# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** f5976025-db2a-4ec0-96a0-ac501a648108
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._ reichte dem Bezirksgericht Maloja am 19. März 2014 ein Eheschutzgesuch ein, woraufhin am 31. März 2014 eine mündliche Verhandlung vor dem Bezirksgericht stattfand. Anlässlich der Verhandlung beantragten sowohl Y._ als auch X._, es sei ihnen die elterliche Obhut über den gemeinsamen Sohn A._, geboren am _2011, zuzuteilen. Während sich die Mutter auf den Standpunkt stellte, sich bisher um den gemeinsamen Sohn gekümmert zu haben, machte der Vater geltend, dass die Mutter hierzu aufgrund ihrer gesundheitlichen Verfassung nicht in der Lage sei.
B. Am 3. April 2014 erging gestützt auf die Verhandlung eine prozessleitende Verfügung der Einzelrichterin am Bezirksgericht Maloja, in welcher Folgendes erkannt wurde:
„1. Herr lic. phil. B._ von der Kinder- und Jugendpsychiatrie Graubünden wird beauftragt, über die Frage der Obhutzuteilung über Sohn A._, geb. _2011, ein Gutachten zu erstellen. Der Gutachter wird ermächtigt, weitere Sachverständige beizuziehen.
2. Das Gericht wird der sachverständigen Person folgende Fragen zur Beantwortung unterbreiten:
a) Der Gutachter wird beauftragt, die persönliche Geeignetheit und Erziehungsfähigkeit der beiden Eltern je separat mit Blick auf die Zuteilung der elterlichen Obhut über A._ zu beurteilen und detailliert zu begründen.
b) Der Gutachter wird beauftragt, die Bindungsqualität zwischen A._ und der Mutter einerseits und dem Vater andererseits zu untersuchen.
c) Der Gutachter wird beauftragt, die Frage der persönlichen Betreuungsmöglichkeit bei der Begutachtung mit zu berücksichtigen.
d) Der Gutachter wird beauftragt zu untersuchen, welche Regelung des persönlichen Verkehrs mit dem Kindeswohl vereinbar ist.
e) Der Gutachter wird beauftragt sich darüber zu äussern, ob irgendwelche Massnahmen wie z.B. eine Erziehungsbeistandschaft angebracht sind.
3. Die Parteien erhalten Gelegenheit, bis zum 11. April 2014 zum Expertenvorschlag schriftlich und begründet Stellung zu nehmen (vgl. Art. 183 Abs.1 ZPO) und Änderungs- und Ergänzungsanträge zu stellen (vgl. Art. 185 Abs. 2 ZPO). Säumnis gilt als Verzicht zur Stellungnahme und Anträge.
4.a) Der Gutachter wird ermächtigt, Augenscheine vorzunehmen, die Parteien und Dritte, insbesondere Familienangehörige beider Elternteile, zu befragen. Dem Gutachter werden sämtliche Akten des
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beim Bezirksgerichtspräsidium Maloja hängigen Eheschutzverfahrens zur Einsicht zur Verfügung gestellt.
b) Es wird ein Kostendach von CHF 3'000.- festgelegt. Sollte der Gutachter mehr Zeit aufwenden, hat er vorgängig die Genehmigung des Gerichtspräsidiums einzuholen.
5. Gestützt auf die Vereinbarung der Eltern vom 31. März 2014 wird für die Monate April und Mai 2014 Folgendes angeordnet:
a) Der Sohn A._ lebt für die Monate April und Mai 2014 bei der Mutter in der Familienwohnung und ist für diese Zeit unter ihrer Obhut.
Die elterliche Sorge bleibt für die Dauer des Getrenntlebens bei beiden Elternteilen. Entsprechend sind sie verpflichtet, sämtliche wesentlichen Fragen der Pflege, Erziehung und Ausbildung des Kindes miteinander abzusprechen.
b) Der Vater ist berechtigt, in den Monaten April und Mai 2014 den Sohn während zwei Tagen pro Woche auf eigene Kosten zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen. Die Eltern vereinbaren die genauen Wochentage unter sich und auch, ob der Sohn über Nacht bleibt.
c) Der Vater verpflichtet sich für die Monate April und Mai 2014 die Kosten der Familienwohnung, der Krankenkasse für Ehefrau und Kind und der Krippe zu bezahlen.
6. Die Parteien werden aufgefordert, bis zum 30. April 2014 aktuelle Einkommensnachweise, aktuelle Mietverträge und weitere Auslagenbelege einzureichen.

## Considerations