# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e7542450-f14e-5c85-b084-26ef3c83093c
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2004
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ Die Eheleute A. und B. X.-Y. sind mit ihren Kindern in C. wohnhaft. Sie werden seit
Mai 2002 von den Sozialen Diensten der Politischen Gemeinde C. finaziell unterstützt.
Mit Verfügung vom 23. Oktober 2003 legte die Sozialkommission C. die finanzielle
Unterstützung ab 1. Oktober 2003 neu auf Fr. 6'182.45 pro Monat fest (ohne
Franchisen und Selbstbehalte der Krankenkasse sowie ohne Hausrat- und
Privathaftpflichtversicherung). Sodann wurde die Ehefrau verpflichtet, sich ab sofort um
eine berufliche Tätigkeit zu bewerben. Bei Nichterfüllung dieser Auflage sei mit einer
Kürzung oder Einstellung der Sozialhilfe zu rechnen. Ausserdem wurde der Ehemann
aufgefordert, bei der Sozialversicherungsanstalt St. Gallen ein Gesuch um eine IV-
Rente einzureichen und gleichzeitig den Sozialen Diensten C. das Formular "Gesuch
um Rentenauszahlung an eine Behörde" zuzustellen, andernfalls eine ambulante
fachärztliche Begutachtung geprüft werde. Bei der Bemessung der finanziellen
Sozialhilfe ging die Sozialkommission davon aus, dass der Sohn D. in einer sozialen
Institution lebe und ein IV-Taggeld erhalte, weshalb er selbst ein Gesuch um
Ausrichtung von Sozialhilfe einzureichen habe.
Gegen die Verfügung der Sozialkommission erhoben die Eheleute X. mit Eingabe vom
19. November 2003 Rekurs, der vom Gemeinderat C. mit Entscheid vom 1. Dezember
2003 (Versand 3. Dezember 2003) abgewiesen wurde.
B./ Gegen den Entscheid des Gemeinderates erhoben A. und B. X. mit Eingabe vom
29. Dezember 2003 Rekurs beim Departement des Innern. Sie beantragten
sinngemäss, der Sohn D. sei in die Bemessung der Sozialhilfe einzubeziehen, weshalb
von einem Haushalt mit sechs Personen auszugehen sei. Sodann könne die Ehefrau
zur Zeit nicht beruflich arbeiten. Im weiteren beanstandeten die Rekurrenten die
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Anmeldung zum Bezug von IV-Leistungen durch die Vormundschaftsbehörde.
Schliesslich beantragten sie die Anrechnung eines monatlichen Betrages von Fr. 700.--
für die Amortisation der Hypotheken auf ihrem Einfamilienhaus.
Mit Eingabe vom 14. Juli 2004 erhoben die Eheleute X. beim Departement des Innern
Rechtsverweigerungsbeschwerde und aufsichtsrechtliche Anzeige gegen den
Gemeinderat C. und die Sozialen Dienste C. sowie gegen deren Leiter.
Das Departement des Innern behandelte den Rekurs sowie die
Rechtsverweigerungsbeschwerde und die aufsichtsrechtliche Anzeige am 16. August
2004 und eröffnete seine Entscheidungen in ein und demselben Beschluss. Es wies
den Rekurs gegen den Entscheid des Gemeinderates C. vom 13. Dezember 2003 ab,
soweit es darauf eintrat (Ziff. 1). Die Rechtsverweigerungsbeschwerde hiess es
teilweise gut und verpflichtete den Gemeinderat, Sozialhilfeleistungen im Sinn der
Erwägungen unverändert auszuzahlen (Ziff. 2). Einer aufsichtsrechtlichen Anzeige gab
es keine Folge, soweit es darauf eintrat (Ziff. 3). Amtliche Kosten wurden nicht erhoben
(Ziff. 4), und das Begehren um Zusprache einer ausseramtlichen Entschädigung im
Rekursverfahren wurde abgewiesen (Ziff. 5). Das Departement erwog, A. X. sei seit
1997 nicht mehr berufstätig. Er sei von seinem Arzt ab 29. August 1997 zu 100 Prozent
krank geschrieben worden. Danach habe er rund ein Jahr Krankentaggelder und
anschliessend Taggelder der Arbeitslosenversicherung bezogen. Aufgrund der langen
Krankheitsdauer sei die Abklärung allfälliger Ansprüche gegenüber der
Invalidenversicherung nicht abwegig, sondern sie dränge sich geradezu auf. Trotz
mehrfacher Aufforderung durch die Behörden habe A. X. bisher jedoch eine Abklärung,
ob er Ansprüche auf Leistungen der Invalidenversicherung habe, verweigert. Damit sei
er seiner Mitwirkungspflicht nicht nachgekommen. Die Ehefrau sei zu Recht verpflichtet
worden, sich um eine Arbeitsstelle zu bemühen und eine zumutbare Arbeit
aufzunehmen, da die Kinder zwischen vierzehn und neunzehn Jahre alt seien und keine
vollzeitige Betreuung mehr benötigten. Im weiteren seien die Kosten für die
Amortisation der Hypothek nicht von der Sozialhilfe zu übernehmen, da es sich dabei
um Schuldentilgung handle.
C./ Mit Eingabe vom 31. August 2004 erhoben die Eheleute X. beim Verwaltungsgericht
Beschwerde gegen Ziff. 1 und 5 des Rekursentscheids und beantragten die
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unentgeltliche Rechtspflege und Rechtsverbeiständung. Die in der Beschwerde
gestellten Begehren und deren Begründung werden, soweit wesentlich, in den
nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Mit Verfügung vom 3. September 2004 wies die Vizepräsidentin des
Verwaltungsgerichts das Begehren um unentgeltliche Rechtspflege und
Rechtsverbeiständung wegen Aussichtslosigkeit der Beschwerde ab.
Die Vorinstanz schliesst in ihrer Vernehmlassung vom 24. September 2004 auf
Abweisung der Beschwerde.
Die Politische Gemeinde C. verzichtete auf eine Vernehmlassung zur Beschwerde.

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Angefochten mit Beschwerde sind Ziff. 1 und 5 des Rekursentscheids.
Diesbezüglich ist die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts gegeben (Art.
59bis Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt
VRP). Die Beschwerdeführer sind zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64
Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeschrift vom 31. August
2004 wurde rechtzeitig eingereicht und kann als den gesetzlichen Anforderungen
genügend betrachtet werden (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art.
48 Abs. 1 VRP). Insoweit ist auf die Beschwerde einzutreten.
Die Vorinstanz entschied in Ziff. 2 über die Rechtsverweigerungsbeschwerde und in
Ziff. 3 über die aufsichtsrechtliche Anzeige der Beschwerdeführer. Gegen diese Teile
des Entscheids vom 16. August 2004 ist die Beschwerde nicht zulässig (Art. 59bis Abs.
2 lit. a Ziff. 1 und Art. 89 VRP).