# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4b56244d-50e4-4986-bfcb-6d91f9e07241
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2018
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
1.1
Der 1955 geborene X._, gelernter Maurer, meldete sich am 11. Juli 2011 (Eingangsdatum) erstmals unter Hinweis auf diverse Beschwerden bei der Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, IV-Stelle, zum Bezug von Leis
tungen an (Urk. 7/5). Die IV-Stelle teilte dem Versicherten am 25. Januar 2012 mit, dass die Voraussetzungen für berufliche Massnahmen nicht gegeben seien (Urk. 7/24). Sie liess den Versicherten unter anderem bidisziplinär begutachten (interdisziplinäres Gutachten von Dr. med. Y._, FMH Allgemeine Innere Medizin, Rheumatologie, sowie Dr. med. Z._, FMH Neurologie, Psychi
atrie und Psychotherapie vom 20. September 2012 [Urk. 7/31]). Mit Verfügung vom 7. März 2013 verneinte die IV-Stelle – ausgehend von einem 20%igen
IV-Grad – einen Rentenanspruch von X._ (Urk. 7/52).
1.2
Danach war X._ vom 19. November 2013 bis 30. Juni 2014 bei der A._ AG in einem Vollpensum als technischer Berater im Aussendienst angestellt (Urk. 7/80). Am 7. August 2014 (Eingangsdatum) meldete er sich – unter Hinweis auf die gleichen Leiden, welche er bei der Erstanmeldung genannt hatte – erneut zum Leistungsbezug bei der IV-Stelle an (Urk. 7/59). Diese stellte ihm mit Vorbescheid vom 24. September 2014 Nichteintreten auf die Neuanmel
dung in Aussicht (Urk. 7/64). Nachdem der behandelnde Psychiater die IV-Stelle über einen am 23. August 2014 erlittenen Auffahrunfall informiert hatte (Urk. 7/67), hob die IV-Stelle den Vorbescheid am 13. Oktober 2014 wieder auf (Urk. 7/70) und trat auf die Neuanmeldung ein. Die IV-Stelle holte einen Bericht des behandelnden Psychiaters, Dr. med. B._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie (Urk. 7/75) sowie einen Arbeitgeberbericht (Urk. 7/80) ein, zog die Akten des Krankentaggeld- sowie des Unfallversicherers (Urk. 7/72, Urk. 7/79) bei und liess den Versicherten von der med. C._, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, psychiatrisch begutachten (Gutachten vom 1. Februar 2016 [Urk. 7/106]). Nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren (Vorbescheid vom 3. Juni 2016 [Urk. 7/115], Einwand vom 3. Juni 2016 [Urk. 7/116]) verneinte die IV-Stelle mit Verfügung vom 8. November 2016 einen Leistungsanspruch (Urk. 7/121 = Urk. 2).
2.
Gegen diesen Entscheid erhob der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 7. Dezem
ber 2016 Beschwerde (Urk. 1) und beantragte, die angefochtene Verfügung sei aufzuheben und es sei ihm eine angemessene IV-Rente zuzusprechen, eventuell sei die IV-Stelle anzuweisen, die notwendigen Abklärungen vorzunehmen (Urk. 1 S. 2). Mit Beschwerdeantwort vom 25. Januar 2017 beantragte die Beschwerde
gegnerin Abweisung der Beschwerde (Urk. 6), was dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 27. Januar 2017 mitgeteilt wurde (Urk. 8).
3.
Auf die Vorbringen der Parteien und die eingereichten Unterlagen ist, soweit für die Entscheidfindung erforderlich, in den nachfolgenden Erwägungen einzuge
hen.

## Considerations

Das Gericht zieht in Erwägung:
1.
1.1
Nach vorangegangener Verweigerung einer Rente der Invalidenversicherung wird
eine neue Anmeldung zum Leistungsbezug nur geprüft, wenn glaubhaft ge
macht worden ist, dass sich der Grad der Invalidität des Versicherten in einer für den Anspruch erheb
lichen Weise geändert hat (Art. 87 Abs.
2 und 3 der Ver
ordnung über die Invalidenversicherung, IVV). Dies gilt auch für Neuan
mel
dung
en nach einer rückwirkend befristet zugesprochenen Rente (BGE 133 V 263) oder nach einer revisionsweisen Aufhebung einer zuvor ausgerichteten unbe
fristeten Rente (vgl. etwa Urteile des Sozialversicherungsgerichts des Kanto
ns Zürich IV.2004.00234 vom 21. Juni 2005 E. 2 und IV.2006.00491 vom 18.
Dezem
ber 2007 E. 1.4).
Tritt die Verwaltung auf die Neuanmeldung ein, so hat sie die Sache mater
iell abzuklären und sich zu ver
gewissern, ob die von der
versicherten Person glaubhaft gemachte Veränderung des Invaliditätsgrades auch
tatsächlich eingetre
te
n ist; sie hat demnach in analo
ger Weise wie be
i einem Revisionsfall nach Art. 17 Abs. 1 des Bundesge
setzes über den Allgemeinen Teil des Sozialv
ersiche
rungsrechts (ATSG) vorzu
gehen (BGE 117 V 198 E. 3a, vgl. auch BGE 133 V 108 E. 5.2). Stellt sie fest, dass der Invaliditätsgrad seit Erlass der früheren rechtskräf
tigen Verfügung keine Veränderung erfahren hat, so weist sie das neue Gesuch ab. Andernfalls hat sie zunächst noch zu prüfen, ob die festgestellte Veränderung genügt, um nunmehr eine anspruchsbegründende Invalidität zu bejahen, und her
nach zu beschliessen. Im Beschwerdefall obliegt die gleiche materielle Prüfungs
pflicht auch dem Gericht (BGE 117 V 198 E. 3a, 109 V 108 E. 2b).
1.2
1.2.1
Invalidität ist die voraussichtlich bleibende oder längere Zeit dauernde ganze oder teilweise Erwerbsunfähigkeit (Art. 8 Abs. 1 ATSG).
Sie kann Folge von Geburts
gebrechen, Krankheit oder Unfall sein (Art. 4 Abs. 1
des Bundesgesetzes über die Invalidenversicherung [IVG]
).
Erwerbsunfähigkeit ist der durch Beeinträchtigung der körperlichen, geistigen oder psychischen Gesundheit verursachte und nach zumutbarer Behandlung und Eingliederung verbleibende ganze oder teilweise Verlust der Erwerbsmöglichkeiten auf dem in Betracht kommenden ausgegliche
nen Arbeitsmarkt (Art. 7 Abs. 1 ATSG). Für die Beurteilung des Vorliegens einer Erwerbsunfähigkeit sind ausschliesslich die Folgen der gesundheitlichen Beein
trächtigung zu berücksichtigen. Eine Erwerbsunfähigkeit liegt zudem nur vor, wenn sie aus objektiver Sicht nicht überwindbar ist (Art. 7 Abs. 2 ATSG).
1.2.2
Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit können in gleicher Weise wie körperliche Gesundheitsschäden eine Invalidität im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG in Verbindung mit Art. 8 ATSG bewirken.
Rechtsprechungsgemäss ist bei psychi
schen Beeinträchtigungen zu prüfen, ob ein seelisches Leiden mit Krankheitswert besteht, welches die versicherte Person auch bei Aufbietung allen guten Willens daran hindert, ein rentenausschliessendes Erwerbseinkommen zu erzielen (Art. 7 Abs. 2 Satz 2 ATSG
,
BGE 139 V 547
E. 5
,
131 V 49
E. 1.2
,
130 V 352
E. 2.2.1).
Die Annahme eines psychischen Gesundheitsschadens im Sinne von Art. 4 Abs. 1 IVG sowie Art. 3 Abs. 1 und Art. 6 ATSG setzt grundsätzlich eine lege artis auf die Vorgaben eines anerkannten Klassifikationssystems abgestützte psychiatri
sche Diagnose voraus (BGE 130 V 396; 141 V 281 E. 2.1). Eine fachärztlich fest
gestellte psychische Krankheit ist jedoch nicht ohne weiteres gleichbedeutend mit dem Vorliegen einer Invalidität. In jedem Einzelfall muss eine Beeinträchtigung der Arbeits- und Erwerbsfähigkeit unabhängig von der Diagnose und grundsätz
lich unbesehen der Ätiologie ausgewiesen und in ihrem Ausmass bestimmt sein. Entscheidend ist die nach einem weitgehend objektivierten Massstab zu beurtei
lende Frage, ob es der versicherten Person zumutbar ist, eine Arbeitsleistung zu erbringen (vgl.
BGE 143 V 409 E. 4.2.1 unter Hinweis auf 127 V 294 E. 4b/cc und 139 V 547 E. 5.2
).
Gemäss der für somatoforme Schmerzstörungen und vergleichbare psychosoma
tische Leiden entwickelten Rechtsprechung des Bundesgerichts ist die tatsächliche Arbeits- und Leistungsfähigkeit der versicherten Person grundsätzlich in einem strukturierten, ergebnisoffenen Beweisverfahren anhand von auf den funktionel
len Schweregrad bezogenen Standardindikatoren zu ermitteln (BGE 141 V 281). Mit
BGE 143 V 418
hat das Bundesgericht erkannt, dass grundsätzlich sämtliche psychischen
Erkrankungen
einem strukturierten Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 zu unterziehen seien, wobei es je nach Krankheitsbild allenfalls gewisser Anpassungen hinsichtlich der Wertung einzelner Indikatoren bedürfe. Diese Abklärungen enden laut Bundesgericht stets mit der Rechtsfrage, ob und in wel
chem Umfang die ärztlichen Feststellungen anhand der nach BGE 141 V 281 rechtserheblichen Indikatoren auf Arbeitsunfähigkeit schliessen lassen (E. 7).
Im Rahmen des strukturierten Beweisverfahrens sind als Standardindikatoren die folgenden Aspekte massgebend (BGE 141 V 281 E. 4.1.3):
Funktioneller Schweregrad
-
Gesundheitsschädigung
-
Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde
-
Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resistenz
-
Komorbiditäten
-
Persönlichkeit: Persönlichkeitsdiagnostik, persönliche Ressourcen
-
sozialer Kontext
Konsistenz (Gesichtspunkte des Verhaltens)
-
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichba
ren Lebensbereichen
-
behandlungs- und eingliederungs
anamnestisch
ausgewiesener Leidens
druck
Diese
Standardindikatoren erlauben - unter Berücksichtigung leistungshindern
der äusserer Belastungsfaktoren einerseits und Kompensationspotenzialen (Res
sourcen) anderseits - das tatsächlich erreichbare Leistungsvermögen einzuschät
zen (BGE 141 V 281 E. 3.4-3.6 und E. 4.1; vgl. Urteil des Bundesgerichts 8C_2
60/2017 vom 1. Dezember 2017 E.
4.2.3).
Die Anerkennung eines rentenbe
gründenden Invaliditätsgrades ist nur zulässig, wenn die funktionellen Auswir
kungen der medizinisch festgestellten gesundheitlichen Anspruchsgrundlage im Einzelfall anhand der Standardindikatoren schlüssig und widerspruchsfrei mit (zumindest) überwiegender Wahrscheinlichkeit nachgewiesen sind. Fehlt es daran, hat die Folgen der Beweislosigkeit (nach wie vor) die materiell beweisbe
lastete versicherte Person zu tragen (BGE 141 V 281 E. 6; BGE 141 V 547 E. 2).
1.3
Bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 40 % besteht Anspruch auf eine Vier
telsrente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 % auf eine halbe Rente, bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 60 % auf eine Dreiviertelsrente und bei einem Invaliditätsgrad von mindestens 70 % auf eine ganze Rente (
Art.
28
Abs.
2 IVG).
1.4
Um den Invaliditätsgrad bemessen zu können, ist die Verwaltung (und im Beschwerdefall das Gericht) auf Unterlagen angewiesen, die ärztliche und gege
benenfalls auch andere Fachleute zur Verfügung zu stellen haben. Aufgabe des Arztes oder der Ärztin ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und dazu Stellung zu nehmen, in welchem Umfang und bezüglich welcher Tätigkeiten die versicherte Person arbeits
unfähig ist (BGE 125 V 256 E.
4). Im Weiteren sind die ärztlichen Auskünfte eine wichtige Grundlage für die Beurteilung der Frage, wel
che Arbeitsleistungen der versicherten Person no
ch zugemutet werden können (BGE 125 V 256 E. 4 mit Hinweisen; AHI 2002 S. 70 E.
4b/cc).
1.5
Für die verlässliche Beurteilung des psychischen Gesundheitszustandes und sei
ner Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit sind in der Regel psychiatrische Fach
ärzte beizuziehen (BGE 130 V 352 E. 2.2.3; Urteil des Bundesgerichts 8C_989/2010 vom 16. Februar 2011 E. 4.4.2 mit weiteren Hinweisen; vgl. auch Urteil des Bundesgerichts 8C_880/2015 vom 30. März 2016 E. 4.2.4). Wichtigste Grundlage gutachterlicher Schlussfolgerungen bildet – gegebenenfalls neben standardisierten Tests – die klinische Untersuchung mit Anamneseerhebung, Symptomerfassung und Verhaltensbeobachtung (Urteil des Bundesgerichts 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2 mit Hinweis). Bezüglich der Wahl der Untersuchungsmethoden kommt der Expertin oder dem Experten ein weiter Ermessensspielraum zu, und es ist nicht zwingend notwendig, dass fremdanam
nestische Angaben eingeholt oder Zusatzuntersuchungen angeordnet werden (Urteile des Bundesgerichts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 9C_275/2014 vom 21. August 2014 E. 3). Rechtsprechungsgemäss gibt es keine verbindliche Mindestdauer für eine psychiatrische Exploration, sondern es wird lediglich verlangt, dass die Expertise inhaltlich vollständig und im Ergebnis schlüssig ist, wobei der für eine psychiat
rische Untersuchung zu betreibende zeitliche Aufwand der Fragestellung und der zu beurteilenden Psychopathologie angemessen sein muss (Urteile des Bundesge
richts 8C_660/2013 vom 15. Mai 2014 E. 4.2.3, 8C_602/2013 vom 9. April 2014 E. 3.2 und 8C_47/2016 vom 15. März 2016 E. 3.2.2).
1.6
Das Sozialversicherungsgericht hat den Sachverhalt von Amtes wegen festzustel
len und alle Beweismittel objektiv zu prüfen, unabhängig davon, von wem sie stammen, und danach zu entscheiden, ob sie eine zuverlässige Beurteilung des strittigen Leistungsanspruches gestatten. Insbesondere darf es beim Vorliegen einander widersprechender medizinischer Berichte den Prozess nicht erledigen, ohne das gesamte Beweismaterial zu würdigen und die Gründe anzugeben, warum es auf die eine und nicht auf die andere medizinische These abstellt (ZAK 1986 S. 188 E. 2a). Hinsichtlich des Beweiswertes eines ärztlichen Gutachtens ist im Lichte dieser Grundsätze entscheidend, ob es für die Beantwortung der gestell
ten Fragen umfassend ist, auf den erforderlichen allseitigen Untersuchungen beruht, die geklagten Beschwerden berücksichtigt und sich mit diesen sowie dem Verhalten der untersuchten Person auseinander setzt – was vor allem bei psychi
schen Fehlentwicklungen nötig ist –, in Kenntnis der und gegebenenfalls in Aus
einandersetzung mit den Vorakten abgegeben worden ist, ob es in der Darlegung der medizinischen Zustände und Zusammenhänge einleuchtet, ob die Schlussfol
gerungen der medizinischen Experten in einer Weise begründet sind, dass die rechtsanwendende Person sie prüfend nachvollziehen kann, ob der Experte oder die Expertin nicht auszuräumende Unsicherheiten und Unklarheiten, welche die Beantwortung der Fragen erschweren oder verunmöglichen, gegebenenfalls deut
lich macht (BGE 134 V 231 E. 5.1; 125 V 351 E. 3a, 122 V 157 E. 1c; Ulrich Meyer, Die Rechtspflege in der Sozialversicherung, BJM 1989, S. 30 f.; derselbe in: Hermann Fredenhagen, Das ärztliche Gutachten, 4. Auflage 2003, S. 24 f.).
2.
Strittig und zu prüfen ist, ob der Beschwerdeführer Anspruch auf eine Invaliden
rente hat.
2.1
Die Beschwerdegegnerin erwog im angefochtenen Entscheid, die Abklärungen hätten ergeben, dass es dem Beschwerdeführer aus rechtlicher Sicht zumutbar sei, eine Arbeitstätigkeit aufzunehmen. Es liege keine Veränderung im Vergleich zur letzten Beurteilung vom 7. März 2013 vor (Urk. 2).
2.2
Der Beschwerdeführer brachte dagegen im Wesentlichen vor, auf das psychiatri
sche Gutachten von Dr. C._ könne abgestellt werden, dieses sei beweiskräf
tig. Dr. C._ attestiere eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit, weshalb er Anspruch auf eine Invalidenrente habe. Sodann führte der Beschwerdeführer aus, dass eine allfällige Restarbeitsfähigkeit gar nicht mehr verwertbar sei und ihm nur noch Tätigkeiten im geschützten Rahmen zuzumuten wären (Urk. 1).
3.
3.1
In der Verfügung vom 7. März 2013 war die Beschwerdegegnerin davon ausge
gangen, dass der Beschwerdeführer sowohl in der bisherigen Tätigkeit als Ver
kaufsberater als auch in einer behinderungsangepassten leichten bis mittelschwe
ren Tätigkeit maximal zu 20 % eingeschränkt sei (Urk. 7/52).
Auf die Neuanmeldung vom 7. August 2014 (Urk. 7/59) ist die Beschwerdegeg
nerin eingetreten und hat eine neuerliche Anspruchsprüfung vorgenommen. Demnach ist zu prüfen, ob sich seit der Verfügung vom 7. März 2013 (Urk. 7/52) bis zum Erlass der angefochtenen Verfügung vom 8. November 2016 (Urk. 2) der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers in revisionsrechtlich erheblicher Weise verändert hat und aufgrund dessen nunmehr ein Rentenanspruch besteht (vgl. E. 1.1).
3.2
Im Zeitpunkt der erstmaligen rechtskräftigen Abweisung des Leistungsbegehrens mit Verfügung vom 7. März 2013 (Urk. 7/52) präsentierte sich die medizinische Aktenlage im Wesentlichen wie folgt:
3.2.1
Dem interdisziplinären Gutachten vom 20. September 2012 der Dres. Y._ und Z._ (Urk. 7/31) können folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeits
fähigkeit entnommen werden (Urk. 7/31/7):
-
anhaltende somatoforme Schmerzstörung und Panikstörung
-
chronisches cervical- und lumbalbetontes Panvertebralsyndrom
-
leichtgradige Osteochondrose von HWK6/7
-
diffuse idiopathische skelettale Hyperostose
-
Bewegungseinschränkungen der Wirbelsäule
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielten die Gutachter folgende fest:
-
Persönlichkeit mit akzentuierten emotional unreifen, instabilen, impulsi
ven, anankastisch-perfektionistischen und narzisstischen Zügen
-
chronisches, generalisiertes Schmerzsyndrom
-
nicht ausreichend somatisch abstützbar
-
Entwicklung eines primären Fibromyalgie-Syndroms möglich
-
betont im Bereich der oberen im Vergleich zur unteren Körperhälfte
-
betont im Bereich der rechten im Vergleich zur linken Körperhälfte
-
Panalgie
-
Polyarthralgien
-
Panvertebralsyndrom
-
multiple Beschwerden wie Schlafstörungen, Müdigkeit, Schmerzen im Brustkorb und Bauch, ungerichtete Steh- und Gehunsicherheit, Nervo
sität, Abnahme der Leistungsfähigkeit, Erschöpfung und Atembe
schwerden
-
Übergewicht mit Body Mass Index von 29,3 kg/m
2
-
Alkoholkonsum
-
CDT-Wert in der Grauzone
-
anamnestisch Reizmagen-Syndrom
In der interdisziplinären Beurteilung führten die Gutachter aus, auf psychiatri
schem Fachgebiet bestünden seit Jahren eine überwiegend leicht ausgeprägte Panikstörung sowie spätestens seit Anfang 2011 eine anhaltende somatoforme Schmerzstörung. Wie im psychiatrischen Gutachten ausführlich dargelegt werde
, erfülle
diese anhaltende somatoforme Schmerzstörung hingegen nicht die Krite
rien einer Invalidisierung, so dass der Beschwerdeführer aus psychiatrischer Sicht als nahezu vollständig arbeitsfähig anzusehen sei
. L
ediglich der mittlerweile fast zweijährige Verlauf mit zweifelsohne bestehenden Schmerzen, eine gewisse Chro
nifizierung sowie die seit Jahren bestehende Panikstörung könnten aus rein psy
chiatrischer Sicht eine Leistungsminderung von maximal 20
%
begründen. Der Somatiker könne somatisch-pathologische Befunde objektivieren, die zu einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit ausschliesslich für die früher ausgeübten Tätigkeiten führten, hingegen seien angepasste Verweistätigkeiten vollumfäng
lich zumutbar. Die Arbeitsfähigkeit sei, aus rein somatisch-rheumatologischer Sicht beurteilt, für die früher ausgeübten beruflichen Tätigkeiten als Bauarbeiter im Hoch- und Tiefbaubereich seit circa Anfang 2011 zu maximal 35 bis 40
%
eingeschränkt. Die Arbeitsfähigkeit für die zuletzt ausgeübte berufliche Tätigkeit, bei welcher der Beschwerdeführer auch längerdauernd habe Auto fahren müssen, sei seit Anfang Februar 2011 zu maximal 10 bis 15
%
eingeschränkt. Diese zumutbare
n Arbeitspensen
könn
t
e
n
sowohl am Stück als auch, mit vermindertem Tempo, über den Tag verteilt abgeleistet werden
.
In der interdisziplinären Ein
schätzung der Arbeitsfähigkeit, die sowohl die somatisch-rheumatologische Kom
ponente als auch die psychosomatisch-psychiatrische Komponente berücksich
tige, könne für die früher ausgeübten beruflichen Tätigkeiten als Bauarbeiter im Hoch- und Tiefbaubereich seit circa Anfang 2011 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von maximal 40 % formuliert, für die zuletzt ausgeübte berufli
che Tätigkeit, bei der der Beschwerdeführer auch längerdauernd habe Auto fahren müssen, seit Anfang Februar 2011 eine Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von maximal 20 % formuliert und für eine angepasste Verweistätigkeit seit Februar 2011 vollumfänglich auf die Einschätzung der psychosomatisch-psychiatrischen Sicht abgestützt werden, das heisse, es sei ebenfalls von einer Einschränkung der Arbeitsfähigkeit von maximal 20 % auszugehen.
Es werde dabei berücksichtigt, dass sich die somatischen und die psychosomatisch-psychiatrischen Anteile an der Arbeitsunfähigkeit überdecken
würden
(
Urk.
7/31/17-18).
Zum Belastungsprofil in körperlicher Hinsicht hielt der rheumatologische Gut
achter fest, zumutbar sei eine Tätigkeit in einem temperierten (Raumluft) Raum, wobei die Tätigkeit auf leicht- bis maximal mittelgradig körperlich belastende Arbeiten beschränkt sei und die Möglichkeit zum Wechsel zwischen sitzender, stehender und gehender Körperhaltung gegeben sein müsse. Das Einhalten der Rückenergonomie sei wünschenswert, zu vermeiden sei repetitives Bewegen von Gewichten über 10 kg (Urk. 7/31/14).
3.2.2
Im Bericht von
Dr. Z._
vom
4.
Januar 2013 zu Händen der Beschwerdegegne
rin (
Urk.
7/47) führte der psychiatrische Gutachter aus, zwar habe der Beschwer
deführer im Rahmen seiner fluktuierenden Beschwerden aus einem grossen Spektrum psychoneurotischer Auffälligkeiten auch gewisse Symptome geboten, welche durchaus auch bei anderen psychiatrischen Erkrankungen, zum Beispiel bei einer depressiven Störung oder einer Angststörung, anzutreffen seien und in diesem Sinne interpretiert werden könnten. Alle diese Symptome seien hingegen, wie oben bereits festgehalten, überwiegend leicht ausgeprägt und stünden ein
deutig und klar in Zusammenhang mit den körperlichen Beschwerden, die prak
tisch «anhaltend den Hauptfokus der Aufmerksamkeit» des Beschwerdeführers bilden
würden
. Das ganze Denken und Handeln des Beschwerdeführers kreise fast ausschliesslich um seine Schmerzen (
Urk.
7/47/1). In Anbetracht der starken Symptomfixierung des Beschwerdeführers sei somit auf gar keinen Fall die Diag
nose einer echten rezidivierenden depressiven Störung gemäss der Definition der ICD-10 F33 oder F32 im Sinne des «major depression»-Konzeptes gerechtfertigt. Die anxiodepressiven Symptome des Beschwerdeführers stünden eindeutig in ganz überwiegendem Zusammenhang mit seinen körperlichen Beschwerden und seien damit als der anhaltenden somatoformen Störung zugehörig zu betrachten, so dass keinesfalls von einer zusätzlich bestehenden depressiven Störung im Sinne einer eigenen Krankheitsentität und damit Komorbidität auszugeben sei. Sie seien darüber hinaus überwiegend leicht ausgeprägt und erklärten nicht die Schwere der subjektiv empfundenen und vehement beklagten Beeinträchtigungen (
Urk.
7/47/3). Der Beschwerdeführer sei aus rein psychiatrischer Sicht in der Lage, seine körperlichen Beschwerden und seine psychische Symptomatik ausreichend zu bewältigen und zu kontrollieren, so dass ihm bei ehrlicher Motivation und Willensanstrengung sowie entsprechender Prioritätensetzung eine seinem Alter, seinem Ausbildungsstand sowie eventuellen körperlichen Einschränkungen ent
sprechende Berufstätigkeit grundsätzlich vollzeitig und mit Berücksichtigung einer Leistungsminderung von maximal 20
%
zuzumuten wäre. Die immer wieder angeführten sozialen Faktoren wie fortgeschrittenes Alter und schlechte Aussich
ten auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, vor allem aber auch die narzisstischen Kränkungen des Beschwerdeführers mit dem subjektiven Gefühl erlittenen Unrechts und Wunsch nach Anerkennung seien, obgleich subjektiv vielleicht durchaus verständlich, als primär krankheitsfremde Faktoren hingegen nicht zur Beurteilung einer Invalidisierung zu berücksichtigen (
Urk.
7/47/7).
3.3
Die aktuelle medizinische Aktenlage präsentiert sich im Wesentlichen wie folgt:
3.3.1
Dem psychiatrischen Gutachten vom 1. Februar 2016 von Dr. C._ (Urk. 7/106) sind folgende Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit zu entnehmen (Urk. 7/106/17):
-
g
eneralisierte Angststörung mit paroxysmalen agoraphoben und genera
lisierten Anteilen (ICD-10 F41.1)
-
r
ezidivierende depressive Störung, zum Untersuchungszeitpunkt leicht- bis mittelgradig ausgeprägte depressive Episode mit somatischem Syn
drom (ICD-10 F33.01/F33.11)
Als Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit hielt der Gutachter eine akzentuierte (emotional-instabile, histrionische, narzisstische) Persönlichkeit (ICD-10 Z73.1) fest (Urk. 7/106/17).
Der Gutachter hielt sodann fest, die akzentuierten Persönlichkeitszüge hätte
n per se keinen Krankheitswert, aber sie beeinflussten den Behandlungs- und Heilver
lauf deutlich ungünstig (
Urk.
7/106/17). Psychopathologisch habe sich eine gedrückt-depressive, ratlos-freudlose, ängstlich-besorgte Stimmungslage gezeigt, die affektive Modulatio
nsfähigkei
t sei deutlich vermindert
und
zum depressiven Pol verschoben gewesen. Der Antrieb sei leicht vermindert
und
die Mimik und Gestik wenig mit dem Gesagten mitschwingend gewesen. Formalgedanklich habe sich eine deutliche Grübelneigung sowie deutliche Einengung auf Insuffizienzge
fühle, Ängste und erlebte körperliche Beschwerden gezeigt. Die Aufmerksamkeit habe für die Dauer des Gesprächs nicht durchgehend aufrechterhalten werden können und habe im Verlauf fluktuiert, was sich am häufigen Abschweifen und Danebenreden gezeigt habe, dies korrespondierend mit einer beschriebenen All
tagsvergesslichkeit/Konzentrationsminderung im Alltag. Paroxysmale und vor allem generalisierte Ängste sowie agoraphobische Erlebnisweisen seien berichtet worden. Psychometrisch habe sich auf d
en beiden Fremdbeurteilungsskalen (Hamilton, MADRS) ein leicht- bis mittelgradiges Syndrom abgebildet (
Urk.
7/106/18-19). Die nach den klinisch-diagnostischen Leitlinien der ICD-10 bei einer generalisierten Angststörung (ICD-10 F41.1) typischen Symptome seien vom Beschwerdeführer beschrieben worden und seien in der Vorgeschichte dokumentiert.
D
er Beschwerdeführer habe in der Untersuchung eine anhaltende und auf verschiedene Bereiche fokussierte Besorgnis beschrieben, es könne etwas Schlimmes geschehen. Er habe eine beständige Anspannung, innere Unruhe und Nervosität beschrieben, dies im Sinne eines Hyperarousals. Konzentrationsprob
leme und eine Alltagsvergesslichkeit seien beschrieben
worden. D
er Beschwerde
führer habe neben der körperlichen Unruhe
und
den
Schwindelgefühle
n
eine Unfähigkeit
,
sich zu entspannen
,
bei gleichzeitig rascher Ermüdbarkeit und Erschöpfung beschrieben.
D
er Beschwerdeführer habe Schwindel (ungerichtet), Palpitationen
,
Beklemmungsgefühle, Schwitzen/innere U
nruhe sowie Ein- und Durchschlafstörungen beschrieben (
Urk.
7/106/19).
Auch Dr.
med.
B._, FMH Psychiatrie und Psychotherapie,
habe am
4.
Oktober 2012 über eine Panikstörung, Differentialdiagnose: generalisierte Angststörung, berichtet. Der Beschwerdeführer reagiere auch auf geringe Belastungen (zum Beispiel Termine mit Versicherungen, Anwalt, Ärzte) mit
Übererregung und Hypernervosität und gleichzeitig depressiver und resignativer Verstimmung. Darüber hinaus leide er jeweils verstärkt unter quälenden Gelenkschmerzen, die ursächlich teils auf erhöhte Abnützung, teils auf psychovegetative Spannungszustände zurückzufüh
ren seien. Dazu kämen verschiedene Ängste, die zum Teil sehr existentieller Natur seien. Auch dem Bericht von
Dr. B._
vom 1
7.
Juni 2014 sowie vom
4.
Dezember 2014 sei die Beschreibung einer Angststörung zu entnehmen. Der Beschwerdeführer erlebe Angstattacken bis
hin
zu Panik mit Schweissausbrü
chen, Palpitationen, extremer Nervosität und heftiger Angst, erlebe Drehschwin
del, der Schlaf sei regelmässig gestört, es b
estehe eine starke Nervosität
sowie eine
übermässige Erregbarkeit durch verschiedenste Arten von Reizen und Ver
meidungsverhalten, insbesondere bei akustischen Reizen
(Urk.
7/106/10-20). Das vorliegende Störungsbild in seiner derzeitigen Ausprägung schränke die psycho
physische und psychosoziale Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers deutlich ein. Mittlerweile zeige sich eine erhebliche Chronifizierungstendenz mit schlei
chender Erschöpfung der Coping-Strategien und ängstlich-depressiver Dekom
pensation (
Urk.
7/106/20).
E
s zeigten sich
sodann
keine Diskrepanzen zwischen der Symptombeschreibung des
Beschwerdeführers
, der Schilderung seines Tages
ablaufs (Aktivitätsniveau) und dem aktuellen Untersuchungsbefund. Die aktuel
len Therapieberichte (
Dr. B._
) stünden ebenfalls im Einklang zum aktuellen Untersuchungsergeb
nis (
Urk.
7/106/21).
Zur Arbeitsfähigkeit führte der Gutachter aus, auf der psychisch-geistigen Ebene werde die Leistungsfähigkeit des Beschwerdeführers durch die dargestellten affektiven, psychomotorischen, kognitiven, formalgedanklichen und vegetativen Symptome deutlich beeinträchtigt. Auf der psychiatrisch-körperlichen Ebene bestehe eine Störung der Vitalgefühle,
welche
die psychophysische Leistungsfä
higkeit des Beschwerdeführers zum Untersuchungszeitpunkt deutlich ein
schränk
e
. Zum Untersuchungszeitpunkt liege aus psychiatrischer Sicht eine 80%ige Arbeitsunfähigkeit für jedwede Tätigkeit unter den Bedingungen der freien Wirtschaft aufgrund des ausgeprägten ängstlich-depressiven Zustandsbil
des vor dem Hintergrund einer akzentuierten Persönlichkeit vor. Eine relevant verwertbare Arbeitsfähigkeit unter den Bedingungen der freien Wirtschaft bestehe aus psychiatrischer Sicht nicht. Eine Arbeitsrehabilitation könnte stufen
weise gesteigert, stundenweise beginnend, unter geschützten Bedingungen, das heisse in ruhiger
,
stressarmer, emotional wenig belastender, gut strukturierter,
nicht monotoner und unterstützender Arbeitsatmosphäre stattfinden. Eine Stei
gerung des zeitlichen Arbeitspensums sollte vom Verlauf abhängig gemacht wer
den (
Urk.
7/106/22). Aufgrund der Komorbidität einer rezidivierend depressiven Störung und einer (sehr häufig zur Chronifizierung neigenden) generalisierten Angststörung vor dem Hintergrund akzentuierter Persönlichkeitszüge und nicht zuletzt aufgrund des mittlerweile deutlich prolongierten Verlaufs ohne einschnei
dende Besserung oder gar Remission trotz adäquater Behandlung sei kurz- bis mittelfristig von einer eher ungünstigen Prognose auszugeben. Die adäquate ambulante psychiatrisch-psychotherapeutische Behandlung sollte fortgesetzt werden. Hinsichtlich der medikamentösen Behandlung bestehe Optimierungspo
tential im Hinblick auf die Etablierung einer suffizienten medikamentös-antide
pressiven Behandlung. Eine Intensivierung der Behandlung im Sinne einer stati
onären oder halbstationären Behandlung erscheine vor dem Hintergrund des mittlerweile mehrjährig bestehenden Störungsbildes nicht erfolgversprechend, eher würden dadurch regressive Tendenzen verstärkt. Eine Tätigkeit unter geschützten Bedingungen wäre gegenwärtig auch therapeutisch sinnvoll, um Selbstvertrauen und Selbstkontrollüberzeugung zu fördern und eine weitere Dekonditionierung zu vermei
den. Insgesamt sei die Prognose hinsichtlich einer kurz- bis mittelfristigen Steigerung der Arbeitsfähigkeit über das genannte Aus
mass hinaus (zumal unter den Bedingungen der freien Wirtschaft) ungünstig (
Urk.
7/106/23).
Dr. C._
führte ferner aus, hinsichtlich der diagnostischen Einschätzung von
Dr. Z._
in seinem Gutachten vom 2
0.
September 2012 bestünden einerseits Diskrepanzen im Hinblick auf die Tatsache, dass zum damaligen Zeitpunkt eine depressive Störung nicht diagnostiziert worden sei, dies obwohl in der Vorge
schichte bereits mehrere depressive Episoden hätten eruiert werden können. Zum anderen sei die Diagnose einer anhaltend somatoformen Schmerzstörung gestellt worden, diese habe in der aktuellen Untersuchung nicht mehr nachvollzogen wer
den können. Die vom Beschwerdeführer beschriebene Beschwerdesymptomatik sei in allererster Linie im Rahmen einer generalisierten Angststörung zu beurtei
len gewesen. Die Schmerzsymptomatik habe nicht im Vordergrund der Beschwer
deschilderung
gestanden. Nur vier Monate vor der Begutachtung durch
Dr. Z._
sei im Übrigen
Dr. D._
in seinem psychiatrischen Gutachten vom
9.
Mai 2012 zur Einschätzung einer mittelgradig depressiven Episode, vor allem ängst
lich gefärbt, einer phobischen Symptomatik im Sinne einer Soziophobie sowie zur Verdachtsdiagnose generalisierte Angststörung vor dem Hintergrund einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung gelangt. Diese Einschätzung wiederum stehe weitgehend in Einklang mit der aktuellen Beurteilung. Insofern stehe die Beurteilung von
Dr. Z._
im Vergleich zu den vorliegenden Arztberichten, der gutachterlichen Stellungnahme von
Dr. D._
und nicht zuletzt auch der aktuellen Einschätzung weitgehend singulär da. Die Diagnose einer Persönlich
keitsstörung, wie sie durch
Dr. B._
und
Dr. D._
gestellt worden sei, sei angesichts einer weitgehend unauffälligen schulischen, beruflichen und familiä
ren Entwicklung nicht nachvollziehbar. Hier sei die Diagnose einer Persönlich
keitsakzentuierung, wie sie
Dr. Z._
in seinem Gutachten vom 2
0.
September 2012 auch vorgenommen habe, zu bevorzugen. Gesamthaft sei angesichts der Arztberichte seit 2012 und aufgrund des aktuellen Untersuchungsergebnisses von einer einschneidenden Verschlechterung des Gesundheitszustandes im Vergleich zur gutachterlichen Befundlage im September 2012 auszugehen, dies seit März 2014 (
Urk.
7/106/25).
3.3.2
Die für den Regionalen Ärztlichen Dienst (RAD) tätig
e
n
Dr.
med.
E._
, FMH Chirurgie,
sowie Dr. med. F._, FMH Psychiatrie und Psy
chotherapie,
hielt
en
in
ihrer
Stellungnahme vom 1
8.
Mai 2016
(Urk. 7/113/5-7)
fest,
d
as Gutachten
von Dr. C._
sei ausführlich, bewerte die Aktenlage und die klinische Untersuchung sei vorhanden. Die Befunde und Diagnosen seien nicht plausibel und nicht nachvollziehbar.
Der
angegebenen Verschlechterung des Gesundheitszustandes könne nicht gefolgt werden. Es fänden sich zahlreiche Widersprüche im Gutachten von
Dr. C._
. Laut
Dr. B._
werde eine regelmässige Psychotherapie (alle
ein bis zwei
Wochen) durchgeführt. Im Gutachten von
Dr. C._
werde eine Verbes
serung dokumentiert, denn der Beschwerdeführer könne täglich das Haus verlas
sen (Spaziergänge in der Natur, Fitness
zwei bis dreimal
pro Woche). Insofern bestehe ein Behandlungserfolg. Ebenfalls fänden sich deutliche Zeichen für Res
sourcen mit Zeitunglesen am Morgen,
zwei bis dreimal
Sport pro Woche, regel
mässige Spaziergänge in der Natur, Autofahren
und
Erledigung der Hausarbeit mit der Partnerin. Diese Feststellungen stünden im Widerspruch zu den Aussagen zu den Freizeitaktivitäten, dass der Beschwerdeführer nicht mehr lesen könne, er könne sich nicht konzentrieren
, a
ber er lese jeden Morgen die Zeitung. Auch Rei
sen seien möglich, eine geplante Zahnbehandlung solle in Ungarn stattfinden. Im Rahmen der Spaziergänge wie auch der sportlichen Betätigung seien jederzeit soziale Kontakte möglich. Im privaten Bereich pflege der Beschwerdeführer Kon
takte mit seinem Bruder, seiner Tante und seiner Lebensgefährtin, mit welcher er seit 22 Jahren in einer festen und harmonischen Beziehung lebe. Die angegebenen Dauerschmerzen (Kopfschmerzen) stünden im Gegensatz zu den sportlichen Aktivitäten
und
würden im Tagesablauf nicht angegeben, zudem werde
regel
mässiges und tägliches Fernsehen
genannt. Dieses stehe ebenfalls im Gegensatz zu den angegebenen Kopfschmerzen. Aufgrund dieser zahlreichen Aktivitäten und Widersprüche könne die Arbeitsunfähigkeit von 80
%
i
m ersten Arbeitsmarkt nicht nachvollzogen werden (
Urk.
7/113/6).
Die
«Panikattacken»
würden nicht geschildert,
sondern nur
Angstsymptome. Es fehle ferner ein beobachteter Befund zum
«
knabbere an den Fingern
»
. Anhand des Befundes spreche vieles für ein ängstliches und depressives Geschehen. Allerdings folge der Gutachter weithin den subjektiven Darstellungen und erörter
e
kaum das positive Funktionsbild. Zum positiven Funktionsbild gehöre beeindruckenderweise die Fähigkeit, nach Ungarn zum Zahnarzt zu reisen. Da er es im Zug und Flugzeug nicht aushalte, scheine er wohl mit dem Auto nach Ungarn zu fahren, was doch eine beachtliche Konzentration und Ausdauer erfordere. Auch das Fitness (
zwei bis dreimal
pro Woche) belege ein erfreuliches Funktionsniveau. Auffallenderweise zeige der Beschwerdeführer sich beim Gutachter zwar
«angespannt»
, aber ansonsten redse
lig und mitteilungsbedürftig, was gegen eine invalidisierende Störung spreche. Trotz seiner Störungen habe der Beschwerdeführe
r
offensichtlich auch problem
los von Winterthur zum Gutachter nach Lenzburg pünktlich und alleine anreisen können. Im ICF gebe der Gutachter nur Punktwerte
an
, ohne Belege/Hinweise darzulegen. So bleibe das ICF nicht nachvollziehbar. Im Detail falle zum Beispiel auf, dass die schlechte Durchhaltefähigkeit (bewertet mit «3») nicht zum regel
mässigen Fitness und zur langen Fahrt nach Ungarn passe. Daher seien das Aus
mass der Störungen und das Ausmass der Arbeitsunfähigkeit nicht nachvollzieh
bar. Entgegen der Darstellung des Gutachters, es fänden sich keine Diskrepanzen zwischen der Symptombeschreibung des Beschwerdeführers, der Schilderung des Tagesablaufes (Aktivitätsniveau) und dem aktuellen Untersuchungsbefund, zeig
ten sich bei kritischer und mehr objektiver Betrachtung doch erhebliche Unter
schiede. Widersprüchlich diagnostiziere der Gutachter zwar eine Persönlichkeits
akzentuierung, spreche dann aber von einer kombinierten Persönlichkeitsstörung, obwohl er die Diagn
ose einer Persönlichkeitsstörung explizit für «nicht nachvoll
ziehbar» halte. Zusammenfassend sei aus fachpsychiatrischer Sicht das Gutachten nicht nachvollziehbar
(
Urk.
7/113/7).
3.3.3
Dr. B._ hielt im beschwerdeweise eingereichten Bericht vom 6. Juni 2016 zu Händen des vertrauensärztlichen Diensts des Unfallversicherers (Urk. 3/5) fest, der Beschwerdeführer leide an einer rezidivierenden depressiven Störung, gegen
wärtig mittelgradig (ICD-10 F33.1), mit psychophysischer Erschöpfung (ICD-10 Z73.0), an einer Panikstörung (ICD-10 F41.0) und an einer kombinierten Persön
lichkeitsstörung mit emotional instabilen, schizoiden und narzisstischen Zügen (ICD-10 F60.8). Im Jahr 2000 habe sich erstmals eine Depression manifestiert. Im Frühling 2011 sei eine erneute depressive Symptomatik entstanden auf dem Boden einer Burnout-Situation bei extrem stressiger Arbeit. In der Folge sei der Beschwerdeführer zweimal in der Klinik G._ hospitalisiert (10. bis 30. Mai 2011
und 6. bis 26. März 2012) und einmal in der H._ kurzhospitalisiert (24. bis 29. Oktober 2012) gewesen. Anschliessend sei es zu einer langsamen Bes
serung und zum Wiedererreichen der Arbeitsfähigkeit im Frühling 2013 gekom
men. Nach mühsamer Stellensuche habe er eine 100%-Stelle im bisherigen Tätigkeitsbereich im Herbst 2013 angetreten. Dabei sei erneut rasch eine Erschöp
fungssituation und Überforderung durch den geforderten Arbeitsrhythmus auf
getreten, weshalb er ab März 2014 erneut vollständig arbeitsunfähig gewesen und ihm später durch die Arbeitgeberin gekündigt worden sei. In den knapp zwei Jahren seit dem letzten Bericht hätten sich keine wesentlichen Veränderungen ergeben. Der Beschwerdeführer klage über dieselben Beschwerden, die abwech
selnd etwas ausgeprägter oder etwas weniger stark, jedoch kontinuierlich bestün
den, dies trotz Medikation mit Lyrica (300 mg täglich), Imovan (7,5 mg) und Temesta Expidet (1,0 mg in Reserve) (Urk. 3/5 S. 1). Seit August 2014 werde eine traumatherapeutische Therapie durchgeführt. Dies habe zu einer gewissen Linde
rung der Symptomatik geführt, jedoch nicht zur Beschwerdefreiheit. Der Behand
lungsverlauf sei damit nur zu einem gewissen Grad befriedigend. Solche kleinen Veränderungen würden aber wahrscheinlich auch in Zukunft erreichbar sein. Die ursprünglichen Behandlungsziele (Absenken des chronisch erhöhten Aktivie
rungsniveaus und vegetativen Nervensystems, bessere emotionale Regulation der Ängste, verbesserte Erholungs- und Stresskapazität) seien ein Stück weit erreicht worden. Der Beschwerdeführer finde, dass sich der Zustand seiner Nerven insge
samt etwas gebessert habe, insbesondere auch durch das Erlernen von Coping-Strategien (Urk. 3/5 S. 2-3). Der Beschwerdeführer wolle angesichts der nicht wirklich überzeugenden Therapiefortschritte die Therapiefrequenz bei höchstens einmal monatlich halten. Dies sei sinnvoll, da wesentliche Fortschritte nicht mehr zu erwarten seien. Man gehe von einer längerfristigen Therapie im Sinne einer lockeren Begleitung aus, mit Sitzungen alle vier bis sechs Wochen (Urk. 3/5 S. 3).
3.3.4
Dr. med. I._, FMH Allgemeine Innere Medizin, ging im beschwerde
weise eingereichten Bericht vom 5. Dezember 2016 zu Händen des Beschwerde
führers (Urk. 3/6) davon aus, der positive Rheumafaktor/die Borreliose, die zunehmende Schmerzgeneralisierung/die somatoforme Störung sowie die psy
chosozialen Belastungen (Erschöpfungssyndrom 1988, 2011, 2012) würden zu einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit führen (Urk. 3/6).
4.
4.1
Mit rechtskräftiger Verfügung vom 7. März 2013 verneinte die Beschwerde-
geg
nerin – bei einem Invaliditätsgrad von 20 % – einen Anspruch des Beschwerde
führers auf eine Invalidenrente (Urk. 7/52). In der Folge trat die Beschwerdegeg
nerin – nach Kenntnisnahme seines zwischenzeitlich erlittenen Auffahrunfalls – auf das neue Leistungsbegehren des Beschwerdeführers vom 7. August 2014 (Urk. 7/59) ein, wies sein Leistungsbegehren nach durchgeführten Abklä-rungen mit Verfügung vom 8. November 2016 indes wiederum ab (Urk. 2).
Zu prüfen ist, ob sich seit der Verfügung vom 7. März 2013 und der jetzt ange
fochtenen Verfügung vom 8. November 2016 der Gesundheitszustand des Beschwerdeführers und/oder dessen erwerbliche Auswirkungen derart wesentlich verändert haben, dass er nunmehr Anspruch auf eine Invalidenrente hat.
Die Beschwerdegegnerin stellte mit der angefochtenen Verfügung vom 8. Novem
ber 2016 (Urk. 2) im Wesentlichen auf das psychiatrische Gutachten von Dr. C._ vom 1. Februar 2016 ab (Urk. 7/106).
4.2
Unstrittig und nicht näher zu prüfen ist der Gesundheitszustand in körperlicher Hinsicht, insbesondere unter Berücksichtigung der Folgen des Auffahrunfalls vom 23. August 2014. Die Parteien sind sich einig, dass seither – beziehungs-
weise seit der letzten materiellen Beurteilung des somatischen Gesundheitszustands – keine relevante Veränderung des körperlichen Gesundheitszustands erfolgt ist. Aus dem Bericht von Dr. I._ (Urk. 3/6) vermag der Beschwerdeführer dies
bezüglich mangels Nachvollziehbarkeit aufgrund fehlender Begründung der Arbeitsfähigkeitseinschätzung respektive der Diagnosestellung nichts zu seinen Gunsten abzuleiten.
4.3
Es ist nicht
allein Sache der mit dem konkreten Fall gutach
tlich befassten Arzt
personen
, selber abschliessend und für die rechtsanwendende Stelle (Verwaltung, Gericht) verbindlich zu entscheiden, ob das medizinisch festgestellte Leiden zu einer andauernden oder vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit (bestimmter Höhe und Ausprägung) führt. Dies unter anderem deshalb, weil die Arbeitsunfähigkeit ein unbestimmter Rechtsbegriff des formellen Gesetzes (
Art.
6 ATSG) ist, dessen praktische Handhabung im Einzelfall der rechtsanwendenden Stelle obliegt, wel
che den durch Gesetz und Rechtsprechung gezogenen normativen Rahmen zu berücksichtigen hat (BGE 140 V 193 E. 3.1; vgl. E. 1.7
, BGE 143 V 418
).
D
ie Rechtsprechung
hat
seit jeher die Aufgaben von Rechtsanwender und Arztperson im Rahmen der Invaliditätsbemessung wie folgt verteilt. Sache des (begutachten
den) Mediziners ist es, den Gesundheitszustand zu beurteilen und wenn nötig seine Entwicklung im Laufe der Zeit zu beschreiben, das heisst, mit den Mitteln fachgerechter ärztlicher Untersuchung, unter Berücksichtigung der subjektiven Beschwerden, Befunde zu erheben und gestützt darauf die Diagnose zu stellen. Hiermit erfüllt der Sachverständige seine genuine Aufgabe, wofür Verwaltung und im Streitfall Gericht nicht zuständig sind. Bei der Folgenabschätzung der erhobenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen kommt der Arztperson hingegen keine abschliessende Beurteilungskompetenz zu. Vielmehr nimmt die Arztperson zur Arbeitsunfähigkeit Stellung, das heisst, sie gibt eine Schätzung ab, welche sie aus ihrer Sicht so substanziell wie möglich begründet. Schliesslich sind die ärzt
lichen Angaben eine wichtige Grundlage für die juristische Beurteilung der Frage, welche Arbeitsleistungen der Person noch zugemutet werden können (BGE 140 V 193 E. 3.2 mit Hinweisen; vgl. BGE 141 V 281 E. 5.2). Die Rechtsanwender prüfen dabei die medizinischen Angaben frei, insbesondere daraufhin, ob die Ärzte sich an die massgebenden normativen Rahmenbedingungen gehalten haben. Das heisst, ob sie ausschliesslich funktionelle Ausfälle berücksichtigt haben, welche Folgen der gesundheitlichen Beeinträchtigung sind (
Art.
7
Abs.
2 erster Satz ATSG), und ob die versicherungsmedizinische Zumutbarkeitsbeurtei
lung auf objektiver Grundlage erfolgt ist (
Art.
7
Abs.
2 zweiter Satz ATSG; BGE 141 V 281 E. 5.2.2 mit Hinweisen). Die Ärzte und die Organe der Rechtsanwen
dung prüfen demnach die Arbeitsfähigkeit je aus ihrer Sicht (vgl. Urteil des Bun
desgerichtes 9C_901/2015 vom
8.
Juli 2016 E. 3.1).
Ob die vorliegend zur Diskussion stehenden Diagnosen einen invalidisierenden Gesundheitsschaden darstellen, ist eine Rechtsfrage. Aus rechtlicher Sicht kann von einer medizinischen Einschätzung der Arbeitsunfähigkeit abgewichen wer
den, ohne dass diese ihren Beweiswert verlöre (vgl. statt vieler: Urteil des Bun
desgerichtes 8C_283/2015 vom 2
4.
Juni 2015 E. 2 mit Hinweis).
4.4
4.4.1
Die Schlussfolgerungen des psychiatrischen Gutachters Dr. C._ (Urk. 7/106) vermögen in Bezug auf die Arbeitsfähigkeitseinschätzung nicht zu überzeugen.
4.4.2
Hinsichtlich der gestellten Diagnosen ist festzuhalten, dass allein eine neu hinzu
getretene Diagnose nicht unbesehen eine höhere Arbeitsunfähigkeit bewirkt. Massgebend für den Grad der Arbeitsunfähigkeit ist nicht die Diagnose oder die Zahl der erhobenen Diagnosen, sondern die daraus resultierende Leistungsein
schränkung, welche sich auch durch eine zusätzliche Beeinträchtigung nicht zwangsläufig erhöhen muss (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 9C_804/2015 vom 21. Juni 2016 E. 3.2).
Mit
eine
r
neu hinzugetretene
n
Diagnose
wird
über das quantitative Element einer relevanten, die Arbeitsfähigkeit schmälernde Verän
derung des Gesundheitszustandes nicht zwingend etwas ausgesagt (vgl. Urteil des Bundesgerichtes 8C_244/2016 vom 21. Juni 2016 E. 3.5).
4.4.
3
Für die Beurteilung des Rentenanspruchs des Beschwerdeführers ist so oder so die Beurteilung des psychischen Gesundheitszustands massgebend, was unabhängig von den gestellten Diagnosen ein strukturiertes Beweisverfahren nach BGE 141 V 281 (vgl. E. 1.2.2) voraussetzt. Die vorliegenden Akten, insbesondere das Gut
achten von
Dr. C._
vom 1. Februar 2016 (Urk. 7/106), erlauben eine solche Beurteilung
.
Weitere Abklärungen erübrigen sich daher.
4.5
Hinsichtlich der Kategorie «funktioneller Schweregrad» ist betreffend d
ie
«Gesundheitsschädigung» zur Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde fest
zuhalten, dass die depressive Störung
beziehungsweise die depressive Episode
des Beschwerdeführers von
Dr. C._
als «leicht bis mittelgradig» beschrieben wurde (
Urk.
7/106/17). Angesichts der Umschreibung des Verlaufs der depressi
ven Symptomatik ist von einer schwankenden Ausprägung auszugehen. Zur generalisierten Angststörung ist dem Gutachten zu entnehmen, der Beschwerde
führer reagiere auf geringe Belastungen
-
wie Wahrnehmung von Terminen mit Versicherungen, mit dem Anwalt oder mit Ärzten
- bereits phobisch
(
Urk.
7/106/20).
Trotzdem vermochte der Beschwerdeführer laut den Angaben von Dr. C._ problemlos an der Begutachtung teilzunehmen. D
er Beschwer
deführer beschrieb in seinem Tagesablauf keine Beeinträchtigungen, welche der depressiven oder der Angstsymptomatik z
uzuordnen wäre. Er gab
an, nicht mehr mit dem Zug oder Flu
gzeug reisen zu können (Urk.
7/106/8).
Es war ihm aber möglich, sich mit dem Auto nach Ungarn zur Zahnbehandlung fahren zu lassen.
Eine schwere Ausprägung der diagnoserelevanten Befunde ist damit zu vernei
nen.
Bezüglich des Indikators «Behandlungs- und Eingliederungserfolg oder -resis
tenz» ist darauf hinzuweisen, dass der Gutachter
Dr. C._
die bisherige Therapie - welche aus
einer ambulanten psychiatrisch
-psychotherapeutischen Behandlung mit einer Konsultation pro Monat und Psychopharmaka bestand sowie wöchentlichen bis zweiwöchentliche
n
Termine
n
bei einem Psycho
-
logen (Urk. 7/106/11) - aus psychiatrischer Sicht als adäquat bezeichnete (Urk. 7/106/23). Aus seiner Sicht bestand jedoch Optimierungspotential
im Hin
blick auf die Etablierung einer suffizienten medikamentös-antidepressiven Behandlung. Eine Intensivierung der Behandlung im Sinne einer stationären oder halbstationären Behandlung erscheint laut Dr. C._ vor dem Hintergrund des mittlerweile mehrjährig bestehenden Störungsbildes nicht erfolgsversprechend (Urk. 7/106/23).
Von einer Ausschöpfung der Therapieoptionen kann vorliegend aber nicht die Rede sein, zumal seit der letzten Beurteilung des psychischen Gesundheitszustands im September 2012 keine weiteren stationären Aufenthalte vollzogen wurden (vgl. Urk. 7/75/1), obwohl eine Verschlechterung der Sympto
matik geltend gemacht wurde. Der Gutachter wies zwar darauf hin, dass von sta
tionären Aufenthalten keine wesentlichen Verbesserungen zu erwarten seien, demgegenüber hielt der behandelnde Psychiater im Bericht vom 4. Dezember 2014 fest, die stationären Aufenthalte im Jahr 2012 hätten dem Beschwerdeführer gutgetan, er habe aber Mühe gehabt, diese Verbesserungen in den Alltag einzu
bauen. Es habe sich trotzdem eine langsame kontinuierliche Verbesserung erge
ben (Urk. 7/75/3). Weshalb keine weiteren stationären Aufenthalte vorgesehen wurden, ist somit nicht nachvollziehbar.
Dr. B._ empfahl im Jahr 2014 denn auch einen solchen (Urk. 7/75/4). Seither ist seines Erachtens auch keine Verän
derung des Zustands eingetreten. Im Jahr 2014 lag die Therapiefrequenz bei Dr. B._ noch bei einer Sitzung alle zwei Wochen (Urk. 7/72/8). Der Abbau der Therapiefrequenz auf einmal monatlich leuchtet nicht ein, wenn gleichzeitig eine Verschlechterung des Gesundheitszustands geltend gemacht wird. Gestützt auf die Angaben des behandelnden
Psychiaters sowie des psychiatrischen Gutachters
Dr. C._
ist
somit
nicht von einer Therapieresistenz auszugehen, was ebenso auf einen gerin
gen Schweregrad hinweist.
Bezüglich des Indikators «Komorbiditäten» ist neben den beiden psychiatrischen Diagnosen (generalisierte Angststörung mit paroxysmalen agoraphobischen und generalisierten Anteilen [ICD-10 F41.1] und rezidivierend depressive Störung, leicht- bis mittelgradige depressive Episode mit somatischem Syndrom [ICD-10 F33.01/F33.11])
zu berücksichtigen, dass in körperlicher Hinsicht
keine Ver
schlechterung des Gesundheitszustands erfolgt ist und eine diesbezügliche Ein
schränkung in einer angepassten Tätigkeit mit maximal 20 % zu beziffern sei
(Urk.
Urk.
7/52). Zu
r
akzentuierten Persönlichkeit mit emotional-instabilen, his
trionischen und narzisstischen Anteilen ist festzuhalten, dass Z-Diagnosen keinen rechtserheblichen Gesundheitsschaden darstellen (Urteil des Bundesgerichts 9C_645/2015 vom 3. Februar 2016 E. 4.1).
Zur Persönlichkeit ist festzuhalten, dass gemäss dem Gutachter
Dr. C._
beim Beschwerdeführer die Ich-Funktionen nicht gestört sind. Zwar stellt
Dr. C._
(
Urk.
7/106/17) – wie auch bereits der Vorgutachter
Dr. Z._
(
Urk.
7/31/32) – akzentuierte Persönlichkeitszüge fest und führte aus, es bestehe eine ungünstige Wechselwirkung zwischen der depressiven Störung, der Angststörung sowie den zugrundeliegenden akzentuierten Persönlichkeitszügen (
Urk.
7/106/31), doch wirken sich diese Persönlichkeitszüge
angesichts des Aktivitätenlevels
nicht res
sourcenhemmend aus, respektive ist diesen keine Auswirkung auf die Arbeitsfä
higkeit zuz
u
schreiben.
Beim
«
sozialen Kontext
»
ist zu berücksichtigen, dass soziale Belastungen nach wie vor ausgeklammert bleiben, sofern sie direkt negative funktionelle Folgen zeitigen. Andererseits sind positive Lebensumstände, welche (mobilisierende) Res
sourcen darstellen, einzubeziehen (BGE 141 V 281 E. 4.3.3). Diesbezüglich gab der Beschwerdeführer an, dass sein Tagesablauf reduziert sei und ein reduziertes Aktivitätsniveau vorliege.
Der Gutachter stellte jedoch auch fest, dass d
er Beschwerdeführer seit 22 Jahren in einer intakten und harmonischen Beziehung
lebt
(
Urk.
7/106/7), er regelmässige soziale Kontakte, namentlich mit seinem
B
ru
der, seiner Tante und seiner Lebenspartnerin
hat
(
Urk.
7/106/8, Urk. 7/72/7), er zwei bis dreimal wöchentlich ins Fitnesstraining
geht
(
Urk.
7/106/8)
und
er
zudem
gerne täglich Spazieren
geht
, einen Personenwagen
fährt
und täglich
F
ern
sieht
.
Ob der Beschwerdeführer auf ärztliche Empfehlung die Fitnesstrainings absolviert oder dies aus Eigeninitiative erfolgt, ist nicht massgebend, da hiermit ohne weiteres ersichtlich wird, dass Fitnesstrainings einschränkungslos möglich sind.
Durch Wahrnehmen einer Zahnbehandlung in Ungarn zeigt der Beschwer
deführer s
odann
, dass er auch reisefähig ist
(
Urk.
7/106/8). Des
W
eiteren erledigt er zusammen mit seiner Partnerin die Haushaltsarbeiten (
Urk.
7/106/8). Beim Beschwerdeführer sind mithin zahlreiche Ressourcen im Bereich Persönlichkeit und sozialer Kontakt vorhanden.
Alsdann ist den Akten zur Kategorie
«
Konsistenz
»
bezüglich des Indikators
«
gleichmässige Einschränkung des Aktivitätsniveaus in allen vergleichbaren Lebensbereichen
»
zu entnehmen, der soziale Rückzug erstrecke sich nicht auf alle Lebensbereiche (
Urk.
7/106/26).
So verbringt der
Beschwerdeführer ein
en relativ unauffälligen Alltag,
fährt
einen Personenwagen und liest
täglich Zeitung, dies obwohl dem Gutachten von
Dr. C._
zu entnehmen ist, dass der Beschwerde
führer über intermittierende Kopfschmerzen klagt und der Beschwerdeführer angab, dass Lesen nicht mehr gehe und er sich nicht mehr konzentrieren könne (
Urk.
7/106/8). Aufgrund dessen ist eine erhebliche funktionelle Einschränk
ung in allen Lebensbereichen zu verneinen.
Zum Indikator «behandlungs- und eingliederungsanamnestisch ausgewiesener Leidensdruck» ist festzuhalten, dass die gesunkene Therapiefrequenz seit der letzt
maligen Begutachtung im September 2012 nicht auf einen ausgeprägten Leidens
druck hindeutet.
Demzufolge sind unter Berücksichtigung der massgeblichen Standardindikatoren (insbesondere nicht erheblicher funktioneller Schweregrad der diagnostizierten Gesundheitsschädigung bei Vorliegen zahlreicher Ressourcen
sowie Optimie
rungspotential in therapeutischer Hinsicht und
eher auffällige Indikatoren in der Kategorie Konsistenz) mit dem im Sozialversicherungsrecht massgebenden Beweisgrad der überwiegenden Wahrscheinlichkeit keine erheblichen funktionel
len Auswirkungen der rezidivierenden leichten bis mittelgradigen depressiven Störung respektive der Angststörung
– jedenfalls keine stärkeren als anlässlich der erstmaligen rentenabweisenden Verfügung vom 7. März 2013 -
erstellt. Somit liegt
nach wie vor kein rentenbegründender
Gesundheitsschaden vor.
Dass Dr. C._ von einer hohen Einschränkung der Arbeitsfähigkeit au
sging, ändert daran nichts.
4.6
Zusammenfassend ist somit von keiner erheblichen Verschlechterung des Gesundheitszustands seit der Verfügung vom 7. März 2013 auszugehen.
Damit
erweist es sich als rechtens, dass die Beschwerdegegnerin einen Rentenan
spruch des Beschwerdeführers verneint hat. Die Beschwerde ist daher unbegrün
det und abzuweisen.
5
.
Da es um die Bewilligung oder Verweigerung von Versicherungsleistungen geht, ist das Verfahren kostenpflichtig. Die Gerichtskosten sind nach dem Verfahrens
aufwand und unabhängig vom Streitwert festzulegen (Art. 69 Abs. 1
bis
IVG) und auf Fr. 800.-- anzusetzen. Entsprechend dem Ausgang des Verfahrens sind sie dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen.