# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b2bfa7be-e626-412d-8b45-f32b443edd94
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der
1970
geborene
X._
war vom
10. April bis 27. Oktober 2017 und
vom
22. Mai bis 7. Dezember 2018 in einem Vollzeitpensum bei der
Y._
in einer
Temporäranstellung
als Hilfsgärtner
und vom
20
.
Mai
bis 5. Dezember 2019
bei der
Z._
in einem
befristeten
Vollzeit
pensum
als
Gartenarbeiter
angestellt (
Urk. 7/10-11,
Urk. 7/
18
-
19
).
Am
17
.
Sep
tember
2020
meldete er sich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV)
A._
zur Arbeitsvermittlung an (Urk. 7/
69
) und ersuchte am
22
.
September
2020
um Ausrichtung von Arbeitslosenentschädigung ab 1
7
.
September
2020
(Urk. 7/
37-
40
).
1.2
Am 29
.
September 2020 (Urk. 7/1
5
-1
6) verfügte die Arbeitslosenkasse des Kan
tons Zürich,
der Versicherte habe ab 17. September 2020 keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung
. Zur Begründung führte sie aus,
während der mass
gebenden Rahmenfrist für die Beitragszeit vom 17. September 2018 bis 16. Juni
(richtig: September)
2020 weise der Versicherte 9.354 Monate an beitragspflich
tiger Beschäftigung aus
.
Damit erfülle er die Anspruchsvoraussetzungen der zwölfmonatigen Beitragszeit nicht. Ein Grund für die Befreiung von der Erfüllung der Beitragspflicht sei aus den Akten nicht ersichtlich.
Der Versicherte reichte der Arbeitslosenkasse (Eingang: 1
6
. Oktober 2020) eine Arbeitgeberbescheinigung der
Y._
vom 24. September 2020
ein
, woraufhin die Arbeitslosenkasse am 16. Oktober 2020 deren Eingang bestä
tigte und den Versicherten darauf aufmerksam machte, dass
,
falls er Einsprache erheben wolle,
er
bis zum 16. November 2020 eine Einsprache mit einem Rechts
begehren und einer Begründung sowie persönlich unterschrieben einzureichen habe, andernfalls nicht auf die Einsprache eingetreten würde (vgl. Urk. 7/12).
Mit
Einspracheentscheid
vom
4
.
Dezember
2020 (Urk. 2) trat die Arbeits
losen
kasse des Kantons Zürich auf die
Eingabe
vom 19. Oktober 2020
[richtig: 16. Ok
tober 2020]
mangels rechtsgenügender Einsprache nicht ein
.
2.
Mit
undatierter
,
als «Einspruch gegen den Entscheid vom 19.10.2020» betitelter Eingabe (Poststempel: 9. Dezember 2020)
erhob der Versicherte
Beschwerde
und beantragte die
Überprüfung seines Anspruches auf Arbeitslosenentschädigung
(Urk. 1).
Mit Beschwer
deantwort vom
18
.
Dezember
2020 beantragte der Beschwerdegegner die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwer
deführer mit Verfügung vom
21
.
Dezember
2020 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Mit undatierter
,
mit der Überschrift
«Einspruch gegen den Entscheid vom 19.10.2020» betitelter Eingabe (Poststempel: 9. Dezember 2020
; Urk. 1
)
erhob der
Beschwerdeführer
Beschwerde
und verlangte die Überprüfung seines Anspruches auf Arbeitslosenentschädigung
.
Der Eingabe war der
Einspra
cheentscheid
vom 4. Dezember 2020 (Urk. 2)
beigelegt.
Wenngleich
die
Beschwerde mit d
em Satz «hiermit möchte ich Beschwerde gegen das Urteil von 19.10.2020 einlegen»
eingeleitet wird
, ergibt sich aus dem Zusam
menhang, dass sich der Beschwerdeführer gegen den
Einspracheentscheid
vom 4. Dezember 2020 zur Wehr setzen möchte.
So legte er
seiner Eingabe den
Einsprache
e
ntscheid
vom 4. Dezember 2020 bei
und es findet sich in den gesam
ten Akten kein Schriftstück mit Datum vom 19. Oktober 2020 (vgl. Urk. 7/1-27). Die Beschwerdegegnerin bestätigte am 16. Dezember 2020 (Urk. 8), dass es sich bei den Akten (Urk. 7/1-27) um die vollständigen Akten handelt. Ein einziger Verweis auf das Datum 19. Oktober 2020 findet sich
im
Einspracheentscheid
vom 4. Dezember 2020 (Urk. 2), worin die Beschwerdegegnerin festhielt, dass auf
«
die am 19.
10.
2020
» sinngemäss erhobene Einsprache nicht eintreten werde. Wie sich aus der Begründung des Entscheides ergibt, war
damit
eindeutig
die vorgängige Eingabe des Beschwerdeführers
vom (richtig) 1
6.
Oktober 2020
gemeint.
Dabei handelte es sich um die unkommentiert
eingereichte
Arbeitgeberbescheinigung der
Y._
vom 24. September 2020
(vgl. Urk. 2 S. 1 unten, Urk. 7/12).
Anfechtungsobjekt ist also der
Einspracheentscheid
vom 4. Dezember 2020 (Urk. 2).
1.2
Beim
Einspracheentscheid
vom 4. Dezember 2020
handelt es sich um einen
N
icht
eintretensentscheid
. Streit
gegenstand im vorliegenden Verfahren bildet damit grundsätzlich nur die Frage, ob die Vorinstanz zu Recht nicht auf
die Einsprache
eingetreten ist. Der richterliche Entscheid in der Sache (Sachentscheid) hat in die
ser besonderen verfahrensmässigen Situation den formellen Gesichtspunkt des Nichteintretens durch die untere Instanz zum Gegenstand. Dagegen hat sich das Gericht mit den materiellen Anträgen – vorliegend
dem
Anspruch
auf Arbeitslo
senentschädigung
- nicht zu befassen (BGE 121 V 157 E.
2b).
2
.
2
.1
Nach Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG) kann gegen Verfügungen innerhalb von 30 Tagen bei der verfügenden Stelle Einsprache erhoben werden; davon ausgenommen sind prozess- und verfahrensleitende Verfügungen. Die schriftlich erhobene Einspra
che muss
ein Rechtsbegehren, eine Begründung und
die Unterschrift der Einspra
che füh
renden Person oder ihres Rechts
beistands enthalten (Art. 10
Abs. 1 und
Abs. 4 der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [ATSV]).
2
.
2
Genügt die Einsprache den formellen Anforderungen nach Art. 10 Abs. 1 ATSV nicht oder fehlt die Unterschrift, so setzt der Versicherer eine angemessene Frist zur Behebung des Mangels an und verbindet damit die Androhung, dass sonst auf die Einsprache nicht eingetreten wird.
Das
Einspracheverfahren
wird mit einem
Nichteintretensentscheid
abgeschlossen, wenn die
Eintretensvorausset
zun
gen
nicht erfüllt sind
(Art. 10 Abs. 5 ATSV; BGE
142 V 152
E. 2.2).
3
.
Nachdem dem Beschwerdeführer die Verfügung vom
29. September 2020 (Urk. 7/15-16)
, mit welcher ein Anspruch auf eine Arbeitslosenentschädigung
ab 17. September 2020
verneint w
urde
, zugestellt w
orden war
, reichte er
der Arbeitslosenkasse
kommentarlos
eine Arbeitgeberbescheinigung der
Y._
vom 24. September 2020 ein
(vgl. Urk. 7/10-1
1
). Daraufhin bestä
tigte die
Arbeitslosenkasse am 16. Oktober 2020
(Urk. 7/12)
deren Eingang und
machte den Versicherten
darauf aufmerksam, dass
,
falls er Einsprache erheben wolle,
er
bis zum 16. November 2020 eine Einsprache mit einem Rechtsbegehren und einer Begründung sowie persönlich unterschrieben einzureichen habe, andernfalls nicht auf die Einsprache eingetreten würde.
Innert der gesetzten Frist ging bei der Beschwerdegegnerin keine Eingabe des Beschwerdeführers ein (vgl. Urk. 7/1-27).
Der Beschwerdeführer machte in seiner Beschwerde auch nicht geltend, er habe auf die
Nichteintretensandrohung
rea
giert
. Weiter brachte er auch nicht vor, e
s
hätten für
das Unterlassen entschuld
bare Gründe vorge
legen
(Urk. 1).
Demnach is
t die Beschwerdegegnerin
nach Ablauf der von ihr gesetzten Frist
zu Recht nicht auf die
ungenügende
Einsprache
(fehlendes
Rechtsbegehren,
fehlende
Begründung und Unterschrift
)
eingetreten. Der
Einspracheentscheid
vom
4
.
Dezember
2020 (Urk. 2) erweist sich damit als rechtens, weshalb die dagegen erhobene Beschwerde abzuweisen
ist.