# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 0085460d-51af-5946-840e-e7c39b7338f9
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
X._, geboren 1966 in Italien, war seit seiner Einreise in die Schweiz
Mitte des Jahres 1981 an verschiedenen Stellen tätig, zuletzt bis circa Ende 20
11 respektive Anfang 2012 als Verkäufer und Magaziner bei der Y._ GmbH (Urk. 11/99/4; vergleiche zum Sachverhalt im Folgenden auch: Urteil des Sozialversicherungsgerichts IV.2009.01171 vom 31. August 2011, Urk. 11/40).
Nachdem er am 21. Dezember 2007 einen Unfall am rechten Knie erlitten hatte, meldete er sich am 25. Oktober 2008 bei der Invalidenversicherung zum Leis
tungsbezug an. In der Folge wies die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, das Rentenbegehren des Versicherten mit Verfügung vom 19. November 2009 ab. Die dagegen erhobene Beschwerde wies das Sozialver
sicherungsgericht mit dem unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Urteil IV.2009.01171 vom 31. August 2011 bei einem Invaliditätsgrad von 10 % ab (Urk. 11/40).
Auf ein weiteres Leistungsgesuch des Versicherten vom 2. April 2012 (Urk. 11/41) trat die IV-Stelle mit in Rechtskraft erwachsener Verfügung vom 13. Juli 2012 nicht ein (Urk. 11/47).
Ein
erneutes Leistungsgesuch
des
Versicherten vom
16. Oktober 2012 (Urk. 11/48) wies die IV-Stelle gestützt auf ein bidisziplinäres Gutachten (Urk. 11/99) von
Dr.
med.
Z._
,
Facharzt für
Innere Medizin
und Rheumatologie sowie Dr.
med.
A._
,
Facharzt für
Psychiatrie und Psychotherapie,
vom 25. August 2015 mit der unangefochten in Rechtskraft erwachsenen Verfügung vom 27. Oktober 2015 ab (Urk. 11/105).
1.2
Auf ein erneutes Leistungsgesuch des Versicherten vom 11. Juli 2016 (Urk. 11
/107) trat die IV-Stelle nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren (Urk. 11/116, Urk. 11/120) – sowie unter Hinweis darauf, dass er aufgrund seiner
Mitwirkungspflicht gehalten sei, mittels einer Alkoholabstinenz von mindestens sechs
Monaten seinen Gesundheitszustand wesentlich zu erhalten
(Schreiben vom 16. August 2016, Urk. 11/115) -
mi
t Verfügung vom 29. September 2016
nicht ein (Urk. 2).
2.
Dagegen liess der Versicherte am 31. Oktober 2016 Beschwerde erheben (Urk. 2) mit dem Antrag, in Aufhebung der Verfügung sei die IV-Stelle zu verpflichten, auf sein Leistungsbegehren einzutreten und die erforderlichen Abklärungen durchzuführen. Der Beschwerde legte er einen Bericht von Dr. med. B._ vom Spital B._,
Fachärztin für Gastroenterologie und Allgemeine
Innere Medizin, vom 12. September 2016 bei (Urk. 3). In der Vernehmlassung vom 16. Januar 2017 schloss die IV-Stelle auf Abweisung der Beschwerde (Urk. 10).
Mit (gleichlautenden) Eingaben vom 23. Dezember 2016 und 3. Januar 2017 (Urk. 6, Urk. 8) reichte der Versicherte einen Kurzaustrittsbericht des Spitals B._ vom 12. Dezember 2016 betreffend eine Hospitalisation vom 7. bis zum 12. Dezember 2016 ein (Urk. 7, Urk. 9). Die IV-Stelle verzichtete dazu auf eine Stellungnahme (Urk. 13).
Auf die Ausführungen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird, soweit erforderlich, in den Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemei
nen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
B
ei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 Prozent ergibt sich ein Anspruch auf eine Viertelsrente, bei
einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent Anspruch auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 Pro
zent Anspruch auf eine Drei
viertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 Prozent Anspruch auf eine ganze Rente (Art. 28 Abs. 2 IVG).
1.3
1.3.1
Wird der Verwaltung eine Neuanmeldung eingereicht, so ist gemäss Art. 87
Abs. 3 in Verbindung mit Abs. 2 der Verordnung über die Invalidenversiche
rung
(IVV) da
rin glaubhaft zu machen, dass sich der Grad der Invalidität seit dem letzten leistungsabweisenden Entscheid in einer für den Anspruch erhebli
chen Weise geändert hat.
Der versicherten Person kommt damit ausnahmsweise eine Beweisführungslast zu, und der Untersuchungsgrundsatz spielt insoweit nicht (BGE 130 V 64 E. 5.2.5). Die Ver
wal
tung hat daher erst dann gestützt auf den Untersuchungsgrundsatz von Amtes wegen für die rich
tige und vollstän
dige
Ab
klärung des rechts
erheblichen Sach
verhaltes zu sorgen (Art. 43 ATSG, Art. 57
IVG in Verbindung mit Art. 69 ff. IVV), wenn sie auf das Leistungs
be
gehren eingetreten ist.
Die Verwaltung hat nach dem Eingang einer Neuanmel
dung daher zunächst zu prüfen, ob die Vorbringen der versicherten Person über
haupt glaubhaft sind, und sie erledigt das Gesuch ohne weitere Abklärun
gen durch Nichteintreten, falls sie dies verneint.
1.3.2
Unter Glaubhaftmachen im Sinne von
Art.
87
Abs.
3 IVV ist nicht der Beweis nach dem im Sozialversicherungsrecht allgemein massgebenden Grad der über
wiegenden Wahrscheinlichkeit zu verstehen. Die Beweisanforderungen sind viel
mehr herabgesetzt, indem nicht im Sinne eines vollen Beweises die Über
zeu
gung der Verwaltung
begründet zu werden braucht, dass seit der letzten, rechts
kräftigen Entscheidung tatsächlich eine relevante Änderung eingetreten ist. Es genügt, dass für den geltend gemachten rechtserheblichen Sachumstand wenig
s
tens gewisse Anhaltspunkte bestehen, auch wenn durchaus noch mit der Mög
lichkeit zu rechnen ist, bei eingehender Abklärung werde sich die behaup
tete Sachverhaltsänderung nicht erstellen lassen. Bei der Prüfung der Frage, ob die Vorbringen der versicherten Person glaubhaft sind, berücksichtigt die Ver
wal
tung unter anderem, ob seit der rechtskräftigen Erledigung des letzten Leis
tungs
gesuchs lediglich kurze oder schon längere Zeit vergangen ist; je nach
dem sind an die Glaubhaftma
chung einer Änderung des rechtserheb
lichen Sachver
halts höhere oder weniger hohe Anforderungen zu stellen (Urteil des Bundesge
richts
9C_236/2011 vom 8. Juli 2011
E. 2.1.1 mit Hinweisen). Insofern steht der Verwaltung ein gewisser Beurteilungsspie
lraum zu, den das Gericht grund
sätz
lich zu respektieren hat (BGE 109 V 108 E. 2b;
Urteil des Bundesgerichts I 888/05
vom 7. Juni 2006 E. 2).
Die Eintretensvoraussetzung gemäss Art. 87 Abs. 3 IVV soll verhindern, dass sich die Verwaltung immer wieder mit gleichlautenden und nicht näher begrün
deten Rentengesuchen befassen muss (BGE 133 V 108 E. 5.3.1). Die Rechtskraft der früheren Verfügung steht einer neuen Prüfung so lange entge
gen, wie der seinerzeit beurteilte Sachverhalt sic
h in der Zwischenzeit nicht ver
ändert hat. Wenn die dem Revisionsg
esuch beigelegten ärztlichen Be
richte so wenig sub
stantiiert sind, dass sich eine neue P
rüfung nur aufgrund weiterer Erkennt
nisse allenfalls rechtfertigen wü
rde, ist die IV-Stelle zur Nach
forderung weiterer An
gaben nur, aber immerhin dann verpflichtet, w
enn den - für sich allein genom
men nicht Glaubhaftigkeit begründenden - Arztberichten konkrete Hin
weise ent
nommen werden können, wonach möglicherweise eine mit weiteren Erhe
bungen
erstellbare rechtserhebliche Änderung vorliegt (Urteil des Bundes
ge
richts 8C_
844/2012 vom 5. Juni 2013 E. 2.1 mit Hin
weisen
).
1.3.3
Das Gericht hat die Behandlung der Eintretensfrage durch die Verwaltung nur zu überprüfen, wenn das Eintreten streitig ist, das heisst wenn die Verwal
tung gestützt auf Art. 87 Abs. 3 IVV Nichteintreten beschlossen hat und die ver
si
cherte Person deswegen Beschwerde führt
. Seiner beschwerdeweisen Über
prü
fung hat das Gericht den Sachverhalt zugrunde zu legen, wie er sich der Ver
waltung bei Erlass des Nichteintretensentscheides bot (BGE 130 V 64 E. 5.2.5; Urteil des Bundes
gerichts 8C_196/2008 vom 5. Juni 2008). Zeitlicher
Ausgangs
punkt für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invalidi
tätsgrades bildet bei der Neuan
meldung die letzte rechtskräftige Verfügung, welche auf einer materiellen Prüfung des Rentenanspruchs beruht. Demgemäss sind die Verhältnisse bei Erlass der strittigen Verwaltungsverfügung mit denje
nigen im Zeitpunkt der letzten materiellen Abweisung zu vergleichen (BGE 130 V 64 E. 2, 130 V 71 E. 3, 133 V 108 E. 5.2 und E. 5.4). Dabei stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unver
än
dert geblie
benen Gesundheitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein ge
nommen keinen Revisionsgrund im Sinne von Art. 17 Abs. 1 ATSG dar (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71 E. 3.2.3).
2.
2.1
Strittig
und zu prüfen ist
im Folgenden einzig, ob der Beschwerdeführer eine
anspruchserhebliche Änderung seit der letzten materiellrechtlichen Leistungs
prüfung
mit Verfügung vom
27. Oktober 2015 (Urk. 11/105) glaubhaft zu machen vermochte oder ob die Beschwerdegegnerin zu Recht
auf
die Neuan
meldung des Beschwerdeführers vom 11. Juli 2016 (Urk. 11/107) nicht einge
treten ist.
Aufgrund der medizinischen Aktenlage besteht beim Beschwerdeführer seit längerer Zeit eine Beschwerdenproblematik, deren Diagnosen im Wesentlichen
wie folgt lauten (vgl. Bericht des Spitals
B._
vom 12. Januar
2016, Urk. 11/110/1): chronische nicht kalzifizierende Pankreatitis (Erstdiagnose 2000),
chronisch rezidivierende Cholangitiden (Erstdiagnose Juli 2012), chronischer Alkoholabusus (Erstdiagnose langjährig), chronische Hepatopathie (Erstdiagnose Juli 2012) mit mindestens inkompletter Leberzirrhose (Erstdiagnose Juni 2013), Diabetes mellitus (Erstdiagnose April 2012), chronische Bronchitis (Erstdiagnose unklar) bei einem fortgesetzten Nikotinabusus, arterielle Hypertonie (Erstdiag
nose unklar) und depressive Episoden mit Insomnie (Erstdiagnose September 2011). Am 11. Juni 2013 wurde beim Beschwerdeführer eine Bauchoperation (Hepaticojejunostomie und Cholezystektomie) durchgeführt (Urk. 11/69/2).
2.2
Der letzten leistungsverneinenden Verfügung vom 27. Oktober
2015 (Urk. 11/105)
lag im Wesentlichen das
bidisziplinäre Gutachten vom 25. August 2015 (Urk. 11/99)
zugrunde.
Darin diagnostizierten die Dres.
Z._
und A._ aus internistischer, rheu
ma
tologischer und psychiatrischer Sicht (Urk. 11/99/10)
mit langdauernder Aus-wirkung auf die Arbeitsfähigkeit eine leichtgradige depressive Episode mit anam
nestisch kurzfristigen mittelgradigen Episoden sowie - ohne langdauernde Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit - eine mässige Agoraphobie, einen Alko
holkonsum bei einem aktuell negativen
Car
bohydrate-Deficient Transfer
rin (CDT)-Wert, bei einer Hepatopathie und Pankreatopathie sowie ein Übergewicht mit einem Body-Mass-lndex (BMI) von 27,74 kg/m2, einen Nikotinkonsum von circa 65 pack years, eine periphere arterielle Verschlusskrankheit der Beine, eine chronisch obstruktive Pneumopathie bei einer aktuell akuten Bronchitis, ein Schlafapnoe-Syndrom, eine Gonarthrose rechts und einen Diabetes mellitus Typ2. Weiter gaben die Gutachter an (Urk. 11/99/20 f.), in der angestammten Tätigkeit betrage die Arbeitsunfähigkeit aus somatischer Sicht ab Mitte 2012 70 %, ab dem Zeitpunkt der Bauchoperation vom 11. Juni 2013 100 %, ab dem Ende der postoperativen Rehabilitationsphase Ende August 2013 0 %, ab Juli 2015 im Zusammenhang mit der anstehenden Angioplastie 50 %, ab Ende August 2015 bis zum Ende der Rehabilitationsphase circa Mitte September 2015 100 % und seit Ende September 2015 0 %. Seit spätestens Ende September 2015 sei somit aus somatischer Sicht wieder von einer vollen Arbeitsfähigkeit auszu
gehen. Aus psychiatrischer Sicht bestehe seit dem Ende der somatisch verur
sachten Einschränkung der Arbeitsfähigkeit eine 10%ige Arbeitsunfähigkeit des Versicherten.
3.
3.1
3.1.1
Zur Glaubhaftmachung der Verschlechterung des Gesundheitszustandes beruft sich der Beschwerdeführer zunächst auf die Berichte des Spitals B._ vom 12. und 29. Januar sowie vom 22. Februar 2016 betreffend Hospitalisationen in der Zeit vom 4. bis zum 8. und vom 11. bis zum 25. Januar 2016 sowie vom 11. bis 19. Februar 2016 (Urk. 11/110/1-7, 11/110/8-15, 11/110/16-21).
Ausgelöst wurde die Hospitalisation ab 4. Januar 2016 durch Oberbauch
schmer-zen, welche die Ärzte als Folge des über das Neujahr erfolgten übermässigen Alkoholkonsums interpretierten (Bericht vom 12. Januar 2016, Urk. 11/110/1 und 11/110/4), so dass der Beschwerdeführer nach durchgeführtem stationärem Alkoholentzug am 8. Januar 2015 wieder nach Hause entlassen wurde. Die beiden nachfolgenden Hospitalisationen ab 11. Januar und ab 11. Februar 2016 wurden durch erhöhte Entzündungsparamter ausgelöst, wobei die Entzündungs
werte aufgrund der jeweils erfolgten Therapie regredient waren, so dass der Beschwerdeführer am 25. Januar 2016 in gutem Allgemeinzustand respektive am 19. Februar 2016 beschwerdefrei entlassen werden konnte (Berichte vom 29. Januar und 22. Februar 2016; Urk. 11/110/8, Urk. 11/110/16). An diesem guten Zustand bei der Entlassung änderte sich gemäss den zu berück
sichti
gen
den medizinischen Akten in der folgenden Zeit nichts Wesentliches. Dies gilt umso mehr, als der Beschwerdeführer Anfang Februar 2016 unter der Aufsicht der Hausärztin eine Antabus-Therapie begann, die ohne wesentliche Komplika
tionen verlief (Berichte des Spitals B._ vom 17. Juni und 12. September 2016; Urk. 11/110/24, Urk. 3). Auch aus den zwei neuen Diagnosen, die in den Be
rich
ten des Spitals B._ - nebst der bekannten, bei der bidisziplinären Begutach
tung berücksichtigten Grundproblematik (E. 2.1-2) - aufgeführt wurden, näm
lich der Thrombozytopenie (Erstdiagnose unklar) und das Splenomegalie, kann aufgrund des gesamten Beschwerdebildes keine relevanten Verschlechterung abgeleitet werden, zumal die Thrombozytopenie am ehesten als äthyltoxisch eingeordnet wurde (Urk. 11/110/8) und die Splenomegalie im Bericht vom 17. Juni 2016 (Urk. 11/110/24) noch als Differentialdiagnose zur Thrombozy
to
penie erwähnt wurde.
3.1.2
Nach dem Gesagten bewegten sich die Vorfälle im Januar und Februar 2016 im Rahmen des bekannten Beschwerdekomplexes. Zudem konnten sie kurzfristig und erfolgreich therapiert werden und der Beschwerdeführer konnte in gutem Allgemeinzustand respektive beschwerdefrei entlassen werden. An diesem guten Verlauf änderte sich auch im folgenden Zeitraum nichts. Im Gegenteil nahm der Versicherte eine Antabus-Therapie auf und blieb in der Folge abstinent. Unter diesen Umständen hat der Beschwerdeführer mit den Vorfällen im Januar und Februar 2016 keine relevante Verschlechterung glaubhaft gemacht.
3.2
Zur Glaubhaftmachung der Verschlechterung des Gesundheitszustandes beruft sich der Beschwerdeführer sodann auf den Bericht des Spitals B._ vom 17. Juni 2016 betreffend eine Hospitalisation vom 10. bis zum 15. Juni 2016 (Urk. 11/110/24).
Ausgelöst wurde diese Hospitalisation durch eine Sepsis bei einer Escheria-Coli-Bakteriämie (Erstdiagnose 8. Juni 2016), welche die Ärzte in der Zusammen
schau der Befunde am ehesten als einen aszendierenden Infekt bei einem Status nach einer offenen Hepaticojejunostomie und rezidivierenden Cholangitiden beurteilten. Nach der entsprechenden Therapie waren die Entzündungswerte regredient, und es zeigte sich im Verlauf kein Auftreten von Bauchschmerzen oder sonstigen Beschwerden, so dass der Beschwerdeführer am 15. Juni 2016 wieder entlassen wurde. Die in diesem Bericht neu erwähnten leichte Hypna
triämie und die Soor-Ösophagitis waren ebenfalls behandelt worden, die Soor-Ösophagitis bereits am 3. Juni 2016 mit einer Einmalmedikation (Bericht des Spitals B._ vom 6. Juni 2016 betreffend eine ambulante Gastroskopie, Urk. 11/110/22). Insgesamt ergibt sich bei dieser Hospitalisation das gleiche Bild wie bei den Hospitalisationen zu Jahresbeginn, weshalb zur Vermeidung von Wiederholungen analog auf E. 3.1.2 verwiesen wird.
3.3
Im Weiteren beruft sich der Beschwerdeführer auf den Bericht von Dr. B._ vom Spital B._, Gastroenterologie, vom 12. September 2016 (Urk. 3). Darin wiederholte die Ärztin teilweise die seit längerer Zeit bestehenden gesund
heit
lichen Probleme. Sodann hielt sie fest, der Beschwerdeführer habe im Februar 2016 eine Antabus-Therapie angefangen und sei seither alkoholabstinent. Diese Aussage ist glaubhaft und findet in den übrigen medizinischen Akten Halt (Bericht des Spitals B._ vom 17. Juni 2016, Urk. 11/110/24/1 und 11/110/24/3 unten). Sodann erfolgte ein Hinweis auf «neu persistierende und progrediente Schluckstörungen sowie einen Gewichtsverlust». Diese bloss punktuellen, nicht näher eingeordneten oder konkretisierten Hinweise sind aufgrund der übrigen medizinischen Akten zu relativieren. So wurde die Schluckstörung am 3. Juni 2016 im Spital B._ mit einer Einmalmedikation behandelt (Urk. 11/110/22). Weder daraus, noch aus dem Hinweis auf einen Gewichtsverlust lässt sich daher eine relevante Verschlechterung ableiten, zumal im bidisziplinären Gutachten auf die Notwendigkeit einer Gewichtsabnahme hingewiesen worden war. Auch der nachfolgende Hinweis auf einen über die Jahre hinweg sich abzeichnenden verminderten Allgemeinzustand trifft in dieser Pauschalität so nicht mit der übrigen medizinischen Aktenlage überein, insbesondere auch nicht mit dem bidisziplinären Gutachten, von welchem vorliegend auszugehen ist. Somit kann der Beschwerdeführer auch aus diesem Bericht keine relevante Verschlechterung ableiten.
3.4
Nach dem Gesagten macht der Beschwerdeführer mit den zu berücksichtigenden
Arztberichten keine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes glau
b
haft. Auch seine weiteren Einwände vermögen an dieser Folgerung nichts zu ändern:
Massgebend ist der Sachverhalt, wie er sich bei Erlass der angefochtenen Ver
fügung vom 29. September 2016 präsentierte, weshalb der nachgereichte Bericht
des Spitals B._ vom 12. Dezember 2016 (Urk. 7 und 9) nicht zu berück
sich
ti
gen ist, zumal er die Hospitalisation vom 7. bis zum 12. Dezember 2016 betrifft, mithin einen Sachverhalt, der nach Erlass der angefochtenen Verfügung statt
fand.
Auf die Infragestellung des bidisziplinären Gutachtens vom 25. August 2015 durch den Versicherten ist nicht mehr näher einzugehen. Diese Einwände hätte der Versicherte mit einer Anfechtung der Verfügung vom 27. Oktober 2015 vorbringen können und müssen. Soweit der Beschwerdeführer sodann isoliert einzelne Diagnosen aufzählt (Urk. 1 S. 6 f.) ist – abgesehen davon, dass die inkomplette Leberzirrhose seit längerer Zeit bekannt ist – darauf hinzu
weisen, dass das Vorliegen einer neuen Diagnose an sich nicht bereits auf eine relevante Verschlechterung des Gesundheitszustandes schließen lässt. Denn einer
seits sind solche Diagnosen im Gesamtzusammenhang des medizinischen Erkenntnisprozesses zu würdigen, und andererseits braucht es für eine relevante Verschlechterung eine erhebliche, dauerhafte und objektivierbare Beeinträch
tigung. Im Übrigen kann bezüglich der Diagnostik auf die obigen Erwägungen verwiesen werden. Das Gleiche gilt für die Einwendungen im Zusammenhang mit der Antabus-Therapie. Auch daraus lässt sich wie gesagt aufgrund der von ihm eingereichten Berichte keine relevante Verschlechterung ableiten.
4.
Diese Erwägungen führen zur Abweisung der Beschwerde. Abschliessend sei der Beschwerdeführer auf seine gemäss der medizinischen Aktenlage zumutbare Mitwirkungspflicht hingewiesen, vom Alkohol abstinent zu sein und dies zu bleiben.
5.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Ver
fahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert im Rahmen von Fr. 200.-- bis 1'000.-- festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 500.-- anzusetzen. Ent
sprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwer
deführer aufzuerlegen.