# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cabdf464-e689-4784-b622-04863bbd30fa
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
A erhielt für seine Tochter B, die seit August 2016 das Gymnasium im Ausland besucht, für die beiden ersten Ausbildungsjahre (Untergymnasium) Stipendien zugesprochen. Mit Verfügung vom 23. August 2018 wies das Amt für Jugend und Berufsberatung (AJB) das Stipendienwiederholungsgesuch für das Ausbildungsjahr 2018/2019 ab. Eine hiergegen erhobene Einsprache von A hiess das AJB mit Einspracheverfügung vom 1. November 2018 gut. Das AJB berechnete für das Ausbildungsjahr 2018/2019 einen Stipendienanspruch von Fr. 2'731.-.
B.
Gegen die Einspracheverfügung vom 1. November 2018 rekurrierte A an die Bildungsdirektion und beantragte, die Berechnung der Stipendien zu korrigieren. Das AJB zog die angefochtene Verfügung in der Folge in Wiedererwägung, hob sie mit Verfügung vom 24. Januar 2019 auf und setzte den Stipendienanspruch neu auf Fr. 3'261.- fest. Die Bildungsdirektion schrieb das Rekursverfahren mit Verfügung vom 28. Januar 2019 als durch Wiedererwägung gegenstandslos geworden ab.
II.
Auch gegen die neue Verfügung des AJB vom 24. Januar 2019 rekurrierte A bei der Bildungsdirektion. Diese hiess mit Verfügung vom 16. Dezember 2019 den Rekurs gut. In den Erwägungen wurde festgehalten, dass der Stipendienanspruch von B auf Fr. 8'700.- festzusetzen sei. Die Kosten des Verfahrens wurden auf die Staatskasse genommen. Eine Parteientschädigung wurde nicht zugesprochen.
III.
A.
Mit Beschwerde vom 19. Januar 2020 gegen die Verfügung der Bildungsdirektion vom 16. Dezember 2019 gelangte A an das Verwaltungsgericht und beantragte die Leistung einer angemessenen Parteientschädigung für das Rekursverfahren unter Entschädigungsfolge. Zudem beantragte er unentgeltliche Rechtspflege. Mit Präsidialverfügung vom 3. Februar 2020 wurde das dem Gesuch um Gewährung unentgeltlicher Rechtspflege inhärente Gesuch um Befreiung von der Kostenvorschusspflicht abgewiesen. A wurde wegen seines ausländischen Wohnsitzes kautioniert. Die Kaution von Fr. 570.- zahlte er fristgerecht.
Das Verwaltungsgericht hiess das Rechtsmittel mit Urteil vom 23. Juli 2020 gut und verpflichtete das AJB unter Änderung von Dispositiv-Ziff. III des Rekursentscheids, A eine Umtriebsentschädigung für das Rekursverfahren von Fr. 100.- zu bezahlen (VB.2020.00060, Dispositiv-Ziff. 1). Die Gerichtskosten für das Beschwerdeverfahren wurden dem AJB auferlegt und A die geleistete Kaution zurückerstattet (Dispositiv-Ziff. 3) sowie sein Gesuch um unentgeltliche Prozessführung als gegenstandslos abgeschrieben (Dispositiv-Ziff. 4). Eine Parteientschädigung für das Beschwerdeverfahren wurde schliesslich nicht zugesprochen (Dispositiv-Ziff. 5).
B.
Das Bundesgericht hiess eine hiergegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 3. November 2020 teilweise gut, hob Dispositiv-Ziff. 1 des verwaltungsgerichtlichen Urteils auf und wies die Angelegenheit "zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen" an das Verwaltungsgericht zurück. Im Übrigen wurde die Beschwerde abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist (2C_698/2020 = act. 2).
Das Verwaltungsgericht eröffnete in der Folge das vorliegende Geschäft und zog den eigenen Entscheid vom
23. Juli 2020
sowie die vom Bundesgericht zurückerhaltenen bisherigen Akten bei.

## Considerations

Die Kammer erwägt:
1.
Das Verfahren VB.2020.00060 ist als Geschäft VB.2020.00814 teilweise wiederaufzunehmen.
2.
2.1
Im erstinstanzlichen Verwaltungsverfahren werden keine Parteientschädigungen zugesprochen (§ 17 Abs. 1 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes des Kantons Zürich vom 24. Mai 1959 [VRG, LS 175.2]). Nach § 17 Abs. 2 VRG kann indessen im Rekurs- und im verwaltungsgerichtlichen Verfahren die unterliegende Partei zu einer angemessenen Entschädigung für die Umtriebe ihres Gegners verpflichtet werden, wenn die rechtsgenügende Darstellung komplizierter Sachverhalte sowie schwieriger Rechtsfragen besonderen Aufwand erforderte oder den Beizug eines Rechtsbeistands rechtfertigte (lit. a) oder wenn das Rechtsbegehren oder die angefochtene Anordnung offensichtlich unbegründet war (lit. b). Das Zusprechen einer Entschädigung setzt in der Regel einen dahingehenden Antrag voraus (Kaspar Plüss, in: Alain Griffel [Hrsg.], Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich [VRG], 3. A., Zürich etc. 2014 [Kommentar VRG], § 17 N. 16 f.; VGr, 17. November 2016, VB.2014.00361, E. 4, und 22. März 2018, VB.2017.00099, E. 5.2).
2.2