# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7480a773-2158-435d-9deb-b5c21e5ab2c1
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
1982,
begann 1998 eine Maurerlehre, welche er nach etwa einem Jahr wegen Schulterproblemen abbrach. In der Folge
war er
-
vor
nehmlich
im Rahmen von
Temporäreinsätzen
-
als Bauarbeiter tätig, zuletzt ab
Juni 2008
b
ei der
Z._
. A
b dem 26
. August 2009
war er
zu 100
%
krankgeschrieben (
Urk.
7/7
Ziff.
5.2 und
Ziff.
5.4,
Urk.
7/13
Ziff.
2.1,
Ziff.
2.7 und
Ziff.
2.14).
Unter Hinweis auf eine
n M
orbus
Bechterew
, eine
Hyperlaxizität
sowie eine Luxation
des
Schulter- und Hüftgelenk
s
meldete sich der
Versicherte am
4. November 2009
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/7
).
Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, klärte die medizinisch
e und erwerbliche Situation ab
und verneinte
mit Verfügung vom 16. Februar 2011
bei einem Invaliditätsgrad von 14
%
einen Rentenan
spruch (
Urk.
7/44
)
.
Diese Verfügung erwuchs unangefochten in Rechtskraft.
1.2
Am 9.
September 2011 veranlasste die IV-Stelle
eine
Abklärung des Versicher
ten in der beruflichen Abklärungsstelle (
BEFAS
)
A._
(
Urk.
7/
55)
. Die Ab
klärung
dauerte
vom 19. September bis
14. Oktober 2011 (vgl. Schlussbericht BEFAS vom 8 November 2011,
Urk.
7/76).
Mit Mitteilungen vom
28. Oktober 2011 (
Urk.
7/72)
und vom
2.
Mai 2012 (
Urk.
7/87) erteilte
die IV-Stelle
Kosten
gutsprache für ein Arbeitstraining vom 1. November 2011 bis 31. Juli 2012
in der beruflichen Eingliederungsstätte
B._
.
Am 20. Juli 2012 erteilte die IV-Stelle sodann Kostengutsprache für
e
ine
zweijährige
Umschulung
(
Anlehre
zum
Elek
troausrüste
r
BBT
)
in der
B._
(
Urk.
7/92)
. Am 15. August 2014
teilte die IV-Stelle den erfolgreichen Abschluss der beruflichen Massnahmen mit (
Urk.
7/116).
1.3
Mit Eingabe vom 27. August 2014 (
Urk.
7/119) beantragte der Versicherte, sei
nen Rentenanspruch neu zu prüfen.
Am 24. November 2014 (
Urk.
7/131) reichte er einen aktuellen Arztbericht (
Urk.
7/130) ein. N
ach durchgefüh
rtem
Vorbe
scheidverfahren
(
Urk.
7/133,
Urk.
7/135,
Urk.
7/138
) trat die IV-Stelle mit Ver
fügung vom
23. März 2015 (
Urk.
7/143 =
Urk.
2) auf das
Leistungsbegehren nicht ein
.
2.
Der Versicherte erhob am 25. März 2015
Beschwerde gegen die Verfügung vom
23. März 2015
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und
die IV-Stelle sei zu verpflichten, auf sein Leistungsbegehren einzutreten
(
Urk.
1 S.
1 Mitte
).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
11. Mai 2015
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom
28. August
wurde antragsgemäss (vgl.
Urk.
1
S. 1 Mitte
) die unentgeltliche Prozessführung bewilligt und dem Beschwerdeführer die Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
8
).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Wurde eine Rente wegen eines zu geringen Invaliditätsgrades verweigert, so wird nach Art. 87
Abs.
3
der Verordnung über die Invalidenversicherung (
IVV
)
eine neue Anmeldung nur geprüft, wenn die Voraussetzungen gemäss
Abs.
2 die
ser Bestimmung erfüllt sind. Danach ist im Revisionsgesuch glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität der versicherten Person in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
1.2
Mit Art. 87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV soll verhindert werden, dass sich die Verwaltung nach vorangegangener rechtskräftiger
Leistungsverweige
rung
immer wieder mit gleich lautenden und nicht näher begründeten, das heisst keine Veränderung des Sachverhalts darlegenden Gesuchen befassen muss (BGE 109 V 108 E. 2a, 264 E. 3). Hingegen kann diese
Eintretensvorschrift
nicht dahingehend ausgelegt werden, dass die glaubhaft zu machende Ände
rung gerade jenes Anspruchselement betreffen muss, welches die Verwaltung der früheren rechtskräftigen Leistungsabweisung zugrunde legte. Vielmehr muss es genügen, wenn die versicherte Person zumindest die Änderung eines Sach
verhalts aus dem gesamten für die Rentenberechtigung erheblichen
Tatsachen
spektrum
glaubwürdig dartut. Trifft dies zu, ist die Verwaltung verpflichtet, auf das neue Leistungsbegehren einzutreten und es in tatsächlicher (wie selbstver
ständlich auch in rechtlicher) Hinsicht allseitig zu prüfen (BGE 117 V 198 E. 3a und E. 4b; vgl. auch BGE 130 V 64 E. 5.2, 72 E. 2.2 mit Hinweisen).
1.3
Mit dem Beweismass des Glaubhaftmachens
im Sinne des Art. 87
Abs.
2 und 3 IVV
sind herabgesetzte Anforderungen an den Beweis verbunden: Die
Tatsa
chenänderung
muss nicht nach dem im Sozialversicherungsrecht sonst üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b) er
stellt sein. Es genügt, dass für das Vorhandensein des geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstandes wenigstens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Möglichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behauptete Änderung nicht erstellen lassen (BGE 130 V 64 E. 5.2, 130 V 71 E. 2.2 mit Hinweisen). Erheblich ist eine
Sachverhaltsän
derung
, wenn angenommen werden kann, der Anspruch auf eine (höhere) Inva
lidenrente sei begründet, falls sich die geltend gemachten Umstände als richtig erweisen sollten (Urteil des Bundesgerichts 8C_844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.3 mit Hinweisen auf 8C_1009/2010 vom 7. April 2011 E. 2.2 und 9C_838/2011 vom 28. Februar 2012 E. 3.3.2).
2.
2.
1
Die Beschwerdegegnerin
begründete ihren
Nichteintretensentscheid
damit, dass
der Beschwerdeführer nicht glaubhaft dargelegt
habe
, das
s sich die tatsächli
chen Verhält
nisse seit der letzten Verfügung vom 16. Februar 2011 wesentlich verändert hätten. Es liege lediglich eine andere Beurteilung desselben Sachver
halts vor.
Gemäss
S
tellungnahme ihres Regionalen
Ärztlichen Dienstes (RAD)
gingen aus dem vom Beschwerdeführer eingereichten Bericht keine wesentli
chen neuen
me
dizinische
Befunde
und Funktionseinschränkungen
hervor
, wel
che eine Veränderung des Gesundheitszustands
nachvollziehbar begründen könnten
. Aus medizinischer Sicht seien leichte bis mittelschwere
wechselbelas
tende
Tätigke
iten weiterhin zu 100
%
möglich (
Urk.
2,
Urk.
6).
2.
2
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde (
Urk.
1)
unter Verweis auf
mehrere
- näher genannte - Berichte
demgegenüber geltend,
sein Gesundheits
zustand und seine Arbeitsfähigkeit hätten sich seit der Verfügung vom
16. Februar 2011 deutlich verschlechtert
, weshalb die Beschwerdegegnerin gehalten gewesen wäre, auf sein Rentengesuch einzutreten.
2.3
S
trittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer
glaubhaft gemacht hat, dass sich
sein
Gesundheitszustand seit der Verfügung vom
16. Februar 2011
i
n einer für den Anspruch erheblichen Weise verschlechtert hat.
3.
3.1
Die Verfügung vom 16. Februar 2011
(
Urk.
7/44)
stützte sich
im Wesentlichen
auf den Bericht der Ärzte des
C._
, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, vom 1
6. Februar 2010 über das
im Ja
nuar und Februar
2010
durchgeführte
Arbeitsassessment
inklusive Basistest und Nachbesprechung (
Urk.
7/23; vgl. Feststellungsblatt vom 3. Dezember 2010,
Urk.
7/35
,
insbesondere
d
i
e Stellungnahme des RAD
-Arztes
vom 21. Mai 2010
,
Urk.
7/35
S. 4 f.)
.
Die Ärzte des
C._
nannten
folgende (verkürzt wiedergegebene) arbei
tsrelevante Diagnosen (
Ziff.
1
):
Spondylitis
ankylosans
(Erstmanifestation etwa 2005, Erstdiagnose Feb
ruar 2009)
chronisches
Panvertebralsyndrom
Hyperlaxizitäts
s
yndrom
mit
Enthesiopathien
Als andere Diagnosen nannten die Ärzte rezidivierende Harnwegsinfekte unkla
rer Genese, ein Reizdarmsyndrom vom Durchfalltyp, einen Verdacht auf ein re
aktives depressives Syndrom bei psychosozialen Belastungsfaktoren sowie einen Nikotinkonsum (
Ziff.
2).
Die Ärzte führten aus, das arbeitsbezogene relevante Problem bestehe in der verminderten Belastungstoleranz der
grossen
Gelenke (Schulter
gelenke mit Sub
-
luxation
,
Hüfte links mit „
snapping
hip“, Kniegelenke beidseits) bei mecha
nischer Instabilität durch
Hyperlaxizität
sowie einer verminderten
Belastungs
toleranz
der Wirbelsäule bei entzündlicher Grunderkrankung (
Ziff.
3).
Eine Prognose bezüglich des künftigen Krankheitsverlaufs und der Leistungsfähigkeit sei schwierig und mit Vorsicht zu stellen, insbesondere da die therapeutischen Möglichkeiten lim
itiert seien (
Ziff.
4 am Ende).
Die funktionelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers liege bei weitem un
ter den Belastungsanforderungen der bisherigen Arbeit. In der zuletzt ausgeüb
ten Tätigkeit sei der Beschwerdeführer nicht mehr arbeitsfähig.
Eine l
eichte bis mittelschwere Arbeit (Gewichtshantierung bis maximal 15 kg) sei ganztags zu
mutbar, wobei die Arbeit wechselbelastend (A
rbei
ten
im Stehen und Sitzen) sein und nur selten Arbeiten in vorgeneigter Positi
on und Arbeiten über Kopf
bein
halten sollte
. Daraus ergebe sich eine zumutbare Arbeitsfähigkeit in einer ange
passten Tätigkeit von 100
%
(
Ziff.
5 und
Ziff.
5.1-2).
3.2
Gestützt darauf sowie
die Stellungnahme
n
ihres RAD-Ar
ztes
vom 7. Apr
il und 21. Mai 2010 (
Urk.
7/35 S. 4
f.) ging die Beschwerdegegnerin in der Verfügung vom 16. Februar
2011 (
Urk.
7/44
) davon aus, dass de
m Beschwerdeführer
eine
behinderungsangepasste Tätigkeit zu 100
%
zumutbar sei.
4.
4.1
Im Zusammenhang
mit der Neuanmeldung vom
27. August 2014 (
Urk.
7/119)
sind
im Wesentlichen
folgende Berichte aktenkundig:
4.2
Am 8. Juli 2011 berichteten die Ärzte des
C._
, Rheumaklinik und Institut für Physikalische Medizin, über das im Mai und Juni 2011 durchgeführte
Arbeits
assessment
inklusive Basistest und Nachbesprechung (
Urk.
7/51). Sie führten aus,
aus rheumatologischer Sicht ergebe sich
rein basierend auf den
Testresul
taten
eine zumutbare Arb
e
i
tsfähigkeit in einer angepassten wechsel
belastenden
Tätigkeit von 100
%
. Aufgrund der Kumulation diverser Einschränkungen der statischen Belastbarkeit sei allerdings auch in einer ideal angepassten wechsel
belastenden Tätigkeit eine
Leistungseinbusse
infolge sich im Tagesverlauf ku
mulierender Beschwerden mit Notwendigkeit zu Kurzpausen zu attestieren. Die effektiv aus rheumatologischer Sicht umsetzbare Arbeitsfähigkeit betrage des
halb aktuell nur 75
%
. Auch aus psychiatrischer Sicht müsse aktuell eine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit von etwa 25
%
bis 30
%
attestiert werden. So
mit sei der Beschwerdeführer auch aus globaler Sicht lediglich zu 70
%
bis 75
%
arbeitsfähig.
Die Diskrepanz zur Beurteilung vom Februar 2010 (1
00
%
Arbeitsfähigkeit in angepasster Tätigkeit
) resultiere aufgrund der Berücksichtigung einer neu auf
getretenen psychischen Problematik, dem Einbezug prognostischer Überlegun
gen über die weitere Krankheitsentwicklung bei weiterhin nur eingeschränktem medikamentösem Ansprechen, einer zunehmenden S
teifigkeit des unteren Rü
ckens sowie
multiplen statischen
Belastungslimiten
, die sich im Verlauf der fol
genden Jahre weiter verschlechtern dürften. Durch medizinische
Massnahmen
könne der Gesundheitszustand möglicherweise stabilisiert werden. Das Wieder
erlangen einer vollen Leistungsfähigkeit auch in angepasster Tätigkeit bleibe aber ungewiss (
Ziff.
5.2).
4.3
Im
B
ericht der
B._
vom 24. Juli 2012
über das durchgeführte
Arbeits
training
(
Urk.
7/94) wurde ausgeführt,
der hohe Motivationsgrad sowie das Be
streben, die Vorgaben zu erfüllen, seien im Falle des Beschwerdeführers löblich, führten aber auch dazu, dass er sich phasenweise körperlich überfordere, was die Schmerzskala merklich präge. Dies führe dazu, dass er psychisch stark be
lastet sei und
energiemässig
absacke (
Ziff.
2.1). Trotz seines guten Durchhalte
vermögens habe er tageweise gefehlt (
Ziff.
3.3). In den letzten Monaten sei eine Präsen
z
zeit von 6.5 Stunden pro Tag möglich gewesen
(
Ziff.
3.4)
.
Der durch
schnittliche Leistungsgrad während der Präsenzzeit habe bei 60
%
gelegen.
Die Arbeitsgeschwindigkeit sei
massgeblich
g
eprägt von der Schmerzbelastung
(
Ziff.
3.5).
4.4
Im Bericht der
B._
vom 23. Mai 2014 über die
Anlehre
zum
Elektro
ausrüster
BBT
(
Urk.
7/111), auf welchen der Beschwerdeführer
in
seiner Neuan
meldung (
Urk.
7/119) verwies,
wurde ausgeführt,
der Beschwerdeführer habe sich jederzeit sehr bemüht, die an ihn gestellten Anforderungen zu erfüllen. Schulisch habe man das Gefühl, dass er sich verfrüht von Förderungsangeboten zurückgezogen habe. Angesichts der chronischen Schmerzen habe man aber er
kennen müssen, dass der Beschwerdeführer mit massiven Nebenerscheinungen zu kämpfen habe und die Energiereserven nicht unerschöpflich seien. Der Be
schwerdeführer sollte in Zukunft sorgfältiger mit seinen Ressourcen umgehen. Er werde seine Arbeitsleistung nicht auf dem Niveau der vergangenen fast drei Jahre halten können (S. 10 unten).
In den letzten Monaten sei eine Präsenz
zeit von 5
.5 Stunden pro Tag möglich gewesen (
Ziff.
3.4). Der durchschnittliche Leistungsgrad wä
hrend der Präsenzzeit habe bei einer Teilarbeitszeit von 65
%
eines Normalpensums bei 50
%
gelegen (
Ziff.
3.5).
In Kenntnis der gesundheitli
chen Situation glaube man nicht, dass der Beschwerdeführer im Moment den Anforderungen des ersten Arb
eitsmarkt
s auch nur ansatzweise gerecht werden könne
(
Ziff.
1.1).
Der Gesundheitszustand habe sich seit
Ausbildungsbe
-
ginn
merklich verschlechtert und die Absenzen seien deutlich gestiegen
(
Urk.
7/111/19).
4.5
In seinem Bericht vom
6.
November 2014 (
Urk.
7/130) führte
Dr.
med. D._
, Facharzt für Innere Medizin,
aus,
die Ergebnisse der beruflichen
Mass
nahmen
mit einer täglichen Arbeitszeit von 65
%
bei einem Leistungsgrad von 50
%
seien
ausser
ordentlich
schlecht ausgefallen,
was e
r -
da er den seit 2003 in seiner Behandlung stehenden Beschwerdeführer sehr gut ken
ne -
leider er
wartet habe
(S. 1). D
ie mit dem Beschwerdeführer befassten Ärzte seien sich ei
nig, dass ein schwerwiegendes, vollständig invalidisierendes somatisches Leiden des Bewegungsapparates und des Urogenitalsystems vorliege. Entsprechend seien von den involvierten Kliniken schon zahlreiche rheumatologische Thera
pien bis hin zur Immuntherapie
durchgeführt worden, leider praktisch ohne wesentlichen Erfolg. Lediglich
nichtsteroidale
Antirheumatika (NSAR) und Schmerzmittel könnten die Beschwerden etwas reduzieren, allerdings immer noch nicht erträglich machen, oder doch wenigstens wenige Stunden Schlaf er
möglichen. Im täglichen Leben des Beschwerdeführers h
abe dies zur Folge, dass er für
Haushaltarbeiten wie
Putzen, Wäsche
machen
und
Einkaufen meistens auf fremde Hilfe angewiesen sei. An
eine Rückkehr zur Arbeit, auch nur zu ei
ner leichten Teilzeitarbeit, sei
nicht
zu denken
. Dass die Unmöglichkeit
, ins Be
rufsleben zurückzukeh
ren, dem sehr arbeitswilligen Beschwerdeführer mittler
weile auch psychische Probleme bereite, sei leider eine zu erwarten gewesene traurige Folgeerscheinung. Der Beschwerdeführer sei weiterhin und auf unab
sehbare Zeit zu 100
%
arbeitsunfähig (S. 2).
4.6
In ihrer Stellungnahme vom
1.
Dezember 2014 führte
RAD-Ärztin
Dr.
med. E._
aus, im Bericht von
Dr.
D._
seien keine neuen medizinischen Befunde und Funktionseinschränkungen dokumentiert, die eine Veränderung des Ge
sundheitszustands
nachvollziehbar begründen könnten
beziehungsweise
zu
ei
ne
r
versicherungsmedizinische
n
Abklärung
Anlass geben würden (
Urk.
7/132
S. 2 Mitte).
Gestützt
darauf
erliess
die Beschwerdegegnerin am 2
3.
März 2015 die strittige
Nichteintretensverfügung
(
Urk.
2).
5.
Der Beschwerdegegnerin ist insofern beizupflichten,
als
Dr.
D._
in seinem Be
richt vom N
ovember 2014 (vorstehend E. 4
.5) nicht
anhand objektiver
Bef
unde
darlegte, ob beziehungsweise inwiefern
sich der Gesundheitszustand des Be
schwerdeführers
seit Erlass
der Verfügung vom 1
6.
Februar 2011 (
Urk.
7/44)
verschlechtert hat
.
In einer Gesamtschau liefern die s
eit Erlass der Verfügung vom 1
6.
Februar 2011 ergangenen
medizinischen und nichtmedizinischen Be
richte (vorstehend E. 4.2-6) indes
genügend Anhaltspunkte
dafür, dass sich der Sachverhalt seit Ergehen der Verfügung vom 1
6.
Februar 2011
rechts
erheblich verändert hat
:
D
ie
Ärzte des
C._
,
welche dem Beschwerdeführer nach durchgeführtem Asse
s
s
ment im
Februar 2010
in einer leidensangepassten Tätigkeit
noch eine
volle Ar
be
itsfähigkeit attestiert hatten (vorstehend E. 3.1),
gingen
-
gestützt auf die Er
gebnisse eines weiteren A
sses
s
ment
s
- im Juli 2011
nur noch von einer umsetz
baren Arbeitsfähigkeit von 75
%
beziehungsweise
global gesehen
von
einer Ar
beitsfähigkeit von
70
%
bis 75
%
aus
(vorstehend E. 4.2)
. Den Berichten de
r
B._
(vorstehend E. 4.3-4)
ist sodann zu entnehmen, dass der
durchwegs als leistungswillig und motiviert beschrieben
e
Beschwerdeführer weder im
Ar
beitstraining
vom
1.
November 2011 bis 3
1.
Juli 2012
noch
während der
zwei
jährigen
Anlehre
zum Elektroausrüster BBT
eine volle Präsenzzeit erreichen konnte und
auch der dur
ch
sch
nittliche Leistungsgrad nur bei
60
%
beziehungs
weise 50
%
lag, was den behandelnden Arzt
Dr.
D._
denn auch wenig über
raschte (vorstehend E. 4.5).
Weiter berichteten d
ie Ausbildner
der
B._
von
einer
merkliche
n
Verschlecht
e
rung des Gesundheitszustands
sowie
von
ei
ner
deutlichen
Zunahme
der Absenzen
und erachteten eine Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt als nicht realistisch.
Anhand dieser Aktenlage ist im Sinne von
Art. 87
Abs.
3 in Verbindung mit
Abs.
2 IVV
glaubhaft gemacht, dass sich der Invaliditätsgrad
des Beschwerde
führers
in einer für den Anspruch erheblichen Weise geändert hat.
Folglich ist die Beschwerdegegnerin zu Unrecht nicht auf die Neuanmeldung
vom 2
7.
August 2014
eingetreten, weshalb die Beschwerde
gutzuheissen
und die Sache zur materiellen Beurteilung an die Verwaltung zurückzuweisen ist.
6.
6.1
Die Verfahrenskosten
gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
des Bundesgesetzes über
die Invali
denversicherung (
IVG) sind e
rmessensweise
auf
Fr.
600.--
anzusetzen und
ausgangsgemäss
der Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen.
6.2
Ausgangsgemäss
hat d
er
Be
schwerdeführer gestützt auf
§
34
Abs.
1 und 3 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
(
GSVGer
)
Anspruch auf eine
Pro
zessentschädigung
. Diese ist unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsa
che und der Schwierigkeit des Prozesses
und beim
praxisge
mässen
Stundenan
satz
von
Fr.
145
.-- (zuzüglich Mehrwertsteuer
) auf
Fr.
1‘100.--
(inklusive
Bar
auslagen
und M
ehrwertsteuer) festzusetzen.