# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a3efa446-f1cc-45de-bb58-601c9fefdcdc
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2004
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ M.B., geboren am 1. Juli 1975, türkischer Staatsangehöriger, reiste am 20. Februar
2000 in die Schweiz ein und stellte ein Asylgesuch. Am 11. April 2000 wies das
Bundesamt für Flüchtlinge das Asylgesuch ab und setzte M.B. eine Ausreisefrist bis 31.
Mai 2000.
Am 24. Mai 2000 stellte M.B. beim Zivilstandsamt G. das Gesuch um Vorbereitung der
Eheschliessung mit C. B., einer Schweizer Bürgerin, geboren am 22. Oktober 1975. In
der Folge, am 4. Juli 2000, zog er dieses Gesuch wieder zurück. Einige Tage später,
am 19. Juli 2000, reichten M.B. und R.K., geborene R.S., eine am 25. Oktober 1957
geborene Schweizer Bürgerin, beim Zivilstandsamt U. ein Gesuch um Vorbereitung der
Eheschliessung ein. Die Trauung fand am 24. November 2000 statt, worauf M.B. eine
Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei seiner Schweizer Ehefrau und zur Stellensuche
erteilt wurde.
Am 4. November 2002 meldete die Ehefrau ihren Ehemann beim Einwohneramt W. ab.
Sie teilte mit, M.B. wohne seit dem 1. Oktober 2002 in R., wo er angeblich eine
Freundin habe. Am 18. Dezember 2002 reichten die Eheleute ein gemeinsames
Scheidungsbegehren ein. Mit rechtskräftigem Urteil des Kreisgerichts A. vom 16. Juli
2003 wurde die Ehe B.-K. geschieden.
Am 4. September 2003 heiratete M.B. in R. die in der Schweiz niedergelassene
türkische Staatsangehörige Z. B., geboren am 27. Juli 1981.
B./ Am 8. Januar 2004 wies das Ausländeramt das Gesuch M.B.s um Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung ab. M.B. wurde angewiesen, den Kanton St. Gallen bis 31. März
2004 zu verlassen. Das Ausländeramt war zur Ueberzeugung gelangt, der
Gesuchsteller habe R.K. geheiratet, um sich ein Anwesenheitsrecht in der Schweiz zu
verschaffen. Es erwog, aus diesem Grund erweise sich sein Gesuch um Verlängerung
der Aufenthaltsbewilligung als rechtsmissbräuchlich.
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M.B. erhob am 22. Januar 2004 gegen die Verfügung des Ausländeramtes vom 8.
Januar 2004 Rekurs beim Justiz- und Polizeidepartement. Er beantragte, die
angefochtene Verfügung sei aufzuheben und dem Gesuch um Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung sei zu entsprechen. Zur Begründung machte er geltend, die Ehe
B.-K. sei gelebt worden. Sodann habe er gestützt auf Art. 17 Abs. 2 des
Bundesgesetzes über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer (SR 142.20,
abgekürzt ANAG) Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung. Er und seine
Ehefrau könnten sich des weiteren auf den in Art. 8 Ziff. 1 der Europäischen
Menschenrechtskonvention (SR 0.101, abgekürzt EMRK) verankerten Schutz des
Familienlebens berufen.
Das Justiz- und Polizeidepartement wies den Rekurs am 15. Juli 2004 ab und lud das
Ausländeramt ein, M.B. eine neue Frist zur Ausreise zu setzen. Der Entscheid wurde
damit begründet, M.B. sei mit R.K. eine Scheinehe eingegangen und habe deshalb
gegen die öffentliche Ordnung verstossen. Demzufolge sei sein Anspruch auf
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung erloschen. Sodann überwiege das öffentliche
Interesse an der Wegweisung M.B.s gegenüber seinen privaten Interessen und
denjenigen seiner schwangeren Ehefrau.
C./ Am 30. August 2004 erhob M.B. gegen den Entscheid des Justiz- und
Polizeidepartements vom 15. Juli 2004 Beschwerde beim Verwaltungsgericht. Er stellte
das Rechtsbegehren, der angefochtene Entscheid sei aufzuheben und das
Ausländeramt sei anzuweisen, ihm die Aufenthaltsbewilligung zu verlängern. Am 30.
September 2004, innert erstreckter Frist, wurde die Beschwerde damit begründet,
selbst wenn eine Scheinehe vorgelegen hätte, was nicht zutreffe, würde sich der
angefochtene Entscheid als unverhältnismässig erweisen.
Am 14. September 2004 wies der Präsident des Verwaltungsgerichts das Gesuch des
Beschwerdeführers, es sei ihm für das Beschwerdeverfahren die unentgeltliche
Rechtspflege und Rechtsverbeiständung zu gewähren, ab. Er gelangte zum Ergebnis,
mangels hinreichender Angaben über die finanziellen Verhältnisse sei eine Bedürftigkeit
nicht hinreichend glaubhaft dargetan.
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Das Justiz- und Polizeidepartement beantragte am 14. Oktober 2004, die Beschwerde

## Considerations

sei abzuweisen und verwies auf die Erwägungen im angefochtenen Entscheid.
Ergänzend wurde festgehalten, die bevorstehende Geburt eines Kindes des Ehepaars
B.-B. sei dort berücksichtigt worden. Die Geburtsmeldung der am 7. Juli 2004
geborenen Tochter D. sei indessen erst am 20. Juli 2004 beim Ausländeramt
eingetroffen. In der Folge sei dem Kind die Niederlassungsbewilligung erteilt worden.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1./ Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis Abs. 1
des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, abgekürzt VRP). M.B. ist
zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 45
Abs. 1 VRP). Die Beschwerde vom 30. August 2004 und ihre Ergänzung vom 30.
September 2004 entsprechen zeitlich, formal und inhaltlich den gesetzlichen
Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 und 2
VRP).
Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2./ Der Beschwerdeführer beantragt, bezüglich der Geburt der Tochter D. sei beim
Einwohneramt R. eine Amtsauskunft einzuholen. Es ist indessen unbestritten, dass
D.B. am 7. Juli 2004 in Zürich geboren worden ist.
3./ a) Nach Art. 4 ANAG entscheidet die zuständige Behörde im Rahmen der
gesetzlichen Vorschriften und der Verträge mit dem Ausland nach freiem Ermessen
über die Bewilligung von Aufenthalt und Niederlassung.
Der Ausländer hat nach Art. 4 ANAG grundsätzlich keinen Anspruch auf Erteilung einer
Aufenthaltsbewilligung. Er kann sich jedoch auf den in Art. 8 Ziff. 1 EMRK verankerten
Anspruch auf Schutz des Familienlebens berufen, wenn er nahe Verwandte mit einem
gefestigten Anwesenheitsrecht in der Schweiz hat. Dieses setzt mindestens einen
festen Rechtsanspruch auf eine Aufenthaltsbewilligung voraus (vgl. BGE 130 II 285 mit
Hinweis auf BGE 126 II 335 E. 2a S. 339 f. mit Hinweisen). Soweit eine familiäre
Beziehung tatsächlich gelebt wird und intakt ist, wird das der zuständigen Behörde
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durch Art. 4 ANAG eingeräumte freie Ermessen eingeschränkt (vgl. BGE 122 II 5 und
293).
Der Anspruch auf Achtung des Familienlebens nach Art. 8 Ziff. 1 EMRK ist nicht
absolut. Nach Art. 8 Ziff. 2 EMRK ist ein Eingriff in das Recht auf Familienleben
zulässig, soweit er gesetzlich vorgesehen ist und eine Massnahme darstellt, die in einer
demokratischen Gesellschaft für die nationale Sicherheit, die öffentliche Ruhe und
Ordnung, das wirtschaftliche Wohl des Landes, die Verteidigung der Ordnung und zur
Verhinderung von strafbaren Handlungen, zum Schutz der Gesundheit und der Moral
oder zum Schutz der Rechte und Freiheiten anderer notwendig ist. Die EMRK verlangt
somit ein Abwägen der sich gegenüberstehenden privaten Interessen an der
Bewilligungserteilung und dem öffentlichen Interesse an der Verweigerung, wobei die
öffentlichen Interessen an der Verweigerung in dem Sinn überwiegen müssen, als sich
der Eingriff als notwendig erweist (vgl. BGE 122 II 6 mit Hinweis). Bei der Abwägung
der sich gegenüberstehenden privaten und öffentlichen Interessen sind die gesamten
persönlichen Verhältnisse des Ausländers zu würdigen, namentlich Dauer des
Aufenthalts, Integration in der Schweiz, verbleibende Beziehung zum Heimatstaat,
straf- und fremdenpolizeilich verpöntes Verhalten (vgl. Haefliger/Schürmann, Die
Europäische Menschenrechtskonvention und die Schweiz, 2. Aufl., Bern 1999, S. 263;
VerwGE vom 18. Mai 2004 i.S. A.A. mit Hinweisen). Sodann ist bei der
Interessenabwägung zu fragen, ob den hier anwesenheitsberechtigten
Familienangehörigen zugemutet werden kann, dem Ausländer, der keine Bewilligung
erhält, ins Ausland zu folgen. Die Zumutbarkeit der Ausreise für nahe
Familienangehörige richtet sich nicht nach den persönlichen Wünschen der
Betroffenen, sondern ist unter Berücksichtigung ihrer persönlichen Verhältnisse und
aller Umstände objektiv zu beurteilen. Eine allfällige Unzumutbarkeit der Ausreise für
die hier lebenden Angehörigen ist mit abzuwägen, führt aber nicht zwingend für sich
allein zur Unzulässigkeit einer Bewilligungsverweigerung (vgl. BGE 122 II 6 mit
Hinweis).
b) Nach Art. 17 Abs. 2 ANAG hat der Ehegatte eines Ausländers, der im Besitz der
Niederlassungsbewilligung ist, Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der
Aufenthaltsbewilligung. Dieser Anspruch auf Aufenthaltsbewilligung erlischt, wenn der
Ausländer gegen die öffentliche Ordnung verstossen hat (Art. 17 Abs. 2 letzter Satz
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ANAG). Die Voraussetzung für ein Erlöschen des Anspruchs ist damit weniger streng
als im Fall des ausländischen Ehegatten einer Schweizerin, bei dem ein
Ausweisungsgrund vorliegen muss (Art. 7 Abs. 1 letzter Satz ANAG) und unter
Beachtung der Kriterien von Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung zum ANAG (SR
142.201) - Schwere des Verschuldens, Dauer der Anwesenheit, persönliche und
familiäre Nachteile - eine Verhältnismässigkeitsprüfung nach Art. 11 Abs. 3 ANAG
stattzufinden hat (vgl. BGE 120 Ib 130 f. mit Hinweis auf ZBl 93/1992, S. 569). Nach
Art. 17 Abs. 2 letzter Satz ANAG genügt demgegenüber ein Verstoss gegen die
öffentliche Ordnung. Zwar muss die Verweigerung der Bewilligung auch in diesem Fall
nach den allgemeinen Regeln des Verwaltungsrechts verhältnismässig sein; da aber
bereits geringere öffentliche Interessen für ein Erlöschen des Anspruchs genügen, sind
auch die entgegenstehenden privaten Interessen weniger stark zu gewichten als bei
einer Ausweisung (vgl. VerwGE vom 18. November 1999 i.S. F. A.-B. mit Hinweisen).
4./ Unbestritten ist, dass der Beschwerdeführer aufgrund seiner geschiedenen Ehe mit
einer Schweizer Bürgerin keinen Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung
erlangt hat. Die Vorinstanz stellt sodann nicht in Frage, dass er zufolge seiner Heirat mit
einer hier niedergelassenen türkischen Staatsangehörigen grundsätzlich einen
Anspruch auf Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung hat. Sie wirft dem
Beschwerdeführer indessen vor, er habe seine erste Ehe am 24. November 2000
geschlossen, um eine Aufenthaltsberechtigung in der Schweiz zu erlangen. Dies stelle
einen Verstoss gegen die öffentliche Ordnung dar, weshalb er keinen Anspruch auf
Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung habe. Der Beschwerdeführer bestreitet, R.K.
aus sachfremden Motiven geheiratet zu haben. Sodann stellt er sich auf den
Standpunkt, das Eingehen einer Ausländerrechtsehe vor bald vier Jahren könnte
ohnehin keinen ernsthaften Verstoss gegen die öffentliche Ordnung darstellen.
a) Art. 7 Abs. 1 ANAG räumt dem ausländischen Ehegatten einer Schweizer Bürgerin
einen Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung ein. Da die
Gefahr, diese Vorschrift könnte durch Eingehung einer blossen Scheinehe umgangen
werden, in gleicher Weise besteht wie im Falle des früheren Bürgerrechtserwerbs durch
Heirat, wurde für solche "Aufenthalts- bzw. Niederlassungsehen" in Art. 7 Abs. 2 ANAG
ein ähnlicher Missbrauchstatbestand geschaffen, wie er in Art. 120 Ziff. 4 des
Schweizerischen Zivilgesetzbuches (SR 210, abgekürzt ZGB) für die früheren
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Bürgerrechtsehen vorgesehen war (vgl. BGE 122 II 294 mit Hinweisen).
Dementsprechend verliert der ausländische Ehegatte einer Schweizer Bürgerin seinen
Anspruch auf Erteilung und Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung, wenn die Ehe
eingegangen worden ist, um die Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung von
Ausländern zu umgehen. Entgegen der Annahme des Beschwerdeführers verstösst ein
Ausländer somit in klarer und schwerwiegender Weise gegen die öffentliche Ordnung,
wenn er eine Ehe eingeht, um ausländerrechtliche Vorschriften zu umgehen und damit
die zuständigen Behörden zu täuschen.
b) Für die Anwendbarkeit von Art. 7 Abs. 2 ANAG ist erforderlich, dass die eheliche
Gemeinschaft nicht wirklich gewollt war; auf die Motive der Heirat kommt es mit
anderen Worten nicht an, sofern der Wille vorhanden war, eine Lebensgemeinschaft zu
gründen (vgl. BGE 121 II 102). Ausschlaggebend ist, ob der Ausländer, der eine
Schweizer Bürgerin heiratet, den ernsthaften Willen zur Gründung einer
Lebensgemeinschaft hat. Art. 7 Abs. 2 ANAG schliesst einen Anspruch auf eine
Aufenthaltsbewilligung ausdrücklich aus, wenn die Ehe eingegangen worden ist, um die
Vorschriften über Aufenthalt und Niederlassung zu umgehen. Einen solchen Anspruch
kann nur der ausländische Ehegatte haben (vgl. VerwGE vom 10. Juni 2004 i.S. S.T. mit
Hinweis auf VerwGE vom 24. April 2003 i.S. M.T. mit Hinweis auf VerwGE vom 6. Juli
2000 i.S. G.H.).
c) Das Bundesgericht hat in verschiedenen Urteilen die Anforderungen an den
Nachweis einer sogenannten Ausländerrechtsehe umschrieben. Es erwog, der
Nachweis, dass die Ehe nur (noch) der Umgehung der Vorschriften über Aufenthalt und
Niederlassung der Ausländer und nicht der Begründung einer Lebensgemeinschaft
diene, sei in der Regel nicht direkt zu erbringen und könne nur durch Indizien geführt
werden (vgl. BGE 128 II 152 mit Hinweis auf BGE 127 II 57). Solche Indizien seien etwa
darin zu erblicken, dass dem Ausländer die Wegweisung gedroht habe, weil er ohne
die Heirat keine Aufenthaltsbewilligung erhalten hätte oder ihm diese nicht verlängert
worden wäre. Sodann könnten die Umstände und die kurze Dauer der Bekanntschaft
sowie die Tatsache, dass die Ehegatten eine Wohngemeinschaft gar nie aufgenommen
hätten, für das Vorliegen einer Ausländerrechtsehe sprechen. Umgekehrt könne aus
einer gewissen Zeit des Zusammenlebens und des Unterhalts intimer Beziehungen
nicht ohne weiteres abgeleitet werden, es sei eine wirkliche Lebensgemeinschaft
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gewollt gewesen. Ein solches Verhalten könne auch nur vorgespiegelt sein, um die
Behörden zu täuschen (vgl. BGE 122 II 295 mit Hinweisen auf Literatur und Judikatur).
Wenn aber nicht genügend Anhaltspunkte bestehen, die auf eine Scheinehe deuten, so
dürfe nicht einzig aufgrund dieser ungenügenden Anhaltspunkte die Berufung auf eine
bestehende bzw. bestandene Ehe als rechtsmissbräuchlich qualifiziert werden (vgl.
BGE 123 II 49 ff.). Bei der Würdigung der Indizien ist sodann zu berücksichtigen, dass
diese gesamthaft zu beurteilen sind. Eine Vielzahl einzelner Umstände, welche für sich
allein den Bestand einer Ehe nicht in Frage zu stellen vermöchten, kann gesamthaft die
Schlussfolgerung rechtfertigen, eine Ehe sei geschlossen worden, ohne dass der Wille
zu einer echten Lebensgemeinschaft bestand (vgl. VerwGE vom 10. Juni 2004 i.S. S.T.
mit Hinweis auf VerwGE vom 22. Mai 2003 i.S. M.S. mit Hinweis auf VerwGE vom 6.
Juli 2000 i.S. G.H.).
d) Der Beschwerdeführer stellt nicht in Abrede, dass das BFF sein Asylgesuch am 11.
April 2000 abgewiesen hat und dass er aufgefordert worden ist, die Schweiz bis 31.
Mai 2000 zu verlassen. Er wusste somit, dass er nicht würde in der Schweiz bleiben
können, zumal er als türkischer Staatsangehöriger keine Möglichkeit hatte, ein
Aufenthaltsrecht zu erlangen, es sei denn, es werde ihm im Rahmen des
Familiennachzugs eine Aufenthaltsbewilligung erteilt. Unbestritten ist, dass der
Beschwerdeführer unmittelbar vor Ablauf der Ausreisefrist, am 24. Mai 2000, ein
Gesuch um Vorbereitung der Eheschliessung mit einer Schweizer Bürgerin einreichte,
das er kurz darauf, am 4. Juli 2000, bereits wieder zurückzog, um einige Tage später,
am 19. Juli 2000, neuerlich ein Gesuch um Vorbereitung der Eheschliessung mit einer
anderen Schweizer Bürgerin zu stellen. Die Vorinstanz hat dieses überstürzte Vorgehen
im Hinblick auf eine Eheschliessung zu Recht als gewichtiges Indiz dafür gewertet,
dass es dem Beschwerdeführer nicht darum ging, mit einer bestimmten Frau so bald
als möglich in ehelicher Gemeinschaft zu leben. Vielmehr ist davon auszugehen, dass
er alles daran setzte, um seinen Aufenthalt in der Schweiz mittels Heirat mit einer Frau
zu sichern, die über ein gefestigtes Aufenthaltsrecht verfügt. Dementsprechend war es
ihm anlässlich der Befragung vom 31. März 2003 durch die Kantonspolizei nicht einmal
möglich, den Nachnamen derjenigen Frau zu nennen, die er als erste heiraten wollte. In
Anbetracht der ausserordentlich raschen Abfolge von Heiratsabsichten mit zwei
verschiedenen Frauen mit Schweizer Bürgerrecht vermag der Beschwerdeführer die
Annahme, dass er aus sachfremden Motiven eine Ehe mit einer Schweizer Bürgerin
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eingegangen ist, nicht dadurch zu entkräften, dass er geltend macht, er habe aus
eigenem Antrieb auf die Eheschliessung mit der ersten Heiratskandidatin verzichtet.
Ebenso wenig kann ihm gefolgt werden, wenn er der Vorinstanz vorwirft, sie gehe zu
Unrecht davon aus, die Dauer der Bekanntschaftszeit mit R.K. sei unüblich kurz
gewesen. Unter den gegebenen Umständen ist es entgegen der Annahme des
Beschwerdeführers sodann nicht erstaunlich, dass die Behörden "praktisch von Beginn
der Anwesenheit des Beschwerdeführers im Kanton St. Gallen an" geneigt waren, von
einem missbräuchlichen Verhalten auszugehen und entsprechende Abklärungen in die
Wege leiteten.
e) Um seinen Ehewillen mit R.K. unter Beweis zu stellen, bringt der Beschwerdeführer
vor, entgegen der Annahme der Vorinstanz treffe seine Aussage vom 21. Mai 2003
gegenüber dem Ausländeramt zu, wonach er und R.K. ab Juli 2000 bis Ende November
2002 zusammen gewohnt hätten. Sodann ergebe sich aus übereinstimmenden
Meinungsäusserungen der Ehepartner, dass es sich um eine Liebesheirat gehandelt
habe. Die Ehe sei gelebt worden. Insbesondere habe man die Wohnung geteilt.
Vorab ist dem Beschwerdeführer entgegenzuhalten, dass das Teilen einer Wohnung für
sich allein nicht bedeutet, dass von einer ehelichen Gemeinschaft gesprochen werden
kann. Dies gilt auch dann, wenn die Wohngemeinschaft von längerer Dauer ist. Es steht
fest, dass seine geschiedene Ehefrau sowohl am 31. März 2003 gegenüber der
Kantonspolizei als auch am 21. Mai 2003 gegenüber dem Ausländeramt zu Protokoll
gegeben hat, er sei am 24. November 2000, am Tag der Heirat, bei ihr eingezogen. Es
besteht aber kein Anlass, an der Glaubwürdigkeit der Aussagen von R.K. bezüglich der
Wohnsituation zu zweifeln und davon auszugehen, der Beschwerdeführer habe vor
diesem Zeitpunkt "mindestens zeitweise" bei seiner geschiedenen Ehefrau gewohnt.
Was den Ehewillen des Beschwerdeführers anbetrifft, hat R.K. sodann am 31. März
2003 gegenüber der Kantonspolizei Aussagen gemacht, die unmissverständlich zum
Ausdruck bringen, dass er die Ehe mit ihr aus sachfremden Motiven eingegangen ist.
Sie hat zu Protokoll gegeben: "M.B. hat gesagt, dass er mich liebe und heiraten wolle."
Bezüglich des grossen Altersunterschieds hat sie indessen ausgesagt: "Ich war viele
Jahre alleine und habe ihn damals geliebt. Wie es sich heute herausgestellt hat, war es
ein Spiel von ihm". Des weiteren kann dem Protokoll entnommen werden, dass sich
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R.K. durch einen Onkel des Beschwerdeführers bedroht gefühlt hat, weil sie sich
scheiden lassen wollte und dass sie zur Ueberzeugung gelangt ist, der
Beschwerdeführer habe sie nur wegen den Papieren geheiratet. Zutreffend ist, dass
R.K. ihre Aussagen vom 31. März 2003 anlässlich der Befragung durch das
Ausländeramt vom 21. Mai 2003 etwas relativiert hat. Sie gab u.a. zu Protokoll: "Er
sagte er liebe mich, das kann ich nicht wissen, ob er mich nur wegen den Papieren
geheiratet hat. Wenn es nur wegen der Papiere gewesen wäre, wäre er mit der
Scheidung wohl nicht einverstanden". "Ich glaube, er sagte, er liebe mich, dann, er
liebe mich nicht. Ich bin einfach enttäuscht". "Ich glaube nicht (dass er mich nur wegen
der Papiere geheiratet hat), er hat einen guten Charakter." Die Vorinstanz ist indessen
zu Recht davon ausgegangen, diese Relativierung sei darauf zurückzuführen, dass die
zweite Befragung während der Bedenkzeit von zwei Monaten nach Art. 111 Abs. 2 ZGB
stattgefunden habe und dass R.K. aus finanziellen Gründen darauf angewiesen
gewesen sei, dass der Beschwerdeführer am Ende der Bedenkzeit den
Scheidungswillen und die Vereinbarung über die Scheidungsfolgen bestätige. In
diesem Zusammenhang ist unbestritten, dass die geschiedene Ehefrau des
Beschwerdeführers im Zeitpunkt der Eheschliessung Sozialhilfeempfängerin war und
dass damals ausstehende Sozialhilfeleistungen im Betrag von Fr. 25'656.-- und
Verlustscheine im Betrag von Fr. 6'931.75 bestanden. Aktenkundig ist weiter, dass
auch am 7. Oktober 2002 Sozialhilfeleistungen im Betrag von Fr. 16'775.-- offen waren.
Am 16. Oktober 2002 teilte R.K. dem Kreisgericht A. sodann mit, bereits kurze Zeit
nach Eheschluss hätten sich (auch) finanzielle Probleme ergeben. Ihr Ehemann arbeite
erst seit kurzem zu 100 Prozent, weil das Sozialamt insistiert habe. Aus diesem Grund
beziehe sie seit 1. Oktober 2002 keine Sozialhilfe mehr. Weil ihr der Beschwerdeführer
nicht genügend Geld zur Verfügung stelle, ersuche sie darum, es sei der Unterhalt für
sie und ihre Tochter festzusetzen.
Der Beschwerdeführer vermag die gewichtigen Indizien, die dafür sprechen, dass er
mit R.K. keine Lebensgemeinschaft gründen wollte, nicht dadurch zu entkräften, dass
er geltend macht, er habe seiner geschiedenen Ehefrau seinen Lohn jeweils in
Verwaltung gegeben. Auch seine Aussagen vom 21. Mai 2003 gegenüber dem
Ausländeramt "Nachdem wir einige Male miteinander gesprochen haben, haben wir
uns verliebt" bzw. "Wir haben uns gegenseitig die Frage nach der Ehe gestellt und
waren uns einig" sind nicht geeignet, den Verdacht der Scheinehe zu schmälern. Dafür,
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dass der Eheschliessung sachfremde Motive zu Grunde lagen, spricht weiter, dass der
Beschwerdeführer die Namen der Trauzeugen nicht zu nennen wusste und auch R.K.
nicht in der Lage war, deren Namen genau zu nennen. Sodann konnten die Eheleute
keine näheren Angaben zum Freundeskreis des anderen machen. In Anbetracht dieser
Indizienlage durfte die Vorinstanz schliesslich auch den grossen Altersunterschied der
Eheleute - der Beschwerdeführer ist 18 Jahre jünger als R.K. - als taugliches Indiz für
das Vorliegen einer Scheinehe werten. Ehen, bei denen die Partner altersmässig weit
auseinander liegen, mögen zwar gelebt werden. Im allgemeinen bilden jedoch Ehen,
bei denen die Ehefrau bedeutend älter ist als der Ehemann, die Ausnahme, weshalb ein
entsprechender Altersunterschied ein - wenn auch nicht für sich allein
ausschlaggebendes, so doch in Verbindung mit anderen Anzeichen - taugliches Indiz
dafür darstellt, dass die Ehe zur Umgehung von ausländerrechtlichen Vorschriften
eingegangen worden ist (vgl. Urteil des Bundesgerichts vom 13. Februar 2001, 2A.
424/2000).
f) Zusammenfassend ergibt sich, dass die Vorinstanz aufgrund einer Vielzahl
gewichtiger Indizien zu Recht gefolgert hat, der Beschwerdeführer habe die Ehe mit
R.K. in der Absicht geschlossen, ausländerrechtliche Bestimmungen zu umgehen. Der
Vorwurf, der angefochtene Entscheid beruhe auf einer unrichtigen Feststellung und
Würdigung des Sachverhalts, erweist sich als unbegründet.
5./ Der Beschwerdeführer wirft der Vorinstanz weiter vor, selbst wenn seine erste Ehe
als Scheinehe zu qualifizieren wäre, würde sich der angefochtene Entscheid als
unverhältnismässig erweisen. Er habe sich in strafrechtlicher Hinsicht korrekt verhalten
und auf dem Arbeitsmarkt bewährt. Sodann überwiege sein privates Interesse und
dasjenige seiner Ehefrau und seiner Tochter am Verbleib in der Schweiz gegenüber
einem allfälligen öffentlichen Interesse an seiner Wegweisung.
a) Zutreffend ist, dass die Vorinstanz dem Beschwerdeführer zu Gute hält, er habe sich
in strafrechtlicher Hinsicht korrekt verhalten und sich auf dem Arbeitsmarkt bewährt.
Dies entspricht indessen den Erwartungen, die an einen Ausländer gestellt werden, der
sich in der Schweiz aufhält. Sodann behauptet der Beschwerdeführer selber nicht, er
sei hier integriert. Die Tatsache allein, dass seine Rückkehr in die Heimat nach etwas
mehr als vier Jahren Anwesenheit in der Schweiz mit finanziellen und anderen
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persönlichen Nachteilen verbunden ist, lässt den angefochtenen Entscheid jedenfalls
nicht als unverhältnismässig erscheinen.
b) Zu berücksichtigen ist weiter, dass die Nichtverlängerung der Aufenthaltsbewilligung
und die damit verbundene Ausreise des Beschwerdeführers in die Türkei zu einer
Trennung von seiner Ehefrau und seiner Tochter führt, wenn die Ehefrau nicht bereit ist,
mit ihm wegzuziehen.
aa) Der Beschwerdeführer rügt in diesem Zusammenhang, die Vorinstanz wäre
gehalten gewesen, bezüglich der behaupteten andauernden engen Verbundenheit
seiner Ehefrau mit der Türkei weitere Abklärungen vorzunehmen.
Im Verwaltungsverfahren gilt grundsätzlich die Untersuchungsmaxime. Die
Verwaltungsbehörden haben den rechtserheblichen Sachverhalt somit von Amtes
wegen richtig und vollständig zu ermitteln und die Beweise zu erheben (vgl. Cavelti/
Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 589 mit
Hinweisen). Es sind indessen nur die von den Beteiligten angebotenen und die leicht
zugänglichen Beweise über erhebliche Tatsachen aufzunehmen, wenn zur Wahrung
des öffentlichen Interesses keine besonderen Erhebungen notwendig sind (Art. 12 Abs.
2 in Verbindung mit Art. 50 Abs. 1 VRP). Die Untersuchungsmaxime wird sodann durch
die Mitwirkungspflicht der Parteien relativiert. Diese greift namentlich dann, wenn eine
Partei ein Verfahren durch eigenes Begehren einleitet oder darin eigene Rechte geltend
macht, und insbesondere für Tatsachen, die eine Partei besser kennt als die Behörde
und welche diese ohne ihre Mitwirkung gar nicht oder nicht mit vernünftigem Aufwand
erheben kann (vgl. Häfelin/Müller, Allgemeines Verwaltungsrecht, 4. Aufl., Zürich/Basel/
Genf 2002, Rz. 1630 und VerwGE vom 16. März 2004 i.S. I. K.-S. mit Hinweis auf
VerwGE vom 27. Oktober 1998 i.S. G. mit Hinweis auf BGE 124 II 365). Dies trifft
insbesondere auf behauptete persönliche Umstände in der Heimat des Ausländers zu.
Solche Tatsachen lassen sich erfahrungsgemäss von den schweizerischen Behörden,
wenn überhaupt, nur mit erschwertem Aufwand abklären (vgl. BGE 122 II 394 mit
Hinweis auf ein unveröffentlichtes Urteil des Bundesgerichts vom 23. Februar 1996 i.S.
S.C.).
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Vorab ergibt sich, dass die Vorinstanz nicht erwogen hat, Z.B.-B. sei mit der Türkei
andauernd und eng verbunden. Vielmehr ist sie zum Ergebnis gelangt, der heutigen
Ehefrau des Beschwerdeführers sei es insbesondere auch aufgrund ihrer
Lebensumstände in der Schweiz zumutbar, sich zusammen mit ihrem Ehemann in der
Türkei einzugliedern. Weil Z.B.-B. im Schnellimbiss eines türkischen Onkel des
Beschwerdeführers gearbeitet und den Beschwerdeführer, einen Mann türkischer
Nationalität, geheiratet hat, durfte die Vorinstanz davon ausgehen, sie verkehre auch in
der Schweiz in türkischen Kreisen, was im übrigen nicht bestritten wird.
bb) Der Beschwerdeführer bringt auch im Rahmen des Beschwerdeverfahrens vor,
seine Ehefrau sei mit der Schweiz eng verbunden und ein Wegzug in die Türkei würde
für sie eine unzumutbare Umstellung bedeuten. Er begründet dies wiederum damit,
Z.B.-B. sei in der Schweiz geboren und aufgewachsen. Ausser seltenen kurzen
Besuchen in der Türkei habe sie sich immer hier aufgehalten. Sodann sei ihr nicht
bekannt gewesen, dass die frühere Ehe ihres Verlobten vom Ausländeramt als
Scheinehe angesehen werde. Selbst wenn sie dies gewusst hätte, hätte sie nie damit
rechnen müssen, dass ihm die Aufenthaltsbewilligung - trotz neuer Eheschliessung und
Familiennachwuchs - plötzlich nicht mehr erteilt werden könnte.
Unbestritten ist, dass die heute 23-jährige türkische Staatsangehörige Z. B.-B. in der
Schweiz geboren wurde und seither hier lebt. Fest steht sodann, dass sie am 5.
November 2002 von O. nach R. umgezogen und dort im Schnell-Imbiss von H. B.,
einem Onkel des Beschwerdeführers, gearbeitet hat. Weil sie zudem einen türkischen
Staatsangehörigen geheiratet hat und nach Angaben des Beschwerdeführers hier über
ein Netz von Verwandten verfügt, ist davon auszugehen, dass sie sich auch in der
Schweiz in türkischen Kreisen bewegt und deshalb nicht nur mit der türkischen
Sprache, sondern auch mit den sozialen und kulturellen Gepflogenheiten ihrer
Landsleute und damit ihres Heimatlandes vertraut ist. Auch im Verfahren vor
Verwaltungsgericht hat der Beschwerdeführer darauf verzichtet, näher zu begründen,
warum seine Ehefrau trotz Verwurzelung im Umfeld türkischer Landsleute "in jeder
Hinsicht engstens mit der Schweiz verbunden" sein soll, wie er behauptet, sondern
lediglich beantragt, er und Z. B.-B. seien dazu zu befragen. Mit der Behauptung, seine
Ehefrau habe hier enge Freunde und Bekannte, ist jedenfalls nicht dargetan, dass sie in
einem Ausmass mit schweizerischer Kultur und Lebensart vertraut ist, das eine
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 14/15
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St.Galler Gerichte
Rückkehr in die Heimat zusammen mit ihrem Ehemann und ihrem Kind als unzumutbar
erscheinen liesse. Auch wenn davon auszugehen ist, dass nach 23 Jahren Aufenthalt in
der Schweiz eine gewisse kulturelle Integration von Z. B.-B. in der Schweiz besteht,
erübrigt es sich, dem Beweisantrag des Beschwerdeführers stattzugeben. Der Ehefrau
des Beschwerdeführers ist es nach dem Gesagten zumutbar, zusammen mit ihrem
Ehemann und ihrer Tochter in die Türkei zurückzukehren, zumal sich das Kind in einem
Alter befindet, in dem eine Veränderung des Aufenthaltsorts noch keine nachteiligen
Folgen haben kann. An dieser Beurteilung vermag nichts zu ändern, dass die Rückkehr
in die Heimat für das Ehepaar B.-B. mit finanziellen Einbussen und anderen
persönlichen Nachteilen verbunden ist. Ebenso wenig fällt ins Gewicht, dass der
Beschwerdeführer geltend macht, seine Ehefrau habe nicht damit rechnen müssen, er
werde sein Aufenthaltsrecht in der Schweiz verlieren.
6./ Zusammenfassend ergibt sich, dass die Beschwerde abzuweisen ist. Dem
Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'000.-- ist angemessen (Ziff. 382 des Gerichtskostentarifs,
sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe zu
verrechnen.
Ausseramtliche Entschädigungen sind nicht zuzusprechen (Art. 98 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 98bis VRP).
Demnach hat das Verwaltungsgericht