# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 30e0b459-f081-40ac-8775-6e9357a8decb
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._ und Z._ (Vermieter) schlossen am 7. November 2013 mit X._ (Mieterin) einen Mietvertrag über eine 1-Zimmerwohnung an der _strasse in O.1_ ab. Der monatlich im Voraus zahlbare Mietzins beträgt gemäss Mietvertrag inklusive Nebenkosten und Garage/Abstellplatz Fr. 1'400.--. Am 28. Juli 2014 mahnten die Vermieter X._ wegen der ausstehenden Mietzinse der Monate Mai, Juni und Juli 2014.
B. Am 21. Oktober 2014 wiesen die Vermieter X._ darauf hin, dass sich der Mietzinsausstand inzwischen auf Fr. 7'620.-- belaufe und in Aussicht gestellte Überweisungen nicht erfolgt seien. Zugleich kündigten sie das Mietverhältnis mit amtlichem Formular unter Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist per Ende Januar 2015. Am 22. Oktober 2014 erhielt X._ angezeigt, das Kündigungsschreiben bis am 29. Oktober 2014 bei der Poststelle abholen zu können. Am 23. Oktober 2014 verweigerte sie die Annahme der Sendung, woraufhin die Vermieter ihr die Kündigung mit Schreiben vom 31. Oktober 2014 mit normaler Post zugehen liessen. Am 13. November 2014 gab X._ zuhanden der Schlichtungsbehörde des Bezirkes Maloja mündlich ein Schlichtungsbegehren zu Protokoll. Am 15. Dezember 2014 ersuchte sie telefonisch um Verschiebung der auf den 16. Dezember 2014 angesetzten Schlichtungsverhandlung und machte hierfür gesundheitliche Gründe geltend, ohne indessen ein Arztzeugnis vorzulegen. Nachdem die Schlichtungsbehörde dem Verschiebungsgesuch nicht stattgegeben hatte, blieb X._ der Verhandlung fern. Mit Verfügung vom 19. Dezember 2014 schrieb die Schlichtungsbehörde das Verfahren zufolge Gegenstandslosigkeit als erledigt ab. Diese Verfügung blieb in der Folge unangefochten.
C.1. Am 3. Februar 2015 reichten Y._ und Z._ beim Bezirksgericht Maloja ein Gesuch um Ausweisung von X._ aus der Wohnung in der _strasse in O.1_ ein. Die Sach- und Rechtslage sei vorliegend eindeutig. Die Rechtsfolgen aus der erfolgten Kündigung, der nachfolgend erfolgten Anfechtung derselben und der rechtskräftigen Abschreibung des Verfahrens durch die Schlichtungsbehörde seien klar und ergäben sich aus Lehre und Rechtsprechung.
2. Mit Eingabe vom 17. Februar 2015 brachte X._ vor, am 29. Januar 2015 wiederholt notfallmässig im Kantonsspital Graubünden gewesen zu sein, woraufhin Dr. A._ per 10. Februar 2015 eine Einweisung in eine stationäre
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Klinik veranlasst habe. Sie sei weder körperlich noch mental in der Lage, einen Umzug zu tätigen. Das Geld für die offene Miete wie auch für die Vorauszahlung werde sie nächste Woche erhalten und direkt an ihre Vermieter überweisen.
3. In ihrer Stellungnahme vom 19. Februar 2015 hielten Y._ und Z._ unverändert an ihrem Ausweisungsbegehren fest. Die Mieterin habe bereits vor ihrem (angeblichen) Krankenstand gewusst, dass sie die Wohnung per 31. Januar 2015 zu räumen habe und im Falle eines nicht rechtzeitigen Auszugs aus der Wohnung mit einem Ausweisungsverfahren zu rechnen sei. Da sie eigenen Angaben zufolge erst am 10. Februar 2015 (angeblich) in eine Klinik habe eingewiesen werden sollen, hätte sie mehr als genug Zeit und auch die Möglichkeit gehabt, ihre Wohnung zu räumen. Generell seien Zweifel an den von der Mieterin eingereichten Attesten angebracht. Da sie nun bereits zum x-ten Mal die Begleichung ihrer Ausstände erkläre, könnten sie diesen Versprechungen keinen Glauben mehr schenken.
4. Mit zwei Eingaben vom 4. März 2015 hielt X._ an ihrer Darstellung, ärztlich krankgeschrieben zu sein, fest. Sie anerbot sich zudem, den Gesuchstellern eine Vorauszahlung im Umfang von sechs Monatsmieten zu leisten. Am 16. März 2015 reichte sie die Anzeige eines Eintrittstermins für eine stationäre Aufnahme sowie einen Zahlungsauftrag für die Miete des Monats April 2015 über Fr. 1'400.-- ein.
D. Mit Entscheid vom 19. März 2015, mitgeteilt gleichentags, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Maloja wie folgt:
"1. Das Gesuch wird gutgeheissen und die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, den Gesuchstellern die 1-Zimmer-Wohnung an der _strasse, _, Nr. _, auf erstes Verlangen hin innert 10 Tagen zurückzugeben.
2. Die Gesuchsteller sind bei Säumnis der Gesuchsgegnerin berechtigt, die Wohnung zu räumen oder durch Dritte räumen zu lassen unter Kostenfolge zulasten der Gesuchsgegnerin.
Für die Wohnungsräumung kann Polizeigewalt in Anspruch genommen werden.
3. Diese Anweisung an die Gesuchsgegnerin ergeht unter ausdrücklicher Anordnung der Straffolge nach Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
4. Die Gerichtskosten von CHF 1'000.- gehen zu Lasten der Gesuchsgegnerin. Sie werden mit dem seitens der Gesuchsteller
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geleisteten Kostenvorschuss verrechnet unter Erteilung des Regressrechts auf die Gesuchsgegnerin.
5. Die Gesuchsgegnerin wird verpflichtet, die Gesuchsteller mit CHF 7'000.-, inkl. MwSt., ausseramtlich zu entschädigen.

## Considerations