# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 097dc09b-38a4-48c9-8a19-fe965a7ac25e
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_001
**Year:** 2017
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend Ehescheidung (Abänderung vorsorgliche Massnahmen)
Berufungen gegen eine Verfügung des Einzelgerichts im ordentlichen Verfahren am Bezirksgericht Horgen vom 3. November 2015 (FE110209-F)
Rechtsbegehren: (siehe Urk. 2 S. 3 f.)
Verfügungen des Einzelgerichts am Bezirksgericht Horgen vom 3. November 2015:
(Urk. 2 S. 24 ff.)
Es wird verfügt:
1. Das Gesuch des Klägers und Massnahmeklägers um Gewährung der un-
entgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.
2. Schriftliche Mitteilung an den Kläger und Massnahmekläger mit nachfolgen-
dem Erkenntnis.
3. (Beschwerde)
Sodann wird verfügt:
1. Die Anträge des Massnahmeklägers sowie der Kindesvertreterin auf Umtei-
lung der Obhut für das Kind C._ auf den Massnahmekläger werden .
2. Der Antrag der Kindesvertreterin auf Abänderung des Ferienbesuchsrechts für das Kind C._ wird gutgeheissen. In Ergänzung der bisherigen Regelung des Ferienbesuchsrechts wird Ziff. 4 des Beschlusses der Vormundschaftsbehörde D._ vom 17. Juni 2011 (act. 4/34) wie folgt ergänzt:
"Dem Massnahmekläger werden immer die ersten Schulferienwochen  Ferien, seien es Weihnachts-, Sport-, Sommer-, Herbst- oder  zugesprochen, sofern er sein Ferienbesuchsrecht ausübt."
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3. Die Anträge des Massnahmeklägers auf Aufhebung der Unterhaltsbeiträge für die Massnahmebeklagte persönlich sowie auf Herabsetzung des  Unterhaltsbeitrages für den Sohn C._ auf maximal Fr. 1'200.–, zzgl. allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Familienzulagen, mit Wirkung ab 1. August 2015 und für die Dauer des Scheidungsverfahrens, werden abgewiesen.
4. Die Eventualanträge des Massnahmeklägers auf vollumfängliche Sistierung
der Unterhaltsbeiträge für die Massnahmebeklagte persönlich mit Wirkung ab 1. August 2015 für die Zeit der Arbeitslosigkeit des Massnahmeklägers sowie auf teilweise Sistierung der Unterhaltsbeiträge für den Sohn C._ im Umfang von Fr. 1'300.– für die Dauer der Arbeitslosigkeit des  werden wie folgt teilweise gutgeheissen:
a) In Abänderung von Dispositivziffer 2 der Verfügung des Bezirksgerichts
Horgen vom 6. Mai 2013 bzw. Dispositivziffern 10 und 11 der  des Bezirksgerichts Horgen vom 6. Juli 2015 wird der  für die Dauer seiner Arbeitslosigkeit während des  verpflichtet, der Massnahmebeklagten für sie  jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats folgende  Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
- Fr. 1'036.– vom 1. August 2015 bis 30. Juni 2016;
- Fr. 2'266.– ab 1. Juli 2016.
b) In Abänderung von Dispositivziffer 2 der Verfügung des Bezirksgerichts
Horgen vom 6. Mai 2013 wird der Massnahmekläger für die Dauer  Arbeitslosigkeit während des Scheidungsverfahrens verpflichtet, an die Massnahmebeklagte für den Sohn C._ jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats monatliche Unterhalsbeiträge von Fr. 1'800.– zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher  zu bezahlen.
5. Die Entscheidgebühr (Pauschalgebühr) wird festgesetzt auf:
Fr. 4'400.–; die weiteren Auslagen betragen: Fr. 675.– Dolmetscherkosten Fr. 5'075.– Total Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
6. Die Kosten dieses Entscheids werden den Parteien je zur Hälfte auferlegt.
7. Es werden keine Parteientschädigungen zugesprochen.
8. (Schriftliche Mitteilung)
9. (Berufung)
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Berufungsanträge:
Erstberufung:
der Beklagten, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagten (Urk. 1 S. 2):
"1. Es sei Dispositiv-Ziff. 2
"Dem Berufungsgegner werden immer die ersten Schulferienwochen sämtli-
cher Ferien, seien es Weihnachts-, Sports-, Sommer-, Herbst- oder  zugesprochen, sofern er sein Ferienbesuchsrecht ausübt."
wie folgt, präzisierend zu ergänzen:
"Der Berufungsgegner hat mindestens eine volle Woche pro Ferienaus-
übung zu beziehen. Eine Ferienwoche beginnt am Freitag 18:00 Uhr und dauert bis am darauffolgenden Freitag um 18:00 Uhr."
2. Es sei Dispositiv-Ziff. 4 lit. a aufzuheben und wie folgt abzuändern:
Die Eventualanträge des Berufungsgegners, die Dispositiv-Ziff. 2 der Verfü-
gung des Bezirksgerichts Horgen vom 6. Mai 2013 bzw. Dispositiv-Ziff. 10 und 11 der Verfügung des Bezirksgerichts Horgen vom 6. Juli 2015 auf  Sistierung der Unterhaltsbeiträge für die Berufungsklägerin  mit Wirkung ab 1. August 2015 für die Zeit der Arbeitslosigkeit des Berufungsgegners, werden abgewiesen.
3. Eventualiter sei Dispositiv-Ziff. 4 lit. a wie folgt abzuändern:
In Abänderung von Dispositiv-Ziff. 2 der Verfügung des Bezirksgerichts Hor-
gen vom 6. Mai 2013 bzw. Dispositiv-Ziff. 10 und 11 der Verfügung des  Horgen vom 6. Juli 2015 wird der Berufungsbeklagte für die Dauer seiner Arbeitslosigkeit während des Scheidungsverfahrens , der Berufungsklägerin für sie persönlich jeweils im Voraus auf den  eines jeden Monats folgende monatlichen Unterhaltsbeiträge zu :
- CHF 1'036.– vom 1. August 2015 bis 31. August 2015
- CHF 2'266.– vom 1. September 2015 bis 31. Dezember 2015
- CHF 3'000.– ab 1. Januar 2016
4. Es sei Dispositiv-Ziff. 4 lit. b aufzuheben und wie folgt abzuändern:
Der Eventualantrag des Berufungsbeklagten auf teilweise Sistierung der Un-
terhaltsbeiträge für den Sohn C._ für die Dauer der Arbeitslosigkeit des Berufungsbeklagten, werden [recte: wird] abgewiesen.
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5. Eventualiter sei Dispositiv-Ziff. 4 lit. b wie folgt abzuändern:
In Abänderung von Dispositiv-Ziff. 2 der Verfügung des Bezirksgerichts Hor-
gen vom 6. Mai 2013 wird der Berufungsbeklagte für die Dauer seiner  während des Scheidungsverfahrens verpflichtet, an die  für den Sohn C._ jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats monatliche Unterhaltsbeiträge von
- CHF 1'800.– vom 1. August 2015 bis 31. Dezember 2015
- CHF 2'357.– ab 1. Januar 2016
alle zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Familienzulagen zu
bezahlen.
6. Unter Kosten und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8 % MwSt.) zu Lasten des
Berufungsbeklagten."
des Klägers, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägers (Urk. 20 S. 2 f.):
"1. Antrag Ziff. 1 der Berufung der Berufungsklägerin sei vollumfänglich abzu-
weisen.
2. Antrag Ziff. 2 der Berufung der Berufungsklägerin sei vollumfänglich abzu-
weisen.
3. Antrag Ziff. 3 der Berufung der Berufungsklägerin sei vollumfänglich abzu-
weisen.
Eventualiter sei Antrag Ziff. 3 der Berufung der Berufungsklägerin teilweise
gutzuheissen und es sei Dispositiv-Ziff. 4 lit. a der angefochtenen Verfügung wie folgt abzuändern:
In Abänderung von Dispositiv-Ziff. 2 der Verfügung des Bezirksgerichts Hor-
ten vom 6. Mai 2013 bzw. Dispositiv-Ziff. 10 und 11 der Verfügung des  Horgen vom 6. Juli 2015 wird der Massnahmekläger bzw.  für die Dauer seiner Arbeitslosigkeit während des  verpflichtet, der Massnahmebeklagten bzw.  für sie persönlich jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats folgende monatliche Unterhaltsbeiträge zu bezahlen:
- CHF 1'036.00 vom 1. August 2015 bis 31. Januar 2016, - CHF 1'750.00 ab 1. Februar 2016.
4. Antrag Ziff. 4 der Berufung der Berufungsklägerin sei vollumfänglich abzu-
weisen.
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5. Antrag Ziff. 5 der Berufung der Berufungsklägerin sei vollumfänglich .
6. Antrag Ziff. 6 der Berufung der Berufungsklägerin sei vollumfänglich abzu-
weisen.
7. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8 % MwSt.) zu Lasten der
Berufungsklägerin."
der Kindesvertreterin und Verfahrensbeteiligten (Urk. 23 S. 2):
"1. Es sei die Ziff. 1 der Berufung vollumfänglich abzuweisen;
2. Eventualiter sei die Regelung wie folgt zu ergänzen:
Das Ferienbesuchsrecht des Berufungsbeklagten soll ohne gegenteilige Absprache oder wichtige Gründe jeweils am Freitagabend, 18.00 Uhr bis Samstag, 18.00 Uhr, evtl. bis 14.00 Uhr, dauern.
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zuzüglich MwSt.) zulasten der ."
Zweitberufung:
des Klägers, Erstberufungsbeklagten und Zweitberufungsklägers (Urk. 59/1 S. 2):
"1. Es sei Dispositiv-Ziff. 4 lit. a der angefochtenen Verfügung aufzuheben und
neu wie folgt zu fassen:
In Abänderung von Dispositiv-Ziff. 2 der Verfügung des Bezirksgerichts Hor-
gen vom 6. Mai 2013 bzw. Dispositiv-Ziff. 10 und 11 der Verfügung des  Horgen vom 6. Juli 2015 wird der Massnahmekläger für die Dauer seiner Arbeitslosigkeit während des Scheidungsverfahrens , der Massnahmebeklagten für sie persönlich jeweils im Voraus auf den Ersten eines jeden Monats folgende monatliche Unterhaltsbeiträge zu :
- Fr. 1'036.– vom 1. August 2015 bis 30. September 2016;
- Fr. 2'266.– ab 1. Oktober 2016.
2. Es sei Dispositiv-Ziff. 5 der angefochtenen Verfügung abzuändern und es
sei als Entscheidgebühr ein Betrag von höchstens CHF 1'800.– .
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8 % MWSt.) zulasten der
Beklagten, Massnahmebeklagten und Berufungsbeklagten."
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der Beklagten, Erstberufungsklägerin und Zweitberufungsbeklagten (Urk. 59/11 S. 2):
"1. Es seien die Berufungsanträge des Klägers, Massnahmeklägers und Beru-
fungsklägers vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen (zzgl. 8% MwSt.) zulasten des
Klägers, Massnahmeklägers und Berufungsklägers."

## Considerations

Erwägungen:
A. Prozessgeschichte
1. Die Parteien standen sich seit 1. September 2011 am Einzelgericht des Be-
zirks Horgen in einem Scheidungsverfahren gegenüber (Urk. 7/1), welches nun-
mehr mit Urteil des Bezirksgerichts Horgen vom 12. April 2016 rechtskräftig erle-
digt wurde, nachdem auf die dagegen gerichtete Berufung der Beklagten gemäss
Beschluss der Kammer vom 2. September 2016 nicht eingetreten wurde (vgl.
Prozess-Nr. LC160035: Urk. 661) und die Berufung des Klägers gemäss Be-
schluss der Kammer vom 6. Dezember 2016 zufolge Rückzugs abgeschrieben
wurde, womit auch die gegnerische Anschlussberufung dahinfiel (vgl. Prozess-Nr.
LC160034: Urk. 684). Im Laufe des erstinstanzlichen Scheidungsverfahrens
schlossen die Parteien am 22. April 2013 u.a. in Bezug auf die Unterhaltsbeiträge
einen dahingehenden Vergleich, dass sich der Kläger, Erstberufungsbeklagte und
Zweitberufungskläger (fortan Kläger) verpflichtete, der Beklagten, Erstberufungs-
klägerin und Zweitberufungsbeklagten (fortan Beklagte) für den gemeinsamen
Sohn C._, geboren am tt.mm.2005, einen monatlichen Unterhaltsbeitrag in
der Höhe von Fr. 2'500.– zuzüglich allfälliger gesetzlicher und vertraglicher Fami-
lienzulagen sowie für die Beklagte persönlich einen solchen von Fr. 3'000.– zu
bezahlen. Diese Vereinbarung wurde mit Verfügung der Vorinstanz vom 6. Mai
2013 genehmigt bzw. vorgemerkt (Urk. 7/146 und Urk. 7/154). Ein erstes Abände-
rungsbegehren der Beklagten wurde mit Entscheid der Vorinstanz vom 21. Okto-
ber 2014 abgewiesen (Urk. 7/347).
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Mit Eingabe vom 6. Januar 2015 bzw. 6. März 2015 stellte die Beklagte erneut ein
Begehren um Abänderung der Unterhaltsbeiträge (Urk. 7/362; Urk. 7/381 Ziff.
4-11; Urk. 7/414; Urk. 7/469), welches die Vorinstanz mit Verfügung vom 6. Juli
2015 teilweise, so betreffend die Zeit vom 1. Februar 2015 bis 30. Juni 2015 gut-
hiess (vgl. Urk. 7/510). Dieser Entscheid wurde mittlerweile mit Urteil der Kammer
vom 29. April 2016 teilweise abgeändert, wobei die persönlichen Unterhaltsbei-
träge betreffend die fraglichen fünf Monate reduziert wurden. Bezüglich der Zeit
ab Juli 2015 wurde das beklagtische Abänderungsbegehren rechtskräftig abge-
wiesen (vgl. Prozess-Nr. LY150048-O/U.doc).
Mit Eingabe vom 31. Juli 2015 stellte der Kläger vor Vorinstanz seinerseits ein
Abänderungsbegehren, womit er die Aufhebung seiner Unterhaltsbeitragspflicht
gegenüber der Beklagten gemäss der Verfügung vom 6. Mai 2013 per 1. August
2015 sowie eine Reduktion der Kinderunterhaltsbeiträge auf Fr. 1'200.– pro Mo-
nat per diesem Datum beantragte. Im Eventualstandpunkt verlangte er für die
Dauer seiner Arbeitslosigkeit die Sistierung der Ehegattenunterhaltsbeiträge so-
wie die teilweise Sistierung der Kinderunterhaltsbeiträge im Umfang von
Fr. 1'300.–, jeweils ab August 2015 (Urk. 7/477 S. 2 f.; vgl. auch Urk. 7/534). Wei-
ter liessen der Kläger und die Kindesvertreterin die Umteilung der Obhut über
C._ per Beginn der Sommerferien 2015 auf den Kläger beantragen (Urk.
7/482 S. 3 f.; Urk. 7/495 S. 8; Urk. 511). Zudem beantragte die Kindesvertreterin
eine Abänderung des Ferienbesuchsrechts (Urk. 7/482 S. 3 f.). Am 29. Oktober
2015 fand die Hauptverhandlung betreffend vorsorgliche Massnahmen statt (Prot.
I S. 201 ff.). Am 3. November 2015 fällte die Vorinstanz den eingangs zitierten
Entscheid (Urk. 2), welcher den Parteien je am 18. Januar 2016 in begründeter
Fassung zugestellt wurde (Urk. 7/575/1, 2).
2. Dagegen erhob die Beklagte mit Eingabe vom 28. Januar 2016 (Datum
Poststempel) rechtzeitig (Urk. 7/575/2) Berufung mit den eingangs erwähnten An-
trägen (Urk. 1 S. 2 f.). Gemäss Präsidialverfügung vom 5. Februar 2016 wurde
der Beklagten Frist zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 4'000.– für das
Berufungsverfahren angesetzt (Urk. 6). Mit Eingabe vom 9. Februar 2016 ersuch-
te die Beklagte um Gewährung der aufschiebenden Wirkung der Berufung sowie
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um Verzicht auf die Erhebung eines Kostenvorschusses, eventualiter um Herab-
setzung desselben auf Fr. 1'500.– (Urk. 8 S. 2). Gemäss Präsidialverfügung vom
15. Februar 2016 wurde das Gesuch der Beklagten um Erteilung der aufschie-
benden Wirkung abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde. Weiter wurde der
Beklagten aufs Neue Frist anberaumt, um den ihr mit Verfügung vom 5. Februar
2016 auferlegten Gerichtskostenvorschuss von Fr. 4'000.– zu bezahlen (Urk. 12).
Dagegen erhob die Beklagte Beschwerde beim Bundesgericht (Urk. 13). Den
Kostenvorschuss bezahlte sie jedoch innert Frist (vgl. Urk. 14). Mit Zuschrift vom
4. März 2016 erstattete die Beklagte sodann eine Noveneingabe (Urk. 15; Urk.
16/7, 8). Mittels Präsidialverfügung vom 31. März 2016 wurde dem Kläger und der
Kindsvertreterin (betreffend das Ferienbesuchsrecht) Frist zur Erstattung der Be-
rufungsantwort angesetzt (Urk. 17). Mittels Eingabe vom 14. April 2016 und Ein-
gabe vom 18. April 2016 erstatteten der Kläger und die Kindesvertreterin je recht-
zeitig ihre Berufungsantwort mit den eingangs zitierten Anträgen (Urk. 20 und Urk.
23). Mit Präsidialverfügung vom 21. April 2016 wurde die Berufungsantwort der
Kindesvertreterin (betreffend das Ferienbesuchsrecht) je den Parteien und die Be-
rufungsantwort des Klägers (samt Beilagen) der Beklagten und der Kindesvertre-
terin zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 24). Die Verfügung empfing der Kläger
am 3. Mai 2016 (Urk. 24, Anhang). Mit Zuschriften vom 11. bzw. 13. Mai 2016
liessen beide Parteien je unverzüglich um Fristansetzung zur Ausübung des Rep-
likrechts nachsuchen (Urk. 25 und 27). Mittels Präsidialverfügungen vom 12. Mai
2016 und 17. Mai 2016 wurde den Parteien je entsprechend Frist zur Ausübung
ihrer Replikrechte anberaumt (Urk. 26 und 28). Beide Parteien äusserten sich in
der Folge je fristgerecht, der Kläger mit Eingabe vom 30. Mai 2016 (Urk. 29) und
die Beklagte mit Eingabe vom 3. Juni 2016 (Urk. 30). Diese Eingaben wurden
wiederum je der Gegenseite und (beide Eingaben) der Kindesvertreterin mittels
Stempelverfügung vom 6. Juni 2016 zur Kenntnis gebracht (Prot. II S. 11).
Mit Eingabe vom 20. Juni 2016 übermittelte die Kindesvertreterin dem Gericht ei-
ne Kopie eines an sie geschriebenen Briefes von C._ vom 16. April 2016 zur
Kenntnisnahme (Urk. 32 und Urk. 33). Mit Präsidialverfügung vom 23. Juni 2016
wurden diese Eingabe der Kindesvertreterin und der Brief von C._ den Par-
teien je zur Stellungnahme innert 10-tägiger Frist zugestellt (Urk. 34). Mit Zuschrift
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vom 8. Juli 2016 äusserte sich die Klägerin rechtzeitig, wobei sie diverse Unterla-
gen beilegte (Urk. 37/1-6). Der Kläger liess sich mit Eingaben vom 11. Juli 2016
(Urk. 39 und Urk. 40) je fristwahrend vernehmen. Diese Eingaben der Parteien
- jene der Beklagten samt Beilagen - wurden je der Gegenseite sowie der Kindes-
vertreterin zur Kenntnisnahme zugestellt (vgl. Stempelverfügungen vom 11. Juli
2016 und 14. Juli 2016 sowie Kurzbrief vom 14. Juli 2016; Prot. II S. 14; Urk. 42).
Mit Zuschrift vom 18. Juli 2016 liess sich die Kindesvertreterin zum erwähnten
Brief von C._ und den diesbezüglichen Parteivorbringen vernehmen (Urk.
43). Diese Eingabe wurde wiederum beiden Parteien mit Stempelverfügung vom
19. Juli 2016 zur Kenntnis gebracht (Prot. II S. 15). Innert zehn Tagen machte der
Kläger rechtzeitig von sich aus mit Eingabe vom 29. Juli 2016 (Urk. 45) mitsamt
einer Beilage (Urk. 47/1) Gebrauch von seinem Replikrecht. Diese Schriftstücke
wurden der Beklagten sowie der Kindesvertreterin mit Stempelverfügung vom
8. August 2016 zur Kenntnis gebracht (Prot. II S. 18). Mit Eingabe vom 17. August
2016 (Urk. 50) äusserte sich darauf die Beklagte von sich aus innert praxis-
gemässer Frist von zehn Tagen unverzüglich (Urk. 50), wobei sie eine Beilage be-
treffend die Oktoberferien 2016 mit C._ beibrachte (Urk. 52/1). Diese beiden
Schriftstücke wurden wiederum dem Kläger und der Kindesvertreterin mit Stem-
pelverfügung vom 18. August 2016 zur Kenntnisnahme zugestellt (Prot. II S. 19).
Mit Eingabe vom 1. September 2016 liess der Kläger innert zehn Tagen seit Zu-
stellung der Stempelverfügung um Fristansetzung zur Ausübung seines Replik-
rechts nachsuchen (Urk. 54). Mit Präsidialverfügung vom 6. September 2016
wurde ihm entsprechend Frist angesetzt (Urk. 55). Mit Eingabe vom 11. Septem-
ber 2016 äusserte er sich rechtzeitig (Urk. 56), wobei er diverse neue Unterlagen
beibrachte (Urk. 57 und Urk. 58/1-5).
Mit Schreiben vom 23. September 2016 teilte die Kindsvertreterin mit, dass sie fe-
rienhalber frühestens ab dem 11. Oktober 2016 wieder für fristauslösende Zu-
stellungen verfügbar sei (Urk. 60). Nachdem sie telefonisch (mehrfach) zur Einrei-
chung ihrer Honorarnote aufgefordert worden war, teilte die Kindsvertreterin als-
dann mit Schreiben vom 4. November 2016 mit, es sei ihr zufolge starker Arbeits-
überlastung immer noch nicht möglich gewesen, ihre Honorarnote einzureichen,
und stellte die Zustellung derselben per 11. November 2016 in Aussicht (Urk. 61).
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Mit Schreiben vom 14. November 2016, hier eingegangen am 15. November
2016, wurde die Honorarnote der Kindsvertreterin schliesslich beigebracht (Urk.
62). Mittels Präsidialverfügung vom 15. November 2016 wurde den Parteien in
der Folge Frist angesetzt, um sich zur Honorarnote zu äussern. Zudem wurden
der Beklagten die Doppel der Stellungnahme des Klägers vom 11. September
2016 und der Beilagen (Urk. 56, Urk. 57 und Urk. 58/1-5) zugestellt (Urk. 64). Mit
Zuschrift vom 2. Dezember 2016 äusserte sich die Beklagte rechtzeitig zur kläge-
rischen Stellungnahme, ohne auf die Honorarnote einzugehen, und reichte selbst
weitere Unterlagen ein (Urk. 65; Urk. 66 und Urk. 67/1-5). Auch der Kläger liess
sich innert Frist nicht zur Honorarnote vernehmen. Mittels Präsidialverfügung vom
9. Dezember 2016 wurde den Parteien mitgeteilt, dass das Berufungsverfahren
nunmehr in die Phase der Urteilsberatung übergegangen sei. Zudem wurde dem
Kläger die Eingabe der Beklagten vom 2. Dezember 2016 samt Beilagenver-
zeichnis und Beilagen (Urk. 65, Urk. 66 und Urk. 67/1-5) am 12. Dezember 2016
zur Kenntnisnahme zugestellt (Urk. 68). Mit Eingabe vom 22. Dezember 2016
äusserte sich der Kläger erneut, wobei er hauptsächlich um Ansetzung einer Frist
zur Stellungnahme zu Urk. 65 ersuchen liess, sofern diese beklagtische Eingabe
entscheidrelevante Ausführungen enthalten sollte (Urk. 69). Da dem nicht so ist
(vgl. nachstehend), kann somit von einem Verzicht des Klägers auf die weitere
Ausübung seines Replikrechts ausgegangen werden. Damit erweist sich das Ver-
fahren schliesslich als spruchreif.
3. Auch der Kläger erhob mit Eingabe vom 28. Januar 2016 (Datum Post-
stempel) rechtzeitig Berufung gegen die ihm am 18. Januar 2016 zugestellte
Massnahmenverfügung der Vorinstanz vom 3. November 2015 (Urk. 59/1; Urk.
7/575/1). Mit Präsidialverfügung vom 5. Februar 2016 wurde der Antrag des Klä-
gers, wonach auf die Erhebung eines Kostenvorschusses zu verzichten sei, ab-
gewiesen, und dem Kläger Frist angesetzt, um einen Vorschuss von Fr. 1'500.–
für die Kosten des Berufungsverfahrens zu bezahlen (Urk. 59/5). Diesen Vor-
schuss bezahlte der Kläger fristgerecht (Urk. 59/7). Mit Präsidialverfügung vom
31. März 2016 wurde der Beklagten Frist zur Erstattung der Berufungsantwort an-
beraumt (Urk. 59/10). Mit Eingabe vom 11. April 2016 liess die Beklagte die Beru-
fung des Klägers rechtzeitig beantworten und die eingangs erwähnten Anträge
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stellen (Urk. 59/11). Mittels Präsidialverfügung vom 20. April 2016 wurde die Be-
rufungsantwortschrift dem Kläger samt Beilagen (Urk. 59/13/1-3) zur Kenntnis ge-
bracht (Urk. 59/14). Diese Verfügung empfing der Kläger am 4. Mai 2016 (Urk.
59/14, Anhang). Mittels Zuschrift vom 11. Mai 2016 (Datum Poststempel) ersuch-
te er unverzüglich um Fristansetzung zur Ausübung seines Replikrechts zur geg-
nerischen Berufungsantwort (Urk. 59/15). Diesem Ersuchen wurde mit Präsidial-
verfügung vom 12. Mai 2016 stattgegeben (Urk. 59/16). Mit Zuschrift vom 30. Mai
2016 liess sich der Kläger fristwahrend vernehmen (Urk. 59/17). Diese Eingabe
samt Beilage (Urk. 59/19/1) wurde der Beklagten mit Stempelverfügung vom
6. Juni 2016 zur Kenntnis gebracht (Prot. II S. 7).
B. Prozessuales
1. Die beiden Berufungen richten sich je gegen die nämliche Verfügung der
Vorinstanz vom 3. November 2015 und haben unter anderem die Abänderung der
der Beklagten persönlich geschuldeten Unterhaltsbeiträge zum Gegenstand. Das
Berufungsverfahren mit der Prozess-Nr. LY160005 ist daher mit dem vorliegen-
den Berufungsverfahren zu vereinigen und als dadurch erledigt abzuschreiben.
Die Akten des Berufungsverfahrens Prozess-Nr. LY160005 sind als Urk. 59 zu
den vorliegenden Akten zu nehmen.
2. Angefochten sind die Ergänzung des Ferienbesuchsrechts des Klägers, die
(teilweise) Sistierung der Ehegatten- und Kinderunterhaltsbeiträge bzw. die ent-
sprechende Herabsetzung der der Beklagten persönlich geschuldeten Unterhalts-
beiträge bzw. der Kinderunterhaltsbeiträge für die Dauer der Arbeitslosigkeit des
Klägers sowie die Höhe der vorinstanzlichen Entscheidgebühr (Urk. 2 S. 25 f.,
Dispositivziffern 2, 4a, b und 5).
In den übrigen Punkten, nämlich betreffend die Dispositivziffern 1, 3, 6 und 7 ist
der vorinstanzliche Entscheid über vorsorgliche Massnahmen vom 3. November
2015 in Rechtskraft erwachsen, was vorzumerken ist.
3. Auf den Erlass der nötigen vorsorglichen Massnahmen im Scheidungsver-
fahren sowie deren Abänderung sind sinngemäss die Normen über die Ehe-
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schutzmassnahmen anzuwenden. Betreffend die persönlichen Unterhaltsbeiträge
der Ehegatten gilt einerseits der Dispositionsgrundsatz (Art. 58 Abs. 1 ZPO), an-
dererseits aber auch die beschränkte Untersuchungsmaxime gemäss Art. 272
ZPO (vgl. Urk. 2 S. 12 f. mit Hinweisen; OGer ZH LY150052 vom 21.01.2016, S.
5-7, OGer ZH LY110022 vom 29.11.2011, S. 5 f.). Bezüglich der Kinderbelange
herrschen die Offizial- und Untersuchungsmaximen (Art. 296 Abs. 1 und 3 ZPO).
4. Das Berufungsverfahren ist ein eigenständiges Verfahren (BGer 4A_619/
2015 vom 25. Mai 2016, E. 2.2.1). Mit der Berufung kann eine unrichtige Rechts-
anwendung und eine unrichtige Feststellung des Sachverhalts geltend gemacht
werden (Art. 310 ZPO). Die Berufungsinstanz verfügt über unbeschränkte Kogni-
tion bezüglich Tat- und Rechtsfragen, einschliesslich der Frage richtiger Ermes-
sensausübung (Angemessenheitsprüfung; BGer 5A_184/2013 vom 26. April
2013, E. 3.1).
5. Neue Tatsachen und Beweismittel können nach Art. 317 Abs. 1 ZPO im Be-
rufungsverfahren nur noch berücksichtigt werden, wenn sie ohne Verzug vorge-
bracht werden (lit. a) und trotz zumutbarer Sorgfalt nicht schon vor erster Instanz
vorgebracht werden konnten (lit. b). Das Bundesgericht hat eine analoge Anwen-
dung von Art. 229 Abs. 3 ZPO bei Verfahren, die der Untersuchungsmaxime un-
terstehen, abgelehnt und festgehalten, dass einzig Art. 317 Abs. 1 ZPO massge-
bend sei (BGE 138 III 626 f. E. 2.2). Dies gilt nach der Praxis der Kammer auch in
Kinderbelangen, in denen gemäss Art. 296 Abs. 1 ZPO der Sachverhalt von Am-
tes wegen zu erforschen ist. Unechte Noven, die bei zumutbarer Sorgfalt bereits
vor erster Instanz hätten geltend gemacht werden können, können daher grund-
sätzlich nicht mehr vorgebracht werden, es sei denn, eine Partei rüge, die Vor-
instanz habe eine bestimmte Tatsache in Verletzung der Untersuchungsmaxime
nicht beachtet (vgl. statt vieler OGer ZH LE130065 vom 3. 1.2014 E. II/2 mit Hin-
weis). Rechtliche Ausführungen stellen keine Noven dar (BGer 4A_519/2011 vom
28. November 2011, E. 2.1).
6. Wie eingangs erwähnt, hat der Kläger seine Berufung gegen das vorinstanz-
liche Scheidungsurteil nunmehr zurückgezogen. Ein Klagerückzug hat die Wir-
kung eines rechtskräftigen Entscheides (Art. 241 Abs. 2 ZPO). Das Scheidungsur-
- 14 -
teil des Bezirksgerichts Horgen vom 12. April 2016 wurde somit am 5. Dezember
2016 (Datum Eingang Rückzugserklärung, vgl. Prozess-Nr. LC160034; Urk. 684
S. 3) rechtskräftig. Mit Rechtskraft des Scheidungsurteils fallen die vorsorglichen
Massnahmen von Gesetzes wegen dahin (Art. 268 Abs. 2 ZPO). Betreffend das
Ferien- und Feiertagebesuchsrecht für C._ gilt nunmehr die Regelung im
Scheidungsurteil. Die vorliegende Berufung der Beklagten ist damit diesbezüglich
zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben. Hingegen fallen Leistungsmass-
nahmen (wie Unterhaltsbeiträge) praxisgemäss mit Fällung des Endentscheids
nicht rückwirkend, sondern nur für die Zukunft dahin. Dementsprechend ist über
die strittigen Unterhaltsbeiträge bis zum 5. Dezember 2016 nach wie vor zu befin-
den.
C. Abänderung Unterhaltsbeiträge
1. Die Vorinstanz bejahte mit Blick auf die per Juli 2015 beim Kläger eingetre-
tene Arbeitslosigkeit eine wesentliche Veränderung seiner Einkommensverhält-
nisse gegenüber jenen im Zeitpunkt der Verfügung vom 6. Mai 2013. Die Ein-
kommenseinbusse sei zudem nicht selbst verschuldet sowie dauerhaft und habe
nicht vorhergesehen werden können. Insbesondere sei in Anbetracht der zahlrei-
chen Bewerbungsunterlagen nicht davon auszugehen, dass der Kläger unwillig
sei, eine neue Stelle zu finden und anzutreten. Allerdings könne nicht mit einem
baldigen Wiedereinstieg des Klägers ins Erwerbsleben gerechnet werden. Vor
dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftslage sei jedoch auch nicht von einer
jahrelang dauernden Arbeitslosigkeit des Klägers auszugehen, vielmehr gehe das
Gericht davon aus, dass er aufgrund seiner guten beruflichen Qualifikationen in-
nert nützlicher Frist eine neue Arbeitsstelle werde finden können. Es erscheine
somit angebracht, die Unterhaltsbeiträge für die Beklagte persönlich und für den
Sohn C._ nicht definitiv aufzuheben bzw. zu reduzieren, sondern diese im
Sinne des klägerischen Eventualantrages für die Dauer der Arbeitslosigkeit des
Klägers zu sistieren bzw. zu reduzieren. Antragsgemäss sei solches ab 1. August
2015 anzuordnen. Die Vorinstanz ging mit Blick auf die Arbeitslosentaggelder des
Klägers von durchschnittlich Fr. 7'709.– netto pro Monat von einer Mangellage
aus und berechnete für die Zeitphase von August 2015 bis 30. Juni 2016 einen
- 15 -
Gesamtunterhalt von Fr. 2'836.– (Fr. 1'036.– für die Beklagte persönlich und
Fr. 1'800.– für C._, zuzüglich allfällige Kinderzulagen) und ab Juli 2016, so
lange die Arbeitslosigkeit des Klägers dauert, mit Blick auf die Anrechnung eines
hypothetischen tieferen Mietzinses (Fr. 1'600.–) einen solchen von Fr. 4'066.–
(Fr. 2'266.– für die Beklagte persönlich und Fr. 1'800.– für C._, zuzüglich all-
fällige Kinderzulagen; vgl. Urk. 2 S. 13 ff.).
2.1. Der Kläger kritisiert mit seiner Berufung einzig den Zeitpunkt der Anrech-
nung des tieferen Mietzinses. Es sei ihm eine längere Frist zur Wohnungssuche
bis Ende September 2016 einzuräumen. Entsprechend seien die höheren vor-
instanzlichen persönlichen Unterhaltsbeiträge von Fr. 2'266.– pro Monat erst per
Oktober 2016 geschuldet (Urk. 59/1 S. 6 ff.; Urk. 20 S. 12).
2.2. Demgegenüber will die Beklagte dem Kläger bereits rückwirkend, spätes-
tens seit dem 1. September 2015 den tieferen Mietzins in Anrechnung bringen.
Zudem geht sie ab Januar 2016 von höheren Arbeitslosentaggeldern aus. Ent-
sprechend fordert sie bereits ab September 2015 persönliche Unterhaltsbeiträge
von Fr. 2'266.– monatlich und ab Januar 2016 solche von Fr. 3'000.–. Ferner soll
es bei den bisherigen Kinderunterhaltsbeiträgen von Fr. 2'500.– pro Monat blei-
ben (Urk. 1 S. 5 ff.; Urk. 59/11 S. 3).
3.1. Abänderungsobjekt ist vorliegend die Verfügung der Vorinstanz vom 6. Mai
2013 (Urk. 7/154 S. 2, Dispositivziffern 1.3 und 1.4) und nicht etwa die Verfügung
vom 6. Juli 2015, zumal ab Juli 2015 wieder die Unterhaltsregelung gemäss der
ursprünglichen erstgenannten Verfügung gilt (vgl. dazu: OGer ZH LY150048 vom
29. April 2016, S. 21, 24 Dispositivziffer 1) und der Kläger eine Abänderung per 1.
August 2015 verlangt (Urk. 7/477 S. 2 f.).
Wie bereits die Vorderrichterin zutreffend festhielt, können vorsorgliche Mass-
nahmen abgeändert werden, wenn sich die ihnen zugrundliegenden Verhältnisse
wesentlich und dauerhaft verändert haben (Urk. 2 S. 13 mit Hinweisen). Eine Ab-
änderung ist jedoch ausgeschlossen, wenn die neue Sachlage durch eigenmäch-
tiges, widerrechtliches oder missbräuchliches Verhalten eines der Ehegatten her-
beigeführt worden ist. Denn nur eine Veränderung, welche nicht freiwillig bzw.
- 16 -
selbstverschuldet herbeigeführt wurde, berechtigt zur Abänderung einer vorsorgli-
chen Massnahme. Liegt ein Abänderungsgrund vor, wird die gesamte Unterhalts-
berechnung für beide Ehegatten neu durchgeführt. Die Neuberechnung hat sich
an den Wertungen zu orientieren, die dem ursprünglichen Entscheid zugrunde la-
gen. Der Abänderungsentscheid wirkt grundsätzlich nur für die Zukunft, also ab
Eintritt seiner formellen Rechtskraft. Aus Billigkeitsüberlegungen kann die Abän-
derung jedoch auf den Zeitpunkt der Einreichung des entsprechenden Gesuches
zurückbezogen werden, wenn wegen der Einreichung des Abänderungsbegeh-
rens mit der Möglichkeit einer Abänderung gerechnet werden musste (vgl. Maier,
Die konkrete Berechnung von Unterhaltsansprüchen im Familienrecht, dargestellt
anhand der Praxis der Zürcher Gerichte seit Inkraftsetzung der neuen ZPO, in
FamPra.ch S. 302, S. 310 mit weiteren Hinweisen). Es entspricht der Praxis der
Kammer, regelmässig die Rückwirkung des Abänderungsentscheides auf den
Zeitpunkt der Gesuchseinreichung zu gewähren.
3.2. In Übereinstimmung mit der Erstinstanz liegt bezüglich des Einkommens des
Klägers eine wesentliche Änderung der Verhältnisse seit der Verfügung vom
6. Mai 2013 vor. Dabei kann offenbleiben, ob er damals Fr. 17'780.– netto pro
Monat (Ansicht der Beklagten) oder Fr. 13'580.– (Ansicht des Klägers) verdiente,
weil mit Blick auf die Arbeitslosentaggelder von rund Fr. 7'700.– netto pro Monat
bzw. rund Fr. 9'000.– ab 1. Januar 2016 so oder anders eine wesentliche Ein-
kommenseinbusse gegeben ist (vgl. Urk. 2 S. 15 f. mit Hinweisen; Art. 23 Abs. 1
AVIG; Art. 22 Abs. 1 UVV; sowie nachstehend).
Der Kläger hat seine per Juli 2015 eingetretene Arbeitslosigkeit auch nicht selbst
verschuldet, zumal die E._ SA das Arbeitsverhältnis auflöste, weil er die Er-
wartungen nicht (mehr) erfüllte (vgl. Urk. 7/467/1; Urk. 2 S. 16). Überdies ver-
mochte er mittels zahlreichen Bewerbungsunterlagen genügend glaubhaft darzu-
tun, dass er sich intensiv um eine Anstellung bemüht hat (vgl. Urk. 7/478/2-36;
Urk. 7/535/3-7; Urk. 2 S. 16). Er hat sich denn auch bereits während laufender
Kündigungsfrist beworben (vgl. Urk. 7/467/1-12). Im August 2015 lancierte er na-
mentlich 31, im September 2015 26 und bis Mitte Oktober 2015 14 Bewerbungen.
Dabei bewarb er sich vor allem im IT-nahen Bereich, vorwiegend in der Tele-
- 17 -
kommunikationsbranche und dort im Bereich Kundenakquisition und Verkauf
(Prot. I S. 179; Urk. 7/477 S. 11), aber auch in anderen Sektoren, beispielsweise
als Projektleiter (Urk. 7/535/3). Es sind keinerlei Anhaltspunkte ersichtlich, welche
auf blosse Scheinbewerbungen schliessen liessen.
Offenbar hat der Kläger nunmehr per 15. August 2016 eine neue Anstellung bei
F._ AG gefunden (Urk. 56 S. 3; Urk. 58/1; Art. 317 Abs. 1 ZPO [Die Eingabe
vom 11. September 2016 {Urk. 56} gilt mit Blick auf die Eingabe vom 1. Septem-
ber 2016 {Urk. 54} und die mit Präsidialverfügung vom 6. September 2016 {Urk.
55} angesetzte Frist als unverzüglich]). Damit ist die vom Kläger nicht angefoch-
tene Resolutiv-Bedingung für die reduzierten Unterhaltsbeiträge, nämlich die Be-
endigung seiner Arbeitslosigkeit eingetreten. Praktikabilitätshalber schuldet er
somit ab September 2016 wieder die ursprünglichen Unterhaltsbeiträge gemäss
der vorinstanzlichen Verfügung vom 6. Mai 2013 im Umfang von monatlich
Fr. 3'000.– für die Beklagte persönlich und Fr. 2'500.– für den Sohn C._ (vgl.
Urk. 7/146 und Urk. 7/154). Dass er zur Leistung derselben nicht mehr im Stande
sein sollte, macht der anwaltlich vertretene Kläger nicht geltend (Urk. 56 S. 2 f.).
Davon wäre im Übrigen auch nicht auszugehen, nachdem beim Kläger - entgegen
seiner Ansicht (vgl. Urk. 56 S. 3: Fr. 10'500.– brutto bzw. Fr. 8'060.32 netto ge-
schätzt, nachdem die Lohnabrechnung von September 2016 noch nicht vorliegt
und im August 2016 kein BVG-Abzug vorgenommen wurde) - einstweilen von ei-
nem Bruttolohn von Fr. 14'166.67 (Fr. 170'000.– : 12; vgl. Urk. 58/1, Ziffer 4
[Fr. 126'000.– Grundlohn + Fr. 44'000.– zu erwartender leistungs- und geschäfts-
abhängiger Bonus]; vgl. auch Urk. 58/3) bzw. einem Nettolohn von Fr. 11'473.41
auszugehen ist (vgl. Fr. 14'166.67 abzüglich Fr. 726.06 [5.125 % AHV/IV/EO],
Fr. 155.84 [1.1 % AL], Fr. 69.42 [0.49 % UVG], Fr. 28.34 [0,2 % KKTG] und
Fr. 1'713.60 [Sparbeiträge und Risikoversicherung berufliche Vorsorge, Urk. 58/3
S. 2]).
Der Kläger war von Juli 2015 bis Mitte August 2016 arbeitslos. Es handelt sich
mithin nicht mehr um eine bloss vorübergehende kurze Phase der Erwerbslosig-
keit. Die Dauerhaftigkeit der Veränderung ist daher für diese Phase zu bejahen
(vgl. Urk. 2 S. 16), womit ein Abänderungsgrund vorliegt.
- 18 -
3.3. Neuberechnung der Unterhaltsbeiträge
a) Einkommen des Klägers
Im Juli 2015 erhielt der Kläger einerseits eine tiefere Arbeitslosentschädigung von
Fr. 6'394.65 zufolge der allgemeinen fünf Wartetage (vgl. Urk. 7/481/1), anderer-
seits wurde ihm noch eine Nachzahlung der E._ SA in der Höhe von
Fr. 4'924.20 ausbezahlt (Urk. 7/478/37). Weil die Abänderung bzw. Herabsetzung
der Unterhaltsbeiträge jedoch erst per 1. August 2015 verlangt wird, erübrigen
sich Weiterungen über allfällige Rückzahlungen von Arbeitslosentaggeldern be-
treffend den Monat Juli (vgl. Urk. 7/477 S. 18). Auch die Nachzahlung der
E._ SA gemäss Abrechnung vom 24. Juli 2015 (Urk. 7/478/37) ist nicht mit-
einzuberechnen. Ab August 2015 bis und mit Dezember 2015 ist von durch-
schnittlichen Arbeitslosentaggeldern des Klägers in der Höhe von Fr. 7'709.– pro
Monat auszugehen (Urk. 2 S. 15, 21 mit Hinweisen; Urk. 7/477 S. 9; Urk. 59/1
S. 6 oben; vgl. auch Urk. 4/2; Urk. 20 S. 11 unten).
Per 1. Januar 2016 wurde der maximale versicherte Verdienst auf Fr. 148'200.–
bzw. Fr. 12'350.– pro Monat angehoben (vgl. Art. 23 Abs. 1 AVIG; Art. 22 Abs. 1
UVV; vgl. bisher: Urk. 2 S. 15 E. 2.3.1.6). Der Kläger hat monatlich Anspruch auf
80 % von Fr. 12'350.–, was einem Betrag von Fr. 9'880.– brutto entspricht (Art. 22
Abs. 1 lit. a AVIG) bzw. rund Fr. 9'000.– netto (vgl. Urk. 2 S. 15; Urk. 4/6 S. 2
[Stellungnahme der Bildungsdirektion vom 7. Januar 2016]; vgl. auch Urk. 20
S. 14 f.). Es handelt sich hierbei um eine Anpassung des Bundesrats auf Verord-
nungsstufe. Die Vorinstanz hätte diese Rechtsänderung von Amtes wegen be-
rücksichtigen müssen (Art. 57 ZPO), zumal sie dem Kläger per Juli 2016 einen
tieferen hypothetischen Mietzins anrechnete, mithin durchaus Regelungen für die
Zukunft und insbesondere das Jahr 2016 traf. Ausserdem stellt solches ein echtes
und damit zulässiges Novum dar, welches nach Erlass des angefochtenen Ent-
scheids vom 3. November 2015 in Kraft trat (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Auch die Stel-
lungnahme der Bildungsdirektion vom 7. Januar 2016, worin auf die Rechtsände-
rung hingewiesen wird (vgl. Urk. 4/6), datiert weit nach dem angefochtenen Ent-
scheid (Urk. 1 S. 5 f.).
- 19 -
Der Umstand, dass nach wie vor eine Lohnpfändung besteht (vgl. Urk. 7/445/40,
bis 2. Mai 2016) und dem Kläger entsprechend weniger Arbeitslosentaggelder
ausbezahlt werden (vgl. z.B. Urk. 7/535/2; Urk. 7/539; Urk. 59/17 S. 2 f. Rz 11),
ändert im Übrigen nichts, weil im Existenzminimum gemäss der Pfändungsurkun-
de vom 15. Januar 2015 Kinderunterhaltsbeiträge von Fr. 2'500.– und Ehegatten-
unterhaltsbeiträge von Fr. 3'000.– berücksichtigt wurden (Urk. 7/445/40). Der Vor-
rang der familienrechtlichen Unterhaltsbeiträge ist mithin gewahrt. Eine Erhöhung
dieser Unterhaltsbeiträge steht vorliegend nicht zur Diskussion (vgl. demgegen-
über Prozess-Nr. LY150048).
Ein hypothetisches Erwerbseinkommen ist dem Kläger im vorliegenden Mass-
nahmenberufungsverfahren nicht anzurechnen, zumal die Kinderunterhaltsbeiträ-
ge von Fr. 2'500.– und die der Beklagten persönlich geschuldeten Unterhalts-
beiträge von Fr. 3'000.– gemäss der Verfügung vom 6. Mai 2013, wie bereits er-
wähnt, mit Beendigung der Arbeitslosigkeit des Klägers (per September 2016)
wieder aufleben, weil sie lediglich für deren Dauer während des Scheidungs-
verfahrens reduziert wurden (Urk. 2 S. 25 f.), was unangefochten blieb.
Die im Rahmen ihrer Stellungnahme zur Erstberufungsantwort vorgebrachte Be-
hauptung der Beklagten, wonach der Kläger aus der Vermietung seiner nicht be-
liehenen Liegenschaft in G._ [Staat in Nordeuropa] oder seiner Boote Erträ-
ge erzielen könnte, um seinen Unterhaltspflichten nachkommen zu können (Urk.
30 S. 7 f. Rz. 28 ff., 33, 43; vgl. auch Urk. 20 S. 11; Urk. 1 S. 67 Rz 10), erfolgt im
Übrigen verspätet (Art. 317 Abs. 1 ZPO). Hinzu tritt, dass allfällige Mieterträge
nicht näher beziffert wurden. Zudem wäre eine Vermietung erst in Zukunft möglich
und dem Kläger dafür eine ausreichende Übergangsfrist zuzugestehen. Und
schliesslich wäre beiden Parteien (als illiquide Grundeigentümer) ein Vermögens-
verzehr bzw. die Vermietung von überzähligen Räumen zuzumuten, wenn die
Einkünfte nicht ausreichen, um ein Leben auf bescheidenem Niveau zu führen
(vgl. Prozess-Nr. LY150048: Urk. 2 S. 41 und Urk. 21 S. 7).
- 20 -
b) Einkommen der Beklagten
Die Vorinstanz rechnete der arbeitslosen und ausgesteuerten Beklagten (vgl. Urk.
7/510 S. 33) kein Einkommen an bzw. berechnete mit Blick auf die Mangellage
lediglich die aktuelle finanzielle Leistungsfähigkeit des Klägers (Urk. 2 S. 17 f.,
21). Solches blieb zunächst unangefochten (vgl. Urk. 59/1 S. 6 ff.). Im Rahmen
seiner Erstberufungsantwort vom 14. April 2016 will der Kläger der Beklagten al-
lerdings wieder ein hypothetisches Einkommen von Fr. 3'000.– in Anrechnung
bringen (Urk. 20 S. 13).
Diesbezüglich kann zunächst auf den Berufungsentscheid der Kammer vom
29. April 2016 (Prozess-Nr. LY1500048 S. 14 f.) verwiesen werden. Dort wurde
insbesondere festgehalten, dass es für die über 50-jährige Beklagte, welche ein
(nunmehr) elfjähriges Kind zu betreuen hat, seit über zwei Jahren arbeitslos ist
und über keine Ausbildung verfügt, trotz Berufserfahrung nicht einfach sein dürfte,
eine Anstellung zu finden. Es kann denn auch nicht von einer freiwilligen, nicht
beachtlichen Einkommensminderung die Rede sein, weshalb es sich auch nicht
rechtfertigt, der Beklagten rückwirkend ein hypothetisches Einkommen in Anrech-
nung zu bringen. Zwar sind keine vergeblichen aktuelleren Suchbemühungen der
Beklagten aktenkundig (vgl. zuletzt: Urk. 7/538/6; Prot. I S. 231, 237 f.). Allerdings
musste sie mit Blick auf die beiden vorinstanzlichen Entscheide über vorsorgliche
Massnahmen vom 6. Juli 2015 und 3. November 2015 sowie den erwähnten Ent-
scheid der Kammer vom 29. April 2016 nicht unmittelbar mit der Anrechnung ei-
nes hypothetischen Einkommens rechnen. Dies ist erst mit Blick auf das Schei-
dungsurteil vom 12. April 2016 der Fall, worin ihr (und im Übrigen auch dem Klä-
ger) per 1. Juli 2016 ein hypothetisches Einkommen von Fr. 3'000.– angerechnet
wurde (vgl. LC160034: Urk. 2 S. 158). In Anbetracht der realen Erwerbschancen
wäre der Beklagten jedoch, jedenfalls im Rahmen der vorliegenden vorsorglichen
Massnahmen, ohnehin eine längere Übergangsfrist einzuräumen. Von der (rück-
wirkenden) Anrechnung eines hypothetischen Einkommens ist hier daher abzu-
sehen.
- 21 -
c) Bedarf des Klägers
Die erste Instanz berechnete einen engen klägerischen Bedarf (ohne Steuern)
von Fr. 4'873.– betreffend die Zeitspanne von 1. August 2015 bis 30. Juni 2016
(Urk. 2 S. 19 f.). Ab Juli 2016 ging sie von einem Bedarf von Fr. 3'643.– aus, weil
sie dem Kläger anstelle des bisherigen Mietzinses für die 3-Zimmer Attikawoh-
nung in D._ von Fr. 2'647.– (zuzüglich Fr. 183.– Heizungskosten) lediglich
noch einen solchen von Fr. 1'600.– für eine günstigere 3-Zimmer-Wohnung im
Bezirk Horgen in Anrechnung brachte. Dabei mutete sie dem Kläger zu, die bishe-
rige, viel zu teure Wohnung auf den nächstmöglichen Kündigungstermin, d.h. per
30. Juni 2016 zu kündigen (Urk. 2 S. 19-21; Urk. 7/445/6).
Der Kläger macht geltend, es sei ihm nicht möglich, per 30. Juni 2016 in D._
eine Wohnung für einen so tiefen Mietzins von Fr. 1'600.– anzumieten und ent-
sprechend seine jetzige Wohnung bereits am 31. März 2016 zu kündigen, zumal
die Wohnkosten in D._, wo er wegen der Pflege des Kontakts zu seinem dort
wohnhaften Sohn verbleiben wolle, notorisch hoch seien. Es sei auch stossend,
dass die Beklagte weiterhin in der luxuriösen ehelichen Liegenschaft (Wohnkos-
ten von total Fr. 2'512.–) verbleiben dürfe und er seine Wohnkosten aufs Äussers-
te reduzieren und möglicherweise sogar die Gemeinde D._ verlassen müsse,
was zweifellos zu einer Erschwerung des Kontakts zu seinem Sohn führen würde.
Er versuche seit Längerem vergeblich, eine günstigere Wohnung zu bekommen.
Es sei angezeigt, dass ihm gemäss der ursprünglichen Intention der Vorinstanz
erneut eine Frist von vier bis fünf Monaten einzuräumen sei, um die alte Wohnung
zu kündigen. Erschwerend komme bei der Wohnungssuche hinzu, dass die Be-
klagte ihn für ausstehende Unterhaltsbeiträge des Zeitraums von August 2015 bis
Oktober 2015 betrieben habe und er weiterhin arbeitslos sei. Es sei notorisch,
dass Einträge im Betreibungsregister die Anmietung einer Wohnung sehr er-
schwerten, wenn nicht sogar verunmöglichten. Es sei ihm daher eine längere Frist
zur Wohnungssuche bis Ende September 2016 zu gewähren (Urk. 59/1 S. 5 ff.;
Urk. 20 S. 12).
- 22 -
Die Beklagte hält entgegen, der Kläger hätte längst seit der Kündigung seiner Ar-
beitsstelle am 30. April 2015 und der daraus folgenden Arbeitslosigkeit seit 1. Juli
2015 einen Unter- oder Nachmieter für seine bisherige zu teure Wohnung finden
und ausserterminlich kündigen können und müssen. Es sei ihm daher spätestens
per 1. September 2015 der tiefere Mietzins anzurechnen (Urk. 1 S. 6; Urk. 59/11
S. 4).
Einem Ehegatten kann ein hypothetischer Wohnungsmietzins angerechnet wer-
den, wenn der Wohnaufwand zu hoch ist, insbesondere im Vergleich mit dem an-
deren Ehegatten, und ihm die Miete einer günstigeren Wohnung zugemutet wer-
den kann. Die effektiven Wohnkosten müssen unter Berücksichtigung der persön-
lichen Verhältnisse und des Wohnungsmarktes als übersetzt erscheinen. Für die
Anpassung (Wohnungssuche) ist eine angemessene Übergangsfrist einzuräumen
(vgl. Maier, a.a.O., S. 302, 321).
Dass die Wohnung des Klägers mit Blick auf die finanziellen Verhältnisse der Par-
teien zu teuer ist, steht ausser Frage. Der Kläger hält den von der Vorinstanz in
Anrechnung gebrachten Mietzinses von Fr. 1'600.– zwar für sehr tief, beziffert
aber keinen höheren Betrag, sondern beschränkt sich darauf, eine längere Über-
gangsfrist für die Wohnungssuche zu verlangen (Urk. 59/1 S. 6 f., 9 Rz 47; Urk.
20 S. 7 f.). Es bleibt daher bei diesem Betrag, selbst wenn die Beklagte vor Vor-
instanz (in ihrer Eingabe vom 16. November 2015) noch klägerische Wohnkosten
von Fr. 2'100.– anerkannte (vgl. Urk. 59/17 S. 5 Rz 22; Urk. 7/560 S. 7 RZ 19).
Entgegen der Beklagten fällt eine rückwirkende Anrechnung des tieferen Mietzin-
ses bereits per September 2015 mit Blick auf Lehre und Praxis indessen ausser
Betracht, zumal kein rechtsmissbräuchliches Verhalten des Klägers ersichtlich ist.
So mietete er die teure Wohnung in D._, noch bevor er per Juli 2015 arbeits-
los wurde (vgl. Urk. 7/445/6).
Der Kläger musste jedoch seit längerem damit rechnen, dass er seinen Mietzins
(zunächst Fr. 2'933.–, inklusive Parkplatz, dann Fr. 2'647.–; Urk. 2 S. 18 f.) im
Hinblick auf die massgebliche Verschlechterung der Einkommensverhältnisse
beider Parteien würde senken müssen. So ist er denn auch zumindest seit Okto-
- 23 -
ber 2015 auf der Suche nach einer günstigeren Wohnung (vgl. Prot. I S. 232). Be-
reits im Rahmen der Lohnpfändung gemäss der Pfändungsurkunde vom 15. Ja-
nuar 2015 wurde ihm im Übrigen per 1. Juli 2015 bloss noch ein Mietzins von
Fr. 1'000.– in Anrechnung gebracht (vgl. Urk. 7/445/40). Sodann wies schon die
Vorinstanz in ihrem Entscheid vom 6. Juli 2015, wenn auch im Rahmen ihrer
Überlegungen zur unentgeltlichen Rechtspflege, darauf hin, dass die Parteien an-
gesichts des Scheidungsprozesses ihre Lebensweise einschränken müssten
(Urk. 7/510 S. 41 f.), ebenso wurde dem Kläger im Beschluss der Kammer vom
6. Januar 2016 nahegelegt, zur Senkung seiner Lebenskosten eine günstigere
Wohnung zu beziehen (vgl. Urk. 21 S. 10 f., Prozess-Nr. LY150048). Den ange-
fochtenen Entscheid vom 3. November 2015, worin dem Kläger per Juli 2016
dann tatsächlich der tiefere Mietzins veranschlagt wurde, hat er am 18. Januar
2016 zugestellt erhalten. Dieser Entscheid ist vollstreckbar, zumal der Berufung
keine aufschiebende Wirkung zukommt (vgl. Art. 315 Abs. 4 lit. b ZPO; Urk. 12).
Damit wurden dem Kläger rund fünf Monate für die Wohnungssuche eingeräumt.
Dabei ist er einerseits nicht etwa auf die ordentlichen vertraglichen Kündigungs-
termine per 31. März bzw. 30. Juni bzw. 30. September 2016 (vgl. Urk. 7/445/6)
angewiesen, zumal er auch ausserordentlich kündigen und einen zumutbaren
Nachmieter stellen (vgl. Art. 264 OR) oder die Wohnung untervermieten könnte
(vgl. Art. 262 OR). Andererseits ist es ihm durchaus auch zuzumuten, in einer an-
deren Gemeinde des Bezirks Horgen als D._ wohnhaft zu sein, so beispiels-
weise in H._ oder I._ etc. Den Kontakt (in Form seines Besuchsrechts)
zu seinem elfjährigen Sohn wird der Kläger auch aufrecht erhalten können, wenn
er in der näheren Umgebung wohnt. Überdies ist ungewiss, wo die Beklagte mit
dem Sohn in näherer Zukunft wohnen wird, zumal sie gemäss dem erstinstanz-
lichen, nunmehr rechtskräftigen Scheidungsurteil vom 12. April 2016 verpflichtet
wurde, die eheliche Liegenschaft in D._, deren öffentliche Versteigerung an-
geordnet wurde, spätestens bis zum 31. Dezember 2016 zu verlassen (vgl.
LC160034: Urk. 2 S. 198, Dispositivziffern 3 und 4).
Der Kläger liess im Rahmen seiner Berufungsantwort vom 14. April. 2016 lediglich
vier Wohnungsanmeldungen, zwei vom 13. November 2015, zwei nicht datiert,
einreichen (Urk. 22/1). Die entsprechenden Mietzinse betragen Fr. 2'195.– (ein-
- 24 -
schliesslich Heizkosten akonto) für eine 3-Zimmerwohnung in J._ per 1. De-
zember 2015, Fr. 2'330.–, zuzüglich Fr. 390.– Heiz-/Nebenkosten, für eine 3 1/2-
Zimmerwohnung in I._, Fr. 1'895.– für eine 3-Zimmerwohnung in D._
per 1. Februar 2016 sowie Fr. 2'640.–, zuzüglich Fr. 200.– Nebenkosten, für eine
3 1/2-Zimmerwohnung ebenfalls in I._. Es handelt sich mithin durchwegs um
verhältnismässig zu hohe Mietzinsen. Aktenkundig ist sodann lediglich ein (nicht
näher begründetes) Absageschreiben vom 17. November 2015 betreffend die
Wohnung in J._. Zwei der beigebrachten Wohnungsanmeldungen wurden
vom Kläger sodann offenbar nicht unterzeichnet. Mit diesen spärlichen Unterlagen
vermag der Kläger jedenfalls nicht hinreichend glaubhaft zu machen, sich seit Ok-
tober 2015 (vgl. Prot. I S. 232) bzw. spätestens seit Ende Januar 2016 intensiv
vergeblich um eine günstigere Wohnung im Umfeld von D._ bzw. im Bezirk
Horgen bemüht zu haben. Im Übrigen wäre dem Kläger per Juli 2016 auch eine
Übergangslösung z.B. als Untermieter zuzumuten gewesen.
Offenbar hat die Beklagte den Kläger - trotz hängigem Abänderungsbegehren -
betreffend ausstehende Unterhaltsbeiträge des Zeitraums August 2015 bis Okto-
ber 2015 betrieben (Urk. 59/1 S. 8). Der Zahlungsbefehl datiert vom 28. Oktober
2015 (vgl. Urk. 59/4/3). Der Kläger soll ihn am 4. November 2015 erhalten haben.
Solches erscheint mit Blick auf die kopierte Handnotiz auf dem Zahlungsbefehl,
wonach der letzte Tag für die Erhebung des Rechtsvorschlags der 16. November
2015 ist, jedenfalls glaubhaft. Damit handelt es sich hierbei um ein echtes und zu-
lässiges Novum (Art. 317 Abs. 1 ZPO; vgl. auch Urk. 59/1 S. 8 f.). Es ist notorisch,
dass Einträge im Betreibungsregister bei der Wohnungssuche hinderlich sind (vgl.
auch Urk. 22/1), ebenso war die Arbeitslosigkeit des Klägers für die Wohnungs-
suche nicht gerade förderlich (Urk. 59/1 S. 9). Vorliegend handelt es sich jedoch
einzig um eine Betreibung seiner Noch-Ehefrau, welche mittlerweile ohnehin ge-
genstandslos ist, zumal die Verfügung vom 6. Mai 2013, worauf sich die Betrei-
bung stützt (Urk. 59/4/3), mit der gegenständlichen Abänderungsverfügung der
Vorinstanz vom 3. November 2015 abgeändert und die geschuldeten Unterhalts-
beiträge herabgesetzt wurden. Das Gesuch der Beklagten um Erteilung der auf-
schiebenden Wirkung ihrer Berufung wurde mit Verfügung der Kammerpräsiden-
tin vom 15. Februar 2016 sodann abgewiesen (Urk. 12 S. 4, Dispositivziffer 1).
- 25 -
Und schliesslich wurde das Rechtsöffnungsbegehren der Beklagten über
Fr. 13'565.55 mit Urteil des Einzelgerichts im summarischen Verfahren des Be-
zirks Horgen vom 21. April 2016 abgewiesen (Urk. 59/19/1 i.V.m. Art. 317 Abs. 1
ZPO). Der Kläger hätte ein klärendes Gespräch mit einem potentiellen Vermieter
suchen und allenfalls ein höheres Mietzinsdepot oder eine Bürgin (z.B. seine Mut-
ter und Darlehensgeberin, vgl. Urk. 7/467/16 [Kontoauszug Juni 2015]) etc. anbie-
ten können. Zudem hätte er ein Referenzschreiben des vorherigen Vermieters er-
hältlich machen können. Weiter hätte er auch sein eigenes soziales Netzwerk
nutzen können. Entsprechende vergebliche Bemühungen hat der Kläger jedoch
weder behauptet geschweige denn belegt. Eine fünfmonatige Frist für die Anmie-
tung einer neuen Wohnung im Rahmen eines Massnahmenverfahrens hat somit
auch vor dem Hintergrund dieser beklagtischen Betreibung so oder anders zu ge-
nügen.
Zwar ist es, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der notorischen Wohnungsknapp-
heit im Grossraum Zürich, nicht einfach, eine 3- bis 3,5-Zimmerwohnung im Be-
zirk Horgen für einen maximalen Mietzins von Fr. 1'600.–, welchen der Kläger al-
lerdings akzeptierte (Urk. 59/1 S. 6 f.), anmieten zu können, doch standen dem
Kläger dafür mindestens rund fünf Monate zur Verfügung. Wenn er diese Zeit
nicht nutzte - und davon muss vorliegend mangels Glaubhaftmachung und Do-
kumentierung hinreichender Wohnungssuchbemühungen ausgegangen werden -,
hat er dies jedoch selber zu vertreten. Auch das Sommerloch im Wohnungsmarkt
hilft dem Kläger vor diesem Hintergrund nicht weiter. Es bleibt somit beim vor-
instanzlichen Entscheid, wonach dem Kläger per 1. Juli 2016 der tiefere Mietzins
von Fr. 1'600.– pro Monat in Anrechnung zu bringen ist.
Dass der Kläger nunmehr per 1. Oktober 2016 eine 2,5-Zimmerwohnung in
D._ für einen Mietzins von Fr. 2'000.– zuzüglich Fr. 160.– für einen Autoein-
stellplatz anmieten konnte (vgl. Urk. 56 S. 3 unten; Urk. 58/4-5), ist vorliegend
nicht mehr bedeutsam, nachdem mit Wegfall seiner Arbeitslosigkeit per Septem-
ber 2016 ohnehin wieder die ursprünglichen Unterhaltsbeiträge geschuldet sind,
wobei sich der Kläger angesichts seiner neuen Anstellung auch einen höheren
Mietzins leisten kann.
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Zwar lebt die Beklagte mit dem Sohn weiterhin in der luxuriösen ehelichen Lie-
genschaft am ...weg ... in D._, wobei die Wohnkosten (inklusive Heizkosten
von Fr. 872.–) insgesamt Fr. 2'512.– (Urk. 7/510 S. 35) bzw. Fr. 2'113.– betragen
(vgl. Urk. 7/534 S. 6; Urk. 7/535/8, Hypothekarzinsen neu Fr. 1'241.– statt
Fr. 1'640.– wie bisher). Andererseits anerkennt selbst der Kläger, dass es noto-
risch ist, dass jedenfalls zurzeit für Mietobjekte viel höhere Kosten zu bezahlen
sind als für (vergleichbares) selbstgenutztes, hypothekarisch finanziertes Wohn-
eigentum (Urk. 59/1 S. 6). Die Beklagte wohnt zudem mit dem Sohn zusammen,
während der Kläger alleine lebt. Überdies muss die Beklagte, wie erwähnt, ge-
mäss dem Scheidungsurteil die Liegenschaft zufolge öffentlicher Versteigerung
spätestens per Ende Jahr 2016 ohnehin verlassen. Es handelt sich somit um eine
vorübergehende Situation. Es erübrigt sich daher, auch die Beklagte im Rahmen
dieses Entscheides zur Suche einer günstigeren Wohnung anzuhalten. Eine vo-
rübergehende allfällige Ungleichbehandlung der Parteien im Wohnkomfort (vgl.
Urk. 20 S. 8) ist vor diesem Hintergrund hinzunehmen. Dass der Kläger seinen
Lebenshaltungsstil und damit insbesondere seine Wohnkosten zu reduzieren hat-
te, versteht sich mit Blick auf seine Unterhaltspflichten gegenüber dem Sohn und
der (ausgesteuerten) Beklagten sowie angesichts seiner längeren Arbeitslosigkeit
von selbst. Von einer willkürlichen Reduktion der Wohnkosten durch die Vor-
instanz (Urk. 20 S. 9) kann jedenfalls nicht die Rede sein. Im Übrigen akzeptierte
der Kläger im Rahmen seiner eigenen Berufung, wie erwähnt, die Höhe des hypo-
thetischen Mietzinses (Urk. 59/1 S. 6 f.). Bei der Behauptung des Klägers, wo-
nach die Beklagte die eheliche Liegenschaft zu einem Mietzins von Fr. 6'500.–
vermieten könnte (Urk. 20 S. 9), handelt es sich schliesslich um ein unzulässiges
Novum (vgl. auch Urk. 59/1 passim). Zudem wäre solches, angesichts der auch
der Beklagten (mit dem Sohn) für einen Umzug einzuräumenden Übergangsfrist
und mit Blick auf die nunmehr angeordnete öffentliche Versteigerung der eheli-
chen Liegenschaft, im vorliegenden Massnahmenverfahren, welches vorab die
Regelung der aktuellen Verhältnisse bezweckt, ohnehin abzulehnen.
In Anbetracht der mit im Streit liegenden Herabsetzung der Kinderunterhaltsbei-
träge, der hier herrschenden (umfassenden) Untersuchungsmaxime (Art. 296
Abs. 1 ZPO) und der im Massnahmenverfahren anzuwendenden eingeschränkten
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Untersuchungsmaxime (Art. 272 ZPO, sowie vorstehend) durfte die Vorderrichte-
rin dem Kläger im Übrigen, auch ohne dass die Beklagte solches explizit verlang-
te, einen tieferen hypothetischen Mietzins von Fr. 1'600.– in Anschlag bringen
(vgl. Urk. 20 S. 8).
Zusammengefasst bleibt es somit bei der (nunmehr rückwirkenden) Anrechnung
eines tieferen hypothetischen Mietzinses im Umfang von Fr. 1'600.– per 1. Juli
2016.
Weil der Kläger arbeitslos war und er für die Stellensuche kein Auto benötigte,
dem Auto mithin keine Kompetenzqualität zukam, rechnete die erste Instanz ihm
zurecht weder die monatlichen Leasingraten für den Mini Cooper von Fr. 395.50
noch die mit dem Auto im Zusammenhang stehenden Kosten für die Haftpflicht-
versicherung und Verkehrsabgaben von Fr. 135.– an (Urk. 2 S. 19). Dass die
Kosten des Leasings nicht vermeidbar waren, seien es die Leasingraten oder
eben eine Entschädigung wegen vorzeitiger Kündigung (vgl. Urk. 20 S. 14), än-
dert daran nichts. Im Übrigen handelt es sich vorliegend um einen Mankofall,
weshalb Drittschulden ohnehin keine Berücksichtigung finden könnten.
Was die vom Kläger geltend gemachten (notorischen) Billag-Gebühren von
Fr. 39.– auf den Monat umgerechnet anbelangt, ist davon auszugehen, dass die-
se in den Fr. 120.– für "Telekommunikation etc." enthalten sind (Urk. 2 S. 20). Die
Kosten für die Billag-Gebühren wurden im Übrigen auch im Entscheid vom 6. Juli
2015 von der Vorinstanz nicht separat ausgewiesen, sondern explizit einge-
schlossen (vgl. Urk. 7/510 S. 32 E. 3.13.15). Ein solcher pauschaler Gesamt-
betrag für sämtliche Kommunikationskosten ist bei den vorliegenden finanziellen
Verhältnissen denn auch angemessen.
Resümiert bleibt es somit bei den vorinstanzlichen Bedarfszahlen.
d) Bedarf der Beklagten
Diesen bezifferte die Vorinstanz unter Verweis auf ihren Entscheid vom 6. Juli
2015 per 1. Juli 2015 mit Fr. 5'518.–, ohne Steuern (Urk. 7/510 S. 38; Urk. 2
- 28 -
S. 17). Dies blieb im Berufungsverfahren unangefochten (vgl. Urk. 1; Urk. 59/1
und Urk. 20).
e) Unterhaltsberechnung
Weil nach wie vor betreffend sämtliche Zeitphasen ein Mankofall vorliegt, ist ledig-
lich die Leistungsfähigkeit des Klägers (Existenzminimumsgarantie) zu berech-
nen.
Dass der Kläger die Arbeitslosenentschädigung für einen bestimmten Monat im-
mer erst am Ende des Monats erhält, die Unterhaltsbeiträge aber monatlich im
Voraus auf den Ersten eines jeden Monats geschuldet sind (Urk. 20 S. 15), trifft
zwar zu, für die Ermittlung der Leistungsfähigkeit betreffend einen Monat ist dies
aber nicht entscheidend. Praxisgemäss ist somit die höhere Arbeitslosenentschä-
digung bereits für die Festlegung der Unterhaltsbeiträge für den Monat Januar
2016 zu berücksichtigen.
1.8..12.2015
1.1..6.2016
1.7..8.2016
Einkommen Fr. 7'709 Fr. 9'000 Fr. 9'000 Bedarf Fr. 4'873 Fr. 4'873 Fr. 3'643 UHB Fr. 2'836 Fr. 4'127 Fr. 5'357
Betreffend die erste Zeitphase vom 1. August 2015 bis 31. Dezember 2015 bleibt
es beim vorinstanzlichen Gesamtunterhaltsbeitrag über Fr. 2'836.–. Mit der Vor-
instanz rechtfertigt es sich, davon Fr. 1'800.– für den Sohn C._ (zuzüglich all-
fälliger Kinderzulagen; vgl. auch Urk. 20 S. 15) und Fr. 1'036.– für die Beklagte
persönlich auszuscheiden (Urk. 2 S. 21).
Von Januar 2016 bis und mit Juni 2016 ergibt sich ein Gesamtunterhaltsbeitrag
von Fr. 4'127.–. Davon sind wiederum Fr. 1'800.– (zuzüglich allfällige Kinderzula-
gen) für den Sohn C._ und entsprechend Fr. 2'327.– für die Beklagte persön-
lich auszuscheiden.
Ab Juli 2016 resultiert ein Gesamtunterhaltsbeitrag von Fr. 5'357.–. Die Beklagte
liess (ab 1. Januar 2016) persönliche Unterhaltsbeiträge von höchstens
Fr. 3'000.– beantragen (Urk. 1 S. 3). Die herrschende Dispositionsmaxime (vgl.
- 29 -
Art. 58 Abs. 1 ZPO) sowie der Umstand, dass das beklagtische Abänderungsbe-
gehren ab Juli 2015 abgewiesen wurde (vgl. Urk. 7/510 und Entscheid der Kam-
mer im Prozess-Nr. LY150048) und die Beklagte widerklageweise kein neues Ab-
änderungsbegehren stellte (vgl. Urk. 2 S. 4; Prot. I S. 201 sinngemäss), verbieten
es, ihr im Massnahmenverfahren einen höheren persönlichen Unterhaltsbeitrag
als die gemäss der Verfügung vom 6. Mai 2013 geschuldeten Fr. 3'000.– (Urk.
7/154 S. 2, Dispositivziffer 1.4) zuzusprechen. Ab Juli 2016 ist das klägerische
Abänderungsbegehren dementsprechend abzuweisen und es sind wieder die ur-
sprünglichen persönlichen Unterhaltsbeiträge von Fr. 3'000.– pro Monat geschul-
det. Hingegen rechtfertigt es sich, in diesbezüglicher teilweisen Gutheissung des
beklagtischen Eventualantrags (vgl. Urk. 1 S. 3, Ziffer 5), die Kinderunterhaltsbei-
träge für die Monate Juli und August 2016 (vgl. sogleich) auf Fr. 2'357.– festzule-
gen, zumal sich der Bedarf der Beklagten mit C._ auf Fr. 5'518.– beläuft. Ab
September 2016 gelten zufolge Wegfalls der klägerischen Arbeitslosigkeit, wie
dargetan, ohnehin wieder die ursprünglichen Unterhaltsbeiträge für die Klägerin
persönlich und den Sohn gemäss der Verfügung vom 6. Mai 2013 (total
Fr. 5'500.–).
Die Abweisung des Antrags des Klägers auf Aufhebung der Ehegattenunterhalts-
beiträge und Herabsetzung der Kindesunterhaltsbeiträge auf maximal Fr. 1'200.–
pro Monat per August 2015 für die weitere Dauer des Scheidungsverfahrens (vgl.
Urk. 2 S. 25, Dispositivziffer 3) wurde im Übrigen nicht angefochten. Es bleibt da-
her bei der blossen teilweisen Sistierung bzw. vorübergehenden Reduktion der
Unterhaltsbeiträge für die Dauer der Arbeitslosigkeit des Klägers (Art. 129 Abs. 1
ZPO).
D. Vorinstanzliche Gerichtsgebühr
1. Der Kläger hält die vorinstanzliche Gerichtsgebühr von Fr. 4'400.– für un-
angemessen, zumal die Vorinstanz selber von einem nicht sehr komplexen Fall
ausgegangen sei. Angemessen wäre daher eine Entscheidgebühr von maximal
Fr. 1'800.–. Mehr sei aufgrund des von der Vorinstanz genannten Kostenrahmens
und der offensichtlich schwierigen finanziellen Verhältnisse nicht vertretbar
(Urk. 59/1 S. 10).
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2. Die Kritik ist unbegründet. Zwar ist der Sachverhalt nicht sehr komplex und
es stellen sich auch keine schwierigen Rechtsfragen, allerdings waren im vor-
instanzlichen Massnahmenverfahren doch die Umteilung der Obhut, die Ergän-
zung des Ferienbesuchsrechts sowie die Abänderung der Unterhaltsbeiträge strit-
tig. Ausserdem war eine Kindesvertreterin mitbeteiligt und der Aktenumfang ist
mittlerweile beachtlich. Die vielen Akten und insbesondere Eingaben der Parteien
machen die an sich nicht komplexe Sache äusserst zeitaufwändig. Sodann dauer-
te die Massnahmenverhandlung knapp vier Stunden (Prot. I S. 177, 189). Mit
Blick auf die einschlägigen Normen der anwendbaren Gerichtsgebührenverord-
nung vom 8. September 2010 (LS 211.11; vgl. v.a. § 6 Abs. 1 i.V.m. § 5 Abs. 1
und 2 sowie § 8 Abs. 1 GebV OG) erweist sich die vorinstanzliche Gerichtsgebühr
von Fr. 4'400.– für den begründeten Entscheid jedenfalls als angemessen. Dies
insbesondere auch im Vergleich zur Gerichtsgebühr über Fr. 6'600.– betreffend
das erste, umfangreichere Abänderungsverfahren (vgl. Urk. 7/510 S. 47). Die Be-
rufung des Klägers ist diesbezüglich somit abzuweisen.
E. Kosten- und Entschädigungsfolgen im Berufungsverfahren
1. Angesichts der vereinigten Berufungsverfahren, des prozessualen Aufwan-
des sowie der umfangreichen Akten, welche, wie erwähnt, die von der Sache her
nicht komplexen Verfahren sehr aufwändig gestaltet haben, erscheint eine Ge-
richtsgebühr von insgesamt Fr. 5'500.– vorliegend angemessen (vgl. § 5, § 6
Abs. 1, § 8 Abs. 1 und § 12 Abs. 1 und 2 GebV OG).
2. Die Kosten der Kinderbelange im engeren Sinn (Ferien- und Feiertage-
besuchsrecht) sind den Parteien praxisgemäss je hälftig aufzuerlegen (Art. 107
Abs. 1 lit. c ZPO). Namentlich können der Beklagten gute Gründe für ihre Präzi-
sierungsanträge bezüglich des Ferien- und Feiertagebesuchsrechts zugestanden
werden. Die diesbezügliche Gegenstandslosigkeit des Verfahrens - verursacht
durch den Rückzug der Berufung des Klägers im Scheidungsberufungsverfahren -
ändert daran nichts. Betreffend die Unterhaltsbeiträge unterliegt die Beklagte (mit
Blick auf ihre Hauptanträge, vgl. Urk. 1 S. 2 f.) zu rund 65 %. Sodann unterliegt
der Kläger mit seinem Antrag bezüglich Senkung der vorinstanzlichen Entscheid-
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gebühr. Insgesamt rechtfertigt es sich, die Kosten des Berufungsverfahrens dem
Kläger zu 40 % und der Beklagten zu 60 % aufzuerlegen.
Die Kosten (Fr. 5'500.–) sind aus den je geleisteten Kostenvorschüssen
(Fr. 1'500.– Kläger und Fr. 4'000.– Beklagte) zu bezahlen. Der Kläger, welcher die
Kosten im Umfang von Fr. 2'200.– zu tragen hat, hat der Beklagten, welche Kos-
ten im Umfang von Fr. 3'300.– zu tragen hat, somit Kosten im Umfang von
Fr. 700.– zu ersetzen.
Ausgangsgemäss ist die Beklagte sodann zu verpflichten, dem Kläger für das Be-
rufungsverfahren eine auf 20 % reduzierte Parteientschädigung von Fr. 1'200.–
zuzüglich Fr. 96.– (8 % Mehrwertsteuern, vgl. Urk. 59/1 S. 2) zu bezahlen (vgl. § 5
Abs. 1 i.V.m. § 6 Abs. 1, § 9, § 11 Abs. 1-3 und § 13 Abs. 1 AnwGebV).
3. Auch die Kosten für den Aufwand der Kindesvertreterin gehören zu den Ge-
richtskosten (vgl. Art. 95 Abs. 2 lit. e ZPO) und sind von den Parteien je zur Hälfte
zu tragen, jedoch ohne Solidarhaftung für den ganzen Betrag (ZR 101 Nr. 87).
Rechtsgrundlage für die Festsetzung der Entschädigung für die durch einen An-
walt oder eine Anwältin wahrgenommene Kindsvertretung ist im Kanton Zürich die
Anwaltsgebührenverordnung (§ 1 AnwGebV; vgl. auch BGer 5A_52/2015 E.
5.3.4.2).
Die Kindsvertreterin macht mit Eingabe vom 14. November 2016 eine Entschädi-
gung von insgesamt Fr. 1'593.95 geltend (Fr. 1'449.– Honorar [4.83 Std. x
Fr. 300.–] + Fr. 26.90 Spesen + Fr. 118.05 [8 % MwSt.]; Urk. 62). Die Parteien
liessen sich dazu nicht vernehmen (vgl. Urk. 64, Urk. 65 und Urk. 68), weshalb
androhungsgemäss aufgrund der Akten zu entscheiden ist.
Der geltend gemachte Stundenaufwand ist ausgewiesen (Urk. 62) und erscheint
angemessen. Auch der veranschlagte Stundenansatz von Fr. 300.– wird den vor-
liegenden finanziellen Verhältnissen gerecht und bewegt sich im Rahmen der
Anwaltsgebührenverordnung (vgl. § 3 Abs. 1 AnwGebV). Zu vergüten sind auch
die Barauslagen (vgl. § 1 Abs. 2 und § 22 Abs. 1 AnwGebV) sowie die Mehrwert-
steuer.
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Die Kindsvertreterin ist somit antragsgemäss aus der Gerichtskasse zu entschä-
digen.