# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 846590cf-50be-42e7-9c07-c59851c6c6d0
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_004
**Year:** 2009
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

hat sich ergeben:
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A. X. wurde am A. geboren. Er ist verheiratet mit B. und Vater von drei Kindern. X. erlernte den Beruf des Auto-Mechanikers und ist zurzeit bei der Firma C.-AG in D. als Mechaniker tätig. Nach eigenen Angaben erzielt er ein Einkommen von Fr. 4'500.-- netto monatlich. Seine Ehefrau verdient monatlich netto rund Fr. 2'100.--. X. hat Bankschulden von ca. Fr. 30'000.--. Zudem hat er an den Unterhalt des ersten Kindes einen monatlichen Betrag von Fr. 800.-- inkl. Kinderzulage zu bezahlen.
Im Schweizerischen Zentralstrafregister und im SVG-Massnahmenregister ist X. nicht verzeichnet.
B. Am 15. April 2007, um ca. 18.25 Uhr, fuhr X. mit seinem Motorrad auf der Schinstrasse von Thusis herkommend in Richtung Tiefencastel. In einer unübersichtlichen Rechtskurve, rund 200 Meter westlich des Passmal-Tunnels, kam es zu einer seitlichen Kollision mit einem entgegenkommenden Personenwagen, welcher von Y. gelenkt wurde. Nach der Kollision wurde das Motorrad mit dem Lenker X. auf die rechte Seite gegen den dortigen Felsen geschleudert, wo es zum Stillstand kam. X. wurde mittelschwer verletzt. An beiden Fahrzeugen entstand erheblicher Sachschaden.
C. Am 3. Oktober 2007 erliess die Staatsanwaltschaft Graubünden gegen X. einen Kompetenzentscheid und überwies die Strafsache an den Kreispräsidenten Domleschg zur Verfolgung im Übertretungsstrafmandatsverfahren.
Mit Strafmandat vom 5. Februar 2008, mitgeteilt am 20. Februar 2008, erkannte der Kreispräsident Domleschg X. der Verletzung von Verkehrsregeln im Sinne von Art. 34 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG schuldig und bestrafte ihn dafür mit einer Busse von Fr. 450.-- bzw. mit einer Ersatzfreiheitsstrafe von 9 Tagen.
D. Gegen dieses Strafmandat liess X. am 27. Februar 2008 Einsprache erheben, worauf der Kreispräsident die Sache gestützt auf Art. 175 Abs. 1 StPO dem Bezirksgerichtspräsidenten Hinterrhein zur Durchführung des ordentlichen Untersuchungs- und Gerichtsverfahrens überwies. Nach Ergänzung der Untersuchung erliess die Vizepräsidentin des Bezirksgerichts Hinterrhein am 19. Juni 2008 die Schlussverfügung.
E. Am 8. Juli 2008 reichte Y. eine Adhäsionsklage ein mit dem Antrag, ihm den am Fahrzeug entstandenen Schaden von Fr. 8'468.25 sowie Aufwendungen von pauschal Fr. 500.-- für Verhöre, Schriftverkehr, telefonische Abklärungen etc. zu bezahlen. In seiner Stellungnahme vom 29. Oktober 2008 beantragte X., die Adhäsionsklage auf den ordentlichen Zivilweg zu verweisen.
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F. Mit Verfügung der Bezirksgerichtsvizepräsidentin Hinterrhein vom 11. Juli 2008 wurde X. wegen Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG in Anklagezustand versetzt. Der Fall wurde dem Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein zur Beurteilung überwiesen.
G. Die Hauptverhandlung vor dem Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein fand am 10. November 2008 in Anwesenheit von X. sowie seines Rechtsvertreters statt. Mit Urteil vom 10. November 2008, mitgeteilt am 1. Dezember 2008, erkannte der Bezirksgerichtsausschuss Hinterrhein, wie folgt:
„1. X. ist schuldig der Verletzung von Verkehrsregeln gemäss Art. 34 Abs. 1 SVG in Verbindung mit Art. 90 Ziff. 1 SVG.
2. Dafür wird er mit einer Busse von CHF 300.00, ersatzweise mit einer Freiheitsstrafe von sieben Tagen bestraft.
3. Die Adhäsionsklage von Y. wird auf den ordentlichen Zivilweg verwiesen.
4. Die Kosten des Verfahrens, bestehend aus:
Untersuchungskosten des Bezirksgerichts Hinterrhein CHF 565.00
Verfahrenskosten des Kreisamtes Domleschg CHF 969.75
Gerichtsgebühr CHF 3'382.80
total CHF 4'917.55
gehen zulasten von X..

## Considerations