# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 443e863a-4b10-48a4-91db-4b3ed272deb9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1944, war vom
1.
März 1977
bis zum
3
1.
August
2001 als Ingenieur bei der
Y._
AG
angestellt und dadurch bei der
Personalvorsorgestiftung der
Y._
be
rufsvor
sorgeversichert
(
Urk.
11/2-3)
.
Nach d
e
m Austritt aus d
er Firma
bezog der Versi
cherte bis zum 3
1.
März 2003 Arbeitslosenentschädigung
(
Urk.
11/5-23)
, ehe er
per
3
1.
Mai
2003
vorzeitig pensioniert wurde
(
Urk.
11/24)
.
Ab dem 1.
Juni 2003 erhielt
er
eine
jährlich
e Altersrente von
Fr.
63'669.
--
,
und seit dem
1.
Juni 2007
beträgt die Altersrente
Fr.
63'672.-- (
Urk.
11/
25 und
Urk.
11/
28
). Mit Schreiben vom 3
1.
Mai 2017 verlangte das
Fi
nanzamt Waldshut-Tiengen vom Versicherten
für
die
Einkommenssteuererklärung
2016
eine Bestätigung der Pensionskasse üb
er die Höhe des im Rentenbetrag
enthaltenen
Obligatoriums
und die Höhe des
Überobligatoriums
(
Urk.
11/29
).
Mit Schreiben vom
5.
Juni 2017
ersuchte
der Versicherte die Personalvorsorgestiftung
der
Y._
, ihm eine entsprechende Bestätigung
zu
kommen zu lassen
(Urk.
11/30
). Mit Schreiben vom 1
4.
Juni 2017 teilte die Personalvorsorgestiftung der
Y._
dem Versicherten mit, dass
der obligatorische Teil der jährlichen Altersrente
Fr.
9'555.60 betrage (
Urk.
11/31
).
Da der Versicherte die Auffassung vertrat,
dass der obligatorische Teil seiner
Altersrente höher sein müsse,
wandte
er sich
mit Schreiben vom 2
2.
Juni 2017 erneut
an die Personalvorsorgestiftung der
Y._
(
Urk.
11/32
). Im Rahmen de
r darauffolgenden Korrespondenz
hielten
beide Parteien an ih
ren Standpunkten fest
(
Urk.
11/33-40
).
2.
Am 2
5.
Mai 2018 erhob der Versicherte Klage gegen die Personalvorsorgestiftung der
Y._
und beantragte, es sei die Beklagte zu verpflichten, den obligato
rischen Anteil seiner Pension in
Übereinstimmung mit dem Bundes
gesetz über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge (BVG) zu berechnen und ihm mitzuteilen (
Urk.
1/1).
Die Beklagte beantragte mit Kla
geantwort vom 3
0.
August 2018, es sei auf die Klage nicht einzutreten; eventu
aliter sei
sie
abzuweisen (
Urk.
10
S. 2
). Nachdem dem Kläger mit
Verfügung vom
3.
September 2018
Frist zu
r
Replik angesetzt
worden war (Urk.
12), teilte dieser m
it Eingabe vom 1
0.
September 2018 mit, dass er auf eine Stellungnahme ver
zichte (
Urk.
14). Dies wurde der Beklagten am 1
7.
September 2018 zur Kenntnis gebracht (
Urk.
15).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss
Art.
14
Abs.
1 BVG (i
n der am
1.
Januar 2003 geltenden
Fassung) wird
die Altersrente
in Prozenten des Altersguthabens (Umwandlungssatz) berechnet, das der Versicherte bei Erreichen des Rentenalters erworben hat. Der Bundesrat bestimmt den Mindestumwandlungssatz unter Berücksichtigung der anerkannten
technischen Grundlagen.
Der Mindestumwandlungssatz für die Altersrente beträgt 7,2 Prozent des Altersguthabens.
Er gilt unabhängi
g von Geschlecht und Zivilstand (
Art.
17
Abs.
1 der Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invali
denvorsorge, BVV 2,
in der am
1.
Januar 2003 geltenden Fassung
).
1.2
Nach
Art.
15
Abs.
1 BVG
(in der
am
1.
Januar 2003
geltenden Fassung
)
besteht das Altersguthaben
aus:
a.
den Altersgutschriften samt Zinsen für die Zeit, während der der Versicherte
der Vorsorgeeinrichtung angehört hat;
b.
den Altersguthaben samt Zinsen, die von den vorhergehenden
Einrichtun
gen
überwiesen und dem Versicherten gutgeschrieben worden
sind.
Der Bundesrat legt aufgrund der Anlagemöglichkeiten den Mindestzinssatz fest
(
Art.
15
Abs.
2 BVG)
.
Nach
Art.
12 BVV 2
(in der am
1.
Januar 2003 geltenden Fassung)
wird das Altersguthaben für den Zeitraum bis 3
1.
Dezember 2002 mit mindestens 4 Pro
zent (lit. a) und für den Zeitrau
m ab dem
1.
Januar
2003 mit mindestens 3,25 Prozent (lit. b) verzinst.
1.3
Gemäss
Art.
16 BVG
(in der
am
1.
Januar 2003
geltenden Fassung
)
werden die Altersgutschriften
jährlich in Prozenten des koordinierten Lohnes berechnet. Dabei gelten folgende Ansätze:
Altersjahr
Ansatz in Prozenten des
koordinierten
Lohnes
Männer
Frauen
25-
34
25-31
7
35-
44
32-41
10
45-
54
42-51
15
55-
65
52-62
18
1.4
Im Gerichts
verfahren ist gemäss
Art.
59
Abs.
1 und
Abs.
2
lit. a
der Schweizeri
schen Zivilprozessordnung
(ZPO)
i.V.m
.
§
28
des Gesetzes über das Sozialversi
cherungsgericht auf eine Klage (oder Beschwerde) nur einzutreten, soweit ein
schutzwürdiges Interesse an der Beurteilung besteht (
vgl.
auch
Zünd/Pfiffner
Rauber
, Kommentar zum Gesetz über das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich,
2.
Auflage, Zürich/Basel/Genf 2009, N 10 zu
§
9
mit Hinweisen
).
2.
2.1
Der Kläger brachte zur Begründung seiner Klage vor, dass
sein Altersguthaben bei
der Beklagten
Fr.
867'506.--
betragen habe, was nach
dem anzuwendenden Umrechnungssat
z eine jährliche Pension von
Fr.
63'672
.-- ergebe
. Aufgrund von geänderten Vorschriften betreffend die steuerli
che Behandlung von Pensionen müsse er
der deutschen Steuerbehörde
seit 2016
den obligatorischen und d
en überobligatorischen Teil s
einer Pe
nsion separat angeben. Auf seine
diesbezügli
che Anfrage
habe die
Beklagte
ihm mitgeteilt, dass s
ein obl
igatorischer Anteil jährlich
Fr.
9'555
.
--
betrage. Gemäss BVG seien
die obligatorischen Beiträge so zu bemessen, dass beim Erreichen
des ordentlichen Rentenalters zusammen mit der AHV
eine Rente von 75
%
des Gehalt
s erreicht werde
. Beim maximal
versi
cherten Gehalt von ca.
Fr.
85'000
.-- ergebe
dies eine obligator
ische Rente von jährlich ca.
Fr.
38'400.
--
.
Unter Berücks
ichtigung der Tatsache, dass der Kläger
vorzeitig pensioniert worden sei und in den ersten fünf Jahren s
einer über 20-jährigen Tätigkeit bei
der
Y._
AG
noch unter dem maximal versicherten Gehalt
gelegen habe
, dürfte das
Obligatorium
jährlich ca.
Fr.
30'000.--
betragen.
Dass sein
obligatorisches
BVG-Altersguthaben
gemäss Darstellung der Beklagten
lediglich
Fr.
159'263.
-- betragen solle,
sei
nicht nach
vollziehbar. Die betreffende Berechnung sei
offenbar nach irgendwelchen
inter
nen Regeln
erfolgt
. Diese hätten jedoch
gegenüber
den Vorschriften des BVG keinen Bestand
(
Urk.
1).
2.
2
Die Beklagte machte demgegenüber geltend, dass d
er Kläger
bei der
Beklagte
n
am
1.
März 1977 eingetreten
sei
und
schon damals Altersgutschriften habe
ansparen
können
. Diese
hätten jedoch
nicht als BVG-Altersgutschriften
berück
sichtigt werden
können
, weil das BVG
erst im Jahr 1985
in Kraft getreten sei.
Der Kläger erkläre nicht, weshalb
die Berechnungen der Beklagten falsch sein sollten.
Er bringe einzig vor
, dass die BVG-Renten zusammen mit den AHV-Renten 75
%
des (letzten) Gehalts entsprechen müssten. Dieses Ziel sei
gesetzlich
nirgends
ver
ankert und auch meistens kaum erreichbar.
Der Kläger übersehe
, dass er bis zu seiner vorzeitigen Pensionierung während
weniger als 16 Jahren BVG-versichert
gewesen sei
und dabei kaum obligatorische Altersguthaben
habe
ansparen
kön
nen.
Er habe dagegen
von überdurchschnittlichen
Altersleistungen
der Beklagten
profitieren können
(
Urk.
10 S. 7
).
3.
3.1
Wie dem Schreiben der Beklagten vom 2
6.
Juli 2017 zu entnehmen ist, belief
sich das
obligatorische Altersguthaben
des Klägers
gemäss Berechnung
der Beklagten
im Zeitpunkt seiner vorzeitigen Pensionierung am
3
1.
Mai 2003 auf Fr.
159'263.65 (
Urk.
11/34).
Insgesamt
betrug sein
Altersguthaben am 3
1.
Mai 2003
Fr.
867'505.50 (
vgl. Schreiben der Beklagten vom 2
9.
März 2018,
Urk.
11/37).
Dem
Schreiben
vom 2
6.
Juli 2017
legte die Beklagte eine Aufstellung
(
Urk.
11/35)
bei, aus welcher hervorgeht,
wie viel
obligatorische
s
Altersguthaben der Kläger
zwischen
dem
1.
Januar
1985
, als das BVG in Kraft trat, und
dem
3
1.
Mai
2003
habe ansparen können
.
In dieser Aufstellung
wird Jahr für Jahr exakt ausgewiesen,
wie hoch
der
koordinierte
Lohn
des Klägers,
die
jährlichen
Altersgutschrift
en
(in Prozent und
Franken)
und
die
Zins
en
waren.
Die aufge
führten Altersgutschriften
in der Höhe von
10
%
des koordinierten Lohnes bis zum 4
4.
Altersjahr des Klägers (1985 bis 1988)
, von
15
%
bis zu dessen 54.
Altersjahr (
1989 bis 1998
)
und von 18
%
ab dessen 5
5.
Altersjahr (1999 bis 2003)
stehen dabei in Übereinstimmung mit
Art.
16 BVG
(vgl. E. 1.3).
Ebenfalls korrekt ist
die
jährliche
Verzinsung
der Altersgutschriften
mit 4 Prozent für den Zeitraum bis
zum
3
1.
Dezember 2002 und
mit
3,25 Prozent für den Zeitraum vom
1.
Januar bis zum
1.
Juni 2003
(
vgl.
Art.
12 BVV 2;
E. 1.2
). Anhaltspunkte dafür, dass die
von der Beklagten
eingesetzten koordinierten Löhne
des Klägers
zwi
schen
Fr.
33'120.--
(1985)
und
Fr.
50'640.--
(2003)
falsch sein könnten
, liegen schliesslich nicht vor
.
Dies wurde
vom
Kläger
auch nicht
substantiiert
dargetan
(
Urk.
1).
3.2
Dass die Beklagte von
einem
obligatorischen
Altersgutha
ben des Klägers
von Fr.
159'263.65 ausging und unter Anwendung
eines
Umwandlungssatz
es
von
6
%
(aufgrund der vorzeitigen Pensionierung)
eine jährliche obligatorische Altersrente von
Fr.
9'555.60
errechnete
, ist
damit nicht zu beanstanden.
Wie die B
eklagte
zutreffend bemerkte (
Urk.
11/37
), erscheint dieser Betrag im Übrigen
auch mit Blick auf die
vom Bundesamt für Sozialversicherungen
(BSV)
heraus
gegebenen Tabellen BVG-Altersg
uthaben
(mit Maximal- und Minimalwerten)
als plausibel
(vgl.
https://www.bsv.admin.ch
)
. Dass
die obligatorischen Beiträge gemäss BVG so zu bemessen seien,
dass beim Erreichen
des ordentlichen
Rentenalters zusammen mit der AHV
eine Rente von 75
%
des Gehalt
s erreicht werde
(
Urk.
1)
, ist unzutreffend und gesetzlich nicht vorgesehen.
3.3
Im Weiteren ist darauf hinzuweisen
, dass
das
BSV
im Nachgang des Entscheids des deutschen Bundesfinanzhofes, wonach
Deutschland
bei der Besteuerung
der Beiträge an und
der Leistungen aus der beruflichen
Vorsorge
zwischen der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabsicherung und den darüber hinausgehen
den
Beiträgen und
Leistu
ngen u
nterscheide
t
, ein Merkblatt
herausgegeben hat (
Bescheinigung von obligatorischen und überobligatorischen Beiträgen und Leis
tungen aus der schweizerischen beruflichen Vorsorge zu
Hand
en
der deutschen Steuerbehörden;
vgl.
https://www.bsv.admin.ch
).
Diesem Merkblatt ist zu ent
nehmen, dass die deutschen Steuerbehörden die obligatorischen Leistungen nor
mal und die überobligatorischen Leistungen privilegiert besteuert
würden. Würde man mit dem Kläger
von einer
jährlichen
obligatorische
n
Altersrente
von ca.
Fr.
30'000.-- (und
einem entsprechend kleineren Anteil der überobligatorischen Altersrente
)
ausgehen
(
Urk.
1)
, wäre
die Steuerbelastung
in Deutschland somit
mutmasslich
h
öher
, als bei der von der Beklagten gemeldeten obligatorischen
jährlichen
Altersrente von Fr.
9'555.6
0.
Es ist demnach
fraglich, ob der Kläger überhaupt ein
schutzwürdiges Interesse
daran hätte
, dass eine entsprechen
de Korrektu
r vorgenommen würde (vgl. E. 1.4
).
Die Klage
ist deshalb abzuweisen, soweit auf sie einzutreten ist.