# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 379296a0-e78d-47ba-b79f-d86b74193122
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend arbeitsrechtliche Forderung
Berufung gegen ein erläutertes Teil-Urteil des Arbeitsgerichtes Zürich, 2. Abteilung, vom 15. Oktober 2015 (AH120249-L)
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Rechtsbegehren (Urk. 1 S. 2):
"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 30'000.00  5% Zins seit der Klageeinreichung zu zahlen.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, per 31. März 2008 über sämtliche Erlöse (Dividenden, Zinsen und Kapitalgewinne) der von ihr  Anlagen gemäss Ziff. II.1.2 ('Carried Interest Pool'-relevante Anlagen) und über die sich daraus ergebenden Ansprüche des Klägers gegenüber dem 'Carried Interest Pool' unter Vorlegung  relevanten Geschäftsunterlagen abzurechnen.
3. Die Beklagte sei zu verpflichten, über sämtliche Erlöse aufgrund der von ihr getätigten Verkäufe der von ihr vorgenommenen  gemäss Ziff. II.1.2 ('Carried Interest Pool'-relevante Anlagen) inkl. erhaltener Kompensationszahlungen für 'liquidated damages' infolge Vertragsbeendigungen und über die sich daraus  Ansprüche des Klägers gegenüber dem 'Carried Interest Pool' unter Vorlegung aller relevanten Geschäftsunterlagen .
4. Die Beklagte sei zu verpflichten, allfällige Forderungsverzichte im Zusammenhang mit Verkäufen der von ihr vorgenommenen  gemäss Ziff. II.1.2 ('Carried Interest Pool'-relevante Anlagen) inkl. Verzichte auf vereinbarte Kompensationszahlungen wegen vorzeitigen Vertragsbeendigungen offen zu legen.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der ."
Teil-Urteil des Arbeitsgerichts Zürich, 2. Abteilung, vom 15. Oktober 2015 (erläuterte Fassung; Urk. 103 = Urk. 106):
1. In Gutheissung des Erläuterungsbegehrens werden die Ziffern 1-3 des Dis-
positivs des Teil-Urteils vom 14. Januar 2015 wie folgt neu formuliert:
"1. Die Beklagte wird verpflichtet, innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses  über sämtliche über die gesamte Laufzeit (auch über die Dauer des Arbeitsverhältnis des Klägers hinaus) entstandenen Erlöse (Dividen-
den, Zinsen und Kapitalgewinne) der von ihr getätigten Investitionen (gemäss
Aufstellung in act. 1 Ziff. II.1.2.; "Carried Interest Pool"-relevante Investitio-
nen) und über die sich daraus ergebenden Ansprüche des Klägers gegenüber
dem Carried Interest Pool abzurechnen, unter Vorlegung aller relevanten Ge-
schäftsunterlagen.
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2. Die Beklagte wird verpflichtet, innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Teil-
Urteils über sämtliche über die gesamte Laufzeit (auch über die Dauer des Arbeitsverhältnisses des Klägers hinaus) entstandenen Erlöse der von ihr getätigten Verkäufe der von ihr vorgenommenen Anlagen (gemäss
Aufstellung in act. 1 Ziff. II.1.2.; "Carried Interest Pool"-relevante Investitio-
nen) inkl. erhaltener Kompensationszahlungen für "liquidated damages" infol-
ge Vertragsbeendigungen und über die sich daraus ergebenden Ansprüche
des Klägers gegenüber dem Carried Interest Pool abzurechnen, unter Vorle-
gung aller relevanten Geschäftsunterlagen.
3. Die Beklagte wird verpflichtet, innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Teil-
Urteils allfällige Forderungsverzichte im Zusammenhang mit Verkäufen der
von ihr vorgenommenen Anlagen gemäss Aufstellung in act. 1 Ziff. II.1.2.
("Carried Interest Pool"-relevante Investitionen) inkl. allfällige Verzichte auf
vereinbarte Kompensationszahlungen wegen vorzeitiger Vertragsbeendigung
offen zu legen, die auf Investitionen vom 1. Januar 1997 bis zum 31.  2003 zurückgehen."
2. Die Festsetzung und Auflage der Prozesskosten (Gerichtskosten und Par-
teientschädigung) wird dem Entscheid in der Hauptsache vorbehalten.
3. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an den Kläger unter Beilage eines
Doppels von act. 102.
4. Eine Berufung gegen dieses erläuterte Teil-Urteil kann innert 30 Tagen von
der Zustellung an im Doppel und unter Beilage des Teil-Urteils (ursprüngli-
che und erläuterte Fassung) beim Obergericht des Kantons Zürich, I. Zivil-
kammer, Postfach 2401, 8021 Zürich, erklärt werden. In der Berufungsschrift
sind die Anträge zu stellen und zu begründen. Allfällige Urkunden sind mit
zweifachem Verzeichnis beizulegen.
Berufungsanträge:
der Beklagten und Berufungsklägerin (Urk. 105 S. 2 f.):
"1. Das Teil-Urteil des Arbeitsgerichts Zürich vom 15. Oktober 2015 (Geschäfts-
Nr. AH120249-6/U4) sei aufzuheben und es seien die Ziffern 1-3 des Teil-
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Urteils des Arbeitsgerichts Zürich vom 15. Oktober 2015 (Geschäfts-Nr. AH120249-6/U4) wie folgt neu zu formulieren:
«1. Die Beklagte wird verpflichtet, innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses
Teil-Urteils über sämtliche zwischen dem 1. Januar 1997 und dem 31. Oktober 2003 erzielten Erlöse (Dividenden, Zinsen und ) der von ihr getätigten Investitionen (gemäss Aufstellung in act. 1 Ziff. 11.1.2.; "Carried Interest Pool"-relevante Investitionen)  zu geben, unter Gewährung der Einsichtnahme in die , soweit erforderlich.
2. Die Beklagte wird verpflichtet, innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses
Teil-Urteils über sämtliche zwischen dem 1. Januar 1997 und dem 31. Oktober 2003 erzielten Erlöse der von ihr getätigten Verkäufe der von ihr vorgenommenen Anlagen (gemäss Aufstellung in act. 1 Ziff. 11.1.2.; "Carried Interest Pool"-relevante Investitionen) inkl. erhaltener Kompensationszahlungen für "liquidated damages" infolge  Aufschluss zu geben, unter Gewährung der  in die Geschäftsbücher, soweit erforderlich.
3. Die Beklagte wird verpflichtet, innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses
Teil-Urteils allfällige zwischen dem 1. Januar 1997 und dem 31.  2003 vorgenommene Forderungsverzichte im Zusammenhang mit Verkäufen der von ihr vorgenommenen Anlagen gemäss  in act. 1 Ziff. 11.1.2. ("Carried Interest Pool"-relevante ) inkl. allfällige Verzichte auf vereinbarte Kompensationszahlungen wegen vorzeitiger Vertragsbeendigung offen zu legen.»
2. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Beschwerde-
gegners."
des Klägers und Berufungsbeklagten (Urk. 111 S. 2):
"1. Es sei auf die Berufung nicht einzutreten. 2. Falls wider Erwarten auf die Berufung eingetreten wird, sei die Berufung
bzw. seien die Rechtsbegehren der Beklagten abzuweisen und das  vom 15. Oktober 2015 zu bestätigen (Eventualantrag);
alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten."
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## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Beklagte und Berufungsbeklagte (fortan Beklagte) wurde 1999 ge-
gründet, um für die C._/D._-Gruppe und weitere Investoren Kapitalanla-
gen im Private Equity-Bereich vorzunehmen und durchzuführen. Die Beklagte ist
zu 100% eine Tochtergesellschaft der E._ AG, die wiederum durch die
C._ (C._), heute D._ AG, gehalten wird (Urk. 22 S. 8 Ziff. 20).
2. a) Der Kläger und Berufungskläger (fortan Kläger) war ab 1. Mai 1998 für
die C._/D._ und ab Januar 2000 als CEO für die Beklagte tätig (Urk.
3/12, Urk. 3/14). Gemäss Arbeitsvertrag vom 5. Juni 2000, der den Arbeitsvertrag
vom 18. März 1998 ersetzte, versah der Kläger bei der Beklagten die Funktion
und Position eines (geschäftsführenden) Partners (Urk. 3/6). Nebst einem Lohn,
einem Bonus (bei Zielerreichung gemäss spezieller Vereinbarung) und einer pau-
schalen Aufwandentschädigung sah Ziffer 12 des Arbeitsvertrags eine Beteiligung
an einem "Carried Interest Pool" vor. Die Bestimmung lautet wie folgt: "Im Bereich
A._ AG wird ein 'Carried Interest Pool' errichtet (siehe Beiblatt 'Carried Inte-
rest Pool'). Die prozentuale Beteiligung des Arbeitsnehmers beläuft sich auf 15%."
(Urk. 3/6 S. 2). Das Beiblatt enthält folgende Regelung (Urk. 3/6 [Beiblatt]):
Carried Interest Pool
The carried interest pool ("pool") is part of the compensation structure for the partners of
A._ and for selected members of the staff ("principals").
The pool is made of the performance realised on investments managed by A._
("A._"). The performance fees for the pool are as follows:
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Fund of Fund product Direct Investment Product
D._ investments 5.0% 10.0%
Third Party Investments1 7.5% 15.0%
Performance fees are paid only if a performance of 8% p.a. is realised (catch-up, high-water
mark).
Die zugehörige Fussnote(1) lautet wie folgt:
1Corresponding to 75% of performance fees applied, based on the assumption that fees ap-
plied are 10% for Fund of Fund product and 20% for Direct investment product.
Gemäss Ziffer 13 des Arbeitsvertrags waren die Partner sodann berechtigt
und verpflichtet, sich an Investitionen zu beteiligen (sog. Co-Investmentverein-
barung). Dazu kam es in der Folge aber offenbar nicht.
b) Zwischen den Parteien ist strittig, ob drei von der Beklagten am 9. Juli
2001 unterschriebene und vom Kläger gegengezeichnete Zusätze zum Arbeits-
vertrag ("ANNEX TO THE EMPLOYMENT CONTRACT") Vertragsbestandteil ge-
worden sind (Urk. 1 S. 5 ff. N 10 ff., Urk. 10 S. 4 ff. N 4 ff., S. 9). Dabei geht es um
folgende Arbeitsvertrags-Zusätze: - CARRIED INTEREST POOL FOR ASSETS OF F._ AG AND G._
AG (Urk. 3/7)
- CARRIED INTEREST POOL FOR THIRD PARTY ASSETS (WITH EXCEP-
TION OF ASSETS OF F._ AG AND G._ AG) (Urk. 3/8)
- CARRIED INTEREST POOL FOR C._ ASSETS (Urk. 3/9).
3. Mit Schreiben vom 30. April 2003 kündigte die Beklagte das Arbeitsver-
hältnis fristgemäss auf den 31. Oktober 2003. Zugleich wurde der Kläger per so-
fort freigestellt (Urk. 3/13).
4. In einer Medienmitteilung vom tt. Februar 2004 wurde bekannt gegeben,
dass sich die "D._" vom Geschäft mit Private Equity-Anlagen für Dritte trennt
(Urk. 17/24). In einer weiteren Medienmitteilung vom tt. Oktober 2004 orientierte
die "D._" darüber, dass sie den grössten Teil ihres Private Equity-Portfolios
an H._ verkaufe (Urk. 17/25).
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5. Mit Klageschrift vom 24. April 2008, gleichentags zur Post gegeben und
bei der Vorinstanz eingegangen am 28. April 2008, machte der Kläger das vorlie-
gende Verfahren mit obgenanntem Rechtsbegehren rechtshängig (Urk. 1). Die Beklagte erstattete die Klageantwort mit Eingabe vom 21. August 2008 (Urk. 10).
Die Replik datiert vom 5. November 2008 (Urk. 15), die Duplik vom 16. März 2009
(Urk. 22). Mit Präsidialverfügung vom 21. Dezember 2009 und – auf Einsprache
der Beklagten hin – mit Beschluss vom 9. Februar 2010 wurden dem Kläger Sub-
stantiierungshinweise erteilt (Urk. 25, Urk. 29, Urk. 31). Mit Eingabe vom 18. Feb-
ruar 2010 ergänzte der Kläger seine Vorbringen (Urk. 33). Mit Urteil vom 8. De-
zember 2010 wies die Vorinstanz die Klage ab, auferlegte die Verfahrenskosten
von Fr. 3'950.– dem Kläger und verpflichtete diesen, der Beklagten eine Prozess-
entschädigung von Fr. 6'000.– zu bezahlen (Urk. 34 = Urk. 38).
6. Die Kammer hob auf Berufung des Klägers hin mit Beschluss vom 25. Mai
2012 das Urteil des Arbeitsgerichtes Zürich auf und wies die Sache zur Ergän-
zung des Verfahrens und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurück
(Urk. 57, Urk. 61). Mit Urteil vom 15. Oktober 2012 trat das Bundesgericht auf ei-
ne dagegen gerichtete Beschwerde der Beklagten nicht ein (Urk. 60).
7. Am 13. August 2013 erliess die Vorinstanz den Beweisauflagebeschluss
im Sinne von § 136 ZPO/ZH (Urk. 63); am 11. November 2013 erging in Anwen-
dung von § 140 ZPO/ZH der Beweisabnahmebeschluss (Urk. 72). Am 12. und
13. Mai 2014 fanden Beweisverhandlungen statt (Prot. I S. 17 ff.). Die Parteien
nahmen am 6. Juni und 27. August 2014 zum Beweisergebnis Stellung (Urk. 93
und Urk. 94). Mit Teilurteil vom 14. Januar 2015 verpflichtete die Vorinstanz die
Beklagte zur Rechnungslegung wie folgt (Urk. 95 S. 37 f.):
"1. Die Beklagte wird verpflichtet, innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Teil-
Urteils über sämtliche Erlöse (Dividenden, Zinsen und Kapitalgewinne) der
von ihr getätigten Investitionen (gemäss Aufstellung in act. 1 Ziff. II.1.2.; "Car-
ried Interest Pool"-relevante Investitionen) und über die sich daraus ergeben-
den Ansprüche des Klägers gegenüber dem Carried Interest Pool abzurech-
nen, unter Vorlegung aller relevanten Geschäftsunterlagen.
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2. Die Beklagte wird verpflichtet, innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Teil-
Urteils über sämtliche Erlöse der von ihr getätigten Verkäufe der von ihr vor-
genommenen Anlagen (gemäss Aufstellung in act. 1 Ziff. II.1.2.; "Carried Inte-
rest Pool"-relevante Investitionen) inkl. erhaltener Kompensationszahlungen
für "liquidated damages" infolge Vertragsbeendigungen und über die sich da-
raus ergebenden Ansprüche des Klägers gegenüber dem Carried Interest
Pool abzurechnen, unter Vorlegung aller relevanten Geschäftsunterlagen.
3. Die Beklagte wird verpflichtet, innert 30 Tagen ab Rechtskraft dieses Teil-
Urteils allfällige Forderungsverzichte im Zusammenhang mit Verkäufen der
von ihr vorgenommenen Anlagen gemäss Aufstellung in act. 1 Ziff. II.1.2.
("Carried Interest Pool"-relevante Investitionen) inkl. allfällige Verzichte auf
vereinbarte Kompensationszahlungen wegen vorzeitiger Vertragsbeendigung
offen zu legen.
4. Dem Kläger wird aufgegeben, der 2. Abteilung des Arbeitsgerichts Zürich von
der erfolgten Auskunft und Rechnungslegung durch die Beklagte umgehend
Mitteilung zu machen.
5. Die Festsetzung und Auflage der Prozesskosten (Gerichtskosten und Partei-
entschädigung) wird dem Entscheid in der Hauptsache vorbehalten."
Dieses Urteil blieb unangefochten. Mit Eingabe vom 22. April 2015 ersuchte
der Kläger um Erläuterung des Teilurteils vom 14. Januar 2015 mit dem Antrag:
"Es sei klarzustellen, dass die Beklagte gemäss den Ziff. 1. – 3. des Dispositivs
ohne zeitliche Einschränkung Auskunft zu erteilen und abzurechnen hat (Urk. 98
S. 3). Am 4. Juni 2015 hielt die Beklagte auf Abweisung des Erläuterungsbegeh-
rens (Urk. 102). Am 15. Oktober 2015 hiess die Vorinstanz das Erläuterungsbe-
gehren gut und formulierte die Dispositiv Ziffern 1 bis 3 des Teilurteils vom
14. Januar 2015 im eingangs aufgeführten Sinne neu (Urk. 103).
8. Gegen das erläuterte und ihr am 23. Oktober 2015 neu eröffnete Teilurteil
führt die Beklagte mit Eingabe vom 23. November 2015 Berufung mit eingangs
aufgeführten Anträgen (Urk. 104/1, Urk. 105). Die Berufungsantwort datiert vom
13. Januar 2016 (Urk. 111). Die Beklagte reichte unaufgefordert am 27. Januar
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2016 eine Replik ein (Urk. 113), die dem Kläger am 1. Februar 2016 zugestellt
wurde (Urk. 114). Seither sind keine weiteren Eingaben mehr erfolgt.
II.
1. Die Vorinstanz kam im Teilurteil vom 14. Januar 2015 zum Ergebnis, dass
die drei Arbeitsvertrags-Zusätze (fortan AVZ) zwischen den Parteien gültig zu-
stande gekommen seien und dem Kläger entsprechend der Qualifikation des Car-
ried Interest als Lohn in Form eines Anteils am Geschäftsergebnis ein Auskunfts-
und Einsichtsrecht im Sinne von Art. 322a Abs. 2 OR zustehe (Urk. 95 S. 31). Sie
verpflichtete die Beklagte zur Abrechnung und Auskunft entsprechend der vom
Kläger gestellten Rechtsbegehren Ziff. 2 bis 4 (Urk. 95 S. 31 ff.). In der Folge wa-
ren sich die Parteien über den zeitlichen Umfang der Abrechnung uneins, was
den Kläger zur Stellung eines Erläuterungsbegehrens veranlasste (Urk. 98 und
99). Die Beklagte stellte sich auf den Standpunkt, eine Abrechnungspflicht über
Geschäftsvorgänge, insbesondere über Zahlungseingänge, die nach Beendigung
des Arbeitsverhältnisses mit dem Kläger erfolgt seien, könne es im Zusammen-
hang mit der Beteiligung am Geschäftsergebnis gemäss Art. 322a Abs. 1 OR oh-
ne besondere Absprache nicht geben. Dies sei – so die Beklagte weiter – eine
rechtliche Selbstverständlichkeit, die keiner besonderen Erwähnung, insbesonde-
re auch nicht im Dispositiv, bedürfe (Urk. 102 S. 2). Es ergebe sich aus der
Rechtsnatur des Auskunfts- und Einsichtsrechts nach Art. 322a Abs. 2 OR, dass
sich die ihr vom Arbeitsgericht auferlegte Abrechnungspflicht nur auf Erlöse und
allfällige Forderungsverzichte beziehen könne und wolle, die vor Ende 2003 er-
folgt seien; eine Auskunftserteilung und Abrechnung "ohne zeitliche Einschrän-
kung" sei materiellrechtlich nicht begründbar und unsinnig (Urk. 102 S. 4). Indem
die Vorinstanz den Carried Interest als sonstigen Anteil am Geschäftsergebnis
(Art. 322a Abs. 1 OR) qualifiziere und zusammenfassend erwäge, die Beklagte
habe "somit in diesem Sinne für die Jahre 1997 bis 2003 (pro rata) über sämtliche
Erlöse der von ihr getätigten Investitionen [...] und die sich daraus ergebenden
Ansprüche des Klägers [...] abzurechnen" (Urk. 95 S. 32), werde hinlänglich und
in Übereinstimmung mit Lehre und Rechtsprechung festgestellt, dass nur über In-
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vestitionen und daraus resultierende Erträge abzurechnen sei, die das Ergebnis
der Geschäftsjahre, während denen der Kläger Angestellter gewesen sei, beein-
flusst hätten bzw. hätten beeinflussen können (Urk. 102 S. 3 f.). Unter diesen
Umständen – so das Fazit der Beklagten – bestehe keinerlei Erläuterungsbedarf
(Urk. 102 S. 4).
2. Die Vorinstanz rekapitulierte im erläuterten Entscheid zunächst die recht-
lichen Voraussetzungen der Erläuterung und Berichtigung gemäss dem anwend-
baren Art. 334 ZPO (Urk. 106 S. 6). Sie kam zum Schluss, dass vorliegend die
Voraussetzungen für eine Klarstellung sämtlicher Dispositivziffern erfüllt sind. Sie
verwies auf ihre Feststellung, wonach die drei AVZ Gültigkeit hätten und damit die
darin geregelten Modalitäten zur Anwendung gelangten, wobei in der Zeit vom
1. Januar 1997 bis 31. Oktober 2003 die in der Klageschrift aufgeführten 195 In-
vestitionen getätigt worden seien, über welche der Kläger Abrechnung verlange.
Laut dem Teilurteil ergebe sich aus dem Begriff des Carried Interest, dass bei Er-
reichen einer gewissen Mindestrendite ("Hurdle Rate") die Fondsmanager bzw.
die Management-Gesellschaft nach Rückführung der Kapitalanlagen am Ende der
Laufzeit des Fonds mit einem Prozentsatz der realisierten Gewinne (in Form ei-
nes Carried Interest) entschädigt würden (mit Verweis auf S. 13 des Teilurteils
und Urk. 23). Dies gelte auch für den am Carried Interest beteiligten Kläger.
Nachdem das Ende der Laufzeiten der 195 genannten Investitionen dem Kläger
nicht bekannt gewesen und von der Beklagten nicht genannt worden sei, sei die
Beklagte in Dispositivziffer 1 des Teilurteils verpflichtet worden, über sämtliche Er-
löse (Dividenden, Zinsen und Kapitalgewinne) der von ihr getätigten Investitionen
gemäss Aufstellung in der Klageschrift abzurechnen, ohne dass eine zeitliche
Einschränkung erfolgt sei. Gemeint sei mit dieser Formulierung, dass die Beklagte
über den Erlös, den eine Investition über die gesamte Laufzeit abwerfe, abzu-
rechnen habe, unabhängig davon, ob diese Erlöse bereits vor oder erst nach der
Beendigung des Arbeitsverhältnisses des Klägers angefallen seien. Massgebend
sei allein, dass die Investitionen in den Jahren 1997 bis zum 31. Oktober 2003
(und insofern pro rata) getätigt worden seien und unter die drei AVZ fallen wür-
den. Dasselbe gelte für Dispositivziffer 2 des Teilurteils. Die Formulierung auf
S. 32 des Teilurteils "Die Beklagte hat somit in diesem Sinne für die Jahre 1997
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bis 2003 (pro rata) über sämtliche Erlöse [...] abzurechnen, [...].", sei im vorste-
henden Sinne zu verstehen (Urk. 106 S. 6).
Mit Bezug auf die Kompensationszahlungen werde im Teilurteil festgehalten,
dass gestützt auf die jeweilige Ziffer 6 der AVZ über allfällige Kompensationszah-
lungen für die vorzeitige Beendigung von Management-Verträgen abzurechnen
bzw. Aufschluss zu erteilen sei. Werde die Formulierung im Teilurteil zusammen
mit der jeweiligen Ziffer 6 in den AVZ gelesen, sei klar, dass über jede Kompensa-
tionszahlung im Zusammenhang mit der vorzeitigen Beendigung der Manage-
ment-Verträge abzurechnen sei. Dies gelte entgegen der Ansicht der Beklagten
unabhängig davon, ob allfällige Kompensationszahlungen bereits vor oder erst
nach der Beendigung des Arbeitsverhältnisses des Klägers bei der Beklagten
eingetroffen seien bzw. allenfalls darauf verzichtet worden sei. Massgebend sei
allein, dass sich diese Kompensationszahlungen auf Investitionen beziehen wür-
den, die von 1997 bis zum 31. Oktober 2003 getätigt worden seien und unter die
AVZ fielen (Urk. 106 S. 6 f.).
III.
1. Das Berufungsverfahren richtet sich nach der am 1. Januar 2011 in Kraft
getretenen schweizerischen Zivilprozessordnung (Art. 405 Abs. 1 ZPO). Die Beru-
fung wurde form- und fristgerecht erhoben. Sie richtet sich gegen einen erstin-
stanzlichen erläuterten Teil-Endentscheid (Art. 308 Abs. 1 lit. a ZPO), der den
Parteien neu zu eröffnen war (Art. 304 Abs. 1 ZPO). Die Streitwertgrenze von
Fr. 10'000.– wird erreicht, denn auch bei einer Trennung von Rechtsbegehren,
wie sie hier mit der Erledigung von Rechtsbegehren Ziffer 2 bis 4 erfolgt ist,
kommt es für die Zulässigkeit des Rechtsmittels weiterhin auf den Streitwert sämt-
licher Rechtsbegehren an (BK ZPO-Frei, Art. 125 N 13).
2. a) Der Kläger macht zunächst geltend, auf die Berufung gegen den erläu-
terten Entscheid könne mangels Beschwer und Rechtsschutzinteresse gesamt-
haft nicht eingetreten werden. Es mache keinen Unterschied, ob über sämtliche
Erlöse der getätigten Investitionen oder über sämtliche über die gesamte Laufzeit
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(auch über die Dauer des Arbeitsverhältnisses des Klägers hinaus) entstandenen
Erlöse der getätigten Investitionen abzurechnen sei. Die erläuterte Fassung sei
mit der vorgenommenen Ergänzung sogar einschränkender formuliert als die ur-
sprüngliche Fassung, in der keine zeitliche Limite gesetzt worden sei. Dasselbe
gelte für die Erlöse der von der Beklagten getätigten Verkäufe und für allfällige
von ihr erklärte Forderungsverzichte. Auch insofern habe die Vorinstanz den Um-
fang der Abrechnung nicht erweitert. Die Erwägungen im ursprünglichen Teilurteil
vom 14. Januar 2015 liessen keinen Zweifel daran, dass die Vorinstanz mit der
Formulierung, es sei "in diesem Sinne für die Jahre 1997 bis 2003 (pro rata) ...
abzurechnen" die zu berücksichtigenden Vintage-Jahre bezeichnet habe, und die
aufgrund der massgebenden Vintage-Jahre erworbenen Ansprüche durch die
Dauer der Anstellung demnach nicht beschränkt würden (Urk. 111 S. 2 ff.).
b) Der Kläger hat bei der Vorinstanz ein Erläuterungsbegehren gestellt, wo-
nach "klarzustellen [sei], dass die Beklagte gemäss den Ziff. 1. – 3. des Disposi-
tivs ohne zeitliche Einschränkung Auskunft zu erteilen und abzurechnen hat." Die
Vorinstanz hat daraufhin in Gutheissung des Erläuterungsbegehrens ihr Urteils-
dispositiv ergänzt. Der erläuterte Entscheid war daher den Parteien einschliess-
lich der Rechtsmittelbelehrung neu zu eröffnen (Art. 334 Abs. 4 ZPO). In der Be-
rufungsantwort hielt der Kläger daran fest, dass sich das Teilurteil vom 14. Januar
2015 als "erläuterungsbedürftig" erwiesen habe (Urk. 111 S. 6). Deswegen ist die
Beklagte im Umfang, in dem die Vorinstanz das Teilurteil im Sinne des Klägers
klarstellte, beschwert. Daran ändert nichts, dass sich das ursprüngliche Dispositiv
nach Auffassung des Klägers vom erläuterten Dispositiv inhaltlich nicht unter-
scheidet (Urk. 111 S. 3). Gemäss Art. 334 Abs. 1 ZPO kann sich der Erläute-
rungsbedarf auch daraus ergeben, dass das Dispositiv mit der Begründung in Wi-
derspruch steht. Soweit Urteilserwägungen zur Auslegung des Dispositivs heran-
gezogen werden müssen, können ausnahmsweise auch sie Gegenstand einer Er-
läuterung sein (BSK ZPO-Herzog, Art. 334 N 5 mit Verweis auf die Rechtspre-
chung; Staehelin/Staehelin/Grolimund, Zivilprozessrecht, 2. Aufl., Zürich 2013, §
26 Rz 70). Denn auch in einem solchen Fall wird das Urteil "in Bezug auf sein
Dispositiv erläutert" (BSK BGG-Escher, N 5 zu Art. 129 BGG). In der vorliegenden
Konstellation hätte es wohl genügt darzulegen, wie der umstrittene Passus, die
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Beklagte habe "in diesem Sinne für die Jahre 1997 bis 2003 (pro rata)" abzurech-
nen, zu verstehen ist, leitete die Beklagte nach Auffassung der Vorinstanz doch
aus dieser Erwägung fälschlicherweise ab, dass sie entgegen dem Wortlaut des
Dispositivs lediglich bis Ende 2003 abzurechnen habe (Urk. 102 S. 3 Rz 4). Wenn
die Vorinstanz einerseits darlegte, wie ihre Erwägungen zu verstehen sind, und
andererseits auch noch das Dispositiv klarer formulierte, kann ihr deswegen aber
kein Vorwurf gemacht werden. Ausschlaggebend ist, dass die Unsicherheit über
den zeitlichen Umfang der Abrechnungspflicht im Sinne des Klägers entschieden
und das Verständnis der Beklagten zurückgewiesen wurde. Deshalb ist die Be-
klagte durch die Erläuterung beschwert und kann sich auf dem Wege der Beru-
fung gegen den erläuterten Entscheid zur Wehr setzen. Damit ist auch der formel-
le Einwand der Beklagten, die Begründung sei einer Erläuterung nicht zugänglich
(Urk. 105 S. 9 Rz 30), vom Tisch, zumal die Vorinstanz auch das Dispositiv präzi-
siert hat.
3. a) Mit der Berufung kann unrichtige Rechtsanwendung und unrichtige
Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht werden (Art. 310 ZPO). Jedoch
kann der von der Erläuterung oder Berichtigung nicht betroffene Teil des Erstur-
teils nicht nochmals angefochten werden; rechtmittelfähig sind nur die neu eröff-
neten, berichtigten bzw. erläuterten Punkte (BSK ZPO-Herzog, Art. 334 N 17;
Freiburghaus/Afheldt, in: Sutter-Somm et al., ZPO Komm., Art. 334 N 14; je mit
Verweis auf Lehre und Rechtsprechung). Soweit die Beklagte rügt, sie könne ge-
mäss Art. 322a Abs. 2 OR nicht zur Abrechnung über die betreffenden Erlöse,
sondern nur dazu verpflichtet werden, die nötigen Aufschlüsse zu erteilen und
Einsicht in die Geschäftsbücher zu gewähren (Urk. 105 S. 11 Rz 39 f.), wendet
sie sich gegen eine bereits im ursprünglichen Urteil vom 15. Januar 2016 formu-
lierte Verpflichtung (Urk. 95 S. 33 f.). Insoweit kann der Berufung kein Erfolg be-
schieden sein.
b) Die Beklagte will den von der Vorinstanz in Dispositivziffer 1.1 und 1.2
verwendeten Ausdruck "entstandene Erlöse" durch die Formulierung "erzielte Er-
löse" ersetzen. Eine Begründung dafür liefert sie nicht, weshalb es bei der vor-
instanzlichen Formulierung bleibt.
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4. a) Zum Carried Interest wurde im Rückweisungsbeschluss vom
25. Mai 2012 unter Hinweis auf die Lehre folgendes ausgeführt (Urk. 61 S. 13):
"Beim sog. Carried Interest handelt es sich um einen feststehenden Begriff im Vergütungssystem von Private Equity-Fonds. Eine Management-Gesellschaft wie die Beklagte erbringt ihre Verwaltungstätigkeit aufgrund von -Verträgen. Für ihre Dienstleistung erhält eine Management-Gesellschaft eine laufende, von der Performance unabhängige Tätigkeitsvergütung, die sog. Management Fee. Nebst dieser Grundvergütung finden sich bei Private Equity-Fonds weitere Vergütungselemente, insbesondere die Beteiligung der Managementgesellschaft und der Fondsmanager an den erwirtschafteten Gewinnen ("Carried Interest"). Zuweilen wird auch von Performance Fee . Bei Erreichen einer gewissen Mindestrendite (Hurdle Rate) werden die Fondsmanager bzw. die Management-Gesellschaft am Ende der Laufzeit des Fonds mit einem Prozentsatz der realisierten Gewinne in Form eines  Interest entschädigt (BSK KAG-Oesterhelt, N 243a und 243b vor Art. 1 KAG; Jesch/Striegel/Boxberger [Hrsg.], Rechtshandbuch Private Equity, München 2010, S. 69 f., S. 132 ff.)."
Nachdem die Parteien über die Abrechnung in zeitlicher Hinsicht divergie-
rende Standpunkte einnehmen, sind diese Ausführungen zu ergänzen. Hinsicht-
lich des Ausschüttungszeitpunkts des Carried Interest werden in der Vertragspra-
xis zwei verschiedene Modelle angetroffen: Einerseits das bei Offshore-Fonds
(insbesondere US-Fonds) vereinzelt anzutreffende deal-by-deal-Konzept und an-
dererseits das im Europäischen Kontext gängige fund-as-a-whole-Konzept. Beim
fund-as-a-whole-Konzept (Europäisches Modell) erfolgt die Auszahlung des Car-
ried Interest nebst dem catch-up erst am Ende der Laufzeit des Fonds (durch-
schnittlich sieben bis zehn Jahre), nachdem die Investoren die Rückzahlung des
Kapitalanteils zuzüglich Mindestverzinsung erhalten haben. Hingegen erfolgt beim
US-Modell (deal-by-deal) eine Zuweisung des Carried Interest nach Abverkauf je-
des einzelnen Portfolio-Unternehmens (Exits). Doch wird auch beim deal-by-deal-
Konzept auf der Grundlage jedes einzelnen Investments zum Zeitpunkt der Reali-
sierung abgerechnet (vgl. – auch zum Zweck von sog. catch-up Vereinbarungen –
Jesch/Striegel/Boxberger, Rechtshandbuch Private Equity, München 2010, S. 135
f., S. 465; Feldhaus/Veith, Frankfurter Kommentar zu Private Equity, Frankfurt
2010, Kap. 1 N 110, N 140 und N 163; ferner Philipp, Private Equity: Der Carried
Interest in Erbschafts- und Schenkungssteuer, in: Transaktionen, Vermögen, Pro
Bono, Festschrift zum zehnjährigen Bestehen von P+P Pöllath + Partner, Mün-
chen 2008, S. 459 ff., S. 460 f., wonach die beiden "Grundmodelle" letztlich zu ei-
- 15 -
nem nahezu gleichen Ergebnis führen). Freilich sind in der Praxis abgestimmt auf
die Bedürfnisse des Einzelfalls vielfältige Strukturen anzutreffen (Jesch/Striegel/
Boxberger, a.a.O., S. 137). Im Gegensatz zum Carried Interest von Private Equi-
ty-Fonds wird die bei Hedge-Fonds übliche Performance Fee regelmässig (typi-
scherweise jährlich) an die Hedge Fonds-Manager ausbezahlt (BSK KAG-
Oesterhelt, Vor Art. 1 N 243c+d).
Mit dem vorstehend Dargelegten stimmt überein, dass I._, zunächst
Rechtskonsulent und später COO der Beklagten (Urk. 86 S. 3, Urk. 87 S. 3, Urk.
10 S. 3), in einem internen, an den Kläger und J._ gerichteten Memo vom 5.
Februar 2002 betreffend "Schutz von Key Employees" auf folgende mit der Struk-
turierung von Private Equity-Fonds zusammenhängende Besonderheit hinwies
(Urk. 24/1):
"Der Erfolg von Private Equity Anlagen wird erst ermittelt, nachdem das in  bestimmten Kalenderjahr (sog. "Vintage Year") investierte Kapital  mit allen Erträgen an den Investor zurückbezahlt worden ist. Dies führt dazu, dass ein allfälliger "Carried Interest" von A._ Mitarbeitern  fünf bis sechs Jahre, realistischerweise sieben bis zehn Jahre nach einem bestimmten Vintage Jahr ausbezahlt wird.
[...]
Die Tatsache, dass Ansprüche von Mitarbeitern erst mehrere Jahre nach dem tatsächlichen Investment fällig werden, führt zu einer komplexen Problematik. [...]"
In einem ausführlichen, vom Kläger und I._ verfassten Memo vom
6. Dezember 2002 ist zudem davon die Rede, dass die Performance Fee des In-
vestment Managers "erst beim Exit der entsprechenden Investments abgerechnet
wird" (Urk. 3/15 S. 5).
b) Die Beklagte beruft sich auf Art. 322a Abs. 1 OR und behauptet, aus die-
ser Bestimmung folge, dass ein ausscheidender Arbeitnehmer keine Ansprüche
aus erst nach seinem Ausscheiden umsatzwirksam gewordenen Geschäften ab-
leiten könne (Urk. 105 S. 14 Rz 52). Das Bundesgericht hat aber bereits in sei-
nem Entscheid vom 5. März 2012 im Zusammenhang mit den von der Beklagten
abgeschlossenen Arbeitsverträgen und AVZ betreffend einen anderen Mitarbeiter
folgende Überlegung angestellt (BGer 4A_380/2011 E. 5.1.4):
- 16 -
"Beim Carried Interest handelt es sich um ein sehr komplexes , das eine besondere Gewinnbeteiligung der  und der Fondsmanager von Private Equity-Fonds bezweckt. Wird eine gewisse Mindestrendite erreicht (Hurdle Rate), werden die  bzw. die Managementgesellschaft am Ende der Laufzeit des Fonds ( 10 Jahre) mit einem Prozentsatz der realisierten Gewinne des Fonds mittels eines Carried Interest entschädigt (STEFAN OESTERHELT, in: Basler Kommentar, Kollektivanlagengesetz, 2009, N. 243a zu Art. 1 KAG S. 73).
Art. 322a OR regelt den einfachen Anteil des Arbeitnehmers am , welcher sich nach dem Gesamterfolg des Unternehmens oder eines Unternehmensteils bestimmt. Für die Berechnung des Anteils ist das  des Geschäftsjahres massgebend, wie es nach den gesetzlichen  und allgemein anerkannten kaufmännischen Grundsätzen  ist. Die Parteien haben im Arbeitsvertrag vom 20. Juli 2000 jedoch  nicht eine Beteiligung des Beschwerdegegners an einem jährlich messbaren Geschäftsergebnis vereinbart, sondern eine spezielle Regelung vorgesehen mit einer Beteiligung an Kapitalerträgen bestimmter Anlagen auf Grundlage eines Carried Interest. Es scheint augenfällig, dass Art. 322a OR auf solche Fälle nicht anwendbar ist und sich der Gesetzesbestimmung keine Regelung für das komplexe Entschädigungssystem des Carried Interest  lässt."
Die Beklagte kann aus Art. 322a Abs. 1 OR daher nichts zu ihren Gunsten
ableiten. Damit steht nicht in Widerspruch, dass im Rückweisungsentscheid der
Kammer vom 25. Mai 2012 darauf hingewiesen wurde, der Arbeitgeber habe dem
Arbeitnehmer bei Einräumung einer Gewinnbeteiligung die nötigen Aufschlüsse
zu erteilen und Einsicht in die Geschäftsbücher zu gewähren (Art. 322a Abs. 2
OR), wobei eine eigentliche Beteiligungsabrechnung durch den Arbeitgeber in der
Lohnabrechnung zu erfolgen habe (Urk. 61 S. 14). Wenn der Arbeitgeber bereits
für eine einfache Beteiligung am Geschäftsergebnis im Sinne von Art. 322a
Abs. 1 OR abrechnungspflichtig wird, wird er es ohne weiteres auch für die kom-
plexere besondere Gewinnbeteiligung in der Form eines Carried Interest.
5. a) Die Beklagte leitet aus den AVZ, Ziff. 3.1 Abs. 3, Ziff. 3.3 Abs. 1 und
Ziff. 4.1 ab, dass ein ausscheidender Mitarbeiter Anspruch auf 100% seiner Quote
am Pool aus dem vergangenen Kalenderjahr (d.h. daran, was in diesem Jahr in
den Pool geflossen sei) und eine pro-rata-Quote betreffend das laufende Kalen-
derjahr habe. Der relevante Performance Fee Pool werde nach Massgabe der
"Performance Fee received during a specific calendar year" berechnet und ein
ausscheidender Mitarbeiter habe nur einen quotalen Anspruch an den im Zeit-
- 17 -
punkt seines Austritts eingegangenen Performance Fees, wobei für das laufende
Jahr der pro-rata-Anspruch nach Massgabe der Anzahl Monate berechnet werde.
Ein Anspruch an nach Beendigung des Anstellungsverhältnisses eingehenden
Performance Fees, Erlösen, Kompensationszahlungen etc. bestehe nicht. Dem-
entsprechend gebe es auch keinen über das Ende des Arbeitsverhältnisses hin-
ausgehenden Anspruch auf Aufschlusserteilung (Urk. 105 S. 12 f. Rz 42 ff.). Auch
die Vereinbarung einer "high-water mark", über die "p.a." abzurechnen sei, und
eines "catch up" ergebe nur bei einer periodischen Messung der Performance und
der in den AVZ vorgesehenen jährlichen Äufnung des Carried Interest Pool einen
Sinn (Urk. 105 S. 15 f. Rz 58 ff.).
b) Der Kläger wendet sich mit folgenden Argumenten gegen die von der Be-
klagten vertretene Interpretation der Arbeitsvertragszusätze:
- Die Vorinstanz habe die Beklagte verpflichtet, über sämtliche Erlöse ohne
jede zeitliche Limite abzurechnen. Wenn die Auffassung der Beklagten zu-
träfe, hätte sie gegen das Teilurteil vom 14. Januar 2015 Berufung führen
müssen. Dieses Versäumnis lasse sich mit einer gegen das Teilurteil vom
15. Oktober 2015 erklärten Berufung und mit Rügen wegen angeblich miss-
achteter Vertragsklauseln nicht mehr beseitigen (Urk. 111 S. 12 Ziff. 46 f.,
S. 15 Ziff. 67);
- Der Kläger habe in seiner Eingabe vom 18. Februar 2010 (Urk. 33) ausge-
führt, über welche Zeitspanne und Erlöse aufgrund der getroffenen Verein-
barungen abzurechnen sei, nämlich über die Ergebnisse der Vintage-Jahre
1997-1999, 2000, 2001, 2002 und 2003 (2003 pro rata temporis) für die
Laufzeit der Investitionen (Urk. 111 S. 11 Ziff. 41, S. 13 Ziff. 51). Seitens der
Beklagten sei im erstinstanzlichen Verfahren nie bestritten oder widerlegt
worden, dass sich Ziffer 4.1 AVZ auf die für die Entschädigung massgeben-
den Vintage-Jahre und nicht auf die Anstellungsdauer eines "Good Leaver"
beziehe. Selbst wenn die Auffassung der Beklagten richtig wäre, könnte sie
im Berufungsverfahren nicht mehr vorgetragen werden (Urk. 111 S. 15
Ziff. 66: "in Stein gemeisselte massgebende Prozessgrundlage"), zumal die
Beklagte nie geltend gemacht habe, ihr rechtliches Gehör sei verletzt wor-
- 18 -
den; vielmehr hätten seine Ausführungen als anerkannt zu gelten (Urk. 111
S. 6 f.). Die (vielleicht etwas zu wenig klar formulierte) Ziffer 4.1 AVZ bezie-
he sich aufgrund der Urteilserwägungen als Ganzes nur auf die Vintage-
Jahre, die für die Abrechnung massgebend seien, und würden keine absolu-
te Zeitspanne für die Abrechnungsdauer festlegen. Wäre die Klausel unklar,
müsste sie zum Nachteil der Beklagten ausgelegt werden (Urk. 111 S. 12
Ziff. 46).
- Auch im Falle einer Carried Interest-Lösung seien jährliche Abrechnungen
im Zusammenhang mit der Äufnung des Carried Interest Pools gemäss den
zwischen den Parteien vereinbarten Abrechnungsmodalitäten möglich und
nötig (Urk. 111 S. 14 Ziff. 61). In der Tat sei über die Laufzeit der Anlagen
eine jährliche Äufnung des Carried Interest Pool vorgesehen, damit am En-
de der Laufzeit der Anlagen eines Vintage-Jahres gegenüber den Arbeit-
nehmern über die Gesamtperformance der durch sie getätigten Anlagen ab-
gerechnet werden könne (Urk. 111 S. 14 Ziff. 62, S. 12 Ziff. 43).
c) Das Teilurteil vom 14. Januar 2015 wurde auf Antrag des Klägers erläu-
tert und das Dispositiv neu gefasst. Es war daher den Parteien neu zu eröffnen
und die Rechtsmittelfrist begann für die von der Erläuterung betroffenen Teile neu
zu laufen. Es kann der Beklagten kein Versäumnis vorgeworfen werden, wenn sie
erst gegen das erläuterte Urteil Berufung erhob. Denn es ist so zu halten, wie
wenn die ursprüngliche, fehlerhafte oder unklare Eröffnung nicht erfolgt wäre. Die
Erläuterung oder Berichtigung hat dieselbe Funktion wie die nachträgliche schrift-
liche Begründung gemäss Art. 239 Abs. 2 ZPO; eine Partei soll in die Lage ver-
setzt werden zu entscheiden, ob sie den Entscheid anfechten will (BK ZPO-
Sterchi, Art. 334 N 13). Der Kläger kann sich nicht darauf berufen, bereits das
Teilurteil vom 14. Januar 2015 habe die Beklagte verpflichtet, ohne zeitliche Limi-
te abzurechnen. Wäre dies der Fall, hätte der Kläger kein Erläuterungsbegehren
stellen müssen bzw. wäre sein Erläuterungsbegehren abzuweisen gewesen.
d) Bereits im Rückweisungsentscheid vom 25. Mai 2012 wurde erwogen,
weil im vorliegenden Prozess die Untersuchungsmaxime zum Tragen komme
(Art. 343 Abs. 4 aOR, neu Art. 247 Abs. 2 Ziff. 2 ZPO), könnten die Regelungen
- 19 -
sämtlicher AVZ (wie überhaupt alle durch die Akten erstellten Tatsachen) in den
Prozess einbezogen werden (Urk. 61 S. 13 f. mit Verweis auf BGE 107 II 236, BK-
Rehbinder, Art. 343 OR N 22, und BSK OR I-Portmann, vor Art. 319 N 74). Dies
gilt nach wie vor. Im Übrigen geht es bei der Auslegung eines Vertrags nach dem
Vertrauensprinzip um Rechtsanwendung, die vom Bundesgericht (und auch von
der Berufungsinstanz) frei überprüft wird; lediglich die äusseren Umstände und
das Wissen und Wollen der Parteien beschlagen Sachverhaltsfragen (BGer
4A_567/2015 vom 21. Januar 2016, E. 4.2.2 und 4A_373/2014 vom 3. November
2014, E. 2, je mit weiteren Hinweisen). Solche strittigen Tatsachen liegen hier
nicht vor.
Der Kläger beruft sich mehrmals auf seine Eingabe vom 18. Februar 2010
(Urk. 33), die unwidersprochen geblieben sei. Mit Verfügung vom 21. Dezember
2009 und mit Beschluss vom 9. Februar 2010 war der Kläger von der Vorinstanz
gestützt auf § 55 ZPO/ZH aufgefordert worden, seine Vorbringen in vier verschie-
denen Punkten zu ergänzen. Der Kläger hatte unter anderem darzulegen, für wel-
che Zeitspanne er Ansprüche auf Carried Interest geltend macht, wie allfällige
Ansprüche auf Carried Interest konkret berechnet werden sollen und auf welche
Grundlagen sich die Rechtsbegehren Ziffer 3 und 4 stützen (Urk. 25, Urk. 31). Der
Kläger kam mit besagter Eingabe vom 18. Februar 2010 dieser Auflage nach
(Urk. 33). Der Kläger behauptet nun in der Berufungsantwort, die fragliche Einga-
be sei der Gegenpartei im Februar 2010 nicht nur durch die Vorinstanz, sondern
nach den damals geltenden Standesregeln auch von seinem Rechtsvertreter
selbst zugestellt worden (Urk. 111 S. 13 Ziff. 51). Die Beklagte räumt ein, dass
ihm die Eingabe vom klägerischen Rechtsvertreter übermittelt wurde, weist aber
darauf hin, dass die Vorinstanz von einer Zustellung absah und die Klage unge-
achtet dieser Eingabe als ungenügend substantiiert abwies (Urk. 113 S. 4 Rz 7).
Einziger Hinweis auf eine gerichtliche Zustellung an die Beklagte bildet der
Umstand, dass sich von der dreifach eingereichten Urk. 33 nur noch zwei Exemp-
lare bei den Gerichtsakten befinden. Dies genügt indes nicht für die Annahme, die
Vorinstanz habe die Eingabe vom 18. Februar 2010 der Beklagten zur Stellung-
nahme unterbreitet oder auch nur zur Kenntnisnahme übermittelt, bevor sie am
- 20 -
8. Dezember 2010 ihr erstes Urteil fällte (Urk. 34). Eine Zustellung durch die Ge-
genpartei vermag die gerichtliche Orientierung und Vernehmlassung wiederum
nicht zu ersetzen. Eine gerichtliche Zustellung erfolgte auch nicht zusammen mit
dem Urteil, obwohl in der Urteilsbegründung auf die Eingabe des Klägers vom
18. Februar 2010 verschiedentlich Bezug genommen wurde (Urk. 34, Urk. 36).
Wie bereits erwähnt, folgte auf das Urteil vom 8. Dezember 2010 ein erstes Beru-
fungsverfahren, in dessen Rahmen sich die Beklagte zweimal äussern konnte.
Zwar ist auch der Berufungsbeklagte, der eine Gutheissung einer Berufung be-
fürchten muss, gehalten, ihm nachteilige Sachverhaltsfeststellungen zu rügen und
auf eigene Eventualstandpunkte hinzuweisen (BGer 5A_660/2014 vom 17. Juni
2015, E. 4.2). Nachdem das Arbeitsgericht in seinem Urteil vom 8. Dezember
2010 aber keine Feststellungen zum Konzept und zur Speisung des Carried Inte-
rest Pool traf, sondern die Klage bereits mangels Substantiierung des Abrech-
nungsmodus abwies (Urk. 34 S. 11), bestand für die Beklagte kein Anlass, in ihrer
damaligen Berufungsantwort (Urk. 45) und Berufungsduplik (Urk. 53) die gegneri-
sche Darstellung, wonach für die Laufzeit der Investitionen abzurechnen sei (Urk.
34 S. 9 mit Verweis auf Urk. 33 RN 2), zu bestreiten oder auch nur die Verletzung
des rechtlichen Gehörs zu rügen. Daraus folgt, dass die klägerischen Vorbringen
in der Eingabe vom 18. Februar 2010 nicht als unbestritten bzw. anerkannt gelten
dürfen. Nachteilig wirkt sich für die Beklagte auch nicht aus, dass sie in der Beru-
fungsschrift vom 23. November 2015 ihren Gehörsanspruch wahrnimmt, ohne die
Verletzung desselben durch die Vorinstanz explizit zu rügen. Ihre Vorbringen zur
Auslegung der AVZ können daher nicht als verspätet zurückgewiesen und die
Aussagen des Klägers als unumstössliche Prozessgrundlage gewertet werden.
6. a) Die gegensätzlichen Auffassungen der Parteien über die Anspruchsbe-
rechtigung des per 31. Oktober 2003 ausgeschiedenen Klägers und – darauf ba-
sierend – den Umfang der Abrechnungspflicht ist darauf zurückzuführen, dass die
drei AVZ inhaltlich nicht übereinstimmen. Ob die Unterschiede von den Parteien
bewusst übergangen wurden oder sie selbst die Einzelheiten ihrer Vertragskon-
struktionen nicht mehr überblicken, kann dahingestellt bleiben. Entgegen der Be-
klagten trifft es gerade nicht zu, dass die drei AVZ "soweit hier relevant inhalts-
gleich [sind]" (Urk. 105 S. 5 f. Rz 11).
- 21 -
Die Beklagte zitiert aus dem AVZ "CARRIED INTEREST POOL FOR ASSETS
OF F._ AG AND G._ AG" (Urk. 3/7; fortan AVZ F._/G._). Ge-
mäss dessen Ziffern 3.1 Abs. 3, 3.2 und 4 basieren die Berechnung des "Perfor-
mance Fee Pool" und die Leaver-Regelung auf einem bestimmten Kalenderjahr
bzw. auf den Erträgnissen eines bestimmten Kalenderjahres. Für jedes Kalender-
jahr wird ein besonderer Performance Fee Pool gebildet, der aufgrund der
"F._/G._ Performance Fee received during a specific calendar year"
ermittelt wird (Ziff. 3.1 Abs. 3; Urk. 3/7 S. 4).
Demgegenüber berief sich der Kläger für seine Vertragsinterpretation in der
Eingabe vom 18. Februar 2010 auf den AVZ "CARRIED INTEREST POOL FOR
C._ ASSETS" (Urk. 3/9; fortan AVZ C._) und auf sogenannte "Vintage
Years" (Urk. 33 S. 2 f.). Gemäss dessen Ziffern 3.1 Abs. 3, 3.2 und 4 basieren die
Berechnung des "Carried Interest Fee Pool" und die Leaver-Regelung auf einem
bestimmten Vintage-Jahr bzw. auf den Erträgnissen eines bestimmten Vintage-
Jahres. Für jedes Vintage-Jahr wird ein besonderer Carried Interest Pool gebildet,
der aufgrund des "Carried Interest received with respect to a specific Vintage
Year" ermittelt wird (Ziff. 3.1 Abs. 3; Urk. 3/9 S. 3). Definiert wird "Vintage Year"
als "any period of twelve months starting on January 1 and ending on December
31 of a specific calendar year during which investments are made, as defined in
the Structure Agreements. However, the first Vintage year shall include the period
starting on January 1, 1997 and ending on December 31, 1999" (Urk. 3/9 S. 2).
Auf den AVZ "CARRIED INTEREST POOL FOR THIRD PARTY ASSETS (WITH
EXCEPTION OF ASSETS OF F._ AG AND G._ AG)" (Urk. 3/8; fortan AVZ
K._) wird von den Parteien nicht speziell Bezug genommen. Wie beim AVZ
C._ erfolgt die Speisung des Carried Interest Pool mit Bezug auf ("with
respect to") ein bestimmtes Vintage-Jahr (Ziff. 3.1 Abs. 3, 3.2 und 4; Urk. 3/8 S. 3
f. und S. 7).
b) Hinsichtlich der Regelung im AVZ C._ wurde im Beschluss der
Kammer vom 12. Mai 2011 (Geschäfts-Nr. LA100008) erwogen (E. III/6/e S. 48):
"Gemäss Ziffer 3.1 letzter Absatz AVZ wird für jedes Vintage-Year ein spezieller Carried Interest-Pool gebildet, wobei die Berechnung des
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Carried Interest-Pools auf der Grundlage des Carried Interest erfolgt, der mit Bezug auf ("with respect to") ein spezifisches Vintage-Jahr  wird. Schliesslich wird in Ziffer 2 (v) AVZ der Begriff "Quota"  als Anteil des Arbeitsnehmers am Carried Interest-Pool für ein  Vintage-Jahr, an welchem der Arbeitnehmer gemäss "Schedule to this Annex" berechtigt ist. Der (ausscheidende)  ist zu 100% "of his Quotas in the Carried Interest Pools" aller früheren Vintage-Jahre berechtigt. Der Anspruch für die früheren -Jahre wird nicht davon abhängig gemacht, dass der Arbeitnehmer im Zeitpunkt des tatsächlichen Anfalls noch bei der Beklagten  ist. Aufgrund dieser Regelung ist der Arbeitsvertrag des Klägers dahingehend zu ergänzen, dass hinsichtlich der bis 30. September 2002 getätigten Investitionen (Urk. 10/4) ein bestehendes  bei Ausschüttung der Kapitaleinzahlungen nebst  keine Bedingung darstellt. Der Kläger partizipiert an den  der im Jahre 2001 getätigten Investments, unabhängig davon, dass sein Arbeitsvertrag per 30. September 2002 aufgelöst worden ist."
Diesen Ausführungen ist auch heute noch beizupflichten, wobei der Arbeits-
vertrag des Klägers zufolge direkter Anwendbarkeit der vereinbarten AVZ nicht
ergänzt zu werden braucht. Bezogen auf den vorliegenden Fall bedeutet dies,
dass der Kläger hinsichtlich "assets of C._" (Urk. 3/9 S. 2) und "Third party
assets" (Urk. 3/8 S. 2) im Umfang seiner Quote an den bis und mit 31. Dezember
2003 getätigten Investments bzw. an den mit diesen Investments über die gesam-
te Laufzeit erzielten Erlösen (im Sinne von Ziffer 3.1 der jeweiligen AVZ) beteiligt
ist, unabhängig davon, dass sein Arbeitsvertrag per 31. Oktober 2003 aufgelöst
wurde. Als "Good Leaver" (Urk. 105 S. 13 Rz 45) hat der Kläger mit Bezug auf
das Jahr 2003 einen Anspruch von 10/12 seiner Quote und für die vorhergehen-
den Jahre einen Anspruch von 100% seiner Quote (Ziffer 4.1 der jeweiligen AVZ).
Weder catch-up noch high water mark stehen einer solchen Regelung entgegen.
Das catch-up stellt lediglich sicher, dass in der Retrospektive bei der Liquidation
des Fonds tatsächlich sämtliche Erlöse nach Massgabe der Gewinnverwen-
dungsklausel (hier: 80:20 bzw. 90:10 gemäss Beiblatt Carried Interest Pool Fn 1;
Urk. 3/6) aufgeteilt werden (Jesch/Striegel/Boxberger, a.a.O., S. 135 und S. 465;
Philipp, a.a.O., S. 461). Die Beklagte zeigt auch nicht auf, inwiefern ihre Definition
der high water mark (Urk. 22 S. 9 Ziff. 21, Urk. 105 S. 15 Rz 59) die Berechtigung
des Klägers am Ertrag (der Investments) einzelner Vintage-Jahre aufhebt. Dass
die Mindestrendite (Hurdle Rate) im Arbeitsvertrag auf 8% p.a. festgesetzt wurde,
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bedeutet nicht, dass während der Laufzeit der Investments eine kalenderjährliche
Generierung und Auszahlung von Carried Interest erfolgt. Demzufolge hat die Be-
klagte über die gesamte Laufzeit bzw. über die damit erzielten Erlöse einschliess-
lich Kompensationen und Forderungsverzichte abzurechnen. Der Kläger hat diese
Investments in seiner Klage aufgelistet (Urk. 1 S. 8 ff. lit. aa bis lit. hh), wobei er
lediglich bis 31. Oktober 2003 getätigte Anlagen aufführt (Urk. 1 S. 8). Dringt die
Beklagte mit ihren Berufungsrügen hinsichtlich der AVZ C._ und K._
nicht durch, ist die Berufung für die unter diese Regelwerke fallenden Kapitalanla-
gen abzuweisen und der angefochtene Entscheid insoweit zu bestätigen.
c) Anders verhält es sich mit "assets of F._ and G._" (Urk. 3/7 S.
3). Diesbezüglich partizipiert der Kläger lediglich an Erlösen (im Sinne von Ziffer
3.1 AVZ F._/G._), die bis 31. Dezember 2003 in die F._/G._
Performance Fee Pools geflossen sind ("Performance Fee received during a spe-
cific calendar year"). Für das Jahr 2003 hat der Kläger als "Good Leaver" (Urk.
109 S. 13 Rz 45) einen Anspruch von 10/12 seiner Quote (Ziffer 4.1 AVZ
F._/G._). So betrachtet hat die Beklagte hinsichtlich der "assets
F._ and G._", die vom Kläger in der Klageschrift unter "F._ Fonds-
investitionen", "F._ Direktinvestitionen", "G._ Fondsinvestitionen" und
"G._ Direktinvestitionen" aufgeführt wurden (Urk. 1 S. 12 ff.), lediglich bis
Ende 2003 abzurechnen. In der Terminologie der angefochtenen Dispositiv Ziffern
2 und 3 sind davon betroffen:
- Erlöse (Dividenden, Zinsen und Kapitalgewinne) der von der  getätigten Investitionen (gemäss Aufstellung in act. 1 Ziff. II 1.2 lit. ii und kk) und
- Erlöse der von der Beklagten getätigten Verkäufe der von ihr  Anlagen (gemäss Aufstellung in act. 1 Ziff. II 1.2 lit. ii und kk).
7. a) Fragen kann man sich allerdings, ob die Beklagte nicht auch bezüglich
"assets F._ und G._" über die gesamte Laufzeit der Investitionen abzu-
rechnen hat, führte sie doch in der Duplik vom 16. März 2009 ganz allgemein aus:
"Diese Erfolgsbeteiligung der Management-Gesellschaft bei der Realisation von
Veräusserungsgewinnen auf das investierte Beteiligungskapital wird als «Carried
Interest» bezeichnet" (Urk. 22 S. 10 Ziff. 22; Hervorhebung durch das Gericht). Al-
- 24 -
lerdings wies der Kläger bereits in seiner Replik vom 18. November 2008 darauf
hin, dass sich die Beklagte bekanntlich im Jahre 2004 von ihren Carried Interest
Pool-relevanten Investitionen getrennt habe, womit Beträge in Millionenhöhe in
den Carried Interest Pool geflossen sein müssten, wenn die Beklagte ihren Ver-
pflichtungen gegenüber den Mitarbeitern nachgekommen sei und beispielsweise
die geschuldeten Kompensationszahlungen für die vorzeitige Beendigung von
Management-Verträgen verlangt habe (Urk. 15 S. 3 f. Rz 6). Er berief sich dabei
augenscheinlich auf die Schutzbestimmung gemäss Ziffer 6 AVZ ("Employee Pro-
tection"), wonach "in case of Change of Control or early termination of the Struc-
ture Agreements" Kompensationszahlungen geschuldet und entsprechend dem
Mechanismus der AVZ an die Mitarbeiter ausgeschüttet werden (Urk. 3/7 bis 3/9
Ziff. 6; Urk. 1 S. 18 f., Urk. 33 S. 5), was auch der Beklagten nicht entgangen ist
(Urk. 22 S. 12 Ziff. 31). Gemäss einer Medienmitteilung vom tt. Februar 2004
trennte sich die "D._" zunächst vom Geschäft mit Private-Equity-Anlagen für
Dritte und übergab die bestehenden Mandate, darunter jene der F._ und der
G._ die Gesellschaft L._ (Urk. 17/24).
b) Die Folgen der vorzeitigen Auflösung des Management-Vertrags zwi-
schen der Beklagten ("A._") und F._ waren innerhalb der Beklagten seit
Mitte 2001 ein Thema (Urk. 17/40). In einem Memo vom 20. Februar 2003 hielt
I._ betreffend "Vertragliche Ansprüche aus vorzeitiger Beendigung der Ma-
nagement Agreements mit F._ und G._" fest, dass im Falle einer Kündi-
gung vor dem 31. März 2006 Konventionalstrafen von CHF 56 Mio. an die Beklag-
te zu bezahlen seien, wovon CHF 42 Mio. in den Performance Fee Pool gehen
würden und dieser Betrag unter den Mitarbeitern der A._ verteilt werde
(Urk. 17/26 S. 3 f.; Urk. 15 S. 4 Rz 7). Dieses Memo veranlasste den Verwal-
tungsrat der Beklagten zu weiteren Abklärungen (Urk. 67/2). In einem weiteren
Schreiben vom 25. März 2003 teilte I._ dem CIO der D._ Gruppe und
Präsident des Verwaltungsrates der Beklagten, M._, mit, der Verwaltungsrat
der F._ AG bzw. G._ AG sei im Detail über die Ansprüche der Beklag-
ten aus den Management-Verträgen orientiert und wisse, dass 75% der Perfor-
mance Fee bzw. einer Entschädigung aus vorzeitiger Auflösung des Vertrages für
die Mitarbeiter der A._ reserviert sei (Urk. 17/30; Urk. 15 S. 6 f. Rz 14).
- 25 -
c) Dass die Beklagte die für die F._ Group und die G._ Group ge-
tätigten Investitionen nur zeitweilig betreute (und zwar bis 31. März 2004), ergibt
sich auch aus dem Schreiben des Rechtsvertreters der Beklagten vom 10. April
2015 in Verbindung mit den Geschäftsberichten dieser beiden Fonds (Urk. 99/1 S.
2, Urk. 99/2/1 [2003/2004] S. 34, Urk. 99/2/2 [2003/2004] S. 29). Der Kläger wi-
dersprach dem Wechsel im Management per 1. April 2004 nicht, sondern behaup-
tete in seinem Erläuterungsbegehren unter Hinweis auf die Geschäftsberichte der
beiden Fonds einen Rückzug der Beklagten aus dem Private Equity-Geschäft per
1. April 2004 (Urk. 98 S. 3).
d) Damit wird dem Informationsinteresse des Klägers Genüge getan, wenn
die Beklagte unter dem AVZ F._/G._ über Erlöse abzurechnen hat, die
bis Ende 2003 in die Performance Fee Pools geflossen sind. Nachdem feststeht,
dass die frühzeitige Beendigung der beiden Management-Verträge per 31. März
2004 und damit nur kurz nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses erfolgte, hat
der Kläger zudem Anspruch darauf, über Kompensationen und Forderungsver-
zichte ohne zeitliche Limite Auskunft zu erhalten, zumal die Auflösung der Ar-
beitsverhältnisse mit dem Kläger und weiteren Arbeitnehmern offensichtlich mit
dem bereits im Jahre 2003 gefällten Entscheid der Beklagten zusammenhing,
sich aus dem Private Equity-Geschäft wieder zurückzuziehen (Urk. 17/24 und
17/25; Urk. 15 S. 10 Ziff. 25, Urk. 22 S. 19 Ziff. 57, Urk. 94 S. 4 Rz 8, S. 7 Rz 14),
und die Abrechnung des Arbeitgebers dem Kläger eine "Nachprüfung" (Kontrolle)
der Berechnung des Carried Interest und der Richtigkeit der erhaltenen Angaben
ermöglichen soll; dies auch vor dem Hintergrund, dass bei der Stufenklage über
den Hauptanspruch erst verhandelt und entschieden wird, wenn die Hilfsansprü-
che erledigt sind (Leumann Liebster, Die Stufenklage im schweizerischen Zivil-
prozessrecht, Basel 2005, S. 98 f., S. 174 und S. 183 f.; Schellhammer, Zivilpro-
zess, 14. Aufl., Rz 158; KUKO ZPO-Oberhammer, Art. 85 N 14; BSK ZPO-
Spühler, Art. 85 N 15).
8. a) Das angefochtene (erläuterte) Urteil ist daher lediglich insofern zu kor-
rigieren, als die Beklagte verpflichtet wurde, über die gesamte Laufzeit von Inves-
titionen abzurechnen, deren Erlöse in den "F._/G._ Performance Fee
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Pool" fliessen ("assets of F._ an G._"). Eine solche Abrechnung muss
nur bis 31. Dezember 2003 erfolgen, wohingegen es für Kompensationszahlun-
gen für "liquidated damages" und Forderungsverzichte auch bei diesem Pool bei
der vorinstanzlichen Regelung bleibt, die diesbezüglich keine zeitliche Beschrän-
kung vorsah (Urk. 106 S. 7).
b) Der Kläger bezifferte bereits in der Klageschrift seine prozentualen Quo-
ten für die Jahre 1997-1999, 2000, 2001, 2002 und 2003 unter Verweis auf
Urk. 3/5-9 (Urk. 1 S. 6 f. Ziff. 13 ff.). Die Beklagte bestritt diese prozentualen An-
teile nicht (Urk. 10 S. 9). Für das Vintage-Jahr 2004 konnte der Kläger – wie er
selber einräumte – keine Carried Interest-Ansprüche mehr erwerben (Urk. 33
S. 3).
IV.
1. Gemäss Art. 51 Abs. 1 lit. b BGG bestimmt sich der Streitwert bei Be-
schwerden gegen Teilentscheide nach den gesamten Begehren, die vor der In-
stanz streitig waren, welchen den Teilentscheid getroffen hat. Die massgebliche
Instanz ist demnach das Arbeitsgericht Zürich (BSK BGG-Rudin, Art. 51 N 28). Im
Rückweisungsentscheid vom 25. Mai 2012 stellte die Kammer folgende Überle-
gungen zum Streitwert aller Rechtsbegehren an (Urk. 61 S. 17):
"Der Streitwert von Rechtsbegehren Ziffer 1 beläuft sich einstweilen auf Fr. 30'000.–. Nach ständiger Rechtsprechung haben auch Auskunfts- und Rechnungslegungsansprüche einen Streitwert (BGE 127 III 398, 126 III 446). Eine Zusammenrechnung erfolgt indes dann nicht, wenn die Rechtsbegehren eine einzige Leistung bezwecken, so z.B., wenn auf Rechnungsstellung und Zahlung geklagt wird (Frank/Sträuli/, a.a.O., N 5 zu § 19 ZPO/ZH; Bopp/Bessenich in: Sutter-Somm/ Hasenböhler/Leuenberger, ZPO Komm., N 21 f. zu Art. 85 ZPO; , DIKE-Komm-ZPO, N 4 zu Art. 85 ZPO). Demzufolge beläuft sich der vorläufige Gesamtstreitwert auf Fr. 30'000.–. Wenn zum Zwecke der Verfahrensbestimmung bei unbezifferten Forderungsklagen die Angabe eines Mindestwerts als vorläufiger Streitwert verlangt wird, ist auch darauf abzustellen. Damit die Regeln des einfachen und raschen Verfahrens greifen, darf der Streitwert im Moment, in dem die Klage rechtshängig wird, Fr. 30'000.– nicht überschreiten (Streiff/von Kaenel,
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a.a.O., N 6 zu Art. 343 OR), was hier der Fall ist. Das Verfahren ist damit kostenlos (Art. 343 Abs. 3 aOR)."
Der für den Weiterzug ans Bundesgericht massgebliche Streitwert beträgt
damit Fr. 30'000.–.
2. Das erstinstanzliche Kostendispositiv (Dispositiv Ziffer 2) ist zu bestätigen.
Nachdem das erstinstanzliche Verfahren bei einem einstweiligen Streitwert von
Fr. 30'000.– auch unter der eidgenössischen ZPO kostenlos ist (vgl. Art. 114 lit. c
ZPO), kann auch das Berufungsverfahren über einen Teilaspekt (Rechnungsle-
gungsanspruch) nicht kostenpflichtig sein. Damit sind für das Berufungsverfahren
keine Gerichtskosten zu erheben.
3. a) Insgesamt unterliegt die Beklagte zu 5/6 und der Kläger zu 1/6. Die Be-
klagte ist daher zu verpflichten, dem Kläger eine auf 2/3 reduzierte Parteientschä-
digung zu bezahlen.
b) Die Parteientschädigung bzw. die Gebühr richtet sich nach dem Streitwert
im Sinne von Art. 91 ff. ZPO (§ 2 Abs. 1 lit. a AnwGebV). Im Berufungs- oder Be-
schwerdeverfahren bemisst sich die Gebühr nach Massgabe dessen, was vor der
Rechtsmittelinstanz im Streit liegt (§ 13 Abs. 1 AnwGeb), wobei bei endgültiger
Streiterledigung eine Herabsetzung erfolgt (§ 13 Abs. 2 AnwGebV). Im vorliegen-
den Berufungsverfahren geht es nur um den Umfang der Abrechnung (Stufenkla-
ge), weshalb Rechtsbegehren Ziffer 1 (Leistungsbegehren) irrelevant ist. Lautet
das Rechtsbegehren nicht auf eine bestimmte Geldsumme, setzt das Gericht den
Streitwert mit Rücksicht auf die Angaben der Parteien fest (Art. 91 Abs. 2 ZPO).
Vorliegend haben die Parteien keine Angaben zum Streitwert der Rechtsbegeh-
ren Ziffer 2 bis 4 gemacht. Es liegt aber auf der Hand, dass das Streitinteresse
der Abrechnungsstufe für den Kläger sehr hoch ist und Fr. 30'000.– auch wesent-
lich übersteigen könnte. Die Parteientschädigung ist daher auf der Basis der Leis-
tungsstufe von Fr. 30'000.– zu berechnen. Die in Anwendung von § 13 Abs. 2
AnwGebV gekürzte Parteientschädigung ist auf Fr. 3'000.– zu veranschlagen,
weshalb die Beklagte zu verpflichten ist, dem Kläger für das Berufungsverfahren
eine auf 2/3 reduzierte (E. IV/3.a) Parteientschädigung von Fr. 2'000.– zu bezah-
len.
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