# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 73171798-016d-412c-bdad-f1fa19954901
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1972 und ohne Berufsausbildung (vgl.
Urk.
9/1/4;
Urk.
9/55/18)
, war von Oktober 2000 bis Dezember 2011 bei der
Y._
AG,
vollzeitig
als Anlageführer angestellt (
Urk.
9/33/1 f.). Nachdem er im August 2004
(Treppensturz)
und im Dezember 2011
(
Auf
fahr
kollision
) je einen Unfall
erlitten hatte (
Urk.
9/3/16;
Urk.
9/4/29
+97+113
), war er beim besagten Arbeitgeber
noch von
Juli 2012 bis November 2013
als Hilfsarbeiter tätig (
Urk.
9/33/2
+11
).
Seit
August
2014 ist der Versicherte bei einem Beschäftigungsgrad von 50
%
für körperlich leichte Tätigkeiten
wieder in einer Bäckerei angestellt (
Urk.
9/55/26
).
Unter Hinweis auf Rücken-, Nacken-, Brust-
und Kopfschmerzen meldete er sich am 1
3.
Juli 2012
bei der Invalidenversicherung
zum Leistungsbezug an (
Urk.
9/1/4). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
holte
daraufhin die Akten
der Unfallversicherung (
Urk.
9/3 f.;
Urk.
9/32), einen Auszug aus dem individuellen Konto (IK-Auszug;
Urk.
9/12) sowie einen Arbeitgeberfragebogen ein (
Urk.
9/33).
Sie erteilte am
2.
Oktober 2013 Kostengutsprache für berufliche Massnahmen (
Urk.
9/18), welche indes am 1
7.
Februar 2014 abgebrochen wurden (
Urk.
9/23).
Zusätzlich gab die IV
Stelle
bei der
Z._
, ein Gutachten in Auftrag (
Z._
-Gutachten vom
1.
April 2015,
Urk.
9/55). Mit Vorbescheid vom 1
5.
April 2015 teilte die IV-Stelle mit, dass sie gedenke, das Leistungsbegehren abzuweisen (
Urk.
9/56). Nach durchgeführtem
Ein
wand
verfahren
(
Urk.
9/57 ff.)
verfügte sie am
7.
Oktober 2015 im angekün
digten Sinne (
Urk.
9/81 =
Urk.
2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am
9.
November 2015 Beschwerde (
Urk.
1) und beantragte nebst der Aufhebung der angefochtenen Verfügung die Angelegenheit zwecks weiterer medizinischer Abklärungen an die IV-Stelle zurückzuweisen, damit diese
dan
ach erneut über den Rentenanspruch ent
scheide
. Gleichzeitig stellte er ein Gesuch um unentgeltliche
Prozess
führung
(
Urk.
1 S. 2
;
Urk.
11 f.), welches indes mit gerichtlicher Verfügung vom
4.
Februar 2016 abgewiesen wurde (
Urk.
13). Mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Dezember 2015 ersuchte die IV-Stelle um Abweisung der Beschwerde (
Urk.
8), worauf der Versicherte mit Replik vom 2
5.
April 2016 an seinen Rechtsbegehren festhielt (
Urk.
16). Mit Eingabe vom 1
1.
Mai 2016 orientierte die IV-Stelle darüber, dass sie auf das Einreichen einer Duplik verzichte (
Urk.
22).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesge
setzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind aus
schliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksich
tigen. Eine Erwerbs
unfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsge
mäss
ist bei psychischen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelische
s Leiden
mit Krankheitswert besteht, welche
s
die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein
rentenausschliessendes
Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG;
BGE 139 V 547
E. 5;
131 V 49
E. 1.2;
130 V 352
E. 2.2.1; vgl. Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 2015 E. 5
und 9C_125/2015 vom 18. No
vember 2015 E.
5.4.
).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege
artis
auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatrische Diagnose voraus (vgl. BGE 130 V 396; Urteile des Bundesge
richts 8C_616/2014 vom 25. Februar 201
5
E. 5.3.3.3 und 9C_739/2014 vom 30. November 2015 E. 3.2). Eine fachärztlich festgestellte psychische Krank
heit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätzlich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Es ist nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurteilen, ob und inwiefern der versicherten Person trotz ihres Leidens die Verwertung ihrer
Restarbeits
fähigkeit
auf dem ihr nach ihren Fähigkeiten offen stehenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt noch sozial-praktisch zumutbar und für die Gesellschaft tragbar sei (BGE 141 V 281 E. 3.7.3; 136 V 279 E. 3.2.1; BGE 127 V 294 E. 4c; vgl.
Urteile des Bundesgerichtes 8C_614/2015 vom 15. Dezember 20
15 E. 5 und 8C_731/2015 vom 18.
April 2016 E. 4.1).
1.3
Zur Annahme der Invalidität nach
Art.
8 ATSG ist – auch bei psychischen Erkrankungen – in jedem Fall ein medizinisches Substrat unabdingbar, das (fach-)ärztlicherseits schlüssig festgestellt wird und nachgewiesenermassen die Arbeits- und Erwerbsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt. Je stärker psycho
soziale und soziokulturelle Faktoren wie beispielsweise Sorge um die Familie oder Zukunftsängste (etwa ein drohender finanzieller Notstand) im Einzelfall in den Vordergrund treten und das Beschwerdebild mitbestimmen, desto ausgeprägter muss eine fachärztlich festgestellte psychische Störung von Krankheitswert vorhanden sein. Das bedeutet, dass das klinische
Beschwer
debild
nicht einzig in Beeinträchtigungen, welche von den belastenden soziokulturellen Faktoren herrühren, bestehen darf, sondern davon psychiatrisch zu unterscheidende Befunde zu umfassen hat, zum Bei
spiel eine von depressiven Verstimmungszuständen klar unterscheidbare andauernde Depression im fachmedizinischen Sinne oder einen damit ver
gleichbaren psychischen Leidenszustand. Solche von der soziokulturellen Belastungssituation zu unterscheidende und in diesem Sinne verselbständigte psychische Störungen mit Auswirkungen auf die Arbeits- und Erwerbsfähig
keit sind unabdingbar, damit überhaupt von Invalidität gesprochen werden kann. Wo die begutachtende Person dagegen im Wesentlichen nur Befunde erhebt, welche in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hinreichende Erklärung finden, gleichsam in ihnen aufgehen, ist kein invali
disierender psychischer Gesundheitsschaden gegeben (BGE 127 V 294 E. 5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_730/2008 vom 23. März 2009 E. 2).
Wenn und soweit psychosoziale und soziokulturelle Faktoren zu einer eigentli
chen Beeinträchtigung der psychischen Integrität führen, indem sie einen verselbständigten Gesundheitsschaden aufrechterhalten oder den Wirkungsgrad seiner – unabhängig von den invaliditätsfremden Elementen bestehenden – Folgen verschlimmern, können sie sich mittelbar
invaliditäts
begründend
auswirken (Urteil des Bundesgerichts 9C_537/2011 vom 2
8.
Juni 2012 E. 3.2 mit Hinweisen).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und
gegebenenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Auf
gabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die IV-Stelle begründete die angefochtene Verfügung vom
7.
Oktober 2015 (
Urk.
2) damit, dass die medizinischen Abklärungen ergeben hätten, dass sowohl für
die
angestammte wie auch
für
angepasste Tätigkeiten keine Ein
schränkung der Arbeitsfähigkeit gegeben sei (S. 1). Die vom Beschwerde
führer geschilderten Beschwerden seien medizinisch nicht nachvollziehbar und es müsse davon ausgegangen werden, dass auch in der Vergangenheit keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit bestanden habe.
An dieser Beur
teilung würde auch der vom Versicherten im
Einwandverfahren
eingereichte
Arzt
bericht
nichts ändern, da die darin geschilderten Diagnosen bereits bekannt gewesen seien und es sich um eine andere Betrachtungsweise des gleichen Sachverhalts handle (S. 2).
2.2
Dagegen wandte der
Versicherte in seiner Beschwerdeschrift (
Urk.
1)
im Wesentlichen ein, dass
er mit der psychiatrischen Diagnosestellung und der entsprechenden Beurteilung der Arbeitsfähigkeit im von der IV-Stelle einge
holten
Z._
-Gutachten
nicht einverstanden sei
.
Er mache
gel
tend
, dass sowohl eine rezidivierende depressive Störung
-
gegenwärtig mittelgradige Episode mit somatischem Syndrom (ICD-10 F.33.11)
-
als auch eine anhal
tende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.41) bestehe. Gestützt
auf die Einschätzung der behandelnden Psychiaterin sei der Beschwerdeführer bloss noch zu 50
%
arbeitsfähig (S. 4).
Ferner erstaune, dass es die IV-Stelle unterlassen habe, bei der behandelnden Psychiater
in einen Arztbericht einzuholen, obwohl die Grundlagen der Zusammenarbeit zwischen der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich und den Mitgliedern der
A._
dies vorsehen würden.
Der Sachverhalt sei daher unvollstän
dig ab
geklärt worden und es könne nicht gesagt werden, das Gutachten sei unter Berücksichtigung sämtlicher
Vorakten
beziehungsweise der Anamnese ergangen.
Die Beschwerdegegnerin habe es auch unterlassen, den im
Vorbe
scheidverfahren
eingereichten Arztbericht dem psychiatrischen Gutachter zur Stellungnahme zuzustellen. Angesichts
der
im Bericht genannten konkreten psychosozialen Umstände, welche den Schluss auf das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerzstörung zulassen würden, hätte sich die IV-Stelle allerdings dazu veranlasst sehen sollen (
Urk.
1 S. 4 f.). Auch wenn der gesamte Beschwerdevortrag über alle Teilgutachten aufgesetzt und
bewusst
seinsnah
demonstrativ imponiert haben möge, könne daraus nicht auf das Fehlen einer
somatoformen
Schmerzstörung geschlossen werden, da bei diesen Störungen häufig ein gewisses aufmerksamkeitssuchendes Verhalten bestehe. Es gelte ferner zu berücksichtigen, dass der Versicherte aus einem Kulturkreis stamme, in welchem es üblich sei, körperliche Beschwerden demonstrativ vorzutragen, um diesbezüglich überhaupt Beachtung zu finden
. Es könne in diesem Zusammenhang jedoch keinesfalls auf Aggravation oder Simulation der geklagten Beschwerden geschlossen werden
.
Hinzu komme, dass der psychiatrische Gutachter seine Feststellung gänzlich ungewürdigt gelassen habe, wonach der Beschwerdeführer emotional unbeteiligt wirke. Ebenso habe er sich nicht zur inzwischen langzeitlichen Einnahme der Anti
depressiva geäussert (S. 7 f.).
2.3
In ihrer Beschwerdeantwort
vom 2
3.
Dezember 2015 (
Urk.
8) hielt die IV
Stelle dafür, dass keine Gründe bestehen würden, am
Z._
-Gutachten zu zweifeln, da dieses in jeglicher Hinsicht den vom Bundesgericht geforder
ten Kriterien entspreche
, um als beweistaugliche Grundlage für eine recht
mässige Beurteilung der Invalidität zu dienen
(S. 1).
Der massgebende Sach
verhalt sei vollständig abgeklärt und das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerzstörung geprüft worden. Der Beschwerdeführer habe anlässlich der psychiatrischen Untersuchung nicht wesentlich schmerzgeplagt gewirkt. Definitionsgemäss würden in Bezug auf
somatoforme
Schmerzstörungen allerdings Beeinträchtigungen der Alltagsfunktionen vorausgesetzt. Insbe
sondere werde ein andauernder, schwerer und quälender Schmerz verlangt. Beim Versicherten sei jedoch lediglich
aggravierendes
und demonstratives Klagen festgestellt worden, das im affektiven Rapport nie als echter
Leidens
druck
spürbar gewesen sei. Die abweichende Meinung der behandelnden Psychiaterin sei zudem aufgrund der auftragsrechtlichen Vertrauensstellung mit Vorbehalt zu würdigen
(BGE 125 V 351 E. 3b/cc)
. Im Weiteren könne eine psychiatrische Exploration von der Natur der Sache her nie
ermessens
frei
erfolgen, weshalb es nicht angehe, eine medizinische Administrativ- oder Gerichtsexpertise stets dann in Frage zu stellen und zum Anlass weiterer Abklärungen zu nehmen, wenn die behandelnden Ärzte zu unterschiedlichen Einschätzungen gelangen oder an vorgängig geäusserten abweichenden Auffassungen festhalten (
BGE 124 I 170 E. 4; Urteil des Bundesgerichts 9C_794/2012 vom
4.
März 2013 E. 4.2 mit Hinweisen; zum Ganzen
Urk.
8 S.
2
).
2.4
In seiner Replik vom 2
5.
April 2016 (
Urk.
16) entgegnete der Beschwerde
führer unter Beilage einer weiteren Stellungnahme der behandelnden Psychia
terin (
Urk.
17), dass sich deren Wahrnehmungen und diejenigen des psychiatrischen Gutachters diametral gegenüberstünden. Die Ausführungen in der Expertise seien dementsprechend wenig glaubwürdig (
Urk.
16 S. 2). Des Weiteren sei auf das bundesgerichtliche Urteil 9C_148/2012 E. 2.2.4 zu verweisen, worin festgehalten worden sei, dass ein sozialer Rückzug stets im Verhältnis zur geltend gemachten Arbeitsunfähigkeit zu beurteilen sei. Bezo
gen auf den Versicherten, welcher mit einem Pensum von 50
%
als Bäcker arbeitstätig sei, müsse dies bedeuten, dass der Schweregrad der geltend gemachten
somatoformen
Schmerzstörung nicht derart erheblich sein könne wie bei einer Person, die gänzlich arbeitsunfähig sei. Dass der Beschwerde
führer in seinen Alltagsfunktionen eingeschränkt sei, ergebe sich aus dem Gut
achten und spreche für das Vorhandensein einer
somatoformen
Schmerz
störung
(
Urk.
16 S. 3).
3.
3.1
Der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers stellt sich anhand der Akten
lage im Wesentlichen wie folgt dar:
Im August 2004 stürzte der Versicherte während der Arbeit auf
das
Gesäss und zog sich eine Fraktur des Steissbeins zu
, welche konservativ behandelt wurde
(
Urk.
9/3/16
+21 f
.+
24 f.+31;
Urk.
9/9/11
).
Nach dem Auftreten akuter Rückenschmerzen im Februar 2005
führte
eine MRI-Untersuchung
zusätzlich
zu den
folgenden Befunde
n
(
Urk.
9/3/15):
Degenerative
Osteochondrose
L4/5 mit kleiner medianer
Diskus
herniation
sowie einer assoziierten
Duralsackkompression
ohne
neu
roforaminale
Einengung
Mässige
Osteochondrose
L5/S1 ohne
Diskusprotrusion
oder
Hernia
tion
Regelrechte Darstellung des Os
sacrum
und der
Iliosakralgelenke
beid
seits ohne Raumforderung oder
[neue]
Fraktur
3.2
Am 2
7.
Dezember 2011 kollidierte der Beschwerdeführer mit einem anderen Fahrzeug und begab sich hiernach selbst notfallmässig
ins
Spital
B._
. Mittels Röntgenuntersuchung konnten keine Läsionen der Brust- und
Hals
wirbelsäule
festgestellt werden (
Urk.
9/4/
97+
107+113+129).
Der Versicherte litt nach dem Unfall
allerdings
an Schmerzen im Nacken-, Schulter-, Rücken- und Brustbereich sowie an Schwindel und
Bewegungsein
schränkungen
des Kopfes beim Drehen (
Urk.
9/4/97). Nachdem sich die Symptomatik trotz Phy
siotherapie nicht gebessert hatte und
eine
versuchte Wiederaufnahme der Arbeit infolge der Schmerzzunahme abgebrochen wer
den musste, wurde dem Beschwerdeführer ein stationärer Aufenthalt in der Rehaklinik
C._
empfohlen (
Urk.
9/4/94 f.).
Deren
Austrittsbericht vom
2.
Mai 2012
l
assen sich
im Kern
die folgenden Diagnosen entnehmen (
Urk.
9/4/61):
Halswirbelsäulen-Distorsion
Zervikospondylogenes
Schmerzsyndrom
Lumbalgie (unfallfremd)
Depressive Episode leicht- bis mittelgradiger Ausprägung (ICD-10 F32.1; bei Austritt gebessert)
Weiter wurde festgehalten, dass die vom Versicherten geschilderten Beschwer
den im Bereich der Halswirbelsäule rein somatisch-medizinisch nur ungenügend erklärbar seien und die Symptomatik im Rahmen einer erhebli
chen Symptomausweitung mit ausgeprägtem Schon- und
Schmerzvermei
dungsverhalten
deutlich überlagert werde. Die Beschreibung der Schmerzen sei undifferenziert, das Schmerzverhalten nicht adäquat und die Konsistenz schlecht gewesen. Das Verhalten bezüglich Rehabilitation sei als negativ zu werten (
Urk.
9/4/63).
3.3
Vom
9.
bis 2
6.
Mai 2012 wurde der Beschwerdeführer sodann
infolge der im Verlauf progredienten
lumbospondylogenen
Problematik
stationär im Spital
B._
behandelt. Die etablierte Pharmakotherapie habe keinen durch
schlagenden Effekt gezeigt. Im Rahmen der Physiotherapie habe sich eine ausgeprägte Selbstlimitierung mit Schonverhalten
feststellen lassen
, was zu
einer Schmerzzunahme im Halswirbelsäulenbereich geführt habe. Auf eine Infiltration sei verzichtet und bei schon fortgeschrittenem Stadium der
Schmerzchronifizierung
eine erneute Rehabilitation empfohlen worden (
Urk.
9/4/
15+
19).
3.4
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Innere Medizin mit Spezialisierung Rheuma
tologie, untersuchte den Beschwerdeführer am
7.
November 201
2.
Im Wesentlichen diagnostizierte er ein
cervikospondylogenes
Schmerzsyndrom sowie ein rezidivierendes
lumbospondylogenes
Syndrom (
Urk.
9/16/7).
Als g
rundsätzlich ungünstig
stufte
Dr.
D._
körperlich schwere Arbeiten mit häufigem Heben und Tragen schwerer Gewichte, länger dauernde Tätigkeiten in einer
unergonomischen
Rückenstellung ohne die Möglichkeit zur Ein
nahme von Entlastungshaltungen sowie stereotype Belastungen des rechten Schultergürtels und Arbeiten, welche eine freie schmerzlose Kopfrotation in sämtliche Richtungen voraussetzen würden
, ein
. Alle Tätigkeiten mit Aus
nahme dieser Einschränkungen könnten in einem Pensum von 80
%
ausge
übt werden, um den regelmässigen Besuch von Behandlungen zu ermögli
chen (
Urk.
9/16/10 f.).
3.5
Der Beschwerdeführer wurde zudem am
6.
November 2013 durch
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, sowie
Dr.
med.
F._
, Fachärztin für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
begutachtet
(
Urk.
9/21).
Dr.
E._
konnte kein psychisches Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit feststellen. Es liege eine emotionale Reaktion (Enttäuschung) auf die Kündigung der Arbeitsstelle vor (ICD-10 F43.23). Der Versicherte habe sich mit keinem Wort als traurig, bedrückt oder gar depressiv bezeichnet. Erst auf Nachfrage habe er eine eher gedämpfte Stimmungslage zufolge der Schmer
zen bestätigt. Hauptaffekt sei jedoch die Enttäuschung über die Kündigung nach 13-jährigem Einsatz für den Betrieb trotz der Schmerzen. Hinweise auf eine
somatoforme
Schmerzstörung lägen keine vor (
Urk.
9/21/6 f.). Es
bestehe eine 100%ige Arbeitsfähigkeit für jegliche Tätigkeiten (
Urk.
9/21/8
f.).
Dr.
F._
stellte
nach eingehender Begutachtung
im Wesentlichen die nach
stehenden Diagnosen (
Urk.
9/21/16):
Chronisch rezidivierende Beschwerden der Wirbelsäule bei Fehlstatik, Haltungsinsuffizienz, muskulärem Hartspann und
verschmächtigter
Rumpfmuskulatur
Beginnende degenerative Veränderungen an Hals- und
Lendenwirbel
säule
Zunehmende
Dekonditionierung
Fehl- und Überlastung des Bewegungsapparates bei zunehmendem Kör
pergewicht
Ganglion
rechtes Handgelenk beugeseitig radial
Dringend notwendig seien eine deutliche Gewichtsreduktion und eine ver
mehrte körperliche Aktivität. Aus orthopädischer Sicht ergebe sich ab sofort für körperlich leichte Tätigkeiten eine volle Arbeitsfähigkeit. Nach erfolg
reicher Durchführung der vorgeschlagenen Therapiemassnahmen mit Fort
führung sportlicher Freizeitaktivität werde sich auch binnen sechs bis acht Wochen für mittelschwere und gelegentlich schwere Tätigkeiten ein
voll
zeiti
ges
Arbeitsvermögen ergeben (
Urk.
9/21/17).
3.6
Mit Schreiben vom
4.
Februar 2014 nahm die behandelnde Psychiaterin
Dr.
med.
G._
, Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, zum Gutachten von
Dr.
E._
Stellung. Der Beschwerdeführer sei bei ihr auf
grund anhaltender depressiver Symptomatik und
somatoformer
Schmerzstö
rung
in regelmässiger ambulanter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behandlung. Seit dem Erhalt der Kündigung im November 2013 sowie erneutem Befund einer Diskushernie sei gesamthaft eine deutliche Ver
schlechterung der physischen und psychischen Befindlichkeit zu verzeichnen, sodass derzeit und vermutlich auch mittelfristig von einer 100%igen Arbeits
unfähigkeit auszugehen sei
. Neben der Schmerzsymptomatik bestünden mit
telgradige bis schwere depressive Symptome mit eingeschränktem Affekt, vermindertem Antrieb, Schlaf- und Konzentrationsschwierigkeiten, Lust- und Interesselosigkeit, Hoffnungslosigkeit und auch intermittierenden
Suizidge
danken
. Gesamthaft bestehe ein grosser Leidensdruck (
Urk.
9/31/25).
3.7
Dr.
E._
hielt in der Folge mit Stellungnahme vom 2
6.
Februar 2014 an seiner Beurteilung vom
6.
November 2013 fest, wonach kein psychisches Leiden mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vorliege
(vgl. E. 3.5)
.
Er wies insbesondere auf das
aggravierende
und demonstrative Verhalten des Versi
cherten hin, das im affektiven Rapport nie als echter Leidensdruck spürbar geworden sei und diskrepant zur sonstigen, relativ unauffälligen Mimik und Stimmung sowie auch verbal formulierten sowie objektivierbaren Sympto
matik gestanden habe. Ferner
hätten sich
die von
Dr.
G._
angeführten Tatsachen (Kündigung; Befund einer Diskushernie)
nicht
erst
nach der Begut
achtung ereignet
und seien demnach berücksichtigt worden
(
Urk.
9/31/21).
3.8
Im Rahmen der Erstellung des
Z._
-Gutachtens wurde der Beschwerde
führer internistisch, neurologisch, orthopädisch und psychiatr
isch untersucht. Dabei
kamen die Gutachter gemeinsam zum Schluss, dessen Arbeitsfähigkeit sei in der zuletzt ausgeübten sowie in jedweder vergleichbaren oder auch anderen Tätigkeit des allgemeinen Arbeitsmarkts per sofort mit 100
%
zu bewerten (
Urk.
9/55/35).
Aus internistischer Sicht wurde eine
Hyperlipidämie
diagnostiziert
(
Urk.
9/55/19). Internistische Störungssymptome seien vom Versicherten nicht genannt worden und es zeige sich auch keine behinderungsrelevante Auffälligkeit. Hinsichtlich der geschilderten Beschwerdesymptomatik seien die Disziplinen Neurologie, Orthopädie und Psychiatrie wesentlich (
Urk.
9/55/20).
Der begutachtende Neurologe konnte keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine behindernde Läsion am zentralen oder peripheren Nervensystem, der Wirbelsäule oder der paravertebralen Strukturen feststellen. Die körperliche Untersuchung sei vor allem durch eine bewusstseinsnahe, demonstrative und mangelhafte Mitarbeit geprägt gewesen. Ein gravierender Schonsitz oder eine wesentliche Schonhaltung seien nicht zu beobachten gewesen, allenfalls bestehe ein
leichtgradiger
Schongang. Die veranlasste Kernspintomographie
der Wirbelsäule zeige eine
geringgradige
Signalstörung im Bereich der
Ner
venwurzel
von S1 links und keine namhafte zervikale Läsion. Insgesamt ergebe sich kein ausreichender Beleg für eine die Arbeitsfähigkeit mindernde Gesundheitsstörung (
Urk.
9/55/25).
Von orthopädischer Seite betrachtet sei eine sehr demonstrative
Leidensschil
derung
zervikaler und lumbaler Beschwerden aufgefallen. Der fachspezifische orthopädische Befund im Bereich der Lendenwirbelsäule zeige eine minime Bewegungseinschränkung in allen Ebenen. Eine
radikuläre
Defizitsymptoma
tik
im Bereich der unteren Extremitäten könne nicht erhoben werden. Für die vom Versicherten geklagten Sensibilitätsstörungen im gesamten linken Bein gebe es keine hinreichende Erklärung. Die spontanen Kopfbewegungen seien frei und ungehindert. Namhafte strukturelle orthopädische Läsionen seien somit klinisch und bildmorphologisch
nicht ausreichend belegt. Eine bedeu
tende Einschränkung der Arbeitsfähigkeit lasse sich nicht mit der gebotenen Wahrscheinlichkeit attestieren. Sinnvoll seien eine Gewichtsreduktion und physiotherapeutische Übungen in Eigenregie (
Urk.
9/55/29).
Aus psychiatrischer Sicht würden sich ebenfalls keine Anhaltspunkte für eine Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit finden lassen. Der Beschwerdeführer habe über ein chronisches Schmerzsyndrom, eine depressive Verstimmung, eine Antriebsminderung, eine innere Unruhe und
Reizbarkeit sowie Schlaf
störungen und gastrointestinale
Beschwerden berichtet. Im Gegensatz zur recht demonstrativ und emotional unbeteiligt wirkenden Beschwerdeschilderung hätten sich im Befund jedoch keine wesentlichen Beeinträchtigungen von Stimmung, Affektivität oder Antrieb objektivieren lassen, sodass das Vorliegen eines relevanten depressiven Syn
droms nicht wahrscheinlich sei. Auch eine
Traumafolgestörung
liege nicht vor. Eine
somatoforme
Schmerzstörung erscheine ebenso unwahrscheinlich. Der Versicherte habe einerseits während der Untersuchung nicht wesentlich schmerzgeplagt gewirkt und andererseits habe sich ein zugrunde liegender unbewältigter seelischer Konflikt respektive eine mit der Symptombildung assoziierte erhebliche psychosoziale Belastungssituation nicht anamnestisch darstellen lassen. Auch falle die emotional unbeteiligte Darstellung des Ver
sicherten auf.
Zus
ammenfassend liege keine psychi
sche Erkrankung mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit vor. Der Beschwerdeführer stehe in ambulanter, niederfrequenter psychiatrisch-psychotherapeutischer Behand
lung. Eine Therapieintensivierung werde offenbar von der behandelnden Psychiaterin nicht für notwendig erachtet, was ebenfalls gegen eine
höher
gradige
psychische Beeinträchtigung spreche (
Urk.
9/55/34 f.).
3.9
Dr.
G._
bezog mit undatiertem Schreiben Stellung zum
Z._
-Gutach
ten
(
Urk.
9/78)
. Als Diagnosen benannte sie eine rezidivierende depressive Störung - gegenwärtig mittelgradige Episode - mit somatischem Syndrom (ICD-10 F33.11) sowie eine anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10 F45.41). Der Versicherte arbeite seit dem
1.
Dezember 2014 zu 50
%
in einer Bäckerei. Die Arbeit diene zur kurzzeitigen Ablenkung eigener Beschwerden und fördere soziale Kontakte ausserhalb der Familie, weshalb sie für
den
Versicherten
als
wichtige Ressource anzusehen sei.
Unter der aktuellen Medi
kation sei die depressive Symptomatik derzeit auf einem Niveau, das eine Arbeit mit 50%igem Pensum erlaube. Mit einer Steigerung der Arbeitsfähig
keit könne aktuell und mittelfristig nicht gerechnet werden (
Urk.
9/78/1).
Zum Zeitpunkt der
Z._
-Begutachtung sei der Versicherte unter
antide
pressiver
Medikation gestanden und das Ausmass der depressiven Störung sei im Laufe der vergangenen Jahre wechselhaft gewesen. Hinsichtlich der anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung sei die vorherrschende Be
schwer
de ein andauernder, schwerer und quälender Schmerz über sechs Monate hinweg, welcher durch physiologische Prozesse oder eine körperliche Störung nicht vollständig erklärbar sei und mit emotionalen Konflikten oder psychosozialen Problemen auftrete. Der Beschwerdeführer leide unter ständi
gen Schmerzen, welche physiologisch nicht vollumfänglich erklärbar seien.
Dieses Beschwerdebild habe sich nach Erhalt der Kündigung im November 2012 (richtig: 2013;
Urk.
9/33/11) noch weiter verstärkt. Bei in der Kindheit erlebter schwieriger Beziehung zu den Eltern und vier erlittenen Autoun
fällen seien vor allem die Schuldgefühle gegenüber der Ehefrau - welcher es seit dem Unfall im Jahr 2005 nicht gut gehe (chronische Schmerzen,
Angst
attacken
) - als wesentlicher emotionaler Konflikt im Rahmen einer anhal
tenden
somatoformen
Schmerzstörung zu erachten. Der Versicherte mache sich Vorwürfe, dass er damals mit seiner Ehefrau nicht zum Arzt gegangen sei (
Urk.
9/78/2).
4.
4.1
Strittig ist,
ob die Beschwerdegegnerin zu Recht gestützt auf das
Z._
-Gutachten vom
1.
April 2015 einen Rentenanspruch verneint und den medi
zinischen Sachverhalt
namentlich im Hinblick auf eine
mittelgradige Depression sowie eine
somatoforme
Schmerzstörung vollständig abgeklärt hat
(vgl. E. 2.1 ff.).
4.2
Das
Z._
-Gutachten vom
1.
April 2015 (
Urk.
9/55; E. 3.8) basiert auf umfassenden internistischen, neurologischen, orthopädischen sowie psychia
trischen Untersuchungen.
Es wurde in detaillierter Kenntnis der
Vorakten
erstellt (
Urk.
9/55/2-15). Der Versicherte konnte gegenüber den Gutachtern seine
aktuellen
Beschwerden schildern und wurde von diesen
jeweils
fach
spezifisch eingehend befragt (
Urk.
9/55/16 ff.;
Urk.
9/55/20 f.;
Urk.
9/55/
25 f.;
Urk.
9/55/30 ff.).
Sodann fanden die geklagten Leiden im Rahmen der
Erhebung der Diagnosen
Berücksichtigung
, wobei diese sowie die aus medi
zinischer Sicht resultierenden Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit über
zeugend dargelegt und erläutert wurden
(
Urk.
9/55/20;
Urk.
9/55/25;
Urk.
9/55/29;
Urk.
9/55/34 f.).
Im Weiteren erfolgte eine ausführliche und schlüssige Auseinandersetzung mit vorangegangenen ärztlichen Beurteilun
gen (
Urk.
9/55/36-42). Insgesamt erfüllt die
polydisziplinäre Expertise der
Z._
AG somit sämtliche praxisgemässen Kriterien an den Beweiswert eines medizinischen Gutachtens (vgl. E. 1.5).
4.3
Die Kritik des Beschwerdeführers
am
Z._
-Gutachten
betrifft die psychia
tri
sche Diagnosestellung und die entsprechende Beurteilung der Arbeits
fähigkeit
(vgl. E. 2.2).
So rügt der Versicherte
, dass es die IV-Stelle unter
lassen habe, bei der behandelnden Psychiaterin einen Arztbericht ein
zuholen, weshalb der Sachverhalt unvollständig abgeklärt worden sei
(
Urk.
1 S. 4).
Die wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet die klini
sche Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und
Verhal
tensbeobachtung
(Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 1
5.
März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis). Bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden kommt der Expertin oder dem Experten ein weiter Ermessensspielraum zu, und es ist nicht zwingend notwendig, dass fremdanamnestische Angaben eingeholt oder Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bun
desgerichts 8C_660/2013 vom 1
5.
Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom
9.
April 2014 E. 3.2 sowie 9C_275/2014 vom 2
1.
August 2014 E. 3).
Entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers kann daher aus dem Umstand, dass von der IV-Stelle respektive vom psychiatrischen Gutachter kein Bericht der behandelnden Psychiaterin beigezogen wurde, nicht schon auf eine fehlende Beweiskraft der Expertise geschlossen werden.
Der Versi
cherte merkt
im Weiteren
selbst an, dass sich die Gutachter mit dem Schrei
ben von
Dr.
G._
vom
4.
Februar 2014 befasst haben (
Urk.
1 S. 5;
Urk.
9/55/14+41).
Bereits zu jenem Zeitpunkt verwies
diese
insbesondere
unter Hinweis auf
cervicocephale
Schmerzen mit Schwindel sowie
Konzen
trations
- und Schlafschwierigkeiten
auf eine depressive Symptomatik
und
eine
somatoforme
Schmerzstörung
(
Urk.
9/31/25; E. 3.6;
vgl. auch
Urk.
9/78; E. 3.9)
. Zusätzlich
ging
sie
davon aus, dass vermutlich mittelfristig
eine 100%ige
Arbeits
un
fähigkeit
bestehe
.
Sowohl die von der behandelnden Psychiaterin gestellten Diagnosen
als
auch
deren Beurteilung
der Arbeitsfä
higkeit waren den Gutach
tern somit hinlänglich bekannt, weshalb der Ein
wand des Versicherten ebenfalls fehlgeht.
4.4
Die weitere
n
Einwände
des Beschwerdeführers be
treffen
zur Hauptsache
die Feststellung des medizinischen Sachverhalts im
Kontext mit
eine
r
mittelgra
dige
n
Depression und
eine
r
somatoforme
n
Schmerzstörung. So würden wesentliche Anhalts
punkte dafür bestehen, dass beim Versicherten
entgegen der gutachterlichen Annahme ein
somatoformes
Schmerzgesch
ehen vorliege und er darüber hinaus nach wie vor an einer mittelgradigen depressiven Störung leide, von welcher nicht von vorne weg gesagt werden könne, dass diese sich
nicht invalidisierend auswirke
. Es ergebe sich aus den Akten, dass diese Erkrankung bereits seit mehr als einem Jahr bestehe und der Beschwer
deführer trotz regelmässiger psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung sowie Einnahme von entsprechenden Psychopharmaka nach wie vor dadurch in seiner Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt sei (
Urk.
1 S. 8).
4.4.1
In Bezug auf die geltend gemachte
somatoforme
Schmerzstörung ist vorerst darauf aufmerksam zu machen, dass gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre
chung regelmässig keine versicherte Gesundheitsschädigung vorliegt, soweit die Leistungseinschränkung auf Aggravation oder einer ähnlichen Erschei
nung beruht. Hinweise auf solche und andere Äusserungen eines sekundären Krankheitsgewinns ergeben sich namentlich, wenn eine erhebliche Diskre
panz zwischen den geschilderten Schmerzen und dem gezeigten Verhalten oder der Anamnese besteht, keine medizinische Behandlung und Therapie in Anspruch genommen wird, demonstrativ vorgetragene Klagen auf den Sach
verständigen unglaubwürdig wirken und schwere Einschränkungen im Alltag behauptet werden, wobei das psychosoziale Umfeld jedoch weitgehend intakt ist
. Nicht per se auf Aggravation weist allerdings blosses verdeutlichendes Verhalten hin
(BGE 141 V 281 E. 2.2.1 mit Hinweisen).
Vorliegend
ist augenfällig
, dass sich ein
ausgeprägtes Schonverhalten,
Selbst
li
mitierung
und demonstratives Schmerzgebaren
wie ein roter Faden durch die Krankheitsgeschichte des Beschwerdeführers zieht
und von ver
schiedenen Ärzten
unabhängig voneinander
festgestellt werden konnte
(
Urk.
9/3/6;
Urk.
9/4/15 f.;
Urk.
9/4/19;
Urk.
9/4/35+38;
Urk.
9/
16/5;
Urk.
9/21/5
;
Urk.
9/31/21;
Urk.
9/
55/22+25+29+34 f.).
Dieses Verhalten kann angesichts der konkreten Umstände nicht als blosses verdeutlichendes
Ver
halten qualifiziert
werden, da in den genannten
Aktenstücken
mehrfach auf die Ausgeprägtheit respektive Erheblichkeit
der Symptomausweitung hinge
wiesen wurde.
Als Erklärung oder Rechtfertigung hierfür kann entgegen der Behauptung des Versicherten auch nicht d
essen
Abstammung aus einem anderen Kulturkreis herangezogen werden (
Urk.
1 S.
7), zumal er nun bereits seit rund 29 Jahren
in der Schweiz lebt (
Urk.
9/55/18) und mittlerweile mit den hiesigen Gepflogenheiten
bestens
vertraut sein sollte.
Ausserdem fällt auf, dass der Beschwerdeführer
im Rahmen der
Z._
-Begutachtung
hin
sichtlich des Schweregrades der Schmerzen recht unterschiedliche Angaben gemacht hat
, obwohl sich die
Schmerzen meist auf dem gleichen Niveau bewegen würden (
Urk.
9/55/16). Auf einer fiktiven Skala von 0 bis 10 (0=
kein Schmerz, 10 = maximaler Schmerz) legte er die durchschnittliche Schmerzintensität einmal auf 5 (
Urk.
9/55/31), ein zweites Mal auf 6 bis 7 (
Urk.
9/55/16) und ein drittes Mal auf 8 bis 9 (
Urk.
9/55/26) fest
, was gegen das Vorliegen eines andauernden, schweren und quälenden Schmerzes (vgl.
E. 2.3 und
3.9) spricht.
Im Weiteren
nimmt
der Beschwerdeführer
zwar
gemäss eigenen Angaben
Medikamente ein und
steht in psychiatrischer
und physiotherapeutischer
Behandlung (
Urk.
9/55/18+30 f.).
Die psychiatrische
Therapie bei
Dr.
G._
besucht er jedoch nur alle zwei bis drei Wochen (
Urk.
9/55/30).
Schliesslich bleibt anzumerken, dass
er
zu 50
%
erwerbstätig ist (vgl. E. 3.9), zusammen mit der Ehefrau und den drei Söhnen den Haus
halt
führt
(
Urk.
9/55/18+32), Kontakt zu seiner übrigen Familie -namentlich den Geschwistern - pflegt (
Urk.
9/55/31) und auch ein Freundeskreis vorhan
den ist (
Urk.
9/55/32).
Das psychosoziale Umfeld ist vor diesem Hintergrund durchaus intakt und der Alltag des Versicherten erscheint trotz
geltend gemachter
Gesundheitsschädigung nicht erheblich eingeschränkt.
All dies
e Punkte
spr
echen
gegen das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerzstörung.
Hiervon abgesehen
stimmt die psychiatrische Einschätzung im
Z._
-Gut
achten, wonach keine
somatoforme
Schmerzstörung attestiert werden könne, insbesondere mit der Beurteilung
von
Dr.
E._
überein.
Jener wies darauf hin, dass im affektiven Rapport nie ein echter Leidensdruck spürbar gewesen sei und das demonstrative Verhalten des Beschwerdeführers diskrepant zur relativ unauffälligen Mimik und Stimmung gestanden habe
(vgl. E. 3.7)
.
Gemäss
Z._
-Gutachten sei der Versicherte ebenfalls nicht wesentlich schmerzgeplagt in Erscheinung getreten und die emotional unbeteiligte Dar
stellung aufgefallen (vgl. E. 3.8). Auch angesichts diese
r kongruenten Fest
stellungen
besteht folglich kein Anlass, an der Diagnosestellung im
Z._
-Gutachten zu zweifeln.
Im Übrigen
bleibt auf die vom Beschwerdeführer geltend gemachte psycho
so
ziale Belastungssituation einzugehen, welche der
somatoformen
Schmerz
störung
zugrunde liege. Unter Bezugnahme auf das undatierte Schreiben von
Dr.
G._
(
Urk.
9/78; E. 3.9) ist der Versicherte der Meinung, dass dem
Z._
-Gutachten nicht entnommen werden könne, dass er explizit nach den bei ihm vorhandenen psychosozialen Belastungs
situationen befragt wor
den sei, weswegen das Gutachten unvollständig sei.
Relevant seien namentlich die Schuldgefühle gegenüber seiner Ehefrau und der Umstand, dass er nach lange ausgeübter und geschätzter Arbeit im November 2013 die Kündigung
von der
Y._
AG
erhalten habe (
Urk.
1 S. 6
).
Dr.
G._
wies zudem auf die in der Kindheit erlebte schwierige Beziehung zu den Eltern hin (vgl. E. 3.9).
Aus dem
Z._
-Gutachten geht hervor, dass der Beschwerdeführer sehr wohl
im Rahmen der Anamnese zur familiären und beruflichen
Lage
befragt wurde und somit Gelegenheit erhielt, über belastende Situationen Auskunft zu geben. Insbesondere gab er an, eine gute Kindheit gehabt zu haben
und verneinte explizit Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen (
Urk.
9/55/18+32)
.
Eheliche Probleme lägen ebe
nfalls nicht vor (
Urk.
9/55/32)
und s
oweit
ersichtlich hat sich der Versicherte
auch
- ausser offenbar gegenüber
Dr.
G._
-
nie
dahingehend geäussert, dass er
Schuldgefühle gegenüber seiner Ehefrau hege
(vgl. auch
Urk.
9/55/34
f.
)
.
In Bezug auf die erhaltene Kündigung gab er im November 2013 anlässlich der Begutachtung durch
Dr.
E._
seiner Enttäuschung zwar Ausdruck, verneinte aber gleichzeitig eine in diesem Zusammenhang
existierende
Frustration oder Wut (
Urk.
9/21/4).
Die genannte Enttäuschung wurde
vom Beschwerdeführer dann jedoch gegenüber den
Z._
-Gutachtern nicht mehr
erwähnt (vgl.
Urk.
9/55/18+32), was nicht abwegig erscheint, da die Kündigung bereits einige Monate zurücklag (vgl.
Urk.
9/33/11) und der Versicherte zwi
schenzeitlich eine neue Anstellung in einer Bäckerei gefunden hatte
(vgl.
E.
3.9). Seine Rüge der unvollständigen Sachverhaltsfeststellung ist nach dem Gesagten somit unbegründet, wobei der Vollständigkeit halber noch anzufü
gen bleibt, dass das klinische Beschwerdebild ohnehin nicht einzig in Beein
trächtigungen, welche von belastenden soziokulturellen Fak
to
ren herrühren, bestehen darf, um als invalidisierender
Gesundheits
schaden
in Betracht zu kommen (vgl. E. 1.3).
4.4.2
In Bezug auf die von
Dr.
G._
diagnostizierte mittelgradige depressive Störung weist der Beschwerdeführer zwar korrekt darauf hin, dass es nicht
aus Prinzip
ausgeschlossen
ist
, dass sich eine solche invalidisierend auswirk
t
(
Urk.
1 S. 8). Dies bedingt jedoch gemäss ständiger bundesgerichtlicher Rechtsprechung, dass sich die Erkrankung bei optimaler Ausschöpfung der Behandlungsmethoden als therapieresistent erweist (statt vieler BGE 140 V 193 E. 3.3 mit Hinweis).
Dies
e Voraussetzung
ist
im konkreten Fall nicht erfüllt
, da die
ambulanten
psychiatrische
n
Behandlungen
einerseits in relativ niedriger Frequenz alle zwei bis drei Wochen erfolgen (E. 4.4.1)
und ande
rerseits eine Intensivierung zumutbar wäre, jedoch der Beschwerdeführer diese nicht als notwendig erachtet (
Urk.
9/55/35).
Indem er auf die Behand
lungserfolge von
Dr.
G._
hinweist
scheint er
ferner
auch selbst nicht der Ansicht zu sein, dass se
in Leiden therapieresistent sei
(
Urk.
1 S. 8).
Davon abgesehen ist
jedenfalls
ohnehin
nochmals
klarzustellen, dass im
Z._
-Gut
achten in schlüssiger Weise das Vorliegen einer Depression verneint wurde, was wiederum mit den Feststellungen von
Dr.
E._
übereinstimmt (vgl. E. 3.5).
4.4.3
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass sich die Rügen des Beschwerde
führers als unbegründet erweisen und
dem
überzeugenden
Z._
-Gutach
ten volle Beweiskraft zukommt. In diesem Sinne ist mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt, dass im konkreten Fall kein invalidisierender
Gesundheitsschaden vorliegt (vgl. E. 3.8). Die Ausführungen des Versicherten und
dessen behandelnder Psychiaterin
erweisen sich demgegenüber als nicht stichhaltig
, wobei Letztere aufgrund der auftragsrechtlichen Vertrauens
stellung mit Vorbehalt zu würdigen
sind
, wie die Beschwerdegegnerin berechtigter
weise vorbr
achte
(vgl. E. 2.3).
Es besteht ausserdem kein begrün
deter Anlass für weitere medizinische Abklärungen.
Aus dem Gesagten ergibt sich
somit
, dass die
IV-Stelle
in der angefochtenen Verfügung (
Urk.
2) zu Recht
keine
Invalidenrente
zugesprochen
hat, weshalb die Beschwerde abzuweisen ist.
5.
Da die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen zu prü
fen war, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG) und auf
Fr.
8
00.-- anzusetzen. Entsprechend dem
Verfahrens
ausgang
und
unter Berücksichtigung
des abgewiesenen Gesuchs um unent
geltliche Prozessführung (
vgl.
Urk.
13) sind sie dem unterliegenden Beschwer
deführer aufzuerlegen.