# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bcc6cef5-1f08-4fca-9c9a-8018216dbba9
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Im Zonenplan C._ ist im Areal X._ auf Parzellen Y._,
Z._ (teilweise [T]), AA._, AB._, AC._, AD._ und
AE._ eine Quartierplanpflicht festgelegt. Das Areal befindet sich zum
grössten Teil in der Dorfkernzone mit einer AZ von 1.0 als Richtwert
gemäss Art. 69 des Baugesetzes C._ (BG). Parzellen Y._ und
Z._ gehören E._ bzw. der Erbengemeinschaft D._. Der Rest
des Areals gehört Drittpersonen und ist teilweise überbaut.
2. Die Erbengemeinschaft D._ ersuchte die Gemeinde 2015 um
Einleitung des Quartierplanverfahrens. Nach Anhörung der übrigen
Eigentümer leitete der Gemeindevorstand C._ am 13. Dezember 2016
den Quartierplan X._ ein. Der Einleitungsbeschluss blieb
unangefochten und ist seit Januar 2017 rechtskräftig.
3. Im Herbst 2019 lag ein Quartierplanentwurf vor und wurde vom 8. Oktober
bis 7. November 2019 öffentlich aufgelegt. Bestandteile waren die
Quartierplanvorschriften mit Anhang, die Pläne Bestand, Neuzuteilung,
Gestaltung und Erschliessung sowie der Richtplan (Situation, Schnitte).
4. Dagegen erhob AF._, Eigentümer von Parzelle AG._, am 1.
November 2019 (erfolgreich) Einsprache und beantragte, auf die
Garagenzufahrt bei der Kreuzung Via AH._/Via AI._ sei gänzlich
zu verzichten. Er wies darauf hin, dass seine Rechtsnachfolgerin in Kürze
AJ._ sei, weshalb sie sich als künftig Interessierte der vorliegenden
Einsprache anschliesse.
5. Auch die Geschwister A._ und B._, Eigentümer einer
Stockwerkeinheit auf Parzelle AK._, erhoben am 6. November 2019
dagegen Einsprache und beantragten:
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Die vom 8. Oktober bis 7. November 2019 aufgelegten Quartierplanvorschriften und Pläne
Quartierplanung X._ seien nicht zu bewilligen, das Quartierplanverfahren sei
abzubrechen und nicht weiterzubearbeiten, bis eine Totalrevision der kommunalen
Grundordnung rechtskräftig revidiert und folgendermassen in Kraft getreten ist: Es sei eine
Revision des Zonenplans und des GGP für das Planungsgebiet X._ einzuleiten mit
dem Ziel, zurzeit nicht überbaute Grundstücke, vor allem diejenigen, die derzeit nicht oder
ungenügend erschlossen seien, dem Nichtbaugebiet zuzuweisen. Für das gesamte
Planungsgebiet sei zu diesem Zweck eine kommunale Planungszone zu erlassen.
6. Am 13. Januar 2020 beantragte die Erbengemeinschaft D._, in
Abweisung der Einsprache AL._ / AJ._ vom 1. November 2019,
der Einsprache A/B._ vom 6. November 2019 sowie der Einsprache
AM._ vom 7. November 2019, die Quartierplanung X._ sei
vollumfänglich zu genehmigen, unter gesetzlicher Kostenfolge.
7. Am 28. Januar 2020 erliess der Gemeindevorstand C._ folgenden
(ersten) Einsprache- und Genehmigungsentscheid:
1. Die Einsprachen werden insoweit gutgeheissen, als im Rahmen der vorliegenden Quartierplanung X._ auf die Zufahrt ab der Kreuzung Via AH._/Via AI._ zur Autoeinstellhalle D verzichtet und die Zufahrt zu dieser Einstellhalle über die mittlere Zufahrt ab der Via AI._ zu erfolgen hat. Im Übrigen sind die Einsprachen, soweit darauf eingetreten werden kann, abzuweisen.
2. Der Quartierplan X._ wird mit Ausnahme der darin vorgesehenen Zufahrt ab der Kreuzung Via AH._/Via AI._ zur Autoeinstellhalle D genehmigt. Anstelle dieser Zufahrt hat die Zufahrt zur Autoeinstellhalle D über die Zufahrt zur Einstellhalle C zu erfolgen, unter entsprechender Anpassung der Planunterlage und der Quartierplanvorschriften.

## Considerations