# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** e8d1d29d-23b4-46ad-bb76-c0a1eceb3273
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Y._, geboren am _ 1976, und X._, geboren am _ 1971, schlossen am _ 2001 in O.1_ die Ehe. Sie sind Eltern von A._, geboren am _ 2009, und B._, geboren am _ 2011. Mit Ehevertrag vom 8. Juni 2001 vereinbarten die Ehegatten den Güterstand der Gütertrennung. Am 1. März 2014 wurde der gemeinsame Haushalt aufgelöst.
B/1. X._ reichte am 12. März 2015 beim Bezirksgerichtspräsidium Prättigau/Davos ein Eheschutzgesuch ein. Er stellte folgende Anträge:
„1. Trennungszeitpunkt und Trennungsberechtigung
Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 01.03.2014 getrennt und hierzu auch berechtigt sind.
2. Obhut über A._, geb. _ 2009, und B._, geb. _ 2011
Die Obhut über die der Ehe entsprossenen Kinder A._, geb. _ 2009, und B._, geb. _ 2011, sei der Beklagten zuzuweisen.
3. Besuchs- und Ferienrechte
3.1. Für den Fall, dass die der Ehe entsprossenen Kinder A._ und B._ mit der Beklagten in der Schweiz wohnen, sei dem Kläger gegenüber den Kindern ein Besuchsrecht an jedem zweiten Wochenende von Freitag, 18.00 Uhr, bis Sonntag, 18.00 Uhr, und ein Ferienrecht von drei Wochen (21 Tage) pro Jahr einzuräumen.
3.2. Für den Fall, dass die der Ehe entsprossenen Kinder A._ und B._ mit der Beklagten in der L.1_ wohnen bleiben, sei der Kläger zu berechtigen, die Kinder auf seine Kosten insgesamt acht Wochen in die Schweiz zu sich auf Besuch zu nehmen.
4. Eheliche Wohnung
Die vormals eheliche Wohnung an der _strasse in O.1_ sei für die Dauer der Trennung mitsamt dem sich darin befindlichen Mobiliar und Inventar dem Kläger zum ausschliesslichen Gebrauch zuzuweisen.
5. Unterhaltsregelung
5.1. Für den Fall, dass die Beklagte zusammen mit den der Ehe entsprossenen Kindern in der Schweiz wohnt, sei der Kläger zu verpflichten, ihr und den beiden Kindern für die Dauer der Trennung einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 3’054.00 zuzüglich Kinderzulagen (Fr. 1’054.00 für die Beklagte und Fr. 1’000.00 zuzüglich Kinderzulagen für jedes der Kinder) zu bezahlen.
5.2. Für den Fall, dass die Beklagte zusammen mit den der Ehe entsprossenen Kindern in der L.1_ wohnen bleibt, sei der Kläger zu verpflichten, ihr und den beiden Kindern für die Dauer der Trennung einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1’000.00 zuzüglich
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Kinderzulagen (Fr. 500.00 für die Beklagte und Fr. 250.00 zuzüglich Kinderzulagen für jedes der Kinder) zu bezahlen und daneben die Krankenkassenprämien der ÖKK für die Beklagte und die Kinder zu übernehmen.
5.3. Es sei festzustellen, dass der Kläger seine Unterhaltspflicht in der Zeit vom 01.03.2014 bis zum 31.03.2015 bereits vollumfänglich erfüllt hat und dass diesbezüglich keine Unterhaltsansprüche der Klägerin und der Kinder mehr bestehen.
5.4. Die Unterhaltspflicht gemäss den vorstehenden Ziffern 5.1. und 5.2. sei mit Beginn und Wirkung ab 01.04.2015 zu verfügen.
6. Auskunftspflichten gemäss Art. 170 ZGB
Die Beklagte sei gestützt auf Art. 170 ZGB und unter der ausdrücklich ausformulierten Strafandrohung von Art. 292 StGB zu verpflichten, ihre Einkünfte der Jahre 2014 und 2015 vollumfänglich offenzulegen und zu dokumentieren.
7. Kostenfolgen
Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.”
B/2. Y._ beantragte in ihrer Stellungnahme vom 2. Juli 2015, was folgt:
„1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem 1. März 2014 getrennt leben und hierzu auch berechtigt sind.
2. Die Obhut über die aus der Ehe hervorgegangenen Kinder A._, geb. _ 2009, und B._, geb. _ 2011, sei der Gesuchsgegnerin zuzuweisen.
3. Dem Gesuchsteller sei das Recht einzuräumen, seine Kinder A._ und B._ tageweise in der L.1_ an ihrem Wohnort zu besuchen.
4. Von der Einräumung eines Ferienrechtes sei derzeit abzusehen.
5. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin an den Unterhalt die folgenden, monatlich im Voraus zahlbaren Beiträge mit Wirkung ab 1. Juli 2014 zu bezahlen:
a) für A._ und B._ je CHF 1’000.00 zuzüglich Kinderzulage;
b) für die Gesuchsgegnerin persönlich CHF 1’500.00.
Die Gesuchsgegnerin behält sich vor, die Anträge nach Vorliegen des Beweisergebnisses anzupassen.
6. Der Gesuchsteller sei für berechtigt zu erklären, die für die Zeit ab 1. Juli 2014 geleisteten Unterhaltsbeiträge mit den gemäss vorstehender Ziffer 5 beantragten Unterhaltsbeiträgen zu verrechnen.
7. Der Gesuchsteller sei gestützt auf Art. 170 ZGB und unter der ausdrücklich ausformulierten Strafandrohung von Art. 292 StGB zu verpflichten, seine Einkünfte seit 01.01.2013 aus Erwerb und Vermögensertrag sowie sein Vermögen vollumfänglich offenzulegen und zu dokumentieren.
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8. Die mit den vorstehenden Anträgen nicht übereinstimmenden Rechtsbegehren des Gesuchstellers seien abzuweisen.
9. Der laufende Unterhaltsbeitrag für die Gesuchsgegnerin und die Kinder sei mit dringlicher Verfügung vor Durchführung der Hauptverhandlung festzulegen.
10. Der Gesuchsteller sei zu verpflichten, der Gesuchsgegnerin einen Anwaltskostenvorschuss in der Höhe von CHF 5’000.00 zu leisten.
11. Unter vollumfänglicher Kosten- und Entschädigungsfolge zulasten des Gesuchstellers.”
B/3. Mit Entscheid vom 7. Juli 2015 erkannte der Eheschutzrichter, was folgt:
„1. Das Gesuch um superprovisorischen Erlass von Eheschutzmassnahmen wird teilweise gutgeheissen und
a. es wird X._ verpflichtet, seiner Ehefrau Y._ sowie seinen beiden Kindern, A._, geb. _ 2009, und B._, geb. _ 2011, monatlich CHF 3’000.00, rückwirkend ab dem 1. Juli 2015 zu bezahlen. Dies jeweils im Voraus auf den 5. eines jeden Monats;
b. (Editionen)
2. X._, Y._ sowie ihre Rechtsvertreter werden zu einer mündlichen Eheschutzverhandlung vorgeladen. Im Nachgang zu dieser wird über die dannzumal noch offenen Punkte zu entscheiden sein. Im Rahmen dieses Entscheids wird dann auch festzustellen sein, inwiefern die vorstehend in Dispositiv-Ziffer 1 verfügten Massnahmen aufrecht erhalten, modifiziert oder abgesetzt werden müssen.
3. Die Kosten bleiben bei der Prozedur. Über deren Verteilung ist später zu entscheiden.
4. Dieser Entscheid kann nicht selbständig angefochten werden.
5. (Mitteilung).”
B/4. Am 31. August 2015 fand die mündliche Hauptverhandlung statt. Dabei änderte X._ seine Rechtsbegehren teilweise ab und beantragte neu, was folgt:
„1. Es sei festzustellen, dass die Parteien seit dem _ 2014 getrennt und hierzu auch berechtigt sind.
2. Die Obhut über die der Ehe entsprossenen Kinder A._, geb. _ 2009, und B._, geb. _ 2011, sei der Beklagten zuzuweisen.
3. Der Kläger sei zu berechtigen, die Kinder auf seine Kosten insgesamt acht Wochen pro Jahr in die Schweiz zu sich auf Besuch zu nehmen.
4. Die vormals eheliche Wohnung an der _strasse in O.1_ sei für die Dauer der Trennung mitsamt dem sich darin befindlichen Mobiliar und Inventar dem Kläger zum ausschliesslichen Gebrauch zuzuweisen.
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5.1. Der Kläger sei zu verpflichten, der Beklagten für sie und die beiden Kinder mit Beginn ab 01.04.2015 und für die Dauer der Trennung einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 1’440.00 (inklusive Kinderzulagen) zu bezahlen.
5.2. Es sei festzustellen, dass der Kläger seine Unterhaltspflicht in der Zeit vom 01.03.2014 bis zum 30.09.2015 bereits vollumfänglich erfüllt hat und dass diesbezüglich keine Unterhaltsansprüche der Klägerin und der Kinder ihm gegenüber mehr bestehen.
5.3. Für die in den Monaten Juli, August und September 2015 geleisteten
 Unterhaltszahlungen im Umfange von Fr. 3’000.00 pro Monat,  und die Krankenkassenprämien für die Monate Juli bis Dezember
2015 für die Beklagte und die Kinder im Umfange von Fr. 2’112.00,
sei dem Kläger ein Rückforderungsrecht
 von Fr. 1’560.00 pro Monat für die Unterhaltsbeiträge, gesamthaft somit Fr. 4’680.00
 und von Fr. 2’112.00 für die Krankenkassenprämien respektive ein Verrechnungsrecht für künftige Unterhaltspflichten gegenüber der Beklagten einzuräumen.
6. Abweisung sämtlicher weitergehender Begehren der Beklagten.
7. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beklagten.”
Y._ hielt an ihren ursprünglichen Rechtsbegehren fest.
Anlässlich der Verhandlung gelang es den Parteien, bezüglich verschiedener Punkte ‒ u.a. Trennungszeitpunkt, Wohnungszuweisung an den Ehemann, Zuteilung der Obhut über die Kinder an die Mutter, Kontakt- und Ferienrecht des Vaters, unterhaltsrechtliche Auseinandersetzung bis 31. März 2015 ‒ eine Einigung zu erzielen. Ferner erklärten beide, die Scheidung anzustreben, weshalb der Einzelrichter in Zivilsachen am Bezirksgericht Prättigau/Davos das Eheschutzverfahren als Massnahmeverfahren weiterführte. Mit Entscheid vom 31. August 2015, mitgeteilt am 11. September 2015, erkannte der Einzelrichter, wie folgt:
„1. Das Gesuch um Erlass vorsorglicher Massnahmen (vormals Eheschutzmassnahmen) wird teilweise gutgeheissen und der Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 7. Juli 2015 betreffend (superprovisorischer) Erlass von Eheschutzmassnahmen wird teilweise bestätigt wie folgt:
a. Es wird gerichtlich festgestellt, dass die Eheleute X._ und Y._ seit dem 1. März 2014 getrennt leben/sind.
b. Die vormals eheliche Wohnung an der _strasse in O.1_ wird mitsamt dem sich darin befindlichen Mobiliar und Inventar für die Dauer der Trennung dem Ehemann X._ zum Gebrauch zugewiesen.
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c. Die beiden Kinder A._, geb. _ 2009, und B._, geb. _ 2011, werden unter die alleinige Obhut der Mutter Y._ gestellt. Sie haben ihren Wohnsitz bei ihr, derzeit in L.1_.
d. Es besteht ein Kontaktrecht zwischen dem Vater X._ und seinen beiden Kindern A._ und B._ (u.a. via Skype) wie folgt:
 Jeden Mittwoch, 21:00 Uhr (Schweizerzeit)  Jeden Sonntag, 14:00 Uhr (Schweizerzeit) Zu Beginn der Kontaktaufnahme sendet die Mutter Y._ (nicht ein Kind) dem Vater X._ jeweils eine Mitteilung per WhatsApp.
e. Es besteht ein Besuchs-/Ferienrecht zwischen dem Vater X._ und seinen beiden Kindern A._ und B._ (u.a. via Skype) wie folgt:
 Die Kinder kommen mit ihrer Mutter Y._ über Weihnachten 2015 / Neujahr 2016 in die Schweiz (für ca. zwei Wochen). Die Kinder und die Mutter können beim Vater wohnen. Der Vater kommt für die Reisekosten sowie die Kosten des Unterhalts von Frau und Kindern auf.
 Der Vater fliegt über Ostern 2016 in die L.1_ (für ca. zwei Wochen). Er kann bei der Mutter und den Kindern wohnen. Der Vater kommt für seine Reisekosten sowie die Kosten auf, welche die Aktivitäten mit den Kindern mit sich bringen.
 Die Kinder kommen mit ihrer Mutter im Sommer 2016 für vier Wochen in die Schweiz. Die Kinder und die Mutter können beim Vater wohnen. Der Vater kommt für die Reisekosten sowie die Kosten des Unterhalts von Frau und Kindern auf.
f. Es wird festgestellt, dass X._ seinen Antrag auf Einräumung eines Rückforderungs- bzw. Verrechnungsrechts von von ihm bis zum 31. Dezember 2015 bezahlten Krankenkassenprämien (CHF 2’112.00) fallengelassen hat.
g. Es wird X._ verpflichtet, an den Unterhalt seiner beiden Kinder A._, geb. _ 2009, und B._, geb. _ 2011, monatlich je CHF 692.00, zuzüglich Kinderzulagen (von derzeit CHF 220.00 pro Kind), rückwirkend ab dem 1. April 2015, zu bezahlen. Dies jeweils im Voraus auf den 5. eines jeden Monats.
h. Es wird X._ verpflichtet, an den Unterhalt seiner Ehefrau Y._ monatlich CHF 1’351.00, rückwirkend ab dem 1. April 2015, zu bezahlen. Dies jeweils im Voraus auf den 5. eines jeden Monats.
i. Die Eheleute X._-Y._ sind unterhaltsrechtlich, auch bezüglich der Kinder, für die Zeit bis zum 31. März 2015 auseinandergesetzt. Für April 2015 bis September 2015 hat X._ der Ehefrau Y._ CHF 6’202.00 an Unterhaltsbeiträgen nachzuzahlen. Mit Vollzug dieser Zahlung sind die Eheleute X._-Y._ unterhaltsrechtlich, auch bezüglich der Kinder, ebenfalls für die Zeit bis zum 30. September 2015 auseinandergesetzt.
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j. Der Ehemann X._ bezahlt die Krankenkassenprämien für die Ehefrau Y._ und die Kinder A._ und B._ ab dem 1. Januar 2016 weiter, wobei eine geeignete Versicherungslösung einvernehmlich noch zu ermitteln ist. Für die Unterhaltsregelung gilt ab dem 1. Januar 2016: Betragen die monatlichen Krankenversicherungsprämien für die Ehefrau und die Kinder CHF 250.00 oder weniger als CHF 250.00 pro Monat, so verringert sich der monatliche Unterhaltsanspruch der Ehefrau und der Kinder gegen den Ehemann um die Hälfte der Höhe der monatlichen Krankenversicherungsprämien der Ehefrau und der Kinder. Betragen die monatlichen Krankenversicherungsprämien mehr als CHF 250.00 pro Monat, so verringert sich der monatliche Unterhaltsanspruch der Ehefrau und der Kinder gegen den Ehemann fest und pauschal um CHF 125.00 pro Monat.
k. Im Übrigen werden die Anträge der Eheleute X._-Y._ abgewiesen.
2. Die Gerichtskosten des Entscheids des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 7. Juli 2015 betreffend (superprovisorischer) Erlass von Eheschutzmassnahmen von CHF 500.00 gehen zulasten des X._ und werden ab dem von ihm geleisteten Kostenvorschuss erhoben.
X._ wird verpflichtet, Y._ für das Verfahren, das zum Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos vom 7. Juli 2015 betreffend (superprovisorischer) Erlass von Eheschutzmassnahmen geführt hat, ausseramtlich mit CHF 500.00 zu entschädigen.
3. Die Gerichtskosten des vorliegenden Entscheids des Bezirksgerichts Prättigau/Davos von CHF 1’000.00 gehen je hälftig zulasten von X._ und Y._. Die ganzen CHF 1’000.00 werden indes ab dem von X._ geleisteten Kostenvorschuss erhoben. Y._ ist verpflichtet, X._ die auf sie entfallenden CHF 500.00 zu bezahlen.
Die ausseramtlichen Kosten, die auf den vorliegenden Entscheid des Bezirksgerichts Prättigau/Davos entfallen, werden wettgeschlagen.

## Considerations