# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6b6c02cb-a16b-4d37-a850-deb68973e614
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A.1 Die einzelnen Stockwerkeigentümer der Z._ (nachfolgend StWEG A._) sind Eigentümer des Grundstücks Parzelle Nr. _ in O.1_ und benutzen über die Parzelle Nr. _, welche im Eigentum von X._ und Y._ steht, den _weg als Zufahrt zu den Parkplätzen auf der Parzelle Nr. _. Diese befindet sich auf der Nordseite der "A._" und steht im Eigentum der Baugesellschaft B._. Zwischen X._ und Y._ sowie der StWEG A._ ist insbesondere strittig, ob ein solches Zufahrtsrecht für die Benützung der Parkplätze aus den im Grundbuch eingetragenen Dienstbarkeiten abgeleitet werden kann oder nicht. Während die StWEG A._ der Ansicht ist, dass sie den _weg als Zufahrtsstrasse auf die ihr zustehenden Parkplätze benutzen darf, stellen sich die Eheleute X./Y._ auf den Standpunkt, dass wohl ein Benützungsrecht am _weg bestehe, jedoch kein Zufahrtsrecht zu den Parkplätzen. Die "A._" sei über die _strasse erschlossen und das Grundstück Parzelle Nr. _ sei eine Waldparkanlage, die einzufrieden sei, weshalb auch die Parkplätze darauf nicht rechtens erstellt worden seien. Mit Bezug auf das von X._ und Y._ angestrengte öffentlich-rechtliche Verfahren (Baubewilligung für Parkplätze) bestätigte das Bundesgericht in seinem Entscheid vom 11. November 2014 (1C_244/2014) die Rechtmässigkeit der Parkplatznutzung auf dem Grundstück Nr. _. Strittig bleibt zwischen den Parteien aber das Benützungsrecht am _weg.
2. X._ und Y._ liessen entlang der Parzelle Nr. _, angrenzend an Parzelle Nr. _, drei Pfosten setzen, welche nach Ansicht der StWEG A._ die Zufahrt zu den auf Parzelle Nr. _ befindlichen Parkplätzen verengen.
B. Zur Durchsetzung ihrer Eigentumsrechte an der Parzelle Nr. _, auf welcher sich der _weg befindet, reichten X._ und Y._ dem Vermittleramt Plessur ein Schlichtungsgesuch ein. Nach erfolgloser Durchführung der Schlichtungsverhandlung am 11. Januar 2016 (Proz. Nr. VA_107/15-241) reichten X._ und Y._ am 17. März 2016 beim Bezirksgericht Plessur Klage betreffend ungerechtfertigte Einwirkung auf das Eigentum/Feststellung/Unterlassung gegen die StWEG A._ ein (Proz. Nr. 115-2016-20). X._ und Y._ verlangten unter anderem, es sei der Beklagten zu verbieten, den _weg als Zufahrt zur Parzelle Nr. _ zu benützen. Anlässlich ihrer Klageantwort beantragte die Stockwerkeigentümergemeinschaft die vollumfängliche Abweisung der Klage
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unter Kosten- und Entschädigungsfolge, zuzüglich 8% MwSt., zu Lasten der Kläger unter solidarischer Haftung. Mit Schreiben des Bezirksgerichts Plessur vom 27. Juli 2016 wurde die Instruktionsverhandlung abgesagt und ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet, wobei die Frist zur Replik auf den 5. September 2016 angesetzt wurde (act. C.9).
C. Zwischenzeitlich reichte die StWEG A._ am 19. Februar 2016 (Poststempel) ein Gesuch um Anordnung vorsorglicher Massnahmen (Besitzesschutz) (nachfolgend "Gesuch") gegen X._ und Y._ ein. Darin forderte die StWEG A._, dass die Polizei zu beauftragen sei, die auf dem Grundstück Nr. _ in O.1_ im Bereich der nordwestlichen Grenze des benachbarten Grundstücks Nr. _ aufgestellten Pfosten sofort zu entfernen; eventualiter seien, unter Androhung einer Ordnungsbusse von CHF 1'000.-- für jeden Tag der Nichterfüllung, X._ und Y._ anzuweisen, diese Pfosten sofort zu entfernen. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich MwSt.) zu Lasten von X._ und Y._ unter solidarischer Haftung (vorinstanzliche Akten Proz. Nr. 135-2016-140, act. E.1/1).
D. X._ und Y._ beantragten in ihrer Stellungnahme vom 17. März 2016 (Poststempel vom 18. März 2016) (nachfolgend "Stellungnahme") die vollumfängliche Abweisung des Gesuchs um Anordnung einer vorsorglichen Massnahme unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich 8% MwSt.) zulasten der StWEG A._ (vorinstanzliche Akten Proz. Nr. 135-2016-140, act. E.1/11).
E. Nach Durchführung der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur erkannte dieses in seinem Entscheid vom 1. Juni 2016, am 30. Juni 2016 im Dispositiv und am 13. Juli 2016 begründet mitgeteilt, was folgt (act. B.2):
"1. X._ und Y._ werden unter Androhung einer Ordnungsbusse nach Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafandrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet, angewiesen, die auf ihrem Grundstück Nr. _ in O.1_, im Bereich der nordwestlichen Grenze des benachbarten Grundstücks Nr. _ aufgestellten Pfosten sofort, spätestens innerhalb von 10 Tagen ab Vollstreckbarkeit dieses Entscheides, zu entfernen.
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2. (Gerichtskosten und Parteientschädigung)

## Considerations