# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 6825845a-4adb-4c25-9fd9-4d585bb8faa2
**Court:** ZH_VG
**Chamber:** ZH_VG_001
**Year:** 2000
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** 

## Facts

I. Am 5. April 2000 setzte der Regierungsrat "das Projekt für die Erstellung des regionalen Radwegs S-41 an der
X
-/
Y
strasse,
C
bis
D
, Gemeinden
C
und
D
... gemäss den bei den Akten liegenden Plänen" fest.
Der Gemeinderat
C
habe dem Auflageprojekt am 7. April 1998 sowie dem sich aus den Einigungsverhandlungen ergebenden ergänzten Projekt am 24. August 1999 zugestimmt. Im Juni 1998 habe der Gemeinderat
C
das Projekt der Bevölkerung an einer Orientierungsversammlung vorgestellt. Die dabei vorgebrachten Einwendungen seien im Projekt mehrheitlich berücksichtigt. Das Ausführungsprojekt sei vom 4. Dezember 1998 bis 4. Januar 1999 öffentlich aufgelegt worden, worauf vier Einsprachen eingegangen seien. Diese hätten im Rahmen der Einigungsverhandlungen zu einer Projektanpassung im Abschnitt
C
bis
X
geführt, womit ihnen weitgehend habe entsprochen werden können. Einer Projektfestsetzung nach § 15 des Gesetzes über den Bau und den Unterhalt der öffentlichen Strassen (Strassengesetz) vom 27. September 1981 (in der Fassung vom 8. Juni 1997; StrassG) stehe nichts entgegen.
II. Mit Beschwerde vom 18. Mai 2000 liess
A
dem Verwaltungsgericht beantragen:
"1. Es sei der Beschluss des Regierungsrates Zürich vom 5. April 2000 betreffend der Genehmigung des Projektes für die Erstellung des regionalen Radweges S-41 an der
X
- und
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strasse,
D
und
C
aufzuheben und an die Vorinstanzen zurückzuweisen:
2. Die Vorinstanzen seien anzuweisen, das Projekt im Bereich der Liegenschaft des Beschwerdeführers gemäss Rechtsbegehren 3 und 4 zu ändern;
3. Reduktion der Strassenbreite auf 5.00 Meter;
4. Reduktion der projektierten Radwegbreite auf 2.50 Meter, angrenzend an die Strasse, ohne Grünstreifen;
5. Als flankierende Massnahme sei eine Geschwindigkeitsreduktion auf maximal 60 km/h für die ganze ausserorts-Strecke
C
bis
D
und im Bereich des Weilers
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auf maximal 50 km/h vorzusehen.
6. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Vorinstanzen."
Der Begründung ist zusammengefasst zu entnehmen: Der Beschwerdeführer sei Eigentümer der vom vorgesehenen Radwegprojekt direkt betroffenen Liegenschaft
Kat.Nr. 01
in der Gemeinde
C
. Mit persönlicher Anzeige vom 4. Dezember 1998 habe der Gemeinderat
C
eine Landabtretung von ca. 150 m2 angeordnet, worauf der Beschwerdeführer am 28. Dezember 1998 Einsprache im Sinn von § 17 StrassG erhoben habe. Am 9. April 1999 habe eine erste Besprechung mit der Gemeinde stattgefunden, und mit Schreiben der Baudirektion vom 22. April 1999 sei der Beschwerdeführer über die "Einsprachebehandlung" informiert worden. Dabei sei eine Reduktion der Abtretungsbreite offeriert worden; die Baudirektion habe aber nicht auf den Radweg innerorts verzichtet, sondern nur auf den ursprünglich vorgesehenen Grünstreifen zwischen
X
strasse und vorgesehenem Radweg, der dafür von 2,5 m auf 3 m verbreitert werden sollte. Der Beschwerdeführer habe sich mit Schreiben vom 29. April 1999 zur "Einsprachebehandlung" geäussert. Am 15. Juni 1999 habe ihm die Baudirektion die Weiterleitung des Projekts an den Regierungsrat zum Entscheid angekündigt. An einer "abschliessenden Besprechung" zwischen Anstössern, dem Gemeinderat
C
und Vertretern des kantonalen Tiefbauamts vom 24. August 1999 sei auf die erneut vorgebrachten Anliegen der Anstösser materiell nicht mehr eingegangen worden.
Der Regierungsrat habe als einzige Instanz einen anfechtbaren Beschluss gefasst, weshalb die Ermessensüberprüfung im Sinn von § 50 Abs. 2 (gemeint wohl: Abs. 3) des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 24. Mai 1959/8. Juni 1997 (VRG) durch das Verwaltungsgericht zu erfolgen habe. Das ursprüngliche Radwegprojekt der Gemeinde
C
aus den frühen Neunzigerjahren habe einen direkt an die Strasse anschliessenden, ca. 2,1 m breiten Radweg vorgesehen, bei einer Strassenbreite von 4,5 m bis 5,5 m. Diese haushälterische Nutzung habe einer Auflage des eidgenössischen Moorschutzes entsprochen. Die Kantonspolizei habe am 9. April 1996 ausgeführt, dass sie einem Radweg mit Gegenverkehr mit minimalen Breiten von 2,5 m (inklusive Trennstreifen und Pfosten) zustimmen würde. Im heutigen Projekt sei die bestehende Strassenbreite von 5,5 m nicht verringert worden, obwohl auch nach Ansicht der Kantonspolizei 5 m genügen würden, und der Radweg sei ohne jede Begründung und gegen den Willen des Beschwerdeführers auf 3 m verbreitert worden. Bei anderen Liegenschaften sei die Strassenbreite ebenfalls auf 5 m bis 4,8 m reduziert worden, und es bestehe kein nachvollziehbarer oder sachlicher Grund, weshalb die Strasse im Bereich der Liegenschaft des Beschwerdeführers nicht auch auf mindestens 5 m und der Radweg gleichzeitig auf 2,5 m redimensioniert werden könnten. Die nun projektierte Massnahme verstosse gegen den Grundsatz der Erforderlichkeit und damit gegen die Verhältnismässigkeit. Der Regierungsrat habe gegenüber dem Beschwerdeführer offensichtlich nicht die schonendste der möglichen Varianten gewählt. Zudem liege eine Redimensionierung des Projekts aus verschiedenen Gründen auch im öffentlichen Interesse. Der Regierungsrat habe durch die Verletzung des Verhältnismässigkeitsgrundsatzes und die Nicht- oder nur oberflächliche Berücksichtigung der in § 14 StrassG festgehaltenen Projektierungsprinzipien unter Missbrauch seines Ermessens entschieden. Willkürlich erscheine der Regierungsratsbeschluss auch wegen der Erstellung nur eines Teilbereichs zwischen
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und
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statt des ganzen Radwegs von
H
nach I sowie vor allem wegen der mangelhaften Entscheidungsgrundlage.
Für den Regierungsrat reichte die Baudirektion dem Verwaltungsgericht mit Beschwerdeantwort vom 21. Juni 2000, der Post übergeben am 22. Juni 2000 und damit um einen Tag verspätet, die Akten ein.

## Considerations

Das Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:
1. Nach § 15 Abs. 1 Satz 1 StrassG werden Projekte für Staatsstrassen durch den Regierungsrat festgesetzt, wobei laut § 1 Satz 2 StrassG auch Plätze und Wege, insbesondere Rad-, Fuss-, Reit- und Wanderwege als Strassen gelten. Die mit der Revision des Verwaltungsrechtspflegegesetzes vom 8. Juni 1997 neu gefassten Bestimmungen von § 17 StrassG regeln das Einspracheverfahren. Ein solches hat für Staatsstrassen im früheren Recht weitgehend gefehlt, indem § 15 Abs. 1 aStrassG für den Rechtsschutz "hinsichtlich Inhalt und Verfahren die kantonale Enteignungsgesetzgebung" als anwendbar erklärt und § 21 des Gesetzes betreffend die Abtretung von Privatrechten vom 30. November 1879 (AbtrG) ein Einspracheverfahren nur für die Fälle vorgesehen hat, wo nicht der Staat für ein von ihm auszuführendes Werk die Abtretungspflicht in Anspruch nimmt (vgl. § 22 AbtrG). Die Rechtsprechung hat daher dem Betroffenen die Möglichkeit eingeräumt, noch im Planauflageverfahren gemäss § 24 Abs. 1 AbtrG gegen das Projekt als solches Einwendungen vorzubringen, die dessen Einschränkung auf unwesentliche Änderungen des Projekts nicht unterliegen (RB 1964 Nr. 20, 1975 Nr. 11; vgl. Alfred Kölz/Jürg Bosshart/ Martin Röhl, Kommentar zum Verwaltungsrechtspflegegesetz des Kantons Zürich, 2. A., Zürich 1999, § 19 N. 114, 125 ff.).
a) Nach § 17 StrassG kann gegen das Projekt innerhalb der Auflagefrist Einsprache erhoben werden, wobei sich die Legitimation nach der Rekurs- und Beschwerdelegitimation gemäss dem Verwaltungsrechtspflegegesetz bestimmt (Abs. 1 Sätze 1 und 2). Mit der Einsprache können gemäss § 17 Abs. 2 Satz 1 StrassG alle Mängel des Projekts geltend gemacht werden. Über Einsprachen wird laut § 17 Abs. 4 StrassG mit der Festsetzung entschieden (Satz 1). Der Entscheid ist nach den Vorschriften über die Verwaltungsrechtspflege weiterziehbar (Satz 2). Wer es unterlassen hat, Einsprache zu erheben, kann den Entscheid nicht anfechten (Satz 3).
Im Enteignungsverfahren sind nach § 17 Abs. 3 lit. a StrassG Einsprachen gegen das Projekt ausgeschlossen; lediglich bei Projekten von untergeordneter Bedeutung, bei denen auf das Einspracheverfahren verzichtet wird, können Begehren um Projektänderung noch im Enteignungsverfahren gestellt werden (§ 17 Abs. 5 StrassG).