# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8898eb46-b74e-4dba-a941-4792b362c07c
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Eheschutz
Berufung gegen das Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 22. Oktober 2020 (EE190081-F)
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Rechtsbegehren:
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten im Eheschutzgesuch (Urk. 1 S. 2):
1. Es sei der Gesuchsgegner unter Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall zu verpflichten, die im Miteigentum der Parteien stehende eheliche Wohnung am C._-weg ..., ... D._,  bis 29. November 2019, 12:00 Uhr, unter Mitnahme seiner  Effekten definitiv zu verlassen.
2. Es sei das Stadtammannamt E._-D._-F._ gestützt auf Art. 236 Abs. 3 ZPO i.V.m. Art. 343 Abs. 1 lit. d) ZPO anzuweisen, die Räumung der ehelichen Liegenschaft durch den Gesuchsgegner ab 29. November 2019, 12:00 Uhr, auf erstes Ersuchen der  durchzuführen.
3. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass die Parteien ab 29. November 2019 für unbestimmte Zeit getrennt leben.
4. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin für die Dauer des Getrenntlebens ab 1. Dezember 2019 angemessene  Unterhaltsbeiträge zu bezahlen.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST  des Gesuchsgegners.
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten anlässlich der Verhandlung vom 4. Februar 2020 (Urk. 16 S. 1 f.):
1. Es sei die eheliche Wohnung am C._-weg ..., ... D._,  ab 28. Februar 2020, 12.00 Uhr, inklusive Mobiliar und Hausrat der Gesuchstellerin zur alleinigen Benutzung während des Getrenntlebens zuzuweisen und vorzumerken, dass die Parteien ab dem 28. Februar 2020 auf unbestimmte Zeit getrennt leben werden.
2. Es sei der Gesuchsgegner unter Strafandrohung gemäss Art. 292 StGB im Widerhandlungsfall zu verpflichten, die eheliche Wohnung am C._-weg ..., ... D._, spätestens 28. Februar 2020, 12:00 Uhr, unter Mitnahme seiner persönlichen Effekten definitiv zu verlassen.
3. Es sei das Stadtammannamt E._-D._-F._ gestützt auf Art. 236 Abs. 3 ZPO i.V.m. Art. 343 Abs. 1 lit. d) ZPO anzuweisen, die Räumung der ehelichen Liegenschaft durch den Gesuchsgegner ab 28. Februar 2020, 12:00 Uhr, auf erstes Ersuchen der Gesuchstellerin durchzuführen.
4. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin für die Dauer des Getrenntlebens ab 1. März 2020 einen monatlichen  von CHF 18'338.00 zu bezahlen.
4.1 Eventualiter, falls der Antrag der Gesuchstellerin Ziffer 5 auf Zuweisung des Fahrzeuges Mercedes zum unentgeltlichen Gebrauch während der Dauer des Getrenntlebens gutgeheissen wird, sei der Unterhaltsbeitrag an die Gesuchstellerin ab 1. März 2020 auf CHF 17'590.00 pro Monat festzulegen.
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4.2. Subeventualiter, falls der Antrag der Gesuchstellerin Ziffer 5 auf  des Fahrzeuges Mercedes zum unentgeltlichen Gebrauch  der Dauer des Getrenntlebens nicht gutgeheissen wird, sei der  an die Gesuchstellerin ab 1. März 2020 auf CHF 18'965.00 pro Monat festzulegen und es sei der Gesuchsgegner zusätzlich zu verpflichten, der Gesuchstellerin den Betrag von CHF 11'940.00 als Zahlung für die erste (grosse) Leasingrate beim  eines Leasingvertrages zu bezahlen.
5. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin das von ihr benutzte und auf die Firma G._ AG, Zürich, bei der ...  versicherte Motorfahrzeug Mercedes Benz C 200 K. Avantgarde, ZH 1, für die Dauer des Getrenntlebens unentgeltlich zur Verfügung zu stellen sowie alle für Versicherung, Strassenverkehrsabgabe,  und Service sowie Bereifung (Ersatz Sommer- und Winterreifen) für dieses Fahrzeug anfallenden Rechnungen zu bezahlen.
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST  des Gesuchsgegners.
des Gesuchsgegners und Berufungsklägers anlässlich der Verhandlung vom 4. Februar 2020 (Urk. 18 S. 1 f., Prot. I S. 5)
1. Den Parteien sei das Getrenntleben auf unbestimmte Zeit zu bewilligen. 2. Die eheliche Liegenschaft am C._-weg ... in ... D._, sei bis 31.
Mai 2020 beiden Parteien zur gemeinsamen Benutzung zuzuteilen. Beide Parteien seien aufzufordern, ab 1. Juni 2020 eine Mietwohnung zu beziehen.
3. Beide Parteien seien zu verpflichten, die eheliche Liegenschaft bis  31. Mai 2020 in sauberem und weiterhin gut gepflegtem  zu verlassen.
4. Der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, der Gesuchstellerin für die Dauer des Getrenntlebens bis 31. Dezember 2023 einen  von CHF 7'500.- pro Monat zu bezahlen, sofern sie kein  und kein Ersatzeinkommen erzielt, zahlbar ab Auszug beider  aus der ehelichen Liegenschaft.
Dieser Antrag steht ausdrücklich unter dem Vorbehalt der Änderung nach erfolgter Edition (Stufenklage). Es ist nach erfolgter Edition dem Gesuchsgegner gesondert Frist anzusetzen, um seinen Antrag neu zu beziffern.
Sollte die Gesuchstellerin ein Einkommen oder Ersatzeinkommen ( Arbeitslosenentschädigung) erzielen, entfällt die Pflicht zur Zahlung von Unterhaltsbeiträgen im Umfang des  / Ersatzeinkommens.
Sollte die Gesuchstellerin weniger als 10 Monate pro Jahr in der Schweiz und stattdessen in Indien leben, so sei dieser Unterhaltsbeitrag um einen Drittel zu reduzieren.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzügl. MWST) gemäss Verfahrensausgang.
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5.1. Darüber hinausgehende Anträge der Gegenpartei seien abzuweisen. Insbesondere sei der Antrag der Strafandrohung und der Beauftragung des Stadtammannamtes abzuweisen.
Editionsbegehren (gestützt auf Art. 170 ZGB): 6. Die Gesuchstellerin - im Sinne einer Stufenklage – sei zu verpflichten
folgende Urkunden zu edieren und es sei nach erfolgter Edition dem Gesuchsgegner Frist anzusetzen, um dazu Stellung zu nehmen und seine Anträge allenfalls anzupassen:
− Urkunden betreffend Höhe des Nachlasses des verstorbenen Vaters der Gesuchstellerin und ihren Erbanteil (insbesondere Steuerinventar o.ä., Zusammenstellung der Nachlassaktiven, Erbteilungsvertrag, ).
− Detaillierter Bankauszug folgender Konten, lautend auf die , für die Zeit 01.01.2018 – 31.01.2020:
• Post Finance 2
• Post Finance CH3
• Post Finance CH4
• Credit Suisse CH5
• Und andere auf die Gesuchstellerin lautende Bank- und  im In- und Ausland
Formeller Antrag: 7. Die Gesuchstellerin sei im Sinne der Parteiaussage dazu zu befragen,
welche Vermögenswerte ihr im Jahre 2015 oder 2016 verstorbener  hinterlassen hat und welche Geldbeträge sich auf ihren Bank- und Postkonten in der Schweiz und im Ausland (insbesondere, aber nicht nur in Indien) befinden.
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten anlässlich der Stellungnahme vom 11. Mai 2020 (Urk. 30 S. 1 f.)
1. Es sei die eheliche Wohnung am C._-weg ..., ... D._, ab 1. Juni 2020, inklusive Mobiliar und Hausrat der Gesuchstellerin zur  Benutzung während des Getrenntlebens zuzuweisen und , dass die Parteien ab dem 1. Juni 2020 auf unbestimmte Zeit getrennt leben werden.
1.1. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin alle in seinem Besitz befindlichen Wohnungsschlüssel und Garagenöffner bis spätestens 15. Juni 2020 auszuhändigen.
2. Der ursprünglich gestellte Antrag Ziffer 2 (Befehl mit Strafandrohung) wird zurückgezogen.
3. Der ursprünglich gestellte Antrag Ziffer 3 (Anweisung ) wird zurückgezogen.
4. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin für die Dauer des Getrenntlebens ab 1. Juni 2020 einen monatlichen  von CHF 18'338.00 zu bezahlen.
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4.1. Eventualiter, falls der Antrag der Gesuchstellerin Ziffer 5 auf Zuweisung des Fahrzeuges Mercedes zum unentgeltlichen Gebrauch während der Dauer des Getrenntlebens gutgeheissen wird, sei der Unterhaltsbeitrag an die Gesuchstellerin ab 1. Juni 2020 auf CHF 17'590.00 pro Monat festzulegen.
4.2. Subeventualiter, falls der Antrag der Gesuchstellerin Ziffer 5 auf  des Fahrzeuges Mercedes zum unentgeltlichen Gebrauch  der Dauer des Getrenntlebens nicht gutgeheissen wird, sei der  an die Gesuchstellerin ab 1. Juni 2020 auf CHF 18'965.00 pro Monat festzulegen und es sei der Gesuchsgegner zusätzlich zu verpflichten, der Gesuchstellerin den Betrag von CHF 11'940.00 als Zahlung für die erste (grosse) Leasingrate beim  eines Leasingvertrages zu bezahlen.
5. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin das von ihr benutzte und auf die Firma G._ AG, Zürich, bei der ...  versicherte Motorfahrzeug Mercedes Benz C 200 K. Avantgarde, ZH 1, für die Dauer des Getrenntlebens unentgeltlich zur Verfügung zu stellen sowie alle für Versicherung, Strassenverkehrsabgabe,  und Service sowie Bereifung (Ersatz Sommer- und Winterreifen) für dieses Fahrzeug anfallenden Rechnungen zu bezahlen.
Ergänzung: Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin bis spä-
testens 15. Juni 2020 den in seinem Besitz befindlichen Zweitschlüssel des Fahrzeuges Mercedes Benz C 200 K. Avantgarde herauszugeben.
Neu: 6. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, die Kosten für die Reparatur
der Elektro-Steuerung zur Bedienung des Storen-Systems in der  Wohnung gemäss Offerte der Firma H._ AG, Zürich, vom 16. April 2020, über CHF 12'125.95 sowie allfällige zusätzliche im  mit dieser Reparatur anfallende Kosten direkt zu .
7. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MWST  des Gesuchsgegners.
Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 22. Oktober 2020:
(Urk. 52 S. 55 ff. = Urk. 56 S. 55 ff.)
1. Den Parteien wird das Getrenntleben bewilligt. Es wird vorgemerkt, dass die
Parteien seit dem 1. Juni 2020 getrennt leben.
2. Die eheliche Wohnung am C._-weg ..., ... D._, wird für die Dauer
des Getrenntlebens der Parteien samt Hausrat und Mobiliar der Gesuchstel-
lerin zur alleinigen Benutzung zugewiesen.
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Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin auf erstes Verlan-
gen sämtliche Wohnungsschlüssel und Garagenöffner herauszugeben.
3. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin das Fahrzeug
Mercedes Benz C 200 K. Avantgarde, ZH 1, oder ein vergleichbares Fahr-
zeug der gleichen Kategorie für die Dauer des Getrenntlebens unentgeltlich
zur Verfügung zu stellen.
Zudem wird der Gesuchsgegner verpflichtet, die mit dem Betrieb des Fahr-
zeuges anfallenden Kosten (Versicherung, Strassenverkehrsabgabe, Repa-
raturen und Service sowie Bereifung [Ersatz Sommer- und Winterreifen] für
dieses Fahrzeug zu übernehmen.
Es wird vorgemerkt, dass das Fahrzeug Mercedes Benz C 200 K. Avantgar-
de, ZH 1, der Gesuchstellerin derzeit von der G._ AG zur Benützung
zur Verfügung gestellt wird und die mit dem Fahrzeug verbundenen Kosten
derzeit von der G._ AG bezahlt werden.
4. Der Antrag der Gesuchstellerin, der Gesuchsgegner sei zu verpflichten, die
Kosten für die Reparaturen der Elektro-Steuerung zur Bedienung des Sto-
ren-Systems in der ehelichen Wohnung gemäss Offerte der Firma H._
AG, Zürich, vom 16. April 2020, über Fr. 12'125.95 sowie allfällige zusätzli-
che im Zusammenhang mit dieser Reparatur anfallende Kosten direkt zu
bezahlen, wird abgewiesen.
5. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin rückwirkend ab
1. Juni 2020 für die Dauer des Getrenntlebens für sich persönlich monatliche
Unterhaltsbeiträge in der Höhe von Fr. 8'606.20 zu bezahlen.
Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den
Ersten eines jeden Monats.
6. Die Editionsbegehren der Parteien werden abgewiesen.
7. Die Entscheidgebühr wird festgesetzt auf Fr. 4'500.– (Pauschalgebühr).
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8. Die Gerichtskosten werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Der von der
Gesuchstellerin geleistete Vorschuss wird mit den der Gesuchstellerin aufer-
legten Kosten verrechnet. Es wird davon Vormerk genommen, dass die Ge-
suchstellerin einen Kostenvorschuss in Höhe von Fr. 1'800.– geleistet hat.
Der Fehlbetrag wird von den Parteien gemäss ihrer tatsächlichen Zahlungs-
pflicht nachgefordert.
9. Die Parteientschädigungen werden wettgeschlagen.
10. [Mitteilungssatz]
11. [Rechtmittel: Berufung; Frist: 10 Tage]
Berufungsanträge:
des Gesuchsgegners und Berufungsklägers (Urk. 55 S. 2 f. und Urk. 69 S. 1 f., sinngemäss):
1. Das Urteil des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Horgen vom 22. Oktober 2020 (Geschäfts-Nr. EE190081-F) sei bezüglich dessen Disp. Ziff. 5. aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen:
Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin rückwirkend ab 1. Juni 2020 für die Dauer des Getrenntlebens für sich persönlich monatliche Unterhaltsbeiträge in der Höhe von CHF 3'300.– zu  (Stufenklage).
Diese Unterhaltsbeiträge sind zahlbar monatlich im Voraus jeweils auf den Ersten eines jeden Monats.
Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Gesuchsgegner vom 1. Juni 2020 bis 4. März 2021 insgesamt CHF 38'056.–, eventualiter Fr. 38'256.–, als Unterhaltsbeiträge bezahlt hat.
2. Das Urteil des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Horgen vom
22. Oktober 2020 (Geschäfts-Nr. EE190081-F) sei bezüglich dessen Disp. Ziff. 6. aufzuheben und durch folgende Fassung zu ersetzen:
Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, detaillierte Bankauszüge (alle Gutschriften und Belastungen) folgender Konten, lautend auf die , für die Zeit 01.01.2018 bis 31.01.2020 zu edieren:
- Post Finance 2
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- Post Finance CH3 - Post Finance CH4 - Credit Suisse CH5 - Credit Suisse Investment Funds 12 FCP (Valoren-Nr 6)
Alsdann sei dem Gesuchsgegner nach erfolgter Edition Frist , um seinen Antrag gemäss Ziff. 1 hiervor neu zu beziffern.
3. Das Urteil des Einzelgerichtes am Bezirksgericht Horgen vom
22. Oktober 2020 (Geschäfts-Nr. EE190081-F) sei bezüglich dessen Disp. Ziff. 8. und 9. aufzuheben und durch folgende Fassung zu :
Die Gerichtskosten werden zu 20% dem Gesuchsgegner und zu 80% der Gesuchstellerin auferlegt. Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, für den Gesuchsgegner eine entsprechend reduzierte Parteientschädigung (zuzüglich MwSt) zu entrichten.
4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich MwSt zulas-
ten der Gesuchstellerin.
der Gesuchstellerin und Berufungsbeklagten (Urk. 64 S. 2):
1. Es sei der Berufungsantrag Ziffer 1 abzuweisen, Dispositiv-Ziffer 5 des angefochtenen Urteils zu bestätigen und durch folgenden Zusatz zu ergänzen:
"Es wird davon Vormerk genommen, dass der Gesuchsgegner sich gegenüber der Gesuchstellerin mit Schreiben vom 18.12.2020  verpflichtet hat, ihr nach Wegfall der Lohnzahlung der G._ AG von netto CHF 8'368.80 pro Monat denselben Betrag als zusätzlichen Unterhaltsbeitrag zu entrichten".
2. Es sei davon Vormerk zu nehmen, dass der Berufungskläger seit
1. Juni 2020 bis 23. November 2020 bereits CHF 14'516.00 an den  der Berufungsbeklagten bezahlt hat.
3. Es sei der Berufungsantrag Ziffer 2 abzuweisen.
4. Es sei der Berufungsantrag Ziffer 3 abzuweisen.
5. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. MWST zulasten
des Berufungsklägers.
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## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien sind seit August 2004 verheiratet und haben keine gemeinsa-
men Kinder (vgl. Urk. 16 S. 3, Urk. 18 S. 3). Mit Eingabe vom 28. Oktober 2019
gelangte die Gesuchstellerin und Berufungsbeklagte (fortan Gesuchstellerin) an
die Vorinstanz und ersuchte um Eheschutzmassnahmen (Urk. 1). Betreffend den
Verlauf des erstinstanzlichen Verfahrens kann auf die Erwägungen der Vorinstanz
verwiesen werden (Urk. 52 S. 6 f. = Urk. 56 S. 6 f.). Die Vorinstanz erliess am
22. Oktober 2020 den eingangs wiedergegebenen Entscheid (Urk. 56 S. 55 ff.).
2. Mit Eingabe vom 23. November 2020 erhob der Gesuchsgegner und Beru-
fungskläger (fortan Gesuchsgegner) hiergegen innert Frist (vgl. Urk. 53/1) Beru-
fung, wobei er die oben genannten Anträge stellte (Urk. 55). Mit Verfügung vom
30. November 2020 wurde dem Gesuchsgegner Frist zur Zahlung eines Gerichts-
kostenvorschusses von Fr. 4'000.– angesetzt (Urk. 59), welcher fristgerecht ein-
ging (Urk. 60). In der Folge wurde der Gesuchstellerin mit Verfügung vom
7. Januar 2021 Frist zur Einreichung einer Berufungsantwort angesetzt (Urk. 63).
Nach rechtzeitigem Eingang der Berufungsantwort (Urk. 64) verzichteten die Par-
teien auf telefonische Anfrage des zuständigen Gerichtsschreibers auf die Durch-
führung einer Vergleichsverhandlung (Urk. 67). Sodann wurde die Berufungsant-
wort dem Gesuchsgegner zugestellt, worauf dieser eine Stellungnahme vom
4. März 2021 einreichte (Urk. 69). Nach deren Zustellung reichte die Gesuchstel-
lerin eine weitere Stellungnahme vom 29. März 2021 ins Recht (Urk. 74). Es
ergingen keine weiteren Stellungnahmen (vgl. Urk. 77).
3. Das Verfahren erweist sich als spruchreif. Die vorinstanzlichen Akten wur-
den beigezogen (Urk. 1-54).
II.
1. Die Berufung hemmt die Rechtskraft des angefochtenen Entscheids im Um-
fang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Vorweg ist daher festzustellen, dass das
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vorinstanzliche Urteil in den nicht angefochtenen Dispositiv-Ziffern 1 (Getrenntle-
ben), 2 (eheliche Wohnung), 3 (Fahrzeuge), und 4 (Reparaturkosten) in Rechts-
kraft erwachsen ist. Davon ist Vormerk zu nehmen.
2. Das Berufungsverfahren stellt keine Fortsetzung des erstinstanzlichen Ver-
fahrens dar, sondern ist nach der gesetzlichen Konzeption als eigenständiges
Verfahren ausgestaltet (BGE 142 III 413 E. 2.2.1 m.w.H. auf die Botschaft zur
Schweizerischen ZPO, BBl 2006, S. 7374). Mit der Berufung kann eine unrichtige
Rechtsanwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend
gemacht werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über eine vollstän-
dige Überprüfungsbefugnis der Streitsache, mithin über unbeschränkte Kognition
bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermes-
sensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April
2013, E. 3.1). In der schriftlichen Berufungsbegründung (Art. 311 Abs. 1 ZPO) ist
hinreichend genau aufzuzeigen, inwiefern der erstinstanzliche Entscheid in den
angefochtenen Punkten als fehlerhaft zu betrachten ist bzw. an einem der ge-
nannten Fehler leidet (BGE 142 I 93 E. 8.2; BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Das setzt
voraus, dass der Berufungskläger die vorinstanzlichen Erwägungen bezeichnet,
die er anficht, sich inhaltlich mit diesen auseinandersetzt und mittels genügend
präziser Verweisungen auf die Akten aufzeigt, wo die massgebenden Behauptun-
gen, Erklärungen, Bestreitungen und Einreden erhoben wurden bzw. aus welchen
Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll (BGer
5A_751/2014 vom 28. Mai 2015, E. 2.1; BGer 4A_252/2012 vom 27. September
2012, E. 9.2.1; vgl. auch BGE 138 III 374 E. 4.3.1). Die Begründung ist eine ge-
setzliche, von Amtes wegen zu prüfende Zulässigkeitsvoraussetzung für die Beru-
fung. Fehlt sie, so tritt das obere kantonale Gericht auf die Berufung nicht ein
(BGer 5A_503/2018 vom 25. September 2018, E. 6.3; BGer 5A_209/2014 vom
2. September 2014, E. 4.2.1; BGer 4A_659/2011 vom 7. Dezember 2011 E. 3, in:
SJ 2012 I S. 232). Die Berufungsinstanz hat sich – abgesehen von offensichtli-
chen Mängeln – grundsätzlich auf die Beurteilung der Beanstandungen zu be-
schränken, die in der Berufungsschrift in rechtsgenügender Weise erhoben wer-
den (vgl. BGE 142 III 413 E. 2.2.4). In diesem Rahmen ist insoweit auf die Partei-
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vorbringen einzugehen, als dies für die Entscheidfindung erforderlich ist (vgl.
BGE 134 I 83 E. 4.1).
3. Neue Tatsachen und Beweismittel (Noven) können im Berufungsverfahren
nur unter den Voraussetzungen von Art. 317 Abs. 1 ZPO berücksichtigt werden,
d.h. wenn sie ohne Verzug vorgebracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorg-
falt nicht schon vor erster Instanz vorgebracht werden konnten (lit. b). Dabei hat,
wer sich auf Noven beruft, deren Zulässigkeit darzutun (vgl. BGer 5A_330/2013
vom 24. September 2013, E. 3.5.1; BGer 5A_266/2015 vom 24. Juni 2015,
E. 3.2.2, je m.w.Hinw.). Art. 317 Abs. 1 ZPO ist auch in Verfahren, die – wie vor-
liegend – der eingeschränkten Untersuchungsmaxime unterstehen, zu beachten
(BGE 138 III 625 E. 2.2; BGE 142 III 413 E. 2.2.2).
4. Die Gesuchstellerin stellt in der Berufungsantwort den Antrag, es sei in Er-
gänzung der vorinstanzlichen Dispositiv-Ziffer 5 davon Vormerk zu nehmen, dass
der Gesuchsgegner sich ihr gegenüber mit Schreiben vom 18. Dezember 2020
aussergerichtlich verpflichtet habe, ihr nach Wegfall der Lohnzahlung der
G._ AG von netto Fr. 8'368.80 pro Monat denselben Betrag als zusätzlichen
Unterhaltsbeitrag zu entrichten (Urk. 64 S. 2). Mit der Berufungsantwort kann der
Berufungsbeklagte seine eigenen Anträge denjenigen des Berufungsklägers ge-
genüberstellen. In der Sache lauten sie namentlich auf Abweisung der Berufung
und Bestätigung des vorinstanzlichen Entscheids. Will der Berufungsbeklagte
mehr als das ihm von der Vorinstanz Zugesprochene, hätte er Anschlussberufung
zu erheben (vgl. Hungerbühler, DIKE-Komm-ZPO, Art. 313 N 14). Diese ist im
summarischen Verfahren jedoch nicht zulässig (Art. 314 Abs. 2 ZPO). Folglich ist
auf den diesbezüglichen Antrag der Gesuchstellerin nicht einzutreten.
III.
1. Gegenstand der Berufung
Mit seiner Berufung wendet sich der Gesuchsgegner gegen die Höhe der
vorinstanzlich festgelegten Ehegattenunterhaltsbeiträge (Dispositiv-Ziffer 5) sowie
die Abweisung seines Editionsbegehrens (Dispositiv-Ziffer 6). In der Folge wird
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auf die einzelnen Rügen eingegangen, dem Aufbau der Berufungsschrift folgend
zunächst auf diejenigen zum Editionsbegehren.
2. Editionsbegehren
2.1. Die Vorinstanz wies das Begehren des Gesuchsgegners, die Gesuchstelle-
rin sei – im Sinne einer Stufenklage – zu verpflichten, Urkunden betreffend die
Höhe des Nachlasses ihres verstorbenen Vaters und ihres Erbanteils sowie
Bankauszüge für diverse Konten zu edieren (Urk. 18 S. 2 Ziff. 6), mit der Begrün-
dung ab, die Gesuchstellerin sei ihrer Obliegenheit zur Glaubhaftmachung ihres
Bedarfes in rechtsgenügendem Umfang nachgekommen. Es sei im vorliegenden
Zusammenhang nicht massgeblich, ob die Gesuchstellerin über weitere Konten
verfüge. Da bei der Berechnung des Bedarfs der Gesuchstellerin im Rahmen der
einstufigen Berechnung auf die effektiven Kosten abzustellen sei, könne auch auf
die Edition von Urkunden betreffend den Nachlass des Vaters der Gesuchstellerin
und von weiteren Bankauszügen verzichtet werden (Urk. 56 S. 52 f.).
2.2. Der Gesuchsgegner rügt, die Vorinstanz habe bei der Beurteilung seines
Editionsbegehrens im Sinne einer Stufenklage nicht berücksichtigt, dass er ge-
mäss Art. 170 ZGB einen materiellrechtlichen Anspruch auf Kenntnis sämtlicher
Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Gesuchstellerin habe (Urk. 55
S. 4). In Bezug auf die Erbschaft des Vaters der Gesuchstellerin führt er aus, dass
die Kenntnis der Vermögensverhältnisse unabdingbar sei für die Festsetzung ih-
rer Leistungsfähigkeit und damit hinsichtlich der Höhe der festzusetzenden Unter-
haltsbeiträge. Die Vorinstanz sei nicht darauf eingegangen, obwohl der Antrag be-
treffend Unterhaltsbeiträge unter dem Vorbehalt des Ergebnisses der Aus-
kunftserteilung im Sinne einer Stufenklage angebracht worden sei. Das Editions-
begehren in Bezug auf die Urkunden zum Nachlassvermögen sei im vorliegenden
Berufungsverfahren jedoch nicht weiterzuverfolgen (Urk. 55 S. 4 f.). In Bezug auf
die Bankkontoauszüge führt der Gesuchsgegner aus, die Vorinstanz habe seine
Ausführungen, wonach davon auszugehen sei, dass die Gesuchstellerin seit meh-
reren Jahren aus dem von ihr vom gemeinsamen Konto unter dem Titel "Ta-
schengeld" übertragenen Betrag von monatlich Fr. 4'500.– einen erheblichen Teil
auf die Seite lege und spare, ausser Acht gelassen. Es sei dargelegt worden,
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dass sich die Gesuchstellerin seit 2018 weigere, ihre Bankkontoauszüge ihm res-
pektive dem Treuhänder zur Ausfertigung der Steuererklärung auszuhändigen,
obwohl sie gemäss Steuererklärungen über diese Konten verfüge (Urk. 55 S. 5).
Die Gesuchstellerin habe nicht bestritten, einen Teil der Fr. 4'500.– gespart zu
haben. Dieser Sparbetrag dürfe bei ihrem gebührenden Bedarf nicht berücksich-
tigt werden, da die gestützt auf Art. 176 Abs. 1 Ziff. 1 i.V.m. Art. 163 ZGB zu be-
zahlenden Unterhaltsbeiträge nicht das Bilden von Vermögen beinhalteten. Falls
sich dies aus der Edition der Unterlagen ergebe, sei der im Eheschutzverfahren
festzusetzende Bedarf der Gesuchstellerin um den Sparanteil zu reduzieren
(Urk. 55 S. 5 f.).
2.3. Gemäss Art. 170 Abs. 1 ZGB kann jeder Ehegatte vom andern Auskunft
über dessen Einkommen, Vermögen und Schulden verlangen. Der Richter kann
den anderen Ehegatten oder Dritte auf Begehren verpflichten, die erforderlichen
Auskünfte zu erteilen und die notwendigen Urkunden vorzulegen (Art. 170 Abs. 2
ZGB). Das Auskunftsrecht des Ehegatten ist kein prozessrechtlicher, sondern ein
materiellrechtlicher Anspruch. Davon zu unterscheiden sind prozessuale Editions-
und Auskunftspflichten gestützt auf das Verfahrensrecht. So hat beispielsweise
jede Partei das Recht zu beantragen, dass das Gericht über streitige und ent-
scheidwesentliche Tatsachen Beweise abnimmt, nötigenfalls auch die Gegenpar-
tei zur Herausgabe von Beweismitteln verpflichtet (Art. 150 ff. ZPO). Im Rahmen
von Art. 170 ZGB hat der um Auskunft ersuchende Ehegatte glaubhaft darzule-
gen, für welche materiellrechtlichen Ansprüche er Auskunft benötigt (Frage des
Rechtsschutzinteresses) und weshalb er zur Geltendmachung dieser Ansprüche
auf die anbegehrten Auskünfte und Unterlagen angewiesen ist (Frage nach dem
Inhalt und dem Umfang der Auskunftspflicht; vgl. hierzu OGer ZH LC180020 vom
04.02.2019, IV./E. 1., und OGer ZH LY180058 vom 20.01.2020, IV./E. 1.). Inhalt
und Umfang der Auskunftspflicht gemäss Art. 170 Abs. 1 und 2 ZGB bestimmen
sich nach dem materiellrechtlichen Anspruch, für welchen das Auskunftsbegehren
gestellt wird. Das Gericht kann den auskunftsersuchten Ehegatten nur zur Ertei-
lung der Auskünfte über Tatsachen und Umstände verpflichten, welche für den
materiellrechtlichen Anspruch entscheidrelevant sind (vgl. zum Ganzen OGer
LY180058 vom 20.01.2020, IV./E. 3.2.2.). Dabei ist stets auch die Verfahrensart
- 14 -
zu berücksichtigen. Vorliegend gilt es zur Berechnung allfälliger Unterhaltsbeiträ-
ge die finanziellen Verhältnisse im Rahmen eines Eheschutzverfahrens, und da-
mit eines summarischen Verfahrens, zu bestimmen.
2.4. Der Gesuchsgegner ficht mit seiner Berufung die Abweisung seines Editi-
onsbegehrens einzig in Bezug auf verschiedene Bankkontoauszüge der Gesuch-
stellerin an (vgl. Urk. 55 S. 2). Entsprechend ist auch nur zu prüfen, ob die Vorin-
stanz das Editionsbegehren betreffend diese Urkunden zu Recht abgewiesen hat.
Im Zusammenhang mit den Bankkontoauszügen beschränkt sich die Argumenta-
tion des Gesuchsgegners im Berufungsverfahren zusammengefasst darauf, dass
diese Auszüge zur Ermittlung des Bedarfs der Gesuchstellerin und damit für die
Berechnung des Unterhaltsbeitrags notwendig seien (vgl. E. III.2.2). Er macht
damit im Vergleich zur Vorinstanz nicht mehr geltend, die Edition der Kontoaus-
züge sei massgebend für die Bestimmung der Leistungsfähigkeit der Gesuchstel-
lerin (vgl. Urk. 18 S. 9). Was seine Ausführungen zur Notwendigkeit der Edition
der Bankkontoauszüge für die Bestimmung des Bedarfs der Gesuchstellerin an-
belangt, ist auf die nachfolgenden Erwägungen zu den Ehegattenunterhaltsbei-
trägen zu verweisen (vgl. E. III.5.2.f/g). Wie sich daraus ergibt, konnte der Ge-
suchsgegner im vorinstanzlichen Verfahren nicht glaubhaft machen, dass die
Bankkontoauszüge für die Bestimmung der Unterhaltsansprüche von Bedeutung
sind. Damit hat die Vorinstanz, indem sie auf die Edition dieser Urkunden verzich-
tete, weder die Auskunftsansprüche des Gesuchsgegners nach Art. 170 ZGB
noch dessen Recht auf Beweis nach Art. 150 ff. ZPO verletzt.
2.4. Es ist nicht zu beanstanden, dass die Vorinstanz auf die Ausführungen des
Gesuchsgegners, dass es sich bei seinem Editionsbegehren um eine Stufenklage
handle und dass er nach Edition der geforderten Urkunden seinen Antrag betref-
fend Unterhaltsbeiträge neu beziffern würde, nicht eingegangen ist. Dieses Vor-
gehen ist aufgrund ihrer zutreffenden Begründung, die Kontoauszüge seien im
Zusammenhang mit der Unterhaltsberechnung nicht massgeblich (vgl. Urk. 56
S. 52 f.), nicht zu kritisieren. So ist eine Stufenklage gemäss bundesgerichtlicher
Rechtsprechung dadurch charakterisiert, dass ein selbständiger materiellrechtli-
cher Hilfsanspruch auf Auskunftserteilung im Sinne einer objektiven Klagehäufung
- 15 -
mit einer unbezifferten Forderungsklage verbunden wird (BGE 144 III 43 E. 4.1
und 4.2, 142 III 102 E. 5.3.2, 140 III 409 E. 4.3). Die Stufenklage ist dabei bloss
ein prozessualer Modus (BGE 143 III 297 E. 8.2.5.3). Sind die Voraussetzungen
für den materiellrechtlichen Anspruch auf Auskunftserteilung nicht gegeben, kann
auch keine Stufenklage vorliegen.
2.5. Zusammenfassend erweisen sich die Rügen des Gesuchsgegners zum Edi-
tionsbegehren als unbegründet und es ist Dispositiv-Ziffer 6 des vorinstanzlichen
Entscheids zu bestätigen.
3. Vorbemerkungen zu den Ehegattenunterhaltsbeiträgen
3.1. Den Ausführungen der Parteien folgend hielt die Vorinstanz fest, dass auf-
grund der guten wirtschaftlichen Verhältnisse der Parteien die Berechnung der
Ehegattenunterhaltsbeiträge nach der einstufig-konkreten Methode zu erfolgen
habe (Urk. 56 S. 22). Das Einkommen der Gesuchstellerin bei der G._ AG
von monatlich Fr. 8'368.80 sei ausgewiesen und werde von den Parteien überein-
stimmend anerkannt (Urk. 56 S. 23). Der Gesuchsgegner verfüge neben seinem
Einkommen von (monatlich) Fr. 8'657.70 und seinen Renten aus der AHV und der
beruflichen Vorsorge im Umfang von (monatlich) Fr. 4'286.– über weitere Ein-
nahmen im Umfang von (monatlich) rund Fr. 33'468.– aus den Kontokorrent-
Bezügen bei der G._ AG und den Dividenden der G._ AG. Er sei unter
Berücksichtigung aller Einnahmen fähig, seiner Unterhaltsverpflichtung gegen-
über der Gesuchstellerin nachzukommen und gelte damit im vorliegend relevan-
ten Umfang als wirtschaftlich leistungsfähig (Urk. 56 S. 30). Der monatliche Be-
darf der Gesuchstellerin betrage total Fr. 16'975.– (Urk. 56 S. 50). Auf die Erstel-
lung des Bedarfs des Gesuchsgegners könne verzichtet werden, da dieser über
genügend Leistungsfähigkeit verfüge, um sowohl den Bedarf der Gesuchstellerin
als auch einen Bedarf in vergleichbarer Höhe für sich zu finanzieren (Urk. 56
S. 51). Da die Gesuchstellerin mit ihrem Einkommen den eigenen Bedarf nicht
vollständig zu decken vermöge, habe der Gesuchsgegner den monatlichen Fehl-
betrag in der Höhe von Fr. 8'606.20 als Ehegattenunterhalt zu bezahlen, zahlbar
ab 1. Juni 2020 für die Dauer des Getrenntlebens (Urk. 56 S. 51 f.).
- 16 -
3.2. Der Gesuchsgegner beanstandet in seiner Berufungsschrift im Zusammen-
hang mit dem Ehegattenunterhalt die vorinstanzliche Berechnung des monatli-
chen Bedarfs der Gesuchstellerin, worauf nachfolgend im Detail eingegangen
wird (vgl. E. III.5). Nicht gerügt werden die Anwendung der einstufigen Berech-
nungsmethode, die Berechnung des Einkommens respektive der Leistungsfähig-
keit der Parteien, die Ausführungen zum Verzicht auf Berechnung des Bedarfs
des Gesuchsgegners sowie der Beginn und die Dauer der Unterhaltspflicht. Da in
den entsprechenden Erwägungen der Vorinstanz auch keine offensichtlichen
rechtlichen Mängel erkennbar sind, sind diese Punkte grundsätzlich nicht Thema
des vorliegenden Berufungsverfahrens (vgl. E. II.2, Rügeprinzip). In ihrer Beru-
fungsantwort macht die Gesuchstellerin nun aber geltend, dass ihr Arbeitsverhält-
nis mit der G._ AG per 31. März 2021 gekündigt worden sei (Urk. 64 S. 29
f.). Da es sich bei dieser Tatsachenbehauptung offensichtlich um ein echtes No-
vum im Sinne von Art. 317 Abs. 1 ZPO handelt, ist sie im Berufungsverfahren zu
berücksichtigen.
3.3. Der Unterhaltsanspruch der Ehegatten unterliegt der Dispositionsmaxime
(BGE 129 III 417 E. 2.1.2; BGer 5A_441/2008 vom 29. Dezember 2008, E. 4.5).
Mithin greift das Verschlechterungsverbot (Verbot der reformatio in peius). Dieses
besagt, dass die Rechtsmittelinstanz das angefochtene Urteil nicht zu Ungunsten
der rechtsmittelführenden Partei abändern darf, es sei denn, die Gegenpartei ha-
be ebenfalls ein Rechtsmittel ergriffen (BGE 129 III 417 E. 2.1.1). Letzteres ist
vorliegend nicht der Fall.
4. Einkommen der Gesuchstellerin
4.1. Die Gesuchstellerin macht in ihrer Berufungsantwort als echtes Novum gel-
tend, ihr Arbeitsverhältnis sei per 31. März 2021 gekündigt worden. Ihr Einkom-
men falle per diesem Datum weg. Der Gesuchsgegner habe sich jedoch mit
Schreiben vom 18. Dezember 2020 ihr gegenüber verpflichtet, den Einkommens-
ausfall durch einen zusätzlichen Unterhaltsbeitrag in gleicher Höhe zu kompensie-
ren. Von dieser Verpflichtung sei Vormerk zu nehmen (Urk. 64 S. 29 f.). Der Ge-
suchsgegner bestätigt in seiner Stellungnahme vom 4. März 2021, dass die
G._ AG das Arbeitsverhältnis mit der Gesuchstellerin gekündigt habe. Die
- 17 -
Gesuchstellerin habe seit über einem Jahr praktisch keine Arbeitstätigkeit mehr
verrichtet und aufgrund der familienrechtlichen Situation sei das Vertrauensver-
hältnis massiv und unwiederbringlich erschüttert. Die Gesuchstellerin müsse nun
alles ihr Zumutbare unternehmen, damit sie Arbeitslosentaggeld erhalte. Sollte sie
nachweislich kein Arbeitslosentaggeld erhalten, sei er damit einverstanden, den
weggefallenen Lohn von (monatlich) Fr. 8'368.80 für eine gewisse Übergangszeit
durch Unterhaltsbeiträge zu kompensieren (Urk. 69 S. 9 f.). In ihrer Stellungnah-
me vom 29. März 2021 führt die Gesuchstellerin sodann aus, dass sie die Kündi-
gung angefochten habe. Zudem werde sie als Ehefrau des Gesuchsgegners kei-
ne Arbeitslosentaggelder erhalten, da der Gesuchsgegner über die I._ Hol-
ding AG eine arbeitgeberähnliche Stellung in der G._ AG inne habe (Urk. 74
S. 6 f.).
4.2. Gemäss Art. 31 Abs. 3 lit. c AVIG haben Personen, die in ihrer Eigenschaft
als Gesellschafter, als finanziell am Betrieb Beteiligte oder als Mitglieder eines
obersten betrieblichen Entscheidungsgremiums die Entscheidungen des Arbeit-
gebers bestimmen oder massgeblich beeinflussen können sowie ihre mitarbeiten-
den Ehegatten keinen Anspruch auf Kurzarbeitsentschädigung. Hinsichtlich des
Anspruchs auf Arbeitslosenentschädigung findet sich zwar in Art. 8 ff. AVIG keine
Regelung, die dieser Norm zur Kurzarbeit entsprechen würde. Nach der Recht-
sprechung gilt diese Regelung jedoch grundsätzlich auch für den Anspruch auf
Arbeitslosenentschädigung (BGE 123 V 234 E. 7b/bb; BGer 8C_164/2016 vom
17. Oktober 2016, E. 4.2; BGer 8C_295/2014 vom 7. April 2015, E. 4). Zur Ver-
hinderung des Missbrauchs ist dieser Ausschluss absolut. Das Missbrauchsrisiko
ist dasselbe, ob es nun um Arbeitslosen-, Kurzarbeits- oder Insolvenzentschädi-
gung geht (BGE 142 V 263 E. 4.1). Da das Missbrauchsrisiko bei mitarbeitenden
Ehegatten bis zum Scheidungsurteil persistiert, sind vor diesem Zeitpunkt keine
Leistungen der Arbeitslosenversicherung geschuldet, unabhängig davon, ob und
wie lange die Ehepartner faktisch oder gerichtlich getrennt leben oder ob gerichtli-
che Eheschutzmassnahmen angeordnet wurden (BGE 142 V 263 E. 5.2). Daran
ändert auch die Tatsache nichts, dass die Trennung ein Grund für die Befreiung
von der Erfüllung der Beitragszeit nach Art. 14 AVIG ist (BGer 8C_74/2011 vom
3. Juni 2011, E. 5.3.2). Die Frage, ob eine arbeitnehmende Person einem obers-
- 18 -
ten betrieblichen Entscheidungsgremium angehört und ob sie in dieser Eigen-
schaft massgeblich Einfluss auf die Unternehmensentscheidungen nehmen kann,
ist aufgrund der internen betrieblichen Struktur zu beantworten. Keine Prüfung
des Einzelfalles ist erforderlich, wenn sich die massgebliche Entscheidungsbe-
fugnis bereits aus dem Gesetz selbst (zwingend) ergibt (BGE 123 V 234 E. 7a).
Dies gilt insbesondere für die mitarbeitenden Verwaltungsräte einer AG, für wel-
che das Gesetz in Art. 716-716b OR verschiedene, nicht übertrag- und entziehba-
re, die Entscheidungen des Arbeitgebers bestimmende oder massgeblich beein-
flussende Aufgaben vorschreibt (vgl. BGer 8C_821/2013 vom 31. Januar 2014, E.
2).
4.3. Die Gesuchstellerin arbeitete seit über 15 Jahren bei der G._ AG, teil-
weise auch als Mitglied des Verwaltungsrats (Urk. 16 S. 30 f., Urk. 18 S. 7 f.).
Gemäss Aussagen des Gesuchsgegners gehört die G._ AG zu 100% der
I._ Holding AG und die I._ Holding AG zu 100% ihm (Prot. I S. 50). Der
Gesuchsgegner ist denn auch Mitglied des Verwaltungsrats mit Einzelunterschrift
bei der G._ AG und Präsident des Verwaltungsrats mit Einzelunterschrift bei
der I._ Holding AG (Internet-Handelsregisterauszug, www.zefix.ch, besucht
am 9. September 2021). Mit Schreiben vom 17. Dezember 2020 wurde der Ge-
suchstellerin per 31. März 2021 gekündigt (Urk. 66/25). Aufgrund der Ausführun-
gen des Gesuchsgegners ist davon auszugehen, dass die Kündigung nicht aus
rein wirtschaftlichen, sondern aus persönlichen Gründen im Zusammenhang mit
der Trennung der Parteien erfolgte und dass diese direkt von ihm veranlasst wur-
de (vgl. auch Urk. 18 S. 7 f.). Ohne die Trennung wäre es nicht zur Kündigung
gekommen. Die Arbeitslosigkeit der Gesuchstellerin wurde somit durch den Ge-
suchsgegner verursacht. Aufgrund der obgenannten Rechtsprechung ist mit
überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Gesuchstellerin
als ehemals mitarbeitende Ehegattin im Betrieb des Gesuchsgegners keinen An-
spruch auf Arbeitslosentaggeld hat. Des Weiteren wurde von keiner Seite vorge-
bracht, dass es der Gesuchstellerin möglich wäre, anderweitig ein ähnliches Ein-
kommen zu erzielen. Dies muss ohnehin als unwahrscheinlich betrachtet werden,
ist die Gesuchstellerin doch 61 Jahre alt; sie steht nur gut zwei Jahre vor dem or-
dentlichen Pensionsalter. Es wurde somit glaubhaft gemacht, dass die Gesuch-
- 19 -
stellerin ab 1. April 2021 über kein Einkommen aus Arbeitstätigkeit mehr verfügt.
Dies scheint denn auch dem Gesuchsgegner bewusst zu sein, liess er doch mit
Schreiben vom 18. Dezember 2020 der Rechtsvertreterin der Gesuchstellerin mit-
teilen, dass er nach Wegfall der Lohnzahlung denselben Nettobetrag zusätzlich
als Unterhaltsbeitrag entrichten werde (Urk. 66/26).
4.4. Zusammenfassend ist bei der Gesuchstellerin bis 31. März 2021 von einem
Nettoeinkommen von Fr. 8'368.80 und ab 1. April 2021 von Fr. 0.– pro Monat
auszugehen.
5. Bedarf der Gesuchstellerin
5.1. Bei der einstufigen Bedarfsberechnungsmethode wird auf die tatsächlich ge-
lebte Lebensstellung des Unterhaltsberechtigten abgestellt und der gebührende
Unterhalt direkt anhand seiner tatsächlichen Lebenshaltung unter Berücksichti-
gung der trennungsbedingten Mehrkosten berechnet, d.h. durch Addition sämtli-
cher Bedarfspositionen ermittelt, welche den bisherigen Lebensstandard sicher-
zustellen vermögen (Hausheer/Spycher, Handbuch des Unterhaltsrechts,
N 02.24). Dabei obliegt es dem Unterhaltsberechtigten, diesen Bedarf im Einzel-
nen zu substantiieren und – da Eheschutzverfahren im summarischen Verfahren
behandelt werden – glaubhaft zu machen (BGer 5A_732/2007 vom 4. April 2008,
E. 2.2; 5A_584/2008 vom 6. Mai 2009, E. 2; Hausheer/Spycher, a.a.O.,
N 02.65c). Das Gericht darf mithin weder blosse Behauptungen genügen lassen
noch einen stichhaltigen Beweis verlangen (BGer 5A_112/2014 vom 11. Juli
2014, E. 1.3.). Gewisse Pauschalierungen sind allerdings auch hier unumgäng-
lich, weil es nahezu unmöglich ist, für bestimmte Auslagenpositionen die entspre-
chenden Zahlen nachträglich zu ermitteln (Hausheer/Spycher, a.a.O., N 02.65c;
vgl. auch BGer 5A_671/2013 vom 29. Juli 2014, E. 6.1).
5.2. Bei der Berechnung des monatlichen Bedarfs der Gesuchstellerin ging die
Vorinstanz von den folgenden Beträgen aus (Urk. 56 S. 50):
Monatlicher Bedarf der Gesuchstellerin
a) Wohnkosten Fr. 5'001.–
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b) Kommunikation/TV Fr. 332.–
c) Auto/Mobilität Fr. 100.–
d) Haushaltskosten Fr. 1'120.–
e) Gesundheitskosten Fr. 961.–
f) Persönliche Ausgaben (bisher mittels Haushalts-
kreditkarte gedeckte Kosten)
Fr. 1'347.–
g) Taschengeld Fr. 4'500.–
h) Treuhand / Steuerberatung Fr. 50.–
i) 3. Säule Fr. 564.–
j) Steuern Fr. 3'000.–
Total Bedarf Fr. 16'975.–
a) Wohnkosten
Gemäss Vorinstanz setzen sich die Wohnkosten der Gesuchstellerin aus
dem Hypothekarzins von Fr. 2'959.–, den Stockwerkeigentümergebühren
von Fr. 1'237.–, der Hausratversicherung von Fr. 83.–, den Kosten für den
Gärtner von Fr. 667.– und den Stromkosten von Fr. 55.– zusammen (Urk. 56
S. 30 ff.).
Der Gesuchsgegner anerkennt in der Berufung die Stockwerkeigentümerge-
bühren, die Hausratversicherungskosten und die Stromkosten, weshalb die
Höhe dieser Kosten mangels entsprechender Rüge nicht Thema des Beru-
fungsverfahrens ist und bei der Bedarfsberechnung insoweit von den vor-
instanzlich ermittelten Beträgen ausgegangen werden kann (Urk. 55 S. 8).
Mit Verweis auf die E-Mail eines Mitarbeiters der Zürcher Kantonalbank vom
16. November 2020 (vgl. Urk. 58/2) führt der Gesuchsgegner zu den Hypo-
thekarzinsen aus, dass sich diese per 1. Oktober 2020 auf monatlich
Fr. 2'281.25 verringert hätten, da per diesem Datum eine neue Hypothek mit
einem Zinssatz von 0.7 % bei der ZKB abgeschlossen worden sei (Urk. 55
- 21 -
S. 8). Die Gesuchstellerin bestätigt in ihrer Berufungsantwort zwar den Ab-
schluss der neuen Hypothek, wobei sie auch die entsprechende Produktbe-
stätigung vom 30. September 2020 einreichte (Urk. 66/3), bestreitet aber,
dass sich durch deren Abschluss die Hypothekarzinsen verringert haben.
Die Wohnkosten seien aufgrund der variablen Hypothek respektive der ver-
schiedenen Nebenkosten schwankend, weshalb es sich nicht rechtfertige,
die Hypothekarzinsen anzupassen (Urk. 64 S. 13 ff.).
Aufgrund der im Berufungsverfahren geltenden Novenregelung nach
Art. 317 Abs. 1 ZPO können der Abschluss der neuen Hypothek und die
neue Tatsachenbehauptung, der Hypothekarzins habe sich verringert, im
Berufungsverfahren nicht mehr berücksichtigt werden. Gemäss Produktbe-
stätigung der ZKB vom 30. September 2020 wurde an diesem Tag die neue
Hypothek abgeschlossen (vgl. Urk. 66/3). Der vorinstanzliche Entscheid da-
tiert vom 22. Oktober 2020. Es wurde vom Gesuchsgegner in der Beru-
fungsschrift nicht ausgeführt, weshalb es ihm nicht möglich gewesen sein
soll, diese Tatsachenbehauptung bereits vor Vorinstanz vorzubringen. Ent-
sprechend sind die Ausführungen des Gesuchsgegners zur Änderung des
Hypothekarzinses nicht zu hören. Es ist der Gesuchstellerin der von der Vor-
instanz ermittelte Betrag von Fr. 2'959.– pro Monat anzurechnen.
Der Gesuchsgegner rügt, die von der Vorinstanz berücksichtigten Kosten für
Gartenarbeiten seien zu hoch und es seien der Gesuchstellerin maximal
Fr. 300.– pro Monat anzurechnen. Die Vorinstanz habe seine Aussage, dass
er die reduzierten Gartenarbeitskosten vertretbar finde, falsch interpretiert.
Bei den Kosten für den Gärtner für die Jahre 2018 und 2019 im Umfang von
Fr. 16'008.25, von welchem Betrag die Vorinstanz ausgegangen sei, handle
es sich nicht um die vom Gesuchsgegner erwähnten reduzierten Kosten
(Urk. 55 S. 8 f.). Sodann sei aus Urk. 13/11 ersichtlich, dass die von der Ge-
suchstellerin eingereichten Rechnungen des Gärtners den Zeitraum vom
14. Dezember 2017 bis zum 12. Dezember 2019 umfassten, mithin darin
drei Wintergrossarbeiten enthalten seien, weshalb sich die Arbeitsperiode
über die Jahre 2017, 2018 und 2019 erstrecke. Effektiv seien für die Arbei-
- 22 -
ten in den Jahren 2018 und 2019 Kosten von Fr. 550.– pro Monat entstan-
den (Urk. 55 S. 9). Des Weiteren habe die Gesuchstellerin nicht substantiiert
ausgeführt, weshalb für eine Stockwerkeigentumswohnung auch inskünftig
solch hohe Gärtnerkosten notwendig seien. So habe der Gärtner der Ge-
suchstellerin im Sommer 2020 für die Arbeiten eines ganzen Jahres eine Of-
ferte über Fr. 6'462.– unterbreitet, welche diese aber aus Kostengründen
abgelehnt habe (Urk. 55 S. 9).
Die Gesuchstellerin reichte vor Vorinstanz einen Kontoauszug mit Zahlun-
gen an die J._ Gartenbau zwischen dem 10. Januar 2018 und dem
16. Dezember 2019 ein (Urk. 13/11). Auch wenn der Gesuchsgegner vor
Vorinstanz die Höhe der Kosten für den Gärtner pauschal bestreiten liess
(vgl. Prot. I S. 15), bestätigte er anlässlich der Befragung ausdrücklich, dass
die Terrasse der ehelichen Liegenschaft seit dem Umzug von einem Gärtner
gepflegt werde und dass die aktuellen Kosten vertretbar seien (Prot. I S. 55).
Die Vorinstanz durfte aufgrund dieser Aussagen davon ausgehen, dass der
regelmässige Einsatz eines Gärtners zum Lebensstandard der Ehegatten
gehörte und dass der Gesuchsgegner die aktuellsten Zahlungen an den
Gärtner gemäss Kontoauszug als vertretbar betrachtet. Die Rüge des Ge-
suchsgegners, die Vorinstanz habe diese Aussagen falsch interpretiert, ist
unbegründet, lässt sich dem eingereichten Kontoauszug doch nicht entneh-
men, dass sich die Rechnungsbeträge über die daraus ersichtliche Zeitperi-
ode von rund zwei Jahren reduzierten. Bezüglich der Berechnung der
durchschnittlichen Kosten für die Jahre 2018 und 2019 ist dem Gesuchs-
gegner jedoch zuzustimmen, dass die Vorinstanz die Zahlung vom
10. Januar 2018 über Fr. 2'698.60 für die Rechnung vom 14. Dezember
2017 berücksichtigte, obwohl damit Aufwendungen, die ausserhalb dieser
Zweijahresperiode liegen, vergütet wurden (Urk. 13/11 S. 3). Entsprechend
ist die Berechnung der durchschnittlichen Kosten anzupassen. Den Ausfüh-
rungen der Gesuchstellerin, dieser Einwand des Gesuchsgegners sei ver-
spätet erfolgt (vgl. Urk. 64 S. 15 f.), ist nicht zu folgen, gab doch erst der vo-
rinstanzliche Entscheid mit der falschen Berechnung Anlass für die Kritik.
Die übrigen Rügen des Gesuchsgegners betreffend die Offerte des Gärtners
- 23 -
(vgl. Urk. 58/3) sind hingegen nicht zu berücksichtigen, handelt es sich doch
dabei um im Berufungsverfahren erstmals vorgebrachte Tatsachenbehaup-
tungen, für welche nicht ausgeführt wird, weshalb sie nicht bereits vor Vorin-
stanz ins Verfahren eingebracht wurden. Gleiches gilt für die von der Ge-
suchstellerin im Berufungsverfahren neu eingereichten Gärtnerrechnungen
für das Jahr 2020 (vgl. Urk. 66/7-12), welche sie bereits vor Vorinstanz an-
lässlich ihrer Stellungnahme vom 4. September 2020 (vgl. Urk. 48) hätte ins
Verfahren einbringen können. Somit rechtfertigt es sich, der Gesuchstellerin
(gerundet) Fr. 550.– (Fr. 13'309.65 / 24 Monate; Urk. 13/11) als Kosten für
den Gärtner anzurechnen.
Der Gesuchsgegner macht sodann allgemein zu den Wohnkosten geltend,
dass der von der Vorinstanz berechnete Betrag von Fr. 5'001.– mehr als
0.7 % des steuerlichen Wohnungswerts von Fr. 2'814'000.– ausmache, was
zu korrigieren sei (Urk. 55 S. 10). Auch dieser Einwand ist nicht zu berück-
sichtigen, setzt er sich doch nicht mit der entsprechenden vorinstanzlichen
Begründung, dass eine Mischrechnung unzulässig sei (vgl. Urk. 56 S. 33),
auseinander.
Zusammenfassend sind der Gesuchstellerin die nachfolgenden Wohnkosten
im Bedarf anzurechnen:
Hypothekarzinsen Fr. 2'959.
Stockwerkeigentümergebühren Fr. 1'237.
Hausratversicherung Fr. 83.–
Kosten Gärtner Fr. 550.–
Strom Fr. 55.–
Total Wohnkosten pro Monat Fr. 4'884.–
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b) Kommunikationskosten
Die vorinstanzlich berechneten Kommunikationskosten von Fr. 332.– pro
Monat(Urk. 56 S. 35) wurden nicht gerügt, weshalb der Betrag in die Be-
darfsberechnung der Gesuchstellerin zu übernehmen ist.
c) Auto / Mobilität
Die Vorinstanz führte aus, dass lediglich angemessene Benzinkosten im
Umfang von monatlich Fr. 100.– unter der Bedarfsposition "Auto / Mobilität"
zu berücksichtigen seien, da der Antrag der Gesuchstellerin auf unentgeltli-
che Verwendung des Fahrzeugs gutgeheissen werde (Urk. 56 S. 35 f.).
Der Gesuchsgegner macht geltend, die von der Vorinstanz als angemessen
bezeichneten Benzinkosten entsprächen nicht dem tatsächlichen Bedarf.
Anhand der Kilometerstände der Jahre 2014, 2017, 2019 und 2020 könne
der monatliche Benzingebrauch berechnet werden. Dieser entspreche mo-
natlichen Kosten von lediglich Fr. 20.–. Die Kontrolle der Benzinkartenrech-
nungen der Gesuchstellerin für das von ihr gefahrene Fahrzeug der G._
AG ergebe einen durchschnittlichen Wert von Fr. 28.98 pro Monat. Da er vor
Vorinstanz lediglich Benzinkosten von Fr. 50.– pro Monat anerkannt habe,
sei einzig dieser Betrag zu berücksichtigen (Urk. 55 S. 13 f.).
Der Gesuchsgegner zeigt nicht auf, wo er vor Vorinstanz die massgebenden
Behauptungen erhoben hat beziehungsweise aus welchen vorinstanzlichen
Aktenstellen sich der geltend gemachte Berufungsgrund ergeben soll. Die
Urkunden, auf welchen sich seine Ausführungen stützen, reichte er denn
auch erst im Berufungsverfahren ein (vgl. Urk. 58/5+6), ohne sich dazu zu
äussern, weshalb er diese nicht bereits vor Vorinstanz in den Prozess ein-
brachte. Auf seine Rüge zu den Kosten für Auto und Mobilität ist entspre-
chend nicht einzutreten und es ist der vorinstanzlich berechnete Betrag von
Fr. 100.– pro Monat zu übernehmen.
- 25 -
d) Haushaltskosten
Die Vorinstanz berücksichtigte unter der Bedarfsposition "Haushaltskosten"
Fr. 360.– pro Monat für Lebensmittel/Getränke, Fr. 635.– pro Monat für die
Haushaltshilfe K._ und Fr. 125.– pro Monat für die Haushaltshilfe
L._ (Urk. 56 S. 36 ff.).
Der Gesuchsgegner macht geltend, dass der Arbeitsvertrag mit der Haus-
haltshilfe K._ per 30. September 2021 gekündigt worden sei. Sodann
sei es notorisch, dass eine Person weniger Haushaltsarbeiten verursache
als ein Zweipersonenhaushalt. Anstelle von Fr. 635.– für die Haushaltshilfe
K._ seien lediglich Fr. 300.– zu berücksichtigen (Urk. 55 S. 10 f.). Des
Weiteren sei die zweite Haushaltshilfe nur für Bügelarbeiten zuständig ge-
wesen. Es sei notorisch, dass im Erwerbsleben stehende Männer täglich
neue Hemden bräuchten. Frauen würden nicht täglich Kleidung tragen, wel-
che gebügelt werden müsse. Die Gesuchstellerin habe anders als der Ge-
suchsgegner keine Kundenkontakte, weshalb sie nicht täglich auf gebügelte
Kleider angewiesen sei. Da nicht ersichtlich sei, weshalb eine zweite Haus-
haltshilfe vonnöten sei, sei der Betrag für die zweite Haushaltshilfe aus der
Bedarfsposition zu streichen (Urk. 55 S. 11). Die Gesuchstellerin wendet ein,
dass die Haushaltshilfe K._ nicht von den Parteien, sondern von der
G._ AG angestellt gewesen sei, weshalb die Kündigung keinen Einfluss
auf ihren Anspruch auf die Haushaltshilfe habe. Deren Aufwand sei auch
nach wie vor derselbe, würden sich die Arbeiten durch den Auszug des Ge-
suchsgegners doch nicht verringern, da weiterhin die gesamte Wohnung ge-
reinigt werden müsse. Auch die Kosten für die zweite Haushaltshilfe, die für
Bügelarbeiten angestellt sei, seien weiterhin zu berücksichtigen, da einer-
seits die Argumentation des Gesuchsgegners neu und deshalb nicht zu hö-
ren sei und da andererseits die Gesuchstellerin weiterhin auf gebügelte
Kleider angewiesen sei. Dies habe zum Standard der Parteien gehört
(Urk. 64 S. 22 ff.).
Die Einwendungen des Gesuchsgegners zu den Kosten der Haushaltshilfen
sind unbegründet. So setzt er sich insbesondere nicht mit der vorinstanzli-
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chen Erwägung, die beiden Haushaltshilfen hätten zum ehelichen Lebens-
standard gehört, weshalb deren Kosten in der Bedarfsberechnung zu be-
rücksichtigen seien, auseinander (Urk. 56 S. 37). Diese beruht nämlich auch
auf seiner eigenen Aussage, dass die Parteien während der Ehe und auch
noch während des Eheschutzverfahrens zwei Haushaltshilfen beschäftigt
hätten (vgl. Prot. I S. 55). Da sich der Gesuchsgegner zudem nicht mit der
vorinstanzlichen Berechnung zur Höhe der Kosten der beiden Haushaltshil-
fen auseinandersetzt, sondern einzig pauschal vorbringt, die Kosten seien
für einen Einpersonenhaushalt zu hoch, sind seine entsprechenden Rügen
nicht zu hören. Abschliessend ist festzuhalten, dass die Kündigung der
Haushaltshilfe K._ durch die G._ AG keinen Einfluss auf die Höhe
der anzurechnenden Kosten hat, wurde von der Vorinstanz doch bereits be-
rücksichtigt, dass die Gesuchstellerin die Haushaltshilfe direkt anzustellen
haben werde (vgl. Urk. 56 S. 37 f.). Entsprechend sind die vorinstanzlich be-
rücksichtigen Kosten für die Position "Haushaltskosten" in der Höhe von
Fr. 1'120.– pro Monat unverändert zu übernehmen.
e) Gesundheitskosten
Die vorinstanzlich berechneten Gesundheitskosten von Fr. 961.– pro Monat
(Urk. 56 S. 38 ff.) wurden nicht gerügt, weshalb der Betrag in die Bedarfsbe-
rechnung der Gesuchstellerin zu übernehmen ist.
f/g) Persönliche Ausgaben / Taschengeld
Unter der Bedarfsposition "Persönliche Ausgaben" berücksichtigte die Vorin-
stanz anhand verschiedener Ausgabenbelege einen monatlichen Betrag von
total Fr. 1'347.–. Daneben erachtete die Vorinstanz als glaubhaft, dass der
Gesuchstellerin zusätzlich ein "Taschengeld" in der Höhe von monatlich
Fr. 4'500.– zur Verfügung gestanden haben, und berücksichtigte auch die-
sen Betrag im Bedarf (Urk. 56 S. 42 ff.).
Der Gesuchsgegner rügt, dass er die geltend gemachten Ausgaben der Po-
sition "Persönliche Auslagen" vor Vorinstanz bestritten habe und dass sein
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Einwand, dass sämtliche dieser von der Gesuchstellerin geltend gemachten
Ausgaben aus dem Taschengeldbetrag von Fr. 4'500.– hätten bezahlt wer-
den sollen, nicht berücksichtigt worden sei. So sei von der Gesuchstellerin
nie in Abrede gestellt worden, dass die Fr. 4'500.– für sämtliche persönli-
chen Bedürfnisse und Auslagen gedacht gewesen seien. Dass die Gesuch-
stellerin die Haushalts-Kreditkarte für ihre eigenen Bedürfnisse verwendet
und zusätzliche Ausgaben getätigt habe, sei nicht vereinbart gewesen. Der
Betrag von Fr. 1'347.– sei deshalb aus der Bedarfsberechnung zu streichen.
Des Weiteren sei bezüglich Ausgaben wie Flüge/SBB/UBER/Taxi von
Fr. 274.–, Reisen/Indien/Hotels von Fr. 132.–, Auslandreisen/Hotels von
Fr. 405.–, Restaurants von Fr. 125.–, Schönheit/Massage von Fr. 18.–,
Shopping von Fr. 124.–, Kultur/Paypal/Amazon von Fr. 161.–, Weiterbildun-
gen/Abonnemente und Mitgliedschaften von Fr. 43.– nicht ersichtlich und
nicht substantiiert geltend gemacht worden, weshalb diese nicht zusätzlich
zum Taschengeld von Fr. 4'500.– zu berücksichtigen seien (Urk. 55 S. 11 f.).
Das Taschengeld von Fr. 4'500.– stehe sodann unter dem Vorbehalt des
geäufneten Sparanteils, welcher erst nach erfolgter Edition der Kontoauszü-
ge der Gesuchstellerin beziffert werden könne (Urk. 55 S. 15; vgl. E. III.2.2).
Den Rügen des Gesuchsgegners ist nicht zu folgen. Indem sich die Vorin-
stanz mit sämtlichen von der Gesuchstellerin behaupteten Auslagen im De-
tail auseinandersetzte, ging sie auf seine pauschale Bestreitung der Höhe
der persönlichen Ausgaben sowie seinen Einwand, die Ausführungen der
Gesuchstellerin seien unsubstantiiert und nicht glaubhaft gemacht worden,
ein. Diese Auseinandersetzung war möglich, da die Gesuchstellerin in ihrem
Plädoyer vom 4. Februar 2020 ausführte, wie der von ihr für die persönli-
chen Ausgaben eingesetzte Betrag zu berechnen sei, und zu sämtlichen
Positionen Verweise auf die entsprechenden Kreditkartenzahlungen machte
(vgl. Urk. 16 S. 32 bis 42). Mit diesem Vorgehen behandelte die Vorinstanz
auch die Behauptung des Gesuchsgegners, die fraglichen Kosten hätten
aus dem Taschengeld von Fr. 4'500.– bezahlt werden sollen. Denn selbst
wenn, wie vom Gesuchsgegner behauptet, zwischen den Parteien die Ab-
machung gewesen sein sollte, dass die Gesuchstellerin ihre persönlichen
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Ausgaben mit diesem Taschengeld bezahlt, wurde glaubhaft gemacht, dass
dies über mehrere Jahre hinweg faktisch anders gehandhabt wurde. Die
zahlreichen Rechnungen belegen die mit der Haushalts-Kreditkarte getätig-
ten Ausgaben (vgl. Urk. 17/36/1+2). Zudem anerkannte auch der Gesuchs-
gegner, dass die Haushalts-Kreditkarte, wenn auch nicht immer mit seinem
Einverständnis, allein von der Gesuchstellerin benutzt wurde, mithin diese
Ausgaben von ihr getätigt wurden (Prot. I S. 54). Die Gesuchstellerin konnte
somit glaubhaft machen, dass die unter der Position "Persönliche Auslagen"
geltend gemachten Ausgaben nicht mit dem Taschengeld bezahlt wurden.
Was die Höhe der einzelnen Teilpositionen anbelangt, setzt sich der Ge-
suchsgegner in seiner Berufungsschrift nicht rechtsgenügend mit den vor-
instanzlichen Ausführungen auseinander. Die in der Berufungsschrift vorge-
nommene Aufzählung der Positionen, mit denen er nicht einverstanden zu
sein scheint, genügt den Rügeanforderungen nicht. Entsprechend ist darauf
nicht weiter einzugehen.
Betreffend die Position "Taschengeld" und das damit zusammenhängende
Editionsbegehren ist festzuhalten, dass der Gesuchsgegner vor Vorinstanz
nicht bestritt, dass die Gesuchstellerin monatlich Fr. 4'500.– zur Deckung
der eigenen Bedürfnisse erhalten habe. Er machte denn auch nicht geltend,
die von der Gesuchstellerin eingereichten Urkunden würden nicht ausrei-
chen, das Taschengeld zu belegen. Vielmehr führte er an verschiedenen
Stellen aus, dass diese Fr. 4'500.– genau dafür dagewesen seien, "sämtli-
che privaten Auslagen" zu begleichen (vgl. Urk. 29 S. 6 f., Prot. I S. 7, 14, 16
und 60). Bei dieser Ausgangslage wäre es nun aber am Gesuchsgegner
gewesen, glaubhaft darzulegen, dass die Gesuchstellerin nicht das gesam-
ten Taschengeld für die vorgenannten Auslagen benötigte (Art. 8 ZGB). Sei-
ne entsprechenden Ausführungen vor Vorinstanz beschränkten sich jedoch
auf die Behauptung, es werde davon ausgegangen, dass ein Grossteil der
Fr. 4'500.– über mehrere Jahre auf die Seite gelegt und gespart worden sei,
weshalb die Bankkontoauszüge einzureichen seien (vgl. Urk. 18 S. 9 f.,
Urk. 29 S. 5). Die Gesuchstellerin bestritt diese Behauptung (Prot. I S. 26)
und machte mit Verweis auf diverse ins Recht gereichte Urkunden Ausfüh-
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rungen dazu, wofür das Taschengeld verwendet worden sei (Urk. 16 S. 57
ff.). Eine Auseinandersetzung mit diesen Urkunden oder weitere Erklärun-
gen, beispielsweise wie es der Gesuchstellerin hätte möglich sein sollen,
neben der Bezahlung sämtlicher privater Auslagen einen substantiellen
Sparbetrag zu generieren, lieferte der Gesuchsgegner vor Vorinstanz nicht.
Allein das vorübergehende "auf die Seite legen" für eine grössere Auslage,
beispielsweise für eine Uhr (vgl. Prot. I S. 45), ändert nichts am von den Par-
teien vereinbarten Zweck des Taschengeldes. Entsprechend ging die Vorin-
stanz zu Recht davon aus, dass die Gesuchstellerin glaubhaft machen konn-
te, dass die Auszahlung von Fr. 4'500.– pro Monat für persönliche Auslagen
zum ehelichen Standard gehörte (Urk. 56 S. 46 f.). Damit ist auch die Ab-
weisung des Editionsbegehrens durch die Vorinstanz nicht zu beanstanden,
handelte es sich doch bei den Kontoauszügen nicht um eine für den Ent-
scheid wesentliche Tatsache und fehlte dem Gesuchsgegner das nötige
Rechtsschutzinteresse. Vor diesem Hintergrund ist es des Weiteren nicht
von Bedeutung, dass die Gesuchstellerin zwar anbot, die entsprechenden
Unterlagen einzureichen (vgl. Prot. I S. 22), dies dann aber doch nicht tat.
Die Einwendungen des Gesuchsgegners in der Berufungsschrift erweisen
sich insoweit als unbegründet.
Zusammenfassend ist im Bedarf der Gesuchstellerin unter der Position
"Persönliche Ausgaben" ein monatlicher Betrag von total Fr. 1'347.– und un-
ter der Position "Taschengeld" ein monatlicher Betrag von Fr. 4'500.– zu be-
rücksichtigen.
h) Treuhand / Steuerberatung
Die vorinstanzlich berechneten Kosten für Treuhand / Steuerberatung von
Fr. 50.– (Urk. 56 S. 47) wurden nicht gerügt, weshalb der Betrag in die Be-
darfsberechnung der Gesuchstellerin zu übernehmen ist.
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i) 3. Säule
Der Gesuchsgegner macht geltend, die Gesuchstellerin habe ihren Beitrag
an die 3. Säule jeweils aus dem Taschengeld von Fr. 4'500.– bezahlt. Er
selber zahle seit 2019 nicht mehr in die 3. Säule ein. Zuvor habe er nur sei-
nen eigenen Anteil einbezahlt. Ob die Gesuchstellerin den Maximalbetrag
einbezahlt habe, sei ihm nicht bekannt. Zudem sei dieser Betrag ohnehin
vermögensbildend und nicht zu berücksichtigen (Urk. 55 S. 12 f.).
Der Gesuchsgegner setzt sich nicht mit den Erwägungen der Vorinstanz zur
Berücksichtigung von freiwillig bezahlten Vorsorgebeiträgen bei guten finan-
ziellen Verhältnissen auseinander (vgl. Urk. 56 S. 49). Zudem handelt es
sich bei seinen Ausführungen, die Gesuchstellerin habe ihren Beitrag aus
dem Taschengeld bezahlt und er habe nur seinen eigenen Anteil einbezahlt,
um erst im Berufungsverfahren erhobene Tatsachenbehauptungen, welche
nach Art. 317 ZPO nicht zu berücksichtigen sind. Die Rügen des Gesuchs-
gegners sind, soweit auf diese einzutreten ist, nicht begründet. Es ist der
Gesuchstellerin der von der Vorinstanz berechnete Betrag von Fr. 564.– im
Bedarf anzurechnen.
j) Steuern
Der Gesuchsgegner rügt, dass sich die Steuerbelastung der Gesuchstellerin
verringere, wenn die von ihm in der Berufungsschrift vorgebrachten Anpas-
sungen gemacht werden (Urk. 55 S. 14). Wie aus der nachfolgenden Auf-
stellung ersichtlich ist (vgl. E. III.5.3), verändert sich der persönliche Bedarf
der Gesuchstellerin im Vergleich zum vorinstanzlichen Entscheid nur unwe-
sentlich (neu: Fr. 16'860.–, alt: Fr. 16'975.–). Da dieser Bedarf entweder
durch Einkommen der Gesuchstellerin oder durch Unterhalt des Gesuchs-
gegners gedeckt werden muss, verringert sich auch das von der Gesuch-
stellerin zu versteuernde Einkommen nur in einem unwesentlichen Aus-
mass. Eine Anpassung der von der Vorinstanz festgelegten Steuerbelastung
rechtfertigt sich daher nicht, zumal der Gesuchsgegner die Berechnung der
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Vorinstanz auch nicht beanstandet. Es ist der vorinstanzlich berechnete
Steuerbetrag von Fr. 3'000.– zu übernehmen.
5.3. Der monatliche Bedarf der Gesuchstellerin berechnet sich nach dem Ausge-
führten wie folgt:
Monatlicher Bedarf der Gesuchstellerin
a) Wohnkosten Fr. 4'884.–
b) Kommunikation/TV Fr. 332.–
c) Auto/Mobilität Fr. 100.–
d) Haushaltskosten Fr. 1'120.–
e) Gesundheitskosten Fr. 961.–
f) Persönliche Ausgaben (bisher mittels Haushalts-
kreditkarte gedeckte Kosten)
Fr. 1'347.–
g) Taschengeld Fr. 4'500.–
h) Treuhand / Steuerberatung Fr. 50.–
i) 3. Säule Fr. 564.–
j) Steuern Fr. 3'000.–
Total Bedarf (gerundet) Fr. 16'860.–
6. Unterhaltsberechnung
6.1. Für den Zeitraum von 1. Juni 2020 bis 31. März 2021 kann die Gesuchstelle-
rin mit ihrem Einkommen von Fr. 8'368.80 den eigenen Bedarf von Fr. 16'860.–
nicht decken. Da das Abstellen auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Ge-
suchsgegners nicht beanstandet wurde, hat er mit den ihm zur Verfügung stehen-
den finanziellen Mitteln für den zum gebührenden Bedarf der Gesuchstellerin feh-
lenden Betrag aufzukommen. Entsprechend ist er für diesen Zeitraum zu ver-
pflichten, den Differenzbetrag von (gerundet) Fr. 8'490.– als monatlichen Ehegat-
tenunterhaltsbeitrag an die Gesuchstellerin zu bezahlen.
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6.2. Für den Zeitraum ab dem 1. April 2021 ist davon auszugehen, dass die Ge-
suchstellerin über kein Einkommen mehr verfügt, weshalb ihr Bedarf von
Fr. 16'860.– ungedeckt ist. Aufgrund des Schreibens der Rechtsvertreterin des
Gesuchsgegners vom 18. Dezember 2020 (Urk. 66/26), seinen Ausführungen,
dass er den wegfallenden Lohn der Gesuchstellerin durch Unterhaltsbeiträge
kompensieren könne (Urk. 69 S. 10), sowie dem Umstand, dass er seine eigene
Leistungsfähigkeit im Berufungsverfahren nicht thematisiert und insbesondere
nicht vorbringt, dass diese zur Zahlung von höheren Unterhaltsbeiträgen nicht
ausreichen würde, ist davon auszugehen, dass der Gesuchsgegner auch diesen
Bedarf durch Unterhaltszahlungen vollständig decken könnte. Etwas anderes
lässt sich auch den Verfahrensakten nicht entnehmen. Aufgrund des im vorlie-
genden Berufungsverfahren geltenden Verschlechterungsverbots (vgl. E. III.3.3)
kann der Gesuchsgegner jedoch nicht zur Zahlung höherer Unterhaltsbeiträge,
als sie vor Vorinstanz festgelegt wurden (gerundet Fr. 8'605.–, Urk. 55 Dispositiv-
Ziffer 5), verpflichtet werden. Auch wenn damit der Bedarf der Gesuchstellerin
nicht vollständig gedeckt wird, ist dies der maximal zuzusprechende Betrag. Ent-
sprechend ist der Gesuchsgegner zu verpflichten, der Gesuchstellerin ab 1. April
2021 und für die Dauer des Getrenntlebens einen monatlichen Unterhaltsbeitrag
von Fr. 8'605.– zu bezahlen.
7. Bereits bezahlte Unterhaltsbeiträge
7.1. Der Gesuchsgegner macht in seiner Berufungsschrift geltend, es sei davon
Vormerk zu nehmen, dass er an die Bedarfskosten der Gesuchstellerin für den
Zeitraum vom 1. Juni 2020 bis 23. November 2020 bereits folgende Zahlungen
getätigt habe und dass die Unterhaltsschuld im entsprechenden Umfang getilgt
sei (Urk. 55 S. 15 f.):
Hypothekarzins vom 01.06.2020 – 30.09.2020 à Fr. 2'959.– Fr. 11'836
Haushaltshilfe K._ 01.06.2020 – 30.09.2020
à Fr. 635.–
Fr. 2'540
Mobilitätskosten 01.06.2020 – 30.09.2020 à Fr. 50.– (bzw.
Fr. 100.–, falls die Berufung in diesem Punkt abgewiesen wer-
Fr. 200
Fr. 400.
- 33 -
de)
Kommunikationskosten (2x Fr. 140.–) Fr. 280
Total Fr. 14'856. Fr. 15'056.
7.2. Des Weiteren stellt der Gesuchsgegner in seiner Stellungnahme vom
4. März 2021 den Antrag, es sei davon Vormerk zu nehmen, dass er für den Zeit-
raum vom 23. November 2020 bis 4. März 2021 bereits Unterhaltsbeiträge im
Umfang von total Fr. 23'200.– an die Gesuchstellerin bezahlt habe (Urk. 69 S. 1
f.).
7.3. Die Gesuchstellerin anerkennt in ihrer Beschwerdeantwort die Zahlung der
Hypothekarzinsen im Umfang von Fr. 11'836.– (Urk. 64 S. 13 und 32), die Zah-
lung der Kosten für die Haushaltshilfe im Umfang von Fr. 2'540.– (Urk. 64 S. 22 f.
und 32) sowie die Zahlung der Kommunikationskosten von Fr. 140.– (Urk. 64
S. 32). In ihrer Stellungnahme vom 29. März 2021 anerkennt sie die Zahlung von
Unterhaltsbeiträgen im Betrag von Fr. 23'200.– (Urk. 74 S. 1).
7.4. In Bezug auf die Mobilitätskosten ist der vom Gesuchsgegner geltend ge-
machte Betrag nicht zu berücksichtigen, da er sich zur Glaubhaftmachung dieser
Position auf Urkunden stützt, welche von vor dem vorinstanzlichen Entscheid da-
tieren (vgl. Urk. 58/6) und er nicht ausführt, weshalb er diese Unterlagen nicht be-
reits vor Vorinstanz eingereicht hat (Art. 317 ZPO). Zur geltend gemachten Zah-
lung der Handy-Rechnung ist der Gesuchstellerin zu folgen (vgl. Urk. 64 S. 32),
dass nur eine Rechnung in die zu berücksichtigende Zeitperiode fällt (vgl.
Urk. 58/10), weshalb lediglich die anerkannten Fr. 140.– zu berücksichtigen sind.
7.5. Zusammenfassend ist davon Vormerk zu nehmen, dass der Gesuchsgegner
der Gesuchstellerin Unterhaltsbeiträge in der Höhe von insgesamt Fr. 37'716.–
(Fr. 11'836.– + Fr. 2'540.– + Fr. 140.– + Fr. 23'200.–) bezahlt hat.
- 34 -
IV.
1.1. Trifft die Rechtsmittelinstanz einen neuen Entscheid, so entscheidet sie
auch über die Prozesskosten des erstinstanzlichen Verfahrens (Art. 318 Abs. 3
ZPO). Die Vorinstanz bezifferte die Gerichtskosten mit Fr. 4'500.– (Urk. 56 S. 53).
Die Höhe der Gerichtsgebühr entspricht den gesetzlichen Vorgaben und wurde
von den Parteien zu Recht nicht beanstandet, weshalb sie zu bestätigen ist.
1.2. Die Vorinstanz auferlegte die Kosten mit Verweis auf Art. 107 Abs. 1 lit. c
ZPO hälftig den Parteien und sprach keine Parteientschädigungen zu (Urk. 56
S. 53 f.). Sie begründete dies damit, dass keine der Parteien vollständig obsiege.
Der Gesuchsgegner rügt diese hälftige Aufteilung mit der Begründung, bei Gut-
heissung seiner Berufungsanträge seien die Kosten entsprechend Obsiegen und
Unterliegen im Verhältnis 80% Gesuchstellerin und 20% Gesuchsgegner zu ver-
teilen (Urk. 55 S. 16).
1.3. Gemäss konstanter Praxis liegt es im Ermessen des Gerichts, in erstinstanz-
lichen Eheschutzverfahren unabhängig vom Ausgang des Verfahrens die Ge-
richtskosten zu halbieren und die Parteientschädigungen wettzuschlagen, weil ei-
nem Eheschutzverfahren ein familienrechtlicher Konflikt zugrunde liegt, für wel-
chen in den meisten Fällen beide Ehegatten jedenfalls moralische Verantwortung
tragen (BGer 5P.313/2004 vom 22. September 2004, E. 3.5; Jann Six, Eheschutz,
ein Handbuch für die Praxis, 2. Aufl., 2014, N 1.68). Dieses Ermessen hat die
Vorinstanz begründet angewendet. Die sehr leichte Anpassung der im Berufungs-
verfahren noch im Streit liegenden Unterhaltsbeiträge vermag eine andere Vertei-
lung der erstinstanzlichen Prozesskosten im Sinne von Art. 318 Abs. 3 ZPO nicht
zu rechtfertigen. Entsprechend ist Berufungsantrag Ziffer 3 abzuweisen und sind
die Dispositiv-Ziffern 7 bis 9 des angefochtenen Urteils zu bestätigen.
2. Die Entscheidgebühr des Berufungsverfahrens ist auf Fr. 4'000.– (§ 12
Abs. 1 i.V.m. Abs. 2, § 5 und § 6 Abs. 2 lit. b GebV OG) und die volle Parteient-
schädigung auf Fr. 5'000.– festzusetzen (§ 13 Abs. 1 und 2 i.V.m. § 5 und § 6
Abs. 3 AnwGebV). Der Gesuchsgegner unterliegt im zweitinstanzlichen Verfahren
praktisch vollumfänglich. In Bezug auf das Editionsbegehren ist die Berufung ab-
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zuweisen und der von ihm in der Berufung angefochtene Unterhaltsbeitrag ist nur
unmassgeblich zu reduzieren. Es rechtfertigt sich daher, die Gerichtskosten dem
Gesuchsgegner aufzuerlegen. Die Kosten sind mit dem von ihm geleisteten Kos-
tenvorschuss von Fr. 4'000.– zu verrechnen. Sodann ist der Gesuchsgegner auf-
grund seines praktisch vollständigen Unterliegens zu verpflichten, der Gesuchstel-
lerin die volle Parteientschädigung von Fr. 5'000.– zuzüglich 7.7% Mehrwertsteu-
er, total Fr. 5'385.–, zu bezahlen.