# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 52562858-a588-4610-84b5-19f1c83e61ed
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Diebstahl etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Horgen, III. Abteilung, vom 19. Februar 2016 (DG150036)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 28. September
2015 (Urk. 21) ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz:
1. Der Beschuldigte ist schuldig
− des mehrfachen, teilweise versuchten, bandenmässigen Diebstahls im
Sinne von Art. 139 Ziff. 1 in Verbindung mit Ziff. 3 Abs. 1 und Abs. 2
StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklageziffern
1 - 11, 14, 16, 19),
− des mehrfachen, teilweise versuchten Diebstahls im Sinne von Art. 139
Ziff. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB
(Anklageziffern 13 und 18),
− der mehrfachen Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB
(Anklageziffern 1 - 11, 13, 14, 18, 19),
− des mehrfachen Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB
(Anklageziffern 1 - 11, 13, 14, 18, 19),
− der mehrfachen Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch im Sinne
von Art. 94 Abs. 1 lit. a SVG (Anklageziffern 15 und 17),
− der Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch im Sinne von Art. 94
Abs. 1 lit. b SVG (Anklageziffer 12),
− der groben Verletzung der Verkehrsregeln im Sinne von Art. 90 Abs. 2
SVG i.V.m. Art. 32 Abs. 1 SVG, Art. 4 Abs. 2 VRV, Art. 93 Abs. 1 SVG
i.V.m. Art. 29 SVG (Anklageziffer 12),
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− des Lenkens eines Motorfahrzeugs ohne die vorgeschriebene Haft-
pflichtversicherung im Sinne von Art. 96 Abs. 2 SVG i.V.m. Art. 63
Abs. 1 SVG (Anklageziffer 12).
2. Der Beschuldigte wird – teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des
Strafgerichts Nr. 2 Terrassa, Spanien, vom 10. Juni 2011 – bestraft mit einer
Freiheitsstrafe von 4 Jahren, wovon bis und mit heute 377 Tage durch Haft
sowie durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind, sowie mit einer Geld-
strafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.–.
3. Die Freiheitsstrafe und die Geldstrafe werden vollzogen.
4. Das mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Septem-
ber 2015 beschlagnahmte Mobiltelefon Apple iPhone 6, mit SIM-Karte '...'
Nr. ... (Asservat-Nr. A008'171'537, lagernd bei der Kasse des Bezirks-
gerichts Horgen) wird der Kantonspolizei Zürich übergeben. Der Beschul-
digte wird ermächtigt, innerhalb von 30 Tagen ab Rechtskraft des Urteils
unter Aufsicht der Kantonspolizei Zürich Dateien ohne Deliktsrelevanz vom
Mobiltelefon zu kopieren. Der dadurch entstehende Aufwand wird dem
Beschuldigten in Rechnung gestellt.
Nach unbenutztem Ablauf der 30-tägigen Frist respektive nach erfolgtem
Kopieren wird das Mobiltelefon der Kasse des Bezirksgerichts Horgen zur
gutscheinenden Verwendung überlassen. Ein allfälliger Verwertungserlös
wird zur Verfahrenskostendeckung verwendet.
5. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom 8. Sep-
tember 2015 beschlagnahmten Betäubungsmittel , 0.3 Gramm Kokain,
(Asservat Nr. A008'317'768, BM Lager-Nummer ..., lagernd bei der
Asservate-Triage) werden eingezogen und der Kantonspolizei Zürich zur
Vernichtung überlassen.
6. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom
8. September 2015 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und
der zuständigen Behörde zur Vernichtung überlassen:
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− 1 Paar schwarze Handschuhe (Asservat-Nr. A007'930'225);
− 1 Schraubenzieher (Asservat-Nr. A007'924'347);
− 1 Paar schwarze Handschuhe (Asservat-Nr. A007'930'076);
− 1 Schraubenzieher (Asservat-Nr. A007'930'305);
− 1 Schraubenzieher (Asservat-Nr. A007'930'587);
− 1 Schraubenzieher (Asservat-Nr. A007'930'598);
− 1 Vorschlaghammer (Asservat-Nr. A007'930'601)
− 1 Hammer (Asservat-Nr. A007'930'623);
− 1 Verstellschlüssel (Asservat-Nr. A007'930'645);
− diverse gebrauchte Papiertaschentücher (Asservat-Nr. A007'930'725);
− 2 Paar schwarze Handschuhe (Asservat-Nr. A007'930'736);
− 1 Paar Handschuhe (Asservat-Nr. A007'953'642);
− 1 Paar Handschuhe (Asservat-Nr. A007'953'971);
lagernd beim Forensischen Institut, sowie:
− gefälschte italienische Identitätskarte lautend auf B._
(Asservat-Nr. A008'171'322);
− Zettel mit Telefonnummer ... (Asservat-Nr. A'008'173'135);
− 2 Hotelbadges ... (Asservat-Nr. A007'925'760 und A007'925'260);
− SIM-Karte ... (Asservat-Nr. A007'925'259);
− Handzettel mit Telefonnummern (Asservat-Nr. A008'171'355);
− 2 SIM-Karten (Asservat-Nr. A008'171'366);
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− Lederportemonnaie (Asservat-Nr. A008'171'333);
− Mobiltelefon Samsung, weiss/silbern inkl. SIM-Karte Nr. ... (Asservat-
Nr. A008'171'402);
− Mobiltelefon Samsung, schwarz, inkl. SIM-Karte Nr. ... (Asservat-Nr.
A008'171'413);
lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen.
7. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom
23. April 2015 beschlagnahmten Bargeldbeträge werden eingezogen und
zur Verfahrenskostendeckung verwendet:
− Bargeld: EUR 8.58;
− Bargeld: Fr. 0.45;
lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen.
8. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom
23. April 2015 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und der
zuständigen Behörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen:
− 1 Reisetasche;
− 1 Ansteckschmuck, Pin ...;
− 1 Einkaufstasche "Chicorée;
− 3 Paar Handschuhe;
− 6 Paar Herrensocken;
− 5 Stück Herrenunterwäsche;
− 4 Pullover Marken "März Classic" (braun), "Falconeri" (dunkelblau),
"Wiliam Lockie" (braun), "Façonnable" (rot);
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− Taschenmesser "Victorinox", Typ SwissCard;
lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen.
9. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom
23. April 2015 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen zwecks
Bereithaltung für allfällige Drittansprecher für die Dauer von 5 Jahren ab
Rechtskraft des Urteils:
− 1 Armbanduhr, Marke "Tissot", Modell PR 100;
− 1 goldfarbene Gliederhalskette mit Anhänger in Käferform;
− 1 Münze 70. Dienstjubiläum 1989, Generalfeldmarschall ...;
− 2 Paar Ohrstecker mit diversen unechten Steinen, goldfarben;
− 1 Taschenuhr (Schlüsselanhänger, Käferform goldfarben mit
eingebauter Uhr);
lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen. Nach Ablauf von
5 Jahren werden die Gegenstände zugunsten der Staatskasse verwertet.
10. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom
8. September 2015 beschlagnahmten Bargeldbeträge werden eingezogen
und zur Verfahrenskostendeckung verwendet:
− Euro 1'440.– (Asservat-Nr. A007'924'370);
− Euro 505.01 (Asservat-Nr. A008'171'344);
− USD 251.01 zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'639);
− GBP 170.– zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'673);
− Fr. 20.10 zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'708 und A008'171'741);
− Euro 44.30 zu 1/3 (Asservat-Nr. A008'171'753 und A008'173'124);
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− CZK 100.– zu 1/3 (Asservat-Nr. A007'948'723),
− lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen.
11. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom
8. September 2015 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen und
der zuständigen Behörde zur gutscheinenden Verwendung überlassen:
− 2 Ohrstecker, Silber mit je 3 Kristallen (Asservat-Nr. A008'171'388);
− 1 Schmuckanhänger, Silber mit 3 Kristallen (Asservat-Nr.
A008'171'399);
− Mobiltelefon BlackBerry 9320 mit SIM-Karte Nr. ... (Asservat-Nr.
A008'171'424);
− Herrenjacke 'Woolrich' mit Innenfutter, grau/schwarz, Grösse S,
Anrechnung eines allfälligen Verwertungserlöses zu 1/3 (Asservat-
Nr. A'007'982'789);
lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen. Ein allfälliger
Verwertungserlös wird zur Verfahrenskostendeckung verwendet.
12. Die folgenden mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Limmattal / Albis vom
8. September 2015 beschlagnahmten Gegenstände werden eingezogen
zwecks Bereithaltung für allfällige Drittansprecher für die Dauer von
5 Jahren ab Rechtskraft des Urteils:
− Goldbarren 1g, Credit Suisse (Asservat-Nr. A007'924'687);
− Armkette, goldfarben, Länge 18cm, feingliedrig (Asservat-Nr.
A007'924'881);
− Goldvreneli, Fr. 20.–, Jahrgang 1935 (Asservat-Nr. A'007'925'248);
− 2 Ohrringe Gold, mit je einem Diamant, zu 1/3 (Asservat-Nr.
A008'171'775);
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− 1 Ohrstecker Gold, mit Blatt-Anhänger Gold/schwarz, zu 1/3 (Asservat-
Nr. A008'171'833);
− Fingerring Rotgold, Gravur '...', zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'171'991);
− Fingerring Gold, mit 3 Diamanten, zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'172'132);
− Fragmente aus Armkette, Gold, zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'172'314);
− Fragmente aus Armkette, Gold, zu 1/3 (Asservat-Nr. A'008'173'347);
lagernd bei der Kasse des Bezirksgerichts Horgen. Nach Ablauf von
5 Jahren werden die Gegenstände zugunsten der Staatskasse verwertet.
13. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber den Privatklägern 3,
4, 5 und 6 aus dem eingeklagten Ereignis in solidarischer Haftung mit den
Mittätern C._ und D._ dem Grundsatze nach schadenersatz-
pflichtig ist. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatz-
anspruches werden die Privatkläger 3, 4, 5 und 6 auf den Weg des Zivil-
prozesses verwiesen.
14. Der Beschuldigte wird verpflichtet, den Privatklägern 7 und 8 Schadenersatz
von Fr. 38'410.– zuzüglich 5 % Zins ab 11. Februar 2014 zu bezahlen.
15. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der E._ AG [Versicherung] anstelle
der Privatkläger 7 und 8 Fr. 37'787.45 zuzüglich 5 % Zins ab 11. Februar
2014 zu bezahlen.
16. Die Genugtuungsbegehren der Privatkläger 4, 5 und 6 werden abgewiesen.
17. Die Entscheidgebühr wird angesetzt auf:
Fr. 3'000.00 Gerichtsgebühr, die weiteren Kosten betragen:
Fr. 7'686.60 Kosten Vorverfahren,
Fr. 165.60 Abschlepp-/Überführungskosten zu 1/3,
Fr. 10'852.20 Total
Weitere Kosten bleiben vorbehalten.
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18. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden dem
Beschuldigten auferlegt, aber abgeschrieben.
19. [Mitteilungen]
20. [Rechtsmittel]
Berufungsanträge:
a) Der Verteidigung des Beschuldigten:
(Urk. 85 S. 2)
1. Der Beschuldigte sei unter Anrechnung der erstandenen Haft zu einer
angemessenen, tieferen Freiheitsstrafe zu verurteilen von maximal 36
Monaten sowie zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen à CHF 10.00
zu verurteilen;
2. Es sei die Strafe teilbedingt auszusprechen, wobei max. 21 Monate
zu vollziehen und 15 Monate bedingt auszusprechen sind, unter An-
setzung einer angemessenen Probezeit;
3. Unter ausgangsgemässen Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl.
MwSt.) für das erstinstanzliche Verfahren sowie das Berufungsver-
fahren.
b) Der Vertreterin der Staatsanwaltschaft Limmattal/Albis:
(Urk. 74; sinngemäss)
Verzicht auf Berufung und Anschlussberufung und Bestätigung des
vorinstanzlichen Urteils.
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## Considerations

Erwägungen:
I. Prozessgeschichte / Prozessuales
1. Gegen das eingangs wiedergegebene Urteil des Bezirksgerichtes Horgen,
III. Abteilung, vom 19. Februar 2016 (DG150036), liess der Beschuldigte mit Ein-
gabe vom 26. Februar 2016 (Datum Poststempel) innert Frist Berufung anmelden
(Urk. 60). Das vollständig begründete Urteil (Urk. 68) wurde vom Beschuldigten
am 23. Juni 2016 (Urk. 66/2) entgegengenommen. Am 13. Juli 2016 (Datum
Poststempel) reichte der Verteidiger die Berufungserklärung fristgerecht ein
(Urk. 70). Mit Präsidialverfügung vom 18. Juli 2016 wurde der Staatsanwaltschaft
Limmattal/Albis sowie den Privatklägern 1-8 unter Hinweis auf die Berufungserklä-
rung des Beschuldigten Frist zur Erhebung einer Anschlussberufung bzw. zum
Antrag auf Nichteintreten auf die Berufung angesetzt (Urk. 72). Mit Eingabe vom
21. Juli 2016 verzichtete die Staatsanwaltschaft auf Anschlussberufung (Urk. 74).
Die Privatkläger liessen sich demgegenüber nicht vernehmen. Mit Präsidialverfü-
gung vom 29. Juli 2016 wurde Rechtsanwalt X._ auf entsprechendes Ge-
such (Urk. 75) als amtlicher Verteidiger des Beschuldigten bestellt (Urk. 76).
2. Mit Eingabe vom 28. September 2016 (Urk. 58 im Verfahren SB160287) stellte
die Verteidigung des Mitbeschuldigten C._ das Gesuch, das Verfahren sei an
die Vorinstanz zurückzuweisen, da das Verfahrensprotokoll der Vorinstanz nicht
durch die Verfahrensleitung unterzeichnet worden sei. Mit Präsidialverfügung vom
7. Oktober 2016 wurde der Antrag abgewiesen (Urk. 59 SB160287). Gleichzeitig
wurden der Verfahrensleiter des vorinstanzlichen Verfahrens sowie die Gerichts-
schreiberin als Zeugen vorgeladen (Urk. 79) und am 4. November 2016 einver-
nommen (Urk. 82 und 84; Prot. II S. 4 ff.) sowie die Akten des bezirksgerichtlichen
Verfahrens gegen den Mitbeschuldigten D._ (DG150035) beigezogen (Urk.
61/1-2 in SB160287).
Während die fehlende Unterschrift nicht nachträglich beigebracht werden kann,
konnten die Zeugen bestätigen, dass die erstinstanzliche Verhandlung und die
Beratung so abliefen, wie es im Protokoll festgehalten worden war (Urk. 82 S. 4 f.;
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Urk. 84 S. 3 ff.; Prot. II S. 4 ff.). Gemäss Bundesgericht ist der Nachweis, dass
das Verfahren korrekt durchgeführt wurde, auf diese Weise erbracht (BGE
6B_157/2016 vom 8. August 2016 E. 3.4). Dass das Protokoll unrichtig sei, wurde
vom Mitbeschuldigten C._ ohnehin nie behauptet. Von einer Rückweisung ist
daher abzusehen.
3. Beweisanträge wurden keine gestellt. Das Verfahren erweist sich als spruch-
reif.
4. Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung im Umfang der Anfechtung
aufschiebende Wirkung. Die Rechtskraft des angefochtenen Urteils wird somit im
Umfang der Berufungsanträge gehemmt, während die von der Berufung nicht
erfassten Punkte in Rechtskraft erwachsen (vgl. BSK StPO-Eugster, Art. 402 N 1
f.).
Der Beschuldigte lässt Dispositivziffern 2 (Strafe) und 3 (Vollzug) anfechten
(Urk. 85). Damit erwächst das vorinstanzliche Urteil in Dispositivziffern 1
(Schuldspruch), 4-12 (Beschlagnahmungen), 13-16 (Zivilansprüche), sowie 17
und 18 (Kostendispositiv) in Rechtskraft, was vorab mit Beschluss festzustellen
ist.
II. Strafzumessung
1. Das Gericht bemisst die Strafe nach dem Verschulden des Täters. Es
berücksichtigt das Vorleben, die persönlichen Verhältnisse sowie die Wirkung der
Strafe auf das Leben des Täters. Nach Art. 47 Abs. 2 StGB bestimmt sich die
Bewertung des Verschuldens nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung
des betroffenen Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den
Beweggründen und Zielen des Täters sowie danach, wie weit der Täter nach den
inneren und äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder
Verletzung zu vermeiden.
2. Hat der Täter durch eine oder mehrere Handlungen die Voraussetzungen für
mehrere gleichartige Strafen erfüllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der
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schwersten Straftat und erhöht sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass
der angedrohten Strafe nicht um mehr als die Hälfte erhöhen und ist an das ge-
setzliche Höchstmass der Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Da vorliegend
indessen keine ausserordentlichen Gegebenheiten im Sinne der Rechtsprechung
bestehen, ist ein Verlassen des ordentlichen Strafrahmens nicht erforderlich (BGE
136 IV 55 ff.). Mit der Vorinstanz sind diese Strafzumessungsfaktoren innerhalb
des ordentlichen Strafrahmens straferhöhend bzw. strafmindernd obligatorisch zu
berücksichtigen. Bei der Bildung der Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB hat
der Richter in einem ersten Schritt den Strafrahmen für die schwerste Straftat zu
bestimmen und alsdann die Einsatzstrafe für diese Tat, unter Einbezug aller straf-
erhöhenden und strafmindernden Umstände, innerhalb dieses Strafrahmens fest-
zusetzen. In einem zweiten Schritt hat er diese Einsatzstrafe unter Einbezug der
anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips angemessen zu einer
Gesamtstrafe zu erhöhen, wobei er ebenfalls den jeweiligen Umständen Rech-
nung zu tragen hat (BGE 127 IV 101 E. 2b mit Hinweis; Urteil 6B_460/2010 vom
4. Februar 2011 E. 3.3.4 mit Hinweis, nicht publ. in: BGE 137 IV 57).
Ist eine Tat zu beurteilen, die der Täter begangen hat, bevor er wegen einer
anderen Tat verurteilt worden ist, so ist die Zusatzstrafe so zu bemessen, dass
der Täter nicht schwerer bestraft wird, als wenn die strafbaren Handlungen
gleichzeitig beurteilt worden wären (Art. 49 Abs. 2 StGB). Wie die Vorinstanz
korrekt festhielt, gilt dies auch, wenn es sich bei der ersten Verurteilung um einen
ausländischen Entscheid handelt (BGE 132 IV 102 E. 8.2).
3. Der Beschuldigte beging am 1., 2. und 8. Juni 2010 in der Schweiz drei
bandenmässige Einbruchdiebstähle bzw. einen Diebstahlsversuch und entwendete
mehrfach ein Fahrzeug zum Gebrauch (Dossiers Nr. 14-19), ehe er mit
rechtskräftigem Urteil des Strafgerichts Nr. 2 von Terrassa, Spanien, vom 10. Juni
2011 wegen eines anderen Einbruchdiebstahls sowie Widerstands und
Ungehorsams gegenüber Behörden, Beamten oder Personal der privaten
Sicherheitsorgane zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt drei Jahren verurteilt
wurde (Urk. 17/3). Da er die erwähnten Delikte in der Schweiz vor seiner
Verurteilung in Spanien begangen hat und, wie die Vorinstanz korrekt erwägt, er für
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die in der Schweiz begangenen Delikte zu einer Freiheitsstrafe zu verurteilen ist, ist
in Anwendung von Art. 49 Abs. 2 StGB für die im Juni 2010 in der Schweiz
verübten Delikte eine Zusatzstrafe zum spanischen Urteil zu bilden. Diese Delikte
sind daher getrennt von den später in der Schweiz verübten Delikten zu beurteilen.
Die Vorinstanz erwog (Urk. 68 S. 20 f.), dass der Beschuldigte – wären alle im
Jahre 2010 (in der Schweiz und in Spanien) begangenen Delikte zusammen zu
beurteilen gewesen – für diese mit einer hypothetische Gesamtstrafe von weniger
als 3 Jahren Freiheitsstrafe bestraft worden. Da er bereits in Spanien zu einer
Freiheitsstrafe von 3 Jahren verurteilt worden sei, sei daher für die 2010 in der
Schweiz begangenen Delikte keine Zusatzstrafe mehr auszufällen. Dies
widerspricht jedoch der seit dem Ergehen des erstinstanzlichen Urteils präzisierten
Praxis des Bundesgerichtes. Gemäss BGE 6B_829/2014 vom 30. Juni 2016
E. 2.4.2. darf das Gericht nicht im Rahmen der retrospektiven Konkurrenz auf die
rechtskräftige Grundstrafe zurückkommen. Die gedanklich zu bildende
hypothetische Gesamtstrafe, die auszusprechen wäre, würden alle der Grund-
und Zusatzstrafe zugrunde liegenden Delikte gleichzeitig beurteilt werden, hat das
Gericht aus der rechtskräftigen Grundstrafe (für die abgeurteilten Taten) und der
nach seinem freien Ermessen festzusetzenden Einzelstrafen für die neuen (nicht
abgeurteilten) Taten zu bilden. Eine der Ansicht des Gerichts nach zu milde oder
zu harte rechtskräftige Grundstrafe kann nicht über die Zusatzstrafe korrigiert
werden, da dies einen faktischen und nicht nur hypothetischen Eingriff in die
Rechtskraft des Ersturteils darstellen würde. Der Täter würde über die
Zusatzstrafe nachträglich für die bereits rechtskräftig beurteilten Taten schwerer
bestraft oder privilegiert. Es ist demnach auch für diese Delikte eine hypothetische
Zusatzstrafe auszufällen.
4. Als schwerste Tat gilt grundsätzlich jene, die mit dem schärfsten Strafrahmen
bedroht ist, und nicht jene, die nach den konkreten Umständen
verschuldensmässig am schwersten wiegt (BSK Strafrecht I-Ackermann, 3. Aufl.,
Basel 2013, Art. 49 N 116 mit weiteren Hinweisen). Bandenmässiger Diebstahl als
schwerste Tat wird mit Freiheitsstrafe bis 10 Jahre oder Geldstrafe nicht unter
180 Tagessätzen bestraft.
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Da die mehrfache Sachbeschädigung und der mehrfache Hausfriedensbruch
lediglich zur Durchführung der verschiedenen Einbrüche vorgenommen wurden
und damit einen notwendigen und integralen Teil dieser Delikte darstellen, drängt
es sich auf, die Strafzumessung für diese Taten gemeinsam durchzuführen.
Auszugehen ist deshalb für die eigentliche Verschuldensbemessung von diesem
Tatkomplex (Dossiers Nr. 1-11).
5. Bei der objektiven Tatschwere fällt zunächst der hohe Deliktsbetrag und die
intensive Delinquenz auf. In nur zwei Tagen wurden bei insgesamt elf Einbrüchen
Geld und andere Wertsachen im Betrag von ca. Fr. 102'000.– entwendet und ein
Sachschaden von ca. Fr. 26'500.– angerichtet. Dies zeugt von einer hohen
kriminellen Energie. Die Diebestour war sodann - entgegen der Ansicht der Ver-
teidigung (Urk. 85 S. 11) - sorgfältig geplant, auch wenn die spezifischen
Tatobjekte nach kurzem Observieren relativ spontan ausgewählt wurden. So
reisten der Beschuldigte und seine Mittäter in einem gestohlenen Auto an, bei
dem die Kontrollschilder gegen Schweizerische ausgewechselt worden waren, um
weniger aufzufallen, und es wurde in Frankreich eine eigentliche Basis für ihre
Diebestouren eingerichtet. In diese Planung waren alle involviert; der
Beschuldigte selbst lenkte die meiste Zeit das gestohlene Fahrzeug. Bei den
jeweiligen Einbrüchen gingen die Täter dann mit grosser Professionalität vor,
indem einer Schmiere stand und die anderen rasch die Räumlichkeiten
durchsuchten. Dabei lag der Fokus auf Bargeld sowie leicht transportierbarer und
veräusserbarer Beute wie Schmuck und elektronischen Geräten. Der beim
Eindringen angerichtete Schaden war für solche Delikte allerdings nicht
übermässig gross. Es ist jedoch nicht zu übersehen, dass der Beschuldigte bei
zehn von elf Einbrüchen in die jeweiligen Liegenschaften eindrang. Entgegen der
Verteidigung (Urk. 56 S. 6) kann daher nicht angenommen werden, er sei als
Täter nicht an vorderster Front gewesen. Eine gewisse Hartnäckigkeit ist
ebenfalls offensichtlich, liessen sich der Beschuldigte und seine Mittäter doch nur
durch äussere Umstände - einen Einbruchsalarm und eine bereits ausgeräumte
Wohnung - davon abhalten, die Delikte durchzuziehen. Dass es in diesen beiden
Fällen beim blossen Diebstahlsversuch blieb, kann daher nur marginal zu
Gunsten des Beschuldigten gewertet werden. Dass die Bande nur in
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Liegenschaften einbrach, in denen sich zur Tatzeit niemand aufhielt, mindert das
Verschulden nur unwesentlich, diente dieses Vorgehen doch primär dazu, das
eigene Risiko ertappt und verhaftet zu werden, zu vermindern. Das objektive
Tatverschulden wiegt somit auch im Rahmen des bandenmässigen Diebstahls
keinesfalls mehr leicht.
Zur subjektiven Tatschwere ist auszuführen, dass der Beschuldigte mit direktem
Vorsatz und aus rein finanziellen Interessen handelte. Dass er mit der Beute
seinen angeblichen Drogenkonsum finanzieren wollte, erweist sich angesichts
des geltend gemachten mässigen Drogenkonsums (maximal ein- bis zweimal pro
Woche [Urk. 9/12 S. 21], seit seiner Entlassung aus der Haft in Spanien nur noch
unregelmässiger Drogenkonsum [Prot. I S. 28]) als blosse Schutzbehauptung.
Ihm ging es, wie seine wiederholte Delinquenz belegt, vielmehr darum, eine
möglichst grosse Beute zu machen. Eine eigentliche finanzielle Notlage war
ebenfalls nicht vorhanden; die geltend gemachten Schulden von Fr. 8'500.–
(Urk. 9/1 S. 6) genügen hierfür jedenfalls nicht, und für die von der Verteidigung
angeführten Schulden wegen Drogenkonsums bei nicht näher bezeichneten
aggressiven Gläubigern (Urk. 56 S. 6 f.) fehlen jegliche Anhaltspunkte. Wie die
Verteidigung selbst anführt, konnte der Beschuldigte diese finanziellen Probleme
mit Unterstützung der Familie inzwischen lösen (Urk. 56 S. 7), was ausserdem
belegt, dass er Alternativen zur Delinquenz hatte.
Das subjektive Tatverschulden vermag folglich das objektive nicht zu relativieren.
Die von der Vorinstanz festgelegte Einsatzstrafe von 36 Monaten ist demnach
nicht zu beanstanden.
Auch ein Vergleich der Verschuldensbewertung mit den Mitangeschuldigten
C._ und D._ führt zu keinem anderen Ergebnis. Die Rollen aller
Tatbeteiligten waren gemäss ihren eigenen Angaben austauschbar (Prot. I S. 33).
So wurde das gestohlene Auto auf der Reise in die Schweiz von allen drei
Beschuldigten gelenkt (Prot. I S. 35, S. 43), die Kontrollschilder wurden vom
Beschuldigten und dem Mitbeschuldigten C._ gemeinsam ausgetauscht
(Prot. I S. 44) und die Tatobjekte gemeinsam beobachtet (Prot. I S. 54). Dass der
Mitbeschuldigte D._ bei den eigentlichen Einbrüchen meist Schmiere stand,
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während der Beschuldigte immer in die jeweiligen Objekte einbrach (Prot. I S. 45),
wirkt sich ohnehin nicht zu seinen Gunsten aus, da dies, wenn überhaupt, auf
eine stärkere Tatbeteiligung des Beschuldigten, sicherlich aber nicht eine
geringfügigere, schliessen lassen würde. Bezüglich des subjektiven
Tatverschuldens ist festzuhalten, dass bei keinem der drei Täter eine eigentliche
Notlage oder eine verminderte Schuldfähigkeit vorliegt. Da die Tatbeiträge aller
drei Mittäter und das jeweilige objektive und subjektive Tatverschulden nicht
wesentlich voneinander abweichen, ist die von der Vorinstanz festgelegte
Einsatzstrafe von 36 Monaten für alle Beschuldigten (Urk. 49 S. 18 in SB160287,
Urk. 61/2/54 in SB160287 und Urk. 68 S. 24 f.) nicht zu beanstanden (vgl. BGE
135 IV 191 E. 3.2. f.).
6. Diese verschuldensangemessene Strafe ist aufgrund von Umständen, die mit
der Tat grundsätzlich nichts zu tun haben, zu erhöhen oder herabzusetzen. Mass-
gebend hierfür sind im Wesentlichen täterbezogene Komponenten wie die
persönlichen Verhältnisse, Vorstrafen, Leumund, Strafempfindlichkeit und
Nachtatverhalten (Geständnis, Einsicht, Reue etc.; vgl. BSK StGB
I-Wiprächtiger/Keller, Art. 47 N 120 ff; Trechsel/Affolter-Eijsten, Schweizerisches
Strafgesetzbuch, Praxiskommentar, 2. Aufl., Art. 47 StGB N 22 ff.).
7. Bezüglich der persönlichen Verhältnisse kann auf die diesbezüglichen
Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 68 S. 29). Demnach wurde
der Beschuldigte in ..., F._ [Staat in Südosteuropa], geboren, wo er auch mit
seinen fünf Geschwistern bei seinen Eltern aufwuchs. Er lebt immer noch dort, nun
mit seiner Verlobten, und verdient als Chauffeur ca. Euro 300.– im Monat, wobei er
seine Mutter nach Möglichkeit unterstützt (Urk. 9/3 S. 4). Heute ergänzte der
Beschuldigte, er besitze kein Vermögen, seine Familie habe aber während seiner
Haft Land verkauft und seine Schulden von rund Fr. 8'500.– zurückbezahlt. Er
plane zudem eine baldige Hochzeit (Prot. II S. 10 f.). Wie die Vorinstanz
zutreffend ausführte, liegt trotz der finanziellen Belastung, die Gefängnisbesuche
für seine in F._ lebende Familie darstellen, keine erhöhte
Strafempfindlichkeit vor. Gemäss eigenen Aussagen wird der Beschuldigte denn
auch regelmässig von Familienangehörigen im Gefängnis besucht (Prot. I S. 24).
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Aus diesen persönlichen Verhältnissen ergeben sich keine
strafzumessungsrelevanten Umstände.
8. Der Beschuldigte weist in der Schweiz keine Vorstrafen auf (Urk. 17/2).
Demgegenüber wurde er gemäss dem Strafregisterauszug aus Spanien vom
6. Juli 2015 vom Strafgericht Nr. 2 Terrassa am 10. Juni 2011 unter dem Namen
A1._ wegen eines Einbruchdiebstahls sowie wegen Widerstands und
Ungehorsams gegenüber Behörden, Beamten oder Personal der privaten
Sicherheitsorgane mit einer unbedingten Freiheitsstrafe von 3 Jahren bestraft
(Urk. 17/3/1-2), was er im Rahmen der vorinstanzlichen Hauptverhandlung wie
auch der Berufungsverhandlung bestätigte (Prot. I S. 26 und Prot. II S. 11 f.).
Auch wenn diese Vorstrafe des Beschuldigten bereits einige Zeit zurückliegt, ist sie
aufgrund ihrer teilweisen Einschlägigkeit und des nicht unbeträchtlichen
Strafmasses doch erheblich straferhöhend zu werten (vgl. BGer 1B_88/2015 vom
7. April 2015 betr. Verwertbarkeit ausländischer Vorstrafen).
9. Was das Nachtatverhalten angeht, so ist im Einklang mit der Vorinstanz der
Versuch des Beschuldigten, sich der Verhaftung durch Flucht – zuerst im Auto,
dann nach einem von ihm verursachten Unfall zu Fuss – zu entziehen, als
straferhöhend zu werten, allerdings nur äusserst leicht.
Der Vorinstanz ist dahingehend zuzustimmen, dass dem Beschuldigten keine
Einsicht oder Reue zugute gehalten werden kann. Seine Äusserungen, wonach er
sich sehr schlecht fühle und er einen grossen Fehler begangen habe (Prot. I S. 48
und S. 53), erweisen sich angesichts der Tatsache, dass er seit Jahren
regelmässig Einbruchdiebstähle begeht, als reine Floskeln. Dies zeigt sich auch
daran, dass er zwar geltend macht, die Freiheitsstrafe von drei Jahren, die er in
Spanien verbüsst habe, habe ihn sehr stark beeinflusst, er aber dennoch kurz
nach seiner Entlassung im Jahre 2013 bereits wieder zu delinquieren begann
(Urk. 9/11 S. 5).
Bezüglich seines Geständnisses hat die Vorinstanz zutreffend und ausführlich
dargelegt, dass es angesichts der übrigen Beweismittel, namentlich des
sichergestellten Diebesgutes und der DNA-Spuren, zwecklos gewesen wäre,
- 18 -
seine Beteiligung an den ihm nachgewiesenen Straftaten zu leugnen (Urk. 68
S. 30 f.). Dies relativiert sein von der Verteidigung geltend gemachtes,
anfängliches Geständnis (Urk. 56 S. 3) bezüglich der im Februar 2015
begangenen Taten beträchtlich. Hinzu kommt, dass er zwar seine Beteiligung an
denjenigen Taten aus den Jahren 2010 und 2014 nach anfänglichem Leugnen
eingestand, bei denen seine DNA-Spuren gesichert werden konnten, aber keine
weiterführenden Angaben zu seinen Mittätern machte und vorschob, sich nicht
mehr erinnern zu können (Urk. 9/8 und 9/9). Von einem Geständnis, dass die
Untersuchung wesentlich erleichtert hätte, kann unter diesen Umständen keine
Rede sein. Das Gegenteil ist der Fall: Indem der Beschuldigte wiederholt falsche
Angaben zu den Hintergründen der Taten im Februar 2015 und deren
Vorbereitung machte und Erinnerungslücken vorschob (Urk. 9/1 S. 2 f., Urk. 9/4
S. 7-13 und Urk. 9/11 S. 2 f.; Prot. I S. 48 f.), erschwerte er die Untersuchung
vielmehr. Sein Geständnis ist daher nur geringfügig strafmindernd zu
berücksichtigen.
Weitere Straferhöhungs- oder Strafminderungsgründe sind nicht ersichtlich.
10. Unter Berücksichtigung der erwähnten Strafzumessungsgründe ist die
Einsatzstrafe für die Einbruchdiebstähle gemäss Dossiers 1-11 um 6 auf 42
Monate Freiheitsstrafe zu erhöhen.
11. Wie bereits erwähnt, ist diese Einsatzstrafe in einem zweiten Schritt unter
Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des Asperationsprinzips
angemessen zu einer Gesamtstrafe zu erhöhen, wobei ebenfalls den jeweiligen
Umständen Rechnung zu tragen ist.
12. Zur objektiven Tatschwere der am 1. und 2. Juni 2010 begangenen
bandenmässigen Einbruchdiebstähle (Dossier 14, 16 und 19) ist auszuführen,
dass der Deliktsbetrag von ca. Fr. 58'750.– sehr hoch ist, was sich erheblich
straferhöhend auswirkt. Auch der angerichtete Sachschaden von ca. Fr. 13'000.–
bei lediglich zwei Einbrüchen und einem Versuch hiezu ist beträchtlich, was
straferhöhend zu werten ist. Dass in ein Gebäude eingebrochen wurde, in dem
zur Tatzeit niemand anwesend war, wirkt sich nur unwesentlich zu Gunsten des
- 19 -
Beschuldigten aus, da dies vor allem der Minimierung seines eigenen Risikos
diente. Ebenso wenig ist der Umstand, dass es bei einem Einbruch (Dossier 19)
beim Versuch blieb, strafmindernd zu werten, da der Beschuldigte nicht aus
eigenem Antrieb von der Vollendung des Deliktes absah, sondern schlichtweg
daran scheiterte, in die Wohnung einzudringen. Nach dem Gesagten ist vor dem
Hintergrund des nicht unbeträchtlichen Strafrahmens bis 10 Jahre Freiheitsstrafe
(Art. 139 Ziff. 1 StGB) von einem noch leichten Verschulden auszugehen.
Subjektiv liegt ein rein finanzielles Motiv mit direktem Vorsatz vor. Zu Gunsten des
Beschuldigten ist davon auszugehen, dass er mindestens teilweise durch seinen
damaligen täglichen Drogenkonsum zur Tat veranlasst wurde (Prot. I S. 28). Das
subjektive Tatverschulden vermag das objektive demnach leicht zu relativieren.
Es ist daher von einer hypothetischen Einsatzstrafe von zwei Jahren auszugehen.
Wie bereits erwähnt, sind die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten
strafzumessungsneutral zu werten. Zum Zeitpunkt der im Juni 2010 begangenen
Delikte wies er auch noch keine Vorstrafe auf. Da es ihm angesichts der
Beweislage unmöglich war, seine Beteiligung abzustreiten, was sein Geständnis
erheblich relativiert, ist die hypothetische Einsatzstrafe für die bandenmässigen
Einbruchdiebstähle vom 1. und 2. Juni 2010 daher mit Verweis auf die obigen
Erwägungen bei zwei Jahren zu belassen.
13. Zur objektiven Tatschwere des am 8. Juni 2010 begangenen
Einbruchdiebstahls (Dossier 18) ist auszuführen, dass es bei einem Versuch
blieb, bei dem weder Beute gemacht noch Sachschaden angerichtet wurde. Dies
wirkt sich jedoch nicht zu Gunsten des Beschuldigten aus, da er die Flucht ergriff,
als er vom Geschädigten gesehen wurde, und nicht von sich aus sein Vorhaben
aufgab. Subjektiv liegt ein rein finanzielles Motiv mit direktem Vorsatz vor. Es ist
von einer hypothetischen Einsatzstrafe von 6 Monaten auszugehen.
Erneut sind die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten, der zum
Deliktszeitpunkt keine Vorstrafe aufwies, strafzumessungsneutral zu werten. Da
es ihm angesichts der Beweislage unmöglich war, seine Beteiligung abzustreiten,
was sein Geständnis erheblich relativiert, ist die hypothetische Einsatzstrafe für
- 20 -
den Einbruchsversuch vom 8. Juni 2010 daher mit Verweis auf die obigen
Erwägungen bei 6 Monaten zu belassen.
14. Zur objektiven Tatschwere der Entwendung eines Fahrzeugs zum Gebrauch
gemäss Dossier 15 und 17 ist festzuhalten, dass die beiden Fahrzeuge jeweils
nur für kurze Zeit für die Einbrüche gebraucht und dann unbeschädigt wieder
abgestellt wurden. Es ist vor dem Hintergrund des weiten Strafrahmens von
einem leichten Tatverschulden auszugehen, wofür eine hypothetische
Einsatzstrafe von einem Monat angemessen erscheint. Die persönlichen
Verhältnisse des Beschuldigten sind diesbezüglich strafzumessungsneutral zu
werten, und da auch sein Geständnis stark zu relativieren ist, ist es dabei zu
belassen.
15. Zur objektiven Tatschwere des am 11. Februar 2014 begangenen
Einbruchdiebstahls ist auszuführen, dass der Deliktsbetrag von ca. Fr. 68'890.–
sehr hoch ist, was sich erheblich straferhöhend auswirkt. Wieviel der Beschuldigte
davon letztendlich erhalten hat, spielt für die Strafzumessung keine wesentliche
Rolle, ebenso wenig, dass er keine so grosse Beute erwartete, da er offensichtlich
auf eine möglichst grosse Beute hoffte und diese dann auch abtransportierte.
Ebenfalls straferhöhend ist zu werten, dass beim Einbruch ein Sachschaden von
Fr. 5'500.– verursacht wurde, was relativ hoch ist. Dass in ein Gebäude
eingebrochen wurde, in dem zur Tatzeit niemand anwesend war, wirkt sich nur
unwesentlich zu Gunsten des Beschuldigten aus, da dies vor allem der
Minimierung seines eigenen Risikos diente. Die Ansicht der Verteidigung, es
müsse von einer gewissen Mitschuld der Opfer ausgegangen werden, da
Schmuck im Wert von fast Fr. 70'000.– nicht in einem Tresor aufbewahrt worden
sei (Urk. 56 S. 5 und Urk. 85 S. 9), erscheint abwegig, weshalb ihr nicht zu folgen
ist. Nach dem Gesagten ist vor dem Hintergrund des nicht unbeträchtlichen
Strafrahmens bis 5 Jahre Freiheitsstrafe (Art. 139 Ziff. 1 StGB) von einem noch
leichten Verschulden auszugehen. Subjektiv liegt ein rein finanzielles Motiv mit
direktem Vorsatz vor, der sich, wie bereits ausgeführt, auf eine möglichst grosse
Beute erstreckte. Wie bereits zu den Delikten im Februar 2015 ausgeführt wurde,
handelte der Beschuldigte weder aus einer finanziellen Notlage noch unter dem
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Einfluss von Drogen. Das subjektive Tatverschulden vermag das objektive
demnach nicht zu relativieren. Es ist von einer hypothetischen Einsatzstrafe von
8 Monaten auszugehen.
Wie bereits erwähnt, sind die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten
strafzumessungsneutral zu werten. Aufgrund seiner teilweise einschlägigen
Vorstrafen, seines Nachtatverhaltens sowie des Umstandes, dass es ihm
angesichts der erdrückenden Beweislage unmöglich war, seine Beteiligung
abzustreiten, was sein Geständnis erheblich relativiert, ist die hypothetische
Einsatzstrafe für den Einbruchdiebstahl vom 11. Februar 2014 daher mit Verweis
auf die obigen Erwägungen auf 10 Monate zu erhöhen.
16. Sodann hat der Beschuldigte sich im Februar 2015 im Zusammenhang mit
den Einbruchdiebstählen überdies zahlreicher Verstösse gegen das
Strassenverkehrsgesetz schuldig gemacht.
Wie bereits die Vorinstanz zur objektiven Tatschwere der Entwendung eines
Fahrzeugs zum Gebrauch gemäss Dossier 12 zutreffend festhielt, hat er dieses
Fahrzeug nicht nur vorübergehend, sondern für zwei ausgedehnte Diebestouren
in der Schweiz benutzt. Zudem hat er die Kontrollschilder durch gestohlene
Schweizer Kontrollschilder ersetzt und damit die Herkunft des Fahrzeuges
verschleiert, was geeignet war, dessen Auffinden zusätzlich zu erschweren.
Verschuldenserschwerend ist zu berücksichtigen, dass das Fahrzeug im Rahmen
einer sorgfältig geplanten Einbruchsserie als Transport- und Fluchtfahrzeug
genutzt wurde. Subjektiv fällt ins Gewicht, dass er mit direktem Vorsatz handelte.
Es ist vor dem Hintergrund des weiten Strafrahmens aber insgesamt von einem
noch leichten Tatverschulden auszugehen, wofür eine hypothetische
Einsatzstrafe von 4 Monaten angemessen erscheint.
Wie bereits erwähnt, sind die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten
strafzumessungsneutral zu werten. Aufgrund seiner – allerdings nicht
einschlägigen – Vorstrafe, seines Nachtatverhaltens sowie der Tatsache, dass es
ihm angesichts der Umstände seiner Verhaftung unmöglich war, seine Beteiligung
abzustreiten, was die Bedeutung seines Geständnisses erheblich relativiert, ist
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die hypothetische Einsatzstrafe für dieses Delikt daher mit Verweis auf die obigen
Erwägungen bei 4 Monaten Freiheitsstrafe zu belassen.
Die weiteren, am 8. Februar 2015 begangenen Verstösse gegen das SVG (grobe
Verletzung der Verkehrsregeln, nicht betriebssicherer Zustand sowie Fahren
eines Motorfahrzeugs ohne die vorgeschriebene Haftpflichtversicherung) hängen
so eng zusammen, dass sie bei der Strafzumessung als ein Tatkomplex zu
behandeln sind. Zu ihrer objektiven Tatschwere ist festzuhalten, dass der
Beschuldigte mit einem gestohlenen Fahrzeug und ohne vorgeschriebene
Haftpflichtversicherung mit Sommerreifen und übersetzter Geschwindigkeit auf
schneebedeckter Fahrbahn unterwegs war und auf der Flucht vor der Polizei
durch seine rücksichtlose Fahrweise mehrmals die Kontrolle über das Fahrzeug
verlor. Dies stellte eine erhöht abstrakte Gefahr für Leib und Leben der übrigen
Verkehrsteilnehmer dar und schuf überdies eine konkrete Gefahr für seine
Mitfahrer. Dass es zu keinen Personenschäden kam, ist einzig auf einen Zufall
zurückzuführen. Das objektive Tatverschulden wiegt daher erheblich. Subjektiv ist
festzuhalten, dass der Beschuldigte bemerkte, dass er das Fahrzeug aufgrund
der Witterungsverhältnisse nicht kontrollieren konnte und somit Dritte gefährdete,
jedoch weiterfuhr und erst durch einen Unfall gestoppt wurde, mithin mit direktem
Vorsatz handelte. Dabei handelte er aus äusserst egoistischen Motiven, nämlich
um sich seiner Verhaftung durch die Polizei zu entziehen. Auch die subjektive
Tatschwere ist damit als erheblich zu bezeichnen. Hierfür erscheint eine
hypothetische Einsatzstrafe von 4 Monaten Freiheitsstrafe als angemessen.
Auch hier sind die persönlichen Verhältnisse des Beschuldigten
strafzumessungsneutral zu werten. Aufgrund seiner – allerdings nicht
einschlägigen – Vorstrafe, seines Nachtatverhaltens sowie der Tatsache, dass es
ihm angesichts der Umstände seiner Verhaftung unmöglich war, seine Beteiligung
abzustreiten, was auch hier die Bedeutung seines Geständnisses erheblich
relativiert, ist die hypothetische Einsatzstrafe mit Verweis auf die obigen
Erwägungen bei 4 Monaten Freiheitsstrafe zu belassen.
17. Bei der Asperation ist das Verhältnis der einzelnen Taten untereinander, ihr
Zusammenhang, ihre grössere oder geringere Selbständigkeit sowie die
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Gleichheit oder Verschiedenheit der verletzten Rechtsgüter und
Begehungsweisen zu beachten. Der Gesamtschuldbeitrag des einzelnen Delikts
wird dabei geringer zu veranschlagen sein, wenn die Delikte zeitlich, sachlich
oder situativ in einem engen Zusammenhang stehen (BGer 6B_323/2010, Urteil
vom 23. Juni 2010).
Zunächst ist eine hypothetische Gesamtstrafe für alle im Jahre 2010 begangenen
Delikte zu bilden, einschliesslich der daraus teilweise resultierenden
rechtskräftigen Vorstrafe in Spanien, ehe dann die Grundstrafe für die im Februar
2015 begangenen Einbruchsdelikte (Dossiers 1-11) um diese Zusatzstrafe und
die Strafen für die SVG-Delikte erhöht wird.
Da der Strafrahmen für die schwerste Tat der Delikte in Spanien fünf Jahre
beträgt (vgl. Art. 241 und Art. 556 Código Penal), ist dafür von der hypothetischen
Einsatzstrafe für die bandenmässigen Einbrüche in der Schweiz im Juni 2010
auszugehen. Die infolge Asperation eintretende Reduzierung der rechtskräftigen
Grundstrafe ist dabei von der resultierenden Strafe abzuziehen (BGE
6B_829/2014 vom 30. Juni 2016 E. 2.4.4.). Vorliegend wäre die hypothetische
Einsatzstrafe von zwei Jahren für die bandenmässigen Einbruchdiebstähle
(Dossier 14, 16 und 19) für die in Spanien begangenen Delikte um ein Jahr und
für den Einbruchsversuch (Dossier 18) sowie für die SVG-Verstösse, die beide
eng mit den erwähnten Delikten zusammenhängen, um zwei Monate zu erhöhen.
Nach Abzug der rechtskräftigen Strafe von drei Jahren verbleibt somit eine
hypothetische Zusatzstrafe von 2 Monaten. Bei der Asperation dieser Strafe ist
sodann dem Umstand, dass bereits eine hypothetische Gesamtstrafe gebildet
wurde, Rechnung zu tragen (vgl. BGE 6B_829/2014 vom 30. Juni 2016 E. 2.4.4.).
Davon ausgehend und angesichts der Tatsache, dass die Verstösse gegen das
SVG gemäss Dossier 12 nicht nur untereinander sondern auch sehr eng mit den
Einbruchsdelikten, für die das entwendete Fahrzeug gebraucht wurde (Dossier
1-11), zusammenhängen und das Einbruchsdelikt im Februar 2014 eine grosse
Ähnlichkeit in Ausführung und Planung mit denjenigen im Februar 2015 aufweist,
würde sich vorliegend eine Asperation der Strafe um 12 Monate zu einer
Freiheitsstrafe von 54 Monaten als gerechtfertigt erweisen. Einer entsprechenden
- 24 -
Erhöhung des Strafmasses der Vorinstanz steht jedoch das
Verschlechterungsverbot gemäss Art. 391 Abs. 2 StPO im Wege.
Die von der Vorinstanz ausgefällte Strafe erweist sich auch im Vergleich mit der
gegen den Mitbeschuldigten D._ ausgesprochenen und bereits
rechtskräftigen vorinstanzlichen Freiheitsstrafe von 42 Monaten (vgl. Urk. 61/2/54)
als angemessen. D._ beteiligte sich im höchstens gleichen Ausmass an den
verübten Taten (Urk. 61/2/54 S. 17-19 insb. E. 3.1.3. in SB160287), weist jedoch
weitaus mehr und schwerwiegendere Vorstrafen auf, ohne dass dies durch
stärker zu gewichtende Strafminderungsgründe ausgeglichen worden wäre
(Urk. 61/2/54 S. 20-22 insb. E. 4.2.2. und E. 4.2.5. in SB160287). Auch die heute
gegen den Mitbeschuldigten C._ auszufällende Strafe von 42 Monaten lässt
die Bestrafung des Beschuldigten nicht als unangemessen erscheinen, da der
Beschuldigte weit mehr Delikte begangen hat als der Mitbeschuldigte C._.
18. Für das Führen eines Motorfahrzeugs ohne die vorgeschriebene
Haftpflichtversicherung ist gemäss Art. 96 Abs. 2 SVG zusätzlich zu einer
Freiheitsstrafe zwingend auch eine Geldstrafe auszufällen. Aufgrund des
Tatverschuldens sowie der persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse des
Beschuldigten erweist sich – mit der Vorinstanz – eine Geldstrafe von
10 Tagessätzen zu Fr. 30.– als angemessen.
19. Der Beschuldigte ist demnach mit einer Freiheitsstrafe von 48 Monaten,
teilweise als Zusatzstrafe zum Urteil des Strafgerichts Nr. 2 Terrassa, Spanien,
vom 10. Juni 2011, sowie zu einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu Fr. 30.– zu
bestrafen. Daran anzurechnen sind bis und mit heute insgesamt 643 Tage
Untersuchungshaft und vorzeitiger Strafvollzug.
20. Der (teil)bedingte Strafvollzug fällt für die Freiheitsstrafe vorliegend von
vorneherein ausser Betracht, da eine Strafe von über 3 Jahren Freiheitsstrafe
ausgesprochen wird (vgl. Art. 42 und Art. 43 StGB). Wie die Vorinstanz zutreffend
ausgeführt hat (Urk. 68 S. 32 f.), ist aufgrund des Umstandes, dass der
Beschuldigte weniger als fünf Jahre vor der Tat eine Freiheitsstrafe von 3 Jahren
verbüsste, die Gewährung des bedingten Strafvollzugs für die auszusprechende
- 25 -
Geldstrafe gemäss Art. 42 Abs. 2 StGB nur bei Vorliegen besonders günstiger
Umstände möglich. Solche sind vorliegend nicht auszumachen, delinquierte der
Beschuldige doch kurze Zeit nach seiner Entlassung aus der Haft wieder und in
massivem Ausmass. Auch die Geldstrafe ist demnach zu vollziehen.
III. Kosten- und Entschädigungsfolgen
Der Beschuldigte unterliegt mit seiner Berufung vollumfänglich. Ausgangsgemäss
sind ihm die Kosten des Berufungsverfahrens, ausgenommen diejenigen der
amtlichen Verteidigung, aufzuerlegen (Art. 428 Abs. 1 StPO). Die Kosten der
amtlichen Verteidigung sind auf die Gerichtskasse zu nehmen (Art. 426 Abs. 1
StPO). Eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO bleibt vorbehalten.