# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3d59ff24-7ea4-4ab1-8427-0d7b1ce98cc7
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
a. Das am 20. Januar 2015 vom Stadtrat Y._ erlassene Strassenprojekt "A._-weg,
Fuss- und Radwegverbindung B._-strasse bis C._-strasse" mit zugehörigem
Teilstrassenplan sieht vor, die Fusswegverbindung von der B._-strasse über die
Grundstücke Nrn. 01_, 02_ und 03_ zur C._-strasse dem Gemeingebrauch als Weg
zweiter Klasse zu widmen und baulich anzupassen. Die Verbindung soll als öffentlicher
Fuss- und Radweg dienen, eine Breite von 3 m aufweisen und zusätzlich mit einem
beidseitigen, je 30 cm breiten Bankett sowie einer Beleuchtung versehen werden. Eine
rund 8 m lange Rampe im Bereich der B._-strasse mit einer Steigung von 9 Prozent
soll den Weg befahrbar machen. Gleichzeitig soll auch die südseitig bestehende Mauer
(80 cm hohe Stützkonstruktion aus Beton) um 15 m verlängert werden.
b. Gegen das vom 16. Februar bis 18. März 2015 öffentlich aufgelegte Projekt erhob
die X._ AG vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Andreas Dudli, St. Gallen, als
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Eigentümerin des Grundstücks Nr. 01_ am 13. März 2015 Einsprache. Diese wies der
Stadtrat Y._ – nach Durchführung eines Augenscheins am 24. Juni 2015 – mit
Entscheid vom 8. Dezember 2015 im Wesentlichen mit der Begründung ab, dass ein
öffentliches Interesse an der Schaffung eines attraktiven, dichten und
zusammenhängenden öffentlichen Fuss- und Radwegnetzes bestehe. Mit der
Widmung des Weges werde eine Lücke des Fuss- und Radwegnetzes zwischen D._-
strasse und C._-weg geschlossen. Damit werde eine durchgehende Verbindung
zwischen den Quartieren R._, S._ und T._ und den dortigen Infrastrukturanlagen
(Sportstätten, Schulen) geschaffen; die Verbindung sei im Richtplan der Stadt Y._
enthalten. Zur Erfüllung dieser Funktion sei eine Verbreiterung des Wegs auf 3 m, die
Erstellung einer Rampe und eine Beleuchtung erforderlich. Mit der Widmung der
Verbindung werde die Sicherheit der Wegbenützer nicht beeinträchtigt; dies
insbesondere unter Berücksichtigung des vorgesehenen Ausbaus des Wegs. Der
Stadtrat behalte sich den Erlass verkehrsberuhigender Massnahmen für allfällige
Konflikte (überhöhte Geschwindigkeit von Radfahrern) vor. Durch den Ausbau werde
die Privatsphäre der Bewohnerinnen und Bewohner der Liegenschaft A._-strasse
04_/05_ nur unwesentlich beeinträchtigt (act. G 14/8/1). Den gegen diesen Entscheid
von der X._ AG erhobenen Rekurs wies das Baudepartement des Kantons St. Gallen,
nachdem es am 31. August 2016 mit den Verfahrensbeteiligten einen Augenschein an
Ort durchgeführt hatte, mit Entscheid vom 8. Juni 2018 ab (act. G 2).
B.
a. Gegen diesen Rekursentscheid erhob Rechtsanwalt Dudli für die X._ AG mit
Eingabe vom 26. Juni 2018 Beschwerde. In der Beschwerdeergänzung vom
17. September 2018 beantragte der Rechtsvertreter Aufhebung des Rekursentscheids
(Ziff. 1). Es sei festzustellen, dass die Enteignung nicht zulässig sei (Ziff. 2). Unter
Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten der Beschwerdegegnerin (act. G 8).
b. In der Vernehmlassung vom 26. Oktober 2018 beantragte die Vorinstanz Abweisung
der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung verwies sie
auf den angefochtenen Entscheid (act. G 13). Die Beschwerdegegnerin beantragte in
ihrer Vernehmlassung vom 6. November 2018 Abweisung der Beschwerde (act. G 16).
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Hierzu äusserte sich Rechtsanwalt Dudli in der Eingabe vom 19. November 2018 (act.
G 18).
c. Am 23. April 2019 genehmigte die Vorinstanz den Teilstrassenplan (act. G 22). Am
8. Mai 2019 führte das Verwaltungsgericht mit den Verfahrensbeteiligten einen
Augenschein durch (act. G 26). Zu dem in der Folge zugestellten Augenschein-
Protokoll (act. G 27) nahmen die Beschwerdegegnerin am 27. Mai 2019 (act. G 28), die
Vorinstanz am 3. Juni 2019 (act. G 31) und die Beschwerdeführerin am 21. Juni 2019
Stellung (act. G 33). Vorinstanz und Beschwerdegegnerin verzichteten auf eine weitere
Stellungnahme zur Eingabe der Beschwerdeführerin (act. G 35 f.).
d. Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten in den Eingaben des vorliegenden
Verfahrens und anlässlich des Augenscheins vom 8. Mai 2019 sowie die dortigen
Feststellungen des Gerichts wird, soweit für den Entscheid relevant, in den

## Considerations

nachstehenden Erwägungen eingegangen.
Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 46 des
Strassengesetzes, sGS 732.1, StrG, in Verbindung mit Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes
über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Sodann entspricht die
Beschwerdeeingabe vom 26. Juni 2018 (act. G 1) in Verbindung mit der
Beschwerdeergänzung vom 17. September 2018 (act. G 8) zeitlich, formal und
inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und
Art. 48 Abs. 1 und 2 VRP). Nach Art. 64 in Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP setzt die
Rechtsmittelbefugnis voraus, dass eine besondere, beachtenswerte, nahe Beziehung
zum Streitgegenstand besteht (Cavelti/Vögeli, Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton
St. Gallen, 2. Aufl. 2003, Rz. 391 mit Hinweisen; BGE 137 II 30 E. 2.2.3). Die
Rechtsmittelbefugnis ist vorliegend zu bejahen, nachdem die Beschwerdeführerin als
Eigentümerin eines der durch das Strassenprojekt betroffenen Grundstücke mit der
Prozessführung eigene Interessen im erwähnten Sinn verfolgt (Cavelti/Vögeli, a.a.O.,
Rz. 388 mit Hinweisen). Auf die Beschwerde ist damit einzutreten.
2.
bis
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2.1. Streitig ist vorliegend die Notwendigkeit des Strassenprojekts "A._-weg, Fuss-
und Radwegverbindung B._-strasse bis C._-strasse" bzw. das Vorliegen der
Voraussetzungen für die Öffentlicherklärung des Verbindungsstücks und die daraus
sich ergebende Enteignung.
2.2. Wege werden gemäss Art. 1 Abs. 2 StrG als Strassen im Sinn des
Strassengesetzes behandelt, soweit keine besonderen Bestimmungen gelten. Gemäss
Art. 32 StrG werden Strassen gebaut, wenn die Zweckbestimmung (lit. a), die
Verkehrssicherheit (lit. b), das Verkehrsaufkommen (lit. c), der Schutz der schwächeren
Verkehrsteilnehmer (lit. d), die Interessen des öffentlichen Verkehrs (lit. e) oder der
Umweltschutz (lit. f) dies erfordern. Damit eine Strasse gebaut werden kann, muss
mindestens eine dieser Voraussetzungen erfüllt sein (vgl. P. Schönenberger, in: G.
Germann [Hrsg.], Kurzkommentar zum st. gallischen Strassengesetz vom 12. Juni
1988, St. Gallen 1989, Rz. 2 zu Art. 32 StrG). Insbesondere muss sich der Bau der
Strasse mit Blick auf die Voraussetzungen von Art. 32 StrG als notwendig erweisen. Ein
Strassenbauprojekt ist jedoch nicht erst dann notwendig, wenn eine Alternativlösung
(sowie allenfalls eine Nullvariante) zum vornherein ausscheidet, sondern bereits dann,
wenn der Bau als verkehrsplanerisch und im Lichte der Grundsätze von Art. 33 StrG als
sinnvoll und sachlich begründet erscheint (vgl. VerwGE B 2010/61 vom 9. November
2010 E. 2.1 mit Hinweis auf B 2009/197 vom 15. April 2010 E. 2.1,
www.gerichte.sg.ch). Nach Art. 33 StrG sind beim Strassenbau unter anderem der
Schutz des Menschen und seiner natürlichen Umwelt (lit. a), die Verkehrssicherheit (lit.
b), der Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, namentlich von Fussgängern,
Radfahrern und Behinderten (lit. c) sowie die anerkannten Grundsätze eines umwelt-
und siedlungsgerechten Strassenbaus (lit. f) besonders zu beachten. Die Aufzählung ist
nicht abschliessend (vgl. Schönenberger, a.a.O., N 1 zu Art. 33 StrG).
Ausgangspunkt für jeden Strassenbau ist die Zweckbestimmung gemäss Art. 32
Ingress und lit. a StrG. Für Gemeindestrassen und -wege richtet sie sich nach Art. 8-10
StrG (vgl. Schönenberger, a.a.O., Rz. 3 zu Art. 32). Wege im Sinn des Strassengesetzes
liegen abseits von öffentlichen Strassen und dienen nicht dem Motorfahrzeugverkehr
(vgl. Germann, a.a.O., N 1 zu Art. 9 StrG). Im Weiteren beurteilt sich die
Zweckbestimmung einer Strasse im Sinne von Art. 32 Ingress und lit. a StrG nach den
Zielen und Grundsätzen von Art. 1 und 3 des Bundesgesetzes über die Raumplanung
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(SR 700, RPG) und Art. 33 StrG (vgl. Schönenberger, a.a.O., Rz. 1 zu Art. 33 StrG;
VerwGE B 2010/7 vom 24. August 2010 E. 3.2. mit Hinweisen, www.gerichte.sg.ch).
Gemäss Art. 1 Abs. 1 RPG haben Bund, Kantone und Gemeinden dafür zu sorgen,
dass der Boden haushälterisch genutzt wird. Art. 3 RPG sieht sodann unter anderem
vor, dass Rad- und Fusswege zu erhalten beziehungsweise neu zu schaffen sind (Art. 3
Abs. 3 Ingress und lit. c RPG). In die gleiche Richtung geht auch das Bundesgesetz
über Fuss- und Wanderwege (SR 704, FWG), welches die Planung, die Anlage und
Erhaltung zusammenhängender Fuss- und Wanderwegnetze bezweckt (Art. 1 FWG)
und zur Verwirklichung dieses Zweckes statuiert, dass die Kantone dafür Sorge zu
tragen haben, dass zusammenhängende Fusswege geplant, erstellt und erhalten
werden (Art. 4 ff. FWG).
Der Bau von Gemeindestrassen fällt in den Zuständigkeitsbereich der Politischen
Gemeinde (Art. 38 Abs. 1 StrG), weshalb ihr in diesem Bereich grundsätzlich
Autonomie zusteht. Allerdings wird die Autonomie dort eingeschränkt, wo das
kantonale Recht eine abschliessende Ordnung getroffen und damit die
Entscheidungsfreiheit der Gemeinde eingeschränkt hat (vgl. Art. 89 der
Kantonsverfassung, sGS 111.1; VerwGE B 2010/61 vom 9. November 2010 E. 2.1 mit
Hinweisen). Der zuständigen Verwaltungsbehörde kommt dabei bei der Beurteilung der
qualitativen Anforderungen an den Strassenbau gemäss Art. 32 StrG sowie der
dazugehörigen Interessenabwägung zwischen raumplanungs- und strassenrechtlichen
Grundsätzen ein erheblicher Ermessensspielraum zu. Solange der kommunale
Entscheid den massgebenden Rechtsnormen und Planungsgrundsätzen entspricht und
zweckmässig ist, haben die Rechtsmittelinstanzen diesen Ermessensspielraum zu
respektieren (vgl. B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern 2003, S. 23 ff.).
2.3. In seinem Amtsbericht vom 10. Mai 2016 wies der Leiter Gemeindestrassen des
Kantonalen Strasseninspektorates darauf hin, dass die Maschenweite des Wegnetzes
im Siedlungsgebiet maximal 100 m betragen solle. Die Distanz zwischen dem
Abzweiger E._-strasse/C._-strasse und der D._-strasse betrage jedoch 300 m. Die
zusammenhängende Verbindung A._-strasse/A._-weg stelle eine parallel zur F._-
strasse verlaufende Achse dar. Letztere weise einen hohen durchschnittlichen
täglichen Verkehr auf und sei deshalb für den Fuss- und Radverkehr unattraktiv. Die
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Schliessung der Netzlücke führe zu mehr Sicherheit und diene als direkte Verbindung
zu den Sportplätzen/Freizeitanlagen (act. G 14/10).
2.4. Im angefochtenen Entscheid führte die Vorinstanz unter anderem aus, entgegen
der Annahme der Beschwerdeführerin würden (durch die Wegverbindung) keine neuen
Siedlungsgebiete erschlossen. Aus öffentlich-rechtlicher Sicht seien einzig die
Berechtigten der Grundstücke nutzungsberechtigt, auf denen der Weg gerade liege.
Auf dem Wegabschnitt, der auf dem Grundstück 01_ der Beschwerdeführerin liege,
seien die Eigentümer/Mieter der Nachbargrundstücke 02_ f. nicht berechtigt. Es
bestehe bereits aus diesem Grund ein öffentliches Interesse an der Widmung des
Verbindungswegs. Allfällige private Dienstbarkeiten vermöchten daran nichts zu
ändern. Der A._-weg diene sodann einerseits der Erschliessung des Kindergartens am
östlichen Ende des Wegs und anderseits den Nutzern und Besuchern der Sportanlagen
rund um das W._-Stadion. Dieser Wegverbindung komme eine erhebliche Bedeutung
zu, auch wenn die Verbindung weiter nach Osten fehle. Mit der Widmung des A._-
wegs werde die Lücke im Fuss- und Radwegnetz von der E._-strasse zur C._-strasse
geschlossen. Im Gegensatz zu den von der Beschwerdeführerin erwähnten
Verbindungen (E._-strasse, F._-strasse) liege der A._-weg abseits vielbefahrener
Strassen und erweise sich als attraktiv für die Benutzer (Merkblatt Fusswegnetzplanung
des Baudepartements vom Mai 2016). Dazu trage auch der vorgesehene Ersatz der
heute bestehenden Stufen durch eine befahrbare Rampe bei. Um die
Verkehrssicherheit der Fussgänger und Radfahrer zu erhöhen, sei eine Verbreiterung
des Wegs auf 3 m, ein beidseitiges Bankett und eine Beleuchtung vorgesehen. Eine
geringere Wegbreite würde dem Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer
entgegenstehen. Die geplante Verbindung liege somit im öffentlichen Interesse. Hieran
vermöge nichts zu ändern, dass mit dem Projekt keine neue Erschliessung von
Siedlungsgebieten erfolge. Die Beschwerdegegnerin habe sich mit der Frage des
öffentlichen Interesses an der Verbindung auseinandergesetzt; eine Verletzung des
rechtlichen Gehörs (bzw. der Begründungspflicht) könne ihr nicht vorgeworfen werden
(act. G 2 S. 9-11).
Die Widmung des Wegs und dessen Ausbau seien geeignet, das Netz für Fussgänger
und Radfahrer engmaschiger zu gestalten. Die Sicherheit der bisherigen Benützer des
Privatwegs und insbesondere der Bewohner der Liegenschaft der Beschwerdeführerin
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sei insofern nicht gefährdet, als nicht mit hohen Geschwindigkeiten der Radfahrer auf
dem rund 100 m langen Abschnitt zwischen der B._-strasse bzw. der dortigen Rampe
und der Verzweigung mit der C._-strasse zu rechnen sei. Zudem erfolge die
Verbreiterung des Wegs gemäss Projekt auf der den Häusern auf dem Grundstück der
Beschwerdeführerin abgewandten Seite. Die heutige Distanz des Wegs zwischen
nördlichem Wegrand und Hausfassade werde nicht verkleinert. Mit einem Abstand von
1.3 m könne der Weg von den Bewohnern der Liegenschaft auch künftig gut
eingesehen werden, so dass die Verkehrssicherheit mit beidseitiger Rücksichtnahme
nicht (erheblich) beeinträchtigt werde. Das Projekt erweise sich daher als erforderlich
und zweckmässig. Von der Beschwerdeführerin nicht dargelegt werde, wieso die
Verbreiterung des Wegs das Sicherheitsbedürfnis älterer Bewohner negativ
beeinflussen sollte. Mit der Wegverbreiterung würden keine den Platz optisch
einengenden Bauten und Anlagen erstellt, die der Sicherheit entgegenstehen würden.
Die Erreichbarkeit der Liegenschaften am A._-weg werde mit dem Projekt nicht
verändert. Die Widmung als öffentlicher Weg wirke sich zwar auf die Privatsphäre der
Anwohner aus, führe jedoch nicht zu einer übermässigen Verschlechterung. Dies gelte
umso mehr, als die Beschwerdegegnerin angeboten habe, im Rahmen der
Landerwerbsverhandlungen punktuell auch einen optischen Schutz zu prüfen und zu
erstellen. Eine leichte Erhöhung der Lärmimmissionen sei vertretbar und
verhältnismässig. Nicht von der Hand zu weisen seien zusätzliche Lichtimmissionen als
Folge der geplanten Beleuchtung. Allerdings stehe der Beschwerdegegnerin mit einer
LED-Beleuchtung die Möglichkeit offen, den Weg punktuell (ohne Streuwirkung)
auszuleuchten. Die Beschwerdegegnerin sei zudem bereit, den Standort der
Beleuchtungskandelaber im Rahmen der Landerwerbsverhandlungen zu prüfen und
gegebenenfalls leicht zu verschieben. Die öffentlichen Interessen (Verbindung zu
Kindergarten und Sportstätten, engmaschiges Wegnetz) würden die
entgegenstehenden privaten Interessen an einer Beibehaltung der Ist-Situation
überwiegen. Die durch das Projekt verursachten Immissionen/Beeinträchtigungen
seien nicht unverhältnismässig und daher zu tolerieren (act. G 2 S. 11 f.).
2.5. Die Beschwerdeführerin wendet ein, die Beschwerdegegnerin habe das
Planverfahren verletzt, da aus den Auflageunterlagen des Projekts nicht hervorgehe,
dass es sich um einen kombinierten Fuss- und Radweg handeln solle. Im Weiteren
habe die Beschwerdegegnerin den Sachverhalt mehrfach unrichtig festgestellt. Das
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geplante Projekt sei sodann insofern zwecklos, als kein neues Siedlungsgebiet
erschlossen werde, das bestehende Strassennetz durchaus genüge und es zwei
Varianten gebe, das geplante Wegstück zu umfahren. Letzteres stelle keine
Schliessung einer Lücke der Ost-West-Verbindung dar, da das W._-Stadion diese
Ost-West-Achse ohnehin unterbreche. Das bestehende Wegstück erschliesse die dort
anliegenden Liegenschaften ohne Weiteres. Das W._-Stadion werde primär durch die
F._-strasse und die C._-strasse erschlossen (vgl. act. G 9/4). Für die Erschliessung
des Stadions benötige es daher die Widmung des geplanten Wegstücks nicht. Die
Vermessung im Stadtplan ergebe, dass der Weg durch das geplante Wegstück bis zum
Eingang des Stadions rund 330 m ausmache. Folge man stattdessen der E._-strasse
und nachher der C._-strasse, betrage die Entfernung rund 325 m. Die Argumentation
der Vorinstanz, dass dem geplanten Wegstück eine wichtige Bedeutung als
Erschliessung für das Stadion zukomme, sei damit sachverhaltswidrig. Mit dem
geplanten Wegstück seien die privaten Interessen der Beschwerdeführerin verletzt. Der
bestehende private Fussweg sei flankiert von Mehrfamilienhäusern, die teilweise sehr
nahe am Privatweg liegen würden. Mit der Verbreiterung des Wegs auf 3 m werde der
verfügbare Platz zwischen den Häuserzeilen noch schmaler, was sich negativ auf das
Sicherheitsbedürfnis älterer Personen auswirke. Selbst die Vorinstanz räume ein, dass
mit der öffentlichen Widmung von einer Zunahme des Verkehrs auszugehen sei. Die
Liegenschaft der Beschwerdeführerin befinde sich an idyllischer Lage ein wenig abseits
von öffentlichen Strassen und Wegen. Die Wegführung nur wenige Zentimeter an der
Liegenschaft vorbei sei gefährlich und unter dem Titel "Privatsphäre" unvorteilhaft für
die Beschwerdeführerin. Das Pauschalargument der Vorinstanz (betreffend
Privatsphäre) verletze das Verhältnismässigkeitsprinzip. Das anlässlich des
Augenscheins abgegebene Versprechen betreffend Verschiebung des Standorts des
Beleuchtungskandelabers stelle keine rechtlich gesicherte Zusicherung dar und
entbehre jeder Rechtssicherheit für die Beschwerdeführerin. Schliesslich sei, wenn der
Weg auf 3 m Breite ausgebaut werde, die Gefahr einer schnellen Durchfahrt von
Fahrrädern (E-Bikes) präsent. Der heute idyllisch ausgestaltete und für Fussgänger
sichere Zugang zu den Liegenschaften würde mit dem geplanten Wegstück wegfallen.
Nachdem öffentliche Interessen am geplanten Wegstück nicht vorhanden seien, seien
die privaten Interessen der Beschwerdeführerin umso stärker zu gewichten. Aus
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Verhältnismässigkeitsüberlegungen rechtfertige es sich nicht, die Beschwerdeführerin
zu enteignen (act. G 8).
3.
3.1. Die Anhörungen gemäss Art. 10 Abs. 1 und 2 StrG entfallen bei der Widmung eines
bestehenden gewöhnlichen Wegs für den Gemeingebrauch, wie sie auch vorliegend
vorgesehen ist; sie sind einzig für die Festlegung oder Änderung des
Gemeindestrassenplans vorgeschrieben. Auf die Änderung des
Gemeindestrassenplans ist gemäss Art. 39 Abs. 2 das Planverfahren im Sinne von
Art. 39 ff. StrG sachgemäss anwendbar (vgl. VerwGE B 2009/30 vom 3. Dezember
2009 E. 3.2). Art. 41 Abs. 1 StrG bestimmt, dass das Projekt in der politischen
Gemeinde unter Eröffnung einer Einsprachefrist von dreissig Tagen öffentlich aufgelegt
wird. Die Beschwerdeführerin hält zu der von ihr gerügten Verletzung des
Planverfahrens fest, dass gemäss persönlicher Anzeige betreffend Durchführung des
Planverfahrens vom 11. Februar 2015 vom "Beschluss vom 20. Januar 2015 des
Stadtrats" die Rede sei, welcher "vom Strassenprojekt A._-weg, Fuss- und
Radwegverbindung B._-strasse bis C._-strasse Kenntnis genommen" habe. Das
Auflageexemplar bei der Baudokumentation habe hingegen lediglich die Überschrift
"Neubau A._-weg; Fussverbindung B._-strasse bis C._-strasse". Werde das Projekt
als kombinierter Fuss- und Radweg geplant, werde das Auflageverfahren umgangen,
wenn in den Auflageunterlagen nur eine Fusswegverbindung zur Sprache komme (act.
G 8 S. 7 f.).
Zutreffend ist zwar, dass in den Auflageunterlagen als Planüberschrift jeweils nur eine
Fusswegverbindung genannt wird (act. G 14/8/14). Allerdings trägt der
zugrundeliegende Stadtratsbeschluss Nr. 06_ vom 20. Januar 2015 den Titel "A._-
weg, Fuss- und Radwegverbindung B._-strasse bis C._-strasse; ..." (act. G 14/8/13).
Unbestritten blieb zudem, dass in der persönlichen Anzeige an die Beschwerdeführerin
vom 11. Februar 2015 explizit eine Fuss- und Radverbindung angeführt wurde (vgl. act.
G 16 S. 2 oben). Der Beschwerdeführerin war denn auch offensichtlich klar, dass es um
eine Fuss- und Radwegverbindung geht, zumal sie hierauf in ihrer Einsprache Bezug
nahm (act. G 14/8/11 f.). Im Weiteren sieht der aufgelegte Signalisations- und
Markierungsplan für den Weg lediglich ein Verbot für Motorwagen, Motorräder und
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Motorfahrräder (Art. 19 Signalisationsverordnung; SR 741.21) vor (act. G 14/8/14 Plan
Nr. 60). Und im aufgelegten Situationsplan ist in der Legende unter anderem die Rede
von "290 m Fahrbahn, Ersatz Oberbau" nebst "Fahrbahn best." und "12 m Gehweg,
Ersatz Oberbau" sowie "Gehweg best." (act. G 14/8/14 Plan Nr. 10). Insbesondere für
die Beschwerdeführerin selbst, aber auch für allfällige andere vom Projekt Betroffene,
auf die sie sich in ihrer Beschwerde beruft (act. G 8 S. 3), war somit klar erkennbar,
dass das strittige Projekt nicht nur einen Fussweg, sondern einen Fuss- und Radweg
beinhaltet. Der Vorwurf der Verletzung des Planverfahrens geht deshalb fehl.
3.2. Die Beschwerdeführerin rügt die Feststellung im vorinstanzlichen Entscheid,
wonach auf dem Wegabschnitt, der auf dem Grundstück Nr. 01_ der
Beschwerdeführerin liege, die Berechtigten der Nachbargrundstücke Nrn. 02_ f. nicht
berechtigt seien (act. G 2 S. 9), als nicht zutreffend. Gemäss Grundbuchauszug vom
20. August 2018 sei für das Grundstück der Beschwerdeführerin unter "Dienstbarkeiten
und Grundlasten" ein Fusswegrecht zugunsten und zulasten der Grundstücke Nrn.
02_ und 03_ eingetragen (act. G 9/2). Die erwähnten Grundstücke hätten somit
insbesondere auf dem Wegabschnitt des Grundstücks der Beschwerdeführerin einen
rechtlich gesicherten Weg zum eigenen Grundstück. Wenn somit die erwähnten
benachbarten Grundstücke bereits die erforderlichen Berechtigungen hätten, so sinke
das öffentliche Interesse an der Widmung des Wegs (act. G 8 S. 4). Im Weiteren sei die
Feststellung im vorinstanzlichen Entscheid, wonach sich am östlichen Ende des A._-
wegs ein Kindergarten befinde (act. G 2 S. 9), falsch. Tatsächlich sei gemäss
Kindergartenplan (act. G 9/3) kein Kindergarten in unmittelbarer Nähe; ein solcher liege
schon gar nicht am geplanten Wegstück. Die fehlerhaften vorinstanzlichen Erwägungen
würden eine bessere Erschliessung von öffentlichen Einrichtungen suggerieren (act. G
8 S. 5 f.).
Hierzu ist festzuhalten, dass die Feststellung der Vorinstanz betreffend Berechtigungen
der Nachbargrundstücke im Zusammenhang mit dem Einwand der Beschwerdeführerin
erging, wonach durch die Wegverbindung kein neues Siedlungsgebiet erschlossen
werde, da schon genügend Verkehrsverbindungen bestünden (vgl. Rekursbegründung
vom 12. Februar 2016, III.2.2; act. G 14/6). Wie sich nachstehend ergeben wird, ist das
öffentliche Interesse an der Widmung des Wegs auch zu bejahen, wenn die geplante
Wegverbindung für die rechtliche Sicherung des Zugangs zu den erwähnten
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Grundstücken (da schon bestehend) nicht erforderlich ist. Weitere Ausführungen hierzu
erübrigen sich daher. Hinsichtlich des Einwandes betreffend Kindergarten ist
anzumerken, dass sich auf dem Grundstück (07_) C._-strasse 08_ ein Kindergarten
befindet (vgl. www.geoportal.ch) und dem A._-weg diesbezüglich eine
Erschliessungsfunktion zukommt. Aus dem Umstand, dass die Ortsumschreibung "am
östlichen Ende des A._-wegs" (act. G 2 S. 9) nicht ohne Weiteres klar ist, lässt sich
nichts für den Standpunkt der Beschwerdeführerin ableiten.
3.3. Das öffentliche Interesse am strittigen Projekt besteht hauptsächlich in der
Schaffung eines attraktiven, sicheren sowie dichten und zusammenhängenden Fuss-
und Radwegnetzes, welchem eine erhebliche Bedeutung für die Allgemeinheit
zukommt (vgl. Handbuch Fusswegnetzplanung, Bundesamt für Strassen ASTRA, 1.
Aufl. 2015, S. 15-25). Diesem Anliegen trägt die Verlängerung der A._-strasse -
letztere steht als Gemeindestrasse 2. Klasse auch dem Fahrradverkehr zur Verfügung -
über die private Verbindung auf der für Fussgänger und Velofahrer wichtigen Achse
Richtung Osten Rechnung. Sie ergänzt als mittlere Variante die bestehenden
Verbindungen im Norden (D._-strasse) und im Süden (Verzweigung E._-strasse/C._-
strasse). Mit der zusätzlichen Verbindung wird auf diesem Abschnitt eine parallel
verlaufende Alternative für den Langsamverkehr geschaffen, welche für diesen bessere
Bedingungen (vorab hinsichtlich des Verkehrsaufkommens) bietet als die vorerwähnten
Verbindungen. Sie dient der Schaffung eines variantenreichen, dichten, umwegfreien
und sicheren Wegnetzes für den Langsamverkehr. Diese Gegebenheiten haben für sich
allein als zureichendes öffentliches Interesse an der Wegerstellung zu gelten. Daneben
erfüllt der geplante Weg die Funktion eines (zusätzlichen) Zugangs zu öffentlichen
Einrichtungen (Kindergarten C._-strasse 08_, W._-Stadion). Die von der
Beschwerdeführerin in der Stellungnahme zum Augenscheinprotokoll geltend
gemachte Unterbrechung der Ost-West-Achse durch die Lage des Stadions (act. G 33
mit Hinweis auf Karte act. G 25) vermag hieran nichts zu ändern. Nicht weiter diskutiert
zu werden braucht unter diesen Umständen die von ihr aufgeworfene (und verneinte)
Frage, ob sich durch den geplanten Weg eine Verkürzung der Strecke zum Stadion
ergibt oder nicht. Das konkrete Projekt trägt den in Art. 33 StrG verankerten
Grundsätzen Rechnung. Das geplante Verbindungsstück führt zu einer Trennung von
Motorfahrzeug- und Langsamverkehr und erhöht damit die Verkehrssicherheit und den
Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer, insbesondere von Fussgängern und
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Radfahrern, im Sinn von Art. 33 Ingress und lit. b und c StrG. Indem das Projekt den
Langsamverkehr fördert, dient es dem Schutz des Menschen und seiner natürlichen
Umwelt (Art. 33 Ingress und lit. a StrG). Mit der Schaffung eines vielfältigen Wegnetzes
setzt es einen anerkannten Grundsatz des siedlungsgerechten Strassenbaus um
(Art. 33 Ingress und lit. f StrG). Mit dem vorgesehenen Ausbau mit Verbreiterung auf 3
m auf der der Liegenschaft A._-strasse 04_/05_ abgewandten Seite wird den
privaten Interessen der Beschwerdeführerin zureichend Rechnung getragen und
ausreichend Raum für die Begegnung zwischen Fussgängern und Velofahrern
geschaffen. Der Verlauf von Trottoirs entlang privater Wohnliegenschaften ist im
städtischen Umfeld üblich und von den betroffenen Anwohnern hinzunehmen, ohne
dass deswegen von einer übermässigen Beeinträchtigung privater Interessen
auszugehen wäre. Sollten sich nach Realisierung des Wegs überhöhte
Geschwindigkeiten oder unangepasste Fahrweise von Radfahrern zeigen, wären hierfür
entsprechende verkehrsrechtliche Massnahmen zum Fussgängerschutz vorzusehen.
Was allfällige Lichtimmissionen aufgrund der Wegbeleuchtung betrifft, ist von der
Feststellung der Beschwerdegegnerin anlässlich des vorinstanzlichen Augenscheins
Vormerk zu nehmen, wonach der Standort des Beleuchtungskandelabers unter
Umständen verschoben werden kann (act. G 14/14 S. 2). Im Übrigen ist anzumerken,
dass sich die Lichtimmissionen von Strassenbeleuchtungen nach den einschlägigen
rechtlichen Voraussetzungen richten (vgl. dazu VerwGE B 2015/63 vom 23. Februar
2017, E. 3.5 mit Hinweisen) und in diesem Rahmen auch die privaten Anliegen der
Beschwerdeführerin betreffend Beleuchtung zu berücksichtigen sein werden.
Von einer übermässigen Beeinträchtigung der Privatsphäre der Bewohner der
Anrainerliegenschaften kann unter den geschilderten Gegebenheiten - wie im
angefochtenen Entscheid überzeugend dargelegt - nicht gesprochen werden. Von
einer Zwecklosigkeit des Projektes und einer Verletzung des
Verhältnismässigkeitsprinzips durch die Vorinstanz und die Beschwerdegegnerin kann
ebenfalls keine Rede sein. Ein Anlass für eine Korrektur des angefochtenen Entscheids
ist von daher nicht ersichtlich, zumal das Verwaltungsgericht einen sachlich haltbaren
und zweckmässigen Strassenplanungsentscheid der Vorinstanz selbst dann nicht
abändert, wenn es eine andere Lösung als ebenso zweckmässig erachtet (vgl. statt
vieler VerwGE 2014/202 vom 19. Juli 2016, E. 3.3, und VerwGE B 2010/7 vom
24. August 2010, E. 3.4, www.gerichte.sg.ch).
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3.4. Die Darstellung des geplanten Wegverlaufs durch die Vorinstanz am Augenschein
vom 8. Mai 2019 steht mit den Plänen in Einklang. Dagegen stimmt die gestrichelte
Linie in den Plänen für den aktuellen Wegverlauf (Wegrand) nicht mit dem tatsächlichen
Verlauf des asphaltierten Weges überein. Die Vorinstanz bestätigte hierzu in der
Stellungnahme vom 27. Mai 2019, dass der bestehende Weg, entlang der Hausflucht
gemessen, gemäss Projektplan 2.17 m von der Gebäudeecke entfernt sei, wohingegen
die tatsächliche Entfernung 1.37 m betrage. Zudem werde auch der neue projektierte
Weg im Ausführungsprojekt noch leichte Modifikationen zu Gunsten eines grösseren
Abstandes zum Gebäude erhalten, da es sich bei der im Plan dargestellten
Verteilkabine um den Vorschacht und nicht um die Kabine handle. Somit könne der
Weg über den Vorschacht geführt werden, so dass er effektiv weiter entfernt vom
Gebäude kommen werde (act. G 28 mit Hinweis auf Augenscheinprotokoll vom
31. August 2016 S. 2 und act. G 29).
Die vorstehend geschilderten Abweichungen wirken sich einzig auf die
zurückzubauende Fläche des bestehenden Wegs aus, haben indes auf den geplanten
Geh- und Radweg insofern keinen Einfluss, als aus dem tatsächlichen Verlauf des
neuen Wegs im Vergleich zu den Projektplänen jedenfalls keine Änderung zulasten der
Liegenschaft der Beschwerdeführerin resultieren wird. Im Gegenteil kommt der
nördliche Wegrand klar weiter weg von der Hausfassade zu liegen als der heutige
Wegrand.
4.
4.1. Im Sinn der vorstehenden Erwägungen ist die Beschwerde abzuweisen. Dem
Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdeführerin (Art. 95 Abs. 1 VRP).
Angemessen erscheint eine Entscheidgebühr von CHF 4'000 (Art. 7 Ziff. 222 der
Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12). Sie ist mit dem geleisteten Kostenvorschuss
von CHF 3'500 zu verrechnen.
4.2. Bei diesem Verfahrensausgang entfällt ein Anspruch der Beschwerdeführerin auf
ausseramtliche Entschädigung (Art. 98 Abs. 1 VRP in Verbindung mit Art. 98 VRP).
Die Beschwerdegegnerin, die zu Recht keinen entsprechenden Antrag gestellt hat, und
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die Vorinstanz, trotz ihres Antrags auf Entschädigungsfolge, haben ebenfalls keinen
Anspruch auf ausseramtliche Entschädigung (Cavelti/Vögeli, a.a.O., Rz. 829; vgl. auch
R. Hirt, Die Regelung der Kosten nach st. gallischem Verwaltungsrechtspflegegesetz,
St. Gallen 2004, S. 176).