# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8be9b993-3ee0-423c-b6c2-83d90ec86b48
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1968
,
bezog seit dem
1.
Juni 2014 Leistungen der Arbeitslosenversicherung (
Urk.
14/1) und war
ab diesem Zeitpunkt als Arbeits
lose
r
obligatorisch bei der Suva
gemäss dem
Bundesgesetz
über die Unfall
versi
cherung (UVG)
gegen Unfälle, unfallähn
liche Kör
perschä
digun
gen und Berufs
krankheiten ver
sichert
, als er
(Laut
Schadenmeldungen
)
am
1.
April
2015 im Treppenhaus eine Stufe
verpasste
und
auf seinen ge
krümmten rechten
Fuss stürzte
(
Urk.
14/1
)
und
er
neut
am
1.
Juni
2015 im Treppenhaus einen Tritt
ver
passte
und
stürzte
(
Urk.
15/1), und
schliesslich
am
4.
Juni 2015
beim Duschen ausrutschte und auf das Lavabo
stürzte
(
Urk.
16/1
).
Dabei zog sich der Versicherte insbesondere eine Distorsion des rechten oberen Sprunggelenks (OSG;
Urk.
14
/5 S. 3
)
und multiple Rissquetsch
wunden am ganzen Körper, namentlich am linken Handgelenk, am linken Ell
bogen, an der linken Hüfte, am linken Oberschenkel und am linken Fuss, sowie eine Kontusion im Bereich der Lendenwirbelsäule (LWS), der Brustwirbelsäule (BWS) und des Nackens zu (
Urk.
16/6 S. 4).
1.2
Mit Ver
fü
gung vom
2
0.
Januar 2016
(Urk.
16/50
)
stellte
die
Suva fest, dass gegen
wärtig keine
behandlungsbedürftigen
Unfallfolgen mehr vorlägen, und dass die ab
1.
Februar 2016 weiterbestehenden psychogenen Beschwerden nicht mehr in einem adäquaten Kausalzusammenhang zu den versicherten drei Unfällen stünden und stellte die Versicherungsleistungen für die
Folgen der
drei
versicher
ten
Unfälle per 3
1.
Januar 2016 ein. Die vom Versicherten am 1
9.
Februar
2016 dagegen erhobene
und am 3
1.
März 2016 ergänzte
Einsprache (
Urk.
16/51 S. 1
2,
Urk.
16/54 S.
1-6) wies die Suva mit Entscheid vom 2
3.
Oktober 2017 (
Urk.
16/70 =
Urk.
2) ab.
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 23.
Oktober 2017
(Urk. 2) erhob der Ver
si
cherte am
2
3.
November 2017
Be
schwerde und beantragte, dieser sei auf
zuhe
ben
und die Sache sei an die Suva zurückzuweisen, damit diese ein polydisziplinäres
(
orthopädisch
-
neurologisch
-p
sychiatrisches
)
Gutachten, eventuell ein monodiszi
pli
näres
(
orthopädisches
)
Gutachten einhole und prüfe, ob für die Zeit nach dem 3
1.
Januar 2016 ein Anspruch auf Taggeld oder eine Rente ausgewiesen sei (S.
2). Mit Eingabe vom 3
0.
November 2017 (
Urk.
6) reichte der Versicherte einen weiteren Arztbericht (
Urk.
7) ein.
Mit Beschwerdeantwort vom
3.
Januar 2018 (
Urk.
13)
beantragte die
Suva
die Abwei
sung
der Beschwerde (
S. 5
)
, wovon
der
Beschwerdeführer am
1
5.
Januar 2018
(Urk.
17
)
in Kenntnis gesetzt
wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des UVG und der Ver
ordnung über die Unfallversiche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Die hier zu beurteilenden Unfälle haben sich am
1.
April, am
1.
und am
4.
Juni 2015 ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wendung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des na
türlichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhandensein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der
versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
gedacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm ob
liegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungsan
spruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
chen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er unmittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalles genügt nicht. Da es sich hierbei um eine anspruchs
aufhebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweisgrund
sätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder
erreicht
ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in
aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kos
tenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Nach der Rechtsprechung gehören zu den im Sinne von Art. 6 Abs. 1 UVG
mas
s
gebenden Ursachen auch Umstände, ohne deren Vorhandensein die gesund
heitli
che Beeinträchtigung nicht zur gleichen Zeit eingetreten wäre. Eine scha
densaus
lösende traumatische Einwirkung wirkt also selbst dann leistungs
begrün
dend, wenn der betreffende Schaden auch ohne das versicherte Ereignis früher oder spä
ter wohl eingetreten wäre, der Unfall somit nur hinsichtlich
des Zeit
punkts des Schadenseintritts Conditio sine qua non war. Anders verhält es sich, wenn der Unfall nur Gelegenheits- oder Zufallsursache ist, welche ein ge
gen
wärtiges Risiko, mit dessen Realisierung jederzeit zu rechnen gewesen wäre, manifest wer
den lässt, ohne im Rahmen des Verhältnisses von Ursache und Wirkung eigen
ständige Bedeutung anzunehmen (Urteile des Bundesgerichts 8C_380/2011
vom 20. Okto
ber
2011 E. 4.2.1, 8C_301/2007 vom 15. Januar
2008 E. 5.1.1 und U
413/05 vom 5. April
2007 E. 4.2 mit Hinweisen). Wenn ein alltäglicher alter
na
tiver Belastungs
faktor zu annähernd gleicher Zeit dieselbe Gesundheits
schädigung hätte bewirken können, erscheint der Unfall nicht als kau
sal signi
fikantes Ereignis, sondern
als austauschbarer Anlass; es entsteht daher keine Leistungs
pflicht des obligato
ri
schen Unfallversicherers (Urteile des Bundes
gerichts 8C_380/2011 vom 20. Okto
ber 2011 E. 4.2.2, U 413/05 vom 5. April 2007 E. 4.2.3).
1.5
Treten im Anschluss an einen Unfall Beschwerden auf (die zuvor nicht bestan
den) und ist aber davon auszugehen, dass durch den Unfall lediglich ein (zuvor stum
mer) Vorzustand aktiviert, nicht aber verursacht worden ist, so hat der (aktuelle) Unfallversicherer nur Leistungen für das unmittelbar im Zusammen
hang mit dem Unfall stehende Schmerzsyndrom gemäss Art. 36 Abs. 1 UVG zu er
bringen und es entfällt bei Erreichen des Status quo sine
vel
ante eine Teilur
sächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden (Urteile des Bundesgerichts 8C_816/2009 vom 21. Mai 2010 E. 4.3, 8C_181/2009 vom 30. September 2009 E. 5.4 f., 8C_326/2008 vom 24. Juni 2008 E. 3.2 und 4 sowie U 266/99 vom 14. März 2000 E. 1).
1.6
Nach Gesetz und Rechtsprechung ist der Fall unter Einstellung der vorübergehen
den Leistungen und Prüfung des Anspruchs auf eine Invalidenrente und eine Integritätsentschädigung abzuschliessen, wenn von der Fortsetzung der ärztlichen Behandlung keine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes der versicher
ten Person mehr erwartet werden kann und allfällige Eingliederungs
massnahmen der Invalidenversicherung abgeschlossen sind (vgl. Art. 19 Abs. 1, Art. 24 Abs. 2 UVG;
Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1, vgl. auch Urteil 8C_639/2014 vom 2. Dezember 2014 E. 3). In diesem Zeitpunkt ist der Unfallversicherer auch befugt, die Adäquanzfrage zu prüfen (Urteil des Bundesge
richts 8C_377/2013 vom 2. Oktober 2013 E. 7.2 mit Hinweis auf
BGE
134 V 109, vgl. auch Urteil 8C
_
454/2014 vom 2. September 2014 E. 6.3).
Ob eine namhafte Besserung noch möglich ist, bestimmt sich insbesondere nach Massgabe der zu erwartenden Steigerung oder Wiederherstellung der Arbeitsfä
higkeit, soweit diese unfallbedingt beeinträchtigt ist. Die Verwendung des Begrif
fes «namhaft» in Art. 19 Abs. 1 UVG verdeutlicht demnach, dass die durch weitere (zweckmässige) Heilbehandlung im Sinne von Art. 10 Abs. 1 UVG erhoffte Bes
serung ins Gewicht fallen muss. Weder eine weit entfernte Möglichkeit eines positiven Resultats einer Fortsetzung der ärztlichen Behandlung noch ein von wei
teren Massnahmen – wie etwa einer Badekur – zu erwartender geringfügiger the
rapeutischer Fortschritt verleihen Anspruch auf deren Durchführung. In diesem Zusammenhang muss der Gesundheitszustand der versicherten Person prognos
tisch und nicht aufgrund retrospektiver Feststellungen beurteilt werden (Urteil des Bundesgerichts 8C_888/2013 vom 2. Mai 2014 E. 4.1 mit Hinweisen, insbe
sondere auf BGE 134 V 109 E. 4.3; vgl. auch Urteil 8C_639/20
14 vom 2. Dezem
ber 2014 E. 3).
1.7
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesund
heitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergange
nen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Ver
anlagung für psychische Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut ver
kraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnismässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versiche
rungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal reagieren (BGE 115 V 133 E.
4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei
ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf
folgende Einteilung vor
genommen wurde: banale
beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle anderseits und schliesslich der
dazwischen liegende
mittlere Bereich (BGE
115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E. 5b/
aa
;
SVR
1999
UV
Nr. 10 E. 2).
1.8
Bei der Einteilung der Unfälle mit psychischen Folgeschäden in leichte, mittel
schwere und schwere Unfälle ist nicht das Unfallerlebnis des Betroffenen mass
gebend, sondern das objektiv erfassbare Unfallereignis (vgl. BGE 120 V 352 E.
5b/
aa
, 115 V 133 E. 6; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2; RKUV 2005 Nr. U 549 S. 237, 1995 Nr. U 215 S. 91).
1.9
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen wer
den darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund
heitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E. 5b/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
1.10
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging im angefochtenen
Einspracheentscheid
vom
2
3.
Okt
ober
2017
(Urk. 2)
gestützt auf die Beurteilung
en
ihres Kreisarztes vom
1
9.
Oktober 2015 und vom 1
5.
Januar 2016
sowie gestützt auf das im invaliden
versicherungsrechtlichen Verfahren eingeholte Gutachten des
Z._
vom
7.
November 2016
davon aus, dass die vom Beschwerdeführer nach
dem 3
1.
Januar
2016
geklagten
Beschwerden nicht auf einem
unfallbedingten,
objektivierbaren
organischen
Substrat
im Sinne
einer strukturellen
Veränderung
beruh
ten,
und dass die ab
1.
Februar 2016 weiter
be
stehenden psychischen Beschwerden
nicht in einem adäquaten Kausal
zusammen
hang
zu den versicherten Unfällen vom
1.
April,
1.
und
4.
Juni 2015
stünden, weshalb die Versicherungsleistungen auf den 3
1.
Januar 2016 einzu
stellen seien (S. 14).
2.2
Der Beschwerdeführer br
ach
t
e
hiegegen
vor, dass
auf die vorliegenden Arzt
be
richte, insbesondere auf diejenigen des Kreisarztes sowie auf das Gutachten der Ärzte des
Z._
nicht abschliessend abgestellt werden könne, und dass die Sache an
der
Beschwerdegegnerin zurückzuweisen sei, damit sie den Sachverhalt ergän
zend abkläre und anschliessend seinen Leistungsanspruch erneut prüfe (Urk. 1 S.
7).
3.
3.1
Im Folgenden ist anhand der massgebenden medizinischen Akten zu prüfen, ob der Fallabschluss zu Recht per 3
1.
Januar 2016 erfolgte, beziehungsweise ob die Beschwerdegegnerin die vorübergehenden Leistungen (Heilbehandlung und Tag
geld) für die Unfälle vom
1.
April sowie vom
1.
und
4.
Juni 2015
zu Recht auf diesen Zeitpunkt einstellte
und Ansprüche des Beschwerdeführers auf eine Inva
lidenrente und auf Integritätsentschädigungen verneinte
.
3.2
Die Ärzte des
Z._
erwähnten in
dem vor den versicherten Unfallereignissen
zuhanden der Invalidenversicherung er
stellten Gutachten vom 20. März 2014 (
Urk.
16/80
), dass der Beschwerde
füh
rer am 11., 12. und 17. Februar 2014 allgemein
internistisch, psychiatrisch, ortho
pädisch, neurologisch und
otorhi
nolaryngo
logisch
untersucht worden sei (S. 1)
und stellten die folgenden Diagno
sen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit (S. 31):
-
chronische Knieschmerzen links mit/bei:
-
mässiggradiger
femoropatellarer
Gonarthrose
-
Status nach Rekonstruktion des Ligamentum
patellae
bei Ruptur vom 4. April 1998 und nach Revision des unteren
Patellapols
bei
Ermü-dungsfraktur
im September 1998
-
chronische Knieschmerzen rechts mit/bei:
-
femoropatellar
betonter Gonarthrose
-
Status nach
Refixation
des vorderen Kreuzbandes im Jahre 1986 wegen Ruptur
-
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne ausstrahlende Symp
tomatik mit/bei:
-
beginnenden degenerativen Veränderungen der LWS, klinisch und bild
gebend, ohne
Kompromittierung
neuraler Strukturen
-
chronische Schulterschmerzen links mit/bei:
-
Verdacht auf
subakromiales
Impingement
nach Sturz vom 16. Dezem
ber 2013
-
Status nach
undislozierter
Fraktur des Os
triquetrum
der Hand links bei Sturz vom 16. Dezember 2013
-
Schallempfindungsschwerhörigkeit beidseits, rechts akzentuiert
-
Tinnitus beidseits, aktuell
dekompensiert
Die Gutachter stellten fest, dass
die beiden Kniegelenke des Beschwerdeführers
vorwiegend auf Grund einer
femoropatellar
akzentuierten
Pongarthrose
ver
min
dert belastbar seien
. Während der Untersuchung habe der Beschwerde
führer ein demonstra
tives Schmerzverhalten und Inkonsistenzen gezeigt (S. 20). Mit dem Unfall vom Januar 2012 sei für die damals ausgeübte Tätigkeit als Bademeister eine volle Arbeitsunfähigkeit eingetreten. Eine körperlich adaptierte Tätigkeit gemäss dem formulierten Belastungsprofil wäre allerdings wahrscheinlich bereits nach eini
gen Wochen, spätestens jedenfalls nach 6 Monaten
,
wieder im vollen Umfang möglich gewesen (S. 21,
vgl. auch S.
33).
3.3
Die Ärzte der
A._
, Untere Extremitäten
, erwähnten mit Bericht vom 2. März 2015 (Urk.
16/18
), dass der Beschwerdeführer unverändert an einer links
betonten Beschwerdesymptomatik beider Knie leide. Rechtsseitig seien die Beschwerden vor allem auf eine ausgeprägte
Femoropatellararthrose
und links
seitig vermutlich
auf
eine eingebrachte
Drahtcerclage
zurückzuführen. Diesbe
züglich sei eine Metallentfernung geplant (S. 2).
3.4
Dr.
m
ed.
B._
, Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Trauma
to
logie des Bewegungsapparates
, Kreisarzt der Beschwerdegegnerin, erwähnte in sei
nem Bericht vom 1
9.
Oktober 2015
(
Urk.
16/37) betreffend eine gleichentags durchgeführte kreisärztliche Untersuchung des Beschwerdeführers, dass ein erheblicher Vorzustand infolge von Unfällen beim Fussballspielen in der Zeit von 1986 bis 1998 an beiden Kniegelenken bestehe
und
erwähnte, dass auf Grund der
distorsionellen
Verletzung am rechten Fuss vom
1.
April 2015 sowie auf Grund der im Juni 2015 erfolgten Handgelenksverletzung gegenwärtig keine Residuen mehr bestünden, und dass eine persistierende funktionelle Schädigung nicht zu erwarten sei
(S. 8)
.
In Bezug auf die als schmerzhaft angegebene Schulter sei eine Ultraschallunter
s
uchung angezeigt. Diesbezüglich habe der Beschwerde
führer
jedoch
ein ausgeprägt
histrionisches
Verhalten gezeigt (S. 9).
3.5
Dr.
med.
C._
, Fachärztin für
Allgemeine Innere Medizin
, erwähnte in ihrem Bericht vom 2
5.
Oktober 2015 (
Urk.
14/5), dass der Beschwerdeführer am
1.
April 2015 auf
der Treppe gestürzt sei und sich dabei den rechten Fuss verdreht habe und diagnostizierte eine Distorsion des rechten oberen Sprunggelenks.
3.6
Die Ärzte der
A._
, Untere Extremitäten
, erwähnten
im
Bericht vom 2
5.
November 2015 (Urk. 3 =
Urk.
14/41), dass anlässlich der
Osteosynthese
materialentfernung
an der linken Patella vom 2
1.
September 2015 ein Stück Metall übersehen worden sei. Die Lokalisation dieses Metallstücks könne klinisch nicht gefunden werden, da dieses in einer starken Vernarbung zu liegen komme. Da
der Bereich, in dem dieses
Metallstück
zu liegen komme,
im Vergleich zur übrigen Patella jedoch nicht druckempfindlicher sei, könne auf die vollständige Entfernung
des Metallstücks
verzichtet werden. Auf Grund der chronischen Schmerzen im Kniebereich bestehe eine deutliche Einschränkung im Alltag und es sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer längerfristig
höchstens angepasste,
abwechselnd sitzend und stehend
zu verrichtende Tätigkeiten
, ohne das Tragen von Lasten und ohne
Abdrehbewegungen
,
im Umfang von
höchstens vier Stunden im Tag werde ausführen können (S. 2).
3.7
Dr.
B._
erwähnte in seiner den Untersuchungsbericht vom 1
9.
Oktober 2015 ergänzenden Stellungnahme vom 1
5.
Januar 2016 (
Urk.
14/12), dass die MRI-Untersuchung (Magnetresonanztomographie) des Gehirns und der HWS (Halswir
belsäule) vom 2
4.
November 2015, die konventionelle Röntgen
unter
suchung der LWS (Lendenwirbelsäule) und die MRI der
LWS
und des
Sacrums
vom 2
7.
August 2015 sowie die Schwindelabklärungen keine traumatischen Schädigungen erge
ben hätten. Sodann spreche die
Bilateralität
der Befunde bei der Sonographie beider Schultergelenke gegen eine unfallkausale Schädigung, da initial nur eine Schulter als verletzt angegeben worden sei. Da der Beschwerde
führer anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 1
9.
Oktober 2015 bei vorsichtiger Unter
stützung eine annähernd normale Schulter
bewegl
ich
keit gezeigt habe, sei eine
Frozen
S
houlder
nicht zu diagnostizieren. Insgesamt hätten die zusätzlich durch
geführten Abklärungen keine noch nicht abgeheilten, unfall
kausalen, organi
schen Schädigungen gezeigt, weshalb
er
an
seiner
Beurteilung vom 1
9.
Oktober 2015
fest
halte
(S. 2).
3.8
Die Ärzte des
D._
diagnostizierten mit Bericht vom 2
6.
Januar 2016 (
Urk.
16/59) einen Verdacht auf einen posttraumatischen benignen paroxysma
len Lagerungsschwindel
(S. 1) und erwähnten, dass von einer dualen Problematik auszugehen sei. Einerseits bestehe wahrscheinlich eine
Chroni
fi
zierung
des initialen Lagerungsschwindels, welche sich in der Verspannung und Abgespanntheit des Beschwerdeführers widerspiegle. Andererseits bestehe eine sehr angespannte
Nackenmuskulatur. Es sei eine physiotherapeutische und eine
chiropraktische
Behandlung angezeigt (S. 2).
3.9
In ihrem Verlaufsgutachten vom
7.
November 2016 (
Urk.
15/64/2-48) erwähnten die Gutachter des
Z._
, dass der Beschwerdeführer am 2
6.
und 2
8.
September 2016 internistisch, psychiatrisch, orthopädisch, neurologisch und
otorhino
laryngolo
gisch
untersucht worden sei (S. 1) und stellten die folgenden Diagnosen (S. 44):
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
-
chronische Knieschmerzen links mit/bei:
-
femoropatellar
betonter Gonarthrose
-
Status nach Rekonstruktion des Ligamentum
patellae
am
4.
April 1998 bei Ruptur, nach Revision des distalen
Patellapols
bei Ermüdungs
frak
tur im September 1998 sowie nach
Implantatentfernung
am 21.09.2015
-
chronische Knieschmerzen rechts mit/bei:
-
fortgeschrittener
Femoropatellararthrose
-
Status nach
VKB-Refixation
im Jahre 1986 wegen Ruptur beim Fuss
ballspiel
-
chronisches
lumbovertebrales
Schmerzsyndrom ohne ausstrahlende Sympto
matik mit/bei:
-
degenerativen Veränderungen der LWS, klinisch und bildgebend ohne
Kompromittierung
neuraler Strukturen
-
c
hronische Schulterschmerzen links
mit/bei:
-
Verdacht auf leichtgradiges
subakromiales
Impingement
-
Schallempfindungsschwerhörigkeit beidseits, rechts akzentuiert
-
Tinnitus beidseits
,
aktuell
dekompensiert
-
i
ntermittierende Schwindelsymptomatik
mit/bei:
-
Zustand nach posttraumatischem benignem paroxysmalem Lagerungs
schwindel
-
Verdacht auf
zervikogen
-propriozeptiven Schwindel
Diagnosen ohne Einfluss au
f die Arbeitsfähi
gkeit
:
-
leichte depressive Episode
-
chronische Schme
rzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
-
z
ervikales Schmerzsyndrom ohne
radikuläre
Symptomatik
-
Status nach
undislozierter
Fraktur des Os
triquetrum
an der linken
Hand nach Sturz vom
1
6.
Dezember 2013,
aktuell unauffälliger klinischer Befund
-
k
leiner
ossärer
Flake
/Ausriss dorsal bei
Status nach Handgelenks
distor
sion links am
3
0.
Juli
2016
,
aktuell unauffälliger klinischer Befund
Die Gutachter erwähnten, dass die
erneute Verlaufsb
egutachtung
im
Vergleich zur Vorbegutachtung im Jahre 2014 keine wesentlichen neuen Aspekte mit Ein
fluss auf die Arbeitsfähigkeit
ergeben habe. Im Bereich
beider Kniegelenke
und im
unteren Rumpfbereich
bestünden
klare pathologische Befunde mit damit ein
hergehender, deu
tlich verminderter Belastbarkeit
. Allerdings
hätten sich anläss
lich der Untersuchungen erhebliche Inkonsis
tenzen
gezeigt, welche
auf erhebliche nicht-organische Faktoren
schliessen liessen
.
Aus orthopädischer Sicht bestehe
in
angepassten,
körperl
ich leichten, wechselbelastende
n
,
überwiegend sitzenden
Tätigkeiten
, mit einer Hebe- und
Tragelimite
von 10 kg, ohne Zwangs
haltungen des Rumpfe
s oder der unteren Extremitäten und
ohne repetitive Bewegungen des linken Armes oberhalb der Horizontalen
,
eine volle Arbeits
fähigkeit
(S. 45)
.
Im
Bereich des gesamten Schultergürtels weise der Beschwerde
führer
eine
sehr kräf
tig entwickelte Muskulatur ohne erkennbare Asymmetrien
auf. Mit der linken Schul
ter habe der Beschwerdeführer aktiv assistiert
mit der eigenen Gegenhand
Abduktion
en
und
Flexion
en
bis
ungefähr
100
Grad
erreichen können
. Die
Impingement
-
Zeichen
im Bereich der linken Schulter seien
bei
unvollständiger muskulärer Ent
spannung
nur
erschwert prüfbar
gewesen und hätten einen frag
lich leicht
positiv
en Wert ergeben (S. 31). Mit der rechten
Schulter
seien
Abduk
tion
en und
Flexion
en
aktiv bis 170
Grad möglich gewesen S. 32).
Die
otorhinolaryngologische
Untersuchung habe eine rechts akzentuierte, beid
seitige
S
challempfindungsschwerhörigkeit, einen beidseitigen,
dekompen
sierten
Tinnitus und eine intermittierende Schwindelsymptomatik bei Zustand nach post
traumatischem benignem paroxysmalem Lagerungsschwindel und
bei
Ver
dacht auf
einen
zervikogen
-propriozeptiv
en Schwindel
ergeben
(S. 45)
. Aus
otorhi
nolaryngologischer
Sicht bestehe
in einer angepassten Tätigkeit, ohne hohe An
forderungen an die Hörfähigkeit
, ohne Tätigkeiten unter
Störlärm
und ohne sturzgefährdende Tätigkeitsanteile eine Arbeitsfähigkeit von 90
%
.
Weder aus intern
istischer noch neurologischer Sicht
seien
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit
zu stellen
(S. 46)
.
Die psychiatrische Untersuchung habe
eine chronische Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren
ergeben, welche für
die Diskrepanz zwi
schen dem Ausmass der subjektiv geklagten Beschwerden und den objekti
vier
ba
ren Befunden verantwortlich
sei.
Im
Vergleich zur Vorbegutachtung im Jahre 2014
bestehe
gegenwärtig zusätzlich
eine leichte depressive Episode, wobei die Symptomatik nicht derart ausgeprägt ist, dass aus psychiatrischer Sicht eine
zusätzliche Einschränkung der Arbeitsfähigkeit resu
ltierte.
Aus psychiatrischer Sicht bestehe
vielmehr unverändert
eine uneingeschränkte Leistungsfähigkeit (S.
26).
In der interdisziplinären Konsensbesprechung
kamen
die beteiligten Gutachter zum Schluss, dass in einer gut adaptierten,
körperlich
leichten Tätigkeit, eine Arbeits- und Lei
stungsfähigkeit von 90
%
bestehe
, wobei das Arbeitspensum bei
leicht erhöhtem Pausenbedarf
vollschichtig umgesetzt werden
könne
.
Die Aus
übung körperlich s
chwere
r und
mittelschwere
r
Tätigkeiten
sei dem Beschwerde
führer nicht mehr zuzumuten
. Es sei sodann davon auszugehen, dass
trotz natur
gemäss leichter Progredienz der strukturellen Veränderungen am Bewe
gungs
apparat, abgesehen von maximal jeweils während einigen Wochen anhaltende
n Perioden mit voller Arbeitsun
fähigkeit
nach den vom Beschwerde
führer geschil
derten Stürzen beziehungsweise Unfallereignissen (vom
1.
April,
1.
und
4.
Juni 2015)
sowie
nach
der
Implantatentfern
ung
im September 2015, grundsätzlich
eine unveränderte Arbeits- und Leistungsfähigkeit von 90
%
in einer adaptierten Tätigkeit
seit der vormaligen Begutachtung im Jahre 2014
bestanden habe
(S. 46)
.
3.10
Die Ärzte der
A._
,
E._
, Wirbelsäulen
chirur
gie und Neurochirurgie, diagnostizierten mit Bericht vom
1.
November 2017 (
Urk.
14/44) unter anderem ein chronisches
lumbospondylogenes
Schmerz
syn
drom nach Exazerbation nach Sturz vom 2
8.
Januar 2012 mit
Osteochondrose
im Bereich L3 bis S1, einer
lumbosakralen
Übergan
g
sanomalie und mässigen
Spon
dylarthrosen
beidseits im Bereich L5 bis S1 (S. 1). Die Ärzte erwähnten, dass eine am 1
1.
September 2017 durchgeführte
Fazettengelenks
infiltration
in den Berei
ch
e
n L3/4 und L4/5 lediglich für sechs Wochen zu einer
Beschwerde
regredienz
geführt habe, weshalb eine Operationsindikation zu bejahen sei (S. 2).
4.
4.1
Den obenerwähnten medizinischen Akten
ist zu entnehmen, dass der Beschwer
de
führer bereits vor den drei streitigen Unfällen vom
1.
April, vom
1.
und
vom
4.
Juni 2015
g
emäss dem
Gutachten der Ärzte des
Z._
vom 20. März 2014 (vor
stehend E.
3.2
)
unter c
hronische
n
Knieschmerzen links
und rechts bei Gon
arthrose,
unter einem chronischen
lumbovertebralen
Schmerzsyndrom ohne aus
strahlende Symp
tomatik bei
be
ginnenden degenerativen Veränderungen der
LWS
, ohne
Kompromittierung
neuraler Strukturen
,
und
unter c
hronische
n
Schul
terschmerzen links bei
Verdacht auf
ein
subakromiales
Impingement
nach Sturz vom 16. Dezember
2013
sowie unter einer
Schallempfindungs
schwerhörigkeit beidseits
und unter einem aktuell
dekompensierten
Tinnitus beidseits
litt.
4.2
Dr.
B._
ging
in seinen Beurteilungen vom 1
9.
Oktober 2015 (vorstehend E.
3.4
) und vom 1
5.
Januar 2016 (vorstehend E.
3.7
) davon aus
, dass auf Grund der
distorsionelle
n
Verletzung am rechten Fuss, welche der Beschwerdeführer am
1.
April 2015
erlitten habe, und dass
auf Grund der im Juni 2015 erfolgten Hand
gelenksverletzung
anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung vom 1
9.
Oktober 2015
keine Residuen mehr
bestanden hätten,
wobei
eine persistierende funk
tionelle Schädigung nicht zu erwarten
gewesen
sei
. Die nach dem 1
9.
Oktober 2015 zusätzlich
durchgeführten Untersuchungen
hätten
keine traumatischen Schädigungen der HWS und der LWS und keine traumatischen
Gleichgewichts
störungen
und insbesondere keine Anhaltspunkt
e
für
eine trauma
tische Schädi
gung der linken Schulter beziehungsweise
für die Diagnose
eine
r
Frozen
Shoulder
ergeben. Es sei vielmehr
von einer vollständigen Heilung der durch die versicher
ten Unfallereignisse verursachten
organischen Schädigungen
auszugehen
. Dem
gegenüber
stellten
die
Ärzte der
A._
, Untere Extremitäten
,
in ihrem Bericht vom
2
5.
November 2015 (
vorstehend E.
3.6
)
fest
, dass
anlässlich der
Osteosynthese
materialentfernung
vom 2
1.
September 2015 im Bereich der linken Patella ein Stück Metall
übersehen worden sei
.
Da dieses
Metallstück
im Vergleich zur übrigen Patella
jedoch
nicht druckempfindlicher sei,
wurde
auf
eine
vollstän
dige
Entfernung
des Metallstücks verzichtet
.
Im Gegensatz zu
Dr.
B._
vertra
ten
die Ärzte der
A._
die Ansicht, dass dem Beschwerdeführer auf Grund
der
chronischen Schmerzen im
Bereich seines linken
Knie
gelenks
länger
fristig höchstens
die Ausübung einer
angepasste
n
, abwechselnd sitzend und ste
hend zu verrichtende
n
Tätigkeit
, ohne das Tragen von Lasten und ohne
Abdrehbewegungen
, im Umfang von höchstens vier Stunden im Tag
zuzumuten sei.
Die Gutachter des
Z._
gingen in ihrem
Verlaufsgutachten vom
7.
November 2016 (
vorstehend E.
3.9
)
schliesslich davon aus, dass der Beschwerdeführer infolge der versicherten Unfallereignisse sowie
infolge
der
Implantatentfern
ung
vom September 2015
jeweils lediglich während einigen Wochen vollständig arbeitsunfähig gewesen sei, dass
es jedoch in der Zeit seit der letztmaligen Begutachtung im Jahre 2014 zu keiner dauerhaften Verschlechterung der Arbeits
fähigkeit gekommen sei. Vielmehr seit
trotz
einer
naturgemäss
en leichten
Pro
gredienz der strukturellen Veränderungen am Bewegungsapparat
von einer
unveränderte
n
Arbeits- und Leistungsfähigkeit
in einer adaptierten Tätigkeit
seit der letzten
Begutachtung im
Jahre
2014
im Umfang
von 90
%
auszugehen
.
4.3
Die Beurteilung
en
durch Dr.
B._
vom 1
9.
Oktober 2015 (vorstehend E.
3.4
) und vom 1
5.
Januar 2016 (vorstehend E.
3.7
) erfüllen
die nach der Rechtspre
chung für eine beweiskräf
tige medizi
nische Ent
scheidungs
grundlage vor
aus
ge
setzten
Kri
terien (vgl. vor
steh
end E.
1.10
). Denn einerseits verfügte er
als
Facharzt für
Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
über eine für die Beurteilung
des somatischen Gesundheitsschadens des Beschwerde
führers angezeigte medi
zinische Weiter
bildung. Andererseits setzte er sich einge
hend mit den
me
dizi
nischen
Vorakten
und den Ergebnissen der
bildgebenden Untersu
chungen
sowie der
durchgeführten
Schwindelabklärungen
auseinander und begrün
dete
in nach
vollzieh
barer Weise
seine Schluss
fol
gerungen, wonach
ein massiver Vorzustand insbesondere im Bereich der
beiden Kniegelenke vorbestan
den habe, und wonach
durch
die versicherten Unfallereignisse die vorbestehen
den
Gesundheits
beeinträchti
gungen
im Bereich der beiden Knie
gelenke, der LWS, der HWS, der Handgelenke und
der linken Schulter
lediglich
vorübergehend aktiviert
, nicht hingegen
richtunggebend
beziehungs
weise
dauerhaft ver
schlimmert
worden seien
. Er legte alsdann in nachvoll
ziehbarer Weise dar,
dass anlässlich
der
kreisärztlichen Untersuchung vom 1
9.
Oktober 2015
keine Residuen
der versicherten Unfallereignisse
mehr bestanden hätten, und dass zu diesem Zeitpunkt
von einer
vollständige
n
Heilung der durch die versicherten Unfallereignisse verursachten
organischen Schädigungen
auszugehen sei
.
4.4
D
ie Beurteilung
en
durch Dr.
B._
vermögen
grundsätzlich die für eine
beweis
kräf
tige medizi
nische Ent
scheidungs
grundlage vor
aus
ge
setzten Kriterien
zu erfüllen. Dabei schadet nicht, dass es sich
bei der ergänzenden Beurteilung vom 1
5.
Januar 2016
um ein Aktengutachten handelt, da auch reinen Aktengutachten voller Be
weiswert zukommen kann, sofern ein lückenloser Befund vorliegt und es im Wesent
li
chen nur um die ärztliche Beurteilung eines an sich feststehenden me
dizini
schen
Sachverhalts geht (Urteil des Bundesgerichts 8C_641/2011 vom 22. Dezember 2011 E. 3.2.2 mit Hinweisen). Dies ist vorliegend der Fall.
Denn
Dr.
B._
berücksichtigte darin ergänzend die Ergebnisse der nach der kreis
ärztlichen Untersuchung vom 1
9.
Oktober 2015 durchgeführten bild
gebenden Untersuchungen und der Schwindelabklärung und kam anschliessend zum Schluss, dass diese ergänzenden
Abklärungen keine noch nicht abgeheilten, unfallkausalen, organischen Schädigungen
ergeben hätten
,
weshalb an
seiner
Beurteilung vom 1
9.
Oktober 2015 festzuhalten sei
.
Einer Ak
tenbeurteilung stand daher nichts entgegen.
4.5
Nicht zu folgen ist dem Beschwerdeführer, wenn er geltend machen will, dass auf die Beurteilungen durch
Dr.
B._
nicht abgestellt werden könne, weil er anlässlich der
kreisärztlichen Untersuchung vom 1
9.
Oktober 2015 einzelne Test nicht
beziehungsweise nur assistiert
habe durchführen können (
Urk.
1 S. 5). Denn dem Untersuchungsbericht von
Dr.
B._
vom 1
9.
Oktober 2015 (
vorstehend E.
3.4
) ist zu entnehmen, dass die Untersuchung der Beine
des Beschwerdeführers
und die Prüfung der Schulterbeweglichkeit zwar durch eine
an
dauernde Schmerz
angabe beziehungsweise durch starke
averbale
Schmerzäusserungen
des Beschwerde
führers
(
Urk.
16/37 S. 6 f.) erschwert wurden.
Dr.
B._
legte
in seiner ergänzenden Stellungnahme vom 1
5.
Januar 2016 (vorstehend E.
3.7
)
indes
in nachvollziehbarer
und überzeugender
Weise
dar
, dass der Beschwerde
führer zwar offensichtlich bei der
sonographischen
Untersuchung
lediglich
eine eingeschränkte Schulterbeweglichkeit gezeigt habe, dass indes anlässlich der kreisärztlichen Untersuchung bei vorsichtiger Unterstützung eine annähernd nor
male Schulterbeweglichkeit links
festzustellen gewesen sei
, weshalb die Diagnose einer
Frozen
Shoul
der
nicht gestellt werden könne. Zudem sei
das Verhalten des Beschwerdeführer
s
als auffällig (
Urk.
14/12 S. 2) beziehungsweise als
histrionisch
(
Urk.
16/37 S. 9) erschienen.
4.6
4.6
.1
In Bezug auf die Beurteilung
en
durch Dr.
B._
gilt es indes zu beachten, dass
dieser Kreisarzt der Beschwerdegegnerin ist, und dass Berichten versiche
rungs
in
terner medizinischer Fachpersonen rechtspre
chungsgemäss zwar Beweis
wert zukommt, dass diesen Berichten indes nicht dieselbe Beweiskraft wie einem ge
richtlichen oder einem im Verfahren nach Art. 44 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) vom Versiche
rungsträ
ger in Auftrag gegebenen externen Gutachten zu
erkannt wird, wes
halb bei auch nur geringen Zweifeln an der Zuverlässigkeit und Schlüssigkeit der versiche
rungsin
ternen ärztlichen Feststellungen ergän
zende Abklärungen vorzunehmen sind (BGE 135 V 471 E. 4.6).
4.6
.2
Anlass zu solchen Zweifeln besteht hier jedoch nicht.
Denn
einerseits steht auf Grund des Gutachtens der Ärzte des
Z._
vom 2
0.
März 2014 (
vorstehend E.
3.9
)
fest
, dass
der Beschwerdeführer bereits vor den drei streitigen Unfällen vom
1.
April, vom
1.
und
vom
4.
Juni 2015
unter einer Gonarthrose im Bereich der beiden Kniegelenke, unter einem chronischen
lumbovertebralen
Schmerzsyndrom und unter chronischen Schmerzen im Bereich der linken
Schulter
bei
einem
Ver
dacht auf ein
subakromiales
Impingement
nach
einem
Sturz vom 16. Dezember 2013
litt, weshalb nicht zu beanstanden ist, dass
Dr.
B._
von einem massiven Vorzustand ausging. Andererseits
stimm
t
die Beurteilung durch
Dr.
B._
in inhaltlicher Hinsicht mit derjenigen durch die Gutachter des
Z._
in deren Gut
achten vom
7.
November 2016 (vorstehend E.
3.9
) überein. Denn darin gingen die Gutachter davon aus, dass der Beschwerdeführer
bereits zum Zeitpunkt der ersten Begutachtung vom
Februar 2014
unter den
somatischen Gesundheitsbe
einträchtigungen im Sinne von Knieschmerzen
auf Grund
einer Gonarthrose im linken Kniegelenk
und auf Grund
einer
fortgeschrittene
n
Femoropatellararthrose
im Bereich des rechten Kniegelenks
,
eines chronischen
lumbo
vertebralen
Schmerzsyndrom
s
bei degenerativen Veränderungen der LWS und
im Sinne
von
Schmerzen im Bereich der linken
Schulter
bei
Verdacht auf
ein
leichtgradiges
subakromiales
Impingement
, durch welche er
in
seiner Arbeits
fähigkeit beeinträchtig
t
werde,
gelitten habe
,
und
dass die versicherten Unfallereignisse sowie die
Implantatentfernung
vom September 2015 jeweils nur für die Dauer von einigen wenigen Wochen vorübergehend zu einer erhöhten Arbeits
unfähigkeit geführt hätten
. Die Gutachter kamen sodann zum Schluss,
dass die versicherten Unfallereignisse - trotz einer
naturgemäss
en leichten
Progredienz der struktu
rellen Veränderungen am Bewegungsapparat
- nicht zu einer richtunggebenden Verschlechterung geführt hätten, und dass zum Zeitpunkt der erneuten Begut
achtung im September 2016 in Bezug auf eine behinderungs
angepasste Tätigkeit
eine unveränderte Arbeits- und Leistungsfähigkeit
im Umfang von 90
%
bestan
den habe.
4.
6
.3
Dem Beschwerdeführer ist sodann nicht zu folgen, wenn er geltend mach
t
, dass den Gutachtern des
Z._
die versicherten Unfälle vom
1.
April, vom
1.
und
vom
4.
Juni 2015
nicht bekannt gewesen seien (
Urk.
1 S. 5).
Denn die
Gutachter des
Z._
haben in ihrem Gutachten vom
7.
November 2016 die von ihnen berücksich
tigten Unterlagen chronologisch aufgelistet. Daraus geht hervor, dass den Gut
achtern sowohl die Unfallmeldungen betreffend die erwähnten Unfallereignisse als auch die diesbezüglichen massgebenden medizinischen Akten bekannt waren (
Urk.
16/67 S. 5).
4.6
.4
Dem Beschwerdeführer kann auch insofern nicht gefolgt werden, wenn er geltend mach
t
, dass auf das Gutachten der Ärzte des
Z._
vom
7.
November 2016 nicht abgestellt werden könne, weil diese darin den Bericht der Ärzte der
A._
vom 2
5.
November 2015 nicht angemessen berücksichtigt hätten (
Urk.
1 S. 6).
Denn dem Gutachten vom
7.
November 2016 (
Urk.
16/67 S. 14) ist zu ent
nehmen, dass den Gutachtern dieser Bericht bekannt war. Aus dem Umstand, dass dieser Bericht im Gutachten nicht zur Gänze wiedergegeben beziehungsweise zusammengefasst wurde, kann
jedoch
keinesfalls der Schluss gezogen werden, dass die Gutachter die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch die Ärzte der
A._
nicht beachtet hätten. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sie die Arbeitsfähigkeitsbeurteilung durch die Ärzte der
A._
in ihrem Gutachten nicht
zur Gänze
wiedergaben, weil sie die
Restarbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers (aus polydisziplinärer Sicht) unterschiedlich beurteilten.
4.7
Da sich die behandelnden Ärzte
der
A._
in
ihren Berichten vom
2.
März 2015 (vorstehend E.
3.3
) und vom
1.
November 2017 (vorstehend E.
3.10
) in
somatischer Hinsicht nicht zur Unfall
kausalität äusserten,
stehen sie
nicht im Wider
spruch zu
den Beurteilungen
durch Dr.
B._
und vermögen daher die Beurteilungen durch
Dr.
B._
in Bezug auf die Frage nach der Un
fallkausalität nicht in Zweifel zu ziehen.
Demgegenüber lässt sich dem Bericht der
Ärzte der
A._
vom 2
5.
November 2015 (vorstehend E.
3.6
), keine nachvoll
ziehbare Begründung der darin enthaltenen Arbeitsfähigkeits
beurteilung, wonach
dem
Beschwerdeführer längerfristig
die Ausübung
b
eh
inderungs
angepasste
r
Tätigkeiten
lediglich
im Umfang von höchstens vier Stunden im Tag
zuzumuten sein werde, entnehmen. Zu überzeugen vermag insbesondere nicht, dass die Ärzte der
A._
darin
zwar einerseits erwähnten, dass der gewünschte Erfolg nach der Metallentfernung noch nicht eingetreten sei, weshalb eine Weiter
führung der Physiotherapie indiziert sei (Urk. 3 S. 2), dass
sie
andererseits, obwohl
sie davon ausgingen, dass
die Heilung der Folgen der
Osteosynthesematerialent
fernung
vom 2
1.
September 2015 beziehungsweise der Endzustand in Bezug auf diesen operativen Eingriff noch nicht eingetreten war, bereits
im Sinne einer Prognose die längerfristig beziehungsweise dauerhaft zu erwartende Arbeitsfä
higkeit beurteilte
n
. Der Beurteilung durch die
Ärzte
der
A._
lässt sich
sodann
keine nachvollziehbare Begründung dafür entnehmen, weshalb dem Beschwerdeführer die Ausübung einer behinderungsangepassten Tätigkeit längerfristig lediglich im zeitlichen Umfang von vier Stunden im Tag und daher im Umfang eines Arbeitspensums von rund 50
%
zuzumuten sein soll. Mangels einer nachvollziehbaren Begründung vermag die Beurteilung durch die Ärzte der
A._
vom 2
5.
November 2015
die Beurteilungen durch
Dr.
B._
vom 1
9.
Oktober 2015 (vorstehend E.
3.4
) und vom 1
5.
Januar 2016 (vorstehend E.
3.7
), wonach spätestens am 1
9.
Oktober 2015 von einer vollständigen Heilung der durch die versicherten Unfallereignisse verursachten
organischen Schädi
gungen
auszugehen sei, sowie
die
Beurteilung durch die Ärzte des
Z._
vom 2
0.
März 2014 (
vorstehend E.
3.9
)
,
wonach
die versicherten Unfall
ereignisse sowie die
Implantatentfernung
vom September 2015 jeweils
lediglich
für die Dauer von einigen wenigen Wochen vorübergehend zu einer
Verschlechterung der Arbeitsfä
higkeit geführt habe, und wonach - abgesehen davon -
seit dem Jahre 2
014 grund
sätzlich unverändert eine
Arbeits- und Leistungsfähigkeit
in behinderungsange
passten Tätigkeiten
im Umfang von 90
%
bestanden
habe,
nicht in
Zweifel zu ziehen. Es kann vorliegend daher auf die nachvollziehbare
n
Beur
tei
lung
en
durch
Dr.
B._
vom 1
9.
Oktober 2015 (vorstehend E.
3.4
) und vom 1
5.
Januar 2016 (vorstehend E.
3.7
) sowie durch die Ärzte des
Z._
vom 2
0.
März 2014 (
vorstehend E.
3.9
)
abgestellt werden.
5
.
5
.1
Gestützt auf die nachvollziehbare
n
und schlüssige
n
Beur
tei
lung
en
durch
Dr.
B._
vom 1
9.
Oktober 2015 und 1
5.
Januar 2016 sowie durch die Ärzte des
Z._
vom 2
0.
März 2014
steht damit mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit fest, dass die
Gesundheitsbeeinträchtigungen im Bereich
beider
Kniege
lenke, der linken Schulter, der Handgelenke, der LWS und der HWS
lediglich im Sinne einer
vorübergehend
en
Aktivierung
für die Dauer von einigen wenigen Wochen
zu einer Erhöhung der Arbeitsunfähigkeit
führten
,
ohne
dass der Gesundheits
zu
stand durch die versicherten Unfallereignisse richtunggebend verschlechtert
wor
den wäre
, und dass
dies
bezüglich
spätes
tens am 1
9.
Oktober 2015
gesamthaft der Status quo sine erreicht wurde.
5
.2
Da davon auszugehen ist, dass ergänzende Beweismassnahmen an diesem Ergeb
nis überwiegend wahrscheinlich nichts änder
te
n, besteht - entgegen der diesbe
züglichen
V
orbrin
gen des Be
schwerdeführers (Urk. 1 S. 2
und S. 7
) - für weitere Abklärungen keine Notwendigkeit und es ist von einer Rückweisung der Sache an die Beschwerdegegnerin zur Durch
führung solcher abzusehen (antizipierte Beweiswürdigung; BGE 124 V 90 E. 4b, 122 V 157 E. 1d mit Hinweisen).
5
.3
Obwohl für die Bejahung des natürlichen Kausalzusammenhangs nicht erfor
der
lich ist, dass der Unfall die alleinige oder unmittelbare Ursache gesund
heitlicher Störungen ist (vgl. vorstehend E. 1.3; BGE 129 V 177 E. 3.1), steht auf Grund der
Beur
tei
lung
en
durch
Dr.
B._
vom 1
9.
Oktober 2015 und 1
5.
Januar 2016 sowie
derjenigen
durch die Ärzte des
Z._
vom
7.
November 2016
fest, dass der Status quo sine
in Bezug auf die versicherten Unfallereignisse
gesamthaft spätes
tens am
1
9.
Oktober 2015
erreicht wurde. Ab diesem Zeitpunkt stell
en die
Unfallereigni
s
s
e
für die weiterbestehenden Beschwerden daher auch keine Teilur
sache
n
mehr dar
.
6
.
6
.1
Die Frage, ob die psychischen Beschwerden in einem adäquaten Kausal
zu
sammen
hang zum versicherten Unfallereignis stehen, ist nach der in BGE 115 V 133
dargelegten Methode (vorstehend E.
1.7
) zu prüfen. Die Beur
tei
lung hat dabei unter Ausklammerung der psychischen Beschwerdekompo
nenten zu erfolgen. Vorerst ist im Hinblick auf die Adäquanzfrage die objektive Schwere des Unfallereignisses vom
1
.
April
201
5
zu prüfen.
6
.2
Das Bundesgericht hat in BGE 115 V 133 E. 6a einen gewöhnlichen Sturz und ein Ausrutschen als Beispiele für ein leichtes Unfallereignis aufgeführt. Leichte Unfälle wurden auch angenommen beim Ausrutschen auf einer nassen Wurzel und anschliessendem Sturz auf die linke Seite anlässlich eines Spaziergangs im Wald (Urteil des Bundesgerichts 8C_526/2008 vom 14. Mai 2009 E. 5.1), bei einem Treppensturz auf das Gesäss mit einem initialen Verdacht auf Handge
lenksbruch und später festgestelltem Steissbeinbruch (Urteil des Bundesgerichts U 91/01 vom 19. Dezember 2001), bei einem Aus
gleiten beim Tragen einer Motorsäge auf abschüssigem Gelände im Wald (Urteil des Bundesgerichts U 221/04 vom 7. April 2005), bei einem Sturz auf einer Eisfläche mit Kopfanprall (Urteil des Bundesgerichts U 78/02 vom 25. Februar 2003), bei einem Sturz bei Eisregen mit Schenkelhalsbruch (Urteil des Bundesgerichts U 145/02 vom 2. Dezember 2002), bei einem Sturz beim Hinuntersteigen von einer Bauma
schine (Urteil des Bundesgerichts U 18/00 vom 17. Oktober 2000) sowie bei einem Schlag eines 600 Kilogramm schwe
ren Betonblocks an den rechten Ober
arm während Betonfräsarbeiten (Urteil des Bundesgerichts U 5/01 + U 7/01 vom 15. Oktober 2001).
6
.3
Mittelschwere Unfälle im Grenzbereich zu den leichten Unfällen wurden an
ge
nommen, bei einem schweren Sturz auf den Rücken (BGE 123 V 137 E. 3d),
bei einem Ausgleiten beim Hinuntersteigen von einer Böschung mit an
schliessen
dem heftigem Aufschlagen mit dem Rücken auf einem Betonstück am Boden (BGE 115 V 133 E. 11a-b), bei einem Sturz von einem 1,2 Meter hohen Gerüst mit einer
Calcaneusfraktur
(
RKUV
1998 Nr. U 307 S. 449), bei einem Sturz in einen Licht
schacht mit Kontusion der rechten Hüfte und Distorsion des rechten Knies und beim Sturz auf einer schneeglatten Unter
lage mit Läsion der
Supra
spinatussehne
an der linken Schulter (Urteil des Bundesgerichts U 232/02 vom 5. August 2003) sowie beim Sturz an einem steinigen Flussufer hangabwärts auf den Rücken ohne schwere Verletzungen (Urteil des Bundesgerichts U 173/03 vom 15. November 2004).
6
.4
Beim Unfallereignis vom
1.
April
2015
handelt es sich um einen Sturz auf einer Treppe
auf den ge
krümmten rechten
Fuss nach dem
Verpassen einer Treppenstufe
(
Urk.
14/1), beim Ereignis vom
1.
Juni
2015
um den Sturz auf einer Treppe
nach dem
Verpassen
eines Tritts
(
Urk.
15/1), und
beim Unfall vom
4.
Juni 2015
um einen Sturz beim
Duschen
auf einen Waschtisch
(
Urk.
16/1
).
Auf Grund des augenfälligen Geschehensablaufs und
der dabei erlittenen Verletzungen
, insbesondere
im Sinne einer Distorsion des rechten OSG (
Urk.
14/5 S. 3), multipler Rissquetschwunden am ganzen Körper, sowie einer Kontusion im Bereich der LWS, der BWS und des Nackens (
Urk.
16/6 S. 4)
,
sind die erwähnten Unfall
g
e
schehen den leichten Unfällen zuzuordnen. Bei solchen Unfällen kann die Adä
quanz des Kausalzusammen
hangs in der Regel ohne weiteres verneint werden, da solche Ereignisse nicht geeignet erscheinen, zu einer psychischen Fehl
entwick
lung zu führen (BGE 115 V 133 E. 6a). Aus
nahmsweise (beispiels
weise bei einem verzögerten Heilungs
verlauf, bei einer langdauernden Arbeitsun
fähigkeit oder bei Komplikationen durch eine be
son
dere Art der erlittenen Verletzung; vgl. RKUV 1998 Nr. U 297 S. 243 ff.) ist die Adäquanzfrage zwar auch bei leichten Unfällen zu prüfen, wobei die Kriterien, die für Unfälle im mittleren Bereich gelten, her
anzuziehen sind (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_68/2009 vom 7. Mai 2009 E. 5.2 mit Hin
weisen). Im vorliegenden Fall lassen indes keine Anhaltspunkte auf
solche Ausnahmefälle
schliessen.
6
.5
Mangels besonde
rer Umstände, bei deren Vorliege
n auch bei leichten Un
fällen eine Adäquanzbeurteilung vorzunehmen wäre,
wäre
der adäquate Kausal
zu
sam
menhang
zwischen den psychischen Beschwerden
im Sinne einer leichten depres
siven Episode und einer chronischen Schmerzstörung mit somatischen und psychischen Faktoren (vorstehend E.
3.9
) und
den versicherten Unfällen
vom
1.
April,
1.
Juni und
4.
Juni 2015 selbst dann zu verneinen, wenn der
natürliche
Kausalzusammenhang
zu bejahen wäre. Demzufolge ist
die Leistungspflicht der Beschwerdegegne
rin
auch
für die psychische
Gesundheitsbeeinträchtigung
zu verneinen.
7.
Nach Gesagtem ist daher nicht zu beanstanden, dass die Beschwerdegegnerin mit der Verfügung
vom 2
0.
Januar 2016 (Urk. 16/50)
beziehungsweise mit dem diese bestätigenden
Einspracheentscheid
vom 2
3.
Oktober 2017 (
Urk.
2)
einen natürli
chen Kausal
zusammen
hang zwischen den
versicherten Unfallereignis
sen
vom
1.
April,
1.
Juni und
4.
Juni 2015 und den
somatischen
Gesundheits
beeinträchti
gungen
des Beschwerdeführers
im Bereich beider Kniegelenke, der linken Schulter, der Handgelenke, der LWS und der HWS
infolge Erreichens des Status quo sine
vel
ante für die Zeit ab 1. Februar
2016
verneinte sowie einen adäquaten Kausalzusammen
hang zwischen dem versicherten Unfallereignis und den psychi
schen Be
schwer
den verneinte, und damit gleichzeitig die vorüber
gehenden Leistungen (Taggeld und Hei
lungskosten) per 1. Februar 2016
einstellte
sowie einen Anspruch des
Beschwerdeführers auf Dauerleistungen (Inv
a
lidenrente und Integritäts
entschädigung; vgl. Urk. 2 S.
14
) für die Folgen
der versicherten Unfallereignisse
verneinte.
Demzufolge ist die Beschwerde abzuweisen.