# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 457a6ca5-d2bd-4018-8423-3a8784a77c65
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Criminal Procedure

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, L.1_ Staatsangehöriger, reiste gemäss eigenen Angaben am _ 2016 zusammen mit seiner Ehefrau in die Schweiz. Das Ehepaar reichte am _ 2016 im Empfangs- und Verfahrenszentrum des Staatssekretariats für Migration (SEM) in Kreuzlingen ein Asylgesuch ein. Mittels Zuweisungsentscheid vom 12. April 2016 wurde das Ehepaar für die Dauer des Asylverfahrens dem Kanton Graubünden zugewiesen. Am 30. April 2016 kam die gemeinsame Tochter A._ zur Welt.
B. Mit Entscheid vom 25. November 2016 stellte das SEM fest, dass X._ und seine Familie die Flüchtlingseigenschaft nicht erfülle und lehnte deren Asylgesuch vom 29. März 2016 ab. X._ und seine Familie wurden aus der Schweiz weggewiesen und unter Androhung von Zwangsmassnahmen im Unterlassungsfall aufgefordert, die Schweiz bis am 20. Januar 2017 zu verlassen.
C. Gegen diesen Entscheid liess die Familie am 2. Januar 2017 beim Bundesverwaltungsgericht Beschwerde erheben. Mit Zwischenverfügung vom 6. Januar 2017 wurde X._ und seine Familie erlaubt, den Ausgang des Verfahrens in der Schweiz abzuwarten.
D. Mit Urteil vom 12. Mai 2017 wies das Bundesverwaltungsgericht die Beschwerde gegen den Wegweisungsentscheid des SEM vom 25. November 2016 ab, womit dieser in Rechtskraft erwachsen ist.
E. Mit Schreiben des SEM vom 19. Mai 2017 wurde X._ und seiner Familie zum Verlassen der Schweiz eine neue Ausreisefrist bis zum 14. Juni 2017 gesetzt. Zudem wurden sie auf ihre Mitwirkungspflicht betreffend Beschaffung gültiger Reisepapiere aufmerksam gemacht.
F. Anlässlich eines Besprechungstermins zur Vorbereitung der Ausreise beim Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden äusserte sich X._ dahingehend, dass er und seine Familie es vorziehen würden, in der Schweiz zu bleiben. Eine Rückkehr in die L.1_ zogen sie auch mit finanzieller Rückkehrhilfe nicht in Betracht.
G. Am 19. September 2017 wurde X._ auf Ersuchen des Amtes für Migration und Zivilrecht Graubünden durch die Kantonspolizei Graubünden festgenommen und - nach Gewährung des rechtlichen Gehörs - in
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Ausschaffungshaft versetzt. Gleichentags wurde das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden um Überprüfung der Ausschaffungshaft ersucht.
H. Nach Durchführung einer mündlichen Verhandlung, an welcher auch X._ teilnahm, erkannte das Zwangsmassnahmengericht des Kantons Graubünden mit Entscheid vom 20. September 2017, gleichentags mündlich eröffnet und schriftlich mitgeteilt, was folgt:
1. Die vom Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden bis zum 18.12.2017 angeordnete Ausschaffungshaft ist rechtmässig sowie angemessen und wird geschützt.
2.a) X._ hat die Verfahrenskosten von CHF 500.00 zu übernehmen. Da die Voraussetzungen zur Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung erfüllt sind, gehen diese Kosten - unter dem Vorbehalt der Rückforderung - zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
b) Die Kosten des Übersetzers von CHF 105.00 gehen zu Lasten des Kantons Graubünden und werden auf die Gerichtskasse genommen.
3. X._ kann gemäss Art. 80 Abs. 5 AuG einen Monat nach der Haftprüfung ein Haftentlassungsgesuch beim Amt für Migration und Zivilrecht Graubünden einreichen.

## Considerations