# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d89327c7-fdb3-41c0-97e4-e314397aaf61
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Der
1989 geborene
X._
war seit April 2017 bei der
Y._
AG als Säger angestellt und in diesem Rahmen bei der Suva obli
gatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert (Urk. 7/1). Am 15. November 2017 kippte bei der Arbeit ein Holzbalken zur Seite und fiel dem Versicherten auf den linken Unterschenkel (Urk. 7/1, Urk. 7/9
, Urk. 7/39
).
Dabei zog
er sich
eine
Fraktur des linken Wadenbeines
(
Maisonneuve
-Verletzung)
sowie
eine Ruptur der ventralen Syndesmose zu
(Urk. 7/9
, Urk. 7/16
, Urk. 7/69
).
Die Suva erbrachte daraufhin die gesetzlichen Leistungen (Heil
behandlung und Tag
geld
; Urk. 7/3-4).
Am 27. November 2017 wurde eine Naht der Syndesmose sowie eine Stellschrauben-Osteosynthese
am linken oberen Sprunggelenk
(
OSG
)
durch
geführt (Urk. 7/16).
Nachdem die Suva das Dossier ihrem Kreisarzt Dr. med.
Z._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewe
gungsapparates, vorgelegt hatte (Stellungnahme vom 2. Mai 2018, Urk. 7/47), teilte sie dem Versicherten am 3. Mai 2018 mit, dass die Taggelder per 14. Mai 2018 eingestellt, die ärztlichen Behandlungskosten aber wei
terhin übernommen würden (Urk. 7
/49).
Mit Schreiben vom 17. Mai 2018
opponierte
der Versicherte gegen die Einstellung der Taggelder und ersuchte um Kostenübernahme für die Physiotherapie sowie die hausärztliche Betreuung (Urk. 7/58).
PD Dr. med.
A._
, Facharzt FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates,
diagnostizierte am 5. Juni 2018
eine instabile Syndes
mose links sowie eine
Fibulaverkürzung
links
und
empfahl eine
Fibulaver
längerung
sowie eine Rekonstruktion der Syndesmose (Urk. 7/63/
4-
6)
.
Nach
erneuter
Vorlage an ihren Kreisarzt
und nachdem der Versicherte der auf den 21. Juni 2018 terminierten kreisärztlichen Untersuchung unentschuldigt fernge
blieben war
(
Urk. 7/70/5, Beurteilung vom 25. Juni 2018
[
Urk. 7/70
]), hielt die Suva mit Schreiben vom 27. Juni 2018 an der Einstellung der Taggelder per 14. Mai 2018 fest und verneinte
ihre
Leistungspflicht für eine
operative
Fibula
verlängerung
sowie
eine Rekonstruktion der Syndesmose (Urk. 7/71).
In seinem Bericht vom 28. Juni 2018 bestätigte Dr.
A._
die
im Vorbericht gestellte Operationsindikation
(Urk. 7/73
/2
), woraufhin Dr. med.
B._
, Facharzt FMH für Radiologie, am 5. Juli 2018 (Urk. 7/77)
sowie Dr. med.
C._
, Facharzt FMH für Physikalische M
edizin und Rehabilitation, am 6
. Juli 2018 (Urk. 7/79) jeweils eine kreisärz
tliche Stellungnahme erstatteten
.
Am 10. Juli 2018 veranlasste Dr.
B._
zur Überprüfung der Stabilität der Syndes
mose Röntgenaufnahmen beider Sprunggelenke
(Urk. 7/81, Bericht Universitäts
spital
D._
vom 20. Juli 2018 [Urk. 7/83
]
).
Nachdem die Suva weitere kreisärztliche Beurteilungen von Dr.
Z._
(Beurteilung
en
vom 3. August 2018 [Urk. 7/85]
,
24. September 2018 [Urk. 7/95]
und 10. Januar 2019 [Urk. 7/129])
eingeholt
, Dr.
A._
am 15. August 2018 eine operative Verlängerung der Fibula links
durchgeführt
(Urk. 7/100)
und am
8. Januar 2019
per E-Mail
eine Stellungnahme
zur Operationsindikation (Urk. 7/127) erstattet
hatte, schloss die Suva den Schadenfall
mit Verfügung vom 8. Februar 2019
per 14. Mai 2018 ab (Urk. 7/134).
Die vom Versicherten dageg
en am 21. Februar 2019 erhobene
und mit Eingabe vom 25. März 2019 ergänzend begründete Einsprache (
Urk. 7/141/1,
Urk. 7/143) wurde mit
Einspracheentscheid
vom 31. Juli 2019 abgewiesen (Urk. 7/146 = Urk. 2).
2.
Dagegen erhob der Versicherte am 16. September 2019 Beschwerde und bean
tragte, es sei der
Einspracheentscheid
der Suva vom 31. Juli 2019 aufzuheben und diese anzuweisen, ihm über den 14. Mai 2018 hinaus die gesetzlichen Leis
tungen zu erbringen.
Eventuell sei
der medizinische Sachverhalt rechtsgenüglich abzuklären und hernach über seine Versicherungsansprüche neu zu befinden (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom 25. Oktober 2019 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem
Beschwerdeführer
am 30. Oktober 2019 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b). Dementsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausge
brochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
15. November 2017
ereignet, weshalb die
ab dem 1. Januar 2017
gültig
en
Normen auf den vorliegenden Fall
Anwen
dung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Gemäss Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts anderes bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Die Versicherung erbringt ihre Leistungen auch bei folgenden Körperschädigungen, sofern sie nicht vorwiegend auf Abnützung oder Erkrankung zurückzuführen sind (Abs. 2): Knochenbrüche (
lit
. a), Verrenkungen von Gelenken (
lit
. b), Meniskusrisse (
lit
. c), Muskelrisse (
lit
. d), Muskelzerrungen (
lit
. e), Sehnenrisse (
lit
. f), Bandläsionen (
lit
. g) und Trommelfellverletzungen (
lit
. h). Ausserdem erbringt die Versicherung ihre Leistungen für Schädigungen, die der verunfallten Person bei der Heilbehandlung zugefügt werden (Abs. 3).
1.3
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invali
dität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhanden
sein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entsprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausal
zusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.4
Bei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen deckt sich die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität weitgehend mit der natürlichen Kausalität; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausalzusammenhang prak
tisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.5
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorüber
gehenden Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärzt
lichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der ver
sicherten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG; Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeit
punkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesgerichts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
1.6
Nach Art. 10 Abs. 1 UVG hat die versicherte Person Anspruch auf die zweck
mässige Behandlung ihrer Unfallfolgen. Ist sie infolge des Unfalles voll oder teil
weise arbeitsunfähig, so steht ihr gemäss Art. 16 Abs. 1 UVG ein Taggeld zu. Wird sie infolge des Unfalles zu mindestens 10 % invalid, so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente, sofern sich der Unfall vor Erreichen des ordentlichen Rentenalters ereignet hat (Art. 18 Abs. 1 UVG).
1.7
Erleidet die versicherte Person durch den Unfall eine dauernde erhebliche Schädigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Integrität, so hat sie Anspruch auf eine angemessene Integritätsentschädigung (Art. 24 Abs. 1 UVG). Die Integritätsentschädigung wird in Form einer Kapitalleistung gewährt. Sie darf den am Unfalltag geltenden Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und wird entsprechend der Schwere des Integritätsschadens abgestuft (Art. 25 Abs. 1 UVG).
Nach Art. 25 Abs. 2 UVG regelt der Bundesrat die Bemessung der Entschädigung. Von dieser Befugnis hat er in Art. 36 UVV Gebrauch gemacht. Abs. 1 bestimmt, dass ein Integritätsschaden als dauernd gilt, wenn er voraussichtlich während des ganzen Lebens mindestens in gleichem Umfang besteht; er ist erheblich, wenn die körperliche, geistige oder psychische Integrität, unabhängig von der Erwerbs
fähigkeit, augenfällig oder stark beeinträchtigt wird. Gemäss Abs. 2 gelten für die Bemessung der Integritätsentschädigung die Richtlinien des Anhangs 3. Fallen mehrere körperliche, geistige oder psychische Integritätsschäden aus einem oder mehreren Unfällen zusammen, so wird die Integritätsentschädigung nach der gesamten Beeinträchtigung festgesetzt. Die Gesamtentschädigung darf den Höchstbetrag des versicherten Jahresverdienstes nicht übersteigen und bereits nach dem Gesetz bezogene Entschädigungen werden prozentual angerechnet (Abs. 3). Voraussehbare Verschlimmerungen des Integritätsschadens werden
angemessen berücksichtigt. Revisionen sind nur im Ausnahmefall möglich, wenn die Verschlimmerung von grosser Tragweite ist und nicht voraussehbar war (Abs. 4).
1.
8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kommt auch den Berichten und Gutachten versiche
rungsinterner Ärztinnen und Ärzte Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar begründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuverlässigkeit bestehen (BGE 125 V 351 E. 3b/
ee
). Das Anstellungsverhältnis einer versicherungsinternen Fachperson zum Versiche
rungsträger alleine lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und Befangen
heit schliessen (BGE 137 V 210 E. 1.4, 135 V 465 E. 4.4). Soll ein Versicherungs
fall jedoch ohne Einholung eines externen Gutachtens entschieden werden, so sind an die Beweiswürdigung strenge Anforderungen zu stellen. Bestehen auch nur geringe Zweifel an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versicherungs
internen ärztlichen Feststellungen, so sind ergänzende Abklärungen vorzu
nehmen (BGE 142 V 58 E. 5.1, 139 V 225 E. 5.2, 135 V 465 E. 4.4 und E. 4.7).
2.
2.1
Die
Beschwerdegegnerin
stellte sich insbesondere auf den Standpunkt,
die Ope
ration vom 15. August 2018
sei
unfallbedingt nicht indiziert gewesen, mithin
hätten
spätestens am 14. Mai 2018 keine behandlungsbedürftigen, die Arbeits
fähigkeit einschränkenden Unfallfolgen mehr
bestanden
(Urk. 2 S. 4).
Spätestens mit den Ergebnissen der von Dr.
B._
empfohlenen, röntgenologischen Untersuchungen vom 20. Juli 2018 und den entsprechenden Beurteilungen von Dr.
Z._
habe festgestanden, dass am linken OSG eine suffiziente Syndesmose und keine Gel
enkinstabilität vorgelegen habe
. Dies habe sich denn auch
anhand der intraoperativen Befunde
von Dr.
A._
bestätigt, welcher folgerichtig wäh
rend des Eingriffs auf eine operative Behandlung der Syndesmose verzichtet habe
. Was die von Dr.
A._
vertretene These einer unfallbedingt verkürzten Fibula des linken Unterschenkels betreffe, so widerspreche dies sowohl dem radio
logischen Bericht zur Untersuchung vom 5. Juni 2018, wo keine Rede von einer solchen Verkürzung sei,
als auch
der medizinischen Beurteilung des Radiologen und Kreisarztes Dr.
B._
vom 5. Juli 2018, wonach die bildgebenden Unter
lagen vom 5. Juni 2018 beidseits eine regelrechte Lage der Fibula zeigten, was sich denn auch zweifelsfrei anhand der Bilder 2 und 3
seiner
Beurteilung fest
stellen lasse
. Die Ausführungen der Kreisärzte,
wonach
die Unfallfolgen im Mai 2018 abgeheilt
gewesen
seien und keine objektivierte unfallbedingte
Fibula
verkürzung
im Sinne der Behauptungen von Dr.
A._
vor
gelegen habe
, basier
t
e
n
auf den bildgebenden Unterlagen und seien in Zusammenschau mit den röntgenologischen Berichten schlüssig, nachvollziehbar und widerspruchsfrei. Sie würden sodann auch in Einklang mit den Ausführungen von Dr.
E._
stehen
. Aufgrund der Aktenlage könnten weder Bestand noch Unfallkausalität der genannten Schäden
(instabile Syndesmose,
Fibulaverkürzung
)
noch ihre beschwerdeverursachende Eigenschaft mit dem erforderlichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit bejaht werden.
Die Folgen der Beweislosigkeit trage der
Beschwerdeführer
als Leistungsansprecher. Da die
Erheblichkeitsgrenze
nicht überschritten
werde
und derzeit keinerlei Anzeichen einer Degene
ration/Arthrose am OSG vorliegen würden, bestehe kein Anspruch auf eine Integritätsentschädigung
(Urk. 6 S. 5
ff.
).
2.2
Dagegen
bringt
der
Beschwerdeführer
im
Wesentlichen vor,
im Zeitpunkt der Leistungseinstellung durch die
Beschwerdegegnerin
hätten mit der Verkürzung der Fibula um 2-3 mm sowie der Schädigung der Syndesmose noch behandlungs
bedürftige Unfallfolgen
bestanden.
D
ie Beschwerdegegnerin habe die Indikation für den operativen Eingriff zur Linderung der unfallbedingten Beschwerden vom 15. August 2018 implizit anerkannt, habe sie doch in dessen Nachgang die Kosten für Physiotherapiesitzungen übernommen. Folgerichtig habe sie auch die weite
ren Kosten im Zusammenhang mit diesem Eingriff zu tragen. Aufgrund der Ope
ration sei der Beschwerdeführer wiederum arbeitsunfähig gewesen, weshalb nebst der Kostenübernahme für die durchgeführte Operation ein Taggeld geschuldet sei. Des Weiteren
bestünden keine Abklärungen zur Arbeitsfähigkeit des
Beschwer
deführer
s in angestammter oder angepasster Tätigkeit, weshalb über einen allfäl
ligen Rentenanspruch nur Mutmassungen angestellt werden könnten
. Jedenfalls könne aber festgehalten werden, dass bei operativen Eingriffen wie dem vorlie
genden in Zukunft mit einer
Arthroseentwicklung
zu rechnen sei, was bei der Festlegung einer Integritätsentschädigung im Umfang von 5-15 % zu berück
sichtigen sei.
Die versicherungsinterne Einschätzung werde durch die nachvoll
ziehbaren Bericht
e
des behandelnden Arztes massgeblich in Zweifel gezogen.
Eventuell sei
eine ärztliche Expertise von externer Seite einzuholen, welche sich zur Operationsindikation und den verbleibenden unfallbedingten Beeinträchti
gungen, aufgrund des jungen Alters des
Beschwerdeführer
s auch hinsichtlich einer zukünftigen
Arthroseentwicklung
, äussere
(Urk. 1 S.
6 ff.
).
2.3
Umstritten und zu klären
ist die Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin
ab
dem 1
4
. Mai 2018 und dabei insbesondere
die Frage, ob
in
diesem Zeitpunkt noch
ein
auf das Unfallereignis vom 15. November 2017 zurückzuführende
r
Gesundheits
schaden
vorgelegen hat
.
3.
3.1
Die
erstbehandelnden Ärzte des
Kantonsspitals
F._
stellten in ihrem Bericht vom 17. November 2017 folgende Diagnosen (Urk. 7/9):
-
Maisonneuve
-Verletzung links
-
Verkalktes Lipom Unterschenkel links (Erstdiagnose im 16. Lebensjahr)
Das Röntgen des Unterschenkels habe eine proximale
Fibulafraktur
sowie eine Verkalkung auf Höhe des mittleren Unterschenkels lateral
gezeigt
. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit vom 15. November 2017 bis am 17. Januar 2018 (Urk. 7/9).
3.2
PD Dr. med.
E._
, Facharzt FMH für Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates, nahm am 27. November 2017 eine Naht der Syndesmose sowie eine Stellschrauben-Osteosynthese OSG links vor (Urk. 7/16). Im Austritts
bericht wurde
von
ein
em
peri
- und
postoperativ komplikationslosen
Ve
rlauf berichtet
(Urk. 7/18).
3.3
Am 13. Februar 2018 stellte
PD
Dr.
E._
bei der Entfernung der Stellschraube fest, dass diese in der Mitte gebrochen war. Da nur der Schraubenkopf gestört habe, sei auch nur der laterale Teil entfernt worden, die restliche Schraube sei in situ belassen worden (Urk. 7/22
/2
).
3.4
Die Ärzte der
Klinik
G._
, welche der
Beschwerdeführer
zur Einholung einer Zweitmeinung aufgesucht hatte, hielten in ihrem Bericht vom 14. März 2018 fest, der
Beschwerdeführer
habe angegeben, noch Schmerzen zu haben und auch in der Bewegung des linken oberen Sprunggelenks noch eingeschränkt zu sein. Im linken Fuss hätten sich stabile Verhältnisse gezeigt mit kaum
Druck
dolenz
im Narbenbereich. Auch im Bereich der proximalen
Fibulaschaftfraktur
habe sich keine
Druckdolenz
auslösen lassen. Die erstellten Röntgenaufnahmen hätten soweit beurteilbar ein unauffälliges OSG gezeigt. Die
Fibulafraktur
sei verheilt. Es würden Restbeschwerden unter Belastung und eine Bewegungs
einschränkung des
OSG
links bestehen (Urk. 7/26).
3.
5
Anlässlich einer von
PD
Dr.
E._
vorgenommenen Verlaufsröntgenkontrolle vom 27. März 2018 zeigte sich eine korrekte Stellung im OSG sowie eine abgebrochene Schraube in der Tibia.
PD
Dr.
E._
verwies auf
eine fortgeschrittene Konsolidie
rung
der proximalen
Fibula
fraktur
. Klinisch habe sich noch eine um etwa 10° eingeschränkte Dorsalextension gezeigt. Diese habe den
Beschwerdeführer
etwas gestört. Global gesehen bestehe ein sehr schöner Verlauf. Belastung sei nach Mass
gabe der B
eschwerden möglich (Urk. 7/33).
3.6
Prof. Dr. med.
H._
, Facharzt FMH für Radiologie, wies in seinem Bericht vom 10. April 2018 auf eine konsolidierte proximale
Fibulafraktur
hin. Die Frakturlinie sei noch abgrenzbar (Urk. 7/46).
3.7
A
m 9. April 2018
wies
PD
Dr.
E._
auf einen vom
Beschwerdeführer
berichteten
sich
verschlechternden Verlauf
hin
.
Bei einem
Arbeitsversuch
sei
es zu vermehr
ten Beschwerden vor allem im ventralen Sprunggelenk gekommen. Klinisch
habe
sich
eine um 5° geringere Dorsalextension im OSG links sowie eine leichte
Druck
dolenz
im Bereich der
Maison
n
euvefraktur
gezeigt
.
E
s sei noch relativ unklar, woher die Schmerzen
wirklich herrührten (Urk. 7/53).
Das
daraufhin durchge
führte MRI
habe
bis auf leicht narbige Veränderungen anterolateral normale ossäre
ligamentäre
und muskuläre Verhältnisse
gezeigt
.
Aus dem
CT
habe sich
eine
gute Konsolidierung der proximalen
Fibulafraktur
ergeben
. Es werde ein Arbeitsversuch mit 50 % für 2 Wochen vereinbart. Danach sollte prinzipiell eine volle Arbeitsfähigkeit möglich sein
(
Urk.
7
/57).
3.
8
Mit Bericht des Stadtspitals
I._
vom 26. Mai 2018 wurde
auf eine starke
Druckdolenz
im medialen Anteil der Fibula-Spitze hin
gewiesen
. Dort bestehe auch eine palpable Platte, welche weit nach proximal reiche. Der Beschwerde
führer sei bis am 31. Mai 2018 zu 100 % arbeitsunfähig (Urk. 7/61)
.
3.
9
A
m 5. Juni 2018
schloss
PD
Dr.
A._
auf eine instabile Syndesmose links sowie eine
Fibulaverkürzung
links. Es habe sich eine
Druckdolenz
über dem anterolateralen OSG mit besonderer Note über der Syndesmose gezeigt. Die
antero-posteriore
Mobilisation der Fibula sei massiv schmerzhaft. Die Röntgen
aufnahmen vom 8. Januar 2018 würden eine Verkürzung der Fibula von
circa
3
mm nachweisen (Urk. 7/63/4-5). Das angefertigte
CT habe die Verdachts
diagnose bestätigt, weshalb eine
Fibulaverlängerung
und eine Rekonstruktion der Syndesmose lin
ks
empfohlen werde
(Urk. 7/63/6).
3.10
In seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 25. Juni 2018
führte
Dr.
Z._
unter Würdigung der
Vorakten
aus
, es liege mit überwiegender Wahrscheinlichkeit keine instabile Syndesmose links vor.
D
as CT beider Sprunggelenke vom 5. Juni 2018
beurteile
im Seitenvergleich
die Syndesmose links wie auch rechts adaptiert und
es
hätten
sich keine Stufenbildung, ein regelrechter Abstand, ein beidseits regelrechter Mineralisationsgrad sowie kein signifikanter Gelenkserguss im obe
ren Sprunggelenk gefunden. Die von
PD
Dr.
A._
postulierte 3 mm betra
gende Verkürzung der Fibula
links lasse sich in der Röntgenuntersuchung vom 8. Januar 2018 lediglich aufgrund der minimalen axialen Verschiebung der Fibula
vermuten
. Bei erhaltender Syndesmose, stabiler
Syndesmosenverbindung
und stabilem Sprunggelenk könne eine minimale Verkürzung der Fibula im Mil
limeterbereich keine relevanten Beschwerden im Sprunggelenksbereich
bewirken.
Eine allfällige Verlängerungsoperation der Fibula um 3 mm entspreche nicht den Kriterien der mit überwiegender Wahrscheinlichkeit wirksamen und zweck
mässigen Behandlung der aktuell geklagten Beschwerden, welche nicht unfall
kausal seien. Die objektiven Befunde würden den somatischen Endzustand bestä
tigen, es würden sich bildgebend keine somatischen Veränderungen finden, welche die geklagten Beschwerden erklären könnten. Es sei somit der Verdacht einer Somatisierungsstörung zu äussern, dies unter dem sozialmedizinischen Aspekt der eingeleiteten rechtlichen Schritte und der Unstimmigkeiten am Arbeitsplatz.
Es könne von keiner weiteren Behandlung mit mindestens überwiegender Wahr
scheinlichkeit eine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheits
zustandes erwartet werden. Der
Beschwerdeführer
könne in Anbetracht der Unfallfolgen
zumutbarerweise
sämtliche Tätigkeiten und Verrichtungen in zeit
lichem und leistungsmässigem Umfang wie vor dem Unfall uneingeschränkt aus
üben.
Eine unfallbedingte Integritätsentschädigung
sei
nicht geschuldet, da die
Erheblichkeitsgrenze
nicht ü
berschritten werde (Urk. 7/70/4
6).
3.11
In
seinem Bericht vom 28. Juni 2018 führte
PD
Dr.
A._
aus, der Beschwer
deführer habe eine
Fibulafraktur
proximal erlitten, welche in der Röntgen
aufnahme eine klare Verkürzung aufweise, die ihrerseits in der konventionellen Röntgenaufnahme aktuell vom
OSG
nachweisbar sei. Zudem bestehe auch das Problem der Schädigung der Syndesmose mit traumatischer Ursache. Die
Fibula
verlängerungs-Osteotomie
sei dafür da, diese Verkürzung der Fibula, welche essentiell für die Stabilisierung des Rückfusses sei, wiederherzustellen
. Ebenso die Rekonstruktion der Syndesmose. Auch wenn im Moment keine augenfällige
Degeneration des oberen Sprunggelenks vorliege, sei mit einer weiteren Ver
schlechterung der Rückfussverhältnisse in den kommenden Jahren zu rechnen. Der
Beschwerdeführer
birge
ein hohes Risiko für eine frühzeitige Arthrose, die ihrerseits wieder P
robleme verursache. Angesichts d
es jungen Alters
des Beschwerdeführers
wäre es beinahe schon nachlässig
,
diesen Eingriff nicht durch
zuführen (Urk. 7/73).
3.12
Dr.
B._
hielt
in seiner radiologischen Stellungnahme vom 5. Juli 2018
fest
, ein
e
Verkürzung der Fibula lasse sich im CT
des
Unterschenkel
s
vom 10. April 2018 keineswegs nachweisen
und im CT beider OSG vom 5. Juni 2018 zeige sich beidseits eine regelrechte Lage der Fibula im OSG. Daher sei die Aussage von
PD
Dr.
A._
bezüglich einer unfallbedingten
Verkürzung der
Fibula nicht nachvollziehbar. Die
vordere Syndesmose sei linksseitig deutlich narbig verän
dert, was nicht verwunderlich sei, da sie angeblich rupturiert gewesen sei. Der MR-tomografische Befund lasse aber nicht automatisch auf eine Instabilität der
Malleolengabel
schliessen. Die Stabilität der
Malleolengabel
lasse sich nämlich nicht durch eine normale MRT, die ja als statische Untersuchung bei liegendem Patienten, also ohne Belastung auf das OSG, durchgeführt werde, überprüfen. Sollte der Verdacht auf eine persistierende Instabilität der
Malleolengabel
beste
hen,
werde
zur weiteren Abklärung die Anfertigung von Röntgenaufnahmen bei
der OSG unter Belastung oder eine Untersuchung unter Durchl
euchtung empfoh
len (Urk. 7/77).
3.1
3
Dr.
C._
führte
in seiner Kurzbeurteilung vom 6
. Juli 2018
–
mit Verweis auf die radiologische Beurteilung von Dr.
B._
–
aus,
d
i
e Fibula würde keine Ver
kürzung
zeigen
. Es
bestehe
nach wie vor keine Indikation für einen weiteren ope
rativen Eingriff (Urk. 7/79).
3.14
Die daraufhin von Dr.
B._
in Auftrag gegebenen (vgl. Urk. 7/81) Röntgen
aufnahmen beider Sprunggelenke zeigten – gemäss dem Bericht des
D._
vom 20. Juli 2018 – eine regelrechte Artikulation mit symmetrisch weiter Syndesmose. Soweit konventionell-radiologisch beurteilbar bestehe kein Hinweis auf eine Instabilität. Knochenstrukt
ur und Weichteile seien beidseitig
regelrecht (Urk. 7/83).
3.15
Mit Beurteilung vom
3
. August 2018
hielt Dr.
Z._
an seiner
Einschätzung
vom 2
5
. Juni 2018 fest. Anhand der Beurteilung der CT-Bilder beider Sprung
gelenke vom 5. Juni 2018 durch den Facharzt für Radiologie sowie anhand der Beurteilung der Syndesmosen durch das unabhängige Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des
D._
vom 20. Juli 2018
hätten
eine Verkür
zung sowie eine Instabilität ausgeschlossen werden können. Entgegen der Ein
schätzung von
PD
Dr.
A._
bedinge die unauffällige Bildgebung
vielmehr
eine Operationskontraindikation (Urk. 7/85/5
, vgl. auch Urk. 7/95
).
3.16
Am 15. August 2018 nahm
PD
Dr.
A._
eine
Verlängerung der Fibula links (3.5 mm Drittelrohrplatte und Kompressionsschraube, Synthes) vor
. Die
Syndes
mosenrekonstruktion
anterolateral habe sich intraoperativ suffizient gezeigt. Bei Testung der
Syndesmoseninstabilität
sei
diese relativ rigide
gewesen
. Eine weitere Rekonstruktion der Syndesmose sei nicht nötig gewesen. Es bestehe eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit von mindestens 2 Wochen bei sitzender und von 6 Wochen bei stehend gehender Tätigkeit (Urk. 7/100).
3.17
Am 8. Januar 2019 führte
PD
Dr.
A._
in einem E-Mail gegenüber der
Beschwerdegegnerin
aus, er habe die Bildgebung vom 20. Juli 2018 vor einem Tag erhalten und diese beurteilt. Die von ihm (mit
OsiriX
) gemessene
fibulotalare
Gelenkweite betrage auf der linken, verletzten Seite 0.5 mm mehr als zur Gegen
seite. In der Tat seien die Bilder nicht ganz symmetrisch rotiert, was in Natura auch nicht möglich wäre. In den CT-Untersuchungen und konventionellen Unterschenkel-Untersuchungen finde sich dennoch eine geringe Verkürzung um circa 2-3 mm, so dass er weiterhin an seiner Beurteilung festhalte und die Indi
katio
n zur korrigierenden
Fibulaosteo
tomie
(wenn auch nur gering) als adäquat werte (Urk. 7/127).
3.18
Dr.
Z._
bezeichnete es
in seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 10. Januar
2019 als
medizinisch nicht nachvollziehbar, wie
PD
Dr.
A._
anhand einer konventionellen Unterschenkeluntersuchung und einer CT-Untersuchung eine
Fibulaverkürzung
von circa 2-3 mm feststellen könne. Um eine Längenmessung eines Knochens
anhand einer radiologischen Bildgebung wissenschaftlich
durch
zuführen
,
bedürfe es einer Röntgenaufnahme mit einer zusätzlichen normierten Messskala.
Eine solche
Bildgebung habe gefehlt, da die Bildgebung
vom
20. Juli 2018 zur Klärung der Stabilität der Syndesmose
durchgeführt worden sei. Sowohl bildgebend wie intraoperativ sei eine stabile Syndesmose bestätigt worden. Der Hinweis von Dr.
A._
, dass seine «konventionelle» Unterschenkelunter
suchung eine geringe Verkürzung von 2-3 mm ergeben habe, entspreche keiner anerkannten wissenschaftlichen Methode, um Knochenlängen zu objektivieren
und
um Verkürzungs- oder Verlängerungsosteotomien durchzuführen. Eine wissenschaftlich nachvollziehbare
Fibulalängenmessung
habe zu keinem Zeit
punkt stattgefunden und es könne somit weder eine posttraumatische Verkürzung
noch
Überlänge der Fibula präoperativ attestiert werden. An den Vorbeurtei
lungen werde dem
nach festgehalten (Urk. 7/129).
4.
4.1
Durch die medizinischen Akten
belegt
und unbestritten ist, dass sich der
Beschwerdeführer
anlässlich des Ereignisses vom
15. November 2017 eine Frak
tur des linken Wadenbeines (Fibula) sowie eine Ruptur der linken Syndesmose zuzog.
Am
27. November 2017
wurden diese Verletzungen
mit einer Naht der Syndesmose sowie einer Stellschrauben-Osteosynthese links operativ versorgt (E. 3.2). Die
Beschwerdegegnerin
anerkannte hinsichtlich des Ereignisses vom 15. November 2017 ihre Leistungspflicht und erbrachte Taggeld sowie Heil
behandlungskosten (Urk. 7/3-4).
Nachdem die
Beschwerdegegnerin
den Fall per 14. Mai 2018 abgeschlossen hatte, führte
PD
Dr.
A._
am 15. August 2018 eine operative Verlängerung
der Fibula links durch (
E
. 3.16
).
Strittig und zu prüfen ist, o
b
die
Beschwerdegegnerin
zu Recht davon ausge
gangen ist, dass
spätestens
ab dem 14. Mai 2018 keine auf
den Unfall zurückzu
führende
n Beeinträchtigungen mehr bestanden
haben
.
4.2
4.2.1
Die
Beschwerdegegnerin
stützte sich bei ihrem Entscheid auf die
kreisärztlichen Beurteilungen von
Dr.
Z._
(Urk. 7/47, E. 3.10, E. 3.15, E. 3.18)
,
Dr.
B._
(E. 3.12) und Dr.
C._
(E. 3.13)
.
Im Vordergrund steht, dass die Kreisärzte die vom
Beschwerdeführer
geäusserten Beschwerden nicht nachvollziehen konnten. Unter Berücksichtigung der relevanten Vorberichte und unter Würdigung der
umfassenden
Bildgebung gelangten die Kreisärzte übereinstimmend zum Schluss, beim
Beschwerdeführer
bestehe
kein
leistungseinschränkender
Gesundheits
schaden am linken OSG und insbesondere keine relevante Verkürzung der Fibula
und
keine Ins
tabilität der Syndesmose
.
4.2.2
D
agegen
wendet der
Beschwerdeführer
–
gestützt auf die Berichte
von
PD
Dr.
A._
– ein,
im Zeitpunkt des Fallabschlusses
habe
noch
ein unfallkausaler Gesundheitsschaden am linken OSG bestanden, welcher die am 15. August 2018 durchgeführte Operation indiziert habe (E. 2.2).
Konkret schloss
PD
Dr.
A._
in seinen Berichten vom 5. Juni sowie vom
28. Juni 2018 auf eine instabile Syn
desmose links sowie eine Verkürzung der Fibula
(E. 3.9, E. 3.11
).
Die daraufhin zur Abklärung einer Instabilität der Syndesmose in Auftrag gegebenen
Röntgen
aufnahmen
beider Sprunggelenke
unter Belastung (vgl. Urk. 7/77, Urk. 7/81)
för
derten indes
keine
Hinweise auf e
ine Instabilität zu Tage (E. 3.14
).
PD
Dr.
A._
wurden die betreffenden Aufnahmen
vom 20. Juli 2018
im Januar 2019 und damit
erst nach seinem
operativen Eingriff vom 15. August 2018 vo
r
gelegt (vgl. Urk. 7/124, E. 3.17
, vgl. aber auch Urk. 7/92, 97
,
113
).
Aufgrund der
intraopera
tiven Befunde
verneinte auch
PD
Dr.
A._
das Vorliegen einer
Syndesmosen
instabilität
und verzichtete auf
eine
Rekonstrukt
ion derselben (E. 3.16
).
Die Operationsindikation begründete
PD
Dr.
A._
in seiner Stellungnahme vom 8. Januar 2019
nachträglich
sodann
ausschliesslich mit einer Verkürz
ung der Fibula um 2-3 mm (E. 3.17
). Eine
Syndesmoseninstabilität
– als potentiell unfall
kausaler Gesundheitsschaden –
kann
somit
gemäss einhelliger Beurteilung der Ärzte ausgeschlossen werden.
4.2.3
D
er
Beschwerdeführer
erachtet
einen unfallkausalen Gesundheitsschaden
in einer am
15. August 2018 operativ versorgten
Verkürzung der Fibula um 2-3 mm
al
s gegeben
(E. 2.2).
Vorwegzunehmen ist, dass die behandelnden Ärzte nach der
Naht der Syndes
mose sowie der Stellschrauben-Osteosynthese am linken oberen Sprunggelenk
vom
27. November 2017 übereinstimmend von einem regelrechten Verlauf mit einer
Konsolidierung der
Fibulafraktur
und unauffälligen Verhältnissen im OSG ausgegangen sind (E. 3.2, E. 3.4, E. 3.5, E. 3.6).
Sprunggelenksbeschwerden wer
den e
rstmalig i
m Bericht von
PD
Dr.
E._
vom 9. April 2018 berichtet, deren Herkunft
PD
Dr.
E._
als «noch relativ unklar» bezeichnete
. Nach Durchführung eines MRIs des OSG sowie eines CTs des Unterschenkels
erachtete
PD
Dr.
E._
nach einem zweiwöchigen Arbeitsversuch von 50 % eine volle Arbeitsfähigkeit
per Ende April 2018
als möglich
(E. 3.7).
Die Beurteilung von Dr.
Z._
vom 2. Mai 2018, wonach g
estützt auf die abgeschlossene Behandlung beim Operateur sowie den regelrechten Verlauf eine medizinisch nachvollziehbare Arbeitsun
fähigkeit
zu verneinen sei
(
Urk. 7/47
)
, erweist sich somit
mit Blick auf die
Vorakten
als schlüssig
.
Nichts daran zu ändern vermag die von
den Ärzten des Stadt
spitals
I._
vom
26. Mai 2018
bis am 31. Mai 2018 attestierte
Arbeitsun
fähigkeit
, zumal derselben lediglich die
vom
Beschwerdeführer
geäusserten Beschwerden, jedoch kein
objektives Korrelat dafür zugrunde
l
agen
(E.
3.8)
.
A
b dem 1. Juni 2018
stand der
Beschwerdeführer
bei
PD
Dr.
A._
in Behand
lung.
Die von
PD
Dr.
A._
in seinen Berichten durchgehend
vertretene
Auf
fassung,
wonach
beim
Beschwerdeführer
eine behandlungsbedürftige Verkürzung
der Fibula um 2-3 mm bestand
,
begründete
er
mit
der Bildgebung sowie mit
sei
nerseits vorgenommenen
konventionellen Unterschenkel-Untersuchungen
(E. 3.9
, E. 3.1
1
, E. 3.17
).
A
m 25. Juni 2018
führte Dr.
Z._
aus, die von
PD
Dr.
A._
postulierte Verkürzung der Fibula
um 3 mm
lasse sich in der Rönt
ge
nuntersuchung vom 8. Januar 2018
aufgrund der minimalen axialen Verschie
bung der Fibula
lediglich vermuten
. Es würden sich nach wie vor keine somati
schen Veränderungen finden, welche die geklagten Beschwerden erklären könnten (E. 3.1
0
).
Diese Einschätzung steht in Einklang damit, dass auch die Ärzte der
Klinik
G._
den Röntgenaufnahmen vom 8. Januar 2018 keine Auffäl
ligkeiten
entnommen hatten
(
E
.
3.4
).
Die neue Bildgebung (CT Unterschenkel vom 10. April 2018, CT beider OSG vom 5. Juni 2018) legte die
Beschwerdegegnerin
ihrem Radiologen, Dr.
B._
, vor. Dieser kam am
5. Juli 2018
zum Schluss
, dass eine regelrechte Lage der Fibula im OSG bestehe und die Aussage von
PD
Dr.
A._
bezüglich einer unfallbedingten Verkürzung der Fibula nicht nac
h
vollziehbar sei (E. 3.12
).
Zuvor hatte bereits
PD
Dr.
E._
in
den CT-Aufnahmen vom 10. April 2018 keine
Pathologie erkennen können, die einer vollständigen Arbeitsfähigkeit
entgegen gestanden
hätte
(E. 3.
7
).
Angesichts der
Beurteilung von Dr.
B._
(E. 3.12)
schloss sich auch Dr.
C._
(E. 3.13
) dessen Ein
schätzung an und hielt Dr.
Z._
an seiner Vorbeurteilung fest (E. 3.1
5
).
Die kreisärztlichen Beurteilungen
beruhen nach dem Gesagten auf umfassenden Untersuchungen, sind
in sich widerspruchsfrei
,
stehen in Einklang mit dem sich aus den
Vorakten
ergebenden Heilungsverlauf
und
leuchten in der Darlegung der
medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion ein (E. 1.8)
.
Entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers stellen die Beur
teilungen von PD Dr.
A._
die kreisärztlichen Schlussfolgerungen nicht in Frage, vermochte der Operateur hierfür doch keine objektiven Gründe zu benen
nen. So hielt er ohne einlässliche Begründung an der Notwendigkeit einer Rekon
struktion der Syndesmose fest (E. 3.11), obwohl hinreichend Anlass bestanden hätte, die Frage der Notwendigkeit eines weiteren operativen Eingriffs zu klären (vgl. Urk. 7/71; 7/73). Anlässlich der Operation vom 15. August 2018 liess sich denn eine Instabilität der Syndesmose mittels intraoperativem Befund nicht bestätigen (E. 3.16), was sich mit den vom
D._
erhobenen Befunden und
der
Ein
schätzung der Kreisärzte deckt (E. 3.12, 3.14-3.15). Sodann ist seine Auffassung, wonach eine um 2-3 mm verkürzte Fibula vorgelegen habe, angesichts der plau
siblen Ausführung von Dr.
Z._
, wofür hierzu eine Röntgenaufnahme mit normierter Messskala von Nöten gewesen wäre (E. 3.18), wenig überzeugend. Dass eine unfallbedingte – behandlungs- beziehungsweise operationsbedürftige – Pathologie nicht mit dem erforderlichen Beweisgrad erstellt war, ergibt sich schliesslich aus der E-Mail von PD Dr.
A._
, welcher postoperativ eine Ope
rationsindikation als –
wenn auch nur gering
–
adäquat bezeichnete (E. 3.17). Nachdem aber selbst bei minimal verkürzter Fibula gemäss schlüssiger Darlegung der Kreisärzte relevante Beschwerden im Sprunggelenksbereich nicht zu begrün
den gewesen wären (E. 3.10), und angesichts der Aktenlage eine Operation vielmehr kontraindiziert war (E. 3.15), vermag der Beschwerdeführer aus den Berich
ten von PD Dr.
A._
nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
4.
3
Zusammenfassend
erweisen sich die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr.
Z._
,
Dr.
B._
und
Dr.
C._
als beweiskräftig.
Was der
Beschwer
deführer
dagegen vorbringt, vermag keine Zweifel an der Schlüssigkeit der ver
sicherungsinternen ärztlichen Abklärungen zu wecken (vgl. E. 1.8).
Gestützt
darauf
ist d
er medizinische Sachverhalt dahingehend erstellt,
dass die objektivierbaren Unfallfolgen spätestens im Zeitpunkt der Aktenbeurteilung durch Dr.
Z._
vom 2. Mai 2018 (
Urk. 7/47
) abgeheilt waren
. Anzufügen bleibt, dass der B
eweis des Wegfalls des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht durch den Nachweis unfallfremder Ursachen erbracht werden
muss. Ebenso wenig geht es darum, vom Unfallversicherer den negativen Beweis zu verlangen, dass kein Gesundheitsschaden mehr vorliege oder die versicherte Person nun bei voller Gesundheit sei. Entscheidend ist allein, ob unfallbedingte Ursachen des Gesund
heitsschadens ihre kausale Bedeutung verloren haben, also dahingefallen
sind
(Urteil des Bundesgerichts 8C_160/2012 vom 13. Juni 2012 E. 2 mit weiteren
Hinweisen)
, was nach dem Gesagten zu bejahen
ist
.
Da ein natürlicher Kausal
zusammenhang
demnach
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit dahingefallen ist
,
scheitert eine Leistungseinstellung
per 14. Mai 2018
vorliegend
– entgegen dem Dafürhalten des
Beschwerdeführers
(vgl. Urk. 1 S. 7
Rn
19) –
auch nicht an der Übernahme
der
Physiotherapiekosten nach der Operation vom 15. August 2018
,
zumal die
Beschwerdegegnerin
auf eine Rückforderung derselben verzich
tet hat (vgl. Urk. 7/134;
vgl.
Urteil des Bundesgerichts 8C_22/2019 vom 24. September 2019 E. 3 mit Hinweisen)
. Ausführungen zur Kausalität erübrigen sich vor diesem Hintergrund (vgl. E. 1.4).
Bei
m Fehlen von Unfallfolgen
im Zeitpunkt des Fallabschlusses
resultiert selbst
redend kein Anspruch auf eine Rente der Invalidenversicherung (E.1.6). Ebenfalls nicht zu beanstanden ist, dass die
Beschwerdegegnerin
einen Anspruch auf eine Integritätsentschädigung vernein
te. S
o
ist beim
Beschwerdeführer
aktuell keine
Arthroseentwicklung
(E. 3.11) und auch keine sonstige dauerhafte Schädigung der körperlichen Integrität auszumachen (
E. 3.10,
E. 1.7). Das
s
eine solche in Zukunft
möglicherweise
drohen könnte (E. 3.11)
,
reicht für die Anspruchs
begründung
nicht aus
,
umfasst
Art. 36 Abs. 4 UVV
doch
nur eine voraussehbare Verschlimmerung eines bestehenden Integritätsschadens, nicht jedoch die voraussehbare Entstehung eines solchen
.
Bei dieser Aktenlage
sind weiter
gehende medizinische Erhebungen
nicht erforderlich (antizipierte Be
weiswürdigung; BGE 136 I 229 E.
5.3 mit Hinweis), da hiervon keine neuen Erkenntnisse zu erwarten sind.
5.
Der angefochtene Entscheid ist rechtens. Dies führt zur Abweisung der dagegen erhobenen Beschwerde.