# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** db2f7c7d-8f69-4b2d-9a13-4a7655573bbb
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2013
**Language:** fr
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Séquestre des valeurs patrimoniales en vue de l'execution d'une créance
compensatrice.
Art. 71 al. 3 CP
Avant leur échéance, les droits aux prestations de prévoyance du troisème pilier
de type A ne peuvent pas faire l'objet d'un séquestre en vue de l'exécution
d'une créance compensatrice. Il en va de même lorsque ces prestatations
deviennent exigibles avant l'intervention de la prescription relative à la créance
compensatrice (consid. 17).
Sequestro di valori patrimoniali in vista dell'esescuzione del risarcimento
equivalente.
Art. 71 cpv. 3 CP
Prima della loro scadenza, i diritti a prestazioni di previdenza legati al terzo
pilastro di tipo A non possono essere messi sotto sequestro in vista
dell'esecuzione del risarcimento equivalente. Questo vale anche se tali diritti
dovessero giungere a scadenza prima dell'intervento della prescrizione relativa
al risarcimento equivalente (consid. 17).
Zusammenfassung des Sachverhalts:
A. wurde von der Bundesanwaltschaft im abgekürzten Verfahren des
qualifizierten wirtschaftlichen Nachrichtendienstes, der Geldwäscherei
sowie der Verletzung des Geschäfts- und des Bankgeheimnisses angeklagt.
Als Massnahme war – nebst der Einziehung von beschlagnahmtem Bargeld
– eine Ersatzforderung zu Lasten von A. und zu Gunsten der
Eidgenossenschaft vorgesehen, zu deren Sicherung in der Untersuchung
diverse Vermögenswerte, darunter zwei Vorsorgekonti der Säule 3a des
Beschuldigten, beschlagnahmt worden waren. In der Anklage wurde die
Freigabe der Vorsorge-Konti beantragt.
Die Strafkammer erhob die Anklage in diesem Punkt zum Urteil.
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Aus den Erwägungen:
15. Nach Art. 71 Abs. 3 StGB kann die Untersuchungsbehörde im Hinblick
auf die Durchsetzung der Ersatzforderung Vermögenswerte des Betroffenen
mit Beschlag belegen. Die entsprechende Inanspruchnahme geschieht,
soweit notwendig, im Vollzugsverfahren nach den Regeln des SchKG
(Urteil des Bundesgerichts 6B_694/2009 vom 22. April 2010, E. 1.4.2).
Derart beschlagnahmte Vermögenswerte sind grundsätzlich – sofern weder
Deliktserlös noch echte oder unechte Surrogate darstellend – nicht
einzuziehen, sondern im Hinblick auf die Vollstreckung der
Ersatzforderung im Urteil unter Beschlag zu belassen.
17. [...]
Die zwei beschlagnahmten Vorsorgekonti des Beschuldigten dienen der
Altersvorsorge. Sie sind ab ihrer Fälligkeit pfändbar (BGE 121 III 285) und
es ist daher nicht ausgeschlossen, dass sie im Vollzugsverfahren zur
Deckung der Ersatzforderung herangezogen werden, da die Fälligkeit der
Ansprüche noch vor Ablauf der Verjährung der Ersatzforderung eintreten
kann (Art. 442 Abs. 2 StPO; SCHMID, Schweizerische Strafprozessordnung,
Praxiskommentar, Zürich/St. Gallen 2009, Art. 442 StPO N. 3; DERS.,
Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, Zürich/St. Gallen 2009,
N. 1857; zur Verjährung nach früherem Recht vgl. SCHMID, Kommentar:
Einziehung, Organisiertes Verbrechen, Geldwäscherei, Band I, 2. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2007, Art. 70–72 StGB N. 225). Mangels aktueller
Pfändbarkeit wird aber die strafrechtliche Beschlagnahme diesbezüglich
aufgehoben, wie in der Anklageschrift beantragt.
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21. Auszug aus dem Beschluss der Beschwerdekammer in Sachen A. gegen
Eidgenössische Steuerverwaltung vom 2. September 2013 (BV.2013.4)
Verwaltungsstrafrecht. Akteneinsicht.
Art. 38 Abs. 1 VStrR, Art. 26 ff. VwVG

## Considerations