# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 96520b06-dcdf-4e07-936c-238aaee87ab4
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2010
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. X., geboren am 20. Juli 2007, ist die Tochter von A. und Y.. Die Eltern sind nicht verheiratet. Y. anerkannte am 26. September 2007 die Vaterschaft. Er ist verheiratet und hat neben X. drei eheliche Kinder im Alter von sechs Jahren.
B. Am 19. Juni 2008 errichtete die Vormundschaftsbehörde des Kreises Suot Tasna für X. eine Beistandschaft gemäss Art. 308 Abs. 2 ZGB, da sich die Eltern nicht über den Umfang der Unterhaltspflicht des Vaters einigen konnten.
C. Am 1. Juli 2008 meldeten A. und ihre Tochter X. beim Vermittleramt Suot Tasna eine Klage gegen Y. auf Regelung des Unterhalts (Art. 279 ZGB) und Leistungen an die Mutter (Art. 295 ZGB) an, wobei im Vermittlungsbegehren die Bezahlung eines angemessenen monatlichen Unterhaltsbeitrags, mindestens aber rückwirkend ab Geburt bis Vollendung des 6. Altersjahres auf Fr. 1'490.--, anschliessend bis zur Vollendung des 12. Altersjahres auf Fr. 1'540.--, anschliessend bis zur Mündigkeit auf Fr. 1'700.--, beantragt wurde. Y. anerkannte demgegenüber lediglich einen monatlichen Unterhaltsbeitrag von Fr. 800.--.
D. Nach erfolglos verlaufender Sühneverhandlung vom 13. November 2008 reichten X. (Klägerin 1) und A. (Klägerin 2) mit dem Einverständnis der Gegenpartei am 21. November 2008 ein neues Rechtsbegehren ein, welches wie folgt lautete:
„1. Der Beklagte sei zu verpflichten, für das Kind X., Klägerin 1, angemessene monatliche Unterhaltsbeiträge, mindestens jedoch
 CHF 1'600.00 bis zum vollendeten 12. Altersjahr,  CHF 1'700.00 vom 13. bis zum vollendeten 16. Altersjahr,  CHF 1'800.00 vom 17. Altersjahr bis zur Mündigkeit, respektive
bis zum ordentlichen Abschluss einer Ausbildung und Erreichen der wirtschaftlichen Selbstständigkeit,
zuzüglich allfälliger Kinder- und Ausbildungszulagen zu bezahlen.
2. Die Unterhaltsbeiträge seien jährlich auf den 1. Januar dem Stand per 1. November (Oktoberindex) des Vorjahres anzupassen und auf den nächsten Franken aufzurunden. Sie basieren auf dem amtlichen Landesindex der Konsumentenpreise von 104.6 Punkten (Basis Dez. 2005), Stand Oktober 2008.
3. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin 2 den Lohnausfall während 8 Wochen nach der Geburt zu entschädigen.
Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.“
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Ziff. 3 des Rechtsbegehrens betreffend Ersatz des Lohnausfalls wurde jedoch in der Folge von den Klägerinnen wieder zurückgezogen. Am 27. November 2008 wurde sodann der Leitschein ausgestellt.
E. Mit Prozesseingabe vom 8. Januar 2009 liess X. die Streitsache frist- und formgerecht dem Bezirksgericht Inn unterbreiten, wobei sie an ihrem Rechtsbegehren gemäss Leitschein festhielt, dieses jedoch insofern ergänzte, als die Unterhaltsbeiträge rückwirkend seit Geburt geschuldet seien. Y. erklärte sich in seiner Prozessantwort vom 23. Februar 2009 bereit, an den Unterhalt von X. einen monatlichen Beitrag von Fr. 800.-- zu bezahlen. Soweit die Klägerin mehr verlange, sei die Klage abzuweisen.
F. Nach Durchführung eines zweiten Schriftenwechsels sowie einer mündlichen Hauptverhandlung, an welcher A. und Y. mit ihren Rechtsvertretern teilnahmen, erkannte das Bezirksgericht Inn wie folgt:
„1.a)Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte wird verpflichtet, der Klägerin rückwirkend ab Geburt monatlich und im Voraus einen Unterhaltsbeitrag bis zur Vollendung des 12. Altersjahrs in der Höhe von Fr. 1'100.00 und anschliessend bis zur Mündigkeit in der Höhe von CHF 1'200.00 zuzüglich allfällige gesetzliche und/oder vertragliche Kinderzulagen zu bezahlen. Bereits bezahlte Unterhaltsbeiträge können verrechnet werden.
b) Hat die Tochter bei Erreichen der Mündigkeit noch keine angemessene Erstausbildung beendet, dauert die elterliche Unterhaltspflicht an, bis eine entsprechende Ausbildung ordentlicherweise abgeschlossen werden kann. (vgl. Art. 277 Abs. 2 ZGB).
c) Der Unterhaltsbeitrag basiert auf dem amtlichen Landesindex der Konsumentenpreise von 103.5 Punkten (Basis 1.12.2005, Stand 1.5.2009). Er wird jährlich auf den 1. Januar dem Stand per 1. November (Oktoberindex) des Vorjahres angepasst und auf den nächsten Franken aufgerundet. Der neue Betrag wird wie folgt berechnet:
Neuer UB = alter UB x neuer Index alter Index
2. Die Kosten des Kreisamtes Suot Tasna von CHF 215.40 sowie die Kosten des Bezirksgerichts Inn, bestehend aus
 einer Gerichtsgebühr von CHF 6'000.00  Schreibgebühren von CHF 521.00  Barauslagen von CHF 143.00  total somit CHF 6'664.00
gehen je zur Hälfte zulasten der Parteien.
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Der der Klägerin anfallende Kostenanteil von CHF 3'332.00 wird infolge Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Proz.Nr. 130-) der Gemeinde D. in Rechnung gestellt.
3. Die ausseramtlichen Kosten werden wettgeschlagen.

## Considerations