# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 16de7e11-c27a-4317-a23c-1f3c4b7fa875
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. 1. Mit öffentlich beurkundetem Kaufvertrag vom 18. Oktober 2002 veräusserte A._ seiner Tochter, X._, die Liegenschaft Parzelle Nr. _, Plan Nr. _, B._, Ferienhaus Assek-Nr. _, Grundbuch der Gemeinde O.1_, zum Preis von Fr. 131‘160.00.
Gleichentags schlossen X._ und ihr Vater einen notariell beurkundeten Erbvertrag ab, wobei unter lit. B. Ziff. 4 was folgt vereinbart wurde:
“Sollte Frau X._ ohne Nachkommen nach ihrem Vater versterben, geht die Liegenschaft Parzelle _ an ihren Bruder Y._ und falls dieser vorverstorben ist, allenfalls zu Alleineigentum an einen seiner Nachkommen oder zu gleichen Teilen an seine Nachkommen.“
2. Am 1. Oktober 2010 schlossen X._ und A._ eine Vereinbarung betreffend Aufhebung des Erbvertrags vom 18. Oktober 2002 mit folgendem Wortlaut ab:
„Hiermit beschliessen Herr A._ (...) und seine Tochter Frau X._ (...) die Aufhebung des Erbvertrags bezüglich der Liegenschaft mit Ferienhaus in B._, O.1_, Schweiz vom 18.10.2002 (...).“
3. A._ ist am 30. Januar 2011 in O.2_ (Deutschland) verstorben.
B. Am 10. Dezember 2012 liess Y._ beim Einzelrichter am Bezirksgericht Inn ein Gesuch um Erlass einer superprovisorischen vorsorglichen Massnahme einreichen mit folgendem Wortlaut:
„1. Es sei der Grundbuchkreis Unterengadin gerichtlich anzuweisen, im Grundbuch der Gemeinde O.1_ auf dem Grundstück Nr. _, Plan Nr. _, B._, Ferienhaus Assek-Nr. _, gemäss Art. 960 Abs. 1 Ziff. 3 in Verbindung mit Art. 460 Abs. 2 ZGB die Nacherbschaft zugunsten des Gesuchstellers vorzumerken.
2. Es sei durch das Bezirksgericht Inn bezüglich des Grundstücks Parzelle Nr. _, Plan Nr. _, B._, Ferienhaus Assek-Nr. _, die Aufnahme eines Inventars gemäss Art. 490 Abs. 1 ZGB in Verbindung mit Art. 553 ZGB anzuordnen.
3. Der Antrag gemäss vorstehender Ziffer 1 sei superprovisorisch, d.h. ohne Anhörung der Gesuchsgegnerin gemäss Art. 265 ZPO zu erlassen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. gesetzlicher MwSt. zu 8% zulasten der Gesuchsgegnerin.“
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Mit Entscheid vom 12. Dezember 2012 hiess der Einzelrichter am Bezirksgericht Inn das Gesuch um Erlass superprovisorischer Massnahmen gut und wies das Grundbuchamt Unterengadin an, im Grundbuch der Gemeinde O.1_ auf dem Grundstück Nr. _, Plan Nr. _, B._, Ferienhaus Assek-Nr. _, gemäss Art. 960 Abs. 1 Ziff. 3 in Verbindung mit Art. 460 Abs. 2 ZGB die Nacherbschaft zugunsten des Gesuchstellers vorläufig vorzumerken. Gleichzeitig setzte er der Gegenpartei Frist zur schriftlichen Stellungnahme an.
In ihrer fristgemäss eingereichten Stellungnahme vom 8. Januar 2013 beantragte X._ die kostenfällige Abweisung des Gesuchs unter Anweisung des Grundbuchamtes Unterengadin, die Vormerkung der Nacherbschaft auf dem Grundstück Nr. _ zu löschen.
Im weiteren Schriftenwechsel (Replik vom 4. Februar 2013, Duplik vom 15. Februar 2013) bestätigten die Parteien ihre Rechtsbegehren.
C. Mit Entscheid vom 25. Februar 2013, mitgeteilt am 4. März 2013, erkannte der Einzelrichter am Bezirksgericht Inn:
„1. Das Gesuch um Vormerkung der Nacherbschaft wird vollumfänglich abgewiesen.
2. Der gesuchstellenden Partei wird eine Frist von 30 Tagen seit Zustellung zur definitiven Klärung der materiellrechtlichen Frage der Gültigkeit der Aufhebungsvereinbarung vom 1. Oktober 2010 sowie der Frage, ob es sich bei lit. B Ziff. 4 des Erbvertrages vom 18. Oktober 2002 um eine Nacherbeneinsetzung handelt, angesetzt. Bei unbenutztem Ablauf der Frist zur Geltendmachung der Ansprüche im ordentlichen Verfahren fällt die superprovisorisch verfügte Vormerkung der Nacherbschaft auf Grundstück Parzelle Nr. _, Plan Nr. _, B._, Ferienhaus Assek-Nr. _, ohne weiteres dahin.
3. Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 1‘000.00 gehen zu Lasten der gesuchstellenden Partei und werden mit dem Kostenvorschuss von CHF 1‘000.00 verrechnet.
4. Die gesuchstellende Partei hat die Gegenpartei mit CHF 3‘932.90 (inkl. Barauslagen und MWST) aussergerichtlich zu entschädigen.

## Considerations