# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d40abd84-0e45-4864-90e2-14b1e8df1d6c
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1.1. Mit Urteil vom 5. Januar 2021 (R 19 80), mitgeteilt am 18. Januar 2021,
wies das Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden die Beschwerde
von C. und D._ sowie E._ gegen die Baubewilligung und den
Einspracheentscheid der Gemeinde F._ vom 12. August 2019 ab und
verpflichtete die Beschwerdeführenden in Ziff. 3 des Dispositivs, B._
und A._ solidarisch mit insgesamt CHF 3'820.45 (inkl. MWST)
aussergerichtlich zu entschädigen.
1.2. Das Verwaltungsgericht erachtete den angefochtenen Bau- und
Einspracheentscheid vom 12. August 2019 als rechtens, was zur
Abweisung der Beschwerde vom 30. September 2019 führte. Es hielt in
Bezug auf die ausgesprochene Parteientschädigung fest, die Praxis des
Verwaltungsgerichts ginge gestützt auf die Verordnung über die
Bemessung des Honorars der Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte
dahin, dass bei Einreichen einer Honorarvereinbarung der geltend
gemachte Stundenansatz übernommen werde, sofern er den Ansatz von
CHF 270.-- nicht überschreite. Werde keine Honorarvereinbarung
eingereicht, betrage der Stundenansatz höchstens CHF 240.-- (vgl.
Praxisänderung vom 5. September 2017, vgl. dazu Urteile des
Verwaltungsgerichts U 16 92, S 17 15 und R 18 17). Da der
Rechtsvertreter zur Honorarnote vom 16. Januar 2020 keine Vereinbarung
eingereicht habe, und der Vermerk im Begleitschreiben (Honorar gemäss
Vereinbarung) als solches nicht genüge, sei angesichts dieser Praxis die
Honorarnote anzupassen, indem nicht ein Stundenansatz von CHF 270.-
-, sondern ein solcher von CHF 240.-- zur Anwendung gelange und das
Honorar entsprechend zu kürzen sei. Die so korrigierte Honorarnote des
Anwalts der Beschwerdegegner belaufe sich danach auf total
CHF 3'820.45 (bestehend aus: 14.35 h à CHF 240.-- [CHF 3'444.--] zzgl.
Pauschalspesen von 3 % [CHF 103.30] und 7.7 % MWST auf
CHF 3'547.30 [CHF 273.15]).
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2. Mit Schreiben vom 19. Januar 2021 beantragten B._ und A._
(nachfolgend Gesuchsteller) dem Verwaltungsgericht, das
verwaltungsgerichtliche Urteil R 19 80 vom 5. Januar 2021 sei zu
korrigieren. Entgegen der Erwägungen im Urteil, wonach wegen angeblich
fehlender Honorarvereinbarung der Stundenansatz bei der den
Beschwerdeführern auferlegten Verpflichtung zur Leistung einer
ausseramtlichen Entschädigung von CHF 270.-- auf CHF 240.-- reduziert
worden sei, sei die Honorarvereinbarung in die Anwaltsvollmacht
integriert, welche bei den Akten liege, so dass die Reduktion zu Unrecht
erfolgt sei.
3. Das Gericht nahm diese Eingabe zunächst als Berichtigungsgesuch im
Sinne von Art. 66 Abs. 2 VRG entgegen und gab den Gesuchstellern
Gelegenheit zur Stellungnahme.
4. Mit Schreiben vom 26. Januar 2021 beantragten die Gesuchgegner die
kostenpflichtige Abweisung des Gesuchs, da weder ein Redaktions- noch
ein Rechnungsfehler im Sinne von Art. 66 Abs. 2 VRG vorliege. Sollte
doch eine Berichtigung erfolgen, so sei der Umstand, dass zum massgeb-
lichen Zeitpunkt des angefochtenen Bau- und Einspracheentscheids vom
12. August 2019 noch keine rechtliche Sicherstellung der Erschliessung
mittels Nachweis der entsprechenden Rechte vorgelegen habe, bei einer
allfälligen Urteilsberichtigung resp. der Verlegung der Kosten- und
Entschädigungsfolgen genauso miteinzubeziehen. Wenn eine inhaltliche
Korrektur nachträglich zwar erfolgt sein möge (was das Gericht in
Erwägung 2.1.1. berücksichtigt habe), so hätten alleine die Gemeinde und
die Bauherrschaft den entsprechenden Aufwand verursacht, was das
Gericht bei den Kosten- und Entschädigungsfolgen in Erwägung 3 nicht
berücksichtigt habe.
5. Mit Schreiben vom 5. März 2021 teilte das Verwaltungsgericht den
Parteien mit, dass die Eingabe vom 19. Januar 2021 nicht wie angekündigt
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als Gesuch um Berichtigung, sondern als Revisionsgesuch geprüft werde.
Dazu ging bis heute keine Stellungnahme der Parteien ein.
Das Verwaltungsgericht zog die Akten des Verfahrens R 19 80 bei. Auf
diese und auf die weiteren Ausführungen der Parteien wird, soweit
entscheidrelevant, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1. Gegen ein missliebiges Urteil des Verwaltungsgerichts in Bausachen steht
den Parteien als ordentliches Rechtsmittel die Beschwerde in öffentlich-
rechtlichen Angelegenheiten gemäss Art. 82 ff. und Art. 90 ff. des
Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) offen.
1.1. Will eine Partei Beschwerde an das Bundesgericht erheben, so hat sie
diese innert 30 Tagen seit Eröffnung der vollständigen Ausfertigung des
anzufechtenden Entscheids beim Bundesgericht einzureichen (Art. 100
Abs. 1 BGG).
1.2. Vorliegend wurde das Urteil R 19 80 vom 5. Januar 2021 am 18. Januar
2021 mitgeteilt, womit es frühestens am 19. Januar 2021 bei den Parteien
eingegangen sein konnte. Der Rechtsvertreter der Gesuchsteller hat den
Entscheid am 19. Januar 2021 in Empfang genommen. Die 30-tägige
Beschwerdefrist begann damit frühestens am 20. Januar 2021 (vgl. Art. 44
Abs. 1 BGG) zu laufen und endete frühestens am 18. Februar 2021. Dies
bedeutet, dass das fragliche Urteil bei Geltendmachung der Korrektur der
Parteientschädigung noch nicht rechtskräftig war. Zum heutigen Zeitpunkt
kann indes von der formellen Rechtskraft des Urteils vom 5. Januar 2021
ausgegangen werden.
2. Als ausserordentliche Rechtsmittel bzw. Rechtsbehelfe sieht das Gesetz
über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) die Erläuterung
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(Art. 66 Abs. 1 VRG), die Berichtigung (Art. 66 Abs. 2 VRG) und die
Revision (Art. 67 VRG) vor.
2.1. Eine Erläuterung nach Art. 66 Abs. 1 VRG kommt in Frage, wenn ein Urteil
Unklarheiten oder Widersprüche im Dispositiv oder im Verhältnis der
entscheidenden Erwägungen zum Dispositiv enthält. Einer Erläuterung
bedarf ein Entscheid dann, wenn das Dispositiv unklar, unvollständig oder
zweideutig ist oder Widersprüche in sich bzw. zu den
Entscheidungsgründen aufweist (BERTSCHI, in: GRIFFEL [Hrsg.],
Kommentar VRG, 3. Aufl., Zürich 2014, Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d
Rz. 24). Zuständig für die Erläuterung ist die Behörde, die das zu
erläuternde Urteil gefällt hat, wobei die Mitwirkung der gleichen Personen
nicht verlangt wird (BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d
Rz. 25).
2.2. Eine Berichtigung nach Art. 66 Abs. 2 VRG ist vorgesehen, wenn ein
Entscheid Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält, die sich im
Dispositiv auswirken. Als Berichtigung wird die Korrektur von Fehlern
bezeichnet, die nicht bei der Willensbildung der Behörde, sondern
anlässlich der schriftlichen Formulierung der ausgefertigten Anordnung
unterlaufen sind. Es handelt sich dabei um sogenannte Kanzleifehler,
worunter im Wesentlichen nur blosse Schreib- oder Rechnungsfehler
fallen. Zur Korrektur selbst offensichtlicher Fehler bei der
Sachverhaltsermittlung oder der Rechtsanwendung ist die Berichtigung
nicht gegeben. Zuständig zur Berichtigung ist die Behörde, welche die
Verfügung oder den zu berichtigenden Rechtsmittelentscheid gefällt hat
(BERTSCHI, a.a.O., Vorbemerkungen zu §§ 86a-86d Rz. 27).
2.3. Gemäss Art. 67 Abs. 1 VRG revidiert die Behörde, die zuletzt entschieden
hat, rechtskräftige Entscheide von Amtes wegen oder auf Antrag, wenn
die Partei nachträglich erhebliche Tatsachen oder Beweismittel entdeckt,
deren rechtzeitige Beibringung ihr nicht möglich war (lit. a), wenn durch
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ein Verbrechen oder Vergehen auf den Entscheid eingewirkt worden war
(lit. b), wenn eine von der Behörde beurteilte zivil- oder strafrechtliche
Vorfrage vom zuständigen Zivil- oder Strafgericht anders entschieden
worden ist (lit. c), wenn die Behörde aktenkundige erhebliche Tatsachen
aus Versehen nicht gewürdigt hat (lit. d) oder einzelne Punkte des
Rechtsbegehrens unbeurteilt geblieben sind (lit. e). Das Revisionsgesuch
ist innert 90 Tagen seit Kenntnis des Revisionsgrundes bei der letzten
Instanz schriftlich einzureichen (Art. 67 Abs. 2 VRG), längstens jedoch
nach Ablauf von zehn Jahren seit der Mitteilung des Entscheides, sofern
nicht durch ein Verbrechen oder Vergehen auf den zu revidierenden
Entscheid eingewirkt wurde (Art. 67 Abs. 3 VRG).
3. Vorliegend wird von den Gesuchstellern eine Korrektur der
aussergerichtlichen Entschädigung resp. eine Berücksichtigung des
vereinbarten Stundenansatzes gemäss Honorarvereinbarung vom 21.
Oktober 2019 beantragt. Entgegen der Erwägungen im Urteil R 19 80 vom
5. Januar 2021 sei die Honorarvereinbarung in die Anwaltsvollmacht
integriert, welche bei den Akten liege, weshalb zu Unrecht ein
Stundenansatz von CHF 240.-- anstatt CHF 270.-- angewendet worden
sei, was zu korrigieren sei. Strittig ist damit Ziff. 3 des Dispositivs des
Urteils R 19 80, wonach die Beschwerdeführer C. und D._ sowie
E._ den Beschwerdegegnern B._ und A._ solidarisch mit
insgesamt CHF 3'820.45 (inkl. MWST) anstatt dem geltend gemachten
Aufwand von CHF 4'303.15 aussergerichtlich zu entschädigen haben.
3.1. Unbestritten ist, dass das Urteil R 19 80 keine Unklarheiten oder
Widersprüche im Dispositiv oder im Verhältnis der entscheidenden
Erwägungen zum Dispositiv enthält. Auch liegt kein redaktioneller Fehler,
der nicht bei der Entscheidfindung des Gerichts, sondern anlässlich der
schriftlichen Formulierung des gefällten Urteils R 19 80 unterlaufen ist, vor.
Folglich kommt weder eine Erläuterung gemäss Art. 66 Abs. 1 VRG noch
eine Berichtigung des Urteils gemäss Art. 66 Abs. 2 VRG in Frage. Damit
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ist zu prüfen, ob bezüglich des Gesuchs um "Korrektur" der
Parteientschädigung des in Rechtskraft erwachsenen Urteils R 19 80 die
Revision gemäss Art. 67 Abs. 1 VRG zur Anwendung gelangt.
3.2. An die Begründung eines Revisionsgesuchs werden erhöhte
Anforderungen gestellt. So hat der Gesuchsteller in seiner Eingabe die
Rechtzeitigkeit des Begehrens darzutun. Zudem hat er einen der in Art. 67
Abs. 1 VRG aufgeführten Revisionsgründe anzurufen und glaubhaft
darzulegen, weshalb der geltend gemachte Revisionsgrund gegeben ist
und inwiefern das Dispositiv des zu revidierenden Urteils deswegen
abgeändert werden muss. Es genügt, wenn sich sinngemäss aus der
Begründung ergibt, welcher Revisionsgrund angerufen wird und inwiefern
Anlass besteht, gerade diesen Grund geltend zu machen
(KÖLZ/HÄNER/BERTSCHI, Verwaltungsverfahren und
Verwaltungsrechtspflege des Bundes, 3. Aufl., Zürich 2013, Rz. 1345;
SCHERRER REBER, in: WALDMANN/WEISSENBERGER [Hrsg.],
Praxiskommentar Verwaltungsverfahrensgesetz, 2. Aufl.,
Zürich/Basel/Genf 2016, Art. 67 N. 9).
3.3. Das Gesuch der Gesuchsteller um Korrektur des Urteils R 19 80 ist am
21. Januar 2021 beim Gericht eingegangen. Darin wird das Vorliegen des
Revisionsgrundes glaubhaft dargelegt und geltend gemacht, dass das
Dispositiv entsprechend zu ändern sei. Folgerichtig beruft sich der
Gesuchsteller damit auf den Revisionsgrund gemäss Art. 67 Abs. 1 lit. d
VRG, der der Behebung ursprünglicher Sachverhaltsfehler dient. Laut
dieser Bestimmung kann ein rechtskräftiger Entscheid revidiert werden,
wenn die Behörde bei ihrer Entscheidung aktenkundige erhebliche
Tatsachen aus Versehen nicht gewürdigt hat. Diesem Revisionsgrund
kommt in der Praxis erhebliche Bedeutung zu. Er befasst sich mit der
sogenannten "Versehensrüge", für die bezeichnend ist, dass die
entscheidende Behörde aus Versehen eine Aktenstelle übergangen oder
entgegen ihrem objektiven Wortlaut wahrgenommen hat (SCHERRER
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REBER, a.a.O., Art. 66 N. 32 f.; MÄCHLER, in: AUER/MÜLLER/SCHINDLER
[Hrsg.], Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren,
2. Aufl., Zürich/St. Gallen 2019, Art. 66 N. 21). Davon ist freilich nur
auszugehen, wenn ein offenkundiger Widerspruch zum
unmissverständlichen Inhalt der Akten besteht. Kein Revisionsgrund liegt
vor, wenn eine Behörde aus Versehen eine Tatsache berücksichtigt hat,
die in den Akten nicht enthalten ist. Schliesslich muss die übersehene
aktenkundige Tatsache den Ausgang des Verfahrens beeinflussen
können (vgl. Urteil des Bundesverwaltungsgerichts
C-6161/2013 vom 11. November 2013 E.2.2, BGE 122 II 17 E.3;
SCHERRER REBER, a.a.O., Art. 66 N. 33 f.; MÄCHLER, a.a.O., Art. 66 N. 21).
In Bezug auf die zu erfolgende Änderung im Dispositiv kann auf die vom
Rechtsvertreter eingereichte Honorarnote in den Akten zurückgegriffen
werden. Das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden
R 19 80, bei dem es sich um einen letztinstanzlichen Entscheid im Sinne
von Art. 67 Abs. 1 VRG handelt, ist zum heutigen Zeitpunkt in formelle
Rechtskraft erwachsen. Die Gesuchsteller haben am
Beschwerdeverfahren R 19 80 teilgenommen, sie sind durch das zu
revidierende Urteil berührt und haben ein schutzwürdiges Interesse an der
Wiederaufnahme des Beschwerdeverfahrens R 19 80. Sie sind folglich zur
Einreichung des Revisionsgesuchs berechtigt. Das Revisionsgesuch ist
somit frist- und formgerecht erfolgt, womit durch das angerufene
zuständige Verwaltungsgericht auf dieses einzutreten ist.
3.4. Nachfolgend ist zu prüfen, ob sich der vorgebrachte Revisionsgrund als
rechtserheblich erweist. Das Gericht revidiert rechtskräftige Entscheide
von Amtes wegen oder auf Antrag, wenn es aktenkundige erhebliche
Tatsachen aus Versehen nicht gewürdigt hat (Art. 67 Abs. 1 lit. d VRG).
Gemäss der bei den Akten liegenden Vollmacht des Rechtsvertreters der
Gesuchsteller vom 21. Oktober 2019 bemisst sich das Honorar (exkl.
MWST) nach dem Zeitaufwand zum Stundenansatz von CHF 270.--, wie
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von den Gesuchstellern richtigerweise angeführt. Indem das Gericht im
Urteil R 19 80 vom Fehlen einer Honorarvereinbarung und deshalb von
einem reduzierten Stundenansatz von CHF 240.-- anstatt vom geltend
gemachten Stundenansatz von CHF 270.-- ausgegangen ist, hat es im
Sinne von Art. 67 Abs. 1 lit. d VRG eine aktenkundige erhebliche Tatsache
aus Versehen nicht gewürdigt. Im vorliegenden Fall anerkennt das
Verwaltungsgericht diesen Fehler. Es zieht sein Urteil R 19 80 nun nicht
nur infolge des gestellten Revisionsgesuchs, sondern auch von Amtes
wegen gestützt auf Art. 67 Abs. 1 lit. d VRG in Revision. Folglich ist das
Gesuch der Gesuchsteller gutzuheissen und Dispositiv-Ziff. 3 des Urteils
R 19 80 vom 5. Januar 2021 gestützt auf Art. 67 Abs. 1 lit. d VRG zu
revidieren. Die Parteientschädigung beläuft sich damit auf total
CHF 4'303.15 (bestehend aus: 14.35 h à CHF 270.-- [CHF 3'874.50] zzgl.
Barauslagen [CHF 121.--] und 7.7 % MWST auf CHF 3'995.50
[CHF 307.65]). Neu heisst die Dispositiv-Ziff. 3:
„3. C. und D._ sowie E._ haben B._ und A._ solidarisch mit
insgesamt CHF 4'303.15 (inkl. MWST) aussergerichtlich zu entschädigen.ˮ
4. Da das Verwaltungsgericht dem Revisionsgesuch der Gesuchsteller
stattgegeben, und die Dispositiv-Ziff. 3 des Urteils R 19 80 vom 5. Januar
2021 korrigiert hat, ist im Folgenden auch der Antrag der Gesuchgegner
zu prüfen.
4.1. Die Gesuchgegner machen geltend, bei einer allfälligen
Urteilsberichtigung sei der Umstand miteinzubeziehen, wonach das
Gericht bei der Verlegung der Kosten- und Entschädigungsfolgen in
Erwägung 3 nicht berücksichtigt habe, dass zum massgeblichen Zeitpunkt
des angefochtenen Bau- und Einspracheentscheids vom 12. August 2019
noch keine rechtliche Sicherstellung der Erschliessung mittels Nachweis
der entsprechenden Rechte vorgelegen habe, die öffentlich beurkundeten
Grunddienstbarkeitsverträge durch die Bauherrschaft vielmehr erst am 27.
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Dezember 2019 abgeschlossen bzw. am 9. Januar 2020 beim Gericht
eingereicht worden seien. Die unzureichende Erschliessung sei für die
Gesuchgegner im kommunalen als auch im gerichtlichen Verfahren jedoch
zentraler Grund für ihr Rechtsmittel gewesen. Damit hätten alleine die
Gemeinde bzw. die Bauherrschaft den entsprechenden Aufwand
verursacht.
4.2. Diesbezüglich stellt das Verwaltungsgericht fest, dass es sich beim
Begehren der Gesuchgegner um materielle/inhaltliche Rügen handelt, die
sie mit Beschwerde an das Bundesgericht hätten vorbringen müssen. Wie
von den Gesuchgegnern selbst vorgebracht, hat das Gericht diesen Punkt
denn auch in den Erwägungen berücksichtigt. Deshalb ist auf deren
Gesuch nicht einzutreten.
5. Für das vorliegende Verfahren werden keine Kosten erhoben.