# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** cb1c5bf9-2be0-4bd3-ba66-2cb098324639
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange (vorsorgliche Massnahmen)
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Berufung gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren am Bezirksgericht Meilen vom 30. August 2017 (FK170010-G)
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Rechtsbegehren:
(vgl. die angefochtene Verfügung, Urk. 2 S. 3 f.)
Verfügung des Einzelgerichts am Bezirksgericht Meilen vom 30. August 2017: (Urk. 2 S. 27 ff.)
1. Das gemeinsame Kind der Parteien C._, geboren tt.mm.2016, wird
einstweilen unter die geteilte Obhut der Eltern gestellt.
2. Der Betreuungsanteil des Beklagten wird in einer ersten Phase, beginnend
ab Rechtskraft dieses Entscheides bis und mit 2. März 2018, auf folgende
Zeiten festgesetzt:
− an seinem freien Arbeitstag (Montag) von 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr, wo-
bei der Beklagte das Kind am Wohnort der Klägerin abzuholen und
wieder dorthin zu bringen hat;
− an jedem zweiten Samstag von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr, wobei die
Klägerin das Kind an den Wohnort des Beklagten zu bringen und die-
ser das Kind danach wieder an den Wohnort der Klägerin zurückzu-
bringen hat;
− an jedem anderen Sonntag von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr, wobei die
Klägerin das Kind an den Wohnort des Beklagten zu bringen und die-
ser das Kind danach wieder an den Wohnort der Klägerin zurückzu-
bringen hat;
Der Betreuungsanteil des Beklagten wird in einer zweiten Phase, beginnend
am 3. März 2018, auf folgende Zeiten festgesetzt:
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− jeweils von Sonntag (erstmals am 5. März 2018), 19:00 Uhr, bis Mitt-
woch, 19:00 Uhr;
− an jedem zweiten Wochenende (erstmals am 10./11. März 2018) zu-
sätzlich von Samstag, 19:00 Uhr, bis Sonntag, 19:00 Uhr;
Der Betreuungsanteil der Klägerin umfasst die übrigen Zeiten. In der zweiten
Phase hat der jeweils betreuende Elternteil das Kind an den Wohnort des
anderen Elternteils zu bringen.
3. Der Klägerin wird die Verlegung des Aufenthaltsortes des Kindes C._
nach D._ im Umfang ihres vorgenannten Betreuungsanteils einstweilen
bewilligt.
4. Der Wohnsitz des Kindes C._ ist bei der Klägerin in D._.
5. Für das Kind C._ wird eine Erziehungsbeistandschaft im Sinne von
Art. 308 Abs. 1 ZGB errichtet. Dem Beistand resp. der Beiständin werden
die folgenden Aufgaben übertragen:
a) die Eltern darin zu unterstützen, auch in ihrer Situation als getrennte El-
tern gemeinsam für das Wohl ihrer Kinder zu sorgen, insbesondere die
Betreuungs- und Vollzugsmodalitäten einvernehmlich zu regeln;
b) bei Konflikten zwischen den Parteien zu vermitteln;
c) dem Gericht im Rahmen des Verfahrens über die Entwicklung Be-
scheid zu geben und bei diesem bei einer wesentlichen Veränderung
der Verhältnisse respektive bei einer drohenden Kindeswohlgefähr-
dung entsprechende Massnahmen zu beantragen.
6. Die Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde des Bezirks Meilen wird er-
sucht, einen Beistand bzw. die Beiständin im Sinne der vorstehenden Dis-
positivziff. 5 zu ernennen.
7. Die Regelung der Kosten- und Entschädigungsfolgen wird dem Endent-
scheid vorbehalten.
8. [Mitteilungssatz].
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9. [Rechtsmittelbelehrung; Berufung; 10 Tage].
Berufungsanträge:
der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 2 f.):
"1. Es sei die Tochter C._, geboren am tt.mm.2016, in Aufhebung der  1 der Präsidialverfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 30. August 2017 unter der alleinigen Obhut der Berufungsklägerin zu belassen.
2. Es sei der Berufungsbeklagte in Aufhebung der Ziffer 2 der  des Bezirksgerichts Meilen vom 30. August 2017 für berechtigt zu erklären, die Tochter C._ wie folgt zu treffen bzw. zu sich oder mit sich auf Besuch zu nehmen:
− Phase 1 (für mindestens vier Wochen, beginnend ab Aufnahme der  durch den Beistand der Tochter): Jeweils einmal wöchentlich für drei Stunden begleitet. Die Besuche können im Rahmen von  Besuchstagen des Besuchstreffs Schweiz oder im Rahmen von Einzelbegleitungen stattfinden.
− Phase 2 (für mindestens vier Wochen): Jeweils einmal wöchentlich  am Wochenende für drei Stunden.
− Phase 3 (frühestens ab der 9. Woche): Jeweils einmal wöchentlich  am Wochenende für drei Stunden und zusätzlich für zwei Stunden an einem Wochentag.
3. Es sei Ziffer 3 der Präsidialverfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 30. August 2017 ersatzlos aufzuheben.
Eventualiter sei der Berufungsklägerin die Verlegung des Aufenthaltsortes des Kindes C._ nach D._ zu bewilligen.
4. Es sei für die Tochter C._ in Aufhebung bzw. Ergänzung der Ziffer 5 der Präsidialverfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 30. August 2017 eine Beistandschaft im Sinne von Art. 308 Abs. 1 und 2 ZGB zu errichten. Dem Beistand seien die folgenden Aufgaben zu übertragen:
− Organisation und Festlegung der Modalitäten des persönlichen  zwischen Vater und Tochter;
− Entscheid über die Dauer der Phasen gemäss vorstehender Ziffer 2;
− Überwachung der Treffen und Besuche insofern, als er in regelmässigen Abständen die Einhaltung und die Durchführung bei den Mitarbeitenden des Besuchstreffs in Erfahrung bringt bzw. sich mit den Eltern über die übrigen begleiteten und unbegleiteten Besuche austauscht;
− Vermittlung zwischen den Eltern bei Konflikten die Kinderbelange ;
− Benachrichtigung des Gerichts bei einer wesentlichen Veränderung der Verhältnisse respektive bei einer drohenden Kindeswohlgefährdung.
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5. Eventualiter sei der vorinstanzliche Entscheid in den Ziffern 1, 2, 3 und 5 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung an die Vorinstanz .
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer zulasten des Berufungsbeklagten."
Prozessuale Anträge der Klägerin und Berufungsklägerin (Urk. 1 S. 3):
"7. Es sei der Berufung die aufschiebende Wirkung zu erteilen.
8. Es seien die Kinderbelange für die Dauer des Berufungsverfahrens analog zu den vorstehenden Berufungsanträgen, insbesondere gemäss den  1, 2 und 4 zu regeln.
9. Die aufschiebende Wirkung gemäss vorstehendem Antrag 7 sei ohne  der übrigen Verfahrensbeteiligten superprovisorisch zu erteilen.
10. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zuzüglich gesetzliche Mehrwertsteuer zulasten des Berufungsbeklagten."
des Beklagten und Berufungsbeklagten (Urk. 26 S. 2 und Urk. 27, sinngemäss):
"Es sei die Berufung abzuweisen und die Präsidialverfügung des  Meilen vom 30.08.2017 zu bestätigen.
Eventualiter sei die Betreuungszeit für eine dritte Phase, beginnend ab dem 03.03.2018, wie folgt festzulegen:
− Jeweils von Sonntag (erstmals 05.03.2018), 9.00 Uhr, bis Montag, 19.00 Uhr, und − an jedem zweiten Wochenende (erstmals am 10./11.03.2018) zusätzlich
von Samstag, 9.00 Uhr – Sonntag, 9.00 Uhr.
Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen." der Verfahrensbeteiligten (Urk. 25 S. 1 f.):
"1. Es sei die Tochter C._ im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des Verfahrens unter die alleinige Obhut der Kindsmutter zu ;
2. Es sei dem Kindsvater im Sinne einer vorsorglichen Massnahme für die Dauer des Verfahrens das Recht einzuräumen, die Tochter C._ wie folgt zu betreuen:
− Bis tt.mm.2017: zweimal pro Woche während jeweils vier Stunden im Rahmen eines begleiteten Besuchsrechts (einmal unter der Woche und einmal am Samstag oder am Sonntag), wobei die Klägerin C._ dem Beklagten zu bringen und wieder abzuholen hat.
− Ab tt.mm.2017 für die weitere Dauer des Verfahrens: zweimal pro  während jeweils sechs Stunden (einmal unter der Woche und  am Samstag oder am Sonntag), wobei bezüglich der Übergaben folgende Modalitäten gelten: Unter der Woche wird der Beklagte , C._ abzuholen und wieder zurückzubringen. Am Wochen-
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ende wird die Klägerin verpflichtet, C._ wieder zur Klägerin .
3. Es sei Ziff. 3 der Präsidialverfügung des Bezirksgerichts Meilen vom 30. August 2017 ersatzlos aufzuheben;
Eventualiter: Es sei der Kindsmutter die Verlegung des Aufenthaltsortes des Kindes C._ nach D._ zu bewilligen;
4. Es sei die Beiständin, E._, im Sinne vorsorglicher Massnahmen für die Dauer des Verfahrens zusätzlich zu ihrem Auftrag gemäss Dispositiv-Ziff. 5 der Präsidialverfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren vom 30. August 2017 zu beauftragen, in der Zeit bis tt.mm.2017 für die  Begleitung der Betreuung durch den Beklagten besorgt zu sein sowie während der gesamten Dauer des Verfahrens die einzelnen  sowie den Anfang und das Ende der Betreuungszeiten  festzulegen, wenn sich die Parteien darüber nicht einigen können."

## Considerations

Erwägungen:
I.
1. Die Parteien stehen vor Vorinstanz seit Anfang Juni 2017 in einem Verfah-
ren betreffend Unterhalt und weitere Kinderbelange in Bezug auf die am
tt.mm.2016 geborene gemeinsame Tochter C._ (Urk. 8/1 und Urk. 8/7). Am
29. August 2017 fand die erstinstanzliche Verhandlung über die vorsorglichen
Massnahmen statt, anlässlich welcher die Parteivertreter sowie der Prozessbei-
stand von C._ ihre Anträge stellten und begründeten und die Parteien vom
Vorderrichter befragt wurden (Prot. I. S. 9 ff.). Mit Präsidialverfügung vom 30. Au-
gust 2017 erliess die Vorinstanz die eingangs wiedergegebene Verfügung betref-
fend vorsorgliche Massnahmen (Urk. 8/39 = Urk. 2).
2. Gegen diesen Entscheid erhob die Klägerin und Berufungsklägerin (fortan
Klägerin) mit Eingabe vom 25. September 2017 innert Frist vorab per Fax
(Urk. 1A) und hernach schriftlich (Urk. 1B) Berufung und stellte die vorerwähnten
Anträge. Mit Präsidialverfügung vom 26. September 2017 wurde der Berufung
einstweilen die aufschiebende Wirkung erteilt und dem Beklagten und Berufungs-
beklagten (fortan Beklagter) sowie der Verfahrensbeteiligten Frist zur Stellung-
nahme zum Gesuch um aufschiebende Wirkung sowie zur Beantwortung des
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Massnahmebegehrens angesetzt. Sodann wurde der Klägerin Frist zur Leistung
eines Kostenvorschusses von Fr. 5'500.– angesetzt (Urk. 7), welcher innert Frist
bei der Obergerichtskasse einging (Urk. 9). Nachdem die Parteien sowie die Ver-
fahrensbeteiligte zur aufschiebenden Wirkung sowie zu den beantragten vorsorg-
lichen Massnahmen Stellung genommen hatten (Urk. 10, 11, 16B und 20), ent-
schied der stellvertretende Präsident der Kammer mit Verfügung vom 3. Novem-
ber 2017 über die Erteilung der aufschiebenden Wirkung, wobei diese teilweise
gewährt wurde (Urk. 23 S. 12, Dispositiv-Ziffern 1 und 2). Im Anschluss daran er-
liess die erkennende Kammer am 20. November 2017 folgenden Beschluss be-
treffend vorsorgliche Massnahmen (Urk. 24 S. 14 f.):
1. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme wird die Tochter C._,  tt.mm.2016, für die Dauer des Berufungsverfahren einstweilen  die alleinige Obhut der Klägerin gestellt.
2. Im Sinne einer vorsorglichen Massnahme wird dem Beklagten das Recht eingeräumt, die Tochter C._ wie folgt zu betreuen:
- Bis tt.mm.2017: zweimal pro Woche während jeweils vier Stunden im Rahmen eines begleiteten Besuchsrechts (einmal unter der Woche und einmal am Samstag oder am Sonntag), wobei die Klägerin C._ dem Beklagten zu bringen und wieder abzuholen hat.
- Ab tt.mm.2017 für die weitere Dauer des Berufungsverfahrens:  pro Woche während jeweils sechs Stunden (einmal unter der Woche und einmal am Samstag oder am Sonntag), wobei bezüglich der Übergaben folgende Modalitäten gelten: Unter der Woche wird der Beklagte verpflichtet, C._ abzuholen und wieder . Am Wochenende wird die Klägerin verpflichtet, C._ zum Beklagten zu bringen, und wird dieser verpflichtet, C._ wieder zur Klägerin zurückzubringen.
3. Die Beiständin, E._, wird im Sinne vorsorglicher Massnahmen für die Dauer des Berufungsverfahrens zusätzlich zu ihrem Auftrag gemäss -Ziffer 5 der Präsidialverfügung des Einzelgerichts im vereinfachten Verfahren vom 30. August 2017 beauftragt, in der Zeit bis tt.mm.2017 für die angemessene Begleitung der Betreuung durch den Beklagten besorgt zu sein sowie während der gesamten Dauer des Berufungsverfahrens die einzelnen Betreuungstage sowie den Anfang und das Ende der  verbindlich festzulegen, wenn sich die Parteien darüber nicht einigen können.
4. [Fristansetzung Berufungsantwort].
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5. [Mitteilungssatz].
6. [Rechtsmittelbelehrung].
Mit Eingabe vom 1. Dezember 2017 (Poststempel) erstattete die Verfahrensbetei-
ligte ihre Berufungsantwort (Urk. 25). Die Berufungsantwort des Beklagten datiert
vom 4. Dezember 2017 (Urk. 26). Nach Absprache mit den Parteien fand am
31. Januar 2018 eine Vergleichsverhandlung statt (vgl. § 133 Abs. 2 GOG), wel-
che zu keiner Einigung führte (Urk. 28; Prot. S. 11 f.). Im Nachgang zur erwähnten
Verhandlung führten die Parteien bis im April 2018 zusätzlich aussergerichtliche
Vergleichsgespräche, welche schliesslich ebenfalls scheiterten (Urk. 32-36). Am
2. Mai 2018 erstatte die Beiständin, E._, die zuvor mit Schreiben vom 23. Ap-
ril 2018 (Urk. 38) einverlangte schriftliche Auskunft (Urk. 39). Mit Verfügung vom
18. Mai 2018 (Urk. 44) wurde der Bericht der Beiständin (Urk. 39) zusammen mit
einer Noveneingabe des Beklagten vom 15. Mai 2018 (Urk. 40) an die Parteien
sowie die Verfahrensbeteiligte zur Stellungnahme zugestellt. Beide Parteien so-
wie die Verfahrensbeteiligte haben sich daraufhin innert Frist zur schriftlichen
Auskunft der Beiständin sowie zur Noveneingabe des Beklagten geäussert
(Urk. 45, Urk. 47 und Urk. 50).
3. Mit Schreiben bzw. E-Mail vom 10. Juli 2018 erklärten die Parteien, dass sie
mit einem vergleichsweisen Abschluss des Verfahrens auf Basis des obergericht-
lichen Beschlusses vom 20. November 2017 (Urk. 24) einverstanden seien
(Urk. 56A und Urk. 56B). Am 11. Juli 2018 reichte der Kindesvertreter seine Ho-
norarnote ein (Urk. 57 und Urk. 58). Unter Mitwirkung des Gerichts schlossen die
Parteien und die Verfahrensbeteiligte daraufhin am 18. bzw. 19. Juli 2018 eine
Vereinbarung mit folgendem Inhalt (Urk. 64, Urk. 65 und Urk. 66):
"Mit dem Ziel das Berufungsverfahren (LZ170018-O) zu einem Abschluss zu , schliessen die Parteien folgende Vereinbarung und beantragen gemeinsam dem Obergericht, diese zu genehmigen. Diese Vereinbarung wi[e]derspiegelt nicht die Rechtsauffassung der Parteien und dient lediglich der pragmatischen  des vorliegenden Rechtsmittelverfahrens; sie hat keine präjudizierende  auf andere bereits anhängige bzw. allenfalls noch folgende Gerichtsverfahren:
1. Die Tochter C._ sei für die Dauer des Prozesses FK170010-G vor dem Bezirksgericht Meilen unter die alleinige Obhut der Mutter zu stellen. Der Be-
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rufungsantrag Ziffer 3 (Urk. 1 S. 3) sei demzufolge als gegenstandslos  abzuschreiben.
2. Die Parteien einigen sich für die Dauer des Prozesses FK170010-G vor dem Bezirksgericht Meilen über die Aufteilung der Betreuung der Tochter C._ wie folgt:
− Der Vater betreut die Tochter zweimal pro Woche während jeweils sechs Stunden (einmal unter der Woche und einmal am Samstag oder am ), wobei bezüglich der Übergaben folgende Modalitäten gelten: Unter der Woche verpflichtet sich der Vater, C._ bei der Mutter abzuholen und wieder zurückzubringen. Am Wochenende verpflichtet sich die Mutter, C._ zum Vater zu bringen, und dieser verpflichtet sich, C._ wieder zur Mutter zurückzubringen.
− In der übrigen Zeit wird die Tochter von der Mutter betreut.
− Weitergehende oder abweichende Betreuungsregelungen nach  Absprache bleiben vorbehalten.
3. Die Parteien beantragen gemeinsam, die jeweils zuständige Beistandsperson, derzeit Frau E._, sei für die Dauer des Prozesses FK170010-G vor dem Bezirksgericht Meilen zusätzlich zu ihrem Auftrag gemäss Dispositiv- Ziffer 5 der angefochtenen Präsidialverfügung des Einzelgerichts am  Meilen vom 30. August 2017 (Urk. 2) zu beauftragen, die einzelnen Betreuungstage sowie den Anfang und das Ende der Betreuungszeiten  festzulegen, wenn sich die Parteien darüber nicht einigen können.
4. Die Parteien vereinbaren in Bezug auf das Berufungsverfahren, die  (inklusive Entschädigung des Kindsvertreters gemäss Honorarnote vom 11. Juli 2018; Urk. 58) je zur Hälfte zu übernehmen und gegenseitig auf eine Parteientschädigung zu verzichten."
4. Die Berufung hemmt die Rechtskraft des angefochtenen Entscheides im
Umfang der Anträge (Art. 315 Abs. 1 ZPO). Vorweg ist daher festzustellen, dass
die nicht angefochtenen Dispositiv-Ziffern 4, 6 und 7 des vorinstanzlichen Ent-
scheids in Rechtskraft erwachsen sind.
5. Zufolge teils längerer Ferienabwesenheiten ergeben sich vorliegend zwei Än-
derungen im Spruchkörper. Anstelle der Kammerpräsidentin wirkt am vorliegenden
Entscheid deren Stellvertreter Oberrichter Dr. H.A. Müller als Vorsitzender mit und
anstelle von Oberrichterin Dr. S. Janssen wirkt Oberrichter lic. iur. M. Spahn mit.
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II.
1. Soweit es Kinderbelange zu regeln gilt, findet die Offizial- und Untersu-
chungsmaxime Anwendung (Art. 296 Abs. 1 ZPO). Daher unterliegt die von den
Parteien getroffene Vereinbarung der gerichtlichen Prüfung und Genehmigung.
Für die Genehmigung wird vorausgesetzt, dass mit der Vereinbarung das Kindes-
wohl gewahrt wird.
2. Im vorliegenden Verfahren geht es um die Anordnung von vorsorglichen
Massnahmen für die Dauer des erstinstanzlichen Prozesses. Seit Ende Mai 2018
liegt der Vorinstanz das von ihr angeordnete Erziehungsfähigkeitsgutachten vor
(vgl. Urk. 50 S. 1 und Urk. 52/4). Nachdem allfällige Ergänzungsfragen geklärt
sind und die Parteien zum Gutachten Stellung nehmen konnten, wird das vorin-
stanzliche Verfahren (voraussichtlich) in absehbarer Zeit spruchreif. Die von den
Parteien vereinbarte Regelung hat somit nur für einen sehr begrenzten Zeitraum
Gültigkeit. Die von den Parteien unterzeichnete Vereinbarung stützt sich auf den
Beschluss der erkennenden Kammer vom 20. November 2017 (Urk. 24). Die Ob-
huts- und Besuchsrechtsregelung wurde dem erwähnten Massnahmeentscheid
entnommen. Darin wurde bereits ausführlich begründet, dass und weshalb die ge-
troffene Regelung dem Kindeswohl entspricht (Urk. 24 S. 9 ff.). Vorab kann auf
diese nach wie vor zutreffenden Erwägungen verwiesen werden.
3. Was die Obhutszuteilung an die Klägerin betrifft (Ziffer 1 der Vereinbarung),
gilt es zu berücksichtigen, dass C._ bis anhin hauptsächlich von der Klägerin
betreut worden ist und Letztere ihre Hauptbezugsperson ist. Die Klägerin ist seit
der Geburt täglich mit der Tochter zusammen und deren Umgang miteinander sei
gemäss Erziehungsfähigkeitsgutachten sicher und wirke natürlich und eingespielt
(Urk. 51 S. 55). Die Affektlage der Mutter gegenüber dem Kind sei durchwegs von
Wohlwollen, Interesse und Wärme geprägt (Urk. 51 S. 56 und S. 60). Nach dem
Gesagten spricht aus Sicht des Kindeswohls nichts gegen eine Obhutszuteilung
an die Klägerin für die Dauer des vorinstanzlichen Verfahrens.
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4. Die Regelung des Besuchsrechts (Ziffer 2 der Vereinbarung) wurde eben-
falls aus dem Massnahmeentscheid der erkennenden Kammer vom 20. Novem-
ber 2017 (Urk. 24) übernommen. Seit dem tt.mm.2017 betreut der Beklagte die
Tochter zweimal pro Woche während jeweils sechs Stunden (vgl. Urk. 24 Disposi-
tiv-Ziffer 2), was die Beiständin in ihrem Bericht vom 2. Mai 2018 bestätigt hat
(Urk. 39 Frage 2b). C._ ist mittlerweile rund 19 Monate alt. Die von den Par-
teien vereinbarte Betreuungsregelung entspricht dem Alter sowie den Bedürfnis-
sen der Tochter. Dabei ist zu berücksichtigen, dass zwischen den Wohnorten der
Parteien eine Distanz von gut 40 Kilometern liegt. An jedem Besuchstag legt die
Tochter somit eine Strecke von über 80 Kilometer im Auto zurück, was – zusam-
men mit den jeweiligen Übergaben von einer Betreuungsperson zur anderen – zu
Stresssituationen führen kann. Es ist davon auszugehen, dass sich C._ im
letzten Halbjahr an die Autofahrten sowie die regelmässigen Übergaben gewöhnt
hat, so dass die bis anhin gelebte Betreuungsregelung auch in Hinblick auf das
Kindeswohl weitergeführt werden kann. Zusammenfassend ist festzuhalten, dass
die Vereinbarung betreffend den persönlichen Verkehr dem Kindeswohl entspricht
und deshalb zu genehmigen ist.
5. Da die genauen Wochentage und auch die exakten Zeiten des Besuchs-
rechts in der Vereinbarung nicht im Detail geregelt sind, erscheint es angemessen
und sachgerecht, der Beiständin den (zusätzlichen) Auftrag zu erteilen, die ein-
zelnen Betreuungstage sowie den Anfang und das Ende der Betreuungszeiten
verbindlich festzulegen, wenn sich die Parteien darüber nicht einigen können (Zif-
fer 3 der Vereinbarung). Diese Regelung hat sich bis anhin bewährt und ermög-
licht eine gewisse Flexibilität, enthält aber auch eine Bestimmung für den Konflikt-
fall.
6. Nach dem Gesagten erfordert das Kindeswohl sowohl in Bezug auf die Zu-
teilung der Obhut als auch auf das Besuchsrecht keine andere Regelung und die
Vereinbarung der Parteien kann genehmigt bzw. können die entsprechenden au-
toritativen Anordnungen getroffen werden. Überdies ist der Berufungsantrag Zif-
fer 3 (Urk. 1 S. 3) aufgrund der Obhutszuteilung an die Klägerin zufolge Gegen-
standslosigkeit abzuschreiben (vgl. Ziffer 1 der Vereinbarung).
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III.
1. Die Entscheidgebühr für das Berufungsverfahren ist unter Berücksichtigung
der vergleichsweisen Erledigung des Verfahrens in Anwendung von § 5 Abs. 1,
§ 8 Abs. 1, § 10 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG auf Fr. 3'000.– festzuset-
zen und vereinbarungsgemäss den Parteien je zur Hälfte aufzuerlegen (Ziffer 4
der Vereinbarung). Dabei ist vorzumerken, dass die Klägerin bereits einen Ge-
richtskostenvorschuss in der Höhe von Fr. 5'500.– geleistet hat (Urk. 7 und 9),
welcher ihr vom Beklagten im Umfang seiner Zahlungsverpflichtung zu ersetzen
ist. Infolge gegenseitigen Verzichts sind für das zweitinstanzliche Verfahren keine
Parteientschädigungen zuzusprechen (Ziffer 4 der Vereinbarung).
2. Die Kosten für die Vertretung des Kindes sind Teil der von den Prozesspar-
teien zu tragenden Gerichtskosten (Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO). Der Prozessbei-
stand der Tochter macht für seine Bemühungen im Zusammenhang mit der Kin-
desvertretung im Berufungsverfahren eine Entschädigung von insgesamt
Fr. 6'348.75 geltend (Urk. 58). Die Parteien haben vereinbart, dass sie die er-
wähnten Kosten der Kindesvertretung gemäss Honorarnote vom 11. Juli 2018
(Urk. 58) je hälftig übernehmen (Ziffer 4 der Vereinbarung).