# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4e293791-0d18-4649-846d-0bd4d77f15f7
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_006
**Year:** 2003
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. A. B. und C. B. haben am 4. Mai 1968 vor dem Zivilstandsamt G. die Ehe geschlossen. Mit Urteil des Bezirksgerichts H. vom 16. November 1994, mitgeteilt am 10. Februar 1995, wurde die Ehe geschieden. Das Kantonsgericht von Graubünden erkannte im Berufungsverfahren mit Urteil vom 16. Mai 1995 unter anderem, dass A. B. seiner Ehegattin monatlich im Voraus eine Unterhaltsersatzrente nach aArt. 151 ZGB in der Höhe von Fr. 500.-- zu entrichten hat. Diese Rente basiert auf dem Landesindex für Konsumentenpreise (Stand Ende April 1995: 102.6 Punkte) und ist bei Erhöhung des Indexes um 10.2 Punkte um 10% anzuheben.
B. Am 16. Mai 2002 liess A. B. beim Vermittleramt des Kreises I. eine Klage auf Aufhebung, eventualiter Sistierung und subeventuell Herabsetzung der Unterhaltsersatzrente anhängig machen. Nach erfolglos verlaufener Sühneverhandlung vom 21. Juni 2002 wurde am 26. Juni 2002 der Leitschein ausgestellt. A. B. liess die Streitsache alsdann mit Prozesseingabe vom 14. August 2002 dem Bezirksgericht Prättigau/Davos mit folgendem Begehren unterbreiten:
„1. Ziff. 3 des Urteils des Kantonsgerichts Graubünden vom 16. Mai 1995 sei aufzuheben, und es sei festzustellen, dass der Kläger der Beklagten keinen Unterhalt mehr schuldet.
2. Eventualiter sei die Unterhaltsrente zu sistieren.
3. Subeventualiter sei die Unterhaltsrente herabzusetzen.
4. Unter voller Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Beklagten.“
Auf Seiten des Klägers seien erhebliche und dauernde Veränderungen der finanziellen Verhältnisse eingetreten. Dies nach einem Fahrrad- und einem Autounfall. Die SUVA habe ihre Versicherungsleistung per 23. Juni 2000 eingestellt. Dagegen sei Beschwerde an das Verwaltungsgericht erfolgt, welches diese gutgeheissen und die Sache zur weiteren Abklärung an die SUVA zurückgewiesen habe. Selbst die SUVA habe eine Verschlechterung der Verhältnisse anerkannt und ihre Leistungen nur aufgrund der fehlenden Unfallkausalität verweigert. Das Monatsgehalt des Klägers setze sich im Wesentlichen aus einer früheren  sowie einer bescheidenen Rente seiner Pensionskasse zusammen und erreiche Fr. 1'037.--. Es liege weit unter dem Notbedarf, weshalb er bei der Gemeinde I. ein Gesuch um Unterstützung eingereicht habe. Die laufende Unterhaltsverpflichtung habe ihn in Schulden getrieben. Um eine weitere Verschuldung zu vermeiden, sei eine Abänderung der Unterhaltsrente unabdingbar.
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C. C. B. liess mit Prozessantwort vom 23. September 2002 die Abweisung der Klage beantragen. Der Kläger stütze sich auf einen vorübergehenden Zustand, wenn trotz ärztlich attestierter Arbeitsunfähigkeit vorerst noch keine Renten fliessen würden. Die vom Kläger dargelegte finanzielle Situation sei zwar nicht rosig, indessen würden die Positionen Grundbedarf und Autokosten bestritten. Überdies habe er Grundeigentum in der Val J., welches nach eingeholten Schätzungen einen Wert von Fr. 514'491.20 aufweise. Auch wenn er die Liegenschaften teilweise bereits bei der Scheidung gehabt habe, sei eine Wertsteigerung eingetreten, die sich auf das Einkommen auswirke. Die Erträge seien in entsprechender Höhe zu veranschlagen. Die Gemeinde I. habe ihre Unterstützungsbeiträge offenbar in Unkenntnis dieser Umstände zugesprochen. Es sei überdies nicht auszuschliessen, dass die Schulden des Klägers im Zusammenhang mit dem Grundeigentum in E. und J. entstanden seien. Demgegenüber seien die finanziellen Verhältnisse der Beklagten bescheiden und habe sich ihre Einkommenssituation leicht zu ihren Ungunsten verschlechtert. Ebenfalls sei ihre Vermögenssituation schlecht. Die insgesamt bei den Parteien eingetretenen Änderungen seien nicht so wesentlich, dass die Grundlage für eine Reduktion oder eine Streichung der Unterhaltsersatzrente gegeben sei.
D. In seiner Stellungnahme vom 15. Oktober 2002 entgegnete der Kläger, bei der von der Beklagten eingelegten Schätzung der Liegenschaften in Italien handle es sich nicht um offizielle Schätzungen. Die massgeblichen Werte würden sich vielmehr aus den Steuerveranlagungen ergeben.
E. Mit Urteil vom 9. Januar 2003, mitgeteilt am 17. Februar 2003, erkannte das Bezirksgericht Prättigau/Davos:
„1. Die Klage des A. B. gegen C. B. wird abgewiesen.
2. Die Kosten des Kreispräsidenten I. in der Höhe von Fr. 257.50 sowie die Gerichtskosten des Bezirksgerichtes Prättigau/Davos, bestehend aus
- einer Gerichtsgebühr von Fr. 2’500.00
- Schreibgebühren von Fr. 300.00
insgesamt somit von Fr. 2'800.00
gehen zulasten des A. B.. Sie werden mit Rücksicht auf die Verfügung des Bezirksgerichtspräsidiums Prättigau/Davos vom 1./2. Juli 2002, womit A. B. die Bewilligung zur unentgeltlichen Prozessführung erteilt wurde (Pr. Nr. G 22/02), direkt bei der Gemeinde I. erhoben.
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3. A. B. hat C. B. aussergerichtlich mit pauschal Fr. 10'000.00 (inkl. Spesen und MwSt) zu entschädigen.

## Considerations