# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f41fbabd-0ecc-4650-a37f-4e5a1d6c99e5
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. In der Nacht vom 31. Juli auf den 1. August 2011 ereignete sich auf der Parzelle _ im Dorfteil C._ in O.1_ ein Brandfall, von welchem das Zweifamilienhaus (Objekt-Nr. _), der Stall (Nr. _-A), die Remise (Nr. _-B) und die Doppelgarage (Nr. _-A) betroffen waren. Nach dem Brand blieben vom Wohnhaus nur noch das Parterre und das erste Obergeschoss stehen, da teilweise noch in der Brandnacht das Dach geöffnet werden musste, um den Brand im Innern des Wohnhauses zu löschen. Vom Stall und der Remise waren nach dem Brand nur noch die Grundmauern übrig. Die Doppelgarage und der dort eingestellte Personenwagen Seat Alhambra wurden ebenfalls stark beschädigt. Auch am Hühnerstall (Nr. _-C) sowie an der Südfassade des benachbarten Wohnhauses (Atelieranbau, Nr. _-A), Parzelle Nr. _, entstanden Brandschäden.
Das Zweifamilienhaus (Objekt-Nr. _) war zu diesem Zeitpunkt in Stockwerkeigentum aufgeteilt. Die Stockwerkeinheit 50‘077 (Wertquote 633/1‘000) sowie die Stockwerkeinheit 50‘080 (Wertquote 61/1‘000) waren im Eigentum von D._, die Stockwerkeinheiten 50‘078 (Wertquote 245/1‘000) und 50‘079 (Wertquote 61/1‘000) in hälftigem Miteigentum von E._ und F._. Nach dem Brand verkauften E._ und F._ ihre Stockwerkeinheiten an D._, welcher die Stockwerkeinheiten auflöste und nun Alleineigentümer der Liegenschaft Nr. _ ist.
B. Noch in der Brandnacht wurden die beiden Söhne von A._ und B._, Y._ (damals 14-jährig) und Z._ (damals 11-jährig), zum Brand befragt. Beide gaben an, dass sie sich von ca. 18.00 Uhr bis 19.00 / 19.30 Uhr im Stall aufgehalten und dabei in einer alten Blechwanne bzw. in einem Kübel oder Topf einige Blätter Papier angezündet hätten und nachdem die Blätter verbrannt und die Glut erloschen waren, den Stall wieder verlassen hätten (Vorinstanz act. II/22 und II/23).
C. Der Spezialdienst 2 der Kantonspolizei Graubünden wurde mit der Untersuchung des Brandes beauftragt. Dem Auswertbericht zufolge ist der Brand im Stall ausgebrochen. Um die Brandursache ermitteln zu können, wurde das Eliminationsverfahren angewendet. Dabei wurde festgehalten, dass keine Hinweise zu natürlichen, chemischen oder biologischen Brandursachen hätten gefunden werden können. Auch eine technische Ursache als Brandursache könne
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mit grosser Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, zumal diesbezüglich auch keine Angaben durch die Auskunftspersonen hätten gemacht werden können. Ein allfälliger Tierfrass oder eine vorsätzliche Brandlegung könnten nicht gänzlich ausgeschlossen werden, es seien aber keine Hinweise diesbezüglich gefunden worden. Somit sei der Brand mit grösster Wahrscheinlichkeit dadurch entstanden, weil die beiden Knaben Papierblätter im Stallinnern verbrannt hätten. Durch den kleinen Brand sei entweder unbemerkt etwas Glut oder brennendes Papier aus dem Behälter gefallen und habe dann dort einen kleinen Schwelbrand und schliesslich den ganzen Brand ausgelöst. Es könne jedoch auch nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Behälter auf einem leicht brennbaren Untergrund befunden und eventuell sogar ein kleines Loch aufgewiesen habe und es dort durch die Wärme zu einem kleinen Schwelbrand gekommen sei, welcher schlussendlich den Brand ausgelöst habe. Hinweise auf eine andere Brandursache seien nicht gefunden worden (Vor-instanz act. II/24).
D. Die X._ erstellte nach dem Brand die folgenden Schadenabrechnungen (Vorinstanz act. II/7, II/8, II/10, II/11, II/13, II/14, II/16, II/19):
a. Zweifamilienhaus C._
Totalschaden mit Überresten
Laut Versicherungssumme 2011 Fr. 600‘400.00 abzüglich brauchbare Überreste Fr. 21‘500.00
Fr. 578‘900.00
+ Abbruchs- und Räumungskosten Fr. 27‘300.00 + Bauleitung für Gesamtabbruch Fr. 1‘700.00 Schaden gesamte StWE-Gemeinschaft Fr. 607‘900.00
b. Anbau Stall
Totalschaden Fr. _‘500.00 + Abbruchs- und Räumungskosten Fr. 6‘600.00 Schaden gesamte StWE-Gemeinschaft Fr. 152‘100.00
c. Anbau Remise
Totalschaden Fr. 39‘600.00
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+ Abbruchs- und Räumungskosten Fr. 1‘800.00 Schaden gesamte StWE-Gemeinschaft Fr. 41‘400.00
d. Hühnerstall C._
Minderwert Fr. 1‘500.00
e. Garage C._
Wiederstellungskosten Fr. 4‘200.00
f. Anbau Atelier G._ (Parzelle Nr. _, Objekt Nr. _-A)
Wiederherstellungskosten Fr. 36‘343.10
E. Mit Schreiben vom 28. März 2012, eingereicht am 29. März 2012, ersuchte die X._ das Vermittleramt des Bezirks Surselva um Ansetzung und Durchführung einer Vermittlungsverhandlung. Das Schlichtungsgesuch richtete sich einerseits gegen Y._ und Z._, vertreten durch ihre Eltern A._ und B._, und andererseits gegen B._. Anlässlich der Vermittlungsverhandlung vom 15. Mai 2012 konnte zwischen den Parteien keine Einigung erzielt werden, weshalb der Vermittler am 22. Mai 2012 die Klagebewilligung ausstellte, welche die folgenden klägerischen Rechtsbegehren enthielt:
„1. Die Beklagten seien je einzeln und solidarisch zu verpflichten der X._ den Betrag von CHF 250‘000.00, allenfalls einen Betrag nach richterlichem Ermessen, nebst 5 % Zins seit 28. März 2012, zu bezahlen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beklagten.“
F. Am 20. September 2012 reichte die X._ beim Bezirksgericht Surselva Klage mit unveränderten Rechtsbegehren ein, wobei sich die Klage nur noch gegen Y._ und Z._, vertreten durch ihre Eltern A._ und B._, richtete und die Klage gegen B._ nicht prosequiert wurde.
G. Mit Klageantwort vom 5. November 2012 beantragten Y._ und Z._, vertreten durch ihre Eltern A._ und B._, die kostenfällige Abweisung der Klage.
H. Am 11. Dezember 2012 fand vor dem Bezirksgericht Surselva eine Instruktionsverhandlung statt, an welcher auch Vergleichsverhandlungen geführt wurden. Der Abschluss eines Vergleiches wurde von der Stellungnahme der
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Haftpflichtversicherung von B._ abhängig gemacht. Innert der angesetzten Frist teilte der Rechtsvertreter von Y._ und Z._ mit, dass sich die Haftpflichtversicherung nicht geäussert habe, weshalb der Vergleichsvorschlag mangels eigener finanzieller Möglichkeiten und Vorliegen der rechtlichen Voraussetzungen abgelehnt werde.
I. Am 16. Mai 2013 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Surselva statt, welches mit Entscheid vom 16. Mai 2013, mitgeteilt am 6. Juni 2013, erkannte:
„1. Die Klage wird abgewiesen.
2.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 12‘000.00 (Entscheidgebühr) gehen zu Lasten der Klägerin und werden mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet. Der Restbetrag/Überschuss in Höhe von CHF 3‘000.00 wird der Klägerin erstattet.
b) Die Klägerin hat die Beklagten mit CHF 19‘899.00 (inklusiver Barauslagen, Mehrwertsteuer und Interessenwertzuschlag) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations