# Swiss Legal Decision

**Decision ID:** 4f3355c9-7cca-4b7d-b4a1-8540add3ad30
**Court:** ZH_SVG
**Chamber:** ZH_SVG_001
**Year:** 2020
**Language:** de
**Jurisdiction:** ZH / Zürich
**Law Area:** $law_area
**Law Sub-area:** nan

## Facts

Sachverhalt:
1.
Mit Verfügung vom 2
9.
August 2018 sprach
die
Schweizerische Ausgleichskasse SAK
(nachfolgend
:
Aus
gleichskasse)
X._
(geboren am
1.
Feb
ruar 1953)
eine ordentliche Altersrente von monatlich
Fr.
961.-- und zwei Kin
derrenten für die Töchter
Y._
und
Z._
von je
Fr.
385
.--
ab
1.
März 2018 zu (
Urk.
10/36). Dagegen erhob
X._
am
2
2.
Sep
tember 2018 Einsprache
(
Urk.
10/50, vgl. auch
Urk.
10/54/4
). Die Ausgleichskasse wies die Einsprache mit Entscheid vom 1
0.
Mai 2019 ab (
Urk.
2).
2.
Gegen den
Einspracheentscheid
vom 1
0.
Mai 2019 erhob
X._
am
8.
Juni 2019 Beschwerde. Sinngemäss beantragte er eine höhe
re
Altersrente. Er führte dazu aus, das
s das von ihm
vom 2
6.
März bis 3
0.
Juni 2018
erzielte Einkommen
bei der Rentenberechnung nicht berücksichtigt worden
sei
, obschon er eine Kopie des Lohnausweises eingereicht habe. Zudem habe er einen Antrag auf Rentenaufschub gestellt (
Urk.
1, 3). Die Ausgleichskasse schloss in der Beschwerdeantwort vom 2
0.
September 2019 auf Abweisung der Beschwerde (
Urk.
9), was
X._
zur Kenntnis gebracht wurde (
Urk.
11).
Das Gericht

## Considerations

zieht in Erwägung:
1.
1.1
Im verwaltungsgerichtlichen Beschwerdeverfahren sind grundsätzlich nur Rechtsverhältnisse zu überprüfen beziehungsweise zu beurteilen, zu denen die zuständige Verwaltungsbehörde vorgängig verbindlich – in Form einer Verfü
gung beziehungsweise eines
Einspracheentscheids
– Stellung genommen hat. Insoweit bestimmt die Verfügung beziehungsweise der
Einspracheentscheid
den beschwerdeweise weiterziehbaren Anfechtungsgegenstand. Umgekehrt fehlt es an einem Anfechtungsgegenstand und somit an einer Sachurteilsvoraussetzung, wenn und insoweit keine Verfügung beziehungsweise kein
Einspracheentscheid
ergangen ist (BGE 131 V 164 E. 2.1; 125 V 413 E. 1a).
1.2
1.2.1
Der Aufschub des Beginns des Rentenbezugs bildete wed
er Gegenstand der Ver
fügung
vom 2
9.
August 2018
noch des
Einspracheentscheids
vom 1
0.
Mai 2019 (
Urk.
2, 10/36;
vgl. dazu
auch
Urk.
10/76).
Insofern ist auf die Beschwerde
nicht einzutreten.
1.2.2
Jedoch ist
noch
auf Folgendes hinzuweisen:
Personen, die Anspruch auf eine ordentliche Altersrente haben, können den Beginn des Rentenbezuges mindestens ein Jahr und höchstens fünf Jahre aufschieben und innerhalb dieser Frist die Rente von einem bestimmten Monat an abrufen (
Art.
39
Abs.
1
des Bundesgesetzes über die Alters- und
Hinterlas
s
enenversicherung
,
AHVG). Die aufgeschobene Altersrente und die sie allenfalls a
b
lösende
Hinterlassenenrente
wird um den versicherungstechnischen Gegenwert der nicht bezogenen Leistung erhöht (
Art.
39
Abs.
2 AHVG; vgl. zur Erhöhung
Art.
55
ter
der Verordnung über die Alters- und
Hinterlassenenversicherung
[AHVV]).
Art.
39
Abs.
3 AHVG verleiht dem Bundesrat unter anderem die Kom
petenz,
das
Verfahren des Rentenaufschubs zu regeln. Davon hat er Gebrauch gemacht und unter anderem verordnet, dass der Aufschub innert
eines Jahres
vom Beginn der
Aufschubsdauer
an schriftlich zu erklären ist (
Art.
55
quater
Abs.
1 Satz 2 AHVV), dass eine aufgeschobene Altersrente, wenn sie abgerufen wird, vom folgenden Monat an ausbezahlt wird und dass eine Nachzahlung von Renten ausgeschlossen ist (
Art.
55
quater
Abs.
3 AHVV).
Nachdem der Beschwerdeführer
zunächst
um einen
Rent
enbezug ab
1.
April 2018 ersucht
hatte,
stellte er am 2
0.
Mär
z 2018 einen Antrag auf Aufschub der Rente
(
Urk.
10/7/12,
10/20
).
Am
5.
Juli 2018 erkundigte
er sich, ob dieser Antrag
stor
nierbar
sei (
Urk.
10/30/1). In Anbetracht dessen wurden am 2
9.
August 2018 die Alters- und Kinderrenten verfügt (
Urk.
10/36). In der Einsprache
vom 2
2.
September 2018
wies er unter anderem da
rauf hin, dass er einen A
ntrag
auf Aufschub
gestellt habe (
Urk.
10/50). Mit Schreiben vom
3.
Januar 2019 machte ihn die Ausgleichskasse auf die Voraussetzungen des Rentenaufschubs aufmerk
sam u
nd erklärte ihm, d
ass eine rückwirkende Geltendmachung des
Rentenauf
schu
bs noch möglich sei. Dies gelte
allerd
ings nur, wenn er die seit dem
1.
März 2018 bezogenen Leistungen zurückerstatte (
Urk.
1
0/52
). Mit Schreiben vom
1.
Februar 2019 teilte der Beschwerdeführer schliesslich mit, dass er den Bezug der Alters- und Kinderrenten nicht aufschieben wolle (
Urk.
10/54). Dementspre
chend unterliess er eine Rückzahlung der bereits bezogenen Renten (vgl.
Urk.
9 S. 3; vgl. ferner
Urk.
10/76).
Im jetzigen Zeitpunkt ist ein Aufschub aus zeitlichen Gründen nicht mehr möglich, da die Jahresfrist seit Eintritt ins Rentenalter (
Art. 55
quater
Abs.
1 Satz 1 AHVV) abgelaufen ist.
2.
2.1
Zu prüfen ist also, ob
die
Ausgleichskasse das vom
Beschwerdeführer vom
2
6.
März bis 3
0.
Juni 2018
erzielte Einkommen
(
in der Höhe von
Fr.
32'441.--)
bei der Rentenberechnung zu Recht nicht berücksichtigt hat.
2.2
Nach
Art.
29
bis
Abs.
1
AHVG
werden für die Rentenberechnung Beitragsjahre, Erwerbseinkommen sowie Erziehungs- oder Betreuungsgutschriften der renten
berechtigten Person zwischen dem
1.
Januar nach Vollendung des 2
0.
Altersjah
res und dem 3
1.
Dezember vor Eintritt des Versicherungsfalles berücksichtigt.
2.3
Der Beschwerdeführer hat Anspruch auf eine Altersrente und die beiden Kinder
renten mit Wirkung a
b
1.
März 201
8.
Anrechenbar ist
ihm deshalb - wie sich aus der Bestimmung von
Art.
29
bis
Abs.
1
AHVG
(E. 2.2 hiervor) ergibt - das
bis 3
1.
Dezember 2017
erzielte Erwerbseinkommen
. Dementsprechend ist das vom
2
6.
März bis 3
0.
Juni 2018 erzielte Einkommen
bei der Rentenber
e
chnung nicht zu berücksichtigen.
Eine Ausnahme wird vom Gesetz nicht vorgesehen.
2.4
Damit ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist.