# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** eaba66aa-635c-56c5-869f-9022f207c6c5
**Court:** AR_OG
**Chamber:** AR_OG_003
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** AR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Der am XX.XX.1963 geborene A. (nachfolgend auch: Beschwerdeführer) meldete sich mit
Gesuch vom 22. Mai 2017 erneut bei der IV-Stelle Appenzell Ausserrhoden (nachfolgend
auch: Vorinstanz) zum Leistungsbezug an (IV-act. 143), nachdem die frühere Abweisung
eines bei der Vorinstanz gestellten Rentenbegehrens vom Obergericht mit Urteil vom
22. November 2016 im Verfahren O3V 16 9 bestätigt worden war.
B. Nach Einholung diverser Arztberichte empfahl der RAD eine polydisziplinäre Begutachtung,
um abschliessend zu klären, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit
dem bei Dr. B. vor der letzten Rentenabweisung eingeholten Gutachten verändert habe (IV-
act. 171).
In der Folge holte die Vorinstanz bei der C. AG ein polydisziplinäres Gutachten ein. Im
Gutachten vom 9. August 2018 gelangten die Gutachter in einer interdisziplinären Gesamt-
beurteilung zum Schluss, der Beschwerdeführer sei sowohl angestammt als auch adaptiert
als voll arbeitsfähig zu betrachten. Die Psoriasis nebst assoziierter Arthropathie bedinge
eine nicht gegebene Arbeitsfähigkeit in hautbelastenden Tätigkeiten sowie körperlich
schweren Arbeiten und die Persönlichkeitsakzentuierung mache Arbeiten mit hohen Anfor-
derungen an die Sozialkompetenz weniger geeignet (IV-act. 184.2, S. 5 f.).
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C. Nachdem der RAD im Bericht vom 15. August 2018 (IV-act. 185) davon ausging, dass auf
dieses Gutachten abgestellt werden könne, teilte die Vorinstanz dem Beschwerdeführer
mittels Vorbescheid vom 20. September 2018 (IV-act. 186) mit, er habe keinen Rentenan-
spruch bei unverändert voller Arbeitsfähigkeit.
Vom 17. Oktober bis zum 20. November 2018 trat der Beschwerdeführer für einen statio-
nären Aufenthalt ins D. ein (IV-act. 190). Im RAD-Bericht vom 19. Dezember 2018 hielt Dr.
E. fest, es liege beim Beschwerdeführer weiterhin keine dauerhafte Veränderung des
Gesundheitszustands vor und es seien keine weiteren Abklärungen nötig (IV-act. 191).
Mit Verfügung vom 4. Januar 2019 (IV-act. 192) wies die Vorinstanz daraufhin das Renten-
begehren des Beschwerdeführers definitiv ab.
D. Gegen diese Verfügung erhob der Beschwerdeführer am 7. Februar 2019 Beschwerde ans
Obergericht mit dem Antrag, es sei ihm unter Aufhebung der angefochtenen Verfügung und
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanz mindestens eine halbe
IV-Rente zuzusprechen bzw. eventualiter seien die medizinischen Abklärungen weiter zu
führen (act. 1). Mit Vernehmlassung vom 18. März 2019 beantragte die Vorinstanz die
Abweisung der Beschwerde (act. 8), woraufhin der Beschwerdeführer mit Replik vom 2. Mai
2019 an seinen beschwerdeweise gestellten Anträgen festhielt und weitere Unterlagen ein-
reichte (act. 11 f.). Die Vorinstanz liess sich nicht mehr vernehmen.
E. Die Streitsache wurde in der dritten Abteilung des Obergerichts an der Sitzung vom
10. Dezember 2019 erstmals beraten. Die Richterin und die Richter gelangten gestützt auf
eine umfassende Würdigung der vorhandenen Unterlagen zum Schluss, für eine ab-
schliessende Beurteilung der Frage, ob und falls ja, in welchem Ausmass dem Beschwer-
deführer ein Rentenanspruch gegenüber der Invalidenversicherung zukomme oder nicht,
seien zunächst weitere medizinische Abklärungen zu seinem Gesundheitszustand erforder-
lich. Es wurde daher beschlossen, bei der G. Begutachtung in O. ein polydisziplinäres
Gerichtsgutachten einzuholen (act. 15).
Den Parteien wurde mit Bezug auf die in Aussicht gestellte Gutachterstelle und den vorge-
schlagenen Fragekatalog das rechtliche Gehör eingeräumt. Die Vorinstanz wurde aufgefor-
dert, unverzüglich die IV-Akten zu aktualisieren und dem Obergericht das vollständige Dos-
sier einzureichen, damit dieses der Gutachterstelle anschliessend zur Verfügung gestellt
werden könne (act. 15).
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Mit E-Mail vom 6. April 2020 und mit Schreiben vom 16. Juni 2020 erinnerte die Verfahrens-
leitung die Vorinstanz an diese Pendenz (act. 17 und 18). Mit Schreiben vom 17. September
2020 informierte die Vorinstanz das Obergericht, dass die Bemühungen, den Verlaufsbe-
richt von Dr. F. zu erhalten, erfolglos geblieben seien (act. 21). Hierauf setzte die Ver-
fahrensleitung dem Beschwerdeführer Frist an, um selber einen Verlaufsbericht einzurei-
chen (act. 23), was dieser mit Schreiben vom 10. November 2020 tat (act. 26). Am
13. November 2020 stellte das Gericht der Gutachterstelle die aktualisierten Akten mitsamt
den beschlossenen Gutachterfragen zu (act. 28). Mit Schreiben vom 22. Januar 2021 teilte
die Gutachterstelle unter Angabe der Gutachterpersonen mit, sie könne den Auftrag
übernehmen (act. 32). Nachdem seitens der Parteien keine Einwände gegen die in Aussicht
gestellten Gutachterpersonen erhoben wurden, konnte die Verfahrensleitung der
Gutachterstelle mit Schreiben vom 10. Februar 2021 den Gutachterauftrag definitiv erteilen
(act. 34).
F. Das polydisziplinäre Gutachten vom 23. Juli 2021 (act. 38) ging am 26. Juli 2021 beim
Obergericht ein. Mit Verfügung vom 9. August 2021 wurde den Parteien Frist angesetzt, um
eine Erläuterung oder Ergänzungsfragen zu beantragen (act. 39). Während der Beschwer-
deführer mit Schreiben vom 6. September 2021 beantragte, die Gutachterstelle sei
ergänzend anzufragen, ob es mit überwiegender Wahrscheinlichkeit erwiesen sei, dass
eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit im ersten Arbeitsmarkt bereits ab Oktober 2016
spätestens vorhanden gewesen sei (act. 40), liess sich die Vorinstanz nicht vernehmen. Mit
Verfügung vom 1. Oktober 2021 wies die Verfahrensleitung den Antrag des Beschwerde-
führers auf Unterbreitung der von ihm vorgeschlagenen Ergänzungsfrage an die Gutach-
terstelle ab (siehe dazu auch E. 2.4b nachfolgend) und räumte den Parteien Gelegenheit
ein, zum Gutachten Stellung zu nehmen (act. 42). Hierauf reichte der Beschwerdeführer am
14. Oktober 2021 eine Stellungnahme ein und präzisierte den mit der Beschwerde einge-
reichten Antrag auf Zusprache von mindestens einer halben IV-Rente spätestens ab
Dezember 2017 dahingehend, dass dem Beschwerdeführer gestützt auf die Erkenntnisse
aus dem Gutachten mit Wirkung ab November 2017 eine ganze IV-Rente zuzusprechen sei
(act. 43). Die Vorinstanz verzichtete weiterhin stillschweigend auf die Einreichung einer
Stellungnahme, so dass der Schriftenwechsel damit abgeschlossen war (act. 44).
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## Considerations

Erwägungen
1. Formelles
1.1 Der angefochtene Entscheid ist in Anwendung von Sozialversicherungsrecht ergangen.
Gemäss Art. 57 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungs-
rechts (ATSG, SR 830.1) i.V.m. Art. 28 Abs. 1 lit. b des Justizgesetzes (JG, bGS 145.31)
beurteilt das Obergericht Beschwerden gegen solche Entscheide. Da eine Verfügung der IV-
Stelle Appenzell Ausserrhoden angefochten ist, ist die örtliche Zuständigkeit gegeben (Art.
69 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG, SR 831.20]).
1.2 Das Gesamtgericht hat Beschwerden in Sozialversicherungssachen mit medizinischen Fra-
gestellungen (unter Vorbehalt der hier nicht betroffenen Zuständigkeiten des Einzelrichters)
der 3. Abteilung zur Beurteilung zugewiesen (so publiziert im aktuellen Staatskalender
Appenzell Ausserrhoden, abrufbar unter https://staatskalender.ar.ch/organizations/pdf, Ziff.
2.6.1.2), weshalb diese zur Beurteilung der Beschwerde zuständig ist.
1.3 Die von Amtes wegen vorzunehmende Prüfung der weiteren Prozessvoraussetzungen
ergibt, dass diese sowohl hinsichtlich der Beschwerdeberechtigung auf Seiten des
Beschwerdeführers und des von ihm bestellten Rechtsvertreters als auch hinsichtlich der
Form- und Fristerfordernisse mit Bezug auf die Beschwerdeschrift erfüllt sind (insbesondere
Art. 1 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 59, Art. 60 Abs. 1 und Art. 61 lit. b ATSG).
1.4 Auf die Beschwerde ist somit einzutreten.
2. Materielles
2.1 Zwischen den Parteien ist umstritten, ob dem Beschwerdeführer, der sich nach der rechts-
kräftig gewordenen Abweisung seines bereits früher eingereichten Leistungsbegehrens am
22. Mai 2017 erneut bei der Invalidenversicherung zum Leistungsbezug angemeldet hat, ein
Rentenanspruch gegenüber der Invalidenversicherung zukommt oder nicht.
a. Bei einer Neuanmeldung zum Bezug von Leistungen der Invalidenversicherung finden die
Grundsätze zur Rentenrevision analog Anwendung. Anlass zur Rentenrevision gibt jede
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wesentliche Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen seit der letzten den Rentenan-
spruch betreffenden Verfügung, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad zu beeinflussen. Im
Zentrum steht dabei insbesondere die Frage nach einer wesentlichen Veränderung des
Gesundheitszustands.
b. Auch im konkreten Fall ist daher zunächst entscheidend, ob sich der Gesundheitszustand
des Beschwerdeführers seit der Begutachtung durch Dr. B. im Oktober 2015 bzw. der
daraufhin bereits früher erfolgten, in Rechtskraft erwachsenen leistungsabweisenden Verfü-
gung der Vorinstanz vom 4. März 2016 in einem den Leistungsanspruch beeinflussenden
Ausmass verändert hat oder nicht. Wird dies bejaht, ist in einem zweiten Schritt der Renten-
anspruch in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht umfassend zu prüfen, wobei keine Bindung
an frühere Beurteilungen besteht (vgl. dazu anstelle vieler: Urteil des Bundesgerichts
9C_135/2021 vom 27. April 2021 E. 2.1 m.w.H.).
c. Es ist seitens der Vorinstanz unbestritten, dass es im konkreten Fall gestützt auf die vom
Beschwerdeführer bei der Vorinstanz eingereichte Neuanmeldung angezeigt war, auf das
erneute Leistungsgesuch einzutreten und den allfälligen Anspruch vertieft abzuklären (vgl.
IV-act. 148). Entsprechend trat die Vorinstanz auf die Neuanmeldung des Beschwerdefüh-
rers ein und nahm nach ergänzenden medizinischen Abklärungen erneut eine umfassende
Prüfung seines allfälligen Leistungsanspruchs gegenüber der Invalidenversicherung vor.
Dabei gelangte sie zum Schluss, dass seit der letzten rentenabweisenden Verfügung vom
4. März 2016 keine Veränderung des Gesundheitszustands mit Auswirkung auf die Arbeits-
fähigkeit eingetreten sei und fällte den mit der vorliegenden Beschwerde angefochtenen ren-
tenabweisenden Entscheid.
2.2 Für die Beurteilung der sich im Zusammenhang mit dem zwischen den Parteien umstrittenen
Leistungsanspruch des Beschwerdeführers stellenden Fragen ist eine vollständige und
schlüssige Einschätzung des Gesundheitszustands und der Arbeitsfähigkeit des Beschwer-
deführers unabdingbar.
a. Was eine solche medizinische Beurteilung betrifft, sind die Verwaltung und im Beschwerde-
fall das Gericht auf Unterlagen angewiesen, die von ärztlichen und gegebenenfalls auch
anderen Fachleuten zur Verfügung zu stellen sind. Ärztliche Aufgabe ist es, den Gesund-
heitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich
welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeitsunfähig ist (Urteil des Bundesgerichts
8C_144/2021 vom 27. Mai 2021 E. 2.4). Diese ärztlichen Auskünfte sind eine wichtige Grund-
lage für die Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet
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werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes
ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen
Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusam-
menhänge sowie der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen der
Experten begründet sind (Urteil des Bundesgerichts 9C_601/2019 vom 7. Januar 2020 E.
3.1 m.w.H.).
b. Da das von der Vorinstanz im Sommer 2018 zur Abklärung des medizinischen Sachverhalts
eingeholte C.-Gutachten (IV-act. 184.2) sowie die übrigen bei der Vorinstanz im Zeitpunkt
dieser Rentenabweisung vorhandenen medizinischen Unterlagen aus Sicht des Gerichts für
eine vollständige Sachverhaltsabklärung nicht genügten und deshalb für eine ab-
schliessende Beurteilung der vom Beschwerdeführer geltend gemachten Rentenansprüche
aus den im Beschluss vom 10. Dezember 2019 (act. 15) dargelegten Gründen nicht aus-
reichten, beschloss das Obergericht, bei der G. Begutachtung vom P. ein zusätzliches
polydisziplinäres Gutachten zur umfassenden Abklärung des medizinischen Sachverhalts
einzuholen (vgl. auch Sachverhalt, lit. E vorstehend). Das die Disziplinen Innere Medizin,
Psychiatrie, Rheumatologie und Dermatologie umfassende Gutachten wurde am 23. Juli
2021 abgegeben (act. 38).
c. Während der Beschwerdeführer den Beweiswert des vom Gericht eingeholten G.-Gutach-
tens ausdrücklich anerkannte (act. 43), hat die Vorinstanz stillschweigend auf eine Stellung-
nahme dazu verzichtet. Das Gericht erachtet das G.-Gutachten, welches aus einer inter-
disziplinären Gesamtbeurteilung aller beteiligten Fachärzte und vier einzelnen Fachgutach-
ten besteht (Allgemeinmedizinische Begutachtung durch Dr. H.; Psychiatrische Begut-
achtung durch Dr. I.; Rheumatologische Begutachtung durch Dr. J.; Dermatologische
Begutachtung durch Dres. K. und L.), als voll beweiswertig: Das Gutachten ist umfassend,
wurde gestützt auf Erkenntnisse aus der jeweils persönlich vorgenommenen Untersuchung
des Beschwerdeführers sowie unter Berücksichtigung des der Gutachterstelle zur Verfügung
gestellten aktualisierten Aktendossiers sowie gegebenenfalls den seitens der einzelnen
Gutachter für erforderlich erachteten, zusätzlich eingeholten Unterlagen und Informationen
abgegeben. Sowohl die Beurteilungen und Schlussfolgerungen der einzelnen Fachärzte in
den Teilgutachten als auch die interdisziplinäre Gesamtbeurteilung sind schlüssig,
nachvollziehbar und leuchten ein. Für die Beurteilung des Gesundheitszustands und der
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers kann somit auf die medizinische Einschätzung im
G.-Gutachten (act. 38), das im Gegensatz zu dem von der Vorinstanz eingeholten
C.-Gutachten alle für eine umfassende Sachverhaltsabklärung nötigen Disziplinen berück-
sichtigte, abgestellt werden.
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2.3
a. Gemäss interdisziplinärer Gesamtbeurteilung stellten die G.-Gutachter folgende Diagnosen
mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 6):
1. Kombinierte Persönlichkeitsstörung im Sinne einer komplexen posttraumatischen Belastungsstörung (ICD-
10: F61.0)
2. In diesem Kontext dissoziative Symptome (F44.9)
- [...]
- [...]
- [...]
- [...]
3. Rezidivierende depressive Störung, ggw. mittelgradige Episode (ICD-10: F33.1)
4. Psoriatische Spondyloarthritis mit peripherer Manifestation, ED 09/2016
- arthralgischer Befall von Handgelenken, Kniegelenken, Schultern und Hüften rechts 09/2016 unter Humira®
seit 2013
- Synovitis initial am Knie rechts 2016, an den Fingergelenken rechts und am OSG links 2017
- aktuell mögliche Synovitiden MCP II-V rechts, Handgelenk rechts, OSG links, tarsale und MTP-Gelenke
links
- Therapie mit Cimiza® 2016 kurzzeitig, Otezla® 12/2016 bis 05/2017 (ohne Wirkung), Taltz® seit 05/2017,
gestoppt 03/2021, Methotrexat bis 2013 (20 mg subkutan wöchentlich) und 07/2019 bis 03/2021 (25 mg
subkutan wöchentlich)
- Immunoserologisch ANA 1:320, nukleoläre Antikörper, Anti-dsDNA negativ, Anti-Sm-Antikörper positiv, un-
auffällige Titer für Rheumafaktoren, Anti-CCP-Antikörper, SSA- und SSB-Antikörper immunserologisch 2016
- konventionell-bildgebend keine erosiven Veränderungen 2016 an Händen und Füssen
5. Dringender Verdacht auf Nierenzellkarzinom rechts anamnestisch, mit schlechtem Allgemeinzustand,
Gewichtsverlust von 20 kg seit 12/2020, rezidivierendes Erbrechen, Schwindelanfälle, Anämie.
b. In den der Konsensbeurteilung zugrundeliegenden Einzelgutachten wurde je eine vertiefte
fachärztliche Stellungnahme zum Gesundheitszustand des Beschwerdeführers abgegeben.
Während bei der allgemeininternistischen Untersuchung aktuell aufgrund des sich neu einge-
stellten dringenden Verdachts auf ein Nierenzellkarzinom und des seither nochmals deutlich
reduzierten Allgemeinzustands offensichtlich keine Arbeitsfähigkeit gesehen wurde (All-
gemeinmedizinische Begutachtung von Dr. H., S. 6), hielt der psychiatrische Gutachter Dr. I.
fest, beim Beschwerdeführer lägen bereits seit der Kindheit psychische Auffälligkeiten vor.
Der psychiatrische Gutachter nahm ausführlich dazu Stellung, weshalb nach seiner
Einschätzung die Begründung, wonach gemäss Vorgutachten beim Beschwerdeführer keine
Persönlichkeitsstörung vorliegen soll, nach ICD-10 nicht schlüssig erscheine; in den
Vorgutachten 2010, 2015 und 2018 werde lediglich argumentiert, dass der Beschwerdeführer
beruflich funktioniert habe, ohne dass die psychiatrische Vorgeschichte und das diagnos-
tische Fassen der frühkindlichen Auffälligkeiten differenziert diskutiert worden seien. Ins-
besondere wird auf eine durchgängig seit der Kindheit nachgewiesene Störung der Impuls-
kontrolle sowie dissoziales Verhalten bei unsteter beruflicher Anamnese hingewiesen. Es
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zeigten sich spezifische psychotraumatologische Symptome, das verminderte Selbst-
wertgefühl äussere sich immer wieder in depressiven und negativistischen Symptomen. Die
Arbeitsfähigkeit sei aus psychiatrischer Sicht dauerhaft vollständig aufgehoben seit dem
Eintritt in die psychiatrische Station M. vom 25. April 2017 (Psychiatrische Begutachtung,
S. 17 f.). Bei der rheumatologischen Fachbegutachtung stand die Psoriatische Spondylo-
arthritis im Vordergrund (Rheumatologische Begutachtung durch Dr. J., S. 8); die früher etab-
lierten rheumatologischen Diagnosen wurden insgesamt bestätigt, wobei darauf hingewiesen
wurde, dass es möglicherweise schon vor der Arthritis-Diagnosestellung 2016 parallel zur
Hautaffektion auch schon zu muskuloskelettären Entzündungsprozessen gekommen sei, die
jedoch zunächst unter der dermatologischen Therapie oligo- oder asymptomatisch geblieben
seien (Rheumatologische Begutachtung, S. 13). Für den Teil des muskuloskelettären
Krankheitsbildes bestehe derzeit ein Zwischenzustand, da die bisherige nicht vollständig
wirksame Behandlung wegen der internistischen Probleme abgesetzt habe werden müssen;
weitere Behandlungsmöglichkeiten und deren Erfolg könnten derzeit nicht abgeschätzt
werden (Rheumatologische Begutachtung, S. 14). Retrospektiv bestehe spätestens ab
Spätherbst 2020 rheumatologisch gar keine Arbeitsfähigkeit mehr, weder angestammt noch
adaptiert. In der früheren gutachterlichen Einschätzung 2018 sei nur eine intern-medizinische
Beurteilung vorgenommen worden; gestützt auf eine rheumatologisch differenziertere
Beurteilung der Gelenkkonstellation sei es aber über den Verlauf der Jahre bereits seit 2016
zu mehreren verschiedenen immunsupprimierenden Behandlungen gekommen, so dass
schon in diesem Zeitraum für angepasste Tätigkeiten insgesamt höchstens eine 70%-ige
Arbeitsfähigkeit aus rheumatologischer Sicht bestanden habe (Rheumatologische Begut-
achtung, S. 16 f.). Bei der dermatologischen Begutachtung wurden aus rein dermatologischer
Sicht und unter der Voraussetzung einer konsequenten dermatologischen Therapie keine
Diagnosen mit Auswirkung auf eine adaptierte Arbeit festgestellt, es wurde aber darauf hin-
gewiesen, dass die diagnostizierte Psoriasis vulgaris eine psychische Belastung darstellen
könne (Dermatologische Begutachtung, S. 4 f.).
Die Gutachter hielten im Rahmen ihrer interdisziplinären Gesamtbeurteilung fest, aus
gesamtmedizinischer Sicht sei "mit hoher Sicherheit seit dem Eintritt in die psychiatrische
Station M. vom 25. April 2017 nicht mehr von einer Arbeitsfähigkeit auszugehen" (act. 38,
Konsensbeurteilung, S. 9). Die Arbeitsfähigkeit sei sowohl angestammt als auch adaptiert
seit 25. April 2017 aus psychiatrischen Gründen sowie seit Spätherbst 2020 zusätzlich auch
aus somatischen Gründen aufgehoben (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 10).
c. Diese schlüssige und nachvollziehbare medizinische Einschätzung stimmt insbesondere
auch mit den Angaben des behandelnden Psychiaters überein. Gestützt auf den mit der
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zusätzlichen Einholung des G.-Gutachtens abschliessend geklärten medizinischen Sachver-
halt ist davon auszugehen, dass dem Beschwerdeführer medizinisch gesehen seit April 2017
im ersten Arbeitsmarkt keine Arbeitsfähigkeit mehr zugemutet werden kann, weder an-
gestammt noch adaptiert. Es ist nachvollziehbar, dass vor dem Hintergrund einer "kombinier-
ten Persönlichkeitsstörung mit rigidem Weltbild, zunehmender Misanthropie und sozialer
Deprivation" seine Flexibilität und Umstellungsfähigkeit von den G.-Gutachtern als derart
reduziert angesehen wurde, dass er "von einem Arbeitgeber nicht mehr getragen werden
kann" (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 7). Bei der gutachterlichen Untersuchung zeigten sich
weder Inkonsistenzen noch Hinweise auf Aggravation oder Simulation (act. 38, Konsens-
beurteilung, S. 8). Es wäre aus schlüssig begründeter gesamtgutachterlicher Sicht rein the-
oretisch höchstens eine den somatischen Beschwerden angepasste, in einem zeitlich
reduzierten 50%-Pensum ausübbare Beschäftigung im geschütztem Rahmen denkbar, wo-
bei im jetzigen Zeitpunkt aufgrund der möglichen Karzinomerkrankung zum Vornherein keine
Umsetzbarkeit für eine solche Beschäftigung besteht (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 9).
Da somit gestützt auf die medizinischen Abklärungen davon auszugehen ist, dass die
Arbeitsfähigkeit des Beschwerdeführers auf dem ersten Arbeitsmarkt seit April 2017 vollstän-
dig aufgehoben ist, erübrigt sich die Ermittlung des Invaliditätsgrad anhand eines Einkom-
mensvergleichs. Kann gemäss überzeugender medizinischer Einschätzung infolge aufgeho-
bener Arbeitsfähigkeit kein Invalideneinkommen mehr erzielt werden, beträgt der Invaliditäts-
grad unabhängig von der Höhe des Valideneinkommens 100% und es ist so oder so eine
volle Invalidenrente auszurichten.
2.4 Gemäss Art. 29 Abs. 1 und 3 IVG entsteht ein Rentenanspruch frühestens nach Ablauf von
sechs Monaten nach Geltendmachung des Leistungsanspruchs; die Rente wird vom Beginn
desjenigen Monats an ausbezahlt, in dem der Rentenanspruch besteht.
a. Die vom Beschwerdeführer auf den 22. Mai 2017 datierte Neuanmeldung zum Leistungs-
bezug ging gemäss Eingangsstempel der Vorinstanz am 24. Mai 2017 bei der Vorinstanz ein
(IV-act. 143). Das bedeutet, dass im konkreten Fall ein Rentenanspruch frühestens Ende
November 2017 mit Wirkung einer Rentenauszahlung bereits ab 1. November 2017 entste-
hen konnte (davon geht auch der Beschwerdeführer aus, vgl. act. 43, S. 2 in fine; die Vorin-
stanz hat sich nicht dazu geäussert), sollten die weiteren Voraussetzungen gemäss Art. 28
Abs. 1 IVG erfüllt sein.
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b. Gemäss Art. 28 Abs. 1 IVG haben versicherte Personen einen Rentenanspruch, wenn sie
a) ihre Erwerbfähigkeit oder die Fähigkeit, sich im Aufgabenbereich zu betätigen, nicht durch
zumutbare Eingliederungsmassnahmen wieder herstellen, erhalten oder verbessern können;
b) während eines Jahres ohne wesentlichen Unterbruch durchschnittlich mindestens 40
Prozent arbeitsunfähig gewesen sind; und
c) nach Ablauf dieses Jahres zu mindestens 40 Prozent invalid sind (Art. 28 Abs. 1 IVG).
Während die Voraussetzungen a) und c) im konkreten Fall gestützt auf die medizinische
Einschätzung im G.-Gutachten klar zu bejahen sind, da der Beschwerdeführer gemäss den
medizinischen Unterlagen ab dem frühestmöglichen Zeitpunkt des Rentenbeginns im
November 2017 über gar keine Arbeitsfähigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt mehr verfügte,
kann gestützt auf die vorhandenen Unterlagen auch die Voraussetzung b) als erfüllt
betrachtet werden (weshalb sich auch die vom Beschwerdeführer beantragte Ergänzungs-
frage an die Gutachter erübrigte, vgl. dazu Sachverhalt, lit. F vorstehend): Es erscheint
nämlich im konkreten Fall bei einer Gesamtwürdigung der Umstände überwiegend wahr-
scheinlich, dass sich bereits kurz nach der früheren rentenabweisenden Verfügung der
Vorinstanz im März 2016 (IV-act. 132) erste erhebliche Einschränkungen der Arbeitsfähigkeit
gezeigt haben, die schliesslich kontinuierlich bis zur vollständigen Arbeitsunfähigkeit im
Frühling 2017 führten. So wird nicht nur im Überweisungsbericht von Dr. N. vom 21. April
2017 von einer "seit einem Jahr kontinuierliche[n] Verschlechterung des psychischen
Zustandes" des Beschwerdeführers berichtet (IV-act. 144, S. 3 in fine), sondern der behan-
delnde Psychiater erwähnte auch bereits in seinem Bericht vom 25. Januar 2016 (IV-act.
126) eine gegenwärtig erneute Verschlechterung des Gesundheitszustands. Auch die
G.-Gutachter wiesen in der Konsensbeurteilung darauf hin, es sei insgesamt bereits im
Verlauf des Jahres 2016 "zu einer Akzentuierung und Chronifizierung der psychiatrischen
Symptomatik" (act. 38, Konsensbeurteilung, S. 10) gekommen. Grundsätzlich spielt es keine
Rolle, wie die Arbeitsunfähigkeit während des Wartejahres verläuft (MEYER/REICHMUTH,
Rechtsprechung des Bundesgerichts zum Sozialversicherungsrechts, Bundesgesetz über
die Invalidenversicherung [IVG], 3. Aufl. 2014, N 25 zu Art. 28 IVG). Der Beschwerdeführer,
der sich nachweislich im Frühling 2017 in eine stationäre psychiatrische Behandlung
begeben musste (IV-act.155) und seit diesem Zeitpunkt vollständig arbeitsunfähig ist, war
somit überwiegend wahrscheinlich auch bereits im Verlauf des Jahres vor dem
frühestmöglichen Rentenbeginn im November 2017 durchschnittlich gesehen in einem
insgesamt hohen Ausmass arbeitsunfähig.
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2.5 Die angeführten Erwägungen führen somit zusammengefasst zur Gutheissung der
Beschwerde. Die angefochtene leistungsabweisende Verfügung der Vorinstanz ist aufzuhe-
ben und die Vorinstanz anzuweisen, dem Beschwerdeführer rückwirkend ab November 2017
eine volle Invalidenrente auszurichten.
3. Kosten und Entschädigung
3.1 Nach Art. 69 Abs. 1bis IVG sind Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung
oder Verweigerung von Leistungen der Invalidenversicherung kostenpflichtig. In IV-Verfah-
ren vor Obergericht betragen diese üblicherweise Fr. 800.--, sofern keine besonderen
Umstände vorliegen, die ein Abweichen nach oben oder unten erfordern. Aufgrund der im
Vergleich zu anderen Verfahren deutlichen Mehraufwendungen des Gerichts im Zusammen-
hang mit der Einholung des Gerichtsgutachtens wird die Entscheidgebühr des vorliegenden
Verfahrens auf Fr. 1'000.-- festgesetzt. Nachdem der Beschwerdeführer mit seinen Anträgen
obsiegt hat und der Vorinstanz nach Art. 22 Abs. 1 des Gesetzes über die Verwaltungs-
rechtspflege (VRPG, bGS 143.1) keine Kosten auferlegt werden können, sind diese Kosten
auf die Staatskasse zu nehmen. Damit erübrigt sich die dem Beschwerdeführer gewährte
unentgeltliche Prozessführung.
3.2 Nach Art. 61 lit. g ATSG hat die obsiegende Beschwerde führende Person Anspruch auf
Ersatz der Parteikosten; diese werden vom Versicherungsgericht festgesetzt und ohne Rück-
sicht auf den Streitwert nach der Bedeutung der Streitsache und nach der Schwierigkeit des
Prozesses bemessen. Im Übrigen ist die Bemessung der Parteientschädigung dem
kantonalen Recht überlassen (Urteil des Bundesgerichts 8C_11/2016 vom 22. Februar 2016
E. 3.1). Zu berücksichtigen ist in diesem Zusammenhang namentlich Art. 13 Abs. 1 lit. c der
kantonalen Verordnung über den Anwaltstarif (AT, bGS 145.53), wonach in Verwal-
tungssachen vor Obergericht die pauschale Bemessung zur Anwendung gelangt. Für das
Honorar ist grundsätzlich ein Rahmen zwischen Fr. 1'000.-- bis Fr. 10'000.-- vorgesehen (Art.
16 Abs. 1 AT).
Beim vorliegenden Verfahrensausgang erübrigt sich auch die dem Beschwerdeführer
gewährte unentgeltliche Verbeiständung, da ihm gestützt auf die erwähnten Bestimmungen
zu Lasten der Vorinstanz eine Parteientschädigung zuzusprechen ist.
Der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers reichte am 11. November 2021 eine Kostennote
ein und machte ein Honorar von Fr. 4'600.-- sowie Barauslagen von Fr. 132.60 geltend
Seite 13
(act. 45), was angemessen erscheint. Die von der Vorinstanz an den Beschwerdeführer aus-
zurichtende Parteientschädigung ist somit, unter Miteinbezug der Mehrwertsteuer, auf
insgesamt Fr. 5'097.-- festzulegen.
3.3 Gemäss Rechtsprechung können Gutachtenskosten der IV-Stelle auferlegt werden, wenn
diese den Sachverhalt mangelhaft untersucht hat und die Einholung eines Gutachtens daher
notwendig war (BGE 143 V 269 E. 3.3 [insbesondere mit Hinweis auf BGE 139 V 496] und
E. 6.2.; Entscheid Sozialversicherungsgericht Zürich IV.2017.01157 vom 27. Juni 2019 E. 3,
bestätigt vom Bundesgericht im Urteil 8C_610/2019 vom 20. November 2019 E. 5.2; vgl.
auch BGE 140 V 70 E 6.2 für den Bereich der Unfallversicherung). Die Vorinstanz kam ihrer
Untersuchungspflicht im konkreten Fall nicht vollständig nach, nachdem das von ihr zur
Abklärung des medizinischen Sachverhalts eingeholte C.-Gutachten gar nicht alle vom RAD
vorgeschlagenen Fachdisziplinen abdeckte (vgl. IV-act. 171, S. 2; IV-act. 180, S. 1) und aus
diversen weiteren, bereits im Beschluss vom 10. Dezember 2019 (act. 15) ausführlich
dargelegten Gründen zu erheblichen Zweifeln Anlass gab, so dass gestützt darauf noch gar
keine zuverlässige Einschätzung des Gesundheitszustands des Beschwerdeführers möglich
war. Es ist Sache der Vorinstanz, dafür zu sorgen, dass erst nach Abschluss sämtlicher
nötigen Abklärungen über den Rentenanspruch verfügt wird. Dass die Einholung eines den
Anforderungen an den Beweiswert genügenden Gutachtens schliesslich erst im Rahmen des
vorliegenden Gerichtsverfahrens erfolgte, ändert nichts daran, dass diese Abklärungen
richtigerweise bereits von der Vorinstanz getätigt hätten werden müssen, wäre sie ihrer
Untersuchungspflicht nachgekommen. Unter diesen Umständen sind die Kosten für das
Gerichtsgutachten vollumfänglich von der Vorinstanz zu tragen. Das P. hat für das
G.-Gutachten vom 23. Juli 2021 mit 4 Disziplinen inkl. Diagnostik eine Rechnung von
Fr. 17'883.-- gestellt (act. 41). Die Vorinstanz wird verpflichtet, diesen Betrag zu vergüten.
Nur der Vollständigkeit halber sei angefügt, dass sich diese Kostenauflage auf Art. 45 Abs. 1
ATSG (BGE 139 V 496 E. 4.3) und damit auf Bundesrecht stützt. Die kantonalrechtliche
Bestimmung von Art. 22 Abs. 1 VRPG kann an dieser Stelle keine Anwendung finden.
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