# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cd2a361d-8984-4f3b-9d0d-2de881901997
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend mehrfache qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung etc.
Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 9. Abteilung - Einzelgericht, vom 22. Juni 2011 (DG100618)
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Anklage:
Die Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Zürich - Sihl vom 30. November 2010
ist diesem Urteil beigeheftet (Urk. 11/3).
Urteil der Vorinstanz:
1. Auf die Anklageziffer 3. wird zufolge Verjährung nicht eingetreten.
2. Die Beschuldigte ist schuldig
− der mehrfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung im Sinne
von Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 und 3 StGB (Anklageziffern 1. und 2.) sowie
− des versuchten Betrugs im Sinne von Art. 146 StGB in Verbindung mit
Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklageziffer 4.).
3. Die Beschuldigte wird bestraft mit einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu
Fr. 60.--.
4. Der Vollzug der Geldstrafe wird aufgeschoben und die Probezeit auf 2 Jah-
re festgesetzt.
5. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 4'000.– ; die weiteren Auslagen betragen:
Fr. Kosten der Kantonspolizei
Fr. Kanzleikosten Untersuchung
Fr. 794.50 Auslagen Untersuchung
Fr. amtliche Verteidigung Untersuchung
Fr. 20'306.40 amtliche Verteidigung
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
6. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens werden der
Beschuldigten auferlegt. Die Kosten der amtlichen Verteidigung werden auf
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die Staatskasse genommen; vorbehalten bleibt eine Nachforderung gemäss
Art. 135 Abs. 4 StPO.
Berufungsanträge:
a) Der Verteidigung der Beschuldigten:
(Urk. 46 S. 1)
1. Es sei Ziffer 2 Abs. 2 - Schuldigsprechung des versuchten Betrugs im Sinne
von Art. 146 StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklageziffer 4) -
des Urteils des Bezirksgerichts Zürich (9. Abteilung) vom 22. Juni 2011 in
Sachen Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl sowie Dr. B._ gegen A._
betreffend Betrug etc. (Geschäfts-Nr.: DG100618-L) aufzuheben.
2. Es sei Ziffer 3 - Bestrafung mit einer Geldstrafe von 240 Tagessätzen zu
Fr. 60.-- - des genannten Urteils aufzuheben.
3. Es sei Ziffer 6 - Auferlegung der Kosten der Untersuchung und des gerichtli-
chen Verfahrens - des genannten Urteils aufzuheben.
4. Es sei die Berufungsklägerin in Bezug auf die Anklage wegen versuchten
Betrugs (Anklageziffer 4) von Schuld und Strafe freizusprechen.
5. Es sei die Geldstrafe nach richterlichem Ermessen zu reduzieren.
6. Es sei ein vom Gericht zu bestimmender Teil der Kosten der Untersuchung
und des erstinstanzlichen Verfahrens auf die Staatskasse zu nehmen.
7. Es sei der Berufungsklägerin für das vorinstanzliche Verfahren eine redu-
zierte Prozessentschädigung auszurichten.
8. Es seien die Kosten des Berufungsverfahrens auf die Staatskasse zu neh-
men.
9. Es sei der Berufungsklägerin für das Berufungsverfahren eine Entschädi-
gung auszurichten.
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b) Der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl:
(schriftlich, Urk. 37)
Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils.
_

## Considerations

Erwägungen:
I. Verfahrensgang
1. Mit Urteil vom 22. Juni 2011 sprach das Einzelgericht des Bezirks Zürich
die Beschuldigte schuldig der mehrfachen qualifizierten ungetreuen Geschäftsbe-
sorgung sowie des versuchten Betruges und bestrafte sie mit einer Geldstrafe von
240 Tagessätzen zu Fr. 60.00. Der Vollzug der Geldstrafe wurde aufgeschoben
und die Probezeit auf zwei Jahre festgesetzt (Urk. 32).
2. Gegen dieses Urteil liess die Beschuldigte am 1. Juli 2011 fristgerecht Be-
rufung anmelden (Urk. 27). Mit Eingabe vom 29. August 2011 reichte die Verteidi-
gung ihre Berufungserklärung ein und beschränkte die Berufung auf die Schuldig-
sprechung und Bestrafung wegen versuchten Betruges im Sinne von Art. 146
StGB in Verbindung mit Art. 22 Abs. 1 StGB (Anklageziffer 4.) sowie die Auferle-
gung der gesamten Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens.
Mit Präsidialverfügung des Obergerichts des Kantons Zürich vom 5. September
2011 wurde dem Privatkläger und der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl eine Kopie
der Berufungserklärung zugestellt und Frist zu einer allfälligen Anschlussberufung
oder zu einem Nichteintretensantrag gestellt (Urk. 35). Mit Eingabe vom 8. Sep-
tember 2011 verzichtete die Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl auf eine Anschlussbe-
rufung und beantragte die Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils (Urk. 37).
Ebenso beantragte der Privatkläger mit Eingabe vom 16. September 2011 die
Bestätigung des erstinstanzlichen Urteils und verzichtete sinngemäss auf An-
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schlussberufung (Urk. 38). Am 19. September 2011 liess die Verteidigung dem
Gericht die eingeforderten Unterlagen zu den finanziellen Verhältnissen der Be-
schuldigten zukommen (Urk. 41, Urk. 39 und 40/1-10).
3. Am 26. September 2011 wurde zur heutigen Berufungsverhandlung auf
den 21. Oktober 2011 vorgeladen, anlässlich welcher die Parteien die eingangs
erwähnten Anträge stellen liessen.
II. Berufung
A. Umfang / Rechtskraft
Gemäss Art. 402 StPO hat die Berufung lediglich im Umfang der Anfechtung auf-
schiebende Wirkung. Nachdem die Beschuldigte einen Teil des Schuldpunktes
sowie die Kostenauflage angefochten hat, ist festzustellen, dass das Urteil des
Einzelgerichts des Bezirks Zürich vom 22. Juni 2011 betreffend Dispositivziffer 1
(Nichteintreten Anklageziffer 3.) und Dispositivziffer 2 (Schuldpunkt Anklageziffer
1. und 2., mehrfache qualifizierte ungetreue Geschäftsbesorgung) sowie Disposi-
tivziffer 5 (Kostenaufstellung) in Rechtskraft erwachsen ist.
B. Beanstandungen
1. Die Verteidigung beantragte einen Freispruch vom Vorwurf des versuchten
Betruges. Zusammengefasst machte der Verteidiger dazu sinngemäss geltend,
der Privatkläger, Dr. B._, sei zur damaligen Zeit Präsident des Verwaltungs-
rats der C._ AG gewesen und habe versucht, die Beschuldigte nach deren
Entlassung als Geschäftsführerin auch als Aktionärin aus der C._ AG her-
auszudrängen. Am tt. oder tt. Mai 2004 habe er der Beschuldigten ein Papier un-
terbreitet, gemäss welchem sie "ihre sämtlichen Rechte an ihren C._-Aktien
sicherheitshalber an B._" habe zedieren sollen, wobei "die Frage der Ent-
schädigung für einen definitiven Eigentumsübergang" später habe ausgehandelt
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werden sollen. Rund eine Woche später habe der Privatkläger der Beschuldigten
einen von seinem Anwalt ausformulierten Zusatz zukommen lassen, in welchem
u.a. vorgesehen gewesen sei, dass die Beschuldigte "alle ihre Aktienrechte der
C._ treuhänderisch" an Herrn Dr. B._ übertrage. Sinngemäss machte
die Verteidigung geltend, Dr. B._ habe versucht, die missliche persönliche
Situation, in der sich die Beschuldigte damals befunden habe, zu seinen Gunsten
auszunützen und zu deren Nachteil unentgeltlich in den Besitz aller Aktien der
C._ AG zu gelangen. Nach vorgängigem Telefongespräch zwischen dem
Verteidiger und dem Anwalt des Privatklägers habe er, der Verteidiger, am tt. Mai
2004 das konkrete Kaufsangebot per Telefax an Rechtsanwalt Dr. D._ ge-
sandt. Dr. B._ habe dieses Angebot von Anfang an als Verhandlungsbasis
verstanden und habe nie die Absicht gehabt, CHF 700'000 für den verbleibenden
Drittel der C._-Aktien zu bezahlen (Urk. 22 S. 11f.).
Weiter machte die Verteidigung geltend, zum damaligen Zeitpunkt habe weder die
Beschuldigte noch er, der Verteidiger, gewusst, dass die Kündigung des Mietver-
trags betreffend das E._ von der Schlichtungsbehörde geschützt würde. Die
Beschuldigte habe auch nicht mit einem solchen Entscheid rechnen müssen, da
sie die offenen Mietzinsen, wenn leider auch sieben Tage zu spät, bezahlt habe.
Sie sei als Nichtjuristin überzeugt gewesen, dass die Kündigung deshalb als un-
gültig erklärt werde, wie dies bereits im Januar 2004 geschehen sei. Wegen der
heftigen und zeitraubenden Auseinandersetzungen mit Herrn Dr. B._ sei die
Kündigung des Mietvertrages sowie der negative Entscheid der Schlichtungsbe-
hörde vom 8. Juni 2004, der am 15. Juni 2004 an den Rechtsvertreter der
C._ AG versandt worden sei, bei der Beschuldigten "unters Eis" geraten,
weshalb sie Herrn Dr. B._ darüber auch nicht orientiert habe. Sie sei sich der
Situation erst gewahr geworden, als der Rechtsvertreter, der die C._ AG in
der Mietsache vertreten habe, bei ihr telefonisch nachgefragt habe, ob der Ent-
scheid weiter zu ziehen sei. Noch am gleichen Tag habe die Beschuldigte den
Privatkläger über diese Situation informiert (Urk. 22 S. 12f.).
Wie die Verteidigung weiter ausführte, habe die Beschuldigte gegenüber dem Pri-
vatkläger die Kündigung des Mietvertrages nicht bewusst verschwiegen und habe
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damit gerechnet, dass es zu zähen und langwierigen Verhandlungen kommen
werde, wobei sie auch von Anfang an Verhandlungsbereitschaft erklärt habe. Der
Privatkläger habe die Offerte der Beschuldigten denn auch postwendend abge-
lehnt und es sei nicht deshalb nicht zum Aktienerwerb gekommen, weil dem Pri-
vatkläger "die Kündigung der Saalmiete noch rechtzeitig vor Abwicklung des Akti-
enkaufs bekannt geworden war", wie dies die Anklage unterstelle (Urk. 22 S. 14).
2. Als Konsequenz des verlangten Freispruchs beantragte die Verteidigung in
ihrer Berufungserklärung die Reduzierung des Strafmasses (Urk. 33 S. 2).
3. Schliesslich verlangte die Verteidigung - ebenfalls als Folge des Frei-
spruchs - die Auferlegung lediglich eines Teils der erstinstanzlichen Kosten
(Urk. 33 S. 2).
III. Sachverhalt
A. Anklagevorwurf
1. Der Beschuldigten wird vorgeworfen, dem Geschädigten Dr. B._ einen
Anteil von 165 Aktien der C._ AG zu einem Preis von CHF 700'000 angebo-
ten zu haben, obschon sie gewusst habe, dass die Saalmiete für das E._ ge-
kündigt worden sei und deshalb der verlangte Preis massiv zu hoch angesetzt
gewesen sei, was sie bewusst verschwiegen habe, weil sie gewusst habe, dass
der Geschädigte bei Kenntnis der erfolgten Kündigung die Aktien zum verlangten
Preis niemals erwerben würde. Dabei sei für sie voraussehbar gewesen, dass der
Geschädigte die Beständigkeit der Mietverhältnisse der C._ AG nicht über-
prüfen würde. Damit habe sich die Beschuldigte ungerechtfertigt bereichern wol-
len. In der Folge sei es vor allem deshalb nicht zu dem Aktienerwerb zum besag-
ten oder einem niedrigeren Preis gekommen, weil dem Geschädigten die Kündi-
gung der Saalmiete noch rechtzeitig vor Abwicklung des Aktienkaufes bekannt
geworden sei.
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2. Sinngemäss wirft die Anklage der Beschuldigten somit vor versucht zu ha-
ben, den Privatkläger über den Wert der 165 Aktien der C._ AG arglistig zu
täuschen und diesen so in einen Irrtum zu versetzen, damit dieser die Aktien zu
einem überhöhten Preis kaufe und sie entsprechend unrechtmässig bereichert
gewesen wäre. Dabei stellt es die Anklage so dar, dass die Abwicklung des Akti-
enkaufes - zu welchem Preis auch immer - hauptsächlich deshalb nicht zustande
gekommen sei, weil der Geschädigte noch rechtzeitig von der Kündigung der
Saalmiete für das E._ erfahren habe.
B. Unbestrittener Sachverhalt
1. Vorab ist festzuhalten, dass der in der Anklage geschilderte Sachverhalt
als letztes Teilgeschehen eines komplexen Vorgangs, der über Jahre dauerte und
das Überleben der C._ AG zum Ziel hatte, gesehen werden muss. Bei der
C._ AG handelte es sich um eine Gesellschaft aus der ...branche, die vier ...
in F._ betrieb. Am 13. Juli 2004 wurde aufgrund der festgestellten Über-
schuldung der C._ AG auf entsprechendes Gesuch eine Nachlassstundung
bewilligt (Urk. ND 1/3/4/26). Nachdem diese am 23. November 2004 widerrufen
worden war, wurde am 16. Dezember 2004 der Konkurs über die C._ AG er-
öffnet (ND 1/3/4/31).
2. Durch die Akten belegt ist, dass die Beschuldigte seit 1990 als Geschäfts-
führerin der C._ AG (damals noch G._ AG) tätig war. Weiter lässt sich
den Akten entnehmen, dass die Jahresrechnungen der C._ AG seit Ende der
90er Jahre jeweils mit Verlust abschlossen (Urk. ND 1/3/4/7, ND 1/3/4/46) und die
C._ AG deshalb nach Investoren suchte. In das Ganze involviert waren dabei
verschiedene weitere Gesellschaften der ...branche - u.a. die H._ AG -, mit
denen über gegenseitige Beteiligungen verhandelt wurde (vgl. Urk. ND
1/3/4/10ff.). So kam auch der Privatkläger, ebenfalls aus der ...branche, ins Spiel,
der sich am 4. April 2002 von der H._ AG 335 Namenaktien der C._ AG
abtreten liess (Urk. ND 1/3/4/6), wobei die Beschuldigte immer bestritt, dass die
H._ AG je rechtmässige Eigentümerin dieser Aktien geworden sei und des-
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halb diese Aktien auch nicht an Dr. B._ habe zedieren können (z.B. Urk. ND
1/13/1 S. 3, ND 1/13/7 S. 2, ND 1/3/4/10, ND 1/3/4/10a). Letzterer nahm zur Fra-
ge der Eigentumsverhältnisse an den Aktien der C._ AG im Verlauf der Zeit
verschiedene Standpunkte ein. Nachdem er sich vorerst auf den Standpunkt ge-
stellt hatte, er sei rechtmässig Eigentümer von 333 Aktien der C._ AG ge-
worden (vgl. Urk. ND 1/3/4/20, ND 1/3/4/32; ND 1/5/2/4 S. 7), schloss er sich im
Konkursverfahren dann aber der Betrachtungsweise der Beschuldigten an (Urk.
ND 1/6/2, ND 1/7/1). Bis heute konnten die Eigentumsverhältnisse an den Na-
menaktien der C._ AG nicht geklärt werden.
3. Unbestritten und durch die Akten belegt ist ferner, dass die C._ AG die
am 28. November 2003 ausgesprochene Kündigung des Mietverhältnisses für die
Räumlichkeiten des E._ angefochten hatte und aus formellen Gründen von
der Schlichtungsbehörde am 7. Januar 2004 Recht bekam (Urk. ND 1/1/3/12). In
der Folge kam es mit dem neuen Eigentümer der Liegenschaft wegen einer aus-
stehenden Mietzinszahlung zu weiteren Problemen. Mit eingeschriebenem
Schreiben vom 4. Februar 2004 wurde die C._ AG vom neuen Eigentümer
der Liegenschaft für die ausstehende Miete Februar in Verzug gesetzt und es
wurde ihr eine Zahlungsfrist von 30 Tagen angesetzt. Sieben Tage nach Ablauf
dieser Frist bezahlte die Beschuldigte die geschuldete Miete für Februar 2004.
Dennoch kündigte der Vermieter das Mietverhältnis gestützt auf Art. 257d OR am
30. April 2004 per 31. Mai 2004. Auch diese Kündigung wurde von der C._
AG angefochten, jedoch ohne Erfolg. Mit Entscheid der Schlichtungsbehörde vom
8. Juni 2004 wurde die ausgesprochene Kündigung per 31. Mai 2004 als wirksam
erklärt (Urk. ND 1/1/3/13). Dieser Entscheid wurde am 15. Juni 2004 versandt
(Urk. ND 1/1/3/13 S. 5). Am 8. Juli 2004 sandte die Beschuldigte dem Privatkläger
einen Fax, in welchem sie Letzteren über diese Kündigung informierte und über
das weitere Vorgehen anfragte (Urk. ND 1/1/3/14).
4. Unbestritten und durch die Akten belegt ist, dass die Beschuldigte durch ih-
ren Anwalt dem Privatkläger Dr. B._ mit Schreiben vom tt. Mai 2004 165 Ak-
tien der C._ AG zu einem Preis von CHF 700'000 anbieten liess (Urk. ND
1/3/4/23). Den Akten lässt sich auch entnehmen, dass eine Beteiligung von Dr.
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B._ an der C._ bereits seit Ende 2001 / anfangs 2002 ein Thema war
(Übernahme von 335 Aktien der C._ AG von der H._ AG) und es in die-
sem Zusammenhang bald auch zu Unstimmigkeiten mit der Beschuldigten kam
(z.B. Urk. ND 1/3/4/2ff., ND 1/3/4/10a S. 2, ND 1/10/2/3-11). Das Protokoll über
die ordentliche Generalversammlung betreffend das Geschäftsjahr 2001 der
C._ AG vom tt. Mai 2002, das Dr. B._ als Vertreter von 331 Namenak-
tien der C._ AG anführte, wurde von der Beschuldigten zwar unterzeichnet
(Urk. ND 1/3/4/7b). Das vorbereitete Protokoll der Generalversammlung der
C._ AG vom tt. August 2003, in welchem Dr. B._ wiederum als Inhaber
von 333 Aktien angeführt ist, unterzeichnete sie aus diesem Grund jedoch nicht
(Urk. ND 1/3/4/19). Unstrittig ist zudem, dass die C._ AG in jener Zeit mit
Verlusten zu kämpfen hatte, was allen Beteiligten klar war.
5. Wie einer Aktennotiz von Dr. B._ vom 2. Juni 2004 zu entnehmen ist,
fanden im Herbst 2003 zwischen ihm und der Beschuldigten verschiedene Ver-
handlungen zur Schlichtung der die C._ AG lähmenden Meinungsverschie-
denheiten statt und es wurden auf beiden Seiten Parteianwälte eingeschaltet. Wie
Dr. B._ in dieser Aktennotiz des Weiteren festhielt, unterbreitete sein Anwalt
am tt. Mai 2004 - mithin drei Tage vor der eingangs erwähnten Offerte der Be-
schuldigten an Dr. B._ - eine Vereinbarung, die ihm, unpräjudiziell für die Ei-
gentumsfrage, die Kontrolle über die Gesellschaft zuerkannt hätte, was von der
Beschuldigten jedoch abgelehnt wurde (Urk. ND 1/3/4/20 S. 2). Auch aus dem
Protokoll der Verwaltungsratssitzung der C._ AG vom 1. Juni 2004, erstellt
von Dr. B._ am 12. Juli 2004 (Unterschrift von der Beschuldigten verweigert),
geht hervor, dass keine Vertrauensbasis mehr bestand und das Arbeitsverhältnis
mit der Beschuldigten aufgelöst werden sollte (Urk. ND 1/3/4/21a).
6. Zusammenfassend kann somit festgehalten werden, dass zwischen der
Beschuldigten und Dr. B._ von Anfang an Unstimmigkeiten über die Eigen-
tumsverhältnisse an den Aktien der C._ AG bestanden. Dazu kam, dass
auch die Privatbezüge der Beschuldigten (die letztlich gemäss Anklage Ziffer 2 zu
einer Verurteilung führten) bereits 2003 im Raume standen (vgl. Urk. ND
1/3/4/20). So erstaunt es nicht, dass sich das Ganze immer mehr zuspitzte und
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- wie sich aus den Akten ergibt - Dr. B._ aufgrund einer fehlenden Vertrau-
ensbasis letztlich die Kontrolle über die C._ AG übernehmen wollte (Urk. ND
1/14/4/2-3). Offensichtlich haben denn auch entsprechende Verhandlungen zwi-
schen den Parteien stattgefunden, wie dies auch dem Schreiben des Verteidigers
an den Rechtsvertreter von Dr. B._ vom 26. Mai 2004 zu entnehmen ist, mit
welchem die Beschuldigte 165 Aktien der C._ AG zu einem Kaufpreis von
CHF 700'000 anbot (Urk. ND 1/3/4/23).
C. Subjektiver Sachverhalt
1. Die Anklage wirft der Beschuldigten zusammengefasst vor, sie habe sich
mit dem Verkauf der 165 Aktien der C._ AG unrechtmässig bereichern wol-
len, da der verlangte Preis massiv zu hoch angesetzt gewesen sei angesichts des
Umstands, dass die Saalmiete für das E._ gekündigt worden sei. Zu diesem
Zweck habe sie Dr. B._ arglistig getäuscht, indem sie ihm die Kündigung der
Saalmiete für das E._ bewusst verschwiegen habe.
2. Was den Preis der angebotenen Aktien anbelangt, äusserte sich Dr.
B._ in der Untersuchung als Zeuge dahingehend, dass die Beschuldigte die
Situation ausgenutzt habe, um durch ihren Anwalt ein übersetztes Kaufpreisan-
gebot zu unterbreiten. Dieses Angebot wäre schon für alle ursprünglichen ... sehr
hoch gewesen, geschweige denn nach Verlust einer wichtigen Spielstätte wie
dem E._ (Urk. ND 1/13/9 S. 5). Ebenso äusserte sich Dr. B._ in einer
Stellungnahme zum Entwurf des Schlussvorhalts zuhanden des Staatsanwalts,
nämlich dass keine Absicht bestanden habe, CHF 700'000 für die Aktien zu be-
zahlen und es ein Poker von Rechtsanwalt X._ gewesen sei, Dr. B._
würde C._ nach den hohen Investitionen nicht fallen lassen (Urk. ND 1/11/2
S. 2). Daraus ist ersichtlich, dass sein abschlägiger Entscheid - entgegen dem
Anklagevorwurf, wonach es vor allem deshalb nicht zum Aktienerwerb gekommen
sei, weil dem Geschädigten die Kündigung der Saalmiete noch rechtzeitig vor
Abwicklung des Aktienkaufs bekannt geworden sei - völlig unabhängig von seiner
Kenntnis bzw. Unkenntnis über diese Kündigung erfolgt war.
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3. Im Mai 2004 stand die Beschuldigte offensichtlich vor der Situation, aus der
C._ AG ausscheiden zu müssen. Ihrer Ansicht nach war sie zwar deren Al-
leinaktionärin. Aus Sicht von Dr. B._ war jedoch er der Hauptaktionär mit 333
Aktien und sie die Minderheitsaktionärin. Die Beschuldigte wusste, dass Dr.
B._ sie aus der C._ AG draussen haben und auch die Kontrolle über ih-
re Aktien wollte, weil er ihr nicht (mehr) vertraute. Nachdem sie am tt. Mai 2004
einen Vereinbarungsentwurf von Dr. B._ unterbreitet erhalten hatte und am
tt. Mai 2004 einen Zusatz dazu (vgl. Urk. ND 1/14/4/2-3), erscheint es vor diesem
Hintergrund denn auch nachvollziehbar, dass sie ihrerseits Dr. B._ eine
Kaufsofferte unterbreitete. Aufgrund der vorgängigen Auseinandersetzungen mit
Dr. B._ wusste die Beschuldigte auch, dass jener davon ausging, dass die
C._ AG in einer aktuellen Liquiditätskrise steckte, mithin ein Sanierungsfall
war (Urk. ND 1/14/4/2-3). Wie sich im Folgenden zeigte (Nachlassstundung, Kon-
kurseröffnung), konnte es um die C._ AG im Mai 2004 tatsächlich nicht zum
besten gestanden sein, was - wie oben bereits dargelegt - auch der Beschuldigten
bewusst sein musste. Nach dem ganzen Geschehen (wie oben zusammenge-
fasst) konnte die Beschuldigte somit nicht ernsthaft davon ausgehen, dass Dr.
B._ ohne weiteres auf ihr Angebot im Schreiben vom tt. Mai 2004 eingehen
würde. Hätte sich die Beschuldigte tatsächlich unrechtmässig bereichern wollen,
hätte sie wohl kaum ein Angebot gemacht, bei dem sie davon ausgehen musste,
dass es abgelehnt würde.
4. Dass die Beschuldigte die Kündigung der Saalmiete für das E._ ab-
sichtlich verheimlicht habe, bestritt sie (Urk. ND 1/13/5 S. 12, S. 14; Urk. 22
S. 14). Zu berücksichtigen ist, dass der Entscheid der Schlichtungsbehörde am
8. Juni 2004 erging und am 15. Juni 2004 versandt wurde. Am tt. Mai 2004, dem
Datum ihrer Offerte an Dr. B._, wusste die Beschuldigte zwar, dass ein Ver-
fahren betreffend Kündigung der Saalmiete bei der Schlichtungsbehörde hängig
war. Sie konnte jedoch dessen Ausgang noch nicht kennen. Wann genau die Be-
schuldigte erstmals Kenntnis von der Wirksamkeit der Kündigung erhielt, lässt
sich nicht feststellen. Gemäss ihren Aussagen hatte sie damals keinen Zugang
mehr zur Post (Urk. ND 1/13/5 S. 14). Einem Faxschreiben der Beschuldigten an
ihren Anwalt Dr. X._ vom 8. Juli 2004 und dem Faxschreiben der Beschuldig-
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ten an Dr. B._ vom 8. Juli 2004, in welchem sie Letzteren über die Kündi-
gung informierte und über das weitere Vorgehen anfragte, lässt sich jedenfalls
entnehmen, dass sie diesbezüglich offenbar zuvor vom Anwalt, der die C._
AG in der Mietsache E._ vertreten hatte, angerufen worden war (Urk. ND
1/14/4/9, ND 1/1/3/14). So liesse sich denn auch erklären, was Anlass zu diesem
Fax vom 8. Juli 2004 an Dr. B._ gab. Dies wiederum wäre ein Indiz dafür,
dass die Beschuldigte das Verfahren bei der Schlichtungsbehörde betreffend die
Kündigung nicht absichtlich verheimlichte, sondern dass es - wie von ihr geltend
gemacht (Urk. ND 1/1/3/14, Urk. 22 S. 13) - bei ihr einfach vergessen ging. Be-
rücksichtigt man die gesamten Umstände im Mai 2004, wie z.B. dass damals of-
fensichtlich intensive Auseinandersetzungen zwischen der Beschuldigten und Dr.
B._ über die Sanierung der C._ AG und in diesem Zusammenhang
auch über die Eigentumsverhältnisse an den Aktien der C._ AG stattfanden,
dass die Beschuldigte beim Verfahren vor der Schlichtungsbehörde nicht direkt
involviert war, sondern die C._ AG von einem Anwalt vertreten wurde, er-
scheint es nicht abwegig, wenn das vor Schlichtungsbehörde anhängige Verfah-
ren dabei in Vergessenheit geriet und gegenüber Dr. B._ nicht erwähnt wur-
de. Aber selbst wenn die hängige Mietsache der Beschuldigten damals präsent
gewesen wäre, kann nicht ausgeschlossen werden, dass es für sie nicht von
grosser Bedeutung war, weil sie davon ausging, die C._ AG bekäme - wie
schon beim ersten Verfahren - wieder Recht, da die ausstehende Miete in der
Zwischenzeit bezahlt worden war (vgl. Urk. 22 S. 12f.). Ein bewusstes Verheimli-
chen und damit eine bewusste Täuschung lässt sich der Beschuldigten auf jeden
Fall nicht nachweisen, vor allem auch deshalb nicht, weil sie nach Kenntnisnahme
des Entscheides der Schlichtungsbehörde Dr. B._ per Fax, also möglichst
umgehend, darüber informierte.
5. Zusammenfassend ist somit festzuhalten, dass Dr. B._ das Angebot
der Beschuldigten zum Kauf von 165 Aktien der C._ AG zum Preis von
CHF 700'000 umgehend ablehnte, d.h., zu einer Zeit, bevor die Beschuldigte vom
Ausgang des Verfahrens vor der Schlichtungsbehörde Kenntnis haben konnte
und auch Dr. B._ keine Kenntnis davon hatte. Sein Entscheid, das Angebot
der Beschuldigten abzulehnen erfolgte somit völlig unabhängig von der Kündi-
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gung der Saalmiete für das E._. Dementsprechend ist widerlegt, dass es vor
allem deshalb nicht zum Aktienerwerb kam, weil ihm "die Kündigung der Saalmie-
te noch rechtzeitig vor Abwicklung des Aktienkaufs bekannt geworden war", wie
es in der Anklage behauptet wird, sondern weil Dr. B._ von Anfang an nicht
die Absicht hatte, die Aktien für CHF 700'000 zu erwerben (vgl. oben).
Wie oben dargelegt, ging denn auch die Beschuldigte davon aus, dass Dr.
B._ ihr Angebot ablehnen würde. Entsprechend wenig überzeugend er-
scheint somit, dass sich die Beschuldigte mit ihrer Offerte unrechtmässig berei-
chern wollte, wie ihr dies die Anklage vorwirft. Dem Schreiben ihres Anwalts an
Dr. B._ vom tt. Mai 2004 kann - insbesondere auch unter Berücksichtigung
der vorgängigen Auseinandersetzungen zwischen den Parteien - keine andere
Bedeutung zugemessen werden, als dass damit eine Basis für weitere Verhand-
lungen geschaffen werden sollte. Wie den Akten zu entnehmen ist, zeigte sich die
Beschuldigte denn auch verhandlungsbereit (Urk. ND 1/1/3/18 S. 3). Es liegt in
der Natur der Sache, dass die Beschuldigte versuchte, einen möglichst guten
Preis für ihre Aktien zu erzielen. Ein allenfalls zu hoch angesetzter Preis bedeutet
dabei aber nicht automatisch, dass sich die Beschuldigte unrechtmässig berei-
chern wollte. Entsprechend lässt sich eine unrechtmässige Bereicherungsabsicht
der Beschuldigten denn auch nicht nachweisen.
Was das Verfahren vor der Schlichtungsbehörde betreffend die Kündigung der
Saalmiete für das E._ anbelangt, kann der Beschuldigten nicht nachgewie-
sen werden, dass sie dies bewusst vor Dr. B._ verheimlichte. Es erscheint
glaubhaft, dass das hängige Verfahren vor der Schlichtungsbehörde in Anbetracht
der gesamten Umstände in Vergessenheit geriet bzw. für die Beschuldigte keine
grosse Bedeutung hatte, v.a. auch deshalb nicht, weil die Schlichtungsbehörde im
ersten Verfahren im Zusammenhang mit der Kündigung zugunsten der C._
AG entschieden hatte und die Beschuldigte nicht damit rechnete, dass es diesmal
anders ausginge, nachdem die ausstehende Mietzinszahlung, die Anlass für die
ausserordentliche Kündigung gab, wenn auch verspätet, bezahlt worden war. Das
Gegenteil lässt sich der Beschuldigten auf jeden Fall nicht nachweisen. Demzu-
folge lässt sich auch nicht erstellen, dass sie Dr. B._ täuschen wollte.
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Der in der Anklage unter Ziffer 4 geschilderte Sachverhalt lässt sich somit nicht
erstellen, weshalb die Beschuldigte diesbezüglich freizusprechen ist.
IV. Strafe
A. Vorbemerkungen
1. Da die Beschuldigte ihre Delikte vor Inkrafttreten des neuen Allgemeinen
Teils des Strafgesetzbuches beging, ist zunächst abzuklären, welches Recht an-
wendbar ist. Wie die Vorinstanz - auf deren zutreffende Ausführungen vollumfäng-
lich verwiesen werden kann - diesbezüglich zu Recht feststellte, ist vorliegend das
neue Recht als das mildere anzuwenden.
2. Als Folge des Freispruchs bezüglich des versuchten Betruges ist die Strafe
für die bereits in Rechtskraft erwachsenen Schuldsprüche bezüglich mehrfacher
qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesorgung im Sinne von Art. 158 Ziff. 1 und 3
StGB (Anklageziffer 1. und 2.) neu festzusetzen, wie dies von der Verteidigung
auch beanstandet wurde.
3. Nachdem die Vorinstanz eine Geldstrafe in der Höhe von 240 Tagessätzen
zu CHF 60.00 ausgesprochen hat (Urk. 32 S. 74) und die Staatsanwaltschaft auf
Anschlussberufung verzichtete, kann die Strafe im Rechtsmittelverfahren nicht zu
Ungunsten der Beschuldigten abgeändert werden (Art. 391 Abs. 2 StPO). Das
bedeutet, dass heute eine Geldstrafe auszufällen ist.
4. Mit Strafbefehl der Bezirksanwaltschaft Zürich vom 2. Juli 2002 wurde die
Beschuldigte wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand und einfacher Verlet-
zung der Verkehrsregeln mit einer Busse in Höhe von CHF 2'500.00 bestraft. Da-
bei wurde ihr die vorzeitige Löschbarkeit im Strafregister gewährt, unter Anset-
zung einer Probezeit von zwei Jahren (Urk. 20). Die Beschuldigte beging die De-
likte, die zu ihrer Verurteilung wegen qualifizierter ungetreuer Geschäftsbesor-
gung führten, während dieser Probezeit. Der Widerruf der vorzeitigen Löschbar-
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keit der Verurteilung im Strafregister kann jedoch nicht mehr angeordnet werden,
da seit Ablauf der Probezeit mehr als fünf Jahre (Art. 49 Ziff. 4 in Verbindung mit
Art. 41 Ziff. 3 Abs. 5 aStGB) bzw. mehr als drei Jahre (Art. 46 Abs. 5 StGB) ver-
gangen sind.
B. Allgemeines zur Strafzumessung
1. Die Beschuldigte beging mehrere Delikte. Hat der Täter durch eine oder
mehrere Handlungen die Voraussetzungen für mehrere gleichartige Strafen er-
füllt, so verurteilt ihn das Gericht zu der Strafe der schwersten Straftat und erhöht
sie angemessen. Es darf jedoch das Höchstmass der angedrohten Strafe nicht
um mehr als die Hälfte erhöhen. Dabei ist es an das gesetzliche Höchstmass der
Strafart gebunden (Art. 49 Abs. 1 StGB). Gemäss bundesgerichtlicher Rechtspre-
chung ist bei der Bildung einer Gesamtstrafe nach Art. 49 Abs. 1 StGB vorab der
Strafrahmen für die schwerste Straftat zu bestimmen und alsdann die Einsatzstra-
fe für die schwerste Tat innerhalb dieses Strafrahmens festzusetzen. Schliesslich
ist die Einsatzstrafe unter Einbezug der anderen Straftaten in Anwendung des
Asperationsprinzips angemessen zu erhöhen. Das Gericht hat mithin in einem
ersten Schritt gedanklich die Einsatzstrafe des schwersten Delikts festzulegen,
indem es alle diesbezüglichen straferhöhenden und strafmindernden Umstände
einbezieht. In einem zweiten Schritt hat es die Strafe zu erhöhen, um die weiteren
Delikte zu sanktionieren. Auch dort muss es den jeweiligen Umständen Rechnung
tragen (BGE 6B_865/2009 Urteil vom 25.03.2010 E. 1.2.2).
2. Vorliegend beging die Beschuldigte mehrfach qualifizierte ungetreue Ge-
schäftsbesorgungen, die bei der Strafzumessung nicht je einzeln sondern, wie be-
reits in der Anklageschrift so dargestellt, als zwei Komplexe (Verheimlichung der
Lohnpfändung und unautorisierte Privatbezüge) zu betrachten sind.
3. Die ungetreue Geschäftsbesorgung sieht einen Strafrahmen von Freiheits-
strafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe vor (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 1 StGB). Bei der
qualifizierten ungetreuen Geschäftsbesorgung, d.h. wenn der Täter in der Absicht
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handelt, sich oder einen andern unrechtmässig zu bereichern, kann auf Freiheits-
strafe von einem Jahr bis zu fünf Jahren erkannt werden (Art. 158 Ziff. 1 Abs. 3
StGB). Diese "Kann-Vorschrift" schliesst jedoch nicht aus, dass der Täter, der mit
unrechtmässiger Bereicherungsabsicht handelt, auch bloss mit einer Geldstrafe,
wie sie auch beim qualifizierten Tatbestand gemäss Art. 158 Ziff. 2 StGB ange-
droht ist, bestraft werden kann. Der Strafrahmen erstreckt sich somit von einer
Geldstrafe (bis zu 360 Tagessätzen) bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe.
4. Innerhalb dieses Strafrahmens bemisst das Gericht die Strafe nach dem
Verschulden des Täters. Es berücksichtigt das Vorleben und die persönlichen
Verhältnisse sowie die Wirkung der Strafe auf das Leben des Täters. Das Ver-
schulden wird nach der Schwere der Verletzung oder Gefährdung des betroffenen
Rechtsguts, nach der Verwerflichkeit des Handelns, den Beweggründen und Zie-
len des Täters sowie danach bestimmt, wie weit der Täter nach den inneren und
äusseren Umständen in der Lage war, die Gefährdung oder Verletzung zu ver-
meiden (Art. 47 StGB). Dabei kommt dem (subjektiven) Tatverschulden bei der
Strafzumessung eine entscheidende Rolle zu (BGE 136 IV 55 E. 5.4).
C. Konkrete Strafzumessung
1. Zu den persönlichen Verhältnissen der Beschuldigten kann vollumfänglich
auf die ausführlichen und zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen
werden (Urk. 32 S. 63f.).
2. Für die Strafzumessung ist von den unautorisierten Privatbezügen der Be-
schuldigten als schwerer wiegender Komplex auszugehen. Diesbezüglich ist zu
berücksichtigen, dass die Beschuldigte die Privatbezüge über eine längere Zeit,
nämlich von anfangs 2002 bis zu ihrem Ausscheiden aus der C._ AG im Juni
2004, tätigte. Zu beachten ist dabei, dass sich die monatlich getätigten Bezüge im
vier- oder teilweise auch im fünfstelligen Bereich bewegten. Diese Privatbezüge
verbrauchte die Beschuldigte - nebst ihrem Lohn - für eigene Bedürfnisse. Sie
handelte somit aus rein egoistischen Motiven, um sich einen gehobenen Lebens-
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standard leisten zu können. Dabei musste sie sich der prekären finanziellen Situa-
tion der C._ AG bewusst sein, suchte sie in Dr. B._ doch einen neuen
Investor (vgl. oben), was sie aber offensichtlich nicht davon abhielt, Privatbezüge
von erheblichem Ausmass zu tätigen. Wenn die Beschuldigte diese Bezüge im
erwähnten Umfang tätigte, kann sie auch nicht geltend machen, dass sie wegen
der schlechten Zahlen der C._ AG auf einen Teil ihres Lohnes verzichtete,
denn ihre Bezüge überstiegen ihre Lohneinbusse erheblich, so dass von einem
Ausgleich nicht die Rede sein kann. Zu ihren Gunsten zu berücksichtigen ist der
Umstand, dass die Eigentumsverhältnisse bezüglich der C._-Aktien unklar
waren und die Beschuldigte immer der Ansicht war, sie sei Alleinaktionärin, was
ihr subjektives Verschulden erheblich relativiert.
Die Vorstrafe der Beschuldigten, die ein völlig anderes Gebiet beschlägt (Ver-
kehrsdelikte), fällt nicht gross ins Gewicht, auch wenn sie innert der damals für die
vorzeitige Löschbarkeit der Busse angesetzten Probezeit delinquierte. Ebenso hat
ihr Geständnis bezüglich des äusseren Sachverhalts kaum Einfluss auf ihr Ver-
schulden, da weder die Untersuchung merklich erleichtert wurde noch Einsicht
oder Reue erkennbar sind.
Am 1. Juli 2010 erstellte die Stadtpolizei I._ einen Rapport gegen die Be-
schuldigte wegen Fahrens in fahrunfähigem Zustand, begangen am tt.mm.2010
(Urk. 1). Nachdem dieses Verfahren mit Verfügung der Staatsanwaltschaft Zürich-
Sihl vom 30. November 2010 gestützt auf § 39a Abs. 1 Ziff. 1 StPO/ZH eingestellt
worden ist mit der Begründung, dass dieser Tat neben den zur Anklage gebrach-
ten Delikten keine erhebliche Bedeutung zukomme im Hinblick auf die zu erwar-
tende Strafe (Urk. 11/2), muss das rapportierte Ereignis für die heute auszufällen-
de Strafe unbeachtlich bleiben.
Wie die Vorinstanz - auf deren detaillierte und zutreffende Ausführungen in die-
sem Zusammenhang verwiesen werden kann (Urk. 32 S. 66) - zu Recht feststell-
te, ist aufgrund der langen Dauer der Untersuchung von einer Verletzung des Be-
schleunigungsgebots im Sinne von Art. 5 Abs. 1 StPO auszugehen, was sich
deutlich strafmindernd auswirkt.
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Insgesamt betrachtet ist das Verschulden betreffend die ungerechtfertigten Pri-
vatbezüge als nicht mehr leicht zu veranschlagen, wofür eine Einsatzstrafe von
rund 180 Tagessätzen als angemessen erschiene.
3. Auch bezüglich der Verheimlichung der Lohnpfändung wiegt das Verschul-
den der Beschuldigten insgesamt betrachtet nicht mehr leicht. Der Deliktsbetrag
in Höhe von CHF 17'575.50 kann nicht mehr als Bagatelle bezeichnet werden.
Dass es gegen die Beschuldigte, die immerhin einen Lohn von monatlich
CHF 7'500.00 bezog (Urk. ND 1/13/1 S. 2) und dazu noch Privatbezüge tätigte
(vgl. oben), zu einer Lohnpfändung kam, zeigt, dass sie über ihre Verhältnisse
lebte, was sie gegenüber Dr. B._ offensichtlich nicht offen legen wollte. Das
Verheimlichen der Lohnpfändung kann nicht völlig isoliert betrachtet werden, son-
dern muss im Zusammenhang mit ihren eigenmächtigen Privatbezügen, die sie
denn auch teilweise zur Bezahlung der gepfändeten Lohnquote einsetzte, gese-
hen werden. Zu berücksichtigen ist dabei, dass es bereits damals, im Frühling
2003, Differenzen zwischen der Beschuldigten und Dr. B._ gab, insbesonde-
re was die Eigentumsverhältnisse an den Aktien der C._ AG anbelangte.
Auch hier ist zu Gunsten der Beschuldigten zu gewichten, dass sie davon aus-
ging, Alleinaktionärin der C._ AG zu sein. Anderseits ist ihr anzulasten, dass
sie aus rein egoistischen Gründen die Lohnpfändung verheimlichte, um nicht of-
fen legen zu müssen, dass sie über ihre Verhältnisse lebte, was wohl auch Ein-
fluss auf die Verhandlungen mit Dr. B._ gehabt hätte.
Das teilweise Geständnis und die Vorstrafe haben auch hier kaum Einfluss auf
das Verschulden der Beschuldigten. Ebenso bleibt das mit Verfügung vom
30. November 2010 eingestellte Verfahren wegen Fahrens in fahrunfähigem Zu-
stand unbeachtlich. Hingegen ist auch hier die Verletzung des Beschleunigungs-
gebots gemäss Art. 5 Abs. 1 StPO deutlich strafmindernd zu berücksichtigen.
Insgesamt betrachtet erscheint in Anwendung von Art. 49 Abs. 1 StGB eine Straf-
erhöhung für den Komplex der verheimlichten Lohnpfändung von 30 Tagessätzen
als angemessen, was gesamthaft zu einer Strafe von 210 Tagessätzen führt.
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4. Bei der Bestimmung der Höhe des Tagessatzes gemäss Art. 34 Abs. 2
StGB ist in der Regel vom Nettoeinkommen auszugehen, das der Täter im Zeit-
punkt des Urteils durchschnittlich erzielt. Wenn die Einkünfte hinter den Beträgen
zurückbleiben, die der Täter in zumutbarer Weise einnehmen könnte oder auf die
er Anspruch hätte, so ist von einem potentiellen Einkommen auszugehen. Die
Frage nach der Zumutbarkeit ist unter Berücksichtigung der persönlich gewählten
Lebensführung zu beurteilen (vgl. BGE 134 IV 60 E. 6.1 S. 68 ff. mit Hinweisen).
Die Geldstrafe soll auch für Mittellose zur Verfügung stehen (a.a.O.; E. 5.4 S. 66
ff. mit Hinweisen). Um der schlechten finanziellen Situation Rechnung zu tragen,
ist der Tagessatz für Verurteilte, die nahe am oder unter dem Existenzminimum
leben, in dem Masse herabzusetzen, dass einerseits die Ernsthaftigkeit der Sank-
tion durch den Eingriff in die gewohnte Lebensführung erkennbar ist und anderer-
seits der Eingriff nach den persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen als
zumutbar erscheint. Als Richtwert lässt sich festhalten, dass eine Herabsetzung
des Nettoeinkommens um mindestens die Hälfte geboten ist. Bei einer hohen An-
zahl Tagessätze - namentlich bei Geldstrafen von mehr als 90 Tagessätzen - ist
eine Reduktion um weitere 10-30 Prozent angebracht, da mit zunehmender Dauer
die wirtschaftliche Bedrängnis und damit das Strafleiden progressiv ansteigt (vgl.
BGE 134 IV 60 E. 6.5.2 S. 72 f. mit Hinweisen). Trotz der Anpassung an die Ein-
kommensverhältnisse (vgl. Art. 34 Abs. 2 StGB) trifft eine Geldstrafe einkom-
mensschwache Personen prinzipiell härter als (wohlhabendere) Straftäter, welche
diese bezahlen können, ohne ihr Existenzminimum anzutasten. Erstere müssen
sich in ihren elementaren Bedürfnissen (wie Nahrung, Bekleidung, Krankheitskos-
ten, Wohnkosten) einschränken. Dies gilt selbst, wenn die Höhe des Tagessatzes
aufgrund ihrer knappen finanziellen Verhältnisse erheblich reduziert wird. Diese
Ungleichbehandlung wurde vom Gesetzgeber bewusst hingenommen. Zudem
sollen Geldstrafen unter general- und spezialpräventiven Aspekten als ernsthafte
Sanktionen wahrgenommen werden. Der Tagessatz darf nicht so weit reduziert
werden, dass er lediglich symbolischen Wert hat, weil die Geldstrafe gleichwertig
neben die Freiheitsstrafe treten soll (BGE 6B_610/2009 Urteil vom 13.07.2010 E.
1.3 mit Hinweisen; vgl. auch BGE 6B_689/2010 und 6B_690/2010 Urteil vom
25.10.2010 E. 6.2).
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Die Beschuldigte lebt von monatlichen Einkünften von total CHF 3'423.00, die
sich aus der AHV in Höhe von CHF 1'973.00 und Ergänzungsleistungen in Höhe
von CHF 1'450.00 zusammensetzen. Aufgrund der Tatsache, dass die Beschul-
digte Ergänzungsleistungen bezieht, ist davon auszugehen, dass sie nahe am
Existenzminimum lebt. Nach Abzug des mutmasslichen Steuerbetreffnisses
(Kopfsteuer) und der Krankenkassenprämien (CHF 400.00) verbleiben der Be-
schuldigten noch rund CHF 3'000.00 für den übrigen Lebensunterhalt. Angesichts
ihrer finanziellen Verhältnisse nahe dem Existenzminimum rechtfertigt sich eine
Reduktion ihres Nettoeinkommens um 50% und aufgrund der hohen Anzahl Ta-
gessätze eine solche von nochmals 30%, so dass von einem relevanten Einkom-
men von rund CHF 1'000.00 pro Monat auszugehen ist, was einen Tagessatz in
Höhe von CHF 30.00 ergibt.
5. Unter Berücksichtigung aller relevanten Strafzumessungsfaktoren erscheint
somit eine Geldstrafe von 210 Tagessätzen zu CHF 30.00 (insgesamt
CHF 6'300.00) dem Verschulden und den persönlichen Verhältnissen der Be-
schuldigten als angemessen.
D. Vollzug
1. Die Vorinstanz hat den Vollzug der Geldstrafe zu Recht aufgeschoben, un-
ter Ansetzung einer Probezeit von zwei Jahren. Zur Begründung kann vollumfäng-
lich auf die zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz verwiesen werden (Urk. 32
S. 69ff.).
2. Im Übrigen verböte auch Art. 391 Abs. 2 StPO die Strafe als vollziehbar zu
erklären.
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V. Kosten- und Entschädigungsfolge
1. Nachdem die Beschuldigte heute vom Vorwurf des versuchten Betruges
freigesprochen worden ist, ist die erstinstanzliche Kostenauflage neu zu beurtei-
len. Gemäss Art. 426 Abs. 1 StPO trägt die beschuldigte Person - mit Ausnahme
der Kosten für die amtliche Verteidigung (unter Vorbehalt von Art. 135 Abs. 4
StPO) - die Verfahrenskosten, wenn sie verurteilt wird. Wird die beschuldigte Per-
son freigesprochen, so können ihr die Verfahrenskosten ganz oder teilweise auf-
erlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens
bewirkt oder dessen Durchführung erschwert hat (Art. 426 Abs. 2 StPO). Da der
Beschuldigten im Zusammenhang mit dem angeklagten versuchten Betrug kein
solches Verhalten vorzuwerfen ist, sind die diesbezüglich entstandenen Kosten
auf die Staatskasse zu nehmen. Eine exakte Ausscheidung dieser Kosten ist je-
doch nicht möglich. Es ist aber offensichtlich, dass der weitaus grösste Aufwand
der Untersuchung im Zusammenhang mit den ungetreuen Geschäftsbesorgungen
entstand und nur ein kleiner Teil, rund 1/5, den Komplex rund um die Kündigung
der Saalmiete des E._ (Anklageziffer 3. [zufolge Verjährung eingestellt] und
Anklageziffer 4. [versuchter Betrug]) betraf. Demzufolge sind 4/5 der Untersu-
chungskosten und der Kosten des erstinstanzlichen Verfahrens der Beschuldigten
aufzuerlegen und 1/5 davon ist auf die Staatskasse zu nehmen. Die Kosten für
die amtliche Verteidigung vor erster Instanz trägt - unter Vorbehalt von Art. 135
Abs. 4 StPO im Umfang von 4/5 - der Staat.
2. Die beschuldigte Person, die ganz oder teilweise freigesprochen wird, hat
Anspruch auf Entschädigung ihrer Aufwendungen (Art. 429 Abs. 1 StPO). Da der
Beschuldigten im erstinstanzlichen Verfahren im Zusammenhang mit dem ver-
suchten Betrug kein ersichtlicher Mehraufwand entstand, ist ihr für das erstin-
stanzliche Verfahren auch keine Entschädigung auszurichten.
3. Die Kosten des Rechtsmittelverfahrens tragen die Parteien nach Massgabe
ihres Obsiegens oder Unterliegens (Art. 428 Abs. 1 StPO). Nachdem die Be-
schuldigte mit ihren Anträgen vollumfänglich obsiegte und keine Voraussetzungen
nach Art. 428 Abs. 2 StPO vorliegen, sind die Kosten des Berufungsverfahrens
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- inklusive derjenigen der amtlichen Verteidigung - auf die Staatskasse zu neh-
men.
4. Die Verteidigung stellte in der Berufungserklärung den Antrag, es sei der
Beschuldigten für das Berufungsverfahren eine Entschädigung auszurichten
(Urk. 46 S. 1). Anlässlich der Berufungsverhandlung präzisierte die Verteidigung
jedoch, dass für die Beschuldigte persönlich keine Entschädigung verlangt werde
(Prot. II S. 9). Da die Beschuldigte im Übrigen amtlich verteidigt ist, ist ihr auch
keine Entschädigung für anwaltliche Vertretung vor zweiter Instanz auszurichten.