner darauf hin, dass gemäss Art. 33 Abs. 3 GBR
Wohnnutzungen, Nutzungen im Sinne der Stützpunktfunktion des Weilers sowie mässig
störende Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe zugelassen und damit zonenkonform
seien. Der Einwand des AGR, die Art der Umgestaltung sei eher in einer Wohnzone
anzusiedeln, gehe deshalb fehl. Wohnnutzungen, wozu auch die Gartengestaltung gehöre,
seien in der Weilerzone zonenkonform (und die Prüfung der Standortgebundenheit nach
Art. 24 ff. RPG somit nicht erforderlich).
b) Gemäss der ersten Stellungnahme des AGR vom 10. Januar 2018 sind die
Weilerzonen nach Art. 33 RPV9 beschränkte Bauzonen, die eine gegenüber Art. 24 ff. RPG
9 Verordnung vom 28. Juni 2000 über die Raumplanung (SR 700.1)
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"grosszügigere Nutzung der bestehenden Gebäude" zulassen. Der Geltungsbereich der
Landwirtschaftszone gelte auch in der Weilerzone. Zonenkonforme neue Bauten und
Anlagen seien in der Weilerzone zulässig. Die Zonenkonformität richte sich nach dem
RPG, wonach Bauten und Anlagen nur zonenkonform seien, wenn sie zur
landwirtschaftlichen Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig seien.
Die geplante Umgebungsgestaltung sei daher nicht zonenkonform. In seiner zweiten
Stellungnahme vom 26. Februar 2018 an das Rechtsamt ergänzt das AGR seine
Einschätzung wie folgt:
"Mit dem Erstellen einer Sandsteinmauer, eines Weihers/Biotopes und eines Holzsteges wird der ortsprägende Charakter des Aussenraumes massiv verändert. Es entstehen Bauten und Anlagen,
die in der Weilerzone ortsfremd sind. Die Bauten vermögen sich nicht in die ländlich geprägte
Landschaft einzupassen. Es entstehen Bauten, die eher in der Wohnzone als in der
Landwirtschaftszone anzusiedeln sind. Demnach sind die geplanten Bauvorhaben nicht
zonenkonform nach Art. 33 GBR. In der Weilerzone (beschränkte Bauzone) sind aber nur
zonenkonforme neue Bauten und Anlagen zulässig."
Die Gemeinde hat im angefochtenen Entscheid ausgeführt, dass sie verpflichtet sei, das
AGR zur Prüfung der Zonenkonformität einzubeziehen. Sie habe "gemäss geltendem
Recht keine Möglichkeit einen positiven Bauentscheid auszustellen", auch wenn sie dem
Bauvorhaben (...) positiv gegenüberstehe.10
c) Das Vorhaben soll in der Weilerzone «G._» verwirklicht werden. Gemäss
Lehre und Rechtsprechung11 handelt es sich bei der Weilerzone um eine Zone im Sinne
von Art. 18 RPG und Art. 33 RPV. Diesen Bestimmungen zufolge stellt die Weilerzone eine
besondere Nutzungszone dar, die der Erhaltung bestehender Kleinsiedlungen ausserhalb
der Bauzonen dient. Im kantonalen Recht wird die Weilerzone lediglich erwähnt (Art. 71
Abs. 1 BauG). Die nähere Umschreibung erfolgt auf kommunaler Ebene. Art. 33 GBR
umschreibt die Weilerzone «G._» wie folgt: " 1 Die Weilerzone bezweckt die massvolle Nutzung bestehender Bauvolumen. Das traditionelle
Erscheinungsbild der Bauten und der ortsbildprägende Charakter der Aussenräume sind zu
wahren. Veränderungen im Aussenraum haben sich gut in das Orts- und Landschaftsbild
einzufügen.
10 Verfügung Bauabschlag vom 9. November 2017, E. 1: Vorakten, pag. 22 11 Vgl. VGE 2012/331 vom 31. Mai 2013 E. 3.2 (Gemeinde Mühleberg)
RA Nr. 110/2017/153 9
2 Der Geltungsbereich der Landwirtschaftszone gilt auch in der Weilerzone. Zonenkonforme
neue Bauten und Anlagen sind in der Weilerzone zulässig. Standortgebundene Bauten und
Anlagen richten sich nach Art. 24 RPG.
3 Zugelassen sind Wohnnutzungen, Nutzungen im Sinne der Stützpunktfunktion des Weilers
sowie nur mässig störende Gewerbe- und Dienstleistungsnutzungen. Nicht mehr
landwirtschaftlich genutzte Ökonomiegebäude und sonstige Nebenbauten können umgenutzt
werden, wenn das Gebäude für die Aufnahme der neuen Nutzung geeignet ist.
4 ......."
Weilerzonen sind keine Bauzonen, sondern gelten als "Spezialzonen ausserhalb des
Baugebiets"12 bzw. "beschränkte oder besondere Bauzonen"13. Vorhaben im Rahmen der
Zonenumschreibung gelten dabei als zonenkonform; was darüber hinausgeht, unterliegt
den Vorschriften über die Landwirtschaftszone.14 Es handelt sich bei der Weilerzone im
Sinne von Art. 33 RPV somit nicht um eine eigentliche Bauzone im Sinne von Art. 15 RPG
bzw. Art. 72 BauG; vielmehr überlagert die Weilerzone als beschränkte Bauzone die
Landwirtschaftszone als Grundnutzungszone. Die Weilerzone unterscheidet sich
andererseits von der Landwirtschaftszone dahingehend, dass eine gegenüber den
Bestimmungen von Art. 24 ff. grosszügigere Nutzung bestehender Gebäude durch
Erneuerung, Aus- und Umbau, Wiederaufbau sowie Umnutzungen möglich ist, wenn dies
der Erhaltung des Weilercharakters dient.15 Vorliegend ist daher vorab zu prüfen, ob das
Bauvorhaben als zonenkonforme Wohnnutzung in der Weilerzone zulässig ist (vgl. Art. 33
GBR). Sofern die Zonenkonformität gemäss den Vorgaben des GBR nicht gegeben ist,
stellt sich die Frage nach der Zonenkonformität des Vorhabens als neue Baute oder
Anlage in der Landwirtschaftszone (Art. 16a ff. RPG). Andernfalls erfolgt die Prüfung der
Umgebungsgestaltung als standortgebundene Baute und Anlage ausserhalb der Bauzone
gemäss Art. 24 ff. RPG (vgl. auch Art. 33 Abs. 2 GBR).
d) Die (formelle) Prüfung, ob es sich um zonenkonforme neue Bauten und Anlagen bzw.
standortgebundene Bauten und Anlagen handelt, richtet sich nach Art. 25 Abs. 2 RPG.
12 vgl. Aemisegger/Kuttler/Moor/Ruch, Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung, N. 43 zu Art. 18 RPG; s. auch BGE vom 7. Oktober 2009 (1C_191/2009) 13 Vgl. Richtplan des Kantons Bern, Massnahmenblatt A_03 (Stand 19.12.2016); vgl. zudem Aemisegger /Moor/Ruch/Tschannen, Praxiskommentar RPG: Nutzungsplanung, 2016, N. 24 zu Art. 18 RPG 14 Aldo Zaugg/Peter Ludwig, Kommentar zum Baugesetz des Kantons Bern, 4. Aufl., Band II, Bern 2017, Art. 71 N. 3a ff. 15 Vgl. Beat Stalder, Raumplanungsrecht, in Müller/Feller, Bernisches Verwaltungsrecht, Bern 2013, S. 433 N. 158 sowie VGE 2012/331 vom 31. Mai 2013 E. 3.2 (Gemeinde Mühleberg)
RA Nr. 110/2017/153 10
Diese Bestimmung verlangt, dass bei allen Bauvorhaben ausserhalb der Bauzonen die
zuständige kantonale Behörde entscheidet, ob sie zonenkonform sind oder ob für sie eine
Ausnahmebewilligung erteilt werden kann. Nach Art. 84 Abs. 1 BauG ist dies die
zuständige Stelle der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion (JGK), also das AGR. Der
Einbezug des AGR erfolgte daher vorliegend zu Recht.16
e) Die Weilerzone bezweckt die massvolle Nutzung bestehender Bauvolumen. Das
traditionelle Erscheinungsbild der Bauten und der ortsbildprägende Charakter der
Aussenräume sind zu wahren. Zudem haben sich Veränderungen im Aussenraum gut in
das Orts- und Landschaftsbild einzufügen (Art. 33 Abs. 1 GBR). Zugelassen sind
Wohnnutzungen und Nutzungen im Sinne der Stützpunktfunktion des Weilers (Art. 33
Abs. 3 GBR). Die Neugestaltung der vor dem Hauptgebäude gelegenen Umgebung auf
den Parzellen Nrn. E._ und H._ umfasst eine Trockensteinmauer, die die
bestehende, teilweise baufällige Betonmauer abstützen soll. Auf der dreieckigen Parzelle
Nr. H._ ist eine naturnahe Gestaltung mit Neuanpflanzungen um das bestehende
Gartenhaus (Gebäude Nr. 73c) herum vorgesehen, das über eine neue Treppe mit dem
Hauptgebäude verbunden werden soll. Vor dem Gartenhaus soll ein Teich angelegt
werden, der über einen Weg erreicht bzw. durch einen Holzsteg überquert werden kann.17
Nach Darlegung der Beschwerdeführenden handelt es sich um ein sog.
"Aufwertungsprojekt", das sich gut in das Orts- und Landschaftsbild einfüge. Gemäss
Beurteilung des AGR wird mit der Anlage der ortsprägende Charakter des Aussenraumes
massiv verändert. Die Bauten und Anlagen seien, zusammen gefasst, eher in der Wohn-
als in der Landwirtschaftszone anzusiedeln.
Der Garten bzw. die Umgebung zum bestehenden Wohnhaus sind unbestrittenermassen
zur Wohnnutzung zu zählen. Die geplante Umgestaltung erfasst die gesamte Parzelle
Nr. H._, die gemäss Grundstück-Informationssystem (GRUDIS) eine Fläche von
258 m2 aufweist; das bestehende Gartenhaus nimmt dabei eine Fläche von 25 m2 ein. Die
hinter dem Gartenhaus durchführende Betonmauer soll östlich und westlich durch
Trockensteinmauern abgestützt werden. Weitere Trockensteinmauern bzw. -elemente sind
auf beiden Seiten des sanduhrförmigen und südlich des Gartenhauses gelegenen Teiches
16 Vgl. Verfahren RA 110 2010 37: BDE vom 14. Mai 2010 (Gemeinde Mühleberg) 17 Vgl. Replik vom 20. April 2017, Vorakten, pag. 13 ff.; Pläne Projektänderung vom 25. April 2017, Vorakten sowie auch Fotodokumentation, Beschwerdeschrift, Beilage Nr. 12
RA Nr. 110/2017/153 11
vorgesehen.18 Dieser Teich weist eine Länge von etwa 14 m auf; die Wasserfläche misst
ab Plan der Projektänderung19 etwa 28 m2. Die schubkarrengängigen Erschliessungswege,
welche über die gesamte Länge des Grundstücks führen, sind zwischen 1 m bis 1,30 breit,
ebenso der über den Teich führende Holzsteg. Sowohl von ihrer Ausgestaltung als auch
von ihrer Dimensionierung vermögen sich die geplanten baulichen Massnahmen somit
nicht in die ländlich geprägte Landschaft und den "ortsbildprägenden Charakter des
Aussenraumes" anzupassen. Es werden künstliche Anlagen geschaffen, die mit dem
Weilercharakter nicht vereinbar sind. Im Unterschied zu heute vermag die
Umgebungsgestaltung auch keinen natürlichen Übergang zur südlich und westlich direkt
an Parzelle Nr. H._ anschliessenden Landwirtschaftszone schaffen.20 Die
Zonenkonformität nach Art. 33 GBR wurde somit zu Recht verneint.
f) Gemäss Art. 22 Abs. 2 RPG können Bauten und Anlagen nur bewilligt werden, wenn
sie dem Zweck der Nutzungszone entsprechen. In der Landwirtschaftszone sind Bauten
und Anlagen grundsätzlich nur zonenkonform, wenn sie zur landwirtschaftlichen
Bewirtschaftung oder für den produzierenden Gartenbau nötig sind (Art. 16a RPG). Die
Sanierung der bestehenden, teilweise baufälligen Stützmauer sowie die Umgestaltung der
ostseitigen Umgebung auf den Parzellen Mühleberg Grundbuchblatt Nr.
E._/H._ und die anderen baulichen Veränderungen im Aussenbereich
dienen nicht der Landwirtschaft und sind dementsprechend nicht zonenkonform. Die
Zonenkonformität der Vorhaben in der Landwirtschaftszone als Grundnutzungszone
gemäss Art. 22 RPG i.V. mit Art. 16a RPG ist daher ebenfalls zu verneinen.
4. Bewilligungsfähigkeit nach Art. 24c RPG
a) Damit die Umgebungsgestaltung bewilligt werden könnte, müsste sie die
Voraussetzungen für die Erteilung einer Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24 ff. RPG
erfüllen. Da die Liegenschaft der Beschwerdeführenden vor dem 1. Juli 1972 rechtmässig
erstellt worden ist, kommt vorliegend einzig eine Ausnahmebewilligung nach Art. 24c RPG
in Frage.
18 Vgl. Pläne Projektänderung vom 25. April 2017, Vorakten 19 Pläne Projektänderung vom 25. April 2017, Vorakten 20 Vgl. Fotodokumentation, Beschwerdeschrift, Beilage Nr. 12
RA Nr. 110/2017/153 12
b) Das AGR kam in seiner Verfügung vom 16. Mai 2017 bezüglich der nicht bewilligten
Vorhaben zu folgenden Schlüssen: Es handle sich nicht um eine teilweise Änderung, die
mit den wichtigen Anliegen der Raumplanung vereinbar sei. Veränderungen am äusseren
Erscheinungsbild bzw. Erweiterungen ausserhalb des bestehenden Gebäudevolumens
seien enge Grenzen gesetzt. Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild seien nur
noch für eine zeitgemässe Wohnnutzung zulässig oder wenn sie darauf ausgerichtet seien,
die Einpassung in die Landschaft zu verbessern. Die fragliche Umgestaltung sprenge auch
nach der Projektänderung den Rahmen von Art. 24c Abs. 4 RPG. Nach Art. 33 Abs. 1 GBR
seien das traditionelle Erscheinungsbild der Bauten und der ortsübliche Charakter der
Aussenräume zu wahren. Veränderungen im Aussenraum hätten sich gut in das Orts- und
Landschaftsbild einzufügen.
Die Beschwerdeführenden sind zwar der Ansicht, dass die Umgestaltung des Gartens in
der Weilerzone nicht in den Anwendungsbereich von Art. 24c RPG falle. Dennoch sei die
Bewilligungsfähigkeit des Bauvorhabens auch nach dieser Bestimmung gegeben. Gemäss
Art. 24c Abs. 4 RPG seien Veränderungen am äusseren Erscheinungsbild zulässig, wenn
sie für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder eine energetische Sanierung nötig oder darauf
ausgerichtet seien, die Einpassung in die Landschaft zu verbessern.
c) Bauten und Anlagen, die unter den Geltungsbereich von Art. 24c RPG fallen, können
erneuert, teilweise geändert, massvoll erweitert oder wiederaufgebaut werden (Art. 24c
Abs. 2 RPG). Eine Änderung gilt als teilweise und eine Erweiterung als massvoll, wenn die
Identität der Baute oder Anlage einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zügen
gewahrt bleibt (Art. 42 Abs. 1 RPV). Ob die Identität der Baute oder Anlage im
Wesentlichen gewahrt bleibt, ist nach Art. 42 Abs. 3 RPV unter Würdigung der gesamten
Umstände zu beurteilen.21 Erweiterungen ausserhalb des Gebäudevolumens führen zu
einer Veränderung am äusseren Erscheinungsbild. Damit Veränderungen ausserhalb des
Gebäudevolumens zulässig sind, müssen sie für eine zeitgemässe Wohnnutzung oder für
eine energetische Sanierung nötig oder darauf ausgerichtet sein, die Einpassung in die
Landschaft zu verbessern (Art. 24c Abs. 4 RPG). An diese Voraussetzungen sind gemäss
der Rechtsprechung hohe Anforderungen zu stellen.22 Auch gemäss Art. 33 Abs. 1 GBR
haben sich Veränderungen im Aussenraum wie erwähnt gut in das Orts- und
Landschaftsbild einzufügen.
21 BGer 1C_312/2016 vom 3. April 2017, E. 3.1 mit Hinweisen 22 BGer 1C_247/2015 vom 14. Januar 2016, E. 4.2; VGE 2014/322 vom 3. Mai 2016, E. 3.5 ff.
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d) Änderungen, die der zeitgemässen Wohnnutzung dienen, sind nur zulässig, wenn sie
nötig sind, um die ursprüngliche Wohnnutzung auf einen zeitgemässen Stand zu bringen.
Unter Umständen können auch weitere Bauten oder Bauteile unter diesem Titel nötig sein,
etwa ein Aussensitzplatz oder ein Balkon.23 Der Bau der Trockensteinmauer, die Erstellung
der Teichanlage mit Zugangswegen, Holzsteg und Treppe sind für eine zeitgemässe
Wohnnutzung nicht nötig. Zudem werden mit der Trockensteinmauer, dem künstlichen
Teich und den weiteren Massnahmen Veränderungen geschaffen24, die dazu führen, dass
die Identität der Hauptbaute einschliesslich ihrer Umgebung in den wesentlichen Zügen
nicht mehr gewahrt bleibt. Schliesslich sind die Veränderungen im Aussenraum auch
gemäss den Vorgaben zur Weilerzone mit dem Orts- und Landschaftsbild nicht vereinbar
(vgl. Art. 33 Abs. 1 GBR).
4. Zusammenfassung und weitere Beweismittel
a) Die Bewilligungsfähigkeit der umstrittenen Umgebungsgestaltung nach Art. 33 GBR
ist ebenso zu verneinen wie deren Zonenkonformität nach Art. 16 ff. RPG. Zudem ist die
Erteilung einer Ausnahmebewilligung gemäss Art. 24c RPG nach dem Gesagten
ausgeschlossen.
b) Die Parteien haben Anspruch auf rechtliches Gehör (Art. 21 VRPG). Die Behörde ist
deshalb verpflichtet, die ihr rechtzeitig und formrichtig vorgelegten Beweismittel
abzunehmen. Dies gilt nicht, wenn die Beweismittel eine nicht erhebliche Tatsache
betreffen, wenn sie offensichtlich untauglich sind, über die streitige Tatsache Beweis zu
erbringen, oder wenn die Entscheidbehörde ihre Überzeugung aufgrund bereits
abgenommener Beweise schon willkürfrei hat bilden können.25 Auf die von den
Beschwerdeführenden gestellten Beweisanträge (Augenschein, Beizug LANAT/ANF)
konnte daher verzichtet werden, da von diesem Beweismittel keine neuen relevanten
Erkenntnisse zu erwarten waren.
23 Bernische Systematische Information Gemeinden BSIG, Nr. 7/721.0/14.2 vom 13. September 2017, Ziff. 2.2. 24 Vgl. Fotodokumentation, Beschwerdeschrift, Beilage Nr. 12, mit einem Überblick über die aktuelle Situation 25 BGE 124 I 242 E. 2, 285 E. 5; BGE 122 II 464 E. 4.
RA Nr. 110/2017/153 14
5. Verfahrenskosten
a) Bei diesem Ausgang des Verfahrens unterliegen die Beschwerdeführenden. Sie
haben die Verfahrenskosten zu tragen (Art. 108 Abs. 1 VRPG). Diese werden bestimmt auf
eine Pauschalgebühr von Fr. 1'200.– (Art. 103 Abs. 2 VRPG i.V.m. Art. 19 Abs. 1 GebV26).
Die Verletzung des rechtlichen Gehörs stellt einen besonderen Umstand im Sinne von
Art. 108 Abs. 1 VRPG dar und ist vorliegend bei der Kostenverlegung zu berücksichtigen.
Dementsprechend wird auf die Erhebung von einem Fünftel der Verfahrenskosten
verzichtet.
b) Parteikosten werden keine gesprochen (Art. 104 Abs. 1 und 4 VRPG).