# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** baa9e50f-3c71-4a64-b150-c98e6432b683
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1962, war seit dem
1.
Juli 2010
(
Urk.
7/3/3,
Urk.
7/3/64
,
Urk.
7/
11/2
)
bei der
Y._
AG als Schweisser
vor allem auf Baustellen
tätig
, als er sich am 1
1.
Oktober 2015
bei einem
Motorradu
nfall
auf der Autobahn
komplexe Frakturen an der
rechte
n
Hand und
am
rechte
n
Bein
zu
zog
, welche mehrfach operativ versorgt
werden mussten
und längere Rehabilitationsphase
n
nach sich zog
en
(
vgl.
Schadenmeldung
Urk.
7/3/4
,
Urk.
7/3/21,
Urk.
7/3/25
,
Urk.
7/3/234-239
,
Urk.
7/15/339-345,
Urk.
7/15/366-376,
Urk.
7/15/394-395,
Urk.
7/15/431-432, urk. 7/15/449-459,
Urk.
7/15/465-466
)
.
D
er Versicherte
meldete sich
am 1
9.
April 2016 u
nter Hinweis auf
den
erlittenen
Unfall
bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/1). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Züri
c
h, IV-Stelle, klärte die medizinisc
he und erwerbliche Situation ab und
zog
die umfangreichen
Akten de
s
Unfallversicher
ers
Suva
bei (
Urk.
7/3,
Urk.
7/15,
Urk.
7/19,
Urk.
7/22,
Urk.
7/37, Ur. 7/42-44,
Urk.
7/47-51
). Mit Mitteilung vom 1
2.
September 2016 verneinte die IV-Stelle einen Anspruch auf berufliche Massnahmen, da diese wegen des Gesundheitszustandes u
nd der
im Vordergrund stehenden medizinischen Massnahmen n
icht möglich seien (
Urk.
7/14).
1.2
Am 2
3.
Januar
2017 startete der Versicherte bei seine
r
Arbeitgeber
in
einen Arbeitsversuch
mit einer Anwesenheit
von 50
%
bei einer Leistungsfähigkeit von 40
%
(
Urk.
7/22/16,
Urk.
7/22/25).
Nach
einer
Material- respektive Metallentfernung am rechten Unterarm
am 2
7.
Februar 2017
und
nach
geplanter Wiederaufnahme des
Arbeit
sversuchs
(
Urk.
7/22/44-45,
Urk.
7/22/51) erlitt der Versicherte
am 2
1.
März 2017
beim Stolpern mit
anschliessendem
Aufstützen auf dem Treppengeländer einen erneuten Bruch des rechten Unterarms, welcher
abermals
operativ versorgt werden musste (
Urk.
7/22/80-83) und die
Wiederaufnahme der Arbeit
erst ab
2
6.
Juni
2017
wieder ermöglichte
(
Urk.
7/22/79,
Urk.
7/22/102).
Der Versicherte
nahm die Arbeit im angestammten Betrieb
im Umfang von 50
%
wieder auf
und
wurde aufgrund der gesundheitlichen Situation
, die das Arbeiten auf der Baustelle mit unebenem Gelände nicht mehr möglich machte,
in der Werkstatt
als Schweisser eingesetzt und
in der Folge
für eine zusätzliche
Schweisserausbildung
angemeldet (
Urk.
7/24
,
Urk.
7/
37/25
).
Die Suva liess in diesem Zusammenhang im August 2017 die IV-Stelle abklären, ob die Kosten für diese Zusatzqualifikation durch die Invalidenversicherung übernommen w
ürden
(
Urk.
7/24).
Nach erfolgreich bestandener
Schweisserprüfung
im September 2017
(
Urk.
7/37/68
) musste sich
der Versicherte aufgrund einer Fussfehlstellung und Schabens
beim
Wadenbein am 1
8.
September 2017 erneut einer Operation unterziehen (
Urk.
7/37/44-45,
Urk.
7/37/53-54)
. Nach gutem Verlauf (
Urk.
7/37/82,
Urk.
7/37/89-91
,
Urk.
7/37/114-115
) nahm der Versicherte schliesslich am
8.
Januar 2018 die Arbeit
zu
50
%
auf
(
Urk.
7/37/106
,
Urk.
7/37/
123
,
Urk.
7/37/
125
,
Urk.
7/37/130-133
).
Mit Mitteilung vom 1
9.
März 2018
erteilte die IV-Stelle
Kostengutsprache für die Schweiss- und Verfahrensprüfungen, die Zertifizierungsgebühren sowie für die Materialkosten in der Höh
e von
Fr.
21'500.-- (
Urk.
7/33) und schloss die Eingliederungsmassnahmen
in der Folge ab, da der Versicherte bei
der
bisherigen Arbeitgeber
in
so gut als betrieblich möglich in angepasster Tätigkeit eingegliedert
sei
(Mitteilung
vom 2
9.
März 2018,
Urk.
7/35). Nach einer weiteren Operation zur
Osteosynthese
ma
terialentfernung
am 1
4.
Mai 2018
(
Urk.
7/42/54)
nahm der Versicherte die Arbeit im Juli 2018 im Umfang von 80
%
auf
(
Urk.
7/39
,
Urk.
7/42/52
,
Urk.
7/42/79-80,
Urk.
7/42/83
)
.
Die IV-Stelle holte in der Folge bei
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, einen Bericht ein, der am 1
3.
Oktober 2018 erstattet wurde (
Urk.
7/41).
Die Suva
stellte gestützt auf die kreisärztliche Abschlussuntersuchung
vom
9.
Januar 2019
(
Urk.
7/47/29-32,
Urk.
7/47/37-47)
die Heilungskosten und Taggeldleistungen per 3
1.
Januar 2019 ein
(Schreiben vom 1
7.
Januar 2019,
Urk.
7/48/2-3)
. Am 1
7.
Januar 2019 fand eine Besprechung der Suva mit dem Versicherten im Betrieb de
r
Arbeitgeber
in
statt (
Urk.
7/47/21
).
In der Folge
sprach
die Suva
für die verbliebene Beeinträchtigung aus dem Unfall vom 1
1.
Oktober 2015
mit Verfügung vom 2
9.
Januar 2019
ab
1.
Februar 2019
eine Invalidenrente von 30
%
und eine Integritätsentschädigung
für einen Integritätsschaden von
gesamthaft
50
%
in der Höhe von
Fr.
55'440.--
zu
(
Verfügung vom 2
9.
Januar 2019,
Urk.
7/50/2-5).
Die dagegen erhobene Einsprache wies die Suva mit Entscheid vom 1
8.
April 2019 ab (
Urk.
7/61). Dieser E
ntscheid wurde nicht angefoch
ten.
1.3
Gestützt auf die medizinischen Akten des Unfallversicherers erstellte die IV-Stelle einen Einkommensvergleich (
Urk.
7/52) und verneinte nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(
Urk.
7/54;
Urk.
7/63) mit Verfügung vom 3
0.
September 2019 einen Rentenanspruch (
Urk.
7/69 =
Urk.
2).
2.
Der
Versicherte erhob am
2
2.
Oktober 2019
Beschwerde gegen die Verfügung vom
3
0.
September 2019
(
Urk.
2) und beantragte, diese sei aufzuheben und es sei ihm
rückwirkend ab Oktober 2016 eine ganze
Rente
und ab Januar 2019 eine
Viertel
s
rente
zuzusprechen (
Urk.
1 S. 2).
Die IV-Stelle beantragte mit Beschwerdeantwort vom
2
0.
November 2019
(
Urk.
6
) die Abweisung der Beschwerde.
Mit Replik vom 2
5.
November 2019 (
Urk.
9) hielt der Beschwerdeführer an seinen Rechtsbegehren fest. Die Beschwerdegegnerin verzichtete in der Folge mit Schreiben vom
5.
Dezember 2019 (
Urk.
12) auf eine Duplik.
Dies wurde dem Beschwerdeführer am
5.
Dezember 2019
zur Kenntnis gebracht (
Urk.
13
).
Die mit Verfügung vom
1.
Juni 2021
(
Urk.
14)
beigeladene Pensionskasse
liess
die angesetzte Frist zur Stellungnahme unbenutzt verstreichen
.
Am 3
0.
September 2021 wurden
vom Beschwerdeführer
Unterlagen zum Lohn beigezogen (
Urk.
16,
Urk.
18,
Urk.
19/1-9,
Urk.
20
-
22), zu denen sich die Beigeladene und die Beschwe
rdegegnerin nicht äusser
ten
(
Urk.
25).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts
,
ATSG
). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1
des
Bundesgesetz
es
über die Invalidenversicherung (IVG)
Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen
wieder herstellen
, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertelsrente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
1.3.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130 V 343 E. 3.4.2
, 128 V 29 E. 1
).
1.3.2
Gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung ist für die Ermittlung des
Valideneinkommens
entscheidend, was die versicherte Person im Zeitpunkt des frühestmöglichen Rentenbeginns nach dem Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit als Gesunde tatsächlich verdient hätte. Dabei wird in der Regel am zuletzt erzielten, nötigenfalls der Teuerung und der realen Einkommensentwicklung angepassten Verdienst angeknüpft, da es empirischer Erfahrung entspricht, dass die bisherige Tätigkeit
ohne Gesundheitsschaden fortgesetzt worden wäre. Ausnahmen müssen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erstellt s
ein (BGE 144 I 103 E. 5.3, 139 V 28 E. 3.3.2, 135 V 58 E. 3.1,
134 V 322 E. 4.1).
Ist
mit überwiegender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die versicherte Person die bisherige Tätigkeit unabhängig vom Eintritt der Invalidität nicht mehr ausgeübt hätte, kann das
Valideneinkommen
auf Grundlage der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) berechnet werden, wobei die für die
Entlöhnung
im Einzelfall gegebenenfalls relevanten persönlichen und beruflichen Faktoren zu berücksichtigen
sind (BGE 139 V 28 E. 3.3.2;
Meyer/
Reichmuth
, Bundesgesetz über die Invalidenversicherung, 3. Auflage 2014,
Rn
55 f. zu Art.
28a
).
1.3.3
Für die Festsetzung des trotz Gesundheitsschädigung
zumutbarerweise
noch realisierbaren Einkommens (Invalideneinkommen) ist nach der Rechtsprechung primär von der beruflich-erwerblichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Übt sie nach Eintritt der Invalidität eine Erwerbstätigkeit aus, bei der – kumulativ – besonders stabile Arbeitsverhältnisse gegeben sind und anzunehmen ist, dass sie die ihr verbliebene Arbeitsfähigkeit in zumutbarer Weise voll ausschöpft, und erscheint zudem das Einkommen aus der Arbeitsleistung als angemessen und nicht als Soziallohn, gilt grundsätzlich der tatsächlich erzielte Verdienst als Invalidenlohn (BGE 139 V 592 E. 2.3; 135 V 297 E. 5.2; 129 V 472 E. 4.2.1; 126 V 75 E. 3b/
aa
).
Für die Bestimmung des
Invalideneinkommens
können
nach der Rechtsprechung Tabellenlöhne gemäss LSE herangezogen werden (BGE 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5
.2, 129 V 472 E. 4.2.1
). Dabei sind grundsätzlich die im Verfügungszeitpunkt aktuellsten veröffentlichten Tabellen der LSE zu verwenden (BGE 143 V 295 E. 4.1.3; zur Verwendung der aktuellsten statistischen Daten bei Rentenrevisionen vgl. BGE 143 V 295 E. 4.2.2, 142 V 178 E
. 2.5.8.1, 133 V 545 E. 7.1). Die Verwendung der Tabellenlöhne
ist subsidiär, das heisst deren
Beizug
erfolgt nur, wenn eine Ermittlung des Invalideneinkommens aufgrund und nach Massgabe der konkreten Gegebenheiten des Einzelfalles nicht möglich ist (vgl. BG
E
142 V 178 E. 2.5.7, 139 V 592 E. 2.3, 135 V 297 E. 5.2; vgl. auch Meyer/
Reichmuth
,
Bundesgesetz
über die Invalidenversicherung, 3.
Auflage 2014,
Rn
55 und 89 zu Art. 28a, mit weiteren Hinweisen auf die Rechtsprechung).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
1.5
Für die Beurteilung der Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügung ist für das Sozialversicherungsgericht in der Regel der Sachverhalt massgebend, der zur Zeit des Erlasses des angefochtenen Verwaltungsaktes gegeben war. Tatsachen, die jenen Sachverhalt seither verändert haben, sollen im Normalfall Gegenstand einer neuen Verwaltungsverfügung bilden (BGE 130 V 138 E. 2.1 mit Hinweis). Sie können indessen, unter Wahrung des rechtlichen Gehörs, berücksichtigt werden, wenn sie kurze Zeit nach dem Erlass des angefochtenen Entscheids eingetreten sind, sich ihre Beachtung aus prozessökonomischen Gründen unbedingt aufdrängt und sie hinreichend klar feststehen (BGE 105 V 156 E. 2d; ZAK 1984 S. 349 E. 1b). Dies ist der Fall, wenn sie mit dem Streitgegenstand in engem Sachzusammenhang stehen und geeignet sind, die Beurteilung im Zeitpunkt des
Entscheiderlasses
zu beeinflussen (BGE 99 V 98 E. 4 mit Hinweisen).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin ging in der angefochtenen Verfügung (Urk. 2) gestützt auf die medizinischen Abklärungen, insbesondere die Stellungnahmen des Regionalen Ärztlichen Dienstes (RAD) vom
2
5.
Oktober 2018 sowie vom
5.
Februar 2019
(Urk.
7/53/8-9
, Urk.
7/53/10-11
), davon aus,
dass der Beschwerdeführer seit dem 1
1.
Oktober 2015 in seiner Arbeitsfähigkeit als Schweisser/Monteur erheblich
eingeschränkt sei. Das für einen Rentenanspruch erforderliche Wartejahr habe am 1
0.
Oktober 2016 geendet. Dennoch könne ein Rentenanspruch erst entstehen, wenn keine IV-Taggeldleistungen mehr geleistet w
ü
rden. Darum sei der Anspruch auf Rentenleistungen ab März 2018 zu prüfen
(S. 1)
. Laut den Abklärungen sei dem Beschwerdeführer seine angestammte Tätigkeit als Schweisser auf der Baustelle nicht mehr zumutbar. Ihm sei jedoch eine angepasste Tätigkeit voll zumutbar, wobei leichte Tätigkeiten ohne Tragen von Lasten über 10 kg, wechselbelastend mit hohem, sitzende
m
Anteil, ohne
G
ehen
auf unebenem Gelände, ohne Zwangshaltungen, ohne repetitives Treppensteigen, ohne
B
esteigen von Leitern und Gerüsten und ohne repetitive feinmechanische Tätigkeiten zu berücksichtigen seien. Bei
der
bisherigen Arbeitgeber
in
könne der Beschwerdeführer eine solche optimal angepasste Tätigkeit ausüben. Bei der Ermittlung des
Valideneinkommens
sei gestützt auf die Angaben de
r
Arbeitgeber
in
für das Jahr 2018 von einem Monatslohn von
Fr.
6'800.-- respektive einem Jahreslohn von
Fr.
88'400.-- auszugehen. Bei der Bestimmung des Invalideneinkommens sei auf das tatsächliche Einkommen im Jahr 2018 abzustellen (S. 2). Gestützt auf den neuen Arbeitsvertrag ab Februar 2019 sei von einem Monatslohn von
Fr.
4'480.-- respektive einem Jahreslohn von
Fr.
58'240.-- auszugehen, wobei kein leidensbedingter Abzug gewährt werden könne. Daraus resultiere ein
Invaliditätsgrad
von 34
%
und
es
bestehe somit kein Anspruch auf eine Invalidenrente (S. 3).
2.2
Demgegenüber stellt sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt (
Urk.
1), ihm stehe eine Rente ab Oktober 2016 zu
, weil das W
artejahr am 1
0.
Oktober 2016 geendet
habe
. Falsch sei, dass die Beschwerdegegnerin
Eingliederungst
aggelder bezahlt habe. Sie habe in Wirklichkeit nur die Kosten für die verschiedenen Schweisszertifikate übernommen (S. 4 f.). Aufgrund der zahlreichen Operation
en
sei er immer wieder vollzeitig arbeitsunfähig gewesen. Die Suva habe den Versicherungsfall per Ende Januar 2019 abgeschlossen, wobei er seit dem 1
2.
September 2018 in seiner neuen Tätigkeit bei
der
bisherigen Arbeitgeber
in
zu 70
%
arbeite. Aufgrund dieser Sachlage sei davon auszugehen, dass ihm ab Oktober 2016 eine ganze Rente zustehe
, welche per
1.
Januar 2019, drei
Monate
nach Beginn des stabilen Gesundheitszustands und der mehr oder weniger stabilen Teilarbeitsfähigkeit in leidensangepasster Tätigkeit, herabzusetzen sei (S. 5).
Bei der Bemessung des Invalideneinkomme
n
s sei unbestrittenermassen auf das tatsächliche Jahreseinkommen von
Fr.
58'240.-- abzustellen.
Hinsichtlich der Ermittlung des
Valideneinkommens
sei auf das Einkommen gemäss Suva-Abklärungen von
Fr.
100'900.-
-
respektive
unter Berücksichtigung der regelmässigen Zulagen von einem Einkommen von
Fr.
107'730.80 auszugehen, woraus ein Invaliditätsgrad von 42
%
respektive 46
%
resultiere. Somit stehe ihm ab Januar 2019 zumindest eine
Viertel
s
rente
zu (S. 5 ff.).
2.3
In der Beschwerdeantwort vom 2
0.
November 2019 (
Urk.
6) führt die Beschwerdegegnerin
dazu
aus, gestützt auf die vorhandenen Unterlagen sei der Beschwerdeführer in einer angepassten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig. Das
Valideneinkommen
der Suva könne nicht übernommen werden, da nicht nachvollziehbar sei, auf welchen Grundlagen beziehungsweise Berechnungen die angerechnete Prämie und Wegentschädigung beruhe. Auch auf die geltend gemachten Zulagen in der Höhe von
Fr.
1'610.90 könne nicht abgestellt werden. Bei der vo
n der
Arbeitgeber
in
angeführten Rechnung handle es sich ausdrücklich lediglich um ein Beispiel anhand eines Monats. Aus den früheren Lohnabrechnungen zeige sich jedoch, dass die Wegentschädigung jeweils monatlich geschwankt habe. Das
Valideneinkommen
sei daher anhand des Dur
ch
schnittes der letzten drei Jahre vor dem Unfallereignis zu berechnen
(S. 1)
. Im Jahr 2012 habe der Beschwerdeführer gemäss IK-Auszug ein Einkommen von
Fr.
85'648.--, im Jahr 2013
von
Fr.
100'307.-- und im Jahr 2014
von
Fr.
93'004.-- erzielt. An die Nominallohnentwicklung angepasst ergebe dies
für das Jahr vor dem Unfall
ein durchschnittliches Einkommen von
Fr.
93'649.20 beziehungsweise für das Jahr 2016
von
Fr.
94'493.7
5.
Für das Invalideneinkommen könne im Weiteren nicht auf das tatsächlich erzielte Einkommen abgestellt werden. Gemäss dem eingereichten Arbeitsvertrag sei der Beschwerdeführer lediglich zu 70
%
angestellt. Damit schöpfe er seine verbliebene Restarbeitsfähigkeit nicht vollständig aus.
Das Invalideneinkommen sei somit anhand von statistischen Werten zu bestimmen.
Daraus
ergebe sich für das Jahr 2016 ein Einkommen von
Fr.
66'803.4
0.
Ein Abzug vom Invalideneinkommen sei nicht angezeigt. Insgesamt resultiere
demnach
ein rentenausschliessender Invaliditätsgrad von 29
%
(S. 2).
2.4
In der Replik vom 2
5.
November 2019
(
Urk.
9) führt der Beschwerdeführer aus,
es sei zutreffend, dass die vor dem Unfall jeweils monatlich ausbezahlte Entschädigung für den zeitlichen Mehraufwand, um an die weit verteilten Baustellen zu gelangen, von Monat zu Monat geschwankt habe.
Ausgehend von den aktenkundigen
Lohnabrechnungen für die Zeitperiode vom Januar 2014 bis September 2015 und dem auf den
1.
Januar 2015 erhöhten Ansatz auf
Fr.
36.20
resultiere eine durchschnittliche monatliche Entschädigung von
Fr.
972.6
4.
Sodann habe die Arbeitgeberin im Dezember eine Prämie von
Fr.
1'000.-- ausbezahlt. Unbestritten sei der Grundlohn von
Fr.
6'800.-- x 1
3.
Gesamthaft resultiere auf der Basis der durchschnittlichen monatlichen Entschädigungen für den zeitlichen Mehraufwand, um auf die diversen Baustellen zu gelangen, für die Zeitperiode vom Januar 2014 bis September 2015 ein Jahreslohn von
Fr.
101'071.7
1.
Dieser Betrag decke sich nahezu mit dem
Valideneinkommen
von
Fr.
100'900.--, welches die Suva ermittelt habe (S. 1 f.). Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin sei nicht erstellt, dass er in einer perfekt adaptierten Tätigkeit zu 100
%
arbeitsfähig sei. Eine abschliessende Beurteilung der Arbeitsfähigkeit in einer perfekt adaptierten Tätigkeit sei nicht aktenkundig. Für die Bemessung des Invalideneinkommens habe sich die Beschwerdegegnerin darauf beschränkt, auf die medizinischen Abklärungen der Suva abzustellen. Die Suva habe indes für die Bemessung des Invalideneinkommens grundsätzlich auf das tatsächliche Einkommen abgestellt, weil stabile
Arbeitsverhältnisse vorliegen würden und auch auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt keine perfekt adaptierten Arbeitsplätze vorhanden beziehungsweise zu erwarten seien. Nur schon aus diesem Grunde habe auch die Beschwerdegegnerin in der angefochtenen Verfügung auf das tatsächliche Einkommen abgestellt. Er könne
realistischerweise
selbst in einer perfekt adaptierten Tätigkeit keine volle Arbeitsleistung erbringen, da die von Kreisärztin
Dr.
A._
umschriebene perfekt adaptierte Tätigkeit in aller Regel feinmotorisch ausgeführt
werde
, was aber aufgrund der bleibenden sowie erheblichen Unfallrestfolgen an der rechten Hand und am rechten Unterarm nicht möglich sei. Zusätzlich
sei
der Tabellenlohn - entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin - zweifelsohne um einen Leidensabzug von mindestens 15
%
zu kürzen (S. 3 f.). Zu Recht behaupte die Beschwerdegegnerin nicht mehr, ihm ein Taggeld ausbezahlt zu haben. Sodann sei unbestritten, dass das Wartejahr am 1
0.
Oktober 2016 abgelaufen sei.
Ihm stehe entsprechend ab Oktober 2016 eine ganze Invalidenrente zu.
Sein Gesundheitszustand habe sich erst per September 2018 stabilisiert, wes
halb eine Reduktion der Rente erst auf den Januar 2019 zur Diskussion stehe. Ausgehend von einem
Valideneinkommen
von
Fr.
100'071.-- und einem Invalideneinkommen von
Fr.
58'240.-- resultiere ab Januar 2019 ein Invaliditätsgrad von 42
%
, weshalb ihm ab dann eine
Viertelsrente
zustehe (S. 4 f.).
3.
3.1
Dr.
med.
B._
, Facharzt für Allgemeine Innere Medizin, führte unter Beilage weiterer Berichte (vgl.
Urk.
7
/17/6-16) im Bericht vom 2
0.
September 2016 (
Urk.
7/17/1-5) aus, nach zweimonatiger
Hospitalisation
sei ein Rehabilitationsaufenthalt erfolgt. In den letzten Monaten hätten schrittweise Metallentfernungen durchgeführt werden können. Der Heilungsprozess sei noch nicht abgeschlossen (
Ziff.
1.3-4). Es bestehe weiterhin eine 100%ige Arbeitsunfähigkeit (
Ziff.
1.5) und es bestehe aktuell wegen de
r
Schmerzen und Einschränkung der Belastung in den operierten Gebieten eine deutliche Einschränkung. Der angestammte Beruf des Schweissers mit Heben schwerer Lasten sei aktuell nicht durchführbar. Ob eine Aufnahme der bisherigen Tätigkeit wieder möglich sei, könne aktuell noch nicht abgeschätzt werden (
Ziff.
1.7).
3.2
Kreisarzt
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Chirurgie, nahm zur geplanten Arbeitsaufnahme im Januar 2017 am 2
2.
Dezember 2016
in einer Aktenbeurteilung
Stellung (
Urk.
7/19/50) und führte aus, eine wechselbelastende, überwiegend sitzende (> 75
%
) Tätigkeit ohne
G
ehen oder gar
T
ragen von Lasten sowohl auf unebenem Gelände als auch nicht auf ebenem Gelände über 10 kg für kurze Strecken,
ohne
B
esteigen von Leitern und Gerüsten, ohne repetitives Treppensteigen und ohne
H
ocken,
K
nien und
K
auern,
sei
de
m
Beschwerdeführer ab Januar zu 50
%
zumutbar
. Die Arbeitsfähigkeit könne dann voraussichtlich nach einem Monat gelungener Reintegration wöc
hentlich um 10
%
erhöht werden.
3.3
Dr.
med.
Z._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, berichtete am 1
3.
Oktober 2018 (
Urk.
7/41
/1-6
) von einem sehr erfreulichen Verlauf nach komplexem Polytrauma. In wechselbelastenden le
ichten Tätigkeiten bestehe eine volle, in der derzeitigen Arbeitstätigkeit eine reduzierte Arbeitsfähigkeit.
Im Bericht vom 2
5.
Oktober 2018 führte
Dr.
Z._
aus (
Urk.
7/47/99-100), durch die intensive, physiotherapeutische Behandlung sei der Beschwerdeführer mittlerweile zu 80
%
arbeitsfähig, jedoch sei die Arbeitsbelastung dann ausgereizt. In Abhängigkeit von den Wetterverhältnissen spüre er Beschwerden im Sprunggelenk. Auch sei bei einer
Pausierung
der Behandlungen eine deutliche, auch schmerzhafte Einschränkung festzustellen.
3.
4
Med.
pract
.
A._
, Fachärztin für Chirurgie, nannte i
m Bericht über
die
kreisärztliche Abschlussuntersuchung vom
1
4.
Januar 2019 (
Urk.
7/47/37-46)
im Zusammenhang mit dem Motorradunfall mit Polytrauma vom 1
1.
Oktober 2015 folgende
verkürzt wiedergegebenen
Diagnosen
(S. 8 f.)
:
-
Unterarm/Hand rechts: 3° offene
Radiusschaftfraktur
und Luxation im DRUG,
ulnokarpale
Luxation,
karpometakarpale
Luxa
tion III und IV,
ossäre
Abspreng
ung
Olecranon
-
Unterschenkel/Fuss rechts:
Tibiaplateaufraktur
Schatzker
VI, distale
Tibiaschaftfraktur
, 2-Etagen
Fibulafraktur
, 3° offene komplexe Fraktur
tarsometatarsal
, Fraktur
Ossa
metatarsalia
I-IV und Phalanx I
Als unfallfremde Nebendiagnosen nannte sie
(S. 9)
:
-
koronare Zweigefässerkrankung
-
obstruktive Schlafapnoe (
OSAS
)
mit CPAP
(
Continuous
Positive
Airway
Pressure
)
-
metabolisches Syndrom mit/bei arterieller Hypertonie, Adipositas,
Dyslipidämie
-
posttraumatische
Pango
n
arthrose
links
In ihrer Beurteilung führte sie aus, subjektiv sei der Beschwerdeführer nicht unzufrieden, dies trotz der vorhandenen Restbeschwerden und Einschränkungen, welche vollumfänglich nachvollziehbar seien
(S. 9)
. Objektiv
bestehe
in Anbetracht der Schwere der Verletzung und der diversen mannigfaltigen Operationen
ein absolut erfreuliches Ergebnis, dies gesamthaft betreffend Funktion im Alltag, insbesondere aber auch betreffend die berufliche Reintegration. Von fortgesetzter Behandlung sei nicht mehr überwiegend wahrscheinlich eine namhafte Besserung des unfallbedingten Gesundheitszustandes zu
erwarten
, insofern sei der medizinische Endzustand anzunehmen
(S. 10 oben)
.
Die angestammte Tätigkeit als Schweisser auf der Baustelle sei nicht mehr zumutbar, da diese mit
g
ehen
auf unebenem Gelände und Zwangshaltungen verbunden sei. Die angepasste Tätigkeit
,
die im Betrieb realisiert worden sei, mit überwiegend
en
Tätigkeiten in der Werkstatt, dem Vorhandensein von Hilfen durch Maschinen und Kollegen
,
sei im geschilderten Rahmen (80
%
) zumutbar. In einer perfekt adaptierten Tätigkeit sei sicherlich von einer vollschichtigen Präsenz auszugehen,
das heisst,
dann müsste der Beschwerdeführer nicht einen Tag
pro
Woche freimachen. Diese Tätigkeit wäre dann als wechselbelastend mit einem hohen sitzenden Anteil zu sehen, kein
G
ehen
auf unebenem Gelände, kein Tragen von Lasten grösser als 10 kg, sprich maximal leichte bis sehr selten mittelschwere Tätigkeit, keine Zwangshaltungen, kein repetitives Treppensteigen, kein Besteigen von Leitern und Gerüsten und keine repetitiven feinmechanischen Tätigkeiten
(S. 10 unten)
.
3.5
Dr.
med.
D._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates
,
vom
RAD,
hatte
in der Stellungnahme vom 2
5.
Oktober 2018 (
Urk.
7/53/6-8) aus
geführt
,
i
m Moment sei der Gesundheitszustand offenbar weitgehend stabil und weitere operative Massnahmen seien gemäss aktuellstem Arztbericht nicht geplant.
Hinsichtlich der Bewertung der Arbeitsunfähigkeit für die zuletzt ausgeübte/angestammte Tätigkeit sei bei diesen rein unfallbedingten Gesundheitsschäden weiterhin mit der Suva zu koordinieren, wobei diese den Fall noch nicht abgeschlossen habe. Der zitierte Verlauf der Arbeitsunfähigkeit sei aus versicherungsmedizinisch-orthopädischer Sicht plausibel. Hinsichtlich einer optimal behinderungsangepassten Tätigkeit gebe es in den Akten keine Angaben. Nachdem sowohl der rechte Arm als auch das rechte Bein von
drittgradig
offenen, komplexen Frakturen und entsprechenden Weichteilverletzungen betroffen gewesen seien, sei medizintheoretisch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch in einer anderen Tätigkeit keine höhere Arbeitsfähigkeit zu erwarten als die bereits in der ausgeübten Tätigkeit attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit.
In einer Stellungnahme vom
5.
Februar 2019 führte
Dr.
D._
aus (
Urk.
7/53/10-11),
es habe sich seit der letzten RAD-Stellungnahme nichts Wesentliches geändert an den ausgewiesenen Gesundheitsschäden, welche - bis auf die Gonarthrose links, di
e
aber hinsichtlich Einschränkung der Leistungsfähigkeit in diesem Zusammenhang nicht mehr ins Gewicht falle -
allesamt
auf das Unfallereignis vom 1
1.
Oktober 2015 zurückzuführen seien. Diese Gesundheitsschäden seien inzwischen stabil. Hinsichtlich der Beurteilung der Arbeitsfähigkeit für die angestammte Tätigkeit sei angesichts der rein unfallbedingten Genese der bezüglich Einschränkung der Arbeitsfähigkeit wesentlichen Gesundheitsschäden weiterhin mit der Suva zu koordinieren, was auch für die Formulierung des Zumutbarkeitsprofils einer theoretisch optimal angepassten Tätigkeit gelte. Zu beachten sei, dass der Beschwerdeführer bereits wieder in seiner angestammten Tätigkeit arbeite, aber eben unter realen, bestmöglich angepassten Bedingungen. Eine solche theoretische, optimal angepasste Tätigkeit wäre gestützt auf die provisorische Zumutbarkeitsbeurteilung durch Kreisarzt
Dr.
C._
am 2
2.
Dezember 2016 überwiegend wahrscheinlich bereits ab Januar 2017 zu 50
%
möglich gewesen mit schrittweiser Steigerung, sodass spätesten ab April 2017 die 100%ige Arbeitsf
ähigkeit erreicht gewesen wäre.
4.
4.1
4.1.1
Umstritten ist
zunächst
der
Eintritt des Versicherungsfalls
der Invalidität für eine Rente
.
Unbestritten und gemäss vorliegender Aktenlage ausgewiesen ist, dass das für einen Rentenanspruch erforderliche Wartejahr
(
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG)
am 1
0.
Oktober 2016 endete
, denn die ursprüngliche, sehr schwere Arbeit als Schweisser
und Monteur
auf den Baustellen, wie sie der Beschwerdeführer vor dem Unfall vom 1
0.
Oktober 2015 ausgeübt hatte, ist ihm seit dem Unfall nicht mehr zumutbar
. Dennoch prüfte die Beschwerdegegnerin einen Anspruch auf Rentenleistungen (erst) ab März
2018 und begründete dies im Wesentlichen mit den von ihr in diesem Zeitpunkt übernommenen (Prüfungs-)Kosten für die Zertifizierung Schweisstechnik (vgl.
Mitteilung vom 1
9.
März 2018,
Urk.
7/33)
und hernach abgeschlossenen Eingliederungsmassnahmen (vgl. Mitteilung
vom 2
9.
März 2018,
Urk.
7/35).
Der Rentenanspruch entsteht nicht, solange Eingliederungsmassnahmen durchgeführt werden und die versicherte Person dafür ein Taggeld
beanspruchen kann
(vgl.
Art.
29
Abs.
2 IVG).
Eine Rentenzusprechung kann auch vor der Durchführung allfälliger beruflicher Massnahmen - entsprechend dem Grundsatz «Eingliederung vor Rente»
-
in Betracht fallen, wenn nach Ablauf des Wartejahres die Eingliederungsfähigkeit nicht oder noch nicht gegeben ist und aus diesem Grund Eingliederungsmassnahmen (noch) nicht zumindest «ernsthaft in Frage kommen» (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_312/2009 vom
1.
Dezember 2009 E. 5.2 sowie 8C_9/2007 vom 2
6.
Februar 2008 E. 4.2). So steht einer versicherten Person, die nach Ablauf der einjährigen Wartezeit mit mindestens durchschnittlich 40%iger Arbei
tsunfähigkeit gemäss
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG nicht oder noch nicht eingliederungsfähig ist, eine Invalidenrente zu, selbst wenn in Zukunft Eingliederungsmassnahmen beabsichtigt sind (vgl.
Meyer/
Reichmuth
, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG,
3.
Aufl. 2014,
N.
14 zu
Art.
29
IVG
mit Hinweis auf BGE 112 V 77 und 121 V 190).
4.1.2
Nach der Anmeldung des Beschwerdeführers vom 1
9.
April 2016 fanden während längerer Zeit keine Eingliederungsaktivitäten der Beschwerdegegnerin statt
, der Beschwerdeführer befand sich nach dem schweren Unfall in der Heilungsphase. So
lehnte
die Beschwerdegegnerin
den Anspruch auf berufliche Massnahmen aufgrund des Gesundheitszustandes mit Mitteilung vom 1
2.
September 2016 ab und wies den Beschwerdeführer auf die bevorstehende Rentenprüfung hin (vgl.
Urk.
7/14). Nachdem der Beschwerdeführer im Januar 2017
begleitet durch die Suva
einen ersten Arbeitsversuch
unternommen hatte
, leitete die
Kundenberatung der Beschwerdegegnerin das Dossier erst im August 2017 an einen ihrer Eingliederungsberater weiter
, da sie von der Suva betreffend Übernahme der Kosten für die
Schweisserprüfung
angefragt
worden war
(vgl.
Urk.
7/24).
Eigene Eingliederungsbemühungen unternahm die Beschwerdegegnerin im vorliegenden Fall keine.
Ein Standortgespräch mit Beteiligung des Eingliederungsberaters der Beschwerdegegnerin fand schliesslich erstmals am
8.
Februar 2018 statt (vgl.
Urk.
7/37/130-133).
In der vorliegenden Konstellation standen Taggelder - einschliesslich allfälliger Wartetaggelder -
in keinem Zeitpunkt
zur Diskussion.
4.1.
3
Damit konnte der Rentenanspruch grundsätzlich im Oktober 2016 nach Ablauf der Wartezeit
und sechs Monate nach der Anmeldung
entstehen.
Vorliegend ist unbestritten und steht fest, dass der Beschwerdeführer nach Ablauf der Wartezeit nach wie vor vollständig arbeitsunfähig
-
und zwar
in jeglicher Tätigkeit
-
war
(
Urk.
7/53/7)
.
Damit war der Anspruch auf eine
ganze
Invalidenrente, ohne dass eine
weitere
Klärung von Erwerbseinkommen notwendig ist,
aufgrund der gänzlichen Erwerbsunfähigkeit
ab
1.
Oktober 2016 gegeben
(
Art.
29
Abs.
1 und 3 IVG,
Art.
16 ATSG)
.
4.2
4.2.1
Zu klären ist die Frage, ab welchem Zeitpunkt von einer länger dauernden und zu berücksichtigenden Verbesserung der
Erwerbsfähigkeit
des Beschwerdeführers ausgegangen werden kann.
Die Beschwerdegegnerin stellte in medizinischer Hinsicht bezüglich der Bewertung der Arbeitsunfähigkeit auf die Abklärungen und die Akten der Suva ab. So beurteilte RAD-Arzt
Dr.
D._
in seiner Stellungnahme vom 2
5.
Oktober 2018
den Verlauf
der
Arbeitsunfähigkeiten in den Akten der Suva aus versicherungsmedizinisch-orthopädischer Sicht als plausibel und erachtete medizin
isch
theoretisch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auch in einer anderen als der ausgeübten
(im bisherigen Betrieb angepassten)
Tätigkeit keine höhere als d
ie
attestierte 80%ige Arbeitsfähigkeit als gegeben (vgl. vorstehend E. 3.5).
In
s
einer
Stellungnahme vom
5.
Februar 2019 wich
Dr.
D._
insofern davon ab, als er gestützt auf
die provisorische Zumutbarkeitsbeurteilung des Suva-Kreisarztes
Dr.
C._
vom 2
2.
Dezember 2016 (vorstehend E. 3.2)
nunmehr eine theoretisch
e
, optimal angepasste Tätigkeit bereits ab Januar 2017 zu 50
%
mit schrittweiser Steigerung
überwiegend wahrscheinlich als
möglich erachtete, so dass spätestens ab April 2017 eine Arbeitsfähigkeit von 100
%
erreicht gewesen
wäre (vgl. vorstehend E. 3.
5
).
4.2.2
Entgegen
dieser
provisorische
n und ohne Untersuchung vorgenommene
n
Zumutbarkeitsbeurteilung
durch
Dr.
C._
mit der
attestierte
n
schrittweise
n
Steigerung
der Arbeitsfähigkeit
(
Urk.
7/19/50)
erwies
sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers im Jahr 2017 als
weiterhin
instabil. Kurz nach dem Start des Arbeitsversuches
bei
der
bisherigen Arbeitgeber
in
am 2
3.
Januar 2017 (vgl.
Urk.
7/22/4-6,
Urk.
7/22/16
)
mit
einem Pensum von 50
%
jedoch
mit
einer Leistungsfähigkeit von
nur 40
%
(
Urk.
7/53/7)
erfolgten bereits am 2
7.
Februar 2017 und am 2
7.
März 2017 erneute Operationen
am Arm
(vgl.
Urk.
7/22/82-33), welche zu
einer
weiteren
gänzlichen
Arbeitsunfähigkeit
während längerer Zeit
führten
(
Urk.
7/53/7)
. Am 2
6.
Juni 2017 nahm der Beschwerdeführer seine
n
Arbeit
sversuch
wieder zu 50
%
auf
(vgl.
Urk.
7/37/15), musste sich
jedoch aufgrund anhaltender Beinbeschwerden
am 1
8.
September 2017 erneut operieren lassen (vgl. 7/37/53) und fiel bis Mitte Januar 2018
wieder
aus (vgl.
Urk.
7/37/75,
Urk.
7/37/86-87,
Urk.
7/37/91,
Urk.
7/37/114-115).
Nach dem Gesagten
dauerte keiner der beiden Arbeitseinsätze des Beschwerdeführers im Jahr 2017
länger als drei Monate.
Nach der Rechtsprechung sind bei rückwirkender Zusprechung einer abgestuften oder befristeten Invalidenrente die für die Rentenrevision geltenden Bestimmungen (Art. 17 ATSG in Verbindung mit Art. 88a
der Verordnung über die Invalidenversicherung,
IVV) analog anzuwenden (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 9C_399/20
16 vom 18. Januar 2017 E. 4.8.1)
.
Von einer dauerhaften respektive längere Zeit dauernden und entsprechend zu berücksichtigenden Verbesserung der
Arbeits- und damit auch der
Erwerbsfähigkeit des Beschwerdeführers kann
nach dem Gesagten
im Jahr 2017
somit
nicht gesprochen werden.
Dr.
D._
vermochte
sich bei seiner rückblickenden Einschätzung denn auch nicht auf echtzeitliche Akten oder eine
(
eigene
) umfassende
Untersuchung zu stützen, so dass auf seine Beurteilung nicht abgestellt werden kann. In seiner Stellungnahme vom
5.
Februar 2019 verwies er sodann darauf, dass sich seit seiner ersten ausführlichen und abschliessenden Stellungnahme vom 2
5.
Oktober 2018
, mit welcher er den Arbeitsunfähigkeitsverlauf der Suva als plausibel erachtete,
denn auch nichts wesentlich verändert hat. Er nahm letztlich einzig aufgrund des im Bericht der kreisärztlichen Abschlussuntersuchung formulierten Zumutbarkeitsprofils eine rückblickend andere Einschätzung vor, welcher
-
wie dargelegt
-
nicht gefolgt werden kann.
4.
2.3
Der Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers
stabilisierte sich erst im Jahr 2018, als
dieser
am
8.
Januar 2018 wieder in einem Pens
um von 50
%
zu arbeiten begann (vgl.
Urk.
7/37/125,
Urk.
7/37/130-133,
Urk.
7/47/256) und
dieses Pensum ohne wesentliche Unterbrüche
auch
über einen längeren Zeitraum beibehalten konnte. Nach einer weiteren Operation am 1
4.
Mai 2018, bei welcher
einzig
das
Osteosynthesematerial
an der rechten Hand und am rechten oberen Sprunggelenk entfernt wurde (vgl.
Urk.
7/42/54-55)
,
sowie
entsprechender Rekonvaleszenz
mit gänzlicher Arbeitsunfähigkeit
, nahm der Beschwerdeführer
schliesslich
am
1.
Juli 2018 seine Arbeit im Umfang von 80
%
und ohne Leistungseinbusse
wieder auf und konnte dieses Pensum aufrechthalten (vgl.
Urk.
7/42/52,
Urk.
7/42/69,
Urk.
7/42/71-72,
Urk.
7/42/79-80,
Urk.
7/42/83). Die Behandlung bei
Dr.
Z._
wurde anlässlich der Konsultation vom 2
5.
Oktober 2018 abgeschlossen und
dem Beschwerdeführer eine
Arbeitsfähigkeit
in der angepassten Tätigkeit
von 80
%
attestiert
(vgl.
Urk.
7/47/99-100).
4.
3
Zusammenfassend bestand
nach Ablauf des Wartejahres und damit von Oktober 2016 bis Dezember
2017
eine
sehr instabile gesundheitliche Situation mit einer im Wesentlichen als Arbeitsversuche zu qualifizierenden
Tätigkeit bei
der
gegenüber dem
engagierten
Versicherten sehr wohlwollend
gesinnten
ehemaligen Arbeitgeber
in
, weshalb die gänzliche Erwerbsunfähigkeit
nur in nicht zu berücksichtigendem Ausmass unterbrochen wurde und
in dem Sinne andauerte
.
Erst ab Januar 2018 kann
-
wie dargelegt
-
von einer langandauernden Arbeitsfähigkeit
in der angepassten Tätigkeit im Betrieb
von
zunächst
50
%
ausgegangen werden, welche gestützt auf
Art.
88a
Abs.
1 IVV
entsprechend der dazugehörigen Erwerbsunfähigkeit
ab April
2018
zu berücksichtigen ist.
Weil die Verschlechterung im Mai
mit Auswirkung noch auf
Juni 2018 mit erneut gänzlichem Arbeitsausfall weniger als drei Monate dauerte, ist diese
ebenfalls
nicht zu berücksichtigen (
Art.
88a
Abs.
2 IVV).
Ab Juli 2018 verbesserte sich die Arbeits
- und damit die Erwerbs
fähigkeit weiter und es bestand eine 80%ige Arbeitsfähigkeit, welche ab Oktober 2018 zu berücksichtigen ist.
Die finanziellen Folgen dieser Entwicklung sind nachfolgend zu prüfen.
5.
5.1
Für die Ermittlung des
Valideneinkommen
s
ist entgegen der Ansicht des Beschwerdeführers nicht auf das von
der Suva ermittelte
Einkommen abzustellen.
Zum einen
basiert
der Rentenentscheid der Suva
-
wie die Beschwerdegegnerin zu Recht vorbrachte (vgl.
Urk.
7/66/2,
Urk.
6) -
auf einem Vergleich
und wurde weder in der Verfügung noch im
Einspracheentscheid
vollständig
und nachvollziehbar
mit einem Einkommensvergleich
beziffert
(vgl.
Urk.
7/50/3,
Urk.
7/61/10
-12
)
.
Die Suva stützte sich für den für sie massgeblichen Zeitpunkt des Rentenbeginns ab
1.
Februar 2019 in medizinischer Hinsicht auf die kreisärztliche Abschlussuntersuchung mit der attestierten 80%igen Arbeitsfähigkeit für
die angepasste Tätigkeit als Metallschweisser
in der Werkstatt
bei
der
angestammten Arbeitgeber
in
.
Die Tatsache, dass
sich
der Beschwerdeführer einzelne
zusätzliche
Tage im Monat schmerzbedingt erholt
e
,
was de
r
Arbeitgeber
in
einfach angezeigt werden
konnte
(
Urk.
7/47/219
)
,
rechnete die Suva als zusätzlich
e Einschränkung
im
Pensum
im Umfang
von 10
%
an
. Sie
erklärte sich bereit
,
eine Rente
von 30
%
auszurichten, worauf sich die Parteien einigten
(
Urk.
7/64)
.
Rechnerisch hätten die seitens de
r
Arbeitgeber
in
gegenüber der Suva gemachten Angaben über ein hypothetisches
Valideneinkommen
als Gesunder in der ehemaligen Tätigkeit von mon
a
tlich
Fr.
6'800.
--
(x13)
, zuzüglich einer Jahresprämie von
Fr.
1'000.— und einer angenommenen Wegentschädigung von
Fr.
11'500.—
,
somit
von
jährlich
Fr.
100'900.—, verglichen mit dem Invalideneinkommen, das
ausgehend vom Lohn laut dem
neuen angepassten Vertrag für die 70%ige Tätigkeit von
Fr.
4'480.
--
(x13
;
Urk.
7/62
)
ermittelt worden wäre,
einen Invaliditätsgrad von
42
%
ergeben
(
Urk.
7/44/2,
Urk.
7/62,
Urk.
7/64/2)
.
Somit
stützte sich die
Suva
letztlich nicht auf
die Auskünfte der Arbeitgeberin
.
Die Arbeitgeberin
hatte für den
hypothetischen
Gesundheitsfall eine
Lohn
entwicklung wie folgt angegeben: 2016
Fr.
6'500.--, 2017
Fr.
6'600.
--
und 2018
Fr.
6'800.
--
(
Urk.
7/44/2). Diese hypothetische
Entwicklung des Grundlohnes
des Beschwerdeführers
im Betrieb bei gleicher Tätigkeit
wie vor dem Unfall
ist mit Blick auf das vor dem Unfall Gelebte
fraglich
. Denn der Anfangslohn des Beschwerdeführers im Jahr 2011 betrug
Fr.
6'200.
—
(
Urk.
19/8).
Während der vier Jahre
vor dem Unfall wurde dieser Grundlohn nur um
Fr.
100.—
auf
Fr.
6'300.-- im Zeitpunkt des Unfalls im Jahr 2015 angehoben
(
Urk.
7/49/20)
.
Weshalb somit der Beschwerdeführer im Gesundheitsfall nun während der Jahre 2016 bis 2018 einen Lohnanstieg von
Fr.
300.—
erhalten hätte, erschliesst sich nicht
und wurde nicht begründet
.
Mit der Beschwerdegegnerin
(
Urk.
6)
ist somit
vom
aufgrund verschiedener Zulagen und Prämien schwankende
n
Durchschnittseinkommen gemäss IK-Auszug der Jahre 2012
(
Fr.
85'648.--)
, 2013
(
Fr.
100'307.--)
und 2014
(
Fr.
93'004.--) auszugehen und dieses auf das Jahr des mutmasslichen Rentenbeginns 2018 hochzurechnen
(
vgl. Urteil des Bundesgerichts
9C_225/2019 vom 1
1.
September
2019 E. 4.2.1
)
, was ein
Valideneinkommen
von
Fr.
95'3
60
.—
ergibt
(vgl. Bundesamt für
Statistik, T1.1.10, Nominallohnindex Männer, Index Basis 2010=100 Total
;
2012:
101.7,
2013: 102.5, 2014: 103.2, 2018: 105.1 Punkte; auf 2014 jeweils hochgerechnete Einkommen von 2012 und 2013, addiert zu
m
Lohn 2014, dividiert durch 3
;
hoch
gerechnet auf 2018).
5.
2
Bei der Ermittlung des Invalideneinkomme
n
s ist
vorab zu klären, ob dieses aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse oder
anhand von Tabellenlöhnen festzulegen ist
(vgl. E. 1.3.3)
.
Der Beschwerdeführer wurde bei seiner Arbeitgeberin
nach der
Schweisserausbildung
optimal eingesetzt. Gerade die
Schweisserausbildung
im Jahr 2017, die seitens der Invalidenversicherung
massgeblich
mitfinanziert w
orden war
, wurde
dem Beschwerdeführer
im Hinblick auf die künftige
,
noch auszudehnende Auftragslage
angeboten und von ihm erfolgreich umgesetzt. Es gelang im Betrieb, den Arbeitsplatz an die Bedürfnisse des Beschwerdeführers anzupassen, so dass er n
ur noch betriebsintern arbeiten musste
und
er
auf seine gesundheitlichen Bedürfnisse
in arbeitstechnischer Hinsicht
Rücksicht nehmen konnte
(
Urk.
7/61/8)
. Der Grundlohn wurde auch im Jahr 2018 bei
Fr.
6'300.
--
belassen
(
vgl. Berechnung des Tageslohnes in
Urk.
22/3 bei einem Grundlohn von
Fr.
6'300.-- =
Fr.
224.40 bei 100
%
- Pensum; 2018 bei 50
%
Fr.
112.20;
Urk.
19/6)
und Zulagen oder Prämien wurden gemäss den eingereichten Lohnabrechnungen keine ausbezahlt.
Hinweise darauf, dass es sich
bei dieser Tätigkeit
um einen Soziallohn oder einen Lohn
gehandelt hätte
, der nicht der Leistung angepasst gewesen wäre,
gibt es
somit keine. Der Beschwerdeführer zeigte sich die ganze Zeit sehr engagiert und die Arbeitgeberin war mit seiner Leistung zufrieden.
Auch der Betrieb versuchte sein Möglichstes, den Beschwerdeführer behalten zu können.
Das Verhältnis kann demzufolge als
besonders
stabil bezeichnet werden
, weshalb auf diese konkreten Verhältnisse abgestellt werden kann. Daran ändern die neuerdings eingetretene Verschlechterung der gesundheitlichen Situation
ab
Herbst 2020 mit de
n
im Jahr 2021 vorgenommenen Knietotalprothesenimplantationen und die
Auflösung des Arbeitsverhältnisses
per März 2021, wie
sie
der Beschwerdeführer im Schreiben vom 1
4.
Oktober 2021 (
Urk.
21) geltend macht, nichts. Denn
der Sachverhalt ist zu beurteilen
,
wie er sich bis zum
Erlass der Verfügung am
3
0.
September 2019 entwickelt hat
,
und die dargelegten Sachverhaltsänderungen wäre
n
allenfalls im Rahmen eines Revisions- bzw. Neuanmeldeverfahrens zu klären.
Nach dem Gesagten
erzielte
der Beschwerdeführer
aufgrund
der Verbesserung der gesundheitlichen Situation
Anfang
J
anuar 2018
mit der 50%igen Arbeitsfähigkeit
beim erwähnten Grundlohn von
Fr.
6'300.--, jedoch ohne Prämien und Zulagen, ein jährliches Einkommen von
Fr.
40'950.--, was beim
Valideneinkommen
von
Fr.
95'360
.-- einen Invaliditätsgrad von 57
%
und damit nach drei M
onaten, mithin
ab April 2018
(E. 4.3)
,
Anspruch auf eine halbe Rente der Invali
denversicherung
gibt. Auf diesen Zeitpunkt hin ist die g
anze Rente
herab
zu
setzen
.
Ab Juli 2018 stabilisierte sich die Situation
zusätzlich
, so dass
der Beschwerdeführer im Umfang von 80
%
bei gleichbleibendem Lohn arbeiten konnte.
Beim so
erzielten
Einkommen von
Fr.
65'520.— (80
%
von
Fr.
81'900.--) resultiert ein Invaliditätsgrad von 31
%
, weshalb ab
1.
Oktober 2018 keine Invalidenrente mehr geschuldet ist.
5.3
Die Tatsache, dass der Beschwerdeführer
mit
der Arbeitgeberin ab Februar 2019 einen Arbeitsvertrag über
ein
70
%
-Pensum bei einem neuen Grundlohn
bei 100
%
von
Fr.
6'400.—
(x13)
abgeschlossen hat
(
Urk.
7/62)
, war
– wie gezeigt wurde -
der vergleichsweisen Regelung des Verhältnisses mit der Suva geschuldet (vgl. E. 5.1). Selbst wenn dies als eine neue relevante Situation in dem Sinne anzusehen wäre, dass der Beschwerdeführer seine Kräfte am Arbeitsplatz nicht mehr optimal einsetzt
e
und deshalb die
se
konkreten Umstände
für den Rentenanspruch
nicht mehr zu berücksichtigen wären
,
mit der Folge, dass auf eine zumutbare Tätigkeit mit entsprechendem Einkommen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt
auszuweichen
wäre
(E. 1.3.3)
, würde dies zu keiner Rentenberechtigung führen.
Denn
hinsichtlich des zumutbaren Beschäftigungsprofils wäre auf dasjenige der Kreisärztin
pract
. med.
A._
im Bericht vom 1
4.
Januar 2019 zu verweisen, die den Beschwerdeführer kurz davor eingehend untersucht hatte
. Sie attestierte ihm in Berücksichtigung der glaubhaft vorhandenen Restbeschwerden
in einer
optimal angepassten
T
ätigkeit, die zusammengefasst leicht und wechselbelastend wäre, eine gänzliche Arbeitsfähigkeit (E. 3.4).
Gestützt auf die Löhne gemäss dem Bundesamt für Statistik, Schweizerische Lohnstrukturerhebung 2016 (TA1_tirage_skill_level
, Männer, Kompetenzniveau 1)
und die Nominallohnentwicklung zwischen 2016 und 2019 (Nominallohnindex Männer 2016-2020 nach Wirtschaftszweigen Total, Basis 2015 = 100, 2016: 100.6, 2018: 101.5, 2019: 102.4 Punkte)
ergäbe dies
für das Jahr 2019
ein Invalideneinkommen von Fr.
67'999.--
(
Fr.
5'340.-- /
40 x 41.7 x 12, Aufrechnung von 100.6 auf 102.4 Punkte
).
Dabei ist
rechtsprechungsgemäss
der Umstand
allein, dass nur noch leichte bis mittelschwere Arbeiten zumutbar sind, auch bei eingeschränkter Leistungsfähigkeit kein Grund für einen leidensbedingten Abzug, weil der Tabellenlohn im Kompetenzniveau 1 bereits eine Vielzahl von leichten und mittelschweren Tätigkeiten umfasst (Urteil des Bundesgerichts 9C_507/2020 vom 29. Oktober 2020 E. 3.3.3.2 mit Hinweisen). Andere Abzugsgründe wären bei diesem tüchtigen, leistungswilligen und beruflich bestens eingegliederten Beschwerdeführer nicht erkennbar.
Verglichen mit dem
Valideneinkommen
im Jahr 2018
von
Fr.
95
'360
.--, das auf 2019 anzupassen
wäre
(2018: 101.5, 2019: 102.4 Punkte) und somit
Fr.
96
'206
.— betragen würde, ergäbe sich ein Invaliditätsgrad von
29
%
.
5.
4
Zusammengefasst hat der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Invalidenrente ab
1.
Oktober
2016 bis 3
1.
März 2018
und auf eine
halbe Rente vom
1.
April bis 3
0.
September 201
8.
Dies führt zur teilweisen Gutheissung der Beschwerde
.
6.
6.1
Gemäss Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung vor dem kantonalen Versicherungsgericht in Abweichung von Art. 61
lit
. a ATSG
(
in der hier anwendbaren, bis am 31. Dezember 2020 in
Kraf
t gewesenen Fassung,
Art. 82a
ATSG) kostenpflichtig. Innerhalb des Kostenrahmens von Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.-- sind die Kosten ermessensw
eise auf Fr. 900
.-- anzusetzen.
Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens rechtfertigt es sich, die Kosten
gänzlich der
Beschwerdegegnerin
aufzuerlegen, da sie selber keine Abklärungen bei der Arbeitgeberin zu den lohnmässigen Verhältnissen getätigt hatte und diese vorliegend durch das Gericht nachzuholen waren
, was aufwendig war
, die Beschwerdegegnerin
zudem
eine Invalidenrente gänzlich verweigert hatte, eine solche
jedoch
– wenn auch nur befristet – zuzusprechen ist.
6
.2
Nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 Abs. 1 des Gesetzes über das Sozialversicherungsgericht (
GSVGer
) hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf Ersatz der Parteikosten. Diese werden ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, der Schwierigkeit des Pro
zesses und dem Mass des Obsiegens bemessen (§ 34 Abs. 3
GSVGer
).
Unter Berücksichtigung der genannten Kriterien ist die von der Beschwerdegeg
nerin an
den Beschwerdeführer
zu leistende Entschädigung ermessensweise auf Fr.
4’600
.-- (inkl. Barauslagen und Mehrwertsteuer) festzusetzen. Diese ist nicht zu redu
zieren, da das Hauptbegehren des Beschwerdeführers
, soweit über die zuzu
sprechende befristete ganze Invalidenrente hinausgehend (sog. Überklagen), den Prozessaufwand nicht wesentlich beeinflusst hat (BGE 117 V 401 E. 2c; Urteil des Bundesgerichts 9C_846/2015 vom 2. März 2016 E. 3).