# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 9b3123b9-0e98-470f-8657-db506d68f1fd
**Court:** SG_VGN
**Chamber:** SG_VGN_001
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat das Verwaltungsgericht festgestellt:
A./ W.S. und E.N. sind Eigentümer der Parzelle Nr. 2397 in E. Dieses Grundstück liegt
gemäss Zonenplan der Politischen Gemeinde A. vom 29. April 1999 in der Wohnzone
W2b. Im Norden schliesst das Grundstück Nr. 2397 an das unüberbaute Grundstück
Nr. 513 an. Gegen Osten grenzt das Grundstück im nördlichen Teil an das mit einem
Einfamilienhaus überbaute Grundstück Nr. 1841, in der Mitte an das rund 146 m2
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grosse Grundstück Nr. 1646 der F. AG und der G. AG sowie im südlichen Teil an die
Strassenparzelle der K. beziehungsweise der Oberen L., einer Gemeindestrasse 2.
Klasse. Gegen Süden grenzt das Grundstück Nr. 2397 an die mit einer
Doppeleinfamilienhaus-Hälfte überbaute Parzelle Nr. 1830. Die westliche Grenze des
Grundstücks Nr. 2397 bildet der H-weg.
Am 23. November 2006 reichten W.S. und E.N. dem Bauamt A. ein Baugesuch für die
Erstellung eines Zwei- und eines Mehrfamilienhauses mit gemeinsamer Tiefgarage auf
dem Grundstück Nr. 2397 ein. Während der öffentlichen Auflage des Gesuchs erhoben
die F. AG sowie die G. AG öffentlich-rechtliche und privatrechtliche Einsprache gegen
das Bauvorhaben und beantragten die Abweisung des Baugesuchs. Zur Begründung
machten sie im wesentlichen geltend, mit der Erstellung des ersten Teilstückes der D.-
strasse könnte eine vernünftige Zufahrt erstellt werden, wobei von seiten der F. AG und
der G. AG gegen einen Erschliessungsbeitrag von Fr. 40.-- pro m "Hand für eine gute
Lösung" geboten würde. Ferner wirke sich die nun im Baugesuch vorgesehene Lösung
für Garagenzufahrt und Parkierung, die nur zur Umgehung des
Erschliessungskostenanteils gewählt worden sei, verunstaltend aus. Durch den riesigen
Geländeeinschnitt für Zufahrt und Freilegung Untergeschoss und Parkplätze werde
gegen Art. 31 Abs. 1 der Bauordnung A. vom 20. Dezember 1996 verstossen.
Mit Beschluss vom 12. Februar 2007 erteilte die Baukommission A. E.N. und W.S. die
Baubewilligung unter Auflagen und Bedingungen und trat auf die öffentlich-rechtliche
Einsprache der F. AG und der G. AG nicht ein. Zur Begründung des
Nichteintretensentscheids führte die Baukommission im wesentlichen an, den
Einsprecherinnen fehle die Einsprachebefugnis, weil ihr Grundstück aus einer
verhältnismässig kleinen Strassenparzelle bestehe, deren rechtliche oder tatsächliche
Situation durch die Gestaltung der Bauten und deren Einpassung in die Umgebung
nicht berührt werde. Müsste darauf eingetreten werden, so wäre die Einsprache in
diesem Punkt abzuweisen. Ferner sei eine Änderung des Erschliessungsplans vom 6.
Juni 1985 nicht notwendig und stelle keine Voraussetzung für die Baubewilligung dar.
Die privatrechtliche Einsprache wurde auf den Zivilweg verwiesen.
B./ Die F. AG und die G. AG erhoben durch ihren Rechtsvertreter mit Eingaben vom
12. März und 13. April 2007 Rekurs beim Baudepartement mit den Rechtsbegehren, es
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sei der Nichteintretensentscheid der Vorinstanz aufzuheben und festzustellen, dass die
Rekurrentinnen im vorliegenden Fall rekurslegitimiert seien, die Streitsache sei zur
materiellen Beurteilung an die Vorinstanz zurückzuweisen. Eventualiter sei der
Entscheid der Baukommission A. aufzuheben, das fragliche Bauprojekt nicht zu
bewilligen und das gegenständliche Rekursverfahren vorerst auf die Frage der
Legitimation zu beschränken, unter Kosten- und Entschädigungsfolge. Zur Begründung
machten sie im wesentlichen geltend, die Einsprachelegitimation sei aufgrund der
erforderlichen engen nachbarlichen Beziehung zum Baugrundstück wie auch aufgrund
der unmittelbaren und gegenüber derjenigen der Allgemeinheit viel höheren
Betroffenheit der Rekurrentinnen gegeben. Die Rekurrentinnen erneuerten ihre bereits
im Einspracheverfahren vorgebrachten Rügen, wonach das Bauvorhaben verunstaltend
wirke.
Das Baudepartement wies den Rekurs mit Entscheid vom 16. Juni 2008 ab, soweit es
darauf eintrat. Es erwog im wesentlichen, den Rekurrentinnen fehle die
Einsprachelegitimation. Das Grundstück der Rekurrentinnen liege innerhalb der im
Überbauungsplan vom 6. Juni 1985 eingetragenen Baulinien und sei damit faktisch
unüberbaubar. Die seitliche Erschliessung direkt über die K-strasse verstosse auch
ohne die Inanspruchnahme der Parzelle der Rekurrentinnen nicht gegen öffentlich-
rechtliche Vorschriften und sei damit zulässig. Zwar könne eine Gutheissung der
Einsprache zu einer anderen als der bewilligten Erschliessungsvariante führen, nicht
aber ohne weiteres zur Erfüllung der geltend gemachten Entschädigungsforderungen.
Insofern hätten die Rekurrentinnen nur ein mittelbares und nicht schützenswertes
Interesse. Auch die eventualiter geltend gemachten materiellen Rügen der
Rekurrentinnen wies die Vorinstanz nach durchgeführtem Augenschein ab. So sei nicht
ersichtlich, inwiefern sich das umstrittene Bauvorhaben verunstaltend auf das
Grundstück Nr. 1646 auswirke und gegen die Einfügungsvorschriften in Art. 31 BauR
verstosse. Das Baudepartement auferlegte der F. AG und der G. AG eine
Entscheidgebühr von Fr. 3000.-- und wies ihr Gesuch um Ersatz der ausseramtlichen
Kosten ab.
C./ Mit Eingaben ihres Rechtsvertreters vom 30. Juni und 19. August 2008 erhoben die
Rekurrentinnen Beschwerde beim Verwaltungsgericht mit folgenden Anträgen:
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"1. Der Entscheid des Baudepartementes des Kantons St. Gallen Nr. 35/2008 vom 16.
Juni 2008 in vorgenannter Angelegenheit sei vollumfänglich aufzuheben.
2. Es sei der Nichteintretensentscheid der Baukommission A. vom 12. Februar 2007
gemäss B Ziff. 1 Abs. 1 und damit Ziff. 1 des Entscheides des Baudepartements (Nr.
35/2008) vom 16. Juni 2008 wegen angeblich fehlender Legitimation der
Beschwerdeführerinnen aufzuheben und es sei festzustellen, dass die
Beschwerdeführerinnen im vorliegenden Fall im Sinne der entsprechenden
gesetzlichen Bestimmungen beschwerdeberechtigt sind und die Angelegenheit sei zur
materiellen Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
Dementsprechend sei Ziff. 1 des Rekursentscheides des Baudepartements des
Kantons St. Gallen vom 16. Juni 2008 aufzuheben, soweit Nichteintreten verfügt wurde
und es sei auch diesbezüglich festzustellen, dass die Beschwerdeführerinnen im
vorliegenden Falle im Sinne der entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen zur
Beschwerdeführung legitimiert sind und die Angelegenheit sei zur materiellen
Entscheidung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
3. Eventuell sei der Entscheid der Baukommission A. vom 12. Februar 2007 betreffend
Baubewilligung Baugesuch-Nr. 2006/0062 Haus 1 und 2006/0063 Haus 2 gemäss B
Ziff. 1 Abs. 1 aufzuheben und es sei das fragliche Bauprojekt nicht zu bewilligen, resp.
die Baubewilligung sei nicht zu erteilen.
Dementsprechend sei Ziff. 1 des Entscheides des Baudepartements des Kantons St.
Gallen vom 16. Juni 2008 aufzuheben, soweit dieser Entscheid eine materielle
Abweisung der seinerzeitigen Baueinsprache betrifft, und es sei der Rekurs vom 12.
März 2007 zu schützen; alles unter entsprechender Kosten- und Entschädigungsfolge."
Zur Begründung wurde im wesentlichen vorgebracht, das Grundstück der
Beschwerdeführerinnen befinde sich in enger räumlicher Beziehung zum
Baugrundstück Nr. 2397 und damit sei die Legitimation der Beschwerdeführerinnen zu
bejahen. Ausserdem seien die Beschwerdeführerinnen bezüglich des angefochtenen
Nichteintretensentscheids beschwert, weil dieser auch die zukünftige Entwicklung
betreffe. Die Legitimation sei sowohl für den aktuellen Fall als auch im Hinblick auf
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zukünftige Verfahren, mithin aus "präjudiziellen" Gründen zu bejahen. Im übrigen
würden durch den riesigen Geländeeinschnitt für Zufahrt und Freilegung
Untergeschoss und Parkplätze Art. 31 Abs. 1 und Abs. 2 der Bauordnung A. verletzt.
Schliesslich widerspreche das fragliche Projekt dem rechtsgültigen Überbauungsplan,
und der Gemeinderat A. werde ersucht, den rechtskräftigen Überbauungsplan Obere L.
an die neuen Verhältnisse anzupassen.
Die Vorinstanz schloss in ihrer Vernehmlassung vom 26. August 2008 unter Hinweis auf

## Considerations

die Erwägungen des angefochtenen Entscheids auf Abweisung der Beschwerde.
Ergänzend führte sie aus, im angefochtenen Entscheid werde sowohl der Rekurs gegen
den Nichteintretensentscheid als auch - unter Vornahme einer materiellen Prüfung -
das Eventualbegehren auf Verweigerung der Baubewilligung abgewiesen. Ziff. 1 des
Dispositivs beziehe sich auf beide Abweisungen. Dies ergebe sich auch aus der
Formulierung von Ziff. 1; der Zusatz "..., soweit darauf einzutreten ist" könne sich den
Erwägungen entsprechend nur auf das Eventualbegehren, nicht aber auf den im
Rekurs gestellten Hauptantrag beziehen. Die Beurteilung des Rekurses nicht nur auf
die Frage der Einsprachelegitimation zu beschränken, sondern auch materiell-
rechtliche Fragen zu prüfen, sei zulässig gewesen und den Beteiligten im Rahmen des
Rekursverfahrens mit Schreiben vom 25. Juni 2007 angezeigt worden. Es bestehe
folglich kein Grund, die Angelegenheit zur Wiederholung der materiellen Prüfung an die
Vorinstanzen zurückzuweisen. Im weiteren sei die Parzelle der Beschwerdeführerinnen
aufgrund der geltenden Baulinien und auch wegen ihrer Grösse faktisch unüberbaubar.
Entsprechend sei eine Betroffenheit des Grundstücks durch eine allfällige
verunstaltende Wirkung des umstrittenen Bauvorhabens zu verneinen.
Die Beschwerdegegner beantragten mit Vernehmlassung vom 30. September 2008 die
Abweisung der Beschwerde, soweit darauf einzutreten sei, unter Kosten- und
Entschädigungsfolge. Sie machen geltend, die Beschwerdeführerinnen hätten kein
rechtliches und tatsächliches Interesse an der Aufhebung der Baubewilligung. Das
Grundstück der Beschwerdeführerinnen sei nicht überbaubar. Hintergrund des
Verfahrens seien rein finanzielle Überlegungen der Beschwerdeführerinnen. Im weiteren
machen die Beschwerdegegner geltend, der Einwand, die materielle Beurteilung sei
nicht Gegenstand des Einspracheverfahrens vor der Baukommission A. bzw. des
Rekursverfahrens vor dem Baudepartement gewesen, treffe nicht zu. Entgegen der
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Ansicht der Beschwerdeführerinnen hätten beide Behörden die öffentlich-rechtliche
Einsprache - im Eventualstandpunkt - auch materiell beurteilt. Die Angelegenheit sei,
sofern das Verwaltungsgericht die Legitimation bejahe, nicht an die Vorinstanz bzw. an
die erste Instanz zurückzuweisen. Entgegen der Ansicht der Beschwerdeführerinnen
sei der Schluss der Vorinstanz, dass mit dem Bauvorhaben das Verunstaltungsverbot
nicht verletzt werde, wohl begründet und nachvollziehbar.
Die Beschwerdebeteiligte liess sich nicht vernehmen.
Die Beschwerdeführerinnen erhielten Gelegenheit, zu den Vernehmlassungen Stellung
zu nehmen. Sie verzichteten auf eine Stellungnahme.
Auf die weiteren von den Verfahrensbeteiligten vorgebrachten Ausführungen wird,
soweit wesentlich, in den nachstehenden Erwägungen näher eingegangen.
Darüber wird in Erwägung gezogen:
1. Die Sachurteilsvoraussetzungen sind von Amtes wegen zu prüfen:
Das Verwaltungsgericht ist gemäss Art. 59bis Abs. 1 des Gesetzes über die
Verwaltungsrechtspflege (sGS 951.1, abgekürzt VRP) zur Behandlung der gegen einen
Entschied des Baudepartements erhobenen Beschwerde zuständig.
Die Beschwerdeeingabe vom 30. Juni 2008 und ihre Ergänzung vom 19. August 2008
wurden rechtzeitig eingereicht und entsprechen formal und inhaltlich den gesetzlichen
Voraussetzungen (Art. 64 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 47 Abs. 1 und Art. 48 Abs. 1
und 2 VRP). Die Beschwerdeführerinnen sind Adressatinnen des angefochtenen
Entscheids. Indem dieser ihnen die Rekursbefugnis abspricht, sind sie durch ihn
beschwert und in ihren schutzwürdigen Interessen betroffen (Art. 64 Abs. 1 in
Verbindung mit Art. 45 Abs. 1 VRP). Auf die Beschwerde ist einzutreten.
2. Streitgegenstand im Beschwerdeverfahren ist zunächst die Frage, ob die
Baukommission A. auf die Einsprache der Beschwerdeführerinnen zu Recht nicht
eingetreten ist bzw. ob das Baudepartement den Rekurs gegen den
Nichteintretensentscheid zu Recht abgewiesen hat.
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2.1. Nach Art. 83 Abs. 2 des Baugesetzes (sGS 731.1, abgekürzt BauG) ist zur
Einsprache gegen ein Baugesuch befugt, wer ein eigenes schutzwürdiges Interesse
dartut. Die Einsprachelegitimation richtet sich nach denselben Grundsätzen, wie sie für
die Berechtigung zum Rekurs in Art. 45 Abs. 1 VRP umschrieben sind. Die
Beschwerdebefugnis des Nachbarn wird bejaht, wenn räumlich eine enge Beziehung
zum Baugrundstück gegeben ist und der Nachbar durch die umstrittene Baute oder
Anlage unmittelbar und in höherem Masse als die Allgemeinheit in eigenen Interessen
beeinträchtigt wird (GVP 1977 Nr. 23 und 1996 Nr. 59). Das schutzwürdige Interesse
besteht dabei im "praktischen Nutzen", den ein erfolgreich geführtes Rechtsmittel dem
Betroffenen in seiner rechtlichen oder tatsächlichen Situation einträgt, bzw. in der
Abwendung materieller, ideeller oder sonstiger Nachteile, den ein Bestand der
angefochtenen Verfügung oder des Entscheids mit sich bringen würde (Cavelti/Vögeli,
Verwaltungsgerichtsbarkeit im Kanton St. Gallen, St. Gallen 2003, Rz. 391 mit
Hinweisen auf Rechtsprechung und Literatur). Dabei muss der Einsprecher
grundsätzlich im einzelnen dartun, inwieweit die allfällige Erteilung der Baubewilligung
konkrete eigene rechtliche oder tatsächliche Interessen intensiver beeinträchtigt als die
Interessen irgendwelcher Dritter. Für jede Rechtsbehauptung muss das
Rechtsschutzinteresse vorliegen (B. Heer, St. Gallisches Bau- und Planungsrecht, Bern
2003, Rz. 934 mit weiteren Hinweisen).
2.2. Das Grundstück der Beschwerdeführerinnen grenzt unbestrittenermassen
unmittelbar an das Grundstück Nr. 2397 der Beschwerdegegner. Insofern ist das
Erfordernis der engen räumlichen Beziehung zum Baugrundstück unzweifelhaft
gegeben. Damit allein lässt sich jedoch die Einsprachebefugnis nicht begründen.
Zusätzlich zu diesem Erfordernis der engen nachbarlichen Raumbeziehung hat der
Nachbar darzutun, dass er in besonderer Weise, d.h. in höherem Masse als die
Allgemeinheit in seinen schützenswerten Interessen betroffen ist.
2.3. Die Beschwerdeführerinnen berufen sich in ihrer Beschwerdebegründung vom 19.
August 2008 insbesondere auf die präjudizierende Wirkung des umstrittenen
Entscheids. Da im vorliegenden Verfahren aber einzig das umstrittene Baugesuch der
Beschwerdegegner zu beurteilen ist, sind die Begründungen der
Beschwerdeführerinnen zu einem möglichen zukünftigen Verfahren unbeachtlich.
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2.4. Es ist sodann unbestritten und wurde bereits von der Vorinstanz festgestellt, dass
das Grundstück Nr. 1646 aufgrund der Lage innerhalb der im Überbauungsplan vom 6.
Juni 1985 eingetragenen Baulinien faktisch unüberbaubar ist. Vor diesem Hintergrund
stellt sich die Frage, worin der praktische Nutzen einer Gutheissung der Einsprache
bzw. der Nachteil einer Abweisung bestünde. Wie die Vorinstanz zu Recht festgestellt
hat, bliebe die tatsächliche und rechtliche Situation der Beschwerdeführerinnen mit
einer Gutheissung der Beschwerde unberührt. Namentlich ist nicht ersichtlich und wird
im einzelnen auch nicht hinreichend dargetan, wie eine allenfalls ästhetische
Verunstaltung die Beschwerdeführerinnen als Eigentümerinnen einer nicht
überbaubaren Strassenparzelle in ihren Interessen beeinträchtigen sollte. Auch auf eine
mögliche spätere Einbindung des Grundstücks der Beschwerdeführerinnen in ein
Strassenbauprojekt hätte eine allenfalls verunstaltende Wirkung keinen Einfluss. Trotz
räumlicher Nähe fehlt den Beschwerdeführerinnen damit von vornherein ein praktischer
Nutzen, den die Gutheissung der Beschwerde eingetragen hätte. Die
Beschwerdeführerinnen sind diesbezüglich nicht in höherem Masse als die
Allgemeinheit in eigenen Interessen berührt. Die Vorinstanz hat demnach zu Recht
festgestellt, dass eine entscheidende Legitimationsvoraussetzung im Sinne des
Gesetzes nicht erfüllt ist.
2.5. Die Beschwerdeführerinnen bringen weiter vor, eine andere als die umstrittene
Erschliessung würde ihren privaten und finanziellen Interessen besser entsprechen. Bei
einer Erschliessungsvariante, die über ihre Strassenparzelle führen würde, würden sie
gegen einen Erschliessungsbeitrag von Fr. 40.-- pro m "Hand für eine gute Lösung"
bieten. Zwar trifft zu, dass wirtschaftliche Interessen grundsätzlich schutzwürdige
Interessen im Sinne des Gesetzes sind. Diese müssen konkreter Natur sein und sich
direkt aus dem angefochtenen Verwaltungsakt ergeben. Das wirtschaftliche Interesse
muss mit dem beanstandeten Bauvorhaben in einem direkten Zusammenhang stehen.
Inwiefern dies vorliegend der Fall sein sollte, ist nicht ersichtlich. Die Vorinstanz hat zu
Recht festgestellt, dass die Gutheissung der Einsprache lediglich den Wegfall einer
Erschliessungsvariante zur Folge hätte, nicht aber ohne weiteres auch die Erfüllung der
geltend gemachten Entschädigungsforderungen. Das umstrittene Projekt hat damit
keinen direkten Einfluss auf die wirtschaftlichen Interessen der Beschwerdeführerinnen.
Insoweit haben die Beschwerdeführerinnen nur ein mittelbares und nicht
schützenswertes Interesse an der Aufhebung der umstrittenen Baubewilligung.
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Vielmehr ist aus den Ausführungen der Beschwerdeführerinnen zu schliessen, dass es
ihnen offenbar vorrangig darum geht, ein "Druckmittel" in der Hand zu haben, um eine
entschädigungspflichtige Erschliessungsvariante zu erwirken. Darin kann aber kein
schützenswertes Interesse erblickt werden.
2.6. Die Beschwerdeführerinnen rügen schliesslich, die "relative Kleinheit" der Parzelle
Nr. 1646 könne kein Argument gegen die Einsprachelegitimation bilden. Die Grösse
einer Parzelle allein kann zur Beurteilung der Einsprachelegitimation tatsächlich nicht
ausschlaggebend sein. Wie die Vorinstanz in ihrer Vernehmlassung vom 26. August
2008 aber zu Recht festgestellt hat, wird im angefochtenen Rekursentscheid auf die
relative Grösse der Parzelle nicht Bezug genommen. Abgesehen davon verhindern die
Grösse der Parzelle und die Einhaltung der entsprechenden Grenzabstände faktisch
eine Überbauung. Damit ist das praktische Interesse an der Gutheissung der
Beschwerde sowie die besondere Betroffenheit des Grundstücks ebenfalls zu
verneinen.
3. Die Beschwerdeführerinnen beantragen im Eventualstandpunkt, der Entscheid der
Baukommission A. vom 12. Februar 2007 sowie der bestätigende Entscheid der
Vorinstanz seien aufzuheben. Zur Begründung fügen sie an, das umstrittene
Baugesuch widerspreche Art. 31 Abs. 1 des Baureglements der Gemeinde A. und dem
rechtsgültigen Überbauungsplan Obere L. Nachdem fest steht, dass die
Einsprachelegitimation der Beschwerdeführerinnen zu Recht verneint worden ist, muss
auf deren materielle Einwendungen nicht mehr eingegangen werden. Auf einen
Augenschein kann demnach verzichtet werden. Ungeachtet dessen machen die
Beschwerdeführerinnen in ihrer Beschwerdeschrift auch nicht in substantiierter Weise
glaubhaft, inwiefern der Entscheid der Vorinstanz hinsichtlich der materiellen
Erwägungen unhaltbar wäre. Folglich besteht auch kein Grund, die Angelegenheit zur
Wiederholung der materiellen Prüfung an die Vorinstanz zurückzuweisen.
4. Zusammenfassend ergibt sich aus den vorstehenden Ausführungen, dass die
Beschwerdeführerinnen durch das Bauvorhaben nicht in ihren eigenen schutzwürdigen
Interessen berührt sind. Folglich hat die Vorinstanz die Legitimation zur Einsprache zu
Recht verneint. Somit ist die Beschwerde als unbegründet abzuweisen, soweit darauf
einzutreten ist.
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5. Dem Verfahrensausgang entsprechend gehen die amtlichen Kosten des
Beschwerdeverfahrens zulasten der Beschwerdeführerinnen (Art. 95 Abs. 1 VRP). Eine
Entscheidgebühr von Fr. 2'500.-- ist angemessen (Ziff. 382 Gerichtskostentarif, sGS
941.12). Sie ist mit dem in gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschuss zu verrechnen.
Die Beschwerdeführerinnen haben die Beschwerdegegner für das
Beschwerdeverfahren ausseramtlich zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 in Verbindung mit
Art. 98bis VRP). Ihr Vertreter hat keine Honorarnote eingereicht, weshalb das Honorar
nach Ermessen festzusetzen ist (Art. 6 der Honorarordnung für Rechtsanwälte und
Rechtsagenten, sGS 963.75, abgekürzt HonO). Eine Entschädigung von Fr. 2'000 .--
(zuzügl. MWSt) ist angemessen (Art. 22 Abs. 1 lit. b HonO in Verbindung mit Art. 19
HonO). Die Beschwerdeführerinnen haften solidarisch (Art. 98ter VRP in Verbindung mit
Art. 271 Abs. 2 des Zivilprozessgesetzes, sGS 961.2).
Demnach hat das Verwaltungsgericht