# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 880598d8-b329-430b-8891-9591e9471374
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, Staatsangehörige des L.1_, wurde am _1976 in O.1_ geboren. Am 28. Mai 2004 verehelichte sie sich vor dem Zivilstandsamt O.2_ mit X._, geboren am _1976. Aus der Ehe sind die Kinder A._, geboren am _2004, B._, geboren am _2007, und C._, geboren am _2010, hervorgegangen.
B. Die Eheleute X.Y._ trennten sich per 3. März 2011. Die Kinder leben seither bei Y._. Das Getrenntleben wurde im Rahmen eines von der Ehefrau am 28. März 2011 eingeleiteten Eheschutzverfahrens geregelt, in dessen Verlauf die Eheleute eine gerichtliche Vereinbarung unterzeichneten, welche in den Eheschutzentscheid des Einzelrichters für Zivilsachen am Bezirksgericht Landquart vom 5. Mai 2011 aufgenommen wurde. Demgemäss bezahlte X._ seit dem 1. Mai 2011 an den Unterhalt der Kinder einen monatlichen Betrag von je Fr. 650.00 zuzüglich die gesetzlichen und/oder vertraglichen Kinderzulagen und an den Unterhalt seiner Ehefrau ebenfalls einen monatlichen Betrag von Fr. 650.00. Hinzu kamen zwei Drittel des 13. Monatslohnes, welcher an die Ehefrau zu überweisen war.
C.1. Das Scheidungsverfahren wurde mittels eines am 3. Oktober 2011 und am 25. Oktober 2011 von den Parteien persönlich unterzeichneten gemeinsamen Scheidungsbegehrens angehoben. Für dieses Verfahren wurde beiden Parteien mit je einer Verfügung vom 22. November 2011 des Bezirksgerichtspräsidiums Landquart die unentgeltliche Prozessführung samt Rechtsvertretung bewilligt.
2. Am 17. April 2012/10. Januar 2013 konnte eine Teil- abgeschlossen werden, welche bis auf die Frage des nachehelichen Unterhaltes die Regelung sämtlicher Nebenfolgen der Scheidung beinhaltete und dem Bezirksgericht Landquart am 15. Januar 2013 eingereicht wurde.
3. Aufgrund der streitig gebliebenen Frage des nachehelichen Unterhaltes wurde mit Verfügung vom 16. Januar 2013 das kontradiktorische Verfahren eingeleitet. Innert der ihr angesetzten Frist begründete Y._ mit Eingabe vom 7. Februar 2013 die folgenden Anträge:
"1. X._ sei zu verpflichten, an Y._ einen monatlichen nachehelichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 650.00 zu bezahlen. Dies bis am 1. September 2030.
2. X._ sei zu verpflichten, Y._ über die Auszahlung des 13. Monatsgehaltes zu dokumentieren und ihr nach dem Erhalt der
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Zahlung des Arbeitgebers 1⁄2 davon, d.h. mindestens Fr. 2'575.00, im Sinne einer weiteren Unterhaltszahlung zu überweisen.
3. Der vorstehend in Ziffer 1 begehrte nacheheliche Unterhaltsbeitrag sei an den Landesindex für Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik zu binden und am 01. Januar jeden Jahres, bezogen auf den Indexstand vom November des vergangenen Jahres, an den höheren Indexstand anzupassen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von X._."
Die in der Folge eingereichte Klageantwort mit Datum vom 5. April 2013 enthielt folgende Rechtsbegehren:
"1. Die zwischen den Parteien abgeschlossene Teil- vom 17. April 2012/10. Januar 2013 sei richterlich zu genehmigen.
2. Der Antrag der Ehefrau auf Zusprechung von nachehelichem Unterhalt sei abzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten Y._."
4. Mit Entscheid vom 21. August 2013, mitgeteilt am 10. September 2013, erkannte das Bezirksgericht Landquart wie folgt:
"1. Die zwischen Y._ und X._ am 28. Mai 2004 vor dem Zivilstandsamt O.2_ geschlossene Ehe wird auf beidseitigen Antrag hin gerichtlich geschieden.
2. Die elterliche Sorge und Obhut über die drei aus der Ehe hervorgegangenen Kinder A._, geboren am _2004, B._, geboren am _2007, und C._, geboren am _2010, wird der Mutter Y._ übertragen.
3. Das Besuchs- und Ferienrecht des Kindsvaters regeln die Parteien flexibel und im gegenseitigen Einvernehmen, wobei in erster Linie auf die Interessen und Wünsche der Kinder sowie auf das Kindswohl Rücksicht zu nehmen ist. Können sich die Parteien über die Ausübung des Besuchs- und Ferienrechts nicht gütlich einigen, gilt die nachstehende Regelung:
Der Vater hat das Recht, seine beiden Kinder A._ und B._ an jedem zweiten Wochenende von Samstag 10.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen. Zudem ist er berechtigt, mit seinen Kindern A._ und B._ jedes Jahr auf eigene Kosten während insgesamt drei Wochen Ferien zu verbringen.
Schliesslich ist X._ berechtigt, seine jüngste Tochter C._ jeden zweiten Sonntag von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen. Ab dem 01. September 2014 ist X._ berechtigt, seine Tochter C._ jedes zweite Wochenende von Samstag 10.00 Uhr bis Sonntag 18.00 Uhr auf eigene Kosten zu sich auf Besuch zu nehmen. Dazu kommen ab dem 01. September 2014 jährlich Ferien von insgesamt drei Wochen.
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Die drei Kinder verbringen die Weihnachtstage 24. oder 25. Dezember sowie auch Ostersonntag oder Ostermontag abwechselnd einmal beim Vater und das andere Mal bei der Mutter.
Die Besuchs- und Ferientage für die drei Kinder haben gleichzeitig zu erfolgen.
4. Entsprechend der zwischen den Eltern abgeschlossenen Teil- ist X._ verpflichtet, an den ordentlichen Unterhalt seiner drei Kinder im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats einen monatlichen Beitrag von je Fr. 650.00 zu bezahlen. Die gesetzlichen und/oder vertraglichen Kinderzulagen sind zusätzlich zu erbringen, soweit nicht die Mutter als voll zulageberechtigt erklärt wird. Diese Unterhaltspflicht dauert bis zum Abschluss einer ordentlichen Erstausbildung des jeweiligen Kindes, mindestens jedoch bis zu dessen Volljährigkeit.
5. X._ wird gerichtlich verpflichtet, an Y._ im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats wie folgt nacheheliche Unterhaltsbeiträge auszurichten:
 ab Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zum 31. August 2022:
CHF 470.-- pro Monat zzgl. 1⁄2 des 13. Monatslohns nach erfolgter Auszahlung durch die Arbeitgeberin
 ab 1. September 2022 bis zum 31. August 2026:
CHF 120.-- pro Monat zzgl. 1⁄2 des 13. Monatslohns nach erfolgter Auszahlung durch die Arbeitgeberin (im Jahr 2026 pro rata temporis)
Höhe und Zeitpunkt der Auszahlung des 13. Monatsgehalts sind von X._ gegenüber Y._ jeweils zu dokumentieren.
Ab dem 1. September 2026 erlischt die Verpflichtung von X._ zur Bezahlung von nachehelichem Unterhalt an Y._ vollständig und definitiv.
6. Die Kindesunterhaltsbeiträge wie auch die nachehelichen Unterhaltsbeiträge gemäss den vorstehenden Ziffern 4 und 5 basieren auf dem Landesindex für Konsumentenpreise des Bundesamtes für Statistik vom November 2011 von 99.6 Punkte (Basis Dezember 2010=100 Punkte). Die Beiträge werden am 1. Januar jeden Jahres, bezogen auf den Indexstand vom November des vergangenen Jahres, angepasst. Die erste Anpassung erfolgt am 1. Januar 2014 nach der folgenden Formel:
Neuer Unterhaltsbeitrag = ursprünglicher Unterhaltsbeitrag x neuer Index
alter Index
7. Die von den Parteien abgeschlossene Teil-Ehescheidungskonvention vom 17. April 2012/10. Januar 2013 (zitiert unter vorstehender Ziff. I/3) wird vollumfänglich gerichtlich genehmigt. Die güterrechtliche Auseinandersetzung der Parteien richtet sich nach der darin enthaltenen Regelung, mit deren Vollzug die Parteien per Saldo aller gegenseitigen Ansprüche auseinandergesetzt sind.
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8. Das Grundbuchamt O.3_ wird nach Einreichung der Bestätigung bezüglich Entlassung von X._ aus der Solidarschuldnerschaft gerichtlich angewiesen, folgende Eigentumsübertragung im Grundbuch der Gemeinde O.3_ vorzunehmen:
Übertragung des hälftigen Miteigentumsanteils am Grundstück Parzelle Nr. _, Wohnhaus Vers.-Nr. _ und Carport, Vers.-Nr. _-A, von X._ auf Y._, unter Übernahme der Hypothekarschuld von CHF 517'482.45 zu Gunsten der Bank._ zur alleinigen Verzinsung und Amortisation per Rechtskraft des Scheidungsurteils.
Die Kosten des Grundbuchamtes tragen beide Parteien je zur Hälfte.
9. Die Vorsorgeeinrichtung _ wird gerichtlich angewiesen, zulasten des Guthabens von X._ (Vertrag Nr. _, Versicherten Nr. _), die Hälfte der während der Dauer der Ehe gehäuften Austrittsleistung, somit den Betrag von Fr. 14'359.50, zuzüglich dem seit der Rechtskraft des Scheidungsurteils bis zur Überweisung auflaufenden Marchzins auf diesem Betrag zugunsten von Y._, an deren Vorsorgeeinrichtung _, Versicherungs-Nr. _, zu überweisen.
10. Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend aus CHF 5'500.-- (inklusive CHF 1'500.-- für das nicht kontradiktorische Verfahren) werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt und unter Vorbehalt des Rückforderungsrechts gemäss Art. 123 ZPO auf die Gerichtskasse genommen.
Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen.
Rechtsanwältin lic. iur. Rita Marugg wird zulasten der Gerichtskasse eine Entschädigung von CHF 7'205.50 bezahlt.
Rechtsanwalt lic. iur. et oec. Pius Fryberg wird zulasten der Gerichtskasse eine Entschädigung von CHF 5'485.00 bezahlt.
Die Parteien werden bezüglich der Gerichts- und Anwaltskosten auf die Bestimmung von Art. 123 ZPO mit folgendem Wortlaut hingewiesen:
"Eine Partei, der die unentgeltliche Rechtspflege gewährt wurde, ist zur Nachzahlung verpflichtet, sobald sie dazu in der Lage ist. Der Anspruch des Kantons verjährt 10 Jahre nach Abschuss des Verfahrens."

## Considerations