# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** bb4b436f-7e61-46ca-8249-3d7ef82b235e
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2000
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. A.
A
trat am 1. Juni 1977 als Adjunkt der Vormundschaftsbehörde in den Dienst der Stadt Zürich; aus der Fürsorgestiftung seiner vormaligen Arbeitgeberin brachte er Fr. 3'193.- in die Versicherungskasse der Stadt Zürich ein (act. --), damals wie heute eine kommunale Dienstabteilung des Finanzamts (Art. 1 des Verwaltungsreglements der Versicherungskasse für das städtische Personal und die Lehrer vom 18. April 1951, BS 1, 447; Art. 67 Abs. 1 der Statuten der Versicherungskasse der Stadt Zürich vom 22. Dezember 1993 [VKS], AS 41, 576). Auf Ende August 1982 wurde das Dienstverhältnis aufgelöst (act. --, auch zum gleich Folgenden).
Schon am 19. Juli 1982 hatte sich
A
nach den "genauen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeiträgen, die bei der Pensionskasse aufgelaufen sind", erkundigt. Am 29. Dezember 1982 teilte ihm die Versicherungskasse mit (act. --): "Am 10. November 1982 haben wir Sie nochmals angefragt, wohin wir Ihre Freizügigkeitsleistung von Fr. 27.088.45
gemäss den Bestimmungen unserer Statuten
überweisen können. Leider erfolglos! ... Die ausstehende Freizügigkeitsleistung wird nicht verzinst. Ausserdem wird der Anspruch auf diese schliesslich verjähren." Mit Schreiben vom 30. Dezember 1982 und 25. Juni 1984 ersuchte
A
um Abrechnung der Pensionskassen-Beiträge und machte im zweiten auch 6 % Zins geltend (act. --). Am 4. Juli 1984 antwortete ihm die Versicherungskasse, seine völlig unbestrittene Freizügigkeitsleistung belaufe sich auf Fr. 27'088.45; eine Verzinsung falle ausser Betracht (act. --). Unterm 24. Juli 1985 verlangte
A
als angeblich Selbständigerwerbender die Barüberweisung des ihm Zustehenden (act. --). Für die Barauszahlung der Freizügigkeitsleistung von Fr. 27'088.45 erbat die Versicherungskasse am 26. Juli 1985 Belege über die selbständige Tätigkeit (act. --).
A
versuchte, dem am 18. August 1985 zu willfahren (act. --); indes erklärte sich die Versicherungskasse am 23. August 1985 als nicht befriedigt (act. --). Anfangs 1987 liess sie ihm einen Versicherungsantrag zukommen, womit die Freizügigkeitsleistung von Fr. 27'088.45 in den Pool Schweizerischer Lebensversicherungs-Gesellschaften für Freizügigkeitspolicen hätte gelegt werden sollen; am 1. April 1987 unterzeichnete
A
, fügte aber im Formular den Fr. 27'088.45 "zuzüglich Zins seit 1982" hinzu und strich eine Saldoklausel durch (act. --). Deswegen sandte ihm die Versicherungskasse mit Datum vom 8. April 1987 einen neuen Antrag mit dem Anliegen, diesen nicht mehr zu ändern; sie sicherte zu, die Saldoklausel nicht als Verzicht auf Zinsen zu interpretieren, was hinwiederum keine Anerkennung einer Zinspflicht bedeute; im Übrigen sei die Freizügigkeitsleistung von Fr. 27'088.45 unbestritten (act. --).
A
will die Versicherungskasse mit Schreiben vom 14. Dezember 1996 um Überweisung seines Guthabens auf sein Freizügigkeitskonto bei einer Pensionskasse gebeten haben (act. --). Die Versicherungskasse bestreitet, diesen Brief je erhalten zu haben (act. --). Unterm 22. Mai 1997 bezog sich
A
auf das Schreiben vom 14. Dezember 1996 und setzte eine "letzte" Frist von 30 Tagen (act. --). Am 27. Mai 1997 berief sich die Versicherungskasse auf Verjährung und setzte hinzu, da sie die Akten gerade deswegen vernichtet habe, könne sie nähere Auskünfte nicht erteilen (act. --).
B. Am 29. Mai 1997 wandte sich
A
an den städtischen Finanzvorstand (act. --). Für diesen antwortete die Versicherungskasse am 9. Juni 1997, die Verjährung sei vorliegend spätestens ein Jahr nach dem letzten Schriftenwechsel eingetreten, also am 9. April 1988, und zwar laut Art. 17 Abs. 3 der Statuten der Versicherungskasse für das städtische Personal und die Lehrer vom 23. Juni 1948 (aaVKS, BS 1, 409), welche hier Anwendung fänden, da sie bei
A
s Ausscheiden noch in Kraft gestanden hätten; binnen 20 Tagen könne gegen diesen Bescheid Einsprache bei der Direktion der Versicherungskasse erhoben werden, es sei aber auch direkt Klage beim Verwaltungsgericht möglich (act. --). Am 2. Juli 1997 schaltete
A
seine Rechtsvertreterin ein, was die Versicherungskasse in einem Schreiben vom 3. Juli 1997 als Einsprache auffasste (act. --). Mit Entscheid vom 7. Mai 1998 wies die Direktion der Versicherungskasse die Einsprache ab und bemerkte, es lasse sich hiergegen mit Klage ans Verwaltungsgericht gelangen (act. --).
II. Am 18. Dezember 1998 liess
A
gegen die Versicherungskasse der Stadt Zürich beim Verwaltungsgericht Klage erheben mit dem Rechtsbegehren (act. --):
"1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger auf sein Freizügigkeitskonto bei der
D
, Pensionskasse des Gewerbes in
C
, Kto. Nr.
---
, sein Freizügigkeitsguthaben im Betrage von Fr. 27'088.45 inkl. Verzugszins seit 31. August 1982 zu überweisen.
2. Eventualiter sei die Beklagte zu verpflichten, dem Kläger das in Ziff. 1 vorgenannte Freizügigkeitsguthaben auf sein Postcheckkonto, , lautend auf Treuhandbüro
A
, zu überweisen.
3. Alles unter Kosten‐ und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beklagten."
Das Geschäft erhielt die Nummer PK.99.00001. In der Klageantwort vom 15. März 1999 beantragte die Versicherungskasse, die Klage sei vollumfänglich abzuweisen (act. --). Am 14. April 1999 fand eine mündliche Verhandlung statt (act. --). Gleichen Tags beschloss das Verwaltungsgericht, auf die Klage nicht einzutreten und die Akten zwecks Behandlung als Rekurs an den Bezirksrat Zürich weiterzuleiten (act. --).
Mit Beschluss vom 23. März 2000 (act. --) verhielt der Bezirksrat die Stadt Zürich in Gutheissung von Rekursantrag 1,
A
auf dessen Vorsorgekonto bei der
D
, Pensionskasse des Gewerbes in
C
, Nr. ---- den Betrag von Fr. 27'088.45 zuzüglich 3 % Zins und Zinseszins seit 1. September 1982 zu überweisen (Dispositiv-Ziffer 1). Ausserdem wurde die Stadt zur Bezahlung einer Umtriebsentschädigung von Fr. 4'000.- an
A
verpflichtet (Dispositiv-Ziffer 3).
III. Am 19./20. April 2000 beschwerte sich die Stadt Zürich hierüber beim Verwaltungsgericht (act. --): Sie beantragte, (1) der Beschluss des Bezirksrats Zürich sei vollumfänglich aufzuheben; (2) an Stelle dessen sei festzustellen, dass ein allfälliger Anspruch von
A
ihr gegenüber auf Ausrichtung einer Freizügigkeitsleistung verjährt sei. Unterm 22. Mai 2000 verzichtete der Bezirksrat auf Vernehmlassung (act. --). Mit Beschwerdeantwort vom 25./29. Mai 2000 liess
A
um Abweisung des Rechtsmittels ersuchen, unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Stadt (act. --).

## Considerations

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. a) Da der Streitwert Fr. 20'000.- übersteigt, befindet das Verwaltungsgericht über die Beschwerde laut § 38 Abs. 1 und 2 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1997/8. Juni 1997 (VRG; LS 175.2) in Dreierbesetzung.