# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e4f03e30-cb71-551e-af47-fb4c95896f58
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2007
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ X.Y., geboren 1981, ist mazedonische Staatsangehörige. Sie gelangte 1987 in die
Schweiz und hat seither ihren Wohnsitz in Flums. Sie ist im Besitz der
Niederlassungsbewilligung. Seit 2001 ist sie bei der S. AG in Chur tätig. Sie ersuchte
Anfang 2005 um Einbürgerung in der Politischen Gemeinde Flums. Der
Einbürgerungsrat beurteilte ihr Gesuch positiv und stellte an der Bürgerversammlung
der Politischen Gemeinde Flums vom 31. März 2006 der Bürgerschaft den Antrag, dem
Gesuch zuzustimmen. Die Bürgerschaft lehnte das Einbürgerungsgesuch ab. Eine
Diskussion über den Antrag fand nicht statt. Der Gemeinderat Flums teilte X.Y. in der
Folge mit Schreiben vom 3. April 2006 mit, dass die Bürgerschaft ihr Gesuch abgelehnt
habe und das Einbürgerungsverfahren damit abgeschlossen sei. X.Y. gelangte in der
Folge mündlich an den Gemeindepräsidenten und ersuchte um eine Begründung für
den Entscheid. Mit Schreiben vom 19. September 2006 hielt der Gemeindepräsident
fest, die Begründung eines abgelehnten Einbürgerungsgesuchs sei nicht möglich. Es
stehe der Bürgerschaft frei, anders als der Einbürgerungsrat zu entscheiden. Er könne
nicht von jedem an der Bürgerversammlung Anwesenden eine Stellungnahme einholen.
X.Y. wandte sich in der Folge mit Schreiben vom 3. Oktober 2006 an das Amt für
Bürgerrecht und Zivilstand. Dieses führte mit ihr ein Gespräch und überwies ihr
Schreiben am 3. November 2006 dem Departement des Innern. Dieses behandelte die
Eingabe als Kassationsbeschwerde und unterbreitete sie dem Gemeinderat Flums zur
Stellungnahme. Der Gemeinderat Flums beantragte in seiner Vernehmlassung vom 16.
November 2006, auf die Kassationsbeschwerde sei nicht einzutreten. Das Rechtsmittel
sei nicht innerhalb von vierzehn Tagen nach der Beschlussfassung durch die
Bürgerschaft erhoben worden und enthalte weder Antrag noch Begründung.
© Kanton St.Gallen 2021 Seite 3/14
Publikationsplattform
St.Galler Gerichte
Das Departement des Innern hiess die Kassationsbeschwerde von X.Y. mit Entscheid
vom 6. Februar 2007 gut, hob den ablehnenden Einbürgerungsbeschluss auf und wies
die Sache an die Politische Gemeinde Flums zurück, damit der Einbürgerungsrat das
Gesuch an der nächsten Bürgerversammlung der Bürgerschaft vorlegen könne, sofern
X.Y. dannzumal die Einbürgerungsvoraussetzungen erfülle (Ziff. 1). Weiter machte das
Departement des Innern die Politische Gemeinde Flums darauf aufmerksam, dass bei
einer erneut ungenügend begründeten Ablehnung der Einbürgerungsvorlage von X.Y.
die Ergreifung aufsichtsrechtlicher Massnahmen geprüft werden könne (Ziff. 2).
Amtliche Kosten wurden keine erhoben (Ziff. 3), und der Antrag der Politischen
Gemeinde Flums auf Entschädigung ausseramtlicher Kosten wurde abgewiesen (Ziff.
4). Das Departement erwog, die Beschwerdeführerin wende sich gegen den
ablehnenden Einbürgerungsbeschluss und kritisiere dessen fehlende Begründung.
Damit mache sie als Beschwerdegrund eine Verletzung des rechtlichen Gehörs
geltend. Somit werde ein Anfechtungswillen geäussert und eine Begründung
vorgebracht. Aufgrund der konkreten Umstände sei die Eingabe vom 3. Oktober 2006

## Considerations