# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f0e598ed-8644-41a2-b23b-ad618680e154
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren
2006
, wurde
von
ihren Eltern
am
4. Januar 2007
(Eingangsdatum)
bei der
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug ang
emeldet
(Urk. 7/1)
. In der Folge erteilte
die IV-Stelle
der Versicherten
im Zusammenhang mit den
Geburtsgebrechen
Ziffern
247
(Syndrom der hyalinen Membranen)
,
313
(angeborene Herz- und Gefässmissbildungen)
, 390
(a
ngeborene
cerebrale
Lähmungen
)
,
395
(
l
eichte
cerebrale
Bewegungsstörungen
)
, 420
(
Frühgeborenen-Retinopathie und
Pseudoglioma
congenitum
)
, 494
(
Neugeborene mit einem Geburtsgewicht unter 2000 g bis zur Erreichung eines Gewichtes von 3000 g)
und 498
(
schwere
n
eonatale
metabolische Störungen
, sofern sie in den ersten 72 Lebensstunden auf
treten und eine Intensivbehandlung begonnen werden muss)
gemäss Anhang
zur
Verordnung über Geburtsgebrechen (
GgV
)
Kostengutsprache für
diverse medizinische Massnah
men
,
Hilfsmittel
und Sonderschulmassnahmen
(Urk. 7/5
-10
, U
rk. 7/20, Urk. 7/23
, Urk. 7/40-41
, Urk. 7/56
, Urk. 7/71, Urk. 7/76, Urk. 7/90, Urk. 7/93, Urk. 7/
124-126, Urk. 7/135, Urk. 7/14
3, Urk. 7/153, Urk. 7/160, Urk.
7/166, Urk. 7/168, Urk. 7/175-176
, Urk. 7/187, Urk. 7/197, Urk. 7/201-203
, Urk. 7/229, Urk. 7/235, Urk. 7/278
, Urk. 7/287 und
Urk. 7/316
).
Die Versicherte wohnt
unter
der Woche
bei ihren Grosseltern in Z._
, welche auch ihre
Pflege
eltern sind (
Urk. 1
S. 6).
1.2
Am 28
. Januar 2011
(Eingangsdatum) stellten die Eltern
der
Versicherten
bei der IV-Stelle
ein
Gesuch um
Zusprache
einer
Hilf
losenentschädigung
für Minder
jährige
(Urk. 7/57
).
Am 8. Juli 2011 erfolgte
eine
Abklärung
vor Ort hinsichtlich
Hilflosigkeit und
Betreuungsaufwand
(Bericht vom 27. Juli 2011
, Urk. 7/64).
Mit Verfügung vom 23. Septemb
er 2011
bejahte
die IV-Stelle
einen Anspruch auf eine Entschädigung wegen Hilflosi
gkeit leichten Grades ab dem 1.
Januar 2009 und auf eine
Entschädigung wegen Hilflosigkeit
mittleren
Grades
ab
dem 1. August 2009 (Urk
. 7/67).
Im Rahmen
zweier
Revisionsverfahren
bestätigte
sie
mit Mitteilung vom
28. A
ugust 2013
(Urk. 7/128
; vgl. auch Abklärungsbericht vom 28. August 2013, Urk. 7/127
)
und mit Verfügung vom 6.
Juni 2017
(Urk. 7/180
; vgl. auch Abklärungsbericht vom 21. April 2017,
Urk.
7/177
)
den
Anspruch auf
eine Entschädigung wegen Hilflosigkeit mittleren Grades
.
Zudem verfügte die IV-Stelle am 6. Juni 2017, dass
ab dem 1. November 2016 e
in Intensivpflegezuschlag aufgrund einer Betreuung von mindestens vier Stunden
übernommen
werde.
1.3
Am 29.
November 2019
(Eingangsdatum)
beantragte die Rechtsv
ertreterin der Versicherten eine
Revision der
Hilflosenentschädigung
(Urk. 7/264).
Am 23. Juni 2020 führte die IV-Stelle
eine
neuerliche
Abklärung vor O
rt hinsichtlich
Hilf
losigkeit
und
B
etreuungsaufwand durch
(Abklärungsbericht vom 13. Juli 2020,
Urk. 7/292)
. Mit Vorbescheid vom 23. Juli 2020 stellte
sie
in Aussicht, dass der Versicherten
weiterhin eine Entschädigung wegen Hilflosigkeit mittleren Gr
ades und
ab
dem 1. November 2019 ein Intensivpflegezuschlag
aufgrund einer Betreuung von mindestens sechs Stunden
zustehe
(Urk. 7/296). Dagegen erhob die
Rechtsvertreterin der Versicherten
am 7.
September, 19. Oktober bzw. 1.
Dezember 2020 Einwand (Urk. 7/300, Urk. 7/313 und Urk. 7/
324
).
Am 20.
Januar 2021 verfügte die IV-Stelle
auf entsprechendes Gesuch hin
, dass
ab dem 1. November 2019 Anspruch auf einen Assistenzbeitrag an tatsächlich erbrachten Assistenzstunden von monatlich durchschnittlich Fr. 3'161.80 (
elf
Monate) respektive bis Ende Dezember 2019
von
maximal Fr. 5'796.63 bestehe. Ab dem 1. Januar 2020 bestehe ein Anspruch
auf einen Assistenzbeitrag von
maximal Fr. 34
'779.80 pro Kalenderjahr (Urk. 7/334). Wie angekündigt,
bestätigte die IV-Stelle
mit Verfügung vom 20. Januar 2021
den Anspruch
der Versicherten
auf eine
Entschädigung wegen Hilflosigkeit mittleren Grades und
sprach
ihr
ab dem 1. November 2019 einen Intensivpflegezuschlag
aufgrund einer Betreuung von mindestens sechs Stunden
zu (Urk. 2).
2.
Dagegen erhob die
Rechtsvertreterin der Versicherten
am 18. Februar 2021 Beschwerde mit folgendem Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):
1.
In Abänderung der Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 20. Januar 2021 sei
der Beschwer
deführerin mit Wirkung ab 1. November
2019 eine
Hilflosenentschädigung
schweren Grades und ein Intensivpflegezuschlag für einen
Betreuungsmehraufwand von über 8 Stunden pro Tag zuzusprechen.
2.
Eventualiter sei die Angelegenheit zu weiteren Abklärungen an die
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.
3.
Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, die Kosten für die fachmedizinische
Stellungnahme von
Dr. med. A._
, Facharzt für Kinder- und
Jugendmedizin
,
zu übernehmen.
4.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich der gesetzlichen
Mehrwertsteuer) zulasten der Beschwerdegegnerin.
Die Beschwerdegegnerin beantragte mit Beschwerdeantwort vom 19. April 2021 die Abweisung der Beschwerde (Urk. 6)
, was der Beschwerdeführerin am 21. April 2021 angezeigt wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 42 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung
(
IVG
)
haben Versicherte mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt (Art. 13
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG) in der Schweiz, die hilflos (Art. 9 ATSG) sind, Anspruch auf eine
Hilflosenentschädigung
. Vorbehalten bleibt Artikel 42
bis
IVG. Als hilflos gilt eine Person, die wegen einer Beeinträchtigung der Gesundheit für alltägliche Lebensverrichtungen dauernd der Hilfe Dritter oder der persönlichen Überwachung bedarf (Art. 9 ATSG). Im Bereich der Invalidenversicherung gilt auch eine Person als hilflos, welche zu Hause lebt und wegen der gesundheitlichen Beeinträchtigung dauernd auf lebenspraktische Begleitung angewiesen ist (Art. 42 Abs. 3 Satz 1 IVG; Art. 38
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV). Praxisgemäss (BGE 121 V 88 E. 3a mit Hinweisen) sind die folgenden sechs alltäglichen Lebensverrichtungen massgebend (BGE 127 V 94 E. 3c, 125 V 297 E. 4a):
-
Ankleiden, Auskleiden;
-
Aufstehen, Absitzen, Abliegen;
-
Essen;
-
Körperpflege;
-
Verrichtung der Notdurft;
-
Fortbewegung (im oder ausser Haus), Kontaktaufnahme.
1.2
1.2.1
Art. 37 IVV sieht drei Hilflosigkeitsgrade vor. Gemäss Abs. 2 dieser Bestimmung gilt die Hilflosigkeit als mittelschwer, wenn die versicherte Person trotz der Abgabe von Hilfsmitteln:
a.
in den meisten alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist;
b.
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies einer dauernden persönlichen Überwachung bedarf; oder
c.
in mindestens zwei alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter und überdies dauernd auf lebenspraktische Begleitung im Sinne von Art. 38 IVV angewiesen ist.
Nach der Rechtsprechung setzt Hilflosigkeit mittelschweren Grades nach Art. 37 Abs. 2
lit
. a IVV eine Hilfsbedürftigkeit in mindestens vier alltäglichen Lebensverrichtungen voraus (BGE 121 V 88 E. 3b, 107 V 145 E. 2).
1.2.2
Gemäss Art. 37 Abs. 1 IVV gilt die Hilflosigkeit als schwer, wenn die versicherte Person vollständig hilflos ist. Dies ist der Fall, wenn sie in allen alltäglichen Lebensverrichtungen regelmässig in erheblicher Weise auf die Hilfe Dritter angewiesen ist und überdies der dauernden Pflege oder der persönlichen Über
wachung bedarf.
1.3
Die
Hilflosenentschädigung
für Minderjährige, die zusätzlich eine intensive Betreuung brauchen, wird um einen Intensivpflegezuschlag erhöht; dieser Zuschlag wird nicht gewährt bei einem Aufenthalt in einem Heim. Der monatli
che Intensivpflegezuschlag beträgt bei einem invaliditätsbedingten Betreuungs
aufwand von mindestens 8 Stunden pro Tag 100 Prozent, bei einem solchen von mindestens 6 Stunden pro Tag 70 Prozent
und bei einem solchen von mindestens 4 Stunden pro Tag 40 Prozent des Höchstbetrages der Altersrente nach Artikel 34 Absätze 3 und 5
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlassenenver
sicherung
(
AHVG
)
.
Der Zuschlag berechnet sich pro Tag. Der Bundesrat regelt im Übrigen die Einzelheiten
(Art. 42
ter
Abs. 3 IVG).
Nach Art. 39 IVV liegt eine intensive Betreuung im Sinne von Artikel 42
ter
Abs. 3 IVG bei Minderjährigen vor, wenn diese im Tagesdurchschnitt infolge Beein
trächtigung der Gesundheit zusätzliche Betreuung von mindestens 4 Stunden benötigen (Abs. 1). Anrechenbar als Betreuung ist der Mehrbedarf an
Behand
lungs
- und Grundpflege im Vergleich zu nichtbehinderten Minder
jährigen gleichen Alters. Nicht anrechenbar ist der Zeitaufwand für ärztlich verordnete medizinische Massnahmen, welche durch medizinische Hilfspersonen vorge
nommen werden
,
sowie für pädagogisch-therapeutische Massnahmen (Abs. 2). Bedarf eine minderjährige Person infolge Beeinträchtigung der Gesund
heit zusätzlich einer dauernden Überwachung, so kann dies
e als Betreuung von zwei
Stunden angerechnet werden. Eine besonders intensive behinderungs
bedingte Überwachung ist als Betreuung von vier Stunden anrechenbar (Abs. 3).
1.4
1.4.1
Gemäss
Randziffer 8070 ff. des
Kreisschreiben
s
über die Invalidität und Hilflo
sig
keit in der Invalidenversicherung (KSIH)
ist
im Rahmen der anrechenbaren Betreuung bei der Behandlungs- und Grundpflege der zeitliche Mehraufwand für die Betreuung gegenüber gleichaltrigen nichtbehinderten Minderjährigen zu berücksichtigen, der durch Massnahmen der Behandlungspflege (d.h. medizini
sche Massnahmen, sofern nicht durch medizinische Hilfspersonen erbracht), und beziehungsweise oder der Grundpflege verursacht wird. Zur Sicherstellung der Rechtsgleichheit bei der Anspruchsbemessung wurden zum anrechenbaren Mehr
aufwand zeitliche Höchstgrenzen festgelegt
, von welchen in begründeten Aus
nahmefällen abgewichen werden kann
. Anhang IV zum KSIH nennt diese Höchstgrenzen sowie die für die Betreuung nicht behinderter Minderjähriger not
wendige Zeit (vgl.
Rz
.
8074 KSIH).
Bei den im KSIH
enthaltenen
Richtlinien zur Bemessung der massgebenden Hilflosigkeit bei Minderjährigen
(Anhänge III und IV)
handelt es sich bei den Altersangaben um Orientierungswerte, die nicht in jedem Fall absolut anzuwen
den sind.
In den meisten Fällen kann es «normale»
respektive
n
icht pathologisch (krankheits-)
bedingte Abweichungen von den Zeitangaben sowohl nach oben als auch nach unten geben. Sie sind bei der Bemessung der Hilfsbedürftigkeit nicht zu berücksichtigen. In diesem Sinne sind die Ri
chtlinien flexibel zu handhaben (KSIH, S. 214). Die Zeit für die altersentsprechende Hilfe basiert auf Erfahrungs
werten von verschiedenen IV-Stellen. Es handelt sich um durchschnittliche Werte.
Im Weiteren
werden
Zusatzaufwände berücksichtigt.
Die Werte stützen sich auf
Erhebungen in Heim
en, Krippen und bei Eltern
(KSIH, S. 223).
1.4.2
Verwaltungsweisungen, wie etwa Wegleitungen oder Kreisschreiben, richten sich an die Durchführungsstellen und sind für das Sozialversicherungsgericht nicht verbindlich. Dieses soll sie bei seiner Entscheidung aber berücksichtigen, sofern sie eine dem Einzelfall angepasste und gerecht werdende Auslegung der anwend
baren gesetzlichen Bestimmungen zulassen. Das Gericht weicht also nicht ohne triftigen Grund von Verwaltungsweisungen ab, wenn diese eine überzeugende Konkretisierung der rechtlichen Vorgaben darstellen. Insofern wird dem Bestre
ben der Verwaltung, durch interne Weisungen eine rechtsgleiche Gesetzesanwen
dung zu gewährleisten, Rechnung getragen (BGE 146 V 224 E. 4.4.2, 141 V 365 E. 2.4 mit Hinweisen).
1.5
Gemäss Art. 69 Abs. 2 IVV kann die IV-Stelle zur Prüfung eines Leistungsan
spruchs unter anderem Abklärungen an Ort und Stelle vornehmen (vgl. auch
KSIH,
Rz
8131
ff.
). Nach der Rechtsprechung hat ein Abklärungsbericht unter
dem Aspekt der Hilflosigkeit (Art. 9 ATSG) oder des Pflegebedarfs folgenden Anforderungen zu genügen: Als Berichterstatterin oder Berichterstatter wirkt eine qualifizierte Person, welche Kenntnis der örtlichen und räumlichen Ver
hältnisse sowie der aus den seitens der Mediziner gestellten Diagnosen sich ergebenden Beeinträchtigungen und
Hilfsbedürftigkeiten
hat. Bei Unklarheiten über physische oder psychische Störungen und/oder deren Auswirkungen auf alltägliche Lebensverrichtungen sind Rückfragen an die medizinischen Fachper
sonen nicht nur zulässig, sondern notwendig. Weiter sind die Angaben der Hilfe leistenden Personen zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext muss plausibel, begrün
det und detailliert bezüglich der einzelnen alltäglichen Lebensverrichtungen sowie der tatbestandsmässigen Erfordernisse der dauernden Pflege und der per
sönlichen Überwachung und der lebenspraktischen Begleitung sein. Schliesslich hat er in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben zu stehen. Das Gericht greift, sofern der Bericht eine zuverlässige Entscheidungs
grundlage im eben umschriebenen Sinne darstellt, in das Ermessen der die Abklärung tätigenden Person nur ein, wenn klar feststellbare Fehleinschätzungen vorliegen. Das gebietet insbesondere der Umstand, dass die fachlich kompetente Abklärungsperson näher am konkreten Sachverhalt ist als das im Beschwerdefall zuständige Gericht (
BGE 133 V 450 E. 11.1.1, 130 V 61 E. 6.1 f.
). Diese Grund
sätze gelten entsprechend auch für die Abklärung der Hilflosigkeit unter dem Gesichtspunkt der lebenspraktischen Begleitung (BGE 133 V 450 E. 11.1.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_464/2015 vom 14. September 2015 E. 4) sowie unter dem Aspekt des Intensivpflegezuschlags (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_573/2018 vom 8. Januar 2019 E. 3.2).
1.6
Die Revision einer
Hilflosenentschädigung
richtet sich nach Art. 17 Abs. 2 ATSG in Verbindung mit Art. 35 Abs. 2 IVV; das gesamte Rentenrevisionsrecht ist sinn
gemäss anwendbar (BGE 137 V 424 E. 2.2 mit Hinweisen; Urteile des Bundesge
richts 9C_248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2 und 8C_30/2010 vom 8. April 2010 E. 2.2 mit Hinweis; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenver
sicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
139 zu Art. 30–31).
Nach Art. 17 Abs. 2 ATSG wird jede andere (als eine Invalidenrente) formell rechtskräftig zugesprochene Dauerleistung von Amtes wegen oder auf Gesuch hin erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben, wenn sich der ihr zu Grunde liegende Sachverhalt nachträglich erheblich verändert hat. Gemäss Art. 35 Abs. 2 Satz 1 IVV finden die Art. 87–88
bis
IVV Anwendung, wenn sich in der Folge – nach Entstehung des
Hilflosenentschädigungsanspruchs
(Art. 35 Abs. 1 IVV; BGE 125 V 256 E. 3b) – der Grad der Hilflosigkeit in erheblicher Weise ändert.
Die Erhöhung, Herabsetzung oder Aufhebung einer
Hilflosenentschädigung
gestützt auf Art. 17 Abs. 2 ATSG setzt folglich einen Revisionsgrund voraus. Darunter ist jede wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen, unter anderem Verbesserung oder Verschlechterung des Gesundheitszustandes oder Verwendung neuer Hilfsmittel, zu verstehen, die geeignet ist, den Grad der Hilflo
sigkeit und damit den Umfang des Anspruchs zu beeinflussen (BGE 137 V 424 E. 3.1 mit Hinweis; vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3; vgl. Urteil des Bundesgerichts 9C_248/2017 vom 15. Februar 2018 E. 3.2). Zeitlicher Referenzpunkt für die Prüfung einer anspruchserheblichen Änderung bildet die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Leistungsanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung und Beweis
würdigung beruht (vgl. BGE 133 V 108; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_204/2014 vom 9. September 2014 E. 3.2 und E. 3.3).
Liegt in diesem Sinne ein Revisionsgrund vor, ist der Anspruch auf
Hilflosen
entschädigung
in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend («allseitig») zu prüfen, wobei keine Bindung an frühere Beurteilungen besteht (vgl. BGE 141 V 9 E. 2.3 und E. 6.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_72/2017 vom 23. Mai 2017 E. 1).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete die angefochtene Verfügung damit, dass
die Beschwerdeführerin
unverändert in fünf Verrichtun
gen des täglichen Lebens auf
regelmässige und erhebliche Hilfe einer D
rittperson angewiesen sei. Überdies
sei
en
eine
dauernde Überwachung und
medizinisch-pflegerische Hilfe notwen
dig.
Der invaliditätsbedingte
Mehraufwand
pro Tag betrage
sechs Stunden und 11
Minuten
(Urk. 2
).
2.2
Die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin
macht
e demgegenüber geltend, dass die Beschwerdeführerin
aufgrund ihrer schweren Mehrfachbehinderung
in allen alltäglichen L
ebensverrichtungen auf
nicht mehr altersgemässe
Dritthilfe angewiesen sei. Dies sei im Rahmen der Abklä
rung vor Ort festgestellt
und aus fachmedizinischer Sicht bestätigt worden.
Seit der letzten Revision im Jahr 2017 habe der Betreuungsaufwand deutlich zugenommen. Die Beschwerdeführerin zeige
ein
zunehmend zwanghaftes Verhalten, welches neben der bekannten Ent
wicklungsverzögerung auch mit der neuen Diagnose des atypischen Autismus erklärt werden könne.
Ins Gewicht falle auch
das Tragen
des Doppelschalen
korsetts, welches ein starkes Sc
hwitzen verursache.
Seit Herbst 2020
müsse die Beschwerdeführerin das Korsett während 20 bis 22
Stunden
pro Tag
tragen,
während
dessen
sie
es
zuvor lediglich
sechs bis acht Stunden pro Tag
getragen habe
. Der Bet
reuungsa
ufwand in
den alltäglichen
Lebensverrichtungen betrage
insgesamt
9 Stunden
und 11
Minuten
pro Tag
(Urk. 1 S. 6 ff.
).
3.
3.1
3.1.1
Der Verfügung
vom 6. Juni 2017,
mit welcher die Beschwerdegegnerin den Anspruch der
Beschwerdeführer
in auf
eine
Entschädigung wegen Hilflosigkeit mittleren
Grades
bestätigte und ihr ab dem 1. November 201
6
ein
en Intensiv
pflegezuschlag aufgrund einer Betreuung von mindestens vier Stunden
zusprach (Urk. 7/180
), lagen im Wesentlichen folgende Beurteilungen zugrunde:
3.1.2
Dr. med. B._
, Co-Chefarzt
Neuropädiatrie, und Dr. med. C._
, Oberarzt Neuropäd
iatrie, vom Kantonsspital D._
stellten im Bericht vom 21. November 2016 folgende Diagnosen (Urk. 7/165/1):
-
ataktische
cerebrale
Bewegungsstörung
-
allgemeine Entwicklungsstörung mit kognitiver und sprachlicher Beeinträchtigung
-
Sehbehinderu
ng nach beidseits Frühgeborenen-R
etinopathie und Status nach
Katarakt-Operation rechts
-
Status nach Spontanverschluss eines
perimembranösen
Ventrikelseptumdefektes
-
Frühgeburt
in
der 30 5/7 Schwangerschaftswoche, Geburtsgewicht 1370 g
Dr.
B._
und Dr.
C._
gaben an, dass
die Beschwerdeführerin
infolge der Mehrfachbehinderung im Sommer 2013 eingeschult worden sei. Es sei von einer bleibenden Entwicklungseinschränkung auszugehen. Die Physio-, Ergo- und Hippotherapie seien weiterzuführen (Urk. 7/165/1-4).
3.1.3
Die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin führte im Bericht vom
21. April 2017 aus
, dass die
Beschwerdeführerin
in
folgenden
Bereichen
auf Dritthilfe angewiesen sei und
ein invaliditätsbeding
t
er Mehraufwand bestehe (Urk.
7/177
/2-6
):
Ankleiden/Auskleiden
weiterhin ausgewiesen
40 Min.
pro
Tag
Essen
weiterhin ausgewiesen
Körperpflege
weiterhin ausgewiesen
40 Min.
Verrichtung
der Notdurft
weiterhin ausgewiesen
22,5 M
in.
Fortbewegung/Kontakte
weiterhin ausgewiesen
medizinisch-pflegerische Hilfe
weiterhin ausgewiesen
intensive Überwachun
g
seit November 2014
2 Std.
Begleitung Arzt/T
herapie
21 Min.
M
ehraufwand
total
4 Std. 5 Min.
3.2
3.2.1
Im Rahmen des vorliegenden Rev
isionsverfahrens liegen folgende Beurteilungen vor
:
3.2.2
Dr. med. E._
, Oberärztin der Abteilung für Kinder- und Jugend
psych
iatrie des Kantonsspitals D._
,
ste
llte im an Dr. med. F._
gerichteten Bericht vom 21. Jun
i 2019 folgende Diagnosen (Urk.
7/323/3):
a
ktuell:
atypischer Autismus (ICD-10 F84.1)
v
orbestehend:
komplexe Entwicklungsstörung mit/bei:
-
at
aktischer
cerebraler
Bewegungsstörung
-
rechtskonvexer c-förmiger Skoliose
-
Sehbehinderung
nach beidseitiger Frühgeborenen-R
etinopathie und Status nach
Katarakt-Operation rechts (2012) sowie partieller Vorderkapselresektion (2016) und
Status nach Nachstarentfernung (2019)
-
kognitiver und sprachlicher Beeinträchtigung, autistischen Zügen
-
Status nach Spontanverschluss eines
perimembranösen
Ventrikelseptumdefekts
-
Ätiologie mutmasslich genetisch; Array-CGH ohne erklärende Veränderung (2013)
-
Status nach Frühgeburt
in
der 30 5/7 Schwangerschaftswoche, G
eburtsgewicht
1370
g
3.2.3
Dr. med. G._
, Facharzt Neuroort
hopädie, vom Zentrum H._
gab im Bericht vom 8. Dezember 2019 an, dass die Beschwerdefüh
rerin unter einer neurogenen Skoliose leide. Im Rahmen der Therapie gehe es darum, dass sich die Skoliose nicht verschlechtere. Dies mit dem Ziel der Korrektur des Cobb-Winkels um mindestens 30 % während des Tragens
der Rumpforthese. Bei der
vorliegenden Skoliose handle es sich nicht um eine juvenile idiopathische
Adoleszentenskoliose
, sondern um eine neurogene Wirbel
säulenfehlstellung im Rahmen der
Cerebralparese
(Urk. 7/270).
3.2.4
Die Grosseltern der Beschwerdeführerin gaben in der Übersi
cht Hilflosigkeit und Betreuungs
aufwand vom 20. Juni 2020 an, dass der Betreuungsaufwand pro Tag 550 Minuten
(inkl. 115 Minuten für Fortbewegung/Kontakte)
betrage (Urk.
7/291/7).
3.2.5
Die Abklärungsperson der IV-Stel
le Luzern hielt
im Bericht vom 13. Juli 2
020
fest
,
dass
die Beschwerdeführerin in folgenden Bereichen auf Dritthilfe ange
wiesen sei und ein invaliditätsbedingter Mehraufwand bestehe
(Urk.
7/292/
3-15
):
Ankleiden/Auskleiden
weiterhin ausgewiesen
55
Min.
pro Tag
Aufstehen/Absitzen/Abliegen
nein
15 M
in.
Essen
weiterhin ausgewiesen
20 M
in.
Körperpflege
weiterhin ausgewiesen
70
Min.
Verrichtung der Notdurft
weiterhin ausgewiesen
30 M
in.
Fortbewegung/Kontakte
weiterhin ausgewiesen
Behandlungspflege
weiterhin ausgewiesen
40 Min.
intensive Überwachung
weiterhin ausgewiesen
2 Std.
Begleitung Arzt/Therapie
weiterhin ausgewiesen
16 M
in.
Mehraufwand
total
6 Std. 6 Min.
3.2.6
Prof. Dr. med. I._
von der Abteilung Neuroorthopädie des
Kinders
pitals J._
gab im Zeugnis vom 15. Oktober 2020 an, dass die Beschwerdeführerin das Korsett 20 Stunden pro Tag trage (U
rk. 7/312).
3.2.7
Im Einwand vom 19. Oktober
2020
machte die Rechtsvertreterin der Beschwer
deführerin folgende invaliditätsbedin
gten Mehraufwände geltend (Urk.
7/313/2-5):
Ankleiden/Auskleiden
85 Min.
pro Tag
Aufstehen/Absitzen/Abliegen
45 Min.
Essen
45 Min.
Körperpflege
108 Min.
Verrichtung der Notdurft
39 Min.
Fortbewegung/Kontakte
Behandlungspflege
93 Min.
intensive Überwachung
2 Std.
Begleitung Arzt/Therapie
16 Min.
Mehraufwand
total
9 Std. 11 Min.
3.2.8
Dr.
E._
, nunmehr Leitende Ärztin
der Klinik für Kinder- und Jugend
psychiatrie
und Psychotherapie
der Psychiatrischen K
linik
K._
, erklärte in der ä
rztliche
n
Bestätigung
vom 13. November 2020, dass die Beschwerdeführerin
in allen alltäglichen Lebensverrichtungen auf erhebliche und regelmässige Hilfe angewiesen
sei. Der
Hilfsbedarf im Alltag
sei
wegen
der
Wahr
nehmungsschwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Autismus
stark erhöht. In
den Bereichen Körperpfle
ge, Behandlungspflege und beim A
ufste
hen/Absitzen/Abliegen sei
ein
psychis
ch bedingter Zusatzaufwand gegeben
. Die Beschwerdeführerin habe
ein gestörtes Körperempfinden und
zeige
Widerstände gegen Berührung.
Die
Körperpflege
sei deshalb aufwendig und schwierig. Es brauche
viel aktive Vorbereitungszeit und man
müsse
mehrmals ansetzen, bis etwas
erledigt werden könne.
Der geschätzte tägliche
Zusatzaufwand aus psychi
schen Gründen
betrage 50 Minuten
(beispielsweise
Zähne putzen, Haare waschen/kämmen, Hautpflege bei Akne und wunden
Bereichen, Intimpflege bei der
Menstruation
, Hygiene allgemein wie Hände waschen).
Aufgrund des Autismus seien
morgens und abends
zeitaufwä
ndige Rituale notwendig. Der
ver
gangene Tag müsse
nach- und der kommende
vorbesprochen werden. Oft würden
personalisierte, auf die Beschwerdeführerin
zugeschnittene alltägliche Geschichten
helfen. Dadurch könnten
verengte
zwanghafte Vorstellungen
geöffnet werden. Der geschätzte
Zusatzaufwand für das medizinisch notwendige Einschlafritual
betrage
mindestens 30
Minuten
pro
Tag.
Nachts bestehe
Hilfsbe
darf, wenn die Beschwerdeführerin
aufwache
, da sie sich nicht al
leine helfen oder beruhigen und
sich sel
ber gefährden könnte
(
Urk.
7/323/1).
3.2
.9
Dr.
A._
erklärte im Bericht vom 16. Februar 2021, dass die Beschwerde
führerin
typische Merkmal
e einer Autismus-Spektrum-Störung zeige. Sie sei
rigide im Verhalten,
die
Kommunikation handlungsbezogen,
der Tonfall auf
fällig
,
Ordnung und Rituale wichtig und die
Interaktion
gestört. Sie habe
Tics und
mache repetitive Spiele
. In Kombin
ation mit der
ataktischen
cerebralen
Bewe
gungsstörung und der
zunehmenden Skoliose bestehe
die Notwendigkeit einer kontinuierlichen Betreuung mit erheblichem Mehraufwand.
Die Beschwerde
führerin
trage 20 bis 22
Stunden
pro Tag
ein fest anlieg
endes Korsett. Darunter schwitze
sie verständlicherweise sehr viel, so dass ein sehr häufi
ger Kleider
wechsel notwendig sei
.
Die Haut müsse täglich
auf Druckstellen untersucht und intensiv mit Hautcremes gepflegt werden. Aufgrund der Inaktivität der Rücken
muskulatur während
der 20 bis 22 Stunden
müssten diese und die Rumpfmusku
latur
in der «korsettfreien» Zeit mittels Massagen, allgemeiner Gymna
stik und speziell hierfür ausge
wähl
ten Übungen
aktiviert werden
. Die Erhaltung der
erworbenen motorischen Fähigkei
ten sei gerade in Bezug auf die zunehmende Skoliose und die
damit einhergehenden Einschränkungen von eminenter Bedeu
tung. Bei den alltäglichen Lebensverrichtungen wie An- und Auskleiden, Essen und Körperpflege
sei die Beschwerdeführerin
stets auf die Hilfe einer Betreuungs
person angewiesen. Der Betreuungsaufwand sei
im Vergleich zu Gleichaltrigen tages
durchschnittlich um mindestens acht Stunden erhöht (Urk. 3).
4.
4.1
Fest steht, dass
bei der B
eschwerdeführerin im Jahr 2019
ein atypischer Autismus diagnostiziert wurde
und
dass
sie
neu
an einer
(neurogenen)
Skoliose
leidet.
Ein Revisionsgrund für die A
bänderung der
Hilflosenentschädigung
ist somit gegeben.
U
nbestritten
ist
, dass
die Beschwerdeführerin
in
den
fünf
alltäglichen Lebensverrichtungen Ankleiden/Auskleiden, Essen, Körperpflege, Verrichtung der Notdurft und Fortbe
wegung/Kontaktaufnahme dauernd auf
die
Hilfe Dritter angewiesen ist und
der dauernden Pflege sowie
persönlichen Überwachung bedarf.
Eben
falls unbestritten ist, dass sie
ab dem 1. November 2019 Anspruch auf einen
Intensivpflegezuschlag aufgrund einer Betreuung von mindestens sechs Stunden hat. Umstritten ist
der Umfang der erforderlichen Betreuung und
ob
die Beschwerdeführerin
auch im Bereich
Aufstehen/Absitzen/Abliegen regelmässig in erheblicher Weise auf Dritthilfe ange
wiesen ist.
4.2
Hi
nsichtlich des Bereichs Ankleiden/
Auskleiden
legte die Abklärungsperson der IV-Stelle Luzern im Bericht vom 13. Juli 2020 dar, dass die Beschwerdeführerin die S
chuhe nicht binden könne
. Im Sinne der Schadenminderungspflicht sollten Schuhe mit Klettverschluss oder Zipper getragen werden. Die Beschwerdeführerin habe Spasmen an den Zehen und benötige mehr Zeit, bis die Socken angezogen
seien
. Die Kleiderwahl könne sie nicht selber treffen. Beim An- und Ausziehen der Kleider müsse sie angeleitet werden. Für
s
Ankleiden/A
uskleiden
sei ein Mehr
aufwand von 35 Minuten und
für
die
Sp
asmen und
das Verhalten
von je
10
Minuten anzurechnen (
Urk. 7/292/3
)
.
Bei den angerechneten 35 Minuten handelt es sich um den Maximalwert fürs Ankleiden/Auskleiden gemäss KSIH, S. 223.
Die
Unterstützung im Umgang mit den Schuheinlagen
(Urk. 1 S. 8)
, bei denen es sich nicht um ein Hilfsmittel der IV handelt
,
ist
in diesem Wert enthalten.
Unberücksichtigt
blieb allerdings
, dass die Beschwerdeführerin die Rumpforthese bzw. das Korsett
seit Herbst 2020
nicht mehr - wie
noch anlässlich der Abklärung
vom 23. Juni 2020
-
sechs bis zeh
n Stunden pro Tag (Urk. 2 S. 2 und
Urk. 7/291/1),
so
ndern
währen
d 20 bis
22
Stun
den tragen muss; dies
insbe
sondere auch nachts (vgl. E. 2.2
und E. 3.2.6
).
Dass das wesentlich längere Tragen des Korsetts zu
einem
vermehrten und starken
Schwitzen führt und einen häufigeren Kleiderwechsel erforderlich macht, für welchen die Beschwerdeführerin auf Dritthilfe angewiesen ist
(vgl. E. 3.2.9)
, leuchtet ein.
Demgemäss
können unter diesem Titel
2 x 5
Minuten Mehraufwand
(für zwei Kleiderwechsel; vgl. Urk. 7/313/2)
angerechnet werden (
vgl.
KSIH, S.
224). Der Mehr
aufwand für den Bereich Ankleiden/
Auskleiden beträgt somit
insgesamt
65
Minuten.
4.3
Betreffend den Bereich Aufstehen/Absitzen/Abliegen hielt die Abklärungsperson
der IV-Stelle Luzern
im Bericht vom 13. Juli
2020
fest, dass die Beschwerde
führerin nachts aufstehe, L
icht mache, unruhig schlaf
e und sich abdecke. Sie müsse dann wieder zugedeckt und ins Bett gebracht werden. Hierfür sei
ein Zusatzaufwand von 15
Minuten
anzurechnen.
Die Beschwerdeführerin könne funktionell selbständig aufstehen, absi
tzen und abliegen. In diesem Bereich
sei sie nicht auf regelmässige
und erhebliche
Dritthilfe angewiesen
(Urk.
7/292/4)
.
Dass die Beschwerdegegnerin die Notwendigkeit einer Nach
t
assistenz bejahte und gleichzeitig erklärte, die Beschwerdeführerin sei
im Bereich Aufstehen/Ab
sitzen/Abliegen
nicht auf regelmässige und erhebliche Dritthilfe angewiesen, ist nicht nachvollziehbar. Die Aussage, wonach die
Beschwerdeführerin funktionell selbstän
dig aufstehen, absitzen und
abliegen könne, steht sodann
im Wider
spruch zu den Angaben im Bericht
betreffend Assistenzbeitrag vom 23. Juni 2020
(Urk. 7/289
/13
-14
).
Darin
wird
nämlich
darauf hingewiesen
, dass
die Beschwer
deführerin
zwar
selbst zwischen Bett und Rollstuhl (gleiche Höhe) wechseln könne. Beim Aufrichten vom Liegen zum Sitzen am Bettrand und beim sich Hinlegen
benötige
sie
aber Hilfe.
Transfers auf ähnlicher Höhe mache sie s
elbst. Der Kraftaufwand sei allerdings
sehr gross und sie ermüde rasch, so dass sie bei anderen Transfers H
ilfe benötige
. Der Hilfsbedarf betrage
hier
17
Minuten
pro Tag
.
Auf diese detaillierten Erklärungen im Bericht betreffend Assistenzbeitrag kann
vorliegend
abgestellt werden
.
Dr.
E._
führte
in der ärztlichen B
estäti
gung
vom 13. November 2020
ferner
in nachvollziehbarer Weise
aus
, weshalb
aufgrund des atypischen Autismus aus
medizinischer S
icht
ein zeitaufwändiges
, mindestens 30-minütiges
Einschlafritual
notwendig
ist (vgl
.
E. 3.2.8
).
Demnach ist für
das Aufstehen/Absitzen/Abliegen
ein Mehraufwand von insgesamt
62 Minuten
(
15
min. + 17 min. + 30 min.;
vgl
.
KSIH, S. 225)
anzurechnen
.
Die Beschwerdeführerin ist somit
in sämtlichen sechs alltäglichen Lebensver
richtungen dauernd auf die Hilfe Dritter angewiesen.
Dass die Beschwerdegegnerin das rechtliche Gehör der Beschwerdeführerin ver
letzt habe, weil sie den im
Vorbescheidverfahren
eingereichte
n
Bericht von Dr.
E._
vom 13. November 2020 in der angefochtenen Ver
fügung vom 20.
Januar 2021 (Urk. 2) nicht erwähnt habe (
Urk. 1 S. 9), ist im Übrigen zu verneinen. Dies deshalb, weil die Beschwerdegegnerin
in der angefochtenen Verfügung
auf die wesentlichen Einwände betreffend den Bereich Aufstehen/Ab
sitzen/Abli
egen eingegangen ist (
Urteil des Bundesgerichts 9C_544/2018 vom 5. Februar 2019 E. 4.1
mit Hinweisen
).
4.4
Was den Bereich Essen betrifft,
erklärte die Abklärungsperson der IV-Stelle Luzern im Bericht vom 13. Juli 2020, dass die Beschwerdeführerin mit dem
Messer schneiden könne, allerdings nur weich
e Lebensmittel. Sie schneide
zu g
rosse Stücke. Manchmal helfe die Beschwerdeführerin
bei der Zubereitung des Essens und
beim Zerkl
einern und Streichen der Brote. Die
Butter
streiche sie dabei übers Brot hinaus
. Die
Aufforderung zum Trinken und die
Hilfe beim Zerkleinern von harten Lebensmitteln könne der Lebensverrichtung Essen nicht zugeordnet
werden. Zum
Essen
müsse die Beschwerdeführerin
nicht
aufgefordert werden. Für die Vorbereitung
des «Znüni»/»
Zvieri
» seien 2 x
10 Minuten pro Tag zu berück
sichtigen. Die Beschwerdeführerin laufe ab und zu vom Tisch
weg
, komme aber immer wieder zurück (Urk. 7/292/4-6).
Die Beschwerdegegnerin
ergänzte, dass die Beschwerdeführerin
selbständig essen
könne.
Ein Zeitaufwand für vermehrte Mahlzeiten/Trinken aus gesundheitlichen Gründen
sei nicht bestätigt (Urk. 2 S. 3
).
Diese Einschätzung ist plausibel.
Würde man für die drei täglichen
Mahlzeiten
– wie von der Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin
mit
Einwand
vom 19.
Oktober 2020
geltend gemacht (Urk. 7/313/3) -
behinderungsbedingt
einen Zusatzaufwand von jeweils 15 Minuten anrechnen, müsste auch der allgemeine Abzug von 90 Minuten (
3 x
30 Minuten) pro Tag
für die Präsenzzeit am Familientisch, wenn die Grosseltern nebenbei essen könnten,
vorgenommen werden
(
vgl.
KSIH, S. 226).
Auch
diesfalls
würde kein zusätzlicher Mehraufwand resultieren.
4.5
Hinsichtlich des Bereichs Körperpflege legte die Abklärungsperson der IV-Stelle Luzern im Bericht vom 13. Juli 2020 dar, dass die Beschwerdeführer
in
ab
ends
dusche
. Beim Einseifen, Waschen der Haare und
Abduschen benötige sie Hilfe
. Unter Anleitung
helfe die Beschwerdeführerin mit.
Weiter benötige sie Hilfe bei der Zahnreinigung, beim Waschen von Gesicht und Händen sowie beim K
ämmen. Hierfür seien
insgesamt
60 Minuten
pro Tag
anzurechnen.
Hinzu käme ein Zusatzaufwand von 10 Minuten pro Tag
, um die Beschwerdeführerin auf das
D
uschen vorzubereiten respektive für das Oppositionsverhalten.
Das Schneiden der Nägel
sei keine regelmässige tägliche
Verr
ichtung und könne
nicht berück
sichtigt werden
. Das Schneiden der Haare könne keiner Lebensverrichtung zuge
ordnet werden
(Urk. 7/292/7).
Diese Beurteilung
ist
nachvollziehbar
.
Dem
Zusatzaufwand
aufgrund des atypi
schen Autismus
wurde
dabei
angemessen Rechnung getragen.
60 Minuten fürs Waschen, Kämmen, Baden/Duschen entspricht dem Maximalwert gemäss KSIH, S. 227
.
Der mit
Einwand vom 19. Oktober 2020 (Urk. 7/313/3) geltend gemachte Mehraufwand von 50 Minuten alleine fürs Waschen der Hände
lässt sich
– auch unter Berücksichtigung der Covid-19-Pandemie und des Oppositionsverhaltens der Beschwerdeführerin –
nicht rechtfertigen.
Schliesslich
erfasste
die
Beschwerdegegnerin nicht
nur
den Hilfs
bedarf in einer
«guten Tagesverfassung»
(Urk. 1 S. 9), sondern
wies darauf hin
, dass die Beschwerdeführerin
gemäss Bericht der Ergotherapie vom 17. Februar 2017
den richtigen Ablauf beim Hände waschen
einhalten
und die einzelnen Schritte
(sogar)
selbständig ausführen könne (Urk.
2 S. 3).
4.6
Betreffend die Verrichtung
der Notdurft erklärte
die Abklärungsperson der IV-Stelle Luzern im Bericht vom 13. Juli 2020
, dass die Beschwerdeführerin selb
ständig auf die Toilette gehe.
Eine Überwachung sei nicht notwendig, aber
eine Hilfe bei der Reinigung nach dem Stuhlgang und
eine Kontrolle der Kleider.
Der Zeitaufwand fürs Ordnen der Kleid
er betrage 6 x 3 Minuten
und derjenige für
s
Reinigen
beim Stuhlgang
8 Minuten pro Tag.
Der Aufwand fürs Anziehen der Windel
für die
Nacht betrage 5 Minuten
pro Tag
. Die Hilfe bei der Menstruation seit Herbst 2019 und der Kauf von Windeln könnten keiner regelmässigen Lebensve
rrichtung zugeordnet werden. Beim
Erinnern an den WC
Gang vor dem Verlassen des Hauses
handle es sich nicht um
eine erhebliche ind
irekte Dritthilfe, die
als Zeitaufwand berücksichtigt werden
könne
(Urk.
7/292/8-9). Die Beschwerdegegnerin ergänzte, dass für das Wechseln der Windeln zusätzlich 5 Minuten zu berücksichtigen seien,
weshalb insgesamt ein Mehraufwand von 35 M
inuten anzurechnen sei (Urk. 2 S. 3).
Diese Beurteilung ist
überzeugend und ledigl
ich insofern zu präzisieren, dass
hier
nicht
ein Mehraufwand von
35, sondern von
36 Minuten resultiert. Ein Zusatz
aufwand für ein Toilettentraining kann gemäss KSIH, S. 227, nur bei Kindern zwischen 3 und 10 Jahren angerechnet werden.
4.7
Was den Bereich
Grund- und
Behandlungspflege betrifft, erklärte die Abklärungs
person der IV-Stelle Luzern im Bericht vom 13. Juli 2020, dass für die physio- und ergotherapeutischen Ü
bungen
zu Hause
20 Minuten
und für das An-
und Ausziehen des Korsetts und
der orthopädischen Schuhe, welche als medizinisc
he Hilfsmittel gelten würden,
20 Minuten pro Tag anzurechnen seien. Das Verabreichen der Augentropfen könne altersgemäss nicht berücksich
tigt werden. Dasselbe gelte
für das Eincremen der Druckstellen wegen des Korsetts. Das Eincremen üblicher Körpercremen wegen trockener Haut könne nicht berücksichtigt werden.
Der Nasenspray
müsse nicht regelmässig verabreicht werden, weshalb hier kein Zeitaufwand anrechenbar sei. Auch die Reinigung der Brille könne nicht als erhebliche Hilfe berücksichtigt werden (Urk. 7/292/
10-
11).
D
ie Beschwerdegegnerin wies
darauf hin,
dass
R
ückenmassagen
keiner medizinische
n B
ehandlung zugewiesen werden könnten.
Von einem Dauer
schnupfen mit wöchentlicher Inhalation sei bei der Abklärung vor Ort nichts
erwähnt worden. Auch in der Übersicht der Pflegeeltern werde in diesem Zusammenhang kein
Aufwand beschrieben (Urk. 2 S. 3
f.).
Diese Einschätzung vermag nur teilweise zu überzeugen.
Das Eincremen der Druckstellen wegen des Korsetts fällt, im Unterschied zum Verabreichen von Augentropfen und entgegen der Annahme der Abklärungsperson, nicht unter das Verabreichen von Medikamenten, das gemäss
Rz
. 8075
lit
. b KSIH (als Mass
nahme der Behandlungspflege) erst ab dem 15. Lebensjahr zu berücksichtigen ist. Mangels abweichender Regelung im KSIH handelt es sich hierbei um eine Mass
nahme der Grundpflege, die in der nicht abschliessenden Aufzählung der anrechenbaren Massnahmen in
Rz
. 8076 KSIH nicht aufgeführt ist (vgl.
Art.
7 Abs.
2
lit
.
c
Ziff. 1
der Verordnung
des EDI
über Leistungen in der obligatori
s
chen Krankenpflegeversicherung [
KLV
],
wonach
sowohl Dekubitus
prophylaxe wie auch
Massnahmen zur Verhütung oder Behebung von behandlungs
bedingten Schädigungen der Haut der Grundpflege zu
ge
ordnet
werden
; vgl.
zur Anwend
barkeit der KLV
BGE 147 V 73 E. 4.3).
Gestützt auf die Darlegungen von Dr.
A._
i
n
seinem Bericht vom
16. Februar 2021 kann
davon ausgegangen werden
, dass eine tägliche Untersuchung der Haut auf Druckstellen und
eine
Pflege mit Hautcremes nach dem Tragen des Korsetts während 20 bis 22 Stunden aus medizinsicher Sicht
indiziert ist
. Dasselbe gilt
für die Aktivierung der Rücken- und Rumpfmuskulatur mittels Massagen und Übungen
(vgl. E. 3.2.9
).
Unter diesem Titel können daher – wie von der Rechtsvertreterin der Beschwer
deführerin
mit
Einwand
vom 19. Oktober 2020
geltend gemacht (Urk.
7/313/3-4) – je 10 Minuten Mehraufwand angerechnet werden.
Ein zusätzlicher Mehrauf
wand für die
p
hysio- und
ergotherapeutische
n
Übungen
zu Hause
und die Behandlung der Akne
kann nicht angerechnet werden
.
Der Mehraufwand im Bereich
Grund- und
B
ehandlungspflege beträgt somit 60 Minuten (2
0 min. + 20 min. + 10 min. + 10 min.).
4.8
D
en
angerechnete
n
Mehraufwand von 16 Minuten für die Begleitung zu Arzt- und Therapiebesuchen und von 2 Stunden für die dauernde Ü
berwachung hat die Rechtsvertreterin der Beschwerdeführerin nicht bestritten
(Urk. 1 S. 10 f.
)
. Dieser gib
t
nicht Anlass zu Weiterungen.
I
nsgesamt
beträgt der
invaliditätsbedingte Betreuungsaufwand somit
7 Stunden und 29
Minuten
pro Tag
(Ankleiden/Auskleiden: 65
min
.
; Aufste
hen/Ab
sitzen/Abliegen
:
62 min
.
; Essen: 20 min.; Körperpflege: 70 min.; Verrichtung der Notdurf
t: 36 min.; Behandlungspflege: 6
0 min.; intensive Überwachung: 120 min.; Begleitung Arzt und Therapie: 16 min.)
.
5.
Die
Beschwerdeführer
in hat demnach
Anspruch auf
eine Entschädigung wegen Hilflosigkeit schweren G
rades
(vgl. E. 1.2.2)
.
Der massgebende Zeitpunkt für die Leistungsanpassung ist
derjenige
, in dem das Revisionsbegehren gestellt wurde, das heisst November
2019 (
Urk. 7/264;
Art. 88
bis
Abs. 1
lit
. a IVV).
Da der inva
liditätsbedingte Be
treuungsaufwand 7 Stunden und 29
Minuten beträgt, kann
ein Intensivpflegezuschlag aufgrund einer Betreuung von mindestens acht Stun
den nicht gewährt werden (vgl. E. 1.3
).
Die Beschwerde ist daher teilweise gutzu
heissen.
6.
6.1
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG), sind auf Fr. 8
00.-- anzu
setzen. Ausgangsgemäss sind sie
der Beschwerdeführerin und der Beschwerde
gegnerin
je zur Hälfte
(Fr.
400.--)
aufzuerlegen.
6.2
Die
Beschwerdegegnerin
ist ausgangsgemäss
zu verpflichten, der Beschwerde
führerin eine reduzierte Prozessentschädigung zu bezahlen, welche in Anwen
dung von Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht
, SVGer,
unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwi
erigkeit des Pro
zesses auf Fr. 1’2
00.-- (inkl. Bar
auslagen und
MWSt
) festzusetzen ist.
6.3
Nach der Rechtsprechung sind unter dem Titel Parteientschädigung auch die Kosten privat eingeholter Gutachten zu vergüten, soweit die Parteiexpertise für die
Entscheidfindung
unerlässlich war (Urteil des da
maligen Eidgenössischen Versicherungsgerichts
I 591/06 vom 15. Dezember 2006
E. 5.1 mit Hinweisen). Dieser Grundsatz ist für das Verwaltungsverfahren ausdrücklich in Art. 45 Abs. 1 ATSG bzw. Art. 78 Abs. 3 IVV festgehalten. D
er von der
Beschwerdeführer
in ein
ge
holte Bericht
von Dr.
A._
vom 16. Februar 2021 (Urk. 3
) war
für die
Erstellung des medizinischen Sachverhalts relevant und für die
Entscheidfindung
damit
u
nerlässlich. Das
Gesuch um Übernahme der
Kosten
dieses
Bericht
s
ist daher gutzuheissen.
D
as Gericht erkennt:
1.
In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird die Verfügung der Sozialversiche
rungs
anstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, vom
20. Januar 2021
insofern abgeändert,
als fest
gestellt wird, dass die
Beschwerdeführer
in
ab dem
1. November
2019
Anspruch auf
eine Entschädigung wegen Hilflosigkeit schweren Grades hat.
Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr.
800
.-- werden der
Beschwerdeführer
in
und der Beschwer
degegnerin je zur Hälfte (Fr. 400.--)
auferlegt. Rechnung und Einzahlungsschein wer
den
den
Kostenpflichtigen nach Eintritt der Rechtskraft zugestellt.
3.
Die Beschwerdegegnerin wird
verpflichtet,
der
Beschwerdeführer
in
eine reduzierte Pro
zessentschädigung von
Fr. 1’2
00.-- (inkl. Barauslagen und
MWSt
) zu bezahlen.
4.
Die Kosten
des
Bericht
s
von Dr.
A._
vom 16. Februar 2021 werden der Beschwer
degegnerin auferlegt.
5
.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
Rechtsanwältin Andrea
Mengis
-
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
sowie an:
-
Gerichtskasse (im Dispositiv nach Eintritt der Rechtskraft)
6.