# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5f9bf914-d046-4b64-8ef0-4d3ea37b6cd7
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1945, war Bezügerin von Zusatzleistungen zu ihrer AHV-Altersrente. Im Dezember 2010 verstarb ihre Mutter (vgl. Urk.
8/70 S. 2, Urk.
8/72 S. 1). Aufgrund der Erbschaft berechnete die Stadt Zürich,
Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV
(nachfolgend: Durchfüh
rungsstelle)
,
den Zusatzleistungsanspruch mit Verfügung vom 19.
Juni 2013 rück
wirkend neu, was zur Folge hatte, dass ab Januar 2012 kein Anspruch auf Zusatz
leistungen mehr resultierte (Urk.
8/V16). M
it Verfügung vom 21.
Juni 2013 stellte die Durchführungsstelle
die bisher gewährten Leistungen ein und forderte
von
X._
die in der Zeit ab Januar 2012 bis und mit März 2013
zu
viel
bezogenen Ergänzungsleistungen (einschliesslich Beihilfen, Ge
meindezuschüsse und Krankheitskosten) in der Höhe von Fr.
41‘536.-- zurück (Urk.
8/V18). Die Einstellung der Leistungen und die Rückforderung bestätigte die Durchführungsstelle mit
Einspracheentscheid
vom 26.
März 2014, indem sie die
gegen die Verfügung vom 21.
Juni
2013 erhobene Einsprache abwies (Urk.
8/V20).
Auf die dagegen erhobene Beschwerde trat das Sozialversicherungs
gericht des Kantons Zürich mit Beschluss ZL.2014.00043 vom 30.
Mai 2014 nicht ein, da Mängel im Zusammenhang mit der Erhebung der Beschwerdeerhebung nicht innert angesetzter Nachfrist behoben worden waren und damit die Prozess
vor
aussetzungen nicht erfüllt waren (Urk.
8/98). Gegen diesen Entscheid erhob
X._
Beschwerde am Bundesgericht (Urk.
8/104), auf welche dieses mit Urteil 9C_573/2014 vom 29.
August
2014 nicht eintrat (Urk.
8/105).
1.2
Mit Eingabe vom 28.
September
2014 ersuchte
X._
um Erlass der Rückforderung (Urk.
8/106). Mit Verfügung vom 9.
Oktober
2014 wies die Durchführungsstelle das Erlassgesuch ab (Urk.
8
/
V
22). Dagege
n erhob
X._
gleichentags Einspra
che (Urk.
12/109). Diese wies die Durchführungsstelle mit
Einspracheentscheid
vom 26.
November 2014 ab (Urk.
8/V24). Das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich wies die gegen diesen
Einspracheentscheid
erhobene Beschwerde der Gesuchstellerin mit Urteil ZL.2015.00004 vom 30.
November
2016 ab (Urk.
8/138). Auf die von der Gesuchstellerin dagegen erhobene Beschwerde (Urk.
8/143) trat das Bundesgericht mit Urteil 9C_146/2017 vom 1.
März
2017 nicht ein (Urk.
8/146). Am
2
8.
November 2018
beantragte
X._
sodann die Revision des Urteils ZL.2015.0004 vom 30.
November
2016.
Mit Urteil ZL.2018.00118 vom 10.
Januar
2019 wies das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich das Revisionsgesuch ab, soweit es auf dieses eintrat (Urk.
8/178). Dieser Entscheid blieb unangefochten.
1.3
Bereits am 19.
Februar
2016 hatte
X._
er
neut um die Auszahlung von Zusatzleistungen ersucht (Urk.
8/130). Aufgrund des damals laufenden Verfahrens
betreffend Erlass der Rückforderung setzte die Durchführungsstelle die Abklärung des geltend gemachten Anspruchs vorläufig aus (vgl. Urk.
8/131). Nach Abschluss des Rechtsmittelverfahrens in Sachen Erlass der Rückforderung stellte sich die Durchführungsstelle gegenüber
X._
mit Schreiben vom 27.
April
2017 auf den Standpunkt, aufgrund des anzurechnenden Vermögensverzichts von über Fr.
500'000.-- und des damit verbundenen Vermögensverzehrs sei ein tatsächli
cher Anspruch wenig wahrscheinlich, weswegen die Bearbeitung des Gesuches eingestellt werde (Urk.
8/148). Nach einem weiteren Leistungsgesuch vom 4.
Nov
ember
2018 (Urk.
8/164) und einer sich daran anschliessenden Korrespon
denz einschliesslich Akteneinsicht (Urk.
8/165 ff.) nahm die Durchführungsstelle weitere Abklärungen zwecks Prüfung des Gesuches vor (Urk.
8/181 ff.). Am 4.
November
2019 verfügte die Durchführungsstelle über den Leistungsanspruch von
X._
. Sie sprach der Gesuchstellerin Zusatzleistungen wie folgt zu: Fr.
617.-- ab Februar bis und mit Dezember
2016 und Fr.
742.-- ab Januar bis und mit Dezember 2017 (jeweils einschliesslich Prä
mienverbilligung für die obligatorische Krankenpflegeversicherung), sodann Fr.
347.-- ab Januar bis und mit Dezember 2018 sowie Fr.
444.-- ab Januar 2019 (jeweils unter Berücksichtigung der Prämienverbilligung für die Krankenversi
cherung von monatlich Fr.
505.-- für 2018 und Fr.
517.-- für 2019; Urk.
8/V25). Gegen diese Verfügung erhob die Gesuchstellerin am 30.
November 2019 Ein
sprache (Urk.
8/235). Diese Einsprache wies die Durchführungsstelle mit
Ein
spracheentscheid
vom 17.
Juni 2020 ab, soweit es auf diese eintrat (Urk.
2 = Urk.
8/V29).
2.
Mit Eingabe vom 7.
Juli 2020 erhob
X._
direkt bei der Stadt Zürich, Amt für Zusatzleistungen zur AHV/IV, Beschwerde gegen den
Einspracheentscheid
vom 17.
Juni 2020.
Sie stellte sinngemäss das Rechtsbegehren, in Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei der Anspruch unter Berücksichtigung eines Verzichtsvermögens von € 190'000.-- zu bemessen (Urk.
1). Die Durchführungsstelle überwies die Eingabe am 13.
Juli 2020 dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich (Urk.
4) und schloss in ihrer Ver
nehmlassung vom 5.
August 2020 auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
7). Dies wurde
X._
am 10.
August 2020 zur Kennt
nis gebracht (Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1.
Januar 2021 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversiche
rung (ELG) und der Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinter
lassenen- und Invalidenversicherung (ELV) wie auch des kantonalrechtlichen Zusatzleistungsgesetzes (ZLG) und der Zusatzleistungsverordnung (ZLV) in Kraft ge
treten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Da der
Einspracheent
scheid
vom 17.
Juni
2020 respektive die diesem zu Grunde liegende Verfügung vom 4.
November 2019 den Anspruch der Beschwerdeführerin auf Zusatzleistun
gen im Zeitraum von Februar 2016 bis und mit Dezember
2018 sowie ab Januar 2019 zum Gegenstand hat, sind die bis 31.
Dezember
2020 gültig gewesenen Nor
men auf den vorliegenden Fall anzuwenden und in dieser Fassung zu zitieren.
1.2
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach den Art.
4 bis Art.
6 ELG erfüllen, Zusatzleistungen zur Deckung ihres Existenz
bedarfs (Art.
2 Abs.
1 ELG; §§
1, 13, 15 und 20 ZLG). Zweck der Ergänzungsleis
tungen ist eine angemessene Deckung des Existenzbedarfs. Bedürftigen Rentnern der Alters- und Hinterlassenen- sowie der Invalidenversicherung soll ein regel
mässiges Mindesteinkommen gesichert werden. Die Einkommensgrenzen haben dabei die doppelte Funktion einer
Bedarfslimite
und eines garantierten Mindest
einkommens. Deshalb sind bei der Anspruchsberechnung - vorbehältlich Art.
11 Abs.
1
lit
. g ELG - nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhandene Ver
mögenswerte zu berücksichtigen, über die der Leistungsansprecher oder die
Leis
tungsansprecherin
ungeschmälert verfügen kann (BGE 127 V 248 E. 4a, 122 V 19 E. 5a).
1.3
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die an
erkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art.
9 Abs.
1 ELG). Die anrechenbaren Ausgaben werden nach Art.
10 ELG, die Einnahmen nach Art.
11 ELG ermittelt.
Als Einnahmen angerechnet werden unter anderem zwei Drittel der Erwerbsein
künfte in Geld oder Naturalien, soweit sie bei alleinstehenden Personen jährlich Fr.
1‘000.-- übersteigen (Art.
11 Abs.
1
lit
. a ELG). Ebenfalls angerechnet werden Einkünfte aus beweglichem und unbeweglichem Vermögen (Art.
11 Abs.
1
lit
. b ELG).
Ausserdem ist ein Fünfzehntel, bei Altersrentnerinnen und Altersrentnern ein Zehntel des Reinvermögens, soweit es bei alleinstehenden
Personen Fr.
37‘500.--
übersteigt, als Einnahme anzurechnen. Gehört der Bezügerin oder dem Bezüger oder einer Person, die in die Berechnung der Ergänzungsleistung eingeschlossen ist, eine Liegenschaft, die mindestens von einer dieser Personen bewohnt wird, so ist nur der Fr.
112‘500.-- übersteigende Wert der Liegenschaft beim Vermögen zu berücksichtigen (Art.
11 Abs.
1
lit
. c ELG).
1.4
Beim Vermögensverzehr nach Art.
11 Abs.
1
lit
. c ELG handelt es sich um einen rein fiktiven Vermögensverbrauch. Unabhängig vom effektiven Vermögensver
brauch ist immer der gesetzlich vorgesehene Bruchteil des Vermögens anzurech
nen. Die Anrechnung eines Vermögenswertes im Rahmen von Art.
11 Abs.
1
lit
. c ELG beruht auf der Fiktion, dass er jederzeit in liquides Vermögen umgewandelt werden und als solches verzehrt werden kann. Die zeitliche Verzögerung, die mit einer Umwandlung eines konkreten Vermögenswertes in liquides Vermögen ver
bunden wäre, wird ignoriert. Ist indessen die Umwandlung in liquide Mittel nicht möglich oder der Zugriff darauf verwehrt, entfällt die Anrechnung (
Jöhl
/
Usinger
-Egger, Ergänzungsleistungen zur AHV/ IV, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. XIV, 3.
Aufl. 2016, S. 1842 ff.
Rz
160 ff.; Urteil des Bundesgerichts 9C_447/2016 vom 1.
März 2017 E. 4.1).
2.
2.1
Strittig ist, wie bereits im
Einspracheverfahren
, die Höhe des Verzichtsvermögens, das der Anspruchsberechnung für die Zeit ab Februar 2016 zu Grunde liegt. Die Beschwerdeführerin macht in ihrer Beschwerde geltend, es könne keinesfalls von einem Vermögensverzicht von Fr.
500'000.-- oder höher ausgegangen werden (Urk.
1 S. 1 u. S. 3 f.). Bereits im
Einspracheverfahren
hatte sie der Beschwerde
gegnerin vorgeworfen, ihr ein Verzichtsvermögen
in der Höhe von Fr.
552'000.--
angerechnet zu haben (Urk.
8/235 S. 1 f.). Die Beschwerdeführerin erachtet auf
grund des ihrem Sohn überlassenen Anteils am Erlös aus dem Verkauf der von ihrer Mutter geerbten Liegenschaft in
Y._
ein Verzichtsvermögen von €
190'000.-- als korrekt (Urk.
1 S. 5 ff.).
2.2
Der Verkauf der betreffenden Liegenschaft in
Z._
fand am 30.
Juli 2013 statt. Zur Verkäuferseite gehörten neben der Beschwerdeführerin deren Schwester und die Nichte als weitere Erbinnen des Nachlasses der Mutter der Beschwerdeführerin (Urk.
8/183 S. 2). Der Verkaufserlös betrug €
902'500.--, wovon der Beschwerde
führerin ein Viertel zustand. Dies deckt sich mit der Darstellung der Beschwerde
führerin (Urk.
1 S. 4 f. u. S. 6) und ist durch die notarielle Verkaufsurkunde
dokumentiert (Urk.
8/183 S.
1 u. 6). Der Verkaufsurkunde lässt sich sodann entneh
men, dass im Zusammenhang mit dem Grundstückverkauf Steuern und Gebühren von total € 46'841.-- (€ 34'295.-- + € 10'830.-- + € 813.-- + € 903.--) zu ent
richten waren (Urk.
8/183 S.
14). Es ist davon auszugehen, dass diese Kosten je zur Hälfte von der Verkäuferschaft und vom Erwerber zu bezahlen waren. Damit reduziert sich der Verkaufserlös für die Veräusserinnen um €
23'420.50 (€ 46'841.-- : 2) auf € 879'079.50.
Fest steht sodann, dass die Beschwerdeführerin - was sie anerkennt (Urk.
1 S. 7 f.) - gemäss notarieller Schenkungsurkunde vom 30.
Juli 2013 ihrem Sohn gleichentags den Betrag von € 190'000.-- übertrug (Urk.
8/83a).
2.3
Unter Berücksichtigung des Wechselkurses im Zeitpunkt des Liegenschaftsver
kaufs (Kurs Mittelwert vom 29.
Juli 2013: 1,23334; vgl.
Urk.
8/184) hatte der Be
trag von €
879'079.50.-- einen Gegenwert von Fr.
1'084'204.--. Ein Viertel davon entspricht Fr.
271’051.--. Die von der Beschwerdeführerin am 30.
Juli 2013 ihrem Sohn geschenkte Summe von €
190'000.-- entspricht wiederum ausgehend vom soeben genannten Wechselkurs einer Summe von Fr.
234'345.--. Der Verbleib der Differenz von Fr.
36’706.-- zwischen dem anteiligen Verkaufserlös von Fr.
271’051.-- und der dokumentierten Schenkung von Fr.
234'345.-- blieb wei
testgehend ungeklärt (vgl. Urk.
8/221 S.
1 f.). Konkret geltend gemacht und belegt sind einzig die Kosten im Zusammenhang mit dem Vollzug der Schenkung an den Sohn (Urk.
1
S. 6), die sich gemäss Schenkungsurkunde auf € 9'822.-- belau
fen (Urk.
8/83a S. 3). Diese können indessen nicht in Abzug gebracht werden. Ohne die Verzichtshandlung wären diese Kosten nicht angefallen. Da die Be
schwerdeführerin im Übrigen nicht weiter dar- und belegte, wofür der Differenz
betrag zwischen dem Anteil am Verkaufserlös und der Schenkung an den Sohn verwendet wurde, ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin auch diesbezüglich von einem Vermögensverzicht ausgegangen ist.
3.
3.1
Für die hier zu prüfende Berechnung des Anspruchs ab Februar 2016 qualifizierte die Beschwerdegegnerin Fr.
276'500.-- als Verzichtsvermögen, welches sie so
dann nach Massgabe von Art.
17a Abs.
1 und 2 ELV ab dem Jahr 2015 um jeweils Fr.
10'000.-- jährlich amortisierte (Urk.
8/212). In der Anspruchsberechnung ge
mäss Verfügung vom 4.
November 2019 sind demgemäss folgende Verzichtsver
mögen aufgeführt: Fr.
256'000.-- für das Jahr 2016 (Urk.
8/V25 S. 4 f.), Fr.
246'000.-- für 2017 (Urk.
8/V25 S. 6), Fr.
236'000.-- für 2018 (Urk.
8/V25 S.
7) und Fr.
226'000.-- für 2019 (Urk.
8/V25 S. 8).
Da effektiv von einem Verzichtsvermögen von Fr.
271’051.--
auszugehen ist (vgl.
vorstehende E. 2.3), beträgt dieses für 2016 Fr.
251'051.--, für 2017 Fr.
241'051.--, für 2018 Fr.
231'051.-- und für 2019 Fr.
221'051.--. Zu beachten ist ferner der gesetzliche Freibetrag, den bereits die Beschwerdegegnerin bei ihrer Berechnung vom Vermögen abgezogen hat (vgl. Urk.
8/V25 S. 4-8). Indes be
läuft
sich dieser nicht - wie im
Einspracheverfahren
geltend gemacht - auf Fr.
36'000.-- (vgl. Urk.
8/235 S. 2), sondern auf Fr.
37'500.-- jährlich (Art.
11 Abs.
1
lit
. c ELG).
3.2
Der Einstellungs- und Rückforderungsverfügung vom 21.
Juni 2013, die mit dem
Einspracheentscheid
vom 26.
März 2014 bestätigt wurde (Urk.
8/V20), war ein Nachlassanteil in der Höhe von Fr.
276'450 respektive Fr.
276’500.-- zu Grunde gelegt worden (Urk.
8/V18). Der mit der Einstellung und Rückforderung einher
gehenden Neuberechnung des Anspruchs auf Zusatzleistungen für die An
spruchsperiode Januar 2012 bis und mit März 2013 liegt ebenso ein Verzichts
vermögen in der genannten Höhe zu Grunde (Urk.
8/V16 S. 2 f.).
Die Anspruchsberechnung für die Zeit ab März 2013 hingegen basiert auf einem höheren Verzichtsvermögen von Fr.
321'400.-- (Urk.
8/V16 S. 5 f.). Dahinter steckt die seinerzeitige Überlegung der Beschwerdegegnerin, für die Beurteilung ab März 2013 müsse der Verzicht höher bewertet werden. Der Wert des Hauses an diesem Ort und an dieser Lage sei wohl höher einzuschätzen. Der effektive Wert könne jedoch erst nach Vorliegen einer aktuellen Schätzung oder nach dem Verkauf des Hauses beziffert werden. Aus diesem Grund sei jedenfalls ab April 2013 schätzungsweise ein Betrag von Fr.
320'000.-- anzunehmen (Urk.
8/72 S.
3).
In der zusammen mit dem
Einspracheentscheid
vom 26.
März
2014 erlassenen Verfügung mit der Berechnung des Anspruchs ab August 2013 sodann legte die Beschwerdegegnerin ein Verzichtsvermögen von Fr.
552'000.-- zu Grunde. Aller
dings finden sich im Aktenexemplar dieser Verfügung handschriftliche Korrek
turen dahingehend, das Verzichtsvermögen betrage Fr.
276'500.-- (Urk.
8/V21 S.
3). Ob die Verfügung der Beschwerdeführerin gegebenenfalls in dieser korrigier
ten Form
eröffnet wurde, ist nicht aktenkundig. Der Umstand, dass die Beschwer
deführerin in der Beschwerdeschrift auf ein Verzichtsvermögen in der Höhe von Fr.
500'000.-- Bezug nimmt (Urk.
1 S. 1), legt jedenfalls die Annahme nahe, die Verfügung sei in der Form, wie sie sich gedruckt bei den Akten befindet, tatsäch
lich auch eröffnet worden.
Eine materielle gerichtliche Überprüfung der seinerzeitigen Anspruchsneuberech
nung und Rückforderung fand nicht statt, da die Beschwerdeführerin ihre dage
gen erhobene Beschwerde innert Frist nicht verbessert hatte (vgl. Urk.
8/98, Urk.
8/105). Im späteren Erlassverfahren war sodann nicht die Höhe des Ver
zichts, sondern allein die Frage des guten Glaubens hinsichtlich der die Rückfor
derung begründenden Umstände zu prüfen (Urk.
8/138).
3.3
Die erwähnten Diskrepanzen bezüglich der Höhe des Verzichtsvermögens sind insofern nicht von Bedeutung, als der Anspruch auf Ergänzungsleistungen jähr
lich neu zu berechnen ist (Art.
9 Abs.
1 ELG). Für diese Berechnung sind in zeit
licher Hinsicht die während des vorausgegangenen Kalenderjahres erzielten an
rechenbaren Einnahmen sowie das am 1.
Januar des Bezugsjahres vorhandene Vermögen massgebend (Art.
23 Abs.
1 ELV).
Die Verfügungen vom 19.
und 21.
Juni
2013 (Urk.
8/V16 u. Urk.
8/V18) sowie der
Einspracheentscheid
vom 26.
März 2014 und die gleichentags erlassene wei
tere Verfügung (Urk.
8/V20-21) betrafen den Anspruch von Januar 2012 bis und mit Dezember 2013 (Urk.
8/V16 S. 3-6, Urk.
8/V21 S. 3 f.). Hier
zu beurteilen ist der Anspruch für die Zeit ab Februar 2016 (Urk.
8/V25 S. 4 ff.; vgl. auch Urk.
8/130). Dieser Berechnung sind die für diesen Zeitraum massgeblichen Ein
kommens- und insbesondere Vermögensbetreffnisse zu Grunde zu legen.
Aufgrund des tatsächlich erzielten Erlöses aus dem Verkauf der geerbten Liegen
schaft in
Y._
und des Umstands, dass die Beschwerdeführerin diesen zum grössten Teil unentgeltlich ihrem Sohn überliess, wobei der Verbleib des Restbe
trages unbekannt ist (vgl. vorstehende E. 2.2), und da überdies nicht dargetan ist, dass die Beschwerdeführerin über weitere Vermögenswerte verfügt oder auf sol
che verzichtet hat, ist es nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin für die hier zu prüfende Anspruchsberechnung von einem Verzichtsvermögen von anfänglich Fr.
276'500.-- ausging, wobei sich dieses anteilsmässig um die in der Verkaufsurkunde genannten Steuern und Gebühren auf Fr.
271’051.--
verringert. Unter Berücksichtigung der gesetzlich vorgesehenen Amortisation ab dem Jahr 2015 wies das Verzichtsvermögen im Jahr 2016 noch einen Wert von Fr.
251'051.-- auf, 2017 sodann einen Wert von Fr.
241'051.--, 2018 einen solchen von Fr.
231'051.-- und 2019 einen Wert von Fr.
221'051.-- (vgl. vorste
hende E.
3.1).
4.
4.1
Es ergibt sich, dass die Berechnung des Zusatzleistungsanspruchs nach Prüfung der Einwände der Beschwerdeführerin insoweit zu beanstanden ist, dass die Be
schwerdegegnerin anstelle eines Verzichtsvermögens von Fr.
271'051.-- ein sol
ches von Fr.
276'000.-- berücksichtigt hat. Weitere Mängel bei der Anspruchsbe
messung sind nicht erkennbar. Entsprechende Anhaltspunkte sind weder ersicht
lich noch wurden solche geltend gemacht.
4.2
4.2.1
Ausgehend von den der Verfügung vom 4.
November 2019 zu Grunde liegenden Berechnungen ist der Anspruch unter Berücksichtigung des tieferen Verzichts
vermögens, jedoch bei ansonsten unveränderten Berechnungsparametern wie folgt neu zu ermitteln:
Relevant für den Anspruch von Februar bis und mit Dezember 2016 (Urk.
8/V25 S. 4-5) ist nicht ein Verzichtsvermögen von Fr.
256'000.--, sondern ein solches von Fr.
251'051.--. Unter Hinzurechnung des Nettovermögens von Fr.
266.-- resultiert bei einem Vermögensertrag von Fr.
503.-- (0,2
%) und nach Abzug des Vermögensfreibetrages von Fr.
37'500.-- ein für die Berechnung des Vermögens
verzehrs massgebender Betrag von Fr.
213'817.--. Ein Zehntel davon entspricht Fr.
21’382.--. Vermögensertrag, Vermögensverzehr und das Renteneinkommen des Jahres 2016 von Fr.
2'088.-- ergeben anrechenbare Einnahmen von total Fr.
23'973.--, was abgezogen von den anerkannten Ausgaben von Fr.
31'878.-- zu einem Anspruch auf monatliche Ergänzungsleistungen von 659.-- (ein
schliesslich Prämienverbilligung von Fr.
469.-- für die Krankenversicherung) führt.
4.2.2
Massgeblich für den Anspruch für 2017 (Januar bis Dezember; Urk.
8/V25 S. 6) ist anstelle eines Verzichtsvermögens in der Höhe von Fr.
246'000.-- ein solches von Fr.
241'051.--. Unter Hinzurechnung des Nettovermögens von Fr.
254.-- ergibt sich bei einem Vermögensertrag von Fr.
241.-- (0,1
%) und nach Abzug des Vermögensfreibetrages von Fr.
37'500.-- ein für die Berechnung des Vermö
gensverzehrs massgebender Betrag von Fr.
203'805.--. Ein Zehntel davon ent
spricht Fr.
20'381.--. Vermögensertrag, Vermögensverzehr und das Renten
einkommen des Jahres
2017 von Fr.
2'088.-- ergeben anrechenbare Einnahmen von total Fr.
22'710.--, woraus abzüglich der anerkannten Ausgaben von Fr.
32'106.-- ein Anspruch auf monatliche Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr. 783.-- (einschliesslich Prämienverbilligung von Fr.
488.-- für die Kranken
ver
sicherung) resultiert.
4.2.3
Der Berechnung des Anspruchs für das Jahr 2018 (Januar bis Dezember; Urk.
8/V25 S. 7) ist anstelle eines Verzichtsvermögens von Fr.
236'000.-- ein sol
ches von Fr.
231'051.-- zu Grunde zu legen. Nach Addition des Nettovermögens von Fr.
405.-- beläuft sich der Vermögensertrag auf Fr.
116.-- (0,05
%) und nach Abzug des Vermögensfreibetrages von Fr.
37'500.-- verbleibt ein für die Berech
nung des Vermögensverzehrs massgebender Betrag von Fr.
193'956.--. Ein Zehn
tel davon entspricht Fr.
19'396.--. Vermögensertrag, Vermögensverzehr und das Renteneinkommen des Jahres
2017 von Fr.
2'088.-- ergeben anrechenbare Ein
nahmen von total Fr.
21'600.--, weswegen nach Abzug der anerkannten Ausga
ben von Fr.
32'310.-- ein monatlicher Anspruch auf Ergänzungsleistungen in der Höhe von Fr.
893.-- (einschliesslich Prämienverbilligung von Fr.
505.-- für die Krankenversicherung) resultiert.
4.2.4
Relevant für den Anspruch
ab Januar
201
9
(
Urk.
8/V25 S.8) ist nicht ein Ver
zichtsvermögen von Fr.
226'000.--, sondern ein solches von Fr.
22
1'051.--.
Zu
züglich das Nettovermögen
von
Fr.
102
.-- ergibt sich bei e
inem Vermögensertrag von Fr.
111
.-- (0,
0
5
%
)
sowie
nach Abzug des Vermögensfreibetrages von
Fr.
37'500.-- ein für die Berechnung des Vermögensverzehr
s massgebender Be
trag von Fr.
183'653
.--.
Ein Zehntel davon entspricht Fr.
18'365
.--.
Aus der Summe von
Vermögensertrag, Vermögensverzehr und
des
Renteneinkomm
ens des Jahres 2017 von Fr.
2'112
.--
resultieren
anreche
nbare Einnahmen von total Fr.
20'588
.--, was abgezogen von den ane
rkannten Ausgaben von Fr.
32'614
.-- einen Anspruch auf Ergänzungsleistungen von
1’002
.--
pro Monat
(einschliess
lich
Prämienverbilligung von Fr.
517
.-- für die Krankenversicherung) ergibt.
4.3
Zusammengefasst hat die Beschwerdeführerin somit wie folgt Anspruch auf mo
natliche Zusatzleistungen zur AHV/IV: Fr.
659.-- (
einschliesslich Prämienverbil
ligung von
Fr.
469
.--
)
ab Februar bis und mit Dezember 2016, Fr.
783.-- (ein
schliesslich Prämienverbilligung von Fr.
488.--) ab Januar bis und mit Dezember 2017, Fr.
893.-- (einschliesslich Prämienverbilligung von Fr.
505.--) ab Januar bis und mit Dezember 2018 und Fr.
1’002.--
(
einschliesslich Prämienverbilligung von
Fr.
517.--
)
ab Januar 2019.
Im Ergebnis ist die Beschwerde somit teilweise gutzuheissen.