# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 397c0b04-4528-58a1-9065-441bd0680d36
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1970, war seit
1.
April 2010 als Gesell
schaf
terin und Geschäftsführerin der
Y._
GmbH, tätig (
Urk.
10/13,
Urk.
10/6
Ziff.
5.4), als sie sich am 1
4.
Januar 2014 mit dem Hinweis auf einen am 2
6.
Februar 2000 erlittenen Hirnschlag (
Urk.
10/6
Ziff.
6.2)
bei der Invaliden
ver
siche
rung zum Leis
tungs
bezug an
meldete
(Urk.
10/6
).
Die
Sozialversi
che
rungs
ansta
lt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
liess die Versicherte polydisziplinär
begut
achten
(Gutachten vom
1
4.
April 2016
; Urk.
10/58/1-42, Urk. 10/79/1-7
).
Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk.
10/66, Urk. 10/68/,
Urk.
10/72) stellte die IV-Stelle mit Verfügung vom 1
2.
April 2018 (
Urk.
10/88 und
Urk.
10/85 =
Urk.
2) einen Invaliditätsgrad von 45
%
fest und sprach der Versicherten für die Zeit ab
1.
Juli 2014 eine
Viertelsrente
zu.
2.
2.1
Gegen die Verfügung vom
1
2.
April
2018
(Urk. 2) erhob
die
Versicherte am
8.
Mai
2018
Beschwerde (Urk. 1) und beantragte,
diese
sei dahin abzuändern, dass ihr eine höhere Rente zugesprochen werde (
Urk.
1 S. 2).
Mit Beschwerdeantwort vom
1
3.
Juni
2018 (Urk.
9
) beantragte die Beschwer
de
gegneri
n die Abweisung der Beschwerde.
2.2
Mit Verfügung vom 10. Juli 2018 (Urk. 13) wurde den Parteien je eine Kopie am 23. Februar 2016 veröffentlichten Zei
tungsartikels
(Urk. 11)
sowie Ausdrucke der Homepage des Restaurants
Z._
,
A._
(
Ur
k. 12)
zugestellt. Mit Eingabe vom 3. August 2018 (Urk. 15) bean
tragte
die Beschwerdegegnerin
,
dass die Sache an sie zur weiteren Sachverhaltsabklärung zurückgewiesen werde, dass auf die Zusprechung einer Parteientschädigung zu verzichten sei (S. 1), und dass die Kosten des Verfahrens
der Be
schwerdeführerin
aufzuerlegen seien
. Mit
Eingabe vom 2. Oktober 2018 (Urk. 17)
hielt die Beschwerdeführerin an ihrer Beschwerde fest (S. 3)
und
führte aus
, dass sie
beim Restaurant
Z._
, nicht gearbeitet habe, sondern
lediglich aus «marketingtechnischen» Gründen als Direktorin aufgeführt gewesen
sei (S.
2).
2.3
Mit
Zwischenentscheid
vom 1
9.
Oktober 2018 (
Urk.
19) wurde der
Beschwerde
führerin
die Gelegenheit eingeräumt
, um zu der vom Gericht nicht auszu
schliessen
den Rückweisung der Sache an die
Beschwerdegegnerin
zur ergän
zen
den
Abklärung und der damit verbun
denen möglichen Abänderung der ange
fochtenen Verfügung zu ihrem Nachteil (
reformatio
in
peius
) Stellung zu nehmen oder die Beschwerde
zurückzuzie
hen, worauf die Beschwerdeführer
in in ihrer Ein
gabe vom
8.
November 2018 (
Urk.
21) an ihrem beschwerdeweise gestellten Rechtsbegehren festhielt
. Dies wurde
der Beschwerdegegnerin am 13.
No
vember 2018
zur Kenntnis gebracht
(
Urk.
23).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allge
meinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesund
heit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung ver
bleiben
de ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beur
tei
lung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbs
unfähig
keit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG
).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
ti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder her
stellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
des
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreivier
tels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Mit BGE 143 V 418 entschied das Bundesgericht, dass grundsätzlich sämtliche psychischen Erkrankungen für die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit einem struk
tu
rierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen sind (E. 6 und 7,
Änderung der Rechtsprechung; vgl. BGE 143 V 409 E. 4.5.2 speziell mit Bezug auf leichte bis mittelschwere Depressionen).
Das für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosomatische Leiden entwickelte strukturierte Beweisverfahren definiert systematisierte Indika
toren, die es
unter Berücksichtigung leistungshindernder äusserer Belastungs
faktoren einerseits und von Kompensationspotentialen (Ressourcen) anderer
seits
erlauben, das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzu
schätzen (BGE 141 V 281 E. 2, E. 3.4-3.6 und 4.1; vgl. statt vieler: Urteil des Bundes
ge
richts 9C_590/2017 vom 1
5.
Februar 2018 E. 5.1). Die Anerkennung eines ren
tenbegründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktio
nellen Aus
wirkungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchs
grund
lage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und wider
spruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachge
wiesen sind. Fehlt es an diesem Nachweis, hat die materiell beweisbelastete versicherte Person die Folgen der Beweislosigkeit zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; vgl. BGE 144 V 50 E. 4.3).
Diese Rechtsprechung ist auf alle im Zeitpunkt der Praxisänderung noch nicht erledigten Fälle anzuwenden (Urteil des Bundesgerichts 9C_580/2017 vom 16. Januar 2018 E. 3.1 mit Hinweisen).
1.4
Bei der Invaliditätsbemessung kommt der allgemeinen Methode des Ein
kommens
vergleichs gemäss
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit Art. 16 ATSG grundsätzlich Vorrang zu. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffer
n
mässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie indes nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annähe
rungs
werte miteinander zu vergleichen. Wird eine Schätzung vor
genommen, so muss diese nicht unbedingt in einer ziffernmässigen Festlegung von Annähe
rungswerten bestehen. Vielmehr kann auch eine Gegenüberstellung blosser Prozent
zahlen genügen. Das ohne eine Invalidität erzielbare hypo
thetische Erwerbs
einkommen ist alsdann mit 100 % zu bewerten, während das Invaliden
ein
kommen auf einen entsprechend kleineren Prozentsatz veranschlagt wird, so dass sich aus der Prozentdifferenz der Invaliditätsgrad ergibt (sog.
Prozent
vergleich; Urteil des Bundesgerichts 8C_131/2011 vom 5. Juli 2011 E. 10.2.1 mit Hinweis auf BGE 114 V 310 E. 3a).
Der Invaliditätsgrad ist namentlich dann durch Prozentvergleich zu ermitteln, wenn Validen- und Invalideneinkommen sich nicht hinreichend genau oder nur mit unverhältnismässig grossem Aufwand bestimmen lassen und in letzterem Fall zudem
angenommen werden kann, die Gegenüberstellung der nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände geschätzten, mit Prozentzahlen bewerteten hypothetischen Einkommen ergebe ein ausreichend zuverlässiges Resultat. Diese Berechnungsweise ist insbesondere anwendbar, wenn die konkreten Verhältnisse so liegen, dass die Differenz zwischen Validen- und Invalideneinkommen die für den Umfang des Rentenanspruchs massgebenden Grenzwerte von 70, 60, 50 und 40 % (Art. 28 Abs. 2 IVG) eindeutig über- oder unterschreitet (Urteil des Bundes
gerichts 8C_333/2013 vom 11. Dezember 2013 E. 5.3 mit Hinweisen).
1.5
Für die Bemessung der Invalidität
Selbständigerwerbender
, die zusammen mit Familien
angehörigen ein Geschäft betreiben, genügt der blosse Einkommens
ver
gleich nach
Art.
28a
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
16 ATSG nicht. Gemäss
Art.
25
Abs.
2 IVV ist in diesen Fällen auf die Mitarbeit der invaliden Person im Betrieb vor und nach der Invalidisierung abzustellen. Das bedingt eine Aufteilung des Gesamteinkommens nach Massgabe der Arbeitsleistung der ver
sicherten Per
son und ihrer Familienangehörigen. Der auf die Mitarbeit der Familien
ange
höri
gen entfallende Teil des Einkommens scheidet für den Ein
kommensvergleich aus. Dabei ist allerdings die Funktion der betriebsleitenden Person angemessen zu berücksichtigen. Da lediglich der Ausfall an Erwerbs
einkommen für die Bemessung der Invalidität ausschlaggebend ist, ist auch das Einkommen aus dem investierten Kapital auszuscheiden (ZAK 1970 S. 571 E. 1 mit Hinweisen).
1.6
Der Einkommensvergleich hat auch bei
Selbständigerwerbenden
in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffern
mässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt. Insoweit die fraglichen Erwerbseinkommen ziffernmässig nicht genau ermittelt werden können, sind sie nach Massgabe der im Einzelfall bekannten Umstände zu schätzen und die so gewonnenen Annäherungswerte miteinander zu ver
glei
chen. Lassen sich die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen nicht zuver
lässig ermitteln oder schätzen, so ist in Anlehnung an die spezifische Methode für Nichterwerbstätige ein Betätigungsvergleich anzustellen und der Invaliditäts
grad nach Massgabe der erwerblichen Auswirkungen der verminder
ten Leistungs
fä
higkeit in der konkreten erwerblichen Situation zu bestimmen. Der grundsätzliche Unterschied des ausserordentlichen Bemessungs
verfahrens zur spezifi
schen Methode (
Art.
28a
Abs.
2 IVG) besteht darin, dass die Invalidität nicht unmittel
bar nach Massgabe des Betätigungsvergleichs als solchen bemessen wird. Viel
mehr ist zunächst anhand des
Betätigungsvergleichs die leidensbedingte Behin
derung festzustellen; sodann ist aber diese im Hinblick auf ihre erwerbliche Auswirkung besonders zu gewichten. Eine bestimmte Einschränkung im funktio
nellen Leistungsvermögen einer erwerbstätigen Person kann zwar, muss aber nicht notwendigerweise eine Erwerbseinbusse gleichen Umfangs zur Folge haben. Wollte man bei Erwerbstätigen ausschliesslich auf das Ergebnis des Betätigungs
vergleichs abstellen, so wäre der gesetzliche Grundsatz verletzt, wonach bei dieser Kategorie von Versicherten die Invalidität nach Massgabe der Erwerbsunfähigkeit zu bestimmen ist (ausserordentliches Bemessungsverfahren; BGE 128 V 29 E. 1; AHI 1998 S. 120 E. 1a und S. 252 E. 2b je mit Hinweisen). Die ausserordentliche Bemessungsmethode des erwerblich gewichteten Betätigungsvergleichs unter
scheidet sich von der allgemeinen Methode des Einkommensvergleichs
Unselb
ständigerwerbender
gerade dadurch, dass bei der Einkommensermittlung nicht auf die LSE abgestellt wird, sondern deren Festsetzung unter Berücksichtigung der einzelfallbezogenen Kriterien (Betriebs
grösse, Branche, Erfahrung des Betriebs
inhabers usw.) zu erfolgen hat (Urteil des Bundesgerichts I 707/06 vom 9. Juli 2007 E. 3.3.1 mit Hinweis).
Nach der Rechtsprechung kann die Aufnahme einer unselbständigen Erwerbs
tä
tigkeit als zumutbar erscheinen, wenn davon eine bessere erwerbliche Verwer
tung der Arbeitsfähigkeit erwartet werden kann und der berufliche Wechsel unter Berücksichtigung der gesamten Umstände (Alter, Aktivitätsdauer, Ausbildung, Art der bisherigen Tätigkeit, persönliche Lebensumstände) als zumutbar erscheint (Urteil des Bundesgerichts 9C_356/2014 vom 14. November 2014 E. 3.1 mit Hin
weisen auf Urteile I 116/03 vom 10. November 2003 E. 3.1 und I 145/01 vom 12. September 2001 E. 2b).
Gemäss dem in Art. 27
bis
Abs. 2–4 IVV per 1. Januar 2018 eingeführten neuen Berechnungsmodell für die Festlegung des Invaliditätsgrads von teilerwerbs
täti
gen Versicherten nach der gemischten Methode (Art. 28a Abs. 3 IVG) werden der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Erwerbstätigkeit und der Invaliditätsgrad in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich – weiterhin – summiert (
Art.
27
bis
Abs. 2 IVV). Die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Erwerbs
tätig
keit richtet sich nach
Art.
16 ATSG, wobei das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person durch die Teilerwerbstätigkeit erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, auf eine Vollerwerbstätigkeit hochgerechnet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. a IVV) und die prozentuale Erwerbseinbusse anhand des Beschäftigungsgrads,
den
die versicherte Person hätte, wenn sie nicht invalid geworden wäre, gewichtet wird (Art. 27
bis
Abs. 3
lit
. b IVV). Für die Berechnung des Invaliditätsgrads in Bezug auf die Betätigung im Aufgabenbereich wird der prozentuale Anteil der Einschränkungen bei der Betätigung im Aufgabenbereich im Vergleich zur Situation, wenn die versicherte Person nicht invalid geworden wäre, ermittelt. Der Anteil wird anhand der Differenz zwischen dem Beschäfti
gungs
grad nach Absatz 3
lit
. b und einer Vollerwerbstätigkeit gewichtet (
Art.
27
bis
Abs. 4 IVV).
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die galten, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 130 V 445 E. 1.2.1, 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen).
1.8
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersu
chungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vor
akten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medi
zinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situa
tion einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin qualifizierte die Beschwerdeführerin in der angefochte
nen Verfügung vom 1
2.
April 2018 (Urk. 2) als Erwerbstätige und ging gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten der MEDAS
B._
vom 1
4.
April 2016 (
Urk.
10/58) beziehungsweise dessen Ergänzung vom 18.
Septem
ber 2017 (
Urk.
10/79) davon aus, dass ihr die Ausübung einer behinde
rungs
an
gepassten Tätigkeit im Umfang eines Beschäftigungsgrades von 50
%
zuzumuten sei, und dass ein Invaliditätsgrad von 45
%
resultiere.
2.2
Die Beschwerdeführerin bringt
hiegegen
vor, dass das von ihr geführte Bistro bis anhin nie einen Gewinn erzielt habe, dass sie bei Gesundheit keine
selbständige
sondern eine unselbständige Tätigkeit ausüben (
Urk.
1 S. 7) und dabei einen Ver
dienst von mindestens
Fr.
86'000.-- erzielen würde. Beim Einkommens
ver
gleich sei das
Valideneinkommen
daher anhand des Einkommens aus
der von ihr zuletzt ausgeübten
unselbständigen Tätigkeit zu bemessen (Urk.
1 S. 9).
3.
3.1
Den Akten ist zu entnehmen, dass
die Beschwerdeführerin
am 2
8.
Mai 2013 eine Tochter
gebar
(
Urk.
10/7)
und diese anschliessend betreute
. Die Beschwerde
geg
nerin
qualifizierte die Beschwerdeführerin
gestützt auf den Abklärungsbericht
für
Selbständig
erwerbende
vom 1
8.
Mai 2015 (
Urk.
10/60 S.
3) bei Erlass der ange
fochtenen Verfügung vom 1
2.
April 2018 (
Urk.
2) als Erwerbstätige in vollzeit
lichem Umfang. Damit übereinstimmend vertrat auch die Beschwerdeführerin die Ansicht, dass sie als Vollerwerbstätige zu qualifizieren sei (
Urk.
22 S. 3).
3
.2
Gemäss dem Arbeitgeberbericht der
Y._
GmbH vom
4.
April 2014 (Urk. 10/17), welcher von dem im Betrieb
mitarbeitenden
(
Urk.
10/17 S. 7) Ehe
gatten der Beschwerdeführerin unterzeichnet wurde (Urk. 10/17 S. 4),
sei
die Beschwerdeführer
in
bis Mitte des Jahres 2012 im vollzeitlichen Umfang als Geschäftsführerin und Kellnerin (
Urk.
10/17 S. 6 f.) tätig
gewesen.
Seither
habe
sie aus gesundheitlichen Gründen nur noch in einem extrem reduzierten Umfang
gearbeitet
(
Urk.
10/17
Ziff.
2.8).
3
.3
Gegenüber der Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin gab die
Beschwerde
führerin anlässlich
einer
Abklärung vor Ort
vom
8.
Januar 2015
an, dass sie seit Dezember 2013 im Umfang eines
A
rbeitspensums
von ungefähr 50
% für die Gesellschaft tätig sei. Bei Gesundheit wäre sie aus finanziellen Gründen erneut in vollzeitlichem Umfang bei der
Y._
GmbH erwerbstätig. Denn sie verfüge über gute Freundinnen, welche ihre Tochter betreuen beziehungsweise hüten würde
n
. Ausserdem führe ihr Ehegatte die Gesellschaft in zwei Schichten, so dass sie sich in der Kinderbetreuung mit ihrem Ehegatten abwechseln könn
t
e (Urk
.
10/60/3).
3
.4
Die Statusfrage, das heisst, ob eine versicherte Person im Gesundheitsfall ganz, teilzeitlich oder überhaupt nicht erwerbstätig wäre, ist hypothetisch zu beurteilen, unter Berücksichtigung ihrer ebenfalls hypothetischen Willensentscheidungen. Diese Entscheidungen sind als innere Tatsachen einer direkten Beweisführung nicht zugänglich und müssen in aller Regel aus äusseren Indizien erschlossen werden
(Urteil des Bundesgerichts 8C_27/2018 vom 2
6.
September 2018 E. 4.1.1). Vorliegend lassen sich den Akten indes nicht genügende Hinweise entnehmen, wie beziehungsweise auf welche Art und Weise die Beschwerdeführerin
ohne Gesundheitsschaden
die Betreuung ihrer am 2
8.
Mai 2013
geborenen Tochter organisiert hä
t
te
, insbesondere ob sie
hiefür
eine Fremdbetreuung in Anspruch
nehmen würde
oder nicht. In Würdigung der gesamten Umstände ist auf Grund der
vorhandenen Aktenlage
jedenfalls nicht auszuschliessen,
dass die Beschwer
de
führerin auch
im Gesundheitsfall
ihr Arbeitspensum zur Betreuung ihrer neu
geborenen Tochter reduziert
hätte
.
Zwar ersc
heint es nachvollziehbar, dass s
ie
aus
finanziellen
Gründen
grundsätzlich
auf einen Vollzeiterwerb ange
wiesen wäre.
Dadurch kann eine zumindest vorübergehende Reduktion des Arbeits
pen
sums infolge der Kinderbetreuung indes nicht gänzlich ausgeschlossen werden.
In Bezug auf die Statusfrage
ist
der Sachverhalt daher nicht rechtsgenügend abgeklärt.
4
.
4
.1
Zu prüfen ist sodann der massgebende medizinische Sachverhalt:
4
.2
Dr.
C._
, Facharzt für
Allgemeine Innere Medizin
,
stellte in seinem Bericht vom 2
2.
Juni 2015 (
Urk.
10/43/1-4) einen stationären Gesundheitszu
stand fest (
Ziff.
1.1) und stellte die folgenden Diagnosen (
Ziff.
1.2):
-
pseudoneurasthenisches Syndrom bei:
-
Status nach lakunären Infarkten im Thalamus links und
Gyrus
cinguli
links im Februar 2000 mit initialem Kopfschmerz und nachfolgender Bewusstseinsstörung sowie rechtsseitigem
Hemisyndrom
-
neuropsychologische Funktionsdefizite bei mittelgradig reduziertem all
gemeinkognitivem Leistungsniveau
Er erwähnte, dass die Beschwerdeführerin im Umfang von vier Stunden im Tag im familieneigenen Restaurant arbeite und mit der Arbeit zufrieden sei, da sie diese zu einem grossen Teil selbst einteilen könne. Es bestehe eine Verminderung der Leistungsfähigkeit im Umfang von 50
%
. Eine leichte Arbeit könn
t
e die Beschwerdeführerin im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
beziehungsweise von vier Stunden im Tag ausüben (
Ziff.
2.1).
4
.3
Dr.
D._
, Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie
, Ober
arzt der Klinik
E._
, stellte in seinem zusam
men mit dem Psychologen
Dr.
F._
verfassten Bericht vom 2
6.
Juni 2015 (
Urk.
10/44) die folgenden Diagnosen (
Ziff.
1.2):
-
pseudoneurasthenisches Syndrom bei:
-
Status nach lakunären Infarkten im Thalamus links und
Gyrus
cinguli
links im Februar 2000 mit initialem Kopfschmerz und nachfolgender Bewusstseinsstörung sowie rechtsseitigem
Hemisyndrom
-
mittelgradige neuropsychologische Funktionsdefizite und mittelgradig reduziertes allgemeinkognitives Leistungsniveau
-
chronifizierte
Anpassungsstörung vor dem Hintergrund einer vorbeste
henden neurotischen Persönlichkeitsproblematik
-
Status nach depressiver Entwicklung und Angststörung
postpartal
Er erwähnte, dass die Beschwerdeführerin
auf Grund einer ausgeprägten
post
partalen
Depression und Angst seit September 2013 mit antidepressiver Medika
tion behandelt worden sei, und dass es seither zu einer Stabilisierung des Zustan
des gekommen sei. Gegenwärtig bestehe keine relevante depressive Symptomatik oder Angst mehr. Unverändert persistiere
jedoch
die
organisch bedingte pseudo
neurasthenische Symptomatik mit rascher Erschöpfung, erhöhter Ermüdbarkeit, Reizbarkeit und Affektlabilität (
Ziff.
1.3). Der Beschwerdeführerin
sei
die Aus
übung der bisherigen Tätigkeit und
die Ausübung
angepasster Tätigkeiten im Umfang eines Arbeitspensums von 50
%
,
bei
voller Leistungsfähigkeit
zuzumuten
(
Ziff.
2.2).
4
.4
Die Ärzte der MEDAS
B._
erwähnten in ihrem polydiszip
linären Gutachten vom 1
4.
April 2016 (
Urk.
10/58/1-
42), dass die Beschwerde
führerin in der Zeit vom
9.
bis 1
1.
November 2015 internistisch, psychiatrisch, neurologisch und neuropsychologisch untersucht worden sei (S. 2)
,
und stellten die folgenden Diagnosen (S. 34):
Diagnosen mit Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
-
minimale bis leichte neuropsychologische Störung multifaktorieller Ätio
lo
gie
-
anfallsweise Müdigkeitsattacken und Mühe mit Reizverarbeitung nach sub
kortika
len Hirninfarkten
-
residuelle
, armbetonte, motorische Hemiparese rechts, im Rahmen mul
tipler,
bihemisphärischer
, disseminierter ischämischer Läsio
nen rechts, vorwiegend kortikal
links
,
vorwiegend im Thalamus im hinteren Teil der
Capsula
interna
, unklarer Ätiologie, am ehesten arterieller Genese (Di
ffe
rentialdiagnose:
Thromboembol
ie
unklarer Ursache, möglicherweise im Rahmen des Nikotinabusus und oraler Kontrazeption)
-
Anpassungsstörung vor dem Hintergrund einer fortbestehenden neuroti
schen Persönlichkeitsproblematik und neurasthenisches Syndrom
-
sonstige neurotische Störung im Sinne einer Persönlichkeit mit leistungs
orientierten Zügen
Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit:
-
Status nach mindestens mittelschwerer depressiver Störung
postpartal
-
Verdacht auf Aufmerksamkeitsdefizitstörung als Schulkind
-
Status nach schädlichem Gebrauch von Cannabis bis 2011
-
Status nach schädlichem Gebrauch von Alkohol bis 2011
In psychischer Hinsicht verfüge die Beschwerdeführerin über e
ine akzentuierte Persönlichkeit. Dabei handle es sich nicht um eine Persönlichkeitsstörung, son
dern um eine
neurotische Erkrankung.
Durch die Defizite der hirnorganischen Störung werde das Gesamtleistungsniveau reduziert und die Leistungsfähigkeit im Beruf tangiert. Neben der hirnorganisch bedingten Einschränkung spiele auch die neurotische Störung bezüglich der Arbeitsfähigkeit eine Rolle. Insgesamt sei aus psychiatrischer Sicht auf Grund einer verringerten Anpassungsmöglichkeit an die hirnorganische Problematik
im Rahmen
der neurotischen Störung von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im Umfang von 30
%
auszugehen (S.
25).
In neurologischer Hinsicht
sei
davon auszugehen, dass die bestehenden neuro
kognitiven Defizite am Ehesten multifaktoriell bedingt seien, insbesondere durch die Neurasthenie und möglicherweise eine
chronifizierte
Anpassungs
störung vor dem Hintergrund einer fortbestehenden neurotischen Per
sönlichkeits
problematik (S. 27). Der Beschwerdeführerin sei die Ausübung körperlich schwerer Tätigkeiten nicht mehr zuzumuten. Die Ausübung körperlich mittelschwerer und leichter Tätigkeiten sowie der bisherigen Tätigkeit sei der Beschwerdeführerin aus neuro
lo
gischer Sicht uneingeschränkt im Rahmen eine
s
vollzeitlichen Arbeits
pensums zuzumuten (S. 28).
Insgesamt sei der Beschwerdeführerin die Ausübung einer behinderungs
ange
passten, körperlich mittelschweren bis leichten Tätigkeit im Umfang eines Arbeits
pensums von
7
0
%
zuzumuten (S. 37).
4
.5
Dr. G._
, Facharzt für Neurologie, Regionaler Ärztlicher Dienst der Beschwerdegegnerin (RAD), nahm in seiner Stellungnahme vom 19.
April 2016 (
Urk.
10/63/6) zum
Gutachten
der Ärzte der
B._
vom 1
4.
April 2016
Stellung und erwähnte, dass darauf abgestellt werden könne. Gestützt auf das Gutachten sei daher von einer psychisch bedingten Arbeitsunfähigkeit
in
der bisherigen Tätigkeit und in behinderungsangepassten Tätigkeiten vom
1.
April bis 3
0.
November 2013 von 100
%
, vom
1.
Dezember 2013 bis 3
1.
Oktober 2015 von 50
%
und vom ab
1.
November 2015 von 30
%
auszugehen.
4
.6
Der Psychologe
Dr. F._
, Klinik
E._
, nahm am 1
7.
Oktober 20
16 (
Urk.
10/73) zum Gutachten der Ärzte der
B._
vom 1
4.
April 2016
Stellung und führte aus, dass
die darin beziehungsweise in
dessen
psychiatrische
m
Teil
gutachten enthaltene Beurteilung, wonach
eine neurotisch bedingte verringerte Anpassungsfähigkeit an die hirnorganische Problematik die
attestierte Arbeits
unfähigkeit von 30
%
verursacht
habe, abgesehen vom Schweregrad, mit seiner eigenen Beurteilung weitgehen
d
übereinstimme (S. 1).
4
.7
In ihrer das Gutachten
vom 1
4.
April 2016
ergänzenden Stellungnahme vom 1
8.
September 2017 (
Urk.
10/79) führten die Gutachter
der
B._
aus, dass in
Bezug auf die Gesamtwürdigung und die Integration der verschiedenen Teilgut
achten
gewisse
Mängel
des Gutachtens vom 1
4.
April 2016 zu berichtigen seien
. Die Müdigkeit
sei
als Symptom der erlittenen Hi
rni
nfarkte nachvollziehbar, in den Akten konsistent beschrieben und auch im Verlauf gut abbildbar.
Hierbei sei
von einer organischen Störung aus
zugehen
.
Der
Umstand, dass es in der
Schwangerschaft
nach
Absetzen der vorher als stabilisierend erlebten Medikation
mit
Cymbalta
vorerst zu
eine
r
deutliche
n
Verschlechterung
im Sinne einer
mit
telgradigen depressiven
postpartalen
Symptomatik
und
a
nschliessend unter einer Medikation mit
Efexor
erneut zu einer Verbesserung gekommen sei, spreche
für eine hirnorganisch verminderte Verarbeitungskapazität, welche durch die Schwanger
schaft selbst und
den
Medikamentenwechsel akzentuiert und manifest geworden
sei (S. 4)
.
Bei der gegebenen Persönlichkeitsstruktur mit hohen Leistungsansprüchen
sei
es nachvollziehbar, dass die
Beschwerdeführerin vor Eintritt des Gesundheitsscha
dens
am oberen Leis
tungsl
imit gearbeitet
habe
.
Da die
Aspekte der Ermüdbarkeit, intrinsischen Aktivierung und Steuerung mit der Leistungsfähigkeit in einer struktur
ierten neuropsychologischen Tes
tung
nicht deckungs
gleich
seien, stün
den die nur geringen neuropsychologischen Befunde nicht in Widers
pruch zu einer höheren Einschränkung in Beruf und Alltag
. Auf Grund
des
Störungsbild
es
und der
Anamnese
sei
es
sodann
nachvollziehbar, dass bei
einer zusätzlichen Belas
tung
durch die
Betreuung eines Kleinkindes,
und
insbesondere durch die
damit verbundenen
Unregelmässigkeiten
und
Unwägbarkeiten
, wie beispielsweise
Schl
afmangel und
hoher emotionaler
Stress
,
eine
höhere Einschränkung result
iere
als aus der formalen Testung und dem rein klinischen
Eindruck abgeleitet werden könn
e
(
und im Gutachten
abgeleitet
worden sei
). Durch diese Kombination
sei
auch das vorbestehende neurotische Störungs
bild relevant geworden.
Die im Gutachten vom 1
4.
April 2016 gestellten
Diagnosen
seien daher folgen
der
massen zu präzisie
ren
(S. 5
):
Diagnosen mit Einfluss auf d
ie Arbeitsfähi
gkeit
:
-
Status nach m
ultiplen lakunären ischämischen Läsionen
,
bihemisphärisch
vom
2
6.
Februar
2000
-
r
echts vorwiegend kortikal, links überwiegend Mediastromgebiet (
Lobulus
paracentralis
links, im
Gyrus
cinguli
beidseits) sowie im Bereich des Versorgungsgebietes der A.
choroidea
anterior
(Thalamus und hintere Teil der
Capsula
interna
links)
-
Ätiologie am ehesten
embolisch
bei unklarer
Thromboemboliequelle
(Differentialdiagnose:
arterio
- arterieller Genese
)
-
armbetonte motorische Hemiparese rechts
(
residuell
)
-
a
nfallsweise Müdigkeitsattacken und Mühe mit Reizverarbeitung nach subkortikalen Hirninfarkten
im Jahre
2000
im Sinne eines pseudoneu
rasthenischen Syndroms
(
residuell
)
-
testpsychologisch minimale bis leichte neuropsychologische Störung
(
residuell
)
-
s
onstige neurotische Störung
im Sinne einer
Persönlichkeit mit leistungs
orientierten Zügen
Sie führten aus, dass die übrigen, im Gutachten vom 1
4.
April 2016 aufgeführten Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit, insbesondere die Anpassungs
störung
,
nicht zuträfen und
zu streichen seien.
Bei der Beurteilung der
Arbeitsfähigkei
t
sei
der
Um
stand
, dass die Beschwerdeführerin
durch das hirn
orga
nische Störungsbild
insbesondere durch eine Mehrfachbelastung bei
der
Berufstä
tigkeit
und
der
Kleinkindbetreuung an deutliche Leistungsgrenzen komme
,
zusätzlich zu berücksichtigen,
weshalb insgesamt von einer
Arbeitsfä
hig
keit von 50
%
(neben der Kinderbetreuung) auszuge
h
en
sei. In Zukunft könne bei einem Rückgang der
Anforderungen der Kleinkindbetreuung
im
K
indergar
ten- und
Schulalter
ihrer Tochter erneut mit einer höheren Arbeitsfähigkeit gerechnet werden
(S. 6).
5
.
5
.1
In ihrem Gutachten vom 1
4.
April 2016 (vorstehend E.
4.4
) gingen die Ärzte der
B._
davon aus, dass die Beschwerdeführerin einerseits durch eine hirnorganische Störung in ihrer Leistungsfähigkeit im Beruf beeinträchtigt werde,
und
dass
sie andererseits
infolge einer
neurotische
n
Störung
nur eingeschränkt in der Lage sei, sich an die hirnorganischen Beeinträchtigungen anzupassen,
weshalb
von einer
Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
in behinderungsangepassten Tätigkeiten im Umfang von
30
%
auszugehen
sei. Demgegenüber gingen die Gutachter
der
B._
in ihrer ergänzenden Stellungnahme vom
1
8.
September 2017 (vorstehend E.
4.7
) davon aus, dass die Beschwerdeführerin infolge des
hirnorganische
n
Störungs
bild
es
bei
der
Mehrfachbelastung durch die Ausübung einer Berufstä
tigkeit
neben der Kleinkindbetreuung an deutliche Leistungsgrenzen komme
,
und dass sie daher
insgesamt im Umfang
von 50
%
in ihre
r
Arbeitsfähigkeit
(neben der Kinderbetreuung)
beeinträchtigt werde.
Damit übereinstimmend ging auch
Dr.
D._
in seinem Bericht vom 2
6.
Juni 2015 (vorstehend E.
4.3
) davon aus, dass die Beschwerdeführerin durch die organisch bedingte pseudoneurasthe
nische Symptomatik insbesondere durch eine erhöhte Ermüdbarkeit, Reizbarkeit und Affektlabilität in der Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde, und dass sie hinsicht
lich der bisherigen Tätigkeit und behinderungsangepasster Tätigkeiten im Umfang von 50
%
ihrer Arbeitsfähigkeit beeinträchtigt werde.
5
.2
Die Beurteilung durch die Ärzte der
B._
, welche, nachdem sie
in ihrem Gutach
ten vom 1
4.
April 2016 (vorstehend E.
4.4
)
noch
eine Arbeitsunfähigkeit in behinderungsangepassten Tätigkeiten von 30
%
festgestellt hatten,
in
ihrer
Stellung
nahme vom 1
8.
September 2017 (vorstehend E.
4.7
) eine solche von 50
%
postulierten,
vermag nicht zu überzeugen
,
i
nsbesondere das sie
ihre
Feststellung
vom 1
8.
September 2017
einer im Vergleich zu derjenigen vom 1
4.
April 2016 höheren Arbeitsunfähigkeit mit einer
Mehrfachbelastung
der Beschwerdeführerin
durch die Ausübung einer Berufstätigkeit neben der Kleinkindbetreuung
begrün
deten. Denn einerseits war der Umstand, dass
die Beschwerdeführerin ihre am 2
8.
Mai 2013 geborene
Tochter
betreut
e
,
den Gutachtern
bereits beim Verfassen
ihres
Gutachtens vom 1
4.
April 2016 bekannt (vgl.
Urk.
10/58 S. 19). Andererseits
gilt
diesbezüglich
zu beachten, dass nach der Rechtsprechung ein invalidisieren
der psychischer Gesundheitsschaden nicht vorliegt, wenn die erhobenen psychi
schen Befunde in den psychosozialen und soziokulturellen Umständen ihre hin
reichende Erklärung finden und gleichsam in ihnen aufgehen (BGE 127 V 294 E.
5a; Urteil des Bundesgerichts 8C_7
30/2008 vom 2
3.
März 2009 E. 2). Mangels einer nachvollziehbaren Begründung kann
auf die Arbeitsfähigkeitsbeurteilungen durch die Ärzte der
B._
vom 1
4.
April 2016 und vom 1
8.
September 2017 vor
liegend daher nicht abgestellt werden.
Des Gleichen lässt sich auch
der Beurtei
lung durch
Dr.
D._
vom 2
6.
Juni 2015
keine nachvollziehbare Arbeitsfähig
keitsbeurteilung entnehmen.
5
.3
Bei der Beurteilung der medizinischen Aktenlage gilt es zudem zu berück
sichti
gen, dass die Beschwerdeführerin und ihr Ehegatte
per
1.
März 2016
gemäss einem
am 2
3.
Februar 2016 veröffentlichten Zei
tungsartikel (
Urk.
11)
als Pächter
die Geschäftsführung des Restaurants
Z._
in
A._
übernom
men
hätten
(
Urk.
11),
und dass die Beschwerde
führerin
gemäss
der Homepage des Restaurants
Z._
,
A._
(
Urk.
12)
im Betrieb mitarbeite
, wobei ihre Tätig
keit darin
folgendermassen
umschrieben
wurde: «Direktion, unser General, Tausendsassa, Glücksmacherin. Wo
X._
ist, findet man auch immer Fröhlich
keit und Gelassenheit. Sie hat das Auge fürs Detail».
Diese Umstände waren weder den Gutachtern der
B._
noch
Dr.
D._
noch der Beschwerdegegnerin (vgl.
Urk. 15) bekannt. Obwohl die Beschwerdeführerin in ihrer Stellungnahme vom
2.
Oktober 2018 (
Urk.
17 S. 2) dazu ausführte, da
s
s die
Y._
GmbH die Pacht des Restaurants
Z._
übernommen habe, und dass sie im Restaurant
Z._
nicht
erwerbs
tätig sei, sondern lediglich «aus marketingtechnischen Gründen» auf der Homepage des Restaurants aufgeführt
gewesen
sei, kann auf Grund der Akten die Ausübung einer Erwerbstätigkeit im Restaurant
Z._
,
A._
,
durch die Beschwerdeführerin
für die Zeit ab
1.
März 2016 nicht mit dem massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit aus
geschlossen werden.
5
.4
Der Sachverhalt erscheint daher sowohl in Bezug auf die Frage, in welchem Umfang der Beschwerdeführerin in gesundheitlicher Hinsicht nach Eintritt des Gesundheitsschadens die Ausübung der bisherigen und einer behinderungs
ange
passten Tätigkeit noch zuzumuten war, sowie
bezüglich
d
er
Frage, ob beziehungs
weise in welcher Funktion und in welchem Umfang die Beschwerde
führer im Restaurant
Z._
in
A._
eine Erwerbstätigkeit ausübte, nicht als rechts
genügend abgeklärt.
Dies gilt auch für die Statusfrage (vgl. vorstehend E.
3).
6
.
6
.1
Zu prüfen bleib
t
die gerügte Verletzung des rechtlichen Gehör
s
(
Urk.
1 S. 6).
6
.2
Die Parteien haben nach Art. 29 Abs. 2 der Bundesverfassung (BV) und Art. 42 Satz 1 ATSG Anspruch auf rechtliches Gehör; sie müssen nicht angehört werden vor Verfügungen, die durch Einsprache anfechtbar sind (Art. 42 Satz 2
ATSG
;
BGE
134 V
97 E. 2.8.1).
Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist von Amtes wegen zu überprüfen (Art. 29 Abs. 2 BV; Urteil des Bundesgerichts H 4/05 vom 19. April 2005 E. 2).
Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung. Es kommt mit anderen Worten nicht darauf an, ob die Anhörung im konkreten Fall für den Ausgang der materi
el
len Streitentscheidung von Bedeutung ist, das heisst die Behörde zu einer Änderung ihres Entscheides
veranlasst wird oder nicht (BGE
132 V 387 E. 5.1; 127 V 431 E. 3d/
aa
).
6
.3
Vorbehalten sind
rechtsprechungs
gemäss
diejenigen Fälle, in denen diese Ver
letzung nicht besonders schwer wiegt und dadurch geheilt wird, dass die betroffene Person die Möglichkeit erhält, sich vor einer Beschwerdeinstanz zu
äussern
, die sowohl den
Sach
verhalt als auch die Rechtslage frei überprüfen kann. Die Heilung eines
–
all
fälligen
–
Mangels soll aber die Ausnahme bleiben (BGE
135 I 279 E. 2.6.1,
125 V 368 E. 4c/
aa
, 124 V 183 E. 4a).
Von einer Rück
weisung der Sache ist aber selbst bei einer schwerwiegenden Verletzung des rechtlichen Gehörs abzusehen, wenn und soweit die Rückweisung zu einem formalistischen Leerlauf und damit zu unnötigen Verzögerungen führen würde, die mit dem (der Anhörung gleichgestellten) Interesse der betroffenen Partei an einer
beförderli
chen
Beurteilung der Sache nicht zu vereinbaren wären (BGE 136 V 117 E. 4.2.2.2
mit Hinweisen).
6
.4
Wesentlicher Bestandteil des verfassungsrechtlichen Gehörsanspruchs ist die Begründungspflicht. Sie soll verhindern, dass sich die Behörde von unsach
lichen Motiven leiten lässt, und es den Betroffenen ermöglichen, die Verfü
gung gege
benenfalls sachgerecht anzufechten. Die Begründungspflicht be
deu
tet nicht, dass sich die Behörde mit jedem einzelnen Vorbringen und jedem einzelnen Akten
stück ausdrücklich auseinandersetzen muss. Der An
spruch auf rechtliches Gehör verlangt insbesondere, dass die rechtserheb
li
chen Vorbringen der Parteien ange
hört und berücksichtigt werden (BGE 124 I 241 E. 2). Die Begründung muss kurz die Überlegungen nennen, von denen
sich die Behörde hat leiten lassen und auf die sich die Verfügung stützt. Nicht
erforderlich ist hingegen, dass sich die Verfü
gung mit allen Partei
stand
punkten einlässlich auseinandersetzt und jedes ein
zelne Vorbringen aus
drücklich widerlegt.
Vielmehr kann sie sich auf die für den Entscheid wesentlichen Gesichtspunkt
e beschränken (BGE 126 I 97 E. 2b und 124 V 180 E. 1a).
Es genügt, wenn die Verfügung gegebenenfalls sachge
recht ange
fochten werden kann (BGE 130 II 530 E. 4.3, 129 I 232 E. 3.2, 124 V 180 E. 1a; Urteil des Bundesgerichts 8C_511/2007 vom 22. November 2007 E. 4.2.2).
Dem
gegenüber darf sich die
Behörde nicht damit begnügen, die von der betroffe
nen Person vorgebrachten
entscheidwesentlichen
Einwände tatsächlich zur Kenntnis zu nehmen und zu prüfen; sie hat ihre Überlegungen der betroffenen Person gegenüber auch namhaft zu machen und sich dabei ausdrücklich mit den
ent
scheid
wesentlichen
Einwänden auseinanderzusetzen oder aber zumindest die Gründe anzugeben, weshalb sie gewisse Gesichtspunkte nicht berück
sichtigen kann (Urteil des Bundesgerichts
B 61/00 vom 2
6.
September 2001
E. 3b; BGE 124 V 180 E
. 2b).
6
.5
Die Beschwerdegegnerin führte im Vorbescheid vom
2
2.
Juli 2016
(Urk.
10/66 S. 2
)
zum
Valideneinkommen
das Folgende
aus:
«
Anlässlich der Aussendienst
ab
klärung vom
8.
Januar 2015 stellte sich heraus, dass kein Einkommen mit dem Bistro erwirtschaftet werden konnte. Wir stützten uns daher bei Berechnung des
Einkommens ohne Behinderung auf die statistischen Lohnangaben des Bundes
amtes für Statistik
»
.
6.6
Im
Rahmen ihres
Einwand
es
gegen den Vorbescheid
vom
7.
September 2016 (
Urk.
10/73) machte die Beschwerdeführerin geltend, dass sie ohne Gesundheits
schaden keine selbständige Tätigkeit aufgenommen hätte, weshalb das
Validen
ein
kommen
anhand des Verdienstes zu bemessen sei, den
sie vor Aufnahme der selbständigen Tätigkeit in
der von ihr
zuletzt
ausgeübten unselbständigen Tätig
keit
bezogen habe.
6.7
In der angefochtenen Verfügung vom
1
2.
April
2018 (
Urk.
2
) führte die Beschwer
de
gegnerin
zum
Valideneinkommen
aus, dass die Beschwerdeführerin mit
ihrem
Bistro kein Einkommen habe erwirtschaften können,
und
dass es ihr
zuzumuten gewesen sei, einer unselbständigen Tätigkeit nachzugehen
beziehungs
weise auf eine solche umzusteigen. Da sie ein
e
Berufslehre als Ver
käuferin abge
schlossen habe, könnte sie in diesem Bereich tätig sein
. Bei der Bemessung des Einkommens ohne gesundheitliche Einschränkung sei daher auf die statistischen Lohnangaben abzustellen.
6.8
Die Beschwerdegegnerin nahm in der
angefochtenen Verfügung vom 1
4.
Mai 2018 (
Urk.
2)
nicht ausdrücklich Stellung zu den von der Beschwerdeführerin im Rahmen des
Vorbescheidverfahrens
erhobenen Einwendungen
betreffend die Bemessung des
Valideneinkommens
. Bei den Einwendungen der Beschwerde
führerin, dass das
Valideneinkommen
anhand des Verdienstes, welche
n
sie in der von ihr vor Aufnahme der selbständigen Tätigkeit zuletzt ausgeübten unselbstän
digen Tätigkeit
erzielt habe,
zu bemessen sei,
handelt es sich
indes
um
einen
entscheidwesentli
che
n Einwand
, mit welchen sich die Beschwerdegegnerin bei Erlass der angefoch
tenen Verfügung aus
drücklich hätte auseinandersetzen oder zumindest die Gründe hätte angeben müssen, weshalb sie die vorgebrachten Gesichtspunkte nicht berücksichtigen konnte.
Die
Beschwerdegegnerin
hat sich
in der angefochtenen Verfügung daher nicht in genü
gender Weise mit den von der Beschwerdeführerin anlässlich des
Vor
bescheid
verfahrens
erhobenen (
ent
scheid
wesentlichen
) Einwendungen aus
einander
gesetzt, und damit den
Anspruch auf der Beschwerdeführerin auf rechtliches Gehör verletzt.
Da
ein Entscheid in der Sache
, wie im Folgenden zu zeigen ist
(nachstehend E. 7),
vorliegend
nicht mög
lich ist,
kann
offen bleiben
, ob die Gehörsverletzung schwer wiegt
.
7
.
7
.1
Das Gericht kann die Angelegenheit zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückweisen,
insbesondere
wenn mit dem angefochtenen Entscheid nicht auf die Sache eingetreten oder der Sachverhalt ungenügend festgestellt wurde (§ 26 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht,
GSVGer
). Gemäss der Rechtsprechung ist eine Rückweisung an die IV-Stelle möglich, wenn sie in der
notwendigen Erhebung einer bisher vollständig ungeklärten Frage begründet is
t, oder wenn lediglich eine Klarstellung, Präzisierung oder Ergänzung der medizinischen Akten beziehungsweise von gutachtlichen Ausführungen erforderlich ist (BGE 139 V 99 E. 1.1 und 137 V 210 E. 4.4.1.4).
7
.2
Vorliegend erweist sich
einerseits der Sachverhalt in Bezug auf die Statusfrage beziehungsweise die Frage
n
, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin ohne Gesundheitsschaden nach der Geburt ihrer Tochter eine Erwerbstätigkeit ausgeübt
hätte
und
ob die Invalidität anhand der Methode für Erwerbstätige oder anhand der gemischten Methode zu bemessen ist, nicht
als
rechtsgenügend abgeklärt (vorstehend E.
3.4
). Sodann wurde der Sachverhalt in Bezug auf die Frage, ob beziehungswiese in welcher Funktion und in welchem Umfang die Beschwerde
führerin ab
1.
März 2016 im Restaurant
Z._
in
A._
erwerbstätig
war
, bisher nicht hinreichend abgeklärt
.
Des Weiteren
ist
auch der
medizinische Sach
verhalt unge
nügend abge
klärt (vorstehend E.
5.4
). Die Sache ist deshalb an die Beschwerde
gegnerin zurückzu
wei
sen, damit sie
den Sach
verhalt diesbezüglich ergänzend abkläre
.
Dabei wird
die Beschwerde
gegnerin
sinnvollerweise
vorerst
den Sachverhalt
in Bezug auf die Statusfrage sowie in Bezug auf die Tätigkeit im Restaurant
Z._
in
A._
ergänzend abklären und die medizinischen Akten vervollständigen. Anschliessend wird sie die Beschwerdeführerin erneut ärztlich begutachten lassen und
über
deren Rentena
nspruch neu verfüge
n
.
Demzufolge ist die Beschwerde gutzuheissen.
8
.
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verwei
ge
rung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzli
chen Rahmens (Fr. 20
0.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 8
00.-- festzusetzen und aus
gangs
gemäss der Beschwerdegegnerin aufzuerlegen
, zumal der Umstand, dass die Beschwerdeführerin
ihre (allfällige) Tätigkeit im Restaurant
Z._
verschwiegen hat, keinen entscheidenden Einfluss auf den Ausgang des Verfahrens hatte.
9
.
9
.1
Nach
§
34
Abs.
1
GSVGer
hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streit
wert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Prozesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (
§
34
Abs.
3
GSVGer
).
Für unnötigen oder geringfügigen Aufwand einer Partei wird keine Prozessent
schädigung zugesprochen (
§
8
Abs.
1 der Verordnung über die Gebühren, Kosten und Entschädigungen vor dem Sozialversicherungsgericht,
GebV
SVGer).
9
.2
Nach ständiger Rechtsprechung gilt die Rückweisung der Sache an die Ver
wal
tung zur weiteren Abklärung und neuen Verfügung als vollständiges Obsiegen (
BGE
137 V
57 E.
2.2), weshalb
die
vertretene Beschwerdeführer
in
Anspruch auf eine Prozessentschädigung hat.
9
.3
Dem sich bei den Akten befindenden Tätigkeitsnachweis von
Rechtsanwältin
Lotti Sigg, Winterthur, vom 2
3.
November 2018 (
Urk.
25) ist zu entnehmen, dass diese einen Aufwand von insgesamt
Fr. 4'033.35
und Barauslagen von
Fr. 121
-- (ohne Mehrwertsteuer) geltend machte. Der geltend gemachte zeitliche Aufwand von insgesamt
18.2
Stunden erscheinen indes in Berücksichtigung der Bedeutung der Streitsache und der Schwierigkeit des Prozesses insbesondere auch mit Blick auf vergleichbare Verfahren nicht als angemessen. In Würdigung der gesamten Umstände erscheint vorliegend vielmehr ein Aufwand von insgesamt
15.4
Stun
den als angemessen und gerechtfertigt. Die geltend gemachten Barauslagen von insgesamt
Fr.
121
.-- sind nicht zu beanstanden.
Bei einem gerechtfertigten zeitlichen Aufwand von 15.4 Stunden, einem Stun
densatz von
Fr.
220.-- und Barauslagen von
Fr.
121.--, zuzüglich Mehrwert
steuer, ist die
Prozessentschädigung,
auf welche die Beschwerdeführerin Anspruch hat,
auf Fr.
3’800
.-- (inklusive Mehrwertsteuer)
festzusetzten
.