# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7f06bbb8-1965-4131-88ce-7ba710911bd8
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Die X._ und die Y._ schlossen am 2./9. August 2004 einen Generalunternehmervertrag über den Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses mit Einstellhalle am G._ in O.1_ ab. In der Folge kam es zwischen den Parteien zu Streitigkeiten bezüglich eines Teils der von der X._ geltend gemachten Werklohnforderung.
B. Am 31. Mai 2007 meldete die X._ beim Kreisamt Chur eine Klage gegen die „Y._ zur Vermittlung an. Anlässlich der Sühneverhandlung vom 27. Juni 2007 konnte zwischen den Parteien keine Einigung erzielt werden, woraufhin der Kreispräsident Chur am 4. März 2008 den Leitschein mit folgendem Rechtsbegehren ausstellte:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Die Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin Fr. 1.6 Mio. zuzüglich 8 3⁄4 % Verzugszinsen seit 21.10.2006 zu bezahlen.
2. Unter vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich 7.6 % MWSt. zu Lasten der Beklagten.“
C. Am 7. April 2008 prosequierte die X._ ihre Klage an das Bezirksgericht Plessur, wobei sie den eingeklagten Betrag auf Fr. 1‘482‘756.10 zuzüglich 8 3⁄4 % Verzugszinsen seit dem 21.Oktober 2006 reduzierte.
Die „Y._ beantragte in ihrer Prozessantwort vom 5. Juni 2008 die kostenfällige vollumfängliche Abweisung der Klage.
D. Am 8. August 2008 informierten die Parteien den Vorsitzenden des Bezirksgerichts Plessur, dass sie übereingekommen seien, A._ als privaten Experten einzusetzen. Das Verfahren wurde in der Folge auf Antrag der Parteien für Einigungsverhandlungen – unter mehrmaliger Verlängerung – bis zum 30. September 2009 sistiert. Am 29. September 2009 ersuchte die X._ den Vorsitzenden des Bezirksgerichts Plessur, das Verfahren mangels Einigung der Parteien fortzusetzen. In der Folge reichte die X._ am 23. November 2009 ihre Replik und die „Y._ am 3. Februar 2010 ihre Duplik ein. Beide Parteien hielten an ihren Rechtsbegehren fest.
E. Mit Verfügung vom 30. April 2010 erteilte der Bezirksgerichtspräsident Plessur B._ den Auftrag zur Erstellung einer Expertise betreffend die angefallenen Mehrarbeiten und –kosten. Am 7. September 2010 erfolgte die Zustellung der Experteninstruktionen der beiden Parteien an den Experten. Der
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Expertenbericht datiert vom 31. Juli 2012 und ging am 6. August 2012 beim Bezirksgericht Plessur ein. Mit Schreiben vom 27. September 2012 nahmen die X._ und am 8. Oktober 2012 die „Y._ schriftlich zum Expertenbericht Stellung.
F. Mit Beweisverfügung vom 15. März 2011 erklärte der Bezirksgerichtsvizepräsident Plessur die mit den Rechtsschriften eingereichten Urkunden als relevant. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass eine Expertise bereits angeordnet worden sei. Die beantragten Zeugen liess er nur teilweise zu. Er setzte den Parteien zudem Frist, um die Wohnsitzadressen der als relevant erklärten Zeugen beizubringen, sofern dies nicht bereits geschehen sei, andernfalls die Zeugen ersatzlos aus der Beweisverfügung gestrichen würden. Die Beweisverfügung blieb unangefochten. Mit Schreiben vom 22. März 2011 gab die „Y._ die Wohnsitzadressen ihrer Zeugen bekannt, soweit sich diese nicht bereits in den Rechtsschriften fanden. Die X._ liess sich innert Frist nicht vernehmen, worauf ihre Zeugen, deren Wohnsitzadressen nicht schon in den Rechtsschriften bekanntgegeben worden waren, bis auf eine Ausnahme nicht einvernommen wurden. Mit Bezug auf die Ausnahme hatte die X._ die Privatadresse nach Ablauf der Frist eingereicht und geltend gemacht, sie sei davon ausgegangen, dass sie die Adresse bereits bekannt gegeben habe.
G. Mit Verfügung vom 21. April 2011 wies der Bezirksgerichtspräsident Plessur die von der X._ vorgenommene schriftliche Beantwortung von Ergänzungsfragen des Experten, welche nach Ansicht des Experten den Zeugen A._ und F._ anlässlich ihrer Einvernahmen gestellt werden sollten, aus dem Recht, da es sich dabei um eine Ergänzung der Parteivorbringen ausserhalb der Rechtsschriften handle, was unzulässig sei. Die Verfügung blieb unangefochten. Die weiteren von den Parteien im Verlaufe des Verfahrens eingereichten Urkunden wurden ins Recht genommen.
H. Am 5. Dezember 2012 erläuterte der vom Gericht eingesetzte Experte B._ dem Bezirksgerichtspräsidenten Plessur als Vorsitzendem sowie der dem Fall zugeteilten Aktuarin des Bezirksgerichts Plessur einzelne Positionen seiner Expertise. Am 1. Februar 2013 fand zur Erörterung offener Fragen ein Augenschein beim Wohn- und Geschäftshaus „G._“ in O.1_ statt, an welchem der Bezirksgerichtspräsident Plessur, die dem Fall zugeteilte Aktuarin des Bezirksgerichts Plessur sowie beide Parteien mit ihren Rechtsvertretern teilnahmen.
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I. Am 4. Juni 2013 fand die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgericht Plessur statt, welches mit Entscheid vom gleichen Tag, mitgeteilt am 6. Dezember 2013, wie folgt erkannte:
„1. Die Y._ wird verpflichtet, der X._ CHF 216‘629.70 zuzüglich 8.75 % Zins seit dem 21. Oktober 2006 zu bezahlen.
2. Im Übrigen wird die Klage abgewiesen.
3.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 96‘297.45 (Entscheidgebühr CHF 30‘000.00, Streitwertzuschlag CHF 26‘000.00, Schreibgebühren CHF 1‘701.00, Barauslagen CHF 1‘576.55, Zeugengeld CHF 720.00. Gutachten CHF 36‘299.90) gehen zu 4/5 zu Lasten der X._ und zu 1/5 zu Lasten der Y._ und werden mit den geleisteten Vorschüssen verrechnet. Der X._ werden CHF 18‘962.00 und der Y._ CHF 76‘740.55 durch das Gericht zurückerstattet, sobald der vorliegende Entscheid vollstreckbar geworden ist.
b) Die X._ hat die Y._ mit CHF 83‘060.70 (inkl. Barauslagen und MwSt.) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations