# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 26482b03-121f-4a28-96ae-040f2074d471
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Das Ehepaar A._ und B._ verlegte im Sommer 2006 seinen Wohnsitz von X._
(Kanton St. Gallen) nach Q._ (Kanton Appenzell Ausserrhoden). Gleichzeitig machte
sich A._ in Z._ als Rechtsanwalt (teilweise) selbständig, nachdem er zuvor vollständig
unselbständig erwerbstätig gewesen war.
Am 28. September 2007 reichte das Ehepaar A._ und B._ im Kanton Appenzell
Ausserrhoden die Steuererklärung für die Steuerperiode 2006 ein, worin unter anderem
Einkünfte des Ehemannes aus seiner selbständigen Erwerbstätigkeit und das
Betriebsvermögen deklariert wurden. Im Zuge der Veranlagungsverfügung vom
12. Dezember 2007 nahm der Kanton Appenzell Ausserrhoden ebenso die
interkantonale die Steuerausscheidung für die Steuerperiode 2006 vor. Im Kanton St.
Gallen reichte das Ehepaar weder für die Steuerperiode 2006 noch für die folgenden
Veranlagungsperioden eine Steuererklärung ein.
Im Rahmen der Veranlagung für die Steuerperiode 2009 gelangte der Kanton Appenzell
Ausserrhoden am 28. Dezember 2011 an das Kantonale Steueramt St. Gallen. Dieses
wurde in der Folge auf die unterlassenen Veranlagungen betreffend die Steuerperioden
2006, 2007 und 2008 aufmerksam und veranlagte mit Verfügung vom 29. Dezember
2011 die Eheleute A._ und B._ (unter anderem) für das Einkommen und das
Vermögen aus der selbständigen Anwaltstätigkeit des Ehemannes in der Steuerperiode
2006. Die Veranlagungsverfügung ging den Steuerpflichtigen Anfang Januar 2012 zu.
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Die dagegen erhobene Einsprache hiess das Kantonale Steueramt St. Gallen am
24. Februar 2012 wegen Eintritt der Veranlagungsverjährung gut.
B. Am 25. Februar 2014 leitete das Kantonale Steueramt St. Gallen ein
Nachsteuerverfahren für die Steuerperiode 2006 ein, wobei es die Steuerpflichtigen mit
Nachsteuerverfügung vom 7. November 2014 und mit Schlussrechnung vom
6. November 2014 für die Kantons- und Gemeindesteuern 2006 veranlagte. Die
dagegen erhobene Einsprache wies es mit Entscheid vom 3. März 2015 ab.
Den gegen den Einspracheentscheid erhobenen Rekurs hiess die
Verwaltungsrekurskommission am 16. Februar 2016 gut und hob den
Einspracheentscheid sowie die Nachsteuerverfügung auf. Für das Rekursverfahren
sprach es den Eheleuten A._ und B._ eine ausseramtliche Entschädigung von
CHF 1'500 zu.
Die gegen den Rekursentscheid erhobene Beschwerde des Kantonalen Steueramts
hiess das Verwaltungsgericht mit Zirkulationsentscheid vom 31. Januar 2018 gut, hob
den Rekursentscheid auf und bestätigte wiederum den Einspracheentscheid.
C. Mit Urteil 2C_263/2018 vom 11. Februar 2019 hiess das Bundesgericht die gegen
den Entscheid des Verwaltungsgerichts vom 31. Januar 2018 erhobene Beschwerde
gut, soweit es darauf eintrat, und hob den angefochtenen Entscheid auf. Es wies die
Sache zur Neuverlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen des kantonalen
Verfahrens an das Verwaltungsgericht zurück. Es bestätigte den Entscheid der
Verwaltungsrekurskommission vom 16. Februar 2016, der damit in Rechtskraft
erwuchs.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1. Nach Art. 95 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1,
VRP) hat in Streitigkeiten jener Beteiligte die amtlichen Kosten zu tragen, dessen
Begehren ganz oder teilweise abgewiesen werden. Dementsprechend sind die
amtlichen Kosten der Verfahren vor dem Verwaltungsgericht (CHF 2'000) dem
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Beschwerdeführer aufzuerlegen. Auf die Erhebung der Kosten ist nicht zu verzichten
(Art. 95 Abs. 3 VRP).
2. Nach Art. 98 Abs. 1 VRP besteht im Beschwerdeverfahren vor Verwaltungsgericht
Anspruch auf Ersatz der ausseramtlichen Kosten, welche den am Verfahren Beteiligten
gemäss Art. 98 VRP nach Obsiegen und Unterliegen auferlegt werden. Die
Vorschriften der Schweizerischen Zivilprozessordnung (SR 272, ZPO) über die
Parteientschädigung finden sachgemäss Anwendung (Art. 98 VRP).
Die Beschwerdegegner haben im verwaltungsgerichtlichen Verfahren obsiegt, weshalb
ihnen die ausseramtlichen Kosten vollumfänglich zu ersetzen sind. Gemäss Art. 22
Abs. 1 Ingress und lit. b der Honorarordnung für Rechtsanwälte und Rechtsagenten
(sGS 963.75, HonO) beträgt das Honorar in der Verwaltungsrechtspflege vor
Verwaltungsgericht pauschal CHF 1'500 bis 15'000. Innerhalb des für eine Pauschale
gesetzten Rahmens wird das Grundhonorar nach den besonderen Umständen,
namentlich nach Art und Umfang der notwendigen Bemühungen, der Schwierigkeit des
Falls und den wirtschaftlichen Verhältnissen der Beteiligten, bemessen (Art. 19 HonO).
Hat der Rechtsanwalt keine Honorarnote eingereicht, werden die ausseramtlichen
Kosten nach Ermessen zugesprochen (Art. 6 HonO).
Angesichts der zitierten Grundsätze erscheint eine ausseramtliche Entschädigung für
das Beschwerdeverfahren in der Höhe von CHF 3'000 angemessen. Der
Beschwerdeführer hat die Beschwerdegegner demnach mit CHF 3'000 zuzüglich
CHF 120 für Barauslagen (pauschal; Art. 28 HonO) und acht Prozent Mehrwertsteuer
(Art. 29 HonO) – die anwaltlichen Leistungen wurden vor dem 1. Januar 2018 erbracht
(vgl. Ziff. 2.1 der MWST-Info 19 zur Steuersatzänderung per 1. Januar 2018,
www.estv.admin.ch) – zu entschädigen.
3. Eine Neuregelung der Kosten des Rekursverfahrens erübrigt sich; es kann auf den
nun rechtskräftigen Entscheid der Verwaltungsrekurskommission vom 16. Februar
2016 verwiesen werden.
4. Für diesen Entscheid werden weder amtliche Kosten erhoben (Art. 97 VRP) noch
ausseramtliche Kosten entschädigt.
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