# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a64e2fa4-0a5f-4060-a2b2-0baa0fd6cace
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ N. M. (geboren am 11. Februar 1982) ist Staatsangehöriger von Mazedonien. Er
reiste am
1. Oktober 2005 in die Schweiz ein, um eine Stelle als Imam bei der Islamischen
Vereinigung R. anzutreten. Das Bundesamt für Migration (BFM) stimmte dem
arbeitsmarktlichen Vorentscheid im Rahmen des Zustimmungsverfahrens am 23.
September 2005 zu und verfügte unter anderem, ein Stellenwechsel sei
ausgeschlossen. Daraufhin wurde N. M. am 12. Oktober 2005 eine Aufenthalts-
bewilligung zum Zwecke der Ausübung der beruflichen Tätigkeit als Seelsorger bei der
Islamischen Vereinigung R. erteilt. Die Bewilligung wurde letztmals am 29. September
2009 mit Gültigkeit bis 30. September 2010 verlängert.
Am 23. Januar 2006 reiste die Ehefrau A. (geboren am 17. November 1982) mit dem
gemein-samen Sohn B. (geboren am 25. April 2004) im Rahmen des Familiennachzugs
in die Schweiz ein. Am 5. August 2008 und am 4. Mai 2010 wurden die beiden Söhne
C. und D. geboren.
Am 22. Februar 2010 kündigte die Islamische Vereinigung R. den Arbeitsvertrag mit N.
M. mit der Begründung, seine arbeitsvertraglichen Forderungen könnten nicht erfüllt
werden. Das Arbeits-verhältnis endete am 31. Mai 2010. Mit Verfügung vom 12. Mai
2010 widerrief das Ausländeramt (heute Migrationsamt) die Aufenthaltsbewilligung von
N. M. und wies ihn an, die Schweiz bis spätestens am 30. Juli 2010 zu verlassen.
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B./ Gegen die Verfügung des Migrationsamtes erhob N. M. durch seine
Rechtsvertreterin am
31. Mai bzw. 28. Juni 2010 Rekurs beim Sicherheits- und Justizdepartement, welcher
mit Entscheid vom 30. März 2011 abgewiesen wurde.
C./ Mit Eingabe vom 15. April 2011 erhob N. M., vertreten durch Rechtsanwältin L. K.,
Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit den Rechtsbegehren, der Entscheid des
Sicherheits- und Justiz-departements vom 30. März 2011 bzw. die Verfügung des
Migrationsamtes vom 12. Mai 2010 seien aufzuheben; es sei festzustellen, dass die
Voraussetzungen für einen Widerruf der Aufent-haltsbewilligung nicht gegeben seien;
es sei eine angemessene Nachfrist zur allfälligen Beschwerdebegründung anzusetzen;
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge.
(...).

## Considerations

Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. (...)
2. Anfechtungsgegenstand der vorliegenden Beschwerde ist der vorinstanzliche
Rekursentscheid vom 30. März 2011. Wie die Vorinstanz darin zu Recht erwog, ist die
im Rekursverfahren streitig gewesene Verfügung betreffend Widerruf der
Aufenthaltsbewilligung des Beschwerdeführers insofern gegenstandslos geworden, als
die Aufenthaltsbewilligung am 30. September 2010 auslief. Die Vorinstanz erwog
deshalb, es sei nicht mehr über den Widerruf, sondern über die Nichtver-längerung der
Aufenthaltsbewilligung zu entscheiden. Im Gegensatz zum Widerruf der Aufenthalts-
bewilligung nach Art. 62 des Bundesgesetzes über die Ausländerinnen und Ausländer
(SR 142.20, abgekürzt AuG) ist die Nichterneuerung der Aufenthaltsbewilligung im
Gesetz nicht explizit geregelt. In der Praxis wurde eine solche Aufenthaltsbeendigung
unter der Herrschaft des am 1. Januar 2008 durch Art. 125 AuG aufgehobenen
Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Aus-länder (AS 1949 221) aber
immer dann als zulässig erachtet, wenn die Bewilligung auch widerrufen bzw. der
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Betroffene auch hätte ausgewiesen werden können. Diese Praxis kann mit Blick auf
Art. 62 lit. d AuG unter dem neuen Recht fortgeführt werden, zumal
Aufenthaltsbewilligungen nach wie vor zweckgebunden erteilt werden (Uebersax/
Rudin/Hugi Yar/Geiser, Ausländerrecht, 2. Aufl., Basel 2009, Rz. 8.49).
Streitgegenstand ist somit die Frage, ob die Vorinstanz zur Recht davon ausging, der
Beschwerdeführer habe keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
und müsse die Schweiz verlassen.
3.1. Nach Art. 33 Abs. 1 AuG wird die Aufenthaltsbewilligung für Aufenthalte mit einer
Dauer von mehr als einem Jahr erteilt. Sie wird für einen bestimmten Aufenthaltszweck
erteilt und kann mit weiteren Bedingungen verbunden werden (Abs. 2). Sie ist befristet
und kann verlängert werden, wenn keine Widerrufsgründe nach Art. 62 AuG vorliegen.
Diese Norm ermöglicht es der zustän-digen Behörde, unter anderem
Aufenthaltsbewilligungen nach dem Ausländergesetz zu widerrufen, wenn die
Ausländerin oder der Ausländer eine mit der Verfügung verbundene Bedingung nicht
ein-hält. (Art. 62 lit. d AuG).
3.1.1. Die Vorinstanz erwog, der Beschwerdeführer habe die Aufenthaltsbewilligung mit
dem Zweck "Seelsorger, Islamische Vereinigung R." erhalten. Das gehe nicht nur aus
der Verfügung des BFM vom 23. September 2005 hervor, sondern auch aus der
Ermächtigung zur Visumserteilung und den jährlich erteilten Aufenthaltsbewilligungen.
Dieser Aufenthaltszweck sei demnach eine Bedingung für den Aufenthalt. Nachdem
das Arbeitsverhältnis nicht mehr bestehe, sei daher der Widerrufsgrund von Art. 62 lit.
d AuG gegeben. Die Bewilligung könne folglich widerrufen werden.
3.1.2. Der Beschwerdeführer hält dagegen, die im Jahre 2009 ausgestellte
Aufenthaltsbewilligung zur Erwerbstätigkeit sei nicht mehr an die Tätigkeit als Imam
geknüpft worden. Im Entscheid vom 18. März 2005 habe das Amt für Wirtschaft
festgehalten, die Bewilligung werde vorläufig befristet für ein Jahr mit
Verlängerungsmöglichkeit auf maximal vier Jahre erteilt. Im Jahre 2009 seien diese vier
Jahre abgelaufen gewesen. Dennoch habe er eine weitere Bewilligung bis 30.
September 2010 erhalten, und zwar ohne diese an die Tätigkeit als Imam zu knüpfen.
Da diese auch nicht mehr von der Bewilligung des BFM vom 23. September 2005
erfasst worden sei, müsse davon ausgegangen werden, dass es sich bei der
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Bewilligung vom 1. Oktober 2009 um eine Bewilligung zur Erwerbs-tätigkeit ohne
zusätzliche Bedingungen handle. Dies belege auch die Tatsache, dass der Ehefrau
gemäss ursprünglicher Verfügung des BFM im Zuge des Familiennachzugs die
Aufnahme einer Erwerbstätigkeit untersagt worden sei, die im Oktober 2009
ausgestellte Bewilligung die Erwerbs-tätigkeit nun aber zulasse.
3.1.3. Fest steht, dass der Beschwerdeführer im Jahre 2005 in die Schweiz einreiste,
um als Imam in R. tätig zu sein. Dieser Aufenthaltszweck wurde in der Ermächtigung
zur Visumserteilung für die Schweizer Vertretung festgehalten. Seiner damaligen
Aufenthaltsbewilligung lag die Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Ausländer
(AS 1986 1791, abgekürzt BVO) zugrunde, welche die Kantone nach der Änderung vom
23. Mai 2001 (AS 2002 1769) in Art. 14 Abs. 4 BVO bevoll-mächtigte, für zeitlich
begrenzte Tätigkeiten befristete Verfügungen für Jahresbewilligungen zu erlassen.
Gemäss Art. 42 Abs. 1 BVO musste die Arbeitsmarktbehörde darüber verfügen, ob die
Voraussetzungen für die Ausübung einer Erwerbstätigkeit erfüllt waren. Der
Vorentscheid war so-dann für die kantonale Fremdenpolizeibehörde verbindlich (Art. 42
Abs. 4 BVO), stand jedoch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der
fremdenpolizeilichen Behörde und des Bundesamtes für Aus-länder, dem heutigen
BFM. Nachdem das Amt für Wirtschaft der Jahresbewilligung befristet für ein Jahr mit
Verlängerungsmöglichkeit auf maximal vier Jahre zugestimmt hatte, erteilte auch das
BFM seine Zustimmung für maximal 12 Monate mit der Möglichkeit zur Verlängerung,
wobei es einen Stellenwechsel ausdrücklich ausschloss. Die streitige
Aufenthaltsbewilligung wurde im Jahre 2009 auf der Grundlage des revidierten
Ausländerrechts verlängert, welches in gewissen Fällen weiterhin eine Zustimmung des
BFM vorsieht. Gemäss Art. 86 Abs. 2 lit. c Ziff. 4 der Verordnung über Zulas-sung,
Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (SR 142.201, abgekürzt VZAE) verweigert das BFM die
Zustimmung zur Verlängerung einer Aufenthaltsbewilligung, wenn sich die betroffene
Person nicht mehr an den im Gesuchsverfahren angegebenen Zweck ihres Aufenthalts
hält, ohne dass eine Änderung des Aufenthaltszwecks nachträglich bewilligt wurde.
3.1.4. Es ist unbestritten, dass das BFM in der Verfügung vom 23. September 2005
einen Stellen-wechsel ausschloss und somit seine Zustimmung ausschliesslich für die
Tätigkeit als Seelsorger bei der Islamischen Vereinigung in R. gab. Der
Beschwerdeführer stellt sich jedoch auf den Stand-punkt, nach Ablauf der vom Amt für
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Wirtschaft gesetzten vierjährigen Frist habe er ohne weiteres davon ausgehen können,
die Einschränkung auf die ursprünglich bewilligte Tätigkeit sei dahin-gefallen. Dabei
verkennt er, dass die Verfügung des Amtes für Wirtschaft an die Islamische Ver-
einigung R. gerichtet war. Der Beschwerdeführer kann daraus für sich nichts ableiten.
Dasselbe gilt für die Verfügung des BFM vom 23. September 2005. Für den
Beschwerdeführer waren die jährlich zu erneuernden, auf den erwähnten Verfügungen
basierenden Aufenthaltsbewilligungen mass-gebend. Diese legten den
Aufenthaltszweck (Seelsorger, Islamische Vereinigung, xxx-strasse 00, xxxx R.)
ausdrücklich fest. Aus der den Akten angefügten Kopie der Bewilligung vom 29.
September 2009 ist jedoch erkennbar, dass die letztmalige Bewilligung insofern
modifiziert wurde, als der Titel "Aufenthaltszweck" weggelassen und dafür in der
Rubrik Haupterwerb "Islamische Vereinigung, xxx-strasse 00, xxxx R." vermerkt wurde.
Aus dieser Veränderung kann, insbesondere angesichts des schon bei der
Visumerteilung klar kommunizierten Aufenthaltszwecks, nicht geschlossen werden, die
Einschränkung auf die Tätigkeit als Imam sei dahingefallen. Zwar wurde der
Haupterwerb nicht mehr unter dem Titel "Aufenthaltszweck" aufgeführt, diese
Umgestaltung ist jedoch rein formaler Natur und vermag den materiellen Inhalt der
Verfügung nicht zu ändern. Es ist nicht ersichtlich, wes-halb die Bewilligungsbehörde,
insbesondere unter den vorliegenden Umständen, den Haupterwerb auch in der
Bewilligung des Jahres 2009 weiter angeführt haben sollte, wenn sie von einer Ein-
schränkung vollständig hätte absehen wollen. In Betracht fällt auch, dass auf der im
Jahre 2009 ausgestellten Bewilligung sowohl Zulassungs- als auch Kontingentscode
unverändert blieben. Wenn sich für den Beschwerdeführer daraus Unklarheiten
ergaben, wäre es ihm zumutbar gewesen, den Sachverhalt genauer abzuklären. Private
dürfen sich zwar grundsätzlich auf das behördliche Han-deln verlassen und sind nicht
gehalten, eigene Nachforschungen anzustellen. Dort wo sich aber leicht erkennbare
Unklarheiten ergeben, sind Nachfragen bei der zuständigen Behörde angezeigt (vgl.
Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht, 6. Aufl., Zürich/K. 2010,
Rz. 658).
3.1.5. Somit ist festzustellen, dass sich der Beschwerdeführer nicht mehr im Rahmen
des ur-sprünglich der Aufenthaltsbewilligung zugrunde gelegten Zwecks in der
Schweiz aufhält. Folglich wird eine wesentliche, mit der Verfügung verbundene
Bedingung nicht erfüllt (Art. 62 lit. d AuG), und die zuständige Behörde kann die
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Bewilligung nach Art. 62 AuG widerrufen bzw. nicht verlängern. Da keine nachträglich
bewilligte Änderung des Aufenthaltszwecks vorliegt, ist eine Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung auch nach Art. 86 Abs. 2 lit. c Ziff. 4 VZAE ausgeschlossen.
3.2. Art. 62 AuG gewährt der zuständigen Behörde beim Entscheid über den Widerruf
bzw. die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung einen Ermessensspielraum. Der
Tatbestand ist als "Kann-Bestimmung" formuliert. Das Gesetz schreibt nicht zwingend
den Widerruf der Aufenthalts-bewilligung vor, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen
erfüllt sind. Der Widerruf einer Aufenthalts-bewilligung ist anzuordnen, wenn er bei
sorgfältiger Abwägung der Interessen verhältnismässig erscheint (Art. 5 Abs. 2 der
Bundesverfassung, SR 101). Die Behörden berücksichtigen gemäss Art. 96 Abs. 1 AuG
die öffentlichen Interessen und die persönlichen Verhältnisse sowie den Grad der
Integration.
3.2.1. Es ist der Vorinstanz beizupflichten, dass die Schweiz im Hinblick auf ein
ausgewogenes Verhältnis zwischen dem Bestand der schweizerischen und
ausländischen Wohnbevölkerung gegenüber Ausländern ausserhalb des EU- und
EFTA-Raums in Fragen der Aufenthaltsberech-tigung eine restriktive Politik verfolgt.
(VerwGE B 2010/190 vom 26. Januar 2011 i.S. A.B., in: www.gerichte.sg.ch). Hinzu
kommt, dass der Beschwerdeführer in der Schweiz keine Tätigkeit ausübt bzw.
auszuüben beabsichtigt, die in wirtschaftlicher oder arbeitsmarktlicher Hinsicht eine
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung gebieten würde. Es besteht deshalb kein
öffentliches Interesse daran, dem Beschwerdeführer nach Beendigung seiner
seelsorgerischen Tätigkeit weiterhin Aufenthaltsrecht zu gewähren.
3.2.2. Der Beschwerdeführer reiste im Jahre 2005 im Alter von 23 Jahren in die
Schweiz ein. Er lebt somit seit rund fünfeinhalb Jahren in der Schweiz. Es ist dem
Beschwerdeführer zuzustimmen, dass diese an sich kurze Verweildauer eine starke
Verwurzelung nicht ausschliesst; zu berücksichtigen sind die gesamten Umstände.
Vorliegend fällt ins Gewicht, dass der Beschwerdeführer den weitaus grössten Teil
seines Lebens in seinem Heimatland verbrachte und davon auszugehen ist, dass er
dort nach wie vor über ein tragfähiges Beziehungsnetz verfügt. Dass er zusammen mit
seiner Ehe-frau für den Lebensunterhalt aufkommt und seine Sprachkenntnisse im
Rahmen eines Intensiv-deutschkurses verbessert hat, kann nicht als Zeichen der
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besonderen Verwurzelung gewertet werden. Der Erwerb der am Wohnort
gesprochenen Landessprache ist insbesondere für einen Seelsorger wesentlich, da er
in dieser Funktion auch als Mittler zwischen seiner Religionsgemein-schaft und der
Gesellschaft auftritt. Im weiteren kann auch die Tatsache, dass der Beschwerdeführer
bereits wieder ein Stellenangebot erhalten hat, nicht ohne weiteres als Zeichen der
guten Integration gewertet werden. Vorliegend ist davon auszugehen, dass sich die
Anstellung beim xxx Markt in R. aus seinem bisherigen beruflichen Umfeld ergeben hat
und nicht aus einem über seine Religionsge-meinschaft hinausreichenden Netzwerk.
3.2.3. Der Beschwerdeführer ist ausgebildeter Imam und kann als solcher an
verschiedenen Orten tätig werden. Er ist überdies bereit, sich auch ausserhalb seines
angestammten Berufs zu betä-tigen. Gemäss Arbeitsvertrag mit dem xxx Markt in R.
würde er dort die Funktion eines Allrounders übernehmen. Es ist deshalb davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer auch in seiner Heimat oder andernorts eine
berufliche Perspektive finden kann.
3.2.4. Zu berücksichtigen ist schliesslich auch die Situation der übrigen
Familienmitglieder. Deren Aufenthaltsbewilligungen hängen massgeblich vom Bestand
der Aufenthaltsbewilligung des Be-schwerdeführers ab. Das entsprechende
Rekursverfahren wurde deshalb am 2. Juni 2010 sistiert. Die Ehefrau reiste im Frühjahr
2006 in die Schweiz ein. Sie hält sich somit nahezu gleich lang in der Schweiz auf wie
der Beschwerdeführer. Inwieweit sie integriert ist, kann den Akten nicht entnommen
werden. Der Beschwerdeführer führt einzig an, seine Ehefrau habe eine Arbeitsstelle als
Montage-mitarbeiterin gefunden. Das im Arbeitsvertrag aufgeführte monatliche
Bruttogehalt von Fr. 2'630.-- lässt indes nicht auf eine besonders qualifizierte, nicht
auch im Heimatland zu findende Arbeit schliessen. Zwei der Kinder wurden in der
Schweiz geboren und sind nicht schulpflichtig. Für sie ist die Rückkehr in das
Heimatland ihrer Eltern ohne weiteres zumutbar. Der älteste Sohn B. ist mittler-weile
sieben Jahre alt und besucht die Schule. Damit kann aber noch nicht gesagt werden,
sein Aufenthalt in der Schweiz sei derart prägend gewesen, dass die Rückkehr in das
Heimatland ge-radezu unzumutbar wäre. Eine hohe Integration wird grundsätzlich dann
angenommen, wenn ein Kind seine Adoleszenz in der Schweiz verbracht hat (VerwGE
B 2005/8 vom 5. Juli 2005 i.S. T.H-K, I.D. und I.T.B., in: www.gerichte.sg.ch). Somit ist
nicht ersichtlich und wird vom Beschwerdeführer auch nicht dargetan, inwieweit die
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Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung einen schwer-wiegenden persönlichen
Härtefall darstellen soll. Ebenso wenig ist eine Verletzung der Religionsfreiheit
erkennbar.
3.3. Nach dem Gesagten ergibt sich, dass die Vorinstanz zu Recht entschied, der
Beschwerde-führer habe keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
und müsse die Schweiz verlassen. Die Beschwerde ist deshalb abzuweisen.
4. (...).
Demnach hat das Verwaltungsgericht