# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 602ded68-9435-4e09-bf7a-fc0ee830ee6d
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1981
geborene
X._
war als alleiniger Inhaber
und Geschäftsführer
der
Y._
AG
im Bereich Demontage von Heizungen und Lüftungen tätig
und
bei der Suva obligatorisch unfallversichert, als er
am 2
3.
September 2016 auf einer Treppe stürzte und anschliessend über lumbale Schmerzen klagte. Die Suva stellte ihre Versicherungsleistungen mit Verfügung vom
1
4.
März 2017 per 2
3.
März 2017 rechtskräftig ein (vgl. un
bestrittene
Sachverhaltsdarstellung in:
Urk.
2 S. 2;
8/23
)
.
1.2
A
m 1
5.
April 2018
erlitt
der
Versicherte
, welcher zu diesem Zeitpunkt aufgrund einer 50%igen Arbeitsunf
ähigkeit Krankentaggelder bezog (
Urk.
8/23
/5
, 8/29), als Lenker
eines Personenwagens einen Verkehrsunfall (
Urk.
8/1)
, bei welchem er in einem Kreisel fahrend von einem anderen Auto
mobilisten
angefah
ren wurde (
Urk.
2 S. 2, 8/8/1-2
, 8/9
). Die Erstu
ntersuchung am
Folgetag
durch
Dr.
med.
Z._
, Facharzt FMH für Allgemeine
Innere
Medizin, führte zu den Diag
nosen einer Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) und einer Kontusion der Lendenwirbelsäule
(LSW)
sowie
der Attestierung einer 100%igen Arbeitsunfähig
keit
(
Urk.
8/8
/1
).
Die
auch hierfür
zuständige
Suva erbrachte die gesetzlichen Leistungen (
Urk.
8/11, 8/18
, 8/32
).
Am 1
2.
Juni 2018 erstellte der zuständige Aussendienstmitarbeiter der Suva gestützt auf die Angaben des Versicherten ein Erhebungsblatt für die Abklärung von HWS- und LTHV-Verletzungen (
Urk.
8/23).
Nach Vorlage an die Versicherungsmedizin am
1
2.
Oktober
2018 (
Urk.
8/64) und Eingang weiterer medizinischer Akten (
Urk.
8/65, 8/68, 8/75, 8/86
)
sowie Unter
lagen des Haftpflichtversicherers des anderen Unfallbeteiligten (
Urk.
8/61)
teilte die Suva dem Versicherten mit Verfügung vom 2
4.
Mai 2019 die Leistungsein
stellung per 3
1.
Mai 2019 mit, wobei sie sowohl einen Anspruch auf eine Invalidenrente als auch eine Integritätsentschädigung verneinte (
Urk.
8/96). Die Einsprache des Versicherten vom 2
4.
Juni 2019 (
Urk.
8/107) wies die Suva mit Entscheid vom
9.
Dezember 2019 ab
(
Urk.
2).
2.
Dagegen erhob
X._
am 2
7.
Januar 2019 Beschwerde und beantragte, die Beschwerdegegnerin sei unter Aufhebung des angefochtenen Entscheids zur Erbringung der gesetzlichen Leistungen zu verpflichten; eventualiter sei die Angelegenheit zur weiteren Sachverhaltsabklärung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen. Diese
schloss in der Beschwerdeantwort vom 1
0.
Februar 2020 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
7),
worüber der
Beschwerdeführer mit Verfügung vom 1
7.
Februar 2020
in
Kenntnis
gesetzt wurde
(
Urk.
9).
Auf
die Vorbringen
der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, nachfolgend eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Am 1. Januar 2017 sind die geänderten Bestimmungen des Bundesgesetzes über die Unfallversicherung (UVG) und der Verordnung über die Unfallversic
herung (UVV) in Kraft getreten.
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
1
5.
April 2018 ereignet und damit bereits unter Geltung
der revidierten Bestimmungen.
1.2
Im angefochtenen Entscheid sind die
Bestimmungen und Grundsätze
über die Leistungsvoraussetzungen des natürlichen (BGE 142 V 435 E. 1; 129 V 177 E.
3.1) und des adäquaten Kausalzusammenhangs (BGE 129 V 177 E. 3.2), nament
lich bei Vorliegen e
ines Schleudertraumas (BGE
134 V 109
, 117 V 369
E. 4b),
diejenigen für
den Fallabschluss (BGE 134 V 109 E. 4) sowie die Voraussetzungen der Leistungseinstellung wegen Wegfalls der natürlichen Kausalität bei Erreichen des Zustandes, wie er vor dem Unfall bestand
(
status
quo sine)
oder sich auch ohne diesen ergeben hätte (
status
quo
ante:
RKUV 1992
Nr. U 142 E. 4b: vgl. auch:
BGE 146 V 51 E. 5.1 mit Hinweisen)
,
zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen.
1.3
Zu ergänzen ist, dass
sich
die adäquate, das heisst rechtserhebliche Kausalität
b
ei objektiv ausgewiesenen organischen Unfallfolgen weitgehend mit der natürlichen Kausalität
deckt
; die Adäquanz hat hier gegenüber dem natürlichen Kausal
zusammenhang praktisch keine selbständige Bedeutung (BGE 134 V 109 E. 2.1).
1.4
Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob dieser für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schluss
folgerungen der Experten begründet sind (BGE 134 V 231 E. 5.1, 125 V 351 E. 3a mit Hinweis).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründete den angefochtenen Entscheid d
amit
, dass der Unfall vom 1
5.
April 2018 keine organisch objektivierbaren Folgen im Sinne
struktureller Veränderungen nach sich gezogen habe und gemäss schlüssiger kreisärztlicher B
eurteilung auch keine richtung
gebende Verschl
immerung eines Vorzustandes vorliege
. Hinsichtlich der lumbalen Beschwerden vermöge eine einfache Kontusion oder Distorsion der Wirbelsäule zu keinen Beeinträchtigun
gen
zu
führen, welche nach mehreren Monaten anhalten würden; im Zeitpunkt der Leistungseinstellung über ein Jahr nach dem Unfall sei der
Status quo sine jedenfalls erreicht gewesen. Was die Hüftbeschwerden anbelange, gehe selbst der behandelnde Arzt von keiner richtun
g
gebenden Verschlimmerung aus. In Bezug auf das erlittene HWS-Distorsionstrauma könne das Vorliegen eines typischen Beschwerdebildes bejaht werden, eine namhafte Besserung
sei durch eine weitere ärztliche B
ehandlung nicht mehr zu erwarten. Die Adäquanzprüfung gemäss BGE
117 V 366 führe, da der Unfall als höchstens mittelschwer an der Grenze zu leicht einzustufen sei und maximal eines der Zusatzkriterien erfüllt sei, zum
Ausschluss einer weiteren Leistungspflicht (
Urk.
2 S. 5 ff.
). In der Beschwerdeantwort führte sie zu den beschwerdeweisen Vorbringen ergänzend aus, dass die Bezahlung von Rechnungen im Zusammenhang mit medizinischen Abklärungen die Hüftbeschwerden betreffend für sich allein keine Anerkennung der Leistungspflicht darstelle, zumal der Unfallversicherer selbst im Falle einer anerkannten Leistungs
pflicht die Leistungen für die Zukunft einstellen könne, wenn ein Anspruch bei korrekter Betrachtung nicht gegeben sei (
Urk.
7 S. 4).
2.2
Der Beschwerdeführer stellt sich dagegen auf den Standpunkt
, der Verfügung vom 2
4.
Mai 2019 habe es an einer genügenden Begründung gefehlt, weshalb dieselbe wie auch der angefochtene Entscheid
wegen Verletzung seines recht
lichen Gehörs
aufzuheben seien. Sodann habe die Beschwerdegegnerin ihre Untersuchungspflicht verletzt, indem sie
betreffend
die von Anbeginn bekannten Beschwerden in der Hüftregion
,
selbst nachdem ein
Arthro
-MRI der Hüfte eine pathologische Gelenkspaltverschmälerung gezeigt habe und sich der behandelnde Arzt stets für eine unfallbedingte Aktivierung der Hüftproblematik ausgesprochen habe, auf Einsicht in das MRI und eine Vorlage an den Vertrauensarzt verzichtet habe. Da seine Hüftbeschwerden organisch nachweisbar und teilursächlich auf den Unfall zurückzuführen seien, was die Beschwerdegegnerin denn auch durch Übernahme der Kosten für die Abklärungen im Zusammenhang mit der Hüfte anerkannt habe, obliege der Beweis für den Wegfall der Adäquanz der Beschwer
degegnerin. BGE 117 V 366 sei hier nicht einschlägig (
Urk.
1 S. 4 ff.).
2.3
Materiell im St
r
eite steht
, ob der Beschwerdeführer aus dem Unfall vom
1
5.
April 2018 über den 3
1.
Mai 2019
hinaus Anspruch auf Leistungen der obligato
rischen Unfallversicherung ha
t.
Dabei umstritten ist einerseits das Vorliegen organisch nachweisbarer Unfallfolgen, andererseits der rechtserhebliche Zusammenhang
zwischen den noch geklag
ten Beschwerden und dem Unfallereignis.
Nicht geltend gemacht wird dagegen ein Zusammenhang
der aktuellen Beschwerden
mit dem
Unfallgeschehen aus dem Jahr 201
6.
3.
3.1
Der Beschwerdeführer rügt vorab in formeller Hinsicht eine Verletzung des rechtlichen
Gehörs, konkret eine Verletzung der Begründungspflicht bei Erlass der
Verfügung vom 2
4.
Mai 201
9.
3.2
Gemäss
Art.
49
Abs.
3
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozial
versicherungsrechts (ATSG)
sind Verfügungen
zu begründen, wenn sie den Begehren der Parteien nicht voll entsprechen (
Art.
49
Abs.
3 ATSG).
Die Begründungspflicht soll verhindern, dass sich die Behörde von unsachlichen Motiven leiten lässt, und die betroffene Person in die Lage versetzen, die Verfü
gung gegebenenfalls sachgerecht anzufechten. Dies ist jedoch nur möglich, wenn sowohl sie wie auch die Rechtsmittelinstanz sich über die Tragweite des Entschei
des ein Bild machen können. In diesem Sinne müssen wenigstens kurz die Überlegungen genannt werden, von denen sich die Behörde hat leiten lassen und auf welche sie ihre Verfügung stützt (BGE 124 V 181 E. 1a mit Hinweisen). Das Recht, angehört zu werden, ist formeller Natur. Die Verletzung des rechtlichen Gehörs führt ungeachtet der Erfolgsaussichten der Beschwerde in der Sache selbst zur Aufhebung der angefochtenen Verfügung (BGE 126 V 132 E. 2b mit Hinwei
sen).
3.3
Wie die Beschwerdegegnerin
unter Verweis auf das bundesgerichtliche Urteil 8C_413/2008 vom
5.
Januar 2009 zutreffend
darlegte
, sind die formellen Anfor
derungen an die Begründung einer Verfügung weniger hoch als die von der Rechtsprechung entwickelten Mindestanforderungen an einen
Einsprachent
scheid
(E. 3.3 des zi
tierten Bundesgerichtsurteils). Der Verfügung vom 2
4.
Mai 2019
(
Urk.
8/96)
ist zu entnehmen, dass die Beschwerdegegnerin die vom Beschwerdeführer weiterhin geklagten Beschwerden als organisch nicht hinrei
chend nachweisbar erachtet und dass sie für die Adäquanzprüfung die sogenannte «
Schleudertraumapraxis
» (BGE 117 V 359 und 134 V 109) als anwendbar erklärt. Damit wurde der Beschwerdeführer, welcher bereits im Verfü
gungs
zeitpunkt anwaltlich vertreten war, in die Lage versetzt, eine
rechts
genügliche
Einsprache zu erheben. Eine höhere Begründungsdichte hinsichtlich der Frage der
Organizität
der Beschwerden wie auch der einzelnen Kriterien der Adäquanz sind zwar
zur Begründung eines Einspracheentscheides
gefordert
(Urteil des Bundesgerichts 8C_413/2008 vom
5.
Januar 2009 E. 3.2), lassen aber
im Lichte der zitierten bundesgerichtlichen Rechtsprechung nicht den Schluss auf eine massgebliche Gehörsverletzung im Einspracheverfahren zu.
4.
4.1
Dr.
Z._
legte seinem Bericht zur Erstuntersuchung vom 1
6.
April 2018
unter Hinweis auf relevante Vorzustände
unter anderem zwei Berichte vo
n
Dr.
med.
A._
, Facharzt FMH für Rheumatologie und Allgemeine Innere Medizin, vom 1
5.
November 2017 und 1
1.
Januar 2018 bei (
Urk.
8/8/1-9).
Die Diagnose in den Ber
ichten von
Dr.
A._
lautet
wie folgt (
Urk.
8/8/6 und 8/8/8):
-
Chronifiziertes
lumbospondylogenes Syndrom
-
DD
fazettäre
segmentale
Funktionss
t
ö
rung lumbal, ISG-Affektion
-
Sturzereignis 29.09.2016
-
Anulus
fibrosus
Riss un
d kleine mediane Diskushernie L5
/S1 ohne neurale Affektion
-
Infiltrative
evaluative Schmerzursachensuche indiziert
Der Beschwerdeführer habe am 1
7.
Oktober 2017 eine ausgesprochene Belastungs
intoleranz des rechten Beines und hochgradige Druckschmerzen inguinal sowie im Bereich der Adduktoren und auch des Knies medial am Ansatz und de
r
pelvitrochantären
Muskulatur gezeigt
. Die klinischen Befunde seien aber weitgehend unauffällig ausgefallen. Ein MRI der Hüft-/Beckenregion habe zusammengefasst keine neurale Affektion und keine relevante A
ktivierung der Gelenke
bei Hinweisen auf eine Osteochondrose
L5
/
S1
und eine
Impingement
konfiguration
links
gezeigt
. Jedoch müsse gesagt werden, dass die Schicht
führung nicht gerade geeignet gewesen sei
für eine abschliessende Beurteilung der rechten Hüfte.
Sonographisch
sei bei diskreten Kopf-/Halsübergangsverände
rungen, die auf ein CAM-
Impingeme
nt
hindeuten würden, kein Erguss im Hüftgelenk feststellbar gewesen.
Im Anschluss an die ultraschallgezielte Infiltra
tion der rechten Hüfte vom 1
5.
November 2017 habe
d
er
Beschwerdeführer
zunächst wieder ein ausgeprägtes Hinken rechts gezeigt; in «unbeobachteten» Momenten beim Verlassen der Praxis sei
er
aber
hinkfrei
hinausgegangen (
Urk.
8/8-9).
Ein Arbeitsversuch in seiner angestammten Tätigkeit am
9.
Januar 2018 von drei Stunden habe gemäss dem Beschwerdeführer sofort zu einer brennenden zunehmenden Schmerzsymptomatik im Bereich der rechten Leiste geführt, welche dann aber rasch wieder vergangen sei. Angesichts der Entwicklung habe er
,
Dr.
A._
,
mit dem Beschwerdeführer vereinbart, zunächst eine 30%ige
Arbeitsfähigkeit bis Anfang Februar
zu attestieren
und dann auf 50
%
zu steigern. Anlässlich der Konsultationen vom 2
7.
November 2017 und 1
0.
Januar 2018 habe sich wiederum bestätigt, dass der Beschwerdeführer in unbeobachteten Momenten
hinkfrei
und völlig locker beide Beine gleichartig belastend aus der Praxis gegangen sei
. Er,
Dr.
A._
, denke, dass die völlige Verunsicherung in die körperliche Integrität, die durch die bisherigen Massnahmen nicht habe aufgelöst werden können,
weil
keine eindeutige Ursache für die
subjektiv
starken Schmerzen gefunden
worden sei
, ein wesentlicher Faktor des protrahierten Verlaufs sei (
Urk.
8/8/6-7).
4.2
Im Bericht zur Erstbehandlung am
Tag
nach dem Unfall vom 1
5.
April 2018 notierte
Dr.
Z._
als objektiven Befund eine leichte Einschränkung der HWS-Beweglichkeit mit Endphasenschmerzen und eine leichte
Einschränkung der
LWS-Beweglichkeit
. Er
schrieb den Beschwerdeführer zu 100
%
arbeitsun
fähig und merkte an, dass es vermutlich wieder
e
in ewiges Problem werde (
Urk.
8/8/1).
Gemäss im
Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungstrauma
notierten Angaben des Beschwerdeführers sind nach dem Auffahrunfall weder e
ine Bewusstlosigkeit
noch
Gedächtnislücke
n
aufgetre
ten. Jedoch
habe er sechs Stunden
nach dem Unfall
unter Kopf- und Nacken
schmerzen sowie Schwindel, Hör- und Schlafstörungen gelitten. Der Rücken sei bereits vor dem Unfall behandlungsbedürftig gewesen. In Anlehnung an die Q
uebec Task Force (QTF)-Klassi
fikation stellte
Dr.
Z._
die Verdachts
diagnose einer HWS-Distorsion
d
es Schweregrades
II. Zusätzlich liege eine Akzel
eration der alten LWS-Probleme vor (
Urk.
8/8/2-4).
Der beigelegte
Bericht des Spital
s
B._
zur radiologischen Unter
suchung der HWS und des
Dens
buccal
vom 1
7.
April 2018 zeigte eine leichte Steilstellung der HWS, aber weder eine Höhenminderu
ng oder Verschiebung der Wirbel
noch eine Fraktur. Die Artikulation der kleinen Wirbelkörper wurde als regelrecht beurteilt, eine Weichteilschwellung prävertebral ausgeschlossen (
Urk.
8/7/1).
Ein
am 2
5.
Mai 201
8 durchgeführte
s
MRI der HWS liess
keine Anhaltspunkte für eine
ossäre
oder
diskoligamentäre
Läsion erkennen, jedoch eine
Osteochrondrose
C6
/7 m
it
breitbasiger
Bandscheibenvor
wölbung mit Betonung parazentral bis
foraminal
links und eine leichtgradige
Unkovertebral
- sowie
Spondylarthrose
, leichtgradige
foraminale
Stenosen beids
eits mit Betonung links mit
Reizung der ausgetretenen Nervenwurzel C7 links bei fraglicher Reizung rechts (
Urk.
8/28).
4.3
Am 1
5.
Mai 2018 untersuchte
Dr.
A._
den Beschwerdeführer. Seine Diagno
sen im Bericht vom 1
9.
Mai 2018 lauteten wie folgt (
Urk.
8/41/1):
-
Zervikobrachiales
Syndrom nach Unfall
-
HWS-Distorsionsereignis am 15.04.2018 bei Autounfall (seitliche Kollision)
-
Mögliche segmentale Funktionsstörung
C1
/2 rechts,
myostatische
Belastungsreaktion
-
Degenerative Veränderungen der mittleren und unteren HWS (Unk
arthrosen)
-
Klinisch
Haubenkopfschmerzen
und suggestive
Dys
- und Parästhesie ausgehend von
whs
. C6/7, DD TOS
-
Aktuell: MRI der HWS vorgesehen
-
Chronifiziertes
lumbospondylogenes Syndrom
-
DD
fazettäre
segmentale Funktionsstörung lumbal, ISG-Affektion
-
Sturzereignis 29.09.2016
-
Anulus
fibrosus
-Riss un
d kleine mediane Diskushernie L5
/S1 ohne neurale Affektion
-
Infiltrative
evaluative Schmerzursachensuche indiziert
Er
,
Dr.
A._
,
habe den Beschwerdeführer vorgängig wegen seiner ausgepräg
ten, bis vor kurzem noch therapi
e
resistenten Leisten- und Hüftschmerzen behandelt, die im Verlauf dann doch tatsächlich eine Verbesserung unt
er Therapie gezeigt hätten, was
er in erster
Linie
darauf zurückführe, dass sämtliche Unter
suchungen keine Hinweise auf pathologische Veränderungen
der Hüfte oder des Rückens respektive des Beckens gezeigt hätten und sich die Verunsicherung in die körperliche Integrität langsam verbessert habe. Unzweifelhaft sei aber eine ausgeprägte subjektive Komponente zu beobachten. Nach dem Unfall vom 1
5.
April 2018 seien die Kreuzschmerzen letztlich wie vor dem Unfall gewesen, der Beschwerdeführer habe allerdings doch eine ausgeprägte Verstärkung der Leistenschmerzen angegeben. Gegenüber den vorherigen Untersuchungen sei er jedoch ohne
Hinkmechanismus
in die Untersuchung gekommen. Einen grossen Anteil der Anamnese mache auch seine Beschreibung des aussergewöhnlichen Autos aus, dem er nachvollzieh
bar nachtrauere. Aktuell gebe der Beschwerdefüh
rer
Kopfschmerzen vom Nacken ausgehend mit Ausstrahlungen vor allem in die rechte Seite an. Er könne nur schlecht schlafen, habe kein Gefühl mehr im Zeigefinger links. Klinisch fänden
sich
vor allem
Schmerzen übe
r
den
Muskela
n
sätzen in der mittleren HWS bei
allgemeiner Verspannung, ein starker Druckschmerz C1 rechts und eine Einschränkung der Rotation der oberen HWS nach rechts, was eine mögliche Affektion im
atlantodentalen
Bereich nicht ganz ausschliessen lasse.
Dr.
A._
empfahl nach Ausschluss allfälliger Verletzun
gen mittels MRI eine rasche Wiedereingliederung in das Arbeitsleben, die
Beistellung
eines Case-Managers, damit bei den eher ungünstigen Voraussetzun
gen die Tendenzen zu einem protrahierten Verlauf abgekürzt werden könnten (
Urk.
8/41/2 f.).
Am
2
9.
Mai 2018
habe der Beschwerdeführer sodann t
endenziell eine Ver
besse
rung der Symp
tomatik an
gegeben
. Geklagt habe er nur noch über Nackenschmer
zen und ein Kribbeln lokal, aber nicht mehr in der Hand
,
sowie über Belastungs
schmerzen inguinal mit phasenweiser Verstärkung
.
Gemäss Beurteilung von
Dr.
A._
im Bericht vom 1
6.
Juli 2018
standen im Bereich der HWS muskuläre Verspannungen im Vordergrund, die MRI-Untersuchung habe keine Hinweise auf relevant fortgeschrittene degenerative Veränderungen,
ligamentäre
oder
ossär
e
Läsionen gezeigt; die
fragliche Affektion der Nervenwurzeln C7
linksbetont habe
keine klinische Entsprechung aufge
wiesen
.
Im Bereich der Hüfte sei beim Aufstehen ein einschiessender Schmerz mit
giving
-
way
-Symptomatik zu beobachten
gewesen
, welcher wahrscheinlich einer Affektion im Rahmen der bekannten
Impingement
-Konstellation und Aktivierung durch den Unfall entspreche. Gegebenenfalls sei dies durch einen Orthopäden und eine Szintigrafie zu beurteilen. Di
e Therapie seitens der Hüfte sei
noch nicht abgeschlossen, jedoch seien stabilere und längere Phasen der Belastung möglich. Auch die Behandlung der HWS sei anscheinend erfolgreich, sei doch die Symptomatik zurückgehend (
Urk.
8/37/2-3).
4.4
Dr.
Z._
erklärte am 2
3.
Juli 2018 gegenüber der Beschwerdegegnerin, er sei überzeugt, dass ein wesentlicher Teil der Beschwerden nicht somatisch erklär
bar, sondern soziokulturell beziehungsweise psychosomatischer Natur sei, weshalb seit dem Unfall auch kaum eine Verbesserung eingetreten sei. Der Beschwerdeführer klage unverändert über Nacken-, Arm- sowie Kopfschmerzen. Anlässlich der letzten Kontrolle habe er sodann hauptsächlich über Gesäss- und Beinschmerzen rechts geklagt, die nac
h einer Infiltration erst recht
schmerzhaft seien (
Urk.
8/42).
4.5
Der Kreisarzt,
Dr.
med.
C._
, Facharzt für Orthopädie und Traumatologie,
sprach sich am 2
9.
Juli 2018 gegen das Vorliegen unfallbedingter struktureller Verletzungen und eine richtunggebende Verschlimmerung eines Vorzustandes aus, erachtete aber die weiterhin attestierte volle Arbeitsunfähigkeit
noch
als überwiegend wahrscheinlich durch den Unfall
vom
1
5.
April 2018 bedingt. Therapeutisch schlug er
osteopathische
und physiotherapeutische Behandlungen zum Beispiel alle zwei Wochen vor (
Urk.
8/49/2).
4.6
Am 2
1.
August 2018 stellte
Dr.
A._
eine muskuläre Ausweitung der Symptomatik im
zervikothorakalen
Bereich bei fehlender neurologischer Symptomatik fest. Bei unverändertem Schmerzzustand im Bereich der Hüfte und Aktivierung durch den Unfall (diagnostisch dem Unfall vom 2
9.
September 2016
zugeordnet) ohne wirklich fassbare Progredienz
erscheine das
vom Beschwerde
führer gewünschte MRI nur relativ indiziert, mache vor allem zum Ausschluss einer unfallbedingten entzündlichen Affektion Sinn (
Urk.
8/51/2-3).
4.7
Eine weitere Vorlage an die Versicherungsmedizin führte zum Schluss, dass die Reizung C7 mit überwiegender Wahrscheinlichkei
t degenerativ bedingt, der Status quo sine
vel
ante spätestens sechs Monate nach dem Unfall erreicht gewesen und der Endzustand erreicht sei (
Urk.
8/64/2).
4.8
Auf Überweisung des nunmehrigen Hausarztes
Dr.
med.
D._
, Fach
arzt
FMH
für Allgemeine Innere Medizin, untersuchte der Facharzt für Neurolo
gie,
Dr.
med.
E._
, den Beschwerdeführer.
Gemäss seinem Bericht
vom 1
0.
November 2018 seien bei seiner Untersuchung die Schmerzen im Hüftgelenk rechts im Vordergrund gestanden. Bis auf die Schmerzen über der Wirbelsäule betont über der LWS beziehungsweise rechts paravertebral und der schmerzhaf
ten Bewegungseinschränkung im Hüftgelenk rechts beziehungsweise der ursäch
lich unklaren
Hemihypästhesie
rechts sei der klinisch-neurologische Unter
suchungsbefund unauffällig (
Urk.
8/75/1-2)
.
4.9
Am
4.
Februar 2019 berichtete
Dr.
A._
, dass sich
weiterhin eine stagnierende Besserung an der Hüfte bei persistierender höherer Belastungsintoleranz
zeige
. Die zervikalen und brachialen Symptome seien eher in den Hintergrund getreten. Ein am 2
7.
November 2018 durchgeführtes MRI der Hüfte habe nun doch
patho
anatomische
Veränderungen in Form einer erheblichen Ausdünnung des
femoralen
Knorpelüberzuges rechts mit konsekutiv praktisch kompletter Aus
dünnung des
femoroacetabulären
Gelenkspaltes dorsal bei aber noch wenigen subkortikale
n Veränderungen gezeigt. Zusammenfassend liege nun doch eine den Hüft- und Gesässsch
m
erz
en möglicherweise entsprechende
pathoanatomische
Veränderung der Hüfte vor, angesichts der Ergebnisse der Hüftinfiltrati
on im November 2017 sei aber die
Bedeutung des Befundes nicht
überzubewerten
. Im Bereich der Hüfte liege unverändert bei bekannter
Impingementkonstellation
und Aktivierung durch den Autounfall vom April 2018 eine Fortsetzung des schon vorher protrahierten Verlaufs vor. Im Bereich der HWS lägen weiter
phasenweise
, wenn auch wen
iger vordergründige
Verspannungen vor. Nach wie vor bestehe keine symptomatische zervikale Radikulopathie trotz bildgebender Hinweise.
Dr.
A._
empfahl unter anderem eine kreisärztliche Beurteilung der unfal
lbe
dingt im Vordergrund stehenden
HWS-Symptomatik und nach Möglichkeit eine Kostengutsprache für ein bis zwei Serien Physiotherapie in diesem Zusammen
hang (
Urk.
8/86).
5.
5.1
Was den Fallabschluss in Bezug auf die somatisch nachweisbaren Unfallfolgen anbelangt, stellte sich die Beschwerdegegnerin gestützt auf die medizinische Aktenlage auf den Standpunkt, dass im Zeitpunkt der Leis
tungseinstellung keine hinreichend nachweisbaren organischen
unfallkausalen Folgen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit mehr vorgelegen seien.
5.2
Dabei stellte der Beschwerdeführer zu Recht nicht in Frage, dass
unfallbedingte
strukturelle Läsionen im Bereich der HWS
gestützt auf die bildgebenden Abklä
rungen vom 1
7.
April 2018 und
2
5.
Mai 2018
überwiegend wahrscheinlich
auszuschliessen sind (
E. 4.2). Was die im MRI vom 2
5.
Mai 2018
festgestellte Reizung der Nervenwurzel C7 anbelangt, welche versicherungsmedizinisch als degenerativ beurteilt wurde (E. 4.7), verneinte
Dr.
A._
am 1
6.
Juli 2018 eine klinische Entsprechung (E. 4.3) und schloss am
4.
Februar 2019 (E. 4.9) eine zervikale Radikulopathie
weiterhin aus
, was der Annahme einer dadurch verur
sachten organisch nachweisbaren Unfallfolge entgegensteht.
Nachdem auch die als nur möglich erachteten segmentalen Funktionsstörungen C1/2 rechts (
Urk.
8/86/1) nicht auf einen organisch hinreichend nachweisbaren Gesundheits
schaden schliessen lassen (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_635/2013 vom
9.
April 2014 E. 4.1.2
)
und
Dr.
A._
am
4.
Februar 2019 Hinweise auf relevant fortgeschrittene degenerative Veränderungen
im HWS-Bereich
ebenso verneinte wie
ligamentäre
oder
ossäre
Läsionen (
Urk.
8/86/1)
, schloss die
Beschwerdegeg
nerin
das Vorliegen eines
unfallbedingten
organis
ch nachweisbaren
Substrat
s
für die am
4.
Februar 2019 gegenüber
Dr.
A._
weiterhin geklagten zervikalen und brachialen Beschwerden
im Bereich der HWS
(E. 4.9) zu Recht
aus
.
Die Diagnose einer HWS-Distorsion bedeutet sodann nicht schon – was der Beschwerdeführer denn auch nicht geltend macht -, dass eine objektiv nachweis
bare Funktionsstörung
vorliegt. Hierzu bedarf es vielmehr einer fes
tstellbaren Läs
ion oder eines messbaren Defektzustandes in Form neurol
ogischer Ausfälle, wie sie beim Beschwerdeführer gerade nicht gegeben sind (vgl. E. 4.8).
5.3
Was die lumbale Situation
anbelangt, lag gemäss Berichten von
Dr.
A._
vom 1
5.
November 2017 und 1
1.
Januar 2018 ein
erheblicher
Vorzustand mit segmen
talen Funktionsstörungen und Hinweisen auf
eine Osteochondrose
L5
/
S1
vor (E.
4.1).
Dr.
Z._
stellte in seinem Bericht zur Erstuntersuchung vom
8.
Mai 2018 zwar die Diagnose einer Kontusion der LWS und führte unter dem Befund eine eingeschränkte LWS-Beweglichkeit an
(E. 4.2). Die von ihm im Dokumenta
tionsbogen für Erstkonsultationen nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungs
trauma erwähnte Akzeleration der alten LWS-Probleme (
Urk.
8/8/
4) wurde
aber durch die im selben Dokument erwähnten Angaben des Beschwerdeführers zum
Beschwerdeverlauf bereits relativiert, bezeichnete dieser doch die lumbale Symptomatik als wie vor dem Unfall (
Urk.
8/8/3). Auch gegenüber
Dr.
A._
erklärte der
Beschwerdeführer, die Kreuzschmerzen seien letztlich wie vor dem Unfall (E. 4.3), weshalb sich diesbezüglich noch nicht einmal die Annahme einer vorübergehenden Verschlimmerung eines degenerativen Vorzustandes recht
fertigt und auf Weiterungen zur von der Beschwerdegegnerin zitierten höchst
richterlichen Rechtsprechung betreffend unfallbedingte Beeinträchtigungen bei degenerativ vorgeschädigten Wirbelsäulen
und den
Zeitpunkt des
status
quo sine (vgl.
Urk.
2 S. 5) verzichtet werden kann.
5.4
Auch hinsichtlich des
im Zeitpunkt der Leistungseinstellung
im Vordergrund
gestandenen
Gesundheitsschaden
s
im Bereich der rechten Hüfte lag unzweifelhaft ein erheblicher Vorzustand vor.
Der Beschwerdeführer unterzog sich noch am 1
5.
November 2017 - mithin wenige Monate vor dem Unfall vom 1
5.
April 2018 - einer Infiltration der rechten Hüfte und klagte am 1
0.
Januar 2018 über gleich
artige, sehr starke Schmerzen im Gesäss bis nach vorne
. Auch wenn aufgrund
der unspezifischen Schichtführung der MRI-Untersuchung
vom 1
9.
Oktober 2017 (vgl. zur Datierung:
Urk.
8/23/2)
Dr.
A._
dannzumal eine abschliessende Beurteilung der rechten Hüfte
nicht möglich war (E. 4.1),
lässt seine Beurteilung des MRI vom 2
7.
November 2018 im Bericht vom
4.
Februar
2019 keine
Zweifel daran, dass er
die nunmehr festgestellten degenerativen Veränderungen in der Hüfte, welche er diagnostisch einer
Periart
hropathia
coxae
rechts zuführte
,
unzweifelhaft
und nachvollziehbar einem
krankhaften Vorzustand zuordnete.
Abgesehen davon, dass er
die
Hüft- und Gesässschmerzen lediglich «möglicher
weise» auf die festgestellten
pathoanatomischen
Verände
rungen zurückführte
,
und
wiederum auf das verdeutlichende Verhalten des Beschwerdeführers hinwies,
bezeichnete
Dr.
A._
die
Hüftproblematik ausdrücklich als nicht unfallbe
dingte Erkrankung (
Urk.
8/86/2
zweiter Absatz der Beurteilung). Folgerichtig
e
rachtete
er
die Beschwerdegegnerin denn auch
lediglich als für die Beur
teilung der HWS-Symptomatik
zuständig
(E. 4.9). Hinweise auf eine eigentliche Verur
sachung beziehungsweise eine richtung
gebende (dauernde) Verschlimmerung der strukturellen Schäden im Bereich der Hüfte durch den versicherten Unfall
(
oder den Vorunfall aus dem Jahr 2016
)
lassen sich seiner Beurteilung vom
4.
Februar 2019
wie auch den übrigen Akten
nicht entnehmen und wurden von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die nunmehr auf einem lückenlosen Befund beruhende Einschätzung von
Dr.
A._
denn auch nachvollziehbar ausgeschlossen.
Zwar
erklärte
Dr.
A._
im Bericht vom
4.
Februar 2019
die anamnestisch wechselnde
Belastungs
(in)
toleranz
bei bekannter
Impingementkonstellation
als
durch den Unfa
ll vom April 2018 aktiviert.
Doch stellte sich die Beschwerdegeg
nerin
gestützt auf die Aktenlage zu Recht auf den Standpunkt, dass es sich dabei unfallbedingt allerhöchstens um eine v
orübergehende
Verschlimmerung des degenerativen
und bereits zuvor aktivierten
Vorzustandes
gehandelt habe
(
Urk.
2 S. 5 f.).
So
bezeichnete
Dr.
A._
den Zustand
der Hüfte
in seinem Bericht vom
4.
Februar 2019 als «unverändert eher Fortsetzung des schon vorher
prothrahier
ten
Verlaufs» (
Urk.
8/86/2 letzter Absatz). Sowohl dies wie auch der Umstand, dass sich weder im Bericht von
Dr.
Z._
vom
8.
Mai 2018 zur Erstbehand
lung vom 1
6.
April 2018 noch im Dokumentationsbogen Beschleunigungstrauma vom 1
6.
April 2018 (E. 4.2) Hinweise auf Hüftbeschwerden
finden, spricht
nicht nur gegen eine richtunggebende, sonder
n
gar
gegen eine vorübergehende
Verschlimmerung de
r
vorbest
ehenden Hüftpathologie. Bestätigt wird dieser Schluss dadurch, dass
der Beschwerdeführer auch anlässlich der Befragung durch den Aussendienstmitarbeiter der Beschwerdegegnerin am 1
2.
Juni 2018 keine Hüftbeschwerden
erwähnte
(
Urk.
8/23/3) und
Dr.
Z._
gegenüber der Taggeldversicherung des Beschwerdeführers in einem Bericht vom 2
0.
Juli 2018 als die bisherige Tätigkeit einschränkende gesundheitliche Störungen lediglich Schmerzen
zervikobrachial
und lumbal sowie das rechte Bein
,
ni
cht aber die Hüfte
/Leisten
betreffend aufführte
(
Urk.
8/43/2).
Erstmals
Erwähnung
findet eine vom Beschwerdeführer geklagte Verschlechte
rung der
Beschwerden
im Bereich der Hüfte respektive der Leiste
n
im Bericht von
Dr.
A._
vom 1
9.
Mai 2018 zur Untersuchung vom 1
5.
Mai 201
8.
Anlässlich derselben habe
d
er
Beschwerdeführer
über eine
ausgeprägte Verstärkung der Leistenschmerzen rechts
geklagt
. Abgesehen davon, dass
dem Bericht nicht zu entnehmen ist, ab wann die Verschlechterung
eingetreten sein soll
, erschien
der Beschwerdeführer im Gegensatz zu früheren Untersuchungen
bezeichnenderweise
ohne
Hinken
. Zudem
erachtete
Dr.
A._
unter ausschliesslicher Berücksichti
gung der Beschwerden im Bereich der Hüfte und der LWS inzwischen eine mindestens 70%ige Arbeitsfähigkeit als gegeben (
Urk.
8/41/2-3), dies, nachdem er noch in seiner letzten Beurteilung vor dem Unfall am 1
1.
Januar 2018 von einer lediglich 30%igen und bis Anfang Februar 2018 auf 50
%
steigerbaren
Arbeitsfähigkeit ausgegangen war (E. 4.1). Auch dies spricht klarerweise gegen eine unfallbedingte
auch nur vorübergehende
Verschlechterung des pathol
o
gischen Vorzustandes der Hüfte. Damit
erweisen sich weitere Ausführunge
n
zum Erreichen des Status quo sine
vel
ante
mangels eines
unmittelbar im Zusammen
hang mit dem Unfall stehende
n
Schmerzsyndrom
s
im Bereich der Hüfte
(
vgl. dazu:
SVR 2010 UV Nr. 31 S. 125,
Urteile des Bundesgerichts
8C_816/2009
vom
2
1.
Mai 2009
E. 4.3
,
8C_423/2012 vom 2
6.
Februar 2013 E. 5.4)
als ebenso erlässlich wie ergänzende medizinische Abklärungen hierzu.
Hieran ändert entgegen den Vorbringen des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 7) auch nichts, dass die Beschwerdegegnerin Kosten im Zusammenhang mit der Abklärung der Hüftproblematik übernommen hat
,
ist der Unfallversicherer doch, worauf sich die Beschwerdegegnerin zu Recht beruft (
Urk.
7 S. 3 f.), selbst bei anerkannter Leistungspflicht berechtigt, die Leistungen mit Wirkung für die Zukunft (ex
nunc
et pro
futuro
) einzustellen, wenn ein Leistungsanspruch bei korrekter Betrachtungsweise gar nicht vorliegt (BGE 130 V 380 E. 2.3.1). Da die Beschwerdegegnerin
keine Leistungen zurückfordert, vermag der Beschwerdefüh
rer, selbst wenn die Beschwerdegegnerin mit der Übernahme von Abklärungskos
ten die (Teil-)
K
ausalität der Hüftbeschwerden faktisch anerkannt hätte, was sie bestreitet (
Urk.
7 S. 3), hieraus nichts zu seinen Gunsten abzuleiten, entfaltet die Leistungseinstellung doch lediglich Wirkung für die Zukunft
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_548/2019 vom 1
0.
Januar 2020 E. 4.2.2)
.
5.5
Zusammenfassend führt die Würdigung der medizinischen Aktenlage zum Schluss
, dass der Unfall vom 1
5.
April 2018 keine organisch-strukturellen Verletzunge
n nach sich gezogen hat, dass die Beschwerden im Bereich der LWS und der Hüfte nicht unfallkausal und
die im Zeitpunkt der Leistungseinstellung noch geklagten Beschwerden
im Bereich HWS/Kopf
auf keine
n
organisch hin
reiche
nd nachweisbaren Gesundheitsscha
den zurückzuführen sind. Die medizini
sche Dokumentation vermittelt hierzu ein vollständiges Bild und erlaubt eine zuverlässige Beurteilung, weshalb die Beschwerdegegnerin ohne Verletzung ihrer Untersuchung
spflicht auf weitere Abklärungen
wie eine
kreisärztliche Unter
suchung verzichten durfte
und auch in diesem Verfahren von ergänzenden medizinischen Abklärungen abzusehen ist.
6.
6.1
Da im Zeitpunkt der Leistungseinstellung keine organischen Unfallfolgen mehr vorlagen,
hat die Beschwerdegegnerin entgegen der diesbezüglichen Kritik des Beschwerdeführers (
Urk.
1 S. 6 f.) zu Recht
eine spezifisc
he Adäquanzprüfung vorgenommen, wobei sie d
ie Prüfung d
erselben angesichts der Diagnose einer HWS-Distorsion mit dem anfänglich geklagte
n
bunten Beschwerdebild und der weiter geklagten zervikalen Beschwerden
gemäss der Schleudertrauma-Praxis vorgenommen hat (BGE 134 V 109,
Urk.
2 S. 6 ff.).
Die
Rechtmässigkeit des Fall
abschlusses
beurteilt sich im Lichte dieser Rechtsprechung
–
Eingliederungs
mass
nahmen der Invalidenversicherung stehen nicht zur Diskussion
–
danach, ob von
der Fortsetzung der HWS-spezifischen ärztlichen Behandlung über den
3
1.
Mai 2019
hinaus noch eine namhafte Besserung des
physischen und psychischen
Gesundheitszustandes erwartet werden konnte (vgl.
BGE 134 V 109
E. 6.2
; vgl. zum Ganzen auch Urteil 8C_295/2013 vom 2
5.
September 2013 E. 3.1).
Die Beschwerdegegnerin
verneinte dies
mit der Begründung, es sei aus den Akten nicht ersichtlich, dass durch eine weitere
ärztliche Behandlung mit Wahrschein
lichkeit noch eine namhafte Besserung des Gesundheitszustandes zu erwarten wäre (
Urk.
2 S. 6). Der
Beschwerdeführer
bringt nichts vor, was auf einen verfrühten Fallabschluss schliessen lassen könnte.
Nachdem
Dr.
A._
am
4.
Februar 2019 (E. 4.9) im Zusammenhang mit der HWS-Symptomatik ein
zig noch Physiotherapie empfahl, nicht aber eine
spezifische ärztlic
he Behandlung, war denn auch
spätestens im Zeitpunkt der Leistungseinstellung
keine nach
Art.
19
Abs.
1 UVG
ins Gewicht fallende namhafte Besserung des Gesundheits
zustandes
mehr zu erwarten
.
Die nicht unfallkausalen Beschwerden im Bereich der Hüfte und der LWS (E. 4.3-4.5)
bleiben
bei der Beurteilung dieser Frage zum vornherein
ausgeklammert. Der Fallabschluss per 3
1.
Mai 2019 ist damit nicht zu beanstanden.
6.2
Die Frage, ob die über den 3
1.
Mai 2019 geklagten, organisch nicht hinreichend nachweisbaren Verspannungen im Bereich der HWS wie auch die
geklagten
Haubenkopfschmerzen
(
Urk.
8/86/1-2) natürlich kausal durch das Unfallereignis vom 1
5.
April 2018 verursacht worden sind, kann offenbleiben, wenn der adäquate Kausalzusammen
hang
ohnehin
nic
ht rechtsgenüglich erstellt ist
. Auch kann
die Frage nach der anwendbaren Praxis (sogenannte «Psychopraxis» gemäss BGE 115 V 133 oder «Schleudertrauma-Praxis» gemäss BGE 134 V 109) offen
bleiben, wenn – wie hier (vgl. nachfolgende E. 6.3
f.
) – die Adäquanz auch nach der für den Beschwerdeführer günstigeren Prüfung nach den Kriterien gemäss BGE 134 V 109 E. 10 zu verneinen ist.
6.3
Die Beschwerdegegnerin qualifizierte den Unfall vom 1
5.
April 2018 als höchs
tens mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen (
Urk.
2 S.
7); der Beschwerdeführer liess sich hierzu nicht vernehmen.
Die Unfallschwere ist objektiv aufgrund des augenfälligen Geschehensablaufs mit den sich dabei entwickelnden Kräften zu beurteilen. Irrelevant für die Einschätzung der Unfallschwere sind die Kriterien, die anschliessend bei der Adäquanzprüfung der Unfallfolgen bei mittelschweren Unfällen Beachtung finden (SVR 2008 UV Nr. 8 S. 26 E. 5.3.1).
Im Dokumentationsbogen für Erstkonsultationen nach
kranio
-zervikalem Beschleunigungstrauma schilderte
Dr.
Z._
den Unfallhergang gestützt auf die Angaben des Beschwerdefüh
rers
dahingehend, dass letzterer morgens um 1.45 Uhr mit seinem
BMW X6 SUV
in einem Kreisel fahrend von einem anderen Auto (
Audi S8
) seitlich angefahren worden sei und dabei den Kopf am Fenster angeschlagen habe.
Das Fahrzeug des Beschwerdeführers erlitt dabei
gemäss
dessen
Angaben einen Totalschaden
(
Urk.
8/8/2
). Deckungsgleich erweist sich die Unfallschilderung des Beschwerde
führers mit angefügter Skizze im Formular vom
8.
Mai 2018 zu Handen der Beschwerdeg
egnerin; die Polizei sei trotz Totalschadens nicht gerufen worden (
Urk.
8/9/1
-2). Eine
deutliche
Dramatisierung d
er Unfallschilderung findet sich
im
Bericht von
Dr.
A._
vom 1
9.
Mai 201
8.
So sei der Beifahrer des Beschwerdeführers bei der seitlichen Kollision gegen ihn gestossen und er, der Beschwerdeführer, sei darauf mit dem Kopf gegen die Seitenscheibe geprallt. Beim Drehen des Fahrzeugs sei er
dann noch einmal vom Unfallver
ursacher von hinten ge
rammt worden (
Urk.
8/41/1-2). Bei der Befragung durch den Aussendienst
mitarbeiter der Beschwerdegegnerin vom 1
2.
Juni 2018 gab der Beschwerde
führer sodann an, er sei nach der seitlichen Kollision zirka zwei Meter weiterge
fahren, habe angehalten, um alles zu klären, woraufhin der Fahrer des Audi noch in sein Heck gefahren sei. Zeugen gebe es keine, mithin auch keinen Beifahrer (
Urk.
8/23/1). Ein von der Haftpflichtversicherung d
es Audi-
Fahrers eingeholtes Gutachten der
F._
vom 2
7.
Juni 2018 zur Plausibilitäts- und
Kompatibiliätsprüfung
der Schäden und des Unfallhergangs kam zum Schluss, die Beschädigungen an beiden Fahrzeugen seien mit dem beschriebenen Unfall
hergang nicht vollumfänglich plausibel und kompatibel. So könne der Heck
schaden am BMW X6 weder einem entsprechenden Bauteil noch einer bestimmten Beschädigung am Audi S8
zugeordnet werden, noch sei er durch die Auslaufbewegung der Fahrzeuge nach der Kollision zu erklären (
Urk.
8/61/5 ff.).
Angesichts dieser Ungereimtheiten und der augenscheinlichen Dramatisierung des Unfallgeschehens im Laufe der Zeit ist, ausgehend vom augenfälligen Geschehensablauf, wie er kurz nach dem Unfallgeschehen geschildert wurde, auf die sogenannten Aussagen der ersten Stunde (BGE 143 V 168 E. 5.2.2, 121 V 45 E. 2a
)
abzustellen und damit lediglich von einer seitlichen Kollision
auszugehen
. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten und der Schäden an den Fahrzeugen lag die Kollisionsgeschwindigkeit gemäss gutachterlicher Schlussfolgerung bei beiden Fahrzeugen im einem Bereich von 30-36 km/h, die kollisionsbedingte Geschwindigkeitsänderung
wurde
nicht festgestellt
, dagegen eine
Energy
Equiv
alent
Speed (
EES
) von 9-12 km/
h (
Urk.
8/61/7-8).
Ob es sich m
it Blick
auf die Rechtsprechung
rechtfertigt, den hier zu beurteilenden
Unfall
mit Totalscha
den
mit seitlicher Kollision
als mittelschwer im Grenzbereich zu den leichten Unfällen
zu qualifizieren (vgl. Urteile des Bundesgerichts 8C_190/2009 vom
3.
September 2009 E. 6.2,
8C_821/2007 vom 2
8.
Juli 2008 E. 5.1 betreffend ein
mittelschweres Ereignis im mittleren Bereich)
, kann letztlich offenbleiben, liegt doch jedenfalls höchstens ein mittelschwerer Unfall im engeren Sinne vor
, was gemäss folgenden Erwägungen
ebenfalls
zur Verneinung der Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 1
5.
April 2018 und den ab
1.
Juni 2019 weiterhin geklagten Beschwerden führt.
6.4
Bei einem mittelschweren Unfall im engeren Sinn müssten von den zusätzlich zu beachtenden Kriterien (BGE
134 V 109 E. 10.2 ff.
) mindestens drei in der ein
fachen Form oder aber eines in besonders ausgeprägter Weise erfüllt sein, damit der adäquate Kausalzusammenhang bejaht werden könnte (SVR 2012 UV Nr. 23 S. 83,
statt vieler: Urteil des Bundesgerichts 8C_608/2015 vom 1
7.
Dezember 2015 E. 5.1).
Was das
Kriterium der besonders dramatischen Begleitumstände oder besonderen Eindrücklichkeit des Unfalls (
BGE 134 V 109
E. 10.2.1
)
anbelangt, ist
jedem
mittelschweren Unfall eine gewisse Eindrücklichkeit eigen, die somit noch nicht für eine Bejahung des Kriteriums ausreichen kann (nicht
publ
. E. 3.5.1 des Urteils
BGE 137 V 199
).
Eine
darüber
hinausgehende Eindrücklichkeit oder Dramatik läge selbst dann nicht vor, wenn der Beurteilung die vom Beschwerdeführer nachträg
lich beschriebene Unfallschilderung zugrunde gelegt würde.
Für das
Kriterium der Schwere oder besonderen Art der erlittenen Verletzungen. bedarf es einer besonderen Schwere der für das Schleudertrauma (resp. eine der weiteren, adäquanzrechtlich gleich behandelten Verletzungen) typischen Beschwerden oder besonderer Umstände, welche das Beschwerdebild beeinflussen können. Es kann sich dabei beispielsweise um eine beim Unfall eingenommene spezielle Körperhaltung und die dadurch bewirkten Komplikationen handeln (
BGE 134 V 109
E. 10.2.2).
Der blosse Umstand der seitlichen Kollision vermag das Kriterium jede
nfalls ebenso wenig zu erfüllen
wie die Tatsache, dass die HWS einen leichten degenerativen Vorschaden aufwies
.
Vielmehr rechtfertigt sich eine entsprechende Qualifikation der erlittenen Verletzungen nur bei Vorliegen e
iner erheblich vorgeschädigten Halsw
irbelsäule (SVR 2009 UV Nr. 30 S. 105 E. 6.3.2; Urteil
des Bundesgerichts
8C_456/2011 vom 1
1.
Juli 2011 E. 6.2).
Angesichts der Ende 2018/
Anfang 2019 bereits deutlich
in den Hintergrund getretenen
und gebesserten
zervikalen Beschwerden (E. 4.8 und 4.9) kann
auch
nicht von einer besonderen Schwere der für ein Schleudertrauma oder eine äquivalente Verletzung (mit Kopfanprall)
typischen Beschwerden
gesprochen werden.
Nicht erfüllt ist
sodann
das Kriterium der fortgesetzt spezifischen, belastenden ärztlichen Behandlung nach dem Unfall bis zum Fallabschluss.
Abgesehen von
hausärztlichen Kontrollen sowie rheumatologischen und neurologischen Unter
suchungen wurden
einzig
physiotherapeutische Massnahmen
(vgl.
Urk.
8/27) durchgeführt.
Diese therapeutischen Behandlungen stellen keine spezifische ärztliche Behandlu
ng im Sinne des Kriteriums dar (Urteil des Bundesgerichts 8C_608/2015 vom 1
7.
Dezember 2015 E. 5.3.3). Dies blieb vom Beschwerdeführ
er zu Recht ebenso unbestritten
wie
die von der Beschwerdegegnerin ihrem Entscheid zugrunde gelegte Annahme, dass d
en Akten weder eine ärztliche Fehl
behandlung, welche die Unfallfolgen erheblich verschlimmert hat, noch ein schwieriger Heilungsverlauf oder erhebliche Komplikationen
zu entnehmen sind (
Urk.
2 S. 7). Zutreffend ist sodann der Schluss der Beschwerdegegnerin, wonach dem Kriterium der Dauerschmerzen (BGE 134 V 109 E. 10.2.4) angesichts des von
Dr.
A._
im Bericht vom
4.
Februar 2019 dokumentierten schwankenden Verlaufs zumindest keine ausschlaggebende Bedeutung zukommt (
Urk.
2 S. 7).
Massgebend zur Beurteilung des Kriteriums der erheblichen Arbeitsunfähigkeit trotz ausgewiesener Anstrengungen ist eine erhebliche Arbeitsunfähigkeit als solche, die zu überwinden die versicherte Person ernsthafte Anstrengungen unternimmt
. Bei diesem Kriterium ist dem Umstand Rechnung zu tragen, dass bei leichten bis mittelschweren Schleudertraumen der HWS ein längerer oder gar dauernder Ausstieg aus dem Arbeitsprozess vom medizinischen Standpunkt aus eher ungewöhnlich erscheint (
BGE 134 V 109 E. 10.2.7
).
Dass die Beschwerde
gegnerin mit Blick auf die Aktenlage keine solchen Anstrengungen erkennen konnte (
Urk.
7 S. 8), ist
ebenfalls
nicht zu beanstanden.
Bei lediglich einem,
nich
t besonders ausgeprägt gegebenen
Kriterium ist die Adäquanz des Kausalzusammenhangs zwischen dem Unfall vom 1
5.
April 2018 und den ab
1.
Juni 2019 weiterhin geklagten gesundheitlichen Beschwerden zu verneinen.
Die Beschwerde ist abzuweisen.