# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ceec1558-38e6-52cc-8f33-e4905a2a8fa5
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1954 geborene X._, Inhaber des juristischen Lizenti
ats, war zuletzt bis Ende Juni 2015 als Rechtsberater beim Gewerkschaftsver
bund des Bezirks Y._ im 60%-Pensum angestellt. Mit Datum vom 22. Juni 2015 meldete er sich unter Hinweis auf ein Burn-out/Depressionen bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum
Leis
tungsbezug
an (Urk. 10/2). Die IV-Stelle lud den Versicherten zu einem per
sönlichen Beratungsgespräch ein (vgl. Gesprächsprotokoll vom 4. August 2015, Urk. 10/13), zog einen Auszug aus dem Individuellen Konto (IK-Aus
zug vom 13. Juli 2015, Urk. 10/11) sowie die Akten der
Krankentaggeldversi
cherung
bei (Urk. 10/17/1-31, Urk. 10/26/1-3, Urk. 10/37/1-37) und tätigte medizinische und berufliche Abklärungen. Nach durchgeführtem
Vorbe
scheidverfahren
(Urk. 10/46, Urk. 10/49, Urk. 10/53) wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren (Rente/berufliche Massnahmen) des Versicherten mit Verfügung vom 1. Juli 2016 ab (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob X._ am 29. August 2016 Beschwerde und beantragte, es sei ihm in Aufhebung der angefochtenen Verfügung vom 1. Juli 2016 eine ganze Rente zuzusprechen. Eventualiter sei die Sache zur Durchführung beruflicher Eingliederungsmassnahmen an die Vorinstanz zurückzuweisen (Urk. 1 S. 2). Ausserdem legte der Beschwerdeführer medizi
nische Unterlagen auf (Urk. 3/3-5). Mit Nachtrag vom 15. September 2016 reichte er zusätzlich den Austrittsbericht der Z._ Zürich vom 30. August 2016 ein (Urk. 6, Urk. 7). Eine Kopie dieser Eingaben wurden der Beschwerdegegnerin mit Verfügung vom 19. September 2016 innert bereits angesetzter
Vernehmlassungsfrist
zuge
stellt (Urk. 8). Mit Beschwerdeantwort vom 21. September 2016 schloss die Beschwerdegegnerin auf Abweisung der Beschwerde
(Urk. 9), was dem Beschwerdeführer am 22. September 2016 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 11).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien sowie die eingereichten Unterlagen ist, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen einzugehen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit
(Art. 8 Abs. 1 des Allgemeinen Teils des Sozial
versicherungsrechts, ATSG). Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krank
heit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1 des Bundesgese
tzes über die Invali
denversiche
rung, IVG)
.
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei
psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Lei
den
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Auf
bietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. November 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer
Restarbeits
fähigkeit
auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem
Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.4
Invalide o
der von einer Invalidität (Art.
8 ATSG) bedroht
e Versicherte haben gemäss Art.
8 IVG Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen, soweit
(Abs. 1)
:
a.
diese notwendig und geeignet sind, die Erwerbsfähigkeit oder die Fähig
keit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, wieder herzustellen, zu erhal
ten oder zu verbessern; und
b.
die Voraussetzungen für den Anspruch auf die einzelne
n Massnahmen erfüllt sind
.
Der Anspruch auf Eingliederungsmassnahmen besteht unabhängig von der Ausübung einer Erwerbstätigkeit vor Eintritt der Invalidität. Bei der Festle
gung der Massnahmen ist die gesamte noch zu erwartende Dauer des Erwerbs
lebens zu berücksichtigen (Abs.
1
bis
).
Die Eingliederungsmassnahmen bestehen
gemäss Abs. 3 in
me
dizinischen Massnahmen (
lit
. a),
Integrationsmassnahmen zur Vorbereitung auf die
berufliche Eingliederung (
lit
.
a
bis
),
Massnahmen beruflicher Art (Berufsbera
tung, erstmalige berufliche Ausbildung, Umschulung, Arbeitsverm
ittlung, Kapitalhilfe;
lit
. b) und in
der Abgabe von Hilfsmitteln (
lit
.
d).
1.5
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog in der angefochtenen Verfügung im Wesentli
chen, gemäss den medizinischen Abklärungen hätten die vorliegen
den Diagnosen keine länger dauernden oder bleibenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit. Vor diesem Hintergrund bestehe kein Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung (Urk. 2 S. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer wandte dagegen im Wesentlichen ein, es liege eine invalidisierende Depressionserkrankung in Wechselwirkung mit einer
Panik
störung
, einer hypochondrischen Störung und einem in der Kindheit erlitte
nen Trauma vor. Gemäss dem behandelnden Psychiater sei er (der Beschwer
deführer) nicht mehr arbeitsfähig, da sich die Konzentrationsstörung, die Antriebs- und auch Energielosigkeit trotz Medikamente und motivierter Teil
nahme am Therapieangebot nicht verbessert hätten. Ein Arbeitsversuch im Frühjahr 2016 sei denn auch gescheitert. Im Anschluss daran habe sich sein Zustand zunehmend verschlechtert, weshalb er sich in teilstationäre Behandlung und später in stationäre Behandlung habe begeben müssen. Vor diesem Hintergrund habe er (der Beschwerdeführer) Anspruch auf eine Rente. Eventualiter seien nach Massgabe des Grundsatzes „Eingliederung vor Rente“ berufliche Massnahmen durchzuführen (Urk. 1 S. 7 f.).
3.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf Leistungen der Invalidenversicherung hat.
4.
4.1
Mit Bericht zuhanden der Beschwerdegegnerin vom 8. September 2015 diag
nostizierte der seit April 2015 behandelnde med. prakt. A._, Fach
arzt für Psychiatrie und Psychotherapie, ein seit Januar 2015 bestehendes Burn-out (Z73.2) und eine Panikstörung (F41.0, Urk. 10/20/1).
Das
Sprechtempo des Besch
werdeführers sei
beschleunigt und der Gedanken
gang teils lose zusammenhängend bis wirr.
Der Antrieb sei reduziert
mit deutlichem Morgentief, wobei das Aufstehen morgens kaum möglich sei. Sodann zeigten sich eine erhöhte Müdigkeit, Erschöpfung sowie
ein sozialer Rückzug. Der Beschwerdeführer sei grüblerisch und es bestünden
längere Phasen von tiefer Traurigkeit, deutliche Insuffizienzgefühle, Existenzängste, Schuldgefühle gegenüber der Umgebung und der Familie, Zukunftsängste, Versagensängste sowie das Gefühl von seelischem Schmerz. Eine geregelte Aktivität, wie Rechnungen zahlen, sei wegen starken
Konzentrations
einbus
sen
und Grübelns
nicht möglich. Weiter bestünden eine generalisierte
Anhe
donie
, Schlafstörungen mit Einschlaf- und Durchschlafproblematik und erniedrigter Gesamtschlafdauer. Ebenso leide der Beschwerdeführer an einem Reizmagen, an einem Gallenblasenpolyp sowie an Kieferentzündungen.
Ausserdem notierte med. prakt. A._
Panikattacken bei ängstlich-nervöser Grundstimmung und aktuell auch verschiedene hypochondrische Ängste
(Urk. 10/20/2)
.
Im Januar 2015 sei
dem Beschwerdeführer
im Rahmen einer Budgetkorrektur der Stadt
Y._
seine langjährige Stelle per Ende Juni 2015 gekündigt
worden
.
Ende Februar 2015 habe
er
eine lan
gwierige Bronchiti
s
erlitten, woraufhin
er vom Hausarzt ca. 3 Wochen arbeitsunfähig geschrieben wo
rde
n sei. Später sei
d
er
Beschwerdeführer von demselben Arzt wegen psychischer Probleme krank
geschrieben
worden
.
Ein
Arbeitsversuch unter Kran
kschrei
bung sei misslu
ng
en
, da es im Zusammenhang mit der intensiven kogni
tiven Auseinandersetzung am Arbeitsplatz w
ieder zu ei
ner
Zustandsverschlechte
rung
gekommen sei
. Insbesond
ere habe
der
aufgrund der
deutlich
u
nterdo
tierten
Stelle (der Beschwerdeführer habe alleine auf der Fachstelle für A
rbeits-und Fachversicherungsrecht
im Umfang
zu 60
% gearbeitet
) entsta
n
dene grosse Pendenzenberg beim Beschwerdeführer
erneut Panikattacken
(Angst, Ü
belkeit, Herzklopfen) aus
gelöst.
Nach dem Tod der Mutter
habe es eine Phase
latenter Suizidalität
gegeben, welche aber mit der ambulanten
Therapie in engmaschigen Abständen gut
habe begleitet werden können (Urk. 10/20/2).
Derzeit bestehe eine ambulante, psychiatrische Behandlung im Wochen-
rhyth
mus
. Medikamentös werde der Beschwerdeführer mit
Rebalance
500 mg (1/0/0) behandelt. Aufgrund des sich grundsätzlich langsam verbessernden Grundzustandes sei mit einer langsamen und schrittweisen
Wiederer
-
langung
der Arbeitsfähigkeit ab Jahreswechsel 2015/2016 zu rechnen (Urk. 10/20/2 f.).
4.2
Der seit 1990 behandelnde Hausarzt Dr. med. B._, Facharzt FMH für Allgemeinmedizin, diagnostizierte mit Bericht vom 20. September 2015 mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit eine seit 2015 bestehende akute depressive Episode sowie Angststörung. Ohne Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit notierte er eine chronisch rezidivierende Gastritis. Im Übrigen verwies Dr. B._ auf die Angaben des behandelnden Psychiaters (Urk. 10/22/6).
4.3
Im Verlaufsbericht vom 17. März 2016 stellte med. prakt. A._ folgende Diagnosen (Urk. 10/41/1):
-
Mittelgradi
ge depressive Episode einer rezidivierenden depressiven Stö
rung (F33.1,
2015
)
-
Burno
ut
(Z73.2,
2015
)
-
Status nach Panikstörung (F 4
1.0
,
2015
)
-
Status nach
Traumatisierungen in der Kindheit
(ca.1960)
Der
Beschwerdeführer habe
im Herbst
erneut
eine Zustandsverschlechterung
erlitten, welche mit engmaschi
gen, wöchentlichen ambulanten Terminen
habe aufgefangen werden könn
e
n
. Im Zusammenhang mit
anderen Stresso
ren sei die antidepressive Therapie pharmakologisch auf
Cipralex
umge
stellt und
aufdosiert
worden. Darunter habe der Beschwerdeführer allerdings an mannigfaltigen Nebenwirkungen gelitten
(Urk. 10/41/1)
.
Aktuell bestünden Konsultationen im zweiwöchentlichen Rhythmus und werde der Beschwer
deführer medikamentös mit
Rebalance
500 mg behandelt.
Durch die
Kon
zentrati
onseinbussen
sei e
in strukturierter Alltag nicht möglich.
Der
Beschwerdeführer
könne
keine
rlei
Arbeiten, auch nicht einfache
–
geschweige denn geistig anspruchsvolle – innert vernünftiger Frist erledigen
.
Mithin sei er
momentan nicht
arbeitsfähig
. Es
könne jedoch mit einer Wie
dererlangung
der Arbeitsf
ähigkeit
gerechnet werden. Aufgrund diverser kö
r
perlicher Probleme, die aktuell
behandelt w
ü
rden,
sei eine Wiedereinglie
de
rung
der Arbeitsfähigkeit
frühestens im Mai
2016 möglich (Urk. 10/41/3).
4.4
Am 20. Mai 201
6
trat der Beschwerdeführer freiwillig
auf Zuweisung durch den ambulant
en Psychiater zur teilstationären
Therapie und Etablierung einer Tag
esstruktur in die Z._ ein. Nach dem
Jobverlust als Jurist
sei er nach eignen Angaben in ein "Loch" gefallen,
depressiv geworden und habe
er
sich in eine ambulant-psychiatrische Therapie bege
ben.
Ein Leistungsgesuch
bei der
IV sei erst kürzlich abgelehnt worden
[Anmerkung des Gerichts: Vgl. Vorbescheid vom 2. Mai 2016, Urk. 10/46]
, was zu einer erneut
e
n Zustandsverschlechterung geführt habe. Aktuell leide
der
Beschwerdeführer
an
einer depressiven
Stimmung,
an
vermindert
em Antrieb, Freudlosigkeit,
ausgeprägten
Ko
nzentrationsstörungen,
Appetitmin
derung
,
ne
gativen Zukunftsperspektiven sowie
Schl
af
störungen. In medika
mentöser Hinsicht nehme er s
eit e
inigen Monaten
Rebalance
ein. Einen Behand
lungsversuch mit
Cipralex
über zwei
Monate habe er schlecht vertra
gen (Magenbeschwerden, Zahnprobleme). Bei Eintritt
habe sich der Beschwerdeführer keine Änderung der Medika
tion
gewünscht. Diese sei denn auch
beibehalten
worden (
Rebalance
/
Esomep
). Im Übrigen nehme
er
mo
ti
viert am Therapieangebot teil. Sein psychisc
he
r
Zustand
habe sich zuneh
mend verbessert. Die Konzentrationsstö
rungen, Antriebslosigkeit
sowie Schuld
gefühle und Energielosigkeit
seien demgegenüber
noch deutlich
vor
handen
(
Urk.
10/52/1)
.
5.
5.1
Unbestritten und aufgrund der kohärenten medizinischen Aktenlage erstellt ist, dass der Beschwerdeführer an einer rezidivierenden depressiven Störung, m
ittelgradi
ge
Episode, (F33.1
)
leidet. Demgegenüber liegen – entgegen der Darstellung des Beschwerdeführers (vgl. Urk. 1 S. 7) – weder eine akute Panikstörung noch ein akutes Trauma vor. Hielten die behandelnden Ärzte diesbezüglich doch übereinstimmend einen Status nach Panikstörung resp. Status nach Traumatisierung in der Kindheit (Urk. 10/41/1, Urk. 10/52/1) fest.
5.2
N
ach der Rechtsprechung des Bundesgerichts fallen leichte bis mittelgradige depressive Störungen, seien sie im Auftreten rezidivierend oder episodisch, einzig dann als invalidisierende Krankheiten in Betracht, wenn sie nach konsequent und in kooperativer Weise optimal und nachhaltig durchgeführ
ter Therapie sowie nach Ausschöpfung aller aus fachärztlicher Sicht indi
zierten zumutbaren (ambulanten und stationären) Behandlungsmöglichkeiten erwiesenermassen therapieresistent sind (statt vieler: BGE 140 V 193 E. 3.3 mit Hinweis; BGE 140 V 193 E. 3.3; BGE 137 V 64 E.
5.2 mit Hinweis; vgl. Urteile des Bundesgerichts 9C_13/2016 vom 14. April 2016 E. 4.2 und 9C_89/2016 vom 12. Mai 2016 E. 4.1). Nur in einer solchen - seltenen, da nach gesicherter psychiatrischer Erfahrung Depres
sionen im Allgemeinen therapeutisch gut
angehbar
sind - gesetzlich verlangten Konstellation ist den normativen Anforderungen des Art. 7 Abs. 2 zweiter Satz ATSG für eine objektivierende Betrachtungs- und Prüfungsweise Genüge getan (BGE 141
V
281 E. 3.7.1 bis 3.7.3). In Anbetracht
der
guten Ansprechbarkeit
auf die durchgeführten ambulanten und (teil-)stationären Behandlungsmassnahmen
(vgl. Urk.
10/41/1: „Der Patient erlitt im Herbst eine erneute
Zustandsver
schlechterung
, welche mit engmaschigen, wöchentlichen ambulanten Termi
nen aufgefangen werden konnte“, Urk. 10/52/2: „Der psychische Zustand verbessert sich zunehmend“, Urk. 10/58/2: “Insgesamt zeigte sich eine
Teil
remission
bezüglich der Zielsymptomatik“)
kann vorliegend von einer invali
disierenden Leidensresistenz nicht die Rede sein
. Letzteres umso weniger bei wiederholter psychischer Dekompensation vor dem Hintergrund
invaliditäts
fremder
Faktoren (negative
Leistungsentscheid
e
der IV, vgl.
Urk.
10/52/1,
Urk.
10/58)
. Entsprechend hielt denn auch der behandelnde Psychiater fest, eine Wiedereingliederung des Beschwerdeführers in die Arbeitswelt sei innert weniger Monate möglich
(Urk.
10/41/3, Urk. 10/20/2
)
. Was die jedenfalls noch im Juni 2016 (während noch laufender teilstationärer Behandlung in der Z._ dokumentierte Residualsymptomatik in Form von Konzentrations
störungen, Antriebs- und Energielosigkeit betrifft (vgl. Urk. 10/52/2), so wurden die sich aufdrängenden und zumutbaren
pharmakotherapeutischen
Behandlungsressourcen bei der bis dahin – ungeachtet des zweimonatigen Behandlungsversuchs mittels
Cipralex
(vgl. 10/58/2) – beim Eindruck einge
schränkter Compliance
(vgl.
Urk.
10/58/2)
ausschliesslich auf pflanzlicher Basis eingenommener Antidepressiva (Johanniskraut) offensichtlich noch nicht ausgeschöpft
.
Jedenfalls
fanden entsprechende Residuen bereits im Nachgang der zuletzt durchgeführten niederschwelligen klassischen Pharma
kotherapie (
Remeron
0-0-0-0.5) keinerlei Erwähnung mehr
(vgl. Urk. 10/58/2).
5.3
Der nachträ
g
lich zu den Akten gegebene Austrittsbericht der Z._ vom 30. August 2016
(vgl. auch Kurzaustrittsbericht vom 18. August 2016, Urk. 10/58 = Urk. 3/3) betreffend die stationäre
Hospitalisation
vom 4. Juli bis 19. August 2016 bezieht sich auf einen Sachverhalt, der sich
nach Erlass der angefochtenen Verfügung
ereignete
. Nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit des angefoch
tenen Entscheids demgegenüber in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Abschlusses des Verwaltungsverfahrens gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung sein (BGE 131 V 242 E. 2.1, 121 V
362 E. 1b). Dies hat der Beschwerdeführer bereits selbst zutreffend erkannt (vgl. Urk. 10/59).
5.4
Mit Bezug auf das lediglich von med. prakt. A._ diagnostizierte Burn-out (Z73.2, Urk. 10/20/1, Urk. 10/41/1) ist der Vollständigkeit schliesslich darauf hinzuweisen, dass d
ie
sog. Z-Diagnosen u.a. zur Klassifizierung von Umstän
den vorgesehen
sind, die den Gesundheitszustand einer P
erson b
eeinflussen, an sich aber keine Krankheit oder Schädigung im IV-rechtlichen S
i
nne dar
stellen, da diese keine (anhaltende) A
rbeitsunfähigkeit begründen
.
5.5
U
nter Hinwe
is auf das unter E. 1.4 Gesagte unterliegt der Anspruch auf berufli
che Massnahmen den allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen gemäss Art. 8 IVG und scheitert vorliegend bereits am Erfordernis einer
leistungsspe
zifischen
Invalidität. Entsprechend hat die Beschwerdegegnerin
auch den Anspruch auf berufli
che Massnahmen zu Recht verneint.
5.6
Zusammenfassend ist mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit erstellt, dass es dem Be
schwerdeführer bei Aufbietung allen guten Willens (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen) und in Nachachtung des im Sozialversicherungsrecht allgemein geltenden Grundsatzes der Schadenminderungspflicht zuzumuten ist,
seine psychischen Leiden zu überwinden und
einer rentenausschliessenden Erwerbstätigkeit nachzugehen.
Die Beschwerde erweist sich damit als unbegründet und ist abzuweisen.
6
.
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und
ausgangsge
mäss
vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).