# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4575ab48-ac50-4b1c-beed-8fad4d3a2cc0
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1968, schloss nach der obligatorischen Schulzeit eine KV-Lehre
und hernach eine
Ausbildung zum Marketing
plane
r ab. Seine 1999 geschlossene Ehe, aus der zwei Kinder mit Jahrgang 1993 und 2005 hervorgin
gen, wurde im Jahr 2014 geschieden. In den Jahren 1988 bis 1990 lebte er in den USA und ab Mai 1994 in Costa Rica. Im Oktober 2018 kehrte er
in
die Schweiz zurück und meldete sich am
1.
November 2018 unter Hinweis auf die Folgen eines dialysepflichtigen Nierenleidens bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an (
Urk.
7/1-5). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
lud den Versicherten
zunächst zwecks Evaluation der Eingliederungs
möglichkeiten
zu einem Standortgespräch ein (
Urk.
7/7),
verzichtete
aufgrund des seinerzeitigen Gesundheitszustandes aber auf dessen Durchführung
(
Urk.
7/11 f.,
Urk.
7/15
). In der Folge dokumentierte sich d
ie IV-Stelle mit einem Auszug
aus
dem individuellen Konto des Versicherten (IK-Auszug;
Urk.
7/13
; weiterer IK-Auszug:
Urk.
7/64
). Nachdem der Versicherte der IV-Stelle nähere Angaben zu seinen behandelnden Ärzten gemacht hatte (
Urk.
7/21)
, holte diese von
selbigen
Berichte und weitere
Auskünfte
zum gesundheitlichen Zustand ein (
Urk.
7/
22,
Urk.
7/27,
Urk.
7/29,
Urk.
7/34 f.,
Urk.
7/37). Mit Vorbescheid vom 1
1.
November 2019 teilte die IV-Stelle dem Versicherten mit, aufgrund des Abklärungsergeb
nisses sehe sie vor, ihm mit Wirkung ab Oktober 2019 eine
Dreiviertelsrente
zuzusprechen (
Urk.
7/41).
Gegen den vorgesehenen Entscheid erhob der Versi
cherte Einw
ände (
Urk.
7/44,
Urk.
7/57). Mit Verfügung vom 3
0.
März 2021 sprach die IV-Stelle dem Versicherten basierend auf einem Invaliditätsgrad von 60
%
mit Wirkung ab dem
1.
Oktober 2019 eine
Dreiviertelsrente
zu (
Urk.
2 =
Urk.
7/76; vgl. auch
Urk.
7/62).
2.
Gegen die Verfügung vom
3
0.
März 2021 erhob der Versicherte mit Eingabe vom
6.
Mai 2021 Beschwerde mit dem Rechtsbegehren, in Abänderung der angefoch
tenen Verfügung sei ihm mit Wirkung ab Oktober 2019 eine ganze Rente zuzu
sprechen; eventualiter seien der aktuelle Gesundheitszustand und die aktuelle Arbeitsfähigkeit zunächst mittels eines unabhängigen Gutachtens abklären zu lassen. In prozessualer Hinsicht beantragte der Versicherte die Bewilligung der unentgeltlichen Prozessführung und die Bestellung eines unentgeltlichen Rechts
beistandes (
Urk.
1
S. 2
). Die IV-Stelle beantragte in der Vernehmlassung vom 1
0.
Juni 2021 die Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6). Davon gab das Gericht dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 2
9.
Juni 2021 Kenntnis und entsprach den Anträgen hinsichtlich unentgeltliche Rechtspflege (
Urk.
8). Mit Eingabe vom 2
4.
Dezember 2021 äusserte sich der Beschwerdeführer erneut zur Sache und
reichte
zusätzliche Arztberichte ein (
Urk.
10,
Urk.
10/11/1-3). Die Beschwerde
gegnerin verzichtete am 1
4.
Januar 2022 auf eine Stellungnahme dazu (
Urk.
13). Davon gab das Gericht dem Beschwerdeführer am 1
8.
Januar 2022 Kenntnis (
Urk.
14).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2022 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG), der Verordnung über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSV), des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) sowie der Verordnung über die Invaliden
versicherung (IVV) in Kraft getreten.
In zeitlicher Hinsicht sind
vorbehältlich besonderer übergangsrechtlicher Rege
lungen
grundsätzlich diejenigen Rechtssätze massgebend, die bei Erfüllung des rechtlich zu ordnenden oder zu Rechtsfolgen führenden Tatbestandes Geltung haben (BGE 146 V 364 E. 7.1, 144 V 210 E. 4.3.1, je mit Hinweisen). Da ferner das Sozialversicherungsgericht bei der Beurteilung eines Falles in der Regel auf den bis zum Zeitpunkt des Erlasses der streitigen Verfügung beziehungsweise des streitigen
Einspracheentscheides
eingetretenen Sachverhalt abstellt (BGE 144 V 210 E. 4.3.1, 132 V 215 E. 3.1.1, je mit Hinweisen), sind vorliegend die bis 31. Dezember 2021 gültig gewesenen Rechtsvorschriften anwendbar, die nach
folgend auch in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurtei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.3
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (BGE 125 V 256 E. 4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person noch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E. 4b/cc).
2.
2.1
Zur Begründung ihrer Verfügung
vom 3
0.
März 2021
führte die Beschwerde
gegnerin aus, die Abklärungen hätten ergeben, dass der Beschwerdeführer ab Oktober 2018 bis August 2019 vollständig arbeitsunfähig gewesen sei. Hernach jedoch habe eine Arbeitsfähigkeit von 40
%
bestanden. Es sollte sich nich
t um eine rein stehend oder gehend
auszuführende
Tätigkeit handeln.
Die
bei Ablauf der Wartezeit im Oktober 2019
bestehende
Arbeitsunfähigkeit von 60
%
entspre
che dem Invaliditätsgrad. Der Beschwerdeführer habe somit
mit Wirkung ab Oktober 2019
Anspruch auf eine
Dreiviertelsrente
(
Urk.
2 S. 3)
.
In der Vernehm
lassung 1
0.
Juni 2021 verzichtete die Beschwerdegegnerin auf weitere Ausfüh
rungen zur Sache (
Urk.
6).
2.2
Den Rentenbeginn bemängelt der Beschwerdeführer nicht, aber er vertritt die Auffassung, es stehe ihm
anstelle
eine
r
Dreiviertelsrente
eine ganze Rente zu. I
n seiner Beschwerdeschrift vom
6.
Mai 2021
macht er
geltend,
es liege
eine Verlet
zung
der Abklärungspflicht im Sinne von
Art.
43
Abs.
1 ATSG
vor
(
Urk.
1 S. 4
Rz
12). Es sei
en
nur
die
nephrologische
n
Gesichtspunkt
e
geklärt
worden, wobei auch hier zu beachten sei, dass angesichts der
insgesamt
nur leichten Besserung nicht von einer Arbeitsfähigkeit von 40
%
ausgegangen werden könne (
Urk.
1 S. 5 f.
Rz
13)
.
Hinzu kämen
Beeinträchtigungen aus rheumatologischer und kardio
logischer Sicht, was durch entsprechende fachärztliche Berichte belegt sei (
Urk.
1 S. 6
Rz
14).
Auch
an den dialysefreien Tagen
bestehe a
ufgrund
der Glieder
schmerzen, Herzprobleme, Schwindelanfälle
und aufgrund der Nebenwirkungen
zahlreicher Medikamente
keine
volle E
insatzfähig
keit
. Aufgrund eigener Beobachtung könne höchstens von einer Arbeitsfähigkeit von 15
%
ausgegangen werden (
Urk.
1 S. 6
Rz
15).
Selbst
wenn
von einer Restarbeitsfähigkeit zwischen
30 oder 40
%
auszugehen wäre,
falle in Betracht
, dass deren tatsächliche Verwertbarkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt zu verneinen sei. Die vom
Regio
nalen Ärztlichen Dienst (
RAD
)
formulierten Anforderungen an eine Restarbeits
fähigkeit seien äusserst hoch
. Unter Berücksichtigung all dieser Gesichtspunkte sei
von einer
Invalidität von mindestens 70
%
und damit vom Anspruch auf
eine ganze Rente auszugehen
. Andernfalls müsste der gesundheitliche Zustand vor dem Entscheid über den Leistungsanspruch mittels Einholung eines Gerichtsgut
achtens abgeklärt werden
(
Urk.
1 S. 7
Rz
16
-18
).
3.
3.1
Der Beschwerdeführer leidet u
nbestrittenermassen unter einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz und einem
dekompensierten
Prostataobstruktionssyndrom
. Der
Dialysepflicht war im Oktober 2018 ein Nierenversagen mit unklarer Dyna
mik vorausgegangen (
Urk.
7/34/1,
Urk.
7/34
/3, vgl. auch
Urk.
7/22/5, Urk.
7/27/
3).
Die Dialysebehandlung des
Beschwerdeführer
s
ist
dreimal wöchent
lich
erforderlich und dauert
jeweils
rund vier
Stunden
. Z
unächst
war die Behand
lung
i
m Kantonsspital Y._
erfolgt,
im weiter
e
n
Verlauf
fand sie
im Universitätsspital Z._
statt
(
Urk.
7/
22/1,
Urk.
7/34/2).
Die Ärzte der Klini
k für Nephrologie des Z._
führten im Bericht vom 2
9.
August 2019 aus, bei vormals starker körperlicher
Dekonditionierung
sei
es
seit März 2019
zu
eine
r
gewissen
Besserung des Allgemeinzustandes gekommen.
Es best
ünden
allerdings im Rahmen der Dialysebehandlung weiterhin eine
körperliche
Dekonditionierung
und
vermehrte Müdigkeit.
Eine angepasste Tätigkeit sollte daher nicht rein stehend oder gehend sein.
A
ufgrund des Shunts am Vorderarm rechts und des damit verbundenen Verletzungsrisikos
müsse ferner
auf das Heben und Tragen schwerer Lasten
von mehr als 20 kg
verzichtet werden. In einer
angepassten
Tätigkeit sei ein A
rbeitspensum von 40
%
zumutbar. Die Dialysepflicht sei anhal
tend bis zum Erhalt eines Spenderorgans. Solange die Dialysepflicht andaure
,
sei auch von der funktionellen Einschränkung auszugehen
(
Urk.
7/34/2).
3.2
3.2.1
Die von den Ärzten des Z._
beschriebenen erheblichen körperlichen Folgen der Nierenerkrankung mit Dialysepflicht sind im Grundsatz unbestritten und es besteht auch kein Anlass, an den betreffenden Darlegungen zu zweifeln. Der
Beschwerdeführer
stellt sich allerdings
auf den Standpunkt, es sei
im Verlauf seit 2018
zu keiner Besserung gekommen. Soweit
d
er
Beschwerdeführer
sich hierbei
auf seine
im
Vorbescheidverfahren
vorgebrachten Darlegungen zum Gesund
heitszustand
bezieh
t (
Urk.
1 S. 6
Rz
15;
vgl.
Urk.
7/57)
,
ist zu berücksichtigen,
dass auf die subjektive Bewertung gesundheitlicher Aspekte
durch die versicherte Person
nicht abgestellt werden kann
, sondern das objektiv Zumutbare mass
gebend ist
(vgl. Urteil des Bundesgericht 8C_128/2007
vom 1
4.
Januar 2008
E. 3.1 mit Hinweisen)
.
Sodann macht der Beschwerdeführer geltend,
der Bericht der Ärzte des Z._
vom 2
9.
August 2019
(
Urk.
7/34)
, den die Beschwerde
gegnerin
ihrem Entscheid zu Grunde gelegt habe (vgl.
Urk.
7/60/3 f.)
,
sei im Zeitpunkt des Verfügungserlasses nicht mehr aktuell
gewesen (
Urk.
1 S. 5 f.
Rz
13). Inwiefern
sich
die Beurteilung im
Bericht der Ärzte des Z._
vom 2
9.
August 2019 bezogen auf den Verfügungs
erlass vom 3
0.
März 2021
nicht
mehr
mit dem tatsächlichen gesundheitlichen Zustand deckte, erschliesst sich aus den Ausführungen des Beschwerdeführer
s
nicht
. Weder wird behauptet noch durch die
im
Beschwerdeverfahren eingereich
ten ärztlichen Berichte (
Urk.
11/1-3)
nahegelegt, der gesundheitliche Zustand habe sich bis zum Verfügungserlass wiederum verschlechtert.
Vielmehr macht der Beschwerdeführer
in erster Linie
geltend, entgeg
en dem Bericht der Ärzte des Z._
vom 2
9.
August 2019 habe sich sein gesundheitlicher Zustand gar nie gebessert. Auch diesbezüglich liegt indessen eine nicht weiter
substantiierte
Behauptung vor. Der Beschwerdeführer legt nicht näher dar, inwiefern die Feststellungen seiner behandelnden Ärzte
effektiv nicht zutreff
en. Zu den
von ihm
eing
e
reichten Berichten weiterer behandelnder Ärzte wird in nachstehender E. 3.3 Stellung genommen.
3.2.2
Soweit d
er
Beschwerdeführer
in seinem Eventualstandpunkt
eine
Besserung
nach der
gesundheitlichen
Dekompensation im Oktober 2018
grundsätzlich anerk
e
nn
t
, aber die Höhe der
von den Ärzten de
r Klinik für Nephrologie des Z._
am 2
8.
August 2019 attestierte
n
Arbeitsf
ähigkeit von 40
%
(vgl.
Urk.
7/3
4/2) in A
brede stellt
(
Urk.
1 S. 5
Rz
13)
,
fehlen - was bereits erwähnt wurde - begründete
Argumente
,
i
nwiefern
aus objektiver Sicht
die fachärztliche Beurteilung
der behandelnden Ärzte des Z._
für die Zeit ab März 2019 dem tatsächlichen Z
ustand
nicht angemessen R
echnung getragen hat
.
Im nachgereichten
Bericht des
Nephrologen
Dr.
med. A._
, Facharzt für Nephrologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 2
2.
Dezember 20
21 attestiert
e
dieser
zwar
eine
deutlich geringere
Arbeitsfähigkeit von 20
%
(
Urk.
11/
3), allerdings konkretisierte
der Arzt
seine abweichende Beurteilung nicht. Eine fehlerhafte Beurteilung der behandeln
den Ärzte
des Z._
kann daraus nicht abgeleitet werden. Eine lediglich abwei
chende Beurteilung desselben Sachverhaltes
vermag die vorangehende und über
zeugende ärztliche Beurteilung nicht zu entkräften.
Die für die revisionsrechtliche Beurteilung entwickelten Grundsätze (vgl. BG
E 141 V 9 E. 2.3 mit Hinweisen)
sind auch in dieser Konstellation
zu beachten
.
Es besteht
somit
kein Anlass, von einer Arbeitsfähigkeit von weniger als 40
%
ab dem 2
9.
August 2019 auszugehen.
3.3
3.3.1
Der Beschwerdeführer macht sodann geltend,
nicht nur das Nieren-
, sondern auch
ein Herzleiden
und ein Leiden rheumatologischer Natur
führ
t
e
n
zu einer Beein
trächtigung
seiner
erwerblichen
Fähigkeiten
(
Urk.
1 S. 6
Rz
14 f.). Gemäss Pati
entenübersicht des
Y._
vom 1
8.
Januar 2019
(
Urk.
7/22
/1
)
leidet der
Beschwer
deführer an einer
valvulären
Herzerkrankung mit in
s
besondere schwerer Dilata
tion des linken Vorhofs u
nd mittelschwerer Insuffizienz der Mitralklappe
(
Urk.
7/22/1).
Darlegungen hinsichtlich allfälliger funktioneller Auswirkungen
auf die erwerbliche Leistungsfähigkeit
,
insbesondere hinsichtlich der bisherigen Tätigkeit im kaufmännischen Gewerbe
(vgl.
Urk.
7/5/5 f.,
Urk.
7/37/5)
,
ergeben sich aus den Unterlagen des
Y._
nicht.
Zu beachten ist denn auch
, dass im Verlauf
des Abklärungsverfahrens die Behandlung des Nierenleidens
und dess
en Folgen im Vordergrund stand
(
Urk.
7/22,
Urk.
7/34)
. Auf diese Problematik und nicht auf ein Herzleiden hatte der Beschwerdeführer in der Anmeldung hingewiesen (
Urk.
7/5/6).
Erst im Einwand zum Vorbescheid
machte
der Beschwerdeführer auch eine Beeinträchti
gung aufgrund seiner Herzerkrankung geltend und
wies
auf anste
hende Untersu
chungen hin
(
Urk.
7/57/1). Solche fanden kurz nach Verfügungserlass statt.
Konkrete neue Erkenntnisse
in Form einer Erklärung für die vom Beschwerde
führer geklagte ausgeprägte Leistungsintoleranz
ergaben
die betreffenden
kardi
ologischen Abklärungen
jedoch
nicht
.
Vielmehr hielt auch die Kardiologin
Dr.
med. B._ von der Praxis C._
am 2
9.
April 2021 eine 40%ige Arbeitsunfähigkeit fest
(
Urk.
11/1
).
Im Ergebnis
bestehen
keine konkreten Anhaltspunkte dafür, der Beschwerde
führer sei
bis zum Verfügungserlass
aus kardiologischer Sicht in
seiner
Tätigkeit als Kaufmann
oder in einer anderen körperlich nicht belastenden Tätigkeit
beein
trächtigt gewesen.
Eine Verletzung der Abklärungspflicht
kann der Beschwerde
gegnerin
diesbezüglich
nicht
vorgeworfen werden.
3.3.2
Die im
Januar 2019
erfolgten
rheumatologischen Untersuchungen der Ärzte der Kl
inik für Rheumatologie des
Y._
ergaben, dass die gekla
gten Gelenkschmerzen im Bereich
von Fingern, Ellbogen und Knien überwiegend wahrscheinlich in einem zeitlichen Zusammenhang mit einem Atemweginfekt
aufgetreten waren
. Strukturelle Schädigungen liessen sich keine feststellen, ebenso wenig ein Zusammenhang mit einer Stoffwechselerkrankung (
H
yperparathyreoidismus
). Verordnet wurde eine analgetische Therapie und ein physiotherapeutisch ange
leiteter Belastungsaufbau im Heimprogramm
. Eine Arbeitsunfähigkeit wurde nicht attestiert
(
Urk.
7/37/5 f.).
Aufgrund der
nach Verfügungserlass im Mai und Juni 2021 erfolgten weiteren Abklärungen
nannte der Rheumatologe
Dr.
D._
, Facharzt für Rheuma
tologie, als Diagnose eine chronische persistierende
Polyarthralgie des Hand
skeletts
,
und er ging
in seinem
Bericht vom 2
7.
Oktober 2021 von einer Teilein
schränkung aus
, vermochte diese aber nicht
genauer
zu quantifizieren. Immerhin hielt er fest, ein Halbtagespensum mit Pausen sei möglich. Sodann verwies er auf eine
vorzunehmende
Arbeitsplatzevaluation oder die Beurteilung im Rahmen einer Begutachtung durch die IV-Stelle (
Urk.
11/2).
Für die Zeit vor Erlass der angefochtenen Verfügung sind i
ns Gewicht fallende funktionelle Beeinträchtigungen hinsichtlich einer für
den
Beschwerdeführer
zumutbaren
Tätigkeit im kaufmännischen Gewerbe oder für eine vergleichbare Aufgabe
mithin noch
nicht ausgewiesen.
Vor diesem Hintergrund kann der Beschwerdegegnerin auch in diesem Punkt kein Vorwurf der Verletzung der Abklärungspflicht gemacht werden. Die Diagnose der
Polyarthralgie des Hand
skeletts
erfolgte nach Verfügungserlass, wobei gemäss
Dr.
D._
weiterhin mindestens ein Halbtagespensum zumutbar ist.
3.4
Zusammengefasst steht
mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
(BGE 144 V 427 E. 3.2)
fest, dass der Beschwerdeführer
ent
sprechend d
er Beurteilung der Ärzte des Z._
vom 2
9.
August 2019
eine körper
lich nicht belastende Tätigkeit (insbesondere nicht
rein gehend
oder stehend und ohne das Heben und Tragen von schwereren Lasten) im Umfang von 40
%
aus
üben
könnte.
RAD-Arzt
Dr.
med. E._
, Facharzt für Chirurgie, ergänzte das Belastbarkeitsprofil dahingehend,
es sollte sich um eine zeitlich
flexible Tätigkeit
ohne permanenten Zeitdruck und mit nur geringe
m Publikums
verkehr handeln und sie sollte keine
besondere
n
Anforderungen an das
Umstel
lungs
- und Anpassungsvermögen
voraussetzen
(
Urk.
7/60/3). Dem wurde seitens des Beschwerdeführers nicht widersprochen (
Urk.
1 S. 7
Rz
16)
und mit Blick auf die Belastungen der dreimal wöchentlich stattfindenden Dialysebehandlung (
Urk.
7/347/2) ist die Beurteilung des RAD-Arztes
auch
ohne Weiteres nachvoll
ziehbar.
4
.
4
.1
Der Beschwerdeführer macht geltend, angesichts der von den Ärzten formulierten Anforderungen, die eine angepasste Tätigkeit aufzuweisen habe, sei eine Umset
zung der Restarbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt nicht
möglich
.
Insbe
sondere d
ie vom RAD-Arzt genannten Anforderungen an eine angepasste Tätig
keit seien äusserst hoch
(
Urk.
1 S. 7
Rz
16).
4
.2
Die Frage der
Verwertung der Restarbeitsfähigkeit
ist bezogen auf den
ausgegli
chenen Arbeitsmarkt zu beurteilen.
Der Begriff des ausgeglichenen Arbeits
marktes gemäss Art. 16 ATSG ist ein theoretischer und abstrakter Begriff, welcher die konkrete Arbeitsmarktlage nicht berücksichtigt und dazu dient, den Leis
tungsbereich der Invalidenversicherung von jenem der Arbeitslosenversicherung abzugrenzen (BGE 134 V 64 E. 4.2.1, BGE 110 V 273 E. 4b; vgl. auch BGE 141 V 351 E. 5.2, 141 V 343 E. 5.2). Er umschliesst einerseits ein gewisses Gleichgewicht zwischen dem Angebot von und der Nachfrage nach Stellen; anderseits bezeichnet er einen Arbeitsmarkt, der von seiner Struktur her einen Fächer verschiedenartiger Stellen offenhält, und zwar sowohl bezüglich der dafür verlangten beruflichen und intellektuellen Voraussetzungen wie auch hinsicht
lich des körperlichen Einsatzes (BGE 110 V 273 E. 4b; ZAK 1991 S. 320 f. E. 3b; Urteile des Bundesgerichts 9C_830/2007 vom 29. Juli 2008 E. 5.1 und 9C_192/2014 vom 23. September 2014 E. 3.1, je mit Hinweisen).
Der ausgegli
chene Arbeitsmarkt umfasst auch sogenannte Nischenarbeitsplätze, also Stellen- und Arbeitsangebote, bei denen Behinderte mit einem sozialen Entgegenkommen von Seiten des Arbeitgebers rechnen können. Von einer Arbeitsgelegenheit kann nicht mehr gesprochen werden, wenn die zumutbare Tätigkeit nur noch in so eingeschränkter Form möglich ist, dass sie der ausgeglichene Arbeitsmarkt prak
tisch nicht kennt oder sie nur unter nicht realistischem Entgegenkommen eines durchschnittlichen Arbeitgebers möglich wäre und das Finden einer entsprechen
den Stelle daher von vornherein als ausgeschlossen erscheint (vgl. statt vi
eler: Urteile des Bundesgericht
s 8C_434/2017 vom 3. Januar 2018 E. 7.2.1 und
9C_253/2017 vom 6. Juli 2017 E. 2.2
.1, je mit weiteren Hinweisen).
Für die Inva
liditätsbemessung ist nicht massgebend, ob eine invalide Person unter den konkreten Arbeitsmarktverhältnissen vermittelt werden kann, sondern einzig, ob sie die ihr verbliebene Arbeitskraft noch wirtschaftlich nutzen könnte, wenn ein Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage nach Arbeitsplätzen bestünde (statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 23. Januar 2018 E. 4.3.2 mit Hinweis; Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die
Invalidenversicherung, 3. Auflage
2014,
R
n
132 zu Art. 28a
).
4
.3
Unter den genannten Voraussetzung
ist
es für den Beschwerdeführer
mit über
wiegender Wahrscheinlichkeit aus objektiver Sicht
möglich, seine Restarbeits
fähigkeit auch unter Berücksichtigung der ärztlicherseits genannten Einschrän
kungen und trotz der dreimal wöchentlich nöt
igen
Dialysebehandlung auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt umzusetzen. Dass wegen der G
elenkschmerzen eine
Arbeit am PC
und somit eine
Bürotätigkeit schlechterdings nicht möglich
ist
und wegen Herzproblemen und Schwindelgefühlen auch die regelmässige und pünkt
liche Bewältigung
des
Arbeitsweges nicht in Frage komme (
Urk.
1 S. 7 R7 16)
,
wird vom Beschwerdeführer behauptet, indessen ist
dies
mit Blick auf die ärzt
lichen Abklärungen
jedenfalls
bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung nicht
nachvollziehbar
(vgl. vorstehende E. 3.3).
Sodann kann auch mit
Blick auf das Alter
des Beschwerdeführers
nicht von der
Pflicht zur Selbsteingliederung
abwi
chen werden
(
Art.
7
Abs.
1 ATSG)
. Die Möglichkeit, die verbliebene Arbeitsfähig
keit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt zu verwerten, hängt nicht zuletzt davon ab, welcher Zeitraum der versicherten Person für eine berufliche Tätigkeit und vor allem auch für einen allfälligen Berufswechsel noch zur Verfügung steht (BGE 138 V 457 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_645/2017 vom 2
3.
Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen). Gemäss BGE 138 V 457 richtet sich der Zeitpunkt, in welchem die Frage nach der Verwertbarkeit der Restarbeitsfähigkeit bei vorgerücktem Alter beantwortet wird, nach dem Fest
stehen der medizinischen Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit (E. 3.3). Als ausgewiesen gilt die medizinische Zumutbarkeit einer (Teil-)Erwerbstätigkeit, sobald die medizinischen Unterlagen diesbezüglich eine zuverlässige Sachver
haltsfeststellung erlauben (BGE 143 V 431 E. 4.5.1; vgl. BGE 138 V 45
7 E. 3.4). Als die Ärzte des Z._
im August 2019 feststellten, die Umstände erlaubten e
s dem Beschwerdeführer wieder, i
m Umfang eines Pensums von 40
%
einer Erwerbstätigkeit nachzugehen (
Urk.
7/34/2)
,
stand der am
8.
April 1968 geborene Beschwerdeführer in seinem 5
1.
Lebensjahr. Mit anderen Worten verblieb ihm bis zum Erreichen
des AHV-Alters
noch eine Erw
erbsdauer von etwas mehr als 13
Jahren, was ausreichend ist, um sich beruflich neu orientieren.
Die längere
Abwesenheit vom schweizerischen Arbeitsmarkt
sodann
hat nicht gesundheit
liche Gründe
, für welche die IV-Stelle einzustehen hat
, sondern ist Folge persön
licher Entscheidung
en
des Beschwerdeführers in der Vergangenheit,
mit der
Folge, dass er etliche Jahre im Ausland lebte und arbeitete.
5
.
5.1
Die Beschwerdegegnerin
erachtete zur Bestimmung des Invaliditätsgrades einen Prozentvergleich als angezeigt. Dies mit der Begründung,
das
Valideneinkommen
lasse sich nicht ohne Weiteres bestimmen, insbesondere da der Beschwerdeführer die letzten Jahre
im Ausland
gelebt habe. Indessen kam sie zum Schluss, es könne darauf verzi
chtet werden, da weiterhin eine
Tätigkeit im betreffende
n
Berufs
bereich zumutbar wäre, was einen Pro
zentvergleich rechtfertige (
Urk.
7/39/4).
5.2
Ohne den Gesundheitsschaden wäre der Beschwerdeführer aller Voraussicht nach weiterhin
im angestammten Berufsfeld im kaufmännischen Bereich tätig
(vgl.
Urk.
7/5/5 f.,
Urk.
7/37/5,
Urk.
11/1 S. 3). Da nichts dagegen spricht, dass
auch
unter Rücksichtnahme auf die körperlichen
Limiten
eine solche Tätigkeit weiter
hin ausgeübt werden könnte,
sind für die Bestimmung der Vergleichseinkommen dieselben Bemessungsgrundlagen massgeblich.
Konkret wären
Validen- und Invalideneinkommen ausgehend vom glei
chen Tabellenlohn zu berechnen. In diesem Fall
erübrigt sich deren genaue Ermittlung
praxisgemäss
und
der Invali
ditätsgrad
entspricht
dem Grad der Arbeitsunfähigkeit
unter Berücksichtigung eines allfälligen Abzugs vom Tabellenlohn, d
er höchstens 25
%
betragen darf
. Dies stellt keinen «Prozentvergleich» dar, sondern eine rein rechnerische Verein
fachung (Urteil des Bundesgerichts 8C_148/2017 vom 19. Juni 2017 E. 4 unter Hinweis auf Urteil 9C_675/2016 vom 18. April 2017 E. 3.2.1.
Die ärztlicherseits im Berichtszeitpunkt, das heisst
ab
August 2019 gültige Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von 60
%
(
Urk.
7/34/2)
,
ist somit die Grund
lage
zur
Ermittlung des
Invaliditätsgrad
s
.
Ein
en
Abzug vom Tabellenlohn
als Invalidenlohn
hat die Beschwerdegegnerin
nicht berücksichtigt.
Die Frage eines Abzuges stellt sich jedoch in Berücksichtigung der Tatsache, dass der Beschwer
deführer als nur noch in einem Umfang von 40
%
erwerbsfähiger Mann gegen
über einem vollerwerbsfähigen Mann Lohneinbussen hinnehmen muss. Diese belaufen sich gemäss der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2018, T 18, Monatlicher Bruttolohn nach Beschäftigungsgrad
, 25–49
%
,
bei einem
Ange
hörigen
mindestens
des
mittleren Kader
s
auf
17,7
%
(
Fr.
10'980,
Fr.
9'039) und bei einem
Angehörigen des
unteren Kader
s
auf
11,2
%
(
Fr.
8'922,
Fr.
7'922)
.
Der Beschwerdeführer hat in der Schweiz eine KV-Lehre absolviert und hat sich im
Ausland zusätzlich als Verkaufs-Manager
weiter
gebildet. Er war einige Jahre
im
Verkauf und Marketing tätig, bevor er nach Costa Rica auswanderte
und dort zum einen auf der Botschaft im kaufmännischen Bereich tätig war, als auch eine Selbständigkeit mit einer eigenen
Unternehmung
aufbaute, bis er aus gesundheit
lichen Gründen in die Schweiz zurückkam (
Urk.
3/3). Bei diesem Lebenslauf
darf
mit einer Tätigkeit im Bereich eines unteren Kaders
gerechnet werden
, womit eine Lohneinbusse
bei seinem Pensum von 40
%
von
ca.
10
%
hinzunehmen
wäre.
Konkrete Umstände, die einen
weiteren
A
bzug rechtfertigen
,
sind nicht ersicht
lich.
Die limitierenden Umstände wurden von den behandelnden Ärzten beschrie
ben und das Zumutbarkeitsprofil und die Restarbeitsfähigkeit unter Berücksich
tigung dieser Faktoren formuliert. B
ereits in der Beurteilung der medizinischen Arbeitsfähigkeit enthaltene gesundheitliche Einschränkungen
dürfen
nicht zusätzlich in die Bemessung des leidensbedingten Abzugs einfliessen und so zu einer doppelten Anrechnung desselben Gesichtspunkts führen (BGE
146 V 16 E. 4.1 mit Hinweisen)
.
Bei einem vorliegend gerechtfertigten Abzug von 10
%
beim Invalideneinkommen
besteht ein Invaliditätsgrad von 64
%
(40
%
x 0.9 = 36
%
; 100
%
-36
%
)
und es bleibt bei der verfügten
Dreiviertelsrente
.
5.3
Die
Anmeldung
zum Leistungsbezug
datiert vom
1.
November 2018
(
Urk.
7/5
)
. Zu diesem Zeitpunkt bestand eine vollständige Arbeitsunfähigkeit und
ab Ende August 2019
eine solche von 60
%
(
Urk.
7/27/2,
Urk.
7/34/2)
.
Sechs Monate nach der Anmeldung (
Art.
2
9.
1 IVG) waren die
Voraussetzungen für den Anspruch auf eine Rente
indessen
noch nicht
erfüllt, da zu diesem Zeitpunkt das Wartejahr (
Art.
28
Abs.
1
lit
. c IVG)
noch andauerte
.
Dieses hatte mit der Attestierung einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit ab dem 1
8.
Oktober 2018 zu laufen begonnen und endete am 1
7.
Oktober 201
9.
Da
die Rente vom Beginn des Monats an aus
bezahlt wird, in dem der Rentenanspruch entsteht (
Art.
29
Abs.
3 IVG)
,
hat die Beschwerdegegnerin dem Beschwerdeführer richtigerweise mit Wirkung ab Oktober 2019
die
Dreiviertelsrente
zugesprochen.
Dies hat die Abweisung der gegen diesen Entscheid erhobenen Beschwerde zur Folge.
6.
6.1
Gemäss
Art.
61
lit
.
f
bis
ATSG
in Verbindung mit
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweige
rung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versiche
rungsgericht kostenpflichtig. Die Kosten werden nach dem Verfahrensaufwand
und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis
Fr.
1'000.-- fest
gesetzt. Vorliegend erweist sich eine Kostenpauschale von
Fr.
700
.-- als ange
messen. Ausgangsgemäss sind die Kosten
dem Beschwerdeführer aufzuerlegen, zufolge gewährter unentgeltlicher Prozessführung aber einstweilen a
uf die Gerichtskasse zu nehmen.
6.2
Der unentgeltliche Rechtsvertreter des Beschwerdeführers, Rechtsanwalt
Dr.
Peter Stadler, Zürich, hat von der Gelegenheit, eine Honorarnote einzureichen (vgl.
Urk.
8 S. 2 Dispositiv
Ziff.
3)
,
keinen Gebrauch gemacht. Die ihm
aus der Gerichtskasse
zuzusprechende Aufwandentschädigung ist daher ermessensweise festzusetzen.
Unter Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses
sowie in Anwendung
des praxisgemässen Stunden
ansatzes von
Fr.
220.--
ist die Entschädigung auf
Fr.
2’000
.-- festzusetzen (Mehr
wertsteuer und Auslagenersatz inbegriffen).
6.3
D
er
Beschwerdeführer wird auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht (
GSVGer
) aufmerksam gemacht, wonach
er
zur Nachzahlung der einstweilen zulasten der Gerichtskasse genommenen Kosten verpflichtet werden kann, sofern
er
dazu in der Lage ist.