# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a57f2861-7238-4314-b667-589bce7f813a
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

rechtserhebliche Sachverhalt, auf den sich sowohl das Strafmandat als
auch die angefochtene Verfügung stütze, unvollständig ermittelt worden.
So habe die Staatsanwaltschaft dem Beschwerdeführer in einem
Gespräch zugestanden, dass der Videobeweis nicht ganz eindeutig sei
und deshalb eine weit niedrigere Strafe als im Bussenkatalog vorgesehen
festgesetzt worden sei. Die Vorinstanz habe sich dann bei der Beurteilung
der Administrativmassnahme auf den rein formalen Standpunkt der
Rechtskraft des Strafmandates zurückgezogen.
Auf dem Nachfahrvideo sei nur die Geschwindigkeit des
Polizeifahrzeuges zu sehen, welches den Abstand zum Fahrzeug des
Beschwerdeführers konstant verringert habe und somit schneller gefahren
sei als der Beschwerdeführer. Zudem sei der Sichtkontakt zum Fahrzeug
des Beschwerdeführers mehrfach verloren gegangen und im Video sei
die Geschwindigkeit des Beschwerdeführers lediglich mit 100 km/h
angezeigt, als dieser im Video identifiziert werde; deshalb könne ihm eine
Geschwindigkeitsüberschreitung von nur 20 km/h angelastet werden.
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Eine Überschreitung von 38 km/h sei nicht nachgewiesen. Der
Beschwerdeführer beantragte deshalb ein Gutachten zum Nachfahrvideo.
Die ausgefällte Busse von Fr. 500.-- zeige, dass die Staatsanwaltschaft
sicher nicht von einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 38 km/h
ausgegangen sei. Indem die Vorinstanzen sich auf den Standpunkt
zurückzögen, sie seien an die Feststellungen des Strafrichters gebunden,
und auf das geschilderte Gespräch des Beschwerdeführers mit dem
Staatsanwalt nicht eingegangen worden, werde sein rechtliches Gehör
verletzt. Es wäre Aufgabe der Staatsanwaltschaft gewesen, den
Beschwerdeführer über die Folgen des Rückzuges der Einsprache gegen

## Considerations