# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ff89ea07-d21f-4a1b-9ada-cedf64e0d5c9
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._, geboren am _ 1942, und Y._, geboren am _ 1939, heirateten am 30. Juli 1965 vor dem Zivilstandsamt O.1_. Aus dieser Ehe gingen die gemeinsamen Kinder A._, geboren am _ 1965, und B._, geboren am _ 1968, hervor.
B. Die Eheleute leben seit dem Jahr 2003 getrennt. Im Rahmen eines von X._ instanziierten Eheschutzverfahrens schlossen die Parteien vor dem Bezirksgerichtspräsidenten Landquart anlässlich der mündlichen Hauptverhandlung vom 26. Oktober 2004 folgenden gerichtlichen Vergleich ab, welcher mit Eheschutzverfügung vom 9. November 2004 genehmigt wurde:
1. Es wird gerichtlich festgestellt, dass die Parteien seit dem 1. Oktober 2003 in gegenseitigem Einverständnis auf unbestimmte Zeit getrennt leben.
2. Der Ehemann verpflichtet sich, an den Unterhalt der Ehefrau ab dem 1. Juli 2004 den monatlich pränumerando je auf den ersten eines jeden Monats fälligen Betrag von Fr. 2'700.-- zu bezahlen.
3. Die Verfahrenskosten übernehmen die Parteien je zur Hälfte.
Die ausseramtlichen Entschädigungen werden wettgeschlagen.
C.1. Mit Eingabe vom 17. April 2012 machte Y._ beim Bezirksgericht Landquart eine Scheidungsklage im Sinne von Art. 290 ZPO anhängig, welche das folgende Rechtsbegehren enthielt:
1. Scheidung der Ehe gestützt auf Art. 114 ZGB.
2. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.
3. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zuzüglich 8.0 % MwSt. zu Lasten der Beklagten.
2. Am 22. August 2012 wurde eine Einigungsverhandlung durchgeführt, anlässlich derer sich ergab, dass der Scheidungsgrund feststeht und sich die Beklagte zudem ausdrücklich mit der Scheidung einverstanden erklärte. Da über die Nebenfolgen der Scheidung keine Einigung erzielt werden konnte, setzte der Verfahrensleiter dem Kläger in Anwendung von Art. 291 Abs. 3 ZPO eine Frist bis zum 20. November 2012 an, um eine schriftliche Klagebegründung nachzureichen. Die in der Folge eingereichte Klagebegründung datiert vom 31. Oktober 2012 und enthält das unveränderte Rechtsbegehren gemäss Scheidungsklage. Mit Klageantwort und Widerklage vom 30. Januar 2013 liess X._ folgende Anträge stellen:
1. Scheidung der Ehe der Parteien.
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2. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten gestützt auf Art. 124 ZGB, allenfalls gestützt auf Art. 125 ZGB einen monatlichen, monatlich zahlbaren Beitrag in Höhe von CHF 4'500.00 zu bezahlen.
3. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Beklagten.
3. In seiner Widerklageantwort vom 22. April 2013 beantragte Y._ was folgt:
1. Der Kläger und Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten und Widerklägerin gestützt auf Art. 124 ZGB einen Vorsorgeausgleich in Form einer Rente von CHF 2'074.00 pro Monat zu bezahlen.
2. Die den Betrag von CHF 2'074.00 pro Monat übersteigenden Rentenbegehren der Beklagten und Widerklägerin seien abzuweisen.
3. An den Anträgen gemäss Scheidungseingabe wird festgehalten.
4. Unter Kosten und Entschädigungsfolge zuzüglich 8 % MwSt. zu Lasten der Beklagten.
4. In der Folge reichte X._ am 2. Juli 2013 ihre Duplik und Widerklagereplik ein, mit welcher sie die folgenden Rechtsbegehren stellte:
1. Scheidung der Ehe der Parteien.
2. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten gestützt auf Art. 124 ZGB eine Kapitalleistung in Höhe von CHF 300'000.00 zu erbringen.
Eventualiter sei der Kläger zu verpflichten, der Beklagten gestützt auf Art. 124 ZGB die Hälfte der von ihm bezogenen Rente der Pensionskasse der Stadt O.1_, zurzeit 1⁄2 von CHF 4'148.00, somit CHF 2'074.00, pro Monat zu überweisen.
3. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten gestützt auf Art. 125 ZGB einen monatlichen, monatlich zahlbaren Beitrag in Höhe von CHF 2'500.00 zu bezahlen.
Der Unterhaltsbeitrag sei zu indexieren.
4. Güterrechtliche Auseinandersetzung gemäss Gesetz.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.
5. Mit Widerklageduplik vom 28. Oktober 2013 stellte Y._ die folgenden Anträge:
1. Auf die neuen Rechtsbegehren gemäss Ziff. I. 2 und 3 der  sei nicht einzutreten.
2. An den bisher gestellten Rechtsbegehren von Y._ wird festgehalten.
3. Alles unter Kosten und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8 % MWST) zulasten der Beklagten.
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6. Nach Abschluss des Schriftenwechsels erliess der Verfahrensleiter am 5. September 2014 die Beweisverfügung.
D. Anlässlich der Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Landquart vom 17. Dezember 2014 wurden die Rechtsbegehren der Parteien wie folgt präzisiert bzw. angepasst:
Anträge Klägerschaft:
1. Scheidung der Ehe gestützt auf Art. 111 Abs. 1 ZGB.
2. Der Kläger und Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten und Widerklägerin gestützt auf Art. 124 ZGB einen Vorsorgeausgleich in Form einer Rente von CHF 2'074.00 pro Monat zu bezahlen.
3. Der Kläger und Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten und Widerklägerin eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 4'665.60 zu leisten.
4. Die übrigen Anträge der Beklagten und Widerklägerin seien abzweisen (der Nichteintretensantrag hat aufgrund des Verzichts auf eine Kapitalabfindung keine Bedeutung mehr).
5. Unter Kosten-und Entschädigungsfolge zuzüglich 8.0 % MwSt. zu Lasten der Beklagten und Widerklägerin.
Anträge Beklagtschaft:
- Verzicht auf Zusprechung einer Kapitalabfindung aus BVG und Anerkennung des Antrages der Gegenseite auf hälftige Teilung der BVG-Rente des Ehemannes
- Reduktion des Antrages auf Zusprechung von nachehelichem Unterhalt auf CHF 2'000.00
- Leistung einer güterrechtlichen Ausgleichszahlung des Ehemannes an die Ehefrau von CHF 710'650.00
E. Mit Entscheid vom 17. Dezember 2014, mitgeteilt am 15. Januar 2015, erkannte das Bezirksgericht Landquart was folgt:
1. In Gutheissung der Scheidungsklage wird die zwischen Y._ und X._ am 30. Juli 1965 vor dem Zivilstandsamt O.1_ geschlossene Ehe gestützt auf Art. 114 ZGB gerichtlich geschieden.
2. Y._ wird gerichtlich verpflichtet, X._ gestützt auf Art. 124 ZGB ab Rechtskraft des vorliegenden Scheidungsurteils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats jeweils die Hälfte der von ihm bezogenen Rente der Pensionskasse der Stadt O.1_, zur Zeit ein Zweitel von CHF 4'148.00, somit CHF 2'074.00, pro Monat zu überweisen.
3. Y._ wird weiter gerichtlich verpflichtet, an X._ ab Rechtskraft des vorliegenden Scheidungsurteils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats einen unbefristeten nachehelichen Unterhaltsbeitrag von CHF 700.00 pro Monat auszurichten.
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4. Y._ wird schliesslich gerichtlich verpflichtet, der Ehefrau eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 86'787.60 zu leisten. Mit dieser Zahlung sind die Eheleute per Saldo aller gegenseitigen Ansprüche güterrechtlich auseinandergesetzt.
5. a) Die Kosten des Verfahrens vor Bezirksgericht Landquart, bestehend aus CHF 10'000.00, werden zu einem Viertel dem Kläger und zu drei Vierteln der Beklagten auferlegt und werden mit dem vom Kläger geleisteten Kostenvorschuss von CHF 5'000.00 verrechnet. Den Fehlbetrag in Höhe von CHF 5'000.00 hat die beklagte Partei dem Gericht innert 30 Tagen mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.
b) X._ wird zudem gerichtlich verpflichtet, Y._ eine reduzierte ausseramtliche Entschädigung von CHF 7'210.95 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen und ihm darüber hinaus den geleisteten Kostenvorschuss anteilsmässig und somit in Höhe von CHF 2'500.00 zu ersetzen.

## Considerations