# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d5feb998-bc07-4ac8-b7f3-9ca9666dc7d4
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Schändung etc. und Widerruf (Rückweisung der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts)
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 4. Abteilung, vom 26. März 2018 (DG170248)
Urteil der I. Strafkammer des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 12. Juni 2019 (SB180280)
Urteil der strafrechtlichen Abteilung des Schweiz. Bundesgerichts vom 5. November 2020 (6B_1071/2019)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft IV vom 12. September 2017 ist diesem
Urteil beigeheftet (Urk. 1/40).
Urteil der Vorinstanz: (Urk. 2/81 S. 109 ff.)
"Es wird erkannt:
1. Der Beschuldigte ist schuldig
− der Schändung im Sinne von Art. 191 StGB (Anklagziffer A.1),
− der mehrfachen teilweise versuchten sexuellen Nötigung im Sinne von
Art. 189 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Ankla-
geziffern A.2-A.4),
− der mehrfachen teilweise versuchten sexuellen Handlungen mit Kindern im
Sinne von Art. 187 Ziff. 1 Abs. 1 StGB, teilweise in Verbindung mit Art. 22
Abs. 1 StGB (Anklageziffern A.2-A.4),
− der einfachen Körperverletzung im Sinne von Art. 123 Ziff. 1 Abs. 1 StGB
(Anklageziffer A.3),
− des mehrfachen Diebstahls im Sinne von Art. 139 Ziff. 1 StGB, teilweise in
Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklageziffern B.1-B.9),
− der Sachbeschädigung im Sinne von Art. 144 Abs. 1 StGB (Anklageziffer
B.9),
− des Hausfriedensbruchs im Sinne von Art. 186 StGB (Anklageziffer B.9),
− der mehrfachen Pornographie im Sinne von Art. 197 Abs. 1 und 5 StGB
(Anklageziffern A.5.1 und A.5.2),
− des mehrfachen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d sowie
Art. 19bis des Betäubungsmittelgesetzes (Anklageziffern C.1.1 und C.2),
− der mehrfachen Übertretung im Sinne von Art. 19a Ziff. 1 des Betäubungsmit-
telgesetzes hinsichtlich des Zeitraums 27. März 2015 bis 18. März 2016
(Anklageziffer C.3).
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2. Der Beschuldigte ist nicht schuldig und wird freigesprochen vom Vorwurf
− des mehrfachen Vergehens im Sinne von Art. 19 Abs. 1 lit. c und d des
Betäubungsmittelgesetzes bezüglich Anklageziffer C.1.2,
− des Vergehens im Sinne des Waffengesetzes (WG) im Sinne von Art. 33
Abs. 1 lit. a WG i.V.m. Art. 4, Art. 8 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 1 WG (Anklage-
ziffer D).
3. Der Beschuldigte wird bestraft mit 9 Jahren Freiheitsstrafe (wovon bis und mit heu-
te 739 Tage durch Haft und durch vorzeitigen Strafantritt erstanden sind) und einer
Busse von Fr. 500.–.
4. Die Freiheitsstrafe wird vollzogen. Die Busse ist zu bezahlen.
5. Bezahlt der Beschuldigte die Busse schuldhaft nicht, so tritt an deren Stelle eine
Ersatzfreiheitsstrafe von 5 Tagen.
6. Vom Widerruf des bedingten Vollzugs der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft
Zürich-Limmat vom 16. Januar 2014 ausgefällten Geldstrafe von 150 Tagessätzen
zu Fr. 30.– wird abgesehen.
7. Vom Widerruf des bedingten Vollzugs der mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft
Zürich-Sihl vom 7. Mai 2014 ausgefällten Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu
Fr. 30.– wird abgesehen.
8. Es wird festgestellt, dass ein Widerruf der mit Strafbefehlen der Staatsanwaltschaft
Zürich-Sihl vom 17. August 2009 und 17. Februar 2010 ausgefällten Strafen nicht
möglich ist.
9. Es wird eine vollzugsbegleitende ambulante Behandlung des Beschuldigten im
Sinne von Art. 63 StGB (Behandlung psychischer Störungen) angeordnet.
10. Die mit Verfügung der Staatsanwaltschaft IV des Kantons Zürich vom 28. Juli 2017
beschlagnahmten Gegenstände (1 PC-Dell, 2 Festplatten Marke Samsung 400 GB
und 200 GB) werden eingezogen und der Stadtpolizei Zürich zur Vernichtung über-
lassen.
11. Der Beschuldigte wird verpflichtet, der Privatklägerin B._ eine Genugtuung von
Fr. 10'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 1. Januar 2015 zu bezahlen.
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12. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin
C._ Schadenersatz von Fr. 230.– zuzüglich 5 % Zins ab 11. März 2016 zu be-
zahlen.
13. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin
C._ eine Genugtuung von Fr. 10'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 11. März 2016
zu bezahlen.
14. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin C._
aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist.
Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird sie
auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
15. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin
D._ eine Genugtuung von Fr. 12'000.– zu bezahlen.
16. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin
E._ Schadenersatz von Fr. 3'000.– zu bezahlen.
17. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin
E._ eine Genugtuung von Fr. 5'000.– zu bezahlen.
18. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin
F._ Schadenersatz von Fr. 226.95 zuzüglich 5 % Zins ab 17. Januar 2017 zu
bezahlen.
19. Der Beschuldigte wird gemäss seiner Anerkennung verpflichtet, der Privatklägerin
F._ eine Genugtuung von Fr. 8'000.– zuzüglich 5 % Zins ab 12. November
2015 zu bezahlen.
20. Es wird festgestellt, dass der Beschuldigte gegenüber der Privatklägerin F._
aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadenersatzpflichtig ist.
Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadenersatzanspruches wird sie
auf den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
21. Der Privatkläger G._ [Restaurant] wird mit seinem Schadenersatzbegehren auf
den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
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22. Die Privatklägerin Gemeinde H._ wird mit ihrem Schadenersatzbegehren auf
den Weg des Zivilprozesses verwiesen.
23. Rechtsanwalt lic. iur. X._ wird für seine Aufwendungen als amtlicher Verteidi-
ger des Beschuldigten mit Fr. 25'800.– (inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse ent-
schädigt.
24. Rechtsanwalt lic. iur. Y._ wird für seine Aufwendungen als unentgeltlicher
Vertreter der Privatklägerin 1 mit Fr. 12'070.– (inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse
entschädigt.
25. Rechtsanwältin lic. iur. Z._ wird für ihre Aufwendungen als unentgeltliche Ver-
treterin der Privatklägerin 3 mit Fr. 9'600.– (inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse ent-
schädigt.
26. Rechtsanwalt Dr. iur. XX._ wird für seine Aufwendungen als unentgeltlicher
Vertreter der Privatklägerin 4 mit Fr. 14'077.70 (inkl. MwSt.) aus der Gerichtskasse
entschädigt.
27. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 7'500.00 ; die weiteren Auslagen betragen:
Fr. 18'000.00 Gebühr für das Vorverfahren
Fr. 1'200.00 Gebühr Beschwerde OGZ G.Nr. UB160138
Fr. 1'000.00 Gebühr Beschwerde OGZ G.Nr. UB160174
Fr. 13'433.35 Auslagen (Gutachten)
Fr. 9'691.25 Auslagen
Fr. 7'544.00 Auslagen Polizei
Fr. 24'971.70 amtliche Verteidigung (RA XY._)
Fr. 25'800.00 amtliche Verteidigung (RA X._)
Fr. 12'070.00 unentgeltliche Vertretung der Privatklägerin 1
Fr. 9'600.00 unentgeltliche Vertretung der Privatklägerin 3
Fr. 14'077.70 unentgeltliche Vertretung der Privatklägerin 4.
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
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28. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausgenommen
diejenigen der amtlichen Verteidigung sowie der unentgeltlichen Vertretungen der
Privatklägerschaft, werden dem Beschuldigten auferlegt.
29. Die Kosten der amtlichen Verteidigungen und der unentgeltlichen Vertretung der
Privatklägerschaft werden definitiv auf die Gerichtskasse genommen.
30. (Mitteilungen)
31. (Rechtsmittel)"
Berufungsanträge: (Prot. II S. 8 f.)
a) Der Verteidigung des Beschuldigten:
(Urk. 205 S. 1)
1. Das Berufungsurteil vom 12. Juni 2019 des Obergerichtes des Kantons
Zürich, I. Strafkammer, sei wie folgt abzuändern:
1.1. Der Beschuldigte sei vom Vorwurf der Pornographie im Sinne von
Art. 197 Abs. 1 StGB in Anklageziffer A.5.2 freizusprechen.
1.2. Der Beschuldigte sei mit einer Freiheitsstrafe von höchstens 75 Mona-
ten zu bestrafen.
1.3. Die dem Beschuldigten für das Vor- und Hauptverfahren sowie das ers-
te Berufungsverfahren auferlegten Verfahrenskosten seien angemes-
sen zu reduzieren.
2. Die Kosten für das vorliegende Verfahren seien (inkl. Kosten der amtlichen
Verteidigung) vollumfänglich auf die Staatskasse zu nehmen.
b) Der Staatsanwaltschaft:
(schriftlich; Urk. 199)
1. Bestätigung des obergerichtlichen Urteils vom 12. Juni 2019 betreffend den
Schuldspruch gemäss Urteil-Dispositivziffer 1 Abs. 1 (Schändung).
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2. Freispruch betreffend Pornographe gemäss Ziff. 1 Abs. 2 des obergericht-
lichen Urteils vom 12. Juni 2019.
3. Bestrafung mit einer Freiheitsstrafe von 11 Jahren und 7 Monaten sowie ei-
ner Busse von Fr. 500.–.
4. Kostenauferlegung des schriftlichen Berufungsverfahrens zu 4/5 auf den
Beschuldigten.

## Considerations

Erwägungen:
I. Verfahrensgang
1. Zum Verfahrensgang bis und mit dem oben erwähnten obergerichtlichen
Entscheid der hiesigen Kammer vom 12. Juni 2019 kann auf die Ausführungen im
genannten Entscheid verwiesen werden (Urk. 2/180 S. 9 ff.).
2. Gegen den obergerichtlichen Entscheid vom 12. Juni 2019 liess der Be-
schuldigte am 17. September 2019 Beschwerde in Strafsachen beim Bundesge-
richt erheben (Urk. 2/185; Urk 2/186/2). Er beantragte einen Freispruch betreffend
Schändung (Anklageziffer A.1) sowie Pornographie (Anklageziffer A.5.2), eine
Freiheitsstrafe von höchstens 4 Jahren und 6 Monaten und die Abweisung der
Zivilforderungen der Privatklägerin, eventualiter die Aufhebung des angefochte-
nen Urteils und die Rückweisung zur Neubeurteilung im Sinne der Erwägungen
(Urk. 2/186/2). Mit Urteil vom 5. November 2020 hiess das Bundesgericht die
Beschwerde des Beschuldigten teilweise gut, hob das Urteil vom 12. Juni 2019
auf und wies die Sache zur neuen Entscheidung an das Obergericht zurück
(Urk. 193).
3. Mit Präsidialverfügung vom 22. Dezember 2020 wurden das Berufungsver-
fahren im Einverständnis der Parteien schriftlich fortgesetzt und dem Beschuldig-
ten sowie der Staatsanwaltschaft Frist angesetzt, um schriftlich die Berufungsan-
träge zu stellen und zu begründen sowie letztmals Beweisanträge zu stellen (Urk.
196, Urk. 197). Die Staatsanwaltschaft reichte mit hierorts am 6. Januar 2021 ein-
gegangene Eingabe ihre Berufungsanträge ein und begründete diese kurz
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(Urk. 199). Der Beschuldigte stellte und begründete seine Berufungsanträge mit
Eingabe vom 12. Februar 2021 (Urk. 205; Urk. 207/1-3). Mit Präsidialverfügung
vom 17. Februar 2021 wurden die Berufungsbegründungen den Parteien gegen-
seitig zugestellt. Dabei wurde ihnen Frist zur Einreichung der Berufungsantwort
angesetzt (Urk. 208). Mit Eingabe vom 22. Februar 2021 nahm die Staatsanwalt-
schaft Stellung (Urk. 212). Der Beschuldigte verwies mit Eingabe vom 10. März
2021 auf seine Berufungsbegründung vom 12. Februar 2021 (Urk. 215). Mit
Präsidialverfügung vom 16. März 2021 wurden den Parteien die Stellungnahmen
gegenseitig zugestellt und Frist zur freigestellten Vernehmlassung angesetzt
(Urk. 218). Mit Eingaben vom 18. März 2021 und 6. April 2021 verzichteten die
Parteien auf eine weitere Stellungnahme (Urk. 220; Urk. 222).
4. Das Verfahren erweist sich als spruchreif.
II. Rückweisung und Bindungswirkung
1. Das Bundesgericht hiess die Beschwerde des Beschuldigten teilweise gut,
hob das Urteil des Obergerichts des Kantons Zürich vom 12. Juni 2019 in seiner
Gesamtheit auf und wies die Sache zur neuen Beurteilung an die Vorinstanz zu-
rück (Urk. 193 S. 17).
2. Entsprechend ist heute nochmals umfassend über alles zu entscheiden, was
bereits Gegenstand des ersten Berufungsverfahrens war. Dabei darf sich das
Berufungsgericht von Bundesrechts wegen nur noch mit jenen Punkten befassen,
die das Bundesgericht kassierte. Die anderen Teile des Urteils haben Bestand
und werden in das neue Urteil übernommen (Schmid/Jositsch, Handbuch des
schweizerischen Strafprozessrechts, 3. Aufl., Zürich/St. Gallen 2017, N 1713). Ir-
relevant ist, dass das Bundesgericht mit seinem Rückweisungsentscheid formell
in der Regel das ganze angefochtene Urteil aufhebt. Entscheidend ist nicht das
Dispositiv, sondern die materielle Tragweite des bundesgerichtlichen Entscheids.
Die neue Entscheidung der Berufungskammer ist somit auf diejenige Thematik
beschränkt, die sich aus den bundesgerichtlichen Erwägungen als Gegenstand
der neuen Beurteilung ergibt. Das Verfahren wird nur insoweit neu in Gang ge-
setzt, als dies notwendig ist, um den verbindlichen Erwägungen des Bundesge-
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richts Rechnung zu tragen (BGE 143 IV 214 E. 5.2.1; Urteile des Bundesgerichts
6B_1366/2016 vom 6. Juni 2017, E. 3.2.1; 6B_54/2018 vom 28. November 2018
E. 1.2).
3. Prozessgegenstand bildet nach der Rückweisung durch das Bundesgericht
gemäss dessen Erwägungen die Sachverhaltsfeststellung bzw. rechtliche Würdi-
gung in Bezug auf den Vorwurf der Pornographie zum Nachteil von I._ mit
den entsprechenden Konsequenzen hinsichtlich Sanktion und Kosten- und
Entschädigungsfolgen sowie die Strafzumessung (betreffend die Nennung der
Einzelstrafen). Der mit Entscheid des Obergerichts vom 12. Juni 2019 gefasste
Beschluss ist nochmals unverändert zu fassen.
III. Sachverhalt und rechtliche Würdigung
1. Anklagesachverhalt
Der Anklagesachverhalt ergibt sich aus der Anklageschrift vom 12. September
2017, welche diesem Urteil beigeheftet ist (Urk. 40). Von Relevanz ist vorliegend
einzig noch die Anklageziffer A.5.2 (Pornographie zum Nachteil von I._).
2. Rückweisungsentscheid des Bundesgerichts und Fazit
Das Bundesgericht hielt in seinem Entscheid (Urk. 193) bindend fest, dass es an
der Grundlage fehle, um anhand des Wissens des Beschuldigten darauf zu
schliessen, er habe in Kauf genommen, dass die Geschädigte I._ das porno-
grafische Bild erblicken würde. Es fehle entsprechend am subjektiven Tatbestand,
weshalb der Beschuldigte vom Vorwurf der Pornografie freizusprechen sei
(Urk. 193 E.2 S. 10 ff.). Da bundesgerichtliche Vorgaben in Rückweisungsent-
scheiden für die Vorinstanz verbindlich sind (Entscheid des Bundesgerichts
6B_35/2012 vom 30. März 2012 E.2.2., bestätigt in Urteil 6B_1031/2016 vom
23. März 2017 E.4.1.) und keine weiteren Beweise Eingang ins Verfahren gefun-
den haben bzw. abzunehmen waren, erübrigen sich weitere Ausführungen hierzu
und es ist mangels anderer Beweise oder Indizien der Beschuldigte in Bezug auf
den
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Vorwurf der Pornographie zum Nachteil von I._ (Anklageziffer A.5.2) freizu-
sprechen.
IV. Sanktion
1. Ausgangslage
1.1. Das Bundesgericht hat in seinem Urteil vom 5. November 2020 festgehal-
ten, bei Tatmehrheit müsse aus dem Urteil hervorgehen, welche Einzelstrafen für
die verschiedenen Straftaten festgesetzt werden. Nur so lasse sich (anhand der
mass-gebenden Strafzumessungsgründe für jede Einzelstrafe) überprüfen, ob die
einzelnen Strafen und deren Gewichtung bei der Strafschärfung bundesrechts-
konform seien. Die Nennung der Einzelstrafen erhöhe den Aufwand für die Ur-
teilsbegründung nicht erheblich, weil das Gericht ohnehin für jede Einzeltat eine
selbständige Strafe gedanklich festsetzen und die entscheidrelevanten Überle-
gungen in den Grundzügen wiedergeben müsse (vgl. Art. 50 StGB). Was jedoch
die einzelnen Strafzumessungsfaktoren angehe, müsse das Gericht nicht in Zah-
len oder Prozenten angeben, wie es jene gewichte (BGE 142 IV 265 E. 2.4.3;
BGE 136 IV 55 E. 5.6). Die Strafzumessung im angefochtenen Urteil der hiesigen
Kammer vom 12. Juni 2019 entspreche diesen Anforderungen teilweise nicht. Es
sei die Freiheitsstrafe unter Angabe von Zahlen nachvollziehbar herzuleiten
(Urk. 193 E. 3.3.2 S. 15). Dies ist im Rahmen einer neuen Strafzumessung – mit
weitest gehendem Verweis auf die nicht kritisierten und entsprechend zu über-
nehmenden Erwägungen zu den Strafzumessungsfaktoren – nachzuholen. Im
Übrigen wurden die Rügen der Verteidigung zur Strafzumessung – insbesondere
zur Thematik der verminderten Schuldfähigkeit sowie zur subjektiven Tatkompo-
nente – nicht für begründet erachtet (vgl. Urk. 193 S. 12 ff.). Wenn die Verteidi-
gung nun in ihrer Berufungsbegründung erneut ausführlich auf diese Thematiken
zu sprechen kommt und Kritik auch an den Erwägungen des Bundesgerichts übt
(Urk 205 S. 2 ff.), ist entsprechend nicht weiter darauf einzugehen, zumal – wie
bereits ausgeführt – nur diejenigen Punkte, welche das Bundesgericht kassierte,
Gegenstand des zweiten Berufungsverfahren bilden, und da die Erwägungen des
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Bundesgericht für das Berufungsgericht verbindlich sind. Des Weiteren liegen
diesbezüglich keine neuen Erkenntnisse vor, welche zu berücksichtigen wären.
1.2. Schliesslich hat der Freispruch betreffend den Vorwurf der Pornographie
zum Nachteil von I._ (Anklageziffer A.5.2) Auswirkungen auf die Strafzumes-
sung, was es bei der neuen Strafzumessung zu berücksichtigen gilt.
2. Strafzumessungsregeln, Gesamtstrafe und retrospektive Konkurrenz sowie Strafrahmen
2.1. Zu den theoretischen Grundsätzen der richterlichen Strafzumessung kann
vollumfänglich auf die Erwägungen in Ziff. IV 2.1. im Urteil vom 12. Juni 2019
verwiesen werden. Gleiches gilt für die Ausführungen zur Gesamtstrafe, zur retro-
spektiven Konkurrenz sowie zum Strafrahmen (Urk. 180 Ziff. IV 2.2. ff.). Aus-
gangspunkt für die Strafzumessung bilden mithin die Delikte gemäss Anklagezif-
fer A.2 – A.3 (Sexualdelikte zum Nachteil der Kinder).
3. Sexuelle Nötigung und sexuelle Handlungen mit Kindern gemäss  A.2
3.1. Hinsichtlich der objektiven und subjektiven Tatkomponenten betreffend die
sexuelle Nötigung zum Nachteil der Privatklägerin C._ ist auf die entspre-
chenden Ausführungen der Kammer im Urteil vom 12. Juni 2019 zu verweisen
(Urk. 180 Ziff. IV 3.1 S. 45 ff.). Diese Ausführungen sind nach wie vor zutreffend
und wurden im bundesgerichtlichen Beschwerdeentscheid nicht beanstandet.
Entsprechend ist die Tatschwere als mittelschwer zu bezeichnen und die Strafe
im mittleren Bereich des Strafrahmens anzusiedeln. Die hypothetische Einsatz-
strafe für die sexuelle Nötigung zum Nachteil der Privatklägerin C._ ist im
Bereich von 60 Monaten anzusetzen (vgl. Urk. 180 Ziff. IV 3.1.3. S. 47).
3.2. Zur objektiven und subjektiven Tatkomponente betreffend die sexuellen
Handlungen mit Kindern zum Nachteil der Privatklägerin C._ kann – wie dies
die Kammer im Entscheid vom 12. Juni 2019 getan hat (Urk. 180 Ziff. IV 3.2.
S. 47) – auf das zur sexuellen Nötigung Ausgeführte verwiesen werden, zumal
der Beschuldigte mit denselben Handlungen, welche als sexuelle Nötigung zu
qualifizieren sind, gleichzeitig den Tatbestand der sexuellen Handlungen mit Kin-
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dern im Sinne von Art. 187 StGB erfüllte, welcher in echter Konkurrenz zur
sexuellen Nötigung steht. Das Verschulden erscheint mittelschwer und eine Ein-
zelstrafe von 25 Monaten ist angemessen. Mit Verweis auf die Erwägungen im
Urteil vom 12. Juni 2019 ist in Anwendung des Asperationsprinzips die angesetzte
hypothetische Einsatzstrafe spürbar zu erhöhen. Es ist dabei zu berücksichtigen,
dass der Beschuldigte (im Rahmen der sexuellen Handlungen mit Kindern) im
Verhältnis zur sexuellen Nötigung keine weiteren strafbaren Handlungen began-
gen hat.
4. Sexuelle Nötigung und sexuelle Handlungen mit Kindern gemäss  A.3
4.1. Wiederum kann hinsichtlich der objektiven und subjektiven Tatkomponente
betreffend die sexuelle Nötigung und die sexuellen Handlungen mit Kindern zum
Nachteil der Privatklägerin D._ auf die entsprechenden Erwägungen der
Kammer im Urteil vom 12. Juni 2019 verwiesen werden (Urk. 180 Ziff. IV 4. S. 48
f.), zumal diese im bundesgerichtlichen Beschwerdeentscheid nicht beanstandet
wurden und nach wie vor zutreffen.
4.2. Das Tatverschulden betreffend die sexuelle Nötigung zum Nachteil der
Privatklägerin D._ wiegt mittelschwer, sodass die Einzelstrafe im mittleren
Bereich des Strafrahmens, konkret im Bereich von 48 Monaten anzusiedeln ist.
Auch das Tatverschulden betreffend die sexuellen Handlungen mit Kindern zum
Nachteil der erst achtjährigen Privatklägerin D._ wiegt mittelschwer. Die
Einzelstrafe ist entsprechend im Bereich von 24 Monaten anzusiedeln.
4.3. Angesichts des unter Berücksichtigung der objektiven und subjektiven
Tatkomponenten als mittelschwer zu bezeichnenden Verschuldens und des
gleichzeitig begangenen Straftatbestands der sexuellen Handlungen mit Kindern
gemäss Art. 187 StGB ist die Einsatzstrafe in Anwendung des Asperationsprin-
zips markant zu erhöhen.
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5. Versuchte sexuelle Nötigung und versuchte sexuelle Handlungen mit  gemäss Anklageziffer A.4
5.1. In Bezug auf die Tatschwere betreffend die versuchte sexuelle Nötigung
zum Nachteil der Privatklägerin F._ ist mit Verweis auf die Ausführungen im
Urteil vom 12. Juni 2019, welche nach wie vor Bestand haben, von einem nicht
mehr leichten Verschulden auszugehen und aufgrund des Umstands, dass es
beim Versuch geblieben ist, eine moderate Strafminderung vorzunehmen
(Urk. 180 Ziff. IV 5.1 ff. S. 49 f.). Es erscheint eine Einzelstrafe von 30 Monaten
angemessen.
5.2. Auch das Tatverschulden betreffend die sexuellen Handlungen mit Kindern
zum Nachteil der zehnjährigen Privatklägerin F._ wiegt nicht mehr leicht.
Wiederum wirkt sich der Umstand, dass es beim Versuch geblieben ist, moderat
strafmindernd aus. Die Einzelstrafe ist entsprechend im Bereich von 15 Monaten
anzusiedeln.
5.3. Vor dem Hintergrund der oben aufgeführten Strafzumessungskriterien, ins-
besondere unter Berücksichtigung der versuchten Tatbegehung, wobei auch die
bezüglich dieses Anklagepunktes gleichzeitig begangenen versuchten Handlun-
gen mit Kindern gemäss Art. 187 StGB zu bewerten sind, ist die eingangs er-
wähnte Einsatzstrafe abermals in Anwendung des Asperationsprinzips empfind-
lich zu erhöhen.
6. Schändung gemäss Anklageziffer A.1
Hinsichtlich der objektiven und subjektiven Tatkomponenten betreffend die
Schändung zum Nachteil der Privatklägerin B._ ist auf die entsprechenden
Ausführungen der Kammer im Urteil vom 12. Juni 2019 zu verweisen (Urk. 180
Ziff. IV 6. S. 50 ff.). Diese Ausführungen wurden im bundesgerichtlichen Be-
schwerdeentscheid nicht beanstandet und sind nach wie vor zutreffend. Entspre-
chend ist die Tatschwere als erheblich zu bezeichnen und es ist für die Schän-
dung zum Nachteil der Privatklägerin B._ eine Einzelstrafe im Bereich von
36 Monaten anzusetzen. Dies hat in Anwendung des Asperationsprinzips eine
empfindliche Erhöhung der Einsatzstrafe zur Folge.
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7. Einfache Körperverletzung gemäss Anklageziffer A.3
Die Tatschwere betreffend die einfache Körperverletzung zum Nachteil der Pri-
vatklägerin E._ wiegt – mit Verweis auf die Ausführungen der Kammer im Ur-
teil vom 12. Juni 2019 (Urk. 180 Ziff. IV 7.1 S. 52), welche nicht beanstandet wur-
den – noch leicht. Entsprechend ist die Einzelstrafe bei ca. 3 Monaten fest-
zusetzen. In Anwendung des Asperationsprinzips ist eine leichte Erhöhung der
Einsatzstrafe gerechtfertigt.
8. Pornographie gemäss Anklageziffer A.5.1
Zur Tatschwere bezüglich den Vorwurf der Pornographie gemäss Anklageziffer
A.5.1 kann auf die Erwägungen der Kammer im Urteil vom 12. Juni 2019 verwie-
sen werden, welche im bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahren nicht bean-
standet wurden und nach wie vor zutreffen (Urk. 180 Ziff. IV 8.1.1 und 8.1.3
S. 53). Das Tatverschulden erscheint entsprechend noch leicht und die Einzel-
strafe ist auf 6 Monate festzusetzen.
9. Einbruchdiebstähle gemäss Anklageziffer B
9.1. Vorliegend rechtfertigt es sich, auch wenn keine gewerbsmässige Bege-
hung vorliegt, die begangenen Diebstähle, welche sich von ihrer Art und Vorge-
hensweise kaum unterscheiden, gesamthaft zu beurteilen. Der Beschuldigte hat
in einem Zeitraum von drei Jahren neun Diebstähle begangen, wobei es bei ei-
nem beim Versuch geblieben ist und der gesamthaft erbeutete Deliktsbetrag von
über Fr. 10'000.– nicht unerheblich ist. Dabei brach er in Gewerberäume und in
eine Schule ein. Sein Vorgehen war jeweils spontan und wenig raffiniert. Subjektiv
ist die leichtgradige Einschränkung der Steuerungsfähigkeit des Beschuldigten in
den jeweiligen Tatzeitpunkten aufgrund seiner unreifen Persönlichkeitsakzentuie-
rung strafmindernd zu beachten. Die versuchte Tatbegehung fällt kaum strafmin-
dernd ins Gewicht. Gesamthaft wiegt das Verschulden nicht mehr leicht. Die Ein-
zelstrafe ist gesamthaft auf 17 Monate festzusetzen.
9.2. Das Tatverschulden betreffend die Sachbeschädigung gemäss Anklage-
ziffer B.9 wiegt angesichts der Umstände, insbesondere der Deliktssumme von
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Fr. 100.– und der leichtgradigen Einschränkung der Steuerungsfähigkeit, sehr
leicht und die Einzelstrafe ist auf 15 Tage festzusetzen. Gleiches gilt für den
Hausfriedensbruch gemäss Anklageziffer B.9.
10. Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz gemäss Anklageziffer C.1.1 und C.2
10.1. Hinsichtlich der Tatkomponenten betreffend Vergehen gegen das Betäu-
bungsmittelgesetz sowohl gemäss Anklageziffer C.1.1 als auch C.2 kann auf die
Ausführungen der Kammer im Urteil vom 12. Juni 2019 verwiesen werden
(Urk. 180 Ziff. IV 10.1 S. 55 f.). Angesichts des leichten Tatverschuldens ist die
Einzelstrafe für den Handel mit Cannabis (Anklageziffer C.1.1) und für die Abgabe
von Marihuana an Personen unter 18 Jahren (Anklageziffer C.2) gesamthaft auf
2 Monate festzusetzen.
11. Asperation
Die festgesetzte Einsatzstrafe von 5 Jahren ist für die zahlreichen Nebendelikten
um gut 7 1/2 Jahre zu erhöhen.
12. Täterkomponente
12.1. Hinsichtlich der täterbezogenen Strafzumessungsfaktoren kann – mit Aus-
nahme der Aktualisierung betreffend die verzeichneten Vorstrafen (vgl. Urk. 194)
– auf die entsprechenden Ausführungen der hiesigen Kammer im Urteil vom
12. Juni 2019 verwiesen werden (Urk. 180 Ziff. IV 11 S. 56 ff.). Das Bundesgericht
hat hierzu festgehalten, was einzelnen Strafzumessungsfaktoren – wie auch die
Täterkomponenten – angehe, müsse das Gericht nicht in Zahlen oder Prozenten
angeben, wie es jene gewichte (Urk. 193 S. 15 f.). Die einzelnen Täterkomponen-
ten führen einerseits zu einer Erhöhung (Vorstrafen, wobei gemäss aktuellem
Strafregisterauszug nur noch die beiden Vorstrafen aus dem Jahr 2014 verzeich-
net und entsprechend zu berücksichtigen sind; Urk. 194), andererseits zu einer
Reduktion (Geständnis, Reue, schwere Jugend und Verletzung des Beschleuni-
gungsgebotes) der Einsatzstrafe.
- 16 -
12.2. Entgegen der Auffassung der Verteidigung (Urk. 205 S. 11 f.) ist der seit
den Taten vergangenen Zeit von 5-9 Jahren – davon ausgenommen sind lediglich
die Einbruchdiebstähle, welche weiter zurück liegen, indes gesamthaft kaum ins
Gewicht fallen – nicht strafmindernd Rechnung zu tragen. Von einem verminder-
ten Strafbedürfnis aufgrund der Zeitdauer, welches in Anwendung von Art. 48 lit. e
StGB zu einer Strafmilderung führen müsste, kann bei den zu beurteilenden Ta-
ten nicht die Rede sein (BGE 140 IV 145 E. 3.1 ff. mit Hinweis). Nichts zu seinen
Gunsten kann der Beschuldigte aus dem Umstand ableiten, dass er sich seit der
Tat wohl verhalten hat, da dies gemäss Rechtsprechung allgemein vorausgesetzt
wird (Urteil 6B_523/2018 vom 23. August 2018 E. 2.3.3 mit Hinweis).
12.3. Wenn die Verteidigung sodann – wie bereits vor Vorinstanz (Urk. 65 S. 42;
Prot. I S. 63) – geltend macht, die mediale Vorverurteilung müsse sich ebenfalls
strafmindernd auswirken (Urk. 205 S. 13), ist nicht weiter darauf einzugehen, zu-
mal die Nichtberücksichtigung dieser Thematik im ersten Berufungsverfahren im
Beschwerdeverfahren vor Bundesgericht nicht beanstandet wurde und entspre-
chend nicht mehr Gegenstand der neuen Beurteilung im vorliegenden Berufungs-
verfahren bildet.
12.4. Insgesamt führt die Täterkomponente zu einer deutlich spürbaren Ent-
lastung des Beschuldigten.
13. Eigenkonsum von Betäubungsmitteln gemäss Anklageziffer C.3
Die Erwägungen der Kammer im Urteil vom 12. Juni 2019 zur Busse für den Ei-
genkonsum von Betäubungsmitteln gemäss Anklageziffer C.3 bildeten nicht Ge-
genstand des bundesgerichtlichen Beschwerdeverfahrens. Sie sind damit auch
nicht Gegenstand der neuen Beurteilung. Sie haben entsprechend unverändert
Bestand. Mit Verweis auf sie ist eine Busse Fr. 500.– auszusprechen und die Er-
satzfreiheitsstrafe im Falle der schuldhaften Nichtbezahlung der Busse auf 5 Tage
festzusetzen (Urk. 180 Ziff. IV 12 S. 58).
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14. Fazit Sanktion
14.1. In Würdigung aller massgeblichen Strafzumessungsgründe erweisen sich
eine Freiheitstrafe von 11 Jahren und 7 Monaten sowie eine Busse von Fr. 500.–
als dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen angemessen.
14.2. Der Anrechnung von 2056 Tagen Untersuchungs- und Sicherheitshaft so-
wie vorzeitigem Strafvollzug steht nichts im Wege (vgl. Art. 51 StGB).
V. Kosten- und Entschädigungsfolgen
1. Vorinstanzliche Kosten
Bei diesem Ausgang des Verfahrens erscheint es angemessen, die vorinstanzli-
che Kostenauflage (Dispositiv-Ziffer 28) zu bestätigen.
2. Kosten- und Entschädigungsfolgen des ersten Berufungsverfahrens
2.1. Die Kosten des Berufungsverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe
ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO).
2.2. Der im Vergleich zum ersten Berufungsverfahren erfolgte Freispruch be-
treffend den Vorwurf der Pornographie zum Nachteil von I._ (Anklageziffer
A.5.2) sowie die marginal reduzierte Freiheitsstrafe rechtfertigen angesichts der
Anträge des Beschuldigten im ersten Berufungsverfahren, mit welchen er noch
immer praktisch vollumfänglich unterliegt, während die Staatsanwaltschaft mit
ihrem Antrag auf Erhöhung der Strafe weiterhin obsiegt, keine andere Kosten-
auflage. Entsprechend sind die Kosten des ersten Berufungsverfahrens, mit
Ausnahme der Kosten der amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Ver-
tretungen der Privatklägerinnen, dem Beschuldigten aufzuerlegen. Die Kosten der
amtlichen Verteidigung und der unentgeltlichen Vertretungen der Privatklägerin-
nen 4, 1 und 3 sind einstweilen auf die Gerichtskasse zu nehmen, wobei hinsicht-
lich dieser Kosten die Rückzahlungspflicht des Beschuldigten vorbehalten bleibt
(Art. 135 Abs. 4 StPO, Art. 426 Abs. 4 StPO i.V. m. Art. 134 Abs. 4 StPO).
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3. Kosten- und Entschädigungsfolgen des zweiten Berufungsverfahrens
3.1. Dass infolge Rückweisung durch das Bundesgericht ein zweites Beru-
fungsverfahren durchgeführt werden musste, hat nicht der Beschuldigte zu vertre-
ten. Demnach fallen die Gerichtsgebühren für das zweite Berufungsverfahren
ausser Ansatz. Die Kosten dieses Verfahrens inklusive der Kosten der amtlichen
Verteidigung sind definitiv auf die Gerichtskasse zu nehmen.
3.2. Der amtliche Verteidiger macht für das zweite Berufungsverfahren Auf-
wendungen von rund 22.5 Stunden sowie Auslagen von Fr. 614.30 geltend und
beantragt hierfür insgesamt eine Entschädigung von Fr. 6'025.90 (inkl. MwSt.;
Urk. 228). Da vorliegend einzig über die nach der Rückweisung des Bundesge-
richt noch materiell zu beurteilenden Punkte zu befinden ist, wobei die Erwägun-
gen des Bundesgerichts kaum Handlungsspielraum offen lassen, und die Beru-
fungsbegründung der Verteidigung sich weitestgehend mit Thematiken der Straf-
zumessung auseinandersetzt, welche nicht mehr Gegenstand des vorliegenden
Berufungsverfahrens bilden, erweist sich das geforderte Honorar als deutlich zu
hoch. In Anwendung von § 16 ff. AnwGebV erscheint im konkreten Fall eine Ent-
schädigung von pauschal Fr. 3'000.– (inklusive Barauslagen und MwSt.) als an-
gemessen.