# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 504bc6dd-e566-4211-a6f0-1b3b7ad74ace
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1960, arbeitete seit dem 20. Mai 1999 beim
Spital Z._
als Mitarbeiterin Hotellerie
zu einem Pensum von 50 % (Urk. 7/15).
Wegen eines seit Jahren bestehenden Nierenleidens meldete sie sich am 4. Oktober 2013 (Posteingang) bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug an (Urk. 7/8). Die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, nahm d
ie
von der BVK Personalvorsorge des Kantons Zürich in Auftrag gegebene
n
vertrauensärztlichen
Gutachten von Dr. med. A._
, Fachärztin FMH für Innere Medizin, vom 4. September 2013
(Urk. 7/12) und vom 28. April 2014 (Urk. 7/18)
zu den
Akten
. Ausserdem holte sie den Arbeitgeberbericht des Spitals
Z._
vom
30. Oktober 2013 (Urk. 7/15)
sowie d
ie
Arztbericht
e
von Dr.
med.
B._
,
Innere Medizin und Nephrologie FMH
, vom 17. Oktober 2013 (Urk. 7/14)
und vom 13. Mai 2014 (Urk. 7/20)
ein.
Am 27. November 2013 teilte die IV-Stelle der Ver
sicherten mit, dass aufgrund ihres Gesund
heitszustan
des zurzeit keine beruf
lichen Eingliederungsmassnahmen möglich seien (Urk. 7/16).
Am 27. August 2014 nahm die IV-Stelle eine Abklärung im Haushalt der Versicherten vor (vgl. Abklärungsbericht vom 9. Oktober 2014, Urk. 7/29). In der Folge holte sie den weiteren Arztbericht von Dr.
B._
vom 15. Novem
ber 2014 ein (Urk. 7/31). Mit Vorbescheid vom 4. Dezember 2014 stellte die
IV-Stelle
X._
die Abweisung des
Leistungsbegehrens in Aussicht
(Urk. 7/34). Gegen diesen Vorbescheid erhob
X._
durch die AXA-ARAG Rechtsschutz AG am 19. Januar 2015 Einwand (Urk. 7/38).
Die
Abklärungsper
son
der IV-Stelle nahm zu den gegen den Abklärungsbericht Haushalt
vom 9. Oktober 2014
erhobenen Einwendungen am 18. Februar 2015 Stellung (Urk. 7/39/3-4). Mit Verfügung vom 19. Februar 2015 wies die IV-Stelle das
Leis
tungsbegehren
ab, da der Invaliditätsgrad lediglich 32 % (Anwendung der gemischten Methode; Erwerbsbereich: Anteil 55 %, Einschränkung 55 %; Haus
halt: Anteil 45 %, Einschränkung: 4%) betrage und somit
kein Rentenanspruch bestehe
(Urk. 2).
2.
Gegen diese Verfügung erhob
X._
durch die AXA-ARAG Rechtsschutz AG am 20. März 2015 Beschwerde mit folgenden Anträgen (Urk. 1 S. 2):
„1.
Es sei die Verfügung der Beschwerdegegnerin vom 19. Februar 2015 aufzuhe
ben.
2.
Es sei der Beschwerdeführerin mindestens eine halbe Rente gestützt auf einen Invaliditätsgrad von mindestens 50 % zuzusprechen.
3.
Eventualiter sei die Sache an die Beschwerdegegnerin zurü
ckzuweisen, damit
diese weitere
Abklärungen zum medizinischen Sachverhalt und zur
Frage der Einschränkung im Haushalt vorzunehmen sowie ein
poly
diszipli
näres
Gutachten einzuholen habe.
4.
Es sei ein zweiter Schriftenwechsel einzuholen.“
Die Beschwerdegegnerin ersuchte am 6. Mai 2015 (Urk. 6) um Abweisung der Beschwerde, was der Beschwerdeführerin am 11. Mai 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Akten wird, soweit erfor
derlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts [
ATSG
]
).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [
IVG
]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Anspruch auf eine Rente haben gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG Versicherte, die:
a.
ihre Erwerbsfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betäti
gen, nicht durch zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b.
während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindes
tens 40 % arbeitsunfähig (Art. 6 ATSG) gewesen sind; und
c.
nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 % invalid (Art. 8 ATSG) sind.
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
Bei Versicherten, die nur zum Teil erwerbstätig sind oder die unentgeltlich im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin mitarbeiten, wird für diesen Teil die Invalidität nach Art. 16 ATSG festgelegt. Waren sie daneben auch im Aufga
benbereich tätig, so wird die Invalidität für diese Tätigkeit nach Art. 28a Abs. 2 IVG festgelegt. In diesem Fall sind der Anteil der Erwerbstätigkeit oder der unent
geltlichen Mitarbeit im Betrieb des Ehegatten oder der Ehegattin und der Anteil der Tätigkeit im Aufgabenbereich festzulegen und der Invaliditätsgrad entsprechend der Behinderung in beiden Bereichen zu bemessen (Art. 28a Abs. 3 IVG; gemischte Methode der Invaliditätsbemessung).
Nach der Gerichts- und Verwaltungspraxis wird zunächst der Anteil der Erwerbs
tätigkeit und derjenige der Tätigkeit im Aufgabenbereich (so unter anderem im Haushalt) ermittelt; die Frage, in welchem Ausmass die versicherte Person ohne gesundheitliche Beeinträchtigung erwerbstätig wäre, beurteilt sich mit Rücksicht auf die gesamten Umstände, so die persönlichen, familiären, sozi
alen und erwerblichen Verhältnisse. Im Rahmen der gemischten Methode bestimmt sich die Invalidität dadurch, dass im Erwerbsbereich ein Einkommens- und im Aufgabenbereich ein Betätigungsvergleich vorgenommen wird, wobei sich die Gesamtinvalidität aus der Addierung der in beiden Bereichen ermittel
ten und gewichteten
Teilinvaliditäten
ergibt (BGE 130 V 393 E. 3.3 mit Hin
weisen; vgl. BGE 134 V 9).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden kön
nen (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Die von einer qualifizierten Person durchgeführte Abklärung vor Ort (nach Mass
gabe des Art. 69 Abs. 2
der Verordnung über die Invalidenversicherung [
IVV
]
; vgl. auch
Rz
. 3084 ff. des Kreisschreibens des BSV über Invalidität und
Hilflosigkeit in der Invalidenversicherung [KSIH]) stellt für gewöhnlich die geeignete und genügende Vorkehr zur Bestimmung der gesundheitlichen Ein
schränkung im Haushalt dar (Urteil
des Bundesgerichts
9C_201/2011 vom 5. September 2011 E. 2, in: SVR 2012 IV Nr. 19 S. 86). Einer ärztlichen
Fach
person
, die sich zu den einzelnen Positionen der Haushaltführung unter dem Gesichtswinkel der Zumutbarkeit zu äussern hat, bedarf es nur in Ausnahme
fällen, namentlich bei unglaubwürdigen Angaben der versicherten Person, die im Widerspruch zu den ärztlichen Befunden stehen (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Für den Beweiswert eines Berichtes über die Abklärung im Haushalt einer versi
cherten Person sind – analog zur Rechtsprechung betreffend die Beweiskraft von Arztberichten (BGE 125 V 351 E. 3a mit Hinweis) – verschiedene Faktoren zu berücksichtigen: Es ist wesentlich, dass der Bericht von einer qualifizierten Person verfasst wird, die Kenntnis von den örtlichen und räumlichen Verhält
nissen sowie den aus den medizinischen Diagnosen sich ergebenden Beein
trächtigungen und Behinderungen hat. Weiter sind die Angaben der versicher
ten Person zu berücksichtigen, wobei divergierende Meinungen der Beteiligten im Bericht aufzuzeigen sind. Der Berichtstext schliesslich muss plausibel begründet und angemessen detailliert bezüglich der einzelnen Einschränkungen sein und in Übereinstimmung mit den an Ort und Stelle erhobenen Angaben stehen. Trifft all dies zu, ist der Abklärungsbericht voll beweiskräftig (AHI 2003 S. 218 E. 2.3.2 [in BGE 129 V 67 nicht veröffentlichte Erwägung]; Urteil des Bundesgerichts I 733/03 vom 6. April 2004 E. 5.1.2; vgl. auch BGE 130 V 61
E.
6.2 und 128 V 93 E. 4 betreffend Abklärungsberichte im Zusammenhang mit der Hauspflege und Hilflosigkeit). Diese Beweiswürdigungskriterien sind nicht nur für die im Abklärungsbericht enthaltenen Angaben zu Art und Umfang der Behinderung im Haushalt massgebend, sondern gelten analog für jenen Teil eines Abklärungsberichts, der den mutmasslichen Umfang der erwerblichen Tätigkeit von teilerwerbstätigen Versicherten mit häuslichem Aufgabenbereich im Gesundheitsfall betrifft (Urteil des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1 mit weiteren Hinweisen
).
Der Abklärungsbericht ist seiner Natur nach in erster Linie auf die Ermittlung des Ausmasses physisch bedingter Beeinträchtigungen zugeschnitten, weshalb seine grundsätzliche Massgeblichkeit unter Umständen Einschränkungen erfah
ren kann, wenn die versicherte Person an psychischen Beschwerden leidet. Grundsätzlich jedoch stellt er auch dann eine beweistaugliche Grundlage dar, wenn es um die Bemessung einer psychisch bedingten Invalidität geht, das heisst wenn die Beurteilung psychischer Erkrankungen im Vordergrund steht
(AHI 2004 S. 137 E. 5.3). Widersprechen sich die Ergebnisse der Abklärung vor Ort und die fachmedizinischen Feststellungen zur Fähigkeit der versicherten Person, ihre gewohnten Aufgaben zu erfüllen, ist aber in der Regel den ärztli
chen Stellungnahmen mehr Gewicht einzuräumen als dem Bericht über die Haushaltsabklärung, weil es der Abklärungsperson regelmässig nur beschränkt möglich ist, das Ausmass des psychischen Leidens und der damit verbundenen Einschränkungen zu erkennen (Urteile des Bundesgerichts
8C_817/2013 vom 28. Mai 2014 E. 5.1,
9C_986/2009 vom 11. November 2010 E. 7.2 und 9C_631/2009 vom 2. Dezember 2009 E. 5.1.2, je mit Hinweisen).
1.6
Die Arbeitsunfähigkeit im Sinne von Art. 28 Abs. 1
lit
. b IVG (bis 31. Dezember 2007: Art. 29 Abs. 1
lit
. b IVG) entspricht der Einbusse an funktionellem Leis
tungsvermögen im bisherigen Beruf oder Aufgabenbereich (Art. 6 ATSG; BGE 105 V 156 E. 2a). Bei der Bemessung der Invalidität von im Haushalt tätigen Versicherten ist die Schadenminderungspflicht von erheblicher Relevanz. Nach der Rechtsprechung ist dabei vom Grundsatz auszugehen, dass einem
Leis
tungsansprecher
im Rahmen der Schadenminderungspflicht Massnahmen zuzumuten sind, die ein vernünftiger Mensch in der gleichen Lage ergreifen würde, wenn er keinerlei Entschädigung zu erwarten hätte. Für die im Haushalt tätigen Versicherten bedeutet dies, dass sie Verhaltensweisen zu entwickeln haben, welche die Auswirkungen der Behinderung im hauswirtschaftlichen Bereich reduzieren und ihnen eine möglichst vollständige und unabhängige Erledigung der Haushaltarbeiten ermöglichen. Kann die versicherte Person wegen ihrer Behinderung gewisse Haushaltarbeiten nur noch mühsam und mit viel höherem Zeitaufwand erledigen, so muss sie in erster Linie ihre Arbeit ein
teilen und in üblichem Umfang die Mithilfe von Familienangehörigen in Anspruch nehmen. Ein invaliditätsbedingter Ausfall darf bei im Haushalt täti
gen Personen nur insoweit angenommen werden, als die Aufgaben, welche nicht mehr erfüllt werden können, durch Drittpersonen gegen
Entlöhnung
oder durch Angehörige verrichtet werden, denen dadurch nachgewiesenermassen eine Erwerbseinbusse oder doch eine unverhältnismässige Belastung entsteht. Die im Rahmen der Invaliditätsbemessung bei einer Hausfrau zu berücksichti
gende Mithilfe von Familienangehörigen geht daher weiter als die ohne Gesundheitsschädigung üblicherweise zu erwartende Unterstützung. Geht es um die Mitarbeit von Familienangehörigen, ist danach zu fragen, wie sich eine ver
nünftige Familiengemeinschaft einrichten würde, wenn keine Versicherungs
leistungen zu erwarten wären. Dabei darf nach der Rechtsprechung unter dem Titel der Schadenminderungspflicht nicht etwa die Bewältigung der
Haushalttä
tigkeit
in einzelnen Funktionen oder insgesamt auf die übrigen Familienmit
glieder überwälzt werden mit der Folge, dass gleichsam bei jeder festgestellten Einschränkung danach gefragt werden müsste, ob sich ein Familienmitglied fin
den lässt, das allenfalls für eine ersatzweise Ausführung der entsprechenden Teilfunktion in Frage kommt. Schliesslich vermag die Tatsache, dass sich die der Rechtsprechung zugrunde liegenden, in Art. 159 Abs. 2 und 3 ZGB zwischen den Ehegatten und in Art. 272 ZGB zwischen Eltern und Kindern statuierten Beistandspflichten nicht unmittelbar durchsetzen lassen (d.h. weder klagbar noch vollstreckbar sind), sondern nur freiwillig erfüllt werden können (
Honsell
/Vogt/Geiser [Hrsg.], Basler Kommentar, 3. Aufl., Basel 2006, N. 9 zu Art. 272 ZGB;
Bräm
/
Hasenböhler
, Zürcher Kommentar, 3. Aufl., Zürich 1998,
N.
168 zu Art. 159 ZGB), an der Schadenminderungspflicht der im Haushalt beschäftigten Versicherten nichts zu ändern. Denn wie auch im Erwerbsbereich darauf abzustellen ist, ob die verbleibende Erwerbsfähigkeit auf einem ausgegli
chenen Arbeitsmarkt grundsätzlich verwertbar ist, unabhängig davon, ob eine solche Anstellung rechtlich durchsetzbar ist, ist auch in Bezug auf den
Haus
haltbereich
davon auszugehen, was in der sozialen Realität üblich und zumut
bar ist, unabhängig davon, ob eine Mithilfe rechtlich durchsetzbar ist (BGE 133 V 504 E. 4.2 mit Hinweisen; Urteil des Bundesgerichts 8C_729/2009 vom
30.
November 2009 E. 4.1-3).
2.
2.1
2.1.1
Gemäss dem Gutachten von Dr.
A._
vom 4. September 2013 (Urk. 7/12) bestehen bei der Beschwerdeführerin eine (1.)
membrano
-prolifera
tive
Glomerulonephritis
Typ 1 mit rezidivierendem
nephrotischem
Syndrom, dialysepflichtig sei
t
5. November 2012, ein (2.) sekundärer
Hyperparathyreoi
dismus
, eine (3.) renale Anämie, eine (4.) Adipositas, eine (5.) Hypercholester
i
nämie, ein (6.) Status nach Gichtarthritis rechtes
Grosszehen
grundgelenk
am 15. Dezember 2012, eine (7.) Nebennierenrindeninsuffizienz, eine (8.) chronische Hepatitis B sowie eine (9.)
Sigmadivertikulose
.
Die Beschwerdeführerin sei seit 1996 nierenkrank. Die Ursache der Erkrankung sei eine Nierenentzündung gewesen, welche immer wieder zu Rückfällen geführt habe. Bis am 5. November 2012 habe die Krankheit mit Cortison und den üblichen Medikamenten behan
delt werden können, seither werde drei Mal pro Woche eine Dialyse durchge
führt. Als
F
olgen
der Nierenerkrankung und der Dialyse
leide die Beschwerde
führerin an erhöhten Cholesterin- und Harnsäurewerten und sie habe deshalb am 15. Dezember 2012 einen Gichtanfall erlitten. Durch die jahrelange
Corti
sontherapie
habe sich eine Unterfunktion der Nebennierenrinde entwickelt. Die Beschwerdeführerin
klage
über Müdigkeit und Erschöpfung nach der Dialyse. Es werde deshalb geplant, dass sie morgens arbeiten gehen und die Dialyse am Nachmittag erhalten werde. Von ihrer körperlichen Verfassung und ihrer
Mus
kelstruktur
her
sollte eine 25%ige Arbeitsfähigkeit, verteilt auf 5 Tage, möglich sein. Die Beschwerdeführerin habe den Wunsch, zu arbeiten und die Prognose sei
gemäss behandelndem Arzt
insbesondere im Hinblick auf die geplante Transplantation
bei Erhaltung einer Restarbe
itsfähigkeit günstiger. Aktuell
könne die Arbeitsfähigkeit der Beschwerdeführerin als Mitarbeiterin in der Hotellerie des Spitals
Z._
damit auf 25 % festgelegt werden.
Sie
könne wäh
rend 10 Stunden pro Woche, verteilt auf fünf Tage, leichte
Reinigungs
arbeiten
erledigen. Das Heben schwerer Gewichte über 5 kg sei zu vermeiden und ebenso sei die Bedienung schwerer Maschinen nicht möglich. Es werde eine Nachun
tersuchung nach sechs Monaten empfohlen.
2.1.2
Gemäss dem Gutachten von Dr.
A._
vom 28. April 2014 (Urk. 7/18) hat sich das Befinden der Beschwerdeführerin seit der letzten Begutachtung nicht verändert. Sie arbeite zu einem Pensum von 25 % in ihrer angestammten Tätigkeit, d.h. sie arbeite an zwei halben Tagen
während
4 Stunden. Dies ent
spreche ihrer aktuellen Arbeitsfähigkeit. Eine Steigerung sei bis zu einer Trans
plantation nicht zu erwarten. Mehr als 10 Wochenstunden könne die Beschwer
deführerin nicht leisten. Der berufliche Wiedereinstieg sei im Rahmen der Mög
lichkeiten erfolgt. Es sei sehr wichtig, den Arbeitsplatz der Beschwerdeführerin zu erhal
ten, da sich so die Prognose verbessere. Medizinisch sei die Beschwer
deführerin bestens betreut. Es gebe keine
medizinalfremden
Gründe, welche die Arbeitsfähigkeit erschweren würden.
2.2
2.2.1
Laut dem Arztbericht von Dr.
B._
vom 17. Oktober 2013 (Urk. 7/14) beste
hen bei der Beschwerdeführerin mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine
membrano
-proliferative
Glomerulonephritis
, eine dialysebedürftige
N
ierenin
suffizienz
, eine renale Anämie und eine arterielle Hypertonie sowie ohne Aus
wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine Gicht. Die Beschwerde
führerin könne nicht länger als 3 Stunden am Stück arbeiten. Die bisherige Tätigkeit sei ihr noch 2 bis 3 Mal pro Woche halbtags zumutbar. Körperlich sei sie nur noch leicht belastbar. Eine Besserung könne allenfalls nur mit einer Transplantation erzielt werden. In diesem Umfang sei die Beschwerdeführerin seit Oktober 2013 arbeitsfähig. In der Zeit von Dezember 2012 bis Oktober 2013 sei die Ein
schränkung grösser gewesen.
2.2.2
Diese Einschätzung bestätigte Dr.
B._
i
n den
Bericht
en
vom 13. Mai
2014 (Urk. 7/20) und vom 15. November 2014 (Urk. 7/31). Der Verlauf sei stabil, es werde weiterhin drei Mal pro Woche eine Dialyse durchgeführt. Bis zur Durch
führung einer Transplantation könne nicht mit einer Besserung gerechnet wer
den.
2.3
2.3.1
Gemäss dem Abklärungsbericht Haushalt der Beschwerdegegnerin vom 9. Oktober 2014
(Urk. 7/29) hätte die Beschwerdeführerin bei guter Gesundheit weiterhin ihr ursprüngliches Arbeitspensum von 50 % beim
Spital Z._
in der Reinigung beibehalten. Daneben
würde
sie die Reinigungsarbeiten in einem
Pri
vathaushalt
weiterführen
, so dass sie
nach wie vor
insgesamt auf ein
Arbeits
pensum
von rund 55 % kommen
würde
. Die restliche Zeit wäre sie im Haushalt tätig. Die Beschwerdeführerin habe zwar den Wunsch geäussert, dass sie mehr hätte arbeiten wollen, die realistischen Chancen auf einen Ausbau der Erwerbs
tätigkeit seien aber klein gewesen und die Beschwerdeführerin habe vor Eintritt des Gesundheitsschadens auch keine Stellenbemühungen durchgeführt, obwohl ihr Ehemann bereits seit 2006 nicht mehr erwerbstätig sei und
Invaliden
leistun
gen
der 1. und 2. Säule beziehe. Das Ehepaar sei damit schon seit längerer Zeit auf ein höheres Einkommen angewiesen, weshalb die Qualifikation gestützt auf die bisherige Erwerbsbiografie und die aktuelle Familiensituation vorzunehmen sei.
Der Beschwerdeführerin könne im Rahmen der Mitwirkungs- und
Schaden
minderungspflicht
zugemutet werden, die anfallenden Arbeiten im Haushalt in Etappe
n
verteilt auf mehrere Tage auszuführen. Zudem könne dem Ehemann zugemutet werden, die Beschwerdeführerin bei schweren körperlichen Arbeiten zu entlasten. Ausserdem lebten der Sohn und die Schwiegertochter im gemein
samen Haushalt. Der Ehemann habe angegeben, es
sei
kulturell durchaus üblich, dass sich die Schwiegertochter mehrheitlic
h um den Haushalt kümmere. Dies
wäre auch bei guter Gesundheit der Beschwerdeführerin der Fall.
Der Bereich Haushaltführung sei mit 3 % zu gewichten und die Beschwerdeführerin erleide hier keine Einschränkung. Sie weise keine kognitiven Beeinträch
tigungen auf und vermöge planerische und organisatorische Angelegenheiten weiterhin durchzuführen. Auch i
m Bereich Ernährung, welcher mit 50 % zu gewichten sei, bestehe keine Einschränkung. Der Grossteil der Arbeiten erfolge durch die Schwiegertochter, was der Arbeitsaufteilung vor Eintritt des
Gesund
heitsscha
dens
entspreche. Der Beschwerdeführerin selber wären die Arbeiten in diesem Bereich weiterhin vollumfänglich möglich, sie benötige einfach etwas mehr Zeit und Erholung. Im mit 20 % zu gewichtenden Bereich
Wohnungs
pflege
bestehe ebenfalls keine Einschränkung. Diese Arbeiten seien bereits vor Eintritt des
Gesundheits
schadens
zwischen der Beschwerdeführerin und der Schwieger
tochter aufgeteilt worden. Die leichten Reinigungsarbeiten könne die Beschwer
deführerin weiterhin selber täglich vornehmen. Im Übrigen sei es dem Ehemann, dem Sohn und der Schwiegertochter zumutbar, die Beschwerde
führerin entspre
chend zu entlasten. Der Bereich Einkauf und weitere Besorgungen
sei
mit
7 % zu gewichten. Hier bestehe keine Einschränkung. Die Grosseinkäufe erledige die Beschwerdeführerin zusammen mit dem Ehemann, wozu man das Auto benutze. Diese Mithilfe des Ehemannes sei in der heutigen Zeit durchaus üblich. Kleinere Einkäufe könne die Beschwerdeführerin sodann mit einem Einkaufswagen täti
gen. Im mit 20 % zu gewichtenden Bereich Wäsche und Kleiderpflege vermöge
die
Beschwerdeführerin dank guter Einteilung und Organisation einen Grossteil der Arbeiten weiterhin durchzu
führen. Die Sortierung der Wäsche und die Befüllung der Maschine seien ihr weiterhin möglich. Ebenso könne sie die Wäsche zum Trocknen aufhängen. Einzig bei den
Bügelarbeiten sei sie deutlich
reduziert. Während sie früher alles gebügelt habe, könne sie heute nur noch das Nötigste bügeln. Dafür könne eine Einschränkung von 20 % angerechnet wer
den.
In den Bereichen Betreuung von Kindern und anderen Familienangehöri
gen sowie Verschiedenes würden von der Beschwerdeführerin keine regelmässi
gen Aufgaben über
nommen. Es könne deshalb weder eine Gewichtung noch eine Einschränkung berücksichtigt werden. Insgesamt erleide die Beschwerde
führerin damit im Haushalt eine gesundheitsbedingte Einschränkung von 4 %.
2.3.2
In ihrer ergänzenden Stellungnahme vom 18. Februar 2015 (Urk. 7/39/3-4) führte die Abklärungsperson der Beschwerdegegnerin aus, bei der Abklärung vor Ort sei die berufliche und soziale Situation der Beschwerdeführerin detail
liert besprochen und schriftlich festgehalten worden.
Bei der Beschwerde
führe
rin sei auch zu berücksichtigen, dass sie in einer relativ kleinen 4
Zimmer
woh
nung lebe und weder betreuungsbedürftige Kinder, Haustiere noch einen Garten habe. Kritisch betrachtet müsse festgehalten werden, dass die Beschwerdeführe
rin dafür kaum ei
nen einem 45%igen Arbeitspensum
ent
sprechenden Zeitauf
wand betreiben müsse, welcher mithin 18,9 Stunden pro Woche (45 % von
42
Stunden) betrage. Angesichts der Tatsache, dass die Beschwerdeführerin mit Eh
e
mann, Sohn und Schwiegertochter im gleichen Haushalt lebe, müsse die Mitwirkungs- und Schadenminderungspflicht auch entsprechend hoch ausfal
len.
Es sei sodann auch auf die aktuelle Situation
abzustellen
, wogegen allfäl
lige zukünftige Veränderungen wie der Auszug des Sohnes und der Schwieger
tochter nach deren Niederkunft nicht
zu berück
sichtigen seien
.
2.4
Laut der S
tellungnahme von Dr. med. C._
vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) der Beschwerdegegnerin vom 1. Dezember 2014 (Urk. 7/33/5) ist bei unveränderter Diagnose einer dialysepflichtigen Niereninsuffizienz und
kon
trollbedürftiger
Hypertonie
weiterhin eine 25%ige Arbeitsfähigkeit für alle Tätigkeiten bis zu Nierentransplantation aus versicherungsmedizinischer Sicht aufgrund der vorliegenden krankheitsbedingten Müdigkeit und verminderten Belastbarkeit nachvollziehbar.
Von
einer Steigerung könne frühestens ein Jahr nach einer Nierentra
nsplantation (bei gutem Verlauf)
ausgegangen werden.
3.
3
.1
Es ist vorliegend unstrittig, dass die Beschwerdeführerin ohne
Gesundheits
scha
den
im Umfang von 55 % erwerbstätig wäre und sich zu 45 % den Aufgaben im Haushalt widmen würde.
Gemäss Urteil der zweiten Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR) in Sachen Di
Trizio
gegen die Schweiz vom 2. Februar 2016 (7186/09) verletzte die Anwendung der gemischten
Invali
ditätsbemessungsmethode
in der Invalidenversicherung bei einer Versicherten, welche ohne gesundheitliche Einschränkungen nach der Geburt ihrer Kinder nur noch teilzeitlich erwerbstätig gewesen wäre und deshalb im
Rentenrevisions
verfahren
ihren Anspruch auf eine Invalidenrente verlor, Art. 14 EMRK (Diskri
minierungsverbot) in Verbindung mit Art. 8 EMRK (Recht auf Achtung des Pri
vat- und Familienlebens). Ob und gegebenenfalls inwiefern das genannte Urteil des EGMR Auswirkungen auf die Rechtsprechung zur Invalidenversicherung nach der gemischten Methode zur Folge haben wird, ist zurzeit noch ungewiss.
D
ie Beschwerdeführerin
hat
betreffend die Anwendung der gemischten Methode an sich keine Rüge erhoben (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_940 vom 19. April 2016 E. 5 mit Hinweisen). Es verhält sich vorliegend auch nicht so, dass die Beschwerdeführerin wegen der Wahrnehmung von Betreuungsaufgaben gegenüber Familienmitgliedern lediglich eine Teilzeiterwerbstätigkeit ausgeübt h
ätte
. Es ist somit nicht ersichtlich, inwiefern
die Anwendung der gemischten Methode zu einer Verletzung des Rechts auf Achtung des Privat- und Familien
lebens
führen könnte
.
Die Invaliditätsbemessung ist demnach vorliegend wei
terhin nach der gemischten Methode vorzunehmen.
3.2
Die Beschwerdeführerin übt ihre
angestammte
Erwerbstätigkeit als Mitarbeiterin Hotellerie beim
Spital Z._
noch im Umfang eines 25%-Pensums aus, womit sie die von den Ärzten attestierte
Restarbeits
fähigkeit
vollumfänglich aus
schöpft. Eine Besserung halten die Ärzte nur für möglich, wenn eine Nieren
tran
splantation durchgeführt
werden kann
. Die
Beschwerde
gegnerin
ist so
mit
zu
Recht davon ausgegangen, dass die Beschwerdeführerin
ihre
Resta
rbeits
fähig
keit
in der angestammten Tätigkeit und am bisherigen Arbeitsplatz verwerten kann
.
Der
auf dieser Annahme basierende
Ein
kommensvergleich
ergibt für
den Erwerbsbereich eine Einkommenseinbusse bzw. einen
ungewichteten
Invalidi
tätsgrad
von 55 %
.
3.3
Strittig ist dagegen, in welchem Umfang die Beschwerdeführerin bei der Erledi
gung ihrer Aufgaben im Haushalt eingeschränkt ist.
Die Beschwerde
führerin lässt hierzu geltend machen, die Ermittlung der Einschränkung im Haushalt sei willkürlich erfolgt. Sie stehe in eklatantem Widerspruch zur ärzt
lichen Einschät
zun
g, wonach die Beschwerdeführerin in sämtlichen Tätigkeiten zu 75 % arbeitsunfähig sei. Dies sei vor allem stossend, weil konkret die Arbeiten im Beruf (Hotellerie im
Spital Z._
) sich nicht gross von den Arbeiten im Haushalt unterscheiden würden. Es sei auch nirgends ersichtlich, dass die
Abklärungs
person
der Beschwerde
gegnerin
über die erforderlichen fachlichen Kompetenzen verfüge. Es seien sodann im Abklärungsbericht sämtliche
Auf
gabengebiete
in groteskem Ausmass der
Schadenminderungs
pflicht
unter
worfen worden.
Dabei sei überhaupt nicht berücksichtigt worden, dass der Ehemann IV-Rentner und aufgrund seines physischen Leidens ausserstande sei, weitest
gehend im Haus
halt Hilfestellungen zu leisten. Es sei weder die Schwanger
schaft der Schwie
gertochter berücksichtigt worden noch der Umstand, dass der Sohn und die Schwiegertochter geplant hätten, aus dem elterlichen Haushalt auszuziehen. Die Beschwerdeführerin habe damit keine Hilfestellung im Haushalt und vieles bleibe liegen.
Im Aufgabenbereich Ernährung erleide
sie
sehr wohl eine massive Einschrän
kung und diese Aufgaben könnten auch nicht einfach alle der Schwiegertochter angelastet werden. Es sei hier von einer mindestens 50%igen Einschränkung auszugehen. Dasselbe Vorgehen sei in den Bereichen
Woh
nungspflege
, den Einkäufen und der Betreuung von Kindern im
Abklärungsbe
richt
festgehalten worden. Es sei willkürlich und daher unbeachtlich und berücksichtige überhaupt nicht den geschilderten Sachverhalt seitens der Beschwerdeführerin. Es sei auch hinsichtlich der Statusfrage, wonach die Beschwerdeführerin als zu 45 % im Haushalt tätig qualifiziert werde, schlicht stossend, dass sie in keinem
Auf
gabengebiet
ausser der Wäsche und
Kleider
pflege
, welche auch zu tief taxiert worden sei, Haushaltarbeiten verrichten solle. Der Haushaltsbericht der Beschwerdegegnerin sei daher aus dem Recht zu wei
sen und es seien neue Abklärungen über die Arbeitsfähigkeit der Beschwerde
führerin im Haushalt vorzunehmen (Urk. 1).
4.
4.1
Soweit die Beschwerdeführerin geltend macht, es könne nicht angehen, dass Versicherte in Mehrpersonenhaushalten unter dem Titel
Schadenminderungs
pflicht
gegenüber einer alleine lebenden Hausfrau benachteiligt würden, ist festzuhalten, dass gemäss ne
uster bundesgerichtlicher Rechtsprechung ein Ein
personenhaushalt ohne Betreuungsaufgaben nicht als Aufgabenbereich anzuer
kennen ist und in einem solchen Fall der Invaliditätsgrad
der proportionalen Einschränkung im erwerblichen Bereich
entspricht
und damit den versicherten Bereich, welcher durch das hypothetische Teilzeitpensum definiert wird, nicht übersteigen
kann (
zur Publikation vorgesehene
s Urteil
des Bundesgeric
hts 9C_178/2015 vom 4. Mai 2016, E. 7.3)
4.2
Der Abklärungsbericht vom 9. Oktober 2014 (Urk. 7/29) wurde von einer
Abklä
rungsperson
der Beschwerdegegnerin in Kenntnis der örtlichen und
räumli
-
chen
Verhältnisse sowie der sich aus den Diagnosen ergebenden
Einschrän
-
kungen
- insbesondere auch durch die drei Mal pro Woche durchgeführte Dia
-
lyse
-
erstellt. Die Abklärungsperson berücksichtigte dabei die Angaben der
Be
-
schwer
deführerin
sowie ihres Ehemannes und begründete ihre Einschätzung ausführ
lich, plausibel und nachvollziehbar. Der Abklärungsbericht ist
entspre
-
chend
voll beweiskräftig (vgl. E. 1.5).
4.3
Den Vorbringen der Beschwerdeführerin zu den einzelnen Punkten des
Abklä
rungsberichtes
ist entgegenzuhalten, dass die Abklärungsperson lediglich die rechtsprechungsgemäss übliche M
ithilfe
des Ehemannes,
de
s
volljährigen
Soh
nes
und
der Schwiegertochter
berücksichtigte, was nicht zu beanstanden ist
(E.
1.6).
Es trifft im Weiteren auch nicht zu, dass im Abklärungsbericht sämtliche Aufgaben der Schwiegertochter bzw. dem Ehemann angelastet werden, sondern es geht daraus hervor, dass
ein grösserer
Teil der Aufgaben
im Haushalt
nicht aus gesundheitsb
edingten Gründen nicht von der Beschwerde
führerin ausge
führt werden
, sondern weil dies der bereits vor Eintritt des Gesundheitsschadens gelebten Aufgabenteilung entspricht.
4.4
Die ärztlichen Einschätzungen
sind mit der
Einschätzung der Abklärungsperson
vereinbar. Die
Ärzte beschränkten sich auf die Einschätzung der Arbeitsun
fä
higkeit im Erwerbsbereich und
hatten
dabei
zu berücksichtigten, dass einerseits die zeitliche Verfügbarkeit der Beschwerdeführerin wegen der drei Mal pro Woche notwendigen Dialyse eingeschränkt ist und nach der Dialyse auch eine erhöhte Müdigkeit auftritt. Immerhin gilt es allerdings zu berück
sichtigen, dass die Beschwerdeführerin entgegen der ursprünglichen Ein
schätzung von
Dr.
A._
in der Lage ist, vier Stunden an einem Tag zu arbeiten und ihre
Arbeitszeit nicht auf k
leinere Tranchen verteilen muss.
Unter Berücksichtigung der Mithilfe
des Ehemannes, des Sohnes und der Schwiegertochter sowie
des Umstandes, dass die Beschwerdeführerin bei der Aufteilung der Hausarbeiten wesentlich freier i
st als am Arbeitsplatz
, sie
insbesondere
vermehrte
Pausen einschalten kann,
scheint die Einschätzung plausibel, wonach die Beschwerde
führerin bei der Ausübung der Tätigkeiten im Haushalt nur geringfügig einge
schränkt ist.
4.5
Damit
ist
gestützt auf
den Haushaltsabklärungsbericht der Beschwerdegegnerin
vom
9. Oktober 2014
(Urk. 7/29)
von
einer Einschränkung von
4 %
im Aufga
benbereich auszugehen
.
Insgesamt resultiert ein Invaliditätsgrad von 32 % (55 % von 55 % = 30 % im Erwerbsbereich und 4 % von 45 % = 2 % im Haushalt), womit kein Anspruch auf eine Invalidenrente besteht. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
5.
Gestützt auf Art. 69 Abs. 1
bis
IVG ist das Beschwerdeverfahren vor dem kantona
len Versicherungsgericht bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder die Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig. Die Kosten sind nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert unter Berücksichtigung des gesetzlichen Rahmens (Fr. 200.-- bis Fr. 1'000.--) auf Fr. 600.-- festzusetzen und der unterliegenden Beschwerdeführerin aufzuerlegen.