# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8a7c0f76-e74d-593c-a195-894c67d29e4f
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. S.Y., geb. 1958, ist zusammen mit ihrem Lebenspartner K.A. Miteigentümerin eines
Wohn- und Geschäftshauses (Grundstück Nr. 000) in X. Nachdem sie zuvor im
Wohnhaus von K.A. in X. gelebt hatten, mieteten die Lebenspartner ab 1. August 2010
eine 2 1⁄2-Zimmerwohnung in Q. und meldeten sich per 30. November 2010 in X. ab
bzw. per 1. Dezember 2010 in Q. an. Mit Verfügung vom 25. Juli 2012 stellte das
kantonale Steueramt fest, dass S.Y. für die Steuerperiode 2010 unbeschränkt in X.
steuerpflichtig sei und in Q. nur Wochenaufenthalt begründet habe. Im
Rechtsmittelverfahren wurde dies mit Entscheid der Verwaltungsrekurskommission des
Kantons St. Gallen vom 16. Dezember 2014 bestätigt. Für die Steuerperioden 2011 und
2012 akzeptierte S.Y. die Steuerpflicht im Kanton St. Gallen. Seit 7. Januar 2013 war
sie bei der A. AG mit Sitz in G. (bis Oktober 2014) bzw. H. (seit November 2014) tätig.
b. Mit Verfügung vom 15. Dezember 2015 stellte das kantonale Steueramt für 2013
eine weiterhin unbeschränkte Steuerpflicht von S.Y. in X. fest; in Q. sei sie nur
Wochenaufenthalterin (act. G 5/6 I/1). Die gegen diese Verfügung erhobene Einsprache
wies das kantonale Steueramt nach Durchführung einer Besprechung mit S.Y. mit
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Entscheid vom 9. März 2016 ab (act. G 5/6 I/4). Den gegen diesen Einspracheentscheid
erhobenen Rekurs hiess die Verwaltungsrekurskommission mit Entscheid vom 27.
September 2016 gut, soweit sie darauf eintrat, und hob den Einspracheentscheid vom
9. März 2016 sowie die Verfügung vom 15. Dezember 2015 auf (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Entscheid erhob das Kantonale Steueramt mit Eingabe vom
28. Oktober 2016 Beschwerde und beantragte Aufhebung des Entscheids sowie
Bestätigung des Einspracheentscheids vom 9. März 2016 (act. G 1).
b. In der Vernehmlassung vom 2. November 2016 beantragte die Vorinstanz
Abweisung der Beschwerde. Zur Begründung verwies sie auf die Erwägungen des
angefochtenen Entscheids (act. G 4). Die Beschwerdegegnerin beantragte in der
Vernehmlassung vom 18. November 2016 Abweisung der Beschwerde und
Bestätigung des angefochtenen Entscheids (act. G 7).
c. In der Stellungnahme vom 28. November 2016 bestätigte der Beschwerdeführer
seinen Standpunkt und ging auf die Vorbringen der Beschwerdegegnerin ein (act. G 9).
Die Vorinstanz verzichtete auf eine Stellungnahme (act. G 12). Die Beschwerdegegnerin
äusserte sich in einer weiteren Eingabe vom 19. Dezember 2016 (act. G 14).
d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens wird, soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen
eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. (...).
2.
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2.1. Streitig ist, ob die Vorinstanz im angefochtenen Entscheid zu Recht für die
Steuerperiode 2013 eine unbeschränkte Steuerpflicht der Beschwerdegegnerin im
Kanton St. Gallen (Gemeinde X.) verneinte. Nach Art. 13 Abs. 1 StG sind natürliche
Personen aufgrund persönlicher Zugehörigkeit steuerpflichtig, wenn sie ihren
steuerrechtlichen Wohnsitz oder Aufenthalt im Kanton St. Gallen haben. Im
interkantonalen Verhältnis steht gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung zum
Doppelbesteuerungsverbot die Besteuerung des Einkommens und Vermögens einer
unselbständig erwerbstätigen Person demjenigen Kanton zu, in dem die Person ihren
steuerrechtlichen Wohnsitz hat. Nach Art. 13 Abs. 2 StG hat eine Person
steuerrechtlichen Wohnsitz im Kanton St. Gallen, wenn sie sich hier mit der Absicht
dauernden Verbleibens aufhält bzw. wenn sich der Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen
hier befindet (vgl. BGE 132 I 29 E. 4.1). Diese Regelung entspricht den Vorgaben in Art.
3 Abs. 2 des Bundesgesetzes über die Harmonisierung der direkten Steuern der
Kantone und Gemeinden (SR 642.14, StHG) und lehnt sich weitgehend (vgl. BGE 138 II
300 E. 5.3) an den zivilrechtlichen Wohnsitzbegriff an (Art. 23 Abs. 1 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches, SR 210).
2.2. Bei einem Wohnsitzwechsel innerhalb der Schweiz besteht die Steuerpflicht für
das ganze laufende Steuerjahr in demjenigen Kanton, in welchem die Person am Ende
der Steuerperiode ihren steuerrechtlichen Wohnsitz hat. Stichtag ist somit der
31. Dezember des Steuerjahres (Art. 68 StHG). Der Wechsel von einem alten zu einem
neuen Wohnsitz ist dann vollzogen, wenn die Absicht des dauernden Verbleibs am
neuen Wohnort tatsächlich gelebt und durch diesen Aufenthalt eine Verschiebung des
Lebensmittelpunktes stattfindet. Der Lebensmittelpunkt bestimmt sich nach der
Gesamtheit der objektiven, äusseren Umstände, aus denen sich die ideellen
(Angehörige, Freundes- und Bekanntenkreis) und materiellen Lebensinteressen
erkennen lassen, nicht nach bloss erklärten Wünschen der steuerpflichtigen Person. In
Bezug auf die Beweislast gilt, dass steuerbegründende Tatsachen von der
Steuerbehörde nachzuweisen sind, während den Steuerpflichtigen die Beweislast für
Tatsachen trifft, die die Steuerschuld aufheben oder mindern. Die Steuerbehörde hat
demnach den steuerrechtlichen Wohnsitz, der die persönliche steuerrechtliche
Zugehörigkeit begründet, als Voraussetzung der Besteuerung nachzuweisen. Der
Hauptbeweis gilt in der Regel als erbracht, wenn der von der Steuerbehörde
angenommene Wohnsitz als sehr wahrscheinlich erscheint. Diesfalls obliegt es der
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steuerpflichtigen Person, den Nachweis für den von ihr behaupteten Lebensmittelpunkt
ausserhalb des Kantons zu erbringen (BGer 2P.186/2004 vom 15. Februar 2005 E. 2.3).
Nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung gilt eine Steuerpflicht dann als sehr
wahrscheinlich, wenn sich das Hauptsteuerdomizil bereits seit längerer Zeit
unangefochten in diesem Kanton befand. Im Zweifel, d.h. wenn der Nachweis der
Wohnsitzverlegung nicht erbracht ist, ist das bisherige Domizil als fortbestehend zu
betrachten (vgl. VerwGE B 2015/39 vom 26. Oktober 2016, E. 2.2, mit Hinweis auf
BGer 2P.186/2004 vom 15. Februar 2005, E. 2.3, BGer 2P.203/2006 vom 1. März 2007,
E. 2.3, und BGer 2C_827/2008 vom 16. Juni 2009, E. 4.3).
3.
3.1. Im angefochtenen Entscheid hielt die Vorinstanz unter anderem fest, der
Stromverbrauch in der Wohnung in Q. habe sich von 404 kWh (2011) bzw. 581 kWh
(2012) auf 1‘175 kWh (2013) praktisch verdoppelt. Bei Wohnungen in
Mehrfamilienhäusern sei bei Alleinbenützung von einem Basiswert von 2‘200 kWh/Jahr
bzw. ohne Geschirrspüler von 1‘975 kWh/Jahr auszugehen. Waschmaschine und
Wäschetrockner würden zusammen ca. 475 kWh jährlich ausmachen. Bei wenig
intensivem Gebrauch von Kochherd und Backofen und häufigem Auswärts-Essen sei
eine Reduktion des Basiswerts um weitere 50 bis 75 kWh pro Person möglich (act. G 2
S. 6 mit Quellenhinweisen). Folglich betrage der durchschnittliche Stromverbrauch für
einen Einpersonenhaushalt ca. 1‘425 kWh pro Jahr. Der Stromverbrauch der
Beschwerdeführerin in der Zeit vom 6. Dezember 2012 bis 31. Dezember 2013 (1‘175
kWh) lasse auf einen regelmässigen Aufenthalt in der Wohnung in Q. schliessen, wenn
auch bei wenig intensivem Gebrauch der elektrischen Geräte. Es erscheine sodann
plausibel, dass die Wahl auf Q. gefallen sei. Durch die Aufnahme der Arbeitstätigkeit in
G. am 7. Januar 2013 habe sich der Arbeitsweg von 1.5 Stunden (X.) auf etwa dreissig
Minuten (Q.) verkürzt. Für den Weiterbestand des Lebensmittelpunktes in X. spreche
demgegenüber, dass ihr Lebenspartner in X. lebe und sie per 1. Mai 2006 den
Landwirtschaftsbetrieb ihres Lebenspartners pachtweise übernommen, die Tiere sowie
das Inventar gekauft und sich bei der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen als
selbständige Landwirtin angemeldet habe, wobei sie die Betriebsführung innehabe.
Entsprechend habe sie im Jahr 2013 Direktzahlungen von rund Fr. 13‘000.-- (act. G 5/6
II/29) erhalten. Nach dem im Rekursverfahren eingeholten Bericht des
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Landwirtschaftsamtes vom 6. September 2016 (act. G 5/15) reiche eine gelegentliche
Anwesenheit der Beschwerdegegnerin zur Betriebsführung aus. Obwohl die
Beschwerdegegnerin nach wie vor als Gesellschafterin der M. GmbH mit Wohnort X.
im Handelsregister eingetragen sei, rechtfertige es sich aufgrund der Umstände
(Vollzeitbeschäftigung in G., Wohnung in Q. mit einem Stromverbrauch, der auf eine
regelmässige Nutzung schliessen lasse), trotz der Beziehung zu ihrem Lebenspartner
und der Führung des landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetriebs die Annahme, dass
der Lebensmittelpunkt in X. per Ende 2013 nicht mehr bestehe (act. G 2 S. 6 f.).
3.2. Der Beschwerdeführer begründet seinen gegenteiligen Standpunkt unter anderem
damit, dass bei einem gefestigten Konkubinat - wie vorliegend - eine natürliche
Vermutung bestehe, dass sich der Lebensmittelpunkt am steuerlichen Wohnsitz des
Konkubinatspartners (in X.) befinde. Der Stromverbrauch im Jahr 2013 mache zwar
glaubhaft, dass sich die Beschwerdegegnerin regelmässig in Q. aufgehalten habe. Bei
Wochenaufenthaltern sei jedoch ein erhöhter Stromverbrauch normal und für die
Bestimmung des Lebensmittelpunktes wenig aussagekräftig. Weitaus interessanter
hierfür sei der (tiefe) Stromverbrauch in Q. im Jahr 2012, in welchem die
Beschwerdegegnerin arbeitslos gewesen sei. Der Stromverbrauch sollte während
dieser Zeit deutlich höher ausfallen als während der Erwerbstätigkeit, sei doch eine
erwerbslose Person vermehrt zuhause bzw. am Lebensmittelpunkt. Da bei festen
Partnerschaften der Familienort stärker zu gewichten sei als der Arbeitsort, befinde sich
der steuerrechtliche Wohnsitz ebenfalls in X. Die Beschwerdegegnerin sei sodann nicht
nur Gesellschafterin der M. GmbH, sondern arbeite auch für diese (Steuererklärung
2012). Sie sei schon seit vielen Jahren zuständig für den Einkauf (www. ... .ch). Ob sie
hierfür entschädigt werde, sei unerheblich. Zu berücksichtigen sei auch die Führung
des landwirtschaftlichen Nebenerwerbsbetriebs. Auch die Wohnsituation spreche für X.
(6-Zimmer-Bauernhaus). Aus dem äusserst bescheidenen Mietzins der Wohnung in Q.
(Fr. 1‘340.-- p.m. netto für 2 1⁄2-Zimmer) könne einzig der Schluss gezogen werden,
dass die Wohnfläche klein und der Ausbaustandard rudimentär sei. Die Umstände
würden darauf hindeuten, dass die Wohnung lediglich als Schlafstätte während der
Arbeitswoche diene. Die Beschwerdegegnerin habe im Wesentlichen lediglich den
Nachweis für den Wochenaufenthalt in Q. sowie den Arbeitsplatz in G. erbracht.
Weitergehende Vorbringen seien weder nachgewiesen noch glaubhaft (act. G 1).
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Die Beschwerdegegnerin hält dem unter anderem entgegen, die reine Vermutung des
Beschwerdeführers (ohne die Verhältnisse zu kennen), die Wohnsituation spreche für
einen Wohnsitz in X., sei klar unzutreffend. Hier von einer komfortablen
Wohnmöglichkeit zu sprechen für jemanden, der täglich in G./H. arbeite, entspreche
schlichtweg nicht der Wahrheit. Sodann sei es augenscheinlich unpassend, bei der
geräumigen 2 1⁄2-Zimmerwohnung in Q. von einem rudimentären Ausbaustandard
auszugehen. Ein immer verfügbares und funktionierendes Internet sei für ihre berufliche
Tätigkeit nicht mehr wegzudenken, da auch immer wieder Vorbereitungen für einen
verantwortungsvollen Posten am Abend und am Wochenende anfallen würden. Die
Nähe zum „Zentrum“ und der massiv kürzere Arbeitsweg erhöhe ihre Lebensqualität
enorm. Ihre Freunde im nahen Umkreis seien aus ihrem Leben nicht mehr
wegzudenken. Die Vermutung des Beschwerdeführers, dass es sich dabei um eine
Schlafstätte handle, treffe überhaupt nicht zu. Von einem Wochenaufenthalt in Q.
auszugehen, sei demnach nicht angemessen, zumal sie beruflich eine leitende Stellung
einnehme (act. G 7).
3.3.
3.3.1. Hinsichtlich des für die Wohnsitzbestimmung massgebenden Mittelpunktes der
Lebensinteressen kommt es auf die gefühlsmässige Bevorzugung eines Ortes nicht an;
der steuerrechtliche Wohnsitz ist insoweit nicht frei wählbar. Dem polizeilichen Domizil,
wo die Schriften hinterlegt sind oder wo die politischen Rechte ausgeübt werden,
kommt ebenfalls keine entscheidende Bedeutung zu; das sind bloss äussere
Merkmale, die ein Indiz für den steuerrechtlichen Wohnsitz bilden können, wenn auch
das übrige Verhalten der Person dafür spricht (vgl. BGer 2C_175/2008 vom 22. August
2008, E. 3.1). Hält sich eine Person abwechselnd an zwei Orten in der Schweiz auf, ist
für die Ermittlung des Steuerwohnsitzes darauf abzustellen, zu welchem sie stärkere
Beziehungen unterhält (vgl. BGE 125 I 54, 132 I 29 E. 4.2; BGer 2C_26/2012 vom 8.
Mai 2012, E. 3.1). Bei Unselbständigerwerbenden ist der Lebensmittelpunkt in der
Regel jener, von dem aus während der Woche der täglichen Arbeit nachgegangen wird,
ist doch der Zweck des Lebensunterhaltes dauernder Natur (zum Ganzen statt vieler
BGer 2C_178/2011 vom 2. November 2011, E. 2.2). Hinsichtlich der Beweisführung
begründet der Umstand, wonach ein unverheirateter Steuerpflichtiger vom Ort aus, an
welchem er sich während der Woche aufhält, einer unselbständigen Erwerbstätigkeit
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nachgeht, eine natürliche Vermutung, dass er dort seinen Lebensmittelpunkt und mithin
sein Hauptsteuerdomizil hat. Diese Vermutung lässt sich entkräften, wenn er sich
regelmässig an einem Ort aufhält, mit welchem er aus bestimmten (vorab familiären)
Gründen besonders eng verbunden ist, und wo er persönliche und gesellschaftliche
Beziehungen pflegt. Gelingt dem Steuerpflichtigen der Nachweis solcher Beziehungen
am betreffenden Ort, obliegt es dem Kanton des Wochenaufenthalts- oder Arbeitsorts
nachzuweisen, dass der Betreffende gewichtige wirtschaftliche und allenfalls
persönliche Beziehungen zu diesem Ort unterhält. Dies entbindet den Steuerpflichtigen
nicht von der üblichen Mitwirkungs- und Auskunftserteilungspflicht bezüglich der für
die Besteuerung massgebenden Umstände (zum Ganzen BGer 2C_178/2011, a.a.O.,
E. 2.3; VerwG B 2012/25 vom 13. November 2012, E. 2.2).
3.3.2. Vorliegend ist zu prüfen, ob der Nachweis der Wohnsitzverlegung im Jahr 2013,
d.h. mit dem Antritt der neuen Erwerbstätigkeit durch die Beschwerdegegnerin, als
erbracht zu gelten hat oder ob weiterhin das bisherige Domizil in X. als fortbestehend
zu betrachten ist (vgl. vorstehende E. 2.2). Aufgrund der Akten ist dargetan, dass die
Beschwerdegegnerin, nachdem sie zuvor seit dem 15. September 1998 (act. G 1 S. 3)
mit ihrem Lebenspartner in dessen Bauernhaus mit einer 4- und einer 1.5-
Zimmerwohnung in X. gewohnt hatte, ab 1. August 2010 eine 2 1⁄2-Zimmerwohnung in
Q. mietete und sich per 30. November 2010 in X. ab- bzw. per 1. Dezember 2010 in Q.
anmeldete. Seit 7. Januar 2013 war sie bei der A. AG mit Sitz in G. (bis Oktober 2014)
bzw. H. (seit November 2014) tätig, nachdem sie vor ihrer Arbeitslosigkeit (vgl. act. G
5/6 II/3) in L. (vgl. act. G 7 S. 2) gearbeitet hatte. Die 1958 geborene
Beschwerdegegnerin lebt nach ihren Darlegungen nicht in einer eingetragenen
Partnerschaft mit ihrem in X. wohnenden Partner und hat auch keinen
Konkubinatsvertrag abgeschlossen. Sie habe keine Kinder und ihre einzige Schwester
lebe im Ausland. Sie verbringe ihre Freizeit in Q. mit einem wachsenden Freundeskreis.
Durch die neue Arbeitsstelle habe sie neue Freunde gewinnen können, mit denen sie
nicht nur zusammenarbeite, sondern häufig auch ihre Freizeit verbringe. Ihr Auto sei im
Kanton Schwyz eingelöst, ihr Hausarzt befinde sich in Q. und ihre Krankenkasse im
Kanton Schwyz. Bei der Schwyzer KB besitze sie ein Konto und tätige in der Region Q.
ihre Einkäufe. In Q. verfüge sie über einen Telefon-, Internet- und TV-Anschluss.
Insbesondere während der Sommermonate besuche sie nur noch selten das
Ferienhaus in X. Letzteres liege im Übrigen 4.5 km vom Dorfzentrum (X.) entfernt und
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sei schwer erreichbar (kein ÖV-Anschluss, eingeschränkte Schneeräumung usw.).
Zudem fehle es dem Haus, welches aus dem Jahr 1798 stamme, an Komfort. Der
Anschluss an das öffentliche Abwassernetz fehle und die Internetverbindung sei stark
eingeschränkt (Satelliten-Verbindung). Letztere erfülle nicht den Bedarf von Jemandem,
der das Internet tagtäglich aus beruflichen Gründen brauche. Diese Faktoren und die
fehlende Möglichkeit, den Wohnbereich an das heutige Leben anzupassen, hätten zur
Verlegung des Wohnortes nach Q., in die Nähe des Arbeitsortes und zu Freunden,
geführt (act. G 7). Ein Anlass, diese im Wesentlichen unbestritten gebliebenen (vgl. act.
G 1 und G 9) Gegebenheiten in Frage zu stellen, ist aus den Akten nicht ersichtlich.
3.3.3. Für das streitige Jahr 2013 ist davon auszugehen, dass die Beschwerdegegnerin
sowohl in X. als auch in Q. (in der Nähe des Arbeitsortes) über eine Wohnung verfügte.
Nach den Angaben der Beschwerdeführerin bewohnt sie in Q. eine geräumige 2 1⁄2-
Zimmerwohnung mit grossem Balkon und Autoabstellplatz (act. G 7 S. 4). Der
Mietvertrag für diese Wohnung lautet auf die Beschwerdegegnerin und K.A.
gemeinsam (act. G 5/6 III/6). Die Rechnung für Elektrizität lautet auf den Namen des
Partners der Beschwerdegegnerin (act. G 5/2 B16). Aufgrund der verhältnismässig
grossen Distanz zwischen X. und G. hätte für die Beschwerdegegnerin mit Blick auf
ihre leitende Stellung keine realistische Möglichkeit bestanden, von beiden Orten aus
der Arbeit nachzugehen und ihre persönlichen Beziehungen zu pflegen, so dass sie auf
eine Wohnung in der Nähe des Arbeitsorts angewiesen war. Die Beschwerdegegnerin
bedurfte sodann angesichts ihres Arbeitspensums an den Arbeitstagen nicht zwingend
einer grossen Wohnung. Im Weiteren stellt der Stromverbrauch der Wohnung in Q. mit
Blick auf die konkreten Verhältnisse ein Indiz für eine tatsächliche Wohnnutzung durch
die Beschwerdegegnerin dar, welches für die Domizilvermutung am Arbeitsort spricht
(vgl. zum Ganzen BGer 2C_397/2010 vom 6. Dezember 2010 E. 2.4.2 mit weiteren
Hinweisen). Aufgrund der diesbezüglichen Feststellungen im vorinstanzlichen
Entscheid lässt der Stromverbrauch eine dauernde Benützung dieser Wohnung durch
eine (beruflich engagierte) Person plausibel erscheinen; der Stromverbrauch für das
Folgejahr (2014) lag auf einem ähnlichen Niveau (1‘159 im Vergleich zu 1‘175 kWh; vgl.
act. G 5/2 B16).
3.3.4. Während der Beschwerdeführer von einem Konkubinatsverhältnis ausgeht (act.
G 1), stellt dies die Beschwerdegegnerin in Abrede, unter anderem mit dem Hinweis,
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selbst in einem Konkubinatsverhältnis müsse immer davon ausgegangen werden, dass
dieses schnell und unbürokratisch beendet werden könne (act. G 7). Die Frage, ob von
einem Konkubinat im Sinn einer gefestigten Partnerschaft auszugehen ist, hat insofern
eine Bedeutung, als bei der Bestimmung des steuerrechtlichen Wohnsitzes bei
getrenntem Arbeits- und Familien- bzw. Partnerschaftsort den ideellen Beziehungen
zum Familienort bzw. dem Ort der Partnerschaft in der Regel grössere Bedeutung
beigemessen wird als den materiellen Beziehungen zum Arbeitsort (vgl. Zigerlig/Oertli/
Hofmann, a.a.O., II. Rz. 22). In welchem Fall von einem qualifizierten Konkubinat
gesprochen werden kann, beurteilt sich aufgrund der bundesgerichtlichen
Rechtsprechung nach dem umfassenden Beistand, den die Partner sich zu leisten
bereit sind. Nicht vorausgesetzt ist, dass ein Konkubinat mit wirtschaftlichen Vorteilen
verbunden ist. M.a.W. kommt es auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des neuen
Partners nicht an, sondern von Bedeutung ist ausschliesslich seine
Unterstützungsbereitschaft (vgl. (BGer 5C.93/2006 vom 23. Oktober 2006, E. 2.3 mit
Hinweisen).
Tatsache ist, dass die Beschwerdegegnerin im Jahr 2013 und auch danach Pächterin
des Landwirtschaftsbetriebs des Lebenspartners war, die anfallenden Arbeiten jedoch -
abgesehen von administrativen Aufgaben (vgl. act. G 5/11 und G 5/15) - im
Wesentlichen von ihm selbst erledigt wurden. Diese Konstellation deutet - gleich wie
der Umstand, dass beide Lebenspartner den Mietvertrag für die Wohnung in Q.
gemeinsam unterzeichneten - auf ein aktives Zusammenwirken und eine gegenseitige
Unterstützung der Lebenspartner hin. Vor diesem Hintergrund ist kein begründeter
Anlass ersichtlich, aufgrund dessen das Bestehen einer langjährigen
Lebenspartnerschaft in Frage zu stellen wäre; von einer solchen ging implizit auch der
vorinstanzliche Entscheid aus. Somit besteht eine Konkurrenz zwischen Arbeits- und
Familienort, indem der Arbeitsort und der Ort der partnerschaftlichen Beziehungen
auseinanderfallen. In dieser Situation liegt die Beweislast hinsichtlich einer Verlegung
des Lebensmittelpunktes in den Kanton Schwyz bei der Beschwerdegegnerin.
3.3.5. Hinsichtlich des Landwirtschaftsbetriebs in X. ist als erstellt zu erachten, dass
eine gelegentliche Anwesenheit der Beschwerdegegnerin zur Betriebsführung ausreicht
(act. G 5/15). Sodann blieb unbestritten, dass sie während ihrer Arbeitslosigkeit im Jahr
2012 in der M. GmbH, an welcher sie eine geringfügige Beteiligung besitzt, tätig war,
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sie dort jedoch schon seit langem nicht mehr für den Textileinkauf zuständig ist (vgl.
act. G 7 S. 3 oben; act. G 9). Hieraus lassen sich somit keine Anhaltspunkte für einen
Lebensmittelpunkt in X. in dem in Frage stehenden Jahr 2013 ableiten. Die Vorinstanz
erachtete für das Jahr 2013 einen Lebensmittelpunkt der Beschwerdegegnerin in Q. als
belegt, da sie an diesem Ort ihrer Arbeit nachging, dort ihren täglichen Bedarf
(Einkäufe, Arztbesuche usw.; act. G 5/2 B26 f.) deckte, ihr Fahrzeug einlöste (act. G 5/2
B21) und auch über persönliche Beziehungen (vgl. Freundesliste in act. G 5/2 B17)
verfügte. Die Feststellung des Beschwerdeführers, wonach das Knüpfen von Kontakten
mit steigendem Alter immer schwieriger werde und die geltend gemachten
Beziehungen in Q. in keiner Weise glaubhaft seien (act. G 9), erscheint in dieser
Pauschalität als nicht fundiert bzw. als aktenwidrig (vgl. act. G 5/2 B17). Die vom
Beschwerdeführer behauptete fehlende Glaubwürdigkeit der persönlichen Kontakte
blieb ohne jeden konkreten Anhaltspunkt, aufgrund dessen die angeführten Kontakte in
Frage zu stellen wären. Was die Ausführungen des Beschwerdeführers zum
Stromverbrauch im Jahr 2012 betrifft (act. G 1 S. 3 unten), ist festzuhalten, dass es
vorliegend ausschliesslich um das Jahr 2013 geht. Hinsichtlich der vom
Beschwerdeführer im Weiteren als fehlend gerügten Telefon/TV/Internet-Rechnungen
(act. G 1 S. 3 unten) ist festzuhalten, dass sich aus den Konto-Auszügen der Schwyzer
Kantonalbank jeweils monatliche Zahlungen an Cablecom und Swisscom im Bereich
von über zweihundert Franken ergeben (act. G 10). Im Übrigen handelt es sich bei der
Feststellung des Beschwerdeführers, dass sich eine erwerbslose Person vermehr an
ihrem Lebensmittelpunkt aufhalte (act. G 1 S. 2), um eine Mutmassung betreffend das
Jahr 2012, welcher für die Wohnsitzfrage betreffend das Jahr 2013 kein Beweiswert
zugemessen werden kann. Aufgrund der vorhandenen Fakten erscheint es im Rahmen
des ihr zustehenden Ermessensspielraums vertretbar, wenn die Vorinstanz einen (sehr
wahrscheinlichen) tatsächlichen Aufenthalt der Beschwerdegegnerin im Sinn eines
Lebensmittelpunktes in X. - nachdem sie dies für 2010 noch bejaht hatte und dies auch
für die Folgejahre 2011 und 2012 unbestritten geblieben war - im Jahr 2013 nicht mehr
mit zureichenden Gründen als gegeben erachtete. Hieran vermag der Umstand, dass
die Beschwerdegegnerin in X. über Miteigentum an einem Wohn- und Geschäftshaus
verfügt (act. G 1 S. 3), nichts zu ändern. Anhaltspunkte für sachverhaltsmässig
unrichtige Annahmen im vorinstanzlichen Entscheid sind nicht ersichtlich. Die
vorinstanzliche Ermessensausübung hat das Verwaltungsgericht, das nach Art. 61 Abs.
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1 VRP nur zur Rechtskontrolle befugt ist, zu respektieren. Eine Ermessenskontrolle
steht ihm nicht zu; im Fall der Ausübung pflichtgemässen Ermessens ist ihm eine
Korrektur verwehrt.
4.
4.1. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen lässt sich die Schlussfolgerung im
vorinstanzlichen Entscheid, dass sich der steuerrechtliche Wohnsitz der
Beschwerdegegnerin im Jahr 2013 nicht mehr in X. befand, nicht beanstanden. Folglich
ist die Beschwerde abzuweisen.
4.2. (...).
4.3. Die Beschwerdegegnerin stellte keinen Antrag auf Entschädigung von
ausseramtlichen Kosten (Art. 98bis VRP).