# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4e4c38b9-58c2-4fca-b8d6-59916d9713bb
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 14. August 2017 stellte X._ beim Regionalgerichtspräsidenten Surselva ein Gesuch um Erlass von vorsorglichen beziehungsweise superprovisorischen Massnahmen betreffend Schutzmassnahmen im Sinne von Art. 28b ZGB mit folgenden Rechtsbegehren:
1. Es sei dem Gesuchsgegner zu verbieten:
a) sich der Gesuchstellerin auf weniger als 50m anzunähern;
b) sich in der Wohngemeinde O.1_ aufzuhalten;
c) sich im Haus an der Via _ in O.1_ aufzuhalten.
2. Der Gesuchsgegner sei bis zum Verkauf des gemeinsamen Wohnhauses aus diesem auszuweisen.
3. Die Verbote gemäss Ziff. 1 hiervor seien allesamt mit dem ausdrücklichen Hinweis auf Art. 292 StGB zu verbinden, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde oder einem zuständigen Beamten unter Hinweis auf die Straffolgen dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet.
4. Die Verbote gemäss Ziff. 1 hiervor, sowie der Hinweis auf Art. 292 StGB gemäss Ziff. 2 hiervor, seien im Sinne von superprovisorischen Massnahmen unverzüglich zu erlassenen, ohne vorherige Anhörung des Gesuchsgegners.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge gemäss Gesetz.
B. Mit Entscheid des Regionalgerichtspräsidenten Surselva vom 16. August 2017 wurde das Gesuch von X._ teilweise gutgeheissen und Y._ wurde mit sofortiger Wirkung superprovisorisch verboten, sich X._ weniger als 50 Meter zu nähern und sich im Haus an der Via _ in O.1_ aufzuhalten. Diese Aufforderungen beziehungsweise Verbote ergingen unter Hinweis auf Art. 292 StGB, wonach mit Busse bestraft wird, wer der von einer zuständigen Behörde unter Hinweis auf die Strafdrohung dieses Artikels an ihn erlassenen Verfügung nicht Folge leistet. Y._ wurde gleichzeitig mit dem Entscheid ein Exemplar des Gesuchs vom 14. August 2017 samt Beilagen zugestellt, und es wurde ihm die Möglichkeit eingeräumt, hierzu bis zum 1. September 2017 schriftlich Stellung zu nehmen.
C. Mit Stellungnahme vom 23. August 2017 beantragte Y._ was folgt:
1. Abweisung des Gesuchs unter gleichzeitiger umgehender Aufhebung der superprovisorisch verfügten Massnahmen gemäss Entscheid des Regionalgerichtspräsidenten Surselva vom 16. August 2017.
2. Superprovisorisch sei der Gesuchsgegner zu berechtigen, am Donnerstag, 14. September 2017, zwischen 13 und 17 Uhr, das
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gemeinsame Haus in O.1_ zwecks Mitnahme eines Teils seiner persönlichen Utensilien und darüber hinaus zwischen dem 18. September 2017, 8 Uhr und dem 22. September 2017, 18 Uhr zwecks Mitnahme seines Mobiliars und Inventars betreten zu dürfen.
3. Unter gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer zu Lasten der Gesuchstellerin.
D. Mit Entscheid vom 24. August 2017, gleichentags mitgeteilt, wurde das Gesuch von Y._ um Erlass von superprovisorischen Massnahmen teilweise gutgeheissen und Y._ wurde superprovisorisch die Berechtigung erteilt, am Donnerstag, 14. September 2017, zwischen 13.30 Uhr und 16.30 Uhr, das gemeinsame Haus in O.1_ zwecks Mitnahme eines Teils seiner persönlichen Utensilien und Kleider zu betreten.
E. Mit Telefonat der damaligen Rechtsvertreterin von X._ vom 15. September 2017 erkundigte sich diese beim Regionalgerichtspräsidenten Surselva, ob der Fall bis Ende Monat offen gelassen werden könne, da X._ eine Wohnung gefunden habe und bis Ende Monat aus dem Haus ausziehen werde, sodass das Gesuch in der Folge allenfalls zurückgezogen werden könne (vgl. Aktennotiz des Regionalgerichtspräsidenten vom 15. September 2017).
F. Mit Eingabe vom 25. September 2017 an das Regionalgericht Surselva ersuchte Y._, das Rayonverbot umgehend aufzuheben und superprovisorisch das Haus an der Via _ in O.1_ zur ausschliesslichen Nutzung ihm zuzuweisen. Zur Begründung wurde im Wesentlichen dargetan, X._ sei aus dem Haus in O.1_ ausgezogen. Dieses Schreiben wurde X._ am 26. September 2017 zur Kenntnisnahme zugestellt.
G. Mit Schreiben vom 5. Oktober 2017 teilte Y._ dem Regionalgericht mit, ein Kantonspolizist habe anlässlich einer Einvernahme verlauten lassen, X._ wohne nicht mehr im gemeinsamen Haus in O.1_. Dieses Schreiben wurde X._ am 6. Oktober 2017 zur Kenntnisnahme zugestellt.
H. Mit Entscheid vom 17. Oktober 2017, gleichentags mitgeteilt, erkannte der Regionalgerichtspräsident Surselva:
1. Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen wird abgewiesen.
2.a) Die Kosten des Verfahrens in Höhe von CHF 1'500.00 gehen zu Lasten der Gesuchstellerin. Sie werden aus dem von ihr geleisteten Kostenvorschuss in gleicher Höhe bezogen und somit getilgt.
b) Die Gesuchstellerin wird verpflichtet, dem Gesuchsgegner eine Parteientschädigung von CHF 1'500.00 zu bezahlen.
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## Considerations