# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4d90d5c8-5574-53d9-b75c-aa8f93ef4a17
**Court:** AR_OG
**Chamber:** AR_OG_004
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** AR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Im Gebiet C_, Gemeinde B_, befindet sich eine Bestockung, über welche bislang noch
keine rechtskräftige Waldfeststellung durchgeführt wurde. Das Gehölz liegt an einer Hang-
kante bzw. in südöstlicher Hanglage auf den sich in der Landwirtschaftszone befindlichen
Parzellen Nrn. 001 (Eigentümer: A_, D_, E_, F_), 002 und 003 (Eigentümer: je
G_) und grenzt an die Parzelle Nr. 004 (vormals Parzelle Nr. 005; Eigentümerin: H_
AG) an.
B. Anlässlich der geplanten Ortsplanrevision der Gemeinde B_ führte das kantonale Ober-
forstamt (neu: Amt für Raum und Wald, Abteilung Wald und Natur) am 12. Januar 2012 zu-
sammen mit einem Vermessungsteam eine Verpflockung des von ihm als Wald bezeichne-
ten Areales an Ort und Stelle durch, an welcher auch A_ für sich und als Vertreter der
übrigen Miteigentümer teilnahm. In der Folge legte die Abteilung Wald und Natur einen ge-
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stützt auf den Plan "Waldfeststellung vom 12. Januar 2012" für das Gebiet C_ verfügten
Plan "Festlegung der Waldgrenzen" vom 17. Januar 2012 öffentlich auf, wobei eine Wald-
fläche von 536 m2 ausgeschieden wurde. Gleichzeitig lag der vom Gemeinderat B_ er-
lassene Plan "Festlegung der Waldabstandslinien" öffentlich auf. Gegen die Festlegung der
Waldgrenzen liess A_, vertreten durch RA AA_, mit Eingabe vom 13. März 2012 bei
der Abteilung Wald und Natur Einsprache erheben. Nach einer am 2. Mai 2012 durchge-
führten Anhörung vor Ort wies die Abteilung Wald und Natur (im Folgenden: Vorvorinstanz)
die Einsprache mit Entscheid vom 8. Juni 2012 ab.
C. Gegen diesen Entscheid liess A_, vertreten durch RA AA_, mit Eingabe vom 2. Juli
2012 Rekurs beim Departement Volks- und Landwirtschaft (neu: Departement Bau und
Volkswirtschaft) erheben mit dem Antrag, den Einspracheentscheid aufzuheben und fest-
zustellen, dass es sich bei der Bestockung auf den Parzellen Nrn. 001, 002 und 003 nicht
um Wald handle. Mit Entscheid vom 8. Juli 2013 wies das Departement Bau und Volkswirt-
schaft den Rekurs von A_ ab.
D. Dagegen liess A_ (im Folgenden: Beschwerdeführer), vertreten durch RA AA_, mit
Eingabe vom 9. August 2013 beim Obergericht Beschwerde erheben und die eingangs er-
wähnten Rechtsbegehren stellen.
E. Dazu liess sich das Departement Bau-und Volkswirtschaft (im Folgenden: Vorinstanz) mit
Stellungnahme vom 19. September 2013 mit dem eingangs gestellten Rechtsbegehren
vernehmen. Mit Eingabe vom 14. Oktober 2013 reichte der Beschwerdeführer unter Auf-
rechterhaltung seiner Anträge eine Replik ein, wozu sich die Vorinstanz mit Duplik vom 28.
November 2013 vernehmen liess.
F. Am 29. Oktober 2014 führte das Obergericht bei der strittigen Bestockung einen Augen-
schein im Beisein der Parteien durch und wies die Beschwerde gleichentags ab. Der be-
gründete Entscheid wurde dem Beschwerdeführer am 11. Juni 2015 zugestellt.
G. Gegen diesen Entscheid liess der Beschwerdeführer, wiederum vertreten durch RA AA_,
mit Eingabe vom 13. August 2015 Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten
beim Bundesgericht erheben, welches die Beschwerde aufgrund der Verletzung des recht-
lichen Gehörs mit Urteil vom 10. Juni 2016 guthiess und die Sache zu neuer Beurteilung an
das Obergericht zurückwies.
H. Mit Schreiben vom 2. November 2016 wurde den Parteien von der Gerichtsleitung ange-
zeigt, dass das Verfahren wieder aufgenommen werde. Mit Eingabe vom 12. Dezember
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2016 liess sich der Beschwerdeführer zur Fotodokumentation des Augenscheins verneh-
men, wobei er nebst mehreren Luftbildern einen Plan der J_ AG ins Recht legte, welcher
eine andere Abgrenzung der bestockten Fläche aufzeigen soll, woraus eine Fläche von
insgesamt 479 m2 resultiert. Nach dem nachträglichen Versand des Augenscheinprotokolls
liess der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 24. Februar 2017 ein Protokollberichtigungs-
begehren einreichen, wobei er eventualiter beantragte, das Protokoll des Augenscheins
vom 29. Oktober 2014 aus dem Recht zu weisen und einen neuen Augenschein durchzu-
führen. Diesen Verfahrensantrag stellte er erneut mit Eingabe vom 21. April 2017, wozu
sich die Vorinstanz mit Schreiben vom 8. Mai 2017 vernehmen liess. Mit Schreiben vom 19.
Mai 2017 hielt der Beschwerdeführer an seinem Antrag zur Wiederholung des Augen-
scheins ausdrücklich fest.
I. Mit Beschluss vom 31. August 2017 (versandt am 6. Dezember 2017) entschied das Ober-
gericht, einen neuen Augenschein durchzuführen. Gleichzeitig hielt es fest, dass das Proto-
koll des Augenscheins vom 29. Oktober 2014 in Bezug auf den Beschwerdeführer keine
Verwendung mehr finde.
J. Am 24. Mai 2018 führte das Obergericht im Beisein aller Parteien einen zweiten Augen-
schein durch. Hinsichtlich der Ergebnisse kann auf das Augenscheinprotokoll verwiesen
werden. Dazu liess sich der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 10. August 2018 verneh-
men, wobei er die eingangs erwähnten Verfahrensanträge stellte.
K. Mit Schreiben vom 28. September 2018 wurden den Parteien die von Amtes wegen beige-
zogenen Orthofotos der umstrittenen Bestockung aus den Jahren 1995, 2001, 2007, 2009,
2011 und 2013 zur Kenntnisnahme zugestellt.
L. Auf Eröffnung des Urteildispositivs hin verlangte der Beschwerdeführer mit Schreiben vom
27. Dezember 2018 eine Begründung des Urteils. Damit sind die Voraussetzungen für die
nach Ziff. 4 des Dispositivs in Aussicht gestellte Reduktion der Entscheidgebühr nicht ge-
geben.
M. Auf die Begründung der gestellten Anträge wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen
näher eingegangen.
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## Considerations

Erwägungen
1. Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der prozessualen Voraussetzungen
ergibt, dass das Obergericht nach Art. 54 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungs-
rechtspflege (VRPG, bGS 143.1 gegen den verwaltungsintern letztinstanzlichen Re-
kursentscheid der Vorinstanz zuständig ist. Der Beschwerdeführer ist als Miteigentü-
mer der Parzelle 001, auf der sich die strittige Bestockung teilweise befindet, von der
Waldfeststellung besonders betroffen. Da die Beschwerde im Übrigen form- und frist-
gerecht erhoben wurde, ist auf seine Beschwerde einzutreten.
2. Beim Obergericht können mit Beschwerde in Verwaltungssachen grundsätzlich nur
Rechtsverletzungen (inbegriffen Ermessensmissbrauch, Ermessensüberschreitung
und -unterschreitung) sowie die unrichtige oder unvollständige Feststellung des Sach-
verhaltes gerügt werden (Art. 56 VRPG i. V. m. Art. 1 Abs. 2 des Justizgesetzes (bGS
145.31). Das Obergericht hat darüber hinaus volle Überprüfungsbefugnis, soweit dies
im Gesetz vorgesehen ist oder wenn sein Entscheid an eine Bundesinstanz mit unbe-
schränkter Überprüfungsbefugnis weitergezogen werden kann. Ein Weiterzug an eine
Bundesinstanz mit voller Kognition, welche auch die Ermessenskontrolle umfasst, ist
vorliegend nicht gegeben. Bei der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenhei-
ten ist eine Ermessensprüfung durchwegs ausgeschlossen (vgl. Art. 95-97 des Bun-
desgerichtsgesetzes, BGG, SR 173.110). Da eine volle Überprüfung auch nicht ander-
weitig gesetzlich vorgesehen ist, bleibt die Kognition des Obergerichts vorliegend auf
die Rechts- und Sachverhaltskontrolle beschränkt.
3.
3.1 In der Stellungnahme vom 10. August 2018 macht der Beschwerdeführer in prozessua-
ler Hinsicht geltend, dass die Waldgrenze erstmals am 12. Januar 2012 festgestellt,
aber der rechtlich relevante Augenschein erst im Mai 2018 durchgeführt worden sei.
Damit lägen rund 6 Jahre zwischen dem Entscheid der Vorvorinstanz als rechtserheb-
lichem Beurteilungszeitpunkt und dem Augenschein im Verfahren vor Obergericht. Da
für die Qualifikation einer bestockten Fläche als „Wald“ gemäss Art. 2 des kantonalen
Waldgesetzes sowohl das Alter wie auch die flächenmässige Ausdehnung der Besto-
ckung relevant seien, komme diesem zeitlichen Unterbruch eine grosse Bedeutung zu.
So habe der Vorsitzende des Gerichts bspw. bei Jalon 5 einen Kronenschluss festge-
stellt, wobei die Vorvorinstanz noch festgestellt habe, dass kein Kronenschluss beste-
he, ein solcher aber im ausgewachsenen Alter möglich sei. Der Zeitabstand zwischen
der ersten Waldfeststellung und dem Augenschein habe sodann Auswirkungen auf den
qualitativen Charakter des Gehölzes („Trittstein“). Den Feststellungen des Gerichts
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vom 24. Mai 2018 komme keine Bedeutung zu, weil diese rund 6 Jahre nach dem rele-
vanten Zeitpunkt ergangen seien und sich in dieser Zeit wesentliche Faktoren zur Qua-
lifikation der fraglichen Bestockung geändert hätten. Somit tauge das Ergebnis des
Augenscheins nicht zur Beurteilung des rechtserheblichen Sachverhalts, und dessen
Protokoll sei vollumfänglich aus dem Recht zu weisen. Sollte das Protokoll wider Er-
warten Verwertung finden, so seien jene Ausführungen und Feststellungen nicht zu
beachten, welche vom 6-jährigen Wachstum der Bestockung besonders stark beein-
flusst worden seien (Kronenschluss, qualitativer Charakter der Bestockung, Feststel-
lung des Waldsaums bei den Jalons 2, 4 und 5).
3.2 Der Beschwerdeführer verstrickt sich mit seinen Verfahrensanträgen gleich in einen
doppelten Widerspruch: Zum einen liess er in seinen Eingaben vom 24. Februar 2017
(act. 12) und 21. April 2017 (act. 18) selbst eventualiter beantragen, den Augenschein
zu wiederholen. Mit Eingabe vom 19. Mai 2017 (act. 22) vertrat er gar die Auffassung,
dass eine Wiederholung des Augenscheins zwingend erforderlich sei. Mit dem Antrag,
das Augenscheinprotokoll aus dem Recht weisen, verstösst er damit gegen das Gebot
von Treu und Glauben (HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN, Allgemeines Verwaltungsrecht, 7.
Aufl. 2016, Rn 717). Zum anderen beruft sich der Beschwerdeführer in den Beilagen
zur Beschwerdeschrift (act. II 2/3-4) sowie in der Vernehmlassung vom 12. Dezember
2016 (act. 8/2-8) selbst auf Luftbilder, welche offensichtlich nach dem massgebenden
Zeitpunkt der Waldfeststellung aufgenommen wurden. Das Obergericht kommt im Üb-
rigen zum Schluss, dass die Erkenntnisse des Augenscheins vom 24. Mai 2018 in Ver-
bindung mit den relevanten Luftbildern aus den Jahren 1995 -2011 und den von der
Vorvorinstanz eingeholten Berichten und Stellungnahmen sehr wohl zum besseren
Verständnis des rechtserheblichen Sachverhalts taugen, wie sich nachfolgend zeigen
wird. Den Verfahrensanträgen des Beschwerdeführers ist daher nicht stattzugeben.
4.
4.1 Gemäss dem Bundesgesetz über den Wald (Waldgesetz, WaG, SR 921.0) gilt jede
Fläche als Wald, die mit Waldbäumen oder Waldsträuchern bestockt ist und Waldfunk-
tionen erfüllen kann (Art. 2 Abs. 1 WaG). Waldfunktionen sind namentlich die Schutz-,
Wohlfahrts- und Nutzfunktion des Waldes (Art. 1 Abs. 1 lit. c WaG). Nicht als Wald gel-
ten namentlich isolierte Baum- und Strauchgruppen, Hecken, Alleen, Garten-, Grün-
und Parkanlagen (Art. 2 Abs. 3 WaG). Innerhalb des vom Bundesrat festgesetzten
Rahmens können die Kantone bestimmen, ab welcher Breite, welcher Fläche und wel-
chem Alter eine einwachsende Fläche als Wald gilt (Art. 2 Abs. 4 WaG). Diesen Rah-
men legte der Bundesrat in Art. 1 Abs. 1 der Verordnung über den Wald (Waldverord-
nung, WaV, SR 921.01) fest; demnach sind im kantonalen Recht die Mindestausdeh-
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nung zwischen 200 und 800 m2 und die Mindestbreite zwischen 10 und 20 m festzule-
gen - je ausdrücklich mit Einschluss eines zweckmässigen Waldsaumes -; im Weiteren
ist das Alter der Einwuchsfläche auf ein Mass zwischen 10-20 Jahre festzulegen. Wäh-
rend einige Kantone sich auch für eine schematische Bemessung des bundesrechtlich
nicht quantifizierten "zweckmässigen" Waldsaumes auf beispielsweise 2 m ab Stock-
grenze entschieden haben (z.B. SG, SH), gilt nach hiesigem Recht folgendes: Eine mit
Waldbäumen oder -sträuchern bestockte Fläche gilt als Wald, wenn sie mit Einschluss
eines zweckmässigen Waldsaumes mindestens eine Ausdehnung von 500 m2 sowie
eine Breite von 12 m aufweist, und wenn die Bestockung einwachsender Flächen min-
destens 15 Jahre alt ist (Art. 2 Abs. 2 des Gesetzes über den Wald, kWaG, bGS
931.1). Dieses rechtlich geschützte Waldareal schliesst nach Art. 2 Abs. 3 kWaG ins-
besondere den Waldsaum ausserhalb der Stammfüsse mit ein. Anstelle eines schema-
tisch bemessenen Waldsaumes bestimmt Art. 1 Abs. 1 der kantonalen Waldverord-
nung (kWaV, bGS 931.11), dass zum Waldareal auch der lebenswichtige Kronen- und
Wurzelraum der Randbäume sowie die Gehölze und die Waldbodenvegetation des
Waldsaumes gehören. Wo ausserhalb der Stammfüsse zum offenen Land hin Gren-
zen, Wegränder oder andere markante Trennungslinien verlaufen, können Ausnahmen
bewilligt werden (Art. 1 Abs. 2 kWaV). Das Ausserrhodische Waldrecht beschränkt sich
demnach darauf, die in Art. 1 Abs. 1 WaG verlangten drei Werte (Fläche, Breite, Alter)
zu bestimmen. Hingegen ist für das Bemessen des "zweckmässigen" Waldsaumes auf
die genannten kantonalen Hilfskriterien (Kronen- und Wurzelraum, Waldbodenvegeta-
tion) im Einzelfall abzustellen. Erfüllt eine Bestockung in besonderen Masse Wohl-
fahrts- oder Schutzfunktionen, so sind die kantonalen Kriterien nicht mass-gebend
(Art. 2 Abs. 4 Satz 2 WaG und Art. 1 Abs. 2 WaV).
4.2 Für die Definition des Waldes sind Entstehung, Nutzungsarten und Bezeichnung im
Grundbuch nicht massgebend (Art. 2 Abs. 1 WaG). Der Waldbereich ist damit aus-
serhalb von Bauzonen dynamisch, weshalb sich die Waldgrenzen im Lauf der Zeit än-
dern können (BGE 137 II 182 E. 3.7.3.1). So werden früher unbewaldete Flächen (vor-
behältlich Art. 13 WaG) zu Wald, wenn sich dort Waldbäume oder - sträucher ansie-
deln und der Eigentümer nicht das ihm Zumutbare zur Verhinderung der Bewaldung
vorkehrt. Zudem ist weiterhin Wald anzunehmen, wenn auf einer Waldfläche ohne Be-
willigung Bäume gerodet wurden (BGE 124 II 85 E. 4d mit Hinweisen). Bei der Prüfung,
ob eine Bestockung Wald ist, sind in der Regel der im Zeitpunkt des Entscheids tat-
sächliche Wuchs und dessen Funktion massgebend (BGE 118 Ib 614 E. 4a). Der Wald
bestimmt seinen örtlichen Geltungsbereich und seinen Nutzungszweck aus eigener,
bundesrechtlicher Kraft und geht kantonalen und kommunalen Nutzungszonen im Kon-
fliktfall vor (BGE 123 II 499 E. 3b/bb). Die kantonalen Mindestmassvorschriften dürfen
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daher nicht allzu schematisch angewendet werden (Urteil des Bundesgerichts
1C_460/2012 vom 25. November 2013 E. 5.3). Sie haben in erster Linie die Bedeu-
tung, dass dort, wo sie erreicht werden - aussergewöhnliche Verhältnisse vorbehalten -
die Waldqualität zu bejahen ist; sie werden daher auch aus Mindestkriterien bezeich-
net. Hingegen darf der Umkehrschluss nicht gezogen werden, dass dort wo sie nicht
erreicht werden, keine Wald vorliegt (BGE 122 II 72 E. 3b). So erfüllen Bestockungen
ab einer Fläche von etwa 500 m2 nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung re-
gelmässig Waldfunktionen (BGE 124 II 165 E. 2c).
5. Im Folgenden ist die Frage zu klären, ob und in welchem Ausmass die umstrittene Flä-
che mit Waldbäumen und Waldsträuchern bestockt ist, welches Alter die Bestockung
aufweist und ob die Festlegung des Waldsaumes rechtmässig erfolgte (quantitative Vo-
raussetzungen).
5.1 Die Vorinstanz kam im angefochtenen Entscheid zum Schluss, dass das strittige Ge-
hölz die kantonal festgelegten Mindestkriterien erfülle und mithin die quantitativen
Waldvoraussetzungen gegeben seien. Vorliegend sei bei zwei Dritteln der bestockten
Fläche die Mindestbreite von 12 m erfüllt. Lediglich beim südwestlichen Teil werde die-
se Breite nicht eingehalten. Der Beschwerdeführer gehe fehl, wenn er aus BGE 122 II
274 E. 4 ableiten wolle, dass die Waldqualität erst zum Zuge komme, wenn die Min-
destbreite von 12 m gegeben sei. Vielmehr bestätige dieser Entscheid, dass sich die
Beurteilung der Waldqualität eines Gehölzes mithilfe der quantitativen Hilfskriterien ein
Stück weit schematisieren und vereinfachen lasse, der Umkehrschluss hingegen dürfe
nicht ohne weiteres gezogen werden. Von Belang sei, dass zwischen dem südwestli-
chen Teil der Bestockung und dem Kern der Bestockung ein räumlicher und funktiona-
ler Zusammenhang bestehe, und zwar bestehe Waldvegetation beidseits und über die
Felswand hinweg. Daran ändere nichts, dass sich im östlichen Teil keine Waldbäume,
sondern Sträucher befinden würden. Denn sowohl nach Bundesrecht als auch kanto-
nalen Recht bestünden Wälder aus Bäumen und Sträucher (Art. 2 Abs. 1 WaG, Art. 2
Abs. 2 kWaG). Zudem sei nach der Rechtsprechung (Urteil des Bundesgerichts
1A.44/2003 vom 19. August 2003 E. 3.3) für einen Wuchszusammenhang nicht in je-
dem Fall eine Kronenschluss erforderlich. Dem technischen Bericht des Scherrer Inge-
nieurbüros vom 23. März 2012 sei zu entnehmen, dass die bestockte Fläche bereits
deutlich über 15 Jahre bestehe. Auf den im Recht liegenden Luftbildern sei erkennbar,
dass die Bestockung einen ununterbrochenen Wuchszusammenhang aufweise und
aus einem Bild von 1995 sei ersichtlich, dass die Bestockung bereits damals einen
vergleichbaren Umfang aufgewiesen habe und deshalb auch mehr als 15 Jahre alt sei.
Auch wenn Luftbilder eine naturbedingte Unschärfe aufweisen würden, seien solche
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vom Bundesgericht mehrfach als Beweismittel zugelassen worden. Soweit der Wald-
saum von teilweise mehr als 2 m als unzulässig gerügt werde, stehe dem entgegen,
dass selbst dort, wo ein natürlicher Waldsaum fehle, ein solcher einzuberechnen sei
(BGE 122 II 274, E. 3.c). Der vom Beschwerdeführer geltend gemachte Waldsaum von
2 m, wie er in BGE 122 II 283 statuiert worden sei, betreffe das St. Gallische Forst-
recht, wogegen weder das Bundesrecht noch das hiesige kantonale Recht eine solche
schematische Festlegung kennen würden; im hiesigen Kanton sei deshalb der jeweils
zweckmässige Waldsaum im Einzelfall zu bestimmen. Der Beschwerdeführer lege
nicht dar, inwiefern im vorliegenden Einzelfall der Saum nicht zweckmässig bestimmt
worden sei. Weil die Bestockung als Einheit in Erscheinung trete und die waldtypische
Bodenvegetation zusammenhängend bestehe, könne nicht von einer reinen Hecken-
qualität gesprochen werden. Mit einer Fläche von rund 536 m2, einem Wuchszusam-
menhang seit mindestens 1995 sowie einer Breite von überwiegend 12 m erfülle die
Bestockung ohne weiteres die quantitativen Waldvoraussetzungen im Sinne von Art. 2
Abs. 1 kWaG.
5.2 Der Beschwerdeführer hielt im Wesentlichen unverändert an dem schon bei der Vor-
instanz vertretenen Standpunkt fest, dass der nach Südwesten auslaufende Baumbe-
stand keinen Zusammenhang zum restlichen Baumbestand habe. Weil deshalb von
zwei getrennt zu beurteilenden Baumbeständen auszugehen sei, werde bei korrekter
Flächenmessung die geforderte Mindestfläche von 500 m2 nicht erreicht. Soweit die
Vorinstanz davon ausgehe, ein Kronenschluss werde vorliegend im ausgewachsenen
Zustand entstehen und die gesamte Bestockung deshalb als Einheit betrachtet werden
müsse, so sei diese Argumentation nicht nachvollziehbar und entbehre einer rechtli-
chen Grundlage. Laut Bundesgericht seien die tatsächlichen Verhältnisse im Zeitpunkt
des erstinstanzlichen Entscheides massgebend, also die Verhältnisse im Juni 2012, als
die Abteilung Wald und Natur die Waldfeststellung verfügt habe. Der Kronenschluss
müsse nach der bundesgerichtlichen Rechtsprechung im Zeitpunkt der Waldfeststel-
lung vorliegen (Urteil des Bundesgerichts 1A.242/2002, E. 3.4). Genauso wie das Min-
destalter der Bestockung im Zeitpunkt der Waldfeststellung gegeben sein müsse, müs-
se auch der Kronenschluss zum Zeitpunkt der Waldfeststellung schon gegeben sein,
denn ansonsten würde die Beurteilung auf einer hypothetischen zukünftigen Entwick-
lung basieren. Dass im Juni 2012 anlässlich der Waldfeststellung bei der fraglichen
Bestockung kein Kronenschluss vorgelegen habe, werde durch die Vorvorinstanz be-
stätigt, wenn diese in ihrem Entscheid festhalte, dass im ausgewachsenen Zustand ein
Kronenschluss entstehen und die gesamte Waldfläche (dann) als Einheit wahrgenom-
men werde. Dass kein Kronenschluss vorliege, belege das am 23.Juli 2013 abgerufene
Luftbild. Die blaue Markierung zeige die Umgrenzung der Parzelle Nr. 001, deren
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(Mit-)Eigentümer er sei. Die vom Beschwerdeführer eingefügte rote Markierung zeige
die zur Diskussion stehende Bestockung, und es sei augenfällig, dass diese in keiner
Weise einen Kronenschluss aufweise. Mangels eines Kronenschlusses müsse hier klar
von zwei getrennt zu beurteilenden Bestockungen ausgegangen werden. Da die rot
umrandete Fläche bzw. der nach Südwesten auslaufende Baumbestand aber ebenfalls
in die strittige Waldfläche von 536 m2 einbezogen worden sei, sei erstellt, dass ange-
sichts des fehlenden Kronenschlusses diese rote Fläche in Abzug gebracht werden
müsse und dass dann die in Art. 2 Abs. 2 kWaG geforderte Mindestfläche von 500 m2
nicht gegeben sei. Angesichts der fehlenden Mindestfläche von 500 m2 könne nur von
Wald gesprochen werden, wenn die strittige Bestockung in besonderem Mass Wohl-
fahrts- oder Schutzfunktionen erfülle.
Anlässlich des am 24. Mai 2018 durchgeführten Augenscheins liess der Beschwerdefüh-
rer den festgelegten Waldsaum (explizit bei den Jalons 2, 4, 5, 6 und 8,) den Kronen-
schluss und das Alter bestimmter Bäume am Waldrand (Jalon 2 und 5) bestreiten. Die
effektive Waldfläche unterschreite damit die erforderliche Fläche von 500 m2.
5.3 Vorab gilt es festzuhalten, dass die vom Beschwerdeführer rot markierte Fläche in der
Beilage zur Beschwerdeschrift praktisch vollständig ausserhalb der in Frage stehenden
Bestockung liegt, wie auch die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zutreffend festgehal-
ten hat. Diese Bäume sind nicht in die Waldfläche einbezogen worden. Auszugehen ist
damit alleine von der im aufgelegten Plan „Festlegung Waldgrenzen“ vom 13. Januar
2012 bezeichneten Fläche (act. II/7.14), wie sie auch für den Augenschein vom 24. Mai
2018 erneut verpflockt wurde.
5.4 Gemäss Art. 10 Abs. 1 VRPG stellt die Behörde oder eine von ihr bezeichnete Person
den Sachverhalt, soweit er für die Beurteilung wesentlich ist, von Amtes wegen fest. Die
Ermittlung geschieht durch die Befragung der Beteiligten und von Auskunftspersonen,
durch Einvernahme von Zeuginnen und Zeugen, durch Beizug von Amtsberichten, Ur-
kunden und Sachverständigen, durch Augenschein oder auf andere Weise. Nach dem
Grundsatz der freien Beweiswürdigung hat die Behörde alle Beweismittel objektiv zu
prüfen und danach zu entscheiden, ob diese eine zuverlässige Beurteilung des rechts-
erheblichen Sachverhalts erlauben. In der Praxis wird sodann auch amtlichen Stellung-
nahmen von Fachstellen, die vom Gesetzgeber als sachkundige Beurteilungsinstanzen
eingesetzt wurden, ein erhöhter Beweiswert zugemessen, sofern diese den Charakter
eines Gutachtens aufweisen. Bei Gutachten und sachkundigen Auskünften einer Amts-
stelle erachtet es die Rechtsprechung als zulässig von der Richtlinie auszugehen, nicht
ohne zwingende Gründe von der Einschätzung der Experten abzuweichen, dessen Auf-
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gabe es gerade ist, seine Kenntnisse in den Dienst von Verwaltungsbehörden und Ge-
richten zu stellen. Eine Abweichung kommt in Betracht, wenn dessen Glaubhaftigkeit
durch die Umstände ernsthaft erschüttert ist (BGE 136 II 214 E. 5). Dies ist etwa der Fall
bei offensichtlichen Mängeln oder inneren Widersprüchen, was gegebenenfalls zu er-
gänzender Beweisaufnahme führt (BGE 132 II 257 E. 4.4.1). Die Vorvorinstanz hat vor
der Waldfeststellung durch verschiedene Fachgremien Abklärungen in Bezug auf die
strittige bestockte Fläche vornehmen lassen, für welche diese Rechtsprechung anwend-
bar ist.
5.4.1 Aus der Stellungnahme der Fachstelle Natur- und Landschaftsschutz vom 9. Mai 2012
(act. II/13 3a 2) geht hervor, dass die bestockte Fläche im nordöstlichen Teil eine he-
ckenartige Bestockung auf dem dortigen Sandsteinfelsen und im südwestlichen Teil ein
Feldgehölz oder „Wäldchen“ mit Sträuchern und teilweise imposanten älteren Baumbe-
stand aufweist. Bei den in der Stellungnahme aufgezählten vielfältigen Bäumen und
Sträuchern der Bestockung (Linden, Kirschen, Fichten, Ahorn, Eschen, Weissdorn, Ha-
seln usw.) handelt es sich in überwiegendem Mass um eine typische einheimische
Waldflora. Die typischen Waldelemente der bestockten Fläche (ausschliesslich einhei-
mische Baum- und Straucharten, intakte einheimische Strauch- und Krautschicht sowie
Bodenvegetation) wurden am Augenschein vom 24. Mai 2018 optisch bestätigt und blie-
ben im Wesentlichen unbestritten. Damit kann vorab festgehalten werden, dass der Ge-
samtcharakter der Bestockung nicht für eine isolierte Baum- oder Strauchgruppe bzw.
eine Hecke spricht.
5.4.2 Im technischen Bericht der Scherrer Ingenieurbüro AG vom 23. März 2012, deren
Schwerpunkt gemäss ihrer Homepage seit über dreissig Jahren in der Auswertung und
Vermessung von Luftbildern liegt, wird die Flächen- und Altersentwicklung der strittigen
Bestockung gutachtlich aufgezeigt und dokumentiert. Daraus lässt sich entnehmen, dass
bereits im Jahr 1984 eine Bewaldungstendenz im Bereich der strittigen Fläche erkenn-
bar war. Gemäss diesem Bericht war die Bestockung im Jahr 1995 soweit fortgeschrit-
ten, dass sie hätte als Waldfläche ausgeschieden werden können (vgl. S. 6 des Be-
richts). Daraus wird die Schlussfolgerung gezogen, dass im Jahr 2012 bei der relevanten
bestockten Fläche von einem Mindestalter von 17 Jahren ausgegangen werden konnte.
Die Ergebnisse dieses Berichts werden durch die im Recht liegenden Luftbilder aus den
Jahren 2001, 2001, 2007, 2009 und 2011 bestätigt, welche über der strittigen Fläche
(und darüber hinaus) ein kompaktes Laubdach aufzeigen. Diese Luftbilder haben nach
bundesgerichtlicher Rechtsprechung Beweiswert (BGE 113 Ib 357 E. 2b; 108 Ib 509 E.
5). Auf den Aufnahmen 1995 – 2011 ist erkennbar, dass das Gehölz in diesem Zeitraum
nicht oder jedenfalls nicht im grösseren Umfang zurückgeschnitten wurde, wobei in die-
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sem Zeitraum auch keine Ausholzungen dokumentiert sind. Die Luftbildaufnahmen zei-
gen vielmehr einen geschlossenen Bewuchs. Ausgeschlossen werden kann insbesonde-
re, dass die Bäume und Sträucher innerhalb von 15 Jahren vor der Waldfeststellung auf
den Stock gesetzt worden sind. Damit spricht nichts dafür, dass von den Eigentümern
das ihnen Zumutbare zur Verhinderung der Bewaldung vorgekehrt worden ist, was unter
den gegebenen Umständen angesichts des bereits im Jahr 1984 bestehenden Gehölzes
mit fotografisch dokumentierten Waldcharakter vernünftigerweise hätte erwartet werden
können. Dies führte gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung dazu, dass die ur-
sprünglich nur spärlich bestockte Fläche im Lauf der Jahre zu Wald wurde (Urteil des
Bundesgerichts 1C_379/2017 vom 15. März 2018 E. 5.1). Insofern erscheint auch die
bestrittene Feststellung des am Augenschein teilnehmenden Oberförsters durchaus als
glaubhaft, wonach der Haselstrauch beim Jalon 2 über 20 Jahre alt ist (S. 13 des Au-
genscheinprotokolls). Am Augenschein konnte zudem kein relevanter Jungwuchs fest-
gestellt werden, welcher die das Minimalalter erreichenden Bäume dominieren würde.
Selbst wenn vereinzelte Bäume im Jahr 2012 jünger als 15 Jahre gewesen wären, ist
aufgrund der Luftbilder, des technischen Berichts und den Erkenntnissen des Augen-
scheins davon auszugehen, dass die Mehrheit der am massgeblichen Datum vorhande-
nen Waldbäume (einschliesslich allfälliger Baumstrünke) das für eine Waldausscheidung
erforderliche Mindestalter von 15 Jahren erreichte, was gemäss bundesgerichtlicher
Rechtsprechung für die Anforderung des Alters eines Waldareals genügt (Urteil des
Bundesgerichts 1A.242/2002 vom 19. November 2003 E. 3.4). Damit ist die Feststellung
der Vorinstanzen, dass die strittige Bestockung im Jahr 2012 ein Mindestalter von 15
Jahren aufwies, nicht zu beanstanden.
5.4.3 Die erwähnten Luftbilder lassen das strittige Gehölz als kompakte Bestockung erschei-
nen, zu dessen Dimensionierung (Länge, Breite, Gesamtfläche) trotz teilweiser Unschär-
fe der Luftbilder durchaus Aussagen möglich sind. Zwar lässt sich den Bildern über die
Höhe der Bäume keine eindeutige Antwort entnehmen, doch kann auf diesen festgestellt
werden, dass im Bereich der strittigen Fläche ab dem Jahr 2001 auf der Kronenebene
ein ununterbrochener Wuchszusammenhang vorhanden ist. Auf den Luftbildern sind
keine bestockungsfreien durchschaubaren Flächen erkennbar, welche nicht als Wald
qualifiziert werden könnten. Im technischen Bericht der Scherrer Ingenieurbüro AG wird
auf S. 6-8 aufgezeigt, dass die einwachsenden Flächen bereits im Jahr 1995 mit der
Restbestockung zusammengeschlossen sind und die strittige Fläche bestockt ist, so
dass sie bereits in diesem Jahr als Waldfläche hätte ausgeschieden werden können.
Gemäss diesem Bericht müsste die Waldfläche insbesondere in nordöstlicher Sicht im
Bereich der Parzelle Nr. 005 (neu: 004) gar grösser ausgeschieden werden, da ab dem
Jahr 1995 auch im Bereich der dortigen Sandsteinrippe eine geschlossene Bestockung
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ausgewiesen ist, was auf dem Luftbild 2009 verdeutlicht wird, dies auch unter der An-
nahme eines geringen Kippeffekts der Baukrone in den Luftbildern (S. 7 des technischen
Berichts). Vom Beschwerdeführer werden weder gegenteilige Feststellungen anderer
Fachexperten vorgebracht noch bringt er konkrete Anhaltspunkte vor, welche die
Schlüssigkeit des technischen Berichts widerlegen könnten. Die Ausführungen im tech-
nischen Bericht erscheinen weder offensichtlich falsch noch lückenhaft, noch wider-
sprüchlich, womit kein zwingender Grund ersichtlich ist, bei der Beurteilung von diesem
Bericht abzuweichen.
Der Beschwerdeführer vermag die festgestellte Fläche insbesondere nicht mit seinen
eingereichten Luftbildern zu widerlegen, da diese zum einen nach dem massgeblichen
Feststellungszeitpunkt aufgenommen wurden und diese mangels Belaubung in Bezug
auf die Frage des Wuchszusammenhangs ohnehin nicht als Beweismittel taugen. Im
Weiteren ist aufgrund des Vergleichs der Luftbilder 2009 mit den Luftbildern 2013 und
2014 nicht auszuschliessen, dass im südwestlichen und nordöstlichen Bereich nach dem
Jahr 2009 mehrere Bäume gefällt wurden, ohne dass dafür eine Rodungsbewilligung ak-
tenkundig ist. Dabei gilt es hervorzuheben, dass eigenmächtige Eingriffe seit der formel-
len Eröffnung des Waldfeststellungsverfahrens (am 12. bzw. 17. Januar 2012) bei der
Beurteilung der Waldfläche ohnehin unbeachtlich wären (vgl. Urteil des Bundesgerichts
1A.274/2004 vom 18. Januar 2006, E. 2.3 und 3.2). Am Waldcharakter vermag auch der
Umstand nichts zu ändern, dass zum Zeitpunkt der Waldfeststellung im Jahr 2012 kein
Kronenschluss dokumentiert ist. Nach der höchstrichterlichen Rechtsprechung genügt
zum Nachweis eines massgeblichen Kronenschlusses durchaus (entgegen der anders-
lautenden Behauptung des Beschwerdeführers), dass bei im Moment mindestens 15-
(bzw. vorliegend) 17-jährigen Bäumen ein solcher für den ausgewachsenen Zustand als
möglich prognostiziert wird (Urteil des Bundesgerichts 1A.30/2004 vom 11. August 2004
E. 3.1). Am Augenschein vom 24. Mai 2018 hat sich der aus den Luftbildern erkennbare
Sachverhalt bestätigt, dass über die westliche Sandsteinrippe hinweg und damit auch in-
tern durchgehend ein Kronenschluss besteht (S. 25, 26 und 28 des Protokolls) und dass
es sich deshalb auch oberhalb dieser Felswand nicht bloss um eine isolierte, von Ein-
zelbäumen bestockte Fläche bzw. Hecke handelt. Soweit der Beschwerdeführer diese
Feststellung bestreitet und sich dabei auf das Foto Nr. 38 auf S. 42 des Protokolls be-
zieht, gilt es festhalten, dass die Bestockung oberhalb und unterhalb der westlichen
Sandsteinrippe aus topografischen Gründen und aufgrund des unterschiedlichen Alters
der einzelnen Bäume unterschiedlich hoch ist und der Kronenschluss nicht zwingend in
der Baumkrone erfolgen muss sondern auch in den anderen Baumkronen erfolgen kann.
Das Foto Nr. 38 belegt denn auch keinesfalls, dass an dieser Stelle der Wuchszusam-
menhang unterbrochen ist bzw. eine Zäsur besteht, zumal der Kronenschluss nicht lü-
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ckenlos vorhanden sein muss (BGE 124 II 85 E. 3d) und auch unbestockte Flächen ei-
nes Waldareals wie Blössen oder Waldstrassen als Wald gelten (Art. 2 Abs. 2 lit. b
WaG). Beim Pflock Nr. 6 wurde zudem am Augenschein ein grosser Wurzelstock eines
gefällten Randbaumes festgestellt, welcher gemäss Angabe des Beschwerdeführers be-
reits im Jahr 2012 vorhanden war (S. 30-32 des Protokolls). Aufgrund der Luftbilder ist
davon auszugehen, dass dieser als ausgewachsener Baum den Kronenschluss in wei-
tem Umkreis gewährleistet hat und zwar bis zu den oberhalb der westlichen Sandstein-
rippe stehenden Bäumen (in Richtung Jalon 9) und auch bis und mit dem strittigen
Waldsaum bei Jalon 6, welcher dort 2.66 m ausserkant der durch diesen Randbaum ge-
bildeten Stockgrenze festgelegt wurde. Beim Augenschein hat sich im Weiteren bestä-
tigt, dass sich das Gehölz unterhalb der westlichen Sandsteinrippe auch rein optisch
nicht von der Bestockung oberhalb der Rippe abhebt (S. 23, 27, 28 und 32 des Proto-
kolls). Im Übrigen ist die Bezeichnung der strittigen Bestockung als Wald auch aufgrund
der festgestellten Mindestbreite von überwiegend mehr als 12 m nicht zu beanstanden
(BGE 122 II 274 E. 4c). Eine Gesamtwürdigung der fraglichen Bestockung führt somit
zum Schluss, dass zwischen dem Gehölz unterhalb und oberhalb der westlichen Sand-
steinrippe mindestens seit dem Jahr 1995 ein Wuchszusammenhang besteht, so dass
auf der rund 500 m2 grossen ausgeschiedenen Fläche von einer durchgehenden Besto-
ckung und keinesfalls von einer blossen Hecke oder isolierten Einzelbäumen gespro-
chen werden kann.
5.5 Was den umstrittenen Waldsaum anbelangt, so ist zu wiederholen, dass sowohl in Art. 1
WaV als auch Art. 2 Abs. 2 kWaG von einem zweckmässigen Waldsaum ausgegangen
wird, wobei nach Art. 1 kWaV auch der lebenswichtige Kronen- und Wurzelraum der
Randbäume sowie die Gehölze und Waldbodenvegetation zu beachten sind. Im Gegen-
satz zu anderen Kantonen ist im Kanton Appenzell Ausserrhoden keine schematische
Breite des Waldsaums in einem bestimmten Abstand in Metern vorgesehen. Die Vorvo-
rinstanz verfügte demzufolge bei der Festlegung des Waldsaums über einen erheblichen
Ermessensspielraum, womit die Kognition des Obergerichts diesbezüglich auf die Über-
prüfung von Rechtsfehlern beschränkt ist.
Der Beschwerdeführer liess anlässlich des Augenscheins insbesondere die Festlegung
des Waldsaums bei den Jalons 1, 2, 4, 5, 6 und 8 bestreiten. Diesbezüglich ist vorab
hervorzuheben, dass sämtliche Jalons innerhalb der durch den technischen Bericht und
die Luftbilder ausgewiesenen bestockten Fläche liegen, was für die Rechtmässigkeit der
Abgrenzung spricht. Beim Jalon 1 wird der Waldsaum durchwegs durch die weit ausla-
denden Äste der mindestens 20 Jahre alten Linde abgedeckt und die Waldgrenze fällt
mit dem Grenzstein und fortan bis zum Pflock 2 mit der Parzellengrenze zusammen (vgl.
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S. 8-12 des Augenscheinprotokolls). Die ausnahmsweise Abgrenzung entlang der Par-
zellengrenze trägt namentlich zur Bauzone auf Parzelle Nr. 006 hin dem dort erhöhten
Bedürfnis nach Rechtssicherheit sachgerecht Rechnung. Diese Abgrenzung zum offe-
nen Land hin folgt damit den Kriterien in Art. 1 Abs. 1 (Kronen- und Wurzelraum der
Randbäume) und Art. 1 Abs. 2 kWaV (Grenzverlauf) und ist bis und mit Jalon 2 nicht zu
beanstanden. Aufgrund der Verzweigung und Grösse der Hasel, der Altersschätzung
des Oberförsters, den Erkenntnissen des technischen Berichts vom 23. März 2012, nach
welchem der Wald an dieser Stelle noch weiter nordöstlich im Bereich der dortigen
Sandsteinrippe verlaufen würde, der im Recht liegenden Luftbilder sowie der vorhande-
nen Bodenvegetation kann der Vorvorinstanz auch bei der Positionierung von Jalon 2
keine Ermessensüberschreitung vorgeworfen werden (S. 13-18 des Protokolls). Bei Ja-
lon 4 (Protokoll S. 22) ist angesichts der bis an die beweidete Fläche dichten Strauchve-
getation und der überlappenden Baumkronen auch diese Abgrenzung mit den Vorgaben
in Art. 1 Abs. 1 kWaV zu vereinbaren. Dasselbe gilt für die Abgrenzung bei den Pflöcken
5 und 6 (Protokoll S: 23 – 32), wobei die Waldgrenze bei Jalon 5 die Schutzfunktion des
Waldes bei der westlichen Sandsteinrippe (Verwitterungsschutz) gewährleistet und die
hier den Waldsaum bildenden Sträucher zusätzlich vom Kronendach der Randbäume
überlappt werden. Zudem kann auch hier auf die Aussage des Oberförsters abgestellt
werden, dass sich der Jalon 5 neben einem sehr alten Haselstrauch befindet. Der Jalon
Nr. 6 ist im Weiteren 2.66 vom erwähnten alten Baumstrunk positioniert, welcher unbe-
strittenermassen im ausgewachsenen Zustand ein ausgedehntes Kronendach gewähr-
leisten würde. Die Fotos auf den S. 35 bis 38 des Protokolls belegen, dass auch der die
Ecke einer Waldzunge markierende Jalon Nr. 8 durch die Kronenäste der über 20-
jährigen Esche überlappt wird. Dass die Vorvorinstanz sich anstelle einer "Schlangenli-
nie" hier bei diesem Eckpunkt für eine etwas schematische Abgrenzung entschieden
hat, ist einerseits mit Blick auf die erhöhte Rechtssicherheit nicht zu beanstanden, ande-
rerseits auch deshalb, weil der bei Pflock 8 einer eher grosszügigen ausgreifenden Ab-
grenzung bei Pflock 9 eine eher zu eng am Stammfuss des Kirschbaums orientierte Ab-
grenzung gegenübersteht (vgl. S. 39-43 des Protokolls), welche unberücksichtigt lässt,
dass hier die weit ausladenden Äste des Randbaumes eigentlich eine grosszügigere
Bemessung des Waldsaumes in Richtung Weideland nahe gelegt hätten.
Zieht man die gesamte Grenzziehung um die auf insgesamt 536 m2 bezifferte Waldflä-
che in Betracht, so kann aufgrund der Akten und der am Augenschein angetroffenen
Verhältnisse jedenfalls nicht gesagt werden, die Vorvorinstanz habe den Waldsaum un-
ter Missachtung der in Art. 1 kWaV vorgegebenen Kriterien einseitig zu Lasten des an-
grenzenden Weidelandes ausgeschieden. Vielmehr steht fest, dass die strittige Waldflä-
che jedenfalls mehr als das Mindestmass von 500 m2 umfasst. Selbst wenn diese Flä-
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che geringfügig unterschritten wäre, verkennt der Beschwerdeführer, dass es sich bei
den 500 m2 keinesfalls um eine absolute vorgegebene Minimalfläche und damit um ein
„Killerkriterium“ zur Festlegung einer Waldfläche handelt. So gilt nach der bundesgericht-
lichen Rechtsprechung bereits eine bestockte Fläche von etwa 500 m2 als Waldareal.
Damit stünde es selbst im Ermessen der Vorvorinstanz, die im Plan der J_ AG be-
zeichnete Fläche von 479 m2 als Wald zu qualifizieren, sofern diese Waldfunktionen er-
füllt (BGE 124 II 165 E. 2c). Im Ergebnis ist die Ermessensausübung der Vorinstanzen
bei der Festlegung des Waldsaums daher nicht als rechtsfehlerhaft zu qualifizieren und
insofern nicht zu beanstanden.
5.6 Zusammenfassend steht damit fest, dass die Vorinstanzen gestützt auf die drei quantita-
tiven Kriterien des kantonalen Rechts das Bestehen einer auf den Parzellen 001, 002
und 003 zusammenhängenden Waldfläche im Rechtssinne zu Recht bejaht haben.
6. Damit eine Fläche als Wald gilt, genügt es nicht, dass sie mit Waldbäumen oder Wald-
sträuchern bestockt ist. Art. 2 Abs. 1 WaG verlangt zudem, dass die solchermassen be-
stockte Fläche Waldfunktionen erfüllen kann. Diese Voraussetzung liegt bereits vor,
wenn die Bestockung geeignet ist, einzelne der in Art. 1 Abs. 1 lit.c WaG namentlich ge-
nannten Waldfunktionen (Schutz- Wohlfahrts- und Nutzfunktion) zu übernehmen (Urteil
des Bundesgerichts 1A.30/2004 vom 11. August 2004 E. 4).
6.1 Nach den Akten und den Eindrücken des Augenscheins steht nach Auffassung des
Obergerichts fest, dass die vorhandene Bestockung grundsätzlich geeignet ist, Holz zu
erzeugen. So hat der Beschwerdeführer an der vorvorstanzlichen Anhörung vom 2. Mai
2012 selbst eingeräumt, dass die vorhandenen Fichten im Jahr 1978 für den späteren
Bezug von Holz für den Eigengebrauch gepflanzt worden seien (act. II/13 3a 5). Die
Nutzungsfunktion wurde am Augenschein durch einzelne Baumstrünke bestätigt, wobei
es nach bundesgerichtlicher Rechtsprechung genügt, dass eine rechtlich als Wald zu
qualifizierende Bestockung nur geeignet sein muss, Holz zu erzeugen (Urteil des Bun-
desgerichts 1A.44/2003 vom 19. August 2003 E. 3.4.1). Die grundsätzliche Eignung ei-
ner Schutzwirkung gegen Hangrutschungen kann der bestockten Fläche ebenfalls nicht
abgesprochen werden, zumal sich diese im Perimeter einer Gefahrenhinweiskarte befin-
det. Dies deckt sich auch mit der Einschätzung der K_ AG in der Aktennotiz vom 10.
Mai 2012 (act. II/13 3a 1), in welcher empfohlen wird, die Bewaldung zu belassen, um
das Risiko von Lockergesteinsrutschungen und von Stein-/Felsausbrüchen nicht zu ver-
grössern. Zudem wird die westliche Sandsteinrippe durch den jahrzehntelangen Blatt-
wurf vor Verwitterung geschützt, was zugleich dabei hilft, Steinschläge zu vermeiden.
Des Weiteren hat die Erhebung der kantonalen Fachstelle für Natur- und Landschafts-
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schutz 9. Mai 2012 ergeben, dass die Bestockung durch ihren landschaftsprägenden
Charakter und die ökologische Vernetzung eine Wohlfahrtsfunktion hat. Auch diese Ein-
schätzungen der genannten Fachgremien in Bezug auf die Funktionen der Bestockung
erscheinen dem Obergericht aufgrund der Eindrücke des Augenscheins als plausibel,
womit kein Grund besteht, diese in Frage zu stellen.
6.2 Damit liegt es auf der Hand, dass die strittige Bestockung mehrere Waldfunktionen erfül-
len kann bzw. erfüllt. Ob die strittige Waldfläche, welche die quantitativen Kriterien ein-
hält, auch in besonderem Masse Wohlfahrts- und Schutzfunktionen erfüllt, was vom Be-
schwerdeführer bestritten wird, kann bei diesem Ergebnis offen bleiben (Art. 2 Abs. 4
Satz 2 WaG e contrario).
7. Zusammenfassend ist die Schlussfolgerung der Vorinstanzen, dass die strittige Besto-
ckung aufgrund ihrer Erscheinung, Zusammensetzung und Funktion und vor dem Hin-
tergrund der aktenkundigen Amtsberichte, Luftfotografien und des Augenscheins eine
gewachsene Einheit mit Waldcharakter darstellt, insgesamt nicht zu beanstanden. Die
Rügen des Beschwerdeführers dringen damit nicht durch, womit die Beschwerde abzu-
weisen ist.
8. In Anwendung von Art. 53 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 19 Abs. 3 VRPG sowie Art. 4a
des Gesetzes über die Gebühren in Verwaltungssachen (GGV, bGS 233.2) wird für die-
ses mit zweifachem Schriftenwechsel und zwei Augenscheinen aufwändige Verfahren
eine Entscheidgebühr von Fr. 3'500.-- erhoben. Aufgrund des Umstands, dass die Er-
gebnisse des ersten Augenscheins in diesem Verfahren nicht verwertbar waren, wird die
Gebühr zu sechs Siebtel dem Beschwerdeführer auferlegt und zu einem Siebtel auf die
Staatskasse genommen. Dabei ist ihm der Kostenvorschuss von Fr. 600.-- anzurechnen.
Nebst der Entscheidgebühr hat der unterlegene Beschwerdeführer nach Art. 19 Abs. 3
VRPG in Verbindung mit Abs. 1 dieser Bestimmung auch die für den Geometer aufge-
laufenen Auslagen zu tragen, welche durch das erneut erforderliche Einmessen und
Verpflocken der 2012 vom Oberforstamt schon verpflockten und vermessenen Fläche im
Gelände entstanden sind. Der mit Rechnung vom 30. Juni 2018 (act. 34) von der L_
AG geltend gemachte Totalbetrag von Fr. 1‘473.35 (inkl. 8% MWSt.) für die Verpflo-
ckung hinsichtlich des zweiten Augenscheins ist ausgewiesen. Der Beschwerdeführer
hat diesen Teilbetrag an die Gerichtskasse zu leisten, da diese die Rechnung im Sinne
einer Bevorschussung beglichen hat. Weil jedoch die Ergebnisse des ersten Augen-
scheins im Nachhinein bezüglich Beschwerdeführer nicht mehr verwendet wurden, wer-
den die anteilsmässigen Kosten der Verpflockung von Fr. 328.85 (inkl. 8% MWSt.), wel-
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che im Hinblick auf den Augenschein vom 29. Oktober 2014 entstanden sind, vollum-
fänglich auf die Staatskasse genommen. Dem Beschwerdeführer werden damit gesamt-
haft Verfahrenskosten von Fr. 4‘473.35 auferlegt.
9.
9.1 Nach Art. 53 Abs. 3 VRPG hat vor Obergericht die obsiegende Partei in der Regel An-
spruch auf eine Entschädigung für ihre notwendigen Kosten und Auslagen. Da der Be-
schwerdeführer mit seinem Antrag zur Wiederholung des Augenscheins durchgedrun-
gen ist, ist ihm eine reduzierte Entschädigung für den Aufwand, welcher mit dem ersten
Augenschein im Zusammenhang stand, zuzusprechen. Die Entschädigung setzt sich
zusammen aus einem Honorar und den Barauslagen; die Mehrwertsteuer wird als Zu-
schlag in Rechnung gestellt (Art. 3 der Verordnung über den Anwaltstarif, AT, bGS
145.53). In Verfahren vor dem Obergericht in Verwaltungssachen wird das Honorar pau-
schal festgelegt (Art. 13 Abs. 1 lit. c AT) und beträgt Fr. 1‘000.-- bis Fr. 10‘000.-- (Art. 16
Abs. 1 AT). Innerhalb des für eine Pauschale gesetzten Rahmens richtet sich das Hono-
rar nach den besonderen Umständen des Falles. In Betracht fallen namentlich Art und
Umfang der Bemühungen, die Schwierigkeiten des Falles sowie die wirtschaftlichen
Verhältnisse der Beteiligten (Art. 17 AT). Grundsätzlich kann die mögliche Bandbreite
der Honorare unterteilt werden in
a) einfache, unterdurchschnittlich aufwändige Fälle, in denen ein Honorar von
Fr. 1‘000.-- bis zu Fr. 4‘000.-- zu sprechen ist;
b) mittlere Fälle, die durchschnittlich schwierige Rechts- und/oder Sachverhaltsfra-
gen betreffen und einen durchschnittlichen Aufwand benötigten, in denen ein
Honorar in der Grössenordnung von Fr. 4‘000.-- bis Fr. 7‘000.-- angemessen er-
scheint; und
c) schwierige Fälle sowohl bezüglich Sachverhalts- und/oder Rechtsfragen, in de-
nen überdurchschnittlich umfangreiche Eingaben notwendig waren und umfang-
reiche Akten zu studieren waren, was ein Honorar von Fr. 7‘000.-- bis
Fr. 10‘000.--, bzw. in aussergewöhnlichen Fällen bis zu Fr. 15‘000.-- rechtfertigt.
9.2 Der Anwalt des Beschwerdeführers hat keine Kostennote eingereicht, weshalb die Ent-
schädigung nach Ermessen festgelegt wird (Art. 4 Abs. 2 AT). Vorliegend ist die Ent-
schädigung innerhalb des für die zweite Fallgruppe – mit vorliegend durchschnittlich
schwierigen Sachverhalts- und Rechtsfragen und durchschnittlichem Aufwand – gelten-
den Rahmens von bis zu Fr. 7‘000.-- festzulegen. In Anbetracht aller Umstände er-
scheint eine Entschädigung von Fr. 2‘500.--, plus einem Zuschlag von 4% für die Bar-
auslagen und 8% für die MwSt (total Fr. 2‘808.00) als angemessen, welcher zulasten der
Staatskasse geht (Art. 59 i. V. m. Art. 24 Abs. 2 VRPG).
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