# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6e5d5330-0f07-4886-8630-9bb36dc0640c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. A._, geboren am _ 1958, und D._, geboren am _ 1965, schlossen am _ 1996 in P._ die Ehe. Gleichentags unterzeichneten sie ein "Prenuptial Agreement", in dem sie eine umfangreiche Regelung ihrer finanziellen Belange trafen, auch im Hinblick auf eine mögliche Trennung oder Scheidung der Ehe. A._ und D._ sind Eltern von R._, geboren am _ 1996, und S._, geboren am _ 1998. Am _ 2014 schlossen A._ und D._ im Rahmen ihres Umzugs in die Schweiz einen Ehe- und Erbvertrag, der das Prenuptial Agreement aus dem Jahr 1996 sowie eine im Jahr 2004 abgeschlossene Zusatzvereinbarung ergänzen sollte.
B/a. Am 15. September 2017 reichte A._ beim Regionalgericht Maloja gegen D._ eine Klage auf Ehetrennung ein. Mit Eingabe vom 18. September 2017 wandelte sie diese in eine Klage auf Ehescheidung um. Gleichzeitig beantragte sie den Erlass vorsorglicher Massnahmen. Dabei stellte sie folgende Rechtsbegehren:
1. Rechtsbegehren
1. Es sei die am 15. September 2017 rechtshängig gemachte Trennungsklage in eine Scheidungsklage umzuwandeln.
2. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin gemäss Art. 170 ZGB vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über dessen Einkommen, Vermögen und Schulden zu erteilen;
3. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin an ihren persönlichen Unterhalt ab Rechtskraft des Scheidungsurteils nach Erhalt der Auskunft über dessen Einkommen, Vermögen und Schulden noch zu beziffernde nacheheliche Unterhaltsbeiträge i.S.v. Art. 125 ZGB, mindestens aber CHF 30'000.00 pro Monat, zu bezahlen;
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Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.
2. Vorsorgliche Massnahmen
8. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin gemäss Art. 170 ZGB vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über dessen Einkommen, Vermögen und Schulden zu erteilen;
9. Es sei der Beklagte zu verpflichten, der Klägerin, rückwirkend ab dem 1. Oktober 2016, für die Dauer des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge von mind. CHF 30'000.00 für sie persönlich zu bezahlen, zahlbar monatlich im Voraus auf den Ersten des jeweiligen Monats;
10. Es sei die eheliche Liegenschaft an der T._, U._ samt Hausrat und Mobiliar (mit Ausnahme der persönlichen Effekten des Beklagten) für die Dauer des Scheidungsverfahrens der Klägerin zur alleinigen und uneingeschränkten Benützung zuzuweisen;
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11. Es sei dem Beklagten gerichtlich zu verbieten, seine persönlichen Effekten ohne vorherige Absprache mit der Klägerin aus der ehelichen Liegenschaft an der T._, U._, abzuholen;
12. Es sei dem Beklagten zu untersagen, ohne die vorgängige Zustimmung des Klägers im Sinne von Art. 178 ZGB über die eheliche Liegenschaft an der T._, U._, samt Hausrat und Mobiliar zu verfügen und veräussern und es sei das Grundbuchamt der Region Maloja gerichtlich anzuweisen, eine Verfügungssperre gemäss Art. 178 Abs. 3 ZGB, auf dem Stockwerkeigentumsanteil _ auf der Liegenschaft Nr. _ im Grundbuch U._ anzumerken;
13. Es sei die Anordnung gemäss Rechtsbegehren 12 superprovisorisch, d.h. ohne vorherige Anhörung des Gesuchstellers [recte Gesuchsgegners] und unter der Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB zu erlassen;
Unter Kosten und Entschädigungsfolgen zulasten des Beklagten.
B/b. Mit Entscheid der Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht Maloja vom 20. September 2017 wurde D._ superprovisorisch untersagt, ohne die vorgängige Zustimmung von A._ i.S.v. Art. 178 ZGB über die eheliche Liegenschaft an der T._ in U._ zu verfügen und diese zu veräussern.
B/c. Am 25. September 2017 stellte A._ ein weiteres Gesuch mit folgenden Rechtsbegehren:
1. Es sei dem Gesuchsgegner für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu verbieten, ohne Zustimmung der Gesuchstellerin über das in seinem Eigentum stehende Grundstück "V._" in der W._ zum Nachteil der Gesuchstellerin, d.h. zum Zwecke der Verminderung und / oder Umgehung seiner gegenüber der Gesuchstellerin während des Scheidungsverfahrens bestehenden Unterhaltspflichten, zu verfügen und es sei der Rechtsanwalt durch das Regionalgericht Maloja über die verfügte Sicherungsmassnahme vorweg per Fax zu informieren;
2. Es sei dem Gesuchsgegner für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu verbieten, ohne Zustimmung der Gesuchstellerin über folgende auf seinen Namen oder im Namen einer durch ihn kontrollierten Unternehmung / Stiftung bei der X._ lautenden Konti;
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und das folgende Konto bei der Y._;
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wie auch allfällige bei anderen Banken auf ihn oder auf den Namen einer durch ihn kontrollierten Unternehmung / Stiftung lautenden Bankkonti zu verfügen bzw. allfällige Gelder zum Nachteil der Gesuchstellerin, d.h. zum Zwecke der Verminderung und / oder
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Umgehung seiner gegenüber der Gesuchstellerin während des Scheidungsverfahrens bestehenden Unterhaltspflichten zu verbrauchen und / oder ins Ausland zu schaffen und / oder diese in eine Stiftung zum Nachteil der Gesuchstellerin, d.h. zum Zwecke der Verminderung und / oder Umgehung seiner gegenüber der Gesuchstellerin während des Scheidungsverfahrens bestehenden Unterhaltspflichten, einzubringen und / oder zu verwenden und es seien die genannten Banken und der Rechtsvertreter des Gesuchsgegners durch das Regionalgericht Maloja vorweg über die verfügte Sicherungsmassnahme mittels Fax zu informieren;
3. Es sei der Gesuchsgegner für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu verpflichten, der Gesuchstellerin wöchentlich Auskunft über den Stand des beabsichtigten Verkaufs der Z._, C._strasse, AA._, zu erteilen bzw. dem Gesuchsgegner zu verbieten, ohne Zustimmung der Gesuchstellerin einen allfälligen Erlös aus dem Verkauf der Unternehmung bzw. der im Eigentum und / oder im Besitz der Unternehmung stehenden, im Zollfreilager F._ befindlichen Kunstgegenstände zum Nachteil der Gesuchstellerin, d.h. zum Zwecke der Verminderung und / oder Umgehung seiner gegenüber der Gesuchstellerin während des Scheidungsverfahrens bestehenden Unterhaltspflichten, zu verwenden und / oder zu vermindern und / oder zu veräussern, und / oder unentgeltlich zu übertragen, und / oder zu verpfänden und / oder ins Ausland zu verschaffen und es sei die genannte Unternehmung und der Rechtsvertreter des Gesuchsgegners durch das Regionalgericht Maloja vorweg über die verfügte Sicherungsmassnahme per Fax zu informieren;
4. Es sei dem Gesuchsgegner für die Dauer des Scheidungsverfahrens zu verbieten, seine sich in seinem Eigentum und / oder Besitz im Zollfreilager F._ befindlichen Kunstgegenstände ohne Zustimmung der Gesuchstellerin zu veräussern und / oder diese ohne Zustimmung der Gesuchstellerin ins Ausland zu schaffen und / oder diese ohne Zustimmung der Gesuchstellerin unentgeltlich zu übertragen und / oder diese zu verpfänden und es sei die Zolldirektion Zollkreis II – G._ und der Rechtsvertreter des Gesuchsgegners durch das Regionalgericht Maloja vorweg über die verfügte Sicherungsmassnahme per Fax zu informieren;
5. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, für die Dauer des Scheidungsverfahrens den Anspruch auf Vergütung der Gesuchstellerin gemäss Art. 165 ZGB zu sichern;
6. Es sei der Gesuchsgegner zu verpflichten, für die künftigen Unterhaltsbeiträge eine angemessene Sicherheit gemäss Art. 132 ZGB von mindestens CHF 3'000'000.00 zu leisten und diesen Betrag auf ein auf das Regionalgericht Maloja lautendes Konto zu überweisen und zu hinterlegen;
7. Es seien die Anordnungen gemäss Rechtsbegehren 1 – 6 superprovisorisch, d.h. ohne vorherige Anhörung des Gesuchsgegners und unter der Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB zu erlassen;
8. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Gesuchsgegners.
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B/d. Mit Entscheid vom 26. September 2017 wurde der Antrag auf Erlass superprovisorischer Massnahmen abgewiesen.
B/e. In seiner Stellungnahme vom 12. Oktober 2017 beantragte D._, was folgt:
1. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 18. September 2017 Ziff. 8 auf vorsorgliche Anordnung der Auskunftserteilung nach Art. 170 ZGB sei abzuweisen.
2. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 18. September 2017 Ziff. 9 auf vorsorgliche Anordnung von monatlichen Unterhaltsbeträgen von mindestens CHF 30'000.00 sei abzuweisen und es sei festzustellen, dass der Gesuchsgegner der Gesuchstellerin für die Dauer des Scheidungsverfahrens keinen Unterhalt schuldet.
3. Es sei festzuhalten, dass der Gesuchsgegner seit dem 1. Oktober 2016 total anzurechnende CHF 452'000 an den Unterhalt der Gesuchstellerin bezahlt hat, darin eingeschlossen monatliche Zahlungen von EUR 15'000 sowie u.a. für die Kosten der Hypothek, der Stockwerkeigentümergemeinschaft, Sozialversicherung, Krankenkasse und Anwaltskosten.
4. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 18. September 2017 Ziff. 10 auf vorsorgliche Zuweisung der ehelichen Liegenschaft zur alleinigen und uneingeschränkten Benützung während der Dauer des Scheidungsverfahrens sei gutzuheissen, längstens aber bis zum 9. April 2023.
5. Der Gesuchsgegner sei zu berechtigen, auf ihn lautende finanzielle Verpflichtungen im Zusammenhang mit der ehelichen Liegenschaft (inkl. Hypothekarzinsen und Beiträge an die Stockwerkeigentümergemeinschaft), die er gegenüber der Bank bzw. der Stockwerkeigentümergemeinschaft bezahlt, während der Dauer des Scheidungsverfahrens von einem allfälligen Unterhalt an die Gesuchstellerin abzuziehen.
6. Es sei festzuhalten, dass der Gesuchsgegner dem Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 18. September 2017 Ziff. 11 auf vorsorgliche Anordnung eines Verbots des Gesuchsgegners, unangekündigt seine persönlichen Effekten aus der ehelichen Liegenschaft abzuholen, zustimmt.
7. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 18. September 2017 Ziff. 12 auf vorsorgliche Anordnung eines zeitlich uneingeschränkten Verfügungsverbots über die Liegenschaft in U._ sei abzuweisen.
8. Eventualiter sei ein Verfügungsverbot über die Liegenschaft in U._ nur für die Dauer des Scheidungsverfahrens anzuordnen.
9. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 2017 Ziff. 1 auf vorsorgliche Anordnung eines Verfügungsverbots betreffend das Grundstück "V._" in W._ sei abzuweisen.
10. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 2017 Ziff. 2 auf vorsorgliche Anordnung eines Verbots des
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Gesuchsgegners ohne Zustimmung der Gesuchstellerin über seine Konten zu verfügen, sei abzuweisen.
11. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 2017 Ziff. 3 auf vorsorgliche Anordnung einer wöchentlichen Berichterstattungspflicht über den beabsichtigten Verkauf der dem Gesuchsgegner gehörenden Z._ sei abzuweisen.
12. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 2017 Ziff. 3 auf vorsorgliche Anordnung eines Verfügungsverbots über einen allfälligen Erlös aus dem Verkauf der Z._ und / oder deren Kunstgegenstände sei abzuweisen.
13. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 2017 Ziff. 4 auf vorsorgliche Anordnung eines Verfügungsverbotes über die im Eigentum des Gesuchsgegners stehenden Kunstgegenstände sei abzuweisen.
14. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 2017 Ziff. 5 auf vorsorgliche Anordnung einer Sicherstellung des Anspruchs der Gesuchstellerin auf Vergütung gemäss Art. 165 ZGB sei abzuweisen.
15. Der Antrag der Gesuchstellerin gemäss Eingabe vom 25. September 2017 Ziff. 6 auf vorsorgliche Anordnung einer Sicherstellung der künftigen Unterhaltsbeiträge gemäss Art. 132 ZGB in der Höhe von mindestens CHF 3'000'000.00 sei abzuweisen.
16. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, über ihre Einkommens- und Vermögenssituation, einschliesslich ihrer Konten und Vermögenswerte in- und ausserhalb der Schweiz, vollständig Auskunft zu erteilen.
17. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Gesuchstellerin.
C. Am 21. November 2017 fand die mündliche Verhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen sowie die Einigungsverhandlung im Scheidungsverfahren statt. Dabei unterzeichneten die Ehegatten eine , in welcher sie dem Gericht gemeinsam die Ehescheidung beantragten. Ausserdem stellten sie fest, dass sie sich über die Neben- und Kostenfolgen nicht einig seien, weshalb das Gericht darüber zu befinden habe.
D/a. In ihrer replizierenden Stellungnahme vom 14. Dezember 2017 stellte A._ folgende Anträge:
1. Es sei der Gesuchsgegner – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, sämtliche im Rahmen des Scheidungsverfahrens anfallende Kosten, unabhängig vom Verfahrensausgang, für die Rechtsvertretung der Gesuchstellerin zu bezahlen;
2. Es sei der Gesuchsgegner – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im
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Widerhandlungsfall – zu verpflichten, während der Dauer des Scheidungsverfahrens die bisher geleisteten Unterhaltszahlungen in Höhe von mindestens CHF 16'250.00 an und für die Gesuchstellerin weiterhin zu tätigen;
3. Es sei der Gesuchsgegner – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, eine vollständige und wahrheitsgetreue Vermögensaufstellung über sämtliche weltweiten Einkommensquellen und oder andere Vermögenswerte, die er direkt / indirekt oder über Treuhandverhältnisse hält, zu erstellen bzw. hierüber vollständig und wahrheitsgemäss Auskunft zu erteilen und die entsprechenden Unterlagen beim Regionalgericht Maloja einzureichen;
4. (Editionsbegehren betr. in W._ eingereichte Steuererklärungen der letzten 5 Jahre);
5. Es sei der Gesuchsgegner – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, der Gesuchstellerin vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über sämtliche durch ihn während den letzten 5 Jahren getätigten Verkäufe von Anteilen an Gesellschaften, Aktien, Kunstgegenstände usw. zu erteilen und ihr vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über die Verwendung der erzielten Erlöse, Erträge etc. zu erteilen;
6. (Auskunftsbegehren betr. Vermögenswerte in einem Zollfreilager);
7. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, die letzten 5 Jahresabschlüsse der Z._ innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist einzureichen;
8. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, sämtliche Geschäftskonti der Z._ offenzulegen und die entsprechenden detaillierten Bankauszüge der letzten fünf Jahre innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist einzureichen;
9.-13. (Auskunftsbegehren betr. Z._ [Beteiligungen, Aktionäre, Jahresabschlüsse, Geschäftskonti]);
14. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist sämtliche Geschäftskonti der AB._ offenzulegen und die entsprechenden detaillierten Bankauszüge der betreffenden Konti der letzten 5 Jahre innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist einzureichen;
15. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist sämtliche detaillierten Bankauszüge seiner Bankkonti bei der Y._, der X._ und der weiteren, nicht offen gelegten Konti, der letzten 5 Jahre einzureichen;
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16. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist sämtliche Kreditkartenabrechnungen des Jahres 2017 bzw. sämtliche private und berufliche Reiseauslagen für das Jahr 2017 vollständig und wahrheitsgetreu offen zu legen und beim Regionalgericht Maloja einzureichen;
17. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu eine Aufstellung von sämtlichen privaten und geschäftlichen Debitoren einzureichen;
18. (Auskunftsbegehren betr. Beteiligung an der J._);
19. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft zu erteilen, wie der Vermögensabgang im Jahr 2013 auf dem Konto _ in Höhe von CHF 4'916'201.00 zustande gekommen ist und wofür die CHF 4'916'201.00 verwendet wurden;
20. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über sämtliche in den eingereichten Steuerunterlagen ersichtlichen dem DBA unterstehenden Erträge Auskunft zu erteilen;
21. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu Auskunft über den Verkauf sämtlicher von ihm gehaltenen Aktien / sonstigen Beteiligungen zu erteilen und offenzulegen, wofür er den Erlös verwendet hat;
22.-24. (Auskunftsbegehren betr. die AC._);
25. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist vollständig und wahrheitsgetreu über die Verwendung die im Rahmen der aufgenommenen Hypotheken auf der Liegenschaft AD._ erhaltenen Gelder Auskunft zu erteilen;
26. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, sich inskünftig, d.h. ab 2017, getrennt von der Gesuchstellerin durch die Steuerbehörden veranlagen zu lassen;
27. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist die Steuerbehörden des Kantons
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Graubünden darüber zu informieren, dass er sich künftig der ordentlichen Besteuerung unterstellen lässt;
28. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, die monatlichen Zahlungen an die gemeinsamen Kinder wie folgt zu reduzieren:
- S._: CHF 7'713.47 pro Monat
- R._: CHF 5'000.00 pro Monat
29. Es sei der Gesuchsgegner zu einer Sicherheitsleistung in Höhe von CHF 1'000'000.00 zu verpflichten und diese auf ein durch das Regionalgericht Maloja zu nennendes Konto innert einer vom Regionalgericht Maloja anzusetzenden Frist zu leisten;
30. Es sei der Gesuchsgegner – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB – zu verpflichten, für die im Rahmen des Scheidungsverfahrens voraussichtlich anfallenden Kosten für die Rechtsvertretung der Gesuchstellerin eine Sicherheitsleistung in Höhe von CHF 30'000.00 zu bezahlen;
31. Es sei dem Gesuchsgegner bis zur Leistung der Sicherheitsleistung in Höhe von CHF 1'000'000.00 gemäss Rechtsbegehren 29 zu verbieten, über das in seinem Eigentum bzw. im Eigentum der von ihm kontrollierten Gesellschaft AB._ stehende Grundstück V._ in der W._ zu verfügen;
32.-37. (weitere Anträge auf Verfügungsbeschränkungen [betr. Bankkonti, Anteile an der Z._ und deren Vermögenswerte, Kunstgegenstände, Vermögenswerte in einem Zollfreilager, Verkaufserlöse aus Wertschriften]);
38. Der Gesuchsgegner sei – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, die Liegenschaft AD._ in U._ der Gesuchstellerin allein und uneingeschränkt bis zum 9. April 2023 zuzuweisen und die damit zusammenhängenden Kosten in Anrechnung an den von ihm geschuldeten Unterhaltsbeitrag vollständig zu bezahlen;
39. Es sei Herr AE._, H._strasse, AF._ – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, sämtliche zwischen ihm und / oder von ihm direkt oder indirekt kontrollierte Gesellschaften / Stiftungen (oder an denen er direkt / indirekt beteiligt ist) und dem Gesuchsgegner und / oder von ihm direkt / indirekt kontrollierte Gesellschaften / Stiftungen (oder an denen er direkt / indirekt beteiligt ist) vollständig und wahrheitsgetreu über sämtliche bestehende Treuhands-, Mandats- und / oder Beteiligungsverträge Auskunft zu erteilen und die entsprechenden Verträge zu Handen des Regionalgerichts Maloja einzureichen;
40. (Auskunftsbegehren analog Ziff. 39 betreffend AG._ bzw. mit diesem bestehenden Treuhands-, Mandats- und / oder Beteiligungsverträgen);
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41. (Auskunftsbegehren analog Ziff. 39 betreffend die Organe der AH._ bzw. mit diesen bestehenden Treuhands-, Mandats- und / oder Beteiligungsverträgen);
42. Es seien die Organe der AI._, H._strasse, AF._ – unter Androhung der Straffolgen gemäss Art. 292 StGB und der Busse nach Art. 343 ZPO im Widerhandlungsfall – zu verpflichten, sämtliche zwischen ihr und / oder von ihr direkt oder indirekt kontrollierte Gesellschaften / Stiftungen (oder an denen sie direkt / indirekt beteiligt ist) und dem Gesuchsgegner bzw. Herrn AE._ bzw. AG._ und / oder von ihm direkt / indirekt kontrollierte Gesellschaften / Stiftungen (oder an denen er direkt / indirekt beteiligt ist) vollständig und wahrheitsgetreu über sämtliche bestehende Treuhands-, Mandats- und / oder Beteiligungsverträge Auskunft zu erteilen und die entsprechenden Verträge zu Handen des Regionalgerichts Maloja einzureichen;
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Gesuchsgegners.
D/b. D._ stellte in seiner duplizierenden Stellungnahme vom 25. Januar 2018 folgende Rechtsbegehren:
1. Die Anträge der Gesuchstellerin gemäss den Rechtsbegehren Nr. 1 – Nr. 42 der replizierenden Stellungnahme vom 14. Dezember 2017 seien abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
2. Die Gesuchstellerin sei zu verpflichten, über ihre weltweiten Vermögenswerte schriftlich und mit Belegen Auskunft zu geben.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zulasten der Gesuchstellerin.
E/a. Am 12. April 2018 wurde eine Instruktionsverhandlung durchgeführt, an der keine Einigung erzielt werden konnte. Mit Entscheid vom 12. April 2018, mitgeteilt am 17. Januar 2019, erkannte die Einzelrichterin in Zivilsachen am Regionalgericht Maloja wie folgt:
1. Der Gesuchsgegner wird verpflichtet, der Gesuchstellerin für die Dauer des Scheidungsverfahrens monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 4'464.- zu entrichten, zahlbar ab 1. Oktober 2017.
2. Die eheliche Liegenschaft an der T._, U._, wird für die Dauer des Scheidungsverfahrens, längstens bis zum 9. April 2023, der Gesuchstellerin zur alleinigen Nutzung zugewiesen.
3. Die mit Entscheid vom 20. September 2017 verfügte Verfügungssperre im Grundbuchamt der Region Maloja auf Stockwerkeigentumsanteil _ auf der Liegenschaft Nr. _ im Grundbuch U._ bleibt bestehen.
4. Der Gesuchsgegner ist berechtigt, sämtliche ihm gehörenden und sich in der Liegenschaft an der T._, U._, befindenden Gegenstände nach Vorankündigung abzuholen.
5. Im Übrigen werden die Anträge der Gesuchstellerin abgewiesen.
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6. Die Gerichtskosten von CHF 5'000.- werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und mit dem im Hauptverfahren geleisteten Vorschuss verrechnet.
Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations