# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 3820173c-a5ce-4562-81d3-44b412d43224
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Das Quartierplangebiet R._ umfasst die Parzellen S._,
T._, U._ und V._ im Grundbuch der Gemeinde
M._. Diese Parzellen liegen teilweise in der Wohnzone III,
teilweise in der Landwirtschaftszone. Anlässlich der Totalrevision der
Ortsplanung vom 15. Dezember 2011, genehmigt von der Regierung am
21. Juni 2011, wurde für die Wohnzone W III eine Quartierplanpflicht
gemäss Art. 26 Abs. 4 KRG festgelegt.
2. Im Herbst/Winter 2016 führte die Gemeinde M._ eine erste
Grundlagenanalyse zur Erstellung eines kommunalen räumlichen
Leitbildes (KRL) durch. Anlässlich der Gemeindeversammlung vom 15.
Dezember 2016 erfolgte eine Orientierung über den Start des
Leitbildprozesses und ein Aufruf zur Teilnahme an einem
Mitwirkungsworkshop. Der Mitwirkungsworkshop fand am 3. März 2017
mit 14 Personen aus Bevölkerung, Gemeinde und Politik statt.
Anschliessend wurde zwischen April 2017 und August 2018 das KRL
aufgrund des Mitwirkungsworkshops erarbeitet. Anlässlich der
Gemeindeversammlung vom 3. September 2018 wurde die Überarbeitung
des KRL und die Einreichung zur kantonalen Vorprüfung beschlossen. Am
1. November 2018 teilte das Amt für Raumentwicklung Graubünden (ARE)
dem Gemeindevorstand den Vorprüfungsbericht mit. Die Gemeinde
M._ nahm in der Folge das KRL mit Datum vom 17. Mai 2019 zur
Kenntnis.
3. Der private Quartierplan R._, bestehend aus den
Quartierplanvorschriften, dem Bestandesplan 1:1000,
Landumlegungsplan 1:1000, Gestaltungsplan 1:1000, Erschliessungsplan
1:1000, der grundbuchlichen Behandlung und der Bestandes- und
Landumlegungstabelle, wurde von den Grundeigentümern im
Quartierplangebiet erarbeitet und vom 16. August 2019 bis 15. September
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2019 öffentlich aufgelegt wurde. Innert der Auflagefrist ging gegen den
Quartierplan R._ eine gemeinsame Einsprache einiger
angrenzender Grundeigentümer ein. Mit Schreiben vom 14. Oktober 2019
liessen sich die Grundeigentümer im Quartierplan R._
vernehmen. Mit Schreiben vom 28. Januar 2020 wurden sämtliche
Einsprecher sowie die Grundeigentümer im Beizugsgebiet des
Quartierplan R._ durch die Gemeinde darüber informiert, dass
aufgrund diverser Einsprachen und der darin vorgebrachten Rügen die
Gemeinde in Erwägung ziehe, den Quartierplan dahingehend
anzupassen, dass die "Baufelder Hauptbauten" entlang der Zonengrenze
um einen Meter nach Norden in Richtung Bauzone verschoben würden.
Ergänzend wurden den Einsprechern mit Schreiben vom 5. März 2020
weitere Unterlagen zur Stellungnahme zugestellt. Die Einsprecher liessen
der Gemeinde am 21. Februar 2020, am 5. sowie am 18. März 2020 eine
ergänzende Stellungnahme zukommen.
4. Mit Einspracheentscheid und Genehmigungsbeschluss vom 14., mitgeteilt
am 17. April 2020, wies der Gemeindevorstand die Einsprache ab und
genehmigte den Quartierplan R._.
5. Dagegen erhoben die nun anwaltlich vertretenen A._,
B._, C._, D._, E._, F._,
G._, H._, I._, J._, K._,
L._ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 20. Mai 2020 beim
Verwaltungsgericht des Kantons Graubünden Beschwerde und
beantragten die Aufhebung des Einspracheentscheids und
Genehmigungsbeschlusseses vom 14., mitgeteilt am 17. April 2020, des
Gemeindevorstandes M._ i.S. Quartierplan R._. In
formeller Hinsicht rügten sie das fehlende Beschlussdatum auf dem
angefochtenen Entscheid. Sollte sich herausstellen, dass ein
ordnungsgemässer Beschluss nach Abschluss des Schriftenwechsels
fehle, leide die Verfügung an einem gravierenden Mangel und wäre bereits
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aus diesem Grund aufzuheben. In materieller Hinsicht rügten die
Beschwerdeführer, dass der Quartierplan R._ offensichtlich im
Widerspruch zu den im KRL vom 17. Mai 2019 festgelegten
Entwicklungszielen und Handlungsanweisungen stehe. Entgegen der
Auffassung des Gemeindevorstandes im angefochtenen Entscheid seien
die selbst auferlegten und vordefinierten Handlungsweisen im KRL für den
Gemeindevorstand insofern verbindlich, als dass der Gemeindevorstand
sich an die eigens definierte Stossrichtung halten müsse. Im KRL sei
festgehalten, dass das Gebiet R._ aufgrund seiner schattigen
Lage am Nordhang wenig Wohn- sowie kaum Aufenthaltsqualitäten biete,
weshalb diese Bauzonen nach Möglichkeit umgelagert werden sollten.
Zudem sei festzuhalten, dass kein Rechtsanspruch auf Erlass eines
Quartierplanes, im Gegensatz etwa auf Erlass einer Baubewilligung,
bestehe. Die vom Gemeindevorstand vorgebrachte Argumentation, eine
Auszonung im Quartier R._ sei unrealistisch, wirke angesichts der
Tatsache, dass sich seit dem Erlass des KRL weder die Rechts- noch
Sachlage geändert habe und nur ein Jahr vergangen sei, krass
widersprüchlich und willkürlich. Mit dem Erlass des Quartierplans
R._ habe der Gemeindevorstand Art. 17 Abs. 2 KRVO sowie
Art. 5 Abs. 2 BV verletzt und das ihm zustehende planerische Ermessen
in unzulässiger Weise überschritten, indem er ohne veränderte Sach- oder
Rechtsverhältnisse von den eigens auferlegten Handlungsanweisungen
abgewichen sei. Hinzu komme, dass der Gemeindevorstand keine
Beschlüsse fassen dürfe, welche die planerische Umsetzung des Leitbild-
bzw. Konzeptplans und der Handlungsanweisungen verunmögliche. Da
der angefochtene Genehmigungsbeschluss schlussendlich aber genau zu
diesem Ergebnis führe, erweise sich der Beschluss als rechtswidrig.
Ferner erweise sich die Beurteilung, die Auszonung der nicht überbauten
Baulandflächen im Gebiet R._ sei unrealistisch, als
widersprüchlich und willkürlich. Des Weiteren verletze die angefochtene
Verfügung Art. 51 Abs. 1 KRG, wonach sich das Planungsgebiet lediglich
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auf die Bauzone beziehen dürfe. Die Ausdehnung des Quartierplangebiets
auf Land ausserhalb der Bauzone sei nur zulässig, falls die Planung,
insbesondere die Erschliessungsplanung, dies erfordere. Der
Erschliessungsplan zeige auf, dass keine Erschliessung über die
Landwirtschaftszone geplant sie, sodass nicht davon ausgegangen
werden könne, dass die Flächen zu einem späteren Zeitpunkt der
Bauzone zugewiesen werden könne. Der Einbezug der
Landwirtschaftsflächen erfolge einzig zur Umgehung von
Abstandsvorschriften. Infolge Verletzung von Art. 51 Abs. 1 KRG sei der
Einspracheentscheid und Genehmigungsbeschluss auch aus diesem
Grund aufzuheben. Schliesslich sei festzuhalten, dass das vorgesehene
Richtprojekt, auf welchem der Quartierplan R._ basiere, die
Vorgaben der Regelbauweise nicht einhalte. Von der Regelbauweise
dürfe aber nur abgewichen werden, wenn ein Projekt zu einer
überdurchschnittlichen Wohnqualität führe. Im vorliegenden Fall sei diese
Voraussetzung nicht erfüllt, so dass eine Abweichung von der
Regelbauweise nicht zulässig sei.
6. Mit Schreiben vom 25. Mai 2020 ersuchte der Instruktionsrichter die
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer, dem Gericht einen
Übersichtsplan zuzustellen, aus welchem hervorgehe, welche
Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführer auf welchen Parzellen
wohnen und mit welchen Rechtstiteln. Dieser Aufforderung kam die
Rechtsvertreterin der Beschwerdeführer mit Schreiben vom 2. Juni 2020
nach.
7. Mit Schreiben vom 5. Juni 2020 lud der Instruktionsrichter die
Quartierplangenossen N._, O._, die P._
M._ und Q._ als Dritte, die durch den Entscheid in ihren
schutzwürdigen Interessen berührt werden (könnten), zur Teilnahme am
Verfahren bei.
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8. Innert der bis zum 20. August 2020 erstreckten Frist reichten die nun
anwaltlich vertretenen Q._, N._, O._ sowie die
P._ M._ (nachfolgend Beigeladene) ihre
Vernehmlassung ein. Sie beantragten die Abweisung der Beschwerde
unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWST zu Lasten der
Beschwerdeführer. Aus dem Kurzprotokoll des Gemeindevorstandes vom
14. April 2020 ergebe sich, dass anlässlich dieser Sitzung das
Ausstandsbegehren zum Quartierplan R._ sowie auch die
Einsprache dazu behandelt und abgewiesen und schliesslich den
Quartierplan R._ genehmigt habe. Was die Rügen zum KRL
beträfen, so erwiesen sich diese in mehrfacher Hinsicht als unbegründet.
Erstens handle es sich beim KRL weder um eine behördenverbindliche
und schon gar nicht um eine grundeigentümerverbindliche
Planungsgrundlage. Zur Behördenverbindlichkeit eines KRL bedürfe es in
verfahrensrechtlicher Hinsicht zum einem mindestens einer öffentlichen
Mitwirkungsauflage mit entsprechender amtlicher Publikation im
Kantonsamtsblatt und im Bezirksamtsblatt und zum anderen eines
Beschlusses der Gemeindeversammlung über dessen Erlass, beides sei
nicht geschehen. Soweit ersichtlich habe nicht einmal der
Gemeindevorstand das KRL selbst verabschiedet, sondern als
Planungsbehörde das Resultat des Mitwirkungsworkshops als Meinung
der Bevölkerung unhinterfragt im KRL belassen und zur Kenntnis
genommen. Entgegen der offenbar ursprünglich formulierten Zielsetzung
des KRL als behördenverbindliche Grundalge sei die Gemeinde
M._ ganz offensichtlich von dieser Zielbestimmung
abgekommen. Selbst wenn das KRL behördenverbindlich wäre, müsste
es zunächst in eine grundeigentümerverbindliche Nutzungsordnung
überführt werden, wobei ein solcher Schritt ebenfalls nicht erfolgt sei.
Folgte man der Logik der Beschwerdeführer, müsste der
Gemeindevorstand über das gesamte Siedlungsgebiet eine
Planungszone erlassen. Dies würde der rechtskräftigen,
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grundeigentümerverbindlichen Grundordnung und den Zielen des RPG
zuwiderlaufen. Drittens widerspreche der Quartierplan auch in inhaltlicher
Sicht den Eckpfeilern des KRL vom 17. Mai 2019 in keinster Weise. Aus
dem Einspracheentscheid und dem Genehmigungsbeschluss ergebe sich
eindeutig, dass der Gemeindevorstand bei der Prüfung des Quartierplans
R._ das KRL berücksichtigt habe. Die Gemeinde M._
gehöre gemäss Gemeindedatenblatt vom 20. März 2018 nicht zu
denjenigen Gemeinden, welche bei der kommenden Ortsplanrevision
wegen überdimensionierten Bauzonen zur Auszonung von Bauland
verpflichtet seien. Die primäre Aufgabe der anstehenden Ortsplanrevision
werde vielmehr sein, die bestehenden, ungenutzten, gut erschlossenen,
baureifen Bauzonenreserven zu mobilisieren. Die streitbetroffenen, mit
einer Quartierplanpflicht belegten Parzellen seien baureif, lägen innerhalb
der OV-Güterklasse D, es liege ein in gestalterischer Sicht überzeugender
Quartierplan vor und die sich im Quartierplan befindlichen Parzellen
könnten zeitnah tatsächlich überbaut, mobilisiert, und ihrer vorgesehenen
Nutzung zugeführt werden. Das entspreche vollumfänglich der
Zielsetzung des RPG, des kantonalen Richtplans und des kommunalen
KRL. Was die Rüge der Beschwerdeführer von Art. 51 KRG betreffe, so
sei bereits in formeller Hinsicht vorab festzuhalten, dass die Festlegung
des Quartierplangebiets die Beschwerdeführer in keiner Weise tangiere
und es deshalb fraglich sei, ob sie zur Erhebung dieser Rüge überhaupt
legitimiert seien. Auch in materieller Hinsicht sei der Rüge nicht zu folgen,
da die Planung ausnahmsweise auf Grundstücke ausserhalb der Bauzone
erfolgen könne, falls diese dies erfordere. Das definierte
Quartierplangebiet umfasse ausschliesslich die Grundstücke S._,
T._, U._ und V._, welche sich bekanntlich
teilweise in der Bauzone und teilweise in der Landwirtschaftszone
befänden. Die Planung habe sodann den vollumfänglichen Einbezug aller
Grundstücke erfordert, weil im Rahmen des Quartierplans R._
eine Landumlegung erfolgt sei, welche zwingendermassen den Einbezug
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der ganzen Parzelle erfordere. Was schliesslich die Abweichung von der
Regelbauweise betreffe, so sehe Art. 11 Abs. 3 BG diese Abweichung vor,
sofern damit ein haushälterischer Umgang mit dem Boden bei
überdurchschnittlicher Wohn- und Gestaltungsqualität erreicht werde. Der
Gemeindevorstand habe diese Voraussetzung im Rahmen des ihm
zustehenden Ermessens zu Recht bejaht. Dass die Beschwerdeführer,
welche allesamt im selben Quartier leben würden, dem Gebiet
Wohnqualität absprechen würden, nur weil es schattig sei, ergebe
offensichtlich einen Widerspruch. Zusammenfassend sei festzuhalten,
dass die Gemeinde die Einsprache der Beschwerdeführer zu Recht
abgewiesen und den Quartierplan R._ zu Recht genehmigt habe.
9. Ebenfalls innert der bis zum 20. August 2020 erstreckten Frist liess sich
die Gemeinde M._ (nachfolgend: Beschwerdegegnerin) am
17. August 2020 vernehmen. Sie schloss ebenso auf Abweisung der
Beschwerde, soweit darauf eingetreten werden könne, unter gesetzlicher
Kosten- und Entschädigungsfolge. Auch sie legte in Bezug auf das KRL
dar, dass diese als eines der ersten Leitbilder im Kanton Graubünden noch
ein Auswuchs aus dem "Entwicklungskonzept Siedlung und Verkehr
(EKSV)" sei. Das Leitbild basiere im Wesentlichen auf Inputs und
Wünschen aus einem Mitwirkungsworkshop. Basierend auf den
Ergebnissen der Grundanalyse und dem ersten Workshop sei das
Entwicklungskonzept von der X._ Büro für Raumplanung AG
entworfen worden. In der Folge sei es vom ARE, vom Gemeindevorstand
sowie der Gemeindeversammlung zur Kenntnis genommen worden.
Weder der Gemeindevorstand noch die Gemeindeversammlung hätten
das KRL beschlossen, es sei auch zu betonen, dass der
Gemeindevorstand keine inhaltliche Prüfung bzw. Anpassung
vorgenommen habe. Zudem sei darauf hinzuweisen, dass ein KRL eine
zeitlich weit nach vorne blickende Perspektive habe, der Planungshorizont
betrage 20 bis 25 Jahre im Vergleich zu 15 Jahren bei der
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Nutzungsplanung. Das KRL diene daher als Orientierungsrahmen für die
Planungsbehörde. Auch wenn der Begriff Behördenverbindlichkeit im
Zusammenhang mit dem KRL immer wieder gebraucht werde, bedeute
dies nicht, dass die im KRL enthaltenen Aussagen zu verschiedensten
Themen exakt umzusetzen wären. Selbstverständlich sei das Leitbild von
der kommunalen Behörde im Rahmen der Tragweite zu berücksichtigen,
es könne jedoch sicher nicht zu einem Baumoratorium führen. Vorliegend
sei das KRL bei der Prüfung des Quartierplans R._ sehr wohl
berücksichtigt worden, nämlich in Bezug auf die wichtigste
richtungsbestimmte Aussage, nämlich der konsequenten Mobilisierung
der inneren Bauland- und Nutzungsreserven. Diesem
Mobilisierungsauftrag sei die Gemeinde gerecht geworden. Zur Frage, ob
mit der Festlegung des Quartierplangebiets eine angebliche Verletzung
von Art. 51 KRG vorgefallen sei, führte die Beschwerdegegnerin aus, es
fehle den Beschwerdeführern in formeller Hinsicht an der Legitimation, da
die Festlegung des Quartierplangebietes die Beschwerdeführer in keiner
Weise beeinträchtige und es daher am schützenswerten Interesse an
einer Anpassung zukomme. Auf die Rüge sei daher nicht einzutreten.
Auch in materieller Hinsicht erweise sich die Festlegung des Gebiets als
zulässig, da der vollständige Einbezug der Parzellen S._,
T._, U._ und V._ für die Anpassung der
gesamten Elektrizitätserschliessung erforderlich sei. Der Vorwurf der
Beschwerdeführer, wonach die Festlegung des Quartierplanperimeters
zwecks Umgehung der Abstandsvorschriften erfolgt sei, sei ebenfalls
unbegründet. Insbesondere sei auf Art. 77 KRG hinzuweisen, wonach die
Baubehörde Unterschreitungen der im KRG und im BG festgelegten
Bauabstände bewilligen könne, wenn eine Vereinbarung zwischen den
Betroffenen vorliege und keine überwiegenden Interessen
entgegenstünden. Angesichts der Tatsache, dass auch die in der
Landwirtschaftszone liegenden Parzellenteile im Eigentum der
Quartierplanbeteiligten stünden, wäre eine Unterschreitung von
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Bauabständen ohne weiteres möglich, da keine entgegenstehenden
öffentlichen Interessen ersichtlich seien.
10. Mit zweifacher Replik vom 21. September 2020 nahmen die
Beschwerdeführer sowohl zur Vernehmlassung der Beschwerdegegnerin
wie der Beigeladenen Stellung. Sie hielten auch nach Durchsicht der
beiden Vernehmlassungen unverändert an ihren Rechtsbegehren und an
den Ausführungen der Beschwerde fest und vertieften ihre Ausführungen.
11. Duplizierend hielten sowohl die Beschwerdegegnerin als auch die
Beigeladenen mit Schreiben vom jeweils 23. Oktober 2020 an ihren
eingangs gestellten Rechtsbegehren fest und vertieften ihre
Argumentation.
Auf die weiteren Ausführungen der Parteien in ihren Rechtsschriften, den
angefochtenen Entscheid und die weiteren Akten, wird, soweit
erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1. Anfechtungsobjekt ist hier der Einspracheentscheid und
Genehmigungsbeschluss vom 14, mitgeteilt am 17. April 2020, betreffend
Quartierplan R._ auf den Parzellen S._, T._,
U._ und V._. Der Entscheid ist weder endgültig noch
kann er bei einer anderen Instanz angefochten werden, sodass es sich um
ein taugliches Anfechtungsobjekt im Sinne von Art. 49 Abs. 1 lit. a des
Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege (VRG; BR 370.100) handelt.
Der besagte Quartierplan wurde mit einer Änderung (s. dazu Ziff. III/2 im
angefochtenen Entscheid) genehmigt und die Einsprache
dementsprechend abgewiesen. Mit diesem Vorgehen konnten sich die
Einsprecher - allesamt Alleineigentümer oder Mieter benachbarter
Liegenschaften rund um das Quartierplangebiet - nicht einverstanden
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erklären, weshalb sie dagegen Beschwerde beim Verwaltungsgericht des
Kantons Graubünden erhoben und die Aufhebung des angefochtenen
Entscheids vom 14./17. April 2020 beantragten. Die Beigeladenen sind
dazu diametral gegenteiliger Auffassung und haben daher allesamt die
kostenfällige Abweisung der Beschwerden beantragt. Beschwerdethemen
sind folglich die Rechtmässigkeit und Verhältnismässigkeit des Vorgehens
und des Entscheides der Beschwerdegegnerin.
1.2. Gemäss Art. 50 VRG ist zur Beschwerde legitimiert, wer durch den
angefochtenen Entscheid berührt ist und ein schutzwürdiges Interesse an
seiner Aufhebung oder Änderung hat oder wer durch besondere Vorschrift
dazu ermächtigt ist. Für die Legitimation in raumplanungsrechtlichen
Angelegenheiten ist auch Art. 33 Abs. 3 lit. a RPG zu beachten und
dementsprechend auch die Rechtsprechung des Bundesgerichts zur
Legitimation im Sinne von Art. 89 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das
Bundesgericht (BGG; SR 173.110). Diese Anfechtungsbefugnis ist im
konkreten Fall bei sämtlichen Beschwerdeführern zu bejahen, da sie
unwiderlegt in nächster räumlicher Nähe vom Quartierplangebiet selbst
über Grundeigentum und/oder Mietverträge verfügen und deshalb durch
die Neugestaltung des betreffenden Teilgebiets sehr wohl auch nachteilig
betroffen sein könnten (vgl. Schreiben der Beschwerdeführer vom 2. Juni
2020 inkl. beiliegendem Übersichtsplan sowie Angaben zu den einzelnen
Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführer). Die Schutzwürdigkeit
ihrer Interessen an der Überprüfung des in Frage stehenden
Quartierplans, zumal dieser sich stark an einem konkreten Richtprojekt mit
bereits ausgeschiedenen Baufenstern orientiert, ist somit grundsätzlich zu
bejahen. Die Legitimation zur Beschwerdeerhebung folgt zudem aus der
Tatsache, dass sich alle betreffenden Nachbarn bereits am
Einspracheverfahren beteiligt haben. Frist und Form der Beschwerde
geben zu keinerlei Bemerkungen Anlass (Art. 38 Abs. 1 i.v.m. Art. 52 Abs.
1 VRG), sodass auf die Beschwerde einzutreten ist.
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2.1. Vorab ist noch zu prüfen, in welchem Umfang das streitberufene Gericht
auf die Beschwerde einzutreten hat. Die Beschwerdeführer rügen, dass
sich der Quartierplan R._ auf ein rechtswidriges Planungsgebiet
beziehe und folglich Art. 51 Abs. 1 des Raumplanungsgesetzes für den
Kanton Graubünden (KRG; BR 801.100) verletze. Sowohl die
Beschwerdegegnerin als auch die Beigeladenen machen geltend, es fehle
den Beschwerdeführern diesbezüglich an einem Rechtsschutzinteresse,
da die Quartierplanung sie in keiner Weise beeinträchtige, zumal sie nicht
die Entlassung eines in ihrem Eigentum stehenden Grundstücks
beantragten. Die Beschwerdeführer halten dem entgegen, es gebe weder
eine rechtliche Grundlage noch eine logische Begründung für diese
Behauptung. Auch bei einem privaten Quartierplanverfahren müsse die
Möglichkeit bestehen, die Verletzung der Vorschriften zur Festlegung des
Quartierplangebiets geltend zu machen.
2.2. Unzulässig ist eine rügebezogene Beurteilung der Legitimation, indem
einzelne Vorbringen der Beschwerdeführer materiell geprüft würden, in
Bezug auf andere erhobene Rügen die Legitimation der Beschwerdeführer
jedoch verneint würde. Mit einer derartigen rügespezifischen Beurteilung
würden Beschwerdelegitimation und Beschwerdegründe vermengt. Sind
die Voraussetzungen der Beschwerdebefugnis nach Art. 50 VRG
gegeben, sind die Beschwerdeführer mit sämtlichen der in Art. 51 VRG
aufgeführten Rügen zum Verfahren zuzulassen, wenn ihnen durch die
Gutheissung der Beschwerde ein praktischer Nutzen entstehen würde
(BGE 137 II 30 E.2.3, Urteil des Bundesgerichts 1C_236/2010 vom 16. Juli
2010, E.2.1, Urteile des Verwaltungsgerichts R 16 72 und R 16 73 vom
11. Mai 2017, E.3c).
Vorliegend ist ein schutzwürdiges Interesse sowie ein praktischer Nutzen
seitens der Beschwerdeführer ausgewiesen, wenn sie im Rahmen der
Überprüfung des Quartierplans mit den öffentlich-rechtlichen Vorschriften
auch eine Prüfung des Quartierplanperimeters und damit die Einhaltung
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von Art. 51 Abs. 1 KRG fordern. Käme das streitberufene Gericht nämlich
zum Schluss, dass der Perimeter unzulässig und in Verletzung von Art. 51
Abs. 1 KRG festgelegt worden wäre, würde dies zu einer Anpassung oder
Abänderung des Quartierplans und folglich einer (teilweisen) Gutheissung
der Beschwerde führen.
2.3. Zur Kognitionsbefugnis des streitberufenen Gerichts ist auf Art. 33 Abs. 2
RPG hinzuweisen, wonach die Kantone gegen Verfügungen und
Nutzungspläne, welche sich auf das RPG sowie die kantonalen und
eidgenössischen Ausführungsbestimmungen stützen, mindestens ein
Rechtsmittel zur Verfügung stellen müssen. Gemäss Art. 33 Abs. 3 lit. b
RPG ist die volle Überprüfung durch wenigstens eine Beschwerdebehörde
vorzusehen. Aufgrund dieser bundesrechtlichen RPG-Vorgaben zur
zumindest einmaligen vollen Überprüfung von Anwendungsakten verfügt
das Verwaltungsgericht in der vorliegenden Angelegenheit grundsätzlich
über eine umfassende Kognition, die nicht auf die Rechts- und
Sachverhaltskontrolle nach Art. 51 Abs. 1 VRG beschränkt ist. Im Rahmen
dieser vollen Überprüfungsbefugnis auferlegt sich das Gericht aber
regelmässig eine gewisse Zurückhaltung, welche sich aus ihrer
Kontrollfunktion ergibt. Es ist nicht Planungs- sondern Rechtsmittelinstanz.
Die Überprüfung hat aber so weit zu greifen, dass die von den Kantonen
und Gemeinden zu sichernden Interessen in räumlicher und
gestalterischer Hinsicht genügend berücksichtigt werden (vgl.
AEMISEGGER/HAAG, in: AEMISEGGER/MOSER/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.],
Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung, Zürich/Genf 2010,
Art. 33 Rz. 77; Urteil des Verwaltungsgericht R 2016 68 vom 8. Juni 2017
E.2b). Nach dem soeben Gesagten kann das Verwaltungsgericht als
Beschwerdeinstanz sowohl den Sachverhalt als auch die
Rechtsanwendung im Grundsatz frei überprüfen. Allerdings legt es sich
dort, wo die Gemeinden über Autonomie verfügen, eine gewisse
Zurückhaltung auf, was im Besonderen auch bei Planungsentscheiden
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regelmässig der Fall ist. Bei Einordnungs- und Gestaltungsfragen schreitet
das Verwaltungsgericht trotz umfassender Überprüfungsbefugnis nur ein,
falls die Würdigung der kommunalen Behörde sachlich nicht mehr
vertretbar ist oder dem übergeordneten Recht widerspricht.
3.1. In materieller Hinsicht gilt es als erstes auf die im konkreten Fall
massgebenden Vorschriften des RPG (des Bundes), des KRG sowie die
entsprechenden Ausführungsverordnungen hinzuweisen: Gemäss Art. 2
des Bundesgesetzes über die Raumplanung (RPG; SR 700) und Art. 2
und 3 KRG sorgen insbesondere die Gemeinden dafür, dass die für ihre
raumwirksamen Tätigkeiten (vgl. dazu Art. 1 der eidgenössischen
Raumplanungsverordnung [RPV; SR 700.1]) notwendigen Planungen
erarbeitet werden. Ferner bestimmt Art. 14 RPG, dass
(Rahmen-)Nutzungspläne die zulässige Nutzung des Bodens ordnen und
dabei vorab zwischen Bau-, Landwirtschafts- und Schutzzonen
unterschieden wird. Insofern statuieren Art. 2 und 14 RPG eine
bundesrechtliche Planungspflicht. Diese wird in Art. 2 f. KRG wieder
aufgenommen und hinsichtlich des Inhaltes von kommunalen
Quartierplänen in Art. 51 ff. KRG näher bestimmt, wobei es sich bei den
Quartierplänen um Folgeplanungen im Rahmen der Grundordnung
handelt (siehe Art. 51 Abs. 1 und Art. 25 Abs. 4 KRG). Bei der
Nutzungsplanung als raumwirksame Tätigkeit bzw. bei entsprechenden
Interessenabwägungen sind insbesondere die Ziele der Raumplanung
und die Planungsgrundsätze gemäss Art. 1 und 3 RPG zu berücksichtigen
(vgl. Art. 2 Abs. 1 lit. c RPV; AEMISEGGER/KISSLING, in:
AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], Praxiskommentar RPG:
Nutzungsplanung, Zürich/Basel/Genf 2016 [nachfolgend RPG-
Praxiskommentar NUP 2016], Vorbemerkungen zur Nutzungsplanung
Rz. 29; TSCHANNEN, in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.],
Kommentar zum Bundesgesetz über die Raumplanung, Zürich 2010,
Art. 3 Rz. 18; BGE 146 II 347 E.3.5 und 134 II 97 E.3.1, Urteile des
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Bundesgerichts 1C_270/2019 vom 27. Februar 2020 E.3.2, 1C_646/2018
vom 13. Juni 2019 E.3.1 und 1C_230/2017 vom 24. Mai 2018 E.5.1).
Stehen den (Planungs-)Behörden bei der Erfüllung und Abstimmung
raumwirksamer Aufgaben Handlungsspielräume zu, wägen sie die
Interessen nach Massgabe von Art. 3 Abs. 1 RPV ab und legen diese dar.
Bei der Ausarbeitung und dem Entscheid über einen
(Sonder-)Nutzungsplan ist somit infolge des der Planungsbehörde
zustehenden Ermessens, die jedem (Nutzungs-)Planungsprozess
immanente, umfassende Interessenabwägung hinsichtlich des materiellen
Gehalts des zu erlassenden oder zu ändernden (Sonder-)Nutzungsplanes
vorzunehmen (vgl. zur Methode der Interessenabwägung:
AEMISEGGER/KISSLING, in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.],
RPG-Praxiskommentar NUP 2016, Vorbemerkungen zur
Nutzungsplanung Rz. 10 ff.). Ob die Interessen vollständig erfasst worden
sind, ist eine Rechtsfrage. Die relative Gewichtung der potenziell
widerstreitenden Interessen ist jedoch weitgehend eine Ermessensfrage
(siehe BGE 134 II 97 E.3.1; Urteile des Bundesgerichts 1C_270/2019 vom
27. Februar 2020 E.3.2 und 1C_230/2017 vom 24. Mai 2018 E.5.1).
(Sonder-)Nutzungsplanungen regeln zudem direkt und verbindlich
insbesondere die zulässige Nutzung des (privaten) Grundeigentums
(JEANNERAT/MOOR, in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], RPG-
Praxiskommentar NUP 2016, Art. 14 Rz. 17; siehe auch Art. 14 Abs. 1 und
Art. 21 Abs. 1 RPG; vgl. auch WALDMANN/HÄNNI, Handkommentar RPG,
Bern 2006, Art. 14 Rz. 3 ff. und Art. 21 Rz. 4 ff.). Insofern betreffen solche
raumwirksame Tätigkeiten auch die in Art. 26 der Bundesverfassung der
Schweizerischen Eidgenossenschaft (BV; SR 101) garantierte
Eigentumsgarantie, womit entsprechende Eigentumsbeschränkungen und
(Neu-)Definitionen des Eigentumsbegriffs auch nach den allgemeinen
Regeln von Art. 36 BV zu beurteilen sind. Demensprechend haben
nutzungsplanerische Anordnungen sich auf eine gesetzliche Grundlage zu
stützen, müssen im öffentlichen Interesse liegen oder durch den Schutz
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von Grundrechten Dritter gerechtfertigt sein und sich als verhältnismässig,
also geeignet, erforderlich und angemessen, erweisen (JEANNERAT/MOOR,
in: AEMISEGGER/MOOR/RUCH/TSCHANNEN [Hrsg.], RPG-Praxiskommentar
NUP 2016, Art. 14 Rz. 41 ff.; vgl. auch HÄFELIN/MÜLLER/UHLMANN,
Allgemeines Verwaltungsrecht, 8. Aufl., Zürich/St. Gallen 2020, Rz. 514
und 2343 ff.). Der Quartierplan dient nach Art. 51 Abs. 1 KRG der
Regelung der Gestaltung und Erschliessung von Bauzonen mit
Folgeplanung oder von weiteren Teilgebieten der Bauzone im Detail im
Rahmen der Grundordnung. Gemäss Art. 25 Abs. 4 KRG können die
Gemeinden vorsehen (siehe dazu Art. 122 Abs. 2 Satz 3 und 123 Abs. 2
BG), dass namentlich im Rahmen von Quartierplänen von der
Regelbauweise abgewichen werden darf. Voraussetzungen und Umfang
sind im BG festzulegen (siehe Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons
Graubünde R 20 2 vom 15. Dezember 2020 E.5.4). Die
Quartierplanbestimmungen enthalten Vorschriften über die Gestaltung der
Bauten und Anlagen, über die Ausführung, den Unterhalt und die
Erneuerung der Quartiererschliessung sowie über die Aufteilung der
Planungs- und Erschliessungskosten (Art. 52 Abs. 1 KRG). Der
Quartiererschliessungsplan enthält insbesondere die notwendigen
Anlagen zur Erschliessung des Quartiers (Art. 52 Abs. 3 KRG). Gemäss
Art. 53 Abs. 1 KRG ist – unter Vorbehalt einer abweichenden kommunalen
Kompetenzverteilung zugunsten des Gemeinderates – der
Gemeindevorstand zur Einleitung, Durchführung, Erlass und Änderung
des Quartierplanes zuständig, wobei bei Quartierplanungen, die von
Privaten erarbeitet werden, das Einleitungsverfahren entfällt (Art. 53 Abs.
3 KRG). Die Einzelheiten des Quartierplanverfahrens werden durch die
Regierung mittels Verordnung geregelt (Art. 53 Abs. 4 KRG). Nach Art. 18
Abs. 1 KRVO wird der Entwurf des Quartierplanes während 30 Tagen
öffentlich aufgelegt, wobei während dieser Zeit beim Gemeindevorstand
schriftlich und begründet Einsprache erhoben werden kann (Art. 18 Abs. 3
KRVO). Ein privater Quartierplan ist dabei genau gleich wie ein öffentlicher
- 18 -
aufzulegen, um die Mitwirkungsrechte der umliegenden Grundeigentümer
sicherzustellen (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts R 2017 9 vom 14.
November 2017 E.5b). Die öffentliche Auflage ist in jedem Fall im
kommunalen amtlichen Publikationsorgan bekannt zu geben und die
Betroffenen werden über die öffentliche Auflage schriftlich orientiert
(Art. 18 Abs. 2 KRVO). Gemäss Art. 18 Abs. 4 KRVO ist die öffentliche
Auflage zu wiederholen, wenn der Quartierplan aufgrund von Einsprachen
geändert wird und dies nicht nur einzelne Beteiligte betrifft (siehe zum
Ganzen Urteil des Bundesgerichts 1C_289/2019, 1C_293/2019 vom
16. Januar 2020 E.2.2; Urteile des Verwaltungsgerichts R 18 94 vom
20. Oktober 2020 E.3.3 und R 18 87 vom 20. Oktober 2020 E.4.3).
3.2. Nachfolgend ist in der Hauptsache also zu prüfen, ob sich die
Beschwerdegegnerin beim Erlass des Quartierplanes R._ an die
massgebenden rechtlichen Vorgaben gehalten und das ihr nach der
Rechtsprechung zustehende Ermessen nicht überschritten hat. Dabei
rügen die Beschwerdeführer in erster Linie eine Unvereinbarkeit des
Quartierplans mit dem kommunalen räumlichen Leitbild (KRL) der
Gemeinde M._.
4.1. Im angefochtenen Entscheid führte die Beschwerdegegnerin aus, es sei
zwar richtig, dass das KRL von den kommunalen Behörden zu
berücksichtigen sei. Dies bedeute allerdings nicht, dass die Gemeinde
ohne weiteres verpflichtet sei, die im KRL enthaltenen strategischen
Ausrichtungen und Vorstellungen exakt umzusetzen. Eine
Nichtgenehmigung des vorliegenden Quartierplanes R._,
welches der geltenden Grundordnung entspreche, alleine auf das
behördenverbindliche KRL zu stützen, sei unzulässig.
4.2. Die Beschwerdeführer machen diesbezüglich geltend, der Quartierplan
stehe klar im Widerspruch zum KRL. Es könne nicht sein, dass der
Gemeindevorstand einerseits im KRL ein Gebiet bestimme, in welchem
- 19 -
das Siedlungsgebiet reduziert werden solle, weil sich das Gebiet nicht für
die Überbauung eigne und andererseits die gleiche Behörde für dasselbe
Gebiet einen Quartierplan genehmige, welcher die Überbauung des
Gebiets bezwecke.
4.3. Gemäss Art. 20 KRG können die Gemeinden kommunale Richtpläne
erlassen. Diese legen die von ihnen angestrebte räumliche Entwicklung
bezüglich Nutzung, Gestaltung, Erschliessung und Ausstattung fest. Sie
zeigen auf, wie die raumwirksamen Tätigkeiten der Gemeinde mit jenen
der Nachbargemeinden, der Region und des Kantons koordiniert werden
(Abs. 1). Die Gemeinden regeln Zuständigkeit und Verfahren für den
Erlass von kommunalen Richtplänen. Sie führen eine Mitwirkungsauflage
durch (Abs. 2). Kommunale Richtpläne werden der Regierung zur
Kenntnis gebracht und sind für die mit Planungsaufgaben betrauten
Organe der Gemeinde verbindlich. Sie sind öffentlich und können von
jedermann eingesehen werden (Abs. 3). Die anzustrebende räumliche
Entwicklung kann auch in Leitbildern und dergleichen festgehalten werden
(Abs. 4).
4.4. Ein kommunales räumliches Leitbild (KRL) gilt als kommunaler Richtplan
und ist als solcher behördenverbindlich (PVG 2018 S. 183). Dies hat die
Beschwerdegegnerin auch im angefochtenen Entscheid festgehalten
(beschwerdeführerische Akten [BF-act] 2, S. 5 Ziff. II/2 Rz 9). Unerheblich
ist entgegen der Auffassung der Beschwerdegegnerin sowie der
Beigeladenen die Art und Weise, wie das KRL zustande gekommen ist.
Auch wenn eine offizielle Beschlussfassung seitens des
Gemeindevorstandes oder der Gemeindeversammlung zum Inkrafttreten
des KRL fehlt, so ist dieses doch unbestritten seit dem 17. Mai 2019 gültig
(BF-act. 4). Allein die Behördenverbindlichkeit des KRL ist zur Klärung der
vorliegenden Frage nicht entscheidend, denn die Gemeinde hat sich
primär an der rechtskräftigen und grundeigentümerverbindlichen
Ortsplanung zu orientieren (Urteil des Verwaltungsgerichts R 20 56 vom
- 20 -
9. Dezember 2021, E.3.6.). Der Beschwerdegegnerin sowie den
Beigeladenen ist zuzustimmen, wenn sie ausführen, dass das vorliegende
KRL nicht grundeigentümerverbindlich sei. Das KRL bietet nur, aber
immerhin die Basis für die zukünftige Nutzungsplanung, diese hat
allerdings durch die Gemeindeversammlung beschlossen zu werden.
4.5. Vorliegend ist nicht die Behördenverbindlichkeit des KRL per se strittig,
schliesslich wurde die Behördenverbindlichkeit bereits im angefochtenen
Entscheid festgehalten (BF-act 2, S. 5 Ziff. II/2 Rz 9), zudem führen sowohl
die Beschwerdegegnerin als auch die Beigeladenen in ihren
Rechtsschriften aus, dass das KRL von der Gemeinde zu berücksichtigen
sei. Vielmehr ist zu prüfen, ob die Gemeinde das KRL in der ihm
zukommenden Tragweite angemessen berücksichtigt hat. Wie bereits
ausgeführt, hat sich die Gemeinde primär an der rechtskräftigen
Ortsplanung zu orientieren. Dies hat sie vorliegend getan, auch deshalb,
weil sie die anlässlich der Totalrevision der Ortsplanung von 2011 für die
Wohnzone W III festgelegte Quartierplanpflicht resp. die damit
verbundene Wirkung einer kommunalen Planungszone gemäss Art. 26
Abs. 4 KRG beachtet hat. Richtig ist weiter, dass die Gemeinde
M._ zu denjenigen Gemeinden gehört, die im Zuge der
anstehenden nächsten Ortsplanrevision die Bauzonen nicht zu verkleinern
haben, sondern vielmehr die bestehenden mobilisieren müssen und dies
auch - unter Verweis auf den kantonalen Richtplan Siedlung - im KRL
festgehalten hat (BF-act. 4, S. 8, Gemeindedatenblatt vom 20. März 2018
[BG-act. 14], Art. 15 Abs. 4 lit. b RPG). Zweifellos stellt die Mobilisierung
der bestehenden Bauzonen ein öffentliches Interesse dar.
4.6. Zusammenfassend ist nicht erkennbar, inwieweit die Beschwerdegegnerin
bei der Genehmigung des Quartierplans R._ öffentliche
Interessen und damit Art. 17 Abs. 2 KRVO verletzt hat. Wie bereits
ausgeführt, ist die relative Gewichtung der potenziell widerstreitenden
Interessen bei der Nutzungsplanung weitgehend eine Ermessensfrage
- 21 -
(vgl. BGE 134 II 97 E.3.1), bei welchen den Planungsbehörden ein
gewisser Spielraum zusteht. Wenn die Beschwerdegegnerin im Rahmen
eines Abwägungsprozesses das öffentliche Interesse an einer raschen
Mobilisierung einer gut erschlossenen Baulandreserve höher gewichtet als
die buchstabengetreue Einhaltung des - noch nicht
grundeigentümerverbindlichen - KRL, so handelt sie damit im Rahmen des
ihr zustehenden Ermessens. Diesbezüglich ist die Beschwerde also
abzuweisen.
5.1. Die Beschwerdeführer führen weiter aus, der genehmigte Quartierplan
erweise sich als rechtswidrig, weil das Quartierplangebiet nicht nur
Bauland umfasse, sondern auch Landwirtschaftsflächen, wofür es keine
planerischen Gründe gebe. Der Einbezug der Landwirtschaftsflächen in
den Quartierplanperimeter erfolge zur Umgehung von
Abstandsvorschriften, andere Gründe seien nicht ersichtlich. Damit sei Art.
51 Abs. 1 KRG verletzt.
5.2. Die Beschwerdegegnerin hält dagegen, dass das Planungsgebiet nicht auf
weitere Grundstücke ausserhalb der Bauzone ausgedehnt worden sei.
Der Quartierplanperimeter umfasse vielmehr die betroffene Parzelle
gesamthaft, zudem sei der gewählte Perimeter im vorliegenden Fall
zulässig und erforderlich gewesen, um eine Anpassung der
Elektrizitätserschliessung vorzunehmen. Dies sei sachlich gerechtfertigt
gewesen. Unbegründet sei weiter der Vorwurf, der Quartierplanperimeter
sei zwecks Umgehung der Abstandsvorschriften festgelegt worden.
Gemäss Art. 77 KRG könne die Baubehörde Unterschreitungen der im
KRG und im BG festgelegten Bauabstände bewilligen, wenn eine
Vereinbarung zwischen den Betroffenen vorliege und keine
überwiegenden öffentlichen Interessen entgegenstehen.
5.3. Gemäss Art. 51 Abs. 1 KRG regelt der Quartierplan im Rahmen der
Grundordnung die Gestaltung und Erschliessung von Bauzonen mit
- 22 -
Folgeplanung oder von weiteren Teilgebieten der Bauzone im Detail. Das
Planungsgebiet kann ausnahmsweise auf Grundstücke ausserhalb der
Bauzonen ausgedehnt werden, falls die Planung dies erfordert. Das
Quartierplanverfahren bezweckt in einem genau begrenzten Gebiet
überbaubare und nach einem Gesamtkonzept hinreichend erschlossene
Parzellen zu schaffen. Über die Art und Weise der Abgrenzung derartiger
Quartiere enthalten nun weder das kantonale Recht noch die kommunale
Bauordnung nähere Bestimmungen. Das Verwaltungsgericht hat jedoch
dem auch in der Literatur anerkannten Grundsatz Geltung verschafft,
wonach ein Quartierplangebiet so zu begrenzen ist, dass es ein
einheitliches, zusammenhängendes Gebiet umfasst. Zu berücksichtigen
ist dabei, ob eine Parzelle von einem Quartierplanverfahren Vorteile zu
ziehen vermag oder ob sie zwecks Erschliessung anderer baureifer
Grundstücke aus technischer und planerischer Notwendigkeit heraus in
ein solches Verfahren miteinbezogen werden muss (Urteil des
Verwaltungsgerichts R 20 5 vom 16. März 2021, E.5.5., Urteil des
Verwaltungsgerichts R 17 74 vom 21. August 2018, E.5.1,).
5.4. Es trifft zu, dass der Quartierplanperimeter – im Gegensatz zur von der
Quartierplanungspflicht aufgrund der der Ortsplanungsrevision 2011
betroffenen Fläche – auch den in der Landwirtschaftszone gelegenen Teil
der betroffenen Parzellen umfasst. Vorliegend erscheinen indessen die
Gründe der Beschwerdegegnerin, wonach infolge der Anpassung der
Trafostation das gesamte Gebiet vom Quartierplanperimeter zu erfassen
ist, überzeugend. Der Einwand der Beschwerdeführer, wonach es sich nur
um eine geringfügige Anpassung der Elektrizitätslinienführung handle und
diese sowieso erst im Baubewilligungsverfahren sicherzustellen sei, ist
unbehelflich. Gerade wenn die Art und der Umfang der Anpassung noch
nicht klar skizziert sind, müssen die Grundlagen in den
Quartierplanvorschriften festgelegt werden, was vorliegend mit Art. 18
QPV umgesetzt wurde. Diesbezüglich ist der Beschwerdegegnerin
- 23 -
zuzustimmen, wenn sie geltend macht, Art. 18 QPV sei sachgerecht, da
andernfalls die Quartierplanregelung unzulässig sei. Gerade infolge der
noch nicht definitiven Anpassung der Elektrizitätslinienführung erscheint
ein umfassendes Perimetergebiet als erforderlich, um eine gesicherte
Planung zu garantieren. Eine Umgehung von Abstandsvorschriften ist in
Anbetracht von Art. 77 KRG und der damit verbundenen Möglichkeit einer
Vereinbarung zwischen den Betroffenen - bei denen es sich ja um die
identischen Grundeigentümer handelt - ebenfalls nicht denkbar.
6.1. Schliesslich ist noch auf die von den Beschwerdeführern vorgebrachte
Rüge bezüglich Regelbauweise einzugehen. Gemäss Art. 25 Abs. 4 KRG
können die Gemeinden vorsehen, dass namentlich im Rahmen von
Quartierplänen von der Regelbauweise abgewichen werden darf.
Voraussetzungen und Umfang sind im BG festzulegen (siehe Urteil des
Verwaltungsgerichts des Kantons Graubünden R 20 2 vom 15. Dezember
2020 E.5.4). Gemäss Art. 11 Abs. 3 des BG kann von der Regelbauweise
abgewichen werden, sofern damit ein haushälterischer Umgang mit dem
Boden bei überdurchschnittlicher Wohn- und Gestaltungsqualität erreicht
wird. Längenmasse und der Zusammenbau mehrerer Baukörper können
nach architektonischen Kriterien frei festgelegt werden. Höhenmasse (5)
dürfen um max. 2.0 m, die Ausnützungsziffer um max. 10 % erhöht
werden. Gegenüber Nachbargrundstücken ausserhalb eines Areal- oder
Quartierplangebietes gelten in jedem Fall die Grenz- und
Gebäudeabstände der Regelbauweise.
6.2. Im angefochtenen Entscheid führte die Beschwerdegegnerin aus, das
Richtprojekt, welches dem Quartierplan R._ zugrunde liege,
enthalte die baugesetzlich möglichen Abweichungen von der
Regelbauweise bezüglich traufseitiger Fassadenhöhe, Ausnützung und
internen Abständen. Dieselbe Bestimmung findet sich in Art. 6 der
Quartierplanvorschriften (Grundsatz, BG-act. 11). Die Beschwerdeführer
machen geltend, mit dem Projekt könne keine überdurchschnittliche
- 24 -
Wohnqualität geschaffen werden, sodass sich eine Abweichung von der
Regelbauweise nicht rechtfertige. Es erscheine geradezu als paradox,
wenn das Erreichen einer überdurchschnittlichen Wohnqualität bejaht
wird, obwohl die Auszonung hätte geprüft werden sollen. Die
Beschwerdegegnerin sowie die Beigeladenen stellen sich auf den
Standpunkt, dem Gebiet R._ einzig aufgrund des Schattenwurfes
die Attraktivität abzusprechen, gehe zu weit.
6.3. Was die Ausführungen der Parteien zum Schattenwurf sowie zur
besonderen geografischen Lage des Gebiets R._ betrifft, so ist
festzuhalten, dass bei Vorliegen besonderer örtlicher Verhältnisse den
Gemeinden ein geschützter Ermessensspielraum zusteht, in welchen das
Verwaltungsgericht nur eingreift, wenn die Gemeinde diesen Bereich
missbraucht oder überschreitet (vgl. Urteil des Verwaltungsgerichts R 16
67 vom 22. Juni 2017 E.6c, Urteil des Verwaltungsgerichts R 13 187 vom
4. April 2014 E.4c). In casu ist weder ein Missbrauch noch ein
Überschreiten dieses Ermessensbereichs erkennbar. Die
Beschwerdegegnerin hält im Gegenteil überzeugend fest, dass sich eine
überdurchschnittliche Wohnqualität nicht einzig dadurch definiere, ob ein
Gebiet schattig oder sonnig sei, sondern aufgrund einer
Gesamtwürdigung. Es ist also ersichtlich, dass sich die
Beschwerdegegnerin mit dem Projekt und der damit verbundenen Lage
ausreichend auseinandergesetzt hat. Damit ist das Vorgehen der
Beschwerdegegnerin auch nicht als paradox, sondern vielmehr als
konsequent zu beurteilen. Wenn sie unter Abwägung verschiedener
Interessen zum Schluss kommt, dass die Bauzonen im Gebiet
R._ zu mobilisieren sind, hat sie, sofern sie dem Projekt
hinreichende Wohn- und Gestaltungsqualität einräumt, auch eine
Abweichung von der Regelbauweise zu gestatten. Somit gilt auch in
Bezug auf diese Rüge, dass die Beschwerdegegnerin im Rahmen ihres
Ermessens dem Richtprojekt einen haushälterischen Umgang mit dem
- 25 -
Boden sowie eine überdurchschnittliche Wohn- und Gestaltungsfähigkeit
zugestehen durfte.
7. Zusammengefasst erweisen sich die Rügen der Beschwerdeführer
allesamt als unbegründet. Die Beschwerdegegnerin durfte im Rahmen
ihres Ermessenspielraums eine Abwägung der öffentlichen Interessen
vornehmen und den Quartierplan R._ genehmigen. Es liegt weder
eine unzulässige Festlegung des Quartierplanperimeters noch eine
unzulässige Abweichung von der Regelbauweise vor.
8.1. Bei diesem Ausgang des Verfahrens hat die unterliegende Partei die
Kosten zu tragen (Art. 73 Abs. 1 VRG). Die Staatsgebühr wird vorliegend
auf Fr. 3'000.-- festgesetzt. Diese ist zusammen mit den Kanzleiauslagen
unter solidarischer Haftung den Beschwerdeführern, nämlich A._,
B._, C._, D._, E._, F._,
G._, H._, I._, J._, K._ sowie
L._ aufzuerlegen.
8.2. Bund, Kantone und Gemeinden sowie mit öffentlich-rechtlichen Aufgaben
betrauten Organisationen wird gemäss Art. 78 Abs. 2 VRG in der Regel
keine Parteientschädigung zugesprochen, wenn sie in ihrem amtlichen
Wirkungskreis obsiegen. Davon abzuweichen besteht vorliegend
bezüglich der Beschwerdegegnerin kein Anlass.
8.3. Da sich die anwaltlich vertretenen Beigeladenen am Verfahren ebenfalls
beteiligt haben, wird ihnen dem Ausgang des Beschwerdeverfahrens
entsprechend eine Parteientschädigung zugesprochen, wobei die
unterliegenden Beschwerdeführer die aussergerichtliche Entschädigung
ebenfalls unter solidarischer Haftung zu tragen haben. Die anwaltlich
vertretenen Beigeladenen reichten am 30. Oktober 2020 eine Honorarnote
in der Höhe von CHF 6'364.70 (21.25 h à CHF 270.-- zzgl. 3 %
Pauschalauslagen der Honorarsumme und 7.7 % MWST) ein. Der geltend
- 26 -
gemachte Stundenansatz ist durch eine entsprechende
Honorarvereinbarung belegt, und der Aufwand erscheint dem Gericht in
der vorliegenden Angelegenheit als angemessen, sodass von diesem
auszugehen ist. Somit haben die unterlegenen Beschwerdeführer die
Beigeladenen unter solidarischer Haftung im Betrag von CHF 6'364.70 zu
entschädigen.
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