# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 7ba462df-eed1-4f9e-a3fb-fc6a497b90b0
**Court:** GR_KG
**Chamber:** GR_KG_007
**Year:** 2022
**Language:** de
**Jurisdiction:** GR / Eastern_Switzerland
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt
A. Am _ 2022 reichte die in C._ wohnhafte A._ bei der Schlichtungsbehörde für Mietsachen Albula eine als "Einsprache gegen Mietausweisung" titulierte Eingabe ein. Darin beantragte sie, es sei festzustellen, dass die von der B._ AG als Vermieterin ausgesprochene Mietausweisung nichtig sei.
B. Mit Vorladung vom 21. Januar 2022 lud die Schlichtungsbehörde für Mietsachen Albula A._ und die B._ AG zur Schlichtungsverhandlung auf den Freitag, 11. Februar 2022, 13:30 Uhr, in Tiefencastel vor. Die Parteien wurden auf die Folgen der Säumnis ausdrücklich hingewiesen.
Die B._ AG erhielt als beklagte Partei ausserdem Gelegenheit, bis am 31. Januar 2022 eine schriftliche Stellungnahme einzureichen. Davon machte sie mit Eingabe vom 27. Januar 2022 Gebrauch.
C. Mit Schreiben vom 7. Februar 2022 teilte A._ mit, dass "der Termin am Freitag 11.02.2022 [...] abgesagt" werde. Aus finanziellen Gründen sei es ihr nicht möglich, nach Tiefencastel zu kommen. Der Termin solle mit ihr abgesprochen werden, da sie auf den ÖV angewiesen sei.
D. Mit Abschreibungsverfügung vom 11. Februar 2022, gleichentags mitgeteilt, entschied die Schlichtungsbehörde für Mietsachen Albula, dass das Schlichtungsverfahren infolge Rückzugs am Geschäftsregister als erledigt abgeschrieben werde. Es wurden keine Kosten erhoben und keine Parteientschädigungen gesprochen.
E. Mit Eingabe vom 15. März 2022 gelangte A._ (nachfolgend: Beschwerdeführerin) an das Kantonsgericht von Graubünden und beantragte sinngemäss die Aufhebung der Abschreibungsverfügung.
F. Die Verfahrensakten wurden beigezogen. Es wurden keine Stellungnahmen eingeholt. Die Sache ist spruchreif.
Erwägungen
1.1. Angefochten ist vorliegend ein Entscheid einer Schlichtungsbehörde, mit dem das Schlichtungsverfahren wegen Säumnis beider Parteien als gegenstandslos abgeschrieben wurde (Art. 206 Abs. 3 ZPO). Nach der Praxis des Kantonsgerichts von Graubünden sind solche Entscheide als "andere erstinstanzliche Entscheide" im Sinne von Art. 319 lit. b Ziff. 2 ZPO zu
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qualifizieren. Sie können daher mit Beschwerde angefochten werden; die Beschwerdefrist beträgt 30 Tage (vgl. zum Ganzen KGer GR ZK2 19 36 v. 7.8.2020 E. 1.2 m.w.H.). Die Beschwerde ist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321 Abs. 1 ZPO). Gemäss Art. 130 Abs. 1 ZPO sind Eingaben dem Gericht in Papierform oder elektronisch einzureichen. Sie sind ausserdem zu unterzeichnen. Bei elektronischer Übermittlung muss das Dokument, das die Eingabe und die Beilagen enthält, mit einer anerkannten elektronischen Signatur der Absenderin versehen sein (Art. 130 Abs. 2 ZPO).

## Considerations