# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9ad0572a-93f2-45bd-9019-9b98707046ac
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._, geboren 1984, war seit dem 1. Juni 2010 bei der Bauunternehmung Z._ beschäftigt und damit bei der Suva unfallversichert, als er am 26. Oktober 2012 aus zirka 4 bis 5 Metern Höhe zu Boden stürzte (Urk. 7/5).
Die Suva sprach ihm mit Verfügung vom 18. August 2016 (Urk. 7/356 = Urk. 3/3) und Einspracheentscheid vom 10. März 2017 (Urk. 7/395 = Urk. 2) eine Invalidenrente entsprechend einer Erwerbseinbusse von 15 % und eine Integritätsentschädigung entsprechend einer Integritätseinbusse von 25 % zu.
2.
Gegen den Einspracheentscheid vom 10. März 2017 (Urk. 2) erhob der Versicherte am 28. April 2017 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte die Zusprache einer ganzen und eventuell einer halben Rente (S. 2 Ziff. 1-3).
Die Suva beantragte mit Beschwerdeantwort vom 29. Mai 2017 (Urk. 6) die Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 12. Juni 2017 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
3.
Das invalidenversicherungsrechtliche Verfahren Nr. IV.2017.0078 in Sachen des Beschwerdeführers wurde mit Urteil vom heutigen Tag abgeschlossen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss dem Bundesgesetz über die Unfallversicherung (UVG) setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Um-schreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesund-heitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausalzusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adäquate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 129 V 177 E. 3.2, 405 E. 2.2, 125 V 456 E. 5a).
1.3
Bei psychischen Unfallfolgen wird die Adäquanz nicht gestützt auf die allgemeine Formel (vorstehend E. 1.2) geprüft, sondern es kommen, ausgehend von der Unterscheidung nach der Schwere des Unfallereignisses zusätzliche, von der Rechtsprechung entwickelte Kriterien (BGE 134 V 109 E. 6.1, 115 V 133 E. 6c/aa) zum Zuge.
1.4
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits-marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG).
1.5
Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (Urk. 2) davon aus, es könne auf das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil abgestellt werden (S. 9 f. Ziff. 5) und die Adäquanz allfälliger psychischer Folgen des als mittelschwer einzuordnenden Unfalls sei aus näher dargelegten Gründen zu verneinen (S. 11 Ziff. 6c). Ausgehend von einem gestützt auf die Dokumentation von Arbeitsplätzen (DAP)
ermittelten Invalideneinkommen resultiere bei unbestrittenem Valideneinkommen
ein Invaliditätsgrad von 15 % (S. 11 f. Ziff. 7).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber auf den Standpunkt (Urk. 1), es sei anzunehmen, dass die von ihm im Rahmen von Eingliederungsmassnahmen durch die Invalidenversicherung ausgeübte Tätigkeit eine im Sinne des Zumutbarkeitsprofils optimal angepasste Tätigkeit gewesen sei. Diese Tätigkeit habe er aufgrund seiner Schmerzen nicht ausführen können, was zeige, dass das Zumutbarkeitsprofil den realen Begebenheiten nicht Rechnung trage (S. 17 Ziff. 28). Selbst wenn möglicherweise aus unfallchirurgischer Sicht der Wiederaufnahme einer Erwerbstätigkeit nichts entgegenzusetzen sei, müsse die Erwerbsfähigkeit aus schmerztherapeutischer Sicht ganz klar verneint werden (S. 17 f. Ziff. 29). Der adäquate Kausalzusammenhang zwischen dem - zumindest an der Grenze zu einem schweren Unfall einzuordnenden (S. 21 f. Ziff. 39) - Unfall und den psychischen Beschwerden sei aus näher dargelegten Gründen (S. 19 f. Ziff. 34 f., S. 22 Ziff. 41 f.) zu bejahen.
2.3
Strittig und zu prüfen ist, ob der von der Beschwerdegegnerin ermittelte Invaliditätsgrad von 15 % korrekt ist.
3.
3.1
Gemäss Unfallmeldung hielt sich der Beschwerdeführer am 26. Oktober 2012 aus Jux an einer Krankette fest, wurde hochgezogen und fiel sodann aus zirka
4-5 Metern Höhe zu Boden (Urk. 7/5 Ziff. 6).
Gemäss seiner eigenen Darstellung wickelte sich die Kette eines Krans um sein linkes Handgelenk, worauf er hochgezogen wurde, und fiel sodann aus zirka
6 Metern Höhe zu Boden (Urk. 7/16/2).
Gemäss Polizeirapport nannte der Beschwerdeführer eine Fallhöhe von 4-5 M
etern, der Kranführer eine solche von zirka 4 Metern (Urk. 7/18 S. 8).
3.2
Vom Unfalltag (26. Oktober) bis am 15. November 2012 weilte der Beschwerdeführer in der Klinik für Unfallchirurgie des A._, wo gemäss Austrittsbericht vom 16. November 2011 (Urk. 7/21) folgende Diagnosen gestellt wurden (S. 1 Mitte):
-
Extremitätentrauma mit
-
Calcaneusfrakturen vom Typ Joint Depression mit Kompartimentsyndrom beidseits
-
Wirbelsäulentrauma mit
-
LWK1-Deckplattenimpressionsfraktur
-
LWK4-Vorderkantenfraktur
-
Commotio cerebri
Die Fussverletzungen wurden am 5. und 8. November 2012 operativ versorgt (S. 1 unten).
3.3
Im Bericht über eine am 27. Dezember 2012 erfolgte ambulante Verlaufskontrolle (Urk. 7/26/2-3 = Urk. 7/31/2-3) führten die Ärzte der Klinik für Unfallchirurgie aus, es zeige sich ein erfreulicher Heilungsverlauf, mit dem auch der Patient bis auf noch vorhandene Rückenschmerzen sehr zufrieden sei (S. 2 Mitte).
Im Bericht über eine am 31. Januar 2013 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/34) wurde ausgeführt, Schmerzen im Bereich der Fersen bestünden nicht. Lediglich im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS) bestehe teilweise ein Schmerz (S. 1 unten). Ab sofort solle ein schrittweiser Belastungsaufbau bis zur Vollbelastung nach Massgabe der Beschwerden erfolgen (S. 2 oben).
3.4
Vom 15. November 2012 bis 27. Februar 2013 weilte der Beschwerdeführer in der B._, worüber mit Austrittsbericht vom 8. März 2013 berichtet wurde (Urk. 7/44). Die stationäre Rehabilitation sei im Wesentlichen komplikationslos verlaufen (S. 2 unten). Bei Klinikaustritt sei der Patient als Fussgänger mit Spezialkonfektionsschuhen an Gehstützen sicher mobil gewesen; die Gehausdauer speziell auf unebenem Gelände oder wiederholtes Treppenlaufen sei noch vermindert gewesen (S. 3 oben).
3.5
Im Bericht über eine am 25. April 2013 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/56) wurde als Procedere der Übergang auf Vollbelastung, eine Intensivierung der Physiotherapie und eine suffiziente Bedarfsanalgesie festgehalten. Der Patient lasse sich die Schuhe erneut anpassen, im Übrigen wäre eine vollständige Integration im Alltagsleben möglich (S. 2 oben).
Im Bericht über eine am 18. Juli 2013 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/76) wurde
unter anderem weiterhin die intensivierte Physiotherapie für den Rücken und die Calcanei empfohlen. Eine Wiedervorstellung sei zur Einjahreskontrolle - mithin in rund drei Monaten - vorgesehen (S. 2 oben).
3.6
Am 20. September 2013 berichtete Kreisärztin Dr. med. C._, Fach
ärztin für Chirurgie, über die gleichentags erfolgte Untersuchung (Urk. 7/90). Sie führte aus, die bisherige Tätigkeit als Baufacharbeiter sei nicht mehr zumutbar. Eine optimal angepasste, leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeit mit einem sitzenden Anteil von 30-50 %, ohne kniende, kauernde Tätigkeit, ohne Besteigen von Leiter und Gerüst, selten Treppensteigen, ohne Gehen auf unebe
nem Gelände, sei ganztags zumutbar (S. 6).
3.7
Im Bericht über eine am 31. Oktober 2013 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/110) wurde der Verlauf von Seiten der Kalkaneusfraktur als recht erfreulich bezeichnet (S. 1 unten).
Am 14. Januar 2014 fand eine Osteosynthesematerialentfernung (OSME) statt (Urk. 7/129).
Im Bericht über eine am 20. Februar 2014 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/139) wurde ausgeführt, mit der OSME habe zwar die Beweglichkeit verbessert werden können, jedoch bestünden weiter belastungsabhängige Schmerzen. Langfristig sei unter Umständen eine Arthrodese der unteren Sprunggelenke (USG) in Erwägung zu ziehen. Aufgrund der Verletzungen und der derzeitigen Beschwerden sei eine Wiedereingliederung ins Arbeitsleben als Maurer fraglich (S. 2 Mitte).
Im Bericht über eine am 10. April 2014 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/155/2-3
) führten die behandelnden Ärzte aus, sie seien mit den Rehabilitationsfortschritten zufrieden. Für eine OSME am rechten Fuss sei es noch zu früh. Sie würden zeitnah eine Umschulung befürworten (S. 2 Mitte).
3.8
Vom 19. Mai bis 13. Juni 2014 weilte der Beschwerdeführer in der D._, worüber am 8. Juli 2014 berichtet wurde (Urk. 7/192). Eine Tätigkeit als Baustoffprüfer wurde als gemäss dem Erfahrungs-
hintergrund des Versicherten ideale angepasste Tätigkeit bezeichnet (S.
11 Ziff. 3.2
).
3.9
Im Bericht über eine am 3. Juli 2014 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/189) wurde ausgeführt, der Beschwerdeführer trage in beiden Schuhen massgefertigte Einlagen und habe für die Arbeit orthopädische Schuhe; er beklage nach längerem Sitzen und Stehen noch immer Beschwerden in der LWS (S. 1 unten). Aktuell werde der Heilungszustand als adäquat in Anbetracht der Verletzungen erachtet, weitere Operationen seien keine geplant (S. 2 oben).
3.10
Vom 26. August bis 23. September 2014 weilte der Beschwerdeführer ein weiteres Mal in der B._, worüber am 15. Oktober 2014 berichtet wurde (Urk. 7/220). Eine leicht bis mittelschwere Arbeit wurde mit folgenden Einschränkungen als ganztags zumutbar bezeichnet (S. 2 f.):
Füsse beidseits: Wechselbelastend (Stehen/Gehen maximal 1 Stunde am Stück, Verhältnis Stehen/Gehen versus sitzende Tätigkeit je etwa 50 %) ohne Tätigkeit in der Hocke und oder länger dauernd auf den Knien sowie ohne häufiges Treppensteigen. Aus Gründen der Arbeitssicherheit ohne Tätigkeit an sturzexponierten Stellen (hohe Leitern, Baugerüst etc.) wegen erhöhter Sturzgefahr. Kein Gehen über unebene Böden.
LWS: Ohne Tätigkeit in länger dauernd vorgeneigter und/oder verdrehter Rumpfposition
3.11
Im Bericht über eine am 9. Oktober 2014 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/219)
wurde der Verlauf als in Anbetracht der Schwere der Verletzungen insgesamt zufriedenstellend bezeichnet, auch wenn der Patient nach wie vor Schmerzen beklage. Es bestehe jedoch keine regelmässige Analgetikaeinnahme (S. 2 Mitte).
Die gleichentags erfolgte bildgebende Untersuchung der Füsse und Knöchel ergab verglichen mit einer Voruntersuchung vom 3. Juli 2014 stationäre postoperative Stellungsverhältnisse und unter anderem eine leichte USG-Arthrose beidseits (Urk. 7/344-345).
3.12
Dr. med. E._, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte in seinem Bericht vom 24. Dezember 2014 (Urk. 7/245) aus, er behandle den Beschwerdeführer seit dem 2. Juli 2003 (S. 1 Ziff. 1). Aktuell sei aufgrund der Beschwerden zu Beginn höchstens eine leichte bis mittelschwere Arbeit halbtags zumutbar. Eine Steigerung sei je nach Verlauf möglich (S. 1 Ziff. 4). Einschrän-kend seien sowohl die Schmerzen bei regelmässigen Belastungen sowie eine zusätzliche psychische Problematik (S. 2 Ziff. 5).
3.13
Dr. med. dipl. psych. F._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, führte in seinem Bericht vom 30. März 2015 (Urk. 7/264) aus, im Vordergrund stünden limitierende Schmerzen im Bereich der erlittenen Frakturen, insbesondere in den Füssen (S. 1 Ziff. 1). Als von ihm gestellte Diagnosen nannte
er
„
Schmerzen im Bereich erlittener Frakturen, die die Konzentration beeinträchtigen
“
(S. 2
Ziff.
3).
Bezüglich Tagesaktivität von zirka 2-3 Stunden bei leichter wechselhaft belastender Tätigkeit erscheine die mentale Belastbarkeit erträglich (S. 2 Ziff. 6).
3.14
Im Bericht über eine am 16. April 2015 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/263) wurde ausgeführt, aus unfallchirurgischer Sicht zeige sich ein bislang zufriedenstellender Verlauf. Subjektiv zeige sich der Patient sehr schmerzgeplagt und auf sein Leiden eingeschränkt. Von der durchgeführten Materialentfernung habe er sich eine Besserung der Schmerzen erwartet, die nicht eingetreten sei, auch wenn ihm dies im Vorfeld mitgeteilt worden sei. Aus unfallchirurgischer Sicht gebe es keine Einwände gegen eine Arbeitstätigkeit im Sinne einer Bürotätigkeit. Kurz- und mittelfristig sei eine USG-Arthrodese nicht indiziert. Hierfür qualifiziere sich der Patient nicht, da er sehr jung sei und der Leidensdruck auch aktuell nicht extrem hoch. Langfristig sei dies jedoch sicher eine Option (S. 2 oben).
3.15
Im Bericht vom 18. Juni 2015 über die gleichentags erfolgte Abschlussuntersuchung (Urk. 7/272) führte Kreisärztin Dr. C._ aus, das im September/ Oktober 2013 erstellte Zumutbarkeitsprofil (vorstehend E. 3.9) habe weiterhin Gültigkeit (S. 8 Mitte). Gleiches bestätigte sie am 14. Juli 2016 (Urk. 7/343).
3.16
Dr. E._ (vorstehend E. 3.12) erwähnte in einer handschriftlichen Mitteilung an die Beschwerdegegnerin vom 18. April 2016 eine schwere posttraumatische Arthrose (Urk. 7/317).
Im Bericht über eine am 9. Juni 2016 erfolgte Verlaufskontrolle (Urk. 7/340) wurde ausgeführt, es seien aktuell keine weiteren chirurgischen Massnahmen sinnvoll und es erfolge ein Behandlungsabschluss. Mit den bereits verordneten Künzli-Schuhen sei eine ausreichende Mobilisierung möglich, hiermit könne der Patient voll belasten. Bei deutlicher Schmerzzunahme im Verlauf könne über eine Arthrodese in der Zukunft nachgedacht werden, welche jedoch aktuell bei klinisch unauffälligem Gangbild nicht notwendig sei (S. 2 unten).
Im Bericht über die gleichentags erfolgte bildgebende Untersuchung wurden den rechten Rückfuss betreffend unter anderem eine USG-Arthrose sowie diskrete degenerative Veränderungen calcaneo-cuboidal erwähnt, nicht jedoch den linken (Urk. 7/346).
3.17
Dr. F._ führte mit Schreiben vom 20. August 2016 (Urk. 7/380) aus, seit seinem Bericht vom 3. (richtig: 30.) März 2015 (vorstehend E. 3.13) habe sich nichts verändert (S. 2 Ziff. 1).
Mit Schreiben vom 20. März 2017 (Urk. 7/403/90-91) führte er unter Hinweis auf ein abgebrochenes Arbeitstraining aus, eine Steigerung der Arbeitsfähigkeit über die veranschlagten 30 % hinaus sei auch weiterhin nicht anzunehmen (S. 2 Mitte).
3.18
Dr. E._ (vorstehend E. 3.12) führte im Verlaufsbericht vom 23. März 2017 (Urk. 7/403/89) aus, es sei festzuhalten, dass der Beschwerdeführer trotz der starken Schmerztherapie und der verordneten Spezialschuhe im Alltag nicht beschwerdefrei
sei und stärkere Belastungen nicht möglich seien. Durch die Schmerzen werde er auch bei sitzenden Tätigkeiten behindert.
3.19
Dr. med. G._, Facharzt für Anästhesiologie, nannte im Bericht
vom 13. April
2017 über die am 11. April
2017 erfolgte Konsultation (Urk. 7/403
/93-94) folgende Diagnosen (S. 1 Mitte):
-
schwere, aktivierte Arthrosen in beiden unteren Sprunggelenken (USG) bei Zustand nach Sturz aus 4 m Höhe (Baustellenunfall 26. Oktober 2012)
-
chronisches, lumbospondylogenes Syndrom L4-S1 bei Zustand nach Berstungsfrakturen L1 und L4 (26. Oktober 2012)
-
Meniskopathie Knie links
-
Verdacht auf posttraumatische Adaptionsstörung
-
Risiken: Asthma
Er führte unter anderem aus, im Vordergrund stünden invalidisierende, belastungsabhängige, dumpfe, teils stechende Schmerzen in beiden Sprunggelenken, die beim Laufen zunähmen (S. 1.). Fünf Jahre nach dem Unfall sei dem Patienten aus schmerztherapeutischer Sicht nicht mehr so viel erfolgversprechend anzu
bieten, dennoch schlage er einen - näher umschriebenen - Versuch vor (S. 2 Mitte).
4.
Die Invalidenversicherung sprach dem Beschwerdeführer mit Mitteilung vom 15. Dezember 2015 ein Arbeitstraining vom 11. Januar bis 10. Juli 2016 zu (Urk. 7/303/2-4). Dieses wurde vorzeitig per 30. April 2016 abgebrochen (Urk. 7/377), weil sich der Beschwerdeführer psychisch und physisch nicht in der Lage gesehen hatte, mehr als eine Leistung von zirka 30 % zu erbringen (vgl. Urk. 7/376 S. 3 oben).
5.
5.1
Die Beschwerdegegnerin ging vom Zumutbarkeitsprofil aus, das nach dem zweiten Aufenthalt des Beschwerdeführers in der B._ formuliert worden war (vorstehend E. 3.10). Dass dieses weiterhin gelte, bestätigte Kreisärztin Dr. C._ im Anschluss an ihre Abschlussuntersuchung vom 18. Juni 2015 sowie am 14. Juli 2016 (vorstehend E. 3.15), mithin unter Berücksichtigung der seither erstatteten weiteren Arztberichte (vorstehend E. 3.16-18).
Sowohl die Beurteilung im Austrittsbericht der B._ als auch die kreisärztliche Beurteilung sind für die streitigen Belange umfassend, beruhen auf der medizinischen Problematik entsprechenden allseitigen Untersuchungen und wurden in Berücksichtigung der geklagten Beschwerden und in Kenntnis der Aktenlage abgegeben. Schliesslich leuchten sie in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation ein und sind nachvollziehbar begründet, indem insbesondere ein Anforderungsprofil formuliert wurde, welches der Fuss-, Knie- und Rückenproblematik in ausgesprochen differenzierter Weise gerecht wird.
Sie erfüllen mithin alle praxisgemässen Kriterien (vorstehend E. 1.6), so dass auf sie abzustellen ist und von einer vollen Arbeitsfähigkeit für Tätigkeiten auszu-gehen ist, welche dem formulierten Anforderungsprofil entsprechen.
5.2
Die genannten Beurteilungen inklusive Anforderungsprofil sind sodann gut vereinbar mit den Feststellungen der ursprünglich behandelnden Ärzte des A._. So berichteten diese im Oktober 2014, der Patient beklage zwar nach wie vor Schmerzen, jedoch bestehe keine regelmässige Analgetikaeinnahme (vorstehend E. 3.11). Im April 2015 berichteten sie, der Patient zeige sich sehr schmerzgeplagt und auf sein Leiden eingeschränkt, gegen eine Arbeitstätigkeit im Sinne einer Bürotätigkeit gebe es jedoch ihrerseits keine Einwände. Eine USG-Arthrodese sei kurz- und mittelfristig nicht indiziert, unter anderem da der Leidensdruck auch aktuell nicht extrem hoch sei (vorstehend E. 3.14). Im Juni 2016 hielten sie fest, mit den verordneten Spezialschuhen könne der Patient voll belasten, und das aktuelle Gangbild sei klinisch unauffällig (vorstehend E. 3.16).
5.3
Dass 2016 ein Arbeitstraining abgebrochen wurde (vorstehend E. 4), lässt - entgegen der Annahme des Beschwerdeführers (Urk. 1 S. 17 Ziff. 28) - keine Rückschlüsse auf die Zuverlässigkeit des Zumutbarkeitsprofils zu, dies weil die Annahme, es habe sich um eine im Sinne des Zumutbarkeitsprofils optimale Tätigkeit gehandelt (Urk. 1 S. 17 Ziff. 28), nicht weiter belegt ist, und überdies der Abbruch der Massnahme belegtermassen der subjektiven Einschätzung der Belastbarkeit durch den Beschwerdeführer geschuldet war, was dem Objektivierungsgebot von Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG (vorstehend E. 1.5) nicht zu genügen vermag.
Gleiches gilt für die Stellungnahme des involvierten Psychiaters, der seine Angaben zur Arbeitsfähigkeit ausdrücklich mit dem Ergebnis der beruflichen Massnahme begründete (vorstehend E. 3.17).
Der Hausarzt des Beschwerdeführers wies im März 2017 darauf hin, dass dieser im Alltag nicht beschwerdefrei und nicht stärker belastbar sei, und dass ihn Schmerzen auch bei sitzenden Tätigkeiten behinderten (vorstehend E. 3.18). Dies spricht nicht gegen die Gültigkeit des Zumutbarkeitsprofils.
Gleiches gilt für die Ausführungen des schmerztherapeutisch orientierten Anästhesiologen im April 2017 (vorstehend E. 3.19), denen keine Angaben zur Arbeitsfähigkeit zu entnehmen sind.
5.4
Der Hausarzt erwähnte im Dezember 2014
eine
„
zusätzliche psychische Problematik
“
(vorstehend E. 3.12)
. Der involvierte Psychiater nannte sodann im März 2015 als Diagnose „
Schmerzen im Bereich erlittener Frakturen, die die Konzentration beeinträchtigen
“
(vorstehend E. 3.13). Der Anästhesiologe erwähnte im April 2017 einen Verdacht auf posttraumatische Anpassungsstörung (vorstehend E. 3.18). Weitere Erwähnungen psychischer Aspekte finden sich in den doch umfangreichen medizinischen Akten keine.
Damit steht fest, dass kein fachärztlich diagnostiziertes, einer anerkannten Klassifikation wie beispielsweise der ICD-10 entsprechend codiertes (vgl.
BGE 130 V 396
E. 5.3) psychisches Leiden ausgewiesen ist.
Mangels ausgewiesener psychischer Unfallfolgen erübrigt sich damit eine Adäquanzprüfung.
6.
6.1
Die Beschwerdegegnerin hat im Rahmen der Invalidititätsbemessung auf die Lohndaten von fünf Profilen der Dokumentation über Arbeitsplätze (DAP) abgestellt.
Dies wurde nicht in Frage gestellt, ist im Einklang mit den Vorgaben der Rechtsprechung (
BGE 129 V 472 E. 4.2.2
), und ist auch nach Lage der Akten (vgl. Urk. 7/349) nicht zu beanstanden.
Damit ist auf die als solche unbestritten gebliebene Invaliditätsbemessung nicht weiter einzugehen.
6.2
Dies führt zusammengefasst zum Schluss, dass die Beschwerdegegnerin zu Recht auf das von ihr verwendete Anforderungsprofil abgestellt hat, dass sie richtiger-weise allfällige - aber nicht rechtsprechungsgemäss ausgewiesene - psychische Beschwerden ausser Acht gelassen hat, und dass der von ihr ermittelte Invali-ditätsgrad von 15 % nicht zu beanstanden ist.
Somit ist der angefochtene Entscheid zu bestätigen, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.