# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 59dc5e1d-d519-4946-9b8e-d7ee9602633f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren am _, und B._, geboren am _, heirateten am _ vor dem Zivilstandsamt in C._. Aus dieser Ehe gingen die beiden Kinder D._ (nachfolgend: D._), geboren am _ 1999, und E._ (nachfolgend: E._), geboren am _ 2002, hervor.
B. Im Rahmen eines Eheschutzverfahrens (Proz. Nr. 135-2013-551) schlossen die Parteien am 10. bzw. 15. September 2013 eine Trennungsvereinbarung, welche der zuständige Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur (ab 1. Januar 2017 Regionalgericht Plessur) mit Entscheid vom 23. September 2013 in den als genehmigungsbedürftig erachteten Punkten genehmigte. Dies betraf insbesondere die Verpflichtung von B._, an den Unterhalt von A._ für die Dauer des Getrenntlebens mit Wirkung ab dem 1. September 2013 monatliche Unterhaltsbeiträge von CHF 6'500.00 zu bezahlen. Mit namentlichem Entscheid wurden auch die übereinstimmenden Anträge der Parteien betreffend die Gegenstände, welche nicht ihrer freien Verfügung unterstanden, gutgeheissen. B._ wurde insbesondere verpflichtet, den Kindern D._ und E._ mit Wirkung ab dem 1. September 2013 für die Dauer des Getrenntlebens monatliche Unterhaltsbeiträge von je CHF 3'500.00, zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Kinderzulagen, zu bezahlen.
C. In gegenseitigem Einvernehmen haben die Parteien den Unterhaltsbeitrag für A._ mit Wirkung per 1. Februar 2015 von monatlich CHF 6'500.00 auf monatlich CHF 6'000.00 reduziert.
D. Am 15. Dezember 2017 reichten die Parteien ein gemeinsames Scheidungsbegehren beim Regionalgericht Plessur ein (Proz. Nr. 135-2017-818).
E. Mit Gesuch vom 5. April 2019 beantragte B._ beim Einzelrichter am Regionalgericht Plessur den Erlass vorsorglicher Massnahmen bzw. die Abänderung der Eheschutzmassnahmen. Er stellte folgende Rechtsbegehren:
1. Es sei Ziffer 4 des Entscheides des Bezirksgerichts Plessur, Einzelrichter, vom 23. September 2013, wie folgt abzuändern:
Der Ehemann sei zu verpflichten, der Ehefrau an den Unterhalt des Sohnes E._, geb. _.2002, mit Wirkung ab 1. April 2019 für die Dauer des Getrenntlebens bis zum Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils im Scheidungspunkt, längstens aber bis zum Abschluss der Lehre, monatlich im Voraus CHF 3'000.00 zuzüglich eine allfällige von ihm bezogene Familienzulage zu bezahlen.
2. Es sei Ziffer 5 lit. a) des Entscheides des Bezirksgerichts Plessur, Einzelrichter, vom 23. September 2013, insofern abzuändern, als der von B._ an den Unterhalt von A._ geschuldete
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Unterhaltsbeitrag mit Wirkung ab 1. April 2019 für die weitere Dauer des Getrenntlebens bzw. bis zur Rechtskraft des Scheidungsurteils im Scheidungspunkt auf den Betrag von CHF 3'460.00 zu reduzieren sei.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer zulasten der Gesuchsgegnerin.
F. In ihrer Stellungnahme vom 3. Juni 2019 stellte A._ ihrerseits folgende Rechtsbegehren:
1. Es sei Ziff. 1 Rechtsbegehren abzuweisen und der Gesuchsteller zu verpflichten, für den gemeinsamen Sohn E._, geb. _ 2002, bis zum Eintritt der Rechtskraft des Scheidungsurteils im Unterhaltspunkt für E._ monatlich CHF 3'500.00 zuzüglich einer allfälligen von ihm bezogenen Ausbildungszulage zu bezahlen.
2. Es sei Ziff. 2 Rechtsbegehren abzuweisen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Gesuchstellers.
G. Nachdem der Sohn D._ zwischenzeitlich volljährig geworden war, haben D._ und B._ am 30. April 2019 vor dem Vermittleramt Plessur einen mittlerweile in Rechtskraft erwachsenen Vergleich abgeschlossen, mit welchem die monatlichen Unterhaltsbeiträge für D._ mit Wirkung ab 1. September 2019, dem Beginn seines Masterstudiums an der Universität St. Gallen, auf CHF 2'330.00 festgesetzt wurden.
H. Am 24. September 2019 fand die Hauptverhandlung statt.
I. Nach Durchführung der Hauptverhandlung erkannte der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur mit Entscheid vom 5. November 2019, den Parteien mit schriftlicher Begründung mitgeteilt am 7. Februar 2020, wie folgt:
1. In Abänderung von Ziffer 4 des Entscheids des Bezirksgerichts Plessur vom 23.09.2013 (Proz. Nr. 135-2013-551) wird betreffend die Höhe und den Zeitraum des Unterhaltsbeitrags was folgt erkannt:
a) B._ wird verpflichtet, an den Unterhalt von E._, geb. _.2002, mit Wirkung ab 05.04.2019 monatlich CHF 3'100.00, zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Ausbildungszulagen, zu bezahlen.
b) Die Unterhaltspflicht dauert längstens bis zum ordentlichen Abschluss einer angemessenen Ausbildung von E._ (auch über die Volljährigkeit hinaus, Art. 277 Abs. 2 ZGB).
2. B._ wird zudem verpflichtet, an den Unterhalt von A._ mit Wirkung ab 05.04.2019 für die Dauer des Getrenntlebens monatlich im Voraus, jeweils auf den Ersten eines jeden Monats CHF 4'570.00 zu bezahlen.
3. Im Übrigen wird auf die Rechtsbegehren nicht eingetreten.
4. a) Die Gerichtskosten von CHF 2'500.00 gehen je hälftig zu Lasten von B._ und A._.
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b) Jede Partei trägt ihre Parteikosten selber.

## Considerations