# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 78f7864e-1b00-4952-8cc2-3a458525deac
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1
.
1.1
X._
, geboren 1961, war bei der Spenglerei
Y._
AG als
B
au
spengler
tätig
(Urk.
5/17
), als er am
22. Februar 1995 beim Demontieren eines Kranmotors
durch einen Schlag auf den Kopf
eine Stauchung der
Hals
wirbel
säule
(HWS)
erlitt
(
Urk.
5/13/113
, Urk.
5/13/94
). Am 14. Mai 1997 stürzte der Versicherte zweieinhalb Meter in die Tiefe und erlitt dabei erneut eine Trauma
tisierung der HWS sowie eine Schnittverletzung am lin
ken Zeige
finger im Grundgelenksbereich mit Durchtrennung des
radiopal
ma
ren
Gefäss
nerven
strangs
. Die Schnittverletzung wurde im
Z._
chirur
gisch ver
sorgt und es wurde eine teilweise
Rei
n
nervation
erreicht (Urk.
5/13/101
, Urk.
5/13/98
).
Am 22. Oktober 1998 stürzt
e
der Ver
sicherte bei einem Bruch eines Gerüstladens wiederum etwa zweieinhalb Meter in die Tiefe vor allem auf die rechte Schulter und den rechten Arm
(Urk.
5/13/87
)
.
Im Jahr 1999 erlitt der Versicherte eine Durchtrennung der
Extensorensehne
am linken Daumen, was genäht werden musste und eine Gefühlsverminderung hinterliess (Urk.
5/56/1, Urk. 5/56/5
). Am 19. Dezember 2005
hatte
der Beschwerdeführer
einen
Autounfall,
bei dem er
ein Innenband des linken Kniegelenks verletzt
e
und
ein
HWS-Distorsions
trauma
sowie eine Gehirn
erschüt
terung
erlitt
(Urk.
5/56/2, Urk. 5/64/329-
331).
Der Ver
sicherte nahm seine Tätigkeit als
B
auspengler
jeweils wenige Wochen nach den Unfällen ganz
tags, zeit
weise mit redu
ziertem Pensum und beschränkt auf leichtere Tätigkeiten wieder auf. Ab März 2006 arbeitete er zusehends regulär (
Urk. 5/
64/321, Urk.
5/
64/324
, Urk. 5/64/331-332
Urk. 5/64/421, Urk. 5/64/411
). Die Un
fallversicherung des Versicherten, die Schwei
zerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) erbrachte
jeweils
die gesetzli
chen Leistungen für die
Unfallfolgen
.
1.2
Am
15.
Juli 2010
wurde
der Versicherte
in der
Klinik A._
an der HWS operiert, und zwar wurde
eine ventrale
Spondylodese
C3-6 durchgeführt (Urk.
5/64/272-273
).
Vom 17. November bis 7. Dezember 2010 hielt sich der Ver
sicherte zur statio
nären Rehabilitationsbehandlung in der Privat-Klinik
B._
,
C._
, auf (Austrittsber
icht vom 16. Dezember 2010, Urk. 5/41
). Ein Jahr post
operativ wurde die Behandlung an der
Klinik A._
ein
ge
stellt (Bericht vom 20. Juli 2011, Urk.
5/48
).
Ebenfalls im Juli 2011 fand die kreisärztliche Untersuchung durch
Dr.
D._
, Facharzt für Chirurgie, statt (Be
richt 18. Juli 2011, Urk. 5/56).
Vom
4. bis 5. Ja
nuar 2012
erfolgte
in der
Klinik E._
,
Abteilung Arbeitsorientierte Rehabilitation
,
eine Evaluation der funktio
nellen Leistungsfähigkeit (EF
L;
Bericht vom 21. März 2012,
Urk.
5/71/114-123
). Die Suva stellte die bisher erbrachten Heilkosten- und
Tag
geldleistungen
per Ende
Mai 2012 ein (Schreiben vom 25. April 2012, Urk.
5/71/105-106
).
Es persistierten Beschwerden insbe
son
dere im Nacken- und Kopfbereich sowie an der linken Hand (Urk. 5/56/4-6, Urk. 5/67/5).
Mit Ver
fügung vom 27. November 2012 (
Urk.
5/
76
), bestätigt mit
Ein
sprache
entscheid
vom 4. Januar 2013
(
Urk.
5/80
), sprach die Suva dem Versicherten
mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012
eine In
validenrente mit einem
Invaliditäts
grad
von 34 % und - zusätzlich zu der mit Verfügung
vom 20. November 2003
zu
gesprochenen
Inte
gritätsentschädigung
für einen Schaden
von 5
% (Urk. 5/
71/465-466
) -
eine Integritätsentschädigung
für einen Integritätsschaden
von
5 % zu
. Die dagegen erhobene Beschwerde wurde vom
Sozialversiche
rungsgericht
des Kantons Zürich mit Urteil heutigen Datums im Verfahren UV.2013.00024 teilweise gutgeheissen und es wurde festgestellt, dass der Versi
cherte
ab dem 1. Juni 2012 Anspruch auf eine Invalidenrente mit einem
Invali
ditätsgrad
von 51 % bei einem versicherten Verdienst von
Fr. 9
6
‘
180
.45
hat.
B
etreffend das Begehren um eine hö
here
Inte
gritäts
entschädigung
wurde die Beschwerde abgewiesen
(Urk. 11)
.
1.3
Am 20. Februar 2010
hatte sich der Versicherte bei der Eidge
nössischen In
vali
den
versiche
rung zum Leistungsbezug angemeldet (Urk. 5/4). Die
Sozialver
siche
rungsanstalt
des Kantons Zürich, IV-Stelle (nachfolgend: IV-Stelle), klärte die erwerblichen und medizini
schen Verhältnisse ab und holte
die Akten der Un
fallversicherung ein.
Mit Verfügung vom 31.
Oktober 2011 verneinte die IV-Stelle den Anspruch auf berufliche Massnahmen (Urk. 5/61).
Mit Vorbescheid vom
29. Januar 2013 kündigte die IV-Stelle dem Versicherten die Ausrichtung einer
Viertelsrente
ab dem 1. Januar 2011 be
i einem Invaliditätsgrad von 45
%
an (Urk.
5/85).
Dagegen erhob der Versicherte mit Schreiben vom 31. Januar 2013 Einwände (
Urk.
5/86).
Mit Verfügung
en
vom 31. Januar 2014 sprach die IV-Stelle dem Versicherten wie angekündigt eine
Viertelsrente
ab dem 1. Januar 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 45
%
zu (
Urk.
2
/1-3
).
2.
Dagegen
erhob der Versicherte mit Eingabe vom
20. Februar 2014
Beschwerde und be
antragte,
die Verfügung
en
vom 31. Januar 2014
sei
dahingehend
abzu
ändern, dass ihm
mit Wirkung ab dem 1. Januar 201
1
eine
ganze
Rente zuge
sprochen
werde
(Urk. 1 S. 2). Die Beschwerdegegnerin schloss in der
Be
schwer
deantwort
vom
26. März 2014
auf Abweisung der Beschwerde (Urk.
4
).
Mit Ein
gabe vom 26. März 2014 (Urk. 6) reichte der Beschwerdeführer seine E-Mail-Korrespondenz mit dem Personalbereichsleiter der
F._
, Kon
trolle ruhender Verkehr
(KRV)
, ein (Urk. 7). Die Beschwerdegegnerin ver
zichtete auf eine Stellungnahme dazu (Eingabe vom 25. April 2014, Urk. 9).
Aus dem Verfahren Nr. UV.2013.00024 zwischen dem Beschwerdeführer und der Suva wird das Urteil vom
19. September 2014
als
Urk.
11 zu den Akten genommen und der Beschwerdegegnerin
zusammen
mit diesem Entscheid zu
gestellt.
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, so
weit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
Am
1. Januar 2012
sind d
ie im Rahmen der IV-Revision 6a
vorgenommenen
Än
de
rungen des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung (IVG) und der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) in Kraft getreten.
In
materiell
rechtlicher
Hinsicht gilt jedoch der allgemeine übergangsrechtliche Grundsatz, dass der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen sind, die bei Erlass des angefochtenen Entscheids respektive im Zeitpunkt gegolten haben, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende Sachverhalt verwirklicht hat
(vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Die angefochtene Verfügung ist am
31. Januar 2014
(Urk. 2) ergangen,
wobei ein Sachverhalt zu beur
teilen ist, der vor dem Inkrafttreten der revidierten Bestim
mungen
der IV-Revision 6a
am 1. Januar 20
12
begonnen hat. Daher und aufgrund dessen, dass der Rechtsstreit eine Dauerleistung betrifft, über welche noch nicht rechts
kräftig verfügt wurde, ist entsprechen
d den allgemeinen
intertemporal
recht
li
chen
Re
geln für die Zeit bis 31. Dezember 20
11
auf die damals
seit der 5. IV-Revision
(
ab dem 1. Januar 2008;
AS 2007 5129 ff.
) gültig gewesenen
Be
stim
mungen und ab
dem 1. Januar 2012
auf die neuen Normen der
IV-Revision 6a
abzustel
len (vgl. zur
5
. IV-Revision: Urteil des Bundesgerichts
8C_829/2008 2
3.
De
zem
ber 2008
E. 2.1
). Im Folgenden werden die massgeblichen Gesetzes
bestim
mun
gen - so
weit nichts anderes vermerkt ist - in der seit dem
1.
Januar 20
12
geltenden Fas
sung zitiert
.
2.
2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 ATSG).
Die Invalidität kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankhei
t oder Unfall sein (
Art.
4 Abs.
1 IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körper
lichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmög
lichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeits
markt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbs
unfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächti
gung zu berück
sichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von
Art.
4
Abs.
1 IVG in Verbindung mit
Art.
8 ATSG bewirken. Nicht als Folgen eines psychischen Gesundheitsschadens und damit invalidenversicherungsrechtlich nicht als rele
vant gelten Einschränkungen der Erwerbsfähigkeit, welche die versicherte Per
son bei Aufbietung allen guten Willens, die verbleibende Leistungsfähigkeit zu verwerten, abwenden könnte; das Mass des
Forderbaren
wird dabei weitgehend objektiv bestimmt. Festzu
stellen ist, ob und in welchem Umfang die Ausübung einer Erwerbs
tätigkeit auf dem ausgeglichenen Arbeitsmarkt mit der psychi
schen Beeinträch
tigung verein
bar ist. Ein psychischer Gesundheitsschaden führt also nur soweit zu einer Er
werbsunfähigkeit (
Art.
7 ATSG), als angenommen werden kann, die Ver
wertung der Arbeitsfähigkeit (
Art.
6 ATSG) sei der versi
cherten Person sozial-praktisch nicht mehr zumutbar (BGE 131 V 49 E. 1.2 mit Hinweisen).
2.2
2.2.1
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit
Art.
28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalidenein
kom
men
), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypo
thetischen Erwerbseinkommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und ein
an
der gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt
(allgemeine Methode des
Einkommens
ver
gleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
2.2.2
Gemäss Art. 28 Abs. 2 IVG haben Versicherte Anspruch auf eine ganze Rente, wenn sie mindestens zu 70 %, auf eine
Dreiviertelsrente
, wenn sie mindestens zu 60 %, auf eine halbe Rente, wenn sie mindestens zu 50 % oder auf eine
Vier
tels
rente
, wenn sie mindestens zu 40 % invalid sind.
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stellte sich im ange
foch
tenen
Entscheid
auf den Stand
punkt,
es bestünden reine Unfallfolgen, weshalb die medizinischen Abklärungen mit jenen
der Suva
koordiniert würden. Der
Beschwerdeführer sei seit dem 4. Januar 2010 in seiner Arbeits
fähig
keit e
rheblich eingeschränkt
. E
ntsprechend den Abklärungen
der Suva
sei ihm
seine Tätigkeit als
Bauspengler
nicht mehr zumutbar. In einer leidensangepassten Tätigkeit
sei er zu 100
% arbeitsfähig. Ausgehend von einem
Va
liden
einkommen
in Koordination mit den Abklä
run
gen der Suva von Fr. 107‘325.--
und einem Invalideneinkommen ausgehend von der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik
von Fr. 59‘274.20 resultiere ein
Invaliditätsgrad von 45 %, so dass der Be
schwerde
führer Anspruch auf eine
Viertelsrente
mit Wirkung ab dem 1. Januar 2011 habe
(
Urk.
2/1 S. 3 f.).
3.2
Der Beschwerdeführer bringt dagegen vor,
der Entscheid
der Suva
sei fehlerhaft, weshalb darauf nicht abgestellt werden könne. Der Kreisarzt
Dr.
D._
sehe
(Urk. 5/56)
bei körperlich leichten Tätigkeiten Einschränkungen in der Leis
tungs
fähigkeit, wes
halb diese Beurteilung nicht mit der von der
Be
schwerde
gegnerin
angenom
menen Leistungsfähigkeit von 100
%
in einer
leidensange
passten
Tätigkeit in Ein
klang gebracht werden könne. Auch
sei der EFL-Bericht der
Klinik E._
vom 21. März 2012 (
Urk.
5/71/114-123) keine geeignete Grundlage, um die Leistungsfähigkeit in einer alter
nati
ven Tätigkeit zu be
mes
sen. Er
kritisiere vor allem die Haltung des Physio
thera
peuten, der die Abklä
rung durch
geführt, ihm aber nicht richtig zugehört, verschiedene Beschwerden falsch erfasst oder inter
pretiert und unan
gebrachte Be
merkungen gemacht habe. So habe dieser mit Hinweis auf die eigene Geh
behinderung geäussert, er wäre gerne so gesund, wie der Be
schwerde
führer. Auch habe dieser bemerkt, wenn der Beschwerde
führer den Haushalt machen könne, könne er auch einen ganzen Tag arbeiten. Er, der Beschwerde
führer, sei damit in seinem Leiden nicht ernst genommen worden, und es erwecke den Anschein, dass die Abklärungsperson alles mit der vorge
fassten Meinung interpretiert habe, dass es wohl nicht so schlimm sein könne. Damit sei eine Symptomausweitung gesehen worden, wo echte Be
schwerden seien. Er könne die Halswirbelsäule durchaus noch bewegen. Diese Bewegungen hätten aber zur Folge, dass die Kopf
schmerzen stark zu
neh
men würden. Diese Kopfschmerzen seien aufgrund der objektiv be
stehenden Wirbelsäulen- und
Rücken
mark
schäden
nachvoll
ziehbar. Die Arbei
ten im Haus
halt könne er nur langsam und in Etappen ausführen. Er müsse dafür sorgen, dass er seine Übungen mache und Ruhe
pausen einhalte. Au
ch bei den Abklä
rungen in
E._
habe er Ruhe
pausen einschalten müssen, er könne nicht den ganzen Tag aktiv sein. Er habe weder eine Minder
leistung noch Be
schwerden simuliert. Im Bemühen, den Au
f
forderungen der Abklärungsper
son nachzu
kommen, habe er sich bis ans Limit belastet und den Kopf mehr bewegt, als ihm zuträglich gewesen sei. Es sei die Tatsache aus
geblendet wor
den, dass er wäh
rend und nach der Abklärung sehr viel mehr Beschwerden gehabt habe. Dies sei von seiner Physiotherapeutin im Bericht vom 31. Januar 2012 (Urk.
5/71/137
) bestätigt worden. Auch sei im EFL-Bericht nicht berücksichtigt worden, dass er aus gesundheitlichen Gründen seinen Führerschein habe abge
ben müssen.
Er könne
in einer
leidensange
passten
Tätig
keit höch
stens noch zu 50
%
erwerbstä
tig sein.
Er müsse langsam arbeiten und benötige dadurch auch bei körper
lich
leichten
Tätigkeit regel
mässig längere Pausen. Im Übrigen
stelle die EFL keine fachärztliche Ab
klärung dar, da bei ihm ein neurologisches Problem vorliege, welches in einer Ab
klä
rung der funk
tionellen Leistungs
fähig
keit nich
t adäquat erfasst werden könne
.
Schliesslich zeige d
ie Absage auf seine Bewerbung bei der
F._
für eine Stelle als Mitarbeiter der Kon
trolle ruhender Verkehr (KRV), welche dem Belastungsprofil gemäss der EFL entspreche und wo er einen
Ge
sund
heitstest
nicht bestanden habe, dass er die gesund
heit
lichen Anforde
rungen selbst bei einem reduzierten Pen
sum nicht erfülle
n könne
(Urk. 1 S. 2 ff.,
Urk.
6
S.
1
).
3.3
3.3.1
Es
ist strittig u
nd zu prüfen, ob der Beschwerdeführer ab Januar 2011 Anspruch auf eine höhere als auf eine
Viertelsrente
hat
.
3.3.2
Unstrittig ist, dass allein die unfallbedingten Beschwerden im Nacken- und
Kopf
bereich
sowie an der linken Hand (Daumen, Zeigefinger) die Arbeits
fähig
keit des Beschwerdeführers einschränken. Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit durch die übrigen unfallfremden Leiden des Beschwerde
führers, näm
lich ein Handgelenksganglion rechts, eine
Hyperlipidämie
, arterielle Hyper
tonie (Bericht der Privat-Klinik
B._
vom 16. Dezember 2010, Urk. 5/40/1), den Status nach
Hepatitisinfektion
, eine unklare Störung des Stuhls, un
klare Herz-Kreis
lauf
beschwerden, eine beginnende
Atheromatose
und eine Elon
gation der
Illiacalgefässe
sowie eine leichte Prostatahyperplasie (Berichte von Dr.
G._
, Facharzt für Physi
kalische Medizin und Rehabilitation, vom 9. Okto
ber 2011, Urk. 5/71/150), sind nicht anzunehmen. Der Hausarzt Dr.
G._
hielt im Bericht
vom 12. März 2010 zuhanden der Beschwerdegegnerin denn auch fest, dass
bezüglich einer Arbeitsunfähigkeit
aus internistischer Sicht Hin
weise auf sonstige schwere Störun
gen fehlen würden (Urk. 5/14/9). Auch aus neuropsychologischer Sicht besteh
t
gemäss der neuropsychologischen Ab
klä
rung von
Dr.
H._
(Bericht vom 16. Februar 2010) keine Einschrän
kung der Arbeitsfähigkeit als
Bauspengler
(
Urk.
5/14/10). G
emäss dem Bericht
vom 18. April 2012 von Dr.
med.
I._
,
Fach
ärztin
für Psychi
atrie und Psycho
therapie, sowie der Psycho
therapeutin
J._
, bei der sich der Beschwerde
führer vom 23. Au
gust 2010 bis
im Frühjahr
2012 wegen
einer
Anpassungs
störung
nach Unfall bei weiterhin an
haltender Belastungssituation, Schmerzen und unklarer Lebenssituation (ICD-10 F43.23) in psycho
thera
peutischer Behand
lung befunden ha
tt
e, haben schliesslich auch d
ie psychi
schen Be
schwerden
keine Aus
wirkungen auf die Arbeits
fähigkeit (Urk. 5/65/2).
3.3.3
Die Parteien sind sich
zudem
zu Recht darin einig,
dass dem Be
schwerde
führer die
ange
stammte Tätig
keit als
Bauspengler
wegen der unfallbedingten
Gesund
heitsbeeinträchtigungen
im HWS-/Nacke
nbereich nicht mehr zumut
bar ist
. So
wohl der Kreisarzt Dr.
D._
(Bericht vom 18. Juli 2011, Urk.
5/56
/7) als auch die Ärzte der
Klinik E._
(EFL-B
ericht vom 21. März 2012, Urk. 5/71/116
) attestier
ten eine 100%ige Arbeits
unf
ähigkeit im ange
stammten Beruf
.
Die Beschwerdegegnerin geht ebenfalls un
strittig
davon aus, dass
eine im Sinne von
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG (mindestens 40
%
arbeitsunfähig)
erhebliche
Ein
schränkung
der Arbeitsfähigkeit in der angestammten Tätigkeit seit dem 4.
Januar 2010
bestand (Urk. 2 S. 3). Gemäss dem Bericht der Privat-Klinik
B._
vom 16. Dezember 2010 hatte der Beschwerdeführer bis
Anfang
2010 in seiner angestammten Tätigkeit vollzeitlich gearbeitet und
danach
bis zur Ope
ration vom 15. Juli 2010 (Urk. 5/
64
/272-273) im Umfang von 50 % (Urk. 5/41/3; vgl. auch den undatierten Arbeitgeberbericht
, Eingang 10.
Mai 2010, Urk. 5/17/
2
). Seit der HWS-Operation in der
Klinik A._
, bei der
eine
mikro
chirurgische
ventrale Diskektomie C3/4, C4/5, C5/6
mit
Foramen
de
kom
pression
beidseits,
inter
korpo
rale
n
PEEK-(
Polyetheretherketone
-)Cages (
Cervios
) und einer CSLP-Platte
(
Cervical
Spine
Locking
Plate) durchgeführt wurde (Urk. 5/64/272-273), ist der Beschwerdeführer
im angestammten Beruf
nicht mehr arbeitsfähig. Davon ist auszugehen.
3.3.
4
Zu beurteilen ist nachfolgend die
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
des Be
schwerde
führers in einer leidensangepassten Tätig
keit.
4.
4.1
Gemäss dem Bericht der Privat-Klinik
B._
vom 16. Dezember 2010 wurde der Beschwerdeführer
wegen
einer ausgeprägten Schmerzsymptomatik im
Nacken
bereich
mit Ausstrahlung in den Kopf und einer reaktiven Depression aufgrund der zögerlichen Rekonvaleszenz nach der HWS-Operation vom 15.
Juli 2010
vom 17. November bis 7. Dezember 2010 stationär behandelt. Es hätten ausgeprägte Funktionsdefizite der HWS, der BWS und der Schulter-Nackenregion bestanden
,
begleitet von erheblichen muskulären Defiziten und einer Schmerz intensivierenden Kompensationsstrategie. Im Verlauf sei es zu einer deutlichen Linderung der Beschwerden gekommen (
Urk.
5/41
).
4.2
Der Beschwerdeführer gab gegenüber dem Kreisarzt
Dr.
D._
anlässlich der Unter
suchung vom 18. Juli 2011 gemäss dem Bericht gleichen Datums (Urk.
5/56
), mithin rund ein Jahr nach der HWS-Operation vom 15. Juli 2010 (Urk.
5/64/272-273
), an, es bestünden Schmerzen im Nackenbereich, die über den Kopf bis in den Stirnbereich ziehen würden. Am schlimmsten seien die
Be
wegungseinschränkungen
im HWS-/Nackenbereich. Er könne schon beim Ein
kaufen auf Augen
höhe den Kopf kaum bewegen. Sobald er nach oben blicken müsse, habe er grauenhaft Schmerzen. Er könne den Kopf kaum heben und müsse den ganzen Körper auf
richten, damit er über Augenhöhe etwas sehe. Die Haupt
schwierigkeit sei, dass er sein Leben einrichten müsse auf die
Bewegungs
einschränkung
im Nacken, weil er den Kopf nicht drehen könne. Eigent
lich sei er den ganzen Tag damit beschäftigt, einen möglichen Be
wegungs
ablauf für alle täglichen Arbeiten herauszufinden und sich nicht zu überanstrengen, damit die Schmerzen nicht verschlimmert würden. Weil er den Kopf auch nicht drehen und heben könne, habe er den Führerschein deponiert. Schon längeres Sitzen in gleicher Position bereite ihm Mühe. Nach der Operation sei die Gefühllosigkeit auf der linken Körperhälfte besser geworden. Er habe noch ein gewisses Krib
beln im linken Arm. Die Beweglichkeit am linken Arm sei etwas einge
schränkt für den kräf
tigen Faustschluss, aber eine wesentliche Behinderung bestehe nicht. Weil das Gefühl am Daumen und Zeigefinger (links) beein
trächtigt sei, habe er etwas Schwierig
keiten mit der Kraftdosierung. Ein Ei zu halten sei schwierig, entweder er lasse es fallen oder er zerquetsche es (Urk.
5/56
/4-5).
Dr.
D._
befand aufgrund der klinischen Untersuchung und nach
Einsicht in die Krankenakten, die Verletzungen des linken Zeigfingers im Jahr 1997 und des linken Daumens im Jahr 1999
seien mit leichter Defektheilung,
Sensibili
tätsstörung
am Zeigefinger und am Daumen sowie Bewegungseinschränkung am Daumen abgeheilt. Der Zusammenhang des wegen
cervikaler
Myelopathie am 15. Juli 2010 durchgeführten operativen Eingriffs C3-C6 zu den Unfällen vom 22. Februar 1995 und vom 20. Dezember 2005 sei geprüft und anerkannt worden. Die bisherigen therapeutischen Massnahmen hätten zu einer gewissen
Verbesserung der Gesamtsituation geführt, allerdings bestehe eine wesentliche
Be
wegungseinschränkung
und Belastungsminderung, so dass seit dem opera
ti
ven Eingriff die berufliche Tätigkeit nicht aufgenommen worden sei. Unter dem Titel „Der heutige Befund:
HWS:
“ hielt
Dr.
D._
ausserdem eine erheb
liche Bewegungseinschränkung, Belastungsintoleranz, bewegungs- und
be
lastungs
abhängige
Schmerzen, muskuläre Verspannungen, eine reizlose ventral rechts
seitige Narbe sowie bildgebend eine
Spondylodese
C3-C6 und benachbarte degene
rative Veränderungen fest. Die Beschwerdeangaben und die eindeutigen klinischen und bildgebenden Befunde liessen eine reduzierte Leistungsfähigkeit erkennen. Bei kräftigem, beweglichem und willigem Beschwerdeführer sei eine berufliche Tätigkeit vorstellbar, und zwar eine leichte wechselbelastende Büro
tätigkeit respektive eine leichte wechselbelastende Tätigkeit mit
Zusatzbe
las
-
tun
gen
vereinzelt von fünf bis zehn Kilogramm statisch und Gehen bis zu fünf Kilo
meter ohne Zwangshaltungen für den Oberkörper und die HWS, ohne län
gerdauernde vorgeneigte Körperpositionen, Schläge oder Vibrationen. Die Be
stimmung des zeitlichen Umfangs der Arbeitsfähigkeit in einer solchen Tätig
keit sei ein Jahr nach der operativen Sanierung noch verfrüht. Es gehe in näch
ster Zeit vorwiegend um die Evaluation von möglichen beruflichen Tätig
keiten (Urk.
5/56
/7-8).
4.3
Im EFL-Bericht vom 21. März 2012 (Urk.
5/71/114-123
) wurde festgehalten, die EFL sei am 4. und 5. Januar 2012 - mithin rund eineinhalb Jahre nach der HWS-Operation vom 15. Juli 2010 und rund ein halbes Jahr nach der
kreis
ärzt
lichen
Untersuchung vom 18. Juli 2011 - durchgeführt worden. Der Bericht wurde von med.
pract
.
K._
, Oberarzt der
Klinik E._
und Facharzt für Physi
kalischen Medizin und Rehabilitation, unterzeichnet, der den Beschwerdeführer unter
sucht hatte, und vom Medizinischen Leiter der
Arbeits
orientierten
Reha
bilitation, Dr. med.
L._
, Facharzt für Physi
kalischen Medizin und Reha
bilitation, visiert (Urk. 8/I/179/4). Der Therapeut
M._
hatte gemäss dem E-Mail von Dr.
L._
vom 29. Juni 2012 (Urk. 8/I/215) die Testabklärungen durchgeführt. Laut dem Bericht vom 21. März 2012 habe der Beschwerde
führer die folgenden Beschwerden angegeben: Schmerzhafte und insbe
sondere nach Hin
ten und in Rotation vermindert bewegliche
Hals
wirbel
säule
, belastungs- und bewegungsabhängige Schmerzen im Bereich des Nackens, teil
weise mit Aus
strahlungen in die Schulter, mehr linksbetont, selten in den Rücken und ganz selten in den linken Oberschenkel sowie
Parästhesien
am linken Zeigefinger, Wetterfühligkeit und einen reaktiven depressiven Zustand. Als Befunde wurden eine um zwei Drittel eingeschränkte HWS-Rota
tion beid
seits, ein Kopf-Sternum-Abstand (KSA) von 9/13 cm (Fle
xion/Ex
ten
sion), eine verminderte Sen
sibilität im Bereich des linken Dau
men und Zeige
fingers mit
Parästhesien
be
ziehungs
weise Taubheit, er
schwertem
Zangen
griff und Schwierigkeiten bei der Ein
schätzung der Kraftentwicklung aufge
führt. Die EFL habe eine erstaunlich gute Restbeweglichkeit der HWS und eine Leistungs
fähigkeit gezeigt, die erheblich über das Mass hinausgehe, das der Be
schwerde
führer selbst für möglich halte. Die stan
dardi
sierte Bewertung der Bereiche „Beschreibung von Schmerz und Ein
schränkung“, „Schmerzverhalten“, „
Leis
tungsverhalten
“ und „Konsistenz“ habe zusam
men
fassend die Bewertung einer erheblichen Symptomausweitung ergeben. In
folge erheblicher
Symptom
aus
weitung
, Selbstlimitierung und Inkon
sistenz
seien die Resultate der phy
sischen Leistungstests für die Beurteilung der zumut
baren Belastbarkeit nur teil
weise verwertbar. Es sei davon auszugehen, dass bei gutem
Effort
eine etwas bessere Leistung erbracht werden könne, als bei den Leistungstests gezeigt wor
den sei. Das Ausmass der demonstrierten phy
sischen Einschränkungen lasse sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden nur zum Teil erklären. Die Beur
teilung der Zumutbarkeit stütze sich deshalb auch auf die medizinisch-theore
tische Überlegungen, unter Berück
sichtigung der Beobachtungen bei den
Leis
tungstests
. Aus unfallkausaler Sicht sei eine leichte bis mittelschwere Tätig
keit ganztags ohne Zwangspositionen der HWS, insbesondere in Extension oder Flexion, und ohne Arbeiten mit erhöhten Anforderungen an die
Hand
koordina
tion
links (Urk.
5/71
/
115-116
).
4.4
Die Physiotherapeutin
N._
erklärte im Bericht vom 31. Januar 2012, der Be
schwerdeführer kenne seine Grenzen gut und wisse, welche Belastungen, Stel
lungen und Bewegungen seinen Zustand verbessern und welche ihn beein
trächtigen würden. So versuche er beispielsweise Extensions- und Rotationsbe
wegungen der HWS (zum Beispiel im Bus aus dem Fenster zu schauen), holprige Busfahrten etc. zu vermeiden. In
E._
seien diese ihm bekannten Grenzen mittels des Assessments klar überschritten worden, was zu einer starken Ver
schlechterung seines Zustandes geführt habe. Es könnten nach dem Assess
ment objektiv folgende Veränderungen erkannt werden: Massiv erhöhte Verspa
n
nung der kurzen Nackenextensoren und Aktivierung der
Triggerpunkte
, deutliche Ein
schränkung C2 beidseits, Einschränkungen im Bereich des
cervikothorakalen
Übergangs (CTÜ) und der oberen Brustwirbelsäule (BWS), erhöhte Verspan
nun
gen paravertebral CTÜ beidseits. Diese Verschlechterung habe zwei Wochen an
gehalten. In diesen zwei Wochen habe der Beschwerdeführer deutlich mehr an Kopf- und Nackenschmerzen gelitten, was ihn im Alltag sehr eingeschränkt habe. Nach zwei Wochen hätten die Verspannungen und die Hypomobilität wieder gemindert werden können und der Beschwerdeführer kehre langsam in seinen stabilen Zustand zurück, den er vor dem Assessment bereits gehabt habe (Urk.
5/71/137
).
5.
5.1
Dem Bericht des Kreisarztes Dr.
D._
vom 18. Juli 2011 (Urk.
5/56
/7-8) ist in Bezug auf die strittige Frage der Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit zwar ein Belastungsprofil jedoch keine Einschätzung des zumutbaren Umfangs der Arbeitsfähigkeit zu entnehmen. Dr.
D._
schloss
eine 100%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit nicht bereits aus. Dr.
D._
stellte allein eine andauernde 100%ige Arbeitsunfähigkeit in der an
ge
stammten, körperlich schweren Tätigkeit als
Bauspengler
fest und bejahte
dies
bezüglich
eine reduzierte Leistungsfähigkeit (Urk.
5/56
/7). Hinsichtlich einer leidensangepassten Tätig
keit bestimmte er allein das weiterhin zumutbare
Be
lastungsprofil
(leichte
wech
sel
belastende
Tätigkeit mit Zusatzbelastungen verein
zelt von fünf bis zehn Kilo
gramm statisch und Gehen bis zu fünf Kilo
meter ohne Zwangshaltungen für den Oberkörper und die HWS, ohne län
ger
dauernde vorgeneigte
Körperpositio
nen
, Schläge oder Vibrationen). Im Übrigen verwies er auf eine Eva
luation zu
einem späteren Zeitpunkt (Urk. 5/56
/8). Damit schloss er die Arbeits
fähig
keit in einer Tätigkeit im Rahmen des genannten Belastungsprofils nicht aus, sondern bestätigte sie. Auch erklärte er explizit, dass es in näch
ster Zeit vor
wiegend darum gehe, die möglichen beruflichen Tätig
keiten und die Ein
satzfähigkeit zu ermitteln, untermauert allenfalls mit einer EFL (Urk.
5/56
/8). Die Einschätzung einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit gemäss dem EFL-
Bericht vom 21. März 2012 (Urk. 5/71/116), auf welche sich die Suva und daher auch die
Beschwerdegeg
nerin
stützten,
steht entgegen der An
sicht des Be
schwerdeführers (Urk.
1
S. 3) somit nicht im Widerspruch zur Einschätzung von Dr.
D._
, sondern ergänzt dessen Bericht empfehlungsgemäss.
5.2
5.2.1
Gemäss dem EFL-Bericht (
Urk.
5/71/114-123
) zeigten sich nicht nur in Bezug auf die Be
weglichkeit der HWS, sondern auch in Bezug auf die geschilderten Ein
schrän
kungen in den Alltagsaktivitäten Unterschiede zwischen den Angaben und der Dar
bietung in der klinischen Untersuchung des Beschwerde
führers einerseits und dem beobachteten Ver
halten und den verbliebenen Aktivitäten andererseits. So sei in der klini
schen Unter
suchung eine Ein
schränkung der Rotation der HWS zu
zirka
zwei Dritteln und ein KSA von 9/13 cm festgestellt worden (Urk.
5/71/115
). Nach eigenen Aus
sagen könne der Beschwerdeführer zudem kaum länger als 15 Minuten sitzen und im Zug durch die ein
geschränkte
Halswirbelsäulen
rotation
nicht aus dem Fenster sehen. Dagegen habe er wäh
rend der Befragung bis zu 40
Minuten am Stück und beim
Austrittsge
spräch
über 60 Minuten ohne sichtbare Probleme gesessen, bei der Anamnese habe er
die HWS bis zu 45 Grad auf jede Seite gedreht und über längere Zeit in dieser Position gehalten, wäh
rend des Tests zur Handkoordination habe er den Kopf ständig und zügig mit Flexion, lateraler Flexion und Rotation bei ent
sprechend guter Be
weglichkeit bewegt. Bei den Tests Gleichgewicht, Treppen
steigen und Leiter
steigen habe er jedoch wieder erhebliche Probleme beim Bewegen des Kopfes in Flexion angegeben. Er habe den Kopf während dyna
mischen Tests stets steif gehalten und die Bewegungseinschränkung des Nackens als limi
tie
renden Faktor geltend gemacht. Bei Koordinationstests oder Test
s
mit Spielen habe er den Kopf stets bewegt und ge
äussert, dass er die Aufgabe nur mit Mühe lösen könne, da er den Kopf schmerzbedingt nur für kurze Zeit ruhig halten und den Blick auf etwas fixieren könne (
Urk.
5/71/120
). Weiter habe der Be
schwer
de
führer die
Auswirkungen
der körperlichen Einschränkungen unein
heitlich beschrieben. Er sehe sich nicht in der Lage, auch nur kleinste Verrich
tungen zu erledigen. So seien zum Bei
spiel 15 Minuten Computerarbeit eine Qual und er müsse danach sofort ruhen. Andererseits sei sein Tag mit Hausar
beiten wie Putzen des mehr
stöckigen Hauses mit Whirlpool, Sauna und Garten sowie den zahlreichen ad
ministrativen Arbeiten für Ver
sicherung, Anwälte und Steuern mehr als aus
gefüllt. Auch sei das Busfahren kaum mehr möglich wegen der Schläge, so habe er
E._
nur mit massiven Schmer
zen erreichen können. Andererseits fahre er wöchentlich, früher mehr
mals pro Woche, zu seiner Physiotherapeutin mit einem etwa gleich langen Weg, da dies die beste Mög
lichkeit sei, um seine Schmerzen positiv zu beein
flussen (Urk.
5/71/119
).
5.2
.2
Die einzelnen EFL-Ergebnisse wurden im Sinne einer standardisierten Be
wer
tung nach formellen Testvorgaben erhoben, die Be
wer
tungen detailliert ge
schil
dert und die Einstufungen nachvollziehbar begrün
det. Eine un
sachliche Heran
gehens
weise oder Voreingenommenheit der Abklärungsperson ist nicht er
kenn
bar. Dass aufgrund der HWS-Schädigung selbst nach grundsätzlich erfolgreich durch
geführter Operation eine objektiv nachvollziehbare Ein
schrän
kung mit Schmerzen und erschwerter Beweglichkeit be
stehen blieb, wird auch durch die Einschätzung gemäss dem EFL-Bericht der
Klinik E._
nicht verneint. Auch wurde nicht etwa von einer bewusstseinsnahen Aggra
vation oder gar (be
wussten) Simulation ausge
gangen, sondern es wurden gewisse Diver
genzen zwischen der objektiv erfassten und der subjektiv ge
schilder
ten und dar
gebote
nen, mithin der subjektiv erlebten Beschwerdesituation fest
gestellt. Aber auch solche Diver
genzen sind bei der Prüfung eines
sozialver
sicherungs
rechtlichen
An
spruchs regel
mässig zu berücksichtigen.
Zwar ist durch
aus nachvollziehbar, dass gewisse Bewegungen des Kopfes unter An
stren
gung, Erschütterungen und längeres Konzentrieren mit Steifhaltung des Kopfes - etwa aufgrund der daraus folgenden zunehmenden mus
kulären Ver
span
nungen (vgl. den Bericht der Physio
therapeutin
N._
vom 31. Januar 2012, Urk. 5/71/137
) - beim Beschwerdeführer jeweils zu einer Zunahme der Kopf- und Nackenschmerzen führ(t)en. Jedoch relativieren die während der Testung beo
bachteten Bewegungen wie das
Drehen der HWS bis zu 45 Grad auf jede Seite
über längere Zeit und das ständige sowie zügige Be
wegen des Kopfes mit Flexion, lateraler Flexion und Rotation wäh
rend des Tests zur
Hand
koordi
nation
durchaus das Ergebnis der klinischen Untersuchung einer Ein
schrän
kung der Beweglichkeit zu zwei Dritteln und auch die Angaben des Be
schwerdefüh
rers während den dynamischen Tests. Nicht zu beanstanden ist auch, dass die dem Beschwerdeführer noch möglichen Alltagstätigkeiten wie Putzen und In
standhalten des vierstöckigen Hauses mit Whirlpool, Sauna und Garten, allge
meine Haushaltsarbeiten, Pflegen des Aquariums sowie der auf
geführte Auf
wand für die Streitigkeiten mit den Versicherungen und Anwälte Berücksichti
gung fanden. Selbst wenn der Beschwerdeführer diese Tätigkeiten lang
samer als üblich ausführen muss, zeigen sie dennoch, dass ein nicht un
erhe
bliches Be
täti
gungsfeld besteht und eine Vielzahl von Aufgaben nach wie vor bewältigt wird. Auch ist der Schlussfolgerung des Be
schwerde
führers,
der
verschlechterte Gesundheits
zustand nach der EFL zeige, dass eine 100%ige Erwerbs
tätigkeit aus
geschlossen sei (Urk. 1 S.
6
), nicht zu folgen. Denn die Testung ist mit einer leidensangepassten Tätig
keit nicht zu ver
gleichen, beinhaltete sie doch gerade eine dichte Abfolge von ver
schiedensten Aufgaben, deren Sinn die Auslotung der Grenzen ist. Nicht zutreffend ist ausserdem, dass im EFL-Bericht der Um
stand nicht berücksichtigt worden sei, dass er den Fahrausweis aus gesundheit
lichen Grü
nden abgegeben habe (Urk. 1 S. 5
). Denn dies wurde im EFL-Bericht bei den geklagten Be
schwerden und Einschrän
kungen aufgeführt (Urk.
5/71/115
) und ändert im Übrigen nichts an den fest
gestellten Divergenzen.
Letztlich wurde aufgrund der EFL-Testergebnisse aber ohnehin nicht eine erheb
lich bessere, sondern lediglich eine etwas bessere Leistungsfähigkeit an
genom
men als bei den Leistungstests gezeigt wurde (Urk.
5/71/116)
. Die Beur
teilung der Arbeits
fähigkeit gemäss dem Bericht vom 21. März 2012 basiert nicht hauptsächlich auf der Grundlage der Testergebnisse der EFL, sondern - gerade weil das Ausmass der demonstrierten phy
sischen Einschrän
kungen sich mit den objektivierbaren pathologischen Befunden nur zum Teil erklären liessen - auch und insbesondere auf medizinisch-theo
retischen Über
legungen nach den vor
gelegenen Befunden (Urk.
5/71/115-116
), wie es bei jeder ärztlichen Begutach
tung üblich ist. Eine
beweis
kräftige ärztli
che Ent
scheidungsgrundlage
(vgl. BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c)
hat sich zudem nebst den geklagten Beschwerden auch mit dem Ver
halten der unter
suchten Per
son aus
ei
nanderzusetzen, was mit der Einschätzung ge
mäss dem EFL-Bericht der
Klinik E._
vom 21. März 2012 (Urk.
5/71/114-123
) erfüllt ist.
N
icht beigepflichtet werden kann sodann
der Rüge
des Beschwerdeführers
,
die EFL stelle keine fachärztliche Abklärung dar, da diese auf rheumatologische Probleme zugeschnitten sei und damit sein neurologisches Problem nicht adä
quat erfasst werden könne (Urk. 1 S.
6
). Denn zum einen wurde die Ein
schät
zung von med.
pract
.
O._
, einem Facharzt der Physikalischen Medi
zin und Reha
bilitation vorgenommen
und von Dr.
L._
, ebenfalls einem Facharzt für Physikalische Medi
zin und Reha
bilitation, visiert
(Urk.
5/71/117
). Zum anderen ist hier der Zustand nach der HWS-Operation relevant. Der Be
wegungs
apparat ist mass
geblich betroffen und die Gefühls
störungen, senso
motorischen Defizite und die
brachialgieformen
Beschwerden bestanden gemäss dem Be
richt der
Klinik A._
vom 20. Januar 2011 nach der Operation nicht mehr (Urk.
5/64/95
). Schliesslich hatte auch die neurologische Unter
suchung von Dr. med.
P._
, Fachärztin für Neurologie, vom 9. August 2011 norma
li
sierte neuro
logische Werte ohne Hinweise auf
cervikoradikuläre
Ausfälle oder eine
cervikale
Myelopathie ergeben (zitiert im Bericht von Dr.
G._
vom 9. Ok
tober 2011, Urk.
5/64/37-38
). Eine zusätzliche fachärztlich-neurologische Ab
klärung erübrigt sich.
5.2.3
Ebenfalls nichts zu seinen Gunsten kann der Beschwerdeführer schliesslich aus der Absage auf seine Bewerbung bei der
F._
für eine
teilzeitliche KRV-
Stelle
ableiten
(Urk. 6 S. 1).
Denn gemäss dem E-Mail des
Personal
be
reichsleiters
vom 24. März 2014
wurde bei der Besetzung der Stelle verstärkt auf die Gesundheit geachtet und die Stelle wird als sehr bewegungsintensive Tätigkeit im Freien beschrieben. Es handelt sich somit nicht um eine wechsel
belastende, körperlich leichte Tätigkeit mit Gehen bis zu maximal fünf Kilo
me
ter. Auch ist dem E-Mail zu entnehmen, dass die eingeschränkte Beweg
lich
keit der HWS aus Sicherheitsgründen letztlich aus
schlag
gebend war. Und zwar sei erforderlich, dass die Mitarbeiter im Stras
senverkehr den Kopf drehen könnten und sich zuweilen mit einem schnellen Schritt zur Seite vor schnell sowie laut
los herannahenden Velokurieren schützen können müssten (
Urk.
7).
Die Tätig
keit entspricht dem Belastungsprofil folglich nicht.
5.2.4
Auch den übrigen Akten ist kein
(
medizinischer
)
Bericht zu entnehmen, der mit der Ein
schätzung einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätig
keit gemäss dem EFL-Bericht vom 21. März 2012 (
Urk.
5/71/116) nicht vereinbar wäre, zumal
auch
die Ärzte der
Klinik A._
, wo die Operation der HWS durch
geführt worden war, ein Jahr postoperativ
eine unein
geschränkte Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit attestierten
und die Be
handlung
bei regelrechtem Verlauf
am 19. Juli 2011 ab
schlossen
(Berichte vom 20. Juli 2011, Urk. 5/71/
171-172,
und vom 1. Juni 2012, Urk. 5/67/5).
5.3
Nach dem Gesagten ist nicht zu b
eanstanden, dass die Beschwerde
gegnerin von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit aus
ging, wobei mit Blick auf das von Dr.
D._
grundsätzlich nach
vollziehbar fest
ge
legte Belastungsprofil (Urk.
5/56/8
) und unter Berücksich
tigung der im EFL-Bericht genannten Einschränkungen (Urk.
5/71/116
) die folgenden Tätig
keiten als zumut
bar zu erachten sind: wechselbelastende, leichte Tätigkeiten mit
Zu
satz
belastungen
vereinzelt von fünf bis zehn Kilo
gramm statisch, mit Gehen bis zu fünf Kilo
meter ohne Zwangshaltungen für den Ober
körper und die HWS, insbesondere in Extension oder Flexion, ohne län
ger
dauernde vorgeneigte
Kör
perpositionen
, Schläge oder Vibrationen sowie ohne Arbeiten mit erhöhten An
forderungen an die Handkoordination links.
Entgegen der Ansicht der Beschwerdegegnerin, die sich diesbezüglich auf die Aktenbeurteilung von Dr. med.
Q._
, Facharzt für Arbeitsmedizin, vom 7. Mai 2011
und vom 14. September 2012
des Regionalen Ärztlichen Dienstes
(RAD) stützte
(Urk. 5/82/5
, Urk. 5/82/8),
ist e
ine
100%ige Arbeitsfähigkeit in einer derart leidensangepassten Tätigkeit
indes nicht
bereits ab Januar 2011 ausgewiesen. Dr.
Q._
hatte in der Stellungnahme vom 7. Mai 2011 fest
ge
halten, bei regelrechtem postoperativem Verlauf gemäss dem Verlaufsbericht der Orthopädie der
Klinik A._
betreffend die Sprech
stunde vom
18.
Ja
nuar 2011 sei von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer
leidensange
passten
Tätigkeit wahrscheinlich ab dem Datum dieser letzten Sprechstunde auszugehen (Urk. 5/82/5).
Dem
diesbezüglichen
Bericht der
Klinik A._
vom 20. Januar 2011 sechs Monate postoperativ ist jedoch keine
solche
Ein
schät
zung der Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (Urk. 5/71/215). Eine
100
%ige Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätig
keit
geht
frühestens
aus
dem Bericht der
Klinik A._
vom 1. Juni 2012 be
treffend die letzte Unter
su
chung ein Jahr postoperativ vom 19. Juli 2011
hervor
(
Urk. 5/71/171-172).
Gegen eine Arbeitsfähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit bereits ab Januar 2011 spricht auch, dass der Beschwerdeführer kurz zuvor bis zum 7. Dezember 2010 wegen prolongierter Beschwerden nach der Operation und einer reaktiven Depression stationär in der Privatklinik
B._
behandelt wer
den musste (Urk. 5/41). Zudem erfolgte auch die kreisärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit - wenn auch abschliessend nur bezüglich des
Be
lastungs
profils
- erst am 18. Juli 2011 (Urk. 5/56/8).
Es ist somit
von einer 100%igen Arbeits
un
fähigkeit
in einer
leidensan
gepassten
Tätigkeit bis zum 18. Juli 2011 und gestützt auf den Bericht der
Klinik A._
vom 1. Juni 2012 (Urk. 5/67/5) in Verbindung mit dem kreisärztlichen Bericht vom 18. Juli 2011 (Urk. 5/56) ab
dem 19. Juli 2011 von einer 100%igen Arbeits
fähigkeit in einer
solchen
Tätig
keit auszugehen.
5.4
Von weiteren Abklärungen sind keine neuen oder anderen Erkenntnisse zu erwar
ten, wes
halb davon abzusehen ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl.
BGE 136 I 229
E.
5.3
,
Urteil
des Bundesgerichts
8C_607/2011 vom 1
6. März 2012 E.
7.2
).
6
.
6.
1
Zu prüfen ist weiter, ob die
festgestellte
Arbeits
(
un
)
fähigkeit
in einer
leidens
angepassten
Tätigkeit eine rentenbegründende Ein
schränkung der Erwerbs
fä
higkeit (Art. 7 ATSG) begründet. Der Invaliditätsgrad ist hierzu mittels eines
Einkom
mensvergleichs
von
Validen- und
Invalidenein
kommen
auf
zeitiden
-
tischer
Grundlage zu erheben (vgl. BGE 129 V 223 f. E. 4.2 in
fine
, 128 V 174).
6
.2
Bei einer 100%igen Arbeitsun
fähigkeit in einer leidensangepassten Tätigkeit (
nach Ablauf des Wartejahres am 5
.
Januar 2011 [
Art.
28
Abs.
1
lit
. b IVG]
bis
zum 1
8.
Juli 2011
) ist ohne Weiteres auf eine 100%ige Erwerbseinbusse respek
tive einen Invaliditätsgrad von 100 % mit einem Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG) zu schliessen (
sogenannter Prozentvergleich;
vgl. Urteil des Bundesgerichts I 315/02 vom 9. Dezember 2003 E. 4.2).
In Anwendung von
Art. 88a
Abs.
1
IVV
ist folglich von einem Anspruch auf eine ganze Rente
von Anfang Januar
bis Ende Oktober 2011 auszugehen.
Für die Zeit danach ist ein Einkommensvergleich durchzuführen.
6
.
3
6.3.1
Das
Valideneinkommen
(vgl. BGE 134 V 322 E. 4.1 mit Hin
weis; Urteil des Bun
desgerichts 8C_322/2011 vom 21. Juli 2011 E. 4.1) ist für das Jahr 2011 ge
stützt auf die An
gaben der ehemaligen Arbeitgeberin des Be
schwerde
führers vom 15. Juni 2012 (Urk.
5/71/12
)
un
strittig (Urk. 1 S. 6 f.
, Urk. 2 S.
3
)
auf Fr. 107‘325.-- ([12 x Fr. 7‘525.--] + Fr. 7‘025.-- [13. Monatslohn] + Fr. 10‘000.-- [Gratifikation]) festzu
setzen.
6
.3
.2
Ausgehend von der LSE 2010 mit einem statistischen Monatseinkommen von Fr. 4'901.-- bei Männern (LSE 2010
,
TA1, S. 26, Anforderungsniveau 4, Total Männer) und unter Berücksichtigung einer durch
schnittlichen wöchent
lichen Arbeitszeit von 41,6 Stunden im Jahr 2010 (
Die Volks
wirtschaft, Heft
9
/201
4
S.
84
, Tabelle B9.2, Abschnitt A-0, Total)
sowie der Nominallohnentwicklung
im Jahr 2011
(
vgl. Bundesamt für Statistik [BFS], Schweizerischer Lohnindex nach Branche [2010 = 100; im Internet abrufbar], Nominallohnindex nach Ge
schlecht, Männer [T1.1.10], Ab
schnitt Total, 2010: 100; 201
1: 101.0
)
betrug das
massgebliche Durch
schnitts
einkommen im Jahr 201
1
Fr.
61‘776.10
(Fr. 4'901.-- x 12; : 40, x 41,6; : 100 x 101.
0
).
Dieser Betrag ist recht
sprechungsgemäss zu kürzen, wenn persönliche und beruf
li
che Merkmale, wie Art und Ausmass der Behinderung, Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität oder Aufenthaltskategorie und Beschäftigungsgrad Auswirkungen auf die Lohnhöhe haben (BGE 124 V 321 E. 3b/
aa
). Der Abzug ist unter Würdigung der Um
stände im Einzelfall nach pflicht
gemässem Ermes
sen gesamthaft zu schätzen und darf 25 % nicht über
steigen (BGE 134 V 322 E. 5.2; zum Ganzen: Urteil des Bundesgerichts 8C_361/2011 vom 20. Juli 2011 E. 6.1 mit weiteren Hinweisen).
Die Beschwerdegegnerin
erachtet einen Abzug von 5 % als angemessen
(Urk.
2
S.
4
). Der Be
schwerde
führer macht einen Abzug von 20 % geltend
, da er Pausen einlegen und die Position wechseln können müsse
(Urk. 1 S.
6 f.
). Da die ge
sund
heitlichen E
inschränkungen angesichts des hier beacht
lichen
Be
lastungs
profils
nur noch wechselbelastende, leichte Tätigkeiten ohne Zwangshaltungen im Nackenbereich und ohne besonderen Einsatz der linken Hand
erlauben
, rechtfertigt sich ein
Abzug von 15
%
, zumal der Beschwerdeführer
zu einem Wech
sel von seiner früheren Schwerarbeit
als spezialisierte Fach
kraft
mit vor
wiegend handwerklichen Arbeiten
auf eine
leichtere Tätigkeit
in komplett unterschiedlichem Gebiet
gezwungen ist
. Ein höherer Ab
zug ist nicht ange
mes
sen, da die weiteren Umstände (Lebensalter, Dienst
jahre, Nationalität, Be
schäfti
gungsgrad) keine zusätzliche Reduktion er
war
ten lassen. Das
Invaliden
ein
kom
men
(im Jahr 2011
) ist daher auf Fr.
52‘509.70
(
Fr. 61‘776.10
x 0,85) festzuset
zen.
6
.4
Gemessen am
V
alideneinkommen
von
Fr. 107‘325.--
resultiert eine Einbusse von
Fr. 54‘815.30
respektive ein Invaliditätsgrad von gerundet 51 %. Dies führt
zur Feststellung, dass der Beschwerdeführer
ab dem
1. November 2011
An
spruch auf eine
halbe Rente
(Art.
2
8
Abs.
2 I
VG)
hat.
6
.5
Im Ergebnis sind die angefochtenen Verfügungen vom 31. Januar 2014
(Urk. 2/1-3)
folglich
in teilweiser Gutheissung der Beschwerde aufzuheben und es ist festzustellen, dass der Beschwerdeführer Anspruch auf eine ganze Rente ab dem 1. Januar 2011 und auf eine halbe Rente ab dem
1. November 2011 hat.
7
.
Der Streitgegenstand des Verfahrens betrifft die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen. Das Verfahren ist daher kostenpflichtig. Die Ge
richtskosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und ermessensweise auf Fr.
900
.-- anzu
set
zen. Ausgangsgemäss
sind die Gerichtskosten
der Beschwerdegegnerin aufzu
er
legen.
Dem Beschwerdeführer
steht eine Prozessentschädigung zu, welche nach Art. 61
lit
. g ATSG in Verbindung mit § 34 des Gesetzes über das
Sozialversi
cherungs
gericht
ohne Rücksicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache, nach der Schwierigkeit des Prozesses, dem Zeitaufwand und den Barauslagen auf Fr.
1‘800
.-- (inklusive Barauslagen und Mehrwertsteuer) fest
zusetzen ist.