# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** b94ef10e-245c-4679-9ffd-53a8210e7e63
**Court:** ZH_OG
**Chamber:** ZH_OG_002
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

betreffend sexuelle Nötigung (Rückweisung des Schweizerischen )
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Berufung gegen ein Urteil des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 13. November 2017 sowie einen Beschluss des Bezirksgerichtes Zürich, 3. Abteilung, vom 6. Juni 2018 (DG170098); Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich, II. Strafkammer, vom 22. Oktober 2019 (SB180143); Urteil des Schweizerischen Bundesgerichtes vom 11. März 2021 (6B_1370/2019)
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Anklage:
Die Anklageschrift vom 31. März 2017 (Urk. 54) der Staatsanwaltschaft Zürich –
Sihl ist diesem Urteil beigeheftet.
Urteil der Vorinstanz:
1. Der Beschuldigte A._ ist schuldig der sexuellen Nötigung im Sinne von
Art. 189 Abs. 1 StGB.
2. [...]
3. Der Beschuldigte A._ wird bestraft mit 4 Jahren Freiheitsstrafe, wovon
bis und mit heute 122 Tage durch Haft erstanden sind.
4. Der Vollzug der Freiheitsstrafe des Beschuldigten A._ wird nicht aufge-
schoben.
5. [...]
6. [...]
7. Die sichergestellten Gegenstände
− Damenbekleidung (Ass.-Nr. A008'233'543),
− Herrenunterwäsche, Marke "Calvin Klein", (Ass.-Nr. A008'233'565),
− Bettwäsche, 1 Kissenbezug, 1 Deckenbezug, 1 Leintuch, (Ass.-Nr.
A008'233'781)
sind dem Beschuldigten A._ innerhalb von zwei Monaten nach Eintritt
der Rechtskraft herauszugeben, ansonsten sie der Lagerungsbehörde zur
Vernichtung überlassen werden.
8. Der Antrag betreffend Herausgabe des Eherings an den Beschuldigten
A._ wird abgewiesen.
9. Es wird festgestellt, dass die Beschuldigten gegenüber der Privatklägerin
B._ aus dem eingeklagten Ereignis dem Grundsatze nach schadener-
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satzpflichtig sind. Zur genauen Feststellung des Umfanges des Schadener-
satzanspruches wird die Privatklägerin auf den Weg des Zivilprozesses ver-
wiesen.
10. Die Beschuldigten werden solidarisch verpflichtet, der Privatklägerin
B._ Fr. 12'000.– als Genugtuung zu bezahlen. Im Mehrbetrag wird das
Genugtuungsbegehren abgewiesen.
11. Die Gerichtsgebühr wird festgesetzt auf:
Fr. 6'000.00 ; die weiteren Kosten betragen:
Fr. 4'200.00 Gebühr für das Vorverfahren Fr. 9'172.80 Auslagen (diverse Gutachten) Fr. 50.00 Auslagen Fr. 16'085.30 Entschädigung amtliche Verteidigerin des Beschuldigten
Fr. 11'659.10 Entschädigung ehemaliger amtlicher Verteidiger des 
Allfällige weitere Auslagen bleiben vorbehalten.
[...].
12. Die Kosten der Untersuchung und des gerichtlichen Verfahrens, ausge-
nommen diejenigen der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten A._,
werden den Beschuldigten je zur Hälfte auferlegt.
13. Die Kosten der amtlichen Verteidigung durch Rechtsanwältin lic. iur.
X1._ von Fr. 16'085.30 werden auf die Gerichtskasse genommen; vor-
behalten bleibt eine Nachforderung gemäss Art. 135 Abs. 4 StPO gegenüber
dem Beschuldigten A._.
14. Hinsichtlich der Kosten für die amtliche Verteidigung durch Rechtsanwalt
lic. iur. X2._ von Fr. 11'659.10 wird eine Nachforderung gemäss
Art. 135 Abs. 4 StPO gegenüber dem Beschuldigten A._ vorbehalten.
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Berufungsanträge im ersten Berufungsverfahren:
a) Der amtlichen Verteidigung des Beschuldigten 1:
(Urk. 135 S. 1 f.; Urk. 165 S. 1, sinngemäss)
1. In Aufhebung der Ziffern 1, 3 und 4 des vorinstanzlichen Urteils sei der
Beschuldigte vom Vorwurf der sexuellen Nötigung freizusprechen, und
es sei von einer Bestrafung des Beschuldigten abzusehen. Ebenso
wenig sei er wegen einfacher Körperverletzung zu verurteilen und zu
bestrafen.
2. Dem Beschuldigten sei Schadenersatz in der Höhe von Fr. 36'927.--
auszurichten sowie eine Genugtuung in der Höhe von Fr. 30'000.--, je
zuzüglich 5 % Zins ab 1. August 2015.
3. Ziffer 7 des angefochtenen Urteils sei zu bestätigen.
4. Die Zivilansprüche der Privatklägerin seien abzuweisen, und die Ziffern
9 und 10 des angefochtenen Urteils seien aufzuheben.
5. Hinsichtlich des nachträglichen Beschlusses der Vorinstanz vom
6. Juni 2018 wird an den Anträgen gemäss Eingabe vom 21. Juni 2018
festgehalten.
6. Von einer hälftigen Kostenauflage an den Beschuldigten hinsichtlich
des erstinstanzlichen Verfahrens und der Untersuchung sei abzuse-
hen, und diese Kosten seien in Abänderung von Ziffer 12 des ange-
fochtenen Urteils definitiv auf die Staatskasse zu nehmen.
7. In Abänderung der Ziffern 13 und 14 des angefochtenen Urteils sei von
einer Nachforderung gegenüber dem Beschuldigten hinsichtlich seiner
Verteidigungskosten (RA X2._ und RA X1._) abzusehen, und
diese Kosten seien ebenfalls definitiv auf die Staatskasse zu nehmen.
8. Die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft sei abzuweisen.
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9. Die Kosten des Berufungsverfahrens seien wie die Kosten der amtli-
chen Verteidigung (inkl. MWSt) auf die Staatskasse zu nehmen.
10. Auf die Anklageergänzung vom 15. Februar 2019 sei nicht einzutreten,
eventualiter sei der Beschuldigte vom neuen Anklagevorwurf freizu-
sprechen.
b) Des Vertreters der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl:
(Urk. 137 S. 1 f.)
1. Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs (Urteilsdispositiv Zif-
fer 1);
2. Bestrafung des Beschuldigten A._ mit einer Freiheitsstrafe von 41⁄2
Jahren, abzüglich der erstandenen Haft (Urteilsdispositiv Ziff. 3);
3. Verweigerung des bedingten Vollzugs dieser Freiheitsstrafe (Urteils-
dispositiv Ziff. 4);
4. Im Übrigen Bestätigung des vorinstanzlichen Urteils;
5. Unter Kostenfolge des zweitinstanzlichen Verfahrens zulasten des Be-
schuldigten A._.
c) Der unentgeltlichen Rechtsvertretung der Privatklägerin:
(Prot. II S. 24 f., sinngemäss)
1. Bestätigung des vorinstanzlichen Schuldspruchs und Bestrafung des
Beschuldigten 1 mit 41⁄2 Jahren Freiheitsstrafe;
2. Festhalten an der Genugtuung von Fr. 12'000.–;
3. Festhalten am Antrag betreffend den Beschluss vom 16. Juni 2018
über die Anwaltskosten.
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Beschluss und Urteil des Obergerichtes des Kantons Zürich vom 22. Oktober 2019:

## Considerations