# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 69d4566d-24c2-4cba-8ddf-59da4568763c
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2011
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Mit Schreiben vom 2. und 20. November 2009 erstattete B., Amtsvormund des Kreises Z., der Vormundschaftsbehörde Prättigau-Davos (nachfolgend Vormundschaftsbehörde) eine Gefährdungsmeldung in Bezug auf A., . A. habe ihn über ihre finanzielle und persönliche Situation orientiert und mitgeteilt, dass sie den Überblick über ihr Leben verloren habe. Während des Gesprächs habe sie einen stark verwirrten Eindruck gemacht. In der Folge wurde A. zweimal von C., Präsident der Vormundschaftsbehörde, einvernommen. Anlässlich der Sitzung vom 3. Februar 2010 verweigerte sie die Unterzeichnung jedwelchen Dokuments, solange ihre Tochter nicht anwesend sei. Während der neu angesetzten Einvernahme am 16. Februar 2010, welcher wunschgemäss auch ihre Tochter beiwohnte, gab sie nach Erläuterung der rechtlichen Konsequenzen einer kombinierten Beiratschaft gemäss Art. 395 Abs. 1 und 2 ZGB zu Protokoll, sie wolle lieber eine Beistandschaft auf eigenes Begehren gemäss Art. 394 ZGB. Zudem gab sie ihrem Wunsch Ausdruck, das Haus (die D. AG) in der Familie zu belassen. Die Unterzeichnung des entsprechenden Protokolls verweigerte sie erneut.
B. Mit Beschluss vom 17. Februar 2010, mitgeteilt am 19. Februar 2010, entschied die Vormundschaftsbehörde was folgt:
„1. Für A. wird gestützt auf Art. 395 Abs. 1 und Abs. 2 ZGB eine kombinierte Beiratschaft errichtet. Der Verbeirateten wird die Handlungsfähigkeit in Bezug auf ihr Einkommen und Vermögen entzogen.
2. Zum Beirat wird B., Amtsvormund, Rathaus, Z., ernannt. Dem Beirat obliegen, nebst den übrigen im Gesetz vorgesehenen Angelegenheiten, die vollständige Einkommens- und Vermögensverwaltung, sowie die persönliche Betreuung der Verbeirateten. Er hat der Vormundschaftsbehörde alle zwei Jahre Bericht und Rechnung zu erstatten.
3. A. wird darauf hingewiesen, dass sie während der Dauer der Beiratschaft keinerlei Rechtsgeschäfte abschliessen oder Verpflichtungen eingehen darf, welche ihr Vermögen oder ihre Einkünfte belasten. Aus den Erträgnissen ihres Vermögens darf A. die in Art. 395 Abs. 1 ZGB genannten Geschäfte nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Beirates abschliessen.
4. Der Beirat hat der Vormundschaftsbehörde innert 30 Tagen seit Mitteilung des vorliegenden Beschlusses im Sinne von Art. 398 ZGB ein Inventar (Formular) über das Vermögen der Verbeirateten einzureichen.
5. Die Errichtung dieser Massnahme ist nach Eintritt der Rechtskraft dieses Beschlusses gemäss Art. 375 Abs. 1 und Art. 397 Abs. 2 ZGB
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im Amtsblatt des Wohnsitzes und im kantonalen Amtsblatt (Graubünden) zu veröffentlichen.
6. Die Gebühr der Vormundschaftsbehörde Prättigau-Davos im Sinne von Art. 26a der VO über die Geschäftsführung und Entschädigung vormundschaftlicher Organe beträgt Fr. 350.00 zuzüglich der Kosten für die Publikationen und ist durch den Beirat, zu Lasten der Verbeirateten, mit beiliegendem Einzahlungsschein an die Vormundschaftsbehörde Prättigau-Davos innert 30 Tagen zu überweisen.“
C. Gestützt auf diesen Beschluss unterbreitete B. der Vormundschaftsbehörde am 1. April 2010 Bericht mit folgenden Anträgen:
„1. Genehmigung des Vermögensinventares (Eröffnungsinventar) für A. im Sinne von Art. 398 ZGB;
2. behördliche Zustimmung zur Kündigung und Einforderung - gegebenenfalls unter Führung eines Zivilprozesses (Forderungsklage) - des aktuellen Darlehens, Stand per 31. Dezember 2006 von Fr. 27'780.45, unter Ausstellung einer entsprechenden Prozessvollmacht mit Substitutionsbefugnis an den Beirat;
3. Zustimmung zum NICHT-Verkauf der Bilder gemäss Inventardetail;
4. Zustimmung zur sofortigen Abgabe der Demissionserklärung des Mündels als Verwaltungsratspräsidentin der D. AG gegenüber der D. AG sowie gegenüber dem Handelsregisteramt des Kantons Graubünden, verbunden mit dem Löschungsauftrag der Unterschriftsberechtigung für das Mündel.
Eventualiter
1. Dem Beirat seien aus Sicht der Vormundschaftsbehörde betreffend dem weiteren Vorgehen im Zusammenhang mit Frau A. (und ggf. der D. AG) detaillierte Instruktionen zu erteilen und hierzu sei der Beirat gebührend zu bevollmächtigen.“
D. Mit Beschluss vom 21. April 2010, mitgeteilt am 4. Juni 2010, entschied die Vormundschaftsbehörde was folgt:
„1. Die Vormundschaftsbehörde Prättigau-Davos hat vom Vermögensinventar vom 05. März 2010, Stichtag gleichentags, von A., Kenntnis genommen. Sie stellt fest, dass das aufgrund der vorliegenden Unterlagen ermittelte Vermögen gesamthaft einen Passivsaldo von minus CHF 226'507.03 ausweist. Vorgenannter Saldo dient als Grundlage für die erstmals im Jahre 2011 fällig werdende Berichts- und Rechnungsablage, wozu der Beirat zu gegebener Zeit von der Vormundschaftsbehörde aufgefordert wird.
2. Das vom Beirat vorgeschlagene Vorgehen bez. Rückforderung des Darlehens an die D. AG wird im Sinne von Art. 421 Ziff. 8 ZGB gutgeheissen und dem Beirat wird die entsprechende Prozessvollmacht mit Substitutionsbefugnis erteilt.
3. Der Beirat wird im Sinne von Art. 400 ZGB angewiesen, auf einen Verkauf der Kunstgemälde von A. zu verzichten.
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4. Dem vom Beirat vorgeschlagenen Vorgehen, wonach er für sein Mündel die Demission als Verwaltungsratspräsidentin der D. AG gegenüber ebendieser und dem Handelsregisteramt erklären werde, wird im Sinne von Art. 412 ZGB und Art. 421 Ziff. 7 ZGB zugestimmt. Damit verbunden ist der Auftrag zur Löschung der Unterschriftsberechtigung von A. durch den Beirat.
5. (Genehmigungsgebühr/Verzicht).

## Considerations