# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d6bec4dc-e142-4b04-b155-e0cc90b41ea4
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
Seite 2 — 21
I. Sachverhalt
A.1. Y._ meldete sich am 11. Oktober 2014 mittels eines entsprechenden Formulars bei der X._GmbH für einen Friseurkurs von 18 Monaten an und absolvierte in der Folge einen Teil des Kurses. Mit Schreiben vom 1. April 2015 stellte die X._GmbH Y._ einen Betrag von CHF 3'996.-- für das 2. Semester in Rechnung, welcher in monatlichen Raten bezahlt werden sollte.
2. Mit undatiertem Schreiben (Poststempel vom 16. April 2015) teilte Y._ der X._GmbH mit, dass sie den Coiffeurkurs ab Mai 2015 nicht mehr besuchen könne und den Kurs daher kündige. Die Kündigung wurde seitens der X._GmbH zur Kenntnis genommen und Y._ wurde mit Schreiben vom 21. April 2015 darauf aufmerksam gemacht, dass sie trotz ihrer Kündigung gemäss den allgemeinen Vertragsbestimmungen 100% des Kursgeldes für das 2. Semester bezahlen müsse. In der Beilage folgte eine weitere Rechnung über einen Betrag von CHF 999.--, welcher als Anzahlung für das 2. Semester vorgesehen war.
B. Nachdem die X._GmbH gegen Y._ Betreibung eingeleitet hatte, stellte das Betreibungsamt des Kreises Chur am 14. Juli 2015 unter der Betreibung Nr. _ einen Zahlungsbefehl über einen Forderungsbetrag von CHF 999.-- nebst Zins zu 5% seit dem 26. April 2015, von CHF 3'996.-- nebst Zins zu 5% seit dem 30. April 2015 sowie über einen Betrag von CHF 40.-- aus. Als Forderungsgrund für die beiden erstgenannten Beträge wurden die Kursgebühren für das 2. Semester angeführt. Der letztgenannte Betrag wurde unter dem Titel „Mahnspesen“ gefordert.
C. Gegen den am 20. Juli 2015 zugestellten Zahlungsbefehl erhob Y._ gleichentags Rechtsvorschlag.
D. Mit Eingabe vom 26. August 2015 ersuchte die X._GmbH den Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur, in der Betreibung Nr. _ des Betreibungsamtes des Kreises Chur gestützt auf Art. 82 SchKG die provisorische Rechtsöffnung für die in Betreibung gesetzten Forderungen sowie für die Kosten des Zahlungsbefehls von CHF 73.30 zu erteilen unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Gegenpartei. Dem Rechtsöffnungsgesuch legte die X._GmbH insbesondere die Kursanmeldung einschliesslich der allgemeinen Geschäftsbedingungen, die obgenannten Rechnungen, das
Seite 3 — 21
Kündigungsschreiben sowie ein Schreiben des Rechtsvertreters von Y._ vom 2. Juni 2015 bei.
E.1. Mit prozessleitender Verfügung vom 28. August 2015 lud der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur die Parteien zur Verhandlung vom 30. September 2015 vor, wobei die Vorladung an Y._ persönlich adressiert war. Zugleich wurde dieser die Möglichkeit eingeräumt, bis am 17. September 2015 zum Rechtsöffnungsgesuch schriftlich Stellung zu nehmen.
2. Am 3. September 2015 ersuchte der Rechtsvertreter von Y._ darum, die Verhandlung infolge Landesabwesenheit zu verschieben, sofern mangels Zuständigkeit nicht ohnehin ein Nichteintretensentscheid ergehen müsse. Er wies darauf hin, dass in O.1_ bereits ein Klageverfahren anhängig sei. Des Weiteren bat er um Akteneinsicht.
3. Mit Verfügung vom 8. September 2015 wurde der Verhandlungstermin auf den 8. Oktober 2015 verschoben, wobei das vorerwähnte Schreiben vom 3. September 2015 der X._GmbH gleichzeitig zur Kenntnisnahme zugestellt sowie dem gesuchsgegnerischen Rechtsvertreter Akteneinsicht gewährt wurde.
F. Die X._GmbH teilte dem Rechtsöffnungsrichter mit Eingabe vom 6. Oktober 2015 mit, dass sie auf eine Teilnahme an der Verhandlung verzichte. Sodann äusserte sie sich darin nochmals zur Sache und beantragte, es sei den im Rechtsöffnungsgesuch gestellten Anträgen zu entsprechen.
G. Y._ nahm mit Eingabe vom 7. Oktober 2015 (Datum Poststempel) zum Rechtsöffnungsgesuch Stellung mit dem Antrag auf Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens. Sie erklärte sodann mit Fax-Schreiben vom 8. Oktober 2015 ebenfalls, dass sie an der Rechtsöffnungsverhandlung nicht teilnehmen werde.
H. Der Einzelrichter am Bezirksgericht Plessur erkannte mit Rechtsöffnungsentscheid vom 8. Oktober 2015, mitgeteilt am 14. Oktober 2015, was folgt:
„1. Das Gesuch um provisorische Rechtsöffnung in der Betreibung-Nr. _ des Betreibungsamtes Chur wird abgewiesen.
2.a) Die Kosten des Rechtsöffnungsverfahrens in Höhe von CHF 250.00 gehen zu Lasten von Y._. Sie werden durch Verrechnung mit dem Kostenvorschuss bei der X._GmbH unter Regresserteilung auf Y._ erhoben.
Seite 4 — 21
b) Die X._GmbH hat Y._ eine Entschädigung in Höhe von CHF 200.00 (inkl. Barauslagen und MwSt.) zu bezahlen.

## Considerations