# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 55759121-05b4-4417-866a-6eec95146b71
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2014
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A. Im Wohn- und Geschäftshaus A.-gasse 00 in der St. Galler Altstadt befindet
sich die Diskothek «Q.». Der traditionsreiche Unterhaltungsbetrieb wird heute durch die
T. GmbH geführt. Am 18. November 2009 wurde das Gastwirtschaftspatent auf X.Y.
ausgestellt.
Nach der Übernahme des Lokals durch die T. GmbH im September 2009 kam es
offenbar zu nächtlichen Lärmklagen der benachbarten Mieterschaft wegen störender
Basstöne (act. 2/3, S. 4). Mit Verfügungen vom 28. April 2010, 29. Dezember 2010 und
30. Juni 2011 bewilligte die Stadtpolizei St. Gallen die Verkürzung bzw. Aufhebung der
Schliessungszeit für das «Q.» deshalb nur noch unter verschiedenen Bedingungen und
Auflagen. Unter anderem wurde eine Emissionsgrenze von 93 dB(A) verfügt, die mittels
Schallpegelbegrenzer sicherzustellen war. Die Aufzeichnungen des
Schallpegelbegrenzers mussten monatlich bis spätestens eine Woche nach
Monatsende dem Amt für Umwelt und Energie der Stadt St. Gallen (AUE) zur Prüfung
übermittelt werden (act. 2/3, S. 5; 2/4, S. 4; 2/5, S. 5). Für die Nächte, in denen der
Club über die ordentlichen Schliessungszeiten hinaus offengehalten würde, ordnete die
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Stadtpolizei die Anwesenheit von mindestens vier Sicherheitsangestellten an (act. 2/4,
S. 5 bzw. 2/5, S. 6). Für den Fall der Nichtbefolgung dieser Auflagen wurde die
Ungehorsamsstrafe nach Art. 292 des Schweizerischen Strafgesetzbuches (SR 311.0;
StGB) angedroht.
B. Im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit als Geschäftsführer bzw.
Patentinhaber des Clubs «Q.» kam es zu einem Strafverfahren gegen X.Y. Dieses hatte
unter anderem die Einhaltung der erwähnten Auflagen zum Gegenstand. Mit Entscheid
vom 30. Juni 2014 wurde X.Y. vom Kantonsgericht St. Gallen wegen mehrfachen
Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen und Übertretung des
Umweltschutzgesetzes zu einer Busse von Fr. 1'200.00 verurteilt. Dieser Entscheid ist
rechtskräftig.
Das Kantonsgericht hielt fest, der Beschuldigte habe die Schallpegelprotokolle der
Monate Juni, Juli und August 2011 wissentlich und willentlich nicht übermittelt. Am
24. November 2011 um 00:22 Uhr seien unbestrittenermassen nur drei (statt vier)
Sicherheitsleute im Club «Q.» angetroffen worden. X.Y. habe auch gegen diese Auflage
wissentlich und willentlich verstossen. Insgesamt habe er sich dadurch des
mehrfachen Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen schuldig gemacht.
Mit Blick auf die Einhaltung der auf 93 dB(A) festgelegten Emissionsgrenze hielt das
Kantonsgericht fest, dass
- am 9. Oktober 2011 bei einer Messung durch die Stadtpolizei St. Gallen auf der
Tanzfläche des «Q.» während 22 Minuten und 45 Sekunden ein durchschnittlicher
Schallpegel von 104.9 dB(A) ermittelt worden war,
- am 19. November 2011 ebenfalls auf der Tanzfläche während rund 35 Minuten
Werte zwischen 98 und 103 dB(A) gemessen worden waren,
- der gemittelte Schallpegel am 3. Dezember 2011 zwischen 02:00 Uhr und 02:47
Uhr 97.6 dB(A) betragen hatte,
- und dass am 3. März 2012 während der 28 Minuten dauernden Messung durch
das Amt für Umwelt und Energie der Stadt St. Gallen ein durchschnittlicher Schallpegel
von 101.4 dB(A) geherrscht hatte.
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Das Kantonsgericht hielt weiter fest, diese Messungen seien mit vom Schweizerischen
Eichdienst geeichten Messgeräten durchgeführt worden. Obwohl sie während
Tanzveranstaltungen erfolgt seien, könne nicht von einer entscheidenden
Beeinflussung des Schallpegels durch Publikumslärm ausgegangen werden. Dies, weil
massive und nicht nur kurzzeitige Überschreitungen festgestellt worden seien
(act. 30.1, S. 13). Die mehrfache Überschreitung der rechtskräftig verfügten
Emissionsgrenze von 93 dB(A) erfülle den objektiven Tatbestand der Übertretung des
Umweltschutzgesetzes (Art. 61 Abs. 1 lit. a USG, SR 814.01). Als Patentinhaber habe
X.Y. diese Überschreitungen (eventualvorsätzlich) in Kauf genommen. Die Stadtpolizei
habe ihn bereits mit Schreiben vom 5. April 2011 auf das Ergebnis der
Kontrollmessung vom 23. Februar 2011 hingewiesen, was bei X.Y. zumindest Zweifel
an der einwandfreien Funktion des Schallpegelbegrenzers hätte wecken müssen.
Trotzdem habe er als verantwortlicher Patentinhaber in der Folge überhaupt nichts
vorgekehrt (act. 30.1, S. 16). Die vielen Überschreitungen hätten eine Tateinheit
gebildet und auf einem einheitlichen Willensentschluss beruht, weshalb X.Y. der
einfachen (und nicht der mehrfachen) Übertretung des USG schuldig sei (ebd.).
C. Bereits Ende November 2011 hatte die Stadtpolizei St. Gallen X.Y. die
Einleitung eines Patententzugsverfahrens mitgeteilt und ihm Gelegenheit gegeben, sich
zu den (im wesentlichen unter Bst. B hiervor erwähnten) Vorwürfen zu äussern (Akten
Stadtpolizei, Ordnerregister 8). Mit Verfügung vom 9. Februar 2012 entzog die
Stadtpolizei St. Gallen X.Y. das Gastwirtschaftspatent für das «Q.» per 17. Februar
2012 (vi-act. 1). Einem allfälligen Rekurs wurde die aufschiebende Wirkung entzogen.
Der Patententzug wurde damit begründet, X.Y. biete keine Gewähr für eine
einwandfreie Betriebsführung mehr. In tatsächlicher Hinsicht stützte sich die
Stadtpolizei unter anderem auf jene Sachverhaltselemente, die zur erwähnten
strafrechtlichen Verurteilung von X.Y. führten. Darüber hinaus führte sie an, ein Gast sei
seit einem «Q.-»Besuch am 29. Oktober 2011 wegen Verdachts auf Tinnitus in
ärztlicher Behandlung und habe Anzeige wegen fahrlässiger schwerer Körperverletzung
erstattet; es seien Verstösse gegen das Rauchverbot in gastgewerblichen Betrieben
festgestellt und zur Anzeige gebracht worden; gegen die «Q.-»Verantwortlichen werde
wegen Verdachts auf Schwarzarbeit ermittelt; X.Y. habe gegen die eidgenössische
Alkoholgesetzgebung verstossen; ferner sei es im Zeitraum vom 28. April 2011 bis
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5. Januar 2012 zu insgesamt zwölf sicherheitsrelevanten Polizeiinterventionen
gekommen.
D. Mit Eingabe seines Rechtsvertreters vom 15. Februar 2012 erhob X.Y. gegen
diese Verfügung Rekurs beim Volkswirtschaftsdepartement (vi-act. 2b). Er beantragte
deren Aufhebung sowie die Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung. Letzerem
Begehren gab die Rechtsmittelinstanz mit superprovisorischer Anordnung vom
17. Februar 2012 vorerst statt (vi-act. 3), wies es aber mit (ordentlichem)
Zwischenentscheid vom 22. März 2012 ab (vi-act. 14). Auf ein umgehend gestelltes
Wiedererwägungsgesuch trat sie nicht ein (vi-act. 17 und 16b). In der Hauptsache
entschied sie am 26. September 2012 wie folgt:
1. Der Rekurs von X.Y., St. Gallen, wird abgewiesen.
2. Die amtlichen Kosten für den vorliegenden Hauptentscheid werden auf
Fr. 2'000.-- festgelegt und X.Y. auferlegt. Der verbleibende Kostenvorschuss in Höhe
von Fr. 600.-- wird an die Entscheidgebühr angerechnet, sodass X.Y. noch den Betrag
von Fr. 1'400.-- zu zahlen hat.
3. Die amtlichen Kosten für den Zwischenentscheid vom 17. Februar 2012 werden
auf Fr. 500.-- festgelegt und der Stadt St. Gallen auferlegt. Auf die Erhebung der
amtlichen Kosten wird verzichtet.
4. X.Y. werden für das vorliegende Hauptverfahren keine ausseramtlichen Kosten
entschädigt.
5. Die Stadt St. Gallen bezahlt X.Y. in Bezug auf den Zwischenentscheid vom
17. Februar 2012 eine ausseramtliche Entschädigung von Fr. 500.-- (inkl. Barauslagen
und MWSt).
6. Das Begehren der Stadt St. Gallen um ausseramtliche Entschädigung wird
abgewiesen.
E.
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a. Gegen den abschlägigen Rekursentscheid liess X.Y. (Beschwerdeführer) mit Eingabe
vom 12. Oktober 2012 Beschwerde beim Verwaltungsgericht erheben. Er beantragte,
Ziffer 1 des Entscheids sowie die Verfügung der Stadtpolizei St. Gallen vom 9. Februar
2012 seien aufzuheben; die Ziffern 2 und 4 des Rekursentscheids seien aufzuheben
und es seien die Kostenfolgen (des Rekursverfahrens) entsprechend dem
Verfahrensausgang zu verlegen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten
des Staates (act. 1).
Mit Vernehmlassung vom 14. November 2012 beantragte das
Volkswirtschaftsdepartement (Vorinstanz) Abweisung der Beschwerde (act. 9). Dies
beantragte auch die von der Stadtpolizei vertretene politische Gemeinde St. Gallen
(Beschwerdegegnerin) in ihrer Vernehmlassung vom 28. November 2012 (act. 12). Der
Beschwerdeführer hielt in seiner Replik vom 14. Dezember 2012 an den seinen
Rechtsbegehren fest (act. 14).
b. Am 13. März 2013 reichte der Beschwerdeführer eine Nichtanhandnahmeverfügung
des Untersuchungsamtes St. Gallen ein. Der im Patententzugsverfahren erhobene
Vorwurf, er habe einem Kontrolleur des AUE den Zutritt zum Club verwehrt bzw. sein
Personal dahingehend instruiert, werde strafrechtlich nicht weiter verfolgt und erweise
sich deshalb als haltlos (act. 17).
c. Mit Verfügung vom 13. August 2013 sistierte der Vizepräsident des
Verwaltungsgerichts das Beschwerdeverfahren bis zum Vorliegen des begründeten
Strafurteils des Kreisgerichts St. Gallen bzw. der allfälligen Berufungsschrift an das
Kantonsgericht (act. 23). Auf Antrag des Beschwerdeführers (und entgegen den
anderslautenden Anträgen der Vorinstanz und der Beschwerdegegnerin) wurde die
Sistierung bis zum Vorliegen des Berufungsurteils aufrecht erhalten (act. 28). Am
2. Oktober 2014 reichte der Beschwerdeführer das rechtskräftige Urteil des
Kantonsgerichts vom 30. Juni 2014 ein (act. 29 mit Beilagen), worauf das
Verwaltungsgericht das Verfahren weiterführte (act. 31) und die übrigen
Verfahrensbeteiligten erneut Gelegenheit erhielten, Stellung zu nehmen. Sie beantragen
nach wie vor, die Beschwerde abzuweisen (act. 32 und 35).
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Auf die Vorbringen der Verfahrensbeteiligten und die Ausführungen im angefochtenen
Entscheid wird - soweit für die Begründung wesentlich - nachfolgend weiter
eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
1.1. Die sachliche Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59bis
Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP). Der
Beschwerdeführer ist zur Ergreifung des Rechtsmittels legitimiert (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Die Beschwerde wurde rechtzeitig eingereicht und
entspricht formal und inhaltlich den gesetzlichen Anforderungen (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist
grundsätzlich einzutreten.
1.2. Der Beschwerdeführer beantragt u.a. die Aufhebung der (erstinstanzlichen)
Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 9. Februar 2012. Diese ist durch den
angefochtenen Rechtsmittelentscheid vom 26. September 2012 ersetzt worden
(«Devolutiveffekt», vgl. z.B. BGE 129 II 438 E. 1 mit Hinweisen; VerwGE B 2012/239
vom 16. April 2014 E. 1, www.gerichte.sg.ch), weshalb die selbständige Anfechtung
dieser Verfügung ausgeschlossen und auf den entsprechenden Antrag nicht
einzutreten ist. Inhaltlich gilt die Verfügung aber immerhin als mit angefochten.
2.
2.1. Gastwirtschaftspatente werden entzogen, wenn die Voraussetzungen der
Erteilung nicht mehr erfüllt sind (Art. 13 Abs. 2 Ziff. 1 des Gastwirtschaftsgesetzes,
sGS 553.1, GWG). Das Patent für einen Betrieb wird erteilt, wenn der Gesuchsteller
handlungsfähig und charakterlich geeignet ist, Gewähr für eine einwandfreie
Betriebsführung bietet und zur Nutzung des Betriebes berechtigt ist (Art. 7 Ingress und
lit. a - d GWG). Der Bewerber bietet insbesondere dann Gewähr für eine einwandfreie
Betriebsführung, wenn er Kenntnisse in der Lebensmittelhygiene und in der
Suchtprävention hat und in den letzten zwei Jahren nicht wiederholt oder in
schwerwiegender Weise Vorschriften der Gesundheits-, der Lebensmittel-, der
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Fremden-, der Wirtschaftspolizei, des Arbeitsrechts oder der
Betäubungsmittelgesetzgebung verletzt hat (vgl. Art. 8 Abs. 1 lit. a und b GWG). Zu den
Pflichten des Patentinhabers gehört es, für Ordnung im Betrieb sorgen. Dies bezweckt
u.a., dass die Nachbarschaft nicht durch übermässige Einwirkungen belästigt wird (Art.
21 Abs. 1 und Abs. 2 Ingress und lit. a GWG).
Patentpflicht und -entzug dienen insbesondere, aber nicht nur dem Schutz der Gäste.
Der Schutzbereich des Gesetzes umfasst auch andere Personen, z.B. die Nachbarn mit
Blick auf Lärmbelästigungen, oder auch die Angestellten. Entscheidend ist, ob der
Patentinhaber noch über die gesetzlich geforderten Voraussetzungen verfügt oder ob
ihm diese Eigenschaften abgesprochen werden müssen. Der Einbezug von Vorfällen,
die bis zu zwei Jahre zurückliegen, ist deshalb nicht bloss zulässig, sondern geradezu
geboten. Die Frage, ob eine Person Gewähr für eine einwandfreie Betriebsführung
bietet, lässt sich nicht aufgrund einer Momentaufnahme beurteilen, sondern erfordert
eine gesamthafte Betrachtung. Aus dem Gesetz ergibt sich, dass auch wiederholte
geringfügige Verstösse für die Verweigerung oder den Entzug des Patents genügen.
Daher ist der Entzug des Patents gesetzmässig, wenn der Inhaber Verletzungen
gesetzlicher Vorschriften begangen hat, welche einer Erteilung des Patents
entgegenstehen würden (VerwGE B 2006/122 vom 9. November 2006 E. 2.a.bb,
www.gerichte.sg.ch, mit Hinweisen). Dies bedeutet aber nicht, dass ein Patent
zwingend zu entziehen ist, wenn sich der Inhaber Verstösse im Sinne von Art. 8 Abs. 1
GWG zuschulden kommen liess. Ob der Entzug eines Patents rechtmässig erfolgt ist,
bedarf einer zusätzlichen Prüfung unter dem Aspekt der Verhältnismässigkeit (ebd., mit
Hinweis).
2.2. Die Vorinstanz legte dem Beschwerdeführer - anders als die
Beschwerdegegnerin - ausschliesslich wiederholte Überschreitungen des in seinem
Lokal maximal zulässigen Schallpegels zur Last. Im Rekursentscheid hielt sie fest, der
Patentinhaber habe allgemein für Ordnung zu sorgen. Es obliege ihm, dass im
Gastwirtschaftsbetrieb die geltende Rechtsordnung eingehalten werde. Dies jedenfalls
insoweit, als die Normen ausdrücklich und unmittelbar das Verhalten in den
gastgewerblich genutzten Räumen regeln würden.
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Der im «Q.» maximal zulässige Schallpegel von 93 dB(A) sei wiederholt nicht
eingehalten worden - am 3. März 2012 sogar trotz hängigem Patententzugsverfahren.
Bei dieser Kontrolle habe sich überdies ergeben, dass der im Lokal fest installierte
Schallpegelbegrenzer mit grosser Wahrscheinlichkeit manipuliert worden sei. So seien
bei der verdeckten Kontrollmessung deutliche Abweichungen von 10 dB(A) zwischen
den Messgeräten und den Aufzeichnungen des Schallpegelbegrenzers konstatiert
worden, ehe der clubeigene Schallpegelbegrenzer bei nunmehr nicht mehr verdeckter
Messung diverse Meldungen (wie «Sensor ungeeignet», «Eingangssignal ungenügend»
oder «CPU») angezeigt habe. In der Folge hätten die Aufzeichnungen des Geräts in
etwa mit den extern gemessenen Werten übereingestimmt. Schon bei den im Jahr
2011 durchgeführten Kontrollmessungen (23. Februar, 6. Mai, 9. Oktober, 5. und
19. November sowie 2. Dezember 2011) seien Abweichungen in ähnlichem Rahmen
festgestellt worden. Die während mehr als einem Jahr festgestellten deutlichen
Abweichungen hätten den Beschwerdeführer nicht veranlasst, die Ursachen der
Differenzen bei den Schallpegelmessungen zu ermitteln und zu beseitigen. Als
Patentinhaber sei dieser entweder nicht fähig oder in geradezu unbelehrbarer Weise
nicht gewillt, den Schutz seiner Gäste vor übermässigem Schall zu verwirklichen. Durch
die wiederholten Pflichtverletzungen biete er keine Gewähr mehr für eine einwandfreie
Betriebsführung, weshalb ihm das Gastwirtschaftspatent zu Recht entzogen worden
sei.
2.3. Der Beschwerdeführer macht geltend (act. 1, Ziff. 28 ff.), das Patent sei ihm
entzogen worden, ohne dass die behaupteten Überschreitungen des
Schallpegelgrenzwertes oder gar die Manipulationen der Anlage bewiesen seien. Nicht
belegt sei auch der Vorwurf, er sei den Differenzen zwischen den Messungen der
Beschwerdegegnerin und der clubeigenen Schallpegelaufzeichnung nicht auf den
Grund gegangen. Der Entzug beruhe auf der unbewiesenen und falschen
hypothetischen Annahme, dass die unter unkontrollierten Bedingungen
vorgenommenen Messungen der Beschwerdegegnerin und des AUE zutreffend, die
clubeigenen Aufzeichnungen des Schallpegelbegrenzers jedoch falsch seien und
dieses Gerät deshalb manipuliert worden sein müsse. Weder die Beschwerdegegnerin
noch die Vorinstanz hätten den Sachverhalt genügend abgeklärt.
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2.4. Das dem Beschwerdeführer von der Vorinstanz angelastete Fehlverhalten war
Gegenstand eines mittlerweile rechtskräftig abgeschlossenen Strafverfahrens (vgl. Bst.
B hiervor).
2.4.1. Mit den Bewilligungen zur Aufhebung der Schliessungszeit vom 28. April 2010,
29. Dezember 2010 und 30. Juni 2011 wurde der Beschwerdeführer als Patentinhaber
bzw. Geschäftsführer des «Q.s» durch eine Auflage verpflichtet, Tag und Nacht eine
Emissionsgrenze von 93 dB(A) einzuhalten.
Aus dem Strafurteil ergibt sich, dass der Beschwerdeführer diese Auflage am
9. Oktober 2011 mit einem Schallpegel von 104.9 dB(A), am 19. November 2011 mit
Werten zwischen 98 und 103 dB(A), am 3. Dezember 2011 mit einem Schallpegel von
97.6 dB(A) und am 3. März 2012 mit einem Schallpegel von 101.4 dB(A) missachtet hat
(act. 30.1, S. 16).
2.4.2. Ein Strafurteil vermag die Verwaltungsbehörden grundsätzlich nicht zu binden.
Allerdings gebietet der Grundsatz «Einheit der Rechtsordnung», widersprüchliche
Entscheide im Rahmen des Möglichen zu verhindern. Wohlgemerkt wurde das
verwaltungsgerichtliche Verfahren auf Antrag des Beschwerdeführers aus diesem
Grund über längere Zeit sistiert. Die Verwaltungsbehörde soll, um widersprechende
Entscheide zu vermeiden, nicht ohne Not von den tatsächlichen Feststellungen der
Strafbehörde abweichen (vgl. statt vieler BGE 136 II 447 E. 3.1 und 124 II 8 E. 3.d/aa,
beide mit Hinweisen).
Von den tatsächlichen Feststellungen eines Strafgerichts dürfen die
Verwaltungsbehörden bzw. deren Rechtsmittelinstanzen nur abweichen, wenn sie
aufgrund eigener Beweiserhebungen Tatsachen feststellen, die dem Strafgericht
unbekannt waren oder die es nicht beachtet hat, ferner, wenn neue
entscheidwesentliche Tatsachen vorliegen, wenn die Beweiswürdigung des
Strafgerichts feststehenden Tatsachen klar widerspricht oder wenn das Strafgericht bei
der Rechtsanwendung auf den Sachverhalt nicht alle Fragen abgeklärt hat (so z.B. BGE
137 I 363 E. 2.3.2 und 136 II 447 E. 3.1 mit Hinweisen; Wiederkehr/Richli, Praxis des
allgemeinen Verwaltungsrechts, Bd. 1, Bern 2012, Rz. 289 mit weiteren Hinweisen auf
die Rechtsprechung). Diese Grundsätze hat das Bundesgericht im Zusammenhang mit
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dem administrativen Führerausweisentzug entwickelt. Sie sind auf Sachverhalte, wie
hier einer vorliegt, jedoch sinngemäss anwendbar. Die im vorliegenden Fall
eingeschränkte Kognition des Kantonsgerichts (vgl. Art. 398 Abs. 4 StPO) tut daran
keinen Abbruch.
2.4.3. In seiner Stellungnahme, die er mit dem Urteil des Kantonsgerichts eingereicht
hat, bringt der Beschwerdeführer u.a. vor, eine wesentliche Aktennotiz sei vom
Strafgericht unbeachtet geblieben (act. 29, S. 2). Aus dieser gehe hervor, dass
Kontrollmessungen, wie sie im «Q.» durchgeführt worden seien, aufgrund des
Publikumslärms nicht aussagekräftig seien.
Der in der Aktennotiz vom 19. Februar 2013 zitierte Experte hat diese Aussage nicht
mit der vom Beschwerdeführer dargestellten Deutlichkeit getätigt. Hinsichtlich der
Messgenauigkeit der Kontrollmessgeräte hielt er fest, die Mikrophone würden auch den
Publikumslärm mitmessen, was zu Differenzen führe. Deshalb sei die Einstellung dieses
Mikrophons schwierig. Die Aufzeichnung des Pegels bringe nur etwas, wenn die
Einstellungen absolut korrekt vorgenommen worden seien (act. 30.2, Seite 1). Das
Kantonsgericht hielt in seiner Beweiswürdigung fest, die Messgeräte seien vom
Schweizerischen Eichdienst geeicht gewesen. Zwar seien die Messungen während der
Tanzveranstaltungen erfolgt. Von einer entscheidenden Beeinflussung des Schallpegels
sei indes nicht auszugehen, «zumal massive und nicht nur kurzzeitige
Überschreitungen festgestellt wurden» (act. 30.1, S. 13).
Die Ausführungen des Beschwerdeführers lassen die Beweiswürdigung des
Kantonsgerichts nicht als tatsachenwidrig erscheinen. Auch seine übrigen in der
erwähnten Stellungnahme geäusserten Einwände gegen das Strafurteil sind
unbehelflich. Was er vorbringt, erreicht die qualifizierten Voraussetzungen, unter denen
das Verwaltungsgericht von den im Strafprozess ermittelten Tatsachen abweicht, nicht.
Es folgt deshalb den Tatsachenfeststellungen des Strafgerichts. Die Rüge des
Beschwerdeführers, die ihm von der Vorinstanz zur Last gelegten Überschreitungen
des Schallpegelgrenzwerts seien nicht bewiesen, ist nicht stichhaltig.
2.4.4. In diesem Zusammenhang ist sodann auf die Rüge des Beschwerdeführers
einzugehen, die verdeckten Schallpegelmessungen durch das AUE und die
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Beschwerdegegnerin seien illegal gewesen und die Ergebnisse deshalb nicht
verwertbar (act. 1, Ziff. 33-38). Nachdem das Kantonsgericht die Vorgehensweise der
Kontrollbehörden unter strafprozessualen Gesichtspunkten als zulässig erachtet hat
(act. 30.1, S. 13 ff.), erweist sich auch dieser Einwand als unbegründet. Ob die
Bestimmungen der Schweizerischen Strafprozessordnung (SR 312.0, StPO) betreffend
geheime Überwachungsmassnahmen im vorliegenden Verwaltungsverfahren nicht -
auch nicht analog - anwendbar sind, wie die Vorinstanz festgehalten hat (E. 4.2 des
angefochtenen Entscheids), kann angesichts dessen offen bleiben.
2.5. Der Beschwerdeführer ist der Auffassung, er sei für die Überschreitungen nicht
verantwortlich. Dies trifft nicht zu. Als verantwortlicher Patentinhaber war er
verpflichtet, die zum Schutz seiner Gäste und der Nachbarn geltenden Rechtsnormen
bzw. Bewilligungsauflagen durchzusetzen. Spätestens seit dem 5. April 2011 wusste
er, dass der von den Kontrollmessgeräten ermittelte Schallpegel deutlich über den
Messwerten des clubeigenen Geräts lag. Die Beschwerdegegnerin erläuterte dem
Rechtsvertreter des Beschwerdeführers im erwähnten Schreiben, dass es bei einer
Kontrollmessung vom 23. Februar 2011 (erneut) zu Ungereimtheiten gekommen war.
Zwar wurde der maximal zulässige Wert von 93 dB(A) eingehalten. Statt den
gemessenen Durchschnittswert von 90 dB(A) zeichnete der clubinterne
Schallpegelbegrenzer jedoch einen um rund 10 dB(A) tieferen Wert auf (Akten
Stadtpolizei, Register 5).
Abweichungen wurden auch am 6. Mai 2011 festgestellt, als in Gegenwart des
Beschwerdeführers gemessen wurde. Die Differenz betrug bei einer ersten Messung 6
dB(A). Die zweite Messung führte zu einem deckungsgleichen Ergebnis von
Kontrollmessgerät und Schallpegelbegrenzer; die Aufzeichnungen dieses Geräts hatten
sich bei gleich bleibendem Schallpegel nach oben angeglichen. Auch diese Kontrolle
liess auf Unregelmässigkeiten schliessen (vgl. Messbericht des AUE ab November
2010, Akten Stadtpolizei, Register 11). Das Ergebnis hätte beim Beschwerdeführer -
entgegen seiner anderweitigen Auffassung (act. 1, Ziff. 29) - Zweifel am richtigen
Funktionieren des Schallpegelbegrenzers wecken müssen. Bis zum Entzug des
Gastwirtschaftspatents traf er jedoch keine Massnahmen.
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Im übrigen ist aktenkundig, dass es bereits früher zu Überschreitungen des zulässigen
Schallpegels (nicht aber zu deren strafrechtlichen Sanktionierung) gekommen war.
Schon in der Bewilligung zur Aufhebung zur Schliessungszeit vom 29. Dezember 2010
wurde auf eine Messung der Beschwerdegegnerin vom 26. November 2010 verwiesen,
die Abweichungen von bis zu 13 dB(A) und eine Durchschnittsbeschallung mit einem
Pegel von 98 dB(A) ergeben hatte (Akten Stadtpolizei, Register 1).
2.6. Die Vorinstanz begründete die Gesetzmässigkeit des Patententzugs mit der
Verletzung der dem Beschwerdeführer nach der Schall- und Laserverordnung (SR
841.49, SLV) obliegenden Pflicht zum Schutz der «Q.»-Gäste vor übermässigem Schall.
2.6.1. Die SLV regelt den Schutz des Publikums vor schädlichen Schalleinwirkungen
und Laserstrahlen an Veranstaltungen (Art. 1 SLV). Dazu legt sie einen absoluten
Schallpegelgrenzwert von 100 dB(A) fest (Art. 7 Abs. 1 lit. a SLV). Dieser wurde, wie der
Beschwerdeführer zu Recht einwendet (act. 1, Ziff. 6), nur am 9. Oktober 2011 und
3. März 2012 nicht eingehalten, als die gemittelten Messwerte über 100 dB(A) lagen.
2.6.2. Bei allen anderen Kontrollen lag der Schallpegel zwar unter 100 dB(A), jedoch
fast ausnahmslos über den bewilligten 93 dB(A). Die entsprechende Auflage in den
Bewilligungen zur Aufhebung der Schliessungszeit wurde direkt gestützt auf das USG
erlassen und ergibt sich nicht, wie die Vorinstanz offenbar erwog, aus der SLV. Die
verfügte Obergrenze bezweckt nicht den Schutz der Gäste vor übermässigem Schall,
die Massnahme hat vielmehr den Schutz der Nachbarn vor übermässigen Immissionen
im Auge. Da auch dieses Rechtsgut vom Schutzbereich des GWG erfasst wird (vgl.
E. 2.1 hiervor), wiegt das Fehlverhalten des Beschwerdeführers nicht minder schwer.
Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung zu Recht ausgeführt hat, sind auch die
Überschreitungen des rechtskräftig verfügten Maximalschallpegels von 93 dB(A)
gewerbepolizeilich relevant (act. 9, S. 2). Eine nicht einwandfreie Betriebsführung im
Sinn von Art. 7 lit. c GWG liegt auch vor, wenn die Auflagen einer
gastgewerberechtlichen Bewilligung nicht eingehalten werden, und nicht erst, wenn
darüber hinaus gesetzliche Lärmgrenzwerte überschritten werden. Das konsequente
Ignorieren des für sein Lokal rechtskräftig verfügten Schallpegelgrenzwerts ist ein
wiederholter Verstoss gegen die Pflicht des Gastwirts, die Rechtsordnung zu beachten,
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und wiegt in gewerbepolizeilicher Hinsicht schwer. Die Vorinstanz hat die
Gesetzmässigkeit des Patententzugs zu Recht bejaht.
2.7. Im übrigen haben sich im Strafverfahren weitere der von der
Beschwerdegegnerin in der Patententzugsverfügung erhobenen Vorwürfe als
zutreffend erwiesen. Weil am 24. November 2011 um 00:20 Uhr nur drei statt der durch
Verfügung vom 30. Juni 2011 auferlegten vier Sicherheitsangestellten anwesend waren,
bestätigte das Kantonsgericht den Schuldspruch des Kreisgerichts St. Gallen wegen
Ungehorsams gegen amtliche Verfügungen (act. 30.1, E. III/2). Gegen die gleiche
Strafnorm hat der Beschwerdeführer verstossen, weil er die Aufzeichnungen des
Schallpegelbegrenzers der Monate Juni, Juli und August 2011 entgegen der
gleichenorts rechtskräftig verfügten Auflage dem AUE nicht hat zukommen lassen
(act. 30.1, E. III/1). Seine auch in subjektiver Hinsicht gegebene Verantwortlichkeit
ergibt sich aus der überzeugenden Darstellung des Kantonsgerichts (ebd.).
Auf die anderen von der Beschwerdegegnerin angeführten Vorfälle ist im
Beschwerdeverfahren nicht weiter einzugehen, da sie einerseits für die Abweisung des
Rekurses offenbar nicht wesentlich waren und andererseits nichts zur Entlastung des
Beschwerdeführers beitragen. Auf die Abnahme der in Ziff. 18 - 21 der
Beschwerdeschrift (act. 1) offerierten Beweise ist zu verzichten.
2.8. Zusammenfassend erweist sich der von der Vorinstanz bestätigte Schluss der
Beschwerdegegnerin, der Beschwerdeführer biete keine Gewähr für eine einwandfreie
Betriebsführung, als zutreffend. Als Patentinhaber hat er wiederholt gegen nach Art. 8
Abs. 1 lit. b GWG massgebliche Gesetzesbestimmungen verstossen.
3. Der Entzug eines gastwirtschaftlichen Patents berührt den Betroffenen in
seiner durch Art. 27 der Bundesverfassung der Schweizerischen Eidgenossenschaft
(SR 101, BV) garantierten Wirtschaftsfreiheit, weshalb die Massnahme auf einer
gesetzlichen Grundlage beruhen, im öffentlichen Interesse liegen und verhältnismässig
sein muss (vgl. Art. 36 Abs. 1-3 BV). Die Bestimmungen des GWG über den
Patententzug bieten eine hinreichend bestimmte gesetzliche Grundlage. Das öffentliche
Interesse ergibt sich aus dem polizeilichen Zweck der Gastwirtschaftgesetzgebung (zu
beidem vgl. E. 2.1. hiervor). Beides ist unbestritten.
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3.1. Umstritten ist jedoch die Verhältnismässigkeit des Patententzugs. Der
Beschwerdeführer macht geltend, die Massnahme sei nicht geeignet, um die
Einhaltung des maximal zulässigen Schallpegels zu gewährleisten (act. 1, Ziff. 41).
Nicht er, sondern der Tontechniker und die DJ's würden die Musikanlage bedienen.
Seinem Nachfolger F.M. habe die Beschwerdegegnerin überdies noch strengere
Auflagen mit Bezug auf die Einhaltung des Schallpegelgrenzwerts gemacht. So sei die
Installation eines zweiten Schallpegelmessgeräts angeordnet worden, das eine
Fernablesemöglichkeit biete. Nicht einmal die Beschwerdegegnerin habe damit die
Eignung des Patententzugs bejaht, weil sonst ja nicht noch weitere Massnahmen
hätten verfügt werden müssen. Die Installation eines zweiten Geräts stelle im Vergleich
zum Patententzug zudem eine mildere Massnahme dar, weshalb auch die
Erforderlichkeit des Entzugs nicht gegeben sei. Schliesslich macht der
Beschwerdeführer geltend, die Verfügung bzw. der angefochtene Entscheid treffe ihn
in unzumutbarer Art und Weise. Sie verbiete ihm die Ausübung seines Berufs in der
Stadt St. Gallen teilweise und greife damit schwer in seine Wirtschaftsfreiheit ein.
Einem untauglichen Mittel, mit dem die Einhaltung der Lärmgrenzwerte gar nicht
sichergestellt werden könne, sei das Eingriffsinteresse abzusprechen, so der
Beschwerdeführer sinngemäss (vgl. act. 1, Ziff. 43).
3.2. Die Verwaltungsmassnahme muss geeignet sein, das im öffentlichen Interesse
liegende Ziel zu erreichen. Ungeeignet ist sie, wenn sie keinerlei Wirkung im Hinblick
auf den angestrebten Zweck entfaltet oder die Erreichung dieses Zwecks sogar
erschwert oder verhindert (Häfelin/Müller/Uhlmann, Allgemeines Verwaltungsrecht,
6. Aufl., Zürich/St. Gallen 2010, Rz. 581 ff. mit Hinweisen). Wenn der Beschwerdeführer
dem Patententzug die Eignung zur Einhaltung der damit verfolgten Interessen
abspricht, weil er letztlich für den Musikbetrieb nicht verantwortlich sei, verkennt er,
dass er sich das Verhalten seiner Hilfspersonen anrechnen lassen muss. Er ist für die
Einhaltung der Vorschriften des GWG durch Personen, die im Betrieb mitwirken oder
bewilligungsfrei Veranstaltungen durchführen, verantwortlich (Art. 20 Abs. 3 GWG). Als
Patentinhaber ist er Zustandsstörer und darf ins Recht gefasst werden. Daran würde
sich selbst dann nichts ändern, wenn nicht er, sondern ein Dritter für Verstösse
strafrechtlich sanktioniert worden wäre (vgl. GVP 1998 Nr. 79). Im vorliegenden Fall
deckt sich die verwaltungsrechtliche Beurteilung indessen mit derjenigen des
Strafrichters, weshalb das Vorbringen des Beschwerdeführers, nicht verantwortlich zu
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sein, ins Leere geht. Der Patententzug ist zweifellos geeignet, ihn von weiteren
Verstössen gegen die gastwirtschaftlichen Pflichten abzuhalten.
3.3. Die Massnahme muss im Hinblick auf das im öffentlichen Interesse liegende
Ziel erforderlich sein. Sie hat zu unterbleiben, wenn eine gleich geeignete, aber mildere
Massnahme für den angestrebten Erfolg ausreichen würde (Häfelin/Müller/Uhlmann,
a.a.O., Rz. 591 mit vielen Hinweisen). Nach Ansicht des Beschwerdeführers wäre die
Auflage, einen weiteren Schallpegelbegrenzer zu installieren, ausreichend gewesen,
weshalb der Entzug des Gastwirtschaftspatents nicht erforderlich sei. Er verkennt, dass
nicht automatisch Gewähr für eine einwandfreie Betriebsführung bietet, wer die
massgeblichen Schallgrenzen beachtet. Der Beschwerdeführer hat das «Q.» während
etwas mehr als zwei Jahren als Patentinhaber geführt. Die während dieser Zeit
begangenen Verstösse sind aktenkundig und wiegen so schwer, dass sich nur der
Patententzug als geeignetes Mittel erweist. Während der massgeblichen, zweijährigen
Beurteilungsperiode war er nicht gewillt bzw. fähig, die ihm obliegenden Pflichten
wahrzunehmen. Wie die Vorinstanz zu Recht ausgeführt hat (E. 5.2 des angefochtenen
Entscheids), ist es unter diesen Umständen zwecklos, dem Beschwerdeführer das
Weiterführen des «Q.» unter gleich geeigneten, aber milderen Massnahmen zu
gestatten. Mit Blick auf Dauer sowie Art und Schwere der Verstösse bzw. auf die darin
zum Ausdruck kommende Renitenz des Beschwerdeführers erzielt nur der
Patententzug die gewünschte Einhaltung der (Rechts-) Ordnung.
3.4. Die Verhältnismässigkeit einer Massnahme im engeren Sinn bleibt gewahrt,
wenn zwischen dem angestrebten Ziel und dem Eingriff, den sie für den Privaten
bewirkt, ein vernünftiges Verhältnis besteht. Mit anderen Worten muss der Eingriff für
den Betroffenen zumutbar sein. Das öffentliche Interesse an der Massnahme ist
wertend zu vergleichen mit den beeinträchtigten privaten Interessen (vgl. z.B. Häfelin/
Müller/Uhlmann, a.a.O., Rz. 613 ff. mit Hinweisen). Das öffentliche Interesse am Schutz
des Publikums und der Nachbarschaft ergibt sich aus der Gastwirtschafts- und der
Umweltschutzgesetzgebung. Die gegenüberstehenden privaten Interessen des
Beschwerdeführers sind ausschliesslich wirtschaftliche. Durch den Patententzug
verliert er die seit November 2011 ohnehin nicht mehr bestehende Erwerbsmöglichkeit
als Gastwirt definitiv. Aus den Akten ergibt sich, dass er längst in anderer Funktion für
die T. GmbH tätig ist. Der Verlust des Patents trifft ihn demnach nicht allzu schwer. Das
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Gewicht des verfolgten öffentlichen Interesses ergibt sich aus den festgestellten
Verstössen und daraus, dass der Beschwerdeführer deswegen auch strafrechtlich
belangt werden musste. Eingriffszweck und -wirkung liegen in einem vernünftigen
Verhältnis. Hieran würde sich konkret auch nichts ändern, wenn der Beschwerdeführer
aufgrund des Patententzugs nicht mehr im gastwirtschaftlichen Bereich tätig wäre.
Der Patententzug ist aufgrund der wiederholten Verstösse und der darin zum Ausdruck
kommenden Unbelehrbarkeit und Unbekümmertheit im Hinblick auf den Publikums-
und Nachbarschaftsschutz gerechtfertigt und erweist sich als verhältnismässig. Die
Beschwerde ist abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.
4. (...).