# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0f1025f1-4d97-4063-a7c3-7949a0e685f5
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X. wurde am 28. Mai 1948 in A. geboren und wuchs auch dort auf. Nach Beendigung der obligatorischen Schule absolvierte er die Fachhochschule (Architektur) in B.. Heute arbeitet X. als selbständiger Architekt und wohnt in C.. Er ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Im Jahr 2008 versteuerte X. Einkünfte von Fr. 353‘737.--, während seine Schulden sein Reinvermögen erheblich überstiegen. Gemäss seinen eigenen Angaben beläuft sich sein jährliches Nettoeinkommen aktuell auf ungefähr Fr. 200‘000.-- und sein derzeitiges steuerbares Einkommen auf zwischen Fr. 120‘000.-- und Fr. 170‘000.-- pro Jahr.
X. ist weder im Schweizerischen Zentralstrafregister noch im ADMAS-Register verzeichnet.
B. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 2. Mai 2011, mitgeteilt am 6. Mai 2011, wurde X. der groben Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 32 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 2 SVG schuldig gesprochen und zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je Fr. 770.--, bedingt bei einer Probezeit von 2 Jahren, und einer Busse von Fr. 1‘500.--, ersatzweise zu einer Freiheitsstrafe von 3 Tagen, verurteilt. Dem Strafbefehl lag folgender Sachverhalt zu Grunde:
„Am Donnerstag, 31. März 2011, um 15.33 Uhr, lenkte der Beschuldigte den Personenwagen „D.“, Kontrollschild E., in der Ortschaft F.. Auf der G. fuhr er, in Kenntnis der dort signalisierten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h mit überhöhter Geschwindigkeit, nämlich nach Abzug der Toleranz von 3 km/h, mit 55 km/h und damit 25 km/h schneller als erlaubt. Dies tat er, weil er aus krasser Unaufmerksamkeit die Geschwindigkeit nicht im Auge behielt, wobei X. die geltende Höchstgeschwindigkeit kannte oder aufgrund der angezeigten Signalisation hätte kennen müssen.“
C. Gegen diesen Strafbefehl erhob X. am 11. Mai 2011 Einsprache, worauf mit Verfügung vom 27. Mai 2011 eine Strafuntersuchung gegen ihn eröffnet wurde. Am 8. September 2011 überwies die Staatsanwaltschaft Graubünden die Akten dem Bezirksgericht I., wobei sie am Strafbefehl festhielt.
D. Gegen das am 21. Februar 2012 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete und am 24. Februar 2012 ohne schriftliche Begründung mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts I. meldeten X. am 27. Februar 2012 und die Staatsanwaltschaft Graubünden am 28. Februar 2012 Berufung an. Daraufhin teilte das
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Bezirksgericht I. den Parteien am 8. März 2012 das begründete Urteil mit. Darin erkannte es wie folgt:
„1. X. ist schuldig der einfachen Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 27 Abs. 1 SVG und Art. 32 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.
2. Dafür wird X. mit einer bedingten Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je CHF 350.- bestraft.
Der Vollzug der bedingten Geldstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben.
3. Zudem wird X. eine Busse von CHF 1‘000.- auferlegt.
Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 3 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
- Barauslagen inkl. polizeiliche Tatbestandaufnahme CHF 945.00 - der Busse CHF 1’000.00 - der Gerichtsgebühr CHF 1'000.00 Total Fr. 2'945.00 gehen zu Lasten von X..

## Considerations