# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 55bb657b-b553-4a92-9f43-e6011213a6db
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_005
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** Criminal
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 24. Mai 2007 reichte X. beim Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden ein Gesuch um Umtausch eines ausländischen Führerausweises ein. Daraufhin stellte ihm das Strassenverkehrsamt am 25. Juni 2007 den schweizerischen Führerschein aus und sandte den umgetauschten Führerausweis ordnungsgemäss an die ausstellende Behörde zurück. Mit Schreiben an das Strassenverkehrsamt vom 8. April 2008 teilte das deutsche Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg mit, dass X. am 4. Juni 1991 vom Amtsgericht A. die deutsche Fahrerlaubnis entzogen worden sei. In Unkenntnis dieses Entzugs habe ihm die Stadt B. aufgrund falscher Angaben und eines nicht mehr aktuellen Dateiauszugs einer früheren Fahrerlaubnisbehörde einen Ersatzführerschein ausgestellt. Dieser ungültige Ersatzführerschein sei schliesslich beim Strassenverkehrsamt Graubünden gegen einen schweizerischen Führerausweis umgetauscht worden.
B. Mit Schreiben vom 17. April 2008 wurde X. vom Strassenverkehrsamt Graubünden darüber informiert, dass der schweizerische Führerausweis aufgrund eines ungültigen deutschen Führerausweises ausgestellt worden sei und daher eingezogen werden müsse. Unter diesen Umständen könne er nur durch die Ablegung einer theoretischen und einer praktischen Prüfung den schweizerischen Führerausweis erlangen. X. teilte in der Folge dem Strassenverkehrsamt mit, dass er den Führerschein bereits im Februar 1992 zurückbekommen habe und er sich mit den zuständigen deutschen Behörden in Verbindung setzen wolle, um die Sache so rasch als möglich zu klären. Da er innert der angesetzten Frist keine amtliche Bestätigung der deutschen Behörde bezüglich Gültigkeit des vorgelegten deutschen Führerscheins vorlegte, eröffnete das Strassenverkehrsamt mit Verfügung vom 24. September 2008 eine administrative Untersuchung.
C. In seiner Vernehmlassung vom 25. September 2008 machte X. geltend, ihm sei der Führerausweis am 4. Juni 1991 für die Dauer von acht Monaten entzogen, jedoch nach Ablauf dieser Frist wieder ausgehändigt worden.
D. Nach weiteren Abklärungen bei den zuständigen deutschen Behörden verfügte das Strassenverkehrsamt am 15. Oktober 2008 gestützt auf Art. 16 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 33 Abs. 4 VZV den Entzug des Führerausweises für alle Kategorien, Unterkategorien und Spezialkategorien auf unbestimmte Zeit. Zur Begründung führte es aus, X. habe nach dem Entzug der Fahrerlaubnis im Jahre 1991 keinen Antrag um Wiedererteilung gestellt. Vielmehr habe er im Jahre 2000 bei der zuständigen Fahrerlaubnisbehörde in B. angegeben, seinen DDR-
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Führerschein verloren zu haben und den Umtausch in einen bundesdeutschen Ersatzführerschein beantragt. Durch Vorlegen dieses ungültigen Ersatzführerscheins habe er sich sodann den schweizerischen Führerausweis erschlichen.
E. Gegen diese Verfügung erhob X. am 18. Oktober 2008 respektive 10. November 2008 beim Departement für Justiz, Sicherheit und Gesundheit Graubünden (DJSG) Beschwerde, worin er die Aufhebung der angefochtenen Verfügung beantragte. Nach weiteren Abklärungen zum Sachverhalt erkannte das DJSG am 27. November 2009 wie folgt:
„1. Die Beschwerde wird abgewiesen.
2. X. hat den Führerausweis innert 20 Tagen seit Mitteilung dieses Entscheides beim Strassenverkehrsamt des Kantons Graubünden, Abteilung Strafen und Massnahmen, Kalchbühlstrasse 18, 7000 Chur, zu deponieren.
3. Die Aufhebung der Massnahme bzw. die Wiederzulassung zum motorisierten Strassenverkehr muss vom Bestehen einer kompletten schweizerischen Führerprüfung abhängig gemacht werden. Dafür hat X. beim Strassenverkehrsamt des Kantons Aargau einen Lernfahrausweis zu erwerben (Art. 11 Abs. 1 VZV).
4. Die Kosten dieses Verfahrens, bestehend aus einer Staatsgebühr von Fr. 720.--, Gebühren für Ausfertigungen und Mitteilungen von Fr. 226.--, total somit Fr. 946.--, sind innert 30 Tagen seit Zustellung dieses Entscheids mit beiliegendem Einzahlungsschein zu überweisen.
Die Kosten für das vorinstanzliche Verfahren sind ebenfalls innert 30 Tagen zu begleichen.

## Considerations