# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** c54518f8-b21d-4278-9a58-2d018e289c5c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2003
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
A. In der Zeit vom 1. August 1997 bis zum 15. Juni 2001 war E. in der Einzelfirma von D. als Schreinerin angestellt. Gleichzeitig lebte sie mit ihrem Arbeitgeber im Konkubinat. Am 15. Juni 2001 wurden sowohl das Arbeitsverhältnis als auch die persönliche Beziehung zwischen E. und D. aufgelöst. In der Folge gelangte E. mit Nachforderungen aus dem Arbeitsverhältnis an D. Sie begründete diese im Wesentlichen mit der Nichteinhaltung der Mindestlöhne gemäss GAV in den Jahren 2000/2001 sowie damit, dass die von den Parteien unterzeichnete Vereinbarung über die Auflösung des Arbeitsverhältnisses ungültig und damit die gesetzliche Kündigungsfrist nicht eingehalten worden sei. Da D. ihren Forderungen nicht nachkommen wollte, entschloss sich E., diese auf dem Rechtsweg geltend zu machen.
B. Am 13. Mai 2002 machte E. beim Vermittleramt des Kreises Jenaz eine Klage auf Bezahlung von insgesamt Fr. 13'610.75 gegen D. anhängig. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung bezog E. den Leitschein. Mit Prozesseingabe vom 10. Juli 2002 unterbreitete sie die Streitsache dem Bezirksgericht Prättigau/Davos. Ihre Rechtsbegehren lauteten:
„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 10'165.85 zu bezahlen.
2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Beklagten; dieser sei ebenfalls zu verpflichten, für die Aufwendungen von A. zusätzlich CHF 850.00 zu bezahlen.“
Demgegenüber liess D. mit Prozessantwort vom 16. August 2002 die vollumfängliche Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten von E. beantragen.
C. Mit Urteil vom 27. Februar 2003, mitgeteilt am 6. März 2003, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos:
„1. Die Klage der E. gegen D. wird teilweise gutgeheissen und D. wird verpflichtet, E. netto Fr. 9'542.80 zu bezahlen.
2. Die Kosten des Kreispräsidenten Jenaz in Höhe von Fr. 200.00 gehen zulasten der Kreiskasse Jenaz. Die Kosten des Bezirksgerichts Prättigau/Davos bestehend aus:
3
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 3‘000.00
- einer Schreibgebühr von Fr. 561.00
- Barauslagen von Fr. 200.00
total somit von Fr. 3'761.00
gehen zulasten der Gerichtskasse (Art. 343 Abs. 2 OR in Verbindung mit Art. 343 Abs. 3 OR.
3. D. wird verpflichtet, E. ausseramtlich mit Fr. 2'294.00 (inkl. Spesen und Mehrwertsteuer) zu entschädigen.

## Considerations