# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8a6dbdd1-ab3a-4d2f-a3e1-360f91d49733
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhaltsdarstellung der Beschwerdeführer auszugehen. Schliesslich
sei festzuhalten, dass die Instandstellungsarbeiten vom
Beschwerdeführer und nicht von vom Architekten angeordnet worden
seien.
4. In ihrer Vernehmlassung vom 13. Februar 2013 beantragte die Stadt
Maienfeld, nachfolgend Beschwerdegegnerin, die Abweisung beider
Beschwerden. Nachdem der Anwalt des Beschwerdeführers eine einzige
Vernehmlassung für alle drei Parteien eingereicht habe, habe die
Baubehörde sich nicht veranlasst gesehen, das Verfahren aufzusplitten.
Die Aufnahme der Steuerdaten in die Begründung könne unter diesen
Umständen nicht als Verletzung des Amtsgeheimnisses bezeichnet
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werden. Zusammenfassend ergebe sich aus dem Sachverhalt, dass die
Beschwerdeführer von Anfang an und immer wieder darauf aufmerksam
gemacht worden seien, dass die Umbauarbeiten einer schriftlichen
Baubewilligung bedürften. Sie hätten in Kenntnis dieser
Bewilligungspflicht ohne eine solche mit den Bauarbeiten begonnen und
diese auch nach einer Einstellungsverfügung weitergeführt. Das
Bauvorhaben befinde sich in der Anpassungszone C, welche zur
Kernzone gehöre. In dieser gelte gemäss Anhang zum Baugesetz auch
für Unterhaltsarbeiten das Meldeverfahren. Immerhin handle es sich um
ein Bauvorhaben von annähernd 1 Mio. Franken, für welches eine
Baubewilligung an sich unerlässlich sei. Der Beschwerdeführer berufe
sich darauf, dass Bauvorhaben als bewilligte gelten, wenn sie nur dem
Meldeverfahren unterstehen würden und innert Monatsfrist seit
Einreichung des Gesuchs kein anders lautender Entscheid ergehe. Er
habe jedoch seitens der Stadtbehörde mehrere Mitteilungen erhalten,
dass nicht ohne schriftliche Baubewilligung gebaut werden dürfe. Die
ausgefällten Bussen seien nicht zum Vornherein festgestanden. Nach der
Anhörung der Parteien seien die ursprünglich vorgesehenen Bussen
entsprechend den sehr unterschiedlichen Einkommens- und
Vermögensverhältnissen angepasst worden. Dem Beschwerdeführer sei
anstatt Fr. 600.-- eine Busse von Fr. 1‘200.-- und A._ anstatt
Fr. 1‘200.-- eine Busse von Fr. 600.-- auferlegt worden. Die Busse des
Beschwerdeführers liege nahe beim Minimum und betrage knapp mehr
als ein Promille der verbauten Bausumme. Der Beschwerdeführer sei
bereits mit Bussenverfügung vom 23. Februar 2011 mit einer
Ordnungsbusse von Fr. 2‘000.-- belegt worden, weil er Bauarbeiten ohne
Baubewilligung durchgeführt habe. Angesichts der persönlichen
Verhältnisse sei die ausgesprochene Busse bescheiden.
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5. Im Rahmen von freigestellten Stellungnahmen, reichte der
Beschwerdeführer am 8. März 2013 ein weiteres Schreiben ein, welches
als Replik entgegengenommen wurde. Er führte darin ergänzend aus,
dass selbst wenn der objektive Tatbestand erfüllt wäre, der subjektive
Tatbestand, d.h. die schuldhafte Verletzung der
Baugesetzbestimmungen, nicht erfüllt sei. Der Beschwerdeführer und
sein Architekt hätten immer offen kommuniziert, dass Sanierungsarbeiten
ausgeführt würden. Wie auch das nachträglich durchgeführte
Baubewilligungsverfahren schlussendlich auf Beschwerde hin ergeben
habe, hätten sie mit den Bauarbeiten in keiner Art und Weise gegen
materielles Baurecht verstossen, weshalb nicht ersichtlich sei, welches
Interesse sie an einem heimlichen Vorgehen hätten haben können. Sie
seien somit subjektiv davon ausgegangen, dass sie ihren Pflichten
gemäss Meldeverfahren voll nachgekommen seien.
6. Die Beschwerdegegnerin bestand in ihrer Duplik vom 24. April 2013
darauf, dass auch für Umbauten und Änderungen dem Baugesuch
detaillierte Unterlagen 1:100 über bestehende (grau), neue (rot) und
abzubrechende (gelb) Bauteile einzureichen seien. Ob ein Vorhaben
bewilligungsfrei sei oder ob eine Bewilligungspflicht bestehe und in
welchem Verfahren, entscheide die Baubehörde. Vorliegend sei der
Baugesuchsteller bereits mit E-Mail vom 3. August 2009 auf die
Anwendung des Meldeverfahrens hingewiesen worden. Es habe jedoch
nie ein genügendes Baugesuch vorgelegen. Ohne gesetzeskonformes
Gesuch werde die Monatsfrist für eine Beurteilung gar nicht ausgelöst. Es
sei richtig, dass die Baubewilligung vom 10. Februar 2011 letztlich im
Meldeverfahren erteilt worden sei. Alle vor diesem Zeitraum
vorgenommenen Arbeiten seien formell baurechtswidrig mit Ausnahme
der vorzeitig bewilligten Heizungssanierung.
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Auf die weiteren Ausführungen in den Rechtsschriften und auf den
angefochtenen Bussenentscheid wird, soweit erforderlich, in den
nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Anfechtungsobjekt im vorliegenden Beschwerdeverfahren ist der
Entscheid vom 30. November 2012, worin die Beschwerdegegnerin den
Beschwerdeführer wegen formeller Baurechtsverletzung zur Bezahlung
einer Geldbusse in Höhe von Fr. 1‘200.-- und zur teilweisen Übernahme
der Verfahrenskosten in Höhe von Fr. 2‘400.-- verpflichtete. Zu prüfen ist
die Rechtmässigkeit und Verhältnismässigkeit dieses Entscheides
gegenüber dem Gebüssten.
2. Ausgangspunkt für das vorliegende Verfahren bildet das vorangegangene
Verwaltungsgerichtsurteil VGU R 11 22 vom 27. September 2011, aus
welchem hervorgeht, dass der Beschwerdeführer und sein Architekt
umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten an die Hand genommen
hatten, welche erst im Rahmen des mit Eingabe vom 28. Januar 2010
anhängig gemachten ordentlichen Baubewilligungsverfahrens letztlich mit
Baubewilligung vom 10. Februar 2011 unter verschiedenen Bedingungen
und Auflagen bewilligt wurden. Die vorgenommenen Bauarbeiten waren
materiell bewilligungsfähig (VGU R 11 22, E.4), weshalb die
Beschwerdegegnerin von einem formellen Verstoss gegen das Gesetz
ausging (E.2 des Entscheides vom 30. November 2012). Tatsächlich
bestätigt auch der Beschwerdeführer, dass das Hotel diverse Schäden im
Dachbereich aufgewiesen habe, deren Sanierung gemäss Anzeige vom
24. Juli 2009 ohne Baubewilligung durchgeführt worden seien. Eine erste
Baueingabe sei erst am 28. Januar 2010 für die Überdachung des
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Eingangsbereiches erfolgt. Gleichzeitig sei darauf hingewiesen worden,
dass mit den Instandstellungsarbeiten und Revisionen der
Haustechnikanlage innerhalb des Gebäudes in den nächsten Wochen
begonnen werde (Beschwerde vom 18. Januar 2013, Ziff. III.1). Daraufhin
seien diverse Mauern geöffnet, die bestehende Holzständerkonstruktion
durch neue Wände ersetzt und im Innern ausserdem eine zusätzliche
Isolation angebracht worden (Beschwerde vom 18. Januar 2013, Ziff.
III.2). Neben diesen wärmetechnischen Sanierungen im Innern des
Gebäudes hätten sich die Arbeiten im Wesentlichen auf den Einbau einer
Küche im Dachgeschoss und die Zusammenlegung von je zwei Zimmern
zu einem Studio mit Einbau von je einer Kochnische beschränkt. Im
Erdgeschoss und im Untergeschoss hätten sich die Arbeiten auf
Anpassungen an die heutigen Brandschutzvorschriften beschränkt
(Beschwerde vom 18. Januar 2013, Ziff. III.2). Anlässlich eines
Augenscheins vom 16. November 2010 stellte die Gemeinde fest, dass
weitere Arbeiten vorgenommen worden waren. Es steht damit ausser
Frage und wird auch von keiner der Parteien bestritten, dass vor der
eigentlichen Baubewilligung vom 10. Februar 2011 zahlreiche
Bauarbeiten durchgeführt wurden. Der Beschwerdeführer und der
Architekt sind indessen der Ansicht, dass für diese Sanierungs- und
Instandstellungsarbeiten keine Baubewilligung nötig gewesen wäre.
3. a) Gemäss Art. 86 des kantonalen Raumplanungsgesetzes (KRG; BR
801.100) dürfen Bauten und Anlagen nur mit schriftlicher Baubewilligung
errichtet, geändert, abgebrochen oder in ihrem Zweck (inkl. Umnutzung)
geändert werden. Bei Nichteinhaltung bzw. Missachtung dieser
baupolizeilichen (Erlaubnis-)Vorschrift liegt eine sog. „formelle
Baurechtsverletzung“ vor. Die Regierung bestimmt durch die
Raumplanungsverordnung für den Kanton Graubünden (KRVO; BR
801.110), welche Bauvorhaben keiner Baubewilligung bedürfen (Art. 86
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Abs. 2 KRG). Gemäss Art. 40 Abs. 1 Ziff. 1 KRVO bedürfen Reparatur-
und Unterhaltsarbeiten an bestimmungsgemäss nutzbaren Bauten und
Anlagen, sofern sie nur der Werterhaltung dienen und die Baute und
Anlage dadurch keine Änderung oder Zweckentfremdung erfährt, keiner
Baubewilligung. Ebenfalls sind geringfügige Änderungen im Innern von
Bauten und Anlagen nicht bewilligungspflichtig mit Ausnahme von
Änderungen der Nutzfläche oder der Anzahl Räume (Art. 40 Abs. 1 Ziff. 2
KRVO).
b) Auf untergeordnete Bauvorhaben, bei welchen mit keinen Einsprachen zu
rechnen ist, wie insbesondere geringfügige Projektänderungen bereits
bewilligter Bauvorhaben oder bauliche Massnahmen, die nach aussen
nicht in Erscheinung treten, zonenkonform sind und zu keinen
Veränderungen bezüglich Verkehrsbelastung oder Ausnützung führen,
findet ein vereinfachtes Baubewilligungsverfahren in Form eines
Meldeverfahrens gemäss Art. 50 f. KRVO Anwendung. Das
Meldeverfahren findet überdies Anwendung auf Bauvorhaben, die
gemäss Art. 40 KRVO von der Baubewilligungspflicht ausgenommen,
jedoch gemäss kommunalem Baugesetz dem Meldeverfahren unterstellt
sind (Art. 50 Abs. 2 KRVO). Die Gemeinden können im Baugesetz
gemäss Art. 86 Abs. 3 KRG die in der Verordnung als nicht
baubewilligungspflichtig aufgeführten Bauvorhaben dem Meldeverfahren
unterstellen (VGU R 07 8). Vorliegend hat die Gemeinde von dieser
Möglichkeit bereits im alten Baugesetz (gültig bis zum 5. Juli 2011) und
ebenfalls im neuen Baugesetz offensichtlich Gebrauch gemacht und im
Anhang zum Baugesetz zu Art. 56 ergänzt (S. 41 zum Baugesetz), dass
Reparatur- und Unterhaltsarbeiten an bestimmungsgemäss nutzbaren
Bauten und Anlagen in der Kernzone, Dorfzone und in Zonen im
Erhaltungsbereich dem Meldeverfahren unterliegen.
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c) Nachdem sich das Hotel in der Kernzone befindet, wären sämtliche durch
den Beschwerdeführer und den Architekten durchgeführten resp. in
Auftrag gegebenen Umbau- und Instandstellungsarbeiten mindestens
mittels Meldeverfahren bewilligungspflichtig gewesen. Entgegen der
Ansicht des Beschwerdeführers und des Architekten entbindet die
Vereinfachung im Meldeverfahren nicht von der Einreichung eines
formellen Baugesuchs inklusive Pläne etc. Die einfache Meldung von
Bau- und Sanierungsarbeiten alleine genügt diesen Anforderungen
überhaupt nicht. Trotz Vereinfachung handelt es sich weiterhin um ein
Baubewilligungsverfahren, welches eines Baugesuchs bedarf und
lediglich von einer öffentlichen Auflage absieht. Ein Baugesuch für die
durchgeführten Arbeiten wurde indessen erst nachträglich eingereicht,
was auch aus dem erwähnten Urteil des Verwaltungsgerichts vom
27. September 2011 hervorgeht. Darin wird festgehalten, dass die
(bereits) durchgeführten Arbeiten bewilligungsfähig sind. Damit wird
verdeutlicht, dass für die ausgeführten Arbeiten vorgängig ein
Bewilligungsverfahren hätte durchgeführt und hierzu ein Baugesuch hätte
eingereicht werden müssen. Unbeachtlich bleibt vorliegend, ob das
Meldeverfahren schliesslich mit einer schriftlichen Baubewilligung oder
stillschweigend erledigt werden kann, da ohne Baugesuch kein
Meldeverfahren eröffnet werden kann. Die Beschwerdegegnerin ging
damit zu Recht von einer formellen Baurechtsverletzung aus, weshalb
sich die ausgesprochenen Bussen grundsätzlich als angebracht erweisen.
4. a) Gemäss Art. 95 Abs. 1 KRG beträgt die Busse für Baurechtsverletzungen
Fr. 200.-- bis Fr. 40‘000.--. Art. 2 Abs. 1 EGzStPO sieht vor, dass die
Bestimmungen des schweizerischen Strafgesetzbuches (StGB; SR 311.0)
sinngemäss Anwendung finden. Gemäss Art. 106 Abs. 3 StGB bemisst
sich die Höhe der Busse nach den Verhältnissen des Täters, sodass
dieser die Strafe erleidet, die seinem Verschulden angemessen ist. Die
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wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Täters („je nach den Verhältnissen“)
spielt dabei eine zentrale Rolle, wenngleich hier das Gericht über ein
grösseres Ermessen verfügt als im Tagessatzsystem der Geldstrafe
(Urteil des Bundesgerichts 1C_4/2012 vom 19. April 2012 E.7.3; BGE 134
IV 60 E.7.3.3). Zu den auf das Baubussenverfahren anwendbaren
Normen zählt damit auch Art. 47 i.V.m. Art. 104 StGB, wonach die Strafe
nach dem Verschulden des Täters zu bemessen ist. Schliesslich hat das
Gericht gemäss Art. 50 StGB die für die Zumessung der Strafe
erheblichen Umstände und deren Gewichtung festzuhalten. Es hat seine
Überlegungen in den Grundzügen wiederzugeben, sodass die
Strafzumessung nachvollziehbar ist (Urteil des Bundesgerichts
1C_4/2012 vom 19. April 2012 E.7.3; BGE 134 IV 17 E.2.1).
b) Mit Blick auf die begangene Baurechtsverletzung lässt sich nicht ohne
weiteres auf Vorsatz des Beschwerdeführers schliessen. Tatsächlich
wurden gemäss Anzeige vom 24. Juli 2009 bereits Sanierungsarbeiten
ohne Baubewilligung an die Hand genommen (Schäden im Dachbereich).
Am 28. Januar 2010 wurde anschliessend eine Baueingabe für die
Überdachung des Eingangsbereiches des Hotels eingereicht und
gleichzeitig darauf hingewiesen, dass mit den Instandstellungsarbeiten
und Revisionen der Haustechnikanlage innerhalb des Gebäudes
begonnen werden würde. Die Beschwerdegegnerin erliess jedoch erst am
21. April 2010 eine Baueinstellungsverfügung. Der Beschwerdeführer hat
sich auf das Verhalten der Beschwerdegegnerin verlassen und ist davon
ausgegangen, dass die Beschwerdegegnerin die Sanierungsarbeiten
billigen würde, nachdem er von ihr auf seine Meldungen der
Umbauarbeiten keine Reaktion erhalten hatte. Ausserdem hatte sie
bereits die Sanierung des Daches trotz fehlender Baubewilligung gebilligt.
Schliesslich ist zu berücksichtigen, dass es sich beim Beschwerdeführer
nicht um einen Bauexperten handelt, sondern um den Eigentümer.
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Gestützt auf Art. 93 Abs. 1 KRG ist jedoch auch der Eigentümer haftbar
für Baurechtsverletzungen auf seinem Grundstück. Die
Beschwerdegegnerin hat denn auch jeweils sowohl den Eigentümer als
auch den Architekten resp. das Ingenieur-Büro mit der
Baueinstellungsverfügung bedient, so dass sämtliche Parteien sich
dasselbe Wissen anrechnen lassen müssen. Entgegen der Ansicht des
Beschwerdeführers bleibt gestützt auf Art. 93 Abs. 1 KRG unbehelflich,
wer die unbestritten durchgeführten Arbeiten in Auftrag gegeben hat,
denn neben dem Eigentümer ist auch die mit der Projektierung und
Ausführung von Bauvorhaben beauftragte Person verantwortlich. Unter
diesen Umständen hat der Beschwerdeführer zumindest
eventualvorsätzlich in Kauf genommen, gegen die gesetzlichen
Bestimmungen zu verstossen.
c) Beim festgelegten Bussenbetrag von Fr. 1‘200.-- hat die
Beschwerdegegnerin eine Baubusse wegen Bauarbeiten ohne
Baubewilligung der Gemeinde O._ vom 23. Februar 2011 in Höhe
von Fr. 2‘000.-- berücksichtigt. Ebenfalls berücksichtigte sie die
finanziellen Verhältnisse des Beschwerdeführers sowie den Umstand,
dass die Bauarbeiten trotz Einstellungsverfügung fortgeführt worden sind.
Dem Beschwerdeführer kann vorliegend zwar eventualvorsätzliches
Verhalten vorgeworfen werden, allein aus dem Vorsatz lässt sich
indessen nicht bereits auf ein schweres Verschulden schliessen. Zu
beachten ist, dass bereits 2009 Bauarbeiten vorgenommen wurden,
nachdem der Beschwerdeführer und sein Architekt die Gemeinde zwar
darüber informiert jedoch kein Baugesuch eingereicht hatten. Dieses
Verhalten wurde von der Beschwerdegegnerin vorerst toleriert, obschon
aufgrund der gesetzlichen Regelung im Baugesetz der Gemeinde, bereits
dannzumal ein Baugesuch nötig gewesen wäre. Es darf indessen nicht
ausser Acht gelassen werden, dass der Beschwerdeführer auch die
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Verantwortung für die nach Erlass der Baueinstellungsverfügung vom 21.
April 2010 durchgeführten Arbeiten übernehmen muss. Bei der zur
Strafzumessung hinzugezogenen Baubusse der Gemeinde O._
handelt es sich entgegen der Ausführungen der Beschwerdegegnerin
nicht um eine Busse in Höhe von Fr. 2‘000.--, sondern nur von Fr. 1‘000.--
(vgl. act. 18 der Beschwerdegegnerin, Beilage 6 dazu), was ebenfalls bei
der Strafzumessung reduzierend zu berücksichtigen ist. Eine Reduktion
der angefochtenen Busse von Fr. 1‘200.-- um ein Drittel auf Fr. 800.--
erscheint unter Berücksichtigung der obigen Ausführungen als
angebracht.
d) Es bleibt damit noch die Rechtmässigkeit der erhobenen Gebühren in
Höhe von Fr. 3‘600.-- resp. über den vom Beschwerdeführer zu
übernehmenden Anteil in Höhe von Fr. 2‘400.-- zu entscheiden. Art. 96
Abs. 2 KRG sieht vor, dass die Kostenpflicht den Verursacher trifft.
Vorliegend konnte die vorgeworfene formelle Baurechtsverletzung zwar
bestätigt werden. Nachdem indessen die von der Beschwerdegegnerin
vorgenommene Beurteilung des Vorsatzes nicht übernommen werden
konnte und die Beschwerdegegnerin fälschlicherweise eine höhere Busse
anrechnete, erscheint es unter Berücksichtigung des irreführenden
Verhaltens der Beschwerdegegnerin gerechtfertigt, diese mindestens als
Mitverursacherin der Kosten zu betrachten. Es rechtfertigt sich daher die
Kosten in Höhe von Fr. 2‘400.-- zu einem Drittel bei der
Beschwerdegegnerin zu belassen. Auf den Beschwerdeführer entfällt
somit noch ein Gesamtkostenanteil in Höhe von Fr. 1‘600.--.
5. Die Beschwerde wird somit bezüglich Bussenhöhe und Kostenanteil
teilweise gutgeheissen, im Übrigen jedoch abgewiesen. Bei diesem
Ausgang des Verfahrens gehen die Verfahrenskosten zu 2/3 zu Lasten
des Beschwerdeführers und zu 1/3 zu Lasten der Beschwerdegegnerin,
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welche überdies dem anwaltlich vertretenen Beschwerdeführer eine
entsprechend dem Verfahrensausgang reduzierte Parteientschädigung zu
bezahlen hat. Diese wird entsprechend der eingereichten Honorarnote auf
Fr. 594.35 (inkl. MWST) festgesetzt.