# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6a418076-9e78-46cb-8c9c-a0cbbc99d483
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
,
geboren 1960, war seit
1.
Juni 2010 als Elektriker bei der
Y._
, tätig und in dieser Eigenschaft bei der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert, als er am 3
1.
Dezember 2010 auf v
ereistem Untergrund ausrutschte und
stürzte
(
Urk.
7/1
Ziff.
1-6). Die erstbehandelnden Ärzte diagnostizierten eine Prellung des Thorax links
(
Urk.
7/9
).
In der Folge
wurde dem Versicherten durchgehend eine volle Arbeitsunfähigkeit bescheinigt (vgl.
Urk.
7/5-6,
Urk.
7/10 S. 1,
Urk.
7/11,
Urk.
7/18,
Urk.
7/22-24,
Urk.
7/30-31,
Urk.
7/36 S.1,
Urk.
7/38 S. 1,
Urk.
7/40,
Urk.
7/56,
Urk.
7/58). Die SUVA erbrachte die gesetz
lichen Versicherungsleistungen (vgl.
Urk.
7/3). Per Ende April 2011 löste die Arbeitgeberin das Arbeitsverhältnis mit dem Versicherten auf (vgl.
Urk.
7/28).
1.2
Mit Verfügung vom 2
2.
März 2012 (
Urk.
7/62) schloss die SUVA den Fall per 2
2.
März 2012 ab und stellte ihre Leistungen auf diesen Zeitpunkt hin ein. Die vom Versicherten dagegen am 2
0.
April 2012 erhobene Einsprache (
Urk.
7/65/2) wies die SUVA mit Entscheid vom 1
9.
Juli 2012 (
Urk.
7/71 =
Urk.
2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
9.
Juli 2012 (
Urk.
2) erhob der Versicherte am 1
4.
September 2012 Beschwerde und beantragte, dieser sei aufzuheben, und es seien die gesetzlichen Leistungen auszurichten. Eventuell sei der
Einsprache
entscheid
aufzuheben und die Sache zu weiteren Abklärungen an die Vor
instanz zurückzuweisen (
Urk.
1 S. 2 oben).
Mit Beschwerdeantwort vom 2
1.
Oktober 2012 (
Urk.
6) schloss die SUVA auf Abweisung der Beschwerde, was dem Beschwerdeführer am 1
9.
November 2012 zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
9).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Die massgeblichen rechtlichen Bestimmungen und die Rechtsprechung zum Gegenstand der Unfallversicherung (
Art.
6 des Bundesgesetzes über die Unfall
ver
sicherung, UVG)
,
zur natürlichen und adäquaten Kausalität zwischen
Gesund
heitsschaden
und Unfallereignis
sowie zum im Sozialversicherungsrecht geltenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
sind im ange
fochtenen Entscheid zutre
ffend wiedergegeben (
Urk.
2 S. 2 ff.
). Darauf kann, mit nachfolgenden Ergänzung
en
, verwiesen werden.
1.
2
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.3
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unpar
teilichkeit der Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im
Sozialversiche
rungs
recht
zukommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 f. E.
3b/
ee
mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen Entscheid (
Urk.
2) gestützt
auf die Beurteilung durch ihren Kreisarzt
davon aus, dass der Unfall vom 3
1.
Dezember 2010 spätestens ab
1.
März 2011 für die noch beklagten Rippen-Beschwerden mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine ursächliche Rolle mehr gespielt habe. Die im Mai 2011 aufgetretenen Rückenbesc
hwerden sowie das Schlafapnoesy
n
d
rom stünden sodann nicht in einem unfallkausalen Zusammenhang. Dass sie sich bereit erklärt habe, noch bis am 2
2.
März 2012 weiterhin Taggelder auszubezahlen, sei vor diesem Hintergrund als mehr als grosszügig sowie sehr entgegenkommend zu werten (S. 4 ff.
Ziff.
2).
2.2
Der Beschwerdeführer
stellte sich
in seiner Beschwerde (
Urk.
1) demgegenüber
auf den Standpunkt, d
er Bericht des Kreisarztes sei,
aus näher dargelegten
Gründen,
nicht
beweiswertig (S. 3 f.
Ziff.
4-8
).
Der ursächliche Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis und dem aktuellen Gesundheitsschaden werde
sodann
von verschiedenen Ärzten als gegeben erachtet. Zusammen mit den
(anlässlich eines Unfalls im Jahr 2000 erlittenen)
vorbe
stehenden Beeinträchti
gungen sei
es als überwiegend wahrscheinlich zu erachten, dass ein zusätzliches Ereignis, wie es sich am 3
1.
Dezember 2010 zugetragen habe, zu einer erhebli
chen Beeinträchtigung der Bewegungsfreiheit führe. Die mangelnde Bewegung des Oberkörpers führe zu einer Schwächung der Muskulatur im Bereich des Oberkörpers, welche ihrerseits wieder verschiedene Beschwerden, vorab Rückenbeschwerden, verursache (S. 4 f.
Ziff.
9).
2.3
Streitig und zu prüfen ist, ob eine über den Zeitpunkt der erfolgten
Leistungs
einstellung
per
2
2.
März 2012
hinausgehende Leistungspflicht der
Beschwerde
gegnerin
besteht, was davon abhängt, ob zwischen den zu diesem Zeitpunkt noch vorhandenen Beschwerden
des Beschwerdeführers
und dem Unfallereignis vom
3
1.
Dezember 2010
ein
rechtsgenüglicher
Zusammenhang besteht.
3.
3.1
Am 3
1.
Dezember 2010 rutschte der Beschwerdeführer
,
einen
K
arton mit Feuer
werkskörpern unter dem Arm tragend
,
auf vereis
tem Untergrund aus und stürzte. Der Karton war den Angaben des Beschwerdeführers zufolge steif wie Holz und wurde beim Sturz gegen seine
Rippen gedrückt (vgl.
Urk.
7/43 S. 2 Mitte).
3.2
Am
2.
Januar 2011 berichteten die Ärzte der
Z._
(
Urk.
7/9), welche den Beschwerdeführer gleichentags untersucht hatten.
Sie führten aus, der Beschwerdeführer habe angegeben, weiterhin Schmerzen im Bereich des linken Thorax‘ in der Höhe der elften bis zwölften Rippe zu haben.
Als Diagnose nannten
die Ärzte
eine Prellung des Thorax links. Als Befund er
hoben sie einen Druckschmerz über dem linken Thorax in der Höhe der elften bis zwölften Rippe. Ein Hämatom oder eine Sc
hwellung konnten sie nicht aus
machen. Den Hautweichteilmantel beurteilten sie als intakt und die Lunge aus
kultatorisch als unauffällig.
Das
Röntgen des Rippengitters links und des Thorax habe keine Fraktur und keinen Anhalt auf einen Pneumothorax ergeben. Das Zwerchfell sei frei gewesen.
3.3
In ihrem Bericht vom 1
1.
Februar 2011 (
Urk.
7/10 S. 1) nannten die Ärzte des
A._
, welche den Beschwerdeführer auf dessen Selbstzuweisung hin gleichentags
untersucht hatten, als Diagnose eine
Rippen
fraktur
7 links vom Dezember 201
0.
Als Befunde erhoben sie einen leichten
Thoraxkompressionsschmerz
sowie eine
Druckdolenz
über der Rippe 7 ventral mit palpablem Kallus. Sie berichteten, der Beschwerdeführer habe angegeben, dass die Schmerzen allmählich
regredient
seien, er jedoch schmerzbedingt nur
schlecht schlafen könne. Die Ärzte versorgten den Beschwerdeführer mit Analgetika und attestierten ihm eine volle Arbeitsunfähigkeit vom 1
0.
bis 1
3.
Februar 2011.
3.4
Dr.
med.
B._
, Facharzt
für Allgemeinmedizin, berichtete am 1
2.
April 2011 (
Urk.
7/21) und nannte als Diagnose eine Rippenprellung links. Er führte aus, gegenwärtig bestehe noch eine schmerzhafte Bewegungseinschränkung. Unfallfremde Faktoren spielten im Heilungsverlauf wohl keine Rolle. Der Be
schwerdeführer werde derzeit analgetisch versorgt und führe Physiotherapie durch.
3.5
Dr.
med.
C._
, Arzt
für Orthopädie, bei welchem der Beschwerdefüh
rer seit 2
7.
April 2011 in Behandlung steht (vgl.
Urk.
7/56), berichtete am
9.
Juni 2011 (
Urk.
7/29). Als Diagnosen nannte er eine chronische Lumbago, einen Zustand nach Fixateur intern bei Fraktur des Brustwirbelkörpers (BWK) 12 im Jahr 2000 sowie einen Zustand nach Rippenfraktur links. Er führte aus, seit dem Rippenbr
uch vom 3
1.
Dezember 2010 leide
der Beschwerdeführer unter Schmerzen mit Schlafapnoe. Die Röntgenuntersuchung der Lendenwirbelsäule (LWS) und der Brustwirbelsäule (BWS) habe einen festsitzenden Fixateur intern Th11 bis L1, einen leichten Keilwirbel Th12 sowie mässige degenerative Verän
derungen ergeben. Er habe dem Beschwerdeführer bis 1
5.
Juni 2011 eine Ar
beitsunfähigkeit attestiert.
3.6
Am 1
6.
August 2011 wurde der Beschwerdeführer durch SUVA-Kreisarzt
Dr.
med.
univ.
D._
,
Arzt für Allgemeinmedizin, untersucht, welcher am 1
7.
August 2011 berichtete (
Urk.
7/43). Als unfallkausale Diagnose nannte er einen Status
post
Kontusion der elften und zwölften Rippe links am 3
1.
Dezember 201
0.
Als nicht unfallkausale Diagnosen nannte er eine fragliche, nicht objektivierte Verletzung der siebten Rippe links, einen Status
post
operativ
einer
mittels
Spondylodese
versorgte
n
BWK12-Fraktur im Jahre 2000, ein
Schlaf
apnoesyndrom
sowie
Dekonditionierung
(S. 3 oben).
Dr.
D._
gelangte zum Schluss, dass eine Verletzung der siebten Rippe anläss
lich des Unfallereignisses
vom 3
1.
Dezember 2010 ausgeschlossen werden könne, nachdem anlässlich der Untersuchung vom
2.
Januar 2011 im Bereich der siebten Rippe keine Schmerzen bei der klinischen Untersuchung hätten fest
gestellt werden können und auch radiologisch eine Fra
ktur ausgeschlossen wor
den sei
(S. 3 Mitte).
Aufgrund der echtzeitlichen Erstuntersuchungsbefunde sei von einer Kontusion der elften und z
wölften Rippe links auszugehen
(S. 3 unten). Eine andauernde, insbesondere generelle Attestierung einer Arbeitsun
fähigkeit sei nicht nachvollziehbar. Bei grosszügiger medizinischer Beurteilung wäre aufgrund der Arztberichte spätestens Ende Februar 2011 wieder von einer
vollen, uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen und wären die Leistun
gen zu terminieren (S. 3 unten).
Für die im Mai 2011 aufgetretenen Rückenbeschwerden sei ein unfallkausaler Zusammenhang nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgewiesen. Schliesslich stehe auch das Schlafapnoesyndrom in keinem Zusammenhang mit dem Unfallereignis
,
sondern sei krankheitsbedingt (S. 4 oben).
Aufgrund der vorliegenden Dokumentation der Erstuntersuchung und der Be
funde
des
A._
sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass spätestens ab
1.
März 2011 nur noch unfallfremde Beschwerden vorgele
gen hätten (S. 4 unten).
3.7
Am 1
7.
Oktober 2011 berichtete
Dr.
C._
, unfallbedingt
bestehe derzeit auf
grund der Schmerzen immer noch eine Arbeitsunfähigkeit. Das Ende sei nicht absehbar, die Arbeitsunfähigkeit werde wohl aber noch mehr als sechs Wochen andauern. Eine Kurmassnahme sei zu empfehlen (
Urk.
7/48 S. 2).
3.8
In seinem Bericht vom 1
6.
Februar 2012 (
Urk.
7/59 S. 1) nannte
Dr
.
C._
zusätzlich zu den bereits bekannten Diagnosen einen Zustand nach
Schulter
prellung
mit Einriss der
Rotatorenmanschette
und führte aus, angesichts der therapieresistenten Symptomatik an Wirbelsäule und Schultergelenk müsse nochmals dringend eine
Rehamassnahme
empfohlen werden, um den Aufbau der inzwischen schmerzbedingt defizitären Muskulatur zu gewährleisten.
3
.9
In seiner Stellungnahme vom
7.
März 2012 (
Urk.
7/60) führte SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
aus,
den in der Zwischenzeit eingegangenen
Röntgenaufnahmen (vgl.
Urk.
7/55/2-3) lasse sich kein Hinweis auf eine unfallkausale strukturelle Verlet
zung entnehmen. Die Beschwerden des Beschwerdeführers seien nicht kausal zum in Frage stehenden Unfallereignis, weshalb der Fall per
1.
März 2001 (rich
tig: 2011) beziehungsweise spätestens per Datum seiner Untersuchung vom August 2011 zu terminieren sei.
3.10
Am
1
8.
April 2012
bescheinigte
Dr.
B._
zu
Handen
des Beschwerdeführers, dass dieser aus orthopädischer Sicht von
Dr.
C._
krankgeschrieben
sei,
eine muskuläre und kör
perliche Schwäche aufweise und
dass
die volle
körperliche Leistungsfähigkeit noch nicht hergestellt sei (
Urk.
7/65).
4.
4.1
Ausweislich der medizinischen Akten beklagte der Beschwerdeführer zwei Tage nach dem Unfallereignis
Schmerzen im linken Th
o
r
ax in der Höhe der elften bis zwölften Rippe (
Urk.
7/10). Klinisch war in diesem Bereich entsprechend eine
Druckschmerzhaftigkeit zu erheben.
Abgesehen davon
zeigte sich ein unauffäl
liger klinischer Befund. Eine Fraktur wurde bildgebend ausgeschlossen (vgl. vorstehend E. 3.2).
4.2
Divergierend
dazu
diagnostizierte
n
die Ärzte des
A._
am 1
1.
Februar 2011 eine im Dezember 2010 erlittene Rippenfraktur 7 links (vorstehend E. 3.3). In seinem Bericht vom August 2011 (vorstehend E. 3.6) zog SUVA-Kreisarzt
Dr.
D._
allerdings
in begründeter Weise in Zweifel, dass
sich
der Beschwerdeführer an
lässlich des in Frage stehenden Unfallereignisses eine Fraktur der siebten Rippe zugezogen hat.
Er wies
darauf hin, dass
die
Diagnose einer Fraktur anhand eines Palpationsbefundes ohne durchgeführtes Röntgen sehr fragwürdig und dass angesichts des von den Ärzten des
A._
erhobenen Befundes mit palpab
lem Kallus und leichtem
Thoraxkompressionsschmerz
von einer abgeheilten Rippenf
raktur auszugehen
gewesen sei
(
Urk.
7/43
S. 3 unten
).
Sodann legte er in nachvollziehbarer Weise dar, dass eine Fraktur beziehungsweise ein Verdacht auf eine Fraktur der siebten Rippe anlässlich der Erstuntersuchung zwei Tage nach dem Unfallereignis
- zu welchem Zeitpunkt vom Erreichen eines
Schmerz
punktmaximums
ausgegangen werden könne -
mit an Sicherheit grenzender Wahr
scheinlichkeit
hätte
diagnost
iziert werden können und müssen, was aber nicht der Fall gewesen sei
(
Urk.
7/43 S. 3 Mitte)
.
Diese Einschätzung vermag zu überzeugen, zumal d
er
Beschwerdeführer
anläss
lich der Untersuchung
vom
2.
Januar 2011 lediglich Schmerzen in der Höhe der
elften bis zwölften nicht jedoch der siebten Rippe angegeben hatte, worauf auch
Dr.
D._
hinwies
(
Urk.
7/43 S. 3 Mitte).
Dr.
D._
legte
sodann
in nachvollziehbar begründeter Weise dar, dass selbst wenn davon
auszugehen wäre, dass der anlässlich der Erstuntersuchung erho
bene Befund nicht korrekt gewesen und sich der Beschwerdeführer anlässlich des Unfallereignisses vom 3
1.
Dezember 2010 eine Fraktur der siebten Rippe zugezogen haben sollte, diese
sechs Wochen nach dem Unfallereignis bei ge
mäss Untersuchungsbericht offenbar deutlich palpablem Kallus als abgeheilt zu betrachten
gewesen sei (
Urk.
7/43 S. 3 unten). Dafür spricht
auch
der Umstand, dass die Ärzte des
A._
dem
Beschwerdeführer
im Februar 2011
eine Arbeits
unfähigkeit
für die Dauer
von
lediglich vier Tage
n
attestierten
(vgl
. vorstehend E. 3.
3
).
4.3
In
seinem Bericht
vom August 2011
nahm SUVA-
Kreisarzt
Dr.
D._
des Weite
ren
Stellung zur Unfallkausalität der R
ückenbeschwerden, welche
gemäss An
gaben des Beschwerdeführers ab Mai 2011 zunehmend aufgetreten seien und von diesem auf eine Muskelabnahme infolge schmerzbedingter Schonung zu
rückgeführt wurden (vgl.
Urk.
7/43 S. 2 oben).
Dr.
D._
hielt fest
, dass für eine
monatelange Schonung unfallbedingt
keine Indikation bestanden
habe und sich b
ei Rippenprellung
sowie
auch isolierter Fraktur eine Sch
onung für zwei bis vier Wochen rechtfertige. Zudem wies er darauf hin, dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge nur über einige Tage
Medikamente
eingenommen habe, was gegen das Vorliegen starker Schmerzen beziehungsweise eines hohen
Leidensdruckes spreche (vgl.
Urk.
7/43
S. 2 Mitte, S. 4 oben).
Damit lieferte
Dr.
D._
eine plausible Begründung für die von ihm gezogene Schlussfolge
rung, wonach die Rückenbeschwerden des Beschwerdeführers nicht überwie
gend wahrscheinlich unfallkausal seien.
Abgesehen davon konnte
Dr.
D._
anlässlich seiner Untersuchung keine auffällige Hypertrophie der Rückenmus
kulatur erheben und wies
darauf hin, dass das deutlich ausladende Abdomen des Beschwerdeführers auf eine vorbestehende
, nicht unfallbedingte generelle Schwäche der Bauchmuskulatur schliessen lasse (
Urk.
7/43 S. 2 unten).
4.4
Schliesslich begründete
Dr.
D._
auch in schlüssiger Weise, weshalb eine
Unfall
kausalität
des geklagten Schlafapnoesyndroms zu verneinen sei.
So
legte
er
dar, dass aufgrund der gestellten Diagnosen nicht nachvollziehbar sei, dass über mehrere Monate ausschliesslich ein Schlafen in Rückenlage notwendig gewesen sei. Spätestens nach
Kallusbildung
, wie sie im Bericht der Ärzte des
A._
Anfang 2011 beschrieben sei, wäre wieder ein Schlafen in Bauchlage möglich gewesen und bei entsprechender Lagerung - insbesondere bei isolierter Fraktur - auch
auf der verletzten
Th
o
r
axseite
(
Urk.
7/43 S. 4 Mitte).
4.5
Nach dem Gesagten erweist sich die
Beurteilung durch
Dr.
D._
,
wonach
spätestens ab
1.
März 2011
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit
nur noch unfallfremd
e Beschwerden vorgelegen hätten, als nachvollziehbar begründet. Der auf den
Vorakten
und eigenen Untersuchungen basierende Kreisarztbericht ist insgesamt schlüssig und in sich widerspruchsfrei.
4.
6
Daran vermögen weder
die Berichte von
Dr.
B._
(vorstehend E. 3.4 und E.
3.10) noch die Berichte von
Dr.
C._
(vorstehend E. 3.5 und E. 3.7-8) etwas zu ändern.
Dr.
B._
vermerkte in seinem Bericht vom April 2011 (vorstehend E. 3.4)
eine
noch
schmerzha
fte Bewegungs
einschränkung
, welche er als unf
allbedingt
erachtete.
Eine Begründung für diese Einschätzung lässt sich seinem (Kurz)Bericht
jedoch nicht
entnehmen.
Abgesehen davon ist dieser
letztlich insofern nicht von Relevanz, als die Beschwerdegegnerin ihre Leistungen erst per 2
2.
März 2012 einstellte und damit im April 2011 weiterhin Leistungen erbrachte.
Aus den gleichen Gründen wird der Beweiswert des Berichtes von
Dr.
D._
nicht geschmälert, sollte ihm - wie vom Beschwerdeführer geltend
gemacht (
vgl.
Urk.
1 S. 3
Ziff.
5) - der genannte Bericht von
Dr.
B._
tat
sächlich nicht vorgelegen haben
.
Die Berichte von
Dr
.
C._
vom Oktober 2011 und Februar 2012 (vorstehend E. 3.7-8) und der Bericht von
Dr.
B._
vom April 2012 (vorstehend E. 3.10
)
erweisen sich - soweit sie sich überhaupt
zur Frage der Unfallkausalität äus
sern
sodann als unbegründet
und setzen sich insbesondere auch nicht mit den
Vorakten
, namentlich dem
zentralen Bericht
betreffend die
Erstunters
u
chung
des Beschwerdeführers
vom
2.
Januar 2011 (vorstehend E. 3.2)
,
ausei
nan
der. Damit sind sie nicht geeignet, die Beurteilung durch den SUVA-Kreis
arzt in Frage zu stellen.
4.
7
Der Beschwerdeführer stellte die
Beweiswertigkeit des
Bericht
es von
Dr.
D._
mit der Begründung
in Frage
, dass nicht hinreichend klar sei, mit welchen Fra
gestellungen sich der Kreisarzt auseinanderzusetzen
gehabt habe
(
Urk.
1 S. 4
Ziff.
6). Dieses Argument erweist sich indes als
unbehelflich
, nachdem
Dr.
D._
zur zentralen Frage der Unfallkausalität der vom Beschwerdeführer geklagten Beschwerden ausführlich Stellung genommen hat.
4.8
Des Weiteren machte der Beschwerdeführer geltend,
Dr.
D._
hätten
nicht alle relevanten Unterlagen, namentlich
nicht
die (bildgebenden) Unterlagen
betref
fend den von ihm (dem Beschwerdeführer) im Jahr 2000 erlittenen Unfall
,
vor
gelegen
(
Urk.
1 S. 4
Ziff.
7).
Festzuhalten ist,
dass
Dr.
D._
in seinem Bericht vom August 2011 (vorstehend E. 3.6)
in sorgfältiger Würdigung
der durch ihn erhobenen Untersuchungsbe
funde sowie der
Vorakten
eine
Unfallkau
salität der vom Beschwerdeführer ge
klagten Besc
hwerden spätestens ab März 2011
in nachvollziehbar begründeter Weise als nicht mehr überwiegend wahrscheinlich erachtete. Am Schluss seines Berichtes empfahl er
zwar
zur Vervollständigung der Akten die Einholung sämtlicher Röntgenbilder, insbesondere jener betreffend das Unfallereignis aus dem Jahr 2000 (
Urk.
7/43 S. 5). Dass die letztgenannten Unterlagen letztlich nicht erhältlich gemacht werden konnten (vgl.
Urk.
7/53 und
Urk.
7/60),
steht einem Abstellen auf die
Beurteilung durch
Dr.
D._
allerdings nicht entgegen.
Nach Einsichtnahme in die
nachträglich eingegangenen,
von
Dr.
C._
ver
anlassten Röntgenbilder vom 2
7.
April 2011 (
Urk.
7/55), welche insbesondere auch Aufschluss über d
ie
im Jahr 2000 erlittene
Fraktur des BWK12 g
aben
, gelangte
Dr.
D._
im März 2012 zum Schluss, dass bildgebend keine
unfall
kausale
strukturelle Verletzung ausgewies
en sei (vgl. vorstehend E. 3.9)
.
Damit konnte es sein Bewenden haben.
4.9
Schliesslich ist festzuhalten, dass die Rechtsfigur „
post
hoc ergo
propter
hoc“, bei der eine Schädigung bereits deshalb als durch einen Unfall verursacht er
achtet wird, weil sie nach diesem aufgetreten ist (vgl. Alfred Maurer, Schweize
risches Unfallversicherungsrecht,
2.
Auflage Bern 1989, S. 460, Anm. 1205), für die Annahme eines Kausalzusammenhangs rechtsprechungsgemäss ni
cht genügt (BGE 119 V 335 E
. 2b/
bb
). In diesem Sinne kann de
r Beschwerdeführer
aus dem Umstand der Beschwerdefreiheit vor dem Unfall (
vgl.
Urk.
1
S. 4
Ziff.
8) nichts zu seinen
Gunsten ableiten.
Nachdem
Dr.
D._
den
Kausalzusammenhang zwischen den vom Beschwerdeführer ab März 2011 weiterhin geklagten Be
schwerden und dem Unfa
llereignis vom 3
1.
Dezember 2010
in
nachvollzieh
bar
begründeter Weise
als nicht mehr überwiegend wahrscheinlich erachtet hat, fällt entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers (vgl.
Urk.
1 S. 4
Ziff.
8) auch eine Teilursächlichkeit ausser Betracht.
4.
10
Nach dem Gesagte
n
ergibt sich, dass
eine
Unfallkausalität
der vom Beschwerde
führer über den 2
2.
März 2012 hinaus geklagten Beschwerden
nicht
überwie
gend wahrscheinlich ist, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass die
Beschwer
degegnerin
ihre Leistungen auf die
sen Zeitpunkt hin eingestellt hat.
Der angefochtene Entscheid erweist sich somit als rechtens, was zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde führt.