# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 2218d22b-9d75-59fd-a1c3-2c0ac3316831
**Court:** SG_VG
**Chamber:** SG_VG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** SG / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Das Verwaltungsgericht stellt fest:
A.
A._ ist einziger Gesellschafter und Geschäftsführer der D._ GmbH mit Sitz in C._. Im
Jahr 2007 hatte er Wohnsitz in E._ und war unselbständig erwerbstätig. Am 18. Juni
2014 wurde A._ für die Kantons- und Gemeindesteuern 2007 mit einem
satzbestimmenden steuerbaren Einkommen von CHF 1'220'100 und einem
steuerbaren Vermögen von CHF 2'580'000 und für die direkte Bundessteuer 2007 mit
einem steuerbaren Einkommen von CHF 1'221'000 veranlagt. Die Steuerbehörde
rechnete unter anderem dem deklarierten Einkommen eine geldwerte Leistung der D._
GmbH in der Höhe von CHF 982'446 zu. Gegen diese Steuerveranlagung erhob A._
Einsprache sowie Rekurs und Beschwerde bei der Verwaltungsrekurskommission
sowie Beschwerde beim Verwaltungsgericht, in der er insbesondere bestritt, eine
geldwerte Leistung erhalten zu haben. Mit seinem Entscheid vom 22. März 2018
(VerwGE B 2018/4 und 5) hob das Verwaltungsgericht den Entscheid der
Verwaltungsrekurskommission auf und wies die Angelegenheit zur weiteren Abklärung
des Sachverhaltes an das Kantonale Steueramt zurück. Gegen diesen Entscheid führte
das Kantonale Steueramt erfolglos Beschwerde beim Bundesgericht (2C_364/2018
vom 16. September 2019).
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Mit Schreiben vom 5. November 2019 (act. 8 [6] 1.6) teilte das Kantonale Steueramt
A._ mit, dass es, nachdem es die massgeblichen Steuerakten der D._ GmbH
beigezogen habe, eine Aufrechnung von CHF 969'000 vorsehe. A._ nahm mit
Schreiben vom 20. November 2019 (act. 8 [6] 1.5) und E-Mail vom 3. Dezember 2019
(act. 8 [6] 1.3) Stellung, wobei er im Wesentlichen geltend machte, dass die Sache
gerichtlich entschieden sei, weshalb er nicht gewillt sei, erneut Unterlagen
einzureichen. Mit Schreiben vom 26. November 2019 (act. 8 [6] 1.4) präzisierte das
Kantonale Steueramt gegenüber A._, dass das Verwaltungsgericht nur entschieden
habe, dass der Sachverhalt genauer abzuklären sei. Dem komme die Steuerbehörde
nun nach. Das Kantonale Steueramt teilte A._ mit eingeschriebenem Schreiben vom
13. Dezember 2019 (act. 8 [6] 1.2) mit, die Berechnungen hätten ergeben, dass die
geldwerte Leistung nicht CHF 969'000 betrage, sondern CHF 1'150'000. Sie drohte
ihm eine reformatio in peius an und setze ihm eine Frist zur Stellungnahme bis zum
3. Januar 2020. A._ äusserte sich dazu am 16. Dezember 2019 telefonisch; eine
schriftliche Stellungnahme reichte er nicht ein. Er wurde mit Einspracheentscheid vom
24. Januar 2020 (act. 8 [6] 1.1) für die Kantons- und Gemeindesteuern 2007 mit einem
satzbestimmenden steuerbaren Einkommen von CHF 1'391'400 und einem
steuerbaren Vermögen von CHF 2'023'000 und für die direkte Bundessteuer 2007 mit
einem steuerbaren Einkommen von CHF 1'392'300 veranlagt. Gegen diesen Entscheid
erhob A._ bei der Verwaltungsrekurskommission am 19. Februar 2020 Rekurs und
Beschwerde, in welchen er sinngemäss geltend machte, dass keine geldwerte Leistung
aufzurechnen sei. Die Verwaltungsrekurskommission reduzierte die geldwerte Leistung
um CHF 30'000, hiess Rekurs und Beschwerde mit Entscheid vom 24. August 2020
dementsprechend teilweise gut, hob die Einspracheentscheide auf und veranlagte A._
dementsprechend für die Kantons- und Gemeindesteuern 2007 mit einem steuerbaren
Einkommen von CHF 1'361'400 und einem steuerbaren Vermögen von
CHF 2'0230'000 und für die direkte Bundessteuer 2007 mit einem steuerbaren
Einkommen von CHF 1'362'300.
B.
a.
Gegen diesen Entscheid erhob A._ (Beschwerdeführer) am 21. September 2020
Beschwerde mit dem Antrag, es seien die in der Steuererklärung 2007 deklarierten
Werte (Einkommen CHF 49'109, Vermögen CHF 345'742) zu übernehmen. Er sei der
Meinung, dass der Entscheid des Verwaltungsgerichts mit nachfolgender Rückweisung
des Bundesgerichts für die Abweisung ausreichen sollte. Ob denn die Prozesskette so
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viel wiederholt werden könne, bis es zu Gunsten des Beschwerdegegners ausgehe?
Seit 12 Jahren habe sich am Sachverhalt nichts geändert.
b.
In ihrer Vernehmlassung vom 12. Oktober 2020 beantragt die
Verwaltungsrekurskommission (Vorinstanz) die Abweisung der Beschwerde. Mit
Schreiben vom 26. Oktober 2020 (act. 10) verzichtete der Beschwerdegegner auf eine
Vernehmlassung und beantragt die Abweisung der Beschwerde. Die
Beschwerdebeteiligte liess sich nicht vernehmen.
c.
Mit Schreiben vom 28. Oktober 2020 liess sich der Beschwerdeführer unaufgefordert
vernehmen. Die Höhe der geldwerten Leistung, ob nun CHF 969'000 oder
CHF 1'150'000 sei irrelevant, da die Aufrechnung sowieso abgelehnt werden müsse. Er
weise die Vorwürfe der unsauberen Buchführung zurück. Die
Grundstückgewinnsteuern beim Einbringen seiner privaten Liegenschaften I._ in die
D._ GmbH seien ordentlich abgerechnet worden. Im Weiteren wiederholt er seinen
Antrag aus seiner Beschwerde vom 21. September 2020.
d.
Auf die Vorbringen in den Eingaben des vorliegenden Verfahrens wird, soweit für den
Entscheid relevant, in den nachstehenden Erwägungen eingegangen.

## Considerations

Darüber zieht das Verwaltungsgericht in Erwägung:
1.
Da die steuerrechtlichen Vorschriften des Bundes und der Kantone zur Besteuerung
des Einkommens und des Vermögens natürlicher Personen vereinheitlicht sind,
erledigte die Vorinstanz den Rekurs betreffend die Kantons- und Gemeindesteuern
einerseits und die Beschwerde betreffend die direkte Bundessteuer anderseits zu
Recht im gleichen Entscheid, aber mit getrennten Dispositivziffern. Unter diesen
Umständen durfte auch der Beschwerdeführer die Beschwerden in einer gemeinsamen
Rechtsschrift erheben (BGE 135 II 260 E. 1.3). Ebenso ist es zulässig, dass das
Verwaltungsgericht über die Beschwerden im gleichen Urteil entscheidet (vgl. BGer
2C_440 und 441/2014 vom 10. Oktober 2014 E. 1.2). Die sachliche Zuständigkeit des
Verwaltungsgerichts ist gegeben (Art. 59 Abs. 1 des Gesetzes über die
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Verwaltungsrechtspflege, sGS 951.1, VRP; Art. 196 Abs. 1 des Steuergesetzes, sGS
811.1, StG; Art. 1 Abs. 3 und Art. 7 Abs. 2 der Verordnung zum Bundesgesetz über die
direkte Bundessteuer, sGS 815.1; Art. 145 des Gesetzes über die direkte
Bundessteuer, SR 642.11, DBG). Der Beschwerdeführer ist zur Beschwerde legitimiert,
und die Eingabe vom 21. September 2020 entspricht zeitlich, formal und inhaltlich den
gesetzlichen Anforderungen (Art. 196 Abs. 1 StG in Verbindung mit Art. 64 und Art. 48
Abs. 1 VRP; Art. 145 in Verbindung mit Art. 140 Abs. 1 und 2 DBG).
2.
Materiell streitig ist, ob zu Recht eine geldwerte Leistung (verdeckte
Gewinnausschüttung) von der D._ GmbH an den Beschwerdeführer in der Höhe von
CHF 969'000 beziehungsweise CHF 1'150'000 beziehungsweise CHF 1'120'000
aufgerechnet wurde.
Gemäss Art. 33 Abs. 1 lit. c StG und Art. 20 Abs. 1 lit. c DBG (jeweils in der im Jahr
2007 gültigen Fassung, nGS 44-121, AS 1991 S. 1184 ff.) sind Erträge aus
beweglichem Vermögen steuerbar, insbesondere Dividenden, Gewinnanteile,
Liquidationsüberschüsse und geldwerte Vorteile aus Beteiligungen aller Art.
Geschäftsmässig nicht begründete Zuwendungen einer Kapitalgesellschaft an ihre
Gesellschafter stellen verdeckte Gewinnausschüttungen dar, wenn sie nicht als
Kapitalrückzahlung zu qualifizieren sind und ohne entsprechende Gegenleistung des
Gesellschafters erfolgen. Dem Beteiligten werden Leistungen erbracht, welche im
normalen Geschäftsverkehr einem unbeteiligten Dritten nicht erbracht würden (vgl.
Richner/ Frei/Kaufmann/Meuter, Handkommentar zum DBG, 3. Aufl. 2016, N 88 und 95
zu Art. 58 DBG; Zigerlig/Oertig/Hofmann, Das St. Gallische Steuerrecht, 7. Aufl. 2013,
III/Rz. 111). Nach der Rechtsprechung müssen für die Annahme einer verdeckten
Gewinnausschüttung die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sein: (1) Die
Gesellschaft erbringt eine Leistung ohne entsprechende Gegenleistung, wodurch das
Geschäftsergebnis gemindert wird. (2) Mit der Leistung wird ein Beteiligter oder eine
diesem nahestehende Person oder Unternehmung begünstigt; ein der Gesellschaft
fernstehender Dritter hätte sie unter gleichen Bedingungen nicht erhalten; die Leistung
ist also ungewöhnlich, mit einem sachgemässen Geschäftsgebaren nicht vereinbar. (3)
Der Charakter der Leistung beziehungsweise das Missverhältnis zwischen Leistung
und Gegenleistung ist für die handelnden Gesellschaftsorgane erkennbar (Zigerlig/
Oertig/Hofmann, a.a.O., III/Rz. 112). Für die Beweislastverteilung im Zusammenhang
mit verdeckten Gewinnausschüttungen ist zu differenzieren: Ist streitig, ob einer
2.1.
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Leistung der Gesellschaft überhaupt eine Gegenleistung des Beteiligten
gegenübersteht, trägt die Gesellschaft die Beweislast für das Vorhandensein einer
solchen Gegenleistung (Beweis der geschäftsmässigen Begründetheit der Leistung).
Wenn – bei Vorhandensein einer Gegenleistung an die Gesellschaft – umstritten ist, ob
zwischen den gegenseitigen Leistungen ein offensichtliches Missverhältnis besteht und
deshalb auf eine verdeckte Gewinnausschüttung zu schliessen ist, so ist – ausgehend
von der natürlichen Vermutung für die geschäftsmässige Begründetheit der Leistung –
die Steuerbehörde für das behauptete Missverhältnis beweispflichtig (Richner/Frei/
Kaufmann/ Meuter, a.a.O., N 109 zu Art. 58 DBG).
Soweit eine geldwerte Leistung einer Gesellschaft rechtskräftig festgestellt ist, erfolgt
regelmässig eine entsprechende Aufrechnung beim Beteiligungsinhaber (BGer
2C_16/2015 vom 6. August 2015 E. 2.5.6). Zu den zweidimensionalen Verhältnissen hat
das Bundesgericht immer wieder festgehalten, dass herrschende Ebene (hier:
beherrschender Anteilsinhaber und Beschwerdeführer) und beherrschte Ebene (hier
D._ GmbH) zwei unterschiedliche Rechts- und Steuersubjekte bilden (zuletzt BGer
2C_576/2020 vom 17. August 2020 E. 3.2.1). Darüber hinaus hat das Bundesgericht in
ständiger Praxis betont, dass kein eigentlicher Aufrechnungsautomatismus besteht.
Bestand, Qualifikation und Höhe einer Aufrechnung folgen demzufolge auf Ebene der
Gesellschaft einerseits und des Anteilinhabers andererseits einer jeweils eigenen Logik.
Die von der Gesellschaft erbrachte geldwerte Leistung begründet zwar ein gewichtiges
Indiz, das bei der Veranlagung des Beteiligungsinhabers zu berücksichtigen ist. Indes
haben lediglich das Entscheiddispositiv des rechtskräftigen Entscheids
beziehungsweise die Steuerfaktoren der Gesellschaft an der Rechtskraft teil. Eine
erneute rechtliche Beurteilung auf Aktionärsebene ist daher unerlässlich, zumal es sich
bei Gesellschaft und Beteiligungsinhaber um zwei voneinander unabhängige Rechts-
und Steuersubjekte handelt (BGer 2C_16/2015 vom 6. August 2015 E. 2.5.7 mit
Hinweis; Richner/Frei/Kaufmann/Meuter, a.a.O., N 147 zu Art. 20 DBG; GVP 2001
Nr. 27). In Abweichung von den üblichen Regeln über die Beweislast hat ein
Beteiligungsinhaber, soweit er gleichzeitig Organ der Gesellschaft ist, Bestand und
Höhe der von der Steuerverwaltung behaupteten geldwerten Leistung detailliert zu
bestreiten. Unterlässt er eine Bestreitung oder beschränkt er sich auf pauschale
Ausführungen, darf die Veranlagungsbehörde annehmen, die auf Gesellschaftsebene
rechtskräftig veranlagte Aufrechnung sei dem Beteiligungsinhaber gegenüber ebenso
berechtigt (BGer 2C_461/2020 vom 1. Juli 2020 E. 2.2 mit Hinweisen).
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Anzahlung CHF 30'000
Übernahme Grundpfandschuld CHF 3'624'500
Überweisung auf BANK-Konto (0001) CHF 1'895'500
Total CHF 5'550'000
2.2.
Der Beschwerdeführer wehrt sich in seiner Beschwerde vom 21. September 2020
gegen jegliche Aufrechnung einer geldwerten Leistung. Der Verkauf der Liegenschaft
F._ und im Gegenzug Kauf der Liegenschaft (zu gleichem Preis) B._ sei
ordnungsgemäss abgelaufen und alle Steuern und Abgaben bezahlt. Es sei eine
unglaubliche Schlamperei und willkürlich, dass bei einem korrekten Prozess fast 10
Jahre im Nachhinein eine Aufrechnung von CHF 982'446 erfolge. In seinem Schreiben
vom 28. Oktober 2020 bestätigt der Beschwerdeführer nochmals, dass er eine
Aufrechnung ablehne, seien es nun CHF 969'000 oder CHF 1'150'000. Er wiederholt
wiederum die Abläufe des Verkaufs und Kaufs der oben erwähnten beiden
Liegenschaften, ohne aber auch nur ansatzweise auf die detaillierten Berechnungen
des Beschwerdegegners einzugehen oder diese zu widerlegen.
2.2.1.
Der Beschwerdegegner hat bereits im Schreiben vom 5. November 2019 (act. 8 [6] 1.6)
festgehalten, dass er die Akten der D._ GmbH beigezogen habe. Die Aufrechnung in
der Höhe von CHF 969'000 erweise sich als korrekt und er gewährte dem
Beschwerdeführer eine Frist zur Stellungnahme. Dieser nahm mit Schreiben vom
20. November 2019 indes zum Vorhalt nicht konkret Stellung dazu, sondern erhob
diverse Vorwürfe an den Beschwerdegegner. Mit eingeschriebenem Schreiben vom
13. Dezember 2019 drohte daher der Beschwerdegegner dem Beschwerdeführer eine
reformatio in peius an. Die D._ GmbH habe im Zusammenhang mit dem Verkauf
anstatt einen Gewinn von CHF 969'000 einen Verlust von CHF 181'000 ausgewiesen.
Es hätten somit CHF 1'150'000 (CHF 969'000 + CHF 181'000) aufgerechnet werden
müssen. Der Beschwerdeführer nahm dazu am 16. Dezember 2019 telefonisch
gegenüber dem Beschwerdegegner pauschal Stellung. In seinem Einspracheentscheid
vom 24. Januar 2020 wies der Beschwerdegegner detailliert aus, wie er die geldwerte
Leistung berechnete. Beim Verkauf der Liegenschaft F._ sei der Kaufpreis von
CHF 5'550'00 wie folgt bezahlt worden:
2.2.2.
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Das erwähnte BANK-Konto sei aber weder in der Jahresrechnung 2007 der D._ GmbH
noch in der Steuererklärung des Beschwerdeführers zu finden. Es sei davon
auszugehen, dass der Beschwerdeführer als beherrschender Gesellschafter
wirtschaftlich Berechtigter dieses BANK-Kontos sei.
Die D._ GmbH habe den Verkauf der Liegenschaft in F._ wie folgt verbucht:
Vermittlungsprov.Verk. an Transferk. F._ CHF 124'000
Transferk. F._ an MFH I._ 2b CHF 5'550'000
MFH H._str. B._ an Transferk. F._ CHF 1'150'000
Gebühren G._ an Transferk. F._ CHF 57'000
Transferk. F._ an Transferk. B._ CHF 181'000
MFH I._ 2b an Transferk. B._ CHF 1'150'000
Diese buchhalterische Erfassung des Verkaufs erweise sich als falsch. Richtigerweise
hätte der Verkauf wie folgt verbucht werden müssen.
Kontok. Gesellschafter an Kreditor Vorauszahlung CHF 30'000
Kreditor Vorauszahlung an MFH I._ 2 b CHF 30'000
Hypothekarschuld an MFH I._ 2b CHF 3'624'500
Kontok. Gesellschafter an MFH I._ 2b CHF 1'895'500
MFH I._ 2b an a.o.Ertrag CHF 1'150'000
Verkaufsaufw. Prov. an Bank/Kreditor CHF 124'000
Verkaufsaufw. Grundb. An Bank/Kreditor CHF 57'000
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Durch die fehlende Aktivierung der Kontokorrentforderung der D._ GmbH gegenüber
dem Beschwerdeführer sei diese um CHF 1'925'500 (CHF 30'000 + CHF 1'895'000)
entreichert worden. Allerdings hätte die D._ GmbH bereits beim Erwerb der
Liegenschaft F._ eine Schuld gegenüber dem Beschwerdeführer in der Höhe von
CHF 775'500 gehabt, die sie nicht passiviert habe. Bei einer Saldobetrachtung von
Erwerb und Verkauf der Liegenschaft im F._ sei die D._ GmbH um CHF 1'150'000
entreichert. In diesem Umfang habe der Beschwerdeführer keine Gegenleistung
erbracht und sei bereichert. Auch die Erfolgsrechnung bestätige dies. Indem die D._
GmbH lediglich den Verkaufsaufwand von CHF 181'000, aber nicht den Kapitalgewinn
von CHF 1'150'000 über die Erfolgsrechnung verbucht habe, resultiere aus dem
Verkauf der Liegenschaft ein Verlust von CHF 181'000 anstatt eines Nettogewinns von
CHF 969'000 (CHF 1'150'000 ./. CHF 181'000). Der Betrag von CHF 1'150'000 müsse
entsprechend dem Beschwerdeführer als geldwerte Leistung aufgerechnet werden.
Finanziert sei der Kauf der Liegenschaft B._ gemäss Buchhaltung ausschliesslich mit
Fremdkapital (Konto Nrn. 1095, 2443, 2500, 2547, 2548). Auch hier seien die
vorgenommenen Buchungen nicht nachvollziehbar und führten zu keiner
Kompensation der mit dem Verkauf der Liegenschaft F._ eingetretenen Entreicherung.
2.2.3.
Spätestens in ihrem Schreiben vom 13. Dezember 2019 (Androhung einer reformatio in
peius) und im Einspracheentscheid vom 24. Januar 2020 hat der Beschwerdegegner
ausführlich dargelegt, wie er die geldwerte Leistung von CHF 969'000 resp.
CHF 1'150'000 berechnet hat. Diese zutreffenden Berechnungen wurden hiervor in
E. 2.2.2 nochmals aufgeführt. Der Beschwerdegegner hat damit zusätzlich und für das
Gericht nachvollziehbar aufgezeigt, wie der Verkauf der Liegenschaft F._ korrekt hätte
verbucht werden sollen und weshalb sich daraus auch der Schluss ziehen lässt, dass
die D._ GmbH aus dem Verkauf der Liegenschaft F._ einen ausserordentlichen
Brutto-Ertrag von CHF 1'150'000 realisierte. Wie bereits oben unter E. 2.1 erwähnt,
folgen Bestand, Qualifikation und Höhe einer Aufrechnung auf Ebene der Gesellschaft
und Anteilsinhaber einer jeweils eigenen Logik. Somit kann es sein, dass die
Aufrechnung beim Anteilsinhaber nicht in gleicher Höhe erfolgt wie diejenige bei der
Gesellschaft. Das trifft auch hier zu. Wie eingangs festgehalten, hat der
Beschwerdegegner die Höhe der geldwerten Leistung des Beschwerdeführers auf
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CHF 1'150'000 erhöht und die Gründe und Überlegungen für diese Erhöhung in seinem
Schreiben vom 13. Dezember 2019 nachvollziehbar dargelegt. Ebenso hat er dem
Beschwerdeführer (im Rahmen des rechtlichen Gehörs) Gelegenheit zur Stellungnahme
zu dieser beabsichtigten Erhöhung und somit "Verböserung" des angefochtenen
Einspracheentscheides (reformatio in peius) gegeben.
Der Beschwerdeführer hat zu all diesen ihn belastenden Ausführungen, insbesondere
zur angedrohten reformatio in peius und auch zu den detaillierten Buchungssätzen des
Beschwerdegegners, keine oder nur pauschal Stellung genommen. Er scheint diese
Angelegenheit mit dem Entscheid des Bundesgerichts vom 16. September 2019 als
erledigt zu erachten und weder Willens noch in der Lage zu sein, den Bestand und die
Höhe der vom Beschwerdegegner behaupteten und aufgeführten geldwerten Leistung
(detailliert) zu bestreiten. So macht er einzig geltend, dass er beim Verkauf der
Liegenschaft F._ von ihm privat an die D._ GmbH alle Steuern und Gebühren
abgerechnet habe, und übersieht dabei, dass es gar nicht um die von ihm angeführte
(private) Transaktion geht, sondern vielmehr um den Verkauf der Liegenschaft F._ von
der D._ GmbH an einen Dritten. Wie nämlich aus dem Verkaufsvertrag vom
16. November 2007 zwischen der D._ GmbH und L._ und K._ betreffend der
Liegenschaft F._ unschwer hervorgeht, wurden CHF 1'895'500 auf ein Konto bei der
BANK bezahlt, das jedoch nicht der D._ GmbH (Verkäuferin) gehörte. Auf die
Nachfrage des Beschwerdegegners, wem dieses Konto denn gehöre, nahm der
Beschwerdeführer keine Stellung. Weil nun aber dieses Bankkonto weder in der
Steuererklärung noch in der Jahresrechnung 2007 der Gesellschaft aufgeführt wurde,
muss davon ausgegangen werden, dass dieser Betrag dem Beschwerdeführer als
beherrschender Gesellschafter zugeflossen ist. Aus dem Verkauf der Liegenschaft F._
des Beschwerdeführers an die von ihm beherrschte D._ GmbH hatte der
Beschwerdeführer allerdings auch noch ein (nicht verbuchtes) Guthaben in der Höhe
von CHF 775'500 gegenüber der D._ GmbH (Kaufpreis CHF 4'400'000 ./.
Grundpfandschuld CHF 3'624'500). Dieses Guthaben hat der Beschwerdegegner mit
der Schuld von CHF 1'925'500 des Beschwerdeführers gegenüber der D._ GmbH
verrechnet und somit den Saldo von CHF 1'150'000 dem Beschwerdeführer als
geldwerte Leistung aufgerechnet. Die entsprechende Aufrechnung erscheint ohne
weiteres nachvollziehbar.
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Die Vorinstanz ist ihrerseits davon ausgegangen, die geldwerte Leistung betrage
CHF 1'120'000, nämlich CHF 1'895'500 ./. CHF 775'500. Ob eine Anzahlung von
CHF 30'000 allenfalls auf ein anderes Bankkonto der Gesellschaft vergütet worden sei,
könne mangels Detailauszügen nicht überprüft werden. Es sei demnach nicht
ausreichend dargelegt, dass dieser Betrag ebenfalls dem Beschwerdeführer
zugeflossen sei. Wie es sich damit letztlich verhält, kann offengelassen werden, zumal
aus den zu den übrigen Konti der Gesellschaft vorliegenden Details keine
Gegenbuchung dazu ersichtlich ist. Solches könnte zwar als Indiz dafür gewertet
werden, dass die Zahlung von CHF 30'000 nicht zugunsten der Gesellschaft geleistet
wurde. Auch hat es der Beschwerdeführer unterlassen, klärende Ausführungen hierzu
anzubringen. Ob dadurch der Zufluss an den Beschwerdeführer hinreichend dargetan
ist, mag offenbleiben. Auf eine "Verschlechterung" zulasten des Beschwerdeführers ist
jedenfalls zu verzichten.
2.2.4.
Die Möglichkeit, dass der Beschwerdeführer den Gewinn von CHF 1'150'000 zur
Finanzierung des Kaufs der Liegenschaft B._ wieder in die D._ GmbH eingebracht
hätte, wurde seitens des Beschwerdegegners ebenfalls geprüft. Er gelangte im
Ergebnis aber nachvollziehbar zum Schluss, dass keine Anhaltspunkte dafür
bestünden. Aus den Konti 2443, 2500, 2547 und 2548 geht denn auch schlüssig
hervor, dass der Kauf der Liegenschaft B._ praktisch ausschliesslich aus Fremdkapital
Dritter finanziert wurde: So unter dem Konto 2443 mit einer Hypothek der BANK in der
Höhe von CHF 3'609'500 (per 31.12.2007), unter dem Konto 2500 mit einem Darlehen
der Z._ Bank in der Höhe von CHF 690'500 (per 31.12.2007) und unter dem Konto
2547 mit einem Darlehen der O._ GmbH in der Höhe von CHF 678'808.36 (per
31.12.2007, wobei auffällt, dass die O._ GmbH gemäss Buchhaltung schon im
Januar / Februar 2007 CHF 662'080 für den Kauf der Liegenschaft B._ zur Verfügung
gestellt hat) und unter dem Konto 2548 mit einem Darlehen in der Höhe von
CHF 496'949.60 (per 31.12.2007), das aber die D._ GmbH dem Gesellschafter und
Beschwerdeführer schuldet. Auch dazu hat der Beschwerdeführer keine Stellung
genommen. Der Beschwerdegegner legt schlüssig dar, dass die Liegenschaft B._
grossmehrheitlich aus Fremdkapital finanziert wurde und nicht durch die Einbringung
der CHF 1'150'000 durch den Beschwerdeführer. Dieser bringt nichts vor, was die
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Einschätzung von Beschwerdegegner und Vorinstanz in Frage stellen könnte.
Der Umstand, dass unter dem Konto 1574 MFH H._str., B._ per 16.11.2007
CHF 1'150'000 mit dem Text "Geld für Kauf B._" eingebucht wurden, ist ohne Belang,
weil das Gegenkonto 1096 das Transferkonto F._ ist, entsprechend gar kein Geld
geflossen und der Buchungstext somit falsch ist. Wenn überhaupt könnte es sich bei
den CHF 1'150'000, die auf der Liegenschaft B._ verbucht/aktiviert worden sind,
höchstens um eine Einlage des Beschwerdeführers in das Eigenkapital der D._ GmbH
handeln. Nachdem dies so nicht verbucht worden ist, kann von vertiefenden
Abklärungen hierzu abgesehen werden. Zutreffend ist die vom Beschwerdegegner
vertretene Auffassung, dass diverse Buchungssätze im Zusammenhang mit dem
Verkauf der Liegenschaft F._ / Kauf der Liegenschaft B._ in der D._ GmbH nicht
nachvollziehbar sind. So zeigen etwa die Transferkonti Vorgänge zwischen dem Privat-
und dem Geschäftsbereich: nämlich im Soll die Belastungen und im Haben die
Gutschriften für den Geschäftsinhaber. Auf dem Transferkonto F._ (1096) wiederum
sind die Belastungen – nach Verbuchung von Kauf und Verkauf (Buchungen 184 und
185) – um CHF 1'150'000 höher. Die lediglich teilweise Aktivierung dieser Forderung
der Gesellschaft gegenüber dem Beschwerdeführer auf dem Konto Liegenschaft B._
(1574, Buchung 187) anstelle des gesamten Kaufpreises – aktiviert wurden vom
Kaufpreis von CHF 5'400'000 lediglich CHF 4'250'000 (Buchung 2) – ergibt keinen
nachvollziehbaren Sinn. Zu aktivieren gewesen wäre vielmehr der gesamte Kaufpreis.
Auch die Ausführungen in den Eingaben des Beschwerdeführers im
Beschwerdeverfahren enthalten dazu keine klärenden Ausführungen. Insbesondere
macht er trotz seiner Mitwirkungspflicht keinerlei Angaben zu den Geldflüssen beim
Kauf der Liegenschaft in B._, indem er bspw. insbesondere den betreffenden
Kaufvertrag beibringen würde.
2.2.5.
Zusammenfassend ist hinreichend dargetan, dass den dem Beschwerdeführer als
Beteiligungsinhaber der D._ GmbH netto zugeflossenen CHF 1'150'000 keine
Gegenleistung seinerseits gegenüberstand. Ebenso, dass mit dieser Leistung der
Beschwerdeführer begünstigt wurde (was einem Drittvergleich nicht standhält), und
dass das Missverhältnis zwischen Leistung und (eben keiner) Gegenleistung für das
handelnde Organ / Beschwerdeführer ohne weiteres erkennbar war. Wie bereits
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ausgeführt, hat sich der Beschwerdeführer mit der vom Beschwerdegegner
behaupteten geldwerten Leistung (sowohl bezüglich Bestand wie auch deren Höhe) in
keiner Weise – und schon gar nicht detailliert – auseinandergesetzt, sondern diese
bestenfalls pauschal bestritten. Er wäre jedoch – im Rahmen seiner ihn treffenden
(erweiterten) Mitwirkungspflicht – verpflichtet gewesen, seinen Standpunkt substantiiert
darzulegen und entsprechende Beweismittel einzureichen oder zumindest zu
bezeichnen. Nachdem er aber aus welchen Gründen auch immer darauf verzichtet hat,
durfte der Beschwerdegegner davon ausgehen, dass die auf Gesellschaftsebene
rechtskräftig veranlagte Aufrechnung auch gegenüber dem Beteiligungsinhaber –
selbst wenn in casu die Aufrechnung als geldwerte Leistung für den Beschwerdeführer
nun höher ausfällt – berechtigt ist. Bei dieser Sachlage erweist sich die Beschwerde als
vollumfänglich unbegründet, und sie ist demnach abzuweisen.
3.
Dem Verfahrensausgang entsprechend sind die amtlichen Kosten der
Beschwerdeverfahren vom Beschwerdeführer zu tragen (Art. 95 Abs. 1 VRP; Art. 144
Abs. 1 DBG). Entscheidgebühren von CHF 1'800 für das Verfahren betreffend Kantons-
und Gemeindesteuern 2007 (B 2020/188) und von CHF 1'200 für jenes betreffend
direkte Bundessteuer 2007 (B 2020/189), insgesamt CHF 3‘000, sind angemessen
(Art. 7 Ziff. 222 der Gerichtskostenverordnung, sGS 941.12, GKV; Art. 144 Abs. 5 DBG
in Verbindung mit Art. 7 Ziff. 222 GKV). Sie sind mit den vom Beschwerdeführer in
gleicher Höhe geleisteten Kostenvorschüssen zu verrechnen. Ausseramtliche Kosten
sind nicht zu entschädigen (Art. 98 Abs. 1 und Art. 98 VRP; Art. 144 Abs. 4 DBG in
Verbindung mit Art. 64 Abs. 1 des Bundesgesetzes über das Verwaltungsverfahren,
SR 172.021).