# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0a8b8d20-61b8-49cc-9e65-2870842c8187
**Court:** ZH_HG
**Chamber:** ZH_HG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Organisationsmangel
- 2 -
Rechtsbegehren: (act. 1)
"Infolge Mängeln in der gesetzlich zwingend vorgeschriebenen  der Gesuchsgegnerin seien die erforderlichen Massnahmen zu ergreifen; dies unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:
1. Die Zweigniederlassung der Beklagten verfügt über keine Vertretung mit
Wohnsitz in der Schweiz (Art. 160 Abs. 2 IPRG, Art. 935 Abs. 2 OR).
2. Dieser Organisationsmangel führte zur Klage des Handelsregisteramtes
(act. 1).
3. Der Beklagten wurde Frist zu Mangelbehebung angesetzt (Prot.S. 2).
4. Innert Frist meldete sich ein Vertreter des Insolvenzverwalters der Beklagten
(act. 6). Er machte geltend, beim Kläger die Löschung der Zweigniederlassung
beantragt zu haben, weshalb das Verfahren wegen Gegenstandslosigkeit zu be-
enden sei.
5. Der Antrag wurde während des hier laufenden Verfahrens gestellt. Da dieses
spruchreif ist, spielt er keine Rolle. Offensichtlich soll der Mangel nicht behoben
werden.
6. Gegen die Zweigniederlassung laufen keine Betreibungen (act. 7), weshalb ein
Niederlassungskonkurs höchstwahrscheinlich nur Kosten und keinen Nutzen ver-
ursachen würde.
7. Androhungsgemäss ist deshalb die Zweigniederlassung gestützt auf Art. 731b
Abs. 1 OR zu löschen.
8. Der klägerischerseits genannte Streitwert von mindestens CHF 30'000 blieb
unbestritten.
9. Ausgangsgemäss wird die Beklagte kosten- und entschädigungspflichtig.
- 3 -
Der Einzelrichter erkennt:
1. Die Zweigniederlassung der Beklagten (Firmennummer ...) wird im Handels-
register gelöscht.
2. Der Kläger wird angewiesen, die Löschung nach Eintritt der Rechtskraft die-
ses Urteils vorzunehmen.
3. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf CHF 2'200.00.
4. Die Kosten werden der Beklagten auferlegt.
5. Die Beklagte wird verpflichtet, dem Kläger eine Umtriebsentschädigung von
CHF 300.00 zu bezahlen.
6. Schriftliche Mitteilung an die Parteien, an die Beklagte mit einer Kopie von
act. 7, an den Kläger mit einem Doppel von act. 6 samt nicht nummerierter
Beilagen.
7. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb
von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht,
1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-
schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder
Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42
und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). Der Streit-
wert beträgt mindestens CHF 30'000.

## Considerations