# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a666b47f-4059-5b77-820b-1ba0153f246b
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Die 1960 geborene war seit 1. Oktober 2008 als diplomierte Haus
pflegerin bei der Y._ in einem Teilzeitpensum von 16.8 Stunden wö
chentlich angestellt und damit bei der Unfallversicherung Stadt Zürich gegen die Folgen
von Unfällen versichert. Am 1. Januar 2011 stürzte sie auf Glatteis und ver
letz
te
sich am rechten Knie (Schadenmeldung vom 25. Januar 2011, Urk. 23/G1). Die Unfallversicherung Stadt Zürich erbrachte die gesetzlichen Leistungen (Taggeld und Heilbehandlung). Mit Verfügung vom 22. September 2014 (Urk. 23/G22) wies sie gestützt auf die medizinische Beurteilung von Dr. med. Z._, Fach
arzt FMH für Orthopädische Chirurgie, vom 3. September 2014 (Urk. 8/18) eine
über den 14. Mai 2012 hinausgehende Leistungspflicht ab. Gegen diesen Ent
scheid erhob die Versicherte am 15. Oktober 2014 Einsprache (Urk. 23/J1), welche
die Unfall
versicherung Stadt Zürich mit Entscheid vom 12. November 2014 (Urk. 2
) abwies.
2.
Dagegen erhob die
Versicherte am
9. Dezember 2014
(
Urk.
1) Beschwerde mit dem Antrag, der Entscheid sei aufzuheben und es se
i die Beschwerdegegnerin zu ver
pflichten,
die gesetzlichen Leistungen für die Kniebehandlungen auch nach dem 15. Mai 2012 zu erbringen (S. 2)
. Die
Unfallversicherung Stadt Zürich
schloss in ihrer B
eschwerdeantwort vom 26. Januar 2015 (Urk. 7
) auf Abw
ei
sung der Beschwerde, wovon der Beschwerdeführerin am 29. Januar
2015 (Urk. 9
)
Kenntnis gegeben wurde
.
M
it Ein
gabe vom 28. Februar 2015 (Urk. 10) liess sich die
Beschwerdeführer
in
unaufgefordert zur Beschwerdeantwort ver
nehmen, worauf das Gericht am 2. März 2015 (Urk. 11a) einen zweiten Schrif
ten
wechsel anordnete. Mit Replik vom 21. April 2015 (Urk. 15) und Duplik vom 24. August 2015 (Urk. 18) hielten die Parteien an ihren Rechtsbegehren fest.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufskrankheiten gewährt (Abs. 1). Der Bundesrat kann Körperschädigungen, die den Folgen eines Unfalles ähnlich sind, in die Versicherung einbeziehen (Abs. 2). Ausserdem erbringt die Versi
che
rung ihre Leistungen bei Schädigungen, die den Verunfallten bei der Heilbe
handlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss (UVG) setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vor
handensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des na
tür
lichen Kausalzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädigende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geistige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weggedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene gesundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Verwaltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs–anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder über
haupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursachen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber
derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krank
haften Vorzustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status
quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht
publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahin
fallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Ge
sund
heitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweis
grad
der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363
S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/aa).
Die
blosse
Möglichkeit nunmehr gänz
lich fehlen
der ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht.
Da es sich hiebei um
eine anspruchsaufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entspre
chende Beweis
last
–
anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender na
türlicher Kau
sal
zusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim
Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76).
Mit dem Erreichen des
S
tatus quo sine vel ante entfällt eine Tei
lursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der
S
tatus quo sine vel ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfa
llversicherer gestützt auf Art. 36 Abs.
1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pfle
geleistungen und Kos
tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die
Heil
behandlungskosten nach Art.
10 UVG fallen
(Urteil des Bundesgerichts 8C_637/20
13 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
Die Rechtsprechung geht in Bezug auf die Würdigung von ärztlichen Berichten, welche die obligatorische Unfallversicherung im Administrativverfahren ein
holt, seit je davon aus, dass sie in einem konkreten Fall noch nicht Pro
zess
partei ist, als Verwaltungsorgan dem Gesetzesvollzug dient. Wenn die von der
obligatorischen Unfallversicherung beauftragten Ärzte und Ärztinnen zu schlüssi
gen Ergebnissen gelangen, darf das Gericht in seiner Beweiswürdi
gung auch solchen Gutachten folgen, solange nicht konkrete Indizien gegen die Zu
ver
lässigkeit der Expertise sprechen (vgl. BGE 104 V 209 E. c; RKUV 1991 Nr. U 133 S. 312).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin verneinte gestützt
auf den Bericht von Dr. Z._
(
Urk. 2 S. 3 f., Urk. 7 S. 3 und Urk. 18 S. 3 f.
) einen Kausalzusammenhang zwischen dem Ereignis vom
1. Januar 2011
und den über das Datum vom
14. Mai 2012 hinaus angegebenen Beschwerden. Sie begründete dies damit, dass
auf
grund der medizinischen Unterlagen
eine intramurale Störung mit Rissbil
dung im Meniskus
vorliege, die als degenerative Meniskuserkrankung zu quali
fizieren sei. Aufgrund der fehlenden Unfallkausalität hätten demnach bereits die Kosten der ersten Arthroskopie nicht übernommen werden müssen. Aus der Tat
sache, dass die Unfallversicherung für die Kosten der Arthroskopie vom 25. Mär
z 2011 und die Rearthroskopie vom 14. Dezember 2011 aufgekommen sei, ergebe sich nicht, dass die Unfallkausalität anerkannt worden sei, bevor der Konsiliar
arzt das Fehlen des Kausalzusammenhangs sowie den Status quo sine festge
stellt habe und widerspreche auch nicht einer Leistungseinstellung mit Wirkung ex nunc et pro futuro (Urk. 7 S. 3, Urk. 2 S. 1 und Urk. 18 S. 2 f.).
2.2
Dem hielt die Beschwerdeführerin im Wesentlichen entgegen (Urk. 1 S. 4 f.), auch wenn Zweifel an der traumatischen Genese der Meniskusläsion am Knie rechts nicht ausgeräumt werden könnten, reiche dies für die Sicherung der Hy
pothese des rein degenerativen Geschehens nicht. Dem Wortlaut nach könnten
die in Art. 9 Abs. 2 lit. a bis h der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV
) aufgezählten Läsionen auch dann eine unfallähnliche Körperschädigung dar
stellen, wenn sie ganz oder teilweise auf einer Krankheits- oder Degenerations
erscheinung beruhten. Die Lokalisation des Risses im Meniskus sage nichts über die Genese einer Meniskusläsion aus. Eine intramurale Meniskusstörung könne de
generativ oder bei adäquatem Trauma als Quetschverletzung imponieren. Ein
adäquates Trauma sei vorliegend mit dem initialen Sturz gegeben (Urk. 1 S. 4 f.).
Postoperativ habe zu keiner Zeit ein beschwerdefreies Intervall bestanden und die Beschwerden würden weiterhin andauern. Für die Annahme eines Sta
tus quo sine sechs Monate nach Unfall fehle es an einer Evidenz. Vorliegend sei eine zweimalige Meniskektomie und Plica-Resektion ausgewiesen und im MRI
vom 9. Januar 2014 (richtig wohl 9. Januar 2013) seien vermehrte Vernarbun
ge
n sichtbar gewesen. Hierzu sei dem Bericht von Dr. Z._ nichts zu ent
nehmen, weshalb ein medizinisches Gutachten einzuholen sei (Urk. 15 S. 4).
3.
3.1
Dr. med. A._, FMH Orthopädie, vermerkte i
m Eintra
g in die Krankenge
schich
te vom 18. Januar 2011 (Urk. 8/2) betreffend Kontrolle bei Lumbalgien be
i Osteochondrose L5/S1, als Y._-Angestellte müsse sie immer wieder schwere Patienten heben, was dann im Rücken deutlich vermehrte Probleme schaffe. Zwischenzeitlich sei sie zweimalig auf Eis ausge
rutscht und gestürzt. Das erste Mal auf die linke Hüfte und das zweite Mal auf das rechte Knie. Anterior im rechten Kniegelenk bestünden immer noch ver
mehrte Schmerzen. Im Befund beschrieb er symmetrische Kniekonturen, beid
seits nicht gerötet oder überwärmt und ergussfrei. Die Patellarückflächen seien beidseits druckindolent und die Patellaverschieblichkeit beidseits frei und schmerzfrei. Der Lachmanntest sei
beidseits negativ, die Seitenbänder stabil und die Kniebeweglichkeit in Flexion/
Extension symmetrisch bei einem Wert 150/0/0 mit Schmerzangaben im Hyper
flexionsbereich.
D
en Röntgenbildern entnahm er eine Gelenkachse von 7° Valgus
und ein horizontal stehender, medial und lateral symmetrisch weiter Gelenk
spalt bei fehlenden Hinweisen für eine ossäre oder osteochondrale Läsion und einem normalen Patel
lastand.
3.2
Im Bericht der Klinik B._ vom 8. Februar 2011 (Urk. 8/1) wies der zu
ständige Arzt auf die am 7. Februar 2011 durchgeführte Magnetresonanztomo
graphie (MRI) am rechten Knie hin. Im bildgebenden Befund beschrieb er, die Signalverteilung des Knochenmarkes sei normal bis auf eine kleinste sub
chon
drale Signalstörung am femoralen Gleitlager des Femoropatellargelenkes medial.
Dieses messe allerdings nur 3 bis 4 mm im Durchmesser. Ein eindeutiger Knor
peldefekt in diesem Bereich bestehe nicht, allerdings zeige dieser eine Sig
nal
störung. Die Menisken beschrieb er als glatt konturiert mit femoro
tibial intakter Knorpelfläche, auch der retropatelläre Knorpel zeige eine normale Breite bei mässiger Dysplasie. Die Kontinuität der Bänder seien regelrecht, es zeige sich keine Plica, kein rele
vanter Erguss und auch keine Baker-Zyste. Es bestehe eine begin
nende maximal etwa 5 mm messende osteochondrale Veränderung am femora
len Gleitlager des Femoropatellargelenkes medial und ein Knorpel mit Signal
störung aber ohne Knorpeldefekt. Sonst bestehe ein regelrechter Gelenk
binnen
raum mit regelrechten Menisken und übrigen Knorpelflächen mit nor
maler Kontinuität der Bänder sowie eine mässige Dysplasie der Patella ohne relevan
ten Erguss und ohne Baker-Zyste.
3.3
Im Operationsbericht vom 25. März 2011 (Urk. 8/6) wies Dr. A._ auf die am 21. März 2011 durchgeführte Arthroskopie am rechten Knie mit medialer Teil
meniskektomie, Resektion der Plica infrapatellaris und Débridement des vor
deren Kreuzbandes hin. Als Operationsindikation hielt er fest, bei positivem Meniskuszeichen sei eine MRI-Untersuchung durchgeführt worden, welche eine deutliche intramurale Störung des dorsomedialen Meniskus rechts gezeigt habe. Bei persistierender und zum Teil zunehmender Schmerzsymptomatik sei die In
dikation zur arthroskopischen Revision gegeben. Das mediale Kompartiment in Bezug auf die Knorpel an Tibia und Femur sei or
dentlich erhalten bis auf eine leichte Aufrauhung des tibialen Gelenkknorpels zentral der tragenden Zone.
Der dorsomediale Meniskus wirke deutlich ge
quetscht und mit dem Tasthäkchen falle man in die intramuralen Störungen des Meniskus. Der Meniskus sei dort weich und eine unvollständige Rissbildung finde sich ca. 2 bis 3 mm ab der Meniskusbasis. Die Meniskusbasis selber sei stabil erhalten.
3.4
Im Bericht der Klinik
B._
über das MRI vom 7. November 2011 (Urk. 8/9
) beschrieb der zuständige Arzt eine postoperative Veränderung nach der media
len Teilmeniskektomie mit einem kleinen, 2 mm grossen Meniskus
fragmen
t
chen, welches
dem verkürzten medialen Meni
s
kushinterhorn
direkt vorgelagert sei. Er hielt fest, im Übrigen bestehe keine Restmeniskusläsion und der osteo
chondrale Defekt in der Trochlea femoris medial sei vorbekannt.
3.5
Im Operationsbericht vom 14. Dezember 2011 (Urk. 8/10) berichtete Dr. A._ über die am gleichen Tag am rechten Knie durchgeführte Re-Arthroskopie mit medialer Teilmeniskektomie mit Entfernen des freien Gelenkskörpers und einer Resektion der Plica mediopatellaris. Bei Persistenz von störenden Schmerzen im
rechten Kniegelenk habe sich im Bereich der verkleinerten dor
somedialen Menis
kusspitze ein kleines Fragment gezeigt, welches als abgerisse
nes und adhärentes Meniskusfragment interpretiert wurde.
3.6
Im Bericht der Klinik B._ vom 10. Januar 2013 (Urk. 8/12) beschrieb der zustän
dige Arzt das MRI vom 9. Januar 2013. Er schilderte einen Status nach medialer Teilmeniskektomie (TME) ohne Hinweis für einen erneuten Einriss oder ein Meniskusfragment. Im Vergleich mit der Voruntersuchung vom 7. Novem
ber 2011 stellte er eine leicht zunehmend verdickte Plica mediopatel
laris fest. Die narbigen Veränderungen im Hoffa‘schen Fettkörper seien im Ver
gleich mit der Voruntersuchung von konstantem Ausmass geblieben. Inferola
teral des Patella
apex bestünden Zeichen einer diskreten Hoffitis und medial in der Trochlea femoris konstant eine kleine osteochondrale Läsion.
3.7
Im Eintrag der Krankengeschichte vom 15. Januar 2013 (Urk. 8/13 S. 2) ver
merkte Dr. A._ mit Bezugnahme auf das MRI vom 9. Januar 2013, es liege einerseits die Vernarbung im Bereiche der Plica mediopatellaris vor, welche be
wegungsunabhängig stören könne. Diese müsste sich aber mit konsequentem Stretching der Quadricepsmuskulatur weiter lösen. Daneben finde sich eine leichte, nur geringgradige Hoffitis am lateralen Unterpol der Patella. Ansonsten fänden sich keine intraarticulären Störungen.
In weiteren Einträgen vom 15. März, 30. Juli und 25. Oktober 2013 (Urk. 8/14 S. 2) hielt Dr. A._ fest, klinisch sei die Schmerzsymptomatik klar auf die anteromedialen im Verlauf der Plica mediopatellaris liegenden Vernarbun
gen zurückzuführen, was dann einerseits zu vermehrten Verspannungen auch im Oberschenkel führe. Von dort her bestehe auch die Möglichkeit des arthro
sko
pischen Lösens der Vernarbungen. Es gebe jedoch keine Garantie, dass nicht neue
störende Vernarbungen auftreten würden oder damit die ganzen Be
schwer
den verschwunden seien. Im Alltag sei die Beschwerdeführerin im Mo
ment kaum gestört und könne normal Arbeiten. Gestört sei sie aber bei gröbe
ren und läng
eren Belastungen.
Im Eintrag vom 21. Februar 2014 (Urk. 8/15) berichtete der Arzt über vermehrte Schmerzangaben, nachdem die Beschwerdeführerin zwischenzeitlich Skifahren war. Im Röntgenbefund vom selben Tag beschrieb er bei einer Gelenkachse von 6° Valgus einen medial und lateral symmetrisch weiten Gelenkspalt und in der Seitenaufnahme einen normalen Patellastand ohne Hinweis für freie Gelenk
körper oder für eine ossäre oder osteochondrale Läsion sowie ohne Hinweis für eine zunehmende Arthrose. Es wurde probatorisch eine Infiltration des rechten Knie
gelenkes durchgeführt.
Im Eintrag vom 29. April 2014 (Urk. 8/15) stellte Dr. A._ fest, die probatori
sche Infiltration habe keine wesentliche Veränderung der Schmerzsituation seit der Konsultation vor sechs Wochen ergeben und die Schmerzursache könne als extraartikulär definiert werden.
3.8
Dr. Z._ wies in seiner Aktenbeurteilung vom 3. September 2014 (Urk. 8/18) darauf hin, dass Dr. A._ im Operationsbericht betreffend die Arthroskopie
vom 21. März 2011 deutlich hervorgehoben habe, dass im dorso
medialen Menis
kus dieser gequetscht wirke und man mit dem Tasthäkchen in die intramurale Störung des Meniskus falle. Der Meniskus sei dort weich und eine unvoll
ständige Rissbildung finde sich ca. 2 bis 3 mm ab der Basis des Me
niskus. Dies spreche nicht für eine Meniskusruptur. Die Verletzungen des rech
ten Knie
ge
lenkes stünden im Zusammenhang mit der Arthroskopie und den Vernarbungen innerhalb des Kniegelenkes. Ein Status quo sine vom rechten Kniegelenk sei maximal sechs Monate nach der Arthroskopie zu definieren und ein Status quo ante für die Rückenverletzung ebenfalls sechs Monate nach dem Unfall.
3.9
Dr. A._ führte im Eintrag in die Krankengeschichte vom 8. Oktober 2014 (Urk. 8/19 S. 2) aus, bezüglich der Lendenwirbelsäule könne davon ausgegan
gen werden, dass die jetzigen Beschwerden auf dem Vorzustand basierten und nicht auf den damaligen Unfall zurückzuführen seien. Von Seiten des rechten Kniegelenks aber bestehe eine persistierende Schmerzsymptomatik. Diese sei seit dem primären Unfall nie ganz verschwunden und vor dem Ereignis hätten keine bekannten Schädigungen am rechten Knie bestanden. Gegenüber den weitge
hend unauffälligen Knorpelverhältnissen bei der ersten Arthroskopie sei bei der zweiten Arthroskopie eine zunehmende Knorpelschädigung feststellbar, die in den weiteren radiologischen Aufnahmen zu keiner auffälligen Zunahme der Arthrose-Situation geführt hätten. Trotzdem müsse am rechten Kniegelenk mit der persistierenden Symptomatik von einer beginnenden posttraumatischen Arth
rose ausgegangen werden. Die jetzigen Schmerzen anterior im Kniegelenk be
ruhten mit hoher Wahrscheinlichkeit auf intraartikulären Vernarbungen, welche unmittelbar auf das Unfallereignis und die folgende Operation zurückzu
führen seien.
In seinem Email an die Beschwerdeführerin vom 15. November 2014 (Urk. 11) wies Dr. A._ darauf hin, dass die intramurale Meniskusstörung degenerativ auftreten oder bei adäquatem Trauma auch als Quetschverletzung imponieren könne. Ein adäquates Trauma liege vor.
4.
4.1
Vorweg ist festzuhalten, dass aus der Tatsache allein, dass die Beschwerdegeg
nerin bis zum
14. Mai 2012 und auch darüber hinaus noch
Heilungskosten übernahm und Tagge
lder ausrichtete (vgl. Urk. 23/G22)
, nic
ht auf eine Aner
kennung der
Unfallkausalität
geschlossen
werden kann
. Die Beschwerdegeg
ne
rin anerkannte die Kausalität zu keinem Zeitpunkt explizit, sondern prüfte diesen erst nach Abschluss der Behandlungen. Dies ist praxisgemäss zulässig (Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts
U 299/03
vom 2
0.
April 2004
E
. 2.2).
4.2
In der Sache selbst ist zu prüfen, ob nach dem 14. Mai 2012 noch Unfallfolgen vorgelegen haben, welche einen Anspruch auf Leistungen der Unfallversiche
rung begründen. Streitig ist dabei, ob die verbliebenen Restbeschwerden am rechten Knie mit dem geltend gemachten Ereignis vom 1. Januar 2011 in einem natürlichen Kausalzusammenhang stehen. Demgegenüber ist unbestritten, dass die Problematik an der Lendenwirbelsäule nicht auf das Unfallereignis zurück
geführt werden kann (vgl. E 3.9). Aufgrund der Aktenlage ergeben sich für eine andere Auffassung auch keine Anhaltspunkte. Erstellt ist sodann, dass die Ein
tragungen von Dr. A._ zum linken Knie versehentlich erfolgten und das rechte Knie betreffen (Urk. 8/19 S. 2 und Urk. 2 S. 3).
4.3
Die Ärzte sind sich darin einig, dass die weiterhin bestehenden Beschwerden auf die Arthroskopie und Re-Arthroskopie zurückzuführen sind. Dr. A._ führte hierzu aus, die persistierende Schmerzsymptomatik beruhe mit hoher Wahr
scheinlichkeit auf intraartikulären Vernarbungen und stellte gegenüber den weitgehend unauffälligen Knorpelverhältnissen bei der ersten Arthroskopie eine zunehmende Knorpelschädigung beim zweiten Eingriff fest. Sodann wies er darauf hin, dass trotz einer unauffälligen Arthrosesituation aufgrund der per
sistierenden Symptomatik am rechten Kniegelenk von einer beginnenden Arth
rose ausgegangen werden müsse (hiervor E. 3.9 und E. 3.7). In diesem Zusam
men
hang befand auch Dr. Z._, dass die noch bestehende Beschwerde
symptomatik am rechten Kniegelenk eine Verletzungsfolge der Arthroskopie sei respektive die Beschwerden aus den durch die Arthroskopie erfolgten Vernar
bungen innerhalb des Kniegelenkes resultierten (E. 3.8).
4.4
Zu unterschiedlichen Schlussfolgerungen gelangten die Ärzte in Bezug auf die Frage nach der Ursache des primären Gesundheitsschadens im Bereich des rech
ten Kniegelenks, die zum erstmaligen arthroskopischen Eingriff vom 21. März 2011 führte. Im Operationsbericht wies Dr. A._ darauf hin, der
Me
niskus wirke deutlich gequetscht und mit dem Tasthäkchen falle man in die in
tra
mu
ra
len Störungen des Meniskus. Der Meniskus sei dort weich und eine un
voll
stän
dige Rissbildung finde sich ca. 2 bis 3 mm ab der Meniskusbasis
.
Die Menis
kusbasis selber sei stabil erhalten
(E. 3.3)
.
In seinen späteren Ausführun
gen wies er darauf hin, dass die intramurale Meniskusstörung zwar degenerativ auftrete, bei adäquatem Trauma aber auch als Quetschverletzung imponieren könne (E. 3.9). Gestützt auf die medizinischen Berichte hielt Dr. Z._ demge
genüber fest, die Beschwerdeführerin sei seit Frühjahr 2010 bei Dr. A._ we
gen rezi
di
vierenden Rückenschmerzen mit ISG-Blockaden bei Osteochondrose L5/S1 und Foramenstenose L5/S1 in Behandlung gewesen. Als Y._-Ange
stellte habe sie immer wieder schwere Patienten heben müssen, was Probleme mit dem Rücken bereitete. Bei der Kontrolle aufgrund der Lumbalgien bei Oste
ochondrose habe dann Dr. A._ aufgrund persistierenden Beschwerden im rechten Kniegelenk nach Angabe von zweimaligen Sturzereignissen, einmal auf die linke Hüfte und das zweite Mal auf das rechte Kniegelenk, korrekterweise ein MRI in Auftrag gegeben. Die Beurteilung im MRI habe eine beginnende 5 mm messende osteo
chon
drale Veränderung am femoralen Gleitlager des femoropatellären Kniege
lenkes, einen Knorpel mit Signalstörung aber ohne Knor
peldefekt, ansonsten einen regelrechten Gelenkbinnenraum mit regelrechtem Me
niskus und übrigen Knorpelflächen sowie eine normale Kontinuität der Bänder ergeben. Nach kon
ser
vativer Therapie habe sich Dr. A._ am 21. März 2011 entschlossen, eine
Arthroskopie durchzuführen, wobei im Operationsbericht deutlich hervorgeho
be
n worden sei, dass der dorsomediale Meniskus deutlich ge
quetscht wirke und man mit dem Tasthäkchen in die intramurale Störung des Meniskus falle, der dort weich sei und sich eine unvollständige Rissbildung ca. 2-3 mm ab der Basis des Meniskus finde (Urk. 8/18).
4.5
Eine medizinische Behandlung des Knieleidens im Zeitpunkt des Unfallereig
nisses vom 1. Januar 2011 ist nicht aktenkundig. In der erstmaligen klinischen Untersuchung vom 18. Januar 2011, die aufgrund einer Kontrolluntersuchung
des Rückenleidens erfolgte, zeigten sich in Bezug auf die klinische Untersu
chung
der Kniebeschwerden symmetrische Kniekonturen, beidseits nicht gerötet oder überwärmt, ergussfrei und eine symmetrische Kniebeweglichkeit. Hinweise auf eine ossäre oder osteochondrale Verletzung im rechten Kniegelenk wurden auch im Röntgenbefund verneint (E. 3.1). Das MRI vom 7. Februar 2011 ergab glatt konturierte Menisken mit femorotibial intakter Knorpeloberfläche und re
gel
rech
ter Kontinuität der Bänder (E. 3.2). Im Operationsbericht vom 25. März 2011
beschrieb Dr. A._ eine intramurale Störung im Meniskus. Vor diesem Hinter
grund stellte Dr. Z._ in seiner
A
ktenbeurteilung
vom
3. September
2014
nach
vollziehbar fest, dass keine
unfallbedingte
Meniskusruptur
vorliegt. Dem widerspricht im Prinzip auch Dr. A._ nicht, konnte er doch lediglich eine intramurale Störung im Meniskus und keinen unfallbedingten Meniskusriss lokalisieren. Damit findet aber der Verweis der Beschwerdeführerin auf eine unfall
ähnliche Körperschädigung nach Art. 9 Abs. 2 lit. c UVV (Meniskus
risse vgl. Urk. 1 S. 5) in den medizinischen Akten keine Stütze. Der Hinweis von Dr. A._, dass eine intramurale Meniskusstörung nicht nur degenerativ auf
trete, sondern bei adäquatem Trauma auch als Quetschverletzung imponieren könne, entspricht lediglich einer Möglichkeit und vermag dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht zu genügen (E. 1.2).
Hieran ändern auch die
Überlegungen von Dr. A._ (Urk. 8/19 S. 2
) nichts,
wonach vor dem Ereignis keine bekannten Schädigungen am rechten Knie bestanden haben, ist doch festzuhalten, dass
sich diese Annahme auf die Schlussfolgerung
"post
hoc ergo propter hoc“ redu
ziert
, bei der eine Schädigung bereits deshalb als durch einen Unfall verursacht erachtet wird, weil sie nach diesem aufgetreten ist. Dies genügt indes rechtspre
chungsgemäss nicht für die Annahme eines Kausalzu
sammenhangs (BGE 119 V 341 f. E.
2b/bb). Damit sind die Angaben, wonach die Beschwerdeführerin erst seit dem Unfallereignis unter Beschwerden
am rechten Knie
leide
t
, nicht von Relevanz.
4.6
Nach dem Gesagten stellt die medizinische Beurteilung von Dr. Z._ eine tragfähige Grundlage für die Beantwortung der strittigen Kausalitätsfrage dar. Ausschlaggebend ist dabei in erster Linie die Erkenntnis, dass eine durch das Geschehnis vom 1. Januar 2011 verursachte relevante (Zusatz-)Verletzung des rechten Knies nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit (BGE 126 V 353 E. 5b mit Hinweisen) erstellt ist. Angesichts des fehlenden Nachweises einer frischen ossären oder osteochondralen Läsion aufgrund des Ereignisses vom 1. Januar 2011 ist vielmehr davon auszugehen, dass dieses im äussersten Fall geeignet gewesen sein könnte, die bereits vorbe
stehende rechtsseitige Knieproblematik vorübergehend zu verschlimmern. Eine richtunggebende Verschlimmerung ist durch die Akten aber nicht belegt und die weiterhin bestehende Symptomatik am rechten Knie ist nicht eine Folge des
Ereignisses vom 1. Januar 2011, sondern eine Verletzungsfolge der Arthros
kopie
und den dadurch erfolgten Vernarbungen innerhalb des Kniegelenkes (E. 4.3 hiervor). Dabei ist es – soweit die geltend gemachten Beschwerden am rechten Knie überhaupt ursächlich dem Ereignis vom 1. Januar 2011 (und nicht dem Vorzustand) zugeschrieben werden können – nicht zu beanstanden, dass der Status quo sine als (spätestens) am 14. Mai 2012 erreicht betrachtet wurde.
Begründete Anhaltspunkte, welche eine Terminierung des Status quo sine auf einen
späteren Zeitpunkt als sachlich gerechtfertigt erscheinen liessen, sind nicht greifbar.
4.7
Bei der vorhandenen medizinischen Aktenlage ist der entscheidrelevante Sach-verhalt namentlich im Hinblick auf die strittige Frage der Unfallkausalität der
über den 14. Mai 2012 hinaus persistierenden rechtseitigen Kniebeschwerden hin
reichend geklärt. Auf beweismässige Weiterungen, kann verzichtet werden, da davon keine zusätzlichen Erkenntnisse zu erwarten sind (antizipierte Be
weis
würdigung; vgl. BGE 122 V 157 E. 1d).
5.
Zusammenfassend ist festzuhalten, dass die Beschwerdegegnerin die weiterge
hen
de Leistungspflicht zu Recht verneint hat und es mit den erbrachten Leis
tungen sein Bewenden haben muss. Dementsprechend ist der angefochtene Ein
sprache
entscheid vom 12. November 2014 (Urk. 2) nicht zu beanstanden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.