# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 5bc8886f-50fb-4c85-993f-78acc5cf5317
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A.
Am 19. April 2006 beschloss die Sozialhörde B, die 1948 geborene A ab 1. Mai 2006 mit wirtschaftlicher Hilfe in der Höhe von monatlich Fr. 2'124.- zuzüglich Krankenkassenprämien in der Höhe von Fr. 275.50 zu unterstützen. Für die Wohnkosten wurden dabei Fr. 1'275.- (zuzüglich Fr. 175.- Nebenkosten) ins Budget aufgenommen, wobei A nahegelegt wurde, den Mietvertrag spätestens bis Ende September 2006 zu kündigen, da ab 1. Oktober 2006 als Wohnkosten nur noch der Maximalbetrag von Fr. 700.- inkl. Nebenkosten (für einen Zweipersonenhaushalt) angerechnet werde. Einen dagegen erhobenen Rekurs hiess der Bezirksrat C am 26. September 2006 insoweit gut, als A Frist bis am 31. März 2007 gewährt wurde, eine günstigere Wohnung zu finden. Sie erhob daraufhin Beschwerde, die das Verwaltungsgericht weitgehend abwies; eine Gutheissung erfolgte nur insoweit, als A ab 1. Mai 2006 eine Integrationszulage von monatlich Fr. 100.- zugesprochen wurde (VGr, 23. Januar 2007, VB.2006.00464). Eine dagegen gerichtete Beschwerde As wies das Bundesgericht mit Urteil 8C_95/2007 vom 13. August 2007 ab, soweit es darauf eintrat. In der Folge unterstützte die Sozialbehörde B A bis Februar 2009 mit wirtschaftlicher Hilfe.
B.
Am 26. November 2008 sprach die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich A eine 50-prozentige Invalidenrente zu, rückwirkend ab 1. Januar 2006. Sie ordnete an, die Rentennachzahlung von Fr. 34'982.15 sei im Umfang von Fr. 31'649.30 mit einer Schadenersatzforderung der Ausgleichskasse D zu verrechnen und im übrigen Umfang der Sozialbehörde B zugunsten der Versicherten auszubezahlen. Eine dagegen gerichtete Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich am 17. November 2009 in geringfügigem – für das vorliegende Verfahren nicht relevantem – Umfang gut.
C.
Mit Verfügung vom 16. Februar 2009 sprach die Gemeinde B A monatliche Ergänzungsleistungen und Beihilfen zu – ebenfalls rückwirkend ab 1. Februar 2006. Am 25. Februar bzw. 25. März 2009 verfügte die Gemeinde, die A nachzuzahlenden Ergänzungsleistungen und Beihilfen seien im Betrag von insgesamt Fr. 69'571.- mit Sozialhilfeleistungen zu verrechnen, die sie im gleichen Zeitraum (April 2006 bis Februar 2009) bezogen habe. Die von A in der Folge erhobene Einsprache gegen die Verfügungen vom 25. Februar und 25. März 2009 wies die Gemeinde am 5. Juni 2009 ab, soweit sie darauf eintrat. Eine gegen den Einspracheentscheid gerichtete Beschwerde hiess das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich am 6. Juni 2011 in geringfügigem – für das vorliegende Verfahren nicht relevantem – Umfang gut. In Erwägung 6.4 des Urteils hielt das Gericht fest, auf die Beschwerde werde nicht eingetreten, soweit A eine materielle Überprüfung von Bestand und Höhe der Rückforderung der Sozialhilfeleistungen verlangt habe; solche Rügen seien direkt gegenüber der Sozialbehörde geltend zu machen, die nötigenfalls eine beschwerdefähige Verfügung zu erlassen habe.
D.
Unter Verweis auf Erwägung 6.4 des Urteils des Sozialversicherungsgerichts vom 6. Juni 2011 ersuchte A am 4. Juli 2011 die Sozialbehörde B um Nach- bzw. Rückzahlung von Fr. 32'077.50 für die Zeit vom 1. Mai 2006 bis 28. Februar 2009 und beantragte, dass im Abweisungsfall eine anfechtbare Verfügung zu erlassen sei. Mit Schreiben vom 14. Juli 2011 verneinte die Sozialbehörde B einen Zahlungsanspruch As. Am 27. Juli und 22. August 2011 wandte sich A erneut an die
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ozialbehörde B und ersuchte um Erlass einer beschwerdefähigen Verfügung. Am 24. August 2011 teilte die Sozialbehörde ihr mit, sie habe bereits am 14. Juli 2011 Stellung genommen und werde sich zu dieser Thematik nicht mehr äussern.
II.
Am 10. September 2011 erhob A Rechtsverweigerungsrekurs und beantragte sinngemäss, die Sozialbehörde B sei zum Erlass einer anfechtbaren Verfügung zu verpflichten. Am 10. Mai 2012 wies der Bezirksrat C den Rekurs ab, wobei er weder Verfahrenskosten erhob noch Parteientschädigungen zusprach. Das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung schrieb der Bezirksrat als gegenstandslos geworden ab.
III.
Am 7. Juni 2012 reichte A dem Verwaltungsgericht ein Schreiben ein, das als "Beschwerde" gegen den Beschluss des Bezirksrats vom 10. Mai 2012 bezeichnet war und ein Gesuch um Erstreckung der Beschwerdefrist enthielt. Mit Verfügung vom 8. Juni 2012 wies das Verwaltungsgericht A darauf hin, dass die Beschwerdefrist nicht erstreckt werden könne; indessen werde ihr Frist zur Einreichung einer verbesserten Beschwerdeschrift angesetzt.
Mit verbesserter Beschwerdeschrift vom 16. Juni 2012 beantragte A, (1) der Beschluss des Bezirksrats vom 10. Mai 2012 sei aufzuheben oder abzuändern und ihr Antrag auf Rückzahlung von Zusatzleistungen in der Höhe von Fr. 32'702.55 sei gutzuheissen, (2) die Sozialbehörde sei anzuweisen, Ergänzungsleistungen im Betrag von Fr. 36'250.25 (abzüglich bereits erhaltene Sozialgelder) – eventualiter Fr. 23'702.55 – nachträglich auszubezahlen; (3) es sei die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren; (4) alles unter Kosten und Entschädigungsfolgen zulasten der Sozialbehörde B; (5) der Beschwerdeführerin sei eine angemessene Parteientschädigung zuzusprechen.
Der Bezirksrat C und die Gemeinde B stellten am 2. bzw. 12. Juli 2012 Antrag auf Beschwerdeabweisung. Mit Replik vom 3. August 2012 hielt A an ihren Begehren fest.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
1.1
Das Verwaltungsgericht ist zur Behandlung der vorliegenden Beschwerde gemäss § 41 Abs. 1 in Verbindung mit 19 Abs. 1 lit. a des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG)
funktionell
und sachlich zuständig. Weil auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten. Angesichts des über Fr. 20'000.- liegenden Streitwerts fällt die Streitigkeit in die Kammerzuständigkeit (§ 38b Abs. 1 lit. c VRG).
1.2
Vorab stellt sich die Frage, ob das erhobene Rechtsmittel als (formelle) Rechtsverweigerungsbeschwerde aufzufassen ist oder als (materielle) Beschwerde gegen die verweigerte Zahlung von Geldleistungen. Die Beschwerdeführerin macht sinngemäss geltend, dass die Vorinstanz ihren Rekurs zu Unrecht materiell behandelt habe; korrekterweise hätte sie ihn vollumfänglich gutheissen müssen mit der Begründung, dass die Beschwerdegegnerin keine anfechtbare Verfügung erlassen habe.