# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** ce7b7bda-46df-473d-8b3d-4785f02ee92e
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2019
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
X._
, geboren 1955, arbeitete seit dem 1. August 2002 als
Gussputzer
bei der
Y._
AG (Urk. 7/1 Ziff. 1 und 3) und war dadurch bei der Suva obligatorisch gegen die Folgen von Unfällen versichert. Am 8. Oktober 2014 rutschte der Versicherte bei der Sandstrahlmaschine aus und verdrehte sich den rechten Fuss (Urk. 7/1 Ziff. 4 und 6). Die Suva anerkannte ihre Leistungspflicht und erbrachte in der Folge die gesetzlichen Leistungen (Urk. 7/6).
Mit Verfügung vom 28. März 2017 schloss die Suva den Fall per 31. März 2017 ab, stellte die Versicherungsleistungen auf diesen Zeitpunkt ein und verneinte zudem eine Kostenübernahme für die Operation
vo
m 17. März 2017 (Urk. 7/107).
Die dagegen vom Versicherten am 15. Mai
2017 erhobene Einsprache (Urk. 7
/113) wies die Suva mit
Einspracheentscheid
vom 2. November 2017 ab, wobei gleich
zeitig auf die vom zuständigen Krankenversicherer am 19. April 2017 ohne wei
tere Begründung eingereichte Einsprache (Urk. 7/109) nicht eingetreten wurde (Urk. 7/132 = Urk. 2).
2.
Der Versicherte erhob am
4.
Dezember 2017 Beschwerde gegen den
Einspra
che
entscheid
vom 2. November 2017 (Urk. 2) und beantragte, dieser sei aufzuheben und es seien ihm im Zusammenhang mit dem Unfallereignis vom 8. Oktober 2014 weiterhin die gesetzlichen Leistungen auszurichten (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwer
deantwort vom 29. Januar 2018 beantragte die Suva
die Androhung einer
refor
matio
in
peius
in dem Sinne, dass die Versicherungsleistungen bereits per
2. März 2017
einzustellen seien. Sie begründete dies damit, dass im Zeitpunkt der kreis
ärztlichen Beurteilung vom 2. März 2017 keine Unfallfolgen mehr nachweisbar
gewesen
seien und der Status quo ante
vel
sine erreicht
gewesen
sei
(Urk. 6 S. 2 Ziff. I
, S. 9 Ziff. 30)
. Dies wurde dem Beschwerdeführer am 28. Februar 2018 zur Kenntnis gebracht (Urk. 10).
Mit Beschluss
vom 7. Mai 2018 wies das Gericht den Beschwerdeführer auf die nicht auszuschliessende Schlechterstellung und die Möglichkeit zum Beschwerde
rückzug hin (Urk. 11). Dieser erklärte am 30. Mai 2018, dass er an der Beschwerde festhalte (Urk. 13).
Mit Replik vom 15. Juni 2018 (Urk. 15) hielt der Beschwerdeführer an seinen An
trägen fest. Mit Duplik vom 1. Oktober 2018 (Urk. 20) hielt auch die Beschwerde
gegnerin an ihren Anträgen fest,
was dem Beschwerdeführer am 2. Oktober 2018 zur Kenntnis gebracht wurde (Urk. 22).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar
2017 sind die am 25. September
2015 beziehungsweise am
9. Novem
ber 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des Bundesge
setzes
über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallver
siche
rung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt ver
wirk
licht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
entsprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. Septem
ber 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeit
punkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
8. Oktober 2014
ereignet, weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall An
wen
dung finden und in dieser Fassung zitiert werden.
1.2
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Inva
lidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natür
lichen Kausalzusammenhangs sind alle Umstände, ohne deren Vorhan
densein der eingetretene Erfolg nicht als eingetreten oder nicht als in der glei
chen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Ent
sprechend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürlichen Kausalzu
sammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die alleinige oder un
mittelbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schädi
gende Ereignis zusammen mit anderen Bedingungen die körperliche oder geis
tige Integrität der versicherten Person beeinträchtigt hat, der Unfall mit andern Worten nicht weg
ge
dacht werden kann, ohne dass auch die eingetretene ge
sundheitliche Störung entfiele (BGE 129 V 177 E. 3.1, 402 E. 4.3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesundheitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
wal
tung beziehungsweise im Beschwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm obliegenden Beweiswürdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse
Möglichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
anspruches nicht (BGE 129 V 177 E. 3.1, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
1.3
Wird durch den Unfall ein krankhafter Vorzustand verschlimmert oder überhaupt erst manifest, fällt der natürliche Kausalzusammenhang dahin, wenn und sobald
der Gesundheitsschaden nur noch und ausschliesslich auf unfallfremden Ursa
c
hen beruht. Dies trifft dann zu, wenn entweder der Gesundheitszustand, wie er un
mittelbar vor dem Unfall bestanden hat (Status quo ante) oder aber derjenige Zustand, wie er sich nach dem schicksalsmässigen Verlauf eines krankhaften Vor
zustandes auch ohne Unfall früher oder später eingestellt hätte (Status quo sine), erreicht ist (RKUV 1992 Nr.
U 142 S.
75 E.
4b mit Hinweisen; nicht publiziertes Urteil des Bundesgerichts U
172/94 vom 26.
April 1995). Das Dahinfallen jeder kausalen Bedeutung von unfallbedingten Ursachen eines Gesundheitsschadens muss mit dem im Sozialversicherungsrecht üblichen Beweisgrad der überwie
gen
den Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sein (RKUV 2000 Nr.
U 363 S.
45; BGE
119 V 7 E. 3c/
aa
). Die blosse Möglichkeit nunmehr gänzlich fehlender ursächlicher Auswirkungen des Unfalls genügt nicht. Da es sich
hierbei
um eine anspruchs
auf
hebende Tatfrage handelt, liegt aber die entsprechende Beweislast – anders als bei der Frage, ob ein leistungsbegründender natürlicher Kausalzusammenhang gegeben ist – nicht bei der versicherten Person, sondern beim Unfallversicherer (RKUV 1994 Nr.
U 206 S.
328
f. E.
3b, 1992 Nr.
U 142 S. 76). Diese Beweis
grundsätze gelten sowohl im Grundfall als auch bei Rückfällen und Spätfolgen und sind für sämtliche Leistungsarten massgebend (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11.
März 2014 E. 2.3.1 mit Hinweisen).
Mit dem Erreichen des Status quo sine
vel
ante entfällt eine Teilursächlichkeit für die noch bestehenden Beschwerden. Solange jedoch der Status quo sine
vel
ante noch nicht wieder erreicht ist, hat der Unfallversicherer gestützt auf Art. 36 Abs. 1 UVG in aller Regel neben den Taggeldern auch Pflegeleistungen und Kostenvergütungen zu übernehmen, worunter auch die Heilbehandlungskosten nach Art. 10 UVG fallen (Urteil des Bundesgerichts 8C_637/2013 vom 11. März 2014 E. 2.3.2).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der
Vorakten
(Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
men
hänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin
begründete die Einstellung ihrer Leistungen im ange
fochtenen
Einspracheentscheid
(Urk. 2)
insbesondere gestützt auf die Beurteilung des Kreisarztes, gemäss welcher der Beschwerdeführer beim Unfall vom 8. Okto
ber 2014 keine strukturell objektivierbaren Verletzungen erlitten habe und die nach der Distorsion aufgetretenen Knochenmarksödeme nachgewiesenermassen
ab
geheilt seien. Die vorgefundenen
arthrotischen
Veränderungen seien unfall
fremd
und durch das Unfallereignis höchstens aktiviert worden. Mit über
wie
gen
der Wahr
scheinlichkeit sei davon auszugehen, dass im Zeitpunkt der Leistungsein
stellung Unfallfolgen keine Rolle mehr gespielt hätten und bei der Operation am 17. März 2017 nur unfallfremde Verletzungen angegangen worden seien (S. 9 Ziff. 5.b).
Im Rahmen der Beschwerdeantwort (Urk. 6) hielt die Beschwerdegegnerin ergän
zend fest, bereits im Zeitpunkt der kreisärztlichen Beurteilung vom 2. Mär
z 2017 seien keine Unfallfolgen
mehr nachweisbar gewesen, weshalb die Leistungspflicht per
diesem Datum
zu terminieren sei (S. 9 Ziff. 30).
In der Duplik (Urk. 20) machte die Beschwerdegegnerin sodann geltend, die Fol
gen der Unfälle vom 7. Mai 2014 und 18. August 2014 seien in den Beurteilungen durch die
Ärzte der Klinik
Z._
wie auch die
Vertrauensärzte miteinbezogen
und
es sei
ihnen angemessen Rechnung getragen worden (S. 1 Ziff. 1). Die ver
trauensärztlichen Beurteilungen berücksichtigten in sorgfältiger Weise die Ergeb
nisse der bildgebenden Dokumentation sowie die aktenkundigen anamnestischen Angaben des Beschwerdeführers im Heilungsverlauf sowie die von den behan
delnden Ärzten erhobenen Befunde, weshalb für den Entscheid darauf abgestellt werden könne
(S. 3)
.
2.2
Demgegenüber stellte sich der Beschwerdeführer auf den Standpunkt,
er habe insgesamt drei Unfälle erlitten, welche seinen rechten Fuss betroffen hätten (Urk. 1 S. 2
Rz
4). Was die am 8. Oktober 2014 erlittene Fussverletzung betreffe, so offenbare die Bildgebung
massive pathologische Befunde
(S. 3
Rz
5). Diese würden jedoch in der medizinischen Beurteilung der Beschwerdegegnerin nicht oder völlig ungenügend gewürdigt (S. 3
Rz
6).
In der bisherigen medizinischen Beurteilung fehle eine fuss-orthopädische Gesamtbeurteilung, welche mit Blick auf die persistierenden Unfallbeschwerden vom 8. Oktober 2014 die früheren Ereig
nisse richtig würdige (S. 5
Rz
9). Die medizinischen Akten würden
arthro
tische
Veränderungen im verletzten Fuss
belegen. Aufgrund der gesamten Um
stände stelle sich klar und zweifelsfrei die Frage nach dem Vorliegen einer rich
tungsweisenden Verschlimmerung. Diese Frage bleibe bis anhin ungeklärt (S. 5
Rz
10).
Letztendlich gehe es darum, dass die drei Unfälle zwar einen
arthrotisch
vorgeschädigten Fuss getroffen hätten, die
arthrotischen
Veränderungen bis zum Unfallerei
gnis aber stumm geblieben seien (S. 6
lit
. d). Strittig sei somit die Frage,
ob die Veränderung bloss vorübergehend oder eben richtungsweisend sei
. Zu die
ser
Frage habe der Kreisarzt bis anhin nicht einlässlich und schlüssig Stellung ge
nom
men und in diesem Zusammenhang bestehe weiterer Klärungsbedarf (S. 6
lit
. e)
.
Im Rahmen der Replik (Urk. 15) führte der Beschwerdeführer ergänzend aus,
die beiden Unfälle vom 7. Mai sowie 18. August 2014 seien ordnungsgemäss gemel
det und als Fussquetschungen qualifiziert worden (S. 1
Rz
2). Gestützt auf die Ausführungen von Dr.
A._
halte er fest, dass die Behauptung eines Status quo sine jeglicher fassbaren medizinischen Grundlage entbehre und sich als unhaltbar erweise. Mit der einlässlichen Stellungnahme von Dr.
A._
liege eine medi
zinische Beurteilung vor, welche erhebliche Zweifel an den bisherigen, internen medizinischen Abklärungen der Beschwerdegegnerin wecke, sodass Anspruch auf eine unabhängige fachärztliche Begutachtung bestehe (S. 2 f.
Rz
5).
2.3
Strittig und zu prüfen ist damit der
zeitliche
Umfang der Leistungspflicht der Beschwerdegegnerin.
3.
3.1
Gemäss den Angaben in der Unfallmeldung rutschte der Beschwerdeführer am 8. Oktober 2014 bei der Sandstrahlmasch
i
ne aus und verdrehte sich dabei den rechten Fuss (Urk. 7/1 Ziff. 4 und 6).
3.2
Die Erstbehandlung erfolgte gemäss Bericht vom 10. Oktober 2014
(Urk. 7/9)
im Kantonsspital
B._
, wo sich der Beschwerdeführer am 9. Oktober 2014 not
fall
mässig selbst vorstellte. Die Ärzte diagnostizierten ein
Supinationstrauma
OSG/
Mittelfuss rechts bei Status nach
naviculo-cuneiformem
Kontusionstrauma vor zwei Monaten und aktivierter
Naviculo-Cuneiformarthrose
(S. 1).
Über dem
Fussrist
rechts seien eine diskrete Schwellung und
ein
Hämatom mit
Druckdolenz
medial betont feststellbar. Die röntgenologische Untersuchung habe keine ein
deu
tige
ossäre
Läsion ergeben. Über dem Mittelfuss zeig
t
e
n
sich eine
Naviculo-cuneiformarthrose
und
ein
Verdacht auf eine alte
cuneiforme
Fraktur bei kleinem proximalen Fragment. Dem Beschwerdeführer seien ein
Vacoped
sowie Unter
arm
gehstöcke verschrieben worden (S. 1). Bis zum 16. Oktober 2014 sei der Be
schwerdeführer vollständig arbeitsunfähig (S. 2).
Nach einer Nachkontrolle hielten die Ärzte am 12. Dezember 2014 fest, der Ver
lauf sei zeitgerecht. Als Giesser
s
ei der Beschwerdeführer nochmals für vier Wochen arbeitsunfähig
(Urk. 7/12).
3.
3
Nach einem MRI des rechten Fusses hielt
Dr.
med.
C._
am 1. Dezember 2015 fest, gegenüber Februar 2015 seien
regrediente
, aber weiter persistierende Knochenmarksödeme im Bereich von OS
naviculare
,
Ossa
cuneiformia
und Basen der
Ossa
metatarsalia
II und III erkennbar. Die Knochenmarksödeme seien vermutlich kombiniert im Rahmen einer knöchernen Überlastungsreaktion und bei aktivierten Arthrosen des
naviculo-cuneiformen
Gelenks sowie stärker des
Lisfranc
-Gelenks.
Hinzu komme eine b
egleitende Ganglienbildung über den ent
sprechenden Gelenken am Fussrücken
(Urk. 7/58)
.
3.
4
Die Ärzte der Universitätsklinik
Z._
, Orthopädie, nannten in ihrem Bericht vom 8. Juni 2016 folgende Diagnosen (Urk. 7/73 S. 1):
-
Lisfranc
Arthrosen lateral betont sowie auch Arthrose
talonaviculär
rechts mit/bei:
-
reduziertem Längsgewölbe sowie
varischer
Rückfussachse bei
-
Status nach Quetschtrauma von einem
Gullideckel
Juni 2014 sowie OSG Distorsionstrauma Oktober 2014
Klinisch wie radiologisch scheine eine degenerative Veränderung insbesondere in den
Lisfranc
-Gelenken lateral betont wie auch
naviculocuneiform
rechts vorzu
liegen, nach stattgehabtem Traum
a
im Juni 2014 bei zuvor beschwerdefreiem Fuss. Am ehesten zielführend sei eine diagnostisch/therapeutische Infiltration (S. 2).
3.
5
Am 23. August 2016 hielten die Ärzte der Universitätsklinik
Z._
fest, der
Be
schwerdeführer
berichte
über eine nur geringe Beschwerdelinderung im Rahme
n der Infiltration des TMT IV und V-Gelenks sowie des
naviculocuneiformen
Ge
lenks vor zehn Wochen. Aktuell persistierten belastungsabhängige Fussschmer
zen entlang der
Lisfranc
-Gelenkslinie rechts, welche die
Gehdauer
auf zirka 30 Minuten limitiere (Urk. 7/81 S. 1).
In ihrem Bericht vom 25. Oktober 2016 führten die Ärzte aus, der Beschwer
de
führer leide weiterhin unter Schmerzen im Bereich des Mittelfusses. Medial habe die durchgeführte
Infiltration etwas gebracht. Die Schuheinlagen seien ebenfalls hilfreich, jedoch nicht ausreichend (Urk. 7/85 S. 2).
Anlässlich einer Verlaufskontrolle am 10. Januar 2017 berichtete der Beschwer
deführer über eine maximal 20%ige Besserung der Beschwerden nach einer Infil
tration des TMT-V-Gelenkes mit Wiederauftreten unverändert wie in den Vorun
tersuchungen (Urk. 7/97 S. 1).
Am 7. Februar 2017 zeigte sich der Beschwerdeführer äusserst unzufrieden mit der bisherigen Behandlung, die mehrfachen Infiltrationen hätten nicht ange
sprochen und die Beschwerden sogar
exazerbiert
.
Mehrfache Anpassungen der
Schuheinlagen sowie Carbon-Einlagen hätten ebenfalls keine Besserung gebracht
,
er
sei weiterhin arbeitsunfähig (Urk. 7/101 S. 1). Der Beschwerdeführer habe sich deshalb für eine
Arthrodese
des
naviculocuneiformen
Gelenkes entschieden
(S.
2
).
3.
6
In seiner ärztlichen Beurteilung vom 2. März 2017 (Urk. 7/104) führte
Dr.
med.
D._
, Facharzt für orthopädische Chirurgie und für Traumatologie des
Bewegungsapparates, Kreisarzt der Beschwerdegegnerin, aus, in der Untersu
chung
und Röntgendiagnostik vom 9. Oktober 2014 hätten sich keine strukturell objek
tivierbaren Läsionen im Bereich des rechten Fusses und rechten oberen Sprungge
lenkes
gezeigt. Diagnostiziert werde eine
naviculocuneiforme
Arthrose, welche als unfallfremd zu betrachten sei. Die am 1. Dezember 2015 festgestellten Kno
chen
marködeme stellten vorübergehende Verschlimmerungen dar, welche folgen
los abheilen würden. Es handle sich nicht um strukturell objektivierbare Läsionen infolge des Ereignisses vom 8. Oktober 2014 (S. 3). Sämtliche am 3. November 2016 festgestellten
arthrotischen
Veränderungen seien keine strukturell objekti
vierbaren Läsionen infolge des Ereignisses vom 8. Oktober 2014 (S. 3 f.). Das Ereignis vom 8. Oktober 2014 habe zu keinen strukturell objektivierbaren Läsio
nen im Bereich des rechten oberen Sprunggelenkes und rechten Fusses geführt. Es sei zu einer Distorsion des rechten Fusses beziehungsweise des rechten oberen Sprunggelenkes gekommen. Die geplante Operation mit
Arthrodese
des
naviculo
cuneiformen
Gelenkes am rechten Fuss sei mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht auf das Ereignis vom 8. Oktober 2014 zurückzuführen. Das weitere geplante Prozedere in der Universitätsklinik
Z._
sei unfallfremd. Rein bezogen auf die unfallkausale Situation sei der Beschwerdeführer zu 100 % arbeitsfähig auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt und zu 100 % arbeitsfähig in seiner angestammten Tätigkeit als
Gussputzer
. Mit überwiegender Wahrscheinlichkeit spielten Unfall
folgen im Bereich des rechten Fusses und des rechten oberen Sprunggelenkes ab
sofort keine Rolle mehr (S. 4).
3.
7
Am 17. März 2017 wurde in der Universitätsklinik
Z._
, Orthopädie, eine
Arthro
dese
naviculocuneiforme
mediale und intermedium rechts durchgeführt. Im Austrittsbericht vom 22. März 2017 beschrieben die Ärzte einen problemlosen
peri
- und postoperativen Verlauf (Urk. 7/123 S. 1).
3.
8
Ein natives MRI des rechten Fusses vom 4. Oktober 2017 zeigte
bei Zustand nach
Arthrodese
naviculocuneiforme
mediale und intermedium rechts Arthrose im
Lisfranc
-Gelenk III und weniger auch im
Lisfranc
-Gelenk IV. Ansonsten lag im Rücken- und Mittelfuss ein regelrechter Befund ohne pathologisches Knochen
marksödem vor (Urk. 7/129 S. 1).
3.
9
In seiner ärztlichen Beurteilung vom 17. Oktober 2017 (Urk. 7/131) hielt Dr.
D._
fest, dass zu den beiden Schadensereignissen vom 7. Mai sowie 18. August 2014 jeweils nur eine Schadensmeldung vorliege. Es hätten keine
weiteren medizi
ni
schen Abklärungen stattgefunden, was den Schluss zulasse, dass mit überwie
gender Wahrscheinlichkeit sowohl am 7. Mai als auch am 18. August 2014 ledig
lich Bagatellverletzungen vorgelegen hätten (S. 3 f.).
3.
10
Dr.
med.
A._
, Facharzt für Orthopädie und für Traumatologie, nannte in seinem Bericht vom 11. Mai 2018 folgende Diagnosen (Urk. 16 S. 1):
-
c
hronisches neuropathisches Schmerzsyndrom Fuss rechts
-
Status nach
naviculocuneiforme
-I/II
Arthrodese
rechts (17. März 2017)
-
Status nach Mittelfussdistorsion rechts (8. Oktober 2014)
-
Status nach Mittelfussquetschung rechts (7. Mai 2014)
Beim Laufen komme es zu lokalen Schmerzen über dem Fussrücken sowie Fusssohle Höhe IV. und V. Zeh. In Ruhe würden keine Schmerzen auftreten, der Nachtschlaf sei nicht dramatisch eingeschränkt. Die aktuelle Gehstrecke sei ohne Schmerzen wenige Meter, maximal könne der Beschwerdeführer zirka 200 Meter laufen (S. 1). Bei den Beschwerden handle es sich nicht nur vorübergehend um eine unfallbedingte Verschlimmerung, die
dorsolateralen
Fussschmerzen seien dauer
haft. Die Tatsache, dass die bei der Befundevaluation vor der operativen Intervention durchgeführten Infiltrationen nur eine geringe Beschwerdelinderung gezeigt hätten, stütze die Beschwerdesituation, welche unabhängig von den degenerativen Gelenksveränderungen vorgelegen habe und weiterhin vorliege (S. 2 Ziff. 1). Bei den derzeit vorhandenen Beschwerden handle es sich um eine unfallbedingte Verschlimmerung, das entstandene Quetschtrauma habe zu einer
nun vorliegenden chronisch-neuropathischen Beschwerdesituation geführt, wel
che bereits im Verlauf mittels neurologischer Untersuchung vom 26. Oktober 2016 angedeutet worden sei (S. 2 Ziff. 2). Das heutige Beschwerdebild sei als über
wiegend wahrscheinlich traumatisch bedingt anzusehen, vor den Ereignissen im
J
ahr 2014 sei der Beschwerdeführer beschwerdefrei gewesen. Der Nachweis von gegenteiligen Hinweisen bleibe offen (S. 2 Ziff. 3). Es liege eine Teilursächlichkeit zu den Unfallereignissen vor, die geschilderten Beschwerden würden erst seit den Ereignissen vom Mai beziehungsweise Oktober 2014 vorliegen und seien in den zwischenzeitlichen Untersuchungen mehrfach dokumentiert (S. 2 Ziff. 4).
Die degenerativen Veränderungen seien unabhängig vom Unfallereignis vorhanden und hätten zu einer operativen Behandlung geführ
t. Der im Weiteren geschilderte
Beschwerdeverlauf habe die entsprechende Reduktion der Beschwerden von zirka 20 % gebracht, welche als teilweise Linderung der Beschwerden anzusehen sei. Die restlichen vorhandenen Beschwerden (zirka 80 %) seien mit überwiegender Wahrscheinlichkeit unfallbedingt anzusehen (S. 2 Ziff. 5).
3.
11
PD
Dr.
med.
E._
, Facharzt für Orthopädische Chirurgie, und
Dr.
med.
F._
, Facharzt für Neurologie, Kompetenzzentrum Versicherungs
me
di
zin der
Beschwerdegegnerin, führten in ihrer Stellungnahme vom 25. Septem
ber 2018 (Urk. 21) aus,
nach sorgfältiger Prüfung der diagnostischen Kriterien im vorliegenden Fall müsse festgestellt werden, dass die Diagnose neuropathischer Schmerzen nicht mit überwiegender Wahrscheinlichkeit gestellt werden könne. Zu keinem Zeitpunkt seien sensible neurologische Defizite im Innervationsgebiet der den rechten Fuss sensibel versorgenden Nerven festgestellt worden.
Allein die Angabe eines verminderten Vibrationsempfindens sei nicht entscheidend. Ein typisch neuropathischer brennender (Ruhe-)Schmerz sei in keinem Arztbericht
vermerkt, eine zugrundeliegende Nervenläsion als Ausgangspunkt neuropathi
sch
er Schmerzen sei von Dr.
A._
nicht benannt worden (S. 8). Dieser dokumentiere keine neuen Argumente auf orthopädisch-chirurgischem Fachgebiet. Die Angabe einer Koinzidenz von Unfallgeschehen
und Beginn von g
eklagten Beschwerden könne im Sine «
post
hoc, ergo
propter
hoc» einen kausalen Zusammenhang rein temporal nicht in überzeugender Weise begründen. Dr.
A._
habe bestätigt, dass die degenerativen Veränderungen unabhängig vom Unfallereignis vorhan
den gewesen seien und zu einer operativen Behandlung geführt hätten. Die Frage, ob die Beschwerden nach dem Ereignis vom 8. Oktober 2014 mit überwiegender Wahrscheinlichkeit für die operative Behandlung der Arthrose ursächlich ge
wesen seien, habe Dr.
A._
denn auch konsequent verneint (S. 8 f.). Aus neuro
logischer Perspektive könne die Diagnose chronisch neuropathischer Schmerzen infolge des Unfalls vom 8. Oktober 2014 nicht mit dem Beweisgrad der über
wie
genden Wahrscheinlichkeit angenommen werden, auch nicht im Sinne einer rich
tunggebenden Verschlimmerung eines Vorzustandes
. Dass es zu einer Ver
schlim
merung vorbestehender degenerativer Veränderungen der Gelenke gekommen sei, sei möglich. Strukturelle Verletzungen seien mit überwiegender Wahrschein
lichkeit nicht eingetreten (S. 9 Ziff. 1). Eine vorübergehende Verschlimmerung vorbestehender Arthrosen sei möglich. Unfallfolgen
hätt
en mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nach drei Monaten, mit Sicherheit spätestens am 2. März 2017 nicht mehr
vorgelegen
(S. 9 Ziff. 2). Das neurologische und das ortho
pä
disch-chirurgische Fachgebiet betreffend könne nicht mit dem notwendigen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit von einer unfallbedingten behandlungspflichtigen Gesundheitsbeeinträchtigung ausgegangen werden und es liege unfallbedingt keine Gesundheitsbeeinträchtigung mit Einfluss auf die berufliche Leistungsfähigkeit vor (S. 10 Ziff. 3.b-c).
3.
12
Die übrigen bei den Akten liegenden Arztberichte (Urk. 7/23, Urk. 7/27
, Urk. 7/87-88, Urk. 7/90
, Urk. 7/122
) enthalten keine für die Beurteilung der vorliegend strittigen Fragen relevanten Angaben und insbesondere keine Beur
teilung der Arbeitsfähigkeit, so dass auf deren detaillierte Wiedergabe verzichtet werden kann.
4.
4.1
Der Umfang der Leistungspflicht beziehungsweise die Frage,
bis zu welchem Zeit
punkt
die Beschwerdegegnerin leistungspflichtig ist, beurteilt sich insbe
son
dere danach,
ob die anhaltenden Beschwerden im rechten Fuss nach wie vor in einem Kausalzusammenhang zum Unfall vom 8. Oktober 2014 stehen beziehungsweise
in welchem Zeitpunkt
allenfalls
der Status quo sine
vel
ante einge
treten ist.
4.2
D
ie Beschwerdegegnerin
machte
insbesondere geltend, im Zeitpunkt der kreis
ärzt
lichen Beurteilung vom 2. März 2017 seien keine Unfallfolgen mehr nach
weis
bar gewesen. Die vorgefundenen
arthrotischen
Veränderungen seien unfall
fremd und durch das Unfallereignis höchstens aktiviert worden (E. 2.1).
In seiner Beurteilung vom 2. März
2017 anerkannte Dr.
D._
, dass die im Dezember 2015 festgestellten Knochenmarksödeme
eine vorübergehende Ver
schlim
merung darstellten. Diese würden jedoch folgenlos abheilen und stellten keine strukturell objektivierbaren Läsionen dar. Die Operation mit
Arthrodese
des
naviculocuneiformen
Gelenkes am rechten Fuss sei mit überwiegender Wahr
scheinlichkeit nicht auf das Ereignis vom 8. Oktober 2014 zurückzuführen
. Eben
falls mit überwiegender Wahrscheinlichkeit spielten Unfallfolgen im Bereich des rechten Fusses und des rechten oberen Sprunggelenkes ab sofort keine Rolle mehr
(E. 3.6). Zu demselben Schluss gelangten auch PD Dr.
E._
und Dr.
F._
in ihrer Stellungnahme vom 25. September 201
8.
Nachvollziehbar und schlüssig begründeten sie, weshalb
aus neurologischer Sicht
die von Dr.
A._
genannte
Diagnose neuropathischer Schmerzen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht
gestellt werden könne
. Eine vorübergehende Verschlimmerung vorbestehender degenerativer Veränderungen der Gelenke beziehungsweise vorbestehender Arth
ro
sen hielten sie
aus orthopädischer Sicht
zwar für möglich, Unfallfolgen
hätt
en jedoch mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nach drei Monaten, mit Sicherheit spätestens am 2. März 2017 nicht mehr vorgelegen (E. 3.11).
4.3
Demgegenüber stützte sich der Beschwerdeführer insbesondere auf die Ausfüh
rungen von Dr.
A._
und machte geltend, diese würden erhebliche Zweifel an den bisherigen, internen medizinischen Abklärungen der Beschwerdegegnerin wecken (E. 2.2). Dabei verkennt
er jedoch
, dass
Dr.
A._
einerseits unabhängig vom Unfallereignis bestehende degenerative Veränderungen anerkannte, welche zu einer operativen Behandlung geführt hätten. Andererseits stützte Dr.
A._
seine Beurteilung insbesondere auf die Argumentation, wonach der Beschwerde
führer vor den Ereignissen im Jahre 2014 beschwerdefrei gewesen war, und damit auf die beweisrechtlich unzulässige Formel «
post
hoc ergo
propter
hoc»
(E. 3.10)
.
Die
se
Argumentation
,
n
ach deren Bedeutung eine gesundheitliche Schädigung
schon dann als durch den Unfall verursacht
gilt
, weil sie nach diesem aufgetreten ist,
ist
beweisrechtlich nicht zulässig und
vermag z
um Beweis natürlicher Kausal
zusammenhänge nicht zu genügen (BGE 119 V 335 E. 2b/
bb
., Urteil des Bundes
gerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1).
Nicht jede nach einem Unfall auf
getretene gesundheitliche Störung muss zwingend in einem kausalen Zusam
menhang mit diesem stehen (Urteil des Bundesgerichts 8C_332/2013 vom 25. Juli 2013 E. 5.1). Vielmehr ist ein Kausalzusammenhang zwischen einem Unfall und danach aufgetretenen gesundheitlichen Beschwerden mit dem im Sozialversiche
rungsrecht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nachzu
weisen.
Andere medizinische Berichte, welche
Zweifel an den
überzeugenden Beurtei
lungen durch Dr.
D._
sowie PD Dr.
E._
und Dr.
F._
zu wecken vermögen, liegen nicht vor.
4.4
Insgesamt ist somit gestützt auf die vorliegenden medizinischen Berichte davon auszugehen, dass nach den Schadenereignissen im Jahre 2014 beziehungsweise insbesondere dem Unfall vom 8. Oktober 2014 spätestens am 2. März 2017 der Status quo sine
vel
ante
hinsichtlich der vorübergehend aktivierten, vorbesteh
enden Arthrose im rechten Fuss beziehungsweise im rechten oberen Sprung
ge
lenk
erreicht war und die nach wie vor bestehenden Beschwerden und insbe
son
dere die
am 17. März 2017 durchgeführte
Operation
mit dem im Sozialver
siche
rungs
gericht üblichen Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit nicht
mehr in einem kausalen Zusammenhang mit dem Unfall vom 8. Oktober 2014 stehen
.
Nach dem Gesagten hat der Beschwerdeführer Anspruch auf Versicherungs
leis
tungen der Beschwerdegegnerin bis
zum 2. März 2017.
5.
Das Gericht ist an die Begehren der Parteien nicht gebunden. Es kann eine Ver
fügung oder einen
Einspracheentscheid
zu Ungunsten der Beschwerde füh
renden Person ändern (
reformatio
in
peius
) oder dieser mehr zusprechen, als sie verlangt hat (
reformatio
in
melius
), wobei den Parteien vorher Gelegenheit zur Stellung
nahme sowie zum Rückzug der Beschwerde zu geben ist (Art. 61
lit
. d ATSG und § 25
GSVGer
; BGE 144 V 153 E. 4.4.2, 143 V 295 E. 4.1.5, 122 V 166 E. 2b).
Der Beschwerdeführer wurde mit Beschluss vom 7. Mai 2018 (Urk. 11) auf die Möglichkeit einer
reformatio
in
peius
aufmerksam gemacht, hielt jedoch mit Schreiben vom 30. Mai 2018 ausdrücklich an der Beschwerde fest (Urk. 13). Die formellen Voraussetzungen für eine
reformatio
in
peius
sind demnach erfüllt.
Androhungsgemäss
ist dementsprechend der angefochtene
Einspracheentscheid
aufzuheben und
zu Ungunsten des Beschwerdeführers dahingehend abzuändern,
als festzustellen ist, dass die Beschwerdegegnerin nur bis am 2. März 2017 leistungs
pflichtig ist. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.