# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1cea595b-6911-58ee-98c1-474dc6dc7b18
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1959 geborene
X._
war in verschiedenen Branchen berufstätig. Er
meldete sich am 9. Januar 2002 unter Hinweis auf einen Morbus
Sudeck
, starke Schmerzen an den Schultern bis in den Rücken und auf zeitweise starkes Kribbeln mit Schmerzen in den Fingern bei der Eidgenössischen Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug (Berufs
beratung, Umschulung, Arbeitsvermittlung) an (Urk. 6/3).
Die Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, holte daraufhin einen Auszug aus dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Aus
zug; Urk.
6
/6), einen Arbeit
geberfragebogen (Urk.
6
/7) sowie medizinische Be
richte der behandelnden Ärzte (Urk.
6
/8-10,
6
/14-15,
6
/20-21,
6
/31) ein. Gestützt auf die Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit
(EFL)
durch die Reha
klinik
Y._
(Bericht vom 9. Juli 2002, Urk.
6
/20-21) ging die IV-Stelle von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit aus, wobei sie
gestützt auf die
vom Bundesamt für Statistik periodisch herausgegebenen Lohnstruk
tur
erhebungen (LSE)
, ausgehend vom Zentralwert für Hilfsarbeiten sowie
unter Be
rücksichtigung eines Leidensabzugs von 25 %
,
ein Invalideneinkommen von Fr. 43‘439.-- und einen Invaliditätsgrad von 40 % errechnete (Urk.
6
/33). Demzu
folge sprach sie dem Versicherten mit Verfügung vom 26. September 2003 mit Wirkung ab 1. Januar 2002 eine
Viertelsrente
zu (Urk.
6
/34,
6
/42). Die hiergegen erhobene Einsprache (Urk.
6
/47 ff.) wies die IV
Stelle mit
Einspracheentscheid
vom 3. Februar 2004 ab (Urk.
6
/60). Dieser Entscheid blieb unangefochten.
1.2
Im Juli 2007 leitete die IV-Stelle ein Rentenrevisionsverfahren ein, in dessen
Rahmen sie den Revisionsfragebogen vom Versicherten ausfüllen liess (Urk.
6
/62
), einen IK-Auszug einholte (Urk.
6
/63) und Berichte der behandel
nden Ärzte (Urk.
6
/64-65) sowie Berufsunterlagen (Urk.
6
/66,
6
/69) zu den Akten nahm.
Sie nahm zur Kenntnis, dass der Versicherte nun nur noch als Kundenberater für eine Krankenkasse tätig war (Urk. 6/66).
Am 22. November 2007 teilte sie dem Ver
sicherten mit, er habe bei einem unveränderten Invaliditätsgrad von 40 % weiter
hin Anspruch auf die bisherige Rente (Urk.
6
/73).
1.3
Im Rahmen einer weiteren revisionsweisen Rentenüberprüfung holte die IV
Stelle mehrere IK-Auszüge (Urk.
6
/74,
6
/76-78,
6
/81), einen Arztbericht (Urk.
6
/79) sowie Auskünfte des Versicherten (Urk.
6
/80) ein. Nach durch
geführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk.
6
/84-85) hob die IV-Stelle mit Verfügung vom 11. März 2013 die
Viertelsrente
rückwirkend per Januar 2008 auf
. Dies aufgrund des effektiv erzielten Invalideneinkommens, welches wesentlich über dem ursprüng
lich angenommenen Invalideneinkommen lag
(Urk.
6
/
86).
Gegen die Verfügung vom 11. März 2013 erhob der Versicherte am 15. April
2013 Beschwerde
(Urk.
6/90/3-4
). Mit Urteil IV.2013.00343 vom 3
0.
September 2014 wies
das
Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich
di
ese
gegen die rentenaufhebende Verfügung der IV-Stelle vom 1
1.
März 2013 erhobene Beschwerde ab, soweit es darauf eintrat (Urk.
6
/
101
).
1.4
Am 2
6.
März 2015 ver
fügte die IV-Stelle die Rückzahlung der im Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis zum 31. März 2013 bezogenen Leistungen der Invaliden
ver
sicherung von total Fr. 31‘110.-- (Urk.
6/105
).
Daraufhin stellte der
Versicherte
ein Gesuch um Erlass der Rückerstattung der zu viel erhaltenen Leis
t
ungen der Inva
lidenversicherung. Dieses lehnte die IV-Stelle mit Verfügung vom
6.
Novem
ber 2015
ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das
Sozialversiche
rungs
gericht des Kantons Zürich
mit Urteil IV.2015.01270 vom 22. März 2016 ab.
1.5
Am 1
0.
Dezember 2015 meldete sich der
Versicherte
unter Hinweis auf eine Verschlechterung seiner Einkommenssituation erneut zum Rentenbezug an
. Als Grund für den Minderverdienst nannte er die Abschaffung der
Bestandes
provision
für Versicherungsvermittler ab 2013
(Urk. 6/
108).
Am 11.
Februar 2016 be
gründete er dieses Ersuchen ergänzend und unter Beilage von Belegen
(Urk. 6/
113-114).
Die IV-Stelle holte daraufhin
einen Bericht des ehemals
behan
delnden
Arztes
(Urk. 6/
119)
,
einen
aktuelle
n
IK-Aus
zug
(Urk. 6/
120)
sowie Buch
haltungsunterlagen
ein
(Urk. 6/
12
3
).
Im weiteren Verlauf nahm sie
zusätzliche
erwerbliche Unterlagen zu den Akten
(Urk. 6/
125-126) und liess einen Abklä
rungsbericht für
Selbständigerwerbende
erstellen
(
Bericht vom 17. August 2016,
Urk. 6/
127).
Mit Vorbescheid vom 2
1.
September 2016 stellte sie dem Versicher
ten die Abweisung seines Leistungsbegehrens in Aussicht
(Urk. 6/
129). Dagegen erhob der
Versicherte
am 2
1.
Oktober 2016 Einwand
(Urk. 6/
132
, unter Beilage von Urk.
6/133
).
Am 2
5.
Januar 2017 verfügte die IV-Stelle im angekündigten Sinne
(Urk. 6/
136
=
Urk.
2
).
2.
Gegen diese Verfügung erhob
X._
am
27. Februar 2017
Beschwerde und beantragte deren Aufhebung sowie
die
Zusprache
einer angemessenen Inva
lidenrente ab dem frühestmöglichen Datum
. Eventualiter sei die Beschwerde
geg
nerin zu verpflichten, unverzüglich die gesetzlich vorgeschriebenen notwendigen medizinischen Abklärungen über
seinen
Gesundheitszustand beziehungsweise über seine Arbeits-
und
Erwerbsfähigkeit vorzunehmen oder zu veranlassen
(Urk.
1
S. 2
). Die Beschwerdegegnerin schloss in der
Beschwerde
ant
wort
vom 3. April 2017
auf Abweisung der Beschwerde
(Urk.
5
), was dem Beschwerdeführer am
5. April 2017
mitgeteilt wurde
(Urk.
7
).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG
). Sie kann Folge von Geburts
ge
brechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung; IVG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Ver
lust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeg
liche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
träch
tigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert
oder aufgehoben
, so wird nach
Art.
87
Abs.
3
der Verordnung über die Invaliden
ver
sicherung (IVV)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 dieser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat. Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache materiell abzuklären und sich zu vergewissern, ob die von der versicherten Person glaubhaft gemachte Verände
rung des Invaliditätsgrades auch tatsächlich eingetreten ist; sie hat demnach in analoger Weise wie bei einem Revisionsfall nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG vorzugehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräftigen Verfügung keine Verän
de
rung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und hernach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungspflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.3
Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herab
gesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision
gibt jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit Zuspre
chung der Rente, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Renten
an
spruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente bei einer wesentlichen Ände
rung des Gesundheitszustandes revidierbar. Weiter sind, auch bei an sich gleich gebliebenem Gesundheitszustand, veränderte Auswirkungen auf den Erwerbs- oder Aufgabenbereich von Bedeutung (BGE 141 V 9 E. 2.3, 134 V 131 E. 3). Ferner kann ein Revisionsgrund unter Umständen auch in einer wesentlichen Ände
rung hinsichtlich des für die Methodenwahl massgeblichen (hypothetischen) Sachverhalts bestehen (
BGE 144 I 28 E. 2.2, 130 V 343 E. 3.5, 117 V 198 E. 3b, je mit Hinweisen
). Hingegen ist die lediglich unterschiedliche Beurteilung eines im Wesentlichen gleich gebliebenen Sachverhalts im revisionsrechtlichen Kon
text unbeachtlich (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Rentenanspruch in recht
licher und tatsächlicher Hinsicht umfassend ("allseitig") zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (BGE 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.4
1.4.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditäts
grad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Validen
einkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühest
möglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrschein
lichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Aus
nah
men müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt sein (BGE 139 V 28 E. 3.3.2; BGE 135 V 58 E. 3.1; BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hinweis).
1.4.3
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die ver
sicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbs
tätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumut
barer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; BGE 135 V 297 E. 5.2; BGE 129 V 472 E. 4.2.1; BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich in der angefochtenen Verfügung
unter Hin
weis auf ihren Abklärungsbericht
vom 1
7.
August 2016
auf den Standpunkt,
der Beschwerdeführer
hätte die Erwerbseinbusse um 19,
27
%
wegen Einstellung der Provision und der jährlichen
Bestandesprovision
auch im Gesundheitsfall in Kauf genommen, sodass sich auch das
Valideneinkommen
entsprechend reduziere. Sie gelangte zu einem nicht rentenbegründenden Invaliditätsgrad von 29
%
. Sodann
führte sie aus
, eine Veränderung der medizinischen Situation sei nicht glaubhaft gemacht worden (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer bringt vor, die Beschwerdegegnerin habe weder begründet noch nachvollziehbar die Schlussfolgerung gezogen, dass er die durch die Ände
rung des Provision
s
- und
Bestandesprovisions
-Systems entstandene Erwerbsein
busse von 19,27
%
auch bei voller Gesundheit in Kauf genommen hätte.
Weiter bestritt er, dass er die eingetretene Einkommenseinbusse durch eine Änderung seiner Arbeitssituation hätte verhindern können. Hinzu komme, dass er keine deutliche Abnahme der an ihn ausgerichteten Provisionen befürchtet habe, zumal er der festen Überzeugung gewesen sei, dass ein neues
Bestandesprovisionssystem
eingeführt würde. Die Anforderungsvoraussetzungen für die Tätigkeit als Ver
s
i
che
r
u
ngsberater würden laufend ausgebaut. Aufgrund der massiven gesund
heit
lichen Einschränkungen und der damit verbundenen bescheidenen Ein
kom
mens
situation sei ihm
das Absolvieren
dieser Weiterbildungen nicht möglich bezieh
ungsweise zumutbar. Ohne gesundheitliche Einschränkungen hätte er die
erforder
lichen Qualifikationen erworben
. Seine Restarbeitsfähigkeit schöpfe er voll
aus. Aufgrund seiner massiven gesundheitlichen Einschränkungen, der fehlenden Weiterbildung beziehungsweise Qualifikationen
sowie
wegen
seines fortgeschrit
te
nen Alters sei ihm die Ausdehnung der Beratungstätigkeit auf mehrere Ver
sicherungen oder der Wechsel des Auftraggebers nicht möglich, obwohl er sich
darum bemüht habe. Ohne gesundheitliche Einschränkungen hätte er diverse Möglichkeiten gehabt, um die ab Februar 2013 eingetretene Einkommenseinbusse abzuwenden. D
ie
Anwendung des
durchschnittlichen Lohn
es
in der Versiche
rungsbranche sei nicht gerechtfertigt. Das
Valideneinkommen
betrage mindestens Fr. 91'076.60
(Urk.
1
S. 3
-4
).
Zum Invalideneinkommen merkte er an,
die Be
schwerdegegnerin habe dieses zu hoch angenommen. Das im Jahr 2014 erzielte Einkommen sei ein Ausreisser nach oben gewesen, weil die
Assura
in jenem Jahr ihre Prämien nicht erhöht gehabt habe
und deshalb die Vertragsabschlüsse ein
facher gewesen seien.
Später sei das nicht mehr der Fall gewesen.
Des Weiteren sei ihm gemäss Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 1
5.
Mai 2003 die zuletzt ausgeübte Erwerbstätigkeit als Aussendienstmitarbeiter nicht mehr zumutbar. Lediglich in einer angepassten Tätigkeit sei er zu 100
%
arbeitsfähig, wobei ein Abzug von 25
%
wegen körperlicher Einschränkungen zu gewähren sei. Das angenommene Invalideneinkommen liege aber deutlich über dem Tabellenlohn für Hilfsarbeiten (Urk. 1 S. 4-5).
Weiter postulierte er, b
ezüglich der medizi
ni
schen Situation sei die Beschwerdegegnerin ihrer Untersuchungspflicht nicht nachgekommen. Seine Finger an der rechten Hand hätten sich zurückgezogen
und seine Schmerzen hätten zugenommen, sodass eine weitere Verschlechterung der Erwerbsfähigkeit zu befürchten sei (Urk. 2 S. 5).
3.
3.1
Die Aufhebung der Invalidenrente in der Verfügung vom 11. März 2013 wurde in gesundheitlicher Hinsicht aufgrund der Beurteilung der nach wie vor geltenden S
i
tuation, wie sie im
Bericht der Rehaklinik
Y._
vom
9.
Juli 2002 über die
EFL
beschrieben wurde
(Urk. 6/20-21)
entschieden, wo
eine
grundsätzlich
100%ige
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
bescheinigt worden war
(Urk. 6/58/1).
Berücksichtigt wurden dabei die Funktionsstörung der rechten Hand mit Flexionskontrak
turen sämtlicher Fingerbeugeseh
nen und mit
Restsymptomen eines CRPS
, die
Periarthropathia
humeroscapularis
rechts mit schmerzhaft ein
geschränkter Aussen- und Innenrotation sowie mit Bela
stungsschmerzen, die beginnende
Dup
u
ytren’sche
Kontraktur links Finger
Digitus
IV sowie der Tinnitus links (Urk. 6/20/1).
In erwerblicher Hinsicht wurde von einem
Valideneinkommen
von
Fr. 77‘951.-- für das Jahr 2008, von Fr. 79‘588.-- für das Jahr 2009, von Fr. 80‘145.-- für das Jahr 2010, von Fr. 80‘946.-- für das Jahr 2011 sowie von Fr. 81‘756.-- für das Jahr 2012
ausgegangen
(Urk.
6
/82)
.
Das Invalideneinkommen wurde anhand des IK-Auszugs festgesetzt (Urk. 6/82).
Gemäss dem IK-Auszug vom 3. Januar 2013 betrug das
effektive
Ein
kommen im
Jahr 2008 Fr. 93‘249.--, im Jahr 2009 Fr. 113‘660.--, im Jahr 2010 Fr. 148‘388.--,
im Jahr 2011 Fr. 63‘131.-- (Urk.
6
/81/1) und befand sich im Jahr 2012 in einem ähnlichen Rahmen wie im Jahr 2011 (Urk.
6
/83/2).
3
.2
Im Jahr 2014 erzielte der Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug vom 15. April 2016 ein Jahreseinkommen von Fr. 59'054.-- (Fr. 58'624.-- plus Fr. 430.--; Urk. 6/120/1).
Eine Veränderung des Invalideneinkommens stellt grundsätzlich eine Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen dar, welche geeignet ist, den
Rentenanspruch zu beeinflussen
. Ein Invalideneinkommen von Fr. 59'054.-- führt
indes
- selbst beim vom Beschwerdeführer behaupteten
Valideneinkommen
von Fr. 91'076.60 (Urk. 1 S. 4) -
weiterhin nicht zu einem rentenbegründenden Inva
liditätsgrad von mindestens 40
%
, weshalb es sich nicht um eine für den Ren
ten
anspruch wesentliche Änderung handelt.
Der im IK-Auszug
fürs Jahr 2014
über die
vom Versicherten gegründete und von
ihm inngehabte
Z._
GmbH abgerechnete Betrag von Fr. 58'624.-- entspricht dem
in den Buchhaltungsunterlagen ersichtlichen
L
ohn von gerundet
Fr. 56'824.-- zuzüglich dem Privatanteil an den Fahrzeugaufwand von Fr. 1'800.--
(Urk. 6/123/18).
Für da
s Jahr 2015 fehlt der IK-Auszug. In der Buchhaltung wurden
im Jahr 2015 ein
L
ohn von gerundet Fr.
47'781.--
sowie ein Pri
vatanteil
am
Fahr
z
e
ugaufwand von Fr. 1'800.--
ausgewiesen
,
was
mithin ein Einkommen von total Fr. 49'581.--
ergibt
(Urk. 6/
123/8).
Hinzu kamen allenfalls noch ein paarhundert Franken von der
A._
SA, wie dies in den Vorjahren der Fall gewesen war (Urk. 6/120/1).
Dieses Invalideneinkommen könnte bei Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung beim
Valideneinkommen
oder beim vom Beschwerdeführer behaupteten
Valideneinkommen
von Fr. 91'076.60 zu einem Anspruch auf eine Invalidenrente führen
. Hinzu kommt, dass die zuvor von der
Assura
in erheblichem Umfang ausgerichtete
Bestandesprovision
(vgl. Urk. 6/
114/1-5
) per Ende Januar 2013
endgültig
abgeschafft wurde (Urk. 6/
114/6
, Urk. 6/127/4, Urk. 6/125-126)
,
weshalb
von einem dauerhaften Minderverdienst auszugehen ist. Nach dem Gesagten
könnte die eingetretene Veränderung in den tatsächlichen Verhältnissen nun zu einer
anspruchsbegründende
n
Invalidität
geführt haben, was
im Folgenden
zu prüfen
ist
.
3.3
Bezüglich des
Valideneinkommens
ging
die Beschwerdegegnerin gestützt auf den Abklärungsbericht vom 17. August 2016 davon aus,
dass der Beschwerdeführer auch im Gesundheitsfall weiterhin als Versicherungsberater respektive Versiche
rungsvermittler für die
Assura
tätig wäre und er folglich auch im Gesundheitsfall im gleichen Mass vom Wegfall der
Bestandesprovision
betroffen wäre (Urk. 2). Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der Abklärung
bereits seit 23 Jahren als Versicherungsberater für die Krankenkasse
Assura
tätig (Urk. 6/127/2). Nach
Erhalt des Orientierungsschreibens der
Assura
vom 27. November 2012 über die Einstellung des bisherigen Provisions- und jährlichen
Bestandesprovisions
-Systems (Urk. 6/114/6) prüfte er keine anderen Erwerbsmöglichkeiten wie
zum Beispiel
ein
en
Wechsel des Auftraggebers oder ein Tätigwerden für mehrere Versicherungen (Urk. 6/127/3). Dass die Abklärungsperson aus diesen Gegeben
heiten die Schlussfolgerung zog, der Beschwerdeführer hätte die entsprechende Einkommenseinbusse auch im Gesundheitsfall in Kauf genommen
(Urk. 6/127/5), überzeugt. Der Beschwerdeführer
macht geltend, er habe keinen Grund gehabt, eine deutliche Abnahme der an ihn ausgerichteten Provisionen zu befürchten (Urk. 1 S. 3). Dies traf vielleicht im Zeitpunkt des Erhalts des Schreibens vom 2
7.
November 2012 zu, jedoch brachte er am 2
0.
August 2013 beim Sozial
ver
sicherungsgericht des Kantons Zürich im Verfahren IV.2013.00343 vor, er werde im Jahr 2013 wesentlich weniger verdienen, weil die
Bestandesprovision
für Ver
sicherungsvermittler abgeschafft worden sei (Urk. 6/97/3, Urk. 6/101/9).
Folglich verfängt sein Argument nicht, soweit er damit darlegen will, weshalb er keine alternativen Erwerbsmöglichkeiten in Betracht gezogen hat. Des Weiteren brachte er vor,
im Gesundheitsfall hätte er den Lehrgang zum Versicherungsvermittler absolviert, was ihm aufgrund seiner gesundheitlichen Einschränkungen und der da
mit verbundenen bescheidenen Einkommenssituation nicht möglich sei (Urk. 1 S. 3-4).
Es
müssen konkrete Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ohne gesundheit
liche Beeinträchtigung ein beruflic
her Aufstieg und ein entsprechend höheres Einkom
men tats
ächlich realisiert worden wären,
damit dies berücksichtigt werden kann
(Urteile des Bundesgerichts 8C_741/2016 vom
3.
März
20
17 E.
5 und 9C_757/2010 vom 2
4.
No
vember 2010 E.
4.2
).
Dies ist nicht der Fall. Überdies gab der Beschwerdeführer anlässlich der Abklärung seiner Erwerbssituation an, er wisse nicht, ob er in seinem Alter noch die Aufnahmefähigkeit besitze, um das Nötige zu lernen
,
um die Prüfung der Ausbildung zum Versicherungsberater zu bestehen (Urk. 6/127/4).
Aufgrund dessen ist nicht anzunehmen, dass er im Gesund
heitsfall, in welchem er ja gleich alt wäre, diese Ausbildung in Angriff genommen hätte.
Insgesamt steht nach dem Gesagten mit überwiegender Wahrscheinlichkeit fest, dass der Beschwerdeführer auch im Gesundheitsfall trotz des Wegfalls der
Bestandesprovision
weiterhin als Versicherungsberater für die
Assura
tätig wäre und demnach auch im Gesundheitsfall eine Einkommens
ein
busse erlitten hätte.
Diese wäre im Gesundheitsfall
etwa
im gleichen prozentualen Umfang ei
ngetreten wie im Krankheitsfall.
Folglich ist im Wegfall der
Bestan
d
es
provisionen
beziehungsweise im
ab 2013 erlittenen Minderverdienst keine
inva
liditätsbedingte
,
rentenrelevante Veränderung zu sehen.
Gleich verhält es sich mit dem aus der schlechten Auftragslage resultierenden Minderverdienst (vgl.
Urk. 6/127/2). In der Akquisition ist der Beschwerdeführer nicht gesundheits
be
dingt eingeschränkt, sodass sich die selben Einbussen auch im Gesundheitsfall ergeben
hätten
und wiederum keine
relevante
Veränderung
bei
m Verhältnis der beiden Vergleichseinkommen vorliegt.
Aus erwerblicher Sicht ist die Abweisung des erneuten Leistungsbegehrens nach dem Gesagten nicht zu beanstanden.
3.4
Was der Beschwerdeführer bei der Ausübung einer Hilfstätigkeit gemäss den Tabellen der
LSE
verdienen würde (vgl. den Einwand in Urk. 1 S. 4-5), wird erst relevant, wenn das effekt
ive Invalideneinkommen unter den
Tabellenwert zu liegen kommt. Dann wird nämlich zu prüfen sein, ob
der Beschwerdeführer seine Restarbeitsfähigkeit voll ausschöpft oder ob ihm
zur Steigerung seines Invalideneinkommens
ein Berufswechsel zugemutet werden kann.
Aktuell ist die konkrete beruflich-erwerbliche Situation des Beschwerdeführers massgebend (E. 1.4.3 vorstehend).
3.5
In seiner Beschwerde bringt der Beschwerdeführer vor, die Beschwerdegegnerin habe seinen Gesundheitszustand unzureichend abgeklärt. Seine Finger der rech
ten Hand hätten sich zurückgezogen und seine Schmerzen hätten zugenommen, weshalb zu befürchten sei, dass sich seine Erwerbsfähigkeit infolge seiner gesund
heitlichen Situation weiter verschlechtern werde (Urk. 1 S. 5).
Damit wi
rd jedoch
nicht
hinreichend
geltend
gemacht
,
dass sich der
Gesundheitszustand bereits in einkommenswirksamem Mass verschlechtert
hat
.
De
r
Versicherte befürchtet
lediglich eine zukünftige Verschlechterung, was nicht
entscheidrelevant
ist
.
Denn nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Ge
setzmässigkeit des angefochtenen Entscheids in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE
131 V 242 E. 2.1, 121 V 362 E.
1b).
Anlässlich der Abklärung vom 1
1.
August 2016 gab
d
er
Beschwerdeführer
zudem selber an, seine gesundheitliche Situation sei unverändert geblieben (Urk. 6/127/1).
Ohne den geringsten Hinweis auf
eine relevante gesundheitliche Verschlechterung
war und ist die Beschwerdegegnerin nicht gehalten, diesbe
zügliche Abklärungen zu treffen.
Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
4.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von
L
eistungen
der Invalidenversicherung
. Das Verfahren ist daher kosten
pflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhän
gig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und ermessensweise auf
Fr. 6
00.
--
anzusetzen. Ausgangsgemäss sind die
Gerichtskosten dem Beschwerde
führer
aufzuerlegen.