# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6924fab4-eefc-474a-98c9-ca7102bf0c9a
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. C._ (nachfolgend C._), geb. _ 2005, D._ (nachfolgend D._), geb. _ 2008, E._ (nachfolgend E._), geb. _ 2009, sowie F._ (nachfolgend F._), geb. _ 2012, sind die Kinder der nicht verheirateten Eltern A._ und B._. Die Eltern üben die elterliche Sorge gemeinsm aus. B._ wandte sich am 8. April 2021 an die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Nordbünden (nachfolgend KESB Nordbünden) und äusserte ihre Sorge über die älteste Tochter C._, welche bei ihrer Tante in H._ lebe. In der Folge eröffnete die KESB Nordbünden ein Verfahren. Es wurden Berichte der Schule von C._ eingeholt sowie auch medizinische Berichte über die Tochter E._.
B. Mit unangefochten gebliebenem Entscheid vom 5. August 2021 errichtete die Kollegialbehörde der KESB Nordbünden für alle vier Kinder eine Beistandschaft mit besonderen Befugnissen im Sinne von Art. 308 ZGB und ernannte I._ von der Berufsbeistandschaft J._ zur Beiständin.
C. In der Folge entstanden Unklarheiten betreffend die weitere Beschulung der Kinder. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 9. August 2021 setzte die KESB Nordbünden Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen als Kindesvertreterin im Verfahren Abklärung Kindesschutzmassnahmen bzw. insbesondere betreffend Antrag auf Anpassung der Obhut über die Kinder D._, E._ und F._ an. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 23. August 2021 wurde die Kindesvertretung durch Rechtsanwältin Dr. iur. Silvia Däppen auch für C._ angeordnet.
D. Die Eltern konnten sich hinsichtlich der Beschulung von C._ und E._ vor Schulbeginn nicht einigen. E._ besuchte ab 16. August 2021 die 6. Klasse der öffentlichen Schule in K._, während C._ ab 18. August 2021 in die Privatschule G._ in L._ ging.
E. Die Kindesvertreterin beantragte mit Schreiben vom 30. August 2021, C._ und E._ seien im Sinne einer vorsorglichen Kindesschutzmassnahme ab dem Schuljahr 2021/22 in der G._ Schule in L._ zwecks Beschulung tagsüber unterzubringen. Für E._ sei dies ausdrücklich empfohlen worden. Die Eltern würden das Kindeswohl aus den Augen verlieren.
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F. Mit Entscheid vom 6. September 2021 entschied die Kollegialbehörde der KESB Nordbünden unter Entzug der aufschiebenden Wirkung einer Beschwerde was folgt:
1. Die KESB verfügt:
a. Die elterliche Sorge für C._, D._, E._ und F._ wird für folgende Aufgabenbereiche, in denen der Beistandsperson ein Vertretungsrecht eingeräumt wird, beschränkt (Art. 308 Abs. 3 ZGB): Schule, Ausbildung, Berufswahl (inkl. Finanzierung).
b. Im Zusammenhang mit Finanzierungsfragen in den Bereichen Schule, Ausbildung und Berufswahl wird B._ (Mutter) und A._ (Vater) die Weisung erteilt, ihrer Mitwirkungspflicht nachzukommen, insbesondere der Beistandsperson Angaben zu ihren finanziellen Verhältnissen zu machen und notwendige Unterlagen zur Verfügung zu stellen (Art. 307 Abs. 3 ZGB).
2. Betreffend Verfahrenskosten wird verfügt:
a. Die Kosten im Verfahren Beschränkung der elterlichen Sorge werden auf Fr. 500.- festgesetzt.
b. Diese Kosten werden den Eltern von C._, D._, E._ und F._ je zur Hälfte auferlegt.

## Considerations