# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7b30f21f-78a0-4e5e-84cd-24970715add9
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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I. Sachverhalt
A. Am 18. November 2010 schloss X._ als Besteller mit der Y._ als Unternehmerin einen Vertrag (conferma d'ordine) über die Herstellung und den Einbau von Möbeln auf Mass sowie Wandverkleidungen etc. im Betrag von Fr. 83'374.-- zuzüglich die Kosten für die Boiserie (Fr. 200.-- pro m2) ab. Während den Einbauarbeiten kam es bezüglich deren Terminierung und Ausführung zu Unstimmigkeiten, woraufhin X._ am 13. Januar 2011 vom Vertrag zurücktrat und die noch offenen Arbeiten durch eine Drittfirma fertigstellen liess. In der Folge stellte die Y._ unter Berücksichtigung der nicht gelieferten und eingebauten Möbel und nach Abzug der Anzahlung von Fr. 50'000.-- bei X._ den Betrag von Fr. 52'231.-- in Rechnung. Dieser machte verrechnungsweise für die Beauftragung der Drittunternehmung eine Gegenforderung von Fr. 36'750.--, für die falsch berechneten Kosten für die Boiserie eine Rückforderung von Fr. 9'406.-- , sowie Ersatz für die Beschädigung zweier Sissalteppiche und die Mietausfälle während der Weihnachtsfeiertage geltend. Zur Sicherung ihrer geltend gemachten Forderung liess die Y._ zum einen provisorisch ein Bauhandwerkerpfandrecht für den Betrag von Fr. 52'231.-- zuzüglich 5% Zins seit dem 17. März 2011 vormerken und zum andern eine Sicherheit über Fr. 65'290.-- beim Bezirksgericht Maloja hinterlegen.
B. Mit Schlichtungsgesuch vom 15./19. Dezember 2011 gelangte die Y._ an das Vermittleramt des Bezirks Maloja. Gemäss Klagebewilligung stellten die Parteien anlässlich der Sühneverhandlung vom 22. März 2012 die folgenden Begehren:
„Klägerisches Rechtsbegehren:
1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 52'231.-- nebst Zins zu 5% seit 17. März 2011 zu bezahlen.
2. Unter voller gerichtlicher und aussergerichtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8% MwST) zulasten des Beklagten.
Beklagtisches Rechtsbegehren
1. Die Klage sei vollumfänglich abzuweisen.
2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge (zuzüglich 8% MwST) zulasten der Klägerin."
C. Nachdem die Parteien anlässlich der Schlichtungsverhandlung keine Einigung erzielen konnten, liess die Y._ mit Eingabe vom 30. April 2012 beim Bezirksgericht Maloja Klage einreichen. Dabei stellte sie folgendes, gegenüber der Schlichtungsverhandlung ergänztes Rechtsbegehren:
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1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin CHF 52'231.-- nebst Zins zu 5% seit 17. März 2011 zu bezahlen.
2. Für die Forderung gemäss Ziffer 1 sei die vom Beklagten beim Bezirksgericht Maloja hinterlegte Sicherheitsleistung im Umfang von CHF 52'231.-- nebst Zins zu 5% seit 17. März 2011 der Klägerin herauszugeben.
3. Unter vollumfänglicher amtlicher und ausseramtlicher Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer für das vorliegende Verfahren sowie für das Verfahren um provisorische Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts (Proz.Nr. 135-2011-166) von insgesamt Fr. 8'369.30 zuzüglich 5% Zins seit 30. April 2012 zu Lasten des Beklagten."
D. Mit Prozessantwort vom 25. Juni 2012 liess X._ die Abweisung der Klage unter Kosten- und Entschädigungsfolge zuzüglich Mehrwertsteuer zu Lasten der Klägerin beantragen und die folgende Widerklage erheben:
"1. Die Widerbeklagte sei zu verurteilen, dem Widerkläger CHF 40'000.-- nebst Zins zu 5% seit dem 18. Dezember 2010 innert 5 Tagen seit Eintritt der Rechtskraft des Urteils zu bezahlen;
2. Es sei das Urteil als vollstreckbar zu erklären;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. gesetzlicher MwSt. zu Lasten der Widerbeklagten."
Gleichzeitig liess er die folgende Streitverkündungsklage gegen B._ erheben:
"1. Es sei die Streitverkündungsklage zuzulassen;
2. Es sei der Streitverkündungsbeklagte zu verurteilen, dem Hauptbeklagten/Streiverkündungskläger den der Hauptklägerin im Prozess Nr. 115-2012-27 bezüglich Forderung aus Werkvertrag und Herausgabe der Sicherheitsleistung zugesprochenen Betrag zu bezahlen;
unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zzgl. gesetzlicher MwSt. zu Lasten des Streitverkündungsbeklagten."
E. Mit Replik, Widerklageantwort und Stellungnahme zur Streitverkündungsklage vom 10. September 2012 hielt die Y._ an ihren bisherigen Begehren fest und liess zudem die Abweisung der Widerklage sowie die Nichtzulassung der Streitverkündungsklage der Gegenpartei beantragen. X._ hielt mit Duplik und Widerklagereplik vom 31. Oktober 2012 an seinen bisherigen Rechtsbegehren fest, ebenso wie die Y._ in ihrer Widerklageduplik vom 19. November 2012.
F. Mit Verfügung vom 5. September 2012, mitgeteilt am 21. September 2012, schrieb das Bezirksgericht Maloja das Verfahren betreffend Streitverkündung zufolge Vergleichs mit dem Streitverkündungsbeklagten als erledigt ab.
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G. Nachdem das Bezirksgericht Maloja mit Beweisverfügung vom 11. März 2013 die Beweislastverteilung geregelt sowie die relevanten Beweismittel bezeichnet hatte und nachdem es die Beweise abgenommen hatte, führte es am 18. Februar 2014 in Anwesenheit beider Parteien sowie deren Rechtsvertreter eine mündliche Hauptverhandlung mit Augenschein durch. Mit Entscheid vom 18. Februar 2014, begründet mitgeteilt am 2. Mai 2014, erkannte das Bezirksgericht Maloja wie folgt:
"1. Die Klage wird teilweise gutgeheissen und der Beklagte verpflichtet, der Klägerin den Betrag von CHF 39'485.-- nebst Zins zu 5% seit 17. März 2011 zu bezahlen.
2. Die vom Beklagten beim Bezirksgericht Maloja im Verfahren betreffend provisorische Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts hinterlegte Sicherheitsleistung (Proz. Nr. 135-2011-166) wird im Umfang von CHF 39'485.-- nebst Zins zu 5% seit 17. März 2011 der Klägerin herausgegeben. Im Übrigen wird sie dem Beklagten erstattet.
3. Die Widerklage wird vollumfänglich abgewiesen.
4. Die Gerichtskosten dieses Verfahrens in Höhe von CHF 8'000.-- sowie die Kosten der Schlichtungsbehörde in Höhe von CHF 300.-- gehen zu 1/7 zu Lasten der Klägerin und zu 6/7 zu Lasten des Beklagten und werden mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet.
Die Gerichtskosten aus dem Verfahren betreffend provisorische Eintragung eines Bauhandwerkerpfandrechts (Proz. Nr. 135-2011-166) in Höhe von CHF 900.-- sowie die Kosten des Grundbuchamtes Oberengadin in Höhe von CHF 68.25 gehen zu 1/7 zu Lasten der Klägerin und zu 6/7 zu Lasten des Beklagten und werden mit dem geleisteten Vorschuss verrechnet.
Der Beklagte wird verpflichtet, die Klägerin mit CHF 14'462.90 (inkl. Barauslagen) aussergerichtlich zu entschädigen und ihr den geleisteten Vorschuss in Höhe von CHF 5'372.80 (6/7 von CHF 5'300.- - sowie 6/7 von 968.25) zu ersetzen.

## Considerations