# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b1562257-9e0c-4cf9-b177-e753ee2a337a
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
I.
A, ein 1978 geborener kosovarischer Staatsangehöriger, reiste am 6. Juni 2018 in die Schweiz ein und heiratete am 3. Juli 2018 die österreichische Staatsbürgerin C, geboren 1963. Am 10. Juli 2018 wurde A eine Aufenthaltsbewilligung zum Verbleib bei der Ehefrau erteilt mit Gültigkeit bis zum 22. Februar 2022. Am 13. Juli 2020 beantragte D, die Ex-Ehefrau von A, die Erteilung eines Visums an E, den Sohn von A, für den langfristigen Aufenthalt zum Verbleib bei seinem Vater.
Mit Verfügung vom 23. Februar 2021 widerrief das Migrationsamt die Aufenthaltsbewilligung von A und setze ihm eine Frist zum Verlassen der Schweiz bis 22. April 2021. Das Gesuch um Einreiseermächtigung für E vom 13. Juli 2020 wies es ab.
II.
Einen Rekurs gegen die Verfügung des Migrationsamts vom 23. Februar 2021 wies die Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich am 8. Juni 2021 ab unter erneuter Ansetzung einer Frist zum Verlassen der Schweiz bis zum 8. August 2021.
III.
Hiergegen erhob A am 12. Juli 2021 Beschwerde an das Verwaltungsgericht mit den Anträgen, der angefochtene Rekursentscheid sei unter Entschädigungsfolge aufzuheben und es sei vom Widerruf der Aufenthaltsbewilligung abzusehen. Eventualiter sei der Rekursentscheid zu weiteren Abklärungen zurückzuweisen. Ferner sei E die Aufenthaltsbewilligung zu erteilen. Die Sicherheitsdirektion verzichtete am 21. Juli 2021 auf eine Vernehmlassung; das Migrationsamt erstattete keine Beschwerdeantwort.
Die Kammer

## Considerations

erwägt:
1.
Das Verwaltungsgericht ist für Beschwerden gegen Rekursentscheide der Sicherheitsdirektion über Anordnungen des Migrationsamts betreffend das Aufenthaltsrecht nach §§ 41 ff. des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959 (VRG, LS 175.2) zuständig. Weil auch die übrigen Prozessvoraussetzungen erfüllt sind, ist auf die Beschwerde einzutreten.
2.
2.1
Gemäss Art. 2 Abs. 2 des Ausländer- und Integrationsgesetzes vom 16. Dezember 2005 (AIG, SR 142.20) gilt dieses Gesetz für Staatsangehörige eines Mitgliedstaats der Europäischen Gemeinschaft (heute Europäische Union [EU]) nur so weit, als das Freizügigkeitsabkommen vom 21. Juni 1999 (FZA, SR 0.142.112.681) keine abweichenden Bestimmungen enthält oder das Ausländer- und Integrationsgesetz günstigere Bestimmungen vorsieht. Gestützt auf Art. 7 lit. d und e FZA in Verbindung mit Art. 3 Abs. 1 und 2 lit. a Anhang I FZA haben Ehegatten von EU-Staatsangehörigen mit Aufenthaltsrecht in der Schweiz ungeachtet der eigenen Staatsangehörigkeit das Recht, bei diesen Wohnung zu nehmen und eine Erwerbstätigkeit auszuüben. Dieses abgeleitete Aufenthaltsrecht knüpft an den formellen Bestand der Ehe an und darf grundsätzlich nicht vom Erfordernis des Zusammenlebens abhängig gemacht werden, sofern nicht rechtsmissbräuchlich zur blossen Aufenthaltssicherung an einer nur noch formell bestehenden Ehe festgehalten wird (vgl. BGE 130 II 113 [= Pra. 93/2004 Nr. 171] E. 8 f., und BGE 139 II 393 E. 2.1).
2.2