# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4f95c68b-5aa6-4bfb-9f70-740c84d5c947
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_003
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** Bankruptcy

## Facts

hat sich ergeben:
2 / 15
I. Sachverhalt
A. Das Betreibungsamt Plessur stellte am 2. Juli 2018 unter der . _ einen Zahlungsbefehl für die Betreibung auf Sicherheitsleistung über einen Forderungsbetrag von CHF 70'000.00 nebst Zins zu 2.5 % seit 16. Mai 2018, mit der Y._ als Gläubigerin und X._ als Schuldner, aus. Als Forderungsgrund wurde im Zahlungsbefehl "Sicherstellungsverfügung vom 15. Mai 2018" und "Arrestbefehl Nr. _" angegeben. X._ erhob gegen den ihm am 9. Juli 2018 zugegangenen Zahlungsbefehl fristgerecht Rechtsvorschlag.
B. Mit Eingabe vom 12. Juli 2018 gelangte die Y._ an den Rechtsöffnungsrichter der Region Plessur und beantragte, in der genannten Betreibung gestützt auf Art. 80 SchKG die definitive Rechtsöffnung für die Forderung und Kosten gemäss Zahlungsbefehl vom 2. Juli 2018 zu erteilen und X._ zur Bezahlung einer angemessenen Parteientschädigung zu verpflichten. Dem Rechtsöffnungsgesuch legte die Y._ den Zahlungsbefehl, die im Gesuch als rechtskräftig bezeichnete Sicherstellungsverfügung vom 15. Mai 2018 und den Rückschein der Schweizerischen Post vom 16. Mai 2018 bei.
C. Am 6. August 2018 wurden die Parteien zur Verhandlung vorgeladen, wobei das Erscheinen freigestellt war. Gleichzeitig wurde X._ Frist für die Einreichung einer Stellungnahme angesetzt.
D. Am 13. August 2018 (Poststempel) reichte X._ eine Stellungnahme ein. Er beantragte die Abweisung des Rechtsöffnungsbegehrens unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Y._. Zur Begründung machte er im Wesentlichen geltend, er habe am 15. Juni 2018 gegen die Sicherstellungsverfügung Beschwerde beim A._ des Kantons K.1_ erhoben, weshalb diese noch nicht in Rechtskraft erwachsen sei. Die Beschwerde hemme zwar nicht die schuldarrestliche Vollstreckung, betreibungsrechtlich könne sie aber erst nach Vorliegen ihrer formellen Rechtskraft durchgesetzt werden. Solange die Steuerverwaltung nicht im Besitz einer rechtskräftigen Veranlagung der geschuldeten Steuer sei, benötige sie zur Beseitigung des in der Betreibung auf Sicherheitsleistung erhobenen Rechtsvorschlages eine rechtskräftige Sicherstellungsverfügung.
E. In der Folge fand ein weiterer Schriftenwechsel statt. Mit Eingabe vom 22. August 2018 brachte die Y._ vor, für eine Sicherstellungsverfügung brauche der gefährdete Anspruch weder fällig noch rechtskräftig oder auch nur seinem
3 / 15
Umfang nach endgültig bestimmt sein. Die Vollstreckung der Sicherstellungsverfügung geschehe sodann im Wege der Schuldbetreibung auf Sicherheitsleistung, wobei die Verfügung einem vollstreckbaren gerichtlichen Urteil gleichgestellt sei und damit die definitive Rechtsöffnung ermögliche, auch wenn noch eine Beschwerde hängig sei. Beschwerden gegen Sicherstellungsverfügungen würden mangels aufschiebender Wirkung deren Vollstreckung nicht hemmen. Die Steuerbehörde könne daher unverzüglich einen Steuerarrest verlangen, was vorliegend denn auch geschehen sei. Gemäss Arresturkunde des Betreibungsamtes Plessur habe der Arrest am 16. und 23. Mai 2018 vor Ort vollzogen werden können. Nach Erhalt der Arresturkunde am 5. Juni 2018 habe die Steuerbehörde sofort am 8. Juni 2018 die Arrestprosequierung mittels Betreibungsbegehren für Sicherheitsleistung verlangt. Die Steuerbehörde habe somit während des gesamten Verfahrens gesetzmässig gehandelt, weshalb dem Rechtsöffnungsbegehren Folge zu leisten sei. Dem widersprach X._ mit Eingabe vom 27. August 2018, wobei er daran festhielt, dass bei Erlass einer Sicherstellungsverfügung für eine nur mutmasslich geschuldete Steuerforderung erst die rechtskräftige Sicherstellungsverfügung den Vollstreckungstitel bilde. Dementsprechend beginne auch die Prosequierungsfrist erst mit dem Eintritt der Rechtskraft der Sicherstellungsverfügung zu laufen.
F. Zur Verhandlung vom 29. August 2018 erschien keine der Parteien.
G. Der Einzelrichter am Regionalgericht Plessur erkannte mit Entscheid vom 29. August 2018, mitgeteilt am 6. September 2018, was folgt:
1. Im Verfahren der Y._ gegen X._ mit der Betreibung-Nr. _ des Betreibungsamtes Plessur wird für den Betrag von CHF 70'000.00 nebst Zins zu 2.5 % seit 16. Mai 2018 die definitive Rechtsöffnung erteilt.
2. Im Übrigen wird das Gesuch abgewiesen.
3.a) Die Gerichtskosten von CHF 300.00 gehen zu Lasten von X._. Sie werden durch Verrechnung mit dem Kostenvorschuss bei der Y._ unter Regresserteilung auf X._ erhoben. Die Differenz von CHF 150.00 wird der Y._ durch den Kanton Graubünden erstattet.
b) X._ hat der Y._ eine Entschädigung von CHF 300.00 (inkl. Barauslagen) zu bezahlen.

## Considerations