# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 99d196a9-67dc-59b2-bdc8-e65099be1dc8
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
X._
,
geboren 19
67,
war
seit dem
1.
April 2008
b
ei
der
Y._
a
ls Metallbauer tätig (
Urk.
6/
23
).
Unter Hinweis auf
Herz- und Kreislauf
be
schwerden
meldete sich
der Versicherte
am
2
3.
Dezember 2011
bei der Invali
denversicher
ung zum Leistungsbezug an (
Urk.
6/12
). Die
Sozialver
sicherungs
anstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisc
he und erwerbliche Situation ab und
zog Akten der
Krankentaggeldversicherung
bei (
Urk.
6/70-71,
Urk.
6/77,
Urk.
6/83).
Nach
durchgeführtem
Vorbescheid
verfahren
(
Urk.
6/97-110
)
verneinte
die IV-Stelle
mit Verfügung vom
4.
Juli 2013 einen Rentenanspruch (
Urk.
6/111
=
Urk.
2)
.
2.
Der
Versicherte erhob am
2.
September 2013
Beschwerde (
Urk.
1)
gegen die Ver
fügung vom
4.
Juli 2013
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben
und es sei
ihm
rückwirkend eine angemessene Invalidenrente zuzusprechen und aus
zurichten (S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
7.
Oktober 2013
(
Urk.
5
)
die Abweisung der Beschwerde.
Dies wurde dem Beschwerdeführer
am
2
1.
Okto
ber 2013
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
7
).
Mit Eingabe vom 1
6.
Juni 2014 (
Urk.
8)
reichte der Beschwerdeführer weitere medizinische Berichte (
Urk.
9/1-2) zu den Akten, welche der
Beschwerdegegne
rin
a
m
1
7.
Juni 2014
zur Kenntnis gebracht wurden (
Urk.
10).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze
oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den All
g
emeinen Teil des Sozialversicherungsrechts; ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Ge
sundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende
ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kom
menden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der ge
sundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Er
werbsunfähigkeit liegt
zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu be
tätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a
Abs.
1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit
bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
),
in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie
nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensver
gleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen
Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ei
nander gegen
übergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der
Invaliditäts
grad
bestimmen lässt (allgemeine Methode des
Einkommensver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen
beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und
ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a,
122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) gestützt auf ihre Abklärungen davon aus,
dass dem Beschwerdeführer die bisherige Tä
tig
keit als Metallbauschlosser nicht mehr zumutbar sei. Aus me
dizinischer Sicht sei ihm jedoch eine behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar (S.
1).
Sie berechnete das Invalideneinkommen gestützt auf die vom Bundesamt
für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstruk
turerhebun
gen
(LSE), Niveau 3,
ohne dem Beschwerdeführer einen behinderungsbedingten Abzug zu gewähren (S. 2).
Weitere medizinische Abklärungen seien ausserdem nicht notwendig.
2.2
Der Beschwerdeführer hielt dem beschwerdeweise (
Urk.
1) entgegen, es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit sowohl in der angestammten wie auch in einer angepassten Tätigkeit.
Nach der Abheilung
der
Folgen der Herzoperation von Oktober
2011
sei
seine
Leistungsfähigkeit
übergangslos
durch die
Ventilations
störung
schweren Grades eingeschränkt
gewesen
. Die
se
pulmonalen
Gesund
heits
probleme
hätten auch zum Unterbruch der Eingliederungsbemühungen geführt. Am 1
5.
Februar 2013 sei sodann eine Operation durchgeführt worden, weshalb jedenfalls bis zu diesem Zeitpunkt auch keine Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit bestanden habe
(S.
5 f.)
. Ausserdem fehle eine fachärztli
che Beurteilung
der
Arbeitsfähigkeit in einer Verweistätigkeit
. Die Stellung
nahme des
Regionalen Ärztlichen Dienst
es
der Bes
chwerdegegnerin reiche für eine ver
lässliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht aus (S. 6)
. Beim
Ein
kommens
vergleich
sei bei der Ermittlung des Invalideneinkommens sodann vom Niveau 4
und nicht vom Niveau 3
der LSE
auszugehen.
Zusammenfassend sei
ihm ab Oktober 2012 eine ganze Rente auszurichten
(S. 7)
.
2.3
Streitig und zu prüfen ist, wie es sich mit der Arbeitsfähigkeit des Beschwerde
führers verhält, auf welche medizinischen Berichte diesbezüglich abzustellen ist sowie die Berechnung des Invaliditätsgrades
.
3.
3.1
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin und Pneumo
logie, berichtete am 1
7.
Februar
2009 (
Urk.
6/8), nannte als Diagnose eine Zwerchfellruptur rechts und führte aus, der Beschwerdeführer berichte sei
t
zwei Jahren über Atemnot
.
S
eit
A
nfang Jahr habe er Husten. In der
Lun
genfunktion
sei eine Restriktion festgestellt worden. Klinisch habe er eine Dämpfung rechts
basal gefunden. Auf dem
Thoraxbild
sei ein
Zwerchfellhoch
stand
rechts nach
weis
bar. Gemäss CT-Untersuchung handle es sich um eine Zwerchfellruptur rechts
. Reste des kontrahierten
Zwerchfells seien ventral zu er
kennen.
Die Zwerchfellruptur habe zur Restriktion in der Lungenfunktion ge
führt.
3.2
Die Ärzte
des
A._
, Medizinbereich Herz-Gefäss-Tho
rax, berichteten am 1
8.
Oktober 2011 über die gleichentags durchgeführte Ope
ration bei
Aortenklappenendokarditis
und
Aortenwurzelabszess
sowie hochgra
d
iger
Aortenklappeninsuffizienz
(
Urk.
6/1)
.
3.3
Die Ärzte des
A._
berichteten
mit Austrittsbericht vom
2
0.
Oktober 2011
(
Urk.
6/24/9-11) über die
Hospitalisation
des Beschwerdeführers vom 1
8.
Okto
ber
bis
5.
November 2011 und führten aus, beim Austritt sei der Be
schwerde
füh
rer kardiopulmonal kompensiert
gewesen
.
3.4
Die Ärzte der
B._
berichteten am 2
2.
November 2011
(
Urk.
6/7) über die
Hospitalisation
des Beschwerdeführers vom
5.
bis 2
3.
Novem
ber 2011 zur kardialen Rehabilitation und führten aus, der Be
schwerdeführer habe unter stationärer Rehabilitation bereits deutliche Fort
schritte verzeichnen können.
3.5
Dr.
med.
C._
,
Praktisc
her Arzt, Allgemeine Medizin
, berich
tete am
6.
Februar 2012 (
Urk.
6/24/1-4) und führte aus, in der angestammten Tätigkeit als Schlosser sei der Beschwerdeführer seit dem 1
6.
Oktober 2011 zu 100
%
arbeitsunfähig (S.
2
Ziff.
1.6). Für leichtere Tätigkeiten ohne Heben von Lasten über 10 kg, ohne Zeitdruck und ohne Nach
t
arbeit bestehe eine 100%ige Arbeits
fähigkeit (S. 3
Ziff.
1.7).
3.6
Die Ärzte der
B._
berichteten am 1
2.
Februar 2012 (
Urk.
6/25) und nannten als Diagnose
n
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit ein
en
mechanische
n
Aortenklappenersatz
bei Endokarditis seit Oktober 2011 so
wie einen Zwerchfellhochstand rechts bei Status nach Zwerchfellruptur rec
hts seit
1993 (S.
1
Ziff.
1.1). Sie führten aus, dass keine grossen Einschränkungen im Alltag bestünden. Vom 1
8.
Oktober 2011 bis zum 1
8.
Januar 2012 habe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der bisherigen Tätigkeit bestanden. Die bisherige
Tätigkeit als Schlosser sei dem Beschwerdeführer noch zumutbar (S. 2
Ziff.
1.5-1.7).
3.7
Dr.
med.
D._
,
Leitender Arzt Kardiologie,
Spital
E._
,
berich
te
te am
9.
März 2012 (
Urk.
6/27/4-5) und führte aus, es bestehe eine deutlich ein
ge
schränkte Leistungsfähigkeit. Bei we
nig ausgeprägtem Risikoprofil, kli
nisch
aty
pischen
Thoraxbeschwerden
, elektrisch unauffälliger
Ergometrie
und im Okto
ber
20
11 frei
sondierbaren
Ko
ronarien
sei eine koronare Herzkrankheit un
wahr
schein
lich. In der aktuellen Situation sei der Beschwerdeführer nicht in der Lage,
körperlich mittelschwere bis schwere Arbeiten zu erledigen
.
A
m 1
2.
März 2012 (
Urk.
6/26)
berichtete
Dr.
D._
und führte aus,
die Leis
tungs
fähigkeit des Beschwerdeführer
s
sei immer noch deutlich eingeschränkt. An
lässlich der
Ergometrie
erreiche er knapp 50
%
der
Sollkapa
zität
. Der Be
schwerdeführer gebe an, körperlich mittelschwere bis schwere Ar
beiten nicht mehr
verrichten und somit nicht mehr als Schlosser arbeiten zu können.
Daher sei eine Umschulung auf eine leichtere und körperlich weniger fordernde Arbeit
wohl indiziert.
Als wesentliche Zusatzdiagnose bestehe ausser
dem ein
Zwerch
fellhochstand
rechts bei Status nach Zwerchfellruptur im Rah
men eines Auto
unfalles 199
3.
Von
S
eiten der Endokarditis sei
der Beschwerde
führer
geheilt.
Die e
chokardiographisch bestimmte linksventrikuläre Funktion sei ebenso normal
wie die Funktion der eingesetzten mechanischen Prothese.
3.8
Dr.
C._
berichtete am 1
9.
März 2012 (
Urk.
6/28) und führte aus, seit dem 1
6.
Oktober 2011 bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit als Schlosser. Die
Leis
tungsfähigkeit sei dauerhaft reduziert. Welche Arbeiten
der Beschwerde
füh
rer
noch verrichten könne, könne er nicht genau beantworten. Leichtere Ar
beit
en
seien dem Beschwerdeführer
zu max
imal
50
%
zumutbar
.
3.9
Dr.
Z._
be
richtete am 1
9.
März 2012 (
Urk.
6/29/6-8) und führte aus, er habe
den Be
schwerdeführer
im Jan
uar
und Feb
ruar 20
09 wegen
der
Zwerch
fell
ruptur
re
chts
behandelt (S.
1
Ziff.
1.1-1.2). Die
Prognose
sei
gut
(S.
2
Ziff.
1.4). Er habe im Jahre
2009 keine Arbeitsunfähigkeit attestiert. Die
Leistungsfähigkeit
sei
leicht reduziert
(S. 2
Ziff.
1.6-1.7).
3.10
Dr.
med.
F._
,
Facharzt f
ür Allgemeine Innere Medizin
, berich
tete am 2
8.
März 2012 (
Urk.
6/31) und führte aus,
aktuell bestehe noch eine deut
li
che Minderleistung des Herzens
. A
ufgrund
der
Unterlagen und
eines
aus
führ
lichen Gesprächs mit dem Kardiologen
Dr.
D._
könne dem B
eschwerde
führer
die risikobeladene Arbeit als Metallbauer nicht mehr zugemutet werden. Es werde
sich zeigen, wie die Eignungsabklärung
dur
ch
die Invalidenversiche
rung
ver
laufe
und wie
der Beschwerdeführer
umgeschult werden könne.
3.11
Dr.
med.
G._
,
Facharzt für Allgemeine Innere Medizin
, Regionaler Ärzt
licher Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, nahm am 1
8.
Mai 2012 (
Urk.
6/73/4-5)
Stellung und führte aus, beim Beschwerdeführer bestehe eine Zwerchfellruptur seit 1993, weshalb die Leistungsfähigkeit mässig eingeschränkt sei. Der Be
schwerdeführer habe jedoch vor dem Herzereignis angestammt voll arbeiten können. Dann habe er eine Endokarditis
lente
mit Perforation der
ako
ronaren
Tasche mit schwerer
Aorteninsuffizienz
erlitten und sei am 1
8.
Okto
ber
2010 notfallmässig operiert worden. Der postoperative Verlauf sei komplika
tion
s
los erfolgt. Die
Herzsituation
sei somit
gut saniert mit noch gewisser
Dekondi
tio
nierung
, welche sich jedoch noch bessern sollte. Die aktuell noch gegebene Einschränkung der Leistung für eine schwere bis mittelschwere Tätigkeit sollte in Zukunft in weiteren 3-6 Monaten
regredient
sein, so dass grundsätzlich wie
der die alte Arbeitsfähigkeit erreicht werden sollte. I
m Moment
bestehe also eine volle Arbeitsfähigkeit
für
jede
leichte bis knapp mittelschwere Tätigkeit ohne starke Druckerhöhung im Abdomen, um Auswirkungen der Zwerchfellruptur zu
vermindern. Prognostisch sei wieder mit
dem
Erlang
en
der
früheren
A
rbeitsfä
higkeit
in
der
angestammte
n
Tätigkeit zu rechnen.
3.12
Die Ärzte des
A._
,
Klinik für Kardiologie, berichteten am 2
0.
August 2012 (
Urk.
6/56) und
führten aus, der Beschwerdeführer sei
zur elektiven
Koronaran
giografie
zum Ausschluss einer koronaren Herzkrankheit bei deutlich einge
schränkter Leistungsfähigkeit und Dyspnoe
in die Klinik eingetreten
.
Eine koro
nare Herzkrankheit habe
ausgeschlossen werden
können
.
Laborchemisch
habe
sich
eine
erhöhte
Creatininkinase
, GPT und GOT gezeigt. Laborchemisch zeigten sich aktuell keine erhöhten Entzündungsparameter, so dass eine infektiöse My
osi
tis als unwahrscheinlich erscheine. Aufgrund der aktuellen Medikation be
stehe kein Hinweis für eine medikamentöse Nebenwirkung in Hinsicht einer Muskelbeteiligung (S.
1). Es
bestehe der Verdacht auf eine neuromuskuläre Er
krankung
(S.
2 oben).
3.1
3
Dr.
med.
H._
,
L
eitende Ärztin Pneumologie, Spital
E._
,
be
richtete am 3
1.
August 2012 (
Urk.
6/58-60) und führte aus, der Beschwerde
führer
leide seit
20
08 an Dyspnoe
. Er
fühle sich chron
isch
müde,
wobei sich die
Situation
seit Herbst
20
11 verschlechtert
habe
(S.
2 oben)
. Lungenfunktionell habe sich
eine
restriktive Ventilationsstörung schweren Grades nachweisen las
sen,
wobei nur eine kleine Lungenfunktionsprüfung aus Kooperationsgründen durchführbar
gewesen sei. Auch scheine der Beschwerdeführer
nicht ganz opti
mal kooperiert zu haben
(S.
2 unten)
. Dennoch scheine eine mindestens mittel
schwere Einschränkung zu bestehen.
Es stelle sich die
Fr
age,
ob
nach dieser langen Zeit der
atelektarischen
Lunge Hoffnung bestehe, dass durch einen
Ver
schluss des Zwerchfells
beziehungsweise durch eine Zwerchfellplastik mit ent
sprechender
Distalverlagerung
der
Abdominalorgane
Aussicht
darauf
bestehe, dass
die
Lunge wieder
belüftbar
werde
. Die
erhöhte CK
und Transaminasen blie
ben bisher ätiologisch unklar.
Mit Frage nach Hinweisen für eine
Muskelerkran
kung
sei noch ein breites Immunologie-Labor entnommen worden, welches
kei
nerlei Hinweise
für das Vorhandensein einer
Polymyositis
ergeben habe. Kli
nisch würden Hinweise für eine manifeste
Muskelerkrankung
fehlen (S. 3)
.
3.1
4
Dr.
D._
berichtete am
6.
September 2012 (
Urk.
6/61-62) und führte aus,
nach der letzten postoperativen Kontrolle im März
20
12 habe sich
der
Zustand
des
Be
schwerdeführers nicht wesentlich gebessert. Der Be
schwerdeführer sei
lei
s
tungs
intolerant
und habe eine deutliche
anstrengungsab
hängige
Dyspnoe
(S. 1)
.
Sowohl klinisch wie echokardiographisch habe die me
chanische
Aortenklappen
prothese
perfekt funktioniert. Hinweise auf eine Ent
zündung respektive einen Infekt lägen nicht vor. Bei der klinischen Untersu
chung falle eine Dämpfung rechts basal auf. Diese sei in den Kontext eines Zwerchfellhochstandes rechts
bei Status nach Ruptur gestellt worden.
Lungen
funktionell
habe sich jedoch eine
schwere restriktive Ventilationsstörung gefun
den (S. 2).
3.1
5
Prof.
Dr.
med.
I._
,
Facharzt für Chirurgie
,
A._
,
Klinik für
Tho
rax
chirurgie
, berichtete am 1
0.
September 2012 (
Urk.
6/63) und führte aus, er emp
fehle eine
Thorakotomie rechts.
3.1
6
Prof.
I._
,
A._
,
berichtete am 1
2.
Februar 2013 (
Urk.
6/87) und d
iagnosti
ziert
e
mit Auswirkung auf
die
A
rbeitsfähigkeit eine
Phrenicusparese
re
chts
mit
Kranialverlagerung
der
Viszeralorgane
und
Mediastinalverlagerung
nach links
bestehend seit 200
4.
Er führte aus, dass er den Beschwerdeführer
am 2
5.
Septem
ber 2012 gesehen habe und eine Zwerchfellraffung rechts bei einem
Zwerchfell
hochstand
rechts
geplant sei.
Es bestehe keine A
rbeitsunfähigkeit
. Bei
belastungs
abhängiger
Dyspnoe sei die Leistungsfähigkeit in der bisherigen Tä
tigkeit vermindert. Die Einschränkungen li
essen sich durch die geplante Opera
tion
ver
min
dern, so dass mit einer Wiederaufnahme der Tätigkeit b
eziehungs
weise
Er
höh
ung der Einsatzfähigk
eit
zu 100
%
ab dem
2.
Monat postoperativ
gerechnet
werden könne.
Behinderungsangepasste, wechselbelastende Tätigkei
ten seien
dem
Beschwerdeführer
seit Sept
ember
2012
zumutbar.
3.17
Die Ärzte des
A._
,
Klinik für
Thoraxchirurgie
, berichteten am 1
5.
Februar 2013 mit provisorischem
Austrittsbericht (
Urk.
6/107) und führten aus, der Eingriff sei am 1
4.
Februar 2013 komplikationslos erfolgt und
bereits unmittelbar post
ope
rativ habe sich eine deutliche Besserung der
Dyspnoesymptomatik
gezeigt.
Der Beschwerdeführer sei
bei Wohlbefinden und mit regelrechten postoperat
iven
Verhältnissen mit reizlosen Wundverhältnissen nach Hause entlassen
worden
.
3.18
Die Ärzte des
A._
,
Thoraxchirurgie
, berichteten am 2
0.
März 2013 (
Urk.
6/91) und führten aus, der Beschwerdeführer
klage 5 Wo
chen
nach
der
O
peration
noch über Schmerzen
im Bereich der Narbe und unteren Rippenbogen, vor al
lem
bei Belastung
.
Die
Dyspnoe sei
im Vergleich zu präoperativ
etwas besser.
Die
Schwellung am unteren Rippenbogen sei im Rahmen
der intraoperativen Läsion der
I
ntercostalnerven
und
der
Zwerchfellraffung als normal zu beurtei
len.
Die neue Röntgenaufnahme zeige nichts Neues. Es werde ein
Ausbau der analge
tischen Therapie
empfohlen
.
3.19
Dr.
med.
J._
,
Facharzt für Allgemeinmedizin, RAD, nahm am 2
1.
Mai 2013 Stellung (
Urk.
6/96/4) und führte aus, der Beschwerdeführer leide gemäss dem aktuellsten
Bericht
der
Thoraxchirurgie
an
einem
Zwerchfellhochstand seit
2009 mit Atemstörung
bei einem Zustand nach
Aortenklappenersatz
201
1.
Das
Krankheitsgeschehen sei nach
der im Februar 2013
erfolgte
n
O
peration
schmer
z
bedingt
noch nicht ganz stabil,
die
Prognose
sei jedoch
gut.
Damit bleibe die
angestammte schwere Tätigkeit
seit Okt
ober
20
11
definitiv
unzumut
bar.
In
l
eidensangepasste
r
, körperlich sehr leichte
r Tätigkeit sei
aber
, abgesehen von den Klinikaufenthalten,
stets
eine
100%
ige Restarbeitsfähigkeit ausgewie
sen gewesen. Damit qualifiziere sich der Versicherte weiterhin für die Einglie
derung.
Am
2.
Juli 2013 nahm RAD-Arzt
Dr
.
J._
erneut Stellung (
Urk.
6/110/2) und führte aus,
es seien keine neuen fachärztlich ausgewiesenen med
izinischen
Tatsachen und Befunde vorgebracht worden. Gemäss Austrittsbericht
des
A._
sei die
O
peration
gut verlaufen. Damit sei aufgrund klinisch
er Erfahrung eine 100%ige Restarbeitsfähigkeit
angepasst ausgewiesen.
Es seien k
eine weiteren med
izinischen
Abklärungen notwendig.
3.20
Dr.
med.
K._
,
Facharzt für Neurologie
und Facharzt für Psy
chi
atrie und Psychotherapie
, berichtete am 1
8.
November 2013 (
Urk.
9/1) und nannte als Diagnosen Sensibilitätsstörungen Th6-8 und
eine
Bauchmuskelparese rechts sowie einen Verdacht auf eine
perioperative
Nervenläsion im Bereich der
Ner
ven
wurzeln
Th6-8 oder der entsprechenden
Intercostalnerven
(S.
1)
. Er führte aus,
das klinische Beschwerdebild entspreche am ehesten einer Läsion und/oder ei
nem Reizsyndrom im Bereich der thorakalen Nervenwurzel Th6/7/(8) oder der
entsprechenden proximalen
Intercostalnerven
. Die ergänzend durchgeführte neurophysiologische SSEP-Diagnostik habe keine Hinweise auf eine spinale
Lei
tungs
störung
ergeben. Die ergänzend durchgeführte MRI Untersuchung der
Brust
wirbelsäule
(BWS) habe keine Hinweise auf eine persistierende mechani
sche Kompression im Bereich der Nervenwurzeln oder
Intercostalnerven
erge
ben. Es fänden sich auch keine Zeichen für eine entzündliche oder narbige Ver
änderung im entsprechenden Bereich. Insgesamt müsse aus neurologischer Sicht dennoch eine Schä
digung oder eine persistierende
mechanische Irritation von Nervenfasern im Bereich der Nervenwurzeln Th6-8 oder der proximalen
Inter
costalnerven
dies
er Segmente angenommen werden
.
Damit ergebe sich zumin
dest keine ganz klare Indikation für eine nochmalige chirurgische Intervention (S. 2 unten).
3.21
Die Ärzte des
L._
,
Thoraxchirurgie
, berichteten am 2
4.
April 2014 (
Urk.
9/2) und führten aus,
die Beschwerden des Beschwerde
führers seien als diffuse
Interkostalneuralgie
im Bereich des
Operartionsgebietes
zu interpretieren. Die Vorwölbung der oberflächlichen Bauchmuskulatur sei wahr
scheinlich die Folge einer Verletzung von Nervenästen. Solche Situationen seien schwierig zu behandeln. Eine spontane Teilverbesserung könne mit der Zeit beobachtet werden. Eine Verstärkung der Muskulatur könnte mit
Elektros
timulation
probiert werden, obwohl die Resultate dieser Methode eher enttäu
schend seien. Zur weiteren Behandlung der Schmerzen werde als erster Schritt
die Vorstellung
des Beschwerdeführers in einer Schmerzklinik zur weiteren me
di
kamentösen Einstellung vorgeschlagen. Falls sich h
i
erbei keine Linderung der Beschwerden einstellen sollte, wäre eine operative Revision mit Exploration der
Interkostalnerven
und
Neurolyse
zu erwägen.
4.
4.1
Unstreitig und gestützt auf die Akten ausgewiesen ist, dass der Beschwerdefüh
rer seit Oktober 2011 in seiner angestammten Tätigkeit als Metallbauschlosser zu 100
%
arbeitsunfähig ist.
Bei der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit stützte sich die Beschwerdegegnerin insbesondere auf die
Stellungnahmen des RAD-Arztes
Dr.
J._
(vgl. vorstehend E. 3.19), wonach dem
Beschwerdeführer
leidensangepasste, körperlich sehr leichte Tätigkeiten zu 100
%
zumutbar seien.
4.2
Die Würdigung der medizinischen Akten ergibt, dass
in den
ärztlichen Stellung
nahmen von RAD-Arzt
Dr.
J._
(vgl. vorstehend E.
3.19)
die medizini
schen
Vor
akten
wie auch die geklagten Beschwerden des
Beschwerdeführers berück
sich
tigt wurden
. Die Darlegung
der medizinischen Befunde sowie deren Beur
teilung leuchten
sodann
ein und die Schlussfolgerungen
sind nachvollziehbar be
grün
det. Die Stellungnahmen wurden ausserdem
in Kenntnis der und in Aus
einan
dersetzung mit den
Vorakten
erstellt und tragen der konkreten medizini
schen Situation Rechnung.
So machte der
RAD-Arzt
darauf aufmerksam, dass
der Beschwerdeführer ge
mäss Bericht der
Thoraxchirurgie
an einem Zwerchfellhochstand seit 2009 mit Atemstörung bei einem Zustand nach
Aortenklappenersatz
2011 leide. Er legte
ausserdem plausibel dar, dass das Krankheitsgeschehen nach der im Februar 201
3 erfolgten Operation schmerzbe
dingt noch nicht ganz stabil
, die Prog
nose jedoch gut sei. Der RAD-Arzt
zeigte zudem in nachvollziehbarer Weise auf, dass
dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit als Metallbauschlosser seit Oktober 2011 definitiv unzumutbar bleibe.
Weiter bezog er ausdrücklich Stellung zu noch zumutbaren Tätigkeiten und erstellte gestützt darauf ein medi
zinisches
Zu
mutbarkeitsprofil
, wonach dem Beschwerdeführer
leidensange
passte
, körper
lich
sehr leichte Tätigkeiten - abgesehen von den
Klinikaufent
halten
- immer zu 100
%
zumutbar gewesen seien
.
Seine Beurteilung leuchtet in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge ein und die vorgenommenen Schlussfolgerungen zu Gesundheitszustand und Arbeitsfähigkeit werden begründet. So zeigte d
er
RAD-Arzt
in nachvollzieh
barer Weise auf, dass
keine neuen fachärztlich ausgewiesenen me
dizinischen
Tatsachen und Befunde vorgebracht worden seien.
Schliesslich be
gründete er
nachvollziebar
, dass
gemäss Austrittsbericht des
A._
die Operation gut ver
laufen sei und damit aufgrund klinischer Erfahrung eine 100%ige
Restarbeits
fähigkeit
angepasst ausgewiesen sei, weshalb keine weiteren medizinischen Ab
klä
rungen notwendig seien.
Die Stellungnahmen
von
RAD-Arzt
Dr.
J._
(vorstehend E.
3.
19
)
sind nach dem
Gesagten
für die Beantwortung der
gestellten Frage umfassend
,
und
erfüllen damit die
praxisgemässen
Kriterien (vgl. vorstehend E. 1.4) voll
umfänglich, so dass für die
Entscheidfindung
und insbesondere die Einschät
zung der Arbeits
fähigkeit darauf abgestellt werden kann.
Zudem wird die Beurteilung von RAD-Arzt
Dr.
J._
durch die Berichte von
den Ärzten der
B._
(E. 3.6), von
Dr.
D._
als behandelnder Kardiologe
(E.
3.7), von
Dr.
F._
(E. 3.10)
sowie von Prof.
I._
(E.
3.16)
gestützt.
So befanden die Ärzte der
B._
die Einschrän
kungen im Alltag als nicht sonderlich
gross
und daher sogar die angestammte Tätigkeit als noch zumutbar (vgl. vorstehend E. 3.6).
Dr.
D._
ging vor
allem gestützt auf die Angaben des Beschwerdeführers selbst davon aus, dass dem Beschwerdeführer die angestammte Tätigkeit nicht mehr zumutbar sei. Zur Ar
beitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit nahm
Dr.
D._
zwar nicht
ab
schliessend
Stellung, führte jedoch aus, dass eine Umschulung auf eine leichtere und körperlich weniger fordernde Arbeit indiziert sei, was somit nicht gegen eine Restarbeitsfähigkeit spricht. Er hielt
ausserdem
fest, dass der Beschwerde
führer von Seiten der Endokarditis geheilt sei (vgl. vorstehend E. 3.7).
Dr.
F._
b
efand sodann -
vor allem aufgrund der Beurteilung durch
Dr.
D._
- die angestammte Tätigkeit als nicht mehr zumutbar. Zur
Restar
beitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit äusserte er sich zwar nicht klar, hielt jedoch fest, dass es sich zeigen werde, wie der Beschwerdeführer umge
schult werden könne. Aus diesen Ausführungen geht
eindeutig
hervor, dass
Dr.
F._
eine
Rest
arbeitsfähigkeit
in einer angepassten Tätigkeit ebenfalls
nicht ausschliesst (vgl. vorstehend E.
3.10).
Nach dem Gesagten kann b
ezüglich der Herzproblemati
k von
einer vollen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tä
tigkeit ausgegangen
wer
den.
Auch die noch hinzugekommenen pulmonalen Gesundheitsprobleme ver
mögen jedoch die Arbeitsfähigkeit in einer angepass
ten Tätigkeit nicht
einzuschränken. So attestierte Prof.
I._
vom
A._
grund
sätzlich eine vollstän
dige Arbeitsfähigkeit in angepassten Tätigkeiten. Die von ihm vorgeschlagene und dann i
m Februar 2013 auch erfolgreich
durchgeführte Operation bringe
zudem
eine Verbesserung der Einschränkungen, die bei
belas
tungsabhängiger
Dyspnoe in der bisherigen Tätigkeit bestanden hätten
, so dass mit der Wieder
aufnahme der Tätigkeit
beziehungsweise der Erhöhung der Ein
satzfähigkeit zu 100
%
ab dem
2.
Monat postoperativ gerechnet werden könne
(vgl. vorstehend E. 3.16).
4.3
Die vom Beschwerdeführer am 1
6.
Juni 2014 eingereichten Berichte von
Dr.
K._
(vgl. vorstehend E.
3.20) und der Ärzte des
L._
(vgl. vorstehend E. 3.21) vermögen
die
nachvollziebar
be
gründete Beurteilung
des RAD-Arztes
Dr.
J._
nicht zu entkräften. So nannte
Dr.
K._
in seinem
Bericht lediglich
die Diagnosen und führte aus, dass die durchgeführten Unter
suchungen zwar keine Hinweise auf eine spinale
Lei
tungsstörung
oder eine per
sistierende mechanische Kompression im Bereich der Nervenwurzeln ergeben hätten, und sich auch keine Zeichen für eine entzündli
che oder narbige Ver
än
derung im entsprechenden Bereich fänden, jedoch den
noch von einer Schädi
gung oder einer persistierenden mechanischen Irritation der Nervenfasern aus
gegangen werden müsse.
Diese aufgrund der erwähnten Untersuchungsbefunde nicht nachvollziehbare neurologische
Einschätzung
be
gründet
Dr.
K._
mit keinem Wort. Auch die Ärzte des
L._
führten lediglich aus, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers als diffuse
Interkostal
neural
gie
im Bereich des Operationsgebietes zu interpretieren seien und empfahlen zur weiteren Behandlung der Schmerzen die Vorstellung in einer Schmerzklinik zur medikamentösen Einstellung.
Auch aus diesem Be
richt kann nichts abgeleitet
werden, was die Beurteilung
durch
RAD-Arzt
Dr.
J._
in Bezug auf den Gesund
heitszustand und die Arbeitsfähigkeit in einer angepassten T
ätigkeit umzu
stossen vermöchte.
Im Übrigen beziehen sich die Berichte von
Dr.
K._
und der Ärzte des
L._
auf einen Zeitpunkt nach
Verfü
gungs
erlass
, weshalb sie im vorliegenden
Beschwerdever
fahren
schon aus diesem
Grund nicht berücksichtigt werden können.
Beim Umstand, dass
Dr.
C._
als Hausarzt des Beschwerdeführers zwar im Februar 2012 noch eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für leichtere Tätigkeiten ohne Heben von Lasten über 10 kg attestierte (vgl. vorstehend E. 3.5), hingegen be
reits im März 2012 ausführte, er könne nicht genau beantworten, welche Ar
beiten der Beschwerdeführer noch ausführen könne (vgl. vorstehend E. 3.8), muss
der Erfahrungstatsache Re
chnung getragen werden, dass er als behan
delnder Hausarzt
mitunter im Hinblick auf die
auftrags
rechtliche
Vertrauens
stellung in Zweifelsfällen eher zu Gunsten des Patienten aussag
t (vgl. BGE 125 V 352 ff.). Seine Ausführungen vermögen die
be
gründete
n
Stellungnahmen von RAD-Arzt
Dr.
J._
demnach
ebenfalls
nicht zu entkräften.
4.4
Soweit der Beschwerdeführer geltend machte, der medizinische Sachverhalt sei nicht umfassend abgeklärt, und es seien deshalb weitere Abklärungen zu tref
fen, vermag dies nach dem Gesagten nicht zu überzeugen.
Der
Gesundheitszustand
sowie die Arbeitsfähigkeit
des Beschwer
deführers wur
den in den Beurteilungen gebührend berücksichtigt. Der Beschwerdeführer ver
mochte sodann nicht weiter darzutun, inwiefern die Ak
tenlage unzutreffend be
ziehungsweise unvollständig ist.
Da der Sachverhalt nach dem Gesagten durch weitreichende medizinische Einschätzungen abgeklärt wurde, erweisen sich die
vorliegenden medizinischen Akten als ausrei
chend. Auf weitere Abklärungen kann
deshalb verzichtet werden.
Die Einwände des Beschwerdeführers in Bezug auf die medizinischen Abklärun
gen sind nach dem Gesagten
unbehelflich
. Weitere substantiierte Einwände brachte
er nicht vor.
4.5
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass auf die
überzeugende, nachvollziehbare und begründete Einschätzung von RAD-Arzt
Dr
.
J._
abzustellen und von einer vollen Arbeitsfähigkeit gemäss beschriebenem
Zumutbarkeits
profil
auszu
gehen ist.
5.
5.1
Für die Ermittlung des
Valideneinkommens
stellt sich die Frage, was der Be
schwerdeführer aufgrund seiner beruflichen Fähigkeiten und persönlichen Um
stände zu erwarten gehabt hätte, wenn er nicht invalid geworden wäre. Dabei
entspricht es empirischer Erfahrung, dass die bisherige Tätigkeit im
Gesund
heits
fall
weitergeführt worden wäre, weshalb Anknüpfungspunkt für die Be
stim
mun
g des
Valideneinkommens
häufig der zuletzt erzielte, der Teuerung so
wie der realen Einkommensentwicklung angepasste Verdienst ist (RKUV 1993 Nr. U 169 S. 100 f. E. 3b).
5.2
Die Beschwerdegegnerin stützte sich bei der Ermittlung des hypothetischen
Vali
deneinkommens
auf die Angaben
der
Y._
vom
2.
Februar 2012
(
Urk.
6/23 S.
2
Ziff.
2.10), wonach der Beschwerdeführer im Jahr 2011
Fr.
80‘145.
--
verdienen würde
und errechnete für das Jahr 201
2 unter Berück
sichtigung der Nominallohnentwicklung einen Betrag von
Fr.
80
‘
786
.
--
(vgl.
Urk.
6/95)
.
Das Vorgehen der Beschwerdegegnerin zur Ermittlung des
Valideneinkommens
wurde vom Beschwerdeführer nicht bestritten und gibt aufgrund der Akten zu keinen Beanstandungen Anlass, so dass sich weitere Ausführungen erübrigen und von einem solchen von
Fr.
80
'
786
.
ausgegangen werden kann.
6.
6.1
Für die Bestimmung des Invalideneinkommens ist primär von der beruf
lich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person kon
kret steht. Ist kein solches tatsächlich erzieltes Erwerbseinkommen gegeben, nament
lich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jedenfalls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufge
nommen hat, so können nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss den vom Bun
des
amt für Statistik periodisch herausgegebenen
Lohnstrukturerhebun
gen
(LSE) herangezogen werden (BGE 126 V 75 E. 3b/
aa
und
bb
, vgl. auch BGE 129 V 472 E.
4.2.1). Für die Invaliditätsbemessung wird praxisgemäss auf die stand
ar
disierten Bruttolöhne (Tabellengruppe A) abgestellt (BGE 129 V 472 E. 4.2.1 mit Hinweis), wobei jeweils vom so genannten Zentralwert (Median) aus
zugehen ist. Bei der Anwendung der Tabellengruppe A gilt es ausserdem zu berücksichtigen, dass ihr generell eine Arbeitszeit von 40 Wochenstunden zu
grunde liegt, wes
halb der massgebliche Tabellenlohn auf die entsprechende
be
triebsübliche
Wochen
arbeitszeit
aufzurechnen ist (BGE 129 V 472 E. 4.3.2, 126 V 75 E. 3b/
bb
, 124 V 321 E. 3b/
aa
; AHI 2000 S. 81 E. 2a).
6.2
Das Abstellen auf Löhne für Arbeiten mit Berufs- und Fachkenntnissen und somit das von der Beschwerdegegnerin in ihrer
Verfügung
(Urk.
2, vgl. auch
Urk.
6/95
) zur Anwendung gebrachte
Anforde
rungsniveau
3 erscheint als nicht sach
gerecht. Zwar hat der
Beschwerdeführer lange Zeit im
Metallschlosserge
werbe
gear
beitet und angesichts der Zumutbarkeit einer
100%igen
behinde
rungs
angepassten
Tätigkeit steht ihm eine breite Palette von Tätigkeiten offen. Dass er
über
längere Erfahrung als Metallbauschlosser verfügt,
bedeutet je
doch nicht, dass er diese Kenntnisse in einer behinderungsangepassten Tätigkeit ver
werten kann
, zudem er in der Schweiz keine Ausbildung absolviert hat
. Um ein
hypothetisches Invalideneinkommen entspre
chend dem
LSE-Anforderungs
niveau
3 erzielen zu können, wie dies die
Be
schwerdegegnerin
nunmehr an
nahm,
müsste er seine erworbenen Fach
kenntnisse weiterhin verwerten können. Da
Me
tallbauschlosser
jedoch regelmässig
nicht nur Überwachungs- und
Kon
troll
tätig
keiten
wahr
nehmen, würde dies wiederum eine körperlich schwere Tä
tigkeit beinhalten, was dem Beschwerdeführer aufgrund der medizi
nischen Einschät
zung seiner
Restar
beitsfähigkeit
gerade nicht mehr möglich ist. Nach
dem der Be
schwerdeführer in einer anderen,
körperlich
leichteren Tätigkeit über keine wesentlichen Berufs- und Fach
kenntnisse ver
fügt, ist zur Bemessung des
Invali
deneinkommens
auf den stan
dardisierten Durchschnittslohn für einfache und repetitive Tätigkeiten in sämtli
chen Wirt
schaftszweigen des privaten Sektors ab
zustellen (
LSE 2010, S. 26,
Tabellengruppe
TA1, Rubrik „Total", Niveau 4).
6
.
3
Das im Jahr 20
10
von
Männern
im Durchschnitt aller einfachen und repetitiven Tätigkeiten erzielte Einkommen betrug
pro Monat
Fr. 4'
901
.-- (LSE 20
10
, S. 26,
Tab. TA1, Rubrik „Total“, Niveau 4), mithin Fr. 58'812.
im Jahr (Fr. 4'901.-- x 12).
Der
durchschnittlichen wöchentlichen Arbeitszeit im Jahr 2010 von 41.6 Stun
den sowie der Nominall
ohnentwicklung von 1
%
für das
Jahr 2011
und von 0.8
%
für das Jahr
2012 angepasst, ergibt dies den Betrag von Fr. 6
2
’
270
.
--
(Fr. 58'812.-- : 40 x 41.6 x 1.01
x 1.008
).
6.4
Wird das Invalideneinkommen auf der Grundlage von statistischen Durch
schnitts
werten ermittelt, ist der entsprechende Ausgangswert allenfalls zu kürzen
.
Mit dem sogenannten Leidensabzug wurde ursprünglich berücksichtigt, dass ver
sicherte Personen, welche in ihrer letzten Tätigkeit körperliche Schwer
arbeit verrichteten und nach Eintritt des Gesundheitsschadens auch für leichtere Ar
beiten
nurmehr
beschränkt einsatzfähig sind, in der Regel das entsprechende durchschnittliche Lohnniveau gesunder Hilfsarbeiter nicht erreichen. Der ur
sprünglich nur bei Schwerarbeitern zugelassene Abzug entwickelte sich in der Folge zu einem allgemeinen behinderungsbedingten Abzug, wobei die Recht
spre
chung dem Umstand Rechnung trug, dass auch weitere persönliche und berufliche Merkmale der versicherten Person wie Alter, Dauer der Betriebszuge
hörigkeit, Nationalität oder Aufenthaltskategorie sowie Beschäftigungsgrad Aus
wir
kungen auf die Höhe des Lohnes haben können. Ein Abzug soll aber nicht
automatisch, sondern nur dann erfolgen, wenn im Einzelfall Anhalts
punkte dafü
r
bestehen, dass die versicherte Person wegen eines oder mehrerer dieser Merkmale
ihre gesundheitlich bedingte (Rest-)Arbeitsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeit
s
markt nur mit unterdurchschnittlichem Einkommen ver
werten kann. Bei der Bestimmung der Höhe des Abzuges ist der Einfluss aller in Betracht fallenden Merkmale auf das Invalideneinkommen unter Würdigung der Umstände im Einzelfall gesamthaft zu schätzen und insgesamt auf höchstens 25
%
des
Ta
bellenlohnes
zu begrenzen (vgl. zum Ganzen BGE 126 V 75). Dabei ist zu be
achten, dass allfällige bereits bei der Parallelisierung der
Vergleichsein
kommen
mitverantwortliche invaliditätsfremde Faktoren im Rahmen des soge
nannten Leidensabzuges nicht nochmals berücksichtigt werden dürfen (BGE 134 V 322 E. 5.2).
Wurde bei der Festsetzung der Höhe des Abzugs vom Tabellenlohn ein Merkmal oder ein bestimmter Aspekt eines Merkmals zu Unrecht nicht berücksichtigt, ha
t die Beschwerdeinstanz
den Abzug gesamthaft neu zu schätzen. Es ist nicht von dem von der IV-Stelle vorgenommenen Abzug auszugehen und dieser ange
messen zu erhöhen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_796/2013 vom 28. Januar 2014
E
.
3
.
2 mit Hinweis auf
SVR 2011 IV Nr. 31 S. 90, 9C_728/2009 E. 4.1.2).
6.5
Die Beschwerdegegnerin gewährte dem Beschwerdeführer keinen
be
hinderungs
bedingten
Abzug (
Urk.
2 S. 2 unten, vgl. auch
Urk.
6/95).
Angesichts der Zumutbarkeit einer 100%igen behinderungsangepassten
Tätig
keit steht dem
Beschwerdeführer eine breite Palette von Tätigkeiten
offen. D
ie einzigen medizinisch ausgewiesenen Behinderungen
des Be
schwerdeführers be
stehen in körperlich schweren Arbeiten mit
Hebe- und Tragebelastungen über 10 kg. Hingegen sind dem Beschwerdeführer sämtliche körperlich leichten Tä
tigkeiten möglich. Die genannten Einschränkungen dürften bei den üblichen einfachen und repetitiven Tätigkeiten nicht ins Gewicht fallen. Mithin schrän
ken diese Behinderungen den Beschwerdeführer nicht wesentlich in der Wahl der Tätigkeit ein.
Es ist d
aher nicht zu erwarten, dass der
Beschwerdeführer
seine
verbleibende Ar
beitsfähigkeit nur zu einem unter
durchschnittlichen Lohn - der tiefer sein müsste als der verwendete
Tabellen
lohn
- verwerten kann.
Es sind somit keine gesundheitlichen Umstände vorhanden, welche sich
l
ohnmin
dernd
aus
wirk
en. Auch
die weiteren persönlichen und beruflichen Umstä
nde sind nicht geeignet, einen
Ab
zug zu rechtfertigen.
Dass die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer
angesichts der vollen
Rest
arbeitsfähigkeit
in behinderungsangepassten Tätigkeiten keinen Abzug ge
währte, erscheint vorliegend als angemessen.
6
.
6
Der Vergleich des
Valideneinkommens
von Fr.
80
'
786
.
(vgl. vorstehend E. 5.2) mit dem
Invalidenein
kommen
von
Fr. 62
'
270
.-- (vgl. vorstehend E. 6.
3
) ergibt somit eine Einkommenseinbusse von Fr. 1
8
'
516
.-- und damit einen
ren
ten
aus
schliessenden
Invaliditätsgrad von gerundet
23
%.
Der angefochtene Entscheid erweist sich demnach
im Ergebnis
als rechtens, was zur Abwei
sung der Beschwerde führt.
7.
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichts
kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert fest
zulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Be
schwerdeführer aufzu
erlegen.