# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d8ab360f-5502-42b4-b1c7-140a3ce827b3
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Im Rahmen der Regulierung des Rheins nach den Staatsverträgen zwischen der
Schweizerischen Eidgenossenschaft und Österreich-Ungarn bzw. der Österreichischen
Republik (SR 0.721.191.631, 0.721.191.632, 0.721.191.633) sowie des von der
Internationalen Rheinregulierung, Gemeinsame Rheinkommission (nachstehend: IRR),
ausgearbeiteten Projekts zur Endgestaltung des Alten Rheins hielt das
Baudepartement des Kantons St. Gallen im Einspracheentscheid vom 24. November
2004 fest, dass zwischen dem Gebiet Dreiangel und der Schiffsanlegestelle Altenrhein
ein durchgehend einheitlicher Hochwasserschutz gewährleistet sein müsse. Das
Gesamtprojekt mit Ersatzsteganlage stelle ein geeignetes und erforderliches Mittel dar,
um den Staatsvertrag zu erfüllen sowie den Hochwasser- und Naturschutz zu
erreichen. Die Einsprachen von X.Y. gegen das Projekt und gegen die Konzession der
Ersatzsteganlage wurden abgewiesen (act. G 6/3). Die Schlussarbeiten für die
Realisierung des Hochwasserschutzes wurden im November 2008 ab der ARA
Altenrhein und der Schiffsanlegestelle begonnen. Zwischen der ARA und dem Gebiet
Dreiangel schlossen alle betroffenen Grundeigentümer mit der IRR einen
Dienstbarkeitsvertrag ab, so dass dieses Teilstück im Sommer 2009 realisiert werden
konnte. Im Bereich Dreiangel bis Schiffsanlegestelle Altenrhein unterzeichnete die
Hälfte der betroffenen Grundeigentümer entsprechende Dienstbarkeitsverträge. Die
Landerwerbsverhandlungen mit den weiteren Grundeigentümern führten zu keinem
Ergebnis (act. G 6/4 S. 2f.).
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B./ Am 16. Juni 2011 ersuchte die IRR die Regierung des Kantons St. Gallen um
Erteilung des Enteignungsrechts gemäss Art. 7 Abs. 2 des Enteignungsgesetzes (sGS
735.1; EntG) im Zusammenhang mit dem Hochwasserschutz im Abschnitt Dreiangel
bis Schifflände (act. G 6/4). Dieses wurde ihr mit Beschluss der Regierung vom 8.
November 2011 übertragen (act. G 6/5); der Beschluss erwuchs in Rechtskraft. Am 6.
Februar 2012 stellte die IRR bei der Schätzungskommission für Enteignungen des
Kantons St. Gallen (nachstehend: Schätzungskommission) das Gesuch um Einleitung
und Durchführung des Enteignungsverfahrens (act. G 6/6f). Darin wurde unter anderem
für das Grundstück Nr. 000 von X.Y. für eine Fläche von 31 m die Eintragung einer
Grunddienstbarkeit im Grundbuch (Baurecht für Hochwasserschutzdamm mit
Terrainveränderungsverbot und Pflanzbeschränkung) als ständige Beanspruchung
beantragt (act. G 6/8). Gegen das öffentlich aufgelegte Enteignungsbegehren erhob
X.Y. am 15. März 2012 Einsprache (act. G 6/9). Diese zog er in der Folge zurück, hielt
jedoch am Entschädigungsbegehren fest (act. G 6/10). Anlässlich eines Augenscheins
mit Einigungsverhandlung vom 20. September 2012 formulierte die
Schätzungskommission den Entwurf für einen Einigungsvorschlag, welchen sie den
Beteiligten mit Schreiben vom 2. Oktober 2012 zur Stellungnahme zukommen liess
(act. G 6/12). Nachdem X.Y. sich dazu am 18. Oktober 2012 geäussert hatte (act. G
6/13), ergänzte die Schätzungskommission ihre Ausführungen am 19. Oktober 2012
(act. G 6/14). Hierzu liess sich die IRR am 7. November 2012 vernehmen (act. G 6/15).
Am 8. Januar 2013 teilte sie der Schätzungskommission mit, dass aufgrund der seitens
der Grundeigentümer gestellten Forderungen keine Grundlage für den Abschluss einer
umfassenden Vereinbarung mehr vorhanden sei (act. G 6/16). Mit Entscheid vom
20. Februar 2013 wies die Schätzungskommission das Gesuch der IRR um vorzeitige
Besitzeinweisung ab (Ziff. 1; act. G 2/2). Die IRR habe dem Grundeigentümer von
Grundstück Nr. 000 (X.Y.) für das auf diesem Grundstück zu errichtende Baurecht (für
einen Hochwasserschutzdamm auf Kote 398.3 OK Damm mit
Terrainveränderungsverbot und Pflanzbeschränkung) sowie für die weiteren damit
zusammenhängenden Eigentumseingriffe eine pauschale Entschädigung von
Fr. 30'000.-- zu bezahlen. Die IRR habe die Entscheidgebühr von Fr. 4'000.-- zu
bezahlen (Ziff. 2 und 3; act. G 2/2).
C./ Gegen diesen Entscheid erhob die IRR, vertreten durch lic. iur. R. Hartmann,
Tiefbauamt Kanton St. Gallen, am 13. März 2013 Beschwerde mit dem
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Rechtsbegehren, die Ziffern 2 und 3 des Entscheids seien aufzuheben, unter Kosten-
und Entschädigungsfolge (act. G 1). Diesen Antrag bestätigte sie in der
Beschwerdebegründung vom 10. April 2013, wobei sie sich bereit erklärte, eine
Gesamtentschädigung von Fr. 9'782.40 zu leisten (act. G 5).
In der Vernehmlassung vom 31. Mai 2013 beantragte die Vorinstanz Abweisung der
Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung verwies sie auf
die Darlegungen im Entscheid vom 20. Februar 2013 (act. G 10). Der
Beschwerdegegner beantragte in seiner Eingabe vom 25. Juni 2013 Abweisung der
Beschwerde, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Er wies unter anderem darauf
hin, dass er vorerst eine Entschädigung von Fr. 50'000.-- geltend gemacht, er jedoch
auf eine Anfechtung des Schätzungsentscheides verzichtet habe, weil ihn dieser
überzeugt habe. Er schliesse sich der Vernehmlassung der Vorinstanz vollumfänglich
an (act. G 12).
Auf die weiteren Darlegungen in den vorerwähnten Eingaben wird, soweit für den

## Considerations

Entscheid wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...).
2. Nach Art. 14 Abs. 1 EntG hat der Enteignete Anspruch auf Entschädigung in Geld.
Entschädigt werden nach Art. 15 Abs. 1 EntG der Marktwert des enteigneten Rechts
(lit. a), der Minderwert des verbleibenden Teils (lit. b) und die weiteren geldwerten
Nachteile, die sich als Folge der Enteignung voraussehen lassen (lit. c). Nicht
entschädigt werden Nachteile, die der Enteignete verschuldet hat (Art. 15 Abs. 2 EntG).
Gemäss Art. 16 Abs. 1 EntG werden bei der Bemessung der Entschädigung
berücksichtigt: der Verlust der Möglichkeit besserer Verwendung des Grundstücks (lit.
a) sowie die Sondervorteile, die durch das Werk des Enteigners entstehen und zu
deren Abgeltung kein Beitrag erhoben wird (lit. b). Allgemeine Wertveränderungen, die
durch das Werk des Enteigners entstehen, werden nicht berücksichtigt (Art. 16 Abs. 2
EntG). Die Schätzungskommission entscheidet über Begehren um Entschädigung und
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Realersatz (Art. 34 EntG). Art. 22 des Bundesgesetzes über die Enteignung (SR 711)
enthält eine mit derjenigen der Art. 15ff. EntG vergleichbare Regelung.
3. Die Vorinstanz legte im angefochtenen Entscheid dar, dem Beschwerdegegner
werde für den Hochwasserschutzdamm nicht eine Teilfläche seines Grundstücks Nr.
000 weggenommen. Allerdings werde eine Teilfläche von 31 m auf eine Kote von
398.3 (OK Damm) dauernd beansprucht, indem auf dieser Fläche ein Baurecht für
einen Hochwasserschutzdamm mit einem Terrainveränderungsverbot und einer
Pflanzbeschränkung errichtet werde. In diesem Sinn erfolge ein enteignungsrechtlicher
Eingriff. Der verbleibende Teil des Grundstücks erfahre insofern einen Nachteil, als
durch die Dammaufschüttung der Zugang und die Sicht auf den Alten Rhein etwas
eingeschränkt würden und es zu einem sogenannten Muldeneffekt komme, sofern
keine entsprechende Terrainanpassung erfolge. Weitere Nachteile im Zusammenhang
mit dem Eingriff seien die vorübergehende Beanspruchung einer Fläche von 55 m
während der Bauzeit und für Anpassungsarbeiten. Bei der Bemessung der
Entschädigung sei anderseits auch zu berücksichtigen, dass das Grundstück und das
darauf stehende Gebäude durch den zu errichtenden Hochwasserschutzdamm einen
Hochwasserschutz erhalten würden, zu dessen Abgeltung kein Beitrag erhoben werde.
Mit der Entschädigung würden auch weitere geldwerte Nachteile (z.B. für Anpassung
von Bepflanzungen, Terrain, Gebäude, für Inkonvenienzen und Umtriebe sowie für
Rechtskosten) abgegolten. Insgesamt erscheine eine Entschädigung von pauschal
Fr. 30'000.-- als angemessen (act. G 2/2 S. 5). Im vorliegenden Verfahren lässt die
Beschwerdeführerin unter anderem darlegen, sofern der Beschwerdegegner den
Damm bepflanzen möchte, so könne dies innerhalb der Pflanzbeschränkung erfolgen.
Die Höhe der von der Vorinstanz festgelegten Entschädigung sei in keiner Weise
nachvollziehbar und habe im angefochtenen Entscheid nicht begründet werden
können. Es würden nicht einmal 10 Prozent der Gesamtfläche des Grundstücks (31 von
400 m ) für eine Grunddienstbarkeit beansprucht. Trotzdem solle die Entschädigung
rund 40 Prozent des Grundstückswerts betragen. Dies stehe in keinem Verhältnis
zueinander. Mit der pauschal festgelegten Entschädigung werde zudem der Grundsatz
der Gleichbehandlung der betroffenen Grundeigentümer verletzt. Es dürften nicht
diejenigen Grundeigentümer bevorzugt werden, die zu keiner einvernehmlichen Lösung
bereit gewesen seien (act. G 5). In der Vernehmlassung weist die Vorinstanz unter
anderem darauf hin, dass sie im Rahmen des ihr zustehenden Ermessensspielraumes
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den Sachverhalt eingehend und fachkundig geprüft, selber einen detaillierten
Vergleichsvorschlag unterbreitet und auch nach Ablehnung desselben durch die
Beschwerdeführerin angeregt habe, einen Einigungsversuch unter Leitung der
Schätzungskommission durchzuführen, was seitens der Beschwerdeführerin abgelehnt
worden sei. Mit der schliesslich erfolgten Pauschalierung der Schätzung in einem
Gesamtbetrag habe die Schätzungskommission eine lange und zeitaufwendige
Detailabklärung, welche möglicherweise zu Weiterungen, zusätzlichen Kosten und
Verzögerungen geführt hätte, verhindert (act. G 10 S. 3).
3.1. Unbestritten sind vorliegend die Zulässigkeitsvoraussetzungen des Eingriffs in das
Grundeigentum des Beschwerdegegners, d.h. das Bestehen einer gesetzlichen
Grundlage, eines öffentlichen Interesses sowie die Verhältnismässigkeit des Eingriffs
(vgl. BGE 115 Ia 29 mit Hinweisen und Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines
Verwaltungsrecht, 5. Aufl., Zürich/Basel/Genf 2006, Rz. 2096ff.) als gegeben zu
erachten. Streitig sind hingegen die im Schätzungsverfahren festgelegte
Entschädigung von Fr. 30'000.-- und die Kostenauflage. Der Beschwerdegegner muss
im Zusammenhang mit der Erstellung des Hochwasserschutzdamms kein Land vom
Grundstück Nr. 000 dauernd abtreten. Jedoch erfolgt ein enteignungsrechtlich
relevanter Eingriff insofern, als eine Teilfläche von 31 m mit der Errichtung eines
Baurechts für den Hochwasserschutzdamm mit Terrainveränderungsverbot und
Pflanzbeschränkung dauernd beansprucht wird. Dabei handelt es sich um einen Anteil
von knapp 10% des 400 m umfassenden, mit einem Ferienhaus überbauten
Grundstücks (vgl. act. G 6/17, 6/18).
Massgebend für die Festlegung der Entschädigung sind in der Regel die Verhältnisse
im Zeitpunkt der erstinstanzlichen Schätzungsverhandlung (Art. 17 EntG). Diese fand
konkret im September 2012 statt (act. G 6/12). In diesem Zeitpunkt lag die amtliche
Schätzung des Verkehrswerts des Grundstücks Nr. 000 vom Juni 2004 (Fr. 74'000.--;
act. G 6/17), auf welche die Beschwerdeführerin zur Begründung ihres Standpunktes
verweisen lässt (act. G 5 S. 4 Ziff. 5), rund acht Jahre zurück. Sie kann schon von daher
nicht unbesehen als Bemessungsgrundlage dienen. Hinzu kommt, dass der
Beschwerdegegner nach seinen mit dem Kaufvertrag belegten Angaben im Jahr 2004
allein für das Grundstück Nr. 000 Fr. 160'000.-- bezahlt hatte (act. G 12). Sodann blieb
sein weiteres Vorbringen, dass das auf dem Grundstück erstellte Gebäude mindestens
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Fr. 100'000.-- wert sei (act. G 12 S. 2), unbestritten (act. G 14). In ihrer Vernehmlassung
führte die Vorinstanz in diesem Zusammenhang aus, im Fall der Belastung mit einer
Baurechtsdienstbarkeit erachte sie praxisgemäss eine volle Entschädigung (vgl. Art. 50
Abs. 1 EntG) als angemessen, da die Dienstbarkeitsbelastung sich praktisch nicht von
der Situation unterscheide, in welcher das Eigentum überhaupt nicht mehr zur
Verfügung stehe. Richtig sei zwar, dass die Fläche in der Grünzone liege. Dies sage
jedoch noch nichts zum Marktpreis aus. Entschädigt werde der Marktwert des
enteigneten Rechts. An der anlässlich eines Augenscheins verifizierten konkreten Lage
(See- bzw. Flusssicht, einzigartig idyllische Naturlandschaft, unverbaubar etc.) seien
durchaus Quadratmeter-Preise von Fr. 600.-- bis Fr. 1000.-- vorstellbar. Es sei von
einem echten Liebhaberobjekt zu sprechen, welches zu einem hohen Preis gehandelt
werden könne, wenn es überhaupt auf den Markt komme. Bei Annahme eines
Mittelwertes der vorstellbaren Preise (Fr. 800.--) ergebe sich für 31 m ein
Schätzungswert von Fr. 25'000.-- (act. G 10 S. 2).
Diese Darlegungen erscheinen mit Blick auf die geschilderten Verhältnisse begründet
und plausibel. Sie blieben auch unwidersprochen (vgl. act. G 14). Schätzungen beruhen
auf Tatsachenfeststellungen (vgl. F. Gygi, Bundesverwaltungsrechtspflege, 2. Aufl.,
Bern 1983, S. 279). Sie führen zu annäherungsweise ermittelten Zahlen. Das
Verwaltungsgericht übt daher gegenüber Schätzungen dieselbe Zurückhaltung wie
gegenüber verwaltungsbehördlichen Ermessensentscheiden, und es schreitet nur ein,
wenn eine Schätzung im Ergebnis offensichtlich unrichtig erscheint bzw. wenn der
Vorinstanz offenkundige Fehler oder Irrtümer unterlaufen sind oder wenn sie bei der
Schätzung wesentliche Gesichtspunkte übergangen oder falsch gewürdigt hat (vgl.
VerwGE B 2012/266 vom 12. Februar 2014, E. 2.1; www.gerichte.sg.ch). Konkret
kommen der beträchtliche Ermessensspielraum bei der Wertfestlegung und der
Liebhabercharakter der Liegenschaft allein schon im Umstand des Auseinanderklaffens
des amtlichen Schätzwerts 2004 (Fr. 74'000.--) und des im selben Jahr beurkundeten
Verkaufspreises (Fr. 160'000.--) zum Ausdruck. Ein konkreter Anlass, den vorerwähnten
Schätzungswert von Fr. 25'000.-- in Zweifel zu ziehen bzw. in das Ermessen der
Vorinstanz korrigierend einzugreifen, ist angesichts dieser Verhältnisse nicht ersichtlich.
3.2. Während die Vorinstanz wie erwähnt einen Nachteil für den verbleibenden Teil des
Grundstücks (vgl. Art. 15 Abs. 1 lit. b EntG) insofern bejahte, als durch die
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Dammaufschüttung der Zugang und die Sicht auf den Alten Rhein etwas eingeschränkt
würden und es zu einem sogenannten Muldeneffekt komme, sofern keine
entsprechende Terrainanpassung erfolge (act. G 2/2), erachtet die Beschwerdeführerin
eine Entschädigung für eine Wertminderung als nicht gerechtfertigt, da die gemäss
Zonenplan (Grünzone, Freihaltung) zulässige Nutzung nicht eingeschränkt werde bzw.
auf dem Gelände schon bisher keine wirtschaftliche Nutzung erfolgt sei. Der Zugang
zum Alten Rhein werde nicht verhindert, sondern sei auf der ganzen Breite noch
möglich. Auf Wunsch des Beschwerdegegners könne dieser allenfalls mit einer kleinen
Treppe auf der Seite des privaten Grundstücks vereinfacht werden. Wie der Zugang
über den restlichen Damm möglich sein solle, hätten die Grundeigentümer mit der
Wahl und der Dichte der Bepflanzung selber in der Hand. Auf einen freien Zugang auf
der vollen Breite zum Alten Rhein habe es schon bisher keinen verbrieften Anspruch
gegeben. Zudem überwiege das Interesse an einem funktionierenden
Hochwasserschutz dasjenige am freien Zugang auf voller Breite (act. G 5 S. 4 Ziff. 3).
Bezüglich Terrainanhebungen zum Ausgleich des Muldeneffekts sei festzuhalten, dass
bereits im November 2008 mit allen Grundeigentümern zwischen Dreiangel und
Paradiesli eine Gesamtplanung für die Terrainanpassungen vorgesehen gewesen, diese
aber nicht zustande gekommen sei. Später sei denjenigen Grundeigentümern ein
Angebot unterbreitet worden, die zu Verhandlungen bereit gewesen seien. Zur Zeit und
bis zum Abschluss des Enteignungsverfahrens seien solche Terrainanhebungen kein
Thema mehr, da sie nicht Bestandteil des Projekts und in den aktuellen Plänen nicht
aufgeführt seien (act. G 4 S. 4 Ziff. 4). Dennoch erklärte sich die Beschwerdeführerin
bereit, neben den Kosten für die Instandstellungsarbeiten am Damm (Bepflanzung und
Anpassungsarbeiten) 90% der Kosten für eine mögliche Terrainanhebung zu bezahlen,
falls diese bewilligungsfähig sei. Gemäss der von ihr ins Recht gelegten
Kostenschätzung vom 12. Januar 2011 betragen die Kosten für die
Instandstellungsarbeiten am Damm Fr. 2'492.40 und diejenigen für eine mögliche
Terrainanhebung Fr. 8'100.--, wovon sie Fr. 7'290.-- übernehmen würde und sich der
Beschwerdegegner mit Fr. 810.-- (10%) beteiligen müsste. Dementsprechend offerierte
sie eine Gesamtentschädigung von Fr. 9'782.40 (act. G 6/19), wobei sie anmerkte, dass
sie für das Anheben des Gebäudes keine Entschädigung leisten werde, da dies nicht
notwendig sei bzw. das Gebäude mit der Erstellung des Hochwasserdammes
geschützt werde (act. G 5 S. 5 Ziff. 6).
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Die Vorinstanz stellte den durch die Dammbildung entstehenden Minderwert des
verbleibenden Teils, welcher mit Blick auf die vorstehenden Darlegungen auch von der
Beschwerdeführerin nicht grundsätzlich in Abrede gestellt wird, bei der Schätzung mit
einem Betrag von Fr. 10'000.-- in Rechnung, wobei in diesem Betrag auch der bereits
im angefochtenen Entscheid (act. G 2/2) angeführte Umstand der vorübergehenden
Beanspruchung einer Fläche von 55 m während der Bauzeit enthalten ist (act. G 10
Ziff. 3 zweiter Absatz).
Im Weiteren beinhaltet die von der Vorinstanz festgelegte Entschädigung auch den
Ausgleich weiterer geldwerter Nachteile (z.B. für Anpassung von Bepflanzungen,
Terrain, Gebäude, für Inkonvenienzen und Umtriebe sowie für Rechtskosten; act. G
2/2), welchen sie - einschliesslich Hausanhebung und Verlust der Möglichkeit besserer
Verwendung des Grundstücks - bei der Schätzung mit insgesamt Fr. 20'000.--
berücksichtigte (act. G 10 Ziff. 3 dritter Absatz). Diesbezüglich liess der
Beschwerdegegner mit Hinweis auf eine Bauofferte ergänzen, dass die erforderlichen
Anpassungsarbeiten (Anhebung des Hauses, Abstützung) sich auf mindestens Fr.
63'500.-- belaufen würden (act. G 12 S. 2). Mit Blick auf die gegebenen Umstände lässt
sich eine Unangemessenheit der erwähnten Beträge von Fr. 10'000.-- und Fr. 20'000.--
nicht feststellen. Sie blieben als solche in diesem Verfahren auch unbestritten (vgl. act.
G 14).
3.3. Die Vorinstanz bezog anderseits einen durch den Dammbau entstehenden
Sondervorteil (Art. 16 Abs. 1 lit. b EntG; vgl. act. G 5 S. 5 Ziff. 6) in die Bemessung der
Entschädigung insofern mit ein, als das Grundstück und das darauf stehende Gebäude
durch den zu errichtenden Hochwasserschutzdamm einen (unentgeltlichen)
Hochwasserschutz erhält (act. G 2/2). In diesem Zusammenhang setzte sie einen
Betrag von Fr. 25'000.-- entschädigungsmindernd ein (act. G 10 S. 3 oben).
3.4. Bezüglich des nicht näher begründeten Hinweises der Beschwerdeführerin,
wonach die betroffenen Grundeigentümer entschädigungsrechtlich gleich zu
behandeln seien (act. G 5 S. 5), hielt die Vorinstanz fest, dass sie die Vereinbarungen
mit den meisten anderen Grundeigentümern nicht kenne. Es lägen jedoch die
Einigungen bezüglich der seitens der Beschwerdeführerin auch ins Recht gefassten
Grundeigentümer der Grundstücke Nr. 001 und Nr. 0002 vor. Darin zeige sich ein
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erheblicher Ermessenspielraum für die Berücksichtigung der massgebenden
Umstände. Angesichts der dort erfolgten Einigungen erscheine die von der
Schätzungskommission festgelegte pauschale Entschädigung für den
Beschwerdegegner durchaus im Rahmen des der Schätzungskommission zustehenden
Ermessens (act. G 10 S. 3). Die Beschwerdeführerin äusserte sich zu diesen
Darlegungen trotz Einräumung einer Gelegenheit zur Stellungnahme nicht (act. G 14)
bzw. reichte keine weiteren Unterlagen ein, aus denen die Resultate der Einigungen mit
anderen Grundeigentümern sowie die dort vorliegenden konkreten Verhältnisse
ersichtlich wären. Damit ist bereits die Vergleichbarkeit der dortigen Sachverhalte mit
der vorliegenden Angelegenheit nicht dargetan. Insbesondere fehlt es an konkreten
Anhaltspunkten für eine nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung anderer
Grundeigentümer. In dieser Situation ist es nicht Aufgabe des angerufenen
Verwaltungsgerichts, durch Anforderung weiterer Akten nach einer allfälligen
Ungleichbehandlung zu forschen.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die ermessensweise auf Fr. 30'000.--
festgesetzte Entschädigung in sachlich nachvollziehbarer Weise bemessen wurde. Die
Zusammensetzung des Betrages (Fr. 25'000.-- + Fr. 20'000.-- + Fr. 10'000.-- abzüglich
Fr. 25'000.--) ist ebenfalls offengelegt. Ein Anlass für eine Ermessenskorrektur durch
das Verwaltungsgericht lässt sich weder den Akten entnehmen noch wird ein solcher
von der Beschwerdeführerin konkret begründet.
4. Gemäss Art. 47 Abs. 1 EntG trägt der Enteigner die amtlichen Kosten des
Enteignungsverfahrens. Die Beschwerdeführerin hat damit die von der Vorinstanz auf
Fr. 4'000.-- festgelegten Kosten zu übernehmen; ihrem Antrag auf Aufhebung von Ziff.
3 des angefochtenen Entscheids (act. G 1 und 10) kann nicht entsprochen werden. Die
Kostenfestsetzung bewegt sich betragsmässig im Rahmen des Gebührentarifs für die
Kantons- und Gemeindeverwaltung (sGS 821.5; Ziff. 10.01) und wurde als solche auch
nicht konkret beanstandet.
5. Für die Kosten im Beschwerdeverfahren gegen Verfügungen und Entscheide der
Schätzungskommission gilt nach Art. 49 EntG das VRP. Eine Entscheidgebühr von Fr.
2'000.-- erscheint für das vorliegende Verfahren angemessen (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Der angefochtene Entscheid vom 20. Februar
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2013 begründete die Zusammensetzung der Entschädigung nicht näher (act. G 2/1).
Die Begründung wird erst in der Beschwerdeantwort (act. G 10) nachgeliefert. Die
Beschwerdeführerin lässt in diesem Zusammenhang zwar beanstanden, dass die
Entschädigungshöhe in keiner Art und Weise nachvollziehbar sei und "von der
Vorinstanz nicht begründet werden" konnte (act. G 5 Ziff. 5). Sie macht jedoch eine
Gehörsverletzung (wegen fehlender Begründung) nicht explizit geltend. Dennoch
erscheint es angesichts dieser Verhältnisse angemessen, die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens gestützt auf Art. 95 Abs. 1 VRP je hälftig der Vorinstanz bzw.
dem Staat und der Beschwerdeführerin aufzuerlegen. Der Kosten-Anteil der
Beschwerdeführerin von Fr. 1'000.-- wird mit dem Kostenvorschuss von Fr. 2'000.--
verrechnet und der verbleibende Betrag von Fr. 1'000.-- zurückerstattet. Der Staat trägt
amtliche Kosten im Betrag von Fr. 1'000.--; auf die Erhebung wird nicht verzichtet
(Art. 95 Abs. 3 VRP).
Ausseramtliche Kosten sind der Vorinstanz (vgl. Antrag in act. G 10) nicht
zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 98bis VRP; Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen - dargestellt an den Verfahren vor
dem Verwaltungsgericht, 2. A., Ziff. 825ff.). Hinsichtlich des Entschädigungsantrags
des Beschwerdegegners (act. G 12) ist festzuhalten, dass einer nicht vertretenen Partei
der Zeitaufwand für das Erstellen von Rechtsschriften in der Regel nicht entschädigt
wird. Barauslagen werden nur ersetzt, wenn sie erheblich und nachgewiesen sind. In
begründeten Fällen kann eine angemessene Umtriebsentschädigung zugesprochen
werden (Art. 95 Abs. 3 lit. c der Schweizerischen Zivilprozessordnung, SR 272,
abgekürzt ZPO; vgl. V. Rüegg, in: Basler Kommentar, Schweizerische
Zivilprozessordnung, Rz 21f zu Art. 95 ZPO; GVP 1993 Nr. 52, 111). Nötig für eine
Entschädigung ist regelmässig, dass es sich um eine komplizierte Sache mit hohem
Streitwert handelt und der getätigte Aufwand erheblich ist (VerwGE B 2013/178 vom
12. Februar 2014; www.gerichte.sg.ch). Diese Voraussetzungen können konkret nicht
als dargetan gelten, weshalb die Zusprechung einer Umtriebsentschädigung entfällt.
Demnach hat das Verwaltungsgericht