# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4598eab7-cda7-4fe2-9c5d-17a4e3da55fe
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1994 geborene
X._
schloss
nach dem Besuch der Primar
schule die Sekundarstufe
A
im Sommer
2009
erfolgreich
ab (Urk. 11/16/11-22). Die anschliessend begonnene Handels
schule beendete er in der Probezeit früh
zeitig. In der Folge absolvierte er ein Weiterbildungsjahr bei der
0._
_
(
10. Schuljahr; Urk. 11/15/2, Urk. 11/16/16) und brach die anschliessend be
gonnene
KV-Lehre
(
P._
/
Q._
) nach rund ein
jäh
riger Dauer ab (Urk. 11/16/7-9). Ferner absolvierte er vom 1. September 2011 bis 15. Juli
2012 im Rahmen eines Berufsintegrationsprogramms
(BIP) ein Brücken
jahr bei
Y._
(Urk. 11/16/6) mit einem Praktikum bei
Z._
, welches er ebenfalls frühzeitig beendete. Die daraufhin begonnene Lehre im Detailhandel mit Besuch der Berufsmittelschule, welche er im August
2012 begann, brach er per 15. Dezember 2012 vorzeitig ab (Urk. 11/9, Urk. 11/15/1-2, Urk. 11/16). Ab dem 21. August 2012 war der Versicherte krankgeschrieben und in
psychiat-rischer
Behandlung (Urk. 11/2, Urk. 11/9/5).
1.2
Am 18. Februar 2013 (Eingangsdatum) meldete sich
X._
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leistungen an (Urk. 11/9). Die IV-Stelle erteilte dem Versicherten Kostengut
sprache für verschiedene Eingliederungsma
ssnahmen (Mitteilung vom 18. Jun
i 2013: Kostengutsprache für eine Potentialabklärung im Rahmen der Berufswahl bei
A._
vom 24. Juni
2013 bis 19. Juli
2013 [Urk. 11/20]; Mitteilung vom 18. November
2013: Kostengutsprache für eine Potentialabklärung bei
B._
beim
C._
vom 25. November
2013 bis 20. Dezem
ber
2013 [Urk. 11/31], Mitteilung vom 24. Januar 2014: Kostengut
sprache für ein Aufbautraining beim
C._
vom 3. Februar 2014 bis 3. August 2014 [Urk. 11/40]; Mitteilung vom 23. Juli 2014: Kostengut
sprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung zum Kaufmann EFZ bei der
D._
vom 7. Juli 2014 bis 31. Juli 2017 [Urk. 11/62], Mitteilung vom 2. April
2015: Kostengutsprache für Taxifahrten zur
D._
[Urk. 11/82]). Per 31. März
2015 brach der Versicherte die berufliche Ausbil
dung bei der
D._
ab (Urk. 11/84).
Die IV-Stelle hob in der Folge unter Hinweis darauf, dass der Versicherte ge
mäss ihren Abklärungen zurzeit gesundheitlich nicht in der Lage sei, eine erst
malige berufliche Ausbildung zu absolvieren, und dass ein Aufbau der Arbeits
fähigkeit an einem geschützten Arbeitsplatz notwendig sei, die Mittei
lung vom 23. Juli 2014 (Urk. 11/62) per 30. Juni
2015 auf und leitete die Ren
tenprüfung ein (vgl. Mitteilung vom 1. Juli 2015, Urk. 11/91).
1.3
Die IV-Stelle zog einen Bericht der behandelnden Psychiaterin (Urk. 11/108) bei.
Mit Schreiben vom 19. Juli 2016 auferlegte die IV-Stelle
X._
eine Schadenminderungspflicht (Inanspruchnahme einer regelmässigen Psycho
therapie zur Verbesserung des Gesundheitszustands;
Urk. 11/111)
.
1.4
Am 11. Oktober
2016 erteilte die IV-Stelle
X._
Kostengut
sprache für die Mehrkosten der Vorbereitung auf eine erstmalige berufliche Ausbildung zum Fachmann Betriebsunterhalt EFZ bei
E._
, vom 17. Oktober 2016 bis 31. Juli
2017 (Urk. 11/119) und sprach ihm für die Dauer dieser Massnahme ein Taggeld zu (Urk. 11/121). Am 27. Juni
2017 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, dass aufgrund seiner hohen
Absenzenquote
die Voraussetzungen für die Inangriffnahme einer Berufslehre nicht hätten geschaf
fen werden können, weshalb keine weiteren beruflichen Massnahmen in Be
tracht gezogen würden (Urk. 11/129). Mit Schreiben vom 3. Juli 2017 ersuch
te der Versicherte um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung (Urk. 11/130). Nach mehreren Rücksprachen mit der IV-Stelle (Urk. 11/132-137) zog der Versi
cherte sein Gesuch um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung am 21. Juli 2017 zurück (Urk. 11/138). Am 25. Juli
2017 auferlegte die IV-Stelle
X._
eine Schadenminderungspflicht (Weiterführung der regelmässigen inte
grierten psychiatrisch-psychotherapeutischen und psychopharmakologischen Behandlung; Urk. 11/131). Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Vorbe
scheid vom 25. Juli 2017 [Urk. 11/141]) sprach die IV-Stelle dem Versicherten unter Hinweis auf eine Arbeitsfähigkeit von 50 % mit Verfügung vom 6. September
2017 mit Wirkung ab dem 1. August 2017 eine halbe Rente der Invalidenversicherung zu (Urk. 11/146 [2. Verfügungsteil], Urk. 11/154 [= Urk. 2]).
2.
Gegen diese Verfügung legte der Versicherte mit Eingabe vom 6. Oktober
2017 Beschwerde (Urk. 1) ein und beantragte, die angefochtene Verfügung sei dahin
gehend abzuändern, als der Beschwerdeführer ab dem 1. August
2017 Anspruch auf eine ganze Rente in Höhe von Fr. 1‘567.-- habe. In prozessualer Hinsicht er
suchte der Beschwerdeführer um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2). Mit Eingabe vom 11. Oktober
2017 (Urk. 4) substantiierte der Be
schwerdeführer seine Bedürftigkeit (Urk. 5). Mit Eingabe vom 19. Oktober
2017 (Urk. 7) reichte er eine E-Mail Nachricht der behandelnden Psychiaterin zu den Akten (Urk. 8). Diese Dokumente wurden der Beschwerdegegnerin zur Ver
nehm
lassung zugestellt (Urk. 9). Mit Beschwerdeantwort vom 10. November
2017 (Urk. 10) beantragte die Beschwerdegegnerin Rückweisung an sie zur Vor
nahme eingehender medizinischer Abklärungen. Mit Stellungnahme vom 30. November
2017 hielt der Beschwerdeführer an seinen Anträgen fest (Urk. 14), was der Beschwerdegegnerin mitgeteilt wurde (Urk. 15). Mit Beschluss vom
5.
Februar 2018 wurde dem Beschwerdeführer
– unter Hinweis auf eine mögliche Schlechterstellung –

## Considerations

Frist angesetzt zur Stellungnahme zu der vom Gericht in Erwägung gezogenen Aufhebung der angefochtenen Verfügung und Rück
weisung an die Beschwerdegegnerin. Dem Beschwerdeführer wurde sodann die unentgeltliche Rechtspflege bewi
lligt (Urk. 18). Mit Eingabe vom
1.
März 2018 hielt der Beschwerdeführer an seiner Beschwerde fest (
Urk.
20)
, was der Beschwerdegegnerin am
5.
März 2018 angezeigt wurde (
Urk.
22).
3.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht
zieht in Erwägung:
1.
1.1
1.1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
[
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursach
te und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss
ist bei psy
chischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krank
heitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen gu
ten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu er
zielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fach
ärztlich festgestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleich
bedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diag
nose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Aus
mass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objekti
vierten Massstab zu beurteilende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl. BGE 127 V 294 E. 4c; 139 V 547 E. 5.2;
BGE 143 V
409
E. 4.2.1).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächli
che Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionellen Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 418
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätz
lich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in welchem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res
sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät
zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember
2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines renten
begründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsren
te
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Be
schwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gegebe
nenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.4
Nach
Art.
43
Abs.
1 ATSG prüft die IV-Stelle die Begehren, nimmt die notwen
digen Abklärungen von Amtes wegen vor und holt die erforderlichen Auskünfte
ein (Satz 1). Das Gesetz weist dem Durchführungsorgan die Auf
gabe zu, den rechtserheblichen Sachverhalt so abzuklären, dass gestützt darauf die Verfü
gung über die in Frage stehende Leistung ergehen kann (Art. 49 ATSG). Die IV
Stelle hat folglich den anspruchsrelevanten (medizi
nischen und erwerb
lichen) Sachverhalt mit der erforderlichen Sorgfalt zu untersuchen (vgl. Urteil des Bun
desgerichtes 9C_366/2016 vom 11. August 2016 E. 5.3).
Die Abklärungspflicht der IV-Stelle erstreckt sich auf alle nach dem Sachver
halt und der Aktenlage im Bereich des Möglichen liegenden Leistungen. Insoweit trifft sie auch eine Verfügungspflicht (Urteil des Bundesgerichts 9C_155/2007 vom 1
0.
Juli 2007 E. 4 mit Hinweis).
1.5
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
besonders
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). In erster Linie kommt eine Rückweisung in Frage, wenn der Versicherungsträger auf ein Begehren überhaupt nicht eingetreten ist oder es ohne materielle Prüfung abge
lehnt hat, wenn schwierige Ermessensentscheide zu treffen sind, oder wenn der
ent
scheidrelevante
Sachverhalt ungenügend abgeklärt ist (vgl. Urteil des Bun
desgerichts U 209/02 vom 10. September 2003 E. 5.2).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, aus den medizini
schen Akten gehe hervor, dass der Beschwerdeführer seit dem frühen Kindesal
ter gesundheitlich eingeschränkt sei und er aus ärztlicher Sicht zu 50 % arbeits
fähig sei. Da bis Ende Juli
2017 im Rahmen der Eingliederungsmassnahmen Tag
gelder ausbezahlt
worden seien
, habe der Beschwerdeführer ab 1. August
2017 An
spruch auf eine halbe Rente der Invalidenversicherung (Urk. 2).
2.2
Demgegenüber brachte der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde im Wesent
lichen vor, die Beschwerdegegnerin sei zu Unrecht von einer 50%ige
n Arbeits
fähigkeit ausgegangen.
Der
Bericht, auf welchen diese Einschätzung abstelle,
sei
in sich widersprüchlich. Der Beschwerdeführer könne höchstens im zweiten Arbeits
markt teilzeitlich einer unqualifizierten Erwerbstätigkeit nachge
hen. Hierbei vermöchte er lediglich einen einstelligen Frankenbetrag als Stun
denlohn zu erzielen. Der Beschwerdeführer habe deshalb Anspruch auf eine ganze
Rente. Ausserdem habe es die Beschwerdegegnerin unterlassen zu prüfen, ob der Be
schwerdeführer Anspruch auf Arbeitsvermittlung oder einen Arbeits
versuch
habe
. Dies sei nachzuholen respektive
es
sei hierzu eine beschwerdefähi
ge Ver
fügung zu erlassen
(Urk. 1).
2.3
In der Beschwerdeantwort beantragte die Beschwerdegegnerin die Rückweisung der Angelegenheit an sie zur Vornahme eingehender medizinischer Abklärun
gen, da der medizinische Sachverhalt nicht ausreichend abgeklärt worden sei. So lägen aus medizinischer Sicht lediglich wenige und für eine
Rentenzusprache
unzureichende Dokumente vor. Neben einer vertieften medizinischen Abklärung sei eine Evaluierung der Auswirkungen des gesundheitlichen Zustands auf die Arbeitsfähigkeit auch in Anbetracht des tiefen Alters des Beschwerdeführers un
erlässlich (Urk. 10).
2.4
Der Beschwerdeführer nahm am 30. November
2017 Stellung zur beantragten Rückweisung an die Beschwerdegegnerin und stellte sich auf den Standpunkt, der medizinische Sachverhalt sei genügend abgeklärt worden und ihm stehe eine ganze Rente zu; dies zumindest vorübergehend, bis sich sein Gesundheits
zustand stabilisiert habe und erneut berufliche Massnahmen geprüft werden könnten (Urk. 14).
3.
3.
1
Med.
pract
.
F._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
G._
,
hielt im Bericht vom 1
8.
Januar 2013 zu Händen des Beschwerdefüh
rers (
Urk.
11/14/1-3) fest, die Anamnese sowie die eingesetzten Diagnosein
strumente ergäben, dass das Bild eines kompletten ADHS vermutlich nicht be
stehe. Allerdings gebe es deutlich Hinweise auf die ADHS Erscheinungsform ohne Überaktivität. Dies würde der Form entsprechen, in der ADHS im Erwach
senenalter häufiger auftrete. In der Kindheit könnten Symptome der Hyperakti
vität durch Motivation zum angepassten Verhalten überdeckt worden sein. Im
BDEFS
(Barkley
Deficits
in Executive
Functioning
Scale
)
zeige sich im Bereich Selbstmotivation vermutlich auch die noch bestehende Depression (
Urk.
11/14/3)
3.2
Dem Austrittsbericht von med.
pract
.
F._
vom 1
5.
März
2013 zu Händen von
Dr.
med.
H._
kann entnommen werden, der Beschwerdeführer leide an einer mittelgradigen depressiven Episode (ICD-10 F32.1) bei Differentialdi
agnose ADHS, Agoraphobie ohne Panikattacken, an Störungen durch
Cannabi
noide
, schädlicher Gebrauch (ICD-10 F12.1), an elterlicher Überprotektion (ICD
10
Z62.1) sowie an Problemen mit Bezug
auf die Ausbildung (ICD
10
Z55.8).
Zudem
gestalte sich
der Aufbau einer therapeutischen Bezie
hung schwierig, der Beschwerdeführer habe zuletzt die Be
h
andlung in der
G._
abgebro
chen. Alle ausprobierten Medikamente hätten zu teil
weise ausgeprägten Neben
wirkungen geführt. Auch
Cipralex
in höherer Dosis sei problematisch (
Urk.
11/14/5). Bezüglich des ADHS bestehe Unsicherheit. Es werde eine weitere diagnostische Abklärung und Beobachtung des Beschwer
de
führers empfohlen (
Urk.
11/14/6).
3.3
PD
Dr.
med. Dipl.-Psych.
I._
, FMH Psychiatrie und Psychothe
rapie,
J._
, führte im Bericht vom 1
1.
November
2015 zur neuropsychologischen Untersuchung vom 2
9.
Okto
ber
2015 zu Händen der behandelnden Psychiaterin, aus, es zeigten sich Auffällig
keiten in der auditiven bzw. verbalen Reizverarbeitung. Allerdings würden die Zeugnisnoten aus der 1.-
3.
Sekundarschule diesbezüglich keine Auffälligkeiten aufweisen, sodass angenommen werden könne, dass die aktuellen Defizite vor allem aufgrund von Schwankungen in der Konzentra
tions
panne bzw. als Folg
e der depressiven Störung (
major
depression
am 1
6.
September 2015) aufgetreten seien. Psychopathologisch bzw. anamnestisch f
ielen
Symptome auf, die sowohl
einer
Autismusspektrumsstörung
als auch zu einer schizoiden oder einer
schizo
typischen
Persönl
i
chkeitsstörung (D
ifferential
diagnose
: Störung aus dem schi
zophrenen Formenkreis) passen würden. Nicht ganz ausgeschlossen werden k
ö
nn
e
, dass die perinatale Hypoxie zur Sympto
matik beigetragen ha
be
. Es w
e
r
d
e
eine differenzierte psych
i
atris
c
he bzw. psycho
pathologische Abklärung sowie allenfalls ein MRI des Schädels empfoh
len. Die berufliche Eignung des Patienten dürfte vor allem im visuellen bzw. Zahlenbereich liegen. Zu denken wäre auch an eine Begleitung durch das
supported
Employment
(Angebot der
J._
) (
Urk.
11/108/16).
3.4
Dem Bericht von
Dr.
med.
K._
, FMH
Psychiatrie und Psychotherapie
,
J._
, vom 2
1.
März 2016 zu Händen der Beschwerdegegnerin (
Urk.
11/108/1-7) können die folgenden Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit entnommen werden: mittelgradige depres
sive Episode (ICD-10 F32.1), einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) sowie Verdacht auf
Asperger
-Syndrom (ICD-10 F84.5)
. Der Be
schwerdeführer werde ambulant seit dem 2
0.
August
2015 bis heute betreut. Es hätten keine stationären Behandlungen stattgefunden
(
Urk.
11/108/2)
.
Dem B
ericht ist sodann zu entnehmen, der Beschwerd
eführer sei als Lehrling im Bereich KV zu 100
%
arbeitsunfähig, dies seit dem
1.
August 2015 bis heute.
Auffallend seien die eingeschränkten Aufmerksamkeits- und Konzentrations
leistungen bei durchschnittlicher Intelligenz. Trotz der relativen Affinität zu Zahlen und den überdurchschnittlichen Werten im visuellen Gedächtnis und im logischen Denken neige der Beschwerdeführer aufgrund der oben genannten
Diagnosen zur raschen Erschöpfung und Reizüberflutung, welche eventuell als Mitauslöser für die Panikattacken gesehen werden könnten. Bei monotonen Tä
tigkeiten neige der Beschwerdeführer dazu, schnell abzuschweif
en. Arbeiten
,
die kopflastig sei
e
n
und
ein
hohes K
onzentrationsniveau erforderten,
würden
beim Beschwerdeführer zur rasch
en Erschöpfung und Überforderung
führen
.
Von der Wiederaufnahme einer Tätigkeit, die sich hauptsächlich auf Büroarbeiten be
schränke, werde abgeraten. Ein neuer Beginn einer Lehre im geschützten Rah
men zu 50
%
, zum Beispiel im Bereich der Tierpflege, wäre dem Beschwerdefüh
rer zumutbar. Dabei sollte unbedingt beachtet werden, dass das Arbeitspensum von 50
%
auf fünf Tage aufgeteilt werden könne
(Urk.
11/108/4).
Die behinde
rungsangepasste Tätigkeit sei im Umfang von 4 bis 4,5 Stunden pro Tag mög
lich. Die Einschränkungen würden sich durch eine multimodale Therapie des ADHS, welche bereits aufgegleist worden sei, durch eine leidensangepasste Tätigkeit i
n
einer reizarmen Umgebung, durch keine primär sitzende Tätigkeit und durch keine Arbeit, die viel Menschenkontakt und regen zwischen
mensch
l
ichen Austausch erfordern würde, was den Beschwerdeführer überfordern würde,
vermindern
(Urk.
11/108/5).
3.5
Die für den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) tätige
Dr.
med.
L._
, FMH Psychiatrie und Psychotherapie, hielt in ihrer Stellungnahme vom
8.
April 2016 (
Urk.
11/139/4-6) fest,
es lägen eine mittelgradige depressive Episode (ICD-10 F32.1) sowie eine einfache Aktivitäts- und Aufmerksamkeitsstörung (ICD-10 F90.0) als Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Die Arbeits
un
fähigkeit in bisheriger Tätigkeit betrage seit dem
1.
August
2015 100
%
, in angepasster Tätigkeit gemäss Belastungsprofil sei die Arbeitsfähigkeit ab sofort auf 50 % einzuschätzen.
Dr.
L._
verwies dabei auf den Bericht
von Dr.
K._
vom 2
1.
März
201
6.
E
in dauerhafter Gesundheitsschaden mit Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit sei ausgewiesen. Bei weiterführender adäquater Therapie sei mit einer Erhöhung der Ausbildungsfähigkeit in angepasster Tätig
keit zu rechnen (
Urk.
11/139/5).
3.6
Dr.
K._
hielt im E-Mail vom 1
3.
Oktober
2017 zu Händen der Rechtsvertre
tung des Beschwerdeführers (
Urk.
8) fest, die durch sie gestellte Prognose bezie
he sich vorerst auf die Arbeit im geschützten Rahmen. Die Arbeitsbelastung müsse schrittweise erhöht werden, um die Belastbarkeit im aktuellen Arbeitsum
feld zu prüfen. Erst wenn sich die Situation hier stabilisiert habe, wäre dies potenziell als eine Voraussetzung für die erneute Aufnahme einer Lehre zu sehen. Aus ärztlicher Sicht sei der Beschwerdeführer zum aktuellen Zeitpunkt auf dem ersten Arbeitsmarkt zu 100
%
arbeitsunfähig (Ur
k.
8).
4.
4.1
Die behandelnden Ärzte
(vgl. insbesondere der aktuellste Bericht von Dr.
K._
vom 2
1.
März 2016 [E. 3.4])
sowie auch RAD-Ärztin
Dr.
L._
gehen übereinstimmend davon aus, dass der Beschwerdeführer an einer
Aufmerksam
keitsdefizit- bzw. Hyperaktivitäts
symptomatik
sowie einer mittelgradigen de
pressiven Episode
bei Verdacht auf
Asperger
Syndrom (ICD-10 F84.5)
leidet
(vgl. E. 3.1
-
2,
E.
3.4
-5
)
.
4.2
Rechtsprechungsgemäss
ist
bei der Rentenprüfung
zu berücksichti
gen, dass die behandelnden Ärztinnen und Ärzte in einem auftragsrechtli
chen Ver
hältnis zur versicherten Person stehen und sich zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben. Ihre Berichte verfolgen daher nicht den Zweck einer den
abschliessenden
Entscheid über die Versi
cherungsansprüche erlaubenden objektiven Beurteilung des Gesundheitszu
standes und erfüllen des
halb kaum je die materiellen Anforderungen an ein Gutachten
gemäss
BGE
125 V 351 E. 3a. Aus diesen Gründen und aufgrund der
Erfahrungstatsache, dass Hausärzte
–
beziehungsweise
regelmässig
be
han
del
nde Spezialärzte (vgl. Urteil des Bundes
ge
richts I 551/06 vom 2. April
2007 E. 4.2)
mitunter im Hinblick auf ihre auf
tragsrechtliche Ver
trauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten ihrer Patien
ten aussagen, kommt im Streitfall ein direktes Abstellen einzig ge
stützt auf die Angaben der behandelnden Ärztinnen und Ärzte
nur selten in Frage (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_1055/2010 vom 17. Februar
2011 E. 4.1).
Es liegen vor
liegend des
halb
grundsätzlich
keine zuverlässigen medizinischen Entschei
dungs
grundla
gen vor.
4.3
Es lässt sich zudem anhand der aufliegenden Akten nicht hinreichend beurtei
len, o
b und in welchem Umfang dem Beschwerdeführer eine Ausbildung resp. eine Erwerbstätigkeit zumutbar ist. Insbesondere
kann nicht auf den
Bericht von
Dr.
K._
abgestellt werden, welcher sich als widersprüchlic
h erweist; hiervon geht der Beschwerdeführer auch selber aus (
Urk.
1 S. 6,
Urk.
7,
Urk.
8). Einer
seits führt Dr.
K._
aus, der Beschwerdeführer
sei
in seiner zuletzt absolvier
ten KV-Lehre zu 100
%
arbeitsunfähig. Eine angepasste Tätigkeit sei
im Umfang von 4
bis 4,5 Stunden zumutbar. Im selben Bericht führte die behandelnde Psy
chiaterin
dann jedoch
aus, es sei maximal eine behinderungsangepasste Tätig
keit im geschützten Rahmen im 50%-Pensum zumutbar. Präzisierend nahm
Dr.
K._
mit beschwerdeweise eingereichtem Mail vom
13.
Oktober
2017 zu Händen des Rechtsvertreters des Beschwerdeführers Stellung und hielt fest, i
hr
e Prognose beziehe sich auf ein
e Arbeit im geschützten Rahmen
(
Urk.
8).
4.4
Soweit sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt stellte, es sei auf die Be
urteilung der Eingliederungsfachleute abzustellen, ist zu bemerken, dass die
Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach
Mass
gabe
der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten ist (Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 15. April
2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 26. November
2014 E. 4.3.3; je mit Hinweis).
4.5
Zudem ist zu beachten, dass das Bundesgericht mit
BGE 143 V 418
erkannt hat, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Leiden einem strukturierten Beweis
ver
fahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien (E. 7.2). Dieses - für soma
toforme Leiden entwickelte - strukturierte Beweisverfahren definiert systemati
sierte
Indikatoren, die - unter Berücksichtigung leistungshindernder
äusserer
Belastungsfaktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderseits - erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4 bis E. 3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bun
desgerichts 8C_260/2017 vom 1. Dezember 2017 E. 4.2.3).
4.6
Es dürfte daher unabdingbar sein, ein psychiatrisches
Gutachten,
allenfalls auch ein interdisziplinäres mit den zusätzlichen Fachrichtungen Neurolo
gie/Neuro
psy
cho
logie
,
einzuholen, das die Beurteilung der medizinisch-theoretischen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers in Einklang mit der geltenden Rechts
lage nach
Massgabe
der im Regelfall heranzuziehenden Stan
dard
indi
ka
to
ren erm
öglicht. Zu diesem Zweck ist
die Sache an die Beschwerde
gegnerin zurückzuweisen.
4.7
Die angefochtene Verfügung ist daher aufzuheben und die Sache an die Be
schwerdegegnerin zurückzuweisen, damit sie
weitere Abklärungen
veranlasse und hernach über den Leistungsanspruch des Beschwerdeführers neu verfüge.
In diesem Sinne ist die Beschwerde gutzuheissen.
5.
Soweit der Beschwerdeführer
(von der Beschwerdegegnerin)
berufliche Mass
nahmen verlangt (
Urk.
1 S. 8), ist er darauf hinzuweisen, dass er beim Entscheid der Beschwerdegegnerin über berufliche Massnahmen (Mitteilung vom 2
7.
Juni
2017 [
Urk.
11/127]) den Erlass einer anfechtbaren Verfügung
hätte verlangen können, er hierauf allerdings nach eingehenden Erläuterungen durch die Be
schwerdegegnerin ausdrücklich verzichtet hat (vgl.
Urk.
11/138).
Eine erneu
te Anmeldung zum Bezug von beruflichen Massnahmen steht dem Beschwerde
führer jedenfalls offen.
6.
6
.1
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Verwal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (BGE 137 V 57 E. 2.2), weshalb
der
vertretene Beschwerdeführer Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
6
.2
Da es im vorliegenden Verfahren um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und un
abhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), und auf Fr
. 7
00.-- anzusetzen sowie ausgangsgemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen.
6
.3
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person An
spruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Mit Verfügung vom
5.
Februar 2018 (
Urk.
18) wurde dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege bewilligt. Mit
Honorarnoten
vom 2
0.
Dezember 2017 (
Urk.
17) und
1.
März 2018 (
Urk.
21) machte Rechtsanwalt Stephan Kübler einen Aufwand von
insgesamt
11 Stunden und 27 Minuten und Spesen von
Fr.
55.40 sowie Mehrwertsteuer geltend.
6
.4
Angesichts der Bedeutung und Schwierigkeit der Streitsache erscheint der
gel
tend gemachte
Aufwand als
angemessen.
Zu entschädigen ist somit ein Gesamt
aufwand von
11 Stunden und 27 Minuten
(bis 3
1.
Dezember 2017: 10
Stunden 17 Minuten sowie
Fr.
45.90 Barauslagen; ab
1.
Januar 2018 1 Stunde 10 Minu
ten und
Fr.
9.50 Barauslagen)
, was unter Berücksichtigung des gerichtsüblichen Ansatzes von Fr. 220.-- (ab dem 1. Januar 2015) ein Honorar von Fr.
2'779.55
ergibt
(bis 3
1.
Dezember 2017
: 8
%
, ab
1.
Januar 2018: 7,7
%
MWSt.
)
.
6
.5
Entsprechend ist die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdefüh
rer eine Prozessentschädigung
von
Fr.
2'779.55
(inkl.
Barauslagen und Mehr
wertsteuer)
zu bezahlen
.