# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b6d679fb-076b-402d-b788-56013f908b37
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. A._, geboren am _ 1962, und B._, geboren am _ 1957, heirateten am _ 1983 in C._. Aus der Ehe gingen die Kinder D._, geboren am _ 1984, E._, geboren am _ 1986, und F._, geboren am _ 1991, hervor. Die Parteien leben seit dem _ 2014 getrennt.
B. Am 31. Mai 2014 reichten die Parteien beim Bezirksgericht Landquart (heute: Regionalgericht Landquart) ein gemeinsames Scheidungsbegehren mit vollständiger Einigung über die Nebenfolgen ein. Anlässlich der Anhörung vom 7. Juli 2014 bestätigten beide Parteien ihren Scheidungswillen und B._ widerrief die zuvor unterzeichnete Scheidungskonvention. Das Verfahren wurde kontradiktorisch weitergeführt. Mit Entscheid vom 24. Januar 2018 erkannte das Regionalgericht Landquart wie folgt:
1. [Scheidungspunkt]
2. Auf Ziffer 3 (bzw. Ziffer 2 des klägerischen Rechtsbegehrens gemäss Plädoyerabschrift betreffend Ausrichtung eines nachehelichen Unterhaltsbeitrages) wird nicht eingetreten.
3. [Berufliche Vorsorge]
4. In güterrechtlicher Hinsicht gilt Folgendes:
a) Die bislang eheliche Liegenschaft an der G._ in der Gemeinde H._, Grundstück Nr. _ Plan _, Wohnhaus, Vers.-Nr. _ mit 695 m2 Gebäudegrundfläche und Umschwung "I._" wird gestützt auf Art. 205 Abs. 2 ZGB der Ehefrau zu Alleineigentum zugewiesen bzw. es wird ihr der Miteigentumsanteil des Ehemannes, nämlich Nr. _ der erwähnten Liegenschaft, übertragen, unter Übernahme der darauf lastenden Hypothekarschuld von CHF 388'000.00, Wert per 24. Januar 2018. Die entsprechende gerichtliche Anweisung an das zuständige Grundbuchamt (Übertragung des hälftigen Miteigentumsanteils des Beklagten an die Klägerin) erfolgt, sobald die Ehefrau den Nachweis erbracht hat, dass der Ehemann vom betreffenden Bankinstitut aus der Solidarhaftung entlassen wird.
b) Der Ehemann wird in Anrechnung der unter vorstehender lit. a erwähnten Eigentumsübertragung (im Wert von CHF 141'250.00) gerichtlich verpflichtet, der Ehefrau eine güterrechtliche Ausgleichszahlung von CHF 22'699.30 zu bezahlen.
c) Der Ehemann wird gerichtlich verpflichtet, die Versicherungspolice Nr. _, Versicherungsnehmer B._, bei J._ bis zu deren ordentlichem Ablauf weiterzuführen.
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5. Kosten- und Entschädigungsfolge:
a) Die Verfahrenskosten in Höhe von insgesamt CHF 11'351.20 (Gerichtskosten CHF 8'500.00, Expertise CHF 2'851.20) werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt. Der Kostenanteil des Ehemannes von CHF 5'675.60 wird mit den von ihm geleisteten Kostenvorschüssen in Höhe von insgesamt CHF 6'250.00 verrechnet. Der verbleibende Restbetrag von CHF 574.04 [recte: CHF 574.40] wird ihm zurückerstattet. Der Kostenanteil der Ehefrau von CHF 5'675.60 wird mit den von ihr geleisteten Kostenvorschüssen von insgesamt CHF 4'750.00 verrechnet. Der Fehlbetrag von CHF 925.60 geht infolge der Bewilligung zur unentgeltlichen Prozessführung unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO zu Lasten des Kantons Graubünden und wird auf die Gerichtskasse genommen.
b) Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.
c) Der unentgeltliche Rechtsbeistand der Ehefrau, Rechtsanwalt MLaw Mirco Duff, wird – unter Vorbehalt von Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden pauschal mit CHF 5'000.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) entschädigt. Die Entschädigung wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations