# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d34f68c9-ddc9-4060-85eb-bf6450973f82
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1952,
ist gelernter
Karosseriespengler
(vgl. den
Lebenslauf in
Urk.
20/3/1),
arbeitete ab dem
1.
Juni 1992 vollzeitlich bei der
Firma Y._
und war in diesem Arbeitsverhältnis bei der Schweizerischen
Unfallversicherungsanstalt (Suva
) für die Folgen von Berufs- und Nichtberufsunfällen obligatorisch versichert.
Am
1
9.
August
1992 stolperte
X._
bei der Arbeit über einen Hau
fen Bauschutt und stürzte auf das rechte Handgelenk (Unfallmeldungen vom 1
1.
August und vom
1.
September 1992,
Urk.
20/10/110+111)
.
Die Suva aner
kannte ihre Leistungspflicht, kam für die Heilungskosten auf und erbrachte Taggelder.
X._
trat
a
m 1
6.
März 1993 eine neue Vollzeitstelle als Hauswart bei
der
Schule
Z._
an
und war
nunmehr
bei der Zürich Versicherungs-Gesellschaft AG
(nachfolgend „Zürich“)
unfallversichert (vgl. die Unfallmeldung vom
2
4.
Februar 1997,
Urk.
8/Z1).
Nach Aufnahme der neuen Tätigkeit
persistierten
im
mehrfach voroperierten Handgelenk Schmerzen (vgl. die medizinischen Un
terlagen in
Urk.
20/10/86-109),
und am 2
1.
Dezember 1993 führte
Dr.
med.
A._
in de
r
Klinik B._
eine
Neurol
yse
mit Plas
tik der
pal
maren
radiokarpalen Gelenkkapsel durch (Operationsbericht und Austrittsbericht vom Dezember 1993,
Urk.
20/10/
82-8
5).
Die
Suva erbrachte wei
terhin die Leistungen im Zusammenhang mit den Handgelenksbeschwerden.
1.2
Nach der Operation verblieben Beschwerden und Einschränkungen im rechten Handgelenk
(vgl. die medi
zinische Dokumentation in
Urk.
20/1
0/49-78)
, und die Arbeitgeberin passte das Anforderungsprofil der Hauswartstelle entsprechend an (vgl. die Besprechungsprotokolle in
Urk.
20/10/73-74,
Urk.
20/
10/68 und Urk.
20/10/63-64).
Im
August 1995
wurde nochmals
eine Handgelenksoperation durchgeführt (Operationsbericht und Austrittsbericht von
Dr.
med. C._
der
Klinik B._
vom August 1995,
Urk.
20/10/44
-48)
, und nach einer
kreis
ärztlichen
Untersuchung (Bericht von
Dr.
med.
D._
vom 2
5.
Oktober 1995,
Urk.
2
0/10/36-39) sowie der Beurteilung des Integritätsschadens (Bericht von
Dr.
med. E._
vom 2
3.
Februar 1996,
Urk.
20
/
1
0/31) sprach die Suva dem Versicherte
n mit
Verfügung
vom
2.
September 1996 eine
Integritäts
entschädigung
auf der Basis einer Integritätseinbusse von 10
%
und - für die Zeit ab dem
1.
Oktober 1996 - eine Invalidenrente aufgrund einer Erwerbsun
fähigkeit
von 30
%
zu (
Urk.
20/10/8-10
)
. Die Verfügung blieb
unangefochten,
und
X._
wurde bei der bisherigen Arbeitgeberin zu einem ange
passten Pensum von 70
%
weiterbeschäftigt (
Urk.
20/9/116
).
1
.3
Am 1
3.
Januar 1997 meldete die Arbeitgeberin von
X._
der Suva einen Rückfall zum Unfall des Jahres 1992 betreffend das re
chte Handgelenk (
Urk.
20/9/116)
,
und es folgten erneut Abklärungen und Behandlungen (vgl. den Krankengeschichte-Eintrag der
Klinik B._ vom
1
7.
Februar
1997, Urk.
20/9/115).
Ausserdem stürzte
X._
a
m 2
5.
Januar 1997 beim Skifahren auf da
s
rechte Knie (Unfallmeldung vom 2
4.
Februar 1997,
Urk.
8/Z1). Es wurde eine Meniskusläsion festgestellt (
Krankengeschichte-Eintrag der
Klinik B._
vom
6.
März 1997,
Urk.
8/ZM5)
, und am 2
2.
April
und
1
3.
und 19.
August
1997
sowie am 2
6.
Mai 1998 fanden
in der
Klinik B._
Kniegelenks
operationen
statt
(O
perationsberichte von
Dr.
med.
F._
, Urk.
8/ZM1,
Urk.
8/ZM9,
Urk.
8/ZM10 und
Urk.
8/ZM22)
.
Die
Suva kam für die erneute Behandlung des rechten Handgelenks auf (Schrei
ben
der Suva
an den Versicherten vom 3
0.
Mai 1997,
Urk.
20/9/110),
während
dem
die
„Zürich“
die Meniskusverletzung als
Folge des
Unfalls vom 25.
Januar 1997 anerkannte und
d
ie Behandlungen sowie Taggelder bezahlte
(Schreiben der „Zürich“ an den Versicherten vom
3.
März 1997,
Urk.
8/Z2)
.
1.4
Am 1
8.
Juli 1998 meldete die Arbeitg
e
berin der Suva einen wei
teren Rückfall zum Handgelenksu
nfall (
Urk.
20/9/90), und im September 1998
wurde das Handgelenk nochmals operiert
(Operationsbericht in
Urk.
20/9/86
-87
).
Die
Suva bejahte ihre Leistungspflicht für diese Behandlung (vgl. die kreisärztliche Beur
teilung in
Urk.
20/9/89).
Mit Verfügung vom
1.
Dezember 1998 hielt die „Zürich“
in Bezug auf das rechte Knie
fest, dass von der Weiterführung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr zu erwarten sei, dass
X._
mangels Erwerbseinbusse
infolge des Unfalls vom 2
5.
Januar 1997 auch keinen Anspruch auf eine Invalidenrente habe, dass ihm hingegen aufgrund der Beurteilung von
Dr.
F._
(vgl.
Urk.
8/ZM35) eine
Integritäts
ent
schädigung
basierend auf einer Integritätseinbusse von 10
%
zustehe (
Urk.
8/Z19). Auch diese Verfügung wurde nicht angefochten.
Die
Suva teilte dem Versicherten am 1
1.
April 2000 den Fallabschluss in Bezug auf das rechte Handgelenk mit (
Urk.
20/9/74) und eröffnete ihm am 2
5.
Januar 2001, dass er die bisherige Rente unverändert erhalte (
Urk.
20/9/69).
In de
r
nachfolgenden
Zeit
persistierten im rechten Handgelenk Beschwerden in schwankendem Ausprägungsgrad, und die Suva bezahlte die entsprechenden
Behandlungen
(vgl. die Unterl
agen der Suva in
Urk.
20/9/15-68
)
.
Mit Verfügung vom 1
5.
Oktober 2002 erhöhte
sie
die bisherige 30%ige Rente
per
1.
Juni 2002
auf eine Rente aufgrund einer 40%igen E
rwerbseinbusse (
Urk.
20/9/3-5), was der Versicherte akzeptierte.
Die Arbeitsstelle bei der Schule
Z._
blieb ihm erhalten
(vgl. die Protokolle über die Besprechungen im Betrieb vom Juni und vom September 2002,
Urk.
20/9/9-12).
X._
meldete sich daraufhin am
3
0.
Oktober 2002 bei der Invali
denversicherung an (
Urk.
20/5
).
1.5
Bereits Ende Januar 2002 hatte
X._
der „Zürich“ einen Rückfall zum
Knie
u
nfall vom 2
5.
Januar 1997 gemeldet (
Urk.
8/Z21). Am
6.
Dezember 2002
nahm
Dr.
med. F._
in der
Klinik H._
eine operative Revi
sion des rechten Kniegelenks vor (Operationsbericht in
Urk.
8/ZM44), und am 2
3.
Juni 2003 folgte eine weitere Operation durch
Dr.
med. I._
in der
Klinik J._
(Operationsbericht in
Urk.
8/ZM50).
Die „Zürich“ kam für die Kosten der Behandlungen wiederum
auf (vgl.
Urk.
8/Z2 ff.
).
Mit Verfügung vom
3.
September 2003 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich (SVA), IV-Stelle, dem Vers
icherten für die Zeit ab dem 1.
Juni 2003 eine
Viertelsrente
aufgrund eines Invaliditätsgrades von 40
%
zu (
Urk.
20/16+17 und
Urk.
20/23).
1.6
Auch i
n den Jahren 2004 und 2005 stand der Versicherte
wegen Beschwerden im rechten Knie und zusätzlich im rechten Hüftgelenk in der
Klinik J._
in Behandlung (vgl.
Urk.
8/ZM54-ZM76)
, und
a
m 2
3.
August 2005 operierte
Dr.
I._
das Kniegelenk wieder
(Operationsbericht in
Urk.
8/ZM80)
.
Die „Zürich“ erbrachte auch hierfür die Leistungen (
Urk.
8/Z59 ff.)
.
Ab Oktober 2004 war
X._
für
die bisherige
Arbeit neu
bei der
Schule K._
angestellt und seither bei der Winterthur Versicherungen (später
Axa
Winterthur
[
Axa
]
) unfallversichert
(Aktennotiz der „Zürich“ vom 2
6.
Oktober 2004,
Urk.
8/Z68; Fragebogen für
Arbeitgebende
, Angaben vom 1
8.
Juni 2007,
Urk.
20/31
; E-Mail der Arbeitge
berin an die „Zürich“ vom 1
7.
Juni 2009,
Urk.
8/Z126
).
Dort meldete er am
9.
Januar 2006 einen Treppensturz mit Bänderzerrung am linken Knie
vom 2
7.
Dezember 2005
(
Urk.
20/45/3
ff.
), am 2
3.
November 2006 einen Sturz beim Joggen mit Fraktur des linken oberen Sprunggelenks
vom 2
2.
November 2006
(
Urk.
20/45/36
ff.
) und am 1
8.
Juli 2007 nochmals einen Sturz beim Joggen mit Bruch des linken Schienbeins
vom 1
7.
Juli 2007
(
Urk.
20/45/56
ff.
)
. Die
Axa
kam für die Kosten der entsprechenden Behandlungen und Arbeitsausfälle auf
(vgl. die Akten der
Axa
in
Urk.
20/45/1-119).
Gleichzeitig war
X._
immer noch wegen der Problemati
k im rech
ten Knie in Behandlung.
A
m 2
3.
und 2
4.
Januar 2007 folgten Operationen durch
Dr.
med.
L._
und
Dr.
I._
in der Klinik
M._
(
Operations
berichte
in
Urk.
8/ZM90 und
Urk.
8/ZM91
), ebenso am
5.
Juni 2008 durch
Dr.
I._
(Operat
ionsbericht in
Urk.
8/ZM96). A
m 1
2.
März 2009 brachte
Dr.
I._
eine
unikompartimentelle
Knieprothese an (Operationsbericht in
Urk.
8/ZM106
), und am 2
2.
Juni 2009 erfolgte die Totalprothesenoperation (Operationsbericht in
Urk.
8/ZM110).
Ferner hatte Dr.
I._
am
3.
November 2008 die Entfernung des
Osteosynthesematerials
am linken Schienbein vorge
nommen (Operationsbericht in
Urk.
8/ZM99).
1.7
Am 1
2.
Juni 2009
hatte
Dr.
med. N._
, Spezialarzt für Orthopädische Chirur
gie, im Auftrag der
Axa
ein Gutachten zu den Folgen der drei bei ihr versicher
ten Unfälle vom 2
7.
Dezember 2005, vom 2
2.
November 2006 und vom 1
7.
Juli 2007
erstellt
(
Urk.
20/45/57-71)
.
Mit Verfügung vom 1
3.
Juli 2009 teilte die
Axa
dem Versicherten anschliessend mit, dass sie ih
re Leistungen per Ende Juni 2009
einstelle
und ihm für die Beeinträchtigung des linken oberen Sprungge
lenks eine Integritätsentschä
digung von 10
%
zuspreche (Urk.
20/77/
31-34)
.
Die Verfügung wurde nicht angefochten.
Für die fortbestehende Arbeitsunfähigkeit richtete die „Zürich“ Taggelder aus (Schreiben der „Zürich“ an die
Axa
vom 1
3.
September 2010,
Urk.
20/77/14).
1.8
Nachdem im Februar 2010 erneute Beschwerden im linken oberen Sprunggelenk aufgetreten waren
und dieses operiert worden war
(vgl. die Eintragungen von
Dr.
I._
in der Krankengeschichte,
Urk.
8/ZM115 S. 4 f.
, und den
Opera
tionsbericht
in
Urk.
20/77/51-52
),
korrespondierten die
Axa
und die „Zürich“ über die Aufteilung ihrer Leistungspflicht in der Zeit der Überschneidung der Folgen der bei ihnen versicherten Unfälle (
Aufzeichnungen der
Axa
in
Urk.
20/77/19-21;
Aufstellung de
r
Axa
vom 3
0.
August 2010, Urk.
8/Z155; Schreiben der „Zürich“ vom 1
3.
September 2010,
Urk.
8/Z157;
Bericht von
Dr.
I._
vom 1
3.
Oktober 2
010 zuhanden der „Zürich“, Urk.
8/ZM120;
Besprechungsprotokoll
der „Zürich“
vom 2
5.
November 2010
,
Urk.
8/Z163
; Besprechungsprotokoll der
Axa
vom 2
4.
November 2010, Urk.
20/77/5-7
).
Die
Axa
sprach sich in einem Schreiben vom
8.
März 2011 dagegen aus, die
Fall
führung
zu übernehmen (
Urk.
8/Z173)
.
Da
der Versicherte
in den Jahren 2007 bis 2009
sporadisch (Berichte von Dr.
C._
in
Urk.
20
/163/151-153,
Urk.
20/163/145-148
und Urk.
20/163/130
131
) und
ab Frühjahr 2010
regelmässig
auch wieder wegen Handgelenksbesch
w
erden in Behandlung war (vgl.
Urk.
20/163/23-129 sowie insbesondere
die Berichte von
Dr.
C._
vom 1
9.
Mai und vom
1.
November 2010
,
Urk.
20/58/1-2 und
Urk.
20/76)
,
sich
am 1
7.
Mai 2011 einer
Teilarthro
dese
im rechten Handgelenk zu unt
erziehen hatte (Operationsbericht von
Dr.
C._
in
Urk.
8/ZM131 un
d die weiteren Berichte in Urk.
8/ZM132
143
) und sich für die Kostenübernahme
- während der Dauer der Taggeldzahlungen der „Zürich“ (vgl. die Taggeldabrechnungen für November 2009 bis November 2010 in
Urk.
20/163/89-91)
-
an di
e Suva wandte, wurde auch diese
in die Koordinationsverhandlunge
n einbezogen
(
Korrespondenz der Suva hierzu in
Urk.
20/163/94-105;
Stellungnahme der Suva vom 2
1.
Juni 2011,
Urk.
8/Z192
; Protokoll über die Besprechung zwischen der Suva und dem Versicherten vom
9.
Mai 2011,
Urk.
20/163/37-38
)
.
In der Folge einigten sich die „Zürich“ und die Suva darauf, dass die „Zürich“ das Taggeld für die Arbeitsunfähigkeit wegen der Hand- und Kniebeschwerden bezahle und die Suva die Behandlungskosten (Hand) übernehme. Zudem hielt die „Zürich“ fest, dass sie die Rentenfrage prüfen werde, sobald von Seiten der Hand ein stabiler Zustand erreicht sei (Schreiben der „Zürich“ vom 2
5.
Juli 2011,
Urk.
8/Z194).
Die Suva hatte
den Versicherten unterdessen
am
5.
Dezember 2006 und am 18.
März 2009 vom unveränderten Rentenans
pruch in Kenntnis gesetzt (Urk.
20/163/156-157 und
Urk.
20/163/136-137).
Dasselbe hatte
ihm
die IV
Stelle am
9.
Oktober 2007 beschieden (
Urk.
20/37
).
1.9
Per Ende Mai 2011 wurde das Arbeitsverhältnis zwischen dem
Versicherten
und der
Schule K._
aufgelöst, jedoch bis Ende April 2012 infolge unverschuldeter Entlassung erstreckt (Aufhebungsvereinbarung und Austrittsschreiben in
Urk.
8/Z236).
Am 1
7.
und am 2
9.
August 2011
berichtete
Dr.
C._
über den Zust
and der rechten Hand (
Urk.
8/ZM141 und
Urk.
8/ZM143
), und i
m Oktober 2011 wurde der Versicherte im Auftrag der „Zürich“ im
Zentrum O._
begutachtet (Gutac
hten vom
1.
November 2011, Urk.
8/ZM146).
Ferner
hatte
Dr.
med. P._
, Spezialarzt für Innere Medizin und Rheumaerkrankungen, am
1
0.
Oktober 2011 e
in Gutachten zuhanden der Beamtenversicherungskasse
erstellt
(
Urk.
20/122/13-50
)
, und beantwortete nach Kenntnisnahme des Gutachtens des
Zentrums O._
am
2.
Dezember 2011 verschiedene Zusatzfragen der Beamtenversicherungskasse
(
Urk.
20/122
/1-9
). Am 1
7.
Januar 2012
berich
tete
Dr.
I._
der „Zürich“
über
eine
Kontrolluntersuchung des rechten Knies (
Urk.
8/M151), und am
2.
Februar 2012
informierte
Dr.
C._
über einen Sturz dieses Tages mit Beteiligung des rechten Handgelenks (Ur
k.
8/ZM154
; Unfallmeldung an die
Axa
in
Urk.
20/162/231
).
1.10
Mit Brief vom 1
0.
Januar 2012 teilte die Suva der „Zürich“ (gestützt auf die Koordinationsbestimmung in
Art.
100
Abs.
3 der Verordnung über die Unfall
versicherung [UVV] und die Ad
-
hoc-Empfehlung Nr. 4/89) mit, dass sie deren
Rentenentscheid abwarte und ihr hernach den Betrag für die Erstrente über
weise (
Urk.
8/Z219).
M
it Schreiben vom
2
4.
Februar 2012 eröffnete die „Zürich“ der Suva
daraufhin
unter Bezugnahme
auf die genannte Koordinationsbestimmung
, dass der von ihr ermittelte Invaliditätsgrad unter dem Invalid
itätsgrad der Suva-Rente von 40
% liege, weshalb sie die Leistungen per Ende Februar 2012 einstellen und einen Rentenanspruch verneinen werde (
Urk.
8/Z231).
Am 1
1.
April 2012 ver
fügte die „Zürich“ die Einstellung der Heilbehandlung (per Ende Februar 2012) und der Taggelder (per
4.
Februar 2012)
, die Zusprechung einer
Integritätsent
schädigung
von neu 40
%
und die Verneinung eines Rentenanspruchs (
Urk.
8/Z244).
X._
, vertreten durch Rechtsanwalt Martin Hablüt
zel, erhob mit den Eingaben vom 1
4.
Mai und vom 1
9.
Juni 2012 Einsprache (
Urk.
8/Z251 und
Urk.
8/Z257) und legte den Bericht von
Dr.
C._
über eine weitere Handgelenksoperation vom 2
9.
Mai 2012 vor (
Urk.
8/Z256).
Dabei bean
tragte er zum einen die Aufhebung in Bezug auf die Einstellung der Heil
behandlung und der Taggelder und zum andern die Zusprechung einer ganzen (100%igen) Rente, eventualiter einer Rente auf der Basis einer Erwerbsunfähig
keit von 75
%
.
1.11
Die
Axa
übernahm die Behandlung und die Taggelder des Unfal
les vom 2.
Februar 2012 in der ersten Zeit;
ab der Operation vom 2
9.
Mai 2012 erklärte sich die Suva als zuständig
(vgl. die Korrespondenz in
Urk.
20/162/208-230
und insbeso
ndere das Schreiben der
Axa
an den Versicherten vom 2
5.
Juli 2012 be
treffend Leistungseinstellung per
4.
April 2012,
Urk.
20/162/228-229
).
Gestützt auf zwei Stellungnahmen des Kreisa
rztes
Dr.
med. Q._
vom 18.
September und vom 1
5.
Oktober
2012 (
Urk.
20/162/200 und Urk.
20/162/194)
zu den Berichten von
Dr.
C._
vom 1
2.
September und vom
1.
Oktober 2012
(
Urk.
20/162/202-203
und
Urk.
20/162/196-197)
hielt die Suva m
it Verfügung vom 1
7.
Oktober 2012 fest, dass die Taggelder per 2
0.
September 2012 einge
stellt würden, da wieder eine volle Arbeitsfähigkeit im Rahmen der 40%igen Rente erreicht sei (
Urk.
20/163/187-188).
X._
, vertreten durch Rechtsanwältin Elisabeth
Triba
ldos
, erhob mit Eingabe vom 15.
November 2012 Einsprache mit dem Antrag, die Suva habe weiterhin die gesetzlichen Leistun
gen zu erbringen, insbesondere habe sie die Taggeldzahlungen wieder aufzu
nehmen und eine allfällige Erhöhung von Rente und Integritätsentschädigung zu prüfen (
Urk.
20/162/182-186)
. Die Suva nahm aktuelle Berichte von
Dr.
C._
über den Zustand des rechten Handgelenks zu den Akten (Berichte vom 2
2.
November 2012
und vom 1
7.
Januar 2013,
Urk.
20/162/174 und
Urk.
20/162/153-154), holte bei
Dr.
Q._
nochmals eine Stellungnahme ein (Angaben vom 1
4.
Januar
2013,
Urk.
20/162/160 und Urk.
20/162/152) und wies die Einsprache anschliessend mit Entsch
eid vom 25.
Januar 2013 ab (
Urk.
20/162/137-149).
Dabei verneinte sie den Anspruch des Versich
e
rten auf eine höhere als die bisherige 40%ige Rente.
Mit Entscheid vom 2
6.
Februar 2013 wies danach auch die „Zürich“ die Einspra
che gegen ihre Verfügung vom 1
1.
April 2012 ab (
Urk.
2 =
Urk.
8/Z266
), nachdem sie einen aktuellen Bericht von
Dr.
I._
vom
9.
Oktober 2012
über den Zustand des rechten Knies
zu den Akten genommen hatte (
Urk.
8/ZM156)
.
2.
2.1
G
egen den Einspra
cheentscheid der Suva vom
2
5.
Januar
2013 liess
X._
durch Rechtsanwältin Elisabeth
Tribaldos
mit Eingabe vom
1.
März 2013 Beschwerde erheben und beantragen, ihm s
eien die gesetzlichen Leistun
gen
zuzusprechen, eventualiter sei der medizinische Sachverhalt durch ein gerichtliches Gutachten nochmals abzuklären und
subeventualiter
sei die Sache zur nochmaligen Abklärung an die Verwaltung zurückzuweisen (
Urk.
1 des
Pro
zess Nr. UV.2013.00062). Das Gericht zog insbesondere die Akten der Invali
denversicherung bei. Der Prozess wird ebenfalls mit Urteil von heute entschie
den.
2.2
Mit Eingabe vom 1
2.
April 2013 liess
X._
durch Rechtsanwältin Elisabeth
Tribaldos
auch
die vorliegende
Beschwerde gegen den Einspracheent
scheid der „Zürich“ vom 2
6.
Februar 20
13 erheben (
Urk.
1) und
dieselben Anträge
stellen
wie in der Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der Suva (
Urk.
1 S. 2). Die „Zürich“ beantragte in der Beschwerdeantwort vom
7.
Juni 2013, die Beschwerde sei abzuweisen (
Urk.
7), was dem Versicherten am 1
2.
Juni 2013 zur Kenntnis gebracht wurde (vgl.
Urk.
9).
Mit Eingabe vom 1
2.
Februar 2014 (
Urk.
10) liess der Versicherte ein von ihm veranlasstes Privatgutachten von
Dr.
med.
R._
, Spezialarzt für Physi
kalische Medizin und Rehabilitation, vom 2
9.
Januar 2014 zur Arbeitsfähigkeit aufgrund der Unfälle betreffend das rechte Handgelenk, das rechte Knie und den li
nken Fuss einreichen (
Urk.
11).
Die „Zürich“ nahm dazu mit Eingabe vom 1
5.
Mai 2014 Stellung (
Urk.
15)
.
Mit Verfügung vom 1
7.
Juni 2014 (
Urk.
18) zog das Gericht die Akten der Invali
denversicherung mit den darin enthaltenen Akten der Suva bei
(Urk. 20/1
228).
X._
war am 1
6.
April 2013 wieder operiert wor
den am rechten Handgelenk (Berichte der
Klinik B._
vom 1
7.
und
vom 2
3.
April
sowie vom 1
1.
Deze
mber 201
3,
Urk.
20/162/78-79, Urk.
20/162/66-67 und
Urk.
20/164/1-2), und die IV-Stelle hatte ihm in der Folge mit den Verfü
gungen vom 2
5.
April und vom 2
2.
Mai 2014 für die Monate Mai bis August 2011 eine ganze, für September
und Oktober
2011 eine halbe und ab
November
2011
wieder eine ganze Rente zugesprochen
(Urk.
20/187-226 mit der Begrün
dung in
Urk.
20/185; Feststellungsblatt vom 2
3.
April 2014,
Urk.
20/184).
Fer
ner hatte sie den Versicherten am
9.
Juni 2010 durch den RAD-Arzt
Dr.
med. S._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie, untersuchen lassen (B
ericht vom
4.
August 2010, Urk.
20/63 und
Urk.
20/64).
Der Versi
cherte liess zu
den beigezogenen Akten der Invalidenversicherung
mit Eingabe vom
4.
September 2014 (
Urk.
23), die „Zürich“
nahm
mit Eingabe vom
1.
Dezembe
r 2014 (
Urk.
28) Stellung
.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten und beigezogenen Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden
soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt - die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (
Abs.
1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (
Abs.
2). Ausserdem erbringt die Versi
cherung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (
Abs.
3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt
v
oraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher
und ein adäquater
Kausalzusammenhang
besteht
.
Die Versicherungsleistungen werden auch für Rückfälle und Spätfolgen gewährt (
Art.
11 der Verordnung über die Unfallversicherung [UVV]). Bei einem Rückfall handelt es sich um das Wiederaufflackern einer vermeintlich geheilten Krank
heit, so dass es zu ärztlicher Behandlung, möglicherweise sogar zu (weiterer) Arbeitsunfähigkeit kommt; von Spätfolgen spricht man, wenn ein scheinbar geheiltes Leiden im Verlaufe längerer Zeit organische oder auch psychische Veränderungen bewirkt, die zu einem anders gearteten Krankheitsbild führen können (BGE 118 V 293 E. 2c mit Hinweisen).
1.3
N
ach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mäs
sige Behandlung der Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Tag
geld zu. Wird die versicherte Person infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so
hat sie gemäss Art. 18 Abs. 1 UVG Anspruch auf eine Invalidenrente. Der Ren
tenanspruch entsteht nach Art. 19 Abs. 1 UVG, wenn von der Fortset
zung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des
Gesundheitszu
standes
mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungsmassnahmen der Invali
denversicherung abgeschlossen sind, wobei mit dem Rentenbeginn die Heilbehandlung und die Taggeldleistungen dahinfallen. Ferner entsteht zusam
men mit der Festlegung der Invalidenrente beziehungsweise mit der Beendigung der ärztlichen Behandlung unter den Voraussetzungen in Art. 24 UVG auch ein Anspruch auf eine Integritätsentschädig
ung.
Für die Bestimmung des Invaliditätsgrades wird nach Art. 16 ATSG das Erwerbs
einkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizi
nischen Behandlung und allfälliger Eingliede
rungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (soge
nanntes Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sogenanntes
Valideneinkommen
).
Nach der Fe
stsetzung der Rente werden dem Rentenb
ezüger die Leistungen für die Heilbehandlung
nur noch
unter den eingesch
ränkten Voraussetzungen in Art.
21 UVG gewährt. Unter anderem hat
der Rentenbezüger
gemäss
Art.
21
Abs.
3 UVG bei Rückfällen und Spätfolgen Anspruch auf
die
Heilbehandlung nach
Art.
10 UVG, und erleidet er w
ä
hrend dieser Zeit eine Verdiensteinbusse, so erhält er ein Taggeld, das nach dem letzten vor der neuen Heilbehandlung erzielten Verdienst bemessen wird.
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17 Abs. 1 ATSG).
In Abweichung zu dieser Bestimmung des ATSG kann die Invalidenrente der Unfallversicherung nach dem Monat, in dem Männer das 6
5.
und Frauen das 6
2.
Altersjahr vollendet haben, nicht mehr revidiert werden (
Art.
22 UVG, BGE 134 V 131).
1.
5
Art.
77
Abs.
3 UVG überträgt
dem Bundesrat, die Leistungspflicht und das Zusammenwirken der Versicherer unter anderem dort zu regeln, wo
sich ein erneuter Unfall ereignet
(
lit
. b).
Auf dieser Kompetenznorm basiert die Regelung in
Art.
100 UVV. Wenn die versicherte Person erneut verunfallt, während sie
wegen eines versicherten Unfall
s noch behandlungsbedürftig, arbeitsunfähig und versichert ist, so muss
nach
Art.
100
Abs.
1
UVV
der bisher leistungspflichtige Versicherer auch die Leistungen für den neuen Unfall erbringen. Verunfallt die versicherte Person während der Heilungsdauer eines oder mehrerer Unfälle, aber nach der Wieder
aufnahme einer versicherten Tätigkeit, erneut und löst der neue Unfall Anspruch auf Taggeld aus, so muss demgegenüber nach
Art.
100
Abs.
2 UVV der für den neuen Unfall leistungspflichtige Versicherer auch die Leistungen für die früheren Unfälle erbringen, und die beteiligten Versicherer vergüten ihm diese Leistungen, ohne Teuerungszulagen, nach Massgabe der Verursachung, womit ihre Leistungspflicht abgegolten ist.
Die
beteiligten Versicherer können untereinander von dieser Regelung abweichende
Vereinbarungen treffen, na
ment
lich wenn der neue Unfall wesentlich geringere Folgen
hat als der frühere.
Erleidet schliesslich
ein
e
aus einem früheren Unfall
r
ent
enberechtigte Person
einen neuen Unfall und
führt dieser zu einer Änderung des Invaliditätsgrades, so muss
nach
Art.
100
Abs.
3 UVV
der für den zweiten
Unfall
leistungspflich
tige
Versicherer
sämtliche Leistungen ausrichten, und der
für den
ersten Unfall leistungspflichtige Versicherer vergütet dem anderen Versicherer den
Betrag, der dem Barwert des Rentenanteils, ohne Teuerungszulagen, aus dem ersten
Unfall entspricht, womit
se
ine Leistungspflicht abgegolten ist.
2.
2.1
Im vorliegenden Verfahren strittig ist
die Leistungspflicht der
Beschwerdegeg
nerin
ab Februar 2012 in Abgrenzung zu derjenigen
der Suva
.
Nicht mehr zur Diskussion steht demgegenüber die Leistungspflicht der
Axa
. Diese
erbrachte
ihre Leistungen für die Folgen der bei ihr versicherten Unfälle vom 2
7.
Dezember 2005 (linkes Knie), vom 2
2.
November 2006 (linkes oberes Sprunggelenk) und vom
1
7.
Juli 2007 (linkes Schienbein), lehnte es jedoch gegenüber der Beschwerdegegnerin im Schreiben vom
8.
März 2011 ab,
die Fallführung im Sinne von
Art.
100
Abs.
2 UVV
zu übernehmen und - gegen Abgeltung - auch für die Folgen des Unfalls vom 2
5.
Januar 1997 aufzukom
men (
Urk.
8/Z173).
Die Beschwerdegegnerin und die Suva akzeptierten im Rah
men der Koordinationsverhandlungen diesen Standpunkt und vereinbarten untereinander, dass die Beschwerdegegnerin
für die Bezahlung der Taggelder zuständig sei und damit sowohl die Arbeitsunfähigkeit aufgrund der
Kniebe
schwerden
als auch diejenige aufgrund der Suva-vers
icherten Handbeschwerden entschädige
,
währenddem
die Suva für
die
Behandlung der rechten Hand
auf
komme (
Urk.
8/Z192-194). Damit liegt eine
Vereinbarung
im Sinne von
Art.
100
Abs.
2
UVV vor, die
in Bezug auf Heilungskosten und Taggelder
für die Leistungspflicht der beiden Versicherer
grundsätzlich
massgebend ist.
Da der Beschwerdeführer bereits seit dem
1.
Oktober 1996 eine Rente der Suva bezieht - bis Mai 2002 aufgrund einer 30%igen und ab Juni 2002 aufgrund einer 40%igen Erwerbseinbusse (
Urk.
20/9/3-5) -
setzt
sein
Anspruch auf eine Rente
der Beschwerdegegnerin
gestützt auf
Art.
100
Abs.
3 UVV
voraus, dass der
Invaliditätsgrad nach Abschluss der Heilbehandlung im Sinne von
Art.
19 UVG unter Mitberücksichtigung der bei der Beschwerdegegnerin versicherten Kniebeschwerden höher ist als der Invaliditätsgrad von 40
%
, auf dem die bis
herige Rente der Suva basiert.
Diesfalls
hätte
die Beschwerdegegnerin
für die gesamte Rente aufgrund des Hand- und des Knieunfalles aufzukommen, andernfalls bliebe die Suva allein leistungspflichtig für die Rente.
2
.2
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren und sinngemäss bereits im
Einspracheverfahren
bestimmt die Verfügung den beschwerdeweise
weiterzieh
baren
Anfechtungsgegenstand (BGE 131 V 164 E. 2.1), und innerhalb des Anfechtungsgegenstandes bilden die von der
b
eschwerdeführenden
Person gestellten Anträge den Streitgegenstand
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_685/2011 vom 2
5.
September 2012, E. 4.1 mit Hinweisen). Eine Verfügung kann somit in Bezug auf einzelne darin geregelte materielle Rechtsverhältnisse
in Teilrechtskraft erwachsen, soweit sie diesbezüglich unangefochten geblieben ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_685/2011 vom 2
5.
September 2012, E. 4.2 mit Hinweisen). Einzelne Teilaspekte einer Leistung stellen demgegenüber rechtsprechungsgemäss nur Begründungselemente des Streitgegenstands dar. Sie können daher
nicht
separat
rechtskräftig werden
, sondern gelten erst dann als rechtskräftig beurteilt, wenn über den Streitgegenstand insgesamt rechts
kräftig entschieden worden ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_685/2011 vom 2
5.
September 2012, E. 4.
3
mit Hinweisen).
Gegenstand der Verfügung vom
1
1.
April 2012 (
Urk.
8/Z244) sind die Einstel
lung der Heilbehandlung und der Taggeldleistungen, der Rentenanspruch und der Anspruch auf eine Integritätsentschädigung.
Alle diese Leistungen sind somit Bestandteil des Anfechtungsgegenstands (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_685/2011 vom 2
5.
September 2012
mit Hinweis insbesondere auf BGE 125 V 413 E. 1b).
Der Beschwerdeführer liess in den
Einspracheschriften
vom 14.
Mai
und vom 1
9.
Juni
2012
(
Urk.
8/Z251 und
Urk.
8/Z257)
die Höhe der Integritätsentschädigung unbeanstandet.
Die Beschwerdegegnerin hat den Anspruch auf die Integritätsentschädigung daher zu Recht als in Teilrechtskraft erwachsen beurteilt
und
nicht zum
Gegenstand des angefochtenen
Einsprache
entscheids
vom 2
6.
Februar 2013
erhoben (vgl.
Urk.
2 S. 4)
. Soweit die Beschwerdegegnerin im Einspracheentscheid demgegenüber festhielt,
die Ein
stellung der Taggelder und der Heilungskosten sei ebenfalls in Teilrechtskraft erwachsen (vgl.
Urk.
2 S. 4
; vgl. auch
Urk.
7 S. 4 und
Urk.
28 S. 2
), kann ihr
nicht ohne Weiteres zugestimmt werden. Denn
die Einstellung der Taggelder und
der
Beginn des
Rentenanspruch
s
gehen miteinander einher und hängen
gemäss
Art.
19
Abs.
1 UVG davon ab, dass von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung
keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden kann
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8
C_58/2010 vom 2
8.
Juni 2010, E.
2.5).
Die Frage des Rentenbeginns
ist somit einer Teilrechtskraft nicht zu
gänglich. Dies gilt umso mehr, als die Höhe der Rente von ihrem Beginn abhän
gig
ist, denn sowohl das Ergebnis des
Einko
mmensvergleich
s
nach
Art.
16 ATSG als auch die Höhe des versicherten Verdienstes (vgl.
Art.
24
Abs.
2 UVV) können vom Rentenbeginn beeinflusst werden.
Es verhält sich diesbezüglich gleich wie bei der Rente der Invalidenversicherung (vgl. hierzu BGE 125 V 413 E. 2).
3.
3
.1
Damit stellt sich als erstes die Frage nach dem Zeitpunkt, zu dem im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine nam
hafte Besserung des Gesundheitszustandes mehr erwartet werden konnt
e.
3.2
Als die Beschwerdegegnerin die Taggelder - per
4.
Februar 2012 - und die Heil
behandlung - per Ende Februar 2012 - einstellte (vgl. Sachverhalt
Ziffer
1.10), war der Beschwerdeführer
aufgrund des
Axa
-versicherten Sturzes
auf die rechte Hand
vom
2.
Februar 2012 in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt und bezog von der
Axa
Taggelder (Sachverhalt Ziffer 1.11;
Urk.
20/162/210-211). Danach kam die Suva für die Heilbehandlung auf,
insbesondere
für die Kosten der
Handge
lenksoperation
vom 2
9.
Mai 2012 (
Urk.
8/Z256), und bezahlte auch die Taggel
der für die damit verbunde
ne
Arbeitsunfähigkeit (
vgl. die Besprechungsnotiz der Suva vom 2
9.
August 2012,
Urk.
20/162/208
). Erst per 2
0.
September 2012 stellte sie die Taggeldleistungen ein, weil wieder eine volle Arbeitsfähigkeit im Rahmen der 40%igen Rente erreicht sei
(Urk. 20/162/187
188).
Im vorliegenden Verfahren sind die Leistungen der
Axa
und der Suva vom 2.
Februar
bis zum 2
0.
September 2012 insoweit relevant, als
sie die Einstellung der Heilbehandlung und der Taggelder
durch die
Beschwerdegegnerin
als rechtmässig erscheinen lassen, allerdings nicht mit der Begründung des
Be
hand
lungsabschlusses
im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG, sondern mit der Begründung der Leistungsübernahme durch andere Versicherer.
3.3
3.3.1
Für den Beginn des allfälligen Rentenanspruchs gegenüber d
er
Beschwerdegeg
nerin
kann
erst der Zeitpunkt massgebend sein, zu dem die Heilbehandlung so
wohl in Bezug auf die bei ihr versicherten Kniebeschwerden als auch in Bezug auf die bei der Suva versicherten Handgelenksbeschwerden im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG abgeschlossen ist.
Vorher
kann
aufgrund des laufenden Taggeldanspruchs
für die Restarbeitsfähigkeit, die neben der 40%igen Rente besteht, keine Rentenrevision vorgenommen werden
.
Denn
dort, wo ein
Renten
bezüger
einen Rückfall oder Spätfolgen erleidet und gestützt auf
Art.
21
Abs.
3
UVG Anspruch auf Heilbehandlung und Taggelder hat,
ist
nach einem aktuellen Bundesgerichtsentscheid
wie bei der erstmaligen Rentenzusprechung
der Abschluss der Heilbehandlung abzuwarten
, bevor über die Frage nach einer
Ren
tenerhöhung
entschieden werden kann
(vgl. BGE 140 V 65).
3.3.2
Was die Knieverletzung betrifft,
so hielt
Dr.
I._
bereits im Bericht an die Beschwerdegegnerin vom 1
3.
Oktober 2010 fest,
nach der
Totalprothesenopera
tion
vom 2
2.
Juni 2009 reduziere
ein chronischer Erguss die Belastbarkeit des rechten Knies,
und er
erwartete im Zeitverlauf keine namhafte Besserung mehr (
Urk.
8/ZM120).
Dr.
F._
, der das rechte Knie ein Jahr später im Rahmen der Abgabe einer Zweitmeinung untersuchte, sah in einem Bericht vom 1
9.
Oktober 2011 wiederum keine Möglichkeit, medizinisch einzugreifen, und riet dazu, die Situation zu akzeptieren (
Urk.
8/ZM145 S. 2). In Übereinstimmung damit wies
Dr.
I._
im
Bericht
vom 1
7.
Januar 2012 nochmals auf die unverändert auftretenden rezidivierenden Ergüsse
im rechten Kniegelenk
mit Schmerzen am Abend
hin, legte aber dar, eine inzwischen angefertigte
Szintigraphie
habe
keine Lockerung und keine Anhaltspunkte für eine Entzündung oder einen Infekt sichtbar
gemacht
(
Urk.
8/ZM151).
Am 9.
Oktober 2012 schliesslich stellte
Dr.
I._
zwar einen exquisiten Schmerzpunkt am medialen
Femurkondylus
fest, ansonsten machte er jedoch keine Instabilität aus, beurteilte den
Streck
apparat
als suffizient und erachtete chirurgische Massnahmen vorderhand nicht als angezeigt (
Urk.
8/ZM156).
Aufgrund dieser kontinuierlichen Berichterstat
tung und der darin dokumentierten Konstanz des Zustands des rechten Knies ist ohne
Weiteres
davon auszugehen, dass bereits einige Zeit vor der
Taggeldein
stellung
durch die Suva im September 2012 von der Fortsetzung der Behand
lung keine namhafte Zustandsveränderung mehr zu erwarten war.
3.3.3
In Bezug auf das rechte Handgelenk hatt
e
Dr.
C._
im Bericht vom 29.
Aug
ust 2011 dargetan, dass das aktu
elle klinische Resultat im Wesentlichen als Schlussresultat der Behandlung zu betrachten sei und nicht zu erwarten sei, dass in den nächsten Monaten noch substantiell eine Veränderung eintreten werde, die sich auf die Arbeitsfähigkeit auswirken werde. Des Weiteren werde auch eine allfällige spätere Metallentfernung, die keineswegs obligatorisch sei, an der Belastbarkeit und der Beweglichkeit und letztendlich an der Funktiona
lität der Hand nichts Substantielles ändern (
Urk.
8/ZM143). In der Folge
ergab
sich
jedoch durch den Sturz vom
2.
Februar 2012 noch vor der Verfügung des Fallabschlusses durch die Beschwerdegegnerin und die Suva
ei
ne substantielle Änderung. Die Sturzfolgen
erwies
en
sich indessen als vorübergehend, und die Suva
erbrachte, unter anderem gestützt auf eine Stellungnahme von
Dr.
Q._
vom 3
1.
Juli 2012 (
Urk.
2
0
/162/225), ab der Operation vom 2
9.
Mai 2012 wie
der Leistungen aus dem Unfall vom August 1992 (vgl. Sachverhalt Ziffer 1.11).
Bei dieser Operation wurde
primär
das
Osteosynthesematerial
entfernt,
Dr.
C._
stellte jedoch intraoperativ eine komplette
Midkarpalarthrose
fest und sah die Indikation für eine
Arthrodese
als gegeben. Da dieser Eingriff mit dem Beschwerdeführer nicht besprochen worden war, entschied er sich
indessen
für eine bewegungserhaltende Lösung mit einer
Interpositi
onsarthroplastik
(
Urk.
8/Z256).
In seinem Bericht vom 1
2.
September 2012 beschrieb
Dr.
C._
die Situation als etwas beruhigt, riet aber dazu, mit der Therapie n
och etwas weiterzufahren (
Urk.
20
/162/202-203). Als
Dr.
Q._
nach Ei
nblick in diesen Bericht am 18.
September 2012 festhielt,
im Anschluss an eine
Osteosynthesematerialent
fernung
bei Zustand nach
Teilarthrodese
sei die Arbeitsfähigkeit erfahrungsge
mäss nach etwa vi
er Wochen wieder erreicht (Urk.
20/162/200), wies
Dr.
C._
im Bericht vom
1.
Oktober 2012 präzisierend darauf hin, dass
neben der Metallentfernung auch eine
Interpositionsarthroplastik
durchgeführt worden sei und dass das Handgelenk dadurch nicht nur eine vorübergehende Verschlim
merung, sondern eine permanente richtunggebende
Veränderung erfahren habe (Urk.
20/162/196-197). Von erforderlichen weiteren Heilbehandlung
en
schrieb
Dr.
C._
allerdings nichts. In seine
m nachfolgenden Bericht vom 22.
November 2012 erwog
Dr.
C._
dann zwar, eine
Tens
-Therapie zu evaluie
ren, und nahm eine Schme
rzmittelinfiltration vor (
Urk.
20
/162/174); diese Therapien
waren
jedoch
auf
die
Schmerzreduktion und nicht auf eine Heilung im Sinne einer dauerhaften Beeinflussung der Grundproblematik aus
gerichtet.
Auch i
m weiteren Bericht vom 1
7.
Januar 2013 nannte
Dr.
C._
lediglich noch die
Tens
-Therapie und die Schmerzmittel
gabe
als
fort
geführte Behandlungen und hielt im Übrigen explizit fest, mit einer weiteren Steigerung der aktuell 50%igen Arbeitsfähigkeit
sei
gegenwärtig
nicht zu rechnen (Urk.
20
/162/153-154).
Dabei zog er die volle Versteifung des rechten Handge
lenks lediglich mittel- bis langfristig in Betracht.
Bei dieser Aktenlage ist nicht zu beanstanden, dass die Suva die Heilbehand
lung des rechten Handgelenks per 2
0.
September 2012 als abgeschlossen im Sinne von
Art.
19
Abs.
1 UVG beurteilte
.
Daran ändert nichts, dass
Dr.
C._
in der Folge
die ins Auge gefasste
Panarthrodese
des rechten Handgelenks bereits am 1
7.
April 2013 durchführte (
Urk.
20
/162/78-79)
. Denn für den
Fall
abschluss
ist eine prospektive Sichtweise massgebend
(vgl. Urteil des Bundesge
richts 8C_453/2012 vom 1
4.
Dezember 2012, E. 3.1 mit Hinweisen).
Soweit
Dr.
R._
im Privatgutachten vom 2
9.
August 2014 dartat, aufgrund der lan
gen Anamnese mit persistierenden Beschwerden und et
lichen chirurgischen Eingriffen
hätte nach der Operation vom 1
7.
Mai 2011 damit gerechnet werden müssen, dass der Heilverlauf nicht abgeschlossen sei
(
Urk.
11
S. 7
),
und der Fallabschluss werde auch nach der
aktuell durchgeführten
Panarthrodese
nicht mög
l
ich sein (
Urk.
11 S. 6),
geht er von einem Begriff des Abschlusses aus, der von der Definition in
Art.
19
Abs.
1 UVG abweicht.
Denn eine namhafte Bes
serung ist nach der Rechtsprechung eine zu erwartende Besserung, die ins Gewicht fällt, wogegen unbedeutende Verbesserungen nicht genügen (vgl. BGE 134 V
109 E. 4.3 mit Hinweisen).
3.4
Die Beurteilung der Suva
zum Fallabschluss
, die im
Urteil des Prozess Nr.
UV.2013.00062
bestätigt wird, ist
auch im vorliegenden Verfahren ma
ssge
bend und führt dazu, dass auf diesen Zeitpunkt hin die Prüfung der
Fr
age
der Rentenerhöhung
vorzunehmen
ist.
4.
4.1
Die Parteien sind übereinstimmend der Auffassung,
die Koordination der
Leis
tungspflicht
zwischen der Beschwerdegegnerin und der Suva habe nach der Regelung in
Art.
100
Abs.
3 UVV
zu erfolgen (
Urk.
1 S. 7,
Urk.
2 S. 4).
4.2
Art.
100
Abs.
3 UVV
ist auf Fälle
zugeschnitten, wo
sich der zweite Unfall in einem Zeitpunkt ereignet, zu dem die Heilbehandlung der Folgen des ersten Unfalls
abgeschlossen ist und wo dies auch während der Heilbehandlung der Folgen des zweiten Unfalls so bleibt.
In solchen Fällen hängt die Rentenrevision nach
Art.
17
Abs.
1 ATSG allein mit den Folgen des zweiten Unfalls zusammen
. Resultiert hier im Revisionsverfahren ein höherer Invaliditätsgrad, so ist diese Erhöhung
grundsätzlich
auf die Folgen des
zweiten Unfalles zurückzuführen;
bleibt der Invaliditätsgrad gleich, so kann daraus
grundsätzlich
abgeleitet wer
den, dass der zweite Unfall die Resterwerbsfähigkeit aus dem ersten Unfall nicht zusätzlich beeinträchtigt hat.
Im vorliegenden Fall
war das rechte Handgelenk, das beim ersten Unfall vom August 1992 verletzt worden war, nach der Rentenzusprechung
durch die Suva vom
2.
September 1996 (
30%ige Erwerbseinbusse;
Urk.
20/10/8-10) und die Rentenerhöhung durch die Suva vom
1
5.
Oktober 2002 (
40%ige
Erwerbsein
busse
;
Urk.
20/9/3-4
) in Abweichung vom Regelfall von
Art.
100
Abs.
3 UVV wiederholt von Rückfällen betroffe
n (vgl. Sachverhalt Ziffern 1.8
1.11). Desglei
chen war
in Bezug auf
die Knieverletzung, die der Beschwerdeführer beim Unfall vom Januar 1997 erlitten hatte,
mehrmals ein Rückfall eingetreten (vgl. Sachverhalt Ziffer
n
1.5-1.6). Dementsprechend
waren nach dem vorstehend Ausgeführten für den Fallabschluss gleichzeitig das Behandlungsende von Fol
gen des Unfalls vom August 1992 und von Folgen des Unfalls vom Januar 1997 abzuwarten.
In diesem
Fall
sind bei der
Anwendung von
Art.
10
0
Abs.
3 UVV
verschiedene
Ergebnisse denkbar. Als erste Möglichkeit
könnte hypothetisch ermittelt werden, ob die Knieverletzung ohne Berücksichtigung der gesundheit
lichen Veränderung im Handgelenk zu einer Rentenerhöhung führen würde. Bejahendenfalls wäre die erhöhte Rente
von der Beschwerdegegnerin zu leisten, und diese bliebe auch im Rahmen von künftigen Rentenrevisionen
leistungs
pflichtig
, selbst wenn diese allein auf einer Zustandsverschlechterung der rech
ten Hand basierten (vgl.
die
Ad-hoc
-Empfehlung Nr. 4/89
vom
1.
Juli 1989, revidiert am 1
0.
April 1990, Ziffer 3.1). Dabei hätte als künftige Rentenrevision bereits die gleichzeitig zu prüfende Erhöhung des Invaliditätsgrades durch die Folgen der Handverletzung zu gelten.
Als zweite Möglichkeit könnte umgekehrt der aktuelle Invaliditätsgrad aufgrund der Handgelenksverletzung ermittelt und erst danach geprüft werden, ob aufgrund der Knieverletzung ein höherer
Invali
ditätsgrad
resultiert.
Nur
letzterenfalls
hätte die Beschwerdegegnerin die Gesamtrente zu erbringen,
ersterenfalls
wäre die Gesa
mtrente von der Suva aus
zurichten
.
Der zweiten Möglichkeit ist der Vorzug zu geben. Denn der Grundsatz der Rege
lung in
Art.
100
Abs.
3 UVV
besteht darin, dass der Erbringer der bisherigen Rente leistungspflichtig bleibt, soweit ein neuer Unfall nicht zu einer erhebli
chen zusätzlichen Beeinträchtigung der Erwerbsfähigkeit führt. Nicht relevant ist dabei, ob die bisherige Rente ihrerseits bereits einmal revidiert worden ist, wie dies
vorliegendenfalls
mit der Rentenerhöhung im Jahr 2002 geschehen war. Daraus ist abzuleiten, dass
auch bei Zeitgleichheit
die Rentenrevision auf
grund des ersten Unfalls gegenüber derjenigen aufgrund des z
weiten Unfalls den Vorrang hat.
4.3
4.3.1
Daher ist als erstes zu prüfen, wieweit die bisherige 40%ige Rente aufgrund des Z
ustands des rechten Handgelenks
im Zeitpunkt der Fallabschlusses
zu erhöhen ist.
4.3.2
Die Leistungsfähigkeitsbeurteilung
, welche die Beschwerdegegnerin für die
Inva
liditätsbemessung
im angefochtenen Einspracheentscheid vom 2
6.
Februar 2013
(
Urk.
2 S. 5)
und in der ihm zugrunde liegenden Verfügung vom 1
1.
April 2012
(
Urk.
8/Z244 S. 3)
verwendete, ist dem
Gutachten des
Zentrums O._
vom 1.
November 2011
entnommen
(
Urk.
8/ZM146).
Dieses enthält eine umfassende
Evaluation der funktio
n
ellen Leistungsfähigkeit (EFL) und ist deshalb für die zu beantwortenden Fragen nach dem Einfluss der einzelnen beeinträchtigenden Faktoren gut verwendbar. Es äussert
sich
sodann nicht nur
zur Leistungsfähig
keit im früheren Beruf
, sondern um
schreibt auf der
Basis der erprobten Belast
barkeit auch die
Anforderungen, die eine vollumfänglich angepasste Tätigkeit erfüllen müsste
.
Dass sich die Gutachter über die Ausgestaltung der bisherigen Tätigkeit
möglicherweise nicht ganz im Klaren waren, wie der Beschwerdeführer rügen lässt (vgl.
Urk.
1 S. 6),
mindert die Verwen
d
barkeit
des Gutachtens
nicht,
denn da der Beschwerdeführer die Stelle per Ende April 2012 verloren hatte, ist
für die Bemessung des Invalideneinkommens nicht mehr auf jene Tätigkeit, sondern vielmehr auf den allgemeinen Arbeitsmarkt abzustellen, wie dies die Beschwerdegegnerin richtig getan hat (vgl.
Urk.
2 S. 5,
Urk.
8/Z244 S. 3)
.
D
as formulierte Belastbarkeitsprofil im Gutachten des
Zentrums O._
- eine körperlich leichte bis knapp mittelschwere Tätigkeit mit Gewichtsbelastung
bis maximal 20
kg,
mit Heben von Boden zu Taille und horizontalem Heben, ohne Heben über Kopf,
mit nur seltenem Verrichten (maximal eine halbe Stunde über den ganzen Tag verteilt) der Funktionen Treppensteigen, Leitersteigen, Stossen, Zie
hen und wiederholte Kniebeugen und ohne Kriechen,
Hockestellung
und Tätig
keiten mit hohen Anforderungen an das Gleichgewicht und schliesslich mit Gehen bis zu drei Stunden pro Tag,
Stehen an Ort bis zu zwei
Stunden pro Tag und Sitzen in der restlichen Zeit
(
Urk.
8/ZM146 S. 16) -
ist
daher für die Zeit der Erhebungen
grundsätzlich plausibel
, auch soweit, als dem Beschwerdeführer
für eine dergestalt zumutbare Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit attestiert wird. Dies gilt umso mehr, als
Dr.
P._
im Gutachten vom 1
0.
Oktober 2011
dem Beschwerdeführer eine angepasste, körperlich leichte und
wechselbelas
tende
Tätigkeit ohne grössere Anforderungen an die rechte Hand
,
ohne längere Gehstrecken,
Tätigkeiten in der Hocke und Leiternsteigen und mit nur gelegent
lichem Treppensteigen eb
enfalls uneingeschränkt zumutete (Urk.
20/122/47) und in seiner zu
sätzlichen Stellungnahme vom 2.
Dezember 2011 der Beurtei
lung des
Zentrums O._
grundsätzlich folgte (vgl.
Urk.
20/122/9).
Demgegenüber enthält das Gutachten von
Dr.
R._
vom 2
9.
Januar 2014 kein Belastbarkeitsprofil
,
sondern lediglich eine theoretische
Schätzung der Gesamta
rbeitsfähigkeit in Form einer Prozentzahl (
Urk.
11 S. 9) und vermag somit
gemäss der zutreffen
den Ansicht der Beschwerdegegnerin (vgl.
Urk.
15 S. 3)
den Anforderu
n
gen an eine zuverlässige
Leistungsfähigkeitsbeurteilung nicht zu genügen.
4.3.3
Von Oktober 2011 bis zum Fallabschluss per 2
0.
September 2012 hat sich der Zustand des rechten Handgelenks durch die Handgelenksoperation vom
2
9.
Mai 2012
allerdings verändert
, und
Dr.
C._
sprach
im Bericht vom
1.
Oktober 2012
von einer permanenten richtunggebend
en Veränderung (Urk. 20/162/196
197).
Inwiefern sich diese Veränderung
auf die Leistungs
fähigkeit auswirkt
und eine Anpassung des
Belastbarkeitsprofils erfordert
, bedarf einer ergänzenden Beurteilung. Es bietet sich an, damit die Gutachter des
Zentrums O._
zu betrauen
. Zu beachten wird sein, dass der Zustand im Zeitpunkt des Fallabschlusses
per 2
0.
September 2012
zu beurteilen ist und nicht etwa derje
nige nach der weiteren Operation vom 1
6.
April 201
3.
Dies wird eine Rückspra
che der Gutachter des
Zentrums O._
mit
Dr.
C._
erfordern.
4.4
Die Abklärungen zur Frage, ob die bisherige 40%ige Rente aufgrund des Zu
stands des rechten Handgelenks im Zeitpunkt der Fallabschlusses zu erhöhen ist, obliegen allerdings nicht der Beschwerdegegnerin, sondern der Suva, die sich gemäss den Ausführungen in ihrem Einspracheentscheid vom 2
5.
Januar 2013 ebenfalls auf die Beurteilung im Gutachten des
Zentrums O._
gestützt hat (
Urk.
20/162/143).
Im Anschluss an die Abklärungen zum rentenerhöhenden Einfluss der Beeinträchtigung im rechten Handgelenk wird die Suva die
Invali
dit
ätsbemessung
vorzunehmen und über den Rentenanspruch neu zu verfügen haben. Der Einspracheentscheid
der Suva
vom 2
5.
Januar 2013 wird dement
sprechend im
Urteil von heute
des
Prozess
es Nr. UV.2013.00062 aufgehoben.
Liegt der neue Entscheid der Suva über die Rentenerhöhung vor, so wird die Beschwerdegegnerin
, deren Einspracheentscheid vom 2
6.
Februar 2013 eben
falls aufzuheben ist,
zu prüfen haben, ob sich aufgrund der Kniebeschwerden eine zusätzliche Erwerbseinbusse ergibt. Ist dies zu bejahen, so
ist es nach dem Gesagten die Beschwerdegeg
nerin, welche gestützt auf Art.
100
Abs.
3 UVV die Gesamtrente auszurichten hat
und von der Suva dafür anteilsmässig zu ent
schädigen ist
, andernfalls liegt die Zuständigkeit für die Ausrichtung der Gesamtre
nte
bei der
Suva
. Die Beschwerdegegnerin und die
Suva werden die beiden Verfahren in geeigneter Form zu koordinieren und den Beschwerdefüh
rer darin einzubeziehen haben.
Das vorliegende Urteil ist deshalb auch der Suva zuzustellen.
Was das Verhältnis zum Invaliditätsgrad betrifft, der durch die IV-Stelle ermit
telt worden ist
, so
ist darauf hinzuweisen, dass
die Rechtsprechung zur Invali
denversicherung das
fortgeschrittene
Alter als Kriterium anerkennt, das zur Unzumutbarkeit der Verwertung der Restarbeitsfähigkeit führen kann
(BGE 138 V 457 E. 3.1).
Demgegenüber
kennt das
Unfallversicherungsrecht die besondere Regelung in
Art.
28
Abs.
4
UVV,
wonach für die Bestimmung des
Invaliditäts
grades
einer Person im vorgerückten Alter dasjenige Invalideneinkommen massgebend ist, das ein
e
versicherte Person
im mittleren Alter bei einer entspre
chenden Gesundheitsschädigung erzielen könnte.
Aus dem Umstand, dass die IV-Stelle dem Beschwerdeführer mit den Verfügungen vom 2
5.
April und vom 2
2.
Mai 2014 ab
November
2011
durchgehend
eine ganze Rente der Invaliden
versicherung zugesprochen hat (
Urk.
20/187-226 und
Urk.
20/185), kann daher nicht abgeleitet werden, er habe auch Anspruch auf eine 100%ige Rente der Unfallversicherung.
Die IV-Stelle begründete nämlich
die Rentenzusprechung ausdrü
cklich damit, dass der Beschwerdeführer die ihm attestierte
Restarbeits
fähigkeit
aufgrund seines Alters nicht mehr zu verwerten vermöge (
Urk.
20/185/3).
4.5
Die Beschwerde ist damit in dem Sinne gutzuheissen, dass der angefochtene Ein
spracheentscheid vom 2
6.
Februar 2013 aufzuheben und die Sache an die Beschwerdegegnerin zum Vorgehen im Sinne der Erwägungen zurück
zuweisen ist
.
5.
Nach Art. 61
lit
. g ATSG hat die obsiegende
beschwerdeführende
Person An
spruch auf den vom Gericht festzusetzenden Ersatz der Parteikosten, die ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des Prozesses zu bemessen sind; als weitere
Bemessungskrite
rien
nennen die ergänzenden kantonalen Vorschriften (§ 34 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht [
GSVGer
] sowie § 8 der Verordnung über die Gebüh
ren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht [
GebV
SVGer
]) den Zeitaufwand und die Barauslagen.
Unter Berücksichtigung dieser Kriterien rechtfertigt es sich, dem Beschwerde-führerin eine Prozessents
chädigung von
Fr.
2‘000.--
(inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzusprechen. Bei der Bemessung ist zu berücksichtigen, dass er im Prozess Nr. UV.2013.00062 ebenfalls eine Prozessentschädigung erhält und d
ie Argumentation
in den beiden Prozessen
im Wesentlichen die gleiche ist.