# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 32e501ca-91ac-4d21-ab75-b5a974bdd613
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. A._, geboren am A._ 2003, wurde seit dem 26. März 2021 mit Unterbrechungen in der Klinik B._, C._, behandelt. Mit Verfügung vom 4. Mai 2021 wurde er durch Dr. med. D._, E._, gestützt auf Art. 310 Abs. 1 ZGB und Art. 314b Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 426 ff. ZGB für die Dauer von maximal 6 Wochen wiederum in die Klinik B._ fürsorgerisch untergebracht. Als Grund für die Einweisung wurden die bereits im Jahr 2019 diagnostizierte paranoide Schizophrenie sowie aktuell ein psychotisches Zustandsbild aufgeführt.
B. Mit Antrag vom 12. Mai 2021 ersuchten die Psychiatrischen Dienste Graubünden, Kinder – und Jugendpsychiatrie, die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde (nachfolgend KESB) Mittelbünden/Moesa, die ärztliche fürsorgerische Unterbringung vom 4. Mai 2021 zu verlängern, da der Zustand des Patienten so schlecht sei, dass auch nach sechs Wochen Behandlung sehr wahrscheinlich eine stationäre Behandlungsnotwenigkeit bestehe. Die Gefährdung des Patienten bestehe in einer fortschreitenden Verwahrlosung, wenn A._ nicht gut stabilisiert und ohne Behandlungsfortsetzung wieder austrete.
C. Mit verfahrensleitender Verfügung vom 31. Mai 2021 beauftragte die KESB Mittelbünden dipl. med. G._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, mit der Begutachtung von A._.
D. Gestützt auf die am 2. Juni 2021 durchgeführte Exploration von A._ sowie in Kenntnis der Berichte der Klinikaufenthalte (Klinik B._ und F._) sowie der Erlasse der KESB Mittelbünden/Moesa bestätigte dipl. med. G._ im Kurzgutachten vom 7. Juni 2021 die Diagnose einer paranoiden Schizophrenie (ICD-10: F20.0) sowie psychische Störungen und Verhaltensstörungen durch multiple Substanzen (ICD-10: F19.1). Aktuell sei eine stationäre psychiatrische Behandlung zwingend indiziert.
E. Am 8. Juni 2021 wurden die Eltern von A._ von Mitgliedern der KESB Mittelbünden/Moesa im Beisein von Dr. med. H._, Oberarzt der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Klinik B._, betreffend Verlängerung der fürsorgerischen Unterbringung angehört.
F Mit Entscheid der Kollegialbehörde vom 10. Juni 2021, gleichentags mitgeteilt, erkannte die KESB Mittelbünden/Moesa wie folgt:
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1. Im Zusammenhang mit dem Aufenthalt von A._ wird gestützt auf Art. 310 ZGB in Verbindung mit Art. 314b Abs. 1 ZGB verfügt:
a. Das Aufenthaltsbestimmungsrecht der Eltern über A._ wird entzogen (Art. 310 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 314b Abs. 1 ZGB);
b. A._ bleibt zur Behandlung und persönlichen Betreuung in der Akutpsychiatrie den Psychiatrischen Diensten Graubünden fürsorgerisch untergebracht (Art. 429 Abs. 2 ZGB).
2. Betreffend Entlassungskompetenz wird verfügt:
a. Zuständig für die Entlassung ist die KESB;
b. Die ärztliche Leitung der Psychiatrischen Dienste Graubünden wird angewiesen, die KESB Mittelbünden/Moesa mit einem Verlaufsbericht unter Hinweis auf allfällige Vereinbarungen über die Nachbetreuung zu benachrichtigen, sobald sich abzeichnet, dass die Voraussetzungen für die Unterbringung demnächst nicht mehr erfüllt sein werden bzw. spätestens per 19.11.2021.
3. Betreffend die Verfahrenskosten wird verfügt:
a. Die Kosten im vorliegenden Verfahren werden auf Fr. 2'770.— festgesetzt.
b. Auf die Erhebung der Verfahrenskosten wird aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse der Eltern verzichtet.

## Considerations