# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 99ebc6ad-873c-4fe4-b340-e5eae7ae55cf
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ A. H., geboren 1968, ist türkischer Staatsangehöriger. Er heiratete am 20. Juli 1990
in der Türkei seine in Heerbrugg wohnhafte Landsfrau S. T., die über eine
Aufenthaltsbewilligung verfügte. A. H. wurde in der Folge ebenfalls eine
Aufenthaltsbewilligung im Rahmen des Familiennachzugs erteilt. Er reiste am 13.
Oktober 1990 in die Schweiz ein. Am 30. April 1992 wurde der gemeinsame Sohn O.
geboren. Dieser ist ebenfalls im Besitz einer Aufenthaltsbewilligung.
Am 29. Juli 1994 gebar die Schwester von S. H., Y.T., in Oesterreich die Tochter N. Die
Mutter ist in St. Margrethen wohnhaft und verfügt über eine Niederlassungsbewilligung.
Am 3. Dezember 2001 anerkannte A. H. die Vaterschaft von N.
Zwischen 1992 und 2004 wurde A. H. mehrmals wegen Delikten schuldig gesprochen
und mit Freiheitsstrafen und Bussen bestraft. Am 9. Februar 1994 und am 2. November
2000 wurde er vom Ausländeramt verwarnt. Am 21. Dezember 2004 sprach ihn das
Landesgericht Feldkirch schuldig, von Anfang 2002 bis August 2004 zwei Kilogramm
Kokain über die Grenze transportiert und davon 640 Gramm an verschiedene
Konsumenten in Vorarlberg verkauft oder unentgeltlich abgegeben bzw. selbst
konsumiert zu haben. A. H. wurde zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren
verurteilt. Mit Beschluss vom 18. Februar 2005 wurde der Strafvollzug zugunsten einer
stationären Drogentherapie und einer anschliessenden psychosozialen Beratung und
Betreuung aufgeschoben.
Am 23. Februar und am 25. Mai 2005 wurde A. H. wegen Verkehrsregelverletzung
sowie wegen mehrfacher Hehlerei und Vergehens gegen das Waffengesetz schuldig
erklärt und gebüsst.
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Mit Verfügung vom 10. April 2006 wies das Ausländeramt das Gesuch von A. H. um
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ab. Zur Begründung führte es im wesentlichen
die zahlreichen Straftaten, die Nichterfüllung der finanziellen Verpflichtungen sowie die
Nichtbewährung als Arbeitnehmer an.
B./ Gegen die Verfügung des Ausländeramts erhob A. H. mit Eingabe vom 20. April
2006 Rekurs, der vom Justiz- und Polizeidepartement mit Entscheid vom 30. April 2007
abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe vom 4. Mai 2007 erhob A. H. Beschwerde beim Justiz- und
Polizeidepartement. Dieses übermittelte das Rechtsmittel am 7. Mai 2007 dem
Verwaltungsgericht. In der Beschwerde beantragt A. H., der Rekursentscheid sei zu
überprüfen und die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Zur Begründung macht er
geltend, alle begangenen Straftaten seien in jenem Zeitraum verübt worden, in dem
sein Leben und Denken durch den unkontrollierten Konsum von Kokain völlig verändert
gewesen seien. Seit der Befreiung von der Sucht und der stationären Behandlung habe
er seine Verantwortung als Ehemann und Familienvater wieder wahrnehmen können,
und es sei nicht zu weiteren Gesetzesübertretungen gekommen. Die Wegweisung
würde auf jeden Fall den Verlust seiner Familie bedeuten, da seine Frau hier eine gute
Arbeitsstelle aufgeben müsste und sie so wie er in der Türkei vor dem Nichts stehen
würde.
Die Vorinstanz beantragt in ihrer Vernehmlassung vom 31. Mai 2007 die Abweisung der
Beschwerde.
Mit Eingabe vom 11. Juni 2007 äusserte sich der Beschwerdeführer zur
vorinstanzlichen Vernehmlassung.
Die weiteren Vorbringen der Verfahrensbeteiligten werden, soweit wesentlich, in den

## Considerations

nachstehenden Erwägungen dargelegt und gewürdigt.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). Der
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Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerdeeingabe vom 4. Mai 2007 wurde
rechtzeitig eingereicht und genügt den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
einzutreten.
2. Nach Art. 4 des Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt ANAG) entscheidet die Behörde im Rahmen der gesetzlichen
Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen über die
Bewilligung von Aufenthalt oder Niederlassung.
2.1. Der Beschwerdeführer ist bzw. war Inhaber einer Jahresaufenthaltsbewilligung.
Diese war letztmals bis 16. März 2005 verlängert worden. Der Beschwerdeführer hat
als Jahresaufenthalter keinen Rechtsanspruch auf Erteilung oder Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung, zumal auch die Ehefrau und der Sohn lediglich über
Jahresaufenthaltsbewilligungen verfügen.
Der Beschwerdeführer hat eine aussereheliche Tochter, die über eine
Niederlassungsbewilligung verfügt. Daraus könnte ein Anspruch auf Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung abgeleitet werden, wenn zum Kind in wirtschaftlicher und
affektiver Hinsicht eine besonders enge Beziehung besteht und wenn das Verhalten
des Ausländers weitgehend tadellos ist (Urteile BGE 2A.54/2007 vom 24. April 2007 mit
weiteren Hinweisen und 2A.119/2004 vom 5. März 2004, BGE 120 Ib 4 ff. und 24 ff.).
Eine enge Beziehung macht der Beschwerdeführer nicht geltend, und auch den Akten
sind keine Anhaltspunkte zu entnehmen, dass der Beschwerdeführer intensive
persönliche Kontakte zur Tochter pflegt. Auch kam er seinen Unterhaltspflichten nicht
nach, weshalb nicht von einer engen wirtschaftlichen Beziehung gesprochen werden
kann. Zudem gab sein Verhalten wiederholt zu schweren Klagen Anlass. Der
Beschwerdeführer kann sich daher nicht auf Art. 8 EMRK berufen, um einen Anspruch
auf Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung zu begründen.
2.2. Zu prüfen ist im weiteren, inwiefern die Verweigerung der Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung auf einer Ueberschreitung bzw. einem Missbrauch des
Ermessens beruht und damit rechtswidrig ist. Die Erteilung bzw. Verlängerung der
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Aufenthaltsbewilligung stand im Ermessen des Ausländeramts bzw. der Vorinstanz.
Dem Verwaltungsgericht ist es verwehrt, Entscheide der Verwaltungsbehörden im
Bereich der Ermessensausübung zu überprüfen. Es kann nur prüfen, ob die Vorinstanz
ihr Ermessen überschritten oder missbraucht hat, als sie die Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung verweigerte (vgl. statt vieler GVP 1996 Nr. 9 und 1998 Nr. 71).
2.2.1. Nach Art. 9 Abs. 2 lit. b ANAG kann die Aufenthaltsbewilligung widerrufen
werden, wenn das Verhalten des Ausländers Anlass zu schweren Klagen gibt. Sodann
können insbesondere auch Ausweisungsgründe nach Art. 10 Abs. 1 lit. a bis d ANAG
einen Widerruf bzw. eine Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
rechtfertigen. Beim Entscheid über die Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung sind
die bei der Ausweisung massgebenden Kriterien analog anzuwenden (GVP 1996 Nr. 9
mit Hinweisen). Dabei sind namentlich die Schwere des Verschuldens, die Dauer der
Anwesenheit in der Schweiz und die dem Ausländer und seiner Familie drohenden
Nachteile zu berücksichtigen (BGE 125 II 523; Art. 16 Abs. 3 der
Vollziehungsverordnung zum ANAG, SR 142.201).
2.2.2. Der Beschwerdeführer ist wiederholt straffällig geworden. Zwischen 1993 und
2004 wurde er wegen Verkehrsregelverletzungen bzw. SVG-Delikten mit insgesamt
neun Bussen zwischen Fr. 40.-- und Fr. 360.-- bestraft. Ausserdem wurde er von der
Gerichtskommission Unterrheintal am 19. November 1993 wegen einfacher
Körperverletzung zu einer bedingten Gefängnisstrafe von vier Wochen verurteilt. Mit
Bussenverfügungen des Untersuchungsamtes Altstätten vom 20. August 2001 und 9.
Juli 2002 wwurde er ausserdem wegen Widerhandlungen gegen das
Betäubungsmittelgesetz bzw. gegen das ANAG mit Fr. 150.-- bzw. Fr. 300.-- gebüsst.
Am 21. Dezember 2004 sprach das Landesgericht Feldkirch den Beschwerdeführer
wegen der Einfuhr von zwei Kilogramm Kokain zwischen 2002 und August 2004 der
Widerhandlung gegen das Suchtmittelgesetz schuldig und verurteilte ihn zu einer
Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren. Am 23. Februar 2005 wurde A. H. vom
Untersuchungsamt Altstätten wegen einer Verkehrsregelverletzung mit Fr. 150.--
gebüsst, und mit Strafbescheid vom 25. Mai 2005 sprach ihn das Untersuchungsamt
Altstätten der mehrfachen Hehlerei sowie des Vergehens gegen das Waffengesetz
schuldig und verurteilte ihn im Zusatz zum Urteil des Landesgerichtes Feldkirch zu
einer Busse von Fr. 900.--. Im Jahr 2006 wurde gegen A. H. erneut ein Strafverfahren
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wegen Verstosses gegen das Betäubungsmittelgesetz eingeleitet. Das Verfahren wurde
mit Verfügung vom 10. Januar 2007 aufgehoben, da der Beschwerdeführer lediglich
Kokain unentgeltlich zum gemeinsamen Konsum abgab. Mit Bussenverfügung vom 10.
Januar 2007 wurde A. H. wegen mehrfacher Uebertretung des
Betäubungsmittelgesetzes durch Erwerb, Besitz und Konsum von Kokain schuldig
erklärt und mit Fr. 200.-- gebüsst.
Fest steht weiter, dass der Beschwerdeführer seinen finanziellen Verpflichtungen nur
ungenügend nachkommt. Im Mai 1994 wurde über ihn der Konkurs eröffnet. Gemäss
Betreibungsregisterauszug vom 17. Februar 2006 sind zehn Verlustscheine von Fr.
44'285.15 offen.
Als Arbeitnehmer hat sich der Beschwerdeführer nicht bewährt. 1995 wurde ihm fristlos
gekündigt, nachdem er einen Kollegen mit einem Springmesser bedroht hatte.
Zwischen September 1995 und Juli 2000 war er beim selben Arbeitgeber angestellt. Ab
Juni 2001 stand er bei einem Stellenvermittlungsunternehmen unter Vertrag. Vom Juli
2002 bis Januar 2003 fand er eine neue Arbeitsstelle. Der damalige Arbeitgeber stellte
ihm ein schlechtes Zeugnis aus. Namentlich erwähnte er Drohungen gegen Mitarbeiter.
Der Beschwerdeführer übt seither keine Erwerbstätigkeit mehr aus. Da das
Erwerbseinkommen der Ehefrau für den Unterhalt der Familie nicht ausreicht, werden
die Eheleute H. seit März 2003 von der Sozialhilfe unterstützt. Die finanziellen
Leistungen betrugen Ende Dezember 2005 Fr. 37'500.--.
Zu Recht hielt die Vorinstanz fest, dass die Verurteilung wegen Einfuhr und Handels mit
Drogen in ausländerrechtlicher Hinsicht eine schwere Straftat darstellt, welche ein
erhebliches öffentliches Interesse an einer Ausweisung und damit umso mehr auch an
der Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung begründet. Nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts ist namentlich bei schweren Drogendelikten, die
zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und mehr führen, von einem schweren
Rechtsverstoss und einem überwiegenden öffentlichen Interesse an der Fernhaltung
des Ausländers auszugehen (vgl. statt vieler BGE 125 II 526). Erschwerend fällt ins
Gewicht, dass der Beschwerdeführer neben der Verurteilung durch das Landesgericht
Feldkirch seit 1992 zahlreiche weitere Delikte, namentlich SVG- und ANAG-
Uebertretungen, beging. Das deliktische Verhalten des Beschwerdeführers wurde mit
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zunehmender Dauer gravierender. Er liess sich offenbar weder von Bussen noch von
fremdenpolizeilichen Warnungen beeindrucken. Namentlich die Verurteilung wegen
Betäubungsmitteldelikten, aber auch die zahlreichen weiteren Delikte und die
Nichterfüllung der finanziellen Verpflichtungen sowie die Nichtbewährung als
Arbeitnehmer begründen ein gewichtiges öffentliches Interesse gegen die Bewilligung
des weiteren Aufenthalts.
Der Beschwerdeführer begründet sein deliktisches Verhalten im wesentlichen mit der
Drogenabhängigkeit. Dies erscheint unglaubhaft. Am 22. Mai 2001 gab er gegenüber
der Polizei zu Protokoll, er habe vor einem Monat erstmals Marihuana konsumiert; er
sei nicht süchtig. Es ist daher nicht ersichtlich, inwiefern die zahlreichen, seit 1992
begangenen SVG-Verstösse mit dem Drogenkonsum zusammenhängen.
Das Landesgericht Feldkirch begründete den Verzicht auf den Strafvollzug bzw. auf die
bedingte Nachsehung der Freiheitsstrafe damit, dass sich der Beschwerdeführer den
zur Bedingung gemachten gesundheitsbezogenen Massnahmen stationär in der
Psychiatrischen Klinik Pfäfers und anschliessend beim Psychiatriezentrum Rheintal
ambulant unterzogen habe. Die Therapie könne letztlich als erfolgreich betrachtet
werden. Die Fachstelle für Sozialpsychiatrie und PsycH.herapie hält in ihrem Bericht
vom 13. Februar 2007 fest, dass der Beschwerdeführer vom 16. März bis 27. März
2006 und vom 31. März bis 21. Mai 2006 in der Klinik St. Pirminsberg hospitalisiert war
und seither durchgehend von der Fachstelle psychiatrisch behandelt worden sei. Seit
März 2006 nehme er keine illegalen Drogen mehr und sei auch bezüglich Alkohols
abstinent. Im Sommer 2006 habe der Beschwerdeführer über mehrere Wochen unter
starker Unruhe und Angstzuständen gelitten und sei nach mehreren notfallmässigen
Arztbesuchen schliesslich zu einer stationären Abklärung vom 13. bis 16. August 2006
im Spital Altstätten gewesen. Seither seien auch diese Beschwerden weitgehend
verschwunden. Der Beschwerdeführer benötige keine regelmässige Medikation und
nehme nur noch selten ein mildes Beruhigungsmittel ein. Es erfolgten regelmässig
psychiatrische Gespräche, zum Teil zusammen mit der Ehefrau. Ausserdem besuche er
die Ergotherapie. Aufgrund des günstigen Verlaufs mit Verschwinden aller
psycH.ischen und depressiven Symptome ergebe sich die psychiatrische Diagnose
einer Störung durch Kokainmissbrauch, derzeit abstinent.
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Aus den Einvernahmen und der Bussenverfügung vom 10. Januar 2007 geht hervor,
dass der Beschwerdeführer auch nach der Verurteilung durch das Landesgericht
Feldkirch Kokain konsumierte, und zwar bis Februar 2006. Seither sind aber keine
weiteren Verstösse gegen das Betäubungsmittelgesetz aktenkundig. Die
Drogenabstinenz wird somit eingehalten, weshalb darauf verzichtet werden kann, einen
weiteren Bericht der Fachstelle einzuholen. Es ist davon auszugehen, dass der
Beschwerdeführer weiterhin drogenfrei lebt.
2.2.3. Der Beschwerdeführer gelangte 1990 in die Schweiz. Die relativ lange
Aufenthaltsdauer von rund siebzehn Jahren ist zu seinen Gunsten zu berücksichtigen.
Die lange Aufenthaltsdauer wird allerdings dadurch relativiert, dass er sich seit 1992
wiederholt und zum Teil schwerwiegende Straftaten zuschulden kommen liess.
2.2.4. Der Beschwerdeführer ist verheiratet. Der gemeinsame Sohn wurde am 30. April
1992 geboren. Die Vorinstanz anerkennt, versehentlich ein Alter von fünf Jahren
angenommen zu haben. Die Verweigerung der Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
hat zweifellos einen erheblichen Eingriff in das Familienleben zur Folge. Entweder
kehren die Ehefrau und der Sohn mit dem Beschwerdeführer in die Türkei zurück, oder
die Familie wird durch die Wegweisung des Beschwerdeführers getrennt. Die Schwere
des Eingriffs in das Familienleben wird aber dadurch relativiert, dass die Polizei gegen
den Beschwerdeführer am 11. November 2004 wegen häuslicher Gewalt intervenieren
musste und die Ehe nach den Angaben der Ehefrau zerrüttet erscheint.
Eine Rückkehr in die Türkei ist dem Beschwerdeführer grundsätzlich zumutbar. Der
Beschwerdeführer ist in der Türkei geboren und hat dort seine gesamte Kindheit und
Jugend verbracht. Er bestreitet auch nicht, dass ihm die dortige Sprache sowie die
Lebensumstände und kulturellen Gepflogenheiten noch vertraut sind. Wie die
Vorinstanz zutreffend festhält, kann sich der Beschwerdeführer selbst bei einem
anfänglich fehlenden Beziehungsnetz in der Heimat wieder zurechtfinden, zumal er
nunmehr seit über einem Jahr keine Drogen mehr konsumiert und daher der Erfolg der
Therapie bei einer Rückkehr in die Türkei nur noch unwesentlich gefährdet würde. Die
Wegweisung führt allerdings zu einer Trennung des Beschwerdeführers von seiner
Familie, falls die Ehefrau und der gemeinsame Sohn nicht mit ihm in die Türkei
zurückkehren. Diese Trennung bedeutet einen erheblichen Eingriff in das
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Familienleben. Allerdings hat die Verantwortung als Ehemann und Familienvater den
Beschwerdeführer nicht vor Straftaten und Drogenmissbrauch abgehalten. Da die
Ehefrau und der Sohn lediglich über Aufenthaltsbewilligungen verfügen, hat der
Beschwerdeführer keinen rechtlich geschützten Anspruch auf Schutz des
Familienlebens. Die familiären Nachteile fallen daher weniger ins Gewicht als bei einem
Straftäter, der mit einer Niedergelassenen verheiratet ist. Hinzu kommt, dass auch die
Ehefrau die gesamte Kindheit und Jugend in der Türkei gelebt hat und erst als
Erwachsene in die Schweiz einreiste. Schwerwiegender wären die Folgen für den
fünfzehnjährigen Sohn. Für diesen würde die Rückkehr in die Türkei einen
schwerwiegenden Nachteil darstellen. Aufgrund der schwerwiegenden und
langjährigen Delinquenz des Beschwerdeführers sowie der Missachtung der
finanziellen Verpflichtungen und der fehlenden Bewährung als Arbeitnehmer kann im
vorliegenden Fall die Verweigerung der Aufenthaltsbewilligung aber nicht als
Missbrauch oder Ueberschreitung des Ermessens qualifiziert werden, selbst wenn eine
Rückkehr für den Sohn als unzumutbar betrachtet würde.
2.3. Aufgrund der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde als unbegründet
abzuweisen.
3. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zu Lasten des Beschwerdeführers (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 381 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu verrechnen.
Ausseramtliche Kosten sind nicht zu entschädigen (Art. 98bis VRP).