# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ab362723-67bb-5e61-9785-c105b8171927
**Court:** FR_TC
**Chamber:** FR_TC_007
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** FR / Espace_Mittelland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

dass mit der Beschwerde an das Kantonsgericht die Verletzung des Rechts einschliesslich Überschreitung oder Missbrauch des Ermessens, sowie die unrichtige oder unvollständige  des rechtserheblichen Sachverhalts gerügt werden können (Art. 77 VRG). Die  kann im vorliegenden Verfahren – soweit sich überhaupt entsprechende  stellen – nur im Rahmen von Art. 33 Abs. 3 lit. b des Bundesgesetzes vom 22. Juni 1979 über die Raumplanung (RPG; SR 700) in Verbindung mit Art. 78 Abs. 2 lit. c VRG gerügt werden;
dass das Oberamt mit der angefochtenen Wiederherstellungsverfügung vom 27. Mai 2020 , dass die installierten Lüftungen zu entfernen seien. Die Verfügung stützt sich dabei auf Art. 167 RPBG;
dass diese Bestimmung vorsieht, dass die Oberamtsperson, wenn die Eigentümerschaft ohne Bewilligung oder in Verletzung der Pläne, der Bewilligungsbedingungen oder einer  Arbeiten ausführt, von Amtes wegen oder auf Gesuch hin deren vollständige oder teilweise Einstellung anordnet (Abs. 1). Bei den Fällen nach Abs. 1 oder wenn widerrechtlich Bauten oder Anlagen bereits erstellt worden sind und eine nachträgliche Bewilligung nicht von vornherein ausgeschlossen erscheint, gewährt die Oberamtsperson der Eigentümerschaft eine angemessene Frist, damit diese ein Baubewilligungsgesuch einreicht, um die ausgeführten Arbeiten der  zuzuführen (Abs. 2). Befolgt die Eigentümerschaft die Anordnung nicht oder können die Arbeiten nicht bewilligt werden, so kann die Oberamtsperson nach Anhören der betroffenen  oder Organe verfügen, dass Änderungen und Anpassungen vorgenommen werden, die Bauwerke ganz oder teilweise abgebrochen und das Gelände wieder hergestellt wird. Wenn die Umstände es erfordern, kann die Oberamtsperson ein Bezugs- oder Nutzungsverbot aussprechen (Abs. 3). Wurden Arbeiten ausserhalb der Bauzone ohne Bewilligung oder in Verletzung der in diesem Bereich anwendbaren Bestimmungen erstellt, so ist die Direktion (RUBD) zuständig, die Massnahmen nach Abs. 3 zu treffen (Abs. 4);
dass sich die fragliche Parzelle Art. bbb gemäss dem am 16. August 1990 genehmigten  ausserhalb der Bauzone befindet und damit gestützt auf Art. 167 Abs. 4 RPBG die RUBD zuständig ist, über die Wiederherstellung bzw. über den Abbau der Lüftungen zu befinden;
dass auch sonst keine Rechtsgrundlage ersichtlich ist, welche es dem Oberamt erlaubt hätte, die Wiederherstellung zu verfügen, zumal in casu keine Situation vorliegt, welche – aus Gründen der Sicherheit, der Hygiene oder des Kulturgüter- oder Naturgüterschutzes – ein Eingreifen der Gemeinde bzw. des Oberamtes gestützt auf die Polizeiklausel von Art. 170 RPBG ermöglichen würde;
dass damit die angefochtene Wiederherstellungsverfügung des Oberamtes vom 27. Mai 2020 aufzuheben ist, da sie nicht von der zuständigen Behörde ausgesprochen wurde;
Kantonsgericht KG Seite 4 von 4
dass überdies mittlerweile für die streitigen Lüftungen ein Baubewilligungsgesuch eingereicht wurde, über das aber noch nicht entschieden worden ist;
dass jedoch der Ausgang dieses Baubewilligungsverfahrens derzeit unklar ist. Es erscheint daher nicht angebracht, das hier zu beurteilende Wiederherstellungsverfahren bis zum (rechtskräftigen) Abschluss des Baubewilligungsverfahrens zu sistieren, da dies – auch im Fall der Verweigerung der Baubewilligung bzw. der erforderlichen Sonderbewilligung – nichts an der fehlenden  des Oberamtes für die verfügte Wiederherstellung ändern würde;
dass im vorliegenden Verfahren – gerade auch wegen des laufenden Baubewilligungsverfahrens – nicht weiter geprüft werden muss, ob die Wiederherstellung in materieller Hinsicht zu Recht , und daher auch eine Prüfung der weiteren Rügen der Beschwerdeführer unterbleiben kann;
dass damit im Ergebnis die Beschwerde gutzuheissen und der angefochtene Entscheid des  vom 27. Mai 2020 aufzuheben ist;
dass keine Gerichtskosten erhoben werden (Art. 131 VRG). Der Kostenvorschuss von CHF 1'500.- wird den Beschwerdeführern zurückerstattet;
dass keine Parteientschädigung geschuldet ist (Art. 137 VRG);

## Considerations