# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 02eb5ce2-d2da-465b-81de-edc6a143d2e7
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
Mit Urteil vom 27. und 28. Februar 2020 sprach das Amtsgericht -Wasseramt B., amtlich verteidigt durch Rechtsanwalt A. (nachfolgend auch Beschwerdeführer), vom Vorwurf der vorsätzlichen Tötung,  fahrlässigen Tötung, frei. In den übrigen Anklagepunkten sprach es den Beschuldigten wegen zwei Vergehen schuldig und verurteilte ihn zu einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je Fr. 110.--, bedingt vollziehbar bei einer Probezeit von zwei Jahren, sowie zu einer Busse von Fr. 1'100.--,  zu 10 Tagen Freiheitsstrafe. Die vom Kanton Solothurn  Entschädigung für die Bemühungen von Rechtsanwalt A. als amtlicher Verteidiger setzte das erstinstanzliche Gericht auf Fr. 43'350.30 fest (: 231.67 Stunden zu je Fr. 180.-- bzw. Fr. 90.--, inkl. Auslagen und MWST). (act. 8, S. 40 f.; act. 1.1, S. 7 f.)
Gegen den Freispruch dieses Urteils liessen sowohl der Oberstaatsanwalt des Kantons Solothurn sowie die Privatklägerschaft Berufung erklären. Die Schuldsprüche sind in Rechtskraft erwachsen. Anlässlich der am 21. April 2021 durchgeführten Berufungsverhandlung vor dem Obergericht des  Solothurn, Strafkammer, (nachfolgend Obergericht oder ) reichte Rechtsanwalt A. seine Honorarnote für das  zu den Akten. Darin machte er eine Anwaltsentschädigung von Fr. 7'331.25 (Aufwand: 37.16 Stunden zu je Fr. 180.--, inkl. Auslagen und MWST) geltend (act. 1.4). Hinzuzurechnen war der Aufwand für die , Urteilseröffnung sowie Nachbearbeitung von 5.5 Stunden zu je Fr. 180.-- zuzüglich Mehrwertsteuer, womit sich die geltend gemachte Entschädigung auf insgesamt Fr. 8'397.50 belief (act. 1.1, S. 51; act. 1.4).
Mit Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 21. April 2021 wurde der Beschuldigte vom Vorwurf der vorsätzlichen , eventualiter fahrlässigen Tötung, freigesprochen. Das Obergericht stellte die Rechtskraft der erstinstanzlichen Schuldsprüche fest und  die erstinstanzlich ausgesprochenen Sanktionen. Die Entschädigung für die amtliche Verteidigung im Berufungsverfahren setzte es auf Fr. 5'863.60 fest (Aufwand: 29.43 Stunden zu je Fr. 180.--, inkl. Auslagen und MWST; Dispositiv-Ziff. 14 des Urteils des Obergerichts [act. 1.1, S. 53]).
Gegen diese Honorarkürzung liess Rechtsanwalt A. am 17. Mai 2021 durch seine Vertreterin bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts  erheben (act. 1). Er stellt folgende Rechtsbegehren:
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«1. Ziff. 14 des Urteils vom 21. April 2021 des Obergerichts des Kantons Solothurn, , sei aufzuheben.
2. Die Entschädigung des Beschwerdeführers als amtlicher Verteidiger von B. sei für das Berufungsverfahren auf total Fr. 8'397.50 festzusetzen, zahlbar durch den Staat .
3. Eventualiter sei die Sache zur neuen Entscheidung an die Beschwerdegegnerin .
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates Solothurn.»
Das Obergericht schliesst mit Beschwerdeantwort vom 20. Mai 2021 auf  Abweisung der Beschwerde (act. 3). Mit Replik vom 2. Juni 2021 hält Rechtsanwalt A. vollumfänglich an den bisherigen Rechtsbegehren fest (act. 5). Die Replik wurde dem Obergericht am 7. Juni 2021 zur  übermittelt (act. 6).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den nachfolgenden rechtlichen Erwägungen Bezug .

## Considerations

Die Einzelrichterin zieht in Erwägung:
1. 1.1 Gegen den Entscheid, mit welchem das Berufungsgericht eines Kantons die
Entschädigung der amtlichen Verteidigung für deren Bemühungen im  Berufungsverfahren festsetzt, kann diese bei der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts Beschwerde führen (Art. 135 Abs. 3 lit. b StPO i.V.m. Art. 37 Abs. 1 StBOG; BGE 140 IV 213 E. 1.7 m.w.H.). Die  ist innert zehn Tagen schriftlich und begründet einzureichen (Art. 396 Abs. 1 StPO). Die Beschwerdefrist beginnt mit der Eröffnung des schriftlich begründeten Entscheids (BGE 143 IV 40 E. 3.4.4). Ist die  ein Kollegialgericht, so beurteilt deren Verfahrensleitung die Beschwerde allein, wenn diese die wirtschaftlichen Nebenfolgen eines Entscheides bei einem strittigen Betrag von nicht mehr als Fr. 5'000.-- zum Gegenstand hat (Art. 395 lit. b StPO). Zu den wirtschaftlichen Nebenfolgen im Sinne dieser Bestimmung gehört auch die Entschädigung der amtlichen Verteidigung (Urteil des Bundesgerichts 6B_477/2018 vom 2. November 2018 E. 1.1 mit Hinweis).
1.2 Der Beschwerdeführer erhielt von der Vorinstanz als amtlicher Verteidiger eine tiefere Entschädigung zugesprochen, als er beantragt hatte. Er ist damit zur vorliegenden frist- und formgerecht eingereichten Beschwerde , weshalb darauf einzutreten ist.
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1.3 Der Streitwert des vorliegenden Verfahrens besteht in der Differenz  der im Urteil des Obergerichts vom 21. April 2021 zugesprochenen Entschädigung von Fr. 5'863.60 und der in der Beschwerde beantragten von Fr. 8'397.50. Er beträgt somit Fr. 2'533.90. Nachdem der Streitwert  die gesetzliche Grenze von Fr. 5‘000.-- nicht erreicht, ist die  durch die Einzelrichterin zu beurteilen (vgl. E. 1.1; vgl. zuletzt auch die Verfügungen des Bundesstrafgerichts BB.2022.59 vom 9. Mai 2022; BB.2021.49 vom 13. Oktober 2021 E. 1.2; BB.2020.90 vom 15. Oktober 2020 E. 2.2).
2. 2.1 Die amtliche Verteidigung wird nach dem Anwaltstarif des Bundes oder des-
jenigen Kantons entschädigt, in dem das Strafverfahren geführt wurde (Art. 135 Abs. 1 StPO). Die Staatsanwaltschaft oder das urteilende Gericht legen die Entschädigung am Ende des Verfahrens fest (Art. 135 Abs. 2 StPO).
2.2 Für den Kanton Solothurn gilt der Gebührentarif des Kantons Solothurn vom 8. März 2016 (GT/SO; BGS 615.11). Gemäss § 158 Abs. 1 GT/SO setzt der Richter die Entschädigung der privat bestellten Verteidiger und der  von Privatklägern oder Dritten sowie der amtlichen Verteidiger und unentgeltlichen Rechtsbeistände nach dem Aufwand fest, welcher für eine sorgfältige und pflichtgemässe Vertretung erforderlich ist. Er gibt den  vor dem Entscheid Gelegenheit zur Einreichung einer Honorarnote. Wird keine detaillierte Honorarnote eingereicht, schätzt er den Aufwand nach pflichtgemässem Ermessen. Der Stundenansatz für die Bestimmung der Entschädigung der amtlichen Verteidiger und unentgeltlichen  sowie für die Ausfallhaftung des Staates beträgt Fr. 180.-- zuzüglich Mehrwertsteuer (§ 158 Abs. 3 GT/SO).
2.3 Die amtliche Verteidigung kann aus Art. 29 Abs. 3 BV einen Anspruch auf Entschädigung und Rückerstattung ihrer Auslagen herleiten. Dieser umfasst aber nicht alles, was für die Wahrnehmung der Interessen des Mandanten oder der Mandantin von Bedeutung ist. Ein verfassungsrechtlicher Anspruch besteht nur, «soweit es zur Wahrung der Rechte notwendig ist». Nach  Massstab bestimmt sich der Anspruch sowohl in qualitativer als auch in quantitativer Hinsicht, d.h. in Bezug auf den Umfang der Aufwendungen.  sind danach nur jene Bemühungen, die in einem  Zusammenhang mit der Wahrung der Rechte im Strafverfahren stehen und die notwendig und verhältnismässig sind. Das Honorar muss allerdings so festgesetzt werden, dass der unentgeltlichen Rechtsvertretung ein  verbleibt und sie das Mandat wirksam ausüben kann
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(BGE 141 I 124 E. 3.1; Urteil des Bundesgerichts 1B_385/2021 vom 25.  2021 E. 4.2; siehe auch den Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2019.76 vom 4. Februar 2020 E. 2.3). Der Verteidigungsaufwand hängt aber nicht nur von der Schwierigkeit der Sache ab, sondern kann auch durch die Persönlichkeit der beschuldigten Person und deren Umfeld bestimmt werden, sowie von der Bedeutung der Sache für die beschuldigte Person, beispielsweise bei schweren Eingriffen in die persönliche Freiheit (RUCKSTUHL, Basler Kommentar, 2. Aufl. 2014, Art. 135 StPO N. 3). Nicht zu entschädigen sind nutzlose, überflüssige und verfahrensfremde  (vgl. die Verfügung des Bundesstrafgerichts BB.2020.90 vom 15.  2020 E. 3.5 m.w.H.).
2.4 Als Sachgericht ist die Beschwerdegegnerin am besten in der Lage, die  der anwaltlichen Bemühungen zu beurteilen, weshalb ihr ein erheblicher Ermessensspielraum zusteht (vgl. BGE 141 I 124 E. 3.2 S. 126; Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BB.2019.76 vom 4. Februar 2020 E. 2.4; BB.2018.39 vom 4. Dezember 2018 E. 5). Auch wenn die  im vorliegenden Verfahren volle Kognition besitzt (vgl. Art. 393 Abs. 2 StPO) und damit die Entschädigung des Beschwerdeführers  frei zu prüfen ist, überprüft es deren Bemessung nur mit  (Beschlüsse des Bundesstrafgerichts BB.2019.76 vom 4. Februar 2020 E. 2.4; BB.2018.39 vom 4. Dezember 2018 E. 5). Da dem Berufungsgericht bei der Festsetzung der Entschädigung ein weites Ermessen zusteht,  sich die Überprüfungsbefugnis der Beschwerdekammer in Bezug auf die nach Ermessen festgelegte Höhe der Entschädigung auf eine . Das Bundesgericht (oder Bundesstrafgericht) greift nur ein, wenn die kantonale Behörde ihr Ermessen klarerweise überschritten oder missbraucht hat oder wenn die Festsetzung des Honorars ausserhalb jedes vernünftigen Verhältnisses zu den vom Anwalt geleisteten Diensten steht und in krasser Weise gegen das Gerechtigkeitsgefühl verstösst (BGE 141 I 124 E. 3.2; Urteile des Bundesgerichts 6B_1278/2020 vom 27. August 2021 E. 6.3.2; 6B_950/2020 vom 25. November 2020 E. 2.3.2; 6B_1115/2019 vom 3. Dezember 2019 E. 4.3). In Fällen, in denen der von der amtlichen Verteidigung in Rechnung gestellte Arbeitsaufwand als  bezeichnet und entsprechend gekürzt wird, schreitet die  nur ein, wenn Bemühungen nicht honoriert wurden, die zu den  der amtlichen Verteidigung gehören, und die Entschädigung nicht in einem vernünftigen Verhältnis zu den durch sie geleisteten Diensten steht (vgl. zuletzt den Beschluss des Bundesstrafgerichts BB.2020.42 vom 25. März 2021 E. 4.4 m.w.H.).
2.5 Hat die Rechtsvertretung ihren Aufwand für die Verteidigung in allen  ausgewiesen, ist das Gericht, wenn es diesen nicht unbesehen über-
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nimmt, unter dem Gesichtspunkt von Art. 29 Abs. 2 BV verpflichtet, sich  auseinanderzusetzen und in Bezug auf die konkreten, geltend  Aufwendungen nachvollziehbar darzulegen, aus welchem Grund es diese als sachfremden oder übertriebenen Aufwand nicht entschädigt ( des Bundesgerichts 6B_108/2010 vom 22. Februar 2011 E. 9.1.3; 6B_136/2009 vom 12. Mai 2009 E. 2.3). Allgemein hat sich die  dem konkreten Fall anzupassen. Bei  die – z.B. durch grosse Kürzungen – besonders stark in die  eingreifen, ist grundsätzlich eine eingehendere Auseinandersetzung  (vgl. STEINMANN, Die schweizerische Bundesverfassung, St.  Kommentar, 3. Aufl. 2014, Art. 29 N. 49; HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,  Verwaltungsrecht, 8. Aufl., 2020, S. 233 N. 1072; BGE 145 IV 99 E. 3.1). Dies hat freilich zwei Seiten. So kann nur geprüft und begründet , was auch genügend, ohne dabei in überspitzten Formalismus zu , in Honorarnoten ausgewiesen ist. Verschiedene Aktivitäten  in einer Zeiteinheit abgerechnet – statt einzeln – verringert die  von Honorarnoten. Sollen Honorarnoten ihre Überprüfung , so sind auch Übersichten zu den Aufwandpositionen (z.B. /Dauer Kontakte mit Beschuldigten, Aufwand per Verfahrensschritt) dienlich und zumutbar (Verfügung des Bundesstrafgerichts BB.2019.209 vom 5. Februar 2020 E. 3.10 zweiter Abschnitt). Die Rechnungspositionen haben den Zeitaufwand für die jeweilige Tätigkeit aufzuführen. Wird eine  Honorarnote eingereicht und steht der geltend gemachte  zum Umfang und der Schwierigkeit des Falles in einem  Missverhältnis, dann darf nach der bundesgerichtlichen  in Strafsachen die Entschädigung pauschal bemessen werden ( des Bundesgerichts 6B_336/2014 vom 6. Februar 2015 E. 2.5; 6B_224/2013 vom 27. Januar 2014 E. 2.5 f.; statt vieler: Verfügung des  BB.2021.204 vom 31. August 2022 E. 2.4).
3. 3.1 Das Obergericht kürzte im Urteil vom 21. April 2021 Leistungen des Be-
schwerdeführers im Zusammenhang mit der Vorbereitung der  im Umfang von 25.67 Stunden um 13.67 Stunden auf 12 Stunden. Es argumentierte, dass der amtliche Verteidiger über volle Aktenkenntnis verfügt habe und sich im Berufungsverfahren nichts Neues ergeben habe. Es habe ein vom Beschuldigten anerkanntes, «gut fundiertes, gut  erstinstanzliches Urteil» vorgelegen. Sodann hätten sich die mündlichen Ausführungen von Rechtsanwalt A. weitgehend mit den Plädoyernotizen der ersten Instanz gedeckt. Der geltend gemachte Aufwand von 25.67 Stunden sei daher nicht vertretbar. Das Obergericht hat den entschädigungsfähigen
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Aufwand auf 10 Stunden für die Verhandlungsvorbereitung und zwei weitere Stunden für den Kleinaufwand festgesetzt. (act. 1.1, S. 50 f.)
3.2 Der Beschwerdeführer wendet im Honorarbeschwerdeverfahren ein, das Obergericht gehe bei der Kürzung des Aufwands für die Vorbereitung der Hauptverhandlung auf die einzelnen ausgewiesenen Positionen in der  nicht ein, obwohl die Kürzung besonders stark in seine die  eingreife und rund ein Drittel des geltend gemachten  ausmache. Indem das Obergericht nicht auf die detaillierte  und die einzelnen Positionen eingegangen sei, habe es den  auf rechtliches Gehör verletzt (Art. 29 Abs. 2 BV). Zudem führe das Obergericht nicht explizit aus, ob der in Rechnung gestellte Aufwand  hoch sei. Sodann legt der Beschwerdeführer im Einzelnen dar, warum der Aufwand notwendig gewesen sei. Das Verfahren sei für den  von gewichtiger Bedeutung gewesen, ging es doch im  um eine vorsätzliche Tötung. Zu berücksichtigen sei auch der Umstand, dass der Aufwand in einem Zeitraum von über einem Jahr  sei und er die Akten des Vorverfahrens erneut habe studieren müssen. Aktenwidrig sei sodann die Behauptung, dass sich die Ausführungen vor Obergericht weitgehend mit den Plädoyernotizen vor erster Instanz gedeckt hätten. Zudem habe er sich auf alle Eventualitäten vorbereiten müssen, da ihm die Einwände der Staatsanwaltschaft und Privatklägerschaft nicht  gewesen seien. Der geltend gemachte Aufwand sei daher insgesamt notwendig und verhältnismässig gewesen (act. 1).
3.3 Das Obergericht führt dazu in seiner Vernehmlassung aus, dass bei der  von mehreren Bemühungen unter dem Titel  nicht spezifiziert werden könne, welcher Aufwand an welchem  Tag nun konkret übermässig gewesen sein soll. Entscheidend sei der Gesamtaufwand für die Verhandlungsvorbereitung, welcher vom Gericht, das umfassende Aktenkenntnis habe, gut beurteilt werden könne. Ferner sei das Gericht der Begründungspflicht zweifellos nachgekommen. Eine  des rechtlichen Gehörs liege daher nicht vor. Der geltend gemachte Aufwand sei klar unangemessen hoch, zumal sich im Berufungsverfahren nichts Neues ergeben habe. Sodann hätten dem Obergericht folgende  zur Verfügung gestanden: Der Vertreter der , der diese erst im Berufungsverfahren vertreten habe, habe bei ungleich schwierigerer Ausgangslage für das gesamte Berufungsverfahren (ohne Hauptverhandlung und Wegzeiten) einen Aufwand von rund 33 Stunden  gemacht. Der vom Gericht selbst beanspruchte Aufwand zur  der Verhandlung habe sich beim Referenten mit Einschluss der  des Referats von über 40 Seiten auf etwa 25 Stunden belaufen. Unter diesen Umständen sei der geltend gemachte Aufwand des  deutlich überhöht (act. 3).
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3.4 Der Beschwerdeführer bringt in der Beschwerdereplik nebst der erneuten Rüge der Gehörsverletzung ergänzend vor, dass sich sein Aufwand mit  des Obergerichts sowie des Vertreters der Privatklägerschaft  nur bedingt vergleichen lasse (act. 5).
4. 4.1 Die Honorarnote des Beschwerdeführers vom 20. April 2021 schlüsselt den
geltend gemachten Zeitaufwand nicht nach Tätigkeit auf, vielmehr führt sie unterschiedliche Aktivitäten, die am selben Tag vorgenommen wurden, in einer einzigen Zeiteinheit auf. Beispielsweise bestehen Positionen, die  der Vorbereitung der Hauptverhandlung oder des Plädoyers Kontakte mit dem Klienten (teils schriftlich, teils mündlich, teils persönlich), E-Mails an andere Parteien, diverse Telefonate oder «Unterlagen für Frist Obergericht» aufführen, ohne auszuweisen, welcher Zeitaufwand die jeweiligen  in Anspruch genommen hat, obschon dies ohne weiteres möglich  wäre. Eine Honorarnote, welche den Zeiteinsatz der jeweiligen Leistung nicht aufführt, ist entgegen der Auffassung des Beschwerdeführers nicht . Ist der Zeitbedarf für die jeweiligen Leistungen nicht offengelegt,  wird der tägliche Zeitaufwand sämtlicher Aktivitäten zusammengefasst, kann bei der Beurteilung des Zeitaufwandes nicht genau auf jede einzelne Position eingegangen werden. Dass die Beschwerdegegnerin eine  Beurteilung des geltend gemachten Zeitaufwandes im Verhältnis zum Umfang und zur Schwierigkeit des Falles geprüft hat, ist somit nicht zu .
An dieser Stelle ist auch darauf hinzuweisen, dass die fragliche Honorarnote auch in weiteren Punkten Unklarheiten aufweist, welche auf deren  Leistungserfassung zurückzuführen sind. Zum Beispiel ist das Total der geleisteten Stunden mit 37.16 angegeben, obschon die Summe der  Tagesaufwendungen 37.17 Stunden ergibt; das Gesamthonorar wird (ohne Spesen und MWST) mit Fr. 6660.00 beziffert, obschon dieses bei  Stundenansatz von Fr. 180.-- bei Fr. 6'688.80 (37.16 Stunden) bzw. Fr. 6'690.60 (bei 37.17 Stunden) läge und der das Datum 18.03.2021  Arbeitsaufwand wird zweimal erfasst, einmal mit 0.58 Stunden und einmal mit 2 Stunden, wobei Letztere keinerlei Tätigkeit benennen.
4.2 Wie oben festgehalten (E. 2.5) ist eine pauschale Bemessung der  zulässig, wenn ein offensichtliches Missverhältnis zwischen geltend gemachtem Zeitaufwand und Umfang und Schwierigkeit des Falles vorliegt. Ein allfälliges Missverhältnis ist hinreichend und nachvollziehbar zu .
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Die Beschwerdegegnerin hat nicht dargelegt, wie die im Urteil erwähnten 25.67 Stunden berechnet wurden, die der Beschwerdeführer für die  der Hauptverhandlung geltend gemacht haben soll. Es ist davon , dass die Beschwerdegegnerin sämtliche Positionen, die unter  die Angabe Vorbereitung Verhandlung o.ä. aufweisen und drei  die unter anderem die Angabe Plädoyer o.ä. aufweisen, addiert hat; im Einzelnen jene vom 13.11.2020, 22.02.2021, 09/10./16.03.2021, 06./13./15./16./19. (untere Zeile in der Honorarnote) und 20.04.2021. Diese Positionen enthalten z.T. auch die Bezeichnung Aktenstudium. Das geltend gemachte Aktenstudium vom 19.04.2021 (obere Zeile in der Honorarnote) scheint die Beschwerdegegnerin indessen nicht als Aufwand zur  der Hauptverhandlung zu betrachten. Warum das in der Honorarnote aufgeführte Aktenstudium einmal vollständig und manchmal bloss teilweise anerkannt wurde ist nicht klar.
4.3 Der angefochtene Entscheid legt für die Verhandlungsvorbereitung einen Gesamtaufwand von 12 Stunden (10 Stunden für die  und zwei Stunden für den Kleinaufwand) fest (act. 3; 1.1, S. 51). Die Beschwerdegegnerin ging somit davon aus, dass die einzelnen  (Plädoyernotizen, Aktenstudium, etc.) zwar gerechtfertigt waren, aber insgesamt nur rund die Hälfte der Zeit hätten in Anspruch nehmen dürfen. Bei der Berechnung der Pauschale berücksichtigte der Entscheid, dass sich im Berufungsverfahren nichts Neues ergeben, ein «gut fundiertes, gut  erstinstanzliches Urteil» vorgelegen habe und sich die mündlichen Ausführungen von Rechtsanwalt A. weitgehend mit den Plädoyernotizen vor erster Instanz gedeckt hätten. Darüber hinaus erklärte die  im Beschwerdeverfahren, der Vertreter der Privatkläger habe (ohne Hauptverhandlung und Wegzeiten) einen Aufwand von rund 33 Stunden  gemacht und der vom Gericht selbst beanspruchte Aufwand zur  der Verhandlung habe sich beim Referenten mit Einschluss der  des Referats auf etwa 25 Stunden belaufen. Unter diesen  sei der geltend gemachte Aufwand des Beschwerdeführers deutlich überhöht (act. 3).
4.3.1 Die Aktenkenntnis liegt immer vor, wenn ein amtlicher Verteidiger vor erster Instanz auftrat und das Urteil vor Obergericht weitergezogen wird. Die  allein ist daher wenig geeignet zu klären, ob eine konkrete  überhöht sei, insbesondere wenn der in beiden Instanzen  gemachte Zeitaufwand unterschiedlich ist. Zwar ist eine für bereits mit der Sache betraute Verteidigung eine vollständige Einarbeitung in die  und rechtlichen Fragen der Strafsache nicht erforderlich. Die Kenntnis des Falles erspart jedoch weder eine seriöse Vorbereitung der Hauptverhandlung und des dort zu haltenden Parteivortrages. Nicht verges-
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sen werden darf auch nicht die Tatsache, dass die zweitinstanzliche  mehr als 1 Jahr nach der erstinstanzlichen Verhandlung stattfand, was eine nicht unerhebliche Wiedereinarbeitungszeit in den Fall erforderlich machte.
4.3.2 Was den Aufwand im Zusammenhang mit der Erstellung des Plädoyers , ist vorab folgendes festzustellen: Die Plädoyernotizen des  wurden weder von der ersten Instanz noch von der  zu den Akten genommen. Aktenkundig sind lediglich eine rund vierseitige Zusammenfassung des Parteivortrags im erstinstanzlichen Hauptverhandlungsprotokoll sowie ein Tonträger mit dem Parteivortrag vor Obergericht (act. 8.1, S. 7 ff.; siehe Vorakten pag. 127 [CD]). Für die  lässt sich somit nur bedingt überprüfen, inwiefern die  Parteivorträge weitgehend deckungsgleich gewesen sein sollen.
Aufgrund des Rechtsmittelsystems der «double instance» war inhärent, dass sich Übereinstimmungen mit dem erstinstanzlichen Plädoyer ergaben,  es sich doch in der Hauptsache (vorsätzliche Tötung, eventualiter  Tötung) wiederum um denselben Prozessgegenstand. Aus der  der zur Verfügung stehenden Hilfsmittel (/Tonträger) ist erkennbar, dass der Parteivortrag im Berufungsverfahren in Bezug auf die Beweiswürdigung einige Wiederholungen enthielt. So bringt der Beschwerdeführer erneut vor, dass es aufgrund von objektiven Faktoren nicht möglich gewesen sei, dass sich der angeklagte Vorfall so abgespielt habe. Sodann geht er erneut auf die Zeugenaussagen ein und übt Kritik  der Staatsanwaltschaft. Das Plädoyer vor dem Obergericht war aber nicht bloss eine grundsätzliche Wiederholung des vor dem  Gericht gehaltenen Plädoyers. Vielmehr ergibt ein Vergleich der  vor erster Instanz mit der Aufnahme vor der zweiten , dass das Plädoyer im Berufungsverfahren in einigen Punkten anders gestaltet war als jenes, das vor der ersten Instanz gehalten wurde. Sodann enthielt es punktuelle Ergänzungen, die sich auf die Urteilsbegründung der ersten Instanz, die aktuelle Lage des Mandanten und die verstrichene Zeit bezogen. Der Beschwerdeführer führt im neueren Plädoyer beispielsweise aus, weshalb dem erstinstanzlichen Urteil zu folgen sei und setzt sich mit den wesentlichen Erwägungen der ersten Instanz auseinander ( zur Frage in «dubio pro reo», vgl. Urteil des Amtsgerichts  vom 27. und 28. Februar 2020, S. 21 f.). Auch geht er auf die im erstinstanzlichen Urteil thematisierten Zweifel an den Aussagen des  ein. Das Obergericht kam denn auch zum Schluss, dass der  angesichts der klaren und unzweifelhaften Beweislage nicht nur «in dubio pro reo» freizusprechen sei (act. 3.1, S. 46 f.).
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Die Behauptung der Beschwerdegegnerin, die Parteivorträge seien  deckungsgleich gewesen, geht aufgrund des oben Gesagten zu weit.
4.3.3 Nicht zutreffend ist sodann die sinngemäss zum Ausdruck gebrachte  der Beschwerdegegnerin, dass sich der Beschwerdeführer auf das erstinstanzliche Urteil hätte verlassen können. Dieses Urteil wurde von der Oberstaatsanwaltschaft und der Privatklägerschaft angefochten; der  musste sich auf sämtliche sich daraus ergebenden  im Prozess vorbereiten und war zu einer gewissenhaften  verpflichtet.
4.3.4 Zu berücksichtigen ist weiter, dass vor Obergericht eine Verurteilung wegen vorsätzlicher Tötung, eventualiter fahrlässiger Tötung, zur Diskussion stand. Eine Verurteilung im Hauptanklagepunkt hätte für den Beschuldigten eine Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren (vgl. Art. 111 StGB) zur Folge gehabt. Insofern stand für den Beschuldigten viel auf dem Spiel, was einen  Verteidigungsaufwand mit sich brachte. Es ist daher naheliegend, dass angesichts der Bedeutung des Falles sowie die für den Beschuldigten schweren Folgen einer allfälligen unbedingten Freiheitsstrafe die  der Hauptverhandlung einen nicht unerheblichen Arbeitsaufwand . Die konkreten Rechts- und Tatfragen haben den geltend gemachten Aufwand im Berufungsverfahren selbst gerechtfertigt.
4.3.5 Was letztlich der Vergleich mit dem Aufwand des Vertreters der  sowie dem Aufwand des Gerichts anbelangt, so ist dieser als  für die Entschädigung des amtlichen Verteidigers nur bedingt geeignet, als Grundlage für die Kürzung des Aufwands des  zu dienen, lassen sich doch die Aufwendungen aufgrund der  Rollenverteilung der Parteien im Strafprozess funktionsbedingt nicht direkt vergleichen. Das Gericht gewinnt seine wesentlichen und  Entscheidgrundlagen und Argumente in einem solchen Fall wie dem vorliegenden in der Regel vorwiegend aus den Akten, dem  Urteil und den Ausführungen der Parteien. Das Gericht hat keine  mit der Beschuldigten Person zu führen. Sodann wäre bei  Vergleich mit der Vertretung der Privatklägerschaft zu berücksichtigen, dass dieser sich vorwiegend mit den adhäsionsweise gestellten  zu befassen hat und dass vorliegend die Zusammenstellung der  des Vorgängers übernommen wurde (act. 1.1, S. 4; act. 8, S. 3), was den Vorbereitungsaufwand selbstredend reduzierte. Ein Vergleich mit dem Aufwand des Vertreters der Privatklägerschaft von 33 Stunden zeigt vielmehr, dass sich derjenige des Beschwerdeführers von 25.67 Stunden gerade noch im angemessenen Rahmen bewegt.
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4.4 Nach dem Gesagten (vgl. E. 4.3.1 - 4.3.5) steht der geltend gemachte  als Ganzes nicht in einem offensichtlichen Missverhältnis zum Umfang und zur Schwierigkeit der Sache. Zwar mag sich der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Aufwand am oberen Limit bewegen, kann aber nicht grundsätzlich als überhöht bezeichnet werden. Dem Beschwerdeführer sind daher die Positionen im Gesamtumfang von 25.67 Stunden im  mit der Vorbereitung der Verhandlung (s. oben E. 3.1) zu entschädigen.
5. Das Obergericht hat sich zum Eventualantrag des Beschwerdeführers  einer allfälligen Rückweisung der Entschädigungssache an das Obergericht zur erneuten Festsetzung der Entschädigung des amtlichen Verteidigers nicht vernehmen lassen, woraus geschlossen werden darf, dass es im Falle einer Gutheissung der Beschwerde keine Einwendungen gegen eine reformatorische Entscheidung hätte. Demnach kann hier aus  Gründen reformatorisch entschieden werden.
6. Im Ergebnis ist die Beschwerde gutzuheissen. Dispositiv Ziffer 14 des Urteils
des Obergerichts des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 21. April 2021 ist entsprechend anzupassen. Der Eventualantrag erweist sich folgerichtig als gegenstandslos.
7. 7.1 Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind keine Gerichtskosten zu erheben.
7.2 Der obsiegende amtliche Verteidiger hat Anspruch auf eine  (vgl. Art. 436 Abs. 1 i.V.m. Art. 429 Abs. 1 lit. a StPO). Der  reichte keine Kostennote ein. Reicht der Anwalt die Kostennote im Verfahren vor der Beschwerdekammer nicht spätestens mit der einzigen oder letzten Eingabe ein, so setzt das Gericht das Honorar nach Ermessen fest (Art. 12 Abs. 2 des Reglements des Bundesstrafgerichts vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und Entschädigungen in ; BStKR, SR 173.713.162). In Berücksichtigung der Schwere und des Umfangs des Verfahrens ist eine pauschale Entschädigung in der Höhe von Fr. 1‘200.-- (inkl. Auslagen und MWST) festzulegen (vgl. Art. 10 und 12 Abs. 2 BStKR). Entsprechend ist das Obergericht des Kantons Solothurn zu verpflichten, Rechtsanwalt A. für das Honorarbeschwerdeverfahren eine Prozessentschädigung von Fr. 1‘200.-- (inkl. Auslagen und MWST) zu .
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