# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** a0bb01ca-d106-432a-b3c7-272583fa8267
**Court:** CH_BSTG
**Chamber:** CH_BSTG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** CH / Federation
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
A. Verschiedene Strafverfolgungsbehörden der Vereinigten Staaten von  führen Strafuntersuchungen gegen juristische und natürliche Personen, welche mit der Gesellschaft B. S.A. verbunden sind. Diesbezüglich  die amerikanischen Behörden das hiesige Bundesamt für Justiz ( «BJ») am 2. Mai und 13. Oktober 2017 sowie am 18. April 2018 um Rechtshilfe (vgl. hierzu act. 1.3, S. 1 f.).
B. Am 8. April 2019 liess das U.S. Department of Justice dem BJ in diesem Zusammenhang ein weiteres ergänzendes Rechtshilfeersuchen zugehen (act. 1.3). Dabei wurde u.a. um Herausgabe von Bankunterlagen zum auf die A. Ltd lautenden Konto Nr. 1 bei der Bank C. ersucht (act. 1.3, S. 10). Mit Nachtrag vom 8. November 2019 teilte das U.S. Department of Justice mit, die zuständigen Strafverfolger zögen in Betracht, die im Ersuchen erwähnten Bankkonten betreffend Beschlagnahmebefehle zu erwirken. Das BJ wurde daher ersucht, allenfalls in der Schweiz bestehende Beschlagnahmen  aufrecht zu erhalten (act. 1.4).
C. Am 28. November 2019 verfügte das BJ gestützt auf Art. 8 des  vom 3. Oktober 1975 zum Staatsvertrag mit den Vereinigten Staaten von Amerika über gegenseitige Rechtshilfe in Strafsachen (BG-RVUS; SR 351.93) die Sperre des bei der Bank C. geführten, auf die A. Ltd lautenden Kontos mit der Nr. 1 ab sofort und bis zum Ende des Rechtshilfeverfahrens (act. 1.2, Beilage 2). Die Verfügung enthält die nachfolgende  (act. 1.2, Beilage 2, S. 3):
Die betroffene Person kann die Zentralstelle USA ersuchen, ohne Verzug eine Zwischenver-
fügung zu erlassen, wenn glaubhaft gemacht ist, dass eine Rechtshilfehandlung einen unmit-
telbaren und nicht wiedergutzumachenden Nachteil verursacht (Art. 11 BG-RVUS). Die Be-
schwerde dagegen hat keine aufschiebende Wirkung (Art. 8 Abs. 4 BG-RVUS). (...)
D. Mit Schreiben vom 6. Dezember 2019 informierte das BJ das U.S.  of Justice über die erfolgte Kontosperre und bat dieses, die  Behörden so schnell als möglich, jedoch bis spätestens 30. April 2020 formell um Beschlagnahme des erwähnten Kontos zu ersuchen (act. 1.2, Beilage 4). Am selben Tag informierte das BJ den Vertreter der A. Ltd über die vorsorgliche Sperre von deren Konto bei der Bank C. (act. 1.2).
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E. Am 9. Dezember 2019 liess die A. Ltd bei der Beschwerdekammer des Bun-
desstrafgerichts Beschwerde einreichen (act. 1). Dabei beantragt sie :
in via provvisionale
- al ricorso è concesso l’effetto sospensivo;
in via principale
- al ricorso è concesso l’effetto sospensivo;
- la misura cautelare è annullata; alternativamente:
in via subordinata
- la decisione è annullata e
- la causa è rinviata all’UFG con l’istruzione, qualora decidesse nuovamente la misura
cautelare, di fissare e indicare un termine temporale di validità inferiore a quello co-
municato all’Autorità rogante, per la validità della stessa, con l’ordine di comunicarlo
a quest’ultima e altresì alla banca; alternativamente:
in via ulteriormente subordinata
- la decisione è annullata e
- la misura cautelare è modificata nel senso che il blocco, ovvero il sequestro, della
relazione bancaria della ricorrente è confermato, rispetto ai beni patrimoniali all’attivo
il giorno della pronuncia, unicamente fino a concorrenza di quanto indicato nei con-
siderandi; l’eccendenza (44.9 %) va immediatamente dissequestrata.

## Considerations

Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung:
1. 1.1 Für die Rechtshilfe zwischen den USA und der Schweiz sind primär der
Staatsvertrag vom 25. Mai 1973 zwischen der Schweizerischen  und den Vereinigten Staaten von Amerika über gegenseitige Rechtshilfe in Strafsachen (mit Briefwechseln, RVUS; 0.351.933.6) sowie das hierzu erlassene BG-RVUS massgebend.
1.2 Soweit dieser Staatsvertrag und das hierzu erlassene Bundesgesetz  Fragen nicht abschliessend regeln, gelangen das Bundesgesetz vom 20. März 1981 (Rechtshilfegesetz, IRSG; SR 351.1) und die Verordnung vom 24. Februar 1982 über internationale Rechtshilfe in Strafsachen (Rechtshilfeverordnung, IRSV; SR 351.11) zur Anwendung (Art. 36a  und Art. 1 Abs. 1 lit. b IRSG). Das innerstaatliche Recht gelangt nach dem Günstigkeitsprinzip auch dann zur Anwendung, wenn dieses geringere
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Anforderungen an die Rechtshilfe stellt (vgl. Art. 38 Abs. 1 RVUS; BGE 145 IV 294 E. 2.1 S. 297; 142 IV 250 E. 3; 140 IV 123 E. 2 S. 126). Vorbehalten bleibt die Wahrung der Menschenrechte (BGE 145 IV 294 E. 2.1 S. 297; 123 II 595 E. 7c S. 617; TPF 2016 65 E. 1.2). Auf Beschwerdeverfahren sind zudem die Bestimmungen des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (Verwaltungsverfahrensgesetz, VwVG; SR 172.021) anwendbar (Art. 7 Abs. 1 BG-RVUS, Art. 39 Abs. 2 lit. b i.V.m. Art. 37 Abs. 2 lit. a Ziff. 4 StBOG).
2. 2.1 Die Verfügung der Zentralstelle USA des BJ, mit der das Rechtshilfeverfah-
ren abgeschlossen wird, unterliegt zusammen mit den vorangehenden  der ausführenden Behörde der Beschwerde an die  des Bundesstrafgerichts (Art. 17 Abs. 1 BG-RVUS). Der Schlussverfügung vorangehende Zwischenverfügungen nach Art. 11  können selbstständig angefochten werden (Art. 17 Abs. 1bis und Art. 11 Abs. 3 BG-RVUS). Die Zentralstelle erlässt ohne Verzug eine solche Zwischenverfügung, wenn glaubhaft gemacht ist, dass eine  einen unmittelbaren und nicht wieder gutzumachenden Nachteil verursacht (Art. 11 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 BG-RVUS).
2.2 Erscheint die Ausführung des Ersuchens nicht offensichtlich unzulässig oder unzweckmässig, so können die Zentralstelle sowie die ausführende Behörde von Amtes wegen oder auf Ansuchen einer Partei oder der amerikanischen Zentralstelle vorläufige Massnahmen zur Erhaltung des bestehenden , zur Wahrung bedrohter rechtlicher Interessen oder zur Sicherung gefährdeter Beweismittel anordnen (Art. 8 Abs. 1 BG-RVUS). Die  kann solche Massnahmen auch treffen, sobald ein Ersuchen  ist, wenn zur Beurteilung der Voraussetzungen ausreichende Angaben vorliegen (Art. 8 Abs. 3 BG-RVUS). Die Zentralstelle trifft vorläufige  ohne Anhören der Beteiligten (Art. 10 Abs. 2 BG-RVUS). Die  gegen entsprechende Verfügungen hat keine aufschiebende  (Art. 8 Abs. 4 BG-RVUS). Hätte eine Beschwerde gegen eine  betreffend vorläufige Massnahmen eine aufschiebende Wirkung, so wären diese Massnahmen sinnlos (Botschaft vom 29. März 1995 betreffend die Änderung des Rechtshilfegesetzes und des Bundesgesetzes zum Staatsvertrag mit den USA über gegenseitige Rechtshilfe in Strafsachen  den Bundesbeschluss über einen Vorbehalt zum Europäischen  über die Rechtshilfe in Strafsachen, BBl 1995 III 18).
2.3 Die vorliegende Beschwerde richtet sich gegen eine gestützt auf Art. 8  ergangene vorläufige Sperrung von Vermögenswerten der Beschwer-
http://links.weblaw.ch/BGE-123-II-595
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deführerin (act. 1.2, Beilage 2). Diese erging ohne vorgängige Anhörung der Beschwerdeführerin (Art. 10 Abs. 2 BG-RVUS). Eine selbstständig  Zwischenverfügung erlässt die Beschwerdegegnerin u.a. jedoch erst dann, wenn glaubhaft gemacht ist, dass eine Rechtshilfehandlung einen  und nicht wieder gutzumachenden Nachteil verursacht (Art. 11 Abs. 1 lit. a Ziff. 1 BG-RVUS). Aufgrund des Wortlauts des Gesetzes ist somit davon auszugehen, dass eine anfechtbare Zwischenverfügung erst nach  entsprechenden Intervention der betroffenen Person bei der  erlassen wird (vgl. zu diesem Vorgehen auch die  des Sachverhalts in TPF 2011 131, wo die Beschwerdeführerin die  nach Kenntnisnahme einer vorläufigen Kontosperre  erst um den Erlass einer anfechtbaren Verfügung ersuchte). Auch die der Verfügung vom 28. November 2019 beigegebene  hält fest, dass die betroffene Person die Beschwerdegegnerin ersuchen kann, ohne Verzug eine Zwischenverfügung zu erlassen, wenn glaubhaft  ist, dass eine Rechtshilfehandlung einen unmittelbaren und nicht  gutzumachenden Nachteil verursacht (act. 1.2, Beilage 2, S. 3). Die  hat jedoch von einer entsprechenden Intervention bei der Beschwerdegegnerin abgesehen und der Beschwerdekammer sofort die vorliegende Beschwerde eingereicht. Nach dem Gesagten liegt jedoch noch gar keine selbstständig anfechtbare Zwischenverfügung und damit auch kein gültiges Anfechtungsobjekt vor.
3. Aufgrund des vorstehend Ausgeführten erweist sich die vorliegende Be-
schwerde als unzulässig, weshalb auf diese nicht einzutreten ist.
4. Bei diesem Ausgang des Verfahrens ist das Nebenverfahren betreffend  Wirkung zufolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben.
5. Bei diesem Ausgang des Verfahrens sind die Gerichtskosten der  Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 63 Abs. 1 VwVG). Die  ist auf Fr. 500.– festzusetzen (Art. 63 Abs. 5 VwVG i.V.m. Art. 73 StBOG sowie Art. 5 und 8 Abs. 3 lit. b des Reglements des  vom 31. August 2010 über die Kosten, Gebühren und  in Bundesstrafverfahren [BStKR; SR 173.713.162]), unter  des entsprechenden Betrages aus dem geleisteten  von Fr. 2‘500.– (act. 3 und 5). Die Bundesstrafgerichtskasse ist , dem Vertreter der Beschwerdeführerin Fr. 2‘000.– .
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