# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** d71b1f59-7f3b-460c-a784-4c35ee5350c4
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2016
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1955 geborene X._
arbeitete seit dem 1. August 2000 vollzeitlich als Hauswart bei der
Y._
AG (
Z._
AG
)
und war nebenamtlich für verschiedene Arbeitgeber im Reinigungsdienst tätig
. Am 20. M
ärz 2001 erlitt er einen Unfall
, als ein ungesicherter und führerloser Lastwagen seinen parkierten Lieferwagen rammte, worin er sich
zum Telefonie
ren befand
.
Hierbei zog er sich eine Distorsion der Halswirbelsäule (HWS) und eine Kontusion der Brustwirbelsäule (BWS) zu.
Die Schweizerische Mobiliar Versicherungsgesellschaft (im Folgenden kurz: Mobiliar) trat auf den Schaden ein und gewährte Heilbehandlung sowie Taggeld.
Am 18. Mai 2011 (Eingangs
datum) meldete sich der Versicherte bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle
,
zum Leistungsbezug an (Urk. 8/1). Diese traf erwerb
liche und medizinische Abklärungen
und zog die Akten des Unfallversicherers bei
. Die Mobiliar liess
X._
in der Klinik
A._
polydisziplinär begutachten (
polydis
ziplinäres
Gutachten vom 14. September 2005, Urk. 8/42) und stellte daraufhin mit Verfügung vom 24. Mai 2006
(Urk. 8/45) ihre Versicherungsleistungen rückwirkend mit dem Datum des Gutachtens der Klinik
A._
vom 14. September 2005 ein. Nach durchgeführtem
Vorbescheidverfahren
(Urk. 8/58 und Urk. 8/67)
sprach die IV-Stelle
mit Verfügung vom 11. Dezember 2006 (Urk. 8/70 in Verbindung mit Urk. 8/78)
dem Versicherten mit Wirkung ab 1. März 2002 eine ganze und mit Wirkung ab 1. Mai 2004 eine
Dreiviertelsrente
zu (Urk. 8/7
8
).
1.2
Nachdem
X._
i
m Fragebogen für die amtliche Re
vision der Invaliden
rente vom 18. März 2009 (Urk. 8/96) angegeben hatte, dass sich sein Gesund
heitszustand verschlimmert habe, klärte die IV-Stelle wiederum die erwerblichen und medizinischen Verhältnisse ab. Zwischenzeitlich ergingen das Urteil UV.2007.00472 des hiesigen Gerichts vom 3. Februar 2009 und das Urteil 8C_349/2009 des Bundesgerichts vom 17. August 2009, womit die
Leistungs
einstellung
der Mobiliar ges
chützt
wurde (Urk. 8/104). Das gegen den Versi
cherten geführte Strafverfahren wegen Versicherungsbetrug
s
wurde mit Verfü
gung
der Staatsanwaltschaft
B._
vom 22. März 2010 (Urk. 8/105) eingestellt. In der Folge liess die IV-Stelle
X._
durch die
Klinik C._
polydisziplinär (psychiatrisch, neuropsychologisch, orthopädisch-chi
rurgisch und neurologisch) begutachten (Gutachten vom 19. September 2011, Urk. 8/122). Mit Vorbescheid vom
8. Oktober 2012
(Urk. 8/127
) stellte die IV-Stelle dem Versicherten die Aufhebung der Rente in Aussicht.
Dagegen erhob er am 18. Dezember 2012 Einwand
(Urk. 8/130). Zum nachgereichten Bericht des
D._
vom 2
6.
Juni 2013 (Urk. 8/146), wo sich der Versicherte vom 15. April bis 20. Juni 2013 in
einer tagesklinischen Behandlung befand, erstattete die
Klinik C._
am 22. Oktober 2013 eine ergänzende Stellungnahme (Urk. 8/148 und Urk. 8/150). Mit Eingabe vom
24. Januar 2014
nahm
X._
Stellung (Urk. 8/159), woraufhin die IV-Stelle
die
medizinische
Aktenlage aktualisierte
(Urk. 8/161-162 und Urk. 8/164). Mit Verfügung vom 1. September 2014 stellte die IV-Stelle die Rentenleistungen per Ende Oktober 2014 ein (Urk. 2).
2.
Hiergegen erhob
X._
am 1. Oktober 2014 Beschwerde und beantragte, es sei ihm unter Aufhebung der Verfügung vom 1. September 2014 weiterhin eine
Dreiviertel
s
rente
zuzusprechen; unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Zudem ersuchte er um Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung sowie um Bestellung von
Rechtsanwältin
lic
.
iur
. Christine Fleisch als unentgeltliche
Rechtsbeiständin
(Urk. 1).
Die
Beschwer
degegnerin
schloss mit Beschwerdeantwort vom 7. November 2014 auf Abwei
sung der Beschwerde (Urk. 7, unter Beilage ihrer Akten, Urk. 8/1-169), was dem Beschwerdeführer am 5. März 2015 mitgeteilt wurde (Urk. 14).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen wird - soweit erforderlich - im Rahmen der nachfolgenden Erwägungen eingegangen.
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1
des Bundesgesetzes über den Allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts,
ATSG).
Sie kann Folge von Geburtsgebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung,
IVG).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beein
trächtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verur
sachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommen
den ausgeglichenen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesund
heitlichen Beeinträchtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine
Vier
telsrente
, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine
Dreiviertels
rente
und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.3
Bei erwerbstätigen Versicherten ist der Invaliditätsgrad gemäss Art. 16 ATSG in Verbindung mit Art. 28a Abs. 1 IVG aufgrund eines Einkommensvergleichs zu bestimmen. Dazu wird das Erwerbseinkommen, das die versicherte Person nach Eintritt der Invalidität und nach Durchführung der medizinischen Behandlung und allfälliger Eingliederungsmassnahmen durch eine ihr zumutbare Tätigkeit bei aus
geglichener Arbeitsmarktlage erzielen könnte (sog.
Invalideneinkom
men
), in Bezie
hung gesetzt zum Erwerbseinkommen, das sie erzielen könnte, wenn sie nicht in
valid geworden wäre (sog.
Valideneinkommen
). Der
Einkom
mensvergleich
hat in der Regel in der Weise zu erfolgen, dass die b
eiden hypo
thetischen Erwerbsein
kommen ziffernmässig möglichst genau ermittelt und einander gegenübergestellt werden, worauf sich aus der Einkommensdifferenz der Invaliditätsgrad bestimmen lässt (sog. allgemeine Methode des
Einkom
mensvergleichs
; BGE 130 V 343 E. 3.4.2 mit Hinweisen).
1.4
Ändert sich der Invaliditätsgrad einer Rentenbezügerin oder eines
Rentenbezü
gers
erheblich, so wird die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die Zukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben (
Art.
17
Abs.
1 ATSG). Anlass zur Rentenrevision gibt jede wesentliche Änderung in den tat
sächlichen Verhältnissen, die geeignet ist, den Invaliditätsgrad und damit den Rentenanspruch zu beeinflussen. Insbesondere ist die Rente nicht nur bei einer wesentlichen Änderung des Gesundheitszustandes, sondern auch dann
revidier
bar
, wenn sich die erwerblichen Auswirkungen des an sich gleich gebliebenen Gesundheitszustandes erheblich verändert haben (BGE 130 V 343 E. 3.5 mit Hinweisen). Eine Veränderung der gesundheitlichen Verhältnisse liegt auch bei gleich gebliebener Diagnose vor, wenn sich ein Leiden in seiner Intensität und in seinen Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit verändert hat (Urteile des Bun
desgerichts 9C_261/2009 vom 1
1.
Mai 2009 E. 1.2 und I 212/03 vom 28. August 2003 E. 2.2.3). Dagegen stellt die bloss unterschiedliche Beurteilung der Auswirkungen eines im Wesentlichen unverändert gebliebenen Gesund
heitszustandes auf die Arbeitsfähigkeit für sich allein genommen keinen
Revisi
onsgrund
im Sinne von
Art.
17
Abs.
1 ATSG dar. Zeitliche Vergleichsbasis für die Beurteilung einer anspruchserheblichen Änderung des Invaliditätsgrades bilden die letzte rechtskräftige Verfügung oder der letzte rechtskräftige
Ein
spracheentscheid
, welche oder welcher auf einer materiellen Prüfung des Ren
tenanspruchs mit rechtskonformer Sachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung
und Invaliditätsbemessung beruht (BGE 133 V 108; vgl. auch BGE 130 V 71
E.
3.2.3; Urteil des Bundesgerichts 9C_438/2009 vom 26. März 2010 E. 1 mit Hin
weisen).
1.5
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beur
teilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Be
richte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweisma
terial zu würdigen und die Gründe anzu
geben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze ent
scheidend, ob es für die Beant
wortung der gestellten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchun
gen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt - was vor allem bei psychischen Fehlent
wicklungen nö
tig ist -, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Auseinander
setzung mit den
Vorakten
abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge ein
leuchtet, ob die Schlussfolgerungen der medizinischen Exper
ten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszu
räumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Be
antwortung der Fragen erschweren oder ver
unmöglichen, gegebe
nenfalls deutlich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; U. Meyer-Blaser, Die Rechtspflege in der Sozialversi
cherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in H.
Fredenhagen
, Das ärztliche Gutach
ten,
3.
Aufl. 1994, S. 24 f.).
2.
2.1
Die Beschwerdegegnerin begründet die Renteneinstellung unter Hinweis auf das polydisziplinäre Gutachten der
Klinik C._
vom 19. September 2011 (Urk. 8/122)
einschliesslich
ergänzende
r
Stellungnahme vom 22. Oktober 2013 (Urk. 8/150)
damit, dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers
spätestens ab der Begutachtung in der Klinik
A._
am 14. September 2005 verbessert habe. Seither bestehe sowohl in seiner angestammten Tätigkeit als auch in einer behinderungsangepassten Tätigkeit eine 100%ige Arbeitsfähigkeit (Urk. 1).
2.2
Der Beschwerdeführer
ist demgegenüber der Ansicht,
dass sich
sein
Gesundheits
zustand in keiner Weise revisionsrechtlich relevant verbessert habe.
Zudem handle es sich bei der orthopädischen und der psychiatrischen Beurtei
lung der
Klinik C._
um eine unterschiedliche Beurteilung eines an sich sogar verschlechterten gesundheitli
chen Zustandes (
Urk.
1
).
3.
3.1
Die Rentenverfügung vom 11. Dezember 2006 (Urk. 8/70 in Verbindung mit Urk. 8/78) basierte im Wesentlichen auf dem polydisziplinären Gutachten
(rheumatologisch/orthopädisch, neuropsychologisch, psychiatrisch/psycho
so
matisch, neurologisch
einschliesslich einer Evaluation der funktionellen Leis
tungsfähigkeit [EFL]
)
der Klinik
A._
vom 14. September 2005
(Urk. 8/42)
, worin folgende Diagnosen gestellt wurden
:
1.
Chronisches
zervikozephales
und
zervik
obrachiales
Schmerzsyndrom
beid
seits bei/mit
-
Status nach HWS-Distorsion und Kopfkontusion am 20. März
2001
-
leichtgradiger
Fehlhaltung und
Fehlform
der HWS,
leichtgradiger
degenerativer Veränderung der HWS
-
muskulärer
Dysbalance
, segmentale Dysfunktion der HWS
-
neuropsychologischen Defiziten
-
ICD-10: M 53.0
2.
Anhaltender Schmerz (ICD-10: M 43.0), Unwohlsein und Ermüdung
(ICD-
10: R 53) in Verbindung mit psychischen (psychodynamisch
mutmasslich
wirksamen) Faktoren (ICD-10: F 54), namentlich:
-
psychodynamisch-theoretisch: narzisstischer Modus der
Symptom
per
sistenz
-
lerntheoretisch: negativ-operante Verstärkung von
Krankheitsverhalten
-
narzisstisch akzentuierter Persönlichkeitsstil (ICD-10: Z 73.1),
differentialdiagnostisch narzisstische Persönlichkeitsstörung,
ICD-10: F 60.8)
3.
Hochgradige
sensorineurale
Schwerhörigkeit beidseits (DD:
posttraumatisch)
-
Status nach Kopfkontusion und HWS-Distorsion am 20. März
2001
-
Tinnitus beidseits
-
ICD-10: H 90.3
4.
Rezidivierendes
thorakovertebrales
Schmerzsyndrom bei/mit
-
Wirbelsäulenfehlform und Fehlhaltung
-
seg
mentaler Dysfunktion der mittle
ren BWS
-
ICD-10: M 54.6
5.
Status nach Ringbandspaltung Daumen rechts am 16. Oktober 2001 bei
Tendinitis der
Quervain
Dig
. I rechts
6.
Arterielle Hypertonie
7.
Hypercholesterinanämie
Im bisheri
gen Tätigkeitsbereich als Haus
wart bestehe
seit dem Unfallereignis vom 20.
März 2001 eine anhaltende 100%ige Arbeitsunfähigkeit. Diese lasse sich einerseits durch eine vorübergehende ausgeprägte Depression begründen.
Zum Zeitpunkt der psychiatrischen Untersuchung im April 2004 habe allerdings keine wesentliche depressive Symptomatik mehr bestanden
, dies unter fortge
führter medikamentöser antidepressiver Therapie. Zusätzlich bestünden aber auch körperliche Gründe für eine anhaltende 100%ige Arbeitsunfähigkeit
in seiner bisherigen Tätigkeit
, da die durchgeführten Evaluationen der funktionel
len Leistungsfähigkeit (EFL) zu anhaltend ungenügende
m
Ergebnis
geführt hät
ten
(S. 42).
Aufgrund der Befunde in der EFL bestehe aus rein somatisch-funktioneller Sicht eine Zumutbarkeit für eine mittelschwere wechselnde Tätigkeit ganztags ohne längerdauernde Arbeit über Brusthöhe und vorgeneigte Position im Ste
hen/Sitzen. Sitzen, Stehen und Stehen vorgeneigt sowie Knien sollten bezogen auf einen 8-Stunden-Arbeitstag nur selten (1-5 %) vorkommen.
Tätigkeiten, welche ein gutes Gleichgewicht bedürften (auf Gerüsten und Dächern etc.) könnten aufgrund der Testungen im EFL mit ungenügendem Gleichgewicht beim Gehen und Stehen auf schmaler Standfläche nicht zugemutet werden. Aufgrund der
sensorineuralen
Schwerhörigkeit, welche mit Hörgeräten versorgt sei, seien zudem Tätigkeiten mit Lärmexposition und Tätigkeiten, wo der Beschwerdeführer häufig zuhören müsse, nicht zu empfehlen. Zudem sollten dem Beschwerdeführer Tätigkeiten, welche einer längerdauernden Konzentra
tion bedürften oder schnelle Reaktion
en
bedingten, aufgrund der neuropsycho
logischen Untersuchung ebenfalls nicht zugemutet werden. Aus psychiatrischer Sicht bestehe eine 50%ige Arbeitsfähigkeit halbtags für eine körperlich adap
tierte Tätigkeit ohne zusätzliche Eingrenzungen. Aus neurologischer und rheu
matologischer Sicht beständen keine weiteren Einschränkungen der Arbeitsfä
higkeit. Aus neurologischer Sicht werde eine adaptierte Tätigkeit von 70-80 % für möglich gehalten. Aus rheumatologischer Sicht bestehe
für eine wechselbe
lastende maximal mittelschwere Tätigkeit eine circa 75%ige Arbeitsfähigkeit (ganztags mit vermehrten Pausen von circa 2 Stunden über den Tag verteilt).
A
ufgrund
d
er interdisziplinären Untersuchung
bestehe zusammenfassend
eine
50%ige Arbeitsfähigkeit halbtags für eine maximal mittelschwere
wech
seltätig
wechselbelastende Tätigkeit mit maximalen Gewi
chtsbelastungen von 30 Kilogra
mm für Heben horizontal (selten 1-5 % bezogen auf einen 8-Stun
den-Arbeitstag)
ohne längerdauernde
Arbeiten über Brusthöhe und vorgeneigte Positionen im Stehen und Sitzen
und
ohne längerdauernde Tätigkeiten in kniender Position sowie ohne Tätigkeiten
,
welche lärmexponiert seien und län
geres Zuhören bedingten
,
und
ohne
Tätigkeiten, welche längerdauernde Kon
zentration und rasche Reaktion bedürften
. Ausgeschlossen seien zudem Tätig
keiten, welche Stehen und Gehen auf schmaler Standfläche beinhalteten
(S. 44
und S. 58
)
.
3.2
Grundlage für die rentenaufhebende Verfügung vom 1. September 2014 (Urk. 2) bildet das polydisziplinäre Gutachten der
Klinik C._
vom 1
9. September 2011 (Urk. 8/122), worin folgende Diagnosen genannt wurden:
-
Psychiatrisch:
-
keine psychopathologische Störung von Krankheitswert
-
narzisstisch akzentuierte Charakterzüge (ICD-10: Z 73.1)
-
Neuropsychologisch: unspezifische neurologische Störung aufgrund einer
wahrscheinlichen Aggravation
-
Orthopädisch-chirurgisch: chronisch rezidivierendes
Zervikalsyndrom
bei degenerativen Veränderungen der unteren Halswirbelsäule bei Status
nach HWS-Distorsion am 20. März 2001
-
Neurologisch:
sensorineurale
Schwerhörigkeit beidseits, mit Hörgeräten
versorgt und kompensiert
-
sowie arteri
elle Hypertonie, Diabetes mellit
us Typ II und Gicht.
Gemäss der psychiatrischen Beurteilung l
a
sse sich aufgrund der aktuell erhobe
nen Untersuchungsbefunde psychiatrisch keine Befundlage feststellen, die in genügender Weise auf das Bestehen einer versicherungs-psychiatrisch relevan
ten psychischen Störung hinweisen würde. So hätte
n
sich insbesondere keine Anhaltspunkte für eine relevante Depression oder relevante Angststörung gefunden. Ebenso
hätten
die Angaben des Beschwerdeführers hinsichtlich einer
posttraumatologischen
Störung verdeutlicht und atypisch
gewirkt
, wobei das anlassgebende Ereignis an sich schon nicht geeignet gewesen sei, eine relevante Traumatisierung im eigentlichen Sinne auszulösen. Ebenso seien weder die Befundlage noch überhaupt der Unfall (kurze Kollision von hinten) mit dem vereinbar, was mit dem Begriff einer andauernden Persönlichkeitsveränderung nach Extrembelastung gemeint sei.
Ferner seien die Art der Klagen und die ganze Präsentationsweise zu unspezifisch, als dass angesichts der mangelnden somatischen Erklärbarkeit
der geklagten Beschwerden das B
estehen einer
anhaltenden
somatoformen
Schmerzstörung bestätigt werden k
ö
nne. Offen
sichtlich sei aus psychiatrischer Sicht jedoch generell eine plakative Darstel
lungsweise mit Verdeutlichungstendenz bis hin zum Eindruck einer Aggrava
tion beziehungsweise Angabe von Beschwerden, die nicht erlebt w
ü
rden. Ins
gesamt sei also aus versicherungs-psychiatrischer Sicht aktuell keine psychische Störung zu diagnostiziere
n
, die als Grundlage einer Einschränkung der psychi
schen Zumutbarkeit gelten könnte.
Retrospektiv sei es jedoch wahrscheinlich,
dass der Unfall und seine Folgen ein B
elastungsfaktor unter mehreren anderen psychosozialen Belastungsfaktoren gewesen sei, die den Beschwerdeführer in der Zeit um den Unfall belastet hä
tten. Retrospektiv sei es gestü
tzt auf die damaligen psychiatrischen Berichte schon wahrscheinlich, dass im Jahr 2001 und vorwiegend
im Jahr 2002 eine gewisse leichtere depressive Symptomatik bestanden habe, die Anlass zur Diagnose einer länger dauernden depressiven Anpassungsstörung oder der Diagnose einer unspezifischen Affektstörung gege
ben habe. Schon im Jahr 2005 habe im Rahmen des Gutachtens der Klinik
A._
keine psychopathologische Diagnose mehr gestellt werden können, jedoch seien Überlegungen zur inneren Psychodynamik bei einer klar narziss
tisch-strukturierten Persönlichkeit angestellt worden. Dass die Charakterstruktur des Beschwerdeführers so gelagert sei, entspreche auch den aktuellen Eindrü
cken.
Im Vergleich zum psy
chischen Zustand im Jahr 2002 habe sich demnach im Abgleich mi
t
dem aktuellen psychischen Befund eine relevante Verbesserung eingestellt. Ebenso bestehe gesamthaft mit überwiegender Wahrscheinlichkeit eine gewisse, quantit
a
tiv aber weniger deutliche Verbesserung zwischen dem aktuellen Befund und dem psychiatrischen Befund der Klinik
A._
im Jahr 200
5.
Aus neuropsychologischer Sicht habe der Beschwerdeführer während
der Untersu
chung eine unsorgfältig
e
Arbeitsweise gezeigt und dabei lebhaft gesti
kuliert und oftmals Gespräche mit der Übersetzerin gesucht und dabei auch scherzende Bemerkungen gemacht, insgesamt dabei eindeutig nicht depressiv gewirkt. Der Beschwerdeführer habe insgesamt überwiegend unterdurchschnitt
lich
e
bis weit unterdurchschnittliche Testergebnisse gezeigt, wobei der Schwer
punkt der Test
s
auf die Prüfung der Aufmerksamkeitsfunktionen gelegt worden sei. Bei alleiniger Betrachtung der Testergebnisse würde man zum Schluss kommen, dass eine mittelschwere bis schwere neuropsychologische Störung vorliege. Gestützt auf die Durchführung einer standardisierten
Symptomvali
dierung
hätten sich jedoch Hinweise auf das
wahrscheinliche Vorliegen einer Aggravation der Beschwerden ergeben, womit die Glaubhaftigkeit des Ausmas
ses
der angegeben Beschwerden
und der diagn
ost
isch festgestellten
Leistungs
einbussen
in Frage zu stellen sei. Das neuropsychologisch ermittelte Testprofil
habe somit nur geringe Aussagekraft, und der Schweregrad einer allenfalls neuropsychologischen Störung sei entsprechend in jedem Fall geringer zu ver
anschlagen, als dies das Testprofil darlege.
Dazu
sei allerdings aus interdisz
ipli
närer Sicht zusätzlich
zu betonen
,
d
ass medizinisch nicht konklusiv herzuleiten wäre, wieso denn eine effektive neuropsychologische Störung bestehen könnte, da diesbezüglich die gängigsten Ursachen dafür (Hirnverletzung, schwere psy
chische Störung
oder schwerer Schmerzzustand) fehlten. Diagnostisch sei des
halb hinsichtlich der Resultate der Neuropsychologie von einer unspezifischen neuropsychologischen Störung aufgrund einer wahrscheinlichen Aggravation auszugehen.
Im Rahmen der orthopädisch-chirurgischen Untersuchung habe der
Beschwer
-
de
führer
über bohrende Schmerzen im Hals-/Nackenbereich, ferner zwischen den Schulterblättern sowie über eine Kraftlosigkeit in beiden Armen, Schmerzverstärkung bei Belastung und Wetterwechsel
,
geklagt. Kopfschmerzen und lumbale Beschwerden sowie Schmerzen im linken Grosszehengrundgelenk bei bekannter Gicht seien dem orthopädischen Gutachter - auch auf ausdrückli
ches Befragen hin - nicht geklagt
worden
. Diesbezüglich er
g
äben sich
Inkon
sistenzen bezüglich der geklagten Beschwerden im Abgleich mit dem, was gegenüber der Neurologin geklagt
worden sei. In der orthopädischen und kör
perlichen Untersuchung hätte
n sich nur
geringgradige
Funktionseinschränkun
gen
der HWS bezüglich Rotation und Seitenneigung bei einer regelrechten Fle
xion und Extension gezeigt. Die paravertebrale Muskulatur sei über der gesam
ten HWS und oberen BWS verspannt und
druckdolent
.
Die Lumbalwirbelsäule sei von de
r Beweglichkeit her unauffällig
bei guter
Entfaltbarkeit
und eine
m
Fussbodenabstand von 0 Zentimeter gewesen. Die aktuellen Röntgenaufnahmen der HWS und BWS zeigten deutliche degenerative Veränderungen in den Seg
menten C5-C7 mit Zunahme der Veränderungen im Vergleich zu den Aufnah
men aus den Jahren 2001 und 200
4.
An der BWS
zeigten sich
nur
altersent
sprechende
, im Vergleich zu den Voraufnahmen unveränderte degenerative Veränderungen. In der Befundung der HWS-Aufnahmen vom 26. April 2004 anlässlich der Begutachtung in der Klinik
A._
sei
von einer Instabilität bei
Re
klination
in den Segmenten C2-4 gesprochen worden. Aus aktueller
Neube
urteilung
dieser damaligen Bilder könnten die beschriebenen Instabi
litäten j
edoch nicht nachvollzogen werden. Ferner sei auch ein Medikamentenspiegel für
Pregabalin
(
Lyrica
, vom Beschwerdeführer als Schmerzmittel eingenommen) und von
Fluoxetin
(Antidepressivum)
gemessen worden. Daraus sei zu s
chlies
sen, dass die
Medik
a
mente allenfalls nicht in der beschriebenen Dosierung regelmässig
eingenommen würden, woraus sich wiederum Rückschlüsse ergä
ben, dass das beklag
t
e Beschwerdeerleben subje
ktiv mindestens weniger belas
te
nd sei, als verbal angegeben.
Die Schmerzen im HWS-Bereich seien mit den aktuell erhobenen klinischen und radiologischen Befunden insgesamt nicht in Übereinstimmung zu bringen.
Der objektivierbare Befund einer
geringgradigen
Beweglichkeitseinschränkung der HWS sei durch die inzwi
s
chen im üblichen Rahmen fortgeschrittene Degeneration im HWS-Bereich radiologisch ausrei
chend erklärbar.
Hinsichtlich der
vordemonstrierten HWS-Beweglichkeit ergä
ben sich deutliche Inkonsistenzen zwischen der orthopädischen und der neuro
logischen Untersuchung mit beidseitiger deutlicher Einschränkung der Rotation bei der formellen Untersuchung, wogegen während des Anamnesegesprächs im Rahmen der Kopfdrehungen zur Dolmetscherin hin eine freie Beweglichkeit der HWS möglich gewesen sei. Zusammenfassend müsse aus orthopädischer Sicht festgestellt werden, dass die geringen Beschwerden an der HWS durchaus durch die mittlerweile fortgeschrittene degenerative (radiologisch dokumentierte) Ver
änderung erklärt w
ürden
, nicht jedoch in dem Ausmass, wie die Beschwerden vom Beschwerdeführer subjektiv angegeben würden. Diese geringe
Funktions
einschränkung
b
e
wirke eine entsprechende
Einschränkung der qualitativen Leistungsfähigkeit.
Im Abgleich mit den Resultaten der Evaluation der funktio
nellen Leistungsfähigkeit (EFL) im
Rahmen des Gutachtens der K
linik
A._
habe sich schon damals eine
leichtgradig
verbesserte Belastbarkeit
gegenüber de
r
EFL in der
Klinik C._
im Mai 2002 gezeigt. Im Rahmen de
r
EFL im Jahre 200
4
in der Klinik
A._
sei der Beschwerdeführer hinsichtlich seiner bisherigen beruflichen Tätigkeit als Hauswart als nicht mehr einsetzbar taxiert worden. Gemäss Gutachten der Klinik
A._
seien aber schon damals mittel
schwere wechselbelastende Tätigkeiten ohne länger dauernde Arbeit über Brust
höhe ganztags zumutbar gewesen. Dieses Zumutbarkeitsprofil werde im Rahmen der aktuellen EFL in der
Klinik C._
(2011) bestätigt. Die Einschätzung über die zuletzt ausgeübte Tätigkeit als Hauswart
ändere sich aus Sicht
des aktuellen Gutachterteams insofern, als davon ausgegangen werde, dass die Hauswarttätigkeit einer mittelschweren Tätigkeit entspreche; dies mit der
Ein
schränkung, dass eine länger
dauernde Arbeit über Brusthöhe nicht zumutbar sei. Eine solchermassen definierte Tätigkeit als Hauswart sei einerseits aktuell zumutbar, sei jedoch retrospektiv auch schon zur Zeit der Begutachtung in der Klinik
A._
im Jahr 2005 zumutbar gewesen. Eine weitere physiotherapeuti
sche Behandlung bei einem so gut durchtrainiert wirkenden und athletisch gebaute
n
Beschwerdeführer mit letztlich nur geringen Beschwerden aufgrund von degenerativen Veränderungen erscheine wenig sinnvoll, da diese kaum
eine Besserung des Gesamtzustandes bewirken dürfte. Aus orthopä
disch/physikalisch-medizinischem Fachgebiet sei ab September 2005 eine Zumutbarkeit für die berufliche Tätigkeit als Hauswart
sowie für andere berufli
che Tätigkeiten
vorhanden
(mittelschwere Tätigkeiten)
, allerdings unter der Beachtung der Einschr
änkung, dass damit keine länger
dauernden Tätigkeiten über Brusthöhe verbunden seien.
Aus der EFL ergäben sich aktuell deutlich bessere Resultate als im Vergleich zum Belastungstest 2002 (recte: 2004). Die berufliche Tätigkeit als Hauswart sowie andere mittelschwere Arbeiten seien ganztags zumutbar. Spezielle Ein
schränkungen beständen hinsichtlich lä
nger
dauernder Tätigkeit über Brusthöhe. Aus physikalisch-medizinisch
er Sicht
ergäben sich keine Empfehlungen bezüg
lich einer weiteren Behandlung.
Es
sei
eine mässige Symptomausweitung fest
gestellt worden.
In der neurologischen Untersuchung habe sich im Abgleich mit den Resultaten der orthopädischen Untersuchung eine demonstrierte Einschränkung der Rota
tion nach rechts um 2/3, nach links um 1/3 ergeben. Im Finger-Nase-Versuch habe er atypisch und inkonsistent wirkend daneben gezeigt. Im
Rahmen des Diabetes habe sich eine Abschwächung des Achillessehnenreflexes beidseits gezeigt. Gegenüber der Neurologin sei ein starker Kopfschmerz geklagt worden, dies in Diskrepanz dazu, dass solches gegenüber dem orthopädischen Chirurgen auch auf Befragen hin nicht angegeben worden sei.
Insgesamt gebe es damit auch keine Hinweise auf einen möglichen
Medikamentenübergebrauchskopf
schmerz
. Eine Kopfschmerzdiagnose sei somit auch aus neurologischem Gebiet heraus nicht sinnvoll möglich. Es best
e
he eine
sensorineurale
Schwerhörigkeit, die mit Hörgeräten versorgt sei
und womit der Beschwerdeführer im sozialen Kontakt voll funktionsfähig sei. Aus medizinischer Sicht sei aber nicht erklär
bar, wie der in Rede stehende Unfall zu einer beidseitigen
sensorineuralen
Schwerhörigkeit geführt haben könnte. Die diesbezüglich vermutenden neuro
logischen Aussagen für das ORL-Gebiet im Gutachten der Klinik
A._
vom Jahre 2005 könnten so nicht nachvollzogen werden. Generell lasse sich jedoch aussagen, dass lärmexponierte Arbeiten bei einer
sensorineuralen
Schwerhörig
keit, die mit Hörgeräten versorgt sei, nicht geeignet seien, da Hörgeräte häufig die Lärmbelastung verstärkten. Aus neurologisch-neuropsychologischer Sicht fänden sich zum Untersuchungszeitpunkt keine relevanten Einschränkungen, welche eine längerfristige Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers im Beruf des Hauswartes und Hausverwalters erklären würden
. Theoretisch bestehe somit aus rein neurologisch-neuropsychologischer Sicht eine 100%ige Arbeitsfähig
keit im angestammten Beruf. Aus neurologischer Sicht seien mittelschwere Tätigkeiten in Wechselbelastung ohne Einschränkungen im Arbeitspensum
zumutbar.
Insgesamt sei also interdisziplinär zu folgern, dass versicherungsmedizinisch keine Störung aus irgendwelchem Fachgebiet bestehe, welche mit einer
ganztä
tigen
Zumutbarkeit von mittelschweren Tätigkeiten unter Be
achtung der Aus
nahme für länger
dauernde Tätigkeiten über Brusthöhe nicht vereinbar wäre. Insbesondere gelte dies auch für das psychiatrische Gebiet. Der Beschwerdefüh
rer habe insgesamt wach und aufmerk
sam gewirkt, sei kräftig gebaut und
sei soweit kooperativ bei den Abklärungen gewesen
. In verschiedener Hinsicht habe er
jedoch inkonsistente Befunde demonstriert und es liege wahrscheinlich eine Aggravation vor. Ge
g
enüber dem Zustand im Jahr 2002 habe eine deutliche Besserung stattgefunden. Das aktuelle Befundprofil sei
leichtgradig
besser als anlässlich der Begutachtung
in der Klinik
A._
im Jahr 200
5.
Dabei sei dies
bezüglich nochmals festzuhalten, dass die durch das Gutachten
A._
attes
tierte Einschränkung der Arbeitsfähigkeit sich vor allem auf die Aussagen im psychiatrischen Teilgutachten stütze, was aber nicht in genügender Weise durch die damaligen psychiatrischen Befunde in
A._
ausgewiesen gewesen sei und eher einen Kompromiss
darstelle
,
und zwar
zwischen der damals z
uvor at
tes
tierten 100%igen psychiatrischen Einschränkung und dem, was streng genom
men aufgrund der fehlenden effektiven psychopathologischen Befunde hätte attestiert werden müssen, nämlich das Fehlen einer Einschränkung aus p
sychi
atrischer Sicht
.
3.3
Im Rahmen des
Einwandverfahrens
fanden folgende
weitere
Berichte Eingang in
die
Akten:
3.3.1
Im Bericht des
D._
vom 2
6.
Juni 2013 (Urk. 8/146), wo sich der Beschwerdeführer vom 15. April bis 20. Juni 2013 in einer tagesklinischen Behandlung befand, wurden folgende Diagnosen aufge
führt:
1.
Mittelgradige depressive Episode (ICD-10: F 32.1)
2.
Anhaltende
somatoforme
Schmerzstörung (ICD-10: F 45.4)
3.
Zervikalsyndrom
mit/bei Status nach HWS-Distorsion am 20. März 2001
4.
Hochtonschwerhörigkeit beidseits mit/bei Schädigung Innenohr durch
Unfall
5.
Status nach Suizid
versuch im September 2012 (ICD-10: X 61)
Der Test zur Erfassung der Schwere einer Depression (TSD) habe sowohl zu Beginn als auch am Ende der Therapie einen Wert für eine schwere Depression gezeigt (DW:
Rohwert
-11). Der Beschwerdeführer fühle sich entsprechend zu 100 % arbeitsunfähig.
Der Beschwerdeführer
sei
mit gleichbleibendem Gesund
heitszustand und zu 100 % arbeitsunfähig aus
dem 8-wöchigen
Rehabilitations
programm
entlassen worden. Die Depression habe nur leicht reduziert werden
können. Prognostisch günstig sei die hohe Motivation des Beschwerdeführers. Ungünstig sei dagegen
die schwere Schmerzstörung, die es dem Beschwerde
führer erschwere, seine Verhaltens
muster
/Bewältigungsstrategien und seine Problematiken zu verarbeiten/verdrängen.
3.3.2
Am 22. Oktober 2013
hielt
Dr.
med.
E._
, Facharzt Psychiatrie und Psychotherapie FMH, von der
Klinik C._
in seiner ergänzenden
Stel
lung
nahme
zum ärztlichen Bericht des
D._
vom 26. Juni 2013 (Urk. 8/150, vgl. E. 3.3.1)
fest, dass
v
ersicherungsmedizi
nisch
von einer mittelgradigen, aber auch
schwergradigen
Depression berichtet
werde
, wobei eine
schwergradige
Depression schon rein aufgrund der psychiat
rischen Befundlage nicht belegbar sei. Auch die eingesetzten Testinstrumente könnten aus gutachterlicher Sicht keine objektiven Befunde liefern. Der Bericht des
D._
komme aufgrund eines sogenannten „negativen Leistungsbildes“ zum Schluss einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit des Beschwerdeführers, auch für Verweistätigkeiten. Die Elemente dieses nega
tiven Leistungsbildes würden aber weder genannt noch effektiv belegt oder nachgewiesen. Deshalb könne die Beurteilung im Rahmen der Begutachtung in der
Klinik C._
im Jahr 2011 nicht entkräftet werden.
Psychiatrisch-diagnostisch liege auch nach intensivem Studium des Berichtes des
D._
aktuell nur möglicherweise eine effektive depres
sive Störung vor, die über das Ausmass einer an sich gut nachvollziehbaren
Missgestimmheit
hinausgehen würde. Dieser Auslenkungsgrad einer möglichen Depression sei aber nicht als schwere Depressionsform zu bezeichnen; höchstens liege (möglicherweise) eine leichte bis maximal mittelgradige Depression (ICD-10: F. 32.0 oder F 32.1) vor. Damit bewege man sich im Bereich dessen, was versicherungsmedizinisch ebenfalls eine teilweise Einschränkung der Arbeitsfä
higkeit rechtfertigen würde. Im Gutachten der
Klinik C._
vom 19. September 2011 habe eine psychiatrisch ausgewiesene Arbeitsunfähigkeit angesichts der unüberbrückbaren, zahlreichen Inkonsistenzen und
Aggravati
onstendenzen
des Beschwerdeführers nicht belegt werden können. Die seinerzeit
in
C._
diagnostizierten, akzentuierten Charakterzüge mit narzisstische
r
Prägung seien ferner keine Grundlage, um darauf gestützt eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit/Zumutbarkeit attestieren zu können. Insgesamt, bei Betrachtung des gesamten Verlaufs, sei allerdings schon von einem hohen
Chronifizierungsgrad
und einer verfahrenen Situation auszugehen, wo der Beschwerdeführer nun seit 2001 nicht mehr erwerbstätig sei und nach initial durchgemachter Depression bei erheblichen, psychosozialen Schwierigkeiten sich nun in einer perspektivenlosen Situation befinde, wobei der Streit um Ver
sicherungsleistungen weitergehe.
3.3.3
Dem Austrittsbericht der Klinik
A._
vom 17. Januar 2014 (Urk. 8/161), wo sich der Beschwerdeführer vom 28. November bis 18. Dezember 2013 in statio
närer Behandlung befand, sind folgende Diagnosen zu entnehmen:
1.
A
ktuell
leichtgradige
depressive Episode mit somatischem
Syndrom
(ICD-
10: F 32.0)
2.
Akzentuierte Grundpersönlichkeit bei
histrionischem
Charakter (ICD-10:
F 61.1)
3.
Z
ervikozephales
und
zervikothorakales
Syndrom
-
Fehlhaltung der Wirbelsäule
-
muskuläre
Dysbalancen
/Insuffizienzen
-
Status nach HWS-Distorsionstrauma am 20. März 2001
4.
Diabetes mellitus Typ II (insulinpflichtig)
5.
Hochtonschwerhörigkeit beidseits: Schädigung Innenohr durch einen
Unfall
Der Beschwerdeführer sei in gebessertem Allgemeinzustand nach Hause entlas
sen worden. Während der Dauer des stationären Aufenthalts habe eine 100
%
ige Arbeitsunfähigkeit bestanden. Die weitere Beurteilung obliege dem nachbehan
delnden Arzt. Das zuletzt ausgeübte Arbeitsausmass sollte wieder erreichbar sein.
In diesem Zusammenhang erwähnten sie einen stundenweisen Einsatz als
Hausabwart
(
Urk.
8/161/4,
Urk.
8/161/7). Gegenüber dem nachbehandelnden Arzt des
D._
berichteten sie über eine zum jetzigen Zeitpunkt als höchstens noch
leichtgradig
anzusehende depressive Episode (
Urk.
8/161/10).
3.3.4
F._
, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, des
D._
hielt in seinem Bericht vom 25. März 2014 - unter Nennung derselben Diagnosen wie im Bericht vom 26. Juni 2013 (vgl. E. 3.3.1) - fest, dass die Depression durch den Klinikaufenthalt in
A._
und die laufende Behandlung dauerhaft
leider nur sehr leicht habe reduziert werden können. Der Beschwerdeführer sei sowohl im angestammten Beruf als auch in einer angepassten Tätigkeit bis auf Weiteres zu 100 % arbeitsunfähig.
3.3.5
Der Bericht des
D._
vom 1
0.
April 2014 (Urk. 8/164) hielt nun eine Verschlechterung post-stationär fest. So se
i
die depressive Symptomatik nach dem Klinikaufenthalt in
A._
exazerbiert
. Der Beschwerdeführer sei weiterhin zu 100 % arbeitsunfähig.
3.3.6
Dipl. med.
G._
, Facharzt für Neurologie, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, vom Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD)
führte
in seiner Stellungnahme vom 7. August 2014
(
Urk.
8/167/7)
aus,
dass die im Rahmen des
Einwandverfahrens
neu eingereichten medizinischen Befunde
in sich nicht konsistent seien und zudem die ange
ge
benen Symptome vergleichbar mit den im Jahre 2009 vor der Begutachtung geschilderten Symptomen
seien
. Ausser
dem habe der begutachtende
Dr.
E._
von der
Klinik C._
in seinem Bericht vom 22. Oktober 2013 ausführlich Stellung zu den neuen
Arztberichten genommen. Bei Austritt aus der Klinik
A._
habe nur noch eine leichte depressive Störung vorgelegen. Zusätzlich sei neu eine
histrionische
Grundper
sönlichkeit (ICD-10: F 61.1) verschlüsselt worden. Es lasse sich jedoch nicht herleiten, wie es zu dieser Diagnose komme. Im Anschluss an den Aufenthalt in
A._
sei vom
D._
am 25.
März 2014 eine gleichbleibende Symptomatik bescheinigt worden. Der aktuellste Bericht des
D._
vom 10. April 2014 spreche nun von einer post-stationären Verschlechterung.
Alles in Alle
m
wiesen die neuen medizinischen Berichte keine neuen medizini
schen Sachverhalte aus, welche nicht schon im ausführlichen Gutachten der
Klinik C._
vom 19. September 2011 gewürdigt worden seien. Es sei weiterhin darauf abzustellen.
4.
4.1
Vorliegend ist zu prüfen, ob sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers seit der Rentenverfügung vom 11.
Dezember 2006 (Urk.
8/70
in Verbindung mit Urk. 8/
78
) und der am 1. September 2014 verfügten Rentenaufhebung (Urk. 2) anspruchserheblich verbessert hat.
4.2
Das interdisziplinäre Gutachten der
Klinik C._
vom 19. September 2011 (Urk. 8/122) basiert auf einer umfassenden psychiatrischen, neuropsycho
logischen, orthopädisch-chirurgischen und neurologischen Untersuchung und wurde in Kenntnis und in Auseinandersetzung mit den
Vorakten
(Anamnese) abgegeben. Die begutachtenden Ärzte haben detaillierte und nachvollziehbare Befunde und Diagnosen erhoben und sich mit den vom Beschwerdeführer geklagten
Beschwerden auseinandergesetzt. Zudem haben sie die medizinischen Zusammenhänge und die medizinische Situation einleuchtend dargelegt und ihre Schlussfolgerungen nachvollziehbar begründet. Dem interdisziplinären Gutachten kommt daher grundsätzlich volle Beweiskraft zu (vgl. E. 1.5).
4.3
Die Gutachter der
Klinik C._
stellten
in einer interdisziplinären Zusam
menfassung
schlüssig fest,
dass sich der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers relevant verbessert hat. Diese Schlussfolgerung wird nach
vollziehbar und mit Augenmerk auf die einzelnen Fachdisziplinen detailliert begründet.
Der psychiatrische Gutachter schloss aufgrund der aktuellen Befundlage die Diagnose einer psychischen Störung mit Krankheitswert aus und verwies dabei hauptsächlich auf die plakative Darstellungsweise mit Verdeutlichungstendenz bis hin zum Eindruck einer Aggravation seitens des Beschwerdeführers
. Auch das Vorliegen einer
somatoformen
Schmerzstörung wurde
verneint und über
zeugend damit begründet, dass
einerseits die geklagten Beschwerden nur unzu
reichend erklärbar sind und dass andererseits die Art der Klagen und die ganze Präsentationsweise des Beschwerdeführers zu unspezifisch sind.
Die Beurteilung vom Psychiater
Dr.
E._
als Leiter der Begutachtung, wonach aktuell keine depressive Symptomatik
mehr
besteht, überzeugt auch deshalb, da e
r
die Ent
wicklung der psychischen Erkrankung des Beschwerdeführers
-
in Übereinstim
mung mit dem Gutachten der Klinik
A._
von 2005
-
wiedergibt.
Angesichts dieser Entwicklung der psychischen Störung des Beschwerdeführers über die Jahre vermag denn auch die festgestellte quantitative
Verbesserung
seit dem psychiatrischen Befund der Klini
k
A._
von 2005 zu überzeugen, auch wenn diese
im Verhältnis zur psychischen Situation im Jahre 2002 weniger deutlich ausfällt.
Auch die neuropsychologische Beurteilung, wonach nur eine unspezifische Stö
rung
aufgrund einer wahrscheinlichen Aggravation
vorliegt,
erscheint ange
sichts des geschilderten Testverhaltens des Beschwerdeführers (unsorgfältige Arbeitsweise, (weit) unterdurchschnittliche Testergebnisse, scherzend und gesti
kulierend) stimmig.
Das Fehlen einer eigentlichen Ursache für die neuropsy
chologische Störung (Hirnverletzung, schwere psychische Störung oder schwe
rer Schmerzzustand) bestätigt diese Schlussfolgerung.
Im Gutachten der Klinik
A._
vom 1
4.
September 2005 wurden demgegenüber noch neuropsycholo
gische Defizite erwähnt (E. 3.1)
Bereits im Jahr 2005 stellte das Gutachten der Klinik
A._
unter anderem
leicht
gradige
degenerative Veränderungen der HWS sowie gewisse segmentale Dysfunktionen fest und attestierte dem Beschwerdeführer
aufgrund der befun
denen funktionellen Einschränkungen
aus rheumatologischer Sicht nur eine circa 75%ige Arbeitsfähigkeit.
Die gutachterliche Beurteilung, wonach
die nun
mehr vorgefundenen
geringen klinischen und radiologischen Befunde die vom Beschwerdeführer geklagten Schmerzen und Beschwerden nicht
mehr
erklären
würden
, erscheint auch a
ngesichts der demonstrierten Inkon
sistenzen und der Non-Compliance bei der Medikamenteneinnahme durchaus schlüssig. Dass die
nachweisbare
geringe Funktionseinschränkung
der HWS eine ent
sprechende
Einschränkung der qualitativen Leistungsfähigkeit bewirkt
(keine
mittelschwe
re
n
Tätigkeiten ohne längerdauernde
s
Arbeiten über Brusthöhe
),
ist
nachvoll
ziehbar
.
Die wiedererlangte 100%ige Arbeitsfähigkeit mit der geringen
physika
lisch-medizinische
n
Einschränkung
wird
auch durch die
besseren
EFL-Testre
sultate
gestützt.
Kommt hinzu, dass die früher noch geklagten
lumbo
-vertebra
len Schmerzen, Kopfschmerzen sowie Schmerzen im linken Fuss nicht mehr erwähnt wurden (
Urk.
8/122/78), demnach entfielen.
Auch in neurologischer Sicht konnte - unter Hinweis auf atypisches und inkon
sistentes Verhalten des Beschwerdeführers - keine relevante Einschränkung der Arbeitsfähigkeit (mehr) festgestellt werden. Demnach hat sich auch diesbezüg
lich der Gesundheitszustand insoweit gebessert, als im Gutachten der Klinik
A._
im Jahre 2005 noch eine 70-80%ige Arbeitsfähigkeit in adaptierten Tätigkeiten attestiert wurde.
4.4
4.4.1
Der Beschwerdeführer bringt vor, dass
sich
der Gesundheitszustand des Beschwer
deführers in keiner Weise revisionsrechtlich relevant verbessert habe. Zudem handle es sich
insbesondere
bei der orthopädischen und der psychiatri
schen Beurteilung der
Klinik C._
um eine unterschiedliche Beurteilung eines an sich sogar verschlechterten gesundheitlichen Zustandes
(Urk. 1 S. 11 ff.)
. So sei insbesondere das depressive Zustandsbild, welches neben dem nar
zisstisch akzentuierten Persönlichkeitsstil Grundlage für die
Rentenzusprache
im Jahre 2006 gewesen sei, auch aktuell noch vorhanden. Dabei sei
zwischenzeit
lich
von einer
chronifizierten
mittelschweren Depression auszugehen
. Nicht einmal eine 8-wöchige tagesklinische Behandlung im
D._
und ein 4-wöchiger stationärer Aufenthalt in der Klinik
A._
hätten die Depression massgeblich reduzieren können (Urk. 1 S. 18 ff.).
Die Einschätzung des
D._
(vgl. E. 3.3.1 und E. 3.3.3-5) ist
jedoch
nicht konsistent. Wie
Dr.
E._
in seiner ausführlichen Stellungnahme vom 22. Oktober 2013 (E. 3.3.2) überzeugend darlegt, lässt sich eine mittelgradige Depression aufgrund der psychiatrischen Befundlage nicht belegen.
Obwohl beim Austritt aus der Klinik
A._
im Januar 2014 nur
eine
noch
höchstens
leichte depressive Störung bei gebessertem Allgemeinzustand vorlag (vgl. E. 3.3.3), bescheinigte das
D._
im März
2014 anfänglich
eine gleichgebliebene Symptomatik (
mittelgradige Depression).
Im
Bericht vom 10. April 2014 (E. 3.3.5) wurde wiederum - unter blossem Hinweis auf eine Exazerbation - von einer post-stationären Ver
schlechterung gesprochen.
Die neu eingereichten medizinischen Befunde des
D._
vermögen auch a
ngesichts der
im Gut
achten der
Klinik C._
nachvollziehbar
dargelegten zahlreichen Inkon
sistenzen und den Aggravationstendenzen des Beschwerdeführers
nicht zu überzeugen.
4.4.
2
Der Beschwerdeführer wendet weiter ein,
dass
der Orthopäde
der
Klinik C._
aufgrund
der objektiv zugenommen
en
Degeneration an der HWS
zu Unrecht eine Verbesserung der gesundheitlichen Situation feststelle (Urk. 1 S. 12 f.).
Dem ist zu entgegnen, dass die klinischen Befunde an der HWS
seit jeher
nur gering
waren
und im üblichen Rahmen fortgeschritten sind. Angesicht
s
der mit Medikamentenspiegel festgestellten
fehlenden
Medikamenteneinnahme
und den zahlreichen demonstrierten Inkonsistenzen ist davon auszugehen, dass die Beschwerden des Beschwerdeführers subjektiv weniger belastend sind als verbal angegeben
,
beziehungsweise sich
die Beschwerden
gemildert haben. Auch die besseren EFL-Resultate sprechen für einen gebesserten orthopädischen Zustand des Beschwerdeführers.
Letztlich entscheidet das klinische Bild und nicht radi
ologische Befunde oder die medizinisch zumutbare Arbeitsleistung.
4.4.
3
Im Weiteren stellt der Beschwerdeführer ein
aggravatorisches
Verhalten in Abrede
(Urk. 1 S. 16)
. Dabei ist darauf hinzuweisen, dass die Motivation für eine Aggravation irrelevant ist. Dies gilt auch, wenn
dies nur unbewusst oder eben im Zusammenhang mit einer narzisstisch-strukturierten Persönlichkeit geschieht.
4.5
Zusammenfassend entspricht das polydisziplinäre Gutachten der
Klinik C._
den erforderlichen Kriterien und es ist seit August 2011 (interdiszipli
näre Konsensbesprechung) von einer Verbesserung des Gesundheitszustandes sowie damit einhergehend von einer 100%igen Arbeitsfähigkeit in der bisheri
gen Tätigkeit als Hauswart und in jeder anderen mittelschweren Tätigkeit, jeweils ohne längerdauernde Arbeiten über Brusthöhe, auszugehen. Deshalb erfolgte die Renteneinstellung durch die Beschwerdegegnerin zu Recht und die Beschwerde ist folglich abzuweisen.
5.
5.1
Im Regelfall ist eine medizinisch attestierte Verbesserung der Arbeitsfähigkeit auf dem Weg der Selbsteingliederung zu verwerten. Nach langjährigem
Renten
bezug
können ausnahmsweise Erfordernisse des Arbeitsmarktes der Anrechnung einer medizinisch vorhandenen Leistungsfähigkeit und medizinisch möglichen Leistungsentfaltung entgegenstehen, wenn aus den Akten einwandfrei hervor
geht, dass die Verwertung eines bestimmten Leistungspotenzials ohne vorgän
gige Durchführung befähigender Massnahmen allein vermittels
Eigenanstren
gung
der versicherten Person nicht möglich ist. Diese Rechtsprechung ist grundsätzlich auf Fälle zu beschränken, in denen die (revisions- oder
wiederer
wägungsweise
) Herabsetzung oder Aufhebung der Invalidenrente eine versi
cherte Person betrifft, welche das 55. Altersjahr zurückgelegt oder die Rente seit mehr als 15 Jahren bezogen hat. Die Übernahme der beiden
Abgrenzungskrite
rien
(vgl.
lit
. a
Abs.
4 der Schlussbestimmungen der Änderung vom 1
8.
März 2011 [
6.
IV-Revision, erstes Massnahmenpaket]) bedeutet nicht, dass die darun
ter fallenden Rentnerinnen und Rentner im jeweiligen revisions- (Art. 17 Abs. 1 ATSG) beziehungsweise gegebenenfalls wiedererwägungsrechtlichen (Art. 53 Abs. 2 ATSG) Kontext einen Besitzstandsanspruch geltend machen könnten; es wird ihnen lediglich zugestanden, dass – von Ausnahmen abgesehen – auf
grund des fortgeschrittenen Alters oder einer langen Rentendauer die
Selbstein
gliederung
nicht mehr zumutbar ist (Urteil des Bundesgerichts 8C_39/2012 vom 24. April 2012 E. 5.1 mit Hinweisen; vgl. auch Urteile Bundesgerichts 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.4 und 9C_412/2014 vom 20. Oktober 2014 E. 3.1).
5.2
Der Beschwerdeführer war im Zeitpunkt der angefochtenen Verfügung 59 Jahre alt. Aufgrund des Umstandes, dass er im bisher effektiv ausgeübten Berufsfeld vollschichtig und ohne Einschränkungen arbeitsfähig ist, er offensichtlich auch in den letzten Jahren stundenweise tätig war, ist davon auszugehen, dass er die nunmehr attestierte Arbeits- und Leistungsfähigkeit ohne Inanspruchnahme von Eingliederungsmassnahmen auf dem Wege der Selbsteingliederung zu verwer
ten vermag.
6
.
6
.1
Zu prüfen bleibt der Anspruch des Beschwerdeführers auf Gewährung der unent
geltlichen Rechtspflege. Gemäss
Art.
61
lit
. a ATSG muss das Verfahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht kostenlos sein. In Abweichung von diesem Grundsatz bestimmt
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG, dass das Beschwerdeverfahren bei Streitigkeiten um die Bewilligung oder Verweigerung von IV-Leistungen kostenpflichtig ist (Satz 1). Eine besondere Regelung der unentgeltlichen Rechtspflege wurde mit der erwähnten Änderung des IVG nicht statuiert, wes
halb grundsätzlich das kantonale Verfahrensrecht massgebend ist (
Art.
61 Satz 1 ATSG; Urteil des Bundesgerichts 8C_991/2008 vom
1.
April 2009
E.
3.1.1). Nach
Art.
61
lit
. f ATSG muss das Recht, sich verbeiständen zu lassen, im Ver
fahren vor dem kantonalen Versicherungsgericht gewährleistet sein. Der
Beschwerde führenden Person wird ein unentgeltlicher Rechtsbeistand bewilligt, wo die Verhältnisse es rechtfertigen. Nach
Art.
29
Abs.
3 der Bundesverfassung hat jede Person, die nicht über die erforderlichen Mittel verfügt und deren Rechtsbegehren nicht aussichtslos erscheint, Anspruch auf unentgeltliche Rechtspflege. Soweit es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig ist, hat sie ausser
dem Anspruch auf unentgeltlichen Rechtsbeistand. Nach der Praxis sind die Voraussetzungen für die Bewilligung der unentgeltlichen
Verbeiständung
erfüllt, wenn der Prozess nicht aussichtslos erscheint sowie die Partei bedürftig und die anwaltliche
Verbeiständung
notwendig oder doch geboten ist (SVR 2009 UV Nr. 12 S. 49; Urteil des Bundesgerichts 8C_530/2008 vom 2
5.
September 2008 E. 3 mit Hinweisen).
6
.2
Der Beschwerdeführer wird gemäss
Leistungsentscheid
vom
31. Oktober 2014
(
Urk.
13/2-3
) von
seiner
Wohngemeinde
H._
finanziell unterstützt. Mit Blick darauf ist
er
im vorliegenden Verfahren bezogen auf den massgebenden Zeit
punkt als prozessual bedürftig zu qualifizieren. Da auch die weiteren Anspruchsvoraussetzungen (fehlende Aussichtslosigkeit und sachliche Notwen
digkeit der
Rechtsverbeiständung
)
knapp
erfüllt sind, ist de
m Beschwerdeführer
in Bewilligung
seines
Gesuchs vom
1. Oktober 2014
(
Urk.
1
S.
2) Rechtsanwältin
Fleisch
,
Zürich
, als unentgeltliche Rechtsvertreterin für das vorliegende Verfah
ren zu bestellen, und es ist
ihm
die unentgeltliche Prozessführung zu gewähren.
6
.3
Die Gerichtskosten, die nach dem Verfahrensaufwand und unabhängig vom Streitwert zu bemessen sind (
Art.
69
Abs.
1
bis
IVG),
sind auf
Fr.
600.-- anzuset
zen und dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen,
jedoch zufolge Gewährung der unentgeltlichen Prozessführung einstweilen auf die Gerichts
kasse
zu nehmen.
6
.4
Rechtsanwältin
Fleisch
ist in Anbetracht der zu berücksichtigenden Akten und der zu behandelnden Rechtsfragen bei einem gerichtsüblichen Stundenansatz von
Fr.
200.-- als unentgeltliche Rechtsvertreterin mit einer angemessenen
Pro
zessentschädigung
in der Höhe von
Fr.
2‘100.-- (inklusive Mehrwertsteuer und Auslagenersatz)
aus der Gerichtskasse
zu entschädigen.
6
.5
D
er Beschwerdeführer
ist darauf hinzuweisen, dass
er
zur Nachzahlung der Gerichtskosten und der Kosten für die unentgeltliche Rechtspflege verpflichtet ist, sobald
er
dazu in der Lage ist (
§
16
Abs.
4 des Gesetzes über das Sozialver
sicherungsgericht,
GSVGer
).