# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 46341fd1-9a37-4efd-aba3-b3a1498f5d8d
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Die Politische Gemeinde X. plant auf dem Grundstück Nr. 000 in X. den Neubau
eines Wohn- und Pflegezentrums mit Arztpraxis und Restaurant. Sie reichte dafür am
4. Februar 2013 ein entsprechendes Baugesuch ein. Das Grundstück Nr. 000 mit einer
Fläche von 5‘129 m2 liegt in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (ZöBA).
Während der öffentlichen Auflage des Baugesuches erhoben F.N. (Eigentümer des
Grundstücks Nr. 003) und G.Z. (Eigentümerin des Grundstücks Nr. 004) und H.Z.
öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Einsprache gegen das Baugesuch.
Der Gemeinderat X. wies beide Einsprachen am 2. Juli 2013 ab und erteilte am 3. Juli
2013 die Baubewilligung für das Vorhaben.
B. Am 19. Juli 2013 erhoben F.N. wie auch G.Z. und H.Z., vertreten durch lic. iur. Urs
Pfister, Rechtsanwalt, St. Gallen, Rekurs beim Baudepartement. Nachdem der mit
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verfahrensleitender Verfügung vom 23. Juli 2013 verlangte Kostenvorschuss nicht
rechtzeitig einbezahlt worden war, stellte der Rechtsvertreter von F.N. und G.Z. und
H.Z. ein Gesuch um Wiederherstellung der Zahlungsfrist. Mit Entscheid vom 3. Oktober
2013 wies das Baudepartement das Fristwiederherstellungsgesuch ab und schrieb das
Rekursverfahren zufolge Nichtleistens des Kostenvorschusses ab.
Mit Urteil vom 19. August 2014 (B 2013/223) wies das Verwaltungsgericht eine von F.N.
und G.Z. und H.Z. gegen den Entscheid des Baudepartementes erhobene Beschwerde
ab. das Bundesgericht wies die dagegen von F.N. und G.Z. und H.Z. erhobene
Beschwerde mit Urteil vom 19. Februar 2015 (1C_474/2014) ab.
C. Mit Vermittlungsbegehren vom 19. Juli 2013 hatten F.N. und G.Z. und H.Z. gegen
die Gemeinde X. zudem ein zivilrechtliches Verfahren betreffend privatrechtliche
Baueinsprache eingeleitet. Darin hatten sie unter anderem verlangt, der Gemeinde die
Ausführung des Bauvorhabens gemäss Baubewilligung vom 3. Juli 2013 unter
Strafandrohung zu untersagen. Nach Ausstellung der Klagebewilligung erhoben sie
Klage beim Kreisgericht Y. im Wesentlichen mit der Begründung, durch das
Bauvorhaben würden Art. 684 und Art. 685 Abs. 1 des Schweizerischen
Zivilgesetzbuches (SR 210, ZGB) verletzt.
Mit Entscheid vom 14. April 2014 trat das Kreisgericht Y. auf das Gesuch von F.N. und
G.Z. und H.Z. um Erlass des verlangten Verbots nicht ein. Der privatrechtlichen
Einsprache komme gemäss Art. 89 erster Satz des Baugesetzes (sGS 731.1, BauG)
aufschiebende Wirkung zu, weshalb ein Rechtsschutzinteresse fehle. Sodann sei
gemäss Art. 86 Abs. 1 BauG über auf Art. 684 bzw. Art. 685 Abs. 1 ZGB gestützte
privatrechtliche Immissionseinsprachen ausschliesslich im öffentlich-rechtlichen
Verfahren zu entscheiden, weshalb das Kreisgericht für den Erlass des verlangten
Verbots nicht zuständig sei.
Das Kantonsgericht (Einzelrichter) wies die gegen den Entscheid des Kreisgerichts Y.
von F.N. und G.Z. und H.Z. erhobene Berufung mit Urteil vom 9. September 2014 ab.
Das Bundesgericht wies ihre dagegen erhobene Beschwerde mit Urteil vom 12.
Dezember 2014 (5A_814/2014) ab.
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D. Am 29. April 2014 erhoben F.N. und G.Z. und H.Z. durch ihren Rechtsvertreter
erneut Rekurs beim Baudepartement gegen die Einspracheentscheide vom 2. Juli 2013
sowie die Baubewilligung vom 3. Juli 2013 mit den Anträgen, die Baubewilligung des
Gemeinderates sowie die Einspracheentscheide betreffend das Wohn- und
Pflegezentrum mit Arztpraxis und Restaurant seien wegen Verletzung von Art. 684 und
Art. 685 ZGB aufzuheben. Das Rekursverfahren wurde bis zum Abschluss des
Verfahrens betreffend Wiederherstellung der Zahlungsfrist (B 2013/223) sistiert und
nach dem Entscheid des Bundesgerichts vom 19. Februar 2015 (1C_474/2014) wieder
aufgenommen.
Das Baudepartement trat mit Entscheid vom 13. Oktober 2015 nicht auf den Rekurs
von F.N. und G.Z. und H.Z. ein mit der Begründung, der Rekurs vom 29. April 2014
gegen den Einspracheentscheid des Gemeinderates vom 2. Juli 2013 und die
Baubewilligung vom 3. Juli 2013 erfolge erheblich ausserhalb der seit der Eröffnung der
Entscheide laufenden gesetzlichen vierzehntägigen Rekursfrist.
E. Gegen diesen Entscheid erhoben F.N. und G.Z. und H.Z., vertreten durch lic. iur. Urs
Pfister, Rechtsanwalt, St. Gallen, am 28. Oktober 2015 Beschwerde beim
Verwaltungsgericht (B 2015/279).
F. Mit Eingabe vom 2. Dezember 2015 orientierten die Beschwerdeführer das
Verwaltungsgericht, sie hätten beim Baudepartement eine Eingabe wegen
Projektänderungen im Laufe des Rekursverfahrens betreffend das Wohn- und
Pflegezentrum gemacht. Die Eingabe sei zuständigkeitshalber der Gemeinde X. zur
Bearbeitung überwiesen worden.
G. In der Eingabe vom 4. Januar 2016 teilten die Beschwerdeführer mit, dass H.Z. auf
eine weitere Verfahrensbeteiligung verzichte. Zudem wurde beantragt, das
Beschwerdeverfahren zu sistieren. Begründet wurde der Sistierungsantrag damit, die
Gemeinde X. weigere sich, ein Verfahren zufolge der Projektänderungen aufzunehmen.
Sie hätten daher beim Baudepartement am 8. Dezember 2015
Rechtsverweigerungsbeschwerde erhoben. Bevor nicht geklärt sei, welche
Projektänderungen während dem Rekursverfahren vorgenommen worden seien, stehe
der Gegenstand des vorliegenden Beschwerdeverfahrens nicht fest.
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Die Vorinstanz beantragte mit Eingabe vom 15. Januar 2016, das Gesuch um
Sistierung abzuweisen. Die Politische Gemeinde X. (Beschwerdegegnerin), vertreten
durch Rechtsanwalt lic. oec. HSG Thomas Frey, St. Gallen, beantragte am 22. Januar
2016, das Sistierungsbegehren sei abzuweisen und auf die Beschwerde sei nicht
einzutreten, eventuell sei diese abzuweisen, unter Kosten- und Entschädigungsfolge
zulasten der Beschwerdeführer.
Das Verwaltungsgericht lehnte mit Entscheid des Vizepräsidenten vom 1. Juni 2016
das Gesuch um Sistierung des Beschwerdeverfahrens B 2015/279 ab und setzte den
Beschwerdeführern eine Frist von 14 Tagen zur Ergänzung der Beschwerde vom 28.
Oktober 2015. Der Entscheid wurde damit begründet, die
Rechtsverweigerungsbeschwerde (betreffend die Frage der Projektänderungen),
welche die Beschwerdeführer bei der Vorinstanz gegen die Beschwerdegegnerin
erhoben haben, könne unabhängig von ihrem Ausgang nicht dazu führen, dass der
Nichteintretensentscheid der Vorinstanz vom 13. Oktober 2015 je nach deren Ausgang
in einem anderen Licht erscheint.
H. Mit Eingabe vom 13. Juni 2016 teilte der Rechtsvertreter der Beschwerdeführer mit,
G.Z. beteilige sich nicht mehr am Beschwerdeverfahren, F.N. halte das Verfahren
aufrecht.
I. Mit Beschwerdeergänzung vom 16. Juni 2016 stellte F.N., vertreten durch lic. iur. Urs
Pfister, Rechtsanwalt, St. Gallen, folgendes Rechtsbegehren:
„I. Rechtsbegehren
1. Der angefochtene Entscheid des Baudepartementes des Kantons St. Gallen vom 13.
Oktober 2015 (Nr. 71/2015) sei aufzuheben;
die Angelegenheit sei zur materiellen Prüfung des Rekurses an die Vorinstanz
zurückzuweisen;
2. Eventualantrag:
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a) Die Baubewilligung des Gemeinderates X. vom 3. Juli 2013 für das Baugesuch Nr.
00/2013 für den Neubau eines Wohn- und Pflegezentrums Vers. Nr. 0005 inkl. einer
Arztpraxis und eines Restaurants auf dem Grundstück Nr. 000, L.-strasse 06, X., sei
wegen Verletzung von Art. 684 und Art. 685 ZGB aufzuheben, mit gleichzeitiger
Aufhebung sämtlicher in dieser Sache ergangenen kantonalen Verfügungen oder
Teilverfügungen.
b) Ziff. 2 und 3 des Einspracheentscheides des Gemeinderates X. vom 2. Juli 2013 (Nr.
13) betreffend die Einsprache von F.N. i.S. Baugesuch Nr. 00/2013 für den Neubau
eines Wohn- und Pflegezentrums Vers. Nr. 0005 inkl. einer Arztpraxis und eines
Restaurants auf dem Grundstück Nr. 000, L.-strasse 06, X., sei wegen Verletzung von
Art. 684 und Art. 685 ZGB aufzuheben, und die Einsprache sei aus diesen Gründen zu
schützen;
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.“
In verfahrensmässiger Hinsicht stellte der Beschwerdeführer Antrag auf Durchführung
eines Augenscheines und, sollte diesem Antrag nicht entsprochen werden, auf
persönliche Anhörung des Beschwerdeführers durch das Gericht nach Art. 6 der
Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten (SR 0.101, EMRK).
Zur Begründung führte der Beschwerdeführer aus, der angefochtene
Nichteintretensentscheid der Vorinstanz gründe auf einem unvollständigen und
unrichtig festgestellten Sachverhalt. Die Verneinung der Zuständigkeit für die
Behandlung einer zivilrechtlichen Angelegenheit durch das Kreisgericht Y. gemäss
dessen Entscheid vom 14. April 2014 habe unter anderem im Widerspruch zur 40-
jährigen Praxis der Verwaltungsbehörden und Gerichte zur Behandlung von Einwänden
gemäss Art. 685 ZGB gestanden. Für den Fall, dass die Zivilgerichte für die
Behandlung der Rügen nach Art. 684 und Art. 685 ZGB tatsächlich nicht zuständig sein
sollten, habe F.N. mit Eingabe vom 29. April 2014 vorsorglich und zur Fristwahrung
Rekurs beim Baudepartement gegen den Bau- und Einspracheentscheid des
Gemeinderates vom 2. Juli 2013, soweit sich dieser auf die Rügen nach Art. 684 und
Art. 685 ZGB bezogen hatte, erhoben. Die Praxisänderung des Kreisgerichtes Y.
betreffend Zuständigkeit der Verwaltungsbehörden betreffend Einwände nach Art. 684
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ZGB sei erst nach Vorliegen des Urteils des Bundesgerichts vom 12. Dezember 2014
(5A_814/2014) klar gewesen. Die Rekursfrist von 14 Tagen könne bei einer
Praxisänderung frühestens ab dem Zeitpunkt zu laufen beginnen, in welchem die
Praxisänderung feststehe. Dies sei erst mit dem Urteil des Bundesgerichts vom 12.
Dezember 2014 der Fall gewesen. F.N. habe indessen den Rekurs bereits am 29. April
2014, somit rund sieben Monate vor Rechtskraft der Praxisänderung eingereicht. Der
Entscheid des Kreisgerichts Y. sei am 15. April 2014 zugestellt worden. Die
Rekurserklärung vom 29. April 2014 sei somit innerhalb der vierzehntägigen Rekursfrist
erfolgt. Im Weiteren verletze der angefochtene Entscheid des Baudepartementes das
rechtliche Gehör. F.N. habe am 23. Februar und am 9. März 2015 Akteneinsicht,
insbesondere bezüglich der nachträglichen Projektänderungen verlangt. Das
Baudepartement habe F.N. nur einen Teil der Akten zugestellt. Sodann sei F.N. nicht
zum Augenschein des Baudepartementes vom 26. Juni 2014 eingeladen worden.
Sodann setzt sich der Beschwerdeführer in Bezug auf den Eventualantrag in der
Beschwerdebegründung ausführlich mit dem Einspracheentscheid des Gemeinderates
vom 2. Juli 2013 sowie mit der Baubewilligung vom 3. Juli 2013 auseinander
(Beschwerde Seite 14 bis 40).
J. Die Vorinstanz beantragte mit Eingabe vom 7. Juli 2016, die Beschwerde sei
abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei. Zur Begründung wird auf den
angefochtenen Entscheid verwiesen. Ergänzend wird ausgeführt, dem Rechtsvertreter
des Beschwerdeführers sei mit Schreiben vom 20. März 2015 das gesamte
Rekursdossier mit allen bis zu jenem Zeitpunkt vorhandenen Akten zur Einsichtnahme
zugestellt worden. Die weiteren, vom Rekurrenten verlangten Unterlagen seien für die
Beurteilung der Frage, ob der Rekurs rechtzeitig eingereicht wurde, nicht wesentlich
und gehörten deshalb nicht in die Rekursakten. Auch auf einen Augenschein mit dem
Rekurrenten habe verzichtet werden können, weil dieser für die Beurteilung der
Rechtzeitigkeit der Rekurserhebung unnötig war.
Die Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt lic. oec. HSG Thomas Frey, St.
Gallen, beantragte mit Eingabe vom 5. September 2016, die Beschwerde sei
abzuweisen, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und Entschädigungsfolge
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zulasten des Beschwerdeführers. Der Beschwerdeführer hielt mit Eingabe vom 27.
Oktober 2016 an seinen Anträgen fest.
Auf die Vorbringen der Beteiligten in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird,

## Considerations

soweit für den Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der
Beschwerdeführer F.N. ist durch den Nichteintretensentscheid der Vorinstanz formell
beschwert (Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). G.Z. und H.Z. haben ihre
Beschwerden zurückgezogen. Soweit das Verfahren sie betrifft, ist es abzuschreiben.
Die Beschwerdeeingaben vom 28. Oktober 2015 bzw. vom 16. Juni 2016 entsprechen
zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit
Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Auf die Beschwerde von F.N. ist
einzutreten.
2. Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
vor, weil ihm nur ein Teil der Akten zugestellt worden und kein Augenschein
durchgeführt worden sei. Der Einwand ist unbegründet. Das Baudepartement
übermittelte dem Rechtsvertreter des Beschwerdeführers am 20. März 2015 die bis zu
jenem Zeitpunkt vorhandenen Rekursakten. Weitere vom Beschwerdeführer
angeforderte Akten wie Berichte von Fachstellen, Korrektur- oder Ergänzungspläne
waren, wie die Vorinstanz in der Vernehmlassung vom 7. Juli 2016 zu Recht festhält, für
das vorliegende Verfahren nicht relevant. Ebenso wenig war die Durchführung eines
Augenscheins erforderlich. Streitgegenstand war einzig die Frage der Rechtzeitigkeit
der Rekurserhebung, nicht aber das Bauprojekt als solches.
3. Aus demselben Grund ist auch im vorliegenden Beschwerdeverfahren kein
Augenschein erforderlich. Auch die beantragte persönliche Anhörung des
Beschwerdeführers (Art. 6 EMRK) ist abzulehnen. Art. 6 EMRK ist, soweit hier von
Belang, anwendbar auf Verfahren vor Gerichten, in denen über zivilrechtliche
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Ansprüche und Verpflichtungen zu entscheiden ist (Frowein/Peukert, Europäische
Menschenrechtskonvention, Kommentar, 3. Aufl. 2009, N 5 ff. zu Art. 6 EMRK). Im
vorliegenden Fall ist weder über öffentlich-rechtliche Bauvorschriften (die das Eigentum
allenfalls betreffen können) noch über den zivilrechtlichen Anspruch nach Art. 685 Abs.
1 ZGB zu entscheiden. Streitig ist lediglich die verfahrensrechtliche Frage des
nachträglichen Eintretens auf ein Rechtsmittel. Im Übrigen ergeben sich die
entscheidrelevanten Unterlagen aus den umfangreichen Akten.
4. Streitig ist, ob die Vorinstanz auf den Rekurs vom 29. April 2014 gegen den
Einspracheentscheid des Gemeinderates X. vom 2. Juli 2013 hätte eintreten müssen.
Der Beschwerdeführer begründet die Verpflichtung der Vorinstanz zum Eintreten auf
den Rekurs im Wesentlichen damit, erst durch die Praxisänderung des Kreisgerichtes
Y. im Urteil vom 14. April 2014 bzw. das Urteil des Bundesgerichts vom 12. Dezember
2014 (5A_814/2014) sei klar geworden, dass auch Einwände nach Art. 685 Abs. 1 ZGB
im Verfahren vor Verwaltungsbehörden vorgebracht werden müssten.
Grundsätzlich ist festzuhalten, dass aus der Praxisänderung eines Gerichts kein Recht
abgeleitet werden kann, Rechtsmittel gegen Entscheide zu erheben, deren
Rechtsmittelfristen abgelaufen sind oder deren Rechtsmittelfristen aus formellen
Gründen verwirkt sind. Der Einspracheentscheid des Gemeinderates vom 2. Juli 2013
ist in formelle Rechtskraft erwachsen. Formell rechtskräftige Verfügungen können nicht
mehr mit ordentlichen Rechtsmitteln angefochten werden (Häfelin/Müller/Uhlmann,
Allgemeines Verwaltungsrecht, 7. Aufl. 2016, Rz. 1091 f.; Kiener/Rütsche/Kuhn,
Öffentliches Verfahrensrecht, N 830). Die Praxisänderung wäre im Übrigen auch kein
Grund für eine Revision oder eine Wiedererwägung (Wiederkehr, in: R. Wiederkehr/
Richli, Praxis des allgemeinen Verwaltungsrechts, Rz. 2671 und Rz. 2700 ff.). Damit
hätte es im vorliegenden Fall an sich sein Bewenden. Der Vollständigkeit halber wird im
Folgenden dennoch auf die Begründung des Beschwerdeführers näher eingegangen,
um aufzuzeigen, dass die Beschwerde auch aus anderen Gründen abzuweisen ist (E.
5.1 bis 5.5). Im Übrigen kann nicht von einer Praxisänderung gesprochen werden, wie
in Erwägung 6 dargelegt wird.
5.
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5.1. Gemäss Art. 83 Abs. 1 BauG sind Einsprachen der zuständigen Gemeindebehörde
einzureichen. Die zuständige Gemeindebehörde entscheidet über öffentlich-rechtliche
Einsprachen gleichzeitig mit der Erteilung oder Ablehnung der Baubewilligung (Art. 84
Abs. 2 BauG). Bei privatrechtlichen Einsprachen kann der Baugesuchsteller jederzeit
das Verfahren auf dem Zivilrechtsweg einleiten. Ist dies nicht erfolgt, setzt die
zuständige Gemeindebehörde im Einspracheentscheid dem Einsprecher eine Frist von
vierzehn Tagen zur Einleitung dieses Verfahrens an. Verstreicht diese Frist unbenützt,
fällt die privatrechtliche Einsprache dahin (Art. 84 Abs. 3 BauG). Gemäss Art. 86 Abs. 1
BauG sind privatrechtliche Einsprachen, soweit der Tatbestand einer übermässigen
Einwirkung auf fremdes Eigentum gemäss Art. 684 ZGB streitig ist, im öffentlich-
rechtlichen Verfahren zu entscheiden. Gleichzeitig mit dem Entscheid über die
Baubewilligung ist in einer gesonderten Verfügung über die privatrechtliche Einsprache
gemäss Art. 684 ZGB zu entscheiden (Art. 86 Abs. 2 BauG).
Die Vorschrift in Art. 86 Abs. 1 BauG kann indessen die bundesprivatrechtlichen
Abwehrrechte des Grundeigentümers, der durch Bauarbeiten in seinem Besitz gestört
oder in seinen Eigentumsrechten verletzt wird, nicht einschränken. Zulässig bleibt
ungeachtet von Einsprachefristen im Baubewilligungsverfahren namentlich die auf Art.
684 ZGB gestützte Präventivklage, mit der die Erstellung verhindert werden kann, wenn
vorauszusehen ist, dass deren bestimmungsgemässe Nutzung eine übermässige
Einwirkung auf das Grundstück des klagenden Nachbarn verursachen wird (BGer
5A_814/2014 vom 12. Dezember 2014 mit zahlreichen Hinweisen).
5.2. Die Einsprache vom 17. März 2013 bezeichnete der Beschwerdeführer als
öffentlich-rechtliche und als privatrechtliche. In privatrechtlicher Hinsicht erwähnte er
zufolge der Immissionen (Schattenwurf, Verbarrikadierung der Fernsicht) ausdrücklich
Art. 684 Abs. 2 ZGB. Weiter rügte er, der Grundwasserspiegel werde durch das
Bauvorhaben beeinträchtigt, wobei auch sein eigenes Gebäude betroffen sein könne.
Eine Verletzung von Art. 685 ZGB nannte er nicht explizit, wohl aber eine Verletzung
der Vorschriften des Gewässerschutzgesetzes und der Gewässerschutzverordnung. In
der Einspracheergänzung vom 20. März 2013 rügte der Beschwerdeführer, vertreten
durch lic. iur. Urs Pfister, Rechtsanwalt, St. Gallen, neben der Verletzung öffentlich-
rechtlicher Vorschriften eine Verletzung von Art. 684 ZGB zufolge des
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überdimensionierten Bauvorhabens. Die Grundwasserproblematik wurde in dieser
Eingabe ebenso wenig erwähnt wie eine Verletzung von Art. 685 Abs. 1 ZGB.
Der Gemeinderat führte im Einspracheentscheid vom 2. Juli 2013 aus, Teile der
Ausführungen des Einsprechers seien auch als zivilrechtliche Einwände im Sinne von
Art. 684 ZGB zu würdigen. Den weiteren Ausführungen des Einsprechers seien aber in
zivilrechtlicher Hinsicht keine weiteren Einwände als solche gestützt auf Art. 684 ZGB
betreffend Immissionen zu entnehmen. Trotzdem sei ihm für allfällige weitere Einwände
zivilrechtlicher Natur gestützt auf Art. 84 Abs. 3 BauG eine Frist von 14 Tagen zur
Einleitung des zivilrechtlichen Verfahrens anzusetzen (Ziff. 12 der Erwägungen).
5.3. Nach Massgabe der Einspracheschriften des Beschwerdeführers ist davon
auszugehen, dass dieser keine Einwendungen gemäss Art. 685 Abs. 1 ZGB vorbrachte.
Dieser Schluss ist namentlich deshalb zu ziehen, weil der anwaltlich vertretene
Einsprecher in der Eingabe vom 20. März 2013 in privatrechtlicher Hinsicht einzig eine
Verletzung von Art. 684 ZGB rügte, nicht aber von Art. 685 Abs. 1 ZGB. Der
Unterscheidung zwischen Art. 684 ZGB und Art. 685 Abs. 1 ZGB ist und war sich der –
anwaltlich vertretene – Beschwerdeführer offensichtlich bewusst. Er erhob am 19. Juli
2013 gegen den Gesamtentscheid des Gemeinderates vom 2. Juli 2013, d.h. gegen die
Baubewilligung und die Einspracheentscheide, Rekurs an das Baudepartement. Am
gleichen Tag stellte er beim Vemittleramt Y. ein Vermittlungsbegehren zur Verhinderung
der Bauarbeiten für das Wohn- und Pflegezentrum. Begründet wurde das Begehren in
der Klage vom 19. November 2013 an das Kreisgericht Y. mit einer Verletzung sowohl
von Art. 684 ZGB als auch von Art. 685 Abs. 1 ZGB. Das Kreisgericht Y. trat auf das
Begehren um Erlass vorsorglicher Massnahmen im Entscheid vom 14. April 2014 nicht
ein. Es hielt in erster Linie fest, die Einsprecher hätten die privatrechtlichen Einsprachen
im Verwaltungsverfahren erhoben. Diesen komme aufschiebende Wirkung nach Art. 89
erster Satz BauG zu, weshalb den Gesuchstellern ein Rechtsschutzinteresse fehle. Im
Weiteren hielt das Kreisgericht fest, Art. 86 Abs. 1 BauG umfasse nicht nur
privatrechtliche Einsprachen nach Art. 684 ZGB, sondern auch solche nach Art. 685
Abs. 1 ZGB. Der Gemeinderat habe sich im Einspracheentscheid vom 2. Juli 2013 auch
zu der von den Einsprechern gestützt auf die Bestimmung in Art. 685 Abs. 1 ZGB
vorgebrachten Gewässerproblematik usw. geäussert. Wie oben dargestellt wurde,
deckt sich dieser Schluss des Kreisgerichts weder mit der Einsprache der
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Beschwerdeführer noch mit den Erwägungen des Gemeinderates im
Einspracheentscheid. Auch die zusammenfassenden Ausführungen des
Gemeinderates in Ziff. 12 der Erwägungen zu den zivilrechtlichen Einwänden des
Beschwerdeführers bzw. der damaligen Einsprecher enthalten keinen Hinweis auf Art.
685 Abs. 1 ZGB; es wird lediglich ausgeführt, „trotzdem“ sei ihm „für allfällige weitere
Einwände zivilrechtlicher Natur“ eine Frist von 14 Tagen zur Einleitung des
zivilrechtlichen Verfahrens zu setzen.
5.4. Der vom Beschwerdeführer mit Rekurs angefochtene Gesamtentscheid des
Gemeinderates vom 2. Juli 2013 umfasste auch die Abweisung der privatrechtlichen
Immissionseinsprache (Art. 684 ZGB) des Beschwerdeführers (Ziff. 2 des
Einspracheentscheides). Dem Beschwerdeführer ist zuzugestehen, dass er der
Meinung war, Abwehransprüche gemäss Art. 685 Abs. 1 ZGB seien keine
Immissionseinsprachen nach Art. 86 Abs. 1 BauG und diese seien daher auf dem
Zivilrechtsweg zu verfolgen. Wie dargelegt sind indessen in den Eingaben des
Beschwerdeführers im Einspracheverfahren keine Einwendungen nach Art. 685 Abs. 1
ZGB erhoben worden. Im Weiteren ist im Zusammenhang mit der Frage nach den
privatrechtlichen Einwendungen zu beachten, dass der Beschwerdeführer vom
Rekursverfahren ausgeschlossen war, weil er den Kostenvorschuss nicht rechtzeitig
leistete. Hätte er seine Verfahrenspflichten erfüllt, wäre er weiterhin am Rekursverfahren
beteiligt gewesen. Der Beschwerdeführer hätte im Laufe des Rekursverfahrens die
Möglichkeit gehabt, seine geltend gemachten Ansprüche gemäss Art. 685 Abs. 1 ZGB
mit entsprechenden Verfahrensschritten geltend zu machen. Im Weiteren hätte er im
Rekursverfahren (und im parallel dazu geführten zivilrechtlichen Verfahren) Gelegenheit
gehabt, angesichts der unklaren Erwägungen im Einspracheentscheid des
Gemeinderates seine Rechte zu wahren. Auch unter diesem Gesichtspunkt erweist sich
der Rekurs des Beschwerdeführers vom 29. April 2014 offensichtlich als verspätet.
5.5. Ergänzend ist festzuhalten, dass Gegenstand eines Rekursverfahrens gegen den
Entscheid des Gemeinderates vom 2. Juli 2013 einzig Art. 685 Abs. 1 ZGB wäre, nicht
jedoch die Überprüfung des Bauvorhabens auf die öffentlich-rechtlichen Vorschriften
und auf Art. 684 ZGB. Dies vor dem Hintergrund, dass der verspätete Rekurs mit der
Praxisänderung in Bezug auf Art. 685 Abs. 1 ZGB begründet wurde. Auf die
ausführliche Eventualbegründung des Beschwerdeführers ist somit ohnehin nicht
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einzugehen. Der Beschwerdeführer hat zudem auch vor dem Zivilrichter keine
Schädigungen im Sinne von Art. 685 ZGB geltend gemacht, die ihre Grundlage nicht in
der Verletzung öffentlich-rechtlicher Vorschriften hätten.
5.6. Der Beschwerdeführer ist ferner der Auffassung, das Kreisgericht Y. wäre
verpflichtet gewesen, die Angelegenheit betreffend Art. 685 Abs. 1 ZGB an das
Baudepartement zu überweisen. Gemäss Art. 63 Abs. 1 und 2 der Schweizerischen
Zivilprozessordnung (SR 272, ZPO) wird die Rechtshängigkeit von Klagen, die nicht im
richtigen Verfahren oder bei einer unzuständigen Instanz eingereicht wurden,
perpetuiert, wenn die Partei die Klage innert der gesetzlichen Nachfrist an das
zuständige Gericht richtet oder das richtige Verfahren einleitet. Eine Überweisung von
Amtes wegen an das zuständige Gericht findet indessen nicht statt (D. Infanger, in:
Basler Kommentar ZPO, 2. Aufl. 2013, N 4 zu Art. 63 ZPO). An Art. 11 Abs. 3 VRP war
das Kreisgericht Y. ohnehin nicht gebunden, da das VRP auf Zivil- und Strafgerichte
nicht anwendbar ist (Art. 1 VRP). Der Einwand des Beschwerdeführers ist somit
unbegründet.
6. Im Übrigen ist nach Auffassung des Verwaltungsgerichtes das Urteil des
Kreisgerichtes Y. vom 14. April 2014, wonach Art. 86 Abs. 1 BauG auch
privatrechtliche Einsprachen nach Art. 685 Abs. 1 ZGB umfasst, nicht zutreffend. Dass
das Bundesgericht diese Auffassung des Einzelrichters des Kantonsgerichtes (in einem
Entscheid über vorsorgliche Massnahmen) als nicht willkürlich bezeichnete (BGE
5A_814 vom 12. Dezember 2014), darf nicht massgebend sein. Nach dem klaren
Wortlaut von Art. 86 Abs. 1 BauG kann sich diese privatrechtliche Einsprache einzig auf
Art. 684 ZGB beziehen und nicht auch auf Art. 685 Abs. 1 ZGB. Dies entspricht der st.
gallischen Praxis. Seit Inkrafttreten des Baugesetzes vom 6. Juni 1972 am 1. August
1972 war Art. 685 Abs. 1 ZGB nie Gegenstand eines Verfahrens vor den Behörden der
Verwaltungsrechtspflege. Verfahrensgegenstand war, soweit im Einspracheverfahren
geltend gemacht, immer nur die immissionsrechtliche Beurteilung nach Art. 684 ZGB
(siehe auch Botschaft und Entwurf der Regierung vom 11. August 2015 zum Planungs-
und Baugesetz; www.sg.ch). Die seit rund 45 Jahren bestehende Praxis betrachtet die
Immissionseinsprache nach Art. 86 Abs. 1 BauG (Titel: „Einsprachen nach Art. 684
ZGB“) als Immissionseinsprache nach Art. 684 ZGB und nicht auch als solche nach
Art. 685 Abs. 1 ZGB. Sämtliche übermässigen Einwirkungen auf ein
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Nachbargrundstück, die durch Grabungen und Bauten verursacht werden, fallen nicht
unter Art. 684 ZGB, sondern unter die dem Art. 684 ZGB vorgehende Spezialvorschrift
von Art. 685 Abs. 1 ZGB (Rey/Streben, in: Basler Kommentar ZGB II, 5. Aufl. 2015, N
34 zu Art. 684 ZGB). Dass das Bundesgericht im genannten Urteil (BGer 5A_814 vom
12. Dezember 2014) aufgrund eines einzigen zivilrechtlichen Verfahrens die Auffassung
des Einzelrichters bzw. des Kantonsgerichts nicht als willkürlich bezeichnete, ändert
nichts an der steten Praxis der Behörden der Verwaltungsrechtspflege.
Somit kann offensichtlich nicht von einer Praxisänderung gesprochen werden. Im
Übrigen bindet das zivilrechtliche Urteil des Bundesgerichts (BGE 5A_814 vom 12.
Dezember 2014) weder die Verwaltungsbehörden noch die Verwaltungsjustiz. Damit
ändert sich im vorliegenden Fall allerdings nichts am Ergebnis. Der Beschwerdeführer
bzw. seinerzeitige Rekurrent wäre gehalten gewesen, seine Verfahrenspflichten wie
unter Ziff. 5 hievor dargelegt, wahrzunehmen.
7. Zusammenfassend ergibt sich somit, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Dem
Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdeführer (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von CHF 3'000 – darin enthalten die Kosten des präsidialen
Zwischenentscheides vom 1. Juni 2016, mit welchem das Sistierungsbegehren des
Beschwerdeführers abgewiesen wurde, und die Kosten für die Abschreibung des
Beschwerdeverfahrens, soweit es G.Z. und H.Z. betrifft – erscheint angemessen (Art. 7
Ziff. 211 und 222 der Gerichtskostenverordnung; sGS 941.12). Der von den
Beschwerdeführern geleistete Kostenvorschuss von CHF 2'000 ist anzurechnen. Da die
Beschwerdeführer G.Z. und H.Z. ihre Beschwerde zurückgezogen haben, haftet
abweichend vom Grundsatz der Solidarität gemäss Art. 96bis VRP F.N. für den
Restbetrag von CHF 1'000. Anspruch auf Ersatz ausseramtlicher Kosten besteht nicht
(Art. 98bis VRP).
8. Die Beschwerdegegnerin stellt das Begehren, sie sei ausseramtlich zu entschädigen.
Verfügende Gemeinwesen und Rechtsmittelinstanzen haben grundsätzlich keinen
Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st.
gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz, St. Gallen 2004, S. 176). Von diesem
Grundsatz wird nur abgewichen, wenn das Gemeinwesen wie eine Privatperson
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betroffen ist, so als Grundeigentümer oder als Bauherr (Hirt, a.a.O., S. 177; vgl. auch
VerwGE B 2011/137 vom 20. März 2012 E. 6.2 mit Hinweisen). Dies trifft vorliegend
nicht zu. Die Beschwerdegegnerin ist zwar Grundeigentümerin und Bauherrin, nimmt
aber mit dem geplanten Wohn- und Pflegeheim öffentliche Interessen wahr, weshalb
ausseramtliche Kosten nicht zu entschädigen sind.