# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 91377a33-9b27-4c00-823b-db71d2de02c1
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_005
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1. Die M._ ist Eigentümerin von Parzelle 1._, O._, B._
Die N._ AG ist Eigentümerin der benachbarten Parzelle 2._. Die
beiden Parzelleneigentümer beantragten am 18. September 2017 bei der
Gemeinde B._ gestützt auf Art. 53 KRG die Einleitung der
Quartierplanung für den erweiterten Perimeter (inklusive Parzellen
3._, 4._ und 5._ sowie einen Teil von Parzelle 6._). Sie
machten geltend, dass die Erweiterung ausschliesslich zwecks Prüfung
sämtlicher Erschliessungsmöglichkeiten des Quartierplangebietes
P._ ab der Q._ erfolge. Beide Parzellen sollten nach einem
gemeinsamen Überbauungs- und Erschliessungskonzept überbaut
werden.
2. Am 1. November 2017 beurteilte die Baukommission der Gemeinde
B._ (nachfolgend Baukommission) erstmals den
Quartierplanperimeter, den Planungszweck sowie die
Rahmenbedingungen für das Ausarbeiten eines amtlichen Quartierplans.
Sie befand das Quartierplanverfahren im amtlichen Verfahrens als
zielführend, wies jedoch darauf hin, dass der vorgeschlagene Zweck und
der vorgeschlagene Perimeter des Quartierplans dem Gemeinderat nicht
zur Einleitung des amtlichen Quartierplanverfahrens empfohlen werden
könnten. Vor der Einleitung des Quartierplanverfahrens seien
Erschliessungs- und Überarbeitungsvarianten auszuarbeiten, um
verschiedene Möglichkeiten für die Zufahrt ab der Q._ offen zu
lassen. Gemäss Stellungnahme des Tiefbauamts Graubünden vom 4. Mai
2015 könne aus Gründen der Verkehrssicherheit für einen direkten
Anschluss an die Kantonsstrasse keine Bewilligung in Aussicht gestellt
werden. Dem Wortlaut des Stiftungszwecks entsprechend solle der Erhalt
und die Sanierung des Stalles auf Parzelle 1._ angestrebt werden
und es sei eine Energieversorgung mit hauptsächlich erneuerbaren
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Energien zu prüfen. Der Gemeinderat folgte am 28. November 2017
weitgehend dem Antrag der Baukommission und sistierte das Verfahren
in Erwartung weiterer Abklärungen.
3. Die Baukommission erwog am 3. Oktober 2018, der Planungszweck
gemäss Antrag erlaube die Erarbeitung eines Quartierplans auf den
Parzellen 1._, 2._ und 6._, wobei die Parzelle 6._ nur
zur Erschliessung für die Parzellen 1._ und 2._ in den Perimeter
eingebunden werden solle. Der Gemeinderat schloss sich am 6.
November 2018 der Baukommission an und erwog, die Zufahrtsstudie
N._ vom 3. August 2018 betreffend Machbarkeit und
Verkehrssicherheit belege, dass sich eine südliche Erschliessung
(Variante orange) via Parzelle 6._ als optimal erweise. Bei der
nördlichen Erschliessung (Variante grün) fehle rund 1 m Höhe um auf das
gewünschte Niveau zu gelangen, damit eine Tiefgarage optimal
angeschlossen werden könne. Der Perimeter und Planungszweck würden
dahingehend angepasst, was bedeute, dass auf den Einbezug der
Parzellen 3._, 4._ und 5._ verzichtet werden könne. Somit
umfasse der Perimeter die Parzellen 1._, 2._ und teilweise
6._. Der Planungszweck laute: Erarbeitung eines Quartierplans auf
den Parzellen 1._, 2._ und teilweise 6._. Die Parzelle
6._ werde gestützt auf Art. 20 Abs. 3 Baugesetz zur Erschliessung
der Parzellen 1._ und 2._ in den Perimeter eingebunden. Zudem
sei eine Grenzbereinigung mit allfälliger Landumlegung vorgesehen.
4. Am 7. November 2018 erging an die vom geplanten Quartierplanperimeter
betroffenen Grundeigentümer ein Informationsschreiben mit dem
Publikationstext. Die amtliche Publikation des Quartierplanverfahrens
erfolgte am 9. November 2018 im Amtsblatt der Gemeinde B._. Das
Tiefbauamt Graubünden (nachfolgend TBA) hielt im Schreiben vom 14.
November 2018 an die Gemeinde B._ im Sinne einer Stellungnahme
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dafür, das Quartierplangebiet verkehrsmässig ausschliesslich rückwärtig
über die Q._ zu realisieren. Die bestehende direkte Zufahrt von der
Kantonsstrasse auf Parzelle 2._ sei spätestens mit der Umsetzung
von Neubauvorhaben auf dem Grundstück aufzuheben. Gegen die
Einleitung des Quartierplanverfahrens erhoben diverse Grundeigentümer
der betroffenen Strassen Einsprachen.
5. Am 3. April 2019 beantragte die Baukommission dem Gemeinderat die
Abweisung der Einsprachen und den Beschluss über die Einleitung des
Quartierplanverfahrens P._. Sie erwog, dass die gewählte
Erschliessungsvariante optimal sei, werde in Zweifel gezogen. Die
Prüfung weiterer Varianten oder Auflagen zur Begrenzung des
Verkehrsaufkommens sollten jedoch Gegenstand im weiteren
Quartierplanverfahren sein. Am 26. November 2019, mitgeteilt am 9.
Dezember 2019, entschied der Gemeinderat wie folgt:
"1. Die Einsprachen gegen die Absicht zur Einleitung des Quartierplanverfahrens P._ werden abgewiesen, sofern darauf eingetreten werden kann.
2. Die Einleitung des Quartierplanverfahrens P._ mit dem am 9. November 2018 publizierten Planungszweck wird hiermit beschlossen.
3. Die Abgrenzung des Planungsgebiets ergibt sich aus dem am 9. November 2018 publizierten Auflageplan 1:1000 vom 11. Oktober 2018.
4. Für das vorliegende Einspracheverfahren vor dem Gemeinderat werden keine Gebühren erhoben. Ausseramtlich werden keine Entschädigungen zugesprochen."

## Considerations