# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 66ce18fa-58e1-4355-a1fe-96fadf12586c
**Court:** BE_VB
**Chamber:** BE_VB_003
**Year:** 2013
**Language:** de
**Jurisdiction:** BE / Espace_Mittelland
**Law Area:** Public
**Law Sub-area:** $law_sub_area

## Facts

I. Sachverhalt
2
1. X (nachfolgend: Beschwerdeführer) hat am 25. Mai 2012 gestützt auf die Informations-
gesetzgebung des Kantons Bern bei der Y (nachfolgend: Vorinstanz 1) sowie der Z (nachfol-
gend: Vorinstanz 2) per Mail um Herausgabe von Verträgen der beiden Vorinstanzen mit Ärz-
ten und Ärztenetzwerken betreffend der Kooperation / Zusammenarbeit bzw. der Überweisung
von PatientInnen seit Oktober 2010 sowie um einen Auszug aus den Geschäftsverwaltungs-
systemen besagter Spitäler betreffend allen abgeschlossenen Verträgen zwischen Ärzten und
Ärztenetzwerken (Stand 23.5.2012) ersucht. Nachdem X per Mail von beiden Vorinstanzen
mitgeteilt worden ist, dass die Einsicht nicht gewährt werde und auch ein teilweises Ein-
schwärzen der entsprechenden Dokumente die zu wahrenden Interessen nicht genügend
schützen könne, verlangte der Beschwerdeführer je eine anfechtbare Verfügung.
2. Mit Verfügung vom 10. August 2013 verweigerte die Vorinstanz 1 die Herausgabe der
Verträge mit Ärzten und Ärztenetzwerken betreffend Kooperation / Zusammenarbeit bzw. der
Überweisung von PatientInnen seit Oktober 2010 wie auch des Auszuges aus dem Ge-
schäftsverwaltungssystem der Vorinstanz 1 betreffend allen abgeschlossenen Verträgen zwi-
schen Ärzten und Ärztenetzwerken (Stand 23.5.2012). Sie begründete dies primär mit über-
wiegenden privaten Interessen, namentlich dem Geschäftsgeheimnis, das der Akteneinsicht
entgegenstünde. Mit vom Wortlaut her identischer Verfügung entschied auch die Vorinstanz 2
am 10. August 2012, ihre mit Ärzten und Ärztenetzwerken betreffend Kooperati-
on / Zusammenarbeit bzw. der Überweisung von PatientInnen seit Oktober 2010 abgeschlos-
senen Verträge wie auch den Auszug aus dem Geschäftsverwaltungssystem der Vorinstanz 2
betreffend allen abgeschlossenen Verträgen zwischen Ärzten und Ärztenetzwerken (Stand:
23.5.2012) nicht zur Einsicht an den Beschwerdeführer herauszugeben.
3. Gegen diese Verfügungen reichte der Beschwerdeführer am 16. August 2012 je eine
Beschwerde bei der Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern (GEF) ein. Er be-
antragt, die Vorinstanzen seien zu verpflichten, die gewünschten Dokumente in anonymisier-
ter Form herauszugeben.
4. Das Rechtsamt, welches die Beschwerdeverfahren für die GEF leitet, 1 holte die Vorak-
ten ein und führte die Schriftenwechsel durch. Die Vorinstanz 1 beantragt in ihrer Beschwer-
devernehmlassung vom 21. September 2012, das Begehren des Beschwerdeführers sei voll-
umfänglich abzuweisen. Die Vorinstanz 2 beantragt mit Beschwerdevernehmlassung vom
20. September 2012 die vollständige Abweisung des Begehrens des Beschwerdeführers. Mit
1 Art. 10 der Verordnung vom 29. November 2000 über die Organisation und die Aufgaben der Gesundheits- und
Fürsorgedirektion (Organisationsverordnung GEF, OrV GEF; BSG 152.221.121)
3
Verfügung vom 17. Juli 2013 wurden die beiden Verfahren aufgrund prozessökonomischer
Überlegungen vereinigt. Am 28. August 2013 fand eine Instruktionsverhandlung statt.
Auf die Rechtsschriften und Akten wird, soweit für den Entscheid wesentlich, in den nachfol-

## Considerations

genden Erwägungen eingegangen.
II. Erwägungen
1. Sachurteilsvoraussetzungen
a) Angefochten sind die Verfügungen der Vorinstanzen vom 10. August 2012. Von den
Vorinstanzen erlassene Verfügungen sind gemäss Art. 62 Abs. 1 VRPG 2 bei der GEF als in
der Sache zuständiger Direktion anfechtbar. Die GEF ist somit zur Beurteilung der vorliegen-
den Beschwerden zuständig.
b) Der Beschwerdeführer ist als Adressat der Verfügungen ohne Weiteres zur Beschwer-
deführung legitimiert (Art. 65 VRPG).
c) Auf die gemäss Art. 67 i.V.m. Art. 32 VRPG form- und fristgerecht eingereichten Be-
schwerden ist einzutreten.
2. Streitgegenstand
a) Der Streitgegenstand braucht sich nicht mit dem Anfechtungsobjekt zu decken, kann
aber auch nicht über dieses hinausgehen. Innerhalb dieses Rahmens bestimmen die Parteien
den Streitgegenstand. Streitgegenstand ist, was die beschwerdeführende Partei anbegehrt
und die Behörde nicht zugestehen will. Zur Bestimmung des Streitgegenstandes ist das Rü-
geprinzip massgebend. 3
b) Der Beschwerdeführer hat bei beiden Vorinstanzen um Herausgabe der von diesen
abgeschlossenen Verträgen mit Ärzten und Ärztenetzwerken betreffend Kooperati-
on / Zusammenarbeit bzw. der Überweisung von PatientInnen seit Oktober 2010 wie auch je
eines Auszuges aus dem Geschäftsverwaltungssystems der Vorinstanzen betreffend allen
2 Gesetz vom 23. Mai 1989 über die Verwaltungsrechtspflege (VRPG; BSG 155.21)
3 Merkli/Aeschlimann/Herzog, Kommentar zum bernischen VRPG, 1997, Art. 72 N 6 bis 8
4
abgeschlossenen Verträgen zwischen Ärzten und Ärztenetzwerken (Stand 23.5.2012) er-
sucht. Diesen Gesuchen ist mit den angefochtenen Verfügungen nicht entsprochen worden.
c) Soweit die Vorinstanzen Verträge vor Oktober 2010 abgeschlossen haben, sind diese
weder von den Gesuchen des Beschwerdeführers noch von den Anfechtungsobjekten erfasst.
Entsprechend gehören solche Verträge nicht zum Streitgegenstand und werden vom vorlie-
genden Beschwerdeverfahren nicht erfasst.
3. Rechtliche Grundlagen
Nach Art. 17 Abs. 3 KV 4 hat jede Person ein Recht auf Einsicht in amtliche Akten, soweit kei-
ne überwiegenden öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen. Dieses Grundrecht
wird in Art. 70 KV durch das Prinzip der Information von Amtes wegen ergänzt. Die Verfas-
sung hat damit vom früher geltenden Geheimhaltungsprinzip mit Öffentlichkeitsvorbehalt zum
Öffentlichkeitsprinzip mit Geheimhaltungsvorbehalt gewechselt. Sie gewährleistet das Prinzip
der Öffentlichkeit der Verwaltung als verfassungsmässiges Recht. 5 Das Öffentlichkeitsprinzip
soll Transparenz schaffen, damit Bürgerinnen und Bürger politische Abläufe erkennen und
beurteilen können. Nebst Vertrauen soll dadurch das Verständnis für die Verwaltung gefördert
und die Akzeptanz staatlichen Handelns erhöht werden. Im Übrigen ist der rechtzeitige Zu-
gang zu amtlichen Informationen notwendig zur Ausübung demokratischer Rechte oder zur
wirksamen Geltendmachung von persönlichen Ansprüchen. 6 Wie jedes andere Grundrecht
kann auch jenes auf Akteneinsicht Einschränkungen erfahren. Diese bedürfen einer gesetzli-
chen Grundlage sowie eines öffentlichen Interesses und sie müssen verhältnismässig sein
(vgl. Art. 28 KV). 7 Der Gesetzgeber hat diese Schranken verschiedentlich konkretisiert. Das
Informationsgesetz regelt die Grundsätze des Verfahrens zur Information der Bevölkerung
über die Tätigkeit der Behörden, so namentlich den Grundsatz der Transparenz, das Recht
auf Information und auf Einsicht in Akten (Art. 1 IG 8 ). Als Behörden gelten unter anderen Pri-
vate, soweit sie in Erfüllung der ihnen übertragenen öffentlichen Aufgaben tätig sind (Art. 2
Abs. 1 Bst. c IG). Die Informationspflicht der Behörden einerseits und das Recht auf Informati-
on und auf Einsicht in die Akten andererseits werden im Informationsgesetz konkretisiert.
Nach Art. 14 Abs. 3 IG erfolgt die Information der Bevölkerung von Amtes wegen (Art. 16 ff.
IG, sog. aktive Information) oder auf Anfrage (Art. 27 ff. IG, sog. passive Information). Art. 15
Abs. 1 IG regelt den Grundsatz, dass Abklärungen und Ermittlungen der Medienschaffenden
4 Verfassung des Kantons Bern vom 6. Juni 1993 (KV; BSG 101.1)
5 Vgl. Kälin/Bolz [Hrsg.], Handbuch des bernischen Verfassungsrechts, 1995, S. 275 ff.
6 Vgl. BVR 2000/1, E. 2a, mit Hinweisen
7 Vgl. auch: BVR 2011/385, E. 3.1
8 Gesetz vom 2. November 1993 über die Information der Bevölkerung (IG; BSG 107.1)
5
nach Möglichkeit zu unterstützen sind. Dem Grundsatz der Information auf Anfrage nach hat
jede Person ein Recht auf Einsicht in amtliche Akten, soweit nicht überwiegende öffentliche
oder private Interessen entgegenstehen (Art. 17 Abs. 3 KV, Art. 27 Abs. 1 IG). Kantonsverfas-
sung und Gesetz gehen davon aus, dass die gesuchstellende Person weder ein besonderes
Interesse an der Akteneinsicht nachweisen noch das Gesuch sonstwie begründen muss. Als
der Akteneinsicht entgegenstehendes überwiegendes privates Interessen gilt unter anderen
das Geschäftsgeheimnis (Art. 29 Abs. 2 Bst. c IG). Die Ausnahmebestimmungen beziehen
sich nur auf den schutzwürdigen Teil eines Dokumentes oder einer Auskunft und gelten nur
solange, als das überwiegende Interesse an der Geheimhaltung besteht (Art. 29 Abs. 3 IG).
Die Einsichtnahme erfolgt grundsätzlich während den ordentlichen Öffnungszeiten bei der
Behörde, die die Akten verwaltet, wobei die Einsichtnahme auch durch Zusendung einer Ak-
tenkopie gewährt werden kann (Art. 16 IV 9 ).
4. Anwendbarkeit der Informationsgesetzgebung
a) Zu prüfen ist vorab, ob die Vorinstanzen als Behörden im Sinne der Informationsge-
setzgebung gelten. Mit anderen Worten müssen sie die Dokumente, um deren Einsicht er-
sucht worden ist, in Erfüllung der ihr übertragenen öffentlichen Aufgaben erstellt haben (vgl.
Art. 2 Abs. 1 Bst. c IG). Des Weiteren muss es sich bei den Dokumenten um amtliche Akten
im Sinne von Art. 27 IG handeln, damit die Informationsgesetzgebung überhaupt zur Anwen-
dung kommt.
b) Bei den Vorinstanzen handelt es sich einerseits um ein als privatrechtliche Stiftung
organisiertes Universitätsspital sowie andererseits um ein als Aktiengesellschaft organisiertes
Regionales Spitalzentrum (RSZ). Beide Vorinstanzen sind somit unbestrittenermassen Leis-
tungserbringer im Sinne von Art. 9 ff. SpVG 10
. Die Vorinstanz 2 hat als RSZ von Gesetzes
wegen eine umfassende Grundversorgung in der Region sicherzustellen (vgl. Art. 10 Abs. 1
SpVG) und die Vorinstanz 1 erbringt Leistungen der umfassenden Grundversorgung, soweit
dies für die Ausbildung, Lehre, Forschung oder Versorgungssicherheit notwendig und wirt-
schaftlich ist (vgl. Art. 14 Abs. 1 SpVG). Die Vorinstanz 1 ist zudem gesetzlich für die Versor-
gung des Kantons mit hoch spezialisierten Spitalleistungen verpflichtet. Als Private erfüllen sie
9 Verordnung vom 26. Oktober 1994 über die Information der Bevölkerung (Informationsverordnung, IV; BSG
107.111) 10
Spitalversorgungsgesetz vom 5. Juni 2005 (SpVG; BSG 812.11)
6
demnach grundsätzlich eine öffentliche Aufgabe im Gesundheitswesen (vgl. Art. 41 KV und
Art. 1 SpVG).
c) Es bleibt fraglich, ob die Dokumente, um deren Herausgabe ersucht worden ist, in Er-
füllung einer öffentlichen Aufgabe entstanden sind. Das Bundesgericht qualifiziert Leistungen
durch private Unternehmen regelmässig als öffentliche Aufgabe, wenn der Gesetzgeber von
den Behörden die Sicherstellung dieser Leistungen verlangt. Dies ist bspw. der Fall, wenn
öffentlich subventionierte Spitäler im Bereich der Grundversicherung tätig sind. 11
Grundsätz-
lich nehmen alle Listenspitäler unabhängig von ihrer Rechtsform im Rahmen ihrer Leistungs-
aufträge gemäss Art. 39 Abs. 1 Bst. e KVG 12
öffentliche Aufgaben wahr. 13
Vorliegend sind die
Vorinstanzen nicht nur durch die Spitalliste im Sinne von Art. 39 Abs. 1 Bst. e KVG sondern
sogar gesetzlich gemäss den vorangehend zitierten Bestimmungen zur Sicherstellung der
umfassenden Grundversorgung sowie der hochspezialisierter Versorgung verpflichtet. Diese
Versorgung sowie das Rettungswesen haben allgemein zugänglich, bedarfsgerecht, von guter
Qualität und wirtschaftlich zu sein (Art. 3 Abs. 1 SpVG).
Indem die Vorinstanzen Verträge über Zusammenarbeiten mit Ärzten oder Ärztenetzwerken
über eine Kooperation/Zusammenarbeit beziehungsweise die Überweisung von Patienten
abgeschlossen haben, haben sie dies in Erfüllung ihres Auftrages als Grundversorgerinnen
resp. allenfalls als hochspezialisierte Versorgerin in Anwendung der Versorgungsgrundsätze
von Art. 3 SpVG getan. Zweck dieser Verträge dürfte unter anderem sein, dem Qualitäts- so-
wie dem Wirtschaftlichkeitsgrundsatz Rechnung zu tragen. Die Vorinstanzen gelten somit als
Behörden im Sinne von Art. 2 IG. Zu Recht ist daher vorliegend unbestritten, dass die Infor-
mationsgesetzgebung grundsätzlich anwendbar ist.
d) Es bleibt zu prüfen, ob es sich bei den Dokumenten um amtliche Akten handelt, denn
nur so fallen diese in den Anwendungsbereich der Informationsgesetzgebung (vgl. Art. 27 IG).
Die kantonale Informationsgesetzgebung definiert den Begriff der amtlichen Akte nicht. 14
Auf-
schluss geben dagegen die Materialien: Gemäss dem Vortrag der Staatskanzlei betreffend
die Informationsverordnung sind amtliche Akten Dokumente, „in welchen die amtliche Tätig-
keit von Behörden und Verwaltung ihren Niederschlag findet“ bzw. die von Behörden und
Verwaltung „direkt als Entscheidgrundlage herangezogen worden sind“. Nicht als amtliche
Akten zu qualifizieren sind daher interne Aktenstücke, die den Charakter von Zwischenpro-
dukten haben (Ideenskizzen, interne Entwürfe und dergleichen). 15
Näheres zum Aktenbegriff
findet sich auch im Bundesrecht: Art. 5 Abs. 1 BGÖ definiert als amtliches Dokument jede
11 Vgl. Bernhard Rütsche, Datenschutzrechtliche Aufsicht über Spitäler, Schulthess 2012, N. 22, mit Hinweisen
12 Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10)
13 Vgl. Rütsche, a.a.O., N. 82
14 BVR 2010/241, E. 4.1.1
15 Vortrag der Staatskanzlei an den Regierungsrat vom 18. Oktober 1994 betreffend die Verordnung über die In-
formation der Bevölkerung (Informationsverordnung, IV), S. 2, Ziff. 3.2
7
Information, die auf einem beliebigen Informationsträger aufgezeichnet ist, sich im Besitz einer
Behörde befindet, von der sie stammt oder der sie mitgeteilt worden ist, und die Erfüllung ei-
ner öffentlichen Aufgabe betrifft. 16
Danach gelten namentlich auch Dokumente, die in Zusam-
menhang mit privatrechtlichen Verträgen der Verwaltung stehen, als amtlich. Mit anderen
Worten bleiben Behörden danach dem Öffentlichkeitsprinzip unterstellt, auch wenn sie sich
des Privatrechts bedienen. 17
Gemäss BGÖ sind auch Dokumente, die durch einen einfachen
elektronischen Vorgang aus vorhandenen Informationen hergestellt werden können, amtliche
Dokumente (vgl. Art. 5 Abs. 2 BGÖ). Dies ist vorallem in Zusammenhang mit elektronischen
Datenbanken relevant: Der zur Behandlung eines Gesuchs erstellte Auszug aus einer Daten-
bank ist kein vorhandenes Dokument, er muss von den Behörden erstellt werden, um einem
Gesuch zu genügen. Das Recht auf Zugang erstreckt sich auch auf solche Dokumente, ins-
besondere wenn solche Dokumente auf einfache Weise generiert werden können. 18
Auf die vorliegend strittigen Dokumente angewendet ergibt sich daraus Folgendes:
Soweit die Vorinstanzen Vertragsentwürfe vorgelegt haben, handelt es sich hierbei nicht um
amtliche Akten. Bei Verträgen im Entwurfstadium ist unklar, ob diese einerseits überhaupt und
falls ja mit welchem Inhalt sie abgeschlossen werden. Solange ein Vertrag nicht unterschrie-
ben ist, ist weder das eine noch das andere klar. Ob solche Entwürfe jemals zur Erfüllung öf-
fentlicher Aufgaben dienen respektive führen werden, ist daher gänzlich unklar. Offensichtlich
sind daher Entwürfe nicht als amtliche Akten zu qualifizieren. Sollten die vorgelegten Ver-
tragsentwürfe zwischenzeitlich jedoch rechtsgültig und –verbindlich unterschrieben worden
sein, wären diese entsprechend der nachfolgenden Subsumtion als amtliche Akten zu qualifi-
zieren. Denn abgeschlossene Verträge, auch wenn diese allenfalls privatrechtlich zu qualifi-
zieren wären (was vorliegend offen bleiben kann), sind entsprechend den vorangehenden
Ausführungen als amtliche Akten zu qualifizieren, soweit sie in Erfüllung einer öffentlichen
Aufgabe erstellt worden sind. Dass dies vorliegend der Fall ist, ist bereits dargelegt worden.
Bei den vorliegend abgeschlossenen Verträgen handelt es sich somit um amtliche Akten im
Sinne der kantonalen Informationsgesetzgebung.
Auch die zur Herausgabe herausverlangten Auszüge aus den Geschäftsverwaltungssystemen
der Vorinstanzen betreffend aller mit Ärzten oder Ärztenetzwerken abgeschlossenen Verträ-
gen sind entsprechend den obigen Ausführungen amtliche Akten, soweit es sich um Verträge
in Erfüllung öffentlicher Aufgaben handelt. Dem ist vorliegend so. Entsprechend unterstehen
auch Auszüge aus dem Geschäftsverwaltungssystem der kantonalen Informationsgesetzge-
bung.
16 Vgl. zum Ganzen: BVR 2013/397, E. 4.4
17 Vgl. Kurt Nuspliger, Handkommentar zum BGÖ, 2008, Art. 5 N. 21
18 Vgl. Kurt Nuspliger, a.a.O., Art. 5 N. 24, mit Hinweisen
8
5. Überwiegende private Interessen
a) Die Vorinstanzen verweigern dem Beschwerdeführer die Herausgabe der fraglichen
Dokumente mit der Begründung, dieser stünden überwiegende Interessen im Sinne von
Art. 29 Abs. 2 Bst. c IG entgegen. Namentlich lasse das Geschäftsgeheimnis vorliegend keine
Akteneinsicht zu. Denn allfällige Verträge zwischen den Vorinstanzen und Ärzten resp. Ärzte-
netzwerken erfüllten die Kriterien der zu Art. 162 StGB 19
entwickelten Grundsätze des Ge-
schäftsgeheimnisses. Bereits die Tatsache, dass mit einem einzelnen Arzt bzw. einem Ärzte-
netzwerk ein Vertragsverhältnis eingegangen werde stelle ein Geschäftsgeheimnis dar. Infol-
gedessen könnten weder allfällige Verträge noch ein Auszug aus dem Geschäftsverwaltungs-
system betreffend solch abgeschlossener Verträgen herausgegeben werden.
Der Beschwerdeführer macht demgegenüber geltend, die Haltung der Vorinstanzen wider-
spreche dem Öffentlichkeitsgrundsatz, welcher das Geheimhaltungsprinzip abgelöst habe.
Das öffentliche Interesse an Transparenz müsse sorgfältig gegenüber den Ausnahmegründen
abgewogen werden, eine pauschale Einsichtsverweigerung sei unzulässig. Akteneinsicht mit
Berufung auf ein Geschäftsgeheimnis könne nur in krassen Fällen, wenn sich eine freigege-
bene Information direkt am Markt auswirken könnte, verhindert werden. Vorliegend könnte
dem Geschäftsgeheimnis durch Anonymisierung der Verträge hinreichend Rechnung getra-
gen werden.
Zu prüfen ist daher nachfolgend, ob der Einsicht resp. der Herausgabe in die der GEF vorge-
legten Verträge und die Geschäftsverwaltungssysteme überwiegende Interessen im Sinne der
Informationsgesetzgebung entgegenstehen.
b) Beim Akteneinsichtsrecht legt wie erwähnt (vgl. Erwägung 3) bereits die Verfassung
fest, dass dieses nicht uneingeschränkt besteht, sondern nur, wenn keine überwiegenden
öffentlichen oder privaten Interessen entgegenstehen. Art. 29 IG enthält eine (nicht abschlies-
sende) Aufzählung von überwiegenden öffentlichen und privaten Interessen, welche dem Ak-
teneinsichtsrecht entgegenstehen können. Als überwiegendes privates Interesse gilt insbe-
sondere das Geschäfts- oder das Berufsgeheimnis. Art. 29 Abs. 3 IG statuiert das Prinzip der
teilweisen Einsichtsgewährung, wonach die normierten Ausnahmebestimmungen sich nur auf
den schutzwürdigen Teil eines Dokuments beziehen und nur solange gelten, als das überwie-
gende Interesse an der Geheimhaltung besteht. Der Schutz von überwiegenden privaten Inte-
ressen ist soweit möglich durch Abdecken von Daten zu gewährleisten (Art. 12 IV). Die Ver-
19 Schweizerisches Strafgesetzbuch vom 21. Dezember 1937 (StGB; SR 311.0)
9
weigerung der Akteneinsicht aufgrund überwiegender privater Interessen bedarf demnach von
Gesetzes wegen einer Interessenabwägung und ist nur zulässig, soweit schutzwürdige Teile
eines Dokumentes davon betroffen sind und diese nicht durch Abdecken geschützt werden
können.
c) Weder das IG noch die IV definieren den Begriff des Geschäftsgeheimnisses. Auch die
Gesetzgebungsmaterialien äussern sich nicht näher zu diesem Begriff. Analog zum kantona-
len Recht sieht auch das eidgenössische Öffentlichkeitsgesetz eine Einschränkung oder Ver-
weigerung der Einsicht in amtliche Akten vor, wenn Berufs-, Geschäfts- oder Fabrikationsge-
heimnisse offenbart werden können (Art. 7 Abs. 1 Bst. g BGÖ 20
). Auch das BGÖ definiert die-
sen aus dem Privat- oder Strafrecht entlehnte Begriff des Geschäftsgeheimnisses nicht. Die
Kommentatoren des BGÖ beschreiben das Geschäftsgeheimnis als jede Information, die
Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis haben kann. So bspw. genaue Angaben zur Ge-
schäftsstrategie des Unternehmens, zu seiner Organisation, seinen Lieferanten, seinen Ver-
triebshändlern oder auch zur Preiskalkulation. Zweck der Vorschrift ist, Wettbewerbsverzer-
rungen zu verhindern. Entsprechend bezieht sich das Geschäftsgeheimnis nicht auf alle Ge-
schäftsdaten sondern nur auf wesentliche Daten, deren Kenntnisnahme durch die Konkurrenz
Marktverzerrungen bewirken resp. dazu führen kann, dass dem betroffenen Unternehmen ein
Marktvorteil genommen wird. Mit anderen Worten müsste dem betroffenen Unternehmen / der
betroffenen Behörde durch die Bekanntgabe der Daten ein allgemeiner Wettbewerbsnachteil
entstehen. 21
d) Aus den fraglichen Verträgen ist ersichtlich, mit wem die Vorinstanzen zu welchen
Konditionen und zu welchem Zweck Vereinbarungen über Kooperationen und Zusammenar-
beit mit Ärzten / Ärztenetzwerken abgeschlossen haben. Bei der Durchsicht der eingereichten
Dokumente fällt auf, dass diese teilweise zehn und mehr Seiten aufweisen, exkl. allfälliger
Anhänge. In diesen teils zehn- oder höherseitigen Vereinbarungen mitenthalten sind bei-
spielsweise sogenannte Präambeln, Ziel und Zweckvereinbarungen oder Schlussbestimmun-
gen. Inhalt dieser Paragraphen sind grösstenteils allgemein gehaltene Absichtserklärungen,
relativ offen formulierter Grundsätze der Zusammenarbeit (wie Gegenstand, Ziel und Zweck)
oder Vertragsauflösungsbestimmungen. Ein guter Teil dieser Vereinbarungen enthalten weder
genaue Angaben zur Geschäftsstrategie noch bilden sie Geschäftspartner und dergleichen
ab. Geschäftsmodelle lassen sich, wenn überhaupt, nur aus einzelnen Teilen der Vereinba-
rungen lesen.
20 Bundesgesetz vom 17. Dezember 2004 über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz,
BGÖ; SR 152.3) 21
Vgl. zum Ganzen Cottier/Schweizer/Widmer, in: Brunner/Mader (Hrsg.) Stämpflis Handkommentar zum BGÖ,
Art. 7 N. 41 ff.
10
Ein guter Teil der fraglichen Vereinbarungen ist demnach nicht als Geschäftsgeheimnis zu
qualifizieren. Gemäss dem Prinzip der teilweisen Einsichtsgewährung sind solche Teile dem-
nach nicht schutzwürdig und in diese ist Einsicht zu gewähren.
e) Den Vorinstanzen kann insbesondere auch nicht gefolgt werden, wenn sie vorbringen,
die Herausgabe von anonymisierten und allenfalls teilweise abgedeckten Verträgen gäbe den
Konkurrenten derart Aufschluss über Geschäftspolitik und Arbeitsweise eines Spitals, dass
dies einer Herausgabe entgegenstehe. Wie erläutert stehen einer Herausgabe gestützt auf
das verfassungsmässige Öffentlichkeitsprinzip u.a. überwiegende private Interessen entge-
gen, die eine Wettbewerbsverzerrung bewirken können. Wie bereits ausgeführt worden ist,
werden jedoch nur wesentliche und nicht allgemein alle Geschäftsdaten durch das Ge-
schäftsgeheimnis geschützt. Solche Daten müssen mit anderen Worten einen hinreichenden
und konkreten Aufschluss über das fragliche Geschäft geben. Denn nur die Bekanntgabe von
zentralen Daten könnte überhaupt erst einen allfälligen Wettbewerbsnachteil nach sich zie-
hen. Inwiefern die Tatsache, ob Verträge bestehen oder nicht,, eine Marktverzerrung bewirken
könnte, ist weder dargelegt noch ersichtlich. Der Vorinstanz kann gefolgt werden, wenn sie
vorbringt, das reine Vorliegen oder Nichtvorliegen von Verträgen gebe Auskunft über ihre Ar-
beitsweise. Dieser Umstand alleine jedoch stellt kein schützenswertes Geschäftsgeheimnis im
Sinne der von Art. 29 Abs. 2 Bst. c IG dar. Denn die Umkehr vom Geheimhaltungsprinzip mit
Öffentlichkeitsvorbehalt zum Öffentlichkeitsprinzip mit Geheimhaltungsvorbehalt will primär
Transparenz über die Art und Weise behördlicher Tätigkeit gewähren. Dazu gehört insbeson-
dere auch die Einsicht in die Arbeitsweise von Behörden, soweit die weiteren Voraussetzun-
gen nach der Informationsgesetzgebung erfüllt sind. Insofern stellt die allgemeine Arbeitswei-
se von Behörden an sich kein schützenswertes Geschäftsgeheimnis dar.
f) Zusammenfassend ist festzuhalten, dass weder die vorgelegten Vereinbarungen integ-
ral Geschäftsgeheimnisse beinhalten noch deren Existenz an sich ein Geschäftsgeheimnis
darstellt. Die Einsicht in die fraglichen Verträge resp. die Herausgabe derselben kann nicht
integral aufgrund überwiegender privater Interessen verweigert werden. Entsprechend dem
Prinzip der teilweisen Einsichtsgewährung sind die Verträge – zumindest teilweise – heraus-
zugeben. Die angefochtene Verfügung hält einer Rechtskontrolle nicht stand.
g) Ob die integrale Einsicht in die Geschäftsverwaltungssysteme zulässigerweise verwei-
gert worden ist, kann vorliegend mangels Einsicht in diese Systeme nicht beurteilt werden.
Entsprechend dem vorangehend Gesagten ist jedoch festzuhalten, dass nur wesentliche Ge-
schäftsdaten vom Akteneinsichtsrecht ausgenommen sind. Je nachdem, wie die Geschäfts-
verwaltungssysteme ausgebildet sind, kann daher auch in diese teilweise Einsicht gewährt
werden.
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6. Vertraulichkeits- und Geheimhaltungsklauseln
a) Die Vorinstanzen bringen in ihren Beschwerdevernehmlassungen vom 20. September
2012 resp. vom 21. September 2012 vor, ihre Vertragspartner müssten darauf vertrauen kön-
nen, dass das Vertragsverhältnis vertraulich behandelt werde. Die Vorinstanz 2 weist in ihrer
Eingabe vom 9. November 2012 zudem ausdrücklich auf die in den Verträgen enthaltenen
Vertraulichkeits- und Geheimhaltungsklauseln hin, aufgrund welcher Dritten die Einsichtnah-
me in die besagten Verträge verwehrt werden müsse.
b) Es stellt sich somit hier die Frage, inwiefern Vertragspartner von Behörden auf die Ge-
heimhaltung von Verträgen, die der Informationsgesetzgebung unterstehen, vertrauen können
resp. inwiefern Vertraulichkeits- und Geheimhaltungsklauseln in einem solchen Kontext über-
haupt Rechtswirkungen entfalten können. Dies ist in der Folge zu überprüfen.
c) Aufgrund des verfassungsmässig garantierten Einsichtsrechts in amtliche Dokumente
können Vertragsparteien von Behörden von Beginn weg nicht auf die Geheimhaltung von Ver-
trägen vertrauen, soweit diese Verträge amtliche Akten darstellen. Dies umso weniger, wenn
die Verträge gar keine Vertraulichkeits- oder Geheimhaltungsklauseln enthalten. Zu prüfen
bleibt, wie sich Verträge mit solchen Klauseln zum Öffentlichkeitsgrundsatz verhalten.
Grundsätzlich hat die Einführung des Öffentlichkeitsprinzips die Möglichkeiten von Behörden,
Dokumente im Voraus vertraulich zu erklären, beschränkt. Entsprechend dem Grundsatz,
dass amtliche Dokumente öffentlich sind, kann eine vertragliche Vertraulichkeits- oder Ge-
heimhaltungsklausel einem Einsichtsgesuch nicht entgegengehalten werden, um vorbehaltlos
eine Einsicht zu verweigern. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat festgehal-
ten, dass eine Behörde nicht im Voraus mit einer Drittpartei vereinbaren kann, gewisse amtli-
che Dokumente dem Einsichtsrecht zu entziehen. 22
Der Behörde obliegt es, wie ausführlich
dargelegt worden ist, die gesetzlich vorgesehenen Ausnahmen zu überprüfen und allenfalls in
Anwendung der Informationsgesetzgebung eine Einsicht zu verweigern. Andernfalls könnte
mittels Vertraulichkeitszusicherungen der Öffentlichkeitsgrundsatz leicht umgangen und damit
sinnentleert werden. Fest steht damit, dass Vertraulichkeits- und Geheimhaltungsklauseln bei
der passiven Information keine Wirkungen entfalten können. 23
Ob solche Vertraulichkeitsklau-
seln in amtlichen Dokumenten überhaupt Wirkungen entfalten können oder ob sie überhaupt
zulässig sind, kann daher vorliegend offen gelassen werden.
22 Gillberg c./Schweden (No. 41723/06), Grosse Kammer, 3. April 2012 ad 87
23 Vgl. dazu ausführlich: Bertil Cottier, Rechtsgutachten über die rechtlichen Wirkungen einer Vertraulichkeitsklau-
sel im Zusammenhang mit einem dem Informationsgesetz des Kantons Bern unterworfenen Dokument, 26. Juli
2012, S. 4 ff.
12
7. Rückweisung an die Vorinstanzen
a) Gemäss Art. 72 Abs. 1 VRPG entscheidet die Beschwerdeinstanz selber in der Sache,
soweit auf die Beschwerde eingetreten werden kann, oder weist die Akten ausnahmsweise
und mit verbindlichen Anordnungen an die Vorinstanz zurück. Kassatorisch ist ausnahmswei-
se zu entscheiden, wenn besondere Gründe prozessökonomische Gesichtspunkte in den Hin-
tergrund treten lassen. Besondere Gründe sind beispielsweise mangelnde Entscheidreife der
Angelegenheit oder notwendige besondere Fachkenntnisse, die der Beschwerdeinstanz nicht
in gleichem Umfang verfügbar sind wie der Vorinstanz. 24
b) Vorliegend haben die Vorinstanzen bisher weder eine detaillierte Interessenabwägung
noch eine einzelfallweise Abwägung pro Dokument vorgenommen. Das von ihnen gegen die
Herausgabe vorgebrachte Interesse hat sich umfassend auf alle fraglichen Dokumente sowie
pauschal auf deren jeweiligen gesamten Inhalt bezogen. Nachdem diese Auffassung einer
Rechtskontrolle nicht standhält, muss eine pro Dokument detaillierte Interessenabwägung
vorgenommen werden, um allenfalls eine teilweise Akteneinsicht verweigern und begründen
zu können. Dazu sind zuweilen auch besondere Fachkenntnisse notwendig. Es ist nicht Sa-
che der ersten Beschwerdeinstanz, die insgesamt über 100 eingereichten Seiten an Verträ-
gen einer detaillierten Interessenabwägung im Sinne von Art. 29 IG zu unterziehen. Es liegen
daher besondere Gründe vor, die eine Rückweisung der Sache mit verbindlichen Anordnun-
gen rechtfertigt. Die Sache ist daher zu neuer Entscheidung an die Vorinstanzen zurückzu-
weisen. Diese haben eine sorgfältige Interessenabwägung im Sinne der vorangehenden Er-
wägungen vorzunehmen und erneut in der Sache zu entscheiden. Soweit Geschäftsgeheim-
nisse im Sinne der obigen Erläuterungen in den Dokumenten enthalten sind, sind diese abzu-
decken. In die übrigen Teile ist Akteneinsicht zu gewähren.
8. Kosten
a) Die Verfahrenskosten, bestehend aus einer Pauschalgebühr (Art. 103 VRPG), werden
der unterliegenden Partei auferlegt, es sei denn, das prozessuale Verhalten einer Partei ge-
biete eine andere Verlegung oder die besonderen Umstände rechtfertigten, keine Verfahrens-
kosten zu erheben (Art. 108 Abs. 1 VRPG).
Vorliegend unterliegen die Vorinstanzen. Da sie nicht in Vermögensinteressen betroffen sind,
können ihnen keine Verfahrenskosten auferlegt werden (Art. 108 Abs. 2 VRGP).
24 Vgl. Merkli/Aeschlimann/Herzog, a.a.O., Art. 72 N. 3 f.
13
b) Parteikosten sind keine entstanden (Art. 104 VRPG) und daher keine zu ersetzen
(Art. 108 Abs. 3 VRPG).