# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 75e9acb3-8630-40ce-8ee4-dab0c99f6c4e
**Court:** GR_VG
**Chamber:** GR_VG_001
**Year:** 2021
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

I. Sachverhalt:
1.1. Dem vorliegenden Klageverfahren (U 20 13) liegt folgende Vorgeschichte
(Verfahren U 18 80; Leistungsvereinbarung für Asylsuchende) zu Grunde:
1.2. Am 24. November 2015 beschliesst die Regierung des Kantons
Graubünden eine bis zum 30. April 2016 befristete Vereinbarung zwischen
dem Kanton Graubünden und A._ betreffend die Unterbringung von
Asylsuchenden zu genehmigen. Der Vorsteher des Departementes für
Justiz, Sicherheit und Gesundheit (nachfolgend: DJSG) wurde ermächtigt,
die Vereinbarung zu unterzeichnen und bei Bedarf und Eignung eine neue
ab 1. Mai 2016 abzuschliessen.
1.3. Noch am 24. November 2015 schloss A._ mit dem Kanton
Graubünden, vertreten durch den damaligen Vorsteher des DJSG, eine
erste befristete Leistungsvereinbarung betreffend die Unterbringung und
Betreuung von Asylsuchenden im Ferienhaus B._ in C._. Nach
weiteren befristeten Leistungsvereinbarungen zwischen diesen beiden
Parteien wurde per 1. Mai 2017 eine unbefristete Leistungsvereinbarung
(nachfolgend: Leistungsauftrag) abgeschlossen. Dieser verpflichtete
A._ als Betreiber des Ferienhauses B._ dazu, die Räumlichkeiten
für die Unterbringung von maximal 50 Personen des Asylbereichs zur
Verfügung zu stellen, für einen geordneten Betrieb zu sorgen, den
Bewohnerinnen und Bewohner regelmässig Reinigungsaufträge zu erteilen
und im Übrigen eng mit dem für die Unterbringung und Betreuung von
Personen des Asylbereichs zuständigen Resorts des Amts für Migration
und Zivilrecht (nachfolgend: Migrationsamt) zusammenzuarbeiten.
Ausserdem verpflichtete sich A._ gegenüber Dritten zur
Verschwiegenheit bezüglich sämtlicher Daten und Informationen zu den
untergebrachten Personen. Ferner wurde festgelegt, dass A._ den
Medien nur nach Rücksprache mit dem Migrationsamt Auskünfte, welche
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im Zusammenhang mit der Erfüllung des Leistungsauftrags stehen, erteilen
darf. Der Kanton Graubünden verpflichtete sich im Gegenzug, die oben
aufgeführten Leistungen von A._ finanziell zu entschädigen. Der
Kanton Graubünden hat gemäss Ziffer III des Leistungsauftrags einen
Beitrag von Fr. 20.-- pro Übernachtung einer Person des Asylbereichs
sowie einen wöchentlichen Pauschalbetrag von Fr. 380.-- während der
Dauer einer Belegung durch Personen des Asylbereichs zu entschädigen.
Eine Kündigung des Leistungsauftrags kann gemäss Ziffer IV des Vertrags
unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von vier Monaten, jeweils auf Ende
Oktober und Ende April vorgenommen werden.
1.4. Am 23. März 2017 erstellte Rechtsanwalt Dr. Matthias Suter
(Rechtsvertreter von A._) eine Telefonnotiz, in welcher er festhielt,
dass E._ (Mitarbeiter Migrationsamt) ihm gegenüber telefonisch
bestätigt haben soll, dass die Unterkunft grundsätzlich mit 35 Personen
belegt werde.
1.5. Mit E-Mail vom 6. Juni 2018 wandte sich E._ an A._. Er teilte ihm
unter anderem mit, dass er davon ausgehe, dass der Leistungsauftrag
mangels weiterem Bedarf per Monatsende auf Ende Oktober gekündigt
werde, weshalb beim gemeinsamen Treffen der Fokus auf eine geordnete
Weiterführung des Betriebes bis zur Einstellung und Schliessung zu richten
sei.
1.6. Mit Schreiben vom 29. Juni 2018, welches A._ am 2. Juli 2018 von der
Post zugestellt wurde, kündigte das DJSG den per 1. Mai 2017 in Kraft
getretenen Leistungsauftrag betreffend Unterbringung von Personen des
Asylbereichs im Ferienhaus B._ auf Ende Oktober 2018.
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1.7. Am 5. Juli 2018 wandte sich A._, vertreten durch Rechtsanwalt Dr.
Matthias Suter, an das DJSG. Er hielt in seinem Schreiben sinngemäss
fest, dass das Kündigungsschreiben erst am 2. Juli 2018 bei ihm
eingetroffen sei, weshalb die Kündigung erst auf Ende April 2019 erfolgen
dürfe.
1.8. Am 12. Juli 2018 wandte sich A._ erneut an das DJSG. In diesem
Schreiben wurde das DJSG gebeten ihm bis am 20. Juli 2018 mindestens
mitzuteilen, ob es das Schreiben vom 5. Juli 2018 erhalten habe und bis
wann es gedenke dieses zu beantworten.
1.9. Bezugnehmend auf das Kündigungsschreiben des DJSG hielt das
Migrationsamt mit Schreiben vom 7. September 2018, adressiert an
A._, fest, dass weder die erstmals am 24. November 2015
geschlossene Leistungsvereinbarung noch die jeweiligen Verlängerungen,
inkl. die laufende Vereinbarung (Leistungsauftrag) eine minimale
Personenbelegung vorsehen würden. Zudem sei der wöchentliche
Kostenbetrag an die Nebenkosten nur im Falle einer Belegung durch
Personen des Asylbereichs geschuldet. Daraus ergebe sich, dass seitens
des Kantons sämtliche finanziellen Verpflichtungen entfallen würden,
sobald die Gruppenunterkunft nicht mehr mit Personen des Asylbereichs
belegt sei. Als Beilage wurde dem Schreiben eine Auflösungsvereinbarung,
welche eine von der effektiven Belegung entkoppelte Entschädigung
vorsieht, zur Prüfung und Unterzeichnung beigelegt.
1.10. Am 12. Dezember 2018 erhob A._ (nachfolgend: Kläger)
verwaltungsgerichtliche Klage an das Verwaltungsgericht des Kantons
Graubünden (nachfolgend: Verwaltungsgericht). Dabei stellte er folgende
Anträge:
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"1. Es sei die Vorinstanz zu verpflichten, dem Kläger eine Entschädigung von Fr. 126'000.--
(180 Tage x 20.-- x 35 Personen) für die Nichtbelegung während der Monate November
2018 bis April 2019 zu bezahlen (inkl. Verzugszins von 5 % ab 31. Dezember 2018).
2. Es sei die Vorinstanz zu verpflichten, dem Kläger eine Entschädigung von pauschal Fr.
50'000.-- für die zu tiefe Belegung während der Monate Januar bis Oktober 2018 zu
bezahlen (inkl. Verzugszins von 5 % ab 31. Dezember 2018).
3. Es sei dem Kläger die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren; unter Kosten- und
Entschädigungsfolge."
Der Kläger (A._) liess vortragen, dass das DJSG die Kündigungsfrist
des Leistungsauftrags verpasst habe, somit der Vertrag bis April 2019
weiterlaufe, und sich nicht an die mündlich vereinbarte Mindestbelegung von
35 Personen gehalten habe. Deshalb schulde es ihm den eingeklagten
Betrag.
Auf diese erste Schadenersatzklage (U 18 80) trat das Gericht mit Urteil vom
3. Dezember 2019 wegen fehlender Passivlegitimation des Departementes
nicht ein.
2.1. Mit Klage vom 3. Februar 2020 (Verfahren U 20 13) – diesmal ist der Kanton
Graubünden (Beklagter) eingeklagt – stellte der Kläger folgende Anträge:
"1. Der Beklagte sei unter ausdrücklichem Nachklagevorbehalt zu verpflichten, dem Kläger
Schadenersatz in der Höhe von Fr. 10'597.70 zu bezahlen zuzüglich Verzugszins zu 5% ab
4. Juni 2019;
2. Der Beklagte sei unter ausdrücklichem Nachklagevorbehalt zu verpflichten, dem Kläger
Schadenersatz in der Höhe von Fr. 7'600.-- zu bezahlen zuzüglich Verzugszins zu 5% ab
13. März 2019;
unter Kosten- und Entschädigungsfolge."
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Der erste Betrag betrifft den Aufwand (Rechnung) der Firma D._ für die
Bettwanzenbeseitigung. Die Anspruchsgrundlage sieht der Kläger in der
Leistungsvereinbarung vom 8./19. April 2016 (Klagebeilage 2), bzw. im
Mietrecht, ev. im Auftragsrecht.
Der zweite Betrag betrifft die Nebenkosten der Mietsache. Die
Anspruchsgrundlage sieht der Kläger ebenfalls in der Leistungsvereinbarung
vom 8./19. April 2016 (Klagebeilage 2), in der ein pauschaler wöchentlicher
Kostenbeitrag von Fr. 380.-- an die Nebenkosten vereinbart wurde. Von Mitte
Oktober 2018 bis Mitte März 2019 sind es fünf Monate à vier Wochen und
somit 20 x Fr. 380.-- = Fr. 7'600.--.
2.2. Der Beklagte (Kanton) bestreitet in seiner Klageantwort vom 27. Mai 2020,
dass die Bettwanzen von den Asylsuchenden eingeschleppt worden seien;
diese könnten ebenso gut von anderen Feriengästen, Bekannten oder
Freunden des Klägers eingeschleppt worden sein. Zudem sei der eingeklagte
Betrag nicht als Schadenssumme erwiesen, sei es doch möglich, dass die
Rechnung durch eine Versicherung übernommen worden sei (AXA
Winterthur; Erwähnung auf Rechnung). Wäre der Schaden nachgewiesen,
so hätte der Kläger zu lange mit der Schädlingsbekämpfung zugewartet und
so seine Schadenminderungspflicht verletzt, was wiederum einen Grund zur
Herabsetzung des Schadenersatzes nach richterlichem Ermessen darstelle.
In Bezug auf die Nebenkosten bringt der Beklagte vor, dass der Kläger die
eingeklagten Aufwendungen nicht spezifiziert und durch Zahlungsnachweise
nachgewiesen habe. Ebenso wenig sei erstellt, dass der Kläger die fraglichen
Räumlichkeiten von Mitte Oktober 2018 bis Ende März 2019 trotz
Bettwanzenbefall hätte vermieten können. Es sei überhaupt fraglich, ob der
Kläger die Räume in besagtem Zeitraum hätte vermieten können, also auch
ohne Bettwanzenbefall. Der Beklagte bestreitet somit, dass der Kläger einen
Schaden im Umfang der Nebenkosten erlitten habe.
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2.3. In einem zweiten Schriftenwechsel (mit Replik vom 9. Juni 2020 und Duplik
vom 30. Juni 2020) vertieften die Parteien ihre gegensätzlichen Standpunkte.
2.4. Am 9. Juli 2020 reichte RA Dr. Matthias Suter seine Honorarnote in der Höhe
von insgesamt CHF 6'192.75 (bestehend aus: Arbeits-/Zeitaufwand 23 h à
CHF 250.-- [CHF 5'750.--] plus 7.7% MWST [CHF 442.75]) bei Gericht ein.
2.5. Mit Schreiben vom 18. August 2020 teilte der Kläger dem Gericht mit, dass
der Rechtsvertreter RA Matthias Suter 'mit dem Fall Asylsuchende und der
B._ sowie mit dem Verwaltungsgericht NICHTS MEHR zu tun' habe.
2.6. Am 3. September 2020 fand auf Wunsch des Klägers eine
Referentenaudienz im Gerichtssaal des Verwaltungsgerichts statt, welche
jedoch keine Einigung zwischen den Parteien erbrachte und somit
ergebnislos verlief.
2.7. Mit Vollmacht vom 19. Mai 2021 – eingegangen bei RA Dr. Matthias Suter
am 31. Mai 2021 – erneuerte der Kläger das Mandat seines Anwalts im Fall
U 20 13 (zzgl. Erklärung vom 10. Januar 2021 betreffend Gruppenhaus-
Belegung für Zeitraum 15.-25. September 2015). Auf Wunsch des
Instruktionsrichters leitete RA Dr. Matthias Suter die Auftragsbestätigung
samt Vollmacht (und Erklärung) schriftlich an das Verwaltungsgericht weiter,
welches diese Dokumente am 8. Juni 2021 zugestellt erhielt und zur Kenntnis
nahm.

## Considerations

II. Das Gericht zieht in Erwägung:
1.1 Nach Art. 63 Abs. 1 lit. c des Gesetzes über die Verwaltungsrechtspflege
(VRG; BR 370.100) beurteilt das Verwaltungsgericht des Kantons
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Graubünden im Klageverfahren 'Entschädigungsansprüche aus dem
Staatshaftungsgesetz'. Nach Art. 64 VRG wird die Klage durch Einreichung
beim Verwaltungsgericht rechtshängig. Nach Art. 65 Abs. 1 VRG sind dabei
vorrangig die Bestimmungen über das Beschwerdeverfahren vor
Verwaltungsgericht (und somit auch Art. 38 VRG bezüglich
Formerfordernisse an Rechtsschriften [mit Rechtsbegehren, Sachverhalt und
Begründung]) anwendbar. Die erhobene Staatshaftungsklage (in Form einer
Teilklage) vom 3. Februar 2020 erfüllt diese Formerfordernisse und ist damit
formgerecht eingegangen und das Verwaltungsgericht ist deshalb sowohl
örtlich, sachlich wie auch funktional für die Beurteilung der (Entschädigungs-
/Schadenersatz-) Ansprüche aus der Stufenklage im Umfang von CHF
18'197.70 (zum einen Schadenersatzklage Bettwanzenbekämpfung CHF
10'597.70 zzgl. 5% Verzugszins ab 4. Juni 2019; zum anderen
Entschädigung Nebenkostenpauschale CHF 7'600.-- [20 x CHF 380.--] zzgl.
5% Verzugszins ab 13. März 2019 – ab Zeitpunkt der Klageeinreichung am
3. Februar 2020 [und somit nicht früher ab 4. Juni bzw. 13. März 2019] – und
unter Vorbehalt der Nachklage für eine allfällige Mehrforderung zuständig ist.
Die weiteren Prozessvoraussetzungen geben im Übrigen zu keinen weiteren
Bemerkungen oder Korrekturen Anlass (z.B. Art. 50 i.V.m. Art. 65 Abs. 1 VRG
zur Erfüllung der Klagelegitimation).
1.2 Der Kläger erhob seine bezifferten Ansprüche (mittels Stufenklage) jeweils
ausdrücklich mit einem Nachklagevorbehalt – wohl in Anlehnung an Art. 86
der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) – vor Gericht.
Die Rechtsprechung des Bundesgerichts äussert sich in BGE 143 III 254
E.3.4 zu solchen 'Teilklagen" mit Schlussfolgerung in E.3.6 wie folgt:
Wird aus einer gesamten Geldforderung gestützt auf Art. 86 ZPO nur ein Teil geltend
gemacht, unterscheidet die Lehre zwischen echter und unechter Teilklage. Mit der echten
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Teilklage wird ein quantitativer Teilbetrag aus dem gesamten Anspruch eingeklagt, bei
der unechten Teilklage beansprucht die klagende Partei einen individualisierbaren
Anspruch des Gesamtbetrages (vgl. etwa ALEXANDER MARKUS, in: Berner
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Bd. I, 2012, N. 2 f. zu Art. 86 ZPO;
PAUL OBERHAMMER, in: ZPO, Oberhammer und andere [Hrsg.], 2. Aufl. 2014, N. 2 ff.
zu Art. 86 ZPO, BOPP/BESSENICH, in: Kommentar zur Schweizerischen
Zivilprozessordnung [ZPO], Sutter-Somm und andere [Hrsg.], 3. Aufl. 2016, N. 4 f. zu Art.
86 ZPO; DANIEL FÜLLEMANN, in: Schweizerische Zivilprozessordnung [ZPO], Brunner
und andere [Hrsg.], Bd. I, 2. Aufl. 2016, N. 3 zu Art. 86 ZPO; KARL SPÜHLER, in: Basler
Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 2. Aufl. 2013, N. 5 zu Art. 86 ZPO,
FABIENNE HOHL, Procédure civile, Bd. I, 2. Aufl. 2016, Rz. 506/509; FRANÇOIS
BOHNET, in: Code de procédure civile commenté, Bohnet und andere [Hrsg.], 2011, N.
7 ff. zu Art. 86 ZPO). Während der Kläger aufgrund der Dispositionsmaxime ohne
weiteres befugt - aber nicht verpflichtet - ist, nur einen von mehreren individualisierbaren
Ansprüchen des Gesamtschadens einzuklagen, sind Teilklagen nicht hinreichend
individualisiert, wenn sie auf mehreren unterschiedlichen Lebenssachverhalten gründen
und daher eigentlich objektiv gehäufte Rechtsbegehren umfassen (BGE 142 III 683 E.
5.3.1 S. 687). Der Kläger kann nicht gültig einen Teil von Forderungen aus mehreren
unterschiedlichen Lebensvorgängen einklagen - mindestens nicht ohne klare Angabe der
Reihenfolge (BGE 142 III 683 E. 5.1 und E. 5.4; LORENZ DROESE, Res iudicata ius
facit, 2015, S. 347). Der einheitliche Lebensvorgang, der das Klagefundament bildet,
muss daher aus objektiver Sicht bestimmt werden. Ob der Kläger den Streitgegenstand
verlässt oder bloss unterschiedliche Ansprüche gestützt auf denselben
Lebenssachverhalt einklagt, wenn er mehrere Schadenspositionen aus demselben
schadensstiftenden Ereignis, namentlich demselben Unfall ableitet, ist in der Lehre
umstritten (vgl. etwa STEPHEN V. BERTI, Zur Teilklage nach Art. 86 ZPO, in:
Haftpflichtprozess, Fellmann/Weber [Hrsg.], 2010, S. 43; MEIER/WIGET, Klage und
Rechtskraft im Haftpflichtprozess, in: Haftpflichtprozess, Fellmann/Weber [Hrsg.], 2006,
S. 92; BREHM, a.a.O., N. 151b zu Art. 46 OR).
Der Kläger kann einen quantitativen Teil seines gesamten aus einer Körperverletzung sich
ergebenden Schadens einklagen, ohne dass er seine Klage auf bestimmte
Schadenspositionen beschränken müsste. Wenn er eine echte Teilklage - unter Vorbehalt
der Nachklage - erhebt, so verlässt er vielmehr den Streitgegenstand nicht, wenn er
mehrere unterschiedliche Schadenspositionen und Genugtuung aus demselben
Unfallereignis einklagt - zumal die Bezifferung einzelner Positionen unter Umständen vom
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Verhältnis zu anderen Positionen abhängt und im Rahmen der Dispositionsmaxime allein
der eingeklagte Gesamtbetrag verbindlich ist.
Nach Auffassung des streitberufenen Gerichts erhebt der Kläger hier eine
'echte Teilklage', weshalb die Nachklagevorbehalte vorliegend (als sich
innerhalb des Streitgegenstandes verbleibend) zugelassen werden
können.
2.1. In materieller Hinsicht gilt es nachfolgend zuerst zum Beweisrecht (E.2.2.)
und zum Beweismass (E.2.3.) Stellung zu nehmen. Danach ist die Klage
auf Schadenersatz in der Höhe von CHF 10'597.70 infolge
Bettwanzenbekämpfung durch eine Drittfirma (E.3.1.) und auf
Entschädigung im Umfang von CHF 7'600.-- infolge Nichtgewährung einer
Nebenkostenpauschale für den Beherbergungszeitraum von Mitte Oktober
2018 bis Mitte März 2019 (20 Monate à CHF 380.--/Mt.) (E.3.2.) zu
entscheiden; mit Fazit (E.3.3.).
2.2. Nach Art. 8 des Schweizerisches Zivilgesetzbuches (ZGB; SR 210) – der
das Beweisrecht regelt und im Klageverfahren auch vor Verwaltungsgericht
Anwendung findet – hat, wo das Gesetz es nicht anders bestimmt,
derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen,
der aus ihr Rechte ableitet. Der Kläger im Fall U 20 13 hat daher die
Tatsachen zu beweisen, aus denen er Rechte zu seinen Gunsten ableitet.
Es sind das die sog. rechtsbegründenden Tatsachen. Das
Beweisprogramm für den Nachweis des eingeklagten Schadens aus dem
Bettwanzenbefall lautet im Einzelnen wie folgt: Besteht eine vertragliche
Grundlage aus der ein Schadenersatz entstehen konnte (?). Sind die
Bettwanzen tatsächlich von Asylsuchenden eingeschleppt worden (?).
Kann die Höhe des geltend gemachten Schadens aufgrund der Rechnung
der zur Schädlingsbekämpfung beigezogenen Drittfirma festgelegt werden
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(?) und hat der Kläger seine Schadenminderungspflicht hinreichend – auch
rechtzeitig – wahrgenommen (?).
In Bezug auf die Nebenkostenpauschale lautet das Beweisprogramm des
Klägers wie folgt: Besteht eine vertragliche Grundlage für einen Anspruch
auf den wöchentlichen Pauschalbetrag von CHF 380.-- während der Dauer
einer Belegung durch Personen des Asylbereichs (?). Ist die Höhe des
geltend gemachten Schadens von CHF 7'600.-- (20 x CHF 380.--)
substantiiert nach-/ausgewiesen oder handelt es sich dabei um "Ohnehin-
Kosten" (?). Hat der Kläger auch hier seine Schadenminderungspflicht
korrekt erfüllt (?).
Der Beklagte ist jeweils zum Gegenbeweis zugelassen. Er hat zudem die
Tatsachen zu beweisen, aus denen er seinerseits Rechte ableitet. Im
konkreten Fall sind das die rechtvernichtenden oder – hemmenden
Tatsachen.
2.3. Beim Beweismass gilt es stets nach der erforderlichen Wahrscheinlichkeit
im jeweils zur Diskussion stehenden Rechtsgebiet zu unterscheiden. Im
Zivil- und Verwaltungsrecht ist das Regelbeweismass der strikte Beweis,
also 'kein erheblicher Zweifel, dass die zu beweisende Tatsache zutrifft',
'jeder vernünftige Zweifel ausgeschlossen ist' oder in Zahlen – eine
Wahrscheinlichkeit von über 80% vorliegt. Im Sozialversicherungsrecht hat
der Gesetzgeber das Beweismass der überwiegenden Wahrscheinlichkeit
als ausreichend erachtet, was einer Wahrscheinlichkeit von über 50%
entspricht. Das tiefste Beweismass erfordert die Glaubhaftmachung; hier
reicht die Begründung einer plausiblen Behauptung mit einer gewissen
Wahrscheinlichkeit.
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3.1. Zur Schadenersatzklage des Klägers in der Höhe von CHF 10'597.70
infolge Bekämpfung von Bettwanzen in seiner Asylunterkunft ist das
streitberufene Verwaltungsgericht zur Ansicht gelangt, dass sich der
Beklagte hier vergebens auf den Standpunkt stellt, eine Einschleppung
durch die Asylsuchenden sei nicht ausreichend nachgewiesen. Die
spezialisierte Drittfirma (Kammerjäger) bestätigt, dass die
Wahrscheinlichkeit einer Einschleppung dieser Bettwanzen sehr viel höher
ist als eine Einschleppung durch andere Feriengäste; nicht aus
hygienischen Gründen, sondern weil die Asylsuchenden aus ihrer Situation
heraus in kurzer Zeit mit ihrem Gepäck in mehreren (Gruppen-)
Unterkünften waren und beide Faktoren das Risiko auf einen Befall bzw.
für eine Einschleppung enorm erhöhen. Die entfernte Möglichkeit, dass
andere Gäste oder der Kläger selber die Bettwanzen eingeschleppt habe,
ist für das Gericht abwegig. Die vom Beklagten ins Spiel gebrachte
mögliche Versicherungsdeckung für Bettwanzenbefall hat der Kläger
widerlegt mit entsprechender Bestätigung der Versicherung (siehe
klägerische Beilage 33). Das Gericht ist daher zur Auffassung gelangt, dass
die Klage in diesem Streitpunkt gutzuheissen ist und der Beklagte den dem
Kläger von der Drittfirma in Rechnung gestellten Betrag von CHF 10'597.70
als Schadenersatz für die Bekämpfung der Bettwanzen zu bezahlen hat.
Der geltend gemachte Verzugszins von 5% ist gestützt auf Art. 104 Abs. 1
des Schweizerischen Obligationenrechts (OR; SR 220) ausgewiesen,
wobei die Zinsfrist jedoch nicht ab Rechnungsstellung der beigezogenen
Drittfirma an den Kläger am 4. Juni 2019, sondern (erst) ab
Klageeinreichung bei Gericht am 3. Februar 2020 zu laufen begonnen hat.
Was den Nachklagevorbehalt unter Ziff. 1 des Rechtsbegehrens in der
Beschwerde betrifft, so lässt der Kläger vorbringen, er hätte aufgrund des
Bettwanzenbefalls die Unterkunft nicht mehr vermieten können, weshalb er
einen Erwerbsausfall erlitten habe, welchen er als Schadenersatz – in noch
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nicht spezifizierter Höhe – geltend macht. Dem ist entgegenzuhalten, dass
der Kläger diese Behauptungen in keiner Art und Weise belegt bzw.
keinerlei Beweise anbietet. Er behauptet nicht einmal, dass er seiner
Schadenminderungspflicht aus welchen Gründen auch immer nicht habe
nachkommen können. Erstellt ist lediglich, dass am 14. September 2018 in
der Unterkunft Bettwanzen gefunden worden sind. Es datiert ein Plan vom
30. November 2018, wo überall Bettwanzen gefunden wurden. Am 18.
Dezember 2018 stellte der Beklagte seine Unterstützung in der
Bettwanzenbekämpfung ein, weil der Kläger das erste Klageverfahren (U
18 80) instanziiert hatte. Schliesslich belegt der Kläger, dass die zur
Schädlingsbekämpfung zu Hilfe gerufene Drittfirma am 4. März 2019
anlässlich einer Inspektion weiterhin Bettwanzen in der Liegenschaft des
Klägers festgestellt hat. Dieses Klagefundament reicht nicht aus, um eine
Schadenersatzklage durchsetzen zu können. Die vom Beklagten
vorgehaltene Schadenminderungspflicht entgegnete der Kläger nicht. Es
ist daher weder erstellt, dass die Unterkunft in kürzerer Zeit von den
Bettwanzen hätte befreit werden können, noch dass eine allenfalls
'saubere' Unterkunft hätte vermietet werden können. Daraus folgt, dass
nicht im Entferntesten ein Schaden erstellt ist, der gerichtlich eingeklagt
werden könnte. Die vom Kläger in der Replik vorgebrachten
Vergleichszahlen aus früheren Jahren sind blosse Behauptungen, zu
denen keine Belege eingereicht wurden und welche somit als Beweis für
einen Schadenersatz auch nicht taugen. Dasselbe gilt für die
nachgereichte Erklärung vom 10. Januar 2021 (=
Kundenzufriedenheitsbestätigung betreffend Gruppenhaus-Belegung im
Herbst 2015), die einen viel früheren als den hier massgebenden Zeitraum
ab Herbst 2018 betrifft.
3.2. Zur Entschädigungsklage in der Höhe von CHF 7'600.-- infolge nicht
geleisteter Nebenkostenpauschale bringt der Kläger weiter vor, dass der
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von Mitte Oktober 2018 bis Mitte März 2019 für 5 Monate à 4 Wochen (=
20 x) in der Leistungsvereinbarung festgehaltene Kostenbeitrag von CHF
380.-- pro Woche ebenfalls noch auszubezahlen sei. Die Nebenkosten
seien dem Kläger weiterhin angefallen, obschon er die Asylunterkunft nicht
mehr habe an den Beklagten vermieten können. In der Replik begründet
der Kläger diese Schadensposition alternativ als Teil seines
Erwerbsausfalles.
Der Beklagte sieht es als nicht erstellt an, dass der Kläger in besagtem
Zeitraum Aufwendungen getragen habe für Leistungen, die mit dem
Gebrauch der vormals dem Beklagten überlassenen Räumlichkeiten in
Zusammenhang stünden; ebenso wenig sei erstellt, dass der Kläger die
interessierenden Räumlichkeiten hätte vermieten können, wenn sie nicht
von Bettwanzen befallen gewesen wären. Der Kläger habe keine Anfragen
für die Miete dieser Räumlichkeiten eingereicht. Soweit bekannt sei dem
Kläger auch später nicht gelungen, die fraglichen Räume ganz oder
teilweise zu vermieten. Dass ihm dies deshalb von Mitte Oktober 2018 bis
Mitte März 2019 gelungen wäre und diese Mieter allfällige Nebenkosten
getragen hätten, erscheine vor diesem Hintergrund höchst
unwahrscheinlich.
Nach Auffassung des Gerichts leitet der Kläger diese Nebenkosten (20 x
CHF 380.-- = CHF 7'600.--) in erster Linie aus dem Vertrag (Art. 97 OR ff.)
mit der Beklagten ab. Wäre dem so, würde es sich dabei jedoch nicht um
Schadenersatz (Art. 41 OR ff.), sondern um die Einforderung einer
vertraglich vereinbarten Leistung handeln. Für eine derartige vertragliche
Leistung gibt es allerdings keine Grundlage, weil aus der
Leistungsvereinbarung mit der Beklagten – wie bereits im Urteil U 18 80
vom 3. Dezember 2019 ausgeführt – keine Mindestbelegung vereinbart war
und ohne Belegung auch keine Nebenkosten zu bezahlen sind. Es handelt
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sich dabei vielmehr um (Unterhalts-) Kosten, welche auch ohne Benutzung
der Gruppenunterkunft durch Asylsuchende angefallen wären (sog.
'Ohnehin-Kosten'). Wenn man den Betrag von 20 x CHF 380.--
schadensrechtlich als Aufwendungen verstehen möchte, welche gedeckt
gewesen wären, wenn die Räumlichkeiten in dieser Zeitperiode an andere
Personen hätten vermietet werden können, so wäre erstens der Schaden
auch nicht annähernd genügend substantiiert worden (so z.B. durch
Rechnungen Heizöl, Strom, Wasser, Kehrrichtgrundgebühr usw.). Zudem
zeigt der Kläger nicht im Geringsten auf, ob und wie er seiner
Schadenminderungspflicht nachgekommen ist.
3.3. Zusammengefasst ergibt sich somit, dass die Schadenersatzklage
betreffend Rechnungsvergütung für die Bettwanzenbekämpfung als
Schadensposition in der Höhe von CHF 10'597.70 zzgl. Verzugszins 5%
ab Klageeinreichung am 3. Februar 2020 zugelassen und gutgeheissen
wird. Die Entschädigungsklage auf Ersatz der Nebenkosten samt
Verzinsung wird hingegen nicht als Schadensposition anerkannt und
deshalb abgewiesen.
4.1. Das Gericht hat damit noch die Gerichtskosten und Entschädigungen für
das vorliegende Klageverfahren festzusetzen. Klägerin und Beklagte
haben im Umfang ihres Obsiegens und Unterliegens die Prozesskosten zu
tragen. Eingeklagt wurde ein Schaden in der Höhe von total CHF 18'197.70
zzgl. Verzugszins von 5% ab Zeitpunkt der Klageeinreichung am 3. Februar
2020. In Anbetracht des Ausgangs dieses Verfahrens gehen die
Gerichtskosten je zur Hälfte zu Lasten des Klägers sowie des Beklagten.
Aufgrund des nicht sonderlich aufwendigen Verfahrens mit
Referentenaudienz auf Wunsch des Klägers am 3. September 2020
erachtet das Gericht vorliegend ermessensweise eine Staatsgebühr von
CHF 3'000.-- (zzgl. Kanzleiauslagen) für angemessen und gerechtfertigt.
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4.2. Aussergerichtlich steht dem Kläger überdies eine Parteientschädigung zu.
Ausgangspunkt bildet dabei die Honorarnote des Rechtsvertreters des
Klägers vom 9. Juli 2020 in der Höhe von CHF 6'192.75 (bestehend aus:
Zeit-/Arbeitsaufwand 23 Std. à CHF 250.--/Std. [CHF 5'750.--] zzgl. 7.7%
Mehrwertsteuer [CHF 442.75]). Mit Vollmacht 19./31. Mai 2021 wurde das
Mandatsverhältnis zwischen dem Kläger und seinem Rechtsvertreter
erneuert und damit nochmals ausdrücklich bestätigt. Da der Kläger in der
Sache mit seiner Klage zur Hälfte durchgedrungen ist und somit teilweise
obsiegt hat, ist der Beklagte gestützt auf Art. 78 Abs. 1 VRG verpflichtet,
der (teilweise) obsiegenden Partei (hier Kläger) die durch den Rechtsstreit
verursachten notwendigen Kosten zu ersetzen. Entsprechend der hälftigen
Auferlegung der Gerichtskosten ist auch die Parteientschädigung zu
halbieren, womit der Beklagte dem Kläger eine Entschädigung von
insgesamt CHF 3'096.40 (inkl. MWST) zu entrichten hat.
4.3. Dem Beklagten steht keine Parteientschädigung zu, da er lediglich – sofern
überhaupt – im Rahmen seines amtlichen Wirkungskreises obsiegte (vgl.
Art. 78 Abs. 2 VRG).
4.4. Zur Rechtmittelbelehrung sei noch erwähnt, dass das streitberufene
Verwaltungsgericht bei Staatshaftungsfragen als erste Gerichtsinstanz
fungiert und gegen dessen Urteil (ab Zustellungsdatum) innert 30 Tagen
die Weiterzugsmöglichkeit an das Kantonsgericht Graubünden besteht,
soweit es sich um einen erstinstanzlichen Endentscheid in unmittelbarem
Zusammenhang mit Zivilrecht im Sinne von Art. 72 Abs. 2 lit. b BGG
handelt (vgl. zum Ganzen Art. 85b VRG als Übergangsbestimmung
betreffend "doppelter Instanzenzug" im Kanton Graubünden; Botschaft
2015 - 2016 Heft Nr. 7, S. 373; gemäss Kantonsamtsblatt vom 4. Februar
2016 ist Art. 85b VRG rückwirkend per 1. Februar 2016 in Kraft gesetzt
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worden; VGU U 09 70 vom 23. Juni 2016 E.7c). Die Aufzählung in Art. 72
Abs. 2 BGG ist nicht abschliessend und es können auch öffentlich-
rechtliche Entscheidungen mit staatshaftungsrechtlichen Fragestellungen
darunterfallen, sofern sie einen engen Bezug zum Zivilrecht haben, sich
also die Haftung nach denselben Grundsätzen richtet (KLETT/ESCHER, in:
NIGGLI/UEBERSAX/WIPRÄCHTIGER [Hrsg.], Basler Kommentar,
Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl., Basel 2011, Art. 72 Rz. 8; vgl. für die
Staatshaftung infolge fehlerhafter Behandlung in einem öffentlichen Spital:
BGE 139 III 252; Urteil des Bundesgerichts 4A_546/2013 vom 13. März
2014 E.2.1). Weiter hat das Bundesgericht entschieden, dass sich aus
Art. 85 Abs. 1 lit. a BGG nicht zwingend ergebe, dass alle Fragen der
Staatshaftung der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten
unterliegen (nochmals Urteil des Bundesgerichts 4A_546/2013 vom 13.
März 2014 E.3.2.2; 5A. 9/2000 vom 22. März 2001 E.3b). Die Beschwerde
in Zivilsachen setzt jedoch eine "double instance" voraus (Art. 75 Abs. 2
BGG). Laut Art. 22 BGG i.V.m. Art. 36 Abs. 1 und 2 des Reglementes für
das Bundesgericht (BGerR; SR 173.110.131) bestimmt sich die Zuteilung
eines Geschäfts an eine Abteilung danach, auf welcher Rechtsfrage das
Schwergewicht der Entscheidung liegt und im Einzelfall kann wegen der
Natur des Geschäfts auch von der reglementarischen Geschäftsverteilung
abgewichen werden. Dementsprechend ist für die vorliegende
Angelegenheit eine Qualifikation als öffentlich-rechtlicher erstinstanzlicher
Endentscheid mit unmittelbarem Zusammenhang zum Zivilrecht nicht
auszuschliessen und zur Sicherstellung des ordnungsgemässen
Instanzenzuges der Rechtsmittelweg an das Kantonsgericht Graubünden
gemäss Art. 85b VRG angezeigt.