# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 33e7b5ce-5b27-4797-8000-339c9b39f8cf
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2012
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X., A. Staatsangehöriger und heute in B. (C.) lebend, schloss am 8. März 2006 mit der Y. AG einen vom 1. April 2006 bis zum 8. Oktober 2006 befristeten Arbeitsvertrag ab. Demgemäss wurde X. als Nachtportier im D. in E. angestellt. Die wöchentliche Arbeitszeit wurde auf 41 Stunden festgesetzt (während der Hochsaison: 44 Stunden) und ein monatlicher Bruttolohn von Fr. 3‘600.-- beziehungsweise ein Nettolohn von Fr. 2‘698.80 pro Monat vereinbart. Subsidiär wurde der L-GAV 98 (Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes) als anwendbar erklärt. Gemäss dem zwischen den Parteien ebenfalls am 8. März 2006 abgeschlossenen Verpflegungsvertrag betrug der Preis für X. pauschal in Rechnung zu stellende Mahlzeiten (22 Mittagessen) Fr. 198.-- pro Monat.
Mit befristetem Arbeitsvertrag vom 19. September 2006 wurde X. wiederum als Nachtportier im D. vom 24. November 2006 bis zum 8. Oktober 2007 angestellt. Der monatliche Bruttolohn betrug Fr. 3‘600.--, der Nettolohn Fr. 2‘934.40.
Am 11. September 2007 verpflichtete sich X., vom 1. Januar 2008 bis zum 12. Oktober 2008 im D. als Nachtportier zu arbeiten. Als monatlicher Bruttolohn wurden Fr. 3‘750.--, als monatlicher Nettolohn Fr. 3‘193.95 vereinbart.
Mit befristetem Arbeitsvertrag vom 3. September 2008 vereinbarten die Parteien ein vom 29. November 2008 bis zum 11. Oktober 2009 dauerndes Arbeitsverhältnis bei einem Bruttolohn von Fr. 3‘850.-- beziehungsweise Fr. 3‘363.95 im Monat.
Mit befristetem Arbeitsvertrag vom 3. August 2009 wurde X. vom 27. November 2009 bis circa 17. April 2010 für einen Bruttolohn von Fr. 3‘850.-- beziehungsweise einen Nettolohn von Fr. 3‘372.85 angestellt. Die wöchentliche Arbeitszeit sollte durchschnittlich 43.5 Stunden betragen. Subsidiär fand nunmehr der L-GAV 2010 Anwendung.
B. Mit Vermittlungsbegehren vom 9. Juni 2010 gelangte X. an das Kreisamt E.. Nach erfolgloser Sühneverhandlung bezog er am 21. Juni 2010 den Leitschein mit folgenden klägerischen Rechtsbegehren:
„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. 12‘144.58 nebst Zinsen von 5 % seit dem 1. April 2010 zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“
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C. Mit „Zivilklage“ vom 5. Juli 2010 prosequierte X. die Streitsache an das Bezirksgericht F.. Dabei hielt er an den anlässlich der Sühneverhandlung gestellten Rechtsbegehren fest. Er brachte vor, mit seiner Klage von der Beklagten die Auszahlung seiner „Geldanschprueche an Essenzeitpausen (Ueberstunden - natuerlich mit dem 25% Ueberzeitzuschlag mitbegriffen) + 10 % Nachtzuschlag + 5% Verzugszinsen von der Zeit vom April 2006 bis März 2010 in der hoehe von 12.144,60 CHF“ zu fordern. Aus einer der Prozesseingabe beigelegten tabellarischen Übersicht geht hervor, dass X. seine Forderung auf eine aufgrund seiner Arbeitstage berechnete „Esszeit in Stunden“ stützte, welche er mit einem zehnprozentigen Nachtzuschlag addierte und die Summe mit dem jeweiligen von ihm errechneten Stundenlohn multiplizierte.
D. Mit Prozessantwort vom 23. Juli 2010 begehrte die Beklagte was folgt:
„prozessualer Antrag
1. Es sei der Kläger gestützt auf Art. 40 Abs. Ziff. 1 ZPO zu verpflichten, die mutmasslichen ausseramtlichen Kosten von CHF 3‘000.00 sicherzustellen.
zur Klage selbst „1. Es sei die Klage vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Klägers zuzüglich 7.6% MWSt.“
Die Beklagte brachte vor, die Zusammenstellung des Klägers sei nicht nachvollziehbar. Wie sich die Klage rechne und begründe, sei schleierhaft. Der Kläger sei mit allen Dienstplänen einverstanden gewesen und habe sie auch Ende eines Monats stets als korrekt visiert. Der Kläger komme mit seinen Forderungen offensichtlich zu spät, und zwar nur deshalb, weil sich sein Arbeitskollege G. für ihn einsetze und ihn sogar an der Vermittlung vertreten habe. Die Forderung komme nachträglich und sehr überraschend. Der Kläger habe sich bei seiner ehemaligen Arbeitgeberin nie beschwert und nie Forderungen gestellt.
E. Mit Prozessantwort (recte: Replik) vom 19. August 2010 (Datum des Poststempels) erhöhte X. die eingeklagte Forderung auf Fr. 12‘307.90. Die Erhöhung stützte er auf eine in seiner tabellarischen Übersicht heraufgesetzte Anzahl von Arbeitstagen (April 2006: + 1; März 2010: + 10). Am 9. September 2010 erwiderte die Beklagte duplikando im Wesentlichen, die Forderung sei nach wie vor nicht substantiiert, begründet und bewiesen.
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F. Mit Urteil vom 17. März 2011, mitgeteilt am 21. April 2011, erkannte das Bezirksgericht F. wie folgt:
„1. Die Klage des X. gegen die Y. AG wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Kreisamtes E. (Fr. 250.00) gehen zu Lasten der Kreiskasse E.. Die Kosten des Bezirksgerichts F., bestehend aus:
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 2‘500.00
- Schreibgebühren von Fr. 455.00
- Barauslagen von Fr. 45.00
total somit von Fr. 3‘000.00
gehen zu Lasten der Gerichtskasse (Art. 343 Abs. 2 alt OR in Verbindung mit Art. 343 Abs. 3 alt OR; Art. 114 lit. c ZPO).
3. X. wird verpflichtet, die Y. AG ausseramtlich mit Fr. 3‘250.00 (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations