# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 784a2a5f-9be8-44ea-8614-845f218520a2
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
A. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch (Österreich) führt gegen A. ein  wegen Verdachts des schweren Betrugs.
Die Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen (nachfolgend „ St. Gallen“) führte gegen A. ein eigenständiges Strafverfahren wegen gewerbsmässigen Betrugs, evtl. mehrfacher Veruntreuung sowie Vergehens gegen das Bankengesetz. Im Rahmen dieses Verfahrens liess die Staatsanwaltschaft St. Gallen am 14. Januar 2008 A.s Wohnung in Salzburg rechtshilfeweise durchsuchen. Am 11. Februar 2008 ersuchte die Staatsanwaltschaft Feldkirch die Staatsanwaltschaft St. Gallen um  der bei der genannten Hausdurchsuchung beschlagnahmten  und Übermittlung der für das österreichische Verfahren wesentlichen Dokumente (act. 8.3). Die Staatsanwaltschaft St. Gallen entsprach diesem Ersuchen mit der – mittlerweile in Rechtskraft erwachsenen –  vom 27. Februar 2008 (act. 8.4). Mit Schreiben vom 6. Oktober 2009 ersuchte sodann die Staatsanwaltschaft Feldkirch die  St. Gallen um Zustellung der Anklageschrift der Staatsanwaltschaft St. Gallen gegen A. (act. 8.7).
B. Mit Schlussverfügung vom 19. Oktober 2009 entsprach die Staatsanwalt-
schaft St. Gallen dem Rechtshilfeersuchen vom 6. Oktober 2009 und  die Zustellung der Anklageschrift vom 22. September 2009 in Sachen A. an die Staatsanwaltschaft Feldkirch (act. 2).
C. Dagegen führt A. mit Eingabe vom 18. November 2009 Beschwerde bei der
II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts mit dem Antrag, es sei die Schlussverfügung vom 19. Oktober 2009 aufzuheben, unter  zulasten der Staatsanwaltschaft St. Gallen bzw. der . Zudem stellt A. den Antrag auf vollumfängliche Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft St. Gallen (act. 1).
In der Beschwerdeantwort vom 10. Dezember 2009 beantragt die  St. Gallen, die Beschwerde sei abzuweisen, eventuell sei sie aufzuheben und zu neuem Entscheid bzw. zur Gewährung des rechtlichen Gehörs an die Staatsanwaltschaft St. Gallen zurückzuweisen (act. 8). In der Vernehmlassung vom 16. Dezember 2009 stellt das Bundesamt für Justiz (nachfolgend „BJ“) den Antrag, auf die Beschwerde sei nicht , unter Kostenfolge (act. 9). A. hält in der Beschwerdereplik vom 28. Dezember 2009 sinngemäss an seinen Anträgen fest (act. 11). Mit  vom 6. Januar 2010 verzichten sowohl das BJ als auch die Staats-
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anwaltschaft St. Gallen auf eine Beschwerdeduplik (act. 15 und 16), wovon den Rechtsvertretern des Beschwerdeführers am 11. Januar 2010 Kenntnis gegeben wurde (act. 17).
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erforderlich, in den rechtlichen Erwägungen Bezug genommen.

## Considerations

Die II. Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. Für die Rechtshilfe zwischen der Schweiz und Österreich sind in erster  das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen vom 20. April 1959 (EUeR; SR 0.351.1), der zwischen den beiden Staaten abgeschlossene Vertrag vom 13. Juni 1972 über die Ergänzung des EUeR und die Erleichterung seiner Anwendung (Zusatzvertrag; SR 0.351.916.32) sowie die Bestimmungen der Art. 48 ff. des Übereinkommens vom 19. Juni 1990 zur Durchführung des Übereinkommens von Schengen vom 14. Juni 1985 (Schengener Durchführungsübereinkommen, SDÜ; ABl. L 239 vom 22. September 2000, S. 19 – 62) massgebend. Soweit das  bestimmte Fragen nicht abschliessend regelt, gelangt das  Landesrecht, namentlich das Bundesgesetz vom 20. März 1981 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSG; SR 351.1) und die  vom 24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (IRSV; SR 351.11), zur Anwendung (vgl. Art. 1 Abs. 1 IRSG). Das  Recht gilt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann, wenn dieses geringere Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (BGE 129 II 462 E. 1.1 S. 464).
2. 2.1 Beim angefochtenen Entscheid handelt es sich um eine Schlussverfügung
der ausführenden kantonalen Behörde, gegen welche innert 30 Tagen ab der schriftlichen Mitteilung bei der II. Beschwerdekammer des  Beschwerde geführt werden kann (Art. 80e Abs. 1 i.V.m. Art. 80k IRSG; Art. 28 Abs. 1 lit. e Ziff. 1 des Bundesgesetzes vom 4. Oktober 2002 über das Bundesstrafgericht, SGG; SR 173.71; Art. 9 Abs. 3 des  vom 20. Juni 2006 für das Bundesstrafgericht; SR 173.710).
Die Schlussverfügung vom 19. Oktober 2009 ist mit der vorliegenden  vom 18. November 2009 fristgerecht angefochten worden.
2.2 2.2.1 Zur Beschwerdeführung ist berechtigt, wer persönlich und direkt von einer
Rechtshilfemassnahme betroffen ist und ein schutzwürdiges Interesse an
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deren Aufhebung oder Änderung hat (Art. 80h lit. b IRSG). Personen,  die sich das ausländische Strafverfahren richtet, sind unter denselben Bedingungen beschwerdelegitimiert (Art. 21 Abs. 3 IRSG). Ein  Interesse liegt nicht schon dann vor, wenn jemand irgendeine  zum Streitobjekt zu haben behauptet. Vielmehr muss eine vom  Bundesrecht erfasste "spezifische Beziehungsnähe" dargetan sein. Eine blosse mittelbare Betroffenheit genügt hingegen nicht (BGE 128 II 211 E. 2.3 S. 217 m.w.H.).
Für Personen, die in den zur Herausgabe vorgesehenen Unterlagen  werden, jedoch nicht direkt von einer Zwangsmassnahme betroffen sind, ist die Beschwerdebefugnis grundsätzlich zu verneinen (vgl. BGE 128 II 211 E. 2.3 S. 218; 123 II 153, E. 2b S. 157, je m.w.H.). So ist das Bundesgericht in den Entscheiden 1A.186/2005 und 1A.187/2005 vom 9. Dezember 2005, je E. 1.3.3 auf die Beschwerden der im Rahmen eines nationalen Strafverfahrens einvernommenen Zeugen bzw. Auskunftsperson gegen die rechtshilfeweise Herausgabe des Einvernahmeprotokolls nicht eingetreten, dies unter anderem mit der Begründung, das  hätte sich nicht im Besitz des Beschwerdeführers befunden, er sei folglich nicht gezwungen gewesen, dieses herauszugeben, weshalb er im Rechtshilfeverfahren von keiner Massnahme unmittelbar betroffen sei. Die II. Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts hat diese Rechtsprechung auch in Bezug auf die Herausgabe des Protokolls der Einvernahme eines Beschuldigten übernommen und die Beschwerdelegitimation des  verneint, zumindest in Fällen wo das Rechtshilfeersuchen klar nach der Eröffnung des nationalen Strafverfahrens bzw. nach der  im Rahmen dieses Strafverfahrens ergangen ist (Entscheid des Bundesstrafgerichts RR.2007.17 vom 30. April 2007 E. 1.6.2, sowie der Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts 1C_106/2007 vom 21. Mai 2007 dazu). Eine Ausnahme von dieser Regel wird nur zugelassen, wenn in den betreffenden Unterlagen spezifische Informationen zu auf den  lautenden Bankkonten enthalten sind, so dass die  dieser Informationen der Herausgabe von Bankunterlagen  (vgl. TPF 2007 79 E. 1.6.3 S. 84 f. m.w.H.).
2.2.2 Die angefochtene Verfügung hat die Herausgabe einer Anklageschrift zum Gegenstand. Bei dieser handelt es sich um eine von einer  erstellte, sich im Besitz derselben befindende . Die vorliegende Anklageschrift ist von der Beschwerdegegnerin im  eines gegen den Beschwerdeführer geführten nationalen  erstellt worden, welches vor der Stellung des Rechtshilfeersuchens eröffnet worden ist (vgl. act. 8.1 Ziff. 1.1 S. 2). Sie enthält keine  Informationen zu auf den Beschwerdeführer lautenden Konten. Dass
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einige Transaktionen auf den Bankkonten einer dem Beschwerdeführer  Gesellschaft darin erwähnt werden, ändert nichts daran, dass die Übermittlung der Anklageschrift in casu nicht der Herausgabe von den Beschwerdeführer persönlich betreffenden Bankunterlagen . Nach dem Gesagten ist der Beschwerdeführer im vorliegenden Rechtshilfeverfahren von keiner Zwangsmassnahme unmittelbar betroffen, weshalb ihm die Beschwerdelegitimation abgeht. Auf die Beschwerde ist daher nicht einzutreten.
3. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer  (Art. 63 Abs. 1 VwVG i.V.m. Art. 30 lit. b SGG). Für die  der Gerichtsgebühren gelangt gemäss Art. 63 Abs. 5 VwVG das  vom 11. Februar 2004 über die Gerichtsgebühren vor dem  (SR 173.711.32) zur Anwendung. Die Gerichtsgebühr ist  auf Fr. 3’000.-- anzusetzen (Art. 3 des Reglements), unter  des geleisteten Kostenvorschusses von Fr. 4’000.--. Die  ist anzuweisen, dem Beschwerdeführer den Restbetrag von Fr. 1'000.-- zurückzuerstatten.
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