# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f6e3e1a3-ceb7-410b-b0f5-22115ad63a5a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die Y._ als Klägerin machte im vorinstanzlichen Verfahren gegenüber der X._ (vormals X._; Beklagte 1) und der X._ (vormals X._; Beklagte 2) solidarisch eine Forderung aus Mietrecht geltend. Sie verlangte zum einen die Begleichung ausstehender Mietzinsen für zehn Monate, vom 1. Januar 2013 bis 31. Oktober 2013, in Höhe von CHF 83'333.35 zuzüglich 8 % MWST nebst Verzugszins. Zum anderen forderte sie einen Betrag für die Nebenkostenpauschale im Umfang von CHF 4'166.65 nebst Verzugszins ein.
B. Am 10. September 2013 reichte die Y._ bei der Schlichtungsbehörde für Miete und Pacht des damaligen Bezirkes Maloja ihr Schlichtungsgesuch mit folgenden Rechtsbegehren ein (vorinstanzliche Akten, act. II/1):
1. Die Beklagten seien solidarisch zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 83'333.35 zuzüglich 8 % MWSt nebst 5 % Verzugszins auf CHF 75'000.00 seit 15.05.2013 und 5 % Verzugszins auf CHF 8'333.35 seit 01.10.2013 zu bezahlen.
2. Die Beklagten seien solidarisch zu verpflichten, der Klägerin den Betrag von CHF 4'166.65 nebst 5 % Verzugszins auf CHF 3'750.00 seit 15.05.2013 und 5 % Verzugszins auf CHF 416.65 seit 01.10.2013 zu bezahlen.
3. Unter gesetzlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.
An der Schlichtungsverhandlung vom 23. Oktober 2013 erschienen weder die Organe der X._ noch jene der X._.
C. Am 6. November 2013 legte die Y._ dem damaligen Bezirksgericht Maloja (heute: Regionalgericht Maloja) ihre Klage vor, in welcher sie ihre Rechtsbegehren bestätigte (vorinstanzliche Akten, act. I/1). Begründend machte sie im Wesentlichen geltend, sie habe als Vermieterin mit der Beklagten 2 als Mieterin für die Dauer von 5 Jahren einen Mietvertrag über das Ladengeschäft Nr. 2 im 1. Obergeschoss des A._, Via _ in O.1_ abgeschlossen. In einem Nachtrag zum Mietvertrag (Amendment to the Lease Agreement) sei vereinbart worden, dass ab 1. Februar 2012 nicht mehr die X._ (heute X._), sondern neu die X._ (heute X._) Mieterin sei. Dieses Dokument sei nicht datiert. Wer für die Vermieterin den Zusatz unterzeichnet habe, könne nicht mehr festgestellt werden, zumal die Personen, welche zur Vertretung berechtigt seien, nur Kollektivunterschrift zu zweien führen würden. Ab Januar 2013 seien alle Zahlungen ohne Angabe von Gründen eingestellt worden. Nach erfolglosen Zahlungsaufforderungen an die Beklagten 1 und 2 und
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Androhung einer ausserordentlichen Kündigung im Sinne von Art. 257d OR gegenüber der Beklagten 1 habe sie das Mietverhältnis mittels amtlichen Formulars per 31. August 2013 gekündigt und die ausstehende Forderung eingeklagt.
D. Während die X._ auf eine Klageantwort stillschweigend verzichtete, beantragte die X._ in ihrer Klageantwort vom 3. Januar 2014, was folgt (vorinstanzliche Akten, act. I/2):
1. Die Klage gegen die Beklagte 2 sei abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Klägerin.
Begründend führte sie aus, sie sei nicht Vertragspartei. Auch eine Solidarhaftung nach Art. 263 OR falle ausser Betracht, da eine wirksame Vertragsübernahme im Sinne dieser Bestimmung eines Verpflichtungsgeschäfts (Geschäftsübernahmevertrag) bedürfe. Es handle sich dabei um einen Vertrag zwischen dem bisherigen und dem nachfolgenden Mieter. Ein solcher Übernahmevertrag liege nicht vor, weil die Beklagte 1 und die Klägerin vereinbart hätten, dass der Mietvertrag zwischen ihnen fortgeführt werde. Damit entfalle eine Solidarhaftung ihrerseits. Würde wider Erwarten eine Solidarhaftung bejaht, bestehe ihrerseits ein Mietzinsherabsetzungsanspruch infolge fehlender Klimaanlage, die einen schwerwiegenden Mangel des Mietobjektes darstelle.
E. Die Y._ reichte am 18. Februar 2014 die Replik ein. Die Duplik der X._ datiert vom 10. Juni 2014 (vorinstanzliche Akten, act. I/3 bzw. I/4). In diesen Rechtsschriften bestätigten und ergänzten die Parteien ihre Standpunkte.
F. Mit Schreiben vom 14. Juni 2016 bzw. 22. Juni 2016 verzichteten sowohl die X._ als auch die Y._, unter Vorbehalt der Beweisabnahme, auf die Durchführung einer Hauptverhandlung (vorinstanzliche Akten, act. V/32 bzw. V/33). Die X._ äusserte sich während des gesamten Verfahrens nicht zur Sache.
G. Mit Entscheid vom 13. September 2016, mitgeteilt am 9. November 2016, erkannte das damalige Bezirksgericht Maloja, was folgt (act. B.1):
1. Die Klage gegen die Beklagte 1 wird abgewiesen.
2. Die Klage gegen die Beklagte 2 wird vollumfänglich gutgeheissen und sie wird verpflichtet, der Klägerin den Betrag von CHF 83'333.35, zuzüglich 8 % MwSt. nebst 5 % Verzugszins auf CHF 75'000.-- seit 15.05.2013 und 5 % Verzugszins auf CHF 8'333.35 seit 01.10.2013, sowie CHF 4'166.65, nebst 5 % Verzugszins auf CHF 3'750.-- seit
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15.05.2013 und 5 % Verzugszins auf CHF 416.65 seit 01.10.2013, zu bezahlen.
3. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 8'000.-- werden der Beklagten 2 auferlegt. Sie werden mit dem klägerischerseits geleisteten Vorschuss verrechnet, unter Erteilung des Regressrechts auf die Beklagte 2.
4. Die Beklagte 2 wird verpflichtet, die Klägerin mit pauschal CHF 7'500.-, inkl. Spesen und MwSt., ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations