# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f7b22c4e-fb80-4a24-ad4e-7c20392e86d1
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 28
I. Sachverhalt
A.1. Am _1992 verursachte ein bei der X._ gegen Haftpflicht versicherter Lenker eine Auffahrkollision, durch welche A._ ein Schleudertrauma der Halswirbelsäule erlitt. A._, geboren am _1946, war im Unfallzeitpunkt bei der damaligen B._ (heute B._AG) in O.1_ als Anlageberater angestellt. Nach dem Unfall bewältigte er trotz Beschwerden während knapp 1 3⁄4 Jahren weiterhin ein volles Arbeitspensum. Im März 1994 fiel er in eine Erschöpfungsdepression und wurde arbeitsunfähig. Bis Ende November 1994 hatte er aber wieder eine Arbeitsfähigkeit von 50% erreicht, und um diesen Prozentsatz herum schwankte seine Arbeitsfähigkeit in den folgenden Jahren. Auf den 31. Dezember 1999 kündigte die B._AG das Arbeitsverhältnis mit der Begründung, im Rahmen einer Strukturbereinigung sei die Stelle von A._ aufgehoben worden. Eine seiner Einsatz- und Leistungsfähigkeit entsprechende neue Stelle könne nicht gefunden werden. A._ liess sich nachträglich auf den 1. Januar 2000 vorzeitig pensionieren.
2. Infolge des Unfalls wurden A._ von den Sozialversicherern eine  sowie zunächst Taggelder und danach eine UVG-Rente ausgerichtet. Für den dadurch nicht gedeckten Schaden verlangte A._ von der X._ mit Klage vom 15. August 2005 beim Bezirksgericht Prättigau/Davos Fr. 948'695.-- nebst Zins und Kosten. Am 9. November 2006 verpflichtete das Bezirksgericht Prättigau/Davos die X._, A._ als Schadenersatz Fr. 471'266.60 nebst 5% Zins seit dem 10. November 2006 sowie als Genugtuung Fr. 27'120.-- nebst 5% Zins seit dem _1992 zu bezahlen. Beide Parteien fochten dieses Urteil beim Kantonsgericht von Graubünden an, A._ mit dem Antrag auf Zahlung von Fr. 740'000.-- nebst 5% Zins seit dem 10. November 2006, die X._ mit dem Antrag auf Abweisung der Klage. Darüber hinaus erhob A._ (eventuelle) Anschlussberufung, mit welcher er eine andere Verzinsung der Genugtuung verlangte für den Fall, dass die X._ sich gegen die Zusprechung einer Genugtuung wenden sollte. Die Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden trat mit Urteil vom 18./19. Juni 2007/19. Februar 2008 auf die Anschlussberufung nicht ein und wies die Berufung von A._ ab. Die Berufung der X._ schützte sie teilweise, indem sie diese verpflichtete, A._ Fr. 140'885.-- Schadenersatz zu bezahlen, zuzüglich 5% Zins auf Fr. 117'350.-- seit dem 10. November 2006, sowie Fr. 8'419.-- nebst 5% Zins seit dem 1. September 1998 als Genugtuung.
Seite 3 — 28
3. Gegen dieses Urteil der Zivilkammer des Kantonsgerichts Graubünden erhob A._ mit Eingabe vom 28. März 2008 Beschwerde in Zivilsachen beim Schweizerischen Bundesgericht. Dabei verlangte er im Wesentlichen Schadenersatz in der Höhe von Fr. 712'640.-- zuzüglich 5% Zins auf Fr. 621'214.-- seit dem 10. November 2006. Ferner sei die X._ zu verpflichten, eine Genugtuung von Fr. 27'360.-- nebst 5% Zins auf Fr. 27'120.-- seit dem 25. September 1998 zu bezahlen, die Verfahrenskosten für das erstinstanzliche und für das Berufungsverfahren ganz oder grösstenteils zu übernehmen und eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 66'291.-- zu entrichten. Die X._ schloss auf Abweisung der Beschwerde. Mit Urteil vom 14. Oktober 2008, mitgeteilt am 20. November 2008, entschied das Schweizerische Bundesgericht wie folgt (4A_153/2008):
„1. In teilweiser Gutheissung der Beschwerde wird das Urteil des Kantonsgerichts von Graubünden vom 19. Februar 2008 aufgehoben und die Sache zur Ergänzung des Sachverhalts und zu neuer Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen.
2. Die Gerichtskosten von Fr. 8'500.-- werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.
4. (Mitteilung).“
4. Mit Schreiben vom 27. November 2008 eröffnete das Kantonsgerichtspräsidium den beiden Parteien die Möglichkeit, zum Urteil des Bundesgerichts vom 14. Oktober 2008 Stellung zu nehmen, wobei die Thematik genau bezeichnet wurde. Im Weiteren wurde darauf hingewiesen, dass Beweisergänzungen nicht zulässig seien.
5. In seiner Stellungnahme vom 23. Dezember 2008 stellte A._ folgendes Rechtsbegehren:
„1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Schadenersatz in Höhe von Fr. 672'442.--, ev. von Fr. 622'359.-- zu leisten, zuzügl. Zins zu 5% auf Fr. 606'099.--, ev. auf Fr. 557'143.-- seit dem 10.11.2006.
2. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger eine Genugtuung in Höhe von Fr. 15'523.-- zu bezahlen, zuzügl. 5% Zins seit dem 1.9.1998.
3. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge für beide Instanzen zulasten der Beklagten.“
In ihrer Stellungnahme vom 26. Januar 2009 hielt die X._ unverändert an ihrem Rechtsbegehren gemäss Berufungserklärung vom 15. März 2007 fest, soweit dieses nicht bereits rechtskräftig erledigt sei.
Seite 4 — 28
6. Mit Urteil vom 1. Mai 2009 erkannte die II. Zivilkammer des Kantonsgerichts von Graubünden was folgt (ZF 08 83):
„1. Auf die Anschlussberufung von A._ (ZF 07 23) wird nicht eingetreten.
2. Die Berufung von A._ (ZF 07 23) wird abgewiesen.
3. Die Berufung der X._ (ZF 07 24) wird teilweise gutgeheissen und die Ziffern 1 und 2 des Urteils des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 9. November 2006 werden aufgehoben.
4. Die Klage von A._ wird teilweise gutgeheissen und die X._ wird verpflichtet, A._ Schadenersatz in Höhe von Fr. 245‘650.-- zu leisten, zuzüglich Zins zu 5% auf Fr. 215‘603.-- seit dem 10. November 2006.
5. Die Klage von A._ wird teilweise gutgeheissen und die X._ wird verpflichtet, A._ eine Genugtuung in Höhe von Fr. 15‘523.--, zuzüglich Zins zu 5% seit dem 1. September 1998, zu leisten.
6. Die Kosten des Berufungsverfahrens von Fr. 17‘632.-- (Gerichtsgebühr Fr. 16‘000.--, Schreibgebühr Fr. 1‘632.--) gehen zu 1⁄4 zu Lasten der X._ und zu 3⁄4 zu Lasten von A._, welcher die X._ für das Berufungsverfahren mit Fr. 4‘841.-- zu entschädigen hat.

## Considerations