# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 580b8877-f347-4fb8-942f-560635f2ddec
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1965 geborene
X._
war im Jahr 1989 in die Schweiz eingereist und hatte anfangs im Gastgewerbe sowie später in einer Matratzenfabrik gearbeitet. Infolge eines Unfall
s
mit Rückenverletzung
im Jahr 1995
wurde er circa 1996 von der Invalidenversicherung zum Radio-TV-Mechaniker umgeschult (Urk. 8/29 S. 2
, vgl. auch
Urk.
8/52 S. 1-2
).
1.2
Er
war seit dem
1.
September 2017 in einem per 2
8.
November 2017 gekündigten Arbeitsverhältnis (Urk. 8/1 S. 3) in einem Pensum von 100
%
als Sicherheits
mitarbeiter der
Z._
SA angestellt und dadurch bei der
Vaudoise
All
gemeine, Versicherungs-Gesellschaft AG (nachfolgend:
Vaudoise
) gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 27. November 2017 einen Fehltritt auf einen kleinen Stein machte (Unfallmeldung vom
5.
Dezember 2017, Urk. 8/3 S. 1 und Urk. 8/7, sowie Urk. 8/12 S. 1, Urk. 8/14 S. 1 und
Urk.
8/29 S. 3). Dr. med.
A._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, nannte in seinem Bericht vom 11. Januar 2018 als Diagnose eine laterale Bandläsion
am oberen Sprung
gelenk (OSG)
links und eine traumatisch akt
ivierte beginnende
Gonarthrose links und attestierte dem Versicherten eine 100%ige Arbeitsu
nfähigkeit (vgl. auch Urk. 8/8),
voraussichtlich bis ungefähr Ende Januar 2018 (
Urk.
8/14 S. 1).
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Medizin, Hausarzt des Versicherten und Praxiskollege von
Dr.
A._
(Urk. 8/25 S. 1), verlängerte
das Attest über
die Arbeitsunfähigkeit in der Folge (
Urk.
8/26 S. 2). Die
Vaudoise
nahm weitere medizinische Berichte zu den Akten (Urk. 8
/15 ff.). Mit Verfügung vom 17.
August 2018 stellte
sie
ihre Leistungen für die Knie- und Fuss
beschwerden per 2
7.
Mai 2018 ein, was sie mit dem Wegfall der Unfallkausalität begründete (Urk. 8/53). Nach
Beizug
zusätzlicher
medizinischer Akten (Urk. 8/73 ff.) bestätigte die
Vaudoise
in ihrem
Einspracheentscheid
vom 27. Februar 2019 das Erreichen des Status quo sine (Zustand, wie er ohne Unfall wäre) betreffend die Kniebeschwerden, nahm indes in
Abweichung von ihrer Verfügung die
Leistungen für die Fussbeschwerden
des Versicherten
wieder auf (Urk. 8/77 S. 1). Dieser
Einspracheentscheid
erwuchs unangefochten in Rechtskraft (vgl. Urk. 8/78 S. 1).
1.
3
Die
Vaudoise
tätigte weitere Abklärungen (Urk. 8/79 ff.) und legte das Dossier ihrem beratenden Arzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, vor, welcher am 12. April 2019 Stellung nahm (Urk. 8/85). Gestützt darauf stellte sie ihre Leistungen hinsichtlich der Fussbeschwerden per Ende Februar 2019 ein (Verfügung vom 16. April 2019, Urk. 8/86 S. 1-2). Dagegen er
hob der Versicherte am 27. Mai 2019 (
Urk.
8/91), ergänzt am 2
8.
Mai 2019 unter Beilage des Berichts von
Dr.
med.
D._
, Fachärztin für Rheumatologie, Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 27. Mai 2019 (Urk. 8/89 S. 3-10 =
Urk.
8/92), Einsprache. Die
Vaudoise
willigte daraufhin in eine weitere MRI-Untersuchung ein (Urk. 8/93), welche am 1
1.
Juni 2019 in der Universitätsklinik
E._
vorgenommen wurde (Urk. 8/94). Es folgten
zusätz
liche
medizinische Abklärungen (Urk. 8/95 ff.). Nachdem
Dr.
C._
in Kenntnis davon am
2.
Juli 2019 den Kausalzusammenhang zwischen den aktuellen Beschwerden und dem Unfall als überwiegend wahrscheinlich betrachtet, jedoch zugleich auf die volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit hingewiesen hatte (Urk. 8/98), nahm die
Vaudoise
ihre Verfügung vom 1
6.
April 2019 mit Schreiben vom 8. Juli 2019 zurück und verlängerte ihre Taggeldleistungen bis Ende Juni 2019 (Urk. 8/100 S. 1). Sie nahm weitere Arztberichte zu den Akten (Urk. 8/102-103) un
d teilte dem Versicherten am 7.
August 2019 mit, dass sie weiterhin Taggeldl
eistungen erbringen werde (Urk.
8/105 S. 1). Am 2
0.
September 2019 wurde in der
Klinik F._
eine Arthroskopie des linken oberen Sprunggelenks des Versicherten vorgenommen (Operationsbericht vom 20. September 2019, Urk. 8/109 S. 1). Nach Ergänzung der Akten mit weiteren medizinischen Berichten (Urk. 8/110 ff.) teilte die
Vaudoise
dem Versicherten mit Schreiben vom
3.
März 2020 mit, dass sie ihre Taggeldleistungen per Ende März 2020 einstellen, indes weiterhin für die Heilungskosten aufkommen werde (Urk. 8/127 S. 1). Am 24. März 2020 bat der Versicherte um Einräumung einer Übergangsfrist von drei Monaten zwecks
Finden einer Arbeitsstelle
(Urk. 8/128), am 2
5.
sowie am 30. März 2020 um Weiterausrich
tung von Taggeldern auf unbestimmte Zeit (
Urk.
8/130 S. 1 und Urk. 8/132 S. 1). Mit Schreiben vom
1.
April 2020 hielt die
Vaudoise
an ihrer Auffassung fest, erklärte sich indes bereit, noch bis Ende April 2020 Taggelder zu gewähren (Urk. 8/134 S. 1). Der Versicherte opponierte dagegen gleichentags (Urk. 8/135 S. 1), woraufhin die
Vaudoise
sich «des lieben Friedens willen» damit einverstanden erklärte, die Tag
geldzahlungen bis Ende Mai 2020 zu gewähren (Urk. 8/136 S. 1). Am
4.
Juni 2020 ersuchte der Versicherte unter Beilage des Berichts der
Klinik F._
vom 2
8.
Mai 2020 (Urk. 8/140 =
Urk.
8/141 S. 8-9) um Wiederaufnahme der Leistungen und um ergänzende medizinische Abklärungen (Urk. 8/141). Die
Vaudoise
bestätigte daraufhin die Einstellung der Taggelder per Ende Mai 2020 (Urk. 8/143 S. 1), was sie in ihrer Verfügung vom
8.
Juli 2020 bekräftigte (Urk. 8/149). Dageg
en erhob der Versicherte am 10.
September 2020 unter Beilage von Arztberichten Einsprache (Urk. 8/160). Diese wies die
Vaudoise
mit
Ein
spracheentscheid
vom 21. Oktober 2020 ab (Urk. 8/161 =
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 2
1.
Oktober 2020 liess der Versicherte am 20. November 2020 Beschwerde erheben und beantragen, der angefochtene Ent
scheid sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Leistungen
nach dem
Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG)
auszurichten, insbesondere seien die Unfalltaggelder weiterhin zu bezahlen. Eventualiter sei der angefochtene
Einspracheentscheid
aufzuheben und die Angelegenheit sei zu weiteren medizinischen Abklärungen sowie zur Prüfung allfälliger zusätzlicher UVG-Leistungen an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in ihrer Beschwerdeantwort vom 1
5.
Dezember 2020 auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 7), was dem Beschwerdeführer mit Gerichts
verfügung vom 1
7.
Dezember 2020 mitgeteilt wurde (
Urk.
9).
Mit Eingabe vom
2.
Dezember 2021 (
Urk.
10) reichte der Beschwerdeführer einen weiteren medizinischen Bericht ein (
Urk.
11). Die Beschwerdegegnerin
äusserte sich am 14.
Dezember 2021 dazu (
Urk.
14), was dem Beschwerdeführer am 1
6.
Dezember 2021 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 15).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Ist die versicherte Person infolge des Unfalles voll oder teilweise arbeitsunfähig, so hat sie gemäss Art. 16 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) Anspruch auf ein Taggeld. Der Anspruch auf Taggeld entsteht am dritten Tag nach dem Unfalltag. Er erlischt mit der Wiedererlangung der vollen Arbeits
fähigkeit, mithin im Zeitpunkt der vollen Wiedererlangung der Fähigkeit, im bis
herigen oder in einem anderen Beruf zumutbare Arbeit zu leisten (Art. 16 Abs. 1 und 2 UVG in Verbindung mit Art. 6 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG], BGE 137 V 199 E. 2.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3), mit dem Beginn einer Rente oder mit dem Tod der versicherten Person (Art. 16 Abs. 2 UVG).
Bei voller Arbeitsunfähigkeit beträgt das Taggeld 80 Prozent des versicherten Ver
dienstes. Bei teilweiser Arbeitsunfähigkeit wird es entsprechend gekürzt (Art. 17 Abs. 1 UVG).
1.2
Arbeitsunfähigkeit ist gemäss Art. 6 ATSG die durch eine Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit bedingte, volle oder teil
weise Unfähigkeit, im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich zumutbare Arbeit zu leisten. Bei langer Dauer wird auch die zumutbare Tätigkeit in einem anderen Beruf oder Aufgabenbereich berücksichtigt.
1.3
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; BGE 144 V 354 E. 4.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundes
gerichts 8C_527/2020 vom 2. November 2020 E. 4.1 mit Hinweisen). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
674/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.1).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeits
fähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begriffes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG er
hoffte Besserung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender gering
fügiger therapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_64/2021 vom 14. April 2021 E. 3.2 mit Hinweisen, insbesondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3). Grundlage für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose erfasst werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_44/2021 vom 5. März 2021 E. 5.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid vom 21. Oktober 2020 damit, dass gestützt auf die medizinische Aktenlage - nament
lich die Stellungnahme ihres beratenden Arztes - die subjektiven Beschwerden ohne organisches Substrat nicht ausreichend seien, um eine weitere Arbeits
unfähigkeit zu rechtfertigen. Der Vertreter des Beschwerdeführers habe denn auch um Gewährung einer Übergangsfrist von drei Monaten bis Ende Mai 2020 ersucht, ohne den Grundsatz der Arbeitsfähigkeit in Frage zu stellen. Dass eine Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit aufgrund der Corona-Krise erschwert sei, sei kein medizinischer Grund. Folglich seien die Taggeldleistungen zu Recht per 3
1.
Mai 2020 eingestellt worden (Urk. 2 S. 5).
2.2
Der Beschwerdeführer wandte in seiner Beschwerde vom 2
0.
November 2020 da
gegen ein, er habe vor dem Unfall vom 2
7.
November 2017 nie über Beschwerden im Bereich des oberen Sprunggelenks (OSG) geklagt und es sei kein krankhafter Vorzustand festzustellen, welcher das Unfallereignis in den Hintergrund drängen würde. Eine Verletzung des Sprunggelenks nach einer Fussübertretung sei mit einer Bandläsion und einem Sinus
tarsi
-Syndrom vereinbar. Bei letzterem könnten Beschwerden über Monate andauern und es könnten schleichend aus
strahlende Schmerzen eintreten, welche sich invalidisierend auswirk
t
en. Da die ärztliche Behandlung nicht abgeschlossen sei und von den durchgeführten Therapien eine Verbesserung der Arbeitsfähigkeit sowohl im angestammten Beruf als auch in einer Verweistätigkeit zu erwarten sei, müssten die Taggelder weiter
hin ausbezahlt werden (
Urk.
1 S. 6).
2.3
Die Beschwerdegegnerin brachte in ihrer Beschwerdeantwort vom 15. Dezember 2020 vor, dass die ärztliche Behandlung noch nicht abgeschlossen sei, ändere nichts an der Tatsache, dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit als voll arbeitsfähig gelte. Die rein subjektive Einschätzung der Arbeits
fähigkeit sei nicht massgebend. Sodann habe sie einzig die Taggeldleistungen eingestellt. Andere Leistungen, namentlich die Heilbehandlungskosten, seien da
von nicht betroffen (
Urk.
7 S. 2).
2.4
Streitig ist nach dem Gesagten der Taggeldanspruch des Beschwerdeführers über den 3
1.
Mai 2020 hinaus.
3.
3.1
Am
2.
August 2018 führte
Dr.
B._
zuhanden der Invalidenversicherung aus,
wegen der aktuell persistierenden Knieproblematik sei die Arbeit als
Sicherheits-A
ngestellter nicht möglich. Die eigentliche Geschichte mit langjährigen wechselnden Leiden am Bewegungsapparat habe im September 2011 mit Schmerzen nach einem Krawall-Einsatz begonnen. Der Beschwerdeführer habe dann immer wieder Unfälle und Rückfälle am Bewegungsapparat erlitten. Unter anderem ein OSG-
Supinationstrauma
links im Juli 2014, von welchem er sich nicht restlos erholt habe. Am 1
3.
März 2017 sei es erneut zu einem Fuss-
Supinationstrauma
rechts mit Reaktivierung der Knie- und Rückenschmerzen gekommen. Zuletzt sei es am 2
7.
November 2017 zu einem Ereignis am OSG und Knie links gekommen, wovon sich der Beschwerdeführer nun definitiv nicht mehr erhole
. Mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit seien Knieschmerzen, OSG-Schmerzen, Diskushernie lumbal, Depression sowie
Panvertebralsyndrom
(Urk. 8/
51 S. 1).
Die Prognose sei leider ungünstig. Langes Gehen sei wegen der Knieproblematik nicht möglich und als
Sicherheitsm
itarbeiter könne er daher nur stundenweise tätig sein. Er halte es für gut möglich, dass der Beschwerdeführer in einer bezüglich Rücken und Knie angepassten Tätigkeit halb- bis ganztags arbeiten könnte. Die Depression stehe indes einer Eingliederung entgegen
(Urk. 8/
51 S. 2).
3.2
Dr.
med. (I)
G._
, Assistenzärztin Fusschirurgie in der
Klinik F._
, nannte in ihrem Bericht vom 2
8.
Februar 2019 die Diagnose eine
s Sinus-
tarsi
Syndroms bei Stat
us nach Distorsion OSG links am 2
7.
November 201
7.
Sie gab an, die Behandlung werde durch
Dr.
D._
in Form von einer Neuraltherapie fortgeführt. Die aktuellen Symptome könnten möglicherweise eine Konsequenz des Ereignisses vom 2
7.
November 2017 sein (Urk. 8/79).
3.
3
Dr.
D._
diagnostizierte in ihrem Bericht vom 2
1.
März 2019 im Zusammenhang mit dem Status nach der Distorsion des OSG links vom 27. November 2017 anhaltende belastungsakzentuierte Schmerzen sowie ein Sinus-
tarsi
-Syndrom links (Urk. 8/84 S. 1). Sie gab an, sie plane die Fortsetzung der Infiltrationsbehandlung insbesondere des OSG links. Zudem schilderte sie, für den Beschwerdeführer stünden bewegungs- und b
elastungsabhängige laterale OSG-
Schmerzen links mit nicht möglichem vollständigen Abrollen des Fusses während des Laufens im Vordergrund. Objektiv sei ein pathologisches Gangbild mit leichtem Schonhinken und verminderter Abrollphase links beobachtbar. Es bestehe eine ausgeprägte
Druckdolenz
über dem lateralen
Malleolus
und der
ligamentären
Strukturen bis zum ventralen OSG. Ferner seien gewisse
Trigger
punkte
deutlich aktiviert. Sie hielt fest, in der angestammten Tätigkeit als Mit
arbeiter beim Objektschutz bestehe aufgrund der verminderten Belast
barkeit des linken Beines mit eingeschränkter Geh- und Stehdauer zurzeit keine verwertbare Arbeitsfähigkeit. Medizinisch-theoretisch sei der Beschwerdeführer in einer vorwiegend sitzenden, wechselbelastenden Tätigkeit ohne längere Geh
strecken nicht wesentlich eingeschränkt (Urk. 8/84 S. 3).
3.
4
Dr.
C._
wies in seiner Beurteilung vom 1
2.
April 2019 darauf hin, gemäss MRI-Untersuchung vom Januar 2018 liege eine wahrscheinlich beginnende
Subtalargelenksarthrose
links vor, welche einen unfallfremden Faktor darstelle. Die aktuellen Beschwerden seien eher auf diese sowie die ebenfalls unfallfremde Fehlstellung des linken Beins mit lateraler Überlastung zurückzuführen. Der Status quo sine für das linke OSG sei spätestens am 2
8.
Februar 2019, 15 Monate nach dem Unfall, erreicht gewesen (Urk. 8/85 S. 2).
3.
5
Dem Bericht über die MRI-Untersuchung des OSG links vom 1
1.
Juni 2019 lässt sich entnehmen, im
Musculus
extensor
digitorum
brevis
lägen eine fettige Atrophie und ein Ödem vor, in erster Linie einer
Denervation
entsprechend. Longitudinal sei ein Split der
Peroneus
brevis
-Sehne
retromalleolär
zu sehen (Urk. 8/94).
3.
6
Dr.
D._
berichtete am 2
0.
Juni 2019, mittels Infiltrationen habe sie jeweils für einige Tage eine Schmerzbesserung erreichen können, indes ohne an
haltenden Effekt (Urk. 8/95 S. 1).
3.
7
Dr.
C._
hielt am
2.
Juli 2019 fest, beim longitudinalen Split der
Peroneus
brevis
-Sehne
retromalleolär
handle es sich um eine klassische Begleitläsion einer OSG-Distorsion, weshalb der Kausalzusammenhang mit überwiegender
W
ahr
scheinlich
keit
gegeben sei. Wie von
Dr.
D._
bereits am 21. März 2019 bestätigt
,
sei dem Beschwerdeführer eine angepasste Tätigkeit weiterhin voll zumutbar (Urk. 8/98).
3.
8
Die Fusschirurgen der
Klinik F._
,
Dr.
G._
und
Dr.
med.
H._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vermuteten in ihrem Bericht vom 2
6.
Juli 2019 ein
antero
-laterales
Impingement
des linken OSG und führten laut Bericht eine Infiltration durch, welche zu einer deutlichen Beschwerdeverbesserung geführt habe (Urk. 8/102). Da diese nicht angedauert habe, empfahlen sie am 2. August 2019 ein chirurgisches Vorgehen (Urk. 8/103) und nahmen laut Operationsbericht am 2
0.
September 2019 eine Arthroskopie des oberen Sprunggelenks links vor
, bei welcher nebst
Débridement
eine
Tenodese
der
Peroneus
brevis
- sowie der
Peroneus
-
longus
-Sehne links durchgeführt wurde
(Urk. 8/109 S. 1). Anlässlich der postoperativen Nachkontrolle vom
1.
November 2019 hielten die Fuss
chirurgen fest, der Beschwerdeführer dürfe sich wieder unter Belastung nach Massgabe der Beschwerden mobilisieren (Urk. 8/110). Im Sprechstundenbericht vom 29. November 2019 gaben sie an, der Beschwerdeführer berichte nach wie vor über lokale Beschwerden mit Schwellungsneigung, jedoch habe sich die Belastungsfähigkeit etwas verbessert. Die Physiotherapie sei zwecks Belastungs
aufbau weiterzuführen, die lokalantiphlogistischen Massnahmen ebenfalls (Urk. 8/112 S. 1). Auch am
9.
Januar 2020 empfahl der Fusschirurg der
Klinik F._
das Weiterführen der Physiotherapie mit muskelkräftigenden Massnahmen sowie der lokalantiphlogistischen Behandlung (Urk. 8/114 S. 2).
3.
9
Dr.
C._
führte am 2
1.
Januar 2020 aus, die orthopädischen Serienschuhe würden dem Beschwerdeführer ab dem 2
0.
Februar 2020 eine volle Arbeits
fähig
keit in der gelernten und geeigneten Tätigkeit als Radio-TV-Monteur ermöglichen (Urk. 8/119).
3.
10
Dr.
H._
führte in seinem Bericht vom 1
9.
Februar 2020 aus, der Beschwerdeführer habe über eine leichte Gefühlsverminderung dorsal über dem Fussrücken am operierten linken Fuss berichtet. Zugleich habe er einen persistierenden Schmerz im Bereich des linken oberen Sprunggelenks erwähnt, insbesondere beim Bergaufgehen. Insgesamt sei es zu einer Besserung der Symptomatik, der Schwellung und der Belastbarkeit gekommen. Dem Beschwerdeführer sei eine Belastung ohne Gehhilfen und praktisch
hinkfrei
möglich (Urk. 8/122 S. 2).
Dr.
H._
attestierte dem Beschwerdeführer weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (Urk. 8/124 S. 4).
3.1
1
Dr.
C._
ging gestützt auf den Bericht von
Dr.
H._
vom 1
9.
Februar 2020 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ab dem
1.
März 2020 aus (Urk. 8/126).
3.1
2
Dr.
H._
hielt am 3
1.
März 2020 fest, es bestehe eine stetig sich verbessernde Belastungsfähigkeit des operierten Fusses. Der postoperative Verlauf sei durchaus fristgerecht, aufgrund einer körperlich anspruchsvollen Tätigkeit sei jedoch noch keine Arbeitsfähigkeit gegeben. In einer Verweistätigkeit sei
der Beschwerdeführer
arbeitsfähig in Abhängigkeit von den damit verbundenen Belastungen. Die Behandlung sei noch nicht abgeschlossen und es müsse nicht mit einem Dauerschaden gerechnet werden (Urk. 8/133 S. 3-4).
Am 1
5.
Mai 2020 gab
Dr.
H._
an, der Beschwerdeführer habe die physiotherapeutische Behandlung zwischenzeitlich abgeschlossen. Er
klage
über persistierende Schmerzen betont
retromalleolär
lateral sowie auch im lateralen Bereich des OSG. Zusätzlich beschreibe er nach wie vor ein Einschlafgefühl im Bereich der Zehen 2-5 links. Seine Untersuchung habe eine praktisch freie Beweglichkeit
tibiotalar
und
subtalar
links gezeigt. Man werde die Situation der
Peronealsehnen
mittels MRI-Untersuchung überprüfen und bei fehlenden Hin
weisen für ein pathologisches Korrelat sei allenfalls eine
weitergehende neuro
logische Abklärung durchzuführen bei möglicher
Neuropraxie
des
Nervus
suralis
und differenzialdiagnostisch des
Nervus
peroneus
superficialis
(Urk. 8/139 S. 1-2).
Am 2
8.
Mai 2020 führte er aus, in der gleichentags erfolgten MRI-Untersuchung habe sich die
tenodesierte
Peronealsehne
weitestgehend reizlos dargestellt (Urk. 8/140 S. 1).
3.1
3
Am 2
4.
Juni 2020 äusserte sich
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Vertrauensarzt der
Vaudoise
, dahingehend, dass Befunde und MRI unauffällig seien. Die subjektiv geklagten Beschwerden Hypästhesie und Druck
empfindlichkeit ohne organisches Korrelat rechtfertigten keine weitere Arbeits
unfähigkeit nach einem unbedeutenden Unfall. Von weiteren spezialärztlichen Untersuchungen, welche den Beschwerdeführer in seiner Invalidenrolle nur bestärken würden, sei abzusehen (Urk. 8/145).
3.1
4
Die Ärzte der
Klinik F._
, Neurologie, berichteten am
6.
Juli 2020 über ihren Untersuch des Beschwerdeführers vom 2
9.
Juni 2020 (Urk. 8/148 S. 1).
Sie hielten fest, in der klinischen Untersuchung habe sich nebst der Hypästhesie im Bereich des Fussrückens sowie des
2.
bis
5.
Zehs ein positives Hoffmann-
Tinel
-Zeichen im Bereich des
Nervus
peroneus
superficialis
mit leichtem Ameisenlaufen am Fussrücken gezeigt. In der elektrophysiologischen Untersuchung seien norm
wertige Ableitungen sämtlicher untersuchter Nerven zu finden gewesen. Die Beschwerden des Beschwerdeführers müssten aktuell
offen gelassen
werden. Geplant sei ergänzend eine Ultraschall-Untersuchung des
Nervus
peroneus
super
ficialis
sowie des
Nervus
suralis
und in diesem Rahmen auch eine Testblockade
(Urk. 8/
148 S. 2-3). Dem Bericht der
Klinik F._
vom 2
1.
Juli 2020 ist so
dann zu entnehmen, die Neurosonographie vom 1
7.
Juli 2020 habe unauffällige Befunde gezeigt und es bestünden keine Hinweise für ein Neurom
(Urk. 8/
150 S. 2-3). Dem Beschwerdeführer wurde weiterhin eine 100%ige
Arbeitsunfähigkeit
attestiert
(Urk. 8/
151 S. 2). In seinem Bericht vom 2
8.
Juli 2020 führte
Dr.
H._
von der fusschirurgischen Abteilung der
Klinik F._
aus, der Beschwerdeführer habe über eine unveränderte Situation berichtet
(Urk. 8/
152 S. 1). Bei neurographisch sowie
neurosonographisch
unauffälligen Befunden könne er aus fusschirurgischer Sicht keinen substanziellen Behandlungsvorschlag machen. Der Beschwerdeführer mache nach wie vor deutliche Beschwerden geltend, sodass er nicht in der Lage sei, als Sicherheitsbeamter zu arbeiten. Ins
besondere das Tragen von Sicherheitsschuhen sei mit erheblichen Beschwerden verbunden. Aufgrund dessen verweise er den Beschwerdeführer ans Institut
K._
(Urk. 8/
152 S. 2).
3.1
5
Dr.
med.
J._
vom Institut
K._
be
richtete am 2
5.
August 2020, nach der Infiltration des
Nervus
peroneus
super
ficialis
vom 1
7.
August 2020 habe der Beschwerdeführer während Stunden eine deutliche Schmerzreduktion verspürt
(Urk. 8/
155 S. 3). Aus schmerzmedizinischer Sicht stehe eine konservative Behandlung oder eine
Cryoneurolyse
-Behandlung zur Diskussion. Von letzterer seien keine ausgeprägten motorischen Einbussen zu erwarten
(Urk. 8/
155 S. 4). Auf Anfrage des Rechtsvertreters des Beschwerde
führers hin führte er am
4.
September 2020 aus, in der Zusammenschau der aktuell verfügba
ren Informationen gehe er trotz
neurographisch/
neuro
sonographisch
unauffälligen Befunden differential
diagnostisch am ehesten von einer dynamischen, belastungs-
getriggerten
Reizung des
Nervus
peroneus
aus. Eine Objektivierung der Beschwerden sei nur bedingt möglich. Unfallkausalität sowie medizinische Einschränkungen könne er nicht beurteilen
(Urk. 8/
160 S. 3).
4.
4.1
Im angefochtenen Entscheid stellte sich die Beschwerdegegnerin gestützt auf die Angaben ihres beratenden Arztes auf den Standpunkt, bei fehlendem organischem Korrelat der Beschwerden könne nicht mehr von einer
Arbeits
unfähigkeit
ausgegangen werden (
Urk.
2 S. 5).
In ihrer Beschwerdeantwort präzisierte sie ihren Entscheid
-
in Einklang mit ihrer Verfügung vom
3.
März 2020
(
Urk.
8/127 S. 1
) -
dahingehend, dass der Beschwerdeführer in einer leidensangepassten Tätigkeit vollumfänglich arbeitsfähig sei
, weshalb die Ein
stellung der Taggeldleistungen zulässig sei
(
Urk.
7 S. 2)
.
Sie bekräftigte, die Heil
behandlungskosten seien vom Entscheid über die Einstellung der Taggelder nicht tangiert (
Urk.
7 S. 2,
Urk.
14).
Die Beschwerdegegnerin vertritt
damit
sinngemäss die Auffassung, die Taggelder könnten
- noch vor einem Fallabschluss -
gestützt auf
Art.
16 UVG in Verbindung mit
Art.
6 ATSG eingestellt werden, da der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit wieder eine volle Arbeits
fähigkeit erlangt habe.
4.2
Der Taggeldanspruch (Art. 16 Abs. 1 UVG) erlischt
nicht nur bei einem Fall
abschluss, sondern
auch beim Wegfall seiner Anspruchsvoraussetzung der Arbeitsunfähigkeit, somit
mit der Wiedererlangung der vollen Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit (Art. 16 Abs. 2 Satz 2 UVG) und gegebenenfalls auch in einer Verweistätigkeit (Art. 6 ATSG
; vgl.
Urteil
des
Bundesgericht
s
8C_639/2014 vom
2.
Dezember
2014 E. 3
).
Die durch die Pflicht zur Schaden
minderung gebotene Verwertung der Restarbeitsfähigkeit in einem anderen als dem angestammten Tätigkeitsbereich bildet die Ausnahme vom Grundsatz, wo
nach für die Bemessung der Arbeitsunfähigkeit auf die tatsächliche Ein
schränkung im zuletzt ausgeübten Beruf abzustellen ist (BGE 141 V 625 E. 4.1, Urteil des Bundesgerichts 8C_714/2018 vom 5. März 2019 E. 4.4.2). Sie
setzt eine voraussichtlich dauernde Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit in der bis zum Unfallereignis ausgeübten Berufstätigkeit einerseits und einen stabilen Gesund
heitszustand anderseits voraus; ein labiles gesundheitliches Geschehen von zeit
lich beschränkter Dauer genügt nicht
(Urteil des Bundesgerichts 8C_702/2018 vom 11. Juli 2019 E. 3.1.2 mit Hinweisen)
.
Handkehrum
muss
von der Fortsetzung der medizinischen Behandlung noch eine wahrnehmbare Verbesserung zu erwarten sein, andernfalls der Taggeldanspruch ohnehin dahinfallen würde und im Lichte von
Art.
19
Abs.
1 UVG ein Renten
anspruch zu prüfen wäre.
Eine lang andauernde Arbeitsunfähigkeit, welche zur Berücksichtigung des Leistungs
vermögens in anderen zumutbaren beruflichen Tätigkeiten verpflichtet,
liegt
so lang
nicht vor, als im Lichte der medizinischen Unterlagen die Prognose gestellt werden kann, die versicherte Person werde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf zurückgewinnen, und zwar in einer den Taggeld
anspruch ausschliessenden Weise
(Urteil
e
des Bundesgerichts 8C_702/2018 vom 11. Juli 2019 E. 3.1.2 mit Hin
weisen
,
U 108/05 vom 2
8.
August 2006
E. 4.1
)
.
Nach dem Gesagten ist der Anwendungsbereich einer Tagge
ldeinstellung gestützt auf Art.
16
Abs.
2 UVG in Verbindung mit
Art.
6 Satz 2 ATSG dort zu sehen, wo noch nicht mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden kann, dass noch eine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustands erwartet werden kann - was den Fall
abschluss zur Folge hätte (Urteil des Bundesgerichts 8C_714/2018 vom 5. März 2019 E.4.4.1 mit Hinweis) -, aber auch nicht (mehr)
die Prognose gestellt werden kann, die versicherte Person werde mit überwiegender Wahrscheinlichkeit die Arbeitsfähigkeit im angestammten Beruf zurückgewinnen, und zwar in einer den Taggeldanspruch ausschliessenden Weise (Urteile des Bundesgerichts 8C_702/2018 vom 1
1.
Juli 2019 E. 3.1.2 mit Hinweisen, U 108/05 vom 2
8.
August 2006 E. 4.1
). Ein
e
solche Konstellation kann beispielsweise in den Monaten vor dem Fallabschluss respektive dem Erreichen eines den Fallabschluss erlaubenden medizinischen Endzustands vorliegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_320/2007 vom
7.
Dezember 2007 E. 5 und 6).
Währenddem
für einen Fallabschluss
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit aus
geschlossen werden können muss, dass noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes
der versicherten Person
erwartet werden kann (vgl. E. 1.3 vorstehend sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_714/2018 vom
5.
März 2019 E. 4.4.1 mit Hinweis auf BGE 134 V 109 E. 4.1)
, ist für die Berücksichtigung der Arbeitsfähigkeit in einer a
nderen zumutbaren
Tätigkeit (vgl. E. 1.2 vorstehend sowie
BGE 135 V 287 E. 3.1
, 137 V 199 E. 2.1
) lediglich erforderlich, dass die
Arbeitsunfähigkeit
im zuletzt ausgeübten Beruf
von Dauer ist
sowie dass
ein stabiler Gesundheitszustand vorliegt und nicht ein labiles Geschehen von beschränkter Dauer (Urteile des Bundesgerichts 8C_702/2018 vom 1
1.
Juli 2019 E. 3.1.2,
8C_3
20/2007 vom
7.
Dezember 2007 E.
6.2
). Nicht gegeben war letztere Voraussetzung beispielsweise in einem Fall, in welchem noch eine Operation an
stand
(Urteil des Bundesgerichts
8C_714/2018 vom
5.
März 2019
E. 4.4.3 und E. 4.3.3).
4.3
Nach dem
Bagatellcharakter aufweisenden Ereignis
vom
2
7.
November 2017
wurde dem Beschwerdeführer zunächst für eine begrenzte Zeit eine
Arbeits
unfähigkeit
attestiert, diese wurde indes verlängert (vgl.
Ziff.
1.2 des Sachverhalts
und
Urk.
8/151 S. 2
).
Am
2
1.
März 2019 bestand laut Dr.
D._
noch immer
eine vollständige
Arbeitsunfähigkeit
für die zuletzt ausgeübte Tätigkeit, weil das linke Bein noch vermindert belastbar war mit eingeschränkter Geh- und Stehdauer. In einer angepassten Tätigkeit erachtete Dr.
D._
den Beschwerdeführer jedoch bereits
als
nicht mehr wesentlich eingeschränkt (E. 3.2 vorstehend).
Die folgenden Infiltrationen hatten jeweils nur für ein paar Tage einen schmerz
lindernden Effekt (E. 3.5 vorstehend), sodass die medizinische Situation im grossen Ganzen bereits stabil war. Da die Verbesserung durch Infiltration jeweils nicht andauerte, wurde am 2
0.
September 2019 ein operativer Eingriff durch
geführt (E. 3.7 vorstehend), was naturgemäss zu einer vorübergehenden Ver
schlechterung führt
e
. Ab dem
1.
November 2019 durfte sich der Beschwerde
führer wieder nach Massgabe seiner Beschwerden mobilisieren und am 2
9.
November 2019 hatte sich die Belastungsfähigkeit etwas verbessert
. Fortzu
führen war sowohl die Physiotherapie zwecks Belastungs- respektive Muskel
aufbau
s
als auch die antiphlogistische (entzündungshemmende) Behandlung (E. 3.7 am Ende).
In der Folge trat gemäss den Angaben von Dr.
H._
vom 1
9.
Februar sowie vom 3
1.
März 2020 nochmals eine Besserung der Symptomatik auf, und auch die Belastungsfähigkeit des operierten Fusses verbesserte sich stetig (E. 3.9 und 3.11). Bereits am 1
9.
Februar 2020 wies der Beschwerdeführer aber nur noch geringe Symptome auf, nämlich eine leichte Gefühlsverminderung und einen persistierenden Schmerz im Bereich des linken OSG, insbesondere beim Bergaufgehen. Ansonsten konnte er sich praktisch
hinkfrei
fortbewegen
und ohne Gehhilfen belasten (E. 3.9
vorstehend
)
. Vor diesem Hintergrund ist schlüssig, dass
Dr.
C._
spätestens ab dem
1.
März 2020 von einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit ausging (E. 3.8 und 3.10), zumal für
die Aus
übung einer adaptierten Tätigkeit
weder die
geklagte
Gefühlsminderung noch die Schmerzen bei besonderer Belastung des linken OSG
- beispielsweise beim Berg
aufgehen - eine Rolle spielen dürfte
n
.
Dr.
H._
bestätigte diese Ein
schätzung sinngemäss, indem er angab, in einer Verweistätigkeit sei der Beschwerdeführer in Abhängigkeit von den damit verbundenen Belastungen arbeitsfähig und wegen der hohen körperlichen Anforderungen liege in der zu
letzt ausgeübten Tätigkeit noch keine Arbeitsfähigkeit vor (E. 3.11 vorstehend).
An Behandlungsmassnahmen war zu jener Zeit noch die Weiterführung der Physiotherapie vorgesehen
(
Urk.
8/1
2
9 S.
2
)
, wobei den Akten nicht zu ent
nehmen ist, dass dadurch eine namhafte Besserung erwartet worden wäre. Ein noch zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt steht nicht einmal einem Fallabschluss entgegen (vgl. E. 1.3), und folglich erst recht nicht einer Ein
stellung der Taggelder ohne Fallabschluss, zumal hierzu kein Endzustand erreicht worden sein muss.
Laut Bericht vom 21. Juli 2020 hatte sich am 1
7.
Juli 2020 keine Veränderung im Beschwerdebild (im Vergleich zur Voruntersuchung) ge
zeigt
(Urk. 8/
154 S. 8). Schmerz in Ruhe war keiner vorhanden (
Urk.
8/148 S. 2).
Dr.
H._
hielt am 28. Juli 2020 überdies fest, er könne keinen substantiellen Behandlungs
vorschlag mehr machen
(Urk. 8/
154 S. 4).
Im weiteren Verlauf wurde dann
am 1
7.
August 2020
abermals
eine Infiltration
vorge
nommen, wobei es keine Hinweise darauf gibt, dass davon eine namhafte Besserung erwartet worden wäre (vgl.
Urk.
8/
155 S. 3).
Nach dem Gesagten war im ersten Quartal 2020
- mehr als zwei Jahre nach dem sehr leichten Unfallereignis -
insoweit ein stabiler Zustand eingetreten, als
der Gesundheitszustand sich mit nur noch wenig ausgeprägter Symptomatik präsentierte
(vgl. E. 3.9)
.
Überdies konnte bei fehlenden substantiellen Therapie
vorschlägen und mangels Anhaltspunkten für das Bevorstehen einer weiteren, bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit ins Gewicht fallenden Besserung, nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit das Wiedererlangen einer taggeld
ausschliessenden Arbeitsfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit in abseh
barer Zeit erwartet werden.
Eine lang andauernde
Arbeitsunfähigkeit
für die zu
letzt ausgeübte Tätigkeit wurde lediglich attestiert, weil diese
körperlich an
spruchsvoll war (
Urk.
8/133 S. 3)
und das Anziehen von Sicherheitsschuhen erforderte
(
vgl.
Urk. 8/
152
S. 2)
respektive das Tragen von orthopädischem Schuhwerk verunmöglichte
, wie
Dr.
C._
dies empf
ohlen hatte
(Urk. 8/
119
)
.
Insbesondere das Tragen von Sicherheitsschuhen war laut dem Beschwerdeführer mit erheblichen Beschwerden verbunden
(Urk. 8/
152 S. 2).
Da
Dr.
C._
das Tragen orthopädischer Serienschuhe für die Zumutbarkeit der Tätigkeit als Radio- und TV-Monteur für erforderlich hielt
(Urk. 8/
119), ist nachvollziehbar, dass eine Tätigkeit in Sicherheitsschuhen entsprechend der ärztlichen Beurteilung durch Dr.
H._
nicht uneingeschränkt möglich war
(Urk. 8/
1
33
S.
3
).
Angesichts dieser beruflichen Anforderungen in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit ist auch das Kriterium der dauerhaften
Arbeitsunfähigkeit
zu bejahen, wo im Gegensatz zu einem Fallabschluss nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit feststehen muss, dass keine namhafte Besserung mehr zu erwarten ist, sondern eine solche bloss nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit zu erwarten sein darf, also durchaus noch möglich sein kann
(vgl. vorstehende E. 4.2)
.
Dem deutlich nach dem Erlass des
Einspracheentscheides
erstellten Bericht von Dr.
H._
vom
2.
Dezember 2021 (
Urk.
11) lassen sich keine Angaben bezüglich der Arbeitsfähigkeit entnehmen
.
Spätestens mit der Stellungnahme von
Dr.
C._
vom 2
5.
Februar 2020, welche auf dem Bericht von
Dr.
H._
vom 1
9.
Februar 2020 basierte (
Urk.
8/126), stand die volle Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit fest.
Folglich waren alle Voraussetzungen erfüllt, um
im Sinne von
Art.
6
Satz
2 ATSG
die Arbeits
fähigkeit auch in einer angepassten Tätigkeit zu berücksichtigen.
Die
Zumutbar
keit eines Berufswechsels steht auch
aufgrund
dessen fest
, da
ss
d
er
Beschwerdeführer bereits
in
der Vergangenheit verschiedene
Tätigkeiten
(Gast
gewerbe, Matratzenfabrik, Sicherheitsdienst, Produktionsmitarbeiter; Urk. 8/29 S. 2)
ausgeübt hatte,
zum Zeitpunkt des Unfalls
eher zufällig noch im
bereits während der Probezeit
beziehungsweise im ersten Monat
durch die Arbeitgeberin
gekündigten Arbeitsverhältnis als
Sicherheitsmitarbeiter
stand
(
Urk.
8/1 S. 3)
und sich
daher
auch im Gesundheitsfall eine andere Arbeit hätte suchen müssen.
5.
5.1
Steht fest, dass die versicherte Person unter dem Blickwinkel der Schaden
minderungspflicht einen Berufswechsel vorzunehmen hat, so hat der Versicherungsträger sie dazu aufzufordern und ihr zur Anpassung an die ver
änderten Verhältnisse sowie zur Stellensuche eine angemessene Übergangsfrist einzuräumen, während welcher das bisherige Taggeld geschuldet bleibt. Diese Übergangsfrist bemisst sich nach den jeweiligen Umständen des Einzelfalles und ist in der Regel auf drei bis fünf Monate festzulegen (
Urteil
e
des Bundesge
richts
8C_702/2018 vom 1
1.
Juli 2019 E. 3.2, 8C_714/2018 vom
5.
März 2019 E. 4.4.2
,
8C_443/2016 vom 1
1.
August 2016 E. 2.1
,
8C_173/2008 vom 20.
August 2008 E. 2.3
,
je mit Hinweisen
). Nach deren Ablauf entspricht der für d
ie Bemessung des Taggeldes mass
gebende Arbeitsunfähigkeitsgrad der Differenz zwischen dem Ein
kommen, das ohne Unfall im bisherigen Beruf verdient werden könnte, und dem Einkommen, das im neuen Beruf
zumutbarerweise
zu erzielen wäre (BGE 114 V 281 E. 3c
, Urteil des Bun
desgerichts 8C_889/2014 vom 23.
Februar 2015 E. 3.2 und E. 4.2.4
).
5.2
Eine diesbezügliche Ausnahme liegt bei arbeitslosen Personen vor, welche für die Annahme einer angepassten Tätigkeit als Basis für die Festsetzung der Arbeits
fähigkeit nicht zu einem Berufswechsel aufgefordert werden müssen (Urteile des Bundesgerichts
8C_838/2012 vom 1
9.
April
2013 E. 4.2.2
,
8C_889/2014 vom 2
3.
Februar 2015
E. 4.3
.2
).
Der Beschwerdeführer war zwar im Zeitpunkt des Un
falls noch nicht arbeitslos, doch
geschah der Unfall am zweitletzten Tag seines per 2
8.
November 2017 gekündigten Arbeitsverhältnisses, welches erst gerade am
1.
September 2017 begonnen gehabt hatte
(
Urk.
8/
3
S.
1
)
.
Bereits
im
April 2018
war dem Beschwerdeführer bewusst, dass er in einer angepassten Tätigkeit wieder arbeitsfähig sein würde. Er war bereits mit der Stellen
suche
via Zeitungen und Internet beschäftigt
(Urk. 8/29 S. 7
).
Zwar bewarb er sich bei anderen Firmen im Sicherheitsbereich, doch war ihm die diesbezügliche Problematik aufgrund der Anforderungen an die körperliche Fitness bewusst (Urk. 8/29 S. 2).
Von einer An
meldung beim
regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
sah er
lediglich
- trotz
der entsprechende
n
Empfehlung
durch
den
Schadenexperten der Beschwerdegegnerin
-
deshalb
ab
, weil er mangels zureichender Beitrags
zahlungen nicht anspruchsberechtigt war
(Urk. 8/29 S. 7).
Unter diesen Um
ständen hätte er seine Bewerbungen auch im Gesundheitsfall nicht auf die zuletzt während sehr kurzer Zeit ausgeübte Tätigkeit als Sicherheitsmitarbeiter beschränken können, sondern sich auch für andere seinen Fähigkeiten ent
sprechende
Arbeiten
bewerben müssen. Angesichts dieser Umstände war eine besondere Aufforderung, sich eine neue Stelle zu suchen, entbehrlich (vgl. auch Urteil des
Sozialversicherungsgericht
s
des Kantons Zürich
UV.2020.00260 vom 2
7.
Oktober 2021 E
. 5.4.2 mit Hinweisen
).
5.3
Angesichts der
anlässlich der Untersuchung durch
Dr.
H._
vom 19.
Februar 2020 nur noch in sehr geringem Umfang vorhandenen Beschwerden (vgl.
Urk.
8/122
S. 2
) konnte der Beschwerdeführer zu jenem Zeitpunkt erkennen, dass von ihm
zumutbarerweise
verlangt werden durfte, die Arbeitsfähigkeit in einem leidensangepassten Beruf zu verwerten. Er war daher gehalten, eine leidensangepasste Tätigkeit zu suchen. Den gegebenen Verhältnissen ist eine An
passungsfrist von drei Monaten angemessen, welche nach dem Gesagten Ende Mai 2020
bereits
abgelaufen war.
Zudem war ihm rund drei Monate vor der end
gültigen Einstellung der Taggelder, nämlich mit Schreiben vom
3.
März 2020, die Einstellung der Taggelder
infolge Wiedererlangens einer vollständigen Arbeits
fähigkeit in angepasster Tätigkeit explizit mitgeteilt worden (Urk. 8/127 S. 1).
6.
6.1
Da ein Berufswechsel unter dem Titel der Schadenminderungspflicht geboten war, richtet sich die Frage nach einem Taggeldanspruch ab
1.
Juni 2020 nach der Höhe eines allfälligen Restschadens.
Entscheidend ist, ob der Beschwerdeführer mit einer zumutbaren Tätigkeit in einem anderen Beruf das Einkommen, welches er überwiegend wahrscheinlich nach dem 2
7.
November 2017 ohne Unfall bezogen hätte, hätte erzielen können (
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_320/2007 vom 7. Dezember 2007 E. 6.4 und 6.5).
6.2
Festzuhalten ist, dass
der Beschwerdeführer
lediglich vom
1.
September 201
7 bis am 2
8.
November 2017 bei der Z._
SA angestellt war, wobei die Arbeit
geberin ihm
am
2
1.
November 2017
, noch während der Probezeit, kündigte (Urk. 8/
1
S.
3,
Urk.
8/
3 S. 1
)
.
In Anbetracht
dessen
, dass die Kündigung bereits vor dem Unfall ausgesprochen wurde,
ist
anzunehmen, dass er
im Gesundheitsfall
ab dem 2
9.
November 2017 nicht mehr
dort gearbeitet hätte.
Da er zuvor ver
schiedene Tätigkeiten ausgeübt hatte
- unter anderem als Produktions
mitarbeiter-
, für welche er allesamt keine Ausbildung vorweisen konnte (
vgl.
Urk. 8/
29
S. 2
), ist für den Gesundheitsfall
davon auszugehen
, dass er in einer grundsätzlich beliebigen Hilfstätigkeit arbeiten würde.
Hinzu kommt, dass einem Einkommens
vergleich, welcher auf einer derart kurzen
Ausübung einer Tätigkeit beruhen würde
, etwas sehr Zufälliges anhaften würde, was auch mit Blick auf die bundes
gerichtliche Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts 8C_364/2015 vom 1
8.
Dezember 2015 E. 3.2 am Ende) nicht angeht. Daher ist nicht vom für die Tätigkeit
bei der
Z._
SA
vereinbarten Lohn als
Valideneinkommen
aus
zugehen
, welcher
im Jahr 2017 bei Fr. 58'428.-- lag
(Urk. 8/3 S. 1
)
,
und damit
im Übrigen
unterhalb des Medianlohns für Hilfsarbeiten, welcher
für
ungelernt
tätige Männer
gemäss
vom Bundesa
mt für Statistik
(BFS)
herausgegebener Schweizerischer
Lohnstrukturerhebung (LSE)
bereits im Jahr 2016 bei einer 40-Stunden-Woche Fr. 5'340.-- pro Monat und damit Fr. 64'080.-- pro Jahr betrug
(
BFS,
LSE 2016,
TA1_tirage_skill_level
,
Monatlicher Bruttolohn [Zentralwert] nach Wirtschaftszweigen, Kompetenzniveau und Geschlecht, Privater Sektor,
Kompetenzniveau 1,
Männer,
Total).
Der Beschwerdeführer übte ab
1.
Juni 2020 keine Erwerbstätigkeit aus, weshalb die allfällige Einkommensdifferenz nach statistischen Werten zu ermitteln ist.
Demnach ist sowohl für den hypothetischen Fall ohne Unfallereignis vom 27. November 2017 als auch für den effektiv
eingetreten
en Fall vom selben Tabellenlohn auszugehen, da dem Beschwerdeführer - abgesehen von Tätig
keiten, welche das Tragen von Sicherheitsschuhen, das Bergaufgehen oder Rennen beinhalten
- dieselben Tätigkeiten zumutbar sind.
Namentlich waren ihm klassische, besser bezahlte Schwerstarbeiten bereits vor dem Ereignis vom 27. November 2017 nicht mehr zumutbar
, zumal er bereits im Jahr 1996 um
geschult werden musste (Urk. 8/29 S. 2) und ab 2011 etliche wechselnde Leiden am Bewegungsapparat aufwies und schon vor dem 2
7.
November 2017 mehrere Unfälle erlitten hatte, wovon sich der Beschwerdeführer teilweise laut seinem Hausarzt nicht vollständig erholt gehabt hatte (
Urk.
8/51 S. 1).
Es ist daher davon auszugehen, dass ihm eine lohnmässig vergleichbare Tätigkeit zumutbar ist, was die Vornahme eines Prozentvergleichs rechtfertigt (Urteil des Bundesgerichts 8C_364/2015 vom 1
8.
Dezember 2015 E. 3.2).
Beim Prozentvergleich fällt ein leidensbedingter Abzug ausser Betracht (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_109/2013 vom 9 April 2013, E. 4.2 mit Hinweisen).
Demnach resultiert keine Erwerbseinbusse
.
Folglich ist ein Restschaden und damit ein Anspruch auf weitere Taggelder nach Ende Mai 2020 auszuschliessen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.