# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 8e472f02-6877-4142-8af6-55181537e334
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._
, geboren 1960, war seit dem 15. März 1982 bei der
Y._
AG als
Laboristin
angestellt und im Rahmen dieses Arbeitsverhält
nisses bei der Suva obligatorisch gegen Berufs- und Nichtberufsunfälle versichert. Am 22. Mai 1983
zog sich die Versicherte
beim Federballspiel
eine Läsion des
medialen Meniskus
rechts zu
(Urk.
12/1,
12/5). Daraufhin
erfolgte
am 9. Juni
1983 eine
Knie
meniskektomi
e
(Urk. 12/2-3). Am 6. August 1983
s
ack
te
die Versicherte zuhause
ein
(Urk. 12/14),
worauf ein
radiäre
r
Meniskuseinriss im lateralen Meniskusvorderhorn
rechts festgestellt wurde
(Urk. 12/9
, 12/16
). Am 6
. September 1983 wurde im Stadtspital
Z._
eine weitere
Meniskektomie
rechts vorgenommen (Urk. 12/12).
Aufgrund anhaltender Restbeschwerden am rechten Knie wurde a
m 21. August 1984 eine
Einkerbe
operation
am rechten Knie durchgeführt (Urk. 12/45). Ab dem 8. März 1985 nahm die Versicherte ihre Arbeit wieder voll auf (Urk. 12/58).
1.2
Mit Unfallmeldung vom 14. Dezember 1992 meldete die neue Arbeitgeberin der Versicherten, die
A._
, der Suva einen Rückfall zum Schadenereignis vom 22. Mai 1983 (Urk. 12/66).
Aufgrund wieder stärkerer
Schmerzen im rechten Kniegelenk
begab sich die Versicherte in
der
Klinik B._
in ärztliche Behandlung, wo am 16. November 1992 eine
bikompar
timentale
, lateral betonte Gonarthrose festgestellt wurde (Urk. 12/68
). Vom 6. Mai bis am 27. Mai 1993 hielt sich die Versicherte in der Rehaklinik
C._
zur stationären Rehabilitation auf (Urk. 12/85). Am 5. Mai 1994 wurde die
Versicherte durch Dr. med.
D._
kreisärztlich unter
sucht, woraufhin dieser auch den Integritätsschaden beurteilte (Urk. 12/
98-
99).
Gestütz
t darauf sprach die Suva der
Versicherten mit Verfügung vom 14. Juli 1994, bei einer Integritätseinbusse von 20 %, eine Integritätsentschädigung von Fr. 13'920.-- zu (Urk. 12/102).
1.3
Nach einem nicht bei der Suva versicherten Unfall, bei welchem die Versicherte am 19. Juni 2010 eine Schenkelhalsabduktionsfraktur rechts erlitten hatte, welche gleichentags mit drei Schenkelhalsschrauben operativ versorgt worden war, stellte sie sich am 22. Juli 2010 in der
Klinik B._
erneut wegen Schmerzen im rechten Knie vor (Urk. 12/
107, Urk. 12/113).
Am 30. August 2010 meldete die neue Arbeitgeberin der Versicherten, die
E._
AG, der Suva einen weiteren Rückfall (Urk. 12/109).
Am 30. Juli 2012 wurde der Versicherten am rechten Kniegelenk eine
Innex
-Knie
totalprothese implantiert (Urk. 12/136-137).
Am 12. Mai 2015 wurde in der
Klinik B._
ein Knieprothesenwechsel durchgeführt (Urk. 12/247).
Das Dossier wurde in der Folge
Dr. med.
F._
, Fachärztin FMH für
Chirurgie, vorgelegt, welche
am 7. Dezember 2015 die kreisärztliche Abschluss
untersuchung durchführte (Urk. 12/279). Dr.
F._
erachtete den medizinisch-thera
peutischen Endzustand als erreicht und formulierte das Zumutbarkeitsprofil (Urk. 12/279/7). Mit Schreiben vom 9. Februar 2016 teilte die Suva der Versicher
ten die Einstellung ihrer Taggeldleistungen per 6. Februar 2016 mit (Urk. 12/
294).
1.4
Die
Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle,
beauftrag
t
e
das Gutachtenzentrum
G._
im
parallel laufenden
IV-Verfahren mit der
bidisziplinären
Begutachtung der Versicherten in den Diszi
plinen Orthopädie und Psychiatrie. Das Gutachten wurde am 26. September 2016 erstattet, wobei das
G._
mit Schreiben vom 10. Oktober 2017 eine Präzisierung seiner Beurteilung der Arbeitsfähigkeit der Versicherten vornahm (Urk. 12/301-302).
Am 1
2.
Februar 2018 ersuchte die Versicherte die Suva um Rentenprüfung (
Urk.
12/298).
Am 2. Juli 2018 fand am Kantonsspital
H._
eine neuer
liche
Skelettszintigraphie und SPECT/CT-Untersuchung beider Knie
gelenke statt (Urk. 12/319). Hernach wurde das Dossier dem Kreisarzt Dr. med.
I._
, Facharzt FMH für Chirurgie, vorgelegt, welcher eine Prothesen
lockerung als wenig wahrscheinlich bezeichnete
aber eine ausgeprägte «Hot Patella» feststellte.
Dr.
I._
empfahl
eine Vorstellung bei
PD
Dr. med.
J._
, Fach
arzt
FMH für Orthopädische Chirurgie und Traumatologie des Bewegungsappa
rates,
zur Zweitmeinung bezüglich dem weiteren medizinischen Prozedere (Urk. 12/320). Daraufhin wies die Suva die Versicherte
PD
Dr.
J._
für eine abschliessende Beurteilung zu (Urk. 12/325).
In seinem Sprechstundenbericht vom 25
. Oktober 2018 empfahl
PD
Dr.
J._
eine psy
chologische Rehabilita
tion der Versicherten. Der beschriebenen «Hot Patella» mass er keinerlei
Kon
se
quenzen
bei (Urk. 12/327). Dr.
I._
bestätigte in seiner Beurteilung vom 21. November 2018 das Erreichen des medizinischen Endzu
standes per 1. Januar 2016, zumal seither keine wesentliche Verschlechterun
g des Kniezustandes einge
treten
, und andererseits das bisherige kreisärztliche Zumut
barkeitsprofil
voll
umfänglich plausibel sei (Urk. 12/329).
1.5
Mit Verfügung vom 6. Dezember 2018 verneinte die Suva einen Anspruch der Versicherten auf eine Invalidenrente und wies darauf hin, dass
ihr
bereits mit
Ver
fügung vom 14. Juli 1994 eine Integritätsentschädigung zugesprochen
worden sei
(Urk. 12/331). Dagegen erhob die Versicherte am 12. Dezember 2018 Einsprache (Urk. 12/333) und begründete diese mit Eingabe vom 13. Feb
ruar
2019 ergänzend. In
ihrer
Eingabe vom 13. Februar 2019
beantragte die Versi
cherte unter anderem die Sistierung des Verfahrens bis zum rechtskräftigen Abschluss des IV-Verfahrens (Urk. 12/336).
Mit Schreiben vom 18. März 2019 reichte die Versicherte eine Stellungnahme des Hausarztes Dr. med.
K._
,
Facharzt FMH für Allgemeine Innere Medizin,
vom 12. März 2019 ein (Urk. 12/338, Urk. 12/340). Mit Einspracheentscheid vom 1. April 2019 wies die Suva die Einsprache der Versicherten mitsamt dem gestellten Sistierungsgesuch ab (Urk. 2 = Urk. 12/341).
2.
Dagegen erhob die Versicherte am 13. Mai 2019 Beschwerde und beantragte die Aufhebung des Einspracheentscheides vom 1. April 2019 und die Rückweisung der Angelegenheit an die Vorinstanz. In prozessualer Hinsicht beantragte die Versicherte die Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege (Urk. 1 S. 2).
Mit Beschwer
deantwort vom 19. September 2019 schloss die Suva auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 11), was der
Beschwerdeführerin
am 23. September 2019 mit
geteilt wurde (Urk. 13).
3.
Zu ergänzen ist, dass die
IV-Stelle
die Begehren
der
Beschwerdeführerin
um Leistungen der Eidgenössischen Invalidenversicherung mit Verfügung vom
15. März 2018
ab
ge
wiesen hat. Die
von der
Beschwerdeführer
in dagegen
beim Sozialversicherungsgericht erhobene Beschwerde
(
Verfahren Nr. I
V.2018
.
00382
)
wurde mit Urteil
vom 5. März 2020 in dem Sinne gutgeheissen, dass die ange
fochtene Verfügung aufgehoben und die Sache zu ergänzenden Abklärungen an die IV-Stelle zurückgewiesen wurde.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Gemäss Art. 118 Abs. 1
des
Bundesgesetz
es
über die Unfallversicherung (UVG)
werden Versicherungslei
stungen für Unfälle, die sich vor dem In-Kraft-Treten dieses Gesetzes (1. Januar 1984) ereignet haben, und für Berufs
krankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach dem bisherigen Recht (KUVG) gewährt. Nach Absatz 2 dieser Bestimmung gelten jedoch für Versicherte der Suva in den in Absatz 1 erwähnten Fällen vom In-Kraft-Treten dieses Gesetzes an dessen Bestimmungen, unter anderem über die Invalidenrenten und Integri
tätsentschädigungen, sofern der Anspruch erst nach dem In-Kraft-Treten dieses Gesetzes ent
steht (
Art.
118
Abs.
2 lit. c UVG).
Am 1. Januar 2017 sind die am 25. September 2015 beziehungsweise am 9. November 2016 verabschiedeten geänderten Bestimmungen des UVG und der Verordnung über die Unfallversicherung (UVV) in Kraft getreten.
Gemäss den allgemeinen übergangsrechtlichen Regeln sind der Beurteilung jene Rechtsnormen zu Grunde zu legen, die in Geltung standen, als sich der zu den materiellen Rechtsfolgen führende und somit rechtserhebliche Sachverhalt verwirklicht hat (vgl. BGE 127 V 466 E. 1, 126 V 134 E. 4b, je mit Hinweisen). Dem
e
nt
sprechend sehen die Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 25. September 2015 des UVG vor, dass Versicherungsleistungen für Unfälle, die sich vor dem 1. Januar 2017 ereignet haben, und für Berufskrankheiten, die vor diesem Zeitpunkt ausgebrochen sind, nach bisherigem Recht gewährt werden (Absatz 1 der genannten Übergangsbestimmungen).
Der hier zu beurteilende Unfall hat sich am
22. Mai 1983
ereignet,
wobei der Rentenanspruch der Beschwerdeführerin mit Anspruchsbeginn
1.
März 2016 im Streite steht,
weshalb die bis 31. Dezember 2016 gültig gewesenen Normen auf den vorliegenden Fall Anwendung finden und in dieser Fassung zitiert werden
(vgl. auch
Art.
118
Abs.
5 UVG)
.
1.2
Gemäss
Art. 6 UVG werden – soweit das Gesetz nichts
anderes
bestimmt – die Versicherungsleistungen bei Berufsunfällen, Nichtberufsunfällen und Berufs
krankheiten gewährt (Abs. 1). Für die Leistungspflicht eines Unfallversicherers setzt das UVG das Vorliegen eines Unfalls oder einer unfallähnlichen Körperschä
digung (Art. 6 UVG in Verbindung mit Art. 9 Abs. 2 UVV) voraus.
1.3
Wird die versicherte Person infolge eines Unfalles zu mindestens 10
%
invalid (Art. 8 ATSG), so hat sie Anspruch auf eine Invalidenrente (Art. 18 Abs. 1 UVG). Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG). Für die Bestimmung des Inva
li
ditätsgrades wird das Erwerbseinkommen, das die ver
sicherte Person nach Eintritt der unfallbedingten Invalidität und nach Durchführung allfälliger Ein
glie
derungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei ausgeglichener Arbeits
marktlage erzielen könnte, in Beziehung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht invalid geworden wäre (Art. 16 ATSG).
1.
4
1.4
.1
Die Leistungspflicht eines Unfallversicherers gemäss UVG setzt zunächst voraus, dass zwischen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden (Krankheit, Invalidität, Tod) ein natürlicher Kausalzusammenhang besteht. Ursachen im Sinne des natürlichen Kausalzusammenhangs sind alle Um
stände, ohne deren Vor
handensein der eingetretene Erfolg nicht als einge
treten oder nicht als in
der
gleichen Weise beziehungsweise nicht zur gleichen Zeit eingetreten gedacht werden kann. Entspre
chend dieser Umschreibung ist für die Bejahung des natürli
chen Kau
salzusammenhangs nicht erforderlich, dass ein Unfall die al
leinige oder un
mit
telbare Ursache gesundheitlicher Störungen ist; es genügt, dass das schä
di
gende Ereignis zu
sammen mit anderen Bedingungen die kör
perliche oder geistige Integrität der versicherten Person beein
trächtigt hat, der Unfall mit andern Wor
ten nicht wegge
dacht werden kann, ohne dass auch die ein
getretene gesund
heit
liche Störung entfiele (BGE 123 V 45 E. 2b, 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinweisen).
Ob zwischen einem schädigenden Ereignis und einer gesund
heitlichen Störung ein natürlicher Kausalzusammenhang be
steht, ist eine Tatfrage, worüber die Ver
waltung beziehungsweise im Be
schwerdefall das Gericht im Rahmen der ihm oblie
genden Be
weis
würdigung nach dem im Sozialversicherungsrecht übli
chen Be
weisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit zu befinden hat. Die blosse Mög
lichkeit eines Zusammenhangs genügt für die Begründung eines Leistungs
an
spruches nicht (BGE 119 V 335 E. 1, 118 V 286 E. 1b, je mit Hinwei
sen).
1.
4
.2
Die Leistungspflicht des Unfallversicherers setzt im Weiteren voraus, dass zwi
schen dem Unfallereignis und dem eingetretenen Schaden ein adäquater Kausal
zusammenhang besteht. Nach der Rechtsprechung hat ein Ereignis dann als adä
quate Ursache eines Erfolges zu gelten, wenn es nach dem ge
wöhnlichen Lauf der Dinge und nach der allgemeinen Lebens
erfahrung an sich geeignet ist, einen Erfolg von der Art des eingetretenen herbeizuführen, der Eintritt dieses Er
folges also durch das Ereignis allgemein als begünstigt erscheint (BGE 125 V 456 E. 5a, 123 V 98 E. 3d, 139 E. 3c, 122 V 415 E. 2a, 121 V 45 E. 3a mit Hinwei
sen; RKUV 1997 Nr. U 272 S. 172 E. 3a).
Für die Beurteilung der Frage, ob ein Unfall nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung geeignet ist, eine psychische Gesund
heitsschädigung herbeizuführen, ist nach der in BGE 115 V 133 ergan
genen Rechtsprechung auf eine weite Bandbreite von Versicherten abzustellen. Dazu gehören auch jene Versicherten, die aufgrund ihrer Veranlagung für psychi
sche Störungen anfälliger sind und einen Unfall seelisch weniger gut verkraften als Gesunde, somit im Hinblick auf die erlebnis
mässige Verarbeitung des Unfalles zu einer Gruppe mit erhöhtem Risiko gehören, weil sie aus versicherungsmässiger Sicht auf einen Unfall nicht optimal r
eagieren (BGE 115 V 133 E. 4b).
Für die Bejahung des adäquaten Kausalzusammenhanges zwischen dem Unfall und psychischen Gesundheitsschädigungen ist im Einzelfall zu verlangen, dass dem Unfall für die Entstehung der Arbeits- beziehungsweise Erwerbsunfähigkeit
eine massgebende Bedeutung zukommt. Dies trifft dann zu, wenn er objektiv eine gewisse Schwere aufweist oder mit anderen Worten ernsthaft ins Gewicht fällt (vgl. RKUV 1996 Nr. U 264 S. 288 E. 3b; BGE 115 V 133 E. 7 mit Hinweisen). Für die Beurteilung dieser Frage ist an das Unfallereignis anzuknüpfen, wobei – aus
gehend vom augenfälligen Geschehensablauf – folgende Einteilung vorge
nom
men wurde: banale beziehungsweise leichte Unfälle einerseits, schwere Unfälle ander
seits und schliesslich der
dazwischen liegende
mittlere Bereich (BGE 115 V 133 E. 6; vgl. auch BGE 134 V 109 E. 6.1, 120 V 352 E.
5b
/
aa
; SVR 1999 UV Nr. 10 E. 2).
Bei banalen Unfällen wie zum Beispiel bei geringfügigem Anschlagen des Kopfes oder Übertreten des Fusses und bei leichten Unfällen wie zum Beispiel einem gewöhnlichen Sturz oder Ausrutschen kann der adäquate Kausalzusammenhang zwischen Unfall und psychischen Gesundheitsstörungen in der Regel ohne weiteres verneint werden, weil aufgrund der allgemeinen Lebenserfahrung aber auch unter Einbezug unfallmedizinischer Erkenntnisse davon ausgegangen werden darf, dass ein solcher Unfall nicht geeignet ist, einen erheblichen Gesund
heitsschaden zu verursachen (BGE 120 V 352 E.
5b
/
aa
, 115 V 133 E. 6a).
1.4.3
Rückfälle und Spätfolgen schliessen sich begrifflich an ein bestehendes Unfall
ereignis an. Entsprechend können sie eine Leistungspflicht der Unfallversiche
rung nur auslösen, wenn zwischen den erneut geltend gemachten Beschwerden und der seinerzeit beim versicherten Unfall erlittenen Gesundheitsschädigung ein natürlicher und adäquater Kausalzusammenhang besteht (BGE 118 V 293 E.
2c
in fine).
1.5
Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Berichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Darlegung der medizinischen Zusam
menhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen in der Expertise begründet sind (BG
E 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E.
1c).
Auch den Berichten und Gutachten versicherungsinterner Ärzte und Ärztinnen kommt Beweiswert zu, sofern sie als schlüssig erscheinen, nachvollziehbar be
gründet sowie in sich widerspruchsfrei sind und keine Indizien gegen ihre Zuver
lässigkeit bestehen. Die Tatsache allein, dass der befragte Arzt oder die befragte Ärztin in einem Anstellungsverhältnis zum Versicherungsträger steht, lässt nicht schon auf mangelnde Objektivität und auf Befangenheit schliessen. Es bedarf vielmehr besonderer Umstände, welche das Misstrauen in die Unparteilichkeit
der
Beurteilung objektiv als begründet erscheinen lassen. Im Hinblick auf die erhebliche Bedeutung, welche den Arztberichten im Sozialversicherungsrecht zu
kommt, ist an die Unparteilichkeit des Gutachters oder der Gutachterin allerdings ein strenger Massstab anzulegen (BGE 125 V 351 f. E.
3b
/ee mit Hinweis).
2.
2.1
In ihrem
Einsprachee
ntscheid
verneinte
die
Beschwerdegegnerin
einen adäquaten Kausalzusammenhang zwischen den psychischen Beschwerden der
Beschwer
deführerin
und dem Unfallereignis vom 22. Mai 198
3.
Unfallfolgen seien d
er
Beschwer
deführerin
allein an ihrem rechten Knie verblieben (Urk. 2 S. 8).
D
er
Beschwerdeführerin
sei es zumutbar,
eine
leichte bis mittelschwere wechsel
belas
tende Verweisungstätigkeit mit einem sitzenden Anteil von mindestens 50 % ohne kniende, kauernde Tätigkeiten, ohne Besteigen von Leitern/Gerüsten und nur manchmal Treppengehen mit maximaler Gewichtsbelastung von 7 kg ganz
tags auszu
üben
(Urk. 1 S. 11-12)
.
Bei einem Invaliditätsgrad von 4 % bestehe kein Anspruch auf eine Invalidenrente (Urk. 1 S. 15
, vgl. auch Urk. 11
).
2.2
Dahingegen wendet
die
Beschwerdeführerin
insbesondere ein, die
Beschwerde
gegnerin
wäre verpflichtet gewesen, ein strukturiertes Beweisverfahren durch
zuführen und anhand desselben abzuklären, ob die nicht objektivierbaren b
ezie
hungsweise
psychischen Beschwerden in einem überwiegend wahrscheinlichen Wir
kungsverhältnis zum Unfallereignis stehen (Urk. 1 S. 5 Rn 11).
Die psychi
schen Störungen seien in jedem Fall als teilursächlich durch das Unfallereignis
beziehungsweise
die nachfolgende langwierige medizinische und zermürbende Behandlungskette verursacht zu qualifizieren (Urk. 1 S. 5 Rn 12).
Es sei nicht von e
iner 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit
auszugehen (Urk. 1 S. 7 Rn 19). Nur schon wegen der Kniebeschwerden und der damit zusam
menhängenden dauernden Schmerzen könne
sie
kein ganztägiges Arbeits
pensum absolvieren (Urk. 1 S. 7 Rn 20).
Zudem rechtfertige sich ein leidens
bedingter Abzug in der Höhe von 25 %, welcher von der
Beschwerdegegnerin
– unter Verletzung des rechtlichen Gehörs – unbegründet verneint worden sei. So sei
von einem
rentenbegründenden Invalidität
sgrad
über 10 % auszugehen (Urk. 1 S. 11-13 Rn 34-41).
3.
3.1
Dr.
F._
hielt i
n
ihrem Bericht über die kreisärztliche
Abschlussuntersuchung vom 7. Dezember 2015
fest, der Knieprothesenwechsel sowie der postoperative
Heil
verlauf hätten sich bezüglich Wundheilung und Rehabilitation unauffällig gestaltet. Von
S
eiten des Operateurs sei die Behandlung mittlerweile abge
schlossen worden. Bei der Untersuchung habe die
Beschwerdeführerin
klinisch eine gute
Propriozeption
und Stabilität im Bereich des rechten Beines bei leicht verstrichenen Kniegelenkskonturen rechts und leichter Überwärmung ohne Rötung gezeigt
. Die Kniegelenksbeweglichkeit rechts sei im Seitenvergleich
end
gradig
eingeschränkt.
Grobneurologisch habe bis auf eine Hyposensibilität im Bereich der Narben kein pathologischer Befund erhoben werden können.
Aktuell arbeite die
Beschwerdeführerin
50 % ihres 80%igen Pensums, wobei sie inner
betrieblich
umplatziert
worden sei und zur
zeit gut die Hälfte ihrer Arbeitstät
igkeit
sitzend
ausführe und die früheren Tätigkeiten mit Verte
ilen der Proben über 3 Stock
werk
e nicht mehr
ausübe
. Eine weitere Steigerung der aktuellen Tätigkeit sei gemäss der
Beschwerdeführerin
vom Betrieb her nicht möglich. Aufgrund der
Untersuchung schätzte Dr.
F._
die
Beschwerdeführerin
aus unfallkausaler Sicht in einer leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit mit einem sitzenden Anteil von mindestens 50 % ohne kniende
oder
kauernde Tätigkeit, ohne Besteigen von Leitern/Gerüsten und nur manchmal Treppengehen mit maximaler Gewichtsbelastung von 7 kg ganztags arbeitsfähig ein. Die beklagten Beschwer
den im Bereich des rechten Kniegelenks seien aufgrund der Revi
sionsoperation und dem klinischen Befund nachvollziehbar und unfallkausal
(Urk. 12/279).
3.2
PD
Dr.
J._
hielt
in seinem Sprechstundenbericht
vom 25. Oktober 2018 fest, im rechten Knie
fänden
sich reizlose Narbenverhältnisse, eine leichte Über
wärmung im Vergleich zur Gegenseit
e, keine Rötung und kein Erguss
. Die aktive Extension sei gut
möglich
, das Bein könne von der Liege abgehoben werden, der aktive Bewegungsumfang mit Flexion/Extension betrage 110-10-0°, passiv 130-0-0°. Die
Prothese wirke stabil. Es bestü
nden diffuse Druckschmerzen, die seit
liche Stabilität sei gegeben. Entlang des lateralen Unterschenkels bestehe eine Hyposensibilität, sowie im Versorgungsgebiet des Nervus
suralis
und des
pero
neus
superficialis
am Fuss. Das Röntgen des rechten Knies
habe
einen diskreten
Lysesaum
um die Spitze der
tibialen
Komponente ohne zusätzliche Zeichen einer Prothesenlockerung
gezeigt
.
Bei langer Vorgeschichte werde von einer Chronifi
zierung der Schmerzen ausgegangen. Radiologisch und klinisch bestehe ein stabiles Gelenk ohne Erguss, welcher für eine mögliche mechanische Ursache hinweisend wäre. Von einer operativen Sanierung sei im Moment sicher
lich abzusehen. Zur genaueren Beurteilung diesbezüglich müssten mehrere Sitzungen stattfinden. Ein
retropatellärer
Ersatz wäre denkbar. Momentan würden vor allem in einer psychologischen Rehabilitation Chancen gesehen, um wieder ein
gesundes Körpergefühl für das rechte Knie zu erlangen.
Die im SPECT-CT umschrie
bene «Hot Patella» habe keinerlei Konsequenz, diese trete häufig bei Status nach Knieprothesenimplantation auf und habe somit keinen diagnos
tischen Wert (Urk. 12/327/3).
3.3
Dr.
I._
wies in seiner kreisärztlichen Beurteilung vom 21. November 2018 daraufhin, dass seit der kreisärztlichen Untersuchung
durch
Dr.
F._
vom 7. Dezember 2015 ein stationärer Zustand und damit per 1. Januar 2016 ein End
zustand erreicht
gewesen sei
. Seither sei keine wesentlic
he Verschlechterung eingetreten, eine Prothesenlockerung habe mit überwiegender Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden können.
Auch aufgrund der Untersuchungen
durch die
Klinik B._
und
die Klinik
L._
hätten sich
keine neuen Therapieemp
fehlungen
ergeben
.
D
as von Dr.
F._
definierte Zumutbarkeitsprofil
sei auch nach den weiteren Untersuchungen plausibel und nachvollziehbar
(Urk. 12/329).
4.
4.1
Vorweg ist – wie einleitend
dargelegt (E. 1.
4
.2
) – darauf hinzuweisen, dass
für die Beurteilung der Frage, ob die psychische Gesundheitsschädigung in einem adäquaten Kausalzusammenhang zum Unfallereignis steht, am Unfallereignis anzuknüpfen ist. Vorliegend hat sich die
Beschwerdeführerin
gemäss Unfall
beschreibung in der Unfallmeldung vom
8.
Juni 1983
beim Federballspiel das rechte Bein
«
verstreckt
»
(
Urk.
12/1
)
. Wie die
Beschwerdegegnerin
korrekterweise darlegt (Urk. 2 S. 8), ist dieses Ereignis als banales Unfallereignis im Sinne der Rechtsprechung einzustufen, welches in der Regel nicht geeignet ist, einen invalidisierenden psychischen Gesundheitsschaden zu verursachen.
Auch die
Beschwer
deführerin
stellt sich nicht grundsätzlich gegen die Einstufung als banales Unfallereignis. Da keine Umstände vorliegen, welche
auf eine
gewisse Schwere
des Unfallereignisses hindeuteten, kann der adäquate Kausalzusammen
hang für die psychischen Leiden bereits aufgrund der Unfallschwere ausge
schlossen werden (BGE 115 V 133 E. 6a).
Beim mit Formular vom 3
0.
September 1983 geschilderten Sturz vom
6.
August 1983 (
Urk.
12/14) handelte es sich gemäss Angaben der Beschwerdeführerin gegenüber dem zuständigen Schadens
inspektor vom 2
0.
Oktober 1983 um ein blosses Einsacken auf dem rechten Knie (
Urk.
12/16) und damit, wenn überhaupt um ein Unfallereignis, so jedenfalls auch um ein banales.
Soweit die
Beschwerdeführerin
vorbringt, die
Beschwerdegegnerin
habe kein strukturiertes Beweisverfahren gemäss BGE 141 V 281 durchgeführt (Urk. 1 S. 4-5), ist darauf hin
zuweisen, dass ein solches im Unfallversicherungsv
erfahren
nur
unter der Voraussetzung des Vorliegens eines
natürlichen und adäquaten
Kausalzusammenhang
s zwischen
dem Unfall und den Beschwerden
durchzu
führen ist (BGE 141 V 574 E. 5.2)
.
Da die
Beschwerdegegnerin
einen adäquaten Kausalzusammenhang zu
R
echt verneinte, bestand kein Anlass dazu, ein struk
turiertes Beweisverfahren durchzuführen.
Nach dem Gesagten
kann für die psychische Symptomatik keine Leistungspflicht der
Beschwerdegegnerin
bestehen.
Zu prüfen bleibt, ob im somatischen Bereich anspruchsrelevante Einschränkungen
zu bejahen sind
.
4.2
Unbestritten ist, dass bei der
Beschwerdeführerin
Beschwerden am rechten Knie bestehen, welche kausal auf das Unfallereignis vom 22. Mai 1983 zurückzuführen sind (vgl. Urk. 2 S. 7).
Die
Beschwerdegegnerin
stützt ihren ablehnenden Ent
scheid insbesondere auf die kreisärztlichen Beurteilungen von Dr.
F._
(E. 3.1) und von Dr.
I._
(E. 3.3; Urk. 2 S. 12).
U
nter Einbezug der für die Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit im
somatischen Bereich relevanten Vorakten befasst
e
sich
Dr.
F._
in ihrem
Bericht
über die
kreisärztliche Abschlussuntersuchung
vom 7. Dezember 2015
ins
besondere auch mit der Unfallkausalität des Gesundheitsschadens
und
beschrieb
ein aufgrund der Befunde und der
Vorakten nachvollziehbares Leis
tungsprofil. Die
im Bericht gezogenen
Schlussfolgerungen wurden nachvollzieh
bar begründet
und es ergeben sich daraus keine Widersprüche (Urk. 12/279)
.
Damit erfüllt der Bericht von Dr.
F._
über die kreisärztliche Abschlussunter
suchung vom
7. Dezember 2015 grundsätzlich die rechtsprechungsgemässen Anfor
derungen an eine beweiskräftige
Entscheidgrundlage
(vgl. E. 1.5
). Dies hat im Grundsatz ebenso für d
ie kreisärztliche Beurteilung von Dr.
I._
vom 21. November 2018 zu gelten, in welcher dieser die Beurteilung von Dr.
F._
– insbesondere die seitherigen stationären Verhältnisse sowie das definierte Leistungsprofil – unter Einbezug der neu
erstatteten
Ber
ichte bestätigte (Urk. 12/329).
Da unfallbedingt ein rein somatischer Gesundheitsschaden vorliegt (vgl. davor E. 4.1), mangelt es den Kreisärzten – entgegen dem Vorbringen der
Beschwerdeführerin
(Urk. 1 S. 5 Rn 12) –
denn auch
nicht an der fachärztlichen Qualifikation.
4.3
Die
Beschwerdeführerin
erachtete
das kreisärztliche Zumutbarkeitsprofil mit einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in einer angepassten Tätigkeit als unzutreffend.
S
chon
allein
wegen der Kniebeschwerden und der damit zusammenhängenden dau
ern
den Schmerzen
könne sie
nicht mehr ein ganztägiges Arbeitspensum absol
vieren.
Sie benötige zusätzliche Pausen und könne hinsichtlich des Arbeitstempos
bezie
hungsweise
der Arbeitseffizienz nicht mit einer gesunden Person verglichen werden.
Die im Gutachten der
G._
attestierte Arbeitsfähigkeit von 50 % sei mit Bezug auf die unfallbedingten gesundheitlichen Beeinträchtigungen als realis
tischer zu betrachten.
Die
Beschwerdeführerin
erachtete ein Gerichtsgutachten als erforderlich, um die unfallbedingten Einschränkungen des funktionellen Leis
tungs
vermögens abklären zu lassen (Urk. 1 S. 7-8 Rn 20-22).
4.4
Wie im
V
erfahren IV.2018.00382 festgestellt wurde, erweist sich das
Gutachten der
G._
vom 26. September 2016
nicht als beweiskräftig.
So basierte die gut
achterliche Arbeitsfähigkeitseinschätzung insbesondere auch auf einem Verdacht auf eine Lockerung der Knietotalprothese, welcher sich im
Nachhinein jedoch nicht erhärten liess
(E. 3.2-3.3)
.
Vor diesem Hintergrund erweist sich auch
der Hinweis im Gutachten, wonach die SUVA-Kreisärztin 2015 die Diagnose einer höchstwahrscheinlichen Lockerung der Knietotalprothese verpasst habe, weshalb ihre Einschätzung der Arbeitsfähigkeit nicht übernommen werden könne, nicht
als
stichhaltig
(vgl. Urk. 12/301/10).
Auch die
ergänzende Stellungnahme des Orthopäden
zur Arbeitsfähigkeit
überzeugt nicht, stellte er darin doch nun
mehr
ohne nachvollziehbare Begründung auf während der psychiatrischen Begut
achtung erhobene Befunde ab (vgl. Urk. 12/302).
Seine
ursprüngliche
Ein
schät
zung
, wonach das Sitzen
auf
15 Minuten und das Laufen auf 1 Stunde limitiert sei
, scheint
sodann
lediglich auf den
Angaben der
Beschwerdeführerin
zu beruhen
(vgl. Urk. 12/301/3).
Entsprechend
vermag das Gutachten der
G._
vom 26. September 2016 die kreisärztliche Beurteilung der Arbeitsfähigkeit nicht in Frage zu stellen.
Soweit
die
Beschwerdeführerin
vor
bringt
, ihre Lungenbeschwerden
(COPD)
sowie
das mittlerweile eingetretene deutliche
Untergewicht seien bei der Beurteilung der funktionellen Leistungsfähigkeit unberücksichtigt geblieben (Urk. 1 S.
6 Rn 1
6
), ist darauf hinzuweisen, dass
den Akten keine Hinweise
für einen zumindest teil
ursächlichen Zusammenhang zwischen dem Unfallereignis und den Lungen
be
schwerden
respektive
dem Untergewicht
zu entnehmen sind
.
Somit bestehe
n
keine Zweifel an
der kreisärztlichen Beurteilung und es kann darauf
abgestellt werden
.
Von weiteren medizinischen Abklärungen
– insbeson
dere der Einholung eines Gerichtsgutachtens (vgl. E. 4.3) –
sind keine anders
lautenden und/oder weitere
n
entscheidrelevante
n
Erkenntnisse zu erwarten, weshalb darauf verzichtet werden kann (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. statt vieler: BGE 144 II 427
E. 3.1.3 S.
435 mit Hinweisen)
.
Dementsprechend ist erstellt, dass die
Beschwerdeführerin
unter ausschliesslicher Berücksichtigung der
Unfallfolgen spätestens
seit
dem Zeitpunkt der Leistungseinstellung per
6.
Feb
ruar 2016
in einer leichten bis mittelschweren wechselbelastenden Tätigkeit mit einem sitzenden Anteil von mindestens 50 % ohne kniende, kauernde Tätigkeit, ohne Besteigen von Leitern/Gerüsten und nur manchmal Treppengehen mit maxi
maler Gewichtsbelastung von 7 kg ganztags arbeitsfähig ist (E. 3.1 und E. 3.3).
5.
5.1
Zu prüfen sind die erwerblichen Auswirkungen der in unfallkausaler Hinsicht eing
eschränkten Leistungsfähigkeit.
Die für den Einkommensvergleich
massge
benden
rechtlichen Grundlagen
wurden
eingangs
wiedergegeben (
vgl. E.
1.3
). Darauf wird verwiesen.
5.2
Die
Beschwerdegegnerin
stützte sich für die Ermittlung des Valideneinkommens auf die Arbeitgeberauskunft der
E._
AG vom 27. August 2018 (Urk. 2 S. 15; Urk. 12/323)
.
Das
Vorbringen
de
r
Beschwerdeführer
in
, wonach sie die betref
fende Arbeitsstelle als Folge der gesundheitsbedingten Beeinträchtigungen verloren habe (Urk. 1 S. 8 Rn 24)
, steht dem nicht entgegen, sondern bekräftigt die Annahme, dass die
Beschwerdeführerin
das Arbeitsverhältnis
ohne gesund
heitliche Beeinträchtigung fortgeführt hätte.
Das auf diese Weise ermittelte Vali
deneinkommen von Fr.
68‘900.-- (Fr. 5‘300 x 13; Stand 2016) ist damit nicht zu beanstanden.
5.3
5.3
.1
Die
Beschwerdeführerin
bemängelt
, die
Beschwerdegegnerin
habe
bei der
Ermitt
lung des Invalideneinkommens
auf die
DAP-Löhne
abgestellt
,
obwohl sie die DAP-Praxis per 1. Januar 2019 aufgehoben
habe
(Urk. 1 S. 8 Rn 23)
.
Aufgrund des Erreichens des
medizinische
n
Endzustand
es
und dem zu Recht unbestritten gebliebenen Fallabschluss per
6.
Februar 2016 (
Urk.
12/294)
ist ein Renten
an
spruch
für das Jahr
2016 zu prüfen (vgl. Art. 19 Abs. 1 UVG
; E. 3.3
)
. Die ver
wendeten DAP-Löhne beziehen sich auf das Jahr 2016 (vgl. Urk. 12/324), als es noch konstanter Praxis entsprach, dass die
Beschwerdegegnerin
auf DAP-Löhne abstellte, womit sich auch keine Zweifel an der Aktualität der betreffenden Zahlen ergeben. Da erst nach dem kreisärztlichen Bericht von Dr.
I._
vom 21. Novem
ber 2018 Klarheit über den per 1. Januar 2016 erreichten Endzustand herrschte, ist nicht zu beanstanden, dass die
Beschwerdegegnerin
einen Rentenanspruch in ihrer Verfügung vom 6. Dezember 2018 gestützt auf die DAP-Löhne prüfte. Dass sie nach erhobener Einsprache die Richtigkeit der betreffenden Verfügung in ihrem Einspracheentscheid ebenfalls gestützt auf die DAP-Zahlen überprüfte, erweist sich nach dem Gesagten als konsequent. Somit steht die Tatsache, dass
die
Beschwerdegegnerin
die DAP-Praxis per 1. Januar 2019 aufgehoben hat, der Anwendung der DAP-Löhne
in terminlicher Hinsicht
nicht entgegen (vgl. Urteil des Bundesgerichts
8C_315/2020 vom 24. September 2020 E. 3.2).
5.3
.2
Für
die Festsetzung des Invalideneinkommens
ist
primär von der beruflich-erwerb
lichen Situation auszugehen, in welcher die versicherte Person konkret steht. Fehlt es an einem tatsächlich erzielten Erwerbseinkommen, namentlich weil die versicherte Person nach Eintritt des Gesundheitsschadens keine oder jeden
falls keine ihr an sich zumutbare neue Erwerbstätigkeit aufgenommen hat,
so
können gemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung
entweder die DAP-Löhne oder die
Tabellenlöhne
gemäss
den vom Bundesamt für Statistik periodisch her
ausgegebenen Lohnstrukturerhebungen
(LSE)
herangezogen werden
(Urteil des Bundesgerichts
8C_315/2020 vom 24. September 2020 E. 3.2
mit Hinweis).
Da die
Beschwerdeführer
in
ihre Arbeitsfähigkeit mit der
bis November 2016 dauernden
Anstellung als Laborantin im 50 %-Pensum (vgl. Urk. 12/321) und auch hernach – soweit dokumentiert – nicht voll ausschöpfte
,
stand es der
Beschwer
degegnerin
frei, auf die DAP-Löhne abzustellen, sofern diese die recht
sprechungsge
mässen Anforderungen
erfüllen
.
Den Akten sind fünf DAP-Arbeitsstellen zu entnehmen (Urk.
12/324
).
Sämtliche
au
sgewählte
n
DAP-
Stellenprofile
verlangen
als Ausbildung eine Grund
schule
oder eine
interne Anlehre
beziehungsweise
Einarbeitung
(Urk. 12/324/7, Urk. 12/324/11, Urk. 12/324/
15, Urk. 12/324/19, Urk. 12/324/23), was den Fähig
keiten der
Beschwerdeführer
in
gerecht wird (vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_215/2015 vom 17. November 2015 E. 4.7.2).
Zudem korrelieren
die
Zumut
barkeitsprofile der einzelnen
DAP-
Stellenprofile
mit dem
limitierten Tätigkeits
profil gemäss kreisärztlicher Beurteilung
(Urk. 12/324/8, Urk. 12/324/12, Urk. 12/324/16, Urk. 12/324/20, Urk. 12/324/24; vgl. E. 3.1).
Auch die übrigen formellen Anforderungen betreffend die Verwe
ndung der DAP (BGE 139 V 592 E.
6) sind erfüllt.
5.3
.3
Soweit die
Beschwerdeführerin
eine Kürzung des Tabellenlohnes sowie ein
en leidensbedingten
Abzug geltend macht (Urk. 1 S. 8-13), ist ihr entgegenzuhalten, dass
Abzüge im DAP-System grundsätzlich nicht sachgerecht
sind
(
Urteil des Bundesgerichts
8C_5
17/2019 vom 26. September 2019 E. 6.2.1). Unter Berück
sichtigung des kreisärztlichen Zumutbarkeitsprofils (E. 3.1) sind sodann ohnehin
keine Umstände auszumachen
, welche auf einem ausgeglichenen Arbeitsmarkt als
ausserordentlich
zu bezeichnen sind
, sondern ist von einem genügend breiten Spektrum an zumutbaren Verweisungstätigkeiten auszugehen
(vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_297/2018 vom 6. Juli 2018 E. 3.5)
.
Demzufolge besteht kein
Raum für eine Reduktion des
von der Beschwerdegegnerin gestützt auf die beige
zogenen DAP-Löhne ermittelten
Invalideneinkommens
von
Fr.
66'155.20
.
5.
4
Da das von der Beschwerdegegnerin eingesetzte Valideneinkommen ebenfalls
nicht
zu beanstanden ist (vorstehend E.
5.2
), ist die Invaliditätsbemessung insge
samt zutreffend, da
s
heisst
es resultiert
bei eine
m
Invaliditätsgrad von 4
%
kein Ren
ten
anspruch.
6.
Zusammengefasst ist der angefochtene Entscheid nicht zu beanstanden. Dies führt zur Abweisung der Beschwerde.
7.
7
.1
Da die Voraus
setzungen für die unentgeltliche
Rechtsverbeiständung
gemäss § 16 Abs. 1 und 2
des Gesetzes über das Sozialversiche
rungsgericht (GSVGer)
erfüllt sind
, ist der
Beschwerdeführer
in
antragsgemäss (Urk. 1 S. 2) Rechtsanwalt
Prof.
Dr.
Hardy
Landolt
als unentgeltlicher Rechtsvertreter zu bestellen.
7.2
Dem
u
nentgeltlichen Rechtsvertreter der Beschwerdeführerin
steht eine Entschä
digung aus der Gerichtskasse zu. Da
der Rechtsvertreter
bis heute keine Honorar
note eingereicht hat, ist
seine
Entschädigung nach Ermessen festzusetzen (v
gl. Urk. 13
). Nach § 34 Abs. 3
GSVGer
bemisst sich die Höhe der gerichtlich festzu
setzenden Entschädigung nach
der Bedeutung der Streitsache und der Schwierig
keit des Prozesses.
Unter Berücksichtigung dieser Faktoren
und des
geri
chtsüb
lichen Stundenansatzes von
Fr. 220.--
ist eine Entschädigung in der Hö
he von Fr. 2‘300.--
(inklusive Mehrwertste
uer und Barauslagen) angemessen und dem
ent
sprechend zuzusprechen.
7.3
Die
Beschwerdeführer
in
wird auf § 16 Abs. 4 GSVGer hingewiesen, wonach
sie
zur Nachzahlung der Auslagen für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichtet ist, sobald
sie
dazu in der Lage ist.