# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ad4c1536-9a7c-4746-9f81-3ff49c6f661d
**Court:** CH_BGer
**Chamber:** CH_BGer_005
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
Mit Entscheid vom 11. April 2018 wies die KESB Mittelland Nord das von A._ gestellte Gesuch um Entlassung aus der fürsorgerischen Unterbringung ab und regelte im Übrigen zahlreiche Aspekte im Rahmen der Beistandschaft. Dieser Entscheid wurde A._ am 21. April 2018 zugestellt.
Am 22. Mai 2018 erhob A._ hiergegen Beschwerde beim Obergericht des Kantons Bern, welches mit Entscheid vom 28. Mai 2018 darauf nicht eintrat mit der Begründung, die Beschwerdefrist sei abgelaufen.
Gegen diesen Nichteintretensentscheid hat A._ am 31. Mai 2018 beim Bundesgericht eine Beschwerde eingereicht. Ferner verlangt sie die aufschiebende Wirkung. Am 1. Juni 2018 hat sie ausserdem die superprovisorische Erteilung der aufschiebenden Wirkung verlangt, was mit Präsidialverfügung vom 4. Juni 2018 abgewiesen wurde. Mit Vernehmlassung vom 6. Juni 2018 hat das Obergericht in Bezug auf den Fristenlauf einen Irrtum festgehalten, ohne förmlich ein Begehren zu stellen. Gemäss Vernehmlassung vom 15. Juni 2018 hält auch die KESB die kantonale Beschwerde für fristgerecht, regt aber eine materielle Beurteilung durch das Bundesgericht an und verlangt für diesen Fall die Beschwerdeabweisung.

## Considerations

Erwägungen:
1.
Angefochten ist ein kantonal letztinstanzlicher Nichteintretensentscheid betreffend fürsorgerische Unterbringung und verschiedene Beistandschaftsangelegenheiten; die Beschwerde in Zivilsachen steht offen (Art. 72 Abs. 2 lit. b Ziff. 6, Art. 75 Abs. 1 und Art. 90 BGG).
2.
Die Beschwerdeführerin macht geltend, durch den Pfingstmontag, welcher im Kanton Bern ein gesetzlicher Feiertag sei, habe sich die Beschwerdefrist auf Dienstag, 22. Mai 2018, verlängert und die Beschwerde sei deshalb rechtzeitig eingereicht worden; das Obergericht habe mithin auf die Beschwerde einzutreten.
3.
Der KESB-Entscheid wurde der Beschwerdeführerin wie gesagt am 21. April 2018 zugestellt. Die 30-tägige Beschwerdefrist endete somit am 21. Mai 2018 und verlängerte sich, weil dies der Pfingstmontag war, auf den nächsten Werktag (Art. 72 Abs. 1 KESG/BE i.V.m. Art. 41 Abs. 2 VRPG/BE), d.h. auf Dienstag, 22. Mai 2018. Die Beschwerdefrist ist damit eingehalten und das Obergericht hält in seiner Vernehmlassung selbst fest, dass es sich um ein Versehen gehandelt habe.
4.
Da offensichtlich begründet, ist die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. b BGG gutzuheissen und die Sache zur materiellen Beurteilung an das Obergericht zurückzuweisen. Dem Bundesgericht ist es verwehrt, auf einen angefochtenen Nichteintretensentscheid hin selbst direkt in der Sache zu entscheiden, umso mehr als in der Beschwerde einzig (und zutreffend) die Rückweisung zur materiellen Beurteilung verlangt wird.
5.
Mit dem Entscheid in der Sache wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.
6.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben (Art. 66 Abs. 4 BGG).