# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 38ed24ad-64bc-40c4-be3b-da3a6505af5b
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt
A. A._ war zwischen dem 1. März 2016 bis Juni 2016 als Fussballspieler in der ersten Mannschaft der zweiten Liga für den Verein B._ tätig. Zwischen den Parteien entstand Uneinigkeit darüber, ob sich der Verein gegenüber A._ verpflichtet hatte, ihm eine garantierte Arbeitsstelle für ein Arbeitspensum von 100% zu vermitteln, ihm während der Dauer des Vertragsverhältnisses unentgeltlich eine Wohnung zur Verfügung zu stellen sowie ihm für den Fall des Nichtabstiegs des Vereins aus der zweiten Liga Ende Saison eine Prämie von CHF 2'000.00 auszuzahlen.
B. Auf Ersuchen von A._ fand am 2. Februar 2017 eine Schlichtungsverhandlung statt, an der sich die Parteien nicht einigen konnten. Daraufhin stellte der Vermittler am 3. Februar 2017 die Klagebewilligung aus, die folgende Rechtsbegehren enthält:
1. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 16'300 nebst Zins zu 5 % seit 08. September 2016 zu bezahlen.
2. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung des Betreibungsamtes Surselva (Betreibung Nr. _), Zahlungsbefehl vom 09.09.2016, sei zu beseitigen.
3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten.
C. A._, vertreten durch Rechtsanwalt Lucien W. Valloni, liess am 4. Mai 2017 (Poststempel) frist- und formgerecht Klage einreichen. Sie enthielt folgendes abgeändertes Rechtsbegehren:
1. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 14'300 nebst Zins zu 5 % seit 10. September 2016 zu bezahlen.
2. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 2'000 nebst Zins von 5 % seit 4. Juni 2016 zu bezahlen.
3. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung des Betreibungsamtes Surselva (Betreibung Nr. _), Zahlungsbefehl vom 09. September 2016, sei im klagegutheissenden Umfang zu beseitigen.
4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beklagten.
D. Am 30. Juni 2017 begehrte der Verein B._, auf die Klage sei nicht einzutreten, und ersuchte das Regionalgericht Surselva um Erlass eines superprovisorischen Zwischenentscheids über die Zuständigkeit des angerufenen Gerichts.
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E. Nachdem das Regionalgericht Surselva eine Beschränkung des Verfahrens auf die Prozessvoraussetzung der Zuständigkeit des Gerichts geprüft und hierzu bei A._ eine entsprechende Stellungnahme eingeholt hatte, teilte es mit prozessleitender Verfügung vom 23. August 2017 mit, dass es auf die Durchführung einer auf die Frage der Zuständigkeit des Gerichts beschränkten Hauptverhandlung verzichte und das Verfahren in der Sache selbst fortgeführt werde. Zudem wurde dem Verein B._ eine neue Frist zur Einreichung der Klageantwort angesetzt.
F. Nach gewährter Fristerstreckung liess der Verein B._, vertreten durch Rechtsanwalt Remo Cahenzli, die Klageantwort mit folgenden Rechtsbegehren einreichen:
1. Auf die Klage sei mangels Zuständigkeit des angerufenen Gerichts nicht einzutreten.
2. Sofern auf die Klage eingetreten wird, sei diese vollumfänglich abzuweisen.
3. Unter voller vermittleramtlicher, gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (inkl. MWST) zu Lasten des Klägers.
G. Am 8. Januar 2018 reichte A._ die Replik mit folgendem Rechtsbegehren ein:
1. Auf die Klage sei einzutreten.
2. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 14'300 nebst Zins von 5 % seit 10. September 2016 zu bezahlen.
3. Der Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger CHF 2'000 nebst Zins von 5 % seit 4. Juni 2016 zu bezahlen.
4. Der Rechtsvorschlag in der Betreibung des Betreibungsamtes Surselva (Betreibung Nr. _), Zahlungsbefehl vom 09. September 2016, sei im klagegutheissenden Umfang zu beseitigen.
5. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten.
H. Mit Eingabe vom 19. März 2018 reichte der Verein B._ die Duplik mit unveränderten Rechtsbegehren ein.
I. Mit prozessleitender Verfügung vom 10. April 2018 erliess das Regionalgericht Surselva die Beweisverfügung, in der den Parteien die verschiedenen Beweisthemen auferlegt und die verschiedenen Beweismittel
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bezeichnet wurden. Am 12. Juni 2018 bzw. 10. Juli 2018 fanden die Einvernahmen von C._, D._, E._ und F._ als Zeugen statt. In der Folge versuchten die Parteien erfolglos eine gütliche Einigung zu erzielen, sodass mit prozessleitender Verfügung vom 15. März 2019 zur Hauptverhandlung vorgeladen wurde.
J. Am 30. April 2019 fand die Hauptverhandlung statt, an der A._ mit seinem Rechtsvertreter sowie der Rechtsvertreter des Vereins B._ teilnahmen. Mit gleichentags ergangenem Entscheid, mitgeteilt am 12. Juni 2019, erkannte das Regionalgericht Surselva:
1. Die Klage wird abgewiesen.
2.a) Die Gerichtskosten in Höhe von CHF 6'000.00 werden gemäss Art. 114 ZPO auf die Gerichtskasse genommen.
b) A._ hat dem B._ eine Parteientschädigung von CHF 15'204.60 (inkl. Barauslagen, Spesen und MwSt.) zu bezahlen.
3. Die Entschädigung von Rechtsanwalt Dr. iur. Lucien W. Valloni als unentgeltlicher Rechtsvertreter von A._ wird auf CHF 16'289.40 festgesetzt. Die Entschädigung geht – unter Vorbehalt der Verpflichtung zur Nachzahlung gemäss Art. 123 ZPO – zu Lasten des Kantons Graubünden und wird aus der Gerichtskasse bezahlt.

## Considerations