# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9361a2e0-a3d9-423f-a646-859174b3975e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1969,
V
ater von fünf Kindern (
Urk.
8/23
Ziff.
3.1),
er
litt am 3
1.
Juli 2005 einen
U
nfall
(
Urk.
8/39/227
Ziff.
4).
Am 2
9.
August 2006 meldete
er
sich
unter Hinweis auf die Folgen des Unfalles
bei der Invalidenver
sicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/23
Ziff.
7.2).
Mit
Verfügung vom
6.
März 2007 stellte die Schweizerische Unfallversiche
rungs
anstalt (SUVA)
die
nach dem Unfall
erbrachten
Versicherungsl
eistungen per
1
5.
März 2007 ein (
Urk.
8/52,
bestätigt mit Einspracheentsch
eid der SUVA vom 1
2.
Juni 2007,
Urk.
8/56/2-11)
.
Mit Verfügung vom 2
4.
November 2009 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, dem Versicherten
ab
1.
Juli 2006
eine Viertels
rente mit entsprechenden Kinderrenten zu (
Urk.
8/93,
Urk.
8/92).
1.2
Die IV-Stelle gab anlässlich
einer im September 2011 eingeleiteten
Rentenr
evi
sion (vgl.
Urk.
8/
104)
ein psychiatrisches Gutachten
(
Urk.
8/128)
in Auftrag
.
Am
9.
Mai 2014
teilte
sie
dem Versicherten mit,
dass
sie eine weitere psychiatri
sche Begutachtung als notwendig
erachte
(
Urk.
8/145). Der Versicherte brachte am 2
0.
Ma
i und am 1
6.
Juni 2014 Einwände
gegen die vorgesehene Begutachtung
vor (
Urk.
8/148/1-4,
Urk.
8/152). Mit Zwischenverfügung vom 2
5.
September 2014
(
Urk.
8/154 =
Urk.
2) hielt die IV-Stelle an der Begutachtung
durch
Dr.
med.
Y._
fest.
2.
Der Versicherte erhob am 2
7.
Oktober 2014 Beschwerde (
Urk.
1) gegen die Ver
fügung vom 2
5.
September 2014 (
Urk.
2) mit den Anträgen, diese sei aufzuhe
ben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, auf das Gutachten von
Dr.
med.
Z._
vom
3.
September 2013 abzustellen und von einem weiteren psy
chi
atrischen Monogutachten abzusehen. Eventu
ell
sei die Zwischenver
fü
gung vom 2
5.
September 2014 aufzuheben und es sei die IV-Stelle zu verpflichten, ein polydisziplinäres Gutachten
nach dem Zuweisungssystem MED@P
durch
zuführen, um ansc
hliessend über einen allfällig geänderten
Anspruch des Versi
cherten zu entscheiden (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2 oben).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
1.
Dezember 2014 (
Urk.
6)
die Abweisung der Beschwerde. Dies wurde dem Beschwerdeführer am
5.
Dezem
ber 2014 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Anfechtungsgegenstand bildet die Verfügung vom 2
5.
September 2014
, mit wel
cher die Beschwerdegegnerin an
einer
psychiatrischen
Begutachtung durch
Dr.
Y._
festhielt (
Urk.
2). Hierbei handelt es sich
um eine Zwischenverfügung im Sinne von
Art.
55
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) in Verbindung mit
Art.
5
Abs.
2 und
Art.
46 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren (VwVG), die bei Bejahung eines nicht wieder gutzumachenden Nachteils (
Art.
46
Abs.
1 lit. a VwVG; BGE 132 V 93 E. 6.1) grundsätzlich selbständig mit Beschwerde angefochten werden kann.
1.2
Für die Bejahung
des nicht wieder gutzumachenden Nachteils im Kontext des
invalidenversicherungsrechtlichen Abklärungsverfahrens mit seinen spezifi
schen
Gegebenheiten (dazu eingehend BGE 137 V 210) muss berücksichtigt werden, dass das Sachverständigengutachten im Rechtsmittelverfahren mit Blick auf die
fachfremde Materie faktisch nur beschränkt überprüfbar ist: Der Rechtsanwen
der
sieht sich mangels ausreichender Fachkenntnisse kaum in der Lage, in formal korrekt abgefassten Gutachten objektivfachlich
e
Mängel zu er
kennen. Zugleich steht die faktisch vorentscheidende Bedeutung der medizini
schen Gutachten für den Leistungsentscheid in einem Spannungsverhältnis zur grossen Streubreite der Möglichkeiten, einen Fall medizinisch zu beurteilen, und zur entsprechend
geringen
Vorbestimmtheit der Ergebnisse (BGE 137 V 210 E.
2.5 mit Hinwei
sen).
Diesen Umständen ist mit verfahrensrechtlichen Garantien zu begegnen (BGE 137 V 210 E. 2.5 und E. 3.
4.2.3 in fine
). Die Mitwirkungsrechte müssen im Be
schwerdeverfahren durchsetzbar sein. Ist dies durch Anfechtung des Entscheids nicht mehr möglich, kann ein nicht wieder gutzumachender Nachteil entstehen,
der den Rechtsweg an eine Beschwerdeinstanz eröffnet. Da systemimmanent kein
Anspruch auf Einholung eines Gerichtsgutachtens besteht (vgl. BGE 136 V 376), ist das Administrativgutachten häufig zugleich die wichtigste medizini
sche Ent
scheidungsgrundlage im Beschwerdeverfahren. In solchen Fällen kom
men die bei der Beweiseinholung durch ein Gericht vorgesehenen Garantien zu
gunsten der privaten Partei im gesamten Verfahren nicht zum Tragen. Um die
ses Manko wirksam auszugleichen, müssen die gewährleisteten Mitwirkungs
rechte durch
setz
bar sein, bevor präjudizierende Effekte eint
reten (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.4
). Mit Blick auf das naturgemäss begrenzte Überprüfungsvermögen der rechtsan
wendenden Behörden genügt es daher nicht, die Mitwirkungsrechte erst nach
träglich, bei der Beweiswürdigung im Verwaltungs- und Beschwerde
verfahren ein
zuräumen. Für die Annahme eines drohenden
unumkehrbaren Nachteils
spricht
schliesslich auch, dass die mit medizinischen Untersuchungen einher
geh
enden Belastungen zuweilen einen erheblichen Eingriff in die physi
sche oder
psychische Integrität bedeuten (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.7).
Aus diesen Gründen hat das Bundesgericht die Anfechtbarkeitsvoraussetzung des nicht wieder gutzumachenden Nachteils für das erstinstanzliche Beschwer
deverfahren in IV-Angelegenheiten bejaht, zumal die nicht sachgerechte Begut
achtung in der Regel einen rechtlichen und nicht nur tatsächlichen Nachteil bewirkt (BGE 137 V 210 E.
3.4.2.7). Nicht anfechtbar sind nach höchstrichterli
cher Rechtsprechung dagegen
Zwischenverfügungen, in welchen
keine Gutach
terstelle benannt wird, sondern nur die Bestimmung einer solchen in
Anwen
dung des Zuweisungssystems „SuisseMED@P“ angekündigt wird. Denn unter diesen Umständen ist nicht ersichtlich, worin der Nachteil des Versicherten be
stehen sollte, wenn er die Gutachtensanordnung nicht anfechten kann, bevor auch die Gutachterstelle feststeht (BGE 139 V 339 E. 4.5).
1.3
Aufgrund der zitierten höchstrichterlichen Rechtsprechung ist auf die Be
schwer
de gegen die Zwischenverfügung vom 2
5.
September 2014 (
Urk.
2) ein
zutreten.
2.
2.1
Die Verwaltung ist von Amtes wegen verpflichtet, die notwendigen Abklärun
gen vorzunehmen (
Art.
43 ATSG).
Dies umfasst die Verpflichtung und das Recht
, die Untersuchungen anzuordnen, welche zur Klärung des Sachverhalts erfor
der
lich sind, nicht jedoch das Recht, eine „second opinion“ zu einem be
reits in einem Gutachten festgestellten Sachverhalt einzuholen, wenn ihr dieser nicht gefällt (BGE 138 V 271 E. 1.1; Urteil des Bundesgerichts U 571/06 vom 2
9.
Mai 2007, E.
4.2). Entscheidend dafür, ob weitere Abklärungen angeordnet werden können und müssen, ist, ob die bereits vorliegenden Gutachten die pra
xis
ge
mässen inhaltlichen und beweismässigen Anforderungen erfüllen (Urteil des Bun
desgerichts U 571/06 vom 2
9.
Mai 2007, E. 4.2).
2.2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderli
chen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berück
sich
tigt und sich mit diesen sowie dem
Verhalten der untersuchten Person aus
ein
ander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlentwicklungen nötig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinandersetzung mit den Vorakten ab
gegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Ex
perten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie
prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räu
mende Unsicherheiten
und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fra
gen
erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231
E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der
Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f., derselbe in H. Fredenhagen, Das ärzt
liche
Gutachten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.3
Das Bundesgericht erklärte die Anforderungen an die medizinische Begutach
tung, wie sie in BGE 137 V 210 für polydisziplinäre MEDAS-Begutachtungen umschrieben worden sind, grundsätzlich sinngemäss auf mono- und bidisz
i
pli
näre Expertisierungen für anwendbar, was sowohl für die justiziablen Garantien (Partizipationsrechte, Verfügungspflichten und Recht
sschutz) als auch für die appell
ativen Teilgehalte von BGE 137 V 210 gilt (BGE 139 V 349 E. 5.4).
3
.
3.1
Die Beschwerdegegnerin
legte im angefochtenen Entscheid im Wesentlichen dar
, mit dem nachgereichten Bericht der
Klinik A._
nehme man Kenntnis von beginnenden Abnützungserscheinungen an den Fingern des Beschwerde
führers. Die somatischen Befunde seien weiterhin hinreichend bekannt und im Hinblick auf die Restarbeitsfähigkeit in einer optimal leidensangepassten Er
werbstätigkeit mit entsprechendem Belastungsprofil auch nicht relevant. Man ersuche den Beschwerdeführer in seinem eigenen Interesse, sich der vorgesehe
nen Abklärung zu unterziehen (
Urk.
2 S. 2).
3.2
Demgegenüber bestritt d
er Beschwerdeführer die Notwendigkeit einer weiteren rein psychiatrischen Begutachtung als unzulässige se
cond opinion. Es
sei
er
staun
lich, dass sich die Basler Versicherungen gemäss Feststellungsblatt der Be
schwerdegegnerin an den Kosten der second opinion beteiligten. Weiter sei fest
zuhalten, dass
er
seiner Mitwirkungspflicht bis heute immer nachgekommen sei (
Urk.
1 S. 8
Ziff.
1-2).
Zur Abklärung des medizinischen Sachverhaltes
und der Zumutbarkeit einer all
fälligen Restarbeitsfähigkeit sei bei persistierenden Beschwerden in beiden Hän
den und in der linken Schulter (Gelenkschmerzen, Sensibilitätsstörungen) eine polydisziplinäre (neurologisch, rheumatologisch, psychiatrisch), mindestens aber eine bidisziplinäre Begutachtung durchzuführen (
Urk.
1 S. 9
Ziff.
3).
3.3
Streitig ist, ob sich der Beschwerdeführer
im Rahmen der laufenden Revision
e
rneut
einer
psychiatrischen
oder
gegebenenfalls
eine
r
bi-
beziehungsweise
po
ly
disziplinäre
n
Begutachtung
zu unterziehen hat.
4.
4.1
Dr.
med.
B._
, Facharzt für
Allgemeine
Innere Medizin,
Dr.
med. C._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
und
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Neurologie,
versicherungsmedizinische Gutachtenstelle E._,
erstatteten am
9.
Februar 2009 ein polydisziplinäres Gutachten (
Urk.
8/80)
.
Di
e Gutachter nannten als Diagnosen mit Ei
nfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 1
8
Ziff.
6.1):
leichte bis mittelgradige depressive Episode
Verdacht auf anhaltende somatoforme Schmerzstörung bei somatischen und psychischen Faktoren
leicht bis höchstens mässig ausgeprägtes, linksbetontes Cervicalsyndrom bei Status nach Heckauffahrkollision am 3
1.
Juli 2005 mit radiologisch radialem Riss im Anulus fibrosus bei C6/7
Der psychiatrische Gutachter führte aus, vergleiche man
die Befunde
, wie
sie
anlässlich der heutigen Untersuchung erhoben worden sei
en
, mit
jenen
der vor
liegenden psychiatrischen Akten, so divergierten diese nicht wesentlich. Auch heute sei es schwierig
,
ein psychisches Leiden
wirklich psychopathologisch ab
gegrenzt feststellen zu können, da die Symptomatik des Exploranden geprägt sei durch seine Passivität, eventuell auch durch eine Medikamentenüberdosie
rung (insbesondere Seroquel) und deren Auswirkungen sowohl auf die Psycho
motorik wie auch auf die Affektivität. Dennoch bleibe der Eindruck, dass der Explorand leicht bis mittelgradig depressiv sei. Er habe wenig Interesse, sei af
fektiv beschränkt schwingungsfähig, ernsthaft, lebe zurückgezogen, könne ohne Medikamente angeblich nicht schmerzfrei leben, nehme am Familienleben nur zurückhaltend Anteil, kümmere sich kaum um Haushaltarbeiten, habe wenig Initiative und wirke eher bedrückt und niedergeschlagen (S. 16 unten). Die Be
schwerden hätten einen somatischen, aber auch einen psychogenen Ursprung
. Der Explorand zeige auch eine gewisse Verdeutlichungstendenz
(S. 16 f.).
Die Gutachter kamen zum Ergebnis, dass dem Beschwerdeführer die ange
stam
mte Tätigkeit in der Gepäckabfertigung nicht mehr zumutbar sei. Aus neuro
lo
gischer Sicht bestehe in einer angepassten Tätigkeit mit leichter bis höchstens
sporadisch mässiger Körperbelastung der Körperachse und des Schultergürtels eine
volle Arbeitsfähigkeit.
Aus psychiatrischer Sicht sei der Ex
plorand
einge
schränkt arbeits- und leistungsfähig
im Hinblick auf seine De
pressivität und die Schmerzsymptomatik, beides Symptomkreise, die die jeweili
gen Copingmecha
nis
men negativ beeinflussten, sodass es zu
einem circulus vi
tiosus komme
.
Dr.
C._
schliesse aus rein psychiatrischer Sicht
für eine angepasste
Tätig
keit auf eine Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von 30
%
. Auch gesamtme
di
zinisch müsse von einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit von 30
%
in einer angepassten Tätigkeit ausgegangen werden (S. 21 f.
Ziff.
7.2-7.3).
4.2
Die
Beschwerdegegnerin
sprach
dem Beschwerdeführer
daraufhin
mit Verfü
gung vom 2
4.
November 2009 rückwirkend ab dem
1.
Juli 2006 eine Viertels
rente zu (
Urk.
8/93).
5.
5.1
Im September 2011 wurde eine Rentenrevision eingeleitet (
Urk.
8/104).
F._
und
Dr.
med.
G._
,
Oberarzt
Rheumaklini
k
,
Physiotherapie Ergo
therapie,
Spital H._
,
erstatteten am 2
0.
Dezember 2012 einen
B
ericht
über ein Arbeitsassessment
(
Urk.
8/117).
Die Fachleute des
Spitals H._
stellten folgende arbeitsrelevante
n
Diagnosen (S.
2
Ziff.
1):
zervikobrachial
e
s Syndrom links
Verdacht auf CPPD-Arthropathie, Erstdiagnose August 2012
Pe
riarthropathi
a humeroscapularis tendinopathica
links
schwere depressive Episode ohne psychotische Symptome
E
in allfälliges arbeitsrelevantes Problem sei nicht erhoben worden, da während der Tests das Schmerzverhalten des Patienten mit ausgeprägter
Selbstlimitie
rung im Vordergrund gestanden habe (S. 2
Ziff.
3).
Seit
einem
Autounfall
a
m 3
1.
Juli 2005 bestünden anhaltende Nackenschmer
zen links, welche nach frontotemporal links, aber auch nach par
i
etal rechts aus
strahlten und von Kopfschmerzen begleitet seien. Dazu bestehe eine Aus
strah
lun
g über die linke Schulter in die
3.
und
4.
Finger links. Weiter
bestehe ein Verdacht auf eine CPPD-Arthropathie mit Schwerp
unktbefall der Ellbogen- und Handgelenke und
der MCP- und PIP-Gelenke II-V.
Die Schulterbeweglich
keit sei links mehr als rechts schmerzbedingt deutlich eingeschränkt.
Klinische Zeichen einer Synovitis fänden sich in den Ellbogengelenken, den MCP-Gelen
ken II, III beidseits sowie den PIP-Gelenken II-IV links. Bei Prüfung der Schul
terfunktion falle eine deutliche Kraftminderung aller Muskeln der Rotatoren
manschette auf, ohne dass entsprechende Muskeltrophien erkennbar seien (S. 3
Ziff.
4).
Insgesamt lasse sich das Ausmass der demonstrierten physischen Einschränkun
gen mit den relativ geringfügigen objektivierbaren pathologischen Befunde
n
der klinischen Untersuchung und der bildgebenden Abklärung sowie der Diagnose aus somatischer Sicht nicht erklären (S. 3
Ziff.
4
unten
).
Unter der Annahme, dass es sich bei der letzten beruflichen Tätigkeit (Mitarbeit Gepäckabfertigung Flugzeuge) um eine mindestens mittelschwere
,
vorwiegend
gehende und stehende Tätigkeit mit Einnehmen von Zwangshaltungen des Ober
körpers (Flugzeuge beladen) gehandelt habe,
könne aufgrund der heute objek
ti
vier
baren Befunde keine volle Leistungsfähigkeit mehr angenommen werden.
Ins
besondere das Einnehmen von Zwangspositionen über längere Zeit und das Hantieren von Lasten von über 20 kg dürfte dauerhaft eingeschränkt sein. In der zuletzt ausgeübten Tätigkeit dürfte der Patient deshalb bestenfalls noch eine Arbeitsfähigkeit von 50
%
erreichen. Aus prognostischen Überlegun
gen sei von einer Rückkehr in diese Tätigkeit abzuraten. Zusätzlich bestehe eine psychische Problematik mit Krankheitswert (schwere depressive Episode) auf
grund derer de
r
Patient derzeit nicht arbeitsfähig sei (Arbeitsunfähigkeit von 100
%
). Zur Prog
nose und
zur
diesbezüglichen längerfristigen Zumutbarkeit müsse aus psychia
trischer Sicht Stellung genommen werden (S. 4
Ziff.
5.1).
Aus rheumatologischer Sicht gebe es keine Argumente, die gegen eine ganztä
gige Arbeitsfähigkeit in einer mindestens leichten wechselbelastenden Tätigkeit sprechen würden. Allerdings müsse aufgrund der aktuellen Befunde eine Be
schwerdezunahme im Tagesverlauf
angenommen werden, welche eine Leis
tungs
minderung von maximal 20
%
begründe. Daraus ergebe sich in einer an
ge
passten Tätigkeit aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht eine zumutbare Arbeitsfähigkeit von 80
%
(S. 4
Ziff.
5.2).
5.2
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, erstattete am
3.
September 2013 im Auftrag der Beschwerdegegnerin ein psychiatrisches Gut
achten (
Urk.
8/128).
Dr.
Z._
führte aus,
der Beschwerdeführer gebe an, dass
seine Situation immer schlimmer geworden sei
. Seine Hände seien ge
schwollen und schmerzhaft
(S. 6
Ziff.
3a).
N
ach seiner Arbeitsfähigk
eit befragt
,
habe
der
Beschwerdeführer
aggressiv, provozierend und ablehnend reagiert.
Er habe er
klärt
, es
sei wohl klar, dass er mit seinen Schmerzen nicht mehr arbeiten könne.
Er sei auch zu müde, habe keine Energie. Nähere Angaben
seien nicht erhält
lich
.
Das Schmerzerleben sei in der Mimik und Gestik glaubwürdig und echt feststell
bar gewesen.
Die Hände seien stark geschwollen
gewesen.
In
der
ständigen Verweigerung der Kooperation
hätten
sich die Missachtung sozialer Regeln und Verpflichtungen
gezeigt
.
Die
aggressiven Tendenzen
hätten
sich bis zur Bedrohlichkeit
gesteigert
.
Die Ehefrau des Beschwerdeführers sei während zirka zehn Minuten bei der Untersuchung anwesend gewesen.
Auf die Erwäh
nung
eine
r
U-Haft 1996 habe
der Beschwerdeführer
mit Vorwürfen rea
giert, wobei er äusserst aggressiv gewirkt habe (S. 10
Ziff.
4). In der Untersuch
ung seien eine mittelgradige Freudlosigkeit, Interesseverlust und negativ pessi
misti
sche Zukunftsgedanken festgestellt worden.
Er
sei mittelgradig deprimiert,
hoff
nungs- und lustlos gewesen
. Sowohl Onychophagie als auch Stottern wiesen
auf massive aggressive Komponenten hin
(S. 11 oben).
Dr.
Z._
diagnostizierte eine rezidivierende depressive Störung, gegenwär
tig mittelgradige Episode, eine dissoziale Persönlichkeitsstörung und eine an
haltende somatoforme Schmerzstörung (S. 15 f.).
Zur Diagnose einer dissozialen Persönlichkeitsstörung gab
Dr.
Z._
an, es sei
en
eine geringe Frustrati
ons
toleranz und eine niedrige Schwelle für aggressives Verhalten festzustellen
ge
wesen
. Dies
habe
sich auch in der Untersuchung
gezeigt
, vor allem, wenn der Beschwerdeführer auf sein unaufrichtiges Verhalten angesprochen worden sei (S. 15 unten).
Aufgrund der Beschwerden von Seiten der rezidivierenden depressiven Störung, gegenwärtig mittelgradige Episode, der anhaltenden somatoformen Schmerz
stö
rung sowie der dissozialen Persönlichkeitsstörung lasse sich unter Berück
sich
tigung der aktuellen Untersuchungsbefunde und der anamnestischen Anga
ben aus psychiatrischer Sicht eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 100
%
be
gründen
.
Über den Verlauf der progredienten Arbeitsunfähigkeit könnten wegen der ausgeprägten Verweigerungshaltung auf dem Boden der Persön
lich
keitsstörung keine zuverlässigen Angaben gemacht werden.
Die im Gutachten der
Gutachtenstelle E._
von 2009 attestierte Arbeitsfähigkeit von 70
%
sei auf dem Boden der
Beurteilung durch
Dr.
C._
erfolgt, welcher damals eine leichte- bis mittel
gradige depressive Episode und einen Verdacht auf eine anhaltende somato
forme Schmerzstörung diagnostiziert habe (S. 18
Ziff.
5.2).
Der Beschwerdeführer könne sich bei der Ausübung irgendeiner Tätigkeit weder auf Copingstrategien noch auf Ressourcen stützen (S. 19 lit. a).
Während der Un
tersuchung hätten sich wiederholt Inkonsistenzen, Aggravationstendenzen und
un
aufrichtiges Verhalten gezeigt (S. 19 lit. c).
5.
3
Dr.
med.
I._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, gab am
5.
März 2014 im Auftrag der Basler Versicherungen eine Stellungnahme
zu den medizinischen Akten
ab (
Urk.
8/143/2-21).
Dr.
I._
zitierte aus dem psychiatrischen Gutachten von
Dr.
Z._
: „Das Schmerzerleben war in der Mimik und Gestik gl
aubwürdig und echt feststell
bar.
“
Dr.
I._
bemerkte dazu, es sei unklar, woran eine glaubwürdige Dar
stell
ung erkannt worden sei; unter Berücksichtigung der vorhandenen Akten würden
diesbezüglich zumindest Zweifel beschrieben
.
Zumindest
bei dem erwähnten
Interesseverlust und negativen pessimistischen Zu
kunftsgedanken handle es sich um subjektive Angaben des Beschwerdefüh
rers
(S. 10
unten
).
Weder Stottern noch Nägelkauen seien ausgewiesene „ag
gressive Komponenten“. So handle es sich bei Stottern um eine Sprechstörung und bei Nägelkauen um eine Verhaltensstörung, die jedoch nicht in Verbindung mit Aggressivität gebracht werden könnten.
Die Angabe, dass sich
Dr.
Z._
offenbar bedroht gefühlt habe, weise möglicherweise darauf hin, dass das Gut
achten nicht mehr in neutraler Art und Weise erstellt worden sei (S. 11).
Gemäss
dem
Gutachten sei der Explorand ganz unfähig, aus seinen Erfahrungen
und Bestrafungen zu lernen.
Dr.
I._
stellte
dazu
fest
, es sei unklar, auf wel
cher
Erkenntnis diese Aussage beruhe. Diese Angabe sei insgesamt vage und so nicht nachvollziehbar (S. 12 Mitte).
Der Befundbeschrieb
im Gutachten
weise mehrfach subjektive Angaben auf; eine
eindeutige Trennung zwischen subjektiven Angaben des Beschwerdeführers und objektiven Befunden werde nicht vorgenommen. Offenbar werde auch in erheb
lichem Umfang
auf die Beschwerdeschilderung des Beschwerdeführers ab
ge
stützt,
was kritisch einzuschätzen sei
, da
,
wie bereits erwähnt, die Erfassung subjek
tiver psychischer Symptome aus der Selbstschilderung des Beschwerde
führer
s
nur
mit eine
r geringen Validität
möglich sei. Darüber hinaus, weise es darauf hin, dass
sich
der Gutachter des Unterschieds zwischen den selbst erho
benen Befun
den und den vom Beschwerdeführer geschilderten Beschwerden nicht bewusst se
i, respektive er seine kritisch distanzierte Position als neutraler Sachver
stän
diger aufgegeben und sich mit dem Beschwerdeführer identifiziert habe. Denk
bar sei auch, dass der Gutachter durch die empfundene Bedrohung nicht mehr
in der Lage gewesen sei, eine neutrale, umfasse
nde Begutachtung durchzu
führen
(S. 13 f.).
Im Gutachten
werde mehrfach darauf hingewiesen, dass die Kooperation prak
tisch nicht vorhanden („sehr rudimentär“) respektive verweigert worden sei. Zu
dem bestünden mehrfache Hinweise darauf, dass der Gutachter sich
bedroht ge
fühlt habe. Dies führe
in der Gesamtschau unter anderem zum Schluss, dass das Gutachten nicht mehr neutral verfasst worden sei (S. 14 unten).
Eine eindeutige und zweifelsfreie Diagnosestellung einer mittelschweren depres
si
ven Episode könne anhand des beschriebenen Psychostatus (Befund) aufgrund der genannten Mängel nicht nachvollzogen werden (S. 15 oben). Im Vergleich der
Gutachten von
Dr.
C._
und
Dr.
Z._
sei festzustellen, dass sich keine
erhebliche, richtungsweisende Verschlechterung ergeben habe. Die diag
nosti
sche
Einschätzung sei nahezu identisch; wieso nun eine deutlich höhere Arbeitsun
fähigkeit geschätzt werde, werde im Gutachten nicht diskutiert und sei insge
samt nicht nachvollziehbar. Zudem sei festzustellen, dass die Diagnose ei
ner Per
sönlichkeitsstörung vom dissozialen Typus so nicht nachvollzogen wer
den
könne. So entwickle sich eine Persönlichkeitsstörung in der Kindheit und Jugend
und führe zu erheblichen zwischenmenschlichen Problemen mit drasti
schen Aus
wirkungen auf die soziale, familiäre und berufliche Integration.
Im Gutachten von
Dr.
C._
werde jedoch keine Persönlichkeitsstörung mit Be
ginn in der Kindheit und Jugend beschrieben; im Gegenteil werde eine praktisch unauf
fällige Entwicklung beschrieben.
Der Beschwerdeführer
habe an keinen Brücken
symptomen oder anderen psychosexuellen Entwicklungsstörungen ge
litten
(S.
16
f.). Zusammenfassend sei aus versicherungspsychiatrischer Sicht festzu
stellen, dass das Gutachten von
Dr.
Z._
, soweit einschätzbar, zwar die vor
h
andene Aktenlage berücksichtige,
e
s fände sich jedoch keine vollständig erho
bene Anamnese. Die anamnestischen Angaben seien aufgrund der man
gelnden
Kooperationsbereitschaft des Beschwerdeführers eingeschränkt gewe
sen. Die Diag
nosen seien anhand der Befunde ebenfalls nicht nachvollziehbar. Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass alleine aufgrund einer Verweigerungshal
tung nicht
automatisch eine psychische Störung abgeleitet werden könne. Aus versiche
rungs
psychiatrischer Sicht sei das Gutachten nicht nachvollziehbar (S.
18 unten)
.
5.
4
Dr.
med.
J._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Re
gionalärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD)
,
hielt in einer Stellung
nahme vom
6.
März 2014 (
Urk.
7 S. 9 oben) fest, bei nachgewiesenen la
k
unären Gewissensentwicklungen
,
wie bei den
im psychiatrischen Gutachten
genannten
Persönlichkeitszügen (dissozial/antisozial/psychopathisch)
,
stünde
n affektive Diag
nosen oftmals im
Widerspruch.
In diesem
Zusammenhang empfehle sich ein Ergänzungsgutachten bei einem forensisch erfahrenen Neuropsychologen
be
zie
hungsweise Psychiater mit allfälligen testpsychologischen Untersuch
ungen.
Der Gutachter
bestätige
ein Aggravationsverhalten und unaufrichtiges Verhal
ten mit Inkonsistenzen. Mit dieser Aussage könne eine rechtsgenügliche Gültig
keit des Gutachtens nicht bestätigt werden. Ausserdem werde eine Haltung eines Delinquenten beschrieben und nicht eine Haltung melancholicus passend bei einer depressiven St
örung. Der Gutachter habe keine
Test
s
(Hamilton oder Beck) abgenommen, um
die Depression zu quantifizieren.
Er
spreche von einer be
drohlichen Aggressivität des Exploranden. Ein Depressiver könne nicht bedro
hen. Es entstehe eher eine Gefühlsleere und Antriebslosigkei
t und b
eim Gut
ach
ter oder Behandler
stelle sich eher eine Müdigkeit (Gegenübertragung) ein.
5.
5
Dr.
med
.
K
._
,
Facharzt für Handchirurgie, Oberarzt
Klinik A._
,
stellte
in einem Bericht vom 3
1.
März 2014
(
Urk.
8/147)
die handchirurgischen Diag
nosen: Verdacht auf Tendovaginitis stenosans Dig. II-IV beidseits
,
Stadium I-II
;
beginnende Grundgelenksart
hrose Dig. II und III beidseits;
Zustand nach Fraktur Os metacarpale V rechts 200
9.
Als Nebendiagnose nannte er einen Ver
dacht
auf
eine Calcium-Prophosphat-Ablagerungserkrankung
und als Differen
tialdiagnose eine Hämochromatose
(S. 1).
Dr.
K._
gab zum erhobenen Befund an
, die Inspektion zeige zunächst einen insgesamt sehr bewegungseingeschränkten Patienten mit Schonhaltung sämtli
cher Langfinger in einer mittleren Beugung. Es falle beidseits eine milde Schwell
ung beider Hände auf. Bei der Aufforderung, einen Faustschluss durch
zuführen, verbleibe ein Fingerkuppen-Hohlstand-Abstand von 5 cm. Im Ver
gleich zu den beiden ulnaren
Grundgelenken
wiesen
das MCP-II und III-Gelenk beidseits eine verminderte Schwellung als möglicher Hinweis auf eine Chondro
kalzinose und differentialdiagnost
isch auf eine Hämochromatose au
f
. Auf Höhe der A1-Ring
bänder Dig. II-IV bestehe eine ausgeprägte Druckdolenz (S.
2 oben).
Dr.
K._
g
ing
von einer Chondrokalzinose und differentialdiagnostisch von ei
ner Hämo
chromatose als Ursache für die Schmerzen in den Grundgelenken Dig. II und I
II
aus. Nichtsdestotrotz erklärten
die Schwellung und die Schmerzsymp
tomatik hier
nicht das gesamte Beschwerdeausmass, vor allem nicht die Schmerzen in den
Langfingern auf Höhe des palmaren Aspektes der Grundge
lenke, weshalb mögli
cher
weise zusätzlich eine im Vordergrund stehende Tendovaginitis stenosans vorliegen könnte. Er empfehle, die Möglichkeit einer medikamentösen Therapie nach vorheriger genauer Diagnosestellung abzuklä
ren (S. 2).
5.
6
Der Beschwerdeführer reichte im Beschwerdeverfahren zudem einen Bericht von
Dr.
med.
L._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, vom 2
9.
Sep
tem
ber 2014 (
Urk.
3) ein.
Dr.
L._
stellte
darin
die Diagnosen:
MCP-Gelenksartrhose Dig II und III beidseits bei starkem Verdacht auf eine CPPD-Arthropathie
AC-Gelenksarthrose links
m
ittelgradige chronische Depression
Status nach Metacarpale V Fraktur rechts 2009 konservativ
Dr.
L._
führte weiter aus
, der Beschwerdeführer leide unverändert an Ge
lenksschmerzen
in
beiden Händen und der linken Schulter. Der Faustschluss sei nicht möglich. Zusätzlich klage er seit längerer Zeit über Sensibilitätsstörungen in den Fingern II und III. Der Beschwerdefüh
rer sei durch die massiven Hand
/
Fingerbeschwerden in seinem täglichen Leben sehr eingeschränkt.
6
.
6.1
Dr.
I._
brachte in der Stellungnahme vom
5.
März 2014
Einwände gegen
das psychiatrische
Gu
tachten
von
Dr.
Z._
vor (E. 5.
3
hiervor).
6.2
Nach
der von
Dr.
I._
vorgebrachten
Kritik,
der sich der RAD der Beschwer
degegnerin anschloss,
bestehen Zweifel am Beweiswert des Gutachtens von
Dr.
Z._
.
So ist
gestützt auf die Einschätzung
Dr.
I._
s
nicht auszu
schliessen
,
dass sich der Gut
achter durch
den Beschwerdeführer
b
edroht fühlte und
sich dieser Umstand auf das Gutachten auswirkte.
Weiter ist dem RAD beizupflichten
, dass
die im Gut
achten beschriebenen Inkonsistenzen und Aggra
vationstendenzen
des Be
schwerdeführers
(E.
5.2)
bei der
Beurteilung der Arbeits
fähigkeit auszuscheiden gewesen wären.
A
us dem Gutachten von
Dr.
Z._
ergibt sich
mangels fehlender Kooperation des Beschwerdeführers
nicht aus
rei
chend
, ob im Ver
gleich zur Begutachtung der
Gutachtenstelle E._
im Jahr
2008
eine
gesund
heitliche Ve
r
schlechterung eingetreten ist.
Das Gutachten von
Dr.
Z._
vermag den
Voraussetzungen
für ein medizinisches Gutachten (E. 2.2 hiervor)
demnach
nicht zu genüg
en.
6.3
Da das Gutachten die genannten Mängel aufweist,
liegt hin
sichtlich einer er
neuten Begutachtung keine
unzulässige second opinion
vor
, weshalb sich die angefochtene Verfügung insofern als richtig erweist.
Der Beschwerdeführer ist
auf seine Mitwirkungspflicht
en
bei einer erneuten Be
gutachtung
etwa bei der
Erhebung der Anamnese
hinzuweisen
(
Art.
43
Abs.
3 ATSG).
6.4
Zudem sind die
geklagten
Hand- und Schulterschmerzen gutachterlich abzuklä
ren.
Die Beschwerdegegnerin übersieht
in der Verfügung vom 2
5.
September 2014
(
Urk.
2 S. 2)
,
dass
das
Spital H._
für eine behinderungsangepasste Tätigkeit
aus rheumatologischer Sicht
eine Einschränkung
von 20
%
attestierte
(E.
5.1).
Die rheumatologischen Beschwerden sind daher für die Beurteilun
g der Arbeitsfä
higkeit
in einer angepassten Tätigkeit
relevant.
Damit ist eine gesamthafte Be
urteilung der Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer und psychiatrischer Sicht erforderlich.
Eine neurologische Abklärung erscheint indessen nicht indiziert zu sein.
Da keine internistischen Beschwer
den bekannt sind, ist
deshalb
eine
bidi
s
zi
plinäre Begutachtung nicht zwingend erforderlich.
Die Beschwerde ist daher tei
l
weise gutzuheissen und die Verfügung vom 23. September 2014 dahin
geh
end
abzuändern, dass eine bidisziplinäre Begutachtung des Beschwerde
führers vor
zu
nehmen ist.
7.
7.1
Da es vorliegend nicht um die Bewilligung oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung geht, ist das Beschwerdeverfahren kostenlos (
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes
über die Invalidenversicherung
)
.
7.2
Ausgangsgemäss
ist dem Beschwerdeführer eine
reduzierte
Prozessentschädi
gung von
Fr.
1
‘
5
00.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) zuzuspre
chen.