# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cbfa8ccc-b00b-4243-ab7f-f5abb6d8f63f
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X._ wurde am _1970 in O.1_ geboren. Sie ist geschieden und Mutter eines im Jahr 1990 geborenen Kindes. Eigenen Angaben zufolge ist sie gelernte Hotelfachfrau und führte vorübergehend als Selbständigerwerbende ein Café in O.2_. Gemäss ihren Aussagen anlässlich der Hauptverhandlung vor Bezirksgericht Maloja sowie auch im Rahmen der Einvernahme an der Berufungsverhandlung arbeitet sie zurzeit in einem 70%-Pensum als Verkäuferin bei A._. Ihr monatliches Bruttoeinkommen beträgt dabei Fr. 2‘800.--, das Nettoeinkommen zwischen Fr. 2‘200.-- und Fr. 2‘300.--.
Im schweizerischen Zentralstrafregister sowie im SVG-Massnahmenregister ist X._ nicht verzeichnet.
B. Mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Graubünden vom 1. November 2011, mitgeteilt am 7. November 2011, wurde X._ des Fahrens in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG, der Übertretung der Verkehrszulassungsverordnung gemäss Art. 42 Abs. 3bis lit. a VZV in Verbindung mit Art. 147 Ziff. 1 Abs. 1 VZV sowie der Übertretung des Bundesgesetzes über Ausländerinnen und Ausländer gemäss Art. 120 Abs. 1 lit. a AuG schuldig gesprochen und mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je Fr. 80.--, bedingt aufgeschoben bei einer Probezeit von 2 Jahren, sowie mit einer Busse von Fr. 700.--, ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von 10 Tagen, bestraft.
C. Gegen diesen Strafbefehl erhob X._ am 11. November 2011 Einsprache, worauf mit Verfügung vom 6. Juli 2012 eine Strafuntersuchung gegen sie eröffnet wurde. Am 12. September 2012 erhob die Staatsanwaltschaft Graubünden Anklage beim Bezirksgericht Maloja, wobei sie am Strafbefehl festhielt. Der Anklageschrift vom 12. September 2012 liegt folgender Sachverhalt zugrunde:
„1. Am Donnerstag, 30. Juni 2011, um 22.30 Uhr, lenkte X._ das Fahrzeug „Mercedes-Benz“, Kontrollschild _, von O.3_ nach O.2_. Im Anschluss daran befuhr sie die abends nicht-öffentlich zugängliche Rampe zur Tiefgarage der Liegenschaft S.1_ in O.2_. Vor dem Garagentor wollte die Beschuldigte aussteigen und vom Haus aus innen das Tor öffnen. Dabei unterliess sie es, das Fahrzeug genügend zu sichern, wodurch dieses in der Folge gegen das verschlossene Garagentor prallte und es aus der Aufhängung hob. Zum Nachteil der Stockwerkeigentümer-Gemeinschaft „B._“ entstand ein Sachschaden von CHF 5‘000.00, beim von X._ gelenkten Fahrzeug von C._ ein solcher von CHF 10‘000.00.
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Die am nächsten Morgen durch den Hauswart aufgebotenen Polizeibeamten führten X._ dem Spital O.2_ zu, wo ihr um 07.10 Uhr eine Blutprobe entnommen wurde. Ihr Blutalkoholgehalt betrug für die rechtlich relevante Zeit, während sie das Fahrzeug von O.3_ nach O.2_ lenkte, mindestens 0.92 Gewichtspromille. Die Beschuldigte wusste bei Antritt der Fahrt, dass sie zuvor Alkohol konsumiert hatte. Sie nahm somit zumindest in Kauf, dass ihr Blutalkoholgehalt über der kritischen Grenze von 0.8 Gewichtspromille lag und sie das Fahrzeug in angetrunkenem Zustand lenkte.
2. X._ unterliess es, indem sie sich bereits seit Juni 2009 ununterbrochen und damit länger als 12 Monate in der Schweiz aufhält, innert der gesetzlich vorgeschriebenen Frist einen Schweizer Führerschein zu beantragen.
3. Indem sich X._ per 15. Mai 2011 von O.3_ abmeldete und bei der Gemeinde O.2_ erst nach deren schriftlichen Aufforderung am 28. Juli 2011 wieder anmeldete, erfolgte die Meldung des Wohnortswechsels nicht fristgerecht und somit verspätet.“
D. Gegen das am 22. Januar 2013 gefällte, gleichentags mündlich eröffnete und ebenfalls gleichentags ohne schriftliche Begründung mitgeteilte Urteil des Bezirksgerichts Maloja meldete X._ am 30. Januar 2013 Berufung an, woraufhin das Bezirksgericht Maloja den Parteien das begründete Urteil am 7. März 2013 mitteilte. Darin erkannte es wie folgt:
„1. X._ ist schuldig der Widerhandlung gegen Art. 91 Abs. 1 Satz 2 SVG, der Übertretung der Verkehrszulassungsverordnung gemäss Art. 42 Abs. 3bis lit. a VZV in Verbindung mit Art. 147 Ziff. 1 Abs. 1 VZV sowie der Übertretung des Bundesgesetzes über Ausländerinnen und Ausländer gemäss Art. 12 Abs. 2 AuG i.V.m. Art. 120 Abs. 1 lit. a AuG.
2. Dafür wird X._ mit einer Geldstrafe von 10 Tagessätzen zu je CHF 60.- bestraft.
Der Vollzug der bedingten Geldstrafe wird unter Ansetzung einer Probezeit von 2 Jahren aufgeschoben.
3. Zudem wird X._ eine Busse von CHF 200.- auferlegt.
Die Ersatzfreiheitsstrafe für die Busse beträgt 3 Tage. Sie tritt an die Stelle der Busse, soweit dieselbe schuldhaft nicht bezahlt wird.
4. Die Kosten des Verfahrens von CHF 4‘894.- (Untersuchungsgebühren und Auslagen der Staatsanwaltschaft Graubünden CHF 2‘894.-, Gerichtsgebühren CHF 2‘000.-) gehen zu Lasten von X._.
5. X._ schuldet dem Bezirksgericht Maloja folglich:
Busse CHF 200.-
Verfahrenskosten CHF 4‘894.-
Total CHF 5‘094.-
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In Rechtskraft erwachsene Bussen und Verfahrenskosten sind innert 30 Tagen nach der Zustellung des Entscheids mit beiliegendem Einzahlungsschein zu bezahlen.

## Considerations