# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 75b59145-dcea-4634-991e-5165b4ce7e2e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
,
geboren 1950, meldete sich am 29.
September
2016 bei der Gemeinde
Y._
,
Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV
(nachfolgend: DZL), zum
Bezug von
Zusatzleistungen
zu ihrer Alters
rente
(Urk. 7/7)
an (Urk. 7/1).
Die DZL sprach der Versicherten mit Verfügung vom 20. Dezember 2016 Zusatzleistungen in der Höhe von insgesamt Fr.
635
.-- pro Monat
respektive Fr. 7'620.-- pro Jahr
(Ergänzungsleistungen und Beihilfe) ab dem 1.
November
2016 zu
(Urk. 7/18/1 S. 2). Dabei berücksichtigte
sie unter anderem
die
Erbschaftsanteil
e der Versicherten
an zwei Liegen
schaften
in Italien
als Vermögen im Betrag von Fr. 9'847.-- (Wert per Ende 2015
; Urk. 7/18/2 S. 1, Urk. 7/18/3
, Urk. 7/9
).
Dagegen erhob die Versicherte mit Schreiben vo
m
25.
Januar
2017 Einsprache (Urk.
19/2
), welche die DZL mit
Einspracheentscheid
vom 14.
Februar
2017 abwies (Urk.
2
).
2.
Hiergegen erhob die
Versicherte mit Eingabe
vom
10. März 2017
(Urk. 1)
Be
schwerde und beantragte, der Einspracheentscheid vom
14.
Februar
2017
sei ab
zu
weisen und es sei ihre Einsprache vom 26. (
richtig: 25.) Januar 2017 (Urk.
19/2) gegen die Verfügung vom 20. Dezember 2016 neu zu überprüfen und gegebenenfalls gutzu
heissen.
Die Beschwerdegegnerin ersuchte in der Be
schwerdeantwort vom 12. April 2017 sinngemäss um Abweisung der Be
schwerde; eventualiter sei die von der Beschwerdeführerin in Aussicht gestellte amtliche Schätzung einer neuen ZL-Berechnung zugrunde zu legen (Urk. 6). Am 6. Februar 2018 teilte die Beschwerdegegnerin dem Gericht auf telefonische Nachfrage hin mit, dass von der Beschwerdeführerin keine amtliche Schätzung eingereicht worden sei (Urk. 9).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1.
Der Bund und die Kantone gewähren Personen, welche die Voraussetzungen nach den Art. 4 bis Art. 6 des Bundesgesetzes über die Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invaliden
ver
sicherung vom 6. Oktober 2006 (ELG) erfüllen, Zusatzleistungen zur Deckung ihres Existenzbedarfs (Art. 2 Abs. 1 ELG; §§ 1, 13, 15 und 20 des Gesetzes des Kan
tons Zürich über die Zu
satzleistungen zur AHV/IV, ZLG, in der seit 1. Januar 2008 gültigen Fas
sung).
1.2
1.2.1
Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten
Ausgaben
die
anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1
ELG). Die anrechenbaren Ausgaben werden nach Art. 10 ELG, die Einnahmen nach
Art. 11 ELG ermittelt.
Als Einnahmen angerechnet werden unter anderem Einkünfte aus beweg
lichem
und unbeweglichem Vermögen (Art. 11 Abs. 1
lit
. b ELG) sowie (bei Alters
ren
t
ner
innen und Altersrentnern) ein Zehntel des Reinvermögens, soweit es bei alleinstehenden Personen Fr. 37‘500.-- übersteigt (Art. 11 Abs. 1
lit
. c ELG). Grundsätzlich anrechen
bar sind namentlich auch Liegenschaften eines Ver
sicherten im Ausland (Urteil des Bundesgerichts 8C_187/2007 vom 22. Novem
ber 2007 E. 6.2).
1.2.2
Zweck der Ergänzungsleistungen ist eine angemessene Deckung des Existenz
bedarfs. Bedürftigen Rentnern der Alters- und Hinterlassenen- sowie der In
vali
denversicherung soll ein
regelmässiges
Mindesteinkommen ge
sichert wer
den. Die Einkommensgrenzen haben dabei die doppelte Funktion einer
Bedarfslimite
und eines garantierten Mindesteinkommens. Deshalb sind bei der Anspruchs
be
rech
nung nur tatsächlich vereinnahmte Einkünfte und vorhandene Vermö
gens
werte zu
berücksichtigen, über die der Leistungsansprecher unge
schmälert ver
fügen kann (BGE 127 V 248 E. 4a, 122 V 19 E.
5a).
Die Anrechnung eines Sachwertes im Rahmen von Art. 11 Abs. 1
lit
. c ELG beruht auf der Fiktion, dass er jederzeit in liquides Vermögen umgewandelt werden und als solches verzehrt werden kann.
Die zeitliche Verzögerung, die mit einer Um
wandlung eines konkreten Ver
mögenswertes in liquides Vermögen verbunden wäre, wird ignoriert.
Ist indessen die Umwandlung in liquide Mittel nicht möglich oder der Zugriff darauf verwehrt, entfällt die Anrechnung
.
(
Jöhl
/
Usinger
-Egger
, Ergänzungsleistungen zur
AHV
/ IV, in: Soziale Sicherheit, SBVR Bd. X
IV, 3. Aufl. 2016, S. 1842 ff.
R
z
161 f.
;
Urteil
des Bundesgerichts
9C_447/2016 vom 1. März 2017
E. 4.1).
1.3
Nach Art. 17 der
Verordnung über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinter
las
senen- und Invalidenversicherung (ELV)
ist
das
anrechenbare Vermögen nach den Grundsätzen der Gesetzgebung über die direkte kantonale Steuer für die Be
wertung des Ver
mögen
s im Wohnsitzkanton zu bewerten (Abs. 1).
Dienen Grund
stücke dem Bezüger oder einer Person, die in der EL-Berechnung einge
schlossen ist, nicht zu eigenen Wohnzwecken, so sind die
se zum Verkehrs
wert einzusetzen (Abs. 4).
Die Kantone können anstelle des Verkehrswertes einheitlich den für die interkan
tonale Steu
erausscheidung
massgebenden
Repartitionswert anwenden
(Abs. 6)
.
Der Kanton Zürich hat indessen von dieser Befugnis keinen Gebrauch gemacht (vgl. die Weisungen und Infor
ma
tionen be
treffend Zusatzleis
tungen zur AHV/IV, „Voll
zugsweisungen
betr. Zusatzleistun
gen mit Wirkung ab 1. Januar
1999“ vom 24. November 1998
und
vom 2
7.
März 2013
, S. 9, ein
sehbar unter
www.sozialamt.zh.ch
).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich
im angefochtenen Einspracheentscheid auf den Standpunkt,
die
ZL-Berechnung sei
nach den gesetzlichen Vorgaben unter Berücksichtigung der ausländischen Liegenschaft als Vermögen vorgenommen worden. Deren
Verkehrsw
ert sei aufgrund der von der
Beschwerdeführerin
eingereichten
Unterlagen
"
Visura
per
soggetto
per 12.05.2015" anhand der (danach aus
ge
wiesenen)
hochgerechnete
r
Rendite
geschätzt
worden
. Gemäss
Randziffer 3444.03 der
der Wegleitung (des Bundesamtes für Sozialver
siche
rungen, BSV) über die
Ergän
zungsleistungen
zur AHV und IV (WEL)
könne bei Liegenschaften im Ausland auf eine amtliche Schätzung abgestellt werden. Eine solche sei ihr von der
Beschwerdeführerin
indes nicht eingereicht worden, wes
halb sie auf die "
Visura
per
soggetto
" abgestellt habe
(Urk. 2
).
2.2
Die
Beschwerdeführer
in
wendet dagegen ein,
sie sei aufgrund einer Erbschaft am Eigentum an einem seit 17 Jahren leer
stehenden Haus in der italienischen Ge
meinde
Z._
mit 13 weiteren Familienangehörigen und an einem eben
falls leerstehenden kleinen Haus in der Gemeinde
A._
mit zwei Ge
schwistern beteiligt.
Beide Hausanteile seien für sie nicht ver
wert
bar, da sie finanziell nicht in der Lage sei, die Verwandten auszuzahlen und die Häuser
instandzustellen
. Das Gleiche gelte auch umgekehrt. Es handle sich um Gebäude in notorischen Abwanderungsgemeinden
ohne Tourismusauf
kom
men, die nicht nachgefragt würden. Sie seien nur eine Belastung, da Steuern und Gebühren bezahlt werden müssten und sicherheitstechnische Vorkehren getroffen werden müssten, ohne dass auch nur ein Euro erzielt werden könne.
Sie sei von
der Beschwerdegegnerin aufgefordert worden, einen Auszug des Grund
buch
amtes
beizubringen. Diese Dokumente habe sie in Italien angefordert und der
Be
schwer
degegnerin
übergeben. Diese seien als die richtigen bezeichnet und ent
gegen
ge
nommen worden. Erst im
Einspracheentscheid
habe sie erfahren, dass alternativ zur Kataster-Auskunft auch eine amtliche Schätzung möglich sei. Zudem sei sie mündlich nicht darüber informiert worden, dass es noch andere Möglichkeiten zur Bewertung ihrer geringfüg
igen Liegenschaftsanteile gebe. Die
Beschwerde
gegnerin
sei auf ihre Begründung in der Einsprache zudem nicht eingegangen
(Urk. 1).
2.3
Allein strittig und zu prüfen ist, ob
die Beschwerdegegnerin in der Be
rech
nung der Zusatzleistungen für das Jahr 201
6
unter dem Titel "Vermögen Liegenschaft"
(Urk. 18/2 S. 1)
zu Recht
den Betrag von Fr. 9'847.--
als Vermögen und
den Be
trag von Fr. 394.--
als
daraus resultierenden
Vermögensertrag
berück
sichtigt hat.
3.
3.1
Es ist
unstrittig und
ausgewiesen
, dass die
Beschwerdeführerin
Teilhaberin
an zwei
Erben
ge
mein
schaften
mit
Mite
igentum an drei
Liegenschaften in
Nord
ost
i
talien ist.
Und zwar ist der Auskunft der Katasterdienste (
Servizi
Catastali
) des Büros der Provinz
B._
vom 12. Mai 2015
(Grundbuchauszug
,
"
Visura
per
soggetto
")
zu entnehmen, dass
sie zusammen mit 13 weiteren Erben Mit
eigen
tümerin an einem 7-Zimmerhaus
(7
vani
)
mit
einem Grundstück von
7m
2
Nr.
3 in der Gemeinde
Z._
(Bezirk
B._
,
Katasterblatt Nr.
34, Parzellen Nr. 429.2-3,
Codice
E429) zu einem Bruchteil von 65/1449 ist
(Urk. 7/9 S. 1 f.)
. Des Weiteren ist sie zusammen mit zwei weiteren Erben Mit
eigentümerin
zu je einem Drittel an einem 3-Zimmerhaus und
zwei landwirtschaftlichen Grundstücken
von insge
samt 6.4 Hektaren
in der Gemeinde
A._
(
Bezirk
B._,
Katasterblatt Nr. 31, Parzelle Nr. 38.2 und Parzellen Nr. 939 sowie
Nr.
971, je
Codice
I673
;
Urk. 7/9 S. 2 f.
)
3.2
3.2.1
Entgegen der Ansicht der
Beschwerdeführerin
ist der Umstand, dass die Rea
li
sierung dieser Ver
mögenswertanteile schwierig ist, rechtsprechungsgemäss
kein Grund
dafür, auf die Anrechnung als Vermögen in der ZL-Berechnung zu ver
zich
ten.
Denn
i
n grundsätzlicher Hinsicht gilt, dass der Anteil an einer
unverteilten
Erb
schaft bei der Berechnung der Ergänzungsleistung als Vermögen zu be
rück
sichtigen ist, und zwar ab dem Zeitpunkt des Erwerbs der Erbschaft mit dem Tod der Erblasserin oder des Erblassers (Art. 560 Abs. 1 ZGB; Urteil
Bun
des
gerichts
P
6/91 vom 8. April 1992 E. 2c, in: ZAK 1992 S. 325
;
Jöhl
/
Usinger
-Egger, a.a.O., S. 1844 FN 689
). Schwierigkeiten bei der Rea
lisierung rechtfertigen noch kein Abgehen von dieser Regel (Urteil
des Bun
desgerichts P 8/02 vom 12.
Juli 2002 E.
3b
,
9C_567/2016 vom 3. Januar 2017
E. 3.1 und
9C_447/2016 vom 1. März 2017
E.
4.2.2
).
Eine Anrechnung kann indessen erst erfolgen, wenn über den Anteil hinreichende Klarheit herrscht (Urteil
des Bundesgerichts
P 54/02 vom
17. September 2003 E.
3.3), oder wenn sich dieser Anteil zwar nicht genau beziffern lässt, ein EL-An
spruch unter Berücksichtigung aller Eventualitäten tatsächlicher und recht
licher Natur jedoch sicher aus
ge
schlossen werden kann (SVR 2011 EL Nr. 7 S. 21, 9C_999/2009 E. 1.1 mit Hinweisen; Urteil
des Bundesgerichts
9C_305/2012 vom 6. August 2012 E. 4.1.2
).
Unter dem Anteil an einer
unverteilten
Erbschaft ist der Anspruch des jeweiligen Erben am Liquidationsergebnis bei Auflösung der Gemeinschaft zu verstehen ("Anwartschaftsquote"; Urteile
des Bundesgerichts
9C_999/2009 vom 7. Juni 2010 E
. 1.1, in: SVR 2011 EL Nr. 7 S.
21, und P 6/91 vom 8. April 1992 E. 2c, in: ZAK 1992 S. 325
).
Hinreichende Klarheit über den Erbanteil setzt voraus, dass - nebst den wesentlichen Aktiven und Passiven - alle Erben und deren Erbquoten bekannt sind (Urteil
des Bundesgerichts
9C_305/201
2
vom 6.
August 2012 E. 4.4.3; zum Ganzen: Urteile des Bundesgerichts 9C_567
/2016 vom 3. Januar 2017
E. 3.1 und
9C_447/2016 vom 1.
März 2017
E.
4.2.2).
3.2.2
Hier stehen die
Anteile
an den Liegenschaften
mit einmal 65/1449 und zweimal ein Drittel bei beiden Erb
schaften
fest
und die Umwandlung der Vermögenswerte in liquide Mittel ist
grundsätzlich
nicht
verwehrt
.
So ist g
emäss italienischem Recht d
ie Erbengemeinschaft
Bruchteilsgemeinschaft
, wobei jeder Erbe seinen Erbanteil veräußern darf; dabei besteht ein Vorkaufsrecht der Miterben. In Ausnahmefällen können die Miterben
auch
die Aus
einan
der
setzung der Erbengemeinschaft verlangen (
vgl. Art. 713 ff des
Codice
Civile
Italiano
[
c.c
.] in Verbindung mit
Art. 1103 c.c. und
Art. 1110 – 11116 c.c.;
vgl.
auch:
www.institut-fuer-internationales-erbrecht.de/italien/erbrecht-in-italien
.
html
;
Wiede
mann/Wiede
mann in Süß/Haas, Erbrecht in Europa, 2004, 597
).
3.2.3
Nach dem Gesagten hat die
Beschwerdegegnerin
somit zu Recht
den Ver
mögens
wert der Erbschaftsanteile der
Beschwerdeführerin
festgelegt und in der ZL-Be
rech
nung berücksichtigt.
Dasselbe würde im Übrigen auch gelten, wenn die Erbengemeinschaften aufgelöst, beide Erbschaften verteilt wäre
n
und die
Be
schwerdeführerin
unabhängig davon weiterhin
als Miteigentümerin an den Immobilien beteiligt wäre.
Zu klären bleibt nachfolgend, ob der als Liegen
schaftsvermö
gen angerechnete Betrag von Fr.
9'847.--
für sämtliche Vermögensanteile
und der daraus ermittelte Ver
mögensertrag von
Fr. 394.--
(Urk.
7/
18/2)
in ihrer Höhe
zu beanstanden
sind
.
4.
4.1
4.1
.1
Die Beschwerdegegnerin
ermitttelte
die Werte der verschiedenen Grundstücke anhand der Angaben
des Grundbuchauszuges ("
Visura
per
soggetto
")
vom
12.
Mai 2015 (Urk. 7/9). Darin
wurde
für jedes
Grundstück
ein bestimmter Betrag in Euro
angegeben; bei den
Wohnliegenschaft
en
wurde
der Betrag als „
rendita
“, bei den Landparzellen als „
reddito
“, gegliedert in einen „
reddito
dominicale
“ und einen „
reddito
agrario
“, bezeichnet. Diese Beträge setzte die Beschwerdegegnerin
gemäss den hand
schriftlichen Notizen auf dem Katasterauszug
vom
12. Mai 2015 (Urk. 7/9)
in
die folgende Formel ein:
„
rendita
“
/
„
reddito
“
(Rendite, Ertrag)
+ 25
% x 75.
Und zwar nahm die
Beschwerdegegnerin
die folgenden Berechnungen vor
(
vgl.
Urk. 7/9)
:
Nr. 1:
(Euro 196,77 + 25 %) x 75 = Euro 18'447.--; davon 65/1449 = Euro 827.50
x Wechsel
kurs 1,0908 =
Fr. 902.65
Nr. 2:
(Euro 261,84 + 25 %) x 75 = Euro
24'547.50
; davon 1/3 = Euro
8'182.50
x Wechsel
kurs 1,0908 = Fr.
8'925.50
Nr. 3:
(Euro 0,56 + 25 %) x 75 = Euro 52.50; davon 1/3 = Euro 17.50
x Wechselkurs 1,0908 = Fr. 19.10
Total
Fr.
9'847.25
(
Fr. 902.65
+
Fr. 8'925.50
+ Fr. 19.10)
4.1
.2
Bei dieser Berechnung hat die
Beschwerdegegnerin
übersehen, dass sie in der zweiten Rechnung (261.84 + 25 % x 75) die "
Rendita
" zur ersten Immobilie (7 Zimmer mit Grundstück von 7 m
2
,
Commune
di
Z._
,
Codice
E429) von insgesamt Euro 196,77 (Euro 195,22 + Euro 1,55; Urk. 7/9 S. 1) fälschlicherweise ein zweites Mal in die Berechnung einbezogen und damit doppelt sowie mit einem Drittel anstatt mit dem korrekten Anteil von 65/1449 berücksichtigt hat. Denn der "
Rendita
"-Betrag von Euro 261,84 bezieht sich auf das "Totale Generale" von 10 Zimmern Wohn- und 7 m
2
Grundstücksfläche ("
vani
10 m
2
7"; Urk. 7/9 S. 3) und ist die Summe der "
Rendita
" der ersten Liegenschaft in der "
Commune
di
Z._
" mit einer "
Rendita
" von insgesamt Euro 196,77 (Euro 195,22 + Euro 1,55) und der zweiten Liegenschaft in der "
Commune
di
A._
" mit einer "
Rendita
" von Euro 65,07.
Die korrekte Berechnung gemäss den von der
Beschwerdegegnerin
angewandten Ansätzen mit der Formel "Kataster
ertrag + 25 % x 75" müsste somit wie folgt aussehen:
Nr. 1:
(Euro 196,77 + 25 %) x 75 = Euro 18'447.--; davon 65/1449 = Euro 827.50
x Wechselkurs 1,0908 =
Fr. 902.65
Nr. 2:
(Euro 65,07 + 25 %) x 75 = Euro 6'100.30; davon 1/3 = Euro 2'033.45
x Wechselkurs 1,0908 = Fr. 2'218.10
Nr. 3:
(Euro 0,56 + 25 %) x 75 = Euro 52.50; davon 1/3 = Euro 17.50
x Wechselkurs 1,0908 = Fr. 19.10
Total
Fr. 3'139.85
(
Fr. 902.65
+ Fr. 2'218.10 + Fr. 19.10)
4.
2
4.2.1
Bezogen auf die Methode ist festzuhalten, dass d
ie
Beschwerdegegnerin
die
Immo
bilien
werte
ausgehend von de
n
zu Steuerzwecken von der italie
nischen Behörde festgelegten Ka
taster
erträgen
(
„
rendita
“
/
„
reddito
“
)
ermittelte
.
Im ange
fochtenen Ein
spracheentscheid (Urk. 2) und in der diesem zugrunde
liegenden Ver
fügung (Urk. 7/18) wurden dazu keine weiterführenden Erläu
terungen abge
geben, sondern lediglich bemerkt, es sei
„
gemäss unseren Vorgaben mit der '
Rendita
' der geschätzte Verkehrswert ZL hochgerechnet" worden (Urk. 2 S. 1).
Weder daraus noch
aus den übrigen Akten ist
indes
ersicht
lich, auf
welche
Grundlage
sich
insbesondere
die Berech
nungs
formel
"
Kataster
ertrag + 25 % x 75
"
stützt. Fest steht
damit jedenfalls
, dass die Wert
ermittlung
mit
pauschale
n
An
sätze
erfolgte
, die den konkreten Begeben
heiten der
Immobilien keine Rech
nung tragen.
4.
2.2.
Für die Berechnung der Erträge aus den
Immobilien, welche grundsätzlich nach Art. 11 Abs. 1
lit
. b ELG als Einnahmen in der ZL-Berechnung zu berücksichtigen sind,
verwendete die Beschwerdegegnerin sodann
ebenfalls eine
allgemeine
Formel, nämlich „
(Ermittelter Wert
der Liegenschaft
en
x 5 %
)
- 20 % Unterhalt = Ertrag“
. Sie nahm damit die folgende (gerundete) Berechnung vor: 5 % von Fr. 9'847.-- = Fr. 492.--; abzüglich 20 % (Fr. 98.--) = Fr. 394.-- (Urk. 7/18/3).
Dieser mit einem Mittelwert von 5 % des Verkehrswertes der Liegen
schaften
ermittelte Ertrag
entspricht einem durch
schnitt
lichen Ertrag
für die ganze Lebens
dauer einer Liegenschaft respektive
der auf dem Grundstück stehenden Bauten
,
bei dem u
nter Berücksichtigung des Pauschalabzugs für die Gebäude
unterhalts
-
kosten von 20 % des Liegenschaftsertrages ein zur Anrech
nun
g gelan
gender Netto
betrag von 4
%
resultiert (vgl.
Carigiet
/Koch,
Ergänzungs
leistungen zur
AHV
/IV, 2. Auflage 2009, S. 172; Urteil des
Bundesgericht
s
P 33/05
vom 8.
November 2005
E. 3-4).
5.
5
.1
N
ach der
bundesgerichtlichen
Rechtsprechung ist primär eine individuelle, auf das konkrete Grundstück
bezogene Schätzung erforderlich, wenn - wie hier -
der Verkehrswert einer Wohnliegenschaft m
assgebend ist, sei es, weil es sich
nicht um eine selbst bewohnte Liegenschaft im ergänzungs
leistungsrechtlichen Sinn handelt (Art. 17 Abs. 4 ELV), sei es, weil es um die Entäusserung einer selbst bewohnten Liegenschaft und die Frage nach dem
adäquaten Gegenwert geht (Art.
17 Abs. 5 ELV; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_849/2008
vom 16. Juni 2009 E. 6.3.1).
Unter dem Verkehrswert ist der Verkaufswert zu verstehen, den eine Liegen
schaft im normalen Geschäftsverkehr besitzt (Urteil des Bundes
ge
richts P 49/05 vom 9. Juni 2006 E. 2.1 mit Hinweisen). Wie dieser Wert zu ermitteln ist, wird in der Gesetzgebung nicht vorgeschrieben
(
Carigiet
/Koch, Ergänzungsleistungen zur
AHV
/IV, 2. Aufl. 2009, S. 171).
Das Bundesgericht räumt ein, dass eine konkrete, aktuelle Liegenschaftsschätzung dort nicht tauglich ist, wo der Wert massgebend ist, den eine Liegenschaft zu einem in der Vergangenheit liegenden Zeitpunkt hatte.
In solchen Fällen
ist nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung auf geeignete anderweitige Schätzungs
werte abzustellen (
SVR 1998 EL Nr. 5 S. 9 E. 6a;
Urteile des Bun
desgerichts
9C_550/2017 vom 6. Dezember 2017 E. 3,
8C_849/2008 vom 16.
Juni 2009 E.
6.3.4, P 62/01 vom 30. Mai 2003 E. 3.2 und P 31/01 vom 13. Dezember 2001 E. 2a).
Als solche geeignete anderweitige Methode hat das Bundesgericht neben dem bereits im Gesetz genannten Repartitionswert (gesamtschweizerisch verein
heit
lichter Steuerwert, Art. 17 Abs. 6 ELV, vgl.
Carigiet
/Koch, a.a.O., S. 171 FN 522; Urteil des Bundesgerichts P 31/01 vom 13. Dezember 2001, E. 2a) im Falle einer bebauten Liegenschaft etwa das Abstellen auf das Mittel zwischen dem Steuer
wert und dem Gebäudeversicherungswert, wie es im Kanton Thurgau praktiziert wird, als in der Regel sachgerecht beurteilt,
da der Verkehrswert meist deutlich
über dem Steuerwert, hingegen häufig unter dem Gebäudeversicherungswert liege
(Urteile des Bundesgerichts 8C_849/2008 vom 16. Juni 2009 E. 6.3.4 und P 50/00 vom 8. Februar 2001 E. 2b
; vgl. auch
Urteil des Bundesgerichts 9C_550/2017 vom 6. Dezember 2017 E. 3.2-3.3
).
In dem den Kanton Zürich betreffenden Urteil 9C_396/2013, 9C_397/2013, 9C_398/2013 vom 15. Oktober 2013 kam das Bundesgericht in Bezug auf ein Reihen
einfamilienhaus zum Schluss, die Addition des Zeitbauwerts (Zu
stands
wert) der auf dem Grund
stück liegenden Gebäude, welcher die Alter
sentwertung be
rücksichtige, und des Marktwerts des Bodens stelle eine ge
schützte Ver
mö
gens
ermittlung dar (E. 7.1.2; vgl.
Carigiet
/Koch, a.a.O., S. 171 f. mit Hinweis auf AHI-Praxis 1998 S. 274 f.).
In diesem Fall stellte das Bundesgericht auf den vom Steueramt geschätzten 'Zeitbauwert Gebäude' und den (mit der Grundstücks
fläche zu multiplizierenden) Quadratmeterpreis gemäss der Statistik für Wohn
landpreise des statistischen Amtes ab (vgl. auch Urteil 9F_15/2013 vom 24. März 2014 E. 2.2, wonach die Frage der Anwendbarkeit einer Statistik wie auch deren [richtige] Handhabung im Einzelfall eine Rechtsfrage ist).
Im Urteil
9C_550/2017 vom 6. Dezember 2017
kam das Bundesgericht dagegen zum Schluss, der
Zeit
bauwert, welcher definitionsgemäss mit zunehmender Zeit
abnehme
, stelle im
vorliegenden
, ebenfalls den Kanton Zürich betreffenden
Fall keine verlässliche Grösse dar (E. 3.2.2), weshalb auf den von der Praxis anerkannten Mittelwert zwischen Steuerwert und Gebäudever
sicherungswert abzustellen
sei
(E. 3.3).
Das Bundesgericht ist jedoch
auch
schon verschiedentlich zum Schluss ge
kommen, dieser Durchschnittswert führe im konkreten Fall zu keinem ver
tretbaren Ergebnis, und hat die Verwaltung dort zu einer konkreten rück
wirkenden Liegenschaftsschätzung verpflichte
t (Urteile des Bundesgerichts P
49/05 vom 9. Juni 2006 E. 2.2.2 und E. 2.3 so
wie P 62/01 vom 30. Mai 2003 E.
3.2 f.
).
In einem den Kanton Graubünden betreffenden Entscheid
sodann
stellte
das Bundes
gericht auf die Verkehrswertschätzung durch die kantonale Schätzungs
kommission ab (Urteil des Bundesgerichts P 48/04 vom 22. Februar 2005 E. 2.1).
5.2
5.2.1
Hier
ist der Verkehrswert (Art. 17 Abs. 4 ELV) der Immobilien in der nord
ita
lienischen Provinz
B._
in den Jahren
2015
/2016
zu bestimmen.
Es muss somit
kein Ver
kehrswert bestimmt werden, der weit in der Vergangenheit liegt, sondern es geht um einen aktuellen Wert
in einem Nachbarland
. Eine Schätzung aufgrund des konkreten, aktuellen Zustands der Liegenschaft
en
ist daher hier die
geeignete Methode für die Ermittlung des zusatzleistungsrechtlich anrechenbaren Ver
mögens
.
Dies
ist
hier auch deshalb
angezeigt
, da den Akten weder der Gebäude
versiche
rungswert noch ein nach
vollziehbar ermittelter Steuerwert zu entnehmen ist.
Auch ist a
us
der Katasterauskunft
("
Visura
per
soggetto
")
vom
12. Mai 2015
(Urk.7/9) nicht ersichtlich
, wie die italienische Behörde im
vorliegenden insbe
sondere
zu
den „
rendita
“ von Euro 195,22, Euro 1,55 und Euro 65,07
gelangt ist
und inwiefern d
ie regi
strierten Daten (Flächenangaben, Anzahl Zimmer)
sowie der
Land- und Gebäudewert als zentrale Parameter der Schätzung einer Wohn
liegenschaft (vgl. die Urteile des Bundesgerichts P 49/05 vom 9. Juni 2006 E. 2.2 und P 50/00 vom 8. Februar 2001 E. 2b) berücksichtigt sind
.
Es handelt sich bei diesem Katasterertrag jedenfalls um einen amtlichen, zu Steuerzwecken ge
schätzten Durchschnittswert
, der in der Regel tiefer liegt
als der Verkehrswert
.
E
s ist
somit
offensichtlich, dass die
Verwendung
dieser
Katasterertragswerte
wie auch
die Verwendung der Formel "+ 25 % x 75"
zu einer lediglich schematischen, keine individuellen Gegebenheiten berücksichtigenden Schätzung führt.
Eine der
artige Schätzung genügt indessen nach dem Ausgeführten grundsätzlich nicht oder auf jeden Fall erst dann, wenn eine genauere Schätzung nicht möglich oder nur mit einem unverhältnismässigen Aufwand erhältlich ist.
5.2.2
Die Beschwerdegegnerin hat
indes
nicht dargetan, dass
hier
allzu
grosse Hürden für eine konkrete Schätzung durch eine Fachperson für Immobilien
bewertung
in
Nordi
talien
oder eine amtliche Schätzung
bestünden. Sie hielt im angefochtenen Einspracheentscheid lediglich fest, die Beschwerdeführerin habe es unterlassen, eine
amtliche S
chätzung ein
zureichen
(Urk. 2 S. 1
). Aufgrund des Untersuchungs
grundsatzes nach Art. 43 Abs. 1 ATSG
(vgl.
U
rteil des Bundesgerichts vom 9.
Oktober 2017 E.
2.1
)
obliegt es jedoch der Beschwerdegegnerin, den Ver
kehrs
wert der zur Diskussion stehen
den
Immobilien
zu ermitteln.
Namentlich hat
eine Marktwertschätzung
-
und auch eine amtliche Schätzung
-
auf Kosten der
Beschwerdegegnerin
zu erfolgen
(
Jöhl
/
Usinger
-Egger
,
a.a.O. S. 1852 FN
736
).
Die Beschwerdeführerin muss der Beschwerdegegnerin aufgrund der Mitwir
kun
gs
pflicht nach Art. 28 Abs. 2 ATSG zwar sämtliche Unterlagen zur Verfügung stellen, welche die Verkehrswertschätzung ermöglichen; die aktive Rolle, welche die Beschwerdegegnerin bei der Ermittlung einzunehmen hat, gebietet jedoch, dass sie diese Unterlagen genau bezeichnet und die Beschwerde
führerin explizit und unter Ankündigung von Säumnisfolgen dazu auffordert, sie einzureichen.
5.2.3
Im Übrigen ist der Umstand, dass das Grundstück der Beschwerdeführerin im Aus
land liegt, für sich allein kein Grund, von einer konkreten, aktuellen Schätzung abzusehen. Vielmehr hat das Bundesgericht im Falle einer Wohn
liegenschaft in Frankreich auf eine aktuelle Schätzung eines französischen Architekten abgestellt (Urteil des Bundesgerich
ts P 25/01 vom 26. Juni 2001 E.
3a), und im Falle einer
Wohn
liegenschaft in Tunesien hat es der Verkehrs
wertschätzung eines einheimischen Architekten den Vorzug gegenüber der
jenigen der schweizerischen Verwaltung gegeben (Urteil des Bundesgerichts 9C_540/2009 vom 17. September 2009 E. 4 und E. 5.2). Im letzteren Fall hat das Bundesgericht zudem festgehalten, der Verkehrswert könne
korrektermassen
nur durch einen Vergleich mit ähnlichen Objekten - unter Berücksichtigung der Kriterien der Grösse des Grundstücks, der Anzahl Zimmer, der Lage (ver
kehrsmässige Erschliessung, Distanz zum Meer), der Wohnqualität (ruhiges oder lärmiges, ärmliches oder vornehmes Quartier) und des Ausbaustandards - hinreichend genau geschätzt werden, und hat die vor
handene, diesen Anfor
derungen nicht vollumfänglich genügende ein
heimische Schät
zung nur für den Fall als ausreichend erachtet, dass eine genauere Schätzung nicht mit ver
nünftigem Aufwand zu bekommen sei (E. 5.3).
5.3
5
.3.1
In Bezug auf den von der
Beschwerdegegnerin
als "Vermögensertrag"
(Art. 11 Abs. 1
lit
. b ELG)
berück
sichtigten
(pauschalen)
Betrag von Fr. 394.-- ist
ebenfalls
zu beachten, dass
er ausgehend von - wie hiervor aufgezeigt (E. 4.1.2) - falschen Berechnungen ermittelt wurde.
Ausserdem ist relevant, dass
die italienischen Liegenschaften
gemäss den Anga
ben der
Beschwerdeführerin
nicht genutzt werden und leer stehen. Damit ist die
Frage, ob ein Ver
mögensertrag anzurechnen sei, aufgrund von Art. 11 Abs. 1
lit
. g
ELG zu be
antworten. Danach sind auch Einkünfte und Vermögenswerte als Ein
nahmen anzurechnen, auf die verzichtet worden ist. Ein solcher Verzicht liegt vor, wenn die Möglichkeiten zur Erzielung eines Ertrages aus einer Immobilie nicht oder nicht ausreichend ausgeschöpft werden
. Ein Verzicht auf die Erzielung eines Ert
r
ages aus einer Immobilie liegt dann vor, wenn es dem Nutzungs
berechtigten zumutbar und objektiv möglich wäre, die Immobilie entgeltlich durch eine Dritt
person nutzen zu lassen. Objektiv möglich ist die Überlassung zur Nutzung, wenn die Art des Nutzungsrechts dies erlaubt, wenn die Immobilie geeig
net ist, um damit einen Ertrag zu erzielen, und wenn eine Nachfrage nach nutzbaren Im
mob
i
lien der betreffenden Art, Grösse, Lage etc. besteht. Bei Liegen
schaften, die keinen ernsthaften Mangel aufweisen, besteht eine natürliche Ver
mutung für eine Verwertbarkeit der Nutzungsmöglichkeiten zu einem angemes
senen Preis
. Diese kann durch ernsthafte, aber erfolglose Bemühungen um eine entgeltliche Dritt
nutzung widerlegt werden
(
Jöhl
/
Usinger
-Egger, a.a.O.,
S. 1838 f.
Rz
157
; vgl. auch Wegleitung des Bundesamtes für Sozial
versicherungen
[
BSV]
über
die Er
gän
zungsleistungen
zur AHV und IV [WEL], g
ültig ab 1. April 2011
, Stand 1.
Januar 2018
,
Rz
3433.03
).
5
.3.2
Es ist somit nicht massgeblich, ob die Liegenschaften
im Zeitraum ab
Ende 2015 tatsächlich vermietet wurden, sondern nur, ob dies grundsätzlich möglich
war respektive
ist, und wenn ja, zu welchem Preis.
Massgeblich ist derjenige Ertrag, den die Be
schwerdeführerin bei Vermietung der in ihrem Miteigentum stehenden Liegen
schaft
en
in
Norditalien
tatsächlich erzielen könnte,
das heisst
ihr Anteil an einem markt
konformen Mietzins (vg
l. SVR 1997 EL Nr. 38 S. 117 E
. 6 in
fine
;
Urteil des Bundesgerichts
P
33/05 vom 8. November 2005
E. 4 mit weiteren Hinweisen)
.
Vom
(allfälligen)
Bruttoertrag ist sodann ein für die Steuern massgeblicher Pau
schal
betrag für Gebäudeunterhaltskosten und die Hypothekar
zinsen (bis maximal in der Höhe der Mieteinnahmen
;
BGE 142 V 311
E. 4)
in Abzug zu bringen
, wie dies die
Beschwerdegegnerin
mit 20 % grundsätzlich korrekt vor
genommen hat
(vgl. Art. 10 Abs. 3
lit
. b ELG in Verbindung mit Art. 16 ELV
;
vgl. auch
WEL
Rz
3260.02
und
§ 30 Abs. 5 des Steuergesetzes des Kantons Zürich
mit
Verweis auf die Verfügung der Finanzdirektion über die Pauschalierung der Kosten für den Unterhalt und die Verwaltung von Liegenschaften des Privat
v
ermögens vom 7. September 2002
Ziff. II
)
.
Zusätzlich sind die Anteile von 65/1449 und 1/3 durch entsprechende Reduktion des Nettoertrages zu beachten.
5
.3.3
Anzurechnen
sind
folglich
gegeben
enfalls objektiv erzielbare und ortsübliche
Netto-
Mieteinnahmen.
Ob eine Vermietung der
betreffenden
Liegenschaften in der norditalie
nischen Bergregion
in ihrem Zustand
ab Ende 2015
überhaupt mög
lich
war/ist
, und wenn ja, ob ganzjährig oder nur saisonal, sowie zu welchem Preis, ist den Akten nicht zu entnehmen.
Auch hierzu bedarf es weiterführender sach
verständiger Abklärungen.
Das Bundesgericht hat im Urteil
P 33/05
vom 8. November 2005
in einem ähnlich gelagerten Fall
festgehalten,
i
m Hinblick auf die Schwierigkeiten, mit welchen EL-Durch
führungsorgane bei der Beurteilung ausländischer
Wohnungsmarkt
ver
-
hält
nisse
konfrontiert
seien
,
könne
im Einzelfall sowohl die Berechnungs
methode der Verwaltung
(
Mittelwert von 5 % des Verkehrswertes
abzüglich Pauschalabzug
für die Gebäudeunterhaltskosten von 20 %
vom
Liegenschafts
ertrag
)
als auch das im
(dort)
angefochtenen Entscheid gewählte Vorgehen
(durchschnittlicher
Zins
satz für Spareinlagen im Vorjahr des Bezugs
jahres
; AHI 1994 S. 157 E. 4b,
WEL
Rz
3482.10
)
einen hinreichenden Erfahrungs- und An
nähe
rungswert liefern, der dem tatsächlich erzielbaren Marktmietwert einer im Ausland g
elegenen Liegen
schaft nahe komme
. Welche
Methode jeweils im konkret zu beurteilenden Fall zu einem realistischeren Wert
führe
,
könne
nicht zum Vorneherein gesagt werden.
Viel
mehr
sei
de
r
jenige
fiktive
Mietzins zu eruieren, welcher am ehesten die relevanten
Marktverhältnisse widerspiegeln würde
(E. 3-4)
.
5.3.4
Es ist vor diesem Hintergrund
daher
festzuhalten, dass die von der
Beschwerde
gegnerin
angewandte Formel
„(Ermittelter Wert der Liegenschaften x 5 %)
- 20
% Unterhalt = Ertrag“
dem Grundsatze nach
als Methode zur Ertragsbestimmung nicht zu beanstanden ist. Jedoch ist diese nicht gänzlich ohne Blick auf die möglichst
realistische
n Marktverhältnisse und Mietzinseinnahmen vergleichbarer Immo
bilien
in der Provinz
B._
ab Ende 2015 anzuwenden. Eine Immobilien
schätzung hat sich daher auch zu dieser Frage zu äussern.
6.
6
.1
Nach dem Gesagten
folgt
, dass
der
von der
Beschwerdegegnerin
in der ZL-Berech
nung für die Zeit ab November 2016 berücksichtige
Betrag "Vermögen Liegenschaft"
von Fr. 9'647.--
(Urk. 7/18/2)
und der daraus
abgeleitete
Ver
mögensertrag von Fr. 394.-- (Urk. 7/18/3) nicht korrekt
sind
.
Diese Beträge sind entsprechend dem Ergebnis einer
von der
Beschwerdegegnerin
für die Zeit ab Ende 2015 einzuholenden
, konkreten (
sach
verständigen
amtlichen oder gutachterlichen)
Verkehrswertsc
hätzung der betreffenden Immo
bilien in den
norditalienischen
Gemeinden
Z._
und
A._
zu korrigieren. Hernach ist der Anspruch der
Beschwerdeführerin
für die Zeit ab November 2016 neu fest
zulegen.
6
.2
Von einer solchen
Verkehrswerts
chätzung kann
im Übrigen
abgesehen werden,
wenn
sich die Parteien vergleichsweise auf einen Wertbetrag einigen
oder
wenn mit der Schätzung
(wegen aussergewöhnlicher Umstände)
ein u
nver
hältnis
mässi
g
er
Aufwand
verbunden ist
.
Insbesondere i
n Bezug auf die im "
Catasto
die
Terreni
" der Gemeinde
A._
aufgeführten ländlichen
/land
wirtschaftlichen
Grund
stücke
Nr.
31.939 und 31.
971
(Urk.
7/9 S. 3)
könnte
es sich angesichts des
wahrscheinlich
eher geringen Ver
kehrswert
es
rechtfertigen, vergleichsweise
auf eine
vereinfachte, schematische Schätzung abzu
stellen
.
6.3
Die Beschwerde
ist
somit
in dem Sinne
gutzuheissen
, dass
der
angefochtene Einspracheentscheid vom 14. Februar
201
7 (Urk. 2)
aufzuheben
und die Sache an die Beschwerdegegnerin
zurückzuweisen ist
, damit diese, nach erfolgter Ab
klä
rung im Sinne der Erwägungen, über den
Anspruch der Beschwerde
führerin
auf Zusatzleistungen
ab November 2016 neu ver
füge.
D
as Gericht erkennt:
1.
Die
Beschwerde
wird in dem Sinne gutgeheissen, dass der angefochtene Ein
sprache
ent
scheid
vom
14. Februar
2017
aufgehoben und
die Sache an die
Gemeinde
Y._
,
Durchführungsstelle für Zusatzleistungen zur AHV/IV, zurückgewiesen wird, damit diese
,
nach erfolgter Abklärung im Sinne der Erwägungen,
über den Anspruch der Beschwer
de
füh
rerin auf Zusatzleistungen ab November 2016 neu ver
füge
.
2.
Das Verfahren ist kostenlos.
3.
Zustellung gegen Empfangsschein an:
-
X._
-
Gemeinde
Y._
-
Bundesamt für Sozialversicherungen
-
Sicherheitsdirektion Kanton Zürich
4.