# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2bd84605-6370-4b7b-939d-4847e490048d
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_002
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. A._ wohnhaft in C._, ist bei der D._ AG in E._
angestellt und für Berufs- und Nichtberufsunfälle bei der B._ AG
versichert. Am 9. April 2016 rutschte sie bei der Gartenarbeit aus und zog
sich eine trimalleoläre Fraktur mit Luxation am rechten oberen
Sprunggelenk zu. Am 9. April 2016 wurde das obere Sprunggelenk mit
einem temporären Sprunggelenk-überbrückenden Fixateur externe am
Spital F._ versorgt. Am 15. April 2016 folgte ebenfalls im Spital
F._ die zweifache Zugschraubenosteosynthese 3.5 mm Malleolus
medialis sowie die zweifache Antigleitplatten-osteosynthese des
Volkmann-Dreiecks und des Malleolus lateralis rechts. Im weiteren Verlauf
wurde A._ physiotherapeutisch sowie mittels Lymphdrainage
therapiert. Am 15. Dezember 2016 erfolgte die vollständige
Osteosynthesematerial-Entfernung. A._ war ab 6. Februar 2017
wieder voll arbeitsfähig und wurde weiterhin konservativ therapiert. Am 22.
November 2018 fand im Spital F._ bei Dr. med. G._ die
abschliessende Verlaufskontrolle statt. Er attestierte ein adäquates
klinisches und radiologisches Resultat, sah eine weiterführende Therapie
als indiziert, jedoch keine weiteren Verlaufskontrollen mehr vor und
schloss die Behandlung ab. Die B._ AG richtete im Weiteren die
gesetzlichen Leistungen aus (Taggelder und Heilbehandlungskosten).
2. Nach Rücksprache mit dem medizinischen Dienst stellte die B._ AG
mit Verfügung vom 15. Mai 2019 ihre Leistungen per 14. Mai 2019 ein und
sprach A._ eine Integritätsentschädigung zu. Sie sicherte ihr zudem
eine einmalige Kostenbeteiligung an Kompressionsstützstrümpfen zu und
wies sie auf das Rückfallmelderecht hin.
3. Gegen diese Verfügung erhob A._ am 24. Mai 2019 Einsprache,
welche mit Einspracheentscheid vom 30. September 2019 abgewiesen
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wurde. Begründend führte die B._ AG im Wesentlichen an, dass die
durch in Anspruch genommene Therapiemassnahmen möglicherweise
herbeigeführte Verbesserung des Gesundheitszustandes ab dem 16. Mai
2019 nicht genügend ins Gewicht falle, um eine weitere Leistungspflicht
des Unfallversicherers zu begründen. Die Festsetzung des medizinischen
Endzustandes per 15. Mai 2019 und die damit verbundene Prüfung der
Integritätsentschädigung sei damit zu Recht erfolgt. Für Rückfälle und
Spätfolgen im Sinne von Art. 11 UVV bestehe ein erneuter Anspruch auf
die gesetzlichen Leistungen.
4. Dagegen erhob A._ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) am 30.
Oktober 2019 Beschwerde an das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden mit den Anträgen, der angefochtene Einspracheentscheid
vom 30. September 2019 sei aufzuheben und richterlich festzustellen,
dass zu Gunsten der Beschwerdeführerin weiterhin Pflegeleistungen und
Kostenvergütungen für Lymphdrainage seitens der B._ AG zu
übernehmen seien; eventualiter sei der angefochtene Entscheid
aufzuheben und die Rechtssache zu neuer Entscheidung
zurückzuweisen, unter gesetzlichen Kosten- und Entschädigungsfolgen.
In verfahrensrechtlicher Hinsicht sei richterlich ein neutrales ärztliches
Gutachten einzuholen. Die Beschwerdeführerin machte im Wesentlichen
geltend, die Vorinstanz habe den rechtswesentlichen Sachverhalt
unvollständig bzw. fehlerhaft abgeklärt. Gemäss Arztstellungnahme von
Dr. med. H._ vom 10. Januar 2019 sei eine leichtgradige Arthrose
des rechten oberen Sprunggelenks beginnend und werde langfristig
zunehmen. Der Arztbericht von Dr. med. I._ vom 28. März 2019 sei
aktenwidrig, weil er behaupte, Dr. med. J._ habe am 6. März 2019
keine Doralflexion diagnostiziert. Auch habe der Arztbericht von Dr. med.
I._ den rechtswesentlichen Aspekt, dass gemäss Dr. J._ unter
Lymphdrainage "ein gutes An[recte: Ab]schwellen und Linderung des
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Druckgefühls im Sprunggelenk" erfolge, übergangen. Entgegen dessen,
was der Arztbericht Dr. med. I._ und auch der Einspracheentscheid
folgerten, habe Dr. med. J._ entsprechend die Fortführung der
Lymphdrainage alle ein bis zwei Wochen empfohlen und um
entsprechende Kostengutsprache für weitere zwölf Monate ersucht. Die
therapeutische Massnahme der Lymphdrainage erhalte den aktuell
gegebenen Gesundheitszustand und damit die volle Arbeitsfähigkeit
aktuell wie mittel- und mutmasslich auch längerfristig. Aufgrund der
divergierenden medizinischen Aussagen von Dr. med. J._ und Dr.
med. I._ wäre die B._ AG verpflichtet gewesen, vor Erlass des
angefochtenen Entscheids mindestens eine externe, neutrale
medizinische Begutachtung durchführen zu lassen, um unter anderem
festzustellen, dass medizinisch objektiv beurteilt die 100%ige-
Arbeitsfähigkeit prognostisch ohne Lymphdrainage nicht für die nahe bzw.
für eine fernere Zukunft zu 100 % erhalten werden könne; dass ohne
regelmässige Lymphdrainage vielmehr mit hoher Wahrscheinlichkeit mit
einer Verminderung der Arbeitsfähigkeit zu rechnen sei und entsprechend
nicht von einem medizinisch objektivierbaren, eigentlichen Abschluss der
Unfallfolgebehandlung habe ausgegangen werden dürfen.
5. In ihrer Beschwerdeantwort vom 13. Dezember 2019 schloss die B._
AG (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) unter Verweis auf den
Einspracheentscheid auf Abweisung der Beschwerde. Sie führte dazu im
Wesentlichen an, die Begründung der Beschwerdeführerin verkenne, dass
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte, d.h. keine
ins Gewicht fallende Besserung des Gesundheitszustands erwartet
werden könne, da die Beschwerdeführerin ihre angestammte Tätigkeit am
6. Februar 2017 wieder vollumfänglich aufgenommen habe. Gemäss
Rechtsprechung bestimme sich die vorausgesetzte namhafte Besserung
des Gesundheitszustands nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung
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oder Wiederherstellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit.
Demgemäss erfüllten blosse ärztliche Verlaufskontrollen,
manualtherapeutische Behandlungen und vergleichbare Vorkehren das
Erfordernis an die ärztliche Behandlung im Sinne von Art. 19 UVG nicht.
Weder handle es sich bei der Lymphdrainage-Therapie um eine ärztliche
Behandlung, noch um eine planmässig auf eine namhafte Verbesserung
des Gesundheitszustands gerichtete Vorkehr im Sinne von Art. 19 UVG,
sondern um eine auf die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit gerichtete
manualtherapeutische Behandlung. Die Erhaltung der Arbeitsfähigkeit sei
aber kein Kriterium gegen das Erreichen des medizinischen Endzustands.
Die Einholung eines Gerichtsgutachten erübrige sich, da die
Lymphdrainage-Therapie nicht auf eine namhafte Verbesserung des
Gesundheitszustands ausgerichtet sei.
Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften, den angefochtenen
Entscheid sowie die übrigen Akten wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen den Einspracheentscheid
der Beschwerdegegnerin vom 30. September 2019. Gemäss Art. 1 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG; SR 832.20) i.V.m.
Art. 56 Abs. 1 und Art. 58 Abs. 1 des Bundesgesetzes über den
Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) kann
gegen einen Einspracheentscheid innert 30 Tagen seit seiner Eröffnung
Beschwerde an das Versicherungsgericht desjenigen Kantons erhoben
werden, in welchem die versicherte Person im Zeitpunkt der
Beschwerdeerhebung ihren Wohnsitz hat. Die Beschwerdeführerin wohnt
im Kanton Graubünden, womit die örtliche Zuständigkeit des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden gegeben ist. Dessen
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sachliche Zuständigkeit ergibt sich aus Art. 57 ATSG i.V.m. Art. 49 Abs. 2
lit. a des kantonalen Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG;
BR 370.100). Als formelle und materielle Adressatin des angefochtenen
Einspracheentscheids ist die Beschwerdeführerin davon überdies berührt
und weist ein schutzwürdiges Interesse an dessen Überprüfung auf (vgl.
Art. 59 ATSG). Auf die im Übrigen frist- und formgerecht eingereichte
Beschwerde ist somit einzutreten (vgl. Art. 60 und 61 ATSG).
2. Strittig sind die rechtsgenügliche Abklärung des Sachverhalts (Art. 43 und
61 lit. c ATSG) und die Rechtmässigkeit des Fallabschlusses per 14. Mai
2019 bezüglich der Kosten für die Lymphdrainage (Art. 19 UVG). In
Teilrechtskraft erwachsen ist die Verfügung vom 15. Mai 2019 bezüglich
der Integritätsentschädigung sowie die einmalige Kostenbeteiligung an
Kompressionsstützstrümpfen (Beschwerdegegnerische Akten [Bg-act.]
A.31).
3.1. Der Sozialversicherungsprozess ist vom Untersuchungsgrundsatz
beherrscht. Danach hat das Gericht von Amtes wegen für die richtige und
vollständige Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts zu sorgen.
Die Verwaltung als verfügende Instanz und – im Beschwerdefall – das
Gericht dürfen eine Tatsache nur dann als bewiesen annehmen, wenn sie
von ihrem Bestehen überzeugt sind. Im Sozialversicherungsrecht hat das
Gericht seinen Entscheid, sofern das Gesetz nicht etwas Abweichendes
vorsieht, nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu
fällen. Die blosse Möglichkeit eines bestimmten Sachverhalts genügt den
Beweisanforderungen nicht. Der Richter und die Richterin haben vielmehr
jener Sachverhaltsdarstellung zu folgen, die sie von allen möglichen
Geschehensabläufen als die wahrscheinlichste würdigen. Der
Untersuchungsgrundsatz schliesst die Beweislast im Sinne der
Beweisführungslast begriffsnotwendig aus, da es Sache des
Sozialversicherungsgerichts (oder der verfügenden Verwaltungsstelle) ist,
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für die Zusammentragung des Beweismaterials besorgt zu sein. Im
Sozialversicherungsprozess tragen mithin die Parteien in der Regel eine
Beweislast nur insofern, als im Falle der Beweislosigkeit der Entscheid zu
Ungunsten jener Partei ausfällt, die aus dem unbewiesen gebliebenen
Sachverhalt Rechte ableiten wollte. Diese Beweisregel greift allerdings
erst Platz, wenn es sich als unmöglich erweist, im Rahmen des
Untersuchungsgrundsatzes auf Grund einer Beweiswürdigung einen
Sachverhalt zu ermitteln, der zumindest die Wahrscheinlichkeit für sich
hat, der Wirklichkeit zu entsprechen (BGE 144 V 427 E. 3.2 m.H; Urteil
des Bundesgerichts 8C_563/2020 vom 7. Dezember 2020 E.2.3). In
Nachachtung des Untersuchungsgrundsatzes von Art. 43 und 61 lit. c
ATSG ist bei Erlass eines Entscheids der gesamte sich bis zum
Entscheidzeitpunkt entwickelnde Sachverhalt zu berücksichtigen (BGE
142 V 337 E.3.2.2, 132 V 215 E.3.1.1; Urteile des Bundesgerichts
8C_71/2017 vom 20. April 2017 E.8.2.1, 8C_692/2011 vom 7. Februar
2012 E.3.2).
3.2. Gemäss Art. 10 UVG hat die Versicherte Anspruch auf zweckmässige
Behandlung der Unfallfolgen, nämlich auf (lit. a) die ambulante
Behandlung durch den Arzt, den Zahnarzt oder auf deren Anordnung
durch eine medizinische Hilfsperson [...], (lit. d) die ärztlich verordneten
Nach- und Badekuren, (lit. e) die der Heilung dienlichen Mittel und Gegenstände. Die Unfallversicherung ist gemäss Art. 43 ATSG
verpflichtet, die Begehren der Versicherten zu prüfen, die notwendigen
Abklärungen von Amtes wegen vorzunehmen und die erforderlichen
Auskünfte einzuholen (Abs. 1 Satz 1).
3.3. Am 9. April 2016 erlitt die Beschwerdeführerin einen Nichtberufsunfall. Sie
rutschte bei der Gartenarbeit aus und zog sich eine trimalleoläre Fraktur
mit Luxation am rechten oberen Sprunggelenk zu (Unfallmeldung vom 11.
April 2016 [Bg-act. A.1]; UVG-Arztzeugnis vom 14. April 2016 [Bg-act.
https://www.bger.ch/ext/eurospider/live/de/php/aza/http/index.php?lang=de&type=show_document&page=1&from_date=&to_date=&sort=relevance&insertion_date=&top_subcollection_aza=all&query_words=&rank=0&azaclir=aza&highlight_docid=atf%3A%2F%2F144-V-427%3Ade&number_of_ranks=0#page427
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M.1]). Am 9. April 2016 wurde das obere Sprunggelenk mit einem
temporären Sprunggelenk-überbrückenden Fixateur externe am Spital
F._ versorgt. Am 15. April 2016 folgte ebenfalls im Spital F._ die
zweifache Zugschraubenosteosynthese 3.5 mm Malleolus medialis sowie
die zweifache Antigleitplattenosteosynthese des Volkmann-Dreiecks und
des Malleolus lateralis rechts (Bg-act. M.4 und M.5; Kurzaustrittsbericht
Spital F._ vom 23. April 2016 [Bg-act. M.2–6, M.9]). Im weiteren
Verlauf wurde die Beschwerdeführerin physiotherapeutisch sowie mittels
Lymphdrainage therapiert (Bg-act. M.2 S. 2, M.6 S. 2 f., M.7, M.9, M.11,
M.15, M.17, M.18). Am 15. Dezember 2016 erfolgte die vollständige
Osteosynthesematerial-Entfernung (Bg-act. M.15 und M.16). Die
Beschwerdeführerin war ab dem 6. Februar 2017 wieder voll arbeitsfähig
in ihrem angestammten 80 %-Pensum (vgl. Bg-act. A.18); zuvor reduziert
(Bg-act. A.11 und A.12; M.1). Es erfolgte weiterhin eine konservative
Therapierung mittels Physiotherapie und Lymphdrainage. Am 22.
November 2018 erfolgte die abschliessende Verlaufskontrolle im Spital
F._ bei Dr. med. G._, Chefarzt-Stv. Chirurgie, und damaliger
Operateur im April 2016. Er attestierte ein adäquates klinisches und
radiologisches Resultat, sah eine weiterführende lymphdrainierende und
narbenentstörende Physiotherapie als indiziert, sah jedoch keine weiteren
Verlaufskontrollen mehr vor und schloss die Behandlung ab (Bg-act.
M.19). Im Arztbericht vom 10. Januar 2019 stellte der
Versicherungsmediziner Dr. med. H._, Facharzt FMH für Chirurgie,
speziell Allgemeinchirurgie und Traumatologie/MAS Insurance
Medicine/Zertifizierter medizinischer Gutachter SIM, fest, dass am 22.
November 2018 noch ein Rehabilitations-Defizit sowie eine
druckschmerzhafte überempfindliche Narbe am Innenknöchel rechts
bestand, so dass mit zwei bis drei Serien Physiotherapie eine namhafte
Verbesserung der Koordination und Propriozeption des rechten oberen
Sprunggelenks und eine desensibilisierte mediale Narbe erwartet werden
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könne. Ab Ende Februar 2019 sei keine namhafte Besserung mehr zu
erwarten (Bg-act. A.31; M.20). Dr. med. J._, Hausarzt und Facharzt
FMH für Allgemeine Innere Medizin, stellte mit Arztbericht vom 6. März
2019 den klinischen Befund eines leichten Ödems im Bereich des oberen
Sprunggelenks, einer leichten Hyperämie und einer eingeschränkten
Dorsalflexion; "unter der Lymphdrainage gutes Abschwellen und
Linderung des Druckgefühls im Sprunggelenk" und stellte das Gesuch um
Kostengutsprache zur Fortsetzung der Lymphdrainage für weitere zwölf
Monate (Bg-act. A.29; M.21). Im Arztbericht vom 28. März 2019 nahm
Versicherungsmediziner Dr. med. I._, Facharzt FMH Orthopädische
Chirurgie, Traumatologie, Bezug auf die klinischen Befunde von Dr. med.
J._, wonach im Bereich des operierten Sprunggelenks ein leichtes
Ödem und eine leichte Hyperämie feststellbar seien, und hielt fest, dass
im Zusammenhang mit diesen klinischen Befunden die Fortsetzung der
Lymphdrainage im Sinne einer namhaften Besserung des aktuellen
Gesundheitszustandes nicht indiziert sei; stattdessen empfehle sich das
Tragen eines Kompressionsstützstrumpfes der Klasse 2B (Bg-act. M.22).
Mit Verfügung vom 15. Mai 2019 sprach die Beschwerdegegnerin der
Beschwerdeführerin eine Integritätsentschädigung zu und stellte ihre
Leistungen per 14. Mai 2019 ein. Sie verneinte den Anspruch auf
Pflegeleistungen und Kostenvergütungen und sicherte der
Beschwerdeführerin die einmalige Kostenbeteiligung an einem Paar
Kompressionsstützstrümpfe zu (Bg-act. A.31). Die dagegen erhobene
Einsprache wies die Beschwerdegegnerin mit Einspracheentscheid vom
30. September 2019 ab (Beschwerdeführerische Akte [Bf-act.] 1; Bg-act.
A.41).
3.4. Einem ärztlichen Bericht kommt Beweiswert zu, wenn er für die streitigen
Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die
geklagten Beschwerden berücksichtigt und in Kenntnis der Vorakten
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(Anamnese) abgegeben worden ist sowie wenn er in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen
Situation einleuchtet und die Schlussfolgerungen der Expertin oder des
Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E.5.1; 125 V 351 E.3a mit
Hinweis). Zur Frage der Berichte und Gutachten versicherungsinterner
Fachpersonen gilt der Grundsatz, dass ein Anstellungsverhältnis dieser
Person zum Versicherungsträger alleine nicht schon auf mangelnde
Objektivität und Befangenheit schliessen lässt. Es bedarf vielmehr
besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit der
Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen (BGE 135 V 465
E.4.4; 125 V 351 E.3b/ee). Soll ein Versicherungsfall ohne Einholung
eines externen Gutachters entschieden werden, so sind an die
Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur
geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der
versicherungsinternen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende
Abklärungen vorzunehmen (BGE 139 V 225 E.5.2; 135 V 465 E.4.4; 122
V 157 E.1.d). Es ist grundsätzlich zulässig, dass ein Gericht auf die vom
Versicherungsträger korrekt erhobenen Beweise abstellt und auf ein
eigenes Beweisverfahren verzichtet (vgl. BGE 125 V 465 E.4.3.2, m.w.H.).
Auch wenn die Rechtsprechung den Berichten versicherungsinterner
medizinischer Fachpersonen grundsätzlich – vorbehältlich des Vorliegens
zumindest geringer Zweifel – Beweiswert zuerkennt, so ist doch zu
betonen, dass ihnen praxisgemäss nicht derselbe Beweiswert wie einem
gerichtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG vom
Versicherungsträger in Auftrag gegebenen Gutachten zukommt (vgl. BGE
125 V 351 E.3a/bb; BGE 122 V 157 E.1c). So hat die Rechtsprechung
bezüglich Gerichtsgutachten ausgeführt, das Gericht weiche "nicht ohne
zwingende Gründe" von den Einschätzungen des medizinischen Experten
ab (BGE 125 V 351 E.3b/aa). Aus dem Grundsatz der Waffengleichheit
folgt das Recht der versicherten Person, mittels eigener Beweismittel die
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Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der ärztlichen Feststellungen der
versicherungsinternen Fachpersonen in Zweifel zu ziehen. Diese von der
versicherten Person eingereichten Beweismittel stammen regelmässig
von behandelnden Ärztinnen und Ärzten oder von anderen medizinischen
Fachpersonen, die in einem auftragsrechtlichen Verhältnis zur
versicherten Person stehen. Da sich die behandelnden Ärztinnen und
Ärzte zudem in erster Linie auf die Behandlung zu konzentrieren haben,
verfolgen deren Berichte nicht den Zweck einer den abschliessenden
Entscheid über die Versicherungsansprüche erlaubenden objektiven
Beurteilung des Gesundheitszustandes und erfüllen deshalb kaum je die
materiellen Anforderungen an ein Gutachten. Aus diesen Gründen und
aufgrund der Erfahrungstatsache, dass Hausärzte mitunter im Hinblick auf
ihre auftragsrechtliche Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu Gunsten
ihrer Patienten aussagen (BGE 125 V 351 E.3a/cc, m.w.H.), wird im
Streitfall eine direkte Leistungszusprache einzig gestützt auf die Angaben
der behandelnden Ärztinnen und Ärzte denn auch kaum je in Frage
kommen. Diese Erfahrungstatsache befreit das Gericht indessen nicht von
seiner Pflicht zu einer korrekten Beweiswürdigung, bei der auch die von
der versicherten Person aufgelegten Berichte mitzuberücksichtigen sind.
Diese sind daraufhin zu prüfen, ob sie auch nur geringe Zweifel an der
Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der Feststellungen
versicherungsinterner Ärztinnen und Ärzte wecken (BGE 135 V 465
E.4.5 f.).
3.5. Es ist vorliegendenfalls nicht ersichtlich, dass der medizinische,
therapeutische Sachverhalt ungenügend abgeklärt wäre und weiterer
Abklärungen bedürfte. Den Berichten von Versicherungsmedizinern (in
casu Dres. med. H._ vom 10. Januar 2019 und I._ vom 28. März
2019) kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen,
nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine
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Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E.3b/ee).
Ausgehend von diesen Grundsätzen ist der Einbezug der Berichte der
Ärzte, die in einem Anstellungsverhältnis zur Beschwerdegegnerin stehen,
in die vorinstanzliche Beweiswürdigung nicht zu beanstanden. Diesen
Berichten kommt nach dem Gesagten zwar nicht derselbe Beweiswert wie
einem im Verfahren nach Art. 44 ATSG eingeholten Gutachten externer
Fachpersonen oder gar wie einem Gerichtsgutachten zu, sie sind aber
soweit zu berücksichtigen, als auch nicht geringe Zweifel an der Richtigkeit
ihrer Schlussfolgerungen bestehen (vgl. BGE 135 V 465 E.4.6 f.). Auf
Aktenberichte – wie diejenigen der Dres. med. H._ und I._ –
kann abgestellt werden, wenn ein lückenloser Befund vorliegt und es im
Wesentlichen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden
medizinischen Sachverhalts geht (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_646/2019 vom 6. März 2020 E.4). Die Beschwerdeführerin ist seit
Februar 2017 voll arbeitsfähig. Nach der Osteosynthesematerial-
Entfernung im Dezember 2016 erfolgte fast zwei Jahre lang (nur) eine
konservative Behandlung. Danach erging im November 2018 die
medizinische Schlussbeurteilung durch den damaligen Operateur Dr.
med. G._ vom Spital F._. Aus medizinisch-therapeutischer Sicht
war der Fall gemäss Dr. med. G._ abgeschlossen. Die Einschätzung
von Dr. med. J._ vom 6. März 2019 vermag die Abschlussbeurteilung
von Dr. med. G._, welcher ein adäquates klinisches und
radiologisches Resultat sah und eine weiterführende lymphdrainierende
und narbenentstörende Physiotherapie als indiziert bezeichnete, wie auch
die versicherungsmedizinische Einschätzung von Dr. med. H._,
welcher nach zwei bis drei Serien Physiotherapie zur namhaften
Verbesserung am rechten oberen Sprunggelenk und zu einer
desensibilisierten medialen Narbe keine namhafte Verbesserung nach
Ende Februar 2019 mehr erwartete, nicht in Zweifel zu ziehen. Dies weil
es sich bei den Dres. med. G._ und H._ um Chirurgen handelt
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und ihre Einschätzungen schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet
und in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre
Zuverlässigkeit sprechen. Zudem ist der Erfahrungstatsache Rechnung zu
tragen, dass behandelnde Haus- und Fachärzte (wie Dr. med. J._)
mitunter im Hinblick auf ihre Vertrauensstellung im Zweifelsfall eher zu
Gunsten ihrer Patienten aussagen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_68/2020 vom 11. März 2020 E.5.1 m.H.a. BGE 135 V 465 E.4.5; 125
V 351 E.3b/cc). Auch die Einschätzung des Versicherungsmediziners Dr.
I._ überzeugt, stammt sie doch von einem weiteren Fachspezialisten
in orthopädischer Chirurgie/Traumatologie, setzt sie sich mit den
klinischen Befunden von Dr. med. J._ (leichtes Ödem oberes
Sprunggelenk, leichte Hyperämie) auseinander und begründet
nachvollziehbar, dass die Fortsetzung der Lymphdrainage hinsichtlich
einer namhaften Besserung des aktuellen Gesundheitszustands nicht
indiziert ist und stattdessen das Tragen eines Kompressionsstützstrumpfs
empfohlen wird. Der medizinische, therapeutische Sachverhalt erscheint
nach Aktenlage als überwiegend wahrscheinlich ausreichend abgeklärt,
so dass es keiner weiteren Abklärungen bedarf.
3.6. Im Weiteren zu prüfen ist die Rechtmässigkeit des Fallabschlusses
gemäss Art. 19 UVG per 14. Mai 2019. Gemäss Art. 19 Abs. 1 UVG ist ein
Rentenanspruch zu prüfen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes des
Versicherten mehr erwartet werden kann und allfällige
Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen
sind (Satz 1). Mit dem Rentenbeginn fallen die Heilbehandlung und die
Taggeldleistungen dahin (Satz 2). In dieser Norm wird zunächst geregelt,
wann ein Versicherungsfall zum Abschluss zu bringen ist (BGE 134 V 109
E.3.2). Die vorübergehenden Leistungen, wie Taggelder und
Heilbehandlung, hat der Unfallversicherer – sofern allfällige
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Eingliederungsmassnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen
sind – nur so lange zu gewähren, als von der Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes
erwartet werden kann. Trifft dies nicht mehr zu, ist der Fall unter
Einstellung der vorübergehenden Leistungen mit gleichzeitiger Prüfung
des Anspruches auf eine Invalidenrente und/oder eine
Integritätsentschädigung abzuschliessen (BGE 134 V 109 E.4.1; SVR
2017 UV Nr. 42 S. 145 ff.; Urteil des Bundesgerichts 8C_776/2016 vom
23. Mai 2017 E.5.1.1). Der Begriff der ärztlichen Behandlung setzt eine
kontinuierliche, mit einer gewissen Planmässigkeit auf eine namhafte
Verbesserung des Gesundheitszustands gerichtete Vorkehr voraus.
Blosse ärztliche Verlaufskontrollen, manualtherapeutische Behandlungen
und vergleichbare Vorkehren erfüllen dieses Erfordernis nicht (GEERTSEN,
in: HÜRZELER/KIESER [Hrsg.], Kommentar zum schweizerischen
Sozialversicherungsrecht, UVG, Bundesgesetz über die
Unfallversicherung, Bern 2018, Art. 19 UVG, Rz. 7; vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_306/2016 vom 22. September 2016 E.5.3). Ob eine
namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach
Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der
Arbeitsfähigkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die
Verwendung des Begriffes "namhaft" in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht
demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im
Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Besserung ins Gewicht fallen muss.
Unbedeutende Verbesserungen genügen nicht (BGE 134 V 109 E.4.3;
HÜRZELER/KIESER, a.a.O., Art. 19 Rz. 8 f.). Weder eine weit entfernte
Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen
Behandlung noch ein von weiteren Massnahmen – wie etwa einer Badekur
– zu erwartender geringfügiger therapeutischer Fortschritt verleihen
Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der
Gesundheitszustand der versicherten Person prognostisch und nicht
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aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteile des
Bundesgerichts 8C_371/2020 vom 7. September 2020 E.2.2 und 4.1;
8C_614/2019 vom 29. Januar 2020 E.5.2; SVR 2020 UV Nr. 24 S. 95). So
stehen auch Massnahmen, die der Stabilisierung eines Zustands dienen,
einem Fallabschluss nicht entgegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_126/2008 vom 11. November 2008 E.5). Auch ist nicht notwendig,
dass keine ärztliche Behandlung mehr erforderlich ist (Urteil des
Bundesgerichts 8C_590/2008 vom 3. Dezember 2008 E.4.2). Grundlage
für die Beurteilung dieser Rechtsfrage bilden in erster Linie die ärztlichen
Auskünfte zu den therapeutischen Möglichkeiten und der
Krankheitsentwicklung, die in der Regel unter dem Begriff Prognose
erfasst werden.
Die Ausführungen der Beschwerdeführerin über ihre vollumfängliche
Arbeitsfähigkeit ab dem 6. Februar 2017, welche allein aufgrund des
subjektiven Arbeitswillens und der Lymphdrainage möglich gewesen sein
soll, und über die negativen Folgen auf die Arbeitsfähigkeit bei Wegfall der
Lymphdrainage infolge Schmerzzunahme muten spekulativ an und sind,
was die Zukunft anbelangt, blosse Mutmassungen, welche keinen
substanzierten Niederschlag in den (medizinischen) Akten finden. Bis zur
Abschlussbeurteilung durch Dr. med. G._ im November 2018
vergingen fast zwei Jahre seit der Osteosynthesematerial-Entfernung im
Dezember 2016 und die Beschwerdeführerin war seit 6. Februar 2017 und
damit seit fast zwei Jahren wieder in ihrer ursprünglichen Tätigkeit und im
angestammten 80 %-Pensum berufstätig. Der Umstand, dass sich die
therapeutische Betreuung der Beschwerdeführerin seit der
Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit auf physiotherapeutische
Massnahmen (Physiotherapie und Lymphdrainage) beschränkt hat, belegt
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit, dass die therapeutischen
Massnahmen einzig noch der Stabilisierung des Gesundheitszustands
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("Abschwellen/Linderung des Druckgefühls im Sprunggelenk") dienen und
nicht mehr auf eine Heilung (Schmerzfreiheit) ausgerichtet sind (Art. 10
Abs. 1 lit. e UVG). Der Versicherungsmediziner Dr. med. H._
äusserte sich nicht spezifisch zur Lymphdrainage, sondern erachtete zwei
bis drei Serien Physiotherapie (sic!) als sinnvoll und ging davon aus, dass
ab Ende Februar 2019 keine namhafte Besserung des
Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin mehr erwartet werden
könne. Die dadurch erzielten Verbesserungen des Gesundheitszustands
sind somit nicht mehr als namhaft zu qualifizieren. Zudem war die
Lymphdrainage im Einstellungszeitpunkt nicht mehr angeordnet (vgl.
Abschlussbericht Dr. med. G._ vom 27. November 2018:
"Dementsprechend stufe ich eine lymphdrainierende und
narbenentstörende Physiotherapie weiterhin als indiziert ein" [Bg-act.
M.19 S. 2]; Stellungnahme Dr. med. H._ vom 10. Januar 2019: "ab
Ende Februar 2019 keine namhafte Besserung mehr" [Bg-act. M.20];
Stellungnahme des beratenen Arztes Dr. med. I._ vom 27. März
2019: "Fortsetzung der Lymphdrainage im Sinne einer namhaften
Besserung des aktuellen Gesundheitszustandes nicht indiziert" [Bg-act.
M.22; Art. 10 Abs. 1 lit. a UVG]). Die Lymphdrainage ist weder eine Kur im
Sinne von Art. 10 Abs. 1 lit. d UVG noch eine ärztliche Behandlung. Sie
gehört zum Behandlungsfeld der Physiotherapie (s. Bg-act. A.25) und
somit zu den manualtherapeutischen Massnahmen, welche gemäss
bundesgerichtlicher Rechtsprechung einem Fallabschluss nicht
entgegenstehen. Auch wenn das Gesetz nicht umschreibt, was unter
"namhafter Besserung des Gesundheitszustands des Versicherten" zu
verstehen ist, bestimmt sich die vorausgesetzte namhafte Besserung des
Gesundheitszustands nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung
oder Wiederherstellung der unfallbedingt beeinträchtigten Arbeitsfähigkeit
(BGE 134 V 109 E.4.3). Mit der Beschwerdegegnerin ist festzuhalten, dass
von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung ab 15. Mai 2019 keine
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namhafte, d.h. keine ins Gewicht fallende Besserung des
Gesundheitszustands erwartet werden konnte, da die Beschwerdeführerin
ihre angestammte Tätigkeit am 6. Februar 2017 bereits wieder
vollumfänglich aufgenommen hatte. Auf Eingliederungsmassnahmen der
IV wurde verzichtet (Bg-act. A.13); die Beschwerdeführerin kehrte
zunächst in reduziertem Umfang und im Februar 2017 in ihrem
ordentlichen 80 %-Pensum an die angestammte Tätigkeit zurück. Der
Fallabschluss gemäss Art. 19 UVG ist somit zu Recht erfolgt.
3.7. Was den Beweisantrag der Beschwerdeführerin (Einholung eines
neutralen ärztlichen Gutachtens) anbelangt, kann das Gericht darauf
verzichten, wenn es anhand der vorliegenden Unterlagen den Sachverhalt
als hinreichend abgeklärt erachtet. Da von einem neutralen ärztlichen
Gutachten vorliegendenfalls keine entscheidrelevanten Ergebnisse zu
erwarten sind, kann darauf verzichtet werden (antizipierte
Beweiswürdigung; BGE 144 V 361 E.6.5, 136 I 229 E.5.3; vgl. Urteil des
Bundesgerichts 8C_754/2019 vom 6. Februar 2020 E.5.3).
3.8. Zusammenfassend erweist sich der Einspracheentscheid vom 30.
September 2019 damit als rechtens, womit die Beschwerde abzuweisen
ist.
4. Gemäss aArt. 61 lit. a ATSG i.V.m. Art. 83 ATSG ist das Verfahren –
vorbehältlich der mutwilligen oder leichtsinnigen Verfahrensführung – für
die Parteien kostenlos, weshalb vorliegend keine Kosten erhoben werden.
Ein Parteikostenersatz wird der obsiegenden Beschwerdegegnerin nicht
zugesprochen (vgl. Art. 61 lit. g ATSG).