# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** fa91b8c3-f97d-4304-91c2-27e8aa6da86c
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1986, meldete sich am 1
5.
Januar 2010 unter Hinweis auf Konzentrationsschwierigkeiten, eine leichte geistige Behinderung und eine Depression bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
8/5
Ziff.
6.2).
Die Sozialversicherungsanstal
t des Kantons Zürich, IV-Stelle, erteilte am 1
4.
September 2011 Kostengutsprache für eine erstmalige berufliche Ausbildung des Versicherten
im Sinne
einer
zweijährigen
Anlehre
zum Elektroausrüster
(
Urk.
8/29).
Am 2
3.
Juli 2013 teilte
sie
dem Versicherten mit, dass die Mass
nahme
nach
dem
Abschluss
der
Ausbildung
per 1
8.
September 2013
beendet
sei
(
Urk.
8/45).
1.2
Am
8.
August 2014 stellte die IV-Stelle dem Versicherten den Vorbescheid
betref
fend IV-Leistungen
(
Urk.
8/67)
zu. Der Versicherte brachte dagegen
Ein
wä
nde (
Urk.
8/68,
Urk.
8/75) vor.
Mit Verfügung vom
2.
Dezember 2014 (
Urk.
8/
77 =
Urk.
2) verneinte die IV-Stelle einen Anspruch des Versicherten auf IV-Leistungen.
2.
Der Versicherte erhob am 1
6.
Januar 2015 Beschwerde gegen die Verfügung vom
2.
Dezember 2014 (
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei die Sache zur ergänzenden Abklärung und anschliessenden neuen Verfügung über den Rentenanspruch an die IV-Stelle zurückzuweisen. Eventuell sei die Verfügung aufzuheben und es sei ihm eine Rente der Invalidenversicherung zuzusprechen. In verfahrensrechtlicher Hinsicht beantragte der Versicherte, es
sei durch das Gericht
auf Kosten der IV-Stelle ein psychiatrisches Obergutachten anzuordnen
(
Urk.
1 S. 2
Ziff.
1-2 und 4).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom 1
2.
Februar 2015 (
Urk.
7) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Gerichtsverfügung vom 1
0.
März 2015 wurde antragsgemäss (vgl.
Urk.
1 S.
2
Ziff.
5) die unentgeltliche Prozess
führung und Rechtsvertretung
bewilligt und dem Beschwerdeführer eine Kopie der Beschwerdeantwort zugestellt (
Urk.
9).
Am 1
7.
Dezember 2015 (
Urk.
10) reichte die Rechtsvertreterin des
Beschwerde
führers die Honorarnote (
Urk.
11/1-2) ein.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie kör
perliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen
Ge
sundheitsschadens
und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv be
stimmt. Festzustellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Er
werbstätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beein
trächtigung vereinbar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur so
weit zu einer Erwerbsunfähigkeit (Art. 7 ATSG), als angenommen werden kann, die Verwertung der Arbeitsfähigkeit (Art. 6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
1.3
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorak
ten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuch
tet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
verneinte im angefochtenen Entscheid
(
Urk.
2)
, dass eine
Invaliditä
t im Sinne des Gesetzes vor
liege
.
Mit
überwiegender Wahrschein
lichkeit sei davon auszugehen, dass der Beschwerdeführer aufgrund einer depressiven Störung, welche gegenwärtig remittiert sei, in seiner Arbeitsfähig
keit ei
ngeschränkt gewesen sei. Gemäss den medizinischen Abklärungen bestehe jedoch
aktuell
keine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit
mehr
(
S. 1 f.).
2.2
Der Beschwerdeführer
brachte
dagegen im Wesentlichen
vor,
der medizinische Sachverhalt sei durch die Beschwerdegegnerin nach der Anmeldung im Jahr 2010 nicht genügend abgeklärt worden. Insbesondere könne nicht auf das Gut
achten des
Y._
abgestellt werden, das den rechtsprechungsgemässen Anfor
derungen nicht genüge.
Der
Abschluss
bericht
der Personalverantwortlichen der
Z._
vom 2
2.
Mai 2013
sei bei der Beweiswürdigung zu berücksichtigen. Aus dem Bericht
gehe hervor, dass der Beschwerdeführer im Berufsalltag selbst bei einfachsten Tätigkeit
en
trotz überdurchschnittlichem Kontrollaufwand
nur einen Leistungsgrad von 30
% erreichen könne, bei geistiger und
körperlicher schneller Ermüdung. Die
i
mplizite
Annahme der Beschwerdegegnerin
,
die sich auf das polydisziplinäre Gutachten vom 2
2.
Juli 2014 stütze,
die geringe Leistung sei auf fehlende Moti
vation und Cannabiskonsum in der Vergangenheit zurückzuführen, sei verfehlt und werde bestritten
(S. 5
Ziff.
1 b).
Das erwähnte fehlende Erinnerungsvermö
gen des Beschwerdeführers sei jedenfalls krankheitsbedingt und stelle kein IV
fremdes motivationales Problem dar (S. 6
Ziff.
1 c).
2.3
Strittig und zu prüfen ist der Rentenanspruch des Beschwerdeführers.
3.
3.1
Dr.
med.
A._
, Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie,
berichtete
am 1
3.
April 2004 (
Urk.
8/17/
1
-6) über eine Abklä
rung des Beschwerdeführers in der Zeit vom 1
7.
Februar bis 2
3.
März 200
4.
Dr.
A._
nannte als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine m
ittelgradige depressive Episode
seit 2004, eine Lernstörung mit Verdacht auf eine hyperkinetische Störung und/oder den Folgen von Cannabiskonsum und familiärer
Problematik (S. 1
Ziff.
1.1).
D
er Beschwerdeführer habe eine Leistungsstörung. Wie weit differentialdiagnostisch ein ADS oder Drogenkon
sum mitspiele, sei zurzeit noch recht unklar (S. 6 unten).
3.2
Dr.
A._
hielt
in einem Schreiben
an die Schulleitung der Berufswahlschule
B._
vom
6.
Mai 2004 (
Urk.
8/17/7)
sodann
fest
, einer der momen
tan schwerwiegendsten Befunde sei, dass der Beschwerdeführer an einer
mittel
starken
bis schweren Depression leide
. Die Depression müsse sich im letzten Herbst langsam entwickelt und in den letzten Monaten verschlimmert haben. Sie
erkläre
sicher die meisten Regelwidrigkeiten
des Beschwerdeführers
an
der
Schule
.
3.3
M. Sc.
C._
, Psychologin,
D._
, berichtete über eine testpsychologische Untersuchung des Beschwerdeführers
vom 2
3.
Juli 2009 (
Urk.
8/14). Sie
stellte fest
, der Beschwer
deführer verfüge mit einem Gesamtintelligenzquotienten von 79 über eine intellektuelle Leistungsfähigkeit, die unterhalb des Durchschnittes liege. Die Leistungen im Handlungsteil sowie diejenigen des Verbalteils lägen ebenfalls unterhalb des Normbereiches (S. 1 unten). Es könne festgehalten werden, dass sich die intellektuelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers im unterdurch
schnittlichen Bereich befinde. Die Konzentrationsleistung liege ebenfalls im unterdurchschnittlichen Bereich. Die mangelnde Konzentration sei durch die ganze Abklärung hindurch stark
spürbar gewesen. Sein Arbeitstempo sei eben
falls unterdurchschnittlich, was ein Hinweis darauf sein könne, dass
er
bei einer Tätigkeit mehr Zeit benötige als Gleichaltrige (S. 2).
3.4
Der Beschwerdeführer war seit dem 1
6.
Juli 2009 bei
Dr.
med.
E._
, Ober
arzt,
D._
,
in Behandlung (
Urk.
8/13/1
Ziff.
1.2).
Dr.
E._
stellte im Bericht vom 3
0.
September 2010 (
Urk.
8/13/1-10) folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (
Ziff.
1.1):
leichte
Intelligenzminderung (bestehend
s
eit der ersten
schulpsychologi
schen
Testung 1997)
rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig mittelgradige depressive Episode (sicher bestehend seit
dem
1
6.
Juli 2009)
Dr.
E._
führte
zur Krankengeschichte
aus, der Beschwerdeführer habe nach dem Abbruch der Berufswahlschule keine Lehrstelle gefunden und sei für meh
rere Arbeitsintegrationsprogramme angemeldet worden. Er habe diverse Prak
tika ohne Abschluss beendet. Einige Praktika habe er beenden können,
er habe jedoch nie eine Lehrstelle gefunden
, da seine Leistungen insgesamt als nicht zufriedens
tellend beurteilt worden seien (S. 3 unten).
Der Beschwerdeführer habe stets Mühe
,
Fragen zu verstehen und dementspre
chend zu beantworten. Er sei jedoch im Kontaktverhalten freundlich zugewandt
.
Psychomotorisch zeige er ein reduziertes Bild. Störungen zeigten sich vor allem in den Bereichen Aufmerksamkeit, Konzentration und Gedächtnis, was sich auch in der testpsychologischen Untersuchung bemerkbar gemacht habe. Es sei festzuhalten, dass sich die intellektuelle Leistungsfähigkeit des Beschwerdefüh
rers im unterdurchschnittlichen Bereich befinde. Seine Konzentrationsleistung liege ebenfalls im unterdurchschnittlic
hen Bereich
(S. 4 unten).
Aufgrund der vermutlich angeborenen Intelligenzminderung und dem dadurch resultierenden permanenten Versagensgefühl habe sich vermutlich im Laufe der Jahre eine rezidivierende depressive Erkrankung eingestellt (S. 5
Ziff.
1.4
oben).
Seit dem 1
6.
Juli 2009 bis heute bestehe eine Arbeitsunfähigkeit von 50
%
. Es bestünden geistige und psychische Einschränkungen, die in einer
Intelligenz
min
derung
und der depressiven Symptomatik begründet seien (S. 5
Ziff.
1.6
1.7).
Aufgrund der aktuellen Lebenssituation des Patienten sei aus psychiatrischer Sicht eine IV-gestützte Ausbildung beziehungsweise auch eine Arbeit in einem geschützten Rahmen zu befürworten.
Es sei wichtig zu betonen, dass der Beschwerdeführer willig und motiviert, jedoch im ersten Arbeitsmarkt heillos überfordert sei (S. 6
Ziff.
1.11).
3.5
F._
,
P
ersonalverantwortliche Lernende, und
G._
,
s
tellv
er
tretender Geschäftsleiter,
Z._
,
berichteten
am 2
2.
Mai 2013
(
Urk.
8/43)
über die
Ausbildung des Beschwerde
führers zum Elektroausrüster BBT
, die
vom 1
9.
September 2011
bis 1
8.
September 2013
dauerte
.
Die Verantwortlichen der
Z._
gaben an
, die Rückmeldung aus dem Praktikum im ersten Arbeitsmarkt sei unterschiedlich gewesen und habe ihre bisherigen Erfahrungen bestätigt. Man gehe davon aus, dass es sehr schwierig sein werde, für den Beschwerdeführer eine berufliche Anschlusslösung im ersten Arbeitsmarkt zu realisieren. Bei normaler Arbeitszeit habe ein durchschnittlicher Leistungsgrad von 30
%
bestanden.
Es
sei eine
sehr enge Begleitung und Kon
trolle im Arbeitsprozess
notwendig
(S. 2
Ziff.
1.1).
Aufgrund der Aussagen des Beschwerdeführers sei ein Einsatz in einem geschützten Rahmen heute möglich,
obwohl er davon lange Zeit nichts habe wissen wollen. Er würde einer solchen Lösung unter bestimmten Voraussetzungen zustimmen.
Als mögliches Tätig
keitsfeld komme eine
einfache, repetitive
Montagetätigkeit im Bereich
Elektro
montage
(Schwerpunkt modulare Fertigung)
in Frage
. Gemäss den Bedingungen in einer geschützten Arbeitssituation sei eine 35-Stundenwoche zumutbar (
S. 3
Ziff.
1.2).
E
ine Begleitung im Arbeitsprozess
sei notwendig
, damit eine selbstän
dige Arbeitsweise erreicht werden könne (S. 3
Ziff.
1.2 unten).
Der Beschwerdeführer erbringe immer wieder Fehlleistungen, welche aufgrund des Ausbildungsstandes eigentlich nicht mehr vorkommen sollten. Dies beein
fluss
e
die Qualität der geleisteten Arbeit massgeblich.
Ein überdurchschnittlicher Kontrollaufwand sei notwendig, alle verarbeiteten Teile müssten speziell auf Fehler kontrolliert werden.
Der
Beschwerdeführer
habe grosse Mühe, die Über
sicht zu wahren.
In
einem Moment
erkenne er
Zusammenhänge,
kurze Zeit später seien die Informationen wie weggelöscht.
In
einem Arbeitsprozess mit mehreren Arbeitsschritten
benötige
er
immer wieder Hilfeleistungen, damit er sich nicht im Detail verliere und die vorgegebenen Arbeitsschritte gemäss Instruktion einhalten könne. Er sei nur begrenzt in der Lage, gelernte Inhalte bei neuartigen Aufgabenstellungen zweckmässig anzuwenden (S. 4
Ziff.
2.1).
Er
ermüde geistig und körperlich schnell und habe wenig Durchhaltevermögen. Dies sei auch ein Grund, wieso er seine Arbeitsleistung
nicht nachhaltig steigern könne (S. 9 unten).
Der Beschwerdeführer habe vom 1
8.
Februar bis 1
0.
Mai 2013 ein Praktikum im ersten Arbeitsmarkt absolviert. Die Praktikumsfirma würde ihn aufgrund feh
lender Grund-, Fach- und Materialkenntnisse nicht beschäftigen. Dies liege klar in seinen Fähigkeiten begründet. Die mangelnden Kenntnisse seien nicht auf fehlende Ausbildungsinhalte zurückzuführen, sondern seien Teil der
behinde
rungsbedingten
Einschränkungen des Beschwerdeführers
. Die Verantwortlichen der
Z._
hätten die Erfahrung gemacht, dass er kurzzeitig in der Lage sei, die geforderten Bedingungen zu erfüllen. Eine Nachhaltigkeit sei bis jetzt jedoch noch nicht gewährleistet
(S. 12
Ziff.
3.2).
Bezogen auf den ersten Arbeitsmarkt habe während der Präsenzzeit
im Durch
schnitt ein
Leistungsrad von 30
%
bestanden. Man glaube, dass
behinderungs
bedingte
Einflüsse wie eingeschränkte kognitive Fähigkeiten und mangelnde Aufmerksamkeit zu einer eingeschränkten Leistungs-
und Belastungsfähigkeit führten
(S. 13
Ziff.
3.5).
E
s
liege ein
erfolgreicher Abschluss des Praktikums im ersten Arbeitsmarkt
vor
und
der Beschwerdeführer
habe das Qualifikationsve
rfahren als Elektroausrüster BBT
bestanden.
Er suche
eine seinen
Leistungsmöglichkeiten angepasste Tätig
keit im ersten Arbeitsmarkt. Wie weit dies realistisch sei, werde sich weisen (S.
14
Ziff.
4).
3.6
3.6.1
Die Beschwerdegegnerin gab beim
Y._
ein polydisziplinäres Gutachten in Auftrag, das am 2
2.
Juli 2014 (
Urk.
8/66) erstattet wurde.
Das
Gutachten
ist
von
Dr.
med.
H._
, Facha
rzt für Neurologie,
Dr.
phil.
I._
, Ne
uropsychologin,
Dr.
med.
J._
, Facharzt
für Psychi
atrie und Psychotherapie, und
Dr.
med.
K._
, Facharzt für
Innere Medizin, unterzeichnet und beruht auf den persönlichen Untersuchungen des Beschwerdeführers vom 2
8.
Februar,
4.
und
5.
März 2014 und den
den
Gutach
tern zur Verfügung gestellten Akten (S. 1
Ziff.
1.1).
Die Gutachter führten aus, der Beschwerdeführer habe vom 1
9.
September 2011 bis 1
8.
September 2013 eine BBT-
Anlehre
zum Elektroausrüster absolviert, die er
auch erfolgreich habe abschliessen können. Im Schlussbericht der
Z._
sei eine Anschlusslösung
im ersten Arbeitsmarkt
allerdings als unrealis
tisch betrachtet worden, da der Beschwerdeführer eine durchschnittliche Leis
tung von
etwa
30
%
erbracht habe. Es seien vor allem seine eingeschränkten kognitiven Fähigkeiten, seine mangelnde Aufmerksamkeit und seine sehr beschränkte Leistungs- und Belastungsfähigkeit beziehungsweise sein langsa
mes Arbeitspensum bemängelt worden (S. 9 f.
Ziff.
1.4).
Nach einem sehr schwachen Realschulabschluss 2003 habe
er
ein Berufswahlschuljahr begonnen, wo er wiederum durch sehr schlechte schulische Leistungen und
Verhaltens
auf
fäl
ligkeiten
bei zunehmendem Cannabiskonsum aufgefallen sei (S. 10
Ziff.
2 unten).
3.6.2
Die
neurologische
Untersuchung
habe
keinen Hinweis auf eine den
Konzentrati
onsstörungen
zugrunde liegende Epilepsie oder eine andere neurologische Erkrankung
er
ge
ben. D
ie
testpsychologisch angegebenen
Intelligenzleistungen
seien
unterdurchschnittlich, aber formal nicht pathologis
ch
(
S. 21 unten).
3.6.3
Dr.
I._
stellte
zur neuropsychologischen Untersuchung
vom 2
8.
Februar 201
4 fest
,
es gehe um die Beurteilung der kognitiven Leistungen des Patienten
bei aktenanamnestisch
depressiven Störungen und einem
Verdacht auf Gedächt
nisstörungen und Cannabiskonsum. Aus den Akten gehe hervor, dass
der Beschwerdeführer
sowohl während seiner schulischen wie auch beruflichen Ausbildung immer wieder stark beeinträchtigte kognitive Leistungen aufgewie
sen habe (S. 22
Ziff.
5.2).
Er
habe
bei der Untersuchung
angegeben, dass er seit dem 2
0.
Le
bensjahr nicht mehr kiffe und kaum
Alkohol
trinke
(S. 23
lit
. A. 2).
Auch gegen Ende der neuropsychologischen Untersuchung
mit einer Dauer von
drei Stunden und einer kurzen Pause
seien keine deutlichen Ermüdungserschei
nungen
zu beobachten
gewesen
(S. 23
lit
. B).
Bei der Testung
der Lern- und Gedächtnisfunktion sei
der Abruf der Informatio
nen nach Vorgabe einer Interferenzliste isoliert betrachtet mindestens mittel
schwer beeinträchtigt und gemessen am eher tiefen Lernniveau des letzten Lerndurchgangs leicht
bis mittelschwer beeinträchtigt gewesen.
Der Abruf
der verbalen Informationen nach zeitlicher Verzögerung
sei
isoliert betrachtet
ebenfalls
mindestens mittelschwer beeinträchtig
t und
gemessen am tiefen
Lern
niveau
des letzten Lerndurchganges mindestens leicht bis mittelschwer beein
trächtigt
gewesen
. Die Wiedererkennungsleistung sei bei einer zu hohen Anzahl an falsch-positiven Nennungen mittelschwer beeinträchtigt
gewesen
(S. 25 Mitte).
Die neuropsychologische Untersuchung
habe als Befunde ergeben, dass d
er Beschwerdeführer i
m Bereich der kognitiven Leistungen Einbussen im Bereich der Aufmerksamkeits- und Konzentrationsleistungen
gezeigt habe
. Im Bereich der Lern- und Gedächtnisfunktionen sei der Erwerb verbaler Informationen mittelschwer beeinträchtigt. Die erhobenen Befunde wiesen nicht genügend auf das Vorhandensein einer Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörung, ADHS, mit Persistenz im Erwachsenenalter hin (S. 27
Ziff.
3). Der Beschwerdeführer habe während der neuropsychologischen Untersuchung genügend motivationale Voraussetzungen und eine genügende Leistungsbereitschaft gezeigt. Die Ausdauer sei über drei Stunden gegeben gewesen und er habe während der gesam
ten Unters
uchung kooperativ mitgearbeitet (S. 28 oben).
Die im unterdurch
schnittlichen Bereich liegende intellektuelle Leistungsfähigkeit könne mitursächlich für das aktuelle Leistungsprofil sein
(S. 28
Mitte
).
Der Beschwerdeführer sollte in einer Arbeitstätigkeit, die ihn kognitiv nicht zu stark fordere, seine teils guten kognitiven Leistungen erproben.
Mittel positiver
Rückmeldung könne er seinen Selbstwert steigern.
Warum es sowohl in der schulischen wie auch beruflichen Laufbahn nach geraumer Zeit immer wieder zu deutlichen Leistungsknicks gekommen sei, lasse sich aus rein neuropsycho
logischer Sicht nicht abschliessend beantworten. Naheliegend erschienen moti
vationale Faktoren. Dass
er
jeweils zu Beginn einer neuen Arbeitsstelle gute Leistungen erbringe, spreche dafür, dass er über die nötigen kognitiven Res
sourcen verfüge (S. 28 unten).
3.6.4
Dr.
J._
führte
aus
psychiatrischer Sicht
aus, der Beschwerdeführer berichte, dass er früher ein bis zwei Jahre
lang
Cannabinoide
geraucht habe.
Vor
etwa drei Jahren
habe
er
damit
aufgehört. Andere Drogen habe er nie konsumiert (S.
31 oben).
Differentialdiagnostisch sei an eine Persönlichkeitsstörung zu den
ken. Eine solche liege aber aufgrund des Untersuchungsgespräches und der Anamnese nicht vor und sei bisher auch nie diagnostiziert worden.
Die teils mittelschweren Einbussen im Bereich der kognitiven Leistungen, insbesondere Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen,
die
Dr.
I._
in ihrem
Teilgut
achten
erwähnt habe, sei mit der im unterdurchschnittlichen Bereich liegenden intellektuellen Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers erklärbar. Die Einbus
sen seien nicht aufgrund einer depressiven Störung vorhanden (S. 33 oben).
Der Beschwerdeführer sei aus psychiatrischer Sicht zu 100
%
arbeitsfähig.
In
einer Testung vom 2
3.
Juli 2009
sei
ein
Intelligenzquotient (
IQ
)
von 79 ermittelt wor
den
, was als unterdurchschnittlich gewertet worden sei. Dies sei nach den ICD
10 Kriterien nicht zulässig. Eine leichte Intelligenzminderung finde sich in einem IQ-Bereich von 50 - 69 (S. 33 unten).
3.6.5
Die Gutachter des
Y._
stellte keine Diagnose mit Einfluss auf die Arbeitsfähig
keit. Als Diagnosen ohne Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit nannte
n
sie eine
Chondropathia
patellae
beidseits, ein
en
Status nach
Cannabinoidabhängigkeit
und eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert (S. 34
Ziff.
6).
Bei der neuropsychologischen Untersuchung sei die Ausdauer über drei Stunden gegeben gewesen und der Beschwerdeführer habe während der gesamten Untersuchung kooperativ mitgearbeitet. Auch nach drei Stunden intensivem Arbeiten mit einer kurzen Pause sei keine übermässige Übermüdung aufgefal
len. Generell habe sich eine leichte kognitive Verlangsamung gezeigt, welche sich auf alle Aufgaben mit Anforderungen an die Arbeitsgeschwindigkeit aus
gewirkt habe. Im Rahmen der aktuellen psychiatrischen Exploration habe sich keine depressive Symptomatik gezeigt (S. 38 unten).
Den
Akten sei aber zu ent
nehmen, dass depressive Phasen vorgelegen hätten, so dass aus
versicherungs
psychiatrischer
Sicht eine rezidivierende depressive Störung, gegenwärtig remittiert
,
zu diagnostizieren sei (S. 39
Ziff.
7.3
oben). Zusammenfassend und unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten und Befunde sei der Beschwerde
führer weder aus somatischer noch aus psychiatrischer Sicht in seiner Arbeits
fähigkeit eingesc
hränkt. Die festgestellten Einbussen im Bereich der kognitiven Leistungen, insbesondere die Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen seien mit der im unterdurchschnittlichen Bereich liegenden intellektuellen Leistungsfähigkeit erklärbar und nicht Ausdruck einer internistischen, neurolo
gischen oder psychiatrischen Erkrankung. Demzufolge liege kein IV-relevanter Gesundheitsschaden vor. Aus interdisziplinärer Sicht sei die Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers für die gelernte Tätigkeit als Elektroausrüster nicht einge
schränkt. Gleichwegs gehe man davon aus, dass der Beschwerdeführer mehr Zeitaufwand
zur Ausführung einer Tätigkeit benötige
als
gleichaltrige Men
schen
, wobei die Qualität der Leistung durchwegs gut sein könne. Er sollte in einer Arbeitstätigkeit, welche ihn kognitiv nicht zu stark fordere, seine teils guten kognitiven Leistungen erproben und via positiver Rückmeldung seinen Selbstwert steigern können (S. 39
Ziff.
7.4). Warum es sowohl in der schuli
schen wie auch beruflichen Laufbahn nach geraumer Zeit immer wieder zu deutlichen Leistungsknicks gekommen sei, lasse sich retrospektiv aus
versiche
rungsmedizinischer
Sicht nicht abschliessend beantworten.
Am
n
aheliegendsten
erschienen motivationale Faktoren. Dass der Beschwerdeführer jeweils zu Beginn einer neuen Arbeitsstelle gute Leistungen erbringe, spreche dafür, dass er über die nötigen kognitiven Ressourcen verfüge (S. 40
Ziff.
7.5 oben).
Die Einschätzung des
D._
über eine vermin
derte Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers müsse kritisch hinterfragt wer
den.
Der Beschwerdeführer
habe zu dieser Zeit täglich Cannabis geraucht. Es könne davon ausgegangen werden, dass auch der Drogenmissbrauch, zumindest teilweise, für die verminderte Leistungsfähigkeit mitverantwortlich gemacht werden könne. Zum aktuellen Untersuchungszeitpunkt liege keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit vor (S. 40 f.
Ziff.
7.5).
Der Beschwerdeführer sei
aus interdisziplinärer und versicherungsmedizinischer Sicht
in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Elektroausrüster zu 100
%
arbeits
fähig. Auch in einer angepassten Verweistätigkeit bestehe eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
(S. 41
Ziff.
7.6-7.7).
3.7
Med. prakt.
L._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie,
Regio
nal
ärztlicher
Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin, hielt in einer Stellung
nahme vom 2
5.
Juli 2014 (
Urk.
8/73 S. 5) fest, das Gutachten des
Y._
vom 2
2.
Juli 2014 sei umfassend, berücksichtige die gesamte Aktenlage sowie sämt
liche Beschwerden und Symptome des Beschwerdeführers und beruhe auf eige
nen Untersuchungen. Das Gutachten sei insgesamt schlüssig, nachvollziehbar und in seinen Feststellungen plausibel. Die Gutachter hätten störende motivati
onale Faktoren hervorgehoben. Nach dem Gutachten bestehe in der Tätigkeit als Elektroausrüster und in einer angepassten Tätigkeit gemäss Belastungsprofil eine Arbeitsunfähigkeit von 0
%
.
4.
4.1
Das Gutachten des
Y._
vom 2
2.
Juli 2014 beruht auf
umfassenden
Untersuchun
gen
in den Bereichen Innere Medizin, Neuropsychologie, Neurolo
gie und Psychiatrie
. Es
berücksichtigt die Beschwerden und Symptome des Beschwerd
eführers in angemessener Weise und vermag
in der Beurteilung der
medizinischen Situation und in den Schlussfolgerungen zu über
zeugen. Das Gutachten erweist sich daher als beweistauglich (E. 1.3).
Die Anordnung eines Gerichtsgutachtens, wie vom Beschwerdeführer beantragt (
Urk.
1 S. 2
Ziff.
4), erweist sich
somit
als entbehrlich.
Inwiefern sich aus dem vom Beschwerdefüh
rer zitierten Urteil des hiesigen Gerichts vom 2
5.
April 2014
(IV.2013.00611) etwas zu seinen Gunsten ableiten liesse, ist nicht ersichtlich, zumal darin aus
drücklich festgehalten wurde, dass das von der IV-Stelle eingeholte Gutachten sämtliche von der Rechtsprechung vorgegebenen Anforderungen erfülle (E. 5.3) und dem Cannabiskonsum – auch im von der Beschwerdeführerin eingereichten Gutachten – kein Einfluss auf die Arbeitsfähigkeit zugemessen worden war (E. 4.1).
4.2
Die Gutachterin
Dr.
I._
stellte in der neuropsychologischen Untersuchung kognitive Einschränkungen
fest. Dies d
eckt sich mit
im Schlussbericht
der Ver
antwortlichen der
Z._
vom 2
2.
Mai 2013
beschriebenen
Defiziten
des Beschwer
deführers.
Die Gutachter
des
Y._
verneinten
jedoch
, dass eine
Erkrankung
, wie ADHS mit Persistenz im Erwachsenenalter oder eine
andere
Krankheit vorliege, die die neuropsychologischen Testergebnisse erklären könnte
n
.
Die Gutachter legten weiter dar,
dass
auch
ein 2009 festgestellter Intelligenzquotient von 79 zwar unter dem Durchschnitt lieg
e, dass die von
Dr.
E._
gestellte Diagnose einer leichten Intelligenzminderung (
E. 3.4),
aber
nicht
zulässig sei
(E. 3.6
.4
)
.
So ist nach
den Diagnosekriterien des ICD-10
die Diagnose
einer leichten
Intelli
genzminderung
für einen IQ-Bereich von 50 - 69 vorgesehen
(H.
Dilling
/W.
Mombour
/ M. H. Schmidt [Hrsg.], Internationale Klassifikation psychischer Störungen, ICD-10 Kapitel V (F), Klinisch-diagnostische Leitlinien, Bern,
9.
Aufl. 2014, S. 311)
. Eine früher diagnostizierte depressive Störung ist nach dem Gut
achten vollständig remittiert. Die Gutachter verneinten
im Weiteren
das Vorlie
gen einer Persönlichkeitsstörung.
Nach der
Rechtsprechung des Bundesgerichts ist aus
invalidenversicherungs
rechtlicher
Sicht
entscheidend, ob
die
festgestellte
n
kognitive
n
Defizite nach
vollziehbar und überzeugend durch ein medizinisch-diagnostisch fassbares Lei
den mit Krankheitswert erklärt sind, das mit Blick auf Schweregrad, Dauer und Intensität zugleich als eine die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigende Krankheit im gesetzlichen Sinne gelten kann (Urteil des Bundesgerichts 9F_9/2007 vom 1
5.
September 2008, E. 4.2.4.3). Ein
solches Leiden
wurde
von den
Gutacht
er
n des
Y._
nicht festgestellt.
Die
Gutachter
verneinten daher folgerichtig
für die gelernte Tätigkeit als Elektroausrüster wie auch für eine Verweistätigkeit eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit.
D
as
Gutachten des
Y._
überzeugt auch insofern
, als
Dr.
I._
darauf hinwies
,
dass
der Beschwerdeführer jeweils zu Beginn einer Ausbildung oder Anstellung bessere Leistungen als im
weiteren Verlauf erbrachte
und dass sich die - in der Schule und im Beruf - immer wieder auftretenden Leistungsknicks am ehesten durch motivationale Faktoren erklären liessen. Dass der Beschwerdeführer im Rahmen der neuropsychologischen Untersuchung genügend motivationale Voraussetzungen und eine genügende Leistungsbereitschaft zeigte (Urk. 8/66 S. 28 oben), steht damit nicht im Widerspruch, sondern bestätigt vielmehr die Einschätzung einer jeweils anfänglich höheren Motivation.
Dr.
I._
folgerte daraus, dass der Beschwerdeführer grundsätzlich über die nötigen kognitiven Ressourcen
zur Ausübung etwa der
Tätigkeit als Elektroausrüster
verfügt (E.
3.6).
G._
und
F._
,
Z._
, berichteten über den Verlauf der Ausbildung des Beschwer
deführers zum Elektroausrüster.
Bei den Angaben im S
chlussbericht
, wonach
er
nur eine Leistung von 30
%
habe erbringen kön
nen
, handelt es sich
jedoch
nicht um eine medizinische
Beurteilung
der Arbeitsfähigkeit
(vgl. E. 1.4)
.
Den
Angaben
kann daher
nicht derselbe Stellen
wert
beigemessen werden wie dem Gutachten des
Y._
.
Ist doch die Frage nach den noch zumutbaren Tätigkeiten und Arbeitsleistungen nach Massgabe der objektiv feststellbaren Gesundheitsschädigung in erster Linie durch die Ärzte und nicht durch die Eingliederungsfachleute auf der Grundlage der von ihnen erhobenen, subjektiven Arbeitsleistung zu beantworten (Urteile des Bundesgerichts 9C_396/2014 vom 1
5.
April 2015 E. 5.4 und 9C_401/2014 vom 2
6.
November 2014 E. 4.2 mit Hinweis). Objektiv feststellbare Gesichts
punkte, welche im Rahmen der Begutachtung des
Y._
unerkannt geblieben und geeignet wären, zu einer abweichenden Beurteilung zu führen, sind nicht ersichtlich. Allein die Feststellung einer von der medizinisch-theoretisch festge
legten Arbeitsfähigkeit erheblich abweichenden, tatsächlich gezeigten Leistung genügt daher nicht, um die Beweiskraft des Gutachtens herabzusetzen (vgl. Urteil des Bundesgerichts I 676/05 vom 1
3.
März 2006 E.
2.4).
4
.3
Gestützt auf das Gutachten des
Y._
vom 2
2.
Juli 2014 ist der medizinische Sachverhalt
deshalb
als dahingehend erstellt zu erachten, dass der Beschwer
deführer in der Tätigkeit als Elektroausrüster sowie in einer
entsprechenden
Verweistätigkeit nicht in seiner Arbeitsfähigkeit eingeschränkt ist. Ein Renten
anspruch ist daher zu verneinen. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
5.1
Die Verfahrenskosten gemäss
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG sind ermessensweise auf
Fr.
700.-- festzusetzen, ausgangsgemäss dem Beschwerdeführer aufzuerlegen und infolge bewilligter unentgeltlicher Prozessführung einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, dies unter Hinweis auf
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
).
5.2
Die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers reichte am 1
7.
Dezember 2015 (
Urk.
10) die Honorarnote in Höhe von total
Fr.
1‘921.45 (
Urk.
11/1-2) ein.
Der geltend gemachte Aufwand erscheint angemessen.
Die unentgeltliche
Rechts
ver
treterin
ist
daher
mit
Fr.
1‘921.45 (inklusive Barauslagen und Mehr
wert
steuer) aus der Gerichtskasse zu entschädigen.