# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bb491c19-9ad5-4532-a7f0-30fb3e7d0af8
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der 1964 geborene
X._
meldete sich am 1
4.
Juni 2010 unter Hinweis auf Handgelenksbeschwerden bei der Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung an (
Urk.
8/3). Zur Klärung der erwerblichen und medizinischen Verhältnisse zog die IV-Stelle Auszüge aus dem individuellen Konto (
Urk.
8/8 und
Urk.
8/15-16)
bei und holte Berichte der behandelnden Ärzte (
Urk.
8/9, 8/21, 8/28 und 8/30-31)
ein. Am 1
2.
November 2010 teilte die IV-Stelle mit, angesichts der zu ver
büs
senden Freiheitsstrafe – der Versicherte befand sich vom 1
7.
Dezember 2007 bis am 2
0.
Juli 2011 im Strafvollzug (
Urk.
8/10 und
Urk.
8/33) – seien
momen
tan
keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen möglich (
Urk.
8/19). Mit Vorbe
scheid vom 2
7.
Januar 2012 stellte sie
so
dann die Abweisung des
Leis
tungs
be
gehrens
(Rente und berufliche Massnahmen) in Aussicht. Nachdem der Versi
cherte – neu vertreten durch Rechtsanwalt Dominique
Chopard
(
Urk.
8/42
f.) - dagegen Einwände erhoben hatte (
Urk.
8/41, 8/47 und 8/52), holte die Ver
wal
tung einen Bericht des an der
Klinik Y._
tätigen Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Trau
matologie des Bewegungs
apparates, ein (Bericht vom
4.
Mai 2012, Urk.
8/48-50). Mit Verfügung vom
4.
Dezember 2012 hielt die IV-Stelle an ihrer im Vor
bescheid angekündigten Leistungsablehnung fest (
Urk.
8/59 =
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte mit Eingabe vom 2
1.
Januar 2013 Beschwerde und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es seien ihm die gesetzlichen Versicherungsleistungen (Invalidenrente/berufliche Massnah
men) auszurichten. In prozessualer Hinsicht ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (
Urk.
1)
. Mit Beschwerdeantwort vom 21.
Februar 2013 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7). Mit Gerichtsverfügung vom 2
6.
Februar 2013 wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Prozessführung gewährt und ihm in der Person von Rechtsan
walt Dominique
Chopard
ein unentgeltlicher Rechtsvertreter für das
Beschwer
deverfahren
bestellt. Zusätzlich wurde ihm das Doppel der Beschwerdeantwort zur Kenntnis gebracht (
Urk.
9). Am
9.
April 2013 wurde dem Versicherten eine Kopie des Berichts der behandelnden Ärzte der
Y._
,
A._
, vom 21. Januar 2013 zugestel
lt (Verfügung vom
8.
April 2013
[
Urk.
10
]
), welcher mit Eingabe vom 2
1.
Mai 2013 (
Urk.
15) dazu Stellung nahm. Zwischenzeitlich legte die Beschwerdegegnerin einen weiteren Bericht der
Y._
vom 8. Mai 2013 (
Urk.
14) auf (Eingabe vom 1
7.
Mai 2013 [
Urk.
13]). Am 2
7.
Mai 2013 wurden
den Parteien die
gegenseitigen
Eingaben
zur Kenntnisnahme zu
gestellt (
Urk.
16).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSG]). Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (
Art.
4
Abs.
1 des Bun
desgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beur
teilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfä
higkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 Prozent arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Die seit dem 1. Januar 2004 massgeblichen Rentenabstufungen geben bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent Anspruch auf eine
Viertelsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Prozent Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 261 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die Leistungsverweigerung im Wesentli
chen damit, aus medizinischer Sicht sei der Beschwerdeführer in einer
behin
derungsangepassten
Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Mit einer solchen Tätigkeit könnte er ein Invalideneinkommen von
Fr.
61‘592.65 erzielen. Bei einem
Vali
deneinkommen
in gleicher Höhe result
iere ein Invaliditätsgrad von 0
%, wes
halb weder Anspruch auf eine Invalidenrente noch auf die Durchführung von beruflichen Massnahmen bestehe (
Urk.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer stellte sich demgegenüber hauptsächlich auf den Stand
punkt, die Beschwerdegegnerin habe es unterlassen, seine gesundheitlichen Beeinträcht
igungen umfassend abzuklären. So hätten die behandelnden Ärzte
wiederholt darauf hingewiesen, dass sie das Ausmass der Arbeits
fähigkeit nicht abschätzen könn
t
en,
weshalb
zur Beurteilung der Restarbeitsfähigkeit weiter
e Abklärungen nötig seien. Aus diesem Grund
könne nicht davon ausgegangen werden, dass er in einer adaptierten Tätigkeit voll arbeitsfähig sei (
Urk.
1
und
Urk.
15
).
3.
3.1
Die Ärzte des
Spitals B._
, Klinik für Plastische Chirurgie und
Hand
chirurgie
, stellten am 2
9.
April 2010 (
Urk.
8/9/6-7) folgende Diagnose
n
(S. 1):
Chronische DRUG-Instabilität rechts mit
einem Status nach einer Handgelenksarthroskopie und einer Resek
tion des
Processus
styloideus
ulnae
im Oktober 2009 bei
einer TFCC-Läsion (Typ II)
einem freien
Gelenkkörper
radiocarpal
einer Non-union vom
Processus
styloideus
ulnae
einer DRUG-Arthrose
Mit undatiertem Bericht (eingegangen bei der Beschwerdegegnerin am
1.
Juli 2010) attestierten die betreffenden Ärzte dem Beschwerdeführer für die Zeit vom 1
2.
Oktober bis 2
9.
November 2009 eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit und vom 3
0.
November bis 31. Dezember 2009 eine solche von 50
%
. Aktuell sei ihm die Ausübung einer Tätigkeit mit einer leichten Belastung der Hände wäh
rend vier bis fünf Stunden täglich zumutbar; eine Bürotätigkeit könne er wäh
rend fünf bis sieben Stunden am Tag ausführen (
Urk.
8/9/2-5).
3.2
Im Bericht über die Untersuchung vom 1
2.
Oktober 2010 hielten die gleichen Ärzte fest, die klinische Untersuchung und die objektivierbare Befunderhebung würden stark mit den Angaben des Beschwerdeführers kontrastieren. Aus die
sem Grund würden sie eine gutachterliche Beurteilung vorschlagen (
Bericht vom 1
2.
Oktober 2010 [
Urk.
8/21/5-6
]
). Diese Empfehlung erneuerten sie in ih
rem Bericht vom 1
0.
August 2011 und verwiesen zusätzlich auf die Möglichkeit zur Beurteilung der Arbeitsfähigkeit mittels einer Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit (EFL,
Urk.
8/28).
3.3
Der Gefängnisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Allge
meine Innere Medizin, stellte am
7.
Oktober 2011 (
Urk.
8/31/1-4) folgende Diagnosen (S. 1):
Non-union des
Processus
styloideus
rechts: operative Entfernung am 12. Oktober 2009
Status nach einer intraartikulären Unterarmfraktur am 2
7.
August 2008, konservativ behandelt
Status nach einer
Excision
des
Processus
styloideus
links
Status nach einer mal-union des Metacarpale II links
Rezidivierendes
Reizknie
links bei einer medialen Meniskusläsion
Status nach einer
arthroskopischen
Teilmeniskektomie
links am 23. Februar 2011
Seinem Bericht kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer für die in der Justizvollzugsanstalt
D._
ausgeführten Arbeiten in der Wäscherei und in der Buchbinderei für die Zeit vom 2
7.
Juli bis Ende August 2008 und vom 1
2.
Oktober bis 2
9.
November 2009 zu 100
%
arbeitsunfähig war. Für körperlich leichte
,
wechselbelastende Tätigkeit
en
bestehe ab sofort eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit. Bei guter Motivation und Kooperation des Beschwerdeführer
s
sei die Prognose hinsichtlich der Hand- und Kniegelenksbeschwerden gut (S. 2 f).
3.4
Dr.
med.
E._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, diagnostizierte am
6.
April 2011 mässig
femoro
-
patellare Beschwerden bei einem lokalen Knorpelschaden der
Trochlea
femoris
und einem Status nach einer
Teilmeniskektomie
medial am 2
3.
Februar 201
1.
Er berichtete von einem insgesamt guten Verlauf und empfahl die Durchführung eines konsequenten Bewegungstrainings (
Urk.
8/31 S. 5).
3.5
In seiner aufgrund der Akten verfassten Stellungnahme vom 1
3.
Januar 2012 gelangte
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Trauma
tologie des Bewegungsapparates, vom
G._
zum Schluss, in einer körperlich leichten
,
wechselbela
stenden Tätigkeit ohne mono
tone und
repetitive Arbeiten mit einer Belastung der rechten Ha
nd über 15
Kilogramm und ohne andauernde Zwangshaltungen des linken Knies (Bücken, Hocken, Kauern, Knien) bestehe eine uneinges
chränkte Arbeitsfähig
keit (Urk.
8/35 S. 3).
3.6
Nach Erlass des Vorbescheids vom 2
7.
Januar 2012 (
Urk.
8/37) holte die
Be
schwerdegegnerin
einen Bericht bei den Ärzten der
Y._
ein (
Urk.
8/48-49). Diese stellten nach den beiden Konsultationen vom 1
5.
Februar 2012 und vom 2
6.
März 2012 folgende Diagnosen (Urk. 8/49 S. 1 und S. 3):
DRUG-Arthrose und Verdacht auf springende
Flexorensehnen
am Hand
gelenk links
Status nach einer intraartikulären Radiusfraktur vom 2
7.
August 2008 konservativ behandelt, mit einem Non-union des
Processus
styloideus
ulnae
rechts
Status nach einer Handgelenksarthroskopie und einem Resektionsprozess des
styloideus
ulnae
im Oktober 2009 am
Spital B._
bei einer TFCC-Läsion, einem freien Gelenkskörper radiokarpal und einer DRUG-Arthrose
Status nach einer Metacarpale
II
und III-Fraktur links vor ca. 16 Jahren nach einer Schuss- und einer
Traumaverletzung
Status nach einer operativen Revision 2001 in der
Klinik H._
, wohl Revision des DRUG und Resektion des
Processus
styloideus
ulnae
Sie berichteten, das genaue Ausmass der Arbeitsfähigkeit habe während den beiden Untersuchungen nicht eruiert werden können. Eine Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers habe daher im Rahmen eines
Arbeits
versuchs
respektive einer Arbeitsplatzbeurteilung zu erfolgen (
Urk.
8/48).
3.7
Dem Bericht der Ärzte der
Y._
vom 2
1.
Januar 2013 (
Urk.
8/63) kann entnommen werden, dass am
4.
September 2012 eine erneute
Handge
lenksarthroskopie
mit einem
Shaving
des
discus
ulnocarpalis
(
tfc
) samt einer Korrekturosteotomie des distalen Radius mit
Spongiosaplastik
aus dem rechten Beckenkamm durchgeführt wurde. Es sei zwischenzeitlich – so die behandeln
den Ärzte – zu einer erneuten leichten
Ulnaplusvariante
gekommen, welche im Verlauf wieder Beschwerden verursachen könnte. Einen nochmaligen operati
ven Eingriff wünsche der Beschwerdeführer jedoch nicht. Daher würden sie eine Ruhigstellung im Vorderarmgips verordnen. Die Arbeitsunfähigkeit betrage weiterhin 100
%
.
4.
4.1
Die zitierten medizinischen Berichte stimmen insofern überein, als die Ärzte einhellig davon ausgingen, dass der Beschwerdeführer insbesondere unter Be
schwerden am rechten Handgelenk und am linken Knie leide
t
(
Urk.
8/9, 8/21, 8/28, 8/31, 8/35 S. 3 f., 8/48-49 und 8/63). Betreffend das Ausmass der
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
herrscht
indes
Uneinigkeit
.
4.2
Der
G._
-Arzt
Dr.
F._
, auf dessen Einschätzung die Beschwerdegegnerin ihre Leistungsablehnung vom
4.
Dezember 2012 (
Urk.
2)
ab
stützte, ging – unter Hinweis auf die Beurteilung des
Dr.
C._
vom
7.
Oktober 2011 (
Urk.
8/31/1-4) und dessen Schreiben vom 3
1.
Mai 2010 (
Urk.
8/31/24) – von einer uneinge
schränkten Arbeitsfähigkeit aus (
Urk.
8/35 S. 3 f.). Die medizinische Behandlung durch
Dr.
C._
endete allerdings mit der Entlassung des Beschwerdeführers aus dem Strafvollzug am 2
0.
Juli 2011 (
Urk.
8/31/1-4 S. 1 und
Urk.
8/33), weshalb seine Beurteilung des Gesundheitszustands und der Leistungsfähigkeit im Zeit
punkt des Erlasses der Verfügung vom
4.
Dezember 2012 (
Urk.
2) nicht mehr aktuell war; namentlich war dem Gefängnisarzt der weitere Verlauf der
Ge
sundheitsstörungen
in den folgenden anderthalb Jahren – so insbesondere auch die erneute Handgelenksarthroskopie im September 2012 (vgl.
Urk.
8/63) – un
bekannt
.
Auch die Berichte der behandelnden Ärzte bieten keine hinreichende Grundlage für eine verlässliche Einschätzung der Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers. Angaben über den genauen Umfang
der Auswirkungen
der gesundheitlichen Einschränkungen auf die Arbeitsfähigkeit konnten sie keine machen, weshalb sowohl die Ärzte des
B._
als auch
jene
der
Y._
eine gutachterliche Beurteilung respektive eine EFL empf
ahlen (
Urk.
8/21/5-6 S. 2,
8/28 und 8/48). Der Bericht
der
Y._
vom 2
1.
Januar 2013 (
Urk.
8/63)
wurde
zwar mehr als ein
en
Monat nach Erlass des angefochtenen Entscheids erstellt,
lässt
aber trotzdem
gewisse
Rückschlüsse auf die frühere Entwicklung zu
.
Allerdings ist hinsichtlich der vor dem Hintergrund des operativen Eingriffs vom September 2012 auf 100
%
veranschlagten Ar
beits
unfähigkeit unklar
, ob sich die
betreffende
Aussage
auch
auf eine optimal leidensangepasste Tätigkeit bezog.
Dazu kommt, dass
die Ärzte der
Y._
a
m
8.
Mai 2013 (
Urk.
14) von keiner Arbeitsunfähigkeit mehr berichte
t
und nebst einer komplett durchgebauten Osteotomie einzig noch eine minimale
Ulnaplusvarianz
erwähn
t hab
en.
4.3
Nach dem Gesagten ist nicht klar, ob und gegebenenfalls inwieweit der Beschwer
deführer in der Zeit vor Erlass der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2; zur zeitlichen Grenze der Überprüfungsbefugnis vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2 mit weiteren Hinweisen) in seiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt war. Die ange
fochtene Verfügung vom
4.
Dezember 2012 ist deshalb aufzuheben, und die Sache ist an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie die Auswirkun
gen sämtlicher Leiden somatischer Natur auf die Arbeitsfähigkeit – allenfalls im Rahmen einer EFL (vgl.
Urk.
8/28 und
Urk.
8/48) – umfassend abkläre und her
nach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers erneut befinde.
5.
5.1
Die Kosten des Verfahrens sind auf Fr. 600.-- festzulegen und, da die
Rückwei
sung
an die Verwaltung nach ständiger Rechtsprechung als vollständiges Obsie
gen gilt (vgl. etwa Urteil des damaligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts
U 199/02 vom 10. Februar 2004 E. 6, mit Hinweis auf BGE 110 V 57 E. 3a; SVR 1999
IV Nr. 10 S. 28 E. 3), ausgangsgemäss von der Beschwerdegegnerin zu tragen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG).
5.2
Der mit Verfügung vom 2
6.
Februar 2013 bestellte unentgeltliche Rechtsbei
stand des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt Dominique
Chopard
, macht
e
mit sei
ner Honorarnote vom 2
0.
Juni 2013 (
Urk.
17) einen Aufwand von sieben
Stun
den und 30
Minuten sowie Auslagen in der Höhe von
Fr.
47.--
geltend, was angemessen erscheint. Die Beschwerdegegnerin ist daher zu verpflichten, Rechtsanwalt Dominique
Chopard
eine
Pr
ozessentschädigung von
Fr.
1‘671
.--
(inklusive Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.