# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e344ce14-8267-49a4-9840-cd8940488a85
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2015
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1977, arbeitete zuletzt seit
dem
1.
Dezember 2001
als
Rez
epti
onistin
bei der
Y._
AG (bzw.
Z._
AG)
in
A._
(Urk.
7/9
, vgl. auch
Urk.
7/6
). Am 1
1.
April 2008 (Eingangsdatum) meldete sich die Versicherte
wegen eines Bandscheibenvorfall
s und eines
femoro
-
acetabulä
ren
Impingements
der Hüfte rechts
bei der Sozialversicherungsanstalt des Kan
tons Zürich, IV-Stelle, zum Leistungsbezug an (
Urk.
7/2). Die IV-Stelle
holte
den Bericht von
Dr.
med.
B._
, FMH Innere Medizin, vom 1
6.
April 2008 (
Urk.
7/13),
einen Auszug aus dem individuellen Konto
(IK-Auszug vom 2
1.
April 2008,
Urk.
7/5),
den Arbeitgeberbericht der
Z._
AG vom 23.
April 2008 (Urk.
7/6), den Bericht von
Dr.
med.
C._
, FMH Allge
m
eine Medizin, vom 1
9.
April 2008
(
Urk.
7/7
) und
den Arbeitgeberb
ericht der
Y._
vom 2
8.
April 2008 (
Urk.
7/9) ein. Weiter nahm sie die B
ericht
e
der Klinik
D._
vom 1
5.
Mai 2008 (
Urk.
7/12)
und vom
2. Dezember
2008 (
Urk.
7/16) und
den Bericht von
Dr.
med.
E._
, FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsapparates, vom 1
3.
März 2009 (
Urk.
7/18) zu den Akten
. Am 1
9.
März 2009 teilte die IV-Stelle der Versicherten mit, dass keine beruflichen Eingliederungsmassnahmen not
wendig seie
n, da ihr Arbeitsplatz
gemäss den vorgenommen Abklär
ungen nicht gefährdet sei (Urk.
7/21).
In der Folge
holte
die IV-Stelle den Verlauf
sbericht von
Dr.
E._
vom 8.
Juni 200
9 (
Urk.
7/23),
den Bericht von
Dr.
B._
vom 1
6.
Juni 2009 (
Urk.
7/25), diverse
Verlaufsberi
chte der Klinik
D._
(
Urk.
7/24,
Urk.
7/26,
Urk.
7/27,
Urk.
7/28,
Urk.
7/29,
Urk.
7/30
,
Urk.
7/32,
Urk.
7/33,
Urk.
7/34 und
Urk.
7/35) und den Bericht von
Dr.
med.
F._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitation, vom 1
0.
November 2011 (
Urk.
7/36)
ein
.
Mit Vorbescheid vom 1
4.
Febru
ar 2012 stellte sie
der Versicherten die Abweisung ihres Begeh
ren
s um IV-Leistungen in Aussicht und begründete
dies damit, dass gemäss den medizinischen Abklärungen keine dauerhafte Einschränkung
in ihrer
zuletzt ausgeübten Tätigkeit als
Rezeptionistin
ausgewiesen sei (
Urk.
7/41). Dage
gen erhob die Versicherte am 8.
März 201
2 Einwand (
Urk.
7/43), woraufhin
di
e
IV-Stelle den Bericht von Dr.
B._
vom 1.
April 2012 (
Urk.
7/48)
beizog
und
beim
G._
ein rheumato
logisches Gutachten in Auftrag
gab
, das am 12.
November 2012 erstattet wurde (
Urk.
7/53).
Am
8.
August 2013 teilte
die IV-Stelle
der Versicherten mit, dass zurzeit keine Eingliederungsmass
nahmen möglich seien, da
sie gerade eine neue Therapie begonnen habe und ihr Gesundheitszustand
noch
nicht stabil sei (
Urk.
7/59). Mit Vorbescheid vom 12.
August 2013, der den Vorbescheid vom 1
4.
Feb
ruar 2012 ersetzte, stellte sie
der Versicherten
die
Zusprache
einer gan
zen Rente
mit Wirkung
ab Septembe
r 2008 und einer halben Rente mit Wir
kung ab
Januar 2010 in Aussicht
(Urk.
7/
65). Gleichzeitig auferlegte
die IV-Stelle der Versicherten
– unter dem Titel
Schadenminderungspflicht
-
,
sich
eine
r
medizinische
n
Massnahme
(Stabilisierungstraining mit
Stoffwechselübun
gen
mit hohen Repetitionszahlen und relativ geringem Widerstand,
deep
fric
tion
im Bereich der Adduktoren
rechts und gegebenenfalls eine
Probeinfiltra
tion
mit einem
Anäst
h
etikum im Bereich des
Grazilisansatzes
rechts sowie
Ree
valuation
der gesamten medikamentösen Therapie
)
zu unterziehen
.
Ei
ne Über
prüfung dieser Massnahme
werde i
m Rahmen der amtlichen Revision pe
r Januar 2015 vorgenommen (Urk.
7/63).
Schliesslich sprach die IV-Stelle der Versicherten - wie angekündigt -
mit Verfügung vom
6.
November 2013 mit Wirkung ab dem
1.
September 2008 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 100
%
eine ganze Rente und mit Wirkung ab dem
1.
Januar 2010 gestützt auf einen Invaliditätsgrad von 59
%
eine halbe Rente zu (
Urk.
2
/1-3
).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 1
7.
November 2013 Beschwerde und bean
tragte sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und die
Zusprache
einer unbefristeten ganzen Rente (
Urk.
1). Die Beschwerdegegnerin schloss mit Beschwerdeantwort vom 2
3.
Dezember 2013 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
6), was der Beschwerdeführerin am
6.
Januar 2014 angezeigt wurde (
Urk.
8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Streitig und zu prüfen ist
, ob die Beschwerdegegnerin die
der Beschwerdeführe
rin
ab September 2008 zugesprochene
ganze Rente
zu Recht ab
Januar 2010
auf eine
halbe Rente
herabgesetzt hat.
1.2
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (
Art.
8
Abs.
1 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts, ATSG). Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in
Betracht kommenden ausgeglichenen Arbeitsmarkt (
Art.
7
Abs.
1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (
Art.
7
Abs.
2 ATSG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss
Art.
16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversi
cherung (
IVG
)
aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Einglie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog. Invalideneinkommen), in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der Einkommensvergleich hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die beiden hypothetischen
Erwerbsein
kommen
ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenüberge
stellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (allgemeine Methode des Einkommensvergleichs; BGE 130
V
343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Anspruch auf eine Rente haben gemäss
Art.
28
Abs.
1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betä
tigen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich min
destens 40 % arbeitsunfähig (
Art.
6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (
Art.
8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.5
Die rückwirkend ergangene Verfügung über eine befristete oder im Sinne einer Reduktion abgestufte Invalidenrente umfasst einerseits die Zusprechung der Leistung und andererseits deren Aufhebung oder Herabsetzung. Letztere setzt voraus, dass Revisionsgründe (BGE 133 V 263 E. 6.1 mit Hinweisen) vorliegen, wobei der Zeitpunkt der Aufhebung oder Herabsetzung nach Massgabe des analog anwendbaren (AHI 1998 S. 121 E. 1b mit Hinweisen)
Art.
88a der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung (IVV) festzusetzen ist (vgl. BGE 121
V
264 E. 6b/
dd
mit Hinweis). Ob eine für den Rentenanspruch erhebliche Ände
rung des Invaliditätsgrades eingetreten und damit der für die Befristung oder Abstufung erforderliche Revisionsgrund gegeben ist, beurteilt sich durch Ver
gleich des Sachverhalts im Zeitpunkt der Rentenzusprechung oder des
Renten
beginns
mit demjenigen zur Zeit der Aufhebung beziehungsweise Herabsetzung der Rente (BGE 125 V 413 E. 2d am Ende, 369 E. 2, 113 V 273 E. 1a, 109 V 262 E. 4a, je mit Hinweisen; vgl. BGE 130 V 343 E. 3.5). Spricht die Verwaltung der versicherten Person eine befristete Rente zu und wird beschwerdeweise einzig die Befristung der Leistungen angefochten, hat dies nicht eine Einschränkung des Gegenstandes des Rechtsmittelverfahrens in dem Sinne zur Folge, dass die unbestritten gebliebenen Bezugszeiten von der Beurteilung ausgeklammert bleiben (BGE 125 V 413 E. 2d mit Hinweisen). Die gerichtliche Prüfung hat vielmehr den Rentenanspruch für den gesamten verfügungsweise geregelten Zeitraum und damit sowohl die Zusprechung als auch die Aufhebung der Rente zu erfassen (Urteil des Bundesgerichts I 526/06 vom 31. Oktober 2006 E. 2.3 mit Hinweisen).
1.6
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zu
sammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet s
ind (BGE 134 V 231 E. 5.1 mit we
iteren Hinweisen)
.
2.
2.1
Dr.
med.
H._
, L
eitender Arzt manuelle Medizin und
interventio
nelle
Rheumatologie der Klinik
D._
, stellte in seinem Bericht vom 1
3.
Januar 2011 folgende Diagnosen (
Urk.
7/33):
Unklare Becken-/Gesäss
s
chmerzen rechts
Status nach H
üftarthroskopie mit
Pso
assehnen
tenotomie
sowie Offset-Assessment rechts
vor sechs Monaten
Status nach Diskushernien-Operation L3
/
4
rechts,
fecit
Dr.
E._
(Oktober 2007)
Differenzialdiagnose
:
Lumbospondylog
enes
Syndrom der oberen LWS
Dr.
H._
erklärte, dass
die rechtsseitigen Rücken-, Becken
-
und
Gesäss
schmerzen
trotz diverser konservativer Therapien sowie
interventioneller
Schmerztherapien weiterhin bestehen würden.
Betreffend
Arbeitsfähigkeit habe
sich seit dem letzten Brief vom
6.
Oktober 2010 seiner Meinung nach nicht viel geändert. Damals hatte
Dr.
H._
angegeben, dass die Beschwerdeführerin im Verlauf der Therapie wieder mindestens zu 50
%
arbeitsfähig sein werde für leichte und mittelschwere Arbeiten, welche vor allem wechselnde Positionen beinhalten würden (
Urk.
7/32/6 und
Urk.
7/33).
2.2
Dr.
F._
führte in seinem Bericht vom 1
0.
November 2011 aus,
dass
bei der Beschwerdeführerin postoperativ persistierende Beschwerden in der Leiste und ein Flexionsschmerz der Hüfte rechts bestehen würden. Seit der
Behand
lungsübernahme
durch ihn am 2
3.
Juni 2011
sei sie zu 100
%
arbeitsunfähig
. Was die Einschätzung der Arbeitsfähigkeit für die Zeit
zuvor
betreffe, müssten di
e vorbehandelnden Ärzte kontaktiert
werden (
Urk.
7/36/6-7
).
2.3
Dr.
B._
erklärte in seinem
an die
Y._
gerichteten
Bericht vom 1.
April 2012, dass trotz aller erfolgten Eingriffe keine Besserung der Beschwer
den eingetreten sei. Das aktuelle MRI zeige eine
foraminale
Enge im Bereich der operierten Diskushernie. Die Beschwerdeführerin habe ständige Schmerzen im Beckenbereich ventral und
auch
inguinale Schmerzen. Sie müsse ständig die Position wechseln, um das Gebiet zu entlasten. Ihre Beschwerden seien glaub
haft und nicht mit irgendeiner Arbeit
stätigkeit zu vereinbaren (Urk.
7/48/7).
2.4
PD
Dr.
med.
I._
, FMH Physikalische Medizin und Rehabilitatio
n und FMH Rheumatologie, hielt
im
G._
-Gutachten vom 1
2.
November 2012 folgende Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit
fest
(Urk.
7/53/11)
:
(1)
ein im Vordergrund stehender, multifaktorieller Hüftschmerz rechts
-
nach wie vor Zeichen eines
Impingements
mit jedoch im Vorder
grund
stehender
Psoas
- und
Graz
ilissymptomatik
i
m
Rahmen einer generalisier
t
en
Hypermobilität
Status nach Hüftarthro
skopie mit Lab
rumresektion und Offsetkorrektur
(Mai
2008)
S
tatus nach
Pso
assehnentenotomie
bei Status nach persistierendem
Psoasspringen
(Juli 2009)
Differenzialdiagnose
i
m Rahmen eines
lumb
ospondylogenen
Syndroms,
Stn
.
e
ndoskopischer Dekompression einer paramedianen Diskushernie L3/4 rechts
am 3
1.
Oktober 2007
(2)
ein chronisches
lumbospondylogenes
Syndrom
Status nach endoskopischer Dekompression einer paramedianen Diskushernie
L3/4 rechts am 3
1.
Oktober 2007
muskuläre Insuffizienz
Hyperlaxität
Diagnosen ohne Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit nannte
Dr.
I._
nicht.
Er gab an, dass der Beschwerdeführerin die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Empfangsdame seit Oktober 2009
-
vier Monate nach
Durchführung des
letzten operativen
Eingriff
s
-
grundsätzlich wieder halbtags zumutbar sei, wobei aufgrund der spezifisch exponierten Position mit beschränkter Anpassung hin
sichtl
ich Wechselpositionierung, der
Unterdrückung von strukturell nachvoll
ziehbaren Beschwerden und einer Funktionsstörung eine zusätzliche
Leis
tungsminderung
von 10
%
zu berücksichtigen sei. Daraus folge medizinisch-theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von 40
%
.
In einer leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigk
eit
bestehe
ebenfalls
seit Oktober 2009 eine
Arbeits
fähigkeit von 50
%
(Urk.
7/53/9-10).
3.
3.1
Die Beschwerdegegnerin stützte sich in der angefochtenen Verfügung vom
6.
November 2013
in medizinischer Hinsicht im Wesentlichen auf d
as rheuma
tologische
G._
-Gutachten von
Dr.
I._
vom 1
2.
November 2012
(
Fest
stellungsblatt
fü
r den Beschluss vom 12. August 2
013, Urk. 7/62)
.
3.2
3.2.1
Dr.
I._
legte in seiner Expertise
dar, dass die Beschwerdeführerin, die zuletzt als Empfangsdame bei der
Y._
tätig g
ewesen sei, unter einer längeren
Geschichte mit Rückenschmerzen und Hüftbeschwerden rechts leide.
I
m Jahr
2006
seien
verschiedene Abklärungen
vorgenommen worden
,
worauf
hin
im Oktober 2007 bei
kontrovers beurteilter
radikulärer
Einengung L3 rechts
eine
mikrochirurgische
Diskushern
ienoperation
L3/4 rechts erfolgt
sei
, deren Erfolg subjektiv gering gewesen sei. Im Rahmen einer Beschwerdeverlagerung in die rechte Hüfte sei im Folgejahr ein hypermobilitätsbedingtes
femoro
-
aceta
buläres
Impingement
bei
Coxa
profunda
und ventral vermindertem Offset diag
nostiziert worden.
Im Mai 2008 sei
en
eine
ar
t
hroskopische
Labrum
resektion und
eine
Offsetk
orrektur durchgeführt worden, was im weiteren Verlauf zu einer Besserung und zu einer Wiederaufnahme der Teilzeitarbeitstätigkeit wäh
rend einiger Monate geführt habe.
Im Juli 2009 sei dann aber
ein erneuter Ein
griff im B
ereich der rechten Hüfte mit
Pso
assehnentenotomie
bei Status nach
peristierendem
Psoasspringen
und pos
itive
m
Psoaszeichen
vorgenommen wor
den
.
Ende 2009 sei die Beschwerdeführerin a
uf dem Boden mehrerer vertrau
ensärztlicher Abklärungen
im Auftrag der Pensionskasse
bei der
Y._
gesundheitsbedingt pensioniert worden.
Bei weiterhin nur minimer Besserung der Beschwerden habe sich die Beschwerdeführerin nachfolgend in der Klinik
D._
ei
ner Schmerztherapie unterzogen -
ohne konstante Besse
rung. Ab
August 2011 sei
en
eine konservative, funktionsorientierte Therapie verbunden mit
einer
Triggerpunkt
-
und Neuraltherapie b
ei Dr.
F._
in
J._
und ab
Mai
2012
eine
osteopathische
Behandlung in
K._
durchgeführt worden
. Die beiden letzteren Massnahmen hätten eine gew
isse Stabilisierung gebracht. Insbesondere hätten die Opiatderivate deutlich reduziert werden kön
nen, da zwischenzeitlich eine gewisse Abhängigkeit bestanden habe. Die Beschwerden seien allerdings nach wie vor vorhanden gewesen
(Urk. 7/53/7).
3.2.2
Zu seiner
Untersuchung
der Beschwerdeführerin
führte
Dr.
I._
aus, dass
bei
Schmerzangaben
im mittleren bis maximal oberen Bereich der Zehnerskala mit deutlicher Bewegungs-/Belastungsabhängigkeit Rückenschmerzen
ti
eflum
bal
mit zeit
weiser Ausstrahlung ins rechte Bein sowie
in
die rechte Leist
e
beste
hen würden
. Dabei würden insbesondere
längere Haltungen in gleicher Posi
tion, Gehen über 20 Min
uten, direkter Druck i
n Bezug auf die Rückenschmer
zen,
längeres
Gehen und Bergaufgeh
en,
Abduktionsbewegungen und stärkere Belastung des rec
hten Beines beschwerdeverstärkend, Entlastung und
Medika
menteneinnahme
dagegen beschwerdemindernd wirken. In Bezug au
f die objektiven Befunde liege
bei einer generalisierten Hypermobilität sowohl in der Wirbelsäule wie auch der rechten Hüfte eine relativ geringe
Beweglichkeitse
in
busse
vor,
jedoch
eine
konsistente Schmerzauslösung aus verschiedenen Aus
gangspositionen bei Flexion und Lateralflexion nach rechts sowie Testung des Quadrantenzeichens in der linken Wirbelsäule und bei kombinierter
Hüftin
nenrotation
/Adduktion/Flexion im Sinne eines positiven
Impingementzeichens
. Zusätzlich bestehe nach wie vor eine Irritabilität des
Musculus
psoas
und ergänzend, im Rahmen einer Nachuntersuchung nach den Test
s aufgrund der sehr konsistenten
Resultate, ein einde
utiges
Grazilissyndrom
rechts (
z
weigelen
kiger
Hüf
t
adduktor mit konsistenten Provokations- und Entlastungstests). Die klinischen Befunde seien mit den radiologischen Befunden ko
n
sistent und im Rahmen der Funk
tionstests reproduziert worden. Dabei
hätten bei guter
Leis
tungsbereitschaft
und Konsistenz erhebliche Defizite vor allem in den statischen Test
s beim v
orgeneigten Stehen, Sitzen,
bei der
Rotation im Sitzen,
Stehen an Ort sowie
beim
Gehen
bestanden.
Das
Hantieren von Lasten im knapp mittel
sch
w
eren Bereich
sei demgegenüber weniger eingeschränkt gewesen. Nicht betroffene Kö
rp
er
r
egionen hätten auch keine
Einschränkung gezeigt. Daraus sei einerse
its eine erhebliche Funktionseinschränkung
, mit aktuell lediglich zumut
barer Teilarbeitsfähigkeit
, andere
r
seits jedoch immer noch ei
n gewisses Ver
besserungspotenzial in Bezug auf den zeitlichen Umfang durch medizinische Massnahmen ableitbar. Der zeitliche
Ablauf
müsse hier
allerdings weitge
hend offengehalten werden (Urk.
7/53/7-8).
3.2.3
Dr.
I._
kam zum Schluss, dass der Beschwerdeführerin die zuletzt ausge
übte Tätigkeit als Empfangsdame seit Oktober 2009 - vier Monate nach
Durch
führung des
letzten operativen Eingriff
s
- grundsätzlich wieder halbtags zumutbar sei, wobei aufgrund der spezifisch exponierten Position mit beschränkter Anpassung hinsicht
lich Wechselpositionierung, der
Unterdrü
ckung von strukturell nachvollziehbaren Beschwerden und einer Funktionsstö
rung eine zusätzliche Leistungsminderung von 10
%
zu berücksichtigen sei. Daraus folge medizinisch-theoretisch eine Arbeitsfähigkeit von 40
%
. In einer leichten bis mittelschweren, wechselbelastenden Tätigkeit bestehe
ebenfalls
seit Oktober 2009 eine Arbeitsfähig
keit von 50
%
. In Bezug auf den Verlauf
der Arbeitsfähigkeiten sei noch
anzumerken, dass – solange die Arbeitsstelle noch vorhanden gewesen sei – wiederholt Teilarbeitsfähigkeiten aufgenommen wor
den seien, welche jedoch nicht hätten gesteigert werden können und welche jeweils durch den nächsten operativen Eingriff wieder unterbrochen worden seien. Dies erkläre möglicherweise auch gewisse Diskrepanzen in der Festlegung der Arbeitsfähigkeit im zeitlichen Verlauf je nach Aktualität der jeweiligen medizinischen Untersuchung und des medizinischen Verlaufs. Im Vergleich zur Beur
teilung durch den Vertrauensarzt der BVG-Versicherung (
Dr.
B._
) bestehe sicher eine Diskrepanz, welche nicht einfach aufgelöst werden könne. Es sei
hier allerdings darauf hinzuweisen
, dass ein Vertrauensarzt einer Pensi
onskasse in der Beurteilung nicht vollständig unabhängig sei, da offenbar auf
grund der wiederholten vollen Arbeitsunfähigkeiten und
der
nur kurzzeitig wieder aufgenommenen Teilarbeitsfähigkeit die Arbeitsstelle letztlich nicht
mehr zur Verfügung gestanden habe
und man vonseiten der Arbeitgeberin auch keine Alternative habe bieten können oder wollen. Rein aufgrund der medizi
nischen Tatsachen habe
schon damals eine Diskrepanz zwischen den
Beurtei
lungen
des
Vertrauensarzt
es
und
der
operativ tätigen Chirurgen bestanden, welche eine Teilarbeitsfähigkeit ebenfalls als zumutbar erachtet hätten. Diesbe
züglich bestehe keine wesentliche Diskrepanz zu seiner
eigenen
Einschätzung
(Urk.
7/53/9-13
).
3.3
Diese Beurteilung
der Arbeits
fähigkeit
von Dr.
I._
,
die er in Kenntnis und Auseinandersetzung mit den
Vorakten
abgab und der
auch eine ausführliche Evaluation der arbeitsbezogenen funktionellen Leistungsfähigkeit
der Beschwerdeführerin
zugrunde l
iegt
, erscheint angesichts der genannten Befunde und der Erläuterungen
dazu
ohne Weiteres
einleuchtend und plausibel
.
Zu prä
zisieren ist einzig noch, dass
Dr.
I._
somit
offenbar
implizit
auch
davon ausging, dass die Beschwerdeführe
rin
, die am 3
1.
August 2007 krankgeschrie
ben worden war (vgl.
Urk.
7/9/3 und Urk.
7/18/3),
für den Zeitraum
vom
3
1.
Oktober 2007
(Datum der ersten Operatio
n
;
Urk.
7/18/2)
bis Oktober 2009
(vier Monate nach dem
letzten
operativen Eingriff
)
grundsätzlich
für sämtliche Tätigkeiten
ohne wesentlichen Unterbruch
arbeitsunfähig war.
3.4
Entgegen den Darlegungen der Beschwerdeführerin (
Urk.
1) findet
die retrospe
k
tive Einschätzung der Arbeitsfähigkeit
von Dr.
I._
in den vorlie
genden medizinischen Akten
ihre Stütze.
Wie
dieser
zu Recht anmerkte,
hatte
nämlich
auch
Dr.
H._
von der Klinik
D._
der Beschwerdeführerin in seinen
Berichten
vom
6.
Oktober 2010 und 1
3.
Januar 2011
eine 50%ige Arbeitsfähigkeit für leichte bis mittelschwere, wechselbelastende Tätigkeiten
attestiert
(vgl. E. 2.1
). Die kurzen Berichte von
Dr.
F._
und
Dr.
B._
(
Urk.
7/36/6-7
und
Urk.
7/48/6-7
)
vermögen den Beweiswert des
G._
-Gutach
tens von
Dr.
I._
nicht zu erschüttern.
Dass seit der Begutachtung bei
Dr.
I._
eine invalidenversicherungsrechtlich relevante Verschlechterung des Gesundheitszustands der Beschwerdeführerin eingetreten wäre, ist schliess
lich nicht ausgewiesen.
Es ist demnach festzuhalten, dass a
uf die Beurteilung von
Dr.
I._
abge
stellt werden kann.
4.
4.1
Zu prüfen bleibt, wie sich die eingeschränkte Leistungsfähigkeit der Beschwerde
führerin in erwerblicher Hinsicht auswirkt.
4.2
Bei der
unumstrittenen
Zusprache
der ganzen Rente für den Zeitraum
von
Sep
te
mber 2008 bis Ende Dezember 2009
wurde der für die Zeit von Ende Oktober 2007
bis
Oktober 2009
ausgewiesenen
vollständigen
Arbeits
unfähigkeit
Rech
nung getragen
. Da
ab Oktober 2009 von einer
wesentlichen Verbesserung des Gesundheitszustand
s
der Beschwerdeführerin und dessen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit auszugehen
ist
, setzte die Beschwerdegegnerin die Rente
dabei korrekterweise
nach Ablauf
der
für die
Änderung
des Anspruchs
massgebenden
Dauer von drei Monaten
herab
(vgl.
Art.
88a IVV
; eigentlich wäre
der Renten
anspruch nach dem am
1.
Januar 2008
neu
in Kraft getretenen
Art.
29
Abs.
1 IVG erst sechs Monate nach der Anmeldung bei der Beschwerdegegnerin, das
heisst
im Oktober 2008, entstand
en).
4.3
4.3.1
Im Rahmen des per
Oktober 2009
vorzunehmenden Einkommensvergleich
s
ist aufseiten des
Valideneinkommens
auf den Lohn abzustellen, den die Beschwer
deführerin zuletzt als
Rezeptionistin
bei der
Y._
erzielte. Wie sich dem Arbeitnehmerbericht
der
Y._
vom 2
8.
April 2008 e
ntnehmen lässt, belief sich das
Einkommen
der Beschwerdeführerin
im Jahr 2008 au
f Fr.
5‘250.-
pro Monat
bzw.
Fr.
63‘000.-- pro
Jahr
(
Urk.
7/9/3-4).
Unter Berücksichtigung der Nominallohnent
wicklung für Frauen
im Jahr 2009
von 2,1
%
(
vgl.
Bundes
amt für Statistik, Entwicklung der Nominallöhne, Konsumentenpreise und Reallöhne, 1976 – 2011, T39) resultiert demnach ein
mutmassliches
jährliches
Valideneinkom
men
vo
n
Fr.
6
4‘323.--
(
Fr.
63‘000
.
--
x
1,0
21
)
.
4.3.2
Da die Beschwerdeführerin nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat, ist ihr Invali
deneinkommen anhand der Tabellenlöhne der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE
2008
)
zu bestimmen
(vgl. BGE 126 V 76 E. 3b)
. Aus der LSE 2008
ergibt sich für Arbeit
nehmerinnen des Anforderungsniveaus 4 (einfache und repetitive Tätigkeiten) im privaten Sektor ei
n Bruttomonatslohn von
Fr.
4‘116.-- (Tabelle TA1 S. 11
). Bei einer betriebsüblichen wö
chentlichen Arbeitszeit
im Jahr 2009
von 41,6
Stunden f
ür alle Branchen (vgl. Bundesamt für Statistik, Statistik der
betriebs
üblichen
Arbeitszeit
, 1990 - 2013
) resultiert bei einem noch zumutbaren
50
%-Pensum ein hypothetischer Jahresl
ohn von
Fr.
26‘223.20
(
Fr.
4‘116
.
-- : 40 x 41,6
x 12 x 1,021
x 0,5
)
für einfache und repetitive Tätigkeiten. Die Gewährung eines sogenannten Leidensabzugs erscheint bei der ursprünglich gelernten Kin
derpflegerin mit zusätzlicher Verkaufsausbildung (Urk. 7/53/7) nicht gerecht
fertigt, zumal Frauen in
Teilzeitpensen
überproportionales Einkommen erzielen (vgl. BGE 126 V 75 und Urteil des damaligen
Eidg
. Versicherungsgerichts
I
618/05 vom 13. Februar 2006 E. 4.4.3).
4.3.3
Bei einem
Va
lideneinkommen
von
Fr.
64‘323.--
und einem
Inva
lideneinkom
men
von
Fr.
26‘223.20
resultiert eine
E
rwerbseinbusse
von Fr.
38‘099.80
und damit
ein Invaliditätsgrad von 59
,2
%
(
Fr.
38‘099.80
:
Fr.
64‘323.--
), der einen Anspruch auf eine halbe Rente
ab Januar 2010
begründet.
Die Beschwerde erweist sich demzufolge als unbegründet und ist abzuweisen.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem
Ver
fahrens
aufwand
und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 600.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie der Beschwerdeführerin aufzuerlegen.