# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 1c09e372-7840-45c9-ae90-9019cadbe734
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Abänderung Scheidungsurtei
Berufung gegen ein Urteil des Einzelgerichtes des Bezirksgerichtes Bülach vom 22. Dezember 2016; Proz. FP150039
- 2 -
Rechtsbegehren der Beklagten: (act. 84)
Es sei die Klage des Klägers vollumfänglich abzuweisen, soweit die nachfolgenden Anträge der Beklagten die Anträge des  nicht ausdrücklich anerkennen.
1. Es sei die Abänderungsklage des Klägers vollumfänglich  und es sei das Urteil des Bezirksgerichtes Bülach vom 28. November 2014 (Prozess Nr. FE140220) zu bestätigen,
2. die Verfügung vom 1. Februar 2016 des Bezirksgerichtes Bülach mit der Geschäfts-Nr. FP150039 betreffend vorsorgliche  vollumfänglich aufzuheben;
3. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (plus gesetzliche Mehrwertsteuern von zurzeit 8 Prozent) zu Lasten des Klägers.
Rechtsbegehren des Klägers:
(act. 70)
1. Es seien die Dispositiv Ziffern 3. und 4. lit. B. sowie lit. C (Ziff. 4 bis 14.7. der Scheidungsvereinbarung) des Urteils des  Bülach vom 28. November 2014 (Prozess Nr. FE140220) per 9. September 2015 aufzuheben und neu zu fassen, wie folgt:
1. Die Obhut über das gemeinsame Kind C._, geb. tt.mm.2012, sei beiden Elternteilen zu übertragen und es sei festzustellen, dass C._ Wohnsitz bei dem Kläger hat.
2. Die Beklagte sei berechtigt zu erklären, C._ zu den  Zeiten auf eigene Kosten zu betreuen:
a. Sonntagabend, 18.00 Uhr, bis Dienstagabend, 19.00 Uhr, wobei das Bring-Bring-Prinzip gilt,
b. an jedem zweiten Wochenende der geraden  von Freitagabend, 18.30 Uhr, im Anschluss an die Krippe bis Dienstagabend, 18.30 Uhr, wobei das Hol-Hol-Prinzip gilt,
c. vier Wochen Ferien pro Jahr, wobei das  drei Monate im Voraus mitzuteilen sei.  sich die Eltern über die Aufteilung der Ferien nicht einigen können, sei dem Vater in den Jahren mit  Jahreszahl das Entscheidungsrecht bezüglich  der Ferien einzuräumen; der Mutter in den  mit ungerader Jahreszahl,
d. bezüglich Feiertagsregelung und Geburtstage sei es bei der Regelung aus dem Scheidungsurteil vom 28. November 2014 zu belassen.
- 3 -
Eine weitergehende Regelung sei der Parteiabrede zu unterstellen. Sofern ein Elternteil aus welchen Gründen auch immer nicht in der Lage sein sollte, die Betreuung gemäss beantragtem Betreuungsplan zu übernehmen, sei dieser zu verpflichten, auf eigene Kosten für eine angemessene Betreuung von C._ besorgt zu sein. Eine Anfrage an den anderen Elternteil ist möglich und erwünscht; dieser ist jedoch nicht verpflichtet, die  zu übernehmen.
3. Es seien den Parteien gegenseitig keine  zuzusprechen.
4. Die AHV-Erziehungsgutschriften seien den Parteien je  anzurechnen.
5. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten die  monatlichen Unterhaltsbeiträge zu bezahlen,  auf den Ersten eines jeden Monats im Voraus:
ab Rechtskraft des Urteils jedoch längstens bis 31.  2016 CHF 3'200
ab 1. Januar 2017 bis mit Juni 2022 CHF 1'280 Sodann sei festzustellen, dass danach die Pflicht des  zur Leistung nachehelicher Unterhaltsbeiträge  entfällt.
6. Es sei festzustellen, dass der Kläger der Beklagten an die Unterhaltsverpflichtung seit 1. Februar 2016 bis und mit Juni 2016 den Betrag von CHF 3'649.50 zu viel bezahlt hat. Er sei berechtigt zu erklären, diesen zu viel bezahlten Betrag mit den künftigen Unterhaltsansprüchen der Gesuchstellerin zu verrechnen, eventualiter sei sie zu verpflichten, diesen zurückzuerstatten.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MwSt.)  der Beklagten.
Eventualbegehren des Klägers:
(act. 82)
1. In Abänderung des Scheidungsurteils vom 28. November 2014 (Prozess Nr. FE140220) sei die Obhut über C._, geb. tt.mm.2012, auf den Kläger zu übertragen.
2. Der Beklagten sei ein gerichtsübliches Besuchsrecht .
3. Es sei festzuhalten, dass die Beklagte dem Kläger mangels  Leistungsfähigkeit derzeit keine Kinderunterhaltsbeiträge schuldet.
- 4 -
4. Die AHV-Erziehungsgutschriften seien dem Kläger anzurechnen.
5. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten ab Rechtskraft des Urteils bis 31. Dezember 2016, längstens jedoch für eine  von drei Monaten, einen nachehelichen  im Sinne von Art. 125 ZGB von CHF 3'200.– zu bezahlen, zahlbar auf den Ersten eines jeden Monates im Voraus. Sodann sei festzustellen, dass danach die Pflicht des Klägers zur Leistung nachehelicher Unterhaltsbeiträge vollständig entfällt.
6. Es sei festzustellen, dass der Kläger der Beklagten an die  seit 1. Februar 2016 bis und mit Juni 2016 den Betrag von CHF 3'649.50 zu viel bezahlt hat. Er sei berechtigt zu erklären, diesen zu viel bezahlten Betrag mit den künftigen  der Gesuchstellerin zu verrechnen, eventualiter sei sie zu verpflichten, diesen Betrag zurückzuerstatten.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MWSt.) zu Lasten der Beklagten.
Urteil des Bezirksgerichtes Bülach vom 22. Dezember 2016:

## Considerations